You are on page 1of 32

Dipl.-Ing.

Haiko Lietz

Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion
Zum Stand der Erforschung einer potentiellen Energiequelle

3. Juni 2004

Der vorliegende Bericht ist als Vierteiler im Onlinemagazin Telepolis erschienen. Der dortige Text ist vollständig verlinkt: www.heise.de/tp/deutsch/special/zen/default.html URL dieses Dokuments: ww.haikolietz.de/docs/kaltefusion.pdf

© Haiko Lietz 2004

Abstract Am 23. März 1989 wurde die Welt in Aufregung versetzt, als zwei Chemiker berichteten, sie hätten eine Kernfusion bei Raumtemperatur beobachtet. Berichte einer neuen, vielversprechenden Energiequelle liefen um die Welt. Nach einem halben Jahr, einem Negativbericht des US-Energieministeriums und einigen gescheiterten Versuchen, das Experiment zu reproduzieren, setzte sich in Wissenschaft und Öffentlichkeit die Überzeugung durch, es habe sich um einen Fehlalarm gehandelt. Jenseits des wissenschaftlichen und öffentlichen Mainstreams jedoch haben Wissenschaftler in den letzten 15 Jahren die Forschung vorangetrieben. In Italien und Japan sind dafür öffentliche Gelder zur Verfügung gestellt worden. In Hunderten Experimenten wird mittlerweile von der Messung von Fusionsprodukten, der Umwandlung von Elementen und einem Energiegewinn berichtet. Die Erforscher der kalten Fusion haben erreicht, dass das US-Energieministerium diese Berichte nun überprüft. Gespannt wartet die Fachwelt auf den Review. Der vorliegende Bericht schildert Forschungsergebnisse aus 15 Jahren und fragt, wie es möglich war, dass außerhalb des Internets kaum Informationen darüber bekannt geworden sind. Als Hauptgrund wird genannt, dass die kalte Fusion bisherigen Erkenntnissen widerspricht, Fusion sei nur heiß möglich. Berichtet wird auch, wie die kalte Fusion von Teilen der Politik und der Wissenschaft aktiv bekämpft worden ist. In jedem Fall ist die kalte Fusion eine Konkurrenz für die heiße Fusion, in die als Energiequelle der Zukunft bereits Milliardenbeträge investiert worden sind.

Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion

Für Eugene F. Mallove, der im Mai von Unbekannt umgebracht worden ist.1

9. Juni 1947 – 14. Mai 2004

1

Informationen zu Gene und seinem Tod unter: http://www.pureenergysystems.com/obituaries/2004/EugeneMallove/

2 / 32

Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion

Inhaltverzeichnis
Inhaltverzeichnis ........................................................................................................................ 3 Kurzfassung................................................................................................................................ 4 Einleitung ................................................................................................................................... 8 Das kurze Leben der kalten Fusion........................................................................................ 8 Das lange Leben der kalten Fusion........................................................................................ 9 Der Plan des US-Energieministeriums................................................................................. 10 Inhalt..................................................................................................................................... 10 1. Die unerzählte Geschichte der kalten Fusion....................................................................... 10 Forschungsergebnisse aus aller Welt ................................................................................... 10 Eine neue Forschungsrichtung ............................................................................................. 12 Kalte Fusion auch in Deutschland ........................................................................................ 13 Vergleich mit der Hypothese der Kontinentalverschiebung ................................................ 14 Unerfüllbare Forderungen.................................................................................................... 14 Reaktionen auf den Plan des US-Energieministeriums........................................................ 15 2. Zur Theorie der kalten Fusion.............................................................................................. 17 Frühe Finanzspekulation mit Palladium............................................................................... 17 Chemiker gegen Physiker..................................................................................................... 17 Meinungsumschwung in Wissenschaft und Öffentlichkeit.................................................. 18 Wenn Theorie die Faktenlage bestimmt............................................................................... 19 Die Coulomb-Schwelle getunnelt ........................................................................................ 20 „Unerwartete und ungewöhnliche“ Ergebnisse aus Berlin .................................................. 21 3. Der Kampf gegen die kalte Fusion....................................................................................... 22 Mit Blöffs gegen Forschungsergebnisse .............................................................................. 22 Überstürzte Experimente ...................................................................................................... 23 Bedrohung der Budgets für die heiße Fusion....................................................................... 24 Eintritt in die „hydrogen economy“ ..................................................................................... 25 Spekulative Zukunft der heißen Fusion ............................................................................... 26 Kalter Strich durch die heiße Rechnung? ............................................................................. 27 Heavy Watergate? ................................................................................................................ 28 Politisierung der Forschung ................................................................................................. 30 Ausblick ................................................................................................................................... 31 Was wäre, wenn kalte Fusion echt ist? ................................................................................ 31

3 / 32

„dass die gegenwärtigen Hinweise auf die Entdeckung eines neuen nuklearen Prozesses genannt kalte Fusion nicht überzeugend sind. unvollständige Materialanalysen. kalte Fusions-Forschung finanziert zu bekommen. David J. Grund für die Kontroverse ist der revolutionäre Schluss. da bei vielen Experimenten anscheinend auch Kernspaltungsprozesse stattfänden. Nagel von der George Washington University am 23. Wie Physics Today in seiner April-Ausgabe berichtet. sagte Dr. das Experiment zu reproduzieren. dass Kernfusion nicht nur bei Temperaturen von über 100 Millionen Grad Celsius möglich wäre (heiße Fusion).Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Kurzfassung Am 23. Sie schlossen auf die Fusion von schweren Wasserstoffkernen. Der 4 / 32 . namentlich Neutronen. Zu technischen Problemen haben unangemessene Instrumente. haben die Forscher zur kalten Fusion nach 15 Jahren der Forschung im stillen Kämmerlein nun wieder das Ohr des DoE. sind systematische Probleme. am kritischsten. Den Stand der kalten Fusions-Forschung fasste Prof. Die Reproduzierbarkeit ist signifikant verbessert worden. Dutzende „privater“ Experimente sind von kompetenten und renommierten Forschern durchgeführt worden. sie hätten bei einem Elektrolyse-Experiment einen Leistungsgewinn erzielt. Mallove. wandelte sich wissenschaftliches wie öffentliches Interesse alsbald in Ablehnung. also mehr Energie erhalten als sie aufgebracht hätten. Trotz dieser Probleme hat es in den letzten 15 Jahren großen experimentellen Fortschritt gegeben. Weltweit berichtete die Presse von der „Lösung des Energieproblems“. Nach der Pressekonferenz zur kalten Fusion versuchten Forscher weltweit. die vor. den Fleischmann/Pons-Effekt reproduziert zu haben. Nach Jahren der Forschung habe sich der bessere Begriff low energy nuclear reactions (LENR) eingebürgert. Dieser Leistungsgewinn habe sich in der Entstehung von Überschusswärme geäußert. das anfängliche Ausbleiben der Reproduzierbarkeit gehört. komplexe Protokolle und. und sowohl der wissenschaftlichen Gemeinschaft als auch der Öffentlichkeit. In der Wissenschaft lösten die Behauptungen der beiden Chemiker eine bis heute anhaltende Kontroverse aus. Das vom Chefredakteur des Wissenschaftsjournals Nature John Maddox schon im Juli 1989 prognostizierte „Ende der kalten Fusion“ goss der Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses des US-Energieministeriums (DoE) im November 1989 in Zement. März 1989 berichteten die beiden Chemiker Prof. die in die kalte Fusions-Forschung involviert sind. Stanley Pons auf einer Pressekonferenz an der University of Utah. die angemessene Instrumente genutzt haben. sondern auch bei Raumtemperatur (kalte Fusion). Nach einem guten halben Jahr schloss das ERAB. während und nach den Experimenten korrekt kalibriert waren. Produkte gemessen zu haben. da sie meinten. Eugene F. Kommunikations-Zusammenbrüche zwischen denen. Schlagartig wurde das Fleischmann/Pons-Experiment als kalte Fusion bekannt.“ Im Gegensatz zu 1989 stünden heute in zahlreichen Laboratorien weltweit funktionsfähige elektrolytische und andere Überschusswärme-Experimentalzellen. März 2004 auf einem Seminar des Naval Research Laboratory wie folgt zusammen: Die Probleme bei der Behandlung der kalten Fusion können als systematisch und technisch bezeichnet werden. die bei einem Fusionsprozess erwartet werden. Martin Fleischmann und Prof. so dass man nicht mehr allein von Fusion sprechen könnte. Obwohl einige Labore berichteten. sowie die Schwierigkeit. Tritium und Gammastrahlen.

“ International scheinen neben US-amerikanischen und italienischen Gruppen Forscher aus Japan bei der kalten Fusion am weitesten fortgeschritten zu sein. darüber zu reden. die mittlerweile vorliegenden Behauptungen zur kalten Fusion würden binnen weniger Monate einer Überprüfung unterzogen. Kalte Fusion gilt als pathologische Wissenschaft. Kollegen wollen nicht einmal dabei erwischt werden.“ Die New York Times drückte den Grund für die Ablehnung mit den Worten aus. Dieses wird benutzt werden. dass dieses bisher nur bei vier Journalen möglich war. Währendessen werden mehrere Unternehmen den Effekt als kommerzielle Energiequelle entwickeln. Forscher der Osaka University berichten mittlerweile von einer Reproduktion des Experiments. messe ein Spektrometer das Metall Praseodym. Vor der Anwendung käme erst die Erforschung und „hier könnte eine interessante Wissenschaft liegen. Das Team um Dr. genauer deren Advanced Technology Division. James Decker habe den Forschern versprochen. ist es in Japan Mitsubishi Heavy Industries. In einem Experiment. Das DoE wird dann ein paar große Institutionen bezahlen.“ wird MIT-Professor Hagelstein in Physics Today zitiert. ist zur Zeit völlig unklar. “weil kalte Fusion. veröffentlicht zu werden.“ Dr. die Arbeiten auf diesem Gebiet besser als bisher einzuordnen und wird weltweit mit Interesse zur Kenntnis genommen werden. So wie die ersten AstiKonferenzen vom Automobilkonzern Fiat gesponsert waren. den 1994 verstorbenen Prof. bleibt aber äußerst skeptisch: „Ich erwarte eine zurückhaltende Aussage in der Art: „Etwas neuartiges scheint entdeckt worden zu sein. LENR-Forscher sollten ihre Ergebnisse in peer-review-Wissenschaftsjournalen publizieren. Peter Ziegler vom Bundesministerium für Bildung und Forschung teilt mit: „Im BMBF werden die Arbeiten zur „Kalten Fusion“ mit Interesse verfolgt. dass eine „Kalte Fusion“ doch als möglich zu betrachten ist. sobald sich eine Caesium-Schicht auf dem Palladium befinde. wird sich auch das BMBF erneut mit dieser Frage beschäftigen.org ist über die Jahre zu einer gigantischen Forschungsdatenbank gewachsen. Kritiker fordern. „Ob es Anwendungen für die Energiewirtschaft gibt. Genau das wollen die Forscher auch. „Es gibt keine Möglichkeit. begrüßt die Überprüfung als „lange überfällig“. falls real. Man findet darunter nur einen deutschen Forscher. die die Forschung vorantreibt. Diese Institutionen werden ohne Erfahrung von Null anfangen und daher negative Resultate erhalten. bei dem ein Palladium-Komplex von Deuteriumgas durchströmt wird.“ wird Decker zitiert. Sollte sich daraus ein Hinweis ergeben. „Die wahre Pathologie aber“.“ Die Webseite LENR-CANR. welche veröffentlichte Arbeiten vorher überprüfen. seit 1989 tätig in der LENR-Forschung. (…) Der für 2005 angekündigte Bericht des DoE zur „Kalten Fusion“ wird es sicherlich erlauben. Vorsichtig wurde 2002 eine Transmutation des Elements Caesium in Praseodym in Erwägung gezogen. „weil das Gebiet so verdorben ist. Yasuhiro Iwamura berichtete im Japanese Journal of Applied Physics über ungewöhnliche Transmutationen (Umwandlungen) von Elementen. Aber nicht bei kalter Fusion. überzeugten die 5 / 32 . den Effekt zu untersuchen. das weiter untersucht werden sollte“. um zu sagen. „ist der Zusammenbruch der normalen wissenschaftlichen Kommunikationskanäle. 122 tätige LENR-Forscher aus aller Welt sind dort verzeichnet.“ Edmund Storms. nicht mit derzeitigen Theorien erklärt werden kann. und beschweren sich. deren Behauptungen zu überprüfen. dass die Skeptiker von Anfang an Recht hatten. (…) So funktioniert Wissenschaft normalerweise. wo Wissenschaftler außerhalb der eng verbundenen kalten Fusions-Gemeinde sich nicht darum scheren.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Vizedirektor des Wissenschaftsbüros Dr. Heinz Gerischer. schrieb Sharon Begley im September 2003 von der ICCF10-Konferenz im Wall Street Journal.

dass diese Energiequelle in 50 Jahren zur Grundlastdeckung zur Verfügung stehen könnte. nach mehr als 200 Experimenten. hat Huke für seine Doktorarbeit Metallgitter mit Deuteronen beschossen. Prof. April 1989 hatte eine Abordnung aus Forschern und Politikern des US-Bundesstaats Utah das Repräsentantenhaus um 25 Millionen Dollar zur Erforschung der kalten Fusion gebeten. empirisch an die kalte Fusion heranzugehen. Direktor des Navigation and Applied Sciences Department in San Diego. Michael McKubre haben sich nicht von Theorien abhalten lassen. Auch vom Navy-Labor kam nun eine Bestätigung anomaler Überschusswärme in kalten Fusions-Experimenten. Auf der Anhörung am 26. Edmund Storms und Dr. Ronald Ballinger leitete damals das Forschungsprogramm zur heißen Fusion des Plasma Fusion Center am MIT. Hier setzt die Theorie des MIT-Forschers Prof. Peter Hagelstein an. nahm der Lauf der Dinge eine Wendung. und wir stehen dazu. „Doch unsere Daten sind so. der laut McKubre den „definitorischen Unterschied“ zwischen kalter und konventionell verstandener Fusion ausmache. demzufolge die Deuteronen – besser: ihre Wellenfunktionen – mit gewisser Wahrscheinlichkeit jenseits der CoulombSchwelle liegen. dem New Scientist gegenüber zu. zeigen auch Experimente der Technischen Universität Berlin. Für McKubre hat aus theoretischer Sicht „nie ein wirklicher Grund“ bestanden. liegt in den immensen Kosten. Die Hauptkritik. könnte er es mit einer sehr kleinen Änderung der physikalischen Gesetze erklären. Im Februar 2002 erschien der technische Bericht 1862. Ereignisse zu bezeugen. Edward Teller. „kalte“ Fusion anzuzweifeln. wie sie sind.“ gab Dr. Sie werden sich daher hauptsächlich für die zentralisierte Stromerzeugung in der Grundlast eignen. Wie Hagelstein erklärt der Berliner Forscher seine Ergebnisse mit Hilfe des Tunnel-Effekts. Kurz nach Veröffentlichung des ERAB-Berichts an die Regierung und nachdem sich Wissenschaft wie Öffentlichkeit ihre (ablehnende) Meinung gebildet hatte. dass sie nicht anders erklärt werden könne. Heiße Fusion gilt als potentielle Lösung des Energieproblems der Erde. habe ihm gesagt. die der heißen Fusion entgegengebracht wird. In Deutschland ist die Fusionspolitik Bestandteil der Internationalen Nuklearpolitik. sondern auch. Frank Gordon. Dr. meinen Unterschrift [unter den Bericht] zu setzen. Das PFC musste fürchten. durchgeführt während zehn Jahren in verschiedenen Labors der Navy. dass kalte Fusion real sei. dass sie überhaupt nicht stattgefunden hatte. die nicht nur zeigten. Um weitere Tests zur Elektronenabschirmung zu machen. mit Überraschungen zu rechnen ist. Dass in der Richtung der „Kernphysik der verdichteten Materie“.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion ungereimten Resultate die meisten Wissenschaftler. er glaube nicht. Optimistische Schätzungen gehen davon aus.“ Dr. Die Möglichkeit heißer Fusion zur „Absicherung gegenüber Energieknappheit angesichts der Erschöpfung der fossilen Energieträger“ sieht auch das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (BAT). Armin Huke und die Berliner Gruppe sind nicht Teil der angeblich so „eingeschworenen Gemeinde“ der kalten Fusions-Forscher und machen doch verwandte empirische Arbeit. Dabei trat bei manchen Metallen ein Effekt auf. der Erfinder der Wasserstoffbombe. Essentiell beruht Hagelsteins Theorie auf dem sogenannten Tunnel-Effekt. dass es Forschungsgelder an die kalte Fusion verliert. zu der die Erforscher der kalten Fusion ihre Arbeit zählen. die bei solchen Großprojekten anfallen. Wenn aber doch. „Fusionskraftwerke werden (…) sehr kapitalintensive Großprojekte sein. dass kalte Fusion real sei. seien manche Forscher bereit. „Mir war ein bisschen unwohl dabei.“ 6 / 32 .“ Ein anderer Navy-Forscher berichtet von Einschüchterungsversuchen.

