Informationsmedium für die Marktgemeinde Eslarn und die bayerisch-tschechische Grenzregion8. Jahrgang 3. Ausgabe 2011 www.

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D i e E r s te E s l a r n e r Z e i tu n g

Zoigl-Frevel, oder: Der "NORMA-Konzern" und die "Kraft des Faktischen"!

"Amt und Hürde"
Eine kleine, fast unglaubliche Geschichte aus dem Landkreis NEW.

Regensburg-Digital.de - Ein OnlineMagazin im Kreuz-Feuer der Kritik. Meinungs- und Pressefreiheit auf dem Prüfstand?

"Aus den Eslarner Gemeinderatssitzungen": Mitschrift der öffentl. Sitzung vom 01.03.11. Terminkalender März 2011

Aktuelle Termine und News Wichtige Termine im März 2011
01.03. Abschlag für Kanal und Abwasser 03.03. TSV-Förderverein "Nascha PfinstaDisco" beim "Kuch" 05.03. Sportlerball "Bauriedl-Saal" 06.03. Schützenball "1884" "Bauriedl Saal" 07.03. Rosenmontags-Disco beim "Kuch" 07.03. Hüttenfasching im Siedlerheim 11./ 12./ 18. Musikal "Robin Hood" d. "Anton-Bruckner-Musikschule" 20.03. FFW Eslarn, Jahresamt und Jahreshauptversammlung

"Amt und Hürde"
Das neue investigativ-informative Format für Ihre Fragestellungen an Behörden und Politiker. Manchmal braucht es doch "intensiverer Nachfragen", um trotz langem Schriftverkehr die notwendigen Antworten zu erhalten. Dazu bietet das Internet mittlerweile die notwendige öffentliche Aufmerksamkeit. "Amt und Hürde" bringt Ihre Fragen nach "aussen", um Verzögerungen möglichst klein, und auch für den Staat teuren Schriftverkehr geringt zu halten.

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Regionale Aufmerksamkeiten

Der "NORMA-Konzern" und die "Kraft des Faktischen".
Gibt es den Zoigl bald in der Ramsch-Schütte zu kaufen?
Endlich gibt es in der NordOberpfalz wieder einmal etwas zum Diskutieren, denn der Lebensmittel-Konzern "NORMA" bietet seit letzter Woche ein "Communbräu-Zoigl" feil. Den ersten Meldungen in der Regionalzeitung "Der neue Tag" zufolge, schäumt seitdem weniger das Bier, als vielmehr so mancher Kommunalpolitiker, der sich vom "Zoigl", dem untergärigen Traditionsbier der Region wohl einen grossen "Reibach" versprochen hat. Jetzt, da die "Oberpfalz" laut Zukunftsrat etwas missverstanden als "Randregion" gilt, wäre dies wohl aller Probleme Lösung gewesen. "Zoigl-Plagiatoren" am Werk? Wenn es hier nur so einfach wäre wie bei einer unlängst aufgedeckten "Dissertation", aber Rezepte den "Zoigl" zu brauen gibt es jede Menge, sogar im Internet zu finden. Dumm ist ausserdem, dass sich der Begriff "Zoigl" im Gegensatz zum Eslarner "Kommunbier®" nicht schützen lassen soll. Damit ist wenigstens einer kommenden "Klagewelle", welche der genannte Lebensmittel-Konzern wohl getrost auch "aussitzen" könnte, "Tür und Tor genommen". Irgendwie ist es aber schon "hochnotpeinlich", dass man jetzt zusehen muss, wie der Oberpfälzer "Zaubertrank" im Sechserpack für noch nicht mal drei Euro verkauft wird. Andererseits könnte man aber auch argumentieren, dass hier einige Personen einfach nicht "in die Puschen gekommen" sind, denn man hätte den "Zoigl" längst auch selbst, "oberpfalzkonform" vermarkten können. Wir können uns erinnern, dass wir einem Bürgermeister vor Jahren einmal den Tipp gaben, ein mehrere Millionen Jahre altes Wasser, doch für die Gäste als "Mitbringsel" - nicht zum Trinken - in Fläschen abfüllen zu lassen. Eine Antwort haben wir auf unsere - uns noch vorliegende email - bis heute nicht erhalten. Das Interesse, Ideen anzunehmen, und für touristische Zwecke zu bedenken, scheint also in unserer Gegend nicht besonders gross zu sein. Gewerblich oder touristisch? So muss man sich ob der aktuellen "Entrüstetheit" fragen, ob man den Zoigl eigentlich wirklich nur "ehrenamtlichtouristisch", oder nicht vielleicht doch als "besondere Einnahmequelle" nutzen wollte. Touristisch bringt sogar der "Zoigl-Verkauf" von "NORMA" viel, denn wer den echten Zoigl trinken will, kommt dennoch zur traditionellen "Quelle", in die NordOberpfalz". Gewerblich gesehen, hat "NORMA" aber einen "Vollstreffer" gelandet, und potentiellen Vermarktern den Wind aus den Segeln genommen, denn der sprichwörtliche "grosse Reibach" lässt sich jetzt nicht mehr machen. Es wirkt die "Kraft des Faktischen" der "NORMA", um einen philosophischen Ausdruck persifliert zu erwähnen. Mitdenken erlaubt! Nun scheinen aber einige Personen durchaus dieser Misere bewusst gewesen zu sein. Jedenfalls scheinen Einige länger um die mangelnde "Schutzgüte" des Begriffes "Zoigl" gewusst zu haben, und hatten sich - ziemlich unbemerkt - dem Begriff "Kommun-Zoigl" zugewandt. Wären es nicht "Einige", sondern wäre es die ganze Region gewesen, und hätte hier die ganze Bevölkerung mitgewirkt, die "NORMA" hätte jetzt vielleicht Schwierigkeiten, ihr Bier "Communbräu-Zoigl" zu nennen. So aber war es die "übergrosse Schlauheit", welche auch diesen Begriff nahezu zur "RegionalMakulatur" werden lässt. Zukunft der "Edelprodukte" Verloren scheint dennoch nichts, denn noch immer gibt es die aus dem Zoigl hergestellten veredelten Produkte, welche als Alkoholika, in Form von Brot, aber auch als Pralinen längst sind, und beste Umsätze erzielen dürften.

