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Christopher Street Day

Christopher Street Day
12./13. August
12./13. August
www.csdmuenchen.de
Schirmherrschaft: OB Christian Ude
Veranstalter:
lesbisch · schwul · bi · transgender
12–23 Uhr Straßenfest & Pumps Race
(Marienplatz)
11–12 Uhr Politischer Auftakt
(Marienplatz)
12 Uhr Start Politparade
12–23 Uhr Straßenfest
(Marienplatz/Rindermarkt)
22–5 Uhr Rathaus-Clubbing
(VVK: Max&Millian, Lillemor’s
www.muenchen-ticket.de)
12.8. 12.8.
11–12 Uhr Politischer Auftakt
(Marienplatz)
12 Uhr Start Politparade
12–23 Uhr Straßenfest
(Marienplatz/Rindermarkt)
22–5 Uhr Rathaus-Clubbing
(VVK: Max&Millian, Lillemor’s
www.muenchen-ticket.de)
13.8. 13.8.
12–23 Uhr Straßenfest & Pumps Race
(Marienplatz)
Kulturprogramm mit freundlicher Unterstützung
PRIDE GUIDE
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DAS OFFI ZI ELLE MAGAZI N ZUM CSD MÜNCHEN
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Motto
Liebe Freundinnen und Freunde,
wie in den letzten 25 Jahren bringt der diesjährige Münchner CSD wie-
der mit Politik und Party die Vielfalt der Lesben, Schwulen, Bisexuellen
und Transgender auf die Straße. Mit kritischem Blick auf Gesellschaft
und Politik fordern wir gemeinsam gesellschaftliche Gleichstellung
und Akzeptanz, die längst noch nicht in allen Bereichen erreicht sind.
Doch der kritische Blick richtet sich auch nach Innen. Bereits im letz-
ten Jahr stellte der CSD mit dem Motto „young & pride“ die Situation
lesbischer und schwuler Jugendlicher in den Vordergrund. Diese
Perspektive soll sich in diesem Jahr auf die eigene Szene und
Community fortsetzen. Unter dem Motto „Wir sind füreinander da“
können sämtliche Vereine, Gruppen und Initiativen in den zwei CSD-
Wochen bei Veranstaltungen, auf der Polit-Parade, mit Info-Ständen auf dem Straßenfest unse-
re Selbsthilfe, unsere Hilfe zur Selbsthilfe und unsere selbst-organisierten Angebote präsentie-
ren und selbstbewusst zeigen, was wir psychosozial, politisch oder kulturell alles leisten.
Schließlich ist immer noch viel zu wenig bekannt und zu wenig geschätzt, wie vielfältig und soli-
darisch unsere Szene die Stadt bereichert.
Mit dem 10-jährigen Jubiläum von LeTRa, dem 20.Geburtstag des Sub und 10 Jahren Rosa
Liste im Rathaus können wir unsere Erfolgsgeschichte der letzten Jahre auch ausgiebig feiern.
Seit 1996 darf ich als Rosa-Liste-Stadtrat die Community der Münchner Lesben, Schwulen und
Transgender im Rathaus vertreten. So etwas ist immer noch einmalig in Europa. Gemeinsam
wurden wir unübersehbar, nicht nur beim CSD. Und wir wurden unüberhörbar, wenn wir
gegen Diskriminierung und für Gleichstellung kämpfen. Dieser schwul-lesbische Aufschwung
hat nicht nur unser Leben als Lesben und Schwule in München leichter gemacht, sondern
auch konkrete Verbesserungen gebracht. So wurden Szene-Einrichtungen besser gefördert,
Antidiskriminierungsbestimmungen durchgesetzt, die Ordnungspolitik liberaler. Und es wurde
eine Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen eingerichtet, die Gleichstel-
lungspolitik nicht nur fest in der Verwaltung verankert, sondern auch die Zusammenarbeit der
Gruppen und Initiativen vernetzt.
Es ist also gar keine Fragen, dass wir miteinander füreinander da sind.
Und trotzdem: Wirkliche Gleichstellung haben wir noch nicht erreicht.
Die Bundesregierung hat uns von der Tagesordnung genommen. Gleichstellung mit der Ehe
und Adoptionsrecht sind kein Thema mehr. Unser Füreinander in Beziehungen bleibt diskrimi-
niert. Absoluter Stillstand in Berlin. Die katholische Kirche, die in Bayern sogar CSD-Gottes-
dienste verbot, lässt keine Gelegenheit aus, ihr anti-homosexuelles Profil zu schärfen. Gewalt
ist nicht nur ein Thema in Osteuropa. Toleranz kommt immer wieder an ihre Grenzen. Unser
Viertel verändert sich. Viele in der Szene richten sich bequem in Nischen ein. Immer noch
bestehende Diskriminierungen, Vereinsamung, Ängste und soziale Benachteiligungen dürfen
wir aber nicht verdrängen oder übersehen. Unser lesbisch-schwules Leben ist nicht nur Spaß
und Party.
Das CSD-Motto „Wir sind füreinander da.“ ist deshalb auch eine kritische Frage und engagierte
Aufforderung für die Zukunft, unsere Community aktiv und solidarisch selbst zu gestalten und
damit auch die Gesellschaft zu verändern. Ich hoffe, wir kommen darüber beim CSD ins Gespräch.
Denn wie wir uns immer wieder im Alltag für unser Coming Out entscheiden müssen, sollten
wir uns auch immer wieder selbstbewusst und selbstverständlich für unsere Community ent-
scheiden. Und eine solche Entscheidung bedeutet immer auch ein entschiedenes Engagement
für uns, sei es sozial, kulturell oder finanziell. Aber auch politisch. Für ein solches Miteinander
politischer Entscheidung, das Bestehende zu bewahren und wirkliche Akzeptanz zu erreichen,
steht Rosa Liste, dafür setzte ich mich ein. Das gilt für den CSD. Aber auch für die Zukunft:
Wir sind füreinander da!
Euer Rosa Liste Stadtrat
Thomas Niederbühl
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Grußwort
So weit ist es also schon:
Nun kann die Münchner Community sogar runde
Geburtstage feiern. Nach dem 25-jährigen Jubiläum
des Christopher-Street-Day im vergangenen Jahr sind
es heuer gleich deren drei: das 20-jährige Bestehen
des Schwulen Kommunikations- und Kulturzentrums
Sub, das 10-jährige der Lesbenberatungsstelle LeTRa
und schließlich der 10. Jahrestag des Einzugs der
Rosa Liste ins Münchner Rathaus.
Schon das unterstreicht die Vitalität der schwul-lesbischen Szene in unserer
Stadt, und der diesjährige CSD wird es noch bekräftigen: Längst ist die Szene
zu einer anerkannten gesellschaftlichen Kraft, zu einem integralen Bestandteil
der Münchner Stadtgesellschaft und zu einem Aushängeschild Münchens als
Stadt der Toleranz und Weltoffenheit geworden.
Zwar fordert die allgegenwärtige Fußball-WM auch vom CSD ihren Tribut, statt
wie gewohnt im Juli geht es heuer erst am 2. August-Wochenende los.
Ansonsten aber wird sich der CSD wieder so präsentieren, wie wir ihn kennen
und schätzen: als buntes, schrilles und fröhliches Fest, aber auch als bedeu-
tendes politisches Forum. Und auch diesmal wird die Stadt ihre „Heiligen
Hallen“ weit öffnen und zum Clubbing ins Münchner Rathaus einladen.
Schließlich gilt das Motto „Wir sind füreinander da.“ auch für die Stadt.
Sehr gerne habe ich deshalb auch wieder die Schirmherrschaft übernommen,
wie in jedem Jahr seit 1994. Und schon jetzt freue ich mich darauf, alle, die
live dabei sind beim CSD 2006, am 12. August auf dem Münchner Marienplatz
herzlich willkommen zu heißen!
Christian Ude
Zahlreiche opulent-bunte Blumensträuße doku-
mentieren die Fülle der Gratulantinnen und
Gratulanten. Sogar die Bürgermeisterin Christine
Strobel hat es sich nicht nehmen lassen, der
Lesbenberatungsstelle persönlich ihre Aufwar-
tung zu machen und deren Einsatz zu würdigen.
„Ganz lässig in Motorradlederjacke“, wie Diana
Horn grinsend anmerkt. Die LeTRa-Frauen hin-
gegen hatten sich aus gegebenem historisch-
feierlichen Anlass für schicke Anzüge und hoch-
hackige Schuhe entschieden. Lesbische Vielfalt
geht einher mit Stilvielfalt, sei es in Haares-
dingen oder Kleiderfragen. Alles ist möglich.
Die nächsten zwei Stunden sind eine spannende
und subjektive Zeitreise, in der es um die
Geschichte und Gegenwart der Lesbenbera-
tungsstelle dieser Stadt geht. Und das Erfreu-
liche daran: Es treten gleich mehrere (Erfolgs-)
Geschichten zutage: die der lesbischen Frauen,
die der lesbisch-schwulen Community, die der
Solidarität und die der Selbstbehauptung. Dass
die Geschichte der Lesbenberatungsstelle sehr
bewegt und stellenweise steinig war, und deren
Ausgang völlig offen, daran wird von Ulrike
Mößbauer, Diana Horn und Rita Braaz auch in
noch anhaltender Feierlaune erinnert. Und
daran, dass dieser Erfolg an einem seidenen
Faden hing und der Hartnäckigkeit und Ausdauer
einer Handvoll Frauen zu verdanken ist. Und
dass sich in manchen Momenten glückliche
günstige politische Konstellationen am Horizont
auftun. Aber der Reihe nach. Streng genommen
ist es nicht nur ein zehnjähriges, sondern ein
zwanzigjähriges Jubiläum. Denn bereits 1986
wurde der Grundstock für das heutige LeTRa
gelegt, als engagierte Münchner Lesben den
Verein Lesbentelefon gründeten. Aus dem
Lesbentelefon ging dann LIB (das Kürzel für
Lesben, Information, Beratung) hervor: Unter
bescheidenen finanziellen und räumlichen
Rahmenbedingungen – die Beratungsstelle war
in einem Hinterhof-Büro in der Dreimühlenstraße
untergebracht – wurde Telefonberatung und
Veranstaltungen durch zwei Sozialpädagoginnen
angeboten. Als die spärlichen finanziellen Mittel
der rot-grünen Stadtregierung für eine vernünfti-
ge professionelle Arbeit nicht mehr ausreichend
waren, warfen die beiden festangestellten
Mitarbeiterinnen Ende 1995 das Handtuch. Eine
Handvoll Lesben bemühte sich, den Verein als
Anlaufstelle für lesbische Frauen mit Tele-
fonberatung, Infoabenden und Veranstaltungen
ehrenamtlich am Leben zu halten und damit ein
politisch wichtiges Signal zu setzen – damals
schon dabei: Diana Horn, seit zweieinhalb
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10 Jahre LeTRa
Die Party ist für dieses Jahr noch lange nicht vorbei. Als an einem sonnigen
Tag im Mai die drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der Lesben-
beratungsstelle LeTRa Ulrike Mößbauer, 42, Diana Horn, 31, und Rita Braaz,
44, in ihren Arbeitsräumen in der Angertorstraße zum Gespräch bitten,
wirkt das Trio ein bisschen müde – aber glücklich. Am Tag zuvor wurde
ausgiebig ein Jubiläum gefeiert: das Zehnjährige von LeTRa mit Sekt-
empfang, Reden und Büffet – eben alles, was zu einer gebührenden Feier
dazu gehört.
Lesbische
Vielfalt
Jahren als eine von zwei Sozialpädagoginnen bei
LeTRa tätig.
