Die Erste Eslarner Zeitung

Termine im Februar 2011 Serie: "Kleine Eslarner Wirtschaftsgeschichte" Marktratssitzung v. 01.02.2011 Eslarn im Brückenland: Eslarns Plan "T" - Jetzt gehts so schnell, wie nie zuvor!

8. Jahrgang · 2. Ausgabe 2011

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Wollen Sie Eslarns Pfarrkirche "St. Maria Himmelfahrt" als GoogleEarth®-Modell fest unter GoogleEarth® eingebucht sehen?

Wir "spendieren" Ihnen dieses Modell zum Jubiläum unserer Zeitung kostenlos in GoogleEarth®.

Schreiben Sie uns eine Postkarte, wenn Sie als Leserin/ Leser unserer Zeitung auf diese Weise für die Marktgemeinde Eslarn werben wollen! Bei genügend Interesse lassen wir wir Ihnen die Eslarner Kath. Pfarrkirche dauerhaft unter GoogleEarth® Online stellen!

Präsentation mit freundlicher Unterstützung von 3DWILLBE.com, der Grafikdesign-Abteilung von Theresia Zach, 92693 Eslarn. Abbildung zeigt eine gerenderte Projektstudie, deren Detailtreue über die aktuellen Darstellungsmöglichkeiten von GoogleEarth® hinausgeht.

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TERMINE IM FEBRUAR 2011
Amtliche Termine
15.02.11 15.02.11 Grundsteuer, Erstes Quartal Abfallentsorgung, 1. Halbjahr

Touristische Termine
05.02.11 Kindergarten - Basar "Frühling/Sommer" mit Cafeteria. (13.00 - 15.00 Uhr; 12.00 Uhr Zusätzl. Einlass für werdende Mütter, "Alte Turnhalle", Friedhofstrasse) Vereinsheim Pfarrfasching im Pfarrheim St. Marien (ab 20.00 Uhr) der FFW Eslarn/ Opf. Kinderfaschung der Hubertusschützen Eintritt frei! (ab 14.00 Uhr - Gasthof "Zur Krone von Bayern"). Mit Maskenprämierung und vielem mehr. Hubertusschützen - Bayerischer Schützenball in Dirndl und Lederhose (ab 19.30 Uhr - Gasthof "Zur Krone von Bayern")

Entsorger-Termine 11.02.11 Restmüll-Entsorgung 11.02.11 DSD "Gelber Sack" 21.02.11 Papiertonne, Fa. Kraus 25.02.11 Restmüll-Entsorgung

12.02.11 20.02.11

TIPP
Der "EslarnFilm" aus der Bürgerversammlung. 26.02.11

Zu bestellen beim BRMitschnittservice:
mitschnitt.tv@br-media.de

Bald kommt die DE-Mail, und auch der schönste kommunale Postkasten wird verwaisen!
Jetzt hängt er schon über ein wie auch Behörden schnell,

INFO-BOX
Kostenlose "DE-Mail-Accounts" erhalten Sie bei allen EmailProvidern, welche sich beim BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, www.bsi.de) registriert haben. Die wichtigsten sind: 1. GMX - www.gmx.de 2. WEB.de - www.web.de 3. Dt. Post AG - www.epost.de

Jahr am Eslarner Rathaus, effektiv und einfach erreichen der neue Postkasten in V2- können. Bereits jetzt können Stahl-Optik. Lange wird man Sie sich bei den führenden diesen die aber nicht mehr Email-Providern (Siehe Infoüber Mail-Adresse schützen lassen. brauchen, denn bald kommt Kasten!) eine kostenlose DEsog. "DE-Mail" welche Sie sowohl Privatleute

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ESLARN - HISTORISCH * Eslarner Gewerbe- und Wirtschaftsleben

