Social Media Studie 2009 

Aktuelle Situation der Blogger und Foren‐ Betreiber  Ergebnisse einer Online‐Befragung   
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Impressum 
  Autor:  Prof. Dr. Matthias Fank    Wissenschaftliche Mitarbeiter:  Dominik Grimm  Maike Rasimus  Jaqueline Rößner  Janin Weirauch    Inhaltliche Bearbeitung:  Christian Dicke  Torsten Franz  Jan Krömer  Evrim Sen      Herausgeber:  Fachhochschule Köln / Institut für Informationswissenschaft  Fakultät für Informations‐ und Kommunikationswissenschaften  Claudiusstr. 1 | 50678 Köln | >>www.f03.fh‐koeln.de      In Zusammenarbeit mit    infospeed GmbH ‐ A Webknowledge Company  Große Telegraphenstr. 2 | D‐50676 Köln  AG Köln, HRB 55990 | USt‐Id: DE244504410  GF: E.Sen | Tel: +49 221 998410‐10 | Fax: ‐11  >>www.infospeed.de    interrogare GmbH ‐ Online Research Software  Meisenstr. 96| D‐33607 Bielefeld  AG Bielefeld|HRB 36641 | USt‐Id: DE 812 893 672   GF: M. Kühn,P. Wiegelmann | Tel.: +49 521 2997 340 | Fax: ‐3460  >>www.interrogare.de                © 2009    Dieser Studienbericht wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Fank (Fachhochschule Köln) erstellt. Die  Konzeption,  Durchführung  und  Auswertung  wurde  mit  größtmöglicher  Sorgfalt  und  unter  Beachtung  wissen‐ schaftlicher  Erkenntnisse  durchgeführt.  Für  ihre  Vollständigkeit  und  Richtigkeit  kann  jedoch  trotzdem  keine  Garantie übernommen werden. Alle Rechte an der Studie und insbesondere der Ergebnisse bleiben Eigentum  des Urhebers Prof. Dr. Matthias Fank. Dieses Werk darf in keiner Weise verändert werden. Ausdrucke (Grafi‐ ken),  Zitate  und  weitere  Kopien  aus  diesem  Werk,  die  nicht  mehr  als  20%  des  gesamten  Werks  ausmachen,  sind im Rahmen einer Berichterstattung mit der Angabe der Quelle (URL) gestattet. 
 
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  infospeed GmbH  Als spezialisierter Dienstleister für Webmonitoring bietet infospeed die zielorientierte Identi‐ fikation, Bewertung, Analyse, Aufbereitung und Überwachung von frei im Internet verfügba‐ ren  Informationen.  Die  Kernkompetenzen  von  infospeed  liegen  dabei  in  der  Identifikation  und Bewertung aller für ein Unternehmen relevanten Online‐Quellen und in der umfassen‐ den  inhaltlichen  Auswertung  aller  relevanten  Beiträge  und  Meinungen  im  Web  (vor  allem  User Generated Content) sowie in der Verdichtung dieser Informationen zu aussagekräftigen  Reports. infospeed verfügt über mehr als 5 Jahre Erfahrung im Bereich Webmonitoring und  hat  in  dieser  Zeit  eine Vielzahl  an  Projekten  für  namhafte  Unternehmen  erfolgreich  umge‐ setzt. 
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  Interrogare GmbH  Die Interrogare GmbH ist ein Datenverarbeitungs‐ und Softwareunternehmen sowie Anbie‐ ter  umfangreicher  Dienstleistungen  rund  um  die  Markt‐  und  Meinungsforschung  mit  Schwerpunkt in der Online‐Forschung. Die Dienstleistungen umfassen unter anderem Berei‐ che  wie  Beratung,  Stichprobenziehung,  methodenübergreifende  Feldarbeiten,  multivariate  Analysen,  Tabellierungen  und  Datenaufbereitung  in  Powerpoint‐Präsentationen.  Als  Kern‐ produkt wird die Befragungssoftware IRQuest® für Datenerhebungen genutzt.   Darüber  hinaus  verfügt  die  Interrogare  GmbH  über  langjährige  Erfahrung  als  technischer  Dienstleister für komplexe Projekte, wie der Reichweitenmessung der AGOF (Arbeitsgemein‐ schaft Onlineforschung) oder dem Web Excellence Forum e.V. (WebXF) ‐ einem Zusammen‐ schluss von namhaften Konzernen zur Etablierung gemeinsamer Standards der digitalen Un‐ ternehmenskommunikation.  Interrogare stellt  durch das  Webmonitoring  flankierende  Onlinebefragung  fest,  in wie  weit  die  Aussagen  der  Web  2.0‐Community  auf  das  Image  von  Unternehmen,  Marken und  Pro‐ dukten Einfluss haben. 
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Inhaltsverzeichnis 
Sponsoren  .......................................................................................................................... 3  . Inhaltsverzeichnis ............................................................................................................... 4  Über diese Studie  ............................................................................................................... 5  . Abstract .............................................................................................................................. 6  Erhebung und Datenbasis ................................................................................................... 7  1.  Art der Anwendung ..................................................................................................... 8  2.  Geschäftsmodell .......................................................................................................... 9  3.  Geschlechterverteilung ............................................................................................. 10  4.  Altersgruppe .............................................................................................................. 11  5.  Branchenzuordnung .................................................................................................. 12  Ergebnisse ........................................................................................................................ 15  6.  Erstellung eigener Blogbeiträge ................................................................................ 15  7.  Pressetexte auf Blogs  ................................................................................................ 17  . 8.  Registrierung von Forenmitgliedern  ......................................................................... 19  . 9.  Werbemöglichkeiten ................................................................................................. 21  10.  Kommentare/Beiträge von Unternehmensvertretern .............................................. 23  11.  Verdeckte Kommentare/Beiträge ............................................................................. 25  12.  Persönliche Erfahrung mit verdeckten Einträgen ..................................................... 27  13.  Reaktion auf verdeckte Beiträge ............................................................................... 29  14.  Werbebeiträge erkennen .......................................................................................... 31  15.  Verhalten von Unternehmensmitarbeitern .............................................................. 34  16.  Finanzierbarkeit ......................................................................................................... 36  17.  Finanzielle Entlohnung .............................................................................................. 38  18.  Beitragsvergütung ..................................................................................................... 40  19.  Kennzeichnung gekaufter Beiträge ........................................................................... 42  20.  Suchmaschinenranking gekaufter Beiträge ............................................................... 44  21.  Befangenheit durch vergütete Beiträge .................................................................... 46  22.  Eigenwerbung ............................................................................................................ 48  23.  Ansehen im internationalen Vergleich ...................................................................... 50  24.  Interessenkonflikte .................................................................................................... 53  Fazit .................................................................................................................................. 55   

 

 

 
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Über diese Studie 
  Bei  der  vorliegenden  Studie  handelt  es  sich  bereits  um  die  zweite  Studie  mit  Foren‐  und  Blogbetreibern. Ende des Jahres 2008 wurde die erste Studie zu diesem Thema durchgeführt  und erbrachte sehr interessante Ergebnisse und erlaubte einen guten Einblick in die Situati‐ on  von  Foren‐  und  Blogbetreibern.  Auf  eine  Veröffentlichung  der  Studie  wurde  jedoch  zu‐ nächst verzichtet. Stattdessen erhielten die Teilnehmer einen Bericht über die Ergebnisse.   Am  22.04.2009  erschien  in  der  taz  ein  Artikel  unter  dem  Titel  "Gekaufte  Blogger".  Darin  wurde  über  die  Studie  und  unsere  Forschungsarbeit  berichtet.  Der  Artikel  erzeugte  in  der  Medienwelt  eine  große  Aufmerksamkeit  und  zog  eine  große  Anzahl  an  Interviewanfragen  nach sich, die hauptsächlich Nachforschungen bezüglich gekaufter Blogger und Blogbeiträge  beinhalteten.  Aufgrund  dieser  Ereignisse  wurde  die  Studie  nun  im  Internet  frei  zur  Verfügung  gestellt.  Schließlich  hatte  die  Studie  ein  weiteres  Ergebnis  aufgezeigt:  In  Foren  und  Blogs  ist  man  grundsätzlich bemüht, sich offen und fair zu verhalten.  In  allen  Web‐2.0‐Anwendungen  steigt  der  Druck,  klar  und  eindeutig  kenntlich  zu  machen,  wann es sich um Werbung, eine persönliche Meinung oder objektive Tatbestände handelt.  Dennoch wird es Schwarze Schafe, die Social Media zu ihren Gunsten nutzen wollen, sicher‐ lich auch weiterhin geben. Um mehr Transparenz und Klarheit über dieses Thema in der Öf‐ fentlichkeit zu erzeugen, entstand die Idee dieser zweiten Studie.     

