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Adolf Hitler Rede am 30.

Januar 1937 vor dem Reichstag in Berlin


Männer Abgeordnete des Deutschen Reichstages!

An einem für das deutsche Volk bedeutungsvollen Tage ist der Reichstag heute zusammengetreten. Vier
Jahre sind vergangen seit dem Augenblick, da die große innere Umwälzung und Neugestaltung, die
Deutschland seitdem erlebte, ihren Anfang nahm. Vier Jahre, die ich mir vom deutschen Volk
ausgebeten habe als eine Zeit der Bewährung und Beurteilung. Was würde näherliegen, als diesen Anlaß
zu benutzen, um im einzelnen alle jene Erfolge und Fortschritte aufzuzählen, die diese vier Jahre dem
deutschen Volke geschenkt haben? Es ist aber gar nicht möglich, im Rahmen einer so kurzen
Kundgebung all das zu erwähnen, was als die bemerkenswerten Ergebnisse dieser vielleicht
erstaunlichsten Epoche im Leben unseres Volkes gelten dürfen! Dies ist mehr die Aufgabe der Presse
und der Propaganda. Außerdem wird in diesem Jahre in der Reichshauptstadt Berlin eine Ausstellung
stattfinden, in der versucht werden soll, ein umfassenderes und eingehenderes Bild des Geschaffenen,
Erreichten und Begonnenen aufzuzeigen, als mir dies in einer zweistündigen Rede überhaupt möglich
sein könnte! Ich will daher diese heutige geschichtliche Zusammenkunft des Deutschen Reichstages
benutzen, um in einem Rückblick auf die vergangenen vier Jahre einige jener allgemein gültigen
Erkenntnisse, Erfahrungen und Folgerungen aufzuzeigen, die zu verstehen nicht nur für uns, sondern
auch für die Nachwelt wichtig sind.

Ich will weiter eine Stellung zu jenen Problemen und Aufgaben nehmen; deren Bedeutung uns und
unserer Umwelt zur Ermöglichung eines besseren Zusammenlebens klar sein müssen, und endlich
möchte ich auch in kürzesten Zügen die Projekte umreißen, die mir teils für die nächste, teils auch für
die fernere Zukunft als Arbeit vorschweben.

In der Zeit, da ich noch als einfacher Redner durch die deutschen Lande zog, wurde mir oft von
bürgerlicher Seite die Frage vorgelegt, warum wir an die Notwendigkeit einer Revolution glaubten, statt
zu versuchen, im Rahmen der bestehenden Ordnung und unter Mitarbeit bei den vorhandenen Parteien
die uns als schädlich und ungesund erscheinenden Verhältnisse zu verbessern.

Wozu eine neue Partei und wozu vor allem eine neue Revolution?

Meine damaligen Antworten wurden immer von folgenden Erwägungen bestimmt:

1. Die Verfahrenheit, der Verfall der deutschen Zustände, der Lebensauffassungen und der
Lebensbehauptung können nicht beseitigt werden durch einen einfachen Regierungswechsel. Diese
Wechsel haben ja schon vor uns mehr als genug stattgefunden, ohne daß dadurch eine wesentliche
Besserung der deutschen Not eingetreten wäre. Alle die Regierungsumbildungen hatten eine positive
Bedeutung nur für die Akteure des Schauspiels, für die Nation aber fast stets nur negative Ergebnisse. Im
Laufe einer langen Zeit war das Denken und praktische Leben unseres Volkes in Bahnen geraten, die
ebenso unnatürlich wie im Ergebnis abträglich waren. Eine der Ursachen dieser Zustände lag aber in der
unserem Wesen, unserer geschichtlichen Entwicklung und unseren Bedürfnissen fremden Organisation
des Staatsaufbaues und der Staatsführung an sich.
Das parlamentarisch-demokratische System war von den allgemeinen Zeiterscheinungen nicht zu
trennen. Die Heilung einer Not kann aber kaum je erfolgen durch eine Beteiligung an den sie
verschuldenden Ursachen, sondern nur durch deren radikale Beseitigung. Damit aber mußte der
politische Kampf unter den gegebenen Verhältnissen zwangsläufig den Charakter einer Revolution
annehmen.

2. Eine solche revolutionäre Um- und Neugestaltung ist weder denkbar durch die Träger und mehr oder
minder verantwortlichen Repräsentanten des alten Zustandes, das heißt also auch nicht durch die
politischen Organisationen des früheren verfassungsmäßigen Lebens, noch durch eine Teilnahme an
diesen Einrichtungen, sondern nur - durch die Aufrichtung und den Kampf - einer neuen Bewegung mit
dem Zweck und Ziel, die notwendige Reformation des politischen, kulturellen und wirtschaftlichen
Lebens bis in die tiefsten Wurzeln hinein vorzunehmen, und alles, wenn nötig, auch unter Einsatz von
Blut und Leben!

Es gehört dabei zum Bemerkenswerten, daß der parlamentarische Sieg durchschnittlicher Parteien kaum
etwas Wesentliches am Lebensweg und Lebensbild der Völker verändert, während eine wahrhafte
Revolution, die aus tiefsten weltanschaulichen Erkenntnissen kommt, auch nach außen hin zu
einprägsamsten und allgemein sichtbaren Veränderungen führt.

Wer will aber daran zweifeln, daß in diesen hinter uns liegenden vier Jahren tatsächlich eine Revolution
von gewaltigstem Ausmaß über Deutschland hinweggebraust ist?

Wer kann dieses heutige Deutschland noch vergleichen mit dem, was an diesem 30. Januar heute vor
vier Jahren bestand, da ich zu dieser Stunde den Eid in die Hand des ehrwürdigen Herrn
Reichspräsidenten abgelegt hatte?

Allerdings, wenn ich von einer nationalsozialistischen Revolution spreche, dann lag es in der besonderen
Eigenart dieses Vorganges in Deutschland, wenn vielleicht gerade dem Auslande und vielleicht auch
manchem unserer Mitbürger das Verständnis nicht ganz erschlossen wurde für die Tiefe und das Wesen
dieser Umwälzung. Ich bestreite auch nicht, daß gerade diese Tatsache, die für uns das
Bemerkenswerteste der Eigenart des Ablaufs der nationalsozialistischen Revolution ist und auf die wir
besonders stolz sein dürfen, im Ausland und bei den einzelnen Mitbürgern dem Verständnis für diesen
einmaligen geschichtlichen Vorgang eher hinderlich als nützlich war. Denn diese nationalsozialistische
Revolution war zu allererst eine Revolution der Revolutionen.

Ich meine damit folgendes: Durch Jahrtausende hat sich nicht etwa in deutschen Gehirnen, sondern
noch viel mehr in den Gehirnen der Umwelt die Ansicht gebildet und durchgesetzt, daß das
charakteristische Merkmal jeder wahren Revolution eine blutige Vernichtung der Träger der früheren
Gewalten und in Verbindung damit eine Zerstörung von öffentlichen und privaten Einrichtungen und
Eigentum sein müßten. Die Menschheit hat sich daran gewöhnt, Revolutionen mit solchen
Begleitumständen irgendwie doch wieder als legale Vorgänge anzuerkennen, d.h. der tumultuösen
Vernichtung von Leben und Eigentum, wenn schon nicht zustimmend, so doch wenigstens verzeihend
gegenüberzutreten, als die nun einmal nötigen Begleiterscheinungen von Vorgängen, die man ja deshalb
auch Revolutionen heißt!
Hierin liegt vielleicht, wenn ich von der faschistischen Erhebung in Italien absehe, der größte
Unterschied zwischen der nationalsozialistischen und anderen Revolutionen.

Die nationalsozialistische Revolution ist so gut als vollkommen unblutig verlaufen. Sie hat in der Zeit, da
die Partei, in Deutschland sicherlich sehr große Widerstände überwindend, die Macht übernahm,
überhaupt keinen Sachschaden angerichtet. Ich darf es mit einem gewissen Stolz aussprechen: Dies war
vielleicht die erste Revolution, bei der noch nicht einmal eine Fensterscheibe zertrümmert wurde.

Ich möchte aber nun nicht falsch verstanden werden: Wenn diese Revolution unblutig verlief, dann nicht
deshalb, weil wir etwa nicht Männer genug gewesen wären, um auch Blut sehen zu können!

Über vier Jahre lang war ich Soldat im blutigsten Kriege aller Zeiten gewesen. Ich habe in ihm in keiner
Lage und unter keinen Eindrücken auch nur einmal die Nerven verloren. Dasselbe gilt von meinen
Mitarbeitern.. Allein wir sahen die Aufgabe der nationalsozialistischen Revolution nicht darin,
Menschenleben oder Sachwerte zu vernichten, als vielmehr darin, ein neues und besseres Leben
aufzubauen. Es ist unser höchster Stolz, die sicherlich größte Umwälzung in unserem Volke mit einem
Minimum an Opfern und an Verlusten durch geführt zu haben. Nur dort, wo die bolschewistische
Mordlust auch noch nach dem 30. Januar 1933 glaubte, mit Gewalt den Sieg oder die Verwirklichung der
nationalsozialistischen Idee verhindern zu können, haben wir und da natürlich blitzschnell - auch mit
Gewalt geantwortet. Andere Elemente wieder, deren Unbeherrschtheit in Verbindung mit größter
politischer Unbildung wir erkannten, nahmen wir nur in Sicherheitsverwahrung, um sie im allgemeinen
schon nach kurzer Zeit wieder in den Besitz ihrer Freiheit zu setzen. Und nur wenige, deren politische
Tätigkeit nur der Deckmantel für eine durch zahlreiche Gefängnis- und Zuchthausstrafen bestätigte
verbrecherische Haltung an sich war, hinderten wir auch später an einer Fortsetzung ihrer verderblichen
Zerstörungsarbeit, indem wir sie, wohl zum erstenmal in ihrem Leben, zu einer nützlichen Beschäftigung
anhielten. Ich weiß nicht, ob es jemals eine Revolution von so durchgreifendem Ausmaß gegeben hat
wie die nationalsozialistische und die trotzdem unzählige frühere politische Funktionäre unbehelligt und
im Frieden ihrer Tätigkeit nachgehen ließ, ja zahlreichen grimmigsten Feinden in oft höchsten
Staatsstellen sogar noch den vollen Genuß der ihnen zustehenden Renten und Pensionen ausschüttete?

Wir haben dies getan! Allerdings hat uns vielleicht gerade dieses Vorgehen nach außen hin nicht immer
genützt. Erst vor wenigen Monaten konnten wir es erleben, wie ehrenwerte britische Weltbürger
glaubten, sich an mich wenden zu müssen mit einem Protest wegen der Zurückbehaltung eines der
verbrecherischsten Moskauer Subjekte in einem deutschen Konzentrationslager. Es ist wohl meiner
Unorientiertheit zuzuschreiben, nie erfahren zu haben, ob diese ehrenwerten Männer sich einst auch
ebenso gegen die blutigen Gewalttaten dieser Moskauer Verbrecher in Deutschland ausgesprochen
hatten, ob sie gegen die grausame Parole »Schlagt Faschisten tot, wo ihr sie trefft« Stellung nahmen,
oder sie z. B. jetzt in Spanien gegen die Niedermetzelung, Schändung und Verbrennung von Zehn- und
aber Zehntausenden von Männern, Frauen und Kindern ebenso ihrer Empörung Ausdruck gaben! Hätte
nämlich in Deutschland die Revolution etwa nach dem demokratischen Vorbild in Spanien
stattgefunden, dann würden diese eigenartigen Nichteinmischungsapostel anderer Länder ihrer Mühen
und Sorgen wohl restlos enthoben sein. Kenner der spanischen Verhältnisse versichern, daß die Zahl der
bestialisch Abgeschlachteten mit 170.000 eher zu niedrig als zu hoch angegeben wird. Nach diesen
Leistungen der braven demokratischen Revolutionäre in Spanien hätte die nationalsozialistische
Revolution unter Zugrundelegung unserer dreimal größeren Bevölkerungszahl das Recht gehabt, vier-
bis fünfhunderttausend Menschen umzubringen! Daß wir dies nicht taten, gilt anscheinend fast als
Versäumnis und findet von seiten der demokratischen Weltbürger - wie wir sehen - eine sehr ungnädige
Beurteilung.

Allerdings, die Macht dies zu tun hätten wir gehabt. Die Nerven vielleicht besser als jene
Meuchelmörder, die vor jedem offenen Kampf feige zurückschrecken und nur wehrlose Geiseln
abzuschlachten vermögen. Wir waren Soldaten und haben einst im blutigsten Kampf aller Zeiten
unseren Mann gestanden. Nur das Herz, und ich darf wohl auch sagen die Vernunft haben uns davor
bewahrt, so zu verfahren. So hat denn die ganze nationalsozialistische Revolution insgesamt weniger
Opfer gefordert, als allein im Jahre 1932 von unseren bolschewistischen Gegnern in Deutschland ohne
Revolution Nationalsozialisten ermordet worden sind.

Dies war allerdings nur möglich durch die Befolgung eines Grundsatzes, der nicht nur in der
Vergangenheit unser Handeln bestimmte, sondern den wir auch in der Zukunft nie vergessen wollen: Es
kann nicht die Aufgabe einer Revolution oder überhaupt einer Umwälzung sein, ein Chaos zu erzeugen,
sondern nur etwas Schlechtes durch Besseres zu ersetzen. Dies erfordert aber stets, daß das Bessere
tatsächlich schon vorhanden ist. Als mich am 30. Januar vor vier Jahren der ehrwürdige Herr
Reichspräsident berief und mit der Bildung und Führung einer neuen Deutschen Reichsregierung
betraute, da lag hinter uns ein gewaltiger Kampf um die Macht im Staate, den wir mit den damaligen
streng legalen Mitteln durchgefochten hatten. Trägerin dieses Kampfes war die Nationalsozialistische
Partei. In ihr hat der neue Staat schon längst, ehe er tatsächlich proklamiert werden konnte, bereits eine
ideelle und förmliche Gestaltung erfahren. Alle Grundsätze und Prinzipien des neuen Reiches waren die
Grundsätze, Gedanken und Prinzipien der Nationalsozialistischen Partei. Sie hat sich auf dem Wege des
legalen Ringens um den deutschen Volksgenossen die überwältigende Stellung in diesem Reichstage
geschaffen, und als ihr dann endlich tatsächlich die Führung gegeben wurde, da hatte sie diese Führung
auch nach parlamentarisch-demokratischem Rechte schon über ein Jahr lang zu beanspruchen das Recht
gehabt. Der Sinn der nationalsozialistischen Revolution lag aber darin, daß die Forderungen dieser Partei
eine wahrhaft umwälzende Erneuerung früher allgemein gültiger Auffassungen und Einrichtungen
proklamierten. Und erst als einzelne Verblendete glaubten, der mit Recht zur Führung des Reiches
berufenen Bewegung in der Durchführung ihres vom Volk gebilligten Programms den schuldigen
Gehorsam aufsagen zu können, hat sie diesen ungesetzlichen Störenfrieden mit -eiserner Faust den
Nacken unter das Gesetz des neuen nationalsozialistischen Reiches und Staates gebeugt.

Damit aber, meine Parteigenossen und Abgeordnete des Deutschen Reichstages, war die
nationalsozialistische Revolution als solche auch schon beendet. Denn von diesem Augenblick der
sichergestellten Machtübernahme im Reiche durch die Partei an habe ich es als selbstverständlich
angesehen, daß damit die Revolution übergeführt wird in die Evolution.

Diese dadurch eingeleitete Entwicklung beinhaltet allerdings einen ideellen und tatsächlichen Umbruch,
der auch heute noch von manchem Zurückgebliebenen als außerhalb geistigen Horizontes des
Auffassungsvermögens oder über dem Egoismus der eigenen Interessen liegend abgelehnt wird. Denn:
die nationalsozialistische Lehre hat auf unzähligen Gebieten unseres Lebens ohne Zweifel
revolutionierend gewirkt und auch demgemäß oft eingegriffen und gehandelt.-

Grundsätzlich: Unser nationalsozialistisches Programm setzt an Stelle des liberalistischen Begriffes des
Individuums und des marxistischen Begriffes der Menschheit das blutbedingte und mit dem Boden
verbundene Volk. Ein sehr einfacher und lapidarer Satz, allein von gewaltigen Auswirkungen. Zum
erstenmal vielleicht, seit es eine Menschengeschichte gibt, ist in diesem Lande die Erkenntnis dahin
gelenkt worden, daß von allen Aufgaben, die uns gestellt sind, die erhabenste und damit für den
Menschen heiligste, die Erhaltung der von Gott gegebenen blutgebundenen Art ist.

Zum erstenmal ist es in diesem Reiche möglich, daß der Mensch die ihm vom Allmächtigen verliehene
Gabe des Erkennens und der Einsicht jenen Fragen zuwendet, die für die Erhaltung seiner Existenz von
gewaltigerer Bedeutung sind als alle siegreichen Kriege oder erfolgreichen Wirtschaftsschlachten! Die
größte Revolution des Nationalsozialismus ist es, das Tor der Erkenntnis dafür aufgerissen zu haben, daß
alle Fehler und Irrtümer der Menschen zeitbedingt und damit wieder verbesserungsfähig sind, außer
einem einzigen: dem Irrtum über die Bedeutung der Erhaltung seines Blutes, seiner Art und damit der
ihm von Gott gegebenen Gestalt und des ihm von Gott geschenkten Wesens. Wir Menschen haben nicht
darüber zu rechten, warum die Vorsehung die Rassen schuf, sondern nur zu erkennen,- daß sie den
bestraft, der ihre Schöpfung mißachtet.

Unsagbares Leid und Elend sind über die Menschheit gekommen, weil sie diese im Instinkt zutiefst
verankerte Einsicht durch eine schlechte intellektuelle Halbbildung verlor. heute leben in unserem Volk
Millionen und aber Millionen Menschen, denen diese Gesetze klar und verständlich geworden sind.
Was einzelnen Sehern oder unverdorben Ahnenden aber als Erkenntnis aufging, ist heute Arbeitsgebiet
der deutschen Wissenschaft geworden. Und ich spreche es hier prophetisch aus:

So wie die Erkenntnis des Umlaufs der Erde um die Sonne zu einer umwälzenden Neugestaltung des
allgemeinen Weltbildes führte, so wird sich aus der Blut- und Rassenlehre der nationalsozialistischen
Bewegung eine Umwälzung der Erkenntnisse und damit des Bildes der Geschichte der menschlichen
Vergangenheit und ihrer Zukunft ergeben.

Und dies wird nicht zu einer Entfremdung der Völker, sondern im Gegenteil zum ersten Male zu einem
wahren gegenseitigen Verstehen führen! Es wird dann allerdings aber auch verhindern, daß das jüdische
Volk unter der Maske eines biederen Weltbürgers alle anderen Völker innerlich zu zersetzen und
dadurch zu beherrschen versucht!

Die Folgen dieser - wie wir überzeugt sind - wahrhaft umwälzenden Erkenntnis sind für das deutsche
Leben von revolutionärer Bedeutung geworden. Wenn zum erstenmal in unserer Geschichte das
deutsche Volk den Weg zu einer größeren Einheit als je zuvor gefunden hat, dann nur unter dem
zwingenden Banne dieses inneren Erlebnisses. Unzählige Vorurteile wurden davon zerbrochen,
zahlreiche Hemmungen als wesenlos beiseitegeschoben, schlechte Traditionen verblassen, alte Symbole
werden entwertet, aus der Ohnmacht einer stammesmäßigen, dynastischen, weltanschaulichen,
religiösen und parteilichen Zerrissenheit erhebt sich das deutsche Volk und trägt vor sich her das Banner
einer Einigung, die symbolisch nicht den Sieg eines staatlichen, sondern eines rassischen Prinzips
dokumentiert. Im Dienste des Sieges dieser Idee stand nun viereinhalb Jahre lang die deutsche
Gesetzgebung. So wie am 30. Januar 1933 durch meine Berufung zur Reichskanzlerschaft ein an sich
schon bestehender Zustand seine Legalisierung erhielt, nämlich die damals ohne Zweifel Deutschland
beherrschende Partei - mit der Führung des Reiches und der Gestaltung des deutschen Schicksals
beauftragt wurde, so ist die deutsche Gesetzgebung seit diesen vier Jahren nur die Festlegung einer
ideenmäßig geklärten und durchgesetzten Auffassung nach der allgemein bindenden rechtlichen Seite
hin.

Wie diese Blutsgemeinschaft des deutschen Volkes damals staatlich verwirklicht wurde, wird uns allen
wohl die schönste Erinnerung des Lebens sein. Wie ein Frühlingssturm brauste es vor vier Jahren über
das deutsche Land hinweg. Die Kampftruppen unserer Bewegung, die das Banner des Hakenkreuzes
viele Jahre lang gegen eine Übermacht der Gegner verteidigt und es in vierzehn langen Jahren immer
weiter vorwärts getragen hatten, stießen es nun tief hinein in den Boden des neuen Reiches.

In wenigen Wochen waren die staatlichen Rückstände sowohl als die gesellschaftlichen Vorurteile einer
tausendjährigen Vergangenheit in Deutschland ausgeräumt und beseitigt worden.

Oder kann man nicht von einer Revolution sprechen, wenn in kaum drei Monaten ein parlarnentarisch-
demokratisches Durcheinander verschwindet und an seine Stelle ein Regime der Ordnung, der Disziplin,
aber auch der Tatkraft kommt, wie es Deutschland in solcher geschlossenen Einheitlichkeit und
umfassenden Machtfülle noch nie besaß? So groß war die Revolution, daß ihre geistigen Grundlagen
selbst jetzt von der oberflächlich urteilenden Umwelt noch gar nicht erkannt worden sind. Man redet
von Demokratien und Diktaturen und hat noch gar nicht begriffen, daß sich in diesem Lande eine
Umwälzung vollzogen hat, deren Ergebnis, wenn Demokratie überhaupt einen Sinn haben soll, im
höchsten Sinne des Wortes als demokratisch zu bezeichnen ist. Mit unfehlbarer Sicherheit steuern wir
auf eine Ordnung hin, die - so wie im gesamten übrigen Leben - auch auf dem Gebiete der politischen
Führung der Nation einen natürlichen und vernunftgemäßen Ausleseprozeß sicherstellt, durch den die
wirklich fähigsten Köpfe unseres Volkes ohne Rücksicht auf Geburt, Herkunft, Namen oder Vermögen
nur gemäß der ihnen gegebenen höheren Berufung zur politischen Führung der Nation bestimmt
werden. Des großen Korsen schönste Erkenntnis, daß jeder Soldat den Marschallstab im Tornister tragen
müsse, wird in diesem Lande die politische Ergänzung finden. Gibt es einen herrlicheren und schöneren
Sozialismus und eine wahrhaftigere Demokratie als jenen Nationalsozialismus, der es dank seiner
Organisation ermöglicht, daß unter Millionen deutschen Knaben jeder, wenn sich die Vorsehung seiner
bedienen will, den Weg finden kann bis an die Spitze der Nation? Und dies ist keine Theorie! Dies ist im
heutigen nationalsozialistischen Deutschland eine uns allen selbstverständliche Wirklichkeit. Ich selbst
als der durch das Vertrauen des Volkes berufene Führer komme aus ihm. Alle die Millionen deutscher
Arbeiter, sie wissen es, daß an der Spitze des Reiches kein fremder Literat oder internationaler
Revolutionsapostel steht, sondern ein Deutscher aus ihren eigenen Reihen. Und zahlreiche einstige
Arbeiter- und Bauernkinder, sie stehen in diesem nationalsozialistischen Staat heute an führenden
Stellen, ja manche unter ihnen sind als Minister, Reichsstatthalter und Gauleiter mit die höchsten Leiter
und Repräsentanten des Volkes. Freilich sieht der Nationalsozialismus auch hier nur das ganze Volk und
niemals eine Klasse. Der Zweck der nationalsozialistischen Revolution war es nicht, aus einem
bevorrechteten Stand für die Zukunft einen rechtlosen zu machen, sondern aus einem rechtlosen einen
gleichberechtigten. Wir haben nicht Millionen Bürger vernichtet, um sie zu Zwangsarbeitern zu
degradieren, sondern unser Ziel war es, aus Zwangsarbeitern deutsche Bürger zu erziehen. Denn eines
werden alle Deutschen verstehen: Revolutionen können als Gewaltakte nur von kurzer Dauer sein.
Wenn sie nicht Neues aufzubauen vermögen, werden sie als Exzesse das Vorhandene in kurzer Zeit
verzehren. Aus dem gewalttätigen Akt der Übernahme der Macht muß sich in kurzer Zeit eine
segensreiche Arbeit des Friedens entwickeln. Wer aber Klassen beseitigt, um neue Klassen zu schaffen,
legt den Keim zu neuen Revolutionen! Was heute Bourgeois ist und diktiert, wird morgen als
Zwangsarbeiter in Sibirien wieder Proletarier sein und dann einmal genau so auf die Befreiung hoffen
wie der Proletarier, der erst unterdrückt war und nun zu diktieren glaubt. Die nationalsozialistische
Revolution hat daher nie beabsichtigt, eine bestimmte Klasse des deutschen Volkes in den Besitz der
Macht zu setzen, um eine andere auszuschalten, sondern im Gegenteil: es war nur ihr Ziel, dem ganzen
deutschen Volk durch ihre organisatorische Erfassung der Massen die Möglichkeit nicht nur einer
wirtschaftlichen, sondern auch einer politischen Betätigung sicherzustellen. Sie beschränkt sich dabei
allerdings auf die zu unserem Volk gehörigen Elemente und lehnt es ab, einer fremden Rasse Einfluß auf
unser politisches, geistiges oder kulturelles Leben zu geben, oder ihm eine wirtschaftliche
Vorrangstellung einzuräumen.

In dieser blutmäßigen Verbundenheit unseres Volkes und in der durch den Nationalsozialismus erfolgten
Erweckung des Verständnisses dafür, liegen die tiefsten Ursachen für das wunderbare Gelingen unserer
Revolution.

Vor diesem neuen gewaltigen Ideal verblaßten alle staatlichen, dynastischen, stammesmäßigen, aber
auch parteilichen- Idole und Rückstände der Vergangenheit. So war es möglich, daß in wenigen Wochen
die ganze Welt unserer alten Parteien zugrunde ging, ohne daß auch nur einen Augenblick das Gefühl
der Leere entstand. Denn eine neue bessere Erkenntnis hatte sie verdrängt. Eine neue Bewegung nahm
ihren Platz ein. Eine neue Organisation unseres Volkes der arbeitenden und schaffenden Nation schob
die alten Unternehmer- und Arbeitnehmerorganisationen und Verbände einfach beiseite. Und als die
symbolischen Zeugen deutscher Vergangenheit und damit deutscher Zerrissenheit und deutscher
Ohnmacht entfernt wurden, da geschah es nicht durch den Beschluß eines Komitees; das wie im Jahre
1918 oder 1919 wenn möglich durch Preisausschreiben - das neue Symbol des Reiches herauszufinden
hatte, sondern durch die Flagge, die uns als Wahrzeichen der nationalsozialistischen Kampfzeit in die
Erhebung hineinbegleitet hat und die nun seitdem zu Lande, zu Wasser und in der Luft das Zeichen der
Erhebung der Nation geworden ist.

Wie sehr aber diesen Wechsel und diese Wandlung das deutsche Volk begriffen und in seiner Bedeutung
erfaßt hat, wird durch nichts mehr erhärtet als durch die Zustimmung, die die Nation uns seitdem so
viele Male gegeben hat. Denn von all jenen, die sich so oft und so gern bemühen, die demokratischen
Regierungen als vom Volke getragene Institutionen zum Unterschied der Diktaturen hinzustellen, hat
keiner mehr Recht, im Namen seines Volkes zu reden als ich!

Als das Ergebnis dieses Teiles der deutschen Revolution mußte ich folgendes feststellen:
Es gibt im deutschen Volk seitdem nur mehr einen Träger der Souveränität, und dies ist das gesamte
deutsche Volk selbst.

Der Wille dieses Volkes findet seinen Ausdruck in der Partei als der politischen Organisation dieses
Volkes.

Es gibt entsprechend dem auch nur einen einzigen Gesetzgeber.

Es gibt nur eine Gewalt der Exekutive.

Wer das Deutschland vor dem Januar 1933 demgegenüber zum Vergleich heranzieht, wird ermessen,
welch eine gewaltige Wandlung diese kurzen Feststellungen -enthalten.

Diese Umwälzung ist aber ebenfalls nur das Ergebnis der Durchführung eines Grundsatzes der
nationalsozialistischen Lehre, daß nämlich der vernünftige Sinn und Zweck alles menschlichen Denkens
und Handelns nicht in der Schaffung oder Erhaltung einer von Menschen ersonnenen Konstruktion,
Organisation oder Funktion liegen kann, sondern nur in der Sicherung und Entwicklung des von der
Vorsehung gegebenen völkischen Bausteines an sich. Daher wurde durch den Sieg der
nationalsozialistischen Bewegung das Volk als das Seiende und das Bleibende über jede Organisation,
Konstruktion und Funktion gestellt.

Sinn und Zweck der Existenz der von der Vorsehung erschaffenen Rassen vermögen wir Menschen
weder zu erkennen noch festzustellen. Allein Sinn und Zweck der menschlichen Organisationen sowie
aller Funktionen sind meßbar an ihrem Nutzen, den sie für die Erhaltung des bleibenden und seienden
Volkes besitzen. Daher ist das Volk das Primäre. Partei, Staat, Armee, Wirtschaft, Justiz usw. sind
sekundäre Erscheinungen, Mittel zum Zweck der Erhaltung dieses Volkes. In eben dem Maße, in dem sie
dieser Aufgabe gerecht werden:

sind sie richtig und nützlich. Wenn sie dieser Aufgabe nicht genügen, sind sie schädlich und müssen
entweder reformiert oder beseitigt und durch Besseres ersetzt werden.

Die Anerkennung dieses Grundsatzes allein kann die Menschen auch davor bewahren, in starre
Doktrinen zu verfallen dort, wo es keine Doktrinen gibt, Mittel in Dogmen umzufälschen, wo nur der
Zweck als einziges Dogma gelten darf.

Sie alle, meine Abgeordneten, Männer des Reichstages, verstehen den Sinn dessen, was ich hier
ausspreche. Allein ich rede ja in dieser Stunde zum ganzen deutschen Volk, und ich möchte daher an
einigen Beispielen die Bedeutung dieser Grundsätze erläutern, die sie in dem Moment erhielten, da wir
sie am praktischen Leben anzuwenden begannen. Es wird für viele erst dann verständlich werden,
warum wir von einer nationalsozialistischen Revolution reden, auch wenn es sich hier nicht um die
Vernichtung von Gut und Blut gehandelt hat.

Im Laufe einer langen Zeit ist teils durch Übernahme fremden Gedankengutes, teils durch das Fehlen
einer eigenen klaren Einsicht unser Rechtsleben in eine Verwirrung geraten, die ihren prägnantesten
Ausdruck fand in der Unklarheit über den inneren Zweck des Rechtes an sich. Zwei polare Extreme
kennzeichnen diesen Zustand:

1. Die Auffassung, daß das Recht als solches seine eigene Existenzberechtigung in sich trage und daher
überhaupt keinerlei Prüfung über die Nützlichkeit im einzelnen oder im gesamten zulasse. Das Recht
bestehe, selbst wenn die Welt darüber zugrunde ginge.

2. Die Auffassung, daß das Recht im wesentlichen berufen sei, den Schutz des Individuums in der Person
und in seinem Eigentum zu übernehmen und zu sichern. Zwischen beiden meldete sich in verschämter
Verbrämung die Vertretung größerer Gemeinschaftsinteressen zumeist nur als Konzession an die
sogenannte Staatsräson an.

Die nationalsozialistische Revolution hat demgegenüber dem Rechte, der Rechtswissenschaft sowohl als
der Rechtsprechung einen eindeutigen klaren Ausgangspunkt gegeben:

Es ist die Aufgabe der Justiz, mitzuhelfen an der Erhaltung und Sicherung des Volkes vor jenen
Elementen, die sich als Asoziale entweder den gemeinsamen Verpflichtungen zu entziehen trachten
oder sich an diesen gemeinsamen Interessen versündigen. Damit steht über der Person und der Sache
auch im deutschen Rechtsleben von jetzt ab das Volk.

Diese kurze Feststellung führt in ihrer Berücksichtigung zu der größten Reform, die unser deutsches
Rechtsleben und Rechtswesen bisher erlebt haben. Entsprechend dem Ausgangspunkt war die erste
einschneidende Wirkung die Proklamierung nicht nur eines einzigen Gesetzgebers, sondern auch einer
einzigen Rechtsausübung. Die zweite Maßnahme ist noch nicht abgeschlossen, wird aber in wenigen
Wochen der Nation verkündet. In einem neuen deutschen Strafgesetzbuch erhält zum erstenmal aus
dieser großen Gesamtperspektive heraus die deutsche Rechtspflege jene Grundlagen, die sie für alle
Zeiten in den Dienst der deutschen Volkerhaltung stellen wird.

Wie groß auch die Wirrnisse gewesen sind, die wir auf den einzelnen Lebensgebieten im Jahre 1933
vorfanden, so wurden sie doch noch übertroffen von dem Verfall der deutschen Wirtschaft. Dies war
auch jene Seite des deutschen Zusammenbruchs, die der breiten Masse unseres Volkes am deutlichsten
und unmittelbarsten zum Bewußtsein kam. Der sachliche Zustand ist Ihnen und wohl auch dem ganzen
deutschen Volk noch in Erinnerung. Wir fanden als Dokument dieser Katastrophe vor allem zwei
Erscheinungen:

1. Über sechs Millionen Erwerbslose;

2. einen ersichtlich zum Untergang bestimmten Bauernstand.

Die Gesamtfläche der damals bereits vor der Zwangsversteigerung stehenden deutschen
landwirtschaftlichen Güter umfaßte einen Umfang, der etwas größer war als das Land Thüringen.
Endlich konnte es nicht verwunderlich sein, daß bei einer so allgemeinen Herabsetzung der Produktion
einerseits und der Kaufkraft andererseits auch die breite Masse unseres Mittelstandes in kurzem dem
Zusammenbruch und damit der Vernichtung anheimfallen mußte. Wie schwer diese Seite der deutschen
Not damals empfunden wurde, können wir noch nachträglich daraus ermessen, daß ich mir gerade zur
Behebung der Arbeitslosigkeit sowie zur Behinderung einer weiteren Vernichtung des deutschen
Bauerntums die bekannte Zeit der vier Jahre ausgebeten hatte.

Ich darf weiter hier feststellen, daß der Nationalsozialismus im Jahre 1933 nicht in irgendeine Erfolg
versprechende Handlung anderer eingegriffen hat, sondern daß die Partei mit der Führung des Reiches
erst in dem Augenblick beauftragt wurde, als auch die letzte Möglichkeit einer anderen Rettung als
gescheitert angesehen werden mußte, als insbesondere alle Versuche einer Behebung der
wirtschaftlichen Not sich als Fehlschläge erwiesen hatten.

Wenn ich heute nach vier Jahren vor das Angesicht des deutschen Volkes trete, und auch vor Ihnen
selbst, meine Abgeordneten, Männer des Deutschen Reichstages, Rechenschaft ablege, dann werden Sie
mir und der nationalsozialistischen Regierung nicht die Bestätigung versagen, daß ich mein damaliges
Versprechen eingelöst habe.

Dies war kein leichtes Unterfangen. Ich spreche nichts Unbekanntes aus, wenn ich hier die Feststellung
treffe, daß gerade die sogenannten ,,Fachleute" damals an eine solche mögliche Rettung nicht mehr
glaubten.

Wie ich dazu kam, angesichts dieser furchtbaren und

wie schon betont - gerade für Fachleute aussichtslosen Lage dennoch an die deutsche
Wiederauferstehung und besonders an die wirtschaftliche Gesundung zu glauben, liegt in zweierlei
begründet:

1. Ich habe immer nur Mitleid empfunden mit jenen aufgeregten Menschen, die bei jeder schwierigen
Lage sofort vom Zusammenbruch eines Volkes reden. Was heißt Zusammenbruch? Das deutsche Volk
hat schon vor der Zeit gelebt, da es uns geschichtlich sichtbar zum Bewußtsein kommt. Allein, wenn wir
seine früheren Schicksale gänzlich unberücksichtigt lassen, so steht doch folgendes fest, daß seit diesen
nunmehr rund zweitausend Jahren über jenen Teil der Menschheit, den wir heute als deutsches Volk
bezeichnen, unsagbare Katastrophen und unsagbares Leid öfter als einmal gekommen sind.
Hungersnöte, Kriege und Pestilenz haben in unserem Volke schaurige Einkehr gehalten und eine
furchtbare Ernte gemäht. Muß man nicht einen unbändigen Glauben an die Lebenskraft einer Nation
besitzen, wenn man sich überlegt, daß erst vor wenigen Jahrhunderten in einem dreißigjährigen Kampf
von über achtzehn Millionen Menschen unser deutsches Volk auf nicht einmal mehr vier Millionen
zusammenschmolz. Wenn wir bedenken, daß dieses früher so blühende Land damals ausgeplündert,
zerrissen und verelendet war, daß seine Städte niedergebrannt, seine Ortschaften und Dörfer verwüstet,
die Felder unbebaut und verödet waren? Und wenige Jahrzehnte später begann unser Volk wieder zu
wachsen, die Städte füllten sich mit neuem Leben, die Äcker wurden wieder gepflügt, und im gewaltigen
Rhythmus erklang das Lied jener Arbeit, die uns eine neue Existenz und neues Leben gab!

Verfolgen wir doch einmal den uns nur bekannten Teil des Lebensweges unseres Volkes aus grauer
Vorzeit bis heute und ermessen wir dann die ganze Lächerlichkeit des Getues jener blassen Schwätzer,
die, wenn irgendwo in der Welt ein Stück Papier eine Abwertung erfährt, sofort vom Zusammenbruch
der Wirtschaft und damit wohl auch vom Zusammenbruch des menschlichen Lebens reden. Deutschland
und das deutsche Volk sind schon sehr schwerer Katastrophen Herr geworden. Freilich ich gebe es zu -
es waren immer Männer notwendig, um die dann erforderlichen Maßnahmen zu treffen und sich ohne
Rücksicht auf Verneiner und Besserwisser durchzusetzen. Ein Haufen parlamentarischer Angsthasen
eignen sich allerdings schlecht zur Führung eines Volkes aus Not und Verzweiflung!

Ich hatte den festen Glauben und die heiligste Überzeugung, daß die Überwindung der deutschen
Wirtschaftskatastrophe in dem Augenblick gelingen wird, in dem man an die Unvergänglichkeit eines
Volkes glaubt und der Wirtschaft die Rolle als Dienerin am Leben des Volkes zuweist, die ihr gebührt

2. Ich war kein Wirtschaftler, das heißt vor allem, ich bin in meinem Leben noch niemals Theoretiker
gewesen.

Ich habe aber leider gefunden, daß die schlimmsten Theoretiker sich immer gerade dort eingenistet
haben, wo die Theorie gar nichts und das praktische Leben alles ist. Es ist selbstverständlich, daß sich
auch im wirtschaftlichen Leben im Laufe der Zeit nicht nur bestimmte Erfahrungsgrundsätze ergeben
haben, sondern auch bestimmte zweckmäßige Methoden. Allein, alle Methoden sind zeitgebunden.. Aus
Methoden Dogmen machen wollen, heißt der menschlichen Fähigkeit und Arbeitskraft jene elastischen
Möglichkeiten nehmen, die sie allein in die Lage setzt, wechselnden Anforderungen mit wechselnden
Mitteln entgegenzutreten und ihrer so Herr zu werden. Der Versuch, aus wirtschaftlichen Methoden ein
Dogma zu formulieren, wurde von vielen mit jener gründlichen Emsigkeit, die den deutschen
Wissenschaftler nun einmal auszeichnet, betrieben und als Nationalökonomie zum Lehrfach erhoben.
Und nur nach den Feststellungen dieser Nationalökonomie war Deutschland ohne Zweifel verloren. Es
liegt im Wesen dabei aller Dogmatiker, sich auf das schärfste zu verwahren gegen ein neues Dogma, d.
h. einer neuen Erkenntnis, die dann als Theorie abgetan wird. Seit 18 Jahren können wir das köstliche
Schauspiel erleben, daß unsere wirtschaftlichen Dogmatiker in der Praxis auf fast allen Gebieten des
Lebens widerlegt worden sind, allein nichtsdestoweniger die praktischen Überwinder des
wirtschaftlichen Zusammenbruchs als Vertreter ihnen fremder und daher falscher Theorien ablehnen
und verdammen.

Sie kennen ja den bekannten Fall, in dem ein Kranker seinem Arzt begegnet, der ihm zehn Jahre vorher
nur mehr für sechs Monate das Leben zusagte und der nun seinem Erstaunen über die trotzdem durch
einen anderen Arzt erfolgte Heilung nur dadurch Ausdruck verleihen konnte, daß er diese unter solchen
Umständen als eine sichere Fehlbehandlung erklärte.

Meine Abgeordneten! Die deutsche Wirtschaftspolitik, die der Nationalsozialismus im Jahre 1933
einleitete, geht auf einige grundsätzliche Erwägungen zurück.

In den Beziehungen zwischen Wirtschaft und Volk gibt es nur etwas Unveränderliches, und dies ist das
Volk. Wirtschaftsbetätigung aber ist kein Dogma und wird nie ein solches sein.

Es gibt keine Wirtschaftsauffassung oder Wirtschaftsansicht, die irgendwie Anspruch auf eine Heiligkeit
erheben könnten. Entscheidend ist der Wille, der Wirtschaft stets die dienende Rolle dem Volke
gegenüber zuzuweisen und dem Kapital die dienende Rolle gegenüber der Wirtschaft.
Der Nationalsozialismus ist, wie wir wissen, der schärfste Gegner der liberalistischen Auffassung, daß die
Wirtschaft für das Kapital da sei und das Volk für die Wirtschaft. Wir waren daher auch vom ersten Tage
an entschlossen, mit dem Trugschluß zu brechen, daß etwa die Wirtschaft im Staat ein ungebundenes,
unkontrollierbares und unbeaufsichtigtes Eigenleben führen könnte.

Eine freie, das heißt eine ausschließlich sich selbst überlassene Wirtschaft kann es heute nicht mehr
geben. Nicht nur, daß dies etwa politisch untragbar wäre, nein, auch wirtschaftlich würden unmögliche
Zustände die Folge sein.

So wie Millionen einzelne Menschen ihre Arbeit nicht nach ihren eigenen Auffassungen und
Bedürfnissen einteilen oder ausüben können, so kann auch die gesamte Wirtschaft nicht nach eigenen
Auffassungen oder im Dienste nur eigensüchtiger Interessen tätig sein. Denn sie ist auch nicht in der
Lage, die Konsequenzen eines Fehlschlages heute noch irgendwie selbst zu tragen. Die moderne
Wirtschaftsentwicklung konzentriert ungeheure Arbeitermassen auf bestimmte Erwerbszweige und in
bestimmte Gebiete. Neue Erfindungen oder der Verlust der Absatzmärkte können mit einem Schlage
ganze Industrien zum Erliegen bringen.

Der Unternehmer kann ja vielleicht die Tore seiner Fabriken schließen, er wird möglicherweise
versuchen, seinem Tätigkeitsdrang ein neues Feld zu öffnen. Er wird auch zumeist nicht so ohne
weiteres zugrunde gehen, und außerdem handelt es sich hier nur um wenige Einzelwesen. Diesen
gegenüber aber stehen hunderttausende Arbeiter mit ihren Weibern und mit ihren Kindern! Wer nimmt
sich ihrer an und wer sorgt für sie?

Die Volksgemeinschaft!

Jawohl! Sie muß es tun. Allein geht es dann nicht a~, der Volksgemeinschaft nur die Verantwortung für
die Katastrophe der Wirtschaft aufzubürden ohne den Einfluß und die Verantwortung für jenen Einsatz
und für jene Überwachung der Wirtschaft, die die Katastrophe zu vermeiden geeignet sind!

Meine Abgeordneten! Als die deutsche Wirtschaft im Jahr 1932 auf 1933 endgültig zum Erliegen zu
kommen schien, da wurde mir noch mehr als in früheren Jahren folgendes klar:

Die Rettung unseres Volkes ist nicht ein Problem der Finanzen, sondern ausschließlich ein Problem der
Verwendung und des Einsatzes unserer vorhandenen Arbeitskraft einerseits und der Ausnützung des
vorhandenen Bodens und der Bodenschätze andererseits.

Es ist dies damit zu allererst ein Organisationsproblem. Es handelt sich daher auch nicht um Phrasen, wie
z.B. Freiheit der Wirtschaft, sondern es handelt sich darum, durch alle vorhandenen Maßnahmen der
Arbeitskraft die Möglichkeit einer Produktion und produktiven Betätigung zu geben. Solange die
Wirtschaft, daß heißt die Gesamtsumme der eigenen Unternehmer dies aus eigenem fertigbringen, ist
es gut. Wenn sie - dies aber nicht mehr können, dann ist die Volksgemeinschaft, d.h. in diesem Falle der
Staat verpflichtet, ihrerseits für den Einsatz der vorhandenen Arbeitskräfte zum Zwecke einer nützlichen
Produktion Sorge zu tragen bzw. die dazu nötigen Maßnahmen zu treffen. Und hier kann der Staat alles
tun, nur etwas nicht, nämlich - wie dies der Fall war - über 12 000 Millionen Arbeitsstunden Jahr für Jahr
einfach verlorengehen lassen!

Denn die Volksgemeinschaft lebt nicht von dem fiktiven Wert des Geldes, sondern von der realen
Produktion, die dem Gelde erst seinen Wert verleiht.

Diese Produktion ist die erste Deckung einer Währung und nicht eine Bank oder ein Tresor voll Gold!
Und wenn ich diese Produktion steigere, erhöhe ich das Einkommen meiner Mitbürger wirklich, und
indem ich sie senke, vermindere ich das Einkommen, ganz gleich, welche Löhne ausbezahlt werden.

Und meine Abgeordneten! Wir haben in diesen vier Jahren die deutsche Produktion auf allen Gebieten
außerordentlich erhöht. Und die Steigerung dieser Produktion kommt den deutschen Menschen in ihrer
Gesamtheit zugute. Denn wenn heute z. B. unzählige Millionen Tonnen Kohle mehr gefördert werden,
dann dienen sie nicht etwa dazu, um ein paar Millionären die Zimmer meinetwegen auf ein paar
Tausend Grad zu erhitzen, sondern um Millionen deutscher Volksgenossen die auf sie treffende Quote
erhöhen zu können.

So hat die nationalsozialistische Revolution durch den Einsatz einer früher brachliegenden
Millionenmasse deutscher Arbeitskraft eine so gigantische Steigerung der deutschen Produktion
erreicht, daß der Erhöhung unseres allgemeinen Nationaleinkommens der sachliche Gegenwert
gewährleistet ist! Und nur dort, wo wir diese Steigerung aus Gründen, deren Behebung außerhalb
unseres Bemühens liegt, nicht durchführen können, sind von Zeit zu Zeit Verknappungen eingetreten,
die aber in keinem Verhältnis stehen zu dem Gesamterfolg der nationalsozialistischen
Wirtschaftsschlacht.

Den gewaltigsten Ausdruck findet diese planmäßige Lenkung unserer Wirtschaft in der Aufstellung des
Vierjahresplanes.

Durch ihn wird besonders für die aus der Rüstungsindustrie einst wieder zurückströmenden Massen der
deutschen Arbeiterschaft eine dauernde Beschäftigung im inneren Kreislauf unserer Wirtschaft
sichergestellt. Es ist jedenfalls ein Zeichen dieser gewaltigsten wirtschaftlichen Entwicklung unseres
Volkes, daß wir heute auf vielen Gebieten nur sehr schwer gelernte Arbeiter zu bekommen vermögen.
Ich begrüße dies besonders aus dem Grunde, weil dadurch mitgeholfen wird, die Bedeutung des
Arbeiters als Mensch und als Arbeitskraft in das richtige Licht zu setzen und weil dadurch - wenn auch
aus anderen Motiven heraus - die soziale Tätigkeit der Partei und ihrer Verbände auf leichteres
Verständnis stößt und eine stärkere und willigere Unterstützung erfährt.

So wie wir die Aufgaben der Wirtschaft in einem so hohen völkischen Sinn verstehen, wird von selbst die
frühere Trennung in Arbeitgeber und Arbeitnehmer hinfällig. Auch der neue Staat wird und will nicht
Unternehmer sein. Er will nur den Einsatz der Arbeitskraft der Nation insoweit regeln, als es zum Nutzen
aller notwendig ist. Und er wird den Arbeitsprozeß nur soweit beaufsichtigen, als es im Interesse aller
Beteiligten sein muß. Er wird dabei unter keinen Umständen versuchen, das wirtschaftliche Leben zu
verbeamten. Jede wirkliche und praktische Initiative kommt in ihrer wirtschaftlichen Auswirkung allen
Volksgenossen zugute. Der Wert eines Erfinders oder eines erfolgreichen wirtschaftlichen Organisators
ist im Augenblick oft für die gesamte Volksgemeinschaft gar nicht abzuschätzen. Es wird in der Zukunft
erst recht eine Aufgabe der nationalsozialistischen Erziehung sein, allen unseren Volksgenossen ihren
gegenseitigen Wert klarzumachen. Dem einen zu zeigen, wie unersetzbar der deutsche Arbeiter ist, den
deutschen Arbeiter aber auch zu belehren, wie unersetzbar der Erfinder und der wirkliche
Wirtschaftsführer sind.

Daß in einer Sphäre solcher Auffassungen weder Streik noch Aussperrung geduldet werden können, ist
klar. Der nationalsozialistische Staat kennt kein wirtschaftliches Faustrecht. Über den Interessen aller
Kontrahenten steht das Gesamtinteresse der Nation, d. h. unseres Volkes.

Die praktischen Ergebnisse dieser unserer Wirtschaftspolitik sind Ihnen bekannt. Ein ungeheurer
Schaffensdrang geht durch unser Volk. Überall entstehen gewaltige Werke der Produktion und des
Verkehrs. Während in anderen Ländern fortgesetzte Streiks oder Aussperrungen die Stetigkeit der
nationalen Produktionen erschüttern, arbeitet in unserem Volk die Millionenmasse aller Schaffenden
nach dem höchsten Gesetz, das es für sie auf dieser Welt geben kann, nach dem Gesetz der Vernunft.

Wenn es uns in diesen vier Jahren gelungen ist, die wirtschaftliche Rettung unseres Volkes
durchzuführen, so wissen wir, daß die Ergebnisse dieser wirtschaftlichen Arbeit in Stadt und Land auch
gesichert werden müssen. Die erste Gefahr droht den Werken der menschlichen Kultur zunächst stets
aus den eigenen Reihen, dann nämlich, wenn zwischen der Größe der menschlichen Leistungen und der
Einsicht der sie schaffenden, erhaltenden und betreuenden Volksgenossen kein inneres Verhältnis mehr
besteht.

Die nationalsozialistische Bewegung hat dem Staate die Richtlinien für die Erziehung unseres Volkes
gegeben. Diese Erziehung beginnt nicht in einem gewissen Jahr und endet nicht in einem anderen. Die
menschliche Entwicklung brachte es mit sich, daß von einem bestimmten Zeitpunkt an die
Weiterbildung des Kindes aus der Obhut der engsten Zelle des Gemeinschaftslebens, der Familie,
genommen und der Gemeinschaft selbst anvertraut werden muß.

Die nationalsozialistische Revolution hat dieser Gemeinschaftserziehung bestimmte Aufgaben gestellt


und sie vor allem unabhängig gemacht von Lebensaltern, d. h. die Belehrung des einzelnen Menschen
kann niemals ein Ende finden Es ist daher die Aufgabe der Volksgemeinschaft, dafür zu sorgen, daß
diese Belehrung und Weiterbildung stets im Sinne ihrer Interessen, d. h. der Erhaltung des Volkes liegt.

Wir können deshalb auch nicht zugeben, daß irgendein taugliches Mittel für diese Volksausbildung und
Erziehung von dieser Gemeinschaftsverpflichtung ausgenommen werden könnte. Jugenderziehung -
Jungvolk - Hitlerjugend - Arbeitsdienst

Partei - Wehrmacht, sie sind alle Einrichtungen dieser Erziehung und Ausbildung unseres Volkes. Das
Buch, die Zeitung, der Vortrag, die Kunst, das Theater, der Film, sie sind alle Mittel dieser
Volkserziehung. Was die nationalsozialistische Revolution auf diesen Gebieten geleistet hat, ist
erstaunlich und gewaltig. Bedenken Sie allein folgendes:
Unser ganzes deutsches Erziehungswesen einschließlich der Presse, des Theaters, des Films, der
Literatur wird heute ausschließlich von deutschen Volksgenossen geleitet und gestaltet. Wie oft konnten
wir früher hören, daß die Entfernung des Judentums aus diesen Institutionen zum Zusammenbruch
oder zu ihrer Verödung führen müßte! Und was ist nun eingetreten? Auf all diesen Gebieten erleben wir
ein ungeheures Aufblühen des kulturellen und künstlerischen Lebens. Unsere Filme sind besser als je
zuvor, unsere Theateraufführungen stehen heute in unseren Spitzenbühnen auf einer einsamen
Welthöhe. Unsere Presse ist ein gewaltiges Instrument im Dienste der Selbstbehauptung unseres Volkes
geworden und hilft mit, die Nation zu stärken. Die deutsche Wissenschaft ist erfolgreich tätig, und
gewaltige Dokumente unseres schöpferischen Bauwillens werden einst von dieser neuen Epoche
zeugen!

Es ist eine unerhörte Immunisierung des deutschen Volkes erreicht worden gegenüber all den
zersetzenden Tendenzen, unter denen eine andere Welt zu leiden hat. Manche unserer Einrichtungen,
die noch vor wenigen Jahren nicht. verstanden worden sind, kommen uns heute schon als
selbstverständlich vor. Jungvolk, Hitlerjugend, BdM., Frauenschaft, Arbeitsdienst, SA., 55., NSKK. und vor
allem die Arbeitsfront in ihrer gewaltigen Gliederung sind Steine des stolzen Baues unseres Dritten
Reiches.

Dieser Sicherung des inneren Lebens unseres deutschen Volkes mußte zur Seite treten die Sicherung
nach außen. Und hier, meine Abgeordneten und Männer des Deutschen Reichstags, glaube ich, hat die
nationalsozialistische Erhebung das größte Wunder ihrer Leistungen vollbracht!

Als ich vor vier Jahren mit der Kanzlerschaft und damit mit der Führung der Nation betraut wurde,
übernahm ich die bittere Pflicht, ein Volk wieder zur Ehre zurückzuführen, das 15 Jahre lang das Leben
eines Aussätzigen unter den anderen Nationen zu führen - gezwungen worden war. Die innere Ordnung
des deutschen Volkes schuf mir die Voraussetzung zum Wiederaufbau des deutschen Heeres und aus
beiden zugleich erwuchs die Möglichkeit, jene Fesseln abzustreifen, die wir als tiefstes Schandmal
empfanden, das jemals einem Volk aufgebrannt worden war. Ich habe, am heutigen Tage diesen Prozeß
abschließend, nur wenige Erklärungen zu geben:

1. Die Wiederherstellung der deutschen Gleichberechtigung war ein ausschließlich Deutschland selbst
berührender und es betreffender Vorgang. Wir haben keinem Volk dadurch etwas genommen und
keinem Volk damit ein Leid zugefügt!

2. Ich verkünde Ihnen, daß ich im Sinne der Wiederherstellung der deutschen Gleichberechtigung die
Deutsche Reichsbahn und die Deutsche Reichsbank ihres bisherigen Charakters entkleiden und wieder
restlos unter die Hoheit der Regierung des Deutschen Reiches stellen werde.

3. Ich erkläre hiermit, daß damit jener Teil des Versailler Vertrages seine natürliche Erledigung gefunden
hat, der unserem Volke die Gleichberechtigung nahm und es zu einem minderwertigen Volke
degradierte.
4. Ich ziehe damit vor allem aber die deutsche Unterschrift feierlichst zurück von jener damals einer
schwachen Regierung wider deren besseres Wissen abgepreßten Erklärung, daß Deutschland die Schuld
am Kriege besitze!

Meine Abgeordneten, Männer des Deutschen Reichstags! Diese Wiederherstellung der Ehre unseres
Volkes, die ihren äußerlich sichtbarsten Ausdruck - fand in der Einführung der Wehrpflicht, Erschaffung
einer neuen Luftwaffe, dem Wiederaufbau einer deutschen Kriegsmarine, der Wiederbesetzung des
Rheinlandes durch unsere Truppen, war die schwerste und wagemutigste Aufgabe und Arbeit meines
Lebens. Ich muß an diesem Tage demutsvoll der Vorsehung danken, deren Gnade es mir, dem einstigen
unbekannten Soldaten des Weltkrieges, gelingen ließ, unserem Volke damit wieder seine Ehre und
Rechtschaffenheit zurückzuerkämpfen.

Alle die hierzu notwendigen Maßnahmen waren leider nicht auf dem Wege von Verhandlungen zu
erreichen. Aber abgesehen davon: Die Ehre eines Volkes kann überhaupt nicht ausgehandelt, sondern
sie kann nur genommen werden. So wenig wie man sie ihr weghandeln, sondern auch nur nehmen
kann!

Daß ich die dazu notwendigen Handlungen tat, ohne unsere früheren Gegner im einzelnen zu befragen,
oder auch nur zu verständigen, hatte aber auch seinen Grund in der Erkenntnis, das so oder so
notwendige Hinnehmen unserer Entscheidungen der anderen Seite dadurch nur erleichtert zu haben. Im
übrigen will ich diesen Erklärungen nun aber noch eine weitere anschließen, nämlich, daß damit die Zeit
der sogenannten Überraschungen abgeschlossen ist. Als gleichberechtigter Staat wird Deutschland
seiner europäischen Aufgabe bewußt nunmehr in Zukunft in loyaler Weise mitarbeiten an der Behebung
der Probleme, die uns und die anderen Nationen bewegen.

Wenn ich nun zu diesen allgemeinen Fragen der Gegenwart Stellung nehme, dann geschieht es vielleicht
am zweckmäßigsten in Anlehnung an jene Äußerungen, die vor kurzem im englischen Unterhaus durch
Mister Eden gemacht worden sind.

Denn in ihnen ist auch im wesentlichen enthalten, was zum Verhältnis Deutschlands zu Frankreich zu
sagen ist.

Ich möchte an. dieser Stelle meinen wirklichen Dank aussprechen für die Möglichkeit einer Antwort, die
mir geboten wurde durch die so freimütigen wie bemerkenswerten Ausführungen des Herrn englischen
Außenministers.

Ich habe diese Ausführungen, wie ich glaube, genau und richtig gelesen. Ich will mich natürlich nicht in
Details verlieren, sondern ich möchte versuchen, die großen Gesichtspunkte der. Rede Mister Edens
herauszugreifen, um meinerseits sie entweder zu klären oder zu beantworten.

Ich will dabei zuerst versuchen, einen, wie es mir scheint, sehr bedauerlichen Irrtum richtig zu stellen.
Nämlich den Irrtum, daß Deutschland irgendeine Absicht habe, sich zu isolieren, an den Geschehnissen
der übrigen Welt teilnahmslos vorbeizugehen oder daß es etwa keine Rücksicht auf allgemeine
Notwendigkeiten nehmen wolle.
Worin soll die Auffassung, Deutschland treibe eine Isolierungspolitik, ihre Begründung finden?

Soll diese Annahme der Isolierung Deutschlands gefolgert werden aus vermeintlichen deutschen
Absichten, dann möchte ich dazu folgendes bemerken:

Ich glaube überhaupt nicht, daß jemals ein Staat die Absicht haben könnte, sich bewußt an den
Vorgängen der übrigen Welt als politisch desinteressiert zu erklären. Besonders dann nicht, wenn diese
Welt so klein ist wie das heutige Europa. Ich glaube, daß, wenn wirklich ein Staat zu einer solchen
Haltung Zuflucht nehmen muß, er es dann höchstens unter dem Zwang eines ihm selbst aufoktroyierten
fremden Willens tun wird. Ich möchte Herrn Minister Eden hier zunächst versichern. daß wir Deutsche
nicht im geringsten isoliert sein wollen und uns auch gar nicht als isoliert fühlen. Deutschland hat in den
letzten Jahren eine ganze Anzahl politischer Beziehungen aufgenommen, wieder angeknüpft, verbessert
und mit einer Reihe von Staaten ein - ich darf wohl sagen -enges freundschaftliches Verhältnis
hergestellt. Unsere Beziehungen in Europa sind von uns aus gesehen zu den meisten Staaten normale,
zu einer ganzen Anzahl von Staaten sehr freundschaftliche. Ich stelle hier an die Spitze die
ausgezeichneten Beziehungen, die uns vor allem mit jenen Staaten verbinden, die aus ähnlichen Leiden
wie wir zu ähnlichen Folgerungen gekommen sind. Durch eine Reihe von Abkommen haben wir frühere
Spannungen beseitigt und damit wesentlich zu einer Verbesserung der europäischen Verhältnisse
beigetragen. Ich erinnere nur an unsere Abmachung mit Polen, die beiden Staaten zum Vorteil gereicht,
an unsere Abmachung mit Österreich, an unsere ausgezeichnete und enge Beziehung zu Italien, an
unsere freundschaftlichen Beziehungen zu Ungarn, Jugoslawien, zu Bulgarien, zu Griechenland, zu
Portugal, zu Spanien usw. und endlich aber auch an die nicht minder herzlichen Beziehungen zu einer
ganzen Reihe von Staaten außerhalb Europas.

Die Abmachung, die Deutschland mit Japan zur Bekämpfung der Kominternbewegung getroffen hat, ist
ein lebendiger Beweis dafür, wie wenig die deutsche Regierung daran denkt, sich zu isolieren und wie
wenig sie sich daher auch tatsächlich als isoliert fühlt. Im übrigen habe ich öfter als einmal den Wunsch
und die Hoffnung ausgesprochen, mit allen unseren Nachbarn zu einem ähnlich guten und herzlichen
Verhältnis zu kommen. Deutschland hat, und ich wiederhole dies hier feierlich, immer wieder versichert,
daß es zum Beispiel zwischen ihm und Frankreich überhaupt keinerlei menschlich denkbaren Streitpunkt
geben kann. Die deutsche Regierung hat weiter Belgien und Holland versichert, daß sie bereit ist, diese
Staaten jederzeit als unantastbare neutrale Gebiete anzuerkennen und zu garantieren. Ich sehe
angesichts all der von uns früher gegebenen Erklärungen und des tatsächlichen Zustandes nicht recht
ein, wieso also Deutschland sich isoliert fühlen soll oder gar eine Isolierungspolitik betriebe.

Allein auch wirtschaftlich gibt es nicht den geringsten Anhaltspunkt dafür, zu behaupten, daß
Deutschland sich der internationalen Zusammenarbeit etwa entzöge. Es ist ja doch wohl umgekehrt.
Wenn ich so die Rede mancher Staatsmänner in den letzten Monaten übersehe, dann kann nur zu leicht
aus ihnen der Eindruck entstehen, als ob etwa eine ganze Welt darauf warte, Deutschland mit
wirtschaftlichen Gefälligkeiten zu überschwemmen und nur wir verstockte Isolierungspolitiker an diesen
Genüssen nicht teilnehmen wollten.

Ich möchte zur Richtigstellung dessen ein paar ganz nüchterne Tatsachen anführen:
1. Seit Jahr und Tag müht sich das deutsche Volk ab, mit seinen Nachbarn bessere Handelsverträge und
damit einen regeren Güteraustausch zu erreichen. Und diese Bemühungen waren auch nicht vergeblich,
denn tatsächlich ist der deutsche Außenhandel seit dem Jahre 1932 sowohl dem Volumen als auch dem
Werte nach nicht kleiner, sondern größer geworden. Dies widerlegt am schärfsten die Meinung, daß
Deutschland eine wirtschaftliche Isolierungspolitik betriebe.

2 Ich glaube aber nicht, daß es eine wirtschaftliche Zusammenarbeit der Völker auf einer anderen
Ebene, und zwar von Dauer, geben kann, als auf der eines gegenseitigen Waren- und Güteraustausches.
Kreditmanipulationen können vielleicht für den Augenblick ihre Wirkung ausüben, auf die Dauer aber
werden die wirtschaftlichen internationalen Beziehungen immer bedingt sein durch den Umfang des
gegenseitigen Warenaustausches. Und hier ist es ja nun nicht so, daß die andere Welt etwa mit
ungeheuren Aufträgen oder Perspektiven einer Steigerung des wirtschaftlichen Austauschverkehrs
aufzuwarten in der Lage wäre. Man soll die Dinge wirklich nicht mehr komplizieren, als sie es an sich
sind. Die Weltwirtschaft krankt nicht daran, daß Deutschland sich etwa an ihr nicht beteiligen will,
sondern sie krankt daran, daß in die einzelnen Produktionen der Völker sowohl als auch in deren
Beziehungen zueinander eine Unordnung gekommen ist. Beides hat nicht Deutschland verschuldet. Am
wenigsten das heutige nationalsozialistische Deutschland. Denn als wir zur Macht kamen, war die
Weltwirtschaftskrise wohl noch schlimmer als heute.

Ich befürchte allerdings, den Worten Mister Edens entnehmen zu müssen, daß er als ein Element der
Ablehnung internationaler Beziehungen von Seiten Deutschlands die Durchführung des deutschen
Vierjahresplanes ansieht. Ich möchte daher darüber keinen Zweifel aufkommen lassen, daß der
Entschluß, diesen Plan durchzuführen, keine Änderung zuläßt. Die Gründe, die uns zu diesem Entschluß
veranlaßten, waren zwingende. Und ich habe in der letzten Zeit nichts entdecken können, was uns
irgendwie von der Durchführung dieses Entschlusses hätte abzubringen vermögen.

Ich nehme nur ein praktisches Beispiel:

Die Durchführung des Vierjahresplanes wird durch die synthetische Erzeugung von Benzin und Gummi
allein eine jährliche Mehrförderung von 20 bis 30 Millionen Tonnen Kohle in unserem Lande
sicherstellen! Das heißt aber, die Beschäftigung von vielen Zehntausenden von Kohlenbergarbeitern für
die ganze Zukunft ihres Lebens. Ich muß mir wirklich die Frage erlauben: welcher Staatsmann würde in
der Lage sein, mir im Falle der Nichtdurchführung des deutschen Vierjahresplanes die Abnahme von 20
oder 30 Millionen Tonnen Kohle durch irgendeinen anderen Wirtschaftsfaktor außerhalb des Reiches zu
garantieren? Und darum handelt es sich. Ich will Arbeit und Brot für mein Volk. Und zwar nicht
vorübergehend durch die Gewährung meinetwegen von Krediten, sondern durch einen soliden,
dauernden Produktionsprozeß, den ich entweder in Austausch bringen kann mit Gütern der anderen
Welt oder in Austausch bringen muß mit eigenen Gütern im Kreislauf unserer eigenen Wirtschaft. Wenn
Deutschland heute durch irgendeine Manipulation diese 20 oder 30 Millionen Tonnen Kohle in der
Zukunft auf den Weltmarkt werfen wollte, so würde dies doch nur dazu führen, daß andere Länder ihre
bisherige Kohlenausfuhr wesentlich senken müßten. Ich weiß nicht, ob ein englischer Staatsmann zum
Beispiel ernstlich eine solche Möglichkeit für sein Volk ins Auge fassen könnte. Dies aber ist das
entscheidende.
Denn Deutschland hat eine ungeheure Zahl von Menschen, die nicht nur arbeiten, sondern auch essen
wollen. Auch der übrige Lebensstandard unseres Volkes ist ein hoher. Ich kann die Zukunft der
deutschen Nation nicht aufbauen auf den Versicherungen eines ausländischen Staatsmannes über
irgendeine internationale Hilfe, sondern ich kann sie nur aufbauen auf den realen Grundlagen einer
laufenden Produktion, die ich entweder im Innern oder nach außen absetzen muß! Und hier
unterscheide ich mich vielleicht in meinem Mißtrauen von den optimistischen Ausführungen des
englischen Außenministers.