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Regionale Aufmerksamkeiten

Der "NORMA-Konzern" und die "Kraft des Faktischen".
Gibt es den Zoigl bald in der Ramsch-Schütte zu kaufen?
"Mit Zoigl-Bier verfeinert!", war sowieso das Schlagwort der letzten Monate. Mit diesen Dingen lässt sich mehr verdienen, als mit dem Urprodukt. Eines aber muss jeder der mit dem Zoigl umgeht wohl schnellstmöglich beherzigen: Produktwerbung ist dann zu machen, wenn das Produkt - ob nun gewerblich oder auch touristisch orientiert sein soll - auf den Markt kommt. Eine blosse Diskussion, wie man sich Produktnamen markenrechtlich schützen, und damit dem Einfluss Dritter entziehen kann, dürfte nur mittels entsprechender Fachanwälte gelingen, steht aber eigentlich sowieso kaum zur Debatte. Wenn die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher gerade eine regionale Spezialität gerne mag, wird diese "Mehrheit" immer wieder gerne auf diese zurückgreifen. So viel "Originalität" verspricht letztlich kein Markenschutz! Nehmen Sie als sehr einfaches Beispiel die beiden Käsesorten "Mozarella" und "Feta". Die erstgenannte italienische Käsessorte hat über Jahre hinweg sehr viele Nachahmer gefunden, dennoch wissen nur die Allerwenigsten, dass dieser originaliter nicht aus Kuhmilch, sondern aus Büffelmilch hergestellt wird. Nur er echte Mozarella aus Büffelmilch ist das "Original". Wenn ich also nicht bloß Mozarella essen, sondern das italienische Lebensgefühl haben will, dann greife ich zu "echtem Büffel-Mozarella", welcher ruhig etwas teurer sein kann und wird. Auch "Feta", der traditionell aus Griechenland stammende Schafsmilchkäse hat längst in die Kühlregale der Discounter Einzug gehalten. Dank der Regionalmarkenschutz-Initiative der EU darf aber seit einiger Zeit nur noch "Feta" heissen, was in Griechenland produziert wurde. Mit Kuh, statt mit Schafsmilch produziert, fehlte diesem Käse wirklich das Wesentliche. Beide vorgenannten Käsesorten sind aber in deren Ursprungsländern kein Exklusivprodukt einiger weniger Erzeuger, sondern fest im täglichen Leben der Bevölkerung verankert. Eine, auch die eigene Bevölkerung "gängelnden" Markenrechtsschutz gibt es hier nicht. Vielleicht ist genau dies der Punkt, den man zukünftig bei Dingen wie sog. "Regionalmarken" beachten sollte. Zum Kommunbier® berichten wir zu einem späteren Zeitpunkt, denn dazu gibt es auch noch Einiges zu sagen, bevor es dies vielleicht noch beim "ALDI" gibt. [mwz]

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Aus der Welt regionaler Online-Medien

Regensburg-Digital.de - Ein Online-Magazin im Kreuz-Feuer der Kritik!
Presse- und Meinungsfreiheit im kirchlichen Bereich.
Seit Monaten geht es in unserer Bezirkshauptstadt Regensburg ziemlich "hoch" her. Letzten Samstag gab es seit langer Zeit mal wieder eine Demonstration in Richtung "Biischöfliches Ordinariat". Nicht die Laienorganisation "Wir sind Kirche", sondern der "Bund für Geistesfreiheit Regensburg" hatte dazu eingeladen, den Regensburger Journalisten und Herausgaber des Online-Mediums "Regensburg-Digital.de" in dessen Streitigkeit mit der Diözese Regensburg zu unterstützen. Das Problem/ Der Streitpunkt Der Streitpunkt ist, dass "Regensburg-Digital.de" in einer Art und Weise berichtet haben soll, welche der Diözese Regensburg deshalb nicht genügt, weil nie in einem Missbrauchsfall sog. "Schweigegeld" gezahlt worden ist. Mittels sog. "Einstweiliger Verfügung" liess die Diözese diese Mutmassung verbieten, was "Regensburg-Digital.de" dazu übergehen liess, mit tatkräftiger finanzieller Unterstützung der Leserinnen und Leser der Diözese Paroli zu bieten. Versöhnung täte Not! Weder kirchliches, noch profanes Recht verbieten natürlich einer Diözese, sich gegen Aussagen zu wehren.

Es war ein "Unding", aber sicher keine Absicht. Hier - wie Einige glaubten - gleich persoVor allem in der hochproblenelle Konsequenzen einfordern matischen "Missbrauchs-Dezu müssen, halte ich persönlich batte", welche letztes Jahr auch für übertrieben. Eslarn erfasst hatte, liegen wohl bei allen Beteiligten die Nerven Seit Jahren wird gefordert, den blank. sog. "Gottesbezug" in eine zu So etwas war ja noch nie da, schaffende EU-Verfassung einbzw. zumindest nie in einem zufügen. Gerade so, wie wir derartigen Ausmaß vermutet diesen im Grundgesetz für worden. unser Staatswesen, undnatürlich Demzufolge berichtete nicht nur auch in der davon abgeleiteten "Regensburg-Digital.de", Bayerischen Verfassung, in der sondern auch der "Spiegel" vielsog. "Präambel" finden. leicht etwas waghalsig, während auf Kirchenverwaltungsseite "guter Rat" sehr teuer gewesen Werte? Christlich, abendlänzu sein scheint. disch! Das Internet ist voll von Spott Wir wollen in der EU-Verund Häme, welche seit letztem fassung verankert wissen, was Jahr die Röm.-Kath. Kirche unseren Glauben ausmacht. treffen (soll). Wir denken aber immer weniger daran, was das sog. "Staatswesen" eigentlich ist, bzw. den sog. "Grundrechts-Katalog", in Man bemerkt aber zusehens dem von Religionsfreiheit die auch eine Radikalisierung der Rede ist. "Fronten", an welcher die Beantwortung riskanter BerichterstatWer eine solche Präambel-Fastung mit Klagewellen nicht sung fordert, der sollte aber ganz unschuldig sein dürfte. dann seinen Glauben auch "inErinnern wir uns nur einmal an und auswendig kennen. Der den Lapsus der EU-Verwaltung, sollte auch wissen, dass die welche zum Jahreswechsel sog. "christlich-abendländischen einen Kalender ohne Nennung Werte" einen nicht zu verleugder christlichen Feiertage herausnenden "morgenländischen" Begegeben hatte. zug haben.

