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Die Urkulturen und das Matriarchat
„Der Mann genügt sich selbst nicht, er muß Türmchen bauen ..." Die Matriarchatsforschung geriet rasch ins Schussfeld konservativer Vorurteile, und lange Zeit glaubte man, das Matriarchat sei so eine Art erdschollenhockender Mütterverein gewesen und erst der apollinische, helle männliche Geist habe die Frauen aus ihrer erdgebundenen, dumpfen Welt befreit. In der Phase des entwickelten Matriarchats kennen wir aber mindestens vier städtische Hochkulturen - am Indus, bei den Sumerern, in Altägypten und auf Kreta die Minoische Kultur. Archäologische Funde Es liegen vor allem Funde aus der Neolith-Zeit und Catal vor. In altsteinzeitlichen Begräbnisstätten hat man häufig Kauri-Muscheln gefunden. Sie gleichen "dem Portal, durch das ein Kind die Welt betritt" und scheinen als lebensspendendes Symbol mit einer weiblichen Gottheit assoziiert worden zu sein. Auch die Anordnung der vagina-förmigen Muscheln um die Gestorbenen herum weisen auf das Ziel des Rituals hin, ihnen die Rückkehr durch das Tor des Lebens zu erleichtern. Durch ein männliches Vorurteil sind steinzeitliche Wandmalereien bisher als Jagdszenen interpretiert worden, selbst wenn sie tanzende Frauen darstellten. Doch haben die Göttinnen auch als Herrinnen von Tieren und Pflanzen gegolten, die sie hervorbrachte. Daraus resultieren die häufigen Darstellungen natürlicher Motive. Von den konservativen Archäologen sind jedoch weibliche Formen der Anbetung entweder völlig ignoriert oder als bloße männliche Sexualobjekte abgetan worden (frühgeschichtliche Pornos). Fischgrätenmuster sind als Waffendarstellungen betrachtet worden, doch neueren Forschungen zufolge handelt es sich dabei um Pflanzen, Äste und Blätter. Die Beweisstücke für diese über Tausende von Jahren sich erstreckende religiöse Tradition sind erst nach dem Zweiten Weltkrieg ausgegraben worden und haben noch keinen Eingang in unsere Schulbücher gefunden. Das neue Wissen um den tatsächlichen Verlauf unserer kulturellen Evolution stellt eine enorme Herausforderung für das herrschende System dar, und es gibt massive Bestrebungen, es zu unterdrücken. Überhaupt liegt Informationsunterdrückung in der Dynamik der dominatorischen Gesellschaft und die von Intellektuellen unternommenen Versuche, die Realität einer dominatorischen Weltsicht anzupassen, weisen auf eine weit in die Vorgeschichte zurückreichende Tradition, wie zahlreiche Beispiele aus der Archäologie zeigten. In den frühzeitlichen Funden fällt auf, dass massive Befestigungsanlagen sowie Hieb- und Stichwaffen völlig fehlen. Aus den Grabbeigaben geht hervor, dass Frauen und Männer gleichrangig waren, und viele Anzeichen sprechen für eine matrilineare Orientierung, d.h. dass Abstammung und Erbe durch die Mutter weitergegeben worden ist. Im Vergleich zu der Fülle von weiblichen Statuetten und Abbildungen wurden in den neolithischen

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Fundstätten sehr wenige Darstellungen von Männern entdeckt. Man führt den Mangel an archäologischem Material darauf zurück, dass die Kulte für männliche Götter nicht in Tempeln, sondern im Freien stattfanden und somit keine Spuren hinterliessen. Es wurden viele künstlerisch wirklich beeindruckenden Figürchen, die nur 12 cm hoch sind, gefunden. Manche Figuren tragen keinerlei Verzierung oder Schmuck, was auf ihren Status hindeuten könnte und sind hochgradig individuell in ihren Posen. Eindeutig identifizierbare Göttinnen mit vielen Verzierungen gibt es in reichlicher Anzahl. Anzeichen für eine geschlechtsspezifische Arbeitsteilungen finden sich auch in den Grabbeigaben: Frauengräber enthalten oft Kieselsteine zum Glätten der Tonwaren, für deren Produktion sie offenbar zuständig waren, sowie Gefässe und Kultgegenstände, Männergräber hingegen Beile, Keulen und Pfeilspitzen. Die matristische Gesellschaftsform findet sich zudem in historischen Zeugnissen späterer Kulturen bestätigt, wie Griechenland, Kreta, Kleinasien und bei den Etruskern und den Kelten, bei denen sich die Relikte einer mutterrechtlichen Lebensweise lange erhielten. Ackerbau und Jagt Nach dem, was uns bisher über das Leben in den Urkulturen beigebracht wurden, jagte der Mann und war damit Haupternährer der Sippe. Die Frau sammelte Beeren und Früchte und hütete die Kinder (Hausfrau). Nachdem zahllose Skelettfunde mit Grabbeigaben, die der Jagd dienen konnten, stets als männlich eingestuft wurden, erwiesen sich viele erst nach anthropologischer Untersuchung als eindeutig weiblich. Derartige Untersuchungen galten lange als überflüssig. Darüber hinaus ist die Großwildjagd von männlichen Archäologen "systematisch überschätzt" worden. Die Beweisführung der Widerlegung, nämlich, dass die pflanzliche Nahrung von größerer Wichtigkeit war, ist von geradezu genialer Einfachheit: "Wer mehr als fünfzig Prozent seiner Nahrung in Form von Fleisch verzehrt, vergiftet seine Leber." Eine solche Eiweißvergiftung ist auch heute noch bei den Inuit in der Arktis zu beobachten, wenn diese sich zeitweilig nur von Schneehühnern ernährten. Auch hier sind nicht die Männer Jäger und die Frauen Sammlerinnen. Die Behauptung, bei den Inuit in Grönland oder den Chippewanindianern würden die Männer die gesamten Nahrungsmittel beschaffen wurde widerlegt. In den Primärquellen, auf die sich diese einseitigen Thesen stützen heißt es, dass die Inuitfrauen Lachse, Haie, Vögel und Seehunde jagten und die Chippewanfrauen bis zu zehn Hasen am Tag erlegten. In vielen Gesellschaften jagten Frauen allein oder zusammen mit den Männern. Selbst Frauen, die ein Baby mit sich tragen, sind als jagend belegt ! Die ersten Werkzeuge der Menschen hatten offensichtlich nicht zum Töten von Beutetieren und menschlichen Konkurrenten gedient, sondern die Entwicklung eines leistungsfähigeren Gehirns wird vielmehr auf die Nahrungsmittelbearbeitung zurückgeführt. Zumindest werden bei den heutigen Primaten die Werkzeuge häufiger von Weibchen als von Männchen benutzt. Bei der Evolution unserer Art scheint also nicht so sehr der Mann als Jäger, sondern auch die Frau als Sammlerin eine entscheidende Rolle gespielt zu haben. Auch in heutigen Sammler- und Jägergesellschaften sind normalerweise Frauen, nicht Männer mit der Nahrungsmittelherstellung betraut. Ebenso wurden Töpferei, Web- und Spinnkunst gleichermaßen von Frauen erfunden. Durch lange Beobachtung haben sich Frauen viel Wissen über ihren eigenen Körper ihre Sexualität, die Menstruation, Schwangerschaft und Geburt angeeignet. Das brachte die Frauen zu der Erkenntnis, daß zwischen ihrer eigenen Produktivität und derjenigen der ,,Mutter Erde" ein enger Zusammenhang besteht. Diese Feststellung veranlaßte die Frauen auch, in der Natur Pflanzen, Tiere, Wasser Luft und Erde zu beobachten, was dazu führte, daß Frauen den Ackerbau entdeckten. Sie eigneten sich damit die Natur an, ohne sie beherrschen zu wollen. Die Frauen als ,,Produzentinnen von neuem Leben und Nahrung" hatten daher eine dominante Stellung in der Gesellschaft inne. Sie waren als ,,Produzentinnen" von Nachwuchs und Nahrung als ,,Ernährerin" für den Familienverband in erster Linie verantwortlich. Da sie keine Vorratshaltung kannten, mußten sie Nahrung für sich und die Kinder besorgen. Sie suchten nach Gräsern mit eßbaren Samenkörnern. Die Samenkörner fielen auf die Erde, keimten und entwickelten neue Pflanzen. Durch die aufmerksame Beobachtung und Kultivierung

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entwickelte sich die erste Domestizierung von Pflanzen und Tieren, als grundlegendste und zukunftsweisende aller materiellen Technologien. Damit gewannen die Frau in der Gesellschaft Respekt, den sie nicht mit der Waffe erstritt. Selbst die Erfindung der Schrift hat wahrscheinlich feminine Wurzeln. Zumindest ist in Sumer und Indien die Göttin als Erfinderin von Tontäfelchen, Schreibkunst und des ersten Alphabets angeführt worden, sodass die Anfänge der Schrift vermutlich weit ins Neolithikum zurückreichen und nicht, wie bisher angenommen, um 3.200 v.u.Z. anzusiedeln ist. Neue wissenschaftliche Datierungsmethoden wie die Radiokarbonmethode und die Dendrochronologie haben nachgewiesen, dass die ältesten Schriftkulturen bereits zwischen 5.300 und 4.000 v.u.Z. existierten. Die erste rudimentäre Form einer linearen Schrift stellt Welterklärungsvorstellungen aus jener Zeit dar. Frauen“Herrschaft“ ? Der Begriff Matriarchat wird wie kaum ein anderer so bewußt mißverstanden, nämlich als ‚Herrschaft der Mütter, resp. der Frauen über die Männer‘. Mit diesem rhetorischen Schachzug gelingt es immer wieder, die Existenz des Matriarchates als unmöglich erscheinen zu lassen. James Mellaart hat richtig erkannt, daß die Frauen von Çatal eine bedeutendere Rolle als die Männer gespielt haben müssen, doch auch er ist dem Vorurteil verhaftet, sie hätten Macht innegehabt im Sinne von Unterdrückung. Selbst das kall-Wort ‚Mann‘ stand ursprünglich für Frau: ‚Im ursprünglichen Altnordischen bedeutete man ‚Frau‘(engl. woman). Das Wort für Mann war nicht man sondern wer, aus der Sanskrit-Wurzel vir, wie in wer-wulf, dem Wolfsmann. Bei den skandinavischen und anderen Stämmen Europas wurde mit Man der Mond, die Schöpferin aller Wesen, bezeichnet. Selbst im Rom der Kaiserzeit war Man oder Mana die Mutter aller manes oder Ahnengeister. Die Ursprünge des geistigen Lebens scheinen von weiblicher Vorrangstellung gewesen zu sein und mit Ehrfurcht vor dem Leben und dem Glauben an die Wiedergeburt geprägt zu sein. Diese These findet Übereinstimmung mit Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen. (auch Männern wie Fritjof Capra, Humberto Maturana oder David McClelland) Das traditionelle gesellschaftliche Herrschaftsmodell geht aber fälschlicher Weise von Patriarchaten oder Matriarchaten aus, in denen jeweils eine Hälfte der Menschheit durch die andere beherrscht wird und dass menschliche Beziehungen zwangsläufig in eine Hackordnung passen müssen, in der es ein Oben und ein Unten gibt, doch fehlt jeder Hinweis darauf, dass Männer unterdrückt worden sind. Die These der weiblichen Vorherrschaft, im Sinne von Macht und Gewalt scheint sich nicht zu bestätigen, sondern der archäologische Befund deutet auf eine egalitäre Gesellschaft hin, deren Erbfolge matrilinear war. Frauen hatten als Priesterinnen und Oberhäupter der Sippen zwar Führungsrollen inne gehabt. Es gab aber keinerlei Darstellungen von "edlen Kriegern. Statt dessen bezeugten eine Fülle von Natursymbolen Ehrfurcht und Staunen vor der Schönheit des Lebens. Das zentrale religiöse Symbol sei eine gebärende Frau statt eines sterbenden Gekreuzigten gewesen. Leben und Lebensfreude sei nicht mit Tod und Todesangst, sondern vielmehr mit Verantwortung und Liebe in der Unterschiedlichkeit nicht mit Unteroder Überlegenheit gleichgesetzt wurde. In dieser Zeitspanne hat die Technologie noch der Verbesserung von Lebensqualität gedient. Auf dem Gebiet der Nahrungsmittelproduktion sind enorme Fortschritte erzielt worden, ebenso in der Baukunst und Stadtplanung und auch die Künste haben eine Hochblüte erlebt. Der gemeinsame Besitz der wichtigsten Produktionsmittel hat zu einer kooperativen sozialen Organisation geführt. Frauen und Männer haben gleichermaßen für das Allgemeinwohl gearbeitet. Die überlegene Körperkraft der Männer ist nicht die Basis gesellschaftlicher Unterdrückung oder organisierter Kriegszüge

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gewesen und es ist auch nicht zu einer Konzentration des Privateigentums in den Händen der Stärksten gekommen. Die vorherrschende Ideologie ist gynozentrisch gewesen: In ihrem Mittelpunkt stand die Frau, repräsentiert durch eine Gottheit in weiblicher Gestalt, symbolisiert als Quelle allen Lebens und kreativen Kräfte der Natur - und nicht die Kräfte der Zerstörung. Nach dem Umbruch vom egalitären zum dominatorischen System hatten Männer Jahrtausende hindurch das Schwert geführt, es ist das Symbol der Männlichkeit schlechthin gewesen. In den prähistorischen Gesellschaften dagegen hat die lebensspendende und -erhaltende Macht, symbolisiert durch den Kelch, die höchste Verehrung genossen. Es sind jedoch nicht die Männer das Grundproblem, sondern ein soziales System, welches die Macht des Schwertes zum Ideal erhebe. Alle dominatorischen Gesellschaften haben eine wesentliche Eigenschaft gemeinsam: Sie eroberten, töteten und herrschten. Jahrtausende alte Traditionen sind verstümmelt, Städte und Dörfer zerstört worden und es ist eine neue Symbolik aufgetaucht: der bewaffnete Mann zu Pferde. Stammeshäuptlinge hatten sich den Reichtum der Allgemeinheit angeeignet und ihn mitsamt ihrer Frauen, Kinder, Tieropfer und Waffen mit ins Grab genommen. Unser Demokratie-Verständnis geht also auf weit frühere Zeiten zurück als das klassische Griechenland, in dem der größte Teil der Bevölkerung, Frauen und Sklaven, vom politischen Leben ausgeschlossen worden sind

In der südwestchinesischen Provinz Yünnan wird noch eines der letzten Matriarchate gelebt. Nü Kuo, das Reich der Frauen". Bis zum heutigen Tag leben dort die Mosuo, ein tibetisch-birmesischer Volksstamm, in einer matriarchalen Gesellschaftsform. Matriachate sind Verwandtschaftsgesellschaften, die nach der Mutterlinie organisiert sind. Frauen haben in sozialen, ökonomischen und religiös-rituellen Bereichen zentrale Funktionen inne. Ein besonderes Merkmal matriachaler Familienstrukturen ist, dass keine Ehen geschlossen werden. Kinder werden im mütterlichen Familienverband aufgezogen, die Vaterschaft ist weder an Rechte noch an Pflichten gebunden. Meist ist der Bruder der Mutter die wichtigste männliche Bezugsperson der Kinder. Die Mosuo-Frau pflegt die Besuchsehe. Für kurze oder lange Zeit wählt sie einen "Azuh", einen Liebhaber, aus. Wenn eine Frau in Gesellschaft mit Männern ist, verrät ihr Auftreten, dass sie von klein auf die Gleichwertigkeit zwischen den Geschlechtern erfahren hat. In der Erziehung werden keine geschlechtsspezifischen Unterschiede gemacht. In psychologischer Hinsicht mögen die matriarchalen Familienstrukturen der Mosuo ein Idealbild verkörpern, wenn man Folgendes berücksichtigt: Schwere Depressionen und Selbstmord sind fast unbekannt; die Kriminalitätsrate ist verschwindend gering; die Kinder werden von allen Sippenmitgliedern liebevoll betreut und Gewalt in der Erziehung ist bei den Mosuo unbekannt; alte Menschen, Kranke und Behinderte sind im Familienverband voll integriert. Das Zusammenleben innerhalb der Sippe ist trotz klar ausgeprägter Hierarchien demokratisch ausgerichtet, die meisten Entscheidungen werden im Kreise der Familie getroffen. Die oberste Matriarchin hat eine ganze Reihe von Pflichten für das Gemeinschaftsleben der Sippe zu erfüllen und ein besonders hoher Stellenwert kommt ihr im religiös-rituellen Leben zu. Ihr ist es vorbehalten, am nächsten zum Ahnenaltar zu sitzen und somit am engsten in Kontakt zu den Ahnen zu stehen, von einer dogmatischen Machtstellung kann hier nicht die Rede sein. Im Zuge der Kulturrevolution musste auch die Mosuo-Sippe als Angehörige einer nationalen Minderheit Chinas viele Repressionen erleiden. Doch die Versuche der Hanchinesischen Regierung, die mutterrechtliche Tradition zu zerstören, indem alle über Vierzigjährigen zur Ehe und Monogamie gezwungen wurden, waren nicht erfolgreich. Nicht nur lösten die Mosuo später diese Zwangsehen wieder auf, es gelang ihnen auch, trotz jahrelanger Unterdrückung und Versuchen der Assimilierung, ihre kulturelle Identität, die in ihren Sitten und Gebräuchen sowie einer eigenen Sprache Ausdruck findet, zu bewahren. In den letzten Jahren haben in China wichtige gesellschaftspolitische Veränderungen stattgefunden, und daher stellt sich die Frage, wie lange matriarchale Familienstrukturen noch überleben werden. Die unweigerliche Berührung mit

Land der Frauen

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fremden Einflüssen findet nicht immer Zustimmung. Viele in den jüngeren Generationen wünschen sich, die Welt außerhalb des Dorfes kennen zu lernen. Sie planen für die Zukunft z.B. in eine chinesische Großstadt zu ziehen und dort berufliche Karriere zu machen. Die Tradition der Mosuo hat ihnen zwar einen anderen Lebensweg vorgebahnt, doch ist es sicher, dass die Sippe eine Entscheidung, einem Beruf nachzugehen und sich somit aus dem Sippenverband zu lösen, akzeptieren wird.

Untergang des Matriarchats Aufgrund neuer Datierungsmethoden weiß man aber heute, dass die Männerherrschaft nicht mit dem Übergang von der Jäger- und Sammlergesellschaft zu Ackerbau- und Viehzuchtbetreibern begann, sondern erst viel später, im Laufe der sich über Jahrtausende hinziehenden Infiltration der Hirtenvölker in den fruchtbaren Gegenden, in denen der Ackerbau bereits betrieben wurde. Diese Nomadenstämme aus den kälteren, unwirtlichen Randgebieten hatten neue Weideplätze für ihre Herden gesucht und Unruhen in vielen Gebieten verursacht. In der Epoche zwischen 1500 und 1100 v.u.Z. stürzte auch die Natur in ein ungewöhnlich intensives Chaos. In umherziehenden Völkern müssen die körperlich stärkeren Männer die Vorhut übernehmen, vor allem, wenn das Volk darauf angewiesen ist, die fruchbaren Gründe anderer völker zu erobern. Dies gibt den Männern eine Vormachtstellung. Der Mittelmeerraum war von einer ganzen Serie gewaltiger Vulkanausbrüche, Erdbeben und Springfluten heimgesucht. Die dadurch geschwächte agrarische Bevölkerung konnte von den nachfolgenden Invasionswellen der "Kurganvölker" leicht überrannt und erobert werden . (Dank einer immer größeren Zahl zur Verfügung stehender Radiokarbondaten ließen sich im prähistorischen Europa große Bevölkerungsverschiebungen durch Einfälle von steppenbewohnenden Hirtenvölkern (Kurganvölkern) nachweisen.) Andere nomadische Invasionen bestanden aus semitischen Stämmen, die aus den Wüsten im Süden kamen und Kanaan eroberten (heute Palästina). Ebenso wie die Indoeuropäer sind sie ein kriegerisches, von einer Krieger- und Priesterkaste (dem levitischen Stamm des Moses) beherrschtes Volk gewesen, brachten einen aggressiven Kriegs- und Berggott mit sich und den Völkern in den von ihnen eroberten Gebieten haben sie im Laufe der Zeit ihre Ideologie und ihren Lebensstil aufoktroyiert. Beide Eroberer wiesen ähnliche gesellschaftliche Strukturen auf: ein soziales System, in dem Männerherrschaft, Männergewalt und eine hierarchische und autoritäre Organisation dominierten. Materieller Wohlstand war bei ihnen nicht durch die Entwicklung neuer Produktionstechnologien, sondern durch effektivere Zerstörungstechnologien geschaffen worden. Die Höhlenzeichnungen aus dieser Zeit belegten, dass nun das Schwert als Symbol für die Macht der Kriegsgötter angebetet wurde. Man führt die Verdrängung der Göttin und mit ihr die Degradierung aller Frauen zu männlichem Besitz auf die Invasionen in den entwickelten Kulturzonen zurück und nicht auf die den Männern dämmernde Erkenntnis, dass auch sie bei der Fortpflanzung eine Rolle spielten. Die Anfänge der Sklaverei standen in enger Verbindung mit jenen bewaffneten Invasionen. Frauen gehörten ebenso zur Beute wie Schafe, Rinder und Esel, sodass die weibliche Bevölkerung oft aus unterschiedlichen Völkern stammte. Die Frauen sind auf einen Status der Produktion und Reproduktion reduziert worden, wobei Männer die Kontrolle ausübten. In Assyrien hatte das Ausmaß der Barbarei einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Friede und Harmonie waren zu Mythen und Legenden einer längst versunkenen Zeit geworden, bevor die Menschheit in eine gewaltsame Transformation gestürzt war.

