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DIN EN 683-1:2007-03

Nationales Vorwort
Dieses Dokument (EN 683-1:2006) ist von der Arbeitsgruppe 6 „Folien und Vormaterial für Wärme-
austauscher“ (Sekretariat: AFNOR, Frankreich) im Technischen Komitee TC 132 „Aluminium und Aluminium-
legierungen“ (Sekretariat: AFNOR, Frankreich) des Europäischen Komitees für Normung (CEN) ausgearbeitet
worden.

Das zuständige deutsche Normungsgremium ist der Arbeitsausschuss NA 066-01-05 AA „Folien und Vor-
material für Wärmeaustauscher“ des Normenausschusses Nichteisenmetalle (FNNE) im DIN Deutsches
Institut für Normung e. V.

Änderungen

Gegenüber DIN EN 683-1:1996-08 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) Anwendungsbereich auf Dicken von 60 µm bis 400 µm erweitert;

b) Verweis auf EN 12258-1 im Abschnitt 3 aufgenommen;

c) Überschrift von Abschnitt 4 geändert und Aufzählungen überarbeitet;

d) Text in den Unterabschnitten 5.2, 6.1.1 und 6.2.1 geändert;

e) Abschnitt 7 vollständig überarbeitet;

f) Literaturhinweise aufgenommen.

Frühere Ausgaben

DIN EN 683-1: 1996-08

2
EUROPÄISCHE NORM EN 683-1
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE Dezember 2006

ICS 77.150.10 Ersatz für EN 683-1:1996

Deutsche Fassung

Aluminium und Aluminiumlegierungen —


Vormaterial für Wärmeaustauscher (Finstock) —
Teil 1: Technische Lieferbedingungen

Aluminium and aluminium alloys — Aluminium et alliages d'aluminium —


Finstock — Bandes pour échangeurs thermiques —
Part 1: Technical conditions for inspection and delivery Partie 1: Conditions techniques de contrôle et de livraison

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 25. November 2006 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage
erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management-Zentrum
mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland,
Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien,
Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Zypern.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36 B-1050 Brüssel

© 2006 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 683-1:2006 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
EN 683-1:2006 (D)

Inhalt

Seite

Vorwort ................................................................................................................................................................3
1 Anwendungsbereich .............................................................................................................................4
2 Normative Verweisungen......................................................................................................................4
3 Begriffe ...................................................................................................................................................4
4 Bestellangaben ......................................................................................................................................4
5 Anforderungen .......................................................................................................................................5
5.1 Herstellungsverfahren und Fertigungsabläufe...................................................................................5
5.2 Qualitätsprüfung ....................................................................................................................................5
5.3 Chemische Zusammensetzung ............................................................................................................5
5.4 Mechanische Eigenschaften.................................................................................................................6
5.5 Fehlerfreiheit ..........................................................................................................................................6
5.6 Grenzabmaße und Formtoleranzen .....................................................................................................6
5.7 Besondere Eigenschaften.....................................................................................................................6
6 Prüfverfahren .........................................................................................................................................6
6.1 Probenahme ...........................................................................................................................................6
6.2 Prüfungen ...............................................................................................................................................7
6.3 Wiederholungsprüfungen .....................................................................................................................8
7 Prüfbescheinigungen ............................................................................................................................8
8 Kennzeichnung der Erzeugnisse .........................................................................................................9
9 Verpackung ............................................................................................................................................9
10 Beanstandungen....................................................................................................................................9
Literaturhinweise ............................................................................................................................................. 10

2
EN 683-1:2006 (D)

Vorwort
Dieses Dokument (EN 683-1:2006) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 132 „Aluminium und
Aluminiumlegierungen“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom AFNOR gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung
eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis Juni 2007, und etwaige entgegenstehende nationale
Normen müssen bis Juni 2007 zurückgezogen werden.

Dieses Dokument ersetzt EN 683-1:1996.

Im Rahmen seines Arbeitsprogramms hat das Technische Komitee CEN/TC 132 die CEN/TC 132/WG 6
„Folien und Vormaterial für Wärmeaustauscher (Finstock)“ mit der Überarbeitung der EN 683-1:1996 beauf-
tragt.