Wenn Europa nämlich nicht aus dem Taumel seiner bolschewistischen Infektionen erwacht, dann,
fürchte ich, wird das internationale Handel trotz allem guten Willen einzelner Staatsmänner nicht zu-,
sondern am Ende sogar eher noch abnehmen. Denn dieser Handel baut sich nicht nur auf der
ungestörten und damit gesicherten Produktion eines einzelnen Volkes auf, sondern auf der Produktion
aller Völker. Zunächst aber steht nur das eine fest, daß jede bolschewistische Erschütterung
zwangsläufig zu einer mehr oder weniger lang andauernden Vernichtung einer geordneten Produktion
führt. Und ich kann daher die wirtschaftliche Zukunft Europas leider nicht so optimistisch beurteilen, wie
dies vielleicht Mister Eden tun zu können glaubt. Ich bin der verantwortliche Leiter des deutschen Volkes
und habe nach bestem \Wissen und Gewissen seine Interessen auf dieser Welt wahrzunehmen. Ich bin
daher auch verpflichtet, die Dinge so einzuschätzen, wie ich sie eben mit meinen Augen glaube sehen zu
können.

Ich könnte niemals einen Freispruch vor der Geschichte meines Volkes erhalten, wenn ich - ganz gleich
aus welchen Gründen - etwas versäumen würde, was zur Forterhaltung dieses Volkes notwendig ist. Ich
bin glücklich, und wir alle sind es, über jede Steigerung unseres Außenhandels. Allein ich werde
angesichts der ungeklärten politischen Lage nichts versäumen, was dem deutschen Volk die
Lebensexistenz auch dann noch garantieren wird, wenn andere Staaten vielleicht das Opfer der
bolschewistischen Infektion geworden sein werden. Ich muß es auch ablehnen, daß diese Auffassung
einfach als eine Ausgeburt einer blassen Phantasie abgetan wird. Denn zunächst steht doch folgendes
fest: Der Herr englische Außenminister eröffnet uns theoretische Lebensperspektiven, während z. B. in
der Praxis sich ganz andere Vorgänge abspielen. Zum Beispiel: Die Revolutionierung Spaniens hat 15.000
Deutsche aus diesem Lande vertrieben und unserem Handel einen schweren Schaden zugefügt. Sollte
diese Revolutionierung Spaniens auf andere europäische Staaten übergreifen, dann würde dieser
Schaden nicht vermindert, sondern vergrößert werden.

Ich muß aber nun einmal als verantwortlicher Staatsmann auch mit solchen Möglichkeiten rechnen. Es
ist daher mein unabänderlicher Entschluß, die deutsche Arbeitskraft so oder so nützlich für die Erhaltung
meines -Volkes anzusetzen. Wir werden jede Möglichkeit wahrnehmen, dessen kann Herr Minister Eden
versichert sein, unsere wirtschaftlichen Beziehungen zu den anderen Völkern zu stärken, aber ebenso
auch jede Möglichkeit, den inneren Kreislauf unserer Wirtschaft zu verbessern und vertiefen!

Sollte aber - ich muß auch dies - untersuchen - die Ursache für die Meinung, Deutschland treibe eine
Isolierungspolitik, etwa unser Austritt aus dem Völkerbund sein, dann möchte ich doch darauf
hinweisen, daß die Genfer Liga niemals ein wirklicher Bund aller Völker war, daß eine Anzahl großer
Nationen ihr entweder überhaupt nicht angehörten oder schon vor uns den Austritt vollzogen hatten,
ohne daß deshalb jemand behaupten wird, diese trieben eine Isolierungspolitik.

Ich glaube also, daß Mister Eden in diesem Punkt die deutschen Absichten und unsere Auffassungen
sichtlich verkennt. Denn nichts liegt uns ferner, als, sei es politisch oder wirtschaftlich, die Beziehungen
zur anderen Welt abzubrechen oder auch nur zu vermindern. Im Gegenteil, das Umgekehrte ist richtiger.
Ich habe so oft versucht, zu einer Verständigung in Europa einen Beitrag zu leisten und habe besonders
oft dem englischen Volke und seiner Regierung versichert, wie sehr wir eine aufrichtige und herzliche
Zusammenarbeit mit ihnen wünschen. Und zwar wir alle, das ganze deutsche Volk, und nicht zuletzt ich
selbst.

Ich gebe aber zu, daß in einem Punkt eine tatsächliche und, wie mir scheint, unüberbrückbare
Verschiedenheit zwischen den Auffassungen des englischen Außenministers und unseren besteht.

Mister Eden betont, daß die britische Regierung unter keinen Umständen wünsche, Europa in zwei
Hälften zerrissen zu sehen. Leider hatte man diesen Wunsch nicht schon früher geäußert und gehört.
Heute ist dieser Wunsch nur eine Illusion. Denn tatsächlich ist die Zerreißung in zwei Hälften nicht nur
Europas, sondern der Welt eine vollzogene Tatsache. Es ist bedauerlich, daß die britische Regierung
nicht schon früher ihre heutige Auffassung vertreten hat, daß eine Zerreißung Europas unter allen
Umständen vermieden werden müsse, denn dann wäre es nie zum Versailler Vertrag gekommen. Dieser
Vertrag hat tatsächlich die erste Zerreißung Europas eingeleitet: nämlich die Aufteilung der Nationen in
Sieger und Besiegte und damit Rechtlose. Niemand hat mehr unter dieser Zerreißung Europas zu leiden
gehabt als das deutsche Volk. Daß wenigstens dieser Riß, soweit Deutschland in Frage kommt, - wieder
beseitigt würde, ist im wesentlichen das Verdienst der nationalsozialistischen Revolution in Deutschland
und damit irgendwie wohl auch mein eigenes!

Die zweite Zerreißung erfolgte durch die Proklamation der bolschewistischen Lehre, deren
integrierender Bestandteil es ist, sich nicht auf ein Volk zu beschränken, sondern allen -Völkern
aufgezwungen zu werden.

Es handelt sich hier nicht um eine besondere Form des arteigenen Lebens etwa des russischen Volkes,
sondern es handelt sich um den bolschewistischen Weltrevolutionsanspruch. Wenn Herr Minister Eden
den Bolschewismus nicht so sehen will, wie wir ihn sehen, dann mag dies vielleicht mit der Lage
Großbritanniens in Zusammenhang stehen, vielleicht auch mit sonstigen Erfahrungen, die uns
unbekannt sind. Allein ich glaube, man kann uns, die wir über diese Dinge nicht als Theoretiker
sprechen, auch nicht die Aufrichtigkeit der Überzeugung bestreiten. Für Herrn Eden ist der
Bolschewismus vielleicht ein Ding, das in Moskau sitzt, für uns ist dieser Bolschewismus aber eine Pest,
gegen die wir uns in Deutschland selbst blutig zur Wehr setzen mußten. Eine Pest, die es versucht hat,
aus unserem Lande dieselbe Wüste zu machen, wie es in Spanien der Fall ist, die mit denselben
Geiselerschießungen anfing, wie wir sie in Spanien. erleben! Nicht der Nationalsozialismus hat seine
Berührung mit dem Bolschewismus in Rußland gesucht, sondern der jüdisch-internationale Moskauer
Bolschewismus versuchte, nach Deutschland einzudringen! Und er versucht es heute noch! Und diesem
Versuch gegenüber haben wir in schwerem Kampf nicht nur die Kultur unseres Volkes, sondern vielleicht
auch die von ganz Europa behauptet und damit verteidigt.

Wenn in den Januar- und Februartagen des Jahres 1933 in der letzten Entscheidungsschlacht
Deutschland gegenüber dieser Barbarei unterlegen wäre, und das bolschewistische Trümmer- und
Leichenfeld sich über Mitteleuropa ausgebreitet haben würde, hätte man vielleicht auch an der Themse
andere Auffassungen über das Wesen dieser furchtbarsten Menschheitsgefahr erhalten. Denn nachdem
England ohnehin am Rhein verteidigt werden muß, würde es sich jetzt wohl schon in engster Berührung
mit jener harmlosen demokratischen Moskauer Welt befinden, deren Ungefährlichkeit uns immer so
warm einzureden versucht wird. Ich möchte daher hier noch einmal in aller Form folgendes erklären:

Der Bolschewismus ist eine Lehre der Weltrevolution, d. h. der Weitzerstörung. Diese Lehre als einen
gleichberechtigten Lebensfaktor in Europa aufnehmen, heißt, ihm Europa aus-. liefern. insoweit andere
Völker sich der Berührung mit dieser Gefahr auszusetzen belieben, unterliegt keiner deutschen
Stellungnahme. Insoweit aber Deutschland selbst in Frage kommt, möchte ich keinen Zweifel darüber
lassen, daß wir erstens im Bolschewismus eine unerträgliche Weltgefahr erblicken, und zweitens, daß
wir diese Gefahr von unserem Volke mit allen Mitteln fernzuhalten versuchen, und drittens, daß wir
daher uns bemühen, das deutsche Volk gegen diese Infektion so gut als möglich immun zu machen.

Dazu gehört es auch, daß wir jede engere Beziehung mit den Trägern dieser Giftbazillen vermeiden und
daß wir insonderheit nicht gewillt sind, dem deutschen Volk das Auge für diese Gefahr dadurch zu
trüben, daß wir selbst über die notwendigen staatlichen oder wirtschaftlichen Beziehungen hinaus
engere Verbindungen damit aufnehmen.

Ich halte die bolschewistische Lehre für das größte Gift, das einem Volk gegeben werden kann. Ich
wünsche daher, daß mein eigenes Volk mit dieser Lehre in keine Berührung kommt. Ich will aber dann
als Bürger dieses Volkes auch selbst nichts tun, was ich bei meinen Mitbürgern verurteilen muß. Ich
verlange vom deutschen Arbeiter, daß er keinen Verkehr und Umgang mit diesen internationalen
Schädlingen. betreibt, und er soll aber auch mich niemals mit ihnen pokulieren oder zechen sehen. Im
übrigen würde jede weitere deutsche vertragliche Verbindung mit dem derzeitigen bolschewistischen
Rußland für uns gänzlich wertlos sein. Weder wäre es denkbar, daß nationalsozialistische deutsche
Soldaten jemals zum Schutz des Bolschewismus eine Hilfspflicht erfüllten, noch wollten wir selbst von
einem bolschewistischen Staat eine Hilfe entgegennehmen. Denn ich fürchte, daß jedes Volk, das nach
einer solchen Hilfe greift, an ihr seinen Untergang findet.

Ich möchte weiter hier aber auch gegen die Auffassung Stellung nehmen, als könnte der Völkerbund als
solcher im Falle der Not, ja durch seine Hilfe rettend den einzelnen Mitgliedsstaaten unter die Arme
greifen. Nein, daran glaube ich nicht. Herr Minister Eden erklärte in seinen letzten Ausführungen, daß
das Entscheidende die Taten und nicht die Reden seien. Ich darf aber darauf hinweisen, daß das
entscheidende Merkmal des Völkerbundes bisher weniger Taten als vielmehr gerade die Reden gewesen
sind. Ausgenommen einen einzigen Fall, da es vielleicht besser gewesen wäre, es beim Reden bewenden
zu lassen. Und dieses einzige Mal ist darüber hinaus - wie vorauszusehen - der Tat der Erfolg versagt
geblieben.
So wie ich daher wirtschaftlich gezwungen bin, die eigene Kraft und die eigenen Möglichkeiten zur
Erhaltung meines Volkes in erster Linie in Rechnung zu stellen, so bin ich dies auch politisch. Und gerade
daran tragen wir wahrhaftig keine Schuld.

Ich habe dreimal sehr konkrete Angebote zu einer Rüstungsbeschränkung oder zumindest
Rüstungsbegrenzung gemacht. Diese Angebote verfielen der Ablehnung. Ich darf darauf hinweisen, daß
das größte Angebot damals der Vorschlag war, Deutschland und Frankreich möchten ihre Armeen
gemeinsam auf einen Stand von 300000 Mann bringen; Deutschland, England und Frankreich möchten
gemeinsam ihre Luftwaffe auf einen gleichen Stand bringen, und Deutschland und England möchten ein
Abkommen treffen für das Verhältnis der Kriegsflotten. Davon wurde nur der letzte Teil akzeptiert und
damit auch als einziger Beitrag einer wirklichen Rüstungsbegrenzung in der Welt verwirklicht.

Die anderen Vorschläge Deutschlands fanden ihre Beantwortung teils durch eine glatte Ablehnung, teils
aber auch durch den Abschluß jener Bündnisse, durch das die Riesenmacht Sowjet-Rußlands auf das
mitteleuropäische Spielfeld der Kräfte geworfen wurde. Herr Minister Eden spricht von den deutschen
Rüstungen, und erwartet eine Begrenzung dieser Rüstungen. Diese Begrenzung haben wir selbst einst
vorgeschlagen. Sie scheiterte daran, daß man lieber die größte Militärmacht der Welt vertraglich und
tatsächlich nach Mitteleuropa hereinzuschleusen versuchte, als auf unseren Vorschlag einzugehen. Es
würde daher richtig sein, wenn man schon von Rüstungen redet, in erster Linie die Rüstung jener Macht
zu erwähnen, die den Maßstab abgibt für das Rüsten all der anderen.

Mister Eden glaubt, daß in Zukunft alle Staaten nur die Rüstung besitzen sollten, die für ihre
Verteidigung notwendig sei. Ich weiß nicht;- ob und inwieweit über die Realisierung dieses schönen
Gedankens mit Moskau bereits Fühlung genommen wurde und inwieweit von dort aus schon
Zusicherungen ergangen sind. Ich glaube aber, eins aussprechen zu müssen: es ist ganz klar, daß das
Ausmaß der Rüstung für eine Verteidigung bestimmt wird von dem Ausmaß der Gefahren, die ein Land
bedrohen. Darüber zu urteilen, ist jedes Volk selbst zuständig, und zwar allein zuständig. Wenn also -
Großbritannien heute das Ausmaß seiner Rüstung festlegt, so wird dies in Deutschland jedermann
verstehen, denn wir können es uns nicht anders denken, als daß für die Bemessung des Schutzes des
Britischen Weltreichs ausschließlich London selbst zuständig ist. Ebenso möchte ich aber betonen, daß
auch die Bemessung des Schutzes und damit der Verteidigungswaffe für unser Volk unserer
Zuständigkeit unterliegt und damit ausschließlich in Berlin entschieden wird.

Ich glaube, daß eine allgemeine Anerkennung dieser Grundsätze nicht zu einer Erschwerung, sondern
nur zu einer Entspannung beitragen kann. Deutschland jedenfalls ist glücklich, in Italien und in Japan
Freunde gefunden zu haben, die gleicher Ansicht sind wie wir, und es würde noch glücklicher sein, wenn
sich diese Überzeugung in Europa ausbreiten würde. Daher hat auch niemand wärmer als wir die
sichtbare Entspannung im Mittelländischen Meere durch das italienisch-englische Abkommen begrüßt.
Wir glauben, daß dadurch auch am ehesten eine Verständigung erreicht werden wird über die
Behebung oder zumindest Begrenzung der Katastrophe, die das arme Spanien betroffen hat.
Deutschland hat dort keine Interessen außer die Pflege jener wirtschaftlichen Beziehungen, die Mister
Eden selbst als so wichtig und nützlich erklärt. Es ist versucht worden, die deutsche Sympathie für das
nationale Spanien mit irgendwelchen kolonialen Wünschen in Verbindung zu bringen.
Deutschland hat an Länder, die ihm keine Kolonien genommen haben, auch keine kolonialen Ansprüche.
Deutschland hat weiter unter der bolschewistischen Not selbst so stark gelitten, daß es nicht diese Not
mißbrauchen wird, um einem unglücklichen Volk in der Stunde seiner Schwäche etwas zu nehmen oder
für die Zukunft abzupressen.

Unsere Sympathien für General Franco und seine Regierung liegen erstens im allgemeinen Mitgefühl
und zweitens in der Hoffnung, daß durch eine Konsolidierung eines wirklich nationalen Spaniens eine
Stärkung der europäischen wirtschaftlichen Möglichkeiten entstehen wird, umgekehrt aber von dort
noch eine größere Katastrophe ihren Ausgang nehmen könnte. Wir sind daher bereit, alles zu tun, was
irgendwie zu einer Wiederherstellung geordneter Verhältnisse in Spanien beitragen kann.

Ich glaube aber, folgende Ausführungen nicht unterlassen zu dürfen:

In Europa sind in den letzten hundert Jahren eine Anzahl neuer Nationen geboren worden, die früher in
ihrer Zerrissenheit und Ohnmacht, nur geringe wirtschaftliche und fast gar keine politische Beachtung
erhielten. Durch das Entstehen dieser neuen Staaten sind natürliche Spannungen entstanden. Allein
eine wahre Staatskunst wird Realitäten nicht übersehen, sondern sie berücksichtigen. Das italienische
Volk, der neue italienische Staat, sie sind eine Realität. Das deutsche Volk und das Deutsche Reich, sie
sind desgleichen eine Realität. Und für meine eigenen Mitbürger möchte ich es aussprechen: das
polnische Volk und der polnische Staat sind ebenso eine Realität geworden. Auch auf dem Balkan sind
Nationen erwacht und haben sich ihre eigenen Staaten geschaffen. Die Völker dieser Staaten wollen
leben, und sie werden leben.. Mit einer geistlosen Aufteilung der Welt in Besitzende und Habenichtse
wird dieses Problem aber genau so wenig gelöst oder gar abgetan, als man auch die inneren sozialen
Probleme der Völker nicht einfach durch mehr oder weniger witzige Phrasen zu erledigen vermag!

Im Laufe der Jahrtausende erfolgte die Durchsetzung de? Lebensansprüche der Völker durch die von
ihnen ausgehende Gewalt. Wenn nun heute an Stelle dieser Gewalt eine andere regelnde Institution
treten soll, dann muß diese von der Berücksichtigung der natürlichen Lebenserfordernisse ausgehend
ihre Entscheidungen treffen. Wenn es die Aufgabe des Völkerbundes z. B. nur sein soll, den bestehenden
Weltzustand zu garantieren und in alle Ewigkeit sicherzustellen, dann kann man ihn genau so auch noch
die Aufgabe zuweisen, Ebbe und Flut zu bewachen oder in Zukunft den Fluß des Golfstromes
festzuhalten.

Er wird aber weder dies noch das andere können. Sein Bestand hängt auf die Dauer ab von der Größe
der Einsicht, notwendige Reformen, die die Beziehungen der Völker berühren, zu überlegen und zu
verwirklichen.

Das deutsche Volk hat sich einst ein Kolonialreich aufgebaut, ohne irgend jemand zu berauben und ohne
irgendeinen Vertrag zu verletzen. Und es tat dies ohne einen Krieg. Dieses Kolonialreich wurde uns
genommen. Die Begründungen, mit denen heute versucht wird, diese Wegnahme zu entschuldigen, sind
nicht stichhaltig.
Erstens: ,,Die Eingeborenen wollten nicht bei Deutschland sein." ~ hat sie gefragt, ob sie bei jemand
anderem sein wollen, und wann sind überhaupt die kolonialen Völker befragt worden, ob sie bei den
früheren Kolonialmächten zu sein Lust und Liebe besäßen?

Zweitens: ,,Die deutschen Kolonien sind von den Deutschen gar nicht richtig verwaltet worden."

Deutschland hat diese Kolonien erst wenige Jahrzehnte vorher erhalten. Sie wurden mit großen Opfern
ausgebaut und -waren in der Entwicklung begriffen, die heute zu ganz anderen Resultaten geführt
haben würde wie etwa im Jahre 1914. Aber immerhin waren die Kolonien durch uns doch so entwickelt,
daß man sie für wert genug hielt, um uns in blutigen Kämpfen entrissen zu werden.

Drittens heißt es: ,,Diese Kolonien besäßen gar keinen wirklichen Wert."

Wenn dies der Fall ist, dann wird diese Wertlosigkeit ja auch für die anderen Staaten zutreffen, und es
ist nicht einzusehen, weshalb man sie uns dann erst recht vorenthalten will.

Im übrigen: Deutschland hat niemals Kolonien gefordert zu militärischen Zwecken, sondern


ausschließlich zu wirtschaftlichen.

Es ist klar, daß in Zeiten einer allgemeinen Prosperität der Wert eines bestimmten Gebietes sinken mag,
es ist aber auch ebenso klar, daß in Zeiten der Not eine solche Bewertung eine sofortige Änderung
erfährt. Und Deutschland lebt heute in Zeiten eines schweren Kampfes um Lebensmittel und Rohstoffe
Ein genügender Einkauf wäre nur denkbar bei einer fortgesetzten und dauernden Steigerung unserer
Ausfuhr. Also wird die Forderung nach Kolonien in unserem so dicht besiedelten Land als eine
selbstverständliche sich immer wieder erheben.

ich möchte aber abschließend nun zu diesen Erklärungen noch in wenigen Punkten eine Auffassung
äußern über die möglichen Wege, die zu einer wirklichen Befriedung nicht nur Europas, sondern darüber
hinaus zu führen vermögen:

1. Es liegt im Interesse aller Nationen, daß die einzelnen Staaten im Inneren stabile und geordnete
politische und wirtschaftliche Verhältnisse besitzen. Sie sind die wichtigsten Voraussetzungen für die
Anbahnung dauerhafter und solider wirtschaftlicher und politischer Beziehungen der Völker
untereinander.

2. Es ist notwendig, daß die Lebenserfordernisse der einzelnen Völker offen gesehen und auch freimütig
zugegeben werden. Nur der gegenseitige Respekt vor diesen Lebensbedingungen kann Wege finden
lassen zur Befriedigung der Lebensbedürfnisse aller.

3. Der Völkerbund wird - wenn er seiner Mission gerecht werden will - sich zu einem Organ
evolutionärer Vernunft und nicht reaktionärer Trägheit umgestalten müssen.

4. Die Beziehungen der Völker untereinander können nur dann eine glückliche Regelung und Lösung
finden, wenn sie auf der Grundlage der gegenseitigen Achtung und damit absoluter Gleichberechtigung
geordnet werden.
5. Es ist unmöglich, für Rüstungssteigerung oder Rüstungsbegrenzung nach Belieben bald die eine oder
die andere Nation haftbar zu machen, sondern es ist notwendig, auch diese Probleme in jenem
gesamten Rahmen zu sehen, der ihre Voraussetzungen schafft und sie damit auch wirklich bestimmt.

6. Es ist unmöglich, zu einer wirklichen Befriedung der Völker zu kommen, solange der fortgesetzten
Verhetzung durch eine internationale unverantwortliche Clique von Brunnenvergiftern und
Meinungsfälschern nicht Einhalt geboten wird. Vor wenigen Wochen erst mußten wir erleben, wie es
dieser organisierten Kriegshetzergilde fast gelungen ist, zwischen zwei Völkern durch eine Flut von
Lügen ein Mißtrauen zu erzeugen, das leicht auch zu schlimmeren Folgen hätte führen können.

Ich habe sehr bedauert, daß der englische Außenminister nicht in einer kategorischen Weise festgestellt
hat, daß an den Marokko betreffenden Verleumdungen und Lügen dieser internationalen Kriegshetzer
auch nicht ein wahres Wort war. Es ist in diesem eklatanten Fall gelungen, dank der Loyalität eines
auswärtigen Diplomaten und seiner Regierung die sofortige Aufklärung zu schaffen. Wäre es nicht
denkbar, daß aus einem anderen Anlaß es einmal auch mißlingen könnte, der Wahrheit so schnell zum
Erfolg zu verhelfen, und was dann?

7, Es hat sich erwiesen, daß die Regelung der europäischen Fragen zweckmäßig immer in dem Rahmen
und in dem Umfang vollzogen wird, die möglich sind. Deutschland ist glücklich, heute mit Italien ein
enges und freundschaftliches Verhältnis hergestellt zu haben. Möge es doch gelingen, diese
Beziehungen auch auf ähnlichem Wege mit anderen europäischen Nationen anzubahnen!

Das Deutsche Reich wird mit seiner starken Armee über seine Sicherheit und seine Ehre wachen. Allein
es wird auch, erfüllt von der Überzeugung, daß es für Europa kein höheres Gut als den Frieden geben
kann, stets ein verantwortungsvoller und verantwortungsbewußter Träger dieses europäischen
Friedensgedankens sein.

8. Es wird dem europäischen Frieden insgesamt nützen, wenn in der Behandlung der Nationalitäten, die
als Minorität in fremden Völkern zu leben gezwungen sind, eine gegenseitige Rücksicht auf die
berechtigte Empfindung des nationalen Stolzes und Bewußtseins der Völker genommen wird.

Dies würde zu einer tiefgreifenden Entspannung zwischen den Staaten führen, die durch das Schicksal
gezwungen sind, nebeneinander zu existieren und deren staatliche Grenzen sieh nicht mit den
Volksgrenzen decken.

Ich möchte nun am Schlusse dieser Ausführungen noch zu einem Dokument Stellung nehmen, das die
britische Regierung anläßlich der Besetzung des Rheinlandes an die deutsche Regierung gerichtet hat.
Ich möchte vorweg erklären, daß wir glauben und überzeugt sind, daß die englische Regierung damals
alles getan hat, um eine Verschärfung der europäischen Krise zu vermeiden, und daß das in Frage
stehende Dokument auch nur dem Wunsche die Entstehung verdankt, einen Beitrag zu leisten für die
Entwirrung der damaligen Lage.

Trotzdem war es der deutschen Regierung nicht möglich, aus Gründen, die sicherlich auch die Regierung
Großbritanniens würdigen wird, eine Antwort auf diese Fragen zu geben. Wir haben es vorgezogen,
durch die praktische Ausgestaltung unserer Beziehungen zu unseren Nachbarstaaten einen Teil dieser
Fragen auf die natürlichste Weise zu erledigen, und ich möchte heute nun nach der Wiederherstellung
der vollen deutschen Souveränität und Gleichberechtigung nur abschließend erklären, daß Deutschland
niemals mehr einen Vertrag unterzeichnen wird, der mit seiner Ehre, mit der Ehre der Nation und der es
vertretenden Regierung irgendwie unvereinbar ist, oder der sonst sich mit den deutschen
Lebensinteressen nicht verträgt und daher auf die Dauer nicht gehalten werden könnte.

Ich glaube, diese Erklärung wird des Verständnisses aller sicher sein.

Im übrigen hoffe ich zutiefst, daß es der Einsicht und dem guten Willen der verantwortungsbewußten
europäischen Regierungen trotz aller Widersacher gelingen wird, Europa dennoch den Frieden zu
bewahren. Er ist unser allerhöchstes Gut. Was Deutschland im einzelnen dazu an Beiträgen leisten kann,
wird es leisten.

Wenn ich nun diesen Teil meiner Ausführungen beschließe, möchte ich den Blick noch ganz kurz werfen
auf die Aufgaben der Zukunft.

An der Spitze steht die Durchführung des Vierjahresplanes. Er wird gewaltige Anstrengungen erfordern,
allein unserem Volke einst auch von großem Segen sein. Er umfaßt eine Stärkung unserer nationalen
Wirtschaft auf allen Gebieten. Seine Durchführung ist sichergestellt. Die großen Arbeiten, die außer ihm
begonnen worden sind, werden weitergeführt. Ihr Ziel wird sein, das deutsche Volk gesünder und sein
Leben angenehmer zu machen. Als äußeres Zeugnis für diese große Epoche der Wiederauferstehung
unseres Volkes aber soll nunmehr der planmäßige Ausbau einiger großer Städte des Reiches treten. Und
an der Spitze die Ausgestaltung Berlins zu einer wirklichen und wahren Hauptstadt des Deutschen
Reiches. Ich habe daher an diesem heutigen Tage, ähnlich wie für den Bau unserer Straßen, für Berlin
einen Generalbauinspektor ernannt, der für die bauliche Ausgestaltung der Reichshauptstadt
verantwortlich ist und dafür Sorge tragen wird, in das Chaos der Berliner Bauentwicklung jene große
Linie zu bringen, die dem Geist der nationalsozialistischen Bewegung und dem Wesen der deutschen
Reichshauptstadt gerecht wird. Für die Durchführung dieses Planes ist eine Zeit von zwanzig Jahren
vorgesehen.

Möge der allmächtige Gott uns den Frieden schenken, um das gewaltige Werk in ihm vollenden zu
können. Parallel damit wird eine großzügige Ausgestaltung der Hauptstadt der Bewegung, der Stadt der
Reichsparteitage und der Stadt Hamburg stattfinden.

Dies soll aber nur die Vorbilder geben für eine allgemeine Kulturentwicklung, die wir dem deutschen
Volke als Bekrönung seiner inneren und äußeren Freiheit wünschen.

Und endlich wird es die Aufgabe der Zukunft sein, das wirkliche Leben unseres Volkes, wie es sich nun
staatlich ausgebildet hat, durch eine Verfassung für immer und ewig zu besiegeln und damit zum
unvergänglichen Grundgesetz aller Deutschen zu erheben.
Wenn ich auf das große Werk der hinter uns liegenden vier Jahre zurückblicke, dann werden Sie
verstehen, daß meine erste Empfindung nur die des Dankes sein kann gegenüber unserem Allmächtigen,
der uns dieses Werk gelingen ließ.

Er hat unsere Arbeit gesegnet und unser Volk durch all die Fährnisse glücklich hindurchschreiten lassen,
die diesen Weg umdrohten.

Ich habe in meinem Leben drei ungewöhnliche Freunde gehabt: In meiner Jugend war es die Not, die
mich durch viele Jahre begleitete. Als der große Krieg zu Ende ging, da war es das tiefe Leid über den
Zusammenbruch unseres Volkes, das mich nun erfaßte. und meinen Weg vorschrieb. Seit diesem 30.
Januar vor vier Jahren habe ich als dritten Freund die Sorge kennengelernt. Die Sorge für das meiner
Führung anvertraute Volk und Reich. Sie hat mich seitdem nicht mehr verlassen und wird mich wohl nun
begleiten bis an mein Ende. Wie könnte aber ein Mann diese Sorge zu tragen vermögen, wenn er nicht
in gläubigem Vertrauen auf seine Mission mit der Zustimmung dessen rechnen würde, der über uns
allen steht. Es ist das Schicksal, das Menschen mit besonderen Aufgaben so oft zwingt, einsam und
verlassen zu sein. Ich will auch hier der Vorsehung danken, daß sie mich eine Schar treuester
Mitkämpfer finden ließ, die ihr Leben an meines angeschlossen haben und die nun seitdem an meiner
Seite für die Wiederauferstehung unseres Volkes kämpfen. Ich bin so glücklich, daß ich nicht als
Einsamer durch das deutsche Volk zu schreiten brauche, sondern daß neben mir sich eine Garde von
Männern befindet, deren Name in der deutschen Geschichte ein bleibender sein wird.

Ich möchte an dieser Stelle danken meinen alten Kampfgefährten, die durch die langen, langen Jahre
unentwegt an meiner Seite standen und die mir nun, sei es als Minister, sei es als Reichsstatthalter oder
Gauleiter oder an anderen Stellen der Partei und des Staates, ihre Hilfe schenken. Es spielt sich in diesen
Tagen in Moskau ein Schicksal ab, das uns erst zeigt, wie hoch die Treue zu werten ist, die führende
Männer miteinander verbindet. Ich möchte auch jenen meinen aufrichtigen Dank aussprechen, die,
nicht aus den Reihen der Partei kommend, in der Führung der Reichsregierung und im übrigen Volk mir
in dieser Jahren treue Helfer und Gefährten geworden sind. Sie gehören heule alle zu uns, auch wenn
ihnen in diesem Augenblick äußerlich noch das Zeichen unserer Gemeinschaft fehlt. Ich möchte den
Männern und Frauen danken, die unsere Organisation der Partei aufbauten und so erfolgreich führten.
Ich muß aber hier vor allem danken den Führern unserer Wehrmacht. Sie haben es ermöglicht, dem
nationalsozialistischen Staat ohne jede Erschütterung die nationalsozialistische Waffe zu geben.

So sind heute Partei und Wehrmacht die beiden für ewig verschworenen Garanten der Behauptung des
Lebens unseres Volkes. Wir wissen aber auch, daß unser aller Tun vergeblich geblieben wäre, wenn nicht
Hunderttausende von politischen Führern, unzählige Beamte des Reiches und zahllose Soldaten und
Offiziere im Sinne unserer Erhebung in Treue zu uns gestanden wären. Und noch mehr, wenn nicht
hinter uns gestanden wäre die breite Front des ganzen deutschen Volkes.

An diesem geschichtlichen Tag muß ich wieder jener Millionen unbekannter deutscher Menschen
gedenken, die in allen Lebensschichten, die in allen Berufen und Betrieben und in allen Gehöften für das
neue Reich ihr Herz und ihre Liebe und ihre Opfer gegeben haben Und wir alle, Männer und
Abgeordnete des Reichstages, wollen gemeinsam danken vor allem der deutschen Frau den Millionen
unserer Mütter, die dem Dritten Reich ihre Kinder schenkten. Denn welchen Sinn hätte alle unsere
Arbeit welchen Sinn die Erhebung der deutschen Nation ohne unsere deutsche Jugend. Jede Mutter, die
in diesen vier Jahren unserem Volk ein Kind gegeben hat, trägt durch ihren Schmerz und ihr Glück bei
zum Glück der ganzen Nation Wenn ich dieser gesunden Jugend unseres Volkes gedenke, dann wird
mein Glaube an unsere Zukunft zu einer freudigen Gewißheit Und ich empfinde in tiefer Inbrunst die
Bedeutung des einfachen Wortes, das Ulrich von Hutten schrieb, ehe er zum letztenmal die Feder
weglegte: Deutschland.
Adolf Hitler Rede am 30. Januar 1939 in Berlin
Am 30. Januar 1933 zog ich in die Wilhelmstraße ein, erfüllt von tiefster Sorge für die Zukunft meines
Volkes. Heute — sechs Jahre später — kann ich zu dem ersten Reichstag Großdeutschlands sprechen!
Wahrlich, wir vermögen vielleicht mehr als eine andere Generation den frommen Sinn des Ausspruches
zu ermessen: 'Welch eine Wendung durch Gottes Fügung!

Sechs Jahre genügten, um die Träume von Jahrhunderten zu erfüllen. Ein Jahr, um unser Volk in den
Genuß jener Einheit zu bringen, die die vergeblich angestrebte Sehnsucht zahlreicher Generationen war.
Da ich Sie heute als Vertreter unseres deutschen Volkes aus allen Gauen des Reiches um mich
versammelt sehe und unter Ihnen die neugewählten Männer der Ostmark und des Sudetenlandes weiß,
erliege ich wieder den gewaltigen Eindrücken des Geschehens eines Jahres, in dem sich Jahrhunderte
verwirklichten. Wieviel Blut ist um dieses Ziel umsonst geflossen! Wie viele Millionen deutscher Männer
sind bewußt oder unbewußt im Dienste dieser Zielsetzung seit mehr als tausend Jahren den bitteren
Weg in den raschen oder schmerzvollen Tod gegangen! Wie viele andere wurden verdammt, hinter
Festungs- und Kerkermauern ein Leben zu beenden, das sie Großdeutschland schenken wollten! Wie
viele Hunderttausende sind als endloser, von Not und Sorge gepeitschter Strom deutscher
Auswanderung in die weite Welt geflossen! jahrzehntelang noch an die unglückliche Heimat denkend,
nach Generationen sie vergessend. Und nun ist in einem Jahre die Verwirklichung dieses Traumes
gelungen. Nicht kampflos, wie gedankenlose Bürger dies vielleicht zu glauben pflegen.

Vor diesem Jahr der deutschen Einigung stehen fast zwei Jahrzehnte des fanatischen Ringens einer
politischen Idee.

Hunderttausende und Millionen setzten für sie ihr ganzes Sein, ihre körperliche und wirtschaftliche
Existenz ein; nahmen Spott und Hohn genau so willig auf sich wie jahrelange schimpfliche Behandlung,
erbärmliche Verleumdung und kaum erträglichen Terror. Zahllose blutbedeckte Tote und Verletzte in
allen deutschen Gauen sind die Zeugen des Kampfes.

Und zudem: Dieser Erfolg wurde erkämpft durch eine unermeßliche Willensanstrengung und durch die
Kraft tapferer und fanatisch durchgehaltener Entschlüsse. Ich spreche dies aus, weil die Gefahr besteht,
daß gerade jene, die an dem Gelingen der deutschen Einigung den wenigsten praktischen Anteil
besitzen, nur zu leicht als vorlauteste Deklamatoren die Tat der Schaffung dieses Reiches für sich in
Anspruch nehmen oder das ganze Geschehen des Jahres 1938 als eine schon längst fällige, nur leider
vom Nationalsozialismus verspätet eingelöste Selbstverständlichkeit werten.

Diesen Elementen gegenüber möchte ich feststellen, daß zum Durchsetzen dieses Jahres eine
Nervenkraft gehörte, von der solche Wichte nicht eine Spur besitzen! Es sind jene uns bekannten, alten
unverbesserlichen Pessimisten, Skeptiker oder Gleichgültigen, die man in der Zeit unseres
zwanzigjährigen Kampfes als positives Element stets vermissen konnte, die aber nun nach dem Sieg als
die berufenen Experten der nationalen Erhebung ihre kritischen Randbemerkungen machen zu müssen
glauben.
Ich gebe nun in wenigen Sätzen eine sachliche Darstellung der geschichtlichen Ereignisse des
denkwürdigen Jahres 1938.

Freitag abends erging die Bitte an mich, um unübersehbare innere Wirrnisse in diesem Lande zu
verhindern, den Befehl zum Einmarsch der deutschen Truppen zu geben. Schon gegen 10 Uhr nachts
erfolgten an zahlreichen Stellen die Grenzübergänge. Ab 6 Uhr früh begann der allgemeine Einmarsch,
der unter unermeßlichem Jubel einer nunmehr endlich befreiten Bevölkerung erfolgte.

Dann kam die Sudetenkrise.

Der verantwortliche Mann für jene Entwicklung, die allmählich die Tschechoslowakei zum Exponenten
aller gegen das Reich gerichteten feindlichen Absichten machte, war der damalige Staatspräsident Dr.
Benesch. Er hat auf Anregung und unter Mitwirkung gewisser ausländischer Kreise im Mai des
vergangenen Jahres jene tschechische Mobilisierung durchgeführt, der die Absicht zugrunde lag, erstens
das Deutsche Reich zu provozieren und zweitens dem Deutschen Reich eine Niederlage in seinem
internationalen Ansehen zuzufügen. Trotz einer dem tschechischen Staatspräsidenten Benesch in
meinem Auftrag zweimal übermittelten Erklärung, daß Deutschland nicht einen einzigen Soldaten
mobilisiert hatte, trotz der gleichen Versicherungen, die den Vertretern auswärtiger Mächte abgegeben
werden konnten, wurde die Fiktion aufrechterhalten und verbreitet, daß die Tschecho-Slowakei durch
eine deutsche Mobilisation ihrerseits zur Mobilmachung gezwungen worden wäre und Deutschland
dadurch seine eigene Mobilmachung rückgängig machen und seinen Absichten entsagen mußte. Herr
Dr. Benesch ließ die Version verbreiten, daß damit das Deutsche Reich durch die Entschlossenheit seiner
Maßnahmen in die gebührenden Schranken zurückgewiesen worden sei. Da Deutschland nun weder
mobil gemacht hatte noch irgendeine Absicht besaß, die Tschecho-Slowakei etwa anzugreifen, mußte
die Lage ohne Zweifel zu einem schweren Prestigeverlust des Reiches führen.

Ich habe mich daher auf Grund dieser unerträglichen Provokation, die noch verstärkt wurde durch eine
wahrhaft infame Verfolgung und Terrorisierung unserer dortigen Deutschen, entschlossen, die
sudetendeutsche Frage endgültig und nunmehr radikal zu lösen. Ich gab am 28. Mai:

1. den Befehl zur Vorbereitung des militärischen Einschreitens gegen diesen Staat mit dem
Termin des 2. Oktober,

2. ich befahl den gewaltigen und beschleunigten Ausbau unserer Verteidigungsfront im


Westen.

Für die Auseinandersetzung mit Herrn Benesch und zum Schutze des Reiches gegen andere
Beeinflussungsversuche oder gar Bedrohungen war die sofortige Mobilmachung von zunächst 96
Divisionen vorgesehen, denen in kurzer Frist eine größere Anzahl weiterer solcher Verbände nachfolgen
konnte.

Wenn gewisse Zeitungen und Politiker der übrigen Welt nun behaupten, daß damit Deutschland durch
militärische Erpressungen andere Völker bedroht habe, so beruht dies auf einer groben Verdrehung der
Tatsachen. Deutschland hat in einem Gebiet, wo weder Engländer noch andere westliche Nationen
etwas zu suchen haben, für zehn Millionen deutsche Volksgenossen das Selbstbestimmungsrecht
hergestellt. Es hat dadurch niemanden bedroht, es hat sich nur zur Wehr gesetzt gegen den Versuch der
Einmischung Dritter. Und ich brauche Ihnen nicht zu versichern, meine Abgeordneten, Männer des
Deutschen Reichstages, daß wir es auch in Zukunft nicht hinnehmen werden, daß in gewisse, nur uns
angehende Angelegenheiten westliche Staaten sich einfach hineinzumengen versuchen, um durch ihr
Dazwischentreten natürliche und vernünftige Lösungen zu verhindern! Wir alle waren daher glücklich,
daß es dank der Initiative unseres Freundes Benito Mussolini und dank der ebenfalls hoch zu
schätzenden Bereitwilligkeit Chamberlains und Daladiers gelang, die Elemente einer Abmachung zu
finden, die nicht nur die friedliche Lösung einer unaufschiebbaren Angelegenheit gestattete, sondern die
darüber hinaus als Beispiel gewertet werden kann für die Möglichkeit einer allgemeinen vernünftigen
Behandlung und Erledigung bestimmter lebenswichtiger Probleme. Allerdings, ohne die
Entschlossenheit, dieses Problem so oder so zur Lösung zu bringen, wäre es zu einer solchen Einigung
der europäischen Großmächte nicht gekommen.

Wir haben damit vor uns heute eine Vertretung des deutschen Volkes, die es beanspruchen kann, als
wahrhaft verfassunggebende Körperschaft angesehen zu werden.

Das politisch und gesellschaftlich desorganisierte deutsche Volk früherer Jahrzehnte hat den größten
Teil der ihm innewohnenden Kräfte in einem ebenso unfruchtbaren wie unsinnigen gegenseitigen
inneren Krieg verbraucht. Die sogenannte demokratische Freiheit des Auslebens der Meinungen und der
Instinkte führte nicht zu einer Entwicklung oder auch nur zur Freimachung besonderer Werte oder
Kräfte, sondern nur zu ihrer sinnlosen Vergeudung und endlich zur Lähmung jeder noch vorhandenen
wirklich schöpferischen Persönlichkeit. Indem der Nationalsozialismus diesem unfruchtbaren Kampf ein
Ende bereitete, erlöste er die bis dahin im Inneren gebundenen Kräfte und gab sie frei zur Vertretung
der nationalen Lebensinteressen im Sinne der Bewältigung großer Gemeinschaftsaufgaben im Innern
des Reiches, als auch im Dienst der Sicherung der gemeinsamen Lebensnotwendigkeiten gegenüber
unserer Umwelt.

Es ist ein Unsinn, zu meinen, daß Gehorsam und Disziplin nur für Soldaten nötig wären, im übrigen
Leben der Völker aber wenig nützliche Bedeutung besäßen. Im Gegenteil: Die disziplinierte und im
Gehorsam erzogene Volksgemeinschaft ist in der Lage, Kräfte zu mobilisieren, die einer leichteren
Behauptung der Existenz der Völker zugute kommen und die damit der erfolgreichen Vertretung der
Interessen aller dienen. Eine solche Gemeinschaft ist allerdings primär nicht durch den Zwang der
Gewalt zu schaffen, sondern nur durch die zwingende Gewalt einer Idee und damit durch die
Anstrengungen einer andauernden Erziehung.

Es gibt Menschen, denen selbst die größten und erschütterndsten Ereignisse keinerlei innere
Nachdenklichkeit oder gar Bewegung abzuzwingen vermögen. Diese sind dafür auch persönlich innerlich
tot und damit für eine Gemeinschaft wertlos. Sie machen selbst keine Geschichte, und man kann mit
ihnen auch keine Geschichte machen. In ihrer Beschränktheit oder in ihrer blasierten Dekadenz sind sie
eine unbrauchbare Ausschußware der Natur.
Sie finden ihre eigene Beruhigung oder Befriedigung in dem Gedanken einer infolge ihrer vermeintlichen
Klugheit oder Weisheit über den Zeitereignissen liegenden erhabenen Haltung, oder besser gesagt,
Ignoranz. Man kann sich nun sehr gut denken, daß ein Volk nicht einen einzigen solchen Ignoranten
besitzt und dabei der größten Handlungen und Taten fähig zu sein vermag. Es ist aber unmöglich, sich
eine Nation vorzustellen oder sie gar zu führen, die in ihrer Mehrzahl aus solchen Ignoranten bestünde
statt aus der blutvollen Masse idealistischer, gläubiger und bejahender Menschen. Diese sind die einzig
wertvollen Elemente einer Volksgemeinschaft. Tausend Schwächen sind ihnen zu verzeihen, wenn sie
nur die eine Stärke besitzen, für ein Ideal oder eine Vorstellung — wenn notwendig — auch das Letzte
geben zu können!

Meine Abgeordneten, wir stehen hier noch vor ungeheuren, gewaltigen Aufgaben! Eine neue
Führungsschicht unseres Volkes muß aufgebaut werden. Ihre Zusammensetzung ist rassisch bedingt. Es
ist aber ebenso notwendig, durch das System und die Art unserer Erziehung vor allem Tapferkeit und
Verantwortungsfreudigkeit als selbstverständliche Voraussetzung für die Übernahme jedes öffentlichen
Amtes zu verlangen und sicherzustellen.

Für die Besetzung von führenden Stellen in Staat und Partei ist die charakterliche Haltung höher zu
werten als die sogenannte nur wissenschaftliche oder vermeintliche geistige Eignung.

Denn überall dort, wo geführt werden muß, entscheidet nicht das abstrakte Wissen, sondern die
angeborene Befähigung zum Führen und mithin ein hohes Maß von Verantwortungsfreudigkeit und
damit von Entschlossenheit, Mut und Beharrlichkeit.

Grundsätzlich muß die Erkenntnis gelten, daß der Mangel an Verantwortungsfreude niemals
aufgewogen werden kann durch eine angenommene erstklassige, durch Zeugnisse belegte
wissenschaftliche Bildung. Wissen und Führungsfähigkeit, das heißt also auch Tatkraft, schließen sich
nicht gegenseitig aus. Dort, wo sich darüber aber Zweifel erheben, kann unter keinen Umständen das
Wissen als Ersatz für Haltung, Mut, Tapferkeit und Entschlußfreudigkeit gelten. Bei der Führung einer
Volksgemeinschaft in Partei und Staat sind diese Eigenschaften die wichtigeren.

Wenn ich dieses vor Ihnen, meine Abgeordneten, ausspreche, dann tue ich es unter dem Eindruck des
einen Jahres deutscher Geschichte, das mich mehr als mein ganzes bisheriges Leben darüber belehrt
hat, wie wichtig und unersetzbar gerade diese Tugenden sind und wie in den kritischen Stunden ein
einziger tatkräftiger Mann immer mehr wiegt als 1000 geistreiche Schwächlinge! Diese neue
Führungsauslese muß als gesellschaftliche Erscheinung aber auch erlöst werden von zahlreichen
Vorurteilen, die ich wirklich nicht anders denn als eine verlogene und im tiefsten Grunde unsinnige
Gesellschaftsmoral bezeichnen kann.

Es gibt keine Haltung, die ihre letzte Rechtfertigung nicht in dem aus ihr entspringenden Nutzen für die
Gesamtheit finden könnte. Was ersichtlich für die Existenz der Gesamtheit unwichtig oder sogar
schädlich ist, kann nicht im Dienste einer Gesellschaftsordnung als Moral gewertet werden. Und vor
allem: eine Volksgemeinschaft ist nur denkbar unter der Anerkennung von Gesetzen, die für alle gültig
sind, d. h. es geht nicht an, von einem die Befolgung von Prinzipien zu erwarten oder zu fordern, die in
den Augen der anderen entweder widersinnig, schädlich oder auch nur unwichtig erscheinen.
Ich habe kein Verständnis für das Bestreben absterbender Gesellschaftsschichten, sich durch eine Hecke
vertrockneter und unwirklich gewordener Standesgesetze vom wirklichen Leben abzusondern, um sich
damit künstlich zu erhalten. Solange dies nur geschieht, um dem eigenen Absterben einen ruhigen
Friedhof zu sichern, ist dagegen nichts einzuwenden. Wenn man aber damit dem fortschreitenden
Leben eine Barriere vorlegen will, dann wird der Sturm einer vorwärtsbrausenden Jugend dieses alte
Gestrüpp kurzerhand beseitigen.

Der heutige deutsche Volksstaat kennt keine gesellschaftlichen Vorurteile. Er kennt daher auch keine
gesellschaftliche Sondermoral. Er kennt nur die durch Vernunft und Erkenntnis vom Menschen
begriffenen Lebensgesetze und Notwendigkeiten.

Die Geschlossenheit des deutschen Volkskörpers, deren Garant Sie, meine Abgeordneten, in erster Linie
sind und sein werden, gibt mir die Gewißheit, daß, was immer auch an Aufgaben an unser Volk
herantreten wird, der nationalsozialistische Staat früher oder später löst! Daß, wie immer auch die
Schwierigkeiten, die uns noch bevorstehen, beschaffen sein mögen, die Tatkraft und der Mut der
Führung sie meistern werden.

1. Wir kämpfen wirklich einen ungeheuren Kampf unter Einsatz der ganzen geschlossenen
Kraft und Energie unseres Volkes und

2. wir werden diesen Kampf restlos gewinnen, ja wir haben ihn bereits gewonnen!

Worin liegt die Ursache all unserer wirtschaftlichen Schwierigkeiten? In der Übervölkerung unseres
Lebensraums! Und hier kann ich den Herren Kritikern in den westlichen und außereuropäischen
Demokratien nur eine Tatsache und eine Frage vorhalten, die Tatsache: Das deutsche Volk lebt mit 135
Menschen auf dem Quadratkilometer ohne jede äußere Hilfe und ohne alle Reserven von früher. Von
der ganzen übrigen Welt anderthalb Jahrzehnte lang ausgeplündert, mit ungeheuren Schulden belastet,
ohne Kolonien wird es trotzdem ernährt und gekleidet und hat dabei keine Erwerbslosen. Und die Frage:
Welche unserer sogenannten großen Demokratien wäre wohl in der Lage, das gleiche Kunststück
fertigzubringen? —

Wem die Natur von selber die Bananen in den Mund wachsen läßt, der hat natürlich einen leichteren
Lebenskampf als der deutsche Bauer, der sich das ganze Jahr abmühen muß, um seinen Acker zu
bestellen. Wir verbitten uns dabei nur, daß nun ein so sorgenloser internationaler Bananenpflücker die
Tätigkeit des deutschen Bauern kritisiert.

Der dann eintretende Zustand ist nur auf zwei Wegen zu überwinden:

1. Durch eine zusätzliche Einfuhr von Lebensmitteln, d. h. eine steigende Ausfuhr deutscher
Erzeugnisse, wobei zu berücksichtigen bleibt, daß für diese Erzeugnisse zum Teil selbst Rohstoffe aus
dem Ausland einzuführen sind, so daß nur ein Teil der Handelsergebnisse für den Lebensmitteleinkauf
übrigbleibt, oder

2. die Ausweitung des Lebensraumes unseres Volkes, um damit im inneren Kreislauf unserer
Wirtschaft das Problem der Ernährung Deutschlands sicherzustellen.
Da die zweite Lösung augenblicklich infolge der anhaltenden Verblendung der einstigen Siegermächte
noch nicht gegeben ist, sind wir gezwungen, uns mit der ersten zu befassen, d. h. wir müssen
exportieren, um Lebensmittel kaufen zu können, und zweitens, wir müssen, da dieser Export zum Teil
Rohstoffe erfordert, die wir selbst nicht besitzen, noch mehr exportieren, um diese Rohstoffe zusätzlich
für unsere Wirtschaft sicherzustellen.

Dieser Zwang ist mithin kein kapitalistischer, wie das vielleicht in anderen Ländern der Fall sein mag,
sondern härteste Not, die ein Volk treffen kann, nämlich die Sorge für das tägliche Brot.

Und wenn hier nun von fremden Staatsmännern mit, ich weiß nicht für was, wirtschaftlichen
Gegenmaßnahmen gedroht wird, so kann ich hier nur versichern, daß in einem solchen Fall ein
wirtschaftlicher Verzweiflungskampf einsetzen würde, der für uns sehr leicht durchzufechten ist.
Leichter, als für die übersättigten anderen Nationen, denn das Motiv für unseren Wirtschaftskampf
würde ein sehr einfaches sein, nämlich: deutsches Volk lebe, d. h. exportiere, oder stirb. Und ich kann
allen internationalen Zweiflern versichern, das deutsche Volk wird nicht sterben, auf keinen Fall
dadurch, sondern es wird leben! Es wird seiner Führung, wenn nötig, die ganze Arbeitskraft der neuen
nationalsozialistischen Gemeinschaft zur Verfügung stellen, um einen solchen Kampf aufzunehmen und
durchzufechten. Was aber die Führung betrifft, so kann ich nur versichern, daß sie zu allem entschlossen
ist.

Eine endgültige Lösung dieses Problems, und zwar im vernünftigen Sinn, wird allerdings erst dann
eintreten, wenn über die Habgier einzelner Völker die allgemeine menschliche Vernunft siegt, d. h.,
wenn man einsehen gelernt haben wird, daß das Beharren auf einem Unrecht nicht nur politisch,
sondern auch wirtschaftlich nutzlos, ja wahnsinnig ist.

Unter den aber nun vorhandenen Umständen bleibt uns kein anderer Weg als der der Fortsetzung einer
Wirtschaftspolitik, die versuchen muß, aus dem gegebenen Lebensraum das Höchste
herauszuwirtschaften. Dies erfordert eine immer größere Steigerung unserer Leistungen und eine
Erhöhung der Produktion. Dies zwingt uns zur verstärkten Durchführung unseres Vierjahresplanes. Es
führt aber auch zur Mobilisierung von immer weiterer Arbeitskraft. Dadurch nähern wir uns nunmehr
einem neuen Abschnitt der deutschen Wirtschaftspolitik.

Während es das Ziel unserer Wirtschaftsführung in den ersten sechs Jahren unserer Machtübernahme
war, die gesamte brachliegende Arbeitskraft in irgendeine nützliche Beschäftigung zu bringen, ist es die
Aufgabe in den kommenden Jahren, eine sorgfältige Sichtung unserer Arbeitskräfte vorzunehmen, deren
Einsatz planmäßig zu regulieren, durch eine Rationalisierung und vor allem technisch bessere
Organisation unserer Arbeitsbedingungen bei gleichem Arbeitseinsatz erhöhte Leistungen zu erzielen
und mithin dadurch auch Arbeitskräfte für neue zusätzliche Produktionen einzusparen.

Dies wieder zwingt uns, den Kapitalmarkt zum technischen Ausbau unserer Unternehmungen in einem
höheren Ausmaße freizugeben und damit von den staatlichen Anforderungen zu entlasten.

Dies alles aber führt wieder zur Notwendigkeit einer scharfen Zusammenfassung von Wirtschaft und
Geldwesen. Es ist mein Entschluß, den bereits seit dem 30. Januar 1937 eingeschlagenen Weg der
Umgestaltung der Deutschen Reichsbank vom international beeinflußten Bankunternehmen zum
Noteninstitut des Deutschen Reiches zum Abschluß zu bringen.

Wenn die übrige Welt zum Teil darüber klagt, daß damit ein weiteres deutsches Unternehmen die
Charakterzüge internationaler Wesensart verlieren würde, so sei ihr nur gesagt, daß es unser
unerbittlicher Entschluß ist, sämtlichen Einrichtungen unseres Lebens in erster Linie deutsche, das heißt
nationalsozialistische Charakterzüge zu verleihen. Und die übrige Welt müßte daran nur ersehen, wie
abwegig es ist, uns vorzuwerfen, wir wünschten, deutsche Gedanken der anderen Welt
aufzuoktroyieren, und wieviel berechtigter es wäre, wenn das nationalsozialistische Deutschland Klage
darüber führen wollte, daß die andere Welt noch dauernd versucht, ihre Auffassungen uns
aufzuzwingen.

Ich sehe es nun, meine Abgeordneten des Reichstages, als die Pflicht jedes deutschen Mannes und jeder
deutschen Frau an, die Führung des Reiches in ihrer Wirtschaftspolitik zu begreifen und mit allen Mitteln
zu unterstützen. In Stadt und Land vor allem zu bedenken, daß die Grundlage der deutschen
Wirtschaftspolitik überhaupt nicht in irgendwelchen Finanztheorien zu sehen ist, sondern in einer sehr
primitiven Produktionserkenntnis, d. h. in Verständnis für die alles allein entscheidende Höhe der
Gütererzeugung. Daß uns dabei noch zusätzliche Aufgaben gestellt werden, d. h., daß wir einen hohen
Prozentsatz unserer nationalen Arbeitskraft für die an sich nicht produktive Rüstung unseres Volkes
einsetzen müssen, bleibt bedauerlich, ist aber nicht zu ändern.

Letzten Endes steht und fällt die Wirtschaft des heutigen Reiches mit der außenpolitischen Sicherheit. Es
ist besser, dies beizeiten, als zu spät einzusehen.

Ich betrachte es daher als die höchste Aufgabe der nationalsozialistischen Staatsführung, auf dem
Gebiet der Stärkung unserer Wehrkraft alles zu tun, was überhaupt menschenmöglich ist. Ich baue dabei
auf die Einsicht des deutschen Volkes und vor allem auf sein Erinnerungsvermögen.

Wir haben kein Recht anzunehmen, daß, wenn Deutschland jemals in Zukunft einem zweiten
Schwächeanfall erliegen sollte, sein Schicksal eine andere Gestalt annehmen würde, im Gegenteil: es
sind zum Teil sogar noch dieselben Männer, die einst in die Welt den großen Kriegsbrand warfen und die
sich auch heute bemühen, als treibende Kräfte oder als getriebene Handlanger im Dienste der
Völkerverhetzung die Feindschaften zu vermehren, um so einen neuen Kampf vorzubereiten.

Und vor allem mögen besonders Sie, meine Abgeordneten, Männer des Reichstages, eines nicht
vergessen:

In gewissen Demokratien gehört es anscheinend zu den besonderen Vorrechten des politisch-


demokratischen Lebens, den Haß gegen die sogenannten totalitären Staaten künstlich zu züchten, d. h.
durch eine Flut teils entstellender, teils überhaupt frei erfundener Berichte die öffentliche Meinung
gegen Völker zu erregen, die den anderen Völkern nichts zuleide getan hatten und ihnen auch nichts
zuleide tun wollen, die höchstens selber jahrzehntelang von schwerem Unrecht bedrückt wurden.
Wenn wir uns nun gegen solche Kriegsapostel, wie Herrn Duff Cooper, Mr. Eden, Churchill oder Mr. Ikes
usw. zur Wehr setzen, dann wird dies als ein Eingriff in die heiligen Rechte der Demokratien hingestellt.
Nach den Auffassungen dieser Herren haben wohl sie das Recht, andere Völker und ihre Führungen
anzugreifen, aber niemand hat das Recht, sich dessen zu erwehren.

Ich brauche ihnen nicht zu versichern, daß, solange das Deutsche Reich ein souveräner Staat ist, sich die
Staatsführung nicht durch einen englischen oder amerikanischen Politiker verbieten lassen wird, auf
solche Angriffe zu antworten. Daß wir aber ein souveräner Staat bleiben, dafür werden in aller Zukunft
die Waffen sorgen, die wir schmieden, und dafür sorgen wir auch durch die Zahl unserer Freunde.

An sich könnte man die Behauptung, daß Deutschland beabsichtige, Amerika anzufallen, mit einem
einzigen Lachen abtun. Und die fortgesetzte Hetzkampagne gewisser britischer Kriegsapostel wollte man
am liebsten schweigend übergehen, allein wir dürfen folgendes nicht außer acht lassen:

1. Es handelt sich hier in diesen Demokratien um Staaten, deren politische Konstruktion es


ermöglicht, daß schon wenige Monate später diese schlimmsten Kriegshetzer die Führung der Regierung
selber in ihren Händen halten können.

2. Wir sind es deshalb der Sicherheit des Reiches schuldig, das deutsche Volk schon beizeiten
über diese Männer aufzuklären. Da das deutsche Volk keinen Haß gegen England, Amerika oder
Frankreich empfindet, sondern seine Ruhe und seinen Frieden will, diese Völker aber von ihren
jüdischen oder nichtjüdischen Hetzern fortgesetzt gegen Deutschland und das deutsche Volk
aufgeputscht werden, würde ja im Falle eines Gelingens der Absichten dieser Kriegsbefürworter unser
eigenes Volk in eine psychologisch überhaupt nicht vorbereitete und deshalb ihm unerklärliche Situation
geraten.

Ich halte es daher für notwendig, daß von jetzt ab in unserer Propaganda und in unserer Presse die
Angriffe stets beantwortet und vor allem dem deutschen Volk zur Kenntnis gebracht werden.

Es muß wissen, wer die Männer sind, die unter allen Umständen einen Krieg vom Zaune brechen wollen.
Ich bin dabei der Oberzeugung, daß die Rechnung dieser Elemente eine falsche ist, denn wenn erst die
nationalsozialistische Propaganda zur Antwort übergehen wird, werden wir ebenso erfolgreich sein, wie
wir im inneren Deutschland selbst durch die zwingende Gewalt unserer Propaganda den jüdischen
Weltfeind zu Boden geworfen haben.

Die Völker werden in kurzer Zeit erkennen, daß das nationalsozialistische Deutschland keine Feindschaft
mit anderen Völkern will, daß alle die Behauptungen über Angriffsabsichten unseres Volkes auf fremde
Völker entweder aus krankhafter Hysterie geborene oder aus der persönlichen Selbsterhaltungssucht
einzelner Politiker entstandene Lügen sind, daß diese Lügen aber in gewissen Staaten gewissenlosen
Geschäftemachern zur Rettung ihrer Finanzen dienen sollen, daß vor allem das internationale Judentum
damit eine Befriedigung seiner Rachsucht und Profitgier erreichen zu hoffen mag, daß sie aber die
ungeheuerlichste Verleumdung darstellen, die man einem großen und friedliebenden Volk antun kann.

Denn immerhin haben z. B. noch niemals deutsche Soldaten auf amerikanischem Boden gekämpft,
außer im Dienste der amerikanischen Selbständigkeit und Freiheitbestrebungen, wohl aber hat man
amerikanische Soldaten nach Europa geholt, um eine große, um ihre Freiheit ringende Nation
mitabwürgen zu helfen. Nicht Deutschland hat Amerika angegriffen, sondern Amerika Deutschland, und
wie die Untersuchungskommission des amerikanischen Repräsentantenhauses es festgestellt hat: ohne
jede zwingende Veranlassung, nur aus kapitalistischen Gründen.

Über eines soll sich aber dabei jedermann klar sein: Diese Versuche können vor allem Deutschland nicht
im geringsten in der Erledigung seiner Judenfrage beeinflussen.

Ich möchte zur jüdischen Frage folgendes bemerken:

Es ist ein beschämendes Schauspiel, heute zu sehen, wie die ganze Welt der Demokratie vor Mitleid
trieft, dem armen gequälten jüdischen Volk gegenüber allein hartherzig verstockt bleibt angesichts der
dann doch offenkundigen Pflicht, zu helfen. Die Argumente, mit denen man die Nichthilfe entschuldigt,
sprechen nur für uns Deutsche und Italiener.

Denn man sagt:

1. 'Wir' — also die Demokratien — 'sind nicht in der Lage, die Juden aufzunehmen!' Dabei
kommen in diesen Weltreichen noch keine 10 Menschen auf den Quadratkilometer, während
Deutschland 135 auf den Quadratkilometer zu ernähren hat, aber trotzdem dazu in der Lage sein soll.

2. Man versichert: Wir können Sie nicht nehmen, außer denn sie erhalten z. B. von
Deutschland einen bestimmten Kapitalsbetrag zur Einwanderung.

Deutschland war allerdings jahrhundertelang gut genug, diese Elemente aufzunehmen, obwohl sie
außer ansteckenden politischen und sanitären Krankheiten nichts besaßen. Was dieses Volk heute
besitzt, hat es sich auf Kosten des nicht so gerissenen deutschen Volkes durch die übelsten
Manipulationen erworben.

Wir machen heute nur wieder gut, was dieses Volk selbst verschuldet hat. Als einst das deutsche Volk
um seine gesamten Ersparnisse kam aus jahrzehntelanger redlicher Arbeit, dank der von Juden
angestifteten und durchgeführten Inflation "'), als die übrige Welt dem deutschen Volk seine
Auslandskapitalien wegnahm, als man uns den ganzen Kolonialbesitz enteignete, da haben diese
philanthropischen Erwägungen bei den demokratischen Staatsmännern anscheinend noch keinen
entscheidenden Einfluß ausgeübt.

Ich kann diesen Herren heute nur versichern, daß wir dank der brutalen Erziehung, die uns die
Demokratien 15 Jahre lang angedeihen ließen, vollständig verhärtet sind gegenüber allen sentimentalen
Anwandlungen.
Wir haben es erlebt, daß, nachdem in unserem Volk am Ende des Krieges schon mehr als 800 000 Kinder
aus Hunger und Nahrungsnot gestorben waren, uns noch fast eine Million Stück Milchkühe
weggetrieben wurden nach den grausamen Paragraphen eines Diktates, das die demokratischen,
humanen Weltapostel uns als Friedensvertrag aufzwangen.

Wir haben erlebt, daß man über eine Million deutsche Kriegsgefangene noch ein Jahr nach Kriegsende
ohne jeden Grund in der Gefangenschaft zurückbehielt. Wir mußten erdulden, daß man aus unseren
Grenzgebieten weit über l½ Millionen Deutsche von ihrem Hab und Gut wegriß und fast nur mit dem,
was sie auf dem Leibe trugen, hinauspeitschte.

Wir haben es ertragen müssen, daß man Millionen von Volksgenossen von uns gerissen hat, ohne sie zu
hören oder ihnen auch nur die geringste Möglichkeit zur weiteren Erhaltung ihres Lebens zu lassen.

Ich könnte diese Beispiele um Dutzende der grauenhaftesten ergänzen. Man bleibe uns also vom Leib
mit Humanität. Das deutsche Volk wünscht nicht, daß seine Belange von einem fremden Volk bestimmt
und regiert werden. Frankreich den Franzosen, England den Engländern, Amerika den Amerikanern und
Deutschland den Deutschen!

Wir sind entschlossen, das Einnisten eines fremden Volkes, das sämtliche Führungsstellen an sich zu
reißen gewußt hat, zu unterbinden und dieses Volk abzuschieben. Denn wir sind gewillt, für diese
Führungsstellen unser eigenes Volk zu erziehen.

Wir haben Hunderttausende der intelligentesten Bauern- und Arbeiterkinder. Wir werden sie erziehen
lassen, und wir erziehen sie bereits und wir möchten, daß sie einmal die führenden Stellen im Staat mit
unseren übrigen gebildeten Schichten besetzen und nicht die Angehörigen eines uns fremden Volkes.

Vor allem aber die deutsche Kultur ist, wie schon ihr Name sagt, eine deutsche und keine jüdische, und
es wird daher auch ihre Verwaltung und Pflege in die Hände unseres Volkes gelegt. Wenn aber die
übrige Welt mit heuchlerischer Miene aufschreit über diese barbarische Austreibung eines so
unersetzbaren, kulturell wertvollsten Elementes aus Deutschland, dann können wir nur erstaunt sein
über die Folgerungen, die daraus gezogen werden.

Denn wie müßte man uns dankbar sein, daß wir diese herrlichen Kulturträger freigeben und der anderen
Welt zur Verfügung stellen. Sie kann nach ihren eigenen Erklärungen nicht einen Grund zur
Entschuldigung anführen, weshalb sie diesen wertvollsten Menschen die Aufnahme in ihren Ländern
verweigert.

Es ist ja auch nicht einzusehen, weshalb man die Angehörigen dieser Rasse sonst gerade dem deutschen
Volk zumutet, aber in den so sehr für diese 'prächtigen Leute' schwärmenden Staaten die Aufnahme
plötzlich unter allen nur möglichen Ausflüchten ablehnt. Ich glaube, daß dieses Problem je eher um so
besser gelöst wird.