Als es in Eslarn noch Rabattmarken gab!
Archivfunde im "Kaufhaus Michael Zach".
Wenn sich auch die Marktgemeinde Eslarn immer noch nicht dazu entschliessen kann, das hiessige Gemeindearchiv für Forschungszwecke zu öffnen, so haben jedenfalls wir im Archiv des seit 1938 am angestammten Platz in der Ludwig-Müller-Str. 2 (vormals: Regensburger Str. und Am Tillyplatz 86) vorhandenen "Kaufhaus (Michael) Zach" einige sehr interessante Unterlagen gefunden, welche wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. Die jüngere Generation wird es kaum glauben, aber schon 1969 und noch viel früher gab es sog. "Rabattmarken". Erfindungen wie "payback®" gab es auch schon vor dem Internet, bzw. vor der hochtechnisierten heutigen Zeit. Früher, also bis vor ein paar Jahren, gab es aber noch ein sehr streng reglementiertes Rabattgesetz. "Zugaben", wie man den Rabatt gemeinhin auch bezeichnete, waren nur in sehr strengen Ausnahmen gestattet, um den Wettbewerb nicht zu verzerren. Interessant dabei ist aber, dass es "gesetzesmässig" schon immer "Wettbewerb" hiess, wärend ansonsten der Begriff "Konkurrenz" angesagter war. Heute ist man zur Sprachregelung des "Mitbewerbers" übergegangen. Nebenstehend sehen Sie exemplarisch ein "Rabattmarken-Heft" aus dem Jahr 1969. Insgesamt gab es für jeden Bareinkauf eine Marke zu 20 Pfennig, und für ein vollgeklebtes Heftchen 1,50 DM. Das war 1969 noch wirklich "Geld". Bemerkenswert ist die Betonung des "Bareinkaufs", denn das "Aufschreibenlassen", welches wir in einer der nächsten Ausgaben unserer Serie ausführlich behandeln werden, war ebenfalls an der Tagesordnung. Wie so eine Geschäftsbuchführung in unserer Gegend ablaufen konnte, ersehen Sie zu einem ganz kleinen Teil auf der nächsten Seite. Da gab es neben dem sog. "Amerikanischen Journals", welches nur handschriftlich geführt wurde/ werden konnte, die obligatorischen Abheftordner für Lieferscheine und Rechnungen. Natürlich gehört es sich für ein Geschäft auch, Firmenkataloge aufzubewahren, und so haben wir in einem kleinen Teil der bereits gescannten Unterlagen auch hier einen nahezu unerschöpflichen Fundus an historischem Material.l.

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ESLARN - HISTORISCH * Eslarner Gewerbe- und Wirtschaftsleben

Archivfunde im "Kaufhaus Michael Zach".

Als es in Eslarn noch Rabattmarken gab!

Oben sehen Sie - vor allem für die jüngere Generation interessant - ein Wareneingangsbuch aus dem Jahr 1976. Rechts daneben die erste Seite der monatlichen Wareneingänge, die natürlich alle von Hand eingetragen werden mussten. Weil es für Eslarn gerade so schön "passt", bzw. das ehemalige Sparkassengebäude am Tillyplatz wohl bald abgerissen werden soll, hier gleich noch ein "Nachweis", dass die heutigen "Vereinigten Sparkassen Eschenbach, Neustadt/ Wn., Vohenstrauss" damals noch nicht zusammengeschlossen, für unseren Eslarner Bereich als "Kreis- und Stadtsparkasse Vohenstrauss" firmierten. Aber auch die "Raiffeisenbank Eslarn eGmbH" gab es noch "alleinstehend". Da betonte die Adressbezeichnung "über Weiden/ Opf." noch über das Jahr 1971 hinaus, dass Eslarn doch etwas "hart an der Grenze" lag. Die damalige Postleitzahl "8481" war schliesslich nicht nur für Eslarn und die unmittelbaren Eingemeindungen, sondern nfür eine Viezahl von Orten rund um Eslarn genauso zu verwenden. Es gab ja auch noch den (verbeamteten) Postboten, wie es ebenfalls noch die "Deutsche Bundespost" gab. Da wusste man zumindest ab Amberg, dass Eslarn "irgendwo da hinten" liegt. Schreiben - auch aus dem Ausland - kamen hier sogar ohne, bzw. auch mit unrichtiger Postleitzahl an.

