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DAS OFFIZIELLE MAGAZIN ZUM CSD MÜNCHEN

PRIDEGUIDE PRIDEGUIDE

ChristopherChristopher StreetStreet DayDay

12./13.12./13. AugustAugust www.csdmuenchen.de

Schirmherrschaft: OB Christian Ude

lesbisch · schwul · bi · transgender

12.8.12.8. 11–12 Uhr Politischer Auftakt

11–12 Uhr Politischer Auftakt

(Marienplatz) (Marienplatz)

12 12 Uhr Uhr

12–23 12–23 Uhr Uhr Straßenfest Straßenfest

Start Start Politparade Politparade

22–5 22–5 Uhr Uhr

(Marienplatz/Rindermarkt) (Marienplatz/Rindermarkt)

Rathaus-Clubbing Rathaus-Clubbing

(VVK: (VVK: Max&Millian, Max&Millian, Lillemor’s Lillemor’s

www.muenchen-ticket.de) www.muenchen-ticket.de)

13.8.13.8. 12–23 Uhr Straßenfest & Pumps Race

12–23 Uhr Straßenfest & Pumps Race

(Marienplatz) (Marienplatz)

Straßenfest & Pumps Race (Marienplatz) (Marienplatz) Veranstalter: Kulturprogramm mit freundlicher Unterstützung

Veranstalter:

Straßenfest & Pumps Race (Marienplatz) (Marienplatz) Veranstalter: Kulturprogramm mit freundlicher Unterstützung

Kulturprogramm mit freundlicher Unterstützung

Straßenfest & Pumps Race (Marienplatz) (Marienplatz) Veranstalter: Kulturprogramm mit freundlicher Unterstützung
Straßenfest & Pumps Race (Marienplatz) (Marienplatz) Veranstalter: Kulturprogramm mit freundlicher Unterstützung
Motto

Motto

Liebe Freundinnen und Freunde,

wie in den letzten 25 Jahren bringt der diesjährige Münchner CSD wie- der mit Politik und Party die Vielfalt der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender auf die Straße. Mit kritischem Blick auf Gesellschaft und Politik fordern wir gemeinsam gesellschaftliche Gleichstellung und Akzeptanz, die längst noch nicht in allen Bereichen erreicht sind.

die längst noch nicht in allen Bereichen erreicht sind. Doch der kritische Blick richtet sich auch

Doch der kritische Blick richtet sich auch nach Innen. Bereits im letz- ten Jahr stellte der CSD mit dem Motto „young & pride“ die Situation lesbischer und schwuler Jugendlicher in den Vordergrund. Diese Perspektive soll sich in diesem Jahr auf die eigene Szene und Community fortsetzen. Unter dem Motto „Wir sind füreinander da“ können sämtliche Vereine, Gruppen und Initiativen in den zwei CSD- Wochen bei Veranstaltungen, auf der Polit-Parade, mit Info-Ständen auf dem Straßenfest unse- re Selbsthilfe, unsere Hilfe zur Selbsthilfe und unsere selbst-organisierten Angebote präsentie- ren und selbstbewusst zeigen, was wir psychosozial, politisch oder kulturell alles leisten. Schließlich ist immer noch viel zu wenig bekannt und zu wenig geschätzt, wie vielfältig und soli- darisch unsere Szene die Stadt bereichert.

Mit dem 10-jährigen Jubiläum von LeTRa, dem 20.Geburtstag des Sub und 10 Jahren Rosa Liste im Rathaus können wir unsere Erfolgsgeschichte der letzten Jahre auch ausgiebig feiern. Seit 1996 darf ich als Rosa-Liste-Stadtrat die Community der Münchner Lesben, Schwulen und Transgender im Rathaus vertreten. So etwas ist immer noch einmalig in Europa. Gemeinsam wurden wir unübersehbar, nicht nur beim CSD. Und wir wurden unüberhörbar, wenn wir gegen Diskriminierung und für Gleichstellung kämpfen. Dieser schwul-lesbische Aufschwung hat nicht nur unser Leben als Lesben und Schwule in München leichter gemacht, sondern auch konkrete Verbesserungen gebracht. So wurden Szene-Einrichtungen besser gefördert, Antidiskriminierungsbestimmungen durchgesetzt, die Ordnungspolitik liberaler. Und es wurde eine Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen eingerichtet, die Gleichstel- lungspolitik nicht nur fest in der Verwaltung verankert, sondern auch die Zusammenarbeit der Gruppen und Initiativen vernetzt.

Es ist also gar keine Fragen, dass wir miteinander füreinander da sind. Und trotzdem: Wirkliche Gleichstellung haben wir noch nicht erreicht.

Die Bundesregierung hat uns von der Tagesordnung genommen. Gleichstellung mit der Ehe und Adoptionsrecht sind kein Thema mehr. Unser Füreinander in Beziehungen bleibt diskrimi- niert. Absoluter Stillstand in Berlin. Die katholische Kirche, die in Bayern sogar CSD-Gottes- dienste verbot, lässt keine Gelegenheit aus, ihr anti-homosexuelles Profil zu schärfen. Gewalt ist nicht nur ein Thema in Osteuropa. Toleranz kommt immer wieder an ihre Grenzen. Unser Viertel verändert sich. Viele in der Szene richten sich bequem in Nischen ein. Immer noch bestehende Diskriminierungen, Vereinsamung, Ängste und soziale Benachteiligungen dürfen wir aber nicht verdrängen oder übersehen. Unser lesbisch-schwules Leben ist nicht nur Spaß und Party.

Das CSD-Motto „Wir sind füreinander da.“ ist deshalb auch eine kritische Frage und engagierte Aufforderung für die Zukunft, unsere Community aktiv und solidarisch selbst zu gestalten und damit auch die Gesellschaft zu verändern. Ich hoffe, wir kommen darüber beim CSD ins Gespräch. Denn wie wir uns immer wieder im Alltag für unser Coming Out entscheiden müssen, sollten wir uns auch immer wieder selbstbewusst und selbstverständlich für unsere Community ent- scheiden. Und eine solche Entscheidung bedeutet immer auch ein entschiedenes Engagement für uns, sei es sozial, kulturell oder finanziell. Aber auch politisch. Für ein solches Miteinander politischer Entscheidung, das Bestehende zu bewahren und wirkliche Akzeptanz zu erreichen, steht Rosa Liste, dafür setzte ich mich ein. Das gilt für den CSD. Aber auch für die Zukunft:

Wir sind füreinander da!

Euer Rosa Liste Stadtrat Thomas Niederbühl

Grußwort

Grußwort
Grußwort So weit ist es also schon: Nun kann die Münchner Community sogar runde Geburtstage feiern.

So weit ist es also schon:

Nun kann die Münchner Community sogar runde Geburtstage feiern. Nach dem 25-jährigen Jubiläum des Christopher-Street-Day im vergangenen Jahr sind es heuer gleich deren drei: das 20-jährige Bestehen des Schwulen Kommunikations- und Kulturzentrums Sub, das 10-jährige der Lesbenberatungsstelle LeTRa und schließlich der 10. Jahrestag des Einzugs der Rosa Liste ins Münchner Rathaus.

Schon das unterstreicht die Vitalität der schwul-lesbischen Szene in unserer Stadt, und der diesjährige CSD wird es noch bekräftigen: Längst ist die Szene zu einer anerkannten gesellschaftlichen Kraft, zu einem integralen Bestandteil der Münchner Stadtgesellschaft und zu einem Aushängeschild Münchens als Stadt der Toleranz und Weltoffenheit geworden.

Zwar fordert die allgegenwärtige Fußball-WM auch vom CSD ihren Tribut, statt wie gewohnt im Juli geht es heuer erst am 2. August-Wochenende los. Ansonsten aber wird sich der CSD wieder so präsentieren, wie wir ihn kennen und schätzen: als buntes, schrilles und fröhliches Fest, aber auch als bedeu- tendes politisches Forum. Und auch diesmal wird die Stadt ihre „Heiligen Hallen“ weit öffnen und zum Clubbing ins Münchner Rathaus einladen. Schließlich gilt das Motto „Wir sind füreinander da.“ auch für die Stadt.

Sehr gerne habe ich deshalb auch wieder die Schirmherrschaft übernommen, wie in jedem Jahr seit 1994. Und schon jetzt freue ich mich darauf, alle, die live dabei sind beim CSD 2006, am 12. August auf dem Münchner Marienplatz herzlich willkommen zu heißen!

dabei sind beim CSD 2006, am 12. August auf dem Münchner Marienplatz herzlich willkommen zu heißen!

Christian Ude

10 Jahre LeTRa

10 Jahre LeTRa Lesbische Vielfalt Die Party ist für dieses Jahr noch lange nicht vorbei. Als

Lesbische

Vielfalt

Die Party ist für dieses Jahr noch lange nicht vorbei. Als an einem sonnigen Tag im Mai die drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der Lesben- beratungsstelle LeTRa Ulrike Mößbauer, 42, Diana Horn, 31, und Rita Braaz, 44, in ihren Arbeitsräumen in der Angertorstraße zum Gespräch bitten, wirkt das Trio ein bisschen müde – aber glücklich. Am Tag zuvor wurde ausgiebig ein Jubiläum gefeiert: das Zehnjährige von LeTRa mit Sekt- empfang, Reden und Büffet – eben alles, was zu einer gebührenden Feier dazu gehört.

angeboten. Als die spärlichen finanziellen Mittel der rot-grünen Stadtregierung für eine vernünfti- ge professionelle Arbeit nicht mehr ausreichend waren, warfen die beiden festangestellten Mitarbeiterinnen Ende 1995 das Handtuch. Eine Handvoll Lesben bemühte sich, den Verein als Anlaufstelle für lesbische Frauen mit Tele- fonberatung, Infoabenden und Veranstaltungen ehrenamtlich am Leben zu halten und damit ein politisch wichtiges Signal zu setzen – damals schon dabei: Diana Horn, seit zweieinhalb

Zahlreiche opulent-bunte Blumensträuße doku- mentieren die Fülle der Gratulantinnen und Gratulanten. Sogar die Bürgermeisterin Christine Strobel hat es sich nicht nehmen lassen, der Lesbenberatungsstelle persönlich ihre Aufwar- tung zu machen und deren Einsatz zu würdigen. „Ganz lässig in Motorradlederjacke“, wie Diana Horn grinsend anmerkt. Die LeTRa-Frauen hin- gegen hatten sich aus gegebenem historisch- feierlichen Anlass für schicke Anzüge und hoch- hackige Schuhe entschieden. Lesbische Vielfalt geht einher mit Stilvielfalt, sei es in Haares- dingen oder Kleiderfragen. Alles ist möglich.

Die nächsten zwei Stunden sind eine spannende und subjektive Zeitreise, in der es um die Geschichte und Gegenwart der Lesbenbera- tungsstelle dieser Stadt geht. Und das Erfreu- liche daran: Es treten gleich mehrere (Erfolgs-) Geschichten zutage: die der lesbischen Frauen, die der lesbisch-schwulen Community, die der Solidarität und die der Selbstbehauptung. Dass die Geschichte der Lesbenberatungsstelle sehr bewegt und stellenweise steinig war, und deren Ausgang völlig offen, daran wird von Ulrike Mößbauer, Diana Horn und Rita Braaz auch in noch anhaltender Feierlaune erinnert. Und daran, dass dieser Erfolg an einem seidenen Faden hing und der Hartnäckigkeit und Ausdauer einer Handvoll Frauen zu verdanken ist. Und dass sich in manchen Momenten glückliche günstige politische Konstellationen am Horizont auftun. Aber der Reihe nach. Streng genommen

am Horizont auftun. Aber der Reihe nach. Streng genommen ist es nicht nur ein zehnjähriges, sondern

ist es nicht nur ein zehnjähriges, sondern ein zwanzigjähriges Jubiläum. Denn bereits 1986 wurde der Grundstock für das heutige LeTRa gelegt, als engagierte Münchner Lesben den Verein Lesbentelefon gründeten. Aus dem Lesbentelefon ging dann LIB (das Kürzel für Lesben, Information, Beratung) hervor: Unter bescheidenen finanziellen und räumlichen Rahmenbedingungen – die Beratungsstelle war in einem Hinterhof-Büro in der Dreimühlenstraße untergebracht – wurde Telefonberatung und Veranstaltungen durch zwei Sozialpädagoginnen

Jahren als eine von zwei Sozialpädagoginnen bei LeTRa tätig.

