Claudia Nuber

Auffallend gut
Außergewöhnliche Bewerbungen, die überzeugen

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Jeder möchte den Traumjob bekommen, den er sich wünscht. Auffallend gut basiert auf konkreten Vorstellungen der befragten Unternehmen und auf wahren Beispielen erfolgreicher Bewerbungsstrategien.
ISBN 3-478-74220-X 2002 verlag moderne industrie Umschlaggestaltung: Grafikhaus, München Umschlagabbildung: ZEFA

Dieses E-Book ist nicht zum Verkauf bestimmt!!!

Buch
Jeder möchte den Traumjob bekommen, den er sich wünscht. Auffallend gut basiert auf konkreten Vorstellungen der befragten Unternehmen und auf wahren Beispielen erfolgreicher Bewerbungsstrategien. Sie werden aufgefordert sich mit sich selbst auseinander zu setzen, sich Ihrer eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu werden, sich zu orientieren und wenn nötig auch mit einem Schuss Frechheit Ihr berufliches Fortkommen eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen.

Autor

Claudia Nuber ist Management Coach und Unternehmensberaterin. Seit 1992 leitet sie erfolgreich ihre Beratungspraxis CN CONSULT® in München. Sie ist gefragte Referentin für namhafte Unternehmen und Verbände und führt Seminare und Coachings für Einzelpersonen und Unternehmen mit folgenden Schwerpunkten durch: berufliche Potenzialentwicklung, Veränderungsmanagement, Integrationsprozesse bei Unternehmenszusammenschluss und Firmennachfolge. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.cnconsult.de.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort - Team ist alles!...........................................................8 1 Wie alles begann ...................................................................9 Worum geht es in diesem Buch?....................................... 10 2 Wie finde ich die richtige Firma und wie findet die Firma die richtigen Bewerber? ................................................................ 14 Mitarbeiterrekrutierung aus Sicht der Unternehmen ......... 15 Der Wunschkandidat und worauf geachtet wird ................ 19 Der erste Eindruck - die Bewerbungsmappe..................... 21 Das Vorstellungsgespräch - Stress hoch zwei.................. 24 Gebündelte Aussagen: Was Unternehmen wirklich wollen ..................................... 28 3 Auffallen aber gut! ................................................................ 30 Was heißt auffallen? .......................................................... 30 Auf die richtige Dosis kommt es an! .................................. 34 Wer bin ich? ....................................................................... 36 4 Persönliche Voraussetzungen, um erfolgreich aufzufallen . 38 Die Inventur „Wer bin ich und was kann ich?“ ergibt Ihr Inventar............................................................................... 39 Was fange ich mit all meinen Gaben an? .......................... 46 5 Der Weg ist das Ziel oder umgekehrt? ................................ 52 Das Ziel - ein neuer Job! .................................................... 52 Die Routenplanung ............................................................ 56 Die Schlaglöcher auf dem Weg ......................................... 59 6 Blindbewerbungen können erfolgreich sein! ....................... 65 Initiative zeigen - sich unaufgefordert bewerben! .............. 66 7 Stellenanzeigen und ihre Tücken ........................................ 74 Stellenanzeigen, die ihr Ziel erreichen .............................. 76 Personalberatungen - Freund oder Feind? ....................... 79 8 Be-Werben am Telefon die Stimme macht's! ..................... 84 Ein Muss - der Gesprächsleitfaden.................................... 85 Mit Charme und Stil zum Ziel ............................................. 87

......... 148 16 Die Würfel sind gefallen ..........................9 Das Internet ...................................................................................................................................... 127 14 Darf ich vorstellen? .............................. 95 Es ist nicht alles Gold........... 97 10 Das Anschreiben . 120 13 Hurra-Sie sind zum Vorstellungsgespräch eingeladen! ...................................................................................................................... 100 Worauf es beim persönlichen Anschreiben wirklich ankommt........ 145 Die Qual der Wahl...................... 114 Die vollständige Bewerbungsmappe .................................. 104 11 Die Bewerbungsmappe .....................................................................................................................................am besten ganz persönlich! ............................................... 149 ...... 108 Inhalt und Reihenfolge .................... 149 Warum wurde mir abgesagt?............ 138 Informationen.............und an den (Job-)Speck............................................. 119 Die Bewerbungsunterlagen kommen zurück......... 99 Es kräht der Gockel auf dem Mist ein jeder doch verschieden ist! .................... was glänzt ........................... 143 Besonderheiten bei Vorstellungsgesprächen................................................................. 141 Wie geht es weiter?.........ein Sahnehäubchen ..... die Sie bekommen sollten .................................................... 140 Das Thema Geld . 110 Das Qualifikationsprofil ........... 133 Monolog oder Dialog?................................kurz und aussagekräftig ...................... 117 12 Einladung zum Vorstellungsgespräch oder Absage? ..................................................... 123 Die richtige mentale Einstellung bringt's!............. 122 Mythos „Erster Eindruck“........... 109 Der Lebenslauf ............ 91 Ran an die Maus ..................... 91 Online-Date mit einer Firma?............eine heiße Job-Fundgrube? ..................................................................... 101 Der Bewerber als Berater ...... 143 15 Das lange Warten ...................................................................................................................... 94 Auch das Netz hat seine Regeln! .......... 146 Nutzen Sie die Zeit! ....... 134 Was interessiert das Unternehmen an potenziellen Mitarbeitern? ...........