Damit sich vor allem jüngere Leserinnen und Leser unserer Zeitung ein Bild machen können, gibt es hier gleich noch exemplarisch eine BauhandwerkerRechnung aus dem Jahr 1971. An den damaligen Preisen werden Sie erkennen können, dass man noch sehr günstig bauen und renovieren konnte. Wenn wir die neueren Unterlagen zurückerhalten haben, werden wir Ihnen auch gerne darstellen, dass dies für Eslarn auch noch bis Mitte der 1980er Jahre gegolten hat. Hier "hart an der Grenze" war "günstig zu leben und zu bauen", während nur hundert Kilometer weiter die Preise regelmässig "in die Höhe gingen". Dazu kamen für unsere "Grenzregion" nahe am "Eisernen Vorhang" noch jede Menge Fördermittel, wie die ursprüngliche "Grenzland-Hilfe", und später die vielfäligen "Ausschüttungen" der EU-Programme. Eslarn könnte also durchaus "noch besser dastehen", wie es aktuell der Fall ist, denn Eslarner Geschäfte hatten damals auch schon (finanzielle) Beziehungen bis nach Toronto (Kanada), welche bis Mitte der 1990er Jahre bestanden.

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ESLARN & Der Tourismus im "Brückenland Bayern-Böhmen"

Eslarns Plan "T" Jetzt gehts so schnell, wie nie zuvor!
Haben wir es Ihnen nicht bereits vor einigen Jahren versprochen? Wenn es endlich einmal so weit ist, dass nur noch mit und durch den Tourismus Fördergelder in die Region/ in den Ort kommen, dann wird dies auch nach aussen "kommuniziert". So braucht es nicht verwundern, dass sich auf der offiziellen Homepage der Marktgemeinde Eslarn, unter www.eslarn.de plötzlich nicht nur Informationen zum sog. "Zoigl", sondern auch ein bebildertes Quartiergeber-Verzeichnis findet. Warum gibt erst jetzt Online-Informationen zum Tourismus? So richtig dürfen Sie uns nicht fragen, warum erst jetzt die genannten, schon seit Jahren angeregten Informationen unter www.eslarn.de zu finden sind. Es wird aber wohl davon herrühren, dass die Marktgemeinde Eslarn - Wirklich die ganze Marktgemeinde, und nicht doch nur einige Wenige? - Fördergelder für die Schaffung eines "Zoigl-Museums" will. Dazu geht man jetzt auch von seiten der Fördermittelgeber im Rahmen eines einzigartigen Projekts "neue Wege". Nicht nur ein Architekt/ Architekturbüro darf hier planen, um die Gelder fliessen zu lassen. Nein, StudienabsolventInnen ver-

Bild:

Aktueller Screenshot der offiziellen Homepage der Marktgemeinde Eslarn, unter: www.eslarn.de

Haben wir es Ihnen nicht bereits vor einigen Jahren versprochen? Wenn es endlich einmal so weit ist, dass nur noch mit und durch den Tourismus Fördergelder in die Region/ in den Ort kommen, dann wird dies auch nach aussen "kommuniziert". So braucht es nicht verwundern, dass sich auf der offiziellen Homepage der Marktgemeinde Eslarn, unter www.eslarn.de plötzlich nicht nur Informationen zum sog. "Zoigl", sondern auch ein bebildertes Quartiergeber-Verzeichnis findet.

Warum gibt erst jetzt Online-Informationen zum schiedener Fachrichtungen wie Geologie, Soziologie, Tourismus? wohl auch Historiker und Geografen werden sich umfassend mit der Marktgemeinde Eslarn, deren ZuSo richtig dürfen Sie uns nicht fragen, warum erst jetzt kunftsfähigkeit und damit letztlich auch "Tourisdie genannten, schon seit Jahren angeregten Informusfähigkeit" befassen. mationen unter www.eslarn.de zu finden sind. Es wird aber wohl davon herrühren, dass die Marktgemeinde Die "Zeichen der Zeit" und der Zukunftsrat der Bayer. Eslarn - Wirklich die ganze Marktgemeinde, und nicht Staatsregierung doch nur einige Wenige? - Fördergelder für die Schaffung eines "Zoigl-Museums" will. Dazu geht man Die Marktgemeinde Eslarn bekommt hier sozusagen jetzt auch von seiten der Fördermittelgeber im Rahmen unmittelbar nach Verkündung der Vorschläge des eines einzigartigen Projekts "neue Wege". Nicht nur ein Zukunftsrates der Bayerischen Staatsregierung eines Architekt/ Architekturbüro darf hier planen, um die Gelder besondere Chance. Während die Oberpfalz, besser wohl fliessen zu lassen. Nein, StudienabsolventInnen ver"die Nordoberpfalz" künftig Anschluss an grössere schiedener Fachrichtungen wie Geologie, Soziologie, Städte, hier die sog. "Metropolregion Nürnberg" suchen wohl auch Historiker und Geografen werden sich ummuss, um von dort Geldmittel "durchgeleitet" zu erhalten, fassend mit der Marktgemeinde Eslarn, deren Zukann Eslarn hier ein Musterbeispiel an "Wettbekunftsfähigkeit und damit letztlich auch "Touriswerbsfähigkeit" abgeben, und sich möglicherweise eine musfähigkeit" befassen. bessere Zukunft sichern.

