Ramakrishna und Brahmacharya

Inhaltsverzeichnis 1. Ramakrishna und Brahmacharya 2. Die menschliche Geburt: eine seltene Gelegenheit 3. Was ist Brahmacharya? 4. Brahmacharya und Charakter 5. Brahmacharya geht über Indiens Grenzen hinaus 6. Die sechs Schätze des Brahmacharya 7. Antworten auf einige Fragen 8. Wie man die Sinneslust besiegt 1. Ramakrishna und Brahmacharya
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"Keine Kraft kann erschaffen werden; sie kann nur gesteuert werden. Folglich sollten wir lernen, die großartigen Energien zu steuern, die bereits in unseren Händen sind. Wir sollten lernen, diese Energien, mittels unseres Willens, spirituell, anstatt sinnlich, zu nutzen. Damit wird offenbar, daß Keuschheit der Grundstein aller Sittlichkeit und aller Religion ist", sagt Swami Vivekananda (ein Schüler Ramakrishna's). Der folgende Artikel über Brahmacharya oder Enthaltsamkeit liefert ein komplettes und umfassendes Bild zu dem Thema und kann als authentische Anleitung für jeden dienen, der sich über die Enthaltsamkeit informieren möchte. Dieser Artikel erhält dadurch einen besonderen Wert, daß er von Swami Trigunatitananda, einem direkter Schüler von Sri Ramakrishna, geschrieben wurde. Er erschien zuerst 1935 im Udbodhan-Verlag, in einer bengalischen Monatszeitschrift des Ramakrishna Ordens. Jetzt ist dieser Artikel Teil des Buches „Religion and Its Practice“, das vom AdvaitaAshrama-Verlag in Kalkutta (der Hauptstadt des Bundesstaates Westbengalen in Indien) veröffentlicht wird. Es ist nicht bekannt, wer den Artikel ins Englische übersetzte. Die Untertitel im Text sind, zum besseren Verständniss, im Vedanta-Kesari-Büro hinzugefügt worden. Swami Trigunatitananda war ein im hohem Grade geachteter Mönch und bekannt für seine tiefe Gelehrsamkeit, sein Pflichtgefühl und seine enorme Energie und Ausdauer. Er war weit in Indien umhergereist und der erste Herausgeber im Udbodhan-Verlag. 1902 ging er, auf Veranlassung von Swami Vivekananda, in die USA. Er war der Kopf der Vedanta Gesellschaft in San Francisco, Nordkalifornien, und unterrichtete, bis zu seinem vorzeitigem Tod 1915, zahlreiche aufrichtige Yogaschüler.
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2. Die menschliche Geburt: eine seltene Gelegenheit

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In der Tat sagte Shankara (hinduistischer Philosoph des Advaita Vedante, etwa 788-820 n.Chr.), daß eine menschliche Geburt in der Tat sehr selten ist. Die menschliche Form ist das höchste und das Menschsein das größte Sein, weil in dieser Form allein die größte und beste Wahrscheinlichkeit liegt, Wissen und Befreiung zu erlangen. Alle anderen Geschöpfe, seien es

Götter, oder Engel, müssen zu dieser Welt zurück kommen, um Befreiung durch einen menschlichen Körper zu erreichen. Dieses ist ein seltenes Privileg unseres menschlichen Lebens, welches wir allerdings törichterweise missbrauchen. Ohne den Wert solch eines Privilegs zu schätzen, fügen wir, durch unser unüberlegtes Handeln, uns selber unermessliches Leid zu. Kann es eine grössere Ironie des Schicksals geben? Kann es einen Unwissenderen geben, als den, der diese seltene Gelegenheit zur Befreiung, mit der Beschäftigung von weltlichen Dingen vergeudet, anstatt nach Wissen zu streben? Weit entfernt von der Bemühung um Wissen, sind wir vom Gegenteil, von Unwissenheit durchdrungen. Was ist der Grund dieser Unwissenheit? Der Mensch, der einst frei von Krankheiten war, der tat, was immer er tun wollte. Er pflegt zu singen: „Ich habe keine Furcht vor dem Tod, etc.“. Davon war er vollkommen überzeugt. Warum aber wird der heutige Mensch, von tausenden Ängsten geplagt? Er wird von störenden Gedanken beunruhigt und versinkt in den abgründigen Ozean der Unzufriedenheit. Warum ist das so? Es liegt am Mangel an Enthaltsamkeit. Sollten wir uns nicht um Antworten bemühen, wie es einst die Weisen Nachiketas und Shukadeva taten? Warum findet in unserer Gesellschaft kein Nachdenken über die tieferen Gründe der weit verbreiteten Unzufriedenheit mehr statt? Es liegt daran, weil wir, durch den Mangel an Enthaltsamkeit, dieses historische Feuer, diese ursprüngliche Kraft in uns, verloren haben. Ohne Enthaltsamkeit kann nichts Großes erreicht werden. Anmerkung Leider kann sich auch die Ramakrishna-Organisation nicht von den Vorstellungen des Advaita Vedanta trennen, die im Grunde genommen auf der vedischen Philosophie beruht. Der vedischen Philosophie zufolge, wird der Mensch nach seinem Tod, entsprechend seinem Karma, im Bereich der Götter, der eifersüchtigen Götter, der Menschen, der Tiere, der hungrigen Geister oder im Bereich der Hölle wiedergeboren. Ebenso, wie der Mensch sich als die Krone der Schöpfung betrachtet und sich entsprechend gegenüber seiner Umwelt, gegenüber den Tieren und Pflanzen verhält, sieht er sich natürlich als den Mittelpunkt des Universums, dem eine ganz besondere Stellung zukommt. Leider stimmt nur sein Verhalten nicht mit diesem Anspruch überein. Sonst käme der Mensch wohl nicht auf die Idee, dass man nur als Mensch von dieser Erde aus, Befreiung erlangen könne. Vielleicht gibt es ja auf anderen Planeten weit entwickeltere Lebewesen, die vielleicht nur mitleidig auf die Menschheit herabblicken würden. Sollten wir nicht lieber die ganze Reinkarnations-Philosophie als eine mystische Marotte aus vedischer Vorzeit betrachten? Die Veden haben sicherlich manches Sinnvolle hervorgebracht. Aber nicht alles, was in vedischen Zeiten hervorgebracht wurde, erweist sich heute als sinnvoll. Oder was würdet ihr sagen, wenn man versuchen würde, das Kastenwesen und die brutale Unterdrückung der Frauen, die ja ebenfalls von den Veden hervorgebracht wurden, heute noch aufrecht zu erhalten?

Ende Anmerkung.
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3. Was ist Brahmacharya?