Frauenbild in der Bibel In Kanaan ist der Prozess zur dominatorischen Gesellschaft durch die Invasionen der israelitischen

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Stämme vorangetrieben worden. In der Bibel wird die Göttin mit keiner Silbe erwähnt. Damit fehlt eine weibliche göttliche Autorität, die die Frauen schützen und Vergeltung fordern könnte für das Unrecht, das ihnen durch die Männer zugefügt worden ist. Nach dem ausdrücklichen Willen Gottes hatte die Frau dem Manne untertan sein müssen. Frauen hatten in den Gesetzen nicht als freie, unabhängige Menschen figuriert, sondern als Privateigentum ihrer Väter oder Ehemänner, denen es beispielsweise gestattet war, sie als Sklavin zu verkaufen. Bei Verlust der Jungfräulichkeit hat ihnen die öffentliche Steinigung gedroht. Diese Gesetze hatten als "gottgegeben" gegolten und eine ökonomische Ordnung repräsentiert, die dem Käufer der "Ware Frau", bei Beschädigung derselben, nämlich fehlender Jungfräulichkeit, das Recht einräumte, sich ihrer zu entledigen. Gefolgt wurde diese Entwicklung von mehreren Tausend Jahren, in denen Frauen zeitweise nicht einmal als Menschen galten. Gut und Böse ist in einer dominatorischen Gesellschaft nicht dasselbe wie in einer partnerschaftlichen. Aus verantwortungsbewusster Sicht ist die biblische Moral bestenfalls nur kümmerlich entwickelt, schlimmstenfalls eine Pseudomoral, bei der der Wille Gottes nichts weiter ist als ein Deckmantel für Grausamkeit und Barbarei. Sturz der Göttinnen durch die Götter Mesopotamien wird auch der „Ort der Göttinnen" genannt. Weiblichkeit wurde schon in sehr alten Zeiten mit Gerechtigkeit, Weisheit und Intelligenz assoziiert und mit dementsprechenden Göttinnen in Verbindung gebracht. In der neolithischen Kunst trugen weder die Göttin noch ihr Sohn/Gefährte jene Sinnbilder der Macht wie Speere, Schwerter oder Donnerkeile; Symbole eines Herrschers, der Gehorsam erzwingt, indem er töte und verstümmelt. Statt dessen bezeugten eine Fülle von Natursymbolen Ehrfurcht und Staunen vor der Schönheit des Lebens. Das zentrale religiöse Symbol war eine gebärende Frau statt eines sterbenden Gekreuzigten. Leben und Lebensfreude, nicht Tod und Todesangst spielten in jener Gesellschaft und ihrer Kunst eine dominierende Rolle. Die Göttin war verehrt in ihren verschiedenen Erscheinungsformen im kleinasiatischsüdosteuropäischen Raum ebenso wie in Thailand, oder später in Mittelamerika in der Inkarnation als Vogel- oder Schlangengöttin mit regenspendenden und milchgebenden Motiven. Dies alles ist Teil unseres kulturellen Erbes, obwohl diese Erkenntnis bisher kaum Eingang in unsere Lehrpläne gefunden hat. Es hat die Grundlage geformt, auf der alle späteren Kulturen aufbauten. Ein Grund für die lange Verschleierung dieser Umstände wird in der Gepflogenheit der "Gelehrten" gesehen, die Anbetung der Göttin nicht als Religion, sondern als "Fruchtbarkeitskult", und die Göttin selbst als "Erdenmutter" zu apostrophieren. Doch in prähistorischen Zeiten sind Leben und Religion identisch gewesen, sie hatten gemeinsam die damalige Weltanschauung ausgedrückt. Das Oberhaupt der heiligen Familie war eine Frau gewesen - die große Mutter, Himmelskönigin, die Göttin in ihren verschiedenen Funktionen. Aber auch die männlichen Mitglieder dieses Pantheons sind göttlich gewesen, im Gegensatz zu der heiligen Familie des Christentums, in der die einzige Frau eine Sterbliche ist. Das vielleicht wichtigste Drama der Menschheit war nicht der Vatermord, wie von Ödipus vorgemacht und von Freud propagiert, sondern der Muttermord. Der gewaltsame Sturz der Muttergöttin, die es in Mesopotamien als Inanna, Nisaba, Tiamat und Ischtar gleich in vierfacher Ausgabe gab aber zu Ehren eines Göttinnenmörders. Marduk, so heißt es in dem Schöpfungsmythos Enuma Elisch, hat seine Mutter Tiamat (oder Oma?) getötet, "ihren Unterleib zertrampelt", "ihren Schädel zerschmettert" und aus diesen blutigen Klumpen Himmel und Erde geformt. Tiamat, Dia-mater, die Mutter aller Götter, wurde zu Dia-meter, zum Durchschnitt und zur Durchgeschnittenen, aus den ideologischen Überresten wurde später die griechische Demeter und die christliche Jungfrau Maria geformt. In mesopotamischen Inschriften und Legenden "wimmele es geradezu" von Hinweisen auf eine Göttin als höchste Gottheit, im alten Testament ist von einer "Himmelskönigin" die Rede, gegen deren Wiedererstarken die Propheten zu Felde gezogen sind. Auch in der frühsumerischen Religion nahmen Göttinnen eine vorrangige

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Position ein. Ebenso gingen die humaneren Sitten und Gesetze - wie etwa die Forderung, Bedürftige seien von der Gemeinschaft zu unterstützen - auf die Ära der partnerschaftlichen Gesellschaften zurück. Die Verehrung der Göttin als Gesetzgeberin läßt auf ein differenziertes Rechtssystem schließen, in dem sumerische Priesterinnen Streitigkeiten schlichteten. Alljährlich beim Neujahrsfest gab es damals eine große Prozession zwischen dem siebenstufigen Turmbau zu Babel und dem Ischtartor. In einem Gemach auf der Turmspitze soll die "Heilige Hochzeit" gefeiert worden sein, ein sexueller Ritus, um dem Land die Fruchtbarkeit wiederzugeben. In der Version Herodots wählte sich der gottähnliche Stadtkönig eine Frau. Auch das war wohl eine Umkehrung der früheren Machtverhältnisse: Anfangs soll die Stellvertreterin der obersten Göttin sich des nur irdisch legitimierten Stadtkönigs bedient haben. Der Mythos von der Hochzeit zwischen der göttlichen Inanna und ihrem sterblichen Liebhaber Dumuzi legt das nahe, ist aber im archäologischen Sinne kein Beweis. Die älteste Namensform der Göttin Ischtar ist möglicherweise vorsumerisch und lautete Innin. Die im späten 4. Jt. v. Chr. in Südmesopotamien eingewanderten Sumerer, denen die Erfindung der Keilschrift nachgesagt wird, übernahmen den Namen der Großen Göttin in ihre eigene Sprache und deuteten ihn volksethymologisch als (N)in-an-na, "Herrin des Himmels". Daraus entstand die bekannte Namensform Inanna. Die Vorstellung von einer sinnenfreudigen, selbstbewußten Liebesgöttin, die sich leichtherzig einen Mann nach dem anderen nimmt, ist in vielen frühen Hochkulturen heimisch. Wir finden sie bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. in Mesopotamien in der sumerischen Inanna, später in der semitischen Ischtar. Die Göttin Nammu war auch die ursprüngliche Besitzerin der über einhundert Me. Mit dem Übergang vom Mutter- zum Vaterrecht wird das monistische Weltbild abgelöst vom dualistischen, welches bis heute das Abendland beherrscht und den Menschen zum Suchenden machte. Erst im Patriarchat kommt es zur Trennung von Gott und Welt und der Transzendenz des Göttlichen. Es entstehen die Gegensätze Gott und Mensch, Diesseits und Jenseits, Immanenz und Transzendenz. Es gibt „Licht" und „Finsternis". Sehr deutlich ist dies in der Lehre des guten und des bösen Prinzips bei Zarathustra ausgedrückt. Der iranische Religionsstifter degradierte alle Götter des persischen Pantheons (der ursprünglich weiblich besetzt war) außer den großen Geist Ahura Mazda zu Teufeln. Die strengen Moralvorschriften spalten die Menschen irreversibel in Natur und Geist, Trieb und Moral, Herz und Kopf, Sinnlichkeit und Sittlichkeit, wobei ersteres zugunsten des letzteren verdrängt wird. Im babylonischen Schöpfungsmythos ist die Göttin Tiamat, dämonisiert als "der Drache des Chaos", der Ursprung der Schöpfung, obwohl der Stadt-Gott Marduk, der lediglich ihr Sohn war, Himmel und Erde geschaffen haben soll. Solche Verdrehungen wurden in patriarchaler Zeit vorgenommen, um den Göttinnen ihre Macht zu rauben, der Mythos der Genesis ist das bekannteste Beispiel. Der Grossen Göttin in ihren Aspekten wurden bald Götter zugeordnet. Später wurde/n die Göttin/nen diesen als Ehefrau/en untergeordnet. Dazu trat ein Fülle weiterer neuer Göttinnen, die wiederum nur Teilaspekte der bereits dreifachen Göttin waren. Mary Daly nennt dies ‚Zerstückelung. Die grossen Weltreligionen beendeten schliesslich diesen Prozess damit, dass sie die Göttin(nen) völlig "abschafften", indem sie Sie vermenschlichten oder ganz ignorierten. Als Ergebnis gebären Götter Menschen oder Göttinnen (Gott/Adam, Zeus/Athene), indem Frauen aus Rippen von Männern geformt werden oder gar dem Kopf entspringen. Diese (Un-Natur) Wissenschaft, im wahrsten Sinne des Wortes, war nur durch erhebliche Glaubensanstrengungen seitens der Bevölkerung zur Religion geworden. Es ist wenig erstaunlich, dass diese Verdrehung biologischer Tatsachen als Religion

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mit allen Mitteln der Gewalt durchgesetzt wurde. Die Naturreligion, die sich von selbst erklärte, d.h. ohne Dogmen etc., wurde degradiert und verteufelt. Der (ursprüngliche) Hexenglaube wurde schliesslich zum Hexenwahn, der sich als Paradoxon zum Glauben von der Allmacht Gottes nur durch völlige Verdrehung der Köpfe durchsetzen konnte. Auch in Märchen, in denen sich die älteren Mythologien erhalten haben, waren Hexen, Weise Frauen, Grossmütter, Stiefmütter, aber auch Mütter und Mädchen ursprünglich nicht böse, sondern Verkörperungen der Grossen Göttin in ihren 3 Aspekten (Mond-)Jung(e)frau, Mutter (aller Geschöpfe) und Jägerin, Zerstörerin oder Alte. Märchen, die die alte Religion verschlüsselt haben, sind z.B. Schneewittchen, Frau Holle, Die drei Spinnerinnen oder Baba Yaga und Wassilissa, die Wunderschöne. Schluß Gibt es vielleicht eine "natürliche" Feindschaft oder Fremdheit zwischen Mann und Frau? In der Beschreibung des Schöpfungsmythos der Ureinwohner Australiens gibt es eine Geschichte, die erzählt, wie die Männer den Frauen die magischen Gerätschaften stahlen und die Frauen viel zu sehr mit ihren Alltagssorgen beschäftigt waren, um sich darum zu kümmern. Besonders eindrucksvoll ist das Zitat eines solchen Eingeborenen zu dieser Geschichte: "Wir haben den Frauen alles gestohlen, was ihnen gehört hat ... Wir Männer haben nichts wirklich Besonderes zu vollbringen, außer zu kopulieren ... Alles gehört den Schwestern, das Baby, das Blut, die Schreie, ihre Tänze, dies alles betrifft die Frauen ... Wir mußten sie überlisten ... denn am Anfang hatten wir nichts ... Wir haben den Frauen diese Dinge weggenommen." Die Kunst des Neolithiums wird oft als irrational bezeichnet, weil die Darstellung von Wesen, die aus Märchen, Horrorfilmen oder Science fiction zu entstammen schienen, einen großen Raum einnehmen. Besser ist jedoch die Beschreibung dieser Kunst als eine prärationale Weltanschauung, die im Gegensatz zu unserer empirischen Denkweise einem intuitiven, phantasiereichen und mythischen Bewusstsein entspringt. Allerdings sind die friedlichen Steinzeitmenschen keineswegs nur rechtshirnige, von Göttern besessene Automaten gewesen, und das linkshirnige, logische Bewusstsein ist auch nicht erst in der Folge von Invasionen und Naturkatastrophen entstanden, mit denen sie sich auseinandersetzen mussten. Vielmehr deutet die höchst komplizierte Architektur mit ihren sanitären Einrichtungen, der blühende Handel, die Sternenkunde, sowie das nautische Wissen der Kreter auf eine rege Nutzung beider Hirnhälften hin. In den prähistorischen, partnerschaftlich orientierten Gesellschaften dienten technische Fortschritte dazu, das Leben angenehmer zu gestalten. In dieser Beziehung sind sie unserer modernen High-Tech-Gesellschaft weit überlegen gewesen, in der jedes Jahr Millionen von Kindern zum Hungertod verurteilt sind, während gleichzeitig Milliarden Dollar für immer ausgefeiltere Tötungsmethoden ausgegeben werden. In diesem Kontext gewinnt die Suche nach verlorengegangenen Geisteshaltungen oder mystischer Weisheit eine ganz andere Perspektive. Auch heute noch ist die Auffassung weit verbreitet, der Krieg sei der "Vater der Dinge", und ohne das Blutvergießen und die Grausamkeiten seit der Zeit der Sumerer und Assyrer hätte es keinen technologischen und kulturellen Fortschritt gegeben. Die Friedfertigkeit der "Wilden", die vor unseren "ältesten Zivilisationen" die Erde bevölkerten, gilt als ein Zeichen für Rückständigkeit und mangelnde Intelligenz, die nichts von bleibendem Wert habe hervorbringen können.

Alte Mythen und das Necronomikon
"Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als sich Eure Schulweisheit träumen lässt..." Das Zitat des Dichters trifft wohl aber nicht nur auf die Dinge zwischen Himmel und Erde zu, sondern auch auf jene verborgenen Dinge unter der Erde. Geradezu berüchtigt für mysteriöse Höhlen- und Tunnelsysteme ist Südamerika. Zahlreiche Eingänge zu diesen sogenannten "Chinkanas" sind abgeriegelt worden. Der

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Thesen Zutritt wurde verboten, da schon etliche Abenteurer auf der Suche nach den sagenhaften Inka-Schätzen in den unerforschten Abgründen für immer verschwunden sind. Andere kamen mit schwerwiegenden psychologischen Schäden zurück. Aus ihren fragmentarischen Berichten geht hervor, dass sich diese Schatzsucher in den unterirdischen Labyrinthen mit Wesen konfrontiert sahen, die sie als "Schlangen-" oder "Echsenmenschen" beschrieben.

Solche Berichte mögen dem Normalbürger des Internet-Zeitalters absurd erscheinen, da er weder in der Schule noch in den Massenmedien je etwas darüber erfahren hat. In früheren Kulturen jedoch war das Wissen um die Existenz solcher Wesen Allgemeingut. Dieses Wissen hat sich nicht nur unter den Indios Südamerikas, sondern auch in Indien und in den Regionen des Himalaya bis zum heutigen Tag erhalten. Die Bevölkerung der betreffenden Gegenden kennt seit Menschengedenken die Nagas, unterirdisch lebende "Schlangenmenschen". Diese Reptiloiden wurden und werden sogar von bestimmten Stämmen verehrt. Meist geschieht das aus einer archaischen Angst heraus, manchmal auch wegen bestimmter magischer Interessen. Viele Hindus wissen noch heute von den alten Legenden über die Nagas, die in ausgedehnten Höhlensystemen unter dem Himalaya leben sollen. Es heißt, dass diese Wesen mit Hilfe von mechanischen Apparaten, den sogenannten Vimanas, auch fliegen können. Außerdem sollen sie über eine ungeheure Intelligenz und eine geradezu magisch anmutende Macht verfügen. Die Nagas sind den Menschen nicht unbedingt wohlgesonnen, insbesondere dann nicht, wenn diese als Forscher oder Abenteurer in ihre unterirdischen Refugien eindringen. Die Hindu-Überlieferung weiß auch von sagenhaften Schätzen zu berichten, die in den Naga-Höhlen zu finden sind. Die Schlangenmenschen sollen über Jahrtausende hinweg edle Metalle und wertvolle Mineralien in ungeheuer großen Mengen angehäuft haben. Doch nicht nur dem Hochplateau von Tibet und im Himalaya sollen sich unterirdische Reiche dieser Schlangenmenschen finden, sondern auch in Nordamerika. Die HopiIndianer wissen über sie folgendes zu berichten: "Die Echsenmenschen sind kaltblütig. Die Wärme der Emotion ist in ihnen nicht vorhanden. Sie suchen die Wärme außerhalb von sich selbst und können nur überleben, indem sie die Wärme vom Feuer und von anderen Wesen stehlen. Das ist die Lebensart des Reptils. Die Kinder des Reptils haben in der Geschichte der Menschheit ebenfalls ihre Spuren hinterlassen. Täuschung und Lüge, Angst und Aufruhr, das sind die Spuren, die verraten, dass die Kinder des Reptils am Werk waren. Sie versuchen, in die Welt der Sonne einzudringen, indem sie sich vom Feuer anderer Wesen ernähren. Vergeßt dies nie! Haltet deshalb euer Feuer immer gut unter Kontrolle! Betrachtet die Spur des Reptils, und ihr stoßt durch alle Zeiten hindurch auf die Fälle größter Arglist und Irreführung. Es war die Schlange, die von den Menschen verehrt werden wollte. Und es war die Schlange, die nach des Menschen Seele griff. Diejenigen, die deine Emotionen, deinen Geist und deine Seele wollen - das sind die Kinder des Reptils". Die Legenden der Hopi von den Echsenmenschen und die Berichte über die Nagas in Indien lassen an Cthulhu, YogSothoth und all die anderen Geschöpfe der Großen Alten denken. Diese Wesen beschreibt der Schriftsteller H. P. Lovecraft in seinen Erzählungen als ein "in uralten Tagen von den Sternen herabgestiegenes Gezücht". Ihnen widmete er sein ganzes literarisches Schaffen. Lovecraft wird heute zu den Vätern der phantastischen Literatur gerechnet. Dennoch drängt sich Vermutung auf, er habe die

