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Das Buch der Bücher

Weltweit ist die Bibel nach Angabe der Bibelgesellschaften in über 2.377 Sprachen übersetzt
worden. Im Jahr 1997 wurden allein von den Bibelgesellschaften über 561 Millionen Bibelteile
verbreitet (30 Millionen mehr als im Jahr davor) – davon waren über 20 Millionen komplette
Bibeln. Neben der gedruckten Form gibt es sie auf CD, auf Kassetten für blinde Menschen, aber
auch in Blindensprache. Kein Buch der Welt kann mit ihr konkurrieren. Sie ist ein Buch, das über
die Jahrhunderte hinweg eine Verbreitung gefunden hat, wie es kein anderes Buch aufweisen
kann. Sie ist das Buch der Bücher.

Die innere Gestaltung

Schaut man sich den Inhalt an, dann stellen die Fachleute fest, dass die Bibel in ihren vielen
Ausdrucksformen ebenfalls unerreicht ist. Wir finden darin Erzählungen, Lehraussagen, Berichte,
Lieder und Gedichte in einer sprachlichen Vollkommenheit, so dass die Bibel oftmals als
Grundlage für die Entwicklung oder das Lernen einer Sprache genommen wurde.

Die Bibel: geliebt und gehasst

Die Bibel ist wohl das am meisten angegriffene Buch überhaupt. Sie findet einerseits eine
rückhaltlose Zustimmung; Menschen nehmen sie zur Grundlage ihres Lebens, zu ihrem
Fundament. Andererseits findet sie aber auch den heftigsten Widerspruch, den man sich denken
kann. Als ein gefährliches Buch wurde sie immer wieder bekämpft. Dass sie trotzdem die letzten
2000 Jahre überstanden hat, ist ein ganz großes Wunder vor unseren Augen. Immer wieder hatte
man versucht, die Bibel komplett zu vernichten, weil man auch das Christentum ausrotten wollte.
Immer wieder wurde Menschen verboten, eine Bibel zu besitzen oder darin zu lesen. Immer
wieder gab es Vernichtungsaktionen großen Ausmaßes.

Und doch haben wir heute mehr Bibeln denn je. Und immer mehr Menschen weltweit machen
sich die Bibel zu ihrem Eigentum, auch innerlich in ihren Herzen. Andererseits stellt man aber
auch fest, dass gerade in unserem sogenannten christlichen Abendland zunehmend Menschen
nichts mehr mit der Bibel anfangen können.

Entstehung

Dass es die Bibel heute noch gibt, ist ein ganz erstaunliches Wunder. Aber auch ihre Entstehung
ist unvergleichlich, wenn man an die anderen sogenannten heiligen Schriften denkt.

Der Koran z. B. ist innerhalb weniger Jahre entstanden. Die Bibel, die ja eigentlich aus 66
einzelnen Büchern besteht, brauchte mehr als 1.500 Jahre zu ihrer Entstehung. Sie wurde zu
sehr unterschiedlichen Zeiten von sehr unterschiedlichen Autoren in sehr unterschiedlichen
Formen geschrieben – und doch stellt man fest, dass sie ein in sich geschlossenes Gesamtwerk
ist.

Die Zusammenstellung der Bibel aus diesen unterschiedlichen Einzelteilen zu einem solchen
innerlich von A bis Z übereinstimmenden Gesamtwerk ist durch menschliche Intelligenz einfach
nicht zu erklären. Hier muss Gott selbst die Leitung gehabt haben, sonst wäre dieses Buch bei
weitem nicht so innerlich zusammenhängend und übereinstimmend ausgefallen.

Inhalt

Kommen wir jetzt auf diesen erstaunlich übereinstimmenden Inhalt zu sprechen, stellen wir
einerseits fest, dass Gott an vielen Stellen deutlich macht, dass die Bibel die Offenbarung Gottes
ist, in der Er Seinen Willen für die Menschen kund tut.
Wir wissen zwar auch um die Offenbarung Gottes in der Schöpfung. Viele Naturwissenschaftler
staunen immer wieder über den Ideenreichtum, den sie in der Schöpfung vorfinden. Aber in der
Schöpfung offenbart sich Gott zwar als Schöpfer, aber es ist eine mehr anonyme Offenbarung,
weil man aus der Schöpfung nicht den konkreten Willen Gottes für den Menschen erkennen
kann. Die Aussagen über den Rettungswillen Gottes, über Seine unendliche Liebe zu den
Menschen und alle anderen Gedanken Gottes, die konkret uns Menschen betreffen, finden wir
nur und ganz alleine in der Bibel. Sie ist die Offenbarung Gottes für uns.

