UNIpress

Monatsmagazin der ÖH Innsbruck
Verlagspostamt 6020 Innsbruck, Zulassung GZ 02Z030538M, Pb.b. Aufgabepostamt 9000 VZ Villach
Nr. 6
Juni 08
Kleider machen Leute
Ein Laufsteg namens Hörsaal
Von Schaufensterpuppen bis Couchpotato-Outft –
was die Uni modisch alles zu bieten hat
Baustelle SoWi
Warum der Vizerektor die SoWi für eines der schönsten
Universitätsgebäude hält
soundcity Innsbruck
Ein Nachbericht über die längste Partynacht des Jahres
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BA_thomas_A4abf.indd 1 15.04.2008 12:36:32 Uhr
Inhalt
ÖH
editorial 03
VorsitzAktuell 04
SpatenstichfürKinderRäume 05
Studierendencup:08 06
UNIT 08
StVBiologie:„WenigstensbleibendiefreienWahlfächererhalten“ 09
StudierenimAusland–wofürderganzeAufwand? 10
Universität
Streitgespräch:„DemütigungistderSprengstoff,
ausdemsprengstoffwird. 12
VRKlotz:„…einesderschönstenUniversitätsgebäude.“ 15
Titel
EinLaufstegnamensHörsaal 16
OntheCatwalk 18
Campusklamottencheck 19
Dessousdamals&heute 20
WenndieKaufustzumProblemwird 21
Im Brennpunkt
AusgequetschtwieeineZitrone 24
Mr.Rightistaus 26
Leserbriefe
DeineMeinungzählt 27
Kultur&Events
Clubcrawling@SOUNDCITYInnsbruck 28
…ichwillandenInn 31
Buch/DVD 32
Musik 33
VeranstaltungskalendermitExtra-Tipp 34
Fraktionen
AG|Puf-GRAS|VSStÖ 35
Cross The Border
MitdenHaienumdieWetteschwimmen… 36
Der Koschuh
Moded´emploiinSachenMode. 38
editorial
Liebe LeserInnen,
fürdieeinenistesdasHighlightdesJahres,
fürdieanderenderAlbtraumschlechthin.
EgalobFanInodernicht,dieEUROwird
kommenunddieEurowirdauchwieder
gehen.AlsWirtschaftsfaktorfürtausende
temporäreStudierendenjobssolltesieje-
denfallsnichtunterschätztwerden.Dader
Monat Juni aber eigentlich als intensive
Prüfungszeit im universitären Kalender
vorgesehenist,sollteaufebendieseviel-
leichtnichtganzvergessenwerden.EURO
hinoderher,Ablenkungistgarantiert.
DieletzteUNIpressvorderSommerpau-
sebeschäftigtsichprimärmitdemKlei-
dungshabitusderStudentInnen.Aufder
SuchenachKlischeesfndensichsowohl
schubladentaugliche Subjekte, als auch
solche, die offensichtlich versucht sind
mit(allen)Vorurteilenaufzuräumen.Um
modischimmerdenletztenSchreizubesit-
zen,istofteintieferGriffindieGeldbörse
nötig.SozialerDruckundeinemögliche
Kaufsuchttunmeistihrübriges.
AußerdemdiskutierenGerhardMangott
undRobertStögerüberdieGrenzenvon
Meinungs-undReligionsfreiheitundVi-
zerektorKlotzzudenaktuellenEntwick-
lungenrundumdieSoWi.
ImKulturteilfndetsichnebenAltbewähr-
tem ein ausführlicher Nachbericht über
dieInnsbruckerSoundcity.
Wirwünscheneucheineninteressanten
Juni,vielErfolgbeidiversenPrüfungenund
verabschiedenunshiermitindieSommer-
pause.GenießtdieFerien!
DieChefredaktion
Eva-Maria Hämmerle
Florian Gösweiner
Inhalt
Seite3
IMPRESSUM:Herausgeber und Medieninhaber:ÖsterreichischeHochschülerInnenschaftInnsbruck;Josef-Hirn-Straße7/II;A-6020Innsbruck;Tel.:0512/507-4900;Fax:0512/507-9830;
email: info@oeh.cc; web: www.oeh.cc | Chefredaktion: Eva-Maria Hämmerle & Florian Gösweiner | Layout&Grafk: Daddy Curtis | Druck: Kärntner Druck- und Verlagsges.m.b.H;
ViktringerRing28;A-9010Klagenfurt;Tel.:0463/5866;Fax:0463/5866-321;email:info@kdruck.at;web:www.kdruck.at|Anzeigenverwaltung:StudiaCreativeServices;Mag.Robert
Buratti;Herzog-Sigmund-Ufer15;A-6020Innsbruck;Tel.:0512/58086822;Fax:0512/58086824;Mob.:0664/3189007;email:robert.buratti@uibk.ac.at|Aufage:20.000Stk.|Fotoquellen:
www.mikrorichter.de,GregorMarberger,www.stuck-und-dielen.de,AnnaRatt,www.landestheater.at,ChristinaBurger,www.bmvbs.de,MichaelDold,www.bigstockphoto.com,Claudia
Thaler,LukasGasser,www.fotolia.de,ChristinaStieber,www.farbfee.de,JensStücke,www.buergerimstaat.de,www.labournet.de |MitarbeiterInnen dieser Ausgabe: JensStücke,
AndreasAichner,GregorMarberger,LukasGasser,ChristinaStieber,ClaudiaThaler,MichaelDold,TanjaSarwat,StefanieEhart,MarkusSchwab,ChristinaBurger,AnnaRatt,Markus
Koschuh|Nächste Ausgabe:Redaktionsschluss:18.Aug.08|Erscheinungstermin:3.Sep.08
Seite4
Vorsitz Aktuell
Kinder! Kinder!
M
Es freut mich ganz
besonders berichten
zukönnen,dasswirin
derFragederfexiblen
Kinderbetreuung(fKb)
nunendlicheintolles
Ergebnis für die Stu-
dierenden und deren
Nachwuchspräsentierenkönnen!
Flexible Kinderbetreuung bedeutet für
studierendeElterneinegroßeEntlastung.
In diesem Model werden 3-10 Jährige für
eine bestimmte Zeit von professionellen
PädagogInnen in adäquater Umgebung
betreut,währenddieElternZeithabenfür
Vorlesungen,SeminareoderPrüfungen.
DurchhartnäckigesVerhandelnundvehe-
mentesFordernwurdedieIdeeRealität.
Die Entstehung und Realisierung dieses
neuen Service war ein langwieriger und
schwieriger Weg. In mehreren Sitzungen
mitVizerektorKlotzwurdeaufdierasche
Umsetzunggepocht.Eswurdeöftersver-
suchtdasProjektnochmalsaufdielange
Bankzuschieben.EinVorschlagausdem
Vizerektorat war die Kinderbetreuung in
dasGebäudeder„NeuenChemie“zuin-
tegrieren,waseinerweiterenVerzögerung
vonmehrerenJahrenentsprochenhätte!
DaskonntedurchentsprechendenDruck
seitensderÖHunddesBürofürGleich-
stellungverhindertwerden.
AbHerbstwirdesnuneinewirklichefKb
imehemaligenADVGebäude,direkthinter
demHauptgebäudeamInnrain,geben.
FürweitereInformationenstehteuchübri-
gensmeinBruderMartin,seinesZeichens
Vater meiner beiden Nichten, gerne zur
Verfügung:studierenmitkind-oeh@uibk.
ac.at
Robert Mäser
VorsitzenderÖHInnsbruck
robert.maeser@oeh.cc
AktionsGemeinschaft
ÖH
Interessiert an freier
Bildung?
„Bildung soll allen
zugänglich sein, man
darfkeineStandesun-
terschiede machen“
meinteeinstKonfuzi-
us.EineAussage,mit
der er vollkommen
rechthatte.Dassdiese
ForderungtrotzdesUN-Sozialpaktesvon
1966, welcher das Recht auf allgemeinen
Zugang zu Hochschulen gleichermaßen
fürjedermannbeinhaltet,nureinfrommer
Wunsch ist, zeigt sich schnell bei einem
BlickindieÖsterreichischeBildungsland-
schaft.
Die Woche der freien Bildung war eine
vonderÖHorganisierteundbundesweit
koordinierteVeranstaltung,mitderwirei-
nerseitsdenStudierendendieMöglichkeit
geben wollten, sich über Bildungspolitik,
Mitbestimmung und das Bildungssys-
tem zu informieren, andererseits auch
aufProblemeimuniversitärenLebenwie
beispielsweise Studienbeiträge und Zu-
gangsbeschränkungenhinzuweisen.Dazu
wurden neben einer Podiumsdiskussion
und dem bildungspolitischen Frühstück
auch mehrere Vorträge mit zum Thema
passendenInhaltendurchgeführt.
AuchwennmancheVeranstaltungeneher
dürftig besucht waren, so sind wir doch
derMeinung,dasshierjederkleineSchritt
einSchrittindierichtigeRichtungistund
mandurchkonsequentesEngagementdie
Studierenden wieder für dieses wichtige
Thema solidarisieren kann. Die nächste
Feuerprobekommtbestimmt,vermutlich
in nicht allzu ferner Zukunft durch eine
UG-Novelle, bei der wir als Studierende
wiedergeschlossenfürunsereInteressen
eintretenmüssen.
Katrin Kröll
1.stv.VorsitzendeÖHInnsbruck
katrin.kroell@oeh.cc
AktionsGemeinschaft
Studierendenstadt
Innsbruck?
Noch gut ein Monat,
dann endet das Se-
mesterundwirwerden
indiewohlverdienten
Sommerferien ent-
lassen. Doch anstatt
eines Urlaubs wartet
auf viele von uns ein
Ferienjob,mitdemwirdenhohenLebens-
erhaltungskosten,demSemesterticketder
IVBunddenStudiengebührenTributzollen.
Vonden125.000InnsbruckerInnenstudiert
oderarbeitetmehralseinFünftelander
Leopold-FranzensUniversitätoderander
Medizin.Wie„DerStandard“kürzlichfest
stellte, wäre dies die zweitgrößte Stadt
Tirols.TrotzdemwerdendieStudierenden
vondenVerantwortlichenausPolitikund
Wirtschaft meist zu wenig ernst genom-
men.
EinersterSchritt,denständigsteigenden
LebenserhaltungskosteninTirolentgegen
zutreten,wäreeinejährlicheInfationsan-
passungderStudienbeihilfe.DieErhöhung
unddieAusweitungdesBezieherInnenkrei-
sesimSeptember‚07wareinSchrittindie
richtige Richtung, doch gerade mit Blick
auf die in letzter Zeit stark gestiegenen
KostenwäreeinejährlicheAnpassungmehr
alsnotwendig.
Auch die IVB bleibt stur und so bewegt
sich der Preis für ein Semesterticket un-
aufhörlichinRichtungder100EuroMarke
(derzeit:96Euro).GeradeweilInnsbruck
alles andere als eine Campusuniversität
ist und viele Studierende von Standort
zu Standort pendeln müssen, wäre eine
Preissenkung dringend notwendig. Eine
EntkoppelungdesStudierendenticketsan
die Österreichische Familienbeihilfe ist
sowiesoschonmehralsüberfällig.
Die ÖH wird jedenfalls nicht aufhören,
diese Missstände aufzuzeigen und wird
sichauchinZukunftmitallerKraftfürdich
einsetzen.