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Schriftstellerei nur als ein Ventil genutzt, um sich das namenlose Grauen von der Seele zu schreiben, mit dem er irgendwann einmal in seiner Jugend konfrontiert wurde, und das ihn sein ganzes Leben lang begleiten sollte. Howard Phillips Lovecraft ... ...wurde am 20. August 1890 in Providence, Rhode Island, geboren. Er stammte aus einfachen Verhältnissen. Nach einer unauffälligen Kindheit und Jugend begann Lovecraft, der sich in seiner Autobiographie als einen "mechanischen Materialisten" bezeichnete, das Leben eines Sonderlings zu führen, der Kontakte mit der Außenwelt scheute und der mit seinen Freunden und mit Autorenkollegen in den USA und Europa fast nur schriftlich verkehrte. Er starb am 15. März 1937. Sein hinterlassenes Werk ist nicht umfangreich. Zu seinen Lebzeiten erschien nur ein einziges Buch - "Der Schatten über Innsmouth", das 1936 veröffentlicht wurde. Etwa 40 Kurzgeschichten und 12 Erzählungen publizierte Lovecraft in verschiedenen Magazinen, vor allem in der Zeitschrift "Weird Tales" (Unheimliche Geschichten). Sein Biograph Giorgio Manelli schrieb über ihn: "Lovecraft will kein Visionär sein, sondern ein Chronist des Grauens, ein Chronist der Unterwelt. Lovecraft hat einen besonderer Ehrgeiz kultiviert - es ist die Erfindung einer Mythologie, die Beschreibung eines geschlossenen, totalen Universums; ein vielleicht überfordernder, jedenfalls aber großzügiger Ehrgeiz eines außerordentlichen Schriftstellers." Seine grundlegende Idee, dass der Mensch sich fürchtet vor dem Unbekannten und Unheimlichen aus den unermesslichen Tiefen des Universums, verwendete Lovecraft erfolgreich bei der Schöpfung seiner Cthulhu-Mythologie. Es ist durchaus bedenkenswert, ob Lovecraft Jahrzehnte vor Autoren wie Erich von Däniken oder Robert Charroux den Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation nur aus einem "großzügigen Ehrgeiz" heraus postulierte, oder ob seine Erzählungen reale historische Vorbilder haben. Der Cthulhu-Mythos jedenfalls ist die Wiederbelebung uralter Sagen und Dämonengeschichten, wie etwa der Legenden über die Nagas und die Echsenmenschen, in einem kosmischen Rahmen. Lovecraft beschreibt eine Rasse außerirdischer Wesen, die vor Jahrmillionen die Erde beherrschten. Er nennt sie "Große Alte". Diese Wesen zogen sich später laut Lovecraft in andere Dimensionen zurück, doch sie sind noch existent und warten auf den geeigneten Augenblick, die Erde erneut zu besiedeln. Sie sind jedoch vollkommen anders, als alles, was sich menschliche Phantasie je ersinnen könnte. Deshalb ist der Kontakt mit diesen Wesen für Menschen verderbenbringend. Menschen sterben oder verfallen dem Wahnsinn, wenn sie in das wahre Antlitz der "Großen Alten" schauen. Dabei beschreibt Lovecraft diese fremden Wesen nicht als grundsätzlich böse, sondern als so anders geartet, dass ein Kontakt mit ihnen für Menschen eben nicht gut ist. Quellen Woher aber bezog Lovecraft die Ideen für den Cthulhu-Mythos? Immer wieder taucht in seinen Werken ein geheimnisvolles, verbotenes Buch auf, das von den unheimlichen Sternengöttern der Vorzeit kündet. Lovecraft bezeichnet dieses Buch als "Necronomicon", was sich am besten mit dem "Buch der Toten Namen" übersetzen lässt. Dieses Necronomicon soll nach Lovecraft von einem arabischen Autor mit Namen Abdul Alhazred um 700 n. Chr. verfasst worden sein. Der Originaltitel des Werkes lautet Al Azif, was mit "Die Insektenwesen" übersetzt werden kann. Lovecraft fasste die Geschichte des Necronomicon und seines Autors selbst zusammen: "Abdul Alhared, ein verrückter Dichter aus Sanaa in Jemen, der während der Zeit der Omajiden - Kalifen wirkte, suchte die Ruinen von Babylon und die unterirdischen Geheimnisse von Memphis auf. Er

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lebte zehn Jahre lang allein in der großen südarabischen Wüste, dem Roba El Khaliyeh oder "Leeren Raum" der antiken oder "Dahna" oder "Karmesinroten Wüste" der heutigen Araber, die von bösen Schutzgeistern und Ungeheuern des Todes bewohnt sein soll. Von dieser Wüste erzählt man sich unter denen, die so tun, als wären sie zu ihr vorgedrungen, viele seltsame und unglaubliche Wunder. In seinen letzten Lebensjahren ließ sich Alhazred schließlich in Damaskus nieder, wo das Necronomicon (Al Azif) geschrieben wurde. Von seinem schließlichen Tod oder Verschwinden (738 n. Chr.) erzählt man sich die entsetzlichsten und widersprüchlichsten Dinge. Ebn Challikan (ein Biograph aus dem 12. Jahrhundert) behauptet, er sei am helllichten Tag von einem unsichtbaren Ungeheuer ergriffen, und vor den Augen einer großen Zahl vor Schreck erstarrter Zeugen verschlungen worden. Über seinen Wahnsinn ist so manches in Umlauf. Er behauptete, das märchenhafte Irem oder die Stadt der Säulen gesehen und in den Ruinen einer gewissen Stadt ohne Namen in der Wüste die erschreckenden Annalen und Geheimnisse einer Rasse entdeckt zu haben, die älter ist als die Menschheit. Er war nur ein indifferenter Moslem und verehrte Wesenheiten, die er Yog-Sothoth oder Cthulhu nannte. Um 950 n. Chr. wurde das Azif, das unter den Philosophen der Zeit beträchtliche, wenn auch heimliche Verbreitung gefunden hatte, von Theodorus Philatus in Konstantinopel unter dem Titel Necronomicon heimlich ins Griechische übersetzt. Ein Jahrhundert lang regte es gewisse Schwarzkünstler zu entsetzlichen Versuchen an, bis es von dem Kirchenvater Michael unterdrückt und verbrannt wurde. Danach hörte man nur noch verstohlen von ihm, doch fertigte Olas Wormius in der Folge im Mittelalter (1228) eine lateinische Übersetzung an, und der lateinische Text wurde zweimal gedruckt einmal im fünfzehnten Jahrhundert in Fraktur (offensichtlich in Deutschland) und einmal im siebzehnten (vielleicht spanischen Ursprungs). Beide Ausgaben enthalten keine bibliographischen Angaben und lassen sich nur anhand von typographischen Merkmalen im Innern in Raum und Zeit festlegen. Das Werk, sowohl die lateinische wie die griechische Ausgabe, wurde 1232 von Papst Gregor IX. unmittelbar nach der Übersetzung ins Lateinische auf den Index gesetzt, was Aufmerksamkeit auf das Buch lenkte. Schon zur Zeit des Wormius ging das arabische Original verloren, worauf er in seiner einleitenden Erklärung hinweist. Von der griechischen Ausgabe - die zwischen 1500 und 1550 in Italien gedruckt wurde, hat man nicht gehört, dass sie irgendwo aufgetaucht wäre. Eine von Dr. Dee angefertigte Übersetzung blieb ungedruckt und ist nur in Bruchstücken erhalten, die vom ursprünglichen Manuskript gerettet wurden. Von den noch jetzt existierenden lateinischen Texten weiß man, dass sich ein Exemplar (aus dem fünfzehnten Jahrhundert) im British Museum befindet, ein weiteres wird in der Bibliothèque Nationale in Paris aufbewahrt. Exemplare aus dem 17. Jahrhundert befinden sich in der Widener Bibliothek in Harvard, auch in der Bibliothek der Universität von Buenos Aires gibt es eines. Unzählige andere existieren versteckt... Das Buch wird von den Behörden der meisten Staaten unbarmherzig unterdrückt, ebenso von allen Religionsgemeinschaften. Seine Lektüre führt zu entsetzlichen Folgen..." Zahlreiche Historiker und Literaturkritiker haben sich angestrengt bemüht, das sagenumwobene Necronomicon als Ausgeburt von Lovecrafts lebhafter Phantasie darzustellen. Dennoch fand dieses Werk seinen festen Platz in der okkulten Literatur. Es hat vor allem Beschwörungsformeln zum Inhalt, die dazu dienen sollen, den "Großen Alten" Tore im Raum und in der Zeit zu öffnen, um sie wieder auf die Erde zurückkehren zu lassen. Dies würde dann allerdings das Ende der menschlichen Zivilisation bedeuten. Ob es ein historisches Vorbild für Lovecraft's Necronomicon gab, konnte bislang nicht abschließend geklärt werden. Zwar wurden die Namen dieser Alten Götter mit sumerischen Quellen in Verbindung

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gebracht und auch die Mythen haben dort ihren Ursprung (Schöpfungsmythos, Innana in der Unterwelt u.s.w.). Gleichzeitig existiert jedoch der Hinweis, daß auch die Sumerer (als eine der ersten Kulturen überhaupt, die aus dem Dunkel der Geschichte traten) diese Mythologie auch nur übernommen haben, aus einem Kult, der vor der Menschheit bereits existierte. Was für ein Kult mag das gewesen sein? Lovecraft erzählt viel von untergegangenen, vormenschlichen Kulturen, deren Städte und Bauten im Laufe von Jahrmillionen völlig zerfallen sind oder unter Wüstensand, Eis oder Meer begraben liegen. Einfach so vom Tisch wischen sollte man es jedenfalls nicht. Denn man muß sich daran erinnern, daß die Datierung der Menschheitsentwicklung, die uns von der klassischen Archäologie und Geschichtswissenschaft angeboten wird, ausschließlich an Funden festgemacht wird. Doch welche Funde haben Zeiträume von einigen Millionen Jahren überstanden, Zeiträume, in denen nicht nur ganze Gebirge entstanden, sondern sich auch die Kontinente verschoben, Meere ausbreiteten und gigantische Erdbeben die Landmassive erschütterten? Nicht weniger plausibel, als das, was uns die Evolutionstheorie an Erklärungen anbietet mit den immer zweifelhafteren Beweisen, die sie dafür vorlegt (s.u.), ist die anzunehmende Existenz besagter nichtmenschlicher Lebensformen, von irgendeinem Einzeller angefangen bis hin zum Delphin, dessen Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit kaum hinter dem Menschen zurücksteht.

Geheimnissen der Menschheit

Der Mythos Mensch oder eine Fundgrube von den

Bei der Recherche über das alte Mesopotamien bin ich immer wieder auf Texte gestoßen, die sich mit neuen, merkwürdigen archäologischen Funden oder auch nur mit der Umdeutung urmythologischen Ereignisse (in nicht widerlegbaren, aber auch nicht beweisbaren) Thesen mit der Frage nach der Herkunft des Menschen und seiner Kultur beschäftigen. Als die Bibel einzig das Buch aller Bücher war, überwog die Überzeugung, dass in ihr göttliche Gleichnisse geschrieben seien, bildhafte Geschichten, in denen die moralisch, ethischen Gesetzte, für jeden verständlich, metaphorische veranschaulicht wurden. Als nun vor c.a. 200 Jahren die Überreste des legendären Turms zu Babel gefunden und der Beweis einer tatsächlich stattgefundenen Sintflut erbracht war, stand die Bibel plötzlich in Verdacht wohlmöglich Realität zu beschreiben und keine Gleichnisse. Sie wurde vom Heiligtum religiöser Verehrung zum Objekt geschichtlicher Forschung. Nur konnte man mit dieser neuen Sichtweise nicht viel anfangen, da sie so vehement gegen bisherige wissenschaftliche Überzeugungen und Denkweisen verstieß. Da tauchte doch wieder diese quälende Frage nach dem Ursprung der Menschheit auf und damit nach dem Sinn und dem Göttlichen (die Me), denn davon steht in der Bibel geschrieben. Ein Umdenken scheint schwierig, denn wohin soll man denn denken, wenn man nur eine Richtung kennt, eine geradlinige und nahezu banale, kausale Denkrichtung von der Entwicklung vom Urknall über die Einzeller geradewegs zu den Menschen? Die lebhaften Mythen der frühen Kulturen sind schon lange dem einzigem Dogma, dem Mythos der Vernunft gewichen. Thesen von Besuchen durch Asserirdische, die die Mensche schufen, sind meist so schlecht recherchierte und schon in sich unplausibel, dass sie sich selber nicht ernst nehmen dürften. Kleine irdische und interplanare Trutzburgen, der noch nicht von der Wissenschaft eingenommenen und ins Sachliche erstickten Geheimnisse, wie die Osterinseln, das Bermudadreieck u.s.w. werden meistens so diletantisch verteidigt, dass sie der herrschenden Denkordnung nichts anhaben können. Diese muss sich

13 wahrscheinlich erst so lange in sich widersprechen, dass sie sich selbst verneint. Von diesen Widersprüchen gibt es mehr und mehr.

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Diese möchte ich an das Ende dieses Buches in eine zusammengewürfelte Fundgrube stellen. Da gibt es esoterische Thesen, die zumindest in sich schlüssig sind, neue, naheliegende, aber nicht beweisbare Interpretationen alter Mythen, aber auch handfeste Fundstücke, welche die Frage nach dem Mythos Mensch neu stellen.

Darwins Irrtum oder, das nach wie vor vermisste Missing Link
Als Darwin im 19.Jahrhundert seine Theorie entwickelte, glaubte er, daß alle Lebewesen einem gemeinsamen Stammbaum d.h. Ursprung entstammen. Er erwartete, daß alle fehlenden Verzweigungen und intermediären Formen ("missing links") bald gefunden würden, doch auch heute noch sind im Lebensstammbaum zahlreiche Lücken und Probleme. Darwin glaubte, daß— anders als bei der Viehzucht—auch Veränderungen zwischen den Arten möglich seien. Im Prinzip hielt er es für möglich, daß die Artschranke, an die der Viehzüchter gebunden ist, von der Natur habe überschritten werden können. Neanderthaler Am 30. März 2000 ging die Nachricht um die Welt: Forscher der Universität Glasgow haben das Erbgut eines Neandertaler-Skeletts mit dem heutiger Menschen verglichen. Die Frage, die damit beantwortet werden sollte, lautete: Zählen die Neandertaler zu unseren Vorfahren? Oder waren sie eine völlig andere Menschenart, die einfach aus der menschlichen Geschichte verschwunden ist - aus welchen Gründen auch immer? Die Forscher untersuchten das 29.000 Jahre alte Skelett eines Kindes aus der MezmaiskyaHöhle im Kaukasus. Das erstaunliche Ergebnis: Das Erbgut des Skeletts war dem Erbgut eines drei Jahre zuvor in München untersuchten Neandertalers sehr viel ähnlicher, als dem Erbgut irgendeines modernen Menschen. War damit endgültig bewiesen, dass der Frühmensch tatsächlich nicht mit uns, dem heutigen Homo Sapiens, verwandt ist? Lebten gar Dinosaurier und Homo sapiens gemeinsam? Funde, die einer menschlichen Hand sehr ähnelten, wurden jedenfalls auf die Zeit der Dinosaurier datiert. Schon über den Zeitpunkt des Verschwindens des Neandertalers sind sich die Forscher unschlüssig. Lange waren sie davon überzeugt, der Neandertaler sei durch den Homo Sapiens auf die Iberische Halbinsel zurückgedrängt worden. Die ältesten Überreste aus dieser Gegend, aus Zafarraya, sind 32.000 Jahre alt. Aber vor kurzem wurden Funde aus Vindija in Kroatien auf 28.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung datiert. Vindija liegt jedoch inmitten des ursprünglichen Lebensraums der Neandertaler. Für die Vertreter der Verdrängungstheorie war das ein herber Schlag. Der Neandertaler, so das Fazit, hat keinerlei genetische Spuren im Erbgut des modernen Menschen hinterlassen. Und auch die Glasgower Studie der Genanalyse scheint diesen Schluss nun zu bestätigen. Viele Missing links Niemals wurde in den letzten 125 Jahren ein 'Missing link' (fehlendes Zwischenglied) zwischen Reptil und Vogel, zwischen Krokodil und Adler, Schildkröte und Taube gefunden. Was immer man aus der Erde buddelte: Es waren entweder eindeutig Reptilienknochen oder ebenso eindeutig Vogelknochen. In gespielter Verzweiflung sagte deshalb 1950 der deutsche Paläontologe Otto Schindewolf: 'Der Urvogel Archäopteryx ist einem Reptilienei entsprungen.' Anders

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gesagt: Offenbar gibt es keinen Beleg dafür, daß die Natur die Kluft zwischen Kriechtier und Flugtier in vielen kleinen Schritten überbrückte, wie es die Lehre Darwins verlangt. Vielmehr zeigen alle Fossilien: Es gab Reptilien mit Schuppenhaut— und plötzlich gab es den Archäopteryx mit voll ausgebildetem Federkleid. Und dazwischen? Dazwischen war nichts... Der Pithecanthropus ebenfalls wie der Neanderthaler sind bei genauerer Betrachtung keineswegs Affenmenschen, sondern echte Mitglieder der Art Mensch. Der berühmte Urvogel Archäopteryx aber, der eigentlich das Zwischenglied (und der Ahne) von Reptil und Vogel sein sollte, hat sich inzwischen als echtes, rechtes Reptil herausgestellt, der mit den gefiederten Vorderbeinen im Laufen Schmetterlinge fing. Das Missing-link Problem wird oft fälschlicherweise auf das Problem der Abstammung des Menschen vom Affen bezogen. Aber der amerikanische Biologe George Simpson klagt: ' Fehlen von Übergangsformen ist ein beinahe Das universelles Phänomen.' ' etwa 26 Säugetiergruppen ist Von die Abstammung völlig unbekannt. Im Dunkeln liegt auch die Entstehung der Insekten. Ebenso unbekannt sind die Vorfahren der Fische. Denn die ersten Fischeier, die man fand, sind bereits voll ausgebildet, und die in Bernstein eingeschlossenen Urinsekten sehen nicht viel anders aus als die heutigen Exemplare. Diese Eingeständnisse von Wissenschaftlern sollten jeden denkenden Menschen zu Fragen veranlassen. Dies um so mehr, als Darwin, der Begründer der modernen Evolutionslehre, selbst auf diese Schwierigkeiten hinwies, jedoch darauf vertraute, daß die Zeit solche Wunden heilen würde. Wissenschaftswillkür Fehlende Fakten und Lücken im Gebäude der Theorie werden durch theoretische Zwischenglieder und Ahnenformen (wie den berühmten Pithecanthropus) ergänzt, und so stellte der große Zaubermeister der Biologie einen fix und fertigen Stammbaum der Lebewesen vor, der sich aus dem Wurzelgrund der organischen Ursuppe (so nennen wir heute das Millieu des Lebensanfangs) zu stolzer Höhe erhebt und als Seitenäste alle ausgestorbenen und gegenwärtigen Pflanzen- und Tierstämme entläßt. Zufall der richtigen Varianten (Mutationen) und Gesetz der Auslese des jeweils best Angepaßten an die sich wandelnde Umwelt— so meint der Darwinismus seither— haben diesen mächtigen Stammbaum von ganz allein entstehen lassen. Der Mensch selbst hat dabei ein ähnliches Schicksal wie der Affe, denn er ist das Ergebnis eines materialistischen Prozesses ohne Zweckbestimmung und Absicht; er stellt die höchste zufällige Anordnung von Materie und Energie dar. Es ist bis heute aber kein Beispiel für artübergreifende Mutation bekannt. Kein ernstzunehmender Wissenschaftler wagt heute mehr zu behaupten, wir wüßten irgendetwas Sicheres über den Entwicklungsweg des Menschen. Das klingt nach mehr als nur Schwierigkeiten mit der Darwinischen Lehre, das ist schon beinahe ein Verriß, wenn nicht eine Widerlegung. Liest man solche Sätze von anerkannten Biologen, muß man sich fragen: Warum erst jetzt? Warum vertraute die Wissenschaft der Abstammungslehre Darwins Jahrzehnt um Jahrzehnt? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Fast noch bis heute mußten Wissenschaftler, wenn sie von Darwin abrücken wollten, befürchten, Beifall von der falschen Seite zu bekommen. Von der Seite bibeltreuer und bibelfester Zeitgenossen nämlich, die auch 125 Jahre nach Darwins Veröffentlichung den Schöpfungsbericht der Bibel am liebsten für richtig halten möchten. Schon vor zwei Jahren stellte Illies aber auch fest: Es gibt kein Zurück zur Bibel. Die Lebewesen wurden nicht in sechs Tagen erschaffen, sondern in Milliarden Jahren. Man will jedoch andererseits nicht von Darwin abrücken, um sich nicht mit dem Schöpfungsbericht der Bibel befassen