die die Überschusswärme erklären könnten. kritisierte ein NavyTeam. hatte kürzlich mitgeteilt. wie etwa in Batterien. die Kurve verändert zu haben. Darin wird praktisch eingestanden. wahrscheinlich mit einer Art von Wasser als Treibstoff. der von Steven Krivitt von der New Energy Times freundlicherweise zur Verfügung gestellt worden ist. bevor sie in betrügerischer Absicht verändert worden waren. könnte die Stromerzeugung dezentralisiert werden. Jedes Haus könnte sich selber wärmen und seine eigene Elektrizität erzeugen. Auch Charles Platt ist der Frage „What If Cold Fusion Is Real?“ 1998 im Wired Magazin in einem überaus lesenswerten Artikel nachgegangen: „Wenn Fusion bei niedriger Energie tatsächlich existiert und perfektioniert werden kann. Sogar Autos könnten durch kalte Fusion angetrieben werden. Die Experimentaldaten zeigten. „entweder als Anwendung im großen Maßstab oder im kleinen. Wie im Krieg scheint es der US-Administration auch in der Wissenschaft darum zu gehen. Die CalTech-Ergebnisse könnten nicht beweisen. Berechnungen des US-Office of Naval Research zeigen. ein positives Ergebnis. genau wie importiertes Öl und unser Beitrag zum Treibhauseffekt. sie hätten keine Fehler entdecken können. Trotz früher positiver Berichte aus fünf Labors war das Ausbleiben einer Bestätigung durch das MIT. die Energie angeblich jetzt schon reproduzierbar abgeben und die vor allem dezentral eingesetzt werden könnten. schreiben die JASONs über die positiven Ergebnisse des SRI.” 7 / 32 . die sich nur zur zentralisierten Energieerzeugung eignen und erst in ferner Zukunft eine Energiegewinnung versprechen.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion In diese Situation platzte 1989 die Ankündigung der kalten Fusion. Auch eine Analyse der Harwell-Daten erbrachte Hinweise auf einen möglichen Leistungsgewinn. warum er im Juni 1991 seinen Job als MIT-Pressesprecher gekündigt hatte: „Bis zum Frühling 1991 hatte ich Betrug in der Berichterstattung der MIT-Experimentaldaten des heißen Fusions-Labors vom Frühling 1989 gefunden – in der Phase-II-Kalorimetrie. Nach der Publikation ihrer negativen Ergebnisse wurden alle drei Labore von außenstehenden Forschern kritisiert. das [Fleischmann/Pons]-Experiment zu reproduzieren. veröffentlichte das MIT-PFC 1992 einen technischen Anhang zur ursprünglichen Veröffentlichung. um die Verbrennungsenergie der gesamten bekannten Ölreserven aufzurechnen. welche ein Versuch war. „Schwerwiegende Fehler“ würden die Akzeptanz dieser Studien als glaubhafte Untersuchungen „ultimativ unterminieren“. den damaligen Stand der kalten Fusions-Forschung zu berichten. Eugene Mallove. stellten sich kompakte Laborprojekte entgegen. kalte Fusion funktioniere nicht. kalte Fusion als Energiequelle zu nutzen. Für Edmund Storms spricht bislang nichts dagegen. Massive Stromgeneratoren und hässliche Überlandleitungen gehörten der Vergangenheit an. Das Verteidigungsministerium hatte bereits 1993 die JASONGruppe beauftragt. mit dem Verfahren Meerwasser zu entsalzen und es auf langem Weg in trockene Regionen zu transportieren.“ Da der Druck zu groß geworden war. Harwell und CalTech der Hauptgrund für die heute etablierte Meinung. die Informationshoheit zu besitzen. In einem Bericht an das Pentagon. der ermordete Herausgeber des Infinite Energy Magazins. und seien bei Berücksichtigung von Fehlerquellen sogar in guter Übereinstimmung mit eigenen Ergebnissen und den ursprünglichen der Professoren Fleischmann und Pons aus Utah. dass ein Kubikkilometer normalen Seewassers genug schweres Wasser enthält. Milliardenschweren Großprojekten. dass keine anomale überschüssige Leistung frei würde.“ Manche Forscher sehen die Möglichkeit gegeben.

4 2 3 C. eine Vielzahl von Kernreaktionen in festen Materialien. Die dabei freiwerdende Bindungsenergie wird abgestrahlt und erwärmt unter anderem die Erde. sie hätten bei einem Elektrolyse-Experiment einen Leistungsgewinn erzielt. Beaudette. Storms.G.” Oak Grove Press. “A Student’s Guide To Cold Fusion. Der damalige US-Präsident George Bush beauftragte das Energieministerium (Department of Energy – DoE). “Excess Heat. S. Edmund Storms wie folgt beschreibt: Das kontroverse Phänomen (…) beinhaltet den Vorschlag der Möglichkeit. Februar 2003. fanden keine Fusionsprodukte und schafften obere Grenzen für Wahrscheinlichkeiten von Fusionen in diesen Experimenten weit unter den ersten positiven Resultaten. dass die gegenwärtigen Hinweise auf die Entdeckung eines neuen nuklearen Prozesses genannt kalte Fusion nicht überzeugend sind. das Experiment zu reproduzieren. manche mit fortgeschritteneren Messinstrumenten und verbessertem Hintergrund. 2. Bei der Kernfusion wird Bindungsenergie frei.” November 1989. In der Wissenschaft lösten die Behauptungen der beiden Chemiker eine bis heute anhaltende Kontroverse aus. Why Cold Fusion Prevailed. Statt brachiale Gewalt anzuwenden. Sie schlossen auf die Fusion von schweren Wasserstoffkernen.20ff. DOE/S-0073 DE90 005611. also mehr Energie erhalten als sie aufgebracht hätten. das Dr. Weltweit berichtete die Presse von der „Lösung des Energieproblems“. existiert offenbar ein Mechanismus in Gitterstrukturen. um Atomkerne in gegenseitige Reaktionsnähe zu bewegen.2 Schlagartig wurde das Fleischmann/Pons-Experiment als kalte Fusion bekannt. was man weiß. 8 / 32 .org. Nach allem. so dass die Kerne fusionieren können. initiieren zu können.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Einleitung Das kurze Leben der kalten Fusion Am 23. die CoulombBarriere zu umgehen. Martin Fleischmann und Prof. Grund ist die Natur des Phänomens. Auflage. E. der es erlaubt. die bei einem Fusionsprozess erwartet werden. die Behauptungen zu klären. sondern auch bei Raumtemperatur (kalte Fusion). und der bestimmten Kernen die Interaktion ermöglicht. Tritium und Gammastrahlen. bei viel niedrigeren Energien als bislang für möglich gehalten. Stanley Pons auf einer Pressekonferenz an der University of Utah.” LENR-CANR. da sie meinten. Deswegen schließt der Ausschuss. Mitglieder des Beratergremiums des DoE (Energy Research Advisory Board (ERAB)) besuchten fortan Labore und studierten die Veröffentlichten zur kalten Fusion. Nach einem guten halben Jahr schloss das ERAB in seinen Abschlussbericht: Kürzliche Experimente. Produkte gemessen zu haben. Grund für die Kontroverse ist der revolutionäre Schluss. namentlich Neutronen. März 1989 berichteten die beiden Chemiker Prof. dass Kernfusion nicht nur bei Temperaturen von über 100 Millionen Grad Celsius möglich wäre (heiße Fusion). Mai 2002. Seit 50 Jahren wird an der direkten Nutzbarmachung dieser Energie in heißen-Fusions-Fraftwerken geforscht. finden in der Sonne heiße Fusionsreaktionen statt. Nach der Pressekonferenz zur kalten Fusion versuchten Forscher weltweit.3 In anderen Worten: Unter bestimmten Umständen kann die abstoßende Coulomb-Kraft zwischen zwei gleich geladenen Atomkernen überwunden werden. 4 “Cold Fusion Research. Dieser Leistungsgewinn habe sich in der Entstehung von Überschusswärme (excess heat) geäußert. A Report of the Energy Research Advisory Board to the United States Department of Energy.

Eugene F. dass sich in der Wissenschaft und der Öffentlichkeit die Überzeugung durchsetzte.8 Als Gläubige bezeichnet er alle.“ teilte das IPP mit. aber nicht falsch. Die Publikationen zum Thema wurden lange Zeit hindurch verfolgt. sagte Dr. 9 C. Der ERAB-Bericht trug dazu bei. 10 E. einer der vehementesten Kritiker der kalten Fusion. häufen sich aus einer Vielzahl von Testumgebungen und Methoden. ohne allerdings den Experimentaufbau offen zu legen. 8 R. schrieb zuletzt in seinem Web-Logbuch.” Wired. wurden diese Aktivitäten aber schon lange eingestellt. wie erst kürzlich in der New York Times wieder zu lesen war.7 Das lange Leben der kalten Fusion Dr. 6 Kalte Fusion ist diskreditiert. Das Gebiet kann nicht länger abgetan werden. Platt. 16. Auch am Kernforschungszentrum Jülich beschäftigt sich heute keiner mehr mit kalter Fusion. Wegen des offensichtlichen und sich stets wiederholenden Misserfolgs. dass manche.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Der Ausschuss gab zwar zu. Edmund Storms zählte 1996 bereits 190 Studien. S. Park. „Kalte Kernfusion. kalter Fusion zuzuordnende Beobachtungen „noch nicht entkräftet“ seien.3. kalte Fusion „funktioniert nur für Gläubige“. zusätzlich zu Fusionsprozessen. Hinweise auf umfangreiche und reproduzierbare Energiegewinnung sowie auf verschiedene Kernreaktionen.4. die das Phänomen seit 1989 weiter erforscht haben und behaupten.04. Das Experiment sei dadurch von Anfang an angreifbar gewesen. hätten drei Forscher erfolgreiche Fusionsexperimente9 bei Raumtemperatur durchgeführt: Neue Arbeiten haben der Kritik Rechnung getragen.“ Birkhäuser Verlag. 3.04. Close. unter anderem zur kalten Fusion. an dem die Atombombe entwickelt wurde und an dem er 34 Jahre forschte. “What If Cold Fusion Is Real?. Auch am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) hatte man versucht. Die stürmisch veröffentlichte Arbeit enthalte Messfehler und manche Schlussfolgerungen seien nicht durch Daten gedeckt.” Journal of Scientific Exploration 10 (Sommer 1996). bis zu seiner ungeklärten Ermordung im April 2004 Herausgeber des Infinite Energy Magazins. Robert Park. sondern die darauf basierenden Patentanträge. „die gemeldeten Resultate nachzuvollziehen. Chang. 9 / 32 . indem man sich auf offensichtliche Fehler oder prosaische Erklärungen beruft. „Das heiße Rennen um die kalte Fusion.” What’s New. 2002. Storms. “Experts Say New Desktop Fusion Claims Seem More Credible. 1994. Mallove. das in der Fachwelt umstrittene Forschungsergebnisse. kalte Fusion sei nie erfolgreich reproduziert worden. Außerdem waren Kollegen vorher nicht ausreichend informiert worden. Allein am Los Alamos National Laboratory. 7 K. Auf der Pressekonferenz waren nicht die Forschungsergebnisse präsentiert worden.org. “Review of the ‘Cold Fusion’ Effect. J.112ff. 11 Beaudette. veröffentlicht. weitere Experimente müssten aber „innerhalb bestehender Finanzierungsprogramme“ auskommen – also quasi ohne Finanzierung.” New York Times. 5. 1992. in denen von Fusions-Effekten bei Raumtemperatur berichtet wird. Fusion seriös nachzuweisen. der nicht durch übliche chemische 5 6 F. APS. In den einzigen beiden auf deutsch verfügbaren Sachbüchern zum Thema steht. Die mittlerweile vorhandenen Experimente könnten „reproduzierbar und verlässlich einen Energieüberschuss erzeugen.10 Diese Forscher kritisieren die Chemiker Fleischmann und Pons für wissenschaftliche Protokollfehler. Die Forschungsergebnisse sind erst drei Wochen später veröffentlicht worden. November 1998. kalte Fusion sei ein Trugschluss gewesen. “Hafnium-178: Just When You Think Life Can’t Get Any Sillier. Dr.“ Vieweg. Huizenga. indem viele der vorgeworfenen Fehler eliminiert wurden. kalte Fusion reproduziert zu haben.R.11 Im Gegensatz zu 1989 stünden heute in zahlreichen Laboratorien weltweit funktionsfähige elektrolytische und andere Überschusswärme-Experimentalzellen.