Aber wir finden auch recht menschliche Züge in der Bibel. Die Eigenarten der verschiedenen
Autoren kommen in ihren Texten durchaus vor. Zum Beispiel findet man eine Vorliebe für
besondere Formulierungen etwa bei Paulus oder in den Briefen, die Johannes geschrieben hat.
Oder man stellt Schwerpunkte in den Evangelien fest. Matthäus hat z. B. sehr viele Zitate aus
dem Alten Testament verwendet (»auf dass erfüllt werde, was geschrieben steht«). Er wollte
offensichtlich besonders deutlich machen, dass all das, was im Alten Testament schon auf Jesus
hin vorhergesagt worden war, nun in Erfüllung gegangen ist.

Lukas schreibt direkt, dass er ausführlich nachgeforscht hat, bevor er seinen Bericht über das
Leben und Sterben Jesu niedergeschrieben hat. Als Arzt hatte er übrigens immer einen
besonderen Blick für menschliche Situationen oder auch für medizinische Ereignisse (Heilungen).

Wie passt das zusammen: Die Bibel als die Offenbarung Gottes – und doch von Menschen
geschrieben?

Die Bibel ist Zeugnis von Gottes Offenbarungshandeln in der Geschichte und trägt selbst
Offenbarungscharakter. Diese Tatsache liegt in der göttlichen Inspiration der Heiligen Schrift
begründet.

2. Petrus 1:20-21: »... dass keine Weissagung der Schrift ein Werk eigener Deutung ist. Denn
niemals wurde durch menschlichen Willen eine Weissagung hervorgebracht, sondern vom
heiligen Geist getrieben redeten heilige Menschen, von Gott gesandt.«

Gott hat nach dem Zeugnis der Schrift Menschen gebraucht, die Sein Reden in menschlicher
Sprache zum Ausdruck brachten. Dabei ist dieser Vorgang nicht mechanisch zu denken: Gott hat
auch die geschichtlichen Umstände sowie Sprache und Eigenart der Schreiber einbezogen.

Unter der völligen Inspiration verstehen wir, dass die Originalmanuskripte der Bibel von Männern,
die unter der Führung und Kontrolle des Geistes Gottes, der sich ihrer Individualität und
Begabung bediente, so geschrieben wurden, dass als Ergebnis eine vollkommene und
irrtumslose Offenbarung Gottes den Menschen gegeben wurde.

Aus der göttlichen Inspiration folgt die völlige Zuverlässigkeit und Unfehlbarkeit in allen ihren
Aussagen; denn der wahrhaftige Gott redet wahrhaftig und zuverlässig.

Wir Menschen haben hier oft Denkschwierigkeiten, weil wir meinen, es könne nur entweder so
oder so sein. Entweder von Gott inspiriert oder von Menschen erdacht. Die Bibel erwartet von
uns hier eine Denkweise, die man etwa in den Naturwissenschaften schon lange kennt: Sowohl
als auch.

Wie Jesus damals auf der Erde sowohl wahrer Mensch war (Er wurde müde, hatte Durst), war Er
doch auch Gott selbst (Er konnte Tote auferwecken und Sünden vergeben).

So ist auch die Bibel von Menschen niedergeschrieben, aber auch von Gott inspiriert. Und wir
können sicher sein, dass Gott sehr genau darüber gewacht hat. Wie anders wollte man sich
sonst z. B. die Übereinstimmung der vielen Vorhersagen im Alten Testament mit der oft
Jahrhunderte später eingetretenen Erfüllung erklären?
Die Bibel ist das Buch, in dem Gott Seinen Willen für die Menschen kund tut. Ihre menschliche
Erscheinungsform steht diesem hohen Anspruch nicht entgegen, sondern Gott hat gerade diese
menschlichen Autoren gebraucht, um Seine Gedanken in eine für uns verständliche Form zu
bringen. Und nun stellt sich für uns die überaus wichtige Frage:

Wie gehen wir mit der Bibel um?

