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Poste Italiane s.p.a.

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Spedizione in Abbonamento Postale-D.L.353/2003
(conv.in L.27/02/2004 n°46)art. 1, comma2, NE Bolzano
Tassa Pagata/Taxe Percue I.R.
ISSN 2531-4874

9 772531 487407

Mitteilungsblatt der Schützen der Alpenregion


42. Jahrgang • erscheint zweimonatlich • N° 1 | Februar 2019 • Bozen · Innsbruck · Kronmetz · Kochel am See

Zusammenrücken
Im Oktober werden es 100 Jahre,
dass unser Land – damals schon
als Teil der Republik Österreich –
mit dem Friedensvertrag von St.
Germain geteilt wurde, auch wenn
der Vertrag völkerrechtlich erst mit
dem 16. Juli 1920 in Kraft trat und
die Annexion Südtirols durch Italien
formal erst am 20. Oktober 1920
erfolgte.

Anstatt großer Gedenkfeiern könn-


ten wir doch bei unseren Festen
zeigen, dass uns die jeweils anderen
Landesteile wichtig sind. Gelegen-

© Servizio Fotografico L'Osservatore Romano


heiten zum Ausrücken würden sich
viele bieten…

... meint euer Landekommandant


Fritz Tiefenthaler

FORDERUNG: Audienz bei Papst Franziskus:


Krönender Abschluss eines
Humer erinnert
Italien an seine
Missetaten

bewegten Schützenjahres
2

von Thomas Saurer


Das 200-Jahr-Jubiläum von „Stille Nacht“ nahmen der Bund der Tiroler Schützenkompanien,
GEDENKEN: der Südtiroler Schützenbund und der Welschtiroler Schützenbund zum Anlass, gemeinsam
Waldheim zum nach Rom zu pilgern. Das bekannte Weihnachtslied, das seinerzeit Tiroler Sänger weltweit ver-
100. Geburtstag breiteten, galt bereits 1818 als Friedensbotschaft und hat 200 Jahre nach der Komposition nichts
© Basch Fritz

7 an Kraft und Gültigkeit verloren: 600 Schützen, Marketenderinnen und Musikgruppen aus dem
Bundesland Tirol, Südtirol und Welschtirol überbrachten diese Friedensmelodie dem Papst
Franziskus in Rom. Gemeinsam mit Tirols LH Günther Platter und Innsbrucks Diözesanbi-
schof Hermann Glettler feierten die Tiroler Pilger im Rahmen einer Audienz am 19. Dezember
VERSAMMLUNG:
2018 in der „Sala Nervi“ des Vatikans mit dem Heiligen Vater den Advent und stimmten sich
Bundesver- auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein.
sammlung Als Botschafter Tirols organisierte der „Verband Tiroler Schützen“ 200 Jahre nach der Urauf-
in Raubling führung zusammen mit der Initiatorin Anneliese Breitenberger diese Advent-Wallfahrt nach
© Rufus46

15 Rom, wo eingangs am 18. Dezember 2018 im Petersdom unter Mitwirkung der Schützenka-
pelle Pichl-Gsies, der Großglocknerkapelle Kals, der Familie Aschenwald aus dem Zillertal,
N° 1 | Februar 2019

2 Aus den LANDESTEILEN …

der Singgemeinschaft Ramsau im Zillertal


sowie der Solisten Anneliese Breitenberger
und Partner gemeinsam mit Schützen und
Marketenderinnen aus allen Tiroler Lan-
desteilen eine Heilige Messe gefeiert wurde.
Nach dem feierlichen Einzug zelebrierten
Kardinal Angelo Comastri und Innsbrucks
Diözesanbischof Hermann Glettler die
Wallfahrtsmesse in Sankt Peter – begleitet
von alpenländischen und traditionellen
Weihnachtsweisen. Der Höhepunkt dieser
vorweihnachtlichen Messe war natürlich
das Weihnachtslied „Stille Nacht! Heilige
Nacht!“, das die Sänger der Musikgruppen,
gemeinsam mit allen Wallfahrern und
Gottesdienstbesuchern, zum Besten gaben.
Mit einem stimmungsvollen Tiroler Weih-
nachtskonzert unter dem Christbaum am
Petersplatz endete ein beeindruckender und
für alle Teilnehmer unvergesslicher Wall- © Servizio Fotografico L’Osservatore Romano/Land Tirol-Foto Modica/SAURER
fahrtstag im Vatikan. Den weihnachtlichen
Segen spendete schließlich am Tag darauf Die Tiroler Schützen schließen mit dieser Dankbarkeit und Verbundenheit zu den
Papst Franziskus allen Tiroler Wallfahrern. Adventwallfahrt ein bewegtes Jahr voll gelebten Schützenwerten ab. n

St. Pauls
von Efrem Oberlechner

Von Italien Entschuldigung gefordert


„Wir gedenken heute des Todes von Sepp Kerschbaumer, der 1964 im Kerker von Verona starb, und auch aller seiner Kamera-
den, die nicht mehr unter uns weilen. Sepp Kerschbaumer wird für immer ein Symbol des Widerstandes sein. Des Widerstan-
des gegen die Zerreißung Tirols nach dem 1. Weltkrieg und gegen eine nationalistische italienische Politik, die den deutschen
Charakter Süd-Tirols nicht akzeptieren konnte und wollte“, so der diesjährige Gedenkredner Hans-Jürg Humer bei der Sepp-
Kerschbaumer-Gedenkfeier vor 2000 Teilnehmern in St. Pauls.

Opfer für die Freiheit es zur Ehrung der verstorbenen Freiheitskämpfer auf den Friedhof
Der 74-jährige Oberösterreicher war in jungen Jahren im Süd- von St. Pauls.
Tiroler Freiheitskampf der 1960er Jahre aktiv, wurde 1967 in Süd-
Tirol verhaftet und schwerstens gefoltert. Nach vier Jahren Kerker Italiener pro Doppelpass
kam er wieder frei. Die Gedenkfeier begann mit einem Aufmarsch In seiner Begrüßung verwies Roland Lang, der Obmann des Südti-
der Schützen zum Paulsner „Dom auf dem Lande“. Pater Rainald roler Heimatbundes, auf eine Umfrage des Meinungsforschungsins-
Romaner OFM zelebrierte dort die heilige Messe, anschließend ging titutes DEMETRA, aus welcher hervorgeht, dass italienweit 59% der
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Über die Sepp-Kerschbaumer-Feier 2018

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ist ein Kurzvideo entstanden welches auf
dem YouTube-Kanal des SSB abrufbar ist.
Aus den LANDESTEILEN …

zu behaupten, vom offiziellen Italien als pangermanistische – und


damit nazistische − Gefahr vor der Welt diffamiert.“
Humer kritisierte das Verhalten Italiens im Umgang mit dem Ende
des Ersten Weltkrieges. Italiens Präsident Mattarella habe den
„aggressiven Nationalismus“ von damals kürzlich in Redipuglia kri-
tisiert, habe aber verschwiegen, dass Italien der Aggressor gewesen
sei und seinem vormaligen Verbündeten den Krieg erklärt habe −
nachdem sich Italien im Londoner Vertrag beträchtliche Gebietsge-
winne garantieren hatte lassen.

Entschuldigung gefordert
„Also wenn das ein ͵mea culpaʹ sein sollte, müsste es anders und
deutlicher formuliert sein“, kritisierte Humer und forderte eine Ent-
Alle Jahre wieder: Der St. Paulsner Dom auf dem Lande ist am schuldigung, denn es gehöre heute zum guten Ton, dass sich Staaten
2. Dezember traditionell bis auf dem letzten Platz gefüllt. bei Opfern ihrer früheren Politik entschuldigen. Am Ende erinnerte
er daran, „dass Sepp Kerschbaumer auch ein Opfer war, ein Opfer
Bevölkerung mit dem Vorhaben einverstanden seien, dass Öster- des aggressiven Nationalismus, wie unzählige andere“. Er hoffe, dass
reich den Süd-Tirolern die österreichische Staatsbürgerschaft er- solche Opfer in Zukunft nicht mehr notwendig werden.
mögliche. In der Jugend sei der Prozentsatz sogar bei 77% gelegen.
Er lud vor allem die Jugend ein, die in Bozen eröffnete Ausstellung Einsatz aller gefordert
„BAS – Opfer für die Freiheit“ zu besuchen. Am Ende der Feier zeigte sich Elmar Thaler erfreut über die starke
Teilnahme und zitierte Eucharistinerpater Walter Marzari, der 1991
Nationalismus verurteilt gesagt hatte, dass die Messe nicht für Sepp Kerschbaumer gefeiert
Lang überließ dann das Wort Hans-Jürg Humer: „Süd-Tirol war in werden müsse, sondern für die bei der Feier Anwesenden und für
doppeltem Sinn ein Opfer des Nationalismus, nämlich ein Op- die Heimat. „Alle gut eingestellten Personen sollen dafür weiter-
fer des italienischen Nationalismus, und gleichzeitig wurden die kämpfen, dass das Unrecht von damals wieder gutgemacht wird.
Versuche der Süd-Tiroler, das angestammte deutsche Volkstum Und wir sollen nicht nur über Landeseinheit reden, sondern auch
etwas dafür tun“, so Thaler abschließend.
Bei der Gedenkfeier waren auch die Landeskommandanten von
Nord- und Welsch-Tirol sowie zahlreiche politische Vertreter
anwesend, unter ihnen auch Landesrätin Martha Stocker und der
Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer. Musikalisch umrahmt
wurde die Feier von der Musikkapelle Frangart. Eine Ehrensalve
feuerte die SK „Sepp Kerschbaumer“ Eppan ab. n

Hans-Jürg Humer hielt in St. Pauls eine viel beachtete Gedenkan-


sprache. Humer, geboren 1944 in Schärding, geriet als Student
der Wirtschaftswissenschaften in Innsbruck in den frühen 1960er
Jahren in Kontakt mit dem Kreis jener Süd-Tirol-Aktivisten, die mit
Sprengstoffanschlägen auf Industrieanlagen und faschistische
Institutionen auf das den Süd-Tirolern seit 1918 zugefügte Unrecht
unter italienischer Fremdherrschaft aufmerksam machen wollten.

Innsbruck
von Thomas Saurer

Ehrenkranz für P. Peter Fritzer


Im Oktober 2018 nahm eine Abordnung des Bundes der Tiroler
Schützenkompanien, unter der Leitung von LKdt. Mjr. Fritz Tie-
fenthaler, eine besondere Ehrung vor. Ihre Teilnahme als Vertreter
des Landes Tirol und des Bundes der Tiroler Schützenkompanien
beim Festakt das Landes Salzburgs und der Salzburger Schützen am
21. Oktober am Heldenplatz in Wien – unter dem Titel „Reverenz
der Salzburger Schützen zur Republiksgründung vor 100 Jahren“
– nutzte die Abordnung des Bundes auch dazu, den langjährigen
Rektor der Innsbrucker Jesuitenkirche und damit der „Kirche der
Tiroler Schützen“, Pater Peter Fritzer SJ, mit dem Ehrenkranz des
Bundes der Tiroler Schützenkompanien auszuzeichnen. n
Die Abordnung des BTSK mit Pater Peter Fritzer SJ und
Provinzial Pater Bernhard Bürgler SJ vor dem Hochaltar der
Wiener Jesuitenkirche.
Am 12. November 1918 wurde vor dem Parlament N° 1 | Februar 2019

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in Wien die Republik Österreich ausgerufen.

Aus den LANDESTEILEN …


Wien
von Josef Kaser

100 Jahre Republik Österreich – Festakt unter Salzburger Kommando


Zum 100-Jahr-Jubiläum der Gründung
der Republik Österreich erwiesen am 21.
Oktober 2018 die Salzburger Schützen der
Republik Österreich die Ehre. LH Wilfried
Haslauer führte die Delegation mit 87
Schützenkompanien und 26 Musikkapel-
len an. Er legte Wert darauf, dass auch
die Nachbarländer, vor allem das abge-
trennte Süd- und Welsch-Tirol dabei sind.
Die Fahnenrotte des Südtiroler Schützenbun-
des mit Bezirksmjr. Florian Lechner, EMjr. Sepp
Kaser, Bundesfähnrich Robert Ventir und Lt.
Albin Huber. Gleich dahinter die Welsch-Tiro-
ler Bundesfahne mit LKdt. Enzo Cestari (Foto
©: Franz Neumayr/Land Salzburg).

Insgesamt nahmen auf dem Wiener Hel-


denplatz 4.000 Vereinsmitglieder Aufstel-
lung und gratulieren auf imposante Weise
der Republik zum 100. Geburtstag. LKdt.
Fritz Meißl meldete dem Bundespräsiden- der Van der Bellen, Nationalratspräsident aufgeladen. Hier die 4.000 Schützen und
ten vor dem Abspielen der Bundeshymne Wolfgang Sobotka und Wiens Bürgermeis- Musikanten zu sehen – in Reih und Glied –
die angetretenen Formationen. Mit dabei ter Michael Ludwig ab. Auch der Salzburger sowie die Militärmusik in voller Stärke auf-
war jeweils auch eine Abordnung vom LH Haslauer bekam einen Salut von den spielen zu hören, das ist ein beeindrucken-
Bund der Tiroler Schützenkompanien, Lieferinger Prangerschützen unter Schüt- des Bild, das mir im Gedächtnis bleiben
des Südtiroler Schützenbundes sowie des zenmajor Gottfried Grömer. Die Ehren- wird“, betonte LH Haslauer. Er bedankte
Welschtiroler Schützenbundes mit den kompanie Matrei i. Ost-Tirol unter Mjr. sich im Anschluss bei den Süd-Tirolern
jeweiligen Bundesfahnen. Die ausgewählten Klaus Riepler gab auch einen Ehrensalut ab. für die Teilnahme als Zeichen der landes-
Kompanien gaben auf dem Heldenplatz „Der Heldenplatz, kein anderer in Öster- geschichtlichen und freundschaftlichen
Ehrensalven für Bundespräsident Alexan- reich ist so schicksalshaft, so symbolisch Verbundenheit zum Land Salzburg. n

Brixen
von Efrem Oberlechner

Tiroler Schützen gemeinsam für Tirol


Am 24. November 2018 fand im Forum Brixen die achte Landesausschusssitzung des Verbandes „Tiroler Schützen“ statt. 54
Delegierte des Bundes Tiroler Schützenkompanien, des Südtiroler Schützenbundes und des Welschtiroler Schützenbundes
haben daran teilgenommen.

Nach der Begrüßung durch den scheidenden geschäftsführenden


Landeskommandanten Mjr. Elmar Thaler wurde die Versammlung
eröffnet. Es folgte die Prämierung der Sieger zum Quiz des Süd-
tiroler Schützenbundes über den Ersten Weltkrieg, an dem 2.214
Personen teilgenommen hatten. Der erste Preis, ein Wochenende
in Innsbruck für vier Personen mit Übernachtung, ging an Valentin
Engl, der zweite Preis, eine geführte Skitour zu den Kriegsschau-
plätzen des 1. Weltkrieges mit Übernachtung, ging an Ivo Michael
Forti, und der dritte Preis, ein Wochenendticket fürs Alpenflair mit
einem Tag im VIP-Bereich, ging an Tamara Obergolser. Es folgten
umfassende Rückblicke auf das abgelaufene Schützenjahr durch die
Landeskommandanten Mjr. Elmar Thaler (SSB), Mjr. Enzo Cestari
(WTSB) und Mjr. Fritz Tiefenthaler (BTSK). Insgesamt sprachen Vertreter aus ganz Tirol bei der 8. Landesausschusssitzung in Brixen
alle drei Landeskommandanten von einem äußerst intensiven und
erfolgreichen Schützenjahr. Auf verschiedene Ausblicke und Voran- eine Auszeichnung, mit welcher bereits zum vierten Mal Persön-
kündigungen über anstehende Termine und Projekte im Jahr 2019 lichkeiten und Institutionen bedacht wurden, die sich in besonderer
folgte die Verleihung des Eduard-Reut-Nicolussi-Preises. Dies ist Weise für die Tiroler Landesteile und die Einheit Tirols verdient
N° 1 | Februar 2019 Die Alpenregion der Schützen wurde
am 13.04.1975 gegründet. Alle Infos

5
zum Alpenregionstreffen 2020 unter
www.alpenregionstreffen2020.com
Aus den LANDESTEILEN …

gemacht haben. Zuerst wurde Martin Reiter


aus Reith im Alpbachtal für sein Gesamt-
Tiroler Wirken ausgezeichnet. „Für die
Landeseinheit braucht es Hirn, Herz und
Hausverstand. Man muss ständig bereit
sein zu geben, ohne daran zu denken, was
man zurückbekommen kann. Nehmen wir
uns ein Herz und beginnen wir im Kleinen,
gemeinsam Lichter anzuzünden“, so Martin
Reiter in seiner Rede. Weiters wurden die
Landesfeuerwehrkommandanten vom
Bundesland Tirol Ing. Peter Hölzl und von
Süd-Tirol Wolfram Gapp für ihre Arbeit
ausgezeichnet. Die beiden Landesfeuer-
wehrverbände arbeiten seit vielen Jahr-
zehnten in vorbildlicher Weise zusammen.
Anschließend übernahm Fritz Tiefenthaler
den Vorsitz als geschäftsführender Lan- Die Geehrten des Eduard-Reut-Nicolussi-Preises mit den drei Landeskommandanten: v.l.
deskommandant des Verbandes „Tiroler LKdt. Elmar Thaler, Ing. Peter Hölzl, LKdt. Enzo Cestari, Wolfram Gapp, LKdt. Fritz Tiefenthaler
Schützen“ für das Jahr 2019. n und Martin Reiter.

St. Martin in Passeier


von Maria Pichler

Alpenregionstreffen 2020: Passeirer rüsten sich für 10.000 Schützen


Es ist noch kein Jahr her, dass sich mehr als 10.000 Trachtenträger in Mayrhofen zum 25. Alpenregionstreffen der Schützen
getroffen haben. Nun steht für die SK St. Martin das neue Jahr im Zeichen der Vorbereitungen für das nächste Alpenregions-
treffen, das im Mai 2020 im Passeiertal in Süd-Tirol stattfinden wird.

