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Nahrungsmittelinduzierte ADHD-Symptomatik
ein Beitrag von Renate Meyer

Bedingt durch seine Geschichte hat sich der BV AÜK seit jeher mit der nahrungsmittelinduzierten ADHD-
Symptomatik befasst.

Bei entsprechend sensibilisierten Kindern/Jugendlichen empfiehlt der BV AÜK daher, auf Grund div. doppelblind
placebo-kontrollierter Untersuchungen der vergangenen zwei Jahrzehnte, die Ernährungsumstellung, die sich
nach Anwendung der oligoantigenen Diät mit nachfolgender reintroduktiver Phase ergibt, als Behandlungs-
verfahren in ein multimodales Therapiekonzept einzubeziehen.
So konnte ein nicht unerheblicher Teil unserer Mitglieder bisher beobachten, dass bei entsprechender
Veranlagung die Symptome des ADHD durch individuell unterschiedliche Nahrungsmittel verstärkt oder sogar
ausgelöst werden.
Bei einem nicht zu vernachlässigenden Teil von Kindern/Jugendlichen stellt die Ernährungsumstellung eine
wirksame ergänzende Behandlungsmethode dar, bei einigen sogar eine Alternative zur medikamentösen
Therapie.

Im Zusammenhang mit einer nahrungsmittelinduzierten ADHD-Symptomatik können zusätzlich individuell völlig


unterschiedliche körperliche Symptome auftreten:

Abdominelle Symptome (Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfallneigung, Verstopfung, Darmblutungen, Erbrechen)


Kopfschmerzen (insbesondere migräneartige Kopfschmerzen mit Übelkeit, Erbrechen, Blässe, Lichtscheu, Sehstörungen
und Migräne-Epilepsie-Syndrom)
Hautsymptome (Neurodermitis, Urtikarielles Exanthem, Periorales Exanthem, Blässe/Augenringe/gerötete Ohren)
Chronische Rhinitis
Gliederschmerzen
Orale Ulzerationen
Sonstige möglicherweise nahrungsmittelinduzierte Symptome (Anfälle, Schlafstörungen, Enuresis, Tics,
Infektanfälligkeit, unklare Fieberschübe, Einnässen)

Der BV AÜK empfiehlt bei Verdacht auf nahrungsmittelinduzierte ADHD-Symptomatik zur Austestung die
oligoantigene Diät (Basisdiät [mehrfache Eliminationsdiät], welche bestimmte Nahrungsmittel und Zusatzstoffe
weglässt, die häufig Auslöser für Nahrungsmittelallergien-/unverträglichkeiten sein können) für 3-4 Wochen
anzuwenden.
Sie sollte jedoch nicht gegen den Willen des Kindes/Jugendlichen durchgeführt werden. Weiterhin sollten die
Voraussetzungen für eine konsequente Umsetzung in der Familie bzw. dem Umfeld gegeben sein.
Vor dem Beginn der oligoantigenen Diät muss die Diagnose (Differentialdiagnostik) abgeschlossen sein.
Bei Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen sollten Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistungen vor und
nach der Diät getestet werden. Während der Basisdiät führen die Eltern und ggf. auch Erzieher und Lehrer
sogenannte Conners-Skalen (Fragebögen zur Verhaltensbeurteilung). Dies alles ist ausschlaggebend dafür, ob
die oligoantigene Diät abgesetzt wird, falls sie keine Wirkung gezeigt hat oder die reintroduktive Phase
(Wiedereinführungsphase) beginnt.
In der Wiedereinführungsphase werden die Nahrungsmittel und Nahrungsmittelzusätze einzeln, in normalen
Mengen, jeweils 5 Tage lang und bei Verträglichkeit wieder dauerhaft eingeführt; hierbei werden ebenfalls die
Conners-Skalen geführt. Auf diese Art und Weise können Nahrungsmittel und Nahrungsmittelzusätze identifiziert
werden, bei denen die Symptome des ADHD verstärkt auftreten.
Auslasszeit und Wiedereinführungsphase können nach drei Monaten abgeschlossen sein. Sie können aber bis zu
sechs Monate dauern, wenn der Wunsch besteht, einzelne chemische Zusatzstoffe auszutesten Diese
oligoantigene Diät ist somit nicht – wie immer wieder fälschlich behauptet – eine dauerhafte Ernährungsform
sondern eine zeitlich begrenzte diagnostische Diät, die die Grundlage bildet für individuelle Diätempfehlungen.
Adressen zur oligoantigenen Diät können über die Geschäftsstelle des BV AÜK angefordert werden.

BV AÜK e.V.
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Behandlungsalgorhitmus bei ADHD
nach P Hill, E Taylor (2001); An auditable protocol for trating attention deficit/ hyperactivity disorder. Arch Dis Child 2001,
84:404-409 (May)

Information und Beratung

Informationen für Eltern und Kind über das Störungsbild ADHD

Aufklärung über Informationsquellen, Selbsthilfegruppen etc.