....................... 194 Bei Anruf Job! ......................... 203 Literaturverzeichnis .......................... 189 Eine süße Bewerbung........................................ 180 Gut beraten....... 178 Möbelverkauf zum Nulltarif .................................................................................................................................. 160 Mit Charme überzeugen!.. 153 Der erste Arbeitstag ........................gut......... 158 In der Kürze liegt die Würze!.............. 195 Vom „hot job“ zur Hotline ........................................................................................... 156 18 Fallbeispiele .................... 185 Übung macht den Meister.............. 151 17 Tipps zum ersten Arbeitstag und für die Probezeit .................................. 184 Vom sitzenden Redakteur zum rollenden Reporter .............. 173 Leningrad Cowboy goes to Bank ............................................................praktisch .... 164 Bewerben geht durch den Magen!.......................... 162 Auf Umwegen zum Ziel ............................................................................. 198 Was alle Beispiele gemeinsam haben................. 172 Das kann doch nicht Ihr Ernst sein! ........ 182 Quadratisch ................................................ 192 Engineering by Video.......... 197 Erlebnisgastronomie ................................................. 158 Komplex = kompliziert?...... 170 Bewerbung im Hemd ...............................................................................................................................oder: Wie man es trotzdem schafft..........................................aber nicht hemdsärmelig! ............ 203 ............................................................................................................................. 166 Auch ein Bademantel kann entzücken! ........................................Ring frei zur nächsten Runde! ............................................................................................. 191 Schneller als der Markt oder: Träume werden wahr! .......................................................................... 154 Die Probezeit........ 200 Anhang............................. 175 Steter Tropfen höhlt den Stein ...

Den Unternehmen.ON. Herbert Ost Mentaltraining in München und das begleitende Coaching meiner Literaturagentin Christine M. sei für ihre Offenheit und Zeit gedankt.Heinz List. Huber sowie die Rückenstärkung durch Reinhard Gründer waren für mich als Erstautorin ein Geschenk. und den folgenden. dass dieses Buch so viele verschiedene Facetten des Bewerbungsprozesses aus ebenso vielen verschiedenen Aspekten beleuchtet.Team ist alles! Bedanken möchte ich mich zuallererst bei den Menschen und Unternehmen. Siegfried Kapfer vom ADAC. die ungenannt bleiben möchten. den ich von Mona Nebgen erhielt und ohne den dieses Buch wahrscheinlich nie geschrieben worden wäre. die mir im Rahmen meiner Recherchen zu den außergewöhnlichen Beispielen zur Verfügung standen. Dr. zum Beispiel Lotus und E. die mich persönlich empfingen. viele hilfreiche Erkenntnisse und vor allem guten Erfolg auf der spannenden Reise zu Ihrem Job! Ihre Claudia Nuber -8- . Nennen möchte ich den „Turbo-Anschub“. Den vielen. Sie alle und die zahlreichen Ungenannten haben dazu beigetragen. die ich als Kontributoren nennen darf: Rainhard Hahn von der Kirch-Gruppe.Vorwort . Ich wünsche Ihnen Spaß bei der Lektüre. Kristin Gisbert in Frankfurt. Karin Scheingruber von Motorola sowie Winfried Sturm von Force Computers. prodomo JOB-BERATUNG in Hamburg. Die großzügige Unterstützung von Karl.

die auf eine lange Karriere zurückblicken können und Lust haben.1 Wie alles begann Was wir brauchen. Allerdings blieb da noch die Frage: Woher nehme ich die ausgefallenen Beispiele? In meiner Beratungspraxis hatte ich meine Klienten sicherlich immer auf ihre Individualität hingewiesen. Ich fiel aus allen Wolken. Also. umso mehr reizte es mich. Diese Dialoge hatten darüber hinaus den wunderbaren Nebeneffekt. dass ich direkt von den Personen. wohin uns die Normalen gebracht haben! (George Bernard Shaw) Eines Tages erhielt ich einen Anruf von einer mir unbekannten Dame.und durch die Lektüre dieses Buchs nun auch Sie .aber so viel Ausgefallenes war meiner Meinung nach nicht dabei. was tun? Mitten in der Nacht kam mir dann der rettende Einfall: Warum interviewe ich nicht einfach Personalchefs. -9- . Es folgten viele interessante Gespräche mit echten Fachleuten. ihr Stärkenprofil mit ihnen erarbeitet und sie zu authentischen Bewerbungen veranlasst .an ihrem reichen Erfahrungsschatz teilhaben ließen. die über eine Anstellung letztlich auch entscheiden. getan.und Karriereberaterin Anfang der 90er Jahre hatte ich mich schon lange zum Management Coach weiterentwickelt. die mich . Sie bat mich. denn von meinen Anfangszeiten als Bewerbungs. sind ein paar verrückte Leute. seht. aus ihrem Nähkästchen zu plaudern? Gesagt. diese Herausforderung anzunehmen und diesen Ratgeber der besonderen Art zu schreiben. Und dann noch „aus dem Rahmen fallende“ Bewerbungen in einer Zeit der Standardisierung und Checklisten! Aber es war ein spannendes Projekt und je mehr ich mich mit den verschiedenen Aspekten von Ausgefallen-Sein auseinander setzte. ein Buch über außergewöhnliche Bewerbungen zu schreiben.