Die Kameradschaft innerhalb der Kom-


panie, im Tal und über die Landesgrenzen
hinweg fördern: das ist das Ziel, das die SK
St. Martin in Passeier mit der Ausrichtung
des 26. Alpenregionstreffens vom 21. bis 24.
Mai 2020 verfolgt. „Wir sehen uns in der
Pflicht, in Gedenken an unseren Passeirer
Landsmann und Helden Andreas Hofer
die Schützen aus dem Alpenraum in unser
Heimattal einzuladen“, erklärt Hptm. Ober-
prantacher. Nachdem die SK St. Martin im
April 2018 den Zuschlag für das Treffen der
Trachtenträger aus dem Alpenraum erhalten
hat, laufen die organisatorischen Vorbe-
reitungen im neuen Jahr auf Hochtouren,
schließlich werden bis zu 10.000 Festteil-
nehmer erwartet. Aktuell geht es dabei vor
allem um logistische Fragen vom Zeltverleih Die SK St. Martin in Passeier ist Ausrichter des 26. Alpenregionstreffens vom 21. bis 24. Mai
und der Verköstigung der Gäste bis zur Un- 2020. Erste Planungsarbeiten haben bereits begonnen.
terkunft für die etwa 3.000 Übernachtungs-
gäste. Der Ablauf des viertägigen Treffens offizielle Festakt am Sonntag, wobei der Bi- Unterkünfte im Passeiertal
steht hingegen in groben Zügen bereits fest: schof der Diözese Bozen-Brixen Ivo Muser In enger Zusammenarbeit mit dem Tou-
Die Gäste haben die Möglichkeit, untertags die Festmesse zelebrieren wird. „Mit dem rismusverein Passeiertal und den Beher-
das Passeiertal und seine Umgebung zu Alpenregionstreffen in St. Martin in Passeier bergungsbetrieben der Umgebung starten
erkunden. An den Abenden sorgen hin- wollen wir nicht nur einen bleibenden demnächst die Zimmerbuchungen für das
gegen buntes Treiben in den Gasthäusern, Eindruck bei unseren Schützenkameraden Alpenregionstreffen 2020. Diese kön-
verschiedene Konzerte mit den Passeirer aus nah und fern hinterlassen, sondern vor nen über ein zentrales Formular auf dem
Musikkapellen, Süd-Tiroler Musikgruppen allem das Interesse für unsere Tiroler Kultur Informationsportal www.alpenregionstref-
und einer internationalen Topgruppe sowie und Tradition wecken – sowohl bei unseren fen2020.com abgewickelt werden. Voran-
die Partys mit einheimischen DJs im Festzelt Gästen, als auch bei unserer einheimischen meldungen: Hannes Schnitzer, Tel. (+39)
für eine abwechslungsreiche Unterhaltung. Bevölkerung“, unterstreicht Schützenhaupt- 0473 201253, hannes@smtconsulting.it. n
Höhepunkt des Schützentreffens ist der mann Oberprantacher.
6 Aus den LANDESTEILEN …
Tirol
von Reinhard Olt

BAS – Opfer für die Freiheit.


Eine Ausstellung in Bozen (Teil 4)
Ohne Wirken des BAS kein Autonomiepaket
Ob die Aktionen des BAS der Südtiroler Sache geschadet oder ge- Geführt wird sie heute vom Südtiroler Geschichtsverein. Großzü-
nutzt haben, ist insofern umstritten, als Befunde im Kleide „wissen- giges Mäzenatentum der (von der in Australien lebenden Öster-
schaftlich begründeter“ Aussagen dazu stets unter der Prämisse des reicherin Dr. Helga Christian 1966 eingerichteten) Laurin-Stiftung
sogenannten „erkenntnisleitenden Interesses“ zustande gekom- (Liechtenstein) hat ihre Einrichtung als Dauerausstellung erst
men und zu bewerten sind. Der unter maßgeblichem Einfluss der ermöglicht. „BAS – Opfer für die Freiheit“ verherrlicht keineswegs
„Innsbrucker Schule“ der Zeitgeschichtsforschung und -schreibung Gewalt und/oder Terrorismus. Sie legt anhand von Einzelobjekten
sozusagen als wissenschaftliche „Opinio communis“ geltenden offen, wozu Männer und Frauen imstande sein können (und müs-
„Erkenntnis“, wonach die Autonomie(lösung) für Südtirol „nicht sen), die keinen anderen Weg mehr sehen, als zur Tat zu schreiten,
wegen, sondern trotz“ (!) der Anschläge des BAS zustande gekom- um die im Lügengewand des „demokratischen Staates“ ausgeübte
men sei, stehen nicht minder begründete fundierte Aussagen von Gewaltherrschaft gegen die in fremdnationaler Umgebung zu leben
Politikern und Zeitzeugen der Erlebnisgeneration gegenüber, wo- gezwungenen Landsleute durch gezielte Attacken zu unterminieren
nach die entscheidende Neunzehner-Kommission, welche „Paket- – wenn der gütlichen Worte genug gewechselt sind, ohne dass sich
Maßnahmen“ sowie „Operationskalender“ als Grundlagen für das Besserung/Befriedung einstellt.
Zweite Autonomiestatut ausarbeitete, ohne die öffentlichkeitsauf-
rüttelnden Taten der Freiheitskämpfer kaum eingesetzt worden und Erstmals öffentlich präsentierte Exponate
somit das Einlenken Roms kaum zustande gekommen wäre. Die Ausstellung „BAS – Opfer für die Freiheit“ erinnert an Ver-
dienste, Leiden und Opfer der Verfolgten und ihre(r) Familien –
Eine Ausstellung aus der Verpflichtung auch und gerade weil sie in der überwiegenden Zahl der Fälle ohne
zum Gedenken Dank geblieben sind. Die meisten der erstmals in aller Öffentlich-
Aus alldem leitet sich die Verpflichtung zu redlichem Gedenken keit präsentierten Exponate entstammen der „Mitterhofer-Samm-
für die BAS-Aktivisten ab, die infolge ihres selbstlosen Einsatzes im lung“. Sepp Mitterhofer aus Meran-Obermais, ein bisher von der
Freiheitskampf zu Tode gekommen sind, sowie für jene, die infolge
ihres Wirkens für das angestammte Tiroler Volk im südlichen „Options“-Formular
Landesteil Gesundheit, Hab und Gut, Familie(nangehörige) sowie
Heimat verloren. Ihnen allen, den Toten wie den (noch) Lebenden,
gilt die zeitgeschichtlich bedeutsame, auf Dauer angelegte Ausstel-
lung „BAS – Opfer für die Freiheit“, welche das Geschehen wäh-
rend der 1960er Jahre in all seinen Facetten vergegenwärtigt und
veranschaulicht.
Die Ausstellung befindet sich in Bozen, Lauben 9, und ist von
Dienstag bis Samstag (jeweils von 10–12 Uhr und von 15-17 Uhr)
geöffnet. Nach Vereinbarung (Kontakt: https://bas.tirol ; Tel. (+39)
0471214169; E-Post: info@bas.tirol ) sind Gruppenführungen auch
außerhalb dieser Zeiten möglich. Initiatoren sind der Andreas-Ho-
fer-Bund Tirol (Innsbruck) und der Südtiroler Heimatbund.

Die ausgestellte Strickleiter diente dem BAS-Aktivisten und Schüt-


zen Luis Amplatz aus Bozen/Gries zum Hissen der Tiroler Fahne
vom „Weißen Turm“, was 1957 streng verboten war.
www.bas.tirol Die Ausstellung ist von
Dienstag - Samstag von 10-12 Uhr und
von 15-17 Uhr geöffnet. Gruppenführungen

7
nach Vereinbarung auch außerhalb dieser
Zeiten möglich.
Aus den LANDESTEILEN …

Südtiroler Politik unbedankt gebliebener BAS-Aktivist der ersten die wissenschaftliche und journalistische Publizistik im deutsch-
Stunde, jetzt Ehrenobmann des Südtiroler Heimatbundes (SHB), in sprachigen Raum deren Aktivisten politisch in die „recht(sradikal)e
dem sich am 9. Februar 1974 ehemalige Freiheitskämpfer zusam- Ecke“ stellt(e). Das wird jedoch weder den handelnden Personen
menschlossen, hat sie über Jahrzehnte hin zusammengetragen und noch ihrer Sache gerecht. In den für die damalige Südtirol-Politik
beherbergt. Seine Sammlung bildet den Kern der Ausstellung „BAS entscheidenden Jahren waren unter den BAS-Leuten (in Südtirol
– Opfer für die Freiheit“. Ausgestellt werden zudem weitere Objekte wie in Österreich und Deutschland) fast alle gängigen politischen
aus dem Besitz von BAS-Aktivisten bzw. deren Nachkommen. Weltanschauungen vertreten; ihren führenden Köpfen ging es vor
Aus dem „BAS-Archiv“, dem im Tiroler Landesmuseum Ferdi- allem darum, dass „etwas geschehen muss“. Die allen Bevölkerungs-
nandeum in Innsbruck vorhandenen Vorlass der BAS-Aktivisten schichten entstammenden Südtiroler BAS-Aktivisten handelten
Herlinde und Klaudius Molling, sind Leihgaben ausgestellt, welche schlicht und ergreifend aus dem Beweggrund, als Tiroler Patrioten
die mitunter einfachen Methoden veranschaulichen, derer sich die Heimat und Volkskultur vor der schieren Gefahr „ewiger Italiani-
Freiheitskämpfer bedienen mussten. Ein reichhaltig ausgestatteter tà“, der vom „demokratischen Italien“ bruchlos übernommenen
Ausstellungskatalog stellt in Wort und Bild eindrucksvoll den inne- Zielsetzung des Faschismus, somit vor dem von Kanonikus Gamper
ren Zusammenhang von Exponaten und Geschehenshistorie her. beschworenen „Todesmarsch der Südtiroler“ (s.o.) zu bewahren.
Dies just auch für die Anschauung Nachgeborener nachvollziehbar
Herausforderungen zu machen, ist das hehre Ziel dieser durch und durch für gelungen
Eine Herausforderung für diese erstmalige Ausstellung über den zu erachtenden Ausstellung. n
BAS bestand darin, dass sowohl die „offizielle“ italienische, als auch

Wien von Reinhard Olt

Späte Genugtuung für den zu Unrecht Verfemten


Am 21. Dezember 2018 wäre Ein gefälschtes Dossier
Kurt Waldheim 100 geworden Dennoch war es eine Genugtuung für ihn,
Seit 1998 hängt sein Porträt wieder in der dass er − spät, aber doch − durch Werke
Eingangshalle des Hauptquartiers der Ver- amerikanischer Sachkenner rehabilitiert
einten Nationen (UN) in New York. 1986 wurde: in „Wie man auf die Watchlist
war es entfernt worden, als im Zuge einer kommt“, dem 1997 erschienenen Buch
von führenden SPÖ-Politikern miteinge- von John R. Mapother, und in Harold H.
fädelten und vom World Jewish Congress Tittmanns „Die Verteufelung. Eine Do-
(WJC) quasi zu einer weltumspannenden kumentation der US-Rufmordkampagne
öffentlichen Erregung aufgeheizten Me- gegen Waldheim“ von 2001. Die genannten
dienkampagne irgendein Fanatiker (oder Autoren führten jeweils den akribischen
Gedungener) ein Hakenkreuz auf die Lein- Nachweis, dass Waldheim zu Unrecht
wand des Ölgemäldes gekratzt hatte. Auf- auf die Liste gesetzt worden war. Schlim-
wallungen und Auseinandersetzungen um mer noch: Das dem Justizminister(ium)
Kurt Waldheims Vergangenheit hatten noch zuarbeitende Office of Special Investigation
an Schärfe zugenommen, als der amerika- (OSI) – WJC-„Ermittler“ Eli Rosenbaum
nische Justizminister Edward Meese den wurde später sogar OSI-Direktor – wuss-
− trotz oder gerade wegen der Kampagne te von der Fragwürdigkeit der Quellen, Dem Bundespräsidenten und dem
− zum österreichischen Bundespräsidenten etwa des berüchtigten, aber von Medien Menschen Kurt Waldheim wurde großes
Gewählten 1987 auf die „Watchlist“ setzte, geradezu aufgesaugten „Odluka-Dossiers“ Unrecht zugefügt. (Bildquelle: dpa)
was ein Einreiseverbot nach sich zog. aus der Desinformationsabteilung des Tito-
Kurt Waldheim hat darunter gelitten. kommunistischen Geheimdienstes UDBA in Niederösterreich geboren, meldete
Sein gesamtes Wirken als österreichisches (Exkurs: Es handelte sich um ein Konvolut sich Kurt Waldheim nach der Matura am
Staatsoberhaupt (1986 bis 1992) blieb davon gefälschter Dokumente vom 18.12.1947, Gymnasium in Klosterneuburg als Freiwil-
überschattet. Zu Beginn seiner Amtszeit sei welche Belgrad an die Kriegsverbrecher- liger zum Militärdienst im Bundesheer und
es „zu einer Form der politischen Ausei- Kommission in London übermittelt und diente als Kavallerist in Stockerau. Dem
nandersetzung gekommen, die in diesem auch in Verhandlungen mit dem österrei- Studium der Rechtswissenschaften ging
Land nie wieder passieren darf “, sagte er chischen Außenminister Karl Gruber über von 1937 bis 1938 der Besuch der Wiener
später und fügte bedauernd hinzu, „unter jugoslawische Gebietsansprüche in Süd- Konsular-Akademie (heute Diplomatische
dem Druck massiver und für mich vielfach kärnten ins Spiel gebracht hatte, um dessen Akademie) voraus − mit dem Ziel, die dip-
verletzender Angriffe nicht immer jene Sekretär Waldheim zu diskreditieren.) lomatische Laufbahn einzuschlagen.
Worte gefunden zu haben, die meinem Waldheims junge Jahre glichen der Jugend
Leben und meinen Gefühlen, dem Schick- vieler seiner Zeitgenossen. Am 21. Dezem- „Stille, präventive Diplomatie“
sal meiner Generation und meiner Heimat, ber 1918 als Sohn eines Lehrers, der den Wie die meisten der vom gebürtigen Öster-
aber auch der Größe der Verbrechen von vormaligen Familiennamen Vaclavec hatte reicher Hitler dem Deutschen Reich „ange-
damals gerecht wurden“. eindeutschen lassen, zu St. Andrä-Wördern schlossenen“ „Ostmärker“ wurde Waldheim
N° 1 | Februar 2019

8 Aus den LANDESTEILEN …

zur Wehrmacht eingezogen, nahm an der Besetzung des Sudeten-


landes teil und sah – als Dolmetscher und Ordonnanzoffizier im
Stab der Heeresgruppe E – diverse Kriegsschauplätze, vornehm-
lich auf dem Balkan. 1944 erhielt er Urlaub, um das akademische
Studium in Wien (mit der Promotion zum Dr. iur.) abzuschließen
und Mag. Elisabeth Ritschel zu ehelichen, die er an der juristischen
Fakultät der Universität Wien kennengelernt hatte und mit der er
63 Jahre verheiratet sein sollte; aus der Ehe mit ihr (Elisabeth Wald-
heim starb im 95. Lebensjahr am 28.02.2017) gingen drei Kinder
hervor. Bei Kriegsende schlug sich der Oberleutnant Kurt Wald-
heim von Triest aus nach Baden bei Wien zu seiner Familie durch.
Noch 1945 trat er in den diplomatischen Dienst der neu entstande-
nen, aber (bis 1955) besetzten (und daher im politischen Handeln
eingeschränkten) Republik ein und – über die politische Abteilung
des Außenamtes – direkt an die Seite des Außenministers Karl
Gruber als dessen Sekretär. Später nahm er an den Verhandlungen
zum österreichischen Staatsvertrag (1955) teil, wurde Botschafter in
Kanada, vertrat Österreich in den UN. 1968 berief Bundeskanzler Kurt Waldheim mit seiner Frau Elisabeth. (Bildquelle: apa)
Josef Klaus (ÖVP) den Parteiungebundenen zum Außenminister.
Als solcher war er seinerzeit auch maßgeblich an den Verhandlun- Hetzkampagne los. Der leider nicht immer geschickt Agierende,
gen mit Italien wegen des Südtirol-Konflikts beteiligt, woraus sich aber von 53,6 Prozent der Österreicher trotzig Gewählte sah sich
1969 Autonomie-„Paket“ und Operationskalender ergaben sowie in den Mittelpunkt von ehrenrührigen Attacken des „World Jewish
1972 das Zweite Autonomie-Statut mit einer gewissen Gesetzge- Congress“ (WJC) gerückt. Selbst der Befund einer internationalen
bungs- und Verwaltungsautonomie in Kraft trat. „Stille, präventive Historiker-Kommission, wonach er keinesfalls persönlich in Kriegs-
Diplomatie“ kennzeichnete das Wirken des UN-Generalsekretärs verbrechen, geschweige denn in Judendeportationen verwickelt
Waldheim, das ihn zwischen 1972 und 1981 von New York aus an gewesen sei, konnte das nicht verhindern. Die „Affäre“ überdauerte
die Krisenherde des Weltgeschehens führte: Namibia, Südafrika, seine gesamte Amtszeit. Waldheim trat zwar nicht zurück, 1992
Angola, Bangladesch, Vietnam, Zypern oder Nahost. Sein ehrliches aber auch nicht noch einmal an − obwohl das möglich gewesen
und weithin geschätztes Bemühen um Streitbeilegung und Kon- wäre. Durchaus auch höchst selbstkritisch, da er sich selbst einst
flikteindämmung trug freilich angesichts der „Stellvertreterkriege“, als SPÖ-Grande an der Kampagne beteiligt hatte, war daher die
die im Schatten des Ost-West-Gegensatzes geführt wurden, nicht Bekundung des damaligen Nationalratspräsidenten Heinz Fischer
immer und nicht überall Früchte. 1992 in der Bundesversammlung zu verstehen gewesen, wonach
„dem Menschen und dem Bundespräsidenten Unrecht zugefügt
Eine dritte Amtszeit blieb ihm versagt wurde“. Fischer war als späterer Bundespräsident auch eine der
Waldheim verärgerte Washington, als er sich gegen die Bombardie- letzten politischen Persönlichkeiten, die seinen Vorvorgänger
rung von Deichanlagen in Nordvietnam wandte. Gleichermaßen noch bei Bewusstsein sah und mit ihm auf dessen bewegtes Leben
zog er sich den Zorn Israels und der Vereinigten Staaten zu, als zurückblickte, das 89 Jahre währte. Am 14. Juni 2007 verstarb Kurt
er Arafats Auftritt vor der UN-Vollversammlung verteidigte. Die Waldheim im Kreise seiner Familie. Nicht nur sie gedachte seiner
Auswirkungen sollte der angehende Pensionär, dem (wegen Pekings am 21. Dezember 2018 − aus Anlass seines 100. Geburtstags.
Veto) die angestrebte dritte Amtszeit am East River versagt blieb, Zum Autor:
allerdings erst zu spüren bekommen, als ihn die ÖVP, für die er in Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Olt war 27 Jahre für die „Frankfurter
der Bundespräsidentenwahl 1971 gegen Franz Jonas (SPÖ) schon Allgemeine Zeitung“, davon 18 Jahre als politischer Korrespondent
einmal – allerdings erfolglos – ins Rennen gegangen war, 1986 für Österreich, Ungarn, Slowenien und (zeitweise) die Slowakei, tätig
abermals aufstellte. Gegen den parteifreien Kandidaten für das Amt und lehrt(e) an deutschen (Gießen, Siegen, Frankfurt/Main), öster-
des Staatsoberhaupts traten führende SPÖ-Politiker, die erstmals reichischen (Innsbruck, Graz, Krems) und ungarischen (Budapest)
seit 1945 den Einzug eines „Bürgerlichen“ in die Hofburg fürchten Hochschulen. Er ist Träger des österreichischen „Ehrenkreuzes für
mussten, und ihnen nahestehende publizistische Organe besagte Wissenschaft und Kunst“. n

MAXIMILIAN I. – Habsburgs faszinierender Kaiser (Sabine Weiss)


400 Seiten, 294 farb. und 14 sw. Abb., 24 x 27 cm, gebunden, Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2018
ISBN 978-3-7022-3709-7, 39,95 Euro

Ritter, Romantiker, Schuldner – und Begründer eines Weltreiches


Wie Kaiser Maximilian I (1459–1519) in die Geschichte einging
Durch seine eigenen Heiraten und jene seiner Kinder und Enkelkinder hat er Ungarn und
Böhmen, Spanien und die Niederlande für Habsburg „erobert“, durch Tricks bei der Königs-
wahl und der Kaiserkrönung sowie mit Unterstützung durch den Bankier Jakob Fugger die
Vorherrschaft des Hauses Österreich im Heiligen Römischen Reich für Jahrhunderte gesi-
chert – und durch Kunst und Literatur sich selbst als „letztem Ritter“ ein bleibendes Anden-
ken verliehen.
N° 1 | Februar 2019 Angela Nikoletti (* 31. Mai 1905;

9
† 30. Oktober 1930) liegt im Ortsfriedhof

Aus den LANDESTEILEN …


von Kurtatsch begraben.