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Was versteht man unter Brahmacharya oder Enthaltsamkeit? Es ist die Bewahrung der sexuellen Energie. In allen Bereichen des Lebens, egal ob sie spirituell oder materiell sind, ob sie diese Welt oder eine andere betreffen, ist die Erhaltung der sexuellen Energie absolut notwendig, um Erfolg zu haben. Ohne Enthaltsamkeit wirst du weder eine vollkommene Gesundheit haben, noch Gutes für andere tun, oder Erkenntnis erlangen. Der berühmte Dr. Nichols sagte: „Geringe sexuelle Aktivität führt zu einer bemerkenswerten Zunahme der körperlichen und geistigen Vitalität und zu einer spirituellen Lebenseinstellung.“ Folglich gibt es auch keine Hoffnung auf Erfolg im Lebens, sei er materiell oder spirituell, wenn man nicht Enthaltsamkeit praktiziert. Sri Ramakrishna pflegte zu sagen: „Wenn ein Mann die Erhaltung seiner sexuellen Energie befolgt, dann spiegelt sein Intellekt das Bild von Brahman (Gott), ebenso wie ein Glas ein vollkommenes Spiegelbild ergibt, wenn man seine Rückseite mit einer Quecksilberlösung bemalt. (Seit dem Ende des Mittelalters stellte man so genannte Quecksilber-Spiegel - 75 % Zinn, 25 % Quecksilber - her. Die Herstellung dieser Spiegel wurde fast vier Jahrhunderte lang angewandt.) Der Mann, der dieses Bild von Brahman in seinem Herzen trägt, ist fähig, alles zu erreichen. Er wird in allen Tätigkeiten, die er ausübt, Erfolg haben.“ Darum ist unser Leben ohne Enthaltsamkeit nutzlos. Anmerkung: Mythologische "Wahrheiten" Es ist natürlich nicht richtig, wenn man demjenigen, der kein Brahmacharya praktiziert, jeden Erfolg im Leben abspricht. Vielleicht sollte man lieber sagen, dass demjenigen, der kein Brahmacharya praktiziert, die Tür zum Paradies verschlossen bleibt. Derjenige, der das Bild Brahmans in seinem Herzen trägt, ist natürlich auch nicht in der Lage, übersinnliche Fähigkeiten zu erwerben, auch wenn dieses immer wieder behauptet wird. Aber solche mythologischen "Wahrheiten", werden immer wieder gerne gehört und sie werden deshalb immer wieder gerne erzählt. Deshalb haben sie eine fast unbegrenzte Lebensdauer, denn Leichtgläubigkeit und Unwissenheit, sind weit verbreitet. Ich würde nicht sagen, dass unser Leben ohne Enthaltsamkeit nutzlos ist. Aber in einem Leben ohne Enthaltsamkeit fehlt die Seligkeit, die das Leben erst lebenswert macht. Es ist vom Leid gekennzeichnet. Ende Anmerkung Im Wörterbuch wird Brahmacharya als das Ashrama, der Lebensabschnitt, betrachtet, in der der Mensch sich dem Studium Brahmans und der Veden zuwendet. Die Veden werden in Indien normalerweise im Knabenalter studiert. Darum wird der erste der vier Ashramas (1. Schüler, 2.

Verheirateter, 3 Einsiedler, 4. Mönch), also der Lebensabschnitt, in dem das Kind als Schüler lebt, als das Brahmacharya Ashrama bezeichnet. Das Praktizieren des Brahmacharya Ashrama war in Indien für alle Kasten verbindlich vorgeschrieben. Besonders für die Brahmanen (Priester, Gelehrter), Kshatriyas (König, Prinz, Krieger, höherer Beamter) und den Vaishyas (Landwirt, Kaufmann, Händler). Warum wurde es für alle vorgeschrieben? Weil alle großen und edlen Qualitäten des Charakters in dieser Periode des Lebens leicht erlangt werden können. Heutzutage ist es in vielen Ländern der Welt üblich, die Kinder auf die berufliche Laufbahn vorzubereiten. Man nimmt sich kaum die Zeit, die moralischen und spirituellen Qualitäten der Kinder zu fördern. In früheren Zeiten legte man auf diese Dinge besonderen Wert. Der größte Wert wurde auf die Bildung des Charakters gelegt. Danach erfolgte die spirituelle Ausbildung. Und zuletzt erfolgte die berufliche Ausbildung. Denn jeder wusste, daß Charakter und Wissen Dinge sind, die am meisten benötigt werden. Geld und alles andere kommt von selbst, wenn man diese beiden Dinge besitzt. Charakter und Wissen sind dem Geld keineswegs untergeordnet. Man sollte diese Wahrheit keineswegs gering schätzen. Das Brahmacharya Ashrama, das Lebensstadium des Schülers, war besonders deswegen so wichtig, weil der Schüler in diesem Alter vortreffliche menschliche Qualitäten entwickeln konnte. Manu, das indische Gesetzbuch, sagt: „Um den Charakter zu stärken, sollte ein Brahmachari (Schüler) im Haus eines Gurus oder Lehrers leben und vollkommene Kontrolle über seine sinnlichen Leidenschaften gewinnen. Er sollte lernen, dem Lehrer zu dienen, die mystischen Silben (Mantras) zu wiederholen, genügsam und nachsichtig zu sein und niemanden zu verletzen.“ Dieses Lebensstadium ist die Grundlage aller weiteren Lebensstadien. Die anderen Stadien, nämlich die Zeit der Ehe, die Zeit des Einsidlers und des Sannyasin (Mönches), alle diese Stadien des Lebens, hängen völlig von der Periode des Brahmacharya (Schülers) ab. Ebenso wie ein Gebäude, dass, obwohl es groß und schön ist, instabil ist, wenn es auf einem unsicherem Fundament errichtet wurde, so können auch die Aufgaben in einem späteren Lebensabschnitt nicht mit Erfolg bewältigt werden, wenn die Periode des Brahmacharya nicht vollständig beherrscht wird. (zu deutsch: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.) Lord Krishna sagt im Bhagavata: „Wenn der Brahmachari (der Schüler, der das Brahmacharya praktiziert) wegen seiner Enthaltsamkeit, wie ein Feuer erstrahlt, wenn seine Sünden und schlechten Eigenschaften, durch die Enthaltsamkeit niedergebrannt worden sind, und er Liebe für mich (Krishna) entwickelt hat, dann wird der Lehrer ihn, in Bezug auf sein Wissen, prüfen. Sollte der Schüler diese Prüfung bestehen, so nimmt er mit der Erlaubnis des Lehrers ein reinigendes Bad, und dann kann dieser gute Spross, frei nach seiner Wahl, in das Leben eines Familienvaters, eines Einsiedlers oder unverzüglich zum vierten Lebensstadium, in das Leben eines Sannyasin (Mönches), überwechseln.“ Wir sehen also, dass alle Schüler das Stadium des Brahmacharya durchlaufen haben.

