SCHAUPLATZ ERDE

was wird gespielt?

Ein Panorama der Weltgeschichte

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Nach der Idee „Earth: Theater of the Universe“ 1971, USA Bearbeitet von Hans-Jürgen Muschong 3. überarbeitete Auflage 2008 Herausgeber und ©: Hans-Jürgen Muschong Druck, Verarbeitung und Vertrieb: MHA Druck & Medien Daimlerstrasse 12 D-73635 Rudersberg

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Hans-Jürgen Muschong

........SCHAUPLATZ ERDE.......
was wird gespielt? Ein panoramaartiger Überblick der Weltgeschichte über das Erlösungsgeschehen durch Jesus Christus

Sinnfragen werden gestellt. • Wer bin ich? • Woher komme ich? • Was bringt die Zukunft?

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INHALTSVERZEICHNIS
Bezeichnung Seite 5 7 8 11 12 14 17 19 21 23 24 25 26 27 29 30 32 34 36 37 38 39 41 42 44 45 46

Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wie alles begann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Erschaffung der Erde in 6 Tagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Luzifer gewinnt die Oberherrschaft über die Erde . . . . . . . . . . . Henoch und Noah, die treu zu Gott halten . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Sintflut und der Neuanfang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Abraham – zieht aus Ur in Chaldäa aus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jakobs Sieg – er heißt nun Israel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Der Auszug Israels aus Ägypten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mose und das Volk in der Wüste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Gesetzgebung am Sinai . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das Heiligtum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Israels Könige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Daniel in Babylon – seine Zukunftsschau . . . . . . . . . . . . . . . . . Gott sandte Jesus auf die Erde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jesus bereitet sich zum Dienst vor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jesus liebt die Menschen und hilft ihnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jesus stirbt für sündige Menschen am Kreuz! . . . . . . . . . . . . . . Jesus Christus ist auferstanden – sein Auftrag erfüllt . . . . . . . . Die Verkündigen der Botschaft Jesu . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Christen werden verfolgt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Reformation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Entscheidungszeit mit Folgen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jesus Christus kommt wieder – mit vielen Engeln . . . . . . . . . . . Das Gericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das Neue Jerusalem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Neue Erde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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EINLEITUNG

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Jeder Mensch stellt eines Tages die großen Sinnfragen: Wer bin ich? Woher komme ich? Was bringt die Zukunft? Und er versucht, diese Fragen auf verschiedene Weise zu beantworten, um am Ende enttäuscht festzustellen, dass diese Wege nicht zum wahren Frieden geführt haben. Aber da ist einer, der die Menschen von Anfang liebte. Er hat die Welt und das Universum nach seinen Plänen geschaffen. Deshalb ist er als einziger kompetent, über den Ursprung und das Ziel der Geschichte Auskunft zu geben. Interessiert es Sie, was Gott über die großen Sinnfragen zu sagen hat? Dann kommen Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit ...

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Die Grundlage der Herrschaft Gottes ist das Gesetz der Liebe. Das Glück aller vernunftbegabten Wesen hängt von ihrer vollständigen Übereinstimmung mit diesen erhabenen Grundsätzen der Gerechtigkeit ab. Gott wünscht von allen seinen Geschöpfen Dienst aus Liebe, der aus der Würdigung des göttlichen Charakters kommt. Er hat keinen Gefallen an erzwungenem Gehorsam. Jeder hat die persönliche Freiheit, ihm aus freiem Willen zu dienen.
Ellen G. White, Patriarchen und Propheten

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WIE ALLES BEGANN
Gott rief durch sein Wort die Welt ins Dasein. Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. Johannes 1, 1-3 Er schuf Sterne und Milchstraßen, die er mit Lebewesen bevölkerte. Das Prinzip der Liebe herrschte überall. Als Boten zwischen den Welten schuf Gott mächtige Wesen, die die Bibel Engel nennt. Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, ... Psalm 91, 11 Der schönste und klügste Engel hieß Luzifer, der Sohn der Morgenröte. Weil er so schön war, wurde er stolz und vergaß, dass er eigentlich von Gott abhängig war. Er wollte Gott gleich sein – wie der Sohn Gottes. Du warst ein glänzender, schirmender Cherub und auf den heiligen Berg hatte ich dich gesetzt; ein Gott warst du und wandeltest inmitten der feurigen Steine. Du warst ohne Tadel in deinem Tun von dem Tage an, als du geschaffen wurdest, bis an dir Missetat gefunden wurde. Durch deinen großen Handel wurdest du voll Frevels und hast dich versündigt. Da verstieß ich dich vom Berge Gottes und tilgte dich, du schirmender Cherub, hinweg aus der Mitte der feurigen Steine. Weil sich dein Herz erhob, dass du so schön warst, und du deine Weisheit verdorben hast in all deinem Glanz, darum habe ich dich zu Boden gestürzt und ein Schauspiel aus dir gemacht vor den Königen. Hesekiel 28, 14-17 Luzifer hetzte die anderen Engel gegen Gott auf. Er wollte das Gesetz Gottes, die Grundlage des Universums, abändern und den eigenen Bedürfnissen anpassen. Aber das war unmöglich. Unordnung und Tod wären die Folgen gewesen. Luzifers Krieg gegen Gott endete mit seiner Verbannung. Er wurde mit seinen Anhängern auf die Erde geworfen.

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Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie wurdest du zu Boden geschlagen, der du alle Völker niederschlugst! Du aber gedachtest in deinem Herzen: »Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen, ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden. Ich will auffahren über die hohen Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten. Ja, hinunter zu den Toten fuhrst du, zur tiefsten Grube! Jesaja 14, 12-15 Und es entbrannte ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel, und sie siegten nicht und ihre Stätte wurde nicht mehr gefunden im Himmel. Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen. Offenbarung 12, 7-9 Das ganze Universum sollte zusehen, was geschehen würde, wenn sich Geschöpfe Gottes nicht an die Schöpfungsordnung hielten. Weil sich dein Herz erhob, dass du so schön warst, und du deine Weisheit verdorben hast in all deinem Glanz, darum habe ich dich zu Boden gestürzt und ein Schauspiel aus dir gemacht vor den Königen. Hesekiel 28, 17 Inzwischen hatte Gott die Erde geschaffen. In wenigen Tagen war durch sein Wort ein idealer Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen entstanden. Am sechsten Tag formte Gott eine Gestalt, die ihm ähnlich war: den Menschen. Er hauchte ihm seinen Atem ein, gab ihm seinen Geist und machte ihn zu einem lebendigen Wesen. Er gab ihm die Fähigkeit zu wählen, frei zu denken und zu handeln, zu lieben und die Umwelt zu pflegen. Damit Adam nicht alleine war, schuf ihm Gott ein Gegenüber. Eva wurde aus einem Körperteil Adams geschaffen, damit beiden klar wurde: wir gehören zusammen, wir sind eins. Gott fügte diese erste Ehe zusammen. Er will, dass Ehepaare fest zusammenhalten. Ihre Liebe und Treue soll ein Modell für die Liebe Gottes sein. Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

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DIE ERSCHAFFUNG DER ERDE IN 6 TAGEN
Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag. Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist. Und es geschah so. Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag. Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so. Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne. Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag. Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. Und Gott schuf große Walfische und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden. Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag. Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so. Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über

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die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht. Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag. 1. Mose 1, 1-31 Am Ende des sechsten Schöpfungstages rief Gott die ersten Menschen zu sich. Er wollte mit ihnen gemeinsam die schöne Schöpfung betrachten und sich daran freuen. Er reservierte einen Wochentag zum Andenken an sein Wirken für uns. Jeder siebte Tag, jeder Sabbat, soll uns an Gott erinnern. Wir sollen seine Liebe noch tiefer begreifen. Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. 1. Mose 2, 2-3 Die Menschen lebten sehr glücklich zusammen. Abends besuchte sie Gott und unterhielt sich mit ihnen. Er warnte sie auch vor dem Feind Gottes. Luzifer würde versuchen, sie auf seine Seite zu ziehen und in ihnen Zweifel an Gottes Liebe und Fürsorge zu wecken. Mitten im Garten standen zwei Bäume, die anders waren als die übrigen. Der Baum des Lebens war ein Symbol der Gemeinschaft mit Gott. Daneben stand der Baum der Erkenntnis. Von seiner Frucht sollten die Menschen nicht essen, denn sie verkörperte den eigenmächtigen Griff nach Wissen und Macht, unabhängig von Gott und seinen Gesetzen. Hier an diesem Baum durfte Luzifer die Menschen ansprechen. Gott warnte Adam und Eva vor diesem Baum. Sollten sie davon essen, müssten sie sterben.