Mitte 1996 kam schließlich die Geburtsstunde
von LeTRa, was kein Zufall war: Das im selben
Jahr gewählte rot-grün-rosa Regierungsbündnis,
das erstmals der schwul-lesbischen WählerIn-
neninitiative Rosa Liste ein Stadtratsmandat und
Regierungsbeteiligung bescherte, machte städti-
sche Lesbenföderung zum wichtigen Tages-
ordnungspunkt. Ab sofort wurden Belange von
lesbischen Münchnerinnen (und schwulen
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10 Jahre LeTRa
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Lesbisches Angertorstraßenfest
Samstag 5. August 14.00 – 22.00 Uhr
LeTRa präsentiert
den Film „Fremde Haut“
Freitag, 11. August 2006, 21 Uhr
im Atelier Kino
In „Fremde Haut“ erzählt Regisseurin Angelina Maccarone die
Geschichte der Iranischen Lesbe Fariba, die auf der Flucht vor
Verfolgung im Heimatland in der knallharten Wirklichkeit deut-
scher Asylpolitik landet. Das Portrait einer Kämpferin, die ver-
sucht ihren Platz im Leben zu finden, in einer anderen Kultur
anzukommen und eine neue Liebe zu wagen.
Jasmin Tabatabai (Fariba) zeigt uns mit einer Oscar-reifen
Schauspielleistung, diese Suche nach einem Leben in Würde.
Der Film macht deutlich, dass ein würdevolles Leben für eine
lesbische Migrantin frei sein muss von Rassismus und
Homophobie.
Anschließende Diskussion mit der Iranerin Saideh Saadat
vom Projekt LesMigraS, Berlin
Veranstaltungort:
Atelier Kino, Sonnenstr. 12,
Telefonische Kartenreservierung: (089) 59 19 18
Münchnern) ernst genommen und die schwul-
lesbische Szene hatte in Form ihres gewählten
Stadtratvertreters Thomas Niederbühl ein wichti-
ges Wörtchen in Haushaltsdingen mitzureden.
Der professionelle Betrieb von LeTRa wurde
zunächst mit einer halben Beratungsstelle für
eine Sozialpädagogin aufgenommen. Anfang
1997 kam bereits Ulrike Mößbauer die zweite,
heute noch bei LeTRa tätige Sozialpädagogin
dazu. Das Angebot der Lesbenberatungsstelle
konnte mit psychosozialer telefonischer und per-
sönlicher Einzel- und Paarberatung, Coming-
out-Gruppen und monatlichen Veranstaltungen
wieder professionalisiert und sogar ausgebaut
werden. Anfang 1999 wurde eine dritte Stelle für
Öffentlichkeitsarbeit geschaffen, die seit zwei-
einhalb Jahren Rita Braaz inne hat. Den vielleicht
wichtigsten – und sichtbarsten – Etappenerfolg
konnte LeTRa 2000 verbuchen: Den Umzug mit-
ten ins schwul-lesbische Viertel in die Anger-
torstraße unweit des Sendlinger Tors – und nur
einen Steinwurf entfernt von den Kollegen und
Kolleginnen des schwulen Zentrums Sub und
heute auch der Koordinierungsstelle für gleich-
geschlechtliche Lebensweisen. Die hellen und
freundlichen LeTRa-Räume umfassen heute auf
rund 100 Quadratmetern einen von draußen ein-
sehbaren Veranstaltungsraum mit Bibliothek und
Videothek und im hinteren Teil zwei Beratungs-
zimmer, ein Büro und eine Teeküche. Was so
unspektakulär wirkt, ist ein Politikum: Hinter der
großen Fensterfassade des schmucken Altbaus
verbirgt sich bayernweit die einzige städtisch
geförderte professionelle Lesbenberatungsstelle.
Glücklich können sich die Lesben schätzen, die
in München leben.
Neben den drei Hauptamtlerinnen leiten ein drei-
köpfiger Vorstand sowie sieben ehrenamtliche
Mitfrauen die Geschicke des Vereins –
unterstützt von 90 Mit-
frauen. Im monatlichen
Plenum werden Struk-
turen und Inhalte regel-
mäßig hierarchiefrei erar-
beitet und diskutiert. LeTRa
richtet sein Angebot an
50.000 lesbische Frauen in München sowie
deren Angehörige und versteht sich als Bera-
tungsstelle, Treffpunkt und Veranstaltungsort
zugleich. Die Liste der Aktivitäten ist lang: Neben
professioneller psychosozialer persönlicher, tele-
fonischer und E-Mail-Beratung für einzelne
Lesben und Paare gibt es Coming-out-Gruppen
sowie Treffen von lesbischen Müttern, Lesben ab
50, jungen Lesben, lesbischen Migrantinnen und
Eltern von lesbischen und schwulen Kindern. In
weiteren offenen Angeboten können sich Lesben
informieren und Kontakte knüpfen.
Wie sieht das LeTRa-Trio die Anfänge der
Beratungstätigkeit und die Entwicklung bis hin
zur Gegenwart? „Vor zehn Jahren war der
Coming-out-Aspekt zentral. Das hat sich kom-
plett verändert“, stellt Ulrike Mößbauer fest.
Heutzutage seien die Themen von lesbischen
Frauen vielfältiger, erklärt Rita Braaz. Wichtig sei
es, diese Vielfalt wahrzunehmen und die vielfäl-
tigen Lebensrealitäten innerhalb der eigenen
vermeintlich homogenen Gruppe zu begreifen:
„Es gibt die lesbische Metzgerin genauso wie die
lesbische Lehrerin, Transfrauen und Trans-
männer, es gibt lesbische Migrantinnen wie auch
die lesbische Unternehmerin und die erwerbslo-
se Lesbe.“ Aber insgesamt ist doch sicherlich
das Coming-out dank Lebenspartnerschafts-
gesetz, Christopher-Street-Day und Vorzeige-
Lesbe, Tatortkommissarin Ulrike Folkerts, viel
leichter geworden? Diana Horn verneint das ent-
schieden: „Das Coming-out
ist gleich problematisch und
krisenhaft wie vor zehn
Jahren. Es ist für die Be-
troffene immer noch bei
Familie und am Arbeits-
platz ein schwieriger,
mitunter schmerzvoller Prozess.“ Von
wegen schöne neue Lesbenwelt.
Gibt es so etwas wie ein typisches LeTRa-
Klientel? „Die Bandbreite ist groß“, berichtet
Diana Horn, „von der Arbeiterin bis zur Aka-
demikerin, meist im Alter von 30 bis 50 Jahren.“
„In den unterschiedlichen Themen spiegeln sich
die vielfältigen Lebensrealitäten“, erläutert Rita
Braaz: „Einige Lesben benötigen eher kurze
Informationen und Beratungen zu Themen wie
Absicherung der Partnerschaft, Fragen zur
Szene oder nach Treffpunkten. Andere Klientin-
nen brauchen längerfristige Unterstützung und
Krisenintervention etwa im Coming-out, in
Beziehungs- oder Trennungskrisen oder in der
Verarbeitung von Diskriminierungserfahrungen
und lesbenfeindlicher Gewalt.“
Zwei Stunden Gespräch mit den LeTRa-Frauen
dokumentieren den Erfolg, die Vielfältigkeit und
die Nowendigkeit ihrer Arbeit. Die LeTRa-
Mitarbeiterinnen und die Vereinsfrauen haben
allen Grund, stolz auf ihre zehnjährige Geschich-
te zurückzublicken. Aber auf ihren Lorbeeren
ausruhen können und wollen sie sich nicht. So
laufen die Vorbereitungen für zwei weitere
Megaereignisse schon längst auf Hochtouren:
Am 5. August steht eine Premiere ins (oder
genauer: vor's) Haus: LeTRa feiert ab 14 Uhr das
erste lesbische Angertorstraßenfest und lädt
dazu „viele, viele Lesben und Schwule, Trans-
gender und Bisexuelle, Migranten und Migran-
tinnen, NachbarInnen, Freunde und Freundinnen
ein“. Und eine Woche später demonstriert LeTRa
lautstark und fantasievoll als Mitveranstalterin
des Christopher-Street-Day, dass 50.000
Münchner Lesben bei potenziellen Sorgen und
Nöten – oder einfach nur, um Infomationen zu
bekommen und um Spaß zu haben – getrost auf
LeTRa zählen können: Denn LeTRa ist für
dich/uns da. Ganz im Sinne des Christopher-
Street-Day-Mottos. Da darf die Party ruhig mal
länger dauern und die LeTRa-Mitarbeiterinnen
am nächsten Tag ein bisschen müde zu Arbeit
kommen.
Marion Hölczl
Kontakt:
LeTRa – Lesbenberatungsstelle
Angertorstr. 3 · 80469 München
Fon & Fax 089/ 725 42 72
info@letra.de · www.letra.de
Telefonzeiten: Mo / Mi 14.30 – 17.00 Uhr
Di 10.30 – 13.00 Uhr
Spendenkonto:
Stadtsparkasse München 701 500 00
Kontonummer 13-138540
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10 Jahre LeTRa
9
Reichenbachstraße 13
Tel. 231166-0
Fax 231166-98
www.deutsche-eiche.de
3*** Superior
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Regenbogenflaggen am Marienplatz, Party bis
zum Rindermarkt, Pumps Race um die Marien-
säule. Straßenfest, Parade, Rathausclubbing.
Schrill, bunt und politisch präsentiert sich der
Münchner Christopher-Street-Day 2006. Wie
selbstverständlich treten wir Lesben und Schwu-
len auch in diesem Jahr offen und selbstbewusst
zu unserer Runde durch die Stadt an, um auf
unsere Forderungen, unsere Kultur, unseren
Lebensstil aufmerksam zu machen. Selbstver-
ständlich ist das keineswegs. Noch Mitte der
1980er Jahre bestand der CSD aus einem
Häufchen mutiger Demonstranten, die einmal im
Jahr – eskortiert von Polizisten mit Gummi-
handschuhen, beschimpft von Passanten – den
Schritt an die Öffentlichkeit wagten, um z.B.
gegen die diskriminierende bayerische Aids-
Politik zu protestieren. Welch ein Wandel hat sich
seither vollzogen! Inzwischen ist nicht nur der
Christopher-Street-Day zum fröhlich-bunten
Massenauflauf geworden. Auch die EuroGames
haben 2004 die gesellschaftliche Akzeptanz der
schwul-les-
bischen Szene vorangebracht.
Längst ist München mit seinem vielfältigen An-
gebot an Lokalen, Clubs, Events und Beratungs-
stellen zu einer der ersten Adressen der Szene in
Deutschland geworden. Und längst spricht die
Stadt damit gezielt auch schwule und lesbische
Touristen an. Die früher verteufelte „Abweichung
von der Norm“ wird heutzutage in der Gesell-
schaft zumindest toleriert, in vielen großen
Städten akzeptiert und teilweise – wie in Mün-
chen – sogar gefördert.
Diesen Wandel gestaltet nun seit 20 Jahren eine
Einrichtung der Szene mit: das Sub, Münchens
schwu-
les Kommunikations- und
Kulturzentrum. Und das nicht nur als
Veranstalter des Münchner CSD, den der Sub
e.V. zusammen mit der Lesbenberatungsstelle
LeTRa, der Münchner Aids-Hilfe und der Rosa
Liste organisiert, sondern als Impulsgeber und
Motor für ein selbstbewusstes und selbstbe-
stimmtes schwules Leben in unserer Stadt.
