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Die NS-Vergangenheit von CDU/CSU

Die CDU hat wieder einmal an das Unrecht der SED-Diktatur erinnert. Das tut sie in letzter Zeit häufiger, ist doch am linken Rande eine neue Partei aus eben dieser SED ins westdeutsche Parteienspektrum gesprossen. Es ist auch schön, dass sie daran erinnert, wäre aber noch schöner, wenn sie hierin glaubwürdig wäre. Denn die CDU hat eigentlich selbst noch eine Menge aufzuarbeiten. Ihre NSVergangenheit nämlich, die kaum geringer wiegt als die SED-Vergangenheit der Linken und die sie mit ihr sogar gemeinsam hat. In den 50er- und 60er-Jahren war es wiederholt die SED, die Kabinettsmitglieder der CDU mit NS-Vergangenheit zum Rücktritt zwang, nicht etwa die CDU selbst, sodass die CDU-Forderung, die Linke solle ihre SED-Vergangenheit aufarbeiten, wie späte Rache wirkt. Bisher hat die CDU sich mit der Aufarbeitung ihrer NSDAP-Vergangenheit Zeit gelassen. Ich leiste mal Hilfestellung*: Konrad Adenauer Der Übervater der CDU ist Ursache des Übels. Er gilt in konservativen Kreisen als Widerstandsheld der “inneren Immigration”, was so viel heißt wie nicht mitmachen und dazu nichts tun, denn er lehnte Kontakte zu konservativen Widerstandskreisen strikt ab. Seinen Ruf als Widerständler hat er paradoxerweise den Nazis zu verdanken: Da Hitler ihn seines Amtes als Kölner Oberbürgermeister entheben ließ, hatte er es leicht, nicht mit den Nazis zu kollaborieren. Dennoch wurde er drangsaliert, verfolgt und sogar verhaftet. Dies ist aber eher auf das Misstrauen der Nazis zurückzuführen als auf Adenauers Aktivitäten. Nach dem Krieg ließ er sich nicht nur von ehemaligen NSDAP-Mitgliedern beraten, sondern holte sie sogar ins Kabinett. Die ausgebliebene Entnazifizierung, ja die schrittweise Rehabilitierung der Elite des Dritten Reiches bei gleichzeitiger Nicht-Rehabilitierung der NS-Opfer: christliche Werte von ihrer besten Seite. Die Zeit Berliner Zeitung Hans Globke Globke war während des Dritten Reiches juristischer Experte für “Rassefragen”. Als solcher hat er wesentlich zur rassistischen Verfolgung beigetragen. Es wäre verfehlt, wie seine Zeitgenossen von bloßer Mitläuferschaft zu sprechen, denn er war Mitautor eines Kommentars zu den “Nürnberger Rassegesetzen” und zudem Urheber einiger schikanöser Verfolgungsideen. Sein Antrag auf Mitgliedschaft in der NSDAP wurde abgelehnt, weil er katholisch-konservativen Kreisen nahe stand. Dies genügte Konrad “man kennt sich, man hilft sich” Adenauer offenbar, ihn zum Staatssekretär und Chef des Bundeskanzleramtes zu machen. Er hatte einen so großen Einfluss, dass er verhindern konnte, dass Widerständler gegen das NS-Regime wie Rudolf-Christoph Freiherr von Gersdorff in die Bundeswehr aufgenommen wurden, die sich trotz alledem in einer Tradition mit dem Widerstand sieht. Wikipedia Deutsches Historisches Museum Theodor Oberländer Oberländer kam 1956 aus der rechtspopulistischen Partei “Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten” in die CDU. Er war bereits am Hitler-Ludendorff-Putsch 1923 beteiligt und wurde im Dritten Reich Apologet des “Deutschen Lebensraums im Osten”. Er trat für eine ethnische “Flurbereinigung” der eroberten Gebiete in Osteuropa ein, was unzählige Menschen das Leben kostete. Erst 1960 trat er vom Amt des Bundesministers für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte zurück, nachdem ihm in Abwesenheit in der DDR wegen angeblicher Kriegsverbrechen der Prozess gemacht wurde. Adenauer wollte sich diese Blöße nicht geben und hielt stur an ihm fest. Nachdem Oberländer aber einen Tag zuvor die Pensionsberechtigung erlangt hatte, hielt ihn nichts mehr im Amt. Oberländer hat sich nie von seinen Ideen distanziert. Ganz im Gegenteil: 1981 war er Mitunterzeichner des “Heidelberger Manifestes“, einer von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit geprägten Erklärung von 15 deutschen Hochschulprofessoren. Wikipedia WDR Uni Greifswald Biografie Hans Krüger Wie Oberländer ein Veteran des “Marsches auf die Feldherrnhalle” am 9. November 23. Nach dem Krieg wurde er Mitglied der CDU und machte schnell Karriere. 1957 wurde er Mitglied des Bundestages, was der CDU offenbar nicht genügte. Sie war wohl zu blasiert, um aus Fehlern wie Oberländer zu lernen, denn Ludwig Erhard berief Krüger 1963 als Minister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte ins Kabinett. Peinlicherweise war es wieder das “Verdienst” der SED, dass er Anfang 1964 zurücktreten musste. Wikipedia Erwin Albrecht

