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11./12.

August ’07
l e s b i s ch · s chwul · bi · t r ans gender
Christopher Street Day
www.csdmuenchen.de · Schirmherrschaft: OB Christian Ude
Für München.
Wir wollen mehr.
11.8.
11–12 Uhr Politischer Auftakt
(Marienplatz)
12 Uhr Start Politparade
12–23 Uhr Straßenfest
(Marienplatz/Rindermarkt)
22–5 Uhr Rathaus-Clubbing
(VVK: Max & Millian, Lillemor’s,
X-Leasing, www.muenchen-ticket.de)
12.8.
12–23 Uhr Straßenfest & Pumps Race
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(Marienplatz/Rindermarkt)
Veranstalter:
Lesbenberatungsstelle
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CSD München 2007 · 11.
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12. August 2007
Wir wollen mehr. Für München.
Liebe Freundinnen
und Freunde,
wie in den letzten 27 Jahren bringt der diesjäh-
rige Münchner CSD wieder mit Politik und Party
die Vielfalt der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und
Transgender auf die Straße, um zu feiern und zu
fordern.
Gründe zum Feiern gibt es wirklich genug: Das
Lebenspartnerschaftsgesetz und das Allgemei-
ne Gleichbehandlungsgesetz geben erste Ansätze
rechtlicher Antidiskriminierung. Es gibt eine städ-
tische Koordinierungsstelle für gleichgeschlecht-
liche Lebensweisen. Lesbisch-schwule Projekte
werden städtisch gefördert. Seit Neuestem sogar
ein lesbischwules Jugendzentrum von Diversi-
ty. Neue Projekte in der rosa Altenarbeit entste-
hen. Um schwul-lesbische Touristen wird gewor-
ben. Tausende können im Bierzelt auf der Wiesn,
bei Straßenfesten und sogar einem pinkfarbenen
Weihnachtsmarkt feiern. Die Community ist sicht-
barer denn je. Das Klima in der Stadt insgesamt
lesben- und schwulenfreundlich. Und ich freu mich,
dass ich als Rosa-Liste-Stadtrat diese Erfolgs-
geschichte der Münchner Lesben, Schwulen und
Transgender im Rathaus mitgestalte. So etwas ist
immer noch einmalig in Europa.
Schon versuchen uns Politik und Gesellschaft in Grenzen zu verweisen. Es sei jetzt wirklich genug. Mit der „Homo-Ehe“
seien wir doch in der Mitte der Gesellschaft angekommen und hätten jetzt alles erreicht. Manchmal glauben wir das so-
gar selber. Dagegen haben wir Veranstalter und die beteiligten Organisationen ganz bewusst das CSD-Motto „Wir wollen
mehr. Für München.“ gestellt. Denn wirkliche Gleichstellung haben wir noch nicht erreicht.
Die Bundesregierung hat uns von der Tagesordnung genommen. Gleichstellung mit der Ehe und Adoptionsrecht sind
kein Thema mehr. Unser Füreinander in Beziehungen bleibt immer noch diskriminiert. Absoluter Stillstand in Berlin. Die
katholische Kirche lässt keine Gelegenheit aus, ihr anti-homosexuelles Profl zu schärfen. Gewalt ist nicht nur ein Thema
in Osteuropa. Toleranz kommt immer wieder an ihre Grenzen. In unserem Alltag erfahren wir immer noch Abwertungen,
Ausgrenzungen und Defzite, sei es am Arbeitsplatz, in der Schule, als Jugendliche, Alte oder HIV-Positive. Deshalb wollen
wir mehr. Für uns.
Doch gemeinsame politische Forderungen sind nicht mehr selbstverständlich. Mit den gesellschaftlichen Fortschritten hat
sich auch unsere Szene verändert, auf die man nicht mehr so angewiesen ist. Man kann sich leichter in Nischen zurückzie-
hen, das Internet bietet neue Kommunikationsmöglichkeiten, unser Viertel ist im Umbruch. Aber das darf uns nicht blind
machen für immer noch bestehende Diskriminierungen, für Vereinsamung, Ängste und soziale Benachteiligungen.
Das CSD-Motto „Wir wollen mehr. Für München.“ provoziert deshalb auch Fragen zu unserem eigenen Politikverständnis:
Wollen wir noch gemeinsame Forderungen stellen? Welche? Wer kann und soll uns politisch vertreten? Ich hoffe, wir
kommen darüber beim CSD ins Gespräch. Auch mit Blick auf die Kommunalwahlen 2008.
Rosa Liste will jedenfalls immer noch mehr. Für uns. Und für München. Denn eine vielfältige, aktive und solidarische Szene
bereichert die Stadt. Und gestaltet ein tolerantes und offenes München mit.
Schwulen- und lesbenpolitisches Engagement lohnt, nicht nur zum CSD. Das zeigt ja gerade unsere Erfolgsgeschichte in
München.
Euer
Rosa-Liste-Stadtrat
Thomas Niederbühl
CSD München 2007 · 11.
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Wir wollen mehr. Für München.
Grußwort
Keine Frage: Vieles hat sich für Münchens
schwul-lesbische Community in den letz-
ten Jahren spürbar verbessert. Der Ein-
zug der Rosa Liste ins Münchner Rathaus
1996, die Einrichtung der städtischen Ko-
ordinierungsstelle für gleichgeschlecht-
liche Lebensweisen 2002, die EuroGames
2004, dazu die vielfältigen Angebote der
städtischen Anonymen Aidsberatung, der
Münchner Aids-Hilfe sowie von Sub und
LeTra, und besonders natürlich auch der
alljährliche CSD, der längst zu einem der
zugkräftigsten Münchner Publikumsmag-
neten wurde und alljährlich Zehntausende
anlockt, nicht nur aus München, sondern
aus der ganzen Region und weit darüber
hinaus – das alles und noch vieles andere
mehr unterstreicht den enormen Wan-
del, den sich die Szene durch couragier-
tes Auftreten, mühsame Aufklärung und
fortschreitende Selbstorganisation, aber
auch mit tatkräftiger Unterstützung von
Seiten der Stadt erarbeitet hat: den Wan-
del von der randständigen Minderheit hin
zur fest etablierten und politischen Kraft.
Also alles Friede, Freude, Eierkuchen?
Leider nein! Denn nach wie vor erfahren
Schwule und Lesben auch in München Dis-
kriminierung und soziale Benachteiligung.
Und deshalb setzt die Stadt auch weiterhin alles daran, hier die notwendige Abhilfe zu schaffen: durch
Information und Aufklärung, wie sie die städtische Koordinierungsstelle mit ihren neuen Broschüren
für schwule, lesbische und Transgender Senioren und Seniorinnen, Migranten und Migrantinnen oder
ihrem demnächst erscheinenden Lesbenhandbuch bietet; durch die konsequente Umsetzung des All-
gemeinen Gleichbehandlungsgesetzes; durch die Bezuschussung des „Diversity“-Jugendzentrums in der
Blumenstraße; oder auch durch das Internetangebot für schwul-lesbische Jugendliche im Stadtportal
muenchen.de.
Doch auch dabei geht es nicht nur um schwul-lesbische Projekte, sondern um eine fortschrittliche
Kultur-, Gesellschafts- und Integrationspolitik, die Pluralität wahrnimmt und fördert und sich für den
Schutz aller Minderheiten einsetzt. Es geht also um ein Stadtklima der Liberalität und Aufgeschlossen-
heit, um München als Stadt der Toleranz und Weltoffenheit.
Im besten Einklang damit steht auch das Motto des CSD 2007: „Wir wollen mehr. Für München.“. Auch
das bekräftigt es: Politik und Party gehören beim CSD untrennbar zusammen. Und von beidem gibt es
reichlich in diesem Jahr: Denn da wird nicht nur mehr gefordert, sondern auch mehr gefeiert, erstmals
mit einem zweitägigen Straßenfest vom Marienplatz bis zum Rindermarkt, und natürlich auch diesmal
mit einer langen Nacht im Münchner Rathaus.
Gerne habe ich wieder die Schirmherrschaft übernommen und wünsche allen, die mit dabei sind beim
Feiern und Fordern, einen bunten, fröhlichen und erfolgreichen CSD 2007.
Christian Ude
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München
Intensive und
nachhaltige
medizinische
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Wir wollen mehr. Für München.
Rosa Liste: Wir wollen mehr. Für München.
2007 wurde von der EU zum Europäischen Jahr der Chancengleichheit erklärt. In nahezu allen Ländern
Europas, Deutschland eingeschlossen, wird auch in diesem Jahr wieder Lesben, Schwulen und Trans-
gendern die völlige rechtliche Gleichstellung verweigert.
Papier ist geduldig, heißt es oft. Unsere Geduld, gerade mit Blick auf eine Europapolitik der Chancen-
gleichheit für alle Menschen, ist zu Ende. Deshalb fordern wir eine konkrete Umsetzung dieses wohl-
klingenden Slogans durch klare und rechtsverbindliche EU-Gesetze, die auf die bundesdeutsche, die
Länder- und die Kommunalpolitik weiterwirken.