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LUZIFER GEWINNT DIE HERRSCHAFT ÜBER DIE ERDE
Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben. 1. Mose 2, 16-17 Eines Tages näherte sich Eva dem verbotenen Baum. Luzifer benutzte eine glitzernde Schlange als Sprachrohr. Eva ließ sich verführen und aß von der Frucht. Auch Adam aß, weil er sich nicht von Eva trennen wollte. Aber die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten? Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet! Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist. Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. 1. Mose 3, 1-6 Dadurch Gewann Luzifer die Oberherrschaft über unseren Planeten. Die beiden Menschen kleideten sich mit Feigenblättern und versteckten sich vor Gott, weil sie ein schlechtes Gewissen hatten. Doch Gott ging ihnen nach. Er ließ sie nicht mit ihren Problemen alleine, sondern versprach ihnen, dass es für alle Menschen einen Rückweg gäbe. Sie könnten wieder Gottes Kinder werden, obwohl sie sich durch ihren Ungehorsam dem Feind Gottes ausgeliefert hatten. Gottes Sohn wollte die Schlange besiegen und endgültig vernichten. Er würde ihre Strafe übernehmen und sich für die Menschen opfern. Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden

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war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter den Bäumen im Garten. Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. 1. Mose 3, 7-10 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. 1. Mose 3, 15 Als Merkzeichen gab Gott den Menschen Felle von geschlachteten Lämmern. Ein sündloser Stellvertreter musste sterben. Gute Taten oder Opfer konnten den Ungehorsam nicht sühnen. Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an. 1. Mose 3, 21 Adam und Eva hatten Kinder. Der Fluch der Sünde zeigte sich schon bei Kain, der seinen Bruder umbrachte. Das lange Leben der Menschen ermöglichte große Fortschritte in Wissenschaft und Technik. Aber auch das Böse entwickelte sich. Nur noch wenige Menschen glaubten an Gott. Da sprach Kain zu seinem Bruder Abel: Lass uns aufs Feld gehen! Und es begab sich, als sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot. 1. Mose 4, 8 Henoch war solch ein treuer Mann. Er bezeugte durch sein Leben, dass die Gemeinschaft mit Gott den Charakter veredelt und ein liebevolles Wesen hervorbringt. Gott beschloss, diesen Mann lebendig von der Erde wegzuholen. Henoch war 65 Jahre alt und zeugte Metuschelach. Und Henoch wandelte mit Gott. Und nachdem er Metuschelach gezeugt hatte, lebte er 300 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, dass sein ganzes Alter ward 365 Jahre. Und weil er mit Gott wandelte, nahm ihn Gott hinweg und er ward nicht mehr gesehen. 1. Mose 5, 21-24 Auch Noah war treu und zuverlässig. In einer Zeit des moralischen Niedergangs trat er entschieden für das Gute ein. Damals hatten Rücksichtslosigkeit und Egoismus derart überhand genommen, dass schon kleine Kinder zu Ungeheuern wurden. Gott sah, dass mit der Menschheit nichts mehr anzufangen war.

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HENOCH UND NOAH, DIE TREU ZU GOTT HIELTEN
Als aber der HERR sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar, da reute es ihn, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen und er sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis hin zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln unter dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe. 1. Mose 6, 5-7 Er wählte sich Noah und seine Familie. Sie sollten ein großes Schiff bauen. Gott wollte durch eine große Wasserflut alles Leben auf der Erde vernichten. Nur wer Noahs Schiff bestieg, sollte gerettet werden. Überall waren die Leute mit Vergnügungen und Essgelagen beschäftigt. Sie gaben sich Geheimkulten hin. Ihr Gottesdienst war Ich-bezogen. Jeder dachte nur noch an sich selbst. Aber Noah fand Gnade vor dem HERRN. Dies ist die Geschichte von Noahs Geschlecht. Noah war ein frommer Mann und ohne Tadel zu seinen Zeiten; er wandelte mit Gott. Und er zeugte drei Söhne: Sem, Ham und Jafet. Aber die Erde war verderbt vor Gottes Augen und voller Frevel. Da sah Gott auf die Erde, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden. Da sprach Gott zu Noah: Das Ende allen Fleisches ist bei mir beschlossen, denn die Erde ist voller Frevel von ihnen; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde. Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech innen und außen. Und mache ihn so: Dreihundert Ellen sei die Länge, fünfzig Ellen die Breite und dreißig Ellen die Höhe. Ein Fenster sollst du daran machen obenan, eine Elle groß. Die Tür sollst du mitten in seine Seite setzen. Und er soll drei Stockwerke haben, eines unten, das zweite in der Mitte, das dritte oben. Denn siehe, ich will eine Sintflut kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin Odem des Lebens ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen. Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen mit deinen Söhnen, mit deiner Frau und mit den Frauen deiner Söhne. Und du sollst in die Arche bringen von allen Tieren, von allem Fleisch, je ein Paar, Männchen und Weibchen, dass sie leben bleiben mit dir. Von den Vögeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von allem Gewürm auf Erden nach sei-

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DIE SINTFLUT UND DER NEUANFANG
ner Art: von den allen soll je ein Paar zu dir hineingehen, dass sie leben bleiben. Und du sollst dir von jeder Speise nehmen, die gegessen wird, und sollst sie bei dir sammeln, dass sie dir und ihnen zur Nahrung diene. Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot. 1. Mose 6, 8-22 Noah hatte lange an der Arche gebaut und zur Umkehr aufgefordert. Dann ging er mit seiner Familie und vielen Tieren in die Arche. Gott schloss die Tür hinter ihnen zu. Die letzte Chance zur Rettung war vorbei. Und der HERR sprach zu Noah: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus; denn dich habe ich gerecht erfunden vor mir zu dieser Zeit. Von allen reinen Tieren nimm zu dir je sieben, das Männchen und sein Weibchen, von den unreinen Tieren aber je ein Paar, das Männchen und sein Weibchen. Desgleichen von den Vögeln unter dem Himmel je sieben, das Männchen und sein Weibchen, um das Leben zu erhalten auf dem ganzen Erdboden. Denn von heute an in sieben Tagen will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte und vertilgen von dem Erdboden alles Lebendige, das ich gemacht habe. Und Noah tat alles, was ihm der HERR gebot. Er war aber sechshundert Jahre alt, als die Sintflut auf Erden kam. Und er ging in die Arche mit seinen Söhnen, seiner Frau und den Frauen seiner Söhne vor den Wassern der Sintflut. Von den reinen Tieren und von den unreinen, von den Vögeln und von allem Gewürm auf Erden gingen sie zu ihm in die Arche paarweise, je ein Männchen und Weibchen, wie ihm Gott geboten hatte. Und als die sieben Tage vergangen waren, kamen die Wasser der Sintflut auf Erden. In dem sechshundertsten Lebensjahr Noahs am siebzehnten Tag des zweiten Monats, an diesem Tag brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf und taten sich die Fenster des Himmels auf, und ein Regen kam auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte. An eben diesem Tage ging Noah in die Arche mit Sem, Ham und Jafet, seinen Söhnen, und mit seiner Frau und den drei Frauen seiner Söhne; dazu alles wilde Getier nach seiner Art, alles Vieh nach seiner Art, alles Gewürm, das auf Erden kriecht, nach seiner Art und alle Vögel nach ihrer Art, alles, was fliegen konnte, alles, was Fittiche hatte; das ging alles zu Noah in die Arche paarweise, von allem Fleisch, darin Odem des Lebens war. Und das waren Männchen und Weibchen von allem Fleisch, und sie gingen hinein, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloss hinter ihm zu. 1. Mose 7, 1-16

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Die Erde bebte und zerriss; unterirdische Meere schossen nach oben. Der Wassergürtel, der die Erde vor der schädlichen Strahlung aus dem Weltall geschützt hatte, brach entzwei. Wassermassen donnerten auf die Erde herab. Die Leute waren vor Angst außer sich. Sie flüchteten auf Hügel und Berge, und die Tiere flohen mit ihnen. Erdrutsche und Steinlawinen verschütteten viele Tiere und geben noch heute Zeugnis von der damaligen Tier- und Pflanzenwelt. Das Wasser stieg unerbittlich weiter, bis alles bedeckt war. In kurzer Zeit war die gesamte Zivilisation untergegangen. Und die Sintflut war vierzig Tage auf Erden, und die Wasser wuchsen und hoben die Arche auf und trugen sie empor über die Erde. Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen sehr auf Erden, und die Arche fuhr auf den Wassern. Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden. Fünfzehn Ellen hoch gingen die Wasser über die Berge, sodass sie ganz bedeckt wurden. Da ging alles Fleisch unter, das sich auf Erden regte, an Vögeln, an Vieh, an wildem Getier und an allem, was da wimmelte auf Erden, und alle Menschen. Alles, was Odem des Lebens hatte auf dem Trockenen, das starb. So wurde vertilgt alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis hin zum Vieh und zum Gewürm und zu den Vögeln unter dem Himmel; das wurde alles von der Erde vertilgt. Allein Noah blieb übrig und was mit ihm in der Arche war. Und die Wasser wuchsen gewaltig auf Erden hundertundfünfzig Tage. 1. Mose 7, 17-24 Noah und seine Familie wurden beschützt. Monate später verließen sie die Arche und betraten eine veränderte Welt. Sie waren schockiert; überall schroffe Felsen, nackte Gipfel, reissende Flüsse und ein schneidend kalter Wind. Und am siebenundzwanzigsten Tage des zweiten Monats war die Erde ganz trocken. 1. Mose 8, 14 Aber Gottes Versprechen gab ihnen Trost und Hoffnung: Nie wieder sollte ein Sintflut kommen. Dafür bürgte der Regenbogen. Und der HERR ... sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des mensch-

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lichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. 1. Mose 8, 21-22 Der Urenkel Noahs hieß Nimrod. Die Geschichte beschreibt ihn als große Persönlichkeit. Er begann Städte zu bauen und ließ dort die Sonne und die Sterne anbeten. Nimrod ... war der Erste, der Macht gewann auf Erden. 1. Mose 10, 8 Als Zentrum der neuen Religion wollte man einen gigantischen Turm bauen. Hier sollte die ganze Menschheit geeint werden in ihrer Rebellion gegen den Schöpfergott. Doch Gott lächelte über ihren Eifer und verwirrte ihre Sprache. Auf einmal konnte keiner den anderen richtig verstehen. Daraufhin zerstreute sich die Menschheit über die ganze Erde. Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. Als sie nun nach Osten zogen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst. Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lasst uns Ziegel streichen und brennen! – und nahmen Ziegel als Stein und Erdharz als Mörtel und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder. Da fuhr der HERR hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten. Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe! So zerstreute sie der HERR von dort in alle Länder, dass sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen. Daher heißt ihr Name Babel, weil der HERR daselbst verwirrt hat aller Länder Sprache und sie von dort zerstreut hat in alle Länder. 1. Mose 11, 1-9