Er trat 1936 wahrscheinlich zur Karriereförderung der NSDAP bei, denn im selben Jahr hatte er das zweite Staatsexamen abgelegt. 1942 war er am Sondergericht Prag tätig. Dort und an anderen Gerichten verhängte er mehr als 30 Todesurteile wegen meist geringer Vergehen. Nach dem Krieg trat er der CDU bei und wurde 1955 in den Saarländischen Landtag gewählt. 1957 wurde er zum Fraktionsvorsitzenden. Erst nachdem auf Betreiben der SED seine Verstrickungen in die NS-Justiz öffentlich bekannt wurden, schloss die CDU ihn 1958 aus. Er blieb allerdings als Gast der Demokratischen Partei Saar bis zum Ende der Legislaturperiode 1960 Mitglied des Landtages. Wikipedia Hans Filbinger Er gewann 1976 die Wahlen in Baden-Württemberg mit dem Spruch “Freiheit statt Sozialismus“. “Nationalsozialismus oder Tod” wäre passender gewesen, denn 1978 wurde aufgedeckt, dass er während des Krieges als Kläger Todesurteile gegen Deserteure beantragt und sogar in anderen Fällen als Richter gesprochen hat. Dieses Bemühen, Millionen von Toten weitere hinzuzufügen, ist durchaus mit christlichkonservativen Werten vereinbar. Es waren in erster Linie Politiker aus CDU und CSU, die eine Rehabilitierung der Deserteure der Wehrmacht zu verhindern suchten (Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege, Aufhebung von Unrechtsurteilen seit 1989). Welche ideologischen Hindernisse der CDU bei der eigenen Vergangenheitsbewältigung im Wege stehen, zeigen die Trauerrede des Filbinger-Nachfolgers Günther Oettinger für Filbinger und die positiven Reaktionen darauf. Oettinger ließ in CDU-Tradition die historischen Tatsachen außer Acht und erklärte Filbinger zum Gegner des NS-Regimes. Alfred Seidl In seiner 1938 erschienen Dissertation ”Der Beginn der Straftat” stützte er das nationalsozialistische Willensstrafrecht, nach dem die Höhe der Strafe an der Intention des Täters bemessen wird. Nach dem Krieg machte er vor allem als Verteidiger von NS-Verbrechern von sich Reden. Während der Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesse verteidigte er Hans Frank und Rudolf Hess, für dessen Begnadigung der bis zuletzt eintrat. Im Ärzteprozess verteidigte er Fritz Fischer, Karl Gebhardt und Herta Oberhäuser. 1947 verteidigte er im Prozess gegen das Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt der SS den für die Ausbeutung der Zwangarbeiter zuständigen SS-Obergruppenführer Oswald Pohl. Den Chef der Reichskanzlei Hans Heinrich Lammers verteidigte er im sogenannten Wilhelmstraßen-Prozess. Die Frau des KZ-Kommandanten von Buchenwald Karl Otto Koch, Ilse, verteidigte er 1950-51, nachdem sie unter Druck der Öffentlichkeit auch von der Bundesrepublik angeklagt wurde. Außerdem übernahm er die Vertretung von Sepp Dietrich und Michel Lippert, nachdem diese wegen der Morde während des angeblichen “Röhm-Putsches” angeklagt worden waren. 1950-53 vertrat er die vom ehemaligen Zwangsarbeiter Norbert Wollheim auf Schadenersatz verklagte IG Farben. Seidl wurde Mitglied der CSU. Von 1958 bis 1986 war er Mitglied des bayrischen Landtages, 1970 bis 1972 war er zunächst stellvertretender Fraktionsvorsitzender, dann bis 1974 Fraktionsvorsitzender. Danach wurde er Staatssekretär im Justizministerium, dann bayrischer Innenminister. Als solcher regte er 1977 zur Abschreckung der RAF an, die Todesstrafe einzuführen. Wer nach alledem immer noch Zweifel an Seidls Gesinnung hatte, wurde nach dessen Tod eines Besseren belehrt. Dann ließ Gerhard Frey in seiner Nationalzeitung offenbaren, dass Seidl ihm in enger Freundschaft verbunden gewesen sei und die Satzung der DVU juristisch geprüft habe. Wikipedia Walter Bartram Von September 1950 bis Juni 1951 Ministerpräsident in Schleswig-Holstein. Er bildete eine Koalition mit dem rechtspopulistisch-revanchistischen “Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten”, der rechtskonservativen DP und der FDP. Die Regierung bestand bis auf den Innenminister aus ehemaligen Angehörigen von NS-Organisationen. Bartram selbst war von 1937 bis 1945 NSDAP-Mitglied. Nach eigener Aussage trat er nicht wegen seiner NS-Verstrickungen zurück oder der Rehabilitierung von NS-Beamten, sondern wegen Auseinandersetzungen innerhalb der CDU. Google Books Wikipedia Hanns Martin Schleyer Hanns Martin Schleyer hat weder den Tod durch RAF-Mörder verdient, noch dass man heute deshalb Straßen nach ihm benennt. Er war überzeugter Nationalsozialist, Mitglied der SS und länger Mitglied der NSDAP als der CDU. Erst 1970 und wahrscheinlich aus Opportunismus trat er in die CDU ein, und die, nicht weniger opportunistisch, nahm den damals aufstrebenden Manager und späteren BDI-Präsidenten ohne Bedenken auf. Weil er aufgrund eines Unfalls dienstuntauglich geworden war, wurde er im Reichsprotektorat Böhmen und Mähren zur Beschaffung von Zwangsarbeitern eingesetzt. In dieser Tätigkeit sah er sich wohl noch nach 1945, als er wiederholt gegen die Arbeitnehmerrechte wetterte. Helmut Lemke