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4. Enthaltsamkeit und Charakter

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Enthaltsamkeit erzeugt solch eine große Energie, die so wertvoll, so notwendig ist für alle, daß sie nicht nur auf das erste Stadium des Lebens, auf die Zeit des Schülers, begrenzt werden sollte. Es ist falsch, zu denken, daß die Enthaltsamkeit nur im Knabenalter wichtig ist. Die Enthaltsamkeit sollte nicht nach dem Vermitteln des Grundwissens des Lebens an den Schüler beendet werden; sie sollte nicht mit dem Erklimmen des ersten Schrittes auf der Lebensleiter abgeschlossen sein. Sie ist für das ganze Leben von Bedeutung. Ohne Brahmacharya ist es unmöglich, einen anständigen Charakter zu bilden. Ebenso ist es unmöglich, ein Gebäude ohne Mörtel zu errichten. Genauso wie ein bestimmter Teil eines Gebäudes wackelt, wenn die Stärke des Mörtels geschwächt ist oder verloren ging, so ist auch der Teil unseres Lebens Gefahren ausgesetzt, wo es an Stärke von Brahmacharya mangelt. Die Qualitäten, die im ersten Stadium des Lebens geübt werden, sind ebenfalls in allen weiteren Stadien des Lebens erforderlich. Sogar im Leben eines Familienvaters, ist Brahmacharya von großen Wert. Dieses gilt selbstverständlich auch in den übrigen zwei Lebensstadien (Einsiedler, Mönch). Ohne Brahmacharya ist es unmöglich, das Leben eines Familienvaters entsprechend den Pflichten der heiligen Schriften zu führen. Ohne Selbstkontrolle können Verheiratete ihre Ideale nicht verwirklichen. Sri Ramakrishna wendete sich an alle, dabei waren die Familienväter nicht ausgenommen, und sagte: „Mache zuerst die Erfahrung des Einsseins mit dir selbst und dann erledige deine Pflichten. Suche zuerst festen Halt bei Gott und dann lass' dich treiben. Fixiere den größeren Teil deines Verstandes auf Gott und erledige mit dem Rest deines Verstandes die täglich anfallenden Pflichten.“ Mit diesen und vielen anderen schönen Gleichnissen, pflegte er den Verheitateten beizubringen, wie sie ihr Leben führen sollten. Es ist ratsam, als Verheirateter nach diesen Anweisungen zu leben. Deshalb ist Brahmacharya die erste Sache, die erforderlich ist. Anmerkung: Glauben Sicher wird sich derjenige der gläubig ist, auf Gott konzentrieren. Aber nicht jeder ist gläubig und nicht jeder möchte sich auf Gott konzentrieren. Der Weg mit Gott, ist ein möglicher Weg. Der Weg ohne Gott, ein anderer. Da aber niemand weiß, ob es wirklich einen Gott gibt, ist mir persönlich der zweite Weg der ehrlichere. Weiter ist anzumerken, dass Verheirateten nach den Vorstellungen des Varnashrama-Dharma, welches einerseits die Kastenzugehörigkeit (Varna) und andererseits die 4 Lebensabschnitte (Ashrama) beschreibt, das auf den Veden beruht, ist der Geschlechtsverkehr zwischen Eheleuten keineswegs verboten. Er sollte allerdings nur zur Zeugung des Nachwuchses praktiziert werden.

Ende Anmerkung. Zuallerst ist also eine Kontrolle der Sinne erforderlich. Man sollte lernen, die Sinne durch den Willen zu zügeln. Mit anderen Worten, du solltest perfekte Selbstkontrolle beherrschen. Dies ist der Grund, warum einige den Lebensabschnitt der Verheirateten, als den schwersten Lebensabschnitt bezeichnen. Es ist in der Tat ein sehr reiner Lebensabschnitt. Er ist nichts für Rohlinge, sondern für die, die rein im Herzen sind und das Brahmacharya perfekt meistern. Für die menschlichen Rohlinge hat der Lord keinen Ashrama (Lebensabschnitt) vorgeschrieben. In keiner heiligen Schrift ist aber zu lesen, dass der Verheiratete die Zügel schleifen lassen sollte, um seinen Leidenschaften zu frönen. Stelle dir für einen Moment vor, wie rein der Lebensabschnitt der Heiligen und Mönche und sogar der des Lords ist, und in welcher Reinheit sie wiedergeboren werden. Welch eine große Vorsicht müssen sie ausüben. Es kann kein Wohlergehen ohne Brahmacharya geben, weder für einen Yogaschüler, noch für einen Verheirateten, einen Einsiedler im Wald oder für einen Bettelmönch. Ohne Brahmacharya wird es in der Gesellschaft weder Wohlergehen noch Frieden geben.
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5. Brahmacharya geht über Indiens Grenzen hinaus

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Es ist nicht nur in Indien oder im Hinduismus so, daß Brahmacharya so hervorgehoben wird und solch einen großen Einfluß hat. Alle Länder und alle Religionen der Welt preisen sie. In der antiken Zeit wurde die Enthaltsamkeit aber nicht in anderen Teilen der Welt beobachtet. Es waren die vedischen Rishis (Seher, Weisen, Seher deshalb, weil sie die vedischen heiligen Schriften angeblich "direkt von Gott" übermittelt bekamen, weil sie also "Gott gesehen" hatten.), die das Brahmacharya zuerst in Indien praktizierten. Anmerkung: Pythagoras Mit der Antike wird die Epoche des Altertums im Mittelmeerraum etwa zwischen 1.200 v.Chr. und 600 n.Chr. bezeichnet. Im engeren Sinne bezeichnet man mit der Antike die Geschichte des klassischen Griechenlands und des römischen Reiches, das nach dem ersten Jahrhundert nach Christus eine politische und kulturelle Einheit bildete. Insofern ist die Aussage nicht richtig, dass allein die indischen Rishis das Brahmacharya (Zölibat) in der Antike praktizierten. Erinnern wir uns daran, dass der jüdische Weisheitslehrer Jesus Sirach sich bereits 180 Jahre vor Christus für ein Zölibat im Judentum aussprach. Es ist auch bekannt, dass die Anhänger des griechische Philosophen Pythagoras im Zölibat lebten. Pythagoras reiste etwa 600 Jahre vor Christus, wie ein Tramper in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts, 40 Jahre lang durch die Weite des Mittelsmeerraumes, um Wissen von Mystikern und Priestern zu erwerben. Er hielt sich in Ägypten auf, tauchte dann in die