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ABRAHAM
Dieser Ort wurde Babel genannt. Das heißt Pforte zum Himmel, aber auch gleichzeitig „Verwirrung“. Später wurde aus Babel das Reich Babylon. Dieses Reich erstreckte sich von der östlichen Türkei bis zum persischen Golf. An der Südgrenze lag die große Stadt Ur in Chaldäa, gegründet etwa 2150 vor Christus. In dieser Stadt wurden Mond und Sonne angebetet. Außerdem wurde dort esoterisches Wissen gepflegt und weitergegeben. Hinter allen Zahlensymbolen stand der Name jenes „Geheimnisvollen“, der nach Überlieferung der Alten im Himmel ungerecht behandelt worden war. So lebte man in Ur: einerseits eine hohe Zivilisation mit allem Luxus, andererseits war der Mensch durch Götzenanbetung verkommen und verdorben. Da nahm Terach seinen Sohn Abram und Lot, den Sohn seines Sohnes Haran, und seine Schwiegertochter Sarai, die Frau seines Sohnes Abram, und führte sie aus Ur in Chaldäa, um ins Land Kanaan zu ziehen. Und sie kamen nach Haran und wohnten dort. 1. Mose 11, 31 Aber einen gab es in Ur, der Gott treu geblieben war. Gott rief Abraham mit seiner Familie aus Ur heraus. Er sollte in ein Land ziehen, das er noch nie gesehen hatte. Abraham folgte dem Ruf Gottes und glaubte seinen Verheißungen auf ein besseres, sinnvolleres Leben. So zogen sie mit ihren Herden hunderte von Kilometern weit durch das Euprattal bis nach Palästina. Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. 1. Mose 12, 1-3 Abraham und Sara hatten lange kein Kind. Seine Frau überredete ihn zur Zweitehe mit ihrer Leibmagd Hagar. Hagars Sohn Ismael war aber nicht der verheißene Erbe, von dem der Welterlöser stammen sollte. (Die Nachkommen Ismaels dagegen sind die heutigen Araber).

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Sarai, Abrams Frau, gebar ihm kein Kind. Sie hatte aber eine ägyptische Magd, die hieß Hagar. Und Sarai sprach zu Abram: Siehe, der HERR hat mich verschlossen, dass ich nicht gebären kann. Geh doch zu meiner Magd, ob ich vielleicht durch sie zu einem Sohn komme. Und Abram gehorchte der Stimme Sarais. 1. Mose 16, 1-2 Doch Gott machte sein Versprechen wahr, als es menschlich undenkbar geworden war. Im Hohen Alter brachte Sara einen gesunden Jungen zur Welt, den sie Isaak nannte. Als Isaak älter geworden war, stellte Gott den alten Abraham auf die Probe. Gott befahl ihm, seinen geliebten Sohn als Brandopfer darzubringen. Abraham war dazu bereit. Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde. 1. Mose 22, 1-2 Als Abraham das Messer hob, um gegen seine Vatergefühle das zu tun, was Gott ihm befohlen hatte, hielt ihn Gott zurück. Nicht Isaak sollte sterben, sondern ein Schafbock, der sich im Gestrüpp verfangen hatte. und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete. Da rief ihn der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen. Da hob Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter sich in der Hecke mit seinen Hörnern hängen und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes statt. 1. Mose 22, 10-13 Dieses Geschehen sollte den Erlösungsplan verdeutlichen. Wie der Vater seinen Sohn hergeben musste, so war auch Gott bereit, seinen Sohn zu opfern. Der Widder symbolisierte das stellvertretende Opfer des Gottessohnes, der stirbt, damit der schuldige Mensch leben kann. So lernte Abraham die Liebe Gottes noch besser verstehen. Weil Jakob, ein Sohn Isaaks, zu Lügen griff, um sein Ziel zu erreichen, musste er fliehen. Unterwegs träumte er von einer Leiter, die bis zum Himmel reichte. Gottes Engel stiegen darauf herab und hinauf. Da merkte Jakob, dass ihn Gott trotz seiner Schuld nicht verlassen hatte. In schweren Jahren lernte Jakob, dass er auf Gott vertrauen konnte.

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JAKOBS SIEG – ER HEISST NUN ISRAEL
Er aber sprach: Dein Bruder ist gekommen mit List und hat deinen Segen weggenommen. Da sprach er: Er heißt mit Recht Jakob, denn er hat mich nun zweimal überlistet. Meine Erstgeburt hat er genommen und siehe, nun nimmt er auch meinen Segen. Und er sprach: Hast du mir denn keinen Segen vorbehalten? 1. Mose 27, 35-36 Und ihm träumte, und siehe, eine Leiter stand auf Erden, die rührte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder. Und der HERR stand oben darauf und sprach: Ich bin der HERR, der Gott deines Vaters Abraham, und Isaaks Gott; das Land, darauf du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben. Und dein Geschlecht soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen Westen und Osten, Norden und Süden, und durch dich und deine Nachkommen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden. Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe. 1. Mose 28, 12-15 Er bekam einen neuen Namen, den Gott ihm gab. Jetzt hieß er nicht mehr Jakob – Betrüger – sondern Israel, denn er hatte über sich selbst gesiegt. ... und blieb allein zurück. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. Und als er sah, dass er ihn nicht übermochte, schlug er ihn auf das Gelenk seiner Hüfte, und das Gelenk der Hüfte Jakobs wurde über dem Ringen mit ihm verrenkt. Und er sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an. Aber Jakob antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. Er sprach: Wie heißt du? Er antwortete: Jakob. Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast gewonnen. 1. Mose 32, 25-29 Israel, der Vater von 12 Söhnen, wurde Ahnherr des Gottesvolkes. Einer seiner Söhne – Josef – wurde von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft. Als aber die midianitischen Kaufleute vorüberkamen, zogen sie ihn (Josef) heraus aus der Grube und verkauften ihn um zwanzig Silberstücke den Ismaelitern; die brachten ihn nach Ägypten. 1. Mose 37, 28 Durch Josef konnte Gott zeigen, wie er am Geschick der Völker Anteil nimmt. Und nun bekümmert euch nicht und denkt nicht, dass ich darum zürne, dass ihr mich hierher verkauft habt; denn um eures Lebens willen hat mich Gott vor euch

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hergesandt. Denn es sind nun zwei Jahre, dass Hungersnot im Lande ist, und sind noch fünf Jahre, dass weder Pflügen noch Ernten sein wird. Aber Gott hat mich vor euch hergesandt, dass er euch übrig lasse auf Erden und euer Leben erhalte zu einer großen Errettung. Und nun, ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott; der hat mich dem Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn über sein ganzes Haus und zum Herrscher über ganz Ägyptenland. 1. Mose 45, 5-8 In den Hungerjahren hatte er die Möglichkeit, seine ganze Sippe nach Ägypten zu holen. Im Laufe der Jahrhunderte wurden sie zu harten Sklavendiensten gezwungen. Sie hatten es schwer, und stöhnten unter der Last; aber Gott hatte sie nicht vergessen. Da kam Josef und sagte es dem Pharao an und sprach: Mein Vater und meine Brüder, ihr Kleinvieh und Großvieh und alles, was sie haben, sind gekommen aus dem Lande Kanaan, und siehe, sie sind im Lande Goschen. 1. Mose 47, 1 Da zwangen die Ägypter die Israeliten unbarmherzig zum Dienst und machten ihnen ihr Leben sauer mit schwerer Arbeit in Ton und Ziegeln und mit mancherlei Frondienst auf dem Felde, mit all ihrer Arbeit, die sie ihnen auflegten ohne Erbarmen. 2. Mose 1, 13-14 Er wählte sich den Adoptivsohn der ägyptischen Königstochter, Mose, um das Volk Israel aus der Sklaverei zu befreien. Und es ging hin ein Mann vom Hause Levi und nahm ein Mädchen aus dem Hause Levi zur Frau. Und sie ward schwanger und gebar einen Sohn. Und als sie sah, dass es ein feines Kind war, verbarg sie ihn drei Monate. Als sie ihn aber nicht länger verbergen konnte, machte sie ein Kästlein von Rohr und verklebte es mit Erdharz und Pech und legte das Kind hinein und setzte das Kästlein in das Schilf am Ufer des Nils. Aber seine Schwester stand von ferne, um zu erfahren, wie es ihm ergehen würde. Und die Tochter des Pharao ging hinab und wollte baden im Nil, und ihre Gespielinnen gingen am Ufer hin und her. Und als sie das Kästlein im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und ließ es holen. Und als sie es auftat, sah sie das Kind, und siehe, das Knäblein weinte. Da jammerte es sie und sie sprach: Es ist eins von den hebräischen Kindlein. Da sprach seine Schwester zu der Tochter des Pharao: Soll ich hingehen und eine der hebräischen Frauen rufen, die da stillt, dass sie dir das Kindlein stille? Die Tochter des Pharao sprach zu ihr: Geh hin. Das Mädchen ging hin und rief die Mutter des Kindes. Da sprach die Tochter des Pharao zu ihr: Nimm das Kindlein mit und stille es mir; ich will