1963 bis 1971 einer von Bartrams Nachfolgern im Amt des Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins und danach Präsident des Landtages bis 1983. Man machte ihn für den Mord an zwei Kommunisten verantwortlich, weil er in seiner Amtszeit als Bürgermeister Eckernfördes deren Verhaftung angeordnet hatte. Wikipedia Wikipedia Geschichte Eckernfördes Erwin Schüle Eine der Lichtgestalten und zugleich tragischte Figur in dieser Liste. Als solcher bezeichnenderweise nicht in der CDU, sondern ihr lediglich nahe stehend – Ämterpatronage war schon damals üblich. Der Leiter der Ludwigsburger „Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen” hatte als Ankläger im “Ulmer Einsatzgruppen-Prozess” eine Wende im Umgang mit NS-Verbrechern herbeigeführt. Während Recherchen 1965 in Warschau wurde er mit dem Vorwurf konfrontiert, selbst NSDAP-Mitglied gewesen zu sein. Auch hier spielte die SED eine wesentliche Rolle. Schüle stritt alles ab, aber schnell kam heraus, dass er 1937 der NSDAP beigetreten war. Ausgerechnet der oberste Nazijäger der Bundesrepublik war Mitglied NSDAP. Noch im selben Jahr musste er zurücktreten. Die Zeit Berliner Zeitung Uwe Barschel Er bewunderte offenbar den letzten Reichspräsidenten des Dritten Reiches und Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP, Karl Dönitz. Das gipfelte darin, dass Barschel in seiner Funktion als Schülersprecher Dönitz für einen Vortrag an sein Geesthachter Gymnasium einlud. Der darauf folgende Skandal trieb den Schulleiter in den Selbstmord. Ob Barschel auch auf dessen Beerdigung war? Bei der Beerdigung Dönitz’ war er jedenfalls zugegen. Spiegel Lübecker Nachrichten Kurt-Georg Kiesinger Letzten Endes eine eher tragische Figur, die wie keine andere den gehemmten Umgang der Unionsparteien mit ihrer NS-Vergangenheit symbolisiert. Die Grenze zwischen (damaligem) Konservatismus und Nationalsozialismus war scheinbar nur schmal – schmaler womöglich als die zwischen SPD und Linkspartei. Wenn der Opportunismus größer ist als die konservativen Werte fest, fällt der Wechseln scheinbar nicht schwer. Seine Stelle als Berater des Reichsaußenministers und NS-Vordenkers Ribbentrop soll er nur angenommen haben, um dem Kriegsdienst zu entgehen. Ist das nicht eine Form von Desertion für Privilegierte? Was Norbert Geis wohl dazu sagen würde? Norbert Geis Mitglied der CDU-Regionalabteilung Bayern, also CSU. Er spricht sich scheinbar gegen die Aufhebung der Urteile gegen Deserteure der Wehrmacht aus. Ich warte noch auf seine Stellungnahme. Sie wird auf Abgeordnetenwatch zu sehen sein. Sympathien für den Nationalsozialismus ist er unverdächtig. Er ist nur ein gutes Beispiel für die unklare Trennung zwischen Unterstützung des Nationalsozialismus und konservativen Werten. Wer meint, das sind olle Kamellen, sollte sich mal mit den jüngsten Entwicklungen beschäftigen: • Der stellvertretende Fraktionschef der CDU im Kreistag von Nordsachsen, Roland Märtz, soll darüber nachgedacht haben, Anträge der NPD zu unterstützen. Märtz selbst spricht von einem Missverständnis. Dies ist nicht ausgeschlossen. Dennoch zeigen seine Aussagen die fehlende Distanz zur NSDAP-Nachfolgepartei. Focus Spiegel In Köln unterstützte die CDU zunächst den Bau einer Moschee im Stadtteil Ehrenfeld. Nachdem ein Fraktionsmitglied zur rechtspopulistischen Partei Pro Köln übergelaufen war, die sich als einzige Fraktion gegen die Moschee aussprach, machte sie eine Kehrtwende, war auf einmal gegen die Moschee “in der geplanten Form” und brach das Bündnis gegen die Rechtspopulisten. Süddeutsche Zeitung

Die CDU meint offenbar, durch Ankuscheln Konkurrenz von Rechts verhindern zu können. Na viel Glück dann, oh ihr Hüter der Moral! Meine Anfrage an die CDU-Fraktion zur Aufarbeitung der eigenen NS-Vergangenheit blieb – wie nicht anders zu erwarten – unbeantwortet. Also, Ihr Wächter der christlichen Werte! Ihr kennt den Spruch vom Glashaus und dem Stein, oder? * Literatur: Hermann Weiß (Hg.): Biographisches Lexikon zum Dritten Reich. Frankfurt am Main 1998. 2. Auflage. Ernst Klee. Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Augsburg 2005.

Eine Liste ehemaliger NSDAP-Mitglieder, die in der Bundesrepublik größtenteils unbehelligt Karriere machten, findet sich bei Wikipedia.

Liste ehemaliger NSDAP-Mitglieder, die nach Mai 1945 politisch tätig waren
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
In der vorliegenden Liste werden Politiker aufgeführt, die Mitglied der NSDAP waren und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges eine Rolle in der Politik spielten. In der Liste werden die Personen alphabetisch aufgeführt und der Zeitraum der Mitgliedschaft in der NSDAP sowie ggf. anderer Parteien sowie ggf. eine oder mehrere herausragende Rollen in der Politik erwähnt. Weitergehende Informationen sollten in den Artikeln zur Person selbst zu finden sein. Einige der aufgeführten Personen sind dabei bereits vor der Auflösung der NSDAP aus dieser Partei ausgetreten. In der Regel haben sie in der NSDAP keine herausgehobene Rolle gespielt. Die NSDAP wurde im Oktober 1945 von den Alliierten verboten (Kontrollratsgesetz Nr. 2 vom 10. Oktober 1945, in Kraft getreten am 12. Oktober 1945). Sofern von keinen weiteren Anhaltspunkten ausgegangen werden kann, ist für diese Liste spätestens mit diesem Datum die Mitgliedschaft in der NSDAP für die aufgelisteten Personen als beendet verstanden. Das Jahr wird dennoch als letzter Zeitpunkt erwähnt, wenn es keine Gründe für abweichende Angaben gibt. Parteien und Posten werden in der Liste jeweils nur bei ihrer ersten Nennung verlinkt mit Ausnahme der DVP, was sowohl eine Abkürzung für die Deutsche Volkspartei als auch für die Demokratische Volkspartei ist. Ebenfalls anzumerken ist, dass die CDU in Westdeutschland nicht mit der CDU in Ostdeutschland identisch war und die Abkürzung im Artikel deshalb ebenfalls mehrmals verlinkt wird.