Mitte 1996 kam schließlich die Geburtsstunde von LeTRa, was kein Zufall war: Das im selben Jahr gewählte rot-grün-rosa Regierungsbündnis, das erstmals der schwul-lesbischen WählerIn- neninitiative Rosa Liste ein Stadtratsmandat und Regierungsbeteiligung bescherte, machte städti- sche Lesbenföderung zum wichtigen Tages- ordnungspunkt. Ab sofort wurden Belange von lesbischen Münchnerinnen (und schwulen

10 Jahre LeTRa LeTRa präsentiert den Film „Fremde Haut“ Freitag, 11. August 2006, 21 Uhr

10 Jahre LeTRa

LeTRa präsentiert den Film „Fremde Haut“

Freitag, 11. August 2006, 21 Uhr im Atelier Kino

Haut“ Freitag, 11. August 2006, 21 Uhr im Atelier Kino In „Fremde Haut“ erzählt Regisseurin Angelina

In „Fremde Haut“ erzählt Regisseurin Angelina Maccarone die Geschichte der Iranischen Lesbe Fariba, die auf der Flucht vor Verfolgung im Heimatland in der knallharten Wirklichkeit deut- scher Asylpolitik landet. Das Portrait einer Kämpferin, die ver- sucht ihren Platz im Leben zu finden, in einer anderen Kultur anzukommen und eine neue Liebe zu wagen.

Jasmin Tabatabai (Fariba) zeigt uns mit einer Oscar-reifen Schauspielleistung, diese Suche nach einem Leben in Würde. Der Film macht deutlich, dass ein würdevolles Leben für eine lesbische Migrantin frei sein muss von Rassismus und Homophobie.

Anschließende Diskussion mit der Iranerin Saideh Saadat vom Projekt LesMigraS, Berlin

Veranstaltungort:

Atelier Kino, Sonnenstr. 12, Telefonische Kartenreservierung: (089) 59 19 18

12, Telefonische Kartenreservierung: (089) 59 19 18 1. Lesbisches Angertorstraßenfest Samstag 5. August 14.00
12, Telefonische Kartenreservierung: (089) 59 19 18 1. Lesbisches Angertorstraßenfest Samstag 5. August 14.00
1. Lesbisches Angertorstraßenfest Samstag 5. August 14.00 – 22.00 Uhr
1.
Lesbisches Angertorstraßenfest
Samstag 5. August 14.00 – 22.00 Uhr

10 Jahre LeTRa

10 Jahre LeTRa Münchnern) ernst genommen und die schwul- lesbische Szene hatte in Form ihres gewählten

Münchnern) ernst genommen und die schwul- lesbische Szene hatte in Form ihres gewählten Stadtratvertreters Thomas Niederbühl ein wichti- ges Wörtchen in Haushaltsdingen mitzureden.

Der professionelle Betrieb von LeTRa wurde zunächst mit einer halben Beratungsstelle für eine Sozialpädagogin aufgenommen. Anfang 1997 kam bereits Ulrike Mößbauer die zweite, heute noch bei LeTRa tätige Sozialpädagogin dazu. Das Angebot der Lesbenberatungsstelle konnte mit psychosozialer telefonischer und per- sönlicher Einzel- und Paarberatung, Coming- out-Gruppen und monatlichen Veranstaltungen wieder professionalisiert und sogar ausgebaut werden. Anfang 1999 wurde eine dritte Stelle für Öffentlichkeitsarbeit geschaffen, die seit zwei- einhalb Jahren Rita Braaz inne hat. Den vielleicht wichtigsten – und sichtbarsten – Etappenerfolg konnte LeTRa 2000 verbuchen: Den Umzug mit- ten ins schwul-lesbische Viertel in die Anger- torstraße unweit des Sendlinger Tors – und nur einen Steinwurf entfernt von den Kollegen und Kolleginnen des schwulen Zentrums Sub und heute auch der Koordinierungsstelle für gleich- geschlechtliche Lebensweisen. Die hellen und freundlichen LeTRa-Räume umfassen heute auf rund 100 Quadratmetern einen von draußen ein- sehbaren Veranstaltungsraum mit Bibliothek und Videothek und im hinteren Teil zwei Beratungs- zimmer, ein Büro und eine Teeküche. Was so unspektakulär wirkt, ist ein Politikum: Hinter der großen Fensterfassade des schmucken Altbaus verbirgt sich bayernweit die einzige städtisch geförderte professionelle Lesbenberatungsstelle. Glücklich können sich die Lesben schätzen, die in München leben.

Neben den drei Hauptamtlerinnen leiten ein drei- köpfiger Vorstand sowie sieben ehrenamtliche Mitfrauen die Geschicke des Vereins – unterstützt von 90 Mit- frauen. Im monatlichen Plenum werden Struk- turen und Inhalte regel- mäßig hierarchiefrei erar- beitet und diskutiert. LeTRa richtet sein Angebot an 50.000 lesbische Frauen in München sowie deren Angehörige und versteht sich als Bera- tungsstelle, Treffpunkt und Veranstaltungsort zugleich. Die Liste der Aktivitäten ist lang: Neben professioneller psychosozialer persönlicher, tele- fonischer und E-Mail-Beratung für einzelne Lesben und Paare gibt es Coming-out-Gruppen sowie Treffen von lesbischen Müttern, Lesben ab 50, jungen Lesben, lesbischen Migrantinnen und Eltern von lesbischen und schwulen Kindern. In weiteren offenen Angeboten können sich Lesben informieren und Kontakte knüpfen.

Wie sieht das LeTRa-Trio die Anfänge der Beratungstätigkeit und die Entwicklung bis hin zur Gegenwart? „Vor zehn Jahren war der

bis hin zur Gegenwart? „Vor zehn Jahren war der Coming-out-Aspekt zentral. Das hat sich kom- plett

Coming-out-Aspekt zentral. Das hat sich kom- plett verändert“, stellt Ulrike Mößbauer fest. Heutzutage seien die Themen von lesbischen Frauen vielfältiger, erklärt Rita Braaz. Wichtig sei es, diese Vielfalt wahrzunehmen und die vielfäl- tigen Lebensrealitäten innerhalb der eigenen vermeintlich homogenen Gruppe zu begreifen:

„Es gibt die lesbische Metzgerin genauso wie die lesbische Lehrerin, Transfrauen und Trans- männer, es gibt lesbische Migrantinnen wie auch die lesbische Unternehmerin und die erwerbslo- se Lesbe.“ Aber insgesamt ist doch sicherlich das Coming-out dank Lebenspartnerschafts- gesetz, Christopher-Street-Day und Vorzeige- Lesbe, Tatortkommissarin Ulrike Folkerts, viel leichter geworden? Diana Horn verneint das ent- schieden: „Das Coming-out ist gleich problematisch und krisenhaft wie vor zehn Jahren. Es ist für die Be- troffene immer noch bei Familie und am Arbeits- platz ein schwieriger, mitunter schmerzvoller Prozess.“ Von wegen schöne neue Lesbenwelt.

Zwei Stunden Gespräch mit den LeTRa-Frauen dokumentieren den Erfolg, die Vielfältigkeit und die Nowendigkeit ihrer Arbeit. Die LeTRa- Mitarbeiterinnen und die Vereinsfrauen haben

allen Grund, stolz auf ihre zehnjährige Geschich-

te zurückzublicken. Aber auf ihren Lorbeeren

ausruhen können und wollen sie sich nicht. So laufen die Vorbereitungen für zwei weitere Megaereignisse schon längst auf Hochtouren:

Am 5. August steht eine Premiere ins (oder genauer: vor's) Haus: LeTRa feiert ab 14 Uhr das erste lesbische Angertorstraßenfest und lädt dazu „viele, viele Lesben und Schwule, Trans- gender und Bisexuelle, Migranten und Migran- tinnen, NachbarInnen, Freunde und Freundinnen ein“. Und eine Woche später demonstriert LeTRa lautstark und fantasievoll als Mitveranstalterin des Christopher-Street-Day, dass 50.000 Münchner Lesben bei potenziellen Sorgen und Nöten – oder einfach nur, um Infomationen zu bekommen und um Spaß zu haben – getrost auf LeTRa zählen können: Denn LeTRa ist für dich/uns da. Ganz im Sinne des Christopher- Street-Day-Mottos. Da darf die Party ruhig mal länger dauern und die LeTRa-Mitarbeiterinnen am nächsten Tag ein bisschen müde zu Arbeit kommen.

Marion Hölczl

Kontakt:

LeTRa – Lesbenberatungsstelle Angertorstr. 3 · 80469 München Fon & Fax 089/725 42 72 info@letra.de · www.letra.de

Telefonzeiten: Mo / Mi 14.30 – 17.00 Uhr

Di 10.30 – 13.00 Uhr

Spendenkonto:

Stadtsparkasse München 701 500 00 Kontonummer 13-138540

Stadtsparkasse München 701 500 00 Kontonummer 13-138540 Gibt es so etwas wie ein typisches LeTRa- Klientel?

Gibt es so etwas wie ein typisches LeTRa- Klientel? „Die Bandbreite ist groß“, berichtet Diana Horn, „von der Arbeiterin bis zur Aka- demikerin, meist im Alter von 30 bis 50 Jahren.“ „In den unterschiedlichen Themen spiegeln sich die vielfältigen Lebensrealitäten“, erläutert Rita Braaz: „Einige Lesben benötigen eher kurze Informationen und Beratungen zu Themen wie Absicherung der Partnerschaft, Fragen zur Szene oder nach Treffpunkten. Andere Klientin- nen brauchen längerfristige Unterstützung und Krisenintervention etwa im Coming-out, in Beziehungs- oder Trennungskrisen oder in der Verarbeitung von Diskriminierungserfahrungen und lesbenfeindlicher Gewalt.“

3*** Superior 4 Sterne genießen – 3 Sterne bezahlen!
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Anlaufstelle für schwule Männer, das gemein-

und Motor für selbstbe-

unserer Stadt. In den 20

Impulsgeber

die erste

schwulen Bürgerzentrum

„Das Sub war und ist

same Dach für alle Schwulengruppen,

und selbstbestimmtes schwules Leben in

Münchner Szene nicht

modernen

es zu einem

die Vitalität der

Jahren seines Bestehens ist

bundesweit seinesgleichen sucht.“

wusstes

ohne das

einem Forum,

geworden, zu

München

denkbar wäre und das

Ude, Oberbürgermeister der Stadt

Christian

20 Jahre SUB

selbstbestimmtes

schwules Leben in München

Regenbogenflaggen am Marienplatz, Party bis zum Rindermarkt, Pumps Race um die Marien- säule. Straßenfest, Parade, Rathausclubbing. Schrill, bunt und politisch präsentiert sich der Münchner Christopher-Street-Day 2006. Wie selbstverständlich treten wir Lesben und Schwu- len auch in diesem Jahr offen und selbstbewusst zu unserer Runde durch die Stadt an, um auf unsere Forderungen, unsere Kultur, unseren Lebensstil aufmerksam zu machen. Selbstver- ständlich ist das keineswegs. Noch Mitte der 1980er Jahre bestand der CSD aus einem Häufchen mutiger Demonstranten, die einmal im Jahr – eskortiert von Polizisten mit Gummi- handschuhen, beschimpft von Passanten – den Schritt an die Öffentlichkeit wagten, um z.B. gegen die diskriminierende bayerische Aids- Politik zu protestieren. Welch ein Wandel hat sich seither vollzogen! Inzwischen ist nicht nur der Christopher-Street-Day zum fröhlich-bunten Massenauflauf geworden. Auch die EuroGames haben 2004 die gesellschaftliche Akzeptanz der

schwul-les-

bischen Szene vorangebracht. Längst ist München mit seinem vielfältigen An- gebot an Lokalen, Clubs, Events und Beratungs- stellen zu einer der ersten Adressen der Szene in Deutschland geworden. Und längst spricht die Stadt damit gezielt auch schwule und lesbische Touristen an. Die früher verteufelte „Abweichung von der Norm“ wird heutzutage in der Gesell- schaft zumindest toleriert, in vielen großen Städten akzeptiert und teilweise – wie in Mün- chen – sogar gefördert.