Die folgenden Änderungen wurden vorgenommen:

Anwendungsbereich auf Dicken von 60 µm bis 400 µm erweitert;

Abschnitt 3 verweist jetzt auf EN 12258-1;

Abschnitt 4: Überschrift geändert und Aufzählung überarbeitet;

Abschnitt 5: Unterabschnitt 5.2 geändert;

Abschnitt 6: Unterabschnitte 6.1.1 und 6.2.1 geändert;

Abschnitt 7: vollständig überarbeitet;

Literaturhinweise hinzugefügt.

EN 683 besteht aus den folgenden Teilen mit dem allgemeinen Titel „Aluminium und Aluminiumlegierungen —
Vormaterial für Wärmeaustauscher (Finstock)“:

Teil 1: Technische Lieferbedingungen

Teil 2: Mechanische Eigenschaften

Teil 3: Grenzabmaße und Formtoleranzen

Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass einige Texte dieses Dokuments Patentrechte berühren können.
CEN ist nicht dafür verantwortlich, einige oder alle diesbezüglichen Patentrechte zu identifizieren.

CEN/TC 132 bekräftigt seine Vorgehensweise, dass in dem Fall, wenn ein Patentinhaber sich weigert, für ge-
normte Erzeugnisse Lizenzen unter angemessenen und nicht diskriminierenden Bedingungen zu erteilen,
dieses Erzeugnis aus der entsprechenden Norm entfernt werden muss.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland,
Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien,
Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

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EN 683-1:2006 (D)

1 Anwendungsbereich
Dieses Dokument legt die Technischen Lieferbedingungen von Vormaterial für Wärmeaustauscher (Finstock)
aus Aluminium und Aluminium-Knetlegierungen fest.

Es gilt für Dicken von 60 µm bis 400 µm.

Es gilt nicht für plattiertes Vormaterial für Wärmeaustauscher.

2 Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten Ver-
weisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe
des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

EN 515, Aluminium und Aluminiumlegierungen — Halbzeug — Bezeichnungen der Werkstoffzustände

EN 573-3, Aluminium und Aluminiumlegierungen — Chemische Zusammensetzung und Form von Halbzeug —
Teil 3: Chemische Zusammensetzung

EN 683-2, Aluminium und Aluminiumlegierungen — Vormaterial für Wärmeaustauscher (Finstock) — Teil 2:


Mechanische Eigenschaften

EN 683-3, Aluminium und Aluminiumlegierungen — Vormaterial für Wärmeaustauscher (Finstock) — Teil 3:


Grenzabmaße und Formtoleranzen

EN 12258-1:1998, Aluminium und Aluminiumlegierungen — Begriffe und Definitionen — Teil 1: Allgemeine Be-
griffe

EN 14242, Aluminium und Aluminiumlegierungen — Chemische Analyse — Optische Emissionsspektral-


analyse mit induktiv gekoppelter Plasmaanregung

EN 14361, Aluminium und Aluminiumlegierungen — Chemische Analyse — Probenahme von Metall-


schmelzen

3 Begriffe
Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die Begriffe nach EN 12258-1:1998 und der folgende Begriff:

3.1
Vormaterial für Wärmeaustauscher (Finstock)
flaches, kaltgewalztes Erzeugnis mit rechteckigem Querschnitt und einer Dicke zwischen 60 µm und 400 µm,
geeignet für die Herstellung von Wärmeaustauschern

4 Bestellangaben
Die Bestellung muss das erforderliche Erzeugnis festlegen und muss folgende Angaben enthalten:

a) Art und Form des Erzeugnisses:

die Bezeichnung des Aluminiums oder der Aluminiumlegierung,


die Form des Erzeugnisses;

b) den zu liefernden Werkstoffzustand nach EN 515;

c) Nummer dieser Europäischen Norm (EN 683-1) oder eine eigene Spezifikation;

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EN 683-1:2006 (D)

d) Maße des Erzeugnisses:

Dicke,
Breite und Art der nach EN 683-3 festgelegten Grenzabmaße der Breite (symmetrisch, nur plus, nur
minus) oder wie zwischen Lieferer und Käufer vereinbart,
Innen- und Außendurchmesser der Bänder oder Rollen,
Hülsenabmessungen und –art;

e) Masse und Anzahl der Bänder/Rollen;

f) alle zwischen Lieferer und Käufer vereinbarten Sonderanforderungen, z. B.:

Prüfzeugnisse und Prüfprotokolle,


Kennzeichnung der Erzeugnisse, z. B. zur Identifizierung,
Verweisung auf Zeichnungen, z. B. für Verpackung, Ausrichtung der Bandachse usw.,
ob eine Oberflächenentfettung gefordert wird.

