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Knödel-Varianten zu Weihnachten

(Rezepte und Tipps von Frodo Schäfer)

Kartoffelknödel
Zutaten
1 kg mehlige Kartoffeln
100 - 150 g Mehl
2 kleine Eier
Salz
Muskatnuss
20 g Butter oder Margarine
eventuell etwas Grieß (falls der Teig zu flüssig wird)

Zubereitung
Kartoffeln in Schale garen, abschütten, schälen und kalt stellen (am besten einen Tag vorher). Die
Kartoffeln durch eine Kartoffel- oder Spätzlepresse drücken und mit der flüssigen Butter, den Eiern,
Mehl, Gewürzen und evtl. Grieß zu einem glatten Teig kneten. Mit bemehlten Händen zu Knödeln
formen. Wasser aufkochen und Knödel im leicht köchelnden Salzwasser garen lassen (Dauer je nach
Größe zwischen 15 -20 Minuten).

Küchentricks für Kartoffelknödel


• Mehlig kochende Kartoffel fallen nach dem Garen fast von alleine auseinander, schmecken
leicht trocken und enthalten rund 16,5 Prozent Stärke. Sie sind ideal zum Zerstampfen,
Pürieren und Zerkleinern und eignen sich für Knödel, Püree, Gnocchi, Kroketten,
Reibekuchen und Ofenkartoffeln. Mehlig kochende Kartoffeln haben ein blaues Etikett oder
die Kennzeichnung „mehlig kochend“.
• Unbedingt die Kartoffeln in Schale kochen. So bleiben die wertvolle Vitamine und die Stärke
erhalten.
• Am besten die Kartoffeln schon einen Tag vorher kochen und kalt stellen.
• Wenn Sie die Handflächen mit etwas Stärke oder Mehl bestäuben, klebt die Knödelmasse
beim Formen nicht.
• Knödel sollten vor dem Garen schön glatt geformt sein, damit diese nachher hübsch und rund
aussehen.
• Immer vorher einen Probeknödel drehen und garen, um Geschmack und Konsistenz zu
überprüfen.
• Etwas angerührte Kartoffelstärke ins Kochwasser geben, dann glänzt der Knödel schön.

Es müssen nicht immer Kartoffelklöße sein: Semmel- oder Serviettenknödel sind eine feine
Alternative, gerade zur fetten Gans.
Grundsätzlich sind Knödel nicht nur Sättigungsbeilage zum Hauptgericht, sondern können auch als
süße Variante als Dessert gereicht werden.

Süßer „weihnachtlicher“ Serviettenknödel


Zutaten
500 g Brötchen vom Vortag (oder alt gewordenes Gebäck wie z. B. Kekse, Spekulatius, Lebkuchen,
Printen, Christstollen etc.)
ca. 300 ml Milch (mit einer halben Vanilleschote aufgekocht)
30 g Butter
60 g Rosinen
3 - 4 Eier
100 g Zucker
Zubereitung
Brötchen klein schneiden, mit heißer Milch begießen und etwa 15 Minuten durchziehen lassen. Die
Rosinen kurz in der heißen Butter andünsten. Eier verquirlen und mit den Rosinen und der Butter
unter die Brötchenmasse mischen. Rasch, aber sorgfältig vermischen und zu kleinen Rollen formen
und in Klarsichtfolie eng zusammen wickeln. Knödel in leicht kochendes Salzwasser gleiten lassen,
das Wasser muss ständig sieden. Ca. 20 Minuten ziehen lassen. Frischt gebrüht in Scheiben
schneiden, in etwas Butterschmalz anbraten und noch warm servieren.

Semmelknödel
Zutaten
500 g Brötchen oder Brot oder Brezeln etc. vom Vortag oder älter
ca. 300 ml Milch
2 Zwiebeln
10 g fein gehackte Petersilie
30 g Butter
3 - 4 Eier
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Brötchen klein schneiden, mit heißer Milch begießen und etwa 15 Minuten durchziehen lassen.
Zwiebel abziehen, klein würfeln und zusammen mit gehackter Petersilie in der heißen Butter
andünsten. Eier verquirlen und mit der Zwiebelmischung unter die Brötchenmasse mischen. Rasch,
aber sorgfältig vermischen und zu kleinen Rollen formen und in Klarsichtfolie eng zusammen wickeln.
Oder einen normalen gerollten Knödel formen. Besonders schön sieht der Semmelknödel aus, wenn
man ihn in eine Stoff-Serviette einschlägt und mit Küchengarn gut zubindet und darin kocht. Knödel in
kochendes Salzwasser gleiten lassen, das Wasser muss danach nur noch (aber konstant) sieden. Ca.
15 Minuten bis zum Garpunkt ziehen lassen.
Die Masse lässt sich durch diverse Kräuter, getrocknete Tomaten, ausgelassenen Speck oder kleine
Käsewürfel, z.B. Emmentaler, Feta, Cheddar, Mozzarella usw. abwandeln.
Man kann diese Knödel auch füllen.

Küchentrick für Servietten- und Semmelknödel


• Servietten- und Semmelknödel erfordern etwas Fingerspitzengefühl, denn diese beliebten
Klöße lösen sich beim Garen leicht auf. Die richtige Konsistenz des Brotes ist entscheidend -
es darf nicht zu frisch, aber auch nicht zu trocken sein. Es eignen sich alle alten Brotreste
(Brötchen, Brot und Brezeln), sie sollten aber mindestens einen Tag oder älter sein.
• Butter mit Eigelb vorher schaumig rühren, dann wird der Knödel noch fluffiger.
• Die Grundmasse vor der Zugabe des Eies erst etwas abkühlen lassen.
• Die Masse nicht zu stramm einrollen. Zum Einrollen eignen sich Stoff-Servietten, Mulltücher
und Frischhaltefolie. Besonders schön sieht der Semmelknödel aus, wenn man ihn in eine
Stoff-Serviette einschlägt und mit Küchengarn gut zubindet und darin kocht.
• Meist werden Servietten- und Semmelknödel im Ganzen gegart und dann in Scheiben
geschnitten.