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DAS VOLK ISRAEL ZIEHT AUS ÄGYPTEN AUS
es dir lohnen. Die Frau nahm das Kind und stillte es. Und als das Kind groß war, brachte sie es der Tochter des Pharao, und es ward ihr Sohn und sie nannte ihn Mose; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen. 2. Mose 2, 110 ... so geh nun hin, ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst. 2. Mose 3, 10 Die Israeliten sollten vor dem Tag des Auszugs aus Ägypten ein Lamm schlachten und dessen Blut an die Türpfosten streichen. Das hieß: Wir sind mit Gottes Rettungsplan einverstanden. Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter, ich, der HERR. Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage. 2. Mose 12, 12-13 Durch die Teilung des Roten Meeres zeigte Gott, dass die Israeliten sich seiner Führung anvertrauen konnten. Alle, die dem Ruf Gottes entschlossen gefolgt waren und Ägypten verlassen hatten, waren gerettet. Hinter ihnen wogten die Wasser des Schilfmeeres im Triumph über den ägyptischen Feind. Vor ihnen lag der Weg nach Kanaan, die Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Sicherheit. Und der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Sage den Israeliten, dass sie weiterziehen. Du aber hebe deinen Stab auf und recke deine Hand über das Meer und teile es mitten durch, sodass die Israeliten auf dem Trockenen mitten durch das Meer gehen. Siehe, ich will das Herz der Ägypter verstocken, dass sie hinter euch herziehen, und will meine Herrlichkeit erweisen an dem Pharao und aller seiner Macht, an seinen Wagen und Männern. Und die Ägypter sollen innewerden, dass ich der HERR bin, wenn ich meine Herrlichkeit erweise an dem Pharao und an seinen Wagen und Männern. 2. Mose 14, 15-18 So errettete der HERR an jenem Tage Israel aus der Ägypter Hand. Und sie sahen die Ägypter tot am Ufer des Meeres liegen. So sah Israel die mächtige Hand, mit der der HERR an den Ägyptern gehandelt hatte. Und das Volk fürchtete den HERRN und sie glaubten ihm und seinem Knecht Mose. 2. Mose 14, 30-31 Gott musste sie erziehen, weil sie den ägyptischen Lebensstil gewohnt waren.

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Und es murrte die ganze Gemeinde der Israeliten wider Mose und Aaron in der Wüste. Und sie sprachen: Wollte Gott, wir wären in Ägypten gestorben durch des HERRN Hand, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und hatten Brot die Fülle zu essen. Denn ihr habt uns dazu herausgeführt in diese Wüste, dass ihr diese ganze Gemeinde an Hunger sterben lasst. 2. Mose 16, 2-3 Gott versorgte sein Volk in der Wüste. Er gab ihnen Wasser aus dem Felsen zu trinken und er gab ihnen Brot. Und die ganze Gemeinde der Israeliten zog aus der Wüste Sin weiter ihre Tagereisen, wie ihnen der HERR befahl, und sie lagerten sich in Refidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. Und sie haderten mit Mose und sprachen: Gib uns Wasser, dass wir trinken. Mose sprach zu ihnen: Was hadert ihr mit mir? Warum versucht ihr den HERRN? Als aber dort das Volk nach Wasser dürstete, murrten sie wider Mose und sprachen: Warum hast du uns aus Ägypten ziehen lassen, dass du uns, unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben lässt? Mose schrie zum HERRN und sprach: Was soll ich mit dem Volk tun? Es fehlt nicht viel, so werden sie mich noch steinigen. Der HERR sprach zu ihm: Tritt hin vor das Volk und nimm einige von den Ältesten Israels mit dir und nimm deinen Stab in deine Hand, mit dem du den Nil schlugst, und geh hin. Siehe, ich will dort vor dir stehen auf dem Fels am Horeb. Da sollst du an den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk trinke. Und Mose tat so vor den Augen der Ältesten von Israel. Da nannte er den Ort Massa und Meriba, weil die Israeliten dort gehadert und den HERRN versucht und gesagt hatten: Ist der HERR unter uns oder nicht? 2. Mose 17, 1-7 Jeden Morgen fand man am Rand des Lagers kleine weiße Körner. Sie wurden gesammelt, pro Kopf etwa dreieinhalb Liter. Daraus wurden verschiedene Gerichte zubereitet. Am sechsten Wochentag sollten sie die doppelte Menge sammeln und im voraus zubereiten, denn am siebten Tag war der Ruhetag. Da war kein Manna zu finden. Der Sabbat war schon bei der Schöpfung eingesetzt worden. Durch das Manna-Sammeln an sechs Tagen wurde das Volk daran erinnert, dass Gott in den 6 Arbeitstagen für es vorsorgt. Auch wir können am siebenten Tag ausruhen und uns Zeit für Gott nehmen. Und als der Tau weg war, siehe, da lag‘s in der Wüste rund und klein wie Reif auf der Erde. Und als es die Israeliten sahen, sprachen sie untereinander: Man hu?

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MOSE UND DAS VOLK IN DER WÜSTE
Denn sie wussten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat. Das ist‘s aber, was der HERR geboten hat: Ein jeder sammle, soviel er zum Essen braucht, einen Krug voll für jeden nach der Zahl der Leute in seinem Zelte. Und die Israeliten taten‘s und sammelten, einer viel, der andere wenig. Aber als man‘s nachmaß, hatte der nicht darüber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte. Jeder hatte gesammelt, soviel er zum Essen brauchte. Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas davon übrig bis zum nächsten Morgen. Aber sie gehorchten Mose nicht. Und etliche ließen davon übrig bis zum nächsten Morgen; da wurde es voller Würmer und stinkend. Und Mose wurde zornig auf sie. Sie sammelten aber alle Morgen, soviel ein jeder zum Essen brauchte. Wenn aber die Sonne heiß schien, zerschmolz es. Und am sechsten Tage sammelten sie doppelt so viel Brot, je zwei Krüge voll für einen. Und alle Vorsteher der Gemeinde kamen hin und verkündeten‘s Mose. Und er sprach zu ihnen: Das ist‘s, was der HERR gesagt hat: Morgen ist Ruhetag, heiliger Sabbat für den HERRN. Was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das legt beiseite, dass es aufgehoben werde bis zum nächsten Morgen. Und sie legten‘s beiseite bis zum nächsten Morgen, wie Mose geboten hatte. Da wurde es nicht stinkend und war auch kein Wurm darin. Da sprach Mose: Esst dies heute, denn heute ist der Sabbat des HERRN; ihr werdet heute nichts finden auf dem Felde. Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der Sabbat, an dem wird nichts da sein. Aber am siebenten Tage gingen etliche vom Volk hinaus, um zu sammeln, und fanden nichts. Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und Weisungen zu halten? Sehet, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage für zwei Tage Brot. So bleibe nun ein jeder, wo er ist, und niemand verlasse seinen Wohnplatz am siebenten Tage. Also ruhte das Volk am siebenten Tage. Und das Haus Israel nannte es Manna. Und es war wie weißer Koriandersamen und hatte einen Geschmack wie Semmel mit Honig. Und Mose sprach: Das ist‘s, was der HERR geboten hat: Fülle einen Krug davon, um es aufzubewahren für eure Nachkommen, auf dass man sehe das Brot, mit dem ich euch gespeist habe in der Wüste, als ich euch aus Ägyptenland führte. Und Mose sprach zu Aaron: Nimm ein Gefäß und tu Manna hinein, den zehnten Teil eines Scheffels, und stelle es hin vor den HERRN, dass es aufbewahrt werde für eure Nachkommen.

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DIE GESETZGEBUNG AM SINAI
Wie der HERR es Mose geboten hatte, so stellte Aaron das Gefäß vor die Lade mit dem Gesetz, damit es aufbewahrt werde. Und die Israeliten aßen Manna vierzig Jahre lang, bis sie in bewohntes Land kamen; ... 2. Mose 16, 14-35 Am Sinaigebirge lagerte sich das Volk; dort verkündigte Gott die Zehn Gebote, die er Mose in Form von zwei steinernen Tafeln übergab. Diese Prinzipien sind zeitlos gültig. Sie regeln auch das Zusammenleben der Menschen. Voraussetzung der Zehn Gebote ist eine persönliche Beziehung zum Schöpfergott. Das Volk lernte das nur schwer. Die Zehn Gebote – Und Gott redete alle diese Worte: 2. Mose 20, 1-17 1. Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. 2. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. 3. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. 4. Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. 5. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. 6. Du sollst nicht töten. 7. Du sollst nicht ehebrechen. 8. Du sollst nicht stehlen. 9. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. 10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.

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DAS HEILIGTUM
Durch symbolische Handlungen sollten sie begreifen, wie Gott den Menschen helfen wollte. Deshalb sollten sie ihm ein Heiligtum bauen. Alle Gegenstände im Heiligtum deuteten auf das zukünftige Opferlamm, auf den Welterlöser hin. Im hinteren Raum des Zeltes offenbarte sich Gott. Dort stand eine vergoldete Lade, in die man die beiden Gesetzestafeln hineingelegt hatte. Gottes Finger hatte die Zehn Gebote darauf eingegraben als Zeichen, dass dieses Sittengesetz ewig gültig sein würde. Der Deckel der Lade wurde Gnadenstuhl genannt. Zwei Engelstatuen symbolisierten das Interesse des ganzen Universums am Ergehen der Menschheit. Zwischen den beiden vergoldeten Engeln zeigte sich Gottes Herrlichkeit in Gestalt einer leuchtenden Wolke. Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne. Genau nach dem Bild, das ich dir von der Wohnung und ihrem ganzen Gerät zeige, sollt ihr‘s machen. 2. Mose 25, 8-9 Nach 40 Jahren Wüstenwanderung, führte Gott das Volk endlich ins verheißene Land – dem Land Kanaan. Nachdem Mose, der Knecht des HERRN, gestorben war, sprach der HERR zu Josua, dem Sohn Nuns, Moses Diener: Mein Knecht Mose ist gestorben; so mach dich nun auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gegeben habe. Josua 1, 1-2 Israel hatte gläubige und ungläubige Könige. Unter den guten Königen kam das Volk zu Wohlstand, es herrschte Friede. Wenn aber ein Götzendiener regierte, gab es harte Zeiten. König David vereinte die Stämme die Stämme zu einem gemeinsamen Reich. Sein Sohn Salomo baute einen großen Tempel zur Anbetung Gottes. Und es kamen alle Ältesten in Israel zum König nach Hebron. Und der König David schloss mit ihnen einen Bund in Hebron vor dem HERRN, und sie salbten David zum König über Israel. Dreißig Jahre war David alt, als er König wurde, und regierte vierzig Jahre. 2. Samuel 5, 3-4 Im vierhundertundachtzigsten Jahr nach dem Auszug Israels aus Ägyptenland, im vierten Jahr der Herrschaft Salomos über Israel, im Monat Siw, das ist der