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AUS DEN ESLARNER GEMEINDERATSSITZUNGEN

Kommentierte Mitschrift des öffentlichen Teils der Sitzung vom 01. Februar 2011
Irgendwie scheinen die Sitzgelegenheiten im - aber dennoch immer weniger zu werden. Heute haben die Plätze aber ausgereicht, denn neben dem Vertreter der Re-gionalzeitung "Der neue Tag", waren nur noch knapp 10 weitere Zuhörerinnen und Zuhörer anwesend. Vielleicht hat es ja bereits jemand gewusst, dass heute immer noch keine abschliessende Behandlung des, einen Neubau einer Arzt-praxis am Tillyplatz betreffenden Bauantrages eines Eslarners erfolgen konnte. Die abschliessende Behandlung dieses Bauantrages für die Hausnummer "Tillyplatz 9" wurde somit auf die nächste Sitzung verschoben. 1. Bauanträge Nachdem sich die Unterlagen für den vor-genannten Bauantrag bzgl. einer Arztpraxis am Tillyplatz immer noch beim Landratsamt befinden, ging es schneller zum Bauantrag des Herrn Maximilian H. (Kellergasse 2, FlStNr. 381/12). Hier wurde der Beschlussvorschlag der Verwaltung einstimmig angenommen. 2. "Kahlhiebreifer Gemeindewald" Legen Sie uns bitte nicht 100%ig fest, aber so zu vernehmen war, handelte es sich bei diesem TOP um ein 0,2 ha grosses Waldstück, welches im sog. "Jahresbetriebsplan" des zuständigen Amtes für Landwirtschaft und Forsten in Pressatz, seit drei Jahren für den Kahlhieb vorgesehen ist. Es handelt sich auf diesem FlStNr. 143 der Gemarkung Heumaden (Markt Moosbach) um ca. 70 Festmeter Holz, wobei nach Aussagen des referierenden Ersten Bürgermeisters Gäbl (SPD) aktuell 75,-- bis 80.-- Euro/ Festmeter zu erlösen wären. Mit dem zuständigen Revierförster wurde besprochen, dass in den nächsten Wochen der Kahlhieb, danach eine Einzäunung und im Herbst die Neuanpflanzung erfolgen soll. Dabei sei - so Gäbl - mit einem Kostenaufwand von 15.-Euro/ Festmeter für den Kahlschlag zu rechnen, was insgesamt 1.000.-- Euro für diesen Kahlhieb kosten würde. Der Fischereiverein Eslarn/ Opf. e. V., von dem einige Mitglieder erst vor kurzer Zeit eine entsprechende Motorsägenausbildung absolviert haben, bot über seinen Vorsitzenden, Marktrat Karl Roth (SPD) an, diesen Kahlschlag "für die Hälfte dieses genannten Preises, zzgl. der Überlassung einiger, das Waldstück säumender Birken vorzunehmen. Die Anfrage von Marktrat Th. Kleber (CSU), ob das Abfallholz, wie bei der Holzaufarbeitung mit einem Harvester, durch den Fischereiverein ebenfalls auf Haufen zusammengezogen werde, wurde bejaht. Zugleich wurde auch die Besorgnis von Kleber, bei einem Aufräumen mit dem Traktor ggf. eine Verschmutzung des Abfallholzes und eine schwierigere Verwendung für Hackschnitzel besorgen zu müssen, zerstreut. Marktrat Eduard Forster (FWG) steuerte bei, dass es vielleicht sinnvoll wäre, zusätzlich einen Rückewagen zu benutzen, was jedoch aufgrund der dennoch geringen Menge an Abfallholz verworfen wurde. . Der Zweite Bürgermeister Georg Zierer (SPD) sprach sich für die Auftragsvergabe an den Fischereiverein Eslarn/ Opf. e. V. aus, wobei auch Marktrat Karl Ziegler (SPD) betonte, dass dies aufgrund des aktuellen Angebots die günstigste Lösung darstellen würde. Wieder einmal hatten wir ein kleines Problem den Abschluss der Beratungen vollständig zu verstehen. In diesem Fall ist es aber egal, denn ob nun mit oder ohne einer Gegenstimme, wurde der Auftrag unter Enthaltung von Marktrat Karl Roth (SPD) als Vorsitzendem des Fischereivereins, an diesen vergeben. 3. Bühnentechnik und Nutzungsvorgaben für die "Alte Schulturnhalle". . Wir nennen diese "für mehrere hundertausend Euro" (mehrmaliger O-Ton in dieser Sitzung) nunmehr sanierte "Alte Turnhalle" in der Friedhofstrasse mittlerweile ja liebevoll "Kleines Kongresszentrum". Nun ja, wir dürfen diesen Begriff verwenden, beim Landratsamt scheint es gem. heutiger Aussage aber immer noch einige Dinge zu geben, welche für einen "vollständigen Veranstaltungsraum" vonnöten sind. Es scheinen aber nur wenige Dinge zu sein, wie Bürgermeister Gäbl heute betonte..