schamanistischen Gebiete Asiens ein, reiste zu den Magiern in Persien (Iran) und Arabien und schließlich nach Indien, wo gerade zwei neue Upanishaden (heilige Schriften) in den Wäldern wiederentdeckt worden waren, und in dem der zwanzig Jahre jüngere Buddha seine Lehren verbreitete. Wieder in Griechenland angekommen verordnete Pythagoras seinen Anhängern zahlreiche Regeln. So durften die Pythagoräer zum Beispiel kein Fleisch, keinen Fisch und keine Bohnen essen, da in Bohnenkernen, nach Ansicht Pythagoras, menschliche Seelen reinkarnieren. Diese Ansicht soll damit zusammenhängen, dass Bohnenkerne, in der Form menschlichen Föten ähneln. Ausserdem sollten sie keinen Wein trinken. Die Anführer mussten im Zölibat leben, sollten Wollkleidung vermeiden und weiße Leinenkleidung tragen, weil Wollkleidung aus tierischen Produkten hergestellt ist. Ende Anmerkung In der Prashna Upanishad, einer heiligen indischen Schrift, steht, das einst sechs Rishis, nämlich, Sukesha Bharadwaja und fünf andere, die alle ihr Leben Brahman geopfert hatten, zu Rishi Pippalada kamen, um von ihm das höchste Wissen zu erwerben. Rishi Pippalada aber forderte sie auf, für ein Jahr das Brahmacharya zu beachten, dann werde er ihnen das höchste Wissen vermitteln. In einer anderen heiligen Schrift, dem Chhandogya Upanishad, wird von einem Dialog zwischen Indra (Kriegsgott), Virochana (Anführer der Dämonen, Sinnbild der Sinneslust) und Brahma berichtet, in dem Brahma Indra das Wissen von Brahman unterrichtete, nachdem er ihn gebeten hatte, 101 Jahre hindurch das Brahmacharya zu beachten. In der Spätantike verbreitete sich die Idee des Brahmacharya von Indien aus nach Ägypten und mit Beginn des Neoplatonismus nach Griechenland unter den Pythagoräern aus. Zu einem etwas späteren Zeitpunkt, breitete sich die Idee der Enthaltsamkeit auch in den Ländern Europas aus. Von Indien ausgehend verbreitete sich die Idee des Brahmacharya auch in verschiedenen Ländern Asiens. Die Perser übernahmen sie direkt aus Indien. Die Buddhisten trugen sie weit in die Welt hinaus. Die Essener übernahmen das Brahmacharya von den Buddhisten und die Christen (Juden) übernahmen es teilweise von den Neoplatonisten und den Essenern. Die Christen wiederum verbreiteten es in vielen Ländern. Alle Länder, in denen das Brahmacharya praktiziert wurde, brachte große Männer nervor. Niemand hat seinem Land und der Welt größere Dienste erwiesen, als die Männer, die das Brahmacharya praktizierten. Wir können St. Paul und den englische Physiker, Mathematiker, Astronomen, Theologen und Philosophen Sir Isaac Newton, der die Gravitation (Erdanziehung) entdeckte und damit den Grundstein für die klassische Mechanik legte, als Beispiele nehmen. Darum sage ich, daß die, die etwas gutes für sich selbst oder für ihr Land tun möchten, ungeachtet ihres Alters, Brahmacharya praktizieren sollten. Anmerkung: St. Paul

Wenn ich das richtig sehe, verbirgt sich hinter St. Paul der Apostel Paulus, mit bürgerlichem Namen Paulus von Tarsus (hebräisch: Saulus). Paulus war griechisch gebildeter Jude und Sohn vermögender jüdischer Eltern mit römischem Bürgerrecht. Er erlernte den Beruf seines Vaters als Zeltteppichweber und war Anhänger der glaubenstreuen jüdischen Gruppe der Pharisäer, ein jüdischer Theologe im Laienstand. Zu seiner weiteren theologischen Ausbildung ging er nach Jerusalem. Er war Jesus von Nazareth nie begegnet und hatte als gesetzestreuer Pharisäer zunächst die Anhänger Jesus verfolgt, weil er glaubte, es handele sich um eine jüdische Sekte, die vom Gesetz abwich und deshalb zerstört werden müsse. Die Bibel erzählt, Paulus habe im Jahr 35/36 n.Chr. beim Tod des Stephanus, dem ersten christlichen Märtyrer, der zu Tode gesteinigt wurde, die Kleider der Steiniger bewacht. Paulus (Saulus) erhiet den Auftrag, in Damaskus weitere Christenverfolgungen zu leiten, aber eine wunderbare Begegnung mit dem auferstandenen Christus vor Damaskus veränderte sein Leben von Grund auf. Paulus selbst bezeichnete dieses Ereignis nicht als Bekehrung, sondern als Offenbarung von Jesus Christus. Von der übermächtigen Erscheinung Christi getroffen, fiel Saulus zu Boden und wurde - erblindet - nach Damaskus geführt. Ananias heilte ihn und taufte ihn, er wurde Christ, Apostel und Missionar, predigte in der Synagoge von Damaskus und wurde bald schon selbst verfolgt; Freunde halfen ihm, im Jahre 38 in einem Korb über die Stadtmauer zu entfliehen. Weiteres aus dem Leben Paulus im Heiligenlexikon. Ende Anmerkung Anmerkung: Jesus und die Essener Heute ist es unter Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Theologie eine allgemein akzeptierte Tatsache, dass Jesus Christus der Gemeinschaft der Nazarener angehörte, welche ein Zweig der Essener Glaubensgemeinschaft war (aus diesem Grunde müsste sein Beiname "Jesus von Nazareth" korrigiert werden zur wohl richtigeren Bezeichnung "Jesus der Nazarener", da zudem keinerlei Hinweise gefunden werden können, dass ein Dorf namens Nazareth in Jesus' Tagen existierte). 1974 wurden in den Höhlen der Quaratania-Bergen über dem Toten Meer Pergamenthandschriften und Papyrusrollen entdeckt, welche nachweisliche Überreste einer großen Schriftensammlung dieser religiösen Gemeinschaft der Essener sind. Obwohl die Schriften bis heute noch nicht vollständig übersetzt und ausgewertet worden sind, kann man eine große Ähnlichkeit zwischen der Lehre der Essener und der Lehre Jesu finden. Die Essener sagten sich vom Tempel und seinem Opferdienst los. Sie lebten meist ehelos in Klostergemeinschaften zusammen und mussten sich vielen Reinheitsvorschriften unterziehen. Voll Eifer in einem Leben des Gebetes, der Enthaltsamkeit und der Arbeit erwarteten sie die nahe Ankunft des Messias. War Jesus also einer der ersten jüdischen Mönche (Yogis)? Quellen: yoga-vidya journal

Die Essener Ende Anmerkung.
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Anmerkung: Jesus Sirach Es wird zwar immer wieder gesagt, dass die Enthaltsamkeit im Judentum und im Islam keine Bedeutung hätten. Das ist aber nicht richtig. Erinnern wir uns an die Worte die der jüdische Weisheitslehrer Jesus Sirach, der sich für ein Zölibat im Judentum aussprach, sagte. Das Buch von Jesus Sirach ist ein Buch der Weisheitsliteratur, das ungefähr 180 v.Chr. von dem in Jerusalem lebenden Juden Jesus ben Eleazar ben Sira auf hebräisch verfasst wurde. Obwohl das Buch nicht in den jüdischen Kanon aufgenommen wurde, wird es im Talmud zitiert, was die Hochschätzung des Buches durch die Rabbiner bezeugt. Es ist Teil der Septuaginta, der altgriechischen Übersetzung des hebräischen Alten Testaments und die älteste durchgehende Bibelübersetzung überhaupt, und wird von Katholiken und orthodoxen Christen, jedoch nicht von Protestanten und den meisten freikirchlichen Christen, als Teil der Bibel angesehen. Jesus Sirach schreibt: Jesus Sirach 23, 16-18 : „Zwei Gruppen von Menschen häufen die Sünden, drei ziehen den Zorn herbei: Leidenschaftliche Begierde, sie brennt wie Feuer und erlischt nicht, bis sie sich verzehrt hat; der Mensch, der am eigenen Leib Unzucht treibt und nicht aufhört, bis das Feuer verglüht; der Wollüstige, dem jedes Brot süß schmeckt, der nicht aufhört, bis er tot ist; der Mensch, der Ehebruch treibt auf seinem Lager, der bei sich denkt: Wer sieht mich?“ An diesem Beispiel kann man erkennen, wie die Heiligen Schriften oftmals durch den Zufall entstehen. Hätte man die Weisheiten des Jesus Sirach mit in den jüdischen Kanon aufgenommen, dann sähe der Talmud und mit ihm die Bibel heute anders aus. Dann wäre die Enthaltsamkeit ein selbstverständlicher Bestandteil dieser heiligen Schriften. Es wäre also interessant, zu erfahren, warum man diese Weisheiten nicht mit in den jüdischen Kanon aufgenommen hat. Ende Anmerkung Anmerkung: Der Sufismus Im Islam gibt es die Bewegung der Sufis, den Sufismus, wobei betont wird, dass die Sufis eigentlich unabhängig von einer Religionszugehörigkeit sind und diese Bewegung schon weitaus älter ist als der geschichtliche Islam. Die Sufis selber betonen jedoch, dass sich der Sufismus zu seiner vollen Blüte erst ab dem Auftreten des Propheten Mohammed entwickelt hat. Die ersten Sufis sollen aus dem Jemen kommen, wo sie in der Wüste gelebt haben sollen. Die meisten Sufis bewegen sich aber innerhalb des