 
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  Matthias  Fank  von  der  Fachhochschule  Köln  wurde  im  Juli  2009 eine Online‐Befragung von Bloggern und Forenbetreibern durchgeführt. Auch Blogger.  91.  57.  gelingt  es  zudem  nicht. dass die  Unabhängigkeit eines Blogs durch die Vergütung von Beiträgen leide. mit einem Forum bzw.  Zudem  ergab  sich  aus  den  Angaben  der  Studienteilnehmer.  Der  Anteil  der  Studienteilneh‐ mer.  um  einen  Lebensunterhalt  daraus  bestreiten  zu  können. die häufig dann erfolgen. Bezahlte Beiträge  sollten  zudem  eindeutig  als  solche  gekennzeichnet  werden. die einen Blog betreiben (76. Die Mehrzahl der Blogger (61.   Werbeeinträge auf Blogs und Foren erfolgen sehr häufig in Form von Links.2%)  deutlich  höher.2% aller Befragten erhalten zudem keine Vergütung für ihre Beiträge. Matthias Fank. dass verdeckte Beiträge oder Manipulationsversuche eher selten erfolgen.  dass  68%  der  Befragten ihren Blog oder ihr Forum rein privat betreiben. Die Texte wirken häufig zu kommerziell und die  Selbstdarstellungen  der  Unternehmen  sind  zu  positiv.  dass  Foren  und  Blogs  in  Deutschland  ein  eher  schlechtes  Ansehen  genießen. Von den 350  kontaktierten  Personen  beantworteten  347  die  Fragebögen.8% der Studienteilnehmer halten es auch nicht für möglich. sofern sie von den Betreibern entdeckt werden.  Werbeeinnahmen  durch  Banner  sind  als  Einnahmequelle  am  stärksten  verbreitet. Einige rein privat betriebene Foren und  Blogs sehen zudem keine Notwendigkeit.  die  angegeben  haben.  führen  dies  mehrheitlich  (ca. Dr.    © Prof.  Diese  Aussage  findet  bei  90%  der Blogger Zustimmung. gelöscht. Fachhochschule Köln  SEITE 6 VON 55 . Diese Links wer‐ den. einem  Blog seinen Lebensunterhalt finanzieren zu können.6%) ist zudem der Meinung. Einnahmen mit ihrer Anwendung zu erzielen.  Die  Ein‐ nahmen  reichen  aber  nicht  aus.  70%)  auf  das  schlechte  Image  bei Journalisten und Journalistenverbänden zurück. ist gegenüber dem Anteil der Forenbetreiber (23.  Sogenannte  Richtigstellungen  von  Usern deuten auf verdeckte Beiträge der Unternehmen hin.  Insgesamt  berichten  die  Teilnehmer  je‐ doch.Abstract    Unter  der  Leitung  von  Prof. wenn  zuvor ein negativer Beitrag verfasst wurde. die  Vergütungen erhalten.  ob  es  sich  bei  der  Registrierung  von  Mitgliedern  um  Unternehmensvertreter  handelt. Nicht einmal die Hälfe (45%)  der  Forenbetreiber  überprüft  zumindest  gelegentlich. Unterneh‐ men.8%).  Studienteilnehmer.  oder  von  Unternehmen  beauftragte  Agenturen.  sich  in  der  Wortwahl dem Jargon der User anzupassen. sind in diesem Zusammenhang selten anzutreffen.  Dr.  Die  auf  Blogs  verfassten  Beiträge  wurden  zu  rund  90%  von  den  Betreibern  selber  verfasst.

 Dr.  große  Blogs  bzw.  Dies  liegt  vor  allem  daran.  Innerhalb  von  vier  Wochen  konnten  1. Diese Liste  wurde  auf  ihre  Aktualität  hin  überprüft  und  neue.  Juli  2009.  Die entsprechenden E‐Mails wurden am 30.  Foren  mit  aufgenom‐ men.  Die Basis für die Adressgewinnung bildete die Adressliste aus der ersten Studie. Nach der Aktualisierung und Erweiterung konnten Adressen von insgesamt 163 deut‐ schen  Bloggern  und  187  deutschen  Forenbetreibern  ermittelt  werden. was sich auch bereits  in der ersten Studie gezeigt hatte. Fachhochschule Köln  SEITE 7 VON 55 .  Die  Online‐Befragung  endete  am  31.  Auf  eine  Testphase  mit  externen  Testpersonen  wurde  bei  dieser  zweiten  Studie  zum  Thema  "Blogger und Forenbetreiber" verzichtet. Zur Vorbereitung und Ausar‐ beitung  der  Befragung wurde  ein erster  Entwurf  des  Fragebogens  erstellt.Erhebung und Datenbasis    Die Erhebung wurde als reine Online‐Befragung durchgeführt. die Studie auch an weitere Foren‐ und Blogbetreiber weiterzuleiten. Matthias Fank.  Dies  entspricht  nahezu  dem  Ergebnis  der  ersten  Studie.          © Prof.  Somit  wurden  350  Betreiber angeschrieben und gebeten. Foren bilden eher geschlossene Communites.  Der  Fragebogen  wurde  anschließend  mit  dem  Marktforschungsunternehmen  interrogare  überarbeitet.233  Kontakte auf dem Fragebogen verzeichnet werden.  dass  die  Foren‐Betreiber  weniger  von  einer  starken  Verlinkung geprägt sind. Juni 2009 an die Betreiber versendet. Zudem wurden die Teil‐ nehmer gebeten. Erfolgreich ausgefüllt wurde der Frage‐ bogen  schließlich  von  347  Teilnehmern. an der Studie teilzunehmen. Innerhalb  der Blogger‐Szene verbreitete sich die Studie deutlich flächendeckender als bei den Foren‐ betreibern.

 Dr.    © Prof.  ob  sie  überwiegend  ein  Forum oder Blog betreiben.1. Art der Anwendung  In  einer  ersten  Frage  wurden  die  Teilnehmer  gebeten  anzugeben.  Von  den  187  recherchierten  Foren  haben 79 Forenbetreiber an der Studie teilgenommen.    Fragestellung:  Welche der folgenden Anwendung betreuen oder betreiben Sie hauptsächlich?   mögliche Antworten:  o Forum  o Blog    Auswertung:            Von  347  Teilnehmern  beantwortet  341  diese  Frage. Zu erklären ist dies jedoch damit. so dass rund 100 Blogger mehr an der Studie  teilgenommen haben.  262  Teilnehmer  betreiben  ein  Weblog  während  79  Studienteilnehmer  ein  Forum  unterhalten. Durch das gute Netzwerk der Blogger hat sich der Aufruf zur Teilnah‐ me an der Studie wiederholt stark verbreitet.  Im Vergleich zur ersten Studie fällt damit die Beteiligung dieser Personengruppe etwas nied‐ riger aus. Fachhochschule Köln  SEITE 8 VON 55 . Matthias Fank. was einer Quote von 42% entspricht. als angeschrieben wurden. dass bei der zweiten Studie auf eine Nachfassak‐ tion verzichtet wurde.

 Fachhochschule Köln  SEITE 9 VON 55 .  Dieses  Ergebnis  ent‐ spricht  dem  der  ersten  Studie. Dr.       © Prof. werden verhältnismäßig mehr Foren als Blogs hauptbe‐ ruflich betrieben.  da  es  sich  um  die  gleiche  Datenbasis  handelte. ob sie ihr Forum  oder  Blog  hauptberuflich  oder  nebenberuflich  betreiben. Geschäftsmodell  Gegen Ende des Fragebogens wurden die Teilnehmer gebeten anzugeben.2.  was  zu  erwarten  war. Da jedoch mehr Blogs als  Foren in der Studie vertreten sind. Eine Verallgemeinerung der Ergebnisse kann aufgrund der zu schwachen  Datenbasis jedoch nicht erfolgen. Matthias Fank. 15 Foren und 12 Blogs werden hauptberuflich betrieben.  Diese  Frage  wurde  von  341  Teil‐ nehmern beantwortet.    Fragestellung:  Wie betreiben Sie Ihr Forum/Blog?   mögliche Antworten:  o Hauptberuflich  o Nebenberuflich  o Rein privat   Auswertung:          Die  klare  Mehrheit  der  Foren  und  Blogs  wird  rein  privat  betrieben.

 Fachhochschule Köln  SEITE 10 VON 55 . Geschlechterverteilung  Die Foren‐ und Blogbetreiber wurden auch nach ihrer geschlechtlichen Zuordnung gefragt. Dr.3.9% der Studienteilnehmer) sind  weiblich.                © Prof. Nur 61 Personen (bzw. Mit 279 Nennungen dominiert eindeutig  die Antwortkategorie »männlich«.    Fragestellung:  Ihr Geschlecht?   mögliche Antworten:  o Männlich  o Weiblich    Auswertung:          Auf diese Frage haben 340 Personen geantwortet. 17. Matthias Fank.