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zu müssen: "Wir Paläontologen haben gesagt, daß die Geschichte des Lebens die Geschichte gradueller Anpassung bestätigt, während wir doch die ganze Zeit über wußten, daß dies nicht der Fall ist.“ Manchmal werden Fossilien entdeckt, die alle Regeln [evolutionärer Altersberechnungen] sprengen...Was geschieht, wenn wir einen modernen menschlichen Schädel in Formationen oder Gesteinsschichten finden, die weit unter denen liegen, in denen sich die angeblich ältesten der menschlichen Vorfahren befinden? Wir müssen verstehen, daß die Wissenschaft wie ein Filter ist. Alles, was sie sich nicht erklären kann, wird verschwiegen. Wenn man Entdeckungen macht, die mit der herrschenden Theorie nicht übereinstimmen, werden sie automatisch unterdrückt. Der „JavaMensch“, der noch bis 1984 als fehlendes Bindeglied zwischen Affe und Mensch angesehen wurde, zeigte es auf, Heute ist wissenschaftlich anerkannt, daß der "Java-Mensch" lediglich ein ausgestorbener Affe war. Zur Frage, ob nicht ein weiteres Fossil, "Lucy", ein fehlendes Bindeglied sei, erklärte Michael Gremo: "Lucy gilt bei vielen als menschenähnlich. Doch ich besuchte eine Konferenz von Anthropologen, die deutlich machten, daß man Lucy nicht von einem Affen unterscheiden kann." Für die nächsten zehn bis zwölf Millionen Jahre aber fehlt jeder Hinweis auf ' menschliche Vorfahren' ! Keine Fossilien, nichts, obwohl doch Hunderte, Tausende ' fehlende Bindeglieder' erwarten wären, zu hätte tatsächlich eine Evolution stattgefunden. Der namhafte Gelehrte Dr. John Pfeiffer: ' wissen Wir praktisch nichts über seine Entwicklung von vor vierzehn bis vor ca. fünf Millionen Jahren“, die größte Lücke in der menschlichen Evolutionsgeschichte." Die Frage, was mit unseren Verwandten geschehen ist, bleibt also für die Wissenschaftler vorerst ohne endgültige Antwort, zumal die Funde aus jener Zeit doch recht spärlich sind. "Es fehlen klare, gut datierte Befunde, die genau besagen, was der Homo Sapiens zwischen 40.000 und 30.000 Jahren vor heute gemacht, und wo er sich aufgehalten hat." Alle Einteilungen sind letztlich nur Hypothesen. An den Fossilien, die wir finden, hängen leider keine Namensschilder. Hierin besteht ein Hauptproblem für die Beweisbarkeit der Idee von der Entwicklung des Lebens auf der Erde. Die Wissenschaft findet Fossilien und ordnet diese ihren vorgefaßten Vorstellungen gemäß ein. Diese Vorstellungen müssen jedoch keineswegs richtig sein. Das Bild der Evolution besteht aus vielen kleinen Mosaiksteinchen und vielen großen Lücken dazwischen. Ein Wissenschaftler fand einmal einen guten Vergleich für den Versuch, die Entwicklungsgeschichte mit Hilfe von Fossilien zu beschreiben. Das wäre etwa so, als wolle man Tolstois sechsbändigen Roman ' Krieg und Frieden' rekonstruieren und hätte von ihm nur zwölf einzeln herausgerissene Seiten zur Verfügung...Diese Rekonstruktion wirkt nicht gerade beeindruckend, bei so vielen Lücken. Im August 1972 fand Richard Leakey...am Rudolfsee in Kenia einen rätselhaften Schädel. Er sah erstaunlich ' modern' aus, wurde aber per Kalium-Argon-Methode auf ein Alter von 2,8 Millionen Jahren datiert. Schädel 1470, so wurde er numeriert, schlug in Archäologenkreisen wie eine Bombe ein und sprengte sozusagen das ganze evolutionäre Gebäude der Menschheitsentstehung. ' hat mit der Idee aufgeräumt, daß sich alle frühen Er Fossilien in eine geordnete Abfolge evolutionären Wandels einstufen lassen' (Leakey). Was verschreckte Leakey so? Die Widersprüchlichkeit des Schädels. Einerseits wirkte er weiterentwickelt als der Homo erectus (er hatte eine große Schädelhöhle, schätzungsweise 800 ccm), andererseits ist er so viel älter als der Homo erectus, daß er in keine Entwicklungs-Chronologie passen will. Die Datierung macht diesen Menschen zum Zeitgenossen der primitiven affenähnlichen Australopithecinen! ' Entweder wir begraben diesen Schädel wieder, oder wir begraben unsere Theorien des evolutionären Wandels. Er paßt einfach in kein bisheriges Bild der Menschheitsanfänge. Dieser Fund ist jedoch umstritten und wird von manchen Forschern, die an der Evolutionstheorie festhalten möchten, für eine Fälschung gehalten.

16 Der Mensch hat keine 'tierische' Vorstufe

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Die Größe des Gehirns wird oft in einen einfachen Zusammenhang mit Intelligenz und Werkzeuggebrauch gebracht. So einfach ist diese Beziehung jedoch nicht! Zunächst gilt nicht einfach: Je größer das Gehirn(gewicht) um so intelligenter ist ein Tier. Elephanten haben die größten Gehirne. Nehmen wir also das relative Gewicht des Gehirns zum Körper - dann übertrifft jedoch die Maus den Menschen um den Faktor zehn. Der aufrechte Gang ist älter als das große Gehirn. ` Merkmale des Beckens von ' Lucy' ... lassen den Schluß zu, daß die Entwicklung zum Zweibeiner bereits vor drei Millionen Jahren vollzogen war.' Der aufrechte Gang entstand nicht, ` damit' Hände für den Gebrauch von frei wurden. Erste die Belege für Werkzeuge tauchen erst vor ungefähr zwei Millionen Jahre auf, sind also viel jünger als der aufrechte Gang. Das für den aufrechten Gang notwendige kurze Becken erschwert der Vorgang der Geburt, bedeutet also geradezu einen Evolutionsnachteil. Zufall oder Plan? Forschungen der Molekularbiologie ergaben, dass die Baupläne allen Lebens und aller Arten bereits in den wenigen Genen der einfachsten Lebewesen des ersten Anfangs enthalten waren - Jahrmilliarden, bevor sich die Fülle der höher entwickelten Lebensformen entfaltete. Augen z.B. wurden in allen Tieren von denselben Genen produziert, die bereits bei den schlichten Flachwürmern zur Ausbildung von Sehzellen führen. Ähnlich verhält es sich mit Beinen oder Flügeln; überall, gleich ob bei Würmern, Krebsen oder Affen, finden sich diese Gene (genannt Hox-Gene), die die Grundstrukturen der späteren Entwicklung vorprogrammierten. Diese Erkenntnis ist neuerdings zu einem der Haupteinwände gegen die Darwinsche Lehre geworden. Die Evolution ist kein Roulettespiel, sondern das Ergebnis von »Lebenszielen«, die sich bereits regten, als sich die gemeinsamen Vorfahren von Insekten und Wirbeltieren auf den Weg des Lebens machten, als Kreaturen noch ohne Organe, ohne Blutkreislauf oder Gesichtssinn, aber dennoch bereits mit Plänen für Augen und Herz, für Flossen, Beine und Flügeln ausgestattet waren. Immer mehr Wissenschaftler denken darüber nach, daß der Glaube an einen Schöpfer weit weniger spekulativ ist, als der Glaube an einen Urknall oder eine Ursuppe, aus der alles entstanden sein soll. (Die Theorie der Zufälligkeit der Schöpfung erinnert an jenen Drucker, der seine Buchstaben zum Fenster hinauswarf in der Hoffnung, anschließend ganz zufällig auf der Straße Goethe' ' s Faust' finden) Die zu Theorie des Zufalls ist die geistig armseligste aller Welterklärungen. Die Gottlosigkeit des modernen Materialismus und des schick gewordenen Nihilismus bietet keine Antwort auf die für viele Menschen immer wichtiger werdende Frage nach dem Sinn des Lebens."

Jene, die vom Himmel kamen oder der
zwölfte Planet Unserer heutigen Geschichtsforschung zufolge entstand die erste Zivilisation und die ersten Wissenschaften zwischen Euphrat und Tigris, also in Mesopotamien bei den Sumerern. Die Bibel nannte diese Wiege der Kultur das Land Shinear. Es scheint außerdem erwiesen das die Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments auf den sumerischen Schöpfungsepos "Enuma Elisch" fußt, was man im Folgenden selbst feststellen kann. Dies alles scheint um ca. 4000 v. Chr. wie aus dem Nichts in Sumerien vorhanden gewesen zu sein. Die Wissenschaft stand vor einem Problem: Wie sollte man diese Errungenschaften ohne eine erkennbare Entwicklung jener erklären? Im Jahre 1976 veröffentlichte der anerkannte Altertumsforscher und Experte

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auf dem Gebiet der Sumerologie, Zecharia Sitchin, sein Buch "Der zwölfte Planet", im Original "The Twelfths Planet" und konfrontierte die traditionelle Wissenschaft mit seinen schier unglaublichen Forschungsergebnissen, auf die ich im Folgenden auszugsweise eingehen will. Da Zecharia Sitchin einer der wenigen Sumerologen ist die die Schrift und Sprache der Sumerer beherrschen, und er mit bestechender Logik vorging, um neues Licht auf altes, unverstandenes Wissen zu werfen, konnte er bis heute immer noch nicht widerlegt werden. Sitichins Erkenntnisse fußen auf einer Betrachtungsweise des Enuma Elisch mit den Augen des modernen Menschen, und Texte die bisher Rätsel aufgaben, lassen ihre Schleier fallen und legen plötzlich logische Zusammenhänge dar. Was sind das aber nun für unglaubliche Erkenntnisse die Zecharia Sitchin gewonnen hat? Der Zwölfte Planet Die Geschichten auf den Tontäfelchen der alten Sumerer besagen laut Sitchin folgendes: Vor 432000 Jahren kamen die Nefilim, genannt die Anunnaki (wörtlich: Jene, die vom Himmel auf die Erde kamen), von einem Ort namens Nibiru, den Sitchin als den bisher noch unbekannten 12. Planeten unseres Sonnensystems identifiziert hat, auf die Erde. Dort gründen sie in Südmesopotamien die erste Stadt, Eridu. Die Anunnaki wurden von Prinz E.A (wörtlich: Dessen Heim das Wasser ist) angeführt der zusätzlich den Titel EN.KI (wörtlich: Herr der Erde) trug, was soviel wie Herrscher der Erde heißt, der der Sohn von ANU (wörtlich: der Himmlische) ist, welcher wiederum der Herrscher auf Nibiru ist. In der Folgezeit beginnt man die Infrastruktur dafür zu schaffen, weswegen man eigentlich gekommen ist: GOLD! Im Südosten Afrikas hatte man große Goldvorkommen entdeckt, die es nun auszubeuten galt. Das Gold brauchte man laut den alten Texten, da auf dem Planeten Nibiru ein gefährlicher Schaden an der Planetenatmosphäre entstanden war, und man einen Weg gefunden hatte diesen durch Gold zu beheben. Man beauftragte EN.KI mit dem Abbau des Goldes in den AB.ZU. Schaffung des Menschen Ungefähr um 400000 v. Chr. kommt der Bruder E.A' EN.LIL (wörtlich: Herr des Befehls), auf die Erde. Er s, soll das Kommando der sieben Städte der Götter in E.DIN (wörtlich: Heimat der Gerechten) übernehmen. Enlil ist ein sehr tyrannischer Herrscher, der seine Arbeiter unerbittlich antreibt. Enlil und Enki sind von jeher Gegner gewesen und so kommt es das es immer wieder zu Streitigkeiten um die Macht auf der Erde kam. Um ca. 300000 v. Chr. kommt es zum Eklat, die Arbeiter in den Goldminen beginnen zu streiken, da die Arbeit in den Minen ihnen zu hart und streng erscheint. Enlil war dafür Disziplinarmaßnahmen zu ergreifen, Enki trat für Milde ein. Schließlich hatte Enki eine Lösung: Laßt uns einen einfachen Arbeiter machen! (vgl. Kap. 1 Genesis). Auch in der Bibel steht dieses "Laßt uns...", welches als ein Hinweis auf die alten Quellen der Sumerer, die als Vorlage dienten, gilt. Aufgrund dessen beschließen die Anunnaki einen lulu amelu (wörtlich: einfacher Arbeiter) zu schaffen, dabei kreuzten sie ihre eigenen Gene mit denen des am geeignetsten erscheinenden Primaten, dem homo erectus. E.A, er ist nicht nur ein Anführer sondern auch ein großartiger Wissenschaftler der Anunnaki, selbst führte dieses Experiment mit Hilfe von NIN.MAH (wörtlich: Große Dame), der obersten Medizinerin, aus, dessen Ergebnis der homo sapiens war. So schufen sie den adamu, der Weg dorthin war jedoch nicht ohne Irrtümer und so verging einige Zeit bis das Verfahren perfektioniert war. Seit diesem Moment ist EA immer ein Freund und Helfer der Menschen gewesen, denn es waren ja seine Kreaturen, wohingegen Enlil ein Tyrann war. Da der Mensch ein Hybrid ist kann er sich nicht selbst fortpflanzen, deshalb muß er unentwegt künstlich dupliziert werden. Es bleibt unklar warum der nächsten Schritt getat wurde, aber er war der wichtigste Fortschritt um etwas Freiheit für die Menschen zu schaffen.

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Es wurde dem Meschen etwas gegeben, was im Alten Testament die Frucht der Erkenntnis genannt wird, aber in den alten Texten laut Sitchin, die Fähigkeit war, sich selbständig fortzupflanzen. In der Bibel ist es die Schlange die Adam und Eva dazu verführt vom verbotenen Baum der Erkenntnis zu essen. Wer war aber nun die Schlange bei den Anunnaki? In der Bibel ist das hebräische Wort für Schlange "Nahash". Dieser Begriff hat jedoch zwei weitere Bedeutungen, nämlich "Er, der Geheimnisse kennt oder löst" oder "Er aus Kupfer". Beides sind Bezeichnungen und Attribute für EN.KI dem Erschaffer des Menschen, außerdem war auch die Schlange das gängigste Symbol für EN.KI. EN.KI war also die Schlange, allerdings kann man nicht gerade sagen das EN.KI mit den gängigen Attributen eines Luzifers verglichen werden kann. Aber wie schon erzählt gab es viel Neid und Mißgunst unter den beiden Brüdern, sowie auch Verleumdung. Wo wurden eigentlich Adam und Eva erschaffen. Laut der Bibel im Garten Eden, der wie leicht zu sehen ist mit dem E.DIN der Sumerer gleichgesetzt werden kann. Interessanterweise liefert eine andere Quelle, nämlich "Das Buch der Jubiläen", das auf Moses zurückgehen soll, eine etwas andere Darstellung. Hierin heißt es nämlich das Adam und Eva erst nach einer gewissen Zeit nach Eden gebracht wurden. Der Ort ihrer Erschaffung war demnach der AB.ZU der EN.KI unterstellt war, und dieser AB.ZU war ja laut Sitchin im Südosten Afrikas lokalisiert worden. Interessanterweise deckt sich dies exakt mit den neuesten Erkenntnissen der Anthropologie, die die ersten Menschen in Südost-Afrika vor ca. 250000 Jahren lokalisiert. Weiter heißt es das nach der Vertreibung aus dem Garten Eden sich Adam und Eva wieder zum Ort ihres Ursprungs zurückbegaben. Ich möchte noch auf zwei weitere wichtige Begebenheiten der Menschheit eingehen, nämlich auf die Sintflut und den Turmbau zu Babel. Sintflut Die Sintflut wurde laut der Bibel von Gott gewollt, weil die Menschen gottlos und verrucht geworden waren. Was wußten hierzu die Sumerer. In ihrer Legende ist es EN.LIL dem es mißfällt das sich die viele, vor allem junge, Anunnaki Frauen unter den Menschen nahmen und mit ihnen sexuell verkehrten, woraus natürlich Mischlinge wurden, oder auch Halbgötter. In alten Sagen gibt es viele solcher Halbgötter die sich auf göttliche Vater- oder Mutterschaft beriefen, z.B. Herkules, Gilgamesch, Henoch u.s.w. Und es nahte eine Katasrophe globalen Ausmaßes, die Sitchin als die letzte Eiszeit identifizierte die von ca. 75000 13000 v. Chr. dauerte. Durch das Abschmelzen der Gletscher der Pole sollte es zu einer riesigen Flutwelle kommen. Die Anunnaki wußten dies und dieses Wissen gab dem wütenden EN.LIL die Möglichkeit die Meschheit von der Erde zu tilgen. Als die obersten Anunnaki Rat hielten mußten alle einen Eid schwören den Menschen nichts davon zu sagen. EN.KI gefiel dies überhaupt nicht, er mußte einen Weg finden seine Menschen zu retten, aber andererseits war er an seinen Eid gebunden. Er griff zu einer List und ließ einem seiner treuen Anhänger, nämlich Atra- hasis, die dunklen Pläne der Götter zukommen, indem er laut in einem seiner Tempel zu einer Wand redete. So gab er Atra-hasis die Anweisung ein Schiff großen Ausmaßes zu bauen um den Fluten zu entkommen. In der Bibel war dieser Atra-hasis ein Mann namens Noah, bei den Babyloniern hieß er Utnapishtim und im fernen Südamerika war er wieder unter einem anderem Namen bekannt. Denn diese Katastrophe war globalen Ausmaßes und hinterließ ihre Spuren in den Mythen und Sagen von Völkern auf der ganzen Welt. So rettete sich also Atra-hasis vor der Flutwelle die sein Land überschwemmte. Laut EN.KI sollte er zum Berge Ararat steuern, der

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wohl leicht zu erkennen war durch seine beiden Gipfel. Die Anunnaki beobachteten das ganze Spektakel aus ihren Raumstationen und Shuttles in der Umlaufbahn um die Erde. Auch ihnen ging es schlecht, denn sie litten Hunger und Durst und sie bereuten was sie getan hatten. Als sie jedoch sahen das da noch ein Schiff war, waren sie erleichtert, bis auf EN.LIL der erzürnt war. Schnell war der schuldige EN.KI gefunden, der auch sofort gestand. Ihm gelang es EN.LIL zu beschwichtigen, so daß dieser schwor nie wieder solch eine Katastrophe heraufzubeschwören. Atra-hasis wurde darauf mit seiner Frau in den Himmel zu den Göttern genommen und erhielt das ewige Leben wie sie selbst. Laut neuesten Erkenntnissen gab es während der letzten Eiszeit tatsächlich eine solche riesige Flutwelle die die höchsten Berge der Region des Nahen Ostens überschwemmen konnte. Sie kam im Übrigen aus Süden, genau wie es die alten Sumerer zu berichten wußten. Turmbau zu Babel Der Turmbau zu Babel ist sicherlich eine der meistzitierten Stellen der Bibel. Wie kam es zu diesem Abschnitt in der Geschichte der Anunnaki und der Menschen. Einige Generationen nach Atra-hasis, oder Noah, lebte ein Mann namens Nimrod auf Erden. Von ihm berichtet die Bibel das er der erste Gewaltherrscher auf Erden war. Wie das? Vor Nimrod herrschten die Götter über die Menschen, sie waren Gottkönige die phantastisch lange Regierungszeiten hatten, die noch heute Gelehrte und Forscher verwundern. Laut Sitchin muß uns dies nicht verwundern, denn laut den Menschen waren die Götter, also die Anunnaki, unsterblich. Waren sie das wirklich? Nein, sie waren genauso sterblich wie wir, nur das sie extrem langlebig waren. Dadurch das ihr Planet Nibiru eine Umlaufbahn von 3600 Jahren um die Sonne hat, war für sie ein Jahr 3600 Erdenjahre. Wenn wir nun eine Regierungszeit von 36000 Jahren nehmen, so wäre dies nicht mehr als 10 Jahre nach Nibiru-Zeit, also relativ irdische Maßstäbe. (siehe auch dazu die Relativitätstheorie von Einstein, der nachwies, dass die Zeit in anderen Teilen des Weltalls nicht mit der irdischen Zeit identisch ist.) Das mag auch ein Grund dafür sein weshalb die alten Sumerer in SAR' s rechneten, einer Einheit die 3600 Jahre umfaßte. Um einen Abstand zwischen sich und die Menschen zu bringen wurde das Königtum eingeführt, und zwar zuerst in Kish. Dieser erste König war Nimrod. Nimrod wollte wie die Götter sein und zu ihnen in den Himmel, dazu brauchte er jedoch eine Rakete oder ein Shuttle (in alten sumerischen Darstellungen wurden oft raketenhafte Gebilde dargestellt, die sogenannten MU' und eine Startrampe. Der Turm von s) Babel sollte genau das sein eine Startrampe. In der Bibel steht das die Menschen einen Turm errichteten um "sich einen Namen zu machen", aber Sitchin führt an das das Wort "shem" das mit "Name" übersetzt wurde, eine Fehlinterpretation ist. Vielmehr müßte es mit Rakete übersetzt werden. Dies konnte natürlich den Götter nicht gefallen und so sagten sie "das den Menschen von nun ab nichts mehr unmöglich sein würde" und zerstörten den Bau. Um sich einer Gefahr durch die Menschen und ihr steigendes Wissen zu entziehen verwirrten sie noch zusätzlich die Sprache, so daß einer den anderen nicht mehr verstehen konnte. Der Turmbau zu Babel kann somit laut Sitchin als erster großer Versuch der Menschheit gewertet werden, um gottgleich zu werden.