Diesen Wandel gestaltet nun seit 20 Jahren eine Einrichtung der Szene mit: das Sub, Münchens

schwu-

les Kommunikations- und Kulturzentrum. Und das nicht nur als Veranstalter des Münchner CSD, den der Sub e.V. zusammen mit der Lesbenberatungsstelle LeTRa, der Münchner Aids-Hilfe und der Rosa Liste organisiert, sondern als Impulsgeber und Motor für ein selbstbewusstes und selbstbe- stimmtes schwules Leben in unserer Stadt. Natürlich gab es schon früher Treffpunkte für Schwule in München. Die kommerzielle Szene und die politische Schwulenbewegung, damals „Subkultur“ genannt, führten nach der Ent- schärfung des Paragraphen 175 StGB schon Anfang der 70er Jahre ihre eigenen Kneipen, Saunen, Teestuben und Zentren. Bis sich die schwule Gemeinde aber ganz selbstverständlich offen zeigen konnte, sollten noch einige Jahre

und Zentren. Bis sich die schwule Gemeinde aber ganz selbstverständlich offen zeigen konnte, sollten noch einige
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ins Land ziehen. Diejenigen, die sich für homo- sexuelle Interessen einsetzten, mussten nicht wenig Mut

ins Land ziehen. Diejenigen, die sich für homo- sexuelle Interessen einsetzten, mussten nicht wenig Mut aufbringen. Sie riskierten Karriere und Ansehen; nicht wenige auch körperliche Gewalt.

Als sich am 4. September 1986 die Gruppen der Münchner Schwulenbewegung unter dem Dach des Sub zusammenschlossen, um gemeinsam für Gleichberechtigung zu kämpfen, brach in München eine neue Ära an. Ein einziges Schwu- lenzentrum sollte die Kräfte der Schwulenbewe- gung bündeln. Denn die zersplitterte Münchner Schwulenbewegung hatte sich ausgerechnet zu einem Zeitpunkt als schwach erwiesen, als die Schwulen einerseits durch Aids, andererseits durch die restriktive Anti-Aids-Politik eines Peter Gauweiler bedrängt wurden. Mit dem Sub- Infoladen für schwule Männer gab es ab 1988 einen täglich geöffneten, zentralen Treffpunkt mit Beratung, Information, Archiv, Bibliothek und Café. Das neue Schwulenzentrum agierte zudem nicht gegen die kommerzielle Szene, sondern verstand sich als alternativer Teil von ihr. Noch heute ist das Sub mit seinen zahlreichen Freizeit- und Selbsthilfegruppen, der psychoso- zialen Beratungsstelle, seiner HIV-Prävention sowie den Informations- und Serviceeinrichtun- gen Sammelbecken für viele unterschiedliche Interessen, Gruppen und Angebote. Das Sub ist unauffällig, für viele nur ein Café in der Müller- straße 43. Es arbeitet still hinter den Kulissen und sorgt dafür, dass die Szene da draußen funktioniert: eine riesige Szene, die sicher sein kann, dass jemand da ist, wenn das Leben Kapriolen schlagen will. Das Sub ist ein Stück Fundament für das persönliche Wohlbefinden der Homosexuellen der Stadt und auch für das

Wohlbefinden der Homosexuellen der Stadt und auch für das eigene Selbstbewusstsein in einer heterosexuell geprägten

eigene Selbstbewusstsein in einer heterosexuell geprägten Welt. Es ist Bürgerzentrum, Informa- tionsforum, Selbsthilfezentrum und Party-Location; die Fäden im Netz, das das Sub mit der schwulen Münchner Szene verbindet, sind kaum sichtbar, aber dicht geknüpft und stark. Es sind die Schwulen dieser Stadt, die dem Zentrum seine vielen Facetten und seinen familiären Charme erhalten haben. Den sich verändernden Rahmen- bedingungen konnte sich das Sub immer anpas- sen, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben, was der inzwischen etablierte „HIV-Test im Sub“ und das Schwule Patenprojekt beweisen.

Die Vielfalt ist es denn auch, die den 20-jährigen Geburtstag des Schwulen Kommunikations- und Kulturzentrums zu etwas ganz Besonderem macht. Noch bis September finden im Sub und in der ganzen Szene unter dem Motto „20 Jahre – 20 Wochen“ 20 Wochen lang Veranstaltungen statt, die die „Gründer“ der Bewegung, aber

20 Jahre SUB

auch die neue Generation von Schwulen (und Lesben!) für die Münchner Szene organisieren. Freut euch auf Lesungen, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, eine Filmnacht, Action- Shows und Partys, Partys, Partys. Für jeden ist etwas dabei. Höhepunkte des Programms sind am 19. August das Hans-Sachs-Straßenfest und die „Pink Ballroom“-Geburtstagsparty des Sub am 2. September in der Muffathalle. Wir fei- ern unseren Geburtstag in diesem Jahr also gleich zweimal. Aktuelle Infos findet Ihr unter www.subonline.org.

Münchens Szene ist ins Licht getreten. Die Besucher, Gäste, Mitarbeiter und Helfer des Sub haben – trotz der immer schwierigen Finanzlage – ihren Teil dazu beigetragen. Vor allem den vie- len, vielen ehrenamtlichen Helfern wollen wir an dieser Stelle danken. Aber auch den vielen Spendern und vor allem der Stadt München sowie dem Land Bayern gebührt unser Dank. Ohne ihre Förderung wäre das Sub nicht, was es ist. Heute stehen wir vor neuen Herausforderun- gen. Nach allem, was in Politik und Gesellschaft erreicht wurde, richten wir unseren Blick ver- stärkt nach innen. Unter dem Motto „Wir sind füreinander da“ fragt der CSD 2006 nach dem Stellenwert der schwulen Community, ihrem Zusammenhalt und der Identität, die sie stiftet. Brauchen wir sie heute noch? Wie wollen wir miteinander umgehen? Der CSD 2006 blickt in die Zukunft und hat dabei immer auch die Ver- gangenheit im Blick, in der sich – auch mit Hilfe des Sub – ein tolerantes und buntes Leben in unserer Stadt entwickeln konnte. Das feiern wir heute. Zum Zwanzigsten alles Gute! Oliver Tietze, Michael Herweg, Conrad Breyer

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Münchner Szene

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Wir leben in einer Zeitphase, die man in Deutschland als die „Wo- wereitisierung“ der Nation bezeichnen könnte. Sie erweckt den Anschein, dass Homosexualität in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Lesben und Schwule gelten zunehmend als „normal“. Es scheint, als ob

es möglich wäre, endlich die lange Geschichte der Verfolgung der Homosexuellen nicht nur beenden, sondern auch verges- sen zu können. Die Gesellschaft fördert diese Sichtweise, da damit für sie die Entlassung aus der jahrhundertealten

die

Sichtweise, weil sie es leid sind, Opfer zu sein. Die Folge

Sehen wir uns also den Zustand der schwulen Lebensbereiche an. Zunächst ist festzustellen, dass der Bereich, der die traditionelle schwule Szene darstellt, nämlich die schwulen Lokale, sich sehr verändert: Die Aufhebung der Grenze zwischen „schwul“ und „nicht-schwul“ ist hier am deutlichsten zu beobachten. Die jetzt nach- rückende schwule Generation zeigt beim Ausgehen ein sehr verändertes Nutzungs- verhalten: Es sind einerseits keine festen Orte mehr, sondern eher Partys an unterschiedlichen „Locations“, welche genutzt werden, anderer- seits werden die bestehenden Angebote immer „multisexueller“ – zumindest ist dies ein Etikett, welches man sich offensichtlich gerne geben will. Eine schwule Szene als Ort, an dem Schwule unter sich sind, gibt es immer weniger und die noch bestehenden klassischen schwulen Lokale verlieren zunehmend ihren Identitäts-stif- tenden Einfluss auf schwule Männer.

Einen Boom erlebt dage- gen ohne Zweifel der virtuelle Teil der

schwulen Sze- ne. „Deutschlands größte Szeneknei- pe“ Gayromeo platzt

Abend für Abend zahlen- mäßig aus den Nähten. Ver- blüffend ist, welche Bedürfnisse

hier sichtbar werden. Ein immenser Wunsch nach Kontakt zu anderen schwulen Männern innerhalb einer geschlossenen Community ist unübersehbar. Wieso kann dieser Wunsch nach einem dezidiert schwulen Umfeld in der virtuellen Welt scheinbar besser ausgelebt werden als in der realen Welt? Wir gehen davon aus, dass der Run auf die Internet-Kontakt-

Täterrolle

dieser

möglich

wird,

Schwulen

ein

fördern

diese

der

Entwicklung

ist

Verschwinden

Unterschiede zwischen Homo- und Heterosexuel-

len,

das

letztendlich

Identitätskrise

der

auch

zu

einer

„klassischen“

schwulen Szene führt.

börsen da-

mit zusammen-

hängt, dass die virtu- ellen Kontakte besser kontrol- lierbar sind: Genauso leicht wie man den Kontakt eingehen kann, kann man ihn auch beenden und die erneute Kontaktaufnahme durch Abblocken unterbinden. Zudem erleben viele Schwule den „Rausch der ersten Wochen“: Alles Männer, alle zu haben, es scheint, als ob Gittes Schlager- Wunsch „Ich will alles, ich will alles und zwar sofort“ hier prompt erfüllt werden könnte. Später kommt einem die virtuelle Szene dann doch oft wie eine komprimierte Form der realen Szene vor. Die anderen schwulen Männer wirken auch hier „arrogant und oberflächlich“ und es kann auch ganz schön wehtun, wenn man sich plötz- lich auf seinen sexuellen (Un-)Wert reduziert fühlt.

lich auf seinen sexuellen (Un-)Wert reduziert fühlt. Ein anderes aktuelles, auffallendes und Auf- sehen

Ein anderes aktuelles, auffallendes und Auf- sehen erregendes Phänomen der schwulen Szene ist das „Barebacking“. Barebacker versto- ßen gegen eine zentrale schwule Norm, sozusa- gen das erste schwule Gebot, nämlich Safer Sex zu machen. Über dieses Vergehen ist quasi eine schwule Szene innerhalb der schwulen Szene entstanden, deren Merkmale wiederum an die schwule Szene vor Aids und vor der Libe- ralisierung erinnern: Sie definiert sich über (ungeschützte) Sexualität und erfährt Ablehnung durch die etablierte Gesellschaft – auch die schwule. In der Folge entsteht hier eine solidari-

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Münchner Szene

Münchner Szene
Münchner Szene sche Gruppe, die unter ihren Mitgliedern große Nähe zulässt: Mit dem Verzicht auf den

sche Gruppe, die unter ihren Mitgliedern große Nähe zulässt: Mit dem Verzicht auf den Gummi wird jede Grenze zum anderen aufgehoben, es gibt keine größere Nähe als die, die auch eine möglicherweise tödliche Krankheit in Kauf nimmt – sei es nun beim verliebten schwulen Paar oder in Bareback City. Wie bei Gayromeo wird hier ein überwältigender Wunsch nach Nähe und Bin- dung zu anderen schwulen Männern deutlich.

Ein weiteres Phänomen ist die Entstehung schwuler Gruppen mit speziellen Inhalten:

Schwule Sportgruppen, schwule Glaubens- gemeinschaften, schwule Berufsverbände etc. und auch die schwulen Sexpartys nehmen gera- dezu explosionsartig zu. Je mehr die Unter- schiede zwischen Homo- und Heterosexualität aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwin- den, also je „normaler“ Schwule und Lesben werden (und auch je bunter die Gesellschaft wird), desto mehr zeigt sich das Bedürfnis nach Eindeutigkeit, Identität und Gruppenzugehö- rigkeit in Unterszenen.