 Dr. Fachhochschule Köln      SEITE 11 VON 55 . Matthias Fank.4. sind entgegen den Erwartungen nicht  am stärksten vertreten (90 Teilnehmer). Immerhin 34.3% vertreten. die zur eigentlichen Web 2. Dieser Wert stellt  allerdings  auch  zugleich  die  am  schwächsten  besetzte  Gruppe  dar. Die 30 bis 39‐jährigen betreiben auch eher einen Blog  als ein Forum. Auch die Altersgruppe mit einem Le‐ bensalter von mindestens "50 Jahren oder älter" sind mit 5.    Fragestellung:  Ihr Alter?   mögliche Antworten:  o o o o o   Auswertung:  Unter 25 Jahre  25 bis 29 Jahre  30 bis 39 Jahre  40 bis 49 Jahre  50 Jahre oder älter         Von allen Studienteilnehmern haben 341 Befragte Angaben zu ihrer Alterskategorie angege‐ ben.9% der Befragten dieser Altersgruppe betreiben einen eigenen  Blog.  Personen  unter  25  Jah‐ ren.0‐Generation zählen. Altersgruppe  Die Teilnehmer wurden zudem nach ihrem Lebensalter gefragt.  © Prof. Alle Alterskategorien sind in der Studie vertreten. Die Altersgruppe der 30‐ bis 39‐jährigen ist mit 109  Nennungen am häufigsten vertreten.

  Blogs  zuordnen  lassen.  Nachdem  in  der  ersten Studie  über  30%  der  Teilnehmer  die  Kategorie "Sonstiges"  gewählt  hatten.    Fragestellung:  Die thematischen Inhalte Ihres Forums/Blogs lassen sich  am ehesten den folgenden Branchen zuordnen:            © Prof.  Daher  wurden  die  Teilnehmer  gebeten. Fachhochschule Köln  SEITE 12 VON 55 . Branchenzuordnung  Zur besseren Einordnung und einem besserem Verständnis der Stichprobe ist es wichtig zu  erfahren.  welchen  Branchen  sich  die  Foren  bzw. wurde nun für diese Studie eine detaillierte und umfassendere Auswahl an Branchen  angeboten.  Blogs  vorzunehmen.  eine  Branchenzuordnung  ihres  Forums  bzw.5. Dr. Matthias Fank.

 Matthias Fank. Investmentbanking  Beratung/Consulting  Bildungswesen  Computer / Hardware  Design  Freizeit & Tourismus   Gesundheit & Fitness  Informationstechnologie & ‐dienste  Marktforschung  Medienproduktion. Printmedien. Personalbeschaffung  Rechtsberatung  Steuerberatung/Wirtschaftsprüfung  Telekommunikation  Unterhaltungsbranche  Unternehmensberatung  Venture Capital & Private Equity  Versicherungen  Sonstige Dienstleistungen  Automobilindustrie  Baugewerbe  Chemieindustrie  Elektrotechnik  Einzelhandel  Konsumgüter und Lebensmittel  Mode & Bekleidungsindustrie  Möbel  Pharmazie  Architektur & Bauwesen  Import & Export. Handel & Logistik  Versand  Journalismus  Musik  Rundfunk & Fernsehen  Forschung   Ingenieurwissenschaftliche Technik   Kosmetik  Sport  Umwelt  Sonstiges          © Prof.mögliche Antworten:  o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o Bankwesen. Fachhochschule Köln  SEITE 13 VON 55 . Dr. Verlagswesen  Marketing & Werbung  Personalwesen.

 Dies bedeutet aber nicht. Touris‐ mus. dass im Internet über alle Branchen berichtet wird.  Es  ist  eher  anzunehmen. IT und Medien sind jeweils mit 70 bis 80 Nennungen ebenfalls stark vertreten.  Die  Band‐ breite der Nennungen zeigt. In der hier  vorliegenden Studie sind die Branchen. Matthias Fank. Mit nur  einer  Nennung  ist  die  Chemieindustrie  die  am  schwächsten  vertretene  Branche.  dass  unter  den  größten  deutschen  Foren  und  Blogs  diese  Branchen tendenziell weniger vertreten sind. Am stärksten vertreten sind die Branchen Design  (127 Nennungen) und Computer/Hardware (106 Nennungen).  Alle  Branchenkatego‐ rien wurden von den Teilnehmern genutzt.    © Prof. Branchen wie Musik. Kosmetik und Pharmazie eher schwach ver‐ treten. Dr.Auswertung:    An  der  Zuordnung  haben  sich  alle  Studienteilnehmer  beteiligt  (347). dass über diese Branchen im Social Web nicht gesprochen  wird. Fachhochschule Köln  SEITE 14 VON 55 . Banken.

    mögliche Antworten:  o o o o o   Auswertung:  Ich stimme dem überhaupt nicht zu  Ich stimme dem eher weniger zu  Ich stimme dem mehr oder weniger zu  Ich stimme dem eher mehr zu  Ich stimme dem vollkommen zu           © Prof. Erstellung eigener Blogbeiträge  Blogs sind in den Medien in den letzten Monaten oft kritisiert worden. Dr.Ergebnisse    6. Um Näheres über das Verfassen von Blogtexten zu erfah‐ ren. wurde den Bloggern folgende Frage gestellt. Fachhochschule Köln  SEITE 15 VON 55 . Matthias Fank.  Dadurch  kann  der  Eindruck  entstehen.  dass  Blogs  häufig  als  Werbemedium  verwendet  werden  oder  dass  Blogs  verdeckte  Werbebotschaften  enthalten. Vermehrt wird geäu‐ ßert.    Fragestellung:  Die auf Ihrem Blog eingestellten Beiträge sind selbst verfasste Beiträge.  dass  Blogs  eigentlich  keine eigenen Beiträge verfassen.

 Eigene Beiträge der Blogger dominieren zumindest stark in der deutschen  Bloggerszene. 216 der 262 Blogger stimmen der Aussage vollkommen zu.  die  eine  Aussage  darüber  zulassen. Fachhochschule Köln  SEITE 16 VON 55 .  inwieweit  auf  Blogs  versteckte  Werbetexte  veröffentlicht  werden.  Nur in wenigen Fällen (unter 10%) fand diese Frage weniger bzw. An die‐ ser  Stelle  liegen  noch  keine  Information  darüber  vor.              © Prof. keine Zustimmung.Die Frage wurde von allen Bloggern (n=262) beantwortet. Dr.  dass ihre Blogbeiträge selbst verfasste Beiträge sind. Weitere 9. Matthias Fank.6% stimmen der Aussage zu. Das Ergebnis dieser Fragestellung  ist als eindeutig zu interpretieren.  die  von  den  Betreibern  verfasst werden.

 Durch die zunehmende Beliebtheit und Präsenz von Blogs  im  Internet  ist  davon  auszugehen.  In‐ wieweit  diese  auf  Blogs  veröffentlicht  werden.    Fragestellung:  Übernehmen Sie Pressetexte auf Ihrem Blog?    mögliche Antworten:  o o o o o   Auswertung:  Nein  Greife Pressetexte auf und verändere diese  Kommentiere Pressetexte   Übernehme gelegentlich Pressetexte  Übernehme regelmäßig Pressetexte            © Prof. Pressetexte auf Blogs  Das  Verfassen  von  Pressetexten  ist  eine  Möglichkeit  für  Unternehmen. Fachhochschule Köln  SEITE 17 VON 55 . sondern es konnte  aus verschiedenen Möglichkeiten des Umgangs mit Pressetexten ausgewählt werden.7.  auf  sich  und  ihre  Produkte aufmerksam zu machen.  wurde  mit  der  folgenden  Frage  eruiert. Dr.  Für  die Antworten der Teilnehmer stand diesmal keine Skala zur Verfügung.  dass  auch  Blogs  mit  Pressetexten  versorgt  werden. Matthias Fank.

 Die Ergebnisse verteilen sich  über alle Antwortmöglichkeiten. Pressetexte werden allerdings von mehr als 50% der Blog‐ ger  nicht  übernommen  (n=136). Dr.Auch diese Frage wurde von allen Blogbetreibern beantwortet.   Für die Mehrheit der in dieser Studie vertretenen Blogger bilden Pressetexte somit nicht die  Basis für die Gewinnung von Content.  Ein  weiteres  Viertel  der  Blogger  kommentiert  Pressetexte  (n=68). Presse‐ texte von Unternehmen finden somit über Blogs keine leichte Verbreitung. Daher ist die Gefahr seitens der Internetnutzer auch eher gering. Fachhochschule Köln  SEITE 18 VON 55 .        © Prof. bei großen bzw. Beide Antwortkategorien vereinen damit zusammen rund 80% der Blogger. Pressetexte bilden eher den Anstoß. Nur 1% der Stu‐ dienteilnehmer übernimmt regelmäßig und 7% gelegentlich Pressetexte auf ihrem Blog.  bekannten Blogs auf Pressetexte zu stoßen. um über Dinge zu  berichten. Matthias Fank.

