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Frohe Weihnachten?...

"Kronen Zeitung" vom 16.12.2007 Seite: 36

Frohe Weihnachten?...
Frohe Weihnachten?

Dass bei unserem Innenminister Günther Platter seine angebliche christlich-soziale Gesinnung zuweilen schwer bis gar nicht
zu erkennen ist, darf als bekannt vorausgesetzt werden. Als eher unchristlich aber ist die Tatsache zu werten, dass Platter den
derzeit noch in Österreich lebenden Mitgliedern der Familie Zogaj ausgerechnet so kurz vor Weihnachten, quasi als
Weihnachtsgeschenk, ausrichten lässt, dass sie in Bälde mit ihrer Abschiebung in den Kosovo zu rechnen haben.

Die zeitgerechte Verkündigung dieser "Frohbotschaft", kombiniert mit seiner Ablehnung hinsichtlich eines humanitären
Bleiberechts für Arigona und ihre Mutter, hätte sicher auch noch nach Weihnachten, also im Jänner 2008, erfolgen können.

Franz Köfel, Völs

Was will die ÖVP? Wenn jemand Unmenschlichkeit zur Maxime seines Handelns erwählt, so gefällt mir das zwar nicht, aber
wenn absolute Irrationalität dazu kommt, so wird das gefährlich!

Minister Platter verweigert einer gut integrierten Familie mit ordentlichem Beschäftigungsverhältnis den humanitären
Aufenthalt. Gleichzeitig wirbt Minister Bartenstein für den Zuzug von Ausländern, da sonst unsere Wirtschaft zu wenig
Arbeitskräfte hätte. Und als Steigerung verlangt Vizekanzler Molterer mit der gesamten ÖVP, die Verlängerung der Amnestie
für illegale Pflegekräfte und fördert somit illegalen Zuzug und illegale Beschäftigungsverhältnisse. Was will also die ÖVP
wirklich? Heidemaria Mayr, Linz

Dank an Platter Der Verfassungsgerichtshof hat die Beschwerde der Familie Zogaj zurückgewiesen, danach hat
Innenminister Platter ein humanitäres Aufenthaltsrecht abgelehnt.

Österreich ist, Gott sei Dank, ein Rechtsstaat, der sich nicht auf Zuruf missbrauchen lässt. Innenminister Platter ist für sein
klaren Bekenntnis dazu, Dank und Hochachtung auszusprechen. Dr. Wolfgang Srb, Wien

Falsch war . . . Innenminister Platter ist nicht herzlos, er vollzieht das Gesetz, und das muss er auch. Man stelle sich vor, er
mache das nicht, dann würden weitere Tausende "Flüchtlinge" (der Krieg im Kosovo ist schon jahrelang vorbei) mit
Schlepperbanden nach Österreich kommen. Falsch war, dass der Familie Zogaj überhaupt Hoffnung gemacht wurde, in
Österreich zu bleiben, und das Mädchen zwei Jahre die Schule besuchen durfte. Diese Familie, die illegal nach Österreich
kam, hätte sofort wieder abgeschoben werden müssen! Heinz Vielgrader, Rappoltenkirchen

Arigona Zogaj

Quelle: "Kronen Zeitung" vom 16.12.2007 Seite: 36


Ausgabe: Morgen
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