Tirol
von Martin Schweiggl

Kriegsende ohne Frieden – Die Besetzung unserer Heimat Tirol


Ein Augenzeugenbericht von Angela Nikoletti. Das arrogante Auftreten der Besatzer
im November 1918 wirkte in unseren Dörfern wie ein Schock. Die später vom faschis-
tischen Staat verfolgte Katakombenlehrerin Angela Nikoletti (1905–1930), schildert
in ihren Lebenserinnerungen die tragische Besetzung ihrer Tiroler Heimat:

„November 1918. Kriegsende. Frecher und Ekel gebären in einem so jungen Her-
Einzug des welschen Volkes. Von der Grippe zen? Ich flammte oft vor ohnmächtiger Wut.
noch fiebernd, stand ich mit geballten Tante Angela wusste, dass noch die geweihte
Fäusten und großen Tränen in den Augen Schützenfahne im Schießstand sei. Wie
am Fenster und sah dem frechen Hin-und- die retten vor den gemeinen Scheusalen?
Herlaufen zu. Die Verwüstung des Schieß- Überall standen Wachen. Aber Wille kann
standes mussten wir mitansehen. Alles was alles. Auf geheimen Wegen schlüpften wir in
Holz war, wurde verfeuert. Sogar in die den Schießstand. Tante rollte die Fahne fest
Weingärten drangen sie ein. Rissen Säulen zusammen und legte sie auf meine jungen
und Schaltern heraus, verbrannten sie. Die Schultern. Schwer war sie für mich. Aber
patriotischen Bilder trugen sie in Spott und es ging. Auf einsamem unbewachten Pfade
Hallo aufgespießt herum. Am Mariahilf- trug ich sie heim.“ Das heißersehnte Ende
Bildstöckl unten wurden sie aufgestellt, mit des Krieges brachte unseren als Österreicher
Kot beworfen, mit Bajonetten zerstochen, aufgewachsenen Groß- und Urgroßeltern Die spätere Katakombenlehrerin Angela
mit Füßen zerstampft. All dieses gemeine im südlichen Tirol keinen Frieden, sondern Nikoletti erlebte als 13-jähriges Mädchen
die Besatzung ihrer Heimat hautnah.
Tun (und vieles mehr noch) musste ich als Besatzung, Entnationalisierung, rassistische
13-Jährige ansehen und soll das nicht Hass Diskriminierung, Faschismus, Option. n

Innsbruck
von Thomas Saurer

„Die Tiroler Schützen in der NS-Zeit 1938–1945“


der Jahre von 1938 bis 1945. Über die Rolle der Schützen wussten
bisher nur wenige Zeithistoriker Bescheid. Deshalb gingen die
Meinungen weit auseinander und reichten von der Behauptung,
die Tiroler Schützen seien verboten gewesen, bis zu ihrer Einschät-
zung als Säulen des Systems. Die nun in Buchform vorliegende
neue Forschungsarbeit von Dr. Michael Forcher bringt die nötige
Aufklärung über Fakten und Hintergründe. Dabei wird auch klar,
wie die Schützen in zweifacher Weise instrumentalisiert wurden.
Sie waren einerseits ein probates Mittel der Propaganda für das
Regime, das als volksnah und Behüter der Tiroler Tradition heraus-
gestellt werden sollte. Andererseits wurde die Schützenorganisation
als willkommenes Forum für die ideologische Beeinflussung weiter
Bevölkerungskreise missbraucht. Die Aufarbeitung des Themas
„Die Tiroler Schützen in der NS-Zeit“ nahm im großangelegten
Reflexionsprozess „Nachdenken über uns“ in den Jahren 2016 und
Am 10. Dezember 2018 erschien diese Forschungsarbeit in Buch- 2017 einen wesentlichen Platz ein.
form: „Die Tiroler Schützen in der NS-Zeit 1938–1945“.
Michael Forcher
2013 erteilte der BTSK dem Historiker Dr. Michael Forcher den Die Tiroler Schützen in der NS-Zeit 1938−1945
Auftrag, das dunkelste Kapitel in Tirols Geschichte ein weiteres Mal Herausgeber und Verleger: Bund der Tiroler Schützenkompanien und
zu durchleuchten – die NS-Zeit. Dabei richtete sich der Fokus nun Effekt!Verlag, Neumarkt; Gestaltung, Satz: Hana Hubálková
auf die Rolle der Tiroler Schützen während der NS-Diktatur, also ISBN 978-88-97053-54-5 Euro 14,90, 112 Seiten n

Innsbruck
von Erich Staudinger

Spende an Vinzenzverein
Vom Ertrag des Schießens beim letzten Bataillonsfest 2018 in Inns- ner Basilika und wurde vom Hauptmann der SK Wilten Alexander
bruck konnte ein Spendenbetrag an den Vinzenzverein der Pfarre Mummert übernommen. Johannes Hohenwarter O.Praem. konnte
Wilten überreicht werden. Die Überreichung erfolgte in der Wilte- die großzügige Spende entgegennehmen. n
N° 1 | Februar 2019

10 Aus den LANDESTEILEN …


Bad Häring
von Hannes Ziegler

Südtiroler Schützen beim Gedenkschießen


„Zommholten – Zommstian“ voran

Die Vertreter der SK Taisten (im Bild mit den Organisatoren des Christina Lettenbichler vom Baon Kufstein holte sich den 1. Platz in
Gedenkschießens und Südtirols LKdt.-Stv. Heinrich Seyr) durften der Wertung der Jungschützen und Jungmarketenderinnen.
sich als Sieger in der Kompaniewertung feiern lassen.

Aus Anlass der 100. Wiederkehr des Endes des Ersten Weltkrie-
ges wurde vom Verband der Tiroler Schützen unter dem Motto
„Zommholten – Zommstian“ heuer ein großes Gedenkschießen
über alle Tiroler Landesteile veranstaltet. Als treffsicherste Kompa-
nie stellte sich am Ende jene aus Taisten heraus. Die SK Taisten kam
am Ende auf 895 Ringe und führte knapp vor den Kompanien An-
dreas Hofer St. Leonhard (893) und Schenna (871) einen Südtiroler
Dreifach-Erfolg an. Als beste Vertreter Nordtirols kam die SK Kappl
mit 869 Ringen auf Platz vier. Mit Kurt Schwingshackl (96 Ringe)
stellte die SK Taisten auch den Sieger in der Einzelwertung. Treffsi-
cherster Schütze auf die Gedenkscheibe war indessen Peter Valtiner
aus Strassen, der mit 18,6 Teilern den Sieg in dieser Wertung nach
Osttirol holte. Im parallel ausgetragenen Nachwuchsbewerb gaben
dafür die Vertreter Nordtirols den Ton an. In der Bataillonswer- Die siegreichen Jungschützen und Jungmarketenderinnen
tung der Jungschützen siegte das Baon Paznaun vor Pontlatz und des Bataillons Paznaun (im Bild mit den Organisatoren des
Kufstein. Letztere stellten mit Jungmarketenderin Christina Let- Gedenkschießens).
tenbichler auch die Einzel-Siegerin. Das Gedenkschießen ging am
20. Oktober im Kurzentrum Bad Häring mit der Siegerehrung zu Marketenderinnen: 1. Stephanie Trenkwalder (Obermais) 2. Margit
Ende. Seit der Eröffnung am 14. April in Goldrain maßen sich nicht Kargruber (Taisten) 3. Magdalena Gaidaldi (Tscherms) 4. Sonja
weniger als 1.157 Marketenderinnen und Schützen (darunter 335 Oberhofer (Meransen) 5. Ingrid Kargruber (Taisten).
Jungmarketenderinnen und Jungschützen) auf zwölf Schießständen Gästeklasse: 1. Herbert Pixner (St. Leonhard) 2. Hermann Werth
in Nord-, Ost-, Süd- und Welsch-Tirol. (Pfunds) 3. Richard Knapp (Pfunds) 4. Franz Reich 5. Günther Huber.
Gedenkscheibe: 1. Peter Valtiner (Strassen) 2. Johann Bernhart
Ergebnisse: (Partschins) 3. Georg Poberschnigg (Lermoos) 4. Albert Korber
Veteranen: 1. Georg Poberschnigg (Lermoos) 2. Franz Zangerle (Schnann) 5. Konrad Geiger (Fiss).
(Kappl) 3. Fritz Gastl (Landeck) 4. Hermann Trecksel (Wildschö- Kompaniewertung: 1. Taisten 2. St. Leonhard 3. Schenna 4. Kappl
nau) 5. Reinhold Nocker (Wolkenstein). 5. St. Pankraz 6. Brixen 7. Partschins 8. Bad Häring 9. Niederdorf
Versehrte: 1. Hartwig Röck (Pettnau a.A.) 2. Alfons Camillozzi 10. Strengen.
(Onach) 3. Helmut Unterthurner (St. Leonhard) 4. Hermann Liens- Jungschützen: 1. Christina Lettenbichler (Kufstein) 2. Antonia
berger (Onach) 5. Konrad Maierhofer (Lana). Riml (Längenfeld) 3. Emma Riml (Längenfeld) 4. Nina Fiegl (Län-
Altschützen: 1. Franz Pföstl (Schenna) 2. Alfred Wierer (Reg. genfeld) 5. Lukas Hornbacher (Kufstein).
Zillertal) 3. Karl Larcher (Eppan) 4. Karl Kasseroler (Eppan) 5. Paul Bataillonswertung Jungschützen: 1. Paznaun 2. Pontlatz 3. Kuf-
Zöschg (St. Pankraz). stein 4. Osttiroler Oberland 5. Ötztal 6. Schwaz 7. Burggrafenamt 8.
Schützenklasse: 1. Kurt Schwingshackl (Taisten) 2. Arnold Pixner Landeck 9. Petersberg 10. Hörtenberg. n
(St. Leonhard) 3. Patrick Wilhelm (St. Leonhard) 4. Valentin Pir-
cher (Naturns) 5. Johannes Theiner (Burgeis).
N° 1 | Februar 2019

Aus den LANDESTEILEN … 11


Dorf Tirol
von Thomas Saurer

Außergewöhnliches Engagement
Bundesbildungsoffizier Mjr. Mag. Hartwig
Röck wurde auf Schloss Tirol mit dem Ver-
dienstkreuz des Landes ausgezeichnet.
Tirols LH Günther Platter und Südtirols
LH Arno Kompatscher überreichten am
9. September 2018 bei einem Festakt auf
Schloss Tirol die Verdienstkreuze und
Lebensrettungsmedaillen an 54 ausgezeich-
nete Persönlichkeiten. Der Bundesbildungs-
offizier des BTSK Mjr. Mag. Hartwig Röck,
Mitglied der „Abt Sebastian Stöckl“-SK
Pettneu am Arlberg und seit 2011 Mitglied
der Bundesleitung, wurde für seine langjäh-
rigen Verdienste um das Schützenwesen in
Tirol geehrt. n
Freude bei Mjr. Mag. Hartwig Röck – der
Bundesbildungsoffizier erhielt das
Verdienstkreuz des Landes Tirol!

Kufstein
von Hermann Egger

Die Geschichte der Fahne der Schützengilde Kufstein


fahne war immer beim Baon bis zur Maioffensive 1916, wo alle
Fahnen in Trient deponiert werden mussten. Das ganze Baon Kuf-
stein – nach der Offensive – zu einer starken Kompagnie dezimiert,
viele abkommandiert oder auf dauernden Urlaub geschickt. Auch
Herr Anton Gottardi, Zugskommandant der Thierbergsschützen
wurde zur Standschützen- Wach- und Ersatzabteilung Trient (West)
kommandiert. Von dort aus schrieb Herr Oberleutnant Gottardi an
Herrn Josef Sailer, Oberschützenmeister und gew. Baonskomman-
dant nach Kufstein eine Expresskarte (ca. um den 29. oder 30. Juni
1918) mit der Bemerkung, was mit der Kufsteiner Schützenfahne
geht, die in einem Magazin zu Trient aufbewahrt sei. – Herr Josef
Sailer zeigte mir […], damaliger sowie auch noch heutiger Fähnrich
vorgenannte Karte mit den Worten: „Was machen wir da?“ − Bei
mir […] war ein Entschluss gleich vorhanden und ich antwortete:
„Geschrieben und gefertigt und auf vollster Wahrheit beruhend: „Gleich hinfahren und die Fahne holen“; aber Herr Sailer erklärte,
Kufstein, am 23. Jänner 1933. dzt. Fähnrich Martin Schröck, erst in ca. 14 Tagen fahren zu können […]. Trotz weiterer Ermah-
Zollamtswart Ziehvater v. Adolf Leitner sen. (verunglückt 1942 am nungen schob Herr Sailer die Angelegenheit immer wieder auf
Schießstand Kufstein). die lange Bank, sodass es fast Mitte August wurde. So fasste ich
[…] heimlich den Entschluss, die Fahne von Trient nach Kufstein
Die Fahne der Schützengilde Kufstein befindet sich derzeit im heimzuholen. – Ich fuhr nach Rattenberg zum Standschützenkader-
Schützenmuseum der Schützengilde auf der Festung Kufstein. Sie kommando Herr Oberleutnant Reinisch und bat um Ausstellung
hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Die Fahne der Schützengil- eines offenen Befehles, zur Fahrt nach Trient, ging dann mit diesem
de Kufstein wurde im Jahre 1899 am Kienberg, unweit des jetzigen Dokument auch zu Herrn Hild, der während des Krieges Leutnant
Hauptschießstandes geweiht. Fahnenpatin war Ihre kaiserliche und Kommandant der Standschützenwachmannschaft in Kufstein
Hoheit Erzherzogin Stefanie. Karl Hild, damals Unterschützenmeis- war, ließ mir von diesem eine Vollmacht geben, damit ich in Trient
ter, war Fähnrich der neuen Fahne (und späteren Weltkriegsfahne). die Fahne ausgefolgt bekomme und fuhr mit diesen Dokumenten
Als 1915 die Standschützen zu den gerufen wurden, war auch der als Standschütze uniformiert in der Nacht zum 8. August 1918 nach
Bezirk Kufstein mit den Mitgliedern von 16 Schießständen − 556 Trient. – Dort angekommen, meldete ich mich […] bei […] Stand-
Mann an Offizieren und Mannschaft – dabei. Fähnrich Martin schützenoberleutnant Gottardi […]. – Derselbe schickte mich zum
Schröck berichtete 1933: „Die Schützengildefahne wurde auf Befehl Magazinsverwalter Herrn Hptm. Puhl […]. Daraufhin ging Herr
des damaligen Oberschützenmeisters, Herrn Major und Baons- Hptm. Puhl mit mir persönlich zu dem betreffenden Magazin am
Kommandanten Josef Sailer, als Baonsfahne mitgenommen und war „Piazza Darmi“ […]. – Bei dem betreffenden Magazin angekom-
Herr Oberjäger Anton Wieser damals Baonsfähnrich. Die Baons- men, wurde ich nach Oeffnen desselben beauftragt, die bezügliche
N° 1 | Februar 2019

12 Aus den LANDESTEILEN …

Fahne herauszunehmen […]. Herr Hptm. Puhl fragte mich nun


neuerdings, ob ich meiner Sache sicher sei und […] und beschrieb
ich auf Grund seiner Zweifel die noch eingerollte Fahne mit folgen-
den Worten: Auf der einen Seite der Fahne befindet sich auf rotem
Seidengrunde der heil. Sebastian mit dem Kufsteiner Wappen, auf
der zweiten Seite mit weissem Seidengrunde der österr. Doppelad-
ler mit Krone und Szepter. Herr Hptm. Puhl war mit dieser Schil-
derung zufrieden und liess mich die an mich ausgefolgte Fahne von
mir bestätigen […]. – Daraufhin eilte ich zu Herrn Oberleutnant
Gottardi, […] bat ihn noch er möge mir eine Ordonanz mitgeben,
damit ich ungehindert durch den Bahnhof komme, welcher Bitte
er auch sogleich entsprach. Der als Ordonanz bestimmte Zug-
führer begleitete mich sodann zum Bahnhof und zu dem gerade
zur Abfahrt bereitstehendem Militärzug und gab die Fahne sofort
einem mir vom Sehen aus bekanntem Unterinntaler beim Wag-
gonfenster hinein, bat ihn, die Fahne im Waggon zu verstecken In der Stadt traf ich dann Herrn Oberjäger Dürnberger Andrä und
und lief den ganzen Zug entlang bis zur Lokomotive, sprang dort Karl Hintner, meinen Schwager (alles Standschützen) blieb dort
in einen Waggon, setzte mich auf einen fremden Rucksack, verhielt über Nacht und fuhr andertags nach Kufstein heim. Am 10. August
mich ruhig und machte Brotzeit, als die Feldgendarmen kamen, 1918 kam ich Zuhause in Kufstein an und o Wunder und Staunen
denen ich schon bei der Hinfahrt nach Trient am Bahnhof durch bei Herrn Sailer über die glückliche Zurückbringung der Schützen-
List entschlüpfte, die Waggons kontrollierten. Als dann der Zug fahne und zugleich Schimpf und Verdruss statt Dank, weil ich ohne
abfuhr, ging ich zu meinem Waggon, in dem die Fahne verstaut war, sein Wissen und Zutun die Fahne geholt hatte, die sonst ebenso gut
dessen Waggonnummer ich vorerst merkte. – In Brixen stieg ich wie die noch sechs übrigen Fahnen, die im gleichen Magazin aufbe-
aus, deponierte die Fahne am Bahnhof und ging zum Postamte, um wahrt waren, beim Zusammenbruch im November 1918 in welsche
meinen Stiefsohn Adolf Leitner zu telefonieren, der in Afers, einem Verräterpratzen gefallen wäre. Das ist die Geschichte der Kufsteiner
Bergdorf bei Brixen, drei Stunden von der Talstation entfernt war. – Schützenfahne und gew. Standschützenfahne im Krieg.“ n