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ISRAELS KÖNIGE
zweite Monat, wurde das Haus dem HERRN gebaut. Das Haus aber, das der König Salomo dem HERRN baute, war sechzig Ellen lang, zwanzig Ellen breit und dreißig Ellen hoch. 1. Könige 6, 1-2 Salomo heiratete viele ausländische Frauen. Da er ihren Glauben tolerierte, ließ er sie weiterhin Götzen anbeten. Der Königshof übte einen starken Einfluss auf das Volk aus. Schon bald wurden überall im Land Bilder verehrt. Aber der König Salomo liebte viele ausländische Frauen: die Tochter des Pharao und moabitische, ammonitische, edomitische, sidonische und hetitische – aus solchen Völkern, von denen der HERR den Israeliten gesagt hatte: Geht nicht zu ihnen und lasst sie nicht zu euch kommen; sie werden gewiss eure Herzen ihren Göttern zuneigen. An diesen hing Salomo mit Liebe. Und er hatte siebenhundert Hauptfrauen und dreihundert Nebenfrauen; und seine Frauen verleiteten sein Herz. Und als er nun alt war, neigten seine Frauen sein Herz fremden Göttern zu, sodass sein Herz nicht ungeteilt bei dem HERRN, seinem Gott, war ... 1. Könige 11, 1-4 Immer wieder musste Gott zusehen, wie sein geliebtes Volk von Luzifer umgarnt und weggelockt wurde. Aber er erzog es weiter. Ein Erziehungsmittel für Israel bestand in der Bedrohung seiner Feinde. So kam es auch zur Gefangennahme und Wegführung nach Babylon. Unter ihnen waren auch Daniel und seine drei Freunde. Sie kamen aus gläubigen Elternhäusern. Sie hatten bereits eine persönliche Entscheidung für den Schöpfergott getroffen. Deshalb ließen sie sich nicht vom Prunk des babylonischen Hofes blenden. Sie blieben ihrem Gott treu und hielten sich weiter an seine Grundsätze. Aber Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, dass er sich mit des Königs Speise und mit seinem Wein nicht unrein machen wollte, und bat den obersten Kämmerer, dass er sich nicht unrein machen müsste. Und Gott gab es Daniel, dass ihm der oberste Kämmerer günstig und gnädig gesinnt wurde. Daniel 1, 8-9 Eines Nachts hatte der König von Babylon, Nebukadnezar einen Traum, an den er sich morgens nicht mehr erinnern konnte. Gott wollte dem König zeigen, was in Zukunft geschehen sollte; und er sagte Daniel die Deutung. Im zweiten Jahr seiner Herrschaft hatte Nebukadnezar einen Traum, über den er so erschrak, dass er aufwachte. Und der König ließ alle Zeichendeuter und Wei-

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DANIEL IN BABYLON – SEINE ZUKUNFTSSCHAU
sen und Zauberer und Wahrsager zusammenrufen, dass sie ihm seinen Traum sagen sollten. Und sie kamen und traten vor den König. Und der König sprach zu ihnen: Ich hab einen Traum gehabt; der hat mich erschreckt, und ich wollte gerne wissen, was es mit dem Traum gewesen ist. Daniel 2, 1-3 Und Daniel ging heim und teilte es seinen Gefährten Hananja, Mischaël und Asarja mit, damit sie den Gott des Himmels um Gnade bäten wegen dieses Geheimnisses und Daniel und seine Gefährten nicht samt den andern Weisen von Babel umkämen. Da wurde Daniel dies Geheimnis durch ein Gesicht in der Nacht offenbart. Und Daniel lobte den Gott des Himmels, Daniel 2, 17-19 Du, König, hattest einen Traum, und siehe, ein großes und hohes und hell glänzendes Bild stand vor dir, das war schrecklich anzusehen. Das Haupt dieses Bildes war von feinem Gold, seine Brust und seine Arme waren von Silber, sein Bauch und seine Lenden waren von Kupfer, seine Schenkel waren von Eisen, seine Füße waren teils von Eisen und teils von Ton. Das sahst du, bis ein Stein herunterkam, ohne Zutun von Menschenhänden; der traf das Bild an seinen Füßen, die von Eisen und Ton waren, und zermalmte sie. Da wurden miteinander zermalmt Eisen, Ton, Kupfer, Silber und Gold und wurden wie Spreu auf der Sommertenne, und der Wind verwehte sie, dass man sie nirgends mehr finden konnte. Der Stein aber, der das Bild zerschlug, wurde zu einem großen Berg, sodass er die ganze Welt füllte. Das ist der Traum. Nun wollen wir die Deutung vor dem König sagen. Du, König, bist ein König aller Könige, dem der Gott des Himmels Königreich, Macht, Stärke und Ehre gegeben hat und dem er alle Länder, in denen Leute wohnen, dazu die Tiere auf dem Felde und die Vögel unter dem Himmel in die Hände gegeben und dem er über alles Gewalt verliehen hat. Du bist das goldene Haupt. Nach dir wird ein anderes Königreich aufkommen, geringer als deines, danach das dritte Königreich, das aus Kupfer ist und über alle Länder herrschen wird. Und das vierte wird hart sein wie Eisen; denn wie Eisen alles zermalmt und zerschlägt, ja, wie Eisen alles zerbricht, so wird es auch alles zermalmen und zerbrechen. Dass du aber die Füße und Zehen teils von Ton und teils von Eisen gesehen hast, bedeutet: Das wird ein zerteiltes Königreich sein; doch wird etwas von des Eisens Härte darin bleiben, wie du ja gesehen hast Eisen mit Ton vermengt. Und dass die Zehen an seinen Füßen teils von Eisen und teils von Ton sind, be-

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deutet: Zum Teil wird‘s ein starkes und zum Teil ein schwaches Reich sein. Und dass du gesehen hast Eisen mit Ton vermengt, bedeutet: Sie werden sich zwar durch Heiraten miteinander vermischen, aber sie werden doch nicht aneinander festhalten, so wie sich Eisen mit Ton nicht mengen lässt. Aber zur Zeit dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Reich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird; und sein Reich wird auf kein anderes Volk kommen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und zerstören; aber es selbst wird ewig bleiben, wie du ja gesehen hast, dass ein Stein ohne Zutun von Menschenhänden vom Berg herunterkam, der Eisen, Kupfer, Ton, Silber und Gold zermalmte. So hat der große Gott dem König kundgetan, was dereinst geschehen wird. Der Traum ist zuverlässig und die Deutung ist richtig. Daniel 2, 31-45 Dieser Traum ging genau in Erfüllung, wie die Geschichte zeigt. Babylon wurde von den Persern erobert. Dann marschierte Alexander der Große von Griechenland nach Babylon, ja sogar bis nach Indien. Die Griechen wurden vom eisernen Rom besiegt und dem römischen Recht unterworfen. Nach Jahrhunderten zerfiel das römische Reich in viele Einzelstaaten, die sich zwar durch Bündnisse miteinander vermischten, aber bis heute nicht zusammenhalten. Bald aber wird der große Stein fallen und der menschlichen Geschichte ein Ende setzen.

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GOTT SANDTE JESUS AUF DIE ERDE
Kurz vor Beginn unserer Zeitrechnung ordnete Kaiser Augustus, der Herrscher des römischen Reiches, eine weltweite Volkszählung an. Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen. Galater 4, 4-5 Damals wanderte eine junge Frau namens Maria mit ihrem Mann Joseph nach Betlehem, um sich dort registrieren zu lassen. Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Lukas 2, 1-5 Dort wurde ihr Sohn Jesus geboren. Einfache Hirten begrüßten den Welterlöser zuerst. Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Lukas 2, 6-14

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JESUS BEREITET SICH ZUM DIENST VOR
Später kamen weise Männer aus dem Osten angereist. Aus den prophetischen Büchern des Alten Testaments hatten sie herausgefunden, dass jetzt der Retter zur Welt kommen sollte. Gott hatte auch den Geburtsort Bethlehem vorhersagen lassen. Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. Micha 5, 1 Jesus wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Sein Pflegevater Josef war Zimmermann. Jesus lernte dieses Handwerk und arbeitete in der Werkstatt seines Vaters mit. Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen. Lukas 2, 51-52 Als er etwa 30 Jahre alt war, begegnete er dem Täufer Johannes. Dieser Mann war von Gott beauftragt, das jüdische Volk auf die Ankunft des Erlösers vorzubereiten. Johannes rief zur Lebensänderung auf. Er tauchte die Menschen im Jordanfluss unter zum Zeichen, dass ihre Sünden vergeben waren und dass sie ein neues Leben mit Gott begonnen hatten. Auch Jesus, der einzig Sündlose, ließ sich taufen. Er wollte durch sein Beispiel zeigen, wie die Menschen ihren Glauben an ihn bekennen sollten. Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe. Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er‘s geschehen. Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Matthäus 3, 13-17 Danach ging Jesus in die Wüste und fastete und betete 40 Tage lang. Als er am schwächsten war, griff ihn der Feind an. Aber Jesus widerstand der Versuchung, seinen