Inhaltsverzeichni s
• 1 Deutschland • 1.1 Westliche Besatzungszonen und Bundesrepublik Deutschland • 1.2 Sowjetische Besatzungszone und Deutsche Demokratische Republik 2 Österreich 3 Weitere Länder 4 Siehe auch 5 Literatur und Quellen 6 Weblinks 7 Einzelnachweise

• • • • • •

Deutschland
Westliche Besatzungszonen und Bundesrepublik Deutschland
Name NSDAP Parteimitgliedschaften ab 1945 Amt bzw. Ämter

Achenbach, Ernst 1937–1945

FDP

Albrecht, Erwin

1936–1945

CDU

Asbach, HansAdolf Bading, Harri Bartram, Walter

1933–1945

GB/BHE bzw. GDP ab 1950 SPD ab 1945 CDU ab 1946

1937–1939 (Austritt) 1937–1945

Becher, Walter

1931–1945

DG ab 1947, ab 1954 GB/BHE, ab 1967 CSU

Birrenbach, Kurt Bismarck, Otto von Blankenhorn, Herbert

1933–1945 1933–1945 1938–1945

CDU ab 1953 CDU ab 1946 CDU ab 1946 DVP, ab 1948 CDU FDP/DVP 1950–1972, ab 1984 CDU NPD ab 1965 CDU ab 1953 FDP ab 1949

ab 1950 Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen Mitglied des Deutschen Bundestages (1957–1976) Mitglied des Europaparlaments (1964– 1977) ab 1955 Landtag des Saarlandes, ab 1957 Vorsitzender der CDU-Fraktion daselbst Minister für Soziales, Arbeit und Flüchtlingsfragen bzw. Stellvertretender Ministerpräsident in Schleswig-Holstein Mitglied des Deutschen Bundestages für die SPD 1950–1951 Ministerpräsident in Schleswig-Holstein 1956–1958 Vorsitzender des Witikobundes, 1968–1982 Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft, 1950–1962 Landtagsabgeordneter in Bayern für DG und GB/BHE, 1965–1980 Mitglied des Deutschen Bundestages für die CSU Mitglied des Deutschen Bundestages für die CDU Mitglied des Deutschen Bundestages Leiter der Politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes Mitglied des Deutschen Bundestages (1953–1958) 1962–1965 Bundesminister der Justiz, 1965–1966 Bundesminister für Wohnungswesen und Städtebau

Buchka, Karl von bis 1945 Bucher, Ewald bis 1945

Böhme, Herbert Carstens, Karl Dahlgrün, Rolf Dorls, Fritz Duckwitz, Georg

1931–1945 1940–1945, ab 1933 auch SA bis 1945 1929–1945 1932–1945

Deutscher Bundespräsident 1962–1966 Bundesminister der Finanzen

Ehmke, Horst

1944–1945

CDU ab 1946, 1949 GuD / Vorsitzender der SRP DKP-DRP, ab 1949 SRP Botschafter, Staatssekretär SPD Parteivorstand 1973–1991, Bundesminister der Justiz, Bundesminister für besondere Aufgaben SPD ab 1947 und Chef des Bundeskanzleramtes, Bundesminister für Forschung und Technologie, Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen GB/BHE ab 1950 Gesamtdeutsche Volkspartei ab 1952, seit 1956 SPD Mitglied des Deutschen Bundestages 1968 - 1974 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Engell, Hans Egon Eppler, Erhard

bis 1945 1944-45

Etzdorf, Haso von 1933–1945 1931–1933 Fassbender, Heinrich

Deutscher Botschafter in Großbritannien NDP ab 1945, ab 1946 Mitglied des Deutschen Bundestages FDP, ab 1955 DP, ab 1962 (1949–1957) DNVP, ab 1964 NPD

Filbinger, Hans Franken, Paul

1937–1945 1933–1940

Genscher, Hans1945 Dietrich[1] Gille, Alfred 1937–1945

Ministerpräsident von BadenWürttemberg erster Direktor der Bundeszentrale für CDU politische Bildung Mitglied des Deutschen Bundestages LDPD 1946–1952, ab 1952 (1965–1998), Bundesaußenminister FDP (1974–1992) GB/BHE ab 1950, ab 1951 Bürgermeister von Lötzen GDP CDU ab 1951 CDU ab 1945 Völkerrechtler im Beraterstab Konrad Adenauers CDU 1949–1972 Mitglied des Deutschen Bundestages für die CDU 1955 Leiter der politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes Mitglied des Deutschen Bundestages Präsident des westdeutschen Olympischen Komitees 1961–1965 Bundesminister des Innern, 1965–1969 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ab 1959 Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, ab 1964 Präsident des Bundesrechnungshofs ab 1955 Landtagsmitglied und Beamter des Landes Niedersachsen, zuletzt Ministerialdirigent, bis 1967 1957 bis 1961 Mitglied des Deutschen Bundestages 1957 bis 1976 Mitglied des Deutschen Bundestages 1966–1969 deutscher Bundeskanzler 1957 bis 1960 Mitglied des Deutschen Bundestages 1950–1958 Leiter der Staatskanzlei der schleswig-holsteinischen Landesregierung 1950–1953 Finanzminister in SchleswigHolstein, 1951–1953 geschäftsführender Justizminister in Schleswig-Holstein, 1953–1956 Bundesminister für besondere Aufgaben bis 1976 Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland beim NATO-Rat in Brüssel 1963–1964 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte Ministerpräsident in Schleswig-Holstein 1957–1964 Bayerischer Kultusminister Mitglied und Vizepräsident des Landtages Hessen; zuvor SSStandartenführer 1961 bis 1965 Mitglied des Deutschen Bundestages

ab 1. September Glüsing, Hermann 1928 (gleichzeitig SA-Beitritt) Grewe, Wilhelm Güde, Max Halt, Karl Ritter von Höcherl, Hermann 1933–1945 1940–1945 1933–1945 1931–1932 und 1935–1945