wenn wir glauben. etwas „falsch“ gemacht zu haben. wir leben in einer Zeit. und das verunsichert uns. die wir aufmerksam lesen. und dann verfahren wir nach Schema F . Mit unserer Bewerbung riskieren wir jedes Mal aufs Neue. fein säuberlich nach Autorin oder nach Autor sortiert und immer wieder kommt ein neues hinzu. dass es mehr Arbeitslose als offene Stellen gibt oder zu geben scheint. Auch die Tatsache. deren Erfolg wir im Verlauf des Buches immer wieder kritisch hinterfragen werden. Diesen Aspekt des Buches möchte ich Ihnen besonders nahe legen. die Dinge „richtig“ zu machen und wir uns fürchterlich blamiert oder gar wertlos fühlen. Dazu kommt. Nur dann hat der Zweitplatzierte im -10- . in der die Negativmeldungen in den Medien die Positivmeldungen bei weitem übersteigen.wie viele unserer Mitbewerber auch. welche der vielen angebotenen Strategien die für uns persönlich passendste ist. Warum besteht zum Thema „Bewerben“ so ein großer Informationsbedarf? Ich denke. und im besten Fall denken wir sogar kurz darüber nach. Und so haben wir den klassischen Fall geklönter Bewerbungen.erfahren konnte. Denn auch der zweitplatzierte Kandidat wird die Position nicht bekommen. vom Unternehmen als Mitarbeiter abgelehnt zu werden. es sei denn. dass es für uns einen großen Stellenwert hat. Wir besorgen uns Bücher. wie denn was zu machen ist. Meterweise stehen die einschlägigen Bücher in den realen und virtuellen Buchläden. wie sich die Firmen ihre Bewerber und Bewerbungen vorstellen und wünschen. verunsichert uns. der Favorit sagt ab oder versagt während der Probezeit. Deshalb informieren wir uns. wenn Ihre Bewerbung erfolgreich sein soll und das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen! Worum geht es in diesem Buch? Der Markt für Bewerbungsratgeber boomt.

wenn Sie offen dafür sind. muss man vor allem ein Schaf sein!“ Auch die gelegentlichen Überstunden. dafür qualifiziert zu sein und ihn zu verdienen. aber wie traurig war ich. Sie haben sich gegen 250 Mitbewerber als Zweiter durchgesetzt. so haben Sie die Position nicht gewonnen . lustlos und vage unzufrieden. Sie fühlen sich matt. Beim Bewerben ist es wie im Spiel: Sie können gewinnen . es klappt wirklich: Aufgrund Ihrer Bewerbung werden Sie zum Vorstellungsgespräch gebeten. Auch wenn Sie sagen können. gegen -11- . Und stellen Sie sich vor. man passt zueinander und ein Anstellungsvertrag wird geschlossen. aber bitte bedenken Sie: Ein altes Sprichwort sagt: „Träume sind Schäume“. Sie hören meistens da auf. Was ist geschehen? Möglicherweise werden Ihre Erwartungen nicht erfüllt. Das persönliche Kennenlernen ist ein Erfolg. Doch dann: Nach einigen Wochen hat Ihre anfängliche Euphorie sichtlich nachgelassen. das Gespräch läuft gut. die ich als Kind so liebte. von dem er glaubt. Das ist ganz okay so und Ihr gutes Recht. Dazwischen gibt es nichts. oder vielleicht doch? Mit dieser Frage werden wir uns intensiv auseinander setzen.Allgemeinen eine Chance. Voller Begeisterung und Elan treten Sie die neue Arbeit an. Oder das vielgepriesene Betriebsklima besteht aus Gleichmacherei und Rechthaben-Wollen.aber eine Erfahrung und. Die im Vorstellungsgespräch versprochene Eigenverantwortung entpuppt sich als pures Lippenbekenntnis und sogar die Büromaterialbestellung muss von oben genehmigt werden. zur Nummer l aufzurücken. Frei nach Einstein: „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können. Mich erinnert das an die schönen schillernden Seifenblasen. als sie zerplatzten! Genauso ist es mit dem „Traumjob“. eine Erkenntnis. Jeder von uns wünscht sich den „Traumjob“. Erst ist er sehr erstrebenswert: Er erscheint uns als der nächste glorreiche Schritt auf der Karriereleiter oder gar als Krönung unserer beruflichen Laufbahn.oder verlieren. wo es wirklich spannend wird.