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JESUS SIEG IN DER WÜSTE
Hunger durch ein Wunder zu stillen. Er ließ sich nicht zu Stolz und zur Anmaßung oder gar zu falscher Anbetung verführen. Jesus aber, voll heiligen Geistes, kam zurück vom Jordan und wurde vom Geist in die Wüste geführt und vierzig Tage lang von dem Teufel versucht. Und er aß nichts in diesen Tagen, und als sie ein Ende hatten, hungerte ihn. Der Teufel aber sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde. Und Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben (5.Mose 8,3): »Der Mensch lebt nicht allein vom Brot sondern von einem jeden Wort Gottes« (vgl. Mt 4,4). Und der Teufel führte ihn hoch hinauf und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick und sprach zu ihm: Alle diese Macht will ich dir geben und ihre Herrlichkeit; denn sie ist mir übergeben und ich gebe sie, wem ich will. Wenn du mich nun anbetest, so soll sie ganz dein sein. Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben (5.Mose 6,13): »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.« Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich von hier hinunter; denn es steht geschrieben (Psalm 91,11-12): »Er wird seinen Engeln deinetwegen befehlen, dass sie dich bewahren. Und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.« Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt (5.Mose 6,16): »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.« Und als der Teufel alle Versuchungen vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeit lang. Lukas 4, 1-13 Jesus kam als Sieger aus der Wüste; aber er wurde immer wieder neu versucht. Jesus hat Leid und Schmerzen am eigenen Leib erfahren. Deshalb ist er ein verständnisvoller Freund; ein mitfühlender Vermittler zwischen Gott, dem Vater und den Menschen. Und Jesus kam in der Kraft des Geistes wieder nach Galiläa und die Kunde von ihm erscholl durch alle umliegenden Orte. Lukas 4, 14 Jesus erzählte von Gott und seinen Grundsätzen. Er brachte den Menschen bei, wie man mit Gott ins Reine kommt und wie man richtig handelt. Er heilte die Menschen von ihren Krankheiten, brachte ihnen neue Hoffnung. Er gab jedem die Chance, ein Kind Gottes zu werden. Als er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig sind,

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die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. Matthäus 5, 1-10 Jesus wurde immer berühmter. Die Menschen liefen ihm nach. Mütter brachten ihre Kleinen, damit er sie segne. Keinen schickte Jesus weg. Lahme konnten wieder gehen. Blinde sahen und Leprakranke wurden rein. Sogar Tote erwachten zu neuem Leben. Tausende, die ihm zuhörten, bekamen zu essen. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und sagt Johannes wieder, was ihr hört und seht: Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt; Matthäus 11, 4-5 Die eifersüchtigen Priester beschlossen, Jesus zu töten. Im dritten Jahr seines öffentlichen Wirkens ging Jesus zur Passahzeit nach Jerusalem. Er wusste, was ihn erwartete. Es war aber nahe das Fest der Ungesäuerten Brote, das Passa heißt. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten danach, wie sie ihn töten könnten; denn sie fürchteten sich vor dem Volk. Lukas 22, 1-2 Bevor die Priester ihn fingen, wollte er Abschied feiern mit seinen Jüngern. Er beauftragte sie, einen Saal für das Passah-Mahl herzurichten. Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater; und wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und beim Abendessen, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot, ins Herz gegeben hatte, ihn

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JESUS LIEBT DIE MENSCHEN UND HILFT IHNEN
zu verraten, Jesus aber wusste, dass ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott ging, Johannes 13, 1-3 Die Jünger dachten ständig darüber nach, wer von ihnen wohl der wichtigste sei. Im Geist verteilten sie schon die Posten im erwarteten Königreich des Messias. Da nahm Jesus eine Wasserschüssel und begann, seinen Jüngern die Füße zu waschen. Sie schämten sich. Besonders Petrus wehrte sich. Allen wusch Jesus die Füße, auch seinem Verräter. Dann nahm er das ungesäuerte Brot und den unvergorenen Passah-Wein. Nicht länger sollten ein geschlachtetes Lamm die Tat Jesu symbolisieren. Dieses Zeichen würde sich am nächsten Tag erfüllen. Von nun an sollten gebrochenes Brot und Traubensaft Zeichen seines Opfers sein. Allen Menschen, die Jesus als persönlichen Retter annähmen, würde ewiges Leben zugesichert. Jesus wollte ihnen auch die Kraft geben, Gott treu zu sein und ihm zu gehorchen. Das war der neue Bund Gottes mit den Menschen. Wenn nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr und der Apostel nicht größer als der, der ihn gesandt hat. Wenn ihr dies wisst – selig seid ihr, wenn ihr‘s tut. Johannes 13, 14-17 Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach‘s und gab‘s den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden. Matthäus 26, 26-28 Schon vor seinem Verhör stand das Urteil über Jesus fest. Die Priester waren voreingenommen und stimmten für seinen Tod. Am nächsten Morgen führte man Jesus zum römischen Stadthalter. Die aber Jesus ergriffen hatten, führten ihn zu dem Hohenpriester Kaiphas, wo die Schriftgelehrten und Ältesten sich versammelt hatten. Matthäus 26, 57 Und Jesus kam heraus und trug die Dornenkrone und das Purpurgewand. Und Pilatus spricht zu ihnen: Seht, welch ein Mensch! Johannes 19, 5 Da schrien sie wiederum: Nicht diesen, sondern Barabbas! Barabbas aber war ein Räuber. Johannes 18, 40

33.

Da stand Jesus, unschuldig, gütig, freundlich und hilfsbereit. Neben ihm wand sich Barabbas in Ketten, ein Schwerverbrecher, die Verkörperung des Bösen, ein Betrüger, der über Leichen ging. Aber das Volk wählte Barabbas und schickte Jesus in den Tod. Den Beobachtern im Universum wurde ein für allemal bewusst, wie böse Luzifer, der Satan war, denn er hatte das Volk und die Priester beeinflusst und verhetzt. Die Art, wie Luzifer mit Jesus umging, öffnete allen Bewohnern des Universums die Augen über sein Wesen und seine Pläne. Man stelle sich vor, was Jesus duldete – da drückte ihm einer einen dicken Dornenkranz in die Stirn und spuckte ihm ins Gesicht. Er wurde geschlagen und ausgepeitscht. Das schwere Kreuz, das für Barabbas bestimmt gewesen war, wurde ihm auf die Schulter gelegt. Er hatte den ganzen Tag noch nichts gegessen, nichts getrunken. Er hatte nachts nicht geschlafen, war hin- und hergestoßen und gefoltert worden. Sein Rücken blutete. Und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm aufs Haupt und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Knie vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König!, und spien ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt. Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine Kleider an und führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen. Matthäus 27, 28-31 Das alles erduldete Jesus für mich und dich. Wie sieht meine bzw. deine Antwort aus? Mit Jesus sollten zwei Kameraden des Barabbas gekreuzigt werden. Man legte die Verurteilten auf die Kreuzbalken und band sie fest. Dann nagelte man die Hände und Füße noch zusätzlich an. Schließlich wurde das Kreuz angehoben und in das dafür vorbereitete Loch gestoßen. Es wurden aber auch andere hingeführt, zwei Übeltäter, dass sie mit ihm hingerichtet würden. Lukas 23, 32

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JESUS STIRBT FÜR SÜNDIGE MENSCHEN AM KREUZ
Einer der Räuber merkte, was ihm fehlte. Er sehnte sich nach Erlösung und bat um Rettung. Und Jesus versprach ihm: Ich sage dir heute, wo es so aussieht, als wäre meine Sache verloren, heute, wo viele den Glauben an mich verlieren: Du wirst mit mir im Paradiese sein. Und diesem namenlosen Sünder wurde in der letzten Lebensstunde noch Gnade geschenkt. Sein Platz im Reich Gottes war gesichert. Aber einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, lästerte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns! Da wies ihn der andere zurecht und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsre Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir heute: du wirst mit mir im Paradiese sein. Lukas 23, 39-43 Dann starb Jesus – Ein Erdbeben erschütterte den Boden und ließ den Vorhang im Tempel von oben bis unten zerreißen. Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus. Und die Erde erbebte ... Matthäus 27, 51-52a Der Priester erschrak – Gott zeigte dadurch, dass Tieropfer jetzt keine Bedeutung mehr haben. Das wahre Opferlamm, Jesus, der Sohn Gottes, hatte sein Leben gelassen. Jetzt war der irdische Tempel nicht mehr nötig. Am Sabbat ruhte Jesus in einem in Felsen gehauenen Grab. Auch seine Jünger heiligten diesen Tag. Es folgten aber die Frauen nach, die mit ihm gekommen waren aus Galiläa, und beschauten das Grab und wie sein Leib hineingelegt wurde. Sie kehrten aber um und bereiteten wohlriechende Öle und Salben. Und den Sabbat über ruhten sie nach dem Gesetz. Lukas 23, 55-56 Dann begann mit dem Sonnenuntergang der erste Werktag. Da erschien ein Engel Gottes, zerbrach das römische Siegel und rollte den Stein weg, der die Grabeshöhle verschlossen hatte.

35.