Wie wirksam eine kommunalpolitische Arbeit für die Umsetzung unserer Community-Forderungen
in München ist, das konnten wir von der Rosa Liste in der Vergangenheit durch viele sichtbare Erfolge
erleben. Die Rosa Liste will da weitermachen, wo sie seit mehr als zehn Jahren eine erfolgreiche, kon-
sequente und Politik der 100%-Chancengleichheit für Lesben, Schwule, Bi und Transgender vertritt: in
Münchens Kommunalpolitik.
Zur Kommunalwahl 2008 wird die Rosa Liste mit einem Spitzenteam zur Stadtratswahl antreten: Tho-
mas Niederbühl (Stadtrat der Rosa Liste), Rita Braaz (LeTRa-Mitarbeiterin und CSD-Pressesprecherin)
und Alexander Miklosy (Rosa-Liste-Vorsitzender des Bezirksausschusses 2 Isarvorstadt/Ludwigsvor-
stadt) sollen die KandidatInnenliste anführen, die im Reißverschlussverfahren paritätisch mit Männern
und Frauen besetzt werden soll. Zudem wird die Rosa Liste wieder den Oberbürgermeister Christian
Ude unterstützen, um gemeinsam mit ihm die rot-grün-rosa Regierungsmehrheit fortsetzen zu kön-
nen.
Auch zukünftig braucht unsere Community eine zuverlässige Bündnispolitik im Rathaus. Wir
von der Rosa Liste sehen es als unsere Aufgabe an, Förderung und Unterstützung für Lesben,
Schwule, Bisexuelle und Transgender in jedem Thema und allen Lebensbereichen umzusetzen.
Denn Arbeitsplatzsicherung, Armutsbekämpfung oder Familienpolitik sind genauso wenig
reine Hetero-Themen wie Gewaltprävention, Integrationspolitik oder Kinder- und Jugendför-
derung. Diese großen Zukunftsaufgaben der Stadtpolitik sollen aus unserer Sicht und mit den
Stimmen der Rosa Liste bewältigt werden.
Deswegen ist Ziel der Rosa Liste für die Wahl 2008: Drei StadträtInnen der Rosa Liste im Rathaus
und damit die Stärkung einer Lesben- und Schwulenpolitik ohne parteipolitisches Wenn und Aber.
Wir wollen: Chancengleichheit und Gleichstellung für alle unterm Regenbogen. In München und
Europa.
Sofa Talk der rosa liste
rosa liste will mehr.
Für München
Das Spitzenteam der rosa liste
für die Wahl 2008 lädt ein
Moderation: Bernd Müller
Dienstag 14.08.07
20.00 Uhr
im Sub, Müllerstr. 43
Zwischen Lebenspartnerschaftsgesetz und dem Europäischen Jahr der Chancengleichheit –
Zwischen Adoptionsrecht und Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz –
Zwischen Glockenbachviertel und Gay Romeo – wie entwickelt sich die Szene –
Zwischen Anspruch und Wirklichkeit bewegt sich die Lesben- und Schwulenpolitik auch in unserer Stadt.
Trotz alledem: Was bleibt sind die Fragen nach einer konsequenten politischen Vertretung für eine
lesben- und schwulenfreundliche Stadtpolitik.
Was wurde bereits erreicht?
Was sind die Zukunftsaufgaben für ein München der Toleranz und der kulturellen Vielfalt?
Thomas Niederbühl,
Stadtrat der Rosa Liste
Rita Braaz,
Stadtratskandidatin der Rosa Liste
Alexander Miklosy,
Bezirksausschussvorsitzender der Rosa Liste
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Wir wollen mehr. Für München.
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CSD München 2007 · 11.
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Wir wollen mehr. Für München.
Alexander Miklosy, Vorsitzender des
Bezirksausschusses 2:
Erfolgreiche Kommunalpolitik
für Schwule und Lesben
Blicken wir zu unserer Bundesregierung nach Berlin, dann erkennt man, was poli-
tischer Stillstand wirklich bedeutet: Von unserer Landesregierung haben wir da erst
recht keinen Anstoß zu erwarten. Hier muss es wieder einmal – wie schon so oft in
der Vergangenheit – Anregungen aus der Kommunalpolitik geben, damit man weiß,
dass wir Schwule und Lesben nicht nur in Bundestag-Wahlkampfzeiten existieren.
Aber wir wollen nicht nur Stimmvieh sein, um danach dann achtlos fallen gelassen
zu werden. Wir wollen mehr. Bei unserer Münchner Kommunalpolitik sehen wir uns
auf dem richtigen Weg. Unsere Integration in die Stadtgesellschaft wurde und wird
von den Verantwortlichen vorangetrieben. Aber wir sind als Teil dieser Stadtgemein-
schaft immer noch in der Außenseiterrolle.
Schließlich haben wir alle in der Community dazu beigetragen, dass München eine tolerante Lebensein-
stellung vermittelt. Da ist es nur logisch, dass wir noch selbstbewusster auftreten wollen, indem un-
sere Rechte (und nicht nur die Pfichten!) in einem Maß gestärkt werden müssen, das uns zu absolut
gleichwertigen Mitgliedern der Gesellschaft macht. Letztendlich wird das ein Gewinn für uns alle in der
schwullesbischen Gemeinschaft sein, aber vor allem: Für München.
Interview
mit der Rosa-Liste-
Spitzenkandidatin:
Rita Braaz
Rita, die Szene kennt dich als LeTRa-Mitarbeiterin und aus
deiner Arbeit als Pressesprecherin des CSD. Was hat dich
zur Rosa Liste gebracht?
Die Rosa Liste zu wählen war für mich als Lesbe immer selbst-
verständlich. Durch die enge Zusammenarbeit mit Thomas
Niederbühl in den letzten Jahren habe ich persönlich erfahren,
wie notwendig, wichtig und effektiv die politische Arbeit der
Rosa Liste für unsere Community ist. Für mich ist es daher lo-
gisch, den nächsten Schritt zu tun und mich genauso leiden-
schaftlich lesbisch für die Rosa Liste einzusetzen, wie ich das in
meiner Öffentlichkeitsarbeit für LeTRa oder den CSD tue.
„Wir wollen mehr. Für München.“
Was verbindest Du mit diesem Motto?
In einer guten Partnerschaft sind beide füreinander da. Ich wünsche mir eine dauerhafte, zuverlässige
und engagierte Beziehung zwischen der Stadt München und der Lesben-, Schwulen-, Bi- und Trans-
genderszene.
Ein wichtiger Schritt wäre beispielsweise, alle städtischen Einrichtungen und deren MitarbeiterInnen
mit einem „Regenbogen-Update“ auszustatten. Das heißt, vermehrt Schulungen und Fortbildungen
zum Thema Vielfalt durchzuführen. Es gibt viele Aufgaben, die sich der Stadt wie unserer Community
stellen, damit München auch zukünftig eine herausragende Infrastruktur und Lebensqualität für uns
bietet.
Rosa Liste war in den letzten zehn Jahren eine kleine Kraft mit großer Wirkung. Diese schwul-lesbische
Kraft zu verstärken, dafür setze ich mich ein.
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Wir wollen mehr. Für München.
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Wir wollen mehr. Für München.
München hat’s:
Ein Zentrum für schwule, lesbische,
bi- und transsexuelle Jugendliche
Bei Diversity, dem Dachverband der LesBiSchwulen Jugendgruppen Münchens, haben sich viele ver-
schiedene Angebote für LesBiSchwule Jugendliche zusammengeschlossen. Freizeitgruppen, Gleich-
altrigentreffs, Jugendcafé, Gesprächsrunden und vieles mehr wird hier geboten. Und das Ganze jetzt
unter einem Dach! Denn es gibt
nun das LesBiSchwule Jugend-
zentrum für München. Die sehr
zentral gelegenen Räume im
ersten Stock der Blumenstraße
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Nachdem Diversity gemeinsam mit Stadträten, der Koordinierungs-
stelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und dem Stadtjugend-
amt die Räumlichkeiten und deren Finanzierung sichern konnte,
mussten sie sich durch die Tiefen von Planungsrecht, Bauanträgen
und nicht vorhandenen Telefonanschlüssen wühlen, um die Räume
auch funktionsfähig zu machen. Es ist fast jeden Tag etwas gebo-
ten:
Jeden ersten und dritten Dienstag von 19 bis 21 Uhr, trifft sich dort
20+pos, eine Gruppe für junge HIV-Positive. Jeden Mittwoch von 19
bis 23 Uhr gibt’s den Barabend mit den JuLes oder den Jungs. Jeden
zweiten und vierten Freitag treffen sich um 16 Uhr die Youngsters,
eine Gruppe für junge Schwule bis 19. Jeden Freitag Abend um 19
Uhr treffen sich dann die JuLes, eine Freizeitgruppe für junge Lesben
und Bisexuelle, und die Jungs, eine Freizeitgruppe für junge Schwule,
und unternehmen getrennt, aber auch manchmal zusammen tolle
Freizeitaktionen. Immer samstags von 19 bis 1 Uhr und sonntags
von 16 bis 22 Uhr ist das Diversity-Café im Jugendzentrum geöffnet.