Gegenthese zum zwölften Planet Die HUGO-Wissenschafter waren sehr überrascht, im menschlichen Genom Sequenzen zu finden, die in ähnlicher Form von Bakterien bekannt waren. Die Möglichkeit, dass ein horizontaler Gentransfer zwischen der menschlichen Abstammungslinie (!) und Bakterien möglich ist, hat Folgen für die Diskussion um die Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen. Für die Theorien Sitchins sind diese Daten eigentlich nicht zu gebrauchen, da der Ursprung der Gene ja

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eben gerade identifiziert ist (Bakterien). Diejenigen Gene der Liste, die auch in anderen Vertebraten, wie Fischen und Ratten, vorkommen zeigen ebenfalls, dass der Gentransfer zwischen Bakterien höheren Lebewesen vorkommen kann, bzw. dass auf diese Weise erworbenen Gene dann im Genom eines Lebewesens beibehalten werden, wenn sie diesen einen evolutionären Vorteil verschaffen. Der umgekehrte Weg (von Mensch zu Bakterien) ist unwahrscheinlich, weil die meisten dieser Gene in vielen Bakterientypen vorkommen, die dazu unter verschiedenen Umweltbedingungen leben. So hätten sich die “Annuaki”-Fremdgene nicht nur in Bakterien als nützlich bewähren, sondern auch innerhalb relativ kurzer Zeit unter vielen Bakterienstämmen verbreiten müssen. Die ständig anwachsenden Resultate des HUGO-Projekts sind weiterhin interessant, auch aus einer Paläo-Seti-Perspektive heraus. Wie immer, wenn man auf der Suche ist, sollte man sich aber zuerst überlegen, WAS man eigentlich sucht. "Viel weniger Bakteriengene in unserem Erbgut als erwartet Mindestens 40 Gene im menschlichen Erbgut stammen wahrscheinlich von Bakterien. Das berichten amerikanische Genetiker in "Scienceexpress", der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift "Science". Damit korrigierten sie die bisherige Schätzung von 113 bis 233 Genen deutlich nach unten. Dies könnte bedeuten, dass direkte Gen-Übertragungen von Bakterien zum Menschen doch viel seltener vorkommen als bisher vermutet." Und das würde heissen, dass die Liste der als Bakteriengene identifizierten vorerst nicht mehr erweitert wird. In der aktuellen Ausgabe von “Nature” ist ein weiter Artikel zur Herkunft der oben genannten Gene erschienen. Den Autoren dieses Artikels standen diesselben Gensequenzen aus dem “Human Genome Projekt” und aus anderen Datenbanken zur Verfügung, wie sie in den vorhergehenden Veröffentlichungen benutzt wurden. Neu an dieser Studie ist jedoch die Methode der phylogenetischen Analyse, d.h. es wurden Stammbäume erstellt und es wurden verschiedene Zwischenstufen in der evolutionären Leiter miteinander verglichen. Zudem wurde die Suche innerhalb der niederen Invertebraten (in diesem Falle Einzeller, Pilze) erweitert. In der ersten Veröffentlichung (die zum Kommentar Sitchins Anlass gab) war vor allem das Fehlen von Zwischengliedern zwischen Bakterien und Wirbeltieren sowie Menschen als Indiz für einen horizontalen , d.h. direkten, Gentransfer hervorgehoben worden. In dieser neuen Studie wurden 28 Gene untersucht und bei 24 davon konnte eine Vererbung durch die Invertebraten und weiter zu den Wirbeltieren nachgewiesen werden. Bei 4 Genen besteht noch Unsicherheit. Der Ursprung der Gene ist damit zwar weiterhin bei Bakterien zu suchen, aber die Uebertragung fand offenbar bereits bei den Einzellern statt, was aus biologischen Gründen viel einfacher geschieht als eine horizontale Uebertragung von Bakterien direkt zu Menschen. Die Autoren kritisieren die erste Veröffentlichung als unvollständig, weil die Möglichkeit der Vererbung ohne phylogenetische Analyse nicht genügend beachtet worden sei. Die neue Arbeit spricht somit auch gegen die PSHypothese, weil die meisten der “alien genes” als Teil eines natürlichen Vorgangs erscheinen und sich in den langen Stammbaum der menschlichen Gene einfügen lassen.

Das „Sirus-Rätsel" und verblüffende astronomischen Berechnungen
Als der französische Anthropologe Marcel Griaule um 1930 das west-afrikanische „primitive" Bauernvolk der Dogon nach ihren astronomischen Überlieferungen befragte, kam er aus dem Staunen nicht mehr heraus: Im Gegensatz zu fast allen präwissenschaftlichen Kulturen glauben die Dogon daran, daß die Planeten sich ebenso wie die Erde um die eigene Achse drehen und gleichzeitig um die Sonne wandern. Noch verblüffender ist ihre Aussage über den Sirius, den hellsten Fixstern am Himmel. Sie glauben, daß er einen dunklen, unsichtbaren Begleitstern besitzt, der den großen Bruder einmal in fünfzig Jahren

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umrundet. In der Tat hat der mit bloßen Auge sichtbare Stern Sirus A einen Begleitstern, der ihn wirklich alle 50,04 Jahre einmal umkreist! Der europäischen Astronomie ist dieser Sachverhalt erst seit 1844 bekannt. Nun ist dieser Begleiter eben nicht dunkel, sondern ein kleiner, aber heller, weißer Zwergstern! Das astronomische Wissen der Dogon ist zwar phantastisch - aber „Götter", die die interstellare Raumfahrt beherrschten, hätten es besser gewußt. Woher wußten die Dogon es? Vielleicht von der Universität von Timbuktu (geographisch nahe und ein Zentrum der arabischen Astronomie), vielleicht, wie Carl Sagan meint, von einen europäischen Reisenden, der einige Jahre vor Griaule vorbeigekommen ist. Vielleicht unterschätzen wir auch nur Beobachtungsgabe und Phantasie der „primitiven" Dogon. Und die so erstaunlich genauen astronomischen Berechnungen der alten Chinesen, der Sumerer, der Ägypten und Mayas? Sie sind in der Tat sehr genau - fast so genau wie moderne Bahnberechnungen z. B. der Venus. Fast! Eine Zivilisation, die mit Astronauten auf „Du und Du" steht, hätte wahrscheinlich mindestens so genaue Daten wie wir heute. Der Beobachtungs- und Rechenaufwand war in der Tat gespenstisch. Mehrere Generation von Mathematikern müssen daran gearbeitet haben. Aber es ging so auch ohne Computer. Rechnungen In den indischen Überlieferungen, brahmanische Periode, werden einige Zeitalter angegeben. Unter anderem wird erzählt, dass ein Brahma 4 320 000 Erdenjahre lebt. Ein Zeitalter, das Tretayuga, währt 1 296 000 Jahre. Das Kaliyuga hat eine Länge von 432 000 Jahren und so weiter. Auch in den Königslisten aus Mesopotamien treffen wir auf solche Zahlen. Beispielsweise werden Regierungszeiten von 36 000 oder 43 000 Jahren angegeben. Da kein Mensch solange lebt, wurden diese Angaben von den Fachleuten als abstrus bezeichnet. Welch ein Irrtum! Denn diese Zahlen sind Werte der Präzession. Nachweis: 1° = 60' und 1' 60' = ' [Die Akzente (' und (' neben den Zahlen oben rechts bedeuten Gradminute bzw. Gradsekunde] ) ' ) Der Vollkreis hat 360°; 360 x 3600 = 1 296 000' ' . Der Tierkreis hat also 1 296 000 Gradsekunden. Dieser Wert stimmt exakt mit den Jahren des indischen Tratayuga überein. Ein Tierkreizeichen hat 30° 1 296 000 : 30 = 43 200. ; Dieser Wert entspricht einer Regierungszeit in den Königslisten aus Mesopotamien. 1° = 3600' 30° = ein ' ; Tierkreiszeichen. Wanderung der Erdachse in einem Jahr: 3600 x 30 = 108 000' 108 000 : 2160 = 50 sec/Jahr; ' ; 3600 : 50 = 72 Jahre. Die jährliche Wanderung der Erdachse beträgt in der Tat 50 Gradsekunden. Und in 72 Jahren hat die Achse auf dem Tierkreis 1° zurückgelegt, denn 72 x 30 = 2160 Jahre. So viel Zeit vergeht, wenn die Erdachse ein ganzes Zeichen durchwandert. Daraus ergibt sich: 2 169 x 12 = 25 920 Jahre. Diese Zeit vergeht, wenn die schwankende Erdachse ihren Ausgangspunkt wieder erreicht hat. Da die indischen und mesopotamischen Überlieferungen bereits im Umlauf waren, bevor Hipparchos geboren wurde, kann er die Präzession bestenfalls wieder entdeckt haben. Die Frage ist jetzt: Haben das unsere Ahnen entdeckt oder wurde ihnen das Wissen übertragen.

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Es scheint aber, dass es ihnen vermittelt wurde. Denn offentsichtlich wussten die Inder noch mehr. 360 menschliche Erdenjahre entsprechen einem Götterjahr. Bei einem Lidschlag des Gottes Vishnu vergehen 12 000 Erdenjahre: 360 x 12 000 = 4 320 000 Nach weiteren 1000 Lidschlägen ist der Zyklus abgeschlossen. 4 320 000 x 1000 = 4 320 000 000 Jahre. Zunächst erscheint uns diese große Zahl wirklich abstrus. Doch ist sie das keineswegs, sondern sie entspricht dem geschätzten Alter der Erde, das heute mit 4,5 Milliarden Jahren angenommen wird.

Der Mechanismus von Antikythera oder eine der
größten Sensationen der Archäologie Ein Fundobjekt, daß sich nach konkreten Forschungen und Analysen als eine der größten Sensationen der Archäologie entpuppte, wurde Ostern 1900 durch Zufall gefunden: Der "Computer von Antikythera". Damals verschlug es ein Boot einheimischer Schwammtaucher durch eine Sturm vor die Felsküste vor der kleinen Insel Antikythera zwischen Kreta und der Peloponnes. Nachdem sich das Wetter gebessert hatte, begannen die Taucher ihre Arbeit und suchten in ca. 60 Metern Tiefe nach Schwämmen. Dabei stießen sie auf ein versunkenes Schiffsfrack. Die Taucher riefen Experten aus Athen herbei. Die Archäologen begannen nun in monatelanger Arbeit aus dem Wrack eine ganze Ladung von Marmor- und Bronzefiguren, Amphoren und anderer Güter zu bergen, die man zur Erfassung, Reinigung und Restaurierung an das Archäologische Nationalmuseum in Athen sandte. Dabei wurde das Wrack auf etwa 87 vor Christus datiert. Unten den zahlreichen Artefakten befand sich auch ein unförmiger und völlig korrodierter Brocken aus Bronze, der weiter kleine Beachtung fand. Erst am 17. Mai 1902 nahm sich der bekannte Archäologe Spyridon Stasi dieser Objekte - sie waren im Museum in vier Teile zerbrochen - an und reinigte sie in gewissenhafter Kleinarbeit. Dabei entdeckte er sehr schnell die Konturen von Zahnrädern, was in der wissenschaftlichen Welt Erstaunen auslöste. Kritische Stimmen erkannten in dem Objekt Überreste eines Astrolabiums, eines astronomischen Gerätes, das beispielsweise Philoponus 625 nach Christus im ägyptischen Alexandrien beschrieben hatte. Der Fund wurde nicht weiter beachtet. Erst in den 50ger Jahren fand das sonderbare Objekt durch Professor Derek de Solla Price, Yale University, konkrete Beachtung. Professor Price erkannte bei seinen schon "besessenen" Untersuchungen die Einmaligkeit des Fundes. So stellte er durch die damals modernsten Instrumente fest, daß die vier Fundstücke mit Sicherheit im Jahr 87 vor Christus ihre bis heute mehr oder weniger unbekannte Funktion aufnahmen. Professor Price erkannte, daß der einstige Mechanismus in einem 30 Zentimeter hohen Holzkasten eingebettet lag, daß die Vorderseiten eine Skalierung trug, an der anhand von Schleifringen das griechisch-ägyptische Kalenderjahr mit 12 Monaten á 30 Tagen plus fünf zusätzliche Tage (= 365!) abgelesen werden konnte und daß mit Hilfe bestimmter Skalenringe der Stand der Sonne und des Mondes eingestellt werden konnten. Auch eingravierte Schriften bestätigen eine astronomische Funktion. Bereist 1955 wurde von Professor Price eine erste Arbeit über den Mechanismus vorgelegt. Doch erst im Jahr 1959 veröffentlichte Price seine ersten konkreten Ergebnisse in der angesehenen und seriösen Zeitschrift Scientific American, in der der Wissenschaftler die These vertrat, es handelt sich bei dem Fund von Antikythera um ein mehr als ausgereiftes mechanisches Meßgerät, das in der damaligen Welt scheinbar einzigartig war. Professor Price führte seine gewissenhaften Forschungen noch weiter, und publizierte hierzu einige sehr erstaunliche Arbeiten, in denen wir über den mehr als 2000 Jahre alten Mechanismus sensationelle erfahren. Die endgültigen Ergebnisse lagen erst nach

23 Jahrzehnten der Forschung und der Untersuchung der Zusammenhänge der einzelnen Zahnräder und Skalen vor - und diese erstaunen.

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So erfahren wir in Professor Price Publikation Gears from the Kreeks, daß die unbekannten Schöpfer des ausgefeilten Mechanismus wahrscheinlich mit ihrem Gerät die Sonnenaufgänge, die Bewegungen der damals bekannten fünf Planten, verschiedene Mondphasen, Tagundnachtgleichen und Wetterlagen wie die sogenannten Hundstage bestimmen konnten. Außerdem war der "Computer von Antikythera" offenbar in der Lage, die Mondzyklen von rund 18 Jahren mit Hilfe des oberen Zifferblattes zu bestimmen und die 12 synodischen Monate eines Mondjahres wurden ebenfalls durch einen feinen Rädermechnismus angezeigt. Der Forscher Professor Price bewies durch seine Forschungen die Einzigartigkeit der hier vorliegenden mechanischen Meßgerätes. Die fast 30 einzelnen Zahnräder wurden durch astronomische Daten in ihrem Drehsinn, Querschnitt und der Anzahl der Zähne bestimmt. Doch die größte Sensation scheint der Nachweis zu sein, daß der Fund ein epizyklisches Differentialgetriebe enthielt. Dieser auch Ausgleichsgetriebe genannte Mechanismus gehört zu den kompliziertesten mechanischen Errungenschaften der Welt. Erst im Jahre 1828 wurde es von O. Pecquer zum Patent angemeldet. Doch schon Leonardo da Vinci beschrieb eine derartige Technik, und um etwa 1575 wurde es durch Eberhard Baldewin für einen komplexen Choreographen verwandt. Diese, als kybernetisch bezeichnete Technik, die erstmals im Jahre 1896 in Kraftfahrzeugen eingebaut wurde, dient vor allem dazu, beim Fahren in einer Kurve die Drehzahldifferenz zwischen äußeren und inneren Rad auszugleichen. Die viel zu wenig beachtete Entdeckung von Antikythera erscheint, 1500 Jahre vor Erfindung der mechanischen Uhr, nicht faßbar. Erstaunlich ist auch die Tatsache, daß man diese Technik in einem schlichten Frachter vorfand, so, als sei sie im ersten Jahrhundert eine Normalität gewesen. Ominös auch, daß keine schriftlichen Quellen über derartige Konstruktionen bekannt sind. Wohl aber beschreibt der berühmte Aristoteles um 330 vor Christus eine Räderwerk, in dem verschiedene Zahnräder ineinandergreifen und in verschiedene Richtungen laufen. Mit dem Computer von Antikythera ist dies aber nicht zu vergleichen. Erich von Däniken, der bereist in seinem Buch Erinnerungen an die Zukunft auf diese Entdeckung hinwies, schreibt in seinem Buch Meine Welt in Bildern hierzu: "Von welchem astronautischen Paten stammt dieses kleine aufmerksame Geschenk?" Auch der Franzose Robert Charroux schildert den Computer in einem seiner ersten Bücher, und wertet ihn dabei aber ab, da er meint, selbst die Atomuhr sei bereits weit früher entdeckt worden - mit Hilfe von "Menschen von der Venus". Jedoch waren zur Zeit der Niederschrift von Charroux die Erkenntnisse von Professor Price noch nicht vollständig. Andere teilen die These der außerirdischen Herkunft. Der Mechanismus von Antikythera ist eine Sensation der Archäologie. Aber er ist in keinem Fall eine Art außerirdisches Relikt. Wie oben geschildert, scheinen nach den Forschungen von Professor Price in dem "Computer" die Bahnzyklen von fünf Planeten - den damals nach heutiger Lehrmeinung bekannten "eingearbeitet" zu sein. Mutmaßliche Außerirdische würden aber wohl alle kennen. Und außerdem dürfen

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wir den Götter der Vergangenheit mit Sicherheit zubilligen, daß sie zur Navigation und/oder Zeitmessung andere und bessere Systeme besessen haben. Der verzwickte Mechanismus beweist vielmehr den hohen Stand der Astronomie im ersten Jahrhundert vor Christus. Ein Rätsel ist und bleibt, warum wir in den alten Schriften dieser tage keine Erwähnung dieser Erfindung vorfinden und warum der Fund bisher in seiner Art einmalig ist. Nicht einmal ähnliche Objekte sind gefunden worden. Woher er folglich kommt, ist ein Rätsel.