Denn Europa kann nicht mehr zur Ruhe kommen, bevor nicht die jüdische Frage ausgeräumt ist.
Es kann sehr wohl möglich sein, daß über diesem Problem früher oder später eine Einigung in Europa
selbst zwischen solchen Nationen stattfindet, die sonst nicht so leicht den Weg zueinander finden
würden. Die Welt hat Siedlungsraum genügend, es muß aber endgültig mit der Meinung gebrochen
werden, als sei das jüdische Volk vom lieben Gott eben dazu bestimmt, in einem gewissen Prozentsatz
Nutznießer am Körper und an der produktiven Arbeit anderer Völker zu sein.

Das Judentum wird sich genau so einer soliden aufbauenden Tätigkeit anpassen müssen, wie es andere
Völker auch tun, oder es wird früher oder später einer Krise von unvorstellbarem Ausmaße erliegen.

Und eines möchte ich an diesem vielleicht nicht nur für uns Deutsche denkwürdigen Tage nun
aussprechen: Ich bin in meinem Leben sehr oft Prophet gewesen und wurde meistens ausgelacht. In der
Zeit meines Kampfes um die Macht war es in erster Linie das jüdische Volk, das nur mit Gelächter meine
Prophezeiungen hinnahm, ich würde einmal in Deutschland die Führung des Staates und damit des
ganzen Volkes übernehmen und dann unter vielen anderen auch das jüdische Problem zur Lösung
bringen. Ich glaube, daß dieses damalige schallende Gelächter dem Judentum in Deutschland unterdes
wohl schon in der Kehle erstickt ist.

Ich will heute wieder ein Prophet sein: Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und außerhalb
Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis
nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung
der jüdischen Rasse in Europa.

Denn die Zeit der propagandistischen Wehrlosigkeit der nicht-jüdischen Völker ist zu Ende. Das
nationalsozialistische Deutschland und das faschistische Italien besitzen jene Einrichtungen, die es
gestatten, wenn notwendig, die Welt über das Wesen einer Frage aufzuklären, die vielen Völkern
instinktiv bewußt und nur wissenschaftlich unklar ist.

Augenblicklich mag das Judentum in gewissen Staaten seine Hetze betreiben unter dem Schutz einer
dort in seinen Händen befindlichen Presse, des Films, der Rundfunkpropaganda, der Theater, der
Literatur usw. Wenn es diesem Volke aber noch einmal gelingen sollte, die Millionenmassen der Völker
in einen für diese gänzlich sinnlosen und nur jüdischen Interessen dienenden Kampf zu hetzen, dann
wird sich die Wirksamkeit einer Aufklärung äußern, der in Deutschland allein schon in wenigen Jahren
das Judentum restlos erlegen ist.

Die Völker wollen nicht mehr auf den Schlachtfeldern sterben, damit diese wurzellose internationale
Rasse an den Geschäften des Krieges verdient und ihre alttestamentarische Rachsucht befriedigt. Über
die jüdische Parole 'Proletarier aller Länder, vereinigt euch' wird eine höhere Erkenntnis siegen, nämlich:
Schaffende Angehörige aller Nationen, erkennt euren gemeinsamen Feind!

Zu den Vorwürfen, die in den sogenannten Demokratien gegen Deutschland erhoben werden, gehört
auch der, das nationalsozialistische Deutschland sei ein religionsfeindlicher Staat. Ich möchte dazu vor
dem ganzen deutschen Volk folgende feierliche Erklärung abgeben:
1. In Deutschland ist niemand wegen seiner religiösen Einstellung bisher verfolgt worden, noch wird
deshalb jemand verfolgt werden.

2. Der nationalsozialistische Staat hat seit dem 30. Januar 1933 an öffentlichen Steuererträgnissen
durch seine Staatsorgane folgende Summen den beiden Kirchen zur Verfügung gestellt:

im Rechnungsjahr 1933: 130 Millionen RM,

im Rechnungsjahr 1934: 170 Millionen RM,

im Rechnungsjahr 1935: 250 Millionen RM,

im Rechnungsjahr 1936: 320 Millionen RM,

im Rechnungsjahr 1937: 400 Millionen RM,

im Rechnungsjahr 1938: 500 Millionen RM.

Dazu noch jährlich rund 85 Millionen Reichsmark aus Zuschüssen der Länder und rund 7 Millionen
Reichsmark aus Zuschüssen der Gemeinden und Gemeindeverbände.

Abgesehen davon sind die Kirchen der größte Grundeigentümer nach dem Staate. Der Wert ihres land-
und forstwirtschaftlichen Besitzes übersteigt einen Betrag von rund 10 Milliarden Reichsmark. Die
Einkünfte aus diesem Grundbesitz sind auf über 300 Millionen jährlich zu schätzen.

Dazu kommen noch die zahllosen Schenkungen, testamentarischen Übereignungen und vor allem die
Ergebnisse ihrer Kirchensammlungen. Ebenso ist die Kirche im nationalsozialistischen Staat auf
verschiedenen Gebieten steuerbegünstigt und besitzt für Schenkungen, Vermächtnisse usw. die
Steuerfreiheit.

Es ist daher — gelinde gesagt — eine Unverschämtheit, wenn besonders ausländische Politiker sich
unterstehen, von Religionsfeindlichkeit im Dritten Reich zu reden.

Wenn aber wirklich die deutschen Kirchen diese Lage für sie als unerträglich ansehen sollten, dann ist
der nationalsozialistische Staat jederzeit bereit, eine klare Trennung von Kirche und Staat vorzunehmen,
wie dies in Frankreich, Amerika und anderen Ländern der Fall ist.

Ich möchte mir nun die Frage erlauben: Welche Beträge haben im selben Zeitraum Frankreich, England
oder [die] USA. an ihre Kirchen durch den Staat aus öffentlichen Mitteln abgeliefert?

3. Der nationalsozialistische Staat hat weder eine Kirche geschlossen, noch einen Gottesdienst
verhindert, noch je einen Einfluß auf die Gestalt eines Gottesdienstes genommen. Er hat weder auf die
Lehre noch auf das Bekenntnis irgendeiner Konfession eingewirkt. Im nationalsozialistischen Staat kann
jeder nach seiner Fasson selig werden.

Allerdings: Der nationalsozialistische Staat wird aber Priestern, die, statt Diener Gottes zu sein, ihre
Mission in der Beschimpfung unseres heutigen Reiches, seiner Einrichtungen oder seiner führenden
Köpfe sehen wollen, unnachsichtig zum Bewußtsein bringen, daß eine Zerstörung dieses Staates von
niemandem geduldet wird, und daß Priester, sobald sie sich außerhalb des Gesetzes stellen, vom Gesetz
genau so zur Rechenschaft gezogen werden wie jeder andere deutsche Staatsbürger auch.

Es muß aber hier festgestellt werden, daß es Zehntausende und Zehntausende Priester aller christlichen
Konfessionen gibt, die ihren kirchlichen Pflichten genau so oder wahrscheinlich besser genügen als die
politischen Hetzer, ohne daß sie jemals mit den staatlichen Gesetzen in einen Konflikt geraten sind.
Diese zu schützen, sieht der Staat als seine Aufgabe an. Die Staatsfeinde zu vernichten, ist seine Pflicht!

4. Der nationalsozialistische Staat ist weder prüde noch verlogen. Allein es gibt bestimmte
Moralgrundsätze, deren Einhaltung im Interesse der biologischen Gesundheit eines Volkes liegt, an
denen wir daher auch nicht rütteln lassen. Päderastie oder Verfehlungen an Kindern werden in diesem
Staate gesetzlich bestraft, ganz gleich, wer diese Verbrechen begeht.

Als sich vor fünf Jahren rührende Köpfe der nationalsozialistischen Partei dieser Verbrechen schuldig
machten, wurden sie erschossen. Wenn andere Personen des öffentlichen oder privaten Lebens oder
auch Priester die gleichen Delikte begehen, werden sie nach dem Gesetz mit Gefängnis oder Zuchthaus
bestraft. Verfehlungen von Priestern gegen ihre sonstigen Gelübde der Keuschheit usw. interessieren
uns gar nicht. Es ist auch noch nie ein Wort in unserer Presse darüber erschienen.

Im übrigen hat dieser Staat nur einmal in die innere Ordnung der Kirchen eingegriffen, nämlich, als ich
selbst es versuchte, 1933 die ohnmächtig zersplitterten protestantischen Landeskirchen in Deutschland
zu einer großen und machtvollen evangelischen Reichskirche zusammenzufassen. Dies scheiterte am
Widerstand einzelner Landesbischöfe. Damit ist dieser Versuch auch aufgegeben worden; denn es ist ja
letzten Endes nicht unsere Aufgabe, die evangelische Kirche mit Gewalt gegen ihre eigenen Träger zu
verteidigen oder gar zu stärken.

Wenn nun das Ausland und insonderheit gewisse demokratische Staatsmänner so sehr für einzelne
deutsche Priester eintreten, dann kann dies nur einen politischen Grund besitzen. Denn dieselben
Staatsmänner schwiegen still, als in Rußland Hunderttausende an Priestern niedergemetzelt oder
verbrannt worden waren, sie schwiegen still, als in Spanien Zehntausende von Priestern und Nonnen in
viehischster Weise abgeschlachtet oder bei lebendem Leibe dem Feuer übergeben wurden.

Sie konnten diese Tatsachen nicht bestreiten, aber sie schwiegen und schweigen still, während — ich
muß dies den demokratischen Staatsmännern vorhalten — auf diese Metzeleien hin sich zahlreiche
nationalsozialistische und faschistische Freiwillige dem General Franco zur Verfügung stellten, um eine
weitere Ausdehnung dieses bolschewistischen Blutrausches über Europa und damit über den Großteil
der gesitteten Menschheit verhindern zu helfen.

Denn die Sorge um die europäische Kultur und um die wirkliche Zivilisation war es, die Deutschland
Partei ergreifen ließ in diesem Kampfe des nationalen Spaniens gegen seine bolschewistischen Zerstörer.
Es ist ein trauriges Zeichen für die Mentalität in verschiedenen Ländern, daß man sich dort ein Handeln
aus so uneigennützigen Beweggründen überhaupt nicht vorstellen kann. Allein, das
nationalsozialistische Deutschland hat an der Erhebung des General Franco nur aus dem heißen Wunsch
heraus teilgenommen, daß es ihm gelingen möge, sein Land von einer Gefahr zu erretten, der
Deutschland selbst einmal beinahe erlegen wäre.

Die Sympathie oder das Mitleid für verfolgte Gottesdiener kann es also nicht sein, was das Interesse der
demokratischen Staatsbürger an einzelne in Deutschland mit dem Gesetz in Konflikt geratene Priester
mobilisiert, sondern es ist das Interesse am deutschen Staatsfeind.

Hier aber mag man eines zur Kenntnis nehmen:

Den deutschen Priester als Diener Gottes werden wir beschützen, den Priester als politischen Feind des
Deutschen Reiches werden wir vernichten!

Wir glauben damit am ehesten einer Entwicklung vorzubeugen, die — wie die Erfahrung in Spanien zeigt
— ansonst nur zu leicht einmal zu einer Abwehr von unabsehbarem Ausmaß führen müßte.

Ich möchte dazu noch grundsätzlich folgendes erklären:

Es scheint im Ausland in gewissen Kreisen die Meinung zu bestehen, daß die besonders laute Bekundung
einer Sympathie für Elemente, die in Deutschland mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, eine
Erleichterung ihrer Situation mit sich bringen könnte. Vielleicht hat man die Hoffnung, durch gewisse
publizistische Methoden auf die deutsche Staatsführung in diesem Sinne einen terroristischen Einfluß
ausüben zu können. Die Meinung beruht auf einem kapitalen Irrtum.

In der Unterstützung gewisser gegen den Staat gerichteter Unternehmen durch das Ausland ersehen wir
die letzte Bestätigung ihres hochverräterischen Charakters!

Denn die bloße Opposition gegen ein Regime hat diesem demokratischen Ausland noch nie Sympathie
abgenötigt. Auch nicht die Verfolgung oder Bestrafung eines solchen politischen Übeltäters. Denn wann
gab es in Deutschland eine stärkere Opposition als die nationalsozialistische? Nie wurde eine Opposition
mit gemeineren Mitteln unterdrückt, verfolgt und gehetzt als die der nationalsozialistischen Partei.
Allein zu unserer Ehre dürfen wir feststellen, daß wir deshalb noch niemals des Mitleids oder gar der
Unterstützung einer solchen ausländischen Macht teilhaftig geworden sind.

Diese Unterstützung scheint also nur für jene bestimmt zu sein, die das Deutsche Reich zu zerstören
beabsichtigen. Wir werden aus diesem Grund in ihr in jedem einzelnen Fall nur den zwingenden Anlaß
zu einer Verschärfung unserer Maßnahmen sehen.

Angesichts der uns umdrohenden Gefahren empfinde ich es nun als ein großes Glück, in Europa und
außerhalb Europas Staaten gefunden zu haben, die, ähnlich wie das deutsche Volk, um die Behauptung
ihrer Existenz schwerste Kämpfe führen müssen: Italien und Japan.

In der heutigen abendländischen Welt sind die Italiener als Nachkommen des antiken Rom und wir
Deutsche als Nachfahren der damaligen Germanen die ältesten und damit am längsten miteinander in
Berührung stehenden Völker. Ich habe in meiner Ansprache im Palazzo Venezia in Rom anläßlich meines
Besuches in Italien schon erklärt, daß es wohl ein Unglück war, daß gerade das gewaltigste Kulturvolk
der alten Welt und das junge Volk einer neuen sich bildenden, durch das Fehlen einer natürlichen
Trennung und durch viele andere Umstände bedingt, in jahrhundertelange und fruchtlose Konflikte
geraten mußten. Allein aus dieser tausendjährigen Berührung erwuchs eine Gemeinschaft, die nicht nur
blutmäßig durch zahlreiche Bande miteinander verknüpft ist, sondern vor allem geschichtlich und
kulturell von unübersehbarer Bedeutung wurde.

Was das Germanentum auf dem Gebiet seiner staatlichen Gestaltung und damit auch seiner volklichen
Entwicklung sowie auf dem Gebiet der allgemeinen Kultur der Antike verdankt, ist im einzelnen gar nicht
abmeßbar, im gesamten ungeheuer. Seitdem sind nun fast zwei Jahrtausende vergangen. Auch wir
haben nunmehr unseren Beitrag zur Kultur in reichlichem Maße geleistet. Immer aber blieben wir in
geistiger enger Verbundenheit mit dem italienischen Volk, seiner kulturellen und geschichtlichen
Vergangenheit.

Das 19. Jahrhundert brachte einen staunenswert gleichen staatlichen Einigungsprozeß. Die deutschen
Stämme einten sich im Deutschen Reich, die italienischen Staaten im Königreich Italien. In einem Jahre,
1866, hat das Schicksal beide Völker sogar miteinander für ihre staatliche Neugestaltung zum Kampf
antreten lassen.

Heute erleben wir zum zweitenmal diese gleichartige Entwicklung. Ein Mann von säkularem Ausmaß hat
es als Erster unternommen, der in seinem Volke unfruchtbar gewordenen demokratischen Geisteswelt
erfolgreich eine neue Idee entgegenzusetzen und in wenigen Jahren zum Siege zu führen. Was der
Faschismus für Italien bedeutet, ist schwer abzuschätzen. Was er für die Erhaltung der menschlichen
Kultur geleistet hat, liegt bei den Sternen.

Wer wird nicht niedergezwungen bei einer Wanderung durch Rom oder Florenz von dem Gedanken,
welches Schicksal diesen einmaligen Dokumenten menschlicher Kunst und menschlicher Kultur
zugestoßen sein würde, wenn es Mussolini und seinem Faschismus nicht gelungen wäre, Italien vor dem
Bolschewismus zu retten.

Deutschland stand vor dieser selben Gefahr. Hier hat der Nationalsozialismus das Wunder der Rettung
vollbracht. An diese beiden Staaten klammert sich nun in der geistigen Vorstellung unzähliger Menschen
aller Rassen der Glaube an eine neue Renaissance unserer Zeit.

Die Solidarität dieser beiden Regime ist daher mehr als eine Angelegenheit egoistischer Zweckmäßigkeit.
In dieser Solidarität liegt die Rettung Europas vor der drohenden bolschewistischen Vernichtung
begründet.

Als Italien seinen heroischen Kampf um sein Lebensrecht in Abessinien durchstritt, stand ihm
Deutschland deshalb als Freund zur Seite. Im Jahre 1938 hat das faschistische Italien uns diese
Freundschaft in reichlichem Maße wieder vergolten. Möge sich niemand in der Welt über den Entschluß
irren, den das nationalsozialistische Deutschland diesem Freunde gegenüber gefaßt hat.
Es kann dem Frieden nur nützlich sein, wenn es darüber keinen Zweifel gibt, daß ein Krieg gegen das
heutige Italien, ganz gleich aus welchen Motiven vom Zaune gebrochen, Deutschland an die Seite des
Freundes rufen wird.

Man lasse sich vor allem nicht von jenen anders beraten, die in jedem Lande als vereinzelte bürgerliche
Schwächlinge vegetieren und nicht verstehen können, daß es im Völkerleben als Ratgeber der Klugheit
außer der Feigheit sehr wohl auch den Mut und die Ehre geben kann. Was das nationalsozialistische
Deutschland betrifft, so weiß es, welches Schicksal ihm beschieden wäre, wenn es jemals einer
internationalen Gewalt gelingen würde, das faschistische Italien, ganz gleich unter welchen
Motivierungen, niederzuzwingen.

Wir erkennen die Konsequenzen, die sich daraus ergeben müßten, und sehen ihnen eiskalt ins Auge.

Das Schicksal Preußens von 1805 auf 1806 wird sich in der deutschen Geschichte kein zweites Mal
wiederholen. Die Schwächlinge, die 1805 die Ratgeber des Königs von Preußen waren, haben im
heutigen Deutschland keine Ratschläge zu erteilen. Der nationalsozialistische Staat erkennt die Gefahr
und ist entschlossen, sich auf ihre Abwehr vorzubereiten.

Ich weiß dabei, daß nicht nur unsere eigene Wehrmacht einer höchsten militärischen Beanspruchung
gewachsen ist, sondern ebenso auch die militärische Macht Italiens. Denn so wenig das heutige
deutsche Heer beurteilt werden kann nach der alten Bundesarmee etwa in der Zeit von 1848, so wenig
kann das moderne Italien des Faschismus gewertet werden nach den Zeiten der italienischen staatlichen
Zerrissenheit. Nur eine hysterische, ebenso unbelehrbare wie taktlose, dafür aber höchst bösartige
Presse kann in so kurzer Zeit vergessen haben, daß sie erst vor wenigen Jahren mit ihren
Prophezeiungen über den Ausgang des italienischen Feldzuges in Abessinien sich ebenso gründlich
blamierte wie jetzt wieder in der Beurteilung der nationalen Kräfte Francos im spanischen Feldzug.

Männer machen die Geschichte!

Sie schmieden aber auch die Instrumente, die zur Gestaltung der Geschichte geeignet sind, und vor
allem, sie geben ihnen ihren Hauch. Große Männer aber sind selbst nur die stärkste, konzentrierteste
Repräsentation eines Volkes.

Das nationalsozialistische Deutschland und das faschistische Italien sind stark genug, um gegen
jedermann den Frieden zu sichern oder einen von unverantwortlichen Kräften leichtfertig vom Zaun
gebrochenen Konflikt entschlossen und erfolgreich zu beenden!

Das bedeutet nun nicht, daß wir Deutsche — wie es in einer verantwortungslosen Presse jeden Tag
geschrieben steht — einen Krieg wünschen, sondern es bedeutet nur, daß wir

1. das Verständnis dafür haben, daß sich auch andere Völker ihren Anteil an den Gütern der
Welt sichern wollen, der ihnen kraft ihrer Zahl, ihres Mutes und ihres Wertes zukommt, und daß wir

2. in Anerkennung dieser Rechte entschlossen sind, gemeinsame Interessen auch gemeinsam


zu vertreten.
Vor allem aber, daß wir vor erpresserischen Drohungen unter keinen Umständen jemals zurückweichen
werden!

So ist auch unser Verhältnis zu Japan bestimmt von der Erkenntnis und dem Entschluß, der drohenden
Bolschewisierung einer blindgewordenen Welt mit äußerster Entschlossenheit Einhalt zu gebieten. Der
Antikominternvertrag wird vielleicht einmal zum Kristallisationspunkt einer Mächtegruppe werden,
deren oberstes Ziel kein anderes ist, als die Bedrohung des Friedens und der Kultur der Welt durch eine
satanische Erscheinung zu parieren.

Das japanische Volk, das uns in diesen zwei letzten Jahren so viele Beispiele eines glänzenden
Heldentums gegeben hat, ist an einem Ende der Welt ohne Zweifel ein Fechter im Dienste der
menschlichen Zivilisation.

Sein Zusammenbruch würde nicht den europäischen oder übrigen Kulturnationen zugute kommen,
sondern nur zur sicheren Bolschewisierung Ostasiens führen. Außer dem daran interessierten
internationalen Judentum kann kein Volk eine solche Entwicklung wünschen.

Wenn im vergangenen Jahre die gewaltigen Anstrengungen am Ende friedlich ihr Ziel erreichten, dann
wollen wir, wie schon eingangs versichert, ohne weiteres unserem Dank an Mussolini den an die
anderen beiden Staatsmänner anschließen, die in den kritischen Stunden den Wert des Friedens höher
einschätzten als die Aufrechterhaltung eines Unrechts. Deutschland hat gegen England und Frankreich
keine territorialen Forderungen außer der nach Wiedergabe unserer Kolonien. So sehr eine Lösung
dieser Frage zur Beruhigung der Welt beitragen würde, so wenig handelt es sich dabei um Probleme, die
allein eine kriegerische Auseinandersetzung bedingen könnten.

Wenn überhaupt heute in Europa Spannungen bestehen, so ist dies in erster Linie dem
unverantwortlichen Treiben einer gewissenlosen Presse zuzuschreiben, die kaum einen Tag vergehen
läßt, ohne durch ebenso dumme wie verlogene Alarmnachrichten die Menschheit in Unruhe zu
versetzen.

Was sich hier verschiedene Organe an Weltbrunnenvergiftung erlauben, kann nur als kriminelles
Verbrechen gewertet werden. In letzter Zeit wird versucht, auch den Rundfunk in den Dienst dieser
internationalen Hetze zu stellen. Ich möchte hier eine Warnung aussprechen:

Wenn die Rundfunksendungen aus gewissen Ländern nach Deutschland nicht aufhören, werden wir sie
demnächst beantworten. Hoffentlich kommen dann nicht die Staatsmänner dieser Länder in kurzer Zeit
mit dem dringenden Wunsch, zum normalen Zustand wieder zurückzukehren.

Denn ich glaube nach wie vor, daß unsere Aufklärung wirksamer sein wird als die Lügenkampagne dieser
jüdischen Völkerverhetzer. Auch die Ankündigung amerikanischer Filmgesellschaften, antinazistische, d.
h. antideutsche Filme zu drehen, kann uns höchstens bewegen, in unserer deutschen Produktion in
Zukunft antisemitische Filme herstellen zu lassen. Auch hier soll man sich nicht über die Wirkung
täuschen. Es wird sehr viele Staaten und Völker geben, die für eine so zusätzliche Belehrung auf einem
so wichtigen Gebiet großes Verständnis besitzen werden!
Ich glaube, daß, wenn es gelänge, der jüdischen internationalen Presse- und Propagandahetze Einhalt zu
gebieten, die Verständigung unter den Völkern sehr schnell hergestellt sein würde. Nur diese Elemente
hoffen unentwegt auf einen Krieg. Ich aber glaube an einen langen Frieden.

Denn welche Interessengegensätze bestehen z. B. zwischen England und Deutschland? Ich habe mehr
als oft genug erklärt, daß es keinen Deutschen und vor allem keinen Nationalsozialisten gibt, der auch
nur in Gedanken die Absicht besäße, dem englischen Weltreich Schwierigkeiten bereiten zu wollen. Und
wir vernehmen auch aus England Stimmen vernünftig und ruhig denkender Menschen, die die gleiche
Einstellung Deutschland gegenüber zum Ausdruck bringen. Es würde ein Glück sein für die ganze Welt,
wenn die beiden Völker zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gelangen könnten. Das gleiche gilt
für unser Verhältnis zu Frankreich.

In diesen Tagen jährt sich zum fünftenmal der Abschluß unseres Nichtangriffspaktes mit Polen. Über den
Wert dieser Vereinbarung gibt es heute unter allen wirklichen Friedensfreunden wohl kaum eine
Meinungsverschiedenheit. Man braucht sich nur die Frage vorzulegen, wohin vielleicht Europa
gekommen sein würde, wenn diese wahrhaft erlösende Abmachung vor fünf Jahren unterblieben wäre.
Der große polnische Marschall und Patriot [Pilsudski] hat seinem Volk damit einen genau so großen
Dienst erwiesen wie die nationalsozialistische Staatsführung dem deutschen. Auch in den unruhigen
Monaten des vergangenen Jahres war die deutsch-polnische Freundschaft eine der beruhigenden
Erscheinungen des europäischen politischen Lebens.

Unser Verhältnis zu Ungarn basiert auf einer lang erprobten Freundschaft, auf gemeinsamen Interessen
und auf einer traditionellen gegenseitigen Hochschätzung. Deutschland hat es mit Freude
unternommen, seinerseits mitzuwirken an der Wiedergutmachung des Ungarn einst zugefügten
Unglücks.

Ein Staat, der seit dem großen Kriege zunehmend in das Blickfeld unseres Volkes getreten war, ist
Jugoslawien. Die Hochachtung, die einst die deutschen Soldaten vor diesem tapferen Volk empfunden
haben, hat sich seitdem vertieft und zu einer aufrichtigen Freundschaft entwickelt. Unsere
wirtschaftlichen Beziehungen sind hier genau so wie zu dem befreundeten Bulgarien, Griechenland,
Rumänien und der Türkei in einer steigenden Aufwärtsentwicklung begriffen. Der wesentlichste Grund
hierfür ist in der naturgegebenen Ergänzungsmöglichkeit dieser Länder mit Deutschland zu suchen.

Deutschland ist glücklich, heute im Westen, Süden und Norden befriedete Grenzen besitzen zu dürfen.

Unsere Verhältnisse zu den Staaten des Westens und des Nordens, also der Schweiz, Belgien, Holland,
Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und den Baltischen Staaten, sind um so erfreulicher, je mehr
sich gerade in diesen Ländern die Tendenzen einer Abkehr von gewissen kriegsschwangeren
Völkerbundsparagraphen zu verstärken scheinen.

Niemand kann es mehr schätzen, an seiner Reichsgrenze wahrhaft befreundete neutrale Staaten zu
wissen, als Deutschland. Möge es auch der Tschecho-Slowakei gelingen, einen Weg zur inneren Ruhe
und Ordnung zu finden, der einen Rückfall in die Tendenzen des früheren Staatspräsidenten Dr. Benesch
ausschließt.
Der Beitritt von Ungarn und Mandschukuo zum Antikominternpakt ist ein erfreuliches Symptom der
Konsolidierung eines Weltwiderstandes gegen die jüdisch-international-bolschewistische Völkerbe-
drohung.

Die Beziehungen des Deutschen Reiches zu den südamerikanischen Staaten sind erfreulich und erfahren
eine sich steigernde wirtschaftliche Belebung.

Unser Verhältnis zur Nordamerikanischen Union leidet unter einer Verleumdungskampagne, die unter
dem Vorwand, Deutschland bedrohe die amerikanische Unabhängigkeit oder Freiheit, einen ganzen
Kontinent im Dienste durchsichtiger politischer oder finanzieller Interessen gegen die volksregierten
Staaten in Europa zu verhetzen sucht.

Wir alle aber glauben nicht, daß diese Versuche identisch sind mit dem Willen der Millionen
amerikanischer Bürger, die trotz einer gegenteiligen gigantisch-jüdisch-kapitalistischen Presse-,
Rundfunk- und Filmpropaganda nicht daran zweifeln können, daß an all diesen Behauptungen kein
wahres Wort ist.

Deutschland wünscht, wie mit allen Ländern, so auch mit Amerika, Frieden und Freundschaft. Es lehnt
eine Einmischung in amerikanische Verhältnisse ab und verbittet sich aber ebenso entschieden jede
amerikanische Einmischung in die deutschen.

Ob Deutschland zum Beispiel mit süd- oder zentralamerikanischen Staaten wirtschaftliche Beziehungen
aufrechterhält und Geschäfte betätigt, geht außer diesen Staaten und uns niemand etwas an.
Deutschland ist jedenfalls ein souveränes und großes Reich und untersteht nicht der Beaufsichtigung
amerikanischer Politiker. Im übrigen glaube ich, daß alle Staaten heute so viele innere Probleme zu lösen
haben, daß es ein Glück für die Völker sein würde, wenn sich die verantwortlichen Staatsmänner nur um
ihre eigenen Angelegenheiten kümmern wollten.

Was Deutschland betrifft, so weiß ich aus eigener Erfahrung, daß die gestellten Aufgaben so groß sind,
daß sie fast über das Vermögen der Einsicht und der Tatkraft eines einzelnen Mannes hinausragen. Ich
kann daher für mich und für alle meine Mitarbeiter nur versichern, daß wir unsere Lebensaufgabe
ausschließlich in der Pflege und Erhaltung unseres Volkes und Reiches sehen, die beide auf eine
tausendjährige ruhmvolle Geschichte zurückblicken.

Meine Abgeordneten! Männer des ersten Reichstages Großdeutschlands!

Wenn ich meine heutigen Erklärungen nunmehr vor ihnen schließe, dann gleitet mein Blick noch einmal
zurück auf die hinter uns liegenden Jahre des Kampfes und der Erfüllung. Für die meisten bedeuten sie
Sinn und Inhalt des ganzen Daseins. Wir wissen, daß Größeres unserem Volk und damit unserem
eigenen Leben nicht mehr beschieden sein kann.

Ohne Blutopfer ist es uns gelungen, das große Reich des deutschen Volkes endlich aufzurichten.
Dennoch wollen wir nicht vergessen, daß auch dieser Prozeß für manche mit schmerzlichen Verzichten
verbunden war. Viele liebgewordene Traditionen, manche teuren Erinnerungen und Symbole mußten
von uns beseitigt werden. Länder wurden ausgelöscht, ihre Fahnen eingezogen, ihre Traditionen haben
an Bedeutung verloren, allein es mag für alle die Erkenntnis zur Beruhigung beitragen, daß keiner
Generation, die an Deutschland in unserer Geschichte gearbeitet hat, ähnlich schmerzliche
Empfindungen erspart geblieben sind.

Seit die ersten deutschen Herzoge sich bemühten, aus wilden Stämmen höhere Einheiten zu bilden,
mußte dieses ihr Streben über liebgewordene Einrichtungen, teure Erinnerungen, männliche
Treueverpflichtungen usw. hinwegschreiten.

Fast 2000 Jahre dauerte dieser Prozeß, bis aus verstreuten Stämmen ein Volk, aus unzähligen Ländern
und Staaten ein Reich wurde. Nun darf dieser Werdegang der deutschen Nation im wesentlichen als
beendet gelten. Damit aber umschließt das Großdeutsche Reich den ganzen tausendjährigen
Lebenskampf unseres Volkes.

So wie in ihm alle Ströme des deutschen Blutes münden, so einen sich in ihm alle vergangenen
Traditionen, ihre Symbole und Standarten, vor allem aber alle die großen Männer, auf die deutsche
Menschen einst Grund hatten, stolz zu sein.

Denn in welchem Lager sie auch zu ihren Zeiten standen, die kühnen Herzöge und großen Könige, die
Feldherren und gewaltigen Kaiser und um sie die erleuchteten Geister und Heroen der Vergangenheit,
sie alle waren nur die Werkzeuge der Vorsehung im Entstehungsprozeß einer Nation.

Indem wir sie in diesem großen Reich in dankbarer Ehrfurcht umfangen, erschließt sich uns der herrliche
Reichtum deutscher Geschichte.

Danken wir Gott, dem Allmächtigen, daß er unsere Generation und uns gesegnet hat, diese Zeit und
diese Stunde zu erleben.
Adolf Hitler Rede am 30. Januar 1940 im Sportpalast Berlin
Deutsche Volksgenossen und -genossinnen!

Sieben Jahre sind eine kurze Zeit, der Bruchteil eines einzelnen menschlichen normalen Lebens - eine
Sekunde kaum im Leben eines Volkes. Und doch scheinen die hinter uns liegenden sieben Jahre länger
zu sein als viele Jahrzehnte der Vergangenheit. In ihnen hallt sich zusammen ein großes geschichtliches
Erlebnis: die Wiederauferstehung einer von der Vernichtung bedrohten Nation. Eine unendlich
ereignisreiche Zeit, die uns, die wir sie nicht nur erleben, sondern zum Teil gestalten durften, manches
Mal kaum überblickbar zu sein scheint.

Wir reden heute sehr oft von demokratischen Idealen; das heißt nicht in Deutschland, sondern in der
anderen Welt wird davon geredet. Denn wir in Deutschland haben ja dieses demokratische Ideal einst
zur Genüge kennengelernt; wenn die andere Welt also heute wieder dieses Ideal preist, so können wir
darauf zunächst nur erwidern, daß dieses Ideal das deutsche Volk ja mindestens 15 Jahre lang in
Reinkultur kennenzulernen Gelegenheit hatte, und wir selbst haben ja nur das Erbe dieser Demokratie
angetreten.

Wir bekommen jetzt wunderbare Kriegsziele vorgesetzt, besonders von englischer Seite. England ist ja in
der Proklamation von Kriegszielen erfahren, da es die meisten Kriege der Welt geführt hat. Es sind
wunderbare Kriegsziele, die uns heute verkündet werden. Es soll ein neues Europa entstehen. Dieses
Europa soll erfüllt sein dann von Gerechtigkeit, und diese allgemeine Gerechtigkeit macht ja dann auch
Rüstungen überflüssig, es soll dann abgerüstet werden. Durch diese Abrüstung soll dann die
wirtschaftliche Blüte beginnen, Handel und Wandel sollen dann eintreten, und zwar hauptsächlich
Handel, viel Handel, freier Handel! Und unter diesem Handel, da soll dann die Kultur blühen, und nicht
nur die Kultur, sondern auch die Religion soll dann wieder gedeihen. Mit einem Wort: es soll jetzt
endlich das goldene Zeitalter kommen. Dieses goldene Zeitalter ist uns nur leider schon einige Male so
ähnlich illustriert worden, und zwar nicht einmal von vergangenen Generationen, sondern von den
selben Leuten, die es heute wieder beschreiben. Es sind ziemlich alte, abgeleierte Platten. Und es
können einem die Herren wirklich leid tun, die nicht irgendeinen neuen Gedanken gefunden haben,
mittels dem man vielleicht ein großes Volk wieder würde ködern können, denn das hat man ja im
allgemeinen schon im Jahre 1918 versprochen; das damalige Kriegsziel der Engländer war ja auch das
"neue Europa", die "neue Gerechtigkeit", diese neue Gerechtigkeit, die das Selbstbestimmungsrecht der
Völker als wesentlichstes Element beseitigen sollte. Damals versprach man ja auch schon eine
Gerechtigkeit, die das Tragen von Waffen in der Zukunft überflüssig erscheinen lassen würde. Daher
auch damals bereits das Programm der Abrüstung, und zwar der Abrüstung aller. Und um diese
Abrüstung nun besonders sinnfällig zu machen, sollte diese Abrüstung gekrönt werden durch einen
Bund der abgerüsteten Nationen, die ja nun entschlossen sein sollten, in der Zukunft alle ihre
Differenzen - daß es noch einige Differenzen geben würde, daran zweifelte man damals wenigstens
noch nicht -, also diese Differenzen sollten nun ja, wie das so üblich ist unter den Demokratien, dann in
freier Rede, in Gegenrede und Wechselrede weggeredet werden. Es sollte auf keinen Fall mehr
geschossen werden. Und damals sagte man auch schon, daß die Folge dieser Abrüstung und dieses
allgemeinen Weltparlaments dann eine ungeheuere Blüte sein würde, ein Aufblühen der Industrien und
insbesondere auch - es wird das immer besonders betont - ein Aufblühen des Handels, des freien
Handels. Auch die Kultur sollte dabei nicht zu kurz kommen, und von der Religion hat man ja allerdings
am Ende des Krieges damals etwas weniger gesprochen wie jetzt am Beginn, aber immerhin, man
erklärte uns wenigstens noch im Jahre 1918, daß es ein gesegnetes und Gott wohlgefälliges Zeitalter
werden sollte.

Was nun gekommen war, das erleben wir: man hat die alten Staaten zerschlagen, ohne auch nur einmal
die Völker zu befragen. In keinem einzigen Fall hat man damals erst die Nationen gefragt, ob sie denn
mit den Maßnahmen einverstanden sein würden, die man mit ihnen vorhatte. Man hat alte, historisch
gewordene Körper - nicht nur staatliche Körper, sondern auch wirtschaftliche Körper - aufgelöst; man
konnte an ihre Stelle nichts Besseres stellen, denn was sich im Laufe von Jahrhunderten gebildet hatte,
war wahrscheinlich an sich schon das Bessere gewesen - auf keinen Fall konnten die Leute etwas
Besseres hinsetzen, die der ganzen europäischen Geschichte ohnehin nur mit größter Arroganz
gegenüberstanden. So hat man ohne Rücksicht auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker Europa
zerhackt, Europa aufgerissen, große Staaten aufgelöst, Nationen rechtlos gemacht, indem man sie zuerst
wehrlos machte, und dann endlich eine Einteilung getroffen, die von vornherein Sieger und Besiegte auf
dieser Welt übrigließ. Man sprach dann auch nicht mehr von Abrüstung, sondern im Gegenteil, man
rüstete weiter. Denn man hat auch dann nicht etwa begonnen, nun die Konflikte friedlich zu bereinigen,
sondern im Gegenteil, die gerüsteten Staaten führten Kriege genau wie zuvor. Nur die Abgerüsteten
waren nicht mehr in der Lage, sich die Gewalttaten der Gerüsteten zu verbitten oder gar vom Leibe zu
halten. Parallel damit kam natürlich auch nicht die wirtschaftliche Wohlfahrt, sondern im Gegenteil, ein
wahnsinniges System von Reparationen führte zu einer wirtschaftlichen Verelendung nicht nur der
sogenannten Besiegten, sondern auch der Sieger selber. Die Folgen dieser wirtschaftlichen Verelendung
hat kein Volk mehr gespürt als das deutsche. Die allgemeine wirtschaftliche Desorganisation führte
gerade bei uns zu einer Erwerbslosigkeit, an der unser deutsches Volk zugrunde zu gehen schien. Auch
die Kultur hat keine Förderung erfahren, sondern im Gegenteil, sie wurde vernarrt und verzerrt. Die
Religion trat ganz in den Hintergrund; in diesen 15 Jahren hat sich kein Engländer der Religion erinnert;
kein Engländer sich der christlichen Barmherzigkeit oder der Nächstenliebe erinnert. Da sind die Herren
nicht mit der Bibel spazierengegangen, sondern da war ihre Bibel der Vertrag von Versailles! Das waren
448 Paragraphen, die alle nur eine Belastung, eine Verpflichtung, eine Verurteilung und eine Erpressung
Deutschlands oder an Deutschland darstellten. Und dieses Versailles wurde garantiert von dem neuen
Völkerbund - nicht einem Bund der freien Nationen, der gleichen Nationen, überhaupt gar keinem
Völkerbund - die eigentliche begründende Nation blieb von Anfang an ferne -, sondern einem
Völkerbund, dessen einzige Aufgabe es war, dieses gemeinste Diktat, das man nicht ausgehandelt hatte,
sondern das man uns einfach aufbürdete, zu garantieren und uns zu zwingen, dieses Diktat zu erfüllen.

Das war die Zeit nun des demokratischen Deutschlands! Wenn heute fremde Staatsmänner oft so tun,
als ob man zum jetzigen Deutschland kein Vertrauen haben könnte, so konnte dies auf keinen Fall doch
auf das damalige Deutschland zutreffen; denn dieses damalige Deutschland war ja ihre Geburt, ihr
ureigenstes Werk, dazu konnten sie doch Vertrauen haben!

Und wie hatten sie dieses Deutschland mißhandelt! Wer kann sich die Geschichte dieser Jahre noch
vollkommen zurückrufen: das Elend des Zusammenbruchs vom Jahr 1918, die Tragik des Jahres 1919
und dann alle die Jahre des inneren wirtschaftlichen Verfalls, der fortdauernden Versklavung, der
Verelendung unseres Volkes und vor allem der vollkommenen Hoffnungslosigkeit! Es ist auch heute
noch erschütternd, sich in diese Zeit zurückzuversenken, da eine große Nation allmählich das ganze
Vertrauen nicht nur etwa auf sich selbst, sondern vor allem in jede irdische Gerechtigkeit verlor. In
dieser ganzen Zeit hat nun dieses demokratische Deutschland vergeblich gehofft, es hat genau so
vergeblich gebettelt und es hat genau so vergeblich protestiert. Die internationale Finanz - sie blieb
brutal rücksichtslos, preßte unser Volk aus, soweit sie konnte; die Staatsmänner der alliierten Nationen -
sie blieben hartherzig. Im Gegenteil, man sagte damals ganz eiskalt, daß wir 20 Millionen Deutsche
zuviel seien. Man blieb taub gegenüber dem Elend unserer Erwerbslosen, man kümmerte sich nicht um
den Ruin unserer Landwirtschaft oder den unserer Industrie, auch nicht einmal um den unseres Handels.
Wir erinnern uns dieser Verkehrsstille, die damals im Deutschen Reich um sich griff.

In dieser Zeit, da alles Hoffen umsonst war, da alles Bitten vergeblich blieb und da alles Protestieren zu
keinem Erfolg führte, da entstand die nationalsozialistische Bewegung, und zwar ausgehend von einer
Erkenntnis - nämlich der Erkenntnis, daß man auf dieser Welt nicht hoffen darf und nicht bitten soll und
nicht sich zu Protesten herabwürdigen darf, sondern daß man auf dieser Welt in erster Linie sich selbst
zu helfen hat!

15 Jahre lang ist in diesem damaligen demokratischen Deutschland die Hoffnung gepredigt worden auf
die andere Welt, auf ihre Einrichtungen; jedes Lager hatte so seinen internationalen Schutzpatron. Die
einen - sie hofften auf die internationale Solidarität des Proletariats, die anderen hofften wieder auf
internationale demokratische Institutionen, auf den Völkerbund von Genf, wieder andere auf das
Weltgewissen, auf das Kulturgewissen usw.

Dieses Hoffen war vergeblich. An die Stelle dieses Hoffens haben wir nun ein anderes Hoffen gesetzt,
nämlich das Hoffen auf die einzige Hilfe, die es in dieser Welt gibt, die Hilfe durch die eigene Kraft. An
Stelle des Hoffens trat der Glaube an unser deutsches Volk, an die Mobilisierung seiner ewigen inneren
Werte. Es standen uns damals wenig, wenig reale Mittel zur Verfügung. Was wir als die Bausteine des
neuen Reiches ansahen, das war außer unserem Willen in erster Linie die Arbeitskraft unseres Volkes,
zweitens die Intelligenz unseres Volkes und drittens das, was unser eigener Lebensraum uns bieten
konnte, der eigene Boden. So begannen wir unsere Arbeit und erlebten nun diesen inneren deutschen
Aufstieg. Dieser innere deutsche Aufstieg, der die Welt überhaupt nicht bedrohte, der eine reine innere
deutsche Reformarbeit war, hat nichtsdestoweniger sofort den Haß der anderen hervorgerufen. Wir
haben das vielleicht am tragischsten erlebt in der Zeit, da wir den Vierjahresplan proklamierten - ein
Gedanke, der die andere Welt eigentlich hätte begeistern sollen: ein Volk will sich selber helfen, es
appelliert nicht an die Hilfe der anderen, es appelliert nicht an Gaben, an Wohltätigkeiten, es appelliert
an seine eigenen schöpferischen Fähigkeiten, an seinen Fleiß, an seine Tatkraft, an seine Intelligenz. Und
trotzdem, diese andere Welt begann aufzubrüllen, englische Staatsmänner schrien auf: Was fällt euch
ein, dieser Vierjahresplan, der paßt nicht in unsere Weltwirtschaft! - als ob sie uns an dieser
Weltwirtschaft überhaupt hätten teilnehmen lassen. Nein, sie witterten den Wiederaufstieg des
deutschen Volkes - und deshalb, weil wir das voraussahen und weil wir das bemerkten, haben wir sofort
parallel mit diesem Wiederaufstieg die Mobilisierung der deutschen Kraft vorgenommen.
Sie kennen die Jahre. 1933, also in dem Jahre noch, in dem wir die Macht übernahmen, sah ich mich
veranlaßt, den Austritt aus dem Völkerbund zu erklären und die lächerliche Abrüstungskonferenz zu
verlassen. Wir konnten vor diesen beiden Foren kein Recht erhalten, trotz jahrelangen Bittens und
Protestierens.

1934 begann die deutsche Aufrüstung im größten Ausmaß.

1935 führte ich die allgemeine Wehrpflicht ein.

1936 ließ ich das Rheinland besetzen.

1937 begann der Vierjahresplan anzulaufen.

1938 wurde die Ostmark dem Reich eingegliedert und das Sudetenland.

1939 begannen wir das Reich abzuschirmen gegen jene Feinde, die unterdes sich bereits demaskiert
hatten. Zum Schutze des Reiches sind die Maßnahmen des Jahres 1939 geschehen.

Alles das hätte anders kommen können, wenn diese andere Welt auch nur zu einer Stunde Verständnis
für die deutschen Forderungen, für die deutschen Lebensnotwendigkeiten aufgebracht hätte. Man sagt
so oft: Man hätte das aushandeln sollen. - Sie erinnern sich, meine Volksgenossen, habe ich nicht öfter
als einmal der Welt zum Aushandeln die deutsche koloniale Forderung vorgelegt? Haben wir jemals eine
Antwort darauf bekommen, außer einem Nein, außer einer Ablehnung, ja geradezu neuen
Anfeindungen?

Nein, England und Frankreich waren in den führenden Schichten im Augenblick der Wiederauferstehung
des Reiches entschlossen, den Kampf erneut aufzunehmen. Sie wollten es so.

England hat seit 300 Jahren das Ziel verfolgt, eine wirkliche Konsolidierung Europas zu verhindern,
genau so wie Frankreich eine Konsolidierung Deutschlands seit vielen Jahrhunderten zu verhindern sich
bemühte.

Wenn nun heute ein Herr Chamberlain auftritt als Prediger und nun seine frommen Kriegsziele der
Mitwelt verkündet, dann kann ich nur sagen: Ihre eigene Geschichte widerlegt Sie, Mister Chamberlain.
Seit 300 Jahren haben Ihre Staatsmänner bei Kriegsausbruch immer so geredet wie Sie, Herr
Chamberlain, heute reden. Sie haben überhaupt immer nur für Gott und für die Religion gekämpft. Sie
haben niemals ein materielles Ziel gehabt. Aber gerade weil die Engländer nie für ein materielles Ziel
kämpften, hat der liebe Gott sie dann materiell so reich belohnt. Daß England immer nur als der Streiter
der Wahrheit, der Gerechtigkeit, der Vorkämpfer aller Tugenden auftrat, das hat Gott den Engländern
nicht vergessen. Dafür sind sie reich gesegnet worden. Sie haben in 300 Jahren rund 40 Millionen
Quadratkilometer Erdraum sich unterworfen, alles natürlich nicht etwa aus Egoismus, nicht etwa aus
irgendeiner Lust an der Herrschaft oder am Reichtum oder am Genuß, nein, im Gegenteil, alles das tat
man nur im Auftrage Gottes und der guten und lieben Religion zuliebe. Freilich, England wollte auch
nicht einmal allein nur Streiter Gottes sein, sondern es hat immer auch andere dann eingeladen, an
diesem edlen Streit teilzunehmen. Es hat nicht sich gerade bemüht, die Hauptlast zu tragen, sondern für
so Gott wohlgefällige Werke, da kann man auch immer Mitkämpfer suchen.

Das tun sie auch heute. Und es hat sich das, wie gesagt, für England reich bezahlt gemacht. 40 Millionen
Quadratkilometer, und die englische Geschichte ist eine einzige Reihenfolge von Vergewaltigungen, von
Erpressungen, von tyrannischen Mißhandlungen, von Unterdrückungen, von Ausplünderungen. Es gibt
Dinge, die wirklich in keinem anderen Staat und bei keinem anderen Volk denkbar gewesen wären. Man
hat für alles Krieg geführt. Man führte Krieg, um seinen Handel zu erweitern. Man führte Krieg, um
andere zu veranlassen, daß sie Opium rauchten. Man führte aber auch Krieg, wenn notwendig, um
Goldgruben zu gewinnen, um die Herrschaft über Diamantengruben zu bekommen. Es waren immer
materielle Ziele, allerdings immer naturgemäß edel und ideal verbrämt. Auch der letzte Krieg, er wurde
geführt nur für ideale Ziele. Daß man nebenbei dann doch noch die deutschen Kolonien einsteckte, das
hat Gott wieder so gewollt. Daß man unsere Flotte wegnahm, daß man die deutschen Auslandsguthaben
kassierte, das sind so Nebenerscheinungen in diesem edlen Streit für die heilige Religion.

Wenn Herr Chamberlain heute mit der Bibel einhergeht und seine Kriegsziele predigt, dann kommt mir
das vor, als wenn sich der Teufel mit dem Gebetbuch einer armen Seele nähert. Und dabei ist das jetzt
wirklich nicht mehr originell. Das ist abgeschmackt, das glaubt ihm ja niemand mehr. Ich glaube, er
zweifelt selber an sich.

Außerdem: Jedes Volk verbrennt sich nur einmal die Finger. Einem Rattenfänger von Hameln sind nur
einmal die Kinder nachgelaufen, und einem Apostel internationaler Völkerverbrüderung und -
verständigung usw. auch nur einmal das deutsche Volk!

Da lobe ich mir Mister Churchill. Er spricht das offen aus, was der alte Mister Chamberlain nur im stillen
denkt und hofft. Er sagt es: Unser Ziel ist die Auflösung Deutschlands. Unser Ziel ist die Vernichtung
Deutschlands. Unser Ziel ist die Ausrottung, wenn möglich, des deutschen Volkes. Wir wollen
Deutschland schlagen.

Das, glauben Sie mir, das begrüße ich. Und auch französische Generale, sie sprechen es ganz offen aus,
um was es geht. Ich glaube, daß wir uns so auch leichter verständigen können. Warum denn nur mit
diesen verlogenen Phrasen kämpfen? Warum nicht offen sagen? Es ist uns das so lieber. Wir wissen
genau, welches Ziel sie haben, ob Herr Chamberlain mit der Bibel kommt oder nicht, ob er fromm tut
oder nicht, ob er die Wahrheit spricht oder ob er lügt. Wir wissen das Ziel, es ist das Deutschland von
1648, das ihnen vorschwebt, das Deutschland - aufgelöst und zerrissen.

Sie wissen sehr genau, hier in diesem Mitteleuropa sitzen über 80 Millionen Deutsche. Diese Menschen
haben auch einen Lebensanspruch. Ihnen gebührt auch ein Lebensanteil. In 300 Jahren sind sie darum
betrogen worden. Sie konnten nur betrogen werden, weil sie infolge ihrer Zerrissenheit das Gewicht
ihrer Zahl nicht zur Geltung zu bringen vermochten.

So leben heute 140 Menschen auf einem Quadratkilometer. Wenn diese Menschen eine Einheit bilden,
dann sind sie eine Macht. Wenn sie zersplittert sind, sind sie wehrlos und ohnmächtig. In ihrer
Geschlossenheit liegt aber außerdem noch ein moralisches Recht. Was bedeutet es schon, wenn 30, 50
oder 200 Kleinstaaten protestieren oder Lebensrechte in Anspruch nehmen? Wer nimmt davon Notiz?
Wenn 80 Millionen auftreten, dann ist das schlimmer. Daher die Abneigung gegen die staatliche Bildung
Italiens, gegen die staatliche Bildung Deutschlands. Sie möchten am liebsten diese Staaten wieder
auflösen in ihre ursächlichen Bestandteile.

Vor wenigen Tagen, da schrieb so ein Engländer: das ist es eben, die überstürzte Gründung des
Kaiserreiches einst; das war nicht richtig. - Freilich, das war nicht richtig. Es war nicht richtig, daß diese
80 Millionen sich zusammenfanden, um ihre Lebensrechte gemeinsam zu vertreten. Es würde ihnen
lieber sein, wenn diese Deutschen wieder unter zwei-, oder drei-, oder vierhundert Fähnchen, wenn
möglich, unter zwei-, drei- oder vierhundert Dynasten kämen, hinter jedem Dynasten ein paar
Hunderttausend, die dann vollkommen mundtot der übrigen Welt gegenüber sind. Dann können wir
natürlich als Volk von Dichtern und von Denkern weiterleben, so gut es geht. Der Dichter und der
Denker braucht außerdem nicht soviel Nahrung als der Schwerstarbeiter.

Das ist das Problem, das heute zur Diskussion steht. Hier sind große Nationen, die im Laufe von
Jahrhunderten um ihren Lebensanteil auf dieser Welt betrogen worden sind infolge ihrer Uneinigkeit.
Diese Nationen haben aber jetzt diese Uneinigkeit überwunden. Sie sind heute als junge Völker in den
Kreis der anderen eingetreten und erheben nunmehr ihre Ansprüche. Ihnen gegenüber befinden sich die
sogenannten Besitzenden. Und diese besitzenden Völker, die große Gebiete der Welt ohne jeden Sinn
und Zweck einfach blockieren, ja, vor wenigen Jahrzehnten noch Deutschland selbst mit beraubten,
diese Besitzenden stellen sich nun auf den Standpunkt der sogenannten besitzenden Klassen innerhalb
der Völker. Es wiederholt sich im Großen der Welt das, was wir ja auch innerhalb der Völker im
Kleineren erlebten. Auch hier gab es wirtschafliche Auffassungen und politische Meinungen, die dahin
gingen, das der, der hat, eben hat, und der, der nicht hat, eben nicht hat, und daß es eine Gott
wohlgefällige Ordnung sei, daß der eine habe und der andere nichts besitze, und daß das eben so
bleiben müsse. Denen gegenüber traten nun andere Kräfte auf. Die eine Kraft, die einfach ausschreit:
Wir wollen nun zerstören; wenn wir schon nichts besitzen, dann soll alles vernichtet werden. Diese
nihilistische Kraft, sie hat in Deutschland anderthalb Jahrzehnte lang gewütet. Sie ist vom konstruktiven
Nationalsozialismus überwunden worden. Dieser Nationalsozialismus, der nun nicht das Bestehende
anerkannte, sondern der nur eine Modifikation vornahm in der Änderung oder in der Methode der
Änderung dieses Zustandes, indem er sagt: Wir wollen diesen Zustand ändern, indem wir allmählich die
nichtbesitzenden Klassen langsam teilnehmen lassen, erziehen zur Teilnahme am Besitz. Keinesfalls aber
kann einer, der nun besitzt, sich auf den Standpunkt stellen, daß er alles Recht besitzt und der andere
keines.

Und so ähnlich ist es in der Welt. Es geht nicht an, daß 46 Millionen Engländer 40 Millionen
Quadratkilometer der Erde einfach blockieren und erklären: Das ist uns vom lieben Gott gegeben, und
wir haben vor 20 Jahren noch etwas dazubekommen von euch. Das ist jetzt unser Eigentum, und das
geben wir nicht mehr her.

Und Frankreich mit seinem wirklich nicht sehr fruchtbaren Volksboden, knapp 80 Menschen auf dem
Quadratkilometer, hat selber auch über neun Millionen Quadratkilometer Baum; Deutschland mit über
80 Millionen noch nicht 600 000 Quadratkilometer.
Das ist das Problem, das gelöst werden muß und das genau so gelöst werden wird, wie alle sozialen
Fragen gelöst werden. Und wir erleben heute im großen ja nur das Schauspiel, das wir einst im Innern im
kleineren Ausmaß auch erlebten. Als der Nationalsozialismus seinen Kampf für die breite Masse unseres
Volkes begann im Interesse der Herstellung einer wirklich tragbaren Ordnung und einer wirklichen
Gemeinschaft der Menschen, da wurde gerade von den damaligen liberalen und demokratischen, also
besitzenden Kreisen und ihren Vereinigungen, Parteien versucht, den Nationalsozialismus zu
zerschlagen, die Partei aufzulösen. Es war ihr ewiger Schrei: Man muß sie verbieten, auflösen muß man
sie. Man sah in der Auflösung, im Verbot der Bewegung - sah man die Vernichtung der Kraft, die
vielleicht eine Änderung des bestehenden Zustandes hätte herbei führen können. Der
Nationalsozialismus ist mit diesem Wunsch fertig geworden. Er ist geblieben, und er hat seine
Neuordnung in Deutschland durchgeführt.

Heute schreit diese besitzende andere Welt: man muß Deutschland auflösen, man muß diese 80
Millionen Menschen atomisieren, man darf sie nicht in einem staatlichen, geschlossenen Gebilde lassen;
dann nimmt man ihnen die Kraft, ihre Forderungen durchzusetzen. - Das ist das Ziel, das sich England
und Frankreich heute gesetzt haben.

Demgegenüber ist unsere Antwort die gleiche, wie wir sie unseren inneren Gegnern einst gegeben
hatten. Sie wissen, meine alten Parteigenossen, daß uns der Sieg im Jahre 1933 nicht geschenkt worden
war. Es ist ein Kampf sondergleichen gewesen, der fast 15 Jahre lang geführt werden mußte; ein dabei
fast aussichtsloser Kampf. Denn Sie müssen sich vorstellen, meine Parteigenossen, daß wir ja nicht etwa
- sagen wir - von der Vorsehung plötzlich eine große Bewegung erhalten hatten. Mit einer Handvoll
Menschen ist das gegründet worden. Und diese Menschen mußten sich mühselig ihre Position erst
sichern und dann erweitern. Aus einer Handvoll Menschen sind 100 und dann 1000 und dann 10 000
und 100 000 und endlich ist die erste Million aus ihnen geworden. Und dann wurde eine zweite Million
daraus und eine dritte und vierte. So sind wir in einem dauernden Krieg gegen tausend Widerstände und
Angriffe und Vergewaltigungen und Rechtsbrüche gewachsen und sind in diesem Kampf allerdings auch
stark geworden, innerlich stark.

So ist nach diesen 15 Jahren die Macht übernommen worden nicht als ein Geschenk des Himmels einem
gegenüber, der es nicht verdiente, sondern als die Belohnung eines einmaligen tapferen Ringens, eines
tapferen Ausharrens im Kampf um die Macht.

Und als ich im Jahre 1933 diese Macht nun erhielt und nun mit der nationalsozialistischen Bewegung die
Verantwortung für die deutsche Zukunft übernahm, da war mir klar, daß die Freiheit unserem Volke
nicht geschenkt werden würde. Da war mir weiter klar, daß nun der Kampf nicht seinen Abschluß
gefunden hat, sondern daß er nun in einem größeren Ausmaß erst recht beginnt. Denn vor uns stand ja
nicht der Sieg der nationalsozialistischen Bewegung, sondern die Befreiung unseres deutschen Volkes.
Das war das Ziel.

Was ich seitdem geschaffen habe, es ist ja alles nur ein Mittel zum Zweck. Partei, Arbeitsfront, SA, SS,
alle anderen Organisationen, die Wehrmacht, das Heer, die Luftwaffe, die Marine, sie sind ja kein
Selbstzweck, sie alle sind ein Mittel zum Zweck. Über Allem steht die Sicherung der Freiheit unseres
deutschen Volkes. Ich habe natürlich genau so wie im Inneren versucht, durch Überredung, durch
Verhandeln, durch den Appell an die Vernunft die notwendigen unabdingbaren Forderungen
durchzusetzen. Es ist mir auf einigen Gebieten und einige Male gelungen. Allein schon im Jahre 1938
mußte man erkennen, daß bei den gegnerischen Staaten die alten Hetzer des Weltkrieges wieder die
Überhand gewannen. Ich habe damals schon zu warnen angefangen. Denn was soll man denken, wenn
man sich erst in München zusammensetzt und ein Abkommen abschließt, nach London zurückkehrt und
dort sofort dann zu hetzen anfängt, dieses Abkommen als eine Schande bezeichnet, ja, versichert, daß
sich ein zweites Mal so etwas nicht mehr wiederholen darf, mit anderen Worten: daß eine freiwillige
Verständigung überhaupt nicht mehr denkbar sein soll für die Zukunft.

Damals sind in den sogenannten Demokratien die Außenseiter aufgetreten. Ich habe damals sofort
davor gewarnt. Denn es ist ja klar: das deutsche Volk empfand keinen Haß weder gegen Engländer noch
gegen Franzosen. Das französische Volk, das englische Volk - das deutsche Volk wollte mit ihnen ja nun
in Frieden und in Freundschaft leben. Es hat Forderungen, die diesen Völkern ja auch nicht weh tun, die
den Völkern gar nichts nehmen. Das deutsche Volk ist daher auch nie zur Feindschaft erzogen worden.
Da begann man in England nun von gewissen Kreisen aus mit dieser impertinenten unerträglichen
Hieben. Und da kam der Augenblick, wo ich mir sagen mußte: Ich kann nun nicht mehr zusehen, sondern
ich muß diese Hetze jetzt beantworten. Denn wir erziehen das deutsche Volk in keinem Haß gegenüber
dem englischen. Wir erziehen es in keinem Haß gegenüber dem französischen, während in England und
in Frankreich die Hetzer Tag für Tag in der Presse und in den Versammlungen das britische und das
französische Volk in Weißglut bringen gegenüber dem deutschen. Eines Tages werden die Hetzer die
Regierung sein. Dann werden sie ihre Pläne verwirklichen, und das deutsche Volk wird überhaupt nicht
wissen, wieso das nun kommt. So gab ich den Befehl, nunmehr das deutsche Volk über diese Hetze
aufzuklären. Aber ich war von diesem Augenblick an auch entschlossen, wenn notwendig, die
Verteidigung des Reiches so oder so sicherzustellen.

1939 haben nun diese Westmächte die Maske fallen lassen; sie haben Deutschland die Kriegserklärung
geschickt, trotz all unserer Versuche, trotz unseres Entgegenkommens. Sie geben es heute ganz
ungeniert selber zu: Jawohl, Polen hätte wahrscheinlich eingewilligt, aber das wollten wir nicht. - Sie
geben es heute zu, daß es möglich gewesen wäre, leicht eine Verständigung herbeizuführen. Aber sie
wollten das nicht. Sie wollten den Krieg. Gut denn! Das haben mir einst meine inneren Gegner auch
gesagt. Ich habe ihnen auch so oft die Hand gegeben. Sie haben sie zurückgestoßen. Sie schrien auch:
Nein, nicht Versöhnung, nicht Verständigung, sondern Kampf! - Gut, sie haben den Kampf bekommen!
Und ich kann Frankreich und England nur sagen: Auch sie werden den Kampf bekommen.

Die erste Phase dieses Kampfes war eine politische Aktion. Durch sie wurde uns zunächst der Rücken
politisch freigemacht. Jahrelang hat Deutschland mit Italien eine gemeinsame Politik betrieben. Diese
Politik hat sich bis heute nicht geändert. Die beiden Staaten sind eng befreundet. Ihre gemeinsamen
Interessen sind auf den gleichen Nenner zu bringen.

Im vergangenen Jahr habe ich nun versucht, England die Möglichkeit zu nehmen, den beabsichtigten
Krieg in einen allgemeinen Weltkrieg ausarten zu lassen. Denn der fromme, die Bibel studierende und
lesende und predigende Herr Chamberlain hat damals sich monatelang bemüht, mit dem Atheisten
Stalin zu einer Verständigung zu kommen, zu einem Bund zu kommen. Das ist damals nicht gelungen. Ich
verstehe, daß man in England heute wild ist darüber, daß ich nun das getan habe, was Herr Chamberlain
versucht hatte zu tun. Und ich begreife auch, daß das, was bei Herrn Chamberlain ein Gott
wohlgefälliges Werk gewesen wäre, bei mir ein Gott nicht wohlgefälliges ist. Aber immerhin, ich glaube,
der Allmächtige wird jedenfalls zufrieden sein, daß auf einem großen Gebiet ein sinnloser Kampf
vermieden wurde. Denn durch Jahrhunderte haben Deutschland und Rußland in Freundschaft und in
Frieden nebeneinander gelebt. Warum soll das in der Zukunft nicht wieder so möglich sein? Ich glaube,
es wird möglich sein, weil die beiden Völker das wünschen. Und jeder Versuch der britischen oder
französischen Plutokratie, uns in einen neuen Gegensatz zu bringen, wird scheitern, einfach scheitern
aus der nüchternen Überlegung der Absichten dieser Kräfte, der Erkenntnis dieser Absichten.

So ist heute Deutschland zunächst politisch in seinem Rücken frei. Die zweite Aufgabe des Jahres 1939
war, uns auch militärisch den Rücken freizumachen. Die Hoffnung der englischen
Kriegssachverständigen, der Kampf gegen Polen würde unter keinen Umständen vor einem halben bis
einem Jahr entschieden sein, wurde durch die Kraft unserer Wehrmacht zunichte gemacht. Der Staat,
dem England die Garantie gegeben hat, ist ohne Erfüllung dieser Garantie in 18 Tagen von der Landkarte
weggefegt worden.

Damit ist die erste Phase dieses Kampfes beendet. Und die zweite beginnt. Herr Churchill brennt schon
auf diese zweite Phase. Er läßt durch seine Mittelsmänner - und er tut es auch persönlich - die Hoffnung
ausdrücken, daß nun endlich bald der Kampf mit den Bomben beginnen möge. Und sie schreiben schon,
daß dieser Kampf natürlich nicht vor Frauen und Kindern haltmachen wird. - I wo denn! Wann hat jemals
England vor Frauen und Kindern haltgemacht? Der ganze Blockadekrieg ist überhaupt nur ein Krieg
gegen Frauen und gegen Kinder. Der Krieg gegen die Buren war nur ein Krieg gegen Frauen und Kinder.
Damals wurde das Konzentrationslager erfunden; in einem englischen Gehirn ist diese Idee geboren
worden. Wir haben nur im Lexikon nachgelesen und haben das dann später kopiert, nur mit einern
Unterschied: England hat Frauen und Kinder in diese Lager gesperrt, und über 20 000 Burenfrauen sind
damals jämmerlich zugrunde gegangen. Warum soll also England heute anders kämpfen?

Das haben wir vorhergesehen und haben uns darauf vorbereitet. Herr Churchill mag überzeugt sein: was
England in den fünf Monaten jetzt getan hat, das wissen wir. Was Frankreich getan hat, auch. Aber
anscheinend er nicht, was Deutschland in den fünf Monaten getan hat. Die Herren sind wohl der
Meinung, daß wir in den letzten fünf Monaten geschlafen haben. Seit ich in die politische Arena trat,
habe ich noch nicht einen einzigen Tag von wesentlicher Bedeutung verschlafen, geschweige denn fünf
Monate! Ich kann dem deutschen Volk nur die eine Versicherung geben: es ist in diesen fünf Monaten
Ungeheures geleistet worden. Gegenüber dem, was in diesen fünf Monaten geschaffen wurde verblaßt
alles, was in den sieben Jahren vorher in Deutschland entstand.

Unsere Rüstung ist jetzt zu dem planmäßigen Anlauf gekommen. Die Planung hat sich bewährt. Unsere
Voraussicht beginnt jetzt Früchte zu tragen, und zwar auf allen Gebieten Früchte zu tragen, so große
Früchte, daß unsere Herren Gegner langsam zu kopieren anfangen. Allerdings, es sind nur sehr kleine
Kopisten.
Natürlich, der englische Rundfunk weiß ja alles besser. Wenn wir nach dem englischen Rundfunk gehen,
dann müßte eigentlich in England heute keine Sonne mehr scheinen können. Die Flugzeuggeschwader
müßten die Atmosphäre verdüstern, die Welt müßte ein einziges Waffenlager sein, von England
ausgerüstet, für England arbeitend und damit die britischen Massenheere versorgend. Deutschland
umgekehrt steht vor dem totalen Zusammenbruch. U-Boote - ich habe es heute gerade gehört - haben
wir noch drei Stück. Das ist sehr schlimm, nämlich nicht für uns, sondern für die englische Propaganda.
Denn wenn die drei Stück versenkt sind, und das tritt ja heute nacht oder morgen sicher ein, was wird
man dann noch versenken? Was wird man dann noch vernichten? Den Engländern bleibt nichts anderes
übrig, als dann vorweg die U-Boote zu versenken, die wir in der Zukunft bauen werden. Und sie werden
dann zu einer U-Boot-Auferstehungstheorie kommen müssen. Nachdem ja doch die englischen Schiffe
sicherlich weiter versenkt werden, wir aber keine U-Boote mehr besitzen, kann es sich also nur um
Boote handeln, die schon einmal von den Engländern vernichtet worden sind.