CSU ab 1949

Hopf, Volkmar

ab 1933 bis 1945

CSU

Hunke, Heinrich Jordan, Pascual Kempferl, Friedrich Kiesinger, Kurt Georg Köhler, Otto Kracht, Ernst

ab 1923 bis 1945 ab 1933 SA ab 1933 1932–1945 1933–1945 1933–1945 1933–1945

BHE CDU CSU ab 1949 CDU ab 1946 FDP ab 1955

Kraft, Waldemar

1943–1945

1950–1955 GB/BHE, ab 1956 CDU

Krapf, Franz

ab 1936, ab 1933 auch SS 1933–1945 bis 1945 1933–1945 1932–1934 und 1939–1945 bis 1941 CDU CDU, ab 1950 CSU FDP CDU

Krüger, Hans Lemke, Helmut Maunz, Theodor Mix, Erich Neumann, Erich Peter

Generalkonsul in Barcelona FDP, ab 1950 GB/BHE, ab 1953–1960 Bundesminister für 1955 CDU Angelegenheiten der Vertriebenen GB/BHE ab 1950 Mitglied des Deutschen Bundestages Mitglied des Deutschen Bundestages, 4. Reichmann, ab 1. August 1932 FDP u. 5. Wahlperiode, für die FDP, Martin Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Rößler, Fritz (Dr. DKP-DRP, 1950 DRP und 1930–1945 Mitglied des Deutschen Bundestages Franz Richter) SRP 1969 bis 1983 Mitglied des Deutschen Schachtschabel, 1937–1945, ab SPD ab 1946 Bundestages, ab 1974 Mitglied des 1933, SS ab 1935 Hans Georg Europäischen Parlaments Scheel, Walter bis 1945 FDP ab 1946 1974–1979 deutscher Bundespräsident Scheringer, 1923–1931 ab 1931 KPD/DKP 1972–1982 Gemeinderat in Kösching Richard 1966–1972 Bundeswirtschaftsminister Schiller, Karl 1937–1941/45 SPD 1971/72 auch Bundesfinanzminister 1937–1945, SS ab 1973–1977 Präsident der Schleyer, Hanns 1933 (zuletzt CDU ab 1970 Bundesvereinigung der Deutschen Martin Untersturmführer) Arbeitgeberverbände Schneider, 1930–1937 DPS bzw. FDP ab 1950 Stellv. Ministerpräsident des Saarlandes Heinrich Schneider, DVP, später FDP Landtagsabgeordneter in Hessen Ludwig Schönhuber, Die Republikaner 1983– 2005 Kandidat der NPD; 1941–1945 1995 Franz Europaabgeordneter 1953–1961 Bundesminister des Innern, Schröder, 1933–1941 1961–1966 Bundesminister des CDU ab 1950 (Austritt) Gerhard Auswärtigen, 1966–1969 Bundesminister der Verteidigung Schwann, FDP, ab 1961 VDNV, ab 1933–1945 Mitglied des Deutschen Bundestages Hermann 1965 AUD GB/BHE ab 1952, ab 1967 Seiboth, Frank 1939–1945 Mitglied des Deutschen Bundestages SPD 1958–1986 Mitglied des bayrischen Landtages, 1970–1972 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1972–1974 Seidl, Alfred 1937–1940 CSU Fraktionsvorsitzender, 1974–1978 Staatssekretär im Justizministerium Bayern, 1977–1978 Innenminister Mitglied des Deutschen Bundestages, FDP ab 1945, ab 1957 GB/ Landtagsabgeordneter in Stegner, Artur 1931–1945 BHE) Niedersachsen, Landesvorsitzender der FDP in Niedersachsen ab 1950 Volksbund für Frieden und Taubert, Eberhard 1931–1945 Freiheit ab 1950 Landtag von NordrheinWestfalen; 1953 bis 1954 MdB; 1954 bis 1958 und 1962 bis 1975 Minister in Weyer, Willi 1937–1945 FDP NRW, zeitweise stv. Ministerpräsident; seit 1957 Präsident des Landessportbundes NRW; 1974 bis 1986 Präs. des Deutschen Sportbundes 1963–68 stellvertretender Zoglmann, Fraktionsvorsitzender der FDP in ab 1934 FDP, ab 1974 CSU Siegfried Nordrhein-Westfalen, ab 1972 Bundestagsabgeordneter (CSU)