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Kommentierte Mitschrift des öffentlichen Teils der Sitzung vom 01. Februar 2011
Gäbl erwähnte hier die durch das Landratsamt geforderte "Motorisierung der Lüftungsklappen", wie auch eine "fehlende Tür". Erst damit sei die "Alte Turnhalle" dauerhaft als Veranstaltungsraum zu nutzen. Wohl deshalb, weil im Brandfall sichergestellt werden muss, dass nicht durch unkontrollierten Sauerstoffzustrom über die oberen Fensterklappen ein möglicher Brandherd vergrössert wird. In einer letztmaligen Bauausschusssitzung befasste man sich umfassend mit der Ausgestaltung der zukünftigen Nutzung der "Alten Turnhalle". Da - so Gäbl - bereits zwei Interessenten vorhanden sind, galt es aktuell die Frage nach der Zulassung auch privater Nutzungen zu klären. Einer der Interessenten beabsichtigt nämlich in der "Alten Turnhalle" einen Polterabend abzuhalten. Gäbl betonte erneut, dass für diese neu sanierte öffentliche Einrichtung eine möglichst umfassende Nutzungsmöglichkeit gegeben sein müsse, dabei aber auch auf die Erhaltung eines guten Zustandes zu achten sei. Der aus Mitgliedern des Gemeinderates bestehende Bauausschuss empfahl gemäss seiner letztmaligen Sitzung folgendes: 1. Keine Nutzung für private Veranstaltungen, um die hiessige Gastronomie nicht zu beeinträchtigen. 2. Bei Vereinen sei auf das Merkmal der Gemeinnützigkeit abzustellen, und danach die Umlage (Nutzungsentschädigung) zu bemessen. 3. Pauschal sei als Beteiligung an der Haftpflichtversicherung ein Betrag von **50.-- Euro anzusetzen. 4. Für gemeinnützige und kulturelle Veranstaltungen sei neben den **50.-- Euro ein Pauschbetrag von **30.-Euro, für gewerbliche Veranstaltungen (Starkbierfeste etc.) ein Pauschbetrag von **100.-- Euro anzusetzen. Marktrat Baumann (CSU) gab zu bedenken, dass es mitunter schwierig sein kann, Veranstaltungen anhand des Merkmals der Gemeinnützigkeit zu unterscheiden. Er schlug deshalb vor, unabhängig von der Gemeinnützigkeit der Veranstaltung einen Pauschalbetrag von **100.-- Euro zu fordern. Ausserdem regte er an, für diesen Veranstaltungsraum zum Zwecke umfassender Nutzung Tische anzuschaffen, da die im Bauauschuss zur Anschaffung vorgeschlagenen sog. "Plastikgleiter" für Biertische dennoch den Boden beschädigen könnte. Gäbl (SPD) wies darauf hin, dass die Anschaffung von Tischen bereits seit längerer Zeit diskutiert werde, aber bei einem Bedarf von 20 Tischen mit einem Betrag von 10.000.-- Euro zu rechnen sei, welcher derzeit aufgrund der angespannten Haushaltslage nicht vorhanden sei. Der Zweite Bürgermeister Zierer (SPD) wollte an den Empfehlungen des Bauausschusses festhalten, regte jedoch an für jede Veranstaltung eine Kaution zu fordern. Dem stimmte auch Baumann (CSU) und Forster (FWG) zu, wobei letzterer die Möglichkeit einer separaten, durch den jeweiligen Veranstalter beizubringenden Versicherung ins Spiel brachte. VAR Würfl, der Eslarner Gemeindebeamte, wies im Zusammenhang mit einer separaten, durch den Veranstalter abzuschliessenden Versicherung auf den im Schadensfall möglicherweise zeitaufwändigen Rückgriff hin, da der Veranstalter auf die Versicherung verweisen, diese aber je nach Fall möglicherweise auch nicht in die Haftung eintreten könnte. Letztendlich war man sich (wieder einmal) einig, unabhängig von der Veranstaltung eine Kaution in Höhe von **200.-- Euro zu verlangen. Wie üblich - so VAR Würfl und der Erste Bürgermeister werde man diese Veranstalter auch schriftlich an entsprechende Vereinbarung binden. Marktrat Bäumler (SPD) bemerkte, dass man auch die Art der zulässigen Dekoration festzulegen habe, um nach der Veranstaltung nicht Löcher in der Decke, in Böden und/ oder Wänden vorzufinden. Marktrat Schmid (CSU) wollte noch wissen, ob auch auswärtige Vereinen erlaubt wird, die "Alte Turnhalle" für Veranstaltungen zu nutzen. Der Erste Bürgermeister verwies auf Veranstaltungen der Kabarettgruppe "Die Schrägschrauben", welche die Halle bereits einmal in Eigenregie genutzt hatten, und mit welchen zu diesem Zweck eine Sondervereinbarung abgeschlossen wurde. Er betonte, dass auch weiterhin die Möglichkeit von Sondervereinbarungen offenstehen soll. Einstimmig beschloss man hinsichtlich der Kosten, pro Veranstaltung eine Versicherungsbeteiligung von **50.--