Ich las weiter, daß mich tiefe Betrübnis und Trauer erfaßt habe, und zwar, ich hätte erwartet, daß wir
jeden Tag zwei U-Boote bauen, und wir bauen jetzt jede Woche nur zwei. Ich kann nur sagen: Es ist nicht
gut, wenn man seine Kriegsberichte und besonders seine Rundfunkansprachen vor Angehörigen eines
Volkes halten läßt, das seit einigen tausend Jahren nicht mehr gekämpft hat. Denn der letzte
nachweisbare Kampf der Makkabäer scheint allmählich doch seinen militärisch-erzieherischen Wert
verloren zu haben.

Wenn ich diese ausländische Propaganda ansehe, dann wird mein Vertrauen in unseren Sieg
unermeßlich. Denn diese Propaganda habe ich ja schon einmal erlebt. Fast 15 Jahre lang war diese
Propaganda gegen uns gemacht worden. Meine alten Parteigenossen erinnern sich dieser Propaganda.
Es sind dieselben Worte, dieselben Phrasen und, wenn wir genauer hinschauen, sogar die gleichen
Köpfe, derselbe Dialekt. Mit diesen Leuten bin ich fertig geworden als ein einsamer, unbekannter Mann,
der eine Handvoll Menschen an sich zog. In 15 Jahren hin ich mit diesen Leuten fertig geworden. Heute
ist Deutschland die größte Weltmacht!

Es ist nicht so, daß das Alter an sich weise macht. Es werden auch durch das Alter Blinde nicht sehend.
Wer aber früher schon mit Blindheit geschlagen war, ist es auch jetzt. Wer aber mit Blindheit geschlagen
ist, den wollen die Götter verderben.

Heute tritt diesen Kräften die deutsche Wehrmacht gegenüber, die erste der Welt! Vor allem aber tritt
diesen Kräften gegenüber das deutsche Volk, das deutsche Volk in seiner Einsicht und in seiner Disziplin,
erzogen nunmehr durch sieben Jahre nationalsozialistischer Arbeit auf allen Gebieten. Daß das kein
Phantom ist, das können wir heute erleben. Diese Erziehungsarbeit hat Klassen und Stände
überwunden. Sie hat Parteien beseitigt, sie hat Weltanschauungen ausgetilgt und hat an ihre Stelle eine
Gemeinschaft gesetzt. Diese Gemeinschaft ist heute von einem einzigen glühenden Vertrauen beseelt
und einem fanatischen Willen erfüllt. Diese Gemeinschaft, die wird dieses Mal nicht den Fehler des
Jahres 1918 machen.

Wenn heute Herr Daladier zweifelt an dieser Gemeinschaft, oder wenn er glaubt, daß in dieser
Gemeinschaft Teile jammern, oder er zitierte meine Heimat und bemitleidete sie - oh, Monsieur
Daladier, vielleicht werden Sie meine Ostmärker kennenlernen. Sie werden Ihnen ja die Aufklärung
persönlich geben. Sie werden mit diesen Divisionen und Regimenten ja genau so Bekanntschaft machen
wie mit den anderen Deutschen. Und Sie werden dann von einem Wahnsinn geheilt werden, nämlich
von dem Wahnsinn, zu glauben, daß Ihnen noch deutsche Stämme gegenübertreten. Herr Daladier,
Ihnen tritt das deutsche Volk gegenüber! Und zwar das nationalsozialistische deutsche Volk! Dieses Volk,
um das der Nationalsozialismus gerungen hat und das in mühevoller Arbeit seine heutige Erziehung und
damit seine heutige Formung erhielt, es ist geheilt von allen internationalen Anwandlungen. Und es wird
geheilt bleiben. Dafür bürgt die nationalsozialistische Partei. Und Ihre Hoffnung, Volk und Partei oder
Partei und Staat oder Partei und Wehrmacht oder Wehrmacht, Partei und mich zu trennen, ist kindlich,
naiv. Das ist die Hoffnung, von der meine Gegner einst schon 15 Jahre gelebt hatten.

Ich habe als Nationalsozialist nichts anderes kennengelernt als Arbeit, Kampf, Sorgen, Mühen. Ich
glaube, unserer Generation hat die Vorsehung nichts anderes bestimmt. Wir wollen deshalb uns dieser
Vorsehung gegenüber nicht undankbar benehmen, im Gegenteil, wir haben hier eine Warnung. Einst vor
25 Jahren zog das deutsche Volk in einen Kampf, der ihm damals aufgenötigt worden war. Es war nicht
gut gerüstet. Frankreich hatte seine Volkskraft ganz anders ausgewertet als das damalige Deutschland.
Rußland war damals der gewaltige Gegner. Eine ganze andere Welt konnte allmählich gegen dieses
Deutschland mobilisiert werden. Da zog es in den Kampf und hat nun Wunder an Heldentaten verübt.
Und die Vorsehung hat unser Volk gehalten. Das Jahr 1914, es befreite die deutsche Heimat von der
Gefahr feindlicher Einbrüche. Im Jahre 1915 wurde die Stellung des Reiches verbessert. 1916/17, Jahr
für Jahr, Kampf um Kampf, manches Mal schien alles schon zusammenzubrechen, und wie durch ein
Wunder wurde das Reich immer wieder gerettet. Deutschland hat staunenswerte Proben seiner Kraft
gegeben. Es war ersichtlich von der Vorsehung gesegnet worden.

Da wurde das deutsche Volk undankbar. Da begann es, statt im Vertrauen auf seine eigene Zukunft und
damit auf seine eigene Kraft zu blicken, begann es zu vertrauen auf die Versprechungen anderer. Und
endlich hat es sich in seiner Undankbarkeit gegen das eigene Reich, gegen die eigene Führung empört.
Und da wendete sich dann die Vorsehung vom deutschen Volk ab.

Ich habe damals diese Katastrophe nicht als etwas Unverdientes angesehen. Ich habe es niemals
beklagt, daß die Vorsehung uns etwa Unrecht getan hätte. Ich habe im Gegenteil immer die Auffassung
vertreten, wir haben nur das von der Vorsehung quittiert bekommen, was wir letzten Endes selbst uns
verdient hatten. Die deutsche Nation ist undankbar gewesen, und ihr blieb demgemäß der letzte Lohn
damals versagt.

Ein zweites Mal wird sich das in unserer Geschichte nicht mehr wiederholen. Die nationalsozialistische
Bewegung hat diese Bewährung selbst schon abgelegt. In den 15 Jahren ihres Kampfes, da gab es
keineswegs immer nur glänzende Tage, wunderbare Siege; da gab es oft sorgenvollste Zeiten, da
jubelten oft schon die Gegner über unsere Vernichtung. Da hat die Bewegung sich aber bewährt,
gläubigen und starken Herzens immer wieder im Vertrauen auf die Notwendigkeit unseres Kampfes sich
aufgerafft und erneut dem Gegner die Stirn geboten und am Ende diesen Gegner besiegt.
Das ist heute nun die Aufgabe der deutschen Nation. 80 Millionen treten nunmehr in die Schranken.
Ihnen gegenüber stehen genau so viele Gegner. Diese 80 Millionen haben heute eine hervorragende
innere Organisation, die beste, die es geben kann. Sie haben einen starken Glauben, und sie haben nicht
die schlechteste Führung, sondern, wie ich überzeugt bin, mit die beste. Führung und Volk haben heute
eine Einsicht: daß es keine Verständigung gibt ohne eine klare Durchsetzung unseres Rechts und daß wir
nicht wollen, daß vielleicht in zwei oder drei oder fünf Jahren der Streit von neuem entbrennt um unsere
Rechte, daß aber hier das Recht von 80 Millionen zur Diskussion steht, nicht einer Partei oder einer
Bewegung. Denn was bin ich eigentlich? Ich bin nichts, deutsches Volk, als dein Sprecher. Ich bin also
Vertreter deines Rechts. Es handelt sich hier nicht um meine Person, aber ich gehöre nicht auch zu jenen
Leuten, die jemals die Fahne streichen. Das habe ich nicht gelernt. Das Volk hat mir sein Vertrauen
geschenkt. Ich werde mich dieses Vertrauens würdig erweisen und will dabei nicht den Blick auf mich
selbst oder meine Umwelt, sondern will den Blick auf die Vergangenheit und in die Zukunft wenden. Ich
möchte vor der Vergangenheit und vor der Zukunft in Ehren bestehen, und mit mir soll in Ehren
bestehen das deutsche Volk. Die heutige Generation, sie trägt Deutschlands Schicksal, Deutschlands
Zukunft oder Deutschlands Untergang. Und unsere Gegner, sie schreien es heute heraus: Deutschland
soll untergehen!

Und Deutschland kann ihnen nur eine Antwort geben. Deutschland wird leben, und Deutschland wird
deshalb siegen!

Am Beginn des 8. Jahres der nationalsozialistischen Revolution wenden sich unsere Herzen unserem
deutschen Volke zu, seiner Zukunft. Ihr wollen wir dienen, für sie wollen wir kämpfen, wenn notwendig
fallen, niemals kapitulieren! Deutschland - Sieg Heil!
Adolf Hitler Rede am 30. Januar 1941 in Berlin
Meine deutschen Volksgenossen und -genossinnen!

Regierungswechsel hat es in der Geschichte schon oft gegeben, auch in der Geschichte unseres eigenen
Volkes. Es ist aber sicher noch kein Wechsel einer Regierung von so tiefgreifenden Folgen begleitet
gewesen wie der vor acht Jahren. Die Lage des Reiches war damals eine verzweifelte. Man hat uns nicht
gerufen, in einem Augenblick die Führung der Nation zu übernehmen, da diese in einem großen
Emporstieg begriffen zu sein schien, sondern man gab uns die Macht unter dem härtesten Zwang, den
es geben konnte, nämlich unter dem Druck der Einsicht, daß an sich alles verloren war, und daß in den
Augen der Bestgesinnten dies vielleicht noch ein letzter Versuch sein konnte, in den Augen
Übelwollender aber damit endgültig auch die nationalsozialistische Bewegung zum Scheitern verdammt
sein würde.

In der Folge mußte die damalige Situation, wenn es nicht gelang, das deutsche Volk wie durch ein
Wunder zu retten, einen katastrophalen Ausgang nehmen. Denn schon fünfzehn Jahre vorher war der
Weg nach unten ein ununterbrochener. Allerdings war diese Situation selbst ja nur das Ergebnis des
Weltkrieges und des Ausganges des Weltkrieges, unseres eigenen inneren politischen, moralischen und
damit auch militärischen Zusammenbruchs.

Es ist daher gerade an einem solchen Tage wichtig, uns wieder zurückzubesinnen auf die Ursache dieses
ganzen nationalen Unglücks.

Was war der Grund zum Weltkrieg? Ich möchte das nicht auf das persönliche Gebiet schieben. Darüber
ist zuviel bereits an Abhandlungen geschrieben worden. Amerikanische Doktoren haben im Auftrag des
derzeitigen Präsidenten Roosevelt die Ursache des Weltkrieges untersucht und dabei festgestellt, daß es
sich nicht um ein deutsches Verschulden handeln konnte. Persönlichkeiten spielen in so großen
zeitgeschichtlichen Augenblicken nur dann eine Rolle, wenn sie wirklich als überragende Erscheinungen
in den Bannkreis der Umwelt treten. Das war damals nicht der Fall. Weder auf der deutschen noch auf
der anderen Seite befanden sich Persönlichkeiten von überragendem Format. Es konnte also der Grund
an sich gar nicht im Versagen oder auch nur im Wollen Einzelner liegen, sondern die Ursachen waren
tiefere.

Keine Ursache zum damaligen Kriege konnte zunächst die deutsche Staatsform sein. Denn Deutschland
war schon eine Demokratie, und zwar was für eine! Streng kopiert nach den Vorbildern des Auslandes,
des Westens, eine Kompromißlösung zwischen Monarchie und parlamentarischer Demokratie, also
sogenannte konstitutionelle Monarchie mit praktisch parlamentarischer Führung. Dieser Staat also
konnte in seiner Staatsform wirklich nicht die Ursache zum damaligen Krieg der Demokratien gegen das
damalige Reich sein.

Deutschland als politischer Faktor gesehen, der Welt gegenüber, konnte schon mehr Grund abgeben,
denn nach jahrhundertelanger Zerrissenheit und damit gleichbedeutender Ohnmacht haben sich endlich
die deutschen Stämme und Staaten, wenn auch mehr äußerlich gesehen, zusammengefügt zu einem
neuen Staat, zu einem Reich, und haben damit in Europa naturgemäß ein neues Kraftelement dem
sogenannten Gleichgewicht der Kräfte eingefügt, das verständlicherweise als Fremdkörper empfunden
wurde.

Noch zwingender war vielleicht die Abneigung gegenüber dem damaligen Reich als wirtschaftlichem
Faktor. Während jahrhundertelang Deutschland seine wirtschaftliche Not zu beheben versuchte, indem
es entweder die Menschen allmählich verhungern ließ oder sie zur Auswanderung zwang, begann das
damalige Deutschland nunmehr steigend mit der Konsolidierung seiner politischen Macht sich auch zu
einer Wirtschaftlichen zu entwickeln, d. h. statt Menschen zu exportieren, Waren zu exportieren und
sich damit die notwendigen Absatzmärkte auf der Welt sicherzustellen. Ein Vorgang, der, von unserem
Standpunkt aus gesehen, natürlich und recht war, vom Standpunkt anderer allerdings als ein Eingriff in
ihre heiligsten Domänen empfunden wurde. Und wir kommen dann gleich zu dem Staat, der diesen
Eingriff als unerträglich empfand: England!

Dreihundert Jahre lang vor dem hat England allmählich sein sogenanntes Weltreich gebildet. Nicht
gebildet durch den freien Willen oder durch die übereinstimmenden Kundgebungen der Absichten oder
Anschauungen der Betroffenen, sondern dreihundert Jahre lang ist dieses Weltreich
zusammengeschmiedet worden nur durch Gewalt. Krieg um Krieg wurde geführt, Volk um Volk wurde
seiner Freiheit beraubt, Staat um Staat wurde zerbrochen, um endlich dieses Gebilde zu schaffen, das
sich britisches Imperium heißt.

Dabei war die Demokratie überall nur eine reine Maske. Hinter der Demokratie steht in Wirklichkeit die
Völkerbeherrschung im Großen und die Menschenunterdrückung und Knebelung im Einzelnen. Dieser
Staat kann es heute nicht wagen, seine Glieder wirklich abstimmen zu lassen, ob sie jetzt nach
jahrhundertelanger Bearbeitung etwa bereit wären, freiwillig Glieder dieser Weltgemeinschaft zu sein.
Im Gegenteil! Ägyptische Nationalisten, indische Nationalisten, sie wandern zu Tausenden in die Kerker
und in die Gefängnisse. Konzentrationslager sind nicht in Deutschland erfunden worden, sondern
Engländer sind die genialen Erfinder dieser Idee. Sie haben mitgeholfen, durch derartige Institutionen
anderen Völkern allmählich das Rückgrat zu zerbrechen, den nationalen Widerstand aufzulösen, ihn zu
zermürben und endlich die Völker geneigt zu machen, dieses britische Joch der Demokratie zu
übernehmen. Dabei war allerdings noch ein gewaltiges Mittel, das Mittel der Lüge, der Phrase und damit
der Propaganda. Es gibt ein Sprichwort, das besagt, daß, wenn der Engländer von Gott spricht, er Kattun
weint. Und es ist auch heute so. Wenn man bedenkt, wie fromm und gläubig nach außen hin Menschen
tun, die eiskalten Herzens Volk um Volk in einen Kampf hineintreiben, der nur ihren materiellen
Interessen dient, dann kann man nur sagen: Selten ist die menschliche Heuchelei zu einer solchen
Höchstleistung gediehen, wie dies beim heutigen Engländer der Fall ist. Jedenfalls aber war das Ergebnis
eines dreihundertjährigen blutbedeckten Weges, den die britische Geschichte zurücklegte, die Tatsache,
daß 46 Millionen Engländer im Mutterlande heute rund ein Viertel der Erdoberfläche beherrschen
raummäßig und auch menschenmäßig, d. h., daß auf 46 Millionen Mensehen rund 40 Millionen
Quadratkilometer Raum kommen.

Es ist das Wichtige, meine Volksgenossen, daß wir das immer wieder in die Welt hinausschreien, weil
unverschämte demokratische Lügner auftreten und behaupten, die sogenannten autoritären Staaten
wollten die Welt erobern, während in Wirklichkeit die Welteroberer unsere alten Feinde sind. Dieses
britische Weltreich hat auf dem Weg seiner Entstehung nur einen einzigen Strom von Blut und Tränen
hinterlassen. Es beherrscht heute ohne Zweifel einen gewaltigen Teil der Erde. Allein, auch jetzt wird
diese Weltbeherrschung nicht etwa nur durch die Macht einer Idee durchgeführt, sondern im
wesentlichen durch die Macht der Gewalt und, soweit diese Gewalt nicht reicht, durch die Macht
kapitalistischer oder wirtschaftlicher Interessen.

Wenn wir uns dieses sonderbare Entstehen des britischen Weltreiches vor Augen halten, dann wird der
Prozeß selbst nur verständlich durch die Tatsache des vollkommenen Ausscheidens des europäischen
Kontinents als geschlossener Faktor dieser Entwicklung gegenüber. Und dieses Ausscheiden wurde vor
allem dokumentiert durch das Ausscheiden des Deutschen Reiches. Dreihundert Jahre lang hat es ein
Deutschland praktisch nicht gegeben. Während die Briten wohl von Gott redeten, aber ihre
wirtschaftlichen Interessen im Auge hatten, hat das deutsche Volk aus einer Überspanntheit religiöse
Streitfragen zu einer solchen Bedeutung erhoben, daß es dafür jahrhundertelang blutige Kriege führte,
etwas, was mit die Voraussetzung war für die Möglichkeit der Entstehung des britischen Weltreiches.
Denn in eben dem Maße, in dem die deutsche Nation ihre Kraft im Innern zu verbrauchen begann und
allmählich praktisch damit auch als Machtfaktor nach außen ausschied, in eben dem Maß konnte
selbstverständlich England, basierend auf dieser neu sich bildenden europäischen Umordnung, in aller
Ruhe sein Weltreich zusammenräubern.

Aber nicht nur Deutschland war in diesen drei Jahrhunderten praktisch ausgeschieden vom Wettbewerb
auf dieser Erde. Das gleiche galt auch von Italien. Ähnliche Erscheinungen wie in Deutschland, dort
weniger religiöser Art, dafür aber staatlicher Art, dynastischer Art. Und wieder aus anderen Gründen
auch das Ausscheiden einer weiteren großen Nation in Ostasien, die ebenfalls seit nun fast vierhundert
Jahren sich von der übrigen Welt allmählich abzuseilen begann und den eigenen Lebeneraum nicht mehr
als wesentlich beachtete und sich in eine freiwillige Zurückgezogenheit versenkte.

So entstand besonders in Europa eine Kräfteordnung, die England als sogenanntes Gleichgewicht der
Kräfte bezeichnete, das heißt in Wirklichkeit eine Desorganisation des europäischen Kontinents
zugunsten des britischen Inselreiches. Daher war es auch das Ziel der britischen Politik seit
Jahrhunderten, diese Desorganisation aufrechtzuerhalten; natürlich nicht unter dem Wort
Desorganisation, sondern unter einem schöneren Wort wieder. Man spricht, wie gesagt, auch nicht von
Kattun, sondern man sagt Gott. Man redet nicht von der Desorganisation Europas, sondern man redet
vom "Gleichgewicht der Kräfte".

Und dieses sogenannte Gleichgewicht der Kräfte, das heißt die wirkliche innere Ohnmacht Europas, hat
es England ermöglicht, immer wieder von Fall zu Fall und je nach Bedarf Staat gegen Staat auszuspielen
und dadurch die europäischen Kräfte stets in inneren Kämpfen zu verzehren, um seinerseits nun in aller
Ruhe in verhältnismäßig widerstandsarme Räume der übrigen Welt vorzustoßen.

Und doch, wenn man heute noch spricht von einer Weltmacht England oder von England als Herrn der
Welt, so ist das nur noch ein Wahn. England ist zunächst schon im Innern trotz seiner Welteroberung
der sozial rückständigste Staat, den es wohl in Europa gibt; sozial rückständig, das heißt, ein Staat,
dessen gesamte Ausrichtung nach den Interessen einer verhältnismäßig kleinen und dünnen
Oberschicht hin erfolgt und der mit dieser Oberschicht verbündeten jüdischen Genossenschaft. Die
Interessen der breiten Massen spielen bei der Ausrichtung dieses Staates überhaupt keine Rolle. Auch
hier behilft man sich mit Phrasen, man redet von Freiheit, man redet von Demokratie, man redet von
den Errungenschaften eines liberalen Systems und versteht darunter doch nichts anderes als die
Stabilisierung des Regimes einer Gesellschaftsschicht, die es möglich macht, dank ihres Kapitals die
Presse in ihre Hand zu bekommen und zu organisieren und zu dirigieren und damit die öffentliche
Meinung zu bilden. So ist es möglich, daß in einem Staat, der über die größten Reichtümer der Erde
verfügt, dem gigantische Lebensräume zur Verfügung stehen, der im gesamten gesehen kaum einen
Menschen auf den Quadratkilometer besitzt, so ist es möglich, daß in einem so von der Natur
gesegneten Gebilde Millionen Menschen an diesen Segnungen keinerlei Anteil haben, sondern
armseliger leben als die Menschen in irgendeinem unserer übervölkerten mitteleuropäischen Staaten.
Das Land, das für einige wenige ein Paradies ist, ist für viele, das heißt für die Masse, in Wirklichkeit nur
ein laufendes Elend. Elend in der Ernährung, Elend in der Kleidung, Elend vor allem in der Wohnung,
Elend in der Sicherheit des Verdienstes, Elend in der gesamten sozialen Gesetzgebung.

Und wenn heute plötzlich ein britischer Arbeitersekretär, der aber nebenbei als "Oppositioneller" von
Staats wegen bezahlt wird, wenn der nun auftritt und sagt: "England wird nach diesem Krieg, nach
seinem Sieg, beginnen müssen, soziale Fragen in Angriff zu nehmen und soziale Probleme zu lösen; wir
werden uns auch um die breite Masse kümmern müssen", - dann kann ich diesem Sekretär nur sagen:
Das ist bei uns schon längst geschehen!

Es ist nur für uns interessant, weil es eine Bestätigung unserer Behauptung ist, daß England in
Wirklichkeit das sozial rückständigste Land der Welt ist. So ist also zunächst nach innen gesehen dieser
gigantische Reichtum nach außen eigentlich ein unfruchtbarer, wenn man von einigen wenigen
Menschen absieht und die breite Masse zum Vergleich heranzieht.

Aber auch nach außen ist diese Weltbeherrschung doch nur mehr ein Schein. Die Welt hat neue Zentren
erhalten. Riesenstaaten sind entstanden, die von England weder angegriffen, ja nicht einmal bedroht
werden können. Die ganze britische Weltbeherrschungsidee basiert noch darauf, immer wieder Fremde
bekommen zu können, um gegen den Kontinent vorzugehen. Allein, außerhalb dieses europäischen
Kontinents oder weit über diesen Kontinent hinaus sind große Staatengebilde entstanden. Und diese
Staatengebilde sind überhaupt unangreifbar für England. Die britische Diplomatie kann höchstens durch
ein geschicktes Lavieren, durch den Versuch des Ausspielens anderer Kräfte dort ihre Stellung zu halten
versuchen. Das heißt also, sie muß schon jetzt versuchen, das sogenannte Gleichgewicht der Kräfte in
Europa zu einem Gleichgewicht der Kräfte der Welt zu erheben, mit anderen Worten, Weltstaaten
gegeneinander auszuspielen, um noch den Schein wenigstens einer Weltmacht aufrechtzuerhalten.

In Europa selbst aber hat das Erwachen der Völker die sogenannte Gleichgewichtstheorie, das heißt, das
Prinzip der Desorganisation des Kontinents, bereits beseitigt. In diesem desorganisierten europäischen
Kontinent ist die Volkwerdung und damit die Bildung des neuen Reiches, der deutschen Nation
gestoßen. Und im Süden von uns die Italiens. Neue Elemente sind damit gekommen, die dieses
Gleichgewicht der Kräfte als eine Chimäre erscheinen lassen. Es existiert nicht mehr. Und allerdings,
darin sehen wir nun wirklich den tiefsten Grund zum Weltkrieg.
Seit 1871, seit sich die deutschen Stämme zu organisieren begannen und unter der Führung eines
genialen großen Staatsmannes wieder ein Reich bildeten, seit also die an sich schon langsam sich
ankündigende nationale Wiedergeburt des deutschen Volkes die staatliche Einheit fand, seitdem begann
England dieses neue Gebilde mit seinem Haß zu verfolgen. Schon 1871, ja schon 1870, sofort nach der
Schlacht von Sedan, begannen britische Zeitungen darauf hinzuweisen, daß dieses neue Gebilde für
England schädlicher sei als etwa das alte Frankreich. Ja, man hatte erhofft - schon damals -, daß Preußen
es gelingen könnte, vielleicht in einem langen Krieg Frankreich wieder zurückzuweisen. Aber man wollte
nicht, daß etwa aus der preußischen Erhebung eine deutsche nationale Wiedergeburt oder gar ein
neues Deutsches Reich entstehen würde. So kam jene Zeit seit 1871 bis 1914, in der England unentwegt
gegen Deutschland zum Kriege hetzte, bei jeder Gelegenheit Deutschland anfeindete und anfeindete, bis
endlich der Weltkrieg ausbrach, das Werk einer ganz kleinen Gruppe internationaler gewissenloser
Strolche.

Und England hat für diesen Weltkrieg, den es auch wieder nur führen konnte mit fremder Hilfe, die
fremde Hilfe bekommen. Und es ist nun interessant, sich den ganzen Entwicklungsgang dieser britischen
Weltmachtpolitik seit etwa vierhundert Jahren vorzustellen. Erst Kampf gegen Spanien mit Hilfe der
Holländer, dann Kampf gegen die Holländer mit Hilfe anderer europäischer Staaten, darunter auch
Frankreich, dann Kampf endlich gegen Frankreich mit Hilfe Europas, dann endlich Kampf gegen
Deutschland mit Hilfe Europas und der zur Verfügung stehenden anderen Welt. Der Weltkrieg, der 1914
bis 1918 Europa erschütterte, war ausschließlich das gewollte Produkt britischer Staatskunst. Trotzdem
nun damals die ganze Welt gegen Deutschland mobilisiert worden war, ist Deutschland tatsächlich nicht
besiegt worden. Wir können das heute ruhig aussprechen. Ich möchte nicht Kritiker der Vergangenheit
sein dann, wenn ich eine Sache nicht besser gemacht habe. Heute aber kann ich als einer der
geschichtlichen Männer, die eine Sache besser gemacht haben, auch die Vergangenheit kritisch
betrachten und beurteilen. Und ich kann nur sagen: der Erfolg des Jahres 1918 ist das ausschließliche
Ergebnis einer seltenen Anhäufung persönlicher Unfähigkeiten in der Führung unseres Volkes, einer
einmaligen Anhäufung, die in der Geschichte weder früher bisher da war, noch in der Zukunft, das
können die Herren glauben, sich wiederholen wird.

Und trotzdem hat dieses Land und hat der deutsche Soldat über vier Jahre lang einem Ansturm einer
feindlichen Welt standgehalten. Und er hätte ihr noch länger standgehalten, wenn nicht als weiteres
Moment dazugekommen wäre die damals noch vorhandene Gläubigkeit des deutschen Volkes in die
Ehrenhaftigkeit einer übrigen demokratischen Welt und ihrer Staatsmänner. Diese Gutgläubigkeit des
deutschen Volkes, die von vielen damals bedauert wurde, hat einen furchtbaren geschichtlichen Lohn
erhalten.

Und wenn nun heute Engländer kommen und glauben, daß es genügt, die alten Propagandawalzen des
Jahres 1917/18 wieder in das Grammophon einzulegen, um eine neue Wirkung zu erzielen, dann kann
ich nur sagen: sie haben nichts vergessen, aber auch leider oder zu ihrem Unglück nichts gelernt! Und
darin unterscheiden sie sich nun vom deutschen Volk. Das deutsche Volk hat seitdem gelernt, und es hat
aber auch nichts vergessen. Wir wollen dabei nicht kleinlich sein. In der Geschichte sind einzelne
Wortbrüche in der Vergangenheit schon oft geschehen. Was aber im Jahre 1918, 1919, 1920, 1921 usw.
stattfand, war nicht ein Wortbruch, sondern das waren Wortbrüche am laufenden Band! Nicht ein
Wortbruch, sondern kein Wort hat man gehalten! Es ist eine große Nation noch nie so betrogen worden
wie damals das deutsche Volk. Was hat man uns zugesichert, was hat man diesem gutgläubigen Volk
versprochen - und was haben sie dann mit unserem Volke getan! Es ausgeplündert und ausgepreßt. Man
hat sich dabei eines fremden Staatsmannes bedient, eines Amerikaners, um eine größere Gläubigkeit
beim deutschen Volk zu erzielen. Und vielleicht war das ja wohl auch die Ursache, warum das deutsche
Volk auf diese ganzen Manöver hereinfiel. Allein, das ist daher auch in dieser Hinsicht nun immunisiert
worden gegen alle ähnlichen Versuche der Zukunft. Das deutsche Volk hat Jahr für Jahr damals
Gelegenheit gehabt, über die Ehrenhaftigkeit demokratischer Zusicherungen, Versprechungen,
demokratischer Worte und demokratischer Staatsmänner nachzudenken und Vergleiche anzustellen
und das praktisch am eigenen Leibe nun zu prüfen. Und aus dieser Zeit ist ja endlich die
nationalsozialistische Bewegung hervorgegangen!

Wenn man nun sagt: "Warum haben Sie sich auf eine ganz neue Ideologie gestürzt?" Weil die alte
jammervoll versagt hat. Nicht nur im Innern. Gott, die Demokratie war bei uns ein miserables Gebilde.
Wenn so vierzig, fünfzig Parteien konkurrieren mit ihren gewaltigen Weltanschauungsinteressen, die
vom Besitz aus dem Niveau von Radfahrervereinigungen bis zum Hausbesitz usw. fortgehen, dann ist
das schon an sich ein sehr schlechtes Bild. Aber davon ganz abgesehen - wenn wir wenigstens für diese
erbärmliche innerdemokratische Mißgestaltung unseres Lebens nach außen hin belohnt worden wären,
dann könnte man noch sagen, gewiß, im Innern hat das Zeug ja versagt, aber nach außen, ihr habt doch
wenigstens dafür eine anständige Behandlung bekommen. Im Innern war das ganze natürlich ein Witz,
aber man hat euch wenigstens nach außen hin ernst genommen, man hat wenigstens so getan, als
wollte man euch ernst nehmen. Man hat euch wenigstens etwas erfüllt von dem, was man euch
versprach, wenn ihr brave Demokraten nach dem Vorbild der anderen sein wollt. - Wenn wenigstens das
der Fall gewesen wäre. Aber wen haben sie denn fünfzehn Jahre lang ausgeplündert, wen haben sie
denn betrogen, wen haben sie denn erpreßt, wen haben sie denn ausgeschunden? Etwa den
nationalsozialistischen Staat? Die deutsche Demokratie!

Als ich 1918 nach Hause kam und den Winter 1918 auf 1919 nun so durchlebte, da wurde mir natürlich
wie vielen anderen klar, daß von der vorhandenen politischen Welt in Deutschland eine Erneuerung
nicht mehr erwartet werden durfte. Und ich begann daher, wie so viele andere, zu suchen. Und es
entstand die Konzeption, die später als Nationalsozialismus das deutsche Volk eroberte, ausgehend von
einer Erkenntnis: die deutsche Nation ist gefallen, weil sie sich den Luxus erlaubte, ihre Kraft im Innern
zu verbrauchen. Nach einem ewig gültigen Gesetz hat dieser Kräfteverbrauch im Innern ihre Kraft nach
außen beseitigt. Sie hat dafür gehofft, die freundliche Sympathie der anderen zu erringen, und sie hat
nichts kennengelernt als den nackten Egoismus grausamster, niederträchtigster Finanzinteressenten, die
nun auszuplündern anfingen, wo etwas auszuplündern war. Man durfte nichts anderes erwarten.

Aber nun, die Würfel waren gefallen. Eines schien mir klar zu sein: Jeder Wiederaufstieg konnte
überhaupt nicht von außen seinen Anfang nehmen, sondern nur von innen. Erst mußte die deutsche
Nation eine Konzeption erfahren ihres inneren politischen Kampfes, die es ermöglichte, die ganze Kraft
Deutschlands wieder zusammenzufassen, und zwar vor allem die idealistische Kraft. Und diese
idealistische Kraft, sie steckte, wie die Dinge lagen damals, ja nur in zwei Lagern, im sozialistischen und
im nationalistischen. Gerade die beiden Lager, die sich auf das tödlichste befehdeten und am schärfsten
bekämpften, diese beiden Lager mußten zusammengefügt werden zu einer neuen Einheit.

Heute, meine Volkgenossen, da im Zeichen dieser Einigung Millionen und Millionen marschieren, scheint
das so selbstverständlich zu sein. Im Jahre 1918 und 1919 erschien das als Ausgeburt einer kranken
Phantasie. Man bemitleidete mich höchstens. Vielleicht aber, meine Volksgenossen, war das ein Glück!
Hätte man mich damals ernst genommen, dann würde man mich wahrscheinlich vernichtet haben. Denn
die Bewegung war ja viel zu klein, um einer solchen Vernichtung einen Widerstand entgegensetzen zu
können. So war es vielleicht naturgewollt oder auch gottgewolltes Schicksal, daß man uns damals
auslachte, verspottete und daß schon damals eine gewisse Propaganda sich über uns nur lustig machte
und uns nur als einen Witz ansah. So gelang es allmählich, den ersten Keim und damit Kern einer neuen
Volksgemeinschaft zu bilden in unserer Bewegung - eine fast unglaubliche geschichtliche Erscheinung -,
eingeleitet durch lauter unbekannte Menschen, Anhänger zu gewinnen in erster Linie aus der breiten
Masse, aus dem Volke selbst.

Es ist nur in einem zweiten Staat dieser Prozeß bisher als gelungen anzusehen, in Italien, sonst bisher
noch nirgends in Europa. In vielen Staaten sehen wir vielleicht einen Beginn. In einigen Demokratien, da
erkennt man wohl die Bedeutung eines solchen Prozesses, und man glaubt nun, durch Schwindeleien
ein Ähnliches erreichen zu können. Man vergißt darüber aber vor allem immer eines: eine solche
Neugeburt eines Volkes ist wirklich ein wunderbarer Vorgang, ein Vorgang, der mehr Glauben
voraussetzt als etwa sogenanntes abstraktes geistreiches Wissen. Und daß uns in den Jahren 1918 und
1919 und 1920 und 1921 allmählich dieser primitive Glaube der breiten Masse zuströmte, das bildete
den ersten Kern unserer Bewegung, das ließ damals diese kleinen Menschen, die aus den Betrieben, aus
den Fabriken, aus den Bergwerken, von den Bauernhöfen, von den Kontoren usw. kamen, das ließ diese
kleinen Menschen glauben an ihre Zukunft, an die Zukunft dieser Idee, dieser Bewegung und an den
späteren Sieg.

Wir haben eine Erkenntnis damals vertreten: wenn die deutsche Nation nicht ihre Stellung der Welt
gegenüber repariert, d. h. wieder ein Machtfaktor wird, dann wird Deutschland tatsächlich in kurzer Zeit
zwanzig Millionen Menschen weniger haben. Denn das konnte man ja ausrechnen: die Erwerbslosigkeit
griff Jahr um Jahr um sich. Es kam damit erst recht die Ziellosigkeit und Planlosigkeit der nationalen
Konzeptionen, der wirtschaftlichen Planungen. Der ewige Wechsel des Regimes verhinderte jede
Voraussicht auf längere Zeiten. Projekte über zwei, drei Monate Dauer hatten keinen Sinn mehr, weil
der Betreffende von vornherein wissen konnte, daß er in drei Monaten nicht mehr regieren würde. Der
eine sagte "Warum soll ich das wegräumen, was andere schlecht gemacht haben?" - und der andere
sagte: "Warum soll ich etwas besser machen, damit sich ein anderer dann hier hineinsetzt." - Es wurde
kein Grund mehr gefunden, überhaupt zu durchgreifenden wirklichen Lösungen zu schreiten. Damit
aber mußte die nationale Ohnmacht zwangsläufig zunehmen, der wirtschaftliche Verfall sich ausdehnen,
die Zahl der Erwerbslosen sich vergrößern, die Zahl der im Erwerbsleben Stehenden sich vermindern, die
Belastung auf diesen Schultern immer noch mehr zu erhöhen, ihre Tragfähigkeit damit vermindern, und
endlich mußte darüber ein Zusammenbruch kommen, dessen Ende nicht abzusehen war. Aber es war
schon anzunehmen, daß die gemütvolle und humane Prophezeiung des großen französischen
Demokraten Clemenceau, daß wir zwanzig Millionen Menschen zuviel hätten, daß diese Prophezeiung
verwirklicht würde. So entstand demgegenüber damit das Programm einer Zusammenfassung der
deutschen Kraft mit der Zielsetzung, unser Lebensrecht nach allen Seiten hin zu wahren.

Wir haben damit einen Weg gewählt, der zwischen zwei Extremen lag. Vorerst waren wir einem Extrem
schon verfallen, dem liberalen, individualistischen, das das Individuum in den Mittelpunkt nicht nur der
Betrachtung, sondern auch des ganzen Handelns stellte. Auf der anderen Seite stand lockend vor
unserem Volk die Theorie der Menschheit als universaler Begriff, die den Einzelnen allein verpflichtet.
Und zwischen diesen beiden Extremen stand nun unser Ideal: das Volk, in dem wir eine seelische und
körperliche Gemeinschaft erblicken, die die Vorsehung gestaltet und damit gewollt hat, in die wir
gesetzt sind und in der wir allein unser Dasein meistern können. Und wir haben nun bewußt alle unsere
Gedanken diesem Ziele untergeordnet, die Interessen diesem Ziele angepaßt, alle Maßnahmen in
Übereinstimmung mit diesem Ziel gebracht. So entstand die nationalsozialistische Gedankenwelt, die
eine Überwindung des Individualismus darstellt, nicht etwa in dem Sinne, daß sie die individuelle
Fähigkeit beschneidet oder die Initiative des Einzelnen lähmt, sondern nur in dem Sinne, daß über der
individuellen Freiheit und über jeder Initiative des Einzelnen das gemeinsame Interesse steht, daß dieses
gemeinsame Interesse das Regulierende, das Bestimmende, wenn notwendig das Hemmende, wenn
notwendig aber auch das Befehlende ist.

Damit begannen wir einen Kampf damals gegen Alle, gegen die Anhänger des individualistischen Prinzips
genau wie gegen die Anhänger des Menschheitsgedankens. Und in diesem Kampf haben wir in fünfzehn
Jahren so allmählich die deutsche Nation erobert. Ich habe dabei immer die Auffassung vertreten, meine
Mitbürger zu gewinnen. Und wenn diese Bewegung nach einem Jahr die ersten zehntausend Anhänger
zählte und dann später immer wuchs, dann waren diese Anhänger ja doch Volksgenossen, die früher
etwas anderes geglaubt hatten. In den Reihen meiner Partei marschierten ja doch nur Deutsche, die
früher bei anderen Bewegungen waren. Hunderttausende Männer meiner SA, meiner SS waren früher
Kämpfer in anderen Organisationen gewesen. Das heißt, wir haben sie alle überzeugt und erobert,
indem wir sie innerlich gewonnen haben. Es war der größte Seelenkampf, der je in unserer Geschichte
vielleicht ausgefochten worden war. Denn ich konnte ja keinen zwingen, mit mir zu gehen, in meine
Organisationen einzutreten; sie alle mußten innerlich überzeugt werden, und nur aus ihrer inneren
Überzeugung heraus haben sie dann die großen Opfer auf sich genommen.

Dieser Kampf sollte wirklich mit dem Geist, d. h. mit der Kraft der Rede, des Wortes, der Schrift und
damit der Überzeugung geführt werden. Und nur dort, wo ein böswilliger Gegner sagte: "Im Geiste kann
ich euch nicht widerstehen, aber ich bin stärker als ihr. Und weil ich euch im Geiste nicht widerstehen
kann, werde ich euch mit der Gewalt Widerstand leisten", - nur dort allerdings, da habe ich als einstiger
Frontsoldat auch die Antwort gewählt, die der Gewalt gegenüber allein am Platz ist: Gewalt gegen
Gewalt!

So entstand die streitende Bewegung, die mit dem Geiste focht, solange der andere bereit war,
ebenfalls mit geistigen Waffen anzutreten, die aber auch nicht davor zurückschreckte, sofort auch an die
Gewalt zu appellieren, sowie der andere seinerseits glaubte, mit der Gewalt den Geist töten zu können.
Wir hatten dabei die Gegner, die uns auch nach außen immer entgegengetreten sind: eine
Verschmelzung aller international fühlenden, denkenden und handelnden Personen aus allen Lagern.
Wir kennen die damaligen Koalitionen, die gegen uns antraten, und ich darf heute schon sagen: in
diesem Geisteskampf sind wir ihrer überall Herr geworden, denn als ich endlich zur Macht gerufen
wurde, da kam ich unter der Präsidentschaft des Generalfeldmarschalls von Hindenburg als
Reichspräsidenten auf legalem Wege, infolge der stärksten Bewegung, die hinter mir stand, zur Macht!

Das heißt also: die sogenannte nationalsozialistische Revolution hat in der Demokratie mit der
Demokratie die Demokratie besiegt!

Sie hat sich auf streng legalem Wege alle Machtmittel gesichert. Auch heute stehe ich vor Ihnen auf
Grund des Mandat der deutschen Nation, und zwar eines Mandates, das umfassender ist, als es
irgendein sogenannter demokratischer Staatsmann heute besitzt.

Als ich nun 1933 zur Macht kam, war unser Weg klar vorgezeichnet. Er war im Innern genau bestimmt
durch einen fünfzehnjährigen Kampf, der uns in tausend Kundgebungen dem deutschen Volke
verpflichtet hatte. Und ich wäre ehrlos und würde verdienen, daß man mich steinigen würde, wenn ich
auch nur einen Schritt von diesem Programm zurückgewichen wäre oder zurückweichen würde.

Dieses Programm besagte, gesellschaftlich gesehen: Herstellung der deutschen Volksgemeinschaft,


Überwindung aller Klassen und Standesvorurteile, Erziehung des deutschen Menschen zur
Gemeinschaft, wenn notwendig Brechung des Widerstandes derjenigen, die sich dieser Gemeinschaft
nicht fügen wollen.

Wirtschaftlich: Aufbau einer deutschen Nationalwirtschaft, die unter Anerkennung der Bedeutung der
privaten Initiative doch das gesamte wirtschaftliche Leben dem allgemeinen Interesse unterstellt und
unterordnet.

Und glauben Sie mir, auch hier ist eine andere Zielsetzung nicht mehr denkbar. In Zeiten, in denen die
Völker gezwungen sind, auf den Schlachtfeldern zur Verteidigung ihrer Interessen anzutreten und dabei
keine Ausnahme machen können zwischen solchen, die viel, oder solchen, die wenig zu vertreten haben,
in solchen Zeitläufen sind wirtschaftliche Vorteile oder Vormachtstellungen zuungunsten der Interessen
der Allgemeinheit nicht mehr aufrechtzuerhalten.

Wie überall, so ging ich auch hier den Weg der Belehrung, der Erziehung, des langsamen Anpassens.
Denn es war mein Stolz, diese Revolution durchzuführen, ohne daß in Deutschland auch nur eine
Fensterscheibe zerstört wurde, eine Revolution, die zu den größten Umwälzungen, die jemals auf der
Erde geschehen, führt, und die nicht das Geringste zerstört, sondern nur allmählich alles umstellt, die
Weiche um Weiche neu ausrichtet, bis endlich diese ganze große Gemeinschaft ihren neuen Weg
gefunden hat. Das war unser Ziel.

Und genau so war es auch außenpolitisch. Und hier habe ich ein Programm aufgestellt: Beseitigung von
Versailles. Man soll heute in der anderen Welt nicht blöde tun, als ob das etwa ein Programm wäre, das
ich im Jahre 1933 entdeckt hätte oder 1935 oder 1937. Die Herren hätten bloß über mich, statt daß sie
ihr blödes Emigrantengeschwafel anhörten, einmal lesen sollen, was ich geschrieben habe, und zwar
tausendmal geschrieben habe. Öfter hat es kein Mensch erklärt und kein Mensch niedergeschrieben,
was er will, als ich es getan habe, und ich schrieb immer wieder: Beseitigung von Versailles. Und zwar
nicht, weil wir uns das so in den Kopf setzten, sondern weil Versailles das größte Unrecht und die
niederträchtigste Mißhandlung eines großen Volkes war, die je in der Geschichte stattfand, und weil
ohne Beseitigung dieses Zwangsinstruments der deutschen Vernichtung jede Lebenserhaltung unseres
Volkes unmöglich gewesen wäre.

Mit diesem Programm bin ich im Jahre 1919 als Soldat noch aufgetreten und habe darüber zurn ersten
Male gesprochen, und dieses Programm habe ich nun als ein feierliches, verpflichtendes Gebot vor mir
getragen die ganzen Jahre des Kampfes um die Macht. Und als ich zur Macht kam, da sagte ich mir nun
nicht wie demokratische Politiker: Nun hat der Mohr seine Schuldigkeit getan, jetzt kann er gehen,
sondern in dem Augenblick sagte ich mir: Ich danke Dir, mein Herrgott, daß Du mich jetzt dorthin
gebracht hast, wo ich endlich mein Programm verwirklichen kann.

Aber ich wollte auch hier dieses Programm nicht mit Gewalt verwirklichen, sondern ich habe geredet,
was ein Mensch nur reden konnte. Meine Reichstagsreden, die nicht irgendein demokratischer
Staatsmann wegschwindeln kann vor der Geschichte, die sind Zeugnis dafür. Was habe ich ihnen für
Angebote gemacht! Wie habe ich sie angebettelt, Vernunft anzunehmen und einem großen Volk nicht
die Lebens- und Existenzmöglichkeiten zu beschneiden. Wie habe ich ihnen nachgewiesen, daß das für
sie selber gar keinen Zweck hat, keinen Nutzen in sich trägt und sinnlos ist, ja, ihnen selbst nur schadet!
Was habe ich in diesen langen Jahren alles getan, um ihnen den Weg zu einer Verständigung zu
erleichtern! Es wäre nie möglich gewesen, in dieses Wettrüsten zu kommen, wenn die anderen es nicht
gewollt hätten. Ich habe ihnen Vorschläge unterbreitet. Aber es war doch so, daß jeder Vorschlag, der
von mir bloß kam, sofort genügte, um eine gewisse jüdisch-internationale kapitalistische Clique sofort in
Erregung zu versetzen, genau, meine Volksgenossen, wie bei uns früher in Deutschland selbst, wo auch
jeder vernünftige Vorschlag von uns Nationalsozialisten schon primär abgelehnt wurde, weil er von uns
kam. So war es auch hier. Meine Reichstagsrede vom 17. Mai 1933 und meine späteren Reden, meine
zahllosen Kundgebungen in öffentlichen Versammlungen, alle meine Denkschriften, die ich damals
verfertigte, sie sind beherrscht von dem einen Gedanken: unter allen Umständen einen Weg zu finden,
die Revisionen dieses Vertrages friedlich durchzuführen.

Und daß dieser Vertrag ein niederträchtiges Dokument war, das haben doch seine Verfasser am Ende
selbst zugegeben, ja sie gaben sogar selbst zu, daß die Möglichkeit einer Revision offengehalten werden
sollte. Sie haben dafür den Völkerbund bestimmt, das heißt also, sie haben den Bock zum Gärtner
gemacht. Dieser Völkerbund, der auf der einen Seite dazu da war, zu verhindern, daß dieser Vertrag
revidiert wurde, der sollte auf der anderen Seite dann wieder für seine Revision zuständig sein. Zunächst
waren wir nicht im Völkerbund, und später war die deutsche Teilnahme im Grunde genommen nichts
anderes als eine Ablieferung von jährlichen Zahlungen. Das war das einzige Positivum, das sich für
Deutschland bemerkbar machte. Aber im übrigen war ja Deutschland noch eine Demokratie. Und diese
Demokraten von Berlin haben doch gebettelt, sie rutschten doch in Genf buchstäblich vor diesem
internationalen Forum auf den Knien und baten: "Gebt uns die Revision, und die Revision!" Es war alles
vergeblich!
Ich habe als Nationalsozialist nach wenigen Monaten gesehen, daß vor diesem Forum nichts mehr zu
gewinnen ist. Ich habe dann allerdings die Konsequenz gezogen. Denn ich muß schon sagen, unsere
Gegner, die haben aus anscheinend auch immer verwechselt mit den Leuten, mit denen sie seit dem
November 1918 zu tun hatten. Mit diesen Leuten hat weder das deutsche Volk, noch haben wir etwas
gemein. Das war nicht Deutschland! Das waren ein paar von Engländern und Franzosen und anderen
Leuten ausgehaltene miserable Subjekte, die sie bezahlt haben. Das war aber nicht das deutsche Volk!
Das deutsche Volk hatte mit denen nichts zu tun. Und uns damit in Verbindung zu bringen, ist eine
Beleidigung für uns!

Wenn man also glaubte, gegen uns die selben Methoden anwenden zu können wie vor den
Novembermännern, dann allerdings, da waren sie irre. Da redeten sie dann selbstverständlich an den
Dingen vorbei. Das durften sie von uns nicht erwarten, daß wir etwa nach Genf gehen und hier dauernd
betteln und Tritte empfangen und wieder betteln. Sie verwechseln da den einstigen deutschen
Frontsoldaten mit den Verrätern des Jahres 1918. Diese Novembermänner, die konnten nicht anders
handeln, als sich unterwerfen. Denn sie waren ja in den Fesseln, in den finanziellen Fesseln dieser
anderen Welt gefangen. Wir aber, wir hatten vor dieser anderen Welt ja keinen Grund, uns ihr vielleicht
zu unterwerfen; oder bilden sich vielleicht wirklich Engländer ein, daß wir etwa einen
Minderwertigkeitskomplex Engländern gegenüber hätten, die es notwendig haben, eine Welt zu
mobilisieren gegen uns? Sie haben uns damals durch einen Schwindel und durch eine Lüge
niedergezwungen. Aber die britischen Soldaten haben uns nicht niedergezwungen! Und es hat auch in
dem Feldzug noch nicht den Anschein gehabt, als ob sich da etwas geändert hätte.

Für uns war es also klar und für mich, daß, wenn auf dem Wege der freiwilligen Abhandlung und
Aushandlung in Genf nichts zu erreichen war und ist, daß wir uns dann von Genf entfernen. Ich habe
mich noch in meinem Leben niemandem aufgedrängt. Wer mit mir nicht sprechen will, der braucht es
nicht. Ich habe es noch viel weniger notwendig.

Und hier sind fünfundachtzig Millionen Deutsche, und diese Deutschen brauchen es auch nicht, denn die
haben eine gewaltige geschichtliche Vergangenheit. Die waren schon ein Weltreich, als England noch
eine ganz kleine Insel war. Und etwas länger als dreihundert Jahre.

Somit zwang man uns ja den Weg auf, den wir dann gegangen sind. Der Völkerbund, er hatte nur Hohn
für uns Übrig und Spott. Darauf entfernten wir uns. Die Abrüstungskonferenz: das Gleiche. Darauf
verließen wir sie. Und nun sind wir den Weg gegangen, den wir zwangsläufig gehen mußten, immer
dabei besorgt, wenn irgend möglich doch zu einer Verständigung zu kommen. Und ich darf nur darauf
hinweisen, daß es in einem Fall fast zu gelingen schien, nämlich mit Frankreich. Als die Saarabstimmung
stattfand und das Saargebiet zurückkehrte, da haben wir auch die Konsequenzen gezogen, sehr schwere
Konsequenzen. Ich habe damals für das deutsche Volk auf jede weitere Revision im Westen verzichtet.
Die Franzosen haben das so als selbstverständlich hingenommen. Ich habe dem damaligen französischen
Botschafter einmal erklärt: "Sie, das ist nicht so selbstverständlich, wie Sie sich das einbilden. Wir
bringen hier um des Friedens willen ein Opfer. Wir bringen es, aber wir wollen dafür wenigstens dann
auch den Frieden erhalten." Es ist aber die Rücksichtslosigkeit dieser kapitalistischen Plutokraten in
diesen Ländern in kurzer Zeit doch immer wieder zum Durchbruch gekommen, gefördert durch
Emigranten, die ein Bild der deutschen Lage gaben, das natürlich nur verrückt war, aber geglaubt wurde,
weil es angenehm zu sein schien, und dann selbstverständlich befruchtet durch den jüdischen Haß.
Diese Koalition von kapitalistischen Interessen einerseits, jüdischen Daßinstinkten und den
Rachegelüsten der Emigranten hat es fertiggebracht, immer mehr die Weit zu umnebeln, mit Phrasen zu
umgarnen und gegen das heutige Deutsche Reich genau so wieder aufzuputschen wie gegen das Reich
vor uns. Damals sagten sie: gegen das kaiserliche Deutschland. Jetzt sagten sie: gegen das
nationaisozialistische Deutschland. In Wirklichkeit also gegen das jeweilige Deutschland!

Nun allerdings war mein Entschluß auch feststehend: unter keinen Umständen von seinen Rechten
etwas preisgeben, denn man gibt hier nicht Theorien preis, sondern man gibt das Leben von Millionen
Menschen in der Zukunft preis. Ich opfere nicht irgendeinen Programmpunkt eines Parteiprogramms,
sondern man opfert in so einem Fall die Zukunft einer Rasse. Und dazu ist niemand berechtigt, außer er
tritt vor ein Volk hin und sagt: Ich kann deine Interessen nicht mehr vertreten. Dann muß eben ein
anderer kommen.

Wir sind aber nicht zur Macht gekommen mit dem Programmpunkt: wir sind bereit, Interessen der
deutschen Nation preiszugeben, sondern ich bin gekommen mit der Schwur: ich gebe keine Interessen
preis! Es ist ja nicht so, meine Volkegenossen, als ob etwa das Preisgeben von Interessen in einem Jahr
für alle Zeiten dann die Ruhe bringen würde. Wir haben das am alten Deutschen Reich gesehen. Das hat
angefangen mit der Preisgabe von westlichen Reichsprovinzen und ging weiter und weiter. Und jedes
Jahrzehnt hat neue Preisgaben gefordert, bis endlich Deutschland zertrümmert war und dann diese
jahrhundertelange Ohnmacht über unser Volk kam. Ich bin demgegenüber entschlossen, von vornherein
nicht einen Schritt zurückzuweichen!

Als ich daher sah, daß in England die alten Kriegshetzer des Weltkrieges ihre verbrecherische Tätigkeit
wieder aufnahmen, als die Herren Churchill und Eden und Duff Cooper und Hore Belisha usw. und
Vansittard, unser großer alter Freund, und dann Chamberlain und Halifax, als diese alten Männer nun
genau wie damals wieder mit ihren Hieben begannen, da war ich mir darüber klar, daß es den Leuten
nicht darum zu tun war, eine gerechte Verständigung mit Deutschland zu finden, sondern daß sie wieder
glaubten, auf eine billige Weise, und zwar je schneller um so leichter, Deutschland niederbrechen zu
können. Was dann geschah, das wissen Sie nun, meine Volksgenossen.

In diesen Jahren, von 1934 angefangen, habe ich nun gerüstet. Als ich im Reichstag, 1939 im September,
das Ausmaß der deutschen Rüstung bekanntgab, da hat diese andere Welt das nicht geglaubt.
Verständlich -, denn wer selbst nur vom Bluff lebt, glaubt auch beim anderen nur an Bluff! Aber wir
haben das auch im Inneren schon erlebt. Auch hier haben meine Gegner mir nie etwas geglaubt. Wenn
man sagt, daß der Prophet im eigenen Lande nichts gilt, dann möchte ich das dahin erweitern, daß seine
Prophezeiungen nichts gelten. Das war bei mir immer so der Fall. Und jetzt geht es über unser eigenes
Land hinaus. Wir erleben genau das Gleiche, meine nationalsozialistischen Mitkämpfer, was wir im
Inneren erlebten. Jede Prophezeiung von uns, die wurde ausgelacht, jede Erklärung wurde als lächerlich
hingestellt, jedes Zukunftsbild als eine phantastische Chimäre gekennzeichnet und gebrandmarkt. Man
hat über uns nur mit Spott und mit Lachen geurteilt. Ich kann nun nur dieser Welt sagen: Ich habe doch
gerüstet, und zwar sehr gerüstet. Das deutsche Volk weiß es ja heute. Es weiß aber noch lange nicht
alles. Es ist auch nicht notwendig. Es ist aber auch gar nicht notwendig, daß bei uns alles gesagt wird.
Entscheidend ist, daß alles geschehen ist!

Wir haben von den Anderen nichts gefordert. Als Frankreich in diesen Krieg eintrat, da hatte es
überhaupt keinen Grund. Es war einfach die Lust, wieder gegen Deutschland zu kämpfen. Allerdings, sie
sagten: "Wir wollen das Rheinland! Wir wollen selbstverständlich jetzt Deutschland zersplittern! Wir
wollen wieder die Ostmark wegreißen, wir wollen Deutschland auflösen!" Man hat sich förmlich in
Phantasien der Vernichtung unseres Reiches hineingelebt, die ganz unwirklich sind im 20. Jahrhundert,
im Jahrhundert des Nationalitätengedankens. Kindisch einfach das alles!

Und England? Ich habe England die Hand hingehalten, noch und noch. Es war geradezu mein
Programmpunkt, mit dem englischen Volk zu einer Verständigung zu kommen. Wir hatten auch gar
keinen Streitpunkt, überhaupt nichts. Es war ein einziger Punkt: Rückgabe der deutschen Kolonien, und
dabei sagte ich: das wollen wir einmal aushandeln. Auch die Zeit, ich setzte gar keine Zeit fest. Für
England sind sie zwecklos, die Kolonien. Sie haben 40 Millionen Quadratkilometer, was machen sie
damit? Gar nichts. Es ist nur der Geiz von alten Wucherern, die etwas besitzen und es nicht hergeben
wollen. Krankhafte Wesen, die sehen, daß ihr Nachbar nichts zu essen hat, selber das, was sie besitzen,
nicht gebrauchen können, es ins Meer hineinschütten, wenn notwendig, aber krank werden bei dem
Gedanken, sie könnten ihm etwas abgeben. Noch dazu, ich habe nichts verlangt, was den Engländern
gehört hat, sondern nur das, was sie uns geraubt und gestohlen haben im Jahre 1918 und 1919, und
zwar geraubt und gestohlen gegen die feierliche Zusicherung des Herrn amerikanischen Präsidenten
Wilson! Wir haben nichts von ihnen gefordert, haben nichts verlangt. Immer gab ich ihnen wieder die
Hand, und trotzdem war alles vergeblich. Die Gründe sind uns klar: es ist eben doch die deutsche
Einigung an sich. Sie hassen diesen Staat hier, ganz gleich, wie er aussieht, ob kaiserlich oder
nationalsozialistisch, demokratisch oder autoritär. Das ist ganz gleichgültig. Und zweitens: sie hassen vor
allem aber den sozialen Aufstieg dieses Reiches.

Und hier, da verbünden sich wirklich Herrschsucht auf der einen Seite mit gemeinstem Egoismus auch
nach innen. Wenn sie sagen heute: "Mit dieser Welt können wir uns niemals verständigen", - das ist die
Welt des erwachenden sozialen Gewissens, mit der sie sich nicht verständigen können. Da kann ich
diesen Herren hüben und drüben über dem Ozean nur eines sagen: diese Welt wird am Ende die
erfolgreiche sein! In allen Völkern wird das soziale Gewissen zu schlagen beginnen. Sie können Kriege
führen für ihre kapitalistischen Interessen, aber die Kriege selbst werden letzten Endes die Wegbereiter
sein der sozialen Erhebungen innerhalb der Völker.

Es ist unmöglich, daß auf die Dauer Hunderte von Millionen Menschen nach den Interessen von wenigen
einzelnen ausgerichtet werden. Auf die Dauer wird hier das größere Interesse der Menschheit über die
Interessen dieser kleinen plutokratischen Geschäftemacher siegen. Wir haben Beweise dafür, daß es
auch in den anderen Ländern auf diesem Gebiete heute bereits zu kriseln beginnt; wenn englische
Arbeiterführer jetzt plötzlich mit "neuen" sozialen Gedanken kommen, so abgedroschen und uralt, daß
ich nur sagen kann: Legen Sie sie wieder in die Kiste zurück, das ist bereits abgelegtes Material von uns,
schon längst überholt, meine Herren. Wenn Sie da wissen wollen, wie man so etwas macht, dann dürfen
Sie nicht Programme nehmen, die bei uns in den achtziger oder neunziger Jahren etwa modern waren,
sondern müssen Sie kommen und jetzt studieren bei uns, da können Sie etwas lernen, meine Herren,
wie man das macht.

Aber immerhin, schon die Tatsache, daß man so etwas als Zielsetzung jetzt plötzlich angibt! Ja, warum
führen denn die Herren eigentlich Krieg? Erst sagten sie: Um den Nationalsozialismus zu bekämpfen,
müssen die Völker der Welt verbluten - und jetzt plötzlich holen sie aus ganz zuunterst liegenden
Schubladen Programmpunkte unserer Vorvorgänger heraus. Weshalb denn das dann überhaupt? Das
hätten sie billiger haben können. Aber es ist nur der Beweis, daß sich auch dort die Völker zu regen
beginnen. Oder wenn beispielsweise ein Sturm in England ausbricht, weil ein Oberst, glaube ich, oder
General erklärt: "In diesem Lande - das heißt also, das sozialfortschrittliche England - in diesem Lande
kann man Offiziere aus unteren Schichten nicht gebrauchen, sondern Offiziere können nur aus den
oberen Schichten geholt werden, die unteren taugen dazu nicht", da kann ich nur sagen- Sie regen sich
auf? Weil der das gesagt hat? Sie sollten sich aufregen, weil das nicht ist, aber doch nicht nur deshalb,
weil einer das endlich ausspricht. Es ist interessant, daß keiner sich dabei darüber aufregt, daß es in
Wirklichkeit so ist. Das heißt also, daß tatsächlich dort nur aus dieser obersten Schicht Menschen etwas
werden können. Darüber sollten sie sich aufregen, doch nicht darüber, daß das einer jetzt dummerweise
ausspricht im Kriege. Bei uns aber, wenn sie etwas lernen wollen, ist das schon längst behoben. Sie
haben uns allerdings vor kurzem noch nachgewiesen, daß unsere Offiziere und Generale nichts taugen,
weil sie alle zu jung sind und etwas angekränkelt vom nationalsozialistiseiten Gedankengut seien, also
auch etwas etwa mit der breiten Masse zu tun haben. Unterdes hat ja die Entwicklung schon gezeigt, wo
die besseren Generale sitzen, da drüben oder bei uns. Wenn der Krieg noch länger dauert, wird das ein
großes Unglück für England sein. Denn man wird dann noch allerhand erleben. Plötzlich werden die
Engländer überhaupt eine Kommission schicken, um unser Programm zu übernehmen. Das wird das
Ende ihres ganzen Kampfes sein. Dieses soziale Deutschland ist es, was diese Clique, gemischt aus Juden
und ihren Finanzleuten da drüben und ihren Geschäftemachern, am meisten haßt.

Demgegenüber steht unsere Außenpolitik und unsere Innen- und unsere Wirtschaftspolitik eisern klar
fest. Es gibt nur ein Ausrichtungsziel, das heißt- das Volk. Alle Wege, die wir betreten, müssen am Ende
dort münden. Wir sind uns dabei darüber klar, daß, wenn man nicht alles zerstören will, man nur mit
vielen, vielen Kompromissen, mit vielen Nachsichtigkeiten diesen Weg betreten, besehreiten und
einhalten kann. Aber die Bewegung ist ja auch nicht nur eine zeitliche Erscheinung eines Mannes. Ich
habe schon früher vor vielen Jahren im Kampf gesagt: Der Nationalsozialismus wird die kommenden
tausend Jahre der deutschen Geschichte bestimmen. Er ist nicht mehr wegzudenken. Er wird erst dann
vergehen, wenn seine Programmpunkte Selbstverständlichkeit geworden sind, früher nicht.

Aber selbst im Kriege war noch die Möglichkeit einer Verständigung gegeben. Ich habe sofort nach dem
Polenkrieg wieder die Hand gegeben. Ich habe gar nichts verlangt, weder von Frankreich noch von
England. Es war umsonst. Ich habe dann sofort nach dem Zusammenbruch im Westen wieder England
die Hand hingestreckt. Es hat mich ein Gegeifer empfangen und ein Geschrei. Sie spuckten förmlich auf
mich los. Sie waren entrüstet. Auch gut. Es ist alles umsonst. Die Finanzinteressen dieser Demokratien
siegen über ihre wahren Volksinteressen! Das Blut der Völker muß also wieder in den Dienst des Geldes
dieser ganz kleinen Interessentengruppen gestellt werden.
So kam es zum ersten Kampf, und so wird nun dieser Kampf eben weitergehen. Ich darf aber doch
zurückweisend schon eines sagen: schon das Jahr, das hinter uns liegt, und der letzte Teil des
vorvergangenen Jahres haben praktisch diesen Krieg entschieden. Der Gegner, den sie zuerst im Osten
gegen uns mobilisierten, wurde in wenigen Wochen beseitigt. Der Versuch, uns von Norwegen, von den
Erzhasen, abzuschneiden und eine Angriffsbasis gegen Nordostdeutschland zu gewinnen, wurde in
wenigen Wochen desgleichen erledigt. Der Versuch, über Holland und Belgien die Ruhrgrenze und
Ruhrzone zu erreichen, brach nach wenigen Tagen zusammen. Frankreich ging den gleichen Weg.
England wurde von dem Kontinent weggejagt. Ich lese einige Male jetzt so, daß die Engländer die
Absicht haben, mit einer großen Offensive jetzt irgendwo zu beginnen. Ich hätte nur den einen Wunsch,
wenn die mir das vorher mitteilen wollten. Ich würde dann das Gebiet in Europa vorher räumen lassen,
damit sie kommen. Ich würde sehr gerne ihnen die Schwierigkeiten der Landung ersparen, und wir
würden uns dann wieder vorstellen und noch einmal aussprechen, und zwar mit der Sprache, die sie
wohl allein verstehen!

Sie haben nun Hoffnungen, denn sie müssen Hoffnungen besitzen. Was erwarten sie sich nun? Wir
stehen hier auf diesein Kontinent, und wo wir stehen, bringt aus niemand mehr weg! Und wir haben
bestimmte Basen geschaffen, und wir werden, wenn die Stunde kommt, zu den entscheidenden
Schlägen ausholen. Und daß wir die Zeit dafür genützt haben, das werden die Herren in diesem Jahr
geschichtlich zur Kenntnis nehmen.

Auf was hoffen sie? Auf andere Hilfe? Auf Amerika? Ich kann nur eines sagen: Wir haben jede
Möglichkeit von vornherein einkalkuliert. Daß das deutsche Volk gegen das amerikanische Volk nichts
hat, das ist jedem klar, der nicht bewußt die Klarheit verdrehen will und das Gegenteil behauptet.
Deutschland hat noch niemals auf dem amerikanischen Kontinent Interessen vertreten, es sei denn, daß
es mitgekämpft hat für die Freiheit dieses Kontinents! Wenn Staaten dieses Kontinents nun versuchen,
vielleicht in den europäischen Konflikt einzugreifen, dann wird nur noch schneller die Zielsetzung sich
verändern. Es wird dann eben doch Europa sich verteidigen.

