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- 10GBase-T: Das 10-Gigabit-Netzwerk über Kupferkabel - Zukunftssichere Netzwerkverkabelung für 10-Gbit-Ethernet - Grundlagen: Netzwerk-Verkabelung

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10GBase-T: Das 10-Gigabit-Netzwerk über Kupferkabel
› Was noch vor fünf Jahren als unmöglich galt, ist inzwischen marktreif: Mit normalen Kupferkabeln kann man mit 10GBaste-T ein Netzwerk mit einer Datenrate von 10 Gbit/s aufbauen. Wir erläutern den neuen Ethernet- Standard IEEE802.3an und seine technischen Herausforderungen.
VON Dr. Axel Sikora (07.05.2007) Das Ethernet wird immer schneller. Seit 1999 sind Datenraten von 1 Gbit/s über Twisted-Pair-Kabel möglich, und seit 2002 werden Datenraten von 10 Gbit/s über verschiedene Glasfaserkabel unterstützt. Seit Sommer 2006 ist mit dem Standard IEEE802.3an die Übertragung von 10 Gbit/s auch über Twisted-Pair-Kupferkabel möglich. Mit diesen Aktivitäten verlässt Ethernet zunehmend den Anwendungsbereich der lokalen Netze und dringt immer mehr in den Bereich der Backbones sowie der Metropolitan- und Wide-Area-Networks (MAN & WAN) vor. Dieser Beitrag beschreibt die technischen Schritte, die notwendig sind, um diese enormen Datenraten über das kostengünstige Twisted-Pair-Kabel zu erreichen. Er erläutert darüber hinaus, welche Aspekte bei der Installation berücksichtigt werden müssen, und stellt erste Produkte vor.

› Die Vorgeschichte
Gigabit-Ethernet über Twisted-Pair-Kabel ist bereits seit mehreren Jahren zu einer Standardanwendung geworden. Praktisch jeder neue PC ist mit einem Ethernet-Interface ausgestattet, das wahlweise 10, 100 oder 1000 Mbit/s unterstützt. Die Schritte von 100 Mbit/s auf 1 Gbit/s, die in IEEE802.3ae beschrieben sind, setzen bereits eine Reihe aufwändiger technologischer Maßnahmen voraus. Ein wesentlicher Designpunkt beim Übergang zu 1 Gbit/s war die Unterstützung der herkömmlichen Netzwerktopologien. Diese basiert auf einer Lauflänge von 100 m, die sich aus 90 m Kabel im Kabelkanal sowie zwei Patchkabeln von jeweils 5 m Länge zusammensetzt. An jedem Patchkabel befindet sich ein Steckverbinder, so dass insgesamt vier Steckverbindungen den Signalweg beeinflussen. Bereits bei Gigabit-Ethernet hat sich gezeigt, dass trotz der hohen Verbreitung der schnellen Schnittstellen im Bereich der Endrechner die Netzwerkinfrastruktur in den Unternehmen nicht sofort mitzieht. Die Gigabit-Datenraten setzen eine sauber verlegte Cat-5-Kabelinstallation voraus. Meist nutzt man auch Cat-6-Kabel, um bei den Patchfeldern und den Netzwerkdosen ein wenig mehr Toleranz zu haben. Doch trotz der Gigabit-Schnittstellen in den PCs und einer entsprechenden Verkabelung arbeiten Workgroup-Switches weiterhin oft mit 100 Base-T Interfaces. Gigabit-Ports sind meist nur für die Backboneund Server-Anbindung vorgesehen. Dadurch glauben Administratoren, eine natürliche Ressourcenverteilung gleichmäßig über alle User zu erreichen und die Server vor Überlast durch einzelne Poweruser zu schützen.

› 1000Base-TX: 1 Gbit/s über Kupfer
Die folgende Aufstellung fasst die wichtigsten Änderungen gegenüber Ethernet mit 100 Mbit/s zusammen. Mehr Details zu Ethernet mit 1 Gbit/s lesen Sie in unserem Beitrag Ethernet im Überblick (http://www.tecchannel.de/link.cfm?type=article&pk=401674) : › Die parallele Übertragung über alle vier Adernpaare hilft, die Datenrate pro Adernpaar zu reduzieren. Damit kann das so genannte Cable Sharing nicht mehr genutzt werden. Hierunter versteht man den parallelen Betrieb von zwei Kommunikationsstrecken über ein Kabel. › Zur weiteren Verringerung des Frequenzbedarfs auf dem Twisted-Pair-Kabel wird eine fünfwertige Modulation (Pulse Amplitude Modulation – PAM5x5) verwendet, bei der mehrere Bits zu einem Symbol zusammengefasst werden können. › Um die erhöhte Bitfehlerrate auszugleichen, die sich durch das verringerte Signal-Rausch-Verhältnis © TecChannel

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(Signal-To-Noise-Ratio, SNR) ergibt, wird eine zusätzliche Faltungscodierung zur Forward Error Correction (FEC) vorgesehen, die auf der Empfängerseite mit Hilfe des Viterbi-Algorithmus decodiert wird. › Die bidirektionale Vollduplex-Kommunikation erlaubt die zeitgleiche Kommunikation in beide Übertragungsrichtungen. Dies setzt allerdings eine recht aufwändige Signalverarbeitung voraus, weil in einem Transceiver ein Empfänger die Signale des eigenen Senders vom empfangenen Signal subtrahieren muss. Hierbei müssen insbesondere auch die Reflexionen (Echos) berücksichtigt werden, deren Laufzeiten a priori nicht bekannt sind. Die Vollduplex-Kommunikation erscheint aber nur im Bereich symmetrischen Verkehrsaufkommens (z. B. im Backbone oder bei der Server-Kopplung) sinnvoll. Solange nur Client-Server-Anwendungen zum Tragen kommen, ist die Verkehrscharakteristik im Wesentlichen halbduplex.

› Bestehende 10GBase-Standards
Seit 2002 wird im IEEE802.3ae auch die Übertragung mit Datenraten von 10 Gbit/s über Glasfaserkabel unterstützt. Hierfür stehen verschiedene Reichweiten und Codierungsarten zur Verfügung, um möglichst flexibel auf die bestehenden Infrastrukturen reagieren zu können. Die Reichweiten decken Bereiche von 65 m bis zu 40 km ab. Die Codierungsarten erlauben sowohl 10,3 Gbit/s als auch 9,953 Gbit/s. Letzteres vor allem, um die bestehenden SDH-Weitverkehrsnetze effizient nutzen zu können. Eine Übersicht ist in Tabelle 1 gezeigt.
Optische 10GE - PHY-Standards LAN PHY PHY Modus WAN Interface Sublayer Wellenlänge Medium 10GBase SR Serial nein 10GBase LR Serial Nein 10GBase ER Serial nein 10GBase LX4 WWDM nein WAN PHY 10GBase SW Serial WIS 10GBase LW Serial WIS 10GBase EW Serial WIS

850 nm Multimode

1310 nm Single Mode 64B/66B 10,3Gbps

1550 nm Single Mode 64B/66B 10,3Gbps

1310 nm Multimode 8B/10B 4*3,125 Gbps

850 nm Multimode 64B/66B 9,953 Gbps

1310 nm Single Mode 64B/66B 9,953 Gbps

1550 nm Single Mode 64B/66B 9,953 Gbps

PCS-Kodierung 64B/66B Physische Bitrate Reichweite 10,3Gbps

65m

10 km

40km

300 m

65m

10 km

40 km

Darüber hinaus steht mit dem Standard 10 GBase-CX4 (IEEE802.3ak) seit 2004 auch die Möglichkeit zur Verfügung, diese hohen Datenraten über Kupferkabel zu übertragen. Dabei werden aber spezielle Kabel mit acht Adernpaaren benötigt, die zudem nur für Reichweiten von 15 m spezifiziert sind. Diese Verkabelung bietet sich vor allem innerhalb von Racks oder zwischen zwei benachbarten Racks an.

› 10 GBase-T
Die bis Mitte 2006 bestehenden Lösungen für 10-GBit-Ethernet waren für den flächendeckenden Einsatz noch nicht geeignet. › Das kabelbasierte 10 GBase-CX4 ist nur für den Einsatz in Server-Räumen geeignet. Vor dem Hintergrund der hierdurch bedingt geringen Stückzahlen ist abzusehen, dass die Preise auch mittelfristig nicht fallen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dem Standard 10 GBase-CX4 das

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gleiche Schicksal bevorsteht wie dem langsameren Verwandten 1 GBase-CX4 auf Gigabit-Ebene, der sich nicht durchsetzen konnte. › Bedingt durch den höheren Aufwand sowohl bei den passiven als auch den aktiven Komponenten bleiben auch die Short-Range-Glasfaser-Komponenten in einem Bereich, der für viele Anwendungen nicht attraktiv ist. Glasfaserbasierte 10-Gbit-Module kosten immer noch deutlich über 1000 Euro. Somit bestand eine Lücke bei kostengünstigen High-Speed-Lösungen. Verschiedene Ansätze hatten zunächst eine Abkehr von den üblichen Zehnersprüngen bei der Steigerung der Netzwerkgeschwindigkeit diskutiert. Varianten mit 4 oder 5 Gbit/s waren in der Diskussion. Diese erschienen aber – auch vor dem Hintergrund des möglichen Trunking (logische Bündelung mehrerer Twisted Pair Verbindungen) – als nicht ausreichend attraktiv.

› Sinnvolle Anwendungen
Allerdings sollte die Frage erlaubt sein, wer Datenraten von 10 Gbit /s tatsächlich benötigt. Bereits beim Gigabit-Ethernet stellt man im Bereich der Client-PCs fest, dass die mögliche Geschwindigkeit praktisch nie ausgeschöpft wird. Ein Grund ist die Anbindung der Netzwerkkarten über den PCI-Bus, der die im Prinzip erreichbare Geschwindigkeit auf rund 100 MByte/s limitiert. PCI Express macht zwar Schluss mit diesem Limit, aber derzeit existieren kaum Anwendungen für Client-PCs, die von Datenraten im Bereich von einem GByte pro Sekunde profitieren könnten. Somit kommt als Anwendung von 10GBase eigentlich nur Bündelverkehr in Betracht, etwa zwischen Servern und zwischen High-Speed Switches im Unternehmens-Backbone. Auch der Einsatz bei der Anbindung von Speichermedien erscheint möglich. In allen drei Bereichen sind die Kosten für die Netzwerkverbindung aber meist nicht relevant. Außerdem besteht in vielen Firmen schon oft eine Glasfaserverkabelung – auch wegen der benötigten Reichweiten im Backbone. Somit ist die Bereitstellung von 10GBase-T eher langfristig und strategisch zu sehen. Insbesondere ist es positiv zu werten, dass die Vorgaben für die Verkabelung nunmehr klar definiert sind. So kann man bei Installationen den Migrationspfad offen halten, was bei der typische Lebensdauer einer Netzwerkverkabelung von zehn bis 20 Jahren Luft nach oben schafft.

