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Berlin, 08.April 2011 www.garreltduin.

de Ausgabe 4 / 2011 I

Energiewende: Strom muss auch bezahlbar bleiben


SPD legt Wert auf Bezahlbarkeit des Stroms für Privathaushalte und Wirtschaft / Arbeit und Energie sind für SPD untrennbar

In der Energiepolitik schlägt jetzt Tatsachen verbieten es, alte und ruhen, desto wichtiger ist es, für cherheit, damit sie in erneuerba-
die Stunde der Wahrheit. Den neue Industrien gegeneinander eine Übergangszeit die Grund- re Energien und Netze investie-
wohlklingenden Worten über die auszuspielen. Duin: „Wir brau- last zu sichern mit schnell regel- ren können. Duin: „Es darf nicht
Energiewende müssen die Taten chen alle.“ fähigen Gaskraftwerken und eintreten, dass wir dauerhaft
folgen. Die Bundestagsfraktion verstärkter Kraft-Wärme- Strom importieren müssen.“
der SPD arbeitet deshalb an Die Sozialdemokraten sprechen Kopplung bei Kohle. Eine bedeu-
einem umfassenden Energiekon- sich für eine schleunige Energie- tende Rolle wird auch die Ener- Die SPD strebt einen Stromkon-
zept, das demnächst vorgestellt wende aus und wollen die For- gieeffizienz spielen. Massiv Strom sens unter den Parteien an, auch
werden soll. Dabei geht es um men erneuerbarer Stromherstel- sparen lässt sich bei der Gebäu- um die Akzeptanz der Menschen
die Minderung von Umwelt- und lung fördern. Mit Stilllegung von desanierung - übrigens bedeu- zu stärken, wenn es um konventi-
Klimaschäden, um eine verlässli- sieben Atommeilern sind sieben tend mehr als bei Autos. onelle Kraftwerke, Netzausbau
che Versorgung und um die Be- bis acht Prozent der Stromerzeu- und Finanzierung der Energie-
zahlbarkeit. gung vom Netz genommen wor- Die Stromversorger brauchen wende geht. Duin: „Der Rahmen
den. Je mehr Atomkraftwerke schnell Planungs- und Rechtssi- muss abgesteckt werden.“
„Strom muss für die Menschen,
für Handel, Gewerbe und Indust-
rie bezahlbar bleiben. Das ist für Friedrich-Ebert-Stiftung auch kommunal
Sozialdemokraten kein Randthe-
ma“, sagt Garrelt Duin.
Das machte Duin, wirtschaftspo-
litischer Sprecher, gemeinsam
mit Fraktionsvize Hubertus Heil
und Rolf Hempelmann, energie-
politischer Sprecher, vor Vertre-
tern der Energiewirtschaft in Ber-
lin deutlich.
Energie und Arbeit nennt die SPD
in einem Atemzug. Deutschland
muss auch im Zeitalter erneuer-
barer Energien ein attraktiver
Industriestandort bleiben, auch
für die energieintensiven Indust- Chef der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ist seit kurzem der frühere Verteidigungsminister und Fraktions-
rien wie Chemie, Stahl, Alumini- vorsitzende der SPD im Bundestag, Dr. Peter Struck aus Uelzen. In einer Diskussion mit SPD-
um, Zement oder Gießerei dür- Abgeordneten unter Leitung von Garrelt Duin sagte Struck, ein Schwerpunkt der FES werde sein, die
fen. Selbst Rechenzentren schlu- Frage kompetent zu beantworten, ob Strom wirklich so teuer werde, wie es die Konzerne behaupten.
cken viel Strom. Allein diese Struck ermunterte die SPD, auch kommunal die Arbeit der FES in Anspruch zu nehmen.
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„Zukunftsgespräch“ in historischem Ambiente


Im Schloss Dornum ging es um die „Zukunft der Meere“ / Zahlreiche Fragen und Anregungen zur Energiepolitik

Die „Zukunftsgespräche“, zu der


Garrelt Duin und die SPD bereits
zum dritten Mal eingeladen ha-
ben, erweisen sich als Erfolg. Sie
sind eine Plattform für Sozialde-
mokraten und Bürger, miteinan-
der ins Gespräch zu kommen.
Diesmal ging es im Dornumer
Schloss um die „Zukunft der
Meere“. Der Europaabgeordnete
Matthias Groote, Baudirektorin
Ute Schlautmann, beim NLWKN
zuständig für die Rahmenrichtli-
nie der EU-Meeresstrategie, und
Landrat Walter Theuerkauf als
Beirats-Vorsitzer des National-
park Niedersächsisches Watten-
meer, diskutierten auf dem Podi-
um und beantworteten Fragen Die Altvorderen an den Wänden des Schlosses in Dornum waren Zeuge einer Diskussion über die
des Publikums. Energiefragen „Zukunft der Meere“. Rund 80 Gäste waren gekommen, unter ihnen mehrere jugendliche Teilneh-
mer. Erwin Wenzel, Vorsitzer der SPD-Kreistagsfraktion, würdigte die wertvollen Beiträge.
spielten eine große Rolle.

Ministerin speist Kommunen mit warmen Worten ab


Rechtsanspruch auf Kita-Platz für alle Kinder ab eins gerät in Gefahr / Regierung wird das Ziel vermutlich verfehlen

Bundesfamilienministerin Kristina 2013 haben alle Kinder ab eins die Wunde: „Frau Schröder Auch über die Qualität von Kitas
Schröder, CDU, versucht, sich einen Rechtsanspruch auf einen speist die Kommunen mit war- verliert die Ministerin kein Wort.
beim Ausbau von Kindertages- Kita-Platz. Städte und Gemein- men Worten ab und riskiert da-
stätten aus der Verantwortung zu den müssen das Gesetz zwar mit das wichtigste familienpoliti- Garrelt Duin: „Frau Schröder
stehlen. Während einer Fachta- umsetzen, aber der Bund muss sche Projekt dieser Legislaturperi- muss Bund, Länder und Kommu-
gung des Ministeriums in Berlin dafür Geld bereitstellen. ode.“ Die meisten Kommunen nen an einen Tisch holen, eine
mit dem Deutschen Städtetag, sind von der angestrebten aktuelle Bedarfsprognose erstel-
dem Deutschen Landkreistag Manuela Schwesig, stellvertreten- Betreuungsquote von 35 Prozent len und dann in einem Nationa-
und dem Deutschen Städte- und de Vorsitzerin der SPD und Mi- noch weit entfernt. Sie schlagen len Bildungspaket die Mittel des
Gemeindebund in Berlin schob nisterin für Soziales und Gesund- deshalb Alarm, weil sie befürch- Bundes entsprechend aufsto-
sie auffällig den Kommunen die heit in Mecklenburg- ten, den tatsächlichen Bedarf ab cken. Der Bund steht in der
Verantwortung in die Schuhe. Ab Vorpommern, legt den Finger in 2013 nicht decken zu können. Pflicht.“

Frauen gleich entlohnen Prekäre Jobs beenden


SPD: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit Frühjahrsgutachten / Leiharbeit nimmt stark zu

Die SPD-Bundestagsfraktion stellt schied beträgt im Durchschnitt Die Bundesregierung muss die sozialversicherungspflichtigen
die Regierung auf den Prüfstand: 23 Prozent. Freiwillige Vereinba- erfreuliche Lage der Wirtschaft Beschäftigung ruht zu großen
In einem Gesetzentwurf fordert rungen mit der Wirtschaft haben nutzen, mit den prekären Arbeits- Teilen auf mehr Leiharbeit. Leih-
sie, dass Männer und Frauen für versagt. Deshalb ist der Staat verhältnissen aufzuräumen. Das arbeit macht knapp die Hälfte
gleiche Arbeit gleich bezahlt gefordert. Garrelt Duin: „Die ist die politische Botschaft der des Zuwachses aus. Garrelt
werden. Bisher werden Männer Sache ist klar. Niemand darf Wirtschaftsforscher in ihrem Duin: „Die arbeitenden Men-
für gleiche Arbeit deutlich besser wegen seines Geschlechts be- Frühjahrsgutachten an Kanzlerin schen in Deutschland verdienen
bezahlt als Frauen. Der Unter- nachteiligt werden.“ Merkel. Die starke Zunahme der unbefristete Arbeitsverträge.“
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Regierung lässt Maritime Wirtschaft links liegen


Maritime Wirtschaft: Konferenz der SPD-Bundestagsfraktion / Reeder und Schiffbauer fühlen sich im Stich gelassen

„Flagge zeigen für die Maritime Garrelt Duin (rechts), wirtschaftspolitischer Sprecher, als Gastgeber mit Erwin Heinks, Betriebsratsvorsitzer der SIAG
Wirtschaft“ lautet das SPD-Motto. Emden, Thomas Gelder, Betriebsratsvorsitzer Meyer-Werft, und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier.

Die Maritime Wirtschaft ist ein teilnahmen, zu der Garrelt Duin Teilnehmern. Die SPD fordert die Bündnis wiederbeleben, Offsho-
Wachstumsmarkt. Dennoch lässt als wirtschaftspolitischer und Regierung in einem umfangrei- re-Energie stärker in den Mittel-
die Bundesregierung sie links Uwe Beckmeyer als verkehrspoli- chen Antrag auf, die Zukunftsfä- punkt rücken und das Offshore-
liegen. Vor diesem Hintergrund tischer Sprecher der Fraktion higkeit der Maritimen Wirtschaft Programm für den Schiffbau
wundert es nicht, dass die stolze eingeladen hatten. Fachleute der zu sichern. Der Frust der Branche öffnen. Außerdem: Hände weg
Zahl von 170 Gästen an einer Branche referierten und diskutier- über Merkel & Co. ist groß. Gar- von der Wasser- und Schifffahrts-
Tagung der SPD im Reichstag ten auf hohem Niveau mit den relt Duin: „Wir müssen das verwaltung.“

170 Vertreter der Maritimen Wirtschaft kamen in den Reichstag zu einer Gute Stimmung bei Vanessa Kallies vom Niederländischen Generalkonsulat
Konferenz. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier begrüßte die Gäste. in Hamburg, und Andreas Schaeder, Sprecher der Leeraner Reeder.

Blick aufs Podium zum Thema „Maritime Industrie - Wachstumsmarkt für Deutschland“: v.l. Friedrich Lürssen (Lürssen-Werft), MdB Uwe Beckmeyer, Bre-
men, Ernst-August Kiel, Betriebsratsvorsitzer Howaldtswerke Deutsche Werft, MdB Garrelt Duin, Werner Weimann, Vorstandsprecher Deutsche Schiffsbank.
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Zweite Chance verdient Nicht abgestimmt


Regierung kürzt Mittel für Ausbildung von Jobsuchenden Schäuble lässt Fragen zur Finanzkrise teils unbeantwortet

Ohne Ausbildung gibt es kaum Engagement nötig. Garrelt Duin: Die Bundesregierung wird eine großen Finanz- und Wirtschafts-
Arbeit. Deshalb müssen Jobsu- „Jeder, der es als junger Mensch Finanztransaktionssteuer bei der krise geführt haben.
chende, die eine Lehre nachho- nicht geschafft hat, verdient eine EU in Brüssel nicht fordern. Die-
len wollen, gezielt gefördert wer- zweite Chance, um eine Be- sen Schluss lassen Aussagen von Garrelt Duin, Obmann der SPD-
den. Das schlägt der Deutsche rufsausbildung abzuschließen. Bundesfinanzminister Wolfgang Abgeordneten im Ausschuss,
Gewerkschaftsbund (DGB) vor. Auch wer einen Hauptschulab- Schäuble zu. Der CDU-Politiker hielt Schäuble in der Griechen-
Die SPD-Bundestagsfraktion schluss nachholt, verdient Hilfe.“ sprach als Gast vor dem Bundes- land-Frage einen Unterschied
unterstützt dies. tagsausschuss für Wirtschaft und zwischen eigener Erkenntnis und
Die Bundesregierung hat im Technologie. Das Thema sei in dem vor, was er dem Volk zumu-
In der Praxis kann es so ausse- Haushalt 2011 die Ausgaben für der Bundesregierung nicht abge- ten wolle. Auf Duins Frage, ob
hen: Bei Teilnahme an einer die aktive Arbeitsmarktförderung stimmt, sagte Schäuble. Im Klar- mit einer Umschuldung Grie-
Qualifizierungsmaßnahme erhal- halbiert - und damit auch für text bedeutet das: Die FDP will es chenlands zu rechnen sei und
ten Arbeitslose neben dem Ar- Qualifizierungsmaßnahmen. nicht. was dann auf Deutschland zu-
beitslosengeld eine pauschale besonders Arbeitslose werden die kommen, blieb Schäuble eine
Aufwandsentschädigung von Wirkungen spüren. Die SPD plä- Schäuble deutete an, sich per- Antwort schuldig. Duin mahnte
zehn Prozent - oder alternativ diert, die Kürzungen zurückzu- sönlich mit einer Transaktions- an, Ländern wie Griechenland
eine Abschlussprämie, wenn sie nehmen. Schließlich geht es vor steuer in der Euro-Zone anfreun- und Portugal eine perspektive für
den Facharbeiterbrief erlangt allem darum, Menschen aus den zu können. Er fügte jedoch reales Wachstum zu geben: „Ein
haben. ärmeren Schichten eine Ausbil- hinzu, dass die EU-Kommission reines Spardiktat ist keine ver-
dung zu ermöglichen. starke Vorbehalte habe. Eine nünftige Strategie.“ In der Irland-
Es mangelt bereits an Fachkräf- Transaktionssteuer gilt für Aktien- Krise stimmte Schäuble zu, nied-
ten. Deshalb ist nicht nur von Arbeitsministerin von der Leyen, und andere Finanzgeschäfte. rige Körperschaftssteuern seien
Arbeitslosen und Betrieben, son- CDU, spielt bei den Haushalts- Sinn ist, Auswüchse des Finanz- neben dem übergroßen Finanz-
dern auch vom Staat besonderes kürzungen die führende Rolle. marktes erschweren, die zu der markt Hauptgründe der Misere.

Energie: Merkel verdreht Tatsachen Spruch der Woche

Kanzlerin Merkel behauptet, gestoßen. Mit Erfolg. Nach An- 2010 rund 120 Tonnen klima-
Schwarz-Gelb habe das erste gaben des Bundesumweltministe- schädlicher Treibhausgase ver-
langfristige Energiekonzept vor- riums lag der Anteil der Stromer- mieden wurden. Garrelt Duin: “Reeder waren selten
gelegt. Eine dreiste Verdrehung zeugung aus erneuerbaren Ener- „Für uns Ostfriesen auch wichtig: so verlassen wie von
der Tatsachen. Tatsache ist: gien 2010 bei 16,8 Prozent. Die SPD hat dafür gesorgt, dass dieser
Atomausstieg und Energiewende Außerdem sorgten erneuerbare die neuen Hauptleitungen unter Bundesregierung.“
wurden unter SPD-Führung an- Energien laut BMU dafür, dass der Erde verlegt werden.“

Thorsten Mackenthun vom


Verband Bremer Reeder bei
einer Fachtagung der SPD in
Berlin

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