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Aus der Welt regionaler Online-Medien

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Presse- und Meinungsfreiheit im kirchlichen Bereich.
Wer diese, letztlich dem Dekalog entnommenen Grundwerte kennt und auch lebt, der könnte dann sehr leicht zu der Überzeugung kommen, dass eben diese Grundwerte in extremer Weise durch Jesus Christus vorgelebt, keinerlei "Rechthabenwollen um jeden Preis" beeinhalten. Man kann und muss als (röm.-kath.) Christ Menschen aller Konfessionen, aber auch sog. "Atheisten" akzeptieren, und mit diesen reden! [mwz]

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Verbraucherschutz aktuell

"Amt und Hürde" Sicher, wir haben es die letzten Jahre schon mitbekommen, dass in dieser Gegend, der "NordOberpfalz" eigentlich nicht "geschrieben", sondern mehr "telefoniert" wird. Wirklich dringliche Sachen klärt man dann "unter Freunden", am Wirtshaustisch, bei Regional-, Kreis- oder sonstigen Veranstaltungen, wo man entsprechende Personen treffen, aber auch Vermittler zu diesen Personen finden kann. Einen "guten Rat" kann, ja wohl eher "muss" man sich von denjenigen Personen geben lassen, die "in ein Amt gewählt" wurden, weil man es sich sonst mit diesen, und kraft deren demokratisch legitimierter Autorität auch mit den Nachfolgenden verscherzen könnte. Exklusive Grüppchenbildung? Wir haben verständlicherweie in der Gegend mit jeweils über 100 km Entfernung zum nächsten "Zentrum" eine provinziell notwendige "Grüppchenbildung", welcher aber durchaus auch deren Probleme mit sich bringen kann. Schliesslich haben wir auch noch das Problem, dass hier nahezu Jede/r mit Jeder/ Jedem verwandt, verschwägert, oder sonstwie verwandtschaftlich verbunden ist. Eine sog. "Öffnung nach aussen" ist soziologisch nur schwer zu realisieren, was

Verbraucherschutz auf neuen Wegen?
uns zwar "Tagesgäste", jedoch keinerlei echte, dauerhafte "Zuzüge" fremder Personen bringt. "Wir sind wir, aber wo sind wir denn hier?" Das "Wir-Gefühl" scheint, weil es eben sehr wenige Leute mit neuen Ideen in diese Gegend zieht, schliesslich im Hinblick auf die eigenen Orts-, Regionalbevölkerung eingegrenzt zu werden. Schliesslich ist es des Menschen Eigenart zu "herrschen", und dazu braucht man bekanntlich Leute, die sich "beherrschen" lassen.

Die Sache mit dem "Vielschreiben" und dem "Schweigen".
nicht, denn nur weil jemand z. B. röm.-kath. Glaubens ist, kann er doch nicht "aus seiner irdischen Haut".

Dann "drückt" man eben auch aus kirchlichen Vereinigungen fleissig mit, und verhält sich so, als wäre man geistig im tiefsten Mittelalter, weit vor jedweder Aufklärung stecken geblieben. Dies ist der "Backround" an Erfahrungen, auf welche wir das neue Format "Amt und Hürde" gründen, denn die NordOberpfalz stirbt immer mehr aus, und die verbleibenden InwohnerInnen - wenigstens ein paar davon - wollen dennoch weiter "herrschen", so dass immer mehr vormals "Herrschende" in Ein solches nahezu fein- die Position von "Untergefühliges "heut drück ich den, benen" wechseln müssen, oder morgen drück ich den anderen" "Probleme" bekommen dürften. kann man in Eslarn ja immer wieder "live" erleben. Bleiben wir verfassungs"Drücken" natürlich als "unter- mässig demokratisch! minieren" einfacher, freund- Wir wollen die NordOberpfalz schaftlicher Ausprägung verstan- aber als "lebenswert" erhalten, den, denn endgültig verscherzen wozu ein gedeihliches, auf den will es sich hier niemand. Grundsätzen eines demokratisch Schliesslich muss man ja weiter verfassten Staatswesen basierenirgendwie zusammenleben. des Miteinander gehört. Deshalb "Amt und Hürde" in Man kann es nicht glauben! Ihrem Dienste für Fragen, auf Es soll sogar schon vorge- welche vielleicht auch Sie kommen sein, dass sich die immer noch keine Antworten regional vorhandenen Weltan- erhalten haben. schauungsgesellshaften mit de[mwz] ren Mitgliedern ebenso verhalten. Verwunderlich wäre es