als sich mit der Einstellung „Ich brauche einen Job. dafür zu zahlen? § Was biete ich dem Unternehmen? Sich nach Klärung und Beantwortung dieser Fragen dann gezielt und wirkungsvoll zu vermarkten erscheint mir wesentlich sinnvoller. Ebenso verhält es sich mit der Motivation: Das. ist folgende: Jeder Mensch ist einzigartig und okay so. die ihn für eine bestimmte Aufgabe im Leben prädestinieren (von prä = vor und destinare = bestimmen). Menschen auf der Suche nach ihrer Unverwechselbarkeit zu begleiten ist immer wieder eine meiner vielfältigen Aufgaben als Coach. stellen sich als permanente 60. sich Schritt für Schritt der neuen beruflichen Herausforderung anzunähern: § Wer bin ich? § Was kann ich? § Wo sind meine Stärken? § Was will ich? § Welchen Preis bin ich gewillt. Meine persönliche Motivation.der Traum ist vorbei. Guten Morgen und willkommen in der Realität! Für jeden Menschen ist die Wirklichkeit eine persönliche Realität. dass Sie sich geirrt haben und jetzt enttäuscht sind: Die Seifenblase ist geplatzt . denn sie ist subjektiv und wird immer aus der Perspektive des Betrachters wahrgenommen. Aus dieser Haltung heraus und unter dem Aspekt des Haushaltens mit den eigenen Ressourcen erscheint es mir für jeden Bewerber wichtig. lahmt den anderen. dieses Buch zu schreiben. Das Bewerben nach dem -12- . Viel schlimmer ist es allerdings. Das alles kann man dem Arbeitgeber zur Last legen.bis 70-Stunden-Woche heraus. Sie sind aufgewacht. egal welchen“ auf Stellenanzeigen zu stürzen. wenn Sie zugeben müssen. die im ersten Augenblick verlockend erscheinen. Jeder Mensch hat etwas ganz Spezielles an sich oder bestimmte Fähigkeiten und Kenntnisse.die kein engagierter Mitarbeiter ernsthaft etwas einwenden wird. wie er ist. was den einen motiviert.

dafür zu zahlen. Die Basis einer erfolgreichen Bewerbungsstrategie ist. Eine Information am Rande: Wussten Sie. Auch wenn Sie glauben.das Spannendste liegt vor Ihnen! Deshalb einige Punkte mit auf den Weg: → Seien Sie kritisch und ehrlich! Auch oder vor allem sich selbst gegenüber! → Seien Sie selbstbewusst! Aber natürlich mit dem nötigen Realitätsbezug! → Und wenn es Ihnen gefällt: Fallen Sie aus dem Rahmen . sich klar zu werden. als Lob und Anerkennung anzunehmen? Diese Überlegung ist einen Gedanken wert. dass der Umstieg auf eine ganz andere Leiter Sinn macht. ein Absagebrief mache Ihnen nichts aus. denn Sie können ja nicht jeden Job bekommen. mögliche Karriereziele und den Preis.seien Sie ausgefallen! -13- .und jetzt sind Sie auf dem Weg zur Zielerreichung: Wow . so ist er doch ein „Nein“ und zeigt früher oder später seine Wirkung. Aus dieser persönlichen Inventur heraus entwickeln Sie Ihr Berufsziel. meinen Sie nicht auch? Doch zurück zum Thema. über sich selbst. dass ein 18jähriger Jugendlicher in seinem Leben 20000 Mal „Nein“ und 3000 Mal „Ja“ gehört hat? Ist das der Grund. Sie haben die Basisarbeit geleistet . So.Gießkannen-Prinzip bedingt logischerweise viele Ablehnungen. weshalb wir uns mit Kritik leichter auseinander setzen. nun setzen wir einmal voraus.Ihr Ziel entwickelt . seine Wünsche. den man bereit ist. seine berufliche Kompetenz. erklimmen vielleicht die nächste Stufe auf der Karriereleiter oder stellen möglicherweise fest.