JESUS IST AUFERSTANDEN – SEIN AUFTRAG ERFÜLLT
Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Gestalt war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. Die Wachen aber erschraken aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot. Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat; und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, dass er auferstanden ist von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. Matthäus 28, 1-7 Jesus nahm durch seine göttliche Macht wieder sein Leben an sich und verließ das Grab als Sieger über den Tod. Nun war Satan endlich gestürzt. Im ganzen Universum wurde erkannt, dass Gott recht hatte. Die treuen Engel Gottes freuten sich über diesen Sieg. Jesus blieb noch 40 Tage bei seinen Jüngern und bereitete sie auf ihre künftige Aufgabe vor. Sie waren die erste Gemeinde. Sie hatten keine Gebäude, keine Organisation im Rücken und nur wenig Geld. Aber sie waren nicht machtlos. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden. Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht; über die Sünde: dass sie nicht an mich glauben; über die Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht seht; über das Gericht: dass der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Johannes 16, 7-13

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DIE VERKÜNDIGUNG DER BOTSCHAFT JESU
Als Jesus in den Himmel zurückgekehrt war, um dort seinen Mittlerdienst für die gläubigen Menschen aufzunehmen, sandte er seiner Gemeinde einen Stellvertreter, den heiligen Geist. Dadurch gab er den ersten Christen übernatürliche Fähigkeiten. Sie konnten zum Beispiel Fremdsprachen sprechen, die sie vorher nicht gelernt hatten. ... und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen. ... Wir hören sie in unsern Sprachen von den großen Taten Gottes reden. Apg. 2, 4 +11 Nun trugen sie die Gute Nachricht – das Evangelium – vom Leben und Tod Jesu und von seiner Auferstehung zu allen Völkern der Erde. Sie gründeten überall Gruppen und Gemeinden. Sie zogen aber durch Phrygien und das Land Galatien, da ihnen vom heiligen Geist verwehrt wurde, das Wort zu predigen in der Provinz Asien. Als sie aber bis nach Mysien gekommen waren, versuchten sie, nach Bithynien zu reisen; doch der Geist Jesu ließ es ihnen nicht zu. Da zogen sie durch Mysien und kamen hinab nach Troas. Und Paulus sah eine Erscheinung bei Nacht: Ein Mann aus Mazedonien stand da und bat ihn: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! Als er aber die Erscheinung gesehen hatte, da suchten wir sogleich nach Mazedonien zu reisen, gewiss, dass uns Gott dahin berufen hatte, ihnen das Evangelium zu predigen. Da fuhren wir von Troas ab und kamen geradewegs nach Samothrake, am nächsten Tag nach Neapolis und von da nach Philippi, das ist eine Stadt des ersten Bezirks von Mazedonien, eine römische Kolonie. Wir blieben aber einige Tage in dieser Stadt. Am Sabbattag gingen wir hinaus vor die Stadt an den Fluss, wo wir dachten, dass man zu beten pflegte, und wir setzten uns und redeten mit den Frauen, die dort zusammenkamen. Und eine gottesfürchtige Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf Acht hatte, was von Paulus geredet wurde. Als sie aber mit ihrem Hause getauft war, bat sie uns und sprach: Wenn ihr anerkennt, dass ich an den Herrn glaube, so kommt in mein Haus und bleibt da. Und sie nötigte uns. Apostelgeschichte 16, 6-15 Johannes, der beste Freund Jesu, sah sieben dieser Gemeinden in Visionen. Sie waren durch Leuchter symbolisiert, die der Welt Licht bringen sollten. Johannes sah daran den Werdegang der Kirchengeschichte voraus.

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CHRISTEN WERDEN VERFOLGT
Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in Kürze geschehen soll; und er hat sie durch seinen Engel gesandt und seinem Knecht Johannes kundgetan, der bezeugt hat das Wort Gottes und das Zeugnis von Jesus Christus, alles, was er gesehen hat. Offb. 1, 1-2 Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter und mitten unter den Leuchtern einen, der war einem Menschensohn gleich, Offb. 1, 12-13a Viele Christen, die verfolgt wurden, starben auf dem Scheiterhaufen oder wurden wilden Tieren vorgeworfen. Johannes sah diese Zeit auch unter dem Symbol eines roten Pferdes. Israel war nun nicht mehr von Gott bevorzugt. Jerusalem wurde von den Römern zerstört und das Volk in alle Länder zerstreut. Das schwarze Pferd stellte das dunkle Mittelalter dar. In dieser Zeit vermischte sich das Christentum immer mehr mit heidnischen Elementen. Und es kam heraus ein zweites Pferd, das war feuerrot. Und dem, der darauf saß, wurde Macht gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen, dass sie sich untereinander umbrächten, und ihm wurde ein großes Schwert gegeben. Und als es das dritte Siegel auftat, hörte ich die dritte Gestalt sagen: Komm! Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Pferd. Und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand. Offenbarung 6, 4-5 Gottes Erlösungsplan wurde immer weniger verstanden. Der Feind triumphierte. Menschen änderten Gottes heiliges Gesetz. Aber es gab auch in dieser dunklen Zeit Menschen, denen das Wort Gottes wertvoll war, und die Gott die Treue hielten. Jahrhunderte lang war die Bibel ein geheimes Buch. Das gewöhnliche Volk hatte keinen Zugang zum Wort Gottes. Dann wurde es in die einzelnen Volkssprachen übersetzt und z. B. von den Waldensern heimlich von Stadt zu Stadt getragen. Sie mussten sich in Tälern und Höhlen verstecken, damit sie nicht von der Inquisition aufgegriffen und zu Tode gefoltert wurden. Er wird den Höchsten lästern und die Heiligen des Höchsten vernichten und wird sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu ändern. Sie werden in seine Hand gegeben werden eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Daniel 7, 25

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DIE REFORMATION
Schließlich verhalf die Reformation dem Licht des Wortes Gottes wieder zum Durchbruch. Gutenberg erfand die beweglichen Lettern. Luther übersetzte die Bibel in die Volkssprache. Gläubige Theologen wie Zwingli und Calvin gaben das unverfälschte Wort Gottes an das Volk weiter. Das führte zu einem Aufbruch innerhalb der Kirche, aber auch zur Verfolgung Andersdenkender und zu Religionskriegen. Viele Christen flüchteten deshalb nach Amerika, wo sie Glaubens- und Gewissensfreiheit suchten. Die USA wurde nicht nur zu einem Zufluchtsort Verfolgter, sondern zu einem Land, von dem Tausende von Missionaren in die ganze Welt geschickt wurden. Sie verkündeten die Gute Nachricht von der Erlösung durch Jesus Christus. Und sie bereiteten die Menschheit auf die vorhergesagte Wiederkunft Christi vor. Die Menschen sollte aus dem Lügennetz der heidnischen Religionen befreit werden und zur Anbetung des Schöpfers zurückfinden. Und ich sah einen andern Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern. Und er sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen! Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen! Und ein zweiter Engel folgte, der sprach: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die große Stadt; denn sie hat mit dem Zorneswein ihrer Hurerei getränkt alle Völker. Und ein dritter Engel folgte ihnen und sprach mit großer Stimme: Wenn jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Zeichen an seine Stirn oder an seine Hand, der wird von dem Wein des Zornes Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zorns, und er wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm. Und der Rauch von ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild und wer das Zeichen seines Namens annimmt. Hier ist Geduld der Heiligen! Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus! Offenbarung 14, 6-12 Der Apostel Johannes sah diese Verkündigung unter dem Symbol von drei mächtigen Engeln voraus. Sie warnen die Menschen vor dem Malzeichen, das der Feind Gottes den Menschen aufdrücken will. Es wird eine falsche Erlösung angeboten, die angeblich von den Werken der Menschen abhängt, statt von der Gnade und Gerechtigkeit Gottes. Zauberei und Esoterik sind heute wieder modern. Längst ist es normal geworden, Gottes

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Gesetz zu übertreten. Ehebruch und Abtreibung sind in allen Ländern gang und gäbe. Die Familien zerfallen, weil jeder nur an die eigene Verwirklichung denkt. Der Feind Gottes ahmt das Wirken des heiligen Geistes nach. Man berichtet von vielen höchst fraglichen Wunderheilungen. Da ist von Gläubigen die Rede, die auf einmal ein unverständliches Kauderwelsch sprechen und meinen, sie hätten die Sprachengabe von Pfingsten erhalten. Diese Manifestationen bannen die Menschen auf verzauberten Boden fest. Dadurch werden sie für die Liebe Gottes blockiert. Sie erkennen nicht, was Gott wirklich von ihnen erwartet – nämlich dass sie ihn, den Schöpfer, mit allen Kräften lieben und ihm gehorchen und dass sie ihren Nächsten lieben wie sich selbst. Denn solche ... verstellen sich als Apostel Christi. Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts. Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken. 2. Korinther 11, 13-15 Satan wird versuchen, alle Menschen unter seine Herrschaft zu bringen. Wer sich der religiös-politischen Macht nicht beugen will, wer nicht bereit ist, Geschaffenes anzubeten statt den Schöpfer, der wird verfolgt und soll schließlich sogar getötet werden. Und es wurde ihm Macht gegeben, Geist zu verleihen dem Bild des Tieres, damit das Bild des Tieres reden und machen könne, dass alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten, getötet würden. Und es macht, dass sie allesamt, die Kleinen und Großen, die Reichen und Armen, die Freien und Sklaven, sich ein Zeichen machen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat, nämlich den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Offenbarung 13, 15-17 Wer Gott treu bleibt, bekommt sein Siegel als Eigentumszeichen. Diesen versiegelten Nachfolgern Jesu wird nichts geschehen, wenn die ökologischen Systeme der Erde und die wirtschaftlichen Strukturen zusammenbrechen. Zwar werden die Anhänger Satans und die bösen Dämonen freie Hand haben, aber Gott beschützt seine Kinder.