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Verbraucherschutz aktuell

Wie wählen eigentlich Heimbewohnerinenn und -bewohner?
In so einer Demokratie, genauer: parlamentarischen Demokratie muss man sich wirklich Gedanken machen, die einem anderswo vom Herrscher und einer oligarchisch veranlagten Kleingruppe abgenommen werden. Die Demografen sagen uns für die kommenden Jahre eine noch stärkere Vergreisung der Bevölkerung voraus, wobei diese älteren Damen und Herren natürlich kaum noch etwas mit dem Begriff "Greis" gemein haben. Da wird gejoggt, geurlaubt und das Leben genossen, weil man sich jetzt endlich das vergönnen kann, was man Zeit seines Arbeitslebens entbehren musste. Irgendwann aber ist es dann doch Zeit, an die Begrenztheit irdischen Lebens zu denken. Es plagen einen die mehr oder weniger behandlungsbedürftigen Zipperlein immer häufiger, so dass man mit einem neuen, pflegenahen Wohnsitz liebäugelt. Seine demokratisch verbürgten Rechte, vor allem die Rechte auf freie, geheime und unabhängige Wahlen kann und soll man auch weiterhin wahrnehmen, so lange dies noch möglich ist. Faktum: Der Wähler geht zur Wahlurne! selbst und eigenständig aufsuchen. Auf diese Weise wollte der Gesetzgeber sicherstellen und sichergestellt wissen, dass die drei Grundsätze "frei, geheim und unabhängig" durch weiteres Publikum sichergestellt werden. Im Kreise anderer Wählerinnen und Wähler würde es nämlich ganz naiv ausgedrückt - schon auffallen, wenn hier jemand "zwangweise" gezwungen würde, mit einer weiteren Person in eine Wahlkabine zu gehen. Wie ist das aber nun zukünftig zu händeln, wenn die Mehrzahl der Wählerinnen und Wähler in Seniorenwohn-, Pflegeheimen untergebracht ist? Der Gesetzgeber hat dies nicht explizit geregelt, woran man erkennen kann, dass es zwar schon immer Demografen und Demoskopen gab, von Staats wegen dieses Thema aber zumindest in der Bundesrepublik Deutschland "der Natur überlassen" wurde. Wählen im Heim - Chancen und Risiken Als Heimbewohnerin/ -bewohner haben Sie regelmässig alle Freiheiten der Welt. Sie können sicher sein, dass Ihnen in der Bundesrepublik Deutschland - zumindest jetzt noch - jeder Wunsch von den Lippen abgelesen wird.

Grosse Herausforderungen für die Zukunft des Staatswesens.
Heimbewohnerinnen und -bewohner verständlicherweise gerade an den Wahltagen nicht mit so viel fremden Leuten in den Wahllokalen konfrontiert werden wollen, und deshalb die Möglichkeit der Briefwahl vorziehen? Ausnahmefall "Briefwahl"? Die Möglichkeit der Briefwahl ist gesetzmässig garantiert, es ist also kein Problem, diese nach Bedarf wahrzunehmen, wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen. Dennoch scheint diese Möglichkeit nicht von vorneherein dazu geschaffen worden zu sein, eine Vielzahl von Wählerinnen und Wählern derselben Wohnsitzadresse zur Wahl zu bringen. Ökonisch und effizient ist es allemal, hier die Briefwahlunterlagen direkt in die Heime zu schicken, wo die älteren Personen auf deren Zimmern wählen können. Dies ist sicherlich sehr bequem und komfortabel, doch so viel Komfort hat der Gesetzgeber ursprünglich (s.o.) gar nicht vorgesehen, weil es diesem um die ebenfalls bereits angesprochenen drei Eckpunkte gehen musste. Schliesslich hatte Deutschland schon einmal ein weniger demokratisches Gefüge, und infolge dessen waren Millionen unschuldiger Menschen ermordet worden. Man könnte es also kurz so be-

Faktum ist, dass die Wählerin/ Wie ist dies aber bei der Wahrder Wähler zum Zwecke der je- nehmung von Wahlen, bei der weiligen Wahl das Wahllokal Stimmabgabe, wenn viele der

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Verbraucherschutz aktuell

Wie wählen eigentlich Heimbewohnerinenn und -bewohner?
zeichnen: "Demokratie kann cherweise fremdbestimmten und darf nie komfortabel wer- Umgebung abgeben zu können, den/ sein!". kann einem durchaus unwohl werden. Barrierefreiheit nicht gegeben! Wir kennen es ja aus Eslarn, Die Risiken neuester Briefwo seit Jahren kein Wahllokal wahl-Methodik barrierefrei zugänglich ist. Im Man muss es durchaus als Risisog. "Gästehaus" in der Schul- ko bezeichnen, wenn ältere Leustrasse sind etliche Treppenstu- te kein Wahllokal mehr fen zu überwinden, so dass hier aufsuchen wollen oder können, ältere Leute nahezu gezwungen denn nur dort wo eine Vielzahl werden, die Möglichkeit der von Leuten ein "sehr waches AuBriefwahl zu nutzen. ge" auf die Dinge hat, wo die Längst hätte - auch in Eslarn - Stimmabgabe nur durch einen dazu übergegangen werden müs- Sichtschutz gesichert in aller Öfsen, demokratisch verfasste fentlichkeit stattfindet, kann wirkWahlen als "höchstes Gut der liche Demokratie gedeihen. Demokratie" entsprechend zu be- Gerade in unserer Gegend rücksichtigen, und ggf. Wahlloka- scheint es sich aber noch nicht le so anzulegen, dass auch herumgesprochen zu haben, ältere Leute mit oder ohne Geh- welch ein wichtiges Gut die behinderungen dieses Wahlrecht selbst-/ eigenständige Stimmabgaselbständig wahrnehmen können. be anlässlich von Wahlen ist. Dem steht die derzeit gebotene Es würde keinen besonderen Möglichkeit gegebenüber, dass Aufwand erfordern, wenn man die Briefwahlunterlagen ins auch in Wohn-, Pflegeheimen Haus kommen, und diesen Perso- kleine, entsprechend den "grössenen nahezu jemand helfen ren Vorbildern" angelegte Wahlmuss, diese Unterlagen korrekt lokale einrichten würde. Es auszufüllen. Wir wollen nicht würde auch keine nicht bereits von "Missbrauch" sprechen, eingeplanten Zusatzkosten veruraber im Licht der Demokratie sachen, wenn man gehbehinderkann einem schon etwas te Seniorinnen und Senioren "schwummrig" werden, wenn mit einem unabhängigen Shuttleman hört, dass so etwas bei älte- Bus zu einem Wahllokal brinren Leuten nahezu zur Praxis ge- gen, und diesen deren Stimme worden sein soll. In in einer barrierefrei gestalteten Verbindung mit der Möglich- Umgebung selbst abgeben liesse. keit von Heimbewohnerinnen und -bewohnern deren Stimme Letztlich würde es aber verhinebenfalls ausserhalb eines offizi- dern, dass auch nur im Entfernellen Wahllokals, in einer mögli- testen der Verdacht aufkommen