Diese Unterszenen sind Teil der zunehmenden Differenzierung und Weiterentwicklung der „schwulen Szene und damit auch Ausdruck der schwulen Emanzipation. Gleichzeitig bieten sie aber auch die Möglichkeit, etwas gemeinsam mit anderen schwulen Männern machen, Kontakt zu anderen Schwulen zu haben, ohne diesen Kontakt primär über das Schwulsein an sich definieren zu müssen. Sie kommen damit auch dem Bedürfnis entgegen, eine schwule Welt zu schaffen, die, weil sie auf bestimmte Themen und Inhalte bezogen ist, besser funktioniert und dadurch als weniger beschädigt erlebt wird als die „klassische“ schwule Szene.

Wie ist es dazu gekommen, dass die schwule Szene als so schwierig erlebt wird? Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass diese Szene immer

auch eine Projektionsfläche für die Probleme und Beschädigungen war, die Schwule an sich selbst nicht wahrnehmen wollten:

• Viele Schwule trugen in sich Gefühle von Familienlosigkeit und Heimatlosigkeit, und haben daher die Szene nicht als Heimat erleben können.

• Viele Schwule haben ihre Sexualität abge- spalten, weil sie nicht so recht wussten, wie die diskriminierte schwule Sexualität in eine „normale“ Gesamtpersönlichkeit integriert werden konnte – und haben dann ihre Szene als sehr sexualisiert erlebt: Hier wol- len ja alle nur ficken.

• Viele Schwule haben ihre Männlichkeit als beschädigt erlebt und empfanden Hetero- Männer als die „richtigeren“ Männer. Und ganz klar: In der Szene waren nur Tunten unterwegs. In Folge wurde die Szene für viele zu einem pro- blematischen Ort weil dort die Probleme spürbar waren, die sie selbst bei sich nicht haben woll- ten. Lag früher die Lösung dieses Konfliktes oft- mals einzig im Rückzug aus der Szene so bieten sich heute Möglichkeiten, eine Szene zu schaf- fen, in der man seine Gefühle und Wünsche ent- weder besser kontrollieren kann (wie im Internet) oder in der es um ein spezifisches, nicht an sich schwules Interesse geht (wie im Sportverein, im Berufsverband usw.). Dort können dann die Bedürfnisse nach Identität und Zugehörigkeit zu einer schwulen „Familie“ besser befriedigt wer- den als in der klassischen, als schwierig erlebten schwulen Szene.

Aus dieser Entwicklung entsteht auch eine Chance für die bisherige Szene: Indem wesentli- che Bedürfnisse anderweitig befriedigt werden können, entsteht z.B. eine Entlastung für die klassischen schwulen Lokale. Man ist nicht mehr in der Form auf sie angewiesen, wie es früher der Fall war. Dort hinzugehen ist also mehr denn

je eine Frage der Lust und weniger eine Frage der Not. Daraus könnte auch eine Kneipenszene entstehen, die einerseits durchaus eindeutig schwul-lesbisch ist, andererseits aber auch bun- ter und vielfältiger sein kann als bisher. Die Aufspaltung in einzelne Szenen bedeutet aber auch, dass Veranstaltungen wie dem CSD, den schwul-lesbischen Straßenfesten, den Euro- games und auch schwulen bzw. schwul-lesbi- schen Zentren eine zunehmende Bedeutung als verbindendes Element zukommt.

Was Gayromeo, Barebacking und der schwul- lesbische Sportverein deutlich machen, ist ein großer Wunsch nach einer Community, die nicht aus lauter einsamen Wölfen besteht. Sie spie- geln den Wunsch nach Beziehungen wider, in denen man füreinander da ist, in denen man seine Bedürfnisse und auch Schwächen zeigen kann. Die schwule Szene kann ein Ort sein, an dem die Beteiligten aufgrund ihrer eigenen schmerzhaften Erfahrungen mit Vereinzelung und Ausgrenzung beschließen, diese in ihrer Umgebung nicht mehr fortzuführen.

Ein Ort, an dem auf vielfältige Weise ein unterstüt- zender Umgang mit Verletztheit und Unsicherheit möglich wird. Ein Ort, der eine Alternative sowohl zu den Erfahrungen der Vergangenheit bietet, wie auch zu den Tendenzen der Gegenwart, in der Menschlichkeit nach dem Gewinner-Prinzip verge- ben wird. Angesichts der derzeitigen gesellschaft- lichen Entsolidarisierung könnte eine schwul-lesbi- sche Gemeinde, deren Mitglieder sich um einan- der kümmern, ein zukunftweisendes Modell für die Entwicklungsfähigkeit und das Zusammenleben von Menschen werden. Dass das Potenzial dazu vorhanden ist, hat sich im Umgang mit Aids gezeigt.

Für diese Aufgabe sind neben den virtuellen auch reale Orte nötig, an denen Begegnungen

Münchner Szene

Münchner Szene

und Auseinandersetzungen aller Teile der schwul-lesbischen Gemeinde stattfinden und gebündelt werden können. Dafür sind Institutionen wie Sub, LeTra, Rosa Liste und die Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen wichtig.

Ihre Zukunft liegt darin, die unterschiedlichen Teile der Szene zu einem identitätsstiftenden und entwicklungsfördernden Dialog zusammenzu- bringen. Funktionieren kann dies allerdings nur, wenn sich Schwule und Lesben auch in diese Stellen einbringen.

Angesichts der beschriebenen Entwicklung erscheint es verständlich, dass der CSD weniger politisch geworden ist. Die Bedürfnisse, die heute aktuell sind, wirken z.T. zu individuell und privat, als dass man sie mit einem Transparent deutlich machen könnte. Leicht war es zu sagen:

„Weg mit dem §175“. Schwieriger ist es, mit dem Transparent „Ich hätte gerne eine solidari- sche schwule Familie“ auf dem CSD vertreten zu sein. Vielleicht kündigt ja das Motto des diesjäh- rigen CSD einen entsprechenden Paradigmen- wechsel vom Kämpfen zum Kümmern an: Wir sind füreinander da!

Die Mitarbeiter der Sub – Beratungsstelle für schwule Männer

der Sub – Beratungsstelle für schwule Männer stellt sich vor Gemeinsam sind wir stark Lambda-Bayern ist

stellt sich vor

Gemeinsam sind wir stark

Lambda-Bayern ist der Dachverband der LesBi- Schwulen Jugendarbeit in Bayern und hat seit ca. einem Jahr seine aktive Arbeit aufgenommen. Bereits jetzt sind wir freier Träger der Jugendhilfe und Mitglied im Bayerischen Jugendring und kön- nen damit unseren Mitgliedsgruppen auch einiges bieten. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, in Bayern ein enges Netz von LesBiSchwulen Ju- gendgruppen aufzubauen und damit auch öffent- lich präsent zu sein.

Bereits jetzt sind alle existierenden bayerischen Jugendgruppen bei uns Mitglied. So treffen sich bei uns Jugendliche aus Würzburg, Bamberg, Nürnberg, Neu-Ulm, Kempten, Landsberg am Lech, Erlangen, Cham und München, um gemein- sam neue Wege für die LesBiSchwule Jugend- arbeit zu entwickeln.

Dabei wollen wir die einzelnen Jugendgruppen vor Ort in ihrer Arbeit unterstützen. Angefangen bei strukturellen Fragen wie Vereinsgründungen und Aufnahmen in die Kreisjugendringe, über die

Leiterausbildung bis hin zu Freizeitangeboten für alle Jugendlichen. Und für alle, die gerne eine Jugendgruppe in Ihrer Gegend gründen wollen, sind wir mit Sicherheit der richtige Ansprech- partner.

Aber als Dachverband übernehmen wir auch die politische Lobbyarbeit für junge Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender in Bayern. So setzen wir uns für die Aufnahme der Thematik „Homo- sexualität“ in die Lehrpläne ein und werben in ganz Bayern für Toleranz, weil Deubach, Gaukönigsho- fen, Mitterteich und Kochel eben nicht München sind.

Wir bilden auch eine Anlaufstelle für alle Jugend- lichen auf dem Land, die bisher keinen Kontakt zu anderen LesBiSchwulen Jugendlichen haben und bieten mit unseren Freizeitfahrten eine Plattform für alle betroffenen Jugendlichen. Deshalb sind wir nicht nur füreinander, sonder vor allem auch für dich da! Weitere Infos unter: www.lambda-bayern.de

Jürgen E. Leske

Jürgen E. Leske Rechtsanwalt Urheber- und Verlagsrecht Gesellschaftsrecht Stiftungen Sexualstrafrecht

Rechtsanwalt

Urheber- und Verlagsrecht Gesellschaftsrecht Stiftungen Sexualstrafrecht

Pestalozzistraße 40a D-80469 München Tel.: 089/26019920 www.raleske.de Notruf Strafrecht 0171-37 37 660

Sie sind schwul und selbstbewusst? Dann passen Sie zu uns! Bei uns lernen Sie andere
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Wir sind der Berufsverband für schwule
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Kubitscheck Queer as Cook… Special Events and Cook courses www.kochschule- wirtschaftswunder.de 089/71049126 17

Rosa Liste

Rosa Liste

Stolze Bilanz der Münchner Lesben und Schwulen:

Zehn Jahre Rosa Liste im Rathaus

„Wir haben den CSD groß gemacht“

Dass wir miteinander den Münchner CSD veran- stalten, ist für Rosa Liste seit 17 Jahren, seit es uns gibt, selbstverständlich. Dass der CSD in Münchens „guter Stube“, dem Marienplatz, statt- findet, dass dort die Regenbogenfahnen wehen, dass Oberbürgermeister Christian Ude als CSD- Schirmherr mit Rosa Liste die CSD-Polit-Parade anführt, dass am Abend das Rathaus zur Party- nacht seine Pforte öffnet: Das alles war vor 10 Jahren nicht selbstverständlich. In dieser Entwick- lung des CSD spiegelt sich die Erfolgsgeschichte der Rosa Liste wider. Darauf sind wir auch stolz. Das können wir in diesem Jahr auch feiern.

Denn seit 1996, also 10 Jahre, vertritt Thomas Niederbühl als Rosa-Liste-Stadtrat die Community der Münchner Lesben, Schwulen und Transgender im Rathaus. Das ist immer noch einmalig in Europa.