› Der MAC-Layer
Von zentraler Bedeutung bei der Definition des 10 GBase-T im IEEE-Standard 802.3an ist der Grundsatz, die Rahmen- und Adressformate ebenso wie die Schnittstelle (Service Access Points) nach oben unverändert zu lassen. Dies erlaubt nicht nur die Übernahme der bereits für optische PHYs entwickelten Hardwaredesigns. Es vereinfacht auch den Entwurf von Multi-Speed-Switches mit Interfaces unterschiedlicher Geschwindigkeiten. Allerdings bleibt damit 10 GBase-T auf Grund der erlaubten Rahmenlängen unterhalb seiner Effizienzmöglichkeiten, da für jeden neuen Rahmen ja Interframe Spaces und Präambel erneut berücksichtigt werden müssen. Wie bei bisherigen Ethernet-Standards existiert eine medienunabhängige Schnittstelle zwischen MAC und PHY. Die Leitungsbelegung dieses 10 Gigabit Medium Independent Interface (XGMII – das X steht für das römische Symbol der Zahl zehn) – ist vorgegeben. Das Interface übergibt die Daten parallel über jeweils 32 Bit breite Busse in Transmit- und Receive-Richtung. Unter Einbeziehung der notwendigen Steuer- und Taktsignale ergibt sich eine Schnittstelle mit 74 Leitungen. Eine komplexe externe Schnittstelle wie XGMII verursacht erhebliche Kosten und stellt zudem signifikante Anforderungen an die Synchronisation der parallelen Datenleitungen. Daher definierte die IEEE zusätzlich das so genannte XAUI (10 Gigabit Attachment Unit Interface, sprich: "ssauwie"). Diese vereinfachte Erweiterung der XGMII-Schnittstelle kommt mit nur 16 Leitungen aus.

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10-Gigabit-Ethernet: Aufbau des Protokollstapels der glasfaser- und kupferbasierten 10-Gigabit-Ethernet Standards.

Wie die Abbildung zeigt, muss für 10GBase-T bei bestehenden optischen 10-Gbit-Designs lediglich der PHY-Chip ausgetauscht werden. In diesem hat man die beiden Komponenten Physical Coding Sublayer (PCS) und Physical Medium Attachment (PMA) neu spezifiziert. Sie verbinden das bestehende XGMII mit dem Übertragungsmedium.

› Der PHY-Chip – Die aktiven Komponenten
Das 10-Gigabit-Ethernet nutzt ebenso wie sein 1-Gbit-Vorgänger alle vier Adernpaare, so dass pro Adernpaar eine Datenrate von 2,5 Gbit/s übertragen werden muss. Um diese um den Faktor zehn größere Übertragungsrate ohne extreme Anforderungen an die Verkabelung zu erreichen, ist eine Reihe von Maßnahmen nötig. Der Sendepfad des Transceivers enthält dafür folgende Baugruppen, die die Komplexität von 10GBase-T vor Augen führen. Der Empfangspfad enthält die entsprechend komplementären Elemente.

PHY: Interner Aufbau der Transceiver für 10GBase-T.

Ein Scrambler „verwürfelt“ die einzelnen Bits im Datenstrom. Dies führt im Mittel zu einer besseren Gleichverteilung von Nullen und Einsen und erleichtert hiermit die Synchronisation am Empfänger. Die Möglichkeit einer verbesserten Fehlerkorrektur beim Auftreten von Büschelfehlern wird hier nicht genutzt. Eine LDPC-Block-Codierung hilft bei der Fehlerkorrektur. Low-Density-Parity-Check Codes sind Blockcodes, die viele zusammenhängende Paritätschecks durch Matrizen beschreiben. Sie werden auch bei anderen Übertragungsprotokollen, wie etwa bei DVB, eingesetzt. In diesem Fall werden jeweils 7 Bit lange Symbole erzeugt, von denen jeweils vier codiert und drei uncodiert sind.

› Weitere Komponenten des Sendepfads
Als Modulation kommt eine so genannte 128-DSQ-Modulation zum Einsatz. DSQ steht hierbei für Double Square Quadrature Amplitude Modulation (QAM), wobei hier zwei gegeneinander versetzte 64QAM Konstellationen verwendet werden. Die drei uncodierten Bits bestimmen hierbei das Feld im Signalraum, in

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dem dann die vier codierten Bits die jeweilige Position vorgeben.

Modulation: Anordnung der Codierungspunkte für die DSQ128-Modulation.

Der Vorteil, der sich hieraus ergibt, ist, dass die Felder im Signalraum ausreichend weit voneinander entfernt sind, so dass die Bits zur Auswahl dieser Felder nicht durch LDPC geschützt werden müssen. Lediglich die vier Bits zur Positionsbestimmung müssen geschützt werden. Im nächsten Schritt kommt ein Tomlinson-Harashima-Precoder (THP) zum Einsatz. Dieser ermöglicht eine Vorverzerrung des Signals, um senderseitig die Verzerrungen der Kanalstrecke auszugleichen. Damit die mittlere Sendeleistung nicht zu stark erhöht wird, arbeitet der THP nicht linear. Hierzu wird ein Decision Feedback Equalizer (DFE) auf der Senderseite platziert. Ein DFE wird normalerweise auf der Empfängerseite eingesetzt, um die Überlagerung benachbarter Symbole (Intersymbol Interference – ISI) auszugleichen. Um die Ausgangssignale auf einen vorgegebenen Wertebereich zu beschränken, wird das Ausgangssignal durch eine Modulo-Funktion reduziert. Im letzten Schritt werden die Signale mit einer 16-stufigen Pulsamplitudenmodulation (PAM16) auf das Medium gegeben.

› Training und Adaptivität
Der THP wird ebenso wie die empfängerseitigen Blöcke zur Unterdrückung des Übersprechens (FEXT-, NEXT-, ECHO-Cancellation) durch Trainingssequenzen berechnet. Die Einführung einer expliziten Startup-Sequenz ist als grundsätzliche Neuerung von 10GBase-T hervorzuheben. Dadurch wird Ethernet immer mehr zu einem verbindungsorientierten Protokoll. Die Startup-Sequenz geht deutlich über die einfache Link Pulse hinaus, die bislang im Zusammenhang mit dem Auto Negotiation Protocol (ANP) verwendet wurden. In der neuen Startup-Sequenz tauschen die beiden PHY-Transceiver nicht nur Trainingsdaten aus. Sie senden sich auch die gemessenen Werte zur Optimierung der Verbindung mit Hilfe eines 16 Byte langen Informationsfeldes zu. Dabei geht man davon aus, dass der kabelgebundene Übertragungskanal zeitlich im Wesentlichen unveränderlich ist. Die Trainingssequenzen dienen auch dazu, die benötigte Leistung am Sender einzustellen. Diese kann in acht Schritten à 2 dB in einem Variable Gain Amplifier (VGA) reduziert werden, um Abstrahlungen auf benachbarte Kabel möglichst gering zu halten. Mit den Trainingssequenzen wird ebenfalls die automatische Zuordnung der Adernpaare im Kabel vorgenommen, um die Verwendung von Cross-Over-Kabeln zu vermeiden (Auto-MDI/MDI-X). Allerdings gibt es Bereiche, die man durch die statische Kanaloptimierung nicht beeinflussen kann. Besondere Herausforderungen erzeugt die Störeinstrahlung, etwa von benachbarten Adernpaaren im selben Kabel (Near-end Crosstalk, NEXT). Durch die gestiegenen Frequenzen bei 10GBase-T wird aber auch der Alien Near End Cross Talk (ANEXT) immer entscheidender. Dieser entsteht durch weitere, im Kabelkanal parallel verlaufende Leitungen. Für die Abschirmung gegen ANEXT müssen die Kabelhersteller Vorkehrungen treffen. So können sie die Kabeldurchmesser erhöhen oder eine stärkere Verdrillung verwenden.

› Verkabelung und Grenzfrequenzen
Wie lassen sich nun aber Daten mit einer Rate von 10 Gbit/s über ein Kupferkabel mit einer Grenzfrequenz © TecChannel

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von einigen 100 MHz übertragen? Verteilt man die Daten auf die vier Adernpaare, so ergibt sich pro Adernpaar eine Datenrate von 2,5 Gbit/s. Nutzt man eine Puls-Amplituden-Modulation mit 16 möglichen Amplitudenwerten (PAM-16), bei der aber durch die beschriebene 128 DSQ-Modulation nicht alle Übergänge erlaubt sind, kann man 3 Bits mit einem Symbol übertragen.

Kritisches S/N: Beim PAM 16 sind die einzelnen Pegel nur 0,125 Volt voneinander getrennt. Bezieht man die Kabeldämpfung von bis zu 47 dB mit ein, bleiben davon beim Empfänger noch 0,6 mV übrig. Dies macht die Übertragung anfällig für Störsignale. (Quelle: Systimax)

Daraus resultiert eine Symbolrate von 833 MSymbolen/s (MBaud). Auf Grund der mehrwertigen Übertragung kann man dann von einer Nyquist-Frequenz von etwa 450 MHz ausgehen. Dabei versteht man unter der Nyquist-Frequenz den höchsten im Signal auftretenden Frequenzanteil. Dies bedeutet, dass Kabel der Kategorie 6 (Cat. 6) mit einer Grenzfrequenz von 250 MHz nicht mehr ausreichen.

› Kabelfrage: Cat-6a, Cat-6e oder Cat-7
Als Ausweg bieten sich drei Möglichkeiten an, die alle von jeder Netzwerkkarte unterstützt werden: › Es können Kabel der Kategorie 6 „augmented“ (Cat-6a) verwendet werden. Diese heben die Grenzfrequenz auf 625 MHz an, so dass ein Betrieb über die vollen 100 m möglich ist. Cat-6a-Kabel erreichen durch die Verwendung von Kreuzstegen als Separatoren ein deutlich besseres Übersprechverhalten. Die Stege führen allerdings zu einem vergrößerten Kabeldurchmesser und zu größeren Biegeradien für die Kabel. › Nach statistischen Untersuchungen, auf die sich die Standardisierungsgruppe des IEEE [IEEE Tutorial] stützt, weisen rund 70 Prozent aller Verkabelungen eine Lauflänge von weniger als 55 m auf. Für diese Installationen kann dann auch das etwas kostengünstigere Cat-6e-Kabel verwendet werden, das eine Grenzfrequenz von 500 MHz ermöglicht. › Natürlich sind auch Kabel der Kategorie 7 mit einer Grenzfrequenz von 600 MHz erlaubt. Hier steht aber eine Umrüstung auf nicht-kompatible Steckverbinder ins Haus, was einen großen Einschnitt bedeutet.

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Kabelaufbau: In Cat-6a-Kabeln hält ein zentraler Isolator die Adernpaare auf Abstand und minimiert so das Übersprechen. (Quelle: Systimax)

Auf diese Weise kann die Bitfehlerrate weiterhin unter 10E-12 gehalten werden. Dies bedeutet bei Volllastverkehr, dass ungefähr alle 100 s ein Bitfehler passieren darf, der beim Empfänger zum Verwerfen des entsprechenden Rahmens führt. Bei der Kabelinstallation sind weitere Besonderheiten zu berücksichtigen. › Die Kabel sollten nicht über allzu lange Strecken parallel und eng gebunden verlegt werden. › Bei längeren Strecken sollten geschirmte und, wenn möglich, unterteilte Kabelkanäle eingesetzt werden. › Darüber hinaus erscheint es sinnvoll, spezielle Patch-Panel mit vergrößerten Abständen der Buchsen zu verwenden. Alternativ bieten sich 10GBase-T-Komplettlösungen mit aufeinander abgestimmten Patch-Paneln und Patch-Kabeln an, bei denen der Hersteller die Einhaltung aller Verkabelungsparameter auch bei 100 m Lauflänge garantieren kann.