Registrierung von Forenmitgliedern  Um eigene Beiträge in einem Forum zu hinterlassen ist eine Registrierung zumeist obligato‐ risch. da ein Registrieren für die Kommentarfunk‐ tion bei Blogs eher selten vorzufinden ist.  Unternehmensvertreter  haben  daher  die  Möglichkeit. Gelegentlich ist auch auf Blogs eine Registrierung erforderlich. Unternehmensvertreter könnten dadurch besser kenntlich  gemacht  werden.  so  dass  bei  einer  bewussten  Falschangabe  auch  leichter  Konsequenzen  gezogen werden könnten.  Die  Frage  nach  der  Überprüfung  einer  Registrierung  wurde jedoch nur den Forenbetreibern gestellt.    Fragestellung:  Überprüfen Sie bei der Registrierung neuer Mitglieder inwieweit   es sich um Unternehmensvertreter handelt?      mögliche Antworten:  o o o o o   Nein  Selten  Gelegentlich  Meistens  Immer          © Prof. Forenbetreiber hätten  andererseits  auch  die  Möglichkeit. Fachhochschule Köln  SEITE 19 VON 55 .8. um  Kommentare  hinterlassen  zu  können. Matthias Fank.  ob  es  sich  um  einen  Unternehmensvertreter handelt. Dr.  nach  einer  Registrie‐ rung eigene Inhalte und damit auch Werbebotschaften einzustellen. Einige Forenbetreiber verlangen auch für eine Leseberechtigung im Forum bereits eine  Registrierung.  bei  der  Registrierung  zu  erfassen.

  immer eine Überprüfung vorzunehmen. Gleichzeitig würden dann auch von Unternehmensvertretern verfasste  Beiträge.Auswertung:      Diese  Frage  wurde  nur  den  Forenbetreibern  gestellt.  eindeutig  gegen  Forenregeln  ver‐ stoßen. nicht als Unternehmensvertreter  aktiv  zu  sein  (auch  wenn  diese  keine  tiefergehende  Überprüfung  darstellt)  würde  zu  mehr  Transparenz führen.          © Prof.  Mehrheitlich  erfolgt  keine  Überprüfung. bei der die Mitglieder angeben müssen.  die  nicht  als  solche  kenntlich  gemacht  wurden.  Alle  79  Forenbetreiber  haben  diese  Frage  auch  beantwortet. 10% der Befragten gaben sogar an. Dr.  Eine  gelegentliche  Über‐ prüfung wird von 16.   Eine Überprüfung. Fachhochschule Köln  SEITE 20 VON 55 .5% der Teilnehmer vorgenommen. Matthias Fank.

 dennoch entstehen Aufwendungen für den Unterhalt.9. dass die meisten Foren und Blogs privat be‐ trieben werden. Werbemöglichkeiten  Es besteht kaum Bereitschaft von Seiten der Internetnutzer. Die bis‐ herigen Ergebnisse haben zwar schon gezeigt. Den Teilnehmern wurden vier  Antwortalternativen zur Auswahl vorgegeben. Mehr‐ fachnennungen waren möglich. für Content Geld zu bezahlen. die finanziert werden  müssen. sich über Werbegelder zu finanzieren.  Daher sind viele Internetauftritte gezwungen. Matthias Fank. Dr. Foren‐ wie Blogbetreibern wurde die Frage gestellt. Werbung zu platzieren. Fachhochschule Köln  SEITE 21 VON 55 .    Fragestellung:  In welcher Form kann auf Ihrem Forum/Blog Werbung betrieben werden?    mögliche Antworten:  o o o o Werbung ist auf meinem Forum/Blog nicht möglich  Werbeanzeigen in Form von Banner können geschaltet werden  Unternehmen können eigene Beiträge veröffentlichen  Mein Forum/Blog erhält finanzielle Unterstützung für den Unter‐ halt des Forum/Blogs        Auswertung:        © Prof. aus denen sie eine auswählen sollten. welche Möglichkeiten auf dem  jeweiligen Blog oder Forum bestehen.

9% der Teil‐ nehmer angeboten. wird aber immerhin von 6. dominiert die Antwortkategorie  "keine  Werbemöglichkeit".  Da sehr viele Blogs und Foren rein privat betrieben werden. Eine finanzielle Unterstützung durch Unternehmen erhalten nur 14 Teil‐ nehmer.  sind  werbefrei.2%) der Studienteil‐ nehmer gab an.            © Prof. Matthias Fank.  Diejenigen.3%).  die  ihr  Blog  oder  ihr  Forum  rein  privat  betreiben. Diese Form wird auch eher bei Foren (10%) genutzt als bei Blogs (2. 70% derer. Fachhochschule Köln  SEITE 22 VON 55 .  Banner  dominieren  derzeit  als  Werbeform  auf  Foren  und  Blogs  und werden von 39.  Personen  die  ihr  Forum  oder  Blog  nebenberuflich  betreiben.2% der Teilnehmer genutzt. Mehr als die Hälfte (56.  ermöglichen  Werbeanzeigen  in  Form  von  Bannern  (74%). Die Kategorie: "Unternehmen können eige‐ ne Beiträge veröffentlichen" ist nicht sehr verbreitet.  bevorzugen  ebenfalls  Bannerwerbung (66%).  die  hingegen  ihre  Website  hauptberuflich  betreiben. Dr. dass eine Werbung auf ihrem Blog oder Forum nicht möglich sei.348 Antworten wurden insgesamt ausgewertet.

 Unternehmensvertreter Beiträge  auf Ihrem Forum. Matthias Fank. die in den Foren und Blogs der Befragten auch von  den Unternehmensvertretern klar als solche gekennzeichnet wurden.  Foren  eigene Kommentare bzw. Unternehmensvertreter Kommentare auf Ihrem  Blog. die verdeckt erstellt wurden. stand im Mittelpunkt dieser Frage.  Die  Antworten  können  sich  natürlich  nur  auf  jene Kommentare und Beiträge beziehen. die auch als solche gekennzeichnet sind?   Verfassen/Kommentieren Unternehmen bzw.    Fragestellung:  Hinterlassen Unternehmen bzw.10. Dr. Dies beinhaltet somit  nicht jene Kommentare oder Beiträge. die auch als solche gekennzeichnet sind?       mögliche Antworten:  o o o o o       Ist mir nicht bekannt  nein  selten  manchmal  öfters      © Prof. Beiträge hinterlassen.  Inwieweit  Unternehmensvertreter  bei  Blogs  bzw. Fachhochschule Köln  SEITE 23 VON 55 . die ge‐ trennt  nach  der  Anwendung  gestellt  wurde. wie Inhalte verfasst  werden.  Während  auf  Blogs  für  die  Nutzer  keine  Möglichkeit  besteht.  Kommentare/Beiträge von Unternehmensvertretern  Foren unterscheiden sich von Blogs grundsätzlich in der Art und Weise. Forenmitglieder können nach einer Registrierung eigene Beiträge ver‐ fassen  und  andere  kommentieren.  eigene  Beiträge  zu  verfassen sondern lediglich bestehende Beiträge kommentiert werden können. gestaltet sich  dies bei Foren anders.

 wäre daher für die Zukunft wünschenswert.  nicht  genau  zu  wissen.  Ein  relativ  großer  Teil  der  Teilnehmer  gibt  an. Forenbet‐ reiber  berichten  tendenziell  von  einer  aktiveren  Diskussionsbeteiligung  seitens  der  Unter‐ nehmen.  "Nein" ist sowohl bei den Blog‐ als auch bei den Forenbetreibern die am häufigsten verwen‐ dete Antwortkategorie. Fachhochschule Köln  SEITE 24 VON 55 . Unternehmen beteiligen sich relativ selten an Diskussionen im Social Media.  ob  Unter‐ nehmensvertreter sich an den Diskussionen beteiligen. Dieses Ergebnis stimmt mit den Ergebnissen der ersten Studie über‐ ein. Mehr Transparenz. Matthias Fank. wer welche Inhal‐ te in wessen Auftrag erstellt.Auswertung: Kommentare auf Blogs      Auswertung: Beiträge auf Foren      Bis auf einen Forenbetreiber haben alle Teilnehmer auf diese Frage eine Antwort gegeben.    © Prof. Dies würde auch  zu mehr Akzeptanz und Glaubwürdigkeit der Inhalte bei den Internetnutzern führen. Dr.

11. Kommentare in Ihrem Forum/Blog hinterlassen?    (Hier geht es um eine persönliche Einschätzung!)      mögliche Antworten:  o o o o o   Auswertung:  Ist mir nicht bekannt  nein  selten  manchmal  öfters          © Prof. Matthias Fank.  wie  häufig  dies  wirklich erfolgt. Selbst Foren und Blogbetreiber können hier nur einen subjektiven Eindruck  aufgrund  ihrer  täglichen  Erfahrungen  wiedergeben. Fachhochschule Köln  SEITE 25 VON 55 . Dr. dass Unternehmen.  große  Aufmerksamkeit  in  den  Me‐ dien  erzeugt  haben.  Verdeckte Kommentare/Beiträge  Während einige öffentlich bekannt gewordene Einzelfälle. ohne sich als solche kenntlich  zu machen.    Fragestellung:  Haben Sie den Eindruck.  fällt  es  schwer  eine  valide  Aussage  darüber  zu  fällen.  verdeckt  in  Social  Media  einzugreifen. bei denen Unternehmen bewusst  versucht  haben.  Nach  dieser  persönlichen  Einschätzung  wurde hier gefragt.