Natürlich gab es schon früher Treffpunkte für
Schwule in München. Die kommerzielle Szene
und die politische Schwulenbewegung, damals
„Subkultur“ genannt, führten nach der Ent-
schärfung des Paragraphen 175 StGB schon
Anfang der 70er Jahre ihre eigenen Kneipen,
Saunen, Teestuben und Zentren. Bis sich die
schwule Gemeinde aber ganz selbstverständlich
offen zeigen konnte, sollten noch einige Jahre
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Mo-Fr 9 – 19, Sa 9.30 – 16 Uhr · info@optik-vogel.de
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piercing
ins Land ziehen. Diejenigen, die sich für homo-
sexuelle Interessen einsetzten, mussten nicht
wenig Mut aufbringen. Sie riskierten Karriere und
Ansehen; nicht wenige auch körperliche Gewalt.
Als sich am 4. September 1986 die Gruppen der
Münchner Schwulenbewegung unter dem Dach
des Sub zusammenschlossen, um gemeinsam
für Gleichberechtigung zu kämpfen, brach in
München eine neue Ära an. Ein einziges Schwu-
lenzentrum sollte die Kräfte der Schwulenbewe-
gung bündeln. Denn die zersplitterte Münchner
Schwulenbewegung hatte sich ausgerechnet zu
einem Zeitpunkt als schwach erwiesen, als die
Schwulen einerseits durch Aids, andererseits
durch die restriktive Anti-Aids-Politik eines Peter
Gauweiler bedrängt wurden. Mit dem Sub-
Infoladen für schwule Männer gab es ab 1988
einen täglich geöffneten, zentralen Treffpunkt mit
Beratung, Information, Archiv, Bibliothek und
Café. Das neue Schwulenzentrum agierte zudem
nicht gegen die kommerzielle Szene, sondern
verstand sich als alternativer Teil von ihr.
Noch heute ist das Sub mit seinen zahlreichen
Freizeit- und Selbsthilfegruppen, der psychoso-
zialen Beratungsstelle, seiner HIV-Prävention
sowie den Informations- und Serviceeinrichtun-
gen Sammelbecken für viele unterschiedliche
Interessen, Gruppen und Angebote. Das Sub ist
unauffällig, für viele nur ein Café in der Müller-
straße 43. Es arbeitet still hinter den Kulissen
und sorgt dafür, dass die Szene da draußen
funktioniert: eine riesige Szene, die sicher sein
kann, dass jemand da ist, wenn das Leben
Kapriolen schlagen will. Das Sub ist ein Stück
Fundament für das persönliche Wohlbefinden
der Homosexuellen der Stadt und auch für das
eigene Selbstbewusstsein in einer heterosexuell
geprägten Welt. Es ist Bürgerzentrum, Informa-
tionsforum, Selbsthilfezentrum und Party-Location;
die Fäden im Netz, das das Sub mit der schwulen
Münchner Szene verbindet, sind kaum sichtbar,
aber dicht geknüpft und stark. Es sind die
Schwulen dieser Stadt, die dem Zentrum seine
vielen Facetten und seinen familiären Charme
erhalten haben. Den sich verändernden Rahmen-
bedingungen konnte sich das Sub immer anpas-
sen, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben, was der
inzwischen etablierte „HIV-Test im Sub“ und das
Schwule Patenprojekt beweisen.
Die Vielfalt ist es denn auch, die den 20-jährigen
Geburtstag des Schwulen Kommunikations- und
Kulturzentrums zu etwas ganz Besonderem
macht. Noch bis September finden im Sub und in
der ganzen Szene unter dem Motto „20 Jahre –
20 Wochen“ 20 Wochen lang Veranstaltungen
statt, die die „Gründer“ der Bewegung, aber
auch die neue Generation von Schwulen (und
Lesben!) für die Münchner Szene organisieren.
Freut euch auf Lesungen, Ausstellungen,
Podiumsdiskussionen, eine Filmnacht, Action-
Shows und Partys, Partys, Partys. Für jeden
ist etwas dabei. Höhepunkte des Programms
sind am 19. August das Hans-Sachs-Straßenfest
und die „Pink Ballroom“-Geburtstagsparty des
Sub am 2. September in der Muffathalle. Wir fei-
ern unseren Geburtstag in diesem Jahr also
gleich zweimal. Aktuelle Infos findet Ihr unter
www.subonline.org.
Münchens Szene ist ins Licht getreten. Die
Besucher, Gäste, Mitarbeiter und Helfer des Sub
haben – trotz der immer schwierigen Finanzlage
– ihren Teil dazu beigetragen. Vor allem den vie-
len, vielen ehrenamtlichen Helfern wollen wir an
dieser Stelle danken. Aber auch den vielen
Spendern und vor allem der Stadt München
sowie dem Land Bayern gebührt unser Dank.
Ohne ihre Förderung wäre das Sub nicht, was es
ist. Heute stehen wir vor neuen Herausforderun-
gen. Nach allem, was in Politik und Gesellschaft
erreicht wurde, richten wir unseren Blick ver-
stärkt nach innen. Unter dem Motto „Wir sind
füreinander da“ fragt der CSD 2006 nach dem
Stellenwert der schwulen Community, ihrem
Zusammenhalt und der Identität, die sie stiftet.
Brauchen wir sie heute noch? Wie wollen wir
miteinander umgehen? Der CSD 2006 blickt in
die Zukunft und hat dabei immer auch die Ver-
gangenheit im Blick, in der sich – auch mit Hilfe
des Sub – ein tolerantes und buntes Leben in
unserer Stadt entwickeln konnte. Das feiern wir
heute. Zum Zwanzigsten alles Gute!
Oliver Tietze, Michael Herweg, Conrad Breyer
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Sehen wir uns also den Zustand der schwulen
Lebensbereiche an. Zunächst ist festzustellen,
dass der Bereich, der die traditionelle schwule
Szene darstellt, nämlich die schwulen Lokale,
sich sehr verändert: Die Aufhebung der Grenze
zwischen „schwul“ und „nicht-schwul“ ist hier
am deutlichsten zu beobachten. Die jetzt nach-
rückende schwule Generation zeigt beim
Ausgehen ein sehr verändertes Nutzungs-
verhalten: Es sind einerseits keine festen Orte
mehr, sondern eher Partys an unterschiedlichen
„Locations“, welche genutzt werden, anderer-
seits werden die bestehenden Angebote immer
„multisexueller“ – zumindest ist dies ein Etikett,
welches man sich offensichtlich gerne geben
will. Eine schwule Szene als Ort, an dem
Schwule unter sich sind, gibt es immer weniger
und die noch bestehenden klassischen schwulen
Lokale verlieren zunehmend ihren Identitäts-stif-
tenden Einfluss auf schwule Männer.
Einen Boom
erlebt dage-
gen ohne
Zweifel der
virtuelle Teil der
schwulen Sze-
ne. „Deutschlands
größte Szeneknei-
pe“ Gayromeo platzt
Abend für Abend zahlen-
mäßig aus den Nähten. Ver-
blüffend ist, welche Bedürfnisse
hier sichtbar werden. Ein immenser
Wunsch nach Kontakt zu anderen schwulen
Männern innerhalb einer geschlossenen
Community ist unübersehbar. Wieso kann dieser
Wunsch nach einem dezidiert schwulen Umfeld
in der virtuellen Welt scheinbar besser ausgelebt
werden als in der realen Welt? Wir gehen davon
aus, dass der Run auf die Internet-Kontakt-
börsen da-
mit zusammen-
hängt, dass die virtu-
ellen Kontakte besser kontrol-
lierbar sind: Genauso leicht wie man den Kontakt
eingehen kann, kann man ihn auch beenden und
die erneute Kontaktaufnahme durch Abblocken
unterbinden. Zudem erleben viele Schwule den
„Rausch der ersten Wochen“: Alles Männer, alle
zu haben, es scheint, als ob Gittes Schlager-
Wunsch „Ich will alles, ich will alles und zwar
sofort“ hier prompt erfüllt werden könnte. Später
kommt einem die virtuelle Szene dann doch oft
wie eine komprimierte Form der realen Szene
vor. Die anderen schwulen Männer wirken auch
hier „arrogant und oberflächlich“ und es kann
auch ganz schön wehtun, wenn man sich plötz-
lich auf seinen sexuellen (Un-)Wert reduziert
fühlt.
Ein anderes aktuelles, auffallendes und Auf-
sehen erregendes Phänomen der schwulen
Szene ist das „Barebacking“. Barebacker versto-
ßen gegen eine zentrale schwule Norm, sozusa-
gen das erste schwule Gebot, nämlich Safer Sex
zu machen. Über dieses Vergehen ist quasi eine
schwule Szene innerhalb der schwulen Szene
entstanden, deren Merkmale wiederum an die
schwule Szene vor Aids und vor der Libe-
ralisierung erinnern: Sie definiert sich über
(ungeschützte) Sexualität und erfährt Ablehnung
durch die etablierte Gesellschaft – auch die
schwule. In der Folge entsteht hier eine solidari-
14
Münchner Szene
Wir leben in einer Zeitphase,
die man in Deutschland als die „Wo-
wereitisierung“ der Nation bezeichnen könnte.
Sie erweckt den Anschein, dass Homosexualität in
der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Lesben und
Schwule gelten zunehmend als „normal“. Es scheint, als ob
es möglich wäre, endlich die lange Geschichte der Verfolgung
der Homosexuellen nicht nur beenden, sondern auch verges-
sen zu können. Die Gesellschaft fördert diese Sichtweise, da
damit für sie die Entlassung aus der jahrhundertealten
Täterrolle möglich wird, die Schwulen fördern diese
Sichtweise, weil sie es leid sind, Opfer zu sein. Die Folge
dieser Entwicklung ist ein Verschwinden der
Unterschiede zwischen Homo- und Heterosexuel-
len, das letztendlich auch zu einer
Identitätskrise der „klassischen“
schwulen Szene führt.
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15
sche Gruppe, die unter ihren Mitgliedern große
Nähe zulässt: Mit dem Verzicht auf den Gummi
wird jede Grenze zum anderen aufgehoben, es
gibt keine größere Nähe als die, die auch eine
möglicherweise tödliche Krankheit in Kauf nimmt
– sei es nun beim verliebten schwulen Paar oder
in Bareback City. Wie bei Gayromeo wird hier ein
überwältigender Wunsch nach Nähe und Bin-
dung zu anderen schwulen Männern deutlich.
Ein weiteres Phänomen ist die Entstehung
schwuler Gruppen mit speziellen Inhalten:
Schwule Sportgruppen, schwule Glaubens-
gemeinschaften, schwule Berufsverbände etc.
und auch die schwulen Sexpartys nehmen gera-
dezu explosionsartig zu. Je mehr die Unter-
schiede zwischen Homo- und Heterosexualität
aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwin-
den, also je „normaler“ Schwule und Lesben
werden (und auch je bunter die Gesellschaft
wird), desto mehr zeigt sich das Bedürfnis nach
Eindeutigkeit, Identität und Gruppenzugehö-
rigkeit in Unterszenen.
Diese Unterszenen sind Teil der zunehmenden
Differenzierung und Weiterentwicklung der
„schwulen Szene und damit auch Ausdruck der
schwulen Emanzipation. Gleichzeitig bieten sie
aber auch die Möglichkeit, etwas gemeinsam mit
anderen schwulen Männern machen, Kontakt zu
anderen Schwulen zu haben, ohne diesen
Kontakt primär über das Schwulsein an sich
definieren zu müssen. Sie kommen damit auch
dem Bedürfnis entgegen, eine schwule Welt zu
schaffen, die, weil sie auf bestimmte Themen
und Inhalte bezogen ist, besser funktioniert und
dadurch als weniger beschädigt erlebt wird als
die „klassische“ schwule Szene.