Und man soll sich über eines keiner Täuschung hingeben: wer glaubt, England helfen zu können, muß
eines auf alle Fälle wissen: jedes Schiff, ob mit oder ohne Begleitung, das vor unsere Torpedorohre
kommt, wird torpediert!

Wir sind in einem Kriege, den wir nicht gewollt haben. Im Gegenteil! Öfter kann man dem Anderen nicht
die Hand hinhalten. Wenn aber diese Finanzhyänen den Kampf wollen und etwa das Ziel haben, die
deutsche Nation auszurotten, dann werden sie ihre blauen Wunder erleben. Dieses Mal trifft man nicht
auf ein ermattetes Deutschland wie im Weltkrieg, sondern dieses Mal stößt man auf ein in höchstem
Grade mobilisiertes und kampffähiges und kampfentschlossenes Deutschland.

Wenn man aber andere Hoffnungen hat, so kann ich nur sagen, ich verstehe sie nicht. Sie sagen: "Italien
wird abfallen." Die Herren sollen ja nicht Revolutionen in Mailand erfinden, sondern sie sollen
aufpassen, daß bei ihnen selbst keine Unruhen ausbrechen! Das Verhältnis Deutschlands und Italiens
wird überhaupt von diesen Staaten nur so gesehen, wie sie das selber meistens zu tun pflegen. Also,
wenn bei den Demokratien einer dem anderen hilft, dann verlangt er dafür irgend etwas, Stützpunkte
oder so irgend etwas - das besetzt er dann. Als daher die Italiener Flugzeuggeschwader nach der
Atlantikküste legten, da schrieben die englischen Zeitungen, daß die Italiener nun in unsere
Kriegführung hineinreden und daß sie in der Zukunft auf dem Atlantik dafür einen Stützpunkt verlangen.
Und jetzt, da wieder deutsche Geschwader in Sizilien sind, da sagen sie, daß Deutschland Sizilien
wahrscheinlich jetzt beschlagnahmen wird. Die Herren können überzeugt sein: mit diesen Mätzchen, da
kann man weder in Deutschland noch in Italien einen Menschen bewegen. Es zeigt nur die krankhafte
Geistlosigkeit der Leute, die so etwas in England verzapfen. Und vor allem, es zeigt nur, daß sie den Sinn
dieses Krieges nicht begreifen, den wir aber begreifen: wo wir England schlagen können, werden wir es
schlagen! Wenn sie aber in einigen Mißerfolgen unseres Partners jetzt bereits den Beweis ihres Sieges
sehen, dann verstehe ich gerade die Engländer nicht. Die haben bisher in ihren eigenen Mißerfolgen
immer nur den Beweis für ihren großen Sieg gesehen. Die Herren können der Überzeugung sein: diese
Rechnung ist eine Gesamtrechnung, und sie wird am Ende dieses Krieges beglichen werden, Punkt für
Punkt, Quadratkilometer um Quadratkilometer. Da können sie überzeugt sein!

Und noch etwas müssen sie der Überzeugung sein: der Duce und ich, wir zwei sind weder Juden, noch
sind wir Geschäftemacher. Wenn wir zwei uns die Hand geben, dann ist das der Handschlag von
Männern, die eine Ehre besiten. Das wird, hoffe ich, auch im Laufe dieses Jahres den Herren noch
dämmern und klar werden.

Vielleicht hoffen sie auch auf den Balkan. Ich würde auch darauf nicht viel geben, denn das Eine ist
sicher: wo England in Erscheinung tritt, werden wir es angreifen, und wir sind stark genug dazu.

Vielleicht haben sie die Hoffnung auf andere Staaten, die sie noch hereinziehen. Ich weiß es nicht, aber
ich kann ihnen, meine Parteigenossen und Parteigenossinen, die Sie mich nun seit so vielen Jahren
kennen, als einen besorgten Mann, der immer vorausblickt, nur die eine Versicherung geben: jede
Möglichkeit, die überhaupt denkbar ist, haben wir nüchtern abgewogen und in Rechnung gesetzt. Am
Ende steht unser Sieg!

Sie hoffen dann vielleicht noch etwas - nicht mehr so stark - auf den Hunger. Wir haben unser Leben
organisiert. Wir wußten von vornherein, daß es im Kriege einen Überfluß natürlich nicht geben kann.
Aber verhungern wird das deutsche Volk niemals - niemals! Eher das englische! Da können die Herren
überzeugt sein.

Rohstoffmangel? Auch das haben wir alles vorhergesehen. Daher der Vierjahresplan! Vielleicht ist das
auch einigen Engländern schon zum Bewußtsein gekommen.

Es könnte nur Eines dann noch sein: nämlich, daß sie wirklich glauben, durch ihre Lügen und
Propaganda, durch ihre Phrasen das deutsche Volk noch einmal benebeln zu können. Und da kann ich
nur sagen: Sie hätten nicht so lange schlafen sollen! Sie hätten sich ein klein wenig um die innere
Entwicklung des deutschen Volkes wirklich kümmern sollen. So wie sie jetzt diese Idiotie unternahmen,
das italienische Volk dem Duce entfremden zu wollen - ein britischer Lord steht auf und appelliert an das
italienische Volk, daß es nicht mehr dem Duce, sondern Seiner Lordschaft folgen soll! Es ist idiotisch,
wenn man so einem Schafskopf so etwas überhaupt glauben soll.
Dann steht wieder ein anderer Lord auf und ermahnt das deutsche Volk, Seiner Lordschaft zu folgen und
sich von mir abzuwenden. Ich kann diesen Männern nur sagen: Das haben schon ganz andere in
Deutschland versucht. Die haben eine Vorstellung von dem deutschen Volk, vom nationalsozialistisehen
Staat, von unserer Gemeinschaft, von der Armee unserer marschierenden Massen in unserem Volk! Die
haben eine Ahnung von unserer Propaganda!

Sie haben sich, weil sie selber anscheinend nicht so ganz überzeugt waren von der Tüchtigkeit ihrer
Gedanken, ein paar Kräfte ausgeliehen aus Deutschland. Aber das sind gerade die Kräfte, die hier
jammervoll versagt hatten, nämlich die Emigranten, die hier den Kürzeren zogen. Das sind ihre Berater!
Wir sehen das sofort an den Pamphleten. Wir wissen genau: das hat der gemacht, das hat der gemacht -
genau so blöde wie damals hier. Nur daß damals der Stempel "Vossische Zeitung" darauf stand, und
jetzt steht "Times" darauf oder so etwas. Und die Leute bilden sich ein, daß so eine alte, alte, alte Sache,
die bei uns schon von der "Vossischen Zeitung" nicht mehr zog, jetzt wieder ziehen wird, wenn plötzlich
von der "Times" oder vom "Daily Telegraph" irgend so was kommt. Es ist eine wirkliche
Gehirnerweichung in diesen Demokratien ausgebrochen! Sie können beruhigt sein: das deutsche Volk
wird alles das tun, was in seinem Interesse notwendig ist. Es wird seiner Führung folgen. Es weiß, daß
seine Führung kein anderes Ziel hat. Es weiß, daß heute an der Spitze des Reiches kein Mann steht, der
auch ein Aktienpaket in seiner Tasche hat, der andere Interessen verfolgt.

Dieses deutsche Volk - das weiß ich, und ich bin so stolz darauf - ist mit mir verschworen und geht durch
dick und dünn.

In diesem Volke ist jetzt wieder ein alter Geist lebendig geworden, der uns schon einmal lange Zeit
begleitet hat: dieser Fanatismus der Bereitwilligkeit, alles auf uns zu nehmen! Jeden Schlag, den wir
empfangen, wir werden ihn mit Zins und Zinseszins zurückgeben! Uns wird er nur härter machen! Und
was sie auch gegen uns mobilisieren. Und wenn die Welt voll Teufel wär', es wird uns dann doch
gelingen.

Und wenn sie dann als letztes sagen: "Ja, aber die Fehler, die sie machen!" - Gott, wer macht keine
Fehler? Ich habe heute früh gelesen, daß ein englischer Mister - ich weiß nicht, aus was - aber durch ein
Verfahren ausgerechnet hat, daß ich im vergangenen Jahre, also im Jahre 1940, sieben Fehler gemacht
habe, sieben Fehler! Der Mann hat sich geirrt, ich habe es nachgerechnet: ich habe nicht sieben Fehler
gemacht, sondern 724. Aber ich habe weiter gerechnet, und meine Gegner haben 4 385 000 Fehler
gemacht! Er kann mir das glauben! Ich habe es genau nachgerechnet.

Wir werden mit unseren Fehlern schon weiterkommen. Wenn wir in diesem Jahre soviele Fehler
machen wie im vergangenen, und wenn ich soviele Fehler mache wie im vergangenen, dann werde ich
am Ende dieses Jahres meinem Herrgott auf den Knien danken, daß er mich nur sieben Fehler hat
machen lassen. Und wenn meine Gegner soviel Gescheites machen wie in diesem vergangenen Jahr,
werde ich auch zufrieden sein.

So gehen wir jetzt in das neue Jahr hinein mit einer gerüsteten Wehrmacht wie noch nie in unserer
deutschen Geschichte.
Zu Lande sind die Zahlen der Divisionen gewaltig vermehrt worden. Ihr Kampfwert wurde verbessert, die
ungeheure einmalige Kriegserfahrung bei Führer und Mann verwertet und ausgewertet. Denn es ist
gearbeitet worden und wird unentwegt gearbeitet. Die Ausrüstung ist verbessert, unsere Gegner
werden sehen, wie sie verbessert wurde.

Zur See wird in diesem Frühjahr der U-Boot-Krieg beginnen, und sie werden auch dort dann bemerken,
daß wir nicht geschlafen haben in diesen sechzehn Monaten!

Und die Luftwaffe wird desgleichen ihre Vorstellung besorgen. Und die gesamte Wehrmacht wird die
Entscheidung so oder so erzwingen!

Unsere Produktion ist auf allen Gebieten eine gewaltig gesteigerte.

Was andere planen, ist bei uns Wirklichkeit. Das deutsche Volk aber steht gefaßt hinter seiner Führung,
im Vertrauen zu seiner Wehrmacht und bereit, das zu ertragen, was das Schicksal nun einmal von ihm
fordert.

Das Jahr 1941 wird, dessen bin ich überzeugt, das geschichtliche Jahr einer großen Neuordnung Europas
sein! Das Programm kann kein anderes sein als: Erschließung der Welt für alle, Brechung der Vorrechte
einzelner, Brechung der Tyrannei gewisser Völker und besser noch ihrer finanziellen Machthaber.

Und endlich wird dieses Jahr mithelfen, dann wirklich die Grundlagen für eine Völkerverständigung und
damit eine Völkeraussöhnung zu sichern.

Und nicht vermeiden möchte ich auch den Hinweis noch darauf, den ich schon einmal, nämlich am 1.
September 1939 im Deutschen Reichstag tat, daß nämlich, wenn wirklich die andere Weit von dem
Judentum in einen allgemeinen Krieg gestürzt würde, das Judentum damit seine Rolle in Europa
ausgespielt haben wird! Sie mögen auch heute noch lachen darüber, genau so, wie sie früher lachten
über meine inneren Prophezeiungen. Die kommenden Monate und Jahre werden erweisen, daß ich
auch hier richtig prophezeit hatte. Schon jetzt aber sehen wir, wie unsere Rassenerkenntnis Volk um
Volk ergreift, und ich hoffe, daß auch die Völker, die heute noch in Feindschaft gegen uns stehen, eines
Tages ihren größeren inneren Feind erkennen werden, und daß sie dann doch noch in eine große
gemeinsame Front mit uns eintreten werden: die Front einer arischen Menschheit gegenüber der
internationalen jüdischen Ausbeutung und Völkerverderbung!

Dieses Jahr, das seit dem 30. Januar nun hinter uns liegt, war das Jahr größter Erfolge, allerdings auch
vieler Opfer. Wenn auch im Gesamten die Zahl der Toten und der Verletzten klein ist gegenüber allen
früheren Kriegen, so sind doch für jede einzelne Familie, die davon betroffen wurde, die Opfer schwer.
Unsere ganze Zuneigung, unsere Liebe, aber auch unsere Fürsorge gehört denen, die diese Opfer
bringen mußten. Sie haben das erlitten, was Generationen vor uns immer auch bringen mußten. Opfer
brachte aber auch sonst jeder einzelne Deutsche. Gearbeitet hat die Nation auf allen Gebieten,
gearbeitet hat im Ersatz des Mannes vor allem die deutsche Frau. Es ist ein wunderbarer
Gemeinschaftsgedanke, der unser Volk beherrscht.
Daß dieser Gedanke in seiner ganzen Kraft ins im kornmenden Jahr erhalten bleibe, das sei der Wunsch
des heutigen Tages. Daß wir für diese Gemeinschaft arbeiten wollen, das sei unser Gelöbnis! Daß wir im
Dienst dieser Gemeinschaft den Sieg erringen, das ist unser Glaube und unsere Zuversicht! Und daß der
Herrgott in diesem Kampf des kommenden Jahres uns nicht verlassen möge, das soll unser Gebet sein!

Deutschland Sieg Heil!


Adolf Hitler Rede am 30. Januar 1942 im Sportpalast in Berlin
Meine deutschen Volksgenossen und -genossinnen!

Meine Kameraden!

Jeder spricht in dieser Zeit vor dem Forum, das ihm am geeignetsten erscheint - die einen vor einem
Parlament, dessen Existenz, Zusammensetzung und Entstehung uns allen zur Genüge bekannt ist -, und
ich glaubte wieder, an diesem Tage dorthin zurückkehren zu müssen, woher ich gekommen bin, nämlich
zum Volk! Das sind nämlich auch alles Abgeordnete des Volkes, nur mit einem Unterschied, daß sie
keine Diäten beziehen und es oft schwieriger haben, zu einer solchen Kundgebung zu kommen, als die
sogenannten berufenen Vertreter dieser Demokratien.

Ehe wir in das zehnte Jahr des nationalsozialistischen Deutschen Reiches eingehen, ist es wohl
angebracht, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und sich wieder einmal mit den Gründen
unseres Daseins, unseres Werdens und unseres Sieges zu beschäftigen.

Wir hören heute sehr oft die Bemerkung, daß dieser Krieg eigentlich der zweite Weltkrieg sei, das heißt
also, man identifiziert diesen Kampf mit dem ersten, den wir selbst noch zum großen Teil als Soldaten
miterlebt hatten. Und das ist nicht nur richtig etwa in dem Sinne, daß auch dieser Kampf nun wirklich
fast die ganze Welt umfaßt, sondern es ist noch viel mehr richtig, wenn man bedenkt, daß es sich um die
gleichen Ziele handelt, daß die gleichen Kräfte, die den ersten Weltkrieg veranlaßten, für den heutigen
verantwortlich sind, und daß diese Kräfte und Mächte die gleichen Ziele anstreben, die sie damals
vielleicht nicht im ersten Augenblick vorgaben, die aber doch im tiefsten Grunde die Absichten ihres
Kampfes darstellten. Es sind nicht nur gleiche Ursachen, sondern es sind vor allem auch die gleichen
Personen. Und ich darf mit Stolz sagen, daß davon eine Ausnahme gerade die Staaten machen, die
heute als Verbündete durch das Deutsche Reich, durch Italien, Japan usw. verkörpert werden. Denn eins
kann nun doch wohl niemand bestreiten: daß Churchill bereits vor dem Jahre 1914 einer der gemeinsten
Kriegshetzer der damaligen Zeit war, daß Herr Roosevelt damals der kleine Mann des Präsidenten
Wilson gewesen war, daß die kapitalistischen Männer von heute auch damals bereits das Gewicht ihres
Einflusses in die Waagschale für den Krieg geworfen hatten, während umgekehrt niemand bestreiten
kann, daß wir an dem damaligen Krieg gänzlich unschuldig gewesen sind. Wir waren alle nur ganz kleine
Soldaten, so wie Sie jetzt, meine lieben Verwundeten, hier vor mir sitzen, unbekannte Namenlose, die
einfach die Pflicht gerufen hatte, weiter gar nichts, und die demgemäß damals ihre Pflicht, so brav sie es
konnten, erfüllt hatten.

Es sind die gleichen treibenden Kräfte, die den ersten Weltkrieg verschuldeten, die nun auch für den
zweiten verantwortlich sind. Dabei möchte ich hier gleich eines einfügen: Das damalige Deutschland war
eine Monarchie, also keine nationalsozialistische Diktatur, das damalige Deutschland war demokratisch,
also kein nationalsozialistischer Staat, und das damalige Deutschland war parlamentarisch, also auch
nicht das, was das heutige Deutschland ist, von allen anderen Unterschieden abgesehen. Es müssen also
Gründe sein, die nicht in der Staatsform liegen, die damals und die heute zum Angriff dieser Kräfte
führten, obwohl sie in beiden Fällen vorgeben, daß es die Staatsform sei, die sie auf den Plan gerufen
hat. Wir Deutsche können uns das ja überhaupt nicht vorstellen, daß, wenn ein Staat in unserer
Umgebung sich plötzlich eine bestimmte Staatsform zulegt, daß wir nun deshalb erklären, weil uns diese
Staatsform nicht paßt, deshalb müssen wir in einen Krieg eintreten. Das verstehen wir gar nicht - das
verstehen natürlich auch die anderen nicht. Sie treten auch deshalb gar nicht in den Krieg. Sie sind nicht
eingetreten, und sie sind auch in den Krieg nicht deshalb gegangen, weil sie die Staatsform irgendwie
irritiert hat. Denn sie bringen es ja fertig, die gemeinste Staatsforin, wenn notwendig, zu umarmen, um
mit ihr Brüderschaft zu machen. Nein, nein, es ist nicht die Staatsform, sondern es sind andere Gründe,
die sie schon damals in den Krieg gegen das Deutsche Reich geführt hattent

Es war damals England der Haupttreiber in diesem Kampf, das England, das im Laufe von 300 Jahren nur
durch Gewalt, durch eine einzige Folge blutiger Kriege sich etwa ein Viertel der ganzen Erdoberfläche
unterworfen hatte. Denn es war nicht so, daß eines Tages etwa indische Fürsten oder indische Stämme
oder indische Deputationen nach London gegangen wären mit der Bitte: Engländer, kommt nach Indien
und regiert uns oder führt uns!", sondern es sind Engländer nach Indien gegangen, und die Inder wollten
die Engländer gar nicht haben. Sie sind mit Gewalt hin und waren auch mit Gewalt nicht mehr
hinauszutreiben. Sie haben mit Gewalt allein diesen einen Kontinent mit über 380 Millionen Menschen
einst unterworfen und in der Unterwerfung erhalten. Sie haben nur mit Gewalt Staat um Staat sich
tribut- und zinspflichtig gemacht. Hinter dieser Kraft stand natürlich jene andere, die überall dort
Geschäfte wittern, wo es Unruhen gibt: unsere internationalen jüdischen Bekannten. So hat England im
Laufe von einigen Jahrhunderten sich die Welt erobert, und um diese Welteroberung, diese
Völkerunterdrückung sicherzustellen, sich bemüht, in Europa das sogenannte "Gleichgewicht der Kräfte"
aufrechtzuerhalten, das heißt also, dahin zu streben, daß kein europäischer Staat über ein gewisses Maß
an Kraft zusätzlich gewinnen konnte und vielleicht dadurch zu einer führenden Rolle Europas hätte
aufsteigen können. Was sie wollten, das war das zersplitterte Europa, das in sich aufgelöste, in seinen
Kräften ewig ausbalancierte Europa, und um dieses Ziel zu erreichen, hat nun England auch in Europa
Kriege geführt, einen Krieg nach dem anderen. Erst sahen sie ihre Vormachtstellung bedroht durch
Spanien. Nachdem sie endlich Spanien besiegt hatten, wandte sich ihr Interesse den Niederländern zu.
Und nachdem Holland keine Gefahr mehr zu sein schien, konzentrierte sich der britische Haß gegen
Frankreich. Und als endlich Frankreich damals mit Hilfe ganz Europas gebrochen wurde, da glaubten sie
in einem Moment, in Deutschland den Faktor sehen zu müssen, der geeignet sein könnte, Europa
vielleicht zu einigen. Und nun begann der Kampf gegen Deutschland, nicht aus Liebe zu den Völkern,
sondern nur aus eigenstem, nüchternstem Interesse, dahinter, wie gesagt, jenes ewige Judentum, das in
jedem Völkerstreit, immer in Zwist und Hader, zu verdienen und zu gewinnen versteht und vermag. Sie
sind daher immer Treibende gewesen, Unruhe unter den Völkern zu erzeugen, weil sie nur in der
Unruhe zu gewinnen vermochten und die Ruhe vielleicht zur Besinnung und damit zur Einsicht hätte
führen können über das Wesen dieses Schädlings aller Nationen.

A!s sie im Jahre 1914 nun zum erstenmal eine Weltkoalition gegen das damalige Deutsche Reich
zusammenbrauten, da hatten sie so ein paar Begründungen. Sie sagten damals: "Deutschland muß
befreit werden erstens von seinem Kaiser!" An sich wäre das die Engländer nichts angegangen, sondern
eine innere Angelegenheit des deutschen Volkes gewesen. Aber die Engländer sind immer besorgt um
andere Nationen, und sie wollten also demgemäß auch damals Deutschland von seinem Kaiser befreien.
Sie sagten weiter: "Der Militarismus ist es, der das deutsche Volk unglücklich macht und bedrückt!" - Die
Engländer sind überall gegen Bedrückung und gegen das Unglück, das Völkern aufgebürdet wird. Und
endlich sagten sie noch weiter: "Es muß überhaupt mit dem Krieg ein Ende nehmen, also Krieg dem
Kriege!" - Eine wundelbare, verlockende, herrliche Perspektive! Wenn man sie rückwirkend anwenden
wollte, das heißt, wenn man sagen wollte: Wir sehen ein, daß der Krieg ein Unrecht ist, denn es
entscheidet nur die brutale Gewalt, wir wollen daher die Gewalt ausschalten, daher wollen wir alles
annullieren, was bisher durch Gewalt entstanden ist. Ein sehr schwieriges Beginnen natürlich, weil die
ganze Welt bisher sich nur nach dem Prinzip des Rechtes des Stärkeren aufgebaut hat. Aber immerhin,
es wäre wunderbar gewesen, wenn England der Welt hier vorangegangen wäre mit dem Abscheu vor
dem Kriege dadurch, daß es die Resultate seiner Kriege freigegeben hätte, das heißt, der Mitwelt wieder
zur Verfügung gestellt haben würde. Hätte England das getan, hätte es also erklärt: "Wir verabscheuen
den Krieg, daher ziehen wir uns sofort zunächst aus Südafrika zurück; wir haben es nämlich durch Krieg
gewonnen. Wir verabscheuen den Krieg, daher gehen wir auch aus Indien weg, denn das haben wir nur
durch Kriege unterworfen, wir verabscheuen zum Beispiel den Krieg daher gehen wir auch aus Ägypten,
denn auch das haben wir nur durch Gewalt unterworfen, wir gehen auch aus dem ganzen näheren
Osten, auch das ist nur durch Gewalt unser Eigen geworden" - es wäre eine wunderbare Geste gewesen,
auf diese Weise dem Krieg den Krieg anzusagen!

Aber unter dem Kampf, das heißt unter dem Krieg gegen den Krieg, da verstand man in England etwas
anderes, nämlich man verstand unter dem Krieg den Krieg gegen jede Möglichkeit, das gegehene
Unrecht auf dieser Welt noch einmal wieder gut zu machen. Dag verstand man darunter. Zu dem Zweck
also: Die Macht demjenigen, der die Macht hat, und jede Macht weg von demjenigen, der sie nicht hat.
Es ist so ungefähr, wie wir das auch innenpolitisch kennen, wenn Leute sagen: "Wir wollen keine
Änderung mehr der Gesellschaftsordnung. Wer reich ist, soll reich bleiben, wer arm ist, muß arm
bleiben; so wie es gegeben ist, ist es gewollt, und so wie es gewollt ist, soll es bleiben; denn der Mensch
soll nicht aufbäumen sich gegen dasjenige, was nun einmal gewollt ist, weil es gegeben ist."

Sie kennen, meine Volksgenossen, unsere nationalsozialistische Auffassung demgegenüber. Wir sehen in
jedem Zustand und zu jeder Zeit auf dieser Welt das Ergebnis eines nie sich unterbrechenden
Lebensprozesses. Und es ist unmöglich, in einem bestimmten Augenblick zu sagen: Nun hört dieser
Entwicklungsprozeß auf, sondern es liegt in der Natur der ganzen Entwicklung aller Dinge, daß jede
Sterilisierung dieses Lebensprozesses zu einem Absterben führen muß. Es liegt im Gegenteil im Wesen
der Natur, daß immer wieder der Tüchtigere emporgehoben und herausgehoben wird, das heißt also,
daß man im Inneren der Völker die Bahn freimachen muß den Tüchtigen, daß man sie nicht verriegeln
darf durch Gesellschaftsordnungen, daß man im Inneren der Völker nicht zu einer Sterilisierung der
Vermögensverhältnisse kommen darf, sondern daß man auch im Inneren dafür sorgen muß, daß ein
fortgesetzter Strom frischen Blutes von unten nach oben kommt und daß alles das, was oben faul
ist,weil es träge ist, absterben soll, weil es absterben muß, weil es züm Absterben reif ist, und daß man
das nicht halten soll.

Es ist also der "Krieg gegen den Krieg" eine ganz verlogene Parole gewesen. Der beste Beweis war der,
daß im Moment, in dem der Krieg zu Ende war, die Voraussetzung zur Führung neuer Kriege keineswegs
beseitigt werden konnte, aber auch nicht die Instrumente zur Führung der neuen Kriege. Es wäre eine
wunderbare Geste gewesen, wenn nach der Abrüstung Deutschlands, so wie es vertraglich uns
zugesichert worden war, nun auch England, Amerika, Frankreich abgerüstet hätten. Wir haben sie ja so
oft ermahnt, in der Weimarer Republik gebeten, später dann gefordert, daß sie das tun. Sie dachten gar
nicht daran! Im Gegenteil, die Kriege gingen weiter. Nur der einzige Unterlegene, das deutsche Volk,
hatte jede Aussicht verloren, sein Dasein nunmehr auf dieser Welt noch einmal zu seinem Gunsten zu
verändern.

Die Methoden nun, mit denen man im ersten Weltkrieg kämpfte, waren ähnlich den heutigen. Zunächst
Kampf von außen, und zwar Kampf in Form der Zusammenbringung von Koalitionen. Es gehört schon ein
Stück churchill'scher Unverschämtheit dazu, heute zu sagen: "England war niemals in der Lage, aus
eigener Kraft allein mit Italien oder mit Deutschland Krieg zu führen." Aber dieser gleiche Mann hat
jahrelang der ganzen Welt durch seinen Vordermann Garantieversprechen anbieten lassen. Er gibt jetzt
selber zu, daß sie gar nicht in der Lage gewesen wären, allein zu kämpfen. Aber sie haben die baltischen
Staaten garantiert, sie haben die Balkanstaaten garantiert. Sie liefen herum, jedem Staat der Welt
erklärten sie: "Brauchen Sie eine Garantie? Großbritannien wird mit seiner ganzen Macht hinter Sie
treten und wird Sie beschützen." Heute sagt dieser gleiche Erzlügner: "Wir waren überhaupt nicht in der
Lage, einen Krieg allein zu führen". Das ist auch richtig. Sie wären auch im Weltkrieg nicht in der Lage
gewesen, den Krieg allein zu führen. Sie haben deshalb gegen uns eine Koalition weltweiten Ausmaßes
zusammengebraut. Die Methoden sind ebenfalls die gleichen geblieben: Versprechungen an alle
diejenigen Kleingläubigen oder Leichtgläubigen oder Dummen, die auf diese Versprechungen
hereinfallen wollten, und im übrigen der Versuch, mit möglichst viel anderem Blut ihre eigenen
Interessen vertreten zu lassen. Es ist immer wieder zu bedenken, daß das britische Weltreich im Verlauf
von vierhundert Jahren seiner Entstehung kaum 10 % von dem Blut vergießen mußte in zahllosen
Kriegen, was Deutschland notwendig hatte, um nur seine nackte Existenz zu verteidigen. Und trotzdem
haben wir immer mehr und mehr dabei verloren.

Daß das so war, hängt zusammen mit der zweiten britischen Methode, nämlich mit der Methode der
Zersplitterung. In der Zeit, in der das britische Weltreich entstand, hat sich Deutschland aus sich selbst
heraus zersplittert. Es waren damals Gedankengänge, die wir heute nicht mehr verstehen,
Gedankengänge religiöser Art, die leider nur mit dem Schwert ausgefochten worden waren,
Gedankengänge, die entsetzlich in ihren Folgen wurden, die uns belanglos scheinen in ihrem inneren
Wesen. Allein diese schweren, inneren, religiösen Kämpfe, die das deutsche Volk unendlich viel Blut
kosteten, haben England die Möglichkeit gegeben, in dieser gleichen Zeit einen Weltanspruch zu
erheben, der ihm weder an Zahl, noch an Bedeutung jemals zugestanden wäre. Denn ich muß inuner
wieder darauf hinweisen, daß es nicht so ist, daß wir Deutsche etwa die Emporkömmlinge sind, sondern
wenn man schon von Emporkömmlingen reden will, dann sind das unbedingt die Engländer, und nicht
wir! Wir haben eine ältere Geschichte. Und in einer Zeit, in der Europa ein gewaltiges Deutsches
Kaiserreich kannte, war England nur eine ganz unbedeutende kleine, grüne Insel.

Im vergangenen Weltkrieg nun, da sah man die Möglichkeit dieser Zersplitterung auf einem anderen
Gebiet. Nachdem die religiösen Probleme nicht mehr zum Blutvergießen reizten, sintemalen die Priester
selbst nicht mehr bereit gewesen wären, sich für diese Dinge totschlagen zu lassen, fand man nach der
Unmöglichkeit, das deutsche Volk noch in dynastische innere Krisen zu verwickeln, eine neue
Möglichkeit: des Ausspielens der Parteien. Wir haben das damals erlebt. Parteien der Rechten und der
Linken, in sich selbst wieder zerfallen, ein halbes Dutzend bürgerlicher Erscheinungen, ein halbes
Dutzend bürgerlicher Erscheinungen und immer wieder gespalten. Und mit diesen Parteien, angefangen
von dem Bürgertum über das Zentrum bis zur KPD., ist es damals gelungen, das deutsche Volk im Innern
langsam auszuhöhlen und zu zermürben. Trotzdem war der Verlauf des Krieges ein unermeßlich
glorreicher. Die Jahre 1914 bis 1918, sie beweisen eines, daß nicht etwa der Gegner gesiegt hat; es war
eine gemeine Revolte, angezettelt von marxistisch-zentrümlerischen, liberalistisch-kapitalistischen
Subjekten, und hinter allen als treibende Kraft der ewige Jude. Sie haben Deutschland damals zu Fall
gebracht.

Wir wissen es heute aus den Aussprüchen der Engländer selber, daß sie im Jahre 1918 am Ende, vor
ihrem eigenen Zusammenbruch standen, als vielleicht eine Viertelstunde vor 12 Uhr sich in Deutschland
die Revolte verwirklichen ließ. Dazu kamen nun die Feigheit der damals Regierenden., ihre
Unentschlossenheit, ihre Halbheit, ihre eigene Unsicherheit. Und so konnte der erste Weltkrieg allein
verloren gehen, nicht durch die Verdienste unserer Gegner, sondern ausschließlich aus unserer eigenen
Schuld.

Die Folgen dieses Zusammenbruchs im November waren nun nicht etwa die Aufnahme Deutschlands in
die offenen Arme der Weltdemokratie, waren nicht die Sorgen nun der anderen um die Befreiung des
deutschen Volkes von seinen Lasten, um eine Erhebung des deutschen Volkes auf eine höhere
Kulturstufe; das konnten sie gar nicht besorgen, weil sie auf einer viel tieferen selber waren, sondern die
Folgen waren nun nur der entsetzlichste Zusammenbruch, politisch und wirtschaftlich gesehen, den ein
Volk jemals erlebt hatte.

Damals trat uns ein Mann entgegen, der dem deutschen Volk unermeßlichen Schaden zugefügt hatte:
Woodrow Wilson, der Mann, der mit eiserner Stirn log, wenn Deutschland die Waffen niederlegen
würde, dann würde es einen Frieden der Versöhnung, der Verständigung bekommen, dann würde es
nicht seine Kolonien verlieren, sondern die kolonialen Probleme würden gerecht geordnet werden. Der
Mann log uns vor, daß dann eine allgemeine Abrüstung kommen würde, daß wir dann aufgenommen
werden sollten in einen gleichen Bund gleichberechtigter Nationen und Völker usw. Er log uns vor, daß
damit die Geheimdiplomatie beseitigt werden würde, und daß überhaupt nunmehr ein neues Zeitalter
des Friedens, der Gleichberechtigung, der Vernunft usw. kommen würde. Der kleine Mann dieses
Erzlügners war der heutige Präsident Roosevelt. Er war so seine rechte Hand. Diesem hat unser
deutsches Volk damals vertraut. Es hatte keine Ahnung, daß es sich hier um einen amerikanischen
Präsidenten handelte, das heißt also, um einen Mann, der an sich zu einer Wahrheit nicht verpflichtet
ist, der zum Beispiel vor einer Wahl ruhig sagen kann. "Ich werde gegen den Krieg eintreten", und nach
der Wahl sagen kann: "Ich trete für den Krieg ein", und der, wenn er dann zur Rede gestellt wird, ebenso
ruhig erklären kann: "Das habe ich vorher gesagt, weil ich glaubte, es würde Dumme geben, die das für
Wahrheit nehmen und mich dafür wählen." Man hat aber noch etwas nicht gewußt, daß es sich nämlich
hier um einen Paralytiker gehandelt hat, um einen Irrsinnigen, der dieses Volk damals führte, mit dem
das deutsche Volk nie in seiner Geschichte einen Konflikt gehabt hatte.
So kam damals die Stunde jener bittersten Enttäuschung, die in dem Augenblick begann, als die
deutschen Unterhändler in dem uns ja nun zum zweitenmal bekannten Wald von Compiègne zu dem
Salonwagen hintraten und dort zunächst mit der barschen Frage angefahren wurden: "Was wollen die
Herren hier?" Es kam ein Waffenstillstand, der in Wirklichkeit die totale Wehrlosmachung bereits
bedeutete. Und die Folge dieses Waffenstillstandes war dann der Friedensvertrag, die vollkommene
Entwaffnung unseres Volkes und damit die Rechtlosmachung und parallel damit eine Ausplünderung
und Ausbeutung durch ein internationales Finanzkomplott, das unser Volk in das tiefste Elend warf. Man
hatte vorher erklärt: "Wer behauptet, daß wir die Absicht haben, Deutschland die Kolonien
wegzunehmen, der lügt." Man hat sie uns weggenommen! Man sagte: "Wer behauptet, daß wir die
Absicht besäßen, Deutschland etwa um seine Handelsflotte zu bringen, der spricht nicht die Wahrheit
aus." Man hat sie uns weggenommen! Man hatte vorher gesagt: "Wer behauptet, daß wir etwa vom
deutschen Volk Teile wegreißen wollten, der hetzt das Volk auf." Man hat uns später einen Teil nach
dem anderen weggenommen! Man hat alle Versprechungen gebrochen! Das deutsche Volk sank in
wenigen Monaten in eine unvorstellbare tiefe Verzweiflung, Verzagtheit, auf allen Ecken und Enden
nirgends mehr eine Hoffnung, ein ausgehungertes Volk, dem man selbst dann seine Kriegsgefangenen
nicht zurückgab, als bereits der Waffenstillstand, ja der Frieden unterzeichnet war, ein Volk, dem man
auch dann noch keine Lebensmittel gab, als es bereits wehrlos war, das man nur immer wieder
erpreßte, wenn man die damalige Zeit durchstudiert, wie man uns immer wieder mit einer neuen
Erpressung eine neue Unterwerfung abforderte und abzwang.

Wenn man das sich heute noch vor Augen hält, dann kommt man jetzt noch in den Zustand eines
Grimms und eines Hasses hinein gegen eine Welt, in der so etwas denkbar und möglich ist.

In dieser Zeit nun, meine Volksgenossen, als alles zerbrochen war, als die oberste Spitze des Reiches
nach dem Ausland geflohen war, als andere kapitulierten, als die Wehrmacht ihre Waffen abliefern
mußte, als das Volk sich selbst freiwillig entwaffnete, in der Zeit, in der man sogar noch gegen
Deutschland im Innern wütete, da man in unseren Zeitungen schrieb: "Es ist gut so, daß wir den Krieg
verloren haben", da sich charakterlose Subjekte fanden, die erklärten: "Wir durften ihn gar nicht
gewinnen, diesen Krieg", in einem Moment, da jeder angespien wurde, der noch an Deutschland
überhaupt dachte oder der davon redete, in einer Zeit, in der man den - ich möchte sagen - den
Lebensverzicht als ein Ideal predigte und sich schämte, überhaupt noch als Deutscher vor der Welt
aufzutreten, in der Zeit, meine Volksgenossen, bin ich in das politische Leben eingetreten mit dem
Entschluß, dieses Deutschland wieder aufzurichten. Es war ein so wahnwitziger Entschluß in den Augen
vieler anderer, daß mich meine nächsten Freunde gar nicht verstanden. Ich habe die Kraft zu diesem
Entschluß nur gewonnen aus der Erkenntnis des Volkes. Hätte ich damals nur die oberen Zehntausend
gekannt, glauben Sie mir, meine Volksgenossen, ich stünde heute nicht vor Ihnen. Ich hätte nie den Mut
gefunden zu diesem ein Volk umwälzenden Gedanken: Entschluß und Glauben. Ich kannte damals in
erster Linie das breite Volk. Ich kannte vor allem meine Kameraden. Ich wußte, daß diese Männer vier
Jahre lang etwas Unermeßliches, Unvorstellbares geleistet hatten. Ich wußte, wie zuverlässig sie waren.
Ich wußte, daß, wenn sie nur die richtige Führung gehabt hatten, daß sie niemals etwa zu einer
Kapitulation zu bewegen gewesen wären, schon ihre Kameraden nicht, weil jeder wußte: für das, für
was ich kämpfe, sind schon so viele meiner Kameraden gefallen. Ich darf ja das gar nicht im Stich lassen,
es wäre ja ein Verrat an meinen eigenen Kameraden. Die sind ja auch genau so schwer aus dem Leben
gegangen wie ich selber. Die haben ja auch ihr Leben eingesetzt.

Ich habe diese breite Masse des deutschen Volkes gekannt aus meiner Herkunft, aus meinem damaligen
Leben. Und diese Masse hat mir den Glauben an mein Volk nicht nur erhalten, sondern neu gegeben
und ihn auch später all die Jahre hindurch immer dann verstärkt, wenn widrige Umstände oder wenn
irgendein Unglück vielleicht gegen die Verwirklichung meines Planes zu sprechen schienen.

Ich war mir im klaren, daß die ganze Entwicklung so, wie wir sie in den letzten zwanzig, dreißig Jahren
vor dem Kriege gehabt hatten, zu nichts anderem als zum Zusammenbuch führen mußte. Und ich habe
daher den Entschluß gefaßt, nun von Grund auf dieser Entwicklung den Kampf anzusagen, das heißt
also, nicht einfach zu erklären: Ich will, daß Deutschland wieder eine Wehrmacht bekommt, eine Armee
bekommt oder eine Luftwaffe bekommt, sondern ich war mir im klaren, daß zunächst im Inneren die
Struktur unserer Gesellschaftsordnung umgestaltet werden mußte, daß wir in dem abgestorbenen
Körper unseres Volkes das Blut von unten nachfließen lassen mußten und daß zu dem Zwecke die
Gesellschaftsordnung schwere Eingriffe erhalten mußte. Ich habe diese Eingriffe nicht als für möglich
angesehen nach dem Erreichen der Macht, sondern ich war der Uberzeugung, daß die Macht nur dem
Körper zuteil werden könnte, der in sich bereits das Gesicht und das Wesen des neuen Zustandes
verkörpern würde, das heißt also, ich war entschlossen, eine ganz kleine Bewegung aufzubauen, mit
wenigen Menschen beginnend, die in sich das bereits verkörpern sollte, was mir später als wesentlich
notwendig für die Gesamtheit vorschwebte. Und es war das vielleicht doch nicht so schwer, als manche
dachten, insofern, als ich ja vor der Gefahr bewahrt blieb, daß damals unwürdige Streber oder
eigensüchtige Menschen in meine Reihen kamen. Denn wer damals in den Jahren 1919, 1920, 1921,
1922, 1923 zu dieser Bewegung stieß, der mußte ein grenzenloser Idealist sein. Jeder andere, der konnte
nur sagen: "Das ist ein vollständiger Narr, der will ein neues Volk aufbauen, der will einen neuen Staat
gründen, der will eine neue Wehrmacht dann aufrichten, der will Deutschland wieder freimachen, und
der hat nicht einmal einen Namen, der hat kein Kapital, der hat keine Presse, keine Partei trägt ihn, gar
nichts hat er - ein Verrückter." Es mußten schon grenzenlose Idealisten sein, die damals zu mir kamen,
denn sie hatten gar nichts zu gewinnen, sondern immer nur zu verlieren, immer nur zu opfern. Und das
kann ich von meinen ganzen damaligen Mitkämpfern sagen: Alle, die in dieser Zeit und später noch zu
mir gestoßen sind, sie haben nichts zu gewinnen gehabt, sie hatten nur alles zu verlieren. Und wie viele
haben alles verloren, bis zum Leben.

Ich habe nun diesen Kampf angefangen gegen die Dummheit zunächst, Dummheit und Trägheit unserer
sogenannten oberen Schichten. Ich habe ihn angefangen gegen die Feigheit, die sich überall breit
machte, diese Feigheit, die immer als Klugheit getarnt einherging und sagte, man muß sich fügen, man
muß geduldig sein, oder, wie Herr Erzberger sagte: "Alles unterschreiben, alles unterschreiben, was sie
uns vorlegen, dann werden sie uns verzeihen, dann werden sie wieder gut werden." Gegen diese
maßlose Feigheit, die alles vorzog als standzuhalten, habe ich damals kämpfen müssen im kleinen und
allmählich im größeren Kreis. Wie oft haben wir es nicht erlebt, daß dieses Bürgertum uns immer wieder
sagte: "Warum gehen Sie denn auf die Straße, Sie sehen doch, das wollen die anderen nicht, also es
kommt immer zu Konflikten. - Warum? Weil Sie provozieren, also provozieren Sie nicht, halten Sie sich
zurück, seien Sie doch stille." Und wir sind nicht stille gewesen; ich habe damals das Programm
aufgestellt: Die deutsche Straße gehört dem deutschen Mann und nicht den Juden. Und ich habe sie
diesen deutschen Männern erobert, nicht durch die Klugheit der Feiglinge, sondern durch die Tapferkeit
dieser Draufgänger, die sich damals an mich angeschlossen hatten und die mit mir bereit gewesen sind,
die Straße freizukämpfen von unseren Feinden und Gegnern und langsam wieder die deutschen Farben
in diese deutschen Straßen, in die deutschen Märkte, Dörfer und Städte hineinzutragen. Und ich mußte
weiter ankämpfen damals gegen so viele Interessen aller einzelnen.

Der Mann von links sagte mir: "Sie gehen gegen meine Interessen vor, oder du gehst gegen meine
Interessen vor. Mein Interesse - ich habe ein Klasseninteresse, und dieses Klasseninteresse verpflichtet
mich, den anderen umzubringen!" Und der andere wieder sagte mir: "Herr, bleiben Sie weg von unseren
Interessen. Wir haben Standesinteressen, wir haben auch unsere Interessen. Bleiben Sie uns weg, gehen
Sie hier nicht herein." Ich mußte mich gegen beide Seiten wenden. Und über die Interessen, die im
Stand oder die in der Klasse verankert schienen, die Interessen stellen, die im Volkstum liegen, in dieser
unlösbaren Gemeinschaft.

Das sieht heute alles so selbstverständlich aus, aber meine alten Mitkämpfer wissen es, daß es nicht
selbstverständlich war, diese Binsenweisheiten in die Querschädel unserer Leute von links und von
rechts hineinzubringen. Die einen wollten diesen Gedanken nicht aufnehmen, einfach aus Verbissenheit,
weil sie sagten: "Was, wir werden den anderen die Schädel einschlagen!" Und die anderen, die wollten
sie nicht aufnehmen aus Trägheit oder Dummheit, aus trägem Gedankenfluß, weil sie sagten: "Das war
bisher nicht, warum sollten wir uns plötzlich jetzt ändern. Uberhaupt, Sie können von mir nicht
verlangen, daß ich mich so mit diesen Leuten da aus dem Volk einfach abgebe, das kann ich nicht.
Wissen Sie, am Ende verlangen Sie von mir sogar noch, daß ich mich in der Trambahn zu irgendeinem
anderen hinsetze. Also, alles was recht ist, ich bin auch selbstverständlich, ... - wir wollen sein ein einig
Volk von Brüdern, aber mit Abstand, mit Abstand, mein Herr, nicht zu nahe, und nur bei Wahlzeiten,
aber nicht normal."

Das war also alles nicht so einfach, langsam einen nach dem anderen aus diesem Volk herauszuholen,
und wie viele sind mir wieder davongelaufen. Es war ja nicht so, meine Volksgenossen, als ob jeder, der
damals zu mir gekommen ist, etwa bei mir auch geblieben wäre. Manchesmal hatte ich 50, 60 irgendwo
in einem Ort gewonnen, und drei Monate später waren es wieder bloß 6 oder 7 oder 8. Alles andere war
wieder weg. Und man mußte wieder anfangen. Aber ich habe mir damals eine Rechnung aufgestellt:
Wenn ich hundert gewinne, und es bleiben mir immer nur zehn, und die anderen neunzig gehen wieder
weg, dann werden es allmählich, wenn ich tausend gewinne, hundert sein, wenn ich zehntausend
gewinne, werden tausend bleiben, und allmählich wird die Zahl derer, die bleiben, immer größer
werden. Und wenn einer vielleicht das zweite- und das drittemal davongegangen ist, vielleicht geniert er
sich dann, das fünftemal davonzugehen, sondern wird dann auch dabeibleiben. Und so werde ich
langsam mit einer unglaublichen Geduld und mit einer Zähigkeit und Beharrlichkeit mir eine neue
Volksgemeinschaft im Deutschen Reiche selbst aufbauen. Die anderen mögen lachen oder spotten, wie
sie wollen, das ist gleich. Sie mögen gegen uns vorgehen, auch gleich, dann werden wir uns wehren. Wir
werden nicht kapitulieren. Wir werden nicht von der Straße gehen, wir werden nicht unsere Plätze
räumen, sondern wir werden dann schlagen, so lange bis wir entweder liegen bleiben, oder der andere
weicht und uns den Weg freigibt. Selbstverständliche Grundsätze für uns Nationalsozialisten heute,
damals aber ganz neue Vorstellungen, neue Erkenntnisse, die von vielen weder begriffen, noch als
selbstverständlich angenommen worden waren.

Und dann kam noch ein weiteres dazu: Die verfluchte Tradition, in der jeder einzelne groß wurde, von
der er glaubte, sich nicht loslösen zu können, überhaupt dieses ganze Problem der Erziehung, diese
Eierschalen, die der einzelne ja viel schwerer abwirft als alles andere, die Meinung, er sei nun eben
anders geboren. Der eine, der könne sich nun eben nicht mit dem breiten Volk vermischen, aus dem
Grunde, weil er von der Gesellschaftsschicht stammt, und der andere könne es nicht, weil er wieder von
der anderen stammt. Es war ein Kampf gegen Traditionen und natürlich auch gegen die
Bildungselemente, die man nur zu leicht verwechselt mit dem Wert der Menschen. Denn man sagte:
"Sie können doch mir als Gebildetem nicht zumuten, daß ich mich in eine Ortsgruppe hineinbegebe, in
der meinetwegen ein Tagelöhner sowieso der Führer ist." Ich mußte den Leuten erst beibringen, daß
Führen mit einem abstrakten Wissen, das man an einer Studienanstalt eingepumpt bekommen hat, gar
nichts zu tun hat. Das eine ist eingelernt und oft eingetrichtert mit weiß Gott wieviel Nachstunden und
Beihilfen, und das andere ist angeboren und wird sich immer durchsetzen. Und hier nun eine Synthese
zu finden, eine Vermählung finden zwischen der natürlichen Veranlagung zum Führen und dem
notwendigen Wissen, das war die gestellte große Aufgabe.

Das begriff man damals gar nicht. Es war ein Kampf gegen fast alle Lebensgewohnheiten und dazu nun
außerdem noch ein Kampf gegen die natürlichsten Interessen, in dem der einzelne sagte: "Ja, hören Sie,
wenn ich zu Ihnen wirklich beiträte, verliere ich ja mein Geschäft!" Und der andere wieder: "Dann fliege
ich von meinem Arbeitsplatz heraus. Meine Kollegen, die dulden das ja nicht!" - Was glauben Sie, meine
Volksgenossen, was es damals für ein Heldentum war, erster Nationalsozialist in irgendeiner Grube zu
sein, in irgendeiner Fabrik zu sein, aber ich gebe zu, auch ein Heldentum, erster Nationalsozialist in
einem Salon zu sein; die einen, weil sie körperlich, und die anderen, weill sie geistig bedroht worden
sind. Und ich weiß nicht, was nun schlimmer ist: eine körperliche Bedrohung als eine geistige
Anblödelung, die unter Umständen vielleicht einen Menschen noch schneller kaputt machen kann als
die körperliche Bedrohung. Es sind Helden gewesen, die damals zu uns gekommen sind.

Und ich möchte noch etwas hier erklären: Diese Helden haben in Wirklichkeit den Krieg 1914/18 ja
fortgesetzt. Man hat es später oft so dargestellt, als ob etwa hier Soldaten wären und hier Partei. Nein,
das waren einst die Soldaten gewesen, und zwar die besten Soldaten! Nämlich jene ewigen Soldaten,
die die Unterwerfung nicht ertragen wollten und nicht ertragen konnten, so wie ich auch heute der
Uberzeugung bin, daß ein wirklich guter Nationalsozialist stets auch der beste Soldat sein wird.

Und nun kamen noch die organisierten Gegner. Das waren zunächst so ungefähr 46 oder 47 Parteien.
Das schwankte, je nachdem sich die Radfahrer oder die Kleingärtner oder Häusler oder sonstige Leute
zusammenschlossen. Aber es waren so manchesmal bis zu 46 Parteien. Organisierte Gegnerschaftl Und
hier vor allem naturgemäß die Parteisekretäre, ihre Funktionäre, die in uns naturgemäß den Ruin ihres
ganzen Daseins sahen, denn wo sollte endlich eine bürgerliche Parteienwelt, repräsentiert durch ihre
Syndici, Parteisekretäre usw. hinkommen, und wo eine proletarische Parteienwelt, repräsentiert durch
Gewerkschaftsführer und auch wieder Parteisekretäre, wenn nun plötzlich einer kommt und sagt: "Der
ganze Kampf ist an sich ein heller Wahnsinn, ihr streitet hier um etwas, was keinem einen Nutzen bringt,
ihr werdet beide von eurem hohen Roß heruntersteigen müssen, auf die Dauer könnt ihr ohne einander
nicht auskommen, also ist es gescheiter, ihr kommt einmal vernünftig miteinander aus, als daß ihr erst
euch gegenseitig zugrunde richtet." Das konnte man natürlich dem einzelnen sagen, aber einem
Parteisekretär sagen, das hieße, den Mann sofort zum Nachdenken zu bringen, und das Nachdenken
führte bei dem zur Erkenntnis, daß damit ja seine ganze Existenz vorbei war. Wenn ich erst einmal sage,
um Konfessionen führt man keine politischen Kämpfe, wo kommt dann der Zentrumsinteressent hin?
Wenn ich sage, ich kann keinen politischen Kampf führen, für beispielsweise, sagen wir, für Gegensätze,
die rein wirtschaftlicher Art sind, und daher nur wirtschaftlich ausgekämpft werden können und damit
durch Vernunft ausgeglichen werden müssen, wo kommen dann die Gewerkschaftssekretäre und die
Syndiei hin? Und wo kommen vor allem dann die lieben Juden hin, die ja in beiden Lagern doch ihre
Interessenten hatten, die auf der einen Seite sowohl das Kapital dirigierten, als auf der anderen Seite die
Antikapitalisten anführten, und zwar oft aus einer Familie gleich zwei Brüder in beiden Lagern.

Meine Volksgenossen! Als ich diesen Kampf damals begann, war ich mir dessen genau bewußt, daß es
ein Kampf gegen eine ganze Welt war, und wie schwer er war, das können nur meine alten Mitkämpfer
ermessen.

Ich kann sagen, daß für mich der Krieg seit dem Jahre 1914 kein Ende gefunden hatte. Ich habe weiter
gekämpft, wie ich erst wieder reden konnte, und bin landauf, landab gezogen, von Ort zu Ort, von Stadt
zu Stadt und habe nur geredet, geredet und wieder geredet und gearbeitet, immer nur mit dem einen
Gedanken, das deutsche Volk aus dieser Zersplitterung zu erlösen, aus seiner Lethargie herauszureißen,
es aus seinem Schlaf zu bringen und wieder zusammenzufassen.

Und ich habe nun nicht nur Mitkämpfer gefunden, sondern auch unzählige Menschen im Laufe dieser
Jahre, die uns nun geholfen haben. Frauen und Männer, die alles hingegeben haben, für die die Partei
überhaupt alles war. Das können die anderen, diese armseligen Bürgerlichen, überhaupt nicht
verstehen, das können sie gar nicht begreifen, was der Nationalsozialismus für viele Familien bedeutete,
daß sie überhaupt den ganzen Tag nur an ihre Bewegung gedacht hatten, daß sie alles dafür gaben, daß
sie dafür gearbeitet haben, jedes Opfer dafür einsetzten! Heute weiß es die ganze Nation. Was damals
kleine Gruppen waren, das sind heute die Millionen deutscher Volksgenossen, die zu den Sammelstellen
hingehen und heute als Angehörige unserer Gemeinschaft für unsere Wehrmacht, für unsere Soldaten,
wenn notwendig, ihren letzten Pelz oder Pullover hingeben!

Dieses Glück, einer Sache dienen zu können, für sie opfern zu dürfen, das heute Millionen haben, das
hatten damals nur die wenigen Nationalsozialisten in unserer Bewegung. Wie groß das Glück war, das
können aber auch alle die ermessen, die heute von sich sagen können: Ich tue alles für mein Volk, alles
für unsere Soldaten, damit sie bestehen können.

Denn aus der damaligen kleinen Bewegung ist eben doch die deutsche Volksgemeinschaft geworden,
langsam, aber das war gut so. Sie brauchte Zeit. Aber sie wurde. Dieser Kampf um die Seele unseres
Volkes, er verlief nun nicht ununterbrochen in einem gleichförmigen Aufstieg, sondern es sind auch
dann wieder Tage gekommen schwerster Bedrängnis, Zeiten des tiefsten Rückschlages. Ich brauche Sie
nur zu erinnern an das Jahr 1923. Ich habe damals gekämpft. Im Ruhrgebiet, da stand unser Feind.
Deutschland war von der Inflation ruiniert. Das ganze deutsche Volk schien einem Elend ohnegleichen
entgegenzugehen. Und über alles triumphierte der Jude. Er verdarb unser Volk, er profitierte an
unserem Unglück. Und da versuchte ich damals, als ein Mann die Macht in die Faust zu bekommen, um
dem noch Einhalt zu gebieten. Und im Augenblick, in dem ich schon glauben durfte, diese Macht zu
bekommen, da schlug mich das Schicksal zu Boden, und statt an die Macht, kam ich in das Gefängnis.

Und nun in dieser Zeit, da mußte sich die Bewegung bewähren. Und selbstverständlich auch ich mich
selbst. Und ich darf es schon aussprechen, daß ich in diesem Augenblick, kaum daß ich erst wieder zur
Besinnung gekommen war, sofort neuen Mut gefaßt und meinen alten Glauben wiedergewonnen hatte.
Meine Gegner sagten: "Jetzt ist er tot! Man braucht überhaupt gar keine Rücksicht mehr darauf zu
nehmen, man braucht ihn auch nicht mehr zu erwähnen. Der Nationalsozialismus ist eine erledigte
Angelegenheit." Nach dreizehn Monaten kehrte ich wieder zurück und begann nun wieder von neuem.
Und ich glaube, daß das vielleicht das Entscheidende für unsere Partei war: Siege ertragen kann jeder
Schwächling, Schicksalsschläge aushalten, das können nur die Starken! Und die Vorsehung gibt nur
denen den letzten höchsten Preis, die es fertig bringen, mit diesen Schicksalsschlägen fertig zu werden.

Ich habe damals den ersten schweren Schlag in der Bewegung großen Ausmaßes bekommen. Er war
wenige Jahre später überwunden. Was es an Arbeit kostete und an Nervenstärke, das wissen diejenigen,
die mir damals nahestanden. Aber ich habe auch dieses unbändige Vertrauen erhalten, auch in meine
eigene Person, daß mich gar nichts, was es auch immer sei, jemals aus dem Sattel werfen kann, daß
mich nichts mehr erschüttern kann, und daß derjenige fehlgeht, der glaubt, mich durch irgendetwas
erschrecken zu können, verblüffen zu können. Ich habe mir ein Wort eines großen deutschen
Philosophen damals zu Herzen genommen: "Ein Stoß, der einen starken Mann nicht umwirft, der stärkt
ihn nur noch mehr!"

Und wie war nun damals das Ausland? Von uns nahm es ja keine Notiz, denn dieses Ausland wurde
unterrichtet von seinen Diplomaten, und die Diplomaten verkehren in Kreisen, in denen damals
Nationalsozialisten nicht verkehren konnten, auch gar nicht verkehren wollten und von mir aus auch
nicht verkehren durften. Diese Diplomaten haben wunderbare Berichte an ihre Regierungen geschickt,
in denen sie das ganze Kräftespiel des Reiches darstellten, und die Kraft übersahen, die das ganze Reich
eines Tages zu übernehmen bestimmt war. Sie behandelten das damalige Deutschland, als ob es keinen
Nationalsozialisten überhaupt geben würde oder gegeben hätte.

Und wie sie nun dieses Deutschland behandelten! Ihr Deutschland, ihr demokratisches Deutschland! Das
Kind, das sie selbst einst gezeugt hatten, diese Mißgeburt parlamentarischer Demokratie, Weimarer
Verfassung und Versailler Gesetzgebung! Wie haben sie diese Geburt mißhandelt, erpreßt und
ausgedrückt. Wenn sie heute so tun, als ob sie gegen die Nationalsozialisten wären oder das
nationalsozialistische Deutschland ablehnten, was haben sie denn dem demokratischen Deutschland
zugefügt! Nur mit einem Unterschied. Uns können sie ja gar nicht, aber leider dem demokratischen
Deutschland konnten sie! Uns ist das ja ganz gleichgültig, wie sie über uns urteilen. Ich habe ja nie einen
Wert darauf gelegt, wie das Ausland über mich urteilt. Es ist mir ganz gleichgültig. Wenn mich meine
Feinde einmal loben sollten, dann kann mich das deutsche Volk zum Teufel jagen. Also, uns und mir, uns
war das gleichgültig. Aber das demokratische Deutschland haben sie mißhandelt, dieses Deutschland,
das dann in den VöIkerbund hineinkroch, das dort herumwinselte und herumbettelte, von einer Anleihe
zur anderen kam, und abgespeist wurde mit einigen Brosamen, die vom Tische dieser sogenannten
Besitzenden herunterfielen. Sie sind wirklich als Habenichtse behandelt worden, aber sie hatten
wenigstens die Ehre, in Genf sitzen zu dürfen. Man hat ihnen alle Menschenrechte verweigert, aber sie
hatten die Ehre, hier und da auf einer internationalen Konferenz teilnehmen oder sogar präsidieren zu
dürfen. Man hat das Selbstbestimmungsrecht des deutschen Volkes in dieser Zeit mißhandelt, man hat
sich um nichts gekümmert, aber sie durften wenigstens vom Selbstbestimmungsrecht im Genfer
Völkerbundsparlament, andere Nationen betreffend, sprechen, und sie waren damit schon glücklich und
zufrieden.

Die Abrüstung: Wenn man heute sagt, dieses Deutschland, dieses nationalsozialistische Deutschland, es
hat uns zur Rüstung gezwungen! - Abgesehen davon, daß ich ihnen ja so oft Vorschläge zur Abrüstung
vorlegte - es gab einst ein Deutschland, das hatte überhaupt keine Rüstung. Warum haben sie denn
damals nicht abgerüstet? Sie konnten das ja doch tun. Oder glaubt man, daß etwa Stresemann oder
Marx oder irgendeiner dieser Herren, Wirth, Bauer, Ebert, Scheidemann, der Welt den Krieg erklärt
haben würde? Also, das können sie niemand vormachen. Das haben sie auch selber nicht geglaubt.
Damals konnten sie abrüsten. Sie haben es nicht getan. Im Gegenteil, sie haben die Kriege
weitergeführt. Die einen setzten sich da fest, die anderen dort. Die Engländer haben sich um ihre
Verbündeten nicht mehr gekümmert. Sie haben die Araber um ihr Selbstbestimmungsrecht betrogen.
Den Indern, die sie erst im Kriege brauchten, haben sie später auch alle Zusagen wieder kurzerhand
weggenommen.

Sie wußten genau, warum Deutschland abrüsten mußte! Das alles haben sie der Demokratie zugefügt!
Und dann die ungeheure Erwerbslosigkeit, das wirtschaftliche Elend, wo ist all die wirtschaftliche Hilfe
der Welt geblieben? Wo waren sie denn, die Tausendkünstler? Wenn ich heute so lese in der Zeitung,
daß Herr Präsident Roosevelt erklärt, Amerika wird der Welt ein neues Wirtschaftssystem geben, ein
neues schon, aber ein miserables wird es sein, nämlich das System, mit dem er selber so bankrott
gemacht hat, daß er endlich glaubte, nur durch einen Krieg sich vor der Volksjustiz retten zu können.
Auch wirtschaftlich hat das deutsche Volk nicht das bekommen, was man ihm einst vor den Versailler
Tagen versprochen hatte.

Im Gegenteil, so wie die andere Welt, brach es immer mehr zusammen. Die Erwerbslosigkeit stieg und
wurde immer größer. Die Jahre von 1923 bis 1930, sie sind Jahre eines fortgesetzten Experimentierens,
aber eines dauernden wirtschaftlichen Verfalls, einer ununterbrochenen Preisgabe wirtschaftlicher
Hoheitsrechte des deutschen Volkes, Preisgabe aber auch wirtschaftlicher Substanzen. Und das alles
mußte man in diesen Jahren mit ansehen. Ich habe nun gekämpft. Aber auch in diesen Jahren, meine
Volksgenossen, gab es viele Rückschläge: Verbote der Partei, bald durfte ich selbst wieder zwei Jahre
lang überhaupt nicht reden, dann wurden wieder Ortsgruppen aufgelöst, dann wieder in ganzen
deutschen Bundesstaaten die Bewegung verboten; kurz und gut, es war ein dauerndes Kämpfen mit
ununterbrochenen Rückschlägen. Dann kam endlich der Septembei 1930, und wir zogen nun mit
unseren 106 Mandaten und einem dann noch dazu, 107, in den Reichstag ein.
Nun hätte man uns eigentlich an der Regierung beteiligen sollen. Im Gegenteil! Nun begann erst recht
die Unterdrückung, und sie steigerte sich ununterbrochen. Es war ein fortgesetzter Kampf, der sich
nunmehr auch des Terrors bediente. Wie viele Parteigenossen haben wir in dieser Zeit verloren, alle
meuchlerisch ermordet. Uber 40 000 sind Verletzte in diesen wenigen Jahren zu zählen. Und dann kam
das Jahr 1932. Erste Präsidentenwahl. Wieder ein Rückschlag. Die zweite Präsidentenwahl, sie hat die
Partei wieder gefangen gesehen. Und dann folgt Wahl um Wahl, Schlacht um Schlacht in diesem Jahr um
die innere Macht im Staat. Es war ein Ringen, bei dem auch alles auf dem Spiel stand. Viele mußten
dieses Jahr wieder mit ihrem Leben bezahlen, viele sind in die Gefängnisse gewandert.

Und dann kam der Juli mit einem überwältigenden Sieg. Und nun schrie alles: Jetzt ist die Stunde der
Machtübernahme gekommen! Und die Stunde verging wieder. Sie mußte wieder vergehen. Und dann
kam wieder ein Rückschlag und dann eine letzte Schlacht und endlich der Tag, dessen Erinnerung wir
heute feiern.

Nun, meine Volksgenossen, ich habe Ihnen das nur ganz kurz hier vorgehalten, um Ihnen vor allem eins
zu zeigen: Der Sieg, den wir heute hier feiern, ist uns damals nicht als ein leichtes Geschenk in den Schoß
gefallen, sondern der Sieg ist verbunden gewesen mit Anstrengungen, mit Opfern, mit Entbehrungen,
mit unausgesetzten Arbeiten und mit Rückschlägen sondergleichen. Und wenn Sie noch am 25. Januar
jemanden gefragt hätten: "Glauben Sie, daß dieser Mensch - das war damals ja nur ich - zur Macht
kommen wird?", dann hätte Ihnen noch am 25., noch am 28. hätten Ihnen alle gesagt: "Niemals!" Und
als ich am 30. zur Macht kam, da sagte ein weiser Mann: "Nur auf sechs Wochen" Heute sind es neun
Jahre!

Und nun muß ich aber noch etwas erwähnen. Ich sagte Ihnen, meine Volksgenossen, was ich im Jahre
1919 auf 20, als ich die Partei ins Leben rief, vorfand. Ich schilderte Ihnen, wie die Lage war nach
meinem ersten großen Zusammenbruch. Ich muß nur in wenigen Sätzen Ihnen aber auch ins Gedächtnis
zurückrufen, das, was ich an diesem 30. Januar übernommen hatte: Es war eine Erbschaft, die
überhaupt schon kaum mehr einer antreten wollte. Alles ruiniert, die Wirtschaft vernichtet, sieben
Millionen Menschen erwerbslos, und das stieg von Woche zu Woche, sieben Millionen Kurzarbeiter, die
Reichsfinanzen ein gigantisches Defizit von fast drei Milliarden, die Landesfinanzen ungeheure Defizite,
die Gemeinden verschuldet bis herauf, das Bauerntum vor dem vollkommenen Zusammenbruch, vor der
Versteigerung von Grund und Boden, der Handel lahmgelegt, Verkehr stillgelegt, unsere Schiffahrt nicht
mehr vorhanden. Alles schien überhaupt in Deutschland nun tot zu sein. Das habe ich damals
übernommen. Es war keine glänzende Erbschaft, aber ich habe es als meine Ehre angesehen, etwas zu
übernehmen, nicht in einem Augenblick, in dem es floriert, sondern es zu übernehmen in dem
Augenblick, in dem andere sagen: "Da ist alles bereits verloren, da kann niemand mehr helfen."

Ich habe es damals gewagt, ich war mir ganz darüber im klaren, daß, wenn es nicht gelungen wäre, ich
wahrscheinlich gesteinigt worden wäre, man hätte mich totgeschlagen, man hätte erklärt: "Nun habt ihr
es!" Ich habe es gewagt, und wir haben es gewonnen. In wenigen Jahren sind wir mit diesen Problemen
fertig geworden.
1933/34 habe ich zunächst im Innern Ordnung geschaffen, die Parteien und diesen ganzen Unfug sofort
beseitigt. Ich habe mit der Gründung der Deutschen Arbeitsfront unter Parteigenossen Ley die
Voraussetzung erhalten, um endlich vernünftig überhaupt an die wirtschaftlichen Probleme herantreten
zu können, ohne von zwei Seiten dauernd gestört zu werden; der eine, indem er dauernd sagt: "Ich
sperre aus", und der andere sagt. "Ich streike." Und Leidende sind beide Teile. Ich habe begonnen, die
deutsche Währung zu stabilisieren, durch rücksichtslosen Druck von oben. Ich habe aber begonnen, sie
nicht nur zu stabilisieren durch den Druck von oben, sondern dadurch, daß ich hinter die deutsche Mark
wieder eine deutsche Produktion setzte.