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Euro, eine Umlage/ Aufwandspauschale von **100.-Euro, sowie eine Kaution von **200.-- Euro zu fordern, und mit dem jeweiligen Veranstalter einen schriftlichen Vertrag zu schliessen. Bühnentechnik Ein bereits vor Beginn der Sanierung der "Alten Turnhalle" vorliegendes Angebot der Fa. W & P aus 92637 Weiden/ Opf., der einzigen Fachfirma der Gegend, die Bühnentechnik zu liefern und zu installieren, sei mit 47.940.-- Euro dennoch nicht zu schultern gewesen. Aktuell wolle man aber, nicht nur wegen der bevorstehenden Veranstaltung (Musical der AntonBruckner-Musikschule) eine Unterkonstruktion für die Bühnentechnik und spätere Einbauten schaffen, sowie sich um einen Vorhang mit mechanischem Antrieb kümmern. Hierfür liege ein Angebot der vorgenannten Fachfirma in Höhe von **7.135.-- Euro zzgl. Mehrwertsteuer vor, welche die bereits genannte Unterkonstruktion, feste Seitenabgrenzungen, wie auch einen mechanisch betriebenen Vorhang umfasse. Die rückseitige Bühnenverkleidung mit Kosten von **2.800.-- Euro wird die "Anton-Bruckner-Musikschule" beisteuern. Dazu wären dann - so Gäbl - noch vier T-Schienen zu beschaffen, wobei die hier geplante Bühnentechnik jederzeit erweiter- und nachrüstbar ist. Vielleicht - so Gäbl - findet sich bald auch wieder eine Gruppe, welche ehrenamtlich das Theaterspiel in Eslarn wieder beleben wird. gestundet, also durch die Marktgemeinde Eslarn vor-/ zwischenfinanziert werden soll. Die Generalsanierung des Pfarrheims fordert gemäss Zitat des Ersten Bürgermeisters "sämtliche finanziellen Ressourcen" und werde in drei Jahren abgeschlossen sein. Einstimmig beschloss das Marktgemeinderatsgremium eine zinslose Stundung bis Ende 2013. Auf Anfrage von Marktrat Th. Kleber (CSU), warum nicht auch in anderen Angelegenheiten eine zinslose Stundung möglich ist, wies Gäbl darauf hin, dass es in Abgabenangelegenheiten nicht möglich ist, eine zinslose Stundung zu gewähren. Die Vereinbarung zur Schaffung einer Kinderkrippe ist jedoch privatrechtlicher Natur, wie auch die Lastenverteilung von 90 zu 10, also die Übernahme von 90% der Kosten durch die Marktgemeinde Eslarn, wie bei allen anderen Gemeinden in der Oberpfalz nicht gesetzlich gefordert, sondern privatrechtlich vereinbart worden ist. 5. Vergabe der Arbeiten für den "Bockl(rad)weg" Gem. der 15. Sitzung der "ARGE Bocklweg" vom 18.01.2011 sei es - so Gäbl - nötig, den auslaufenden Vertrag mit der gemeinnützigen Einrichtung Denkstatt! e. V., Weiden/ Opf. zu erneuern. Diese gemeinnützige Vereinigung kümmert sich seit Jahren um den Bocklradweg, nimmt Mäharbeiten, Kontrollfahrten, sowie notwendige Ausbesserungarbeiten vor. Der Maschineneinsatz wird pauschal mit **500.-- Euro und die Pflegemassnahmen werden pauschal mit **60.--/ Monat abgerechnet. In der Vergangenheit war dies durch den Einsatz sog. "Ein-Euro-Jobber" auch möglich. Die ARGE dachte auch darüber nach - so Gäbl - acht Bürgerarbeiter einzustellen, doch kann Denkstatt! e. V. im Rahmen sog. "Bürgerarbeit" die Leistung auch mit vier Arbeitskräften, zu einem Preis von **1780.-- Euro/ Jahr ausführen. Dies umfasse - so Gäbl - auch die in den Wintermonaten notwendigen Tätigkeiten, wie z. B. die Wiederherstellung der Ruhebänke. Der weitere Auftragsvergabe an Denkstatt! e. V. wurde abschliessend einstimmig beschlossen.