Die gesamte Arbeit bei Diversity wird übrigens von den jugendlichen
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m „Ich war am Wochenende in der Sauna und hatte einem Mann den Schwanz geblasen – ohne
Gummi. Und irgendwie hab ich jetzt das Gefühl, dass das riskant gewesen sein könnte.“
m „Ich hab mit meinem HIV-positiven Freund Sex gemacht – dabei ist das Gummi gerissen, er hat aber
nicht abgespritzt. Wir gefährlich es das denn?“
m „Ich hatte schon paar Mal ungeschützten Sex mit anderen Kerlen, von denen ich aber jeweils denke,
dass die nicht positiv sind. Aber sicher weiß ich es halt leider nicht. Was soll ich jetzt machen?“.
m „Ich hatte ungeschützten Sex mit ´nem positiven Mann, dessen Viruslast allerdings unter der Nach-
weisgrenze ist – war das OK so? Oder ist das doch riskant?“
Diese Liste von Situationen, bei denen schwule Männer das Risiko im Einzelfall nicht so gut einschätzen
können, ließe sich beliebig fortsetzen. Denn wenn auch die meisten schwulen Männer recht gut über
Safer Sex informiert sind, so tauchen doch immer wieder Fragen oder Unsicherheiten auf, wie risiko-
reich denn die eine oder andere Situation war. Genau dafür gibt es jetzt ein spezielles Angebot bei der
Münchner Aids-Hilfe:
checkpoint münchen – Beratung zu sexuellen Risiken und HIV-Test.
Anders als beim Arzt oder in herkömmlichen Beratungen wird bei checkpoint zuerst eine genaue Risi-
koanalyse mittels eines spezifschen Fragebogens vorgenommen, den wir dann mit Euch genau durch-
gehen werden. Dabei können wir die in Frage kommenden Verhaltensweisen und Strategien genau
besprechen, ob da ein Risiko vorlag – oder ob nicht.
Wenn ein Risiko vorhanden war:
Wenn ein Risiko vorhanden war, dann können wir das natürlich nicht rückgängig machen. Es stellt sich
dann aber die Frage, ob durch einen HIV-Test abgeklärt werden soll, ob es zu einer Infektion kam. Wir
Wir wollen mehr. Für München.
CSD München 2007 · 11.
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12. August 2007
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Die Beratungsstelle der Münchner Aids-Hilfe e.V. wird finanziell gefördert vom Bayerischen Staats-
ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz sowie der Landeshauptstadt München.
werden diese Frage ausführlich besprechen. Solltest Du einen Test
zur Abklärung machen wollen, können wir diesen an Ort und Stelle
durchführen. In den meisten Fällen werden wir – und auch das ist
neu in unserem Angebot – den HIV-Schnelltest verwenden, denn
da erhalten wir das Ergebnis bereits nach einer halben Stunde!
Wir richten uns mit unserem Angebot gezielt an schwule Män-
ner, denn gerade bei diesen ist das Wissen um HIV zwar oft er-
freulich hoch – aber genauso oft auch die Unsicherheiten. Für viele
Schwule spielt das Thema „Risikomanagement“ – also Strategien
zu haben, auf das Kondom zu verzichten und das Risiko trotzdem
niedrig halten zu wollen, eine große Rolle. Das führt aber auch
dazu, dass man oft nicht mehr genau einschätzen kann, wie hoch
das Restrisiko ist. Genau bei diesen Überlegungen wollen wir hel-
fen. Und die letztendliche Klärung durch einen HIV-Test ist für viele
schwule Männer hilfreich. Und genau an die Personen richtet sich
checkpoint münchen:an Männer, die es genau wissen wollen.
Wir wollen mehr. Für München.
Wir wollen mehr. Für München. –
Das Sub bietet mehr!
Regenbogenfaggen am Marienplatz, Party bis zum Rindermarkt, Pumps Race um die Ma-
riensäule. Straßenfest, Parade, Rathausclubbing. Schrill, bunt und politisch präsentiert sich der
Münchner Christopher Street Day 2007. Wie selbstverständlich treten wir Lesben, Schwule, Bi-
und Transsexuelle auch in diesem Jahr offen und selbstbewusst zu unserer Runde durch die Stadt
an, um auf unsere Forderungen, unsere Kultur, unseren Lebensstil aufmerksam zu machen.
Das Sub marschiert mit. Seit seiner Gründung vor 21 Jahren macht sich das Schwule
Kommunikations- und Kulturzentrum München, kurz Sub e.V., das zusammen mit der
Lesbenberatungsstelle LeTRa, der Münchner AIDS-Hilfe und der Rosa Liste den Münch-
ner Gay Pride veranstaltet, für schwule Männer in dieser Stadt stark. Von Anfang an
hat das Sub denn auch das Motto des diesjährigen CSD mitgetragen. „Wir wollen mehr.
Für München.“ lautet 2007 der Schlachtruf der schrägen Politparade, mit dem die Com-
munity Gleichberechtigung einfordert.
Gemeinsam haben Münchens Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender in den ver-
gangenen Jahren vieles erreicht. Die Szene ist mit einer eigenen Wählerinitiative im
Rathaus vertreten; Lesben und Schwule regieren im Stadtrat mit. Die Stadt hat eine
Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen eingerichtet und – lange
vor Verabschiedung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes – die Diskriminierung
von Lesben und Schwulen unter ihren Angestellten unter Strafe gestellt. Wie in Berlin,
Köln oder Hamburg können sich in München gleichgeschlechtliche Paare im Standes-
amt das Ja-Wort geben, wenn sie das wünschen. Heiratswilligen bietet das Kreisver-
waltungsreferat an, ihre Lebenspartnerschaft dort notariell verbriefen zu lassen.
München fördert zahlreiche lesbisch-schwule Projekte wie LeTRa und Sub. Vor Kurzem
hat an der Blumenstraße mit städtischer Unterstützung das erste lesbisch-schwu-
le Jugendzentrum der Stadt eröffnet. Verstecken müssen sich in München Lesben,
Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle nicht mehr. Die Stadt ist weltoffen, die Szene
sichtbar – beim Feiern auf der Hans-Sachs-Straße ebenso wie auf der Wiesn und dem
rosa Weihnachtsmarkt im Szeneviertel. Mit seinem Angebot an Lokalen, Clubs, Events
und Beratungsstellen ist München inzwischen zu einer der ersten Adressen der Szene
in Deutschland avanciert. Und längst spricht die Stadt damit gezielt auch schwule und
lesbische Touristen an.
Und doch: „Wir wollen mehr“, lautet das Motto des CSD 2007. Homo- und heterose-
xuelle Eheleute sind bis heute nicht gleichgestellt. Diskriminierung ist an der Tagesord-
nung. Noch immer sind Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender Opfer verbaler und körperlicher
Gewalt in der Schule, am Ausbildungs- und Arbeitsplatz, in Freizeit, Familie und Freundeskreis. Die Su-
izidrate unter Homosexuellen ist um ein Vielfaches höher als unter Heterosexuellen. Auch heutzutage
ist es alles andere als schick, schwul oder lesbisch zu sein. Homosexualität – das zeigt die Alltagspraxis
im Sub - schafft noch immer Probleme.
Nicht umsonst hat sich im Laufe der Jahre in Münchens Schwulenzentrum mit den vielen Freizeit- und
Selbsthilfegruppen, der psychosozialen Beratungsstelle, der HIV-Prävention und den zahlreichen In-
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formations- und Serviceeinrichtungen eine Infrastruktur etabliert,
die schwulen Männern hilft, selbstbestimmt zu leben. Die Sub-Be-
ratungsstelle feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Und
dabei geht es nicht nur um schwierige Themen wie Identitätssuche,
Beziehungs- und Suchtprobleme, Coming-out, Gewalt, Existenz-
und Lebensängste sowie HIV/Aids. Übrigens konnte sich das Sub
den verändernden Rahmenbedingungen immer anpassen: Das be-
weist unter anderem der HIV-Test im Sub, das Schwule Patenprojekt
und die Kochgruppe für Migranten, die den Namen „Leckerbissen“
trägt.