Globale Kulturkontakte
Hatten die frühen Hochkulturen Kenntnis voneinander? Gab es kulturellen Austausch über die Ozeane? Azteken, Maya, Inka, Polynesia, Ägypter, Sumerer, Babylonier, Olmeken, Tiahuanacos . . . dies sind nur einige der alten Völker und Hochkulturen unserer Geschichte. Sie alle, von den Zivilisationen im Industal bis hin zu den Völkern der Andenregion entwickelten unabhängig voneinander und zum Teil in verschiedenen geschichtlichen Epochen die ersten Kulturen der Welt. Nach den bisherigen Forschungen der Archäologie und Ethnologie gab es zwischen diesen Kulturen einst auch Kontakte. Beispielsweise haben sich die Völker des Nahen Ostens, von den Sumerern über den Babyloniern und Assyrern bis hin zu den Hebräern gegenseitig mehr oder mindern beeinflußt. Die Sumerer jedoch teilweise nur indirekt, da deren Zivilisation bereits vergangen war, als zum Beispiel die Hebräer die Bühne der Geschichte betraten. Handel war das ausschlaggebende Motiv einstiger kultureller Kontakte. So haben die Alten Ägypter nachweislich regen Handelskontakt zu den Stämmen und Völkern im Vorderen Orient, im Indus und auch im östlichen Afrika unterhalten. Das es bei rein wirtschaftlichen Interessen dieser Völker auch zu kulturellen bzw. religiösen Beeinflussungen kommt, ist hierbei geradezu zu erwarten. Als das sicher bekannteste Beispiel werden die Mythen des Nahen Ostens über eine "Sintflut" herangezogen. Wir finden diesen Mythos nicht nur im sechsten Kapitel der Genesis, sondern auch sehr ähnlich in Texten mesopotamischer Völker. Das sogenannte Gilgamesch-Epos ist dabei das bekannteste, noch heute erhaltene "Gegenstück" zum biblischen Text. Wir können heute sogar davon ausgehen, daß es noch eine ältere Fassung gibt, die auf die Sumerer zurück geht; die erste nachweisliche Zivilisation der Erde. Kulturen, die durch ihre sich berührenden Verbreitungsgebiete fast schon zwangsläufig miteinander in Kontakt kommen (sofern auch die zeitliche Dimension stimmt!), sind der Geschichtsschreibung hinlänglich bekannt. Sobald es aber darum geht, welche Zivilisation oder welches Volk ihre kulturellen Finger bis wohin ausstrecken konnte, spalten sich die Geister der Wissenschaft. Die große Barriere ist in den Köpfen der meisten Archäologen der Atlantische und auch der Pazifische Ozean. Diese bildeten, so die übliche Meinung, eine Art natürliche Schranke, die jedweden Kulturkontakt vor den großen Seefahrern und natürlich der Leistung Kolumbus von vornherein unterband. Dieser, sicher nachvollziehbare Gedanke, ist aber nicht unbedingt so sicher, wie er gelehrt wird. Tatsächlich haben wir im Laufe der letzten Jahre und auch Jahrzehnte immer wieder Stimmen in der Öffentlichkeit vernehmen können, die behaupten, daß bereits vor Kolumbus Kontakte über den Atlantik hinweg stattfanden. Die religiöse Gemeinde Mormonen aus den USA ist von dieser Idee schon längst überzeugt. Deren religiöses Weltbild sagt, daß einst einer der Stämme Israels (oder alle 12?) in biblischen Zeiten (600 vor Christus) den Atlantik überquerten und dort eine neue Kultur gründeten. In ihrem "Buch Mormon", das der Mormonen-Gründern George Smith von einem Engel Gottes erhalten haben will, wird dieses Szenario ausführlich beschrieben

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Neben diesen als rein religiös einzustufenden Überzeugungen, versuchen aber auch eine Reihe von Wissenschaftlern und Autoren solche Kontakte zu beweisen. Dabei wird auch immer wieder das Thema "Atlantis" herangezogen. So teilen nicht wenige Autoren und Forscher die Idee, daß mitten im Atlantischen Ozean einstmals (um 8000 vor Christus) eine Hochzivilisation auf einer Insel lebte, die weltweit andere Völker beeinflußte. Bei dieser These wird gerne behauptet, daß nach dem Untergang dieser Insel Überlebende in alle möglichen Winkel der Welt verstreut wurden und dort entweder Kulturen gründeten oder bereits vorhandenen Gesellschaftssysteme stark beeinflußten. Jedoch ist hierbei zu bedenken, sollte Atlantis einst real gewesen sein, daß die einzelnen Kulturen, die von den Atlantern beeinflußt worden sein sollen, zum Teil Jahrtausende auseinander lagen. So etwa die Ägypter und die Maya in Mexiko.
Mythos Atlantis Der griechische Philosoph Plato hat den Mythos Atlantis in seinen Dialogen Timaios und Kritias überliefert. Er spricht dort von einer großen Insel jenseits der Säulen des Herakles, zwei Bergen, die die Straße von Gibraltar flankieren, welche die größte Militärmacht einer vergangenen Zeit darstellte. Die Atlanter unterwarfen angeblich die ganze bekannte Welt und jedes Volk unterstand ihrem Befehl. Etwa 9.000 Jahre vor Christus soll die Stadt versunken sein. Plato, der 347 v. Chr. starb, behauptete, die Priester von Sais, der Hauptstadt Unterägyptens, hätten diese "wahre Geschichte" 200 Jahre vor seiner Zeit dem Athener Solon erzählt. Seitdem wurde sie mündlich weitergegeben und erreichte schließlich auch Plato, der unsere alleinige antike Quelle ist. Er präsentiert die Geschichte als Tatsache; Aristoteles, Platos berühmtester Schüler, glaubte allerdings nicht an ihren Wahrheitsgehalt.

Atlantismythos Vor über 11.000 Jahren existierte der Kontinent inmitten des gewaltigen Ozeans. Auf ihm lebte eine wohlhabende und friedfertige Zivilisation, beschenkt von allen Erzeugnissen der Natur. Dieses Reich war ein Zentrum von Handel und Wohlstand. Atlantis war das irdische Reich des Wassergottes Poseidon. Als Poseidon sich in die sterbliche Menschenfrau Cleito verliebte, errichtete er eine Erhöhung inmitten der Stadt und umgab diesen Berg mit Ringen aus Wasser und Erde zu ihrem Schutz. Cleito gebar dem Gott Poseidon fünf Paar Zwillinge, alles Jungen, die als erste Könige über Atlantis herrschten. Das Reich wurde in gleiche Teile unter den Brüdern aufgeteilt. Atlas, der älteste der Söhne und erster König von Atlantis bekam den mittleren Teil zugesprochen. In Mitten dieser Mitte auf dem Berg des Poseidon wurde zu Ehren des Gottes Poseidon ein prachtvoller Tempel aus reinem Silber gebaut. Er war von einer goldenen Mauer umgeben, mit Silber verkleidet und mit Zinnen aus purem Gold geschmückt. In seinem Inneren befand sich ein goldenes Standbild des Gottes in seinem mit sechs geflügelten Rössern bespannten Wagen. Unweit davon speisten eine heiße und eine kalte Quelle Zisternen und Bäder. In diesem Tempel trafen sich die Führer Atlantis, um Gesetze zu verbessern, Gericht zu halten und Poseidon ihre Ehre zu erweisen. Zum einfacheren Zugang an alle Kreise der ringförmigen Stadt, wurde ein gerader, 9 km langer Kanal inmitten der Ringkanäle gezogen. Der Stadtkern Atlantis selber, saß außerhalb des äußersten Wasserringes

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und verteilte sich in einer Fläche von 1,7 km über eine Ebene. In diesem Stadtkern lebten die wohlhabensten Bürger und die Regenten der Stadt. Hinter der ringförmigen Stadt lag eine weitere Ebene, wieder umgeben von einem Ring aus Wasser. Diese Ebene war 530 km lang und 190 km breit und wieder von einem Kanal umgeben der als Wasserzulauf der Berge und Seen für die Stadt diente. Das Klima war so ideal, das bis zu zwei Ernten im Jahr möglich waren. Eine im Winter, genährt durch den Regen und eine im Sommer durch die komplexen Kanalanlagen. Diese riesige Stadtebene war im Norden von gewaltigen Bergmassiven umgeben, die bis in den Himmel reichten. Dörfer, Seen, Flüsse und Wälder bedeckten die Berglandschaft. Diese reichhaltige Natur versorgte die Menschen mit allen, was sie brauchten - und beherbergte eine vielfältige Flora und Fauna. Für viele Generationen lebten die Atlanter ein einfaches und zufriedenes Leben. Aber langsam schlich sich Reichtum und Macht in das Leben der Menschen und verdarb sie. Als Zeus die Unmoral der Atlanter bemerkte, erzürnte er und versammelte die anderen Götter um die Menschen angemessen zu bestrafen. Und bald in einem gewaltigen Zornesausbruch war alles aus der Geschichte verschwunden. Die Menschen, der Kontinent und die Erinnerung versanken in der schwarzen Tiefe des Ozeans...Laut Plato sollen die Ureinwohner von Atlantis sogar über künstliches Licht und Flugmaschinen verfügt haben. Errungenschaften wie Fluggeräte kommen auf uralten Abbildungen - und zwar in verschiedenen Kulturen - immer wieder vor. Atlantis wurde schließlich eines tragischen Tages c.a. im Jahre 9500 v. Christus in einer gewaltigen Vulkaneruption fast völlig zerstört und vom wild gewordenen Meer verschlungen.

Indizien Die tatsächliche Existenz von Atlantis, deren Ort schon auf allen Kontinenten, einschließlich der Antarktis, vermutet wurde, ist nicht bewiesen. Es gibt jedoch einige Indizien dafür: Die Aalwanderung: Die Aale kommen in der Sargassosee zur Welt, die westlich und südwestlich von der Azoreninsel gelegen ist. Die männlichen Aale bleiben im Salzwasser, und die Jungweibchen schwimmen in die Unterläufe der europäischen Flüsse. . Mit fünf Jahren ist der Aal geschlechtsreif, und dann treffen sich die Geschlechter wieder. Warum schwimmen die Aalweibchen nach Westeuropa und nicht nach Westindien, das ja viel näher liegt ? Hierauf wird im allgemeinen geantwortet, die Aale vertrauten sich eben dem Golfstrom an. Aber der Golfstrom treibt sie eben weit weg nach Europa, wo er sich teils nach Süden, teils nach Norden langsam abschwächt. Jedenfalls strömt er nicht mehr zurück, und die Aale müssen ohne diesen schützenden Golfstrom allein den weiten Weg zurücklegen. Wenn Plato recht hat, dann hätte die Insel Atlantis auf dem Azorenplateau gelegen, dem Golfstrom den Weg abgesperrt. Dieser wäre dann zurück Richtung Amerika abgelenkt worden, und so hätte der Golfstrom tatsächlich einen Kreislauf ausgeführt, dem sich die Aale sicher anvertrauen konnten. Wenn diese Golfstrom-Sperrinsel tatsächlich existiert hätte, dann hätte zur damaligen Zeit in Atlantis ein begünstigtes Klima geherrscht haben müssen, während es in Europa bitterkalt gewesen wäre - und genau das war es ja auch vor 10.000 Jahren. Auf dieser klimabegünstigten Großinsel könnte sich durchaus eine fortgeschrittene Kultur entwickelt haben Gefundenes Vulkangestein Vögel kreisen oft über dem Azorenplateau, so als ob sie nach einem Land Ausschau halten würden. Wahrscheinlich eine Art von Massenerinnerung. Als das Transatlantik-Kabel riß, wurden bei den Reparaturarbeiten auch andere Gegenstände vom Meeresboden mit hochgeholt, darunter ein gewichtiger Felsbrocken. Das Stück war ein Tachylit von ausgesprochen glasiger Struktur. Er wurde später von Paul Termier - einem geschätzten Gelehrten - untersucht. Seine Schlußfolgerungen: Das Stück ist vulkanischer Herkunft; der Meeresboden ist dort in weitem Umkreis von Lava bedeckt. Im Raum des Telegraphenplateaus müssen einstmals sehr starke Vulkanausbrüche stattgefunden haben, bei denen jene Lava ausgeflossen ist, von der das Fundstück stammt. Das Stück ist amorph, glasig und nicht kristallin in seiner Struktur. Es kann nicht im Tiefwasser, es muß an freier Luft erstarrt sein. Nur ein damals obermeerischer Vulkan kann es ausgeworfenen haben. Das Stück ist seiner mineralogischen Zuordnung nach, wie erwähnt, ein

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Tachylit, und Tachylite lösen sich binnen etwa 15.000 Jahren in Meerwasser auf. Das Fundstück weist aber scharfe, nicht angefressene Konturen auf. Die durch seine Auffindung indirekt bezeugte Katastrophe im Atlantik müßte sich vor weniger als 15.000 Jahren, also 13.000 v. Chr., ereignet haben. Gefundene Inselgruppe Ein französischer Wissenschaftler, Jacques Collina-Girard hat zu Füßen der Herkulessäulen an der Straße von Gibraltar eine etwa 9000 v. Chr. versunkene Inselgruppe entdeckt. Er hatte nicht nach Atlantis gesucht, sondern einen versunkenen Landweg von Afrika nach Europa. Collina-Girard glaubt, dass die Menschen die Inseln nicht nur als Weg nach Europa benutzten, sondern einige von ihnen auch besiedelten. Skeptiker dieser These weisen darauf hin, dass in diesem Fall Atlantis bereits 9000 Jahre vor Platos Zeit verschwunden sein müßte. Laut Plato handelte es sich bei Atlantis auch um einen versunkenen Kontinent und nicht um ein Inselchen mit einer Länge von ca. neun Meilen. Collina-Girard vermutet, dass sich durch die Übersetzung aus dem Ägyptischen ins Griechische Fehler in die verschiedenen Maßeinheiten und Zeiteinheiten eingeschlichen haben.

Doch neben der Idee eines Großinselreiches im Atlantik schließen einige Forscher auch nicht aus, daß unserer Ahnen die Ozeane in recht primitiven Schiffen aus eigener Kraft überquerten. Sehr bekannt ist vor allem, daß die Vikinger mit ihren "Drachenbooten" bereits vor Kolumbus die nordöstliche Küste Nordamerikas erreichten. "Vinland", Weinland, soll dieses Land von den Vikingern genannte worden sein. Da man den "Nordmännern" erstaunliches Können in der Navigation nachsagt, ist diese Entdeckung nicht auszuschließen. Jedoch kann hierbei nicht von einer kulturellen Beeinflussung gesprochen werden, da es hierfür keine Anhaltspunkte gibt. Weitaus interessanter wird es, wenn Forscher und Archäologen Funde und Artefakte hochhalten und auf bautechnische und religiöse Parallelen hinweisen, die man auf verschiedenen Kontinenten findet. Ja, wir finden sogar in Amerika Abbildungen von Weißen, Schwarzen und Maya nebeneinander auf einer Stele vom Volke der Maya! Der Norweger Thor Heyerdahl ist bis heute einer der berühmtesten Vertreter der Idee der frühen Seefahrer. Er ist der festen Überzeugung, daß bereits in den Tagen des Alten Ägypten Menschen in Booten über den Atlantik fuhren, und dort kulturellen Samen säten. Auch der Autor Colin Wilson, ein Vertreter der "Atlantis-Idee", teilt diese Meinung. Auch Wilson sieht eindeutige und nicht zu widerlegende Beweise, daß es in der Vorzeit Seefahrt über den Atlantik gab. Die sogenannte etablierte Wissenschaft begegnet solchen Ideen mit Argwohn. In ihren Augen sind derartige Thesen nichts weiter als Wunschgedanken, die den Köpfen von einigen wenigen entsprungen sind. Und kommen dann noch die Hypothesen hinzu, die besagen, daß Außerirdische unserer Vorfahren beeinflußten, wenden sich die Wissenschaftler großenteils ganz von diesen Möglichkeiten ab. Heyerdahl jedoch leistete in den letzten Jahrzehnten erstaunliche Forschungen. Er beruft sich bei seinen Hypothesen nicht nur auf Funde und bautechnische Ähnlichkeiten, sondern er ist auch ein Mann der Praxis. So versuchte er seine Thesen der Besiedelung der Osterinsel von Südamerika aus dadurch zu beweisen, daß er ein Floß nach alter Art und Weise baute. Mit diesem Boot mit Namen Kon-Tiki (links) segelte er im Jahre 1947 von Peru aus in Richtung Osten über den Pazifik und bewies, daß es mit einem solchen Floß möglich ist, die Osterinsel und Polynesien zu erreichen. Heyerdahl nutze dabei den von Ost nach West verlaufenden Humboldstrom. Auch sein Pypyrusboot Ra machte Schlagzeilen, mit der er den Atlantik von Ost nach West überwand und so versuchte seine These der frühen Kontakte zwischen Ägypten und dem zentralamerikanischen Kulturgebiet zu belegen. Forscher wie eben Heyerdahl begnügen sich aber nicht mit dem Nachweis der Möglichkeit von solchen Seefahrten, sondern halten auch

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kulturelle Hinterlassenschaften hoch. So ist es augenscheinlich, daß Ägypten und auch die Völker in Zentralamerika Stufenpyramiden bauten. In beiden Kulturzonen wurden diese sakralen Bauten als Grabstätten benutzt und auch nach astronomischen Gesichtspunkten hin ausgerichtet.Grabanlagen wie die des Pharao Djoser zeigen deutliche Ähnlichkeiten zu derartigen Bauten in Mexiko. Auf die nachweisliche Ähnlichkeit der Pyramiden auf beiden Seiten des Atlantiks soll hier nicht näher eingegangen werden. Sie sind deutlich erkennbar und bekannt. Jedoch ist es meiner Meinung nach nicht unbedingt eine "Verwandtschaft", die zu solchen Bauten verleitete. Da diese Völker himmlische Götter verehrten, ist es nicht unwahrscheinlich, daß sie sich alle nach dem Himmel sehenden und so Bauwerke schufen, die dort hinauf reichen. Dabei ist die Pyramidenform am besten geeignet; Standfestigkeit war so gewährleistet. Spannend wird die Frage nach einem frühen Kulturkontakt, wenn Funde gemacht werden, die eigentlich von einer Kultur stammen, die weit entfernt zu finden ist. Im Dschungel Mittelamerikas haben wir solche vorliegen. Die monumentalen Köpfe aus Stein, die die Olmeken anfertigten. Die Olmeken, ein Volk, das vor den Maya in diesem Region lebte, meißelten in mühsamer Arbeit gewaltige Menschenköpfe aus den Felsen, transportierten diese über weite Strecken durch unwegsames Gelände und verteilten sie quer durch ihr Reich. Wen genau diese Bildnisse darstellen sollen, ist nicht ganz klar. Doch eine etwas genauerer Betrachtung der Monumente zeigt eines mehr als deutlich: Die anatomischen Merkmale der Gesichter entsprechen exakt dem Aussehen von Afrikanern! Die Olmeken-Köpfe zeigen unmißverständlich Menschen aus Afrika. Für den Autor Colin Wilson ist diese auffallende Ähnlichkeit ein Beweis, daß in der Vormayazeit Afrikaner in Mittelamerika waren. Tatsächlich aber sind diese Köpfe nur ein Indiz in einer Reihe sonderbarer Berichte und Funde Zentralamerikas. In Stein gehauene Bildnisse der Maya und anderer Völker dieser Region zeigen zum Beispiel Menschen mit Bärten. Wie wir aber heute eindeutig wissen, haben amerikanische Völker nie Bärte gehabt. Wohl aber die Europäer, die nach Kolumbus den Kontinent überrannten. Die besagten Darstellungen sind aber weitaus älter. Auch schildern religiöse Mythen der Maya die Geschichte eines vermeintlichen "Gottes", den sie Quetzalcoatl nannten. Diese religiöse Figur wird als bärtiger Mann mit weißer Haut beschrieben, der aus dem Osten über das Meer (Atlantik) kam. Atlantis-Anhänger sehen in diesem "Gott", der bei den Azteken unter dem Namen Kukulkan bekannt war, einen Mann aus Atlantis. Ein ganz aktuelle Meldung von Ricardo Ventura Santos von der Universität von Rio de Janeiro in Brasilien scheint nun auch den Beweis für einen Kontakt über den Atlantik erbracht zu haben! Vor fast 25 Jahren fand man in Brasilien einen weiblichen Menschenschädel, der mit Hilfe neuester Datierungen ca. 15000 Jahre ist und - von einem Afrikaner stammt. Damit ist der "Luzia" genannte Fund das älteste menschliche Fossil Amerikas und auch älter als die Besiedlung des Kontinentes nach den bisherigen Thesen. Die Wissenschaftler nehmen aber an, daß "Luzia" zur selben Linie gehört wie die australischen Ureinwohner und vor ca. 15000 Jahren über den Pazifik kamen. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß hier von einem Kontakt zwischen den Welten in "grauer Vorzeit" gesprochen werden kann. Jedoch ist zu bedenken, daß nach der allgemeinen Geschichtsschreibung zu jener Zeit nirgends auf der Erde eine Kultur existiert haben soll. Der Wissenschaftler Mike Xu von der Texas Christian University weist noch auf eine andere Entdeckung hin. Er berichtet von erstaunlichen Funden, die im Südwesten der USA und Mittelamerika gemacht wurden. Dort grub der Archäologe Artefakte aus Stein, Ton und Jade aus, die frappierende Ähnlichkeiten zu Gegenständen der chinesischen Shang-Zeit (1600 und 1100 vor Christus!) haben. Die Symbole auf den Funden für Regen, Astronomie, Himmel, Sonnen, Opfer, Religion, Landwirtschaft, Wasser oder auch Baum sind bei beiden Völkern praktisch gleich. Als Xu seine Entdeckungen in China Experten zur Begutachtung vorlegte, waren diese der Überzeugung, er habe lediglich neue Artefakte der ShangEpoche Chinas gefunden. Xu weist auch darauf hin, daß in beiden Kulturen ähnliche religiöses Weltvorstellungen existierten und beide die Jade verehrten. Der Archäologe vermutet nun anhand seiner