4. Kinderkrippe - Stundung des Eigenanteils der Kath. Pfarr- und Pfründestiftung Eslarn Mit einem Anschreiben an den Gemeinderat bat die Kath. Pfarr- und Pfründestiftung Eslarn (kurz: Kath. Kirchenstiftung), dass dieser, der anlässlich der Neueinrichtung der Kinderkrippe zu zahlende Eigenanteil in Höhe von **18.000.-- Euro bis zum Abschluss der Generalsanierung des Pfarrheimes "St. Marien"

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entsprechende Satzung im Jahr 2007 gerichtlich für nichtig erklärt wurde. 6. Bekanntgaben Marktrat Grießl (CSU) wandte ein, dass man das Das gemeindeeigene Grundstück samt Gebäude der Marktratgremium hätte früher vom Versand der BeAnschrift "Zankltrad 12" ist nunmehr seit 18.01.2011 scheide in Kenntnis setzen müssen. Er wäre wegen der Bescheide von verschiedenen Bürgerinnen und Bürgern öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben. "heftig angegangen" worden. 7. Mitteilungen und Anfragen Der Erste Bürgermeister verwies auf die Beschlüsse der öffentlichen Marktratssitzung vom 07.12.2010. Zu diesem 7.1 Einladung zur Eröffnung der "Gastronomie Hierold" Termin wurde einstimmig beschlossen die Bescheide (Singerstrasse) am 09.02.2011, 19:00 Uhr darauffolgend ausfertigen und versenden zu lassen. Auch er sei sich - so Gäbl - nicht im Klaren, wie bei 7.2 Einladung zum Musical "Robin Hood", der "Antoneinem Widerspruch und anschliessender Klage gegen Bruckner-Musikschule". Termine: 11.03. (Premiere), einen solchen Bescheid durch das Gericht entschieden 12.03., 18.03. und 19.03.. Karten sind unter werden würde. www.okticket.de, im Rathaus, oder bei der "AntonGrießl (CSU) wies aber noch einmal darauf hin, dass Bruckner-Musikschule" erhältlich. man die Angelegenheit auch im Rahmen der letztwöchig stattgefundenen Bürgerversammlung hätte behandeln 7.3 Winterdienst und damit viel Unmut hätte vermeiden können. Der Erste Bürgermeister wies im Hinblick auf den Dem stimmte Gäbl zu und verwies auch auf den Winterdienst noch einmal darauf hin, dass es nicht auf Marktkämmerer, der ebenfalls gerne für Auskünfte zur Untätigkeit des örtlichen Bauhofs zurückzuführen ist, Verfügung steht. wenn aktuell manche Strassen in Eslarn vereist sind. Bereits am 23.12.2010 wurde Streusalz nachbestellt, 7.5 Rechnungslegung für das "Heimatfest 2010" welches jedoch auch bis zum heutigen Liefertermin nicht angeliefert worden ist. Einstweilen wurde Split ver- Es geschehen noch