Innsbruck
von Heinz Wieser

Ein stilvoller Oberhirte mit pastoralem Weitblick


Reinhold Stecher. Schon Glettlers Kurzvor- men kommen kann. In diesem ersten Jahr
stellung am 27. September vorigen Jahres, seines bischöflichen Wirkens hat Hermann
dem Tag seiner Bischofsernennung durch Glettler in Tirol schon viel gelernt, wie er zu
den Heiligen Vater, im Innsbrucker Dom sagen pflegt: „Ich bin jetzt bei Lektion fünf
mit seinem überraschend gelungenen Auf- von 100 und habe schon eine beachtliche
tritt ließ schon das Eintreten einer neuen Tirol-Bibliothek zu Hause.“
bischöflichen Atmosphäre vermuten. Dann Der selbst künstlerisch tätige Bischof ist in
kam der 2. Dezember mit einer glanzvollen der Österreichischen Bischofskonferenz für
Bischofsweihe unter großer Beteiligung den Bereich „Kunst und Kultur“ zuständig
der Gläubigen in der Innsbrucker Olym- und für die kirchliche Denkmalschutzkom-
pia World, in der abermals die Offenheit mission verantwortlich.
und Herzlichkeit, verbunden mit einem Zu seinen besonderen Anliegen zählen die
spontanen Zugehen auf die Menschen, in Menschen, die oft vergessen und ausge-
eindrucksvoller Weise zum Ausdruck kam. grenzt werden: Einsame, psychisch Kranke,
Glettlers Predigten bei den Pontifikaläm- Alleinerzieherinnen, Arbeitslose. Er denkt
tern im Dom zu St. Jakob an den hohen aber auch an jene, deren Ehe geschieden
Feiertagen fanden jeweils ein ungewöhnlich ist. Wir werden ihnen mit dem Projekt
großes Interesse der Anwesenden, die den „Neubeginnen“ eine Begleitung anbieten.
neuen Weg einer modernen Spiritualität So gibt es ab März 2019 jeweils vier Treffen
Die Diözese Innsbruck fährt mit dem vor erkannten und schätzen. Damit nicht ge- an vier Abenden. „Menschen, die ein
einem Jahr zum neuen Oberhirten er- nug: Glettlers Visiten in den Dekanaten der schmerzliches Zerbrechen von Beziehungen
nannten und geweihten Bischof Hermann Diözese brachten seine Verbundenheit auch erlebt haben, gehören in die Mitte unserer
Glettler, der am 8. Jänner 1965 in Übel- mit der am Lande wohnenden Bevölkerung Kirche, nicht an den Rand!“ Damit beweist
bach in der Steiermark zur Welt kam, auf in lebendiger und lebensnaher Form zum der stilvolle Oberhirte seinen pastoralen
einem neuen Kurs. Der 5. Bischof der 1964 Ausdruck, da man gleich merkte, dass nicht Weitblick, mit dem er sich den wirklichen
gegründeten Diözese Innsbruck kommt wie ein hoher Kirchenfürst der vergangenen Herausforderungen und den Fragen der
Dr. Alois Kothgasser aus der Steiermark. Tage sich präsentierte, sondern dass man es Menschen stellt. n
Er ist der dritte Ostösterreicher nach dem mit einem volksnahen Oberhirten zu tun
letzten Tiroler im bischöflichen Amte, Dr. hat, zu dem jedermann mit seinen Proble-
N° 1 | Februar 2019

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN 13


Brixen im Thale
von Christian Fuchs

Wintersteller-Bataillon setzt sich mit den neuen Leitmotiven


auseinander
Der alle zwei Jahre stattfindende Bildungs-
tag des Winterstellerbataillons findet immer
an einem anderen Standort des Bataillons
statt. Wieder lud Lt. Christian Hopfensper-
ger (bereits der zehnte von ihm organisierte
Bildungstag!) in das schöne Brixen im
Thale. Nach dem von Pfarrer Mag. Michael
Anrain gehaltenen Gottesdienst wurde
gleich mit der Arbeit begonnen. LKdt.-Stv.
Mjr. Christian Meischl ermunterte zuerst
die anwesenden Kompanien, am jährlichen
Totengedenken festzuhalten. Anschließend
präsentierte er „Die 11 Leitmotive des
Tiroler Schützenwesens als Ergebnis einer
Selbstreflexion“. Lt. Christian Hopfen-
spergers Referat stand unter dem Titel
„Wie kann man die elf Leitmotive in den
Schützenkompanien lebendig werden las-
sen bzw. umsetzten“. Mit Interessierten aus Baon-Bildungsoffizier Lt. Christian Hopfensperger lud zu einem interessanten Bildungstag
den Kompanien wurden zu den einzelnen nach Brixen im Thale.
Punkten Vorschläge entwickelt, wie man
die Leitmotive in den Kompanien in der Kompanien, sondern auch durch Veran- Die Bildungsverantwortlichen werden als
Praxis umsetzen kann. Die Bildungsarbeit staltungen in den Orten. Nach den beiden nächsten Schritt die Informationen und
muss intensiviert werden, nicht nur in den Referaten wurde noch ausgiebig diskutiert. Diskussionen in die Kompanien tragen. n

Algund/Meran von Angelika Haller

Meraner Traubenfest 2018 – Schützenbezirk Burggrafenamt-


Passeier setzt erneut ein Zeichen
Das Traubenfest in Meran gilt als ältestes Erntedankfest Süd-
Tirols. Seit 1886 findet am dritten Sonntag im Oktober der tradi-
tionelle Umzug mit Festwägen, Musikkapellen, Volkstanzgrup-
pen, Fanfaren- und Spielmannszügen sowie Trachtengilden aus
Süd-Tirol, Deutschland, der Schweiz und dem Trentino statt.

Den Abschluss bildet alljährlich der Block des Schützenbezirks


Burggrafenamt-Passeier. Mit über 190 Schützen, Marketenderin-
nen und Jungschützen, davon 19 Tamperer, war das Auftreten am
21. Oktober 2018 wieder sehr eindrucksvoll. Angeführt wurde der
Schützenblock von der „Wiege Tirols“, dem Festwagen des Schützen-
bezirks. Dieser Festwagen wurde bereits im Vorfeld von freiwilligen
Helfern der verschiedenen Kompanien des Bezirks in mühevoller
und detaillierter Arbeit hergerichtet. Aus gegebenem Anlass zierte
das Bild der zerrissenen Landkarte des alten Tirol mit dem Tiroler
Adler im Hintergrund die Konstruktion. Die Jahrzahlen 1918–2018
erinnerten an die Teilung Tirols im Zuge des 1. Weltkrieges vor 100
Jahren. Mit der Aufschrift „Was Freundschaft verbindet, kann Poli-
tik nicht trennen“ verdeutlichte der Bezirk klar seinen Standpunkt
und erreichte damit Tausende von Schaulustigen. n
Die „Wiege Tirols“ und der starke Block des Schützenbezirks
Burggrafenamt-Passeier präsentierten sich stolz dem breiten
Publikum (Bildquelle: Karlheinz Sollbauer).
N° 1 | Februar 2019

14 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN


Matrei am Brenner von Thomas Zangerl

4. Viertel-Jungschützenschießen mit 105 Kindern und


Jugendlichen

Das Bataillon Sonnenburg war wieder einmal an der Spitze. (Fotos Gregoritsch)
Das nun schon zum 4. Mal veranstaltete
Vierteljungschützenschießen − diesmal Ergebnissen. Ein herzliches Dankeschön für Jungschützen 2 (Ältere)
in Matrei am Brenner − war genau der den ehrenamtlichen Einsatz aller, die zum 1. Platz: Manuel Mayr, Sonnenburg, SK
richtige Rahmen, um unter Wettkampfbe- Gelingen beigetragen haben! Götzens, 97,8 Ringe
dingungen wieder einmal zu zeigen, was
die Schützenjugend kann. Treffsicherheit Gemischte Klasse (stehend frei) Jungschützen 3 (Alte)
war in den einzelnen Altersklassen der 1. Platz: Selina Kapferer, Innsbruck, SK Jungschützen 1. Platz: Elias Erjan, Sonnen-
Marketenderinnen und Jungschützen in Pradl, 78,0 Ringe burg, SK Sistrans, 100,8 Ringe
den Disziplinen „stehend aufgelegt“ und
stehend frei“ gefragt. Als Draufgabe wurde Marketenderinnen 1 (Jüngste) Mannschaftswertung
natürlich auch der schönste Zehner in der 1. Platz: Celina Filzer, Innsbruck, SK St. 1. Platz: Baon Sonnenburg, 394,9 Ringe
sogenannten Tiefschusswertung belohnt Nikolaus-Mariahilf, 90,8 Ringe 2. Platz: Baon Hörtenberg, 386,3 Ringe
und um den begehrten Wanderpokal in der 3. Platz: Baon Wipptal-Eisenstecken, 382,2
Mannschaftswertung gekämpft. Das Baon Marketenderinnen 2 (Ältere) Ringe
Sonnenburg konnte nach ein paar sieglo- 1. Platz: Linda-Maria Kaltenhauser, Inns- 4. Platz: Schützenbezirk Hall-Rettenberg,
sen Jahren wieder zeigen, dass der „neue“ bruck, SK Igls-Vill, 94,2 Ringe 373,3 Ringe
Nachwuchs nicht zu unterschätzen ist, und 5. Platz: Baon Innsbruck, 368,1 Ringe
holte sich mit 394,9 Ringen, knapp gefolgt Marketenderinnen 3 (Alte) 6. Platz: Baon Stubai, 339,7 Ringe
vom Baon Hörtenberg und dem austragen- 1. Patz: Chiara Heiseler, Hörtenberg, SK
den Baon Wipptal-Eisenstecken die Sieger- Oberhofen, 97,7 Ringe Bei der Tiefschusswertung konnte wieder
trophäe. Die restlichen Top-Platzierungen einmal eine Marketenderin den Jung-
wurden bunt gemischt unter den Batail- Jungschützen 1 (Jüngere) schützen zeigen, wie ein schöner Zehner
lonen des Viertels Tirol Mitte ausgeschos- 1. Platz: Luca Jordan, Sonnenburg, SK Göt- ausschaut: Madita Zangerl schaffte es, einen
sen. Der Viertel-JS-Betreuer DI Thomas zens, 96,3 Ringe Zehner mit nur 11 Teilern zu schießen. n
Zangerl zeigte sich sehr zufrieden mit den

Unsere Leser meinen ...

„Martello“ – ein Hammer


Martell ist laut Volkszählung die einzige Gemeinde Süd-Tirols, in Martell und Latsch sowie dem roten Adler der Autonomen Provinz
der − wie zu Kaisers Zeiten − kein einziger Italiener lebt. Landesweit (Süd-Tirol würde ich hier besser weglassen). Wer − den Engländern
wurde der Advent-Event auf der Alm dreisprachig plakatiert. In der zuliebe? − uralte Tiroler Volkskultur kulturlos und grundlos unter
„dritten Landessprache“ klingt das so: „Advent in Martello Valley“, es erst vor 100 Jahren erfundenen Ortsnamen vermarktet, verdient den
gibt ein „Shuttle from railway station Coldrano“. Aus „the culture re- Hammer − pardon „Martello“ des Monats.
gion of Venosta Valley“ erlebt man alte − venostanische? − Volkskul-
tur, Bräuche und Volksmusik. Alles gesponsert von den Gemeinden Martin Schweiggl, Kurtatsch
N° 1 | Februar 2019

Raubling
von Wilhelm Schmidt

Bundesgeneralversammlung 2019 in Raubling

Wappenbeschreibung: Im oberen Feld sondere die Papierfabrik hat Raubling in zwischen Alpen und Donau. Nach der
eine goldene Plätte im weißen Feld, aus der Vergangenheit stark geprägt. Dörfliche, Schlacht bei Hohenlinden zog ein Heer von
dem Pfraundorfer Gemeindewappen bäuerliche Wurzeln sind aber z.B. noch 40.000 Mann unter General Lecourbe über
entnommen. Sie symbolisiert die Inn- in den Ortsteilen Großholzhausen oder Rosenheim nach Redenfelden, überquerte
Schifffahrt, den früheren Haupterwerb Reischenhart zu erkennen. Die Besiedlung in der Nacht vom 8. auf den 9. November
der Inntaler Bevölkerung. Darunter in des Inntales begann in etwa 2000 v. Chr. 1800 über eine Schiffsbrücke den Inn und
blau eine eingeschweift goldene Spitze. Raubling wird erstmals als „Rupilinga“ in besetzte damit das gesamte Inntal. Die sog.
Darin liegt ein schwarzer Halbmond aus
der Zeit von 778 bis 787 n. Chr. urkundlich „Franzosen-Säule“ an der B 15 in Reden-
dem Wappen der Hofer von Urfahrn, den
einstigen Hofmarksherren von Großholz- erwähnt. Der Name ist mit großer Wahr- felden erinnert an dieses Ereignis. 1858
hausen. Die Rohrkolben symbolisieren das scheinlichkeit auf den Bajuwarenfürsten wurde eine der ersten Eisenbahnstrecken
ehemalige „Irla-Moos“. Rechts beseitet von Rupilo zurückzuführen. Später wurde das eröffnet, die Linie Rosenheim-Kufstein.
einem goldenen Falken, stehend auf einer Gebiet vom Grafen v. Falkenstein be- 1818 entstanden die Gemeinden Kirch-
Felsenspitze, das Wappentier der Grafen v. herrscht. Einen wesentlichen Einfluss auf dorf, Großholzhausen, Kleinholzhausen,
Falkenstein, die im Mittelalter das Inntal Raubling nahm die Innschifffahrt. Erst Pfraundorf und Reischenhart. In seiner
beherrschten, als Symbol für Raubling. mit der Regulierung des Inns und mit der heutigen Form existiert Raubling seit 1978.
Links eine stehende silberne Raute, un- Konkurrenz durch die Eisenbahn verlor Dabei wurden die Gemeinden Großholz-
terlegt von einem silbernen und einem
die Schifffahrt an Bedeutung. 1938 wurde hausen, Pfraundorf und Reischenhart sowie
goldenen Schlüssel in schräger Kreuzung
aus dem Wappen von Reischenhart. sie ganz eingestellt. Der Inn brachte aber Teile der Gemeinde Pang eingegliedert. Die
nicht nur Segen als Handelsweg, auf ihm Gebirgsschützenkompanie „Oberer Wasen“
Die Gebirgsschützenkompanie „Oberer wurden auch Truppen für zahlreiche Kriege Raubling wurde am 17. Juni 2004 wieder-
Wasen“ Raubling ist Gastgeber für die transportiert. Allein im spanischen und gegründet. Sie ist als 47. Kompanie in den
Bundesgeneralversammlung am 07. April österreichischen Erbfolgekrieg (1701–1705; Bund Bayerischer Gebirgsschützenkom-
2019. Raubling liegt 10 Kilometer südlich 1741–1748) mussten die Inntalorte über panien und im Bataillon Inn-Chiemgau
von Rosenheim am Eingang zum bayeri- hundert Truppendurchzüge erdulden. Was eingebunden. Zu Lichtmess 2019 feierte
schen Inntal. Mit knapp 12.000 Einwoh- dies bedeutete, veranschaulicht die Tatsa- die Kompanie ihre 15-jährige Wiedergrün-
nern ist sie die fünftgrößte Gemeinde im che, dass damals die Heere von dem lebten, dung. Zur Bundesgeneralversammlung
Landkreis Rosenheim. Bedingt durch die was sie der Bevölkerung entreißen konnten. heißt Hauptmann Wilhelm Schmidt im Na-
günstige Verkehrsinfrastruktur ist Raubling Unter Napoleon setzte sich dies fort. Am men der Kompanie alle Teilnehmer herzlich
ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Insbe- 28. November 1800 besetzte er den Bereich willkommen! n
Berichte aus Bayern N° 1 | Februar 2019

16
Flintsbach
von Volkhard Steffenhagen

Adventsingen in Flintsbach
In der Pfarrkirche St. Martin begrüßte Hptm. Walter Wons die gro-
ße Zahl der Gebirgsschützen und Gäste, die sich zum gemeinsamen
Adventsingen des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützenkom-
panien am 8. Dezember 2018 in Flintsbach versammelt hatten. Seit
vielen Jahrzehnten pflegt der Bund der Bayerischen Gebirgsschüt-
zenkompanien die Tradition, an wechselnden Orten ein Adventsin-
gen mit ausgezeichneten Sängern und Musikanten abzuhalten. Im
Jahr 2018 war die GSK Flintsbach Gastgeber. Hptm. Wons dankte
den Mitwirkenden Peter und Sophia Astner, den Reisacher Sängern,
Gernot Hartig, dem Obermair Dreigsang, den Flintsbacher Bläsern,
den Saiten-Dreierlei, Franz Weinhart junior sowie dem Sprecher
Martin Goldes. „Kein süßlicher Advent, sondern die Besinnung
darauf, dass die Geschichte von Jesus eine gefährliche und keine seiner kurzen Andacht. Mit dem sanft und liebevoll vorgetragenen
harmlose ist, wie sie manchmal uns die Welt, gerade jetzt zu Weih- Lied „Es wird a stille Nacht“ wurde das stimmungsvolle Singen, für
nachten, Glauben machen will“ so Diakon Thomas Jablowsky in das Lisa Obermair verantwortlich zeichnete, beendet. n

Waakirchen
von Hans Baur

Hl. Abend in Waakirchen


Mit einem Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Stephan Fischbacher,
und einer Kranzniederlegung am Oberländer Denkmal gedachten
mehr als 500 Gebirgsschützen der Sendlinger Mordweihnacht im
Jahre 1705. Die Bayerische Staatsregierung wurde von Minister Dr.
Florian Herrmann vertreten. Die neue Präsidentin des Bayerischen
Landtags, Ilse Aigner, nahm ebenso teil wie der Stv. Ministerprä-
sident Hubert Aiwanger. Umrahmt wurde die Festlichkeit von den
Waakirchner Sängern und der Musikkapelle Waakirchen. n

Bad Tölz
von Tobias Josef Riesch

Neuwahlen im Isargau
Turnusgemäß fanden nach 3 Jahren Neu-
wahlen beim Isargau statt. Gau-Hptm. Josef
Schlickenrieder (Reichersbeuern) und sein
Stellvertreter Franz Simon (Gaißach) wur-
den einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.
Eine Änderung ergab sich beim Gaukassier
und -schriftführer. Dieses kombinierte Amt
gab das Ehrenmitglieder der Tölzer Schüt-
zen Hias Schwarz nach über 21 Jahren an
den Tölzer Fähnrich Michael Nebel weiter.
Der Isargau bedankt sich bei Hias Schwarz
für die langjährige Arbeit und gratuliert
gleichzeitig zum Ehrenzeichen des Bayeri-
schen Ministerpräsidenten für Verdienste
im Ehrenamt. n
N° 1 | Februar 2019 Berichte aus Bayern