Falls Sonderanforderungen festgelegt sind, muss die Anwendung angegeben werden.

5 Anforderungen

5.1 Herstellungsverfahren und Fertigungsabläufe

Sofern in der Bestellung nichts anderes festgelegt ist, sind die Herstellungsverfahren und Fertigungsabläufe dem
Ermessen des Lieferers überlassen. Außer bei einem ausdrücklichen Hinweis in der Bestellung unterliegt der
Lieferer keiner Verpflichtung zum Einsatz der gleichen Verfahren bei späteren Bestellungen gleicher Art.

5.2 Qualitätsprüfung

Der Hersteller muss ein Qualitätsmanagementsystem, das EN ISO 9001 mindestens gleichwertig sein sollte,
festlegen und anwenden.

Der Hersteller muss Prüfpläne erstellen und aufrechterhalten, die alle Prüfungen festlegen, die an dem Er-
zeugnis durchzuführen sind, um die Anforderungen dieser Norm und alle weiteren nach Abschnitt 6 der vor-
liegenden Norm vereinbarten Anforderungen zu erfüllen, sowie ihre Häufigkeit und die Art der zu erstellenden
Aufzeichnungen. Der Prüfplan muss für jede Prüfung festlegen, ob sie am Abguss, an einer Wärmebehand-
lungscharge, an einem Prüflos, wie in EN 12258-1 definiert, oder einem anderen Los von Bedeutung erfolgt.
Der Prüfplan muss mindestens mit den Prüfverfahren und Prüfanforderungen übereinstimmen, die in dieser
Norm angegeben sind. Im Prüfplan muss auch eine geeignete Prozessüberwachung erfasst werden. Sofern
verlangt, muss der Prüfplan dem Käufer vor Produktionsbeginn zur Genehmigung vorgelegt werden.

Der Hersteller trägt die Verantwortung für die Durchführung aller nach dieser Norm geforderten Prüfungen,
bevor das Erzeugnis verschickt wird. Falls der Käufer eine Überprüfung des Erzeugnisses am Produktions-
standort des Herstellers verlangt, muss eine entsprechende Festlegung bei der Bestellung vereinbart werden.

Der Prüfumfang muss Abschnitt 6 der vorliegenden Norm entsprechen. Wenn nicht ausdrücklich anders fest-
gelegt, müssen Qualitätsprüfungen und sonstige Prüfungen an Prüflosen durchgeführt werden. Erzeugnisse,
die zu einem Prüflos gehören, müssen aus derselben Produktionseinheit stammen.

5.3 Chemische Zusammensetzung

Die chemische Zusammensetzung muss mit den in EN 573-3 festgelegten Anforderungen übereinstimmen, so-
fern zwischen Lieferer und Käufer nichts anderes vereinbart wurde.

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EN 683-1:2006 (D)

5.4 Mechanische Eigenschaften

Die mechanischen Eigenschaften müssen mit EN 683-2 in Übereinstimmung sein, sofern zwischen Lieferer und
Käufer nichts anderes vereinbart wurde.

5.5 Fehlerfreiheit

Die Erzeugnisse müssen frei von Fehlern sein, die die Verarbeitung unter angemessenen Einsatzbedingungen
beeinträchtigen.

5.6 Grenzabmaße und Formtoleranzen

Die Grenzabmaße und Formtoleranzen müssen mit EN 683-3 in Übereinstimmung sein.

5.7 Besondere Eigenschaften

Alle besonderen Eigenschaftsanforderungen müssen zwischen Lieferer und Käufer vereinbart werden.

6 Prüfverfahren

6.1 Probenahme

6.1.1 Proben für die chemische Analyse

Die Probenahme muss während des Gießens nach EN 14361 durchgeführt werden. Die durchschnittliche
chemische Zusammensetzung jeder Probe muss innerhalb der Spezifikation für die chemische Zusammen-
setzung liegen.

ANMERKUNG EN 14361 enthält Kriterien, wie die Anzahl, das Volumen und die Form der Proben, Zeitpunkt und Ort
der Probenahme sowie die Ausführung und Instandhaltung der Geräte festgelegt werden, um sicherzustellen, dass die
durchschnittliche chemische Zusammensetzung der Probe für die durchschnittliche chemische Zusammensetzung der
gesamten Schmelzcharge repräsentativ ist.