In den vergangenen Jahren hat sich das Sub, allen voran das Café,
immer mehr zum offenen Treffpunkt für schwule Männer entwi-
ckelt. Hier treffen sich schwule Schachspieler und Chorsänger eben-
so wie schwule Frankreich- und Polit-Fans, die über Karl Marx dis-
kutieren. Regelmäßig lädt das Sub zu Lesungen, Videoabenden und
Podiumsdiskussionen. Künstler stellen ihre Werke aus. Einmal im
Jahr feiert das Sub seinen Geburtstag mit einer großen Straßenfete,
die in München Kultstatus genießt. Das Hans-Sachs-Straßenfest fn-
det in diesem Jahr eine Woche nach dem CSD am 18. August statt.
Das Sub agiert unauffällig. Es arbeitet still hinter den Kulissen und
sorgt dafür, dass die Szene da draußen funktioniert. Die Fäden im
Netz, die das Sub mit der Szene verbinden, sind dicht geknüpft und
stark. Es sind die Schwulen dieser Stadt, die dem Zentrum seine vie-
len Facetten und seinen familiären Charme erhalten haben. Heute
ist das Sub – 1986 als Dach für alle Schwulengruppen der Stadt ge-
gründet – Bürgerzentrum, Informationsforum, Selbsthilfezentrum
und Party-Location in einem. Ein Angebot, das in Deutschland sei-
nesgleichen sucht.
Aus Sicht des Sub muss es 2007 deshalb auch heißen: „Wir bie-
ten mehr. Für München.“: Service und Engagement, Kommunika-
tion und Kultur, Gemeinschaft und Lebensqualität. Für Münchens
schwule Männer. Für München insgesamt. Die Besucher, Gäste, Mit-
arbeiter und Helfer des Sub tragen ihren Teil dazu bei. Vor allem den
vielen ehrenamtlichen Helfern wollen wir an dieser Stelle danken.
Aber auch den vielen Spendern und vor allem der Stadt München
sowie dem Regierungsbezirk Oberbayern gebührt unser Dank. Ohne
ihre Förderung wäre das Sub nicht, was es ist.
Ihre Freiheiten muss sich die schwullesbische Gemeinde immer wie-
der aufs Neue erkämpfen, um sie zu bewahren, bis auch der Letzte
begreift, dass Münchens Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans-
gender eine Bereicherung für die Stadt sind. Noch immer wird un-
terschätzt, was die Szene psychosozial, politisch und kulturell für
München alles leistet. Das ist die eigentliche Botschaft des diesjäh-
rigen CSD.
Conrad Breyer
Wir wollen mehr. Für München.
16 CSD München 2007 · 11.
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12. August 2007
LeTRa – Wir wollen mehr.
Für München.
Zwei Tage lang feiern wir auch in diesem Jahr mit dem CSD wie-
der den Beginn der lesbischen,schwulen und transgender Emanzipa-
tionsbewegung.
1969, von New York ausgehend, wurde der öffentliche Protest ge-
gen Willkür und Gewalt, Homophobie und Hass zum Motor einer
internationalen Welle von politischen Aktionen. Verglichen mit der
Situation, die sich den LGBT-Communities z.B. in Warschau, Moskau
oder Belgrad heute noch bietet, könnten wir hier in München ein-
fach dankbar sein.
Wir wollen mehr. Für München.
CSD München 2007 · 11.
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12. August 2007 17
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Lesben und Schwule in Serbien
Vortrag mit Filmvorführung und Gespräch
AktivistInnen aus Belgrad
sprechen über ihre Situation,
Aktivitäten und Zukunftsträume.
Donnerstag, 9.8.2007, 19 h
Ort: Café Regenbogen, Lindwurmstraße 71
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Offen für Lesben, Schwule, Transgender
& alle Interessierten
Unterstützt von:
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Münchener MeRSI
Gruppe von Amnesty
International
Lesbenberatungsstelle
LeTRa
Serbien.qxd 05.06.07 16:55 Seite 1
Über die Lebensbedingungen von
Lesben und Schwulen in Belgrad,
Serbien, können wir alle mehr er-
fahren auf der Veranstaltung die wir
im Cafe Regenbogen (siehe Anzeige
und Kulturprogramm) anbieten.
Ja, wir LeTRa-Lesben sind dankbar,
weil wir seit zehn Jahren mit Hilfe
städtischer Förderung und durch
das große Engagement vieler Ver-
einsfrauen, Bayerns einzige pro-
fessionelle Lesbenberatungsstelle
anbieten können. Unsere Arbeit,
die wir für die Gleichstellung von
Lesben leisten, wurde in diesem
Jahr mit dem Frauenförderpreis der
Stadt, dem Anita-Augspurg-Preis,
ausgezeichnet.
Außerhalb der Szenemedien berich-
tete nur der Münchner Merkur über
dieses Ereignis. Deutlicher kann die
Problematik kaum werden: Nach
wie vor mangelt es an öffentlicher
Wahrnehmung von Lesben und ei-
ner informativen Berichterstattung
über Lesben in den Medien.
Um mit Polt zu sprechen: Der Homosexuelle an sich ist keine Lesbe.
Wir wünschen uns mehr Sichtbarkeit von Lesben in der Öffentlich-
keit und in den Medien.
Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Iconkids &
Youth von 2002 lehnen 61 Prozent der Jugendlichen in Deutschland
Lesben und Schwule grundsätzlich ab. Hier ist Handeln nötig. Wir
wünschen uns deutlich mehr Aufklärungskampagnen und -projekte
für Jugendliche, die eine Kultur des Respekts und der Achtung ge-
genüber allen Minderheiten fördert.
Gleichzeitig wünschen wir uns eine verlässliche, sicher verankerte
und gleichwertige Entwicklungsförderung auch für bisexuelle, les-
bische, schwule oder transgender Jugendliche. Hier sind Schulen und
die Jugendhilfe gefordert, mehr als bislang zu dieser Entwicklungs-
förderung beizutragen.
Wir genießen momentan ein stadtpolitisches Klima, das für unse-
re Minderheit wohlmeinend und bekömmlich ist, während die bay-
rische Landesregierung gemessen an ihrer Gleichstellungspolitik für
Minderheiten immer noch in der Eiszeit gefangen ist.
Dieses lesben- und schwulenfreundliche Stadtklima zu schützen und
in Zukunft zu erhalten – dazu sollten wir alle in München, unabhän-
gig von unserem persönlichen Lebensentwurf, verstärkt unseren
Beitrag leisten.
1 CSD München 2007 · 11.
+
12. August 2007
Wir wollen mehr. Für München.
Koordinierungsstelle
für gleichgeschlechtliche
Lebensweisen
Hilfen und Angebote für Lesben, Schwule und Transgender im Alter
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Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen
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Andreas Unterforsthuber, Heike Franz, 80469 München, Tel: 23 00 09 42 / -57
kgl.dir@muenchen.de · www.muenchen.de/koordinierungsstelle
Wir wollen mehr Aufgeschlossenheit
Andreas und Heike, auch die
Koordinierungsstelle hat in
den letzten fünf Jahren so
einiges dazu beigesteuert,
dass es gut läuft für Lesben,
Schwule und Transgender in
München. Brauchen wir wirk-
lich noch mehr?
Defnitiv ja! In weiten Kreisen
auch der aufgeklärteren Bevöl-
kerung wird Ausgrenzung und
Benachteiligung von Lesben,
Schwulen und Transgendern
vielfach ausgeblendet. Sich mit
diesem Thema zu beschäftigen,
stößt auf Unverständnis, die
Widerstände sind sogar in Fach-
kreisen z.B. der sozialen Arbeit
oft groß. Diskriminierungserfah-
rungen sind aber für viele von
uns enorm schwierige und lange
währende Belastungen.
Also: Wir brauchen ein Mehr an Aufgeschlossenheit, an Akzeptanz
unterschiedlichster Lebensformen und an Zivilcourage, sich für Min-
derheiten einzusetzen. Es braucht ein Bewusstsein davon, dass sich
eine jahrhundertelange Geschichte von Verfolgung und Entwer-
tung nicht innerhalb von zehn bis 15 Jahren im Bewusstsein der
Menschen „löschen“ lässt, weder bei den Betroffenen noch bei der
Mehrheitsbevölkerung.
Wo seht Ihr den größten Handlungsbedarf?
Nach unserer Erfahrung ist die direkte Benachteiligung sehr viel
subtileren Formen von Diskriminierung gewichen. Schlechter nach-
weisbar, deshalb oft auch für die Betroffenen sehr verunsichernd.
Gerade in der Arbeitswelt, also an einem Ort, an dem viel Abhän-
gigkeit besteht und die (sozialen) Beziehungen nicht wählbar sind,
sind ausgrenzende Strukturen weit verbreitet.
Handlungsbedarf gibt es aber in fast allen Lebensbereichen, aber
darüber wird in diesem Heft sicher an anderer Stelle genügend ge-
schrieben. Wir würden bezüglich des CSD-Mottos gerne den Blick
auch nach innen, also ins Innenleben der schwullesbischen Gemein-
de in München lenken.