Elternberatung zum Umgang mit dem Kind


- Realistische Erwartungen, klar formulierte Regeln
- Positive Aufmerksamkeit und Lob für funktionierende Abläufe
- Time-out nach Aufforderung und folgender Verwarnung bei Überreaktionen und aggressivem
Verhalten des Kindes
- Evtl. zusätzlich Response-Cost-Programm

Aufklärung des Kinderarztes und (mit Erlaubnis der Eltern) der Schule und ggf. des
schulpsychologischen Dienstes über die Diagnose,
Aufbau angemessener Zusammenarbeit

Falls
1. Hinweis aus der Vorgeschichte auf
bedeutsame Ernährungsfaktoren
2. kompetente kinderärztliche Betreuung
3. Kind und Familie zur Diäteinhaltung bereit
Mangelnder
Behandlungserfolg
Durchführung einer oligoantigenen Diät unter
enger Überwachung durch einen hierfür ausgebildeten
Arzt für mindestens drei Wochen
Schrittweise Einführung einzelner Lebensmittel,
Aufbau einer Volldiät

Mangelnder
Behandlungserfolg

Medikation
1. Methylphenidat (1. Wahl)
2. alternative Wirkstoffe wie
Amphetamin, Imipramin

Mangelnder Behandlungserfolg bzw.


ausgeprägte Nebenwirkungen

Weiterführende
fachärztliche Abklärung

BV AÜK e.V.
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Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Ursächlich für nahrungsmittelinduzierte ADHD-Symptome können sein:

Nahrungsmittelallergien
Nahrungsmittelallergien entstehen durch Immunreaktionen. Im Prinzip kann jedes Nahrungsmittel oder
Nahrungsmittelbestandteil eine allergische Reaktion auslösen. So sind z.B. alleine bei der Milch ca. 25
verschiedene Eiweiße bekannt, von denen gegen jedes Einzelne eine Allergie bestehen kann. Generell wird
zwischen 6 verschiedenen Allergietypen unterschieden, wobei nur die folgenden bei Nahrungsmitteln bedeutsam
sind:

- Typ I Allergie (IgE-Antikörper-vermittelte Sofortreaktion)


- Typ III Allergie (IgG-Immunkomplex-vermittelte Reaktion)
- Typ IV Allergie (T-Zell-vermittelte Entzündungsreaktion vom Spättyp)

Die klassische allergische Reaktion des Soforttyps (Typ I) gehört zu den häufigsten Formen der
Nahrungsmittelallergien und unterliegt IgE-vermittelten immunologischen Reaktionen Aus noch nicht gänzlich
geklärten Gründen werden die antikörperproduzierenden B-Zellen zu einer falschen Antikörperbildung angeregt.
Anstelle der Immunglobuline M und G wird das Immunglobulin E (IgE) gebildet. Dieses IgE bindet sich über
bestimmte Rezeptoren an die Mastzellen (ein Zelltyp im Bindegewebe). Durch beim Allergiker vorhandene große
Mengen an IgE werden die Mastzellen wiederum dazu veranlasst, im Übermaß bestimmte Botenstoffe, wie u.a.
das Histamin freizusetzen. Der schnelle Ablauf dieser Reaktionen führt zu den Krankheitssymptomen der IgE-
vermittelten Sofortreaktionen.

Nahrungsmittelallergien folgen aber nicht unbedingt dem Typ der Sofortreaktion, so werden auch IgG-vermittelte
Reaktionen beschrieben, die erst nach Stunden oder Tagen auftreten. Die Typ III Allergie ist dadurch
gekennzeichnet, dass nicht IgE, sondern Antikörper der Klasse IgG beteiligt sind. Es werden Antigen-Antikörper-
Komplexe gebildet, die als Immunkomplexe im Blut zirkulieren, bei deren Beseitigung durch die sog. Fresszellen
umliegendes Gewebe stark geschädigt werden kann. Typische Auslöser für Typ III Allergien sind Schimmelpilze.
Der Stellenwert von IgG-Antikörpern zum Nachweis von Nahrungsmittelunverträglichkeiten wird derzeit sehr
kontovers diskutiert. In einer kürzlich publizierten Studie konnte allerdings gezeigt werden, dass eine
Patientengruppe mit Reizdarmsyndrom signifikant von einer Diät auf Basis der IgG-Reaktionen profiterte:
Atkinson W, Sheldon TA, Shaat N, Whorwell PJ: Food elimination based on IgG antibodies in irritable bowel syndrome: a randomised controlled trial.
Gut..2004; 53: 1459-1464

Bei der Typ IV Allergie liegt eine Reaktion der T-Lymphozyten vor. Hier sind Botenstoffe (Zytokine) und nicht
Antikörper für die Beschwerden verantwortlich, die 24-72 Stunden nach Kontakt auftreten können.

Für die Diagnose von Nahrungsmittelallergien gibt es jedoch keine hundertprozentig sichere Testmethode.
Darüber hinaus erfasst der Prick-Test (Aufbringen kleinster Mengen von Testflüssigkeiten auf die Haut des
Unterarms) und der RAST-Test (ein Labortest der untersucht, ob das Blut des Patienten auf isolierte Allergene
reagiert) oder der Läppchentest (bei dem auf die Rückenhaut allergenhaltige Läppchen aufgeklebt werden) nur
die Typ I Allergien durch das zirkulierende und an Mastzellen gebundene IgE und damit nur einen Typ der
möglichen Immunantworten.

Voraussetzung für viele Menschen, eine allergische Erkrankung zu bekommen, ist eine ererbte Fähigkeit,
Antikörper zu bilden. Neben dieser Disposition ist für eine Antikörperbildung aber auch erforderlich, mit dem
jeweiligen Stoff (meist dann auch länger) Kontakt gehabt zu haben. Dabei kann auch bereits eine Sensibilisierung
stattgefunden haben, ohne dass der Betroffene schon Krankheitszeichen verspürt. Weitere Faktoren, wie die
Menge der Allergenzufuhr oder das Auftreten von Begleiterkrankungen wie z.B. Infekte oder andere Umstände,
die den Organismus vorübergehend schwächen (wenig Schlaf, psychischer Stress, eine nicht intakte Darmflora
und vieles anderes mehr), können eine Wegbereiterfunktion für eine Allergie einnehmen.
BV AÜK e.V.
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Auch eine zu frühe Antigenzufuhr im Säuglingsalter (z.B. durch Kuhmilchprodukte nach dem Abstillen) ist ein
Faktor, der eine Nahrungsmittelallergie begünstigt.
Nahrungsmittelintoleranzen

- Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit): Die Ursache einer Laktoseintoleranz ist ein Enzymdefekt,


der angeboren, durch Begleiterkrankungen von Darmkrankheiten erworben sein kann oder bei dem die
Enzymaktivität aus bisher unbekannten Gründen mit zunehmendem Alter unwiederbringlich abnimmt.. Der
Organismus der Betroffenen produziert eine zu geringe Anzahl an Laktase-Enzymem, die zur Verdauung
der Laktose im Darm benötigt werden. Durch die im Dünndarm nicht oder auch vermindert stattfindende
Fermentierung durch Laktase-Enzyme gelangen die Milchzuckermoleküle in unverändertem Zustand in den
Dickdarm und werden von den dort befindlichen Bakterien vergärt. Die Abbauprodukte aus diesem
chemischen Prozess sind für das Beschwerdebild der Laktoseintoleranz (vielfältige Beschwerden des
Verdauungstraktes, die als typisch für das Reizmagen-Syndrom gelten und eine große Anzahl
unspezifischer Beschwerden wie z.B. chronische Müdigkeit, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, depressive
Verstimmungen, innere Unruhe, Konzentrationsstörungen, Schlafstöungen etc.) verantwortlich.

- Intestinale Fructoseintoleranz ( Fruchtzuckermalabsorption, die immer von der hereditären


Fructoseintoleranz, einer seltenen erblichen Stoffwechselkrankheit abgegrenzt werden muss): Der
Fructosemalabsorption liegt ein defektes Transportsystem im Dünndarm zu Grunde. Dieses kann ererbt oder
auch auf eine gestörte Darmflora zurückzuführen sein. Dadurch wird die aufgenommene Fructosemenge im
Dünndarm nur unzureichend resorbiert und es treten hohe Konzentrationen von Fructose vom Dünndarm in
den Dickdarm über, die von den dort befindlichen Bakterien ebenfalls vergärt werden. Auch hier entsteht, je
nach Art und Menge der Dickdarmbakterien ein chemischer Prozess, dessen Abbauprodukte für die
Beschwerden der Fructosemalabsorption verantwortlich sind. Das Vorkommen der Fructosemalabsorption
wird in der Bevölkerung der Zivilisationsländer sehr hoch eingeschätzt, wobei nur bei der Hälfte der
Betroffenen Beschwerden auftreten. Die Beschwerden ähneln denen der Laktoseintoleranz, wobei auf
Grund eines mit der Fructosemalabsorption scheinbar ursächlich in Zusammenhang stehenden Zink-,
Folsäure und Tryptophanmangels ein vermehrtes Auftreten von depressiven Symptomen und auch ein
geschwächtes Immunsystem beobachtet wurden.

- Sorbitintoleranz: Die Sorbitmalabsorption ist häufig mit der Fructosemalabsorption vergesellschaftet, kann
aber auch isoliert hiervon auftreten. Die Beschwerden ähneln denen der Laktoseintoleranz und
Fructosemalabsorption. Sorbit ist ein sechswertiger Zuckeralkohol, der in vielen Früchten vorkommt, aber
auch als Zuckeraustauschstoff bei der Herstellung von zuckerfreien Süßigkeiten Verwendung findet.

- Histamin-Intoleranz: Unverträglichkeit von mit der Nahrung aufgenommenem Histamin oder anderer
biogener Amine (z.B. in Schokolade), deren Ursache ein Mangel des Enzyms Diaminoxidase (DAO) oder ein
Missverhältnis zwischen Histamin und der DAO ist. Das mit der Nahrung aufgenommene Histamin wird beim
Durchtritt durch die Darmschleimhaut durch die dort sitzende DAO abgebaut. Die DAO ist ein empfindliches
Enzym, das von verschiedenen Substanzen wie z.B. Alkohol oder Medikamenten gehemmt werden kann
oder was bei entzündlichen Darmerkrankungen vermindert sein kann. Hohe Histaminwerte sind z.B.
inNahrungsmitteln enthalten, die bei ihrer Herstellung einer bakteriellen Fermentation unterliegen oder zu
einem raschen mikrobiellen Verderb neigen.
Weiterhin können Histaminfreisetzungen durch Nahrungsmittel erfolgen, die Histaminliberatoren enthalten
(z.B. in Erdbeeren, Zitrusfrüchten, Tomaten).
Viele der alltäglichen Nahrungsmittel können erhebliche Mengen an Histamin enthalten, der Substanz, die
bei allen Soforttypallergien als Hauptmediator (Hauptentzündungsstoff) eine zentrale Rolle spielt.

Die Diagnose der Laktoseintoleranz, Fructose- und Sorbitmalabsorption wird durch einen H2-Atemlufttest, durch
den bereits kleinste Mengen an malabsorbierten Zuckern auf Grund der Wasserstoffausscheidungen erfasst
werden, gesichert. Die Feststellung einer Histamin-Intoleranz erfolgt durch Messung des Histamin-Spiegels und
DAO-Spiegels im Blut.
BV AÜK e.V.
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Pseudoallergien
Von Pseudoallergien spricht man, wenn es ohne die Vermittlung von Immunglobulinen zu einer überschießenden
Reaktion kommt, dennoch werden Botenstoffe wie Histamin aus den Mastzellen freigesetzt, die zu ähnlichen
Symptomen wie bei einer “echten” Allergie führen. Dies ist vor allem bei Nahrungsmittel-Zusatzstoffen,
Pestizidrückständen, bei Bestandteilen von Medikamenten und Nahrungsmitteln mit hohem Salizylsäuregehalt der
Fall.