viele Hundert davon in den USA.org von einer erfolgreichen Reproduktion der kalten Fusion. Konferenzen und Workshops finden regelmäßig statt. David J. „Wissenschaftler sollten offen sein. dass ein Kubikkilometer Meerwasser so viel Brennstoff enthält.“ wird Decker zitiert. Auch der französische Bastler Jean-Louis Naudin berichtet auf seiner Webseite jlnlabs. 1. die mit kalter Fusion kaum noch etwas zu tun haben. März 2004 auf einem Seminar des Naval Research Laboratory wie folgt zusammen: Die Probleme bei der Behandlung der kalten Fusion können als systematisch und technisch bezeichnet werden. Vor der Anwendung käme erst die Erforschung und „hier könnte eine interessante Wissenschaft liegen. Sie war Direktorin des DoE-Wissenschaftsbüros in der ClintonAdministration.“ Unterstützung erhält Decker von Dr. Feder. Storms zufolge liegen diese zu acht Prozent in Unzulänglichkeiten der Experimente und zu 90 Prozent in einem Konflikt der Beobachtungen mit der konventionellen Modellvorstellung. Der Plan des US-Energieministeriums Wie Physics Today in seiner April-Ausgabe berichtet. wie auch in den gesamten bekannten Ölreserven schlummert. James Decker habe den Forschern versprochen. Er schätzt die Zahl der praktisch und theoretisch arbeitenden Forscher weltweit auf 1. Der Vizedirektor des Wissenschaftsbüros Dr. Mallove hat als langjähriger Beobachter der Forschung einen guten Überblick über diesen Wissenschaftsbetrieb. dass sich Sichtweisen über die Jahre verändern.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Reaktionen erklärt werden kann“. und sowohl der wissenschaftlichen Gemeinschaft als auch der Öffentlichkeit. Im dritten und letzten Teil geht es um die restlichen zwei Prozent. 10 / 32 . Inhalt Im ersten Teil werden Forschungsergebnisse seit 1989 berichtet.12 Das Energieministerium hat damit eine 180-Grad-Wende vollzogen. sowie die 12 T. Mildred Dresselhaus. Kommunikations-Zusammenbrüche zwischen denen.“ Die Geschichte zeige. haben die Forscher zur kalten Fusion nach 15 Jahren der Forschung im stillen Kämmerlein nun wieder das Ohr des DoE. “DOE Warms to Cold Fusion. die mittlerweile vorliegenden Behauptungen zur kalten Fusion würden binnen weniger Monate einer Überprüfung unterzogen. Die unerzählte Geschichte der kalten Fusion Forschungsergebnisse aus aller Welt Den Stand der kalten Fusions-Forschung fasste Prof. Sie sagt hinsichtlich der kalten Fusion mittlerweile. In dieser Zeit hat sich ein internationales Forschernetzwerk gebildet. und dass nach Wunsch der Politik die heiße Fusion die Energiequelle der Zukunft sein soll.000. der eigenständig und parallel zur etablierten Wissenschaft arbeitet. Mit der gewonnenen Energie will er sogar einen Stirlingmotor betrieben haben.” Physics Today. ist zur Zeit völlig unklar. Diese Forschungsergebnisse sind der Grund für die 180-Grad-Wende des DoE. die in die kalte Fusions-Forschung involviert sind. Diese Gründe haben etwas damit zu tun. Dresselhaus war ERABMitglied und hat damit 1989 entscheidend den Anfang vom (vorläufigen) Ende der kalten Fusion mit eingeleitet. April 2004. Im zweiten Teil wird nach Gründen für die Ablehnung durch die etablierte Wissenschaft gefragt. dass parallel zur "offiziellen" Wissenschaft an zum Teil völlig neuen Konzepten arbeitet. Nagel von der George Washington University am 23. „Ob es Anwendungen für die Energiewirtschaft gibt.

23. “Laser Stimulation of Deuterated Palladium: Past and Present. LENR-Forscher treffen sich alle eineinhalb Jahre auf der International Conference on Cold Fusion (ICCF). wie sich Schallwellen auf kalte Fusionsprozesse auswirken. Tanzella.. Geforscht wird mit unterschiedlichen Elektroden. Israel. 17 Vgl.org/acrobat/DardikIintensific.P. unvollständige Materialanalysen.I. 14 Vgl.” Electronics Science & Technology Division Seminar. Nigmatulin und R. Nach Jahren der Forschung habe sich der bessere Begriff low energy nuclear reactions (LENR) eingebürgert.S. 18 Vgl. R. Mehrere Forschergruppen präsentierten in Massachusetts 14. Taleyarkhan.2004).D. bei dem konstant Überschusswärme durch kalte Fusion produziert worden sei. Cho. Cambridge.C. F. Dardik et al. verschiedenen Aggregatzuständen der Wasserstoff-Substanzen und verschiedenen Anregungsmechanismen. kalte Fusions-Forschung finanziert zu bekommen. McKubre.” Physical Review E 69 (22. Als sehr vielversprechend gilt die Fusions-Zelle des privat finanziertes Energetics Technologies-Programms in Omer. http://www. er habe schon genug gesehen. MA. Cambridge. 13 Eugene Mallove meint.3.newenergytimes. 15 Vgl. http://www. I.18 13 D. Ziel dort sei gewesen zu zeigen.3. “The need for Triggering in Cold Fusion reactions. Schirmherr war Prof. August 2003 am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge statt. Ein Energieüberschuss von 167 bis 267 Prozent sei protokolliert worden. 15 Forschungsergebnisse zur Laser-Stimulation kalter Fusion. Naval Research Laboratory. bis 29. Dutzende „privater“ Experimente sind von kompetenten und renommierten Forschern durchgeführt worden. während und nach den Experimenten korrekt kalibriert waren. 16 „Mini-Sonne brennt im Glaskolben.“ Die heutigen Arbeiten unterscheiden sich teils sehr stark vom ursprünglichen ElektrolyseKonzept der Forscher Fleischmann und Pons. Parallel zur Konferenz soll vom 24. bis zum 30. Es wird dort experimentiert. komplexe Protokolle und. Block. R. D. indem stehende Schallwellen deuteriertes Aceton verdampfen.T. die vor. John Dash von der Portland State University demonstrierte mit seinen Studenten ein weiteres LENR-Experiment. Jr. Zu technischen Problemen haben unangemessene Instrumente.04. Trotz dieser Probleme hat es in den letzten 15 Jahren großen experimentellen Fortschritt gegeben. 11 / 32 . D. M. da bei vielen Experimenten anscheinend auch Kernspaltungsprozesse stattfänden. MA. Die Reproduzierbarkeit ist signifikant verbessert worden.pdf. http://www.pdf. Dieses soll gut ein halbes Jahr später von Studenten der italienischen Augusto Monti-Hochschule erfolgreich wiederholt worden sein. “Cold Fusion Problems.“ Spiegel Online. so dass man nicht mehr allein von Fusion sprechen könnte.” in: Tenth International Conference on Cold Fusion (2003). die angemessene Instrumente genutzt haben. Letts. West. J.” in: Tenth International Conference on Cold Fusion (2003). “Intensification Of Low Energy Nuclear Reactions Using Superwave Excitation. Nagel.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Schwierigkeit. Hagelstein. Mullican.lenrcanr. P.” in: Tenth International Conference on Cold Fusion (2003). das anfängliche Ausbleiben der Reproduzierbarkeit gehört.org/acrobat/LettsDlaserstimu. Trevithick. August in seinem Labor ein Experiment gelaufen sein. R.16 Im Gegensatz zur Sono Fusion17 berichtet Israel von einem vierfachen Energieüberschuss.2004.com/news/NRL-Mar23Nagel. „dass Überschusswärme [durch kalte Fusion] sogar mit limitierten Mitteln demonstriert werden kann. bei der es im Labor offenbar zu heißen-Fusions-Prozessen kommt. Progress and Prospects. MA. um nicht mehr an der Realität kalter Fusion zu zweifeln. Cravens. “Additional evidence of nuclear emissions during acoustic cavitation. angekündigt. Cambridge. Prof. C. Die Forschung hat Ähnlichkeit zur aktuell diskutierten Sono Fusion. am kritischsten. Lahey.J.htm. 4.. sind systematische Probleme. Die zehnte Konferenz (ICCF10) fand vom 24. Peter Hagelstein (MIT).lenrcanr. K.3. M.

“22 Ein LENRForscher. Das Team um Prof.. O ffiziell wird dort das Widerstands-Verhalten von Palladium (oder Legierungen) gegenüber großen Mengen von Wasserstoff während Elektrolyse untersucht. genauer deren Advanced Technology Division. sobald sich eine Caesium-Schicht auf dem Palladium befinde. Organisator des 5. März 2004 in Italien war Dr.pdf. MA. ist es in Japan Mitsubishi Heavy Industries.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Eine neue Forschungsrichtung LENR-Forscher zählen ihre Forschungsrichtung zur „Kernphysik der verdichteten Materie“ (Condensed Matter Nuclear Science (CMNS)). die die Forschung vorantreibt.lenr-canr. Cambridge. “Replication of MHI transmutation experiment by D2 gas permeation through Pd complex. “Elemental Analysis of PD Complexes: Effects of D2 Gas Permeation.. ist nach der ICCF10 die International Society for Condensed Matter Nuclear Science (ISCMNS) ins Leben gerufen worden.” Jpn. Sakano. Y. Phys. Y.org/acrobat/IwamuraYelementalaa.20. MA. MA.pdf. Weitere Mitglieder der ISCMNS kommen aus Frankreich und China. Francesco Celani.000 Euro pro Jahr.org/acrobat/ViolanteVstudyoflat. bis 21. 4642 (2002). http://www. Higashiyama et al. 20 Vgl.19 Die Förderung belief sich in den letzten beiden Jahren auf 50. http://www. das Iwamura-Experiment sei so durchsichtig und bislang ohne Kritik. 12 / 32 . Asti Workshops für Wasserstoff-Anomalien/Deuterium geladene Metalle und ISCMNS-Gründungstreffens vom 19.” in: Tenth International Conference on Cold Fusion (2003). Die ISCMNS will zukünftig Symposien und weitere Treffen organisieren. Vorsichtig wurde 2002 eine Transmutation des Elements Caesium in Praseodym in Erwägung gezogen. Itoh. Iwamura. ein eigenes Journal herausgeben und generell für Organisation und Austausch sorgen.lenrcanr. messe ein Spektrometer das Metall Praseodym. “Study Of Lattice Potentials On Low Energy Nuclear Processes In Condensed Matter. 21 Y. J. Cambridge. Das Team um Dr.pdf. Celani hat 2003 von der Italienischen Physikalischen Gesellschaft den ersten Preis in der Kategorie „generelle Physik“ für seine „kritische Besprechung der interessantesten Arbeiten präsentiert auf der ICCF10“ erhalten. 22 Vgl.lenr-canr.lenrcanr. S.” in: Tenth International Conference on Cold Fusion (2003). Sakano. http://www. bei dem ein Palladium-Komplex von Deuteriumgas durchströmt wird. In einem Experiment.” in: Tenth International Conference on Cold Fusion (2003). Itoh. M. Entwicklung und Anwendung der Kernphysik verdichteter Materie zu fördern“. Akito Takahashi schreibt: „Wir bestätigen. Prof. M.pdf. “Low Energy Nuclear Transmutation In Condensed Matter Induced By D2 Gas Permeation Through Pd Complexes: Correlation Between Deuterium Flux And Nuclear Products. International scheinen neben US-amerikanischen und italienischen Gruppen Forscher aus Japan bei der kalten Fusion am weitesten fortgeschritten zu sein. Appl. T. S. Chinesische 19 Vgl. So wie die ersten AstiKonferenzen vom Automobilkonzern Fiat gesponsert waren. Violante et al. Jean Paul Biberian ist Kernphysiker am Zentrum zur Erforschung verdichteter Materie und der Nanowissenschaft (Centre de Recherche en Matière Condensée et Nanosciences (CRMCN) der Universität Marseille.org/acrobat/IwamuraYlowenergyn. sagte. Sakai. http://www. 21 Forscher der Osaka University berichten mittlerweile von einer Reproduktion des Experiments. V. der nicht genannt werden möchte. Yasuhiro Iwamura berichtete im Japanese Journal of Applied Physics über ungewöhnliche Transmutationen (Umwandlungen) von Elementen. 41. Biberian ist Schirmherr der elften International Conference on Cold Fusion (ICCF11) ab 31. Oktober 2004 an seiner Universität in Marseille. An Celanis Nationalem Labor von Frascati wird seit 1989 mit staatlichen Fördergeldern LENR-Grundlagenforschung betrieben. Kuribayashi. Cambridge. Um “Verständnis. dass es in den nächsten Jahren für den Nobel-Preis berücksichtigt werden müsse. dass eine Transmutationsreaktion von [Caesium zu Praseodym] stattgefunden hat. Iwamura.org/acrobat/Higashiyamreplicatio. T.

„Als er ankam. dass das von Fleischmann und Pons 1989 berichtete Phänomen entweder auf Messfehler oder einen chemischen Ursprung zurückzuführen sei. Bockris. Man findet darunter nur einen deutschen Forscher. Die Berliner Chemiker Paneth.23 John M. Bockris. schrieb er: Trotz meiner früheren Schlussfolgerungen – und der der Mehrzahl der Wissenschaftler –. Dieser wünschte es jedoch nicht. war auf der Tagung in Italien dabei. 33 (1991).91.6. dass nukleare Prozesse stattfinden. Conf. Aus Deutschland oder Osteuropa wird noch ein Repräsentant der ISCMNS gesucht. China.7. E. Die Daten seiner Tritium-Messungen hat er 1990 in Fusion Technology veröffentlicht.” Fusion Technology 18 (1990). Peters und Günther haben ihre Arbeit „Über die Verwandlung von Wasserstoff in Helium“ 1927 in den Berichten 23 Vgl.” in: T. pensionierter Professor der Texas A&M University. Nachdem er 1991 an einer Konferenz über kalte Fusion teilgenommen hatte. ohne damit aber erneut an die Öffentlichkeit zu treten.“ erinnert sich Bockris an Gerischer. S. Jahrhunderts“ forsche. Bologna. Gerischer war von 1969 bis 1986 Direktor des Fritz-Haber-Instituts der Max-PlanckGesellschaft (FHI) und galt als führender europäischer Forscher auf dem Gebiet der physikalischen Elektrochemie. weil er auf seinen Ruf habe achten müssen. Proc.“ sagt Ertl. “The Science of Cold Fusion. Es gibt jedoch deutsche Forscher. offiziell unterstützt. 24 J. S. Gerhard Ertl. Del Giudice und G. habe aber keine „handfeste wissenschaftliche Belege“ präsentieren können. Gerischer. G. “Is cold fusion a reality? The impressions of a critical observer. Italien. den 1994 verstorbenen Prof. „und diese Einschätzung ist bis heute unverändert geblieben. kann sich auch noch an seinen früheren Kollegen Gerischer erinnern. Kalte Fusion auch in Deutschland Die Webseite LENR-CANR. Prof. Bressani. die derartige Forschungsergebnisse veröffentlicht hat.C.H. Nach dessen Rückkehr habe er ihm von seinem Sinneswandel erzählt. der seine „abstrusen Vorstellungen zur Elementumwandlung“ (Ertl) noch immer verfolgt. Lin und N. dass die Behauptung von Fleischmann und Pons belegen konnte.-4.org ist über die Jahre zu einer gigantischen Forschungsdatenbank gewachsen. die an der kalten Fusion gearbeitet haben – allerdings in der Weimarer Republik.24 Bockris weiß noch. Als die Konferenz aber fortschritt. 29.J. warum von den großen Industrieländern ausgerechnet in GroßBritannien und in Deutschland niemand an der „größten Entdeckung des 20. dass Gerischer 1991 kein „offizieller Vertreter“ des FHI mehr war. Direktor der Abteilung für physikalische Chemie am FHI in Berlin. 13 / 32 . die Überschusswärme käme aus einer Kernreaktion. H. Heinz Gerischer. musste er seine Meinung ändern und in einer Rede am Ende sagte er das auch. gibt es jetzt unzweifelhaft überwältigende Hinweise. Bockris. “A review of the investigations of the Fleischmann-Pons phenomena.“ Bockris’ Team war laut eigenen Aussagen das erste. „glaubte er überhaupt nicht an das Phänomen. „Meine skeptische Einstellung wurde dadurch eher noch verstärkt.“ Unter dem Eindruck zahlreicher negativer wissenschaftlicher Befunde habe auch Gerischer wiederum seine Meinung geändert. Der „hochverdiente und weitbekannte Elektrochemiker“ Bockris würde „heutzutage wohl kaum mehr ernst genommen“.11. 122 tätige LENR-Forscher aus aller Welt sind dort verzeichnet. einem der wenigen peer-review-Journale. Società Italiana di Fisica. Preparata (Hrsg. fragt sich heute auch. Ertl legt Wert darauf.” Como.465-474. Packham.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Physikgesellschaften hatten ICCF9 in Beijing. wie er mit Gerischers Memo für seine Forschung werben wollte.).