17
München
von Hans Baur

Das Herz des Föderalismus


Vor 70 Jahren am 07. September 1949 trat als erstes Verfassungs-
organ der Bundesrepublik Deutschland der Bundesrat zusammen.
Dass dies einige Stunden eher als die Konstituierende Sitzung des
Deutschen Bundestages geschah, spiegelt den hohen Stellenwert,
der dieser Länderkammer – damals wie heute – im politischen Sys-
tem zukommt. Er setzt sich aus Mitgliedern aller Landesregierun-
gen zusammen. Jedes Land hat mindestens drei Stimmen (Bremen,
Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland), Länder mit
mehr als 2 Millionen Einwohnern haben vier (Berlin, Brandenburg,
Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein,
Thüringen), mit mehr als 6 Millionen fünf (Hessen) und mit mehr
als 7 Millionen Einwohnern sechs Stimmen (Baden-Württemberg,
Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen). Von den insgesamt
69 Stimmen sind mindestens 35 für einen Beschluss erforderlich. Gewaltentrennung. (Quelle: Postfrisch 1/2019, Horst Pötzsch) Bay-
Die Stimmen eines Landes werden geschlossen abgegeben. Jede ern war immer ein Hort des Föderalismus und so ist es selbstver-
Landesregierung legt ihr Stimmverhalten fest. Zum Präsidenten ständlich, dass der Gedanke vom Europa der Regionen in Bayern
des Bundesrates wird für ein Jahr reihum der Regierungschef seinen Ausgang nahm und von Ministerpräsident Max Streibl
eines Bundeslandes gewählt. Der Bundesrat wacht darüber, dass formuliert wurde. Die Vielfalt der Regionen ist eine der großen
die Gesetzgebung des Bundes nicht die Kompetenzen der Länder Stärken Europas. Föderalistische Strukturen sind Voraussetzung für
aushöhlt. Fast alle wichtigen Gesetze sind von seiner Zustimmung ein friedliches Miteinander der Völker und Kulturen. Sie ermögli-
abhängig. Jedes Gesetz, das der Bundestag beschließt, wird auch chen die Pflege und den Erhalt des traditionellen Brauchtums. Dass
im Bundesrat behandelt. Dieser kann bereits beschlossene Gesetze der Föderalismus hochaktuell ist, zeigt nicht nur die Problematik
verzögern, Änderungen auf den Weg bringen, und strittige Gesetze in Schottland und Katalonien. Auch die Bayerische Staatsregierung
zum Teil sogar scheitern lassen. Darüber hinaus hat der Bundesrat unternimmt derzeit einen neuen Anlauf, um die Länderrechte zu
selbst auch das Recht zur Gesetzesinitiative. Diese Mitwirkung und stärken. Als Leitmotiv gilt „Föderalismus beteiligt, Zentralismus
Kontrolle durch den Bundesrat ist in der sog. Ewigkeitsklausel des schließt aus“. Aktueller Hintergrund ist der Streit um den Digital-
Grundgesetzes (Art. 79 Abs. 3 GG) festgeschrieben. Dies bedeu- pakt. Der Bund hatte, vereinfacht gesagt, Geld für die Modernisie-
tet: Auch eine Mehrheit im Bundestag – egal wie groß – kann die rung der Schulen angeboten; im Gegenzug verlangte er Mitsprache
verfassungsmäßig garantierte Mitbestimmung der Länder nicht in der Bildungspolitik, die in Deutschland strikte Ländersache ist. n
abschaffen. Die Tätigkeit des Bundesrates bedeutet eine zusätzliche

Gmund
von Robert Stumbaum

Neuer Hauptmann
bei der Gebirgsschützen-
kompagnie Gmund
Bei der Neuwahl am 24. November 2018 wurde der bisherige Ober-
leutnant Max Gröbl zum neuen Hauptmann gewählt. Er wird Nach-
folger von Hptm. Robert Stumbaum, der nach 18-jähriger Tätigkeit
in dieser Funktion nicht mehr kandidierte. Max Gröbl, der in der
Kompanie alle Stationen vom Schützen über den Oberjäger, Kassier-
Leutnant und Hptm.-Stellvertreter durchlaufen hat, ist der Enkel des
früheren Landeshauptmanns Anderl Stadler. Wir wünschen bei der
Führung der Kompanie eine glückliche Hand! Robert Stumbaum
wurde zum Ehrenhauptmann der Kompagnie Gmund ernannt. n
Berichte aus Bayern N° 1 | Februar 2019

18
Wir gratulieren …
Alois Auer – 90 Rudi Perfahl – 75 Thomas Simon – 70
Der Ehrentambourmajor der Gebirgs- und Am 17. Oktober 2018 beging Rudi Perfahl Am 11. Februar 2019 feierte der Ehren-
Antlaßschützenkompanie Gaißach feierte seinen 75. Geburtstag. Er war bereits Grün- hauptmann von Wackersberg und Ehren-
im November 2018 seinen 90. Geburtstag. dungsmitglied der GSK Murnau und hat gauhauptmann vom Isargau Thomas Simon
Spielmannszug und Musikkapelle Gaißach von Beginn an Aufgaben in der Kompanie seinen 70. Geburtstag. Für seine Verdienste
rückten zu seinen Ehren aus. 1945 ist Alois übernommen. 1999 wurde er zum Haupt- war er kürzlich mit dem Bundesver-
Auer der Kompanie als Tambour beigetre- mann gewählt und er übte dieses Amt bis dienstkreuz ausgezeichnet worden. Er ist
ten. 1974 übernahm er den Spielmanns- 2013 aus. Seine Kompanie überbrachte auch Mitglied im Kuratorium der Kiem-
zug, den er 18 Jahre leitete und zu einem zusammen mit der Führung des Bataillons Pauli-Stiftung des Bundes der Bayerischen
Klangkörper mit inzwischen 52 Mitgliedern Werdenfels die Glückwünsche zu seinem Gebirgsschützenkompanien. LH Martin
formte. 1991 übergab er den Stab an seinen Ehrentag. n Haberfellner überbrachte die Glückwün-
Nachfolger Helmut Kronseder. n sche der Gebirgsschützen. n

Mittenwald Kochel

Gottfried
Ehrenbataillons- Benedikt Heinritzi †
Schauer – 60
kommandant Am 20. Dezember 2018 verstarb Benedikt

Georg Wörnle †
Der Hauptmann der GSK Kohlgrub feierte Heinritzi im Alter von fast 80 Jahren. Bene-
kürzlich seinen 60. Geburtstag. Seit 2010 dikt Heinritzi war 1956 in die GSK Kochel
steht er an der Spitze der Kompanie, die eingetreten und diente ihr 62 Jahre als treuer
ihn beglückwünschte. Baon-Kdt. Hans Jais Am 19. Dezember 2018 verstarb Georg und zuverlässiger Gebirgsschütze. 27 Jahre
schloss sich im Namen der Kompanien des Wörnle – Schlipfer Schorsch – im Alter hat er die Kompanie Kochel als „Schmied
Bataillons Werdenfels den guten Wün- von 98 1/2 Jahren. Georg Wörnle war 1970 von Kochel“ angeführt. Er war immer da,
schen an. n Gründer des Gebirgsschützenbataillons wenn man ihn gebraucht hat – als Gebirgs-
Werdenfels, wurde dessen Kommandant schütz, als Darsteller des Schmieds von
und übte 21 Jahre dieses Amt aus. 1956 Kochel, als Handwerker (Schmied) und
hatte er die GSK Mittenwald mitbegrün- Helfer bei Arbeitseinsätzen der Kompa-
det und war 26 Jahre Hauptmann seiner nie. Er stammt aus einer 400 Jahre alten
Heimatkompanie. Am Grabe würdigten LH Schmiede-Dynastie. Der Pfarrer sagte in
Martin Haberfellner und Baon-Kdt. Hans seinem Nachruf: „Er hat dem Schmied von
Jais die Verdienste von Georg Wörnle. n Kochel Gestalt und Ansehen gegeben.“ n
N° 1 | Februar 2019 Das neue Buch des Schützenbezirkes Brixen

19
ist über die Bundeskanzlei des SSB erhältlich.

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN


Brixen
von Sonja Hackhofer

Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs


Im Beisein vieler Prominenz gedachten am 10. November 2018 die Mitglieder des Schützenbezirkes Brixen des Endes des Ers-
ten Weltkriegs vor 100 Jahren mit der Trennung vom Vaterland Österreich. Anschließend wurde das Buch „60 Jahre Schützen-
bezirk Brixen – 100 Jahre Kriegsende – Untergang der Monarchie – 100 Jahre Zerreißung Tirols“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Festakt begann mit der Aufstellung


der Ehrengäste und der Musikkapelle
Milland, der verschiedenen Abordnun-
gen des Bezirks mit ihren Fahnen sowie
der Schützenfreunde aus Regensburg und
Oberösterreich. Anschließend marschierten
die Teilnehmer zur Pfarrkirche, wo von De-
kan Albert Pixner ein Gedenkgottesdienst
zelebriert wurde. Daraufhin begab sich die
Festgemeinde zum Kriegerdenkmal im
alten Friedhof. Bezirksmjr. Florian Lechner
begrüßte die Ehrengäste, voran Bgm. Peter
Brunner und Walter Baumgartner als Präsi-
dent der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, die
ehemaligen Landeshauptleute Luis Durn-
walder und Wendelin Weingartner, die Lan-
desrätin Martha Stocker, EU-Parlamentari-
er Herbert Dorfmann, den LKdt.-Stv. Mjr. Als positives Beispiel der Zusammenarbeit in Tirol nannte der Gedenkredner Konrad
Heinrich Seyr sowie mehrere Mitglieder des Bergmeister den Verband der Tiroler Schützen.
Stadt- und Gemeinderates. Die Gedenkan-
sprache hielt Ing. Konrad Bergmeister. Er schließend feuerte die Ehrenformation des fand die Vorstellung des Buches „ 60 Jahre
erinnerte unter anderem an die Gräuel des Bezirkes eine Ehrensalve ab. In Begleitung Schützenbezirk Brixen − 100 Jahre Kriegs-
Ersten Weltkriegs mit 17 Mio. Toten. − der Musikapelle marschierten die Schützen ende – Untergang der Monarchie − 100
Bitter auch der Ausgang für Tirol. An- durch die Altstadt zum Kolpingsaal. Dort Jahre Zerreißung Tirols“ statt. n

DER HOHE PREIS DES FRIEDENS – Die Geschichte der Teilung Tirols. 1918–1922
(Marion Dotter/Stefan Wedrac)
344 Seiten, 151 sw. Abb., 6 Übersichtskarten, 15 x 22,5 cm, gebunden mit Schutzumschlag
Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2018, ISBN 978-3-7022-3711-0, 27,95 Euro

Diplomatie und persönliches Schicksal


Die dramatische Geschichte Tirols zwischen 1918 und 1922
Das Ende des Ersten Weltkrieges und die Teilung Tirols 1918 waren ein traumatisches Ereignis, das eine
jahrhundertealte politische, wirtschaftliche und geografische Einheit entzwei brach.

Berwang von Wolfram Vindl

Regimentsehrenzeichen an
Consiliarius Donatus Wagner
Aufgrund der großen Verdienste für das Tiroler Schützenwesen von
Consiliarius Donatus Wagner wurde ihm am 25. November 2018
bei der Bataillonsversammlung des Baon Ehrenberg das Ehrenzei-
chen des Oberinntaler Schützenregimentes verliehen. n

Regimentskdt.-Stv. EMjr. Wolfram Vindl, Regimentskdt.


Mjr. Fritz Gastl, Cons. Donatus Wagner und Baon-Kdt.
Mjr. Herbert Schweißgut
20 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN
Meran
von Melanie Mair

Gedenkfeier im Soldatenfriedhof
Am 4. November fand auf Einladung des Vereins „Österreichischer Soldatenfriedhof“ und des Schützenbezirkes Burggrafen-
amt/Passeier eine Gedenkfeier zu Ehren der Gefallenen beider Weltkriege auf dem österreichischen Teil des Meraner Solda-
tenfriedhofs statt.

Dekan i.R. Albert Schönthaler hielt den


Gottesdienst, welcher vom Männerge-
sangsverein Meran und der Vöraner
Musikkapelle musikalisch umrahmt wurde.
Daran teilgenommen hat auch der Bezirk
Burggrafenamt/Passeier unter Bezirks-
mjr. Hannes Holzner. Die SK Meran stellte
wieder die Ehrenformation und schoss
bei der Gedenkfeier zwei Ehrensalven ab.
Unter den Ehrengästen befanden sich der
Meraner Bürgermeister Paul Rösch und
Luis Kröll, der Präsident der Bezirksge-
meinschaft Burggrafenamt. Der ehemalige
Lananer Bürgermeister Christoph Gufler
hielt die Gedenkrede, in der er klar und
deutlich machte, dass Nationalismus nichts
mit Heimatliebe zu tun hat. n
Jedes Jahr am Seelensonntag wird in Meran eine Gedenkfeier in Erinnerung an die Gefal-
lenen der beiden Weltkriege zelebriert. 2018 war die Gedenkfeier aber eine ganz besondere,
denn 100 Jahre sind nun seit dem Ende des Ersten Weltkrieges vergangen.

Ramsau
von Gerhard Hauser

Versammlung des Regiments Zillertal


Das Schützenregiment Zillertal traf sich zur 59. Regimentsver-
sammlung. Nach Hippach letztes Jahr war heuer Ramsau der
Versammlungsort der diesjährigen Versammlung der Zillertaler
Schützen. Traditionell erfolgte der Beginn mit einem feierlichen
Gottesdienst. Hochw. Dekan Ignaz Steinwender ging in seiner
Predigt insbesondere auf die vielen Informationen ein, die heute auf
die Menschen einströmen. In seinem Rückblick auf das abgelau-
fene Schützenjahr ließ der Regimentskommandant die wichtigs-
ten Ereignisse nochmals Revue passieren und hob besonders das
Alpenregionstreffen 2018 in Mayrhofen hervor. Beim Regiments-
und Leistungsabzeichen-Schießen wurden der beste Schütze des
Regiments Andreas Hauser (SK Aschau) mit 133 Ringen Landes-
schützenmeister und Ricarda Rainer als beste Marketenderin mit
140 Ringen Regimentsmeisterin geehrt. Der Regimentskdt. berich- Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und viele Besucher. Liebe
tete auch über zahlreiche Sitzungen und Veranstaltungen, welche Schützen und Marketenderinnen, seid dabei, wenn es um unsere
im Laufe des Jahres stattfanden. Nach dem Kassabericht sowie den Tradition und unser Brauchtum geht.
Grußworten der Ehrengäste bedankte sich Mjr. Herbert Empl bei
den Bataillonskommandanten, Haupt- und Obleuten, Offizieren
und bei allen Marketenderinnen und Schützen des Regiments für Regimentstreffen 2019 Ried/Kaltenbach
die gute Zusammenarbeit. In der heutigen Regimentsversammlung Das Regimentstreffen, das alle drei Jahre stattfindet,
wurde auch turnusmäßig wieder neu gewählt. Als Wahlleiter fun- wird 2019 in Kaltenbach von der SK Ried/Kaltenbach
gierte Bezirkshptm. Dr. Michael Brandl. Die bisherigen und wieder organisiert.
im Amt und Rang Bestätigten sind: Fr., 23. August: musikalisches Klanggemälde am Abend
Regimentskommandant Herbert Empl die „Zillertaler Mander“
Regimentskassier Harald Rainer Sa., 24. August: 3. Tiroler Marketenderinnentreffen
Rechnungsprüfer Johann Daum und Willi Rauch. n am Abend Partyband „Volxrock“
So., 25. August: Regimentstreffen mit ca. 1300 Teilnehmern
Partyband „Die 3 Verschärften“
N° 1 | Februar 2019

Wir gratulieren … 21
Lana See i. Paz.

Herbert Pixner – 70 Walter Mallaun – 65


Die SK „Franz Höfler“ Lana gratuliert Herbert Pixner zum 70. Am 23. Oktober feierte Ehrenkranzträger Walter Mallaun seinen
Geburtstag. Herbert ist seit knapp 50 Jahren Mitglied der Kompa- 65. Geburtstag… n
nie Lana. Er ist stets ein fröhlicher Schütze, der mit seiner Art die
Kameraden mit guter Laune bereichert und wenn es Hilfe braucht,
stets ein offenes Ohr hat. Im Rahmen der Franz-Höfler-Gedenkfeier
lud Herbert die Kompanie zum Mittagessen ins Lananer Schüt-
zenheim ein. Die Kompanie bedankt sich mit einer handbemalten
Schießscheibe recht herzlich dafür und wünscht dem Jubilar noch
viele Jahre in seiner Kompanie. n

V.l. Hptm. Josef Juen, ELt. Eugen Juen, Walter Mallaun und
Olt. Bernhard Pircher.

See i. Paz.

Josef Juen – 65
V.l. Hptm. Andreas Pixner, Jubilar Schütze Herbert Pixner und
Flt. Werner Wenin. … und am 25. Oktober Hauptmann Josef Juen seinen 65. Geburts-
tag. Die „Seaber Schützen“ wünschen beiden Jubilaren für die
Zukunft alles Liebe und Gute, besonders Gesundheit und Gottes
St. Anton am Arlberg
Segen! n

EHptm. Norbert Alber – 70


Die SK St. Anton marschierte am 26. November auf, um vor dem
Haus ihres Ehrenhauptmannes mit einer Ehrensalve zum runden
Geburtstag zu gratulieren. Nori, der 35 Jahre Hauptmann war,
nahm die Ehrung voller Begeisterung entgegen.
Selbstverständlich waren auch die langjährigen Schützenfreunde
aus Schlanders unter den Gratulanten. In zünftiger Runde wurde
dann gefeiert und es wurden alte Erinnerungen ausgetauscht. n

V.l. Zgf. Markus Juen, Olt. Bernhard Pircher, Hptm. Josef Juen und
ELt. Eugen Juen.

Bei einem „guaten Schnapserl“ wurde auf die besondere Ehrung


gemeinsam angestoßen.
N° 1 | Februar 2019

22 Wir gratulieren …
Tiers

Luis Schönauer – 100


Luis Schönauer feierte am 31. Dezember 2018 im Altenheim in
Tiers seinen 100. Geburtstag. Zu diesem Anlass gratulierten die
Schützenkameraden und Marketenderinnen des Bataillons Eggen-
tal, Bataillonskdt. Martin Tutzer, Bezirksmjr. Lorenz Puff, Mjr. Sepp
Rungger und der Bürgermeister der Gemeinde Tiers, Gernot Psen-
ner. Als Tiroler Schütze leistete Luis stets Dienste in Bozen, in der
Bezirksleitung und im Baon Eggental, welches er 1984 mitgründete.
Er war von 1984 bis 1999 Bataillonskommandant und ist Träger
der höchsten Auszeichnungen des SSB. Im Freiheitskampf der 60er
Jahre musste Luis die Widerrechtlichkeit des italienischen Staates Die Schützenkameraden des Baon Eggental und des Schützenbe-
durch Freiheitsentzug erleben. Luis wurde 1961 von der Polizei zirks Bozen wünschen dem Kameraden Luis Schönauer und seiner
verhaftet, weil er ein Flugblatt mit „Freiheit für Süd-Tirol“ bei sich Gattin Helene für die Zukunft beste Gesundheit und noch viel
hatte, und musste deshalb für 16 Monate ins Gefängnis. n Lebensfreude.