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Entdeckung, daß chinesische Seefahrer mit Hilfe des "Schwarzen Stroms" Amerika erreicht haben könnten, und so die Olmeken beeinflußten. Ergänzend hierzu ist ein Fund interessante, der in Uxpanapan gemacht wurde und den Olmeken zugesprochen wird. Es handelt sich um die Figur eines 65 Zentimeter großen "Ringkämpfers" aus Stein. Die Darstellung selber erinnert an einen Asiaten und trägt zusätzlich einen deutlich erkennbaren Kinnbart. Ob man hier schon von Handelsbeziehungen sprechen kann, sei dahingestellt. Rein zufällige Besuche aufgrund einer halsbrecherischen Navigation auf See sehr früher Abenteuer sind ebenso möglich. Wenn nun afrikanische Menschentypen über den Atlantik kamen, reisten dann auch Menschen aus Amerika in Richtung Osten? Einige Wissenschaftler wie wiederum der Ethnologe Thor Heyerdahl befürworten diese Hypothese. So wird seit jüngster Zeit auch die Inselgruppe der Kanaren an der Nordwestecke Afrikas als Beleg genannt. Denn dort stehen Pyramiden und andere architektonische Ruinen, die an Baustile aus Mittel- und Südamerika erinnern. So verweist Heyerdahl nicht nur auf die Tatsache, daß die Stufenpyramiden auf Teneriffa jenen in Mexiko und anderen Teilen Amerikas ähneln, sondern auch, daß die gesamte Anlage auf Teneriffa mittelamerikanischen Baustilen stark ähnelt. Beispielsweise einer Art Sportplatz, der bei den Mayas mehrfach nachgewiesen ist, oder auch terassenförmigen Tempelanlagen, die ebenfalls von der Maya-Kultur bekannt sind. Tatsächlich ist es so, daß die heutige Ethnologie nicht weiß, woher die Guanchen, die Ureinwohner der kanarischen Inseln, einst kamen. Eine Besiedlung von der afrikanische Küste aus, die nur rund 150 Kilometer entfernt liegt, ist unwahrscheinlich. Archäologen weisen darauf hin, daß die Ureinwohner der Kanaren auch aus Europa gekommen sein könnten. Vielleicht aus Portugal oder sogar aus noch hören Ländern bis hin zu den britischen Inseln. Diese nicht sehr unwahrscheinliche These wird dadurch erhärtet, daß die Guanchen einst europäisches Aussehen hatten. Die blauen Augen der Ureinwohner haben sich trotz der Vermischung mit den Spaniern, die die Kanaren nur ein Jahr nach der Entdeckung Amerikas überfielen, bis heute in der Bevölkerung erhalten. Neben diesen und noch zahlreichen weiteren Ähnlichkeiten ist es auch erstaunlich, daß die Guanchen ihre Toten mumifizierten. Ein Brauchtum, daß wir bestens aus Ägypten, Mittelamerika, Peru aber auch Rußland und der Mongolei kennen. Die Mumien sind dabei erstaunlich groß, teilweise bis zu 185 Zentimeter. Derartige Menschen passen nicht in das Bild der zentralamerikanischen Ureinwohner, wohl aber auf Europa. Blickt man auf Weltkarten und die darauf verzeichneten Ströme im Atlantischen Ozean, so ergibt sich folgendes Bild: Die mesoamerikanischen Völker konnten mit Hilfe des Golfstroms über die Azoren hinweg tatsächlich die Kanaren erreichen. Von dort aus führt der Kanarenstrom zurück über den Atlantik und erreicht später durch den Nord-Äquatorialstrom Mittelamerika. Der von Nord nach Süd verlaufende Kanarenstrom war in den Zeiten der großen Entdeckungen auch ein Hindernis, bei einer Seereise von südlichen Punkten zurück nach Europa. Auch Kolumbus nutze später die Kanaren als Zwischenstation bei seinen Reisen in die Neue Welt. Das "Zirkulieren" dieser Meeresströme im nördlichen Atlantik macht folgerichtig einen kulturellen und auch dauerhaften Kontakt theoretisch möglich. Es wäre also denkbar, daß Europäer auf diesen Weg nach Amerika gelangten. Gleichzeitig war der Kanarenstrom eine große Hilfe für Europäer der Megalithkultur (früheste Kultur in Europa), die Kanraen zu erreichen. Die Küsten Europas sind übersät mit Megalithbauten. Steinkreise, Dolmen und andere Bauten aus wuchtigen Steinen zeugen von einer vergangenen Kultur. Diese Megalithkultur, die man gerne, da um die Küste verteilt, mit Atlantis in Verbindung bringt, hat aber ebenfalls Gegenstücke in anderen Teilen der Welt. So ist ein erst kürzlich gefundener Steinkreis im Süden Ägyptens mit dem Namen "Napta" bereits 6000 Jahre alt und somit 1000 Jahre älter als das berühmte Stonehenge. Archäologen von der Universität von Colorado gehen davon aus daß der symmetrische Steinkreis von den Vorfahren der späteren Ägypter

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errichtet wurde. Selbst auf der Osterinsel existieren im Kreis aufgestellte Anordnungen von Megalithen. Aber auch in den USA gibt es Steinsetzungen. Im Frühjahr 1998 eine Formation im Stadtzentrum von Miami entdeckt. Der 15 Meter im Durchmesser große Kreis soll bis zu 2000 Jahre alt sein und eventuell auf die Maya zurückzuführen sein. Andere Meinungen gehen jedoch von einem Alter von nur 500 Jahren aus und vermuten die Tequesta Indianer als Urheber. Eine Verbindung zu Europa ist natürlich nicht ersichtlich, wohl aber eine Verwandtschaft zu megalithischen Anlagen an den europäischen Küsten. Dennoch wollen einige Wissenschaftler, allen voran eine wissenschaftliche Gruppe aus Anthropologen aus München, auch Handelsbeziehungen über den Atlantik nachweisen können. Franz Parsche, Dr. Svetla Balabanova und Wolfgang Pirsig vom Institut für Anthropologie und Humangenetik der Universität München machten vor einigen Jahren geradezu sensationelle Entdeckungen. Im Rahmen einer Untersuchung über Rauschmittel bei den Frühkulturen der Welt entnahmen sie einer Reihe ägyptischen Mumien Gewebeproben und untersuchten sie auf eventuell vorhandene Rückstände berauschender Mittel. Dabei fanden sie in diesen Mumien nachweislich Spuren von Nikotin, Haschisch und sogar Kokain. Bei ihren Untersuchungen bediente sich die Gruppe verschiedener Mumien aus ebenso verschiedenen Dynastien der ägyptischen Geschichte, die zwischen 1070 vor Christus und 395 nach Christus (Eingliederung Ägyptens in das byzantinische Reich) lagen. Bei ihren Analysen von Haaren, Knochen und Gewebeproben kamen die Wissenschaftler sogar zu dem Ergebnis, daß in einem Gramm Haare mehr THC (der Wirkstoff von Haschisch) zu finden ist, als bei heutigen Konsumenten. Rund 800 bis 4100 Nanogramm konnten nachgewiesen werden, was dem Vierfachen entspricht. Da auch in Indien Hanf bekannt ist und war, könnten die Alten Ägypter von dort diese Droge erhalten haben. Und bei dem Nikotin könnte man vermuten, daß damals in Ägypten Kirschbaumblätter zerkaut wurden, da auch diese Nikotin enthalten. Doch woher die Ägypter Kokablätter und damit Kokain hatten, ist ein Rätsel. Dieses Rauschmittel stammt aus der Andenregion bzw. den nördlichen Gegenden Südamerikas. Folgerichtig müssen Menschen aus dem Teil der Welt die Waren nach Ägypten gebracht haben, oder aber die Ägypter selbst haben sie von dort mitgebracht Wenn Ägypter in Amerika waren, so gibt es auch eine Erklärung für andere Ungereimtheiten in der "Neuen Welt". So etwa berichtete die Zeitung Phoenix, daß Archäologen im Grant Canyon eine altägyptische Grabstätte entdeckt haben. Nun, dieser sehr umstrittene Bericht, soll hier lediglich unter Vorbehalt erwähnt werden. Doch erstaunlich wird es, wenn man ägyptische Hieroglyphen bei den nordamerikanischen Micmac-Indianern nahezu identisch antrifft. Die Micmac, einem Stamm, der zu den Algonkin gehörte, besaßen fast 50 Zeichen, die entweder identisch oder aber ähnlich wie altägyptische Hieroglyphen waren. Stein, Gold, Silber, Wasser, Regen, Frucht, Wider, Schaf, Mund, Männer ... und viele weitere Dinge wurden mit Zeichen beschrieben, dessen Parallele zum Alten Ägypten erstaunlich ist. Es gibt aber noch eine Reihe weiterer Parallelen zwischen der Alten und der Neuen Welt. Vor allen in der Kunst sowie der Religion zeigen sich oftmals die gleichen Motive. So etwa soll eine Figur gefunden worden sein, die eine ägyptische Gottheit darstellt. Doch der Fundort war Amerika. Auch wurden in Amerika verstorbene Menschen, die in dem jeweiligen Volk eine hohe soziale Position einnahmen, mit kostbaren Kopfmasken beerdigt. Der Fürst Pacal der Große von Palenque in Mexiko ist ein Beispiel von solchen Ritualen. Einige Autoren weisen sogar darauf hin, das es Kulturpflanzen wie Baumwolle und die Banane gibt, die von Menschen über den Ozean transportiert worden sein müssen. Auch das mysteriöse Phänomen der künstlichen "Schädeldeformationen" ist in Ägypten ebenso angewandt worden, wie in den Gegenden der Anden. Auch Inkas praktizierten diesen seltsamen Brauch, bei dem man Kleinkindern die Schädel mit Leder und Brettern nach Hinten verlängerte. Eine eigenartige Sitte, die heute nicht mehr

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Der Autor Johannes von Buttlar, aber auch andere Forscher, vermuten auch, daß das berühmte Seefahrervolk der Phönizier bereits lange vor Kolumbus "Westindien" erreicht hat. In New Mexiko, auf dem Hidden Mountain, findet sich ein Felsvorsprung, auf dem eine Botschaft eines Phöniziers namens Zakyneros eingraviert ist. Der Text ist in griechischen, phönizischen und kanaanäischen Lettern verfaßt und soll die Geschichte dieses Mannes erzählen. Dort steht angeblich, so die Übersetzerin Dixie Perkins, daß Zakyneros vor ca. 2400 Jahren in dieser Gegend der heutigen USA war, und dort im Exil lebte. Daneben liegen auch Parallelen zu keltischen Schriften und Namen bei nordamerikanischen Völkern vor. Zahlreiche Flußnamen der AlgonkinIndianer klingen nach keltischen Bezeichnungen. Barry Fell und Erik Reinert von der HarvardUniversität wollen sogar einen in Ogham-Zeichen verfaßten Text einer keltisch-phönizischen Expedition aus dem 5. Jahrhundert vor Christus im US-Bundesstaat Massachusetts entdeckt und übersetzt haben. Der Sprachwissenschaftler Barry Fell übersetzte sogar eine Inschrift in lybischägyptisch, die davon erzählt, daß man die Inschrift in Gedenken an eine Expedition errichtete. Nimmt man all die Indizien - wobei hier nur ein Bruchteil genannt werden kann und soll - zusammen, so scheint es gar so, daß es in der alten Zeit über Jahrhunderte hinweg zwischen Europa/Afrika und Amerika einen regen Austausch gegeben hat. Die Kulturen auf beiden Seiten des Atlantiks scheinen Kenntnis voneinander besessen zu haben. Es stellt sich nur die Frage, wann genau diese Epoche anzusiedeln ist. Eine ganze Reihe von Autoren verweisen bei der Frage nach der Möglichkeit eines Kontaktes zwischen den "Welten" auch auf erstaunliche Landkarten der Vergangenheit. Am bekanntesten ist die des türkischen Admirals Piri Reis aus dem Jahre 1513. Sie zeigt neben der Küste und Teilen des Inlandes von Südamerika auch geographische Details der Antarktis, die in jener Zeit aber noch nicht entdeckt war. Setzt man frühe nautische Kenntnisse der Zivilisationen voraus, die eine Atantiküberquerung ermöglichten, ist diese Karte ein mögliches Erbe dieser dunklen Epoche. Die Vertreter der Atlantis-Spekulation sind teilweise der Auffassung, daß alle bekannten Hochkulturen der Geschichte von diesem mythischen Inselreich "befruchtet" wurden. Sie denken bei Atlantis an eine Art Kolonialmacht, die in Ägypten, Mittel- und Südamerika aber auch Mesopotamien ihre Spuren hinterließ. Dabei verweisen sie immer wieder auf durchaus erstaunliche Ähnlichkeiten zwischen diesen weit voneinander getrennt lebenden Völker. Es ist jedoch meiner Meinung nach unwahrscheinlich, daß diese Zivilisationen die "Reste von Atlantis" sind. Neben Parallelen sind auch deutliche Unterschiede offenkundig. Weitaus wahrscheinlicher ist es, daß sich alle dieses frühen Hochkulturen jeweils autark entwickelt haben. Dennoch ist die Annahme gerechtfertigt, daß es zwischen diesen, auch über Ozeane hinweg, Berührungen gab. Dabei wurde auf architektonischer, technischer und religiöser Ebene jeweils von dem anderen Volk etwas übernommen. Auch die Inselzivilisation der Osterinsel im Pazifischen Ozean könnte hierzu gehören. Nicht nur, daß wir heute über die hunderten von Steinfiguren namens Moai staunen, sondern auch die Frage nach der Besiedlung ist offen. Auch hier vermuten einige Autoren wieder eine im Meer untergegangene Insel - ein

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ganzer Kontinent sogar -, die die Heimat einer Hochzivilisation war. Dieses Reich "Mu" soll der Ursprung der Völker Polynesiens einschließlich der Osterinsel und auch der Andenregion sein. Weltuntergangsszenarien wie die Sintflut in den Mythologien prä-inkaischer Völker und Nordamerikanischer Indianer dienen hierzu als mögliche Indizien. Auch eine Überlieferung der Insel sagt, daß einst der König Hotu Matua in einem Land namens Maori im Erdteil Hiva regierte. Da der Könige bemerkte, daß das Land langsam im Meer versank, schickte er alle seine Untergebenen und Verwandten mit zwei Schiffen auf das Meer hinaus. Nachdem die Sintflut kam, "bemerkte er, daß die Erde bis auf ein kleines Stück, das Maori [Osterinsel] hieß, untergegangen war". Tatsächlich aber ist die Herkunft der Kultur der Osterinsel ungewiß. Thor Heyerdahl konnte nachweisen, daß eine Besiedlung von der Pazifikküste Südamerikas möglich war. Dies schließt aber gleichzeitig nicht aus, daß, wie meist angenommen, auf der Osterinsel auch "Wellen" von Siedlern aus Polynesien ankamen. Noch heute zeugt die Osterinselkultur davon, daß hier einst zwei verschiedene Menschentypen lebten. Die einen waren die "Langohren" und die anderen die "Kurzohren". Besonders die "Langohren" sind ominös. Sie waren es, die den steinernen Moais ihr Gesicht verliehene, denn die Monumente haben alle eher unnatürlich aussehende Ohren. Aufgeschlossene Geschichtsforscher verweisen indes auch auf Kulturparallelen zwischen der Andenregion und der Osterinsel. Die rätselhafte und sich im Dunkeln der Geschichte verlierende "Urkultur" von Tiahuanaco soll möglicherweise die Heimat der ersten Osterinsulaner gewesen sein. So ist es erstaunlich, daß wir in den Anden - zum Beispiel in Cuzco und Sacsayhuaman - Bautechniken finden, wie sie auch auf der Osterinsel stehen. Mauern wurden mit gewaltige Steinklötzen ohne Mörtel errichtet, in dem die frühen Architekten die Monolithen mit zahlreichen Kanten ineinander verschachtelten. Übrigens eine architektonische Eigenart, die auch in der Türkei und Ägypten anzutreffen ist. Auch wissen Mythen der Inkas von Menschen zu berichten, die sehr große waren, rote Haare hatte und einst über das Meer verschwanden. Die "Langohren" sollen eben so ausgesehen haben. Das Volk, das einstmals die Stadt Tiahuanaco hoch in den Anden am Titicacasee erbaute, ist heute unbekannt. Einige Thesen, die sich auf astronomische Ausrichtungen gewisser Bauten und Markierungen in Tiahuanaco stützen, besagen sogar, daß diese Stätte 15000 Jahre alt sein soll. Der Wissenschaftler Posnansky will diese Daten anhand von Makierungslinien erkannt haben, die Sonnenwenden etc. anpeilten. Da diese heute nicht mehr korrekt ausgerichtet sind, schloß er, daß die "Schiefe der Ekliptik" schuld daran sei, daß sich im Laufe der Jahrtausende die Visierlinien verschoben. Durch Rückrechnungen kam er dann auf diese faszinierenden Daten. Colin Wilson und andere "Pupulärwissenschaftler" weisen auch darauf hin, daß die Kultur der Osterinsel und das Volk von Tiahuanaco beide "ähnliche" Skulpturen aus Stein errichtet. Hier jedoch erkenne ich keine unbedingten Ähnlichkeiten. Doch bei den steinernen Bildnissen in Tiahuanaco ist es bemerkenswert, wenn man dort Menschen abgebildet sieht, die Weißen ähneln. Es handelt sich hierbei um den bekannten Gott Viracocha, der, wie Quetzalcoatl in Mexiko, groß gewachsen, hellhäutig und blond war. Der Beschreibung nach als durchaus ein Mensch aus Europa. In Tiahuanaco bzw. in der nahe Ruinenstätte Puma-Punku begegnen wir noch einem anderen Phänomen. Dort liegen gewaltige Steinplatten wild umher, die einstmals mit Klammern aus Metall zusammengehalten wurden. Die Architekten "legten" - so schwer dies alleine schon ist! - die tonnenschweren Steinquadern aneinander und gossen in vorgefertigte Paßformen flüssiges Metall. Nach Erkalten hatte man so eine dauerhafte und sicher Verbindung der monströsen Steingiganten. Doch genau diese Art der Bautechnik wurde auch in Ollantaytambo, Kambodscha und Ägypten (rechts unten) angewandt! Weitaus interessanter als mutmaßliche Ähnlichkeiten des Aussehens von Osterinsel- und Tiahuanaco-Figuren, ist ein Fund, den Thor Heyerdahl bei einer Expedition machte. Bei der Ausgrabung eines der gewaltigen Moai-Bildnisse