Einschränken der Inhalte

Zunächst müssen wir feststellen, dass es immer wieder Menschen gibt, die weniger aus der Bibel
entnehmen, als wirklich drinsteht. Man meint gerade in unserer Zeit heute, dass man manche
Aussagen einem modernen aufgeklärten Menschen nicht mehr zumuten kann; etwa das
Schöpfungswunder, die Wunder Jesu oder gar Seine Auferstehung.

Erweiterung der Inhalte

Manche Menschen suchen aber auch mehr in der Bibel als drinsteht. Auch dieser Weg ist der
Bibel nicht angemessen und kann nur zu falschen Ergebnissen führen. Ein Beispiel ging vor
einiger Zeit durch die Presse. Ein amerikanischer Computerspezialist wollte herausgefunden
haben, dass die Bibel einen Geheimcode enthält, in dem z. B. die Ermordung des israelischen
Staatschefs Rabin vorhergesagt worden sei.

Der bekannte Informatiker Prof. Werner Gitt sagt deshalb, es sei völlig unsinnig, den Text der
Bibel als eine verschlüsselte Botschaft anzusehen. Gott hat in verständlicher Weise zu uns
geredet. Er hat ja gerade durch menschliche, für uns verständliche Worte Seine Gedanken
niedergelegt. Und man muss ja auch offen zugeben, wenn wir das alles schon in unserem Leben
umgesetzt hätten, was wir klar und deutlich aus der Bibel verstanden haben, dann wären wir
erheblich weiter. Aber wie machen wir das nun?

Wie legen wir die Bibel aus?

Man muss hier zugeben, dass es auch dann noch immer wieder unterschiedliche Auslegungen
gibt, auch wenn man die Bibel als Offenbarung Gottes ansieht und nichts hineinlesen will, was
nicht drinsteht. Ein Extrembeispiel sind die Jehovas Zeugen. Sie wollen die Bibel ganz wörtlich
nehmen und ziehen doch Schlüsse aus ihrer Art der Bibelauslegung, die nicht mit der Bibel
übereinstimmen. Ich möchte deshalb gerne vier Hinweise geben, wie man zu einer Auslegung
kommt, die der Bibel angemessen ist.

Wiedergeburt

Jesus sagt, dass wir den Geist Gottes bekommen werden, der uns in alle Wahrheit einführen
wird. Wir brauchen als Menschen einen von Gott erneuerten Geist, um Gottes Wort verstehen zu
können. Wir können auch sagen, dass zunächst eine Wiedergeburt stattfinden muss, bevor
Gottes Geist in uns Wohnung nehmen kann und uns die Bibel erläutern kann. Wir brauchen ein
geistliches inneres Auge, eine besondere Empfangseinrichtung, über die wir Gottes Gedanken
für uns Menschen aufnehmen können.

Wir stellen das ja auch immer wieder fest, dass Menschen durchaus die Bibel kennen. Ihnen geht
es so, wie damals zur Zeit des Matthäus vielen Juden. Sie kannten das Alte Testament sehr
wohl, und Matthäus zeigt ihnen in seinem sehr überzeugenden Evangelium, dass Jesus der
Messias ist. Das Hören und Lesen der Schriften reichte nicht aus, um Glauben an Jesus zu
erwecken.

Auch heute reicht es nicht aus, die Bibel zu lesen, sie zu kennen und sie vielleicht sogar zitieren
zu können. Der persönliche Glaube an Jesus als den Erretter und den Herrn muss das
Bibellesen begleiten. Die persönliche Bindung an Gott selbst ist Voraussetzung, um die Bibel
besser verstehen zu können und nicht nur weiteres Wissen anzuhäufen, sondern zu tieferen
Erkenntnissen zu kommen.

Verständnis des Wortlautes und des Zusammenhanges

Als Zweites kommt es darauf an, dass wir den Wortlaut verstehen und den Zusammenhang
kennen. Unterschiedliche Übersetzungen können uns da helfen, die Bedeutung eines Wortes
herauszufinden.