Marcel Nitz
2.stv.VorsitzenderÖHInnsbruck
marcel.nitz@oeh.cc
AktionsGemeinschaft
Seite5
ÖH
Spatenstich für KinderRäume
VonJens Stücke
Zum Wintersemester 2008/09 startet mit den KinderRäumen ein fexibles Kinderbetreuungsangebot,
das die Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Familie erleichtern wird.
Obwohl die Zahl der Studierenden mit
KindmitsiebenProzentdenniedrigsten
Stand seit der Einführung der „Studie-
renden Sozialerhebung“ im Jahr 2000
erreichthat,warundistdieÖHbemüht,
derenSituationzuverbessern.Durchdie
engeKooperationzwischenderÖH,dem
KinderbürounddemRektoratderLFUist
es nun gelungen, die KinderRäume auf
Schienezubringen.
Ziel des Projekts ist es zum einen, die
MehrfachbelastungausStudiumund/oder
Beruf und Familie für Eltern zu mildern,
undzumanderendazubeizutragen,dass
einekinderfreundlichereStimmungindie
LFUEinzughält.
Vorbild Einkaufszentrum
DabeientsprichtdasProjektnichtdenher-
kömmlichenBetreuungseinrichtungenwie
Kindergärten, Kinderkrippen oder Spiel-
gruppen. Die fexible Kinderbetreuung
orientiertsichandemModell,wieesbei-
spielsweiseinEinkaufszentrenangeboten
wird.WährenddieElterndemShopping
frönenkönnen,werdendieKinderfüreine
begrenzteZeitvoneinerprofessionellaus-
gebildetenBetreuungspersoninadäquater
Umgebungumsorgt.Übertragenaufdie
Universitätbedeutetdies,dassstudieren-
deElternihrenNachwuchswährenddes
Besuchs von Lehrveranstaltungen oder
Praktika in den KinderRäumen abgeben
undsichsicherseinkönnen,dassesihm
dortgutgeht.
Zentrale Lage als Pluspunkt
Die KinderRäume werden im ehemali-
genADV-Gebäude,indemsichauchdas
Kinderbüro befndet, realisiert. Dieses
einstöckigeGebäudeliegtzwischendem
Chemischen Institut und dem Universi-
tätshauptgebäude. Die Räumlichkeiten
werdenzurzeitrenoviertundandiekind-
lichen Bedürfnisse angepasst. Es steht
neben einem 75 Quadratmeter großen
Gruppenraum für freies Spiel ein eben-
sogroßerRuheraumzurVerfügung.Auf
dem knapp 200 Quadratmeter großen
GrünstreifenvordemGebäudewirdein
moderner, kindgerechter Spielplatz ent-
stehen.
Wann geht‘s los, und wie
bekommt man einen Platz?
VorabwirdimSeptembereinekostenlose
Schnupperwoche veranstaltet. Darüber
hinausistjedenMittwochnachVoranmel-
dung eine Besichtigung der Spielräume
möglich.DerreguläreStarterfolgtdann
am01.10.2008.DabeirichtetsichdasAn-
gebotanalleEltern,dieMitarbeiteroder
StudierendederLFUsind.Betreutwerden
KinderimAltervondreiMonatenbiszu
10Jahren,wobeiderSchwerpunktbeiden
Ein-bisDreijährigenliegt.DieKostenlie-
genbeicircazweiEuroproStunde.
Der genaue Anmeldemodus wird noch
überdenSommerfestgelegt.Anmeldun-
gensindjedochwährendderSchnupper-
woche beziehungsweise in den darauf
folgenden Wochen online möglich. Ge-
nauereInformationenzumAnmeldepro-
zedere werden auf den Homepages von
Kinderbüro und ÖH Innsbruck im Laufe
desSommersemestersveröffentlicht.
Als Betreuungsperson wird mit Gabri-
ele Ferdig eine qualifzierte Kindergärt-
nerin zur Verfügung stehen. Zusätzlich
wirdnocheinezeitlichfexibleStudentin
odereinStudentgesucht,welcheRbereits
ErfahrungenimBereichderKinderbetreu-
unghat.BeiInteressemeldeDichbeiden
untenangeführtenAdressen.
Feste Prinzipien für eine
optimale Betreuung
DaspädagogischeKonzeptsiehtvor,dass
die Kinder immer eine Ansprechperson
haben sollen und zu den festgelegten
Zeiten stets dieselbe Betreuungsperson
anwesendseinwird,waszueinerschnel-
lerenEingewöhnungbeitragensoll.Durch
einkunterbuntesSpielangebotwerdendie
KinderzueinerselbstständigenBeschäfti-
gungangeregt.DerNachwuchskannsich
alsofreientscheiden,oberlieberdraußen
im Sandkasten spielen will oder lieber
drinnenetwasmalenmöchte.
Geplant ist, die maximale Aufenthalts-
dauer bei einem Zeitkontingent von 15
StundenproWocheauftäglichfünfStun-
den zu begrenzen. Empfehlenswert ist
die Inanspruchnahme des kostenlosen
Beratungsangebots des Kinderbüros,
um weitergehende Informationen über
rechtlicheRegelungenundandereBetreu-
ungsangebotezubekommen.Generellist
beiFragenzurfnanziellenUnterstützung
für Eltern das Sozialreferat der ÖH der
geeigneteAnsprechpartner.
Weitere Informationen:
Schnupperwochevom15.09.-18.09.
Öffnungszeiten:Mo,Di,Do:8.30-13.00
Uhr,Mi:8.30-16.00Uhr
Ansprechpartner:
Kinderbüro–SabineFischler
kinderbetreuung@uibk.ac.at
ÖH Innsbruck
Sozialreferat – Studieren mit Kind
Josef-Hirn-Str.7
Beratungszeiten:Di10-12
StudierenmitKind-oeh@uibk.ac.at
Seite6
ÖH
Studierendencup:08
VonPeter Reitmayer
Toooor! Tooor! I wer narrisch!
sitzenderderÖHInnsbruck,RobertMäser,
vorgenommenwurde.MitJubelschreien,
diewohlvonderUSIbisindieInnsbrucker
Altstadtzuhörenwaren,nahmdasTeam
„Revolte“–imAchtelfnalemiteiner1:2
Niederlage ausgeschieden – die 5 EM-
KarteninEmpfang.Klotz,Schnitzerund
MäsergratuliertendenGewinnernherz-
lichundwünschtenihnenvielSpaßbeim
EM-ErlebnisimInnsbruckerTivoli.
„DieVeranstaltungwareinvollerErfolg.
Die teilnehmenden Teams hatten jede
Menge Spaß und Viele äußerten schon
vordemEndedesTurniersdenWunsch,
die Aktion im kommenden Studienjahr
zuwiederholen“zeigtsichGeraldKern,
ProjektleiterdesStudierendencup:08von
SeitenderÖHInnsbruck,begeistertüber
denErfolgderAktion.
Am20.und21.MaiginganderUniInns-
bruck der Studierendencup:08 über die
Bühne.DasOrganisationsteam,bestehend
ausderÖHInnsbruck,derHostCityInns-
bruckundderTirolWerbungbegrüßten
52 Mannschaften beim Kampf um den
Studierenden-Meistertitel.Gespieltwurde
aufeinem12x18MeterKleinfeldplatzmit
KunstrasenundBande.
Am Dienstag fanden am SoWi-Vorplatz
vor – trotz leichtem Regen – zahlreich
erschienenemPublikumdieersten54Vor-
rundenspielestatt.DurchdasProgramm
führteModeratorAndreasSchütz,deres
hervorragend verstand das Publikum in
Begeisterungzuversetzen.Inspannenden,
actiongeladenen Spielen kämpften die
TeamsumdenAufstieginsAchtelfnale.
Am Mittwochvormittag folgten die Vor-
rundenspieleaufderUSI.DieSiegeraus
den134er-Gruppensowiediedreibesten
Gruppen-ZweitenstiegeninsAchtelfnale
auf.MancheMannschaftenkämpften,als
gingeesumdieTeilnahmebeiderEuro-
pameisterschaft. Zum Glück wurde bei
denteilssehrhartenZweikämpfenkeiner
der Spieler ernsthaft verletzt. Dennoch
wäredieeineoderandereSzenedurchaus
einerDiskussionim„Doppelpass“würdig
gewesen.
DasSpielumPlatzdreikonnteder„Club
Privado“miteinem3:1Sieggegen„Coneji-
tosdelamuerte“fürsichentscheiden.
ImFinaletraten„Das5.Element“gegen
den„1.FCMSektionIBK“an.Alsbeson-
deres Highlight konnte für die Leitung
desFinalspielesderösterreichischeEM-
Schiedsrichter Konrad Plautz gewonnen
werden.Plautzistseit24JahrenSchieds-
richterundleiteteunteranderemschon
dasChampions-League-HalbfnaleArsenal
– Villarreal und den prestigeträchtigen
europäischen Supercup Milan – Sevilla.
NacheinemfrühenFührungstrefferinder
3.Minutefürdas„Das5.Element“wardie
Mannschaft nicht mehr zu halten. Drei
weitere Tore folgten in der 5., 7. und 8.
Minute.ErstinderletztenMinutekonnte
der „1. FCM Sektion IBK“ ein Erfolgser-
lebnis verbuchen und verkürzte auf 4:1.
„Das5.Element“unterderFührungvon
Kapitän Paul Steinbach gewann jedoch
ungefährdetunddeutlichmiteinemEnd-
ergebnissesvon4:1.
ImAnschlussandieSiegerehrungfanddie
mit Spannung erwartete Verlosung der
5-EM-Karten unter allen teilnehmenden
Teamsstatt,diedurchdenVizerektorder
UniversitätInnsbruck,Prof.ArnoldKlotz,
denGeschäftsstellenleiterderHostCity
Innsbruck,MartinSchnitzer,undderVor-
ENDERGEBNIS:
1. Das 5. Element
2. 1. FCM Sektion IBK
3. Club Privado
4. Conejitos de la muerte
STATISTIK
Teams: 52
Spieler: 252
Spielerinnen: 8
Spiele gesamt: 94
Tore gesamt: 482
Torschnitt: 5,13
Seite7
ÖH
pliment an die Organisation.
(Philipp,23Jahre,
Team„Das5.Element“)
Mir hat der Studierendencup sehr gut ge-
fallen, ich fnds eine tolle Idee. Leider haben
manche Mannschaften die Sache etwas zu
ernst genommen und viel zu hart gespielt.
Ich hoffe, so etwas wird wieder veranstaltet
und ich werde sicher wieder mitspielen.
(Michael,28Jahre,
Team„Das5.Element“)
Teilnehmerkommentare
Mir hat der Studierendencup wirklich viel
Spaß gemacht. Leider haben nicht so viele
Mädels mitgespielt, aber ich hoffe, wir
haben ein Zeichen gesetzt. Vor allem, dass
ich ein Tor geschossen hab war sehr geil.
Gefreut hat mich, dass zwei der Mann-
schaften aus unserer Gruppe auf uns Rück-
sicht genommen und nicht so hart gespielt
haben. Das fand ich sehr fair.
(Katharina,24Jahre,
Team„SiegoderSpielabbruch“)
Es war ein wirklich lässiges Turnier, das
gut aufgezogen war. Auf der SoWi hat mir
gefallen, dass so viele Zuschauer waren, auf
der USI wars ein wenig abseits und leider
ist die Übertragung des Champions-League
Finale ins Wasser gefallen. Es wäre schön
gewesen, wenn da noch ein paar Leute
geblieben wären. Mit einem Schiris war
ich nicht ganz zufrieden, aber wenn die
Aktion nächstes Jahr wieder stattfndet,
bin ich sicher wieder mit dabei.
(Paul,27Jahre,Team„Das5.Element“)
Ich fands toll, dass auch Mädels mitspielen
durften und dass nicht nur an der SoWi
sondern auch an anderen Standorten ge-
spielt wurde. Dass jeder ein EM-T-Shirt
bekommen hat war klasse und auch die
Betreuung der Teams – wir haben vor jedem
Spiel Getränke bekommen – war einwand-
frei. Schade, dass wir nicht die EM-Karten
bekommen haben, im nächsten Jahr sind
wir trotzdem wieder mit dabei.
(Julia,21Jahre,
Team„SiegoderSpielabbruch“)
Für mich war der Studierendencup eine lus-
tige und lockere Veranstaltung. Unser Team
hat auch nicht damit gerechnet, dass wir
so weit kommen und wir sind sehr glücklich
darüber, dass wir sogar gewinnen konnten.
Die Stimmung rund um die Veranstaltung
war super, hier nochmals ein großes Kom-
Seite8
ÖH
unipress: Robert, wie
seid ihr auf die Idee
gekommen, UNIT ins
Leben zu rufen?
robert: Wir wollten
den Studierenden
der Uni Innsbruck
die Möglichkeit bie-
ten, Qualifkationen
zusätzlich zum regulären Studium zu er-
werben. Durch das Abschaffen der freien
Wahlfächer in den meisten neuen Studi-
enplänenistdiesdirektüberdasStudium
leidernichtmehrmöglich.Alsohabenwir
UNITgeschaffen.
Zusatzqualifkationen dank
Zweckwidmung
unipress: Und alle Seminare sind kostenlos
für die Studierenden?
robert: Ja. Wir wollten ja nicht nur die
MöglichkeitderZusatzqualifkationbieten,
sonderndieseauchleistbarfürdieStudie-
renden machen. Wenn man sich auf den
HomepagesdergrößerenBildungsanbieter
umsieht,stelltmanfest,dasszumBeispiel
einRhetorikseminarlockergleichmalzwei-,
dreihundertEurokostet.Unddassprengt
denfnanziellenRahmendermeistenStudie-
renden.Deshalbhabenwirunsentschieden,
das Projekt durch die zweckgewidmeten
Studienbeiträge aus der Kategorie „ÖH-
Prioritätenliste“zufnanzieren.
unipress: Das Projekt ist eine Kooperation
mit der Uni. Wie funktioniert die Zusam-
menarbeit?
robert: Ausgezeichnet. Rektor Töchterle
hatunsvomerstenMomentanunterstützt,
ebensoVizerektorinFriedrich.Ichbinsehr
froh, dass die Zusammenarbeit mit dem
RektoratanunsererUnisogutfunktioniert.
AuchdieMitarbeiterinnenundMitarbeiter
der Fakultätenservicestelle und des ZID
unterstützenuns,woesnurgeht.
„Es haben schon mehr als 2.500
Studierende teilgenommen.“
unipress: Und wie kommt das Projekt aus
deiner Sicht bei den Studierenden an?
robert: DasneueAngebotwurdegleichzu
Beginn ausgezeichnet angenommen. Der
Andrang zu den Seminaren war gewaltig.
Mittlerweile haben schon mehr als 2.500
StudierendeanunserenSeminarenteilge-
nommenundwirerhaltendurchwegssehr
positiveRückmeldungen.
unipress: Kritik gibt es keine?
robert: Doch,natürlich.DieStudierenden
wollennochmehrSeminarehaben.
unipress: Und, wird es mehr Seminare ge-
ben?
robert: Ja,wirwerdendasSeminarprogramm
imWintersemesterweiterausbauen,damit
nochmehrStudierendeandenSeminaren
teilnehmen können. Der Ablauf soll noch
reibungslosergestaltetwerden.
„Wir werden noch weitere
Themengebiete ins Programm
aufnehmen.“
unipress: Wird es auch Seminare zu anderen
Themen als in diesem Semester geben?
robert: UnserAngebotistschonziemlich
weitgefächert,aberwirwerdenmitSicher-
heitnochweitereThemengebieteinunser
Programmaufnehmen.FürWünschevonsei-
tenderStudierendensindwirimmeroffen.
EineE-MailanUNITodermichgenügt.
unipress: Der Semesterschwerpunkt war die-
ses Mal Bewerbung und Jobeinstieg. Warum
habt ihr diesen Schwerpunkt gewählt?
robert: Sich richtig zu bewerben ist gar
nichtsoleicht,manmusssichirgendwievon
derMassederBewerbungenabheben.Und
dasmöglichstimpositivenSinne.Beiden
Bewerbungsseminaren lernen die Studie-
renden,wiemaneinenLebenslaufverfasst,
eineBewerbungsmappegestaltetundsich
währenddesBewerbungsgesprächsverhält.
DerSemesterschwerpunktwurdesehrgut
angenommen, alle Seminare sind restlos
ausgebucht.
Geplant sind auch Seminare
im September
unipress: Und steht der Schwerpunkt fürs
Wintersemester schon fest?
robert: Ja, aber der wird noch nicht ver-
raten.
unipress: Und wann wird es im Wintersemes-
ter losgehen?
robert: WirstartenMitteOktober,weilbis
dahindieStudierendenihrenStudienplan
schonwissenundsichihreZeitdannbesser
einteilen können. Angedacht ist auch ein
BlockvonMittebisEndeSeptember,quasi
als Semester-Kickoff. Da sind viele schon
wieder in Innsbruck, die Uni hat jedoch
nochnichtbegonnen.WirwerdendieStu-
dierendenaberaufjedenFallüberunsere
HomepageundperMailinformieren.
unipress: Vielen Dank für das Gespräch.
UNIT – Uni Inn Training
EineInitiativederÖHInnsbruck
www.unit-innsbruck.cc
info@unit-innsbruck.cc
UNIT – Uni Inn Training
ÖH-Projekt erfolgreich angelaufen
VonFabian Kern
Im Sommersemester startete die ÖH Innsbruck mit einem neuen Projekt – UNIT. Die UNIpress sprach
mit dem ÖH-Vorsitzenden Robert Mäser über die Idee und den Erfolg dieser Initiative.
Seite9
ÖH
„Immerhin bleiben die freien Wahlfächer erhalten“
VonLiesbeth Frei
Für die BiologInnen tritt ab Herbst ein neuer Studienplan in Kraft.
StV-Mandatarin Marina Köchle besprach mit der UNIpress
die weiteren Pläne der Studienrichtungsvertretung.
unipress: Was hältst du vom neuen Stu-
dienplan?
köchle: Allesanderealsbegeistert!Ehrlich
gesagt haben wir in der Curricularkom-
mission einstimmig gegen diese neuen
Studienplänegestimmt.
unipress: Warum das?
„Unsere Vorschläge wurden
zu wenig berücksichtigt“
köchle: UnseresErachtenshättemanden
Studierenden viel mehr entgegenkom-
menmüssen.Schließlichbetrifftesjaihr
Studium!SicherlichwurdenvondenPro-
fessorInnenunsereVorschlägeangehört,
aber zum Teil zu wenig berücksichtigt.
Da wir die Interessen der Studierenden
vertreten,könnenwirdieseneuenPläne
nicht befürworten. Wenigstens haben
wir erreicht, dass die freien Wahlfächer
erhaltenbleiben.
unipress: Immerhin ein kleiner Erfolg?
köchle: Wenigstensetwas,dochfüruns
istdieser„Kampf“nochnichtvorbei!Wir
versuchenauchjetztnochimNachhinein
den Studienplan zu verbessern. Soeben
haben wir an alle BiologiestudentInnen
einen Newsletter ausgeschickt, der alle
Interessierteneinlädt,mitunsgemeinsam
Verbesserungsvorschlägezufnden.
unipress: Und was tut sich sonst noch in der
Studienrichtungsvertretung?
köchle: Innerhalb unseres Teams hat es
einenWechselgegeben.GüntherKriech-
hammer ist zurückgetreten und Marion
Benirschkeistnachgerückt.Sonstistaber
allesgleichgeblieben.ImMomentlaufen
einigeKommissionenundwirmüssenei-
nenVertreterfürGüntherfnden.Wenn
alsojemandinteressiertist,dieStudieren-
deninKommissionenzuvertreten,solluns
einfacheineE-Mailschicken.
„Unser nächstes großes
Projekt: das Erstsemestrigen-
tutorium im Herbst“
unipress: Was sind die nächsten Projekte
der StV Biologie?
köchle: NachdemwirunsereBücherbörse
aufgestockthaben,einTerminfürdieHö-
rerInnenversammlungfxiertist,habenwir
unsüberlegt,einGrillfestaufderTechnik
zuveranstalten.ImMomentistdasaber
nebensächlich,schließlichkonzentrieren
wirunsbereitsaufunseregrößerenPläne
imHerbst.WiezumBeispieldasErstse-
mestrigentutorium, das ja auch von uns
veranstaltetwird.
unipress: Vielen Dank für das Gespräch.
Weitere Informationen
StV Biologie
stv-biologie@oeh.cc
Seite10
ÖH
300 Unis nicht genug?
Doch man darf auch außerhalb dieses
Rahmensinitiativwerden:SeiesJordani-
en,Uganda,Kolumbien,Nepal–jenach
InteresseundStudienschwerpunktkann
mansichbewegen,woesdiegewünschte
Bildungseinrichtung,gepaartmiteigenem
Kultur-oderLandesinteresse,gibt.Dasses
einstabilespolitischesGefügeinnerhalb
des Landes geben sollte, versteht sich
vonselbstundsollteauchgegebenenfalls
nachgeprüftwerden.
Finanzielle Unterstützung
HatmansichfüreinederUniversitäten
ausderPartnerschaftslisteentschieden,
bedarfesnacherfolgreicherBewerbung
bis31.01.desJahresimBürofürInterna-
tionaleBeziehungeneinerNominierung,
damit man einerseits keine Studienge-
bührenzahlenmussundandererseitsein
Joint-Study-Stipendium zugesprochen
bekommt. Hat man sonst noch Fragen,
sokannmandieseRäumlichkeiteninder
Altstadtaufsuchen.DieBeratung,welche
manvorOrterhält,istgeprägtvonInfor-
mationausersterHand,Hilfsbereitschaft
undGeduld.DemexzellentenRuf,dendas
Büroinnehat,wirdesmehralsgerecht.
Willmanaufeineselbstgewählte,nicht
imProgrammaufscheinendeBildungsein-
richtung,musserstnachgewiesenwerden,
dass dort keine Studienbeiträge gezahlt
werdenmüssen,umindenGenusseines
solchen Stipendiums zu kommen. Da-
durchwirdgewährleistet,dassgepfegte
Partnerschaftenaucherstrangigbesucht
werden.Diejenigen,diesichaberfüreine
andereHochschuleentscheiden,können
diestun,jedochmitdemMehraufwand,
gleiche Bedingungen herzustellen, wie
sie Studierende an Partneruniversitäten
antreffen.
Was Herrn Siebeck in seinen ironischen
Ausführungenwohlentgangenseindürf-
te: Auch in China gibt es Doppelbetten,
selbstinIndiengibtesfrischesGemüse,
undauchinPeruschläftessichoftnicht
schlechteralsetwaimDoppelzimmerei-
nesInnsbruckerStudentenheimes.Warum
alsonichtdasAbenteuerwagenundindie
Ferneziehen?
Wasfrühernocheinetwasaußergewöhn-
liches Vorhaben war – sich ein bis zwei
Semester an einer ausländischen, meist
fremdsprachigenUniversitätzuinskribie-
ren–,istheutezumGlückgangundgäbe
undwirdvomGroßteilderStudierenden
richtigerweisealsunerlässlicherachtet.
Wo beginnen?
Immer mehr Studierende drängen nach
draußen. In jeder Fakultät gibt es Aus-
landskoordinatorInnen, welche als An-
sprechpersonenfungieren,willmansich
seinenAuslandsaufenthaltorganisieren.
EinE AuslandskoordinatorIn ist in erster
LiniefürdieAnrechnungderimAusland
abgelegtenKurseundModulezuständig.
Diesemüssenmitihm/ihrabgesprochen
werden,undfernermussdieÄquivalenz
zu den heimischen Stunden nachgewie-
senwerden.SolcheKursbeschreibungen
fndet man auf der Homepage beinahe
jederausländischenBildungseinrichtung.
SiewerdenaufBedarfauchzugeschickt,
allerdingsistEigeninitiativeundGeschick
gefragt,damitmansichseinpersönliches
Bündelschnürenkann.
Innsbruck und die Welt
Die Universität Innsbruck unterhält seit
Jahren Partnerschaften zu mehr als 300
verschiedenenUniversitätenweltweit.
SelbstwennvieledavonimErasmus-Pro-
gramm sind und sich der Horizont der
StudierendenindenletztenJahrenweiter
überdenGlobuserstreckte,gibtesviele
verschiedeneVarianten,seinenAufenthalt
so individuell und exotisch wie möglich
zugestalten.
BeinaheinjedemLandgibteseineUniver-
sität–aufdemLink‚Universitätenwelt-
weit‘(http://univ.cc/)aufderHomepage
desBürosfürInternationaleBeziehungen
kannmansicheinenerstenEindruckver-
schaffen.AuchimasiatischenRaumhat
sicheinigesgetan,undsokannmansich
neuerdings auch an drei Universitäten
in der Volksrepublik China bewerben,
dienochdazualleeinenexzellentenRuf
haben.
Studieren im Ausland – wofür der ganze Aufwand?
VonAndreas Aichner
Frei nach Wolfram Siebeck (*1928): „Nach meiner Einschätzung ist der erste Mensch am Südpol genauso
spinnert wie jemand, der sich am Gummiseil die Golden Gate Bridge hinunterstürzt. Ein Fall für den
Nervenarzt. Was sucht er da? Warum bleibt er nicht dort, wo es warm ist, wo es Doppelbetten gibt und
frisches Gemüse?“
Seite11
ÖH
Hat man die Bürokratie erst mal über-
wunden,Kurseabsegnenlassen,sichvon
den Studiengebühren befreien lassen,
eventuell ein Stipendium zugesprochen
bekommenunddenFluggebucht,soer-
öffnetsicheinemdiegroße,weiteWeltdes
grenzüberschreitendenStudierens.
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen,
dasses–ganzgleich,womanschließlich
landet–eineErfahrungist,diemanwohl
in keinem Kurs an keiner Fakultät und
noch weniger im eigenen Land gelehrt
bekommt.
Wann,wennnichtinderStudienzeit,erlebt
maneineunbeschwertereSymbioseaus
einerArt„L‘AubergeEspagnole“,gepaart
miteinerLandeskundevorOrtbeidiver-
senTreffen,PartysundUni-Stundenmit
oftmehralszehnNationalitäten?
ErstnachdemmaneinbiszweiSemester
ineinemfremden,oftfernenLand–ab-
seitsvomBekannten-undFreundeskreis,
TausendeKilometervonFamilieundver-
trauterUmgebungentfernt–gelebthat,
lerntman,Altbewährteszuschätzenund
Neuemtolerantgegenüberzustehen.
Möchtestauchdudichdarüberinformie-
ren,imAuslandzustudieren,dannkomm
ambestenbeiunsimReferatvorbei.
Weitere Informationen
Referat für Internationales
ÖHInnsbruck|Josef-Hirn-Straße7
Sprechstunde:Mi10.00-14.00Uhr
e-mail: International-oeh@uibk.ac.at
BürofürInternationaleBeziehungen
www.uibk.ac.at/international-relations
Seite12
Universität
„Demütigung ist der Sprengstoff, aus dem Sprengstoff wird.“
Von Jens Stücke
Die Veröffentlichung des islamkritischen Films ‚Fitna‘ durch den niederländischen Rechtspopulisten Ge-
ert Wilders hat neuerlich die Diskussion angeheizt über den Umgang mit Meinungs- und Pressefreiheit
auf der einen und der Achtung religiöser Gefühle von Gläubigen auf der anderen Seite. Die UNIpress
lud Prof. Peter Stöger vom Institut für Erziehungswissenschaften, Experte für interkulturelle Pädago-
gik, und den renommierten Politikwissenschaftler Prof. Gerhard Mangott zu einem kontroversiellen
Diskurs ein.
unipress: Herr Prof. Stöger, in den letzten
Jahren beobachten wir zunehmend einen
Konfikt zwischen dem Recht auf Meinungs-
freiheit und dem Status der Religionen. Darf
es in aufgeklärten liberalen Demokratien so
etwas wie die Unantastbarkeit der Religion
geben?
stöger:AlsoesmusseinFeldgeben,wo
Agnostiker,AtheistenundGläubigesich
treffenkönnen.UnddiesesFeldistdieDi-
gnitätderPerson,seineMenschenwürde,
wosichReligionundAufklärung,eman-
zipative Schritte setzend, der Wahrheit
stellen.AlsreligiöserMenschkönnteich
jetzt dazu sagen, dass in der Bibel der
AusspruchvonChristusüberliefertist:„Ich
binderWeg,dieWahrheitunddasLeben.“
UnddieWahrheitisteinkostbaresGut,
derhabenwirunszustellen.Unddasheißt
volleMeinungsfreiheit.Dasistausmeiner
Sicht der Dinge auch kein Widerspruch
zumReligiösen.
„Was dem einen heilig ist, ist
dem anderen gleichgültig“
unipress: Herr Prof. Mangott, wie sehen
Sie das? Gibt es für sie Heiliges und damit
Unantastbares?
mangott:DaseigentlicheProblemliegt
darin,dassReligionenmitdemVerweis,
es gäbe etwas Heiliges, den Kern ihrer
Glaubensüberzeugung als unantastbar
erklären.Dochwasdemeinenheiligist,
kanndemanderenvölliggleichgültigsein,
denn das Heilige bindet nicht; auch die
Zufucht zum Begriff der Dignität des
Gläubigenversuchtdochnurzuverschlei-
ern, dass Religionen die Grenze für die
Meinungsfreiheit desjenigen, der nicht
glaubt,ausmachen.
unipress: Haben Religionen zu Recht einen
Sonderstatus? Ist es zum Beispiel sinnvoll,
dass man im Strafgesetzbuch nach § 188
die Religionen einem besonderen Schutz
unterstellt?
stöger:MiristimRahmenderInterview-
vorbereitungeineKarikaturuntergekom-
men,diemichsehrverärgerthat:Zusehen
war der jüdische Gott Jahwe, der durch
einenDavidsternattribuiertwar.DerDa-
vidsternistsomillionenfachmissbraucht
worden,dassichalsKarikaturistsehr,sehr
vorsichtigwäreinderVerwendungdieses
Symbols.EsmussimPrinzipüberallesein
Diskursmöglichsein,allerdingsnuraufder
FoliederWürdedesMenschen.Esmussin
einerTheologienachAuschwitzmöglich
sein, dass es auch ohne Strafandrohung
gewisseTabusgibt,diegenaumitdieser
Dignitätzutunhaben.MaleichzumBei-
spielaufeinBildchendesDalaiLamaein
Hitlerbärtchen und versehe seine Stirn
mitzweiHörnchen,dannweißich,dass
ichdamiteinengläubigenTibetertödlich
treffe.Ähnlichwürdeichihntreffen,wenn
ich seine Mutter bespucken würde. Das
mussnichtsein!
„Geschmacklosigkeit darf ihr
Recht einfordern“
unipress: Muss nicht der Gläubige auch
dazu in der Lage sein, mit einer allgemeinen
– nicht persönlichen – Beleidigung seiner
Überzeugungen, seiner Religion umzuge-
hen?
mangott: Meiner Ansicht nach darf es
keineGrenzendafürgeben,wiesichMen-
schenineinerliberalenDemokratiemit
Religionenauseinandersetzen.Vielesmag
geschmacklossein–aberüberJesuszuläs-
tern,diejungfräulicheEmpfängnisfürein
Märchenzuhalten,Mohammedzuzeich-
nen, sich über Burkas lustig zu machen,
orthodoxePatriarchenzubeschimpfen,am
SabbatzuarbeitenunddieOperIdomeneo
biszuihrem(bitteren)Endeanzusehen,
auchwennsievonNeuenfelsinszeniert
wird,istineinersäkularendemokratischen
OrdnungeinunbestreitbaresRecht.Auch
die Geschmacklosigkeit darf ihr Recht
einfordern, wenn der Geschmacklose
dann auch bereit sein muss, sich einer
öffentlichen Debatte zu stellen – ohne
StrafgesetzbuchundheiligeBücher.Wenn
dieSelbstbehauptungskraftundIdentität
einesMenschendadurchherausgefordert
wird,dassseineReligionobihrerbiswei-
len geschmacklosen Betrachtung ihn in
seinemSelbstbewusstseinverletzt,dann
istdaszunächstnichteinProblemdesBe-
leidigers,sonderndesjenigen,dersichin
seinenreligiösenÜberzeugungenverletzt
fühlt.EsgibtdiegrenzenloseFreiheitder
Beleidigung,derProvokationundderAb-
wertungreligiöserGlaubensinhalte.Was
in rechtsstaatlichen Demokratien nicht
zulässigist,ist,eineneinzelnenMenschen
herabzuwürdigen.
stöger:Ichseheessehrvieldifferenzier-
ter. Zunächst mal wollen wir über den
Freiheitsbegriff sprechen. Der Freiheits-
begriffistfürmichfreiseinzuetwasund
nichtfreiseinvonetwas;alsofreiseinzu
Verantwortung,freiseinzuFriedenspoli-
tik,freiseinzuRespektundnichtfreisein
vonRespekt.
mangott:Dasistabereinsehrnormativer
Zugang!
Seite13
Universität
Gewaltneigungangelegt.Obmansieim
LaufederJahrhundertezivilisiert,wiedas
mit dem Christentum gelungen ist, ist
eineandereFrage.Tatsacheist,dassdie
BedrohungderMeinungsfreiheitundgar
dieBedrohungdesLebensimAugenblick
vonmuslimischenFanatikernausgeht.
stöger:IchentdeckebeiIhnensehrviel
Eurozentrismus. Und ich entdecke sehr
viel Neokolonialismus. Wieder einmal
wissen wir es für andere besser. Das ist
dieeuropäischeUrkrankheit,esfürande-
rebesserzuwissen.Genaudaraufhatte
diePädagogikderBefreiungversuchtzu
antworten.DenndasistDomestizierung,
wenn wir wissen wollen, ob jemand be-
leidigtseindarfodernichtbeleidigtsein
darf.Wirkönnennichtjemandemsagen:
Da hast Du gefälligst nicht beleidigt zu
sein.MansolltenichtnurseitAuschwitz,
aberspätestensseitAuschwitzbesonde-
reVorsichtwaltenlassen.Dasmeineich
auch in Bezug auf die Ausstellung der
AktionistenvonSurrend.Darumweiseich
eine solche Attribuierung wie „dummer
Hut“inBezugaufdasJudentumaufdas
schärfstezurück!
„Terror ist nicht zu abstrahie-
ren von Demütigung“
unipress: Denkt man diesen Gedanken aber
konsequent zu Ende, hieße das ja, dass die
westlichen Gesellschaften am Ende selbst
daran schuld sind, dass sie sich jetzt mit
islamistischem Terror konfrontiert sehen.
stöger:EsisteineFruchtderDemütigung
im Zuge der kolonialistischen und nun
neo-kolonialistischen Arroganz, die seit
Jahrhunderten von westlichen Gesell-
schaftenausgeht.DerTerroristnichtzu
abstrahierenvondertiefenDemütigung
dersogenanntenErstenWeltgegenüber
den Ländern im arabischen Raum. Die
DemütigungistderSprengstoff,ausdem
Sprengstoffwird.
mangott:Dashalteichfüreineselbstun-
terwerfende Haltung. Ich könnte Ihnen,
jetztfreilichnichtvergleichbarinderDi-
stöger:DasisteinsehrnormativerZugriff.
Das weiß ich. Aber ich getraue mich, in
einerPädagogikderMündigkeitfolgende
ErkenntnisAdornoszuzitieren:„Fürchtete
ichnichtdasMissverständnisderSenti-
mentalität,sowürdeichsagen,zurBildung
bedürfeesderLiebe.“Erschreibtdasin
‚ErziehungzurMündigkeit‘,woauchdie
Pädagogik nach Auschwitz besprochen
ist.Wirlebenheuteineinersehrlieblosen
Zeit.Mandenkenurandie300.000Kin-
dersoldaten.UnddergrößteTerroristauf
dieserWeltistjanichteinislamistischer
Terror,sondernesistdieWeltwirtschafts-
ordnung,diejedenTag24.000Hungertote
produziert.EineWeltwirtschaftsordnung,
dieeseinfachzulässt,dasstäglichunge-
fährzehnmalsovieleMenschenwiebei
dem Anschlag aufs World Trade Center
umsLebenkommen.
mangott:WennSiesagen,esmussdiesen
RespektvorodergardieLiebezurDignität
geben, dann ist das eine Forderung, die
andere Menschen bindet und daher für
michnichtzulässig;auchdasGeschmack-
lose,diemangelndeSensibilität,aberauch
die Bösartigkeit darf nicht beschnitten
werden.GeradegläubigeMenschenhaben
ein Problem der rationalen Distanz zur
AttackeaufihreGlaubensüberzeugung.
stöger:DerDalaiLamahättealleUrsache
beleidigtzusein,bedenktmandieGräu-
eltaten,diedieChinesenanseinemVolk
undseinerKulturverbrochenhaben.Doch
es ist interessant, ihm zuzuhören, wenn
er über die chinesische Kultur spricht.
Er spricht über sie mit Hochachtung. In
seinerPersonzeigtsich,wiejemanddie
tiefsteBeleidigungseinerKulturundsei-
nesVolkes–bishinzumVölkermord–so
behandelt,dassereinerseitszutiefstbe-
troffenist,undandererseitsmitRespekt
überdieKulturjenesLandesspricht,das
seinLandüberfallenhat.Unddasistder
tiefsteSinndesFeindesgebots.Wenndir
jemandaufdierechteWangeschlägt,so
halteihmauchdielinkehin.
unipress: Welche Reaktionsmuster von Reli-
gionen sind auszumachen, wenn sich diese
durch Aussagen und Handlungen provoziert
sehen? Gibt es Unterschiede?
mangott:ZweiBeispieleausderjüngeren
Vergangenheit, wie religiöse Menschen
aufProvokationreagierthaben:InBerlin
gab es eine Ausstellung der dänischen
AktionistengruppeSurrend.Diesehatein
Plakatausgestellt,aufdemdieKaabaabge-
bildetist,unddarüberstehtderSchriftzug
„dummerStein“.DanebenisteinBildeines
orthodoxenJuden,darübersteht„dummer
Hut“.EswarenaberkeinejüdischenGläu-
bigen,diegegendieAusstellungGewalt
angedrohthaben,sonderneswarenMus-
lime.Warum?WeilesgeradefürMuslime
offenbarganzmitihremGlaubenvereinbar
erscheint,gegendas,wassiealsveritable
BeleidigungihrerGlaubensüberzeugung
begreifen, mit Gewalt vorzugehen. Wir
habendasPhänomendesBeleidigtseins
nahezubeiallenReligionen.DenkenSie
andenFallderdeutschenKünstlerin,die
ein provokatives Motiv in einer Galerie
ausgestellt hat. Es handelte sich um ein
Kreuz, und in der Mitte dieses Kreuzes
waralsFotografeeinPenisabgebildet.Sie
wurdedafürvorGerichtgestelltundverur-
teilt.Dasheißt,dasswirauchbeianderen
Religionen,wiehierbeiderkatholischen
Kirche, das Bedürfnis erkennen können,
KünstlerobihrerÄußerungenzuverfol-
gen. Christen machen das mittlerweile
überdenRichter:DieStrafgesetzbücher
ÖsterreichsundDeutschlandslasseneszu,
dassdiekünstlerischeFreiheitbeschnitten
wird.Aberwenigstensgehteshiernicht
umphysischeGewalt.
„Unsere Welt wäre in Brand
geschossen“
stöger:1,3MilliardenMenschenaufdie-
ser Erde sind Muslime. Wenn jetzt alle
Menschensogewalttätigdemonstrieren
würden,dannwäreunsereWeltinBrand
geschossen.IchstimmemitIhnenüberein,
dassdaswasmitdemSelbstbewusstsein
zu tun hat. Dabei hat der Islam so viele
Schätze zu bieten. Wenn ich da an die
ArabeskenoderandasKalifatvonCordoba
denke, wo fast 800 Jahre lang Christen,
Muslime und Juden unter muslimischer
Vorherrschaftrelativfriedlichzusammen-
gelebthaben.MuslimehabenalleUrsache,
stolz auf ihre Religion zu sein. Eine ver-
schwindende Minderheit von diesen 1,3
MilliardenLeutenreagiertmitGewaltauf
dieseunerträglichenProvokationen.
mangott: Sie haben natürlich recht: Es
gibt1,3MilliardenMuslime,unddieGe-
waltneigung ist keine spezifsch musli-
mische, sondern die Gewaltneigung ist
das Ergebnis von Religionen, die etwas
als heilig defnieren. Das Heilige als das
der Kritik Entzogene ist die Quelle von
Gewalt.WenndasHeiligezurIdentitäts-
grundlagewird,dienichtdiskutiertwerden
kann,dannistdarinschonderQuellder
Seite14
Universität
lige Dinge nicht allen Menschen heilig
sind. Aber die Würde des Menschen ist
unantastbar–inallenRichtungen,sowohl
derAktionalsauchderReaktion.Dasmuss
dochdasBildsein,wasesgemeinsamzu
benennengilt.FingerwegvonGewaltund
alldenDingen,woMenschenintiefsten
TiefenihrerSeeleverletztwerden.
mangott:DieBerufungaufdieWürdeist
einefastperfdeArt,anderenMenschen
dieFreiheitdesWorteszurauben.Denn
dieFragederDefnitiondessen,wasWür-
deist,isteinesehrsubjektive.DieWürde
istkeine,dieeineideologischeÜberzeu-
gungfürsichinAnspruchnehmenkann.
Der Mensch als solcher darf in seinem
menschlichenDaseinfürsichWürdere-
klamieren,aberebennichtfürseineÜber-
zeugungen.KarikaturenMohammedszu
zeichnenistkeineVerletzungderWürde
von Muslimen. Wenn wir aus Angst vor
Gewalt gegen Religionskritiker unsere
Meinungsfreiheitbeschneiden,hatGeert
Wildersmit‚Fitna‘Rechtgehabt.
unipress: Wir danken für das Gespräch.
Ao. Univ.-Prof.
Mag. Dr. Gerhard
Mangott, geb.
1966,Studiumder
Pol i ti kwi ssen-
schaft und der
Geschichte an
denUniversitäten
Innsbruck und Salzburg. Forschungs-
schwerpunkte: Internationale Politik;
Russland-undUkrainestudien.Darüber
hinausimmerwiederFernseh-,Radio-
undZeitungsbeiträgezuaktuellenpo-
litischenThemen.
Tit. ao. Univ.-
Prof. Dr. Peter
Stöger,geb.1946,
Studium der Fä-
cher Erziehungs-
wissenschaften,
Psychologie und
Philosophieander
UniversitätInnsbruck;Promotion1978.
Schwerpunkte(unteranderen):inter-
kulturellePädagogikundinterreligiöser
Dialog.ImAugust2008erhältStöger
das Österreichische Ehrenkreuz für
WissenschaftundKunstderRepublik
Österreich.
mension,auchsagen,diekatholischeKir-
chehatHomosexuelleüberJahrhunderte
hinwegbisheutegedemütigt.Aberhaben
schwuleMännerkatholische‚Würdenträ-
ger‘ermordet?Ichweiseauchzurück,was
inIhrenAussagenalsKulturrelativismus
angedeutetist.HumanistischeWertedür-
fenuniverselleGültigkeitbeanspruchen;
dies sind aufklärerische Werte, unsere
Grund-undFreiheitsrechte.
„Eine Haltung der
Unterwerfung“
unipress: Was halten Sie von der entschuldi-
genden Erklärung des Ministerpräsidenten
der Niederlande, Jan Peter Balkenende, an-
lässlich der Veröffentlichung des islamkri-
tischen Films ‚Fitna‘?
mangott:Dasist,wieesHenrykM.Broder
bezeichnet,eineHaltungderKapitulation,
der Unterwerfung, des Zurückweichens;
das gilt auch für die Kritik an Wilders
‚Fitna‘. Alles, was Wilders zeigt, ist pas-
siert – die Filmsequenzen zeigen Gräu-
eltaten des politischen Islam, die unter
BerufungaufdenKoranpassier(t)en.Die
Gewaltneigung politisierter islamischer
Glaubensüberzeugungen ist ein offen-
sichtliches Phänomen der vergangenen
Jahre.Wildersdokumentiert,verdichtet,
deutet,suggeriert,mobilisiert.Aberkeine
dieser Gewalttaten ist erfunden. Diese
Mordesindpassiert,diegewalttätigere-
ligiöseMobilisierungliegtvor,undsieist
keinRandphänomen.Istesnichtgeradezu
fatal, dass – wie im Fall der dänischen
Mohammed-Karikaturen–indenKritikern
des Islam die Verantwortlichen für die
Gewaltausbrüche fanatisierter Muslime
invielenmuslimischenLänderngesehen
werden und nicht bei den Gewalttätern
selbst?
stöger: Das gleiche wie bei ‚Fitna‘ ließe
sichauchimFallNordirlandmachen.Da
könntemanmitSicherheitauchFilmdo-
kumentezusammenschneidenunddiese
mitZitatenausderBibeluntermalen.Ich
fragemichnur,wasistderSinnderganzen
Angelegenheit?IsteseinPlusinRichtung
Friedenspädagogik?IsteseinPlusinRich-
tung Friedenspolitik? – Oder ist es ein
Versuch,dieReligionen,exemplifziertam
BeispielIslam,anderschwächstenStelle,
diejedeReligionhat,nämlichinderFrage
der Gewalt, zu treffen? Mit dem Islam
habenwirnuneinenneuenSündenbock,
nachdemderKommunismusalsFeindbild
weggefallenist.
mangott: Mein Problem ist, dass unter
Berufung auf Glaubensüberzeugungen
Gewaltausgeübtwird,unddasistimAu-
genblickeinPhänomenvonMenschen,die
unterBerufungaufmuslimischeGlauben-
sinhalteglauben,Ungläubigemordenzu
dürfen.WennpolitisierteMuslimeeinen
Regisseur(TheovanGogh,Anm.)ermor-
den,derZwangsbeschneidungen,Zwangs-
verheiratungen und Vergewaltigungen
in der Ehe darstellt, dann darf ich dem
Regisseur nicht vorschreiben oder viel-
leichtsogarraten:Na,hättestDudiesen
Filmdochnichtgemacht.
„Es braucht moralische,
ethische Stopptafeln“
stöger: Ich habe sehr viele türkische
Studenten,undvondenenweißich,dass
ihnendaszutiefstLeidtut,wasdaallesan
Gewaltgeschieht.Aberdasistdaseine.
Dasandereist:Esgibtihn,deneuropäi-
schenIslam.Undesgabihnnichtnurim
schon erwähnten Kalifat von Cordoba.
DorthabenwirdasersteMaleinvereintes
Europaverpasst.EinzweitesMalhabenwir
es wahrscheinlich in der österreichisch-
ungarischen Monarchie verpasst. Also
zwei Mal schon, aber die Zeit war nicht
reif. Was ich sagen möchte, ist, dass es
Stopptafeln geben soll, allerdings nicht
juridischerArt,dabinicheinerMeinung
mit Ihnen, aber es braucht moralische,
ethischeStopptafeln.
mangott:AberwarumschreibenSiean-
derenLeutendieseMoralvor?EsistIhre
Moral!
stöger: Nein, es gibt eine Flächende-
ckungsgleichheitvonKunst,Wissenschaft
undauchderReligion.Dasmüssennicht
unbedingt heilige Dinge sein, weil ich
schon dafür Verständnis habe, dass hei-
Seite15
Universität
„… eines der schönsten Universitätsgebäude“
VonLukas Gasser
Die SoWi ist seit Jahren die größte universitäre Baustelle. Arnold Klotz, Vizerektor für Infrastruktur,
spricht über Verantwortlichkeiten, Gutachten und die SoWi in neuem Glanz.
janurfürdieDachabsicherungaufgestellt
wurden,sukzessiveentferntwerden–Gott
seiDank.
Ab März 2009 in neuem Glanz
unipress: Mit welchen Folgen haben die
StudentInnen während der Bauphase zu
rechnen?
klotz:DerUnibetriebwirdohneEinschrän-
kungen aufrechterhalten, wobei wir die
BIGaufmerksamgemachtundverpfichtet
haben, die Bautätigkeiten mit den Insti-
tutenabzustimmen.DerletzteStandist,
dass die Fassadensanierung im Oktober
beginntundzumeinerÜberraschungerst
imMärz2009fertigseinsoll.
unipress: Wie realistisch ist dieser Zeit-
plan?
klotz: Ichdenke,dassdieEinhaltungdie-
sesZeitplansaufjedenFallmöglichist.Bis
dahinhoffeich,dasseinerseitskeinGlas
mehr herunterfällt, was wohl gesichert
seindürfte,unddassandererseitsdieHalle
wiedervollbegehbarist.
unipress: Wie kann die Konstruktion sicherer
werden, wenn keine Veränderungen vorge-
nommen werden?
klotz:Zumeinenhateseinentechnischen
FortschrittinderGlasindustriegegeben,
undzumanderenwerdendieStahlträger
ein bisschen breiter sein. Das Dach ist
zudemetwasdickeralsvorher.Ganzgleich
wirdesnichtsein,aberimPrinzipwirdes
gleich ausschauen. Die Architekten, die
dasGebäudegeplanthaben,werdenden
Unterschiedsehen,derNormalverbraucher
allerdingsnicht.
unipress: Vielen Dank für das Gespräch.
unipress: Als die SoWi gebaut wurde, waren
Sie Stadtplaner in Innsbruck. Sie sind daher
seit den Anfängen involviert.
klotz:Dasistrichtig.Als1986begonnen
wurde,dawarichStadtplanerinInnsbruck.
DasehemaligeKasernenarealauchgegen
den Willen vieler Anrainer als Universi-
tätsstandort zu sichern, habe ich massiv
unterstützt,weilichglaube,dassdieStu-
dentenindieStadtgehören.
unipress: Die SoWi ist keine 15 Jahre alt und
eine einzige Baustelle. Viele Studierende
kennen das Gebäude nur mit einer Unzahl
an Baugerüsten. Wie lange müssen die Stu-
dentInnen noch mit dieser unbefriedigenden
Situation rechnen?
klotz: Das ist natürlich ein sehr leidiges
Thema. Nur um es vorweg klarzustellen:
DieUniInnsbruckmietetdieGebäudevon
derBundesimmobiliengesellschaft(BIG).
Das heißt, der Besitzer und Erbauer der
SoWiistdieBIG.Esistdaherauchderen
Aufgabe, das Gebäude zu erhalten und
gegebenenfallsdieseszurenovierenund
zusanieren.
„BIG ist zuständig“
unipress: Als Vizerektor für Infrastruktur
müssen Sie doch mehr tun können, als nur
auf anderweitige Verantwortlichkeiten zu
verweisen.
klotz:Natürlich.Ichhabesehrgedrängt,
dassdieseSanierungendlichdurchgeführt
wird.Eswarso,dassimHerbst2007drei
Gutachten erstellt worden sind. Darin
wurde erklärt, dass es wohl am besten
undgünstigstenwäre,dasGlasdachneu
zu machen und auch an der Fassade die
eineoderandereVerbesserungdurchzu-
führen.
unipress: Gerüchten zufolge wurde beim
Bau an den falschen Stellen gespart. Wurde
zulasten der Sicherheit zu billig gebaut?
klotz:AbsichtkannhierinkeinemFallun-
terstelltwerden.Vor15Jahrenwarmanbei
solchen Glasarbeiten einfach noch nicht
soweit.
unipress: Wo liegt konkret das Problem an
der aktuellen Konstruktion?
klotz: Im Dachbereich und bei der Ein-
gangstürhatesbeidenGlaskonstruktio-
nenSpannungengegeben.Eshandeltsich
hierbeiallerdingsumkeinwissenschaftli-
chesGutachten.DieseProblemewerden
aberimZugederSanierungbereinigt.
„Keine Zusage, aber fxer
Zeitplan“
unipress: Wenn die Fakten offensichtlich
auf dem Tisch liegen: Warum sind die Fehler
nicht schon längst ausgebessert worden? Die
Baugerüste wären den Studierenden heute
nur noch als blasser Erinnerungsschimmer
gegenwärtig.
klotz:Esist,wieüberall,notwendig,eine
Ausschreibung zu machen. Auf die Aus-
schreibungimJänner2008habensechsBü-
rosAngebotezurSanierungeingereicht.
unipress: Inzwischen ist es jedoch Juni. Was
ist seither geschehen?
klotz:EswurdenochkeinAngebotange-
nommen.DiezeitlichenRahmenbedingun-
gensindjedochabgesteckt:DieDachsanie-
rungbeginntimSeptemberdiesesJahres
undsollbisDezemberabgeschlossensein.
AbJänner2009könnendieBaugerüste,die
Seite16
„DurchModewirddaswahrhaftPhantasti-
schefüreinenAugenblickallgemein.“Was
derSchriftstellerOscarWildeschon1890
erkannte, als er seinen einzigen Roman
„DasBildnisdesDorianGrey“verfasste,ist
heuteaktuellerdennje.WildesKritikwird
inunsererGesellschaftgenausomissach-
tetwieesdieenglischeAristokratie,die
erinseinemRomanbetrachtete,schonim
19.Jahrhunderttat.Mankannsichnicht
nichtmitModebefassen.
Das perfekte Bild
WaresvoreinigerZeitnochdenReichen
(unddadurchdann„Schönen“)vorbehal-
ten,sichmitteurenDesignerstückenvon
dergrauenMasseabzuheben,sobesteht
spätestens seit der Gründung von Mo-
deketten wie H&M, C&A, Zara und Co
fürpraktischjedeNdieMöglichkeit,sich
„im Trend“ zu kleiden. Doch was genau
dieserTrendistundwiemanesschafft,
dessen mindestens viermal jährlich sich
wandelnden Anforderungen gerecht zu
werden,istfürvieleMenscheneinenicht
zubeantwortendeFrage.
Diese Tatsache an sich wäre ja noch
verkraftbar, würden wir nicht in einer
(Medien-)Welt leben, die es praktisch
unausweichlich macht, sich mit perfekt
retuschiertenWerbeplakatenund-flmen
sowieModemagazinenzukonfrontieren,
die unsereins Tag für Tag suggerieren,
wie Mann/Frau auszusehen hat, um ein
vollwertiger,glücklicherMenschzusein.
DieLogikderModeindustrie,derzufolge
potentiellenKundenvorgegaukeltwerden
muss, dass er oder sie sich anhand der
angepriesenen Kleidung einen großen
SchrittweiterinRichtungdespersönlichen
Idealbildesentwickeln,führtzufolgendem
Schluss:Wirsindselbstdaranschuld,wenn
wirdieserWunschvorstellungtrotzeines
brechend vollen Kleiderschranks nicht
entsprechen.
Studienalltag vs. modische
Ansprüche
DerdurchschnittlicheMontagmorgenvon
Studierendengestaltetsichindenmeis-
tenFällenwiefolgt:DerWeckerklingelt
und wird konsequent so lange um fünf
Minuten vertröstet, bis es unter keinen
Umständenmehrandersgehtalsaufzu-
stehen. Einmal aus dem Bett gekämpft,
bleibt ein absolutes Minimum an Zeit,
sich mithilfe von Zahnbürste, Café und
–imFalledesweiblichenTeilsderBevöl-
kerung–mitMake-upundHaarsprayin
einmenschlichesWesenzuverwandeln.
HektischwirdinmittendiesesProzesses
dieFrage,wiemansichheutedemHörsaal
präsentierenwill,durchgenauzweiGriffe
in den Kleiderschrank beantwortet, die
zur Folge haben: irgendeine Jeans und
irgendeinT-Shirt.
OhneeinenweiterenBlickindenSpiegel,
dadieVorlesungnurmehrunterBerück-
sichtigungder„akademischenViertelstun-
de“zuschaffenist,verlässtmandasHaus
undkommtspätestenszweiStundenspä-
teraufderneonbeleuchtetenUni-Toilette
zudemfrustrierendenSchluss:KateMoss
oder Brad Pitt sind nicht diejenigen, die
unsdamüdeentgegenlächeln.
Eine moderne
Sisyphos-Geschichte
Die einfache Logik des Ganzen: Wir be-
fnden uns demnach täglich in einem
Wettbewerb mit uns selbst, den wir nie
gewinnenkönnen.DieBilder,denenwir
sogerneentsprechenwürden,lassensich
nämlich alle auf einen Nenner bringen:
Sie sind schlicht unerreichbar. Und ge-
naudassollensiewirtschaftlichgesehen
auch bleiben, denn wenn wir zufrieden
mit unserem Äußeren durch die Welt
spazieren würden, kämen wir gar nicht
aufdieIdee,dashundertsteT-Shirtbrau-
chen zu müssen. Und wie sollten wir in
diesemhundertstenT-Shirtauchplötzlich
aussehen – wie ein Supermodel? Ohne
KleidergrößeXS,einerperfektgebräunten
HautunddemschmeichelndenLichteines
karibischenSonnenuntergangesbleibtes,
wasesist:einT-Shirt,dasaneinemvon
lernbedingtenFressattackenundzuviel
ZeitvormComputernichtsuperschlanken
undfahlenKörperhängt.
Ballerinas oder
Jesus-Sandalen?
Dennoch oder genau deshalb investiert
jedeRvonunseinenichtzuunterschät-
zendeMengeanZeitdafür,sichumsein
Erscheinungsbild Gedanken zu machen.
Dabeigehtesnichtnuralleindarum,eine
möglichstguteFigurzumachen,sondern
zueinemgroßenTeilauchumdie„Aussa-
ge“, die wir durch unseren Kleidungsstil
derUmweltmitteilen.IstmeineSonnen-
brille nicht zu groß? Ach was, Attitüde,
Attitüde, Attitüde. Mein Louis-Vuitton-
HandtäschchenistfürmeineganzenBü-
cher vermutlich völlig ungeeignet, aber
es zeugt einfach von meiner schlichten
Eleganz.MitSkaterhosenlaufeichzwar
Gefahr, durch die rutschenden Hosen
„unten ohne“ dazustehen, aber wann
werde ich je wieder so cool aussehen!
Die Neun-Zentimeter-Absätze ruinieren
meineKniegelenkeundnervensämtliche
SoWi-BibliotheksnutzerInnen, aber sie
bedecken mich mit dem Goldstaub von
GlitzerundGlamour.
Streben nach Einzigartigkeit –
trotz Gruppenzugehörigkeit
InunsereraufIndividualismuskonditio-
nierten Zeit ist es für viele das höchste
Ziel,soeinzigartigwiemöglich–unddabei
nochgut–auszusehen.DassdiesesBe-
Ein Laufsteg namens Hörsaal
VonChristina Stieber
Kleider machen Leute – auch auf der Uni. Doch lassen wir uns durch das Diktat der Mode zu Schaufens-
terpuppen unserer Wünsche degradieren?
Titel
Seite17
dürfniszuweilenextremeoderhöchstko-
mischeAuswüchseannimmt,istaufjedem
Uni-Campuszubeobachten.DasStreben
nachindividuellemAussehensinktjedoch
beidenmeistenumgekehrtproportional
mit dem Bedürfnis, sich einer gewissen
Gruppezuzuordnen.Andersausgedrückt:
ZeigmirdeineKleider,undichsagdir,zu
welcherGruppedugehörst.
SolässtsichdasKlischeedesgehäuften
Designersonnenbrillen-undBallerinavor-
kommens auf der SoWi oder der stark
vertretene,meistleichtalternativeKlei-
dungsstileinigerGeiWi-StudentInnener-
klären.(Auchwennwirmiteinigendieser
Klischees auf den nächsten Seiten noch
aufräumen!)
Mode: der Nährboden der
Vorurteile
WirdefnierenundschätzenunszumGroß-
teilaufgrundunseresÄußerenein.Dieser
zugegebenermaßenoberfächlicheerste
Eindruckhataberüberausbequeme,um
nichtzusagenFaulheit-förderndeAspekte:
schließlichsteckterdiebetreffendePer-
sonnachbestimmtenKleidungsschemata
ineineSchublade,ohneweitergeprüftzu
werden. Zweifellos ein politisch unkor-
rektes Vorgehen, das häufg Vorurteile
produziertundzusätzlichmeistensauch
den Umgangston ändert. Einer schwarz
gekleideten Anzugträgerin wird in der
Regelandersentgegengetretenalseinem
kunterbunt gekleideten Jesus-Sandalen-
Fan.AusdiesemGrundwäreesnaivanzu-
nehmen,dassmansichderModeeinfach
entziehenkann;sogareineKleiderkombi-
nationvomBilligdiscounterumdieEcke
istTrägereinerbestimmtenNachrichtund
hat schon so manchen Trend ausgelöst.
LetztlichistselbstdasachtloseDurchei-
nanderwürfelnwahlloserKleidungsstücke
einStatement,wennesauchnuraussagt:
Modeistmirvölligegal.
Sicher ist:
Mode un-
terstreicht
zwardiePer-
sönlichkeit,
macht aber
dennochaus
dem über-
zeugtesten
Fashionvic-
tim,dassich
an jeden
neuen Trend
kl ammer t ,
noch lange kein Model. Im Gegenteil!
Durch das vollkommene Kopieren jedes
Trendsgehtdasverloren,wasOscarWilde
wohlunterdem„Phantastischen“verstan-
denhat.DieMenschenaufderStraßeoder
derUniseheneigentlichvielinteressan-
ter als ein beliebiges Hochglanzplakat
aus–geradeweilsienichtdemBildvom
„perfekten“Menschenentsprechen.
Titel
Nachgefragt & Nachgehakt!
Melissa,23,
Politikwissenschaften
Modeistfürmichschonwichtig,ich
glaubeabernicht,dassichübermäßig
vielGelddafürausgebe.Mankannbei
Kleidung recht clever kombinieren.
IchfndedasäußereErscheinungsbild
wichtig, auch bei anderen. Zwischen
denFakultätenundStudienrichtungen
gibt es sicher Unterschiede, auf der
GEIWI sind generell eher die „Lang-
haarträger“,aufderSOWI,besonders
beiWirtschaftsstudenten,istvorallem
einhochgestellterKragenangesagt.
Vedrana,24
Bosnisch-Kroatisch-Serbisch
IchfndeModegenerelltotalüberbe-
wertet und sündteuer, was ich nicht
einsehe.Andererseitsistsieidentitäts-
stiftend–ichzumBeispielwürdemich
in einem Minirock nicht wohlfühlen.
Man drückt mit Mode immer auch
etwasaus.ImStudiumfndeich,dass
mandenUnterschiedzwischendenFä-
chernammeistenzwischenSoWiund
GeiWimerkt,daaufderSoWivermehrt
Modepüppchenzufndensind.
Vedo,29
Politikwissenschaften
Mode ist sehr wichtig für mich, ich
gebefürModeziemlichvielGeldaus,
dasiefürmicheineVerlängerungmei-
nesEgosist.Ichfnde,dasseszwischen
denStudienrichtungenkeinewirklich
drastischen Unterschiede gibt, aller-
dingsweißichausmeinemFreundes-
kreis,dassgeradeaufderSoWiMode
sehrwichtigistunddieLeutesehrviel
dafürausgeben,egalobfürdieneueste
ModeoderzumBeispielHandys.
Stefan,24
TourismusundFreizeitwirtschaft
IchachteimtäglichenLebenaufMode,
da das persönliche Erscheinungsbild
und der erste Eindruck sehr wichtig
sind, deshalb kann Mode für mich
durchaus auch ein bisschen mehr
kosten. Meiner Erfahrung nach sind
geradeaufderSoWidiemeistenLeute
generelletwasbessergekleidet.Gera-
debeiStudienrichtungenimsozialen
BereichsinddieLeuteetwaslässiger
angezogen.
Seite18
Titel
On the Catwalk …
VonClaudia Thaler
Sogar in modisch-stilistischer Sicht sind die Innsbrucker Studierenden eine Bereicherung für das be-
schauliche Nest im Herzen Tirols. Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Masse an Studierenden.
Eristberühmtundauchschonberüchtigt.
Manche genießen ihn und freuen sich
überdieMöglichkeitzurSelbstdarstellung,
andereversuchensoschnellwiemöglich
anihmvorbeizukommenodersuchensich
einengeheimerenundabgelegenerenEin-
gangindieSoWi.
Ich spreche hier vom sogenannten Cat-
walk, der Weg, der eigentlich nur in die
Hörsäle der SoWi führen soll, angeblich
jedoch häufg als Laufsteg für SoWi-
Fashionistas benutzt wird. Wird auf der
UnidemAussehenetwazuvielGewicht
beigemessen?Wennmansichandenver-
schiedenenFakultätenumsieht,stolpert
manübereinigeKlischees–wennauchmit
manchenaufgeräumtwerdenkann.
Der alternative Weg
Der GeiWi eilt der
Ruf voraus, dass
hier eine beson-
ders alternative
Kl ei der or dnung
vorherrschen soll.
Beim Lokalaugen-
schein wurde nach
aussagekräftigen
Beispielen gesucht,
jedoch konnten beim besten Willen
keine gefunden werden. Unauffällig für
den ersten Blick wurden vor der GeiWi
drei Grazien gesichtet, welche ganz in
SchwarzgekleidetunerschlosseneFragen
der Weltgeschichte erörterten. Bedenkt
man jedoch, dass Schwarz die Kultfarbe
spätestensseitCocoChaneldarstelltund
diedreiGeisteswissenschafterinnenTonin
Tonaufeinanderabgestimmtsind,wobei
auchnochdieFrisurimEinklangmitden
herrschenden Modetrends ist, lässt sich
hier wohl eher nicht ausschließlich von
alternativsprechen.
Bodenständig
HingegenzeigtsichdieNatWischonganz
vondergewohntenSeite.Sehrbereitwil-
lig und spontan
hilft der Che-
miestudent der
UNIpressbeider
Recherche, lässt
sich bereitwillig
ablichten und
ist sogar zu ein
oderzweiPosen
bereit. Locker
lässig schwingt
er seinen unverwüstlichen blauen All-
zweckrucksack(sowohlfüranstrengende
Bergwanderungenalsauchbestensfürdie
Unigeeignet)überdieSchulternundfreut
sichaufdiebevorstehendeVorlesung.Er
weiß nämlich ganz genau, dass man bei
den Naturwissenschaften nicht nur im
Kopf fexibel und experimentierfreudig
sein muss, sondern auch immer darauf
bedachtseinsollte,dassbeietwaigenUn-
fällenimLaborDesignerklamottenwohl
eherfehlamPlatzsind.
The next generation
Nur wenige
Meter vom
Chemielabor
entfernt tref-
feichaufeine
Horde Busi-
nessmanager
in Anzug und
Laptop, bis
ich erkenne,
dass hier der
Standort der
Rechtswissenschaftlichen Fakultät ist.
SomitsindwohlgeradediePrüfungswo-
chenfürdieJus-Studierenden angesagt,
undmanwillsichvonseinerbestenSeite
zeigen. Kompetenz und Stil vereinigen
sich in den ehrenvollen Gemäuern und
mancheinerlässtsichallzuschnellbein-
druckenvondemSelbstbewusstseinund
derDurchsetzungskraft,dieschonallein
durch den schwarzen Anzug suggeriert
wird.MitdenneuestenHightechHandys
ausgestattet, wird sich aber auch jedeR
angehendeJuristInaufdiefreieZeitfreu-
en, in der er/sie das chice Outft wieder
andenKleiderbügelhängenundauchin
legererGarderobeamInnuferdieSonne
genießendarf.
Das rosa Hemd
Dabeiistdie
j uri di sche
F a k u l t ä t
der SoWi
gar nicht so
unähnlich.
Wer einmal
eine Karrie-
reinderWirtschaftstartenmöchte,weiß
wahrscheinlich ganz genau, auf welches
Business er sich später einlassen wird.
SelbstbewusstseinundaucheineHauch
von Selbstdarstellung sind hier gefragt.
ManmussalsodeneigenenBetriebprä-
sentierenundKundenüberzeugen,dass
sein Produkt das Beste auf dem Markt
ist.DabietetsichdieSoWidochalsgute
Spielwiese an, zu zeigen „Wer bin ich?“,
„Washabichdrauf?“.RosaPolohemden
wurden nur selten gesichtet, doch kann
manschonerkennen,dassvielederStu-
dierenden großen Wert auf ihr Äußeres
legenundbeieinemGläschenWeißSauer
in der prallen Mittagshitze ihre Porno-
sonnenbrillenauspackenunddenKragen
hochstellen, „um einen Sonnenbrand zu
vermeiden.“
Fazit
NatürlichgäbeesnochunzähligeTypen,
diedaraufbedachtsind,kompetentoder
unauffälligzuwirken.Anderenhingegen
dürfte der Spiegel ein Fremdwort sein
und so kreieren sie täglich neue, inter-
essante Farbkombinationen. Modetech-
nischwerdenanunterschiedlichstenUni-
Standorten viele Klischees bedient und
dochsolltebeiallzuschnellenSchlüssen
vonderKleidungaufdenMenschendie
Vorsichtwalten.
Seite19
Titel
Matthias (20) und
Katharina (20)
KatharinaistMode„schonwich-
tig“.SielegtWertauf„Individua-
lität“ und kauft lieber in kleinen
„Boutiquen“einalsim„H&M“.Ihr
T-Shirt ist von der Wörgler-Band
‚Unexplained‘,undzurZeitsteht
sieauf„dieFarbeBlau“.ZumStylen
benötigtsieetwa20Minuten
Matthiasschlüpftfürgewöhnlich
innur„11/2Minuten“vonnichtsin
seinengesamtenLook.Hauptsa-
che„fein“,ershopptalleheiligen
Zeiteneinmal.
Edgar (26)
DiesemGsiberger-KerleistMode
„mittelmäßig wichtig“, Haupt-
sache es ist „bequem und nicht
auffällig“. Die Mama hilft ihm
auchabundanbeimAussuchen
der Klamotten, aber: „Das bitte
nicht schreiben!“ Mit Rasieren
benötigt er am Morgen circa 15
MinutenzumStylen.
Nadine (24)
Nadine steht auf Sportmarken-
Kleider. Die schauen „cool“ aus
und sind „bequem“. Besonders
bei diesem Hin- und Herwetter
seidieservonihrgewählteZwie-
bellook „praktisch“. Zum Stylen
amMorgenbrauchtsienielange,
weil sie sich den Look stets „am
Vorabend“herrichtet.
Berti (21)
DieserKerlistmeinFavorit.Denn
er beweist Originalität. Zum ei-
nen, indem er seinen schwar-
zen Kapuzensweater selber mit
grünen Punkten bedruckte, und
weil er, da er in der Eile keinen
Gürtelgefundenhat,schnellmal
einTuchumdieHüftengeknüpft
hat. Klamotten einkaufen tut er
selten,weildasmeistebekommt
ergeschenkt.
EinGlückspilz.Daswirdwohlam
sexy Nasenring und diesen Out-
of-bed-Haarenliegen.
Michael (25) und
Simon (25)
Michael ist an und für sich kein
Styler.Hauptsache,dieKleidersind
„funktionell“und„alltagstauglich“.
DannfälltunsStylescoutsaberauf,
dassderKaffeebechervomFarb-
tonherexaktaufdiePuma-Jacke
abgestimmtist.Ertappt!Alsodoch
einFünkchen„Styler“.
Simonsagtnichtviel,erschließt
sichseinemKumpelan.Ermeint
abschließend,dieSonnenstrahlen
fühlend,„dieJackehätteichnicht
gebraucht, aber am Morgen war
eskalt“.
Missy (24)
Missy ist in Eile. Sie telefoniert,
währendsieAuskunftüberihren
Lookgibt.„Multitasking“,sagtsie.
SoimAllgemeinenmeintsie:„Fa-
shion is for fashion people.“ Sie
verstecktsichgerneunterKapuzen
undgroßenBrillen,umberühmtzu
wirken.Wichtigistihr,dassnicht
dasgesamteOutft,sondernbloß
einTeildavon„fasht“.Beidiesem
Outft sind das zum Beispiel die
silbernenAdidas-Sneaker.
Campusklamottencheck
VonChristina Burger|FotosMichael Dold
Sind Mode und Styling bestimmende Momente im studentischen Alltag? Die UNIpress auf der Suche
nach wahren Unikaten und unauffälligen Typen von nebenan.
Seite20
Titel
Dessous damals & heute
VonTanja Sarwat
Was macht die „Untergatte“ von damals so schick? Ein kurzer Blick auf das Darunter und die Bademoden
von einst und jetzt.
Hastdugewusst,dassderBikinikeinKindder68er-
Bewegung ist, sondern eigentlich schon viel früher
entstand?ZeichnungenausdemaltenRomverraten,
dassauchdamalsschonähnlicheTextiliengeschneidert
wurden,aberindenKurbädern,diesogarschonFußbo-
denheizungbesaßen,nacktgebadetwurde.Die„Bikinis“
vondamals,mutmaßenHistoriker,wurdenwahrschein-
lichbeimSportoderunterderTogagetragen.
Im 18. Jahrhundert beginnt der
Siegeszug der Unterwäsche
GanzandersverhältessichinMitteleuropa,woerst
Mitte des 18. Jahrhunderts Unterwäsche in Mode
kam. Den Anfang machten die Damen der
Gesellschaft mit Strümpfen, Hemden und
Unterröcken.Korsettszähltenübrigensnicht
zurWäsche,dasienichtgewaschenwerden
konnten. Wahrscheinlich bedienten sich die
Rokoko-Weiber derselben Methode wie so
mancher heutige Student: kurz zum Lüften
raushängen,undschonisteswiederwieneu.
Die Männer nahmen erst Ende des 18. Jh.s
amUnterhosen-Trendteil.ZuBeginnwaren
diesenebenbeiimSchrittoffen,erstmitder
Reformbewegung (die größere Bewegungs-
freiheitundBequemlichkeitzumZielhatte),
entstandendiegeschlossenenVorläuferder
heutigenU-Gatten-Modelle.
Die Nicht-Farbe Weiß
Bis ins 19. Jahrhundert war Leinen das be-
vorzugteMaterialfüralleSortenvonUnter-
wäsche, da es im Gegensatz zur Wolle gut
waschbar und im Vergleich zur Baumwolle
preislich erschwinglich war. Die Farbe Weiß
kam deshalb in Mode, weil sie im doppel-
ten Sinne als Charakteristikum einer hohen
sozialen Stellung galt: Wer genug Wäsche
besaß,umsiewechselnzukönnen,bevorsie
feckigwurde,galtalsreich.Außerdemwares
einStatussymbol,Wäschezutragen,dieerst
aufwendiggebleichtwerdenmusste,umweiß
zuerscheinen.BisheuteistWeißeinRenner
indenWäschefachgeschäften.
Die 68er-Revolte macht auch vor
der Wäsche nicht halt
Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelten
sichdieheuteüblichenWäscheformen.Teile
der Unterwäsche wurden sogar salonfähig,
wie etwa das T-Shirt, das ursprünglich als
Männer-Unterhemdentworfenwurde.Mitder
68er-BewegungwurdedieUnterwäscheteil-
weisesichtbar,wieetwaunterdemMinirock.
Frauen begannen daher, ihre Unterwäsche
farblichabgestimmtaufdieOberbekleidung
zu wählen. Popgrößen wie Madonna (die in
den 1990er-Jahren ein Gaultier-Bustier auf
der Bühne trug) machten Unterwäsche als
Oberbekleidunggesellschaftsfähig.
Der Stringtanga: die älteste
Unterwäsche überhaupt
DerStringtanga,derhierzulandeerstinden
1970er-JahrenKarrieremachte,istanderorts
schon viel länger bekannt: als typische Ba-
demode japanischer Männer während des
Zweiten Weltkriegs oder vor 10.000 Jahren
inSüdafrika.DamalswardaspraktischeKlei-
dungsstückdieersteWahlfürunsereVorfah-
ren,wasHöhlenmalereienbelegen.Inpunkto
BadebekleidungwarenunsereDesignerdes
19. Jahrhunderts viel weniger freizügig: Um
die im Meer badenden Menschen nach Ge-
schlechternzutrennen,mussteeineeindeutig
zuordenbareBadebekleidungfürMann&Frau
entworfen werden. Die ersten Modelle wa-
renausBaumwolleundbedecktendenTorso
vollständig.ImFallederFrauenauchdieKnie
und manchmal sogar die Knöchel, wie eine
AbbildungausdemJahr1858zeigt.
EineBadekappeschütztedieteilskunstvollen
HochsteckfrisurenderDamenvorderZerstö-
rungdurchetwaigeFreundedesWassersports.
Badeschuhe garantieren auch heute noch
sicherenHaltaufsteinigemMeeresgrundund
schützenvorPilzinfektionen.
Itsy-Bitsy-Teenie-Weenie-
Honolulu-Strand-Bikini
DamitschließtsichderKreis,undwirsindbei
derNeu-ErfndungdesBikinisimJahr1946an-
gelangt.WosonstalsinParishättediesesGe-
wanderstmalsderÖffentlichkeitpräsentiert
werden können? Getragen wurde der Bikini
damals übrigens von einer Stripteasetänze-
rin. Der so genannte Monokini (der Begriff
gehtaufdenösterreichischenDesignerRudi
Gernreichzurück)stelltheuteeineMischung
ausBadeanzugundBikinidarundistinvielen
Variationenerhältlich.
Seite21
Titel
Wenn die Kaufust zum Problem wird
VonStefanie Ehart
Ein hübsches T-Shirt? Ein neues Paar Schuhe? In Zeit des Internetshoppings und des bargeldlosen Be-
zahlens ist für Kaufsüchtige der innere Kampf härter denn je.
Nur Bares ist Wahres
Die Vielfalt der verschiedenen bargeld-
losen Zahlungsmöglichkeiten erschwert
bereitsgefährdetenPersonenhäufgden
umsichtigenUmgangmitGeld.DasBezah-
lenmitBankomatkarteoderKreditkarte
machtesunsmöglich,jetztzukaufenund
späterzubezahlen.EinweiteresProblem
ist,dassdabeischnellderÜberblicküber
getane Einkäufe und deren Wert verlo-
ren geht. Ebenso verleitet das bequeme
Shoppen per Mausklick im Internet zu
überfüssigen Kaufhandlungen. Zudem
hatsichdasBudget,mitwelchemheute
gewirtschaftetwerdenmuss,deutlichver-
ringert,daFixkostenwieWohnen,Energie
undLebensmittelgestiegensind.Oftist
dann der Weg in die ungewollte Schul-
denfalle nicht weit. Gefährdete Perso-
nen und solche, die mitten in der Sucht
stecken, sind dabei auf Hilfe von außen
angewiesen.
Informationen und Anlaufstellen
Stelle für Ambulante Suchtprävention
der Innsbrucker Soziale Dienste GmbH
Haydnplatz5|6020Innsbruck
Tel.:0512/93001-7440
E-Mail:asp.@isd.or.at
www.isd.or.at/
Informationen Psychotherapien
Tiroler Landesverband für
Psychotherapie
Leopoldstraße38|6020Innsbruck
Tel.:0512/561734
E-Mail:tlp.psychotherapie@tirol.com
www.psychotherapie-tirol.at
Kaufsuchtgilthierzulandeeheralsneues
Phänomen,dochindenUSAundKanada
istdiesesProblemschonlängerbekannt.
BeiderKaufsuchtgefährdungunterschei-
det man zwischen einer deutlichen und
einer starken Gefährdung. Diese Diffe-
renzierung wird mittels des Hohenhei-
mer Kaufsuchtindikators, welcher aus
einem Fragenkatalog mit 16 Fragen und
einervierstufgenAntwortskalabesteht,
ermittelt.
Flucht in die Sucht
BeiderKaufsuchtgehteswenigerumden
BesitzvonDingen,vielmehrstehtdieKauf-
handlung selbst im Vordergrund. Dabei
dientdaszwanghafteKaufenoftalsAus-
gleichfüreinniedrigesSelbstwertgefühl.
EinsamkeitundProblemeinderFamilie
oderimBerufkönnenunteranderemdie
UrsachenfürdieseArtvonSuchtsein.
Bei der Kaufsucht sind die betroffenen
Personen nicht süchtig nach einem be-
stimmtenSuchtmittel,sondernnachdem
Glücksgefühl, das ihnen der Erwerb von
Produkten verschafft. In vielen Fällen
werdendiegekauftenArtikelnureinmal
verwendetoderausSchamvorFreunden
undFamiliezuHauseverstaut.Wiejede
SuchtbesitztauchdieKaufsuchttypische
Verhaltensmuster.EineKaufhandlungwird
alsunwiderstehlicherDrangbeschrieben,
dersichgegendeneigenenWillendurch-
setzt.DieskannsogarbiszumVerlustder
Selbstkontrolleführenundbringtzudem
einestetigeDosissteigerungmitsich.Das
heißt,eswerdenimmerhäufger,immer
teurereProduktegekauft,umeinevorü-
bergehende Befriedigung zu erreichen.
KaufsuchttrittauchhäufginKombination
mit anderen Süchten wie Esssucht oder
Alkoholsuchtauf.Dochwährendletztere
gesellschaftlichdiskriminiertwerden,gilt
dieSuchtrundumdasKaufeninderheu-
tigenKonsumgesellschafteheralsnormal,
solangesie„kontrolliert“stattfndet.
42 Prozent kaufsuchtgefährdet
EinevondemGALLUP-Institutdurchge-
führte Studie aus dem Jahre 2007 fand
heraus, dass ein deutlicher Anstieg der
kaufsuchtgefährdetenPersonenbesonders
inderGruppeder25-bis44-Jährigenzu
beobachtenist.Frauensinddabeistärker
gefährdet als Männer. Aus der Untersu-
chunggehthervor,dassrund60Prozent
der Kaufsuchtgefährdeten Frauen sind,
hingegen nur 40 Prozent Männer. Ins-
gesamt galten im vergangenen Jahr 42
Prozent der ÖsterreicherInnen als kauf-
suchtgefährdet.
Man gönnt sich ja sonst nichts
Frustkäufe können eine Entschädigung
füretwasdarstellenoderdieneneinfach
als Belohnung für sich selber. Viele von
uns kennen diese Situation: Die letzten
Wochenwarensehrarbeitsreichundner-
venaufreibend.Überhauptwarallessehr
stressigundschwierig.Deshalbwirdbeim
KaufeinerJean,welcheohnehinstarkih-
renVorgängermodellenähnelt,einAuge
zugedrückt. Oft plagt uns bei solchen
oderähnlichenFrustkäufenhinterherdas
schlechteGewissen.DochumdenKaufzu
rechtfertigen,hörtmansichselbersagen:
„Mangönnt‘sichjasonstnichts!“
SolangeFrustkäufenichtaußerKontrolle
geraten,dasheißt,solangedieKaufhand-
lungselbstnichtüberdeneigenenWillen
herrscht,werdenderartigeEinkäufenicht
mitKaufsuchtgleichgesetzt.
Seite 22
Sponsion 2008
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BUZI-HÜTTE
„bei uns ist jeder Tag ein besonderer Tag!“
DIENSTAG: „Spatzltag“
MITTWOCH: „Rippeletag“
DONNERSTAG: „Schnitzeltag“
FREITAG: „Schnapserltag“
SAMSTAG: „Knödeltag“
SONNTAG: „Strudeltag“
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ÖIIhuhgszeiIeh: Di - Fr 18.00 - 0.30 · Sa/So/FeierIag 11.00 - 0.00
Rund 2.500 Studenten schließen jähr-
lich ihr Studium an der Leopold-Fran-
zens-Universität Innsbruck ab. Da die
Verleihung des akademischen Grades
eines Magisters bzw. Doktors für viele
den Höhepunkt ihrer Bildungslaufbahn
darstellt, ist dieser Abschluss des an-
geblich schönsten Lebensabschnit-
tes – des Studentenlebens – natürlich
auch gebührend zu würdigen und zu
feiern.
Für viele AbsolventInnen stellt sich die
Frage, wo und wie sie denn nun ihr gro-
ßes Fest am besten organisieren soll-
ten. In dieser Hinsicht hat Innsbruck
für jeden Geschmack etwas zu bieten
und es gibt eine Reihe geeigneter Lo-
kalitäten, die sich einer Sponsionsfeier
als würdig erweisen.
Jenen, die ihren Abschluss gemütlich
in engerem Kreise feiern wollen, ist
beispielsweise das Löwenhaus oder
das Cammerlander zu empfehlen.
Für diejenigen, die ein uriges, traditi-
onelles Kultgasthaus bevorzugen, sind
etwa der Kranebitterhof, der idyllische
Schießstand Hötting oder die für ihre
studentenfreundlichen Preise (Akti-
onstage) bekannte Buzi-Hütte genau
das Richtige.
Die Partytiger unter den Studienab-
gängern wollen es wahrscheinlich lie-
ber etwas pfffger und suchen eine
Location, wo sie mit ihren Freunden
so richtig abfeiern können. Hierfür ist
mit Sicherheit die Binis Bar in Götzens
ein heißer Tipp. Der Hauseigene DJ
und die billige Übernachtungsmög-
lichkeit mit „Katerfrühstück“ sprechen
für sich.
Egal wo die Sponsion gefeiert wird,
Innsbruck bietet alle nötigen Voraus-
setzungen, um dieses Fest zu einem
einzigartigen Erlebnis zu machen,
welches nicht nur bei den gefeierten
Universitätsabgängern, sondern auch
bei ihren zahlreichen Gästen in nach-
haltiger Erinnerung bleiben wird.
Feste Feiern wie sie fallen –
Sponsion & Promotion
Seite 23
Promotion 2008
C
M
Y
CM
MY
CY
CMY
K
Kranebitterhof-neu.pdf 08.05.2008 9:52:25 Uhr
Von Dienstag bis Sonntag steht jeder
Wochentag unter einem besonderen
Motto, angefangen beim Spatzltag
bis hin zum Strudeltag. Gschmackige
Spatzln gibt’s am Dienstag so viel
wie Sie essen können. Der Mittwoch
steht ganz im Zeichen der Rippelen und
donnerstags dreht sich alles um saftige
Schnitzel. Wenn die Verdauung zwickt,
gibt´s am Freitag ein Gratisschnapserl
und samstags sind Knödel der heiße
Tipp. die Buzihütte ist mit Sicherheit
eines der urigsten Wirtshäuser für einen
geselligen Abend. Das Törggelemenü
umfasst Schmalzbrot, Gerstl­
suppe, Kasspatzln, Schweins­
braten, Marillenschnapserl,
Kirchtagskrapfen und eine
Speck­Käseplatte. Als beson­
deres Service werden selbst
mitgebrachte Kastanien gerne
gratis gebraten. Ab fünf Perso­
nen gibt´s das Törggelemenü
um nur 15,–Euro.
Reservierungen unter Tel.
0512/283333. (PR)
Buzihütte: jeder Tag ist besonders
BUZI-HÜTTE
„bei uns ist jeder Tag ein besonderer Tag!“
DIENSTAG: „Spatzltag“
MITTWOCH: „Rippeletag“
DONNERSTAG: „Schnitzeltag“
FREITAG: „Schnapserltag“
SAMSTAG: „Knödeltag“
SONNTAG: „Strudeltag“
BerchIoldshoIweg 14, 6020 Ìhhsbruck · Tel. 0512/28 33 33
ÖIIhuhgszeiIeh: Di - Fr 18.00 - 0.30 · Sa/So/FeierIag 11.00 - 0.00
Schießstand Hötting
Schwabeneckweg 7
6020 Innsbruck
Tel.: 0512 284740
gasthaus@schiessstand­hoetting.at
Seite24
ImBrennpunkt
Ausgequetscht wie eine Zitrone
VonMarkus Schwab
Alte Wohnungen für teures Geld – wie Studierenden am Innsbrucker Wohnungsmarkt durch überhöhte
Mieten das Geld aus der Tasche gezogen wird.
LauteinemArtikelauftirol.com(Februar
2008) geben wir ÖsterreicherInnen im
Durchschnitt 40 Prozent unseres Ge-
haltes für Wohnkosten aus. Bei einem
Durchschnittsverdienst von monatlich
rundetwa1.160Euronettoentsprichtdies
circa464EuroproMonat.DieseZahlen
scheinenjedochsehrgeringbemessenzu
sein:DiehohenMietpreiseinInnsbruck
treffenfürgewöhnlichdieStudierenden
amstärksten,dadiemeistennurnebenbei
verdienen, weniger Geld zur Verfügung
haben, in der Regel kein eigenes Auto
besitzen und somit auf eine möglichst
zentrale Lage in Uni-Nähe angewiesen
sind; auch ist nicht für jedeN StudentIn
einHeimplatzverfügbar.
Wasübrigbleibt,istdieSucheamWoh-
nungsmarkt, wo Zimmer in oftmals er-
schreckendkleinerGrößefürgut350bis
400 Euro monatlich angeboten werden.
AmfreienMarkt(nichtgeförderteNeubau-
Wohnungen)istdiesgesetzlichmöglich,
im Bereich der Altbauten jedoch nicht.
Viele Studierende sind sich dessen gar
nicht bewusst und nehmen diese stark
überteuerten Wohnungsmieten einfach
hin.
Die Förderer der Nation
MeistwerdensogarMietzinsbeihilfenvon
StadtoderLandvergeben,sodassindirekt
dieseungesetzlichenMietenunterstützt
werden.DabeiistdierechtlicheLagere-
lativeinfach:Eine„klassischeAltbauwoh-
nung“befndetsichineinemGebäude,für
welches die Baubewilligung vor dem 8.
Mai1945erteiltwordenist.Diesbetrifft
denüberwiegendenTeilderimZentrum
angebotenenstudentischenUnterkünfte.
DerGesetzgeberregelthierganzklarund
unmissverständlichdieMietpreiseinForm
vonKategoriemietzinssätzen.Diesbedeu-
tetfolgendes:DieWohnungenwerdenin
verschiedeneKlassenunterteilt(A-D);der
ZustandA(ambesten)istnurganzselten
imAltbaubereichvorzufndenundselbst
mitgrößerenUmbautensehrschwerzu
erreichen;diemeistenWohnungenbewe-
gensichimB-undC-Bereich.
Unbekannte Mietkategorien
AnhanddieserverschiedenenKategorien
ist ein Kategoriemietzins pro Quadrat-
meterWohnnutzfächefestgesetzt(siehe
Kasten).DarüberhinausgibtesZuschläge
bei besonders guter Lage (Südlage und
Fernblick,Grünlageetc.)oderAusstattung
derWohnung(Terrasse,Lift,zusätzliches
Badetc.)undAbschlägebeischlechterer
Lage(keinLift,übermäßigeLärmbelastung
wiezumBeispielStraßenbahn,Zug-oder
Verkehrslärm,Geruchsbelästigungenetc.)
oder bei einer Befristung des Mietver-
trages.
HinzukommendasVerwaltungshonorar
sowie die Betriebskosten (Müll, Wasser,
Kanal, Hausversicherung, Grundsteuer,
Kaminkehreretc.),welcheentsprechend
demMRGganzgenaugeregeltsindund
auchnichtalleandenMieterweitergege-
benwerdendürfen.
Innsbruck als „Cash-Cow“
FolgendesBeispielsolldiegängigePraxis
derweitüberteuertenMieteninInnsbruck
erläutern:100QuadratmeterAltbauwoh-
nung,keineZu-oderAbschläge,Kategorie
C,BetriebskostenvondreiEuroproQua-
dratmeter.Diesergibteinenmonatlichen
MietzinsinklusiveVerwaltungskostenund
Umsatzsteuervon517,28Euro.Üblicher-
weisewerdenWohnungeninInnsbruckin
dieserGrößeummindestensdendoppel-
tenPreisvermietet.Wastun?
BeizuhoherMietekannmitdem/derVer-
mieterInübereineMietzinsherabsetzung
verhandeltwerden.DiemeistenMieterIn-
nen wissen nicht ausreichend über ihre
RechteBescheidundlassensichdurchden
schriftlichenMietvertrageinschüchtern.
DarumsollteaufalleFällebeiUnklarheiten
oderStreitigkeitenderMieterschutzver-
bandaufgesuchtwerden.
Letzte Chance: Anfechtung
KommtmitdemVermieterkeineEinigung
zustande,sokannüberdasGerichtoder
bei der Schlichtungsstelle eine Herab-
setzung der Miete erwirkt werden. Die
AnfechtungderMietzinshöhehatinner-
halbvondreiJahrenzuerfolgen,beibe-
fristetenVerträgenbiszusechsMonaten
nach Vertragsende. Auf keinen Fall darf
einEMieterInwegeneinerHerabsetzung
aufgekündigtwerden.
Wie setzt sich meine Miete zusammen?
Mietzins
+Zuschläge
-Abschläge
+Verwaltungshonorar
+Betriebskosten
=Miete
MietzinsproQuadratmeter,abhängigvon
derMietkategorie:
A:2,91Euro,B:2,19Euro,C:1,46Euro,D
(unbrauchbar):0,73Euro,D(brauchbarund
nach1.3.1994angemietet):1,46Euro.
Wichtig: Im Rahmen des Mietrechtsge-
setzesdarfeineMietzinsanpassungnicht
rückwirkendvorgenommenwerden.
Verwaltungshonorar:lautMRG§22jähr-
lich 2,91 Euro pro Quadratmeter Nutz-
fäche.
Betriebskosten:inderRegelzwischenein
bisdreiEuroproQuadratmeter.
WeitereInformationen
Mieterschutzverband Tirol
Maximilianstrasse2C
A-6020Innsbruck
Tel:574035(Mo-Dovon9-12)
e-Mail:offce@msv-tirol.at
www.mieterschutzverband.at
Seite26
ImBrennpunkt
Mr. Right ist aus
VonGregor Marberger
Die gesellschaftliche Realität und nicht zuletzt wir selbst bauen unsere geschlechterspezifschen Rollenbil-
der um. Doch können wir in 40 Jahren das Ergebnis von einigen Jahrtausenden Evolution umwerfen?
DieRollenderGeschlechterhabensichin
denletzten40Jahrengewandelt,voneiner
männerdominiertenWelt,inderdieFrau
zuhause bleibt und allein den Haushalt
führt,zueinermehroderwenigeraufge-
klärten Gesellschaft, zumindest was die
Gleichberechtigungbetrifft.
Doch hat sich unser „Beuteschema“ un-
seremZeitgeistschonangepasst?„Nein“,
meintderPaartherapeutStefanWoinoff
ineinemInterviewmitdemSpiegel(DER
SPIEGEL, 12/2008). Dieser ist der Mei-
nung,dasssichspezielldasBeuteschema
vonFrauenindenletztenJahrtausenden
nicht übermäßig verändert hat: Frauen
bevorzugentendenzielleinenPartnerder
zumBeispielgrößeristalssieselbst,auch
wenndiesheutzutagefürdasÜberleben
keineRollemehrspielt.
Von der Steinzeit ins Jetzt
DieswarlautWoinoffschonimmerso:Vor
einigenJahrtausendenwardieWahleines
großenundkräftigenManneseinGarant
für einen höheren Status in der Gruppe
undderdamitverbundenenvorteilhafte-
renNahrungsaufteilung.Undwergenug
zu essen hatte, vergrößerte die Chance,
seine/ihreKinderdurchzubringen.
DochwashatdiesallesmitderPartner-
wahlim21.Jahrhundertzutun?Sehrviel,
soWoinoff:AuchsozialesPrestigespielt
indieWahleines/rLebenspartnerInmit,
wobei das weibliche Geschlecht sich in
Bezug auf Status und Bildungsgrad sich
eheraufmännlicheZeitgenosseneinlässt,
die ihm in diesen Punkten mindestens
ebenbürtigsind.DerinDeutschlandam
häufgsten genannte Grund für Kinder-
losigkeitistsosimpelwieschockierend:
„kein/egeeignete/rPartnerIn“.
In der Höhe wird die Luft dünn
Woinoff meint weiters, dass wenn man
sich den Anteil der Absolventinnen an
höheren Schulen und den Universitäten
ansieht,sowirdmanschnellfeststellen:
DieLuftwirddünn,dennimmerweniger
Männerempfangenhöhereintellektuelle
Weihen.
IstderTraummannim21.Jahrhundertein
Auslaufmodell?Nein,dochzuerstmüssen
wirselbstunsereErwartungenanmögliche
PartnerInnenverändern,umsiedersich
so schnell verändernden Welt anzupas-
sen.DiesgiltnatürlichauchfürMänner,
die sich in vielen Fällen scheuen, eine
erfolgreichere oder gebildetere Frau zu
wählen;dafürfälltesihnenmitderZeit
umsoleichter,jüngereFrauenzuwählen,
diezuihnenaufschauen,soWoinoff.
… oder doch Ratio?
So einleuchtend all dies klingen mag
undsovieleFolgenvonSexandtheCity,
Grey´sAnatomyoderAllyMcBealnoch
über die Mattscheibe fimmern werden:
SindwirwirklichSklavenderEvolution,die
ihreKettennurlangsamabstreifen?
OderistdochdieRatioinunsererWahl
zuMr./Mrs.Rightderausschlaggebende
Faktor?WieauchimmermandieseFrage
beantworten mag, es bleibt uns nichts
anderesübrig,alsüberunsereneigenen
evolutionärenSchattenzuspringen.
Alleine bin ich stark
AngesichtsdesdemographischenWandels
undderdamiteinhergehendensozialen
EntwicklungenbleibtnatürlichdieFrage,
obwirdasüberhauptwollen.Wollenwir
eineGesellschaft,indernochKinderge-
borenwerdenundnichtirgendwannder
GroßteilderHaushalteauseinerPerson
besteht?
WirstehenaufverlorenemPosten,wenn
Selbstverwirklichungmitdembeijedem/r
vorhandenenBedürfnisnachmenschlicher
WärmeundBindungausgetauschtwerden
soll,dawirglauben,Erfolgundmaterielle
Unabhängigkeit könnten Substitut für
solch essentielle Lebensbausteine sein.
Medialtransportierte,inszenierteMelan-
cholie,wennauchaufhohemNiveau,und
ewige Lobeshymnen auf die Einsamkeit
könnenineineselbstgefälligeSchwerfäl-
ligkeitmünden,welchezudurchbrechen
sichoftschwergestaltet.
Am Ende steht die größte
Herausforderung
KeinFrauenmagazin,keinPaartherapeut
und ganz sicher keine Sitcom kann uns
indiesenZeitenerklären,wiewirGlück
fndenkönnenoderwasesüberhauptist.
Wir selbst stehen also vor einer großen
Herausforderung:Umdiegesellschaftli-
chenErrungenschaftenderletztenJahr-
zehnteauskostenzukönnen,müssenwir
die Evolution überwinden – und damit
unsselbst.
Seite27
Leserbriefe
Leserbriefe
Deine Meinung zählt!
Liebes Luftabon Team und liebe ÖH,
ichmöchtemichimNamenvonmeinemSohnVincentund
mirfürdasgelungeneKinderfestMitteMaibedanken!Auch
wennmeinSohnnichtinderKinderkrippeLuftabonunterge-
brachtist,hatesunsbeidensehrvielSpaßgemacht.Dassder
„Alltag“einmalEinzugandieUnihältfndeichtoll.
FürVincentwarenderStreichelzooundderlustigeKasperl
dieHighlightsundfürmichdieinteressantenGesprächemit
anderenstudierendenEltern.
Die ÖH sollte nicht nur Prüfungsfragen und Skripten zur
Verfügung stellen, sondern Studenten, die mehrere Aufga-
ben lösen müssen (und nicht nur ein Mainstream-Studium
durchziehen) berücksichtigen und sich um deren Anliegen
kümmern. Schön wäre es wenn auch in Zukunft mehr zur
VernetzungvonStudentenmitKinderngemachtwürde,das
KinderfestwarschonmaleinguterAnfang!
LiebeGrüßeundDanke,
Valerie
Liebes ÖH-Team,
ichmöchtemichhiermalbeimSozialreferatbedankenund
michgleichzeitigüberdieInkompetenzmancherFinanzämter
beschweren.AbSommersemesterhabichaufeinmalkeine
Kinderbeihilfemehrbekommen,hababerdazukeinenBrief
odersonsteineInformationbekommen.Alsichdannnach-
fragte hat mich das Finanzamt mir irgendwelchen §§ total
verwirrt. Total panisch war ich dann in der Sprechstunde
und der freundlich Herr hat mich erst mal beruhigt, mich
umfassendberatenunddannsogarfürmichdortangerufen,
2WochenspäterbekamichdanneinenBrief,dassichjetzt
doch wieder Kinderbeihilfe bekomme. DANKE!!! Ich fnds
super,dassihreinembeisolchenProblemensoschnellund
unkompliziertweiterhelft.Weiterso!EinzigerWermutstropfen:
Leiderweißichbisjetztnochnicht,waseigentlichderGrund
war, warum ich nichts mehr bekommen hab. Darum werd
ich euch vielleicht im nächsten Semester wieder besuchen