Wie ist es dazu gekommen, dass die schwule
Szene als so schwierig erlebt wird? Vielleicht hat
das auch damit zu tun, dass diese Szene immer
auch eine Projektionsfläche für die Probleme
und Beschädigungen war, die Schwule an sich
selbst nicht wahrnehmen wollten:
• Viele Schwule trugen in sich Gefühle von
Familienlosigkeit und Heimatlosigkeit, und
haben daher die Szene nicht als Heimat
erleben können.
• Viele Schwule haben ihre Sexualität abge-
spalten, weil sie nicht so recht wussten, wie
die diskriminierte schwule Sexualität in eine
„normale“ Gesamtpersönlichkeit integriert
werden konnte – und haben dann ihre
Szene als sehr sexualisiert erlebt: Hier wol-
len ja alle nur ficken.
• Viele Schwule haben ihre Männlichkeit als
beschädigt erlebt und empfanden Hetero-
Männer als die „richtigeren“ Männer. Und
ganz klar: In der Szene waren nur Tunten
unterwegs.
In Folge wurde die Szene für viele zu einem pro-
blematischen Ort weil dort die Probleme spürbar
waren, die sie selbst bei sich nicht haben woll-
ten. Lag früher die Lösung dieses Konfliktes oft-
mals einzig im Rückzug aus der Szene so bieten
sich heute Möglichkeiten, eine Szene zu schaf-
fen, in der man seine Gefühle und Wünsche ent-
weder besser kontrollieren kann (wie im Internet)
oder in der es um ein spezifisches, nicht an sich
schwules Interesse geht (wie im Sportverein, im
Berufsverband usw.). Dort können dann die
Bedürfnisse nach Identität und Zugehörigkeit zu
einer schwulen „Familie“ besser befriedigt wer-
den als in der klassischen, als schwierig erlebten
schwulen Szene.
Aus dieser Entwicklung entsteht auch eine
Chance für die bisherige Szene: Indem wesentli-
che Bedürfnisse anderweitig befriedigt werden
können, entsteht z.B. eine Entlastung für die
klassischen schwulen Lokale. Man ist nicht mehr
in der Form auf sie angewiesen, wie es früher
der Fall war. Dort hinzugehen ist also mehr denn
je eine Frage der Lust und weniger eine Frage
der Not. Daraus könnte auch eine Kneipenszene
entstehen, die einerseits durchaus eindeutig
schwul-lesbisch ist, andererseits aber auch bun-
ter und vielfältiger sein kann als bisher. Die
Aufspaltung in einzelne Szenen bedeutet aber
auch, dass Veranstaltungen wie dem CSD, den
schwul-lesbischen Straßenfesten, den Euro-
games und auch schwulen bzw. schwul-lesbi-
schen Zentren eine zunehmende Bedeutung als
verbindendes Element zukommt.
Was Gayromeo, Barebacking und der schwul-
lesbische Sportverein deutlich machen, ist ein
großer Wunsch nach einer Community, die nicht
aus lauter einsamen Wölfen besteht. Sie spie-
geln den Wunsch nach Beziehungen wider, in
denen man füreinander da ist, in denen man
seine Bedürfnisse und auch Schwächen zeigen
kann. Die schwule Szene kann ein Ort sein, an
dem die Beteiligten aufgrund ihrer eigenen
schmerzhaften Erfahrungen mit Vereinzelung
und Ausgrenzung beschließen, diese in ihrer
Umgebung nicht mehr fortzuführen.
Ein Ort, an dem auf vielfältige Weise ein unterstüt-
zender Umgang mit Verletztheit und Unsicherheit
möglich wird. Ein Ort, der eine Alternative sowohl
zu den Erfahrungen der Vergangenheit bietet, wie
auch zu den Tendenzen der Gegenwart, in der
Menschlichkeit nach dem Gewinner-Prinzip verge-
ben wird. Angesichts der derzeitigen gesellschaft-
lichen Entsolidarisierung könnte eine schwul-lesbi-
sche Gemeinde, deren Mitglieder sich um einan-
der kümmern, ein zukunftweisendes Modell für die
Entwicklungsfähigkeit und das Zusammenleben
von Menschen werden. Dass das Potenzial dazu
vorhanden ist, hat sich im Umgang mit Aids
gezeigt.
Für diese Aufgabe sind neben den virtuellen
auch reale Orte nötig, an denen Begegnungen
16
Münchner Szene
17
und Auseinandersetzungen aller Teile der
schwul-lesbischen Gemeinde stattfinden und
gebündelt werden können. Dafür sind
Institutionen wie Sub, LeTra, Rosa Liste und die
Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche
Lebensweisen wichtig.
Ihre Zukunft liegt darin, die unterschiedlichen
Teile der Szene zu einem identitätsstiftenden und
entwicklungsfördernden Dialog zusammenzu-
bringen. Funktionieren kann dies allerdings nur,
wenn sich Schwule und Lesben auch in diese
Stellen einbringen.
Angesichts der beschriebenen Entwicklung
erscheint es verständlich, dass der CSD weniger
politisch geworden ist. Die Bedürfnisse, die
heute aktuell sind, wirken z.T. zu individuell und
privat, als dass man sie mit einem Transparent
deutlich machen könnte. Leicht war es zu sagen:
„Weg mit dem §175“. Schwieriger ist es, mit
dem Transparent „Ich hätte gerne eine solidari-
sche schwule Familie“ auf dem CSD vertreten zu
sein. Vielleicht kündigt ja das Motto des diesjäh-
rigen CSD einen entsprechenden Paradigmen-
wechsel vom Kämpfen zum Kümmern an: Wir
sind füreinander da!
Die Mitarbeiter der Sub – Beratungsstelle für
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Lambda-Bayern ist der Dachverband der LesBi-
Schwulen Jugendarbeit in Bayern und hat seit ca.
einem Jahr seine aktive Arbeit aufgenommen.
Bereits jetzt sind wir freier Träger der Jugendhilfe
und Mitglied im Bayerischen Jugendring und kön-
nen damit unseren Mitgliedsgruppen auch einiges
bieten. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, in
Bayern ein enges Netz von LesBiSchwulen Ju-
gendgruppen aufzubauen und damit auch öffent-
lich präsent zu sein.
Bereits jetzt sind alle existierenden bayerischen
Jugendgruppen bei uns Mitglied. So treffen sich
bei uns Jugendliche aus Würzburg, Bamberg,
Nürnberg, Neu-Ulm, Kempten, Landsberg am
Lech, Erlangen, Cham und München, um gemein-
sam neue Wege für die LesBiSchwule Jugend-
arbeit zu entwickeln.
Dabei wollen wir die einzelnen Jugendgruppen vor
Ort in ihrer Arbeit unterstützen. Angefangen bei
strukturellen Fragen wie Vereinsgründungen und
Aufnahmen in die Kreisjugendringe, über die
Leiterausbildung bis hin zu Freizeitangeboten für
alle Jugendlichen. Und für alle, die gerne eine
Jugendgruppe in Ihrer Gegend gründen wollen,
sind wir mit Sicherheit der richtige Ansprech-
partner.
Aber als Dachverband übernehmen wir auch die
politische Lobbyarbeit für junge Lesben, Schwule,
Bisexuelle und Transgender in Bayern. So setzen
wir uns für die Aufnahme der Thematik „Homo-
sexualität“ in die Lehrpläne ein und werben in ganz
Bayern für Toleranz, weil Deubach, Gaukönigsho-
fen, Mitterteich und Kochel eben nicht München
sind.
Wir bilden auch eine Anlaufstelle für alle Jugend-
lichen auf dem Land, die bisher keinen Kontakt zu
anderen LesBiSchwulen Jugendlichen haben und
bieten mit unseren Freizeitfahrten eine Plattform
für alle betroffenen Jugendlichen. Deshalb sind wir
nicht nur füreinander, sonder vor allem auch für
dich da!
Weitere Infos unter: www.lambda-bayern.de
Gemeinsam sind wir stark
stellt sich vor
wurde eine Koordinierungsstelle für gleichge-
schlechtliche Lebensweisen eingerichtet, die
Gleichstellungspolitik nicht nur fest in der Verwal-
tung verankert, sondern auch die Zusammenarbeit
der Gruppen und Initiativen vernetzt.
Es ist also gar keine Fragen, dass wir miteinander
füreinander da sind. Und trotzdem schauen wir mit
Sorge in die Zukunft: Wirkliche Gleichstellung
haben wir noch nicht erreicht; die katholische
Kirche profiliert sich zunehmend homophob;
Gewalt ist nicht nur ein Thema in Osteuropa;
Toleranz kommt immer wieder an ihre Grenzen;
unser Viertel verändert sich; viele in der Szene
richten sich bequem in Nischen ein.
Deshalb halten wir das CSD-Motto „Wir sind für
einander da“ auch für eine kritische Frage und
engagierte Aufforderung für die Zukunft: Wie wir
uns für unser Coming-out entschieden haben, soll-
ten wir uns auch selbstbewusst und selbstver-
ständlich für unsere Community entscheiden. Und
eine solche Entscheidung bedeutet immer auch
ein Engagement für uns, sei es sozial, kulturell
oder finanziell. Aber auch politisch. Für ein solches
Miteinander politischer Entscheidung, das Beste-
hende zu bewahren und wirkliche Akzeptanz zu
erreichen, steht Rosa Liste. Das gilt auch für die
Zukunft: Wir sind füreinander da!
www.rosaliste.de
Stolze Bilanz der Münchner Lesben und Schwulen:
Zehn Jahre Rosa Liste im Rathaus
„Wir haben den CSD
Rosa Liste
18
schwul-lesbische Aufschwung hat das Leben für
Lesben und Schwule in München leichter
gemacht. Viele konkrete Verbesserungen für
Lesben und Schwule konnten in der Frak-
tionsgemeinschaft mit den Grünen in einer ver-
lässlichen rot-grün-rosa Regierungskoalition mit
Oberbürgermeister Christian Ude durchgesetzt
werden. So wurden Szene-Einrichtungen besser
gefördert, Antidiskriminierungsbestimmungen
durchgesetzt, die Ordnungspolitik liberaler. Und es
Dass wir miteinander den Münchner CSD veran-
stalten, ist für Rosa Liste seit 17 Jahren, seit es
uns gibt, selbstverständlich. Dass der CSD in
Münchens „guter Stube“, dem Marienplatz, statt-
findet, dass dort die Regenbogenfahnen wehen,
dass Oberbürgermeister Christian Ude als CSD-
Schirmherr mit Rosa Liste die CSD-Polit-Parade
anführt, dass am Abend das Rathaus zur Party-
nacht seine Pforte öffnet: Das alles war vor 10
Jahren nicht selbstverständlich. In dieser Entwick-
lung des CSD spiegelt sich die Erfolgsgeschichte
der Rosa Liste wider. Darauf sind wir auch stolz.
Das können wir in diesem Jahr auch feiern.
Denn seit 1996, also 10 Jahre, vertritt Thomas
Niederbühl als Rosa-Liste-Stadtrat die Community
der Münchner Lesben, Schwulen und Transgender
im Rathaus. Das ist immer noch einmalig in
Europa.