Bedeutung von Worten, wie sie damals etwa zur Zeit Jesu verstanden wurden, können damit oft
eher aufgezeigt werden, auch wenn man den zeitgeschichtlichen Hintergrund der früheren Zeiten
kennt. Zum Beispiel hatte der Ausdruck Zöllner im Neuen Testament damals eine sehr schlechte
Bedeutung. Zöllner waren zwar in der Regel wohlhabende Leute, aber sie galten als Betrüger.
Sie arbeiteten mit der verhassten Besatzungsmacht der Römer zusammen. Sie waren
Abtrünnige, die man verachten musste. Heute ist ein Zollbeamter nichts dergleichen; das gleiche
Wort hat heute eine andere Bedeutung.

Wenn man aber die Bedeutung dieses Wortes von damals kennt, versteht man auch, dass es
schon allerhand war, dass Jesus etwa zu dem Zollbeamten Zachäus ging, in sein Haus einkehrte
und sich mit ihm an einen Tisch setzte. Er machte damit deutlich, dass Gott gerade diese
Menschen liebt, die äußerlich vielleicht ganz gut dastehen, wohlhabend sind, aber die innerlich
unter die Betrüger zu rechnen sind; die sich vielleicht auch selbst etwas vormachen, aber die
bemerkt haben, dass sie Gottes Hilfe brauchen, weil sie unbedingt aus ihrer Verlorenheit
herausgezogen werden möchten.

Solchen Menschen bietet Jesus die Gemeinschaft mit Gott an. Wer an Jesus glaubt, hat das
ewige Leben. Da ist die Vergangenheit dieses Menschen plötzlich nicht mehr ausschlaggebend,
sondern nur die Tatsache, dass er sein Leben Jesus anvertrauen möchte. Und dann erlebt dieser
Mann, dass Gott ihn annimmt, und die Freude ist riesig, und die Folgen sind für alle Menschen
sichtbar.

Beim Auslegen der Bibel benötigen wir aber auch ein

Heilsgeschichtliches Verständnis

Gott hat zu verschiedenen Zeiten den Menschen verschiedene Angebote gemacht, mit Ihm
wieder ins Reine zu kommen. Bei Adam und Eva sah das anders aus als heute. Zur Zeit Noahs
gab es andere Möglichkeiten als dann später zur Zeit des Volkes Israel.

»Gott hat durch mancherlei Weise zu den Menschen geredet, am Ende aber durch den Sohn«,
so heißt es am Anfang des Hebräerbriefes.

Wir müssen immer wieder unser Wunschdenken ausschalten. Jeder von uns ist durch seine
eigene Entwicklung geprägt, jeder bringt eine eigene Tradition mit und hat bei vielen Bibeltexten
schon eine Vorstellung, was eigentlich darin stehen müsste.

An dieser Stelle merken wir sicher, wie hilfreich es ist, wenn man sich mit anderen Christen über
die Bibel unterhält. Zu schnell legt man als Solo-Christ seine eigenen Vorstellungen in die Bibel
hinein und merkt gar nicht, dass man doch eigentlich schon nicht mehr das sagt, was die Bibel
meint. Ein Austausch etwa in der Familie oder in Hauskreisen, vor allem aber in der Gemeinde, in
der man zu Hause ist, wird hier eine wertvolle Hilfe, die Bibel richtig zu verstehen.

In einer Zeit, in der Individualismus groß geschrieben wird und der Glaube immer mehr zu einer
Privatangelegenheit gemacht wird, ist es umso nötiger, gemeinsam herauszufinden, was der
Wille Gottes für uns Menschen ist. Und hier kann keiner für sich alleine beanspruchen, die
Gedanken Gottes in vollem Umfange erfasst zu haben. Unser Denken ist einfach nicht geeignet,
auch nur annähernd die Fülle der Gedanken Gottes zu erfassen. Deshalb bekennen wir auch
bescheiden, dass unsere Erkenntnis Stückwerk ist, wie Paulus das schon vor 2000 Jahren
formuliert hat. Aber wie bei einem Mosaik aus vielen kleinen Stücken ein deutliches Bild entsteht,
so vertrauen wir darauf, dass gerade im Austausch mit anderen viele Aussagen der Bibel klarer
werden und an Kontur gewinnen.