Grosse Herausforderungen für die Zukunft des Staatswesens.
könnte, dass hier irgendjemand auf die Vielzahl der SeniorInnen-Wählerstimmen in vielleicht nicht ganz adäquater Weise Einfluss nehmen könnte. Schliesslich sind ältere Personen, vor allem HeimbewohnerInnen, aber auch betreute Personen auf eine bestimmte Umgebung, auf einen bestimmten, für diese sorgenden Personenkreis fixiert, dass diese vielleicht sogar glauben könnten, sie müssten deren Wahlrecht zugunsten von irgend jemanden in eine bestimmte Richtung ausüben/ gestalten. Sicherer wäre besser! Man sieht, dass es durchaus Sinn machen könnte, sich zukünftig etwas besser für künftige Wahlen vorzubereiten. Man will ja wohl kaum besorgen, dass Heimleitungen aber auch Pflegekräfte irgendwann einmal in sehr unangenehme Situationen gelangen, nämlich dann, wenn diese hilfsbereit wie immer älteren Menschen beim Ausfüllen von Briefwahlunterlagen helfen, plötzlich aber verdächtigt werden könnten, für eine möglicherweise dem eigenen Pflegedienst/ Heimbetreiber nahe Partei "Stimmen gesammelt" zu haben. [mwz]

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Aus den Eslarner Gemeinderatssitzungen

Mitschrift des öffentlichen Teils der Sitzung vom 01. März 2011
Wieder ein Sitzungstermin, und diesmal wieder einmal eine Menge von Zuhörerinnen und Zuhörern. Wie Sie gegen Ende des öffentlichen Teils der Sitzung herausstellte, waren viele der Zuhörerinnen und Zuhörer nur deshalb gekommen, weil es auch um die Angelegenheit "Steinboden", also eine, über zwanzig Jahre zurückliegende Zahlungsverpflichtung für Grundstückseigentümer im Wohngebiet "Steinboden" ging. Um es an dieser Stelle gleich vorwegzunehmen: Aus Gründen des Datenschutzes, wurde nur ganz allgemein auf diese Sache eingegangen. Der Erste Bürgermeister betonte, dass eine Frau Dr. Thimet kontaktiert wurde, un dass sich der "Verband Wohneigentum" (früher: Siedlerbund) über eine Anwaltskanzlei für die Betroffenen einsetzen wird. 1. Bauanträge Erwähnen wir hier - entgegen der Reihenfolge der Tagesordnung - gleich einmal alle als "einfach" zu bezeichnenden Bauanträge. Sowohl dem Antrag auf Errichtung von Carports auf FlStNr. 1334, wie auch dem Antrag auf Errichtung eines Lagerschuppens auf FlStNr. 1728/4 wurde einstimmig zugestimmt. ein Antragsteller auf dem Grundstück, FlStNr. 1167/1 die Errichtung eines Nebengebäudes genehmigt erhalten wollte. Dieser hatte nach Aussage des Ersten Bürgermeisters die Antragsunterlagen erst eine Stunde vor Beginn der Marktratssitzung eingereicht. Sichtlich zu kurz, um sich der Notwendigkeit entsprechend damit befassen zu können. Da der Antragsteller aber bereits auf einen weiteren, die kommenden Tage einzureichenden Antrag auf Nutzungsänderung eines Gebäudes in Aussiht gestellt hatte, wurde einstimmig beschlossen, in der nächsten Marktratssitzung beide Anträge gemeinsam zu behandeln. Ein weiterer Antrag betraf die Errichtung einer Biogas-Anlage mit Blockheizkraftwerk und Fahrsilos auf dem Grundstück, FlStNr. 410, Gemarkung Pfrentsch, Thomasgschiess. mehrere Seiten Stellungnahmen von seiten zu beteiligender staatlichen Stellen und Behörden eingegangen sind. Aus der Eslarner Bürgerschaft hingegen, welche vom 27.12. bis 14.01.11 Gelegenheit zur Äusserung und zu Einwänden hatte, sind keinerlei Reaktionen erfolgt. "Die Hälfte der Behörden hatte keine Einwendungen", so Würfl, aber die Bauabteilung im Landratsamt. Dieser reichte der Umfang der eingereichten Unterlagen nicht aus. Es wurde unter anderem auch bemängelt, dass keine genügende verkehrsmässige Anbindung vorhanden sei, über das Gebiet eine Starkstromfreileitung verläuft, so dass das Projekt besser im Gewerbegebiet aufgehoben wäre. Die Naturschutzbehörde äusserte einen Altlastenverdacht und bemängelte die fehlende Umweltprüfung. Der Kreisbaumeister sah die Ziele der Landesentwicklungsplanung nicht berücksichtigt. Der Regionale Planungsverband bemängelte schliesslich, dass dieses Areal nicht genügend an ein Siedlungsgebiet angeschlossen sei. Aus den Nachbargemeinden kam hingegen keinerlei Widerspruch, die Marktgemeinde Waidhaus wies nur auf die möglicherweise erhöhte Verkehrsbelastung im OT Pfrentsch hin. Nach einem Erörterungstermin beim Landratsamt wurde klar, dass die Anlage keinesfalls

Da hierzu auf der nächsten Tagesordnungspunkt, nämlich die "Bauleitplanung" in Fom der Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes zur Errichtung eines Biogas-Anlage auf den Grundstück, FlStNr. 442 zählte, wurde auf Anregung von Marktrat Kleber (CSU) übereingekommen, diese beiden Punkt Etwas schwieriger gestaltete zusammenzufassen. sich der Antrag, mit welchem VAR Würfl betonte, dass hier

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Aus den Eslarner Gemeinderatssitzungen