› Produkte und Ausblick
Nachdem der IEEE802.3an-Standard im Sommer 2006 verabschiedet wurde, kommen nun die ersten Produkte auf den Markt: Erste 10GBase-T-Produkte waren vor allem im Umfeld von Switches zu sehen. Hierbei haben sich vor allem kleinere Hersteller durch eine höhere Entwicklungsgeschwindigkeit hervorgetan, wie etwa Radstone. Die größeren Platzhirsche scheinen noch ein wenig Zeit zu benötigen. Im Bereich der Speicheranbindung hat beispielsweise Network Appliance eine umfassende 10-GigabitEthernet-Unterstützung für ihre Highend- und Midrange FAS-Produkte (Fabric-Attached Storage) angekündigt. Hier macht sich positiv bemerkbar, dass die Storage-Systeme auf Grund ihrer internen High-Speed I/O-Architektur genügend Bandbreite für ein 10-Gbit/sInterface bieten. Aber auch im Bereich der PC-Interface-Karten sind erste Produkte angekündigt. Um die Prozessorbelastung möglichst gering zu halten und vor allem um die Schnittstelle zu den PC-internen Bussen möglichst effizient zu nutzen, weisen diese Karten zusätzliche Hardwareunterstützung für die höheren Layer auf. So integrieren beispielsweise die Interface-Karten von Chelsio Communications (http://www.chelsio.com/) den gesamten TCP/IP-Stack und sogar iSCSI, wobei vor allem eine Hardwarebeschleunigung eingesetzt wird. Bei der Einführung soll der Preis der Netzwerkkarte bei 1200 US-Dollar liegen. (ala)

Literatur
Sikora, A., „Technische Grundlagen der Rechnerkommunikation: Internet-Protokolle und Anwendungen“, Fachbuchverlag Leipzig im Carl Hanser Verlag, 2003. IEEE P802.3an Task Force, www.ieee802.org/3/an/index.html (http://www.ieee802.org/3/an/index.html) IEEE 802 10GBASE-T Tutorial, www.ieee802.org/3/10GBT/public/nov03/10GBASE-T_tutorial.pdf
(http://www.ieee802.org/3/10GBT/public/nov03/10GBASE-T_tutorial.pdf)

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Zukunftssichere Netzwerkverkabelung für 10-Gbit-Ethernet
› Bei 10-Gbit-Ethernet haben der IT-Manager und der Administrator die Wahl zwischen Glasfaser und Kupfer-Twisted-Pair-Lösungen. Durch die Kupfertechnologie ist Ethernet mit 10-Gbit inzwischen eine bezahlbare Alternative - selbst in der Horizontalverkabelung bis hin zum Arbeitsplatz. TecChannel bietet Hilfe bei der Auswahl der zukunftssicheren Netzwerkverkabelung.
VON Andreas Kaufmann UND Uli Geub (31.10.2007) Immer mehr Anwender und Betreiber von Datennetzen sind auf hohe und künftig noch wachsende Bandbreiten im Netzwerk angewiesen. Vorrangig sicherlich in Rechenzentren, Universitäten, Planungs- und Konstruktionsbüros sowie Krankenhäusern. Aber in zunehmendem Maß benötigen auch moderne Bürogebäude immer höhere Bandbreiten hin bis zum Arbeitsplatz. Innovative, multimediale (Streaming-) Anwendungen wie zum Beispiel Videokonferenzsysteme (TelePresence), und eBusiness-Applikationen mit Videokomponenten zeigen sich dabei besonders bandbreitenhungrig.

Horizontal noch in der Minderzahl: 10-Gbit-Ethernet wird vorrangig im Backbone eingesetzt. (Quelle: CommScope/SYSTIMAX Solutions)

Weitere Vorteile einer modernisierten Netzwerkverkabelung können sich durch die Konsolidierung der Infrastruktur etwa mit Power over Ethernet (PoE) ergeben. Auch wird ein modernes Bürogebäude langfristig nicht nur von einem Unternehmen genutzt. Im Laufe des Lebenszykluses einer Verkabelungsinfrastruktur kann ein leistungsfähiges Netzwerk ein Gebäude attraktiver machen und seinen Wert steigern – oder bei einer falschen Planung erhebliche Umbaukosten verursachen.

› Langfristig planen
Als zukunftssicher gilt heute eine Kommunikationsinfrastruktur, wenn sie für eine Zeitdauer von 15 bis 20 Jahren genutzt werden kann. Mit den steigenden Anforderungen an die Netzwerke und Applikationen ergeben sich schon heute zwangsläufig Engpässe beim Datendurchsatz. Diese entstehen insbesondere durch: › Zunahme von 1-Gbit-Trunkverbindungen und andere High-Speed-Verbindungen › Server-Farmen, zentrale Backup- und Datenbank-Server, SAN Storage Area Networks sowie iSCSI-Speichersysteme

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› Verteilte, datenintensive Applikationen, Wetter-Simulation, Grid Computing, Video-Konferenz-Systeme wie etwa TelePresence, qualitativ hochwertige Multimedia-Anwendungen Bei den Applikationen der Zukunft werden Multimedia-, Broadcast- und Telekommunikationsanwendungen eine gewichtige Rolle spielen. Ein extremes Beispiel einer bandbreitenhungrigen Geschäftsidee ist das Video-Downloadportal You Tube (http://www.youtube.com/) . Nach eigenen Angaben hat die Video-Download-Plattform einen durchschnittlichen Traffic von 20 Gbit/s. Dies entspricht 50 Millionen Videos pro Tag. Allein You Tube verursacht damit laut einer Studie vom Juni 2007 rund 20 Prozent des weltweiten HTTP-Verkehrs und 10 Prozent des gesamten Internet-Traffics. You Tube rechnet derzeit mit einer monatlichen Bandbreitensteigerung von mehr als 20 Prozent. Auch wenn sich der Hype um die Videos im Web in nächster Zeit beruhigt: Ein Bedarf von 40 oder 100 Gbit/s an durchschnittlicher Bandbreite allein bei You Tube ist bereits in einem Jahr realistisch. Trotz des mittelfristig sichtbaren Bedarfs ließen die Kosten einen großflächigen Einsatz von 10 GbE bislang nicht zu. Doch mit der 10-Gbit-Ethernet-Technologie über Kupfer-Twisted-Pair sinkt der Preis der nötigen Bauelemente, beispielsweise für die Transceiver der aktiven Netzwerkkomponenten. Wie in der nachstehenden Grafik ersichtlich, fallen die Kosten für die Kupfer-Transceiver im Vergleich zu den optischen LWL-Transceivern zudem erheblich schneller und stärker. Auch sind die Basiskosten für die Verkabelungsinfrastruktur bei Kupfer wesentlich geringer als bei optischen Verbindungen.

Kostengünstiges Kupfer: 10-Gbit-Ethernet über eine Kupferverkabelung ist deutlich günstiger als über Glasfaser. (Quelle: CFI Group)

› Standards für eine zukunftsorientierte Kommunikations-Infrastruktur
Generell stehen einem Entscheidungsträger mehrere Kupfer- und Glasfaserlösungen für die 10-Gbit-Technologie zur Verfügung, die zumeist fertig standardisiert sind. Die Übertragung über Glasfaser wird im Standard IEEE802.3ae definiert (10GBase-F). Nachfolgende Tabelle zeigt die PHYs für optische Medien mit ihren typischen Reichweiten. Derzeit in der Entwicklung befindet sich noch der optische Standard 10GBASE-LRM (802.3aq). Dieser soll es ermöglichen, über ältere, bestehende OM2-Multimode-Glasfaserverkabelungen 10 GbE zu übertragen.
Übersichtstabelle: Optische 10GbE-PHY-Standards LAN PHY PHY Modus WAN Interface 10GBase SR Serial nein 10GBase LR Serial Nein 10GBase ER Serial nein 10GBase LX4 WWDM nein WAN PHY 10GBase SW Serial WIS 10GBase LW Serial WIS 10GBase EW Serial WIS

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Sublayer Wellenlänge Medium 850 nm Multimode 1310 nm Single Mode 64B/66B 10,3Gbps 1550 nm Single Mode 64B/66B 10,3Gbps 1310 nm Multimode 8B/10B 4*3,125 Gbps 850 nm Multimode 64B/66B 9,953 Gbps 1310 nm Single Mode 64B/66B 9,953 Gbps 1550 nm Single Mode 64B/66B 9,953 Gbps

PCS-Kodierung 64B/66B Physische Bitrate Reichweite 10,3Gbps

65m

10 km

40km

300 m

65m

10 km

40 km

Nachdem Glasfaserlösungen hauptsächlich im vertikalen Bereich angewendet werden, richtet sich der Fokus der Kupfer-Twisted-Pair-Lösungen auf den Horizontalbereich. Hier gibt es bereits seit längerem einen fertigen Standard, den 10BASE-CX4. Er eignet sich allerdings aufgrund der geringen maximalen Entfernungen von 15 Metern nur für die Verbindung von Servern in Rechenzentren. Vor allem in IBM-Umgebungen ist er dabei anzutreffen. Mehr zur stetigen Evolution des Ethernet-Standards und zu den technischen Herausforderungen speziell von 10 GbE lesen Sie in unseren Beiträgen 10GBase-T: Das 10-Gigabit-Netzwerk über Kupferkabel (http://www.tecchannel.de/netzwerk/grundlagen/468692/) und mit Schwerpunkt auf die optische Übertragung in 10-Gigabit-Ethernet (http://www.tecchannel.de/netzwerk/grundlagen/401829) .

› Standard-Verwirrung
Ein Problem für Entscheidungsträger ist, dass es für eine 10-Gbit-Verkabelungsinfrastruktur nicht nur einen Standard gibt. Es existieren gleich fünf verschiedene Standards, die im Zusammenhang mit 10 GbE über Twisted Pair Kabel eine Rolle spielen. Diese lauten: › IEEE 10GBASE-T 802.3an nur für aktive Komponenten › TIA TSB-155 nur für Cat.6 Bestandsinstallationen › ISO/IEC TR 24750 nur für Cat.6 Bestandsinstallationen › ANSI/TIA/EIA 568B.2-10 für die neue Cat.6A › ISO/IEC 11801 für die neue Klasse EA

› IEEE 10GBASE-T 802.3an für aktive Komponenten
Bereits im Juli 2006 wurde der IEEE-Standard 802.3an verabschiedet. Er ist die Basis für die aktive Technik der 10-Gbit-Kupfertechnologie und beschreibt die Anforderungen für Switche und Netzwerk-Transceiver. Damit konnten die Hersteller von aktiven Komponenten (Switches, Netzwerkkarten) seit dieser Zeit standardkonforme Produkte produzieren. Erste Hersteller, wie etwa die im Bereich Netzwerk-Transceiver führende US-Firma Solarflare (http://www.solarflare.com/) , haben bereits im November 2006 Netzwerkkarten auf Basis ihrer 10GbE-Transceiver getestet. Auf der Cisco Networkers in Cannes haben im Januar 2007 CommScope/SYSTIMAX Solutions (http://www.systimax.com/) und Solarflare (http://www.solarflare.com/) die weltweit erste erfolgreiche Live-Demonstration von 10 GbE gemäß 10GBASE-T 802.3an durchgeführt. Für die Datenübertragung wurde das CAT-6A-Kupferkabel SYSTIMAX Solutions GigaSPEED X10D-UTP verwendet. Der Testaufbaus simulierte eine so genannte Worst-Case-Umgebung (siehe „6around1“-Anordnung im weiteren Verlauf des Artikels). Die Datenübertragung lief dabei über sieben gebündelte Verkabelungsstrecken auf einer Distanz von 100 Metern, unterbrochen durch vier Steckverbinder.