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zeigte sich auf dessen Brust die Darstellung eine Schiffes mit Masten. Der Bautyp ist bis heute unbekannt, zeigt aber ein nicht gerade keines Schiff. Neben der Osterinsel und einer wahrscheinlichen Besiedlung von Südamerika her ist auch die Insel Nan Madol im Pazifik ein Rätsel. Dort stehen gewaltige Anlagen und Terrassen aus Basaltstein mitten auf einer sehr kleinen Insel. Urheber und Zweck dieser aus dem Bild der Südseearchitektur fallenden Gebäude ist vergessen. Nan Madol ist aber einsam und verlassen in den Reihen der frühen Kulturverbindungen, da sich keine Ähnlichkeit zu anderen Baustilen in irgendeinem nahen Erdteil zeigen. Auch lokale Mythologien sind nicht sehr hilfreich, die schlicht alles "Göttern" zusprechen und selber keine nähren Informationen geben können. Bei der Osterinsel liegt der Vorteil in einer geschichtlichen Betrachtung darin, daß viele der alten Mythen und Legenden und eine ganze Reihe von Schrifttafeln erhalten sind. Diese Schrift jedoch ist bis heute nicht entziffert. Im Frühling 1999 glaubte jedoch ein Deutscher Hobbyforscher in den Hieroglyphen Sternenkonstellationen erkannt zu haben, die den frühen Seefahrern zur Navigation dienten. Leider waren die Informationen über diese Interpretation spärlich und ein Kontakt von meiner Seite mit dem Forscher ist bisher erfolglos geblieben. Auch wenn es anzuzweifeln ist, daß die Osterinsulaner Sternbilder kannten, die auch wir heute nutzen, so ist diese Schrift noch in anderer Hinsicht interessant. Stellt man die Hieroglyphen der Rongo-Rongo-Schrift den Zeichen der Indus-Kultur gegenüber, zeigen sich frappierende Ähnlichkeiten. Beide Schriften sind bis heute nicht entziffert, weshalb leider nicht gesagt werden kann, ob die sich ähnelnden Zeichen auch gleiche oder identische Bedeutungen haben. Wann alle die hier angesprochenen kulturellen Kontakte stattfanden - wenn überhaupt -, ist völlig unklar. Entdeckungen vor der Küste Japans, die seit einigen Jahren vor allem im Internet für Furore sorgen, lassen zeitliche Dimensionen erneut in ein anderes Licht rücken. Denn vor der Küste Japans soll es eindeutig künstliche Strukturen geben, dessen Alter man vorsichtig auf 12000 Jahre beziffert. Bereits 1985 wurden sie von Tauchern entdeckt, aber bis heute ist die Frage, ob sie künstlich oder natürlich sind, ungeklärt geblieben. Frühe Seefahrt über den Atlantik hinweg ist nicht nur vorstellbar, sondern scheint sogar wahrscheinlich zu sein. Es bedarf einer gründlichen Analyse aller Indizien, Funde und der Parallelen religiös-mythischer Weltanschauungen, um hier jedoch eine klare und verbindliche Aussagen machen zu können.

Die "Batterie von Bagdad"
Etwas erstaunliches ist im Jahr 1936 bei Ausgrabungen des IragMuseums am Hügel Khujat Rabu` südöstlich von Bagdad a, gefunden worden. In diesen Tagen wurde der Irak von gewaltigen Regengüssen heimgesucht, und beim abtragen von Sand auf dem besagten Hügel stieß man zufällig auf Spuren von menschlichen Siedlungen. Der Archäologe Wilhelm König, einst Direktor der irakischen Antikverwaltung, berichtete im Jahre 1938 in der angesehenen Wissenschaftszeitschrift Forschungen und Fortschritte in seinem Artikel. Ein galvanisches Element aus der Partherzeit (iranischer Stamm im Gebiet des westlichen Chorasan)? von dieser Entdeckung. So erfuhren die erstaunten Leser darin, daß man bei dieser Ausgrabung ein Tongefäß entdeckte, in dem ein Zylinder aus Kupferblech und in diesem wiederum ein Eisenstab steckte. Wilhelm König sah in diesem Fund den Beweis, daß zur parthischen Zeit (ca. erstes Jahrhundert vor Christus) die Menschen aus diesem Gebiet die Galvanesierung beherrschten. Weiter wurde auch darauf hingewiesen, daß die Funde von goldenen Kunstobjekten aus dem Gebiet um Bagdad, die von den Archäologen in das zweite bis vierte Jahrhundert datiert wurden, derart dünne und feine Vergoldungen zeigen, die nicht mit Methoden wie etwa der Hammer- und Feuervergoldung erklärt werden können. Bei diesem Verfahren nimmt der Schmied Goldblech, legt es über das zu vergoldende

34 Objekt und erhitzt es immer wieder wobei er mit einem Hammer das Gold um das Objekt treibt.

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Wilhelm König berichtete in seinem Artikel aber auch, daß er es deshalb für durchaus denkbar hält, daß man mit Hilfe dieses Gerätes kultische Figuren und anderen Gegenstände vergoldete oder versilberte. Er verwies dabei auf die Tatsache, daß in den Silberschmieden von Bagdad noch heute ähnlich primitive Verfahren zur Anwendung kommen würden. Auch wurden bei Ausgrabungen in Tel Umar in Seleukia 1930 vier "ähnliche Tonflaschen" gefunden. Drei dieser Behältnisse enthielten Kupferzylinder, die aber nicht wie bei dem Fund von Khujat Rabu` - an beiden Seiten verschlossen waren. Bei Ausgrabungen a 1931/32 in Ktesiphon, der einstigen Hauptstadt der Parther, entdeckten die Archäologen weitere fünf Krüge ähnlicher Art. Dort wurde, soweit bisher bekannt, bei Grabungen in den Jahren 1928/29 auch der erste Fund dieser Art gemacht (jedoch mit einem Henkel).

In der Tat sprechen die entdeckten Funde für, sagen wir mal, "magische Anwendungen". König, der als erster auf eine Funktion des Fundes von Khujat Rabu` als galvanisches Element hinwies, fand a überraschenderweise sogar zum Teil Anerkennung für diese Idee. Wilhelm König gab aber auch zu bedenken, daß dies Gefäß durchaus eine "medizinische" Anwendung gefunden haben könnte, also nicht für die Galvanesierung. So denkt er hier auch an eine Art Entkeimung von Wasser oder anderen Flüssigkeiten. In der Diskussion wird in der Regel von der Bagdad-Batterie ("Trockenbatterie") gesprochen, denn meist beziehen sich die Autoren auf dieses spezielle Gefäß aus Khujat Rabu` Tatsächlich ist diese "Vase" a. auch in der Lage elektrische Spannung zu erzeugen. Der von König angeführte Fund geriet jedoch sehr schnell in Vergessenheit, bis er im Jahr 1940 sein Buch Neun Jahre Irak veröffentlichte, in dem König auch auf diese Batterie eingeht. Doch es vergingen weitere 20 Jahre, bis der erste praktische Versuch unternommen wurde, diese These zu überprüfen. Dazu fertigte 1960 John B. Pierczynski von der Universität von North Carolina Modell der Bagdad-Batterie an. Er gab eine 0,5 prozentiege Essiglösung hinzu und das Voltmeter konnte über einen Zeitraum von 18 Tagen 0,5 Volt nachweisen. Der Nachweis, daß mit Hilfe der "Vase" von Khujat Rabu` Spannung erzeugt werden kann, war folgerichtig erbracht. a Der erste Versuch in Deutschland fand im Jahre 1978 in Hildesheim statt. Damals wurden im dortigen Roemer-Pelizaeus-Museum rund 200 Leihexponate aus dem Museum von Bagdad im Rahmen der Mesopotamien-Ausstellung "Sumer, Assur, Babylon" von Juni bis Ende September ausgestellt. Der damalige Museumsdirektor Dr. Arne Eggebrecht sah dies zum Anlaß, vor geladenen Gästen einen eigenen Versuch mit einem Nachbau einer solchen "Batterie" durchzuführen. Dabei nahm er den Khujat Rabu` a-Fund als Vorlage. Dieser enthielt als einziger einen Zylinder aus Kupfer, der am Rand mit Erdpech bzw. Bitumen verklebt war und in der kupfernen Hülse steckte eine erodierter Eisenstab, der ebenfalls mich Pech verklebt war. Auch war die obere Spitze dieses "Eisenstabes" einstmals scheinbar mit Blei überzogen. Jeder Besucher konnte nicht nur den Originalfund in einer Vitrine bewundern, sondern sich an einem Modell per Knopfdruck selbst davon überzeugen, daß mit Hilfe von fünfprozentiegen Weinessig 0,5 Volt erzeugt werden können und es wurde eine Stromstärke von 150 Mikroampere gemessen. Dr. Eggebrecht, der nach diesen erfolgreichen Versuchen an der Verwendung als "Batterie"

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keine Zweifel hatte, wollte aber auch die Verwendung zum Zweck der Vergoldung in einer Galvanisierungswanne nachweisen. Zu diesem Zweck luden er und einige Kollegen im September 1978 Experten für Batterien der Firma Bosch sowie einige andere ein. Nachdem Dr. Eggebrecht und Rolf Schulte Traubensaft in ihren Nachbau füllte zeigte sich, wie bei der Anordnung für die Besucher, daß 0,5 Volt erzeugt werden konnten. Die "Vase" wurde nun mit einer Galvanesierungswanne (unten ein solcher prinzipieller Aufbau) verbunden, in der eine silberne Figur getaucht wurde. Tatsächlich war diese nach 2,5 Stunden mit einer rund 0,1 Mikrometer dünnen Schicht vergoldet. Die wissenschaftlich Welt wie auch die Medien waren erstaunt über diesen geglückten Versuch. Auch Ralf Lang von der Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI (A.A.S.) fertigte von einigen Jahren ein funktionstüchtiges Modell an. Dieses wurde auf den Weltkonferenzen der A.A.S. 1985 in Zürich, 1991 in Berlin und 1995 in Bern dem Publikum vorgestellt und auch die Rekonstruktion von Lang erzeugte 0,5 Volt. Zur Galvanesierung wie etwa im Versuch von Dr. Eggebrecht ist jedoch eine Lösung aus "Goldzalzen" (Goldcyanidkomplex) vonnöten, daß, soweit man weiß, nicht zur Zeit der Parther bekannt war. Wobei hierzu jedoch einige Überlegungen existieren. Der Galvaniseur Kurt Pengel kam auf die Idee, daß es ein Zufall gewesen sein könnte. Er bemerkte nach dem Versuch von Dr. Eggebrecht und Schulte, daß man schon seit der ersten Verwendung von Blattgold dieses dadurch herstellte, die zu verarbeitenden Goldstücke zwischen zwei Lederlappen mit Hämmern platt zu klopfen. Leder mit schlechter Gerbung oder verrottendes Leder könnte, wenn man es liegen läßt, tatsächlich Goldsalze entstehen lassen! Die "eigentliche" Bagdad-Batterie von Khujat Rabu` ist im Rahmen der bisherigen Funde einzigartig. Die a Archäologen haben aber bei ihrer Arbeit herausgefunden, daß die Tongefäße von Khujat Rabu` und von a Seleukia sich in einer recht ähnlichen und offenbar bewußten Anordnung befanden. Da inzwischen rund zehn solcher Objekte bekannt sind, aber nur bei einem eine Funktion als elektrisches Element nachweisbar ist, bleibt fraglich, um was es sich hierbei tatsächlich handelt. Der Phänomene-Forscher Jörg Dendl berichtet in einem beachtenswerten Aufsatz für die Deutsche Zeitschrift G.R.A.L. ebenfalls über die Batterien. Die Recherchen von Dendl ergaben, daß die Funde von Ktesiphon andersartige Bleche enthielten. Dendl: "[...] die kleinen Bleche des Ktesiphon-Fundes [waren] spiralig zusammengerollt, wobei sich dazwischen auch noch Papyrus befand." Jörg Dendl bezieht sich bei seinen Beschreibungen auf einen umfangreichen Artikel von Emmerich Paszthory in dem Magazin Antike Welt, in dem es heißt, daß die zehn einzelnen und gerollten Bleche innerhalb der "Vase" von einem "faserigen Material aus Zellulose" getrennt wurden. Eine zu vermutende Funktion als Batterie ist hier ausgeschlossen. Jedoch können wir spekulieren - und nur das, da das genaue Aussehen dieses Fundes unbekannt ist -, daß es sich hierbei um einen Aufbau nach Art eines Kondensators handelt. Das heißt, die mutmaßlichen Papyrus zwischen den Metallblechen dienten als Isolator, da auch heute Kondensatoren zwei gewickelte Leiter (Elektroden) besitzen, die von Nichtleitern, dem sogenannten Dielektrikum, getrennt werden. Diese Vermutung muß jedoch solange dahingestellt bleiben, bis konkrete und detaillierte Beschreibungen dieses Fundes vorliegen.

Die Geoglyphen von Nasca
Seit ihrer zufälligen Entdeckung durch Piloten in den 20er Jahren haben viele Menschen versucht, das Rätsel der mysteriösen Linien in der Wüste zu entschlüsseln.

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Ein Wissenschaftlerteam der University of Massachusetts glaubt nun beweisen zu können, dass einige der riesigen Nasca-Linien unterirdische Wasserquellen markieren. Einige von ihnen sind über viertausend Quadratmeter groß und nur aus der Vogelperspektive als Figuren erkennbar: gigantische Wüsten-zeichnungen von Kolibris, Füchsen, Kondoren und Mischwesen, teilweise überlagert und durchzogen von geometrischen Mustern wie Spiralen, Zickzackformen, Dreiecken, Trapezen oder kilometerlangen, geraden Linien. Die so genannten Nasca-Linien gelten als achtes Weltwunder. Im Süden von Peru, der klimatisch sehr trocken ist und von den wenigen Einwohnern Pampa "weite Fläche" genannt wird, fallen pro Jahr lediglich 0-25 Millimeter Niederschlag. 1995 wurden die geheimnisvollen Linien der Nasca-Kultur als Weltkulturerbe unter Unesco-Schutz gestellt. Die Nasca, die ein Volk von Ackerbauern waren, besiedelten den Süden Perus von 100 vor Christus bis 600 nach Christus. Die Herstellung dieser Gebilde ist einfach und durch die Bodenbeschaffenheit schnell erklärt. Die Oberfläche der Pampa besteht aus erzhaltigem braunem Steingeröll. Wenige Zentimeter darunter befinden sich helle Sedimente alten Meeresbodens (Ton, Sand und Gips). Entfernt man nun das oben liegende dunkle Geröll, so kommt der helle Untergrund deutlich zum Vorschein. Man schiebt also einige Steine beiseite, so daß man im Zwischenraum gehen kann, bewegt sich in der Weise in eine bestimmte Richtung und erzeugt somit eine Spur, die, verstärkt durch den Schattenwurf der Begrenzungssteine, noch aus hunderten Metern Höhe sehr deutlich zu sehen ist. Und das über einen Zeitraum von über 1500 Jahren. Entstanden sind sie in der Kulturperiode der Nazca-Zeit, die etwa 200 v.Chr. begann und etwa 1000 n.Chr. endete. Ihre Bedeutung ist nur teilweise entschlüsselt. Einige der Linien sind vermutlich als astronomische Beobachtungslinien geschaffen worden. Die Zeichnungen können Symbole des Sternenhimmels darstellen, z.B. der Affe als Großer Wagen, die Spinne als Symbol des Orion und die Zeichnung des Hundes könnte das Sternbild des Großen Hundes gewesen sein. Andere Linien und Zeichnungen wie Spiralen, Dämonen, vier- und fünffingrige Tiere usw. hatten wahrscheinlich kultische Bedeutung. Die so genannten "Geoglyphen" bergen noch viele ungelöste Fragen. Die Spekulationen über die Zeichen in der subtropischen peruanischen Wüstenzone hingegen sind enorm vielfältig: Landebahnen für Außerirdische etwa sieht Erich von Däniken in ihnen. Die Mathematikerin Maria Reiche erforschte, was für sie astronomische Beobachtungsorte à la Stonehenge und Newgrange sind: riesige landwirtschaftliche Kalender. Doch was die Tierdarstellungen angeht sind die Wissenschaftler nach wie vor ratlos. Das Team um David Johnson von der University of Massachusetts meint nun, dass zumindest die geometrischen Linien mit Hilfe der Hydrologie dieser Region erklärt werden könnten. Den Durchbruch hatte Johnson bei einem Projekt, das sich mit der aktuellen Suche von Wasserquellen für die lokale Bevölkerung beschäftigte. "Ich bemerkte, dass geologische Verwerfungen Grundwasser von den Anden durch die Wüste bis zur pazifischen Küste transportierten. Viele dieser Verwerfungen unterteilen das Tal in Abschnitte und wo dies geschieht, sieht man Wasser aus Quellen in das Tal

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Thesen

eindringen. Diese Stellen kennzeichneten die Nasca mit Hilfe von Geoglyphen", so Johnson kürzlich in einem Bericht in "Bild der Wissenschaften". In einem Gebiet wie diesem, in dem pro Jahr weniger als zwei Zentimeter Wasser pro Kubikmeter jährlich fallen, ist Johnson überzeugt, konnten sich die Menschen nicht auf das Flusswasser verlassen. Sie mussten sich für das Überleben alternative Wasserquellen erschließen. Computer-Modelle sollen nun den statistischen Zusammenhang der Nasca-Linien mit Wasserquellen belegen."Es passen nicht alle Linien mit Verwerfungen überein, manche sind wahrscheinlich rituelle Wege und auch mythische Wesen", so der Archäologe Donald Proulx von der University of Massachusetts in "Bild der Wissenschaften", "doch die Daten sind sehr vielversprechend." Dieser eher praktischen Deutung der geheimnisvollen Linien setzt nun der Bonner Archäologe Markus Reindel einen kultischen Hintergrund entgegen. Wie in »Bild der Wissenschaften« berichtet, setzt Reindel auf penible archäologische Grabungsarbeit. Das Geheimnis um die prähistorischen Wüstenlinien sei nur zu lösen, so Reindel »wenn man Mensch, Umwelt und Geschichte des Landstrichs mit einbezieht. Die isolierte Betrachtung der Scharrbilder bringt gar nichts.« Nach vierjähriger Grabungsarbeit hat der Bonner Archäologe nun drei asymmetrische »Steinhaufen mit bis zu sechs Metern Durchmesser gemörtelte Mauern, Kürbiskerne, Maiskolben und Textilreste« gefunden. Reindel vermutet, dass es sich bei den Maiskolben und Kürbiskernen um Weihgaben für die Götter handelt. Das Erstaunlichste aber sei die große Anzahl Spondylus-Muscheln, die er ebenfalls in den Kultbauten gefunden hat. Diese Meeresmuschel kommt in der Region der Nasca-Linien nicht vor. In Ecuador und dem Norden Perus taucht die Muschel nur dann auf, wenn das Naturphänomen »El Nino« das Klima beeinflußt. Mit »El Nino« gehen in Ecuador und Nordperu starke Regenfälle einher. Genau hier sieht Markus Reindel die Verbindung: Die SpondylusMuschel galt in Südperu als Symbol für Fruchtbarkeit und Wasser. Die Einwohner der Pampa aber mussten mit ständigem Wassermangel leben. So liegt es nahe, dass sie die Götter mit kultischen Arrangements um Leben spendende Niederschläge baten.

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