Nüßlein, Franz Oberländer, 1933–1945 Theodor Petersen, Helmut bis 1945

Sowjetische Besatzungszone und Deutsche Demokratische Republik
Name NSDAP Parteimitgliedschaften ab 1945 Amt bzw. Ämter 1950–1952 sächsischer Finanzminister; 1949 bis 1963 Abgeordneter der Volkskammer der DDR. Adam war ab 1952 bei der KVP im Rang eines Obersten tätig. 1968 wurde er mit dem Banner der Arbeit ausgezeichnet und am 7. Oktober 1977 zum Generalmajor a.D. ernannt. 1954 - 1960 Mitglied der SEDBezirksleitung Erfurt; ab 1963 stellvertretender Landwirtschaftsminister, Vorsitzender des Landwirtschaftsrats beim DDRMinisterrat, Mitglied des Präsidiums des Ministerrats, Kandidat des Politbüros und Mitglied des ZK; 1981 - 1988 LPGVorsitzender eines Färsenaufzuchtbetriebs Vorsitzender des Bezirksverbandes Suhl der CDU, Abgeordneter des Bezirkstages Suhl und NachfolgeKandidat des Hauptvorstandes der CDU 1986–1990 Minister für Außenhandel 1961–1965 Minister für Kultur 1958–1989 Leiter des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates bis 1984 DDR-Botschafter in Rumänien und anschließend bis 1990 Leiter der Abteilung Rechtsund Vertragswesen im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten Erster Vorsitzender des Bezirksverbandes Suhl der DBD, Abgeordneter des Bezirkstages Suhl 1950 bis 1990 Abgeordneter der Volkskammer; 1967 - 1989 Fraktionsvorsitzender der NDPD; Abgeordneter der Volkskammer Erster Vorsitzender des Bezirksverbandes Cors der NDPD, Mitglied des Hauptausschusses der NDPD Stv. Vorsitzender des Bezirksverbandes Suhl der CDU, Abgeordneter des Bezirkstages Suhl

Adam, Wilhelm

1923–1926; 1933 wurde Adam Mitglied des Stahlhelms und NDPD ab 1948 SA-Oberscharführer. Er war Träger des Blutordens.

Bartsch, Karl- 1940–1945 Soldat/Offizier der Heinz[2] Waffen-SS

SED ab 1949

Behrend, Werner

1937–1945

CDU

Beil, Gerhard 1944–1945 Bentzien, Hans Blecha, Kurt 1944–1945 1941–1943

SED ab 1953 SED ab 1946 SED ab 1946

Bock, Siegfried[3]

1944–1945

SED nach 1946

Briz, Fritz[4]

seit 1. April 1932, SA-Führer 1934–1945, 1934 Gaustudentenführer von Thüringen seit 1. Mai 1937 seit 1. Dezember 1932

DBD

Dallmann, Siegfried Debes, Kurt Dumke, Harry[5]

NDPD ab 1946 NDPD NDPD

Eckardt, Ernst[6]

seit 1. September 1940

CDU

Eichler, Heinz 1944 1931–1945, 1932 Eintritt in die SS, Legion Condor Frankenberg und Proschklitz, Egbert von

SED 1946

NDPD 1949

1971 Sekretär des Staatsrates der DDR; bis 1989 Präsidiumsmitglied der Volkskammer der DDR und Sekretär des Staatsrates. seit 1957 Militärpolitischer Kommentator des staatlichen Komitees für Rundfunk; 1951 bis 1990 gehörte er dem Hauptausschuss der NDPD an; 1952 Präsident der Sektion Motorrennsport, später bis 1978 des ADMV der DDR Chefreporter der „Berliner Zeitung“ SED-Staatssekretär für die Hochund Fachschulen CDU-Funktionär in Weimer, Mitglied des Nationalrats der Nationalen Front, Abgeordneter der Volkskammer

Gerstner, 1935–1945 Karl-Heinz[7] Gießmann, Ernst1937–1945 Joachim[8] Gorzynski, Hans Großmann, Ernst[9] [1] seit 1. Mai 1933

SED SED

CDU

vom 1.Oktober 1938–1945 Mitglied der SS (zuletzt Unterscharführer), 1940 in einem SS-Totenkopf-Verband, Bewacher im KZ SED Sachsenhausen, Mitglied des Sudetendeutschen Freikorps, seit 1.November 1938 Mitglied der NSDAP (Nr. 6855320) 1939–1945 CDU ab 1949

Mitglied des ZK der SED (1959 ausgeschlossen), weiterhin SEDMitglied und LPG-Vorsitzender in Merxleben

Heyl, Wolfgang Homann, Heinrich Kegel, Gerhard[10]

1933–1945

NDPD ab 1948

1976–1989 Mitglied des Präsidiums der Volkskammer 1954–1963 stellvertretender Präsident der Volkskammer, 1960 stellvertretender Vorsitzender des Staatsrates der DDR 1950/51 stellvertretender Chefredakteur „Neues Deutschland“, 1967–1971 Kandidat des ZK der SED,1973–1976 Botschafter beim Sitz der UN in Genf Abgeordneter des Bezirkstages Erfurt, Generalintendant des Nationaltheaters Weimar 1982–1989 Minister für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft Handels- und Versorgungsminister bis 1963; 1969 bis 1986 Direktor der HO-Bezirksdirektion Berlin; 1959 erhielt er die Verdienstmedaille der DDR, 1977 den Orden "Banner der Arbeit" Stufe II und 1980 den Vaterländischen Verdienstorden (VVO) in Silber Abteilungsleiter Kaderfragen im ZK der SED 1960–1990

1934–1945; 1941 durch Hitler zum Legationssekretär im Auswärtigen Amt befördert und laut Simon Wiesenthal, dem SED ab 1946 Leiter des Jüdischen Dokumentationszentrums in Wien, hat er für die Gestapo gearbeitet seit dem 1. April 1933 1943–1945 SED SED

Lang, Otto Lietz, Bruno

Merkel, Curt1938–1945 Heinz

SED

Müller, Fritz

1938–1945

SED

Nier, Kurt[11]

Mitglied der NSDAP im Gau Sudetenland

SED LDP DBD ab 1950 SED nach 1946 wohl ab 1946 SED DBD ab 1948 CDU ab 1947, ab 1950 SED