Das spricht sich heute alles leicht aus. Aber damals war es nicht leicht. Denn wenn es so leicht gewesen
wäre, warum haben denn das meine Gegner dann nicht gemacht? Ich habe zugleich begonnen damit,
alle die völksfremden Elemente in Deutschland zurückzudrücken, vor allem unsere Weltbürger. Ich habe
begonnen in dieser Zeit aber auch die einzelnen Länder in das Reich einzufügen. Als das Jahr 1934 kam,
war ich eigentlich im Innern mit der wesentlichsten Voraussetzung, um das deutsche Volk nurimehr in
den Genuß seiner Arbeit zu bringen, fertig geworden. An Stelle zahlloser Länderparlamente gab es nur
noch eine einzige Reichssouveränität. An Stelle zahlloser Parteien nur noch eine einzige Führung des
deutschen Volkes. An Stelle zahlloser Wirtschaftsorganisationen eine Zusammenfassung aller in einer
einzigen Hand. Natürlich hat zunächst jeder geschimpft, der in seinem Interesse dadurch bedroht war.
Aber das eine kann doch niemand bestreiten, weder von rechts noch von links, am Ende ist es allen
besser gegangen als zuvor. Und was auch der eine vielleicht im Augenblick abgeben mußte, er hat es
doch wiedergewonnen durch die Vernunft, die nun allen Handlungen zugrunde lag, und durch die
Einsicht in das Notwendige. 1935 begann nun bereits die Freiheit nach außen sich durchzusetzen. Sie
kennen das alles noch: Einführung der Wehrpflicht, 1936 Beseitigung dieser drückenden Versailler
Fesseln, die das Rheinland betrafen. Wiederherstellung unserer Reichssouveränität, 1937 und 1938
Vollendung unserer Aufrüstung, nicht ohne daß ich vorher den anderen zahlreiche Angebote gemacht
bitte, uns diese Aufrüstung zu ersparen.

Denn das eine, meine Volksgenossen, das mussen Sie doch alle zugeben: Wo Sie auch her sein mögen,
überall sehen Sie heute Werke des Friedens, die wir durch den Krieg nicht mehr fortführen konnten.
Uberall sehen Sie große Bauten, Schulen, Siedlungen, die der Krieg uns verhindert, weiterzumachen.

Ehe ich in diesen Krieg trat, hatte ich ein Riesenprogramm sozialer, wirtschaftlicher, kultureller Arbeit
angefangen, begonnen oder zum Teil auch schon vollendet. Überall waren aber neue Pläne, neue
Projekte vor mir.

Wenn ich mir demgegenüber meine Gegner ansehe: Was sie nun wirklich geschaffen? Sie konnten sehr
leicht in dert Krieg drängen. Der Krieg hat sie nicht um eine Friedenstat beraubt, denn sie haben nichts
geschaffen. Dieser Schwätzer, dieser Trunkenbold Churchill, was hat er in Wirklichkeit in seinem Leben
geleistet, dieses verlogene Subjekt, ein Faulpelz ersten Ranges? Wenn dieser Krieg nicht gekommen
wäre, dann hätten Jahrhunderte von unserem Zeitalter und von uns allen und auch von meiner Person
geredet als Schöpfer großer Werke des Friedens. Wenn aber dieser Krieg nicht gekommen wäre, wer
würde von Churchill reden? So wird man von ihm einmal allerdings reden, aber als dem Zerstörer eines
Imperiums, das er und nicht wir zerstörten. Einer der erbärmlichsten Herostratennaturen der
Weltgeschichte, unfähig, irgendetwas zu schaffen, etwas zu leisten, eine schöpferische Tat zu
vollbringen, nur fähig, zu zerstören.

Von seinem Spießgesellen im Weißen Haus möchte ich dabei gar nicht reden - ein armseliger Irrer!

Allerdings, je mehr wir arbeiteten, je mehr wir Deutschland in Ordnung brachten, um so größer wuchs
leider auch der Haß. Denn nun kam noch etwas dazu. Nun kam der bornierte Haß von
Gesellschaftsschichten, die im Auslande glaubten, daß das deutsche Vorbild, das sozialistische deutsche
Vorbild unter Umständen auch dort einbrechen könnte. Ich habe das ja so oft gehört, daß mir Ausländer
selber sagten: "Ja, wissen Sie, aber für uns sind diese nationalsozialistischen Gedanken natürlich nicht
durchführbar." Ich sagte: "Ich verlange ja auch gar nicht, daß Sie es durchführen, im Gegenteil, ich bin
nicht dafür da, daß ich für das Glück anderer Völker sorge, sondern ich fühle mich ausschließlich
verantwortlich für mein eigenes Volk. Dafür arbeite ich. Ich werde zu meinen schlaflosen Nächten mir
noch eine dazu bürden für das Ausland!" Und trotzdem, sie sagten: "Nein, schon das Beispiel, Ihr
Beispiel, das ist's eben. Das Beispiel verdirbt die guten Sitten", das heißt in dem Falle die schlechten
Gewohnheiten und die schlechten Tugenden oder Untugenden. Sie sagten: "Sie fahren mit Ihren
Schiffen da bei uns, wir können nicht erlauben, daß bei uns KdF.-Schiffe landen." "Warum nicht?" "Das
verdirbt unsere Arbeiterschaft." Wieso soll das die Arbeiterschaft verderben? Ich sehe nicht ein, der
deutsche Arbeiter hat mehr gearbeitet als je zuvor, warum soll er sich dann nicht erholen? Ist es nicht
geradezu ein Witz, wenn heute dieser Mann aus dem Weißen Hause sagt: "Wir haben ein
Weltprogramm, und dieses Weltprogramm soll dem Menschen die Freiheit und das Recht auf Arbeit
geben?" Herr Roosevelt! Machen Sie Ihre Augen auf - das haben wir in Deutschland schon längst. Oder
wenn er sagt, es soll für Krankheit gesorgt werden. - Gehen Sie aus dem Garten unseres
Parteiprogramms heraus, das ist nationalsoziatistische, nicht Ihre Lehre, mein Herr, das ist Häresie für
einen Demokraten. Oder wenn er sagt: "Wir wollen, daß der Arbeiter auch einen Urlaub bekommt." Das
wollen Sie sehr spät, das haben wir nämlich schon durchgeführt. Und wir wären noch viel weiter, wenn
Sie uns nicht dazwischen gekommen wären.

Oder wenn er sagt: "Wir wollen die Prosperität erhöhen, auch für die breite Masse." Das sind lauter
Dinge, die in unserem Programm stehen. Er hätte das viel leichter durch führen können, wenn er keinen
Krieg angefangen hätte. Denn wir haben das ja auch ohne Krieg gemacht, vor dem Krieg. Nein, diese
kapitalistischen Hyänen denken ja gar nicht daran, so etwas zu tun. Sie sehen in uns nur das schlechte
Vorbild, und um ihre eigenen Völker zu ködern, müssen sie jetzt in unser Parteiprogramm hineinsteigen
und da so einzelne Sätze herausgreifen, diese armseligen Stümper. Und dabei machen sie das noch
dumm.

Wir haben eine geschlossene Welt hier gegen uns gehabt. Natürlich nicht nur von rechts, sondern
ebenso von links. Denn die von links sagten uns: "Wenn das gelingt, dieses Experiment, der schafft
tatsächlich, ... der bringt es fertig und schafft die Wohnungsnot weg, der bringt es fertig und führt ein
Schulsystern ein, auf Grund dessen jeder talentierte Junge, ganz egal, welche Eltern er hat oder welcher
Art die Eltern sind, weiß Gott was für eine Stellung einnehmen kann; der bringt es fertig, und macht aus
ehemaligen Landarbeitern Reichsstatthalter, der bringt es fertig und führt tatsächlich eine
Altersversorgung ein für ein ganzes Volk, der Mensch, der bringt es arn Ende fertig und führt tatsächlich
dieses Volk in Urlaub, der baut ihnen Schiffe, der bringt sie in eine geordnete und gesicherte
Lebenshaltung hinein; ja, was machen wir denn? Wir leben doch davon, daß das nicht da ist. Davon
leben wir doch, also Kampf gegen diesen Nationalsozialismus!"

Was die anderen hier geschaffen haben, ich muß doch leider sagen, das sehen ja und haben meine
Kameraden am besten in Rußland gesehen. Wir sind jetzt neun Jahre am Ruder. Der Bolschewismus ist
seit dem Jahre 1917 am Ruder - also bald fünfundzwanzig Jahre. Jeder kann ein Urteil abgeben, der nun
dieses Rußland mit Deutschland vergleicht. Was haben wir in neun Jahren geschaffen, wie sieht das
deutsche Volk aus, und was hat man dort geschaffen? Von den kapitalistischen Staaten will ich gar nicht
reden. Die kümmern sieh ja um ihre Erwerbslosen überhaupt nicht. Für einen amerikanischen Millionär
ist ein Erwerbsloser natürlich etwas, was er gar nicht sieht, weil er in die, Gegend nicht kommt, wo die
sind, und die nicht in die Gegend kommen, wo er lebt. Hier und da machen sie wohl einen
Hungermarsch nach Washington, zum Weißen Haus oder zum Kapitol, dann werden sie aber vorher
irgendwo von der Polizei auseinandergetrieben mit Gummiknüppeln und Tränengas usw.: lauter Dinge,
die im autokratischen Deutschland nicht vorhanden sind. Wir haben diese Mittel gegen unser Volk gar
nicht angewendet. Wir werden ohne Gummiknüppel und ohne diese Sachen, ohne Tränengas fertig.

Mit anderen Worten: Wir haben wirklich eine geschlossene Welt an Gegnern gegen uns gehabt, und es
ist selbstverständlich, daß im Moment der Machtübernahme sich das nur steigerte. Ich habe versucht,
eine bestimmte Außenpolitik einzuführen. Sie kennen sie schon aus meiner Kampfzeit. Ich wollte mit
drei Ländern in ein enges Verhältnis treten: mit England, mit Italien und mit Japan.

Jener Versuch, mit England zu einer Verständigung zu kommen, war gänzlich zwecklos. Es waren hier
Menschen, die aus ihrer verbohrten wahnsinnigen Ideologie, Voreingenommenheit und Verbohrtheit
nicht mehr loszubringen schienen. Sie sahen in Deutschland einen Feind. Daß die Welt sich seit den
Zeiten ihrer großen Königin Viktoria wesentlich geändert hat, das wurde den Menschen gar nicht
bewußt. Daß nicht Deutschland letzten Endes ihr Ernpire bedrohte, sondern daß dieses Empire
überhaupt nur aufrecht zu erhalten war, wenn sie eine enge Verbindung zu Europa fanden, das wurde
ihnen nicht bewußt. Im Gegenteil, sie kämpften gegen Europa bei jeder Gelegenheit. Und hier war vor
allem der Mann, den ich schon ein paarmal erwähnte: Churchill. Jeder Versuch, an diesen Mann auch
nur den Gedanken einer Verständigung heranzubringen, scheiterte an seinem sturen: "Ich will einen
Krieg haben." Mit diesem Mann war überhaupt nicht zu reden, und um ihn stand jene Clique von Duff
Cooper - also, es ist ja traurig, wenn man bloß den Namen nennt, es sind ja wirklich solche Nullen! Es ist
ja interessant., wie sie selber, wenn irgendwo ein Mann hinkommt, wie jetzt Wavell, sofort
herausgeschmissen werden. Aber das macht nichts. Das sind unzerbrechliche Eier: wo sie auch hinfallen,
bleiben sie irgendwie wieder eine Zeitlang liegen. Sie sind eben durchgehend zu lange in Kalk gelegen -
und das schadet, auf Jahrhunderte gesehen, Generationen, Geschlechtern und auch einzelnen
Menschen. Von den Juden will ich auch hierbei nicht reden - sie sind unsere alten Gegner sowieso, sie
haben durch uns eine Durchkreuzuiig ihrer Pläne erfahren, und sie hassen uns mit Recht, genau so wie
wir sie hassen. Wir sind uns im klaren, daß dieser Krieg ja nur damit enden könnte, daß entweder die
germanischen Völker ausgerottet werden, oder daß das Judentum aus Europa verschwindet. Ich habe
am 1. September 1939 im Deutschen Reichstag es schon ausgesprochen - und ich hüte mich vor
voreiligen Prophezeiungen -, daß dieser Krieg nicht so ausgehen wird, wie die Juden sich es vorstellen,
nämlich daß die europäischen arischen Völker ausgerottet werden, sondern daß das Ergebnis dieses
Krieges die Vernichtung des Judentums ist. Zum erstenmal werden nicht andere allein verbluten,
sondern zum erstenmal wird diesesmal das echt altjüdische Gesetz angewendet: Aug' um Aug', Zahn um
Zahn!

Und je weiter sich dieser Kampf ausbreitet. um so rnehr wird sich mit diesem Kampf - das miag sich das
Weltjudentum gesagt sein 1assen - der Antisemitismus verbreiten. Er wird eine Nahrung finden in jedem
Gefangenenlager, er wird eine Nahrung finden in jeder Familie.. die aufgeklärt wird, warum sie letzten
Endes ihre Opfer zu bringen hat. Und es wird die Stunde kommen, da der böseste Weltfeind aller Zeiten
wieder wenigtens vielleicht auf ein Jahrtausend seine Rolle ausgespielt gaben wird.

Mit England war dieser Versuch vergeblich, was ich auch alles getan habe, wie oft ich auch die Hand
hinhielt, was ich ihnen auch angeboten hatte - zu meinem wirklich tiefsten Leidwesen.

Ich war um so glücklicher, daß ich dafür mit dem zweiten Staat dieses Verhältnis gefunden habe, das wir
einst austrebten. Das ist eigentlich gar kein Wunder, sondern es wäre fast ein Wunder, wenn es anders
gelaufen wäre. Denn es ist schon - ich habe das heute einer Deputation gesagt - kein Zufall, wenn zwei
Völker im Laufe von kaum hundert Jahren fast genau die gleichen Schicksale erleben. Im vergangenen
Jahrhundert: Deutschland kämpft um seine staatliche Wiedergeburt, um seine staatliche Einigung. Und
Italien kämpft um seine staatliche Einigung. Und zum ersten Male sind damals beide Staaten auch
einmal miteinander gegangen. Dann gehen beide Staaten auseinander, und beide Staaten finden nicht
mehr ihr Glück. Und nun kommt in beiden Staaten eine Revolution fast zur selben Zeit, ideenähnlich, wie
das bei zwei verschiedenen Völkern überhaupt nur denkbar ist. Beide Revolutionen nehmen fast den
gleichen Verlauf. Überall schwere Rückschläge, am Ende aber doch der Sieg. Beide Revolutionen ein
Programm sozialistischer und nationaler Wiedergeburt. Beide Revolutionen führen dieses Programm
unbeirrbar durch. Beide erregen den Haß ihrer Umwelt, beide Revolutionen vertreten Völker, die auf
ihrem eigenen Grund und Boden nicht das tägliche Brot finden trotz allen Fleißes. Beide Völker stehen
eines Tages ohne ihren Willen den gleichen Feinden gegenüber, der gleichen internationalen Koalition.
Es begann schon im Jahre 1935, als sich plötzlich England gegen Italien wendete ohne jede
Veranlassung. Italien hat England gar nichts genommen. Einfach aus dem Grunde heraus: "Wir wollen
nicht, daß Italien seine - ich möchte sagen - Lebensfreiheit bekommt." Genau wie bei uns: "Wir wollen
nicht, daß Deutschland seine Lebensfreiheit bekommt." - Was haben wir England genommen? Was
wollten wir England nehmen, was Frankreich, was überhaupt Amerika? Gar nichts! Wie oft habe ich
ihnen den Frieden angeboten. Uberhaupt, was sollte ich ihnen denn anbieten? Es waren Männer, die
einfach erklären - Herr Churchill sagt: "Ich will Krieg haben" und mit ihm eine gewisse Clique dazu, und
hinter ihm, hinter diesem bestechlichen, betrunkenen Subjekt, die zahlenden Kräfte seines
internationalen Judentums, und auf der anderen Seite ein alter Freimaurer, der nur durch einen Krieg
glaubt, seine bankrotte Wirtschaft vielleicht noch einmal sanieren zu können oder wenigstens Zeit zu
gewinnen. So stehen wieder die beiden Staaten den gleichen Feinden gegenüber, aus ganz den gleichen
Gründen. Und sie sind gezwungen, miteinander zu kämpfen, den gleichen Kampf zu führen, auf Leben
und auf Tod miteinander verbunden zu sein.
Und dann kommt noch etwas viertes. Das habe ich auch heute erwähnt: In beiden Fällen sind es
Männer, zwei Männer, die aus dem Volke gekommen sind, die Revolutionen begründeten und die die
Staaten emporführten. Ich habe in den letzten Wochen sehr viel auch in den wenigen freien Stunden,
die ich hatte, über die italienische faschistische Revolution gelesen, und mir kam es dabei vor, als wenn
ich die Geschichte meiner eigenen Partei vor mir hätte: So ähnlich, so gleich, dasselbe Ringen, die
gleichen Feinde, die gleichen Gegner, die gleichen Argumente; es ist wirklich ein eigenartiges Wunder.
Und nun kämpfen wir auch auf gleichen Kriegsschauplätzen, Deutsche in Afrika, Italiener auf dem
Ostkriegssehauplatz. Wir kämpfen gemeinsam, und man soll sich nicht täuschen: Dieser Kampf wird bis
zum gemeinsamen Sieg durchgeführt!

Und nun ist endlich auch der dritte Staat zu uns gestoßen, zu dem ich auch immer gute Beziehungen
wollte seit vielen Jahren. Sie kennen das alle aus "Mein Kampf": Japan!

Und damit sind nun die drei großen Habenichtse vereint, und wir wollen nun sehen, wer in diesem
Kampf die Stärkeren sind: diejenigen, die nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen haben, oder
diejenigen, die alles zu verlieren und nichts zu gewinnen haben. Denn was will England gewinnen? Was
will Amerika gewinnen? Was wollen sie alle gewinnen? Sie haben so viel, daß sie mit dem, was sie
besitzen, nichts anzufangen wissen: wenige Menschen auf dem Quadratkilometer brauchen sie zu
ernähren, sie haben alle die Sorgen nicht, die wir haben. Eine einzige schlechte Ernte bedeutet für uns
ein nationales Unglück - ihnen steht eine ganze Welt zur Verfügung. Sie haben uns einst jahrzehntelang
ausgeplündert und ausgebeutet und ausgepreßt, und trotzdem konnten sie ihre eigene Wirtschaftsnot
nicht beseitigen. Sie haben Rohstoffe, soviel sie überhaupt bergen wollen, und sie bringen es nicht
fertig, mit ihren Problemen tatsächlich eine vernünftige Lösung zu finden. Wir werden nun sehen, wem
die Vorsehung in diesem Kampf den Siegerpreis gibt! Demjenigen, der alles hat und der dem anderen,
der fast nichts hat, noch das Letzte wegnehmen will, oder demjenigen, der das verteidigt, was er als sein
Letztes sein eigen nennt. Und wenn ein britischer Erzbischof zu Gott betet, daß er den Bolschewismus
über Deutschland und über Europa als Strafe schicken möchte, so kann ich nur sagen: über Deutschland
kommt er nicht, aber ob er nicht über England kommt, das ist eine andere Frage. Und dann kann dieser
alte Sünder und Gottesfrevier vielleicht einmal versuchen, ob er mit seinem Gebet diese britische Gefahr
selber bannen wird. Wir haben England, Frankreich, wir haben Amerika nie etwas getan. Trotzdem
erfolgte im Jahre 1939 nun die Kriegserklärung. Und sie hat sich nunmehr erweitert.

Nun müssen Sie mich aus meiner ganzen Geschichte heraus aber auch richtig verstehen. Ich habe einmal
ein Wort ausgesprochen, das das Ausland gar nicht begriff. Ich sagte: Wenn schon der Krieg
unvermeidlich ist, dann will lieber ich ihn führen; nicht weil ich nach diesem Ruhm durste - im Gegenteil:
ich verzichte hier auf jeden Ruhm gerne, das ist in meinen Augen gar kein Ruhm. Mein Ruhm wird. wenn
mir die Vorsehung das Leben erhält, einmal doch in den großen Werken des Friedens bestehen, die ich
noch zu schaffen gedenke! Aber weil ich glaube, daß, wenn schon die Vorsehung es so gefügt hat, daß
dieser Kampf nach dem unerforschlichen Willen dieser Vorsehung ausgefochten werden muß, dann
allerdings kann ich die Vorsehung nur bitten, daß sie mich mit der Last dieses Kampfes betraut, daß sie
sie mir aufbürdet. Ich will sie tragen und will vor keiner Verantwortung zurückscheuen. Ich will in jeder
Stunde, in der eine Not kommt, will ich diese Last auf mich nehmen. Jede Verantwortung will ich tragen,
so wie ich sie bisher getragen habe. Ich habe die größte Autorität in diesem Volk. Es kennt mich, es weiß,
was ich in diesen Jahren vor dem Kriege Unendliches an Plänen vorhatte. Es sieht überall die Zeugen des
Beginns dieser Arbeit, zum Teil auch die Dokumente der Vollendung. Ich weiß, daß dieses Volk mir
vertraut. Ich bin so glücklich, das zu wissen. Das deutsche Volk darf aber auch von einem überzeugt sein:
ein Jahr 1918 wird, solange ich lebe, nie passieren! Es wird niemals diese Fahne sinken!

Ich bin glücklich, daß zu unseren Soldaten nun so vielee Verbündete gestoßen sind: Im Süden Italien,
ganz im Norden Finnland und dazwischen nun all die anderen Nationen, die auch ihre Söhne hier nach
dem Osten schicken: Ob das nun Rumänen sind oder Ungarn, Slowaken oder Kroaten, Spanier, Belgier,
ja selbst Franzosen haben sich an diesem Platz getroffen ... und dazu die Freiwilligen unserer
germanischen Staaten aus dem Norden und aus dem Westen. Es ist schon heute ein Krieg Europas. Und
endlich im Osten als neuer Verbündeter, der einem Herrn seine lächerlichen Phrasen schon
ausgetrieben hat: Japan.

Über den Krieg selbst will ich wenig sprechen. Hier spricht bereits die Geschichte: 1939 die Erledigung
von Polen, 1940 Norwegen und Frankreich und England, Niederlande und Belgien, 1941 erst der Balkan
und dann endlich der Staat, von dem uns Mister Cripps erst vor ein paar Tagen nun in seiner
Plauderhaftigkeit versichert hat, daß er sich schon seit Jahren auf die Auseinandersetzung mit
Deutschland vorbereitet hatte. Ich wußte das. Im Moment, in dem mir klar wor, daß hier ein falsches
Spiel gespielt wurde, im Augenblick, in dem ich erfuhr, daß Herr Churchill bei seinen Geheimsitzungen
bereits auf diesen neuen Verbündeten hinwies, in der Stunde, in der sich hier in Berlin Molotow
verabschiedete, und zwar verabschiedete unter den Auspizien einer gescheiterten Verständigung - denn
er forderte Dinge, die ich nicht mehr billigen konnte -, im selben Augenblick war mir klar, daß diese
Auseinandersetzung kommen mußte.

Und auch hier bin ich dem Schicksal dankbar, daß es mich an die Spitze des Reiches gestellt hat, so daß
nicht dem anderen die vierzehn Tage oder drei Wochen Zeit vergönnt worden sind, den ersten Stoß zu
führen. Denn wenn schon gekämpft werden muß, dann stehe ich auf dem Standpunkt, daß der erste
Hieb oft der entscheidende ist.

Und wir haben das auch in Ostasien erlebt. Wir können Japan nur beglückwünschen, daß es, statt noch
mit diesem verlogenen Subjekt herumzufeilschen, kurzerhand zugeschlagen hat.

Und nun kämpfen seit diesem 22. Juni unsere Soldaten im Osten einen Kampf, der einmal in die
Geschichte eingehen wird als ein Heldenlied unseres Volkes. Auf dem Meere unsere Seestreitkräfte und
unsere U-Boote, die jetzt das zuschanden machen, was dieser Präsident Roosevelt beabsichtigt hatte. Er
hatte die Absicht, durch immer neue Deklarationen amerikanischer Hoheitsgebiete die deutsche U-
Bootwaffe allmählich aus dem Ozean durch einfache Akte zu verdrängen und auf einen ganz kleinen
Weg zu fähren, der dann von den britischen Seestreitkräften hätte geschätzt werden können. Und das,
meine Volksgenossen, war auch der Grund des Zurückgehens der Versenkungsziffern, nicht etwa die
mangelnde Zahl oder sinkende Zahl der U-Boote. Im Gegenteil! Sie ist ungeheuer gestiegen. Auch nicht
etwa der mangelnde Mut unserer Besatzungen, auch nicht die Unmöglichkeit, überhaupt anzugreifen,
sondern ausschließlich dieser Versuch, auf dem Weg von Deklarationen uns in unserer Handlungsfreiheit
einzuengen.
Sie werden verstehen, daß es für mich immer eine Uberwindung war, abzuwägen, ob man nun mit
diesem ganzen Lug und Trug Schluß machen solle, oder um des lieben Friedens willen sich eine neue
Beschränkung doch auferlegen lassen muß. Der Angriff Japans hat uns endlich dieser Not enthoben.
Jetzt werden sie Geleitzüge hauen können auf allen Ozeanen der Welt, und jetzt werden sie sehen, wie
unsere U-Boote arbeiten. Und was sie auch für Pläne haben mögen und wie sie auch aussehen mögen,
wir sind für alles gewappnet, vom Norden bis zum Süden, von der Wüste bis nach dem Osten. Und über
eines mögen sie auch sich im klaren sein. Ich habe das schon einmal gesagt: Sie stoßen heute auf ein
anderes Deutschland als auf das Deutschland von einst, sie stoßen jetzt wieder auf ein friderizianisches.
Wir werden fechten, wo wir stehen, keinen Fußbreit Boden ohne Kampf aufgeben. Und wenn wir einen
Fußbreit aufgeben, sofort wieder vorstoßen. Und wir sind ja so glücklich, es seit gestern zu wissen, daß
unser Generaloberst Rommel mit seinen tapferen italienischen und deutschen Panzer- und Mot.-
Männern in dem Moment, in dem sie glaubten, ihn geschlagen zu haben, sofort wieder kehrt machte
und wieder zurückschlug. Und sie werden das solange erleben, bis dieser Krieg mit unserem Sieg
geendet haben wird.

Zu diesen beiden Waffen kommt als dritte unsere Luftwaffe. Ihr Ruhm ist ein unvergänglicher. Was sie
geleistet hat in Einsätzen in der arktischen Kälte im hohen Norden, im Osten oder in der Hitze der Wüste
oder im Westen: Es ist überall das gleiche: ein Heldentum, das man mit Auszeichnungen überhaupt nicht
rühmen kann.

Diese drei Waffen, sie umfassen nun alles das, was zu ihnen gehört, denn ich kann hier nicht einen
einzelnen Mann herausheben. Nur eine muß ich immer wieder betonen: Es ist unsere Infanterie. Sie
leistet am Ende das Höchste.

Und hinter diesen Waffen da steht eine riesenhafte Verkehrsorganisation mit Zehntausenden und
Zehntausenden an Kraftfahrern und an Eisenbahnern, und sie alle, sie setzen sich ein und werden auch
die schwersten Aufgaben meistern, denn das ist selbstverständlich: Leicht war die Umstellung vom
Vorwärtskrieg zur Verteidigung im Osten nicht. Die Verteidigung hat uns nicht der Russe aufgezwungen,
sondern nur 38 und 40 und 42 und zum Teil 45 Grad Kälte waren es. Und in dieser Kälte, da kann eine
Truppe, die das von sich aus nicht gewohnt ist, zunächst so wenig kämpfen, als sie in der Gluthitze der
Wüste in gewissen Monaten kämpfen kann. Allein, in diesem Moment, da diese schwere Umstellung
notwendig war, da habe ich es wieder als meine Aufgabe angesehen, die Verantwortung auch dafür auf
meine Schultern zu nehmen. Ich wollte dadurch meinen Soldaten noch näherrücken, und ich will ihnen
an dieser Stelle, so weit sie es heute an diesen eisigen Fronten hören, nur versichern: Ich weiß, was sie
leisten, aber ich weiß auch, daß das Schwerste hinter uns liegt. Wir haben heute den 30. Januar. Der
Winter war die große Hoffnung dieses ostischen Gegners. Er wird ihm diese Hoffnung nicht erfüllen. In
vier Monaten waren wir fast bis Moskau und Leningrad gerückt. Vier Monate des Winters im Norden
sind jetzt vorbei. Er ist wenige Kilometer an einzelnen Stellen vorwärtsgekommen und hat dort
Hekatomben an Blut und Menschenleben geopfert. Eis mag ihm das gleichgültig sein. Aber es wird in
wenigen Wochen im Süden bereits sich der Winter brechen, und es wird dann der Frühling weiter nach
dem Norden ziehen, das Eis wird schmelzen, und es wird dann die Stunde kommen, wo der Boden
wieder hart und fest wird, und wo der deutsche Musketier mit seinem Gerät auf ihm wieder operieren
kann und wo neue Waffen aus der Heimat nachströmen werden, und wo wir wieder schlagen werden
und diejenigen rächen wollen, die jetzt nur allein diesem Frost zum Opfer gefallen sind. Denn das kann
ich ihnen sagen, der Soldat vorne, der hat das Gefühl einer turmhohen Überlegenheit über den Russen.
Ihn mit jenem zu vergleichen, würde eine Beleidigung sein. Das Entscheidende ist nur, daß diese
Umstellung vom Angriff zur Verteidigung gelang, und ich darf sagen: sie ist gelungen. Diese Fronten, sie
stehen, und wo so einzelne Russen durchbrechen, und wo sie irgendwo auch glauben, einmal
Ortschaften zu besetzen, es sind keine Ortschaften, es sind nur Trümmerhaufen. Was bedeutet das
gegenüber dem, was wir besetzt haben, was wir in Ordnung bringen und was wir im kommenden
Frühling und vom Frühling ab in Ordnung bringen werden!

Denn hinter dieser Front steht heute eine ihr würdige deutsche Heimat. Ich habe neulich angesichts der
Erkenntnis, daß das, was alles vorbereitet war, zum Schutze gegen den Frost noch lange nicht genügen
konnte, einen Appell an das deutsche Volk gerichtet. Ich wollte ihm selbst, diesem Volk nun den Dank
aussprechen. Dieser Appell war auch eine Abstimmung. Wenn die anderen von Demokratie reden: Das
ist die wahre Demokratie! Sie hat sich gezeigt in diesen Tagen. Und ich weiß, was so viele kleine
Menschen dabei gegeben haben, aber dieses Mal auch viele, viele, denen es schwer geworden war
vielleicht oder früher als unmöglich erschienen wäre, sich von einem kostbaren Pelz zu trennen. Sie
haben ihn heute doch hergegeben in der Erkenntnis, daß das kleinste Tier mehr wert ist als der
kostbarste Pelz. Und ich habe dafür gesorgt, daß es dabei nicht so zuging wie im Weltkrieg, da die
Heimat Kupfer ablieferte und eine Kupferablieferungsgesellschaft 2260 % Dividende auszahlte, da die
Heimat andere Sachen, Leder, abliefern mußte oder kein Leder bekam, und die
Lederverwertungsgesellschaft 2700 % Dividende ausgezahlt hat. Wer an dem sich bereichert im Dritten
Reich, der stirbt! Denn ich weiß es nicht, ob nicht da vorn ein kleiner armer Musketier ist, dem vielielcht
durch einen Wollhandschuh seine Hand gerettet werden könnte, oder der vielleicht vor einer Erfrierung
geschützt werden könnte durch eine warme Weste, die ihm zu Hause einer wegnimmt. Ich werde hier
die Interessen des Soldaten vertreten, und ich weiß, daß das ganze deutsche Volk dabei hinter mir steht!

So kann ich Ihnen nur eines zur Versicherung geben an diesem 30. Januar: Wie dieses Jahr ausgehen
wird, weiß ich nicht. Ob der Krieg darin sein Ende nimmt, weiß ich nicht. Aber eines weiß ich: Wo der
Gegner auch auftritt, wir werden ihn in diesem Jahr wieder schlagen, genau wie bisher! Es wird wieder
ein Jahr großer Siege sein. Und so wie ich früher die Fahne zu jeder Zeit hochhielt, so werde ich sie jetzt
erst recht hochhalten, denn in welch einer anderen Lage befinde ich mich heute!

Meine deutschen Volksgenossen! Meine Soldaten! Wir haben hinter uns eine glorreiche Geschichte, und
man zieht so gerne Vergleiche mit dieser Geschichte. In dieser Geschichte haben oft deutsche Helden
gekämpft in scheinbar aussichtslosem Unterlegensein. Wir dürfen vor allem gar keinen Vergleich ziehen
etwa zur friderizianischen Zeit. Dazu haben wir kein Recht. Wir haben die stärkste Armee der Welt. Wir
haben die stärkste Luftwaffe der Welt. Friedrich der Große mußte gegen eine Übermacht kämpfen, die
geradezu erdrückend war. Als er den ersten Schlesischen Krieg führte, standen 2,7 Millionen Preußen
gegen einen Staat von damals immerhin 15 Millionen. Als er den dritten zu führen gezwungen wurde in
sieben Jahren, da standen 3,1 oder 3,8 Millionen Preußen gegen rund 50 oder 54 Millionen andere. Ein
Mann mit eisernem Willen hat durch alle Rückschläge hindurch das hochgehalten und hat an seinem
Erfolg nie verzagt, und wenn er verzagen wollte, sich immer wieder zurechtgerissen und dann die Fahne
in seine starke Hand genommen. Was wollen wir davon nun heute reden? Wir haben einen Gegner vor
uns, der uns zahlenmäßig überlegen sein mag. Aber wir werden ihm im Frühjahr zahlenmäßig mindest
ebenbürtig sein. Aber wir werden ihn waffenmäßig wieder schlagen. Es kommt dann wieder unsere Zeit.
Und so wird es überall sein. Vor allem aber: Wir haben heute Verbündete. Es ist auch nicht mehr die
Weltkriegszeit. Was allein Japan hier im Osten leistet, ist für uns überhaupt nicht abschätzbar. Uns bleibt
gar kein anderer Weg als der Weg des Kampfes und der Weg des Erfolges. Er mag schwer sein, oder er
mag leicht sein -er ist niemals schwerer als die Kämpfe unserer Vorfahren waren. Er wird daher auch
nicht leichter sein. Und wir dürfen nicht erwarten. daß er leichter sein soll, als es diese Kämpfe gewesen
sind. Damit aber erfüllen wir so recht die ganzen Opfer, die unsere Soldaten bringen. Wer kann das
mehr begreifen als ich, der ich selbst einst Soldat gewesen war. Ich fühle mich auch heute als der erste
Musketier des Reiches. Ich habe in der Zeit, da ich selbst nur Musketier war, meine Pflicht erfüllt. Ich
erfülle sie heute genau so unbeirrbar. Aber ich verstehe alles Leid meiner Kameraden, weiß alles, wie es
um sie ist. Ich kann daher und will daher gar keine Phrase gebrauchen. Das würden sie nicht verstehen.
Ich kann ihnen nur eines sagen, die Heimat ahnt es schon, was sie durchzumachen haben. Die Heimat
ahnt es schon, was es heißt, bei 35, 38, 40, 42 Grad Kälte im Schnee und im Eis zu liegen und diese
Heimat zu verteidigen. Aber weil die Heimat das weiß, will sie auch alles tun, was sie tun kann, um ihnen
dieses Los zu erleichtern. Sie will arbeiten, und sie wird arbeiten! Und ich muß sie auffordern: Deutsche
Volksgenossen zu Hause, arbeitet, schafft Waffen und schafft wieder Munition! Ihr spart damit manchen
und zahlreichen Kameraden da vorne das Leben.

Arbeiter, schafft und arbeitet an unseren Transportmitteln, daß das alles nach vorn kommt. Die Front,
die wird dann stehen, die wird ihre Pflicht erfüllen, da kann die deutsche Heimat unbesorgt sein. Und
das Gebet dieses Teufelspriesters, der wünscht, daß Europa vorn Bolschewismus bestraft wird, wird
nicht in Erfüllung gehen, sondern das Gebet wird in Erfüllung gehen- Herrgott, gib uns die Kraft, daß wir
uns die Freiheit erhalten, unserem Volk, unseren Kindern und unseren Kindeskindern, nicht nur uns
Deutschen, sondern auch den anderen Völkern Europas. Denn es ist nicht ein Krieg, den wir alle dieses
Mal führen nur für unser deutsches Volk allein, es ist ein Krieg für ganz Europa und damit wirklich für die
ganze Menschheit.
Adolf Hitler Rede am 15. Oktober 1933
Bei der Grundsteinlegung zum Haus der Deutschen Kunst in München

Kein Wiederaufstieg ohne Wiedererweckung deutscher Kultur und Kunst

Es ist herrlich, in einer Zeit zu leben, die ihren Menschen große Aufgaben stellt.

Als die Regierung der nationalen Erhebung die Verantwortung übernahm, übernahm sie damit die
Pflicht, die Aufgaben zu meistern, die wir alle vor und um uns sehen. Ein Volk ist zusammengebrochen
und soll seine Wiederaufrichtung erleben. Wir wollen heute nicht hadern über das Unglück, das uns
getroffen, die Katastrophe, die uns gestürzt hat. Wir wollen nur erkennen, daß das Gebrochene wieder
aufgerichtet werden muß und daß der Verfall sich wieder zu neuem Leben wende.

Furchtbar sind Not und Elend über unser Volk gekommen. Eine stolze Wirtschaft, einst blühend und
reich, scheint zu verfallen. Millionen fleißige Menschen verdammt die Arbeitsnot zum Müßiggang. Die
Proletarisierung reißt immer neue Lebensstände in ihre Tiefe. Das Gefüge unserer Gesellschaft geht in
Brüche, ja selbst an die Pforten der Tempel unseres Glaubens pocht die Faust der Träger einer neuen
Weltzerstörung. Unrast und Unfriede überall. Deutschland wehrlos und rechtlos, das Volk erfüllt von
Verzagtheit und Verzweiflung! Uns hat das Schicksal die herrliche Aufgabe gestellt, in dieser Not zu
kämpfen, die Herzen dieser verzagten Menschen wieder mit Glauben und Vertrauen zu erfüllen, die
Wirtschaft in Ordnung zu bringen, den Millionen Feiernden Arbeit zu geben, die Stände vor der
Vernichtung zurückzureißen, eine neue Gesellschaft aufzubauen und ihre Feinde mit eiserner Faust zu
zügeln, die Nation, ihre sachlichen, moralischen und kulturellen Güter in Schutz zu nehmen vor den
Elementen der Zerstörung. Eine kühne und stolze Mission!

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Wenn wir die Wiederaufrichtung unseres Volkes als Aufgabe
unserer Zeit und unseres Lebens empfinden, sehen wir vor uns nicht nur die leidende Wirtschaft,
sondern ebenso die bedrohte Kultur, nicht nur die Not des Leibes, sondern nicht weniger die Not der
Seele, und wir können uns keinen Wiederaufstieg des deutschen Volkes denken, wenn nicht wieder
ersteht auch die deutsche Kultur und vor allem die deutsche Kunst. Wir vollziehen heute einen
symbolischen Akt. Eine tragische Verkettung von Zufall, Schuld und Ungeklärtem vernichtet in einer
Nacht ein Haus, das für immer verbunden bleiben wird mit dem künstlerischen Schaffen nicht nur einer
Stadt, sondern der ganzen deutschen Nation. Schätze des deutschen Gemütes und der deutschen Kunst
sind den Flammen zum Opfer gefallen. Allein, was damals in wenigen Stunden der Vernichtung verfiel,
kann nicht Vernichtung sein für alle Zukunft. Indem wir uns schmerzlich von dem Verlorenen trennen,
beginnen wir vertrauensvoll mit dem Blick in die Zukunft den Aufbau des Neuen.

Ein Haus der Deutschen Kunst soll erstehen, der alte Glaspalast, durch viele Jahrzehnte ein Merkmal
dieser Stadt, sich verwandeln in ein Denkmal unserer Zeit.

Das junge Deutschland baut seiner Kunst sein eigen Haus.

Wenn es aber diesen Bau der deutschen Kunst der Stadt München gibt, bekennt es sich zum Geiste
desjenigen, der einst als bayerischer König diese Stadt zu einer Heimstätte der deutschen Kunst erhob.
Indem wir alle die Größe der Verdienste ermessen, die diese Kultstätte deutschen Kunstschaffens und
Kunstlebens für sich buchen kann, gehorchen wir nicht nur der Stimme des Herzens, sondern auch dem
Gebot der Gerechtigkeit, gerade diese Stadt für alle Zukunft zum Mittelpunkt eines neuen
Kunstschaffens und Kunstlebens zu wählen.

Ein Volk sind wir, ein Reich wollen wir sein! So fanatisch wir für die Größe dieses Reiches, für seinen
Frieden, aber auch für seine Ehre eintreten, so wenig wir dulden, daß irgendein Geist der Zwietracht die
Einheit der Nation bedrohe, unverständige Eigenbrödelei die Kraft des politischen Willens schwäche, so
sehr hängen wir an der Eigenart der deutschen Lande und wollen pflegen den Reichtum der
Vielgestaltigkeit unseres inneren Lebens.

Wenn ich heute in stolzem Glück mithelfen kann, diesen Grundstein zu legen, dann hoffe ich damit,
dieser Stadt und dem Lande den Weg zu weisen in die Zukunft.

Nicht im Hader oder kleinen eifersüchtigen Streit mit anderen Brüdern unseres großen deutschen
Vaterlandes haben wir die Möglichkeit des Eigenlebens Bayerns und seiner Hauptstadt zu sehen,
sondern im Bekenntnis der unlöslichen Verbundenheit mit dem ganzen deutschen Volk sowie in der
Größe des Beitrages, den dieser Stamm und diese Stadt hier leisten zur Größe des Reiches und zur
Größe der deutschen Nation.

Dann aber wollen wir treu bleiben der Eigenart dieser Stadt. Wenn Berlin Hauptstadt des Reiches ist,
Hamburg und Bremen die Hauptstädte der deutschen Schiffahrt, Leipzig und Köln Hauptstädte des
deutschen Handels, Essen und Chemnitz Hauptstädte der deutschen Industrie, dann soll München
wieder werden Hauptstadt der deutschen Kunst.

Sie findet damit den Weg zurück zu ihrer eigentlichen Größe. Was ein kleines Geschlecht nicht begriff,
müssen wir zur Freude und zum Nutzen des ganzen deutschen Volkes erfüllen: Möge diese Stadt sich
wieder zurückbesinnen auf ihre eigenste Mission, Stätte des Erhabenen und des Schönen zu sein, auf
daß sich wieder als Wahrheit erweise, daß man diese Stadt gesehen haben muß, um Deutschland zu
kennen.

In diesem Sinne wollen wir zum ersten schönen Bau des neuen Reiches hier den Grundstein legen,
einem deutschen Baumeister s zu verdanken, der Stadt München zu treuen Händen, der deutschen
Kunst zu eigen.
Adolf Hitler Rede auf der Kulturtagung des Parteitag Der NSDAP in Nurnberg
1938.09.06

Scharfe Absage an kultische Verirrungen

Es ist auch für den unbelehrbarsten Gegner der nationalsozialistischen Bewegung nurmehr sehr schwer
möglich, die Erfolge des neuen Regimes wenigstens auf gewissen Gebieten so wie dies bis vor einigen
Jahren geschah, auch heute noch übersehen zu können oder glatt abzustreiten. Die Taten sprechen zu
sehr für sich. Die Herstellung einer innerlich verbundenen deutschen Volksgemeinschaft, die
Wiederaufrichtung des deutschen Selbstbewußt-seins, die Stärkung der deutschen Macht, die
Ausweitung des Reichsgebietes sind weder wegzureden noch wegzuleugnen. Der wirtschaftliche
Zusammenbruch blieb trotz aller Prophezeihungen und des kaum zu verbergenden Hoffens aus. Die
Versorgung des deutschen Volkes mit Lebensmitteln und Gebrauchsgütern darf trotz des bekannten
ungenügenden Lebensraumes als gesichert _ gelten. Der Kampf gegen die Erwerbslosigkeit endete mit
einem Erfolg, der für die demokratischen Länder um so verblüffender ist, als ihnen selbst die Lösung
dieses Problems zum großen Teil versagt blieb. Der Vierjahresplan versetzt in den Ergebnissen der
wissenschaftlichen Forschung sowohl als in der anlaufenden oder schon sichergestellten Produktion die
übrige Welt teils in bewundernde Anerkennung, teils in verbissenes Schweigen. Selbst auf dem Gebiet
der allgemeinen sozialen Fürsorge blickt man mit betroffener Nachdenklichkeit auf die Leistungen des
neuen Reiches.

Ja, es scheint sogar an manchen Orten die Erkenntnis aufzudämmern, daß sich das nationalsozialistische
Deutschland die innere Zustimmung des deutschen Volkes in einem wesentlich größeren Ausmaß
errungen hat, als es die Regierungen demokratischer Plutokratien für sich so gerne wahrhaben möchten.
Die schroffste Ablehnung, die der nationalsozialistische Staat innen und außen trotz alledem auch heute
noch erfährt, stammt aus Kreisen jener, die weder mit dem deutschen Volk oder mit seinem Leben,
noch mit den Interessen anderer Völker etwas zu tun haben: aus dem Lager des internationalen
Judentums!

Wenn ich diese Feststellungen treffe, dann lasse ich deshalb jene mehr dumm als gemein zu nennende
Lügenhaftigkeit gewisser internationaler Presseorgane außer acht, die in ihrem krankhaften jüdischen
Haß gegen das deutsche Volk zu so witzlosen Behauptungen oder Verleumdungen greifen, daß sie
zumeist schon wenige. Wochen später auch für den Einfältigsten ihre Widerlegungen zu erfahren
pflegen. Das einzige Gebiet, auf dem man heute noch glaubt, mit Erfolg gegen das neue Reich
ankämpfen zu können, ist das kulturelle. Hier versucht man, unter einem stets wirksamen Appell an die
durch keinerlei Kenntnisse getrübte Rührseligkeit der demokratischen Weltbürger den deutschen
Kulturverfall zu beklagen, das heißt, die geschäftliche Stillegung jener Elemente zu bejammern, die als
die Verkünder und Exponenten der November-Republik dem Zwischenreich ihre ebenso unnatürlichen
wie kläglichen kulturellen Charakterzüge aufzwangen und nunmehr ihre Rolle ausgespielt haben.

Nachdem es sich auch hier im wesentlichen um Juden handelt, die ja unserem deutschen Volke auf
keinen Fall näher stehen als den Engländern, Franzosen usw., ja im Gegenteil infolge ihrer welt-
bürgerlichen Veredelung von vornherein mehr in das Lager der Demokratien passen müßten, sollte man
eigentlich annehmen, daß der unbesonnene Ausstoß dieser gottbegnadeten kulturträchtigen Elemente
aus dem Dritten Reich gerade von den kulturbeflissenen, parlamentarisch-demokratischen Staaten als
erfreulicher eigener Gewinn angesehen werden würde. Allein, dem ist nicht so. So hitzig sie im
Wehklagen über die Verarmung des deutschen Kulturlebens sind, so kühl bedächtig sind sie in der Über-
und Aufnahme der dadurch endlich frei gewordenen Repräsentanten eines wahrhaft höheren
kulturellen und zivilisatorischen Menschentums. Daraus geht wohl auch hier hervor, daß der ganze
aufgeregte Jammer der internationalen demokratischen Gazetten usw. über den deutschen Kulturverfall
ein genau so aufgeregter Schwindel ist wie so viele andere Offenbarungen aus dieser Welt.

Im übrigen aber sprechen glücklicherweise trotz der für kulturelle Arbeiten so kurz bemessenen Zeit der
nationalsozialistischen Staatsführung auch hier die positiven Taten schwerer als jede negative Kritik. Wir
Deutsche können heute mit Recht von einem neu erwachenden kulturellen Leben sprechen, und zwar
findet dieses kulturelle Erwachen seine Bestätigung nicht durch gegenseitige Komplimente und
literarische Phrasen, als vielmehr durch die positiven Dokumente kultureller Schöpferkraft.

Die deutsche Baukunst, Bildhauerei, Malerei, unsere Theater usw., sie erbringen heute den
dokumentarischen Nachweis für eine künstlerische Schaffensperiode, wie sie nur in wenigen Zeitläuften
der Geschichte ähnlich reich und stürmisch vorhanden war.

Und wenn die jüdisch-demokratischen Pressemacher heute noch mit eiserner Stirn die Tatsachen von
unten nach oben umzukehren versuchen, so wissen wir doch, daß sich die deutschen kulturellen
Leistungen in wenigen Jahren ihre Weltbeachtung und -bewertung noch viel uneingeschränkter
errungen haben werden, als dies bei unseren Arbeiten auf dem materiellen Gebiet schon jetzt der Fall
ist.

Die Bauwerke, die im heutigen Reich entstehen, werden eine dauerhaftere und vor allem eindringlichere
Sprache führen als das Gemauschel unserer demokratischen internationalen Kulturbegutachter. Was
sich diese armseligen Wichte von ihren Fingern ab-schrieben und -schreiben, wird — vielleicht sogar
leider — die Welt wie so vieles andere bald restlos vergessen haben. Die gigantischen Werke im Zeichen
der kulturellen Aufrichtung des Dritten Reiches werden aber einst zum unveräußerlichen Kulturgut der
abendländischen Welt gehören, genau so, wie es die großen Kulturleistungen dieser Welt in der
Vergangenheit heute für uns sind.

Im übrigen ist es natürlich gar nicht entscheidend, ob und wie fremde Völker zu unseren kulturellen
Arbeiten Stellung nehmen, denn wir sind uns darin nicht im Zweifel, daß die kulturelle Schöpfung als die
feinfühligste Äußerung einer blutmäßig bedingten Veranlagung von nicht-bluteigenen oder verwandten
Einzelwesen oder Rassen überhaupt nicht verstanden und damit noch viel weniger gewertet werden
kann. Wir bemühen und daher auch nicht, dem internationalen Judentum etwa die deutsche Kunst und
Kultur schmackhaft zu machen.
Wir wissen, daß, wenn je ein Jude eine innere Stellung zu dieser unserer deutsch-arischen Kultur
gefunden hat oder in der Zukunft finden würde, dies nur dem Umstand zuzuschreiben sein könnte, daß
in den Stammbaum dieses Ahasver durch Zufall oder Mißgeschick einmal ein Tropfen fremden Blutes
kam, das nunmehr gegen den Juden selbst zu zeugen beginnt. Die große Masse des Judentums aber ist
als Rasse selbst kulturell gänzlich unproduktiv, sie wird sich daher auch verständlicherweise zu den
Lebensäußerungen primitiver Negerstämme mehr hingezogen fühlen als zu den kulturell hochstehenden
Arbeiten und Werken wahrhaft schöpferischer Rassen.

Es ist daher – wie schon betont – die Zustimmung oder Ablehnung aus diesen jüdisch-marxistisch-
demokratisch-internationalen Kreisen zu unserer Kulturpolitik für die Richtigkeit oder Unrichtigkeit
unseres Handelns, den Wert oder Unwert unserer Leistungen nicht nur nicht entscheidend, sondern
gänzlich belanglos. Viel wichtiger bleibt demgegenüber die Stellungnahme unseres eigenen Volkes.
Denn seine Anteilnahme oder Ablehnung ist die allein für uns als gültig anzusehende Beurteilung der
Richtigkeit unseres kulturellen Schaffens. Und ich will dabei einen Unterschied machen zwischen dem
Volk, das heißt der gesunden blutvollen und volkstreuen Masse der Deutschen, und einer
unzuverlässigen, weil nur bedingt blutgebundenen dekadenten sogenannten „Gesellschaft”. Sie wird
manchesmal gedankenlos als „Oberschicht” bezeichnet, während sie in Wirklichkeit nur das
Auswurfergebnis einer blutmäßig und gedanklich kosmopolitisch infizierten und damit haltlos geworde-
nen gesellschaftlichen Fehlzüchtung ist.

Ich mache vor allem einen Unterschied zwischen dem natürlich primitiv gesunden Empfinden dieses
Volkes und der geistreicheln-den Blasiertheit, die es sich rühmt, anders zu sein, als es die nor-malen
Menschen nun einmal Gott sei Lob und Dank sind. Soweit ich aber nun vom wirklichen Volk rede, wird
niemand bestreiten, daß es uns gelungen ist, in wenigen Jahren zwischen der deutschen Kunst und
diesem deutschen Volk wieder eine innige Verbundenheit herzustellen. In unseren Theatern sitzen
Millionen und Millionen deutsche Menschen und erfreuen sich an der Sprache unserer Dichter und an
dem Klingen einer ewig schönen Musik. Vor unseren Bauwerken stehen diese selben Millionen in
bewundernder Aufgeschlossenheit und sind glücklich, ihrem Stolz über diese großen und erhabenen
nationalen Leistungen Ausdruck geben zu können. Unsere neuen Denkmäler werden von diesem Volk
bejaht. Durch die Säle unserer Kunstausstellungen drängen sich Hunderttausende und Hunderttausende
und begleiten so das Schaffen unserer Maler in ebenso gebannter wie zustimmender Aufmerksamkeit.

Darin aber können wir den Beweis für die Richtigkeit der eingeschlagenen deutschen Kulturpolitik
sehen. Denn wenn auch jede gottbegnadete kulturelle Leistung in ihrer Entstehung einem einzelnen zu
verdanken ist, dann enthüllt doch die Flamme, die aus diesem einzelnen schlägt, eine Offenbarung, die
alle unbewußt in sich tragen. Im Augenblick, in dem sie der Öffentlichkeit durch den einen zuteil wird, ist
sie allen zu eigen, weil sie von jeher aller eigen war. Sie braucht diesem Volk dann nicht aufgeredet und
literarisch erläutert zu werden.

Es ist, als ob Millionen Menschen gewartet hätten auf diese Verkündung einer ihnen im
Unterbewußtsein wie von jeher vorschwebenden künstlerischen Offenbarung. So groß ist die
Übereinstimmung zwischen dem Gefühl und Empfinden des Volkes und der sich vollziehenden oder
enthüllenden künstlerischen Tat, daß das Volk manches Mal nur zu leicht die Taten behält und die
Schöpfer vergißt. Die größten Bauwerke der Völker sind laute Ruhmestempel für sie, aber nur zu oft
stumme Zeugen für ihre vergessenen unbekannten Meister. Man sieht in diesen Werken etwas nahezu
gottgewollt Selbstverständliches. So lebt der einzelne schöpferische Künstler in der gleich gestimmten
Veranlagung aller.

Diese tiefe innere Übereinstimmung zwischen dem gesunden Kern eines Volkes und den kulturell
großen Leistungen steht in schärf-stem Gegensatz zu jener Kunst, die entweder überhaupt nur der
Selbstbefriedigung der Fabrikanten dient oder — was noch viel öfter der Fall ist — eine
Kollektivbegebenheit darstellt zwischen dem Kunstproduzenten, dem Kunstkonsumenten und dem
Händler, das heißt in diesem Fall dem einzigen, wenn schon nicht kulturell, so aber um so mehr materiell
Gewinnenden; dieser stellt dafür die so wichtigen Beziehungen zwischen dem Produzenten und
Konsumenten her, das heißt, er organisiert jene Kunstkritik, die nichts mehr zu tun hat mit der
Betrachtung oder gar Beurteilung künstlerischer Leistungen, als vielmehr in der Vorbereitung der
Marktfähigkeit des Produktes oder in der Aufhebung dieser Marktfähigkeit die ausschließliche Aufgabe
sieht. Das Getriebe oder besser das Geschiebe dieser Kunstmacher haben wir in Deutschland
jahrzehntelang beobachten können. Es wird in wenigen Jahren vollkommen vergessen sein. Denn der
minderwertigen Moral dieses ganzen Betriebes entsprach die Qualität und damit auch die
Dauerhaftigkeit der Produkte. Das Volk aber hatte an diesen Vorgängen überhaupt keinen inneren
Anteil.

Freilich, wenn eine dekadente Gesellschaftsschicht den höchsten Nachweis ihres Wertes darin sieht, mit
dem Volke nichts zu tun zu haben, mag dies für diese Art von Kunstbetrieb zumindest so lange nützlich
sein, als diese Gesellschaftsschicht sich im Besitz der materiellen Mittel befindet. Denn letzten Endes
kommt es ja bei diesem Betrug ohnehin auf etwas anderes nicht an. Nur dort, wo man auf das Volk nicht
Verzicht leisten konnte, weil in ihm allein auch der Träger der finanziellen Erhaltung zu sehen war,
mußte man sich wohl oder übel zu Konzessionen bequemen.

Denn dieses Volk begann ansonsten zu streiken. Die verrückten Bilder hat es ohnehin nie gekauft. Die
konnte man nur einer finanziell reichen, aber kulturell blödseligen Schicht von Emporkömmlingen,
Spießern oder dekadenten Hohlköpfen aufschwatzen. Die Theater aber z. B., die mußte das Volk füllen,
und diese wurden allmählich leer. Die Ausstellungen verloren die Besucher. Von den an sich ja sehr
unbedeutenden öffentlichen Bauten nahm die breite Masse keine Notiz. Aber nicht etwa, weil sie an
sich keine Stellung zur Kunst hatte und daher kein Interesse daran vorhanden war, sondern im
Gegenteil, weil sie der einzige gesunde Kern unseres Volkes war, der dazu überhaupt noch eine
unverdorbene Einstellung besaß.

Wie sehr das Volk an den künstlerischen Leistungen einer Zeit Anteil nehmen kann, wissen wir aus
zahlreichen Beispielen der Vergangenheit und erleben es aus ebenso vielen beglückenden Anzeichen der
Gegenwart. Die größten Meisterwerke der antiken Baukunst, die Leistungen ihrer Bildhauerei und
Malerei galten als Nationaleigentum, ja als Nationalheiligtümer, aber nicht infolge irgendeines kauf-
männischen Wertes, der etwa den von den heutigen Händlern gemachten Marktpreisen entsprochen
haben könnte, nein, sondern nfolge der inneren Anteilnahme, in der ein ganzes Volk, ja damals ein
ganzer Staat, Geburt und Werden eines solchen Werkes verfolgt und erlebt hatte.
Und dies war in den Epochen der mittelalterlichen Kunst nicht anders. Die großen Künstler aber waren
in solchen Zeiten die Lieblinge des Volkes, die einzig wirklichen Könige von Gottes Gnaden, weil in ihnen
die sonst so stumme Seele eines Volkes die Kraft einer durch Gott begnadeten Äußerung erfuhr.

Es ist aber daher auch nur zu verständlich, daß nicht nur das Volk eine innere Anteilnahme zu seiner
wirklichen Kunst zu allen Zeiten besessen hat, sondern daß umgekehrt auch die Künstler in innerster
Anteilnahme all dem gegenüberstanden, was die Völker erlebten, das heißt, was die Menschen im
Fühlen, Denken und Handeln be-herrschte. Und dies nicht nur in dem mehr bildhaften Sinn, daß der
Ablauf des einzelnen menschlichen Lebens in Glück und Unglück, Reichtum und Armut, Höhe oder
Niedertracht, Liebe und Haß seine Motive abgab für die Erprobung der künstlerischen Kraft des Dichters,
Sängers oder Bildners, daß sich aus des Volkes Kampf die Helden abhoben und so für den
beschreibenden Dichter, den gestaltenden Plastiker, den Maler oder den Dramatiker den lebensvollen
Vorwurf lieferten. Nein! Die Kunst war stets im Gesamten ihrer Zeit verpflichtet. Sie mußte dem Geist
ihrer Zeit dienen und gehorchen, oder es gab keine Kunst. Ja, noch mehr: Sie stand darüber hinaus
überhaupt im Dienste der Aufgaben dieser Zeit und half damit selbst an ihrer Gestaltung mit und ebenso
an ihrer Ausprägung. Das Wesen ihres Wirkens liegt nicht in der rein beschaulichen Wiedergabe des
Inhaltes und Ablaufes, als vielmehr in der eindrucksvollsten Demonstration der Kräfte und Ideale eines
Zeitalters, mögen diese nun religiöser, kultureller, politischer Herkunft sein, oder mögen sie aus einer
neu gewordenen Gesamtschau stammen, die ihre Wurzel in der Erkenntnis eines ewigen Gesetzes hat,
das dem Menschen bisher als Theorie vielleicht verborgen geblieben war, als unbewußte oder geahnte
Kraft ihn aber in seinem ganzen Dasein und seinem Lebenskampf stets beherrschte.

So ist die Kunst des Griechentums nicht nur eine formelle Wiedergabe griechischer Lebensgestaltung
oder griechischer Landschaf-ten und ihrer Menschen, nein, sie ist eine Proklamation des griechischen
Körpers und Geistes an sich. Durch sie wird nicht Propaganda geleistet für ein einzelnes Werk, ein Sujet
oder den Künstler, sondern Propaganda geleistet für die im Griechentum uns gegen-übertretende
griechische Welt als solche. Ein Kulturideal steht vor uns auf, das uns dank seiner Kunst und unserer
eigenen blutmäßig verwandten Herkunft auch heute noch eine zwingende Vorstellung vermittelt von
einer der schönsten Epochen der menschlichen Entwicklung und deren lichtvollsten Trägern.

Und genau so zeugt die römische Kunst für die imperiale Macht des Römischen, der römischen Welt.

Der artfremd werdende Charakter derselben römischen Kunst fällt nicht durch Zufall zusammen mit der
gesellschaftlichen Entartung und dem daraus resultierenden allmählichen Zusammenbruch des antiken
Weltreichs.

Ebenso aber sehen wir in der christlichen Kunst den Herold eines Zeitalters, das in seinem gesamten
Wesen, seinen Vorstellungen, seinem Denken und Handeln einen wahrhaft schlagenden Ausdruck findet
in seinen Kirchen, seinen Skulpturen, seinen Bildwerken, seiner Musik usw., und darüber hinaus in der
sonstigen gesamten künstlerischen Behandlung des allgemeinen Lebens.

Es wird daher heute die Kunst aber ebenso der Herold und Künder jener gesamten Geisteshaltung und
Lebensauffassung sein, die die jetzige Zeit bestimmen und beherrschen.
Und dies nicht nur deshalb, weil diese Zeit den Künstlern die Aufträge erteilt, sondern weil die
Ausführung dieser Aufträge nur dann auf Verständnis stoßen kann, wenn sich in ihr das Wesen des Gei-
stes dieser Zeit offenbart. Der Mystizismus des Christentums forderte in seiner verinnerlichsten Form
und Periode eine architektonische Gestaltung der gestellten Bauaufgaben, die dem Zeitgeist nicht nur
nicht widersprach, sondern die im Gegenteil mithalf, jenes geheimnisvolle Dunkel zu erzielen, das den
Menschen bereiter sein ließ, der Weltverneinung zu gehorchen.

Der aufkeimende Protest gegen die jahrhundertelange Vergewaltigung der Freiheit der Seele und des
Willens findet sofort den Weg zu neuen Ausdrucksformen des künstlerischen Gestaltens. Die mystische
Enge und Düsterkeit der Dome begann zu weichen, und entsprechend dem freieren Geistesleben
öffneten sich die Räume zu lichten Weiten. Das mystische Halbdunkel wich einer zunehmen-den Helle.
Der unsicher tastende Übergang des 19. Jahrhunderts führte endlich in unserer Zeit zu jener Krise, die,
so oder so, ihre Lösung finden mußte. Entweder das Judentum konnte mit seinem bolschewistischen
Ansturm die arischen Staaten zerschlagen und die blutbedingten führenden eigenen Volksschichten
ausrotten, dann mußte die aus diesen Wurzeln bisher erwachsene Kultur der gleichen Vernichtung
entgegengeführt werden.

Wenn schon der Herzog fallen muß, weil der Mantel fällt, dann noch viel mehr der Mantel, wenn erst
der Herzog stürzt. Wie alle diese Prozesse sich nicht in schlagartigen Ereignissen abspielen, so ist auch
die versuchte Entthronung und Vernichtung der arischen Staaten und ihrer volkseigenen Führungen
durch den jüdischen Weltfeind nicht ein Geschehnis von wenigen Wochen oder Monaten, sondern ein
langwieriger Prozeß, bei dem wie bei anderen geschichtlichen Entscheidungskämpfen ein Höhepunkt
der Krise eintritt, in dem dann nach der einen oder anderen Seite endgültig die Würfel fallen. Diesen
Kampf um die Macht hat das Judentum auch in unserem Staat über 100 Jahre gekämpft. Dafür hat es
gerungen, sich zahlreicher Einrichtungen bemächtigt, andere Institutionen zerstört oder wenigstens
angefressen und nicht zuletzt auch das kulturelle Leben nach seinen Bedürfnissen auszurichten versucht.
Die Kunst dieser Periode war der schlagenste Ausdruck der politischen Tendenz dieser Zeit und so, wie
diese dekompositiv war, wirkte auch die Kunst im gleichen Sinne. Ihre Erscheinungsformen entsprachen
der politischen Weltauffassung, das heißt der uns bekannten Zielsetzung des Ferments der
Dekomposition der Völker und Rassen, wie Mommsen das Judentum bezeichnete.

Hätte in Deutschland der Nationalsozialismus nicht in letzter Stun-de gesiegt und den jüdischen
Weltfeind zu Boden geworfen, dann würde entsprechend der vom Judentum beabsichtigten Entwertung
unseres Volkes, politisch und menschlich gesehen, auch die Entwertung, weil Entfremdung unserer
Kunst, planmäßig fortgeschritten sein. Es ist aber daher selbstverständlich, daß nach unserem Sieg die
deutsche Kunst — und erst seitdem können wir überhaupt wieder von einer solchen reden — ihre
innersten Impulse aus jener Auffassungswelt empfängt und empfangen muß, der die national-
sozialistische Revolution zum Durchbruch und Sieg verholfen hat. Da der Sinn dieser
nationalsozialistischen Revolution nun aber keineswegs eine Zerstörung der übernommenen Werte
unseres bisherigen geschichtlichen Lebens ist, kann es auch nicht die Aufgabe der heutigen deutschen
Kunst sein, in erster Linie die negative Einstellung zur Vergangenheit zu betonen, als vielmehr dem
Gesamtkulturgut unseres Volkes, das als künstlerisches Erbe über das an-gesammelte Kulturvermögen
unserer blutbedingten Erbmasse ist, einen eigenen neuen Beitrag anzufügen. Denn es gibt keine neue
Kultur auf dieser Welt, so wenig als es eine neue Sprache gibt oder gar etwa ein neues Volk. Die Kultur
einer Nation ist der angesammelte Reichtum kultureller Schöpfungen von Jahrtausenden. Die Größe
eines kulturellen Zeitalters kann nicht gemessen werden am Umfang der Ablehnung früherer kultureller
Leistungen, als vielmehr am Umfang eines eigenen kulturellen Beitrags, von dem sich erwarten läßt, daß
er von den Nachkommen als genügend wertvoll angesehen wird, dem gesamten Kulturschatz endgültig
eingegliedert und damit wieder weitervererbt zu werden.

Es ist dabei verständlich, daß ein Volk entsprechend der im Laufe seiner geschichtlichen Entwicklung
stattfindenden Berührung mit anderen und verwandten Völkern nicht nur eine fortgesetzte Berei-
cherung seiner abstrakten Wissensgüter aufnimmt, sondern auch eine Anreicherung seiner kulturellen
Schätze erfährt. Und dies nicht nur in einem etwa materiellen Sinn gesehen durch die Übernahme oder
den Erwerb von Kunstwerken, sondern noch mehr durch die infolge der Berührung mit einer so
verwandten umliegenden Welt stattfindende allgemeine und besondere kulturelle Befruchtung. Und
dies ist niemals eine Schande, denn auf die Dauer wird ein Volk ein scheinbar fremdes Kulturgut ohnehin
nur dann übernehmen und behalten, wenn die Schöpfer und Träger wohl vielleicht sprachlich, politisch,
zeitlich verschieden oder getrennt, blutmäßig aber gleich bedingt waren oder sind. Dieser aus volklich
eigener Schöpferkraft und verwandtem Kulturschaffen aufgespeicherten gesamtkulturellen Erbmasse
einen eigenen Bei-trag anzufügen, muß der Stolz und der Ehrgeiz jedes anständigen Zeitalters und damit
jedes Zeitgenossen sein, wobei wir uns in keinem Augenblick darüber einer Täuschung hingeben, daß
genau so wie in der Vergangenheit aus einer Vielzahl kultureller Arbeiten nur ein Bruchteil erhalten
wurde, auch von unseren Leistungen nur ein Bruchteil von der Zukunft übernommen werden wird.
Entscheidend ist nur, daß dieser Bruchteil einer zahlenmäßig umfangreichen Produktion einen
Höchstwert für sich im einzelnen darstellt.