Mit ihm ist Rosa Liste im Münchner Stadtrat zur Anwältin, Initiatorin und zum Motor schwul-lesbi- scher Politik geworden; einer Politik, die nicht nur Diskriminierung bekämpft und Gleichstellung in allen Gesellschaftsbereichen will, sondern sich auch auf die kulturellen, sozialen, gesundheitlichen und sonstigen Bedürfnisse von Lesben, Schwulen und Transgender konzentriert. Als akzeptiertes und unterstütztes Sprachrohr der Szene konnten wir für mehr Sichtbarkeit, nicht nur beim CSD, und eine deutliche Klimaverbesserung sorgen. Dieser

wurde eine Koordinierungsstelle für gleichge- schlechtliche Lebensweisen eingerichtet, die Gleichstellungspolitik nicht
wurde eine Koordinierungsstelle für gleichge-
schlechtliche Lebensweisen eingerichtet, die
Gleichstellungspolitik nicht nur fest in der Verwal-
tung verankert, sondern auch die Zusammenarbeit
der Gruppen und Initiativen vernetzt.
Es ist also gar keine Fragen, dass wir miteinander
füreinander da sind. Und trotzdem schauen wir mit
Sorge in die Zukunft: Wirkliche Gleichstellung
haben wir noch nicht erreicht; die katholische
Kirche profiliert sich zunehmend homophob;
Gewalt ist nicht nur ein Thema in Osteuropa;
Toleranz kommt immer wieder an ihre Grenzen;
unser Viertel verändert sich; viele in der Szene
richten sich bequem in Nischen ein.

schwul-lesbische Aufschwung hat das Leben für Lesben und Schwule in München leichter gemacht. Viele konkrete Verbesserungen für Lesben und Schwule konnten in der Frak- tionsgemeinschaft mit den Grünen in einer ver- lässlichen rot-grün-rosa Regierungskoalition mit Oberbürgermeister Christian Ude durchgesetzt werden. So wurden Szene-Einrichtungen besser gefördert, Antidiskriminierungsbestimmungen durchgesetzt, die Ordnungspolitik liberaler. Und es

Deshalb halten wir das CSD-Motto „Wir sind für einander da“ auch für eine kritische Frage und engagierte Aufforderung für die Zukunft: Wie wir uns für unser Coming-out entschieden haben, soll- ten wir uns auch selbstbewusst und selbstver- ständlich für unsere Community entscheiden. Und eine solche Entscheidung bedeutet immer auch ein Engagement für uns, sei es sozial, kulturell oder finanziell. Aber auch politisch. Für ein solches Miteinander politischer Entscheidung, das Beste- hende zu bewahren und wirkliche Akzeptanz zu erreichen, steht Rosa Liste. Das gilt auch für die Zukunft: Wir sind füreinander da! www.rosaliste.de

Rosa Liste

Rosa Liste

Rosa Liste Beppo Brem, Vorsitzender Team München e. V., Vorstand Sportbeirat der Landeshauptstadt München: „In der

Beppo Brem, Vorsitzender Team München e. V., Vorstand Sportbeirat der Landeshauptstadt München:

„In der Politik zählt nur das Motto „Mittendrin statt nur dabei“, deshalb macht es einen gewaltigen Unterschied, ob Münchens Schwule und Lesben, Transgender und Bisexuellen mitten auf dem Spielfeld oder nur am Spielfeldrand stehen. Im Stadtrat wird das Zusam- menleben aller Münchnerinnen und Münchner diskutiert und entschieden! Viele Projekte, auf die wir so stolz sind – und persönlich denke ich da natür- lich an die EuroGames 2004 – wären ohne die direkte Fürsprache unseres Stadtrats Thomas Niederbühl nicht denkbar. Selbst die fulminante Entwicklung des schwul-lesbischen Sports in München, dem heute 1.000 Mitglieder ange- hören statt noch weniger als die Hälfte vor 10 Jahren, ist durch die politische Arbeit der Rosa Liste im Stadtrat und die Unterstützung gegenüber der Stadt- verwaltung ermöglicht worden.“

gegenüber der Stadt- verwaltung ermöglicht worden.“ Sebastian Frietinger, Vorsitzender von diversity München

Sebastian Frietinger, Vorsitzender von diversity München und dem Trägerverein Gleich & Gleich LesBiSchwule Jugendhilfe e. V.:

„München ist unter der Arbeit der Rosa Liste zu einer attrak- tiven Stadt für viele Homosexuelle geworden. Dennoch stehen noch einige Aufgaben vor uns. Eine der dringlichsten aus der Sicht von diver- sity ist mit Sicherheit die Schaffung eines LesBiSchwulen Jugendzentrums für die Stadt München. Und gerade hier freut es uns, dass sich die Rosa Liste maßgeblich engagiert und sich vorbildlich für unsere Belange einsetzt.“

und sich vorbildlich für unsere Belange einsetzt.“ Rolf G. Klaiber, Buchladen Max & Milian „Ich hätte

Rolf G. Klaiber, Buchladen Max & Milian

„Ich hätte gerne die Rosa Liste!“ kam kürzlich ein Mann in den Buchladen. Ich war kurz verwirrt, bis ich merkte, dass er gerne das „Rosa München“, das schwullesbische Bran– chenbuch wollte. Es gibt Dinge in München, die gibt es in anderen deutschen Städten nicht oder nicht so oder noch nicht so lange und der berühmte „Rest der Republik“, der ja oft Nase rümpfend auf die bayeri- sche Landeshauptstadt blickt und hier eben weißblauen Mief erwartet, muss sein Weltbild eben dann zurecht rücken. Man kann mit Fug und Recht sagen:

Ohne die Rosa Liste würde vieles in der schwulen und lesbischen Szene sicher nicht (mehr) existieren und, na klar, ist sie ein leuchtender Stern am Münchner Homo-Himmel! Und das ist gut so. Glückwunsch!“

Münchner Homo-Himmel! Und das ist gut so. Glückwunsch!“ Diana Horn, Mitarbeiterin der Lesbenberatungsstelle Letra:

Diana Horn, Mitarbeiterin der Lesbenberatungsstelle Letra:

„Ihr ermöglicht mir und vielen anderen Frauen durch eure politische Arbeit ein wirklich „lesbenswertes“ Leben in München. Nicht nur, dass die Rosa Liste die Atmosphäre dieser Stadt durch ihren Einsatz für Toleranz und Gleichberechtigung gegen- über Lesben und Schwulen bahnbrechend beeinflusst, sondern sie prägt auch maßgeblich unsere lesbisch-schwule Infrastruktur. So ist mir als LeTRa-Mit- arbeiterin an dieser Stelle besonders wichtig hervorzuheben, dass es die Les- benberatungsstelle in der jetzigen Form, nämlich mit zwei Vollzeitstellen und den großen, sichtbaren Räumlichkeiten mitten im lesbisch-schwulen Viertel, ohne das Engagement von Thomas Niederbühl bei den Zuschussver- handlungen nicht geben würde.“

bei den Zuschussver- handlungen nicht geben würde.“ Rita Braaz, CSD-Pressesprecherin: „Neben nachweisbaren

Rita Braaz,

CSD-Pressesprecherin:

„Neben nachweisbaren Erfolgen gibt es die unschätzbar wertvolle Wirkung der Rosa Liste für das Bild von Lesben und Schwulen in der Öffentlichkeit. Als Pressesprecherin des CSD und aus der Erfahrung meiner Arbeit als Fachfrau für Öffent- lichkeitsarbeit in der Lesbenberatungsstelle LeTRa heraus weiß ich, wie wich- tig dieses sichtbare Wirken ist. Das Motto des diesjährigen CSD „Wir sind füreinander da“ ist auch Grundgedanke der Rosa Liste.“

füreinander da“ ist auch Grundgedanke der Rosa Liste.“ Cornelia Bumes, Vorsitzende von „diversity München“

Cornelia Bumes, Vorsitzende von „diversity München“ (Dachverband der LesBiSchwulen Jugendgruppen in München) und dessen Trägerverein „Gleich & Gleich – LesBiSchwule Jugendhilfe e.V.“:

„Mit Thomas Niederbühl sitzt ein Mann im Stadtrat, der immer ein Ohr für die Wünsche und Bedürfnisse der Szene hat(te) und szene- nahe Politik betreibt. Die städtische Koordinierungsstelle für gleichgeschlecht- liche Lebensweisen und die Lesbenberatungsstelle „LeTRa“ in ihrer heutigen Form sind nur zwei der durch maßgeblich sein Engagement im Stadtrat ent- standenen bzw. groß gewordenen Kinder. Auch die Jugend findet bei Thomas Niederbühl besondere Berücksichtigung, und so hoffe ich, dass er – so wie schon bei LeTRa – auch für das von diversity München gewollte LesBiSchwule Jugendzentrum für München Geburtshelfer sein kann.“

V V olunteers olunteers gesucht! gesucht! Ihr habt zwischen dem 11. und 13. August Zeit

VVolunteersolunteers gesucht!gesucht!

Ihr habt zwischen dem 11. und 13. August Zeit und Lust, verant- wortungsvolle Aufgaben zu übernehmen, dabei neue Leute kennen zu lernen und Euch für die Community zu engagieren?

Dann seid Ihr bei uns genau richtig! Das CSD-Team sucht Verstärkung für folgende Aufgabenbereiche:

Security

Promotion

Aufbaukoordination

Künstlerbetreuung

Bei Interesse wendet Euch an Nina Grote per E-Mail „volunteers@csd-munich.de“ oder telefonisch (089) 54 333-213 / (0173) 86 20 381. Wir freuen uns auf Euch!

MüAH

MüAH

Bleib negativ. Es lohnt sich!

Wieder so ein blöder Spruch von der Aids-Hilfe!

Könnte man meinen. Unsere Erfahrung zeigt jedoch etwas anderes. Die meisten gehen wie selbstverständlich davon aus, dass jeder negativ bleiben will. Beispiel: der Spruch „Bleib gesund“ hat seine Berechtigung, weil zwar alle gesund blei- ben wollen, aber die wenigsten sich auch aktiv darum kümmern, indem sie sich etwa gesund ernähren oder Sport treiben. Ähnlich ist es heute mit dem „Negativ bleiben“:Alle wollen negativ blei- ben, so gut wie niemand legt es wirklich bewusst darauf an, sich zu infizieren. Aber immer weniger schwule Männer tun aktiv was dafür, dass das auch so bleibt. Immer mehr Männer gehen immer öfter beim Sex Infektionsrisiken ein, im Glauben „es wird schon nichts passieren“. Manche denken auch „wenn’s passiert, ist es ja nicht so schlimm, es gibt ja Pillen.“

Wir wollen mit unserer Kampagne die Leute anstoßen, sich mal ernsthaft zu fragen „Will ich wirklich negativ bleiben? Was tu ich dafür?“ Wir wollen zeigen, was angenehme und unangeneh- me Folgen einer HIV-Infektion sein können. Wir wollen zum Diskutieren und zum Nachdenken anregen und hoffen, etwas mehr Bewusstsein zu schaffen und wieder etwas mehr Bereitschaft, für die eigene Gesundheit etwas zu tun. Es ist ja wirklich recht verlockend, in gewissen Situa- tionen auf ein Kondom zu verzichten. Und das Leben mit HIV scheint ja wirklich nicht mehr so schrecklich zu sein wie noch vor 10 Jahren. Viel mehr Spass für ein klein wenig Einschränkung (Pillen)? Wir finden: so klein sind die durch eine HIV-Infektion hervor gerufenen Einschränkungen nicht. HIV bedeutet leider mehr als ein paar Pillen

nicht. HIV bedeutet leider mehr als ein paar Pillen Christopher Knoll und Guido Vael präsentieren das

Christopher Knoll und Guido Vael präsentieren das Plakat zur Aktion „Bleib negativ. Es lohnt sich!“ die von Pfizer Pharma und Sergej großzügig unterstützt wird.

von Pfizer Pharma und Sergej großzügig unterstützt wird. schlucken. Wir finden, der Vergleich der erfreuli- chen

schlucken. Wir finden, der Vergleich der erfreuli- chen und der unerfreulichen Folgen spricht für sich: Es lohnt sich tatsächlich, negativ zu bleiben und dafür beim Sex gewisse Einschränkungen in Kauf zu nehmen!