müssen.Trotzdemnochmalsdanke,ihrhabtmirvielÄrger
undStreiterspart.
lgManuel
Perfekte EM Einstimmung
AufdiesemWegemöchteichderÖHnochmalsfürdentollen
Studierendencupbedanken,ichmeineMannschaftundich
hatten viel Spaß und fanden es eine tolle Aktion, um sich
aufdieEMeinzustimmen.Die10EuroStartgeldproPerson
fanden wir etwas hoch, aber immerhin gab es viele Preise,
unddasfüralleTeams.
Jörg
Weiberfrühstück
DasWeiberfrühstückisteinesuperSache.EineprimaGele-
genheitfürunsFrauen,zueinemgemütlichenBrunchüber
spezifscheProblemezuredenodereinfachnureinennetten
VormittagunterGleichgeschlechtlichenzuverbringen.Nurmit
demNamenbinichnichtganzeinverstanden,ichbetrachte
michjedenfallsnichtals„Weib“.
Sigrid
Kommentar
Ausnahmenzustand
Von Fabian Kern
Drei Wochen Ausnahmezustand stehen Innsbruck
bevor. Eine große Herausforderung sei dies für die
IVB, war aus Politikerkreisen zu vernehmen. Eine
wahrscheinlichunlösbare,denndasProblemderall-
morgendlich–auchohnedieEuropameisterschaftin
der der Stadt – maßlos überfüllten Busse und Stra-
ßenbahnenistjaoffensichtlichauchnichtindenGriff
zubekommen.
Viel Wertschöpfung soll die EM auch in die Tiroler
Landeshauptstadt bringen. Mehr wert wird – wenn
man sich an den Preisen orientiert – vor allem das
Bier.3,80füreineHalbewirdsomanchesstudentische
Geldbörserlschwerbelasten.Jetztkönntemanmeinen,
dass es ohnehin gesünder ist, auf ein Mineralwasser
zurückzugreifen.Diesistmit3,00Eurofürdenhalben
LiterjedochauchnichtgeradeeinSchnäppchen.
Wer weder Glück bei der Kartenlotterie noch 1.400
EurofürdieKartenversteigerungaufebayhatte,dem
wirdzumindesteinPublicViewinggeboten.Beidiesem
wirdmandann–nebendenheimischenGesetzeshü-
tern–auchvon147Austausch-PolizistenausBayern
vormöglichenZwischenfällengeschützt.
Vor allem jene Fans, die am meisten Wert auf die
dritteHalbzeitlegen,verursachenjetztschonschlaf-
loseNächtebeimOrganisationsteam.BeiderAllianz
kann man sogar eine Rowdy-Versicherung gegen die
mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Schäden
abschließen. Da kommt doch wirklich EM-Euphorie
auf.
Seite28
Clubcrawling@SOUNDCITYInnsbruck
Text:Christina Burger|Fotos:CB, Verena Burger und Ariane Raffer
Die UNIpress-Musikredakteurin auf einem langen Soundmarathon durch nächtlichen Regen von Sound-
check über Backstage-Snacks bis zum Betthupferln am Dancefoor. Ein Nachbericht.
des„JeansTeams“,dieguteFreundevon
ihmseien.MitdieserMissiongingenich
undmeinGefolgeunseresWeges.DerTex
warspitze,undwirsindjetztauchschon
FreundeaufFacebook.
PMK: Atmosphäre
PPPPP
22Uhr20:
Die Discokugeln des Stadtcafés glitzern
unsbeimBetretenentgegen.C‘estchic!
Ich frage rum, wo denn die Herren DJs
seienundwerdeumsEckgeschickt,wodie
Herren,darunterMichaelHolzgrubervon
denSofaSurfers,gerademitdemEssen
fertigsind.DieRestedeutenaufSalatmit
Hühnerstreifen.Unddaheißtes,dassdas
immernurdieFrauenessen.Pah!Gut,ich
setztemichdazuundsprachmitMichael
H.überdenDokuflm„LifeinLoops“,bei
demdieSofaSurfersfürdenSoundtrack
zuständigwaren.Dasinteressiertemich
jetztsoadhocammeisten,denndieFilm-
ausschnitte auf Youtube machten mich
neugierig. Bei dem Projekt stehen die
Städte New York, Mexico City, Bombay,
Tokio und Moskau flm- wie musiktech-
nischloop-artigimZentrum.Holzgruber
meinte,beimMischengaltdieRegel,dass
„derTondenSchnittdesBildesbestimmen
soll“. Das Endprodukt ist sehr empfeh-
lenswert, und ich persönlich bin schon
vollerVorfreudeaufeinExemplardavon
imPostkasten,dasmirversprochenwurde:
www.lifeinloops.com.
Stadtcafé:Atmosphäre
PPPP
23Uhr:
DanneiltenwirzuMauracherundBand
insTreibhaus.Wirsahennochcircadrei
Songs,gesungenvondercharmantenund,
wennichsoüberlege,einzigenweiblichen
MusikerinderSoundcity,MajaRacki,die
trotz des weißen Milchmaid-Tops eine
19Uhr30:
Ich plus Assistentinnen stillen in einem
Kebab-LokalgleichnebendemTreibhaus
beim Studieren des Soundcity-Zeitplans
unserenHunger.DasHandyklingelt,esist
derChrisvomPMK.DieBand‚Mäuse‘ist
wegeneinesaufdieBahngleisegestürzten
Baumes spät dran. Ich solle so in einer
Stundevorbeikommen.
20Uhr40:
WirbetretendurchdieAngestelltentürdas
PMK-Bogenlokal,überdemderZugabund
zudrüberknattert.MachtdieAtmosphäre
sorichtigunderground.Innendrinnenist
dieBand‚Mäuse‘schonbeimSoundche-
cken.BeidenMäusenhandeltessichum
eine Band, die vor circa acht Jahren das
letzteMalsorichtigaufgetretenist,wo-
durchderanstehendeGigeinSchmankerl
verspricht. Neuzugang zur Band ist der
gebürtige Innsbrucker und Keyboarder
PhilippQuehenberger,einhübscherKerl.
WeiteresMitgliedderBandeistGDLuxxe
unddannnochderSängerTexRubinowitz,
besserbekanntalsder‚MannimSchrank‘
beiStermann&Grissemann.
DerTexistalseinzigernichtbeimSound-
checken auf der Bühne, er hockt – der
Bühnezugewandt–anderBarundmacht
sichNotizen.Ichbegrüßeihn,erhatmich
schonerwartet.AufdieFrage,waserda
notiere,füstertermirinsOhr,dasserge-
wisseMelodiennichtmehrkennenwürde
undjetztnochschnelleinPaarSongtexte
schreibe. Als er dann beim Soundcheck
mitsingt, purzeln diese Worte mal ge-
krächzt, mal gebrüllt aus seinem Mund:
„Lady,Lady,Titten,Titten,Eier,Eier,Die-
ter,DieterkeineEier,dreiEierfürDieter,
TIMOR“.
Danachbegebenwiruns–ich,derMann
undmeineAssistentinnen–indiePMK-
Lounge im Bogen daneben. Gemütlich
lässtessichhieraufCoucheschillenund
an der Bar abhängen, über der in roter
Leuchtschrift„OhneTheoriekeineRevo-
lution“steht.Dortalsonahmdasexklu-
siveGesprächmitTexRubinowitzseinen
Lauf.
Zuerst diskutierten wir über das Buch
„Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche,
auf das Tex im ORF anspielte und das
ich dabeihatte (siehe Foto). Wir waren
uns einig, dass die Thematisierung des
Hygienewahns, wie er vor allem Frauen
beherrscht,etwas„extremWichtiges“ist.
RochesKampfansagebenenntTexöfters
wiefolgt:„Hey,ihrmüssteuchnichtdau-
ernd waschen!“ und: „Achselhaare sind
nichts Perverses“, sondern sie sind „Fä-
den,dieBlütenstaubverbreiten“.Waser
gutfndet,ist,dassRocheeinTabuthema
anspricht.Waserabernichtsogutfndet,
ist,dassCharlotte,obwohlsieFrauenwie
MadonnafürihreewigeJugendverdammt,
sichindemBuchebenfallseiner„äußerst
infantilenSprache“bedient,wodurchdas
Ganzeeherzueiner„Verarschung“alszu
guter Literatur wird. Sie ist nun mal die
Göre,dielautTex„ganzdoofeKleinkinder-
sprache“spricht.Aberdennochwünscht
erihrErfolg,undverrätmir,dasssiebald
in der Stermann&Grissemann-TV-Show
zuGastseinwird.
Dann redeten wir noch schnell über die
Mucke.EinmalsindsieinParisimMuseum
aufgetreten, vor 1.000 Gästen, darunter
auchdieOlsenTwins,dieTexnichtnackt
gesehenhat,beidenenersichabersicher
ist, dass sie total rasiert waren. Mäuse
heißensie,weilderNameeinfach„dumm
und anti“ ist. Abschließend meinte ich
„Danke!“und:„JetztwerdeichzudenSofa
Surferssurfen“.Texmeinte,ichsollediese
vonihmgrüßenunddannauchdieJungs
Kultur&Events
Seite29
Kultur&Events
Post 3Uhr:
Eswarcool.
Die Couch:Atmosphäre
PPP
DasBetthupferllieferteRonnyTrettmann.
Raggasound, bei dem alle hüpften vor
Freude.
Rocker‘s Club: Atmosphäre
PPPPP
Taxi! Dann ab in die Federn.
Es war einfach nur cool, gute Nacht…
fetzigeShowlieferte,indemsieüberdie
Bühne lief, auf die Instrumente klopfte
und auch mal hiphopigen Reggae zum
Bestengab.DasTreibhauswartotalaus
dem Häuschen. Maja schlug auch den
roten Hintergrund für das Gruppenfoto
vor.Mercidafür!
Treibhaus:Atmosphäre
PPPP
23Uhr40:
Das Soundhighlight war ohne Frage das
„JeansTeam“-Konzert.DerStadtsaaltobte.
Die Jungs hüpften wie Rumpelstilzchen,
klopften auf ihre Geräte und versetzten
einfachinandereSphären.Mich,meinen
Anhang, randalierende Skaterteenager,
aber auch etliche PhilosophiestudentIn-
nen,dieichinderhysterischenMassevon
Vorlesungen her wieder erkannte. Eine
Band, die gehörig groovt und die unter-
schiedlichstenCharakterezubegeistern
weiß.IneinemihrerSongs,„Baby3=1+2“,
sagensie,wieesist:„Baby,michwirstdu
soleichtnichtvergessen!“Intellektuelle
KöpfemitgeilenKörpern.Blöderweisewar
ichsoinEkstase,dassichvergessenhabe,
diebeidenvomTexRubinowitzzugrüßen.
Na,beimnächstenMaldann.
InderEingangshalledesStadtsaalswaren
Liegestühle aufgeklappt. Dahinter wur-
denexklusivsteVinylplattengespieltwie
auch verkauft. Gemanagt wurde dieses
SoundzuckerlvomInnsbruckerPlattenla-
denSoundstation.Äußerstchillig!
Stadtsaal:Atmosphäre
PPPPP
0Uhr30:
Nach den Konzerten ging es ab auf den
Dancefoor. Zuerst fetzten wir zum DJ
Rainer Klang ins Stadtcafé, mit dem ich
zuvor neben den Gefügelsalatresten
smalltalkte.
1Uhr30:
Dannruck,zuckinsBlueChip.LässigeLa-
sershow!DieDJsBewareundFunctionist
warennatürlichauchersteSahne.
Blue Chip:Atmosphäre
PPPPP
Seite31
Kultur&Events
ImWalther-ParkimInnsbruckerStadtteilSankt
Nikolauswurdeam15.Maieinebegehbareund
vielfältig benutzbare Plattform eröffnet. Aus
einfachenHolzlatten,dieanSchwemmholzer-
innern,entstandeineluftig-leichteKonstruktion,
diedieGrenzezwischenFlussundGrünzonedes
Parkgeländesüberwindet.Währendderanschlie-
ßendenArchitekturtagewarsieTreffpunktund
Ausgangspunkt für Spaziergänge und Austra-
gungsortverschiedenerVeranstaltungen.
Ich will an den Inn
UnterdemMotto„IchwillandenInn“isteine
ArtHolzbühneentstanden,die,ausragendüber
denInn,jedemundjederdieGelegenheitgeben
soll,sicheinenerweitertenRaumzuerschließen.
DieEroberungdeszusätzlichenRaumeskönnte
sobeispielsweiseSchauplatzvonSelbstinszenie-
rungenwerden.Ebensokönnteeralserhöhter
Beobachtungsposten dienen, der neue Sicht-
weisenzulässt,oderganzeinfachalseinOrtder
Entspannungwahrgenommenwerden.
Eine luftige Spielwiese für
einen Sommer
SichausgedachtundentworfenhatdasProjekt
die Gruppe „columbusnext“, unter anderem
mitderlobenswertenAbsicht,denFluss,derja
NamensgeberderStadtist,näherandieBevöl-
kerung heranzubringen. Beim Betrachten der
sonnendurchfuteten,mediterranenKonstruktion
drängtensichmirplötzlicheinpaarVisionenauf:
WennjetztnochcircazehnLKW-Ladungenfeiner,
goldgelber Sand aufgeschüttet, ein Stand mit
sommertauglichenErfrischungenherangekarrt
undzweiDutzendLiegenaufgestelltwürden,ein
Sommermärchenwärewahrgeworden!
StadtbenutzerInnenjeglichenAltersundNatio-
nalitätbeginnenzutanzen.Dazuwabertüberdas
gesamte Areal ein Klangteppich, gewoben aus
rhythmisch-exotischen Klängen. Südseefeeling
purinderAlpenmetropole,unddieGletscherder
Intoleranzbeginnenzuschmelzen.Asummerof
loveandhappiness.Perfekt!
.…manwirdjanochmalträumendürfen
…oder?
… ich will an den Inn
VonMichael Dold
Eine temporäre Architekturvision in Sankt Nikolaus als Spielwiese für StadtbenutzerInnen – oder: Man wird ja doch mal
träumen dürfen.
Seite32
Kultur&Events
Buchrezension
„Der talentierte Schüler und
seine Feinde“
von Andreas Salcher
VonFridolin Gans
HerausragendeForschungsergebnissean
UniversitätensinddiesennurzumTeilzuzu-
schreiben.DerUrsprungfürdasErreichen
oder eben Verfehlen von Top-Leistungen
liegt in der Schule. Können sich die (be-
gabten)Kinderentfaltenodergehtesnur
darum,dieSchulstundenmöglichstschnell
hintersichzubringen?SetzensichTalen-
tierte,unabhängigvonRahmenbedingun-
gen,immerdurch?
FernabdervonpolitischenFraktionenzur
Glaubensfrage hochstilisierten Thematik
derGesamtschulebeleuchtetSalcherdie
Chancenüberdurchschnittlichintelligenter
KinderindenSchulsystemenÖsterreichs
undDeutschlands.Ineinerscheinbarsim-
plenLogikzeigtderAutordieTückender
Schule und fndet auch Schuldige an der
verfahrenenSituation.Jedochistdiesnur
derersteSchrittaufdemWegzueinerbes-
serenZukunft.ErpräsentierteineVielzahl
an konkreten Veränderungsvorschlägen,
welcheeinemklarenArgumentationsstrang
folgen:DieVerantwortungliegtbeimIn-
dividuum und zwar nur dort und zu 100
Prozent.
DergrößteFeinddesSchülersistderLeh-
rer. Eine ungeeignete und/oder unmoti-
vierte Person ist Gift für den Schüler. Im
Umkehrschluss kann ein Top-Lehrer dem
Kindenormvielweiterhelfen,Begabungen
entdecken und fördern. Um die Anzahl
dieserPersonenzuheben,solltennurdie
BesteneinesJahrgangsLehrerwerdendür-
fen.Dasistjedochauchdamitverbunden,
dasssichandersozialenundfnanziellen
AnerkennungimdeutschsprachigenRaum
nochsehrvieländernmuss.Dennnur,wer
vondenBestenlernt,kannaucheinmalzu
denBestengehören.
Mit freundlicher Unterstützung der
Studia Universitätsbuchhandlung.
Buchrezension
„Im Durcheinanderland der
Liebe“
von François Lelord
VonClaudia Thaler
MitseinenGeschichtenüberdenSinndes
LebensunddieLiebekonntederPsychiater
und Kultautor François Lelord schon vor
einigenJahrendieBestsellerlistenstürmen.
AuchdiesmalsetztLelordaufdasbewährte
Konzept ‚Naiver Reisender entdeckt die
Welt‘.UmseinVolkalsWeltkulturerbein
derwestlichenWeltzurepräsentieren,reist
derjungeInukUliknachParisundlässtsich
aufeinAbenteuerein,welchesnichtnurihn
selbst,sondernbesondersdiefranzösische
Frauenweltüberrascht.
ImFernsehenundinDiskussionensoller
fürseinenStammwerbenunddieEuropäer
mitderLebensweiseseinesVolkesvertraut
machen.EinerseitswirdihmUnverständnis
gegenüber seiner patriarchalischen Ein-
stellungbezüglichMannundFrauentge-
gengebracht, doch beobachtet auch der
NeuankömmlingirritiertdieGewohnheiten
seinerGastgeber.Zwarbehauptendiewest-
lichenFrauen,starkundunabhängigleben
zuwollen,sehnensichjedochinsgeheim
nachLiebeundGeborgenheit.
SchonMontesquieuundVoltaireversuch-
ten, die eigene Kultur und die Sitten aus
demBlickwinkeleinesunabhängigenAu-
ßenstehendenkritischzubeobachtenund
zudiskutieren.DemnachverkörpertLelords
BuchkeinerevolutionäreIdee.DasWerk
gibtkeinebefriedigendeAntwortaufden
WiderspruchzwischenEmanzipationund
evolutionsbedingterRollenverteilungzwi-
schendenGeschlechtern.DasBuchdient
daher eher als leichte Sommerliteratur
undlädtzumSchmunzelnein,wennUlik
unbewusstseinennaivenCharmebenutzt,
um die Frauenwelt um seinen Finger zu
wickeln.
Mit freundlicher Unterstützung der
Studia-Universitätsbuchhandlung.
Das Buch liegt ab sofort zum Verkauf in
der Studia beim Bahnhof auf.
DVD-Rezension
„Planet Terror“
VonMichael Dold
Nach seinen beiden Kinoerfolgen „From
DuskTillDawn“undderComicverflmung
„SinCity“versuchtesichRodriguezanei-
nemStoffdesamerikanischenSchmuddel-
kinosder70erund80erJahre.Dassindin
ersterLiniebilligproduzierteSex-,Karate-,
Horror- und Actionflme und wurden als
Double-Feature-FilmeindenGrind-House-
Kinos gezeigt. Gemeinsam mit Freund
QuentinTarantino,derfürdenerstenTeil
„Death Proof“ verantwortlich zeichnete,
wollte man dieser Art Kino neues Leben
einhauchen. Die Erwartungshaltung war
deshalbnichtnurbeieingefeischtenFans
entsprechend hoch. In die deutschen Ki-
nos kamen die beiden Beiträge einzeln
und in einer längeren Version. Vorweg:
Ein Meisterwerk ist „Planet Terror“ nicht
geworden, höchstens eine Fun-Splatter-
Action-Reißer in solider Machart mit ei-
nerHandvollgenialerIdeen.DieStoryist
entsprechend simpel gestrickt: Ein Virus
verwandeltalle,diemitihminBerührung
kommen,ingrauslicheZombies.Diehaben
LustaufMenschenfeischundsinddarüber
hinausauchnochansteckend.Pechfürein
kleinesKaff,dasnachundnachimChaos
versinkt.
Eine Gruppe Überlebender, darunter die
Stripperin Cherry mit MG-Prothese, Re-
volverkurblerWray,dieKrankenschwester
DakotamitdenspitzenSpritzen,schlagen
sich nach besten Kräften durch das End-
zeitszenario. Hier wird nicht gekleckert,
sonderngeklotzt.Rodriguezverlässtsich
aufVersatzstücke,dieerneuanordnetund
ordentlichaufpoliert.Daranistauchnichts
auszusetzen,solangedasZitatkinosoviel
Vergnügenmacht.Allerdings,wiegesagt,
nurfürabsoluteFreundeundFreundinnen
diesesGenres.
Seite33
Einsistsicher:DieserOben-ohne-Toyboylandet
beimirsicherimRegal,sobaldeinePlattevon
ihmrauskommt.
Links:
www.myspace.com/offcialjuiceboxxx
www.juiceboxxx.com
Kultur&Events
Juiceboxxx oben ohne – yeah!
VonChristina Burger | Fotos:Andy Junk
Er lebt in Milwaukee. Er geht auf Punkshows. Er wird ein Punkrapper. Er zieht sein Shirt aus.
BeidemWortspielkünstler,sprichRapperJui-
ceboxxxhandeltessichumeinenNewcomer,
deralsrappender‚whiteguy‘mitPunkattitüde
stark an die Beastie Boys erinnert, nicht an
Eminem, sonst hätte ich ihn nicht gewählt.
Text-Kostprobe: „Feeling my fow, cause yo
I really rage, no matter where I live, my real
homeismystage!“JuiceboxxxliebtdieBüh-
ne,dortfühlterden‚fow‘.Diesenrappenden
‚vagabond‘spürteichalsoauf-undhiernun,
wasicherfuhr.
AufdieFrage,wannundwoerseineMusikkar-
riereangefangenhabe,meintJuiceboxxx:„15
yearsold,2001,Milwaukee/Wisconsin.Rapping
at punk rock shows.“ (2001, mit 15 Jahren in
MilwaukeebeiPunkrockshowsgerappt.)
Ich will wissen, wovon seine Songs handeln
und wodurch er sich beim Texten inspiriert
fühlt.Juice:„Ilovesongsaboutdancing,open
highwaysandreallifesituations.Iaminspired
bymanythings,Ilovetolistentotheradio.“
(IchliebeLiederübersTanzen,Highwaysund
dasechteLeben.Michinspiriertvieles,ichliebe
esRadiozuhören.)
WasmichalsModejunkieinteressiert,ist,was
derSüßeaufderBühneamliebstenträgt.Juice:
„Iliketowearstuffthatallowsmetorageas
hard as possible.“ (Ich trage Kleider, die mir
erlaubensowildwiemöglichzusein.)
Undicherkundigemichauch,werseinIdolist.
Juice:„Allthekids“.
DaJuiceboxxxjaausMilwaukeekommt,wäre
esinteressantzuwissen,inwieweitsichseine
HeimatstadtinseinemkünstlerischenSchaffen
widerspiegelt.Juice:„Cheaprentandbasement
showseventhoughIneverleavemyroom.“(Bil-
ligeMietpreiseundShowsimKeller,obwohlich
andererseitsjaniemeinZimmerverlasse.)
AufFotosvonihmundaufYoutubefälltmir
auf,dassderPunkrapperausMilwaukeefast
immerobenohneauftritt.Why?Juice:„Irage
hard! Shows get sweaty. Life happens.“ (Ich
bin wild! Die Shows sind verschwitzt. So ist
dasLeben.)
Crystal Castles „Crystal Castles“:
LastGangRecords (2008)
Genre = Electropunk
BenanntnachderBleibederComic-Heldin
She-Raschlagen‚CrystalCastles‘mitih-
rem Debütalbum ein wie ein Komet. Ihr
Sound,dersichnacheinemwildgewor-
denenGameboyanhört,dominiertüber
diesporadischeingestreuteSchreistimme
der Sängerin Alice Glass. Am Keyboard
werkt Ethan Kath, der zweite Part des
Duos aus Kanada. Wir alle wissen, dass
ElectroundCyberzeugsboomen.DasEr-
frischendeanCrystalCastlesnunistdie
härtere punkige Herangehensweise an
dasGenreElectroclash.Alicemeintcool:
„Iliketopisspeopleoff!“
Favorit = „Xxzcuzx Me“
The Rocks „Letters from the Frontline“:
Weekender Records (2008)
Genre = Indie
Vor einiger Zeit habe ich mich mit der
GitarristinSarahüberihrecoolenSocken
unterhalten.Hiermusserwähntwerden,
dassinEngland,wodie‚Rocks‘hersind,
‚SockShops‘totalimTrendsind.Dasnur
alskleineAnekdoteamRande.Dasbereits
zweiteAlbumder‚Rocks‘istnichtperfekt,
aber ein attraktiver Genremix zwischen
RockundPop.Auf„Screamers“hörtsich
SängerJamessogareinwenigwieAxlRose
vonGunsN‘Rosesan.AbindenLaden!
Favorit = „Screamers“
Scarlett Johansson „Anywhere I Lay My
Head“: Atco Records (2008)
Genre = Alternative Pop
AufdenerstenBlickeinPuppen-Gesicht.
Doch der Hollywoodstern Scarlett geht
vielmehrindieTiefealseineleereScha-
le.WieetwaindemFilm„LostinTrans-
lation“, wo sie in einer pinken Perücke
Karaokesingtunddasbezaubernd.Nicht
ohneGrundistsieauchdieneueWoody
Allen-Muse. Nun wird ihr erstes Album
veröffentlicht. Ein magisches Werk, auf
demScarlettzehnSongsvonTomWaits
interpretiert.Unterstütztwurdesiebeim
RecordenvonProduzentDaveSitek,dem
YeahYeahYeahs-GitarristNickZinnerund
ihremgutenFreundDavidBowie,derbei
zweiSongsmitihrsingt.DerelfteSong
stammt aus ihrer Feder: „Song for Jo“.
Hollywood-Glamourmeetsthestreets.
Favorit = „Green Grass“
Christinas Boombox
Seite34
Kultur&Events
E
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!
Veranstaltungskalender Juni
WEEKENDEr
7.6.60ies/Modnight
9.6.FakeGods
10.6.BeginnderSchwedenWoche
14./16./19.DagförDag
23.6.Freud
28.6.ButterfyBangs
30.6.MattBoroff
Hafen VaZ
6.6.Queerattack–WahlMr.Gay
7.6.FußballschaugnfürTiroler
7.6.Bummfeat.FemalePressure
30.6.Ministry–CULaTour2008
p.m.k.
5./7.6.LosGurkosKurzflmfestival08
10.6.Todayistheday/Jucifer/CompleteFailure/Four
QuestionMarks
13.6.Amenra/Battlefelds/ISM
20.6.GeneralLevy
treibhaus
7.6.INN–a–Valley
8.6.Puke
11./12.6.Kons.Jazznacht
13.6.LinguaLoca
14.6.Hypnotix
18.6.Fireage:Flowerage
19.6.Santeria&ThePornHorns
20.6.MarleneJohnson&HouseofRiddims
21.6.AyekoodrummersofGhana
25.6.Lakis&Achwach
27.6.TheDoorsExperience
28.6.MakakoJump
29.6.Kissforever
Bierstindl
12.6.Caminando
17.6.DonRoss–Innpuls
23./24.6.Koschuh–WortfetztV
27.6BierstindlPoetrySlam
… und sonst
6./7./13./14./15./19./20./21.6.„HerrHitlerinszeniert
Parzivalwährendesregnet“–Westbahntheater
13.6.ambient-art-lounge–KulturcaféPropolis
13./14.6.„OskarunddieDameinRosa“
17.-21./24.-29.6.„PingPong“
jeweilsInnsbruckerKellertheater
Unipfarre Innsbruck:SO22.JuniAkademischerAbschluss-Gottesdienstder
Universitäten|19.00Uhr,Jesuitenkirche|Universitätsstraße/Karl-Rahner-
Platz/gegenüberSoWi|MusikalischeGestaltung:Universitäts-Chor
Roméo et Juliette
von Charles Gounod
Premiere am 15.6.2008
Tiroler Landestheater
Weitere Termine im Juni: 19./28.6
DieweltbekannteLiebesgeschichtezwei-
erjungerMenschen,welcheunsterblich
verliebtdochderbeinhartenRealitätins
Augesehenmüssen.IhreFamiliensind
schlichtwegverfeindetundeinegemein-
same Zukunft daher undenkbar. Nach
rasanten Ballszenen, hitzigen Duellen
undeinerheimlichenHochzeitfndetdas
StückamEndeseineHöhe-undgleichzei-
tigenTiefpunktinderselbenSzene.
ImTirolerLandestheateristab15.Juni08
CharlesGounodsVersiondesKlassikers
vonWilliamShakespearezubewundern.
NachdemderStoffvonRomeoundJulia
im Laufe der Jahrhunderte von vielen
Komponisten aufgegriffen wurde, ent-
ferntensichdieseinihrerInszenierung
auchzunehmendvomOriginaldesEng-
länders.Die1867uraufgeführteVersion
desFranzosenhingegenkonzentriertsich
(wieder)aufdievierzentralenDuetteder
Hauptdarsteller.DurchdenVerzichtauf
großeMassenauftrittestehtdieintime
Liebesbeziehung eindeutig im Mittel-
punkt und zeichnet sich durch große
Emotionalitätaus.
WeitereInformationen:
www.landestheater.at
Genauso wie alles Erste und alles Letz-
te hat auch alles Einzigartige und alles
Unvollendete große Gewalt über den
Menschen. Dies manifestiert sich in ei-
nem(scheinbar)weitenBedeutungs-und
InterpretationsspektrumdesebenNicht-
Normativ-Selbstverständlichen.
JohannSebastianBachs„KunstderFuge“
isteinsolcheinschlägigerFall:dieganze
GeschichtederMusikbisheutekenntkein
vergleichbares Gegenstück. Die Bedeu-
tungliegtnunnichtnurindergrandiosen
SummationderverschiedenenKompositi-
onstechniken,sondernebensosehrauch
inderdurchsieerzieltenmusikalischen
Schönheit,TiefeundAusdruckskraft.
DerOrgelvirtuoseProf.Dr.BrunoOber-
hammer,welcherdengewaltigenZyklus
aufführenwird,genießteinenexzellenten
internationalenRufnachgeradeauchals
InterpretdesgesamtenOrgelwerkesvon
JohannSebastianBach.
Die Kunst der Fuge
Donnerstag, 5. Juni, 20 Uhr | Pfarrkiche St. Nikolaus | Eintritt frei!
Seite35
Fraktionen
Sauviel Arbeit – Sauviel Kohle?
Studieren muss leistbar sein!
EinStudentInnenlebenbestehtnurdannaus
chaotischenPartys,Schlafenbismittagsund
Sonnenliegen, wenn man die dazu nötige
Mariebesitzt.Diemeistenmüssenaberver-
mehrt nebenbei jobben. Wer also für sein
Studiumregelmäßigarbeitenundnichtabtan-
zenkann,dermusshalteinfacheinbisschen
schnellerlernen.Nochwenigertanzenjene
ab,dievondersogenannten„Studienbeihilfe“
abhängigsind,weildieseschonlangenicht
mehrreicht.
Da mittlerweile 80% der Studierenden aus
fnanziellenGründenzueinemZweiteinkom-
mengezwungenwerdenundzurEinhaltung
derMindeststudiendauerumessentielleBei-
hilfen(vomStaateoderdenEltern)nichtzu
verlieren, ist vormittags lange schlafen nur
dann drin, wenn die Kohle mit Nachtarbeit
verdientwird.
Wie ihr sicher mitbekommen habt, hat der
VSSTÖeineKampagne„SauvielArbeit–Sau-
vielKohle?“gestartet.DreiAktionendazusind
bereitserfolgreichüberdieBühnegegangen,
beidreiweiterenwürdenwirunsfreuen,euch
begrüßenzudürfen.
BrauchstduHilfeoderInformationenzuMiet-
und Arbeitsverhältnissen? Tipps und Tricks
bzgl.desBeihilfensystems?–meldedichbei
uns.Oderschaubeieinerunserernächsten
Veranstaltungenvorbei:
Do, 05. Juni: „InfoFestl“(Geiwi-Vorplatz,11:00
bis15:00)GratisEssen&TrinkensowieInfo-
standlnzuBeihilfen,JobsundWohnen
Di, 10. Juni:Stammtisch„ArbeitenundStu-
dieren“ (im Bogen 115, 20:00) mit der stv.
Geschäftsführerin des Arbeitsmarktservice
Tirol
Mi, 11. Juni:Gratis-Filmvorführung„Wastun
wenn‘sbrennt?“(Leokino,21:15)
Wenn du darin interessiert bist, schau vor-
bei!
DeinVaust
www.vaust.net
ibk@vsstoe.at
Sperrstunde 16 Uhr:
Hinter den Kulissen des V$$tÖ
Wastutman,wennmanselbernichtszustan-
debringt?Richtig,manversucht,dieanderen
inschlechtemLichtdarzustellen.Mankönnte
meinen,demVSStÖständenzurzeitdieame-
rikanischenWahlkampfmanagerGusenbauers
höchstpersönlichzurSeite,derarttiefwirdim
letztenFraktionsartikelüberdieengagierten
StudierendeninderAktionsGemeinschafther
gezogen.EineVerhöhnungfürallejene,denen
Bundes-undFraktionspolitikegalistunddie
sich im Rahmen der AktionsGemeinschaft
tagtäglich für Verbesserungen und Service
fürStudierendeeinsetzen.
Ironie dabei: Gerade der VSStÖ hält es für
nicht notwendig, regelmäßig und in einer
konstruktivenWeiseanSitzungenteilzuneh-
men.Besonderserschreckendundentlarvend:
DieletzteSitzungderUniversitätsvertretung
(übrigensdashöchsteGremiumdeinerÖHin
Innsbruck)gingohneeineneinzigenVSStÖ-
MandatarzuEnde.SitzungendesUni-Senats
sindwohlauchnur„Gesudere“undwerden
halbherzigodergarnichtbesucht.Wirraten
demVSStÖ,sichdringendbeiÖBB,BAWAG,
JusosundsonstigenimSPÖ-Sumpfbefndli-
chengenossenschaftlichenVorfeldorganisa-
tionenumNachwuchsumzusehen,umdiese
andauerndePeinlichkeitzubeenden.Rotwein
trinkendblindüberdenKapitalismusundGe-
sellschaftherzuziehenisthaltdochweniger
anstrengendalsanzupackenunddiewahren
ProblemederStudierendenanzugehen.
Die AktionsGemeinschaft freut sich über
jede Art der Mitarbeit, egal, aus welcher
Richtungdiesekommt.Mitunsachgemäßer
Kritik,sinnloserVerschandelungderUni(zB.
mit Pickerln) und kollektivem Nichtstun ist
jedenfallsniemandengeholfen.
DeineAktionsGemeinschaft
www.agibk.info
Pimp my Universitätsgesetz
(UG)
DieNovelledesUGisteinThema,dasnun-
mehrseiteinemJahrdurchdasMinisterium
unddieUniversitäten,derenBesprechungs-
zimmer und hin und wieder die Medien
geistert.EigentlichhättedieRoadshow-Tour
unseresverehrtenMinistersHahnKlarheitbe-
züglichderVorhabenzur„Weiterentwicklung“
desUG02bringensollen.WasdiesesEventam
29.Apriltatsächlichmitsichbrachtewareine
Pop-InszenierungálaMTV,Worthülsenund
einen Riesenhaufen bunter Broschüren. Ein
smarter,dynamischerModerator,derperfekt
indieÖ3-Discopassenwürde,führtedurch
die Veranstaltung. Das EG, die Stiegen und
derKaiser-Leopold-SaalderTheologiewaren
dekoriertmitstylischenKarton-Würfeln,die
in der blauen CI des Ministeriums pseudo-
kreative Sprüche zierten. Eine PPt im Pro7-
Nachrichten-Stilunterstrich,wasHahn,Brinek
und Broukal nicht sagten. Eingangs gab es
Musik,mittigeine„Diskussion“undausgangs
einreichhaltigesBuffet.
So – und nun zum eigentlichen Inhalt der
Show:WirwollendasUGändern,sageneuch
aber nicht wie. Wir tun so als ob wir disku-
tieren würden und auf eure Anmerkungen,
WünscheundForderungeneingehenwürden
um euch zu beruhigen. Wir tun außerdem
soalshättenwir(dieSPÖunddieÖVP)uns
wiederlieb.Mehralsdaswaswirjetztnicht
gesagthabenkönnenwirnichtsagenweiluns
unsere Rhetorik-TrainerInnen nicht darauf
vorbereitethaben.Aberistjaauchegal,das
neueGesetzwirdimSommerfertiggemacht
und im September beschlossen – wenn ihr
Studierenden noch am Arbeiten und nicht
fürProtestemobilisierbarseid.
Wirschauennichtzu:
www.wirwollendasunigesetz.net
DeinePuf-GRAS
puf@gras.at
AG, Puf-GRAS und VSStÖ auf einer Seite!
Die UNIpress-Redaktion ist für die Inhalte der Fraktionsartikel nicht verantwortlich. Fraktionsartikel werden weder korrigiert,
umgeschrieben, zensiert oder sonst in irgendeiner Art und Weise verändert.
Seite36
CrossTheBoarder
Mit den Haien um die Wette schwimmen …
VonAnna Ratt
… und mit den Spinnen duschen gehen – ‚vida pura‘ en Costa Rica
BesucherInnen zählen. Wer statt einem
ErholungstagliebereinenAktivtageinlegt,
kannamArenal-SeedietollenWetterver-
hältnissezumWindsurfennutzen.
Surfng USA
NichtverpassensolltemanaufdemWeg
vonSanJoseRichtungKüsteeinenSpazier-
gangdurchdenNebelwald–imGegensatz
zumRegenwaldisteshierunheimlichru-
hig.WennmanimNebelwaldgeradenoch
dennächstenBaumindiesermystischen
Stimmung sieht, fühlt man sich live im
BlairWitchProject.
DankdermagerenBeschilderungunddem
Nicht-Vorhandensein von Ortsschildern
entdecktmanoftdieverstecktenkleinen
SurferparadieseerstnacheinigenRunden
im Kreis. Im zauberhaften Dominical an
der Pazifkküste tummeln sich die coo-
len Surfertypen ebenso wie die reifere
Generation.
Karibikküste – Risikogebiet
Malaria
Als unverzichtbarer treuer Begleiter für
einenkaribischenTagstelltsicheindeutig
Insektenspray ein. Und unsere Partner
fürlangeNächte?Moskitonetze.Indem
schrägen Hippiedorf Cahuita bestimmt
der‚easywayofgoing‘denAlltag.Raster-
typenundGurussiehtmanfrühmorgens
beiihrenReikiübungenundanderenMedi-
Hast du Lust auf Abenteuer? Wenn du
schon immer mal tagelange Wanderun-
genimDschungeldergiftigenSchlangen
unternehmen,einemPfeilgiftfroschüber
denWeghüpfenodereinfachnurinme-
terhohen Wellen surfen wolltest, dann
bistduhiergenaurichtig–willkommen
inCostaRica.EsgibtkaumeinLandauf
derErde,dasaufsowenigFlächesoviel
AbwechslungbietetwiedaskleineLand,
dasliebevolldie„SchweizZentralameri-
kas“genanntwird.AlsKolumbus1502an
die„ReicheKüste“kam,erhoffteersich
materielleSchätze,dieihnzuderNamens-
gebungveranlasste.Ersolltejedochbald
feststellen,dassdieserLandstrichseinen
ReichtuminseinerNaturundseinenMen-
schenbirgt.
Gastfreundschaft wird groß
geschrieben
Gastfreundlich? Die Ticos, wie sich die
Einheimischen nennen, sind lebensfroh
und absolut gastfreundlich. Doch auch
Deutsche, AmerikanerInnen oder Aus-
wanderer/innen aus der Schweiz hat es
hierherverschlagen.SiebetreibenLodges
undvermieten Zimmerum5bis15Euro
pro Nacht. Mit Brot, Marmeladen und
Cocktails–allesauseigenemAnbau–wird
sogarder/dieBilligtouristInverwöhnt.
AbseitsvonTouristenpfaden?Immerdoch
–aberbittemitAllrad.DieVerbindungen
im Land der exotischen Tier- und Pfan-
zenweltalsStraßenzubezeichnen,grenzt
an pure Phantasie. Ersatzreifen machen
sichhierwirklichbezahlt.FürMassagen
Geld auszugeben, wäre aber fahrlässig,
bekommtmandochRüttelmassagendank
der vielen Schlaglöcher und Steine am
Weg im Auto gratis. Alle Wege führen
nach–richtig,SanJose.VonSanJoseaus
istmanineinigenStundensowohlander
Karibik-alsauchanderPazifkküste.Und
die Vulkane hat man sowieso praktisch
vorderHaustür.
Faszination Mondlandschaft
DerVulkanIrazuerstrecktsichaufüber
3.000m.DieWolkenliegendemgrünen
LackerlimKraterlochzuFüßen.ZumMond
fühltmansichindiesemAugenblicknä-
her hingezogen als zur Erde. Doch ein
paar Hundert Meter weiter erschließt
sich eine Pinzgau-ähnliche Landschaft
mittropischemEinschlag.Rapsfelderund
Berge,eingebettetineinsattesGrün,auf
demunzähligePferdeweiden,lassenan
daheimerinnern.AlsweiteresHighlight
erkundetenwirdasGebietrundumden
VulkanArenal,denviertaktivstenVulkan
derWelt.RegnerischesWettermachtes
möglich,dassmanjenenoftschonausder
Ferne in voller Dimension Lava spucken
sieht.AlsAlternativprogrammbietensich
die unzähligen Urwaldthermen an, wo
esvonLeguanenwimmeltunddieAffen
überdirvonBaumzuBaumspringen.Mit
etwasGlückdarfmansichzudeneinzigen
Seite37
CrossTheBoarder
tationstechniken.Überschwemmungenin
Zimmern(weildasKlosystemmalwieder
nichtsofunktionierte,wieessollte)ge-
hörennebenAusreitenunddenetlichen
Versuchen, bei hohen Wellen am Surf-
brettstehenzubleiben,zumAlltag.Eine
TestreihewertsinddiefrischenBananen-
undAnanasmilchshakes–verfeinertmit
einemHauchMalibu–indenStrandbars.
Sternderlschaufreaks kommen mit der
Milchstraße und anderen eindrucksvol-
len Zeichen am Nachthimmel auf ihre
Kosten.
Ein Paradies für Biologen
WäreesnichteinErlebnis,einmalimLeben
miteinerKarte,dieirgendwermalirgend-
wanngezeichnethat,infastunberührtem
Naturgebiet zig Kilometer zu wandern?
AufderHalbinselOsawurdenmittenim
Dschungel zum Erhalt des Regenwaldes
und zu Forschungszwecken biologische
Stationenerrichtet.DieNationalGeogra-
phicSocietynanntedieHalbinselOsaden
OrtmitderhöchstenBiodiversität(Arten-
vielfalt)weltweit.Umdiesebiologischen
Stationen zu erreichen, gehört es meist
dazu,dassmansichmindestenseinmalim
Urwaldverläuft,überFelswändekraxelt,
Schlangenspurenfolgt,unterWasserfäl-
len die Wasservorräte nachfüllt und die
einzigartigeTierweltbeobachtet.
WährendüberhauptnichtscheueNasen-
bärenfamiliendeineWegekreuzen,Adler
überdirihreKreiseziehenundPapagei-
en neben dir Mittag essen, schwingen
Schmetterlinge in den grellsten Farben
undGrößenvordeinemGesichtquietsch-
vergnügtihreFlügel.FürsoptimaleFoto
kannstduKrebseamweißenSandjagen
–abervergissjanicht,dichallepaarMinu-
teneinzucremen.UmFaultierezusehen,
brauchtderDurchschnittsmenschschon
ein gutes Auge. Bei diesem kuscheligen
Etwas,dasmittenindenÄstenderBäu-
me hängt und wie ein gerade herunter-
zufallendrohendesWollknäuelaussieht,
handeltessichtatsächlichmeistensum
einFaultier.
Touristen:
beliebtes Krokodilfutter
EineexistentielleRollebeiStrandwande-
rungenspielendieliebenGezeiten,Ebbe
undFlut.EsgiltamlangenWegnämlich
vieleFlüssezuüberqueren.HatmanPech
und die Flut treibt bereits ihr Unwesen,
tummelnsichKrokodileundHaie,alsstün-
de ein Gratisfestmahl bevor. Manchmal
passiertes,dassunwissendeTouristInnen
odereinfachbesondersLebensmüdeden
FlussbeieinemWasserstandbiszumHals
überqueren–machehabenGlück,andere
weniger. Etliche Badestopps an weißen
Palmenstränden sind willkommene Er-
frischungen. Allerdings sollte man sich
aufgrundvonStrömungenundBullsharks
nichtzuweitinsWassertrauen.
Das große Krabbeln
DersehnsüchtigeWunschaufeinBettin
einer biologischen Station bleibt meist
einTraum.Campingistaberauchschwer
imTrend.VorgiftigenSchlangenalsZelt-
nachbarnwirdanallenEckenundEnden
gewarnt.Na,wenigstensschnarchendie
nicht.ObnunMoskitosoderZecken,ir-
gendwas beißt immer – nur hoffentlich
nichtgeradediegefährlicheAnopheles-
Mücke.Inden„Duschen“machtmandie
Erfahrung, dass Erfrischung doch noch
mehr wert ist als die Anwesenheit etli-
cherSpinnen.VieleDschungelbegeisterte
bleibentagelangaufsolcheinerStation.
Siehoffen,einenPumazuerspähenoder
rücken um Mitternacht zur Lagune der
Krokodileaus.
Costa Rica, das Land der unsichtbaren
Tiere,hältfürwirklichjeden/reineÜber-
raschungbereit.Undwannbrichstduauf
insAbenteuer?
Seite38
Mode d´emploi in Sachen Mode
VonMarkus Kozuh
Nach einer Tupperware-Party, in deren Rahmen ich gelangweilt ein Burda-
Magazin las, bin ich inoffziell befugt, Modekritiken zu schreiben. Ich kenne
mich jetzt so etwas von aus, aber hallo. Und voilà, hier ist auch schon meine
erste Modekritik. Kritisieren ist ja mächtig in Mode. Sie sprengt zwar etwas
den Rahmen einer üblichen Kritik in Sachen Mode, es ist mir aber ein derart
großes Anliegen, modische Irrtümer und Todsünden der Jetztzeit aufzuzeigen,
dass ich gar nicht anders kann.
Gehen wir doch gleich in medias res.
Zum „B“-Wort: Bauchfreie Oberteile.
Das sind Shirts, die beim Waschen ein-
gegangenseinmüssen.Wasnichtgera-
de wenige Frauen nicht daran hindert,
diese Shirts trotzdem anzuziehen. Bei
trainierten Frauen kann dies mitunter
nochtollaussehen.Beimanchanderen
– vor allem in Kombination mit einer
leicht eng anliegenden Hose kann dies
zum „Rettungsring“-Syndrom führen.
AufhoherSeeundeinerSchiffs-Havarie
mag dieses Syndrom das eigene Leben
retten können, in Ballungszentren rate
ich aber eher davon ab. Bitte. Doppel-
Bitte. Mein Urteil in puncto bauchfrei:
Ein eingeschränktes „Do“ im Liegen an
Stränden, ein „Don‘t“ beim Gehen und
ein„Double-Don‘t“imSitzen.Einfettes
Minusalso.
Lieber fettfrei als bauchfrei
Kommenwirzum„B“-WortTeilZwei:Bier-
bäuche.LiebeKomasäufer,Spiegeltrinker
undandereBWL-Studenten:Ihrhabtda
offensichtlich etwas missverstanden:
Frauen stehen laut Studien auf bärige
Typen, nicht auf bierige. Zudem ist ein
Bierbauch,aucheinansatzweiser,neben
unansehnlichauchnochunpraktisch:Ich
weißjanicht,wieihrdasseht,aberich
hassees,beimPinkelnimStehenmitder
einenHandeinenRückspiegelinHüfthö-
he halten zu müssen, um mich mit der
anderenHandzurechtzufndenunddas
Bierablassventil in die richtige Position
zu bringen. Mein Urteil in puncto Bier-
bauch: absolut entbehrlich. Bierbauch-
besitzersollteneigentlichzwangsweise
an Schwangerschaftsgymnastikkursen
teilnehmen.
Modischer Muskelkater
Muskelshirt
„M“ wie Muskelshirts: Tja, liebe Ge-
schlechtsgenossen:EntwederMannhat
sieoderMannhatsienicht,Muskelnnäm-
lich.DarumhabezumBeispielichselbst
kein Muskelshirt. Wenn sogar ich dazu
stehe,einverletzlicher,sensibler,Zuhören
könnenderWaschlappenzusein,könnt
ihrdasschonlängst.Nichtsistschlimmer
als ein Muskelshirt, das im Innsbrucker
Föhn weht wie eine dieser „Innsbruck-
ist-EM-Stadt- und-wehe-wenn-ihr-was-
gegen-die-EM-habt-weil-dann-seid-ihr-
alles-VaterlandsverräterInnen“-Fahnen.
EinShirtmachtnochkeineMuskeln.Und
überhaupt ist der Schließmuskel phy-
siologischvielwichtigeralseinBi-oder
Trizeps.
Achselhaarige Angelegenheit
Was mich auch schon zum „A“-Wort
bringt. Nämlich „A“ wie „Achselhaare“.
Liebe hormonüberbeschusselten Body-
builder:Vonmirauspumptihreuchauf,
vonmirausmachtihreuchtäglichdrei
Proteinshakes,vonmirausmachtihraus
euchdenklassischen„Obenviel,unten
nichts“-Typen(wobeiichmit„oben“nicht
eurekognitivenFähigkeitenmeine–dafür
mit„unten“sehrwohldasZeugunterder
Gürtellinie),vonmiraustragtruhigauch
ein Muskelshirt, aber: Erspart uns bitte
denAnblickeurerAchselhaare.Hiermit
enttabuisiereichdasThemaAchselhaar-
rasur bei Männern. Was hindert euch
denndaran,nacherfolgterGesichtsrasur
ein halbes Stockwerk tiefer auch nach
dem Rechten zu sehen? Mein Urteil in
Sachen Achselhaare: Schuldig. Todes-
strafe.WegmitdemGestrüpp.
Eintrittsbarriere Turnschuh?
ÜbrigenshabeichmirletztenDienstag
einen Jux gemacht und bin normal be-
kleidet mit einem Lackschuh links und
einemTurnschuhrechtsinsHofgarten-
café gegangen. Das hat die Türsteher
intellektuell total überfordert – tja, so
leichtgehtdasbeidenen.Währenddie
sichuneinswaren,obich,derichjaeinen
Hofgartencafé-pfui-gaga-Turnschuhan-
hatte(aberebennureinen),überhaupt
eingelassenwerdendarf,hüpfteichauf
einemBein–nämlichdembelackschuh-
ten,anderEiweißshake-Oberkörpermus-
kelschwangerenTürstehermeutevorbei,
zogmirraschsechsBierreinundhüpfte
wieder davon. In Schlangenlinien. Und
übrigens gibt‘s auch in Hopfgarten im
Tiroler Unterland ein Café, in dem es
völligegalist,welcheSchuhemananhat.
So Weltstadt kann ein vermeintlicher
Provinzort sein – ein Schelm, wer nun
einenUmkehrschlusszieht.
Jössas:bekommeichnunHofgartencafé-
Hausverbot?Auchegal.Ichkannaufdie
Sex-Garantie durch 6er-Garantie gerne
verzichten.Dasistmeineganzpersönli-
cheModed‘emploifürmehrWohlfühlfak-
torundgegenOberfächlichkeit.
„Wortfetzt!V“–diefünfteAufageder
Koschuh-KabarettlesungzumSemester-
schluss:23.und24.Juni,20Uhr,Kultur-
gasthaus Bierstindl. 10/8-Studi-Ermäßi-
gung: Kommt zu zehnt, zahlt für Acht,
lachtfürZehn!
DieUNIpressverlost5Freikarten:E-Mail
anredaktion-oeh@uibk.ac.atgenügt!
DerKoschuh
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studia_unipress.indd 1 20.09.2007 9:07:41 Uhr