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ENTSCHEIDUNGSZEIT MIT FOLGEN
Tut der Erde und dem Meer und den Bäumen keinen Schaden, bis wir versiegeln die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen. Offenbarung 7, 3 Jeder Mensch wird auf die Probe gestellt: Will er dem Schöpfer gehorchen, weil er ihm vertraut? Oder lässt er sich von gottfeindlichen Mächten manipulieren? Wenn Jeder Mensch seine Entscheidung endgültig getroffen hat, werden im Himmel alle Akten geschlossen. Jesus vermittelt nicht mehr für die Menschen. Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. Matth. 25, 10 Und ich hörte eine große Stimme aus dem Tempel, die sprach zu den sieben Engeln: Geht hin und gießt aus die sieben Schalen des Zornes Gottes auf die Erde! Offenbarung 16, 1 Die Erde wird von Katastrophen heimgesucht. Johannes hat sie unter dem Symbol von sieben Schalen beschrieben, die mit dem Zorn Gottes gefüllt sind. Die letzten dieser Plagen werden über die Anhänger Luzifers ausgegossen. Er kann seine Leute nicht beschützen. Die große Stadt Babylon geht unter, das Bündnis zwischen Religion und Politik zerbricht und damit auch Welthandel und Zivilisation. Unter dem Druck der Not wird ein Sündenbock gesucht. Alle Andersdenkenden, die sich der selbstgemachten Religion nicht angepasst haben, sollen umgebracht werden. Und es wurde ihm Macht gegeben, Geist zu verleihen dem Bild des Tieres, damit das Bild des Tieres reden und machen könne, dass alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten, getötet würden. Offenbarung 13, 15 Doch bevor das Urteil vollstreckt werden kann, greift Jesus ein. Er lässt seine Braut, die Gemeinde nicht in der Hand des Feindes umkommen. Während die Erde bebt, Berge einstürzen und Vulkane die Landschaft in ein Feuermeer verwandeln, nähert sich eine kleine Wolke der Erde. Sie wird immer größer, bis sie den ganzen Himmel bedeckt.

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Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke. Und auf der Wolke saß einer, der gleich war einem Menschensohn; der hatte eine goldene Krone auf seinem Haupt und in seiner Hand eine scharfe Sichel. Offenbarung 14, 14 Jesus Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene kommt, um sein Volk zu befreien. Die Posaune Gottes erschallt. Tausende von Engeln begleiten den König aller Könige, den Herrn aller Herren. Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern. Matthäus 24, 30-31 Wie mächtiges Donnergrollen dringen ihre Schallwellen bis in die tiefsten Gräber. Alle, die Gott treu waren, stehen vom Tod auf. Die noch lebenden Treuen werden gleichzeitig verwandelt. Sie bekommen einen neuen Körper, der nicht von der Sünde gezeichnet ist. Dann werden alle gemeinsam zu Jesus gebracht, der mit ihnen dann in den Himmel hinauffährt. Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. 1. Thessalonicher 4, 16-17 Da sind Leute aus allen sozialen Schichten, allen Rassen und Völkern. Sie haben eines gemeinsam: Sie verlassen sich nicht auf ihre eigenen Leistungen. Sie vertrauen Jesus, der sie gerechtgesprochen hat und wo sein Charakter und Wesen sichtbar wurde.

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JESUS KOMMT WIEDER! – MIT VIELEN ENGELN
Und ich sah, und es war wie ein gläsernes Meer, mit Feuer vermengt; und die den Sieg behalten hatten über das Tier und sein Bild und über die Zahl seines Namens, die standen an dem gläsernen Meer und hatten Gottes Harfen und sangen dasLied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes: Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Völker. Offenbarung 15, 2-3 Getrennte Familien werden wieder vereint, Freunde fallen sich um den Hals. Schmerzen, Kummer und Leid liegen nun hinter ihnen. Ihrem neuen Körper kann weder Alter noch Krankheit etwas anhaben. Ihr neues Herz ist befreit von Ziehen und Zerren des alten Egoismus. All das ist vorbei. Sie gehen einer neue Zukunft entgegen. Sie dürfen das Paradies, die eigentliche Heimat des Menschen, für alle Zeit genießen. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein. Offenbarung 21, 3 Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre. Offenbarung 20, 6 Tausend Jahre werden sie mit Jesus im himmlischen Jerusalem regieren. In dieser Zeit werden die Lebensberichte der anderen Menschen durchforscht. Die Ungläubigen sind nämlich bei der Wiederkunft Jesu durch seinen Glanz getötet worden. Und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn es ist gekommen der große Tag ihres Zorns und wer kann bestehen? Offenbarung 6, 16 Und ich sah einen Engel vom Himmel herabfahren, der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine große Kette in seiner Hand. Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, das ist der Teufel und der Satan, und fesselte ihn für tausend Jahre und warf ihn in den Abgrund und verschloss ihn und setzte ein Siegel oben darauf, damit er die Völker nicht mehr verführen sollte, bis vollendet würden die tausend Jahre. Danach muss er losgelassen werden eine kleine Zeit. Offenbarung 20, 1-3

43.

DAS GERICHT
Und ich sah Throne und sie setzten sich darauf, und ihnen wurde das Gericht übergeben. Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet waren um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes willen und die nicht angebetet hatten das Tier und sein Bild und die sein Zeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und auf ihre Hand; diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre. Offenbarung 20, 4 Nun wird über dessen Schicksal entschieden. Jeder kann Einblick in die Gerichtsakten bekommen. Jeder wird einsehen, dass Gott gerecht und liebevoll ist. Während dieser Zeit ist Luzifer auf der Erde allein. Mit seinen bösen Engeln zusammen irrt er in den Trümmern einer Welt herum, die er zerstört hat. Wenn tausend Jahre um sind, lässt Gott die Ungläubigen noch einmal auferstehen. Luzifer bekommt für kurze Zeit seine Macht zurück. Menschen aus sechs Jahrtausenden bevölkern die Erde. Da sind Riesen aus Adams Zeit, die Erbauer des babylonischen Turmes, die mächtigen Pharaonen und die Könige der Weltreiche. Die Unerlösten aller Zeiten, die lieber sich selbst dienen wollten als ihrem Schöpfer, sehen sich nun einer neuen, schrecklichen Realität gegenübergestellt. Sie marschieren unter Luzifers Fahne über die Erde. Plötzlich entfaltet sich wie in einem Superfilm das Panorama der Weltgeschichte. Jeder Mensch, ja Satan selbst, sieht die Szenen seines Lebens vorüberziehen. Jeder erinnert sich, wie er von der Stimme seines Gewissens gemahnt worden ist. Da fallen alle vor Gott nieder. Aber diese Anbetung geschieht nicht aus Liebe. Wer sollte dich, Herr, nicht fürchten und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig! Ja, alle Völker werden kommen und anbeten vor dir, denn deine gerechten Gerichte sind offenbar geworden. Offenbarung 15, 4

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DAS NEUE JERUSALEM
dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. Philipper 2, 10-11 Bald schon hetzt Luzifer die Massen wieder gegen Gott und die erlösten Gläubigen auf. Er möchte die Stadt Gottes, die Wohnstätte der Erlösten erstürmen, die aus dem Himmel gekommen ist. Da fällt Feuer von Gott aus dem Himmel. Der Feuersee verschlingt alles Sündhafte. Nichts bleibt von ihnen übrig. Das ist der zweite Tod, die endgültige Trennung des Sünders von Gott und damit auch das Ende seiner Existenz. Sünde und Sünder werden endgültig vernichtet samt Luzifer, seinen Engeln und allem Bösen. Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan losgelassen werden aus seinem Gefängnis und wird ausziehen, zu verführen die Völker an den vier Enden der Erde, Gog und Magog, und sie zum Kampf zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand am Meer. Und sie stiegen herauf auf die Ebene der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer vom Himmel und verzehrte sie. Offenbarung 20, 7-9 Aus diesem Feuer geht die neue Schöpfung hervor. Die Welt wird durch Feuer gereinigt. Die Elemente werden vom Schöpfer neu gestaltet. Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Offenbarung 21,1 Die Erde wird zum neuen Paradies, zur Heimat für alle, die hineinwollten und das durch ihr Leben hier auf der Erde bewiesen haben. Eine Erde für Gottes treue Kinder, eine schönere Erde als je zuvor, eine Welt des Friedens und der Sicherheit. Eine Welt, in der Jesus und seine erlösten Kinder glücklich miteinander leben werden. Eine Welt der Liebe. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird

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DIE NEUE ERDE
abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein. Offenbarung 21, 3-7 Sei bereit, Jesus kommt bald! Siehe, ich komme bald. Selig ist, der die Worte der Weissagung in diesem Buch bewahrt. Offenbarung 22,7 Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind. Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. Selig sind, die ihre Kleider waschen, dass sie teilhaben an dem Baum des Lebens und zu den Toren hineingehen in die Stadt. Offenbarung 22, 12-14 Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen für die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern. Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst. Offenbarung 22, 16-17

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BUCHEMPFEHLUNG
Ellen G. White ... deckt die schrittweise Einschränkung unserer persönlichen Freiheit auf. Dies ist eine der gefährlichsten Erscheinungen unserer Zeit. Möchten Sie die Hintergründe dieser Bestrebungen kennenlernen? Ihr Blick wird hinter die Kulissen der Weltpolitik gelenkt. Dieses Buch enthält sowohl erschütternde Enthüllungen als auch ermutigende Prognosen über unsere Zukunft. Der große Konflikt wurde in mehr als 45 Sprachen übersetzt und von Millionen ernster Menschen gelesen. Das Buch ist aktueller denn je. 656 Seiten, Paperback

Der große Konflikt

Ellen G. White Die Autorin stellt den Weg vor, den unser Schöpfer – der Gott des Universums – gegangen ist, um seine Liebe zu seinen Geschöpfen zu verdeutlichen. Eindrucksvoll wird uns gezeigt, was im Hintergrund der Welt und unseres persönlichen Lebens alles geschieht und wo das Ziel aller Sehnsüchte ist – mit Gott vereint zu sein – in einer Heimat ohne Leid, wo es keinen Schmerz mehr gibt, und die Sünde nicht mehr existiert. 432 Seiten, Paperback

Die Geschichte der Erlösung

47.

Ein panoramaartiger Überblick der Weltgeschichte über das Erlösungsgeschehen durch Jesus Christus

Sinnfragen werden gestellt. • Wer bin ich? • Woher komme ich? Was bringt die Zukunft?

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