Dieses.F. Die Berliner Chemiker arbeiteten mit den selben Palladium-Kathoden wie Fleischmann und Pons. deren Behauptungen zu überprüfen. S. Cold Fusion Papers. Journal of Scientific Exploration 16 (2002). Als am MIT ein zweites kaltes-Fusions-Experiment lief. veröffentlicht zu werden. Hagelstein für acht Tage angeblich eine low energy nuclear reaction ablief.” University of California Press.H. dass Nature positive Forschungsergebnisse zur kalten Fusion veröffentlichte. Wegener schlug 1912 seine Hypothese der Kontinentalverschiebung vor.6. „Es gibt keine Möglichkeit. wurden beide Lokalzeitungen.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion der Deutschen Chemischen Gesellschaft veröffentlicht.706. E. schrieb Sharon Begley im September 2003 von der ICCF10-Konferenz im Wall Street Journal. obwohl auf dem Campus über 150 Plakate hingen und zahlreiche persönliche Einladungen an Kritiker verschickt worden seien. und beschweren sich. Book Review.” Science 134 (1961). „ist nicht pathologisch.). LENR-Forscher sollten ihre Ergebnisse in peer-reviewWissenschaftsjournalen publizieren. S. 28 E.26.32 Unerfüllbare Forderungen Kritiker fordern. S.808. soll kein MIT-Forscher erschienen sein. Sehr viele Entdeckungen in der Geschichte der Wissenschaft seien anfangs auf Widerstand gestoßen. nicht bereitwillig akzeptieren. dass dieses bisher nur bei vier Journalen möglich war. B. „Die wahre Pathologie aber“.03. Barber.” Nature 119 (1927). Kein Reporter erschien. „Was aber pathologisch ist. Bauer. der Boston Herald und der Boston Globe. “Cold Fusion Isn't Dead. Paneth. 2002. Genau das wollen die Forscher auch.30. It's Just Withering from Scientific Neglect.“29 Henry Bauer.“ Und dieses sei bei der kalten Fusion wiederholt vorgekommen. „Über die Verwandlung von Wasserstoff in Helium. welche veröffentlichte Arbeiten vorher überprüfen. Hook (Hrsg.25 Auch im renommierten britischen Wissenschaftsjournal Nature berichteten sie darüber. „weil das Gebiet so verdorben ist. 5. der nicht ohnehin an der kalten Fusion arbeite. So lange galt auch Wegener als pathologischer Fall. Kollegen 25 F. H.142-145. 27 F. was dem deutschen Geowissenschaftler Alfred Wegener am Anfang des letzten Jahrhunderts widerfahren war. vergleicht diese Situation mit dem.” Infinite Energy 9 (2003). 14 / 32 . Peters und P. 31 „Dass Wissenschaftler neue Behauptungen. Professor für Chemie und Wissenschaftstheorie am Virginia Polytechnic Institute und Chefredakteur des Journal of Scientific Exploration. “Prematurity in Scientific Discovery: On Resistance and Neglect. “The Reported Conversion of Hydrogen into Helium. 29 S. “Resistance by scientists to scientific discovery. telefonisch gebeten. 32 Vgl.“ erläutert Bauer.B. 28 Kalte Fusion gilt als pathologische Wissenschaft. Paneth.“ wird MITProfessor Hagelstein in Physics Today zitiert. (…) So funktioniert Wissenschaft normalerweise.526. S. Diese setzte sich jedoch erst nach dem zweiten Weltkrieg durch und ist heute Bestandteil der überprüften Theorie der Plattentektonik. 26 F.” Nature 118 (1926). Peters.“ Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft 60 (1927). wo Wissenschaftler außerhalb der eng verbundenen kalten Fusions-Gemeinde sich nicht darum scheren.” Wall Street Journal. „ist der Zusammenbruch der normalen wissenschaftlichen Kommunikationskanäle. Aber nicht bei kalter Fusion. dieses zu dokumentieren. “The Memory Hole at Work. Günther. S. Begley.“ Vielmehr sichere es die Verlässlichkeit der Wissenschaft. ist wenn Behauptungen ohne angemessene Untersuchung abgelehnt werden. Paneth und K. Mallove.9. S.596-602. 30 Vgl. “The Transmutation of Hydrogen into Helium. 31 Vgl. Vergleich mit der Hypothese der Kontinentalverschiebung Als im August des letzten Jahres im Büro von Prof. 27 Es war das erste und letzte Mal. um sich von der Behauptung zu überzeugen. die gängige Theorien widersprechen. K.

35 Reaktionen auf den Plan des US-Energieministeriums Dr. Dr.36 Seit 1995 gibt er das Magazin Infinite Energy heraus. Der Effekt: Große Teile der Wissenschaft wissen gar nicht. Lt.“33 Forschungsergebnisse eines renommierten Forschers einer US-Universität mit „definitiven Hinweisen“ auf kalte Fusion sollen von einem großen Journal.3. begrüßt die Überprüfung als „vernünftig.“ Prof. so wird berichtet. Eigene Experimente sollten nicht durchgeführt werden. Jean-Luis Naudin sieht in der kalten Fusion die „beste und interessanteste Forschungsrichtung“. Die Entscheidung sei eine „absolut logische Antwort“ auf wissenschaftliche Fragen. berichtet Mallove. dass Wissenschaftler eines noch zu besetzenden Ausschusses ein paar Tage lang Präsentationen anhören und anschließend individuell ihre Gedanken schildern. Mallove war bis 1991 Chefautor im Nachrichtenbüro des Massachusetts Institute of Technology (MIT). 33 34 Feder. William Happer. “Fire from Ice. „Ich glaube. Forscher und Berater der US-Regierung auf dem Gebiet der Militärtechnologie. Weiter geöffnet wurde die Tür zum Ministerium. darüber zu reden. 25. hofft nun.“ zitiert die New York Times einen Forscher von der Universität von Wisconsin. Chang. Searching for the Truth Behind the Cold Fusion Furor. Hekman kritisierte einen „wissenschaftlichen McCarthyismus“. Den letzten Ausschlag zur Überprüfung brachte schließlich ein persönlicher Besuch von Hagelstein und weiteren LENR-Forschern im DoE. Tom Bearden. der sich auf das Terrain wagt“. Richard L. eine der Autoritäten der unkonventionellen Nuklearphysik. Garwin. dass die DoEÜberprüfung die kalte Fusion „auf die akzeptierte wissenschaftliche Matte“ setzen wird. in die er je geforscht habe. selber vehementer Verfechter der kalten Fusion. dass wir mit einem solchen Gerät wirklich den Durchbruch auf dem Gebiet der Energietechnik erleben werden. hat der Magazin-Gründung mit einer Anschubfinanzierung geholfen. Clarke. dass es eines Ausschusses bedarf. ebenfalls Berater der US-Regierung und wie Garwin ERABMitglied. es sei Zeit für eine Überprüfung. Mallove. dass Naudins Motor Wärme aus kalter Fusion erlangt. Ich glaube nicht. Beide kennen Abraham aus Michigan. After 15 Years.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion wollen nicht einmal dabei erwischt werden. dass sie keinen Schaden anrichten wird. Michael McKubre. bezweifelt. Will Give Cold Fusion Second Look. was es in 15 Jahren für Fortschritt gegeben hat. Prof. die Überprüfung durchzuführen: Ich hoffe.F. und Ehlers sagte. Wenn da irgendetwas real wäre. „Ich dachte. Mallove fühlt sich durch den jüngsten Schritt des DoE in seiner Einschätzung bestätigt. abgelehnt worden sein.04. 15 / 32 . schätzt. die seit 1989 aufgekommen seien. April 2004. „der jeden beeinflusst. Juni 1991. das kalte Fusion nicht als Messfehler oder Spinnerei abtat. “U. Col. ohne einen Blick darauf zu werfen. dass das DoE aktuell gezwungen worden sei. LENR-Forscher beim Forschungszentrum SRI International in Kalifornien. 35 ebd.34 Mit Bezug auf Begleys Artikel im Wall Street Journal schrieb Hagelstein im Herbst 2003 einen Brief an US-Energieminister Spencer Abraham und bat um eine Überprüfung der mittlerweile vorliegenden Daten zur kalten Fusion.S. weil so viele Forscher an renommierten Institutionen arbeiteten. der Großteil der kalten-Fusions-Bemühungen wären längst ausgelaufen. würden die Menschen heute schon ihre Häuser mit kalter Fusion wärmen. begründet und zum richtigen Zeitpunkt“. um die kalte Fusion zu überprüfen. Der Autor und Visionär Arthur C. Eugene F. durch den Energieunternehmer Randall Hekman und den republikanischen Kongressabgeordneten Vern Ehlers.” John Wiley & Sons. Der derzeitige Plan des Ministeriums sieht vor.” New York Times. Noch in diesem Jahr veröffentlichte er das erste Buch. K. 36 E.

Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Das wäre viel besser als Wärmepumpen oder Wärme aus Strom. wäre ein großer Fortschritt in Richtung einer weltweiten. dass dieses nach 15 Jahren enthusiastischer Behauptungen über Wärme aus kalter Fusion nicht geschieht. dass man sich nicht mehr mit kalter Fusion beschäftige. 39 Edmund Storms.” What’s New. „dass es ausreichend ist. 40 Persönliche Mitteilung von E. dass kalte Fusion nicht existiert. um von ernstzunehmenden LENRErgebnissen zu erfahren. Ziegler vom 26. betrachte ich Forschung auf diesem Gebiet als wenig sinnvoll. Das DoE wird dann ein paar große Institutionen bezahlen. 16 / 32 . um zu sagen. derzeit äußerst zurückhaltend beurteilt werden muss.04.“ Dr. auf die üblichen Wege wissenschaftlicher Kommunikation zu vertrauen. dass die Skeptiker von Anfang an Recht hatten. dass eine „Kalte Fusion“ doch als möglich zu betrachten ist.4.04.38 Prof. 2. Ich erwarte eine zurückhaltende Aussage in der Art: „Etwas neuartiges scheint entdeckt worden zu sein. Ertl sagt.3.37 LENR-Kritiker Robert Park macht sich über die Entscheidung des DoE lustig.04. Storms vom 24. Sollte sich daraus ein Hinweis ergeben. “Cold Fusion: True Believers See DoE Review as ‘Vindication’.04.“ Auch das Forschungszentrum Jülich teilt mit.3. dass die DoE-Initiative nichts daran ändere. Der für 2005 angekündigte Bericht des DoE zur „Kalten Fusion“ wird es sicherlich erlauben. nachhaltigen Energieversorgung. 39 Persönliche Mitteilung von P. Diese Institutionen werden ohne Erfahrung von Null anfangen und daher negative Resultate erhalten. die Arbeiten auf diesem Gebiet besser als bisher einzuordnen und wird weltweit mit Interesse zur Kenntnis genommen werden. Im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik geht man davon aus. Dieses wird benutzt werden. die Fusion leichter Atome mit niedriger Aktivierungsenergie zu erreichen. APS. ist die eloquenteste Zeugnis. seit 1989 tätig in der LENR-Forschung. wäre eine große Peinlichkeit. Währendessen werden mehrere Unternehmen den Effekt als kommerzielle Energiequelle entwickeln. Trotz der Vielzahl der dazu bisher vorgelegten Arbeiten gibt es nach der überwiegenden Expertenmeinung noch keinen eindeutigen. so dass die Möglichkeit. Fusionsreaktionen mit niedriger Aktivierungsenergie zu realisieren. Die Tatsache.org. Park. das weiter untersucht werden sollte“. verifizierten Nachweis für diesen Ansatz.3. bleibt aber äußerst skeptisch: Das DoE ist immer stark gegen LENR gewesen. den Effekt zu untersuchen.40 37 38 Persönliche Mitteilung von W. wenn es solche geben sollte. begrüßt die Überprüfung als „lange überfällig“. Happer vom 24. kalte Fusion werde am FHI sehr kritisch eingeschätzt: „Solange nicht grundlegende physikalische Prinzipien revidiert werden müssen (und dafür sehe ich derzeit keine konkreten Anhaltspunkte). Peter Ziegler vom Bundesministerium für Bildung und Forschung teilt mit: Im BMBF werden die Arbeiten zur „Kalten Fusion“ mit Interesse verfolgt. R. Die Möglichkeit. Nun eine Kehrtwende zu machen. wird sich auch das BMBF erneut mit dieser Frage beschäftigen.