JUNG v.MATT/Donau

Inhalt editorial
Liebe LeserInnen,
für die einen ist es das Highlight des Jahres, für die anderen der Albtraum schlechthin. Egal ob FanIn oder nicht, die EURO wird kommen und die Euro wird auch wieder gehen. Als Wirtschaftsfaktor für tausende temporäre Studierendenjobs sollte sie jedenfalls nicht unterschätzt werden. Da der Monat Juni aber eigentlich als intensive Prüfungszeit im universitären Kalender vorgesehen ist, sollte auf ebendiese vielleicht nicht ganz vergessen werden. EURO hin oder her, Ablenkung ist garantiert. Die letzte UNIpress vor der Sommerpause beschäftigt sich primär mit dem Kleidungshabitus der StudentInnen. Auf der Suche nach Klischees finden sich sowohl schubladentaugliche Subjekte, als auch solche, die offensichtlich versucht sind mit (allen) Vorurteilen aufzuräumen. Um modisch immer den letzten Schrei zu besitzen, ist oft ein tiefer Griff in die Geldbörse nötig. Sozialer Druck und eine mögliche Kaufsucht tun meist ihr übriges. Außerdem diskutieren Gerhard Mangott und Robert Stöger über die Grenzen von Meinungs- und Religionsfreiheit und Vizerektor Klotz zu den aktuellen Entwicklungen rund um die SoWi. Im Kulturteil findet sich neben Altbewährtem ein ausführlicher Nachbericht über die Innsbrucker Soundcity. Wir wünschen euch einen interessanten Juni, viel Erfolg bei diversen Prüfungen und verabschieden uns hiermit in die Sommerpause. Genießt die Ferien! Die Chefredaktion Eva-Maria Hämmerle Florian Gösweiner

ÖH
editorial Vorsitz Aktuell Spatenstich für KinderRäume Studierendencup:08 UNIT StV Biologie: „Wenigstens bleiben die freien Wahlfächer erhalten“ Studieren im Ausland – wofür der ganze Aufwand? 03 04 05 06 08 09 10

Universität
Streitgespräch: „Demütigung ist der Sprengstoff, aus dem sprengstoff wird. VR Klotz: „… eines der schönsten Universitätsgebäude.“ 12 15

Titel
Ein Laufsteg namens Hörsaal On the Catwalk Campusklamottencheck Dessous damals & heute Wenn die Kauflust zum Problem wird 16 18 19 20 21

Im Brennpunkt
Ausgequetscht wie eine Zitrone Mr. Right ist aus 24 26

Leserbriefe
Deine Meinung zählt 27

Kultur&Events
Clubcrawling@SOUNDCITYInnsbruck … ich will an den Inn Buch/DVD Musik Veranstaltungskalender mit Extra-Tipp 28 31 32 33 34

Fraktionen
AG | Pufl-GRAS | VSStÖ 35

Cross The Border
Mit den Haien um die Wette schwimmen … 36

Der Koschuh
Mode d´emploi in Sachen Mode. 38

IMPRESSUM: Herausgeber und Medieninhaber: Österreichische HochschülerInnenschaft Innsbruck; Josef-Hirn-Straße 7/II; A-6020 Innsbruck; Tel.: 0512/507-4900; Fax: 0512/507-9830; email: info@oeh.cc; web: www.oeh.cc | Chefredaktion: Eva-Maria Hämmerle & Florian Gösweiner | Layout&Grafik: Daddy Curtis | Druck: Kärntner Druck- und Verlagsges.m.b.H; Viktringer Ring 28; A-9010 Klagenfurt; Tel.: 0463/5866; Fax: 0463/5866-321; email: info@kdruck.at; web: www.kdruck.at | Anzeigenverwaltung: Studia Creative Services; Mag. Robert Buratti; Herzog-Sigmund-Ufer 15; A-6020 Innsbruck; Tel.: 0512/58086822; Fax: 0512/58086824; Mob.: 0664/3189007; email: robert.buratti@uibk.ac.at | Auflage: 20.000 Stk. | Fotoquellen: www.mikrorichter.de, Gregor Marberger, www.stuck-und-dielen.de, Anna Ratt, www.landestheater.at, Christina Burger, www.bmvbs.de, Michael Dold, www.bigstockphoto.com, Claudia Thaler, Lukas Gasser, www.fotolia.de, Christina Stieber, www.farbfee.de, Jens Stücke, www.buergerimstaat.de, www.labournet.de | MitarbeiterInnen dieser Ausgabe: Jens Stücke, Andreas Aichner, Gregor Marberger, Lukas Gasser, Christina Stieber, Claudia Thaler, Michael Dold, Tanja Sarwat, Stefanie Ehart, Markus Schwab, Christina Burger, Anna Ratt, Markus Koschuh | Nächste Ausgabe: Redaktionsschluss: 18. Aug.08 | Erscheinungstermin: 3. Sep.08

Seite 3

Inhalt

Vorsitz Aktuell

Kinder! Kinder! M
Es freut mich ganz besonders berichten zu können, dass wir in der Frage der flexiblen Kinderbetreuung (fKb) nun endlich ein tolles Ergebnis für die Studierenden und deren Nachwuchs präsentieren können! Flexible Kinderbetreuung bedeutet für studierende Eltern eine große Entlastung. In diesem Model werden 3-10 Jährige für eine bestimmte Zeit von professionellen PädagogInnen in adäquater Umgebung betreut, während die Eltern Zeit haben für Vorlesungen, Seminare oder Prüfungen. Durch hartnäckiges Verhandeln und vehementes Fordern wurde die Idee Realität. Die Entstehung und Realisierung dieses neuen Service war ein langwieriger und schwieriger Weg. In mehreren Sitzungen mit Vizerektor Klotz wurde auf die rasche Umsetzung gepocht. Es wurde öfters versucht das Projekt nochmals auf die lange Bank zu schieben. Ein Vorschlag aus dem Vizerektorat war die Kinderbetreuung in das Gebäude der „Neuen Chemie“ zu integrieren, was einer weiteren Verzögerung von mehreren Jahren entsprochen hätte! Das konnte durch entsprechenden Druck seitens der ÖH und des Büro für Gleichstellung verhindert werden. Ab Herbst wird es nun eine wirkliche fKb im ehemaligen ADV Gebäude, direkt hinter dem Hauptgebäude am Innrain, geben. Für weitere Informationen steht euch übrigens mein Bruder Martin, seines Zeichens Vater meiner beiden Nichten, gerne zur Verfügung: studierenmitkind-oeh@uibk. ac.at Robert Mäser
Vorsitzender ÖH Innsbruck

Interessiert an freier Bildung?
„Bildung soll allen zugänglich sein, man darf keine Standesunterschiede machen“ meinte einst Konfuzius. Eine Aussage, mit der er vollkommen recht hatte. Dass diese Forderung trotz des UN-Sozialpaktes von 1966, welcher das Recht auf allgemeinen Zugang zu Hochschulen gleichermaßen für jedermann beinhaltet, nur ein frommer Wunsch ist, zeigt sich schnell bei einem Blick in die Österreichische Bildungslandschaft. Die Woche der freien Bildung war eine von der ÖH organisierte und bundesweit koordinierte Veranstaltung, mit der wir einerseits den Studierenden die Möglichkeit geben wollten, sich über Bildungspolitik, Mitbestimmung und das Bildungssystem zu informieren, andererseits auch auf Probleme im universitären Leben wie beispielsweise Studienbeiträge und Zugangsbeschränkungen hinzuweisen. Dazu wurden neben einer Podiumsdiskussion und dem bildungspolitischen Frühstück auch mehrere Vorträge mit zum Thema passenden Inhalten durchgeführt. Auch wenn manche Veranstaltungen eher dürftig besucht waren, so sind wir doch der Meinung, dass hier jeder kleine Schritt ein Schritt in die richtige Richtung ist und man durch konsequentes Engagement die Studierenden wieder für dieses wichtige Thema solidarisieren kann. Die nächste Feuerprobe kommt bestimmt, vermutlich in nicht allzu ferner Zukunft durch eine UG-Novelle, bei der wir als Studierende wieder geschlossen für unsere Interessen eintreten müssen. Katrin Kröll
1. stv. Vorsitzende ÖH Innsbruck

Studierendenstadt Innsbruck?
Noch gut ein Monat, dann endet das Semester und wir werden in die wohl verdienten Sommerferien entlassen. Doch anstatt eines Urlaubs wartet auf viele von uns ein Ferienjob, mit dem wir den hohen Lebenserhaltungskosten, dem Semesterticket der IVB und den Studiengebühren Tribut zollen. Von den 125.000 InnsbruckerInnen studiert oder arbeitet mehr als ein Fünftel an der Leopold-Franzens Universität oder an der Medizin. Wie „Der Standard“ kürzlich fest stellte, wäre dies die zweitgrößte Stadt Tirols. Trotzdem werden die Studierenden von den Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft meist zu wenig ernst genommen. Ein erster Schritt, den ständig steigenden Lebenserhaltungskosten in Tirol entgegen zu treten, wäre eine jährliche Inflationsanpassung der Studienbeihilfe. Die Erhöhung und die Ausweitung des BezieherInnenkreises im September ‚07 war ein Schritt in die richtige Richtung, doch gerade mit Blick auf die in letzter Zeit stark gestiegenen Kosten wäre eine jährliche Anpassung mehr als notwendig. Auch die IVB bleibt stur und so bewegt sich der Preis für ein Semesterticket unaufhörlich in Richtung der 100 Euro Marke (derzeit: 96 Euro). Gerade weil Innsbruck alles andere als eine Campusuniversität ist und viele Studierende von Standort zu Standort pendeln müssen, wäre eine Preissenkung dringend notwendig. Eine Entkoppelung des Studierendentickets an die Österreichische Familienbeihilfe ist sowieso schon mehr als überfällig. Die ÖH wird jedenfalls nicht aufhören, diese Missstände aufzuzeigen und wird sich auch in Zukunft mit aller Kraft für dich einsetzen. Marcel Nitz
2. stv. Vorsitzender ÖH Innsbruck

katrin.kroell@oeh.cc
AktionsGemeinschaft

robert.maeser@oeh.cc
AktionsGemeinschaft

marcel.nitz@oeh.cc
AktionsGemeinschaft

ÖH

Seite 4

2008. Dabei richtet sich das Angebot an alle Eltern. realisiert.30 - 13.Spatenstich für KinderRäume Von Jens Stücke Zum Wintersemester 2008/09 startet mit den KinderRäumen ein flexibles Kinderbetreuungsangebot.ac. Es steht neben einem 75 Quadratmeter großen Gruppenraum für freies Spiel ein ebenso großer Ruheraum zur Verfügung. ob er lieber draußen im Sandkasten spielen will oder lieber drinnen etwas malen möchte.09. die Mehrfachbelastung aus Studium und/oder Beruf und Familie für Eltern zu mildern. Ziel des Projekts ist es zum einen. Zentrale Lage als Pluspunkt Die KinderRäume werden im ehemaligen ADV-Gebäude. dass eine kinderfreundlichere Stimmung in die LFU Einzug hält. Geplant ist. und wie bekommt man einen Platz? Vorab wird im September eine kostenlose Schnupperwoche veranstaltet. dem Kinderbüro und dem Rektorat der LFU ist es nun gelungen. Empfehlenswert ist die Inanspruchnahme des kostenlosen Beratungsangebots des Kinderbüros. Die flexible Kinderbetreuung orientiert sich an dem Modell. Darüber hinaus ist jeden Mittwoch nach Voranmeldung eine Besichtigung der Spielräume möglich. war und ist die ÖH bemüht.00 Uhr Ansprechpartner: Kinderbüro – Sabine Fischler kinderbetreuung@uibk. Als Betreuungsperson wird mit Gabriele Ferdig eine qualifizierte Kindergärtnerin zur Verfügung stehen. Bei Interesse melde Dich bei den unten angeführten Adressen. Durch ein kunterbuntes Spielangebot werden die Kinder zu einer selbstständigen Beschäfti- Seite 5 ÖH . was zu einer schnelleren Eingewöhnung beitragen soll. Der Nachwuchs kann sich also frei entscheiden. die Mitarbeiter oder Studierende der LFU sind. wobei der Schwerpunkt bei den Ein- bis Dreijährigen liegt.30 - 16. das die Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Familie erleichtern wird. Kinderkrippen oder Spielgruppen.10. wie es beispielsweise in Einkaufszentren angeboten wird. Betreut werden Kinder im Alter von drei Monaten bis zu 10 Jahren.00 Uhr. Öffnungszeiten: Mo. Anmeldungen sind jedoch während der Schnupperwoche beziehungsweise in den darauf folgenden Wochen online möglich. Zusätzlich wird noch eine zeitlich flexible Studentin oder ein Student gesucht. dass es ihm dort gut geht. dass die Kinder immer eine Ansprechperson haben sollen und zu den festgelegten Zeiten stets dieselbe Betreuungsperson anwesend sein wird.09. werden die Kinder für eine begrenzte Zeit von einer professionell ausgebildeten Betreuungsperson in adäquater Umgebung umsorgt. um weitergehende Informationen über rechtliche Regelungen und andere Betreuungsangebote zu bekommen. deren Situation zu verbessern. Auf Feste Prinzipien für eine optimale Betreuung Das pädagogische Konzept sieht vor. Genauere Informationen zum Anmeldeprozedere werden auf den Homepages von Kinderbüro und ÖH Innsbruck im Laufe des Sommersemesters veröffentlicht. Mi: 8. Vorbild Einkaufszentrum Dabei entspricht das Projekt nicht den herkömmlichen Betreuungseinrichtungen wie Kindergärten. Übertragen auf die Universität bedeutet dies.ac. - 18. Der reguläre Start erfolgt dann am 01. welcheR bereits Erfahrungen im Bereich der Kinderbetreuung hat. dass studierende Eltern ihren Nachwuchs während des Besuchs von Lehrveranstaltungen oder Praktika in den KinderRäumen abgeben und sich sicher sein können. Do: 8. Generell ist bei Fragen zur finanziellen Unterstützung für Eltern das Sozialreferat der ÖH der geeignete Ansprechpartner. Während die Eltern dem Shopping frönen können. gung angeregt. in dem sich auch das Kinderbüro befindet. dem knapp 200 Quadratmeter großen Grünstreifen vor dem Gebäude wird ein moderner. und zum anderen dazu beizutragen. Obwohl die Zahl der Studierenden mit Kind mit sieben Prozent den niedrigsten Stand seit der Einführung der „Studierenden Sozialerhebung“ im Jahr 2000 erreicht hat. Die Räumlichkeiten werden zurzeit renoviert und an die kindlichen Bedürfnisse angepasst. Die Kosten liegen bei circa zwei Euro pro Stunde. Weitere Informationen: Schnupperwoche vom 15. die maximale Aufenthaltsdauer bei einem Zeitkontingent von 15 Stunden pro Woche auf täglich fünf Stunden zu begrenzen. Der genaue Anmeldemodus wird noch über den Sommer festgelegt.at ÖH Innsbruck Sozialreferat – Studieren mit Kind Josef-Hirn-Str. Di. kindgerechter Spielplatz entstehen. 7 Beratungszeiten: Di 10-12 StudierenmitKind-oeh@uibk. die KinderRäume auf Schiene zu bringen. Dieses einstöckige Gebäude liegt zwischen dem Chemischen Institut und dem Universitätshauptgebäude.at Wann geht‘s los. Durch die enge Kooperation zwischen der ÖH.

„Das 5. Das Organisationsteam. Element“ war die Mannschaft nicht mehr zu halten. Arnold Klotz. FCM Sektion IBK 3. Minute. den Geschäftsstellenleiter der Host City Innsbruck. FCM Sektion IBK“ an. Am Dienstag fanden am SoWi-Vorplatz vor – trotz leichtem Regen – zahlreich erschienenem Publikum die ersten 54 Vorrundenspiele statt. der es hervorragend verstand das Publikum in Begeisterung zu versetzen. Manche Mannschaften kämpften. Die teilnehmenden Teams hatten jede Menge Spaß und Viele äußerten schon vor dem Ende des Turniers den Wunsch. Als besonderes Highlight konnte für die Leitung des Finalspieles der österreichische EMSchiedsrichter Konrad Plautz gewonnen werden.. Erst in der letzten Minute konnte der „1. die wohl von der USI bis in die Innsbrucker Altstadt zu hören waren. begeistert über den Erfolg der Aktion. Im Anschluss an die Siegerehrung fand die mit Spannung erwartete Verlosung der 5-EM-Karten unter allen teilnehmenden Teams statt. nahm das Team „Revolte“ – im Achtelfinale mit einer 1:2 Niederlage ausgeschieden – die 5 EMKarten in Empfang. Im Finale traten „Das 5. Dennoch wäre die eine oder andere Szene durchaus einer Diskussion im „Doppelpass“ würdig gewesen.13 ÖH Seite 6 . Element 2. Mit Jubelschreien. und 8. ENDERGEBNIS: 1. Das 5. die durch den Vizerektor der Universität Innsbruck. 7. Schnitzer und Mäser gratulierten den Gewinnern herzlich und wünschten ihnen viel Spaß beim EM-Erlebnis im Innsbrucker Tivoli. Plautz ist seit 24 Jahren Schiedsrichter und leitete unter anderem schon das Champions-League-Halbfinale Arsenal – Villarreal und den prestigeträchtigen europäischen Supercup Milan – Sevilla. Martin Schnitzer. vorgenommen wurde. FCM Sektion IBK“ ein Erfolgserlebnis verbuchen und verkürzte auf 4:1. Club Privado 4. Durch das Programm führte Moderator Andreas Schütz. Element“ unter der Führung von Kapitän Paul Steinbach gewann jedoch ungefährdet und deutlich mit einem Endergebnisses von 4:1. Das Spiel um Platz drei konnte der „Club Privado“ mit einem 3:1 Sieg gegen „Conejitos de la muerte“ für sich entscheiden. „Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Conejitos de la muerte STATISTIK Teams: 52 Spieler: 252 Spielerinnen: 8 Spiele gesamt: 94 Tore gesamt: 482 Torschnitt: 5.Studierendencup:08 Von Peter Reitmayer Toooor! Tooor! I wer narrisch! Am 20. Nach einem frühen Führungstreffer in der 3. Projektleiter des Studierendencup:08 von Seiten der ÖH Innsbruck. In spannenden. Drei weitere Tore folgten in der 5. Klotz. und der Vor- sitzender der ÖH Innsbruck. Mai ging an der Uni Innsbruck der Studierendencup:08 über die Bühne. bestehend aus der ÖH Innsbruck. Gespielt wurde auf einem 12 x 18 Meter Kleinfeldplatz mit Kunstrasen und Bande. Robert Mäser. und 21. die Aktion im kommenden Studienjahr zu wiederholen“ zeigt sich Gerald Kern. Element“ gegen den „1. Die Sieger aus den 13 4er-Gruppen sowie die drei besten Gruppen-Zweiten stiegen ins Achtelfinale auf. Minute für das „Das 5. der Host City Innsbruck und der Tirol Werbung begrüßten 52 Mannschaften beim Kampf um den Studierenden-Meistertitel. als ginge es um die Teilnahme bei der Europameisterschaft. actiongeladenen Spielen kämpften die Teams um den Aufstieg ins Achtelfinale. Prof. Zum Glück wurde bei den teils sehr harten Zweikämpfen keiner der Spieler ernsthaft verletzt. 1. Am Mittwochvormittag folgten die Vorrundenspiele auf der USI.

Leider haben nicht so viele Mädels mitgespielt. 23 Jahre. 27 Jahre. dass wir sogar gewinnen konnten. Team „Sieg oder Spielabbruch“) Für mich war der Studierendencup eine lustige und lockere Veranstaltung. wenn da noch ein paar Leute geblieben wären. Schade. dass ich ein Tor geschossen hab war sehr geil. wir haben ein Zeichen gesetzt. aber wenn die Aktion nächstes Jahr wieder stattfindet. Mit einem Schiris war ich nicht ganz zufrieden. Ich hoffe. Element“) Ich fands toll. dass auch Mädels mitspielen durften und dass nicht nur an der SoWi sondern auch an anderen Standorten gespielt wurde. dass wir nicht die EM-Karten bekommen haben. (Julia. Team „Das 5. Team „Das 5. Es wäre schön gewesen. bin ich sicher wieder mit dabei . Element“) Mir hat der Studierendencup sehr gut gefallen. aber ich hoffe. (Philipp. dass wir so weit kommen und wir sind sehr glücklich darüber. 24 Jahre. Element“) Seite 7 ÖH . dass so viele Zuschauer waren. so etwas wird wieder veranstaltet und ich werde sicher wieder mitspielen. auf der USI wars ein wenig abseits und leider ist die Übertragung des Champions-League Finale ins Wasser gefallen. (Katharina. hier nochmals ein großes Kom- pliment an die Organisation. 21 Jahre. Unser Team hat auch nicht damit gerechnet. Team „Das 5. Vor allem. Leider haben manche Mannschaften die Sache etwas zu ernst genommen und viel zu hart gespielt. Dass jeder ein EM-T-Shirt bekommen hat war klasse und auch die Betreuung der Teams – wir haben vor jedem Spiel Getränke bekommen – war einwand- frei.Teilnehmerkommentare Mir hat der Studierendencup wirklich viel Spaß gemacht. Gefreut hat mich. ich finds eine tolle Idee. 28 Jahre. dass zwei der Mannschaften aus unserer Gruppe auf uns Rücksicht genommen und nicht so hart gespielt haben. das gut aufgezogen war. im nächsten Jahr sind wir trotzdem wieder mit dabei. Auf der SoWi hat mir gefallen. Die Stimmung rund um die Veranstaltung war super. Team „Sieg oder Spielabbruch“) Es war ein wirklich lässiges Turnier. (Paul. Das fand ich sehr fair. ( Michael.

unit-innsbruck. Der Ablauf soll noch reibungsloser gestaltet werden. wo es nur geht. Rektor Töchterle hat uns vom ersten Moment an unterstützt.UNIT – Uni Inn Training ÖH-Projekt erfolgreich angelaufen Von Fabian Kern Im Sommersemester startete die ÖH Innsbruck mit einem neuen Projekt – UNIT. Warum habt ihr diesen Schwerpunkt gewählt? robert: Sich richtig zu bewerben ist gar nicht so leicht. Durch das Abschaffen der freien Wahlfächer in den meisten neuen Studienplänen ist dies direkt über das Studium leider nicht mehr möglich. unipress: Und.500 Studierende an unseren Seminaren teilgenommen und wir erhalten durchwegs sehr positive Rückmeldungen. wird es mehr Seminare geben? robert: Ja. Bei den Bewerbungsseminaren lernen die Studierenden. Deshalb haben wir uns entschieden. Wir werden die Studierenden aber auf jeden Fall über unsere Homepage und per Mail informieren. eine Bewerbungsmappe gestaltet und sich während des Bewerbungsgesprächs verhält. dass zum Beispiel ein Rhetorikseminar locker gleich mal zwei-. Angedacht ist auch ein Block von Mitte bis Ende September. ebenso Vizerektorin Friedrich. stellt man fest.“ unipress: Wird es auch Seminare zu anderen Themen als in diesem Semester geben? robert: Unser Angebot ist schon ziemlich weit gefächert. sondern diese auch leistbar für die Studierenden machen. wie seid ihr auf die Idee gekommen.“ unipress: Und wie kommt das Projekt aus deiner Sicht bei den Studierenden an? robert: Das neue Angebot wurde gleich zu Beginn ausgezeichnet angenommen.cc info@unit-innsbruck. Mittlerweile haben schon mehr als 2. aber wir werden mit Sicher- ÖH Seite 8 . Und das möglichst im positiven Sinne. Und das sprengt den finanziellen Rahmen der meisten Studierenden. unipress: Vielen Dank für das Gespräch. Also haben wir UNIT geschaffen. Geplant sind auch Seminare im September unipress: Und steht der Schwerpunkt fürs Wintersemester schon fest? robert: Ja. Eine E-Mail an UNIT oder mich genügt. heit noch weitere Themengebiete in unser Programm aufnehmen. quasi als Semester-Kickoff.cc Zusatzqualifikationen dank Zweckwidmung unipress: Und alle Seminare sind kostenlos für die Studierenden? robert: Ja. man muss sich irgendwie von der Masse der Bewerbungen abheben. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fakultätenservicestelle und des ZID unterstützen uns. UNIT – Uni Inn Training Eine Initiative der ÖH Innsbruck www. Die UNIpress sprach mit dem ÖH-Vorsitzenden Robert Mäser über die Idee und den Erfolg dieser Initiative. Wir wollten ja nicht nur die Möglichkeit der Zusatzqualifikation bieten. damit noch mehr Studierende an den Seminaren teilnehmen können. unipress: Kritik gibt es keine? robert: Doch. das Projekt durch die zweckgewidmeten Studienbeiträge aus der Kategorie „ÖHPrioritätenliste“ zu finanzieren. Der Andrang zu den Seminaren war gewaltig. Qualifikationen zusätzlich zum regulären Studium zu erwerben. alle Seminare sind restlos ausgebucht. unipress: Das Projekt ist eine Kooperation mit der Uni. Wenn man sich auf den Homepages der größeren Bildungsanbieter umsieht. Wie funktioniert die Zusammenarbeit? robert: Ausgezeichnet. wie man einen Lebenslauf verfasst. wir werden das Seminarprogramm im Wintersemester weiter ausbauen. unipress: Der Semesterschwerpunkt war dieses Mal Bewerbung und Jobeinstieg. UNIT ins Leben zu rufen? robert: Wir wollten den Studierenden der Uni Innsbruck die Möglichkeit bieten. unipress: Robert. Die Studierenden wollen noch mehr Seminare haben.500 Studierende teilgenommen. Der Semesterschwerpunkt wurde sehr gut angenommen. unipress: Und wann wird es im Wintersemester losgehen? robert: Wir starten Mitte Oktober. „Es haben schon mehr als 2. Ich bin sehr froh. „Wir werden noch weitere Themengebiete ins Programm aufnehmen. die Uni hat jedoch noch nicht begonnen. dreihundert Euro kostet. natürlich. weil bis dahin die Studierenden ihren Studienplan schon wissen und sich ihre Zeit dann besser einteilen können. dass die Zusammenarbeit mit dem Rektorat an unserer Uni so gut funktioniert. Für Wünsche vonseiten der Studierenden sind wir immer offen. Da sind viele schon wieder in Innsbruck. aber der wird noch nicht verraten.

schließlich konzentrieren wir uns bereits auf unsere größeren Pläne im Herbst. Sonst ist aber alles gleich geblieben. unipress: Vielen Dank für das Gespräch. mit uns gemeinsam Verbesserungsvorschläge zu finden. die Studierenden in Kommissionen zu vertreten. der alle Interessierten einlädt. ein Termin für die HörerInnenversammlung fixiert ist. ein Grillfest auf der Technik zu veranstalten. haben wir uns überlegt. Wie zum Beispiel das Erstsemestrigentutorium. Wenigstens haben wir erreicht. unipress: Warum das? unipress: Und was tut sich sonst noch in der Studienrichtungsvertretung? köchle: Innerhalb unseres Teams hat es einen Wechsel gegeben. Soeben haben wir an alle BiologiestudentInnen einen Newsletter ausgeschickt.„Immerhin bleiben die freien Wahlfächer erhalten“ Von Liesbeth Frei Für die BiologInnen tritt ab Herbst ein neuer Studienplan in Kraft. das ja auch von uns veranstaltet wird. dass die freien Wahlfächer erhalten bleiben. soll uns einfach eine E-Mail schicken. unipress: Immerhin ein kleiner Erfolg? köchle: Wenigstens etwas. unipress: Was sind die nächsten Projekte der StV Biologie? köchle: Nachdem wir unsere Bücherbörse aufgestockt haben. können wir diese neuen Pläne nicht befürworten. Schließlich betrifft es ja ihr Studium! Sicherlich wurden von den ProfessorInnen unsere Vorschläge angehört. aber zum Teil zu wenig berücksichtigt. „Unser nächstes großes Projekt: das Erstsemestrigentutorium im Herbst“ Seite 9 ÖH . Wenn also jemand interessiert ist. Weitere Informationen StV Biologie stv-biologie@oeh. doch für uns ist dieser „Kampf“ noch nicht vorbei! Wir versuchen auch jetzt noch im Nachhinein den Studienplan zu verbessern.cc „Unsere Vorschläge wurden zu wenig berücksichtigt“ köchle: Unseres Erachtens hätte man den Studierenden viel mehr entgegenkommen müssen. Da wir die Interessen der Studierenden vertreten. Günther Kriechhammer ist zurückgetreten und Marion Benirschke ist nachgerückt. unipress: Was hältst du vom neuen Studienplan? köchle: Alles andere als begeistert! Ehrlich gesagt haben wir in der Curricularkommission einstimmig gegen diese neuen Studienpläne gestimmt. Im Moment ist das aber nebensächlich. Im Moment laufen einige Kommissionen und wir müssen einen Vertreter für Günther finden. StV-Mandatarin Marina Köchle besprach mit der UNIpress die weiteren Pläne der Studienrichtungsvertretung.