Wildermieming

EHptm. Josef Schönach – 80


Gleich zwei besondere Jubiläen konnte der EHptm. Josef Schönach
im Jahre 2018 begehen: Er durfte heuer die 65-jährige Mitglied-
schaft bei der SK Wildermieming feiern, und am 22. Oktober 2018
beging er im Kreise seiner Familie, seiner Freunde und der SK
Wildermieming seinen 80. Geburtstag. Josef Schönach lud zu einem
wahren Fest ein und es freut uns, unserem Ehrenhauptmann bei
guter Gesundheit und voll Elan, gratulieren zu können. Wir wün-
schen ihm für seine Zukunft noch viele feine Stunden mit seiner
Familie, Gesundheit und Freude und dass er noch lange so agil und
mit Freude mit seinen Schützen ausrücken kann. n

Volders
von Herbert Rettl

Schützenjahrtag 2018 – Ein Jahr des Gedenkens und der Ehrungen


Die Senseler Schützenkompanie hat wieder
am Seelensonntag ihren Schützenjahrtag
mit einer Gedenkmesse, dem Gefalle-
nengedenken und der anschließenden
Jahreshauptversammlung abgehalten. Am
Nachmittag rücken die Senseler Schützen
nochmals zur Gedenkfeier auf dem Volde-
rer Tummelplatz aus. 2018 stellte ein Jahr
des Gedenkens dar, jährten sich doch gleich
mehrere Ereignisse, die unser heutiges
Leben nachhaltig prägen. In Tirol und von
den Schützen wurde vor allem 100 Jahre
Ende Erster Weltkrieg und deren Folgen
und Auswirkungen gedacht. Die Senseler
Schützen haben gemeinsam mit den Kom-
panien des Baon Rettenberg dazu „Denkta-
ge“ und eine „Denkwerkstatt“ abgehalten.
Langjährigkeitsauszeichnungen konnten Haspinger-Medaille für 15 aktive Schützenjahre: v.l. Hptm. Oberhofer, Oj. Florian Gabl,
heuer an 13 Schützen verliehen werden. Zu Ptf. Andreas Gabl und Hptm. Peter Rathgeber.
herausragenden Schießleistungen konnte
Uj. Niederhauser und Ptf. Wutte gratu- zu den Leistungen und Ehrungen. Bgm. men und darin auch ein Schießstand seinen
liert werden. Die Ehrengäste dankten den Maximilian Harb konnte berichten, dass die Platz finden wird. n
Schützen für die Einladung und gratulieren Senseler Schützen ein Vereinslokal bekom-
N° 1 | Februar 2019 Der k.u.k. Kriegerfriedhof von Auer
verwandelte sich am Abend in ein

23
beeindruckendes Lichtermeer.
Aus den KOMPANIEN …
Amras
von Werner Erhart

Ranzenstickkurs in Amras
Über Anregung von Schützenfrauen veranstaltete die Schützen-
s
kompanie Amras einen Ranzenstickkurs. Im Frühjahr 2018 stürzten Hosch gheart, wo Welche Eroberung? Kom-
sich 13 Teilnehmer in die große Herausforderung, unter der Anlei- der Kom m an dant plett neben die Schuach!
ogg
tung von Elisabeth Holuschka im wöchentlich stattfindenden Kurs von die Alpini gs INSER Kommandant ho
t
im Schützenheim Amras und in zahlreichen Stunden Heimarbeit hot? D er hot di e gsogg, wenn oaner noch
Eroberung Sü d- so viele Toate auf beade
Ranzen und Taschen anzufertigen. Der Kurs wurde im November
hr
mit einer kleinen Feier abgeschlossen, wo die Künstler mit großem Tirols vor 100 Jo Seitn „schiane Ziele“
als „sch iane s Zi el“ erkennen konn, isch er
Stolz ihre gelungenen Werke präsentierten. n
bezeichnet… mehr als Fehl am Plotz!
Der Alpinigeneral sollat
wohl eher als Gefohr für
die Zivilgesellschoft eing-
stuft werdn…

Auer
von Martin Feichter

Große Gedenkfeier in Auer


Schützen aus ganz Tirol und Bayern haben sich am Sonntag, den 11. November zu einer großen Gedenkfeier am k.u.k. Krieger-
friedhof in Auer anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren eingefunden. „Floskeln sind kein Mittel gegen bewaff-
nete internationale Konflikte“, sagte LKdt. Elmar Thaler in seiner Gedenkansprache. Im Anschluss gab es ein Scheibenschießen.

Rund 200 Schützen, die Musikkapelle Auer


und Vertreter der örtlichen Vereine nahmen
auf der Landesstraße Aufstellung. LKdt. Elmar
Thaler, Bürgermeister Roland Pichler und
der Innsbrucker Bataillonskdt. Ing. Helmuth
Paolazzi schritten die Front ab. Anschließend
marschierten die Formationen zum k.u.k.
Kriegerfriedhof, wo eine würdige Gedenkfeier
im Rahmen einer feldmäßigen Andacht be-
gangen wurde. Hptm. Martin Feichter sprach
einleitende Worte. „Wir haben uns heute hier
versammelt, um uns an das Ende des Ersten
Weltkrieges vor 100 Jahren zu erinnern und
der gefallenen Soldaten zu gedenken. Mit die-
ser Gedenkfeier wollen wir ihr Andenken eh-
ren und zum Frieden mahnen“, so Feichter. In
seiner Gedenkrede zeigte LKdt. Elmar Thaler
auf, dass es nicht ausreiche, nur vom Frieden Auf dem Kriegerfriedhof in Auer fanden 953 Gefallene und 101 Kriegsgefangene ihre letzte Ruhe.
zu reden. Bei einer Überschwemmung oder
bei einem Brand würden Maßnahmen ergrif- sagte Thaler. Floskeln seien keine Mittel gegen schützenbataillone Auer und Kaltern unter
fen, um solche Ereignisse in Zukunft zu ver- bewaffnete internationale Konflikte, vielmehr dem Kommando von Bezirksmjr. Peter Frank
hindern. „Weit weniger aufwändig die Lösung sei es der Einsatz jedes einzelnen, der sich um eine Ehrensalve ab. Es folgte die Kranznie-
bei der größten Katastrophe aller Zeiten, beim Ehrlichkeit und Gerechtigkeit bemüht. Im derlegung zur Weise des „Guten Kameraden“.
Krieg. Man stellt sich hin und spricht ganz Anschluss feuerte die Ehrenformation, beste- Mit der Landeshymne sowie der Kaiserhymne
einfach die Zauberformel: Nie wieder Krieg“, hend aus Schützen der historischen Stand- endete die Feier am Kriegerfriedhof. n
Freiheitskämpfer Franz Höfler (* 26. September 1933 N° 1 | Februar 2019

24
in Lana, † 22. November 1961 in Bozen)

Aus den KOMPANIEN …


Axams
von Thomas Saurer

Axamer Schützen am Pleisen-Gipfel


Am 8. August 2015 errichtete die Georg-
Bucher-SK am Pleisen-Gipfel in der
Axamer Lizum ein Gipfelkreuz aus Corten-
Stahl – im Rahmen des Tiroler Schützen-
projektes „An der Front“. Es ist übrigens
das erste Kreuz, das am Pleisen aufgestellt
wurde und es strahlt nun erhaben über das
Inntal zwischen den Stubaier Alpen und der
Nordkette. Das vom Axamer Schützenka-
meraden Markus Danler gefertigte Gedenk-
kreuz erinnert an das letzte Ausrücken der
Tiroler Standschützen im Gebirgskampf des
Ersten Weltkrieges an der Südfront im Jahr
1915. Außerdem ist es allen Gefallenen und
Opfern dieses ersten industriellen Krieges
gewidmet – deshalb wurde es auch bewusst
aus Stahl geschmiedet. Der Rost symbo-
lisiert das Altern, die Erinnerung bleibt Im heurigen Sommer besuchten einige Axamer Schützen und Marketenderinnen
jedoch bestehen. n das Schützen-Gipfelkreuz am Pleisen und gedachten dort des Endes des I. Weltkrieges
vor 100 Jahren.

Lana
von Thomas Unterholzner

Alles für die Heimat – dem Freiheitskämpfer der 60er Jahre


Franz Höfler zum Gedenken
Die SK Lana gedachte am 25. November ihres Freiheitskämpfers, Oberjägers und Namensgebers zum 57. Todestag am Nieder-
lananer Friedhof. Im Beisein der Familie Höfler fanden sich rund 300 anwesende Ehrengäste, darunter Landesrätin Dr. Martha
Stocker, Gemeindereferent Helmuth Holzner, Tiroler und Tirolerinnen, Abordnungen der Schwesterkompanie „Josef Speckba-
cher“ Rinn aus Nord-Tirol, die Königlich Bayerische Gebirgsschützenkompanie Aschau im Chiemgau, die Welsch-Tiroler SK Des-
tra Ades und zahlreiche Abordnungen des Schützenbezirks Burggrafenamt/Passeier sowie des Südtiroler Schützenbundes ein.

„Herz-Jesu-Nacht 1961 − die Herz-Jesu-Feuer leuchteten noch weit


ins Tal herab und klangen zu später Stunde in finsterer Nacht aus.
Unerwartet scheuchten zitternde Fenstergläser, ein grelles Leuchten,
furchteinflößendes Donnern aus nah und fern die Bürger der Lan-
deshauptstadt von den Häusern in die verlassenen Bozner Gassen.
Sie konnten betrachten, wie ringsum Bozen zahlreiche Strommas-
ten über steile Abhänge stürzten − kurz darauf fiel auch der Strom
aus.“ So zitierte der Waltener Ehrenhauptmann Wolfram Klotz
während seiner Gedenkrede am Grab Höflers Otto Petermair aus
Frangart. Für die Sprengstoffanschläge der Herz-Jesu-Nacht war der
Befreiungsausschuss (BAS) unter der Führung des Frangarter Kauf-
mannes Sepp Kerschbaumer verantwortlich. Mit ihm beteiligten
sich maßgeblich auch die Lananer Franz Höfler (Ballguter), Georg
(Jörg) Pircher (Hofmann) und Walter Gruber sowie viele weitere
Tiroler an der sogenannten Feuernacht. Nach jahrelanger Unterdrü-
ckung Italiens wollte man damit die Weltöffentlichkeit wachrütteln,
um auf die Missstände im Lande aufmerksam zu machen.
Im 2018 Jahr jährte sich zum 30. Mal der Todestag des unverges-
senen Freiheitskämpfers, LKdt.-Stellvertreters, Bezirksmajors und V.l. Gedenkredner Ehrenhauptmann Wolfram Klotz,
Hauptmanns Jörg Pircher. Der Gedenkredner beschrieb den Jörg als ehem. Landesrätin Martha Stocker und Hptm. Andreas Pixner
einen Schützen, den man zu seiner Zeit kaum noch finden konnte.
Er war Tiroler durch und durch, auf den wir heute noch mit Stolz diese schwere Zeit verließ ihn der Glaube an seine Heimat nie und
blicken können. Als letzter Häftling des Mailänder Prozesses kehrte er setzte sich auch nachher leidenschaftlich für das Tiroler Schüt-
Jörg Pircher in die geliebte Heimat zurück. Gekennzeichnet durch zenwesen ein. n
N° 1 | Februar 2019

Aus den KOMPANIEN … 25


Innsbruck
von Hans Gregoritsch

Neuwahlen im Bataillon Innsbruck


Im Schützenheim St. Nikolaus-Mariahilf
wurde die Jahreshauptversammlung des
Baon Innsbruck mit Neuwahlen abgehalten.
Nach der Begrüßung durch Bataillonskdt.
Mjr. Helmuth Paolazzi, der die anwesenden
Teilnehmer über Termine und Ausrückungen
informierte, wurde zur Tagesordnung überge-
gangen. Alle Funktionäre trugen ihre Tätig-
keitsberichte vor. Danach wurde der gesamte
Ausschuss einstimmig entlastet und Viertel-
Tirol-Mitte-Kommandant Mjr. Andreas Raass
wurde gebeten, die Neuwahl durchzuführen.
Über jeden einzelnen Funktionär wurde in
geheimer Wahl abgestimmt. Die gute Arbeit
des Ausschusses wurde durch die nahezu
einstimmige Wiederwahl aller Funktionäre
für drei weitere Jahre bestätigt. n

Innsbruck
von Lothar Zimak

45 Jahre Partnerschaft SK „Alte Pfarre Natz“ und SK Igls-Vill


Als am 22. Juli 1973 die Hauptleute Karl
Fallmerayer (Alte Pfarre Natz) und Karl
Wieser (Igls-Vill) beim Bezirksschützenfest
in Sterzing beschlossen, eine Partnerschaft
zwischen den beiden Kompanien ins Leben
zu rufen, konnte keiner ahnen, dass diese
Partnerschaft so lange halten würde. Man
traf sich mindestens einmal jährlich, meis-
tens aber öfter, entweder in Igls oder Vill
und umgekehrt in Natz, Raas oder Elvas;
im Herbst meistens zu einem Törggelen im
südlichen Tirol, was von den Teilnehmern
aus dem nördlichen Landesteil dankend
angenommen wurde. Aber nicht nur die
gemütlichen Runden trugen zu einer jahre-
langen freundschaftlichen Verbindung bei,
sondern auch die offiziellen Veranstaltun-
gen oder besondere Schmankerln. Gemein- Ein „Vivat, crescat, floreat“ für die Zukunft der Freundschaft zwischen den Kompanien
sam können die Mitglieder der Kompanien „Alte Pfarre Natz“ und Igls-Vill.
auf eine 45-jährige Freundschaft stolz sein.
Die 45-jährige Partnerschaft wurde am 18. Jaist (seit 50 Jahren Mitglied der Kompanie) ein. Als Gastgeschenk überreichten die
November 2018 im Trinnerhof in Raas bei hießen uns recht herzlich willkommen. In Teilnehmer aus Igls-Vill einen Wandteller
einem Törggelen gefeiert. Die Wirtsleute ihren Ansprachen gingen die Hauptleute mit Widmung und verliehen dem Wunsch
Maria Jaist Auer (Tochter von EHptm. Oswald Michaeler und Wolfgang Kalous Ausdruck, dass die Freundschaft weitere 45
Jakob Auer und Fahnenpatin der neuen sowie Obm. Lothar Zimak auf die wech- Jahre halten soll. n
Fahne der SK „Alte Pfarre Natz“) und Peter selhafte Geschichte der letzten 45 Jahre
Das Buch über Anton Ranigler ist über die N° 1 | Februar 2019

26
SK Margreid sowie im guten Buchhandel erhältlich.

Aus den KOMPANIEN …


Margreid
von Hildegard Flor

Anton Raniglers Kriegstagebuch vorgestellt


Gut besucht war die Vorstellung des Buches „Anton Ranigler – Tagebuch Südfront 1915–1917“ im Karl-Anrather-Haus. Herausgege-
ben wurde es vom Margreider Heimatpflegeverein und der SK Margreid. Als Autor konnte Martin Schweiggl gewonnen werden.

Heimatpflege-Obmann Roland Barcatta begrüßte die zahlreichen


Zuhörer, Ehrengäste, Sponsoren und Unterstützer und erzählte über
den Werdegang des Buches. „Es war der Wunsch der Schützen,
zum 100. Ende des Ersten Weltkriegs etwas Bleibendes zu schaffen.
Dank der Auffindung von zwei Tagebüchern des damaligen Haupt-
manns der Margreider Standschützen, Anton Ranigler, konnte das
Vorhaben verwirklicht werden.“
Hptm. Walter Bonora zitierte aus dem Buch und rief zum Frieden
auf: „Die Soldaten sind mit Enthusiasmus eingerückt, dann aber
kam die Ernüchterung an der Front“, sagte Bonora und gab das
Wort weiter an den Autor Martin Schweiggl, der in akribischer
Kleinarbeit das Buch realisiert hat und nun anhand von Lichtbil-
dern die Lebensgeschichte von Anton Ranigler, aber auch ge-
schichtliche Hintergründe zum Besten gab.
Das interessante Buch ist über die SK Margreid sowie in der Sie stellten das Buch über Franz Ranigler vor: v.l. Hptm. Walter
Athesia-Buchhandlung in Neumarkt erhältlich. n Bonora, Autor Martin Schweiggl und Heimatpflege-Obmann
Roland Barcatta.

Mils
von Hanspeter Hirschhuber

Kinder in Rumänien
Die SK Mils unter der Führung von Hptm. Hanspeter Hirschhuber
konnte Rumänien mit Mobiliar aus der Schule von Direktor und
Bürgermeister Hanser unterstützen. Es gingen 18 Schultische, 95
Sessel, Schultaschen und ein Kinderküchenblock an Schulen, wo
Kinder in Rumänien am Boden sitzen. Im Land selbst mit dem
Transporter angekommen, wurden alle herzlich empfangen und der
dortige Direktor bedankte sich mit den Worten: „Ihr seid ein Segen
für unser Dorf.“ n

Es sind 14 Stunden Fahrtzeit von Mils nach Rumänien.

Oberndorf i. T.
von Sabine Trabi

Oberndorfer Schützen luden zur Weihnachtsfeier


Wie in jedem Jahr luden Kompanie und die Ehrenurkunde anlässlich seiner 40-jäh-
Gilde auch heuer wieder alle Mitglieder zu rigen Zugehörigkeit zur Schützenkompanie
einer Weihnachtsfeier im Schützenheim ein. sowie die Auszeichnung des BTSK für
Obm.-Stv. Lukas Strobl begrüßte die Gäste 25-jährige Mitgliedschaft überreicht. Mathi-
mit besinnlichen aber auch humorvollen as Friedl erhielt für das 3-malige Erreichen
Worten. Da Obm. Hans Brandstätter leider des goldenen Schießleistungsabzeichens das
verhindert war, übernahm es Schützenwir- Abzeichen „Gold mit Kristall“. Meinhard
tin Elfi Hauser, zwei Weihnachtsgedichte Tönig präsentierte noch einen Jahresrück-
von Kathi Kitzbichler vorzutragen. Die Fei- blick, der von ihm und Georg Brunner
er wurde auch zum Anlass genommen, zwei zusammengestellt worden war, sowie zwei
Personen zu ehren, die bei der Jahreshaupt- interessante Kurzfilme aus vergangenen
versammlung nicht dabei sein konnten. Zeiten. Der Ausklang dieser Feier dauerte
Gründungsmitglied Peter Wimmer wurde dann noch bis weit nach Mitternacht. n

Schützenwirtin Elfi Hauser liest Kathi Kitzbichler.


N° 1 | Februar 2019

Aus den KOMPANIEN … 27


Oberndorf i.T.
von Sabine Trabi

Joseph-Hager-Schützenkompanie und die


Sportschützengilde Oberndorf

Zum 40-jährigen Jubiläum konnten einige Gründungsmitglieder von damals mit besonderen Auszeichnungen geehrt werden.

Traditionell wird am Helden- und Toten- Brunner über die hervorragenden Leis- ab sofort in ihre Fußstapfen treten und die
sonntag nach dem Kirchgang die Jahres- tungen der Mitglieder der Sportschützen- Erfolge der Jugend weiterhin fördern. Da
hauptversammlung der Joseph-Hager-SK gilde – allen voran Hannes Riedmann, der die Joseph-Hager-SK heuer ihr 40-jähriges
und der Sportschützengilde Oberndorf im die Schützenkette wieder nach Oberndorf Gründungsjubiläum feiern kann, konnten
Gasthaus Dorfwirt abgehalten. Nach der brachte. Durch Obm. Hans Brandstätter im Rahmen der Jahreshauptversammlung
Begrüßung durch Obm. Hans Brandstät- wurde mitgeteilt, dass die beiden Jungschüt- einige Gründungsmitglieder geehrt werden.
ter berichtete Hptm. Josef Strobl über die zenbetreuer Meinhard Tönig und DI Chris- Für ihre langjährige unermüdliche Arbeit im
zahlreichen Ausrückungen seit der letzten tian Hopfensperger ihr Amt nach mehr als Schützenheim wurde die Schützenwirtin der
Jahreshauptversammlung. Danach infor- 20-jähriger Ausübung niederlegen. Lukas Kompanie Elfriede Hauser mit der Margare-
mierte Oberschützenmeister Ing. Jochen Strobl und Andreas Eppensteiner werden then-Medaille des BTSK ausgezeichnet. n

Oberndorf i. T.
von Sabine Trabi

Dorfschießen der Kompanie und Gilde Oberndorf


An zwei Wochenenden wurde das 8.
Dorfschießen der Oberndorfer Schützen
ausgetragen. 163 Teilnehmer bildeten 17
Mannschaften und gaben insgesamt 6.140
Schüsse am modernen elektronischen
Schießstand ab. In den 6 Kategorien konn-
ten folgende Gewinner ermittelt werden:
Die Mannschaftswertung gewann das Team
Raiffeisen Bank mit 414,4 Ringen. Die
beste 20er-Serie schoss Josef Edenhauser
mit 210,3 Ringen. Den besten 10er auf die
Glückscheibe schoss Meinhard Tönig mit
einem Teiler von 3,1. Den schönsten 10er
auf die Königscheibe schoss Josef Edenhau-
ser mit einem sagenhaften 2,2-Teiler.
Das heurige 25-jährige Gründungsjubiläum
der Sportschützengilde wurde zum Anlass
genommen, eine weitere Kategorie anzubie-
ten. Den schönsten 10er auf die Jubiläums-
scheibe der Gilde schoss Johannes Wörgart- Der Schützenkönig des letzten Jahres Andreas Jöbstl übergibt die von ihm gestiftete
ner mit einem grandiosen 2,8-Teiler. n Königsscheibe an den neuen Schützenkönig Josef Edenhauser.
N° 1 | Februar 2019

28 Aus den KOMPANIEN …


Taufers im Pustertal
von Rudi Oberhuber

Requiem für die Gefallenen


Am 18. November fand die Uraufführung des „Requiems für die Gefallenen“ in der Pfarrkirche von Taufers statt. Anlässlich
des Gedenkjahres „100 Jahre Ende des I. Weltkrieges und Zerreißung Tirols“ wollte die Tauferer Schützenkompanie etwas
Bleibendes schaffen, das auch über dieses Jahr hinausreicht. So entstand, auf Anregung von Olt. Peter Villgrater, die Idee, ein
„Requiem für die Gefallenen“ in Auftrag zu geben.