Otto, Adolf Dr. 1937–1945 [12] Reichelt, Hans Schill, Gerhard Schmieder, Werner Schröder, Wilhelm Steger, Otfried Stechbarth, Horst 1943–1945 1943–1945 ab 1944 ab 1940 1944–1945

1943–1945

Trappen, Friedel[13]

1942–1945

SED

Uhse, Bodo

1927–1930, auch Bund Oberland

SED

Vorthmann, Philipp[14]

seit dem 1. Oktober 1930

NDPD

Weitz, Hans Jürgen[15]

1942–1945 und Mitglied der SS

SED

Weiz, Herbert 1942–1945

KPD/SED ab 1945/46

Winkler, Werner[16]

1931–1945

SED

stellvertretender DDRAußenminister Mitglied des Zentralvorstandes der LDP, Abgeordneter der Volkskammer 1972 stellvertretender Vorsitzender des DDR-Ministerrates 1961 Oberbürgermeister der Stadt Dresden Minister für Finanzen der DDR 1980/1981 1952–1953 Minister für Land- und Forstwirtschaft 1965–1983 Minister für Elektrotechnik und Elektronik 1976–1989 ZK der SED, 1972 bis 1989 Stellvertretender Minister für Nationale Verteidigung und Chef der Landstreitkräfte der NVA DDR-Botschafter in Chile und anschließend stellvertretender Leiter der Abteilung Internationale Verbindungen im SEDZentralkomitee, seit 1984 Träger des Vaterländischen Verdienstordens der DDR in Gold 1950–1954 SEDVolkskammerabgeordneter, 1950– 1952 Vorsitzender des Schriftstellerverbandes in der DDR Stv. Vorsitzender des Rates des Bezirkes Suhl, Abgeordneter des Bezirkstages Suhl, Erster Vorsitzender der Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse des Bezirkes Suhl Seit 1981 war Weitz Botschafter in Ägypten, vorher im Irak und in Kuwait, zeitweise auch führender Mitarbeiter im DDRAußenministerium. 1958 ZK der SED, 1967 stellvertretender Vorsitzender des DDR-Ministerrates Minister für chemische Industrie seit dem 26. November 1955; stellvertretender Vorsitzender der Staatlichen Plankommission

Österreich
Name NSDAP Parteimitgliedschaften ab 1945 SPÖ ÖVP SPÖ Amt bzw. Ämter 1965–73 Nationalratsabgeordneter, 1970– 73 Verkehrsminister 1952–60 Finanzminister 1959–79/80 Nationalratsabgeordneter, Frühbauer, Erwin 1940–1945 (*1926) Kamitz, Reinhard 1940–1945 (*1907) Moser, Josef 1938–1945

(1919–2003) Öllinger, Hans (*1914) Peter, Friedrich (1921–2005) Reinthaler, Anton (1895–1958) Rösch, Otto (1917–1995) Scrinzi, Otto (*1918) Wallnöfer, Eduard (1913– 1989) 1938–1945 (seit 1933 bei der SA) 1938–1945 1933–1945 1938–1945 1938–1945 1941–1945 SPÖ VdU, FPÖ FPÖ SPÖ VdU, FPÖ ÖVP

1970–79/80 Bautenminister 1970 Landwirtschaftsminister vor Oskar Weihs (28 Tage) 1958–1978 Parteiobmann der FPÖ 1956-58 Bundesobmann der FPÖ 1970–77 Bundesminister für Inneres, 1977– 83 Bundesminister für Landesverteidigung 1984 Gründer der „National-Freiheitlichen Aktion“ 1963–1987 Tiroler Landeshauptmann

Weitere Länder
Name NSDAP Andere Parteimitgliedschaften Amt bzw. Ämter zur Lippe-Biesterfeld, Bernhard bis 1936 Prinz der Niederlande

Siehe auch
• • • • • Zeit des Nationalsozialismus Liste wichtiger Politiker und Funktionsträger der NSDAP Entnazifizierung Braunbuch Art. 131 Grundgesetz

Literatur und Quellen
• • • • • Norbert Podewin (Hrsg.), Braunbuch : Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik und in Berlin (West), Berlin 1968, ISBN 3-360-01033-7 Olaf Kappelt, Braunbuch der Nazis in der DDR, Berlin 1981, ISBN 3-923137-00-1 Maria Mesner, Entnazifizierung zwischen politischem Anspruch, Parteienkonkurrenz und Kaltem Krieg. Das Beispiel der SPÖ, Juli 2005, ISBN 3-486-57815-4 Untersuchungsausschuß Freiheitlicher Juristen (Hg.), Ehemalige Nationalsozialisten in Pankows Diensten, Dritte ergänzte Ausgabe, Berlin-Zehlendorf Barbara Schier: Alltagsleben im 'Sozialistischen Dorf' Merxleben und seine LPG im Spannungsfeld der SED-Agrarpolitik (1945–1990; Waxmann Verlag; Berlin 2001

Weblinks
• • www.welt.de: Irrungen und Wirrungen diplomatischer Nachrufpraxis. Die Fälle Genscher und Scheel: Wie sich das Auswärtige Amt in seinen Richtlinien für einstige NSDAP-Mitglieder verfängt „Alte Kameraden“ Personen im Hamburger Landtag (gen. Bürgerschaft) nach 1945 mit voriger NSDAP-Mitgliedschaft, beschreibende Auswahl • dito, als Liste (96 Personen), hier 2. Teil (für den 1. Teil ersetze die Zahl 2 in der URL durch 1), einschl. Geburtsdatum, Partei nach 1945, Mitgliedsnummer