Also eigentlich gibt es in München doch eine ganze Menge
Angebote. Was wäre denn an „Mehr“ nötig?
Stimmt schon, die schwullesbische Szene hat sich enorm ausdiffe-
renziert in den letzten Jahren, es gibt für fast alle Interessen und
Lebenslagen Angebote.
Aber es gibt auch problematische Entwicklungen. Das Glockenbach-
viertel wird mehr und mehr zum Mainstream-Viertel, sogar auf
der Müllerstraße muss man sich unfreundliche Sprüche über „die
Homos“ anhören. Hier bräuchte es wieder ein deutliches Mehr an
schwullesbischem Leben.
Der Umgang mit den „Minderheiten in der Minderheit“ scheint uns
auch ein wichtiges Thema zu sein. Wie gehen wir mit unseren al-
ten, behinderten, ausländischen Mit-Lesben und Mit-Schwulen,
Wir wollen mehr. Für München.
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CSD 210x98 11.06.2007 17:18 Uhr Seite 1
mit Transgendern um? Wir denken, es braucht auch ein „Mehr“ an
Gemeinsamkeit, an Identifkation mit der eigenen Gemeinde und
an Solidarität und Freundlichkeit untereinander. Menschen dürfen
nicht zur Bestellware im großen Online-Katalog degradiert werden,
die Unverbindlichkeit der Chatträume darf nicht zum Verfall von
guten Umgangsformen und Solidarität führen. Also auch hier ein
„Mehr“ für uns selber.
Es hat uns in diesem Zusammenhang dehalb besonders gefreut,
dass sich für unsere neue Broschüre „VielfALT anders leben – An-
gebote und Hilfen für Lesben, Schwule und Transgender im Alter“
viele Gruppen und Einrichtungen Gedanken gemacht und Beiträge
für diese Gruppe geliefert haben. Auch das sehen wir als Beitrag für
ein „Mehr“ in München.
Habt vielen Dank für Euren Beitrag zum Pride Guide.
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Politparade: Sams tag, 11. August
Neue
Streckenführung:
Nachdem wir die Stre-
ckenführung seit 2001
in bewährter Form
behalten hatten, gibt
es in diesem Jahr eini-
ge Neuerungen.
Start ist nach wie
vor am Marienplatz,
von dort geht es neu
über die Diener- und
Residenzstraße zum
Odeonsplatz, dann
über Brienner Stra-
ße, Maximiliansplatz,
Lenbachplatz, Stachus
und Sonnenstraße
zum Sendlinger Tor.
Von dort laufen wir
dann wieder den ge-
wohnten Weg durch
unser Viertel zurück
zum Marienplatz.
Wir wollen mehr. Für München.
2
Wir wollen mehr. Für München.
Politparade: Sams tag, 11. August
Mitmachen & anmelden
Die Teilnahmebedingungen und Anmeldeunterlagen ste-
hen für euch auf unserer Website www.csdmuenchen.
de zum Runterladen bereit.
Anmeldeschluss ist Mittwoch, der 18. Juli 2007, spätere
Anmeldungen sind möglich, können aber nicht mehr bei
der Positionsauslosung berücksichtigt werden.
Positionsauslosung am 19. Juli bei Uferlos 92,4
MHz, Live-Sendung aus dem Sub!
Der CSD München und Uferlos – Münchens schwul-
lesbisches Radiomagazin - losen am Donnerstag, den
19. Juli, „live on air“ zwischen 21 und 22 Uhr die Para-
depositionen aller bis dahin angemeldeten Teilnehmer
aus. Kommt im Sub vorbei (Müllerstr. 43) oder schal-
tet euer Radio ein (92,4 MHz
oder 96,75 MHz im Münchner
Kabelnetz).
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Der Sänger und Komponist in-
terpretiert bekannte türkische
Lieder und verbindet so europä-
ische Einfüsse mit türkisch/ara-
bischen Klängen. Cem präsentiert
einen Ausschnitt aus seinem Pro-
gramm „A la turca: Liebesgrüße
aus der Türkei“.
Jenna + Ron
Ihren großen Durchbruch hatten
Jenna + Ron beim diesjährigen
„Bundesvision Song Contest“. Das
wilde Geschwisterpaar heizt uns
mit aufgekratzt-dynamischen Dreiminuten-Meister-
werken im rotzfrechen TrashPop-Stil ein.
Katharina Herb
Alles, was ihr schon immer über
Oper wissen wolltet, aber nie
zu fragen gewagt habt, bringt
Katharina Herb mit Zigarre, aber
ohne Damenbart auf den Punkt.
Mit kecker Spitzzüngigkeit, sün-
digem Körpereinsatz und gefühls-
echtem Mezzosopran präsentiert sie große Opernarien.
Das Marienplatz –
Bühnenprogramm
Auf der großen CSD-Bühne geht ab 16.00 Uhr
die Party los. Das diesjährige Line-up verspricht
beste Unterhaltung.
Durch das Programm
führen Alexandra Distler
(Bayerischer Rundfunk)
und Ades Zabel (Berlin)
CSD München 2007 · 11.
+
12. August 2007 25
Wir wollen mehr. Für München.
Kay Ray
Kobold oder DragQueen
fragt man sich bei diesem
Paradiesvogel mit Herz. Re-
spektlos, aber mit viel Liebe
lässt er den Großen des
Showbiz die Ehre widerfah-
ren, die ihnen gebührt und
gibt ihren Liedern ein neues Gesicht. Charmant und
hinterhältig, aber nie verschreckend.
Kissogram
Die beiden Elektropop-Dandies zaubern Rock‘n‘Roll-
Disco auf die Bühne und
leihen sich Fragmente aus
Flamenco und Chanson. Von
charmant-beiläufg bis laut
und ungestüm geht es in den
Songs unter anderem um das
Leben in der Großstadt, um
Seepferdchen und um Sex.
Paula
In ihren Geschichten, die
das Leben schreibt, winken
Paula hier und da mal
gerne mit dem Zaunpfahl.
Die zuckersüßen Popmu-
sik-Ohrwürmer sind eine
Mixtur aus Frl. Menke und Marianne Rosenberge zum
leidenschaftlich mitrocken, das Tanzbein schwingen
oder in den verträumten Popmelodien versinken.
Terrél Woodbury
Elektricity Show
In einer Performance der
Extraklasse präsentiert
Terrél mit seiner Elektrici-
ty Show Songs aus den Be-
reichen Soul, Gospel und
Rock sowie Evergreens.
Umrahmt von einer prickelnden Tanzshow zieht er die
Zuschauer mit seiner Gänsehaut-Stimme in den Bann.
26 CSD München 2007 · 11.
+
12. August 2007
Wir wollen mehr. Für München.
Sonntag 12.08, 12–23 Uhr
Straßenfest und Pumps Race®
auf dem Marienplatz
präsentiert von Piggy & Gene
Piggy & Gene, the Munich Divas in Drag, präsentieren im
Rahmen des Münchner CSDs den Pumps Race® 2007. Sie kommen,
eine aussterbende Gattung, die göttlichen Diven der Münchner
Travestieszene, ein Entertainmentgewitter der Spitzenklasse, auf
den Marienplatz!
H:MN!H8=A6J!
H8=LJA
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F-Moil.
Als Münchens erfolgreichstes Travestie-Duo
Piggy & Gene gastieren sie seit Jahren im
Oberanger Theater und nun, nach langer Pau-
se, heizen sie wieder auf dem CSD ein. Sie
laden am CSD-Sonntag ein dabei zu sein, wenn
12-cm-Highheels und ihre Träger(innen) den
anspruchsvollen Parcours auf dem Marienplatz
bestöckeln müssen.
Na dann: Pumps- und Halsbruch! Stars und
Sternchen der Szene haben sich angekündigt
und Prosecco-DJane Gigi la Rue heizt unter der
Mariensäule mit Schlager-Rambazamba ein.
Also ready for run: Munich Pumps Race® 2007
2 CSD München 2007 · 11.
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12. August 2007
Wir wollen mehr. Für München.
Die Legende tobt: Das Rathausclubbing
Karten im Vorverkauf bei Max & Milian (Ickstattstr. 2, 089/260 33 20),
Lillemor’s (Barer Str. 70, 089/272 12 05), bei X-Leasing (Richard-Strauss-
Str. 69, 089/98 24 72 20) sowie allen an München Ticket angeschlossenen
Vorverkaufsstellen und im Web unter www.muenchen-ticket.de.
Groundfoor: Open Air Floor
im Rathausinnenhof geht es „oben ohne“
in eine durchtanzte Sommernacht
1
2
1
2
First Floor: Love Floor
Hier sorgt die Augsburger Kult-Crew
für CSD-Feeling pur
3
3
Second Floor:
Ballroom,
Balkantunes
und Chillen
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4
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Topfoor: Cats on the roof
8 9
9
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Open Air Disco
Easy Listening
mit DJ Bernd Hartwich,
(K41, Soul City)
Glas Prosecco sichern und mit etwas
Glück ein Porsche-Wochenende
gewinnen!