Wärmeproblematik im Rechenzentrum
Als Problem der ersten 10GbE-Netzwerkkarten hat sich die hohe Wärmeentwicklung bei MSA-Transceivern (X2, XPAK) herausgestellt. Vor allem kompakte Blade-Server geraten damit an ihre Grenzen. Daher denkt © TecChannel

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man derzeit darüber nach, die Leistung der Transceiver von 12 auf 4 Watt zu verringern. Dies hätte aber zur Folge, dass die maximale Verkabelungslänge in Rechenzentren reduziert werden müsste. Bei der Planung eines Rechenzentrums sollte man die Länge der 10GbE-Verkabelung optimieren, um künftig die leistungsoptimierten Transceiver einsetzen zu können. Derzeit diskutiert man für Klasse-EA-Installationen in Rechenzentren eine maximale Strecke von 30 Metern, bestehend aus 10 Metern Patchcords, zwei Steckverbindern und 20 Metern Installationskabel.

› Weitere Standards im Detail: TIA/EIA TSB-155 und ISO/IEC TR 24750
Der Standard TIA/EIA TSB-155 ist lediglich eine Anleitung zur Beurteilung einer bestehenden Verkabelung der bisherigen Kategorie 6 für die Nutzung mit 10-Gbit-Ethernet. Dieser Standard beinhaltet Übertragungstrecken- und Permanent-Link-Spezifikationen sowie Testmethoden für das Fremdnebensprechen (Alien Crosstalk). TIA/EIA TSB-155 hat aber keinerlei normative Anforderungen! Für den Upgrade einer Cat.6.Installation auf 10GbE sind mitunter folgende Maßnahmen nötig: › Austausch der Patchkabel auf Cat.6A-kompatible Patchcords › Kabel und Patchkabel dürfen nicht mehr gebündelt sein › ausschließliche Nutzung der versetzten Positionen am Patchfeld für 10GBASE-T › Austausch der Cat.6-Steckverbinder auf Cat.6A-Komponenten Auch bei Einhaltung all dieser Vorgaben ist der Betrieb von 10GbE unter realen Installationsbedingungen nicht garantiert. Der ISO/IECTR (Technical Report) 24750 ist ebenfalls nur eine Anleitung zur Beurteilung einer Bestandsverkabelung der bestehenden Kategorie 6, hat jedoch zum Unterschied zur TIA/EIA TSB-155 einen normativen Charakter. Aber auch er respezifiziert keine bestehende Klassen-E- oder -F-Installation nach ISO/IEC 11801:2002. Es gelten hier dieselben Installationsrichtlinien wie bei dem vorgenannten TIA/EIA-TSB-155 Standard. Auch die Aussage ist ähnlich: ISO/IECTR 24750 gibt ebenfalls keine Garantie für den Betrieb von 10 Gbit Ethernet über das bestehende Cat.6-Kabel. Mit der Verabschiedung dieses Standards ist noch im vierten Quartal 2007 zu rechnen.

› Weitere Standards im Detail: ANSI/TIA/EIA 568B.2-10 und ISO/IEC 11801
Der Verkabelungsstandard für 10-Gbit-Ethernet von ANSI/TIA/EIA 568B.2-10 wird als der kommende Cat.6A-Standard in Kürze verabschiedet werden. In dem neuen Cat.6A-Standard werden die Vorgaben für eine 10-Gbit-fähige Verkabelungslösung über eine 4-Paar-100-Ohm-Augmented-Category-6-Verkabelung definiert. Er normiert Übertragungsstrecke, Permanent-Link- und Komponenten-Spezifikationen inklusive der Alien-Crosstalk-Testmethoden bis zu einer Frequenz von 500 MHz. Über die Spezifikation der Übertragungsstrecke gibt es bereits grundsätzliche Übereinstimmung. Die Grenzwerte für den Permanent Link und die Komponenten werden noch in den Gremien diskutiert. Die Verabschiedung wird für Frühjahr 2008 erwartet.

ISO/IEC 11801
Der Ansatz des weltweit gültigen ISO/IEC-Standards ist für die europäischen Anwender der interessanteste. Denn er bildet die Vorlage für die europäischen EN-Normen, wie zum Beispiel die DIN EN 50173 (Anwendungsneutrale Kommunikationskabelanlagen). In dem aktuellen Entwurf der ISO/IEC 11801 wird derzeit eine neue Version für die Klasse EA erarbeitet. Es werden hierin ebenfalls Übertragungsstrecken-Spezifikationen bis zu einer Frequenz von 500 MHz sowie der Alien Crosstalk definiert.

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ISO/IEC Klasse EA: Der Standard Cat. 6A stellt die höchsten Ansprüche an das Kabel und garantiert eine stabile 10-GbE-Verbindung.

Bei ISO/IEC 11801 werden für viele Parameter die Werte der bisherigen Klasse E, die bis 250 MHz spezifiziert ist, auf 500 MHz extrapoliert. Um eine schnellere Verabschiedung dieses Standards zu ermöglichen, ist die Entscheidung zudem in zwei Bereiche unterteilt: › Anhang 1.1 für die Übertragungsstrecke (Channel) › Anhang 1.2 für die Komponenten und den Permanent Link Der Anhang 1.1 ist nun bereits zum vierten Mal in der Abstimmung der Ländergremien. Verschiedene Länder haben diesmal ihre Zustimmung zu diesem Dokument erteilt oder signalisiert. Somit kann man erwarten, dass der Anhang 1.1 zu ISO/IEC 11801 zum Frühjahr 2008 verabschiedet wird. Zusammenfassung der verschiedenen Standards: Da sie keinen sicheren Betrieb von 10 GbE garantieren, sollten man die Standards ISO/IECTR (Technical Report) 24750 und TIA/EIA TSB-155 nur als Anleitung zur Beurteilung von Bestandsinstallationen verwenden. Keinesfalls dürfen sie als Basis für die Auswahl einer Neuinstallation dienen. Für eine zukunftssichere Kommunikations-Infrastruktur empfiehlt es sich, ISO/IEC 11801 und gegebenenfalls ANSI/TIA/EIA 568B.2-10 anzuwenden. Nur diese garantieren eine 10GbE-Applikation unter allen Installationsbedingungen mit bis zu 100 Metern Länge und vier Steckverbindungen.

› Spezielle Anforderungen der 10GbE-Übertragung
Die Anforderungen an ein Verkabelungssystem für 10GbE-Übertragung sind nicht trivial. Bereits bei der Migration von 100 Mbit/s auf 1 GbE können unzureichende Leistungsreserven des Verkabelungssystems oder eine mangelhafte Installation eine störungsfreie Übertragung verhindern. Die in der Praxis aufgetretenen Problempunkte potenzieren sich beim Einsatz von 10GbE nochmals erheblich. Die größte Herausforderung bei der Entwicklung einer 10GbE-fähigen Infrastruktur ist die notwendige Verdoppelung der maximalen Übertragungsfrequenz. Nutzt man bei 1GbE nur das Spektrum bis 250 MHz zur Übertragung, erfordert 10GbE eine Maximalfrequenz von 500 MHz auf dem Kabel. Die Frequenzverdoppelung stellt vor allem eine enorme Herausforderung für die Stecker und Buchsen dar. Diese Anforderungen auf Basis der weltweit etablierten RJ45-Technologie zu erfüllen, die vom Prinzip her noch aus der Zeit der 10-Mbit-Verkabelung stammt, erfordert einen hohen Aufwand im Bereich Forschung und Produktentwicklung. Daher ist der Markt der Anbieter für 10-GbE-Verkabelungssysteme derzeit noch recht überschaubar. Eine weitere große Herausforderung für die 10-GbE-Technolgie ist das Fremdnebensprechen, das sogenannte Alien Crosstalk (AXT). Es entsteht, da ein Teil der in das Netzwerkkabel eingespeisten Sendeleistung über elektromagnetische Felder die Signale in anderen Leitungen beeinflusst. Tritt das Übersprechen zwischen den vier für eine Verbindung nötigen Aderpaaren auf, ist der Near End Crosstalk (NEXT) die entscheidende Störgröße. Diese Störung kann aber kompensiert werden, da der Empfänger das Signal der störenden Leitung kennt.

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› Abstandshalter und Abschirmung gegen Alien Crosstalk
Die Kompensation ist beim Alien Crosstalk nicht möglich, da sich hier die Signale unabhängiger Netzwerkverbindungen stören. Alien Crosstalk tritt vor allem zwischen direkt benachbarten Kabel und benachbarten Steckverbindern im Patchfeld auf. Da in lokalen Datennetzen die Datenkabel üblicherweise gebündelt verlegt werden, liegen die Leitungen über eine weite Strecke eng nebeneinander. Dies verstärkt den bei niedrigeren Frequenzen weniger kritischen Effekt erheblich.

Störende Ordnung: Durch die Bündelung liegen zwei Kabel über weite Strecken im Kabelkanal parallel und stören so ihre elektrischen Signale durch AXT. (Quelle: Commscope/SYSTIMAX Solutions)

Durch die runde Bauform der Netzwerkkabel passen exakt sechs Kabel (Störkabel) um ein in der Mitte verlaufendes Kabel (Opferkabel). Diese Anordnung bezeichnet das „6around1“-Worst-Case-Szenario. Abhilfe schafft entweder eine metallische Abschirmung des Kabels und der Steckverbinder oder ein geändertes Design des Kabelmantels, das die Abstände der Kabel voneinander vergrößert. Da Alien Crosstalk auch im Bereich der Panels und Anschlussdosen auftritt, sind auch hier Anpassungen nötig: Entweder man erweitert den Abstand zwischen den Steckverbindern, oder man sorgt für eine bessere Abschirmung zwischen den Patchbuchsen.

Worst Case: Sechs umliegende Kabel stören das Signal des Opferkabels. (Quelle: Commscope/SYSTIMAX Solutions)

Im folgenden Bild des ungeschirmten Kabels SYSTIMAX GigaSPEED X10D der Firma CommScope Solutions ist der spezielle Kabelmantel deutlich zu sehen. Er erhöht den Abstand der Leitungen, ohne diese schwerer oder mechanisch steifer zu machen.

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Auf Distanz: Der innere Aufbau des UTP-Kabelmantels erhöht den effektiven Abstand von den umliegenden Störleitungen. (Quelle: Commscope/SYSTIMAX Solutions)

Bei dem geschirmten Kabel GigaSPEED X10D FTP reduziert ein äußerer, gemeinsamer Metallfolienschirm das Alien Crosstalk AXT. Der Near End Crosstalk NEXT, bei dem sich die Leitungen einer Verbindung selbst stören, wird in beiden Kabeln durch einen zentralen Abstandshalter im Kabel reduziert. Beide Lösungen entsprechen den Anforderungen der künftigen Cat.6A-Klasse EA.

Mit Abschirmung: Beim FTP-Kabel reduziert eine geerdete Metallfolie den AXT, der zentrale Abstandhalter im Inneren minimiert das NEXT. (Quelle: Commscope/SYSTIMAX Solutions)

› Probleme mit geschirmten Kabeln
Nachteil bei dem vorwiegend in Deutschland angewendeten geschirmten Ansatz ist, dass die Abschirmung der Kabel und Stecker mit dem Gebäudepotenzialausgleich erfolgen muss. Das bedeutet, dass die Abschirmung geerdet wird. Dies geschieht vorwiegend aus Gründen des Personenschutzes und der Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV).