Komischerweise wird uns von manchen Kritikern der Kampagne vorgeworfen, wir würden unge- schützten Sex zwischen Positiven verherrlichen und so dafür sorgen, dass sich mehr Leute infi- zieren, weil sie fortan auch im Garten der unein- geschränkten, hemmungslosen Lust wandeln können. Am besten, man verschwiege den Fakt, dass Positive meist kein Risiko eingehen, wenn sie miteinander ungeschützt schlafen. Erziehung durch Verschweigen? Großartige Idee! Das bringt mich zum Motto des CSD „Wir sind fürein- ander da!“ Sind wir das wirklich? Der Vorwurf an die Aids-Hilfe, nicht genug oder das Falsche gegen die Neu-Infektionen zu tun, ist ja nicht neu. Mal heißt es, wir müssen den Leuten mehr Angst machen, mal, wir müssen Leute, die sich beim Sex nicht schützen anprangern. Wenn wir differenzierte Informationen geben zu mehr oder weniger riskanten Praktiken, heißt es gleich, das dürfe man nicht, das sei verwirrend und würde die Leute nur zum unsafen Sex verführen. Dass solche, wie ich finde, unsachliche Kritik, von außen kommt, muss ich wohl hinnehmen. Meist kommt diese Art von Kritik aber von Innen, also aus der Community. Ich habe natürlich nichts gegen Kritik, im Gegenteil. Ich ärgere mich aber über gebetsmühlenartig vorgetragene Varia- tionen desselben Leitthemas: Wir (die Aids-Hilfe) sollen gefälligst dafür sorgen, dass die Schwulen sich nicht zu sehr gehen lassen, dass der Sex schön sauber, ordentlich und sicher abläuft … und hoffentlich nicht allzu viel Spaß macht. Und ich ärgere mich darüber, dass solche Kritiker dann auch lieber andere Organisationen mit Spenden bedenken und das auch noch ganz stolz überall erzählen. Unter „Füreinander da sein“ stelle ich mir etwas anderes vor. Michael Tappe

Im Gespräch Im Gespräch: Die Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Landeshauptstadt München

Im Gespräch

Im Gespräch: Die Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Landeshauptstadt MünchenIm Gespräch CSD: Lieber Andreas, liebe Heike, das diesjähri- ge CSD-Motto „Wir sind füreinander da“ ähnelt

CSD: Lieber Andreas, liebe Heike, das diesjähri- ge CSD-Motto „Wir sind füreinander da“ ähnelt ja sehr dem Titel eurer Aktion an den Münchner Schulen, der „Wir sind für Dich da“-Aktion“. Wie kam es dazu?

Koordinierungsstelle (KGL): In den Vorge- sprächen zum CSD 2006 war die Frage nach der Ausrichtung des CSD sehr wichtig. Soll der Blick mehr auf gesellschaftliche Gleichberechtigung oder auf das „Innenleben“ der schwullesbischen Gemeinde in München gerichtet werden. Hier gab es eine große Einigkeit darüber, dass diese Innenperspektive, die sich ja schon letztes Jahr angekündigt hat, aktuell und wichtig ist. Die CSD-Veranstalter sind dann auf uns zuge- kommen und haben angefragt, ob der Titel etwas abgewandelt übernommen werden kann. Dem haben wir natürlich gerne zugestimmt.

CSD: Gerade in dem Bereich „füreinander da sein“ habt Ihr ja so einiges in Bewegung ge- bracht. An welchen Projekten und Angeboten arbeitet Ihr denn aktuell?

KGL: Unser erstes Schwerpunktthema nach der Studie von 2004 war die Lebenssituation von Lesben, Schwulen und Transgendern im Alter. Neben der jährlichen Veranstaltung zu Vorsorge- möglichkeiten haben wir gemeinsam mit der Sub-Beratungsstelle das Schwule Patenprojekt, einen Besuchs- und Begleitdienst für schwule Senioren, ins Leben gerufen. Zudem bieten wir Altenhilfeeinrichtungen Schulungen an, um sie für die Belange von Lesben und Schwulen zu qualifizieren. Im Schwerpunktbereich Jugendliche läuft seit ca. einem Jahr die Posteraktion an den Münchner Schulen, mit der wir die betroffenen Jugendlichen unterstützen und ihnen die Möglichkeit geben wollen, die Hilfeangebote in München wahrzunehmen. Auch soll damit erreicht werden, dass sich Lehrkräfte, Eltern und nicht betroffene Schüler(innen) mit der Thematik beschäftigen. So haben alle Eltern von Schülern der 9. Jahrgangstufe aller Schularten einen Brief mit Informationen über Homosexualität erhalten.

CSD: Diese beiden Projekte wurden ja auch in der Öffentlichkeit sehr gut aufgenommen. Welche Aufgaben hat denn eine städtische Antidiskriminierungsstelle noch?

KGL: Wir bieten Beratung und Information zur Lebenspartnerschaft an, unterstützen städtische

Kolleginnen und Kollegen, wenn sie aufgrund ihrer Homosexualität Probleme am Arbeitsplatz bekommen, Fragen zum Coming-out am Arbeits- platz haben oder sich in persönlichen Ange- legenheiten beraten lassen wollen. Besonders wichtig ist uns der Bereich der Fachberatung für städtische Dienststellen, wenn diese an schwullesbischen Themen arbeiten oder sich im Kontakt mit schwulen oder lesbi- schen Kunden und Kundinnen Fragen ergeben.

CSD: Kann eine städtische Dienststelle eigent- lich politische Arbeit leisten?

Dienststelle eigent- lich politische Arbeit leisten? KGL: Politik im Sinne von Parteipolitik natürlich nicht.

KGL: Politik im Sinne von Parteipolitik natürlich nicht. Unsere Aufgabe ist es, gesellschaftliche Bedingungen für Lesben und Schwule wahrzu- nehmen, zu bewerten und diese Erkenntnisse umzusetzen. Dies passiert ganz konkret auf der Ebene der Projektarbeit, aber auch durch Gremienarbeit mit anderen städtischen Dienst- stellen. Oftmals geht es hier darum, ein Be- wusstsein für die spezifischen Belange von Lesben, Schwulen und Transgendern zu schaf- fen und die Dienststellen zu unterstützen, diese Belange in ihrer Aufgabenwahrnehmung zu berücksichtigen. So hat z.B. die städtische Altenhilfe auch aufgrund unserer Studie die Bevölkerungsgruppe der Schwulen und Lesben in den Stadtratsbeschluss zur Wohnversorgung im Alter mit aufgenommen oder wurden in den Leitlinien zur Familienpolitik die Regenbogen- familien berücksichtigt. Das Stadtjugendamt hat sich ganz aktuell ebenfalls bereit erklärt, sich dieses Themas anzunehmen.

CSD: Welche Mittel stehen euch dafür zur Verfügung?

KGL: Die Koordinierungsstelle muss von den Fachreferaten bei allen Stadtratsangelegenhei- ten (Beschlussvorlagen, Anfragen usw.) beteiligt werden, in denen ein Bezug zur schwullesbi- schen Bevölkerungsgruppe gegeben ist. Je nach Sachlage geben wir hier fachliche Stellung- nahmen ab, die dann in die Vorlagen eingebaut werden oder bearbeiten Beschlussvorlagen federführend selbst. Wenn diese Vorlagen vom Stadtrat beschlossen werden, hat dies dann für die Verwaltung bindenden Charakter.

hat dies dann für die Verwaltung bindenden Charakter. Wichtiger als dieses formale Mittel ist uns aber,

Wichtiger als dieses formale Mittel ist uns aber, dass wir in den Dienststellen und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Überzeu- gungsarbeit leisten können. Dabei hilft uns natürlich die Anbindung im Referat des Oberbürgermeisters sehr gut.

CSD: Vielen Dank für dieses Gespräch und viel Erfolg bei Eurer Arbeit.

Kontakt:

Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen Andreas Unterforsthuber Heike Franz Angertorstr. 7 (Eingang Müllerstr.) Tel: 23 00 09 42 / 57 kgl.dir@muenchen.de www.muenchen.de/koordinierungsstelle

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… Die Institutionen, Firmen und Hotels tragen mit ihrem Engagement maßgeblich zum Gelingen des CSD München bei. Wir bedanken uns ganz herzlich und bitten um freundliche Beachtung!

maßgeblich zum Gelingen des CSD München bei. Wir bedanken uns ganz herzlich und bitten um freundliche

maßgeblich zum Gelingen des CSD München bei. Wir bedanken uns ganz herzlich und bitten um freundliche

CSDCSD-Politparade Samstag, 12. August

CSD CSD -Politparade Samstag, 12. August Politischer Auftakt Marienplatz, 11–12 Uhr mit Vertretern aus Szene und

Politischer Auftakt

Marienplatz, 11–12 Uhr mit Vertretern aus Szene und Politik

CSD-Politparade

Start: Marienplatz, 12 Uhr

Politischer Abschluss:

Marienplatz, ca. 15:30 Uhr mit Ansprachen von Schirmherr OB Christian Ude und Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl

Mitmachen und anmelden!

Die Teilnahmebedingungen und Anmeldeunter- lagen stehen für euch auf unserer Website www.csdmuenchen.de zum Runterladen bereit. Anmeldeschluss ist Mittwoch, der 19. Juli 2006, spätere Anmeldungen sind auch möglich, können aber nicht mehr bei der Positionsaus- losung berücksichtigt werden.

Route

Marienplatz, Rindermarkt, Oberanger, Sendlinger Tor, Sonnenstraße (Ost), Stachus, Sonnenstraße (West), Sendlinger Tor, Blumenstraße, Pestalozzi- straße, Müllerstraße, Fraun- hoferstraße, Klenzestraße, Gärtnerplatz, Reichenbachstraße, Viktualienmarkt, Frauenstraße, Isartor*, Tal, Marienplatz

*) Am Isartor erfolgt die Ableitung der Paradewagen (Richtung Maximilianstraße), die Fußgruppen und alle anderen Paradeteilnehmer gehen durch das Tal zurück zum Marienplatz.

Warmup-Party mit Auslosung der Paradepositionen Der CSD München und Uferlos – Münchens schwul- lesbisches
Warmup-Party mit
Auslosung der Paradepositionen
Der CSD München und Uferlos – Münchens schwul-
lesbisches Radiomagazin – losen im Rahmen der
ersten CSD-Warmup-Party am Donnerstag, den 20.
Juli die Paradepositionen aller bis dahin angemelde-
ten Teilnehmer öffentlich aus. Einlass ab 19 Uhr,
die Verlosung startet gegen 21 Uhr und wird
live auf der 92,4 MHz (96,75 MHz im
Münchner Kabel) übertragen! Der
Eintritt ist natürlich frei!

Donnerstag, 20. Juli

auf der 92,4 MHz (96,75 MHz im Münchner Kabel) übertragen! Der Eintritt ist natürlich frei! Donnerstag,
auf der 92,4 MHz (96,75 MHz im Münchner Kabel) übertragen! Der Eintritt ist natürlich frei! Donnerstag,
3 mal in München Pauschalreisen, Linienflüge, Charterflüge, Last Minute, Kreuzfahrten, Cluburlaub, Mietwagen,
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München
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Minute,
Kreuzfahrten,
Cluburlaub,
Mietwagen,
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und
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Unsere
Öffnungszeiten:
Mo.–Fr.
10.00
19.00
Uhr
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Sa.
10.00
13.00
Uhr
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München
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CSDCSD-Straßenfest

CSD CSD -Straßenfest

München feiert wieder zweitägig!

Lucy Nach der Trennung der „No Angels“, der erfolg- reichsten deutschen Popband, hat sich die
Lucy
Nach der Trennung der „No Angels“, der erfolg-
reichsten deutschen Popband, hat sich die
umtriebige Lucy Diakovska nicht zur Ruhe
gesetzt. Mit zahlreichen Musicalauftritten und
einem selbst produzierten Album beweist sie,
dass sie auch auf eigenen Füßen stehen kann.
René Gligée „Europas hässlichste Tunte“ weiht uns mit seinen Ge- schichten aus einem Kölner Frisörsalon
René Gligée
„Europas hässlichste Tunte“
weiht uns mit seinen Ge-
schichten aus einem Kölner
Frisörsalon in den täglichen
Klatsch und Tratsch ein, der
als Abfallprodukt beim
Lockenwickler-Aufdrehen
entsteht. Bei seinem Rund-
umschlag kommt niemand
zu kurz – auch nicht die
Homo-Szene.
In einer einmaligen Verbindung aus Ballett, Parodie und Kabarett nimmt das Münchner Duo seinen eige-
In einer einmaligen Verbindung aus Ballett, Parodie
und Kabarett nimmt das Münchner Duo seinen eige-
nen Beruf kräftig auf die Schippe und treibt es im
wahrsten Sinne des Wortes „auf die Spitze“. Mit ihren
Stücken „Das bekiffte Schaf“ oder „Schwanen-Enten-
See-Teich“ machen die beiden Ballett auch für
Uninteressierte sehenswert.
Queens of Ballet

26

12. + 13. August

Dabei steht der Marienplatz an beiden Tagen im Mittelpunkt. Am Samstag erwarten Euch u.a. die hier aufgeführten Künstler, am Sonntag das berühmt-berüchtigte Pumps Race (Seite 32).