Opiat-Peptide aus Kasein und Gluten


Bei einer Untergruppe von Betroffenen mit Autismus und auch ADHD konnten in verschiedenen
Studien Peptid-Fragmente aus dem unvollständigen Abbau von Kasein und/ oder Gluten im Urin nachgewiesen
werden. Erhöhte Peptidwerte im Urin deuten auf einen genetischen, epigenetischen oder toxischen Effekt auf
Schlüsselenzyme der Peptidspaltung hin. Eine verminderte Peptidasenaktivität führt zur Anhäufung von Peptiden
und zu vermehrter Ausscheidung von Peptiden im Harn (Peptidurie), es handelt sich hierbei also um eine
Proteinintoleranz und nicht um eine Allergie.
Durch unvollständige enzymatische Spaltung aus in Nahrungsmittel-Proteinen vorhandenen Polypeptiden
enstehen kurze Ketten von Aminosäuren (Exorphine aus Glutenin, Gliadin und Kasein), die nur durch diesen
Vorgang freigesetzt und damit überhaupt aktiv werden können.
Bei diesen bioaktiven Peptid-Sequenzen wird davon ausgegangen, dass sie sich an die Opiat-Rezeptoren des
Gehirnes binden und damit Einfluss auf die Neurotransmitterfunktion nehmen.
Durch vermutlich familiär unterschiedliche Enzymdefekte (Peptidase/ Proteinasedefekte) konnten bisher z.B. 17
verschiedene Kasomorphine aus der Milch und 16 verschiedene Gliadomorphine aus dem Weizen mit
entsprechend unterschiedlichen Kettenlängen eleminiert werden, was wiederum Einfluss auf die Symptome der
jeweiligen Betroffenen zu haben scheint.
Die Behandlung besteht in einer eine kasein- und/ oder glutenfreien Diät

Weitere Faktoren
Nahrungsmittelallergien und –unverträglichkeiten können aber auch als Folge eines Mangels an Salzsäure im
Magen oder an Verdauungsenzymen (wie z.B. der Bauchspeicheldrüsenenzyme) auftreten und auc durch eine
Darmdysbiose ausgelöst werden.

Publikationen zur diätetischen Einstellung bei AD(H)D


Boris M, Mandel FS (1994) Foods and additives are common causes of the attention deficit hiperactive disorder in children.
Ann Allergy 72: 462-468

Carter CM, Urbanowicz M, Hemsley R, Mantilla L, Strobel S, Graham PJ, Taylor B (1993) Effects of a few food diet in attention
deficit disorder. Arch Dis Child 69: 564-568

Egger J, Carter CM, Wilson J, Turner MW, Soothill JF (1983) Is Migraine Food Allergy? A Double-blind Controlled trial of
Oligoantigenic Diet Treatment. Lancet 15: 865-869

Egger J, Carter CM, Graham PJ, Gumley D, Soothill JF (1985) A controlled trial oligoantigenic diet treatment in the
hyperkinetic syndrom. Lancet I: 940-945

Egger J, Stolla A, McEwen LM (1992) Controlled trial of hyposensitization in food induced hyperkinetik behavior disorder.
Lancet 339: 1150-1153

Egger J, Möglichkeiten von Diätbehandlungen bei hyperkinetischen Störungen. In: H-C. Steinhausen (Hrsg.), Hyperkinetische
Störungen im Kindes- und Jugendalter, Kohlhammer-Verlag, Stuttgart-Berlin-Köln, 2. Aufl. 2000

BV AÜK e.V.
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Kaplan BJ, McNicol J, Conte RA, Moghadam HK (1989) Dietary replacement in preschool-aged hyperactive boys. Pediatrics
83: 7-18

Kiefer et al, Schlafveränderungen bei Kindern mit nahrungsmittelinduziertem hyperkinetischen Syndrom. In: Köhler B, Kerner
R (Hrsg.), Aktuelle Neuropädiatrie 1991, Springer Verlag, Heidelberg, 361-365

L.M.J.Pelsser, J.K.Buitelaar (2002) Gunstige invloed van een standaardeliminatiedieet op het gedrag van jonge kinderen met
aandachtstekort-hyperactiviteitstoornis (ADHD), een verkennend onderzoek. Ned Tijdschr Geneeskd 2002, 28.dec.;
146(52):2543-2547

Schmidt MH, Mocks P, Lay B, Eisert HG, Fojkar R, Fritz-Sigmund D, Marcus A, Musaeus B (1997), Does oligoantigenic diet
influence hyperactive/ conduct-disordered children -- a controlled trial. Eur Child Adolesc Psychiatry: 6(2): 88-95

Schulte- Korne G, Deimel W, Gutenbrunner C, Henninghausen K, Blank R, Rieger C, Remschmid H (1996) Effect of an
oligoantigen diet on the behavior of hyperkinetic children. Z Kinder Jugendpsychiatr Psychother. Sep; 24(3): 176-83

Swanson JM, Kinsbourne M (1980) Food dyes impair performance of hyperactive children. A laboratory learnin test. Science
207: 1485-1487

Uhlig T, Merkenschlager A, Brandmaier R, Egger J (1997) Topographic mapping of brain electrical activity in children with
food-induced attention deficit hyperkinetic disorder. Journal of Pediatrics, 156(7): 557-61

Einige Studien und Artikel zum Thema Diät und ADHD sind im Internet abrufbar unter:
http://www.feingold.org/home.html (unter Research bei ADD/ADHD)

Literaturempfehlungen
Ein Selbsthilfebuch:
Prof. Doris Rapp, Ist das Ihr Kind, Versteckte Allergien bei Kindern und Erwachsenen aufdecken und behandeln,
Promedico, ISBN 3-9803957-1-5
Brigitte Speck, Zappelphilipp – Hyperaktive Kinder richtig ernähren (incl. 2-Wochen-Menüplan mit Praxisteil),
NaturaViva Verlags GmbH 2003, ISBN 3-935407-13-0