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Common-Earth-Problem: Der durch den Neutralleiter zurückfließende Strom teilt sich im Schaltschrank und fließt auch über den Schutzleiter und das geschirmte Netzwerkkabel in einen anderen Gebäudeteil. (Quelle: Commscope/SYSTIMAX Solutions)

In der Praxis ergeben sich in vielen Installationen massive Probleme mit teils hochfrequenten Ausgleichsströmen auf diesen Kabelschirmen. Das Netzwerkkabel dient dabei nicht mehr nur als Schirm, sondern sorgt selbst für einen Potentialausgleich zwischen verschiedenen Gebäudeteilen. Der angeschlossene Netzwerkadapter bekommt dann nicht nur das ohnehin schon schwache Signal der 10GbE-Pakete, sondern auch alle Fehlerströme über den Kabelschirm mitgeliefert.

Empfindliche Kodierung: Gegenüber dem 1 Volt bei 1GbE hat man den Spannungsabstand der Logikpegel bei 10GbE auf 0,125 Volt reduziert, um mehr Bits gleichzeitig übertragen zu können. (Quelle: Commscope/SYSTIMAX Solutions)

Die Folge: Aufgrund des drastisch reduzierten Abstands zwischen den 0- und 1-Zuständen bei der von 10GbE verwendeten PAM16-Koderung (zirka 125 mV) entsteht das Risiko einer hohen Bit-Fehlerrate beim Empfangen der Datenpakete. Dies hat ein erneutes oder sogar mehrfaches Versenden der Datenpakete und damit eine drastische Reduzierung des Datendurchsatzes zur Folge. Problematisch für geschirmte Netzwerkinstallationen im deutschsprachigem Raum ist, dass hier sogenannte gemeinsame Erdungssysteme angewendet werden (Common Earth). Dabei liegt der Potenzialausgleich für die Stromversorgung und die Datentechnik auf einem gemeinsamen Erdungssystem. In weiten Teilen der Welt werden im Gegensatz dazu getrennte Erdungssysteme aufgebaut (Clean Earth), bei denen der © TecChannel

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Potenzialausgleich der Stromversorgung und Datentechnik voneinander getrennt sind. Dadurch sind Störungen in der Kommunikationsinfrastruktur, verursacht durch Fehlerströme der Stromversorgung im Potenzialausgleich der Datentechnik, praktisch ausgeschlossen. Auch in Deutschland wird ein derartiges Erdungskonzept (Funktions-PE, Clean Earth) zurzeit diskutiert. Die Anwendung eines derartigen Erdungskonzeptes verteuert allerdings die Installation erheblich.

Potenzialausgleich: Geschirmte Verkabelungssysteme erfordern teils massive Kupferleiter parallel zu den Datenkabeln, um Ausgleichsströme im Kabelschirm zu vermeiden. (Quelle: Commscope/SYSTIMAX Solutions)

› Mixed and Match – Komponenten-Mix mit unkalkulierbarem Risiko
Nicht aufeinander abgestimmte Komponenten in einer Übertragungsstrecke können die Datenübertragung maßgeblich negativ beeinflussen. Vor allem bei der anspruchsvollen 10GbE-Verkabelung kann die Verwendung von Komponenten verschiedener Hersteller, sogenannte Mixed-and-Match-Installationen, schnell zu Problemen führen. Die Kombination von Komponenten verschiedener Hersteller (Kabel Hersteller A, Buchse Hersteller B, Patchkabel Hersteller C) findet man fast nur in Zentraleuropa. Der Rest der Welt setzt grundsätzlich nur Lösungen eines Systemherstellers ein und schließt damit unnötige Komplikationen aus. Der Komponenten-Mix ist häufig auch ein Grund für rechtliche Auseinandersetzungen, weil im Fehlerfall nicht eindeutig zu definieren ist, welche Komponenten die Ursache waren. Leidtragender in diesem rechtlichen Chaos ist zumeist der Kunde, der sich in einem oft äußerst langwierigen Reklamationsprozess gleich mit mehreren Herstellern auseinandersetzen muss. Allein die einmalige Typmusterprüfung eines Messlabors einer Kombination verschiedener Hersteller ist keine Garantie für eine homogene Qualität und die Vermeidung von Fertigungstoleranzen. Messungen sehen auf den ersten Blick oft besser aus, als sie eigentlich sind. Speziell wenn sie nicht gemäß Standard durchgeführt werden, müssen die Messergebnisse ausreichend Reserve zum Grenzwert aufweisen. So werden hierzulande häufig nur zwei Steckverbinder anstelle der standardgemäßen vier Steckverbinder bei der Channel-Messung verwendet. Gleiches gilt bei der Permanent-Link-Messung. Hier werden anstatt drei Steckverbinder oft nur zwei berücksichtigt. Ohne die im Standard mitberücksichtigten Steckverbindungen und deren Störbudget (Near End Crosstalk NEXT, Dämpfung und Return Loss – RL) werden die Testinstallationen „schöngemessen“: Beim Vergleich verschiedener Verkabelungslösungen sollten daher stets standardkonforme Messaufbauten Anwendung finden, da nur so ein wirklicher Vergleich vorgenommen werden kann: › Eine Übertragungsstrecke (Channel) beinhaltet nach EN50174-2 vier Steckverbindungen. › Ein Permanent Link beinhaltet nach Norm 3 Steckverbindungen.

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Normgerecht: Laut EN50174-2 enthält eine Übertragungsstrecke vier Steckverbinder. (Quelle: Commscope/SYSTIMAX Solutions)

› Geschirmt, ungeschirmt oder mit Cat.7 verkabeln?
Die primäre Frage bei der Errichtung einer Gebäudeinfrastruktur lautet, ob man ein geschirmtes oder ein ungeschirmtes Verkabelungssystem einsetzen möchte. Grundsätzlich kann man ein ungeschirmtes, standardkonformes 10GbE-UTP-System in fast allen Umgebungen ohne besondere Infrastrukturvoraussetzungen einsetzen. Es sind hierbei lediglich die Installationsanleitungen der Hersteller zu berücksichtigen. Es gibt nur eine Ausnahme: industrielle Umgebungen (Heavy Industrial Environment nach IEC/EN 61000-6-2) mit mehr als 10 V/m EME-Belastung (Elektromagnetische Emission). In einer solchen Installationsumgebung muss man die Kabel in einem metallischen Kabelführungssystem (Stahlrohr, geschlossenes Kabelführungssystem aus Metall) verlegen. Bei den geschirmten FTP/STP/SFTP-Systemen ist wegen der notwendigen Erdung der Kabelschirme und der bereits angesprochenen Risiken einer Potenzialverschleppung ein gewisser Mehraufwand nötig. Als Erstes ist für den Betrieb eines geschirmten 10GbE sicherzustellen, dass ein TN-S-Stromversorgungssystem installiert ist und dies auf Dauer erhalten bleibt. Dazu darf im gesamten Hausnetz der Schutzleiter (PE) nur an einer Stelle mit dem Neutralleiter des Stromnetzes verbunden werden. Auch ist zwingend eine permanente Überwachung der Stromfreiheit des Erdungssystems mittels eines RCM-Systems (Differenzstrom-Überwachungsgeräte nach DIN EN 62020) notwendig. Denn die einmalige Installation eines TN-S-Stromversorgungs-Systems (Fünfleiternetz mit separatem PE- und N-Leiter) ist keine Garantie für eine dauerhaft fehlerstromfreie Erdungsanlage. Bei späteren Umbauten legt der Elektriker gerne mal in einem der Stromverteilerkästen eine Brücke zwischen Schutz- und Neutralleiter und macht so das ursprüngliche Erdungskonzept zunichte.

TN-S-Stromversorgung: Für eine geschirmte

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Verkabelung ist ein Fünfleiterstromnetz nötig. (Quelle: BSI)

Weiter ist zwingend ein maschenförmiges Erdungskonzept gemäß DIN EN 50310 im gesamten Gebäude vorzusehen. Dass unter einem solchen Konzept nicht nur ein einziger Erdungsleiter von der Potenzialausgleichschiene zum Datenverteiler zu verstehen ist, zeigen die Bemühungen um eine verbindliche Richtlinie in Österreich. Hier wurde in der E-8014-Norm definiert, wie ein solches Maschenerdungssystem aufzubauen ist.

› Warum nicht gleich Cat.7 installieren?
Kategorie 7 ist ein Verkabelungssystem aus einem sogenannten PiMF-Kabel (TP, Shielded TP, alle Paare separat in Metallfolie geschirmt), Vierkammerbuchsen und Patchkabeln mit Vierkammerstecker. Dieses proprietäre Steckgesicht ist das generelle Problem der Kategorie 7 / Klasse F.

Symmetrisches Kupferkabel: Je nach Abschirmung unterscheidet man vier verschiedene Typen.

Nachdem derzeit nahezu 98 Prozent der bestehenden Installationen weltweit auf einem Steckgesicht nach EN 60603-7 (RJ45-Stecker) basieren, zeigen die Hersteller von aktiven Komponenten (Netzwerkkarten, Switche) kein Interesse, ihre Geräte mit Vierkammerbuchsen anzubieten. Zum Anschluss ist stets ein Adapter in Form eines Hybrid-Patchkabel notwendig, was die Leistung eines Klasse-F-Links aber auf die einer Kategorie-6-Leistung reduziert.

Cat.7-Stecker: Der GG-45-Stecker mit einzelnen Kammern für jedes Adernpaar ist durch einen integrierten Umschalter in der Buchse abwärtskompatibel zu RJ-45, bietet dann aber keine

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Kasse-F-Leistung mehr.

Der Klassiker: Auf RJ45-Steckern basieren 98 Prozent aller Netzwerke. (Quelle: Commscope/SYSTIMAX Solutions)

Ein weiteres Problem einer Cat.7-Installation ist der Zwang zur Erdung der Verkabelung. Wie bereits beschrieben, ist dies nur in einem Bruchteil der Gebäude weltweit wirkungsvoll zu realisieren. Besonders außerhalb Europas sind TN-S Stromversorgungsnetze nur selten anzutreffen und Erdungskonzepte in den Gebäuden meist nicht vorhanden. Außer 10GbE ist zudem nach wie vor keine Applikation für Cat.7 / Klasse F in Sicht. „Cable Sharing“ ist nach Einführung der vierpaarigen Anwendungen, wie 1GbE und 10GbE, kein Thema mehr. Auch multimediale Anwendungen wie das analoge Cable-TV werden zunehmend digital und IP-basierend implementiert und benötigen somit keine bis 600 MHz spezifizierte Klasse-F-Verkabelung mehr. Spätestens wenn bis 2012 EU-weit alle analogen Rundfunk- und Fernsehdienste auf digitale Sender umgestellt sind, besteht kaum noch ein Bedarf an einer Hochfrequenzverkabelung in Gebäuden. Deutschland will, wie auch etliche andere europäische Länder, die Umstellung auf digitales Fernsehen und Radio bereits 2010 vollzogen haben.