orthodoxen Islams von Sunna und Schia und sind somit entweder Sunniten oder Schiiten. Ihr Weg folgt vier Stufen, die auf die Prägung aus dem indischen Raum verweisen; bis heute ist jedoch offen, wie und in welche Richtung diese Beeinflussung historisch verlief: 1. Auslöschen der sinnlichen Wahrnehmung. 2. Aufgabe des Verhaftetseins an individuelle Eigenschaften. 3. Sterben des Ego. 4. Auflösung in das göttliche Prinzip. Das oberste Ziel der Sufis ist, Gott so nahe zu kommen wie möglich und dabei die eigenen Wünsche zurückzulassen, wobei der Suchende danach strebt, die Wahrheit schon in diesem Leben zu erfahren und nicht erst auf das Jenseits zu warten. Dies spiegelt sich klar in dem Prinzip "zu sterben bevor man stirbt" (Wiedergeburt im jetzigen Leben) wieder. Hierzu versuchen die Sufis, die Triebe der niederen Seele bzw. des tyrannischen Ego so zu bekämpfen, dass sie in positive Eigenschaften umgeformt werden. Auf diese Weise kann man einzelne Stationen durchlaufen, deren höchste die reine Seele ist. Diese letzte Stufe bleibt jedoch ausschließlich den Propheten und den vollkommensten Heiligen vorbehalten. Die Sufis suchen durch tägliche regelmäßige Meditation Gott nahe zu kommen oder mit Gott bereits im irdischen Leben eins zu werden. Kommen Sufis einem solchen Zustand nahe, geraten sie oft in Trance. Ein bekanntes Beispiel für Trancezustände bei Sufis sind die so genannten drehenden Derwische aus Konya in der heutigen Türkei, die sich um ihre eigene Achse drehen und dadurch in Trance geraten. Während iher Meditation (Anrufung Gottes) rezitieren die Sufis immerwährend, wie bei der Mantrameditation, bestimmte Stellen aus dem Koran und eine bestimmte Anzahl der göttlichen Attribute (im Islam: 99). Vor allem Osho übernahm in seinen auf den westlichen Menschen zugeschnittenen Mediationen und Therapien zahlreiche Elemente aus dem Sufismus. So ist seine für alle Sannyasins vorgeschriebene Dynamische Mediation eine Kombination sufischer Techniken. Bei der Dynamischen Mediation praktizieren die Sannyasins sufische Techniken wie kathartisches Atmen, stossweise Intonierung der Silbe "Hu" ("HU" gilt den Sufis als besonders mächtiger Name Gottes) sowie der anschliessenden StopTechnik, bei der die Initianten für einen längeren Zeitraum regungslos verharren müssen. Auch beim "Sufi-Whirling" übernehmen die Sannyasins die sufische Technik des Kreistanzes, um ihr Bewusstsein zu klären. Wie bereits in den vorhergehenden Kapiteln angedeutet wurde, war die Askese eines der zentralen Mittel, von dem sich die Sufisten einen Einblick in das Wesen Gottes erhofften, da diese Lebensweise sie automatisch von allen weltlichen Belangen und Problemen loslöste und sie sich somit ganzzeitlich dem Gottesgedenken widmen konnten. Das Sichbefreien von allen weltlichen Gegenständen ging laut Schimmel (Schimmel, Annemarie: Mystische Dimensionen des Islam. Die Geschichte des Sufismus. Köln: Diedrichs. 1985.) soweit, daß sich die Sufisten - bis auf die in den Regeln für die rituelle Reinheit vorgeschriebenen religiösen Waschungen - niemals

wuschen, und mit Stolz auf ihren Schmutz und ihre vor Ungeziefer starrenden Kleider blickten; die Verwendung von Steinen als Kopfkissen oder - als extremeren Schritt - das Sichenthalten von jeglichem Schlaf sind Beispiele für die totale Ablehnung von weltlichem "Luxus" seitens der sufistischen Heiligen. Die Blütezeit der asketischen Strömung innerhalb des Sufismus kann man laut Schimmel im 9. Jhd. ausmachen, hier entstanden auch erste theoretische Schriften über die richtige Praxis und den Sinn und Zweck der Askese. So schildert eine von einem Mann namens Ibrahim stammende Definition die in drei verschiedenen aufeinanderfolgenden Stufen erfolgende Abkehr von der Welt und die Zuwendung zum totalen Gottesgedenken folgendermaßen: im ersten Schritt erfolgt die Aufgabe der Welt, im zweiten die Aufgabe des Glücksgefühls, das aufgrund der Erfüllung des ersten Schritts im Sufisten aufgekommen war und im dritten Schritt erreicht man einen "Zustand, in dem der Asket die Welt für so unwichtig ansieht, daß er sich nicht mehr um sie oder die eigene Weltabkehr kümmert". - Warum lehnten die Sufisten überhaupt jeglichen weltlichen Luxus ab? Diese Frage kann man in ganz ähnlicher Weise beantworten, wie die Frage danach, warum die Sufisten weltliches Wissen ablehnten: Alle Dinge des täglichen Lebens sind eine Last für den wahren Gläubigen, da sie ihn von dem absoluten und immerwährenden Gottesgedenken abhalten und damit wie im 9. Jhd. ein Mann namens Bishr glaubte - einen "Schleier zwischen Gläubigen und Gott bilden"; mit weltlichem Luxus - oder schlimmer noch eindeutig sündigem Verhalten ist eine wahre Gotteserkenntnis unmöglich. Vermutet man jetzt jedoch, die Sufisten hofften in einem nach dem Tode beginnenden Leben in einer Art Paradies ungehemmt den von Gott dort zur Verfügung gestellten Luxus - quasi als Entschädigung für ihr irdisches Entsagen - genießen zu können, irrt man: die Sufisten leugnen zwar die Existenz eines von Gott geschaffenen Paradieses - ebenso wie die Existenz der Hölle - nicht, das Gelangen zu diesem Ort ist jedoch nicht das Ziel einen wirklichen Sufisten, da dieser Ort - weil "geschaffen" - nicht mit Gott identisch ist und der wahre Sufi erst dann am Ziel ist, wenn er Eins geworden ist mit seinem Herrn: "Wenn er deine Sinne mit Paradies und Huris füllt, dann wisse, daß er dich fern von sich hält." Dabei bedeuten die Huris Jungfrauen im Paradies, die nach islamischem Glauben zur Belohnung der Seligen dienen. Vielfach wird dabei eine Anzahl von 72 angenommen.. Sie stehen also für die erotische Lust im Paradies. Eine der Askese ganz ähnliche Funktion hat auch das Zölibat in der sufistischen Lehre: Obwohl der Prophet ursprünglich seine Anhänger immer dazu angehalten hatte, "Familien zu gründen, herrschte unter den frühen Asketen eine Vorliebe für das zölibate Leben": ebenso wie im weltlichen Wissen und im irdischen Luxus erblickten die Sufisten im Familienleben eine Gefahr, die sie von Gott entfremden könne, da einem verheirateten Menschen immer ein guter Teil seiner Zeit, nämlich der, den er mit der Versorgung seiner Familie zubringen muß, an der totalen Gottergebenheit fehlt und er sich somit nicht absolut der Gläubigkeit hingeben kann. Außerdem stand das Heiraten und Gründen von Familien immer in dem