So gleicht der kulturelle Weg eines Volkes der Milchstraße des Firmaments. Aus Myriaden von
vorhandenen blassen Körpern leuchten einzelne helle Sonnen. Allein Planeten und Sonnen bestehen aus
einer Substanz und gehorchen den gleichen Gesetzen: Die gesamte kulturelle Arbeit eines Volkes hat
nicht nur nach einem Auftrag zu erfolgen, sondern in einem Geist stattzufinden. Und die Genies sollen
daher nicht als das Abnormale gelten, sondern müssen nur die überragenden Ausnahmen sein, das
heißt, ihre Werke haben durch die ihnen eigene zwingende Überlegenheit so sehr an Helligkeit zu
gewinnen, daß sie die anderen gleichgearteten Leistungen überstrahlen und so die gesunde Masse eines
Volkes in kurzer Zeit wie selbstverständlich in den Bann ihrer Leuchtkraft ziehen. Somit treten nicht nur
der Staat oder eine andere Gemeinschaft oder auch der einzelne beim Kunstwerk als Auftraggeber in
Erscheinung, sondern über allem die Erkenntnisse und Auffassungen der gesamten Geistes- und
Lebenshaltung, die ein Volk in dieser Zeit beherrschen. Sie fixieren auch die wirkliche Absicht des
Auftrages, und dieser inneren Absicht hat der Künstler dann zu dienen. Sein Werk wird damit mehr als
eine bloß äußere Erfüllung einer ihm gestellten Aufgabe, es wird, so wie es geboren ist, ein
mittragendes, ja mitgestaltendes Element des Geistes des Auftrags, das heißt des Gehaltes des Wollens
und der Ziele seiner Zeit sein.

Es ist nun stets der Beweis für die innere Begnadung des wahr-haften Künstlers, diesen auch ihn
erfassenden Gesamtwillen einer Zeit in seinem Kunstwerk auszudrücken. Vielleicht mag dies für alle am
leichtesten sichtbar bei den Werken der Baukunst gelingen. Hier ist unmittelbar zu erkennen, wie sehr
schon der Auftrag die innere Haltung und äußere Form einer Lösung bedingt. Die religiöse, innerlich
zugewandte mystische Welt des christlichen Mittelalters hat Ausdrucksformen gefunden, die nur für
diese Zeit allein möglich, ja auch nützlich sind.

Ein gotisches Stadion ist genau so undenkbar wie ein romanischer Bahnhof oder eine byzantinische
Markthalle. Die Art, in der der Künstler des Mittelalters und der Zeit des Anfangs der neueren Zeit die
künstlerische Lösung für die ihm aufgetragenen Bauten fand, ist schlechterdings schlagend und
bewundernswert. Sie spricht nicht für das absolut Richtige oder Unrichtige des Lebensgehaltes dieser
Zeit an sich, sondern sie spricht nur für die richtige Wiedergabe des nun einmal gewesenen inneren
Zustandes dieser Zeit in den künstlerischen Werken.

Es ist daher verständlich daß, insoweit es sich um den Versuch handelt, jene Welt weiterzuleben, die
künstlerischen Lösungen ebenfalls in ihr ihre befruchtenden Gedanken suchen und finden können.
Daher ist es ohne weiteres denkbar, daß, sagen wir, auf religiösem Gebiet noch immer zurückgegriffen
wird auf die Formensprache einer Zeit, in der das Christentum auch als Weltanschauung allen
Anforderungen zu genügen schien. Umgekehrt aber wird daher auch der Ausdruck einer neuen rassisch
bedingten Weltanschauung augenblicklich in jene Sphären der Vergangenheit stoßen, die eine ähnliche
Freiheit des Geistes, des Willens und der Erkenntnis bereits besessen hatten. Es ist daher verständlich,
daß die Manifestation eines europäischen Staatsgedankens künstlerisch nicht durch uns nichtssagende,
weil fremde— zum Beispiel ostasiatische—Kulturen erfolgen kann, sondern tausendfältig beeindruckt
wird von den Zeugen, Zeugnissen und Erinnerungen an jene gewaltige imperiale Macht des Altertums,
die, trotzdem sie als reale Erscheinung vor eineinhalbtausend Jahren getötet wurde, als irreale Kraft in
der Vorstellung weiterlebt und weiterwirkt.

Ja, je mehr sich der moderne Staat der imperialen Idee der antiken Weltmacht nähert, um so mehr wird
deren kultureller Gesamtaus-druck stilbildend auch in der Neuzeit in Erscheinung treten. Das Zeit-alter
des Versuches der Aufrichtung einer napoleonischen Weltmacht ist zugleich das Zeitalter des Empires.
Allein auch die merkantilen Zwecke bestimmen die Ausrichtung der Baukunst, desgleichen die
hygienischen Erkenntnisse und die damit verbundenen Forderungen. Weil das aber so ist, kann nie
zugegeben werden, daß Bauwerke, die ein Produkt und Wahrzeichen des nationalsozialistischen Zeital-
ters sein sollen, einen Auftrag erhalten oder eine Erfüllung finden von und in außerhalb des Wesens, der
Haltung und der Zielsetzung unserer Zeit liegenden Erscheinungen, und es ist hier die hohe Aufgabe der
öffentlichen Auftraggeber eines Zeitalters, nicht etwa durch die Art der Stellung ihrer Aufträge die
Anleitung für eine Fälschung des Geistes ihrer eigenen Zeit zu geben und damit die Grundlagen ihrer
eigenen weltanschaulichen Existenz in Frage zu stellen.

Der Nationalsozialismus ist eine kühle Wirklichkeitslehre schärfster wissenschaftlicher Erkenntnisse und
ihrer gedanklichen Ausprägung. Indem wir für diese Lehre das Herz unseres Volkes erschlossen haben
und erschließen, wünschen wir nicht, es deshalb mit einem Mystizismus zu erfüllen, der außerhalb des
Zweckes und Zieles unserer Lehre liegt. Vor allem ist der Nationalsozialismus in seiner Organisation wohl
eine Volksbewegung, aber unter keinen Umständen eine kultische Erscheinung.
Insoweit sich die Aufklärung und Erfassung unseres Volkes bestimmter nunmehr schon traditionell
gewordener Methoden bedient, sind diese die Ergebnisse einer Erkenntnis aus Erfahrungen, die im
Zweckmäßigen liegen. Es ist daher auch zweckmäßig, sie später als Brauchtum zu erhalten. Sie haben
aber nichts zu tun mit aus anderen Gesichtspunkten etwa entliehenen oder entnommenen Methoden
oder Ausdrucksformen, die bisher die Bezeichnung „Kult” für sich in Ansprucht genommen haben. Denn
der Nationalsozialismus ist eben keine kultische Bewegung, sondern eine aus ausschließlich rassischen
Erkenntnissen erwachsene völkisch-politische Lehre. In ihrem Sinn liegt kein mystischer Kult, sondern
die Pflege und Führung des blutbestimmten und -bedingten Volkes. Wir haben daher auch keine
Kulträume, sondern ausschließlich Volkshallen, auch keine Kultplätze, sondern Versammlungs- und
Aufmarschplätze. Wir haben keine Kulthaine, sondern Sportarenen oder Spielwiesen. Und das
Charakteristikum unserer Versammlungsräume ist nicht das mystische Dunkel einer Kultstätte, sondern
die Helligkeit und das Licht eines ebenso schönen wie zweckmäßigen Saal- und Hallenbaues. Es finden
daher in ihnen auch keine kultischen Handlungen statt, sondern ausschließlich Volkskundgebungen in
der Art, in der wir im Laufe langer Kämpfe dies erlernten und damit es gewohnt sind und es uns so
bewahren wollen.

Das Einschleichen mystisch veranlagter, okkulter Jenseitsforscher darf daher in der Bewegung nicht
geduldet werden. Sie sind nicht Nationalsozialisten, sondern irgend etwas anderes, auf jeden Fall aber
etwas, was mit uns nichts zu tun hat. An der Spitze unseres Programms steht nicht das geheimnisvolle
Ahnen, sondern das klare Erkennen und damit das offene Bekenntnis. Indem wir aber in den
Mittelpunkt dieser Erkenntnis und dieses Bekenntnisses die Erhaltung und damit Fortsicherung eines
von Gott geschaffenen Wesens stellen, dienen wir damit der Erhaltung eines göttlichen Werkes und
damit der Erfüllung einer göttlichen Plicht, und zwar nicht im geheimnisvollen Dämmerschein einer
neuen Kultstätte, sondern vor dem offenen Antlitz des Herrn.

Es gab Zeitalter, in denen das Halbdunkel die Voraussetzung für die Wirksamkeit bestimmter Lehren
war, und es gibt heute ein Zeit-alter, in dem das Licht die Grundbedingung für unser erfolgreiches
Handeln ist. Wehe, wenn aber durch das Einschleichen unklarer mystischer Elemente die Bewegung
oder der Staat selber unklare Aufträge erteilen. Und es genügt schon, wenn diese Unklarheit im Worte
liegt. Es ist schon eine Gefahr, irgendeinen Auftrag für eine sogenannte Kultstätte zu stellen, weil sich
schon daraus die Notwendigkeit für das spätere Ersinnen sogenannter kultischer Spiele und kultischer
Handlungen ergibt, die mit Nationalsozialismus nichts zu tun haben.

Unser Kult heißt ausschließlich Pflege des Natürlichen und damit auch des göttlich Gewollten.

Unsere Demut ist die bedingungslose Verbeugung vor den uns Menschen bekannt werdenden göttlichen
Gesetzen des Daseins und ihre Respektierung. Unser Gebet heißt: Tapfere Erfüllung der sich daraus
ergebenden Pflichten. Für kultische Handlungen aber sind nicht wir zuständig, sondern die Kirchen!
Wenn jedoch jemand glauben sollte, daß ihm diese unsere Aufgaben nicht genügen oder sehr schlecht
entsprechen könnten, dann muß er unter Beweis stellen, daß sich seiner Gott bedienen will, um es
besser zu machen. Keinesfalls können der Nationalsozialismus und der nationalsozialistische Staat der
deutschen Kunst andere Aufgaben stellen, als sie in unserer Weltanschauung begründet liegen.
Sie dürfen aber auch keine Aufgaben stellen, die der Kunst an sich zu erfüllen unmöglich sind. Und die
Künstler selbst dürfen nicht versuchen, Aufgaben zu lösen, die außerhalb des Vermögens der
künstlerischen Gestaltungskraft liegen.

Ich erwähne dies als unendlich wichtig, weil ein einmal eingeschlagener Irrweg unter Umständen ein
ganzes Jahrhundert künstlerisch unfruchtbar machen kann. Und es ist dabei gleich gefährlich, ob nun
der öffentliche Auftraggeber in seinen Aufträgen an sich schon versagt hat oder ob die Künstler, von
einer falschen Auffassung beherrscht, an der einzig möglichen richtigen Lösung vorbeigehen. Aus einer
falschen Zielsetzung, die von einem öffentlichen Auftraggeber in einer Zeit aufgegeben wird, kann nur zu
leicht ein falscher Ehrgeiz erwachsen, Probleme zu gestalten, die nicht gestaltbar sind. Es ist
beispielsweise auch für den Künstler, der wirklich in unserer heutigen Zeit lebt – und nur der allein wird
fähig sein, Großes zu schaffen – an sich schon unmöglich, einer weltanschaulich falschen
Auftragserteilung eine künstlerisch befriedigende Lösung zu geben. Weil der Auftrag, einen Kultraum zu
gestalten, außerhalb des Wesens und der Zielsetzung unserer heutigen Zeit liegt, ist es auch dem
Künstler gar nicht möglich, hier irgend eine befriedigende Gestaltung zu finden.

Was im Mittelalter, da die christliche Welt in all ihren Lebensäußerungen die gegebene war, zu
zwingenden baulichen Erfüllungen führte, muß heute, da der Nationalsozialismus unser Lebensschick-sal
zu bestimmen beginnt, glatt versagen. Es ist daher von vornherein unmöglich, der deutschen Baukunst
einen Auftrag zu erteilen, der gerade vom nationalsozialistischen Künstler nicht ausgeführt werden
kann, weil er außerhalb der ihn befruchtenden nationalsozialistischen Erkenntnis und Haltung liegt.

Die Diskrepanz zwischen einer solchen Auftragserteilung und dem Effekt eines sogenannten
nationalsozialistischen Kultraums ist entsetzlich, sie ist aber bedingt nicht nur durch das Versagen des
Künstlers, sondern natürlich ebenso durch das Versagen des Auftraggebers, der vergessen hat, daß der
Baumeister nicht für einen Zweck zu bauen vermag, der an sich verfehlend ist, weil er außer der Zeit
liegt und im übrigen auch gar keinen praktischen Sinn be-sitzt. Denn was soll nun dieser Kultraum,
welchem Zweck dient er, was tut sich in ihm? Außer öder Langeweile gar nichts!

Es kann daher die Baukunst in wahrhaft großen Lösungen nur dann in Erscheinung treten, wenn ihr
wahrhaft große, in der Zeit liegende Aufgaben gestellt werden. Ein Abirren von diesem Grundsatz wird
sie unfruchtbar machen, ihre Lösungen werden dann gekünstelt, verlogen, falsch und damit
unbedeutend und für die Gegenwart und Zukunft wertlos sein.

Ebensowenig kann man der Musik Aufgaben stellen, die zu erfüllen außer ihrem Vermögen liegen. Die
Musik als absolute Kunst gehorcht uns heute noch unbekannten Gesetzen. Welche Gründe der
Wohlklang für sich anzuführen hat und welche für den Mißlaut verantwortlich sind, wissen wir zur Zeit
noch nicht genau. Sicher aber ist, daß die Musik als größte Gestalterin von Gefühlen und Empfindungen
anzusprechen ist, die das Gemüt bewegen, und daß sie am wenigsten geeignet erscheint, den Verstand
zu befriedigen. Daher kann es nur zu leicht sein, daß Verstand und musikalisches Gehör nicht im
gleichen Körper anzutreffen sind. Der Verstand bedient sich zu seinen Äußerungen der Sprache.

Eine sprachlich schwer zu schildernde Welt von Gefühlen und Stimmungen offenbart sich durch die
Musik. Sie kann daher bestehen ohne jede sprachliche Deutung, und sie kann natürlich umgekehrt
mithelfen, den Eindruck einer bestimmten sprachlichen Fixierung gefühlsmäßig durch ihre Begleitung zu
vertiefen. Je mehr die Musik zur reinen Illustrierung führt, um so wichtiger ist, daß ihr die zu unter-
streichende Handlung sichtbar beigegeben ist. Das Ingenium des großen Künstlers wird dann immer
noch über die reine Handlung hinaus eine zusätzliche, nur durch die Musik erreichbare Gesamt-
stimmung und damit Wirkung geben. Ihren einmaligen Höhepunkt hat diese Kunst der Erzeugung eines
musikalischen Grund- und damit Gesamtcharakters als Stimmung in den Werken des großen Bayreuther
Meisters gefunden.

Allein auch außerdem ist es einer Anzahl gottbegnadeter Musiker geglückt, bestimmten dramatischen
Kunstwerken einen schlagen-den musikalischen Grundwert und damit Gesamtausdruck zu sichern. Die
großen Symphoniker bemühen sich, allgemeinere Stimmungen wiederzugeben, benötigen aber dabei als
Einführung für den Hörer schon öfter bestimmter allgemeiner, sprachlich niedergelegter Anhaltspunkte.
Es ist aber gänzlich unmöglich, eine Weltanschauung als Wissenschaft musikalisch zum Ausdruck bringen
zu wollen. Man kann unter Zuhilfenahme vorhandener musikalisch, das heißt besser inhaltlich
festgelegter Arbeiten von früher bestimmte Zeitgemälde entwickeln, es ist aber unmöglich, bestimmte
wissenschaftliche, politische Erkenntnisse oder politische Vorgänge musikalisch deuten oder gar
vertiefen zu wollen.

Es gibt daher weder eine musikalische Parteigeschichte noch eine musikalische Weltanschauung, ebenso
gibt es auch keine musikalische Illustrierung oder Deutung philosophischer Erkenntnisse. Dafür ist
ausschließlich die Sprache da.

Und es ist die Aufgabe unserer Dichter oder Denker nun, die Sprache so beherrschen zu lernen, daß sie
nicht nur die ihnen vorschwebenden Erkenntnisse klar und wie gestochen wiedergibt und sie damit den
Mitmenschen vermittelt, sondern daß diese selbst darüber hinaus noch durch die Beherrschung der
Klangform, die in der Sprache liegt, zum Kunstwerk erhoben wird.

Wir Deutsche können glücklich sein, eine ebenso schöne wie reiche, aber allerdings auch schwere
Sprache zu besitzen. Sie beherrschen zu lernen ist eine wunderbare Aufgabe, und sich ihrer zu bedienen,
ebenfalls eine Kunst. In ihr die Gedanken unserer Weltanschauung zum Ausdruck zu bringen, muß
möglich sein und ist möglich. Diese musikalisch darzustellen, ist weder möglich noch notwendig. Es ist
daher ein Unsinn, wenn jemand glaubt, in der musikalischen Einleitung – sagen wir – einer
Kongreßveranstaltung eine Deutung der Parteigeschichte geben zu müssen oder überhaupt auch nur
geben zu können. In diesem Fall müßte auf alle Fälle der begleitende Text die Gedankengänge des
Komponisten der Mitwelt aufhellen und verständlich machen.

Dies ist aber — wie schon betont — überhaupt gar nicht notwendig, wohl aber ist es nötig, die
allgemeinen Gesetze für die Entwicklung und Führung unseres nationalen Lebens auch auf dem Gebiet
der Musik zur Anwendung zu bringen, das heißt, nicht in technisch gekonntem Wirrwarr von Tönen das
Staunen der verblüfften Zuhörer zu erregen, sondern in der erahnten und erfühlten Schönheit der

Klänge ihre Herzen zu bezwingen. Nicht der intellektuelle Verstand hat bei unseren Musikern Pate zu
stehen, sondern ein überquellen-des musikalisches Gemüt.
Wenn irgendwo, dann muß hier der Grundsatz gelten, „wes das Herz voll ist, des läuft der Mund über”.
Das heißt: wer von der Größe, der Schönheit oder dem Schmerz, dem Leid einer Zeit und seines Volkes
durchdrungen oder überwältigt wird, kann, wenn er von Gott begnadet ist, auch in Tönen sein Inneres
erschließen. Das technische Können ist wie immer die äußere notwendige Voraussetzung für die
Offenbarung der inneren Veranlagung.

Ich halte es für dringend notwendig, daß gerade unsere Musiker sich diese Erkenntnis zu Herzen
nehmen. Das vergangene Jahrhundert hat zahlreiche musikalische Genies in unserem Volk erstehen
lassen. Die Gründe für das allmähliche Versiegen derselben habe ich schon in früheren Reden
klarzulegen versucht. Es würde nun aber schlimm sein, wenn der Nationalsozialismus auf der einen Seite
den Geist einer Zeit besiegt, der zur Ursache für das Verblas-sen unserer musikalischen Schöpferkraft
wurde, auf der anderen aber durch eine falsche Zielsetzung selbst mithilft, die Musik auf einem Irrweg
zu belassen oder gar zu führen, der genau so schlimm ist wie die hinter uns liegende allgemeine
Verwirrung.

Ob es sich aber um die Baukunst handelt oder um die Musik, um Bildhauerei oder Malerei, eines soll
man grundsätzlich nie außer acht lassen:

Jede wahre Kunst muß ihren Werken den Stempel des Schönen aufprägen, denn das Ideal für uns alle
hat in der Pflege des Gesunden zu liegen. Alles Gesunde aber allein ist richtig und natürlich. Alles
Richtige und Natürliche ist damit schön.

Es ist heute aber ebenso wichtig, den Mut zur Schönheit zu finden wie den zur Wahrheit. Der Weltfeind,
gegen den wir im Kampfe stehen, hat auf seine Fahne ebenso die Vernichtung des Wahrhaftigen als des
Schönen geschrieben. Er hat es fertiggebracht, die Bejahung der natürlichsten Gefühle teils als dumm,
teils als lächerlich, teils sogar als feige hinzustellen. Alle großen Empfindungen und Charaktertugenden
wurden von ihm verhöhnt, verlacht oder beschmutzt. Es gelang ihm, daß vielen der Mut verloren ging,
sich noch zu ihrem Volkstum offen zu bekennen oder gar dafür einzutreten. Endlich galt es nicht nur als
unklug, für das eigene Volk zu kämpfen, sondern sogar als Feigheit, während der wirkliche Feigling, der
seine Gemeinschaft im Stiche ließ, als tapferer Künder eines neuen Ideals gepriesen werden konnte.

Und zahlreiche Angehörige gerade der sogenannten vornehmen Gesellschaftskreise sind wohl auch
infolge der Leere ihres eigenen Gemüts dieser Psychose zum Opfer gefallen. Sie unterwarfen sich teils
feige, teils aber auch nur zu willig diesem jüdischen Terror. Und es gehörte in den ersten Jahrzehnten
unseres nationalsozialistischen Kampfes eine große Entschlußkraft, ein tapferes Herz und ein
andauernder Mut dazu, überhaupt wieder den Glauben an die ewigen volklichen Ideale zu vertreten, für
diese zu werben und für sie zum offenen Einsatz aufzurufen. Es ist aber ebenso unsere Aufgabe, den
Mut zur wahren Schönheit zu finden und uns nicht beirren zu lassen durch das teils alberne, teils
unverschämte Geschwätz dekadenter Literaten, die es versuchen, das Natürliche und damit Schöne als
Kitsch zu verrufen, das Kranke und Ungesunde aber als das Interessante, Bemerkenswerte und daher
Beachtungswürdige hinzustellen.

Sowie erst die Menschheit diesen Weg zu beschreiten beginnt und sich vom Ewig-Schönen entfernt,
wird sie in kurzer Zeit jeden Maß-stab für die Wertung menschlicher Kulturleistungen verlieren. Das
Kunstschaffen wird dann einem Tollhaus gleichen, in dem Irrsinnige stammeln oder kritzeln, und eine
Epoche der Erde, die charakterisiert ist durch das wundersame Emporblühen der Menschheit, muß dann
im Wahnsinn und im Verfall ihr Ende finden.

Daher ist es eine große und erhebende Aufgabe, durch eine wirkliche Pflege der Musik, des Theaters,
der Bildhauerei und Malerei,: besonders aber der Baukunst diesem Kulturverfall Einhalt zu gebieten. Wir
müssen es dabei zu erreichen versuchen, daß sich nicht nur die Künstler bilden, sondern daß durch sie
auch das Volk weiter gebildet wird, daß die Augen immer klarer sehen lernen und daß sich das Gefühl
für schöne und edle Proportionen entwickelt und vertieft, daß das Gehör sich verfeinert, und daß damit
das Verständnis wächst nicht nur für die künstlerischen Schöpfungen im großen gesehen, sondern auch
für die einzelnen feinen Details.

So werden wir uns langsam zur wahren künstlerischen Gewissenhaftigkeit erziehen. Sie verhindert am
ehesten das Abgleiten in eine verderbliche, blasierte Übersättigung. Sie weitet das Auge und sie schärft
es und bildet das Gehör für die Wunder der künstlerischen Arbeit in der unbegrenzten Welt des Kleinen.
Sie wird mithelfen, einst ein ganzes Volk dann teilnehmen zu lassen an der Entstehung und der
Gestaltung der gewaltigen nationalen Kunstwerke, nicht nur im großen gesehen, sondern auch in den
einzelnen Feinheiten. Und erst dann wird man wieder von einer wirklichen neuen Kunstepoche reden
dürfen. Dann wird die Nachwelt einst vom Wunder einer Zeit berichten können, in der inmitten einer
der gewaltigsten politischen Erneuerungen einer Geschichte, unbeirrt durch allen Kampf und alle
Wirrnis der Welt, in den deutschen Landen die Kultur in reichster Entfaltung zu blühen begann.

Unser Volk aber wird in stolzer Ehrfurcht dann die Werke hüten, die wir heute einfügen in den ewigen
Schatz der deutschen Kunst.
Adolf Hitlers Rede an das deutsche Volk
22. Juni 1941

Deutsches Volk!

Nationalsozialisten!

Von schweren Sorgen bedrückt, zu monatelangem Schweigen verurteilt, ist nun die Stunde gekommen,
in der ich endlich offen sprechen kann.

Als das Deutsche Reich am 3. September 1939 die englische Kriegserklärung erhielt, wiederholte sich
aufs neue der britische Versuch, jeden Beginn einer Konsolidierung und damit eines Aufstiegs Europas
durch den Kampf gegen die jeweils stärkste Macht des Kontinents zu vereiteln.

So hat England einst in vielen Kriegen Spanien zugrunde gerichtet.

So führte es seine Kriege gegen Holland.

So bekämpfte es mit Hilfe von ganz Europa später Frankreich.

Und so begann es um die Jahrhundertwende die Einkreisung des damaligen Deutschen Reiches und im
Jahr 1914 den Weltkrieg.

Nur durch seine innere Uneinigkeit ist Deutschland im Jahre 1918 unterlegen. Die Folgen waren
furchtbar. Nachdern man erst heuchlerisch erklärte, allein gegen den Kaiser und sein Regime gekämpft
zu haben, begann man nach der Waffenniederlegung des deutschen Heeres mit der planmäßigen
Vernichtung des Deutschen Reiches. Während sich die Prophezeihungen eines französischen
Staatsmannes, daß in Deutschland 20 Millionen Menschen zuviel seien, d. h. durch Hunger, Krankheiten
oder Auswanderung beseitigt werden müßten, scheinbar wörtlich erfüllten, begann die
nationalsozialistische Bewegung ihr Einigungswerk des deutschen Volkes und damit den Wiederaufstieg
des Reiches einzuleiten.

Diese neue Erhebung unseres Volkes aus Not, Elend und schmählicher Mißachtung stand im Zeichen
einer rein inneren Wiedergeburt. Besonders England wurde dadurch nicht berührt oder gar bedroht.
Trotzdem setzte die neue haßerfüllte Einkreisungspolitik gegen Deutschland augenblicklich wieder ein.
Innen und außen kam es zu jenem uns bekannten Komplott zwischen Juden und Demokraten,
Bolschewisten und Reaktionären mit den einzigen Zielen, die Errichtung des neuen Volksstaates zu
verhindern, das Reich erneut in Ohnmacht und Elend zu stürzen.

Neben uns traf der Haß dieser internationalen Weltverschwörung jene Völker, die, ebenso vom Glück
übersehen, im härtesten Daseinskampf das tägliche Brot zu verdienen gezwungen waren. Vor allem
Italien und Japan wurde der Anteil an den Gütern dieser Welt genau so wie Deutschland bestritten, ja
förmlich verboten. Der Zusammenschluß dieser Nationen war daher nur ein Akt des Selbstschutzes
gegenüber der sie bedrohenden egoistischen Weltkoalition des Reichtums und der Macht.
Allein schon 1936 erklärte Churchill nach den Aussagen des amerikanischen Generals Wood vor einem
Ausschuß des amerikanischen Repräsentantenhauses, daß Deutschland wieder zu mächtig würde und
daher vernichtet werden müsse.

Im Sommer 1939 schien England der Zeitpunkt gekommen, die erneut beabsichtigte Vernichtung mit der
Wiederholung einer umfassenden Einkreisungspolitik gegen Deutschland beginnen zu können. Das
System der zu dem Zweck veranstalteten Lügenkampagne bestand darin, andere Völker als bedroht zu
erklären, sie mit englischen Garantien und Beistandsversprechungen erst einmal einzufangen und dann,
so wie vor dem Weltkrieg, gegen Deutschland marschieren zu lassen.

So gelang es England, vom Mai bis August 1939 in die Welt die Behauptung zu lancieren, daß Litauen,
Estland, Lettland, Finnland, Bessarabien sowohl als die Ukraine von Deutschland direkt bedroht seien.
Ein Teil der Staaten ließ sich dadurch verleiten, das mit diesen Behauptungen angebotene
Garantieversprechen anzunehmen und ging damit in die neue Einkreisungsfront gegen Deutschland
über.

Unter diesen Umständen glaubte ich es vor meinem Gewissen und vor der Geschichte des deutschen
Volkes verantworten zu können, nicht nur diesen Ländern bzw. ihren Regierungen die Unwahrheit der
vorgebrachten britischen Behauptungen zu versichern, sondern darüber hinaus die stärkste Macht des
Ostens noch besonders durch feierliche Erklärungen über die Grenzen unserer Interessen zu beruhigen.

Nationalsozialisten!

Ihr habt es einst wohl alle gefühlt, daß dieser Schritt für mich ein bitterer und schwerer war. Niemals hat
das deutsche Volk gegen die Völkerschaften Rußlands feindselige Gefühle gehegt. Allein seit über zwei
Jahrzehnten hat sich die jüdisch-bolschewistische Machthaberschaft von Moskau aus bemüht, nicht nur
Deutschland, sondern ganz Europa in Brand zu stecken. Nicht Deutschland hat seine
nationalsozialistische Weltanschauung jemals versucht, nach Rußland zu tragen, sondern die jüdisch-
bolschewistischen Machthaber in Moskau haben es unentwegt unternommen unserem und den
anderen europäischen Völkern ihre Herrschaft aufzuoktroyieren, und dies nicht nur geistig, sondern vor
allem auch militärischmachtmäßig.

Die Folgen der Tätigkeit dieses Regimes aber waren in allen Ländern nur das Chaos, Elend und
Hungersnot.

Ich habe mich demgegenüber seit zwei Jahrzehnten bemüht, mit einem Minimum an Eingriffen und
ohne jede Zerstörung unserer Produktion zu einer neuen sozialistischen Ordnung in Deutschland zu
kommen, die nicht nur die Arbeitslosigkeit beseitigt, sondern auch den Gewinn der Arbeit steigend den
schaffenden Menschen immer mehr zufließen läßt.

Die Erfolge dieser Politik der wirtschaftlichen und sozialen Neuordnung unseres Volkes, die in
planmäßiger Überwindung von Standes- und Klassengegensätzen als letztes Ziel einer wahren
Volksgemeinschaft zustrebt, sind in der ganzen Welt einmalig.
Es war daher im August 1939 für mich eine schwere Uberwindung, meinen Minister nach Moskau zu
schicken, um dort zu versuchen, der britischen Einkreisungspolitik gegen Deutschland
entgegenzuarbeiten. Ich tat es nur im Verantwortungsbewußtsein dem deutschen Volke gegenüber, vor
allem aber in der Hoffnung, am Ende doch zu einer dauernden Entspannung kommen und die vielleicht
von uns sonst geforderten Opfer vermindern zu können.

Indem nun Deutschland in Moskau feierlich die angeführten Gebiete und Länder - ausgenommen
Litauen - als außerhalb aller deutschen politischen Interessen liegend versicherte, wurde noch eine
besondere Vereinbarung getroffen für den Fall, daß es England gelingen sollte, Polen tatsächlich gegen
Deutschland in den Krieg zu hetzen. Aber auch hier fand eine Begrenzung der deutschen Ansprüche
statt, die in keinem Verhältnis zu den Leistungen der deutschen Waffen stand.

Nationalsozialisten!

Die Folgen dieses von mir selbst gewünschten und im Interesse des deutschen Volkes abgeschlossenen
Vertrages waren besonders für die in den betroffenen Ländern lebenden Deutschen sehr schwere.

Weit mehr als eine halbe Million deutscher Volksgenossen - alles Kleinbauern, Handwerker und Arbeiter
- wurden fast über Nacht gezwungen, ihre frühere Heimat zu verlassen, um einem neuen Regime zu
entgehen, das ihnen zunächst mit grenzenlosem Elend, früher oder später aber mit der völligen
Ausrottung drohte.

Trotzdem sind Tausende Deutsche verschwunden! Es war unmöglich, jemals ihr Schicksal oder gar ihren
Aufenthalt zu Unter ihnen befinden sich allein über 160 Männer deutscher Reichsangehörigkeit.

Ich habe zu dem allem geschwiegen; weil ich schweigen mußte! Denn es war ja mein Wunsch, eine
endgültige Entspannung und wenn möglich einen dauernden Ausgleich mit diesem Staate
herbeizuführen.

Schon während unseres Vormarsches in Polen aber beanspruchten die sowjetischen Machthaber
plötzlich entgegen dem Vertrag auch Litauen.

Das Deutsche Reich hat nie die Absicht gehabt, Litauen zu besetzen und hat auch nicht nur kein
derartiges Ansinnen an die litauische Regierung gestellt, sondern im Gegenteil das Ersuchen der
damaligen litauischen Regierung, nach Litauen in diesem Sinne deutsche Truppen zu schicken, als nicht
den Zielen der deutschen Politik entsprechend abgelehnt.

Trotzdem fügte ich mich auch in diese neue russische Forderung. Es war aber nur der Beginn
fortgesetzter neuer Erpressungen, die sich seitdem immer wiederholten.

Der Sieg in Polen, der ausschließlich von deutschen Truppen erfochten worden war, veranlaßte mich,
erneut ein Friedensangehot an die Westmächte zu richten. Es verfiel durch die internationalen und
jüdischen Kriegshetzer der Ablehnung.
Der Grund für diese Ablehnung aber lag schon damals daran, daß England noch immer die Hoffnung
hatte, eine europäische Koalition gegen Deutschland mobilisieren zu können unter Einschluß des
Balkans und Sowjetrußlands.

So entschloß man sich in London, als Botschafter Mister Cripps nach Moskau zu schicken. Er erhielt den
klaren Auftrag, unter allen Umständen die Beziehungen zwischen England und Sowjetrußland erneut
aufzunehmen und im englischen Sinne zu entwickeln. Über den Fortschritt dieser Mission berichtete die
englische Presse, solange sie nicht taktische Gründe zum Schweigen veranlaßten.

Im Herbst 1939 und Frühjahr 1940 zeigten sich auch tatsächlich schon die ersten Folgen. Während sich
Rußland anschickte, nicht nur Finnland, sondern auch die baltischen Staaten militärisch zu unterjochen,
motivierte es diesen Vorgang plötzlich mit der ebenso verlogenen wie lächerlichen Behauptung, diese
Länder vor einer fremden Bedrohung schützen bzw. ihr zuvorkommen zu müssen. Damit aber sollte nur
Deutschland gemeint sein. Denn eine andere Macht konnte überhaupt in die Ostseegebiete weder
eindringen, noch dort etwa Krieg führen. Trotzdem mußte ich schweigen. Aber die Machthaber im Kreml
gingen sofort weiter.

Während Deutschland im Frühjahr 1940 seine Streitkräfte im Sinne des sogenannten


Freundschaftspaktes weit von der Ostgrenze zurückzog, ja diese Gebiete zum großen Teil überhaupt von
deutschen Truppen entblößte, begann bereits zu dieser Zeit der Aufmarsch russischer Kräfte in einem
Ausmaß, das nur als eine bewußte Bedrohung Deutschlands aufgefaßt werden konnte.

Nach einer damals persönlich abgegebenen Erklärung Molotows befanden sich schon im Frühjahr 1940
22 russische Divisionen allein in den baltischen Staaten.

Da die russische Regierung selbst immer behauptete, sie sei von der dortigen Bevölkerung gerufen
worden, konnte der Zweck ihres Dortseins mithin nur eine Demonstration gegen Deutschland sein.

Während nun unsere Soldaten vom 10. Mai 1940 an die französisch-britische Macht im Westen
gebrochen hatten, wurde der russische Aufmarsch an unserer Ostfront aber in einem allmählich immer
bedrohlicheren Ausmaß fortgesetzt.

Vom August 1940 ab glaubte ich daher, es im Interesse des Reiches nicht mehr verantworten zu können,
diesem gewaltigen Kräfteaufmarsch bolschewistischer Divisionen gegenüber unsere ohnehin schon so
oft verwüsteten Ostprovinzen ungeschützt sein zu lassen.

Damit aber trat das ein, was die britisch-sowjetrussische Zusammenarbeit beabsichtigte, nämlich: die
Bindung so starker deutscher Kräfte im Osten, daß besonders luftmäßig eine radikale Beendigung des
Krieges im Westen von der deutschen Führung nicht mehr verantwortet werden konnte.

Dies entsprach aber nicht nur dem Ziel der britischen, sondern auch der sowjetrussischen Politik. Denn
sowohl England wie Sowjetrußland haben die Absicht, diesen Krieg solange als möglich dauern zu lassen,
um ganz Europa zu schwächen und es in eine immer größere Ohnmacht zu versetzen.
Der bedrohliche Angriff Rußlands gegen Rumänien sollte ebenfalls im letzten Grunde nur der Aufgabe
dienen, eine wichtige Basis nicht nur des deutschen, sondern des wirtschaftlichen Lebens ganz Europas
in die Hand zu bekommen oder unter Umständen wenigstens zu vernichten.

Gerade das Deutsche Reich aber hat sich seit dem Jahre 1933 mit unendlicher Geduld bemüht, die
südosteuropäischen Staaten als Handelspartner zu gewinnen. Wir besaßen deshalb auch das höchste
Interesse an ihrer inneren staatlichen Konsolidierung und Ordnung. Der Einbruch Rußlands in Rumänien,
die griechische Bindung an England drohten auch diese Gebiete in kurzer Zeit in einen allgemeinen
Kriegsschauplatz zu verwandeln.

Entgegen unseren Grundsätzen und Gebräuchen habe ich auf eine dringende Bitte der damaligen an
dieser Entwicklung selbst schuldigen rumänischen Regierung den Rat gegeben, um des Friedens wegen
der sowjetrussischen Erpressung nachzugeben und Bessarabien abzutreten.

Die rumänische Regierung aber glaubte dies vor ihrem eigenen Volke nur unter der Voraussetzung noch
tragen zu können, wenn Deutschland und Italien als Entschädigung dafür wenigstens eine Garantie
geben würden, daß an dem noch übrig bleibenden Bestand Rumäniens nicht mehr gerüttelt wird. Ich
habe dies schweren Herzens getan. Vor allem schon deshalb: Wenn das Deutsche Reich eine Garantie
gibt, bedeutet dies, daß es dafür auch einsteht. Wir sind weder Engländer noch Juden.

So glaubte ich noch in letzter Stunde, dem Frieden in diesem Gebiete gedient zu haben, wenn auch
unter der Annahme einer schweren eigenen Verpflichtung. Um aber diese Probleme endgültig zu lösen
und über die russische Einstellung dem Reiche gegenüber ebenfalls Klarheit zu erhalten, sowie unter
dem Druck der sich stetig verstärkenden Mobilisierung an unserer Ostgrenze habe ich Herrn Molotow
eingeladen, nach Berlin zu kommen.

Der sowjetische Außenminister verlangte nun die Klärung bzw. Zustimmung Deutschlands in folgenden
vier Fragen:

1. Frage Molotows:

Sollte sich die deutsche Garantie für Rumänien im Falle eines Angriffs Sowjetrußlands gegen Rumänien
auch gegen Sowjetrußland richten?

Meine Antwort:

Die deutsche Garantie ist eine allgemeine und uns unbedingt verpflichtende. Rußland habe uns aber nie
erklärt, daß es außer Bessarabien überhaupt noch in Rumänien Interessen besitze. Schon die Besetzung
der Nordbukowina war ein Verstoß gegen die Versicherung. Ich glaubte daher nicht, daß Rußland jetzt
plötzlich noch weitergehende Absichten gegen Rumänien haben könnte.

2. Frage Molotows:
Rußland fühle sich erneut von Finnland bedroht, Rußland sei entschlossen, dies nicht zu dulden. Sei
Deutschland bereit, Finnland keinerlei Beistand zu geben und vor allem die nach Kirkenes zur Ablösung
durchmarschierenden deutschen Truppen sofort zurückzuziehen?

Meine Antwort:

Deutschland habe nach wie vor in Finnland keine politischen Interessen. Ein neuer Krieg Rußlands gegen
das kleine finnische Volk aber könne von der Deutschen Reichsregierung als nicht mehr tragbar
angesehen werden, um so mehr, als wir an eine Bedrohung Rußlands durch Finnland niemals glauben
könnten. Wir wollten aber überhaupt nicht, daß in der Ostsee nochmals ein Kriegsgebiet entstehe.

3. Frage Molotows:

Sei Deutschland bereit, einzuwilligen, daß Sowjetrußland seinerseits an Bulgarien eine Garantie gehe
und sowjetrussische Truppen zu diesem Zwecke nach Bulgarien schicke, wobei er - Molotow - erklären
wolle, daß sie nicht die Absicht hätten, aus diesem Anlaß z.B. den König zu beseitigen.

Meine Antwort:

Bulgarien sei ein souveräner Staat und ich wüßte nicht, daß ähnlich wie Rumänien Deutschland,
Bulgarien überhaupt Sowjetrußland um eine Garantie gebeten hätte. Außerdem müßte ich mich darüber
mit meinen Verbündeten besprechen.

4. Frage Molotows:

Sowjetrußland benötige unter allen Umständen einen freien Durchgang durch die Dardanellen und
fordere auch zu seinem Schutze die Besetzung einiger wichtiger Stützpunkte an den Dardanellen bzw.
am Bosporus. Sei Deutschland damit einverstanden oder nicht?

Meine Antwort:

Deutschland sei bereit, jederzeit seine Zustimmung zu geben zu einer Änderung des Statuts von
Montreux zugunsten der Schwarzen-Meer-Staaten. Deutschland sei nicht bereit, einzuwilligen in die
Besitznahme russischer Stützpunkte an den Meerengen.

Nationalsozialisten!

Ich habe hier jene Haltung angenommen, die ich als verantwortlicher Führer des Deutschen Reiches,
aber auch als verantwortungsvoller Vertreter der europäischen Kultur und Zivilisation allein einnehmen
konnte.

Die Folge war eine Verstärkung der sowjetrussischen gegen das Reich gerichteten Tätigkeit, vor allem
aber der sofortige Beginn der inneren Aushöhlung des neuen rumänischen Staates und der Versuch,
durch Propaganda die bulgarische Regierung zu beseitigen.

Mit Hilfe verwirrter, unreifer Köpfe der rumänischen Legion gelang es, in Rumänien einen Staatsstreich
zu inszenieren, dessen Ziel es war, den Staatschef General Antonescu zu stürzen, im Lande ein Chaos zu
erzeugen, um durch die Beseitigung einer legalen Gewalt die Voraussetzung für das Inkrafttreten des
deutschen Garantieversprechens zu entfernen.

Trotzdem glaubte ich noch immer, am besten mein Schweigen beizubehalten.

Sofort nach dem Scheitern dieses Unternehmens fand eine abermalige Verstärkung russischer
Truppenkonzentrationen an der deutschen Ostgrenze statt. Panzerverbände und Fallschirrntruppen
wurden in immer steigender Zahl in eine bedrohliche Nähe der deutschen Grenze verlegt. Die deutsche
Wehrmacht und die deutsche Heimat wissen, daß sich noch bis vor wenigen Wochen nicht eine einzige
deutsche Panzer oder Mot.-Division an unserer Ostgrenze befand.

Wenn es aber eines letzten Beweises für die trotz aller Ablenkung und Tarnung inzwischen eingetretene
Koalition zwischen England und Sowjetrußland bedurft hätte, darin hat sie der jugoslawische Konflikt
erbracht. Während ich mich bemühte, einen letzten Versuch zur Befriedung des Balkans zu
unternehmen und in verständnisvoller Zusammenarbeit mit dem Duce Jugoslawien einlud, dem
Dreierpakt beizutreten, organisierten in gemeinsamer Arbeit England und Sowjetrußland jenen
Handstreich, der die damalige verständigungsbereite Regierung in einer Nacht beseitigte.

Denn es kann heute dem deutschen Volke mitgeteilt werden: der serbische Staatsstreich gegen
Deutschland fand nicht etwa nur unter englischen, sondern im wesentlichen unter sowjetrussischen
Fahnen statt. Da wir auch dazu schwiegen, ging aber nunmehr die sowjetrussische Führung noch einen
Schritt weiter. Sie organisierte nicht nur den Putsch, sondern sie hat wenige Tage später mit den ihr
ergebenen neuen Kreaturen das bekannte Freundschaftsabkommen getroffen, das bestimmt war, die
Serben in ihrem Widerstandswillen gegen die Befriedung des Balkans zu stärken und gegen Deutschland
aufzustacheln. Und dies war keine platonische Absicht.

Moskau forderte die Mobilisation der serbischen Armee.

Da ich auch jetzt noch glaubte, lieber nicht zu reden, gingen die Machthaber des Kremls noch einen
Schritt weiter:

Die Deutsche Reichsregierung besitzt heute die Unterlagen, aus denen erwiesen ist, daß Rußland, um
Serbien endgültig in den Kampf zu bringen, die Zusicherung gab, über Saloniki Waffen, Flugzeuge,
Munition und sonstiges Kriegsmaterial gegen Deutschland zu liefern.

Und das geschah fast im selben Augenblick, als ich selbst noch dem japanischen Außenminister Dr.
Matsuoka den Rat gab, mit Rußland eine Entspannung herbeizuführen, immer in der Hoffnung, damit
dem Frieden zu dienen.

Nur der schnelle Durchbruch unserer unvergleichlichen Divisionen nach Skopje sowie die Einnahme von
Saloniki selbst haben die Absichten dieses sowjetrussisch-angelsächsischen Komplotts verhindert. Die
serbischen Fliegeroffiziere aber flohen nach Rußland und wurden dort sofort als Verbündete
aufgenommen.
Der Sieg der Achsenmächte auf dem Balkan allein hat zunächst den Plan vereitelt, Deutschland in
diesem Sommer in monatelange Kämpfe im Südosten zu verstricken und unterdes den Aufmarsch der
sowjetrussischen Armeen immer mehr zu vollenden, ihre Kriegsbereitschaft zu verstärken, um dann
gemeinsam mit England und unterstützt durch die erhofften amerikanischen Lieferungen das Deutsche
Reich und Italien ersticken und erdrücken zu können.

Damit hat Moskau die Abmachungen unseres Freundschaftspaktes nicht nur gebrochen, sondern in
erbärmlicher Weise verraten!

Und dies alles, während die Machthaber des Kremls bis zur letzten Minute nach außen hin genau wie im
Falle von Finnland oder Rumänien Frieden und Freundschaft heuchelten und scheinbar harmlose
Dementis verfaßten.

Wenn ich aber bisher durch die Umstände gezwungen war, immer wieder zu schweigen, so ist doch jetzt
der Augenblick gekommen, wo ein weiteres Zusehen nicht nur eine Unterlassungssünde, sondern ein
Verbrechen am deutschen Volk, ja, an ganz Europa wäre.

Heute stehen rund 160 russische Divisionen an unserer Grenze. Seit Wochen finden dauernde
Verletzungen dieser Grenze statt, nicht nur bei uns, sondern ebenso im hohen Norden, wie in Rumänien.
Russische Flieger machen es sich zum Vergnügen, unbekümmert diese Grenzen einfach zu übersehen,
um uns wohl dadurch zu beweisen, daß sie sich bereits als die Herren dieser Gebiete fühlen.

In der Nacht vom 17. zum 18. Juni haben wieder russische Patrouillen auf deutsches Reichsgebiet
vorgefühlt und konnten erst nach längerem Feuergefecht zurückgetrieben werden.

Damit aber ist nunmehr die Stunde gekommen, in der es notwendig wird, diesem Komplott der jüdisch-
angelsächsischen Kriegsanstifter und der ebenso jüdischen Machthaber der bolschewistischen
Moskauer Zentrale entgegenzutreten.

Deutsches Volk!

In diesem Augenblick vollzieht sich ein Aufmarsch, der in Ausdehnung und Umfang der größte ist, den
die Welt bisher gesehen hat. Im Verein mit finnischen Kameraden stehen die Kämpfer des Siegers von
Narvik am Nördlichen Eismeer. Deutsche Divisionen unter dem Befehl des Eroberers von Norwegen
schützen gemeinsam mit den finnischen Freiheitshelden unter ihrem Marschall den finnischen Boden.
Von Ostpreußen bis zu den Karpaten reichen die Formationen der deutschen Ostfront. An den Ufern des
Pruth, am Unterlauf der Donau bis zu den Gestaden des Schwarzen Meeres vereinen sich unter dem
Staatschef Antonescu deutsche und rumänische Soldaten.

Die Aufgabe dieser Front ist daher nicht mehr der Schutz einzelner Länder, sondern die Sicherung
Europas und damit die Rettung aller.

Ich habe mich deshalb heute entschlossen, das Schicksal und die Zukunft des Deutschen Reiches und
unseres Volkes wieder in die Hand unserer Soldaten zu legen.
Möge uns der Herrgott gerade in diesem Kampfe helfen!

Der gleichlautende Tagesbefehl des Führers an die Soldaten der Ostfront schließt mit den Worten:

Deutsche Soldaten! Damit tretet ihr in einen harten und verantwortungsschweren Kampf ein. Denn: Das
Schicksal Europas, die Zukunft des Deutschen Reiches, das Dasein unseres Volkes liegen nunmehr allein
in eurer Hand.

Möge uns allen in diesem Kampf der Herrgott helfen!


Adolf Hitler Rede vor dem Großdeutschen Reichstag
11. Dezember 1941

Abgeordnete!

Männer des Deutschen Reichstages!

Ein Jahr weltgeschichtlicher Ereignisse geht zur Neige, ein Jahr größter Entscheidungen steht vor uns. In
dieser ernsten Zeit spreche ich zu Ihnen, Abgeordnete des Reichstags, als den Vertretern der deutschen
Nation. Allein darüber hinaus soll das ganze deutsche Volk von diesem Rückblick Kenntnis nehmen und
von den Entscheidungen, die uns Gegenwart und Zukunft aufzwingen.

Nach der abermaligen Ablehnung meines Friedensangebotes im Jahre 1940 durch den derzeitigen
britischen Ministerpräsidenten und der ihn tragenden oder beherrschenden Clique, war es im Herbst
klar, daß dieser Krieg gegen alle Gründe der Vernunft und der Notwendigkeit mit den Waffen bis zum
Ende durchgekämpft werden muß. Sie kennen mich, meine alten Parteigenossen, daß ich stets ein Feind
halber oder schwächlicher Entschlüsse war. Wenn die Vorsehung es so gewollt hat, daß dem deutschen
Volk dieser Kampf nicht erspart werden kann, dann will ich ihr dafür dankbar sein, daß sie mich mit der
Führung eines historischen Ringens betraute, das für die nächsten 500 oder 1000 Jahre nicht nur unsere
deutsche Geschichte, sondern die Geschichte Europas, ja, der ganzen Welt, entscheidend gestalten wird.

Das deutsche Volk und seine Soldaten arbeiten und kämpfen heute nicht nur für sich und ihre Zeit,
sondern für kommende, ja, fernste Generationen. Eine geschichtliche Revision einmaligen Ausmaßes
wurde uns vom Schöpfer aufgetragen, die zu vollziehen wir nunmehr verpflichtet sind.

Der schon kurz nach der Beendigung des Kampfes in Norwegen mögliche Waffenstillstand im Westen
zwang die deutsche Führung zuallererst, die gewonnenen politisch, strategisch und wirtschaftlich
wichtigen Gebiete militärisch zu sichern.

So haben die damals eroberten Länder seitdem ihre Widerstandsmöglichkeit wesentlich verändert. Von
Kirkenes bis zur spanischen Grenze erstreckt sich ein Gürtel von Stützpunkten und Befestigungen
größten Ausmaßes.

Zahllose Flugplätze wurden gebaut oder im hohen Norden zum Teil aus dem Urgestein des Granits
gesprengt. Marinebasen erhielten Schutzbauten für U-Boote in einem Ausmaß und in einer Stärke, daß
sie sowohl von See aus als auch von der Luft aus praktisch unverletzbar sind. Der Verteidigung selbst
dienen mehr als eineinhalb tausend neue Batterien, deren Stellungen erkundet, geplant und ausgebaut
werden mußten. Ein Netz von Straßen und Eisenbahnen wurde angelegt, so daß heute die Verbindung
zwischen der spanischen Grenze bis Petsamo unabhängig vom Meere sichergestellt ist. Pioniere und
Baubataillone der Marine, des Heeres und der Luftwaffe in Verbindung mit der Organisation Todt haben
hier Anlagen geschaffen, die dem Westwall in nichts nachstehen. An ihrer Verstärkung wird unentwegt
weitergearbeitet. Es ist mein unbeirrbarer Entschluß, diese europäische Front für jeden Feind
unangreifbar zu machen. Diese auch über den letzten Winter hin fortgesetzte Arbeit defensiver Art fand
ihre Ergänzung durch eine offensive Kriegführung, wie sie durch die jahreszeitlichen Verhältnisse
bedingt möglich war. Deutsche Überwasser- und Unterwasser-Seestreitkräfte führten ihren stetigen
Vernichtungskrieg gegen die britische und die ihr dienstbare Kriegs- und Handelsmarine weiter. Die
deutsche Luftwaffe unterstützte durch Angriffe, durch Aufklärung die Schädigung der feindlichen
Tonnage und brachte in zahllosen Vergeltungsflügen dem Engländer eine bessere Vorstellung über den
"reizenden Krieg" bei, dessen Urheber mit in erster Linie sein heutiger Premierminister ist.

In diesem Kampf wurde in der Mitte des vergangenen Jahres Deutschland vor allem durch seinen
italienischen Bundesgenossen unterstützt. Viele Monate lastete das Gewicht eines großen Teiles der
britischen Macht auf den Schultern des mit uns verbündeten italienischen Staates. Nur infolge der
enormen Uberlegenheit an schweren Panzern gelang es den Engländern, in Nordafrika vorübergehend
eine Krise herbeizuführen.

Schon am 24. März des vergangenen Jahres aber begann eine kleine Gemeinschaft deutsch-italienischer
Verbände unter der Führung Rommels zum Gegenangriff anzutreten.

Am 2. April fiel Agedabia. Am 4. wurde Benghasi erreicht. Am 8. zogen unsere gemeinsamen Verbände
in Derna ein, am 11. wurde Tobruk eingeschlossen und am 12. April Bardia besetzt. Das Deutsche Afrika-
Korps hat um so Hervorragenderes geleistet, als den Deutschen rein klimatisch dieser Kriegsschauplatz
vollkommen fremd und ungewohnt war. So wie einst in Spanien sind nunmehr in Nordafrika Deutsche
und Italiener dem gleichen Feinde stets gemeinsam gegenübergetreten.

Während durch diese kühnen Maßnahmen die nordafrikanische Front unserer beiden verbündeten
Länder mit dem Blute deutscher und italienischer Soldaten wieder gesichert wurde, zog sich über
Europa bereits der unheildrohende Schatten einer entsetzlichen Gefahr zusammen.

Der bittersten Not gehorchend, habe ich mich im Herbst 1939 entschlossen, wenigstens den Versuch zu
machen, durch das Ausschalten der akuten deutsch-russischen Spannung die Voraussetzung für einen
allgemeinen Frieden zu schaffen. Dies war psychologisch schwer infolge der Gesamteinstellung des
deutschen Volkes und vor allem der Partei gegenüber dem Bolschewismus, sachlich genommen aber
leicht, da DeutschIand in all den Gebieten, die England als von uns bedroht erklärte und mit
Beistandspakten überfiel, tatsächlich immer nur wirtschaftliche Interessen gesehen und vertreten hatte.
Denn ich darf Sie erinnern, meine Abgeordneten, daß England im ganzen Früh- und Hochsommer des
Jahres 1939 zahlreichen Staaten und Ländern seinen Beistand anbot, mit der Behauptung, Deutschland
besäße die Absicht, bei ihnen einzufallen und sie ihrer Freiheit zu berauben. Das Deutsche Reich und
seine Regierung konnten mit bestem Gewissen daher versichern, daß es sich dabei nur um
Unterstellungen handelte, die der Wahrheit in keiner Weise entsprachen.

Es kam dazu noch die nüchterne militärische Erkenntnis, daß im Falle eines Krieges, der durch die
britische Diplomatie dem deutschen Volk aufgezwungen werden sollte, der Kampf nach zwei Fronten
ohnehin nur mit sehr schweren Opfern durchführbar schien. Nachdem außerdem die baltischen Staaten,
Rumänien usw. der Annahme der britischen Beistandspakte zugeneigt waren und damit zu erkennen
gaben, daß sie ebenfalls an eine solche Bedrohung glaubten, war es für die Deutsche Reichsregierung
nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht, ihrerseits die Grenzen der deutschen Interessen zu
bestimmen.

Die betroffenen Länder mußten allerdings - auch zum Leidwesen des Deutschen Reiches selbst - in
kurzer Zeit erkennen, daß der einzige Faktor, der der stärkste Garant gegenüber dem drohenden Osten
sein konnte, nur Deutschland war. So wie sie durch ihre eigene Politik die Verbindungen zum Deutschen
Reich durchschnitten hatten und stattdessen sich dem Beistand der Macht anvertrauten, die in ihrem
sprichwörtlichen Epismus seit Jahrhunderten nie Beistand gab, sondern stets nur Hilfe forderte, waren
sie verloren.

Dennoch erregte das Schicksal dieser Länder das stärkste Mitempfinden des deutschen Volkes. Der
Winterkampf der Finnen zwang uns ein Gefühl, gemischt aus Bitternis und Bewunderung auf.
Bewunderung, weil wir selbst als Soldatenvolk für Heldentum und Aufopferung ein empfängliches Herz
besitzen, Bitternis, weil wir mit dem Blick auf den drohenden Feind im Westen und auf die Gefahr im
Osten militärisch zu helfen nicht in der Lage waren.

Sowie es klar wurde, daß Sowjet-Rußland aus der Abgrenzung der politischen deutschen Einflußsphären
das Recht ableitete, die außerhalb lebenden Nationen praktisch auszurotten, war das weitere Verhältnis
nur noch ein zweckbestimmtes, dem Vernunft und Gefühle feindlich gegenüberstanden.

Von Monat zu Monat mehr wurde schon im Jahr 1940 die Erkenntnis gewonnen, daß die Pläne der
Männer im Kreml bewußt auf die Beherrschung und damit Vernichtung ganz Europas hinzielten. Ich
habe der Nation schon ein Bild des Aufmarsches der russischen militärischen Machtmittel im Osten
gegeben, zu einer Zeit, in der Deutschland nur wenige Divisionen in den an Rußland angrenzenden
Provinzen besaß. Nur ein Blinder konnte es übersehen, daß sich hier ein Aufmarsch von
weltgeschichtlich einmaligen Dimensionen vollzog. Und zwar nicht um etwas zu verteidigen, sondern
nur um etwas anzugreifen, was zur Verteidigung nicht mehr fähig zu sein schien. Wenn die blitzartige
Beendigung des Feldzuges im Westen den Moskauer Machthabern auch die Möglichkeit nahm, mit einer
sofortigen Erschöpfung des Deutschen Reiches rechnen zu können. so beseitigte dies keineswegs ihre
Absichten, sondern verschob nur den Zeitpunkt des Angriffes. Im Sommer 1941 glaubte man den
günstigsten Moment des Losschlagens zu sehen. Nun sollte ein neuer Mongolensturm über Europa
hinwegbrausen.

Für die gleiche Zeit aber versprach Mister Churchill auch die Wende des englischen Kampfes gegen
Deutschland. Er versucht heute in feiger Weise abzuleugnen, daß er in den Geheimsitzungen des Jahres
1940 im englischen Unterhaus als wesentlichen Faktor für die erfolgreiche Fortführung und Beendigung
dieses Krieges auf den sowjetischen Kriegseintritt hinwies, der spätestens im Jahr 1941 kommen sollte
und der England dann in die Lage versetzen würde, auch seinerseits zum Angriff überzugehen.

Im Frühling dieses Jahres verfolgten wir deshalb in gewissenhafter Pflicht den Aufmarsch einer
Weltmacht, die an Menschen und Material über unerschöpfliche Reserven zu verfügen schien. Schwere
Wolken begannen sich über Europa zusammenzuziehen.
Denn, meine Abgeordneten, was ist Europa? Es gibt keine geographische Definition unseres Kontinents,
sondern nur eine volkliche und kulturelle.

Nicht der Ural ist die Grenze dieses Kontinents, sondern immer jene Linie, die das Lebensbild des
Westens von dem des Ostens trennt.

Es gab eine Zeit, da war Europa jenes griechische Eiland, in das nordische Stämme vorgedrungen waren,
um von dort aus zum ersten Male ein Licht anzuzünden, das seitdem langsam, aber stetig die Welt der
Menschen zu erhellen begann. Und als diese Griechen den Einbruch der persischen Eroberer abwehrten,
da verteidigten sie nicht ihre engere Heimat, die Griechenland war, sondern jenen Begriff, der heute
Europa heißt.

Und dann wanderte Europa von Hellas nach Rom.

Mit dem griechischen Geist und der griechischen Kultur verband sich römisches Denken und römische
Staatskunst. Ein Weltreich wurde geschaffen, das auch heute noch in seiner Bedeutung und
fortzeugenden Kraft nicht erreicht, geschweige denn übertroffen ist. Als aber die römischen Legionen
gegenüber dem afrikanischen Ansturm Karthagos in drei schweren Kriegen Italien verteidigten und
endlich den Sieg erfochten, war es wieder nicht Rom, für das sie kämpften, sondern das die griechisch-
römische Welt umfassende damalige Europa.

Der nächste Einbruch gegen diesen Heimatboden der neuen menschlichen Kultur erfolgte aus den
Weiten des Ostens. Ein furchtbarer Strom kulturloser Horden ergoß sich aus dem Inneren Asiens bis tief
in das Herz des heutigen europäischen Kontinents, brennend, sengend und mordend als wahre Geißel
des Herrn.

In der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern traten zum ersten Male in einem Schicksalskampf von
unabsehbarer Bedeutung Römer und Germanen gemeinsam für eine Kultur ein, die, von den Griechen
ausgehend, über die Römer hinweg nunmehr auch die Germanen in ihren Bann gezogen hatte.

Europa war gewachsen. Aus Hellas und Rom entstand das Abendland und seine Verteidigung war
nunmehr für viele Jahrhunderte nicht nur die Aufgabe der Römer, sondern vor allem auch die Aufgabe
der Germanen. In eben dem Maße aber, in dem das Abendland beleuchtet von griechischer Kultur,
erfüllt vom Eindruck der gewaltigen Überlieferungen des Römischen Reiches durch die germanische
Kolonisation seine Räume erweiterte. dehnte sich räumlich jener Begriff, den wir Europa nennen. Ganz
gleich, ob nun deutsche Kaiser an der Unstrut oder auf dem Lechfeld die Einbrüche aus dem Osten
abwehrten, oder Afrika in langen Kämpfen aus Spanien zurückgedrängt wurde, es war immer ein Kampf
des werdenden Europa gegenüber einer ihm im tiefsten Wesen fremden Umwelt. Wenn einst Rom seine
unvergänglichen Verdienste an der Schöpfung und Verteidigung dieses Kontinents zukamen, dann
übernahmen nunmehr auch Germanen die Verteidigung und den Schutz einer Völkerfamilie, die unter
sich in der politischen Gestaltung und Zielsetzung noch so differenziert und auseinanderweichend sein
mochte: im Gesamtbild aber doch eine blutmäßig und kulturell teils gleiche, teils sich ergänzende Einheit
darstellt.
Und von diesem Europa aus ging nicht nur eine Besiedelung anderer Erdteile vor sich, sondern eine
geistige und kulturelle Befruchtung, deren sich nur jener bewußt wird, der gewillt ist, die Wahrheit zu
suchen, statt sie zu verleugnen.

Es hat deshalb auch nicht England den Kontinent kultiviert, sondern Splitter germanischen Volkstums
unseres Kontinents sind als Angelsachsen und Normannen auf diese Insel gezogen und haben ihr eine
Entwicklung ermöglicht, die sicher einmalig ist. Ebenso hat nicht Amerika Europa entdeckt, sondern
umgekehrt. Und all das, was Amerika nicht aus Europa bezogen hat, mag wohl einer verjudeten
Mischrasse als bewunderungswürdig erscheinen, Europa aber sieht darin nur ein Zeichen des Verfalls in
Kunst und kultureller Lebenshaltung, das Erbe jüdischen oder vernegerten Bluteinschlags.

Meine Abgeordneten! Männer des Deutschen Reichstages!

Ich muß diese Ausführungen machen, denn der Kampf, der sich in den ersten Monaten dieses Jahres
allmählich als unausbleiblich abzuzeichnen begann, und zu dessen Führung dieses Mal in erster Linie das
Deutsche Reich berufen ist, geht ebenfalls über die Interessen unseres eigenen Volkes und Landes weit
hinaus. Denn so wie einst die Griechen gegenüber den Persern nicht Griechenland und die Römer
gegenüber den Karthagern nicht Rom, Römer und Germanen gegenüber Hunnen nicht das Abendland,
deutsche Kaiser gegenüber Mongolen nicht Deutschland, spanische Helden gegenüber Afrika nicht
Spanien, sondern alle Europa verteidigt haben, so kämpft Deutschland auch heute nicht für sich selbst,
sondern für unseren gesamten Kontinent.

Und es ist ein glückliches Zeichen, daß diese Erkenntnis im Unterbewußtsein der meisten europäischen
Völker heute so tief ist, daß sie, sei es durch offene Stellungnahme, sei es durch den Zustrom von
Freiwilligen, an diesem Kampfe teilnehmen.

Als die deutschen und italienischen Armeen am 6. April dieses Jahres zum Angriff gegen Jugoslawien und
Griechenland antraten, war dies die Einleitung des großen Kampfes, in dem wir uns zurzeit noch
befinden. Denn die Revolte, die in Belgrad zum Sturz des ehemaligen Prinzregenten und seiner
Regierung führte, war bestimmend für den weiteren Ablauf der Geschehnisse in diesem Raum Europas.
Wenn auch England an diesem Putsch maßgebendst beteiligt war, so spielte doch die Hauptrolle Sowjet-
Rußland. Was ich Herrn Molotow anläßlich seines Besuches in Berlin verweigert hatte, glaubte Stalin
nunmehr auf dem Umweg einer revolutionären Bewegung auch gegen unseren Willen erreichen zu
können. Ohne Rücksicht auf die abgeschlossenen Verträge weiteten sich die Absichten der
bolschewistischen Machthaber. Der Freundschaftspakt mit dem neuen revolutionären Regime erhellte
blitzartig die Nähe der drohenden Gefahr.

Was von der Deutschen Wehrmacht in diesem Feldzuge geleistet wurde, fand im Deutschen Reichstag
am 4. Mai 1941 seine Würdigung. Was auszusprechen mir damals aber leider versagt bleiben mußte,
war die Erkenntnis, daß wir mit rasender Schnelligkeit der Auseinandersetzung mit einem Staat
entgegengingen, der im Augenblick des Balkanfeldzuges nur deshalb noch nicht eingriff, weil sein
Aufmarsch noch nicht vollendet und die Benützung der Flughäfen vor allem infolge der um diese
Jahreszeit erst einsetzenden Schneeschmelze und damit der Grundlosmachung der Rollfelder unmöglich
war.
Meine Abgeordneten!

So wie mir im Jahre 1940 durch Mitteilungen aus dem englischen Unterhaus und durch Beobachtung der
russischen Truppenverschiebungen an unseren Grenzen die Möglichkeit der Entstehung einer Gefahr im
Osten des Reiches bewußt wurde, erteilte ich sofort die Anweisung zur Aufstellung zahlreicher neuer
Panzer-, Mot- und Infanterie-Divisionen. Die Voraussetzungen dafür waren sowohl personell als auch
materiell reichlich vorhanden. Wie ich Ihnen, meine Abgeordneten, und überhaupt dem ganzen
deutschen Volk nur eine Versicherung geben kann: wenn man auch in den Demokratien von Rüstung,
wie leicht begreiflich, sehr viel redet, dann wird aber trotzdem im nationalsozialistischen Deutschland
dafür immer noch mehr gearbeitet. Es war in der Vergangenheit so und es ist dies auch heute nicht
anders. Jedes Jahr wird uns mit vermehrten und vor allem auch besseren Waffen dort finden, wo die
Entscheidungen fallen.