› Vorteile von Cat.6A
Zusammengefasst hat eine Verkabelung nach Kategorie 6A Klasse EA folgende Vorteile gegenüber der Kategorie 7 Klasse F / Kategorie 7A Klasse FA: › Kategorie 6A bietet eine Rückwärtskompatibilität zu den Bestandsinstallationen, da sie auf dem weit verbreiteten RJ45 Steckgesicht beruht. Damit ist Kategorie 6A kompatibel zu allen gängigen Switchen und Netzwerkkarten von 10 Mbit/s bis 10 Gbit/s. › Wie das dänische Komitee im ISO/IEC-Standardgremium bereits 2006 angemerkt hat, garantiert die Kombination von Kategorie-7-Installationskabeln mit Kategorie-6-Steckverbindungen keine Kategorie-6 / Klasse-E-Leistung. Daher ist eine Rückwärtskompatibilität nicht gewährleistet! Ursache ist ein um 10dB schlechterer TCL-Wert bei der Cat.7-Norm, verglichen mit der Cat.6-Norm. Der TCL-Wert (Transverse Conversion Loss) legt die Obergrenze für die Erdunsymmetrie fest, die durch die Kopplung des Erdsignals über den Schirm im Kabel entsteht. Die Unsymmetrie kann zu NEXT-Problemen in den Steckerkomponenten und damit zum Fail-Ergebnis bei der Cat.6-Messung führen. › Es reicht nicht aus, eine Cat.7-Verkabelungslösung in einem Gebäude zu verlegen. Vielmehr müssen in den Gebäuden erst entsprechende Voraussetzungen für Erdungssysteme (Maschenerdungskonzept) und die Stromversorgung (TN-S) geschaffen werden.

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› Auch die Kosten für eine Cat.7-Installation sprechen eine deutliche Sprache. Die Mehrkosten für ein Erdungskonzept und die beidseitige Erdung der Kabelschirme (für Personenschutz und EMV-Konformität) schlagen mit rund 15 Euro pro Kabelstrecke zu Buche. Nach Aussage von Netzwerkplanern kann man bei Cat.7 S/FTP verglichen mit Cat.6A UTP von Mehrkosten in Höhe von rund 37 Prozent ausgehen.

› Was kommt nach Cat.6A und Cat.7?
Die Frage nach dem nächsten großen Schritt bei den Verkabelungsstandards ist schwer zu beantworten. Derzeit arbeitet man zwar schon an einer 100GbE-Lösung. Diese basiert im ersten Schritt allerdings nur auf Glasfaser und nicht auf einer Kupferverkabelung. Die maximale Übertragungsfrequenz wird sich im Kupferbereich nur unter großen Schwierigkeiten weiter steigern lassen. Die bei höheren Frequenzen rasch zunehmende Dämpfung des Signals ist schon heute die größte Herausforderung. Eine Erhöhung der Übertragungsfrequenzen deutlich über 500 MHz führt zu einer Signaldämpfung jenseits von 50dB. Kompensieren ließe sich dies nur über noch mehr Sendeleistung, was den Trend zu immer energiesparenden Systemen unterlaufen würde. Bereits 6 dB mehr Dämpfung bedeuten den Faktor 2, also ein Verdoppelung der Dämpfung. Allein aus diesen Gründen ist eine Erhöhung von Datenübertragungsfrequenzen derzeit unerwünscht. Eine andere Möglichkeit, dem Empfänger noch einen ausreichenden Nutzsignalpegel zu bieten, wäre die deutliche Reduzierung der maximalen Kabellänge. Aber auch das lässt sich in der Horizontalverkabelung wohl kaum realisieren.

› Fazit: Wie sollten die Verkabelungslösungen für 10GbE aussehen?
Folgende Voraussetzungen sollten bei der Auswahl einer Lösung für 10GbE unbedingt beachtet werden: › Nur wenn ein TN-S-Stromversorgungssystem (Fünfleitersystem) vorhanden ist, kommt auch eine geschirmte Lösung in Frage › Geschirmte Lösungen erfordern ein sorgfältig geplantes und realisiertes Maschenerdungskonzept › Nur normgerechte Lösungen nach der neuen Verkabelungsnorm ISO/IEC 11801 Klasse EA / EN50173 Klasse EA verwenden › Nur Komplettlösung eines Systemherstellers einsetzen, kein Mixed and Match › 10GbE-Applikationsgarantie durch den Hersteller vereinbaren Eine wichtige Hilfestellung erfährt man über die Datenblätter der Hersteller. Die Leistungsdaten (bis 500MHz) eines Cat.6A-Klasse-EA-Systems sollten folgender Tabelle entsprechen.

Standard: Eine Verkabelung nach Cat.6A Klasse EA muss diese Grenzwerte einhalten.

Beachtet man all diese Kriterien, steht einem garantierten Betrieb von 10GbE über 100 Meter Kupferkabel nichts im Wege. (ala)

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Grundlagen: Netzwerk-Verkabelung
› Administratoren sehen ihr Netzwerk meist erst ab der Patch-Dose. Doch das eigentliche Übertragungsmedium zwischen den Dosen entscheidet essenziell über die Qualität und Zukunftssicherheit des Netzwerks.
VON ALBERT LAUCHNER UND Jörg Luther (08.10.2003) Während die Datenübertragungseigenschaften verschiedener Kabeltypen Netzwerkern immer wieder Gesprächsstoff bieten, bleiben die Adern des Netzwerks für viele Administratoren in mechanischer und physikalischer Hinsicht eine "Blackbox": Vorne speist man Daten ein, hinten sollten sie tunlichst in geeigneter Form wieder herauskommen. Dabei spielen gerade die Kabelwerkstoffe und vor allem die genaue Form ihrer Zusammenstellung eine wesentliche Rolle für die Leistungsfähigkeit der Datenleiter. Das gilt gleichermaßen für die heute in LANs gebräuchlichen symmetrischen Kupferkabel wie für ihren designierten Nachfolger, die Glasfaser. Die Kosten für die Verkabelung betragen inzwischen zwar nur noch fünf Prozent der Gesamtkosten eines Netzwerks, doch ist sie immer noch der auf die längste Lebensdauer ausgelegten Teil des LAN. Einmal geplant und installiert, muss sie wenigstens ein Jahrzehnt, besser noch 15 Jahre zuverlässig ihren Dienst verrichten. Dabei soll sie ausbaufähig angelegt und auch für künftige Datendienste nutzbar sein. Angesichts der in steigendem Tempo aufeinander folgenden Innovationszyklen in der IT-Industrie stellt diese Anforderung eine immer höhere Hürde dar.

› Kabeltypen: Symmetrische Kabel
Bei der Verkabelung mit Kupfer kommen nur noch symmetrische Kabel zum Einsatz. Die Symmetrie bezieht sich dabei nicht auf den physikalischen Kabelaufbau, sondern auf die elektrischen Eigenschaften des Kabels. Beim asymmetrischen Koaxialkabel erzeugen die Signale auf dem Innenleiter einen Potentialunterschied zum als Bezugserde dienenden Außenleiter. Diese Asymmetrie lässt den Außenleiter als Antenne wirken. Einerseits strahlt er dadurch elektromagnetische Signale ab, andererseits beeinflussen Störungen von außen auch den Signaltransfer auf dem Innenleiter. Symmetrische Datenübertragungsleitungen vermeiden diesen Effekt durch eine spezielle Übertragungstechnik sowie die gezielte Verdrillung der beiden Einzelleiter. Bei symmetrischen Übertragungstechniken speisen die aktiven Komponenten gleiche Signale mit gegensätzlicher Polarität ins Kabel ein. So heben sich im Idealfall die Potentiale und Ströme von Außen betrachtet auf (Symmetrie), der Potentialunterschied zur Bezugserde beträgt 0 Volt. In der Praxis lässt sich dieses Verhalten allerdings nicht ganz erreichen, die verbleibenden Störfelder fallen jedoch sehr niedrig aus. Bei 10BaseT etwa beträgt die verbleibende Störspannung maximal 92 µV.

› Vierer und Paare
Die symmetrischen Übertragung von Datendiensten erfordert mindestens zwei Adern pro Übertragungsrichtung, Gigabit Ethernet nutzt sogar acht Adern. Daher werden stets wenigstens vier Adern zu einem Kabel verseilt. Dazu existieren grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder verdrillt man alle vier Leiter, ein entsprechendes Kabel heißt Sternvierer oder Starquad. Alternativ lassen sich auch je zwei Adern miteinander zu Paaren verseilen; dann handelt es sich um Twisted Pair (TP). Da eine LAN-Verkabelung acht Adern vorsieht, fasst man zwei Sternvierer oder vier Adernpaare in einem Kabel zusammen. Während Sternvierer parallel zueinander im Kabel laufen, werden bei TP auch die Adernpaare mit unterschiedlicher Schlaganzahl gegeneinander verdreht. Dieses sogenannte Staggered Twisting führt allerdings aufgrund der Längenunterschiede zu Laufzeitdifferenzen der Einzelsignale. Daher ersetzt bei Kabeln für hohe Frequenzen meist eine Einzelschirmung das Staggered Twisting.

› TwistedPairTypen
Während Sternvierer-Kabel bei gleicher Adernzahl weniger voluminös und damit verlegefreundlicher als TP ausfallen, bietet Twisted Pair mit seiner paarweisen Verdrillung eine sehr gute Störunterdrückung. Beide © TecChannel

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Typen eignen sich bei entsprechender Ausführung gleichermaßen für Highspeed-Verkabelungen. Im allgemeinen Sprachgebrauch vermischt sich die Unterscheidung zwischen den Verseilvarianten ohnehin zunehmend; heute läuft praktisch jedes Kabel aus verdrillten Einzelleitern unter der Gattungsbezeichnung Twisted Pair. Zur Unterscheidung dient statt dessen die Schirmungsart des Kabels: › Als UTP (Unshielded TP) bezeichnet man mehradrige Kabel ohne jegliche Schirmung. › Besitzt das Kabel dagegen einen Gesamtschirm aus Metallgeflecht und/oder Metallfolie, spricht man von S/UTP (Screened UTP). Für S/UTPKabel, das ausschließlich mit Metallfolie geschirmt ist, hat sich auch die Bezeichnung FTP (Foiled TP) eingebürgert. › Verfügt ein Kabel über Einzelschirme für die Adernpaare respektive Sternvierer, jedoch über keinen Gesamtschirm, handelt es sich um STP (Shielded TP). Im deutschen Sprachraum heißt mit Metallfolie ausgeführtes STP je nach Verseilung auch PiMF (Paare in Metallfolie) oder ViMF (Vierer in Metallfolie). › Ein sowohl mit Paar wie auch Gesamtschirmung versehenes Kabel wird als S/STP (Screened STP) bezeichnet; auch hier unterscheidet man zwischen PiMF und ViMF.

Symmetrisches Kupferkabel: Je nach Abschirmung unterscheidet man vier verschiedene Typen.

› Kabelbezeichnung im Detail
Neben der Grobeinteilung symmetrischer Kupferkabel nach Schirmtyp existiert auch ein DIN-Bezeichnungsschema, in das zahlreiche weitere Eigenschaften des Kabels einfließen.
Kennzeichnung symmetrischer Kupferkabel Position Pos. 1 Beschreibung Kabelart Kürzel A I IE Bedeutung Außenkabel Innenraumkabel Installationskabel für Industrielektronik

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KS

Kommunikationskabel, symmetrisch verzinnt blank PVC PE Zell-PE Foam-Skin-PE PTFE FEP PP halogenfrei Folienschirm Kupfergeflecht Folie und Kupfergeflecht PVC PE halogenfrei feuerhemmend (flame retardant) geringe Rauchentwicklung (low smoke) keine korrosiven Brandgase (non corrosive) halogenfrei (zero halogene) 2 Paare 4 Paare AWG-Kennung Durchmesser in mm

Pos. 2

Leiter

V (keine Angabe)

Pos. 3

Adernisolation

Y 2Y 02Y 02YS 5Y 6Y 9Y H

Pos .4

Gesamtschirmung

(ST) C (ST)C

Pos. 5

Außenmantel

Y 2Y H

nichtstandardisiert:

FR LS

NC

OH, 0H, ZH Pos. 6 Anzahl Leiter 2x2x 4x2x Pos. 7 Abmessung des Leiters AWG nn/n nn

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Pos. 8

Abmessung des Leiters inklusive nn Isolierung Einzelschirmung PiMF ViMF

Durchmesser in mm

Pos. 9

Paare in Metallfolie Vierer in Metallfolie

Demnach hat ein J-02YSCY4x2x0,6PiMf-Kupferkabel folgende Eigenschaften: Das Kabel ist ein Innenkabel mit einer Leiterisolation aus Foam-Skin-PE, der Gesamtschirm besteht aus einem Kupfergeflecht, der Außenmantel aus PVC. Das Kabel enthält vier Adernpaare mit einem Querschnitt von 0,6 mm, die durch Metallfolie geschirmt sind.