Classic Ballroom
Paartanz von Cha Cha
bis Tango mit DJ Bernd
(LUST)
Lounge
sitzen, plaudern, chillen
L-Word
Guess whats happening
Fisch-
brunnen
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Rathaus Eingang
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ariensäule
Biergarten
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Kiosk
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DJ-
Bühne
im U-Bahn-Geschoss
WC
Biergarten
CSD-Straßenfest, 11.0. und 12.0.
Fisch-
brunnen
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Rathaus Eingang
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DJ-
Bühne
im U-Bahn-Geschoss
WC
Biergarten
Impressum: Herausgeber: CSD München GmbH,
Lindwurmstr. 71, 80337 München, Tel.: (089) 54 333-211,
Fax.: (089) 54 333-212, info@csd-munich.de,
www.csdmuenchen.de, V.i.S.d.P.: Alexander Kluge.
Redaktion & Beiträge: Thomas Niederbühl,
Christian Ude, Rita Braaz, Conrad Breyer, Christopher
Knoll, Andreas Unterforsthuber, Alexander Kluge, Nicole
Neubert, Thomas Lechner, Sebastian Frietinger, Olaf Gräfe.
Cover: Roswitha Gmeinwieser
Layout & AD: Sarah Jäckel, querformat.
Fotos (wenn nicht anders angegeben): Kerstin Rode,
Horst Middelhoff, Michaela Handrek-Rehle
Anzeigen: Kerstin-Claudia Rode (LEO, Adalbertstr. 16,
80799 München), Sophie Ruhlig (www.gayconsulting.de).
Namentlich gekennzeichnete Artikel sowie Grafken und
Illustrationen dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung
weiterverwendet werden! Die Abbildung oder Erwäh-
nung einer Person ist keinerlei Hinweis auf deren sexuelle
Orientierung.
0 CSD München 2007 · 11.
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12. August 2007
Der Marienplatz: Am Samstag erwartet Euch ein bunt-gemischtes Kulturprogramm, der
Sonntag steht ganz im Zeichen des legendären Pumps Race®. Und folgende Wirte verwöhnen euch:
Zwei Tage Rindermarkt: Seid dabei, wenn wir zum ersten Mal zweitägig
auf dem Rindemarkt feiern! U.a. mit DJ Cambis (pool, excited records), DJ James (carmen‘s,
Muccassassina/Rom, Soul City). Sexy Gogos Dancers! Special Guest! Live Performance!
3: Deutsche Eiche
www.deutsche-eiche.de
4. Thermer Party-
und VA-Service
www.party-thermer.de
5. NIL
www.cafenil.de
6. leibspeiserei
catering service
www.leibspeiserei-catering.de
9. Veranstaltungs-
Service Inge Schmidt
10. Vegetalis
www.vegetalis.de
11. Stacherias
www.stacherias.de
12. Coellner im Paragraph
www.coellnerimparagraph.de
13. Zum Brunnwart
www.brunnwart.de
14. Olé Madrid
15. rhino’s
www.rhinos-energy.com
7. Café am Marienplatz
GmbH
8. Cu.Bar
www.cubar-muenchen.de
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mie im Jazzclub Unter-
fahrt
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Tel. 089 - 2323630 · Fax 089 - 2323 6333
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CSD München 2007 · 11.
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12. August 2007 1
Wir wollen mehr. Für München.
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2 CSD München 2007 · 11.
+
12. August 2007
Die Prideweeks, .. bis 1..
vor. Für uns daher Zeit, die erste Zwi-
schenbilanz zu ziehen.
Zusammen mit Stefan Jagel, Gender-
beauftragter der Ver.di in München,
wollen wir die konkrete Auslegung
anschauen und die praktischen Hand-
lungsspielräume im Betrieb erarbei-
ten.
www.dielinke-muenchen.de
Mittwoch, 8. August, ab 19.30 Uhr
Der Vorstand der Münchner Aids-Hilfe kocht …
… ein Benefzessen im Café Regenbogen (Lindwurmstr. 71,
U3/6 Goetheplatz)
Unser Vorstand muss über alles Bescheid wissen, viele
Entscheidungen treffen und vieles können im engagier-
ten Ehrenamt. Aber können sie auch kochen? An diesem
Abend wird er es beweisen. Drei Hobbyköche und eine
Ernährungswissenschaftlerin werden eine ausgewählte
Speisenkarte zusammenstellen, sie werden uns zeigen,
wie schön es ist, am Herd zu schwitzen, und wie gut ihnen
die Kochmützen stehen. Der Erlös geht natürlich an die Münchner Aids-Hilfe e.V.
Mittwoch, 8. August, 19.30 Uhr
Wir wollen mehr. Aber was?
Diskussionsveranstaltung der Lesben
und Schwulen in der SPD
Georg-von-Vollmar-Haus (Oberanger 38)
Ist denn schon alles erreicht? Hat die Gay-Community eigentlich noch eine
politische Funktion? Wie muss eine Gesellschaft aussehen, in der Diskrimi-
nierung nicht mehr vorkommt? Was muss geändert werden? Was kann
und muss in unserer Stadtgesellschaft geschehen? Welche Erfolge müs-
sen verteidigt werden? Die Lesben und Schwulen in der SPD diskutieren
diese und weitere Fragen im Vorfeld des CSD 2007 in München wie auch
im Hinblick auf das neue Grundsatzprogramm der SPD, das im Herbst be-
schlossen werden soll. Zu der Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und
Vertretern aus Gesellschaft, Kultur und Politik sind Sie herzlich eingeladen
zuzuhören und mitzudiskutieren.
Weitere Informationen unter www.spd-muenchen.de.
Donnerstag, 9. August, 18 Uhr
Abend der
Offenen Tür bei
Jules im Ragazza
(Jahnstr. 38)
Lauer Sommerabend in
der City? Lust auf gute
Gespräche, eine Runde
am Kicker und „Grillen
im Hinterhof“? JuLes-im-Ragazza, der offene Treff für junge lesbische und
bisexuelle Frauen bis 25 Jahre, veranstaltet einen „Abend der Offenen Tür“.
Am Donnerstag, dem 9. August, ab
18 Uhr wird der Grill ausgepackt.
Wie du uns erreichst? U-Bahn zur
Haltestelle „Fraunhoferstraße“ oder
„Sendlinger Tor“ und zu Fuß noch
ca. fünf Minuten zur Jahnstraße
38. Der Unkostenbeitrag fürs Essen
beläuft sich auf 3,– Euro. Die Veran-
staltung endet um 22.30 Uhr.
Tel. 089/23 88 91-30
www.jules-im-ragazza.de.
Donnerstag, 9. August,
ab 19.30 Uhr
gayBC goes real, im Chic-Saal
(Pestalozzistr. 20)
gayBC ermöglicht allen schwulen und
lesbischen xingBC-Mitgliedern, sich
gegenseitig kennen zu lernen und zu
vernetzen. Eingeladen sind auch alle
Mitglieder schwuler und lesbischer
Berufsverbände, Stammtische usw.,
die gayBC für ihr Networking nut-
zen wollen. Wir feiern exclusiv im
Chic-Saal, mit Empfangsprosecco,
bei bester Stimmung ratschen, trat-
schen, firten … Nichtmitglieder sind
uns auch herzlich willkommen.
www.xing.com/net/gaybc/
Donnerstag, 9. August, 19 Uhr
Lesben und Schwule in Serbien
Vortrag mit Filmvorführung und Gespräch
im Café Regenbogen (Lindwurmstr. 71, U3/6
Goetheplatz), Kostenbeitrag: 2,00–7,50 Euro.
AktivistIn der serbischen Gay-Szene zu sein, erfordert
Mut. Beim Belgrade Pride 2001 kam es beispielsweise zu
massiven Gewaltübergriffen und sogar zu Schüssen auf
die lesbisch-schwulen DemonstrantInnen. Gästinnen
aus Belgrad erzählen, wie die momentane politisch, rechtliche und soziale
Lage ist. Welche homosexuellen Projekte und Aktionen gibt es in Serbien,
mit welchen Problemen haben sie zu kämpfen, welche Erfolge haben sie
errungen? Gibt es Netzwerke mit
anderen ex-jugoslawischen oder
internationalen Gruppen? Was
können deutsche und serbische
Community voneinander lernen,
und wie können wir uns gegensei-
tig unterstützen?
Eine Veranstaltungskooperation
von LeTRa mit BalkanSisters & der
Münchner MeRSI-Gruppe von Am-
nesty International. Offen für Les-
ben, Schwule, Transgender & alle
Interessierten.