Trotz aller Einsicht in die Notwendigkeit, unter keinen Umständen dem Gegner die Möglichkeit zu
bieten, den ersten Stoß in unser Herz tun zu können, war der Entschluß in diesem Fall doch ein sehr
schwerer. Wenn die Artikelschreiber unserer demokratischen Zeitungen heute erklären, daß ich bei
genauerer Kenntnis der Stärke des bolschewistischen Gegners mir überlegt haben würde, zum Angriff zu
schreiten, so verkennen sie ebensosehr die Lage wie meine Person. Ich habe keinen Krieg gesucht,
sondern habe im Gegenteil alles getan, um ihn zu vermeiden. Ich würde aber pflichtvergessen und
gewissenlos handeln, wenn ich es trotz der Kenntnis der Unvermeidbarkeit eines Waffenganges
versäumen würde, die daraus einzig möglichen Konsequenzen zu ziehen. Weil ich Sowjet-Rußland für
die tödlichste Gefahr nicht nur des Deutschen Reiches, sondern für ganz Europa hielt, habe ich mich
entschlossen, wenn möglich noch wenige Tage vor Ausbruch dieser Auseinandersetzung selbst das
Signal zum Angriff zu geben. Für die Tatsache der Absicht aber des russischen Angriffes liegt heute ein
wahrhaft erdrückendes und authentisches Material vor. Ebenso sind wir uns im klaren über den
Zeitpunkt, an dem dieser Angriff stattfinden sollte. Angesichts der uns vielleicht im ganzen Umfang aber
wirklich erst heute bewußt gewordenen Größe der Gefahr kann ich dem Herrgott nur danken, daß er
mich zur richtigen Stunde erleuchtet hat und mir die Kraft schenkte, das zu tun, was getan werden
mußte. Dem verdanken nicht nur Millionen deutscher Soldaten ihr Leben, sondern ganz Europa sein
Dasein. Denn das darf ich heute aussprechen: Wenn sich diese Welle von über 20 000 Panzern,
Hunderten an Divisionen, Zehntausenden an Geschützen, begleitet von mehr als 10 000 Flugzeugen,
unversehens über das Reich hin in Bewegung gesetzt haben würde, wäre Europa verloren gewesen! Das
Schicksal hat eine Reihe von Völkern bestimmt, durch den Einsatz ihres Blutes diesem Stoß
zuvorzukommen bzw. ihn aufzufangen. Hätte sich Finnland nicht sofort entschlossen, zum zweiten Male
die Waffen zu ergreifen. dann würde die gemächliche Bürgerlichkeit der anderen nordischen Staaten
schnell ihr Ende gefunden haben.

Wäre das Deutsche Reich nicht mit seinen Soldaten und Waffen vor diesen Gegner getreten, würde ein
Strom über Europa gebrandet sein, der die lächerliche britische Idee der Aufrechterhaltung des
europäischen Gleichgewichts in ihrer ganzen Geistlosigkeit und stupiden Tradition einmal für immer
erledigt hätte. Würden nicht Slowaken, Ungaren und Rumänen den Schutz dieser europäischen Welt mit
übernommen haben, dann wären die bolschewistischen Horden wie der Hunnenschwarm eines Attila
über die Donauländer gebraust, und an den Gefilden des Ionischen Meeres würden heute Tataren und
Mongolen die Revision des Vertrages von Montreux erzwingen. Hätten nicht Italien, Spanien, Kroatien
ihre Divisionen gesendet, dann würde nicht die Abwehr einer europäischen Front entstanden sein, die
als Proklamation des Begriffs des neuen Europas ihre werbende Kraft auch auf alle anderen Völker
ausstrahlen ließ. Aus diesem ahnungsvollen Erkennen heraus sind von Nord- und Westeuropa die
Freiwilligen gekommen: Norweger, Dänen, Holländer, Flamen, Belgier usw., ja, selbst Franzosen, die
dem Kampf der verbündeten Mächte der Achse im wahrsten Sinne des Wortes den Charakter eines
europäischen Kreuzzuges geben.

Es ist noch nicht die Zeit, über die Planung und Führung dieses Feldzuges zu sprechen. Allein ich glaube
schon jetzt, in diesem gewaltigsten Kampfe aller Zeiten, bei dem sich durch die Größe des Raumes, die
Vielzahl und Gewalt der Ereignisse nur zu leicht die einzelnen Eindrücke verwischen, in der Erinnerung
verblassen, in wenigen Sätzen auf das Erreichte hinweisen zu dürfen.

Am 22. Juni begann im grauenden Morgen der Angriff. Mit unwiderstehlicher Kühnheit waren jene
Grenzbefestigungen durchstoßen worden, die bestimmt waren, den russischen Aufmarsch gegen uns
vor jeder Überraschung zu sichern.

Schon am 23. Juni war Grodno gefallen.

Am 24. Juni waren nach der Einnahme von Brest-Litowsk die Zitadelle niedergekämpft und ebenso Wilna
und Kowno genommen.

Am 26. Juni fiel Dünaburg.

Am 10. Juli wurden die ersten beiden großen Umfassungsschlachten bei Bialystok und Minsk
abgeschlossen. 324 000 Gefangene, 3332 Panzer und 1809 Geschütze fielen in unsere Hand.

Schon am 13. Juli erfolgte an fast allen entscheidenden Stellen der Durchbruch durch die Stalin-Linie.

Am 16. fiel nach schweren Kämpfen Smolensk, während am 19. Juli deutsche und rumänische Verbände
den Übergang über den Dnjestr erzwangen.

Am 6. August wurde in vielen Kesseln die Schlacht von Smolensk beendet. Wieder marschierten in
deutsche Gefangenschaft 310 000 Russen, während 3205 Panzer und 3120 Geschütze teils als
vernichtet, teils als Beute gezählt werden konnten.

Schon drei Tage später vollendete sich das Schicksal einer weiteren russischen Heeresgruppe.

Am 9. August wurden in der Schlacht von Uman wieder 103 000 Sowjetrussen gefangen, 317 Panzer,
1100 Geschütze zerstört oder erbeutet.

Am 17. August fiel Nikolajew, am 21. wurde Cherson genommen. Am selben Tag fand die Schlacht bei
Gomel ihren Abschluß mit 84 000 Gefangenen und 144 Panzern und 848 Geschützen, die abermals teils
erbeutet, teils vernichtet worden waren.
Am 21. August wurden die russischen Stellungen zwischen dem Ilmen- und Peipus-See durchbrochen,
während am 26. August der Brückenkopf um Dnjepropetrowsk in unsere Hände kam.

Schon am 23. des gleichen Monats zogen deutsche Truppen nach schweren Kämpfen in Roval und
Baltisch Port ein, während am 30. Viipuri durch die Finnen genommen wurde.

Mit der am 8. September erfolgten Eroberung von Schlüssefining wurde Leningrad endgültig auch nach
dem Süden hin abgeschlossen.

Am 16. September gelang es, die Brückenköpfe über den Dnjepr zu bilden, und schon am 13. September
fiel Poltawa in die Hand unserer Soldaten.

Am 19. September erstürmten deutsche Verbände die Zitadelle von Kiew und am 22. wurde die
Eroberung von Oesel durch die Einnahme der Hauptstadt gekrönt.

Nunmehr aber erst reiften die größten Operationen zu den erwarteten Erfolgen heran.

Am 27. September war die Schlacht bei Kiew abgeschlossen.

665 000 Gefangene setzten sich in endlosen Kolonnen nach Westen in Bewegung. 884 Panzer, 3178
Geschütze aber blieben in den Kesseln als Beute liegen.

Schon am 2. Oktober begann die Durchbruchsschlacht nunmehr in der Mitte der Ostfront, während am
11. Oktober die Schlacht am Asowschen Meer ihren erfolgreichen Abschluß fand.

Wieder wurden 107 000 Gefangene, 212 Panzer und 672 Geschütze zezählt.

Am 16. Oktober erfolgte nach hartem Kampf der Einzug der deutschen und rumänischen Verbände in
Odessa.

Am 18. Oktober war die am 2. Oktober begonnene Durchbruchsschlacht in der Mitte der Ostfront mit
einem neuen weltgeschichtlich einmaligen Erfolg beendet.

663 000 Gefangene waren das eine Ergebnis, 1242 Panzer, 5452 Geschütze, teils vernichtet und teils
erbeutet, das andere.

Am 21. Oktober wurde die Eroberung von Dagö abgeschlossen.

Am 24. Oktober das Industriezentrum Charkow genommen.

Arn 28. Oktober in schwersten Kämpfen der Zugang zur Krim endgültig erzwungen und schon am 2.
November die Hauptstadt Simferopol erstürmt.

Am 16. November war die Krim durchstoßen bis Kertsch.

Am 1. Dezember aber betrug die Gesamtzahl der gefangenen Sowjetrussen 3 806 865.
Die Zahl der vernichteten oder erbeuteten Panzer betrug 21 391, die der Geschütze 32 541 und die der
Flugzeuge 17 322.

Im gleichen Zeitraum wurden 2191 britische Flugzeuge abgeschossen, durch die Kriegsmarine 4 170 611
Bruttoregistertonnen, durch die Luftwaffe 2 346 180 Bruttoregistertonnen versenkt, also zusammen: 6
516 791 Bruttoregistertonnen vernichtet.

Meine Abgeordneten! Mein deutsches Volk!

Das sind nüchterne Tatsachen und vielleicht trockene Zahlen. Mögen sie aber nie der Geschichtc und vor
allem dem Bewußtsein und der Erinnerung unseres eigenen deutschen Volkes entschwinden! Denn
hinter diesen Zahlen verbergen sich die Leistungen, Opfer und Entbehrungen, stehen der Heldenmut
und die Todesbereitschaft von Millionen der besten Männer unseres eigenen Volkes und der mit uns
verbündeten Staaten.

Alles das mußte erkämpft werden mit dem Einsatz der Gesundheit und des Lebens und unter
Anstrengungen, von denen die Heimat wohl kaum eine Ahnung hat.

In endlose Fernen marschierend, gequält von Hitze und Durst, oft fast bis zur Verzweiflung gehemmt
durch den Schlamm grundloser Wege, vom Weißen bis zum Schwarzen Meer den Unbilden eines Klimas
ausgesetzt, das von der Glut der Juli- und Augusttage sich senkte bis zu den Winterstürmen des
November und Dezember, gepeinigt von Insekten, leidend unter Schmutz und Ungeziefer, frierend in
Schnee und Eis, haben sie gekämpft, die Deutschen und die Finnen, die Italiener, Slowaken, Unprn und
Rumänen, die Kroaten, die Freiwilligen aus den nordischen und westeuropäischen Ländern, alles in
allem: die Soldaten der Ostfront! Der Einbruch des Winters allein wird dieser Bewegung nunmehr eine
Hemmung auferlegen. Der Einbruch des Sommers wird die Bewegung wieder nicht mehr verhindern
können.

Ich will an diesem Tag keine einzelnen Waffen nennen, will keine Führung rühmen, sie haben alle ihr
Höchstes gegeben. Und doch verpflichten Einsicht und Gerechtigkeit, eines immer wieder festzustellen:
von all unseren deutschen Soldaten trägt so wie einst auch heute die schwerste Last des Kampfes
unsere einzig dastehende Infanterie.

Vom 22. Juni bis 1. Dezember hat das deutsche Heer in diesem Heldenkampf verloren: 158 773 Tote,
563 082 Verwundete und 31 191 Vermißte. Die Luftwaffe 3231 Tote, 8453 Verwundete und 2028
Vermißte. Die Kriegsmarine 310 Tote, 232 Verwundete und 115 Vermißte. Mithin die deutsche
Wehrmacht zusammen, 162 314 Tote, 571 767 Verwundete und 33 334 Vermißte.

Also an Toten und Verwundeten etwas mehr als das Doppelte der Somme-Schlacht des Weltkrieges, an
Vermißten etwas weniger als die Hälfte der damaligen Zahl, alles aber Väter und Söhne unseres
deutschen Volkes.

Und nun lassen Sie mich demgegenüber zu jener anderen Welt Stellung nehmen, die ihren
Repräsentanten in dem Mann hat, der, während die Völker und ihre Soldaten in Schnee und Eis
kämpfen, in taktvoller Weise vom Kaminfeuer aus zu plaudern pflegt, und damit also vor allem von
jenem Mann, der der Hauptschuldige an diesem Kriege ist. Als sich im Jahre 1939 die Lage der
Nationalitäten im damaligen polnischen Staat als immer urerträglicher erwies, versuchte ich zunächst
auf dem Wege eines billigen Ausgleichs die untragbar gewordenen Zustände zu beseitigen. Es schien
eine gewisse Zeit so, als ob die polnische Regierung selber ernstlich erwogen hätte, einer vernünftigen
Lösung zuzustimmen. Ich darf hier noch einfügen, daß bei all diesen Vorschlägen von deutscher Seite
nichts gefordert wurde, was nicht schon früher deutsches Eigentum gewesen war, ja, daß wir im
Gegenteil auf sehr viel Verzicht leisteten, was vor dem Weltkrieg Deutschland gehörte. Sie erinnern sich
noch der dramatischen Entwicklung dieser Zeit, der sich fortgesetzt erhöhenden Opfer der deutschen
Volksgruppe. Sie sind, meine Abgeordneten, am besten in der Lage, die Schwere dieser Blulopfer zu
ermessen, wenn Sie sie in Vergleich setzen zu den Opfern des jetzigen Krieges. Denn der bisherige
Feldzug im Osten hat die gesamte deutsche Wehrmacht rund 160 000 Tote gekostet, allein im tiefsten
Frieden sind damals in wenigen Monaten in Polen über 62 000 Volksdeutsche zum Teil unter den
grausamsten Martern getötet worden. Daß das Deutsche Reich ein Recht besaß, solche Zustände an
seiner Grenze zu beanstanden und auf ihre Beseitigung zu drängen, überhaupt auch auf seine Sicherheit
bedacht zu sein, dürfte wohl kaum bestritten werden in einer Zeit, in der andere Länder Elemente ihrer
Sicherheit sogar in fremden Kontinenten suchen. Die Probleme, die korrigiert werden sollten, waren
territorial genommen unbedeutend. Im Wesentlichen handelte es sich um Danzig und um die
Verbindung der abgerissenen Provinz Ostpreußen mit dem übrigen Reich. Schwerer wogen die
grausamen Verfolgungen, denen die Deutschen gerade in Polen ausgesetzt waren.

Ein nicht minder schweres Schicksal hatten dort übrigens auch die anderen Minoritäten zu erdulden.

Als sich nun in den Augusttagen die Haltung Polens dank der als Blankovollmacht ausgestellten Garantie
Englands immer mehr versteifte, sah sich die Deutsche Reichsregierung, und zwar zum letztenmal,
veranlaßt, einen Vorschlag zu unterbreiten, auf Grund dessen sie bereit war, in Verbandlungen mit
Polen einzutreten. und von dem sie dem damaligen englischen Botschafter wörtlich Kenntnis gab.

Ich darf diese Vorschläge am heutigen Tage der Vergessenheit entreißen und sie Ihnen wieder zur
Erinnerung bringen. Vorschlag für eine Regelung des Danzig-Korridor-Problems sowie der deutsch-
polnischen Minderheitenfrage.

Die Lage zwischen dem Deutschen Reich und Polen ist zur Zeit so, daß jeder weitere Zwischenfall zu
einer Entladung der beiderseits in Stellung gegangenen militärischen Streitkräfte führen kann. Jede
friedliche Lösung muß so beschaffen sein, daß sich nicht bei nächster Gelegenheit die diesen Zustand
ursächlich bedingenden Ereignisse wiederholen können und dadurch nicht nur der Osten Europas,
sondern auch andere Gebiete in die gleiche Spannung versetzt werden.

Die Ursachen dieser Entwicklung liegen

1. in der unmöglichen Grenzziehung, wie sie durch das Versailler Diktat vorgenommen wurde,

2. in der unmöglichen Behandlung der Minderheit in den abgetrennten Gebieten.


Die Deutsche Reichsregierung geht daher bei diesen Vorschlägen von dem Gedanken aus, eine
endgültige Lösung zu finden, die die unmögliche Situation der Grenzziehung beseitigt, beiden Teilen ihre
lebenswichtigen Verbindungsstraßen sichert, das Minderheitenprohlem - soweit irgend möglich -
beseitigt, und soweit dies nicht möglich ist, das Schicksal der Minderheiten durch eine sichere Garantie
ihrer Rechte erträglich gestaltet.

Die Deutsche Reichsregierung ist überzeugt, daß es dabei unerläßlich ist, wirtschaftliche und physische
Schädigungen, die seit dem Jahre 1918 stattgefunden haben, aufzudecken und in vollem Umfange
wieder gutzumachen. Sie sieht selbstverständlich diese Verpflichtung als eine für beide Teile bindende
an.

Ich komme nun zu den Vorschlägen selbst.

Aus diesen Erwägungen ergeben sich folgende praktische Vorschläge:

1. Die Freie Stadt Danzig kehrt auf Grund ihres rein deutschen Charakters sowie des einmütigen Willens
ihrer Bevölkerung sofort in das Deutsche Reich zurück.

2. Das Gebiet des sogenannten Korridors, das von der Ostsee bis zu der Linie Marienwerder-Graudenz-
Kulm-Bromberg (diese Städte einschließlich) und dann etwa westlich nach Schönlanke reicht, wird über
seine Zugehörigkeit zu Deutschland oder zu Polen selbst entscheiden.

3. Zu diesem Zweck wird dieses Gebiet eine Abstimmung vornehmen. Abstimmungsberechtigt sind alle
Deutschen, die am 1. Janur 1918 in diesem Gebiete wohnhaft waren, oder bis zu diesem Tage dort
geboren wurden, und desgleichen alle an diesem Tage geborenen Polen, Kaschuben usw. Die aus
diesem Gebiet vertriebenen Deutschen kehren zur Erfüllung ihrer Abstimmung zurück.

Zur Sicherung einer objektiven Abstimmung sowie zur Gewährleistung der dafür notwendigen
umfangreichen Vorarbeiten wird dieses erwähnte Gebiet ähnlich dem Saargebiet einer sofort zu
bildenden internationalen Kommission unterstellt, die von den vier Großmächten Italien, Sowjetunion,
Frankreich, England gebildet wird. Diese Kommission übt alle Hoheitsrechte in diesem Gebiet aus. Zu
dem Zweck ist dieses Gebiet in einer zu vereinbarenden kürzesten Frist von den polnischen Militärs, der
polnischen Polizei und den polnischen Behörden zu räumen.

4. Von diesem Gebiet bleibt ausgenommen der polnische Hafen Gdingen, der grundsätzlich polnisches
Hoheitsgebiet ist, soweit er sich territorial auf die polnische Siedlung beschränkt.

Die näheren Grenzen dieser polnischen Hafenstadt wären zwischen Deutschland und Polen festzulegen
und nötigenfalls durch ein internationales Schiedsgericht festzusetzen.

5. Um die notwendige Zeit für die erforderlichen umfangreichen Arbeiten zur Durchführung einer
gerechten Abstimmung sicherzustellen, wird diese Abstirmmung nicht vor Ablauf von 12 Monaten
stattfinden.
6. Um während dieser Zeit Deutschland seine Verbindung mit Ostpreußen und Polen seine Verbindung
mit dem Meere unbeschränkt zu garantieren, werden Straßen und Eisenbahnen festgelegt, die einen
freien Transitverkehr ermöglichen. Hierbei dürfen nur jene Abgaben erhoben werden, die für die
Erhaltung der Verkehrswege und für die Durchführung der Transporte erforderlich sind.

7. Über die Zugehörigkeit des Gebietes entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

8. Um nach erfolgter Abstimmung - ganz gleich, wie diese ausgehen möge - die Sicherheit des freien
Verkehrs Deutschlands mit seiner Provinz Danzig-Ostpreußen und Polen seine Verbindung mit dem
Meere zu garantieren. wird, falls das Abstimmungsgebiet an Polen fällt, Deutschland eine exterritoriale
Verkehrszone, etwa in Richtung von Bütow-Danzig bzw. Dirschau, gegeben zur Anlage einer
Reichsautobahn sowie einer viergleisigen Eisenbahnlinie. Der Bau der Straße und der Eisenbahn wird so
durchgeführt, daß die polnischen Kommunikationswege dadurch nicht berührt, d.h. entweder über-
oder unterfahren werden. Die Breite dieser Zone wird auf einen Kilometer festgesetzt und ist deutsches
Hoheitsgebiet.

Fällt die Abstimmung zugunsten Deutschlands aus, erhält Polen zum freien und uneingesehränkten
Verkehr nach seinem Hafen Gdingen die gleichen Rechte einer ebenso exterritorialen Straßen- bzw.
Bahnverbindung, wie sie Deutschland zustehen würden.

9. Im Falle des Zurückfallens des Korridors an das Deutsche Reich erklärt sich dieses bereit, einen
Bevölkerungsaustausch mit Polen in dem Ausmaß vorzunehmen, als der Korridor hierfür geeignet ist.

10. Die etwa von Polen gewünschten Sonderrechte im Hafen von Danzig würden paritätisch
ausgehandelt werden mit gleichen Rechten Deutschlands im Hafen von Gdingen.

11. Um in diesem Gebiet jedes Gefühl einer Bedrohung auf beiden Seiten zu beseitigen, würden Danzig
und Gdingen den Charakter reiner Handelsstädte erhalten, d.h. ohne militärische Anlagen und
militärische Befestigungen.

12. Die Halbinsel Hela, die entsprechend der Abstimmung entweder zu Polen oder zu Deutschland käme,
würde in jedem Fall ebenfalls zu demilitarisieren sein.

13. Da die Deutsche Reichsregierung heftigste Beschwerden gegen die polnische


Minderheitenbehandlung vorzubringen hat, die polnische Regierung ihrerseits glaubt, auch
Beschwerden gegen Deutschland vorbringen zu müssen, erklären sich beide Parteien damit
einverstanden, daß diese Beschwerden einer international zusammengesetzten
Untersuchungskommission unterbreitet werden, die die Aufgabe hat, alle Beschwerden über
wirtschaftliche und physische Schädigungen sowie sonstige terroristische Akte zu untersuchen.

Deutschland und Polen verpflichten sich, alle seit dem Jahre 1918 etwa vorgekommenen
wirtschaftlichen und sonstigen Schädigungen der beiderseitigen Minoritäten wieder gutzumachen bzw.
alle Enteignungen aufzuheben oder für diese und sonstige Eingriffe in das wirtschaftliche Leben eine
vollständige Entschädigung den Betroffenen zu leisten.
14. Um den in Polen verbleibenden Deutschen sowie den in Deutschland verbleibenden Polen das
Gefühl der internationalen Rechtlosigkeit zu nehmen und ihnen vor allem die Sicherheit zu gewähren,
nicht zu Handlungen bzw. zu Diensten herangezogen werden zu können, die mit ihrem nationalen
Gefühl unvereinbar sind, kommen Deutschland und Polen überein, die Rechte der beiderseitigen
Minderheiten durch umfassendste und bindende Vereinbarungen zu sichern, um diesen Minderheiten
die Erhaltung, freie Entwicklung und Betätigung ihres Volkstums zu gewährleisten, ihren insbesondere
zu diesem Zweck die von ihnen für erforderlich gehaltene Organisation zu gestatten. Beide Teile
verpflichten sich, die Angehörigen der Minderheit nicht zum Wehrdienst heranzuziehen.

15. Im Falle einer Vereinbarung auf der Grundlage dieser Vorschläge erklären sich Deutschland und
Polen bereit, die sofortige Demobilmachung ihrer Streitkräfte anzuordnen und durchzuführen.

16. Die zur Beschleunigung der obigen Abmachungen erforderlichen weiteren Maßnahmen werden
zwischen Deutschland und Polen gemeinsam vereinbart.

Das Gleiche betrifft die Vorschläge über die Sicherung der Minoritäten. Es ist dies ein Vertragsvorschlag,
wie er loyaler, großzügiger überhaupt von keiner Regierung gemacht werden konnte als von der
nationalsozialistischen Führung des Deutschen Reiches.

Die damalige polnische Regierung hat es abgelehnt, auf diese Vorschläge auch nur zu reagieren. Es
erhebt sich dabei aber doch die Frage: Wie konnte ein so unbedeutender Staat es wagen, solche
Vorschläge einfach zu negieren und darüber hinaus nicht nur zu weiteren Grausamkeiten gegenüber den
Deutschen, die diesem Lande die ganze Kultur geschenkt hatten, zu greifen, sondern sogar noch die
allgemeine Mobilmachung anzuordnen?

Der Einblick in die Dokumente des Auswärtigen Amts in Warschau hat uns allen später die
überraschende Aufklärung gegeben. Ein Mann war es, der mit teuflischer Gewissenlosigkeit seinen
gesamten Einfluß zur Anwendung brachte, um Polen in seinem Widerstand zu bestärken und jede
Möglichkeit einer Verständigung auszuschalten.

Die Berichte, die der damalige polnische Gesandte in Washington, Graf Potocki, seiner Regierung in
Warschau schickte, sind Dokumente, aus denen mit erschreckender Deutlichkeit hervorgeht, wie sehr
ein einziger Mann und die ihn treibenden Kräfte mit der Verantwortung für den zweiten Weltkrieg
belastet sind.

Es erhebt sich zunächst die Frage: Aus welchen Gründen konnte dieser Mann in eine so fanatische
Feindschaft gegenüber einem Land verfallen, das bisher in seiner ganzen Geschichte weder Amerika
noch ihm selbst irgendein Leid zugefügt hatte?

Soweit es sich um die Stellung Deutschlands zu Amerika handelt, ist folgendes zu sagen:

1. Deutschland ist vielleicht die einzige Großmacht, die weder auf dem nord- noch südamerikanischen
Kontinent jemals eine Kolonie besessen oder sich sonst politisch betätigt hat, es sei denn durch die
Auswanderung vieler Millionen Deutscher und deren Mitarbeit, aus der der amerikanische Kontinent,
insonderheit die Vereinigten Staaten aber nur Nutzen gezogen haben.
2. Das Deutsche Reich hat in der ganzen Geschichte der Entstehung und des Bestehens der Vereinigten
Staaten niemals eine politisch ablehnende oder gar feindselige Haltung eingenommen, wohl aber mit
dem Blut vieler seiner Söhne mitgeholfen, die Vereinigten Staaten zu verteidigen.

3. Das Deutsche Reich hat sich an keinem Krieg gegen die Vereinigten Staaten selbst beteiligt, wohl aber
wurde es von den Vereingten Staaten im Jahre 1917 mit Krieg überzogen, und zwar aus Gründen, die
durch einen Ausschuß restlos aufgeklärt worden sind, den der jetzige Präsident Roosevelt zur Prüfung
dieser Frage selbst eingesetzt hatte.

Gerade dieser Untersuchungsausschuß zur Klärung der Gründe des amerikanischen Kriegseintritts hat
einwandfrei festgestellt, daß diese für den amerikanischen Kriegseintritt 1917 ausschließlich auf dem
Gebiet der kapitalistischen Interessen einiger kleiner Gruppen lagen, daß Deutschland selbst jedenfalls
keinerlei Absicht hatte, mit Amerika in einen Konflikt zu geraten.

Auch sonst gibt es zwischen dem amerikanischen und dem deutschen Volk keine Gegensätze, seien sie
territorialer oder politischer Art, die irgendwie die Interessen oder gar die Existenz der Vereinigten
Staaten berühren könnten. Die Verschiedenheit der Staatsformen war immer gegeben. Sie kann aber
überhaupt nicht als ein Grund für Feindseligkeiten im Völkerleben herangezogen werden, solange sich
nicht eine Staatsform bemüht, außerhalb des ihr natürlich gegebenen Bereiches in andere einzugreifen.

Amerika ist eine von einem Präsidenten mit großer autoritärer Vollmacht geleitete Republik.
Deutschland war einst eine von einer bedingten Autorität geführte Monarchie, -später eine
autoritätslose Demokratie, heute eine von starker Autorität geführte Republik. Zwischen beiden Staaten
liegt ein Ozean. Die Divergenzen zwischen dem kapitalistischen Amerika und dem bolschewistischen
Rußland müßten, wenn überhaupt diese Begriffe etwas Wahres in sich hätten, wesentlich größer sein als
zwischen dem von einem Präsidenten geführten Amerika und dem von einem Führer geleiteten
Deutschland.

Es ist nun aber eine Tatsache, daß die beiden historischen Konflikte zwischen Deutschland und den
Vereinigen Staaten, wenn auch von der gleichen Kraft inspiriert, doch ausschließlich durch zwei Männer
der USA angefacht worden sind, nämlich durch den Präsidenten Woodrow Wilson und durch Franklin
Roosevelt. Das Urteil über Wilson hat die Geschichte selbst gesprochen. Sein Name bleibt verbunden
mit einem der gemeinsten Wortbrüche aller Zeiten. Die Folgen seines Wortbruchs waren eine
Zerrüttung des Lebens der Völker nicht nur bei den sogenannten Besiegten, sondern auch bei den
Siegern selbst. Das durch seinen Wortbruch allein ermöglichte Diktat von Versailles hat Staaten
zerrissen, Kulturen zerstört und die Wirtschaft aller ruiniert.

Wir wissen heute, daß hinter Wilson eine Gesellschaft interessierter Finanziers stand, die sich dieses
paralytischen Professors bedienten, um Amerika in den Krieg zu führen, von dem sie sich erhöhte
Geschäfte erhofften.

Daß das deutsche Volk diesem Mann einst geglaubt hatte, mußte es mit dem Zusammenbruch seiner
politischen und wirtschaftlichen Existenz bezahlen.
Welches ist nun der Grund, daß nach so bitteren Erfahrungen sich wieder ein Präsident der Vereinigten
Staaten findet, der erneut seine einzige Aufgabe darin sieht, Kriege entstehen zu lassen und vor allem
die Feindschaft gegen Deutschland bis zum Kriegsausbruch zu steigern?

Der Nationalsozialismus kam in Deutschland im selben Jahre zur Macht, an dem Roostvelt zum
Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Es ist nun wichtig, die Momente zu prüfen, die als
Ursache der heutigen Entwicklung angesehen werden müssen:

Zunächst die persönliche Seite:

Ich verstehe nur zu wohl, daß zwischen der Lebensauffassung und -einstellung des Präsidenten
Roosevelt und meiner eigenen ein weltweiter Abstand ist.

Roosevelt stammt aus einer steinreichen Familie, gehörte von vornherein zu jener Klasse von Menschen,
denen Geburt und Herkunft in den Demokratien den Weg des Lebens ebnen und damit den Aufstieg
sichern.

Ich selbst war nur das Kind einer kleinen und armen Familie und mußte mir unter unsäglichen Mühen
durch Arbeit und Fleiß meinen Weg erkämpfen.

Als der Weltkrieg kam, hatte Roosevelt in einer unter dem Schatten Wilsons befindlichen Stellung den
Krieg aus der Sphäre des Verdienenden miterlebt. Er kennt daher nur die angenehmen Folgen der
Auseinandersetzung von Völkern und Staaten, die sich für den ergeben, der dort Geschäfte macht, wo
andere verbluten.

In dieser gleichen Zeit war mein eigenes Leben wieder auf der ganz anderen Seite gelegen. Ich gehörte
nicht zu denen, die Geschichte oder gar Geschäfte machten, sondern nur zu denen, die Befehle
ausführten.

Als gewöhnlicher Soldat habe ich mich bemüht, in diesen vier Jahren vor dem Feinde meine Pflicht zu
erfüllen und kehrte aus dem Kriege natürlich gerade so arm zurück, wie ich im Herbst 1914 in ihn
gezogen war. Ich habe also mein Schicksal mit dem von Millionen geteilt, Herr Franklin Roosevelt das
seine mit dem der sogenannten oberen Zehntausend. Während Herr Roosevelt nach dem Kriege schon
seine Fähigkeiten in Finanzpekulationen erprobte, um aus der Inflation, das heißt dem Elend der
anderen, persönlichen Nutzen zu ziehen, lag ich noch, ebenso wie viele andere Hunderttausend, im
Lazarett.

Und als Herr Roosevelt endlich die Laufbahn des normalen geschäftlich erfahrenen, wirtschaftlich
fundierten, herkunftsmäßig protegierten Politikers beschritt, kämpfte ich als namenloser Unbekannter
für die Wiedererhebung eines Volkes, dem das schwerste Unrecht in seiner ganzen Geschichte angetan
worden war.

Zwei Lebenswege! Als Franklin Roosevelt an die Spitze der Vereinigten Staaten trat, war er der Kandidat
einer durch und durch kapitalistischen Partei, die sich seiner bediente. Und als ich Kanzler des
Deutschen Reiches wurde, war ich der Führer einer Volksbewegung, die ich selbst geschaffen hatte.
Die Kräfte, die Herrn Roosevelt trugen, waren die Kräfte, die ich auf Grund des Schicksals meines Volkes
und meiner heiligsten inneren Überzeugung bekämpfte. Der "Gehirntrust", dessen sich der neue
amerikanische Präsident bedienen mußte, bestand aus Angehörigen desselben Volkes, das wir als eine
parasitäre Erscheinung der Menschheit in Deutschland bekämpften und aus dem öffentlichen Leben zu
entfernen begannen.

Und doch hatten wir beide etwas Gemeinsames:

Franklin Roosevelt übernahm einen Staat mit einer infolge der demokratischen Einflüsse verfallenen
Wirtschaft, und ich trat an die Spitze eines Reiches, das sich ebenfalls dank der Demokratie vor dem
vollkommenen Ruin befand.

Die Vereinigten Staaten besaßen 13 Millionen Erwerbslose, Deutschland 7 Millionen und allerdings noch
weitere 7 Millionen Kurzarbeiter.

In beiden Staaten waren die öffentlichen Finanzen zerrüttet, das Absinken des allgerneinen
wirtschaftlichen Lebens schien kaum mehr aufzuhalten.

In diesem Moment beginnt in den Vereinigten Staaten und im Deutschen Reich nunmehr eine
Entwicklung, die es der Nachwelt leicht machen wird, über die Richtigkeit der Theorien ein
abschließendes Urteil zu fällen. Während im Deutsehen Reich unter der nationalsozialistischen Führung
in wenigen Jahren ein ungeheurer Aufstieg des Lebens, der Wirtschaft, der Kultur, der Kunst usw.
einsetzte, war es dem Präsidenten Roosevelt nicht gelungen, auch nur die geringsten Verbesserungen in
seinem eigenen Lande herbeizuführen.

Wieviel leichter aber mußte diese Arbeit in den Vereinigten Staaten sein, in denen knapp 15 Menschen
auf dem Quadratkilometer leben gegenüber 140 in Deutschland.

Wenn es in diesem Lande nicht gelingt, eine wirtschaftliche Blüte herbeizuführen, dann hängt es nur
zusammen entweder mit dem schlechten Willen einer herrschenden Führung oder mit einer
vollkommenen Unfähigkeit der berufenen Menschen.

In knapp fünf Jahren waren in Deutschland die wirtschaftlichen Probleme gelöst und die
Erwerbslösigkeit beseitigt.

In derselben Zeit hat der Präsident Roosevelt die Staatsschulden seines Landes auf das Ungeheuerlichste
erhöht, den Dollar entwertet, die Wirtschaft noch mehr zerrüttet und die Erwerbslosenzahl beibehalten.

Dies ist aber nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, daß die Geister, die dieser Mann zu seiner
Unterstützung gerufen hat, oder besser, die ihn gerufen hatten, zu jenen Elementen gehören, die als
Juden ein Interesse nur an der Zerrüttung und niemals an der Ordnung besitzen können. Während wir
im nationalsozialistischen Deutschland die Spekulation bekämpften, erlebte sie unter der Ära Roosevelt
eine staunenswerte Blüte. Die Gesetzgebung des New Deals dieses Mannes war falsch und damit der
größte Fehlschlag, den je ein Mann erlitten hatte. Es gibt keinen Zweifel darüber, daß eine Fortsetzung
dieser Wirtschaftspolitik in Friedenszeiten diesen Präsidenten früher oder später trotz all seiner
dialektischen Geschicklichkeit zum Scheitern gebracht haben würde. In europäischen Staaten würde er
sicherlich sein Ende vor dem Staatsgerichtshof wegen willkürlicher Verschleuderung des nationalen
Vermögens gefunden haben, vor einem bürgerlichen Gericht aber wegen schuldhafter
Geschäftsgebarung dem Gefängnis kaum entgangen sein.

Dieses Urteil oder besser diese Erkenntnis besitzen auch viele und auch angesehene Amerikaner.

Eine drohende Opposition braute sich über dem Haupt dieses Mannes zusammen. Sie ließ ihn ahnen,
daß nur eine Ablenkung der Aufmerksamkeit der öffentlichen Meinung von seiner inneren Politik zur
äußeren hin Rettung bringen konnte. Es ist interessant, in diesem Zusammenhang die Berichte des
polnischen Gesandten Potocki aus Washington zu studieren, der immer wieder darauf hinweist, daß sich
Roosevelt der Gefahr des Zusammenbruchs seines ganzen wirtschaftlichen Kartenhauses genau bewußt
sei und deshalb unter allen Umständen eine außenpolitische Ablenkung benötige.

Er wurde darin bestärkt durch den Kreis der ihn umgehenden Juden, die aus alttestamentarischer
Rachssucht in den Vereinigten Staaten das Instrument zu sehen glaubten, um mit ihm den europäischen,
immer antisemitischer werdenden Nationen ein zweites Purirn bereiten zu können. Es war der Jude in
seiner ganzen satanischen Niedertracht, der sich um diesen Mann scharte und nach dem dieser Mann
aber auch griff. So beginnt denn steigend der Einfluß des amerikanischen Präsidenten sich in dem Sinne
auszuwirken, Konflikte zu schaffen oder vorhandene Konflikte zu vertiefen, auf alle Fälle aber zu
verhindern, daß Konflikte eine friedliche Lösung finden. Jahrelang hat dieser Mann nur einen einzigen
Wunsch, daß irgendwo in der Welt ein Streit ausbricht, am besten in Europa, der ihm die Möglichkeit
gibt, durch Verpflichtung der amerikanischen Wirtschaft an einem der beiden Streitenden eine
politische Interessenverflechtung herzustellen, die geeignet sein konnte, Amerika einem solchen Konflikt
langsam näherzubringen und damit die Aufmerksamkeit von seiner zerfahrenen Wirtschaftspolitik im
Inneren nach außen hin abzulenken.

Besonders brüskierend wird sein Vorgehen in diesem Sinne gegen das Deutsche Reich. Vom Jahre 1937
ab setzten eine Anzahl von Reden ein, darunter eine besonders niederträchtige vom 5. Oktober 1937 in
Chicago, in denen dieser Mann planmäßig beginnt, die amerikanische Offentlichkeit gegen Deutschland
aufzuhetzen. Er droht mit der Aufrichtung einer Art von Quarantäne gegen die sogenannten autoritären
Staaten.

Im Vollzug dieser sich nun dauernd steigernden Haß- und Hetzreden des Präsidenten Roosevelt beruft er
nach neuerlichen beleidigenden Erklärungen den amerikanischen Botschafter in Berlin zur
Berichterstattung nach Washington. Seitdem sind die beiden Staaten nur noch durch Geschäftsträger
miteinander verbunden.

Vom November 1938 ab beginnt er planmäßig und bewußt jede Möglichkeit einer europäischen
Befriedungspolitik zu sabotieren. Er heuchelt dabei nach außen hin Interesse am Frieden, droht aber
jedem Staat, der bereit ist, die Politik einer friedlichen Verständigung zu betreiben, mit Sperrung von
Anleihen, mit wirtschaftlichen Repressalien, mit Kündigung von Darlehen usw. Hier geben einen
erschütternden Einblick die Berichte der polnischen Botschafter in Washington, London, Paris und
Brüssel.
Im Januar 1939 beginnt dieser Mann seine Hetzkampagne zu verstärken und droht mit allen
Maßnahmen vor dem Kongreß, gegen die autoritären Staaten vorzugehen außer mit Krieg.

Während er dauernd behauptet, daß andere Staaten versuchten, sich in amerikanische Angelegenheiten
einzumischen und auf die Aufrechterhaltung der Monroe-Doktrin pocht, beginnt er seit dem März 1939
in innereuropäische Angelegenheiten hineinzureden, die den Präsidenten der Vereinigten Staaten
überhaupt nichts angehen. Erstens versteht er diese Probleme nicht, und zweitens, selbst wenn er sie
verstünde und die geschichtlichen Hergänge begriffe, hätte er ebensowenig daß Recht, sich um den
mitteleuropäischen Raum zu bekümmern, wie etwa das deutsche Staatsoberhaupt ein Recht hat, über
die Verhältnisse in einem Staat der USA zu urteilen oder gar zu ihnen Stellung zu nehmen.

Ja, Herr Roosevelt geht noch weiter. Entgegen allen völkerrechtlichen Bestimmungen erklärt er,
Regierungen, die ihn nicht passen, nicht anzuerkennen, Neuordnungen nicht entgegenzunehmen,
Gesandtschaften von längst aufgelösten Staaten zu belassen oder gar als rechtmäßige Regierungen
einzusetzen. Ja, endlich geht es so weit, mit solchen Gesandten Verträge abzuschließen, die ihm dann
sogar das Recht geben, fremde Territorien einfach zu besetzen. Am 15. April 1939 kam der berühmte
Appell Roosevelts an mich und den Duce, der eine Mischung von geographischer und politischer
Unkenntnis einerseits, gepaart mit der Arroganz eines Angehörigen bestimmter Millionärskreise
andererseits darstellte und in dem wir aufgefordert wurden, Erklärungen abzugeben und mit x-
beliebigen Staaten Nichtangriffspakte zu schließen, dabei zum großen Teil mit Staaten, die überhaupt
nicht im Besitz ihrer Freiheit waren, weil sie von den Bundesgenossen des Herrn Roosevelt entweder
annektiert oder in Protektorate verwandelt worden sind. Sie erinnern sich, meine Abgeordneten, daß
ich damals diesen zudringlichen Herren eine ebenso höfliche wie deutliche Antwort gab, was immerhin
wenigstens für einige Monate den Strom der Redseligkeit dieses biederen Kriegshetzers abstoppte.

An seine Stelle trat aber nun die ehrenwerte Frau Gemahlin. Sie lehnte es ab, mit ihren Söhnen in einer
Welt leben zu wollen, wie wir sie besitzen. Das ist allerdings verständlich. Denn dies ist eine Welt der
Arbeit, nicht eine solche des Betruges und der Schiebungen. Nach kurzer Erholung aber setzt dann der
Mann dieser Frau dafür am 4. November 1939 die Abänderung des Neutralitätsgesetzes so durch, daß
nunmehr das Waffenausfuhrverbot aufgehoben wird, und zwar zugunsten einer einseitigen Belieferung
der Gegner Deutschlands.

Er beginnt dann so ähnlich wie in Ostasien mit China, auch hier über den Umweg einer wirtschaftlichen
Verflechtung, eine früher oder später wirksam werdende Interessengemeinschaft herzustellen. Noch im
selben Monat erkennt er einen Haufen von polnischen Emigranten als sogenannte Exilregierung an,
deren einziges politisches Fundament ein paar Millionen von Warschau mitgenommener polnischer
Goldstücke gewesen ist. Schon am 9. April geht er weiter und verfügt nunmehr eine Sperrung der
norwegischen und dänischen Guthaben mit dem verlogenen Vorwand, einen deutschen Zugriff dadurch
zu verhindern, obwohl ihm genau bekannt ist, daß z.B. die dänische Regierung in ihrer
Vermögensverwaltung von Deutschland überhaupt nicht beachtet, geschweige denn kontrolliert wird.

Zu den verschiedenen Exilregierungen wird nun weiter von ihm auch noch eine norwegische anerkannt.
Schon am 15. Mai 1940 kommen zu diesen nun auch noch holländische und belgische
Emigrantenregierungen, und ebenso tritt eine Sperrung der holländischen und belgischen Guthaben ein.
Allein die wahre Gesinnung dieses Mannes enthüllt sich erst in einem Telegramm vom 15. Juni an den
französischen Ministerpräsidenten Reynaud. Er teilt ihm mit, daß die amerikanische Regierung die
Hilfeleistungen an Frankreich verdoppeln wird, vorausgesetzt, daß Frankreich den Krieg gegen
Deutschland fortsetzt. Um diesem Wunsch nach Kriegsverlängerung noch besonders Nachdruck zu
geben, gibt er die Erklärung ab, daß die amerikanische Regierung die Ergebnisse der Eroberung, das
heißt also die Rückgewinnung z.B. der einst Deutschland geraubten Gebiete, nicht anerkennen werde.
Ich brauche Ihnen nicht zu versichern, meine Herren Abgeordneten., daß es jeder deutschen Regierung
gänzlich gleichgültig ist, ob der Präsident der Vereinigten Staaten eine Grenze in Europa anerkennt oder
nicht, und auch in der Zukunft gleichgültig sein wird.

Ich führe den Fall nur zur Charakterisierung der planmäßigen Hetze dieses Mannes an, der von Frieden
heuchelt und ewig nur zum Kriege hetzt. Denn nun überfällt ihn die Angst, daß im Falle des
Zustandekommens eines europäischen Friedens die Milliardenvergeudung seiner Aufrüstung in kurzer
Zeit als glatter Betrug erkannt wird, da niemand Amerika dann angreift, wenn dieses nicht selbst den
Angriff provoziert.

Am 17. Juni 1940 verfügt der Präsident der Vereinigien Staaten die Sperrung der französischen
Guthaben, im, wie er sich ausdrückt, sie dem deutschen Zugriff zu entziehen, in Wirklichkeit aber, um
mit Hilfe eines amerikanischen Kreuzers das Gold von Casablanca nach Amerika abzuführen.

Vom Juli 1940 steigern sich die Maßnahmen Roosevelts immer mehr, um, sei es durch den Eintritt
amerikanischer Staatsangehöriger in die britische Luftwaffe oder durch die Ausbildung von englischem
Flugpersonal in den Vereinigten Staaten, den Weg zum Kriege selbst zu finden. Und schon im August
1940 erfolgt die gemeinsame Aufstellung eines militärischen Programms für die Vereinigten Staaten und
Kanada. Um aber nun die Bildung eines amerikanisch-kanadischen Verteidigungskomitees wenigstens
den größten Dummköpfen plausibel erscheinen zu lassen, erfindet er von Zeit zu Zeit Krisen, in denen er
tut, als ob Amerika von einem Überfall bedroht sei, was er seinem - schon wirklich erbarmungswürdigen
- Anhang dadurch suggeriert, daß er plötzlich Reisen abbricht, in höchster Eile nach Washington
zurückfährt, um solcherart die Gefährlichkeit der Situation zu unterstreichen.

Im September 1940 nähert er sich dem Krieg noch mehr. Er tritt an die englische Flotte 50 Zerstörer der
amerikanischen Flotte ab, wofür er allerdings militärische Stützpunkte in den britischen Besitzungen von
Nord- und Mittelamerika übernimmt. Wie denn überhaupt eines erst die Nachwelt klären wird, nämlich
inwieweit bei all diesem Haß gegen das soziale Deutschland auch noch die Absicht mitspielt, das
britische Empire in der Stunde des Verfalls möglichst sicher und gefahrlos übernehmen zu können.

Nachdem nun England nicht mehr in der Lage ist, mit barem Gelde amerikanische Lieferungen bezahlen
zu können, preßt er dem amerikanischen Volk das Pacht-Leih-Gesetz auf. Als Präsident erhält er nun
Vollmachten zur pacht- und leihweisen Unterstützung der Länder, deren Verteidigung Roosevelt für
Amerika als lebenswichtig erscheinen. Allein im März 1941 geht dieser Mann, nachdem Deutschland
unter keinen Umständen zu bewegen ist, auf seine fortgesetzten Anflegeleien zu reagieren, wieder
einen Schritt weiter.
Schon am 19. Dezember 1939 haben amerikanische Kreuzer innerhalb der Sicherheitszone den Dampfer
"Columbus" britischen Kriegsschiffen in die Hände gespielt. Er mußte deshalb versenkt werden. Am
selben Tage haben USA-Streitkräfte mitgewirkt bei dem Aufbringungsversuch des deutschen Dampfers
"Arauca". Am 27. Januar 1940 hat der USA-Kreuzer "Trenton" wieder völkerrechtswidrig von
Bewegungen der deutschen Handelsdampfer "Arauca", "La Plata" und "Wangoni" die feindlichen
Seestreitkräfte unterrichtet. Am 27. Juni 1940 verfügte er vollständig völkerrechtswidrig eine
Beschränkung der Freizügigkeit ausländischer Handelsschiffe in USA-Häfen.

Im November 1940 ließ er die deutschen Dampfer "Phrygia", "Darwald" und "Rhein" durch USA-
Kriegsschiffe so lange verfolgen, bis sich diese Dampfer endlich selbst versenken mußten, um nicht dem
Feinde in die Hand zu fallen. Am 13. April 1941 erfolgte die Freigabe des Verkehrs durch das Rote Meer
für USA-Schiffe zur Versorgung der britischen Armeen im Nahen Osten. Im Monat März war unterdes
bereits die Beschlagnahmung aller deutschen Schiffe durch die amerikanischen Behörden erfolgt.
Deutsche Reichsangehörige wurden dabei in der entwürdigendsten Weise behandelt, ihnen gänzlich
völkerrechtswidrig bestimmte Aufenthaltsorte angewiesen, Reisebeschränkungen auferlegt usw.

Zwei aus kanadischer Gefangenschaft entkommene deutsche Offiziere wurden ebenfalls entgegen allen
völkerrechtlichen Bestimmungen gefesselt und wieder an die kanadischen Behörden ausgeliefert. Am
27. März begrüßt derselbe Präsident, der gegen jede Aggression ist, die durch eine Aggression in Belgrad
nach dem Sturz der legalen Regierung ans Ruder gekommene Putschistenclique Simowitsch und
Genossen. Der Präsident Roosevelt schickte schon monatelang vorher den Oberst Donovan, ein
völlständig minderwertiges Subjekt, in seinem Auftrag auf den Balkan, um dort zu versuchen, in Sofia
und in Belgrad einen Aufstand gegen Deutschland und Italien herbeizuführen.

Er verspricht darauf im April Jugoslawien und Griechenland Hilfe auf Grund des Leib- und Pachtgesetzes.
Noch Ende April erkennt dieser Mann die jugoslawischen und griechischen Emigranten wieder als
Exilregierung an und sperrt im übrigen erneut völkerrechtswidrig die jugoslawischen und griechischen
Guthaben. Von Mitte April ab erfolgt außerdem eine weitere Überwachung des Westatlantiks durch
USA.-Patrouillen und deren Meldungen an die Engländer.

Am 26. April liefert Roosevelt an England 20 Schnellboote und zugleich finden laufend Reparaturen
britischer Kriegsschiffe in USA-Häfen statt. Am 12. Mai erfolgt die völkerrechtswidrige Bewaffnung und
Reparatur norwegischer Dampfer, die für England fahren. Am 4. Juni treffen amerikanische
Truppentransporte in Grönland zum Flugplatzbau ein. Und am 9. Juni kommt die erste englische
Meldung, daß auf Grund eines Befehls des Präsidenten Roosevelt ein USA-Kriegsschiff ein deutsches U-
Boot bei Grönland mit Wasserbomben bekämpft habe.

Am 14. Juni erfolgt wieder völkerrechtswidrig die Sperrung der deutschen Guthaben in den Vereinigten
Staaten. Am 17. Juni verlangt Präsident Roosevelt unter verlogenen Vorwänden die Zurückziehung der
deutschen Konsuln und Schließung der deutschen Konsulate. Er verlangt weiter die Schließung der
deutschen Presseagentur "Transocean", der deutschen Informationsbibliothek und der deutschen
Reichsbahnzentrale. Am 6. bis 7. Juli erfolgt die Besetzung des in der deutschen Kampfzone gelegenen
Island auf den Befehl Roosevelts durch amerikanische Streitkräfte. Er hofft dadurch nun bestimmt,
1. Deutschland endlich zum Kriege zu zwingen,

2. ansonsten den deutschen U-Bootkrieg genau so wertlos zu machen wie etwa im Jahre 1915-1916.

Zum gleichen Zeit schickt er ein amerikanisches Hilfsversprechen an die Sowjetunion ab. Am 10. Juli gibt
plötzlich der Marineminister Knox bekannt, daß die USA-Marine einen Schießbefehl gegen die
Achsenkriegsschiffe besitze. Am 4. September operiert der USA-Zerstörer "Greer" entsprechend dem
ihm gegebenen Befehl mit englischen Flugzeugen gegen deutsche U-Boote im Atlantik.

Fünf Tage später stellt ein deutsches U-Boot USA-Zerstörer als Geleitfahrzeuge im englischen Convoy
fest. Am 11. September endlich hält Roosevelt jene Rede, in der er selbst den Befehl zum Schießen
gegen alle Achsen-Schiffe bestätigt und neu erteilt. Am 29. September greifen USA-Bewacher ein
deutsches U-Boot östlich Grönland mit Wasserbomben an. Am 17. Oktober bekämpft der USA-Zerstörer
"Kearny", im Geleitschutz für England fahrend, wieder ein deutsches U-Boot mit Wasserbomben, und
am 6. November endlich kapern USA-Streitkräfte völkerrechtlich den deutschen Dampfer "Odenwald",
schleppen ihn in einen amerikanischen Hafen und setzen die Besatzung gefangen.

Die beleidigenden Angriffe und Anflegelungen dieses sogenannten Präsidenten gegen mich persönlich
will ich dabei als belanglos übergehen. Daß er mich einen Gangster nennt, ist um so gleichgültiger, als
dieser Begriff wohl mangels an derartigen Subjekten nicht aus Europa, sondern aus den USA stammt.

Aber abgesehen davon kann ich von Herrn Roosevelt überhaupt nicht beleidigt werden, denn ich halte
ihn so, wie einst es Woodrow Wilson war, ebenfalls für geisteskrank.

Daß dieser Mann mit seinem jüdischen Anhang seit Jahren nun mit den gleichen Mitteln gegen Japan
kämpft, ist uns bekannt. Ich brauche sie hier nicht zur Sprache zu bringen. Auch hier sind dieselben
Methoden zur Anwendung gekommen. Erst heizt dieser Mann zum Krieg, dann fälscht er die Ursachen,
stellt willkürliche Behauptungen auf, hüllt sich dann in widerwärtiger Weise ein in eine Wolke
christlicher Heuchelei und führt so langsam, aber sicher die Menschheit dem Krieg entgegen, nicht ohne
dann als alter Freimaurer dabei Gott zum Zeugen anzurufen für die Ehrbarkeit seines Handelns.

Ich glaube, Sie alle werden es als eine Erlösung empfunden haben, daß nunmehr endlich ein Staat als
erster gegen diese in der Geschichte einmalige und unverschämte Mißhandlung der Wahrheit und des
Rechtes zu jenem Protest schritt, den dieser Mann ja gewünscht hat und über den er sich daher jetzt
nicht wundern oder gar beschweren darf. Daß die japanische Regierung es nach jahrelangem
Verhandeln mit diesem Fälscher endlich satt hatte, sich noch weiter in so unwürdiger Weise verhöhnen
zu lassen, erfüllt uns alle, das deutsche Volk und ich glaube auch die übrigen anständigen Menschen auf
der ganzen Welt, mit einer tiefen Genugtuung.

Wir wissen, welche Kraft hinter Roosevelt steht. Es ist jener ewige Jude, der seine Zeit als gekommen
erachtet, um das auch an uns zu vollstrecken, was wir in Sowjetrußland alle schaudernd sehen und
erleben mußten. Wir haben das jüdische Paradies auf Erden nunmehr kennengelernt. Millionen
deutscher Soldaten haben den persönlichen Einblick gewinnen können in ein Land, in dem dieser
internationale Jude Mensch und Gut zerstörte und vernichtete. Der Präsident der Vereinigten Staaten
mag das vielleicht selbst nicht begreifen. Dann spricht dies nur für seine geistige Beschränktheit.

Wir aber wissen, daß dies das Ziel seines ganzen Kampfes ist: Auch wenn wir nicht im Bündnis mit Japan
stünden, wären wir uns darüber im klaren, daß es die Absicht der Juden und ihres Franklin Roosevelt ist,
einen Staat nach dem andern allein zu vernichten. Das heutige Deutsche Reich hat aber nun nichts mehr
gemein mit dem Deutschland von einst. Wir werden daher auch von unserer Seite nun das tun. was
dieser Provokateur seit Jahren zu erreichen versuchte. Nicht nur, weil wir Verbündete von Japan sind,
sondern weil Deutschland und Italien in ihrer derzeitigen Führung genügend Einsicht und Stärke
besitzen, um zu begreifen, daß in dieser historischen Zeit das Sein oder Nichtsein der Nationen bestimmt
wird, vielleicht für immer. Was diese andere Welt mit uns vorhat, ist uns klar. Sie haben das
demokratische Deutschland von einst zum Verhungern gebracht, sie würden das sozialistische von heute
ausrotten. Wenn Herr Roosevelt oder Herr Churchill erklären, daß sie dann später eine neue soziale
Ordnung aufbauen wollen, dann ist das ungefähr so, als wenn ein Friseur mit kahlem Kopf ein
untrügliches Haarwuchsmittel empfiehlt. Die Herren, die in den sozial rückständigsten Staaten leben,
hätten, statt für Kriege zu hetzen, sich um ihre Erwerbslosen kümmern sollen. Sie haben in ihren
Ländern Not und Elend genug, um sich dort im Sinne einer Verteilung von Lebensmitteln zu
beschäftigen. Was das deutsehe Volk betrifft, so braucht es weder von Herrn Churchill noch von einem
Herrn Roosevelt oder gar von einem Mister Eden Almosen, sondern es will nur sein Recht. Und dieses
Recht zum Leben wird es sich sicherstellen, auch wenn tausend Churchills oder Roosevelts sich dagegen
verschwören wollten. Dieses Volk hier hat nun eine fast zweitausendjährige Geschichte hinter sich. Es
war in dieser langen Zeit noch nie so einig und geschlossen wie heute und wie es, dank der
nationalsozialistischen Bewegung, für alle Zukunft nun sein wird. Es war aber auch vielleicht noch nie so
hellsehend und selten so ehrbewußt. Ich habe daher heute dem amerikanischen Geschäftsträger die
Pässe zustellen lassen und ihm folgendes unmißverständlich eröffnen lassen:

Im Verfolg der immer weiteren Ausdehnung einer auf unbegrenzte Weltherrschaftsdiktatur gerichteten
Politik des Präsidenten Roosevelt sind die Vereinigten Staaten von Amerika im Verein mit England vor
keinem Mittel zurückgewichen, um dem deutschen, dem italienischen und auch dem japanischen Volke
die Voraussetzungen ihrer natürlichen Lebenserhaltung zu bestreiten. Die Regierungen Englands und der
Vereinigten Staaten von Amerika haben sich aus diesem Grunde nicht nur für die Gegenwart, sondern
auch für alle Zukunft jeder berechtigten Revision zur Herbeiführung einer besseren Neuordnung der
Welt entgegengesetzt.

Seit Kriegsbeginn hat sich der amerikanische Präsident in steigendem Maße eine Reihe schwerster
völkerrechtswidriger Verbrechen zuschulden kommen lassen. Gesetzlose Übergriffe auf Schiffe und
sonstiges Eigentum deutscher und italienischer Staatsbürger verbanden sich mit der Bedrohung, ja der
willkürlichen Beraubung der persönlichen Freiheit der Betroffenen durch Internierungen usw. Die sich
auch sonst weiter verschärfenden Angriffe des Präsidenten der Vereinigten Staaten, Roosevelt, führten
am Ende so weit, daß er der amerikanischen Marine den Befehl erteilte, entgegen allen
Völkerrechtsbestimmungen Schiffe deutscher und italienischer Nationalität überall sofort anzugreifen,
zu beschießen und sie zu versenken. Amerikanische Minister rühmten sich auch, auf diese
verbrecherische Weise deutsche U-Boote vernichtet zu haben. Deutsche und italienische Handelsschiffe
wurden von amerikanischen Kreuzern überfallen. gekapert und ihre friedliche Besatzung in Gefängnisse
abgeführt. Ohne jeden Versuch einer amtlichen Widerlegung von seiten der amerikanischen Regierung
wurde aber darüber hinaus nunmehr in Amerika der Plan des Präsidenten Roosevelt veröffentlicht,
spätestens im Jahre 1943 Deutschland und Italien mit militärischen Machtmitteln in Europa selbst
angreifen zu wollen.

Dadurch ist das aufrichtige und von beispielloser Langmut zeugende Bestreben Deutschlands und
Italiens, trotz der seit Jahren erfolgten unerträglichen Provokationen durch den Präsidenten Roosevelt
eine Erweiterung des Krieges zu verhüten und die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten
aufrechtzuerhalten, zum Scheitern gebracht worden.

Deutschland und Italien haben demgegenüber sich nunmehr endlich gezwungen gesehen, getreu den
Bestimmungen des Dreimächtepakts vom 27. September 1940 Seite an Seite mit Japan den Kampf zur
Verteidigung und damit zur Erhaltung der Freiheit und Unabhängigkeit ihrer Völker und Reiche gegen
die Vereinigten Staaten von Amerika und England gemeinsam zu führen.

Die drei Mächte haben deshalb das folgende Abkommen abgeschlossen und am heutigen Tage in Berlin
unterzeichnet:

In dem unerschütterlichen Entschluß, die Waffen nicht niederzulegen, bis der gemeinsame Krieg gegen
die Vereinigten Staaten von Amerika und England zum erfolgreichen Ende geführt worden ist, haben
sich die deutsche Regierung, die italienische Regierung und die japanische Regierung über folgende
Bestimmungen geeinigt:

Artikel 1.

Deutschland, Italien und Japan werden den ihnen von den Vereinigten Staaten von Amerika und England
aufgezwungenen Krieg mit allen ihnen zu Gebote stehenden Machtmitteln gemeinsam bis zum
siegreichen Ende führen.

Artikel 2.

Deutschland, Italien und Japan verpflichten sich, ohne volles gegenseitiges Einverständnis weder mit den
Vereinigten Staaten von Amerika noch mit England Waffenstillstand oder Frieden zu schließen.

Artikel 3.

Deutschland, Italien und Japan werden auch nach siegreicher Beendigung des Krieges zum Zwecke der
Herbeiführung einer gerechten Neuordnung im Sinne des von ihnen am 27. September 1940
abgeschlossenen Dreimächtepaktes auf das engste zusammenarbeiten.

Artikel 4.

Dieses Abkommen tritt sofort mit seiner Unterzeichnung in Kraft und bleibt ebenso lange wie der
Dreimächtepakt vom 27. September 1940 in Geltung. Die Hohen Vertragschließenden Teile werden sich
rechtzeitig vor Ablauf dieser Geltungsdauer über die weitere Gestaltung ihrer im Artikel 3 dieses
Abkommens vorgesehenen Zusammenarbeit verständigen.

Abgeordnete! Männer des Deutschen Reichstags!

Wir sind uns schon seit der Ablehnung meines letzten Friedensvorschlages vom Juli 1940 im klaren, daß
dieser Kampf bis zur letzten Konsequenz durchgekämpft werden muß. Daß sich die angelsächsisch-
jüdisch-kapitalistische Welt mit dem Bolschewismus dabei in einer Front befindet, ist für uns
Nationalsozialisten keine Überraschung. Wir haben sie im Inneren stets in der gleichen Gemeinschaft
gefunden. Allein wir haben diesen Kampf im Innern erfolgreich bestanden und unsere Gegner endlich
nach sechzehnjährigem Ringen um die Macht vernichtet.

Als ich mich vor dreiundzwanzig Jahren entschloß, in das politische Leben einzutreten, um die Nation
aus ihrem Verfall wieder emporzuführen, war ich ein namenloser, unbekannter Soldat. Viele unter Ihnen
wissen, wie schwer die ersten Jahre dieses Kampfes gewesen sind. Der Weg der kleinen Bewegung von
sieben Mann bis zur Ubernahme der verantwortlichen Regierung am 30. Januar 1933 war ein so
wundersamer, daß nur die Vorsehung selbst durch ihren Segen dies ermöglicht haben kann.

Heute stehe ich an der Spitze des stärksten Heeres der Welt, der gewaltigsten Luftwaffe und einer
stolzen Marine. Hinter mir und um mich als eine verschworene Gemeinschaft weiß ich die Partei, mit der
ich groß geworden bin und die durch mich groß geworden ist.

Die Gegner, die ich vor mir sehe, sind die bekannten Feinde seit über zwanzig Jahren. Allein der Weg,
der vor mir liegt, ist nicht zu vergleichen mit dem Weg, auf den ich zurückblicken kann. Das deutsche
Volk steht in der Erkenntnis der entscheidendsten Stunde seines Daseins. Millionen von Soldaten
erfüllen unter den schwersten Bedingungen gehorsam und treu ihre Pflicht. Millionen deutscher Bauern
und Arbeiter, deutscher Frauen und Mädchen stehen in den Fabriken und Kontoren, auf den Feldern
und Ackern und schaffen im Schweiße ihres Angesichts der Heimat das Brot und der Front die Waffen.
Mit uns im Bunde sind starke Völker, die von der gleichen Not gequält, die gleichen Feinde vor sich
finden.

Der amerikanische Präsident und seine plutokratische Clique haben uns die Völker der Habenichtse
getauft. Das ist richtig! Die Habenichtse aber wollen leben, und sie werden auf alle Fälle erreichen, daß
das Wenige, das sie zum Leben besitzen, ihnen nicht auch noch von den Besitzenden geraubt wird. Sie
kennen, meine Parteigenossen, meine unerbittliche Entschlossenheit, einen einmal begonnenen Kampf
bis zum erfolgreichen Ende durchzuführen. Sie kennen meinen Willen, in so einem Kampf vor nichts
zurückzuschrecken, alle Widerstände zu brechen, die gebrochen werden müssen.

Ich habe Ihnen in meiner ersten Rede am 1. September 1939 versichert, daß in diesem Krieg weder
Waffengewalt noch Zeit Deutschland niederzwingen werden. Ich will meinen Gegnern auch versichern,
daß uns nicht nur die Waffengewalt oder die Zeit nicht bezwingen werden, sondern daß uns auch kein
innerer Zweifel wankend machen kann in der Erfüllung unserer Pflicht. Wenn wir an die Opfer unserer
Soldaten denken, an ihren Einsatz, dann ist jedes Opfer der Heimat gänzlich belanglos und
unbedeutend. Wenn wir aber die Zahl all jener uns überlegen, die in den Generationen schon vor uns für
des deutschen Volkes Bestehen und Größe gefallen sind, dann wird uns erst recht die Größe der Pflicht
bewußt, die auf uns selbst lastet.

Wer aber dieser Pflicht sich zu entziehen beabsichtigt, der hat keinen Anspruch darauf, in unserer Mitte
als Volksgenosse bewertet zu werden.

So wie wir mitleidslos hart gewesen sind im Kampf um die Macht, werden wir genau so mitleidslos und
hart sein im Kampf um die Erhaltung unseres Volkes. In einer Zeit, in der Tausende unserer besten
Männer, Väter und Söhne unseres Volkes fallen, soll keiner mit dem Leben rechnen, der in der Heimat
die Opfer der Front entwerten will. Ganz gleich, unter welchen Tarnungen jemals der Versuch gemacht
werden würde, diese Front zu stören, den Widerstandswillen unseres Volkes zu untergraben, die
Autorität des Regimes zu schwächen, die Leistungen der Heimat zu sabotieren. Der Schuldige wird
fallen! Nur mit einem Unterschied, daß der Soldat an der Front dieses Opfer in höchster Ehre bringt,
während der andere, der dieses Ehrenopfer entwertet, in Schande stirbt.

Unsere Gegner sollen sich nicht täuschen. In den zweitausend Jahren der uns bekannten deutschen
Geschichte ist unser Volk niemals geschlossener und einiger gewesen als heute. Der Herr der Welten hat
so Großes in den letzten Jahren an uns getan, daß wir in Dankbarkeit uns vor einer Vorsehung
verneigen, die uns gestattet hat, Angehörige eines so großen Volkes sein zu dürfen. Wir danken ihm, daß
wir angesichts der früheren und kommenden Generationen des deutschen Volkes auch uns in Ehren
eintragen können in das unvergängliche Buch der deutschen Geschichte.