Die Beratung. Was sucht er da? Warum bleibt er nicht dort. Dass es ein stabiles politisches Gefüge innerhalb des Landes geben sollte. wird es mehr als gerecht. können dies tun. und auch in Peru schläft es sich oft nicht schlechter als etwa im Doppelzimmer eines Innsbrucker Studentenheimes. Solche Kursbeschreibungen findet man auf der Homepage beinahe jeder ausländischen Bildungseinrichtung. damit man sich sein persönliches Bündel schnüren kann. ist heute zum Glück gang und gäbe und wird vom Großteil der Studierenden richtigerweise als unerlässlich erachtet. Diese müssen mit ihm/ihr abgesprochen werden. wie sie Studierende an Partneruniversitäten antreffen. Nepal – je nach Interesse und Studienschwerpunkt kann man sich bewegen. meist fremdsprachigen Universität zu inskribieren –. die sich aber für eine andere Hochschule entscheiden. welche man vor Ort erhält. Hat man sonst noch Fragen. Warum also nicht das Abenteuer wagen und in die Ferne ziehen? Was früher noch ein etwas außergewöhnliches Vorhaben war – sich ein bis zwei Semester an einer ausländischen. Uganda. Hilfsbereitschaft und Geduld. muss erst nachgewiesen werden. seinen Aufenthalt so individuell und exotisch wie möglich zu gestalten. den das Büro innehat. die noch dazu alle einen exzellenten Ruf haben. Dadurch wird gewährleistet. gibt es viele verschiedene Varianten. damit man einerseits keine Studiengebühren zahlen muss und andererseits ein Joint-Study-Stipendium zugesprochen bekommt. Innsbruck und die Welt Die Universität Innsbruck unterhält seit Jahren Partnerschaften zu mehr als 300 verschiedenen Universitäten weltweit. jedoch mit dem Mehraufwand. Dem exzellenten Ruf. gepaart mit eigenem Kultur- oder Landesinteresse. wo es Doppelbetten gibt und frisches Gemüse?“ Wo beginnen? Immer mehr Studierende drängen nach draußen. um in den Genuss eines solchen Stipendiums zu kommen. wo es die gewünschte Bildungseinrichtung. Auch im asiatischen Raum hat sich einiges getan. welche als Ansprechpersonen fungieren. Beinahe in jedem Land gibt es eine Universität – auf dem Link ‚Universitäten weltweit‘ (http://univ. Selbst wenn viele davon im Erasmus-Programm sind und sich der Horizont der Studierenden in den letzten Jahren weiter über den Globus erstreckte. und ferner muss die Äquivalenz zu den heimischen Stunden nachgewiesen werden. versteht sich von selbst und sollte auch gegebenenfalls nachgeprüft werden. des Jahres im Büro für Internationale Beziehungen einer Nominierung. Kolumbien. Ein Fall für den Nervenarzt. Will man auf eine selbst gewählte. ist geprägt von Information aus erster Hand. Diejenigen. dass gepflegte Partnerschaften auch erstrangig besucht werden.cc/) auf der Homepage des Büros für Internationale Beziehungen kann man sich einen ersten Eindruck verschaffen. will man sich seinen Auslandsaufenthalt organisieren.Studieren im Ausland – wofür der ganze Aufwand? Von Andreas Aichner Frei nach Wolfram Siebeck (*1928): „Nach meiner Einschätzung ist der erste Mensch am Südpol genauso spinnert wie jemand. 01. 300 Unis nicht genug? Doch man darf auch außerhalb dieses Rahmens initiativ werden: Sei es Jordanien. selbst in Indien gibt es frisches Gemüse. wo es warm ist. Sie werden auf Bedarf auch zugeschickt. so kann man diese Räumlichkeiten in der Altstadt aufsuchen. gibt. der sich am Gummiseil die Golden Gate Bridge hinunterstürzt. bedarf es nach erfolgreicher Bewerbung bis 31. In jeder Fakultät gibt es AuslandskoordinatorInnen. ÖH Seite 10 . EinE AuslandskoordinatorIn ist in erster Linie für die Anrechnung der im Ausland abgelegten Kurse und Module zuständig. Finanzielle Unterstützung Hat man sich für eine der Universitäten aus der Partnerschaftsliste entschieden. gleiche Bedingungen herzustellen. und so kann man sich neuerdings auch an drei Universitäten in der Volksrepublik China bewerben. allerdings ist Eigeninitiative und Geschick gefragt. dass dort keine Studienbeiträge gezahlt werden müssen. Was Herrn Siebeck in seinen ironischen Ausführungen wohl entgangen sein dürfte: Auch in China gibt es Doppelbetten. nicht im Programm aufscheinende Bildungseinrichtung.

erlebt man eine unbeschwertere Symbiose aus einer Art „L‘Auberge Espagnole“. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen.00 Uhr e-mail: International-oeh@uibk.at/international-relations Seite 11 ÖH . Möchtest auch du dich darüber informieren.uibk. weite Welt des grenzüberschreitenden Studierens. lernt man.Hat man die Bürokratie erst mal überwunden. Tausende Kilometer von Familie und vertrauter Umgebung entfernt – gelebt hat. Partys und Uni-Stunden mit oft mehr als zehn Nationalitäten? Erst nachdem man ein bis zwei Semester in einem fremden. oft fernen Land – abseits vom Bekannten- und Freundeskreis. Altbewährtes zu schätzen und Neuem tolerant gegenüberzustehen. die man wohl in keinem Kurs an keiner Fakultät und noch weniger im eigenen Land gelehrt bekommt. im Ausland zu studieren. Weitere Informationen Referat für Internationales ÖH Innsbruck | Josef-Hirn-Straße 7 Sprechstunde: Mi 10. so eröffnet sich einem die große. Kurse absegnen lassen. dann komm am besten bei uns im Referat vorbei. gepaart mit einer Landeskunde vor Ort bei diversen Treffen. wenn nicht in der Studienzeit.00-14.ac.ac.at Büro für Internationale Beziehungen www. eventuell ein Stipendium zugesprochen bekommen und den Flug gebucht. Wann. wo man schließlich landet – eine Erfahrung ist. dass es – ganz gleich. sich von den Studiengebühren befreien lassen.

sich einer öffentlichen Debatte zu stellen – ohne Strafgesetzbuch und heilige Bücher. Zunächst mal wollen wir über den Freiheitsbegriff sprechen. ist in einer säkularen demokratischen Ordnung ein unbestreitbares Recht. wie sehen Sie das? Gibt es für sie Heiliges und damit Unantastbares? mangott: Das eigentliche Problem liegt darin. also frei sein zu Verantwortung. wo Agnostiker. Es muss im Prinzip über alles ein Diskurs möglich sein. orthodoxe Patriarchen zu beschimpfen. sondern desjenigen. der sich in seinen religiösen Überzeugungen verletzt fühlt. Mohammed zu zeichnen. Was in rechtsstaatlichen Demokratien nicht zulässig ist. denn das Heilige bindet nicht. seine Menschenwürde. dass man im Strafgesetzbuch nach § 188 die Religionen einem besonderen Schutz unterstellt? stöger: Mir ist im Rahmen der Interviewvorbereitung eine Karikatur untergekommen. Male ich zum Beispiel auf ein Bildchen des Dalai Lama ein Hitlerbärtchen und versehe seine Stirn mit zwei Hörnchen. wenn der Geschmacklose dann auch bereit sein muss. der Wahrheit stellen. Gerhard Mangott zu einem kontroversiellen Diskurs ein. Stöger. die mich sehr verärgert hat: Zu sehen war der jüdische Gott Jahwe. Es gibt die grenzenlose Freiheit der Beleidigung. Doch was dem einen heilig ist. einen einzelnen Menschen herabzuwürdigen. wenn ich seine Mutter bespucken würde. allerdings nur auf der Folie der Würde des Menschen.„Demütigung ist der Sprengstoff.“ Von Jens Stücke Die Veröffentlichung des islamkritischen Films ‚Fitna‘ durch den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders hat neuerlich die Diskussion angeheizt über den Umgang mit Meinungs.“ Und die Wahrheit ist ein kostbares Gut. dass Religionen mit dem Verweis. Peter Stöger vom Institut für Erziehungswissenschaften. frei sein zu Respekt und nicht frei sein von Respekt. Glaubensüberzeugung als unantastbar erklären. kann dem anderen völlig gleichgültig sein. mangott: Das ist aber ein sehr normativer Zugang! „Was dem einen heilig ist. und den renommierten Politikwissenschaftler Prof. unipress: Herr Prof. Der Davidstern ist so millionenfach missbraucht worden. Das muss nicht sein! mangott: Meiner Ansicht nach darf es keine Grenzen dafür geben. dann weiß ich. auch die Zuflucht zum Begriff der Dignität des Gläubigen versucht doch nur zu verschleiern. am Sabbat zu arbeiten und die Oper Idomeneo bis zu ihrem (bitteren) Ende anzusehen. unipress: Haben Religionen zu Recht einen Sonderstatus? Ist es zum Beispiel sinnvoll. dass es auch ohne Strafandrohung gewisse Tabus gibt. in den letzten Jahren beobachten wir zunehmend einen Konflikt zwischen dem Recht auf Meinungsfreiheit und dem Status der Religionen. stöger: Ich sehe es sehr viel differenzierter. ausmachen. frei sein zu Friedenspolitik. dass ich als Karikaturist sehr. dann ist das zunächst nicht ein Problem des Beleidigers. wo sich Religion und Aufklärung. dass ich damit einen gläubigen Tibeter tödlich treffe. Und dieses Feld ist die Dignität der Person. Der Freiheitsbegriff ist für mich frei sein zu etwas und nicht frei sein von etwas. ist dem anderen gleichgültig“ unipress: Herr Prof. aus dem Sprengstoff wird. Darf es in aufgeklärten liberalen Demokratien so etwas wie die Unantastbarkeit der Religion geben? stöger: Also es muss ein Feld geben. die genau mit dieser Dignität zu tun haben. den Kern ihrer „Geschmacklosigkeit darf ihr Recht einfordern“ unipress: Muss nicht der Gläubige auch dazu in der Lage sein. es gäbe etwas Heiliges. der nicht glaubt. Atheisten und Gläubige sich treffen können. Vieles mag geschmacklos sein – aber über Jesus zu lästern. Das ist aus meiner Sicht der Dinge auch kein Widerspruch zum Religiösen. Wenn die Selbstbehauptungskraft und Identität eines Menschen dadurch herausgefordert wird. die Wahrheit und das Leben. der Provokation und der Abwertung religiöser Glaubensinhalte. Als religiöser Mensch könnte ich jetzt dazu sagen. Es muss in einer Theologie nach Auschwitz möglich sein. dass Religionen die Grenze für die Meinungsfreiheit desjenigen. Und das heißt volle Meinungsfreiheit. Die UNIpress lud Prof. ist. wie sich Menschen in einer liberalen Demokratie mit Religionen auseinandersetzen. Experte für interkulturelle Pädagogik. Mangott. Ähnlich würde ich ihn treffen. der durch einen Davidstern attribuiert war. die jungfräuliche Empfängnis für ein Märchen zu halten. sich über Burkas lustig zu machen. mit einer allgemeinen – nicht persönlichen – Beleidigung seiner Überzeugungen.und Pressefreiheit auf der einen und der Achtung religiöser Gefühle von Gläubigen auf der anderen Seite. dass in der Bibel der Ausspruch von Christus überliefert ist: „Ich bin der Weg. sehr vorsichtig wäre in der Verwendung dieses Symbols. dass seine Religion ob ihrer bisweilen geschmacklosen Betrachtung ihn in seinem Selbstbewusstsein verletzt. emanzipative Schritte setzend. Auch die Geschmacklosigkeit darf ihr Recht einfordern. der haben wir uns zu stellen. seiner Religion umzugehen? Universität Seite 12 . auch wenn sie von Neuenfels inszeniert wird.

3 Milliarden Menschen auf dieser Erde sind Muslime. dass das was mit dem Selbstbewusstsein zu tun hat. mangott: Sie haben natürlich recht: Es gibt 1. auf dem die Kaaba abge- bildet ist. die seit Jahrhunderten von westlichen Gesellschaften ausgeht. Wenn das Heilige zur Identitätsgrundlage wird. wenn wir wissen wollen. Und ich entdecke sehr viel Neokolonialismus. In seiner Person zeigt sich.“ Er schreibt das in ‚Erziehung zur Mündigkeit‘. Muslime haben alle Ursache. das sein Land überfallen hat. Eine verschwindende Minderheit von diesen 1. Daneben ist ein Bild eines orthodoxen Juden. es für andere besser zu wissen. Gerade gläubige Menschen haben ein Problem der rationalen Distanz zur Attacke auf ihre Glaubensüberzeugung. dass die westlichen Gesellschaften am Ende selbst daran schuld sind. zur Bildung bedürfe es der Liebe. ihm zuzuhören. dass täglich ungefähr zehnmal so viele Menschen wie bei dem Anschlag aufs World Trade Center ums Leben kommen. Wir haben das Phänomen des Beleidigtseins nahezu bei allen Religionen. stöger: Ich entdecke bei Ihnen sehr viel Eurozentrismus. ist eine andere Frage. sondern es ist die Weltwirtschaftsordnung. Das meine ich auch in Bezug auf die Ausstellung der Aktionisten von Surrend.stöger: Das ist ein sehr normativer Zugriff. Es handelte sich um ein Kreuz. Und der größte Terrorist auf dieser Welt ist ja nicht ein islamistischer Terror.000 Hungertote produziert. Genau darauf hatte die Pädagogik der Befreiung versucht zu antworten. Man sollte nicht nur seit Auschwitz. Die Demütigung ist der Sprengstoff. Gewaltneigung angelegt. Wenn ich da an die Arabesken oder an das Kalifat von Cordoba denke. Muslime und Juden unter muslimischer Vorherrschaft relativ friedlich zusammengelebt haben. was sie als veritable Beleidigung ihrer Glaubensüberzeugung begreifen. dann ist darin schon der Quell der „Terror ist nicht zu abstrahieren von Demütigung“ unipress: Denkt man diesen Gedanken aber konsequent zu Ende. die die Chinesen an seinem Volk und seiner Kultur verbrochen haben. Man denke nur an die 300. Das Heilige als das der Kritik Entzogene ist die Quelle von Gewalt. mangott: Das halte ich für eine selbstunterwerfende Haltung. wenn sich diese durch Aussagen und Handlungen provoziert sehen? Gibt es Unterschiede? mangott: Zwei Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit. Sie wurde dafür vor Gericht gestellt und verurteilt. die gegen die Ausstellung Gewalt angedroht haben. wo fast 800 Jahre lang Christen. aber spätestens seit Auschwitz besondere Vorsicht walten lassen. stöger: Es ist eine Frucht der Demütigung im Zuge der kolonialistischen und nun neo-kolonialistischen Arroganz. Es waren aber keine jüdischen Gläubigen. wie das mit dem Christentum gelungen ist. Er spricht über sie mit Hochachtung. wenn er über die chinesische Kultur spricht.3 Milliarden Muslime. Das ist die europäische Urkrankheit. sondern es waren Muslime. Und das ist der tiefste Sinn des Feindesgebots. und darüber steht der Schriftzug „dummer Stein“. stöger: Der Dalai Lama hätte alle Ursache beleidigt zu sein. die etwas als heilig definieren. Ich stimme mit Ihnen überein. Denken Sie an den Fall der deutschen Künstlerin. Diese hat ein Plakat ausgestellt. Aber ich getraue mich. die jeden Tag 24. mangott: Wenn Sie sagen. dass wir auch bei anderen Religionen. darüber steht „dummer Hut“. das Bedürfnis erkennen können. ob jemand beleidigt sein darf oder nicht beleidigt sein darf. Christen machen das mittlerweile über den Richter: Die Strafgesetzbücher Österreichs und Deutschlands lassen es zu. Eine Weltwirtschaftsordnung. bedenkt man die Gräueltaten.000 Kindersoldaten. hieße das ja. wo auch die Pädagogik nach Auschwitz besprochen ist. dass er einerseits zutiefst betroffen ist. jetzt freilich nicht vergleichbar in der Di- Seite 13 Universität . Wir können nicht jemandem sagen: Da hast Du gefälligst nicht beleidigt zu sein. dass die künstlerische Freiheit beschnitten wird. in einer Pädagogik der Mündigkeit folgende Erkenntnis Adornos zu zitieren: „Fürchtete ich nicht das Missverständnis der Sentimentalität. dann ist das eine Forderung. die mangelnde Sensibilität. Künstler ob ihrer Äußerungen zu verfolgen. aus dem Sprengstoff wird. Das weiß ich. Dabei hat der Islam so viele Schätze zu bieten. und die Gewaltneigung ist keine spezifisch muslimische. Wenn jetzt alle Menschen so gewalttätig demonstrieren würden. Aber wenigstens geht es hier nicht um physische Gewalt. Darum weise ich eine solche Attribuierung wie „dummer Hut“ in Bezug auf das Judentum auf das schärfste zurück! „Unsere Welt wäre in Brand geschossen“ stöger: 1. dass sie sich jetzt mit islamistischem Terror konfrontiert sehen. die andere Menschen bindet und daher für mich nicht zulässig. wie religiöse Menschen auf Provokation reagiert haben: In Berlin gab es eine Ausstellung der dänischen Aktionistengruppe Surrend. wie jemand die tiefste Beleidigung seiner Kultur und seines Volkes – bis hin zum Völkermord – so behandelt. Denn das ist Domestizierung. Ob man sie im Laufe der Jahrhunderte zivilisiert. es muss diesen Respekt vor oder gar die Liebe zur Dignität geben. so würde ich sagen. Der Terror ist nicht zu abstrahieren von der tiefen Demütigung der sogenannten Ersten Welt gegenüber den Ländern im arabischen Raum. Doch es ist interessant. wie hier bei der katholischen Kirche. die es einfach zulässt. die ein provokatives Motiv in einer Galerie ausgestellt hat. sondern die Gewaltneigung ist das Ergebnis von Religionen. Das heißt. Warum? Weil es gerade für Muslime offenbar ganz mit ihrem Glauben vereinbar erscheint. die nicht diskutiert werden kann. aber auch die Bösartigkeit darf nicht beschnitten werden. auch das Geschmacklose. Tatsache ist. so halte ihm auch die linke hin. gegen das. und in der Mitte dieses Kreuzes war als Fotografie ein Penis abgebildet. mit Gewalt vorzugehen. stolz auf ihre Religion zu sein. und andererseits mit Respekt über die Kultur jenes Landes spricht. dass die Bedrohung der Meinungsfreiheit und gar die Bedrohung des Lebens im Augenblick von muslimischen Fanatikern ausgeht. Wieder einmal wissen wir es für andere besser. Wenn dir jemand auf die rechte Wange schlägt. Wir leben heute in einer sehr lieblosen Zeit. dann wäre unsere Welt in Brand geschossen.3 Milliarden Leuten reagiert mit Gewalt auf diese unerträglichen Provokationen. unipress: Welche Reaktionsmuster von Religionen sind auszumachen. Ich könnte Ihnen.

Finger weg von Gewalt und all den Dingen. Studium der Po l i t i k w i s s e n schaft und der Geschichte an den Universitäten Innsbruck und Salzburg. „Eine Haltung der Unterwerfung“ unipress: Was halten Sie von der entschuldigenden Erklärung des Ministerpräsidenten der Niederlande. allerdings nicht juridischer Art. 1946. Ich frage mich nur. verdichtet. wie es Henryk M. Univ. Univ. 1966. ethische Stopptafeln. was Würde ist. Also zwei Mal schon. Wilders dokumentiert. Russland- und Ukrainestudien. Mag. geb. Dr. den europäischen Islam. dass hei- Ao. was Wilders zeigt. Was ich sagen möchte. Psychologie und Philosophie an der Universität Innsbruck. Humanistische Werte dürfen universelle Gültigkeit beanspruchen. Ein zweites Mal haben wir es wahrscheinlich in der österreichischungarischen Monarchie verpasst. Das andere ist: Es gibt ihn. geb. Denn die Frage der Definition dessen. die katholische Kirche hat Homosexuelle über Jahrhunderte hinweg bis heute gedemütigt. weil ich schon dafür Verständnis habe. dass unter Berufung auf Glaubensüberzeugungen Gewalt ausgeübt wird. auch sagen. Schwerpunkte (unter anderen): interkulturelle Pädagogik und interreligiöser Dialog. hättest Du diesen Film doch nicht gemacht. was in Ihren Aussagen als Kulturrelativismus angedeutet ist. sowohl der Aktion als auch der Reaktion.mension. mangott: Aber warum schreiben Sie anderen Leuten diese Moral vor? Es ist Ihre Moral! stöger: Nein. ist passiert – die Filmsequenzen zeigen Gräueltaten des politischen Islam. lige Dinge nicht allen Menschen heilig sind. des Zurückweichens. Zwangsverheiratungen und Vergewaltigungen in der Ehe darstellt.) ermorden. ethische Stopptafeln“ stöger: Ich habe sehr viele türkische Studenten. eine Haltung der Kapitulation. dass es Stopptafeln geben soll. anderen Menschen die Freiheit des Wortes zu rauben. Und es gab ihn nicht nur im schon erwähnten Kalifat von Cordoba. aber eben nicht für seine Überzeugungen. Wissenschaft und auch der Religion. mobilisiert. hat Geert Wilders mit ‚Fitna‘ Recht gehabt. Die Würde ist keine. Die Gewaltneigung politisierter islamischer Glaubensüberzeugungen ist ein offensichtliches Phänomen der vergangenen Jahre. Diese Morde sind passiert. Aber das ist das eine. und von denen weiß ich. ist. was da alles an Gewalt geschieht. die unter Berufung auf den Koran passier(t)en. exemplifiziert am Beispiel Islam. mangott: Die Berufung auf die Würde ist eine fast perfide Art. und sie ist kein Randphänomen. Tit. es gibt eine Flächendeckungsgleichheit von Kunst. zu treffen? Mit dem Islam haben wir nun einen neuen Sündenbock. anlässlich der Veröffentlichung des islamkritischen Films ‚Fitna‘? mangott: Das ist. Promotion 1978. „Es braucht moralische. Aber die Würde des Menschen ist unantastbar – in allen Richtungen. dies sind aufklärerische Werte. Im August 2008 erhält Stöger das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich. Dr. Studium der Fächer Erziehungswissenschaften. der Unterwerfung. Universität Seite 14 . was ist der Sinn der ganzen Angelegenheit? Ist es ein Plus in Richtung Friedenspädagogik? Ist es ein Plus in Richtung Friedenspolitik? – Oder ist es ein Versuch. Da könnte man mit Sicherheit auch Filmdokumente zusammenschneiden und diese mit Zitaten aus der Bibel untermalen. die jede Religion hat. Karikaturen Mohammeds zu zeichnen ist keine Verletzung der Würde von Muslimen. wo Menschen in tiefsten Tiefen ihrer Seele verletzt werden. da bin ich einer Meinung mit Ihnen. Darüber hinaus immer wieder Fernseh-. die unter Berufung auf muslimische Glaubensinhalte glauben. ist eine sehr subjektive. unipress: Wir danken für das Gespräch. dass ihnen das zutiefst Leid tut. Anm. nachdem der Kommunismus als Feindbild weggefallen ist. deutet. Aber haben schwule Männer katholische ‚Würdenträger‘ ermordet? Ich weise auch zurück. der Zwangsbeschneidungen. suggeriert. nämlich in der Frage der Gewalt. Das müssen nicht unbedingt heilige Dinge sein.Prof. Alles. dass – wie im Fall der dänischen Mohammed-Karikaturen – in den Kritikern des Islam die Verantwortlichen für die Gewaltausbrüche fanatisierter Muslime in vielen muslimischen Ländern gesehen werden und nicht bei den Gewalttätern selbst? stöger: Das gleiche wie bei ‚Fitna‘ ließe sich auch im Fall Nordirland machen. Das muss doch das Bild sein. Gerhard Mangott. und das ist im Augenblick ein Phänomen von Menschen. Wenn wir aus Angst vor Gewalt gegen Religionskritiker unsere Meinungsfreiheit beschneiden. aber die Zeit war nicht reif. was es gemeinsam zu benennen gilt. Dort haben wir das erste Mal ein vereintes Europa verpasst. Peter Stöger. Der Mensch als solcher darf in seinem menschlichen Dasein für sich Würde reklamieren. Forschungsschwerpunkte: Internationale Politik. Radio- und Zeitungsbeiträge zu aktuellen politischen Themen. Ist es nicht geradezu fatal. unsere Grund- und Freiheitsrechte. die gewalttätige religiöse Mobilisierung liegt vor. mangott: Mein Problem ist. dann darf ich dem Regisseur nicht vorschreiben oder vielleicht sogar raten: Na. ao.-Prof. Broder bezeichnet. die Religionen. Aber keine dieser Gewalttaten ist erfunden. die eine ideologische Überzeugung für sich in Anspruch nehmen kann. Wenn politisierte Muslime einen Regisseur (Theo van Gogh. Jan Peter Balkenende. Ungläubige morden zu dürfen. aber es braucht moralische. das gilt auch für die Kritik an Wilders ‚Fitna‘. an der schwächsten Stelle.

weil ich glaube. wenn keine Veränderungen vorgenommen werden? klotz: Zum einen hat es einen technischen Fortschritt in der Glasindustrie gegeben. werden den Unterschied sehen. dass die Fassadensanierung im Oktober beginnt und zu meiner Überraschung erst im März 2009 fertig sein soll. Die zeitlichen Rahmenbedingungen sind jedoch abgesteckt: Die Dachsanierung beginnt im September dieses Jahres und soll bis Dezember abgeschlossen sein. Nur um es vorweg klarzustellen: Die Uni Innsbruck mietet die Gebäude von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). wie überall. Diese Probleme werden aber im Zuge der Sanierung bereinigt. waren Sie Stadtplaner in Innsbruck. unipress: Wo liegt konkret das Problem an der aktuellen Konstruktion? klotz: Im Dachbereich und bei der Eingangstür hat es bei den Glaskonstruktionen Spannungen gegeben. Vizerektor für Infrastruktur. Arnold Klotz. dass die Studenten in die Stadt gehören. unipress: Die SoWi ist keine 15 Jahre alt und eine einzige Baustelle. Das ehemalige Kasernenareal auch gegen den Willen vieler Anrainer als Universitätsstandort zu sichern. Es handelt sich hierbei allerdings um kein wissenschaftliches Gutachten. unipress: Wie kann die Konstruktion sicherer werden. klotz: Es ist. Es war so. Das heißt. Gutachten erstellt worden sind. was wohl gesichert sein dürfte. der Normalverbraucher allerdings nicht. dass die Einhaltung dieses Zeitplans auf jeden Fall möglich ist. Darin wurde erklärt. unipress: Gerüchten zufolge wurde beim Bau an den falschen Stellen gespart. Ich habe sehr gedrängt. ja nur für die Dachabsicherung aufgestellt wurden. notwendig. dass einerseits kein Glas mehr herunterfällt.„… eines der schönsten Universitätsgebäude“ Von Lukas Gasser Die SoWi ist seit Jahren die größte universitäre Baustelle. aber im Prinzip wird es gleich ausschauen. dass es wohl am besten und günstigsten wäre. Das Dach ist zudem etwas dicker als vorher. Auf die Ausschreibung im Jänner 2008 haben sechs Büros Angebote zur Sanierung eingereicht. unipress: Inzwischen ist es jedoch Juni. „Keine Zusage. Als 1986 begonnen wurde. Was ist seither geschehen? klotz: Es wurde noch kein Angebot angenommen. Der letzte Stand ist. die „BIG ist zuständig“ unipress: Als Vizerektor für Infrastruktur müssen Sie doch mehr tun können. die das Gebäude geplant haben. dass im Herbst 2007 drei Seite 15 Universität . habe ich massiv unterstützt. Wurde zulasten der Sicherheit zu billig gebaut? unipress: Als die SoWi gebaut wurde. die Bautätigkeiten mit den Instituten abzustimmen. sukzessive entfernt werden – Gott sei Dank. Sie sind daher seit den Anfängen involviert. das Gebäude zu erhalten und gegebenenfalls dieses zu renovieren und zu sanieren. Die Architekten. als nur auf anderweitige Verantwortlichkeiten zu verweisen. wobei wir die BIG aufmerksam gemacht und verpflichtet haben. und dass andererseits die Halle wieder voll begehbar ist. da war ich Stadtplaner in Innsbruck. eine Ausschreibung zu machen. Vor 15 Jahren war man bei solchen Glasarbeiten einfach noch nicht so weit. Bis dahin hoffe ich. aber fixer Zeitplan“ unipress: Wenn die Fakten offensichtlich auf dem Tisch liegen: Warum sind die Fehler nicht schon längst ausgebessert worden? Die Baugerüste wären den Studierenden heute nur noch als blasser Erinnerungsschimmer gegenwärtig. klotz: Absicht kann hier in keinem Fall unterstellt werden. Es ist daher auch deren Aufgabe. das Glasdach neu zu machen und auch an der Fassade die eine oder andere Verbesserung durchzuführen. klotz: Das ist richtig. Ab März 2009 in neuem Glanz unipress: Mit welchen Folgen haben die StudentInnen während der Bauphase zu rechnen? klotz: Der Unibetrieb wird ohne Einschränkungen aufrechterhalten. der Besitzer und Erbauer der SoWi ist die BIG. klotz: Natürlich. unipress: Wie realistisch ist dieser Zeitplan? klotz: Ich denke. Viele Studierende kennen das Gebäude nur mit einer Unzahl an Baugerüsten. spricht über Verantwortlichkeiten. Ganz gleich wird es nicht sein. unipress: Vielen Dank für das Gespräch. dass diese Sanierung endlich durchgeführt wird. Gutachten und die SoWi in neuem Glanz. und zum anderen werden die Stahlträger ein bisschen breiter sein. Ab Jänner 2009 können die Baugerüste. Wie lange müssen die StudentInnen noch mit dieser unbefriedigenden Situation rechnen? klotz: Das ist natürlich ein sehr leidiges Thema.

Ein Laufsteg namens Hörsaal Von Christina Stieber Kleider machen Leute – auch auf der Uni. so einzigartig wie möglich – und dabei noch gut – auszusehen. bleibt ein absolutes Minimum an Zeit. denn wenn wir zufrieden mit unserem Äußeren durch die Welt spazieren würden. Attitüde. kämen wir gar nicht auf die Idee. Die Logik der Modeindustrie. als er seinen einzigen Roman „Das Bildnis des Dorian Grey“ verfasste. Mit Skaterhosen laufe ich zwar Gefahr. die wir durch unseren Kleidungsstil der Umwelt mitteilen. aber es zeugt einfach von meiner schlichten Eleganz. aber wann werde ich je wieder so cool aussehen! Die Neun-Zentimeter-Absätze ruinieren meine Kniegelenke und nerven sämtliche SoWi-BibliotheksnutzerInnen. den wir nie gewinnen können. C&A. Hektisch wird inmitten dieses Prozesses die Frage. Doch lassen wir uns durch das Diktat der Mode zu Schaufensterpuppen unserer Wünsche degradieren? „Durch Mode wird das wahrhaft Phantastische für einen Augenblick allgemein. die zur Folge haben: irgendeine Jeans und irgendein T-Shirt. eine möglichst gute Figur zu machen. einer perfekt gebräunten Haut und dem schmeichelnden Licht eines karibischen Sonnenunterganges bleibt es. sich mithilfe von Zahnbürste. Ohne einen weiteren Blick in den Spiegel. glücklicher Mensch zu sein. wie man sich heute dem Hörsaal präsentieren will. da die Vorlesung nur mehr unter Berücksichtigung der „akademischen Viertelstunde“ zu schaffen ist. Jahrhundert tat. Eine moderne Sisyphos-Geschichte Die einfache Logik des Ganzen: Wir befinden uns demnach täglich in einem Wettbewerb mit uns selbst. Café und – im Falle des weiblichen Teils der Bevölkerung – mit Make-up und Haarspray in ein menschliches Wesen zu verwandeln. das hundertste T-Shirt brauchen zu müssen. sondern zu einem großen Teil auch um die „Aussage“. Wildes Kritik wird in unserer Gesellschaft genauso missachtet wie es die englische Aristokratie. wenn wir dieser Wunschvorstellung trotz eines brechend vollen Kleiderschranks nicht entsprechen. sich um sein Erscheinungsbild Gedanken zu machen. Mein Louis-VuittonHandtäschchen ist für meine ganzen Bücher vermutlich völlig ungeeignet. Man kann sich nicht nicht mit Mode befassen. verlässt man das Haus und kommt spätestens zwei Stunden später auf der neonbeleuchteten Uni-Toilette zu dem frustrierenden Schluss: Kate Moss oder Brad Pitt sind nicht diejenigen. Und ge- Streben nach Einzigartigkeit – trotz Gruppenzugehörigkeit In unserer auf Individualismus konditionierten Zeit ist es für viele das höchste Ziel. angepriesenen Kleidung einen großen Schritt weiter in Richtung des persönlichen Idealbildes entwickeln. durch genau zwei Griffe in den Kleiderschrank beantwortet. Zara und Co für praktisch jedeN die Möglichkeit. die unsereins Tag für Tag suggerieren. durch die rutschenden Hosen „unten ohne“ dazustehen. Attitüde. sich mit teuren Designerstücken von der grauen Masse abzuheben. Und wie sollten wir in diesem hundertsten T-Shirt auch plötzlich aussehen – wie ein Supermodel? Ohne Kleidergröße XS. Die Bilder. lassen sich nämlich alle auf einen Nenner bringen: Sie sind schlicht unerreichbar. dass er oder sie sich anhand der nau das sollen sie wirtschaftlich gesehen auch bleiben. um ein vollwertiger. das an einem von lernbedingten Fressattacken und zu viel Zeit vorm Computer nicht superschlanken und fahlen Körper hängt. wie Mann/Frau auszusehen hat. aber sie bedecken mich mit dem Goldstaub von Glitzer und Glamour. Studienalltag vs. Dass dieses Be- Titel Seite 16 . würden wir nicht in einer (Medien-)Welt leben. sich mit perfekt retuschierten Werbeplakaten und -filmen sowie Modemagazinen zu konfrontieren. Dabei geht es nicht nur allein darum. sich „im Trend“ zu kleiden.“ Was der Schriftsteller Oscar Wilde schon 1890 erkannte. Ballerinas oder Jesus-Sandalen? Dennoch oder genau deshalb investiert jedeR von uns eine nicht zu unterschätzende Menge an Zeit dafür. der zufolge potentiellen Kunden vorgegaukelt werden muss. Doch was genau dieser Trend ist und wie man es schafft. so besteht spätestens seit der Gründung von Modeketten wie H&M. führt zu folgendem Schluss: Wir sind selbst daran schuld. was es ist: ein T-Shirt. ist heute aktueller denn je. Diese Tatsache an sich wäre ja noch verkraftbar. denen wir so gerne entsprechen würden. Ist meine Sonnenbrille nicht zu groß? Ach was. dessen mindestens viermal jährlich sich wandelnden Anforderungen gerecht zu werden. bis es unter keinen Umständen mehr anders geht als aufzustehen. modische Ansprüche Der durchschnittliche Montagmorgen von Studierenden gestaltet sich in den meisten Fällen wie folgt: Der Wecker klingelt und wird konsequent so lange um fünf Minuten vertröstet. die uns da müde entgegenlächeln. die er in seinem Roman betrachtete. schon im 19. Einmal aus dem Bett gekämpft. ist für viele Menschen eine nicht zu beantwortende Frage. Attitüde. die es praktisch unausweichlich macht. Das perfekte Bild War es vor einiger Zeit noch den Reichen (und dadurch dann „Schönen“) vorbehalten.

auf der GEIWI sind generell eher die „Langhaarträger“. macht aber dennoch aus dem überzeugtesten Fashionvictim. Zweifellos ein politisch unkorrektes Vorgehen. dürfnis zuweilen extreme oder höchst komische Auswüchse annimmt. Das Streben nach individuellem Aussehen sinkt jedoch bei den meisten umgekehrt proportional mit dem Bedürfnis. Ich finde das äußere Erscheinungsbild wichtig. Man kann bei Kleidung recht clever kombinieren. Aus diesem Grund wäre es naiv anzunehmen. Zwischen den Fakultäten und Studienrichtungen gibt es sicher Unterschiede. Ich finde Mode generell total überbewertet und sündteuer. sogar eine Kleiderkombination vom Billigdiscounter um die Ecke ist Träger einer bestimmten Nachricht und hat schon so manchen Trend ausgelöst. Einer schwarz gekleideten Anzugträgerin wird in der Regel anders entgegengetreten als einem kunterbunt gekleideten Jesus-SandalenFan. Dieser entziehen kann. ist vor allem ein hochgestellter Kragen angesagt. allerdings weiß ich aus meinem Freundeskreis. Sicher ist: Mode unterstreicht zwar die Persönlichkeit.Nachgefragt & Nachgehakt! zugegebenermaßen oberflächliche erste Eindruck hat aber überaus bequeme. 29 Politikwissenschaften Mode ist sehr wichtig für mich. auch bei anderen. besonders bei Wirtschaftsstudenten. was Oscar Wilde wohl unter dem „Phantastischen“ verstanden hat. Im Gegenteil! Durch das vollkommene Kopieren jedes Trends geht das verloren. (Auch wenn wir mit einigen dieser Klischees auf den nächsten Seiten noch aufräumen!) Politikwissenschaften Mode ist für mich schon wichtig. 23. ich gebe für Mode ziemlich viel Geld aus. egal ob für die neueste Mode oder zum Beispiel Handys. 24 Tourismus und Freizeitwirtschaft Ich achte im täglichen Leben auf Mode. Vedo. Letztlich ist selbst das achtlose Durcheinanderwürfeln wahlloser Kleidungsstücke ein Statement. da auf der SoWi vermehrt Modepüppchen zu finden sind. Meiner Erfahrung nach sind gerade auf der SoWi die meisten Leute generell etwas besser gekleidet. dass man den Unterschied zwischen den Fächern am meisten zwischen SoWi und GeiWi merkt. Im Studium finde ich. ohne weiter geprüft zu werden. zu welcher Gruppe du gehörst. noch lange kein Model. meist leicht alternative Kleidungsstil einiger GeiWi-StudentInnen erklären. auf der SOWI. Stefan. und ich sag dir. Seite 17 Titel . 24 Bosnisch-Kroatisch-Serbisch Mode: der Nährboden der Vorurteile Wir definieren und schätzen uns zum Großteil aufgrund unseres Äußeren ein. Andererseits ist sie identitätsstiftend – ich zum Beispiel würde mich in einem Minirock nicht wohlfühlen. deshalb kann Mode für mich durchaus auch ein bisschen mehr kosten. das sich an jeden neuen Trend k l a m m e r t . ist auf jedem Uni-Campus zu beobachten. da das persönliche Erscheinungsbild und der erste Eindruck sehr wichtig sind. das häufig Vorurteile produziert und zusätzlich meistens auch den Umgangston ändert. ich glaube aber nicht. dass man sich der Mode einfach Melissa. wenn es auch nur aussagt: Mode ist mir völlig egal. Vedrana. dass gerade auf der SoWi Mode sehr wichtig ist und die Leute sehr viel dafür ausgeben. um nicht zu sagen Faulheit-fördernde Aspekte: schließlich steckt er die betreffende Person nach bestimmten Kleidungsschemata in eine Schublade. dass es zwischen den Studienrichtungen keine wirklich drastischen Unterschiede gibt. da sie für mich eine Verlängerung meines Egos ist. So lässt sich das Klischee des gehäuften Designersonnenbrillen- und Ballerinavorkommens auf der SoWi oder der stark vertretene. dass ich übermäßig viel Geld dafür ausgebe. Gerade bei Studienrichtungen im sozialen Bereich sind die Leute etwas lässiger angezogen. sich einer gewissen Gruppe zuzuordnen. Man drückt mit Mode immer auch etwas aus. Ich finde. Die Menschen auf der Straße oder der Uni sehen eigentlich viel interessanter als ein beliebiges Hochglanzplakat aus – gerade weil sie nicht dem Bild vom „perfekten“ Menschen entsprechen. Anders ausgedrückt: Zeig mir deine Kleider. was ich nicht einsehe.

Manche genießen ihn und freuen sich über die Möglichkeit zur Selbstdarstellung. Unauffällig für den ersten Blick wurden vor der GeiWi drei Grazien gesichtet. zu zeigen „Wer bin ich?“. andere versuchen so schnell wie möglich an ihm vorbeizukommen oder suchen sich einen geheimeren und abgelegeneren Eingang in die SoWi. und man will sich von seiner besten Seite zeigen. Er ist berühmt und auch schon berüchtigt. angeblich jedoch häufig als Laufsteg für SoWiFashionistas benutzt wird.“ The next generation Nur wenige Meter vom Chemielabor entfernt treffe ich auf eine Horde Businessmanager in Anzug und Laptop. Bodenständig Hingegen zeigt sich die NatWi schon ganz von der gewohnten Seite. interessante Farbkombinationen. Locker lässig schwingt er seinen unverwüstlichen blauen Allzweckrucksack (sowohl für anstrengende Bergwanderungen als auch bestens für die Uni geeignet) über die Schultern und freut sich auf die bevorstehende Vorlesung. welche ganz in Schwarz gekleidet unerschlossene Fragen der Weltgeschichte erörterten. „um einen Sonnenbrand zu vermeiden. lässt sich hier wohl eher nicht ausschließlich von alternativ sprechen. dass man bei den Naturwissenschaften nicht nur im Kopf flexibel und experimentierfreudig sein muss. weiß wahrscheinlich ganz genau. in der er/sie das chice Outfit wieder an den Kleiderbügel hängen und auch in legerer Garderobe am Innufer die Sonne genießen darf. der Weg. dass Schwarz die Kultfarbe spätestens seit Coco Chanel darstellt und die drei Geisteswissenschafterinnen Ton in Ton aufeinander abgestimmt sind. Wird auf der Uni dem Aussehen etwa zuviel Gewicht beigemessen? Wenn man sich an den verschiedenen Fakultäten umsieht. „Was hab ich drauf?“. Modetechnisch werden an unterschiedlichsten UniStandorten viele Klischees bedient und doch sollte bei allzu schnellen Schlüssen von der Kleidung auf den Menschen die Vorsicht walten. der eigentlich nur in die Hörsäle der SoWi führen soll.On the Catwalk … Von Claudia Thaler Sogar in modisch-stilistischer Sicht sind die Innsbrucker Studierenden eine Bereicherung für das beschauliche Nest im Herzen Tirols. Er weiß nämlich ganz genau. kompetent oder unauffällig zu wirken. lässt sich bereitwillig ablichten und ist sogar zu ein oder zwei Posen bereit. dass viele der Studierenden großen Wert auf ihr Äußeres legen und bei einem Gläschen Weiß Sauer in der prallen Mittagshitze ihre Pornosonnenbrillen auspacken und den Kragen hochstellen. Beim Lokalaugenschein wurde nach aussagekräftigen Beispielen gesucht. auf welches Business er sich später einlassen wird. Der alternative Weg Der GeiWi eilt der Ruf voraus. Bedenkt man jedoch. dass sein Produkt das Beste auf dem Markt ist. Kompetenz und Stil vereinigen sich in den ehrenvollen Gemäuern und manch einer lässt sich allzu schnell beindrucken von dem Selbstbewusstsein und der Durchsetzungskraft. die schon allein durch den schwarzen Anzug suggeriert wird. dass bei etwaigen Unfällen im Labor Designerklamotten wohl eher fehl am Platz sind. angehende JuristIn auf die freie Zeit freuen. Man muss also den eigenen Betrieb präsentieren und Kunden überzeugen. bis ich erkenne. Selbstbewusstsein und auch eine Hauch von Selbstdarstellung sind hier gefragt. wobei auch noch die Frisur im Einklang mit den herrschenden Modetrends ist. jedoch konnten beim besten Willen keine gefunden werden. dass hier eine besonders alternative K l e i d e r o r d n u n g vorherrschen soll. Somit sind wohl gerade die Prüfungswochen für die Jus-Studierenden angesagt. stolpert man über einige Klischees – wenn auch mit manchen aufgeräumt werden kann. sondern auch immer darauf bedacht sein sollte. wird sich aber auch jedeR Fazit Natürlich gäbe es noch unzählige Typen. doch kann man schon erkennen. Das rosa Hemd Dabei ist die juridische F a k u l t ä t der SoWi gar nicht so unähnlich. dass hier der Standort der Rechtswissenschaftlichen Fakultät ist. Anderen hingegen dürfte der Spiegel ein Fremdwort sein und so kreieren sie täglich neue. Da bietet sich die SoWi doch als gute Spielwiese an. Wer einmal eine Karriere in der Wirtschaft starten möchte. Ich spreche hier vom sogenannten Catwalk. Sehr bereitwil- Titel Seite 18 . Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Masse an Studierenden. Rosa Polohemden wurden nur selten gesichtet. Mit den neuesten Hightech Handys ausgestattet. die darauf bedacht sind. lig und spontan hilft der Chemiestudent der UNIpress bei der Recherche.

Sie telefoniert. Klamotten einkaufen tut er selten. und zur Zeit steht sie auf „die Farbe Blau“. die Kleider sind „funktionell“ und „alltagstauglich“. Dann fällt uns Stylescouts aber auf. da er in der Eile keinen Gürtel gefunden hat. Zum Stylen am Morgen braucht sie nie lange. Bei diesem Outfit sind das zum Beispiel die silbernen Adidas-Sneaker.Campusklamottencheck Von Christina Burger | Fotos Michael Dold Sind Mode und Styling bestimmende Momente im studentischen Alltag? Die UNIpress auf der Suche nach wahren Unikaten und unauffälligen Typen von nebenan. Er meint abschließend. Simon sagt nicht viel. Matthias (20) und Katharina (20) Katharina ist Mode „schon wichtig“. Das wird wohl am sexy Nasenring und diesen Outof-bed-Haaren liegen. Wichtig ist ihr. „die Jacke hätte ich nicht gebraucht. Ertappt! Also doch ein Fünkchen „Styler“. Michael (25) und Simon (25) Edgar (26) Diesem Gsiberger-Kerle ist Mode „mittelmäßig wichtig“. Denn er beweist Originalität. sondern bloß ein Teil davon „flasht“. während sie Auskunft über ihren Look gibt. indem er seinen schwarzen Kapuzensweater selber mit grünen Punkten bedruckte. dass nicht das gesamte Outfit. Missy (24) Missy ist in Eile. er schließt sich seinem Kumpel an. Michael ist an und für sich kein Styler. Die schauen „cool“ aus und sind „bequem“. Berti (21) Dieser Kerl ist mein Favorit. weil sie sich den Look stets „am Vorabend“ herrichtet. dass der Kaffeebecher vom Farbton her exakt auf die Puma-Jacke abgestimmt ist. weil das meiste bekommt er geschenkt. Nadine (24) Nadine steht auf SportmarkenKleider. Seite 19 Titel . Ihr T-Shirt ist von der Wörgler-Band ‚Unexplained‘. um berühmt zu wirken. aber: „Das bitte nicht schreiben!“ Mit Rasieren benötigt er am Morgen circa 15 Minuten zum Stylen. sagt sie.“ Sie versteckt sich gerne unter Kapuzen und großen Brillen. Die Mama hilft ihm auch ab und an beim Aussuchen der Klamotten. schnell mal ein Tuch um die Hüften geknüpft hat. er shoppt alle heiligen Zeiten einmal. Zum einen. „Multitasking“. Hauptsache. Ein Glückspilz. Hauptsache „fein“. die Sonnenstrahlen fühlend. Besonders bei diesem Hin- und Herwetter sei dieser von ihr gewählte Zwiebellook „praktisch“. und weil er. So im Allgemeinen meint sie: „Fashion is for fashion people. Sie legt Wert auf „Individualität“ und kauft lieber in kleinen „Boutiquen“ ein als im „H&M“. aber am Morgen war es kalt“. Hauptsache es ist „bequem und nicht auffällig“. Zum Stylen benötigt sie etwa 20 Minuten Matthias schlüpft für gewöhnlich in nur „11/2 Minuten“ von nichts in seinen gesamten Look.

Damals war das praktische Kleidungsstück die erste Wahl für unsere Vorfahren. Jahrhundert war Leinen das bevorzugte Material für alle Sorten von Unterwäsche. Eine Badekappe schützte die teils kunstvollen Hochsteckfrisuren der Damen vor der Zerstörung durch etwaige Freunde des Wassersports. Der Stringtanga: die älteste Unterwäsche überhaupt Der Stringtanga. Wo sonst als in Paris hätte dieses Gewand erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden können? Getragen wurde der Bikini damals übrigens von einer Stripteasetänzerin. Wahrscheinlich bedienten sich die Rokoko-Weiber derselben Methode wie so mancher heutige Student: kurz zum Lüften raushängen. Jh. nackt gebadet wurde. musste eine eindeutig zuordenbare Badebekleidung für Mann & Frau entworfen werden. Hast du gewusst. die erst aufwendig gebleicht werden musste. Den Anfang machten die Damen der Gesellschaft mit Strümpfen. Die Nicht-Farbe Weiß Bis ins 19. da sie nicht gewaschen werden konnten. Popgrößen wie Madonna (die in den 1990er-Jahren ein Gaultier-Bustier auf der Bühne trug) machten Unterwäsche als Oberbekleidung gesellschaftsfähig. wie etwa das T-Shirt. bevor sie fleckig wurde. Teile der Unterwäsche wurden sogar salonfähig. galt als reich. mutmaßen Historiker. wo erst Mitte des 18. Jahrhunderts Unterwäsche in Mode kam. Die ersten Modelle waren aus Baumwolle und bedeckten den Torso vollständig. Wäsche zu tragen. Im 18. wurden wahrscheinlich beim Sport oder unter der Toga getragen. und wir sind bei der Neu-Erfindung des Bikinis im Jahr 1946 angelangt. Die 68er-Revolte macht auch vor der Wäsche nicht halt Anfang des 20. um weiß zu erscheinen. aber in den Kurbädern. Der so genannte Monokini (der Begriff geht auf den österreichischen Designer Rudi Gernreich zurück) stellt heute eine Mischung aus Badeanzug und Bikini dar und ist in vielen Variationen erhältlich. Itsy-Bitsy-Teenie-WeenieHonolulu-Strand-Bikini Damit schließt sich der Kreis. um sie wechseln zu können. Jahrhunderts viel weniger freizügig: Um die im Meer badenden Menschen nach Geschlechtern zu trennen. Außerdem war es ein Statussymbol. ihre Unterwäsche farblich abgestimmt auf die Oberbekleidung zu wählen. Korsetts zählten übrigens nicht zur Wäsche. dass auch damals schon ähnliche Textilien geschneidert wurden. wie etwa unter dem Minirock. wie eine Abbildung aus dem Jahr 1858 zeigt. entstanden die geschlossenen Vorläufer der heutigen U-Gatten-Modelle. da es im Gegensatz zur Wolle gut waschbar und im Vergleich zur Baumwolle preislich erschwinglich war. das ursprünglich als Männer-Unterhemd entworfen wurde. Die Farbe Weiß kam deshalb in Mode. und schon ist es wieder wie neu. erst mit der Reformbewegung (die größere Bewegungsfreiheit und Bequemlichkeit zum Ziel hatte). der hierzulande erst in den 1970er-Jahren Karriere machte. Badeschuhe garantieren auch heute noch sicheren Halt auf steinigem Meeresgrund und schützen vor Pilzinfektionen. Im Falle der Frauen auch die Knie und manchmal sogar die Knöchel. Frauen begannen daher. Jahrhundert beginnt der Siegeszug der Unterwäsche Ganz anders verhält es sich in Mitteleuropa.000 Jahren in Südafrika. weil sie im doppelten Sinne als Charakteristikum einer hohen sozialen Stellung galt: Wer genug Wäsche besaß. Zu Beginn waren diese nebenbei im Schritt offen. ist anderorts schon viel länger bekannt: als typische Bademode japanischer Männer während des Zweiten Weltkriegs oder vor 10. sondern eigentlich schon viel früher entstand? Zeichnungen aus dem alten Rom verraten. was Höhlenmalereien belegen. Titel Seite 20 .s am Unterhosen-Trend teil. Hemden und Unterröcken. die sogar schon Fußbodenheizung besaßen. Die Männer nahmen erst Ende des 18. Bis heute ist Weiß ein Renner in den Wäschefachgeschäften. Mit der 68er-Bewegung wurde die Unterwäsche teilweise sichtbar.Dessous damals & heute Von Tanja Sarwat Was macht die „Untergatte“ von damals so schick? Ein kurzer Blick auf das Darunter und die Bademoden von einst und jetzt. Jahrhunderts entwickelten sich die heute üblichen Wäscheformen. In punkto Badebekleidung waren unsere Designer des 19. dass der Bikini kein Kind der 68erBewegung ist. Die „Bikinis“ von damals.

Energie und Lebensmittel gestiegen sind. Dabei dient das zwanghafte Kaufen oft als Ausgleich für ein niedriges Selbstwertgefühl.at/ Informationen Psychotherapien Tiroler Landesverband für Psychotherapie Leopoldstraße 38 | 6020 Innsbruck Tel. Eine von dem GALLUP-Institut durchgeführte Studie aus dem Jahre 2007 fand heraus.isd. deutlich verringert. Das Bezahlen mit Bankomatkarte oder Kreditkarte macht es uns möglich. welcher aus einem Fragenkatalog mit 16 Fragen und einer vierstufigen Antwortskala besteht.com www. Oft ist dann der Weg in die ungewollte Schuldenfalle nicht weit. Seite 21 Titel . Eine Kaufhandlung wird als unwiderstehlicher Drang beschrieben. da Fixkosten wie Wohnen.: 0512/56 17 34 E-Mail: tlp.: 0512/93001 - 7440 E-Mail: asp. die mitten in der Sucht stecken. Überhaupt war alles sehr stressig und schwierig.psychotherapie-tirol. doch in den USA und Kanada ist dieses Problem schon länger bekannt. Nur Bares ist Wahres Die Vielfalt der verschiedenen bargeldlosen Zahlungsmöglichkeiten erschwert bereits gefährdeten Personen häufig den umsichtigen Umgang mit Geld. mit welchem heute gewirtschaftet werden muss. Deshalb wird beim Kauf einer Jean.or. das heißt. welche ohnehin stark ihren Vorgängermodellen ähnelt. Aus der Untersuchung geht hervor. gilt die Sucht rund um das Kaufen in der heutigen Konsumgesellschaft eher als normal. jetzt zu kaufen und später zu bezahlen. Doch während letztere gesellschaftlich diskriminiert werden. Gefährdete Personen und solche. Einsamkeit und Probleme in der Familie oder im Beruf können unter anderem die Ursachen für diese Art von Sucht sein. heißt. solange die Kaufhandlung selbst nicht über den eigenen Willen herrscht. sind dabei auf Hilfe von außen angewiesen. Kaufsucht tritt auch häufig in Kombination mit anderen Süchten wie Esssucht oder Alkoholsucht auf. Doch um den Kauf zu rechtfertigen. Das Man gönnt sich ja sonst nichts Frustkäufe können eine Entschädigung für etwas darstellen oder dienen einfach als Belohnung für sich selber. solange sie „kontrolliert“ stattfindet.Wenn die Kauflust zum Problem wird Von Stefanie Ehart Ein hübsches T-Shirt? Ein neues Paar Schuhe? In Zeit des Internetshoppings und des bargeldlosen Bezahlens ist für Kaufsüchtige der innere Kampf härter denn je. Flucht in die Sucht Bei der Kaufsucht geht es weniger um den Besitz von Dingen.at www. Bei der Kaufsuchtgefährdung unterscheidet man zwischen einer deutlichen und einer starken Gefährdung. dass ein deutlicher Anstieg der kaufsuchtgefährdeten Personen besonders in der Gruppe der 25- bis 44-Jährigen zu beobachten ist. Viele von uns kennen diese Situation: Die letzten Wochen waren sehr arbeitsreich und nervenaufreibend. Informationen und Anlaufstellen Stelle für Ambulante Suchtprävention der Innsbrucker Soziale Dienste GmbH Haydnplatz 5 | 6020 Innsbruck Tel. Frauen sind dabei stärker gefährdet als Männer. Diese Differenzierung wird mittels des Hohenheimer Kaufsuchtindikators. Wie jede Sucht besitzt auch die Kaufsucht typische Verhaltensmuster. der sich gegen den eigenen Willen durchsetzt. um eine vorübergehende Befriedigung zu erreichen. Ebenso verleitet das bequeme Shoppen per Mausklick im Internet zu überflüssigen Kaufhandlungen. hört man sich selber sagen: „Man gönnt‘ sich ja sonst nichts!“ Solange Frustkäufe nicht außer Kontrolle geraten. Ein weiteres Problem ist. dass dabei schnell der Überblick über getane Einkäufe und deren Wert verloren geht. das ihnen der Erwerb von Produkten verschafft.psychotherapie@tirol.@isd. Insgesamt galten im vergangenen Jahr 42 Prozent der ÖsterreicherInnen als kaufsuchtgefährdet. immer teurere Produkte gekauft. werden derartige Einkäufe nicht mit Kaufsucht gleichgesetzt. es werden immer häufiger. hingegen nur 40 Prozent Männer.or. ein Auge zugedrückt. Bei der Kaufsucht sind die betroffenen Personen nicht süchtig nach einem bestimmten Suchtmittel. Dies kann sogar bis zum Verlust der Selbstkontrolle führen und bringt zudem eine stetige Dosissteigerung mit sich. sondern nach dem Glücksgefühl. dass rund 60 Prozent der Kaufsuchtgefährdeten Frauen sind. ermittelt. vielmehr steht die Kaufhandlung selbst im Vordergrund. Oft plagt uns bei solchen oder ähnlichen Frustkäufen hinterher das schlechte Gewissen. Zudem hat sich das Budget. In vielen Fällen werden die gekauften Artikel nur einmal verwendet oder aus Scham vor Freunden und Familie zu Hause verstaut.at 42 Prozent kaufsuchtgefährdet Kaufsucht gilt hierzulande eher als neues Phänomen.

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erreichen. auch ist nicht für jedeN StudentIn ein Heimplatz verfügbar. Dies bedeutet folgendes: Die Wohnungen werden in verschiedene Klassen unterteilt (A-D). ist die Suche am Wohnungsmarkt. C: 1. Diese Zahlen scheinen jedoch sehr gering bemessen zu sein: Die hohen Mietpreise in Innsbruck treffen für gewöhnlich die Studierenden am stärksten. Wie setzt sich meine Miete zusammen? Mietzins + Zuschläge - Abschläge + Verwaltungshonorar + Betriebskosten = Miete Mietzins pro Quadratmeter. weniger Geld zur Verfügung haben.19 Euro. D (unbrauchbar): 0.73 Euro. Darum sollte auf alle Fälle bei Unklarheiten oder Streitigkeiten der Mieterschutzverband aufgesucht werden.mieterschutzverband. B: 2. Zug- oder Verkehrslärm. Betriebskosten von drei Euro pro Quadratmeter.com (Februar 2008) geben wir ÖsterreicherInnen im Durchschnitt 40 Prozent unseres Gehaltes für Wohnkosten aus. Kategorie C. zusätzliches Bad etc.Ausgequetscht wie eine Zitrone Von Markus Schwab Alte Wohnungen für teures Geld – wie Studierenden am Innsbrucker Wohnungsmarkt durch überhöhte Mieten das Geld aus der Tasche gezogen wird.160 Euro netto entspricht dies circa 464 Euro pro Monat. D (brauchbar und nach 1.46 Euro. sodass indirekt diese ungesetzlichen Mieten unterstützt werden. Üblicherweise werden Wohnungen in Innsbruck in dieser Größe um mindestens den doppelten Preis vermietet.91 Euro. Die Förderer der Nation Meist werden sogar Mietzinsbeihilfen von Stadt oder Land vergeben. übermäßige Lärmbelastung wie zum Beispiel Straßenbahn.28 Euro.) und Abschläge bei schlechterer Lage (kein Lift. Viele Studierende sind sich dessen gar nicht bewusst und nehmen diese stark überteuerten Wohnungsmieten einfach hin. Am freien Markt (nicht geförderte NeubauWohnungen) ist dies gesetzlich möglich. für welches die Baubewilligung vor dem 8. Grundsteuer. Grünlage etc.) oder Ausstattung der Wohnung (Terrasse. Geruchsbelästigungen etc. Letzte Chance: Anfechtung Kommt mit dem Vermieter keine Einigung zustande. Der Gesetzgeber regelt hier ganz klar und unmissverständlich die Mietpreise in Form von Kategoriemietzinssätzen. Wichtig: Im Rahmen des Mietrechtsgesetzes darf eine Mietzinsanpassung nicht rückwirkend vorgenommen werden. Laut einem Artikel auf tirol. Verwaltungshonorar: laut MRG §22 jährlich 2. Was tun? Bei zu hoher Miete kann mit dem/der VermieterIn über eine Mietzinsherabsetzung verhandelt werden.46 Euro. Unbekannte Mietkategorien Anhand dieser verschiedenen Kategorien ist ein Kategoriemietzins pro Quadratmeter Wohnnutzfläche festgesetzt (siehe Kasten).). da die meisten nur nebenbei verdienen. Kanal. Dabei ist die rechtliche Lage relativ einfach: Eine „klassische Altbauwohnung“ befindet sich in einem Gebäude.) oder bei einer Befristung des Mietvertrages.3. in der Regel kein eigenes Auto besitzen und somit auf eine möglichst zentrale Lage in Uni-Nähe angewiesen sind. Hinzu kommen das Verwaltungshonorar sowie die Betriebskosten (Müll. Die Anfechtung der Mietzinshöhe hat innerhalb von drei Jahren zu erfolgen. Bei einem Durchschnittsverdienst von monatlich rund etwa 1.1994 angemietet): 1. Wasser.at Im Brennpunkt Seite 24 . Betriebskosten: in der Regel zwischen ein bis drei Euro pro Quadratmeter. abhängig von der Mietkategorie: A: 2.at www. der Zustand A (am besten) ist nur ganz selten im Altbaubereich vorzufinden und selbst mit größeren Umbauten sehr schwer zu Weitere Informationen Mieterschutzverband Tirol Maximilianstrasse 2 C A-6020 Innsbruck Tel: 57 40 35 (Mo-Do von 9 - 12) e-Mail: office@msv-tirol. Die meisten MieterInnen wissen nicht ausreichend über ihre Rechte Bescheid und lassen sich durch den schriftlichen Mietvertrag einschüchtern. wo Zimmer in oftmals erschreckend kleiner Größe für gut 350 bis 400 Euro monatlich angeboten werden. so kann über das Gericht oder bei der Schlichtungsstelle eine Herabsetzung der Miete erwirkt werden. Dies ergibt einen monatlichen Mietzins inklusive Verwaltungskosten und Umsatzsteuer von 517. keine Zu- oder Abschläge. Was übrig bleibt. Darüber hinaus gibt es Zuschläge bei besonders guter Lage (Südlage und Fernblick. bei befristeten Verträgen bis zu sechs Monaten nach Vertragsende. Mai 1945 erteilt worden ist. im Bereich der Altbauten jedoch nicht. Kaminkehrer etc.91 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche. Lift. Dies betrifft den überwiegenden Teil der im Zentrum angebotenen studentischen Unterkünfte. die meisten Wohnungen bewegen sich im B- und C-Bereich. Innsbruck als „Cash-Cow“ Folgendes Beispiel soll die gängige Praxis der weit überteuerten Mieten in Innsbruck erläutern: 100 Quadratmeter Altbauwohnung. welche entsprechend dem MRG ganz genau geregelt sind und auch nicht alle an den Mieter weitergegeben werden dürfen. Hausversicherung. Auf keinen Fall darf einE MieterIn wegen einer Herabsetzung aufgekündigt werden.

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zumindest was die Gleichberechtigung betrifft. Jahrhundert ein Auslaufmodell? Nein. seine/ihre Kinder durchzubringen. vergrößerte die Chance. wenn auch auf hohem Niveau. Right ist aus Von Gregor Marberger Die gesellschaftliche Realität und nicht zuletzt wir selbst bauen unsere geschlechterspezifischen Rollenbilder um. und ewige Lobeshymnen auf die Einsamkeit können in eine selbstgefällige Schwerfälligkeit münden. jüngere Frauen zu wählen. da wir glauben. Right der ausschlaggebende Faktor? Wie auch immer man diese Frage beantworten mag. eine erfolgreichere oder gebildetere Frau zu wählen. In der Höhe wird die Luft dünn Woinoff meint weiters. welche zu durchbrechen sich oft schwer gestaltet. die zu ihnen aufschauen. Medial transportierte. auch wenn dies heutzutage für das Überleben keine Rolle mehr spielt. als über unseren eigenen evolutionären Schatten zu springen. wie wir Glück finden können oder was es überhaupt ist. Doch hat sich unser „Beuteschema“ unserem Zeitgeist schon angepasst? „Nein“. zu einer mehr oder weniger aufgeklärten Gesellschaft. die sich in vielen Fällen scheuen. Wollen wir eine Gesellschaft.Mr. wenn Selbstverwirklichung mit dem bei jedem/r vorhandenen Bedürfnis nach menschlicher Wärme und Bindung ausgetauscht werden soll. Alleine bin ich stark Angesichts des demographischen Wandels und der damit einhergehenden sozialen Entwicklungen bleibt natürlich die Frage. über die Mattscheibe flimmern werden: Sind wir wirklich Sklaven der Evolution. Ist der Traummann im 21. so wird man schnell feststellen: Die Luft wird dünn. dafür fällt es ihnen mit der Zeit umso leichter./Mrs. Und wer genug zu essen hatte. es bleibt uns nichts anderes übrig. inszenierte Melancholie. Doch können wir in 40 Jahren das Ergebnis von einigen Jahrtausenden Evolution umwerfen? Die Rollen der Geschlechter haben sich in den letzten 40 Jahren gewandelt. die ihre Ketten nur langsam abstreifen? Oder ist doch die Ratio in unserer Wahl zu Mr. Grey´s Anatomy oder Ally McBeal noch Im Brennpunkt Seite 26 . Wir selbst stehen also vor einer großen Herausforderung: Um die gesellschaftlichen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte auskosten zu können. Erfolg und materielle Unabhängigkeit könnten Substitut für solch essentielle Lebensbausteine sein. in der noch Kinder geboren werden und nicht irgendwann der Großteil der Haushalte aus einer Person besteht? Wir stehen auf verlorenem Posten. so Woinoff: Auch soziales Prestige spielt in die Wahl eines/r LebenspartnerIn mit. um sie der sich so schnell verändernden Welt anzupassen. dass sich speziell das Beuteschema von Frauen in den letzten Jahrtausenden nicht übermäßig verändert hat: Frauen bevorzugen tendenziell einen Partner der zum Beispiel größer ist als sie selbst. von einer männerdominierten Welt. dass wenn man sich den Anteil der Absolventinnen an höheren Schulen und den Universitäten ansieht. denn immer weniger Männer empfangen höhere intellektuelle Weihen. ob wir das überhaupt wollen. wobei das weibliche Geschlecht sich in Bezug auf Status und Bildungsgrad sich eher auf männliche Zeitgenossen einlässt. 12/2008). Dies gilt natürlich auch für Männer. in der die Frau zuhause bleibt und allein den Haushalt führt. die ihm in diesen Punkten mindestens ebenbürtig sind. Doch was hat dies alles mit der Partnerwahl im 21. Der in Deutschland am häufigsten genannte Grund für Kinderlosigkeit ist so simpel wie schockierend: „kein/e geeignete/r PartnerIn“. müssen wir die Evolution überwinden – und damit uns selbst. so Woinoff. Dieser ist der Meinung. Am Ende steht die größte Herausforderung Kein Frauenmagazin. doch zuerst müssen wir selbst unsere Erwartungen an mögliche PartnerInnen verändern. kein Paartherapeut und ganz sicher keine Sitcom kann uns in diesen Zeiten erklären. Von der Steinzeit ins Jetzt Dies war laut Woinoff schon immer so: Vor einigen Jahrtausenden war die Wahl eines großen und kräftigen Mannes ein Garant für einen höheren Status in der Gruppe und der damit verbundenen vorteilhafteren Nahrungsaufteilung. … oder doch Ratio? So einleuchtend all dies klingen mag und so viele Folgen von Sex and the City. meint der Paartherapeut Stefan Woinoff in einem Interview mit dem Spiegel (DER SPIEGEL. Jahrhundert zu tun? Sehr viel.

Total panisch war ich dann in der Sprechstunde und der freundlich Herr hat mich erst mal beruhigt. zu einem gemütlichen Brunch über spezifische Probleme zu reden oder einfach nur einen netten Vormittag unter Gleichgeschlechtlichen zu verbringen. Viel Wertschöpfung soll die EM auch in die Tiroler Landeshauptstadt bringen. Eine wahrscheinlich unlösbare. Wer weder Glück bei der Kartenlotterie noch 1. Für Vincent waren der Streichelzoo und der lustige Kasperl die Highlights und für mich die interessanten Gespräche mit anderen studierenden Eltern. dass ich jetzt doch wieder Kinderbeihilfe bekomme. und das für alle Teams. auf ein Mineralwasser zurückzugreifen. Jörg Weiberfrühstück Das Weiberfrühstück ist eine super Sache. DANKE!!! Ich finds super.00 Euro für den halben Liter jedoch auch nicht gerade ein Schnäppchen. war aus Politikerkreisen zu vernehmen. 3. ich möchte mich im Namen von meinem Sohn Vincent und mir für das gelungene Kinderfest Mitte Mai bedanken! Auch wenn mein Sohn nicht in der Kinderkrippe Luftabon untergebracht ist. Valerie auf die EM einzustimmen. Trotzdem nochmals danke. hab aber dazu keinen Brief oder sonst eine Information bekommen. Schön wäre es wenn auch in Zukunft mehr zur Vernetzung von Studenten mit Kindern gemacht würde. Vor allem jene Fans.Leserbriefe Deine Meinung zählt! Liebes Luftabon Team und liebe ÖH. verursachen jetzt schon schlaflose Nächte beim Organisationsteam. lg Manuel Perfekte EM Einstimmung Auf diesem Wege möchte ich der ÖH nochmals für den tollen Studierendencup bedanken. Bei diesem wird man dann – neben den heimischen Gesetzeshütern – auch von 147 Austausch-Polizisten aus Bayern vor möglichen Zwischenfällen geschützt. Eine große Herausforderung sei dies für die IVB. um sich Seite 27 Leserbriefe . denn das Problem der allmorgendlich – auch ohne die Europameisterschaft in der der Stadt – maßlos überfüllten Busse und Straßenbahnen ist ja offensichtlich auch nicht in den Griff zu bekommen. Mehr wert wird – wenn man sich an den Preisen orientiert – vor allem das Bier. Die ÖH sollte nicht nur Prüfungsfragen und Skripten zur Verfügung stellen. mich umfassend beraten und dann sogar für mich dort angerufen. ich betrachte mich jedenfalls nicht als „Weib“. Sigrid Kommentar Ausnahmenzustand Von Fabian Kern Drei Wochen Ausnahmezustand stehen Innsbruck bevor. sondern Studenten. die mehrere Aufgaben lösen müssen (und nicht nur ein Mainstream-Studium durchziehen) berücksichtigen und sich um deren Anliegen kümmern. Die 10 Euro Startgeld pro Person fanden wir etwas hoch. was eigentlich der Grund war. Darum werd ich euch vielleicht im nächsten Semester wieder besuchen müssen. 2 Wochen später bekam ich dann einen Brief. Nur mit dem Namen bin ich nicht ganz einverstanden.400 Euro für die Kartenversteigerung auf ebay hatte. ich möchte mich hier mal beim Sozialreferat bedanken und mich gleichzeitig über die Inkompetenz mancher Finanzämter beschweren. das Kinderfest war schon mal ein guter Anfang! Liebe Grüße und Danke. hat es uns beiden sehr viel Spaß gemacht. Ab Sommersemester hab ich auf einmal keine Kinderbeihilfe mehr bekommen. aber immerhin gab es viele Preise. Als ich dann nachfragte hat mich das Finanzamt mir irgendwelchen §§ total verwirrt. Weiter so! Einziger Wermutstropfen: Leider weiß ich bis jetzt noch nicht. dass ihr einem bei solchen Problemen so schnell und unkompliziert weiterhelft. Dies ist mit 3. warum ich nichts mehr bekommen hab. die am meisten Wert auf die dritte Halbzeit legen. dem wird zumindest ein Public Viewing geboten. ich meine Mannschaft und ich hatten viel Spaß und fanden es eine tolle Aktion.80 für eine Halbe wird so manches studentische Geldbörserl schwer belasten. Eine prima Gelegenheit für uns Frauen. dass es ohnehin gesünder ist. Dass der „Alltag“ einmal Einzug an die Uni hält finde ich toll. Da kommt doch wirklich EM-Euphorie auf. Bei der Allianz kann man sogar eine Rowdy-Versicherung gegen die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Schäden abschließen. Jetzt könnte man meinen. ihr habt mir viel Ärger und Streit erspart. Liebes ÖH-Team.

bei denen er sich aber sicher ist. Zuerst diskutierten wir über das Buch „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche. Verena Burger und Ariane Raffler Die UNIpress-Musikredakteurin auf einem langen Soundmarathon durch nächtlichen Regen von Soundcheck über Backstage-Snacks bis zum Betthupferln am Dancefloor. beim Mischen galt die Regel. Abschließend meinte ich „Danke!“ und: „Jetzt werde ich zu den Sofa Surfers surfen“. Titten. die trotz des weißen Milchmaid-Tops eine Kultur&Events Seite 28 . PMK: Atmosphäre PPPPP 22Uhr20: Die Discokugeln des Stadtcafés glitzern uns beim Betreten entgegen. die vor circa acht Jahren das letzte Mal so richtig aufgetreten ist. purzeln diese Worte mal gekrächzt. Pah! Gut. denn die Filmausschnitte auf Youtube machten mich neugierig. vor 1. dass Roche ein Tabuthema anspricht. Das interessierte mich jetzt so ad hoc am meisten. Gemütlich lässt es sich hier auf Couches chillen und an der Bar abhängen. die Blütenstaub verbreiten“. sondern sie sind „Fäden. ich setzte mich dazu und sprach mit Michael H. das mir versprochen wurde: www. Lady. Wir sahen noch circa drei Songs. dass das immer nur die Frauen essen. Holzgruber meinte. wie er vor allem Frauen beherrscht. Roches Kampfansage benennt Tex öfters wie folgt: „Hey. Das Handy klingelt. weil der Name einfach „dumm und anti“ ist. Danach begeben wir uns – ich. Tex meinte.com. Der Tex war spitze. Tokio und Moskau film- wie musiktechnisch loop-artig im Zentrum. Als er dann beim Soundcheck mitsingt. über den Dokufilm „Life in Loops“. und verrät mir. darunter auch die Olsen Twins. sich in dem Buch ebenfalls einer „äußerst infantilen Sprache“ bedient. und wir sind jetzt auch schon Freunde auf Facebook. Innen drinnen ist die Band ‚Mäuse‘ schon beim Soundchecken. Bei den Mäusen handelt es sich um eine Band. 20Uhr40: Wir betreten durch die Angestelltentür das PMK-Bogenlokal. Mäuse heißen sie. er hockt – der Bühne zugewandt – an der Bar und macht sich Notizen. Was er aber nicht so gut findet. der Mann und meine Assistentinnen – in die PMKLounge im Bogen daneben. Dieter keine Eier. drei Eier für Dieter. Bei dem Projekt stehen die Städte New York. etwas „extrem Wichtiges“ ist. Die Band ‚Mäuse‘ ist wegen eines auf die Bahngleise gestürzten Baumes spät dran. Neuzugang zur Band ist der gebürtige Innsbrucker und Keyboarder Philipp Quehenberger. Ich begrüße ihn. Und da heißt es. 19Uhr30: Ich plus Assistentinnen stillen in einem Kebab-Lokal gleich neben dem Treibhaus beim Studieren des Soundcity-Zeitplans unseren Hunger. die laut Tex „ganz doofe Kleinkindersprache“ spricht. Einmal sind sie in Paris im Museum aufgetreten. Weiteres Mitglied der Bande ist GD Luxxe und dann noch der Sänger Tex Rubinowitz. gerade mit dem Essen fertig sind. Ich solle so in einer Stunde vorbeikommen. Bombay. Eier. C‘est chic! Ich frage rum. obwohl sie Frauen wie Madonna für ihre ewige Jugend verdammt.000 Gästen. gesungen von der charmanten und. wodurch der anstehende Gig ein Schmankerl verspricht. Aber dennoch wünscht er ihr Erfolg. darunter Michael Holzgruber von den Sofa Surfers. Ein Nachbericht. Wir waren uns einig. einzigen weiblichen Musikerin der Soundcity. wodurch das Ganze eher zu einer „Verarschung“ als zu guter Literatur wird. Eier. Stadtcafé: Atmosphäre PPPP 23Uhr: Dann eilten wir zu Mauracher und Band ins Treibhaus. ihr müsst euch nicht dauernd waschen!“ und: „Achselhaare sind nichts Perverses“. es ist der Chris vom PMK. ist. Was er gut findet. Dieter. Der Tex ist als einziger nicht beim Soundchecken auf der Bühne. die Tex nicht nackt gesehen hat. dass sie bald in der Stermann&Grissemann-TV-Show zu Gast sein wird. Maja Racki. über dem der Zug ab und zu drüberknattert. wo die Herren. bei dem die Sofa Surfers für den Soundtrack zuständig waren. dass Charlotte. über der in roter Leuchtschrift „Ohne Theorie keine Revolution“ steht. Dann redeten wir noch schnell über die Mucke. Sie ist nun mal die Göre. und ich persönlich bin schon voller Vorfreude auf ein Exemplar davon im Postkasten. dass sie total rasiert waren. ist. besser bekannt als der ‚Mann im Schrank‘ bei Stermann&Grissemann. TIMOR“. auf das Tex im ORF anspielte und das ich dabeihatte (siehe Foto). Dort also nahm das exklusive Gespräch mit Tex Rubinowitz seinen Lauf. Titten. dass er gewisse Melodien nicht mehr kennen würde und jetzt noch schnell ein Paar Songtexte schreibe. Das Endprodukt ist sehr empfehlenswert. ein hübscher Kerl. dass die Thematisierung des Hygienewahns.lifeinloops. dass „der Ton den Schnitt des Bildes bestimmen soll“. Die Reste deuten auf Salat mit Hühnerstreifen. flüstert er mir ins Ohr. die gute Freunde von ihm seien. er hat mich schon erwartet. wenn ich so überlege. Mexico City.Clubcrawling@SOUNDCITYInnsbruck Text: Christina Burger | Fotos: CB. Auf die Frage. ich solle diese von ihm grüßen und dann auch die Jungs des „Jeans Teams“. mal gebrüllt aus seinem Mund: „Lady. Mit dieser Mission gingen ich und mein Gefolge unseres Weges. Macht die Atmosphäre so richtig underground. wo denn die Herren DJs seien und werde ums Eck geschickt. was er da notiere.

sagen sie. Raggasound. indem sie über die Bühne lief. dass ich vergessen habe. meinen Anhang. randalierende Skaterteenager. Merci dafür! Treibhaus: Atmosphäre In der Eingangshalle des Stadtsaals waren Liegestühle aufgeklappt. Das Treibhaus war total aus dem Häuschen. Lässige Lasershow! Die DJs Beware und Functionist waren natürlich auch erste Sahne. Maja schlug auch den roten Hintergrund für das Gruppenfoto vor. In einem ihrer Songs. gute Nacht… 1Uhr30: Dann ruck. PPPPP Taxi! Dann ab in die Federn. die beiden vom Tex Rubinowitz zu grüßen. Blöderweise war ich so in Ekstase. Rocker‘s Club: Atmosphäre PPPP 23Uhr40: Das Soundhighlight war ohne Frage das „Jeans Team“-Konzert. Eine Band. Äußerst chillig! Stadtsaal: Atmosphäre Post 3Uhr: Es war cool. auf die Instrumente klopfte und auch mal hiphopigen Reggae zum Besten gab. Zuerst fetzten wir zum DJ Rainer Klang ins Stadtcafé. aber auch etliche PhilosophiestudentInnen. Der Stadtsaal tobte. klopften auf ihre Geräte und versetzten einfach in andere Sphären. die gehörig groovt und die unterschiedlichsten Charaktere zu begeistern weiß. Es war einfach nur cool. Dahinter wurden exklusivste Vinylplatten gespielt wie auch verkauft. mit dem ich zuvor neben den Geflügelsalatresten smalltalkte. zuck ins Blue Chip. mich wirst du so leicht nicht vergessen!“ Intellektuelle Köpfe mit geilen Körpern. Mich. beim nächsten Mal dann. „Baby 3 = 1+2“. Blue Chip: Atmosphäre PPPPP Kultur&Events Seite 29 . bei dem alle hüpften vor Freude. Gemanagt wurde dieses Soundzuckerl vom Innsbrucker Plattenladen Soundstation.fetzige Show lieferte. Na. Die Couch: Atmosphäre PPP Das Betthupferl lieferte Ronny Trettmann. wie es ist: „Baby. die ich in der hysterischen Masse von Vorlesungen her wieder erkannte. PPPPP 0Uhr30: Nach den Konzerten ging es ab auf den Dancefloor. Die Jungs hüpften wie Rumpelstilzchen.