ein Wechselspiel unter Gleichen! (Claudia Nuber) Wenn Sie sich über ein Unternehmen schlau machen wollen. denn ohne sie wäre dieses Jahresergebnis nicht möglich gewesen“. denn neben den Bilanzzahlen finden Sie viele Informationen zum Produktportfolio und zum organisatorischen Aufbau der Firma. können Sie davon ausgehen. so ist neben persönlichen Kontakten oder dem Internetauftritt vor allem der gedruckte Geschäftsbericht ein geeignetes Medium. -14- . der so ähnlich lautet wie: „Wir danken unseren Mitarbeitern für ihre ausgezeichneten Leistungen.und Handelskammer einsehen. dass die Mitarbeiter eher als eine Nummer oder Funktion gesehen werden und nicht als Individuen mit unverwechselbarer Persönlichkeit. können ihn fallweise über Ihre Bank bestellen oder auch bei der Industrie. wie oft die Mitarbeiter genannt werden beziehungsweise auf sie eingegangen wird. achten Sie unter anderem auch darauf. Wenn Sie den Geschäftsbericht lesen. Wenn Sie nur einen Satz finden.2 Wie finde ich die richtige Firma und wie findet die Firma die richtigen Bewerber? Geben und Nehmen . Sie bekommen ihn von der Pressestelle des Unternehmens zugesandt. In manchen Fällen wird auf die Vision sowie die Philosophie des Unternehmens eingegangen und der Personalbericht ebenfalls mitgeschickt. Die Lektüre lohnt sich. die einen motivierten Beitrag zu leisten imstande sind.

wo sich der Bewerber schlau gemacht hat“ . so heißt das lediglich. Bei diesen Gesprächen begegnete mir immer wieder der Satz „Schon anhand des Layouts der Bewerbung können wir erkennen. Sie vermeiden dadurch. Bitte verstehen Sie mich richtig: Es ist wichtig. Wenn die Unternehmen von geklonten Bewerbungen sprechen. dass eine große Anzahl Bewerbungen eingeht. die unmodifiziert nach den Vorgaben eines bestimmten Bewerbungsratgebers oder -trainers aufgebaut -15- . bevor man sich darauf einlässt. also für das Personalmarketing. die für die Einstellung und Rekrutierung der Mitarbeiter zuständig sind. welche Themen in welcher Zeit bearbeitet werden und ob es die Möglichkeit einer Hotline für spezielle Fragen nach dem Seminarbesuch gibt.Mitarbeiterrekrutierung aus Sicht der Unternehmen Bei meinen Recherchen zu diesem Buch hatte ich sehr intensive Kontakte zu den Personalchefs großer wie mittelständischer Unternehmen und teilweise auch zu den Personalreferenten.also welches Buch er gelesen oder bei welchem Trainer er ein Seminar besucht hat. Es ist weiterhin notwendig. Hier sollten Sie sich vor der endgültigen Buchung informieren. dem sei ein Bewerbungsseminar angeraten. sich blauäugig unnötige „Veilchen“ einzufangen. Zum einen wegen der Übersichtlichkeit und zum anderen findet der Leser sehr schnell die gesuchten Informationen. sich über das Bewerbungsszenario gründlich zu informieren. wenn es eine Absage nach der anderen hagelt. Sie können sich auch eine Karriereberatung oder ein Coaching gönnen. Wer von Seminaren mehr profitiert als vom Bücherlesen. dass ein Lebenslauf nach einem bestimmten Raster aufgebaut ist.

Vor allem tragen sie maßgeblich dazu bei. dass die gewünschten Fähigkeiten und Kenntnisse auf einem Formblatt vorgegeben sind und mit dem Lebenslauf (!). Manchmal ist es die Teamsekretärin. Die Bewerber. welcher Arbeitsaufwand hinter der Besetzung von Stellen steckt. oder der Geschäftsführer selbst nimmt sich die Zeit. lassen jedoch keinerlei Rückschlüsse auf die Persönlichkeit und das Starken-/Schwächenprofil des Bewerbers zu. die Sympathieträger aufgrund des mitgeschickten Fotos identifiziert. übernehmen die Vorprüfung der Unterlagen: Sind sie komplett? Wenn nicht. Dieses Beispiel soll verdeutlichen. in deren Lebenslauf die meisten Übereinstimmungen mit den Begriffen auf der Checkliste gefunden wurden. Die Befugnisse der Sachbearbeiter wie auch die Auswahlkriterien unterscheiden sich von Firma zu Firma. Die Personalsachbearbeiter. nicht mit den Zeugnissen. bei denen die Bewerbungen eingehen. Das sieht dann so aus.sind und offensichtlich ohne nachzudenken schlicht nach Schema F übernommen wurden. Bewerbung für -16- . die es innerhalb von zwei Wochen auf Eignung zu prüfen hatte. wird das Fehlende nachgefordert. werden zum Vorstellungsgespräch gebeten. Diese Mammutarbeit war nur durch das schematische Abhaken vorbereiteter Checklisten auf zu erfüllende Kriterien zu bewältigen. Solche Bewerbungen sind zwar technisch perfekt. Den anderen Bewerbern werden ihre Unterlagen zusammen mit einem nichtssagenden Absageschreiben zurückgeschickt. Ein deutsches Großunternehmen hatte eine Trainee-Aktion ausgeschrieben und erhielt für die 45 zu besetzenden Stellen sage und schreibe 6000 (sechstausend!) Bewerbungen. verglichen und Übereinstimmungen abgehakt werden. ansonsten werden die Bewerbungsunterlagen gleich dem Stapel „Absage“ zugeordnet. dass immer mehr Firmen die Eignung eines Kandidaten anhand fachspezifischer Checklisten „abhaken“. was fehlt? Ist der Bewerber für das Unternehmen interessant.