 Die Kategorien "Manchmal" und "Selten" wurden jedoch  mit 15. Somit sind über 35% der Teilnehmer. Dr. wenn auch in unterschiedlicher Häufigkeit.8%  der  Teilneh‐ mer.  die  nicht  der  Ansicht  sind. scheint es kein sinnvolles  Vorgehen für Unternehmen zu sein.3%  der  Teilnehmer  gegenüber.          © Prof. Beiträgen auf diesen  zunehmenden Einfluss zu reagieren. dass Unternehmen verdeckte Kommentare oder Beiträge hinterlassen.Nach Einschätzung der Blogger und Forenbetreiber sind verdeckte Kommentare oder Beiträ‐ ge  durchaus  anzutreffen.  Auch  wenn  der  Druck  auf  Unternehmen  steigt  und  Social  Media  immer  mehr  an  Einfluss bei der Produktauswahl bzw. Matthias Fank. der  Ansicht.  Öfters  passiert  dies  zwar  nur  nach  Ansicht  von  4.5% ange‐ geben. Dem stehen  46. Fachhochschule Köln  SEITE 26 VON 55 . Kaufentscheidung gewinnt.  dass  Unternehmen  verdeckt  agieren.2% sowie 15. mit verdeckten Kommentaren bzw.

 Dr.  Daher  wurde  mit  der  folgenden  Frage  gezielt  nach  den  persönlichen  Erfahrungen  gefragt.  Persönliche Erfahrung mit verdeckten Einträgen  Nachdem in der vorangegangenen Frage nach einer Einschätzung gefragt wurde. dass  verdeckte Einträge  vorgenommen werden. sollten jetzt  die konkreten eigenen Erfahrungen der Studienteilnehmer mit Manipulationsversuchen hin‐ terfragt werden. Möglicherweise haben Blogger und Forenbetreiber nur den Eindruck. in denen Unternehmen  bewusst versucht haben durch Kommentare zu manipulieren?    mögliche Antworten:  o o o o   Auswertung:  Nein.12. keine Fälle bekannt   einige wenige Fälle  die Fälle kommen öfters vor  die Fälle kommen sehr oft vor              © Prof. Matthias Fank. Fachhochschule Köln  SEITE 27 VON 55 .     Fragestellung:  Sind Ihnen Einträge aus Ihrem Forum/Blog bekannt.  ohne  damit  jedoch  selbst konfrontiert  gewesen  zu  sein.

 Das Setzen von Links ist anscheinend ebenfalls eine beliebte Methode.  Die  Texte  seien  zu  kommerziell und Selbstdarstellungen zu positiv. Nur bei 19. zu manipulieren.  die  Wortwahl  von  "echten"  Usern  zu  treffen. Dr. Falschangaben. Matthias Fank.  die  auf Manipulationen hindeuten. in einem Frei‐ text anzugeben.  76% der Teilnehmer haben angegeben. zumal sie häufig dann erfolgen. wie zum  Beispiel  bei  den  E‐Mail‐Adressen.        © Prof. woran sie dies erkannt haben. wenn zuvor ein negativer Beitrag  verfasst wurde.  sind  weitere  von  den  Betreibern  genannte  Hinweise. dass ihnen keine Fälle bekannt sind. in denen Unter‐ nehmen bewusst versucht haben. Fachhochschule Köln  SEITE 28 VON 55 .4% der Teilnehmer ist dies in  wenigen Einzelfällen vorgekommen. Die Teilnehmer wurden zudem gebeten. Dabei wurde häufig genannt. um  auf sein Unternehmen und seine Produkte aufmerksam zu machen.Auf diese Frage haben 342 Personen geantwortet. Auch hier sind die Antworten eindeutig. Auch sogenannte Richtigstellungen deuten  auf verdeckte Beiträge hin. dass es Unter‐ nehmen  nicht  gelänge.

 Fachhochschule Köln  SEITE 29 VON 55 .  wie  die  Betreiber  von  Blogs  und  Foren  auf  verdeckte  Beiträge  reagieren.  Reaktion auf verdeckte Beiträge  Um  zu  erfahren. die folgende Frage gestellt. sich mit Kritik auseinanderzusetzen. Matthias Fank.  wurde  denjenigen  Teilnehmern.13. den Kommentar oder Beitrag gelöscht zu haben. Die Kommentierung wird  am  zweithäufigsten  angewendet. Der Ver‐ such seitens der Unternehmen.3% der 82 Personen gaben an. einem Negativbeitrag etwas entgegenzusetzen. führt somit  in der Regel zur Löschung des Beitrages (sofern dieser entdeckt wird).  Das  Ignorieren  der  verdeckten  Beiträge  erfolgt  hingegen    © Prof. Daher sollten Unter‐ nehmen andere Wege wählen.  die  bereits  mit  Manipulationsversuchen  zu  tun  hatten  (n=82).    Fragestellung:  Wie haben Sie darauf reagiert?    mögliche Antworten:  o o o o   Auswertung:  ignoriert  kommentiert  gelöscht  geoutet          46. Dr.

 Dr.sehr  selten  (7.3%).          © Prof. Die Gefahr entdeckt zu werden ist zu groß.  Das  Verfassen  von  verdeckten  Beiträgen  oder  Kommentaren  durch  Un‐ ternehmen  ist  daher  mittel‐  bis  langfristig  kein  erfolgsversprechender  Weg  für  Unterneh‐ men. Matthias Fank. so wer‐ den immer häufiger auch IP‐Adressen und Accounts überprüft. Wenn auch bislang nur vereinzelt. Fachhochschule Köln  SEITE 30 VON 55 .

 Werbebeiträge erkennen  Bereits in Frage 12 konnten die Teilnehmer in einem Freitextfeld angeben. desto eher kann man davon   ausgehen. Dr. an welchen An‐ haltspunkten  sie  Werbebeiträge  in  ihrem  Forum  oder  Blog  erkannt  haben. Fachhochschule Köln  SEITE 31 VON 55 . erkennt man sehr gut an dem Schreibstil:    mögliche Antworten:  o o o o o Ich stimme dem vollkommen zu  Ich stimme dem eher mehr zu  Ich stimme dem mehr oder weniger zu  Ich stimme dem eher weniger zu  Ich stimme dem überhaupt nicht zu                 © Prof. die sie auf einer fünfstufigen Antwortskala beantwor‐ ten sollten.  Diese  sollten  in  einer eigenen Frage noch einmal genauer hinterfragt werden.    Fragestellung:  Woran erkennt man.14. Matthias Fank. dass es sich um keinen Werbetext handelt    Anhaltspunkt 2:  Ob ein Beitrag Werbezwecke verfolgt. Hierfür wurden den Teilneh‐ mern zwei Anhaltspunkte vorgegeben. dass ein Eintrag reine Werbezwecke verfolgt?  (Hier geht es um eine persönliche Einschätzung!)   Anhaltspunkt 1:  Je mehr Beiträge ein Autor verfasst.

  Am  ehesten  ist  der  Schreibstil  ein  Anhalt‐ spunkt um zu erkennen. Dem stimmen 40% der Stu‐ dienteilnehmer  zu.  dass  Unternehmen  eher adhoc auf Beiträge reagieren und somit nicht auf Accounts mit vielen bereits zuvor ver‐ fassten Beiträgen zurückgreifen können. Im Frei‐   © Prof.  Im  Vergleich  dazu  stimmen  nur  ca. ob ein Beitrag Werbezwecke verfolgt.  Hier  lag  die  Vermutung  zugrunde. Dem scheint nicht so zu sein.  18%  der  Teilnehmer  dem  Anhalt‐ spunkt  der  Anzahl  der  Beiträge  zu. Möglicherweise grei‐ fen Unternehmen auf Dienstleister zurück.  Ein  eindeutiges  Ergebnis  erbrachten  beide  Anhaltspunkte  nicht. die über bestehende Accounts verfügen.Auswertung: Zahl der Beiträge      Auswertung: Schreibstil      Die  Antworten  von  340  Teilnehmern  sind  in  die  Auswertung  eingeflossen. Dr. Matthias Fank. Fachhochschule Köln  SEITE 32 VON 55 .

 die allerdings von Bloggern und Forenbetreibern zuverlässig erkannt und unterbun‐ den werden können. Eindeutige IP‐Adressen würden in  diesem  Zusammenhang  jedoch  viel  Missbrauch  unterbinden. auf hoch frequentierten Webseiten präsent zu sein. Dr. Fachhochschule Köln  SEITE 33 VON 55 .  Sowohl die Zahl der Beiträge als auch der Schreibstil können Anhaltspunkte dafür liefern.  Das  Setzen  von  Links  wird  ebenfalls  gern  als  Werbeform  seitens  der  Unternehmen  verwendet. sind wohl die treibenden  Kräfte.          © Prof.  Linkpopularität  sowie  das Bestreben. Matthias Fank.textfeld wurde auf diese Variante mehrmals hingewiesen. Es handelt sich hierbei  jedoch nicht um eindeutige Identifikationskriterien. ob  es sich bei den Postings um Werbetexte von Unternehmen handelt.