Mit ihm ist Rosa Liste im Münchner Stadtrat zur
Anwältin, Initiatorin und zum Motor schwul-lesbi-
scher Politik geworden; einer Politik, die nicht nur
Diskriminierung bekämpft und Gleichstellung in
allen Gesellschaftsbereichen will, sondern sich
auch auf die kulturellen, sozialen, gesundheitlichen
und sonstigen Bedürfnisse von Lesben, Schwulen
und Transgender konzentriert. Als akzeptiertes und
unterstütztes Sprachrohr der Szene konnten wir für
mehr Sichtbarkeit, nicht nur beim CSD, und eine
deutliche Klimaverbesserung sorgen. Dieser
groß gemacht“
19
Rosa Liste
Beppo Brem,
Vorsitzender Team München e. V., Vorstand Sportbeirat
der Landeshauptstadt München:
„In der Politik zählt nur das Motto „Mittendrin statt nur
dabei“, deshalb macht es einen gewaltigen Unterschied, ob
Münchens Schwule und Lesben, Transgender und Bisexuellen mitten auf dem
Spielfeld oder nur am Spielfeldrand stehen. Im Stadtrat wird das Zusam-
menleben aller Münchnerinnen und Münchner diskutiert und entschieden!
Viele Projekte, auf die wir so stolz sind – und persönlich denke ich da natür-
lich an die EuroGames 2004 – wären ohne die direkte Fürsprache unseres
Stadtrats Thomas Niederbühl nicht denkbar. Selbst die fulminante Entwicklung
des schwul-lesbischen Sports in München, dem heute 1.000 Mitglieder ange-
hören statt noch weniger als die Hälfte vor 10 Jahren, ist durch die politische
Arbeit der Rosa Liste im Stadtrat und die Unterstützung gegenüber der Stadt-
verwaltung ermöglicht worden.“
Rita Braaz,
CSD-Pressesprecherin:
„Neben nachweisbaren Erfolgen gibt es die unschätzbar
wertvolle Wirkung der Rosa Liste für das Bild von Lesben und
Schwulen in der Öffentlichkeit. Als Pressesprecherin des CSD
und aus der Erfahrung meiner Arbeit als Fachfrau für Öffent-
lichkeitsarbeit in der Lesbenberatungsstelle LeTRa heraus weiß ich, wie wich-
tig dieses sichtbare Wirken ist. Das Motto des diesjährigen CSD „Wir sind
füreinander da“ ist auch Grundgedanke der Rosa Liste.“
Sebastian Frietinger,
Vorsitzender von diversity München
und dem Trägerverein Gleich & Gleich LesBiSchwule
Jugendhilfe e. V.:
„München ist unter der Arbeit der Rosa Liste zu einer attrak-
tiven Stadt für viele Homosexuelle geworden. Dennoch stehen
noch einige Aufgaben vor uns. Eine der dringlichsten aus der Sicht von diver-
sity ist mit Sicherheit die Schaffung eines LesBiSchwulen Jugendzentrums für
die Stadt München. Und gerade hier freut es uns, dass sich die Rosa Liste
maßgeblich engagiert und sich vorbildlich für unsere Belange einsetzt.“
Cornelia Bumes,
Vorsitzende von „diversity München“ (Dachverband
der LesBiSchwulen Jugendgruppen in München)
und dessen Trägerverein „Gleich & Gleich – LesBiSchwule
Jugendhilfe e.V.“:
„Mit Thomas Niederbühl sitzt ein Mann im Stadtrat, der
immer ein Ohr für die Wünsche und Bedürfnisse der Szene hat(te) und szene-
nahe Politik betreibt. Die städtische Koordinierungsstelle für gleichgeschlecht-
liche Lebensweisen und die Lesbenberatungsstelle „LeTRa“ in ihrer heutigen
Form sind nur zwei der durch maßgeblich sein Engagement im Stadtrat ent-
standenen bzw. groß gewordenen Kinder. Auch die Jugend findet bei Thomas
Niederbühl besondere Berücksichtigung, und so hoffe ich, dass er – so wie
schon bei LeTRa – auch für das von diversity München gewollte LesBiSchwule
Jugendzentrum für München Geburtshelfer sein kann.“
Rolf G. Klaiber,
Buchladen Max & Milian
„Ich hätte gerne die Rosa Liste!“ kam kürzlich ein Mann in
den Buchladen. Ich war kurz verwirrt, bis ich merkte, dass
er gerne das „Rosa München“, das schwullesbische Bran–
chenbuch wollte. Es gibt Dinge in München, die gibt es in
anderen deutschen Städten nicht oder nicht so oder noch nicht so lange und
der berühmte „Rest der Republik“, der ja oft Nase rümpfend auf die bayeri-
sche Landeshauptstadt blickt und hier eben weißblauen Mief erwartet, muss
sein Weltbild eben dann zurecht rücken. Man kann mit Fug und Recht sagen:
Ohne die Rosa Liste würde vieles in der schwulen und lesbischen Szene sicher
nicht (mehr) existieren und, na klar, ist sie ein leuchtender Stern am Münchner
Homo-Himmel! Und das ist gut so. Glückwunsch!“
Diana Horn,
Mitarbeiterin der Lesbenberatungsstelle Letra:
„Ihr ermöglicht mir und vielen anderen Frauen durch eure
politische Arbeit ein wirklich „lesbenswertes“ Leben in
München. Nicht nur, dass die Rosa Liste die Atmosphäre
dieser Stadt durch ihren Einsatz für Toleranz und Gleichberechtigung gegen-
über Lesben und Schwulen bahnbrechend beeinflusst, sondern sie prägt auch
maßgeblich unsere lesbisch-schwule Infrastruktur. So ist mir als LeTRa-Mit-
arbeiterin an dieser Stelle besonders wichtig hervorzuheben, dass es die Les-
benberatungsstelle in der jetzigen Form, nämlich mit zwei Vollzeitstellen und
den großen, sichtbaren Räumlichkeiten mitten im lesbisch-schwulen Viertel,
ohne das Engagement von Thomas Niederbühl bei den Zuschussver-
handlungen nicht geben würde.“
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Könnte man meinen. Unsere Erfahrung zeigt
jedoch etwas anderes. Die meisten gehen wie
selbstverständlich davon aus, dass jeder negativ
bleiben will. Beispiel: der Spruch „Bleib gesund“
hat seine Berechtigung, weil zwar alle gesund blei-
ben wollen, aber die wenigsten sich auch aktiv
darum kümmern, indem sie sich etwa gesund
ernähren oder Sport treiben. Ähnlich ist es heute
mit dem „Negativ bleiben“: Alle wollen negativ blei-
ben, so gut wie niemand legt es wirklich bewusst
darauf an, sich zu infizieren. Aber immer weniger
schwule Männer tun aktiv was dafür, dass das
auch so bleibt. Immer mehr Männer gehen immer
öfter beim Sex Infektionsrisiken ein, im Glauben
„es wird schon nichts passieren“. Manche denken
auch „wenn’s passiert, ist es ja nicht so schlimm,
es gibt ja Pillen.“
Wir wollen mit unserer Kampagne die Leute
anstoßen, sich mal ernsthaft zu fragen „Will ich
wirklich negativ bleiben? Was tu ich dafür?“ Wir
wollen zeigen, was angenehme und unangeneh-
me Folgen einer HIV-Infektion sein können. Wir
wollen zum Diskutieren und zum Nachdenken
anregen und hoffen, etwas mehr Bewusstsein zu
schaffen und wieder etwas mehr Bereitschaft,
für die eigene Gesundheit etwas zu tun. Es ist ja
wirklich recht verlockend, in gewissen Situa-
tionen auf ein Kondom zu verzichten. Und das
Leben mit HIV scheint ja wirklich nicht mehr so
schrecklich zu sein wie noch vor 10 Jahren. Viel
mehr Spass für ein klein wenig Einschränkung
(Pillen)? Wir finden: so klein sind die durch eine
HIV-Infektion hervor gerufenen Einschränkungen
nicht. HIV bedeutet leider mehr als ein paar Pillen
schlucken. Wir finden, der Vergleich der erfreuli-
chen und der unerfreulichen Folgen spricht für
sich: Es lohnt sich tatsächlich, negativ zu bleiben
und dafür beim Sex gewisse Einschränkungen in
Kauf zu nehmen!
Komischerweise wird uns von manchen Kritikern
der Kampagne vorgeworfen, wir würden unge-
schützten Sex zwischen Positiven verherrlichen
und so dafür sorgen, dass sich mehr Leute infi-
zieren, weil sie fortan auch im Garten der unein-
geschränkten, hemmungslosen Lust wandeln
können. Am besten, man verschwiege den Fakt,
dass Positive meist kein Risiko eingehen, wenn
sie miteinander ungeschützt schlafen. Erziehung
durch Verschweigen? Großartige Idee! Das
bringt mich zum Motto des CSD „Wir sind fürein-
ander da!“ Sind wir das wirklich? Der Vorwurf an
die Aids-Hilfe, nicht genug oder das Falsche
gegen die Neu-Infektionen zu tun, ist ja nicht
neu. Mal heißt es, wir müssen den Leuten mehr
Angst machen, mal, wir müssen Leute, die sich
beim Sex nicht schützen anprangern. Wenn wir
differenzierte Informationen geben zu mehr oder
weniger riskanten Praktiken, heißt es gleich, das
dürfe man nicht, das sei verwirrend und würde
die Leute nur zum unsafen Sex verführen. Dass
solche, wie ich finde, unsachliche Kritik, von
außen kommt, muss ich wohl hinnehmen. Meist
kommt diese Art von Kritik aber von Innen, also
aus der Community. Ich habe natürlich nichts
gegen Kritik, im Gegenteil. Ich ärgere mich aber
über gebetsmühlenartig vorgetragene Varia-
tionen desselben Leitthemas: Wir (die Aids-Hilfe)
sollen gefälligst dafür sorgen, dass die Schwulen
sich nicht zu sehr gehen lassen, dass der Sex
schön sauber, ordentlich und sicher abläuft …
und hoffentlich nicht allzu viel Spaß macht. Und
ich ärgere mich darüber, dass solche Kritiker
dann auch lieber andere Organisationen mit
Spenden bedenken und das auch noch ganz
stolz überall erzählen. Unter „Füreinander da
sein“ stelle ich mir etwas anderes vor.
Michael Tappe
20
MüAH
Wieder so ein blöder Spruch von der Aids-Hilfe!
Bleib negativ.
Es lohnt sich!
Christopher Knoll und Guido Vael präsentieren das Plakat zur Aktion „Bleib negativ. Es lohnt sich!“ die von
Pfizer Pharma und Sergej großzügig unterstützt wird.
21
CSD: Lieber Andreas, liebe Heike, das diesjähri-
ge CSD-Motto „Wir sind füreinander da“ ähnelt
ja sehr dem Titel eurer Aktion an den Münchner
Schulen, der „Wir sind für Dich da“-Aktion“. Wie
kam es dazu?
Koordinierungsstelle (KGL): In den Vorge-
sprächen zum CSD 2006 war die Frage nach der
Ausrichtung des CSD sehr wichtig. Soll der Blick
mehr auf gesellschaftliche Gleichberechtigung
oder auf das „Innenleben“ der schwullesbischen
Gemeinde in München gerichtet werden. Hier
gab es eine große Einigkeit darüber, dass diese
Innenperspektive, die sich ja schon letztes Jahr
angekündigt hat, aktuell und wichtig ist.
Die CSD-Veranstalter sind dann auf uns zuge-
kommen und haben angefragt, ob der Titel etwas
abgewandelt übernommen werden kann. Dem
haben wir natürlich gerne zugestimmt.
CSD: Gerade in dem Bereich „füreinander da
sein“ habt Ihr ja so einiges in Bewegung ge-
bracht. An welchen Projekten und Angeboten
arbeitet Ihr denn aktuell?
KGL: Unser erstes Schwerpunktthema nach der
Studie von 2004 war die Lebenssituation von
Lesben, Schwulen und Transgendern im Alter.