wenn alle Bewerbungen gleich aussehen. auf eme ausgeschriebene Stelle bewerben sich 200 Personen. die in die Kardinalfrage einfließen. Berücksichtigen Sie bitte weiterhin.Bewerbung intensiv durchzuarbeiten. Selbstverständlich ist es wichtig. welcher Bewerber am besten zum Unternehmen passt. also gleich viele Häkchen auf den Checklisten aufweisen? Stellen Sie sich vor. wobei jedes Gespräch zwischen 60 und 90 Minuten dauert. für die man eingestellt werden soll. ob man zum Unternehmen passt oder nicht. dass man kaum generalisieren kann. er müsste diese 150 Bewerber zum Gespräch bitten. Wie soll der Personalsachbearbeiter oder der Referent nun feststellen. Davon entsprechen 150 dem Anforderungsprofil. dass -17- . der betrieben werden muss. Die Bandbreite des Möglichen und das Spektrum der Vorgehensweise in den Unternehmen sind so groß und so unterschiedlich. also die Termine vorschlagen und bestätigen. 150 Vorstellungsgespräche terminieren. dass man die Funktion. um genau das herauszufinden. Im Schnitt nimmt man sich maximal drei bis fünf Minuten Zeit für die erste Durchsicht einer Bewerbungsmappe. 150 Gespräche durchführen. Nehmen wir einmal an. Diese „weichen Faktoren“ können meist erst im persönlichen Gespräch geklärt werden und der Aufwand. Zum Glück setzt sich auch in Deutschland mehr und mehr die Erkenntnis durch. das heißt. trotzdem wird dem „human factor“ zwischenzeitlich mehr und mehr Raum gegeben: → Chemie zwischen Unternehmen und Mitarbeiter → Umgangsweise zwischen den Mitarbeitern → Persönliche Einstellung zur Arbeit und zum Unternehmen selbst Alles Aussagen. von der Qualifikation her professionell ausfüllen kann. ist immens. dass Mitarbeiter das größte Kapital einer Firma sind.

so bedeutet das für den jeweiligen Personalsachbearbeiter eine unzumutbare Zusatzbelastung.eine Stunde Arbeitszeit des Personalreferenten im Schnitt das Unternehmen mindestens 80 Euro kostet. Wenn Sie zu den ungeduldigen Menschen gehören. Manchmal kann er Ihnen bereits am Telefon sagen. die Spreu vom Weizen zu trennen. um kurzfristig und einigermaßen kostenbewusst einen neuen Mitarbeiter zu finden und einzustellen. wenn Sie nach der Schema-F-Methode vorgehen. Unfreundliche Anrufer sind ebenso tabu wie „Schleimer“. und halten Sie sich auch daran. der Personaler kann gar nicht anders. Welch ein ungeheurer Zeit. im jeweiligen Fall diese gegeneinander abzuwägen. Also. nur um eine Position zu besetzen! Sie sehen. der betrieben werden muss. lieber Bewerber: Nur wenn Sie in allen Punkten exakt dem geforderten Mitarbeiterprofil entsprechen. dass Sie aufgrund des gerade geschilderten Szenarios bei der Bewerberauswahl in Unternehmen etwas mehr Verständnis dafür aufbringen. Wenn Sie aus Entscheidungsgründen in Zeitnot geraten. als anhand der fachlichen Checkliste versuchen. wie denn der Stand der Dinge sei. und wie hoch schätzen Sie diese Wahrscheinlichkeit bei Ihrer Bewerbung ein? Sie sehen also. die jeden Tag dort anrufen und nachfragen. so fragen Sie lieber konkret. hätten Sie eine Chance.und Kostenaufwand. wie seiner Einschätzung nach die Chancen Ihrer Bewerbung stehen. Wenn Sie schon nachfragen (müssen). -18- . so teilen Sie es dem Sachbearbeiter ehrlich mit. wann Sie sich wieder melden sollen. geklonte Bewerbungen haben ihre Vor. Abgesehen davon. ist ein solches Verhalten Ihrer Sache ganz gewiss nicht dienlich. dass Sie manchmal länger auf die Antwort des Unternehmens warten müssen. Ich hoffe.und Nachteile und es lohnt sich.