6.1.2 Probenabschnitte für mechanische Prüfungen

6.1.2.1 Lage und Größe

Die Entnahme der Probenabschnitte von den Prüfeinheiten muss so erfolgen, dass die Proben im Vergleich zum
Erzeugnis ausgerichtet werden können, wie in 6.1.2.2 festgelegt. Die Probenabschnitte müssen eine aus-
reichende Größe aufweisen, damit die zur Durchführung der vorgeschriebenen Prüfungen notwendigen Proben
hergestellt und Proben für eventuell notwendige Wiederholungsprüfungen gefertigt werden können.

6.1.2.2 Orientierung

Die Probenabschnitte sind so zu entnehmen, dass die Proben in Längsrichtung vorbereitet werden können.

6.1.2.3 Kennzeichnung

Jeder Probenabschnitt muss so gekennzeichnet sein, dass jederzeit nach Entnahme die Identifizierung des Er-
zeugnisses, von dem er entnommen wurde, sowie seine Lage und Orientierung möglich sind. Wenn im Laufe
der weiteren Arbeitsgänge das Entfernen der Kennzeichnung unumgänglich ist, muss eine neue Kennzeichnung
vor Entfernung der Originalkennzeichnung angebracht werden.

6
EN 683-1:2006 (D)

6.1.2.4 Vorbereitung

Die Entnahme der Probenabschnitte von den Prüfeinheiten muss nach Beendigung aller mechanischen Be-
handlungen und Wärmebehandlungen, denen das Erzeugnis vor der Lieferung unterliegt und welche einen Ein-
fluss auf die mechanischen Eigenschaften des Werkstoffes haben können, erfolgen. Falls dies nicht möglich ist,
darf die Entnahme der Prüfeinheit oder der Probenabschnitte zu einem früheren Zeitpunkt erfolgen, sie müssen
aber der gleichen Behandlung unterliegen, die für das betroffene Erzeugnis vorgesehen ist.

Das Schneiden muss so erfolgen, dass dabei die Eigenschaften der Probenabschnitte, aus denen die Proben
vorbereitet werden, nicht verändert werden. Bei den Abmessungen der Probenabschnitte muss ein entspre-
chender Bearbeitungszuschlag vorgesehen werden, damit der Schnittbereich entfernt werden kann.

Die Probenabschnitte dürfen keiner Behandlung, die ihre mechanischen Eigenschaften verändert, unterzogen
werden.

6.1.2.5 Anzahl

Ein Probenabschnitt muss von jedem Prüflos kleiner oder gleich 10 000 kg entnommen werden. Bei Bändern
über je 10 000 kg ist nur die Entnahme eines einzigen Probenabschnittes je Band erforderlich.

6.1.3 Proben für den Zugversuch

6.1.3.1 Kennzeichnung

Jede Probe muss so gekennzeichnet werden, dass das Prüflos, von dem sie stammt, und, falls notwendig, die
Lage und Ausrichtung zum Erzeugnis identifiziert werden können.

Wenn eine Probe durch Stempeln gekennzeichnet wird, darf dies nicht an einer Stelle oder auf eine Weise er-
folgen, die eine spätere Prüfung beeinflusst. Wenn sich die Kennzeichnung einer Probe als nicht praktikabel er-
weist, darf diese Probe mit einem Kennzeichnungsetikett versehen werden.

6.1.3.2 Anzahl

Es muss eine Probe von jedem Probenabschnitt entnommen werden.

6.1.3.3 Typ

Für alle in EN 683-2 festgelegten Dicken müssen Flachproben verwendet werden. Die Probe muss so vorbe-
reitet werden, dass beide Walzoberflächen ohne Veränderungen beibehalten werden.

6.1.3.4 Bearbeitung

Die notwendigen Bearbeitungen müssen so ausgeführt werden, dass es zu keiner Änderung der Werkstoff-
eigenschaften der Probe kommt.

6.2 Prüfungen

6.2.1 Analyse der chemischen Zusammensetzung

Die Anwendungsbereiche und die Genauigkeit des Prüfverfahrens müssen vom Lieferer validiert und nach-
gewiesen werden.

Im Falle eines Streits, die chemische Zusammensetzung betreffend, muss eine Schiedsanalyse nach
EN 14242 durchgeführt werden.