Neben der jährlichen Veranstaltung zu Vorsorge-
möglichkeiten haben wir gemeinsam mit der
Sub-Beratungsstelle das Schwule Patenprojekt,
einen Besuchs- und Begleitdienst für schwule
Senioren, ins Leben gerufen. Zudem bieten wir
Altenhilfeeinrichtungen Schulungen an, um sie
für die Belange von Lesben und Schwulen zu
qualifizieren.
Im Schwerpunktbereich Jugendliche läuft seit
ca. einem Jahr die Posteraktion an den
Münchner Schulen, mit der wir die betroffenen
Jugendlichen unterstützen und ihnen die
Möglichkeit geben wollen, die Hilfeangebote in
München wahrzunehmen. Auch soll damit
erreicht werden, dass sich Lehrkräfte, Eltern und
nicht betroffene Schüler(innen) mit der Thematik
beschäftigen. So haben alle Eltern von Schülern
der 9. Jahrgangstufe aller Schularten einen
Brief mit Informationen über Homosexualität
erhalten.
CSD: Diese beiden Projekte wurden ja auch in
der Öffentlichkeit sehr gut aufgenommen.
Welche Aufgaben hat denn eine städtische
Antidiskriminierungsstelle noch?
KGL: Wir bieten Beratung und Information zur
Lebenspartnerschaft an, unterstützen städtische
Kolleginnen und Kollegen, wenn sie aufgrund
ihrer Homosexualität Probleme am Arbeitsplatz
bekommen, Fragen zum Coming-out am Arbeits-
platz haben oder sich in persönlichen Ange-
legenheiten beraten lassen wollen.
Besonders wichtig ist uns der Bereich der
Fachberatung für städtische Dienststellen, wenn
diese an schwullesbischen Themen arbeiten
oder sich im Kontakt mit schwulen oder lesbi-
schen Kunden und Kundinnen Fragen ergeben.
CSD: Kann eine städtische Dienststelle eigent-
lich politische Arbeit leisten?
KGL: Politik im Sinne von Parteipolitik natürlich
nicht. Unsere Aufgabe ist es, gesellschaftliche
Bedingungen für Lesben und Schwule wahrzu-
nehmen, zu bewerten und diese Erkenntnisse
umzusetzen. Dies passiert ganz konkret auf der
Ebene der Projektarbeit, aber auch durch
Gremienarbeit mit anderen städtischen Dienst-
stellen. Oftmals geht es hier darum, ein Be-
wusstsein für die spezifischen Belange von
Lesben, Schwulen und Transgendern zu schaf-
fen und die Dienststellen zu unterstützen, diese
Belange in ihrer Aufgabenwahrnehmung zu
berücksichtigen. So hat z.B. die städtische
Altenhilfe auch aufgrund unserer Studie die
Bevölkerungsgruppe der Schwulen und Lesben
in den Stadtratsbeschluss zur Wohnversorgung
im Alter mit aufgenommen oder wurden in den
Leitlinien zur Familienpolitik die Regenbogen-
familien berücksichtigt. Das Stadtjugendamt hat
sich ganz aktuell ebenfalls bereit erklärt, sich
dieses Themas anzunehmen.
CSD: Welche Mittel stehen euch dafür zur
Verfügung?
KGL: Die Koordinierungsstelle muss von den
Fachreferaten bei allen Stadtratsangelegenhei-
ten (Beschlussvorlagen, Anfragen usw.) beteiligt
werden, in denen ein Bezug zur schwullesbi-
schen Bevölkerungsgruppe gegeben ist. Je nach
Sachlage geben wir hier fachliche Stellung-
nahmen ab, die dann in die Vorlagen eingebaut
werden oder bearbeiten Beschlussvorlagen
federführend selbst. Wenn diese Vorlagen vom
Stadtrat beschlossen werden, hat dies dann für
die Verwaltung bindenden Charakter.
Wichtiger als dieses formale Mittel ist uns aber,
dass wir in den Dienststellen und bei den
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Überzeu-
gungsarbeit leisten können. Dabei hilft uns
natürlich die Anbindung im Referat des
Oberbürgermeisters sehr gut.
CSD: Vielen Dank für dieses Gespräch und viel
Erfolg bei Eurer Arbeit.
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22
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Engagement maßgeblich
zum Gelingen des CSD
München bei.
Wir bedanken uns ganz
herzlich und bitten um
freundliche Beachtung!
24
CSD
CSD-Politparade
Samstag, 12. August
Politischer Auftakt
Marienplatz, 11–12 Uhr
mit Vertretern aus Szene und Politik
CSD-Politparade
Start: Marienplatz, 12 Uhr
Politischer Abschluss:
Marienplatz, ca. 15:30 Uhr
mit Ansprachen von Schirmherr OB Christian Ude
und Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl
Der CSD München und Uferlos – Münchens schwul-
lesbisches Radiomagazin – losen im Rahmen der
ersten CSD-Warmup-Party am Donnerstag, den 20.
Juli die Paradepositionen aller bis dahin angemelde-
ten Teilnehmer öffentlich aus. Einlass ab 19 Uhr,
die Verlosung startet gegen 21 Uhr und wird
live auf der 92,4 MHz (96,75 MHz im
Münchner Kabel) übertragen! Der
Eintritt ist natürlich frei!
Donnerstag, 20. Juli
Warmup-Party mit
Auslosung der Paradepositionen
Route
Marienplatz, Rindermarkt,
Oberanger, Sendlinger Tor,
Sonnenstraße (Ost), Stachus,
Sonnenstraße (West), Sendlinger
Tor, Blumenstraße, Pestalozzi-
straße, Müllerstraße, Fraun-
hoferstraße, Klenzestraße,
Gärtnerplatz, Reichenbachstraße,
Viktualienmarkt, Frauenstraße,
Isartor*, Tal, Marienplatz
*) Am Isartor erfolgt die Ableitung
der Paradewagen (Richtung
Maximilianstraße), die Fußgruppen
und alle anderen Paradeteilnehmer
gehen durch das Tal zurück zum
Marienplatz.
Mitmachen und anmelden!
Die Teilnahmebedingungen und Anmeldeunter-
lagen stehen für euch auf unserer Website
www.csdmuenchen.de zum Runterladen bereit.
Anmeldeschluss ist Mittwoch, der 19. Juli
2006, spätere Anmeldungen sind auch möglich,
können aber nicht mehr bei der Positionsaus-
losung berücksichtigt werden.
25
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26
Nach der Trennung der „No Angels“, der erfolg-
reichsten deutschen Popband, hat sich die
umtriebige Lucy Diakovska nicht zur Ruhe
gesetzt. Mit zahlreichen Musicalauftritten und
einem selbst produzierten Album beweist sie,
dass sie auch auf eigenen Füßen stehen kann.
Lucy
Salonpop nennt die charmante Sängerin
Vanessa Maurischat ihr Genre. Sie gehört
zu einer neuen Generation von Liederma-
cherinnen in Deutschland mit rotzfrechem
Charisma und bringt eingängige Pop-
kompositionen und
Jazz-i nspi r i er t e
Melodien mit hin-
tergründigen Tex-
ten zusammen.
Irgendwie sind wir doch alle immer
auf der Suche nach dem großen Ge-
fühl, dem ganz großen Stück von der
fetten Buttercremtorte des Glücks. In
seinen merkwürdigen Liebesliedern
und Geschichten erzählt uns Holger
Edmaier seine Sichtweise auf die
Fragen, die die Liebe stellt.
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Dabei steht der Marienplatz an beiden Tagen im
Mittelpunkt. Am Samstag erwarten Euch u.a. die
hier aufgeführten Künstler, am Sonntag das
berühmt-berüchtigte Pumps Race (Seite 32).
Der Rindermarkt lockt
am Samstag mit Mün-
chens größter Open-Air-
Disco und sexy Gogo-
Dancern. Für den heißen
Sound sorgen u.a. DJ
James (carmen's/soul
city) und DJ Cambis
(excited records).
„Europas hässlichste Tunte“
weiht uns mit seinen Ge-
schichten aus einem Kölner
Frisörsalon in den täglichen
Klatsch und Tratsch ein, der
als Abfallprodukt beim
Lockenwickler-Aufdrehen
entsteht. Bei seinem Rund-
umschlag kommt niemand
zu kurz – auch nicht die
Homo-Szene.
René Gligée
In einer einmaligen Verbindung aus Ballett, Parodie
und Kabarett nimmt das Münchner Duo seinen eige-
nen Beruf kräftig auf die Schippe und treibt es im
wahrsten Sinne des Wortes „auf die Spitze“. Mit ihren
Stücken „Das bekiffte Schaf“ oder „Schwanen-Enten-
See-Teich“ machen die beiden Ballett auch für
Uninteressierte sehenswert.
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Tanzmusik, Schlager und Ever-
greens der 20er, 30er und 40er
Jahre werden von dem Damen-
orchester auf unterhaltsame Weise
zum Besten gegeben. Präsentiert
wird das Ganze von drei Strei-
cherinnen, einer Flötistin, einer
Pianistin und nicht zuletzt von
einer sehr imposanten Opernsän-
gerin.
Isarbellen
Mit seiner Mischung aus House, Techno und RnB
war Jan George bereits der Abräumer der Gay
Prides von Helsinki bis Köln. Jetzt stellt der
21-jährige Syrer seine Partytauglichkeit auch bei
uns unter Beweis.
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Die Münchner Band mit ihrem weißen Hosen und
Ringelpullis strahlt französischen Flair aus und
versprüht mit ihrem bunten Konglomerat aus
FrenchPop und Sixties-Rock augenblicklich gute
Laune!
München feiert wieder zweitägig!
Phonoboy
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CSD
CSD-Straßenfest
12. + 13. August
Ebenfalls am Samstag informieren in den Verbindungs-
straßen zwischen Marienplatz und Rindermarkt zahlrei-
che Vereine, Gruppen und engagierte Szeneunter-
nehmen über Ihre Angebote! Welcher Wirt an welchem
Platz sein wird, erfahrt Ihr auf Seite 28.
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28
1 BAU
Müllerstr. 41 · 80469 München
Telefon: 089/26 92 08 · www.bau-munich.de
2 NIL
Hans-Sachs-Str. 2 · 80469 München
Telefon: 089/26 55 45 · www.cafenil.de
3 Deutsche Eiche
Reichenbachstr. 13 · 80469 München
Telefon: 089/23 11 660
www.deutsche-eiche.com
4 Thermer Party und VA-Service
Freisinger Str. 4b · 85406 Zolling
Telefon: 08167/957 644
www.party-thermer.de
5 Stacherias
Karlsplatz 8 · 80335 München
Telefon: 089/51 50 59 30 · www.stacherias.de
6 Réne Arndt
Catering & Event
Schäftlarnstr. 72 · 81371 München
Telefon: 089/51 00 91 34
CSD
CSD-Gastronomie-Partner
Fisch-
brunnen
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athaus Eingang
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Biergarten
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WC
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Kiosk
Rathaus
im U-Bahn-Geschoss
WC
7 Café am Marienplatz
Marienplatz 22 · 80331 München
Telefon: 089/23 88 66 96
8 Paulaner Bräuhaus
Kapuzinerplatz 5 · 80337 München
Telefon: 089/599 89 60
www.paulanerbraeuhaus.de
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DJ-
Bühne
9 Veranstaltungs-Service Inge Schmidt
Ludwig-Richter-Str. 13 · 80687 München
Telefon: 089/54 74 07 80
10 Creative Moves
Frauenstr. 11 · 80469 München
Telefon: 089/255 43 840
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11 Stacherias
Karlsplatz 8 · 80335 München
Telefon: 089/51 50 59 30
www.stacherias.de
12 Coellner im Paragraph
Winzererstr. 49a · 80797 München
Telefon: 089/30 667 671
www.coellnerimparagraph.de
13 Together Dance Club
Thalkirchner Str. 10 · 80337 München
Telefon: 089/580 42 00
www.togetherdanceclub.de
13 Café Rubin
Thalkirchner Str. 10 · 80337 München
14 Olé Madrid
Häberlstr. 15 · 80337 München
Telefon: 089/53 77 16
E1 Prijak’s (Oberanger-Theater)
Oberanger 38 · 80331 München
Telefon: 089/23 25 98 26
www.oberangertheater.de
E2 CHANG (Partyservice & Catering)
Plettstr. 17 · 81735 München
Telefon: 089/45 67 88 53
www.chang-partyservice.de
Kanzlei Heinicke
·
Krebs
Petra Heinicke
Rechtsanwältin / Fachanwältin für Arbeitsrecht
weiterer Tätigkeitsschwerpunkt: Wettbewerbsrecht (UWG)
Dr. jur. Undine Krebs
Rechtsanwältin / Fachanwältin für Familienrecht
weitere Interessenschwerpunkte: eingetragene Lebenspartnerschaft,
Partnerschaftsverträge, Testamentgestaltung, Patientenverfügung,
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80335 München
Telefon: 545876- 0
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Bücher, Zeitschriften, Videos, CD’s, Bestellungen + Versand
30
CSD
CSD-Rathaus Clubbing
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1. OG
2. OG
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1
Karten im Vorverkauf bei Max & Milian (Ickstattstr. 2, 089-260 33 20), Lillemor's (Barer Str. 70, 089-272 12 05)
sowie allen an München Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen und im Web unter www.muenchen-ticket.de.