Ratgeber zu Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten:


Dr. S. Flade, Allergien natürlich behandeln, GU Ratgeber, ISBN 3-7742-5001-4
Dr. S. Flade, Diät für Allergiker, Ratschläge und Rezepte; zu beziehen über Praxis Dr. Flade, Angerer Str. 38,
80796 München (gegen Einsendung eines Verrechnungsschecks über 18,- EUR)
Maria Rollinger, Milch besser nicht, JOU-Verlag (Johnnes Ubrich)2004, Erfurt, ISBN 3-00-013125-6
Internet: http://www.milchbessernicht.de
Loren Cordain, Ph.D., Das Getreide, zweischneidiges Schwert der Menschheit, Novagenics-Verlag 2004,
Arnsberg, ISBN 3-929002-35-3
A. Bolland, Pro Gesundheit – Contra Gluten, CO’MED Verlagsges., ISBN 3-934672-15-9
Dr. M. Ledochowski, Ist Gluten ein Nahrungsmittelgift?
Internet: http://fructose.at (unter Newsletter Archiv vom 5.4.04 anklicken)

Ratgeber zur Lebensmittelauswahl (bei allergischen Erkrankungen, allg. Ernährungsempfehlungen,


Diätempfehlungen bei Kuhmilcheiweißallergie, bei Kuhmilcheiweiß und Sojaallergie, bei Allergie auf
Hühnereiproteine, bei pseudoallergischen Reaktionen, bei Unverträglichkeitsreaktionen auf biogene Amine, bei
Glutenunverträglichkeit etc.):
C. Behr-Völtzer, M. Hamm, D. Vieluf, J. Ring (HRSG.), Diät bei Nahrungsmittelallergieen und -intoleranzen, Urban
& Vogel, ISBN 3-899352203

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Ratgeber bei Laktoseintoleranz:
T. Schleip, Laktoseintoleranz, Trias-Verlag 2005 ISBN 3-830432402
M. Ledochowski et al, Laktoseintoleranz, J Ernährungsmed 2003, 5 (1): 7-14

Internet: http://www.libase.de
Internet: http://www.laktonova.de/Die_Laktose-Intoleranz/die_laktose-intoleranz.html

Ratgeber bei intestinaler Fructoseintoleranz:


Ledochowski, Hölzl, Pfandler, Fruchtzuckerarm kochen und sich wohl fühlen, Krenn VerlagesmbH 2004, ISBN: 3-
902351-26-8
M. Ledochowski et al, Fruktosemalabsorption, J Ernährungsmed. 2000; 2(3): 10-14

Hereditäre oder intestinale Fructoseintoleranz, Selbsthilfegruppe HFI, Kirchstr. 2, 91413 Neustadt/ Aisch,
Internet: http://www.fructoseintoleranz.de
Sehr ausführliche Informationen zur Fructosemalabsorption der Selbsthilfegruppe FM und HFI,
Martin Resch, Drosserweg 567, A 5071 Wals zum Download.
Internet: http://www.fructose.at.gs

Ratgeber bei Histaminintoleranz:


R. Jarisch, Histamin-Intoleranz, Thieme, ISBN 3131053828
Thilo Schleip, Histamin-Intoleranz, Trias-Verlag 2004, ISBN 3-8304-3204-6
Internet: http://www.laktonova.de/Histamin-Intoleranz/histamin-intoleranz.html

Informationen über Opiat-Peptide aus Kasein und Gluten:


Internet: http://www.autismndi.com/
Internet: http://osiris.sunderland.ac.uk/autism/pshdur96.htm
Internet: http://www.greatplainslaboratory.com/glutencasein.html (in Englisch)
Internet: http://www.autismcanada.org/research.htm (nachfolgende Studie anklicken)
A Randomized, Controlled Study of Dietary Intervention in Autistic Syndromes. Knivsberg, Reichelt et al - Jan. 02 -

Der Bericht von Paul Shattock & Dawn Savery, Autismus – als Stoffwechselstörung (hierin wird auch auf ADD und
ADHD Bezug genommen) kann als Übersetzung gegen Übersendung eines Kostenbeitrages von EUR 3,-- in
Briefmarken angefordert werden bei: A. Mehl, Bergweg 26, 14109 Berlin

Zusatzstoffe in Lebensmitteln:
H.-U. Grimm, Echt künstlich, Dr. Watson Books, ISBN 978-3-9810915-1-9
H. Knieriemen, E-Nummern, AT Verlag, ISBN 3-85502-670-X
Internet: http://www.oekotest.de/oeko/enr/enr.html

Eine Zusammenfassung div. biologischer Behandlungsmethoden bei ADD und Hyperaktivität (in
Englisch): the ALL-IN-ONE GUIDE to ADD & Hyperactivity, AGES Publications TM, Niagara Falls, New York
2001, ISBN 1-886508-29-1

Kinderernährung:
Dr. P. Thorbrietz, Kursbuch gesunde Kinderernährung, ZS Verlag, ISBN 3-89883-035-7

Weiterhin sollten im Zusammenhang mit einer nahrungsmittelinduzierten ADHD-


Symptomatik in Betracht gezogen werden:

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Dysbiosen des Darmes
Hauptkontaktfläche des menschlichen Körpers mit der Umwelt sind weder die Haut noch die Schleimhäute des
Atemtraktes, sondern der Darm, dessen resorptive Oberfläche ca. 300-500m² umfasst. Daher besitzt die
Barrierefunktion des Darmes zum Schutz gegen das Eindringen von Mikroorganismen, anderen Antigenen oder
Schad-stoffen im Körper eine zentrale Bedeutung für die Gesundheit des Menschen.
Unterschiedliche Immundefizite verstärken die Empfindlichkeit für bakteriell/ viral/ mykotische Infektionen, welche
das Gleichgewicht der intestinalen Mikro-ökologie (Wechselbeziehungen von Mikroorganismen im bzw. mit dem
Darmtrakt) nachhaltig stören.
Der IgA-Mangel ist der häufigste angeborene Immunglobulinmangel. IgA ist der Antikörper, der die
Nasenschleimhäute und die Darmwände vor Keimen schützt.
So wurde in Studien z.B. nachgewiesen, dass Kinder mit ADHD erheblich häufiger an Ohrenentzündungen
erkrankt sind, als andere Kinder.
Antibiotikabehandlungen können zu einer Eliminierung der normalen Darmflora und einer Überbesiedlung des
Magen- Darmtraktes mit potentiell schädlichen Hefen, Pilzen und Bakterien führen. Aber auch
Nahrungsmittelunverträglichkeiten, wie z.B. primäre (angeborene) Kohlenhydratresorptionsstörungen (Laktose,
Fructose und Sorbit) oder andere Faktoren, wie Verdauungsinsuffizienzen können hierfür ursächlich sein. Dies
alles kann zu einer vermehrten Durchlässigkeit der Darmbarriere führen. Allergiegeschehen können so entstehen
oder unterhalten werden. Die Stoffwechselprodukte (organische Säureverbindungen) von abnormalen
Mikroorganismen des Darmtraktes sind im Urin mittels Gaschromatographie bzw. Massenspektrometer
nachweisbar. Der von verschiedenen Laboren in den USA angewandte Organische-Säuren-Test weist bei 80-
90% der hierauf untersuchten Kinder mit ADHD erhöhte Hefe- und/ oder bakterielle Stoffwechselprodukte auf, die
normalerweise nur in geringen Konzentrationen vorkommen und von denen vermutet wird, dass sie u.a.
neurologische Funktionen beeinflussen.
Der Biochemiker Dr. W. Shaw führt in seinem Buch, Biologische Behandungen bei Autismus und PDD an, dass
abnormale mikrobielle Podukte nicht so definiert sind, dass sie von einem genetischen Defekt auf einem
menschlichen biochemischen Pfad stammen. Er glaubt daher, dass die meisten Forscher auf dem Gebiet der
Stoffwechselstörungen unberechtigterweise annehmen, diese mikrobiellen Stoffwechselprodukte seien
metabolisch und physiologisch inaktiv.
Vielmehr gibt es lt. Dr. Shaw keinen angeborenen Grund dafür, dass man nicht damit rechnen müsste, dass
Struktur und Funktion des Gehirns in seinen multiplen biochemischen Systemen eine dramatische biochemische
Veränderung durch potentiell schädliche mikrobische Metaboliten erfährt.

Informationen im Internet:
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/247723.html (Veränderungen der Darmflora begünstigen
Überreaktionen des Immunsystems)
http://www.greatplainslaboratory.com/german/home.htm

Literaturempfehlung:
William Shaw PH.D., Biologische Behandlungen bei Autismus und PDD, ISBN 0-9661238-3-2
Ziel dieses Buches ist es, Informationen aus den Gebieten der Biochemie, Immunologie, Genetik, Ernährung und
Mikrobiologie über Autismus, ADHD und PDD (Tiefgreifende Entwicklungsstörung) in einer Form zusammenzuführen.
Das Buch ist zum Preis von 20,--EUR zuzüglich 3,--EUR Versandkosten zu erhalten über:
hilfe für das autistische kind - Bezirksverband Rhein-Neckar-Kraichgau e.V.
Silvia Gottstein, Im Enkler 7, 69181 Leimen, e-mail: armin.gottstein@t-online.de oder
Sabine Melugin, Christophstr. 32, 69214 Eppelheim, e-mail: Smelugin@t-online.de
Internet: http://www.autismus-leimen.de

Weitere Informationen:
Selbsthilfegruppe für Pilzerkrankungen und Chronische Müdigkeit
Ch. Schröder, Weskammstr. 11, 12279 Berlin, Tel.: 030/ 7231891
Internet: http://kunden.www-pool.de/cfs+mcs-berlin/pilze.html
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Hypoglykämien
Es gibt nur wenige psychiatrische Symptomenbilder, bei denen hypoglykämische Anfälle nicht bereits differential-
diagnostisch in Erwägung gezogen wurden. Deshalb sollte bei der Diagnose des ADHD auch an die
Hypoglykämie gedacht werden.
Flache Glucosetoleranzkurven werden im Zusammenhang mit ADHD schon seit langem beobachtet und teilweise
wird über eine regelrechte Sucht auf Süßes berichtet. Insbesondere dann, wenn im Zusammenhang mit diesen
Heißhungerattacken eine Zunahme der ADHD-Symptomatik zu beobachten ist, sollte eine Störung der
hormonellen Regelmechanismen der Blutzuckerhomöostase ausgeschlossen werden.
Für den Nachweis der Hypoglykämie stehen verschiedene Tests zur Verfügung, die sich in erster Linie nach der
Art der vermuteten Hypoglykämieform richten.

Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Metaboliten von Hefen aus dem Magen-Darmtrakt wichtige
Funktionen des Zitronensäure-Zyklus blockieren, so dass nicht genügend Malinsäure produziert und damit der
Glucosebedarf durch die Gluconeogenese (Biosynthese von Glucose aus Nicht-Kohlenhydrat-Verbindungen) nicht
in dem erforderlichen Maße gedeckt werden kann. Unterzuckerungen können auftreten.

Literatur:
Prof. Dr. O. Schrappe, Neurologische und psychiatrische Symptome durch Hypoglykämie, Therapiewoche 30,
4783-4787 (1980), Verlag G. Braun, Karlsruhe
Dr. W. Shaw, biologische Behandlungen bei Autismus und PDD (weitere Informationen siehe unter Dysbiosen des
Darmes)
Internet: http://www.greatplainslaboratory.com/german/yeast.html
http://www.greatplainslaboratory.com/german/fibromyalgia.html

Weitere Informationen über Hypoglykämien:


Arbeitsgemeinschaft Erkrankungen mit Unterzuckerung e.V.
Gerda Hoppe, Bachstr. 61, 22083 Hamburg, Tel: 040-225167
Renate Stoltenburg, 91564 Neudettelsau, Tel: 09874/ 1248
Internet: http://www.hypoglykaemie-bayern.de
http://www.migraeneinformation.de/molmain/main.php?docid=353
http://www.migraeneinformation.de/molmain/main.php?docid=67

Mikronährstoffdefizite

Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementmangel sowie Mangel an essentiellen Fettsäuren

Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementmangel sowie der Mangel an essentiellen Fettsäuren führt neben
physischen Störungen auch zu psychischen Störungen oder verstärkt sie. So wird z.B. der Gehirnstoffwechsel
nachhaltig durch Zink beeinflusst, da zahlreiche neurochemische Stoffwechselprozesse zinkabhängig verlaufen.
Eisen übt als Enzymbestandteil wichtige Funktionen bei der Neurotransmission aus. Magnesium fungiert als
Cofaktor vieler Enzymsysteme, außerdem besitzt es einen membranstabilisierenden Effekt gegenüber einer
überschießenden Sekretion von Stresshormonen. Weiterhin wird die Bindung von Neurotransmittern an die
postsynaptische Membran durch Vitamin-B6 beeinflusst. Die vorstehende Aufzählung beeinhaltet jedoch nur
einen kleinen Überblick aus der Vielzahl der beschriebenen Funktionen der genannten Elemente. Aber auch
andere Nährstoffe sind notwendig für die reibungslose Funktion des Nervensystems.
Daher sollten im Rahmen der Diagnostik eines ADHD eventuelle Mangelzustände, deren Ursache in einseitiger
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Ernährungsweise, mangelnder Aufnahmefähigkeit durch Affektionen des Darmes, einer Störung bei der
Verarbeitung der Substanzen durch den Stoffwechsel oder durch einen gesteigerten Bedarf in Zeiten größerer
Belastung begründet sein können, durch gezielte Untersuchungen erfasst und entsprechend behandelt werden.

Diverse wissenschaftliche Untersuchungen, bei denen durch Laboranalysen Mängel an bestimmten Nährstoffen
festgestellt wurden und Untersuchungen, bei denen man eine Nährstofftherapie mit bestimmten Nährstoffen
getestet hat, belegen die Möglichkeit, Nährstoffe bei der Behandlung des ADHD einzusetzen.
Im Journnal of Attention Disorders Vol. 3, No. 1, 1999, 30-48 ist von L.E. Arnold eine Zusammenstellung der
Studien über sog. Alternativ-Therapien ‘”Treatments alternatives for ADHD” erschienen. Neben einer Beurteilung
der in den USA angebotenen Alternativ-Therapien wird auch zu verschiedenen Studien über Nährstoffe Stellung
genommen.
Internet: http://www.turnertoys.com/ADHD/AlternativeTreatments.htm

Bei der Bestimmung von Mineralstoffen und Spurenelementen im Blutserum ist weiterhin zu berücksichtigen, dass
hiermit nicht zwangsläufig auch Rückschlüsse auf die zelluläre Versorgung gezogen werden können. Da aber
z.B. 99% des Eisens, 90% des Kaliums, 90% des Zinks, 70% des Magnesiums und 70% des Selens
ausschließlich in den zellulären Blutbestandteilen enthalten sind, stellt die Vollblutanalyse einen wesentlich
aussagekkräftigeren Untersuchungsparameter gegenüber der meist angewandten Serumanalyse dar.
Weitergehende Ausführungen zur diagnostischen Relevanz von Mineralstoffbestimmungen im Vollblut sind über
das Internet abrufbar unter:
http://www.labor-bayer.de/publikationen/1_mineralstoffbestimmung.pdf

Konzentrationsstörungen und Hyperaktivität durch Magnesiummangel:


Hypomagnesiämie und funktionell-neurovegetative Beschwerden bei Kindern. Eine Doppelblindstudie mit
Magnesium-L-Aspartat-Hydrochlorid, H.F. Schimatschek, H.-G. Classen, K. Baerlocher u. H. Thöni
der Kinderarzt 28.Jg. (1997) Nr.2 196-203
Internet: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/pza/2004-51/pharm4.htm

Informationen über Symptome eines Magnesiummangels sind über die Internetseiten der Selbsthilfeorganisation
Mineralimbalancen e.V. abrufbar:
http://www.magnesiumhilfe.de/index.php

Neueste Ergebnisse einer iranischen Studie deuten darauf hin, dass Zinkmangel eine der Ursachen von ADHD
sein könnte.
S Akhondzadeh et al, Zinc sulfate as an adjunct to methylphenidate for the treatment of attention deficit
hyperactivity disorder in children: A double blind and randomized trial, BMC Psychiatry 2004, 4:9
Internet: http://www.biomedcentral.com/1471-244X/4/9

Ein Zinkmangel-Risiko-Test (mit Risikofaktoren für einen Zinkmangel und möglichen Zinkmangel-
Folgebeschwerden) ist über das Internet abrufbar unter:
http://www.zinkmangelrisiko-test.de

Im Zusammenhang mit einem Zink- und B6-Mangel sollte das Vorliegen einer Kryptopyrrolurie (= KPU, auch HPU,
HPL oder Malvenfaktor) in Betracht gezogen werden.
Internet: http://www.symptome.ch/wiki/index.php/Ausf%C3%BChrliche_Linkliste_zu_KPU