Mit der Komposition beauftragt wurde


Hansjörg Mutschlechner. Er ist Autor ver-
schiedener Werke für Orchester, Kammer-
musik, Chor, Theater und Filmmusik. Für
die Aufführung konnte der Kirchenchor
Taufers mit Orchester unter der Leitung
von Elmar Stimpfl gewonnen werden.
Dazu kamen noch begeisterte Sänger und
Sängerinnen von anderen Chören. Das
Anliegen der Kompanie war es, alle Gefal-
lenen dieses schrecklichen Krieges durch
dieses Requiem, das ja in Musik gefass-
tes Gebet ist, der Barmherzigkeit Gottes
anzuvertrauen. Ebenso sollte ihnen damit
ein ehrendes Andenken bewahrt werden.
Durch das Requiem für die Gefallenen
sollte auch etwas von der großen christli-
chen Hoffnung aufleuchten: „Der Tod hat Sterben am Kreuz erlöst!“ Die Pfarrkirche ßend wurde noch zur Weise des „Guten
nicht das letzte Wort! Wir sind durch das Taufers konnte beinahe die Zuhörer nicht Kameraden“ am Ehrenmal ein Kranz für
kostbare Blut Jesu, durch sein Leiden und fassen, so groß war der Andrang. Abschlie- alle Gefallenen niedergelegt. n

Piazzo/Cembratal
von Hildegard Flor

„Aus der Geschichte Lehren gezogen“


Anlässlich der landesweiten Feiern zum
Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert
Jahren fanden sich auch Schützen zur
Gedenkfeier am 4. November in Piazzo
ein. Neben der gastgebenden Kompanie
Königsberg kamen sie aus Kalisberg,
Lavis, Kronmetz und Caldonazzo. Das
Gebiet war am 2. November 1796 Schau-
platz der Schlacht von Segonzano, bei
welcher die Franzosen von Welsch- und
Süd-Tiroler Verbänden in die Flucht
geschlagen worden waren.

Die heilige Messe zelebrierte der Salesia-


ner Walter Mattevi. „Was geschah 1914?
Tod und Verwüstung folgten auf den Bei der Gedenkfeier in Piazzo von links: zwei Schützen von der Kompanie Königsberg, P.
Wunsch nach Veränderung, der schon mit Walter Mattevi, Bundesgeschäftsführer Umberto Facchinelli, Senator a. D. Franco Panizza,
der französischen Revolution begonnen Festredner Giorgio Dellagiacoma und Schützenhauptmann Oskar Enrici.
hatte. Schon damals hatten sich die Leute
erhoben, um ihre Werte zu verteidigen. Es ab, dann wurde vor der am 27. Oktober Vizebürgermeister Giorgio Dellagiacoma.
ist möglich, aus der Geschichte Lehren zu 1996 enthüllten Gedenksäule ein Kranz Einer mündlichen Überlieferung zufolge
ziehen, wie uns der Frieden seit 1945 Jahren niedergelegt und zwei Bläser der Kompanie sollen sich sogar die Frauen vom Ortsteil
gezeigt hat“, sagte der Priester. Kalisberg spielten die Weise vom „Guten Sevignano ähnlich wie Katharina Lanz den
Vor der Kirche feuerte die Ehrenforma- Kameraden“. Die Invasion der Franzosen Franzosen entgegengestellt haben. Die Feier
tion aus Lavis und Umgebung unter dem 1796 und den siegreichen Widerstand endete mit der Landeshymne und einem
Kommando von Stefano Agostini eine Salve der Tiroler beleuchtete der ehemalige kleinen Umtrunk. n
N° 1 | Februar 2019
Gedenkstein für den österreichischen

29
Offizier Alberto Paluselli, ermordet
am 15. November 1918.
Aus den KOMPANIEN …
Tesero/Fleimstal
von Hildegard Flor

Gedenkfeier für Alberto Paluselli und alle Gefallenen


Am 18. November fand eine Gedenkfeier für den nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ermordeten Zugsführer der österreichi-
schen Gendarmerie, Alberto Paluselli (1885–1918), aber auch für die 900 Gefallenen des Ersten Weltkriegs aus dem Fleimstal
und Umgebung statt. Veranstaltet wurde die Feier von den Schützenkompanien Fleims und Ladins de Fasha. Gekommen
waren auch Schützen aus Truden, Altrei, Kalisberg, Piné, Rovereto, Strigno und Telve, mehrere Mitglieder der Bundesleitung,
eine Vertretung des K.u.k.-Freundeskreises, Bürgermeisterin Elena Ceschini und einige Angehörige.

An der Gedenkstätte unterhalb von Tesero hieß der Fleimser


Hptm. Ernesto Bortolotti alle willkommen. Nach dem Fahnen-
gruß trug der Historiker Giovanni Defrancesco die Lebensge-
schichte des Soldaten vor. Es folgte die Ehrensalve durch die
Ehrenkompanie Ladins de Fasha. Danach segnete P. Angelico
Boschetto OFM den Gedenkstein und den Kranz, der zur Weise
vom „Guten Kameraden“ am Kreuz befestigt wurde, und erbat den
Segen für das Dorf. Bürgermeisterin Ceschini rief 100 Jahre nach
dem Ende des Weltkriegs zum Nachdenken auf, besonders jene,
die Verantwortung tragen.
Der Landeskommandant des Welschtiroler Schützenbundes, Enzo
Cestari, hielt die Festrede und schloss mit den Worten: „Kein
einziges Opfer war es wert.“
Mit zitternder Stimme sprachen zwei Angehörige von Paluselli
Schützen, Ehrengäste und Angehörige an der Gedenkstätte für den nach Dankesworte, dann dankte Hptm. Bortolotti allen für die Organi-
dem Ersten Weltkrieg in Tesero ermordeten Zugsführer Alberto Paluselli. sation. Mit der Landeshymne endete die würdige Feier. n

Taisten
von Martin Plankensteiner

Neues Wetterkreuz in Taisten


Schon seit alters steht unterhalb des „Oberhaushofs“ in Taisten
ein Wetterkreuz. Die Dorfältesten erzählen, dass an besagter
Stelle Hirten in großer Blitzgefahr standen. In früherer Zeit
wurde eigens am Kreuz Halt gemacht, um das Vieh beim Alm-
auftrieb zu segnen.

Nachdem bereits 1995 das Kreuz renoviert worden war, haben es


die Schützen aus Taisten wiederum grundlegend erneuert − ge-
schaffen in Schützen-Handarbeit aus einem Lärchenstamm des
Windwurfes vom August-Unwetter 2017. Eingesetzt bleiben die
Reliquien der Diözesanpatrone Ingenuin und Albuin, welche auch
Kirchenpatrone von Taisten sind. n

Im Spätherbst 2018 wurde das Wetterkreuz durch Pfarrer Johann


Oberhammer gesegnet, nachdem es von Schützen der SK Taisten
erneuert worden war.

Tulfes
von Manfred Arnold

Schützenjahrtag der Speckbacher Schützenkompanie Tulfes


Am ersten Sonntag nach Allerheiligen, den und Gedenktag „100 Jahre Ende 1. Welt- statt, zu dem die Kompanie eine gelungene
4. November, feierte die Speckbacher SK krieg“. An dieser Stelle geht ein besonderer Ehrensalve abfeuerte. Ebenfalls ein Hö-
Tulfes ihren Schützenjahrtag mit anschlie- Dank an Dekan Pf. Augustinus Kühne und hepunkt war die Angelobung der neuen
ßender Vollversammlung. Mit dem Antre- an die Bläsergruppe der Musikkapelle für Jungschützen Andreas Arnold und Markus
ten der Formationen und dem gemeinsa- die feierliche Gestaltung der Messfeier, wo Hoppichler sowie der Schützenkameraden
men Einzug mit der Musikkapelle Tulfes auch die zwei Gedenkkerzen geweiht wur- Martin Wegscheider, Thomas Arnold und
zur Pfarrkirche, wo die feierliche Messfeier den. Im Anschluss fand beim Kriegerdenk- Alexander Annabith, zu deren feierlichen
stattfand, begann der Schützenjahrtag 2018 mal die Krieger- und Gefallenenehrung Abschluss die Musikkapelle die Landes-
N° 1 | Februar 2019

30 Aus den KOMPANIEN …

hymne spielte. Die diesjährige Jahreshaupt-


versammlung wurde beim Tuxerbauer
abgehalten, wo man zu den rund 60 aktiven
Schützen auch einige Ehrengäste wie Dekan
Augustinus Kühne und Bgm. Martin Weg-
scheider begrüßen durfte. Abschließend
richteten die Ehrengäste Grußworte an die
Festversammlung und sprachen der Kom-
panie ihre Anerkennung aus. n

Es gab viel über die Aktivitäten im abgelau-


fenen Schützenjahr zu berichten und auch
zu danken, bevor es zu den Ehrungen und
Auszeichnungen kam.

Vahrn
von Günther Mairhofer

Vahrn gedenkt seiner Toten


Mit einem Fackelzug und einer eindrucksvollen Gedenkfeier gedachte die Gemeinde Vahrn am 11. November 2018 ihrer Opfer
des 1. Weltkriegs. Insgesamt 56 Menschenopfer forderte der für viele als „die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ bezeichnete
Krieg in Vahrn. Zur Gedenkfeier hatten die Schützenkompanien von Vahrn, Neustift und Schalders geladen.

Die drei Schützenkompanien der Gemeinde


trafen sich zusammen mit Abordnungen
aller vier Feuerwehren und aller drei Musik-
kapellen des Dorfes auf dem Dorfplatz zur
Aufstellung. Neben weiteren Vertretern von
Vereinen und Verbänden des Ortes wohnte
auch die Dorfbevölkerung zahlreich der
Gedenkfeier bei. Mit einem eindrucksvollen
Fackelzug marschierten anschließend die
Teilnehmer durch das Dorf bis zum Fried-
hof. Auf dem Dorfplatz, im Friedhof und
an mehreren Häusern entlang der Marsch-
route waren Tiroler Fahnen mit Trauerflor
gehisst oder auf Halbmast gesetzt. Vor dem
Kriegerdenkmal begrüßte der Vahrner
Schützenhauptmann Werner Burger alle An-
wesenden. Ein besonderer Gruß ging dabei
an Bürgermeister Andreas Schatzer und die
anwesenden Gemeinderäte, an LAbg. Sven Nach einem gemeinsamen Gebet feuerte die Formation mit Mitgliedern aller drei Schüt-
Knoll, an Bezirksmjr. Florian Lechner und zenkompanien eine Ehrensalve ab. Eine Bläsergruppe der Musikkapelle Vahrn spielte die
an EMjr. Josef Kaser. Anschließend verlas Weise des „Guten Kameraden“ und vor dem Kriegerdenkmal wurde ein Kranz niedergelegt.
Hptm. Werner Burger die Namen der 19
Vahrner, Hptm. Daniel Oberegger die Na- Schatzer. Dieser ging zu Beginn auf die his- schwere Bürde hinzu. Der Zusammenbruch
men der 17 Neustifter und Hptm. Matthias torischen Ereignisse vor 100 Jahren ein. „Zu der Donaumonarchie und die daraufhin im
Steinmann die Namen der 20 Schalderer, die den Toten und Verletzen, die fast jede Fami- Friedensvertrag ausgehandelte Verschiebung
im 1. Weltkrieg ihr Leben lassen mussten. lie zu beklagen hatte, kam für die Süd-Tiroler der Brennergrenze führten dazu, dass Süd-
Es folgte die Ansprache von Bgm. Andreas Bevölkerung nach Kriegsende eine weitere Tirol an Italien fiel“, erinnerte Schatzer. n

Kurz & bündig


- Am 5. Dezember 2018 wurde im Schützenheim Brixen der vorstellen. Auf der Rückseite sind der Sinn und die Geschichte
Kalender der Marketenderinnen des Schützenbezirks Brixen dieses Brauches beschrieben. Restposten des interessanten und
„Tiroler Bräuche − Wurzeln unserer Heimat“ der Öffentlichkeit lehrreichen Kalenders sind bei Bezirksmarketenderin Viktoria
vorgestellt. Auf den einzelnen Monatsseiten findet man Bilder Stampfl erhältlich.
der verschiedenen Kompanien, die einen Brauch ihres Dorfes
N° 1 | Februar 2019

Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN 31


Bozen
von Elisabeth Kofler

MILA-Besichtigung der Bezirke Bozen und Unterland


Am 22. November 2018 trafen sich 20 Marketenderinnen der Schützenbezirke Bozen und Unterland auf dem Parkplatz des
Milchhofs MILA in Bozen. Dort empfing Julia Burger die Teilnehmerinnen. Nach der Begrüßung wurde auf dem Hof der MILA
mit einer Einführung in deren Geschichte begonnen.

Auf keinen Fall durften bei der Besichtigung des Milchhofs eine kleine Verkostung und ein Gruppenfoto fehlen.

Anschließend begleitete Julia die Marke- es los. Von der Erhitzung der Milch über Trink- und Knusperjoghurts. Schließlich
tenderinnen in den Präsentationsraum, die Mischung der Joghurtsorten bis zur ging es noch in den obersten Stock, wo
wo sie mit einem Schutzmantel, Haube Biegemaschine für die Tetrapack-Kartons die Butterei ihren Platz hat. Aufgrund der
und Schuhüberzug ausgestattet wurden. durften die Mädchen und Frauen im ersten strengen Hygieneregeln durften die Mar-
Auch sämtlicher Schmuck musste abge- Stockwerk vieles betrachten. Anschließend ketenderinnen aber nur von außen einen
nommen werden, um die Verunreinigung ging es in den unteren Stock, wo die riesige Blick hineinwerfen. Ein herzlicher Dank
der Produkte zu verhindern. Am Eingang Joghurt-Abfüllanlage sowie die Verschlie- der Marketenderinnen geht an Julia Burger,
der Produktion mussten dann noch die ßungs- und Verpackungsmaschine in die die Gruppe durch den interessanten
Hände desinfiziert werden und schon ging Betrieb ist. Nicht fehlen durften jene der und lehrreichen Abend geführt hat. n

Stumm/Stummerberg
von Manfred Fiechtl

Eine Marketenderin und ihre Erfolge


anschließenden Jahreshauptversammlung
im GHF Nester konnten wir unserer aus
der Kompanie scheidenden Marketenderin
Bernadette Pfister nochmals ein herzliches
Vergelt’s Gott aussprechen. Während ihrer
11-jährigen Zugehörigkeit sind auch ihre
vielen sportlichen Erfolge erwähnenswert.
So nahm Bernadette an 5 Schützenschi-
meisterschaften teil und errang dabei alle 5
Siege in der Klasse Marketenderinnen. Im
Südtiroler Wolkenstein erreichte Berna-
dette 2009 sogar die Tagesbestzeit aller
Teilnehmer. Bemerkenswert neben ihren
schifahrerischen Erfolgen sind außerdem
noch die ausgezeichneten Ergebnisse bei
diversen Schießwettkämpfen. Bei den
Regimentsmeisterschaften 2013 wurde
V.l. Hptm. Manfred Fiechtl, Marketenderin Bernadette Pfister und Olt. Gerhard Hauser Bernadette sogar Regimentsmeisterin.
Für ihr Wirken im Tiroler Schützenwesen
Am 04.11.2018 fand gemeinsam mit der zenjahrtag mit Kirchgang und Ausrückung ehrt der BTSK unsere Bernadette mit der
Bundesmusikkapelle Stumm unser Schüt- am Kriegerdenkmal statt. Im Zuge der „Katharina-Lanz Medaille“. n
N° 1 | Februar 2019

32 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN


Nals von Verena Geier

Marketenderinnen fertigen Ringe für Trachtenflor


Einen Kurs der besonderen Art organisierten die Marketenderinnen im November 2018: An zwei Abenden konnten alle interes-
sierten Marketenderinnen ihren ganz individuellen Ring für den Trachtenflor gestalten. Anleitung und Hilfestellung gab hierfür
Arno Klammer, Goldschmied und Besitzer der Goldschmiede „Laurin’s“ in Nals. Er stellte den Teilnehmerinnen dankenswer-
terweise seine Werkstatt zur Verfügung und führte sie in die Kunst des Goldschmiedens ein. Bereits am ersten Abend wurden
Wachsringe mit Sticheln bearbeitet. So nahmen die verschiedenen Ideen einer jeden Marketenderin Schritt für Schritt Gestalt an.

Am zweiten Abend war Arno Klammer


sehr darum bemüht, den Teilnehmerinnen
genau zu erklären und zu zeigen, wie aus
ihren Wachsringen Silberringe werden. Als
die Ringe im Beisein der Marketenderinnen
gegossen waren, wurde unter der Anleitung
des Goldschmiedes jedes kleinste Detail
herausgearbeitet und einem jeden Ring der
Feinschliff verpasst. Zudem gravierte Ingo
Klammer, der Sohn des Goldschmiedes
und selbst auch Goldschmied, auf Wunsch
der Teilnehmerinnen mit einer besonderen
Lasertechnik einen Tiroler Adler in jeden
Florring. Die Abende klangen mit einem
Gläschen Sekt, Knabbereien und netten
Gesprächen aus. Ein herzliches Dankeschön
gebührt Arno Klammer, der sich auf offene
Art und Weise sofort für diese Idee begeis-
tern ließ und den Teilnehmerinnen half, ein Mit viel Freude nahmen die Marketenderinnen ihre individuellen Ringe mit nach Hause.
besonderes Schmuckstück zu gestalten. n Sie werden sie voller Stolz bei den künftigen Ausrückungen tragen.