 die von bestimmten Produkten einer Firma überzeugt  sind und gleichzeitig bei dieser Firma angestellt sind? So kann eine Person zum Beispiel von  einem bestimmten Auto bzw.15. Sollte diese Person den Zusammenhang öffentlich bekanntgeben? Um  die  Meinung  der  Studienteilnehmer  zu  diesem  sensiblen  Thema  zu  erfahren. Dr.  wurde  ihnen  die folgende Frage gestellt. wenn Sie privat Kommentare auf Ihrem Fo‐ rum/Blog hinterlassen und der Inhalt auch den Arbeitgeber betrifft. der entsprechenden Marke überzeugt sein und sich in Foren  oder  Blogs  engagieren. Matthias Fank.    Fragestellung:  Sollten Mitarbeiter von Unternehmen.  Gleichzeitig  ist  die  Person  aber  auch  Angestellter  des  entsprechen‐ den Autoherstellers. Fachhochschule Köln  SEITE 34 VON 55 .  Verhalten von Unternehmensmitarbeitern  Wie sollten sich Personen verhalten. ausdrücklich diesen  Zusammenhang kenntlich machen?   mögliche Antworten:  o o o o o   Auswertung:  Ich stimme dem vollkommen zu  Ich stimme dem eher mehr zu  Ich stimme dem mehr oder weniger zu  Ich stimme dem eher weniger zu  Ich stimme dem überhaupt nicht zu         © Prof.

            © Prof. die eine hohe Qualität der Inhalte sicherstellen. Dr. die der Ansicht sind.  53. Matthias Fank.4%)  gegenüber. Der  Aufwand in die Überprüfung der Inhalte gegenüber der Erstellung wächst kontinuierlich und  es werden Lösungen gesucht. Eine ähnliche Entwicklung ist derzeit bei Wikipedia zu beobachten. dass Personen ihren beruflichen Hintergrund nicht kenntlich  machen sollen.  Mehr  Transparenz  bezüglich  der  Zugehörigkeit  von  Beiträgen  und  Kommentaren  zu  be‐ stimmten Personen würde sicherlich dazu beitragen.7%  der  Teilnehmer  stimmen  dieser  Frage  teilweise  oder  vollkommen  zu.9% sind unentschlossen. eine größere Akzeptanz in der Öffent‐ lichkeit zu erlangen. Weitere 22. In einer ähnli‐ chen Form wird dies auch Social‐Media‐Anwendungen treffen. Fachhochschule Köln  SEITE 35 VON 55 . jedoch mit einer stärke‐ ren  Tendenz.  Dem  steht  knapp  ein  Viertel  (23.  entsprechende  Zusammenhänge  kenntlich  machen.Die 341 Antworten verteilten sich über die gesamte Antwortskala.

 Fachhochschule Köln  SEITE 36 VON 55 . Die Teilnehmer wurden konkret danach gefragt.  Zusätzlich  konnten  jene. Es sollte nun erfragt werden. ob sie ihr Forum oder Blog hauptbe‐ ruflich oder privat betreiben.16. die eine Finanzierung für nicht möglich halten. in einem Freitextfeld Gründe nennen. oder ob dies  grundsätzlich nicht gewünscht ist. dass man aus den Ein‐ nahmen eines Forums oder Blogs seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten kann.     Fragestellung:  Kann man in Deutschland ein Forum/einen Blog betreiben und dadurch  seinen Unterhalt finanzieren?   mögliche Antworten:  o Ja  o Nein    Auswertung:                © Prof. Matthias Fank. ob man  mit  einem  Forum  oder  Blog  seinen  Lebensunterhalt  finanzieren  kann.  Finanzierbarkeit  Die Studienteilnehmer wurden bereits danach gefragt. ob dies daran liegt. Dr. Die Ergebnisse zeigten eine starke Tendenz in Richtung eines  privaten Betriebs.

 dass ein Unterhalt nicht finanziert werden kann. in das sie  Gründe eintragen konnten. sehen dies natürlich anders.4%). Insgesamt sehen  Blogbetreiber (44. nicht angewiesen sind.  sind zu 76.              © Prof. Dr. Der am häufigsten genannte Grund waren zu geringe Werbeein‐ nahmen  aufgrund  zu  geringer  Reichweiten.  Betreiber  von  Foren  und  Blogs.8% und damit mehr als die Hälfte  der Befragten sind der Ansicht.  Die 197 Teilnehmer die mit "nein" geantwortet haben. Einige Teil‐ nehmer betonten zudem. die ihr Blog oder Forum rein privat betreiben.8% der Ansicht. für Inhalte zu bezahlen. wurden nach den Gründen für diese  Einschätzung gefragt. ihren Unterhalt damit zu finanzieren. Matthias Fank.  Fehlende  Akzeptanz  und  die  fehlende  Bereit‐ schaft der Nutzer.5%) eher eine Möglichkeit.  die  hauptberuflich  betrieben  werden  (n=27). wurden ebenfalls mehrfach genannt. Hierzu stand den Teilnehmern ein Freitextfeld zur Verfügung. 57. den Unterhalt zu finanzieren als Forenbetreiber  (35. Fachhochschule Köln  SEITE 37 VON 55 .341 Studienteilnehmer haben diese Frage beantwortet. dass man seinen Unterhalt mit einem Forum oder Blog nicht  finanzieren  kann. Personen. dass sie ihr Forum oder Blog rein privat betrieben und grundsätz‐ lich kein Interesse haben bzw.

 Finanzielle Entlohnung  Gerade  in  Deutschland  gilt  eine  Frage  nach  der  Entlohnung  für  eine  Tätigkeit  als  eine  sehr  persönliche Frage.    Fragestellung:  Für Ihre Arbeit erhalten Sie eine finanzielle Entlohnung in Form von  Honoraren bzw. Daher wurde an dieser Stelle auch nicht nach der Höhe der Entlohnung  gefragt. Dr. ob eine Entlohnung überhaupt erfolgt.17. Fachhochschule Köln  SEITE 38 VON 55 . sondern vielmehr danach. Matthias Fank. Als Antwortmög‐ lichkeiten wurde nur ja oder nein angeboten. Vergütungen.      mögliche Antworten:  o Ja  o Nein    Auswertung:              © Prof.

 29. Dr.  81. stellt sich die  Frage. 62 Teilnehmer gaben an. Demzufolge gibt es  rein private Betreiber. Fachhochschule Köln  SEITE 39 VON 55 . Matthias Fank.  die  ein  Forum  oder  Blog   hauptberuflich betreiben. Honorare zu erhalten.3% derer.Die Basis für dieses Ergebnis bilden die Antworten von 340 Studienteilnehmern. Hier liegt die Vermu‐ tung  nahe. sind erhalten Honorare. wer ebenfalls Vergütungen erhält. die Honorare erhalten.        © Prof.6% der nebenberuflich tätigen Blog‐ und Foren‐ betreiber und 10. auch wenn sie eine Minderheit darstellen.  dass  es  sich  hierbei  um  diejenigen  Personen  handelt. Die Auswer‐ tung  dieser  Frage  ergibt  ein  klares  Bild.8%  der  Betreiber  erhalten  keine  Vergütung  in  Form von Honoraren. die rein privat tätig. Da es aber nur 27 hauptberufliche Teilnehmer gab.

 Fachhochschule Köln  SEITE 40 VON 55 .    Fragestellung:  Die auf Ihrem Forum/Blog eingestellten Beiträge werden vergütet?    mögliche Antworten:  o o o o o   Auswertung:  stimmt nicht  selten  manchmal  meistens  immer               © Prof. dass nicht  alle Beiträge vergütet werden. Es ist davon auszugehen. wie verbreitet die Vergütung von Beiträgen ist. Dr. so dass eine fünfstufige Antwortskala vorgegeben wurde. Daher bestand ein Interesse. Matthias Fank.18.  Beitragsvergütung  Neben Werbeinnahmen und Honorarzahlungen besteht auch die Möglichkeit. zu er‐ fahren. Die Vergütung von Beiträgen ist im vergangenen Jahr verstärkt im  Zusammenhang mit Viralkampagnen diskutiert worden. dass einzelne  Beiträge vergütet werden.

  Demzufolge ist eine Vergütung bei Bloggern eher anzutreffen als bei Forenbetreibern. Nur 4  Forenbetreiber haben angegeben. Dr. Matthias Fank. Auch hier kann somit festges‐ tellt werden. jemals eine Vergütungen für Beiträge erhalten zu haben.2% der Teilneh‐ mer geben an. Das Ergebnis ist eindeutig. wie  verbreitet die Vergütung von Beiträgen bei Forenmitgliedern ist. so dass keine Aussage darüber getroffen werden kann. 91.341 Personen haben die Frage beantwortet. bisher keine Vergütung von Beiträgen erhalten zu haben. dass es zwar Vergütungen gibt.  dass  die  Forenmitglieder  die  Beiträge  verfassen. die selten bis immer eine Vergütung erhalten.  Diese  wurden hier aber nicht befragt. Dem  könnte  jedoch  entgegnet  werden. diese aber eher eine Ausnahme darstellt. Daher sind es auch  nur knapp 10%. Fachhochschule Köln  SEITE 41 VON 55 .            © Prof.