Mitschrift des öffentlichen Teils der Sitzung vom 01. März 2011
innerhalb der beabsichtigten Zeitspanne realisiert werden kann. Die Verwaltung schlug hier vor, dieses Verfahren einstweilen ruhgen zu lassen, bis der (geänderte) Bauplan genehmigt worden ist. Dieser Beschlussvorschlag der Verwaltung wurde einstimmig angenommen. Bei dem in der heutigen Sitzung ebenfalls zu genehmigenden Bauantrag ging es um eine - wie man anhand der Beamerprojektion einer Flurstückskarte sehen konnte näher an die Wohnsiedlung gerückte Bauplanung. Der Erste Bürgermeister sah hierin einen erfolgversprechenden Versuch, das Projekt auf der Grundlage der Ergebnisse des Erörterungstermins beim Landratsamt dennoch realisiert zu bekommen. Dem Bauantrag wurde auf der Grundlage der Erörterungen beim Landratsamt, sowie einem zu stellenden Antrag nach dem BundesImSchG mit einem Verhältnis von 12 Ja- und 4 Nein-Stimmen zugestimmt. "Betreutes Wohnen" und (k) ein Ende? Endlich ging es wieder einmal um das Projekt "Betreutes Wohnen". Wir haben hier jetzt einen neuen "Bauherrn", die Zimmerei Georg Schmid, aus Hohenirlach bei 92521 Schwarztenfeld. Betreiber wird Herr Stefan Hammerl, und eine der Mietparteien die Dres. Poschenrieder aus 92648 Vohenstrass sein. Nur schnell gehen soll es hier, denn der hierzu extra angereiste Bauherr möchte innerhalb von fünf bis sechs Arbeitstagen den Rohbau in HolzFertigteilbauweise hochziehen. Die Pläne hierzu können ohne Lizenzprobleme von erstplanenden Archtekturbüro Meissner aus Waldthurn übernommen werden, und die bereits vor Jahren ausgesprochene Baugenehmigung ist auch noch ein Jahr gültig. Der Bauherr präsentierte seine Referenzen im Holz-Fertigbau, welche von Großhallen bei der Firma WITRON in Parkstein, über die Häuser 23, 24 und 25 für den Bezirk Oberpfalz, Bauten beim Klinikum Landshut, bis zur Schule in Kallmünz (bei Regensburg) reichen. Architekt Nogros aus Regensburg präsentierte dies ansprechend mit Bildmaterial der genannten Referenzbauten, und erklärte dann anhand von Bauzeichnungen, wie das "Ärztehaus mit Betreutem Wohnen" auf dem sog. "Justl-Grundstück", Kirchenstrasse 1 demnächst aussehen würde. Mit einer Firsthöhe von 12,40 m und in zweigeschossiger Bauweise, soll das Objekt bis auf ein angebautes Treppengebäude mit Aufzug vollkommen in Holzbauweise mit Fertigteilen erstellt werden. Die Fassade wird durch entsprechendes Verputzen letztlich sowohl optisch ins Ensemble am Marktplatz passen, wie auch der Energieeinsparverordnung (EEV) entsprechend, analog einem WDVS (Wärmedämmverbund-System) ausgeführt. Dabei soll natürlich auch dem Wunsch des Planerstellers, dem Architekturbüro Meissner auf beraterische Tätigkeit entgegen gekommen werden. Soweit eine Förderung über einen sog. "KfW-Kredit" möglich ist, kann eine noch höhere Wärmedämmung erreicht werden. Bei den Ausbaugewerken will der Bauherr gerne ortsansässige Unternehmen und Handwerker gewinnen. Das Investitionsvolumen wird 1,1 Millionen Euro (incl. Grundstücksankauf) betragen. Marktrat Gollwitzer (FWG) wollte wissen, ob die Baugenehmigung, welche ja bereits für ein ursprünglich durch die Marktgemeinde selbst zu schaffendes Objekt vorliegt, auch für ein Gebäude in Holz-bauweise weitergelte. Dies konnte bejaht werden. Marktrat Forster (FWG) bedankte sich für die "super Präsentation", deren Grundlage schliesslich aus dem gemeindeeigenen Entwurf stamme, wies aber darauf hin, dass zunächst einmal die Grundstücksfrage zu klären sei. In ähnliche Richtung ging auch eine Bemerkung von Marktrat Baumann (CSU), der bemerkte, dass man den Dres.

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Poschenrieder bereits vor geraumer Zeit das Grundstück "Kirchenstrasse 1" auf Erbpachtbasis angeboten hatte. Der Erste Bürgermeister Gäbl wies darauf hin, dass man dazu im nichtöffentlichen Teil noch diskutieren kann. Jedenfalls wurde noch erwähnt, dass der als möglicher Mietinteressent angefragte Eslarner Apotheker kein Interesse bekundete. Hoffen wir nur nicht, das bald schon in Eslarn wieder das Spielchen los geht, und man versucht hier zwecks Mietkostendeckung eine weitere Apo theke einzurichten. Baumann (CSU) erwähnte weiterhin, dass sich die Bürgerinnen und Bürger bei einem zurückliegenden Bürgerentscheid gegen ein entsprechendes Projekt an diesem Platz ausgesprochen haben. Gäbl (SPD) entgegnete, dass dieses Bürgerbegehren und die Ablehnung des Projekts auf dem "Justl-Grundstück" mit der zur damaligen Zeit für die Marktgemeinde Eslarn zu hohen Verschuldung zusammenhing. Aktuell aber würde der Bauherr das gesamte Risiko tragen, wobei auch zu berücksichtigen sei, dass der Bauplan "damals teures Geld gekostet" habe und in einem Jahr nicht mehr gelten würde. kleine Eslarn treffenden "Globalisierung" eher in den Sternen Seit dem sog. "Eröffnungs- stehen. beschluss" welche letztes Jahr in der November-Sitzung ge- Glück mit dem Sonderprofasst wurde, hatte man nichts gramm der LAG "Bayernmehr von der Städtebauför- Böhmen". derung gehört. Heute ging es wieder einmal Mit der Teilnahme an Sonderum dieses, sog. "integrierte programm der Initiative "LAG StädtebauEntwicklungsKonzept," Brückenland 'Bayern-Böhmen'" kurz "iSEK". Richtig, genau hat Eslarn - so Gäbl - einen diejenige Sache, die in der Glücksgriff getan. Das hier nahen Marktgemeinde Waid- einzig geeignete Projekt, nämlich die Sanierung des örtlichen haus schon läuft. Förderungen aus dieser Rich- Kommunbrauhauses, und der tung kann die Marktgemeinde Ankauf des "alten RaiffeisenEslarn - so Gäbl - gem. Mittei- lagerhauses" für ein "Museum", lung des zuständigen Referats soll jetzt vorangetrieben werbei der Bezirksregierung, bis den. Auch von seiten der Bezirksregierung wurde Unter2013/ 14 vergessen. stützung zugesagt, so Gäbl. Weniger diplomatisch gespro- Der Einsatz von Städtebauförwird für diese chen, ist die Marktgemeinde dermittel Eslarn einfach "zu spät" dran Massnahme für gerechtfertigt gewesen, so dass es aktuell gehalten. nicht nur aufgrund der Kürzung Im Weiteren geht es in Eslarn entsprechender Fördermittel zukünftig um eine sog. "städtebauliche Rahmenplanung" kein Geld gibt. Eslarn hätte hier übrigens seit gem. § 34 BauGB. 1994 Zeit gehabt, als die Hier soll das Gebiet vom "Justldamals u.a. mit der Sanierung Grundstück" über die "Kirchenund Neugestaltung der "Ludwig- strasse", bis zum "Tillyplatz" Müller-Strasse" begonnene überplant werden, bevor mit Städtebausanierung plötzlich im allen Beteiligten zur Ausfertigung einer sog. "GestaltungsSande verlaufen ist. angegangen wird. Ob es wirklich - wie der Erste satzung" Ersten Bürgermeister Bürgermeister mit Bezugnahme Dem auf Mitteilungen der Bezirksre- scheint vor allem an einer Neugierung sagte - 2013/ 14 wieder gestaltung des Bereichs "HeuGeld geben wird, dürfte ange- bachgasse" gelegen. wirde einstimmig der sichts der aktuellen politischen Es gefasst, auf Weltlage, sowie der auch das Beschluss 4. Städtebauförderung