Ebenfalls am Samstag informieren in den Verbindungs- straßen zwischen Marienplatz und Rindermarkt zahlrei- che Vereine, Gruppen und engagierte Szeneunter- nehmen über Ihre Angebote! Welcher Wirt an welchem Platz sein wird, erfahrt Ihr auf Seite 28.

Der Rindermarkt lockt am Samstag mit Mün- chens größter Open-Air- Disco und sexy Gogo- Dancern. Für den heißen Sound sorgen u.a. DJ James (carmen's/soul city) und DJ Cambis (excited records).

Cambis
Cambis
city) und DJ Cambis (excited records). Cambis Holger Edmaier Salonpop nennt die charmante Sängerin
Holger Edmaier
Holger Edmaier
Salonpop nennt die charmante Sängerin Vanessa Maurischat ihr Genre. Sie gehört zu einer neuen Generation
Salonpop nennt die charmante Sängerin
Vanessa Maurischat ihr Genre. Sie gehört
zu einer neuen Generation von Liederma-
cherinnen in Deutschland mit rotzfrechem
Charisma und bringt eingängige Pop-
kompositionen und
Jazz-inspirierte
Melodien mit hin-
tergründigen Tex-
ten zusammen.
Irgendwie sind wir doch alle immer
auf der Suche nach dem großen Ge-
fühl, dem ganz großen Stück von der
fetten Buttercremtorte des Glücks. In
seinen merkwürdigen Liebesliedern
und Geschichten erzählt uns Holger
Edmaier seine Sichtweise auf die
Fragen, die die Liebe stellt.
Isarbellen
Vanessa Maurischat
Tanzmusik, Schlager und Ever-
greens der 20er, 30er und 40er
Jahre werden von dem Damen-
orchester auf unterhaltsame Weise
zum Besten gegeben. Präsentiert
wird das Ganze von drei Strei-
cherinnen, einer Flötistin, einer
Pianistin und nicht zuletzt von
einer sehr imposanten Opernsän-
gerin.
Die Münchner Band mit ihrem weißen Hosen und
Ringelpullis strahlt französischen Flair aus und
versprüht mit ihrem bunten Konglomerat aus
FrenchPop und Sixties-Rock augenblicklich gute
Laune!
Phonoboy
Mit seiner Mischung aus House,Techno und RnB
war Jan George bereits der Abräumer der Gay
Prides von Helsinki bis Köln. Jetzt stellt der
21-jährige Syrer seine Partytauglichkeit auch bei
uns unter Beweis.
Jan George

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12 Coellner im Paragraph

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13 Together Dance Club

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13 Café Rubin Thalkirchner Str. 10 · 80337 München

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3 Deutsche Eiche Reichenbachstr. 13 · 80469 München Telefon: 089/23 11 660 www.deutsche-eiche.com

4 Thermer Party und VA-Service

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5 Stacherias Karlsplatz 8 · 80335 München Telefon: 089/51 50 59 30 · www.stacherias.de

6 Réne Arndt

Catering & Event Schäftlarnstr. 72 · 81371 München Telefon: 089/51 00 91 34

8 Paulaner Bräuhaus

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(Partyservice & Catering) Plettstr. 17 · 81735 München Telefon: 089/45 67 88 53 www.chang-partyservice.de 28

Kanzlei Heinicke ·

Krebs

Petraa Heinicke

Rechtsanwältin / Fachanwältin für Arbeitsrecht weiterer Tätigkeitsschwerpunkt:Wettbewerbsrecht (UWG)

Dr. jur. Undinee Krebs

Rechtsanwältin / Fachanwältin für Familienrecht weitere Interessenschwerpunkte: eingetragene Lebenspartnerschaft, Partnerschaftsverträge,Testamentgestaltung, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht

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HELA Beauty Lounge Den Sinnen zur Freude
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Gay Tea Dance BLAUEPHASE DJ TEAM (Discoarzt), JÄGER 90 (Rote Sonne)

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Sinnen zur Freude Gay Tea Dance BLAUEPHASE DJ TEAM (Discoarzt), JÄGER 90 (Rote Sonne) 2. OG
Live Live programm im Alten Rathau s , Beginn 22.30 Uhr Gloria Gray & Gäste

LiveLiveprogramm

im Alten Rathaus, Beginn 22.30 Uhr

Gloria Gray & Gäste Die heißeste Show des Jahres – ein Hauch von Hollywood! So
Gloria Gray & Gäste
Die heißeste Show des Jahres – ein
Hauch von Hollywood! So feiern
Publikum und Presse die Münchner
Entertainerin Gloria Gray. Ihr neues
Programm heißt vielversprechend
„Lieder in Mieder“, eine „One-
Woman-Show“ mit Pianobegleitung
und dem einen oder anderen hochka-
rätigen Gastkünstler.
Das
Liveprogramm
findet
Alten
Rathaus
statt,
der
Eingang
befindet
sich
im
Durchgang
zwischen
Burgstraße
und
im Sparkassenstraße. des
Bitte
pünktlich
erscheinen,
nach
Beginn
Liveprogramms
keine
Einlassgarantie.
Betancorband
Betancor, besser bekannt als die
Popette, hat nun eine Band um
sich geschart, mit der sie ihr
neues Programm präsentiert.
hispanoid! klingt nach Urlaub und
Gemütskrankheit, nach versalze-
ner Paella und german angst;
südländisch-zweisprachig, immer
am Rand des Wahnsinns!
Gemütskrankheit, nach versalze- ner Paella und german angst; südländisch-zweisprachig, immer am Rand des Wahnsinns!
CSDCSD-Pumps Race
CSDCSD-Pumps Race

12. August, 12 – 23 Uhr

Wenn erwachsene Männer in High Heels und schrägem Outfit um die

Wette stöckeln und dabei verschiedene Hindernisse überwinden müssen, dann kann das nur Eines sein: Das

Pumps-Race. In

diesem

Jahr

wird

der

sportlich-schrille

Wettkampf bereits zum zweiten Mal auf dem Marieplatz präsen- tiert. Schon beim ersten Event (1997) stellte das Pumps-Race den krönenden Abschluss des CSD dar, seit dem avancierte das Pumps- Race zu einem traditionellen, festen Bestandteil des Münchner CSD und ist in das Straßenfest eingebettet. Das Pumps-Race wird wieder vom Spitzen-Duo Bernd von Fehrn und Matthias Brandebusemeyer moderiert. Sie werden Läufer und Publikum frech und peppig anfeuern. Der Wettlauf als Höhepunkt des Straßenfestes startet um 16 Uhr. Gaudi garantieren wieder die schrillen Sonder-Aufgaben, welche die Organisatoren für die Stöckel-Athleten zur sportlichen und künstlerischen Wertung vorbereitet haben!

CSD CSD -Rahmenprogramm

CSDCSD-Rahmenprogramm

2. August, 19:30 – 21:30 Uhr

A FAMILY TAKES CARE? Ausstellungseröffnung und Diskussion zum CSD „A family takes care“ nennt sich ein beliebtes Plakat der frühen „Aids-Jahre“. Mit diesem Plakat richtete sich Aids-Hilfe vehement gegen die sich abzeichnende Ausgrenzung der Menschen mit HIV. Auf dem Plakat zu erkennen sind Schwule, Behinderte und Mitglieder ande- rer „Randgruppen“. Die Protagonisten sitzen gemeinsam um sich sorgend beim Picknick auf einer Wiese: „Wenn wir zusammenhalten“, so die Botschaft des Plakats, „werden wir die Bedrohung abwenden“. Dieses und ähnliche Plakate werden zwischen dem 2. und 20. August in der Ausstellung im Café Regenbogen gezeigt. Zur Eröffnung der Ausstellung im Café Regen- bogen wird anhand verschiedener Bilderzeugnisse das Verhältnis zwischen Schwulenbewegung und Aids-Hilfe ausgeleuchtet. Mehrerer Referenten werden sich der Diskussion stellen indem sie „ihr“ Bild von HIV/Aids vor- stellen. Nach der Diskussion und Ausstellungseröffnung sind die Bilder während der Öffnungszeiten des Café Re- genbogens zu sehen. Café Regenbogen, Lindwurmstr. 71 Mehr Infos: www.muenchner-aidshilfe.de

Samstag, 5. August, 14 – 22 Uhr

1. lesbisches Angertorstraßenfest Mit viel Spaß und guter Laune das 10-jährige Jubiläum von LeTRa feiern! Eingeladen sind alle Freundinnen und Freunde, egal ob schwul, lesbisch, bi, transgender oder hetero. Neben gutem Sound und lecker Essen und Trinken kann man/frau einen Blick ins LeTRa werfen oder sich an verschiedenen Ständen über das lesbische Leben in München informieren. Seid bei der Premiere dabei! Die Angertorstraße ist ganz einfach zu finden: Vom Sendlinger-Tor-Platz aus in die Müllerstraße und kurz vor der Hans-Sachs-Straße nach links: die Angertorstraße! www.letra.de

Montag, 7. August, 20 Uhr

Rosa Liste macht Thekendienst im Sub Thomas Niederbühl und Alexander Miklosy stehen ab 20 Uhr hinter der Theke im Sub: zum Gespräch bei einem Getränk über Stadtpolitik, über die Rosa Liste, über schwul-lesbische Interessenvertretung, den CSD und alles andere, was die Gäste an der Theke des Sub inter- essiert. Sub, Müllerstr.43, www.rosaliste.de

Dienstag, 8. August, 20 Uhr

Community-Diskussion: Wir sind füreinander da?!? Mit VertreterInnen der CSD-Organisatoren LeTRa, Münchner Aids-Hilfe, Rosa Liste und Sub Mit dem CSD-Motto „Wir sind füreinander da.“ nehmen wir unsere eigene Szene und Community in den Blick. Zeit für eine selbstbewusste Standortbestimmung, was wir psychosozial, politisch oder kulturell alles leisten, wie vielfältig und solidarisch die Szene die Stadt bereichert. Doch mit den Erfolgen der letzten Jahre hat sich die Szene auch verändert. Man ist nicht mehr so auf die Community angewiesen, kann sich leichter in Nischen zurückziehen, das Internet bietet neue Kommunikations- möglichkeiten. Das darf uns nicht blind machen für immer noch bestehende Diskriminierungen, für Vereinsa- mung, Ängste und soziale Benachteiligungen. Lesbi- sches und schwules Leben ist nicht nur Spaß und Party. Deshalb wollen wir auch provozierende Fragen stellen:

was ist Community noch? Was wird aus unserem Viertel? Wie „freundlich“ ist die Szene? Wie soll Community sein? Wie befördern wir Selbsthilfe und Hilfe zur Selbsthilfe? Was ist heute Diskriminierung? Welche politischen Forderungen wollen wir stellen? Brauchen wir noch poli- tische Vertretung? und vieles mehr. Über diese Fragen wollen wir miteinander ins Gespräch kommen. Café Regenbogen, Lindwurmstr. 71

Mittwoch, 9. August, ab 18 Uhr

Lesung mit Christian Ude „Aus dem Leben eines Oberbürgermeisters – Satirische Texte“ Moderation: Rolf Klaiber Oberbürgermeister Christian Ude liest aus seinem Leben. Anschließend Signierstunde. Vorverkauf und Reservie- rung über die Deutsche Eiche. Eintritt: 5 Euro. Veranstal- tet von: Sub, Deutsche Eiche, Max & Milian, Deutsche Eiche, Reichenbachstr. 13, www.christian-ude.de

Donnerstag, 10. August, ab 18 Uhr

„Wir sind füreinander da!?“ Filmpräsentation von diversity diversity – der Dachverband der LesBiSchwulen Jugendgruppen Münchens – hat einen Film zum diesjäh- rigen CSD Motto „Wir sind füreinander da!?“ gedreht. Die spannende Premiere findet statt am Donnerstag vor dem CSD ab 18 Uhr in der Glockenbachwerkstatt mit Sekt- empfang und lecker Essen! Glockenbachwerkstatt, Blumenstr. 7, www.diversity-muenchen.de