 Dr.  Auf  Blogs  gibt  es  diese  Unterscheidung  bislang  nicht  bzw. sind bezahlte Beiträge exis‐ tent. Matthias Fank.  sie  befindet  sich  gerade in den Anfängen. aber in der breiten Masse noch nicht anzutreffen. Fachhochschule Köln  SEITE 42 VON 55 . Wie die Studie bereits aufgezeigt hat. Zur Thematik der Kennzeichnung von  bezahlten  Beiträgen  wurde  folgende  Frage  gestellt.19.    Fragestellung:  Sollten Ihrer Meinung nach gekaufte Blogbeiträge klar und eindeutig als  solche kenntlich gemacht werden?      mögliche Antworten:  o o o o o Ich stimme dem vollkommen zu  Ich stimme dem eher mehr zu  Ich stimme dem mehr oder weniger zu  Ich stimme dem eher weniger zu  Ich stimme dem überhaupt nicht zu   Auswertung:          © Prof.  der  zur  Beantwortung  eine  fünfstufige  Antwortskala vorgegeben wurde.  Kennzeichnung gekaufter Beiträge  Die Unterscheidung zwischen Natural Listings und Paid Links ist für Suchmaschinenanbieter  heute  eine  Selbstverständlichkeit  und  sichert  Unternehmen  wie  Google  eine  wichtige  Ein‐ nahmequelle.

 Matthias Fank. Dr. Fachhochschule Köln  SEITE 43 VON 55 .          © Prof. Den Lesern würde dies zudem als klare  Orientierungshilfe dienen.Diese Frage wurde nur den Blogbetreibern gestellt.  dass  bezahlte  Beiträge  auch  für  den  Leser  als  solche  kenntlich  gemacht  werden  sollen. Damit wird die Kenntlichmachung von bezahlten  Beiträgen unter den Bloggern eindeutig unterstützt. Die Basis für die Auswertung bilden die  Antworten von 259 Personen.  Weitere 17% stimmen der Aussage eher zu. 184 der 259 Blogger (71%) stimmen der Aussage vollkommen  zu.

 Matthias Fank.20. Fachhochschule Köln  SEITE 44 VON 55 . die bezahlte Beiträge veröffentlichen.  Suchmaschinenranking gekaufter Beiträge  Kürzlich wurde bekannt. Google heruntergestuft  werden. Die Betreiber der  entsprechenden Blogs hatten zuvor bekannt gegeben.  Zur  Beantwortung  der  Frage  wurde  eine  fünfstufige  Antwortskala  vorgegeben. ob gekaufte Beiträge in Suchmaschinen herunter‐ gestuft  werden  sollten.    Fragestellung:  Sollten Blogs. Dieser Fall löste sehr viele Diskussionen aus und sollte daher aufgrund des  aktuellen Anlasses mit in die Studie aufgenommen werden.   in den Suchmaschinen wie z. Die Studienteilnehmer wurden  nach ihrer persönlichen Meinung gefragt. dass Goolge bestimmte Blogs downgeranked hat. Dr. wie dies vereinzelt bereits passiert ist?       mögliche Antworten:  o o o o o   Auswertung:  Ich stimme dem vollkommen zu  Ich stimme dem eher mehr zu  Ich stimme dem mehr oder weniger zu  Ich stimme dem eher weniger zu  Ich stimme dem überhaupt nicht zu       © Prof.B. dass Beiträge gegen Bezahlung veröf‐ fentlicht wurden.

  Für  Blogbetreiber  sind  die  Suchmaschinen  und  das  Ranking  in  Suchmaschinen ein sehr wichtiges Thema. Eine eher  ablehnende  Haltung  nehmen  31. Dr. wurden auch nur die Blogger um eine Antwort ge‐ beten.          © Prof.1% die neutralste Antwortalternative  gewählt. Dem folgen die beiden zustimmenden Kategorien mit insgesamt 42.Da sich diese Frage nur auf Blogs bezog. Am häufigsten wurde mit 26.1%. Wenn Blogs ohnehin von vornherein klar kenntlich machen würden. Fachhochschule Köln  SEITE 45 VON 55 . Matthias Fank.8%  der  Blogger  ein. welche Beiträge  bezahlt sind. würde sich diese Fragestellung erübrigen. Herunterstufungen werden deshalb auch als sehr  schmerzhaft empfunden.  261  Blogger  haben  die  Frage  beantwortet.  Damit  dominiert  unter  den  Antwort‐ möglichkeiten leicht die Zustimmung.  Eine  ähnlich  eindeutige  Beantwortung  durch die Befragten wie bei der Frage nach der Kenntlichmachung bezahlter Beiträge ist hier  jedoch  nicht  zu  erkennen. dass Blogs für bezahlte Beiträge herabgestuft werden  sollen.

  dass die Unabhängigkeit eines Blogs durch die Vergütung von Beiträgen leide.1% lei‐ det diese sogar stark bzw. Matthias Fank. Für den Fall.  Vernünftig  wäre  es  natürlich  dann auch. Gut ein Viertel der Be‐   © Prof. In die Auswertung sind  261 Antworten eingegangen. für 38. sehr stark. Fachhochschule Köln  SEITE 46 VON 55 .  weitere  Einnahmen  zu  erzielen.     Fragestellung:  Leidet die Unabhängigkeit eines Blogs durch die Vergütung von Beiträgen?    mögliche Antworten:  o o o o o   Auswertung:  Leidet überhaupt nicht  Leidet ein wenig  Weder noch  Leidet stark  Leidet sehr stark          Auch hier wurden nur die Blogger gebeten.5% zumindest ein wenig. eine Antwort zu geben. diese Beiträge als bezahlte Beiträge kenntlich zu machen. Dr. Insgesamt ist die Mehrzahl der Befragten (61.21.  Befangenheit durch vergütete Beiträge  Alle  Blogbetreiber  wurden  danach  befragt.6%) der Meinung. Für 23. wären vergütetet Beiträge  durchaus  eine  Möglichkeit. dass die Unabhängigkeit nicht leidet.  inwieweit  die  Unabhängigkeit  durch  vergütete  Beiträge leidet.

 Matthias Fank. Insgesamt ist  bezüglich der Unabhängigkeit eines Blogs eine eher kritische Haltung gegenüber vergüteten  Beiträgen zu erkennen. dass die Unabhängigkeit eines Blogs gar nicht leide. Dr. Fachhochschule Köln  SEITE 47 VON 55 .          © Prof.fragten ist der Meinung.

 Blog nicht zur Eigenwerbung.  Die  zustimmende  Antwortseite  dominiert dabei leicht. Inwieweit dies erfolgt. Dr.9% stimmen der Frage vollkommen bzw. Matthias Fank. eher zu.  Eigenwerbung  Ein Forum oder Blog kann zur Eigenwerbung verwendet werden.6%  stimmen dem mehr oder weniger zu. um damit auf seine Produk‐ te oder Dienstleistungen aufmerksam zu machen.    Fragestellung:  Nutzen Sie Ihr Forum/Ihren Blog zur Eigenwerbung?    mögliche Antworten:  o o o o o   Auswertung:  Ich stimme dem vollkommen zu  Ich stimme dem eher mehr zu  Ich stimme dem mehr oder weniger zu  Ich stimme dem eher weniger zu  Ich stimme dem überhaupt nicht zu         Die  341  Antworten.22. 49.3% hingegen stimmen überhaupt nicht zu und nut‐ zen demzufolge ihr Forum bzw. Fachhochschule Köln  SEITE 48 VON 55 . Weitere 20.  die  in  die  Auswertung  Eingang  gefunden  haben. 18.  verteilen  sich  nahezu  gleich  auf  das  ganze  Spektrum  der  Antwortmöglichkeiten. Personen die ihr Forum oder    © Prof. sollte die folgende  Frage klären.