M.” Journal of Electroanalytical Chemistry 261 (10. S. reagierte der Preis des Metalls in der Folge auf jede wissenschaftliche Äußerung wie der Ölpreis auf politische Äußerungen. Die Pressekonferenz fand zwei Tage später statt. April 1989 im Journal of Electroanalytical Chemistry veröffentlicht worden.org/acrobat/Scaramuzzitenyearsof. An der Brigham Young University begann diese bereits 1982. Am 17. Zur Theorie der kalten Fusion Frühe Finanzspekulation mit Palladium Der US-Bundesstaat Utah ist die Heimat der modernen Erforschung der kalten Fusion. April 1989 auf einer Anhörung des Ausschusses für Wissenschaft. „und übrigens.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion 2. 23. denn sie hatten Geld in Palladium angelegt. nachzulesen im Rückblick des beteiligten Plasmaforschers Prof. „Offenbar haben die Titan und Deuteriumgas benutzt und KEINE Elektrolyse“. sagte am 26. Franco Scaramuzzi.” Salt Lake Tribune. Energie und die Umwelt (Ente per le Nouve Tecnologie. der interessanterweise online dokumentiert ist.4. wenn – wie in diesem Fall – die vorgelegten Daten der etablierten Theorie widersprechen. dieses Verfahren patentieren zu lassen und dieses auf einer Pressekonferenz mitzuteilen.04. Fleischmann. 43 F. um eine Interaktion zwischen Deuterium und einem Metall wie Palladium oder Titan zu realisieren?'… Warum Titan? Tatsächlich hat ein Team vom Italienischen Nationallabor für Neue Technologien. ob sich dabei mehr Energie raus holen lasse als rein gesteckt wurde.” Rich antwortete am selben Tag: Die sagen die Idee für das Experiment kam aus der Frage 'ist wirklich Elektrizität nötig. eine gebotene Aufgabe der Wissenschaft. 17 / 32 . das Fleischmann/Pons-Experiment zu wiederholen. Pons und M. Der eMail-Austausch zweier Doktoranden am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Weltraum und 41 42 “Cold fusion & Utah. was sich durch die Entstehung von Überschusswärme äußern sollte. Scaramuzzi.” Accountability in Research 8 (2000). Prof.41 Sie wollten überprüfen. Die beiden Chemiker Dr. http://lenr-canr. Auch am MIT an der Ostküste wurde dieses versucht. Die Forschungsergebnisse sind erst am 10. dass dieses möglich sei. “Electrochemically Induced Nuclear Fusion of Deuterium. Patentanträge wurden am 21. Du hast heute $5 gewonnen. l’Energia e l’Ambiente (ENEA)) zu besagtem Zeitpunkt ebenfalls auf einer Pressekonferenz über die Entdeckung von Fusionsprozessen bei Raumtemperatur berichtet. Martin Fleischmann und Dr.42 Da Fleischmann und Pons Kathoden aus dem wertvollen Palladium verwendet hatten.43 Chemiker gegen Physiker Längst waren weltweit Versuche im Gange.4. Als ihnen über die Jahre klar wurde. S. Stanley Pons haben 1984 an der University of Utah (UU) mit ihren Experimenten zur Spaltung schweren Wassers (mit Deuterium statt normalem Wasserstoff) durch Anlegung einer Spannung (Elektrolyse) begonnen.301.77. April bat Jeff Rich um eine Übersetzung einer Meldung des italienischen Fernsehsenders RAI 1. lässt Einblicke in ein hysterisches Jahr 1989 zu. Mitglied des 19-köpfigen MIT-Teams. Hawkins. Jeff und Rich verfolgten die Nachrichten über die Debatte der kalten Fusion ganz genau. italienische Wissenschaftler hätten die Fusion bei Raumtemperatur bestätigt.pdf. Fleischmann zufolge waren „wirklich die Patentanträge“ der Grund für die Pressekonferenz. Ronald Ballinger.89). “Ten Years of Cold Fusion: An Eye-Witness Account. März 1989 gestellt. schrieb Jeff. beschloss die Universität. S.

Maddox. Mai 1989. dass brauchbare Energiequellen aus dem Phänomen mit Namen kalte Fusion resultieren. aber die meisten Labore berichten von negativen Resultaten.4.89). die Ballinger jedoch nicht beurteilen könne. Wir hoffen auf einen Vorteil durch diese erwarteten guten Nachrichten (und für den derzeitigen niedrigen Palladium-Preis). da Fleischmann/Pons Fusionsprodukte nicht in erwarteten Mengen gemessen oder berichtet hatten. Der Ausschuss schließt daher. Gute Nachricht: Wir haben das vorausgesehen. 101. was die deutlichste Signatur von Fusion wäre. dass eine zweite Gruppe positive Resultate produziert hat.. die kalte Fusion widerlegt zu haben. Darin sagt Prof. und viele andere Skepsis ausdrückten.. “MIT bombshell knocks fusion ‘breakthrough’ cold. Ronald Parker.15.7.” Boston Herald. Space.. weil ich letzten Donnerstag eine Rede von Dr. “End of cold fusion in sight.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Technologie des US-Repräsentantenhauses. 1. Die. 18 / 32 . S..5. Mehr gute Nachrichten: Am Montag wird es eine Konferenz der ACS (Amerikanische Chemische Gesellschaft) geben. Diese bedürften „großer Aufmerksamkeit“ und wären – wenn wahr – ein „Durchbruch“ mit „größter Bedeutung für die zukünftige Energieproduktion“. „mit Ausnahme vielleicht der Ergebnisse aus Stanford.89. Congress. er und seine Physiker-Kollegen seien „sehr frustriert“ über die kommerzielle Art und Weise. U. dass experimentelle Resultate von Überschusswärme (…) bis heute keine überzeugenden Belege darstellen.89. Das vom Chefredakteur des Wissenschaftsjournals Nature John Maddox schon im Juli 1989 prognostizierte „Ende der kalten Fusion“46 goss der Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses des DoE im November 1989 in Zement: Manche Labore unterstützen. so dass die bekannten Deuterium-Fusionsreaktionen als Quelle des Tritiums ausgeschlossen werden können. dass berichtete Experimente bis heute keine überzeugenden Belege darstellen.45 Am selben Tag fand eine Konferenz der Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft (APS) statt.” Nature 340 (6.. Europa und der UdSSR“. 1. die Arbeit von Fleischmann/Pons sei „wissenschaftlicher Schund“ und „vielleicht Betrug“. Tate. In diesen Fällen werden jedoch keine sekundären oder andere primäre Teilchen gefunden. wie die Chemiker in Utah mit ihren Forschungsergebnissen umgingen. House of Representatives. den Fleischmann/Pons-Effekt reproduziert zu haben. finden keine entsprechenden Mengen von Fusionsprodukten so wie Neutronen und Tritium. üblicherweise stoßweise. damals Direktor des MIT-Plasma Fusion Center. Sitzung. 46 J. Zusätzlich schließt der Ausschuss. Manche Labore berichten von Tritium. Man selber und andere Teams hätten die Ergebnisse jedoch nicht reproduzieren können. Mehr schlechte Nachrichten: Wir haben trotzdem $60 verloren. die Behauptung aus Utah einer Produktion von Überschusswärme.. and Technology. Du hast von der APS-Konferenz am Montag gehört. Die Fusionsbehauptung müsse als „nicht verifiziert“ gelten. Palladium-Spekulant Jeff schrieb seinem Freund Rich am darauffolgenden Donnerstag: Schlechte Nachricht: Ich bin sicher. Ballinger gesehen habe. 44 Recent developments in fusion energy research: Hearing before the Committee on Science. 44 Für weiteren Vertrauensverlust sorgte ein Artikel auf Seite 1 des Boston Herald vom 1.S. 26. wo mehrere Physiker behaupteten. wandelte sich wissenschaftliches wie öffentliches Interesse alsbald in Ablehnung. Ich habe gehört. Stanford bleibt bei seiner bereits angekündigten Bestätigung und Texas A&M hat mitgeteilt. Meinungsumschwung in Wissenschaft und Öffentlichkeit Obwohl einige Labore berichteten. die Überschusswärme behaupten. 45 N. dass dort mindestens ein halbes Dutzend Bestätigungen angekündigt werden.

dann muss sich dies eindrucksvoller manifestieren. Experimente haben in den Folgejahren eine Datenmenge hervorgebracht.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion dass die berichtete anomale Wärmeentstehung mit einer Kernreaktion in Verbindung steht. weil sie „ihre Karriere riskieren“ um die Realisierbarkeit der kalten Fusion zu beweisen. weil zu viele Erfolgsmeldungen sich als unhaltbar erwiesen hätten. Schwinger erhielt 1965 gemeinsam mit Sin-Itiro Tomonaga und Richard Feynman den Physik-Nobelpreis für die Begründung der modernen relativistischen Quantenfeldtheorie. kalte Fusion zu erforschen. so Milch.04. Die vorgeschlagene Erklärung gehöre aber zu einer gänzlich anderen Disziplin: zur Kernphysik. falls real. was wiederum inkompetente Versuche gewesen seien. er glaube nicht. “weil kalte Fusion. Storms erforscht das Phänomen nach seiner Zeit am Los Alamos National Laboratory als Privatmann. Wenn aber doch. Der Wissenschaftstheoretiker Henry Bauer sieht den Hauptgrund für den „Widerstand“ in einer „disziplinären Dissonanz“. das Experiment in ein paar Wochen zu wiederholen.“48 Der Satz ist jedoch zumindest in einer Hinsicht falsch: Kalte Fusion ist mit derzeitigen Theorien erklärbar. aus der APS ausgetreten.“ Wenn Theorie die Faktenlage bestimmt Die New York Times drückte den Grund für die Ablehnung mit den Worten aus. Das Wired-Magazin zählt beide zu den „Wired 25“ des Jahres 1998. November 1998. die von der Physik erwarteten Fusionsprodukte zu messen. 25. überzeugten die ungereimten Resultate die meisten Wissenschaftler. Michael McKubre haben sich nicht von Theorien abhalten lassen. habe ihm gesagt. Demnach gibt es heute zwei Gruppen von Daten: 47 48 ERAB Report. Chang. „Wenn tatsächlich kalte Fusion in einem Experiment erreicht worden sein sollte. nicht mit derzeitigen Theorien erklärt werden kann. der Erfinder der Wasserstoffbombe. November 1989. wie die Amerikanische Physikalische Gesellschaft mit dem neuen Phänomen umging. dass kalte Fusion real sei. McKubre hat sich 1989 durch Äußerungen bekannter Physiker ermutigt gefühlt. die Aufmerksamkeit für kalte Fusion sei auch am IPP anfangs „sehr. dass sie überhaupt nicht stattgefunden hatte. McKubre ist Direktor des Energy Research Center am Stanford Research Institute (SRI International). Diese sind nur nicht anerkannt. Die Forschungsrichtung habe sich in dieser Zeit „in gewissem Sinne“ aber „ihren Ruf verdorben“. könnte er es mit einer sehr kleinen Änderung der physikalischen Gesetze erklären. Dr. Kalte Fusion sei hauptsächlich physikalische Chemie gewesen. die die Anforderung an eine Theorie klar umreißt.3. sehr groß“ gewesen. hätten Elektrochemiker sofort als „inkompetent“ erkannt. Versuche der Physiker. Edmund Storms und Dr. So auch eigene Versuche des IPP. 1989 ist er aus Protest. Erst dann ist auch mit einem erneuten Interesse der restlichen Fusionsforscher zu rechnen“. 49 Platt. außer bei mehreren Millionen Grad und enorm hohen Drücken.49 Ein Theoretiker der kalten Fusion war Julian Schwinger. Edward Teller. empirisch an die kalte Fusion heranzugehen. Umgekehrt hätten Fleischmann und Pons unter Zeitdruck versucht. 19 / 32 . die Pressesprecherin des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) berichtet rückblickend. Daraus sei in der Wissenschaft ein Widerstand erwachsen nach dem Motto: „Kernfusion kann nicht stattfinden.47 Isabella Milch.

Der andere Teil wird jedoch in das Palladium hineingezogen und besetzt dort Zwischengitterplätze des Palladium-Kristallgitters. In dem Moment. die beide Teil des natürlichen Hintergrunds der Messung sind. Protonen sind nichts anderes als Wasserstoffkerne und sind im Experiment sowieso anwesend. Hier setzt die Theorie des MIT-Forschers Prof. Es gibt also einen Mechanismus. welches dort aufsteigt. 2002. Die entstandene Wärme rühre entsprechend von der Energieaufnahme der Elektrode. Beaudette.51 Zur Beantwortung der Frage. sowie Helium-4. die gemäß Weg (3) zu erwarten ist. nahm Schwinger den Umweg über das Phänomen der Sonolumineszenz. was nicht der Fall ist. ob umgekehrt nicht auch Energie einer mikroskopischen Einheit in kinetische Energie einer makroskopischen Einheit übertragen werden könnte?52 Die Coulomb-Schwelle getunnelt Was bedeutet das nun? Im klassischen Elektrolyse-Experiment zur kalten Fusion werden positiv geladenen Deuteriumkerne (Deuteronen) von der negativ geladenen PalladiumKathode angezogen. Das ist die Energiebarriere. das mit der Wärmemenge korrespondiert. die überwunden werden können. als dass die Gammastrahlung. “A Brief History of Mine. S. wie die behauptete Fusion von Deuteriumkernen stattfinden kann: (1) Deuterium + Deuterium > Tritium + Proton (2) Deuterium + Deuterium > Helium-3 + Neutron (3) Deuterium + Deuterium > Helium-4 + Gammastrahlung Die Wege (1) und (2) sind die hauptsächlich zu erwartenden Reaktionen und werden mit gleicher Wahrscheinlichkeit erwartet. und somit auch ohne Fusionsprozess gemessen werden.” Transactions of Fusion Technology 26 (1994). Dort. Hinsichtlich der kalten Fusion stellte Schwinger die Frage. Schwinger. ihnen ermöglicht. vom Palladiumgitter aufgenommen wird. dass es zur 50 51 woher die Deuteronen im Palladiumgitter die Energie erhalten. Helium-3 ist schwer zu messen. bei dem kinetische Energie einer makroskopischen Einheit (Schallwelle) in eine mikroskopische Einheit (Atom) übertragen wird. sich zu Helium-4 zu verwandeln. Ein Teil der Deuteronen rekombiniert an der Kathode wieder zu Deuteriumgas. genau wie Tritium und Neutronen.50 Auf dem Weg zu einer Theorie der kalten Fusion gibt es drei Wege. woher bei der kalten Fusion die Wärme rührt. müssten Tritium und Neutronen in entsprechenden Mengen nachweisbar sein. die erst muss. Außerdem geringe Mengen von Neutronen und Gammastrahlung. 20 / 32 . 52 J. Dabei wird eine Flüssigkeit mit Schallwellen zu Bildung von Gasblasen angeregt (Kavitation).279. fänden sich zwei oder mehrere Deuteronen „gelegentlich“ in der Lage. damit zwei Teilchen gleicher Ladung sich so weit annähern Fusion kommen kann. in dem diese Gasblasen wieder in sich zusammenstürzen (implodieren). erläutert Storms. wird Energie in Form eines Lichtblitzes frei. Der Einwand der etablierten theoretischen Physik lautet nun: Wenn die in den erstmals von Fleischmann und Pons durchgeführten Experimenten entstandene Wärme tatsächlich von einem Fusionsprozess herrührt. (b) Hinweise auf Kernspaltung: Messung von Helium-4 und Transmutation von Elementen. Es bleibt die Frage.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion (a) Hinweise auf Kernfusion: Entstehung von Wärme. Messungen von Tritium (dem schwersten Wasserstoff-Isotop). die es Coulomb-Schwelle zu überwinden. Schwingers Theorie besagt nichts anderes.