Zeichen und Wundern! Ja, wirklich, wendet, welcher jedoch bei Eisglätte nicht dauerhaft heute kam der Zweite Bürgermeister Zierer (SPD) mit der wirken kann. In der nächsten Woche wird mit der er- wohl nicht nur von uns ersehnten Abrechnung des "Heimatfest 2010". warteten Streusalzlieferung gerechnet. Er entschuldigte die späte Mitteilung des Gesamt7.4 Beitragsbescheide für den Bereich "Steinboden" ergebnisses damit, dass erst letzte Woche noch Rechnungen eingetroffen sind. Wie der Erste Bürgermeister zu dieser Sache erwähnte, sei es infolge der erst vor kurzem versandten Beitragsbescheide zu Irritationen in der Bevölkerung gekommen. Deshalb wird - unter Anerkennung des Einwurfs durch Marktrat Schmid (CSU), dass man vielleicht vorher eine Informationsveranstaltung hätte abhalten sollen diese nächsten Sonntag Vormittag nachgeholt. Dabei werden - so Gäbl - die Verantwortlichen Rede und Antwort stehen, wobei die Marktgemeinde Eslarn die Bescheide fertigen und versenden musste, weil eine Als Einnahmen nannte er den Betrag von 180.980,71 Euro, an Ausgaben waren insgesamt 158.928.-- Euro zu verbuchen, so dass letztlich ein Überschuss erwirtschaftet worden ist. Dabei betonte Zierer (SPD) aber auch, dass hier keinerlei Arbeitskosten eingerechnet sind. Lassen Sie uns hierzu nur kommentieren, dass u. E. rund um das "Heimatfest 2010" gut und gern zweihundert Leute mehr oder weniger regelmässig mit den Vorbereitungen beschäftigt waren. Es war - wie Zierer

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betonte - eine Werbung für den Ort. Leider jedoch hat man u. E. nahezu keinerlei ortsansässiges Unternehmen derart einbezogen, dass eine homogene Ortsgemeinschaft erkennbar geworden ist. Gerade dies wäre aber wichtig gewesen, um Eslarn als attraktiven Ferien-/ Urlaubsort darzustellen. Schliesslich wird es nur noch für touristische Belange Fördermittel geben. Abschliessend bleibt nur noch zu bemerken, dass dieser öffentliche Teil der Sitzung gerade einmal eine Zeitstunde gedauert hat. Es würde sich also für mehrere Bürgerinnen und Bürger lohnen, einmal den Weg in die Marktratssitzung zu finden, um sich besser politisch engagieren zu können.

"Die Erste Eslarner Zeitung"
Herausgeberin: Theresia M. Zach, Ludwig-Müller-Str. 2, D-92693 Eslarn. email: office@zach.eu.org Michael W. Zach, Ludwig-Müller-Str. 2, D-92693 Eslarn. email: wie vor!

V.i.S.d.P.:

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