Sie ersparen den Unternehmen damit Arbeit und. was noch viel wichtiger ist. und sei sie noch so freundlich formuliert. zum Beispiel: → Was genau umfasst der Tätigkeitsbereich? → Wo im Unternehmen ist die Position angesiedelt. ob Sie wirklich für die ausgeschriebene Position geeignet sind. Das kann man sich nicht oft genug ins Gedächtnis rufen. fit und dynamisch. jede Absage. mit immenser Berufserfahrung. Also die viel zitierte „Eier legende Vollmilchsau“. die in Zeitungen geschaltet werden.Der Wunschkandidat und worauf geachtet wird Die meisten Firmen wünschen sich natürlich den perfekt qualifizierten Bewerber. ist und bleibt eine Absage. sich selbst eine Menge unnötiger Frustration! Sind wir ehrlich. Auf den ersten Blick erkennen Sie das schon an der Formulierung der Stellenanzeigen. auch mit fremder Hilfe. dass die Anzeigen eher zur Imagepflege der Unternehmen dienen sollen als zur echten Mitarbeitergewinnung. Wenn Sie Schwierigkeiten haben. Ja. die Stellenanzeige zu verstehen. dass die darin angesammelte Menge von Worthülsen so gut wie nichts aussagt. wenn nötig. oder der Meinung sind. jung. Fragen Sie den Sachbearbeiter freundlich nach Konkretem. ausgeprägter Sozialkompetenz. Es drängt sich der Verdacht auf. sind Ihnen Mitarbeiter unterstellt. wenn ja. selbstmotivierend und zum Unternehmen passend. Sie sehen es richtig: Wunsch und Realität klaffen auch hier meilenweit auseinander. wie viele? -19- . rufen Sie im Unternehmen an. Wenig Konkretes findet sich in vielen Stellenangeboten. Lesen Sie die Stellenanzeigen genau und überprüfen Sie. wer ist Ihr Chef.

Ich empfehle in diesem Fall. können Sie durchaus nach dem Gehaltsrahmen für die inserierte Position fragen. aber „quatschen“ Sie Ihren Gesprächspartner nicht voll. bis sie wissen. ob sie sich bewerben können oder wollen. Ihr Gesprächspartner kann Ihnen dann antworten. der immer wieder das gleiche Band abspult. bevor sie entscheiden. Da kann ich nur sagen: Selber schuld! Es ist für ernsthafte Bewerber zwingend notwendig. von sich aus zu sagen. zweitens können Sie davon ausgehen. bis sich ein Wandel abzeichnet: hin zu ehrlichen. Solange das Unternehmen nicht lernt. muss erhöhter Leidensdruck bei den Personalern ausgeübt werden. ohne Vertraulichkeitsverletzungen zu begehen. worum es bei dem Stellenangebot wirklich geht. in denen die Position beim Namen genannt und nicht zum „Manager dies und das“ aufgeblasen wird. In denen ähnlich wie beim Beipackzettel einer Arznei auch auf Risiken und Nebenwirkungen eingegangen wird: „Der ideale Bewerber sollte ausgeprägte Motivationsfähigkeiten besitzen.“ Zum Thema Stellenanzeigen -20- . dass der Personalsachbearbeiter leicht genervt ist. welcher Verdienst für Sie die Untergrenze darstellt. Erstens wollen Sie von ihm etwas erfahren. und drittens. so lange nachzufragen. konkreten Stellenanzeigen. der Informationsbedarf hat. Zumindest so lange. denn in den meisten Unternehmen gilt immer noch der Grundsatz „Über Gehälter wird bei uns nicht gesprochen“. Erzählen Sie in diesem Gespräch durchaus etwas von sich.“ Oder: „Wir erwarten eine xx-Stunden-Woche. dass Sie nicht der Einzige sind. die Anforderungen an seine neuen Mitarbeiter präzise und wahrheitsgemäß zu formulieren.→ Welche fachlichen Kernqualifikationen sind für diese Position absolut notwendig? → Worauf legt das Unternehmen bei seinen Mitarbeitern besonderen Wert? Wenn es für Sie wichtig ist. weil er sich vorkommt wie ein Kassettenrecorder. die wir auch durch schnelle Weiterentwicklung honorieren.