Naturns von Angelika Haller

Wohlverdientes, gemütliches Weihnachtsessen


der Marketenderinnen
Am Freitag, den 14. Dezember 2018 lud der Beirat der Marketenderinnen des Schützenbezirks Burggrafenamt-Passeier erneut
zum gemütlichen Beisammensein zum Jahresabschluss. Bereits zum 3. Mal wurde ein Weihnachtsessen organisiert.

In diesem Jahr führte die kulinarische Reise


in die Waldschenke Naturns. 20 Marketen-
derinnen genossen das vorzügliche Drei-
Gänge-Menü und die nette Gesellschaft.
Bezirksmarketenderin Angelika Haller,
welche die Begrüßung der Frauen über-
nahm, bedankte sich gleichzeitig bei allen
Marketenderinnen des Bezirks für ihren
Einsatz für das Schützenwesen und die
Heimat Tirol. An diesem Abend bestätigte
sich das gute Miteinander der zahlreichen
Marketenderinnen unterschiedlicher Gene-
rationen aus den verschiedenen Kompanien
des Bezirks. Ein besonderer Dank geht an
Beirätin Magdalena Gaidaldi Prantl für die
Hilfe bei der Organisation des Weihnachts-
essens. n
Marketenderinnen des Bezirks Burggrafenamt-Passeier ließen beim gemeinsamen
Weihnachtsessen das Jahr 2018 kulinarisch ausklingen.
N° 1 | Februar 2019

Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN 33


Steeg von Fredi Scharf

Jungschützen hatten erstrebenswerte Ziele

Erst die Arbeit… dann der Lohn…

Nach fast einjähriger Vorbereitungszeit wurde im heurigen Jahr welcher nicht nur die Vorbereitung gut organisiert, sondern auch
erstmals im Baon Lechtal die Prüfung für den Erwerb des Jung- den Unterricht jugendgerecht und abwechslungsreich gestaltet
schützenleistungsabzeichens abgenommen. 19 Jungschützen stell- hatte. Am Ende gab es nur strahlende Gesichter, denn alle Jung-
ten sich den gestrengen Fragen der Prüfer und überzeugten mit schützen haben die Prüfung bestanden (15-mal Bronze, 4-mal
umfangreichem Wissen in den Sachgebieten Tiroler Geschichte, Gold). Die Abzeichen samt Urkunden wurden dann beim Festakt
Religion, Geographie und Aufbau bzw. Organisation des Bundes des Außerferner Bezirksschützenfestes in Steeg überreicht, einem
der Tiroler Schützenkompanien. Man spürte das Interesse und die würdigen Rahmen, den sich die Jungschützen und Jungmarketen-
Freude, mit der der Schützennachwuchs bei der Sache war. Das ist derinnen auch verdient haben. n
wohl auch das Verdienst des Baon-JS-Betreuers Lt. Marco Reich,

Tulfes von Herbert Rettl

Tag der Jungschützen – Eine Gemeinde stellt sich vor

Jungschützen und Jungmarketenderinnen mit Begleitungen und Hptm. Angerer (9.v.r.) und Bgm. Wegscheider (1.v.r.)

Beim Tag der Jungschützen besuchten die Neubaus der Glungezerbahn einlud, freute Glockenturm berichtete. Am Friedhof wurde
Jungmarketenderinnen und Jungschützen sich über alte Erinnerungen. Die Gondeln das Grabmal von Adelheid von Habsburg,
des Schützenbezirkes Hall die Gemeinde für die neue Bahn sind auch schon vor der ältesten Tochter des letzten österreichi-
Tulfes und konnten dort vom Neubau der Ort und es wurden Erinnerungen über die schen Kaisers Karl I. und seiner Gemahlin
Glungezerbahn bis zum Glockenturm vieles oftmals kalte und lange Fahrt mit den alten Zita besucht. Von Hptm. Richard Angerer,
besichtigen und erfahren. Die SK Tulfes hat Sesselliften ausgetauscht. Danach ging es der gleichzeitig die Jungschützenbetreuung
im heurigen Jahr für die Jungmarketende- weiter zur Kirche, wo eine Besichtigung des in der Kompanie innehat, konnte die Jugend
rinnen und Jungschützen ein interessantes Glockenturms unter der Führung des Mes- spannende Geschichten über Tulfes und die
Programm zusammengestellt. Bgm. Martin ners Franz Spieltenner stattfand. Ein Staunen SK Tulfes erfahren. So können die Tulferer
Wegscheider, der die Jungmarketenderinnen zog sich durch die Reihen, als der Mesner Schützen auf eine nachweisliche Geschichte
und Jungschützen zu einer Besichtigung des vom Verstecken von Josef Speckbacher im von über 371 Jahren zurückblicken. n
N° 1 | Februar 2019

34 Wir gedenken …
Amras
von Werner Erhart

Gedächtnisfeier am Tummelplatz
Am Seelensonntag, den 4. November 2018 fand die traditionel-
le Gedächtnisfeier am Tummelplatz in Amras statt, welche vom
Erhaltungs- und Betreuungsverein veranstaltet wurde. Diözesanbi-
schof Hermann Glettler, der den Tummelplatz noch nicht kannte,
war von dieser idyllischen Stätte des Gedenkens und von den
vielen Menschen, die zur Feier gekommen waren, überrascht und
angetan. Er leitete den religiösen Teil der Veranstaltung und hielt
dabei eine eindrucksvolle Predigt. Das Gesamtkommando führte
der Hptm. der SK Amras Alexander Stampfer. Nach den Gebeten
und dem Umgang mit der Segnung der Gedenkstätten wurden am
neu errichteten Landesgedenkkreuz des BTSK, welches zwei Tage
vorher im Rahmen der Denktage 1918/2018 der Europaregion
Tirol-Südtirol-Trentino am Platz vor dem Landestheater geseg-
net worden war, am Grab des unbekannten Soldaten sowie am so
genannten Ampezzanerkreuz Kränze niedergelegt; die SK Sizar
Anpezo Hayden und die SK Amras schossen Ehrensalven ab. Der
Landeskommandant des BTSK Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler, der in
Begleitung seines Vorgängers Mjr. HR Dr. Otto Sarnthein und sei-
nes Stellvertreters Mjr. Christian Meischl gekommen war, erklärte,
wie es zur Errichtung des Landesgedenkkreuzes gekommen war.
Zum Andenken an den Abschluss des 1. Weltkrieges, der so viele
Millionen unschuldiger Menschen das Leben gekostet hat, wurde
nun eine große Ausfertigung dieser Kreuze geweiht und am Tum-
melplatz, als würdiger Stätte des Gedenkens, aufgestellt. Ein Choral
der Musikkapelle Amras beendete die würdige Feier. n

Carlo Lezuo gen. Wir werden Carlo gerne mann gewählt und blieb dies ihm das Verdienstzeichen der
† 11. NOVEMBER 2018 in Erinnerung behalten und 41 Jahre lang. Ebenso war er Gemeinde Fließ und 1998 das
BUCHENSTEIN ihm in unserer Kompanie ein 20 Jahre als Zeugwart tätig. Verdienstzeichen des BTSK für
Am 11. November 2018 ist un- ehrendes Gedenken bewahren. Seit 2012 war Robert Ehren- seine besonderen Verdienste
ser Gründungsmitglied Carlo hauptmann der SK Fließ. für das Schützenwesen verlie-
Lezuo im Alter von 92 Jahren 1979 wurde ihm in Wür- hen. Unter großer Anteilnah-
verstorben. Carlo „de Guerino“ digung seiner besonderen me verabschiedete sich die SK
diente als junger Soldat an der Dienste für die Kompanie Fließ mit einer Ehrensalve und
Front in Schlesien und wurde und des Schützenwesens die dem letzten Fahnengruß von
nach dem Krieg ein zweites Silberne Verdienstmedail- ihm. Sie wird ihn immer als
Mal, diesmal von den Italie- le des BTSK und 1989 das stolzen Schützen in Erinne-
nern, zum Militärdienst einbe- Regimentsverdienstzeichen rung behalten.
rufen. Er lebte mit seiner Fami- des Oberinntaler Schützenre-
lie eine Zeit lang in Bozen, bis giments verliehen. 1993 wurde
er als Rentner in seine Heimat
Reba/Arabba zurückkehrte, Anna Witting
wo er sich ganz seinen Liebsten † 4. NOVEMBER 2018 − PFUNDS
sowie der Wald- und Heuarbeit Die Gattin des langjährigen
und nicht zuletzt seiner großen Schützenhauptmannes Fritz
Leidenschaft, dem Skifahren, Robert Unterkircher Witting übernahm im Jahre
widmete. Sooft die Gesundheit † 20. DEZEMBER 2018 − FLIESS 1982 anlässlich einer Fahnen-
es ihm ermöglichte, rückte er Mit Robert Unterkircher verlor weihe die Patenschaft und
nach der Wiedergründung im die SK Fließ ein langjähriges blieb der Schützenkompanie
Jahre 2006 als Schütze aus. La- Mitglied und einen treuen bis zu ihrem Tode treu. In all
dinien und Tirol waren ihm als Schützenkameraden. Robert diesen Jahren unterstützte sie
heimatverbundenem Buchen- trat 1966 der SK Fließ bei. die Schützenkompanie in vor-
steiner stets ein Herzensanlie- 1971 wurde er zum Haupt- bildlicher Weise. Unvergessen
N° 1 | Februar 2019

Wir gedenken … 35
bleibt, dass Anna Witting bis seinen Musikfreunden aus Fiss 1987 Hauptmann und später nie und damit der längstdie-
heuer nahezu jede Jahreshaupt- in einer kleinen Besetzung als auch Fähnrich. Er war jedoch nende Schütze der Kompanie
versammlung besuchte und Schlagzeuger. mit der Schützenfahne aus Vals - St. Jodok. Solange es
auch für den entsprechenden dem Jahre 1908 schon vor der seine Gesundheit zuließ, war
Blumenschmuck sorgte. Wiedergründung der Kompa- „Steckholz Xander“ mit großer
Als Dank für ihr Wirken nie Terlan unterwegs, so auch Begeisterung bei jeder Ausrü-
wurde sie vom BTSK mit dem Hans Weiler beim Festumzug zum Tiroler ckung mit dabei.
Ehrenkranz ausgezeichnet. † 11. SEPTEMBER 2018 − STRASSEN Gedenkjahr 1959 in Innsbruck.
Im Alter von nur 63 Jahren Für seine Verdienste um das
verunglückte unser Kamerad Schützenwesen wurde er später
Hans Weiler bei einer Radtour zum Ehrenhauptmann er-
durch den Süden Österreichs. nannt. Die Familie von Georg
Mit ihm verloren wir einen Lanz hat stets das Schützenwe-
stets pflichtbewussten Schüt- sen unterstützt; so ist sein Sohn
zenkameraden. Hans war auch Christian aktives Mitglied und
viele Jahre Vorstandsmitglied, seine Frau Kathi Fahnenpatin.
von 1993 bis 1996 als Obmann- In den 60er Jahren war
Stellvertreter und von 1996 bis Schorsch als Freiheitskämpfer
2007 als Kassier. Seine ruhige aktiv. Er wurde am 25. Juli
und besonnene Art stärkte die 1961 verhaftet und erlebte
Kameradschaft und war ein durch Folter, Verurteilung und
Garant für die gute Zusam- Entzug verschiedener Bürger-
menarbeit im Vorstand. Die rechte schwere Zeiten. Aber Fhr. Wendelin
Lois Köhle letzte Ehre erwiesen wir Hans, sein Einsatz in der damaligen Kirchmair
† 4. NOVEMBER 2018  PFUNDS indem wir ihn in Kompanie- Zeit hat Südtirol zum heutigen
Im Jahre 1975 trat Lois mit 20 stärke vom Trauerhaus zur Wohlstand wesentlich mitver- † 11. OKTOBER 2018 
Jahren der Schützenkompanie letzten Ruhestätte am Orts- holfen und Terlan kann und VALS - ST. JODOK
bei, wo er zuerst Trommler, friedhof begleitet haben. Mit soll stolz auf so einen Mitbür- Die SK Vals - St. Jodok trauert
dann Hornist war. 43 Jah- einer Ehrensalve und dem ger sein. Mit der Verleihung um ihren Fähnrich Wendelin
re lang begleitete er so die Lied vom „Guten Kameraden“, der Verdienstmedaille des Lan- Kirchmair (Binter Wendl), der
Pfundser Schützen durch alle intoniert von einer Bläsergrup- des Tirol wurde ihm schluss- nach längerem mit Geduld er-
Höhen und Tiefen des Verei- pe, haben wir uns von Hans endlich auch für diesen Einsatz tragenem Leiden im Alter von
nes. Neben den Auszeichnun- verabschiedet. Uns bleibt nur von Seiten des Landes Südtirol/ 86 Jahren am 11. Oktober von
gen für langjährige Treue zum die Erinnerung an einen be- Tirol gedankt. uns gegangen ist. Wendl war
Tiroler Schützenwesen wurde sonderen Schützenkameraden, seit dem Jahr 1950 Mitglied
Lois Köhle unter anderem mit der uns über 28 Jahre treu zur der Schützenkompanie. Im
dem Silbernen Pontlatzadler Seite gestanden ist. Jahr 1979, als eine neue Fahne
und der Silbernen Verdienst- angeschafft wurde, wurde er
medaille des BTSK geehrt. zum Fähnrich der Kompanie
Neben seiner Arbeit als gewählt. Jahrelang trug er diese
Bergbauer und Seilbahn- Fahne stolz der Kompanie
angestellter war die Musik voraus, ehe er sie zur Jahrtau-
für ihn ein unverzichtbarer sendwende seinem Nachfolger
Bestandteil seines Lebens. In als Fähnrich übergab.
jungen Jahren spielte er mit
der Trachtenkapelle Pfunds
und dann viele Jahre mit

Alexander Wolf
† 7. OKTOBER 2018 −
VALS - ST. JODOK
EHptm. Die SK Vals-St. Jodok trauert
Georg Lanz um den Schützen Alexander
Wolf, der am 7. Oktober 2018
† 06. MAI 2018 − TERLAN im Alter von 90 Jahren fried-
Schorsch − wie er genannt lich im Kreise seiner Angehöri-
wurde − war Gründungsmit- gen entschlafen ist. Alexander
glied der Schützenkompanie Wolf war seit dem Jahr 1944
im Jahre 1978, von 1983 bis Mitglied der Schützenkompa-
N° 1 | Februar 2019

36 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT ...

10 Jahre
Miriam Michaeler (St. Pankraz) und Miriam Schwarzer (Eppan)
Termine 2019
17. Februar
15 Jahre
Andreas-Hofer-Landesfeier, Meran
20. Februar Andreas-Hofer-Gedenkfeier, Mantua und
Uj. Mario Raas (Amras); FLt. Manuel Falser, Hubert Lunger und am Bergisel,
Patrick Vieider (Karneid); Lisa Mörtenschlag und Franziska Verleihung Ehrenzeichen des Landes Tirol
Jenewein (Mieders); Michaela Konrad und Markus Juen (See i.
21. Feber Jahreshauptversammlung Viertel Unterland,
Paz.); Georg Peter Hofer (Steinhaus); Sylvia Maurer (St. Johann in
Restaurant Strandbad/Kirchbichl
Ahrn); Fhr. Markus Franzelin (Truden), Andreas Gabl, Florian
Gabl, Georg Klingenschmid, Martin Klingenschmid, Meinhard 23. Februar Peter-Mayr-Gedenkfeier an der Mahr, Brixen
Klingenschmid, Stefan Klingenschmid und Josef Markart jun. 9. März Ordentliche Bundesausschuss-Sitzung,
(Volders) sowie Fhr. Tobias Nocker (Eppan) Absam, Gasthof Bogner
10. März Bundesversammlung WTSB, Rovereto
25 Jahre 15. März Jahreshauptversammlung der
Fhr. Paul Zambelli (Karneid); Daniel Stern, Franz Wild und Ger- Marketenderinnen im SSB, Kardaun
hard Rofner (Mieders); Hartmann Gruber (St. Johann in Ahrn);
27. April Bundesversammlung des SSB, Bozen
Hptm. Günther Ventir (Truden); Anton Tschugg und Lt. Florian
Reichler (Tulfes); Alfons Angerer jun. und Franz Angerer jun. 28. April Bundesversammlung des BTSK, Innsbruck
(Volders) sowie Harald Marseiler (Eppan) 5. Mai 60-Jahrfeier der SK „Mjr. Josef Eisenstecken“,
in Bozen/Gries
40 Jahre Patronatstag des BBGS, Benediktbeuern
EOlt. Reinhard Felderer und Johann Falser (Karneid); Elmar Rier 10. Mai Landes-JS-Schießen, SG Absam
(Meran); Ernst Künig und Josef Walcher (St. Johann in Ahrn); 18. Mai 60-Jahrfeier der SK Uttenheim
Ludwig Arnold (Tulfes); Horst Wessiak (Volders) sowie Günther 60-Jahrfeier der SK Kastelbell
Kerschbaumer (Eppan) 19. Mai Baon-Fest Baon Petersberg, SK Mötz
60-Jahrfeier der SK Kurtatsch
50 Jahre Baon-Fest Wintersteller, SK Kössen
EOlt. Werner Erhart und ELt. Hannes Fraisl (Amras); Benno 26. Mai 175-Jahrfeier der SK Mühlwald
Frank (Meran); Erwin Singer (SK Volders); Franz Reichler (Tulfes) 60-Jahrfeier der SK Obermais
sowie Albert Spitaler (Eppan)
7.–10. Juni SSB-Bildungsreise nach Böhmen

55 Jahre 10. Juni


16. Juni
60-Jahrfeier der SK Taisten
Bez.- und Baon-Fest Pitztal, Zaunhof
Franz Arnold (Volders) und Karl Kasseroller (Eppan)
Baon-Fest Lienzer Talboden
60 Jahre 175 Jahre SK Nikolsdorf, Nikolsdorf
Zgf. Erich Marthe (Amras) und EObm. Hermann Junker (Tulfes)

65 Jahre Impressum
Josef Wildauer (Volders) Anschriften der Schriftleitungen:
Bayern: Hptm. Hans Baur, Schöttlkarstr. 7, D-82499 Wallgau,
75 Jahre Tel. 08825/9219560, Fax 08825/9219561 E-Mail: baur-wallgau@gmx.de
Nord-/Osttirol: Franziska Jenewein, Gschnitz 140, A-6150 Gschnitz,
Hermann Reichler (Tulfes) Tel. 0664/88265867, E-Mail: zeitung@tiroler-schuetzen.at
Süd-Tirol: SSB, Schlernstr. 1, I-39100 Bozen,
Tel. 0471/974078, E-Mail: presse@schuetzen.com
Redaktionsschluss ist der jeweils letzte Tag der Monate Februar, April,
Juni, August, Oktober und Dezember.
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Die Beiträge müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben.
Eigentümer und Herausgeber:
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Eingetragen beim Landesgericht Bozen, Nr. 6/77. Verantwortlicher
Schriftleiter im Sinne des Pressegesetzes Hartmuth Staffler. Die Tiroler
Schützenzeitung versteht sich als Mitteilungsblatt des Südtiroler
Schützenbundes, des Welschtiroler Schützenbundes, des Bundes der
Tiroler Schützenkompanien und des Bundes der Bayerischen Gebirgs-
schützenkompanien. Schriftleiter SSB: Mjr. Günther Mairhofer; BGSK:
Hptm. Hans Baur; BTSK: Franziska Jenewein, WTSB: Enzo Cestari
Druck: Karodruck, Frangart

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