In jedem Fall möchte ich Mut machen, sich mit der Bibel zu beschäftigen. Nur durch sie können
wir erkennen, was Gottes Wille für uns ist. Es reicht einfach nicht, am Sonntagmorgen in den
Wald zu gehen und zu sagen: »Hier fühle ich mich Gott so nahe.« In der Schöpfung wird uns
vielleicht eine Ahnung von der Größe Gottes vermittelt, aber was Gott mir konkret zu sagen hat,
erfahre ich dort nicht.

Gott sagt, dass er es dem Aufrichtigen gelingen lassen wird. Wenn wir als wiedergeborene
Menschen unter Gebet die Bibel lesen, wenn wir einen erneuerten Geist haben, wenn
unser inneres geistliches Auge nicht verschmutzt ist, dann werden wir auch ganz konkret
die Gedanken Gottes über uns, über unsere Familie, unsere Zukunft und unsere Gemeinde
erfassen können. Gott versteckt sich nicht vor uns – Er offenbart sich uns in einer für uns
durchaus verständlichen Weise.

In Römer 12:2 heißt es: »Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt
durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und
Wohlgefällige und Vollkommene.« Wir sind aufgerufen, zu prüfen, die Bibel zu studieren und im
Gespräch mit anderen herauszufinden, was Gottes Wille ist.

Wirkungen der Bibel

Andererseits gibt es so viele Aussagen der Bibel, die klar und eindeutig dastehen, dass man gar
nicht weiter herumdeuten oder prüfen muss. Ich wünschte mir, dass ich diese Gedanken Gottes
für mich im täglichen Leben komplett umsetzen könnte. Daran habe ich ausreichend zu arbeiten,
weil ich immer wieder bemerke, dass bei mir noch Nachholbedarf besteht.

Wenn wir uns auf diese Aussagen konzentrieren, die wir verstanden haben, dann wird in
unserem Leben deutlich zu sehen sein, wie Gott durch uns wirken kann. Wir werden nicht
mehr unter unserer Schuld zu leiden haben. Wir dürfen aufatmen, dass wir erlöste
Menschen sind, die einmal in der Herrlichkeit bei Gott sein dürfen. Unser Leben wird ein
Fundament haben, das uns trägt, auch in schwierigen Lebenslagen, ja über die Schwelle
des Todes hinweg bis in die Ewigkeit hinein.

Aber wir werden auch einen Blick für den Nächsten haben. Wir werden leidenden Menschen
helfen können. Wir werden uns für unsere Familie, für unsere Gemeinde und darüber hinaus für
andere einsetzen können.

Vor einiger Zeit wurde das 150-jährige Bestehen der Diakonie in Deutschland gefeiert. Der
Urheber dieser heute so großen Diakonischen Werke war Johann Hinrich Wichern. Durch sein
Bibelstudium zusammen mit anderen in einem Hauskreis wurde er angeregt, Nächstenliebe
praktisch werden zu lassen. Die Wirkungen der Gedanken Gottes in dem Leben dieses Mannes
haben weitreichende Früchte getragen, die bis heute nicht zu übersehen sind. Ein Artikel über die
diakonische Arbeit der letzten 150 Jahre war mit dem Titel überschrieben: Die Bibel war daran
schuld.

Welche Früchte haben die Wirkungen des Wortes Gottes in unserem


Leben?

Wenn wir daran glauben, dass die Bibel Gottes Wort in einer für uns verständlichen Sprache ist,
dann sind wir herausgefordert, den Willen Gottes für unser Leben in Seinem Wort aufzuspüren.
Und dann wird sich in unserem Leben deutlich etwas davon zeigen.
Ich wünschte, dass man von uns allen einmal sagen könnte: Mit diesem Menschen ist Gott zum
Zuge gekommen, bei diesem Menschen kann man ablesen, was der Wille Gottes für die
Menschen ist; dieser Mann, diese Frau sind ein Zeuge des Herrn und Erlösers Jesus Christus.

Der Herr schenke uns immer wieder neue Freude daran, Sein Wort zu studieren und uns von
Seinen Gedanken leiten zu lassen.

(Quelle: Herold Seines Kommens, Sept.2005)