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Grundlage der Grobplanungen des Architekturbüros Schönberger vom Oktober 2010 weiter zu verfahren, und das Neuordnungskonzept für den Bereich "Kirchenstrasse - Tillyplatz" vorzubereiten. 5. LAG Brückenland "Bayern - Böhmen" Hier wurde dem Abschluss einer Zweckvereinbarung einstimmig zugestimmt. Die ums urban management systems aus Leipzig wird voraussichtlich 10 Monate die Leerstände im Ort erfassen und sich mit Hochschulabsolventen verschiedener Fachbereiche (Soziologie, Geografie, Geologie etc.) professionelle Gedanken für eine Neuordnung Eslarns, eine Revitalisierung des Ortskerns machen. Auf einer Flurstückskarte des bereits benannten Bereichs zeigte der Erste Bürgermeister den für ein Neuordnungskonzept vorgesehenen Bereich. 6. Volksschule Eslarn Umbenennung oder nicht? In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um eine Anfrage der Leitung der Volksschule Eslarn. Da die Bezirksregierung gerne eine einheitliche Benennung aller Grund- und Hauptschulen mit eben diesen Begriffen sicherstellen will, sollte der Marktgemeinderat darüber bestimmen, ob die Schule wie künftig "Volksschule Eslarn (Grundschule)" oder nicht vielleicht doch "Grundschule Eslarn" heissen soll. Nach kurzer Diskussion ob es sich bei dieser Anfrage möglicherweise nur um eine Information handeln könnte, kam man überein dass grds. der sog. "Schulaufwandsträger", also die Damen und Herren im Marktgemeinderat die Namens-gebung vornehmen können. Man entschied sich einstimmig dafür, die Bezeichnung "Volksschule Eslarn (Grundschule)". 7. Betriebskostenabrechnung 2009/ 2010 für den Kath. Kindergarten Es waren Einnahmen von 191.108,47 Euro, und Ausgaben in Höhe von 226.195,38 Euro zu verzeichnen, womit ein Verlust von 35.086,91 Euro gegeben ist. Hiervon hat die Marktgemeinde Eslarn 80%, die Kath. Kirchenstiftung 20% zu tragen. Dies wurde einstimmig so beschlossen. Der Erste Bürgermeister erwähnte noch, dass man sich gemeinsam auf einen komfortablen Betreuungsschlüssel geeinigt hatte, welcher nun einmal höhere Personalkosten verursacht. 8. Verbesserungsbeitragssatzung für die Wasserversorgung Hier kam der Marktkämmerer, Herr Roland Helm zum Einsatz, welcher einen Satzungsentwurf präsentierte und umfassend erklärte. Er empfahl, diese Satzung zunächst einmal ohne festen Beitragssatz zu beschliessen, weil erst im Sommer 2011 alle entsprechenden Verbesserungsmassnahmen abgeschlossen sind. Ausserdem empfahl er diesmal - im Gegensatz zur Verfahrensweise im Jahr 2007 - eine Vorauszahlung als erste Rate auf den Verbesserungsbeitrag zu beschliessen. Letztlich geht es hier wieder ums "Zahlen", denn irgendwie muss die hervorragende Wasserversorgung in der Marktgemeinde Eslarn trotz schwindender Einwohnerzahlen finanziert werden. Etwas kritisch darf man aber anmerken, dass man diese Ausgaben, deren Umlagehöhe der Marktgemeinderat bereits auf 1,1 Millionen Euro begrenzt hatte, auch anderweitig hätte "verdienen" können. Wir wissen, es ist immer wieder dasselbe Vorbringen, aber so ein alle fünf Jahre stattfindendes Heimatfest kann auch als effiziente, den Besucherinnen und Besuchern dennoch besten Spass vermittelnde Einkommensquelle Verwendung