Ruf, eine Art "legalisierte Sünde" zu sein; das Familienleben war so eines der "größten Hindernisse auf dem mystischen Pfad". Die sehr negative Einstellung zur Familie ging bei manchen Sufis soweit, daß sie den Tod eines nahen Verwandten als glückliches Zeichen von Gott auffaßten und sich sogar über den Tod der eigenen Kinder freuten. Zölibates Leben ist ein Ausdruck der Gläubigkeit, den sowohl männliche als auch weibliche Sufisten praktizieren konnten; anders sah es jedoch mit der im Islam - und damit auch im Sufismus - weit verbreiteten Abscheu gegen alles Weibliche aus, eine Tatsache, die sicher nicht in direktem Zusammenhang mit der tiefen Religiosität zu sehen ist sondern wahrscheinlich einen mehr sozial-ideologischen Hintergrund hatte und noch immer hat: Beispielsweise berichten viele Überlieferungen, wie schrecklich das Eheleben - oft bedingt durch die reine Anwesenheit der Frau - doch sei und wie "frech, unerzogen, redselig" und damit unnütz die Frau sei. Noch extremere Sichtweisen finden sich in den Darstellungen, wo Heilige es vermeiden, mit Dingen in Berührung zu kommen, die bereits von einer Frau berührt wurden oder wo alle weltliche Verdorbenheit und Sündhaftigkeit umfassend mit dem Begriff "Frau" identifiziert wird. Ausnahmen von dieser Regel der Verdammung alles Weiblichen finden sich im Islam und auch im Sufismus nur sehr wenige, zwei der bekanntesten und verehrtesten Frauen innerhalb der islamischen Welt sind die in sexueller Hinsicht unberührte Maryam (die Maria der Christen) und die Heilige Rabi'a al-Adawiyya. Ein sehr einflussreicher früher Sufi war der Asket Hasan al-Basri (642–728 n.Chr.). Seine Vorstellung von einem spirituellen Leben waren: wenig Schlaf, sich weder über Hitze noch über Kälte zu beklagen, keinen festen Wohnsitz zu haben und stets zu fasten. In Basra (im heutigen Irak) lebte und wirkte Rabia al-Adawiyya (etwa 714-801 n.Chr.), eine der bedeutendsten weiblichen Sufi-Heiligen. Es wird angenommen, dass sie nie einen Lehrer hatte und sie wird als eine „trunkene Gottesliebende“ bezeichnet, die als eine strenge Asketin lebte: zum Trinken und für ihre rituellen Waschungen soll sie einen zerbrochenen Krug, eine alte Schilfrohrmatte zum Liegen und einen Flussstein als Kopfkissen verwendet haben. Im 9. Jahrhundert war Dhu'n-Nun al-Misri († 859) einer der ersten Sufis, der eine Theorie über „Fana“ (arab. für Auflösung) und „Baqa“ (arab. für Bestehen) entwickelte, eine Lehre über die Vernichtung bzw. Auflösung des Selbst. Außerdem formulierte er die Theorie von Ma'rifa (intuitive Gotteserkenntnis). Bayazid Bistami (803-875 n.Chr.), aus Bistam in dem heutigen Iran, hielt vor allem die Liebe für das Wichtigste, um die Einheit mit Gott zu erreichen. Darüber hinaus erlangte er den Zustand von absolutem Einssein mit dem Schöpfer durch strenge Selbstkasteiung und Entbehrungen. Ein wichtiger Vertreter des Sufismus ist al-Ghazali († 1111). Er war einer der ersten Perser (Iraner), der seine Ideen zu einem mystischen System ordnete. Der ursprüngliche Rechtsgelehrte erkannte eines Tages, dass er nur durch eine der Welt entsagende Lebensweise wirklich zu Gott finden könne. Er gab deshalb seinen Lehrstuhl an der Universität in Bagdad auf, um als wandernder Derwisch viele Jahre in der Abgeschiedenheit zu verbringen.

Der Lehre al-Ghazalis gemäß besitzen die Menschen in ihrer Brust ein "feinstoffliches Herz", das in der Welt der Engel beheimatet ist. Dieses Organ ist in der grobstofflichen Welt im Asyl und weist den Menschen den Weg ins Paradies zurück. Dass der Sufismus innnerhalb des Islams größte Schwierigkeiten hatte, und heute noch hat, liegt zum einen darin, dass die lebensfrohen Tänze den orthodoxen Islamisten immer schon ein Dorn im Auge waren. Ausserdem fand die asketische Lebensweise der Sufisten nicht die Zustimmung der Islamisten. So ist z.B. von Mohammed bekannt, dass er einen Harem von neun Frauen und drei Konkubinen. (Beischläferinnen, Prostituierte) hinterließ. Loveparade für Allah: Viele (Sufi-)Mystiker des Spätmittelalters bis in die Anfänge dieses Jahrhunderts waren geradezu Sozialrevolutionäre, die den leibeigenen Bauern gegen die Willkür der Feudalherren zur Seite standen. Ihre Waffen waren Spott und Ironie, mit denen sie die Herrschenden in ihren Gedichten karikierten. Gewalt oder politische Aktion haben sie immer abgelehnt. Ihr Medium ist traditionell die Musik, die vielfach an Heiligengräbern aufgeführt wird, teilweise seit Jahrhunderten zu immer denselben Zeiten am selben Ort. "Doch als spirituelle Kraft ist der Sufismus tot", glaubt Nabi Baksh Balosh. "Er ist nicht länger eine Quelle geistiger und religiöser Erneuerung. Die Bevölkerungsexplosion, die Urbanisierung (die Verstädterung) und die Landflucht (in die Städte), auch das grassierende Analphabetentum haben in den letzten Jahrzehnten die Profanierung (die Entweihung spiritueller Werte) und Instrumentalisierung religiöser Mystik bewirkt. Gleichzeitig befindet sich der islamische Fundamentalismus im Aufwind. Früher fühlte sich die intellektuelle Elite vom Sufismus angezogen. Heute ist er in erster Linie eine Ausdrucksform des Subproletariats (der sozialen Unterschichten)." Der richtige Dreh: Als Keimzelle für Verschwörung und Revolte galt der Orden (der Sufis in der Türkei). Kemal Atatürk, der Vater des modernen türkischen Staates, ließ Klöster und Tekkes (Versammlungsorte) 1928 schließen. Mit den schwarzen Holzgefäßen an einer silbernen Kette haben Derwische (genau so wie die indischen Mönche) früher Almosen erbettelt. Nun noch eine Anmerkung zum Tanz der Sufis (Derwische), dem SemaRitual: Sema erfordert Disziplin. Traditionell wurde er mit Hilfe eines Holzbretts erlernt: Aus dessen Mitte ragte ein Metallstift, den man sich zwischen die Zehen schieben musste. Wer sich ohne Unterbrechung 1001-mal um den Stift drehen konnte, durfte am Sema-Ritual teilnehmen. Hasan Dede hat die Regel abgeschafft. »Aber am Anfang ist Sema dennoch ein Kampf«, sagt Carole. Manche müssen sich übergeben, so schwindelig wird ihnen. Nur wer regelmäßig trainiert, erreicht Anmut und Leichtigkeit in der Bewegung.

