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Aschenputtel

nach den Brüdern Grimm


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Es war einmal ein Mädchen. Es war ein gutes und liebes Mädchen. Es lebte mit seinem Vater
allein im Haus – nur das Mädchen und ihr Vater wohnten im Haus.

Eines Tages heiratete der Vater. Und das Mädchen hatte eine neue Mutter – eine Stiefmutter.
Und sie hatte zwei neue Schwestern – zwei Stiefschwestern. Die Stiefschwestern waren
wunderschön, aber auch gemein und faul. Das liebe Mädchen musste alle Arbeit [=alle Jobs] im
Haus machen. Und das Mädchen hatte kein Bett und musste sogar in der Küche schlafen. Es
schlaf neben dem Herd in der Asche. Deswegen nannten die Stiefschwestern es immer
„Aschenputtel“. Das Mädchen wurde „Aschenputtel“ genannt.

Eines Tages gab der König ein großes Fest [=eine Party]. Sein Sohn – der Prinz – sollte ein
Mädchen aussuchen und das Mädchen heiraten. Aschenputtel wollte auf das Fest mitgehen.
Aber die Stiefmutter war auch gemein. Sie schüttete eine ganze
Schüssel Linsen in die Asche. Die Stiefmutter sagte: „Wenn du,
Aschenputtel, alle Linsen aus der Asche gesammelt hast, dann darfst
du mitgehen.”

Aschenputtel blieb traurig zurück. Dann öffnete sie das Fenster und
rief den* Tauben zu: „Liebe Tauben! Helft mir, die Linsen zu
sammeln!“ Die Tauben kamen. Pik, pik, pik! Im Nu hatten die Tauben
alle Linsen in die Schüssel gesammelt.

Gut! Alle Linsen wurden gesammelt! Aber Aschenputtel war wieder traurig. Denn was sollte sie
auf dem Fest tragen? Sie ging in den Garten und weinte. Sie ging zum Grab ihrer Mutter. Dort
war ein Baum. Er war ein magischer Baum. Aschenputtel rief: „Lieber Baum! Hilf mir!“ Von dem
Baum fiel Gold und Silber auf Aschenputtel! Gold und Silber fiel auf
Aschenputtel. So hatte sie ein goldenes Kleid und ein Paar silberne
Schuhe!

Schnell eilte sie zum Fest. Im Schloss dachten alle, Aschenputtel wäre
Prinzessin. Der Prinz tanzte mit Aschenputtel. Er tanzte den ganzen
Abend mit ihr. Nur mit Aschenputtel!
Um Mitternacht lief Aschenputtel schnell aus dem Schloss. Sie lief so schnell, dass sie einen
Schuh zurückließ. Der Prinz nahm den Schuh und folgte ihr. Aschenputtel lief nach Hause. Sie
versteckte sich in dem magischen Baum. Der Prinz konnte sie nicht finden. Der Vater kam nach
Hause, und der Prinz sprach zu ihm: „Ich glaube, das Mädchen ist im Baum.“ Aber nein.
Aschenputtel war nicht mehr im Baum. Sie war schon im Haus und lag in der Asche am Herd.
Der Prinz und der Vater dachten, Aschenputtel konnte nicht das schöne Mädchen sein! Nein!

Am nächsten Tag kam der Prinz mit dem silbernen Schuh zum Haus von Aschenputtel. Er sagte:
„Das Mädchen, dem diesen silbernen Schuh passt, soll meine Braut werden!“

Die Stiefschwestern probierten den silbernen Schuh an. Aber der Schuh war zu klein. Natürlich
passte Aschenputtel der Schuh perfekt. Der Prinz erkannte das schöne Mädchen von dem Fest.
Er sagte: „Du bist meine liebe Braut!“ Er heiratete Aschenputtel. Und sie lebten glücklich bis an
ihr Lebensende!

Ende.

*I accidentally said „die“ once. It should be: Sie rief den Tauben zu.