Als Ergebnis dieser Kettenreaktion wäre unter anderem mit der Entstehung von Helium-4. MA. 59 Vgl.R. Letts und Cravens.A. Dardik et al. S. 59 Hagelsteins Theorie erklärt das Ausbleiben von Fusionsprodukten der Wege (1) und (2) in erwarteten Mengen dadurch. der sich danach in einem energetisch angeregten Zustand befindet. 2003.html. 54 Beaudette.3. zu der die Erforscher der kalten Fusion ihre Arbeit zählen. 56.53 Kleine Energiepakete. um die Coulomb-Schwelle von selber zu überwinden. hat Dr.. 2003. dass auch Hagelsteins Theorie Aspekte enthalte. Obwohl die Deuteronen nicht genug Energie hatten. Der Forscher tippt. Cambridge.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Peter Hagelstein an. Lahey.61 Zur Zeit sei es sehr schwer zu sagen. der von einem Atomkern abgestrahlt wird.org/acrobat/StringhamRcavitationb.60 „Unerwartete und ungewöhnliche“ Ergebnisse aus Berlin Storms gibt zu.” in: Tenth International Conference on Cold Fusion (2003). Stringham. Hagelstein. bei genügend hoher Energie auch mit Kernspaltung zu rechnen. Cho. besagt Hagelsteins Theorie. Schwinger hatte die gleiche Idee und fühlte sich sofort an den Mössbauer-Effekt erinnert. dass Weg (3) bevorzugt wird. 56 Vgl. Tanzella. Schon länger war bekannt. „zusammen mit einer Idee. R. Cambridge. MA. 58. McKubre. http://lenr-canr. welche Theorie besser sei als andere. Essentiell beruht Hagelsteins Theorie auf dem sogenannten Tunnel-Effekt. Um weitere Tests zur Elektronenabschirmung zu machen. Dieses gelte auch für andere Theorien auf dem Gebiet. und T. könnten bis zu 12 Billionen mal pro Sekunde ausgetauscht werden. könnten die Kerne auch durch Wellenanregung per Laser oder Schallwelle zusätzlich energetisiert werden. 61 Für andere theoretische Ansätze siehe die Arbeiten von S.pdf. maß Huke Fusionsprodukte jenseits der erwarteten Menge. “Models For Tunneling Through The Coulomb Barrier. Jr. Nigmatulin und Block. dass Energie zwischen Palladium-Atomen und Deuteronen über die Eigenschwingung des Kristallgitters ausgetauscht werde.“ Dass in der Richtung der „Kernphysik der verdichteten Materie“.277f. die bislang noch nicht vorgeschlagen worden ist. wobei die dort beschriebenen Effekte mit heißer Fusion erklärt werden. 57.poster session.55. auch Taleyarkhan. 21 / 32 . dass die Coulomb-Schwelle überwindbar und eine Kernreaktion ermöglicht werde. sondern auch quantitativ.E. Armin Huke für seine Doktorarbeit Metallgitter mit Deuteronen beschossen. 58 Vgl. die in einer stromdurchflossenen Flüssigkeit immer vorhanden sind. angekündigt. 2003.54 Wie Edmund Storms erklärt. 22. P. “Cavitation and Fusion . Sie besagt. demzufolge die Deuteronen – besser: ihre Wellenfunktionen – mit gewisser Wahrscheinlichkeit jenseits der Coulomb-Schwelle liegen. Das Zustandekommen der Messergebnisse der Gruppen (a) und (b) wird nicht nur qualitativ erklärt.” in: Tenth International Conference on Cold Fusion (2003). dass Elektronen die CoulombSchwelle senken. die „normale“ Wissenschaftler sich die Haare raufen lasse. Chubb sowie von Y. Dieser beschreibt eine solche spontane Energieübertragung zwischen zwei Atomkernen. Auch findet eine Erklärung. 57 Vgl. um die Reaktion zu beschleunigen. Kim unter http://lenr-canr. zeigen auch Experimente der Technischen Universität Berlin. wenn dieser von einem angeregten Zustand in einen niedrigeren „fällt“. 55 Vgl.2004. Trevithick und Hagelstein. warum sich in der Praxis Kernreaktionseffekte angeblich erst nach mehreren Tagen einstellen. 2002. 60 Vgl.. Mullican. mit Überraschungen zu rechnen ist. Nach mehreren Minuten könnten Kerne energetisch angeregt genug sein. Dabei trat bei manchen Metallen ein Effekt 53 In einem Atomverband kann ein Gammastrahl. dass die finale Theorie Aspekte verschiedener Theorien beinhalten werde. von einem anderen Atomkern rückstoßfrei (verlustfrei) absorbiert werden. West. weil die negativ geladenen Teilchen die positive Kernladung teilweise abschirmen.org/LibFrame1.

246. 64 G. so bleiben zwei Prozent.” Journal of New Energy 4. Vollkommen „unerwartet und außergewöhnlich“ wurde der Neutronenweg unterdrückt. Nr. S. die bereits ein halbes Jahr eingelagert gewesen seien. indem er blöffte. 22 / 32 . um seine Dissertation zu etwas ganz Besonderem zu machen. 3. Packham zu einem Geständnis zu bewegen. Ergebnisse manipuliert zu haben.“ Dissertation. welchen gefunden. “The effect of hydriding on the physical structure of palladium and on the release of contained tritium. Berlin (2002). Bestehende Förderbudgets des Stanford Research Institute (SRI) und der Texas A&M University wurden unmittelbar zu Gunsten der kalten Fusion umgeschichtet. und EPRI beauftragte alle Arbeitsgruppen mit dem Versuch. diese Forschung zu fördern. „Die Deuteronen-Fusionsreaktionen in Metallen. http://lenrcanr.tu-berlin.pdf. die sich durch große Mengen des Fusionsprodukts Tritium geäußert habe. das Science aber nicht veröffentlichen wollte. Der Doktorand Nigel Packham habe Tritium beigefügt. entschied sich auch das Electric Power Research Institute (EPRI). Vor dem Science-Artikel hatte Taubes bereits versucht. Wie Hagelstein erklärt der Berliner Forscher seine Ergebnisse mit Hilfe des Tunnel-Effekts. Der Kampf gegen die kalte Fusion Mit Blöffs gegen Fors chungsergebnisse Als im März 1989 auf der ganzen Welt der Startschuss fiel. S. http://edocs. „kalte“ Fusion anzuzweifeln. auf schweren Wasserstoff analysiert.org/acrobat/BockrisJearlycontr.62 Huke und die Berliner Gruppe sind nicht Teil der angeblich so „eingeschworenen Gemeinde“ (Milch) der kalten Fusions-Forscher und machen doch verwandte empirische Arbeit. Hauptquelle war der A&M-Forscher Prof.2 (1999). Technische Universität Berlin. 65 E. Wenn Unzulänglichkeiten der Experimente weitere acht Prozent ausmachen. Bockris wurde auch erst mit Verzögerung ein Leserbrief zugestanden. Texas A&M war für die Aufgabe überaus geeignet. Wolf habe heimlich Experimentalflüssigkeiten. sondern auch einen Teilchenbeschleuniger und ein Thermodynamisches Forschungszentrum. ihn am nächsten Tag in der New York Times bloßzustellen. Der Journalist Gary Taubes veröffentlichte daraufhin im Juni 1990 im Fachjournal Science einen Artikel. Kevin Wolf. dass kalte Fusion „Konkurrenz für andere Energiequellen“ darstelle. Storms und C. Der zugrunde liegenden Vermutung widersprach zunächst der EPRI-Programm-Manager und später das Ergebnis eines Experiments65 . der laut McKubre den „definitorischen Unterschied“ zwischen kalter und konventionell verstandener Fusion ausmache: Die Reaktionswege (1) und (2) traten nicht gleich häufig auf. Für Michael McKubre hat aus theoretischer Sicht „nie ein wirklicher Grund“ bestanden.40. Dieser Ablehnungsgrund sei der. Sie unterhielt 1989 nicht nur ein Zentrum für elektrochemische Systeme und Wasserstoff-Forschung und drei elektrochemische Arbeitsgruppen. “Early Contributions from Workers at Texas A&M University to (so-called) Low Energy Nuclear Reactions. in dem er einen jungen Forscher aus Bockris’ Team beschuldigte. in dem er dann aber 26 weitere Labore zitierte. die kalte Fusion zu reproduzieren. Ganze 90 Forscher waren 1989 an A&M in der Elektrochemie tätig. S. Taubes.” Science 248 (15.1299. die kalte Fusion zu reproduzieren. 64 Bockris schreibt rückblickend. Taubes Vermutung stützen zu können. “Cold fusion conundrum at Texas A&M.de/diss/2002/huke_armin. Die Anschuldigung war nie durch irgendein Experiment belegt. Das nichtkommerzielle Konsortium finanziert Forschung zur Energieerzeugung und –verteilung. Dennoch war Theorie bislang zu 90 Prozent Grund der wissenschaftlichen Ablehnung. O'M Bockris.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion auf. 62 A.6. Huke.” Fusion Technology 20 (1991). und somit gemeint. wenn man Edmund Storms glaubt. 63 J. Talcott-Storms.63 Die Gruppe von Prof.htm. Bockris berichtete noch im selben Jahr von einer erfolgreichen Reproduktion.1990).

Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion die ebenfalls Tritium gefunden hätten.3. Lee und J. “Radiation data reported by Wolf at Texas A&M as transmitted by T. http://lenrcanr. G. O'M Bockris. Utah: National Cold Fusion Institute. 73 A.C. Nr. S. Penner. 9 (1989). G. Bockris. C. S. O. Tufts.A. J. 10.J.“68 Interessanterweise erhielt auch Professor Wolf 1992 Hinweise auf neu entstandene Elemente. „Sporadic Observation of the Fleischmann-Pons Heat Effect. 23 / 32 . “Calorimetric Measurements of Excess Power Output During the Cathodic Charging of Deuterium into Palladium. Heben. Barnes. Y. 72 noch jeweils eine von der Stanford University73 und der University of Minnesota74 . Oriani. der EPRI-Programm-Manager. Vier Experimente haben aufgrund des hervorragenden Rufs der ausführenden Labore besonders zum ablehnenden Fazit des Untersuchungsberichts und generell zur Ablehnung der kalten Fusion beigetragen: das des California Institute of Technology (CalTech)75 . Shreve.” J. Huggins. Kaba.4.103.A.J. die in ihren Veröffentlichungen nicht von Überschusswärme oder Fusionsprodukten berichteten. L. Bischler. Palladium-. die falschen Experimente gemacht zu haben. Lunt.B. Thermal Measurements and Experimental Considerations.R. Kainthia. Appleby.und Ruthenium-Isotopen in ungewöhnlich hohen Mengen.E. M. Im ERAB-Abschlussbericht vom November 1989 sind dennoch bereits fünf Forschungsgruppen aufgeführt.C. Szklarczyk. „Anomalous Calorimetric Results During Long-Term Evolution of Deuterium on Palladium from Alkaline Deuteroxide Electrolyte. und er hat auch seine Auszeichnung behalten. Nelson.H. Sailor. Seine wissenschaftliche Integrität war Gegenstand zweier Untersuchungen seiner Universität. http://lenr-canr. Veley. Autor mehrerer Standardwerke zur Elektrochemie. 18 (1990). Wolfs Team maß nach einem ElektrolyseExperiment die Präsenz von Silber-. J. hatte das Pech. S.M. S. Oliver und S. nicht aber seinen vorher exzellenten Ruf. P. A. Kellogg.pdf. Rhodium. Youngquist. M. G. “Accountability and Academic Freedom. des britischen Harwell Laboratory76 . O. Crouch-Baker. Pons und Hawkins. Act. G. Miskelly.A.1990).K.” EPRI (1995). S.J. 75 N. Lewis.463. die Hinweise auf kalte Fusion in Form von Überschusswärme veröffentlicht haben: neben der ursprünglichen Gruppe von der University of Utah70 und den beiden A&MGruppen71. J. N. M. 68 Persönliche Mitteilung von J.” Fusion Technol.C. R. Fusion Energy 9 (1990).1315.04. Packhart. 74 R. Wass und J.H. M. The Battle Concerning Research on Cold Fusion at Texas A&M University. Lucier. Broadhurst. bei dem Wolf Bockris zuvor für die Manipulation von TritiumMessungen angeschwärzt hatte.67 1992 berichtete Bockris’ Team als erstes von der Messung des Fusionsproduktes Helium. M.G. Dem gegenüber werden 13 Gruppen genannt. O’M Bockris vom 31.A. O'M Bockris. S. Belzner. „dass viele neue Elemente in Palladium entstehen.652. G. Am Ende wurde er von sämtlichen Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens freigesprochen. „Two Fast Mixed-conductor Systems: Deuteriumand Hydrogen in Palladium. deren Arbeit letztendlich vom Fachblatt Nature zur Veröffentlichung aber abgelehnt worden ist. U. Passell. Tom Passell. Gür. O'M Bockris. University of Utah Research Park.J.J. Lin.” Accountability in Research 8 (2000). konnte dieses aber nie wiederholen. Kumar. ihn zu entlassen. Srinivasan.219.E. beide veröffentlicht in Nature.S. M.M.org/acrobat/BockrisJaccountabi.J.O. Salt Lake City.69 Überstürzte Experimente So lange hat der Untersuchungsausschuss des US-Energieministeriums nie gewartet. R. R. S. 72 A.2. kein Wissenschaftsjournal wollte diese Arbeit veröffentlichen.Schreiber und R. welche zeitweise überlegte.“ in: The First Annual Conference on Cold Fusion (1990). 69 T. S. B. wenn man darauf über mehrere Wochen Wasserstoff elektrolysiert. Santangelo.8. S.org/acrobat/PassellTOradiationd. Passell. 66 67 J. Dr.G.66 Auch Bockris bekam Probleme. 71 R.W. Kim.pdf. 70 Fleischmann. Kavanagh.89. das des MIT77 und des Naval Weapons Center78 der US Navy.“ Electrochim.J. veröffentlichte Wolfs Ergebnisse 1995. 1994 wurde über die Transmutation von Kohlenstoff in Eisen berichtetet und 1995 habe man entdeckt. McManis. Letter to Science 249 (3.