Open Air Disco
Easy Listening
mit DJ Bernd Hartwich,
(Soul Sity, K41)
1
2
Glas Prosecco sichern und
mit etwas Glück ein Porsche
Wochenende gewinnen!
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3
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Classic Ballroom
Paartanz von ChaCha bis
Tango
4
Lounge
zum Sitzen,
Chillen und Plaudern
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Gay Tea Dance
BLAUEPHASE DJ TEAM
(Discoarzt), JÄGER 90
(Rote Sonne)
HELA Beauty Lounge
Den Sinnen zur Freude
Live
Liveprogramm
im Alten Rathaus, Beginn 22.30 Uhr
Gloria Gray & Gäste
Die heißeste Show des Jahres – ein
Hauch von Hollywood! So feiern
Publikum und Presse die Münchner
Entertainerin Gloria Gray. Ihr neues
Programm heißt vielversprechend
„Lieder in Mieder“, eine „One-
Woman-Show“ mit Pianobegleitung
und dem einen oder anderen hochka-
rätigen Gastkünstler.
Betancorband
Betancor, besser bekannt als die
Popette, hat nun eine Band um
sich geschart, mit der sie ihr
neues Programm präsentiert.
hispanoid! klingt nach Urlaub und
Gemütskrankheit, nach versalze-
ner Paella und german angst;
südländisch-zweisprachig, immer
am Rand des Wahnsinns!
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as Liveprogram
m

findet im
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athaus statt,
der Eingang befindet sich im
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urchgang zw
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urgstraße
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parkassenstraße.
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itte pünktlich erscheinen, nach
B
eginn des Liveprogram
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keine Einlassgarantie.
32
CSD
CSD-Pumps Race
Wenn erwachsene Männer in
High Heels und schrägem Outfit um die
Wette stöckeln und dabei verschiedene Hindernisse
überwinden müssen, dann kann das nur Eines sein: Das
Pumps-Race. In diesem Jahr wird der sportlich-schrille
Wettkampf bereits zum zweiten Mal auf dem Marieplatz präsen-
tiert. Schon beim ersten Event (1997) stellte das Pumps-Race den
krönenden Abschluss des CSD dar, seit dem avancierte das Pumps-
Race zu einem traditionellen, festen Bestandteil des Münchner CSD und
ist in das Straßenfest eingebettet. Das Pumps-Race wird wieder vom
Spitzen-Duo Bernd von Fehrn und Matthias Brandebusemeyer moderiert.
Sie werden Läufer und Publikum frech und peppig anfeuern. Der Wettlauf
als Höhepunkt des Straßenfestes startet um 16 Uhr. Gaudi garantieren
wieder die schrillen Sonder-Aufgaben, welche die Organisatoren für
die Stöckel-Athleten zur sportlichen und künstlerischen Wertung
vorbereitet haben!
12. August, 12 – 23 Uhr
33
2. August, 19:30 – 21:30 Uhr
A FAMILY TAKES CARE?
Ausstellungseröffnung und Diskussion zum CSD
„A family takes care“ nennt sich ein beliebtes Plakat der
frühen „Aids-Jahre“. Mit diesem Plakat richtete sich
Aids-Hilfe vehement gegen die sich abzeichnende
Ausgrenzung der Menschen mit HIV. Auf dem Plakat zu
erkennen sind Schwule, Behinderte und Mitglieder ande-
rer „Randgruppen“. Die Protagonisten sitzen gemeinsam
um sich sorgend beim Picknick auf einer Wiese: „Wenn
wir zusammenhalten“, so die Botschaft des Plakats,
„werden wir die Bedrohung abwenden“.
Dieses und ähnliche Plakate werden zwischen dem 2.
und 20. August in der Ausstellung im Café Regenbogen
gezeigt. Zur Eröffnung der Ausstellung im Café Regen-
bogen wird anhand verschiedener Bilderzeugnisse das
Verhältnis zwischen Schwulenbewegung und Aids-Hilfe
ausgeleuchtet. Mehrerer Referenten werden sich der
Diskussion stellen indem sie „ihr“ Bild von HIV/Aids vor-
stellen. Nach der Diskussion und Ausstellungseröffnung
sind die Bilder während der Öffnungszeiten des Café Re-
genbogens zu sehen. Café Regenbogen, Lindwurmstr. 71
Mehr Infos: www.muenchner-aidshilfe.de
Samstag, 5. August, 14 – 22 Uhr
1. lesbisches Angertorstraßenfest
Mit viel Spaß und guter Laune das 10-jährige Jubiläum
von LeTRa feiern! Eingeladen sind alle Freundinnen und
Freunde, egal ob schwul, lesbisch, bi, transgender oder
hetero. Neben gutem Sound und lecker Essen und
Trinken kann man/frau einen Blick ins LeTRa werfen oder
sich an verschiedenen Ständen über das lesbische
Leben in München informieren. Seid bei der Premiere
dabei! Die Angertorstraße ist ganz einfach zu finden: Vom
Sendlinger-Tor-Platz aus in die Müllerstraße und kurz vor
der Hans-Sachs-Straße nach links: die Angertorstraße!
www.letra.de
Montag, 7. August, 20 Uhr
Rosa Liste macht Thekendienst im Sub
Thomas Niederbühl und Alexander Miklosy stehen ab 20
Uhr hinter der Theke im Sub: zum Gespräch bei einem
Getränk über Stadtpolitik, über die Rosa Liste, über
schwul-lesbische Interessenvertretung, den CSD und
alles andere, was die Gäste an der Theke des Sub inter-
essiert. Sub, Müllerstr.43, www.rosaliste.de
Dienstag, 8. August, 20 Uhr
Community-Diskussion: Wir sind füreinander da?!?
Mit VertreterInnen der CSD-Organisatoren LeTRa,
Münchner Aids-Hilfe, Rosa Liste und Sub
Mit dem CSD-Motto „Wir sind füreinander da.“ nehmen
wir unsere eigene Szene und Community in den Blick.
Zeit für eine selbstbewusste Standortbestimmung, was
wir psychosozial, politisch oder kulturell alles leisten, wie
vielfältig und solidarisch die Szene die Stadt bereichert.
Doch mit den Erfolgen der letzten Jahre hat sich die
Szene auch verändert. Man ist nicht mehr so auf die
Community angewiesen, kann sich leichter in Nischen
zurückziehen, das Internet bietet neue Kommunikations-
möglichkeiten. Das darf uns nicht blind machen für
immer noch bestehende Diskriminierungen, für Vereinsa-
mung, Ängste und soziale Benachteiligungen. Lesbi-
sches und schwules Leben ist nicht nur Spaß und Party.
Deshalb wollen wir auch provozierende Fragen stellen:
was ist Community noch? Was wird aus unserem Viertel?
Wie „freundlich“ ist die Szene? Wie soll Community sein?
Wie befördern wir Selbsthilfe und Hilfe zur Selbsthilfe?
Was ist heute Diskriminierung? Welche politischen
Forderungen wollen wir stellen? Brauchen wir noch poli-
tische Vertretung? und vieles mehr. Über diese Fragen
wollen wir miteinander ins Gespräch kommen.
Café Regenbogen, Lindwurmstr. 71
Mittwoch, 9. August, ab 18 Uhr
Lesung mit Christian Ude „Aus dem Leben eines
Oberbürgermeisters – Satirische Texte“
Moderation: Rolf Klaiber
Oberbürgermeister Christian Ude liest aus seinem Leben.
Anschließend Signierstunde. Vorverkauf und Reservie-
rung über die Deutsche Eiche. Eintritt: 5 Euro. Veranstal-
tet von: Sub, Deutsche Eiche, Max & Milian, Deutsche
Eiche, Reichenbachstr. 13, www.christian-ude.de
Donnerstag, 10. August, ab 18 Uhr
„Wir sind füreinander da!?“
Filmpräsentation von diversity
diversity – der Dachverband der LesBiSchwulen
Jugendgruppen Münchens – hat einen Film zum diesjäh-
rigen CSD Motto „Wir sind füreinander da!?“ gedreht. Die
spannende Premiere findet statt am Donnerstag vor dem
CSD ab 18 Uhr in der Glockenbachwerkstatt mit Sekt-
empfang und lecker Essen! Glockenbachwerkstatt,
Blumenstr. 7, www.diversity-muenchen.de
Donnerstag, 10. August, ab 22 Uhr
easy listening
Kitsch, Glitter und Glamour der 60er und 70er Jahre im
Soul City , Maximiliansplatz 5 · www.easy-listening.net
Freitag, 11. August, ab 19 Uhr
CSD-Vorparty im Sub. Sub, Müllerstr. 43
www.subonline.org
Freitag, 11. August, ab 19 Uhr
D’ Schwuhplattler e.V.
Boarischer Abend zusammen mit der Stockdorfer
Blasmusik, Abendkasse: 8 Euro, Vorverkauf: Buchladen
Max & Milian (Ickstattstr. 2), Tel. 2603320 und Bar
Edelheiss (Pestalozzistr. 6), Tel: 26 54 53, Zunfthaus,
Thalkirchner Str. 76, www.schwuhplattler.de
Freitag, 11. August, 19.30 Uhr
Offener Abend der VIVA Transsexuellen Selbsthilfe
München e.V. und des TransMann e.V.
Eingeladen sind alle Transsexuellen, Transgender,
Transvestiten, Lesben, Intersexuelle, Unentschlossene,
Angehörige und jeder, der sich dafür interessiert. Der
offene Abend bietet eine Gelegenheit für Gespräche,
Beratung, Austausch, Kennenlernen und Information.