Donnerstag, 10. August, ab 22 Uhr

easy listening Kitsch, Glitter und Glamour der 60er und 70er Jahre im Soul City , Maximiliansplatz 5 · www.easy-listening.net

Freitag, 11. August, ab 19 Uhr

CSD-Vorparty im Sub. Sub, Müllerstr. 43 www.subonline.org

Freitag, 11. August, ab 19 Uhr

D’ Schwuhplattler e.V. Boarischer Abend zusammen mit der Stockdorfer Blasmusik, Abendkasse: 8 Euro, Vorverkauf: Buchladen Max & Milian (Ickstattstr. 2), Tel. 2603320 und Bar Edelheiss (Pestalozzistr. 6), Tel: 26 54 53, Zunfthaus, Thalkirchner Str. 76, www.schwuhplattler.de

Freitag, 11. August, 19.30 Uhr

Offener Abend der VIVA Transsexuellen Selbsthilfe München e.V. und des TransMann e.V. Eingeladen sind alle Transsexuellen, Transgender, Transvestiten, Lesben, Intersexuelle, Unentschlossene, Angehörige und jeder, der sich dafür interessiert. Der offene Abend bietet eine Gelegenheit für Gespräche, Beratung, Austausch, Kennenlernen und Information. Selbstverständlich besteht auch dieser Jahr die Möglichkeit, sich umfassend auf dem CSD an den Info- ständen von VIVA und TransMann e.V. zu informieren und uns kennen zu lernen. Baumgartnerstr. 15, www.vivats.de, www.transmann.de

Freitag, 11. August, 21 Uhr

LeTRa präsentiert den Film: „Fremde Haut“ In „Fremde Haut“ erzählt Regisseurin Angelina Macca- rone die Geschichte der Iranischen Lesbe Fariba, die auf der Flucht vor Verfolgung im Heimatland in der knallhar- ten Wirklichkeit deutscher Asylpolitik landet. Das Portrait einer Kämpferin, die versucht, ihren Platz im Leben zu finden, in einer anderen Kultur anzukommen und eine neue Liebe zu wagen. Jasmin Tabatabai (Fariba) zeigt uns mit einer Oscar-reifen Schauspielleistung, diese Suche nach einem Leben in Würde. Der Film macht deutlich, dass ein würdevolles Leben für eine lesbische Migrantin frei sein muss von Rassismus und Homo- phobie.Anschließende Diskussion mit der Iranerin Saideh Saadat vom Projekt LesMigraS, Berlin. Atelier Kino, Sonnenstr. 12, Reservierung: 59 19 18

Freitag, 11. August, ab 21 Uhr

no-difference! CSD Warm Up Party-Bus Zum warm werden für den CSD gibt es wieder den no- difference! Party-Bus von diversity – dem Dachverband der LesBiSchwulen Jugendgruppen Münchens. Am

Freitag, 11. August, 21:00 Uhr Abfahrt Ecke Blu- menstr./Corneliusstr. Mehr Infos und Tickets unter www.nodifference.de

Freitag, 11. August, ab 22 Uhr

Amazonas – CSD Warm Up! Party for Women, Gay & Trans are welcome!, Eintritt 6 Euro, Proseccoempfang im Club der Schrannenhalle, Viktualienmarkt 15, www.amazonasmuc.de

Fr., 11. & Sa., 12. August, 23 Uhr – open end

CSD-Party, im NY.C, Sonnenstr. 25, www.nyclub.de

Samstag, 12. August, 10 Uhr

Ökumenischer CSD-Gottesdienst „Wir sind füreinander da!“ Heißes Eisen oder kalter Kaffee? Erhitzt das die Gemüter oder lässt es uns kalt? Das CSD-Motto provoziert Fragen, regt zum Widerspruch und braucht unsere Zustimmung und unser Mittun, wenn es nicht nur ein schönes Motto bleiben soll. „Wie kann eineR alleine warm werden?“ Suchend und feiernd mischt sich der ökumenische CSD-Gottesdienst ein in diese Fragen, die auch Anfragen sind ans soziale Klima in Szene, Kirche und Gesellschaft. Eingeladen sind alle Lesben und Schwule sowie ihre Freundinnen und Freunde. Willkommen sind Christen, religiös Interessier- te, Suchende und Zweifler gleichermaßen. Alt-katholi- sche, evangelisch-lutherische, evangelisch-reformierte und römisch-katholische Christinnen und Christen berei- ten den Gottesdienst vor. St.-Lukas-Kirche am Marian- nenplatz, www.csd-gottesdienste.de

Samstag, 12. August, ab 21 Uhr

Lady L´Amour Frauendisco, FrauenBar und alles, was das Frauenherz begehrt. Passend dazu: Discofox, Evergreens und aktuel- le Charts mit wechselnden DJ’s. C-Club, Müllerstraße 1 www.frauendisco.de

Samstag, 12. August, ab 22 Uhr

„Alle wollen Liebe“, the cream of soul city im Soul City , Maximiliansplatz 5, www.allewollenliebe.de

Sonntag, 13. August, ab 20 Uhr

„Der kleine Discoarzt“, CSD-Sonderedition wie immer mit dem Blauephase DJ-Team, im Cafe am Hochhaus, Blumenstr.29, www.cafeamhochhaus.de

Sonntag, 13. August, ab 20 Uhr

CSD-Trauma, im Bau, Müllerstr. 41 www.bau-munich.de

Sonntag, 13. August, ab 22 Uhr open end!

Traditionelle CSD-Abschlussparty im Oberanger-Theater im Vollmarhaus (Oberanger 38) Eintritt frei! Mehr Infos unter www.oberanger-theater.de

Dienstag, 15. August, 19 Uhr

Miteinander tafeln. Für die Münchner Aids-Hilfe. Ein frisches, farbenfrohes, modernes Ambiente. Ein reichhaltiges Speisenangebot. Freundlicher, zuvorkom- mender Service. Eine Atmosphäre zum Wohlfühlen. Ein soziales und hochprofessionelles Projekt. Das alle – und noch viel mehr – ist das Café Regenbogen der Münchner Aids-Hilfe. Jeder finanzielle Gewinn fließt direkt in die Aids-Arbeit. So wird ein kulinarisches Miteinander zum solidarischen Füreinander. Deshalb bietet das Café Regenbogen zum CSD ein Benefiz-Menü (Melonen- kaltschale – Rindercarpaccio auf Ruccola mit Kürbis- kernöl – Gegrillte Hähnchenbrust mit grünen Bandnudeln in Orangen-Senf-Sauce oder Gratinierter Romanesco mit Pommes dauphine – Gebackenes Eis auf Fruchtspiegel) für 16,80. Solidarität, die schmeckt. Bitte rechtzeitig reservieren! 54 333-102 oder regenbogen@muench- ner-aidshilfe.de, Café Regenbogen, Lindwurmstr.71, www.muenchner-aidshilfe.de

CSDCSD-Rahmenprogramm

CSD CSD -Rahmenprogramm

Donnerstag, 17. August, 20 Uhr

Rosa Liste präsentiert den Dokumentarfilm zu Münchens schwuler Geschichte:

„Der Freiheit eine Gasse brechen“ Zu den erfolgreichen 10 Jahren im Rathaus wünschte Oberbürgermeister Christian Ude der Rosa Liste „weiteren Erfolg beim Kampf gegen jedwede Diskriminierung sowie eine Stabilisierung des bisher Erreichten – und ihren Wählerinnen und Wählern und allen Angehörigen der Community ein gutes Gedächtnis.“ Dieses Gedächtnis frischt Wolfgang Tröscher, Vorstand der Rosa Liste, mit seinem Dokumentarfilm „Der Freiheit eine Gasse brechen“ (ein Zitat von Karl Heinrich Ulrichs) zu Münchens bewegter und bewegender schwuler Geschichte von Ulrichs bis zur Gegenwart auf. Inhalte sind unter anderem die Verfolgung der Homosexuellen während der Nazi-Diktatur, die Situation der Schwulen in den 50er und 60er Jahre, die Gründung der Münchner Aids-Hilfe, der Erfolg von Rosa Liste und selbstverständlich auch der CSD. Es werden Interviews mit Zeitzeugen durchgeführt, die durch historisches Bildmaterial ergänzt werden. Das Projekt wurde vom „forum homo- sexualität und geschichte“ unterstützt. Nach der Vorstellung stellen sich Filmemacher und Zeitzeugen dem Publikum. Café Regenbogen, Lindwurmstr.71, www.doku.gaymunich.de

Samstag, 19. August, ab 15 Uhr

Schwules Straßenfest 2006, – In der Hans-Sachs-Straße In der Hans-Sachs- und der Ickstattstraße feiert das Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum am 19. August von 15 bis 23 Uhr seinen 20. Geburtstag. Schwule, Lesben und ihre Freunde erwartet ein feuchtes Programm. Das Hans-Sachs-Straßenfest steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wasser“. Lasst Euch überraschen! www.subonline.org

Samstag, 19. August, ab 22 Uhr

Paradise Street die offizielle Party nach dem Hans-Sachs-Straßenfest Housefloor | Partyfloor | Chillarea, DJ Miss Thunderpussy, DJ Michael Büchel, DJ Pegah, Walkact by Yvonne Pouget (München/Neapel), im Forum am Deutschen Museum Mehr Infos: www.paradisestreet.de

1.000 LäuferInnen für 10.000 Meter!

run for life 2006 am 27. August 2006

Der Benefizlauf zu Gunsten der Münchner Aids- Hilfe e.V., der „run for life“, findet dieses Jahr zum 6. Mal statt. Den Startschuss gibt die 2. Bürgermeisterin Christine Strobl am Sonntag, 27. August 2006, um 14 Uhr am Platz hinter dem Haus der Kunst. Auf zwei Strecken – über 5,8 km und 10 km – geht es quer durch den Englischen Garten. Das Ziel: 1.000 LäuferInnen für 10.000 Meter! Teilnehmen können alle, die Spaß am Laufen oder Walken haben und

mit ihrer Teilnahme die Aids-Hilfe unterstützen möchten. Die Startgebühr von 15 Euro (gerne auch mehr) geht zu 100% als Spende an die Münchner Aids-Hilfe e.V. Seid auch Ihr dabei und verbindet sportliche Aktivität mit einer guten Sache! Infos und Anmeldung unter:

mit einer guten Sache! Infos und Anmeldung unter: 2. September, 20 Uhr Pink Ballroom die

2. September, 20 Uhr

Pink Ballroom

die „20-Jahre-Sub“-Party Kartenvorverkauf:

Café im Sub | München Ticket Eintritt: 7 Euro Muffathalle Alle Infos und Tickets auch unter [www.subonline.org]

Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V. 20 1986 Jahre - 2006
Schwules
Kommunikations-
und Kulturzentrum
München e.V.
20 1986 Jahre
- 2006

Im September wird’s wieder heiß, mit „Föhn, der warme Wind im Süden“

wieder heiß, mit „Föhn, der warme Wind im Süden“ Unter diesem Motto steht das internationale Jugendtreffen

Unter diesem Motto steht das internationale Jugendtreffen für alle Lesben, Schwulen und Bisexuellen bis 27. Vom 14.09.2006 bis 17.09.2006 lädt diversity München – der Dachverband der LesBiSchwulen Jugendgruppen Münchens – ein, vier interes- sante Tage mit viel Programm und jeder Menge Spaß in München zu verbringen. Für nur 75 gibts Übernachtung, Brunch, Party, Tages- programm und natürlich den reservierten Platz

auf dem Oktoberfest! Ohne Übernachtung geht’s auch: Für sensationelle 40 gibt’s das Ganze ohne Schlafplatz. Am CSD-Samstag (12.8.) verlost diversity Frei- Tickets für Föhn. Komm einfach am Infostand von diversity vorbei und sichere dir die Chance, kosten- los eines der begehrten Tickets zu erhalten!

Ausführliche

www.foehn-jugendtreffen.de

Infos

und

Anmeldung

unter