› Adernaufbau
Hinsichtlich der Leiter selbst interessieren vor allem Anzahl, Materialart und Leiterquerschnitt. Als Adermaterial dient meist massives Kupfer, das gegenüber alternativen Kandidaten (Silber, Nickel) einen guten Kompromiss aus Preis und Leitfähigkeit bietet. Bei Patch oder Endgerätekabeln besteht der Leiter häufig aus Kupferlitze, was der Kabelflexibilität zugute kommt. Eine Verzinnung der Litze beugt Korrosion vor, erhöht aber gleichzeitig die Dämpfung. Bei der geringen Länge von Patchkabel fällt dies jedoch kaum ins Gewicht. Die Leiteranzahl im Kabel wird üblicherweise in der Form "Stränge mal Verseilung" angegeben, bei TP-Kabel also als 4x2x (vier Paare aus je zwei Leitern). Da die Dämpfung im Leiter mit steigendem Querschnitt sinkt, wären eigentlich möglichst dicke Adern wünschenswert. Das hieße jedoch: hoher Kabelpreis und voluminöse, starre Kabel. Hier streben die Hersteller eine Balance zwischen Kosten, Dämpfung und Flexibilität an. Die Kabelkennung gibt dazu den Leiterdurchmesser an - meist jedoch nicht in Millimetern, sondern nach dem US-Maß AWG (American Wiring Gauge). Da ein Leiter mehrere Adern umfassen kann, findet sich oft eine zusätzliche Angabe der Adernzahl. AWG 24/1 kennzeichnet etwa eine Einzelader mit 0,511 mm Durchmesser.
AWG-Maße AWG 28 27 26 25 24 23 22 21 20 Leiterquerschnitt 0,081 qmm 0,102 qmm 0,128 qmm 0,162 qmm 0,205 qmm 0,259 qmm 0,324 qmm 0,411 qmm 0,519 qmm Leiterdurchmesser 0,320 mm 0,361 mm 0,404 mm 0,455 mm 0,511 mm 0,574 mm 0,643 mm 0,724 mm 0,813 mm Widerstand (Gleichstrom) 221 W/km 169 W/km 135 W/km 106 W/km 84,2 W/km 66,6 W/km 53,2 W/km 41,9 W/km 33,2 W/km

› Isolierung und Mantel

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Die Isolierung der einzelnen Adern verhindert nicht nur den Gleichstrom-Kurzschluss. Sie sorgt auch für niedrige Hochfrequenz-Querströme zwischen den Leitern und senkt damit die Hochfrequenz-Dämpfung des Kabels. Die Wirksamkeit der Querstromreduzierung hängt von der Dielektrizitätskonstante (DK) der Isoliermaterials ab: Je kleiner die DK, desto besser die HF-Isolierung. Eine Übersicht der gängigen Adernisolatoren finden Sie in der Tabelle.
Isolierstoffe für Verkabelungen Abkürzung DIN/VDE Bezeichnung DielektrizitätsKonstante 4,0 bis 5,0 2,3 1,1 bis 1,4 1,5 halogenfrei brennbar

PVC PE Zell-PE Foam-Skin-PE

Y 2Y 02Y 02YS

Polyvinchlorid Polyäthylen Zell-Polyäthylen Zell-Polyäthylen mit Vollmantel Hostaflon, Teflon Teflon Teflon Polypropylen

nein ja ja ja

selbst verlöschend brennbar brennbar brennbar

PTFE FEP PFA PP

5Y 6Y 9Y

2,0 2,1 2,1 2,4

nein nein nein ja

nicht entflammbar nicht entflammbar nicht entflammbar brennbar

Das früher gern verwendete PVC scheidet nicht nur aufgrund seiner mäßigen Isolation heute als Werkstoff für den Adernmantel aus. Auch aus Sicht des Brandschutzes ist es ungeeignet. Bei der Verbrennung halogenhaltiger Kunststoffe wie PVC entstehen dichte Rauchschwaden und hochgiftiger Chlorwasserstoff (HCl). Dieser bildet als korrosives Brandgas in Verbindung mit Wasser Salzsäure, die weit über die Umgebung des eigentlichen Brandherds hinaus zu extremer Korrosion metallischer Oberflächen sorgt. Elektrische und elektronische Systeme verwandeln sich innerhalb kurzer Zeit zu Schrott. Halogenfreie Werkstoffe wie PP und PE bieten eine deutlich bessere Grundisolation, die sich durch Aufschäumen noch steigern lässt. Die mangelnde Querdruckfestigkeit solcher Zell-PE-Mäntel behebt eine zusätzliche Haut aus ungeschäumtem Material. Man spricht dann von Foam-Skin-PE. Die Dotierung mit Zusatzstoffen wie Aluminiumhydroxid kann halogenfreien Werkstoffen zu hoher Brandfestigkeit verhelfen. Entsprechende Kabel erkennen Sie an Kennungen wie FRLSOH, FRNC oder FRLSZH. Für spezielle Anwendungen gestatten nichtbrennbare Teflon-Isolierungen Betriebstemperaturen von -190 bis +260 Grad Celsius.

› Farb-Codes
Die Adernisolierung zeigt sich mechanischen Beschädigungen gegenüber empfindlich. Dies betrifft speziell Unterschreitungen der minimalen Biegeradien: Kabelknicks reduzieren die Isolationswirkung und führen zu hohen Dämpfungswerten. Im Extremfall kann sich der Leiter sogar langsam durch den Mantel drücken und letztlich einen Kurzschluss verursachen. Entsprechende Fehler treten als Zeitbombe auf - manchmal erst mehrere Monate nach der Verlegung. Neben ihrer elektrischen Funktion übernimmt die Isolierung noch die Aufgabe der Farbcodierung der einzelnen Adern. Dazu existieren eine ganze Reihe nationaler und internationaler Standards, die Sie in der Tabelle aufgeführt finden.
Aderpaar- und Farbzuordnung bei TP

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Adernpaar RJ45-Kontakt EIA/TIA-Version 1

1 4-5 weiß/blau blau

2 3-6 weiß/orange orange schwarz gelb grün gelb weiß orange

3 1-2 weiß/grün grün blau orange grau rosa weiß grün

4 7-8 weiß/braun braun braun schiefer blau rot weiß braun

EIA/TIA-Version 2

grün rot

DIN 47100

weiß braun

IEC 189-2

weiß blau

› Schirmung
Wie schon erwähnt, arbeiten symmetrische Kabel zwar theoretisch potentialfrei zur Bezugserde: Praktisch lässt sich dieser Effekt jedoch nicht vollständig verwirklichen, da die Signalgabe der Endgeräte nicht absolut symmetrisch erfolgt. Zudem verschieben sich während Verlegung und Montage die Lagen im Kabel, was die Wirkung der Verdrillung abschwächt. Erleidet darüber hinaus die Adernisolierung Schäden, verstärken sich dadurch die kapazitiven Einflüsse zwischen den Leiterpaaren. Die resultierende Asymmetrie macht das Kabel empfindlich für Einstrahlungen sowie induktive und kapazitive Einkopplungen. Noch schlimmer: Bei den mit Highspeednetzen verbundenen hohen Frequenzen wirkt das Kabel nicht nur als Störsender, sondern auch als Informationsquelle. Die entstehenden Gleichtaktwellen lassen sich abhören und zur Rekonstruktion der übertragenen Daten nutzen. Mit ausreichend empfindlichen Empfangsgeräten gelingt dies auf Distanzen bis hin zu einem Kilometer. Nur eine Schirmung des Kabel beugt solchen Effekten wirksam vor. Zur Einzelschirmung der Adernpaare sowie zur Gesamtschirmung gegen elektrische Felder dient aluminiumkaschierte Polyesterfolie. Die magnetische Hochfrequenzkomponente schwächt die Folie allerdings nur wenig, so dass die Gesamtschirmung üblicherweise noch durch ein verzinntes Kupfergeflecht ergänzt wird. Bei einem Bedeckungsgrad der Ader von rund 70 Prozent erzielt die Geflechtschirmung eine gute Wirkung bei magnetischen HF-Feldern, ohne die Flexibilität des Kabels allzu sehr zu beeinträchtigen.

› Lichtwellenleiter
Betreibern von Glasfaserverkabelungen entlockt das Problem der Schirmung bestenfalls ein müdes Lächeln: Lichtwellenleiter (LWL) bieten nicht nur enorme Bandbreite, sondern zeigen sich auch elektromagnetischen Störungen und der Gegenseitigen Beeinflussung gegenüber als völlig unempfindlich. Als Übertragungsmedium dient eine Quarzglasfaser. Die Rolle des Informationsträgers spielt infrarotes Licht der Wellenlängen 850, 1300 oder 1550 Nanometer: In diesen "optischen Fenstern" bietet die Glasfaser Dämpfungsminima von einigen Dezibel pro Kilometer (Fensterglas: 50.000 dB/km).

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Optische Fenster: Drei Wellenlängenbereiche werden für die Datenübertragung genutzt. (Quelle: Pedone/Grolik)

Um das Licht durch die Faser zu leiten, nutzen LWL einen Spezialfall der Brechung: Am Übergang von optisch dichteren zu optisch dünneren Medien wird Licht unter bestimmten Eintrittswinkeln total reflektiert. Daher bestehen LWL aus einem Kern mit hoher und einem Mantel mit niedriger Brechzahl. Licht, das mit einem flacheren als dem Akzeptanzwinkel in den Kern einfällt, durchläuft unter mehrfacher Totalreflexion die gesamte Faser. Je größer der Sinus des Akzeptanzwinkels - die numerische Apertur -, desto mehr Licht lässt sich in den LWL einkoppeln. Als wichtigste Leistungskennziffern fungieren bei Glasfaser die Dämpfung (in dB/km) sowie das Bandbreitenlängenprodukt. Ein LWL mit dem Bandbreitenlängenprodukt 600 MHz*km bietet über 500 m eine nutzbare Bandbreite von 1200 MHz, über 1000 m von 600 MHz, über 6 km liegt sie bei 100 MHz. Grundsätzlich unterscheidet man Glasfaserkabel nach Mehrmodenfasern (MMF, Multimode Fiber) und Einmodenfasern (SMF, Single Mode Fiber).