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finden. Wenn man hierzu noch "Seefeste" und so manch anderes Fest nimmt, hätte man dieses Geld zeitgleich mit den entsprechenden Ausgaben auch in Eslarn für Eslarn verdienen können. Eine weitere Einkommensquelle, von der in Eslarn zumindest niemand etwas wissen will, ist der Zoigl, oder auch das markenrechtlich geschützte "Kommunbier®". So lange aber Eslarns Bürgerinnen und Bürger mehrheitlich der Meinung sind, dass diese diese Geldmittel zusätzlich erarbeiten, anstatt in Eslarn selbst mit den Werten der Marktgemeinde Eslarn zu verdienen, muss, kann, ja soll es eben so sein. Es sind also konkret 1,1 Millionen Euro an Ausgaben auf ca. 1200 Grundstücke umzulegen. Gem. KAG, dem sog. "Kommunalabgabengesetz" hat jede Gemeinde die Möglichkeit, eine solche Umlegung vorzunehmen. Es ist - wie man auch nachlesen kann - eine "kann"Vorschrift. "Müssen" täte man nicht, wenn man eben anderweitig aus der Marktgemeinde Eslarn Geldmittel für alle Bürgerinnen und Bürger erwirtschaften könnte. In einer Beispielrechnung zeigte der Marktkämmerer, dass bei einer Gewichtung nach Geschoßund Grundstücksflächen im Verhältnis von 75% zu 25%, der Eigentümer eines Grundstücks mit 900 Quadratmeter Grundstücks-, und 300 Quadratmeter Geschoßfläche um die 655.-- Euro zu zahlen hat. In Eslarn sind derzeit 1.500.000 Quadratmeter Grundstücksfläche, sowie 550.000 Quadratmeter Geschoßfläche vorhanden. Hier sind auf die Grundstücksfläche 275.000.-Euro, und die Geschoßfläche 825.000.-- Euro umzulegen, was 0,18 Euro/ Quadratmeter Grundstücksfläche, 1,50 Euro/ Quadratmeter Geschoßfläche ergibt. Bevor aber den Bürgerinnen und Bürgern wieder Bescheide ins Haus flattern, soll - so Gäbl - eine Informationsveranstaltung stattfinden. Man habe - so Gäbl - aus der Sache mit der "Steinboden-Angelegenheit" gelernt. Der Satzungsentwurf wurde mit zwei Gegenstimmen genehmigt. Darunter auch Marktrat Baumann (CSU) welcher kritisierte, dass in dem erst neulich versandten Gebührenbescheid, die Wasserver- und Abwasserentsorgung betreffend, keine Klarheit bzgl. der Berechnungsgrundlage zu erkennen ist. Es ist nicht deutlich genau der Preis pro Kubikmeter Wasser, wie auch die zusätzlich eingeführte Abwassergebühr zu erkennen. Bürgermeister Gäbl verwies auf die AKDB, der die meisten Gemeinden angehören, und bei der es wohl keine Möglichkeit gegeben habe, diese "Eslarner Neuigkeit" entsprechend zu vermerken. 9. Bekanntgaben ---10. Mitteilungen und Anfragen Der Erste Bürgermeister wies darauf hin, dass die Problematik an der Bushaltestelle beim "alten Bahnhof" nunmehr aufgrund vielfacher Beschwerden auch des ÖPNV-Betreibers "RBO" durch Einrichtung eines beidseitigen, absoluten Halteverbotes angegangen wserde. Dazu sei mit dem Landratsamt und der Polizeidirektion Vohenstrauss übereingekommen worden. Einladung ergeht an Interessierte zur Vorstellung eines neuen Unimog durch die Firma "Beutlhauser-Bassewitz" am 10.03., um 09.30 Uhr im Bauhof. Der "Musikverein Waidhaus" lädt vom 19.05. - 22.05.2011 zu seinem 25jährigen Jubiläum mit Bundesbezirksmusikfest. In der "Steinboden"-Angelegenheit wird übrigens - so Gäbl derzeit geprüft, ob eine Stundung, bzw. Ausset-zung des Verfahrens möglich ist. Eine zinsfrei Stundung wird

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aber wohl nicht möglich sein, so die Kommunalaufsicht beim Landratsamt. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger werden aber noch diese, jedenfalls aber im Laufe der nächsten Woche das Ergebnis der Prüfung schriflich mitgeteilt erhalten. Gäbl verwies ausdrücklich darauf, dass derzeit noch eine sog. "Mahnsperre" gelte, also niemand von den Betroffenen einen Mahnbescheid fürchten müsse. Abschliessend gab es noch kurz eine Übersicht zum Thema: Es wurden insgesamt 60 Bescheide versandt. Bislang sind 52 Widersprüche eingegangen, wovon 50 begründet sind. Bislang haben 18 Betroffene bezahlt, und fünf Betroffene die Aussetzung des Vollzugs beantragt. Diese Übersicht zeigt, dass sich vor allem auch der Erste Bürgermeister auch um scheinbar "kleine Belange" kümmert. Marktrat Forster (FWG) wollte zum Abschluss des öffentlichen Teils wissen, was nun hinsichtlich der Ortsumgehung von seiten der Landtagsabge-ordneten Annette Karl (SPD) unternommen worden sei. Wie die Regionalpresse berichtete, ist die "Ortsumgehung Eslarn" für welche bereits umfangreiche Vorüberlegungen geleistet wurden, nicht mehr im neuen Staatsstrassenausbauplan gelistet ist, wähhrend die Ortsumgehung für Pfrentsch immer noch mit Dringlichkeitsstufe "2" vermerkt ist. Gäbl konnte hierzu keine neuen Mitteilungen machen, regte aber an, sich noch einmal mit dem Regionalen Planungsverband in Verbindung zu setzen. 

IMPRESSUM/ IMPRINT • "Die Erste Eslarner Zeitung" und • "Aus den Eslarner Gemeinderatssitzungen" sind Produkte von OIKOS™ - MedialeDiensteOberpfalz, einem Firmenbereich von Theresia M. Zach, D-92693 Eslarn. Herausgeberin: Theresia M. Zach, Ludwig-Müller-Str. 2, D92693 Eslarn. email: office@zach.eu.org V.i.S.d.P.: Michael W. Zach, Ludwig-Müller-Str. 2, D-92693 Eslarn, email: office@zach.eu.org.

TIPP In den nächsten Tagen berichtet wie immer auch die Regionalzeitung "Der neue Tag", Ausgabe "Vohenstrauss" über den öffentlichen Teil der Eslarner Gemeinderatssitzung. Lesen Sie dort, was wir hier möglicherweise vergessen haben. Die Regionalzeitung finden Sie auch, unter: www.oberpfalznetz.de

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