You are on page 1of 2

Gangbetten! Ich hatte am 6. 1. 2008 einen Unfall und wurde mit der...

"Kronen Zeitung" vom 18.01.2008 Seite: 26

Gangbetten! Ich hatte am 6. 1. 2008 einen Unfall und wurde mit der...
Gangbetten! Ich hatte am 6. 1. 2008 einen Unfall und wurde mit der Rettung ins Wilhelminenspital gebracht (obwohl ich in
Floridsdorf zuhause bin). Es waren nur das Hanusch- und Wilhelminenspital offen. Es ist richtig, dass sehr viele Betten auf
dem Gang standen, aber man kann dem Spital keinen Vorwurf machen, wenn nur zwei Spitäler in Wien Unfallopfer
aufnehmen und das Hanusch kurze Zeit später auch geschlossen wurde. Der Fehler liegt im System und bei der Politik, es
wird beim Personal gespart, und es gibt zu wenig Betten in den Unfallchirurgien.

Übrigens, ich wurde in der Aufnahme sehr gut versorgt, und auch stationär bin ich gut betreut worden. Ich hatte kein
Gangbett - aber auch die Gangbetten wurden geduldig und freundlich behandelt, soweit es für das wenige Personal möglich
war. Es ist sicher arg, auf dem Gang zu liegen, aber "wohin", wenn kein Platz ist und die anderen Spitäler dichtmachen.

Hannelore Poppenwimmer, Wien

Gewalt unter Schülern

Natürlich ist es erschreckend, wie Gewalt unter Kindern an unseren Schulen zum Alltag wird, wie offenbar unter den Augen
der machtlosen Schulleitungen jegliche Hemmschwellen abgebaut wurden und Gewaltbereitschaft in den Schulalltag
eingekehrt ist. Zur Abhilfe bei diesen unvorstellbaren Zuständen ruft jetzt Frau Minister Claudia Berger noch mehr
Psychologen herbei, jene Experten, die am Aufbau unseres Erziehungssystems schon bisher maßgebend beteiligt waren. Sie
werden künftig wahrscheinlich noch mehr um Verständnis der Pädagogen werben und mehr einfühlsame Gespräche mit den
unartigen Kindern fordern, um Konfliktlösungspotenziale auszuloten und schließlich im Unterbewusstsein die negativen
Werthaltungen der Gesellschaft als Ursache für die Gewalttätigkeiten herauszufiltern.

In all diesen Diskussionen vermisse ich aber erstens die Forderung nach Werthaltungen in Schulen, die da heißen könnten:
Gehorsam, Disziplin, Ordnung und Respekt, zweitens die Ausstattung der Pädagogen mit Vollmachten, um diese
Werthaltungen einzufordern und durchsetzen zu können, und drittens die konsequente Abstrafung jener schlagbereiten
Akteure, die sich bisher im staatlichen Schutze der machtlosen Lehrer ein sorgenfreies Leben leisten.

Dr. Bernhard Wieser, Wels

"Hochzeitsfreude" in Afghanistan

Ein afghanisches Brautpaar, er uralt, sie elf Jahre. Ein für unsere Kultur erschütterndes Bild, das überdeutlich die krassen
Unterschiede zweier "Welten" zeigt, nämlich unsere westliche Welt und eine "nicht westliche Welt". Bei uns würde der Mann
eingesperrt werden wegen Verführung einer Minderjährigen, und er würde auch von der Gesellschaft verurteilt und verfemt
werden.

Das kleine Mädchen hat unser ganzes Mitgefühl, weil es um seine Jugend betrogen wurde, weil ihm die Möglichkeit
genommen wurde, langsam zur Frau zu reifen, und weil es vor allem keine freie Wahl und Entscheidung hat. Es lebt im 18./19.
Jahrhundert, wie auf einem anderen Stern. Wir in der westlichen Welt schicken Geld und Waffen, aber so etwas können wir
nicht beeinflussen. Da kommt Entsetzen auf und das Gefühl der Ohnmacht. Wie lange noch wird es solche Bilder geben?

Hannelore Stelzhammer, Mattighofen

Das Tschad- Abenteuer

Der Wahnsinnseinsatz unserer Soldaten im Tschad wird etwa 50 Millionen Euro kosten. Da ich immer noch gerne in den
guten alten Schillingen umrechne: 688 Millionen. Was man da alles bei uns machen könnte. Arbeitsplätze, Bildung,
Gesundheitswesen, Pflege und tausend andere wichtige Dinge. Aber nein, da geht es ja darum, sich in Brüssel
wichtigzumachen, nicht wahr, Frau Plassnik, Herr Darabos?

Was haben wir nur für Minister, denen die EU wichtiger ist als das eigene Land. Man kann ihnen aber nicht einmal sagen,
dass sie sich schämen sollen, weil sie nicht wissen, was das bedeutet . . .

Dr. Wolfgang Srb, per E-Mail

Neutralität!

Seite 1 von 2
Gangbetten! Ich hatte am 6. 1. 2008 einen Unfall und wurde mit der...

Der Tschad-Einsatz ist für mich eine Frage der Auffassung von Neutralität. Ein klarer Bruch der Neutralität, für die sich
Österreich auszeichnet. Und ich bin nicht bereit, einen Kriegseinsatz mitzufinanzieren.

Nikola Riha, Innsbruck

Warnung Tschad . . .

Warum müssen sich gewisse Mitglieder der Regierung mit aller Gewalt in einen Krieg in Afrika einmischen, welcher uns
überhaupt nichts angeht, noch dazu unter dem Deckmantel "Sicherheit", und den Soldaten nur den Tod bringen kann. Und der
Steuerzahler 50 Millionen Euro kostet. Die Herrschaften sollten lieber für Sicherheit im eigenen Staat sorgen, es gäbe hier
sehr viel zu tun . . .

Johann Wöckinger, Steyregg

Rettungshubschrauber!

Angeblich hat der ÖAMTC große Verluste zu tragen, da marode Krankenkassen in vielen Fällen die Kosten für die
Hubschrauberrettung nicht übernehmen wollen. Warum setzt man nicht teilweise Heereshubschrauber ein? Schließlich besitzt
das Bundesheer ca. 60 Hubschrauber, und es käme die Sozialversicherungen bestimmt billiger. Wahrscheinlich verhindern
Gesetze die Verwendung von Heereshubschraubern, aber diese könnten geändert werden . . .

Kurt Gärtner, Wels

Quelle: "Kronen Zeitung" vom 18.01.2008 Seite: 26


Ausgabe: Morgen
Dokumentnummer: 0750820790780690952008011 80447090357

Dauerhafte Adresse des Dokuments:


https://www.genios.de/document/KRON__0750820790780690952008011%2080447090357

Alle Rechte vorbehalten: provided by APA-DeFacto

© GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH

Seite 2 von 2