› Dispersion, Moden und Bandbreitenlängenprodukt
Als Moden bezeichnet man in der Glasfaserterminologie die Lichtstrahlen, die unter verschiedenen Winkeln in den Kern eintreten. LWL mit einem abrupten Übergang der Brechzahlen zwischen Kern und Mantel führen zu unterschiedlich langen Übertragungswegen für die einzelnen Moden. Aus dieser Modendispersion resultiert eine hohe Dämpfung und ein "Verschmieren" des Signals aufgrund der Laufzeitdifferenz. Daraus resultiert ein niedriges Bandbreitenlängenprodukt: Bei längeren Fasern muss der Sender zwischen den einzelnen Lichtpulsen einen großen Abstand einfügen, damit die Signale noch getrennt am Empfänger ankommen. Mehrmodenfasern mit Stufenindexprofil eignen sich daher nur bedingt zur Datenübertragung.

Mehrmoden-Stufenindexfaser: Preiswert, aber nur für sehr kurze Strecken nutzbar.

Lichtwellenleiter mit allmählichen Übergang der Brechzahl zwischen Kern und Mantel gleichen die Modenlaufzeiten an. Solche Multimode-Gradientenindexfasern lassen sich durch die konzentrische Anordnung nach außen optisch dünner werdender Materialien realisieren. Da die Phasengeschwindigkeit von Licht mit sinkender Brechzahl zunimmt, laufen die Moden auf den kurzen Wegen im Kernzentrum langsamer als die Moden in Mantelnähe, die eine weitere Strecke zurückzulegen haben. Dieser Effekt nivelliert Laufzeitunterschiede und reduziert so die Modendispersion.

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Multimode-Gradientenindexfaser: Gut geeignet für die preiswerte Inhaus-Verkabelung von Netzwerken.

Während in US-Installationen hauptsächlich Gradientenindex-MMF mit einem Kern/Manteldurchmesser von 62,5/125 µm zum Einsatz kommt, bevorzugen Europäer die 50/125µmVariante. Sie bietet mit bis zu 1200 MHz*km ein deutlich besseres Bandbreitenlängenprodukt.

› Einmodenfasern
Reduziert man den Kerndurchmesser einer Stufenindexfaser so weit, dass sich nur noch der Grundmode parallel zur Faserachse darin ausbreiten kann, erhält man eine Einmoden-Faser. Bei einem Kerndurchmesser unter 10 µm arbeitet Einmodenfaser nur bei Wellenlängen über 1250 nm, also im zweiten oder dritten optischen Fenster. Aufgrund der in diesem Bereich geringen Dämpfung erreicht dieser Glasfasertyp Reichweiten bis zu 100 km. Ein Ineinanderlaufen der Signale durch unterschiedliche Weg in der Faser kann nicht mehr auftreten, so dass auch hohe Bandbreiten möglich sind.

Einmoden-Faser: Der geringe Durchmesser lässt nur noch eine Mode zu, Laufzeitunterschiede durch unterschiedliche Wege können nicht mehr auftreten.

Allerdings tritt statt der Modendispersion mit der frequenzabhängigen Materialdispersion ein anderer Effekt in den Vordergrund. Jeder Impuls muss sich aus physikalischen Gründen aus einem ganzen Paket von Wellen mit nahe beieinander liegenden Frequenzen zusammensetzen. Ein derartiges Wellenpaket hat somit immer eine gewisse Bandbreite in der Frequenz und der Wellenlänge. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Licht hängt jedoch - wenn auch nur minimal - materialspezifisch von der Wellenlänge ab. Mit wachsender Wellenlänge bewegen sich die einzelnen Frequenzanteile des Impulses daher immer langsamer durch den LWL. Dies führt dazu, dass der Impuls auch bei einer Monomode-Fiber auseinander läuft. Ein dazu gegenläufiger Effekt, die Wellenleiterdispersion, kompensiert dies etwas: Ein Teil der Welle läuft auch bei einer Monomode-Fiber im Grenzgebiet zum Mantel, der eine höhere Ausbreitungsgeschwindigkeit als der Kern der Faser bietet. Diese Eindringtiefe steigt mit wachsender Wellenlänge, so dass diese Frequenzanteile schneller durch die Faser wandern. betreibt man genügend Aufwand bei der Produktion der Faser, kann man dadurch auch perfekt kompensierte LWL erzeugen. Neben der Dämpfung wird als charakteristische Eigenschaft bei einer Monomode-Faser nicht mehr das Bandbreitenlängenprodukt angegeben. Diese hängt ja jetzt direkt von den spektralen Eigenschaften des Senders ab. Statt dessen führen die Hersteller den Dispersionskoeffizienten an, über den sich mit der Frequenzverteilung des Senders das Bandbreitenlängenprodukt individuell errechnen lässt. Typisch kommt man dabei auf Werte über 10 GHz/km. Durch spezielle optische Korrekturfilter, eine perfekte Kompensation von Wellenleiter- und Materialdispersion durch komplexe Mehrfachmantel-Profile und die Nutzung zahlreicher, eng benachbarter Wellenlängen im optischen Fenster (DWDM ) sind mit Einmoden-Fasern extrem hohe Datenübertragungsraten auch über weite Strecken möglich. Sogenannte Ultra Long Haul Systemen erreicht dabei 10 GBit/s über eine Strecke von 4000 km - und das ohne jeglichen zwischengeschalteten elektrischen Verstärker.

› LWL-Aufbau
Auf Grund ihrer hohen mechanischen Empfindlichkeit erhalten Glasfasern gleich drei verschiedene Umhüllungen. Unmittelbar auf den Fasermantel residiert ein Primärcoating, das den Basisschutz der Faser sicherstellt. Ein Sekundärcoating fasst eine oder mehrere Fasern zu einer Ader zusammen. Solche Adern erhalten schließlich einen Kabelmantel aus den auch bei Kupferkabeln üblichen Werkstoffen wie etwa PE. Beim Sekundärcoating unterscheidet man zwischen vier möglichen Varianten. Die Vollader integriert Primär und Sekundärcoating zu einer fest verbundenen Hülle. Daraus resultieren ein geringer Durchmesser sowie eine hohe Stabilität gegen Querkräfte. Bei der Verbindung der Ader mit einem Stecker wirkt das fest © TecChannel

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verbundene Coating zudem als Zugentlastung. VolladerLWL kommt daher vor allem bei der Inhouse-Verkabelung zum Einsatz. Dies gilt auch für die - in der Norm nicht von der Vollader unterschiedene - Kompaktader. Hier liegt die Faser frei in einem gelgefüllten Hohlraum des Sekundär-Coating; der radiale Spielraum beträgt allerdings nur einige hundertstel Millimeter. Dies genügt jedoch, um die durch Temperaturschwankungen auftretenden Zugkräfte zwischen Faser und Coating zu entkoppeln. Nach demselben Prinzip - allerdings mit wesentlich größerem Abstand zwischen Coating und Faser funktionieren Hohladern. Der Innenraum enthält fast immer eine Gelmasse, die das Kabel längswasserdicht macht. Es gibt jedoch auch ungefüllte Hohladern, in denen sich die Faser frei bewegt. Im Vergleich zur Vollader bietet die Hohlader eine wesentlich höhere mechanische Festigkeit - allerdings bei deutlich höherem Volumen. Aus diesem Grund finden Hohladern eher bei Außenkabeln Verwendung. Das gilt auch für die Bündelader, die nach dem Hohlader-Prinzip mehrere Fasern in einem Coating integriert.

Doppelpack: Oft werden zwei LWL-Adern in einem Kabel zusammengefasst.

Ein Kabelmantel, bei Bedarf mit Zugentlastung aus Aramid oder Kevlar, fasst ein oder mehrere LWL-Adern zu einem Innenkabel zusammen. Außenkabel integrieren zudem noch weitere Stütz und Schutzelemente wie torsionsmindernde Metallseelen, längswasserdichtendes Quellmaterial oder einen Nagetierschutz.

› Kennzeichnung von Glasfaserkabeln
Wie bei Kupferkabeln existiert auch für Lichtwellenleiter eine DIN-normierte Kennzeichnung, deren einzelne Komponenten Sie der Tabelle entnehmen können.
Kennzeichnung von Glasfaserkabeln Position Pos. 1 Beschreibung Kabelart Kürzel I A AT Pos. 2 [A] Zug/Stützelement (ZS) Bedeutung Innenkabel Außenkabel Außenkabel, aufteilbar metallisches Zug/Stützelement in der Kabelseele Bündelader, ungefüllt Bündelader, gefüllt Faser Hohlader, ungefüllt

Pos. 3

Faserschutz

B D F H

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V W Pos. 4 [A] Verseilelement S

Vollader Hohlader, gefüllt metallisches Verseilelement gefüllte Verseilhohlräume nichtmetallische Zugentlastung halogenfrei PVC PE PU Foam-Skin-PE Schichtenmantel Al-Band/PE bewehrt Bewehrung mit PVC-Hülle Bewehrung mit PE-Hülle Faseranzahl Anzahl Bündeladern oder Fasern pro Bündelader Einmodenfaser Gradientenfaser Glas/Glas Stufenindexfaser Glas/Kunststoff Kunststofffaser Quasi-Gradientenfaser Glas/Glas Stufenindexfaser Glas/Glas in µm

Pos. 5 Pos. 6

[A]

Füllung Kabelmantel

F (ZN)

H Y 2Y 11Y (D)2Y (L)2Y

Pos. 7

[A]

Bewehrung

B BY B2Y

Pos. 8

n nxn

Pos. 9

Fasertyp

E G K

P Q

S

Pos. 10

Kerndurchmesser

nn

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Pos. 11 Pos. 12 Pos. 13

Manteldurchmesser Dämpfungskoeffizient Wellenlänge

nn nn B F H

in µm in dB/km 850 nm 1300 nm 1550 nm SMF: Dispersionskoeffizient in nm x km MMF: Bandbreite in MHz x km

Pos. 14

Dispersion

nn

Pos. 15

Verseilung

BD LG u

Bündelverseilung Lagenverseilung unverseilt

› Ausblick
Herrschte noch vor wenigen Jahren die Meinung, dass jenseits der 100 Mbit/s eine optische Verkabelung notwendig sei, ist heute Gigabit-Ethernet über ungeschirmtes Cat.5-Kabel zur Stockwerksverkabelung Standard. Wer nun meint, für Kupfer sei damit endgültig das Ende der Fahnenstange erreicht, könnte erneut falsch liegen. Anfang Januar 2003 trat erstmals eine IEEE 802.3 Study Group zusammen, die einen Standard für 10 Gbit/s über Kupferkabel erarbeiten will. Wenn möglich, sollen die 10 Gbit/s erneut über das ungeschirmte Cat.5e-Kabel erreicht werden. Wer langfristig auf der sicheren Seite sein will, sollte aber bei neuen Verkabelungen besser gleich Cat.6-Kabel einziehen. Auch bei der Glasfaser geht ein Trend zu immer höheren Geschwindigkeiten bei sinkenden Preisen weiter. Netzwerkkarten für 10 Gbit/s bei Entfernungen bis zu 10 Kilometern sind derzeit ab 5000 Euro erhältlich. Derzeit in der Entwicklung sind Systeme, die bis zu 6,4 TByte/s über ein Fiber übertragen. Doch eine ganz andere Entwicklung könnte dem Lichtwellenleiter zudem ein neues Einsatzgebiet erschließen: Die großen Halbleiterfirmen wie Intel arbeiten bereits fieberhaft an der optischen Kopplung von Schaltkreisen. Denn bei den immer höheren Taktfrequenzen gerät Kupfer auf dem Mainboard langsam an sein Limit. Lichtwellenleiter aus preiswerten Polymeren sollen daher zukünftig den Datentransport auf der Platine übernehmen. (ala)

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