Einzelnachweise
1. ↑ http://www.welt.de/printwelt/article563139/Irrungen_und_Wirrungen_diplomatischer_Nachrufpraxis.html 2. ↑ Heike Amos: Politik und Organisation der SED-Zentrale 1949 - 1963; Lit-Verlag 2003 3. ↑ Olaf Kappelt: Braunbuch DDR. Nazis in der DDR. Reichmann Verlag, Berlin (West) 1981. ISBN 3923137-00-1 4. ↑ Barbara Schier: Alltagsleben im 'Sozialistischen Dorf' Merxleben und seine LPG im Spannungsfeld der SED-Agrarpolitik (1945–1990; Waxmann Verlag; Berlin 2001 5. ↑ Barbara Schier: Alltagsleben im 'Sozialistischen Dorf' Merxleben und seine LPG im Spannungsfeld der SED-Agrarpolitik (1945–1990; Waxmann Verlag; Berlin 2001 6. ↑ Barbara Schier: Alltagsleben im 'Sozialistischen Dorf' Merxleben und seine LPG im Spannungsfeld der SED-Agrarpolitik (1945–1990; Waxmann Verlag; Berlin 2001 7. ↑ DER SPIEGEL 8/1963 vom 20.02.1963, Seite 20; Reue statt Treue 8. ↑ DER SPIEGEL 8/1963 vom 20.02.1963, Seite 20; Reue statt Treue 9. ↑ Heinz Mohnhaupt, Karl A. Mollnau: Normdurchsetzung in osteuropäischen Nachkriegsgesellschaften (1944–1989), Bd.5/1: Deutsche Demokratische Republik (1958–1989); Klostermann 2003 10.↑ Olaf Kappelt: Braunbuch DDR. Nazis in der DDR. Reichmann Verlag, Berlin (West) 1981. ISBN 3923137-00-1 11.↑ Olaf Kappelt: Braunbuch DDR. Nazis in der DDR. Reichmann Verlag, Berlin (West) 1981. ISBN 3923137-00-1 12.↑ Barbara Schier: Alltagsleben im 'Sozialistischen Dorf' Merxleben und seine LPG im Spannungsfeld der SED-Agrarpolitik (1945–1990; Waxmann Verlag; Berlin 2001 13.↑ Olaf Kappelt: Braunbuch DDR. Nazis in der DDR. Reichmann Verlag, Berlin (West) 1981. ISBN 3923137-00-1 14.↑ Barbara Schier: Alltagsleben im 'Sozialistischen Dorf' Merxleben und seine LPG im Spannungsfeld der SED-Agrarpolitik (1945–1990; Waxmann Verlag; Berlin 2001 15.↑ Olaf Kappelt: Braunbuch DDR. Nazis in der DDR. Reichmann Verlag, Berlin (West) 1981. ISBN 3923137-00-1 16.↑ DER SPIEGEL 8/1963 vom 20.02.1963, Seite 20; Reue statt Treue

Linke: Landtag soll «braunes Erbe» aufarbeiten
(dpa) | 27.10.2009, 18:12 Düsseldorf. Der Düsseldorfer Landtag soll die nationalsozialistische Vergangenheit früherer Abgeordneter aufklären. Das fordert der Abgeordnete der Linken, Rüdiger Sagel. Er stellte am Dienstag eine Untersuchung des Historikers Michael Klepsch vor, nach der mindestens 41 Abgeordnete der NSDAP, der SA oder der SS dem Landtag angehört haben. Sagel kritisierte, dass der Landtag sein «braunes Erbe» bisher nicht aufgearbeitet habe. Im 2006 erschienen Handbuch aller Landtagsabgeordneten habe ein einziger ehemaliger Parlamentarier seine Mitgliedschaft in der NSDAP eingeräumt. Sagel hat deshalb eine historische Kommission gefordert, die alle ehemaligen Abgeordneten durchleuchten soll, die 1945 mindestens 18 Jahre alt waren. Klepsch hatte im Auftrag von Sagel 482 ehemalige Abgeordnete von CDU, FDP und Zentrum überprüft. Dazu wertete er die Mitgliedskartei der NSDAP sowie Entnazifizierungsakten aus. Besonders hoch war danach der Anteil ehemaliger NSDAP-Abgeordneter in der FDP- Fraktion. Von den 75 FDP-Abgeordneten seien 16 NS-belastet gewesen, sagte der Historiker. Darunter seien sechs Fraktionsvorsitzende und ein ehemaliger Minister. Unter 376 CDU-Abgeordneten waren dieser Auswertung zufolge 25 ehemalige Mitglieder von NSOrganisationen. Neben zwei Fraktionsvorsitzenden sei auch ein früherer CDU-Minister NSDAP- Mitglied gewesen. CDU-Generalsekretär Hendik Wüst warf der Linken vor, sie wolle mit dreisten Unwahrheiten demokratische

Parteien und ihre Geschichte verunglimpfen. Der ehemalige NRW-Kultusminister Paul Mikat (CDU), dessen Name auf der von Klepsch vorgelegten Liste steht, sei nie Mitglied der NSDAP gewesen. Die Linkspartei habe als Nachfolgepartei der SED nach wie vor ihre eigene DDR-Vergangenheit nicht aufgearbeitet, sagte Wüst. Mit ihrem demagogischen Vorgehen wolle die Linkspartei von ihrer Geschichte und ihren extremistischen Zielen ablenken. Abgeordnete von SPD und anderen Parteien hat Klepsch nicht untersucht. SPD-Abgeordnete seien aber «nicht von vorneherein unverdächtig gegenüber einer Mittäterschaft in der Zeit des Dritten Reichs», heißt es in seiner knappen Studie. Im NRW-Landtag habe mindestens ein SPD-Abgeordneter gesessen, der Mitglied von NSDAP und SS gewesen sei.