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EN 683-1:2006 (D)

ANMERKUNG Für die schnelle Bestimmung der chemischen Zusammensetzung werden unterschiedliche Spektral-
analysenmethoden eingesetzt (z. B. F-OES, RFA, GDOES). Für F-OES siehe EN 14726.

6.2.2 Mechanische und physikalische Prüfungen

Der Zugversuch muss nach EN 683-2 durchgeführt werden.

6.2.3 Messung der Maße

Die Maße müssen mit Hilfe von Messgeräten mit der für die Maße und die Grenzmaße nach EN 683-3
erforderlichen Genauigkeit gemessen werden. Alle Maße müssen bei Raumtemperatur der Werkshallen oder
des Labors gemessen werden; im Streitfall bei einer Temperatur zwischen 15 °C und 25 °C.

6.2.4 Oberflächenbeschaffenheit

Sofern nichts anderes festgelegt ist, muss die Oberflächenprüfung an den Erzeugnissen vor der Lieferung ohne
Einsatz von Vergrößerungsgeräten durchgeführt werden.

6.3 Wiederholungsprüfungen

6.3.1 Chemische Zusammensetzung

Wenn eine Analyse nicht den Anforderungen an die chemische Zusammensetzung entspricht, muss die
Schmelzcharge zurückgezogen werden.

6.3.2 Mechanische Eigenschaften

Wenn irgendeine der ersten Proben nicht den Anforderungen an die mechanischen Eigenschaften genügt, muss
folgendes Verfahren angewandt werden:

wenn ein Fehler klar identifiziert wird, sei es in der Vorbereitung der Probe oder im Prüfverfahren, dann
wird das Ergebnis nicht berücksichtigt und die Prüfung wird wie ursprünglich vorgeschrieben neu durch-
geführt;

wenn ein Fehler nicht identifiziert wird, müssen zwei zusätzliche Probenabschnitte vom gleichen Prüflos
entnommen werden, wobei einer dieser Probenabschnitte vom gleichen Coil, von dem der ursprüngliche
Probenabschnitt stammt, entnommen werden muss, es sei denn, dass der Lieferer diesen Coil zurückge-
zogen hat.

Wenn die beiden von den zusätzlichen Probenabschnitten stammenden Proben die Anforderungen an
die mechanischen Eigenschaften erfüllen, gilt das Los, das sie darstellen, als mit den Anforderungen
dieser Europäischen Norm übereinstimmend.

Wenn eine oder beide dieser Proben nicht die Anforderungen an die mechanischen Eigenschaften
erfüllen, gilt das Prüflos als nicht mit den Anforderungen dieser Europäischen Norm übereinstimmend.

6.3.3 Sonstige Eigenschaften

Die Wiederholungsprüfungen für die sonstigen Eigenschaften müssen zwischen Lieferer und Käufer vereinbart
werden.

7 Prüfbescheinigungen
Prüfbescheinigungen müssen zwischen Lieferer und Käufer vereinbart werden.

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EN 683-1:2006 (D)

8 Kennzeichnung der Erzeugnisse


Die Kennzeichnung der Erzeugnisse muss nur erfolgen, wenn dies zwischen Lieferer und Käufer vereinbart und
in der Bestellung festgelegt worden ist. Die Kennzeichnung darf die Endverwendung des Erzeugnisses nicht
beeinflussen.

9 Verpackung
Sofern nichts anderes in der Bestellung angegeben ist, muss die Art der Verpackung vom Lieferer festgelegt
werden. Der Lieferer muss dabei alle geeigneten Vorkehrungen treffen, um sicherzustellen, dass unter üblichen
Transportbedingungen die Erzeugnisse in einem für den Einsatz brauchbaren Zustand geliefert werden.

10 Beanstandungen
Bei einem Streitfall, der die Übereinstimmung mit den Anforderungen dieser Europäischen Norm betrifft, müssen
vor Zurückweisung der Erzeugnisse von einem in gegenseitigem Einverständnis zwischen Lieferer und Käufer
gewählten Schiedssachverständigen Prüfungen durchgeführt werden.

Die Entscheidung dieses Schiedssachverständigen ist endgültig.

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EN 683-1:2006 (D)

Literaturhinweise

EN 14726, Aluminium und Aluminiumlegierungen — Chemische Analyse — Leitfaden für die optische
Funkenemissionsspektralanalyse

EN ISO 9001, Qualitätsmanagementsysteme — Anforderungen (ISO 9001:2000)

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