Donnerstag, 9. August
ab 20 Uhr
KINO, MOND & STERNE
zeigt: Sommersturm
Donnerstag,
9. August, ab 22 Uhr
easy listening
Mit viel Kitsch und Glamour den CSD
feiern! Der legendäre Easy-Listening-
Donnerstag hat nach Schließung des
Soul City im Juni eine neue Heimat im
NY.Club (Sonnenstr. 25) gefunden.
www.easy-listening.net
Freitag, 3. August, 20 Uhr
Couplet-AG trifft Schwuhplattler
Großer Kabarett-Abend mit den
„Schwuhplattlern“ und der Musikka-
barettformation „Die Couplet-AG“ im
Schlachthof (Zenettistr. 9)
„Couplet AG trifft
S c hwuhp l at t l e r “.
Gespickt mit vielen
Klassikern wie „Geh
peitsch mi“, „A Glaserl Eigenurin“ oder
„Ich werd nur erregt, wenn der Mann
eine Jogginghose trägt“ erleben Sie
eine hinterfotzige Abrechnung und
Texte, die mitten ins Hirn treffen: sati-
risch, böse, bissig. Dazwischen plattln
die schneidigen Schwuhplattler einen
auf. Mit zünftigen Burschenplattlern
zeigen sie, dass nicht nur Otti die
Schlachthof-Bühne zum Wanken brin-
gen kann.
Telefonische Kartenreservierung (Mo–
Fr von 17–19 Uhr) unter Tel. 0 89 / 72
01 82 64 oder per e-Mail info@kultur-
im-schlachthof.de bzw. bei München
Ticket www.muenchenticket.de
Weitere Infos auch unter:
www.couplet-ag.de und www.
schwuhplattler.de
Samstag, 4. August, 14–22 Uhr
Zum 2. Lesbischen Angertor-
straßenfest lautet das Motto GET
THE PARTY STARTED.
Zur Eröff-
nung der
Pride Weeks
s t a r t e t
LeTRa zum
zweiten Mal
ein buntes Straßenfest für alle, ob
lesbisch, bi, schwul, transgender oder
hetero. Gemeinsam warmfeiern oder
heißtanzen mit den DJanes Klee und
Eleni (BalkanSisters) und erstmals mit
dem Sound von Julia.
Unsere schwul/lesbischen Szenewirte
sorgen für Essen und Trinken.
An Infoständen sowie im LeTRa kannst
du dich über das lesbische München
informieren. Mitfeiern ist angesagt.
www.letra.de
Dienstag, 7. August, 19 Uhr
DIE LINKE-München: Podiumsdis-
kussion im Eine-Welt-Haus
Diskriminierung in der Arbeitswelt
– Das AGG.
Seit nunmehr einem Jahr ist das AGG
(Allgemeine Gleichbehandlungs Ge-
setz) in Kraft. Die deutsche Umsetzung
der EU-Richtlinie zur Diskriminierung
am Arbeitsplatz wurde von Anfang an
CSD München 2007 · 11.
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12. August 2007
Die Prideweeks, .. bis 1..
Zum ersten Mal begleitet das Open-Air-
Kino auf der Seebühne im Westpark
das CSD-Rahmenprogramm. Auf dem
Spielplan steht „Sommersturm“, eine
hinreißende, humorvolle deutsche Co-
ming-of-Age-Geschichte über die emo-
tionalen Irrungen und Wirrungen des
Erwachsenwerdens.
Um es sich vor Filmstart schon richtig
gemütlich zu machen, kann man einen
Picknick-Korb (nur nix aus Glas oder Por-
zellan) und Sitzkissen mitbringen. Wer
spontan kommt, kann sich auch vor Ort
mit allem versorgen. Es erwartet euch
entspannter Filmgenuss in freier Natur.
www.kino-mond-sterne.de
Freitag, 10. August, ab 19 Uhr
CSD-Warm-up im Sub (Müllerstr. 43)
Das Thekenteam des Sub feiert mit euch in den
CSD ’07 hinein!
www.subonline.org
Freitag, 10. August, ab 19.30 Uhr
Informationsabend von VIVA TS
Eingeladen sind A L L E, die sich mal über das
Thema Transsexualität, Geschlechterzugehö-
rigkeit informieren wollen. Wir würden uns
sehr freuen, möglichst viele begrüßen zu dür-
fen. Für Getränke zum kleinen Preis ist gesorgt.
Treffpunkt sind die VIVA-Räume in der Baumgartnerstr 15 (MVG Haltestelle
„Herzog-Ernst-Platz“).
www.vivats.de
Freitag, 10. August, ab 22 Uhr
U27-Party - Das CSD-Special
Der alljährliche CSD-Party-Auftakt für
alle Youngsters dieses Mal im wunder-
schönen, zentralen Ampère. 2 Areas.
Mit Resident-Djane Konny (Partymu-
sik) sowie DJ Lärmio (House).
Ampère (Muffatwerk), Zellstraße 4,
München (Unter dem Gasteig, gegen-
über Deutsches Museum)
Beginn: 22 Uhr, Eintritt 5 Euro vor
23 Uhr, dann 7 Euro www.u27.net
Freitag, 10. August, ab 22 Uhr
Amazonas CSD-Warm-up-Party for Women
Gay and Trans welcome
Location: 2rooms, Neuhauser Str. 47, am Karlsplatz (Stachus). 2 Areas, 4
Djs: Big-Floor: Warm up: Rock & 70er, 80er mit Djane Rockbitch Lea, Charts,
R&B and Oriental: mit Resident Dj Pegah. House-Floor und Electro Floor:
mit Dj Danny und Dj Richy. Eintritt 7 Euro incl. ein Glas Prosecco
www.amazonasmuc.de
Fr., Sa., So. 10., 11.
und 12. August,
jeweils ab 23 Uhr
CSD-Party @ NY.C
Der Höhepunkt der CSD-Nacht!
Wie schon im letzten Jahr wird
hier wieder die heißeste Party
Münchens gefeiert, mit schweiß-
treibenden Sounds und den geils-
ten Leuten der Szene.
Einlass 23 Uhr, Open End.
www.nyclub.de
Sonntag, 12. August 2007, ab 22 Uhr
Traditionelle CSD- Abschlussparty
im Oberanger-Theater
(Oberanger 38)
Nach dem Pumps Race heißt es
wieder abheben mit DJ Juan!
Tanzen und feiern mit coolen
Boys & Girls, Men & Women
und den Beats der 70er, 80er
& 90er.
Alles bekannt und super tanzbar, nicht nur für Ü 27. Eintritt frei.
Beginn der Party 22.00 Uhr mit open end!
Dienstag, 14. August, 20 Uhr
Sofa-Talk der Rosa Liste:
Rosa Liste will mehr. Für München
Moderation: Bernd Müller,
im Sub, Müllerstr. 43
Zwischen Lebenspartnerschaftsgesetz und dem Eu-
ropäischen Jahr der
Chancengl ei chhei t.
Zwischen Adopti-
onsrecht und Allge-
meinem Gleichbe-
handl ungs ges et z.
Zwischen Glockenbachviertel und Gay Ro-
meo – wie entwickelt sich die Szene? Zwi-
schen An-
spruch und
Wi rkl i chkei t
bewegt sich
die Lesben-
und Schwu-
l e n p o l i t i k
auch in un-
serer Stadt.
Trotz alle-
dem: Was
bleibt, sind
die Fra-
gen nach
einer kon-
s e q u e nt e n
pol i t i s c hen
Ver t r et ung
für eine lesben- und schwulenfreundliche
Stadtpolitik. Was wurde bereits erreicht?
Was sind die Zukunftsaufgaben für ein
München der Toleranz und der kulturellen
Vielfalt? Über diese Fragen und mehr
könnt Ihr mit dem Spitzenteam der Rosa
Liste e.V., Thomas Niederbühl (Stadtrat
der Rosa Liste), Rita Braaz (Stadtrats-
kandidatin der Rosa Liste) und Alexander
Miklosy (Bezirksausschussvorsitzender der
Rosa Liste), diskutieren.
www.rosaliste.de
Samstag, 11. August, 10 Uhr
Ökumenischer CSD-Gottesdienst 2007
in der St.-Lukas-Kirche am Mariannen-
platz (S-Bahn „Isartor“ oder Tram17)
„Wir wollen mehr. Für München.“ lautet
das fordernde Motto zum diesjährigen
Christopher Street Day. Doch wovon
wollen wir mehr? Wo sind unserem
Wollen Grenzen gesetzt? Welche An-
sprüche stelle ich an mich selbst? Diese
Fragen stellen sich engagierte Chris-
tinnen und Christen – alt-katholisch,
evangelisch-lutherisch, evangelisch-re-
formiert und römisch-katholisch – im
ökumenischen CSD-Gottesdienst und fordern: „Wir wollen mehr. Fülle des
Lebens entdecken.“ Sich grenzenlos in Bewegung setzen, erfüllt sein, aus
dem Vollen schöpfen: Mach mit beim ökumenischen CSD-Gottesdienst
2007 in München!