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mediterranen Konstruktion drängten sich mir plötzlich ein paar Visionen auf: Wenn jetzt noch circa zehn LKW-Ladungen feiner. der neue Sichtweisen zulässt. Mai eine begehbare und vielfältig benutzbare Plattform eröffnet. ausragend über den Inn. die an Schwemmholz erinnern. die. goldgelber Sand aufgeschüttet. jedem und jeder die Gelegenheit geben soll. und die Gletscher der Intoleranz beginnen zu schmelzen. Die Eroberung des zusätzlichen Raumes könnte so beispielsweise Schauplatz von Selbstinszenierungen werden. unter anderem mit der lobenswerten Absicht. Im Walther-Park im Innsbrucker Stadtteil Sankt Nikolaus wurde am 15. der ja Namensgeber der Stadt ist. den Fluss. sich einen erweiterten Raum zu erschließen.… man wird ja noch mal träumen dürfen … oder? Kultur&Events Seite 31 . Aus einfachen Holzlatten. A summer of love and happiness. oder ganz einfach als ein Ort der Entspannung wahrgenommen werden. ein Stand mit sommertauglichen Erfrischungen herangekarrt und zwei Dutzend Liegen aufgestellt würden. Beim Betrachten der sonnendurchfluteten. Südseefeeling pur in der Alpenmetropole.… ich will an den Inn Von Michael Dold Eine temporäre Architekturvision in Sankt Nikolaus als Spielwiese für StadtbenutzerInnen – oder: Man wird ja doch mal träumen dürfen. Ich will an den Inn Unter dem Motto „Ich will an den Inn“ ist eine Art Holzbühne entstanden. entstand eine luftig-leichte Konstruktion. Während der anschließenden Architekturtage war sie Treffpunkt und Ausgangspunkt für Spaziergänge und Austragungsort verschiedener Veranstaltungen. ein Sommermärchen wäre wahr geworden! StadtbenutzerInnen jeglichen Alters und Nationalität beginnen zu tanzen. Ebenso könnte er als erhöhter Beobachtungsposten dienen. Eine luftige Spielwiese für einen Sommer Sich ausgedacht und entworfen hat das Projekt die Gruppe „columbusnext“. Dazu wabert über das gesamte Areal ein Klangteppich. die die Grenze zwischen Fluss und Grünzone des Parkgeländes überwindet. Perfekt! . näher an die Bevölkerung heranzubringen. gewoben aus rhythmisch-exotischen Klängen.

doch beobachtet auch der Neuankömmling irritiert die Gewohnheiten seiner Gastgeber.Buchrezension „Der talentierte Schüler und seine Feinde“ von Andreas Salcher DVD-Rezension „Planet Terror“ Buchrezension „Im Durcheinanderland der Liebe“ von François Lelord Von Fridolin Gans Herausragende Forschungsergebnisse an Universitäten sind diesen nur zum Teil zuzuschreiben. Daran ist auch nichts auszusetzen. Können sich die (begabten) Kinder entfalten oder geht es nur darum. das nach und nach im Chaos versinkt. Die Erwartungshaltung war deshalb nicht nur bei eingefleischten Fans entsprechend hoch. immer durch? Fernab der von politischen Fraktionen zur Glaubensfrage hochstilisierten Thematik der Gesamtschule beleuchtet Salcher die Chancen überdurchschnittlich intelligenter Kinder in den Schulsystemen Österreichs und Deutschlands. Gemeinsam mit Freund Quentin Tarantino. die Krankenschwester Dakota mit den spitzen Spritzen. Der größte Feind des Schülers ist der Lehrer. wer von den Besten lernt. Revolverkurbler Wray. Um die Anzahl dieser Personen zu heben. Rodriguez verlässt sich auf Versatzstücke. wie gesagt. darunter die Stripperin Cherry mit MG-Prothese. Das Buch dient daher eher als leichte Sommerliteratur und lädt zum Schmunzeln ein. Das sind in erster Linie billig produzierte Sex-. kann auch einmal zu den Besten gehören. sollten nur die Besten eines Jahrgangs Lehrer werden dürfen. die mit ihm in Berührung kommen. sondern geklotzt. solange das Zitatkino so viel Vergnügen macht. Das ist jedoch auch damit verbunden. Die haben Lust auf Menschenfleisch und sind darüber hinaus auch noch ansteckend. Kultur&Events Seite 32 . Hier wird nicht gekleckert. Begabungen entdecken und fördern. die Schulstunden möglichst schnell hinter sich zu bringen? Setzen sich Talentierte. Allerdings. in grausliche Zombies. um die Frauenwelt um seinen Finger zu wickeln. die er neu anordnet und ordentlich aufpoliert. Die Story ist entsprechend simpel gestrickt: Ein Virus verwandelt alle. Zwar behaupten die westlichen Frauen. Das Buch liegt ab sofort zum Verkauf in der Studia beim Bahnhof auf. wenn Ulik unbewusst seinen naiven Charme benutzt. Schon Montesquieu und Voltaire versuchten. dass sich an der sozialen und finanziellen Anerkennung im deutschsprachigen Raum noch sehr viel ändern muss. In einer scheinbar simplen Logik zeigt der Autor die Tücken der Schule und findet auch Schuldige an der verfahrenen Situation. Karate-. In die deutschen Kinos kamen die beiden Beiträge einzeln und in einer längeren Version. Pech für ein kleines Kaff. welche einem klaren Argumentationsstrang folgen: Die Verantwortung liegt beim Individuum und zwar nur dort und zu 100 Prozent. schlagen sich nach besten Kräften durch das Endzeitszenario. Das Werk gibt keine befriedigende Antwort auf den Widerspruch zwischen Emanzipation und evolutionsbedingter Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern. stark und unabhängig leben zu wollen. Denn nur. Auch diesmal setzt Lelord auf das bewährte Konzept ‚Naiver Reisender entdeckt die Welt‘. Mit freundlicher Unterstützung der Studia Universitätsbuchhandlung. die eigene Kultur und die Sitten aus dem Blickwinkel eines unabhängigen Außenstehenden kritisch zu beobachten und zu diskutieren. reist der junge Inuk Ulik nach Paris und lässt sich auf ein Abenteuer ein. sehnen sich jedoch insgeheim nach Liebe und Geborgenheit. unabhängig von Rahmenbedingungen. nur für absolute Freunde und Freundinnen dieses Genres. Von Claudia Thaler Mit seinen Geschichten über den Sinn des Lebens und die Liebe konnte der Psychiater und Kultautor François Lelord schon vor einigen Jahren die Bestsellerlisten stürmen. Demnach verkörpert Lelords Buch keine revolutionäre Idee. wollte man dieser Art Kino neues Leben einhauchen. sondern besonders die französische Frauenwelt überrascht. Von Michael Dold Nach seinen beiden Kinoerfolgen „From Dusk Till Dawn“ und der Comicverfilmung „Sin City“ versuchte sich Rodriguez an einem Stoff des amerikanischen Schmuddelkinos der 70er und 80er Jahre. Jedoch ist dies nur der erste Schritt auf dem Weg zu einer besseren Zukunft. welches nicht nur ihn selbst. Eine Gruppe Überlebender. Der Ursprung für das Erreichen oder eben Verfehlen von Top-Leistungen liegt in der Schule. Einerseits wird ihm Unverständnis gegenüber seiner patriarchalischen Einstellung bezüglich Mann und Frau entgegengebracht. Er präsentiert eine Vielzahl an konkreten Veränderungsvorschlägen. Horror- und Actionfilme und wurden als Double-Feature-Filme in den Grind-HouseKinos gezeigt. Im Umkehrschluss kann ein Top-Lehrer dem Kind enorm viel weiterhelfen. Eine ungeeignete und/oder unmotivierte Person ist Gift für den Schüler. höchstens eine Fun-SplatterAction-Reißer in solider Machart mit einer Handvoll genialer Ideen. Vorweg: Ein Meisterwerk ist „Planet Terror“ nicht geworden. der für den ersten Teil „Death Proof“ verantwortlich zeichnete. Mit freundlicher Unterstützung der Studia-Universitätsbuchhandlung. Im Fernsehen und in Diskussionen soll er für seinen Stamm werben und die Europäer mit der Lebensweise seines Volkes vertraut machen. Um sein Volk als Weltkulturerbe in der westlichen Welt zu repräsentieren.

Unterstützt wurde sie beim Recorden von Produzent Dave Sitek.) Ich will wissen. dass der Punkrapper aus Milwaukee fast immer oben ohne auftritt. sobald eine Platte von ihm rauskommt. open highways and real life situations. Diesen rappenden ‚vagabond‘ spürte ich also auf - und hier nun.“ (2001. Nun wird ihr erstes Album veröffentlicht. die mir erlauben so wild wie möglich zu sein. Er geht auf Punkshows.“ (Billige Mietpreise und Shows im Keller. Er zieht sein Shirt aus. Auf „Screamers“ hört sich Sänger James sogar ein wenig wie Axl Rose von Guns N‘ Roses an. Wir alle wissen.) Auf Fotos von ihm und auf Youtube fällt mir auf. der zweite Part des Duos aus Kanada. Ein magisches Werk. mit 15 Jahren in Milwaukee bei Punkrockshows gerappt. Juice: „Cheap rent and basement shows even though I never leave my room. ‚Sock Shops‘ total im Trend sind. Hier muss erwähnt werden. Wie etwa in dem Film „Lost in Translation“. Milwaukee/Wisconsin. Das nur als kleine Anekdote am Rande. dominiert über die sporadisch eingestreute Schreistimme der Sängerin Alice Glass. wo sie in einer pinken Perücke Karaoke singt und das bezaubernd. was ich erfuhr. So ist das Leben. wo die ‚Rocks‘ her sind. was der Süße auf der Bühne am liebsten trägt. Why? Juice: „I rage hard! Shows get sweaty. Ihr Sound. Der elfte Song stammt aus ihrer Feder: „Song for Jo“. Das bereits zweite Album der ‚Rocks‘ ist nicht perfekt. wann und wo er seine Musikkarriere angefangen habe. Auf die Frage. sonst hätte ich ihn nicht gewählt.“ (Ich bin wild! Die Shows sind verschwitzt. Juice: „I like to wear stuff that allows me to rage as hard as possible. inwieweit sich seine Heimatstadt in seinem künstlerischen Schaffen widerspiegelt. wovon seine Songs handeln und wodurch er sich beim Texten inspiriert fühlt. I am inspired by many things. Text-Kostprobe: „Feeling my flow. Ab in den Laden! Favorit = „Screamers“ Kultur&Events Seite 33 . Rapping at punk rock shows. Da Juiceboxxx ja aus Milwaukee kommt. Alice meint cool: „I like to piss people off!“ Favorit = „Xxzcuzx Me“ Auf den ersten Blick ein Puppen-Gesicht. Life happens.“ (Ich liebe Lieder übers Tanzen. wäre es interessant zu wissen. dass in England. Juice: „I love songs about dancing.Juiceboxxx oben ohne – yeah! Von Christina Burger | Fotos: Andy Junk Er lebt in Milwaukee. sprich Rapper Juiceboxxx handelt es sich um einen Newcomer.com/officialjuiceboxxx www. Bei dem Wortspielkünstler.) Eins ist sicher: Dieser Oben-ohne-Toyboy landet bei mir sicher im Regal.“ (Ich trage Kleider. auf dem Scarlett zehn Songs von Tom Waits interpretiert.myspace.com Christinas Boombox Scarlett Johansson „Anywhere I Lay My Head“: Atco Records (2008) Genre = Alternative Pop Crystal Castles „Crystal Castles“: LastGangRecords (2008) Genre = Electropunk Benannt nach der Bleibe der Comic-Heldin She-Ra schlagen ‚Crystal Castles‘ mit ihrem Debütalbum ein wie ein Komet. Favorit = „Green Grass“ The Rocks „Letters from the Frontline“: Weekender Records (2008) Genre = Indie Vor einiger Zeit habe ich mich mit der Gitarristin Sarah über ihre coolen Socken unterhalten. no matter where I live. der sich nach einem wild gewordenen Gameboy anhört. der bei zwei Songs mit ihr singt. Am Keyboard werkt Ethan Kath. I love to listen to the radio. ist. Hollywood-Glamour meets the streets. Nicht ohne Grund ist sie auch die neue Woody Allen-Muse. Das Erfrischende an Crystal Castles nun ist die härtere punkige Herangehensweise an das Genre Electroclash. dem YeahYeahYeahs-Gitarrist Nick Zinner und ihrem guten Freund David Bowie. Links: www. my real home is my stage!“ Juiceboxxx liebt die Bühne. der als rappender ‚white guy‘ mit Punkattitüde stark an die Beastie Boys erinnert. Doch der Hollywoodstern Scarlett geht viel mehr in die Tiefe als eine leere Schale. dort fühlt er den ‚flow‘.) Was mich als Modejunkie interessiert. wer sein Idol ist. obwohl ich andererseits ja nie mein Zimmer verlasse. Mich inspiriert vieles. 2001. meint Juiceboxxx: „15 years old. cause yo I really rage.) Und ich erkundige mich auch. ich liebe es Radio zu hören. Highways und das echte Leben. aber ein attraktiver Genremix zwischen Rock und Pop. Er wird ein Punkrapper. Juice: „All the kids“. nicht an Eminem.juiceboxxx. dass Electro und Cyberzeugs boomen.

Juni Akademischer Abschluss-Gottesdienst der Universitäten | 19.m./7.6. Tiefe und Ausdruckskraft. Durch den Verzicht auf große Massenauftritte steht die intime Liebesbeziehung eindeutig im Mittelpunkt und zeichnet sich durch große Emotionalität aus.-29.6.6./24. genießt einen exzellenten internationalen Ruf nachgerade auch als Interpret des gesamten Orgelwerkes von Johann Sebastian Bach./16. Nikolaus | Eintritt frei! Genauso wie alles Erste und alles Letzte hat auch alles Einzigartige und alles Unvollendete große Gewalt über den Menschen. welcher den gewaltigen Zyklus aufführen wird.6. Dies manifestiert sich in einem (scheinbar) weiten Bedeutungs- und Interpretationsspektrum des eben NichtNormativ-Selbstverständlichen. Hypnotix 18.6. Beginn der Schweden Woche 14. Santeria & The Porn Horns 20.6.-21.6 Die weltbekannte Liebesgeschichte zweier junger Menschen. Gay 7.6. Jazznacht 13. Amenra/Battlefields/ISM 20.at Unipfarre Innsbruck: SO 22./24./19.6.landestheater. Ihre Familien sind schlichtweg verfeindet und eine gemeinsame Zukunft daher undenkbar.Veranstaltungskalender Juni WEEKENDEr 7. Johann Sebastian Bachs „Kunst der Fuge“ ist ein solch einschlägiger Fall: die ganze Geschichte der Musik bis heute kennt kein vergleichbares Gegenstück.6. 5. Caminando 17. welche unsterblich verliebt doch der beinharten Realität ins Auge sehen müssen. Marlene Johnson & House of Riddims 21. Today is the day/Jucifer/Complete Failure/Four Question Marks 13.6.6.6.6. Juni 08 Charles Gounods Version des Klassikers von William Shakespeare zu bewundern. Fireage: Flowerage 19. Fußball schaugn für Tiroler 7.6. „Ping Pong“ jeweils Innsbrucker Kellertheater Roméo et Juliette ati pp ! tr Ex von Charles Gounod Premiere am 15.6.6. Kiss forever Bierstindl 12. Lakis & Achwach 27. Ministry – CU La Tour 2008 p. 20 Uhr | Pfarrkiche St.6. sondern ebenso sehr auch in der durch sie erzielten musikalischen Schönheit.6.k.6. Queerattack – Wahl Mr./21.6./14.2008 Tiroler Landestheater Weitere Termine im Juni: 19.00 Uhr.6./15.6 Bierstindl Poetry Slam … und sonst 6.6./20. ambient-art-lounge – Kulturcafé Propolis 13./19.6. Nachdem der Stoff von Romeo und Julia im Laufe der Jahrhunderte von vielen Komponisten aufgegriffen wurde.6. Don Ross – Innpuls 23. Kons.6. Matt Boroff Hafen VaZ 6. „Oskar und die Dame in Rosa“ 17. Die Bedeutung liegt nun nicht nur in der grandiosen Summation der verschiedenen Kompositionstechniken. Bumm feat. Los Gurkos Kurzfilmfestival 08 10.6. Juni. Jesuitenkirche | Universitätsstraße / Karl-RahnerPlatz / gegenüber SoWi | Musikalische Gestaltung: Universitäts-Chor Die Kunst der Fuge Donnerstag. Weitere Informationen: www./7. Kultur&Events Seite 34 .6. Freud 28./13.6. Makako Jump 29. INN – a – Valley 8. General Levy treibhaus 7.6. Bruno Oberhammer. hitzigen Duellen und einer heimlichen Hochzeit findet das Stück am Ende seine Höhe- und gleichzeitigen Tiefpunkt in derselben Szene./14. Ayekoo drummers of Ghana 25. „Herr Hitler inszeniert Parzival während es regnet“ – Westbahntheater 13. The Doors Experience 28. Die 1867 uraufgeführte Version des Franzosen hingegen konzentriert sich (wieder) auf die vier zentralen Duette der Hauptdarsteller.6./28. Female Pressure 30./12.6. Butterfly Bangs 30. entfernten sich diese in ihrer Inszenierung auch zunehmend vom Original des Engländers. Fake Gods 10. 60ies/ Modnight 9.6. Dr. Koschuh – Wort fetzt V 27. Im Tiroler Landestheater ist ab 15.6. 5. Lingua Loca 14. Der Orgelvirtuose Prof.6. Nach rasanten Ballszenen.6. Dag för Dag 23. Puke 11.

10. Juni: Gratis-Filmvorführung „Was tun wenn‘s brennt?“ (Leokino. Die AktionsGemeinschaft freut sich über jede Art der Mitarbeit.net Deine Pufl-GRAS pufl@gras.net ibk@vsstoe. Jobs und Wohnen Di. sagen euch aber nicht wie. Noch weniger tanzen jene ab. Rotwein trinkend blind über den Kapitalismus und Gesellschaft her zu ziehen ist halt doch weniger anstrengend als anzupacken und die wahren Probleme der Studierenden anzugehen.11:00 bis 15:00) Gratis Essen & Trinken sowie Infostandln zu Beihilfen. umgeschrieben. Sperrstunde 16 Uhr: Hinter den Kulissen des V$$tÖ Was tut man. hat der VSSTÖ eine Kampagne „Sauviel Arbeit – Sauviel Kohle?“ gestartet. Wir tun so als ob wir diskutieren würden und auf eure Anmerkungen. Jusos und sonstigen im SPÖ-Sumpf befindlichen genossenschaftlichen Vorfeldorganisationen um Nachwuchs umzusehen. das nunmehr seit einem Jahr durch das Ministerium und die Universitäten. euch begrüßen zu dürfen. Juni: Stammtisch „Arbeiten und Studieren“ (im Bogen 115. was Hahn. Deine AktionsGemeinschaft www. sich dringend bei ÖBB. 11. Mehr als das was wir jetzt nicht gesagt haben können wir nicht sagen weil uns unsere Rhetorik-TrainerInnen nicht darauf vorbereitet haben. Ironie dabei: Gerade der VSStÖ hält es für nicht notwendig. Was dieses Event am 29.agibk. das neue Gesetz wird im Sommer fertig gemacht und im September beschlossen – wenn ihr Studierenden noch am Arbeiten und nicht für Proteste mobilisierbar seid. BAWAG. Wir schauen nicht zu: www. Wir tun außerdem so als hätten wir (die SPÖ und die ÖVP) uns wieder lieb. Aber ist ja auch egal. mittig eine „Diskussion“ und ausgangs ein reichhaltiges Buffet. Wir raten dem VSStÖ. Pufl-GRAS und VSStÖ auf einer Seite! Die UNIpress-Redaktion ist für die Inhalte der Fraktionsartikel nicht verantwortlich. der perfekt in die Ö3-Disco passen würde. Brauchst du Hilfe oder Informationen zu Miet- und Arbeitsverhältnissen? Tipps und Tricks bzgl. Da mittlerweile 80% der Studierenden aus finanziellen Gründen zu einem Zweiteinkommen gezwungen werden und zur Einhaltung der Mindeststudiendauer um essentielle Beihilfen (vom Staate oder den Eltern) nicht zu verlieren. bei drei weiteren würden wir uns freuen. wenn die Kohle mit Nachtarbeit verdient wird. Fraktionsartikel werden weder korrigiert. Eingangs gab es Musik. Eine Verhöhnung für alle jene. die in der blauen CI des Ministeriums pseudokreative Sprüche zierten. Geschäftsführerin des Arbeitsmarktservice Tirol Mi. derart tief wird im letzten Fraktionsartikel über die engagierten Studierenden in der AktionsGemeinschaft her gezogen. aus welcher Richtung diese kommt. Worthülsen und einen Riesenhaufen bunter Broschüren. deren Besprechungszimmer und hin und wieder die Medien geistert. man versucht. Brinek und Broukal nicht sagten. die anderen in schlechtem Licht darzustellen. Juni: „Info Festl“ (Geiwi-Vorplatz.at Seite 35 Fraktionen . sinnloser Verschandelung der Uni (zB. April tatsächlich mit sich brachte war eine Pop-Inszenierung á la MTV. Wünsche und Forderungen eingehen würden um euch zu beruhigen. regelmäßig und in einer konstruktiven Weise an Sitzungen teilzunehmen. 20:00) mit der stv. Drei Aktionen dazu sind bereits erfolgreich über die Bühne gegangen. 21:15) Wenn du darin interessiert bist. Man könnte meinen. dynamischer Moderator.AG. Oder schau bei einer unserer nächsten Veranstaltungen vorbei: Do. wenn man selber nichts zustande bringt? Richtig. wenn man die dazu nötige Marie besitzt. Sitzungen des Uni-Senats sind wohl auch nur „Gesudere“ und werden halbherzig oder gar nicht besucht. Besonders erschreckend und entlarvend: Die letzte Sitzung der Universitätsvertretung (übrigens das höchste Gremium deiner ÖH in Innsbruck) ging ohne einen einzigen VSStÖMandatar zu Ende. Eine PPt im Pro7Nachrichten-Stil unterstrich.vaust.wirwollendasunigesetz. Eigentlich hätte die Roadshow-Tour unseres verehrten Ministers Hahn Klarheit bezüglich der Vorhaben zur „Weiterentwicklung“ des UG02 bringen sollen. Das EG. weil diese schon lange nicht mehr reicht. die von der sogenannten „Studienbeihilfe“ abhängig sind. zensiert oder sonst in irgendeiner Art und Weise verändert. Ein smarter. Wie ihr sicher mitbekommen habt.info Pimp my Universitätsgesetz (UG) Die Novelle des UG ist ein Thema. dem VSStÖ ständen zurzeit die amerikanischen Wahlkampfmanager Gusenbauers höchst persönlich zur Seite. egal. die Stiegen und der Kaiser-Leopold-Saal der Theologie waren dekoriert mit stylischen Karton-Würfeln. denen Bundes- und Fraktionspolitik egal ist und die sich im Rahmen der AktionsGemeinschaft tagtäglich für Verbesserungen und Service für Studierende einsetzen. Schlafen bis mittags und Sonnenliegen. schau vorbei! Dein Vaust www. Mit unsachgemäßer Kritik. des Beihilfensystems? – melde dich bei uns.at Sauviel Arbeit – Sauviel Kohle? Studieren muss leistbar sein! Ein StudentInnenleben besteht nur dann aus chaotischen Partys. Die meisten müssen aber vermehrt nebenbei jobben. mit Pickerln) und kollektivem Nichtstun ist jedenfalls niemanden geholfen. 05. ist vormittags lange schlafen nur dann drin. führte durch die Veranstaltung. der muss halt einfach ein bisschen schneller lernen. So – und nun zum eigentlichen Inhalt der Show: Wir wollen das UG ändern. um diese andauernde Peinlichkeit zu beenden. Wer also für sein Studium regelmäßig arbeiten und nicht abtanzen kann.

dass dieser Landstrich seinen Reichtum in seiner Natur und seinen Menschen birgt. Und unsere Partner für lange Nächte? Moskitonetze. Als weiteres Highlight erkundeten wir das Gebiet rund um den Vulkan Arenal. Rastertypen und Gurus sieht man frühmorgens bei ihren Reikiübungen und anderen Medi- Cross The Boarder Seite 36 . Rapsfelder und Berge. Im zauberhaften Dominical an der Pazifikküste tummeln sich die coolen Surfertypen ebenso wie die reifere Generation. wo es von Leguanen wimmelt und die Affen über dir von Baum zu Baum springen. Als Alternativprogramm bieten sich die unzähligen Urwaldthermen an. Faszination Mondlandschaft Der Vulkan Irazu erstreckt sich auf über 3. Regnerisches Wetter macht es möglich. Er sollte jedoch bald feststellen. Mit Brot. Für Massagen Geld auszugeben. wie sich die Einheimischen nennen. Doch auch Deutsche. Dank der mageren Beschilderung und dem Nicht-Vorhandensein von Ortsschildern entdeckt man oft die versteckten kleinen Surferparadiese erst nach einigen Runden im Kreis. wäre aber fahrlässig. die ihn zu der Namensgebung veranlasste. Marmeladen und Cocktails – alles aus eigenem Anbau – wird sogar der/die BilligtouristIn verwöhnt. auf dem unzählige Pferde weiden. einem Pfeilgiftfrosch über den Weg hüpfen oder einfach nur in meterhohen Wellen surfen wolltest. grenzt an pure Phantasie. das liebevoll die „Schweiz Zentralamerikas“ genannt wird.000 m. AmerikanerInnen oder Auswanderer/innen aus der Schweiz hat es hierher verschlagen. zenwelt als Straßen zu bezeichnen. fühlt man sich live im Blair Witch Project. Sie betreiben Lodges und vermieten Zimmer um 5 bis 15 Euro pro Nacht. In dem schrägen Hippiedorf Cahuita bestimmt der ‚easy way of going‘ den Alltag. Es gibt kaum ein Land auf der Erde. BesucherInnen zählen. den viertaktivsten Vulkan der Welt. Die Verbindungen im Land der exotischen Tier- und Pflan- Karibikküste – Risikogebiet Malaria Als unverzichtbarer treuer Begleiter für einen karibischen Tag stellt sich eindeutig Insektenspray ein. Wenn man im Nebelwald gerade noch den nächsten Baum in dieser mystischen Stimmung sieht. dass man jenen oft schon aus der Ferne in voller Dimension Lava spucken sieht. Zum Mond fühlt man sich in diesem Augenblick näher hingezogen als zur Erde. Als Kolumbus 1502 an die „Reiche Küste“ kam. dann bist du hier genau richtig – willkommen in Costa Rica. San Jose. eingebettet in ein sattes Grün. Mit etwas Glück darf man sich zu den einzigen Gastfreundschaft wird groß geschrieben Gastfreundlich? Die Ticos. Alle Wege führen nach – richtig. Abseits von Touristenpfaden? Immer doch – aber bitte mit Allrad. Doch ein paar Hundert Meter weiter erschließt sich eine Pinzgau-ähnliche Landschaft mit tropischem Einschlag. Die Wolken liegen dem grünen Lackerl im Kraterloch zu Füßen.Mit den Haien um die Wette schwimmen … Von Anna Ratt … und mit den Spinnen duschen gehen – ‚vida pura‘ en Costa Rica Hast du Lust auf Abenteuer? Wenn du schon immer mal tagelange Wanderungen im Dschungel der giftigen Schlangen unternehmen. sind lebensfroh und absolut gastfreundlich. Und die Vulkane hat man sowieso praktisch vor der Haustür. bekommt man doch Rüttelmassagen dank der vielen Schlaglöcher und Steine am Weg im Auto gratis. Ersatzreifen machen sich hier wirklich bezahlt. Surfing USA Nicht verpassen sollte man auf dem Weg von San Jose Richtung Küste einen Spaziergang durch den Nebelwald – im Gegensatz zum Regenwald ist es hier unheimlich ruhig. Wer statt einem Erholungstag lieber einen Aktivtag einlegt. kann am Arenal-See die tollen Wetterverhältnisse zum Windsurfen nutzen. Von San Jose aus ist man in einigen Stunden sowohl an der Karibik- als auch an der Pazifikküste. das auf so wenig Fläche so viel Abwechslung bietet wie das kleine Land. erhoffte er sich materielle Schätze. lassen an daheim erinnern.

Etliche Badestopps an weißen Palmenstränden sind willkommene Erfrischungen. Fürs optimale Foto kannst du Krebse am weißen Sand jagen – aber vergiss ja nicht. Und wann brichst du auf ins Abenteuer? Touristen: beliebtes Krokodilfutter Eine existentielle Rolle bei Strandwanderungen spielen die lieben Gezeiten. Überschwemmungen in Zimmern (weil das Klosystem mal wieder nicht so funktionierte. Na. als stünde ein Gratisfestmahl bevor. dass man sich mindestens einmal im Urwald verläuft. einen Puma zu erspähen oder rücken um Mitternacht zur Lagune der Krokodile aus. Manchmal passiert es. Cross The Boarder Seite 37 . Bei diesem kuscheligen Etwas. Sie hoffen. Viele Dschungelbegeisterte bleiben tagelang auf solch einer Station. Es gilt am langen Weg nämlich viele Flüsse zu überqueren. Ob nun Moskitos oder Zecken. in fast unberührtem Naturgebiet zig Kilometer zu wandern? Auf der Halbinsel Osa wurden mitten im Dschungel zum Erhalt des Regenwaldes und zu Forschungszwecken biologische Stationen errichtet. Schlangenspuren folgt. hält für wirklich jeden/r eine Überraschung bereit. einmal im Leben mit einer Karte. wenigstens schnarchen die nicht. Sternderlschaufreaks kommen mit der Milchstraße und anderen eindrucksvollen Zeichen am Nachthimmel auf ihre Kosten. Ebbe und Flut. Allerdings sollte man sich aufgrund von Strömungen und Bullsharks nicht zu weit ins Wasser trauen. zum Alltag. Adler über dir ihre Kreise ziehen und Papageien neben dir Mittag essen. irgendwas beißt immer – nur hoffentlich nicht gerade die gefährliche AnophelesMücke. Eine Testreihe wert sind die frischen Bananen- und Ananasmilchshakes – verfeinert mit einem Hauch Malibu – in den Strandbars. braucht der Durchschnittsmensch schon ein gutes Auge. dass Erfrischung doch noch mehr wert ist als die Anwesenheit etlicher Spinnen. Camping ist aber auch schwer im Trend. wie es sollte) gehören neben Ausreiten und den etlichen Versuchen. das mitten in den Ästen der Bäume hängt und wie ein gerade herunterzufallen drohendes Wollknäuel aussieht. schwingen Schmetterlinge in den grellsten Farben und Größen vor deinem Gesicht quietschvergnügt ihre Flügel. tummeln sich Krokodile und Haie. unter Wasserfällen die Wasservorräte nachfüllt und die einzigartige Tierwelt beobachtet. handelt es sich tatsächlich meistens um ein Faultier. In den „Duschen“ macht man die Erfahrung. Während überhaupt nicht scheue Nasenbärenfamilien deine Wege kreuzen. Hat man Pech und die Flut treibt bereits ihr Unwesen. Vor giftigen Schlangen als Zeltnachbarn wird an allen Ecken und Enden gewarnt. Um Faultiere zu sehen. das Land der unsichtbaren Tiere. Ein Paradies für Biologen Wäre es nicht ein Erlebnis. die irgendwer mal irgendwann gezeichnet hat.tationstechniken. Das große Krabbeln Der sehnsüchtige Wunsch auf ein Bett in einer biologischen Station bleibt meist ein Traum. über Felswände kraxelt. bei hohen Wellen am Surfbrett stehen zu bleiben. andere weniger. Die National Geographic Society nannte die Halbinsel Osa den Ort mit der höchsten Biodiversität (Artenvielfalt) weltweit. Um diese biologischen Stationen zu erreichen. dass unwissende TouristInnen oder einfach besonders Lebensmüde den Fluss bei einem Wasserstand bis zum Hals überqueren – mache haben Glück. Costa Rica. dich alle paar Minuten einzucremen. gehört es meist dazu.

Auf hoher See und einer Schiffs-Havarie mag dieses Syndrom das eigene Leben retten können. Kritisieren ist ja mächtig in Mode. könnt ihr das schon längst. Bierbauchbesitzer sollten eigentlich zwangsweise an Schwangerschaftsgymnastikkursen teilnehmen. von mir aus macht ihr aus euch den klassischen „Oben viel. Ich kann auf die Sex-Garantie durch 6er-Garantie gerne verzichten.Mode d´emploi in Sachen Mode Von Markus Kozuh Nach einer Tupperware-Party. aber: Erspart uns bitte den Anblick eurer Achselhaare. von mir aus tragt ruhig auch ein Muskelshirt.at genügt! Lieber fettfrei als bauchfrei Kommen wir zum „B“-Wort Teil Zwei: Bierbäuche. Jössas: bekomme ich nun HofgartencaféHausverbot? Auch egal. Zuhören könnender Waschlappen zu sein. Ein Shirt macht noch keine Muskeln. in dem es völlig egal ist. So Weltstadt kann ein vermeintlicher Provinzort sein – ein Schelm. Achselhaarige Angelegenheit Was mich auch schon zum „A“-Wort bringt. hier ist auch schon meine erste Modekritik. Bei trainierten Frauen kann dies mitunter noch toll aussehen. 10/8-Studi-Ermäßigung: Kommt zu zehnt. Bitte. welche Schuhe man anhat. Was hindert euch denn daran. Modischer Muskelkater Muskelshirt „M“ wie Muskelshirts: Tja. nicht auf bierige. um mich mit der anderen Hand zurecht zu finden und das Bierablassventil in die richtige Position zu bringen. Liebe Komasäufer. von mir aus macht ihr euch täglich drei Proteinshakes. ein verletzlicher. es ist mir aber ein derart großes Anliegen. dass ich gar nicht anders kann. Nämlich „A“ wie „Achselhaare“. überhaupt eingelassen werden darf.ac. Liebe hormonüberbeschusselten Bodybuilder: Von mir aus pumpt ihr euch auf. Spiegeltrinker und andere BWL-Studenten: Ihr habt da offensichtlich etwas missverstanden: Frauen stehen laut Studien auf bärige Typen. aber hallo. diese Shirts trotzdem anzuziehen. Was nicht gerade wenige Frauen nicht daran hindert. Juni. nach erfolgter Gesichtsrasur ein halbes Stockwerk tiefer auch nach dem Rechten zu sehen? Mein Urteil in Sachen Achselhaare: Schuldig. Bei manch anderen – vor allem in Kombination mit einer leicht eng anliegenden Hose kann dies zum „Rettungsring“-Syndrom führen. Das hat die Türsteher intellektuell total überfordert – tja. Darum habe zum Beispiel ich selbst kein Muskelshirt. Der Koschuh Seite 38 . Das sind Shirts. beim Pinkeln im Stehen mit der einen Hand einen Rückspiegel in Hüfthöhe halten zu müssen. Eintrittsbarriere Turnschuh? Übrigens habe ich mir letzten Dienstag einen Jux gemacht und bin normal bekleidet mit einem Lackschuh links und einem Turnschuh rechts ins Hofgartencafé gegangen. zog mir rasch sechs Bier rein und hüpfte wieder davon. In Schlangenlinien. wie ihr das seht. wer nun einen Umkehrschluss zieht. Das ist meine ganz persönliche Mode d‘emploi für mehr Wohlfühlfaktor und gegen Oberflächlichkeit. Muskeln nämlich. die beim Waschen eingegangen sein müssen. neben unansehnlich auch noch unpraktisch: Ich weiß ja nicht. Hiermit enttabuisiere ich das Thema Achselhaarrasur bei Männern. Zum „B“-Wort: Bauchfreie Oberteile. liebe Geschlechtsgenossen: Entweder Mann hat sie oder Mann hat sie nicht. Ich kenne mich jetzt so etwas von aus. Sie sprengt zwar etwas den Rahmen einer üblichen Kritik in Sachen Mode. in Ballungszentren rate ich aber eher davon ab. so leicht geht das bei denen. Während die sich uneins waren. bin ich inoffiziell befugt. Und übrigens gibt‘s auch in Hopfgarten im Tiroler Unterland ein Café. „Wort fetzt! V“ – die fünfte Auflage der Koschuh-Kabarettlesung zum Semesterschluss: 23. zahlt für Acht. auch ein ansatzweiser. hüpfte ich auf einem Bein – nämlich dem belackschuhten. Zudem ist ein Bierbauch. Gehen wir doch gleich in medias res. und 24. Wenn sogar ich dazu stehe. Kulturgasthaus Bierstindl. Todesstrafe. Weg mit dem Gestrüpp. Nichts ist schlimmer als ein Muskelshirt. DoppelBitte. sensibler. der ich ja einen Hofgartencafé-pfui-gaga-Turnschuh anhatte (aber eben nur einen). aber ich hasse es. an der Eiweißshake-Oberkörpermuskelschwangeren Türstehermeute vorbei. das im Innsbrucker Föhn weht wie eine dieser „Innsbruckist-EM-Stadt- und-wehe-wenn-ihr-wasgegen-die-EM-habt-weil-dann-seid-ihralles-VaterlandsverräterInnen“-Fahnen. lacht für Zehn! Die UNIpress verlost 5 Freikarten: E-Mail an redaktion-oeh@uibk. in deren Rahmen ich gelangweilt ein BurdaMagazin las. modische Irrtümer und Todsünden der Jetztzeit aufzuzeigen. unten nichts“-Typen (wobei ich mit „oben“ nicht eure kognitiven Fähigkeiten meine – dafür mit „unten“ sehr wohl das Zeug unter der Gürtellinie). Mein Urteil in puncto Bierbauch: absolut entbehrlich. Und überhaupt ist der Schließmuskel physiologisch viel wichtiger als ein Bi- oder Trizeps. Und voilà. 20 Uhr. ein „Don‘t“ beim Gehen und ein „Double-Don‘t“ im Sitzen. Ein fettes Minus also. ob ich. Modekritiken zu schreiben. Mein Urteil in puncto bauchfrei: Ein eingeschränktes „Do“ im Liegen an Stränden.

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