Taylor. S. dass kalte Fusions- Vogelaar. Gaudeau. Wang. and Power in Electrochemical Cells Having Pd Cathodes. (…) Sie sagten.H.79 Diese neuen Ergebnisse hatten es nicht mehr in den ERAB-Bericht geschafft. Craston.” Technical Report 1862. womit seine vorherige Entwicklung eines Wasserstoff-Sensors abrupt endete.133. brachten die Bestätigung der Wärmeproduktion und der Entstehung des Fusionsproduktes Helium-4. Sené. Hooton. sondern auch.“ Ein anderer Navy-Forscher berichtet von Einschüchterungsversuchen: „Ziemlich prominente Persönlichkeiten der Physik-Gemeinde sprachen Drohungen aus. sie seien sich bewusst.R. dieses zu verhindern.S. Petrasso. http://www.R. Chem. Miles und K. C.org/acrobat/MilesManomalousea.P.8. D. dass sie nicht anders erklärt werden könne. Williams.” J. “Reasonable Doubt. S. Werden Forschungsgelder einem bestimmten Gebiet zugewiesen.12. R. Miles.E. R. Schloh. “Searches for low-temperature nuclear fusion of deuterium in palladium. „Doch unsere Daten sind so.1989). Johnson. S.mil/sti/publications/pubs/tr/1862/tr1862-vol2.navy. NAWCWPNS TP 8302 (September 1996).525. Auch vom Navy-Labor kam nun eine Bestätigung anomaler Überschusswärme in kalten Fusions-Experimenten. Erst Palladium-Kathoden. X. Bestätigt wurde auch der Zusammenhang zwischen der Entstehung von Überschusswärme und Helium-4.81 Ein gutes Jahr später griff der New Scientist den Bericht auf und schrieb. R. Croft. Kondrat und R. erhielt ein neues Forschungsziel.B. J. P. C.333. Cammarata. Park und D. Szpak und P. 79 Persönliche Mitteilung von Melvin Miles an Steven Krivit vom 4. Fiore. Daviss. die nicht nur zeigten.” New Scientist 177 (29.” J. „Mir war ein bisschen unwohl dabei. M. die das Labor im September 1989 erhalten hatte. Fusion Energy 9 (1990).W. M. Mason und R. 81 S. New. Bailey. dem New Scientist gegenüber zu. 80 M. 82 B. Luckhardt.spawar.mil/sti/publications/pubs/tr/1862/tr1862vol1. durchgeführt während zehn Jahren in verschiedenen Labors der Navy. fehlen sie einem anderen. und wir stehen dazu.“ gab Dr. S. Auch das SRI hatte von EPRI keine zusätzlichen Gelder erhalten. Nr. V. S. J. Parker.pdf. R.80 Die Forschung bei der Navy ging weiter.J.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Kurz nach Veröffentlichung des ERAB-Berichts an die Regierung und nachdem sich Wissenschaft wie Öffentlichkeit ihre (ablehnende) Meinung gebildet hatte. Fusion Energy 9 (1990). K. Other Fusion Products. März 2003). Li. Kucernak. S. Findlay.pdf (43MB!).03. Jones. Michael McKubre. In ihrem Abschlussbericht von 1996 berichtet die Navy von einem anomalen Leistungsgewinn bei 28 von 94 Experimenten. dass staatliche Forschungsgelder in die kalte Fusions-Forschung gehen würden und dass sie alles versuchen würden.R. B. M.O. wie sie sind. T. D. “Electrochemical Calorimetric Studies on the Electrolysis of Water and Heavy Water (D2O).36.E. S. dass reguläre Forschungsbudgets auch in den USA knapp bemessen sind.W. Nach fünfjähriger Forschung konnte auch das SRI mit Gewissheit sagen. Hwang. I. 78 M. 77 D.11.K. “Upper bounds on ‘cold fusion’ in electrolytic cells. Stilwell.R.navy.A. Frank Gordon. seien manche Forscher bereit.I.P. Ereignisse zu bezeugen. K. Crooks. C. dass kalte Fusion real sei. nach mehr als 200 Experimenten.J. Ballinger.3.375.” Final Report. Direktor des Navigation and Applied Sciences Department in San Diego. Linsay.” Nature 340 (17.“82 Bedrohung der Budgets für die heiße Fusion Mann muss wissen. R. Im Februar 2002 erschien der technische Bericht 1862.C. http://lenr-canr.A.H. Albagli. United States Navy (Februar 2002).spawar.pdf und http://www. Wenzel und M. “Thermal and Nuclear Aspects of the Pd/D2 O System. nahm der Lauf der Dinge erneut eine Wendung. Mosier-Boss. Wrighton.1989). meinen Unterschrift [unter den Bericht] zu setzen. 76 D. 24 / 32 . “Measurement and Analysis of Neutron and Gamma Ray Emission Rates.” Nature 342 (23.S. der vor 1989 für EPRI bereits zehn Jahre in der Elektrochemie tätig gewesen war. A. “Anomalous Effects in Deuterated Systems.D.M.

Gough. S. die zwei Drittel der nationalen Ölimporte verbrennt. 86 Happer. S.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Zellen eine unverstandene Leistungsquelle darstellten. Ballinger und die anschließende negative Presse beigetragen.” Final Report.C. macht bereits fleißig Werbung für den „Wasserstoff-Highway“. Der Leiter derer Untersuchungen Dr. Abgeordneten alarmierender vorliegenden an dem die Wasser und 83 M.“ teilte McKubre mit.84 Dabei kennt Happer die Ergebnisse beispielsweise der Navy. April 1989 hatte eine Abordnung aus Forschern und Politikern des US-Bundesstaats Utah das Repräsentantenhaus um 25 Millionen Dollar zur Erforschung der kalten Fusion gebeten.pdf. Eine „Aufklärungskampagne“ soll die Nation für diese Absicht gewinnen. Das PFC musste fürchten. Electric Power Research Institute (August 1994).lenrcanr. die mittlerweile Daten zur kalten Fusion überprüfen zu wollen. Eintritt in die „hydrogen economy“ Evident sind aktuelle Äußerungen der US-Administration zur „Wasserstoffwirtschaft“. Bis dahin soll weiter geforscht werden. “Harmful Politicization of Science. auch er habe einen Plan. Im Februar 2003 kündigte Präsident George W.38. ihre Transportinfrastruktur. TR-104195. Ballinger leitete damals das Forschungsprogramm zur heißen Fusion des Plasma Fusion Center am MIT. William Happer. hat die damaligen Bemühungen zur Beschaffung von Forschungsgeldern für die kalte Fusion kürzlich als „schädliche Politisierung der Wissenschaft“ bezeichnet. Am 15. Gouverneur von Kalifornien und Kuratoriumsmitglied der George Bush Foundation. um Amerikas wachsende Abhängigkeit von Ölimporten zu kontern. Arnold Schwarzenegger. ERAB-Mitglied im Jahr 1989. Melvin Miles hat sie allen ERAB-Mitgliedern im Sommer 1990 mitgeteilt.03. dass kalte Fusion „nicht reproduzierbar“ gewesen sei. Präsidentschaftskandidat John Kerry sagte kürzlich. die Kontrolle über die Energiequelle der Zukunft zu behalten. Prof. Hoover Institution Press Publication No. dem 23. Happer.12. Die USA haben sich das ehrgeizige Ziel gesetzt. begann das Energieministerium außerdem eine Fortbildungsreihe für Beamte über „Versprechen und Herausforderung der Wasserstoff-Energie“.83 „Die Wissenschaft ist sehr träge. “Development of Advanced Concepts for Nuclear Processes in Deuterated Metals..85 Die „revolutionäre Entdeckung“ der kalten Fusion kam in den Worten des Wayne Owens aus Utah zeitgleich mit dem „Eintritt in das Zeitalter Umweltprobleme“. Es wäre bei der Anfrage um 25 Millionen Dollar nur um persönlich Bereicherung gegangen. 2003. Nahrungsmitteln noch viel deutlicher geworden sind. kommt zu einem Zeitpunkt. ohne eine Antwort zu erhalten. Umweltprobleme noch alarmierender und die Knappheit von Energie. März 2004. Politicizing Science: The Alchemy of Policymaking. dazu hat auch die Aussage von Prof.35-40. Jahrestag der Wiederentdeckung der kalten Fusion.86 Die aktuelle Ankündigung des DoE. McKubre et al. http://www. Die Regierung zeigt sich dabei gewillt. 85 Persönliche Mitteilung von Melvin Miles an Steven Krivit vom 4.org/acrobat/McKubreMCHdevelopmen. 517 (2003).” in: M. dass es Forschungsgelder an die kalte Fusion verliert. 25 / 32 . „und die Idee der kalten Fusion war sehr Unruhe stiftend. Bush eine 1. 2015 steht für den Kongress und die beteiligten Unternehmen die Kommerzialisierungsentscheidung an. bis 2020 auf schadstofffreie Wasserstoffverbrennung umzustellen.H.2 Milliarden Dollar schwere Wasserstoff-Initiative an. in die man nun eintrete. Dass es so nicht kam. ohne Details zu nennen. 84 W.“ Auf der Anhörung am 26. Immerhin wisse man ja heute. um „die derzeitige Energiekrise“ zu beenden. in „neue Technologien und alternative Treibstoffe“ zu investieren.

um die Fusionsbedingungen zu erreichen.B.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Für die langfristige Energieversorgung setzen die USA auf „Kernkraft und Fusionsenergie der nächsten Generation“. Das Auswärtige Amt sieht in der Kernfusion eine „Option für die kommerzielle Energieversorgung etwa zur Mitte dieses Jahrhunderts“. Heiße Fusion gilt als potentielle Lösung des Energieproblems der Erde. Deutschland in den letzten Jahren fast so viel wie zur Förderung erneuerbarer Energien. In Deutschland ist die Fusionspolitik Bestandteil der Internationalen Nuklearpolitik. Allerdings musste das eineinhalbfache an Energie aufgewandt werden. 26 / 32 . liegt jedoch in den immensen Kosten. Dabei wurden 16 Megawatt Leistung frei. Um diese Wasserstoffisotope in ein reaktives Plasma zu verwandeln. 7. China und weitere Länder beteiligt. wie sie derzeit verstanden werden.04.“ Süddeutsche Zeitung. sind Temperaturen von über 100 Millionen Grad Celsius nötig. Russland.87 Eigentlich sollte sich ITER bereits im Bau befinden. ITER ist ein geplanter Forschungsreaktor. „USA blockieren Milliardenprojekt im ‚alten Europa’. 22. z. Für das BAT ist die Bewertung der Wirtschaftlichkeit der Fusionsenergie gegenüber konkurrierenden Energieträgern „höchst spekulativ“: Alleine die Geschwindigkeit des technologischen Fortschrittes und die Kostenentwicklung bei konkurrierenden. die von immenser Bedeutung für deren Konkurrenzfähigkeit ist. Seit nunmehr 50 Jahren wird an der Nutzbarmachung dieser Energie geforscht.12. die bei solchen Großprojekten anfallen. wie zum Erreichen der Zündbedingungen benötigt wird. ist die Bush-Administration Anfang 2003 wieder beigetreten. entziehen sich der langfristigen Vorhersagbarkeit. regenerativen Energiesystemen. dass diese Energiequelle in 50 Jahren zur Grundlastdeckung zur Verfügung stehen könnte.“ Spiegel Online. ITER ist ein internationales Forschungsprojekt. im Mittel 130 Millionen. wird Bindungsenergie frei. Bis zur Realisierung der Stromerzeugung müssten bis Mitte des Jahrhunderts weitere 60 bis 80 Milliarden Euro aufgebracht werden.03. „Streit um das gezähmte Sonnenfeuer. Dabei wird Deuterium und Tritium verschmolzen. ITER soll zehn.oder zwanzigmal so viel Energie erzeugen. Optimistische Schätzungen gehen davon aus. dem Joint European Torus (JET) in England. Schrader. Die Möglichkeit heißer Fusion zur „Absicherung gegenüber Energieknappheit angesichts der Erschöpfung der fossilen Energieträger“ sieht auch das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (BAT). konnte 1998 für einige Sekunden eine heiße Fusion aufrechterhalten werden.88 Spekulative Zukunft der heißen Fusion Auch außerhalb der USA hat die Erforschung der heißen Fusion einen sehr hohen Stellenwert. Die EU hat bis 2000 fast zehn Milliarden Euro an Fördergeldern aufgebracht. die der heißen Fusion entgegengebracht wird. dass die Investitionen gegenüber 87 88 C. Neben den USA und der EU sind auch Japan. Ein gewisses Umweltrisiko stellten die langfristige radioaktive Kontaminierung der Reaktorwände und nicht ganz leicht beherrschbare Eigenschaften des Brennstoffs Tritium dar. Vorbild der Reaktion sind Prozesse in der Sonne. Im ersten heißen Fusionsreaktor. Als sicher gilt.2. Nachdem die Clinton-Administration ihre Forschungsbeteiligung am International Thermonuclear Experimental Reactor (ITER) zurückgezogen hatte. doch die USA verzögern ihn aus politischen Gründen. der den Durchbruch bei der Energiegewinnung durch heiße Fusion bringen soll. Die Hauptkritik. Wenn in einem solchen Reaktor zwei schwere Wasserstoff-Teilchen zu einem neuen schwereren Teilchen fusionieren.

dass keine anomale überschüssige Leistung frei würde. Nach der Publikation ihrer negativen Ergebnisse wurden alle drei Labore von außenstehenden Forschern kritisiert..pdf. Hansen. B.000 MWe werden 5 bis 6 Mrd.E. CalTech hätte eine ungeeignete Methode benutzt.96. Für eine Anlage mit 1. 97 Das Harwell Laboratory befindet sich seit 1954 unter der Ägide der staatlichen United Kingdom Atomic Energy Authority (UKAEA) und ist seitdem. Bush. Nagoya. Japan. Euro angegeben.pdf. http://www.A. Chem. 95 Vgl. „Schwerwiegende Fehler“ würden die Akzeptanz dieser Studien als glaubhafte Untersuchungen „ultimativ unterminieren“.” J. Melich und W. M. R. Lahaina.C.E. “Back to the Future. J. und seien bei Berücksichtigung von Fehlerquellen sogar in guter Übereinstimmung mit eigenen Ergebnissen und den ursprünglichen der Professoren Fleischmann und Pons aus Utah. die sich nur zur zentralisierten Energieerzeugung eignen und erst in ferner Zukunft eine Energiegewinnung versprechen. Stilwell. stellten sich kompakte Laborprojekte entgegen. Arbeitsbericht Nr. Hollins. Bush. obwohl die CalTech-Experimente oft als Widerlegung der kalten Fusion zitiert würden. Electric Power Research Institute. Trotz früher positiver Berichte aus fünf Labors war das Ausbleiben einer Bestätigung durch das MIT. Lahaina. Grünwald. Die CalTech-Ergebnisse könnten nicht beweisen. platzte 1989 die Ankündigung der kalten Fusion. 89 A. zeige deren Bericht im Gegenteil einen Leistungsgewinn von 13 Prozent. 346 (1993).F. Oertel und H. Maui. Electroanal. D. 98 (1994).E. Miles. “Calorimetric Principles and Problems in Pd-D2 O Electrolysis.75. Hansen. Miles und B. 91 In einer späteren Veröffentlichung schrieben Forscher der Navy und der University of Texas.” J. R.E. Swartz. Inc. http://lenrcanr. “Some Lessons from 3 Years of Electrochemical Calorimetry. 92 M. Miles. Fusionskraftwerke werden damit sehr kapitalintensive Großprojekte sein. Fusion Technology 23 (Juli 1993). Universal Academy Press. Harwell und CalTech der Hauptgrund für die heute etablierte Meinung.F. 1993. Kernfusion. http://lenr-canr.J. 90 M. M.pdf. “Some Lessons from Optical Examination of the PFC Phase-II Calorimetric Curves. den späteren Bericht: M. http://lenrcanr. Paschen. kalte Fusion funktioniere nicht. 97 Melich und Hansen. Miles.F. Grunwald. S. 94. Sie werden sich daher hauptsächlich für die zentralisierte Stromerzeugung in der Grundlast eignen. Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag.org/acrobat/MilesMcorrelatio. “Calorimetric principles and problems in measurements of excess power during Pd-D2 O electrolysis. 91 Vgl.de/de/projekt/zusammenfassung/ab75. Noninski. Electric Power Research Institute. Noninski und C.org/acrobat/MelichMEbacktothef. März 2002.474-476. tatsächlich in die Hauptphase der politischen Entscheidung zu ITER.” in: Third International Conference on Cold Fusion (1992).90.org/acrobat/MilesMcalorimetr. Sachstandsbericht.N. neben anderen Laboren. Universal Academy Press. 27 / 32 . Phys.89 Kalter Strich durch die heiße Rechnung? In diese Situation.” Leserbrief. Lagowski und R.” in: Fourth International Conference on Cold Fusion (1993).pdf. 94 Vgl. “Notes on Two Papers Claiming No Evidence for the Existence of Excess Energy During the Electrolysis of 0. Seit 2000 betreibt die UKAEA den Versuchsreaktor JET. B. Milliardenschweren Großprojekten. The Fleischmann-Pons Effect in 1994. für Groß-Britanniens heißes Fusions-Programm zuständig.fzk.” in: Third International Conference on Cold Fusion (1992). “Correlation of excess power and helium production during D2 O and H2 O electrolysis using palladium cathodes.tab. Inc. kritisierte ein NavyTeam erstmals 1991. Bush und D. Melich und W.93. Japan.” in: Fourth International Conference on Cold Fusion (1993). Nagoya.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion den Betriebskosten die Stromgestehungskosten dominieren werden. die Energie angeblich jetzt schon reproduzierbar abgeben und die vor allem dezentral eingesetzt werden könnten.N.92 Den qualitativ gleichen Schluss ziehen zwei weitere Forscher mit der Begründung. Maui. 93 V. 96 M. 95 Auch eine Analyse der Harwell-Daten erbrachte Hinweise auf einen möglichen Leistungsgewinn. Chem.I.1 M LiOD/D2 O with Palladium Cathodes.