Selbstverständlich besteht auch dieser Jahr die
Möglichkeit, sich umfassend auf dem CSD an den Info-
ständen von VIVA und TransMann e. V. zu informieren und
uns kennen zu lernen. Baumgartnerstr. 15,
www.vivats.de, www.transmann.de
Freitag, 11. August, 21 Uhr
LeTRa präsentiert den Film: „Fremde Haut“
In „Fremde Haut“ erzählt Regisseurin Angelina Macca-
rone die Geschichte der Iranischen Lesbe Fariba, die auf
der Flucht vor Verfolgung im Heimatland in der knallhar-
ten Wirklichkeit deutscher Asylpolitik landet. Das Portrait
einer Kämpferin, die versucht, ihren Platz im Leben zu
finden, in einer anderen Kultur anzukommen und eine
neue Liebe zu wagen. Jasmin Tabatabai (Fariba) zeigt
uns mit einer Oscar-reifen Schauspielleistung, diese
Suche nach einem Leben in Würde. Der Film macht
deutlich, dass ein würdevolles Leben für eine lesbische
Migrantin frei sein muss von Rassismus und Homo-
phobie. Anschließende Diskussion mit der Iranerin Saideh
Saadat vom Projekt LesMigraS, Berlin. Atelier Kino,
Sonnenstr. 12, Reservierung: 59 19 18
Freitag, 11. August, ab 21 Uhr
no-difference! CSD Warm Up Party-Bus
Zum warm werden für den CSD gibt es wieder den no-
difference! Party-Bus von diversity – dem Dachverband
der LesBiSchwulen Jugendgruppen Münchens. Am
Freitag, 11. August, 21:00 Uhr Abfahrt Ecke Blu-
menstr./Corneliusstr. Mehr Infos und Tickets unter
www.nodifference.de
Freitag, 11. August, ab 22 Uhr
Amazonas – CSD Warm Up! Party for Women, Gay &
Trans are welcome!, Eintritt 6 Euro, Proseccoempfang
im Club der Schrannenhalle, Viktualienmarkt 15,
www.amazonasmuc.de
Fr., 11. & Sa., 12. August, 23 Uhr – open end
CSD-Party, im NY.C, Sonnenstr. 25, www.nyclub.de
Samstag, 12. August, 10 Uhr
Ökumenischer CSD-Gottesdienst
„Wir sind füreinander da!“ Heißes Eisen oder kalter
Kaffee? Erhitzt das die Gemüter oder lässt es uns kalt?
Das CSD-Motto provoziert Fragen, regt zum Widerspruch
und braucht unsere Zustimmung und unser Mittun, wenn
es nicht nur ein schönes Motto bleiben soll.
„Wie kann eineR alleine warm werden?“ Suchend und
feiernd mischt sich der ökumenische CSD-Gottesdienst
ein in diese Fragen, die auch Anfragen sind ans soziale
Klima in Szene, Kirche und Gesellschaft. Eingeladen sind
alle Lesben und Schwule sowie ihre Freundinnen und
Freunde. Willkommen sind Christen, religiös Interessier-
te, Suchende und Zweifler gleichermaßen. Alt-katholi-
sche, evangelisch-lutherische, evangelisch-reformierte
und römisch-katholische Christinnen und Christen berei-
ten den Gottesdienst vor. St.-Lukas-Kirche am Marian-
nenplatz, www.csd-gottesdienste.de
Samstag, 12. August, ab 21 Uhr
Lady L´Amour
Frauendisco, FrauenBar und alles, was das Frauenherz
begehrt. Passend dazu: Discofox, Evergreens und aktuel-
le Charts mit wechselnden DJ’s. C-Club, Müllerstraße 1
www.frauendisco.de
Samstag, 12. August, ab 22 Uhr
„Alle wollen Liebe“, the cream of soul city
im Soul City , Maximiliansplatz 5, www.allewollenliebe.de
Sonntag, 13. August, ab 20 Uhr
„Der kleine Discoarzt“, CSD-Sonderedition
wie immer mit dem Blauephase DJ-Team, im Cafe am
Hochhaus, Blumenstr.29, www.cafeamhochhaus.de
Sonntag, 13. August, ab 20 Uhr
CSD-Trauma, im Bau, Müllerstr. 41
www.bau-munich.de
Sonntag, 13. August, ab 22 Uhr open end!
Traditionelle CSD-Abschlussparty
im Oberanger-Theater im Vollmarhaus (Oberanger 38)
Eintritt frei! Mehr Infos unter www.oberanger-theater.de
Dienstag, 15. August, 19 Uhr
Miteinander tafeln. Für die Münchner Aids-Hilfe.
Ein frisches, farbenfrohes, modernes Ambiente. Ein
reichhaltiges Speisenangebot. Freundlicher, zuvorkom-
mender Service. Eine Atmosphäre zum Wohlfühlen. Ein
soziales und hochprofessionelles Projekt. Das alle – und
noch viel mehr – ist das Café Regenbogen der Münchner
Aids-Hilfe. Jeder finanzielle Gewinn fließt direkt in die
Aids-Arbeit. So wird ein kulinarisches Miteinander zum
solidarischen Füreinander. Deshalb bietet das Café
Regenbogen zum CSD ein Benefiz-Menü (Melonen-
kaltschale – Rindercarpaccio auf Ruccola mit Kürbis-
kernöl – Gegrillte Hähnchenbrust mit grünen Bandnudeln
in Orangen-Senf-Sauce oder Gratinierter Romanesco mit
Pommes dauphine – Gebackenes Eis auf Fruchtspiegel)
für 16,80. Solidarität, die schmeckt. Bitte rechtzeitig
reservieren! 54 333-102 oder regenbogen@muench-
ner-aidshilfe.de, Café Regenbogen, Lindwurmstr.71,
www.muenchner-aidshilfe.de
CSD
CSD-Rahmenprogramm
34
run for life 2006 am 27. August 2006
1.000 LäuferInnen für 10.000 Meter!
Unter diesem Motto steht das internationale
Jugendtreffen für alle Lesben, Schwulen und
Bisexuellen bis 27.
Vom 14.09.2006 bis 17.09.2006 lädt diversity
München – der Dachverband der LesBiSchwulen
Jugendgruppen Münchens – ein, vier interes-
sante Tage mit viel Programm und jeder Menge
Spaß in München zu verbringen. Für nur 75 €
gibts Übernachtung, Brunch, Party, Tages-
programm und natürlich den reservierten Platz
2. September, 20 Uhr
Pink Ballroom
die „20-Jahre-Sub“-Party
Kartenvorverkauf:
Café im Sub | München Ticket
Eintritt: 7 Euro
Muffathalle
Alle Infos und Tickets auch unter
[www.subonline.org]
Impressum: Herausgeber: CSD München GmbH, Lindwurmstr. 71, 80337 München, Tel.: (089) 54 333-211, Fax.: (089) 54 333-212, info@csd-munich.de,
www.csdmuenchen.de, V.i.S.d.P.: Alexander Kluge. Redaktion & Beiträge: Thomas Niederbühl, Christian Ude, Marion Hölczl, Rita Braaz, Conrad Breyer, Oliver Tietze, Michael
Herweg, Manfred Edinger, Sascha Hübner, Uli Fuchshuber, Andreas Görg, Michael Bastian, Christopher Knoll, Michael Tappe, Andreas Unterforsthuber, Alexander Kluge, Nicole
Neubert, Thomas Lechner. Art Direction, Cover & Layout: Roswitha Gmeinwieser (PC-Print). Fotos (wenn nicht anders angegeben): Brigitta Erdödy, Horst Middelhoff, Denis Wöhler,
Georg Thum, Michaela Handrek-Rehle, Burghard Mannhöfer, Benedikt Kranz. Anzeigen: Kerstin-Claudia Rode (Sergej, Adalbertstr. 16, 80799 München), Sophie Ruhlig (www.gay-
consulting.de). © Namentlich gekennzeichnete Artikel sowie Grafiken und Illustrationen dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung weiterverwendet werden!
Schwules
Kommunikations-
und Kulturzentrum
München e.V.
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auf dem Oktoberfest! Ohne Übernachtung geht’s
auch: Für sensationelle 40 € gibt’s das Ganze
ohne Schlafplatz.
Am CSD-Samstag (12.8.) verlost diversity Frei-
Tickets für Föhn. Komm einfach am Infostand von
diversity vorbei und sichere dir die Chance, kosten-
los eines der begehrten Tickets zu erhalten!
Ausführliche Infos und Anmeldung unter
www.foehn-jugendtreffen.de
Im September wird’s wieder heiß, mit „Föhn, der warme Wind im Süden“
CSD
CSD-Rahmenprogramm
Donnerstag, 17. August, 20 Uhr
Rosa Liste präsentiert den Dokumentarfilm zu Münchens schwuler Geschichte:
„Der Freiheit eine Gasse brechen“
Zu den erfolgreichen 10 Jahren im Rathaus wünschte Oberbürgermeister Christian Ude
der Rosa Liste „weiteren Erfolg beim Kampf gegen jedwede Diskriminierung sowie eine
Stabilisierung des bisher Erreichten – und ihren Wählerinnen und Wählern und allen
Angehörigen der Community ein gutes Gedächtnis.“ Dieses Gedächtnis frischt Wolfgang
Tröscher, Vorstand der Rosa Liste, mit seinem Dokumentarfilm „Der Freiheit eine Gasse
brechen“ (ein Zitat von Karl Heinrich Ulrichs) zu Münchens bewegter und bewegender
schwuler Geschichte von Ulrichs bis zur Gegenwart auf. Inhalte sind unter anderem die
Verfolgung der Homosexuellen während der Nazi-Diktatur, die Situation der Schwulen in
den 50er und 60er Jahre, die Gründung der Münchner Aids-Hilfe, der Erfolg von Rosa Liste
und selbstverständlich auch der CSD. Es werden Interviews mit Zeitzeugen durchgeführt,
die durch historisches Bildmaterial ergänzt werden. Das Projekt wurde vom „forum homo-
sexualität und geschichte“ unterstützt. Nach der Vorstellung stellen sich Filmemacher und
Zeitzeugen dem Publikum. Café Regenbogen, Lindwurmstr.71, www.doku.gaymunich.de
Samstag, 19. August, ab 15 Uhr
Schwules Straßenfest 2006, – In der Hans-Sachs-Straße
In der Hans-Sachs- und der Ickstattstraße feiert das Schwule Kommunikations- und
Kulturzentrum am 19. August von 15 bis 23 Uhr seinen 20. Geburtstag. Schwule, Lesben
und ihre Freunde erwartet ein feuchtes Programm. Das Hans-Sachs-Straßenfest steht in
diesem Jahr unter dem Motto „Wasser“. Lasst Euch überraschen!
www.subonline.org
Samstag, 19. August, ab 22 Uhr
Paradise Street
die offizielle Party nach dem Hans-Sachs-Straßenfest
Housefloor | Partyfloor | Chillarea, DJ Miss Thunderpussy, DJ Michael Büchel, DJ Pegah,
Walkact by Yvonne Pouget (München/Neapel), im Forum am Deutschen Museum
Mehr Infos: www.paradisestreet.de
Der Benefizlauf zu Gunsten der Münchner Aids-
Hilfe e.V., der „run for life“, findet dieses Jahr
zum 6. Mal statt. Den Startschuss gibt die 2.
Bürgermeisterin Christine Strobl am Sonntag,
27. August 2006, um 14 Uhr am Platz hinter
dem Haus der Kunst. Auf zwei Strecken – über
5,8 km und 10 km – geht es quer durch den
Englischen Garten. Das Ziel: 1.000 LäuferInnen
für 10.000 Meter!
Teilnehmen können alle, die Spaß
am Laufen oder Walken
haben und
mit ihrer Teilnahme die Aids-Hilfe unterstützen
möchten. Die Startgebühr von 15 Euro (gerne auch
mehr) geht zu 100% als Spende an die Münchner
Aids-Hilfe e.V.
Seid auch Ihr dabei und verbindet sportliche
Aktivität mit einer guten Sache! Infos und
Anmeldung unter: