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Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str.

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Heft 24. Die Liebe erringt den Sieg III. Teil
01. Die Bekehrung des Ältesten der Gemeinde von Smyrna
02. Die Heilung der Kranken und die Erneuerung der Gemeinde
03. Das Fleischgewordene Wort
04. Menschen und Gottessohn Johannes erzählt ein erlebnis mit Jesus
05. Johannes in Pergamus
06. Die Bekehrung eines heidnischen Priesters
07. Johannes in Thyatira
08. Johannes in Sardes
09. Johannes in Philadelphia
10. Johannes in Laodicea. Die Heilung der Aussätzigen
11. Johannes auf Patmos
12. Sein Heimgang
01. Die Bekehrung des Ältesten der Gemeinde von Smyrna

Smyrna war in Sicht und rechte Freude herrschte unter den Schiffsleuten, da sie
wieder an Land gehen konnten zu ihren Frauen und Kindern. Nausikles lud
Johannes zu sich ein. Johannes lehnte jedoch ab; ihn zog es zu Brüdern und
Schwestern; darum sagte er: „Bruder, wenn du kannst, so komme zu unseren
Versammlungen; bald wirst du durch andere hören, was ich zu wirken habe.“
Die Smyrnaer waren hocherfreut, endlich den Liebesapostel in ihrer Mitte zu
haben, von dem sie so vieles gehört hatten, und Johannes erhielt große
Liebesbeweise. Leider freuten sich nicht alle, denn auch in Smyrna war der
Feind verheerend in die Gemeinde eingebrochen. Aus Pergamus und Thyatira
waren schlechte Brüder gekommen und hatten manche gute Saat zerstört. Am
schlimmsten trieb es ein Bruder, der behauptete, in ihm sei der Geist Christi in
aller Fülle, und der blinden Glauben forderte. Die Macht seiner Rede war so
gewaltig, daß alle Herzen bebten, und hätte er in all seinem Tun auch einen
Christusgeist walten lassen, so wären ihm alle Smyrnaer verfallen gewesen.
Eine große Versammlung war angesetzt, nur wenige wußten, daß Johannes
gekommen war. Johannes war aber im Bilde und bat die Brüder um Schweigen.
Der dortige Älteste hatte keinerlei Einfluß auf die Gemeinde und ließ sie
gewähren. Johannes rüttelte ihn in aller Liebe auf und sagte: „Bruder, warum
wehrest du dem Geist in dir? Hat dir der Herr und Meister nicht versprochen,
daß Er dich in allen deinen Handlungen stärken und stützen will? 0 du kennst
unseren Herrn und Meister noch nicht, und Seine Liebe ist noch lange nicht dein
Leben geworden. Nicht alle sind Diener Seiner Liebe und Seines Lebens, die
Sein heiliges Wort verkünden, sondern nur die, die in Seiner Liebe und durch
Seine Liebe leben. Aber nun komme in des Herrn Namen und in Seinem
Geiste!“
In einem großen Hain hatten sich die Gläubigen versammelt, darunter viele
betagte Brüder und Schwestern, und schon begann der Diener des Wortes seine
Rede. Mit einem Wortschwall sondergleichen predigte er von einem Gott, der
unbedingten Glauben fordert; aber nichts von der Gnade, nichts von der

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Erbarmung, die den Gefallenen sucht, und nichts von dem Opfer, das Gott in
Seinem Sohne Jesus allen Menschen gebracht hat.
Johannes gelang es, mit aller Geduld bis zu dem Sprecher heranzukommen und
sah ihn fest an. Auf einmal schwieg dieser. Da sagte Johannes zu ihm: „Im
Namen Jesu, des Gekreuzigten und Auferstandenen, frage ich dich: Hast du kein
anderes Zeugnis, daß du alle Herzen in Angst und Furcht versetzest, und wer hat
dich zu einem Zeugen berufen?“
Da entgegnete der Redner: „Wer bist du und wer gab dir das Recht, mich zu
stören; wahrlich, Gott wird dich mit glühenden Ruten züchtigen, weil du es
wagst, Gott hindernd in den Weg zu treten.“
Johannes aber, ganz Ruhe und Liebe, sagte: „Brüder und Schwestern, die Liebe
hatte euch gerufen; ihr seid gekommen, doch in euren Herzen ist ein anderes
Verlangen als nach der Speise, die euch in dieser Stunde gegeben wird. Ich
werde eurem Bruder keine Antwort geben, aber euch will ich ein rechter Bruder
und Diener des Heilandes sein, der uns alle so heiß geliebt hat und um unseres
Heiles willen sich selbst nicht scheute, uns zu erkaufen mit seinem Blute am
Kreuz. Von diesem Jesus will ich euch Botschaft bringen und euch Sein Leben
bezeugen. Saget mir das eine: Habt ihr keine Kranken, warum bringt ihr sie
nicht mit in die Abende, die ganz in Seiner Liebe stehen sollten?“
„Wir wagten es nicht mehr, lieber Freund und Bruder, weil unser Bruder sagt,
Krankheit sei die Folge des Unglaubens.“
Johannes: „Kindlein, gehet und holet eure Kranken; der Meister hat es auch
nicht anders gehalten, erst mußten die Herzen frei und froh und ledig aller
Sorgen werden, dann schenkte Er uns Sein Wort, und es war die rechte Speise
für unsere Seelen. Also gehet, ich warte auf euch.“
Vielleicht die Hälfte ging beglückt, um ihre Kranken zu holen; inzwischen hielt
sich Johannes an den Bruder und sagte: „Ich will gerne gut machen, was du
versäumt hast, aber merke dir: Mit diesen deinen Haßgedanken kannst du das
Werk der Jesusliebe durch mich nicht stören. Ich sage dir: Demütige dich und
entferne aus dir, was sich dem Gottesleben hindernd entgegenstellt.“
Da kam ein Wortschwall aus seinem Munde; er verbot Johannes jedes weitere
Wort und sagte: „Ich habe dich nicht gerufen und möchte sehen, wer mir
widerstehen will. In mir ist Christus, und was dieser Christus in mir spricht, das
ist zu glauben.“
„Schweige, du Irrgeist“, sprach Johannes, „und verwirre nicht noch mehr die
suchenden und sehnenden Herzen. Entferne dich in aller Ruhe, damit nicht die
Plagen über dich kommen, die du allen denen verheißen hast, die nicht an dich
glauben.“
Immer aufgeregter wurde der Mensch, und schreiend wollte er sein Recht
geltend machen, da sagte Johannes: „Nun aber ist Schluß, und ich gebiete dir zu
weichen in dem Namen des Herrn Jesus, der da ist Gott und der Schöpfer
Himmels und der Erden, und damit du kein Unheil mehr anrichten kannst,
übergebe ich dich dem mich begleitenden Engel.“
Wüste Reden ausstoßend, warf sich der Mensch zu Boden, ein Bild zum
Erschrecken.

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Johannes sagte: „Brüder, euer Herz erschrecke nicht, aber wir müssen auch ganz
im Willen des Herrn unsere Mission erfüllen. Lasset in aller Liebe eure Herzen
sprechen für den irrenden Bruder und dem geistigen Wesen den rechten Weg
zeigen!“
Sich an den Daliegenden wendend, sprach er dann: „Warum zögerst du, so dir
durch mich Rettung gezeigt wird? Noch einmal fordere ich dich auf: Verlasse
diesen Menschen und gehe mit dem Engel, den dir Jesu Liebe stellte.“
„Nie und nimmer“, brüllte er; da sah Johannes, wie der begleitende Engel den
Bruder anrührte und ein dunkles Wesen dessen Brust entstieg. Ernst schaute der
Engel auf das Wesen und übergab es einem anderen dienstbaren Geist.
Johannes sagte: „Stehe auf, Bruder; denn das, was dich beherrschte, ist nicht
mehr in dir; willst du aber ganz auf den Wegen des Herrn wandeln, so werde
demütig und klein und ziehe den wahren Christus an und lebe nach Seinem
Liebewillen!“
Langsam erhob sich der Bruder vom Boden, sah sich um und sagte: „Ja, wo bin
ich denn; was ist mit mir geschehen? Ich sehe die vielen Menschen und bin doch
allein.“
Johannes legte ihm die Hände auf und sagte: „Jesus der Herr segne dich und
stärke dich, Jesus der Herr erleuchte dich und mache dich sehend! Amen.“
Da wurde sein Gesicht freundlicher und er suchte sich einen Platz. Die anderen
aber staunten über die Vorgänge. Nun kehrten auch schon viele zurück, die ihre
Kranken geholt hatten; immer mehr kamen, und Johannes sagte: „Lasset uns
warten, bis sich alle wieder eingefunden haben; der Boden ist gereinigt. Nun
liegt es an uns allen, dem Herrn die Wege zu ebnen, daß Er sich in aller Seiner
Herrlichkeit offenbaren kann.“

02. Die Heilung der Kranken und die Erneuerung der Gemeinde
Nun waren soweit alle wiedergekommen, die Kranken waren zusammen gesetzt
worden, und Johannes legte jedem einzeln die Hände auf und sagte betend:
„Lieber, treuer Heiland Jesus, ich komme zu Dir, der Du in unserer Mitte bist,
um Dich für die Kranken zu bitten, die so heiß ihre Gesundheit ersehnen. Nur
Du allein bist Helfer, nur Du hast uns, Deinen Kindern, die Verheißung
gegeben, daß Du uns die Bitte gewähren willst, um die wir Dich angehen. Im
festen Glauben an Deine Liebe und Kraft, an Deine Weisheit und Stärke bitten
wir Dich: offenbare Du Dich hier allen und gib allen ihre Gesundheit wieder!
Habe Du innig Dank, und hochgelobt sei Dein heiliger Name jetzt und allezeit!
Amen.“
Gesund waren da die gebrachten Kranken; sie standen auf und sagten:
„Hochgelobt seiest Du, Herr Jesus Christus, und herzlich bedankt für Deine
Hilfe an uns armen Kranken. 0 bitte, sei uns weiterhin gnädig und lasse Dich
von nun an recht erkennen, denn Du bist mehr wie ein Heiland, Du bist Gott
Selbst. Amen.“
03. Das Fleischgewordene Wort
Johannes segnete nun alle Anwesenden und sagte: „Brüder und Schwestern,
wiederum durftet ihr die Gnade unseres Gottes und Herrn in der Heilung eures

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Bruders erleben, der, ohne zu prüfen, in die Schlingen des Lebensfeindes
geraten und zu einem Verräter an der ewigen Liebe geworden war. Durch die
herrliche Liebe des Herrn und Seine gnädige Führung ist es gelungen, den
Urheber des Unglücks auf den rechten Weg zu bringen. Ihr alle seid das Opfer
geworden und habt geglaubt, was euch gesagt worden ist, weil in euch noch
nicht das Leben zu der Reife gelangt war, den Widersacher des Herrn zu
erkennen. Wisset, der heilige Gott als das wahre Leben konnte sich nur durch
das Wort offenbaren. Das Wort aber wurde Fleisch und wohnte unter uns, und
wir haben Seine Herrlichkeit erleben dürfen, eine Herrlichkeit wie eben diese,
die ihr alle erleben durftet. Das fleischgewordene Wort wurde zu einem Heiland
für alle und zu einem Erlöser für die, die an Ihn glauben, und zu einem Vater für
die, die sich als Seine Kinder in Seinem Geiste bewegen, in Seiner Liebe sich
betätigen und zu einem Erlöser werden wollen an ihren armen und irrenden
Brüdern und Schwestern.
Ihr aber, ihr Geheilten, habt nun Seine Heilandsliebe erfahren, weil ihr eure
Hoffnung auf den Heiland gesetzt habt. Diese Gnade ist euch geworden, und ihr
habt den Wunsch ausgesprochen, diesem Heiland näher treten zu dürfen; Er
solle von nun an euer Gott sein. Ihr tatet recht, und ich als Sein Zeuge sage
euch: Liebet euch in der Liebe, die euch gesund gemacht hat! Diese Liebe ist
Sein Leben und ist der Sohn Gottes. In diesem Sohne trat euch Gott entgegen,
aber nicht als Gott, sondern als Heiland und Bruder und hat uns einen Himmel
offenbart, der allen erschlossen worden ist, die da gleich Ihm auch ein
Gottessohn und allen Menschen ein Bruder, eine Schwester sein wollen. Ihr
Geliebten alle, heilig ist diese Stunde, weil der Herr, unser Gott und Vater, sich
wiederum als der erwiesen hat, der Er wirklich ist. Diese Offenbarung, die ihr
alle erlebt habt, verpflichtet euch aber auch, daß ihr alle Wächter dieser Liebe
und dieses Lebens sein sollet, damit nicht mehr der Feind alles Seins und Lebens
in eure Gemeinde einbrechen kann. Ihr habt von Paulus, eurem Bruder, die
Lehren empfangen und lange in diesen Lehren verharrt. Nie aber soll die Lehre
der Boden bleiben, auf dem ihr euch bewegt, sondern die Lehre soll euch
hineinführen in das Leben, das durch die Liebe zum Durchbruch kommen wird.
In diesem Leben offenbart sich mehr und mehr das Leben aus Ihm und macht
euch zu Kindern, zu Söhnen und Brüdern. 0 liebet euch in dieser Liebe! rufe ich
euch immer wieder zu; denn in dieser Liebe seid ihr in Gott, und Gott ist in
euch, und ihr erlebet nicht nur Herrlichkeiten aus Gott, sondern auch Seligkeiten
aus eurer Liebe, und festigt euren Glauben und macht euch zu neuen Menschen
und werdet erfüllet mit dem Geiste alles Lebens aus und durch Gott. Auch in
dieser Stunde offenbart sich Sein herrlicher Liebegeist und ruft allen zu: Bleibet
in Mir, damit Ich in euch verbleiben kann. Werdet nicht nur gläubige, sondern
auch tätige Kinder, und Ich als euer Gott und Vater kann dann auch bei und
unter euch viel tätiger sein, und Meine Liebe und Mein Leben wird das Werk
vollenden, das eure Liebe euch als Ziel gesteckt hat. So segne Ich euch aus
Meiner Liebe und gebe euch den Frieden, den euch die Welt nicht zu geben
vermag. Amen.“
Ein Bruder ging zu Johannes und sagte: „Bruder, deine Liebe hat uns wieder in
die Zeit zurückgeführt, als wir im Anfange unseres Glaubens standen. Wärest du

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Würdest du uns. denn Jesus als Mensch mußte sich ja hindurchringen zu der Reife. denke nicht. o wie traurig wäre es dann unter uns geworden. weil ich — wie immer — Ihn nicht verstehen konnte. nicht Näheres davon erzählen?“ „Gerne. So will ich euch eine kleine Begebenheit schildern. meine Brüder. da kam der alte Priester ins Haus. Mutter Maria war von mir unterrichtet worden. Seine Mutter Maria sagte damals zu mir: „Johannes. Er sagte: „Johannes. und mein Herz war traurig. und wir hätten uns an einen Christus gehalten. zusammengelebt und nach deinen Worten Herrlichkeiten erlebt.7227 _________________________________________________________________________________________ nicht gekommen. Ich werde daher um seinetwillen zu Hause bleiben. Joseph und Maria waren über seinen Besuch hocherfreut In diesem Augenblick kam Jesus und begrüßte alle mit freundlichen Blicken und Worten. . daß Jesus als Mensch so hätte winken und schaffen können. Ein alter Bekannter aus Jerusalem ist gerade hier. Denket ja nicht. Menschensohn und Gottessohn Johannes erzählt ein Jugenderlebnis mit Jesus „Brüder. — Ich versprach zu tun. einen Sabbat mit Seinen Lieben zu verleben. Frage nicht warum: denn du würdest Mich wiederum nicht verstehen“. daß dieser Priester einen guten Eindruck von uns erhält — er ist längst über Mich unterrichtet —. aber Ich will. Nach langer Pause war ich wieder mit Ihm zusammengekommen. die nötig war. wenn Er sich nicht zum Gottessohn durchgerungen hätte. Ich tat Seinen Willen. daß Ich hart oder eigenwillig bin. sieh doch zu. und dieser soll doch einen guten Eindruck von uns nach Jerusalem mitnehmen’. um Deinetwillen habe ich die weite Reise hierher machen müssen.30900 Wedemark . morgen mit uns in die Synagoge zu gehen. die wir gerne etwas aus Seinem Leben erfahren möchten. da auch ich Ihn nicht verstehen und Sein Ringen nicht begreifen konnte. der ohne Leben und ohne Liebe ist. als Er noch Mensch war. sah Ihn lange an und sagte: „Mein Sohn. aber Jesus ließ mich nicht zu Worte kommen.04. die Liebe wäre völlig erkaltet. Maria hatte gerade das Abendmahl bereitet. daß dieser Freund Meiner Mutter morgen zu uns kommt. um Seine Mission als Gottessohn zu erfüllen. diesmal mußt du um Meiner Mutter willen mit in die Synagoge gehen.“ „Wie meinst du das: Menschensohn und Gottessohn? Erkläre uns dies näher!“ 04. aber wo soll ich anfangen und wo aufhören? Jesus als Menschensohn war allen das größte Rätsel und als Gottessohn das größte Wunder.Telefon 05130 .Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. Später freilich wurde mir alles klar. warum ich Jesus erst so spät begriffen habe. und ich habe mich hernach oft gefragt.was mir möglich war. Ich selbst bin in meiner Jugend an Ihm irre geworden.Jesus blieb unsichtbar. die ich in meiner Jugend mit Ihm erlebt habe. denn nie war Er zu bewegen.2011 Seite 5 von 42 . und du kannst dafür mit in die Synagoge gehen“ -‚ Darauf ich: „Jesus. du bist doch der Freund meines Sohnes. Da nahm der alte Priester Jesus bei der Hand. Du als einer Seiner Zeugen hast mit dem Herrn und Heiland Jesus. 3 . ob du Ihn nicht bewegen kannst. aber Mir liegt nicht daran. und niemand fragte nach Ihm. ich werde bei Dir bleiben und den Sabbat wie immer mit Dir verleben“! aber Jesus erwiderte: „Johannes. Ich 09. als Menschensohn stand Er in Seiner Entwicklung zum Gottessohn.

selbst in unserem Hause. weil du als ein ehrlicher und treuer Freund in unser Haus gekommen bist. lange Zeit habe ich dich nicht gesehen. 3 . veranlaßt durch deine Brüder. daß in Nazareth. bis der Gast gedankt hatte. daß ich zu jemandem davon gesprochen hätte. Kein Mensch wird erfahren. erwiderte Jesus. wenn Er einmal so viel redete. Es ist wahr. da sie in Mir den kommenden Messias vermuten. stürzet meinetwegen nicht die ganze Hausordnung um. es genügt mir. Da noch einige Mädchen im Hause Josephs lebten. Ihr alle würdet Mich dann besser verstehen lernen. Du bliebest deines Alters wegen.Sohn Jesus. ich weiß noch mehr: die Brüder sind in Sicherheit.Telefon 05130 . Jesus. was du bis jetzt nie erlebt hast.30900 Wedemark . „sondern selbst überzeugen sollst du dich. alter Elias. aber sage mir: Müssen denn auch wir bei diesen Unterredungen dabei sein?“ Sprach Jesus: „Vater Joseph.“ Jesus erwiderte: „Elias. konnte ich einmal in Dein Herz sehen — denn über Dich wird viel geredet. möchtest aber auch dem kommenden Messias nichts in den Weg legen. und nun frage ich Dich: Bist Du der ‚kommende Messias.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. wenn wir heute abend beieinander bleiben. war Jesus immer zurückhaltend. denn es war eine Seltenheit. und dabei will Ich dir helfen. aber an diesem Abend sagte Er: „Vater Joseph.04. es würde nichts schaden. Wir setzten uns zum Abendmahl und nahmen es schweigend ein. wonach ihn hungert. aber um Elias’ willen können wir daheimbleiben. Dein Vater ist mein Freund.“ Sprach Elias: „Jesus.“ Da schauten alle zu Jesus hin. aber warum? Weil die Nazarener sich gar nicht die Mühe nehmen. Dieses ist Mir heute abend nicht alles möglich.“ Elias sagte: ‚Freunde und Brüder und Du mein . Was soll ich nun glauben?“ „Nichts von beidem“. Du verlangst etwas Außergewöhnliches.“ Elias: „Du hast recht.“ Sprach Joseph: „Jesus. dich bewegt vieles über Mich. Sagte Jesus: „Elias. und ich bitte dich: bleibe bis morgen abend bei uns!“ Da leuchteten die Augen Jesu. große Unzufriedenheit über Mich herrscht. oder sollen wir eines anderen warten? Deine Fähigkeiten beweisen.2011 Seite 6 von 42 . die dem Tempel den Rücken gekehrt haben. Du hast recht gesagt. und Er drückte seinem Vater Joseph die Hand.7227 _________________________________________________________________________________________ mache Dir keine Vorwürfe. will Ich auch zu dir offen sein. Arbeit haben wir noch übergenug. und du sollst erleben. aber all das Gerede um Dich sagt das Gegenteil.’ Sagte Joseph: „Mein guter. wenn alle dabei wären. Bleibe für heute unser Gast und gib meinen Eltern und Brüdern die Ehre. darum bist du hier. Mich wirklich kennenzulernen und weil Meine Eltern und Brüder Mich nicht verstehen. und die anderen werden sich hüten. daß 09. aber wie würde ich mich freuen. und auch Deine Brüder kenne ich alle. daß Du es sein könntest. wohin sich Barnabas mit seinen Brüdern gewendet hat“. würdest du um deines Freundes willen morgen mit den Brüdern in Nazareth bleiben? Ich hätte gerne über Verschiedenes mit ihm gesprochen und ihm gegeben. denn in Deinen Augen sehe ich kein Falsch. und bald werden sie vom Tempel vergessen sein. dann sagte Er: „Elias. aber wie kannst Du denn dieses wissen? Ich wüßte nicht. Deine Mutter ist mir wie eine Tochter. Es ist auch wahr. darüber zu sprechen.

aber warum genügen dir denn die Propheten nicht? Spricht 09. Mit jedem Tag wird Mir Meine Aufgabe bewußter und klarer die Notwendigkeit.Telefon 05130 . was gegen Mich spricht. erwiderte Jesus. Meine Geburt kennst du. „aber mir ist alles so wichtig geworden. was Gott dir tun soll!“ „Jesus“. Du kannst ja mit Jesus wach bleiben“. auch wahrhaft Gott ist und Ich nicht nur Schemen nachjage. die im Hause Josephs lebten. Leider ist es schwer. Er war betrübt. sondern eingebrannt ist das Ziel in Mir. dir die Beweise zu geben. und das ist auch alles.“ Sagte Jesus: „Vater Elias wenn du schon ein Vorurteil über Mich hast.7227 _________________________________________________________________________________________ oft bei uns der Friede fehlt. erwiderte Jesus. blieben. Auch Joseph und die Brüder verabschiedeten sich. mit keinem Atemzug von den Mir gesteckten Zielen abzuweichen. jetzt verstehe ich Dich. welche Sprache führest Du. Nun waren wir mit Jesus allein. „nun wirst du Mich besser verstehen. Sieh. da es sich ja um Gott handelt. das wird eine lange Geschichte. und keine Macht der Welt könnte es Mir je wieder entreißen.04. dann werden wir wenig miteinander verhandeln können. nicht nur erkannt.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. Maria“. weil Ich Gott mehr gehorchen muß. denn auf Gehörtes kannst du dich nicht verlassen. aber Er sagte: „Elias. sprach Elias.“ Warf hier Maria ein: „Vater Elias. und darum werde Ich auch keine Grenzen ziehen zwischen Mir und euch. Beweise aus Meinen Fähigkeiten sind hier keine Beweise. wenn du erkannt hast: sie sollen zur Rettung aller führen?“ Sprach Elias: „Mein Jesus. daß ich an gar keinen Schlaf denke. „ich kann Dir nur recht geben. der in Mir das Treibende und Drängende ist. wenn du Mir nicht glauben willst. mein Elias“. wollen wir nicht lieber die Ruhe aufsuchen und morgen weiterreden?“ „Wie du willst. wenn du die Wahrheit erkennen willst. Elias? Weil Gott der Ewige auf ihre Bitten stumm bleibt und stumm bleiben muß. und wie soll es dir Gott beweisen? Sage du selbst. werde Ich dir schon sagen. die ändern hier kennen Mich genausowenig wie du. der Wahrheit auf den Grund zu gehen.“ Sprach Elias: „0 Jesus. Ich bitte dich: bleibe sachlich und auf dem Boden der Freiheit! Siehe. aber wie soll ich von Gott etwas verlangen.“ „Dann gehen wir zur Ruhe. darum sage Ich dir: Sprich dich mit Mir aus und verschweige nichts. mit allen Mitteln würde ich das Ziel zu erreichen suchen. den Ich in Mir fühle und erlebe. von Meinen Fähigkeiten weißt du. im ‚Gegenteil. in die Ich mich hineinverirrte.2011 Seite 7 von 42 . Würdest du von den dir gesteckten Zielen abgehen. nur ich und einige Schwestern.“ „Gut. Du fragst dich: Wie soll ich das glauben? Es könnte ja auch nur eine Einbildung sein. Du möchtest klar sehen und Beweise dafür haben. doch warum. es ist dein gutes Recht. und Gott wird dann wohl auch dir gegenüber schweigen müssen. 3 . Ich kenne Meine Mission und nehme keine falsche Rücksicht auf Meine Mitmenschen. sagte Maria und verabschiedete sich von dem Gast. ob der Gott. erwiderte Elias. Jehova soll und muß stumm bleiben? 0 Jesus. das hieße doch Gott versuchen?“ „Mitnichten „Elias“.30900 Wedemark . auch auf Eltern und Geschwister nicht. und doch auch wieder nicht. weil den anderen die Ruhe lieber war als die Aufklärung. und was für Mich spricht. das ist hart geredet von Dir.

da ist noch etwas anderes da. bis die Stunde gekommen ist. die unvorstellbar ist. aber Jesus sagte: „Nein. Weil Ich Wahrheit geworden bin. nur Unwissende.“ Da verschwanden die Wände. und aus den Wohnungen 09. In der Tiefebene bewegten sich zahllos viele Menschen. verstehe Mich recht: du suchst die Wahrheit. und wir befanden uns auf einem hohen Berge. darum ist es Meine Aufgabe. so willst Du doch sagen?“ „Ja. und so höre: Der in Mir lebende Gottesgeist ist in Mir schon übermächtig geworden. Nun sage. Vater Elias. daß Ich ganz eins mit dem ewigen Gottesgeist werde. Alles muß Mein eigenes Werk sein. Wie soll ich das verstehen. Ich wirke mit dem Bösen im Bunde.Telefon 05130 .“ Jesus strich uns darauf allen über den Kopf und sagte: „Nun will Ich euch einen Blick in Meine Welt tun lassen. und glaubst du wohl. es ist doch alles so übergewaltig? Wenn ich in Deine Augen sehe. Unterstützung erhalte Ich keine. ihr seid ganz rein und könnet Mich fragen. fürchte Ich keine Kritik und keine Gegner. sondern denken. Du in Gott und Gott in Dir. nicht aus der Allmacht Gottes gefördert werden darf. war die Antwort. die um Mich sind. Du treibst mich in die Enge. die Straßen waren voll Wohnungen. der die Stadt teilte. so muß ich Dir sagen: Jesus. abgemagert.30900 Wedemark . die andere stieg an zu einer Hochebene und hatte eine Größe. wenn ihr über etwas nicht im klaren seid. auf den wir warten. vertiert und schmutzig. weil du Gottes Wort kennst und heute aus dem Gotteswort dir vieles entnehmen kannst. daß Du so lange ringen willst. und Ich muß alle die Kräfte aus Meiner Liebe zu Gott und den Menschen nehmen. Uns zu Füßen lag eine sehr große Stadt.2011 Seite 8 von 42 . da Du im Vorteil bist“. 3 .“ „Elias. Du bist noch unwissend. das Ich vollenden will und muß. bis Du mit Gott eins bist. und Ich ringe unaufhörlich. ich kann nicht nein sagen. wo Ich auf niemand mehr Rücksicht zu nehmen brauche.7227 _________________________________________________________________________________________ doch Gott heute genau noch so wie einst und wird auch später noch so sprechen!“ „Jesus. ob dieses möglich sein wird?“ Elias sprach: „Jesus. was noch mächtiger wirkt. und nun hast du Mir die Möglichkeit gegeben. Mitten hindurch ging ein Fluß. weil das Werk. hast du Mich verstanden?“ Sagte Elias: „Jesus. kannst du dir denken. bis Du Dein Ziel erreicht hast. Die eine Hälfte lag im Tal. dich zu einem Wissenden zu machen. doch müßt ihr versprechen. Von Meinem Ringen wissen nur die wenigen. und Gott muß Mich allein stellen. Daß aber auch noch der Lebensfeind das Nötige dazu tut. und auf den Dächern bot sich dasselbe Bild: überall wimmelte es von Menschen. daß Du auf niemanden Rücksicht nehmen kannst. nämlich. Jesus. da Ich keine kenne.04. Du bist der kommende Messias. entgegnete Elias. soll ich aber Deinen Worten glauben. weil Du Gott entschieden besser kennst als ich. daß Ich dir und euch dienen kann. wie kann ich das alles verstehen. da Ich nicht verstanden werde. Mit diesen wenigen Worten habe Ich dir eigentlich alles gesagt. Kleidung trugen sie fast keine. Ich danke dir. Bei näherer Betrachtung hatten die Menschen ein erbärmliches Aussehen. Was nützen da den Menschen Beweise? Glauben tun sie doch nicht. daß Du mit Gott eins werden willst.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. daß ihr vor Jedermann schweiget. das will Ich sagen’. und darum kann ich Dich nun verstehen. und Ich bin die Wahrheit.

denn Sein Gesicht leuchtete vor Freude und Glück. und doch bewegten wir uns von dem Berge in die Tiefe mit einer Sicherheit und Schnelle. und Jesus schien wie verjüngt zu sein. Schnell stiegen wir ein. Jesus uns voran.Telefon 05130 . wartete ein Boot mit einem Fährmann. Dieses Gebäude trug als Dach viele Kuppeln. daß jeder Schritt wieder zu einer Seligkeit wurde. 3 .30900 Wedemark . wahrlich. wo die Pfeiler standen. die dem Glänze nach mit Gold gedeckt sein mußten. die im Gegensatz zu denen in der Tiefe auffallend war. so losgelöst von allem Irdischen. Wir konnten uns überall umsehen. und wir sahen. Im Gegensatz zu der Tiefe war der Berg hell und von einer Sonne beschienen. kurz. die nach oben führten. die angenehm war. Noch höher wurde es immer schöner. vollständig getrennt waren beide Teile der Stadt In der Mitte standen sieben Pfeiler. Mäuse.04. die überherrlich war. Es war inzwischen Tag geworden. die aber nun zerstört war. ein Leben war darauf überhaupt nicht zu sehen. Jenseits des Stromes waren Straßen angelegt. und nun sah man auch ihre Gesichter. seine Wellen gingen ganz gleichmäßig. war noch nicht zu erkennen. zum besseren Verständnis sollt ihr alles selbst beschauen. dann ging es die Straßen entlang. sowie auch Schlangen in großer Zahl. Auf der Höhe zeigte sich eine Pracht an den Gebäuden. Unser freies Sein empfanden wir geradezu als eine Seligkeit. denn man merkte nicht. Die Menschen schienen gar keine Notiz von uns zu nehmen. Was an Arbeit geleistet wurde. die man selbst aber noch nicht sehen konnte. da viele baufällig waren. Immer weiter gingen wir. wie auch in uns. daß man glaubte. aber leider nicht breit.7227 _________________________________________________________________________________________ rannten allerhand ekelerregende Tiere wie Ratten. Mit Freude und Staunen sahen wir die herrlichen Gebäude.2011 Seite 9 von 42 . es sei nur ein einziges großes Gebäude. und es wurde immer lichter um uns. Auf den Dächern bewegten sich viele Menschen. und die Bauart war so. und dann kamen wir an das Schloß mit den leuchtenden Kuppeln. wie sie von Sorge. so daß nur mit Mühe ein Wagen durchfahren konnte. die nach der Höhe führten. Dazu schrien sich die Menschen an.’ Ich fühlte mich so frei. und wir zogen durch die schmutzige Stadt. Hier und da wurde an den Häusern gebaut. Welch ein Gegensatz: reinliche Straßen und reinliche Menschen. was auf dem Wege lag. der uns einlud. ein Bild des Elends und der Sunde. Hunde und Katzen. einen Sonnenaufgang konnte man noch nicht gewahren. die früher einmal eine Brücke gestützt hatten. die uns sahen und freundlich grüßten. 09.Kommet mit Mir. Inmitten überragte ein Tempel oder Schloß alle Bauten. Jesus sagte: . wie sich die Menschen betätigten mit Handel und Verkehr.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. Immer hoher zog sich die Straße. wir aber beschauten uns. die wir sahen. die alle gut gekleidet waren und auch sehr gut aussahen. Diese Straßen waren ebenfalls bebaut. Die Menschen schienen das Ungeziefer gar nicht zu sehen. von Hader und Unzufriedenheit und vom Laster entstellt waren. Ich will euch führen. es waren beklagenswerte Verhältnisse. und so beschwingt. mit ihnen in Berührung zu kommen. und als erster stieg am anderen Ufer Jesus aus und reichte jedem beim Aussteigen die Hand. und allerhand Bäume und Gewächse verschönten das Gesamtbild. daß sie sich fürchteten. Wir kamen dann an den Fluß. und dort. Die Menschen bewegten sich mit einer Lebhaftigkeit. Ruhig floß der Strom dahin. da der Tag erst im Anbruch war.

du bist ehrlich. Eine Brücke verband die Stadt. aber auf einer anderen Straße. und ich sagte: „Jesus. denn auch ich erlebte unter ihnen Wonne und Seligkeit. das Himmel und Erde verbinden wird. was ich in mir finde. entzieht sich unserer Kenntnis.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. Hier hast Du uns zeigen wollen. und darum läßt Du Dich von niemandem. und wir befanden uns wieder in der Stube des Hauses Josephs. oder anders ausgedrückt: die Menschen können sich dann wieder auf den Wegen nach oben bewegen. ein Bild. wenn Du wieder mit Gott Deine Einswerdung erreicht hast. und oben angelangt.04. In Dir wird der Menschheit der Messias und Erlöser erstehen. in Deinem Vorhaben beeinflussen. was Ich dir und euch damit sagen will?“ Elias erwiderte: „Jesus. denn an den Türen standen Wächter mit ernsten Gesichtern. nun habe ich dir einen Blick gewährt in Mein Herz und frage dich: Kannst du dir vorstellen. es war ein schöner Traum — und doch kein Traum. wohin Du die Menschen wieder führen willst.0b schwer oder nicht. der dann in Dir in aller Fülle sein wird. und nun werde ich mich auch vom Tempel lösen. wie Jesus sagte: „Nun mag es genug sein“. denn was ihr in 09. das ist nicht von Bedeutung. das Frieden atmete. aber die Menschen werden es Dir noch schwer machen. und: „Elias“ kannst du Mich nun verstehen?’ Sagte Elias: „Jesus.“ Er nickte mir zu. und solange diese nicht gelungen ist. Dich ganz zu verstehen ist mir noch nicht möglich. hörten wir. bis unsere Augen wonnemüde wurden. da er schon öfter mit Mir derartige Bilder erlebte. Die in der Tiefe sind die heutigen Menschen und die auf der Höhe die erlösten Menschen. Dann wird diese Brücke wieder das Band sein. Die Menschen in der Höhe offenbaren eine Zufriedenheit und einen hohen Grad von Menschenliebe. und auf diese Eigenschaften gründet sich Deine Einswerdung mit dem Gottesgeist. das ist dir gut gelungen“. Die Verkaufsläden waren einfach.30900 Wedemark . Die sieben Pfeiler stellen die sieben Eigenschaften Gottes dar. Längere Zeit weilten wir an dem Schloß und in den es umgebenden Gärten und Alleen. so wie die Menschen noch heute mit den Himmeln in Verbindung stehen. aber nun verstehe ich Barnabas. wer es auch sei. aber mein Johannes mag dir das Geschaute erklären. aber erklären kann ich mir dieses nicht. Mit Deiner Hilfe will ich erklären. und Du als werdender Gottessohn willst. dann ging es wieder bergab und zurück über den Strom mit demselben Boot. heute war es überherrlich bis auf die Bilder in der Ebene.Telefon 05130 .2011 Seite 10 von 42 . Die Stadt stellt die Menschheit dar. das Schwere ist nämlich erst einmal die Einung mit Gott. aber die Verkäufer sauber und reinlich gekleidet. die Du ihnen wieder gangbar machen wirst. Jesus sagte: „Elias. für die ich keine Worte habe. solange gibt es Kampf. Die Menschen in der Tiefe offenbaren ihren Zustand in ihrem Aussehen und in ihrer Tätigkeit und damit den niedrigen Grad ihres Menschentums. daß er mit dem Tempel nichts mehr zu tun haben will. Nun gingen wir weiter und beschauten die Arbeit der Menschen.“ Jesus lächelte und sagte: . Wir gingen weiter. Kampf und wieder Kampf. Wer die Brücke zerstört hat. 3 . die in einer Pracht dastanden. die auch in ruhiger Weise vonstatten ging. Wir stiegen wieder auf den Berg.“ Sprach Jesus: „Elias. diese Brücke wiederherstellen.7227 _________________________________________________________________________________________ aber hinein gingen wir nicht.“ Sagte Jesus zu meinen Worten: „Johannes.

04.“ Mehrere Tage blieb Johannes in Smyrna. Kindlein. freilich. denn die Liebe schafft Kräfte und einen Opfer. waren Vorgänge in Meiner Welt. liebet euch.und Überwindergeist. Johannes fühlte sofort. gleichwie Jesus zum Gottessohn wurde. wo er nicht gerade freundlich aufgenommen wurde. und niemand wird unseren Heiland und Meister Jesus vermissen. die ein großes Haus hatte. Freudig nahm ich Abschied.“ Der Priester tat mit Freuden. ein guter. Ziehet nun in Frieden heimwärts.2011 Seite 11 von 42 . wie die Gemeinde den neuen Irrlehren viel mehr Glauben entgegenbrachte als ihm. Da wurde ihm mitgeteilt. der immer wieder unbedingten Glauben forderte. lasse alle Kranken hierher bringen. nur der alte Elias war noch in seiner Kammer. und Seine Liebe wird uns bald wieder vereinen. denn die Saat des Feindes war auch hier stark aufgegangen. 05. wenigstens dem Leibe nach. doch ehe er schied. da mein Vater die Heimfahrt angeordnet hatte. daß wir über Jesus. für die Seele gibt es keine Ruhe. Darum. Wer in dieser Liebe lebt.Telefon 05130 . Da aber die Gemeinde noch recht zurückhaltend ist. namens Helena. 3 . aber die Kraft Jesu habe tüchtig nachgelassen. den Heiland und Gottessohn. wie nötig es ist. und wie ein Lauffeuer eilte 09. sondern nur wenn euch der Geist des Herrn treibt und drängt und ihr danach tätig werdet. Bei einer Witwe. Johannes in Pergamus Voller Freude nahm er von all den Lieben Abschied und reiste mit einigen Brüdern nach Pergamus. da Er noch ein ringender Menschensohn war. und dabei habt ihr noch den besseren Teil erlebt. ich aber konnte nicht länger bleiben. liebet euch. dann ist der Vater unter und in euch. und unsere Schwester Helena wird immer bereit sein. Seid gesegnet als Seine Kinder und lasset eure Liebe zu einem Segen für die anderen werden! Amen. Nun verstehen wir dich viel besser als Paulus. während in dir alles nach der Liebe drängt!“ Johannes: „Brüder. die sie bereits kannten. Nun habe ich euch eine Begebenheit unseres ewigen Vaters und Heilandes geschildert aus der Zeit. deswegen bin ich ja zu euch gekommen: mit der Taufe und dem Glauben an die Taufe allein schafft ihr kein Leben aus Gott. liebet. Der dortige Priester. der ist von dem Heilandsgeist durchdrungen und wird zum Gottessohn.30900 Wedemark . was Johannes ernstlich angeraten hatte. es gebe sehr viele. das rechte Verständnis und die rechte Erkenntnis haben. wer wie du Jesus erleben durfte. hat uns vieles voraus. uns und den Kranken zu dienen. es gebe so gut wie keimen Heiler mehr. ebenso die begleitenden Brüder. Johannes sagte: „Bruder. und so fragte er nach Kranken in der Gemeinde. und darum bat er Johannes. wurde er überherzlich aufgenommen. konnte nicht in der Kraft des Herrn alle Irrtümer so zurückweisen. aber zu weicher Mensch.“ Sagten die Andern: „Bruder Johannes.7227 _________________________________________________________________________________________ dieser heiligen Stunde erlebtet. Mag es nun genug sein für heute. die Liebe allein macht unseren Glauben zum wahren Glauben. da muß erst der Geist so lebendig sein. ihn doch kräftig zu unterstützen. wie es nötig gewesen wäre. Nun ersehen wir auch.’ Frühmorgens waren im Hause Josephs alle munter.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. der volle Hingabe ist. und nun wollen wir uns zur Ruhe begeben. besuchte er noch einmal Nausikles und konnte ihn ganz als Bruder gewinnen. daß Er über sie die Vormacht hat.

2011 Seite 12 von 42 . Die vielen Neugierigen waren enttäuscht. weil euer Glaube an den rechten Heiland und Gott nicht mehr der 09. sonst immer so schwache Markus mit einer Kraft und Zuversicht allen die Hände auflegte. durfte ich zu euch kommen. 3 . und nun sagte Johannes: „Meine lieben Freunde. und nun lasse deine Liebe wirken und schreite zum seligen Werke! Amen. die du durch deine Weichheit nicht aufrecht erhalten konntest. sie alle erwarteten ein Wunder oder ein Zeichen. die erst neu gekommen sind. Wir aber werden eine kleine Stunde in das Haus gehen und uns etwas stärken. daß es soviel Leid und Kummer in Pergamus gibt. Nun aber glaube felsenfest und lasse dir die Kraft nie mehr rauben! Unser Jesus ist derselbe herrliche und gnadenreiche Heiland noch immer und wird es auch für ewig bleiben. sondern auch Neugierige und solche. unser Meister Jesus und ewiger Herr und Gott segne und erfülle dich mit Seiner Kraft und Stärke! Amen. Es kamen ‚aber nicht nur die Kranken. ihr sehet. ja an Jesus. Wie aber verwunderten sie sich. die Johannes begleitet hatten. daß alle Kranken im Hofe genügend Platz hatten. die sich die Jesuslehre nach ihrem Gutdünken auslegten. Da brach die Freude bei den Geheilten erst richtig durch. Komme und lasse dir die Hände auflegen. zu glauben.“ Die Brüder. sorgten. und eure Gebete sind zu schwach geworden. Er ging zu Johannes und sagte: „Johannes. Leider sind durch falsche Auffassungen und Begriffe die Gnadengaben aus der Kraft Jesu im Werte sehr herabgesunken. wie das herrliche Geschenk Seiner Liebe und Gnade immer mehr und mehr herabgesetzt wurde. Schwestern und Brüder. lasset nun alle. Schon am anderen Tage fanden sich Hunderte ein. damit auch sie die Weihe aufs neue erhalten. und der Zustrom der Kranken hielt noch an. und der Priester Markus wußte sich keinen Rat. den wunderbaren Heiland. im Hofe in aller Ruhe und Ordnung Platz nehmen. wirst du alle Kranken heilen können?“ „Nicht ich werde sie heilen. allen liebe Worte des Trostes und der Stärkung gab und alle bat. wie Markus allen die Hände auflegte und auch alle geheilt wurden. Mit einigen Früchten und gutem Brot erfreute Helena die Geheilten. dich zu verdrängen. sondern du. ein Apostel sei gekommen und werde die Kranken heilen. schwiegen aber. wollten wir sie so entlassen. unseres heiligen Vaters und Gottes. Wie soll sich denn die Kraft Jesu offenbaren. weil Johannes schwieg. durch die herrliche Führung unseres Herrn und Meisters Jesus.Telefon 05130 .04. Sorge und Leiden gekommen. Die Brüder taten nach dem Willen des Johannes. und ihr seid in Kummer. es wäre nicht gut. Die Kraft aus Ihm hat nachgelassen. Alle Geheilten aber sollen auch in das Haus kommen.30900 Wedemark . sondern dich zu stärken und die Gemeinde wieder in Ordnung zu bringen. und alle entsprachen gerne seinem Wunsche. und die ewige Liebe hat zusehen müssen. da sagte Johannes: „Ihr Brüder. und der bist du hier in diesem Orte. nie hätte ich geglaubt. In ihren Herzen und Gehirnen steckt noch allerhand Irrtum. Johannes werde sie heilen.7227 _________________________________________________________________________________________ die Kunde durch Pergamus.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. den Brüdern aber hatte sie ein köstliches Mahl bereitet. Ich bin nicht gekommen. Bruder Markus. daß der alte. und diese hofften. Längst war es Mittag geworden. doch am besten in dem Diener Seiner Liebe und Seines Wortes.

und die hat Er als Jesus als Menschen. nur ihr als Gefäße Seiner Liebe. Nicht das Schauen sei dir größtes Glück. Heiland und Gott.“ Langsam verschwand vor ihren Augen das Bild. und alle sanken ebenfalls auf ihre Knie.7227 _________________________________________________________________________________________ war. bleibe in dieser Liebe. Bleibet einig. sondern mit Ihm verbunden zu sein. dann wird der Glaube zur offenbarten Kraft in euch. So nehmet nun hin Seinen Segen und ziehet als Gesegnete eure Straße. daß Er nie aufgehört hat. daß der Glaube allein glücklich und selig macht.und Gottessohn auf Golgatha bewiesen. einig. wie du Ihm nahe bist. Da schauten sie alle den segnenden Heiland. denn Jesus. unseren Heiland. 3 . Oh.“ Helena sank auf den Fußboden nieder und weinte vor Freude. der Voraussetzung ist. Nur nach dem Grad eurer Liebe kann euch der Herr Gaben schenken und euch selig machen für Zeit und Ewigkeit. Kraft und Leben seid nicht dieselben geblieben. Ihr seid nun wieder geheilt. und so Er in Dir den besten Platz 09. herrliche Leben aus Gott wieder frei von allen Hemmungen ist. Unser ewiger Gott hat nur ein Sehnen: euch als Seine Kinder wahrhaft glücklich zu sehen. und immer wird dir der Heiland so nahe sein. denn nun kann ich ruhig heimkehren in Dein Reich.“ Da sagte Helena: „Johannes. welche Liebe unser Heiland euch erweiset! Lasset diese Stunde euch zu einer lebendigen Erinnerung werden. Unser herrlicher Jesus. — — 0 Vater und geliebter Jesus. euch zu lieben. aber Er kann und darf es nicht aus Seinem Allmachtsgeiste.30900 Wedemark . Glaube wird erst dann zum wahren Glauben. weil dieser aus der Liebe geboren ist und ihr dann einen ‚Geist offenbart. Amen. weil im Bruder Markus das neue. denn meine Augen haben wieder Dich gesehen.Telefon 05130 . damit die Welt erkenne. um euch zu sagen. sondern nur aus Seiner Liebe. um die Gnade lebendig erfahren zu können. Dich zu schauen. einig in der Liebe: dann werdet ihr durch die Liebe noch größere Gnadenbeweise erleben. und ihr werdet immer wieder aufs neue Seine Liebe und Gnade erleben. Johannes zog Helena empor und sagte: „Helena.04. daß Du mich wieder gewürdigt hast. und euch immer als Seine Kindlein betrachtet und euch heute einen Beweis Seiner Liebe und Treue erbracht hat. Heute reicht euch unser herrlicher Jesus in mir die Hand. Lasset euch nie mehr irre machen und von dem Wahne leiten. Seid dankbar und werdet wieder ganz Seine Kinder! Lasset nur die Liebe zueinander das Band unter euch sein: dann gebt ihr dem Herrn die rechte Ehre und den besten Dank. daß ihr Seine Kinder seid. und Johannes sagte: „Sehet. o welch eine Gnade durfte ich wieder erleben. und nun bitte ich euch: werdet auch ihr frei van allen Irrtümern.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. durfte ich während deiner Rede schauen. wenn er von dem Geist der Liebe und des Vertrauens durchglüht ist. und mein Herz hat Dich aufs neue und viel herrlicher als bisher erlebt. wie soll ich Dir nur danken. wie Ihn auch euer Bruder Paulus offenbart hat und die Kraft aus Ihm ist genau dieselbe geblieben. Alle waren ergriffen. die falscher Ichgeist in euch verpflanzt hat. der aus Gott euch zu einem ewigen Geschenk gemacht wurde. sehnt sich aber nach dem Dank aus eurem Herzen. Er will gern auf den Dank aus eurem Munde verzichten.2011 Seite 13 von 42 . nun ist alle Not und Sehnsucht vorüber. ist derselbe geblieben.

und dieses hat an Kraft verloren.“ Markus. „und im Hause sind viele. muß es eben tragen. ihr habt mich in Ruhe gelassen und meine Tätigkeit nicht gehemmt. der Neid und die Furcht sprechen aus dir. habt ihr doch die Herrlichkeit Gottes vor einer kleinen Stunde erlebt?“ Sagte einer: „Markus. daß du Fremde bevorzugst und mit einem Male unsere Arbeit zunichte machst? Das darf nicht sein. daß sie ihren alten Gott verlassen wollten.04. denn man dürfe nicht gegen den Willen Gottes handeln. Was ist uns wohl vom Herrn geblieben? Nur Sein Wort. was uns mit dem Herrn verband. voll der lebendigen Liebe. Es ist wahr. die uns den Weg zum Herrn zeigen soll?“ Sprach Isidorus: „Markus. ob du unser Diener bleiben darfst. sondern das Gegenteil. Markus. Paulus würde das nicht recht sein.30900 Wedemark . denn nicht du kannst bestimmen. Der Wolf ist an der Arbeit. Nun aber soll es wieder anders werden!“ „Nein. Es wäre aber besser gewesen. der sich als ein Apostel ausgibt. der allen Glauben zu einem toten gemacht hat. ihr alle wäret mit mir nicht zufrieden gewesen. Ein Bruder. denn Lauheit und Trägheit haben alles eingerissen. und — was sie hier eigentlich wollten? „Gesund wollen wir werden“. Nun ist die Reihe an dir. und ein Fatalismus ist in euch entstanden. Markus sagte zu ihnen: „Meine Lieben. daß wir in den Hof gehen. wird noch geklärt werden. man hat uns erzählt. es wird so bleiben.“ 09. darum konnte niemand mehr geheilt werden. sagten einige.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. und die Frage. aber fürchte dich nicht mehr. wie es Johannes gewollt hatte. und warum kommst du nicht zu mir. Nicht Ruhe und Geduld waren dort eingekehrt. die sie hinter sich haben. warum zerstörst du den Frieden und die Zuversicht der Armen und Gequälten. der gekommene Apostel wolle Gericht über die Gemeinde halten. denn nun hast auch du den Heiland gesehen und Seine Liebe und Kraft aufs neue erlebt. so du etwas nicht richtig findest? Sagte nicht Paulus: Einigt euch in der Liebe zu Jesus. sondern wir. 3 .“ Da sah Markus den Bruder Isidorus an und sagte: „Isidorus. ist es nicht genug der Leiden. der in seinem Wahn meinte. Ängstlich schauten diese ihm entgegen. die schon durch Markus gesund geworden sind. aber nicht die Liebe zu mir und dem Herrn. und ängstlich sahen sie nach dem Hause. Johannes sagte: „Ihr Brüder. antwortete: „Isidorus. wird Er auch dir in Seinem Herzen den besten Platz einräumen. Wir bleiben indessen noch.“ Auf dem Hofe ging es inzwischen lebhaft zu. deine Heilung sei nicht recht.7227 _________________________________________________________________________________________ einnehmen darf.Telefon 05130 . in dem noch die Geheilten weilten. es wird Zeit.2011 Seite 14 von 42 . wie kannst du einem Fremden. regte sich auf. so zu Willen sein?! Ist dir unsere Gemeinde nicht gut genug? Haben wir dir jemals etwas in den Weg gelegt.“ Markus ging zu den Kranken in den Hof. warum ist eure Zuversicht in Ängstlichkeit umgeschlagen. denn warum hat das Markus nicht früher fertig bringen können? Wer nach dem Willen des Herrn krank ist.“ Da lachte höhnisch der Bruder und sagte: „Das wird eine schöne Gesundheit sein. wie kann Markus dem Herrn entgegen sein?“ Da verstummten sie.

wo endlich der wahre und herrliche Jesus wieder mit Seiner Liebe und Gnade uns beleben will. ebenso kam auch Johannes nicht gut weg. sie lobten und priesen Gott für die Gnade. wie inzwischen Johannes mit den Brüdern herzutrat. Da kamen die anderen und baten Helena. unserem Herrn und Heiland! Deine Worte und Giftpfeile sind infolge deiner Eigenliebe machtlos und deine Kraft ist zunichte geworden. ich solle im Hofe Ihn verherrlichen. und nun. auch die ändern gestanden dasselbe.2011 Seite 15 von 42 . Lächeln ist keine Antwort für die schmachtenden Herzen. wehre nicht dem drängenden Geist in mir. doch in ihrer überquellenden Freude ging sie auf das Drängen ihres Inneren ein und hörte: „Gehe in den Hof und verherrliche Meine Liebe!“ Schnell entschlossen ging sie in den Hof und erlebte. Da sagte Markus: „Nun lasset euch von Isidorus heilen. um dich nicht zu verlieren. Markus zu bewegen.Telefon 05130 . Jetzt aber vernahm sie in sich ein Mahnen. 3 . geheilt zu werden. aber warum gehet ihr nicht selbst zum Herrn. und wisse: in dem Geiste. das ihr wohl bis jetzt fremd war. ich verlange von dir eine klare Antwort. wenn euch sein Wort wichtiger ist als das Wort des Herrn aus meinem Munde. darum noch einmal: finde dich in Jesus. Da ging Helena auf Isidorus zu und sagte: „Hör endlich auf mit deinen Beschuldigungen. die anderen aber klagten. ist keine Liebe.“ Sagte einer: „Ich habe an die Worte des Isidorus gedacht“. und alles wird gut. auf dich keine Rücksicht mehr zu nehmen. wunderbarer Heiland. denn du weißt nicht. Markus aber sagte: „Isidorus.“ Mit einem Ausbruch von Wut zog Isidorus über Markus und den Apostel her und bemerkte nicht. Ein höhnisches Lächeln war dessen Antwort. Da fragte sie Markus: „Warum habt ihr dem Heiland nicht euer Vertrauen entgegengebracht.04. die an dich glauben. was alles geschehen ist! Merke dir. sonst wäret auch ihr gesund geworden. um den Tisch für das spätere Mahl zu richten. was du an deinen Geschwistern gefehlt hast! Noch ist es Zeit. der euch durch mich die Hände reicht! Du aber.30900 Wedemark . das tue ich nicht. dich zu schonen. die auf ihn sich gelagert hatten. und Er hat mich gemahnt. denn von Helena hatte er immer die größte Liebe genossen. wie Isidorus über Markus Gericht hielt und alle Schatten aufdeckte.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str.“ Da wurden die Kranken bis auf einige wenige gesund. Die Geheilten hatten das Haus verlassen. daß Er euch die ersehnte Gesundheit wiedergibt. und finde dich recht bald in Jesus. aber nun gebietet die Liebe zu allen. er solle doch zum Herrn flehen. die ihr dem Heiland Jesus vertrauet und Ihm glaubet.“ Nun bestürmten die Krankgebliebenen Isidorus und verlangten von ihm. willst du es wehren? Schweige oder verhilf den Armen im Geiste zu ihrem Rechte!“ Da wurde Isidorus ruhig. den du offenbarst. verherrliche Dich an den Leidenden nach ihrem Glauben! Amen. Ich habe versucht. nur Helena war zurückgeblieben. Hast du nicht Liebe und Vertrauen genug unter uns genossen. um sie zu heilen. ich habe Jesus gesehen und auch mit Ihm gesprochen. hat Er sich nicht genügend unter uns offenbart? Von nun an darf es keine 09. sage ich: Ersteht in Gesundheit und erfasset mit inniger Herzensliebe den Heiland. du widerspenstiger Geist. Entweder du heilest.7227 _________________________________________________________________________________________ Markus sagte darauf mit kräftiger Stimme: „Isidorus. Helena aber sagte: „Nein. oder du wirst wieder gutmachen. Ihr aber.

auch wenn ich nicht gesund werde. da sagte Markus: „Johannes. weil die Liebe des Herrn und Heilandes Jesus sich auch nicht mit Heimlichkeiten umgibt. und nun beginne du den Heiland Jesus auch mit einem kranken Körper zu verherrlichen. ich fühle in mir das heilige Wehen Seiner Heilandsliebe.“ Die anderen wurden bis auf den einen gesund. noch sind wir nicht fertig miteinander. und du. sehe ich auch meine Schuld. darum hänge ich mich an dich. wie der Herr durch Helena wirkte und in Gamaliel dir einen Ankläger bereitete. Bruder?“ „Ja. sagte einer. Ich warne dich! Noch ist dir ein Zeuge vorhanden. wirst noch vieles erleben. was Gott in Jesus uns allen getan hat. ihr anderen aber erstehet in Gesundheit im Namen des Herrn Jesus Christus und weichet nie mehr von den Wegen. Schwester Helena. Bruder Gamaliel. ich glaube dir. wird wohl auch weiterhin mein Zeugnis unterstützen.“ „Helena“. bis du niemandem mehr einen Schaden des Leibes und der Seele zufügen kannst. dir gegenüber ist es mir nicht möglich. und allen werde ich offenbaren. Ihr alle seid meine Zeugen. Du hast erlebt. „wie können ‚wir uns erlauben. alles zu seiner Zeit.“ Helena sprach: „Bruder. Hilf mir. ich fühle in mir die Kraft Gottes. als ich denke. anders zu reden. damit ich wieder Oberwasser bekomme. Bruder. sprich zu uns. Ja.04. daß deine Liebe und Demut als Schwäche hingestellt wird. und ich will und werde mich von nun an zu Ihm bekennen. denn jetzt haben mich die Fluten Seiner Gnade und Weisheit verschlungen. da wir Ihm erst vor kurzem nicht den vollen Glauben entgegengebracht haben! Wenn ich die anderen ansehe. wie du dich an deinen falschen Gott hängst. dich zu lieben. was dich unendlich beglücken wird. wende dich aber mit heiliger Liebe an ihn!“ Markus verstand Johannes. daß ich noch da bin! Entweder du heilst mich.“ Johannes: „Markus.“ Gamaliel ging auf Isidorus zu und sprach: „Isidorus. Helena. und wartet auf dich. vergiß nicht.7227 _________________________________________________________________________________________ Heimlichkeiten mehr geben. ich frage dich im Namen des Herrn: Was gedenkest du zu tun? In deinem Herzen sehe ich. die zu Ihm und zu den anderen Herzen führen! Du aber.30900 Wedemark . jetzt ist meine Weisheit zu Ende. der mir die Kraft zum Zeugen gibt. brauchst nicht mehr zu fürchten. reichte Isidorus die Hand und sprach: „Isidorus. Markus. noch bist du mit Isidorus nicht fertig. sondern Er uns frei und offen Seine Erlöserliebe offenbart. wie Schlangen und Otterngezüchte sich ausbreiten und neues Unheil ausbrüten. oder ich hänge mich an dich so. denn was der Herr tut.“ „Ist das dein Ernst. daß Er sich in einer uns unverständlichen Art offenbart? Bitte. Also sprich: Was wirst du tun?“ Isidorus sprach: „Warum fragst du mich? Ich lache über euch alle und lasse euren Heiland. immer warst du unser Engel. gehe zu Ihm. Darum übe dich in Geduld. was bedeutet denn dieses alles? Was hat denn der Herr mit uns vor. ist wohlgetan.Telefon 05130 . Der Gott. Gamaliel ist zu einem Zeugen des Herrn geworden. 3 . uns an den Herrn zu wenden. Jesus aber hat nicht aufgehört. wo Er ist. der immer deine Irrlehre anprangern wird. nur Isidorus hat mir andere Begriffe durch seine Weisheit 09. Dir habe ich meinen Glauben zu danken. der infolge deiner Lehre sich nicht zu dem gleichen Vertrauen aufschwingen konnte wie die anderen.2011 Seite 16 von 42 . damit ich meinen und der anderen Fehler gutmachen kann! Du hast Jesus gesehen und Ihn gesprochen.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str.

Isidorus. sondern glaube.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str.“ Nun trat Johannes zu Gamaliel hin und sprach: „Bruder Gamaliel. dich zu überzeugen. was verlangt ihr. freue dich deswegen immerhin. bis du wieder unser alter. erfülle ihn so. bis der Herr dir ein Neues offenbart. denn einmal wird es doch gelingen. guter Bruder Isidorus geworden bist. der Herr hat dich angenommen und gibt dir die ersehnte Gesundheit zurück. als wir elend waren. tun soll?“ 09. erfülle Du ihn mit Deinem Geiste. Johannes legte ihm die Hände auf und betete: „Du treuer Heiland. damit er zum Heile aller seiner Brüder werde! Amen. der ewige und heilige. viel hast du dir vorgenommen. versuchen wir es mit dem Ernst! Solltest du aber mich durch deinen Haß erledigen wollen. und gerne will ich mein Leiden tragen.“ Sprach Johannes: „Bruder.30900 Wedemark . daß du ohne den Herrn zu keinem Erfolg kommen kannst.04. so vergiß nicht. Mache aber keine Versuche. wie ich mich verhalten soll. daß alle geheilt werden sollten. da meine ich die deine und des Herrn Liebe in dir.7227 _________________________________________________________________________________________ und Redekunst beigebracht. Gott und Herr und Vater aller Deiner Menschenkinder. aber. sollen denn auch die Heiden die Segnungen des Herrn erfahren? Hier weiß ich nicht so recht. was verlangt denn dein Herz. du überherrliche Liebe.2011 Seite 17 von 42 . dieser Bruder hier bekennt sich zu Dir und will sein mangelndes Vertrauen zu Dir durch doppelte Liebetätigkeit gutmachen.“ Johannes zog ihn zu sich empor und sagte: „Gamaliel. und wir fordern doch Glauben!“ Johannes: „Markus. Er wendete sich an Johannes und sagte: „Bruder. daß Er in dir und du in Ihm Sein heiliges Werk fortsetzen kannst. Komm her. freue dich meiner Treue. darum sprach er: „Liebe. Aber nun leuchtet die Liebe Jesu wie ein heller Stern. Mit Liebe bist du nicht zu überzeugen.“ Markus sah Johannes lange an. ich werde dich darum mit doppeltem Eifer behüten und nicht ruhen.Telefon 05130 . wenn du mich darnach fragst. so merke dir: dann wirst du elender werden. Isidorus. aber sie glauben doch noch nicht an den Herrn. ihm war plötzlich so wohl. und alles wird dir gelingen. und Markus hatte seine liebe Not mit ihnen. Stärke Du ihn. Der Herr aber sieht deine Liebe und deine gute Absicht und will dir entgegenkommen und dich mit Kraft aus der Höhe und mit Weisheit aus der Liebe ausrüsten. daß er Dich immer vor Augen und im Herzen trägt. nur Liebe. er empfand keine Schmerzen mehr. und wie stellt sich deine Liebe dazu?“ Markus: „Bruder.“ Inzwischen kamen wieder neue Kranke. da du aber aus freier Liebe mit allen Mitteln deinen irrenden Bruder überzeugen willst. damit ich immer an meinen Irrtum erinnert werde. daß ich wieder ohne Schmerzen bin. es ist kein Haß. dann trat er unter die Neuangekommenen und sprach: „Freunde. Wenn ich sage »doppelte Liebe. der Herr verlangt das nicht. 3 . daß euch Gott. bleibe in der Liebe und lasse dich nur von Liebe leiten. so möchte ich alle glücklich und gesund sehen. damit du das Werk Seiner Liebe krönen kannst!“ Gamaliel war ganz verwirrt. damit ich dir im Namen des Herrn die Hände auflege und dich segne!“ Gamaliel kniete nieder. dann mußt du eben doppelten Glauben aufbringen und mit doppelter Liebe zu dem seligen Werke schreiten. denn die anderen hatten laut werden lassen. wie ein Traum ist es mir.

sage uns: habt ihr denn in Seiner Gegenwart noch Herrlicheres erlebt? Oft habe ich alle die beneidet. 0 Johannes. noch gibt Er euch ein Gebot. Es gibt nur eine wahre Liebe. Alles andere werden euch Meine Diener sagen. Die Geheilten aber verblieben in andächtiger Stille. Darum lernet Mich erkennen als die wahre und ewige Liebe. und sie ist die: Liebet euch. sondern zu einem Erlöser von allem Tod und ‚Gericht. und wer sich dieser Meiner Liebe bedienen will. liebe Freunde.2011 Seite 18 von 42 .“ Markus: „Ihr habt recht gehört. wir hörten. wie Ich auch euch liebe. die uns Menschen zu Seinen Kindern macht. daß ein Priester gekommen sei. Euch wird Er oft gesagt haben. doch vorerst muß ich euch sagen.04. wir können nicht mehr schweigen. daß auch ein Glaube nötig ist. der wahre und ewige. Wer an Ihn glaubt und nach Seiner Lehre tut. mit unseren ‚Göttern ist es eine eigentümliche Sache: wenn wir ihnen Opfer bringen. werden euch da die Priester mit ihren Göttern nicht zürnen?“ Sprach einer: „Höre. Er wird nie mehr von mir gehen. du treuer Zeuge und Diener Seiner Gottheit. der wie ein Heiliger strahlte.7227 _________________________________________________________________________________________ Einer antwortete: „Freund.“ Markus: „Freunde. sondern spricht zu euch: „In Meiner Liebe und Gnade habe Ich eure Not angesehen und habe sie von euch genommen. Warum geht ihr nicht . die Segnungen des wahren und lebendigen Gottes zu empfangen. alle wurden geheilt. dann müßt ihr auch an den wahren und ewigen Gott glauben. euch zu dienen im Namen und im Geiste des Herrn und ewigen Gottes. Wenn ihr das wollt. und diese kommt aus Mir. die mit Ihm als Mensch gelebt haben. dann legte Markus ihnen die Hände auf. ist es aus. Ich bin bereit. Da trat Johannes vor sie hin und sagte: „Machet euch frei von eurer Furcht. hat euch in Seiner Liebe und Gnade Seine ganze Herrlichkeit offenbart. und der ewige Gott segne euren Willen!“ Fragend schauten sie auf Markus. dann werdet ihr auch erfahren. daß ich euch diene. was Gott an uns getan hat. Betend und im festen Vertrauen vollendete er das Werk. sondern ihr selbst müßt es tun. welche Seligkeiten in der Liebe liegen. 3 . Nicht ich oder der ewige Gott wollen euch von euren Göttern trennen.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. und alle eure Götter werden bei und in euch aufhören. der uns in Seinem Sohne Jesus als Heiland zu einem Erlöser geworden ist: nicht nur zu einem Erlöser von allen euren und unseren Leiden. daß Er nicht immer als Mensch unter euch sein und bleiben kann.Telefon 05130 . Diese Liebe ist das ewige Geschenk an euch alle. Er macht euch keinen Vorwurf. uns zu heilen. der alle Kranken gesund macht. wird das ewige Leben überkommen und in sich die Liebe erleben. und so eilten wir in unserer Not hierher und bitten dich. 09.zu euren Priestern oder zu euren Göttern. kann und darf es. denn Gott. Sie beugten ihre Häupter. wenn wir aber von ihnen ein Opfer erbitten. und heute bin ich seliger als ihr. aber ich habe die Gewißheit. wenn ihr bereit seid. nun aber habe Ich eine Bitte an euch.“ In diesem Augenblick der Ruhe und Stille sagte Helena: „O Heiland Jesus. daß wohl ein Priester des wahren Gottes gekommen ist. so bereitet euch vor. aber ihr wisset von euren Göttern. sondern wir müssen bekennen. wie herrlich hast Du wiederum Deine Liebe zu uns Menschen offenbart. soviel wie er will.30900 Wedemark . und siehe. sind sie barmherzig und gut. so du der Priester bist.

denn alles Menschliche wird wie Schnee an Seiner Liebessonne vergehen und ein ganz neues und überherrliches Leben in uns schaffen. um in ihrer Freude ihren Lieben daheim die Botschaft ihrer Heilung zu bringen. in Liebe zu dienen.7227 _________________________________________________________________________________________ obwohl ich eine arme Magd. Wie ein Schatten werde ich dir folgen. wie ein anderes Leben in mir pulsiert. um dein Schwärmen für den Teufel zu dämpfen. Ich fühle es in mir.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. der komme immer zu mir. was ich vom heiligen Vater überkommen habe.mein Leben opfern könnte. ich bin so übervoll davon. und noch voller Sünden bin. als wenn wir immer zusammen gelebt hätten. weil es die Liebe in mir nicht anders kennt. andere fragten. Dieser Jesus aber wurde unser Bruder und hat uns den Weg zu 09. die es hören wollen: Mein Haus ist von nun an das Heim der Liebe und der Ruheort für sehnende Herzen. der euch allen noch fremd. und darum sagte er: „Schwestern und Brüder. und wie sie alle ihre Gäste betrachtete.“ Markus und auch alle anderen waren erstaunt. Die übrigen gingen alle in das Haus. das alle beglücken möchte. das durch die Liebe in euch zu einem Gotteshaus geworden ist. zusammen in einem Geiste. In ihrem Herzen herrschte große Freude. Wer sich weiterhin nach Speise für die Seele sehnt. mir aber vertraut ist. machen wir kein Aufhebens mehr von unserem menschlichen Wesen. rasch hatte sie einen Labetrunk geholt und bat. Da wurde Isidorus erbost und sagte: „Warum gehest du nicht mit denen. waren es fast nur fremde Gesichter. und doch ist es mir. und saget dies allen weiter. wo aus und ein. da ja das Haus übervoll werde. Aber nun kommt in das Haus. Alle waren begierig zu hören. was der Diener der Liebe ihnen zu offenbaren hatte.2011 Seite 19 von 42 . 3 . Helena. wenn sie wiederkommen dürften. daß ich mit Freuden aus dieser Liebe . das hat unsere Schwester Helena fertiggebracht. Was sind aber alle meine Sünden gegen Seine Liebe und Erbarmung? 0 Brüder und Schwestern. dann aber sagte er: „Was mein Mund noch nicht zu bekennen wagte. dieses Zeugnis zu hören. und gern will ich euch mit dem dienen. Dieser Gott hat es für richtig gefunden. daß sich alle selbst helfen sollten. der gehe zur Schwester Helena! Ihr wurde das Amt übertragen.“ Viele gingen nun weg. sei uns allen Mutter und Schwester und teile mit uns. weil sie die größere Liebe hat. da ich mich um dich doppelt kümmere. indem wir ihr immer liebend zur Hand gehen wollen.Telefon 05130 . die so für die Liebe schwärmen?“ Gamaliel sagte: „Bruder. am Herzen des Vaters haben alle Platz. Nur Isidorus blieb mit Gamaliel zurück. wer aber in der Not seines Leibes nicht weiß. und Helena gab gerne bejahende Auskunft. sich zu allen Zeiten zu offenbaren durch den Mund Seiner Propheten und zuletzt durch Seinen Sohn Christus Jesus.04. ich nenne euch so. da es der Geist unseres Gottes und Vaters ist. Nach dem Drängen des Geistes in mir muß ich euch noch sagen: Wer in Not seines Herzens sich befindet. und Johannes fühlte das Sehnen in sich. ganz gleich. Wir sehen uns heute das erste Mal.“ Im Hause hatte Helena rasch Platz für die vielen besorgt. also bekümmere dich nicht um mich. zu welcher Zeit und Stunde. trete ruhig mit ein. Du aber. darum wollen wir ihr auch unseren Dank bekunden. was du von der ewigen Liebe überkommen hast!“ Helena lächelte gütig und sagte: „O ihr noch schwachen Kindlein.30900 Wedemark .

gezeigt und durch Sein Opfer auf Golgatha Sich zu einem Mittler gemacht.“ Gegen Abend wurde es ruhiger. Seinem ewigen Vater. und ruhig taten auch alle. daß alle Platz finden werden. Ist doch der Hof groß genug. als wenn sich alles so wunderbar regelt.04. und Markus hatte Sorge. Jesus. Die Bekehrung eines heidnischen Priesters Wie vereinbart. anzunehmen. 3 .Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. Es kamen aber immer wieder welche. wenn es euch ernst um euer zeitliches wie ewiges Leben ist. den Heiland und wahren Gott und Herrn. Nehmet aber zuvor noch den Segen Gottes mit nach Hause und kommet wieder. Bleibe aber unter uns. und Markus fühlte sich schwach. Johannes sagte zu ihm: „Markus. kamen am Abend alle Brüder und Schwestern und alle. Friede und Freude. denn dein heutiges Wirken hat guten Grund gelegt. je mehr kommen . die gleich Ihm auch andere erlösen wollen. Helena hatte sagen lassen. heute reicht euer Platz nicht aus. als er die Not der anderen zu seiner Not machte und sichtbar die Hilfe des Herrn erfuhr. darum lasset euch an dem genügen. was ich heute und in den nächsten Tagen euch künden werde.30900 Wedemark . und einige Fackeln habe ich noch im Hause. du wirst noch viel zu sorgen haben.2011 Seite 20 von 42 . und Johannes und die Brüder hatten nun Ruhe und Zeit. So kam der Abend heran. Mache dich aber auf allerhand Überraschungen gefaßt. daß ich nicht im geringsten mich zu sorgen brauche. Dieser Jesus wurde zum Heiland aller. die sich trennend zwischen euch und Ihn stellet. Wie ihr euch sehnt nach Liebe. die geheilt worden waren. sagte Helena. über so manches zu reden. Von allen war Helena die Aufmerksamste.Telefon 05130 . Das Haus war nun soweit leer geworden. daß sich alle im Hofe einen Platz suchen sollen. Es ist aber zuviel für euch. heute war für uns alle ein heiliger Tag und für dich ein Freudentag. und zum Erlöser aller. so müßt ihr eure Götzen entfernen und auch euer Inneres von so mancher Sucht reinigen. die ihr das erste Mal einen Zeugen des lebendigen Gottes hört und schon Seine Liebe an euch erfahren habt. da im Hause es an Platz mangle. Wir als Seine Jünger haben Seine Herrlichkeit gesehen. Noch nie in seinem Leben hatte er soviel reden müssen wie an diesem Tage. 09.“ „Johannes“. daß der Platz doch nicht ausreichen würde. durch den auch wir zu Gott gelangen können. Ziehet hin in Frieden. daß alle zufrieden gestellt werden. der da heilen könnte. Wenn ich alle die Herrlichkeiten offenbaren wollte. dürfte ich gar nicht mehr von euch gehen. und so hatte Markus viel zu arbeiten. aber für heute abend darfst du um so lieblicher ausruhen. denn dein Liebesdienst wird noch gebraucht!“ 06. und noch nie wurde er so von innen gedrängt. die an Ihn glauben. die unser Mund nicht genug bezeugen kann. die nach dem Priester fragten. Die Früchte deiner Liebe werden dir noch viel Freude bringen. so sehnt sich auch der ewige Gott nach euch. und die Liebe Gottes sei euer Teil!“ So gingen sie gesegnet heim. Es wurden aber immer mehr. „mir ist. eine Herrlichkeit. wie sie sollten.und je mehr an diesem Abend Gott verherrlicht wird. Eines aber ist nötig: Wenn es euch ernst ist. Da~ lächelte Johannes und sagte: „Markus.7227 _________________________________________________________________________________________ Gott. desto leichter wird in Zukunft dein Dienst sein. Johannes sagte: „Helena.

Da aber meine Frau sagte. daß ihr das Herrlichste verloren habt: die ständige Gegenwart des Herrn. Helena hatte sich einen Platz bei der Menge gesucht und sich auch mit auf den Boden gelagert. die nicht allein dem Fragenden. der mit Krankheit alle Lauheit straft. denn in dem Augenblick. Beweis dafür ist. fühle ich mich veranlaßt. ich freue mich über die Offenheit eures Bruders. und wenn sich je einer um die Heilung . bin ich gefolgt. Offen sollt ihr auch von mir die Antwort erfahren. oder der Gott. in dem ihr zuerst gestanden seid. alle verstummten und sahen auf die Drei hin. Als Markus und Johannes wie auch Helena unter der Türe erschienen. so wäre es dieses: Prüfet alles. Die Brüder blieben im Hause und verharrten im Flur. Viele standen. sonst werde das Übel noch schlimmer werden. und wovon muß ich mich und mein Haus reinigen?“ Johannes sprach: „Freunde und Brüder. und da wurde mir gesagt.und Erlöserlehre sind. trat Ruhe ein. Was soll ich nun glauben. Dem Drängen der ewigen Liebe. Daß aber in euren Kreisen Irrlehrer auftreten konnten. aber das hat vorderhand nichts zu bedeuten. einer der Jünger des Herrn und Meisters Jesus. den euch schon euer Bruder Paulus verkündet hat.2011 Seite 21 von 42 . ich aber ziehe weiter nach dem Willen des Herrn. aber das Gute behaltet! Sollte einer oder der andere nicht so recht befriedigt werden. Isidorus aus Angst vor Gamaliel und Gamaliel aus Eifer um Isidorus.30900 Wedemark .“ Als Johannes schwieg. daß sie ihre Heilung dem lebendigen Gott verdanke und nun für die Reinigung des Hauses und des Herzens von fremden Göttern zu sorgen habe. Ich bin Johannes. sondern allen gelten soll. Ich weiß. so könnt ihr es alle hier frank und frei bekunden. Ich selbst bin Priester in der Vorstadt. so bin ich es gewesen. Brüder und Schwestern. im Namen des ewigen und heiligen Gottes entbiete ich euch den Gruß der Liebe. des Friedens und der Freude und wünsche euch rechtes Verstehen und volles Erfassen dessen.Telefon 05130 . Krankheit sei die Folge des Unglaubens und sei mit Geduld zu tragen. und wir haben Beweise der Liebe und Gnade des Herrn erfahren. sondern euer Bruder Markus den Dienst 09. ist nicht zu leugnen und auch nicht eure Schuld. Johannes segnete mit folgenden Worten alle Erschienenen: „Geliebte Freunde. ist auch eure Kraft nicht mehr dieselbe. Markus ist und bleibt euer Diener. was ihr alle vernehmen werdet.04.“ Nun war es soweit. 3 . An der Türe des Hauses war ein Platz für die Diener des Wortes und der Liebe geblieben. drängte sich ein Mann an ihn heran und sagte: „Ich kenne dich nicht und weiß auch nicht. Wohlweislich habe nicht ich. Daß sich noch heidnische Tempel in und bei dieser Stadt befinden.7227 _________________________________________________________________________________________ Auch Isidorus und Gamaliel werden da sein. diesem Wunder und ihrer Rede nachzugehen. Auch bei eurem Priester Isidorus bin ich gewesen. welcher Gott ist nun der rechte? Der Gott. hätte freilich nicht geschehen dürfen.meiner Frau bemüht hat. daß noch nicht alle Gläubige unserer Heilands. und in der Mitte hatten sie sich auf den Erdboden gelagert. auch bei euch wieder den alten Zustand herbeizuführen.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. daß sie sich kaum rühren konnten. ob du heute am Nachmittag meine Frau von ihrem Blutgang geheilt hast. wo Zwietracht und Unfriede in eurer Mitte einkehren. in welcher Sache es auch sein sollte. der da Liebe und Reinigung des Herzens und des Hauses verlangt? Nach meiner Überlegung frage ich: Welches ist der rechte Gott. Der Hof war bis zum letzten Plätzchen voller Menschen. Wenn ich aber mm etwas bitten dürfte.

die Seine Lehre der Gottes. liebet euch.Telefon 05130 . Wenn nun der Freund fragt. daß ihr Meine Jünger seid. Liebet euch. Du 09.und Nächstenliebe nicht aufkommen lassen wollten und die Kraft Seiner Göttlichkeit dem Bösen zuschrieben. Für euch. damit Er in euch als der Sohn des Allerhöchsten euer Erlöser werde und euch den wahren Gott und Vater offenbare. daß ihr euch untereinander liebet wie Ich euch geliebet habe. und wir lernten Ihn erkennen als die Ewige Liebe. 3 . und abermals sage ich: Liebet euch. Liebe war Sein Leben. die Er auch heute noch uns erleben läßt. und Liebe ermögliche euch die Erfüllung alles Sehnens. und ihr würdet euch als Verlorene ansehen. Ich könnte euch schauen lassen. denn wer von uns wäre der Tor. werden mit Ihm leben. sind es Wunder Seiner Liebe. vor allem für die Templer in Jerusalem.30900 Wedemark . die an Ihn glauben. der die Herrlichkeit für nichts erachtete und Steine für Brot eintauschte.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. Er kannte keine Feinde und war doch für viele der Feind. der. aber für die.“ Lange schwiegen sie alle. wurde in uns der rechte Gott lebendig. und Friede und Freude erfülle euer Sein. Ihr sollt alles in euch selbst finden! Darum gebe ich euch den Rat: Reiniget euer Haus und Herz von fremden Göttern. was wir an Herrlichkeiten erlebt haben. daß man ihm dauernd allerhand Opfer bringe. Wir glaubten schon immer an den Gott der Juden. aber wie weit waren wir von dem wirklichen Gott entfernt! Erst als Jesus uns die Augen öffnete und uns einen Gott der Liebe vorlebte und uns in die Himmel Seiner Liebe Einblicke gewährte.04. Liebe Freunde.h. sind es Wunder Seiner Macht und Kraft. So schließe ich meine Worte an euch auch mit der Bitte: Kindlein. Ich könnte aus Seiner Kraft euch in einen Himmel versetzen. die noch ohne Kenntnis des Herrn und Heilandes Jesus sind. dann trat der Priester wieder auf und sagte: „Fremdling. und in dieser Liebe wird euch Erfüllung jeder Antwort.’ In diesem Gebot ist auch alles enthalten. so muß sich jedes selbst die Antwort geben. wie soll ich dir danken! Heute noch reiße ich die Altäre meiner Götter nieder und werde dem wahren Gott dienen und Ihm die Ehre geben. welchem Gott wir dienen sollen. verlangt. liebe Freunde. ist das Leben. diente in Seiner Liebe allen Menschen ohne Ausnahme. die ihr den Herrn und Heiland kennt. aber das würde euch allen Mut nehmen.7227 _________________________________________________________________________________________ durch die Gnade des Herrn besorgt. da. aber es wäre noch verfrüht. d.Ein neu Gebot gebe Ich euch. aber kurz vor Seinem Kreuzestode sagte Er zu Seinen Jüngern: . aber die Herrlichkeit. aus der Ferne kommst du und offenbarst Dinge. Jesus. und alle. kann nicht mit Worten geschildert werden. forschet in euch nach. und in dieser Liebe offenbart sich Seine Liebe zu euch. und aus diesem Leben zeuge und bezeuge jetzt auch ich Sein Leben. der Gekreuzigte und von den Toten Erstandene. und dieses Leben erweckte wiederum Leben in uns. welche Liebe euch noch belebt und welchen Neigungen ihr noch dient! Denn Jesus der Heiland will als Helfer euch dienen.2011 Seite 22 von 42 . oder gar für einen Gott. sich euch als Vater zu offenbaren und in eurer Liebe sich zu sonnen. So erfülle sich an euch mein Sehnen. in welchem Irrtum ihr bis jetzt euch befunden habt. Dieser Jesus war als Mensch uns allen Freund und Bruder. was uns zu Seinen Jüngern und auch Kindern macht. die doch so nahe liegen. verbindet uns mit Ihm noch inniger. damit die Welt erkenne. obgleich er nicht vorhanden ist. denn des Vaters seligster Wunsch ist es.

Die Kraft. dein Leben ganz in den Dienst des wahren und ewigen Gottes zu stellen und deine Götter zu entfernen. und so will ich auch. ist die Kraft der Liebe Jesu. daß alle Kranken hierher kommen sollten? Weil ich das heiße Verlangen in mir in die Tat umsetzte. ohne groß zu bitten. Darüber ist große Freude nicht nur bei Gott. Gewiß habe ich von euren Brüdern so manches vernommen. 3 . was wir heute gehört haben.aber diese Kraft soll ja Eigentum eines jeden sein und wird durch die Liebe zur Welt und zum eigenen Ich geschwächt. das ist zuviel der Gnade. und Er muß zunehmen’. da zog ich mir meine Götter vor. ja ist denn dieses schon einmal gehört worden. wer sie auch sei. 0 Menschen. und wie Du bekundet hast. daß wir immer noch Dir gehören. Nur um eines bitte ich dich: Brich nichts über das Knie und lasse Liebe.30900 Wedemark . daß ich unter dieser Größe erschauere. die Gnade und die Liebe und der Friede Gottes sei mit dir jetzt bis in alle Ewigkeit! Du selbst hast den Willen. Der andere Johannes. Gewiß ist es gewaltig. und so danke ich und mein Haus Dir. die allen denen zuteil wird. daß alle vom Tod und Gericht errettet werden. so will ich auch bekunden. und alles. denn nur in der Liebe zu deinen Brüdern kannst du ihnen allen das Rechte bringen. Gott stellt sich auf den Boden Seiner Kinder. hier. sondern auch Licht auf unserem Lebenswege werden. und so ist und bleibt es für alle Menschen: wir müssen 09.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. die mich direkt überwältigt.04. Wahrlich. euch gehören und dem Gott dienen. Gott und ewiger Vater. daß in mir die Liebe und die Kraft immer mächtiger wird? Weil Jesus. sondern in der ganzen Gemeinde. und daß ihr Zeugen Seiner Menschwerdung selbst die Herrlichkeit Gottes geschaut habt. der ewige und heilige. auf daß die Liebe des Herrn immer mehr offenbar werde. ist volle Wahrheit. der da Seine Ankunft kündete und Ihm den Weg bereitete. Gott. darum hat Er in einem Menschen Fleisch und Blut angenommen. was mich zum Nachdenken veranlaßt hat. Mein Weib ist gesund und damit alles ‚ausgelöscht. sondern nur von einem Dienen in der Liebe. Friede und Freude. der sich an mir so liebreich offenbart hat.Ich muß abnehmen. deren Priester Derartiges nicht duldeten. da ich auch Seine Herrlichkeit durch euch erlebt habe. Du herrlicher Gott. Warum aber habe ich angeordnet. die du erhofft hattest. Bestimmet über mich. die da rechten Glaubens und rechten Wollens sind. wird uns nicht nur Richtschnur. daß gerade dein Weib. Liebe und wieder Liebe walten. Meine Frau habet ihr geheilt.7227 _________________________________________________________________________________________ sprachest van keinem Opfer. sagte: . Ich und mein Haus werden eurem Gott dienen.2011 Seite 23 von 42 . aber wenn ich mir dann die Zwietracht vergegenwärtigte. ohne zu fragen. Das ist mir neu und so groß. überläßt uns Menschen Seine Gaben aus Liebe und sehnt sich nach Liebe. und darum sei ich von nun an der Eure. . was wir je in unserem Leibe gesündigt haben. die in eurer Gemeinde wie eine helle Flamme loderte. daß alle Not ein Ende nehmen möchte. sich immer herrlicher in mir gestalten kann: das ist das Geheimnis und wird vielen immer Geheimnis bleiben. daß wir ‚Gott gehören. Hier erlebe ich nun aber eine Freiheit. dein Gott macht es uns Menschen leicht. Dazu erbitten wir Kraft und Stärkung unseres Willens.Telefon 05130 .“ Johannes ging auf den Priester zu und sprach: „Bruder. Kranke zu heilen. der Heiland und Herr. die ersehnte Hilfe fand. das bisher trotz vieler Opfer und Gebete nicht die Hilfe erfuhr. Was ist der Grund. ohne zu fragen. und Gott will. und wie neue Menschen stehen wir vor euch.

aber nichts mehr von Liebe oder Verständnis für 09. und Er in Seiner Herrlichkeit schenkt dieses Wachstum jedem Kinde nach dem Gnade seiner Liebe. wo Johannes einkehrte. Nach einer gründlichen Reinigung seines Körpers und einer Stärkung seines Leibes war ihm so wohl. den ihnen die Brüder gebracht hatten. war nun Johannes’ Ziel nach Thyatira gerichtet. Die Kraft Gottes ließ nach. Aber wie wurden sie enttäuscht. wie sie aus Jesus Christus auch einen Götzen gemacht und auf Seine Liebe und Gnade hin geradezu in ihren Irrtümern ihr Leben eingerichtet hatten. sondern zu einem Häusler. der wie ein lieber Freund und Vater ihm nun Wege zeigte. was ihnen angeraten wurde. aber das Glaubensleben fing an. da auch andere Gemeinden der Reinigung bedurften. und damit hatte er bald die Herzen gewonnen. der weit draußen vor der Stadt sich mit seinem Weibe und seinen vielen Kindern rechtschaffen von dem nährte.7227 _________________________________________________________________________________________ abnehmen. Wohl sei jedes Wort wie eine Wahrheit gewesen. 07. Nach der Weisung des Engels ging er nicht zu dem Priester oder seiner Gehilfin. Allein. als neue Brüder auftraten und in einem anderen Geiste zu reden anfingen.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. waren die Spuren der Liebe des Paulus zu finden. was ihm sein Garten und das angrenzende Feld schenkten. Leider war das Kommen des Johannes voraus bekannt geworden.04. die beide überwältigend in ihrer Rede und ihrem Zeugnis waren. die von ihrem Gast ausging.Telefon 05130 . und Übereifrige rissen vollends ein. In allen Orten. die ihm bei seiner Einkehr entgegengebracht wurde. und die Gemeinde war schon voreingenommen gegen Johannes. Es drohte sich ein neues Heidentum herauszukristallisieren. und der Same der Liebe fand aufnahmewillige Herzen. was an ‚Glauben noch bestand. die sie an dem Heiland erlebten. Den ganzen Tag war er gewandert und war rechtschaffen müde. und gern hatten sie getan. Da tat ihm die Liebe wohl. das diese Liebe des Johannes zeitigte. Es standen keine Gegner auf. Lange konnte Johannes nicht bleiben. Mit Tränen in den Augen schilderten sie die Freude. Anders wurde es aber in Thyatira: da war eine große feste Gemeinde mit ihrem Priester und einer Priesterin.“ Die Gemeinde war erschüttert über das Erlebnis. Er als Mensch offenbarte eine Herrlichkeit und einen herrlichen Gott. Ein Helfer wurde ihm in diesen Tagen der neugewonnene Heidenpriester. ohne jede Begleitung kam an einem Vorsabbat Johannes in Thyatira an. der Eifer fehlte. Überallhin begleitete er ihn. daß auch dort viel Irrtum sich eingewurzelt habe. und bald waren die Häuslersleute von der Rede und der Ruhe ergriffen.2011 Seite 24 von 42 . Johannes handelte nach dem Zug seiner Liebe in sich: er linderte die Not der Leidenden und Kranken. Johannes in Thyatira Ohne Abschied von den Gemeinden zu nehmen. damit Er in uns wachsen kann. denn der ihn begleitende Engel offenbarte ihm. 3 .30900 Wedemark . die zu gehen nur Friede und Freude wirkt. und wir werden in Gott leben und Gott in uns. und nun war der Weg geebnet zu dem Heiligtum der Liebe und zu dem wahren Leben aus und in der Liebe. sich zu verflachen. Nun erkannten sie ihre Schuld. und in Demut bekannte er den wahren Gott. tun wir dasselbe.

die Weihestunde schloß sogar ohne Segen. aber mit seinem Kommen habe ich eine Wonne erlebt. Welch schöne Zeiten waren damals. woher er kommt oder wohin er gehen wird.Telefon 05130 . Am Sabbat ging das ganze Haus mit Johannes zur Weihestunde. könne er dazu sprechen. wenn der von euch abgetan ist. da ich nicht darnach gefragt habe. ihr kennet mich zur Genüge und wisset.7227 _________________________________________________________________________________________ den Nächsten sei zu spüren gewesen. der ein Jünger und Apostel des Herrn sei. Gläubige wollet ihr sein. ja er warnte die Gemeinde vor dem zu erwartenden Boten. In dieser Nacht erlebten die Häusler ein Glück. Ich weiß nicht. verloren gegangen. ahnet ihr nicht.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. der euch den Weg und die Mittel dazu gebracht hat? 0 ihr armen. das erste Mal bin ich in eurer Mitte. Was sei nicht alles verlangt worden: allem sei zu entsagen. den Heiland und Erlöser? Wie könnet ihr zu einer Kindschaft Gottes gelangen. aber ich kann nicht mehr schweigen. und so wurde ihnen ein herrlicher Lohn und überreiche Gnade zuteil. daß ich kein Schwärmer oder Nachredner bin. was nach Welt aussähe. das uns einte. „danke ich dem Herrn. Alles wurde kälter und liebloser. daß ich oft meine Sehnsucht bekundet habe nach der Zeit. In ihr änderte der Priester seine Art auch nicht. In dieser Nacht habe ich diese Liebe wieder erleben dürfen durch diesen unsern fremden Bruder. armen Herzen. Gläubige nennt ihr euch. wo wir das Evangelium der Liebe Jesu erhielten und dann auch erlebten.“ Johannes war ergriffen von der Sehnsucht der armen Leute nach dem wahren Evangelium. und dabei sei das Schönste. daß niemand zum heiligen Vater als ein Kind gelangen ‚kann als allein durch Jesus. daß nur Jesus und wieder nur Jesus all euer Heil und Leben geworden ist. da mir die Not eurer Seele und eures Herzens auf meiner Seele brennt. er trat zu dem Altar. und die Brüder hätten das Wort unter sich geteilt.04. Wo habt ihr denn euren Heiland Jesus gelassen? Habt ihr denn vergessen. Johannes hörte sich alles ruhig mit an. und nun war der Weg geebnet für den Heiland Jesus. wenn ihr an dem Herrlichsten vorübergeht und Ihn durch eine Art verwerft. dafür das Wort oder die Lehre mächtiger. und der Heiland sei fast mit keinem Wort mehr erwähnt worden. namens Coeranus. die ich euch nicht 09. lieber Bruder“.2011 Seite 25 von 42 . Wohl seien die Reden gut. Johannes erbarmte sich der Armen im Geiste. wie sie es bisher nicht einmal ahnten.30900 Wedemark . die das Licht verwirft und die Finsternis zum Licht erhebt?“ Da trat der Priester. ihr wisset. schloß der Häusler. verneigte sich vor der großen Gemeinde und sagte: „Schwestern und Brüder. und so sei es noch heute. Johannes trat beiseite und machte dem alten Häusler Platz. die Harmonie untereinander. in welche Not ihr kommen müßt. Dieser sagte mit ruhigen Worten: „Brüder und Schwestern. der schlimmer als das finsterste Heidentum ist. Die zersplitterten Gemeinden hätten nun fast alle die Gewohnheiten angenommen. auf und herrschte Johannes an: er habe zu schweigen. „Darum. und dabei herrscht unter euch ein Geist. 3 . und erst wenn Klagen laut würden. aber es sei kein Leben wie einst mehr darinnen. die die Künder des Wortes verlangten. und die Liebe untereinander war das Band. der dich in mein bescheidenes Heim geführt hat.

sondern zeigte ihnen das Bild der Liebe in Jesus. aber nicht meines Gottes. der Idaea entgegenzutreten. weil ich ihm mein Haus als das seine anbot.30900 Wedemark . an einem Sabbat Gutes zu tun. was daraus entstehen werde. weil sie nicht den Mut gehabt hatten. sondern die meines Gottes. ich fordere nicht Liebe. An diesem Tage noch füllte sich das Haus des Jasis. Ihr habt gewarnt vor dem Jünger und Apostel. aus der ich wirke und diene. aber nicht die meine. denn sie fühlten sich nicht frei von Schuld und bekannten auch. und habt eine Schranke zwischen mir und euch errichtet. denn wir sind die erwählten Gottesdiener!“ Johannes aber sagte zu ihr: „Gottesdiener seid ihr. Johannes fragte. welcher in Jesus Christus Seine Herrlichkeit offenbart hat. und wieder andere wollten es mit ihrem Priester und vor allem mit der Priesterin nicht verderben. Ich komme als Freund und Bruder und nicht als Feind. das habe ich vernommen.“ 09. der da kommen sollte. „Warum bringet ihr eure Kranken nicht mit?“ fragte Johannes. ja wir kommen“. An euch allen liegt es nun. weil es verboten sei. wenn ich euch sage: es ist mir. heute sei Sabbat. in deren Herzen seine Worte Widerhall gefunden hatten. ‚und Sein heiliger Friede sei euer Teil!“ Johannes wurde umringt von denen. und allen rief er zu: „Kommet zu eurem Bruder. ob es auch verboten sei. so will ich euch segnen! Der Herr und ewige Gott. Johannes aber dachte gar nicht daran. daß er dem Fremdling hart entgegengekommen ist. einige riefen: „Ja. Da wurde ihm gesagt. und ich stehe zu meinen Worten. denn wer da einen Kranken heilen oder zu einer Heilung beitragen wolle. aber kommet und prüfet selbst und bringet eure Kranken mit! Denn allen soll mein Haus und Garten zur Verfügung stehen.“ Eine Verwirrung war nun entstanden. und Gott ist auf dem Wege zu euch. warum kommst du nicht zu uns.Telefon 05130 .Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. 3 . und fuhr fort: „Darum bitte ich euch: wendet eure Herzen der rechten Liebe zu. andere wieder wollten warten. allen Erlösung und Leben zu bringen. streitet euch nicht deswegen und lasset es unseren dienenden Bruder nicht entgelten. sondern bringe Liebe. sei mit euch. und so wurde mir soviel herrlicher Lohn an Wonne.“ Da kam die Priesterin. Also müsset ihr auch die Schranke wieder entfernen. Sie kamen mit bedrückten und beschwerten Herzen. Da ihr lieben Herzen aber von eurem Bruder keinen Segen empfangen habt.04. da gezieme es sich nicht. dort bin ich zu Hause. in dessen Diensten ich stehe. als wenn der Herr selbst bei mir eingekehrt wäre. der da gekommen sei. sondern ging mit seinem Gastgeber wieder zurück in dessen Heim. daß sie viel Schuld daran trügen.2011 Seite 26 von 42 . ob ihr Gottes Liebe aufs neue zurückweisen und in eurer alten Eigenliebe verharren wollt. besah sich Johannes und sagte: „Wer und was bist du. hier ist noch keine Stätte für die beglückende Heilandsliebe.7227 _________________________________________________________________________________________ schildern kann. der euch in sein Haus und seinen Garten geladen hat. Johannes aber kehrte sich nicht daran. täte doch gewiß ein gutes Werk. Brüder. ihnen Vorwürfe zu machen. wenn ich zu euch kommen soll.

sollet ihr erleben. wäre der Untergang dieser Menschenblume. mit uns zu streiten?“ Johannes sagte: „Weder eure Ruhe wollen wir stören.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. denn in diesem Augenblick verließen die finsteren Mächte das Mädchen und klammerten sich an Idaea an. bis jetzt war alle Hilfe vergeblich. denn so etwas hatten sie noch nicht gehört. oder habt ihr Lust. denn so etwas hatten sie noch nicht erlebt. nie und nimmermehr!“ „Dann werden wir euch zwingen“. wie die Priesterin Idaea das Haus betreten hatte. „denn euch in dieser Menschenhütte belassen. Flehen und Segnen über das Haupt. wirst du befreit bleiben. da klang eine Stimme. ging eine bejahrte Frau weg. Fürchtet euch aber nicht. uns in unserer Ruhe zu stören. denn für diese finsteren Geister muß ein Ort da sein. ganz tief. wo sie von ihrem falschen Wahn geheilt werden und ihnen die Möglichkeit gegeben wird. Sie kam nicht dazu. sondern mehrere aus dem Mädchen. aus dem Mädchen: „Wer wagt es. erwiderte Johannes. und alle meine Opfer waren erfolglos. und nun fürchteten sich die Anwesenden vor dem Kommenden. Nur Johannes hatte es gesehen. Um sie zu heilen. ist mehr als Beten und Opfern nötig.7227 _________________________________________________________________________________________ Ohne ein Wort zu sagen. die sich auch nicht wehrte und nun zum Gefäß dieser Geister wurde. 3 . und euch würde nicht damit gedient sein. Johannes legte aufs neue dem Mädchen die Hände auf. die wohl äußerlich gesund erschien. Johannes aber hielt immer weiter die Hände über das Mädchen. befreit bist du nun von deinen Plagegeistern. die anderen hatten sich dem Beten angeschlossen.Telefon 05130 . sonst niemand. bessere Wege zu beschreiten. 09. oder wir werden euch dazu zwingen. das Licht aus Gott anzunehmen. und deine Gesundheit wird bald besser werden. hier bringe ich dir meine Tochter.04.“ Da lachte nicht nur eine Stimme.2011 Seite 27 von 42 . blieb noch eine Weile am Boden liegen. aber von Zeit zu Zeit von argen Geistern geplagt war.“ Alle sahen Johannes verständnislos an. dann hob es Johannes empor und sagte: „Meine Tochter. aber nur wenn du dich ganz fest in den Schutz der ewigen Liebe gibst. der Heiland. nach etwa einer halben Stunde brachte sie ihre Tochter. „Bruder. also rate ich euch: Verlasset dieses Menschenkind. denn deine Tochter ist eine Behausung finsterer Geister. denn unser Schutz ist Jesus. Da fiel das Mädchen um und rührte sich nicht mehr. Immer und immer wieder hielt er dem Mädchen die Hände unter Bitten.“ Einige Minuten legte Johannes dem Mädchen die Hände auf das Haupt und betete um Gelingen des Werkes. Johannes ließ sich davon nicht beirren. wie sich diese finsteren Geister austoben möchten. Da begann ein Toben und Fauchen. daß ihr endlich dieses arme Menschenkind verlaßt und euch besinnt. ich weiß. Du bist nicht mehr krank. ein Wort zu sagen. da sagte Johannes: „Um euch aber in diese Wahrheit einzuführen. noch mit euch streiten.30900 Wedemark . Da ‚bewegte sich das Mädchen. sprach die Stimme.“ „Was“. „verlassen sollen wir diese Hütte.“ Johannes: „Schwester. die uns solch herrlichen Schutz gewährt. aber euch veranlassen. und so bemerkten sie nicht.

viele niedere Mächte werden sich ihr nähern und uns noch ein tüchtiges Wetter machen.30900 Wedemark . auch anderen Freude zu machen. die auf den Wegen wandeln. liebe 09. was wir haben und werden anders zu Werke gehen als vorher. Ohne den rechten Glauben an den Erlöser ist an eine Heilung bei ihr vorderhand nicht zu denken. und niemand wollte nach Hause gehen. Halte dich viel in der Sonne auf und nimm das Evangelium des Heilandes Jesus an!“ Da waren die Anwesenden ergriffen.2011 Seite 28 von 42 . viele. um den dich der Heiland Jesus bittet. Idaea wird wiederkommen. daß Idaea gegangen war. meine Tochter. sondern nur Bitte enthält. und das ist der Dienst. aber nun halten wir fest. geheilt worden zu sein. wie fühlst du dich. sondern Er bleibt ein Bittender. wie siehst du denn aus?“ Da reckte sich Idaea und wie aus einem Traum erwachend schrie sie: „Einmal ist es gelungen. sprach: „Liebe. das kein Tod oder Gericht mehr beengen kann.04. Die Freude in dir wird dich drängen. unter euch Zwietracht und Lauheit zu säen.“ Idaea wurde getrieben. keine Forderung. als nur dich freuen. ja sogar den Glauben an Ihn zu untergraben. um selig zu machen alle. die euch größte Unruhe machten. erwiderte Johannes. die sich in dem Menschensohne Jesus uns Menschen so wunderbar und herrlich offenbart hat. bist nun frei. ganz durchdrungen von heißem Dank und Liebe. Idaea ist das Opfer geworden. weil du die Gnade erlebt hast.“ „Bittet“.und Herrschsucht geworden. Johannes sagte: „Tochter. nichts sollst du tun. Einem dunklen Drange folgend. und alle. die wir alle jetzt erlebt haben. da Jesus ja mitten unter uns mit Seinen Engeln ist. Dieser Glaube an Ihn hat aber unter euch sehr nachgelassen. die Er uns geebnet hat. denn gar bald werden sonst die Geheilten seine Bitte vergessen.7227 _________________________________________________________________________________________ sondern nur angegriffen. wie das Mädchen nun nach dem Heiland Jesus fragte. Diese Liebe. aber eure Priesterin Idaea ist das Opfer ihrer Hab. die an Ihn glauben. Die Folge war das Eindringen der finsteren Mächte. Ihr alle habt von eurem Bruder genugsam vernommen. denn es war ja allen wie ein Wunder. Seinem Vater. was sagst du uns. und ob Er sie von der Krankheit erlöst habe und was sie tun solle. eilte sie stadteinwärts. mit Johannes zu sprechen. Dieser Jesus ist das Licht. 3 .“ „Es ist schon so. sprach das Mädchen. weil die Liebe aus Gott. liebe Tochter“. sage. aber es ist keine Gefahr für uns vorhanden. ja wie kommt denn das? Hier ist ja Idaea. Idaea.“ Sagte Jasis: „Bruder.“ Es war gut. Johannes sagte: „Fürchtet euch nicht. das alle Finsternis erleuchten wird. uns zu verdrängen. wodurch es dem Lebensfeind gelang. Die Genesenen aber verlangten. da es schon sehr lange her war. das Haus zu verlassen. Johannes legte ihnen allen die Hände auf und alle wurden gesund. daß jemand geheilt wurde. „der Heiland Jesus ist kein fordernder Herr und Meister. „das kann doch nicht sein? Ein solcher großer Heiland muß doch fordern. mit Seiner Klarheit erleuchten und ihnen ein Leben schenken wird. daß Christus Jesus gekommen ist. Du.Telefon 05130 . Inzwischen war es Abend geworden. denn auf einmal kamen viele mit ihren Kranken. aber nicht allein. ist die heilige Liebe aus ‚Gott.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. Johannes.

verzeihe mir. Johannes sagte ihnen: „Brüder.Telefon 05130 . aber er hat noch Arbeit mit den Kranken. ihre eigenen Worte sind. sein Weib.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. daß eure Nachbargemeinden mit Coeranus und Idaea ganz einig gehen. was wünschst du von mir?“ Der Römer lächelte und sagte: „Ist der Heiler noch im Hause. Glaubet ja nicht. die ihr eben empfangen habt. sondern muß durch unser ganzes Tun geschehen. und dieses kann nicht nur mit Worten. und in euch wird dann noch manches lebendig werden.“ Der Römer gebot seinen Leuten. bitte ich euch. In ihrer Tätigkeit war Joseba so beschäftigt. und über dem hätten sie noch mehr gegeben. Nun erst sah sie zu ihm auf und sagte: „Herr. ist und wird immer unter uns sein.30900 Wedemark . wo Johannes in seiner Liebe wirkte. 0 nein. die sie voll und ganz eingenommen haben. und gegen Abend war das Haus des Jasis eine reine Herberge geworden. und darum möchte ich euch bitten: Geht heute ruhig in euer Heim und lasset euch an dem genügen. Komm und lasse dich zu ihm führen. Nichts ist schwerer zu beseitigen als eingefressener Irrtum. wie er sie ansprach. wenn sie nur die Möglichkeit gehabt hätten. Daher erschrak sie. trotz ihrer großen Armut. um noch schwere Schäden zu verursachen. was jetzt noch schlafend sich in euch befindet.2011 Seite 29 von 42 . die nun das Opfer geworden ist. ob der Heiler noch im Hause wäre. und ging mit Joseba nach dem Raum. Sie taten es. Darum haltet an in der Fürbitte und gedenket der Irrenden in Liebe und nicht in Abneigung. Johannes ist noch da. als der Römer sie laut anrief. im Drange meiner Tätigkeit habe ich alles übersehen. um jedem etwas Speise und Trank zu reichen. Bedenket. aber ihr müsset erst einmal innerlich ruhig werden. und auch die Kinder hatten alle Hände voll zu tun. und auch nicht hörte. aber noch ist der Boden voller Unkraut und Unflat. wenn wir in Seinem Geiste ganz lebendig werden. Joseba. Da morgen noch viele Kranke kommen werden. Herr. vor dem Hause zu warten. wenn es euch drängt. ohne dazu aufgefordert zu sein. aber nicht alle. 3 . ich kann euer Sehnen verstehen nach einem Wort der Gnade und der Liebe.“ — Tage darauf hatte Johannes von früh bis spät mit den gekommenen und gebrachten Kranken seine Arbeit.04. daß das.7227 _________________________________________________________________________________________ Herzen. erst am Abend zu kommen. und so ziehet in Frieden eure Straße und seid gesegnet in und durch die Liebe Jesu!“ Viele gingen. ist die Hilfe der ganzen Gemeinde nötig. Aber eure eigene Unwachsamkeit hat der Gegner benutzt. oder muß ich weitergehen?“ „Nein. was sie heute und in den nächsten Tagen spricht. sondern Worte derer. Darum ziehet das Kleid der Demut und der Liebe an. daß ein Römer mit einigen Leuten gekommen war. Schlimm für euch ist aber. 09. und überherrlich wird der Erfolg sein. Jesus. was ihr schon vernommen habt. sie wollten Klarheit über Idaea und ihren Priester Coeranus. alles wird sich in Freude und Wohlgefallen auflösen. daß durch eure eigene Lauheit Irrtum über Irrtum m Thyatira seinen Einzug halten konnte. und zwar eben durch Idaea. und um sie zu heilen. gehe nicht weiter. unser Heiland. Es soll euch auch werden. daß sie gar nicht bemerkte.

daß ich euch wieder in demselben Geist gewinnen will. weil ihm die große Armut im Hause auffiel. Er fühlte sich schuldig. und denket nicht. dann bleibe ich. Gestern und auch heute tat Er.“ Sagte der Römer: „Johannes. mein Bruder“. sprach der Römer. aber in Seiner Liebe will Er euch ganz anders dienen und will euch beglücken aus dem Geiste Seiner erlösenden Heilandsliebe. „ich hörte von einem. ich habe zu tun. der Herr gab mir es vor Tagen kund. und so mußten viele in den Hof gehen. Unter den Angekommenen war auch Coeranus. was Seinem Herzen Bedürfnis war aus eurer Not heraus. etwas zu sagen. weil er nichts mit Idaea anzufangen wußte. dann ergriff er das Wort und sagte: „Brüder. bis zum Abend gehöre ich dir. ich bitte dich darum. denn euer Verlangen ist auch des Herrn Verlangen.“ Mit Jasis ‚ging er wieder hinaus und ordnete an. hier ist ein Herr gekommen und möchte Johannes sprechen. Aber erzähle. der da im Namen Jesu Kranke heile. Seit gestern darf ich nun dem Unheil steuern.“ Der Abend brachte ein volles Haus. Brüder.“ Jasis verneigte sich vor dem Römer. nimm dich seiner an. „Johannes. wie es mit Idaea gekommen war. dieser aber hatte Johannes schon gesehen und ging auf ihn zu. Schwestern und Kindlein. denn hinter deiner Bitte wartet der Meister mit einer ‚besonderen Gnade.7227 _________________________________________________________________________________________ Joseba: „Jasis. 3 . mein 09. wie es dir ergangen ist. „Mein Bruder. damit Er alle mit Seiner Liebe beglücken kann. wird die Herrlichkeit unseres Meisters und Vaters allmählich in die rechte Erscheinung treten. Johannes überblickte alle Besucher. aber nun laß mich erst für meine Leute sorgen.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. buchstäblich sind des Meisters Worte in Erfüllung gegangen. Aber du bleibst einige Tage hier.04. alle kamen voller Freuden. Ihr tut recht daran. den euch Bruder Paulus brachte. wenn du mich bittest. sprach er und drückte ihn nochmals an seine Brust.“ „Jerusalem ist nicht mehr. wagte aber nicht.Telefon 05130 . weil sie sich an der Person des Römers stießen. und Er will doch. wieder in den rechten Verband mit dem Liebemeister zu kommen. daß auch alle Besucher in diesem Hause solange Bruder Johannes hier weilt Speise und Trank erhalten!“ Johannes hatte nun Ruhe. und erst wenn alle Not und Sorge gebannt ist. mein Julius.2011 Seite 30 von 42 . er war bedrückt. mit Julius zu sprechen. daß ich dich nur wiedersehen darf“. die anderen aber waren recht unfrei. euer Kommen ist meinem Herzen rechte Freude. da mir Jesus. da ihm andere alles mitteilten. und da zog es mich mächtig zu dir.30900 Wedemark . es ist etwas anderes der Grund. ich wähnte dich noch in Jerusalem. Julius besprach noch verschiedenes mit Jasis. Johannes sah ihn und drückte ihn an sein Herz. Da fragte sie Julius: „Warum seid ihr unfrei und betrachtet mich als einen Fremden? Bin ich nicht euer Bruder durch Jesu Liebe?“ Sagte Johannes: „Bruder. daß seine Leute in der Herberge alles unterbringen und dann wiederkommen sollten. daß sie unfrei sind: ein falscher Geist hat in ihrem Herzen Raum gewonnen. In meinen Worten liegt noch etwas anderes. verstehet meine Worte so. wie ich sie euch sage. denn in euch sehe ich das Sehnen. und sagte dann zu einem seiner Männer: „Besorge noch genug Lebensmittel für uns und sorge dafür. daß alle Ihn so recht erfassen möchten. aber auch dort konnten sie Johannes hören.

dazu gehört noch die Demut. was der Mensch aus sich gemacht hat. sondern innerlich in der Welt. einer Herrlichkeit. aus der alle Kräfte wachsen. unserem ewigen Vater. Meine Brüder und Schwestern. der allen geschaffenen Himmeln nicht nachsteht. Es geht um den Heiland Jesus. wenn ihr euch aber betrachtet. der ihnen solch herrliche Verheißungen gab.30900 Wedemark . aber was nützt Glaube ohne Vertrauen und Liebe? Wie diese beiden bei dem Herrn die Eckpfeiler waren. überkommt euch dann nicht Wehmut darüber? Und welch eine Freude bedeutet es nun: Jesus. Ich aber sage euch weiter. Es stehet zwar schon geschrieben: . und heute reicht Er euch durch mich aufs neue Seine Liebe wieder. davongetragen. sollt auch ihr Seine Herrlichkeit erleben und erfahren. nur du hast ihren Sinn verwirrt. und alle Kräfte sollen im rechten Geiste angewendet werden. Bedenket als Seine und eures lieben Vaters Kinder. willst du unsere Ruhe stören? Idaea ist nicht mehr die alte. sondern daß ihr neu erstehet in Seinem Geist und wahrhaft Seine Kinder werdet. Wohl ist da der Glaube nötig. ist Mensch geworden und bringt uns das Verlorene wieder und noch Übergroßes hinzu! Er bringt uns die Kindschaft und macht uns zu Erben Seines Reiches und Seiner Herrlichkeit. der in euch bleibend für immer unter euch wirken will. sondern Er will wie ein Gottessohn und Bruder euch immerdar Licht. Aber Coeranus sprach laut: „Für solche Schwärmereien ist in unserer Gemeinde kein Platz. Wie wir als Seine Zeugen und Brüder Seine übergroße Herrlichkeit erlebt haben.04. und alle deine Worte betrachte ich als nicht gesprochen. Es tat dem Herrn weh. Liebe und Leben offenbaren. zum Bilde Gottes schuf Er ihn. auch für ewig ganz mein Vater geworden ist.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. dann ist die Stunde da. denn noch könnet ihr die Überfülle nicht ertragen. An euren Kranken habt ihr erlebt. wenn aber Sein Geist der Liebe und des Lebens euch überkommen wird. erlaube mir. 3 . Unser ewiger Gott will nun ganz Vater sein und Seinen Kindern alles offenbaren. welch übergroßes Geschenk die ewige Liebe in Jesus allen Menschen übereignet hat. wie ihr mehr und mehr euch verlöret. und das Leben hat den Sieg über alles. dann. wie sehr euch der Heiland fehlte.“ Schweigend und innerlich vor Glück erschauernd sahen sie alle auf Johannes. so sollen sie es auch bei Seinen Kindern sein.“ Da stand Julius auf und sprach: „Mein Bruder Johannes. Ihr sollet nicht mehr verwaist sein. noch ist euch unbekannt. wo Himmel und Erde in euch eins werden. Was soll das alles bedeuten. daß es bei euch um mehr als den Glauben geht. Das alles kann der Vater nun Seinen Kindern offenbaren.Telefon 05130 . was da für euch und auch für Ihn für Seligkeiten entstehen. Nun muß ich aber schweigen. aber nicht äußerlich in der Welt. daß ihr wieder zu. was Tod und Gericht heißt. der Sohn Gottes.7227 _________________________________________________________________________________________ Heiland. daß dem Herrn nicht allein daran liegt. daß ich dem Störenfried die rechte Antwort gebe!“ 09. für die Seine geschaffenen Engel keine Worte haben. und so sage ich euch wie ein Bruder.2011 Seite 31 von 42 . und alles in und um euch wird Liebe atmen.Gott schuf den Menschen Ihn zum Bilde. wie Gott die Seinen liebt und beglückt. geschweige wir Menschen. Ihm aufschauet als Gläubige und Bekehrte. die sich ein Gotteskind aufbauen kann nach den Begriffen der Liebe und der Erkenntnis aus Gott. bis in euch ein Himmel geworden ist.

“ Coeranus wollte auffahren und schrie Julius an.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. und suche deine Idaea zu schützen.“ „Ihr seid alle zu Narren geworden“. ein Mahl im Geiste Jesu zu halten. lieber Hausvater und liebe Hausmutter. willst du alles als unwahr und Schwärmerei hinstellen! Geh. Wir aber wollen uns nicht stören lassen. unseren Bruder. weil uns dieses offenbart wurde? Idaea wird ein Opfer des Lebensfeindes. Julius entschuldigte sich vor der Gemeinde und sprach: „Meine Freunde und Brüder. daß Er sich als der Retter und Heiland erweisen kann. Was weißt du Finsterling von der Heilandsliebe? Heute. dann eilt er schnell aus dem Hause. Hast du nicht vernommen. Früchte und einen guten Wein brachten. bis auf dich. dann habe ich Mittel genug. wie sich finstere Wolken über ihr Sein zusammenziehen! Bedenke aber auch du.04. Coeranus. Du sagst. Jesu zuliebe?“ Wie froh waren die armen Menschen. schrie Coeranus. 3 . wo die Heilandsliebe offenbar geworden ist. und doch fühle ich mich mit euch eins. ihr aber sollt euch freisprechen von all dem. er solle schweigen. sage: Was kannst du Besseres bringen als das Leben aus der Liebe und die Liebe aus dem Leben? Du beschuldigst unseren Bruder. unseren über alles geliebten Diener der Liebe zu schmähen. alle jene. zeigst du mir aber deine Feindschaft. und Julius rief seine Leute. Darum habe ich vorgesorgt. und du.Telefon 05130 . wenn nicht dem Heiland Raum gegeben wird. gehe und versuche Idaea zu retten. und wir wollen doch noch im Geiste Jesu etwas zusammenbleiben. bedenke. wenn ihr in der Liebe zu eurem Bruder beiden Kräfte zukommen lasset.7227 _________________________________________________________________________________________ Johannes nickte nur. wenn sich beide nicht helfen lassen wollen! Ich meine. denn in meinem Geiste sehe ich. das die Liebe bescherte. der du dir erlaubst. was kommen wird. die sie jetzt ist. ich aber sage dir: Für dich ist kein Platz mehr in dieser Gemeinde. sie und dich zu retten!“ Da horchte die Gemeinde auf. für solche Schwärmereien sei in eurer Gemeinde kein Platz. und für Idaea trägst nun du die Verantwortung. weil du sie zu der gemacht hast. aber Johannes sagte: „Fürchtet euch nicht. Noch kann alles aufgehalten werden. und rasch war mit dem vorhandenen Geschirr das Mahl bereitet. daß es einzig Jesus möglich ist. darauf wandte sich Julius zu dem Störenfried: „Wohl bin ich euch fremd dem Namen nach. sage ich dir. kann in keine Unordnung mehr gebracht werden. das ich durch meine Leute habe besorgen lassen. daß wir ein kleines Abendmahl halten. es ist so. das Unglück nimmt seinen Lauf. noch bin ich dir Freund und will. sonst ist sie morgen um diese Zeit nicht mehr unter den Lebenden. 09. dich zu zähmen. er habe Idaea — wer ist Idaea? — aus der Ordnung gebracht. und als Gotteskinder und Erben Seines Reiches sollet ihr euch betrachten. Es ist doch recht. aber wehe. Ich habe Vollmacht. die Zeit ist vorgeschritten. geht alle in die rechte Fürbitte für die beiden.2011 Seite 32 von 42 . und daß ich das tun werde. daß du dich bekehrst. wie unser Bruder Julius sagte. die das Werk des Gottessohnes stören. wollet ihr nicht die Herrlichkeit Gottes sehen. in ihrem Tun zu hindern. du toter und finsterer Mensch: Wer in der rechten Ordnung ist. bekenne ich hiermit vor der Gemeinde. und Johannes sagte: „Brüder. da fuhr Julius fort: „Mann. so habt ihr der Liebe Raum gegeben. die Brot.30900 Wedemark . wie der Bruder sagte: In Jesus wird euch wieder die Liebe des Vaters angeboten. Merke dir.“ Alle erschraken über diese Worte.

Diese wollte des üblen Geruches wegen nicht mit in das Haus gehen und blieb deswegen im Hofe. auch Julius ging in die Herberge. Was der Herr segnet. und in dieser Gnade wollen wir dem Herrn würdige Diener Seiner Liebe und Seines Segens werden. soll allen gelten. und dann fingen sie alle an zu essen. Nicht als der Allmächtige komme Ich zu euch. da wichen die Männer zurück.Telefon 05130 . endlich ist die Stunde gekommen. Die Frau umwickelte wieder ihren Arm und setzte sich auf den Boden. warum sie nicht mit in das Haus gegangen sei. aber Johannes fuhr fort: „Noch ist der Herr unter uns und wird auch bleibend durch unsere Herzen sich weiter offenbaren. der üblen Geruch verbreitete. alles soll euch Meine große Liebe offenbaren.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. was übrig bleibt. wo Ich euch Meine Liebe offenbaren kann.7227 _________________________________________________________________________________________ Johannes segnete beides. Johannes war wie verklärt. Die Frau zeigte auf ihren bösen Aussatz. denn so etwas hatten sie noch nie gesehen. Schon sehr frühe — alle gaben sich noch der Ruhe hin außer Joseba. die Mich noch von euch trennte. Da sagte Joseba: „Bruder Johannes. Endlich ist die Schranke gefallen.2011 Seite 33 von 42 . Segnend hielt Er die Hände über sie und ging durch die Menge bis hin zu Johannes. Johannes erzählte einiges aus dem Erdenleben des Meisters. und nun will Ich das Meine dazu noch tun. Bruder und Freund und segne euch aus Meiner Liebe und aus dem Verlangen. das uns alle eint. und es war. dann sprach er: „Der Meister spricht: Kindlein. Esset noch einmal von dem übrig gebliebenen Brot und trinket von dem Wein. euch Mein Leben zu schenken nach dem Maße eurer Liebe und eures Sehnens.30900 Wedemark . ob der Jünger auch diesen Aussatz heilen könne. die seine Leute ausgemacht hatten. ja so soll es sein und auch bleiben. da ja die Kraft 09. Da kam ein heller Glanz über sie. was der Herr uns besonders gesegnet hat!“ Da wunderten sie sich über den guten Geschmack des Brotes und vor allem des Weines. mein Julius. auch er erzählte von seinen Erlebnissen. diese zeigten auf die Frau und fragten. denn sie könnten sie nicht heilen. und an der Türe erschauten alle den Heiland. 3 . als wenn ein Hauch vom Himmel durch alle Herzen zöge. gedenket dieser Stunde! Seid gesegnet aus Meiner Liebe und Meiner Erbarmung. sondern als euer Vater. „Gewiß“. auf daß dieser Segen an euch und unter euch offenbar werde! Amen. es ist dir doch recht?“ Sagte Johannes: „Schwester.“ Die Nacht blieben nur wenige im Hause des Jasis. die ein Frühmahl bereitete — kamen wieder einige Frauen mit kranken Kindern. und so verging eine Stunde nach der ändern. sagte Julius. und beides wurde nicht aufgezehrt. Julius aber konnte nicht schweigen. hast aus Meiner Liebe Mir große Liebe offenbart. das Mahl und die Menschen. werde ich den Kranken und Idaea geben. du hast damit den Willen des Herrn zum Ausdruck gebracht. wie ihm immer der Heiland entgegengekommen sei. Julius erschien und ging zu seinen Leuten. Du. „noch Schlimmeres kann er heilen. Eine Frau hatte einen bösen Aussatz. und so oft ihr zusammenkommt. aber nun genießet weiter. Laßt nie mehr unter euch das Band zerreißen.04.“ Der Herr verschwand nun ihren Blicken. Im Hofe aber waren schon Leute des Julius gekommen und fragten nun die Frau.

diesen zu heilen. die von ihm ausging. daß es dir möglich sein wird. und sagte darum zu ihm: „Weißt du.“ Julius: „Zu mir ist ja die Frau nicht gekommen. wenn du das Pferd heilen konntest. ich glaube. 3 . ich habe gesehen.“ Der Mann brachte das Pferd. dann muß ich doch auch imstande sein.“ Julius aber wurde von Johannes unterrichtet. ist auch fähig. damit du nicht mehr Unglück hast. daß nicht ich. .“ „Ich denke ja.“ Da nahm das Weib das Tuch ab. und einer sagte: „Julius. bitte.“ Da ging der Mann und holte sein Pferd. Julius. da wäre das Pferd längst gesund. dann sagte er: „Es ist ja der Jünger nicht bei uns gewesen. ging zu dem Pferd. was du deinen Männern sagst. denn bei Julius heißt es ja immer. „bringe es nur hierher. und sagte: „Dein Pferd ist wieder in Ordnung.“ Johannes: „Das kannst du doch auch. dann sagte er zu dem Weibe: „Zeige mir deinen Arm. Julius merkte die Kraft. wenn nun einmal ein Mann krank ist.30900 Wedemark . dann legte er seine beiden Hände auf den kranken Arm und strich lange unter leisem Gebet über die brandigen Wunden.“ Die Frau hörte das Gespräch mit an. wenn man den Arm ansieht. wie eine 09. aber ein kranker Mensch muß selbst glauben und wird dann die Herrlichkeit Gottes erleben.“ „Aber Johannes. da sagte Julius zu dem Manne: „Du hättest mir früher Meldung machen müssen. denn auch ein Tier ist Gefahren ausgesetzt. vergißt er manches. Wer einem Tier Heilung bringen kann. du wirst in dir die Kraft fühlen und das Pferd durch die Gnade Jesu heilen. jetzt mußt du deinen Männern zeigen.7227 _________________________________________________________________________________________ des wahren Gottes alles durchdringt und alles erhält. und so du glaubest. Nun merkte er. einen Menschen zu heilen.“ Julius zögerte. sage ich jetzt dir: erst glauben und dann erleben. daß dir Jesus wirklich alles ist. unser Julius ist -wohl ein gerechter Führer. dann wirst du das Herrliche erleben. die anderen aber unterhielten sich und sagten: „Ein Pferd hat aber doch keinen Glauben. denn da muß der Heiler doppelten Glauben aufbringen. antwortete Julius. das geht doch nicht. ist einfacher. erst glauben. sondern zu dem Jünger Johannes.“ Da riß der Mann den Mund auf. „Mein Pferd lahmt gewaltig und müßte dann hergeführt werden. es ist ja zum Erbarmen. wirst du glücklich werden. wie hätte es da geheilt werden können.Telefon 05130 . als müßte er sich erst etwas besinnen.“ Da rissen die anderen Augen und Mund auf.2011 Seite 34 von 42 .04. hob die Hufe hoch und strich den lahmen Schenkel bis zum Hufe unter Beten.und das Pferd war in Ordnung. schnell trat sie zu Julius und sagte: „Herr. so mußt du auch die Frau heilen können.“ „Kann denn der Jünger auch Tiere heilen?“ fragte ein Mann. wie du dem Pferd Hilfe gebracht hast durch doppelten Glauben. Julius mußte die Augen einen Augenblick schließen. mein Freund“. aber wenn es um seinen Jesus geht. Ein Pferd zu heilen. es lahmte wirklich sehr. sondern der Heiland Jesus dich heilen kann.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. und wir werden sehen. aber nimm dich recht in acht. seine Männer sahen ihn an. was für eine Unterhaltung sich im Hofe um ihn drehe. versuche auch an mir die Kraft. und außerdem kann ein Pferd doch nicht glauben!“ Julius lächelte.

Er wich aber auch nicht von der Seite des Johannes. heute und morgen wird es den ganzen Tag so weiter gehen. Idaea war nicht zu beruhigen. der als Bittender kam. Da kam ein Bruder in großer Eile und Aufregung und erzählte. denn wir werden wenig sprechen können.“ Johannes umarmte Julius und sagte: „Bruder. unserem Vater. nur Boten anderer Gemeinden trafen ein und baten. hier ist eine kranke Seele. dort wirst du auch an deiner Seele geheilt werden. an Menschen und an dem Herrn ist viel gesündigt worden. für deine Liebe und das Verstehen. Im Hause des Coeranus. da sagte Johannes: „Julius. wie ich dir helfend unter die Arme greifen kann. Auch viele Heiden kamen und erlebten Wunder über Wunder. wer hat dich denn so verblendet. aber nun muß ich sehen. komme ins Haus. hier ist viel gesündigt worden an den Menschen und an Jesus. 3 . besorge du deinen Dienst. bereitete er vor.Telefon 05130 . ihre Kinder geheilt zu sehen. ebne ihr den Weg zum Heiland. wenn der Zeitpunkt gekommen sei. mein Ziel ist Sardes. damit Johannes ein leichteres Wirken hatte. einige meinten. denn diese Irrtümer an allen Enden und Ecken müssen baldigst aufgeklärt werden.“ An diesem Tage war ein Kommen und Gehen im Hause des Jasis. damit auch dir Erleichterung wird. wo auch Idaea weilte. die alles trägt und verzeiht. sei fortan gesund und suche ganz mit dem Heilande Jesus in innige Verbindung zu kommen. aber übermorgen werde ich deine Liebe in Anspruch nehmen. Unter sachlichen Belehrungen der Fragenden schien alles in Ruhe und Ordnung sich weiter zu gestalten. Der folgende Tag ließ sich ruhiger an. mir ist so wohl. daß nur Johannes der Jünger die Kraft 09. da ich ja vor dem strafenden Gott nicht bestehen kann?“ „O du armes Weib. Ich werde dir einen Wagen besorgen. und jedem wurde geholfen. Darum soll Seine Liebe. damit Sein Geist und Seine Kraft dir erhalten bleibe!“ Julius kniete nieder und empfing den Brudersegen aus Gottes Kraft und Gnade. denn diese Liebe legte in ihm einen Grund. der in sein Haus kam. Du aber. Schon zuviel des übergroßen Unglücks ist über die Gemeinden hereingebrochen.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str.“ Die anderen Frauen hatten schon die Gnade erfahren. Weib. Du bester und liebster Heiland. Bruder. daß Idaea das Opfer eines Unglücks geworden sei. herrlich offenbar werden.“ Da weinte das Weib aus Freude . Johannes möchte kommen.2011 Seite 35 von 42 . damit du nicht mehr so viel zu Fuß gehen mußt.04. ging es sehr lebhaft zu. und Jasis konnte manches erleben. dann sagte er: „Bruder. denn Er ist das Heil und die Rettung unseres Leibes und unserer Seele. und manchen. das ist das richtige Verstehen. Ich danke dir. der ihn zu einem Felsen machte. du hast recht.und Dankbarkeit und sagte: „Freund. wie kann ich als eine Sünderin in innige Verbindung mit dem Heilande Jesus kommen. und nun lasse dich segnen.30900 Wedemark . was auch versprochen wurde.7227 _________________________________________________________________________________________ Kraft von ihm ausging. ich fühle. da sagte er: „Habe innigen Dank. Coeranus jedoch war nicht zurückgekehrt. zog sie ins Haus zu Johannes und sagte: „Bruder. für diese Deine Gnade und Deinen Beistand. ich könnte die ganze Welt umarmen.“ Julius nahm die Weinende bei der geheilten Hand.

denn die Geister.Telefon 05130 . zu grüßen: er stehe dir morgen zu Diensten. aber nach göttlichen Gesetzen bist du schuldig. die anderen sollen doch auch gehen.7227 _________________________________________________________________________________________ habe. Coeranus nicht aufzugeben. die ihre Diener waren. als wenn er einen Tobsuchtsanfall bekäme. Dieses Unglück hast du verschuldet. sondern erst. wo ihr nur könnt. was dir gesagt worden ist. sie wieder in Ordnung zu bringen. heute schien sich der Zustand Idaeas zu ver- schlimmern. sondern sagte: „Brüder. wenn ihr ganz in Seinem Sinne lebt und im Geiste Seiner erlösenden Liebe handelt. Mit Wunderwerken aus Seiner Kraft und Herrlichkeit seid ihr noch nicht Seine Kinder und Erben Seiner Himmel. und wieder sagten einige: Bringet sie zu Johannes. ihr etwas Hilfe zu bringen. Idaea blutete am Kopf. Da schafften wir sie zu Coeranus.“ Julius bat uns.30900 Wedemark . denn was er erfuhr. Alle waren erschüttert. berichtete der Bote. Da kam ein schweres Römergespann dahergerast. und tatsächlich verließ die Hälfte das Haus des Coeranus. Julius ließ sich nun den Vorgang in aller Ruhe berichten. Johannes. Wir sahen. daß Idaea zu Johannes gebracht werden solle. Dieser aber grollte. Die da wollten. Johannes aber machte keinen Vorwurf. lief Idaea in die Pferde und der Wagen fuhr über sie hinweg. daß sie nun ihnen dient. Ich als Vertreter des weltlichen Gesetzes spreche dich frei. sondern ihn in aller Liebe zu tragen. Da wurde Idaea wild. Das war gestern gewesen. im Geisterreich 09. und der Fahrer hatte Mühe.2011 Seite 36 von 42 . konnten sie aber nicht einholen. machte die Verwirrung noch größer und schrie. den Schultern und den Armen. wie Er gehandelt hat. dieses Weib hat ausgelitten.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. Der Römer lud sie mit anderer und unserer Hilfe auf. wie du mit dir und mit Jesus Christus ins reine kommst.04. da kam es zum Bruch. In einigen Wochen komme ich wieder zu euch. er verhörte uns in aller Ruhe und sagte dann zu Coeranus: „Nun ist eingetroffen. da aber sagte der Römer: Es ist alles vorbei. viele haben gestern dort Heilung gefunden. dich. Idaea aber ist das Opfer finsterer Wesen geworden. und dieser riß sich die Kleider vom Leibe und die Haare vom Kopf. 3 . war sie aus dem Hause geeilt und lief die Heerstraße entlang in großer Eile. und schwer ist es. dann nur in und durch die Liebe Jesu! Wollet ihr aber von allem eurem Irrtum ganz frei sein. Einige eilten ihr nach. wie die Pferde erschrocken in die Höhe gingen. Coeranus wehrte sich mit allen Kräften und Mitteln. Idaea wird lange umherirren. eure Aufgabe ist es. aber aus dem ‚Geiste unseres Heilandes Jesu! Wenn ihr euch vor Herzeleid bewahren wollt. siehe zu. warfen nun Coeranus vor. und ehe es jemand verhindern konnte. daß er nichts von dem Heiland Jesus halte und seine Gotteslehre nun auch hinfällig geworden sei. er ließe nun erkennen. als sie die Erzählung hörten. dort wird Heilung für sie werden. Da trat der Römer Julius in das Haus. legte ihm die Hände auf das Haupt. bis dahin werden euch Jasis und Joseba dienen. und es wurde sogleich besser. bis wir kamen und ihm die Pferde mit hielten. aber Coeranus war dagegen und verhinderte es geradezu. waren nur Brocken. wenn ihr in Jesus lebet und Er in euch. wir aber waren nicht in der Lage. und es schien. verlangen. Da gab es große Auseinandersetzungen. sie zum Halten zu bringen. darum segnet und liebet. dann wird das nur möglich sein. und ehe es verhindert werden konnte. Wir wollten sie zu dir bringen.

lieber Freund und Bruder Constantius. und der Versuch. Mit Freuden wurde er willkommen geheißen. nahm Julius Quartier. ich habe rechte Freude über deine Liebe. aber das Heilen dauerte immer lange. daß Julius nun auch ganz von dem Drucke seiner Seele frei wurde. welche Lauheit auch dort in der Gemeinde und in den Herzen sich breitgemacht hatte. aber bald merkte Johannes. daß mein Freund diesen Weg betreten hat. „denn siehe. Betet für eure Schwester. 08. aber nun frage ich dich ernstlich: 09. und segnet sie. Es ist Johannes. wenn sich Seine Diener der Trägheit hingeben? Alles. aber ich werde sie dir schlecht lohnen können. Denn ohne den Beistand des Erlösers ist es glatt unmöglich.7227 _________________________________________________________________________________________ sich von den Banden zu lösen.“ Constantius: „Julius. an dem nötigen Eifer kann es also nicht gefehlt haben.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. einen Zeugen meines Heilandes Jesu bringen. was sagst du zu diesem Mißerfolg? Ich müßte froh sein. Er wollte sich nicht aus seiner Ruhe und seinem Herzensfrieden bringen lassen und mit Johannes Tage der Ruhe und der Freude verleben. meines Heilands innigster Freund und Bruder. und nun war es nutzlos. denn dieser Priester hat sich die größte Mühe gegeben. sich wiederum auf eine höhere Lebensstufe zu schwingen. und Johannes mußte wohl oder übel mit bei dem Römer bleiben. führt zum Erfolg.“ Sprach Johannes: „Lieber Freund. damit ihr die Kraft dazu geschenkt werde. Wohl gab es noch einige Heiler. einem römischen Kaufmann. daß so viele in ihrem Eifer um den Herrn und Heiland recht nachgelassen haben“. da dort überall die Mittel fehlen. hat noch zu keinem Erfolg geführt.“ Sprach Julius zu Johannes: „Bruder. sondern ihm die Augen zu öffnen. es ist das die Folge davon. lieber Julius. weil sie auch euch diente. ehe ein Kranker gesund wurde. die man im Erdenleben um sich band. Bei einem Freunde des Julius. was da in der rechten Liebe und im vollen Glauben geschieht. ich verstehe deinen Freund und Bruder nicht. aber in und mit Liebe. — Schon in aller Frühe hielten zwei Wagen vor dem Hause des Jasis. der nicht abgestiegen war. Julius sagte: „Endlich kann auch ich mein Wort einlösen und dir.“ Constantius: „Julius.“ „Nicht nutzlos. Der Tod Idaeas lagerte noch wie eine Wolke auf seiner Seele. wie kann der Meister Helfer sein. sie von einem hiesigen Priester der Christen heilen zu lassen.30900 Wedemark .2011 Seite 37 von 42 . und der Johannes begleitende Engel hatte das Seine dazu getan. und sie grollten Coeranus. 3 . Johannes in Sardes In Sardes hatte ‚keiner der Gläubigen eine Ahnung von dem Kommen des Jüngers. erwiderte Johannes.Telefon 05130 . es freut mich. denn schon lange leidet Lydia. dann bestieg er den Wagen des Julius. daß du keinen Schatten auf den Diener des Herrn fallen läßt. und noch einmal segnete Johannes alle.04. In diesen Tagen erhielt nun auch Julius die rechte Weihe.“ Da gingen nun auch den anderen die Augen auf. Johannes aber verwies es ihnen und gab ihnen den Rat. diesen ja nicht zu verlassen.

denn Julius könnte ich keiner Lüge zeihen“.“ Lydia sprach. dürfen wir nicht als etwas ansehen. stehe auf.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. die da die beseligenden Worte sagten. und nun war es für Johannes leicht. nur als Schuldnerin willst du dich ansehen? Was uns Jesus.“ So erwachte im Hause des reichen Römers ein ganz neues Leben.“ Lydia: „Julius.“ Nach einigen Minuten betrat Lydia das Zimmer. was uns zum Schuldner macht.7227 _________________________________________________________________________________________ Kannst du glauben. in Seiner Liebe gibt. denn nichts anderes bist du. und dieselben Lippen.30900 Wedemark . 09. 3 . und ich glaube deinen Worten genau so. damit ich auch den Ton deiner Stimme vernehme!“ Da sagte Johannes: „Meine Tochter. ist und bleibt Liebe.“ Lydia reichte Johannes die Hand und sprach: „Und doch wärest du es. die mich anschauten. es sind dieselben treuen Augen. was nach Schuldentilgung verlangt? Nimmermehr. der lebendige Heiland. die ich dir gegenüber habe?“ „O Lydia. als du an meinem Lager standest. daß du gesund seiest und Ihm eine rechte Tochter werdest?“ Sprach Constantius: „Lydia. oder darf ich mich an deine Liebe wenden?“ Johannes: „Du darfst es. denn ein Wunder ist und bleibt es doch. oder stehest du die Liebe deiner Kinder auch als etwas an. Erst wurde der Priester zu der lebendigen Quelle geführt. und darum. Dieser Freunde aber „hat seit seiner Einkehr in unserem Hause noch keinen Augenblick dieses Zimmer verlassen. sondern der Heiland Jesus. wie ich deinen Worten glaubte.2011 Seite 38 von 42 . Er bediente sich meiner Liebe. in wenigen Minuten wird sie dir das große Wunder schildern. „darum will ich den Priester holen lassen. aber heute ist mir der Beweis geworden durch dich. Wie soll ich denn je einmal die Schuld abtragen. auch heute noch helfen kann?“ „Ich muß es wohl glauben. in wenigen Minuten wird sie dir das große Wunder schildern. und so erlebtest du das Wunder Seiner Liebe. sie wollte ihrem Manne etwas sagen. indem sie immer noch Johannes bei den Händen hielt: „Ja. und was wir erlebten. toten Göttern. daß Jesus der Heiland.Telefon 05130 . wenn Er auch auf Golgatha gestorben und jetzt im Reiche Gottes volles Leben geworden ist. denn dein Heiland will. spricht Constantius. Nur erklären möchtest du mir dieses Wunder. Sei uns herzlich willkommen und auch du. da erblickte sie Johannes und sprach: „Träume ich oder narrt mich ein Gesicht? Hast du nicht vor wenigen Minuten an meinem Lager gestanden und zu mir gesagt: „Kind. nicht ich war es. weil du es glaubst.04. und so bitte ich dich: sprich ein Wort. war. der mir meine Gesundheit wiedergab. so sage ich dir: dein Weib ist gesund. lieber Julius. in dem die drei Männer sich befanden.“ Constantius schaute auf Johannes und auf Julius. und niemand in meinem Hause soll jemals über den Judengott noch lächeln. lieber Freund. denn vor wenigen Minuten sagte dieser Freund: dein Weib ist gesund. du bist ja gesund. dann sagte er: „Nun soll niemand mehr sagen können: Constantius hängt noch an seinen alten. immer habe ich dich als einen kleinen Liebesschwärmer im geheimen angesehen. es ist auch dieselbe Stimme. denn Liebe aus der Liebe Jesu erzeugt wiederum Liebe. du lieber Gottesbote.

Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. In den Herbergen und in den kleinen Gemeinden wurde überall das Evangelium des Heilandes Jesus wieder in alter Kraft lebendig. Gott um eine größere Liebe anzugehen? Wird dir nicht tagtäglich Gottesliebe 09. Er selbst schien unempfänglich für die furchtbare Krankheit zu sein. Seine Gebete waren rührend. ob du dich zu einem Bettler oder zu einem Diener machst. aber überall herrschte die gleiche Sehnsucht nach der rechten Weihe und nach neuen Verheißungen. Nun hörte auch Johannes von diesem alten Bruder. einen Besuch abstattete. der alle Sünden mit Seinem Blute abgewaschen und getilgt habe. Auch hier war eine Lauheit eingezogen.7227 _________________________________________________________________________________________ alle Gemeinden in und um Sardes immer lebendiger zu machen durch die lebendige Gnade des Herrn. aber Beten und Beten ist nicht eins. daß er diesem Sonderling. Es ist ein gewaltiger Unterschied. alle Lauheit anzuprangern.Telefon 05130 . 09. die immer mehr und mehr offenbar wurde. und die Römer schienen alle Johannes zu kennen. und Johannes fuhr nach Philadelphia. der Heiland ist auch mein Erlöser? Darf ich noch mehr? Denn was ich erhoffe. „Darf ich denn das?“ fragte dieser. Johannes in Philadelphia So waren nun die Gemeinden wieder in die alte Ordnung gebracht. Johannes in Laodicea . der allen Ernstes gewillt war. gemieden. hielt er sich immer einige Stunden bei ihnen auf und zeugte gern von dem Heiland und Erlöser. aber er sorgte immer noch für Johannes. Dieser hatte nun einen Wagen und einen Knecht. und doch wurde keines erhört. Es war vielen nicht recht. in ihm war ein heiliges Drängen. mein Bruder. Mehrere Aussätzige lebten dort im einem kleinen Erdenwinkel. und übervoll waren die Schulen wie auch die Synagogen. Vor allem tat sich ein ehrwürdiger Greis mit einer rührenden Liebe hervor und wurde dafür aus Angst. Julius war weiter gezogen. Der alte Knecht verehrte seinen neuen Herrn wie einen Boten aus den Himmeln. und dieser wurde herrlich belohnt. denn wenn er Brot und Früchte zu den Aussätzigen brachte. den Armen das Betteln zu ersparen. Schon auf dem Wege dahin konnte er viel wirken. und die bekehrten Heiden hatten es sich zur Pflicht gemacht.30900 Wedemark . warum er nicht wage. In Philadelphia wurde er gleich einem Bischof empfangen. und darum wurde fast niemand mehr durch die Brüder geheilt. Die Heidenchristen aber bewiesen großen Eifer. der nur für das Gespann zu sorgen hatte. Die Heidenchristen überwogen bei weitem an Zahl die Judenchristen. Lange unterhielt er sich mit dem Alten und fragte ihn. Das war das Werk des Julius und des Constantius. Johannes. 3 . hatte sich im Anfang viele Gegner bei den Judenchristen geschaffen. möchte doch erbeten sein.04. Die Heilung der Aussätzigen Viele Monate blieb Johannes in Philadelphia.2011 Seite 39 von 42 . denn sein Ruf eilte ihm voraus. Kurz entschlossen suchte er ihn auf. dann machte er noch eine Fahrt nach Laodicea und regte mit seiner alles belebenden Liebe die dortigen Gemeinden zu einer neuen Tätigkeit an. 10. wie man ihn nannte. daß er jemanden anstecken könnte. und betete sehr viel mit ihnen. seinen Pfleglingen die Hände aufzulegen. aber Johannes kehrte sich nicht daran. daß ich weiß. „Ist es mir nicht genug Geschenk. Hast du noch nötig.“ Johannes umarmte diesen alten Bruder und sprach zu ihm: „Du hast recht.

aber tausendmal größer ist Gottes Liebe. daß sie nur von einem liebenden Kindlein geahnt werden kann. sondern in die Gemeinschaft der Heiligen aufgenommen worden bist. brachte alle Kranken als Geheilte zu dem Priester. aber noch ist dir nicht zum Bewußtsein gekommen. und erstehe ganz in dem Geist reinster Heilandsliebe. 09.04.Telefon 05130 . 0 wie wohl und leicht ist es mir auf einmal. den man als einen Sonderling betrachtete.2011 Seite 40 von 42 . was ich längst wollte? Was liegt an mir! Gerne wollte ich für die anderen krank sein. Sie ist so groß.7227 _________________________________________________________________________________________ mehr und mehr offenbar. und täglich lasse in dir ein Danken und Bitten lebendig werden. Ist deine Liebe nicht das herrlichste Gebet. er wußte: keinen Unwürdigen hatte er für das große Liebeswerk geweiht. denen du deine Hände auflegen wirst. wie ich sie nun erlebe!“ Johannes war beglückt von dieser Liebe. Freuet euch. ist unsagbar. den Gottes und des Vaters Liebe in mir für dich lebendig gemacht hat. Trotzdem meiden dich alle Brüder wie einen unheilbaren Kranken. die aus deinem Herzen durch deine Hände fließt. tue im Namen des Herrn Jesus. mein Gott und Vater soll auch der eure sein. damit sie freigesprochen würden und sich wieder unter den Menschen aufhalten konnten. groß ist deine Liebe. Bruder. „ich darf also tun. Schon anderntags war eine große Aufregung. meine armen Brüder und Schwestern. und alle sollen die Liebe und die Gnade erleben. und dein Danken soll wiederum Freude sein! Amen. fürchte nicht. Kann dir denn Gott einen größeren Beweis geben als den.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. deine Liebe ist ein Geschenk für den heiligen Gott und Vater. und Johannes sagte: „Bruder. was du tust. 3 . sollen Gesegnete sein. und du schweigst alle inneren Mahnungen und Anregungen tot? 0 mein Bruder. und du bist stark darin geworden. was ihr den Armen getan habt. mein Bruder. das habt ihr Mir getan? Darum. denn dann würde auch ihr Glauben wachsen. auf den Knien empfing er die Weihe. die Gott durch Jesus Christus offenbart hat.30900 Wedemark . und eine große Menge Neugieriger schloß sich ihnen an. denn der Alte. und kennst du nicht das Wort aus des Heilandes Munde. und alle Krankheiten sollen weichen von der Kraft. sprach darauf der alte Bruder und Tränen rannen ihm in den Bart.“ Ganz verklärt war der Alte und rief: „Lasse dich umarmen. Alle. daß Gott mein ewiger und heiliger Vater geworden ist und alle Menschen nun meine Brüder sind. den du täglich erlebst? Mitten unter den ärmsten Kranken geschieht dir kein Unheil. daß du mit diesem Glauben nicht nur ein Diener geworden. denn Er braucht dich als einen Seiner Zeugen!“ „Mein Bruder“. daß du jemals Gott betrüben könntest. Johannes ahnte ihr Kommen und erwartete sie freudigen Herzens. was ich in mir empfinde. Alles aber. das Er spricht: Alles. nimm hin den Segen. und darum will ich dich segnen.“ Johannes: „Bruder. Nun weiß ich auch. Wohl glaubst du an die erlösende Liebe. Der erste Gang galt nun dein Johannes. daß du immer noch mehr zunehmest an Liebe. Friede und Kraft! Lasse dich nicht mehr irre machen von deinen eigenen Gedanken oder von deinen schwachen Brüdern! Dein Heiland soll Freude erleben an deiner Liebe.“ Johannes legte dem Alten die Hände auf das Haupt. würden nur die anderen gesund.

Johannes aber sagte: „Bruder. wird lange suchen müssen. in dem sich alle. 11. Johannes lächelte zu dem Allem. Die Mittel und der Weg heißen Demut und liebevolle Hingabe. dabei ist eine derartige Trägheit in und unter euch gewachsen. ein Kind der großen Gottesliebe zu werden. aber eines sage ich euch: Wer einem solchen gesegneten Kinde die Erfolge seines Glaubens und der Liebe neidet. ehe er wieder zurückkam. Bleibet dieser Liebe getreu. die um ihn bangten und ihm rieten. die er wieder einen Heiland findet.2011 Seite 41 von 42 . die er nicht verlassen durfte. vorsichtiger zu werden. daß die ewige Liebe nur Trauer noch für euch empfindet. sagte der Alte. ich bitte dich. Was habt ihr aus Jesus gemacht? Nur einen Diener eurer Sünden und ein Gefäß eurer niedrigen Gesinnung. Ein Priester machte Johannes den Vorwurf der Einseitigkeit. und darum richte ich auch an euch den Ruf und die Bitte: Liebet euch untereinander. auch die Liebe zu erfassen? Wohl fürchtet ihr euch zu sündigen. segne du sie alle und lasse dich von nun an Vater nennen!“ Johannes segnete sie alle und sagte: „Kindlein. nehmet hin meinen Segen. Amen. Sein Ruf wurde immer größer. und wecket das Leben aus der Liebe für die Liebe. Dieser Jesus aber hat uns durch Seine Liebe und durch Sein Leiden und Sterben nur den Weg und die Mittel gebracht. Ich mache euch keine Vorwürfe und verdamme euch auch nicht. erstehet ganz in dem Geiste eines Kindes. weil gerade der alte Sonderling. der Geister und aller Himmel. „hier bringe ich dir die erste Frucht der gestern erhaltenen Liebe und Gnade.Telefon 05130 . 3 . den die Liebe des Vaters in mir für euch reifen ließ. Sichtbar diente ihm der Engel des Herrn und offenbarte ihm die Seligkeiten der Seligen und die Qualen der Unseligen. das nur eine Sehnsucht kennt: den Vater über alles zu lieben und alle Menschen wie sich selber. Viele Monate vergingen. der Schwärmer. seines Freundes. und nur eine Seligkeit belebte ihn. als Gesegnete und als Kinder fühlen!“ Johannes erlebte nun in allen Gemeinden. kann ja jedem werden. Auf Patmos lebte er nun sein Leben ganz im Dienste des Herrn und für die Menschen. Himmel und Erde waren ihm in eins verwachsen. er grollte. dann wird euch auch der heilige Vater eure Treue lohnen und euch mehr und mehr starken für den Dienst der Liebe. Warum bemühet ihr euch nicht. 09. die Liebe seines Jesus.30900 Wedemark . die er besuchte. Noch ist es Zeit. Ebenso offenbarte ihm der Engel die Geschichte der Menschen. aber auch die Gefahren. aber was diesem geworden ist.“ Gab das eine Aufregung unter den Judenchristen. zu dieser Kraft geweckt worden sei. noch keiner brachte diese Liebe auf wie dieser alte Bruder. der ihm die Wege in das ewige Vaterhaus ebnet. und ohne große Vorbereitung wurde Johannes von den Römern auf eine Insel gebracht. und nichts davon war ihm mehr unbekannt. die ihn bedrohten.7227 _________________________________________________________________________________________ „Bruder“. Lasset die Liebe unter euch wohnen. das wachsende Leben. die darin weilen.04. damit sich über euch ein Himmel ausbreitet. Bruders und ewigen Vaters.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str. aber eure Herzen haben sich dabei verhärtet. aber auch die Gegnerschaft gegen ihn wurde immer größer. Johannes auf Patmos Da fuhr Julius in einer Sonderaufgabe nach Rom. Wieder waren es die Römer.

und immer schlössen sie mit den Worten: „Kindlein. damit alles Leben Seiner Kinder zu einem einzigen und ewigen werde. liebet euch. der in alle Herzen Seine Liebe als ewiges Leben verpflanzen möchte. weil ihr alle Kindlein eines Vaters im Himmel seid und sich nur durch die Liebe die Herrlichkeit des ewigen Vaters wahrhaft offenbaren kann.“ 12. und an seinen Offenbarungen lernen bis in die Jetztzeit noch immer die Menschen. daß der Tod ihres geliebten Vaters Johannes ihnen Schmerzen gebracht habe. der dem Herrn am nächsten stand.30900 Wedemark .7227 _________________________________________________________________________________________ Als er nach Jahren die Insel verlassen durfte. Sein Heimgang Um die hundert Jahre wurde sein Lebensalter. liebet euch. und sein Sterben war ein Aufleben für die Himmel. die er so oft geschaut. denn Johannes lebte in allen seinen Zeitgenossen als ihr Vater.2011 Seite 42 von 42 . denn sein Leben hatte volle Erfüllung erfahren. 3 . als ein Diener der ewigen Liebe und als Priester des großen Meisters der Liebe. weil sie nie in das Leben der Liebe so eingehen konnten wie der Jünger. Er war allen ein Vater geworden und nannte alle seine Menschenbrüder und -Schwestern Kinder. mußte man ihn dazu nötigen. Keinem kam dabei der Gedanke. So lebte er . In den kommenden Jahren ließ er sich fahren oder tragen.04. Seine Predigten waren kurz.ein Leben als ein Jünger des Herrn. Freund und Bruder fort. wenn es zu dienen gab. Die Römer schützten weiterhin das Erbe des treuen Zeugen.Telefon 05130 . und der daher den Herrn und Meister am besten verstand. 09.Wilhelm Erdmann Georg-Reimann-Str.