was eine Wärmeproduktion (einen Hinweis auf kalte Fusion) vernebelt habe. Noninski und C.5. other fusion products.103 Andere Forscher zweifelte die PFC-Ergebnisse aus analytischen Gründen an.101 Leiter der besagten Experimente war Prof. als arbeiteten sie mit dem Konzept.” Leserbrief. Arbeiteten die Forscher aus Utah mit einer Messgenauigkeit von einem Milliwatt.104. Michell Swartz. warum er im Juni 1991 seinen Job als MITPressesprecher gekündigt hatte: Bis zum Frühling 1991 hatte ich Betrug in der Berichterstattung der MITExperimentaldaten des heißen Fusions-Labors vom Frühling 1989 gefunden – in der Phase-II-Kalorimetrie. Sie hatten sich nur ein paar Monate Zeit genommen. welche ein Versuch war.99 EPRI-Manager Passell.5. 103 Swartz. Als sie es aber in Kürze nicht schafften. 106 Vgl. 101 Persönliche Mitteilung von E.I. berichtete Mallove von seinem damaligen Campus. 104 V.100 Heavy Watergate? Möglicherweise war man sich am PFC sogar mehr als unsicher. dass es nicht klappen würde. könne dabei „sehr leicht unentdeckt“ bleiben. 28 / 32 . der ermordete Herausgeber des Infinite Energy Magazins.04. Diesem war dieser Leistungsgewinn nicht mehr zu entnehmen. erstens die Budgets für die heiße Fusion zu schützen und zweitens – falls es tatsächlich klappen sollte –. ein positives Ergebnis. weil sie sich eben nicht sicher waren. Es kam mir vor.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Das MIT-Team mit direktem Forschungsauftrag vom US-Energieministerium war prominent mit Forschern des Plasma Fusion Center (PFC) zur Erforschung der heißen Fusion besetzt. 105 Vgl. 1994. Neben der Überstürzung der Experimente wurde das MIT-Team unter anderem für seine schlechte Fehlertoleranz kritisiert.98 Ein Leistungsgewinn. den Anschluss nicht zu verpassen. 1992.89. dass die Leistungskurve für die Veröffentlichung auf Null gesenkt worden sei. Bush und Stilwell. Miles. 105. kalte Fusion sei „wissenschaftlicher Schund“. 106 98 99 Miles und Bush. 1994. 1992. die kalte Fusion zu reproduzieren. Miles. 102 Tate. fingen sie an. Noninski.102 Noch vor der Analyse der eigenen Daten feierte das MIT mit einer Party das Ende der kalten Fusion. Die Experimentaldaten zeigten. 1993. Am 10. der sich ja auch schon vor Beginn der eigenen Experimente überzeugt zeigte. das Diagramm war verändert. hatte kürzlich mitgeteilt. “Comments on ‘measurement and analysis of neutron and gamma-ray emission rates. Parker. Mallove gab das ursprüngliche Diagramm dem MIT-Forscher Dr. das [Fleischmann/Pons]Experiment zu reproduzieren.04. and power in electrochemical cells having palladium cathodes’. die kalte Fusion zu denunzieren. sieht die Herangehensweise mancher Labore wie folgt: Viele versuchten. Eugene Mallove. waren die Ergebnisse des MIT mit 40 Milliwatt weitaus weniger aussagekräftig. das für die Verwendung schweren Wassers im Experiment einen Leistungsgewinn angab. Mallove vom 5. der die kalte FusionsForschung seit 1989 begleitet und bis 1994 finanziert hat.C. Fusion Technology 19 (Mai 1991). Miles und Bush. 100 Persönliche Mitteilung von T. Bush und Stilwell. S. Drei Tage später veröffentlichte das PFC seinen endgültigen Bericht.579f. Juli 1989 stolperte Mallove über ein Diagramm.3. bevor sie in betrügerischer Absicht verändert worden waren. 1. den es ja zu reproduzieren galt. Dieser folgerte. Passel vom 13. dass es nicht doch funktionieren könnte.

Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Daten für das Kontrollexperiment mit leichtem Wasser.107 Vest ist seit 2003 wissenschaftlicher Berater des DoE. nachdem ihm über Monate die Rohdaten vorenthalten worden waren und er merkte. Whistleblower Mallove hielt die Vorkommnisse am MIT für „einen der schlimmsten wissenschaftlichen Betrugsfälle der Geschichte“. wie er zur „unethischen Manipulation der Presse“ benutzt worden sei. Vest im Frühling 1992 endgültig abgelehnt wurde. die aber nach monatelanger Auseinandersetzung von MIT-Präsident Prof. bei dem kalte Fusion unter Umständen zu erwarten wäre: Die unveröffentlichte Kurve (schwarz) liegt über Null. Mallove hatte das MIT unter Protest verlassen. Mallove. 29 / 32 . Mallove forderte eine Untersuchung der Vorkommnisse. Daten für das Experiment mit schwerem Wasser.” Infinite Energy 24 (1999). “MIT Special Report. Charles M. bei dem keine kalte Fusion zu erwarten ist: Die tatsächliche (schwarz) und veröffentlichte (blau) Kurve des Leistungsgewinns im kalten Fusions-Experiment des MIT liegen im Mittel bei Null. Die veröffentlichte Kurve (blau) zeigt keinen Leistungsgewinn als Hinweis auf kalte Fusion mehr. Doch auch im besten Fall handelt es sich um 107 E.

S. der von Steven Krivitt von der New Energy Times freundlicherweise zur Verfügung gestellt worden ist. sie hätten keine Fehler entdecken können.ucsusa. nach Störeinflüssen zu fahnden. Bericht PFC/RR-92-7. “Scientific Integrity in Policymaking.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion eine „Politik gütiger Nachlässigkeit“. Luckhardt.110 Politisierung der Forschung Spätestens seit 1992 werden Patentanträge. 111 Wie im Krieg scheint es der US-Administration auch in der Wissenschaft darum zu gehen. What’s really behind it?.pdf. „In der Wissenschaft erlauben wir es normalerweise nicht.112 Das Verteidigungsministerium hatte bereits 1993 die JASON-Gruppe beauftragt.” San Francisco Chronicle.4-19. Technical Appendix. An die große Glocke haben sie das nicht gehängt. Vorsitzender bis 1990 war ERAB-Mitglied Prof. Happer. dass e keine kalte Fusion gäbe. JASON ist ein vertrauliches Berater-Gremium der US-Regierung in wissenschaftlichen Fragen. den damaligen Stand der kalten Fusions-Forschung zu berichten. die neue Regelung mache das Weiße Haus zu einem „Pförtnerhaus“ für wissenschaftliche Informationen und würde „Integrität in der Wissenschaft ultimativ zerstören“. 1993. in denen kalte Fusion behauptet wird. kommentierte Mallove diesen Schachzug. MA (Mai 1992). veröffentlichte das MIT-PFC 1992 einen technischen Anhang zur ursprünglichen Veröffentlichung. „wissenschaftliche Ergebnisse. könne s sie auch in keinem Patent beschrieben werden. und Prof.1999. nicht das Fleischmann/Pons-Experiment zu reproduzieren. Vor elf Jahren ließen sich zwei JASON-Wissenschaftler einen Tag lang von McKubre und Passell die Experimente am SRI zeigen: Prof. 111 Melich und Hansen.pdf. Besonders besorgt stimmen die Wissenschaftler aktuelle Pläne der Regierung. wie der Reporter Hal Plotkin im San Francisco Chronicle schrieb.1999. S. In einem Bericht an das Pentagon. Und weil es sie nicht gäbe. Im März 2004 hat die US-amerikanische Vereinigung Besorgter Wissenschaftler (UCS) der Bush-Regierung vorgeworfen. Nathan L. Garwin. die die Überschusswärme erklären könnten. Ein Abschnitt über kalte Fusion steht nicht im UCS-Bericht. http://www. 112 Union of Concerned Scientists. die Kurve verändert zu haben. schreiben die JASONs über die positiven Ergebnisse des SRI. “The War Against Cold Fusion. Darin wird praktisch eingestanden. 110 Plotkin. zu verzerren und zu zensieren“. Lewis. Plotkin. Ein Forscher warnt.org/documents/RSI_final_fullreport. Effektiv hat das PFC mit der Nachveröffentlichung auch rückwirkend das Ziel des ursprünglichen Experimentes neu definiert. An Investigation into the Bush Administration’s Misuse of Science” (March 2004). Calorimetry Error Analysis. vom USPatentamt abgelehnt. Massachusetts Institute of Technology. http://www. Die Begründung unter Berufung auf den ERAB-Ausschuss und speziell die MIT-Ergebnisse lautet. Plasma Fusion Center. Sammlung und Überprüfung wissenschaftlicher Informationen in einem Büro im Weißen Haus zu zentralisieren und der privaten Industrie mehr Einfluss zu geben. 30 / 32 . Es sei 1989 tatsächlich darum gegangen. um es den Ergebnissen anzupassen“.edu/library/92rr/92rr007/92rr007_full.psfc. Cambridge. ebenfalls ERAB-Mitglied und außerdem UCS-Vorstandsmitglied. die ihrer Politik widersprechen. 108 109 H.mit.108 Da der Druck zu groß geworden war.5. das Ziel eines Experiments neu zu definieren.5.C.109 Dieses ist ein schwerer wissenschaftlicher Protokollfehler. 17. Leiter der 89er Experimente des CalTech. denn aus der Veröffentlichung von 1989 ging dieser Schritt nicht hervor. die Informationshoheit zu besitzen. Mit der Veränderung sei dem Einfluss „bekannter Quellen systematischer und statistischer Fehler“ Rechnung getragen worden. 17.

„entweder als Anwendung im großen Maßstab oder im kleinen. sagte 1998 in einem Interview: Man muss sich fragen. nicht so recht verhallen. November 1998. die kalte Fusion erneut zu überprüfen. http://www. dass die sieben Schwestern [die großen Ölkonzerne] sie wollen? Passt sie in irgendein makroökonomisches oder mikroökonomisches Konzept? Ich glaube nicht. 116 S. Auch Charles Platt ist der Frage „What If Cold Fusion Is Real?“ 1998 im Wired Magazin in einem überaus lesenswerten Artikel nachgegangen: Wenn Fusion bei niedriger Energie tatsächlich existiert und perfektioniert werden kann. Cambridge. Kalte Fusion wäre Alchemie in modernem Gewandt. wenn kalte Fusion echt sein sollte. wer diese Entdeckung will? Glauben Sie. wenn kalte Fusion echt ist? Warum die Überstürzung. 31 / 32 . wollen Plotkins Worte. 115 ebd. Für Edmund Storms spricht bislang nichts dagegen. meint Prof. wenn sie doch gar nicht funktioniert? Um diese abschließende Frage zu beantworten muss man sich damit beschäftigen. könnte sich das Verfahren auch zum Entstrahlen von Atommüll eignen.113 Ausblick Was wäre. 117 Platt.org/acrobat/TsvetkovSApossibilit. Martin Fleischmann. Massive Stromgeneratoren und hässliche Überlandleitungen gehörten der Vergangenheit an. Jedes Haus könnte sich selber wärmen und seine eigene Elektrizität erzeugen. genau wie importiertes Öl und unser Beitrag zum Treibhauseffekt. Tsvetkov. Platt. dass ein Kubikkilometer normalen Seewassers genug schweres Wasser enthält.” in: Tenth International Conference on Cold Fusion (2003). November 1998. Bockris. könnte die Stromerzeugung dezentralisiert werden. die politische Einflussnahme und die Manipulation? Warum der Kampf gegen die kalte Fusion. ist man dort bereits mit der Prüfung der vorliegenden Berichte zur kalten Fusion beschäftigt. wie etwa in Batterien. kalte Fusion als Energiequelle zu nutzen.114 Berechnungen des US-Office of Naval Research zeigen. wahrscheinlich mit einer Art von Wasser als Treibstoff.lenrcanr. Sogar Autos könnten durch kalte Fusion angetrieben werden. die vermeidbaren Fehler. Wiederentdecker der kalten Fusion in 1989. 17. was eigentlich wäre. Im Hinblick auf die aktuell bekundete Absicht des Energieministeriums. MA.117 113 114 Plotkin. um die Verbrennungsenergie der gesamten bekannten Ölreserven aufzurechnen. sondern das DoE selber. “Possibility Of Using Of Cold Fusion For Nuclear Waste Products Transmutation. nicht die Experimente sollten Gegenstand einer Untersuchung sein. Prof.1999.5.A. mit dem Verfahren Meerwasser zu entsalzen und es auf langem Weg in trockene Regionen zu transportieren. 115 Bei der kalten Fusion fällt nur unter Umständen leicht radioaktives Tritium an.“ Manche Forscher sehen die Möglichkeit gegeben. Da aber auch von Transmutationen von Elementen berichtet wird.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Wenn das Energieministerium Wort hält.116 Letztendlich ließen sich sogar teure Elemente aus billigen herstellen.pdf.

„dass Organisationen mit Forschungsgeldern der Regierung in diese Forschung investieren.Unbeachtete Forschung: Kalte Fusion Bereits 2002 forderte Dr. ist die Zeit dazu? Haiko Lietz ist freier Journalist und kann unter hl@haikolietz. 32 / 32 . erreicht werden.“118 Wann. 45 in 51515 Kürten. Februar 2002. Gordon von der Navy. Deutschland.de oder in der Neuensaaler Str. 118 Szpak und Mosier-Boss. wenn nicht jetzt. Austausch zum Thema ist erwünscht.