»Und wenn dann noch die Seele bereit ist, Gott in uns zu entdecken, wird der Tanz zur Ekstase.« Sheikh Hasan Dede ist kein akademisch geschulter Korangelehrter, sondern pensionierter Gürtelmacher. Ein Sufi solle danach streben, niedere Triebe abzulegen und das Herz für die Liebe Gottes zu öffnen, predigt er. Sufismus I Sufismus II Geschichte des Islam Ende Anmerkung.
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6. Die sechs Schätze des Brahmacharya

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Man sollte nicht denken, daß Brahmacharya nur von religiösen Menschen beachtet werden sollte. Brahmacharya ist unabhängig von Glauben und Religion. Es ist auch unabhängig davon, ob jemand an die Seele, die Wiedergeburt oder an die Veden glaubt. Im Brahmacharya sind folgende „sechs Schätze“ enthalten: 1. Sinneskontrolle 2. Verstandeskontrolle 3. Nachsicht 4. Enthaltsamkeit 5. Vertrauen 6. Konzentration Diese sechs Schätze sind auch für den von höchstem Wert, der nur an sein eigenes Wohl oder an das Wohlergehen seines Landes interessiert ist. Dieses gilt sowohl für materialistisch orientierte Menschen, als auch für Menschen, die nicht nach der Erleuchtung streben oder an das Jenseits glauben. Diejenigen unter den Materialisten, die es zu Ruhm und Ansehen gebracht haben, haben eine sehr hohe Meinung von diesen „sechs Schätzen“. Besitzt jemand einen dieser sechs Schätze nicht, dann wird er nicht in der Lage sein, etwas Großes in seinem Leben zu erreichen. Wie viele Wohltaten verdankt die Menschheit nicht den Menschen, die die Kontrolle über ihre Sinne und ihren Verstand besassen? Selbst ein Kaiser ist arm wie ein Bettler, wenn er nicht diese sechs Schätze erworben hat. Ein wohlhabender Mann ist stets um sein Vermögen besorgt. Aber der Besitzer dieser sechs Tugenden ist grösser als ein Monarch. Er wird sogar von den Göttern verehrt. Er wird von Glück und Zufriedenheit durchströmt. Aus der Fülle dieser von ihm erworbenen sechs Schätze, kann er sie freigiebig an andere verschenken. Was könnte mehr Freude bereiten? In Zeiten der Gefahr entfliehen die Reichen ihrem Leben. Sie überlassen ihre Freunde und Verwandten ihrem Schicksal. Diejenigen aber, die im Besitz dieser sechs Schätze sind, verbringen ihre Tage ohne die geringste Spur von

Furcht. Sie ermuntern sie und bieten anderen ihre Hilfe an. Diejenigen, die das Brahmacharya verwirlicht haben, leisten ihrem Land wertvolle Dienste und werden dafür geachtet und geliebt. Es sind in der Tat, gesegnete Menschen.
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7. Antworten auf einige Fragen

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Es wird mitunter der Einwand erhoben, dass die weltabgewandten Brahmacharins oder Mönche, gegen die Gebote des Herrn verstossen, da sie nicht heiraten und das Leben eines Familienvaters führen. Seit Beginn der Schöpfung sind zwei Wege zum Erreichens Gottes bekannt, nämlich durch zurückgehaltenen Genuss und komplette Entsagung. Der Herr hat es so gewollt. Die Veden sagen, wann immer der Wunsch nach Entsagung kommt, sollte man auf die Welt verzichten und ein Mönch werden, egal, ob vor oder nach der Hochzeit. „Man sollte zur höchsten Reise antreten (d.h. man sollte ein Mönch, ein Sannyasin, werden), sogar vom ersten Lebensstadium, dem Stadium eines Schülers, an, aber auch vom Stadium eines Haushälters (Verheirateten), oder vom Stadium eines Waldeinsiedlers, aus. Man sollte von dem Tag an, die höchste Reise antreten, an dem man vom Geist der Entsagung ergriffen wird.“ Sanaka, Sananda, Sanatana, Sanatkumara, Shuka und andere, waren von Geburt an Mönche. Einige könnten sagen, daß man dann, wenn man auf die Welt, auf die Heirat und auf das Zeugen von Kindern verzichtet, man nicht von der natürlichen Schuld freigesprochen ist und keine Befreiung erlangen kann. Aber im Bhagavata (11.5.41) sagt Karabhajana zu Janaka: „Der Mann, der alle seine Aufgaben und Pflichten aufgibt und sich von ganzem Herzen zur Anbetung Gottes bekennt, hat keine Schuld auf sich geladen, weder gegenüber den Göttern, noch gegenüber den Rishis (Weisen), der Familie, den Verwandten oder anderen gegenüber.“ Im Mahabharata (167.26) sagt der Weise Narada zu Shukadeva: „Ohne zu heiraten, sei der Herr deiner Sinne.“ Jesus sagt in Matthäus 19,12 : „Denn einige sind von Geburt an zur Ehe unfähig; andere sind von Menschen zur Ehe unfähig gemacht; und wieder andere haben sich selbst zur Ehe unfähig gemacht, um des Himmelreiches willen. Wer es fassen kann, der fasse es!“ Anmerkung: Man mag früher der Meinung gewesen sein, man könne Befreiung nur in der Einsamkeit erlangen, so sieht man dieses heute anders. Niemand braucht in den Wald, ins Kloster oder in die Einsamkeit zu gehen, um Erlösung zu erlangen. Dies ist auch möglich, wenn man den Weg der Kontemplation und Entsagung ins normale Leben integriert. Man kann also weiterhin in der Famile leben, einer geregelten Arbeit nachgehen, sich um seine Kinder kümmern, aber man sollte sich auch Zeit für seine spirituelle Praxis nehmen. Ich halte dieses für viel besser und mutiger, weil man dadurch

seine spirituellen Fortschritte viel besser beobachten und erkennen kann. Ist der Weg in die Einsamkeit nicht auch immer eine Flucht aus der Welt, aus der Realität, der man nicht gewachsen ist? Es spricht aber auch nichts dagegen, sich zeitweise an einen Ort der Ruhe, der Besinnung, zurückzuziehen, um neue Anregungen zu sammeln und sich von den Anstrengungen des Alltags zu erholen. Ende Anmerkung