 Fachhochschule Köln  SEITE 49 VON 55 . Dr.4% stimmen dieser Aussage vollkommen zu). die dies privat oder hauptberuflich  betreiben.  Die  Art  der  Anwendung  und der berufliche Hintergrund können sehr gut die Spannweite der Antworten erklären.  nutzen  ihre  Plattform  deutlich  stärker  zur  Eigenwerbung  (35.  Forenbetreiber  nutzen  im  Vergleich  zu  den  Bloggern  ihre  Plattform  weniger  zur  Eigenwerbung  (30.            © Prof. als jene.4%  stimmten  der  Aussage  überhaupt  nicht  zu).Blog  nebenberuflich  betreiben. Matthias Fank.

 die mit ja oder nein beantwortet  werden sollte. wie Blogs und Foren sich selber wahrnehmen. 34. welchen hohen Stellenwert diese  in  der  Medienlandschaft  mittlerweile  eingenommen  haben.  149  Teilnehmer  sind  der  Ansicht.  dass  deutsche  Blogs oder Foren im internationalen Vergleich kein schlechtes Ansehen haben.  Daher  sollte  die  Studie  auch  einen Einblick darüber geben. Matthias Fank. Hingegen hört und liest man in den USA immer wieder.23. Eine einheitliche Sicht‐ weise  konnte  nicht  festgestellt  werden. Fachhochschule Köln  SEITE 50 VON 55 . Es handelt sich  hierbei jedoch lediglich um eine persönliche Einschätzung.   o Nein  o Weiß nicht    Auswertung:          341 Teilnehmer haben hierzu eine auswertbare Antwort abgegeben.9% gaben    © Prof.    Fragestellung:  Haben Ihrer Meinung nach deutsche Foren/Blogs ein relativ schlechtes Ansehen?    mögliche Antworten:  o Ja.  Ansehen im internationalen Vergleich  In Deutschland wird in Medienberichten über Foren und Blogs immer wieder negativ berich‐ tet. Dr.

  Den  73  Personen.    Welche Gründe kann dies Ihrer Meinung nach haben?      mögliche Antworten:  o o o o o   kulturelle Gründe  schlechte Inhalte  geringes Interesse seitens der werbetreibenden Industrie  schlechtes Image bei Journalisten bzw. Dr. Den Teilnehmern  wurde  eine  Liste  mit  Gründen  angeboten.  die  Aufschluss über mögliche Gründe des schlechten Ansehens liefern sollte.  die  auch  Mehrfachnennungen  erlaubte.  wurde  eine  Unterfrage  gestellt. Journalistenverbände  Sonstige Gründe:        © Prof.    Fragestellung:  Sie haben gerade angegeben.4% sind durchaus der Ansicht. Fachhochschule Köln  SEITE 51 VON 55 . 21. dass deutsche Blogs ein relativ schlechtes  Ansehen im internationalen Vergleich haben.  die  zuvor  mit  ja  geantwortet  haben. Matthias Fank. ein schlechtes Anse‐ hen im internationalen Vergleich zu haben.  Ein  zu‐ sätzliches Freitextfeld ermöglichte zudem eine freie Eingabe von Gründen. dies nicht beurteilen zu können.an.

9%) genannt.  bevor  Beiträge  veröffentlicht  werden. Als wichtigster Grund wurde das schlechte An‐ sehen bei Journalisten und ihren Verbänden (69.8%).  in  der  Blogosphäre  kursierten.  Die  anderen  beiden  zur  Auswahl  gestellten  Gründe  wurden  ebenfalls.  Am  zweithäufigsten  wurden  kulturelle  Gründe  genannt  (54.Auswertung:      Die  73  Teilnehmer  haben  181  Antworten  gegeben.  Während  in  den  Anfängen  der  Bloggerszene  vermehrt  Gerüchte  in  die  Welt  gesetzt  wurden  bzw. Dies ist eine klare Aussage mit  der  sich  Journalisten  und  Verbände  auseinandersetzen  sollten. Dr. Matthias Fank.  werden  auch  seitens  der  Blogger  immer  häufiger  Recherchen  angestellt.  wenn  auch  nicht ganz so stark.        © Prof. Fachhochschule Köln  SEITE 52 VON 55 .  Durchschnittlich  wurden  rund  zweiein‐ halb Wertungen pro Teilnehmer abgegeben. als Antwort gewählt.

  so  können  daraus  Konflikte  entstehen  und  Blogger  und  Forenbetreiber  durch  die  werbetreibende  Industrie  unter  Druck  gesetzt  werden.  die  auf  Werbeeinnahmen  angewiesen  sind. Dr. die genau ihre Zielgruppe anspricht.  Interessenkonflikte  Blogs  und  Foren  sind  den  gleichen  Konflikten  ausgesetzt  wie  alle  anderen  Medien.  ihre  Wer‐ bung in jenem Umfeld zu platzieren.    Fragestellung:  Ist es unseriös über Themen zu schreiben und gleichzeitig Werbebanner/Affiliate‐Links  zu Produkten im Umfeld der Beiträge zu platzieren?      mögliche Antworten:  o o o o o   Auswertung:  Halte ich für vollkommen seriös  Halte ich für seriös  Halte ich für neutral  Halte ich für unseriös  Halte ich für vollkommen unseriös       © Prof. wo sich Interessierte über Handys aus‐ tauschen. Matthias Fank. inwieweit die Betreiber dies selbst als unseriös betrachten. Ein Handyhersteller  wird beispielweise gern seine Werbung dort schalten. Fachhochschule Köln  SEITE 53 VON 55 . Erfolgt nun eine kritische Auseinandersetzung mit dem Handy auf dem Blog oder  Forum.24.  Abschließend  sollte  daher  noch  die  Frage gestellt werden.  Die  werbetreibende  Industrie  bevorzugt  es.

 Personen die ihren Blog oder ihr Forum rein privat betreiben.        © Prof. Die beiden Kategorien "vollkommen seriös" und "seriös"  wurden von 39. Mit 116 Nennungen wurde am häufigsten  die neutrale Mitte gewählt.8%. eine Abhängigkeit zu geraten. Matthias Fank. sehen dies zu  40.7%. Für vollkom‐ men unseriös indessen nur 10.  Demnach  überwiegt  die  seriöse Ansicht.7% gegenüber. Dr. Für vollkommen seriös halten es hingegen 16. die entweder die  Kategorie  "unseriös"  oder  "vollkommen  unseriös"  gewählt  haben.Die Basis der Auswertung bilden 340 Antworten.  um  nicht in einen Interessenkonflikt bzw.8% der Teilnehmer gewählt. Dem stehen 25.8%  als  neutral  an.  Häufig  werden  diese  Plattformen  auch  bewusst  privat  betrieben. Fachhochschule Köln  SEITE 54 VON 55 .

  seitens  der  Foren‐  und  Blogbetreiber  an  dieser  zweiten  Studie  zu  dem  Thema  teilzunehmen.   Die  Überprüfung  neuer  Mitglieder  in  Foren  oder  der  Personen. selbst verfasste Beiträge zu  veröffentlichen. damit Leser dies zumindest gut erkennen kön‐ nen. dass Blogs und Foren mit bezahlten Werbe‐Beiträgen gefüllt sind. Bezahlte Beiträge gibt es zwar. könnte mit Einnahmen durch bezahlte Beiträge die Quote der hauptbe‐ ruflich betriebenen Blogs gesteigert werden. Zwar ist mittlerweile auch die Idee eines Verban‐ des  aufgekommen  (zum  Thema  "Bloggerverband"  gibt  es  auch  bereits  einige  einschlägige  Blogbeiträge).  war  sehr  groß. was unternom‐ men werden kann.  auf  den  Blogs möglichst schnell für eine klare Trennung von eigenen und bezahlten Beiträgen zu sor‐ gen und dies auch optisch zu unterstreichen. mehr Transparenz dar‐ über zu haben.  Den Eindruck.  die  auf  einem  Blog  einen  Kommentar hinterlassen. Über 80% der Studienteilnehmer geben an. Journalisten sind über ihre Verbände gut aufgestellt  und organisiert. diese bilden aber derzeit eher die Ausnahme. Dies ist zwar mit Aufwand verbunden.  die  ein  hauptberufliches  Betreiben  kaum ermöglichen. Es wäre wünschenswert. kann diese  Studie nicht belegen.   Die  doch  recht  klare  Aussage. Dr.  Die Mehrzahl der Blogger ist auch der Meinung. Fachhochschule Köln  SEITE 55 VON 55 .Fazit    Die  Bereitschaft. von einer Umsetzung ist man jedoch noch weit entfernt. wür‐ de aber der Reputation sehr zuträglich sein. gibt Anlass darüber nachzudenken.    © Prof. wer welche Inhalte mit welchem Hintergrund im Internet hinterlässt. um dies zu ändern. sind noch sehr schlecht gelöst. Matthias Fank. Mehr als die Hälfte der befragten  Forenbetreiber überprüft neue Mitglieder nicht.  Die  Ergebnisse  sind  zum  Teil  äußerst  aufschlussreich  und gewähren neue Einblicke in die Szene der Blogger und Forenbetreiber. da es sich bei ih‐ nen zumeist um "Einzelkämpfer" handelt.  Wichtig  für  die  Blogger‐Szene  wäre  es  daher.  dass  Journalisten  und  deren  Verbände  als  Gründe  für  eine  mangelnde Akzeptanz gesehen werden. dass die Unabhängigkeit eines Blogs durch  die  Vergütung  von  Beiträgen  leide.  Aufgrund  der  eher  dürftigen  Werbeeinnahmen. Dem haben die Blogger derzeit wenig entgegenzusetzen.

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