Kryptopyrrolurie-Forum: http://www.symptome.ch (Rubrik Kryptopyrrolurie)

Woddy R. McGinnis M.D., Ashland, OR sieht in der Bestimmung des Malvenfaktors einen wichtigen Test bei allen
Verhaltensstörungen. Er bezeichnet den Malvenfaktor – ein bei den Betroffenen im Urin gefundenes Pyrrol,
welches die Häm-Synthese hemmt – als wahrscheinlichen Biomarker für oxidativen Stress, denn diverse
antioxidative Enzyme sind Häm-abhängig. Er definiert weiterhin oxidativen Stress (insbesondere der Darm und
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das Gehirn reagieren besonders empfindlich auf oxidativen Stress) als eine körperliche Beeinträchtigung in Folge
von Freien Radikalen (hoch reaktive Moleküle, welche Schaden verursachen, in dem sie Lipide, Protein und
Nukleinsäuren oxidieren) im Überschuss gegenüber der verfügbaren Antioxidantienabwehr , wobei das
Zusammenspiel zwischen Genen, Nahrungsergänzungen und Toxinen die Stufe des oxidativen Stresses
bestimme.
Urinary Pyrrole (Mauve Faktor): Metric for Oxidative Stress in Behavioral Disorders,
Internet : http://www.bv-auek.de/Seiten/ADHD/Nahrungsmittelinduziertes_ADHD/LinusPaulingFinal.pdf
Mauve Factor Bibliographie
Internet: http://www.bv-auek.de/Seiten/ADHD/Nahrungsmittelinduziertes_ADHD/Malvenfaktor.pdf

Welche Rolle spielen Fettsäuren bei Dyslexie, Dyspraxie, ADHD und Autismus? Alexandra Richardson, University
Laboratory of Physiology, Oxford University, U.K., 2002
Internet: http://www.bv-auek.de/Seiten/Leseecke/Fettsaeuren.pdf
Internet: http://www.durhamtrial.org
Internet: http://pediatrics.aappublications.org/cgi/content/full/115/5/1360

Literaturempfehlung:
U. Rau: Tips zur Ernährung hyperaktiver Kinder, Aminosäuren, Mineralstoffe, Vitamine, VAK Concept 9/99 ISBN
393209848X
Dr. C. Krebs: Nährstoffe für ein leistungsfähiges Gehirn, VAK Concept 2004, ISBN 3-935767-47-1
Silya Ottens: Die Bedeutung der langkettigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren bei der Erkrankung ADHS, Bd. 6
Ökotrophologische Forschungsberichte, Verlag Dr. R. Martienß, Libellenweg 10, 21493 Schwarzenbek 2004,
ISBN 3-921757-355
Dr. G. Keller, M.-T. Zierau: Hilfe bei AD(H)S, Die neue sanfte Nährstofftherapie, Knaur Ratgeber 2004,
ISBN 3-426-66935-8
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Karl F. Haug Verlag 4/2007, ISBN 383042194X
Dr. B. Becker: Zink und seine heilende Wirkung, Karl F. Haug Verlag 10/99, ISBN 3830420099
Holtmeier/Kruse-Jarres: Zink-Biochemie, Physiologie, Pathophysiologie und Klinik des Zinkstoffwechsels des
Menschen, Wissenschaftl. Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 1991, ISBN 3804708986
Prof. Dr. M. Hamm, Dr. M. Berger: ADHS bei Erwachsenen – Die Nährstofftherapie, Schlütersche, Hannover 2004,
ISBN 3-89993-510-1

Umweltgifte
Viele chemische Stoffgruppen wie Metalle, Lösemittel, Pestizide und andere organische Substanzen incl. Alkohol
haben neurotoxische Eigenschaften, wobei Kinder auf diese sehr viel empfindlicher reagieren als Erwachsene.
Einige Neurotoxine haben eine eindeutige Wirkung auf die Intelligenz, die sprachliche Fähigkeit und die
Aufmerksamkeit, andere machen sich im emotionalen oder sozialen Verhalten bemerkbar.
So können Neurotoxine in den Aufbau von Neurotransmittern oder ihren Rezeptoren eingreifen oder sie hemmen
den Abbau und die Weiterverarbeitung der Neurotransmitter, nachdem diese ihre Aufgabe erfüllt haben.

Literaturempfehlung:
Prof. H.L. Needleman, Prof. P.J. Landigran, Umweltgifte: So schützen Sie ihr Kind, Belastungen erkennen,
verringern, vermeiden, Trias, Georg Thieme Verlag 1996, ISBN 3-89373-336-1

Ein Blick über die Grenzen


Organisationen/Institutionen im Ausland, die sich mit dem nahrungsmittelinduzierten ADHD befassen:

BV AÜK e.V.
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FEBA, Fachstelle Ernährung bei ADS
Hinterfeld 2, CH 4613 Rickenbach
Internet: http://www.aev-schweiz.ch

Elpos Schweiz-Dachverband
http://www.elpos.ch/beratung.htm

Feingold Association of the United States


127 E. Main Street # 106
R iverhead, NY 11901
Internet: http://www.feingold.org/home.html

OnderzoeksCentrum voor Hyperactiviteit en ADHD


Drs. L.M.J. Pelsser
Liviuslaan 49, 5624 JE Eindhoven
Internet: http://www.pelsser.nl

Copyright: Renate Meyer, November 2001 (aktualisiert 28.2.07)


Quelle: http://www.bv-auek.de / Leseecke pdf-Datei

Bundesverband Arbeitskreis Überaktives Kind e.V., Poschingerstr. 16, 12157 Berlin


Tel: 030 - 85605902 Fax: 030 - 85605970
Internet: www.bv-auek.de e-mail: info@bv-auek.de

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