Einige glauben, daß man dann, wenn man ein zölibatäres Leben führt, zu vielen Krankheiten neigt. Das ist falsch. Dr. Nichols sagt: „Es ist eine medizinische, eine physiologische Tatsache, daß das beste Blut im Körper die Elemente der Fortpflanzung (Eizellen, Spermien) bilden, und zwar in beiden Geschlechtern. In einem reinem und geordneten Leben, ist dieser Prozess gedämpft. Das Blut bleibt im Kreislauf, um Gehirn- und NervenZellen, sowie Muskelgewebe zu bilden. Das Leben des Mannes, bei dem das Blut weiterhin von seinem Körper aufgenommen wird und nicht zur Produktion neuer Keimzellen benötigt wird, macht ihn männlich, stark, tapfer und heldenhaft.“ (dies gilt im übertragenen Sinne ebenfalls für die Frau) Wenn dieses Blut aber für die Samenproduktion vergeudet wird, verweichlicht der Mann, es macht ihn schwach und unentschlossen. Es schwächt ihn intellektuell und physisch. Er wird ein Opfer sexueller Begierden. Er neigt zu krankhaften und depressiven Empfindungen, zu psychosamatischen Erkrankungen, zu einem bemitleidenswertem Nervensystem, zur Epilepsie, zu psychischen Auffälligkeiten und sogar zum Suizid (Tod). Im Jnana-Sankalini Tantra sagt Shiva: „Den Körper zu quälen ist keine Entbehrung. Brahmacharaya ist die beste Entbehrung. Ein Mann, der ununterbrochen Brahmacharya praktiziert, wird zum Gott.“ Wir sehen es häufig vor unseren Augen, wie schwach, ängstlich, ja, geradezu engherzig, engstirnig, kleinlich und boshaft die Menschen sind, die zu Sklaven ihrer sinnlichen Lust geworden sind. Ihr Leben sieht düster und miserabel aus. Wie stark, kräftig, mutig und selig sieht dagegen das Leben der Tugendhaften aus, die ihre sinnlichen Leidenschaften unter Kontrolle haben. Sri Ramakrishna pflegte zu sagen: „Wer immer sich der Sexualität enthalten kann, kann die Welt (das Weltliche) verschmähen.“ Der, der die Sinnesfreuden aufgegeben hat, der seine erotischen Leidenschaften durch seinen Verstand gestoppt hat, ist sich sicher, daß Gott nicht weit von seinem Herzen entfernt ist. Der Schatten Gottes fällt bereits auf ihn. Er wird den Verehrer reich beschenken, der sich für nichts anderes mehr interessiert. Und dann empfindet er eine ekstatische Freude, in jeder Pore seines Körpers. Die Intensität der Freude, die er empfindet, ist so groß, dass er jedes Bewusstsein für die Aussenwelt verliert. Er fällt in Trance und geniesst diese unbeschreibliche Freude, als einen kontinuierlichen Strom des Bewusstseins. Wenn dieses höchste Glück, kontinuierlich erhalten und genossen werden soll, sollte das flüchtige Vergnügen der erotischen Sinnesbefriedigung unbedingt vermieden werden. Es verursacht nur schreckliches Leid. Damit

ist nicht die scheinheilige Entsagung gemeint, die vielleicht ein oder zwei Tage andauert, sondern die vollständige Entwurzelung aller sinnlichen Begierden. Beschreitet man diesen Weg mit Erfolg, dann wird man fühlen, dass die Freude, die man bisher empfinden durfte, nur ein kleiner Teil des Ozeans des Glücks war, der nun durch jede Zelle des Körpers strömt und endlose Seligkeit verbreitet. Er wird erfahren, dass sein Fleisch und Blut sich in etwas Göttliches verwandelt hat, um die göttliche Seligkeit in sich aufnehmen zu können. Kann es also etwas Törichteres geben, als dieses endlose Glück für die unbedeutenden Momente sinnlicher Freude zu verschenken?
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8.

Wie

man

die

Sinneslust

besiegt

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Die einzige Weise, die Sinneslust zu besiegen, besteht darin, alle Frauen als die eigene Mutter, als Ebenbild der göttlichen Mutter zu betrachten. Ebenso wie man von Hingabe erfüllt ist und dazu neigt, das Bild der göttlichen Mutter anzubeten, sobald man es erblickt, sollte man von Hingabe erfüllt sein und den Wunsch haben, eine Frau anzubeten, wenn man sie sieht. Niemals sollten wir unserem Verstand erlauben, das Bild einer Frau zu verinnerlichen. Eine Frau als sinnliches Wesen zu betrachten, öffnet das Tor zur Hölle. Betrachtet man sie dagegen als göttliche Mutter, so ist dieses unsere Rettung, die uns vor dem Verfall in sinnliche Begierden bewahrt. Wir sollten also unseren Blickwinkel verändern. Wenn wir das machen, sind wir von sinnlicher Versuchung befreit. Anmerkung Es ist natürlich nicht der einzige Weg, die Sinneslust zu besiegen, wenn man alle Frauen als Mütter betrachtet. Diese Einstellung spiegelt allerdings die Haltung der Inder wieder. In den meisten Ländern der Welt, wird die Frau als individuelles Wesen, als Frau soundso, betrachtet. In Indien dagegen betrachtet man alle Frauen, ausser die eigene, als Mutter. Die Betrachtung der Frau als ein Ebenbild der Mutter Gottes zeugt von der Zwiegespaltenheit der indischen (hinduistischen) Gesellschaft. Einerseits hat man ihr über Jahrtausende jegliche Gleichberechtigung abgesprochen und sie als untergeordnetes Anhängsel des Mannes betrachtet, was die grausamsten Folgen für die Frauen mit sich brachte, und andererseits wird sie auf einen göttlichen Sockel gehoben, was den Frauen aber nicht wirklich half. Ende Anmerkung

Wir sind immer und wieder geboren worden. Aber was haben wir getan, um unser innerstes Selbst zu entwickeln, um göttlich zu werden? Wir sind immer und immer wieder den Sinnesfreuden nachgelaufen und erlitten unsägliche Qualen. Aber es ist nie zu spät, dies zu erkennen und dieses Verhalten zu verändern. Die aufrichtige Resignation eines einzigen

Augenblicks, über das eigene Verhalten, kann genügen, um Befreiung von der sexuellen Besessenheit, durch die Kraft Gottes zu erbitten. Aber dieser Wunsch sollte aufrichtig sein. Allein dieser eine Wunsch, wird die ganze Lebenseinstellung verändern. Man unterscheidet die Menschen nicht mehr in Mann und Frau, sondern betrachtet alle als göttliche Wesen. Dann wird jegliche Anhaftung an die Sexualität und an alle weltlichen Genüsse verschwinden. Stattdessen stellt sich eine Freude ein, die in ihrer Glückseligkeit allen weltlichen Freuden unendlich überlegen ist.

Schlusswort
Die Welt, so wie sie ist, ist voller Elend. Aber es liegt innerhalb der Kraft eines jeden Menschen, sie in Seligkeit umzuwandeln. Jeder Mann besitzt etwas Göttliches. Jede Frau gleicht der heiligen Mutter. Änderst du deine Einstellung zum Leben, dann wirst du das Königreich des Himmels, bereits auf Erden finden. Brahmacharya ist der Schlüssel dazu.

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