Eingeladen sind alle Lesben und Schwulen sowie ihre Freundinnen und
Freunde. Christen, religiös Interessierte, Suchende und Zweifer sind glei-
chermaßen willkommen.
CSD München 2007 · 11.
+
12. August 2007
Die Prideweeks, .. bis 1..
Dienstag, 14. August, 22 Uhr
Candy Club im Café Muffathalle
Seit über acht Jahren
beglückt DJ Thomas
Lechner das Münch-
ner Queerpublikum
mit Alternative
Sounds. An den di-
gitalen Mischpult-
knöpfchen zaubert er
eine perfekten Tanz-
spaß-Mixtur aus Gitarrenpop, ElektroTrash und In-
dieklassikern. Im Pride-Monat gibt’s ein Gastspiel
im Café Muffathalle.
Café Muffathalle, Zellstr. 4 (beim Müllerschen Volksbad)
Eintritt: 3 Euro vor 24 Uhr, danach 6 Euro
Donnerstag, 16. August, 19 Uhr
SÜDLICH VON HETERO
Schwule Jugendliche
gehen ihren Weg
– eine Reise durch
Deutschland.
Lesung mit Pa-
trick Kremers
(Autor, Köln) und
Matthias Nebel
(Fotograf, München)
im LesBiSchwulen Jugendzentrum (Blu-
menstr. 11), Eintritt frei!
Vieles ist ähnlich und manches ganz anders zwi-
schen Kiel, Köln und München. So könnte man vielleicht etwas vereinfacht
das Ergebnis der zweiwöchigen Interviewtour beschreiben, die Autor Pa-
trick Kremers und Fotograf Matthias Nebel 2006 unternommen haben.
2536 km im VW-Bus. So verschieden die Lebensgeschichten der zehn
befragten Jungs auch sein mögen, so klar zeigen sie doch die Parallelen
auf, die ein Coming-out im Jahre 2007 immer noch hat: die Verunsiche-
rung, die die Entdeckung des anders Seins bei einem selbst auslöst, die
Angst, es der Familie, den FreundInnen, den Mitschülern oder Kollegen zu
offenbaren, das Spießrutenlaufen in
der Schule, im Dorf, in der Clique. Und
fast immer: die Befreiung danach, das
Glück des ersten Freundes. Das Schöne
an allen Geschichten: Keiner lässt sich
unterkriegen dort, irgendwo, südlich
von Hetero. Veranstalter: diversi-
ty/Max & Milian
Do., Sa., So., 16./18. und
19. August, jeweils 13 Uhr
Special Tours durch die
Bavaria-Filmstadt
Berühmte Regisseure wie Rainer
Werner Fassbinder oder Rosa von
Praunheim haben hier ihre Filme
gedreht. Zum CSD ’07 bietet das Bavaria-Filmstudio erstmals
eine spezielle Führung aus lesbisch-schwuler Perspektive an! www.flmstadt.de
Special Guided Tours für
Lesben und Schwule
Special Guided Tours für
Lesben und Schwule
Von Rainer Werner Faßbinder
bis Rosa von Praunheim, von
„Cabaret“ bis zur hochdekorier-
ten Trilogie „Die Manns“ – die
lesbisch-schwule Perspektive in
der Traumfabrik. Werfen Sie
einen speziellen Blick hinter die
Kulissen von Film und Fernsehen.
Zwischen dem 14. und 19.
August bieten wir Special Tours
am Donnerstag, Samstag und
Sonntag um 13.00 Uhr an. Im
Anschluss können die Stunt
Show und das 4 D Erlebnis Kino
besucht werden.
Info: www.filmstadt.de Bavaria Filmstadt • Bavariafilmplatz 7 • D-82031 Geiselgasteig bei München • Telefon +49-(0) 89 / 64 99-20 00 Bavaria Filmstadt • Bavariafilmplatz 7 • D-82031 Geiselgasteig bei München • Telefon +49-(0) 89/ 6499-2000
CSD 210x98 11.06.2007 17:18 Uhr Seite 1
Freitag, 17. August,
17–22 Uhr
HIV-Test im Sub
(Müllerstr. 43)
Kostenlose, anonyme
Beratung und HIV-Test.
Die Ergebnisse können die Teilneh-
mer dann am Mittwoch, 22. Au-
gust, zwischen 17 und 20 Uhr im
Sub abholen www.subonline.org
Donnerstag, 16. August, ab 19 Uhr
Lesben und Schwule in die Verfas-
sung!
LSVD-Jour fxe im
Café Glück.
Auch wir vom
LSVD wollen
mehr. Wir wollen
die gleichen verbrieften Rechte statt schöner
Worte. Wie jeden 2. Donnerstag im Monat fn-
det am 16. August im Café Glück, Palmstraße
4, unser Jour fxe statt. Ab 19.00 Uhr könnt Ihr
mit uns in lockerer Runde über neue Wege zur
Gleichberechtigung diskutieren. Vor 50 Jahren
hat das Verfassungsgericht das Unrecht der
Nazibarbarei auch in der Bundesrepublik fort-
geschrieben. Die Verfassung schützte nicht vor
der Moral der heterosexuellen Mehrheit. Erst
1969 wurde der §175 entschärft und 1994 ab-
geschafft. Endgültig?
Akutelle Infos über unsere Arbeit fndet ihr
unter: www.bayern.lsvd.de
Samstag, 18. August, 15–23 Uhr
Schwules Straßenfest in der Hans-Sachs-Straße
Luftig duftig, locker fockig – das Schwule Straßenfest 2007 in der
Hans-Sachs-Straße. Wie in jedem Jahr feiert das Sub auch 2007 seinen
Geburtstag mit einer grandiosen Straßenfete, zu der wieder tausende
Besucher erwartet werden. Motto dieses Jahr ist Luft und alles was
damit zu tun hat.
CSD-Specials des Gay Outdoor Club
Der Gay Outdoor Club ist die lesbisch-schwule
Sektion des Deutschen Alpenvereins. Willkom-
men sind alle, die Freude an gemeinsamen
Outdooraktivitäten im lesbisch-schwulen
Kontext haben. Weitere Informationen über
die Sektion sind auf der Homepage www.goc-
muenchen.de zu fnden. Auskunft zu den ein-
zelnen Unternehmungen geben die jeweiligen
Tourenbegleiter:
m Sa, 4. August, Wanderung, 5 h, 20
km.
Von Klais über Elmau nach Mittenwald, Wettersteingebirge
Robert: 08131/ 96 83 0 (robert_t@gocmuenchen.de)
m Sa–So, 4.–5. August, Bergwochenende, 1600 Hm
Berliner Hütte, Zillertaler Alpen
Anmeldung bis 21.07.2007,
Frank: 089/ 69 70 86 66 oder 0172-88 01 919 (frank@gocmuenchen.de)
m So, 5. August, Radtour, 400 Hm, 6 h, 55 km
von den Osterseen zum Ammersee
Peter F.: 0175-935 83 54 (peterf@gocmuenchen.de)
m Fr, 10. August, Grillen an der Isar
Rudi 0170-77 73 210 oder 089/42 72 42 59
m So, 12. August, Bergwanderung, 1100 Hm, 7 h
Hochplatte, 2082 m, Ammergauer Alpen
Robert: 089/12 16 28 58 oder 0172-83 41 721, (robert@gocmuenchen.de)
m Mi, 15. August, MTB-Tour, 1300 Hm, 5 h, 44 km
um das Trainsjoch, Bayerische Voralpen, nur mit Anmeldung
Rudi: 0170-77 73 210 oder 089/42 72 42 59
m Do, 16. August, GOC-Stammtisch im Moro, Müllerstr. 30, ab 20
Uhr
Info: Frank 089/ 69 70 86 66 oder 0172-88 01 919 (frank@gocmuenchen.de)
m Sa–So, 18.–19. August, Bergtour, 1350 Hm, 7h, Hochnissl,
2546 m, Lamsen Spitze, 2508 m, Karwendel, weitere Info unter
www.Bergsalamander.de,
Anmeldung: Charly 089/20 33 79 76, (charly@gocmuenchen.de)
m Sa, 18. August, Bergwanderung, 900 Hm, 7 h, Säulingshaus,
Ammergauer Alpen
Werner K.: 08092/ 32 81 8
m Sa, 18. August, MTB-Tour, 1450 Hm, 5,h, 55 km, Rund ums
Estergebirge, Anmeldung bis 17.08.2007, Dietmar: 089/ 51 09 98
42, (dietmar@gocmuenchen.de)
Sonntag, 19. August, 14 Uhr
Homosexuelle im KZ
Führung des Forum Homosexuli-
tät und Geschichte durch die KZ
Gedenkstätte Dachau. Beginn ist
um 14 Uhr, Treffpunkt am Muse-
umseingang.
www.forum-muen-
chen.de,
www.kz-gedenksta-
ette-dachau.de
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