die ohne große Mühen vom Leser sofort erkennbar ist. Wenn Sie nach einem Nachfrage-Telefonat und/oder nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss gekommen sind. Deshalb widmen wir uns diesem K. dass Sie die gewünschten Voraussetzungen wirklich mitbringen erst dann sollten Sie sich bewerben.o. Wie? → Mit einem tabellarischen Lebenslauf (siehe Beispiel auf Seite 117) mit Foto (wenn Sie möchten) → Mit entsprechenden Zeugnissen und Referenzen → Und ganz wichtig: mit dem persönlichen Anschreiben Ich werde in diesem Buch nicht weiter auf die üblichen Standards beim Erstellen eines Lebenslaufs und die Sortierung der Zeugnisse und Referenzen eingehen.-Kriterium in aller Ausführlichkeit. Eine 08/15-Bewerbung würde -21- . dass Ihre Bewerbungsmappe eine logische Struktur aufweist. An dieser Stelle zunächst aus Sicht der Unternehmen. „Sobald man erkennt. Eine Übersicht einiger Bücher finden Sie im Literaturverzeichnis ab Seite 213. Dazu haben sich bereits darauf spezialisierte Autoren umfassend geäußert. Die individuelle Bewerbung wurde immer in den Vordergrund gerückt. ist das persönliche Anschreiben. kann das schon das Aus für den Kandidaten bedeuten“. sagte mir der Leiter Führungspersonal eines internationalen Konzerns.die Bewerbungsmappe Was von allen Firmen als wichtigstes Kriterium der Bewerbung genannt wurde. Sie sollten auf jeden Fall darauf achten. Der erste Eindruck .finden Sie ab Seite 80 ein eigenes Kapitel und ein interessantes Beispiel „Das kann doch nicht Ihr Ernst sein!“ auf Seite 181. dass das Anschreiben Massenware ist.

warum der Bewerber „der“ Richtige sei. hoher emotionaler Quotient und viele andere Schlagworte finden sich immer wieder. In einem knackigen Anschreiben von maximal einer Seite Länge könne man durchaus erkennen. Besonders wichtig sei eine klare zeitliche Angabe. feedbackfähig. kreativ.ebenfalls schnell zur Seite gelegt. wie man es ständig in der Presse finden kann: Teamfähig.“ Das oder Ähnliches war allerorts und immer wieder zu hören. weil kein Mensch ein Anforderungsprofil so umfassend erfüllen kann. wann der Bewerber für einen Eintritt in die Firma zur Verfügung stünde. Die Auseinandersetzung mit unserem Unternehmen sollte ersichtlich sein und ein eigener Schreibstil wirkt ebenfalls positiv. Eine internationa le Bauunternehmung formulierte ihre Anforderungen ganz präzise: „Wir wünschen uns ein Anschreiben. Auch die Vorstellungen. werden als Inhalt des Anschreibens begrüßt. Suspekt wirkt die Bewerbung auch dann. meinte man bei einer Hightech-Firma. „Diese platte Wiedergabe macht misstrauisch. wenn der Bewerber seine „Soft Skills“ exakt so formuliert und auflistet. sozial kompetent. führungsstark. war der Kritikpunkt einer erfahrenen Personalfrau. denn ein solcher Vergleich findet sofort statt“. Allerdings schreiben viele Bewerber aus Ratgebern ab und haben verlernt. wo seine Stärken und Schwächen liegen und warum er einen Wechsel anstrebt. Das Anschreiben habe einen Stellenwert von 50 Prozent der Gesamtbewerbung. der Macht ihrer eigenen Worte zu vertrauen. die sich der Kandidat von seiner neuen Position mache. integrationsfähig. Bei solcher Übertreibung ergibt sich schnell ein Bruch zum Lebenslauf. war eine weitere Aussage.oder nicht? Als Foto wünschten sich die meisten Unternehmen ein professionell fotografiertes Bewerberporträt. aus dem deutlich Vergangenheit und Zukunftswünsche hervorgehen. kommunikativ. Foto beifügen . dass sich -22- . Es zeige. konfliktfähig.

Und es geht um die Qualität des Inhalts. Gerade wenn Sie ein älterer Bewerber sind. ist meine Empfehlung. nämlich eine Klarsichthülle für jedes einzelne Blatt der Bewerbungsmappe. die stolz berichten. -23- . ist es unüblich. Diesen Kandidaten ist eine Reduktionskur auf das Wesentliche zu verordnen. die viel Kundenkontakt mit sich bringen. versäumen Sie nicht. Es soll Bewerber geben. da es nichts über die Fähigkeiten und Inhalte des Bewerbers aussage. Private Fotos. Loseblattsammlungen sind genauso out wie das Pendant dazu. meinte einer meiner Gesprächspartner. In anderen Ländern. sich über die dort herrschenden Gepflogenheiten vorab zu informieren. Ein unverkrampfter. können Fotos die Power. sie könne gut auf ein Foto in der Bewerbung verzichten. Eine Dame aus dem Personalmarketing erklärte mir. zum Beispiel Urlaubsschnappschüsse mit Sonnenhut. wurden von allen Befragten einstimmig abgelehnt. Wenn Sie sich also für einen Job im Ausland interessieren. die Bewerbung auf die Position und das Unternehmen individuell abzustimmen . die Sie haben. freundlicher und optimistischer Eindruck sage oft mehr über einen Kandidaten aus.der Bewerber Gedanken über sein Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit gemacht hat. als der vielleicht denkt. ein Foto mitzuschicken. dass ein gepflegtes Aussehen für Positionen.alles andere funktioniert nicht. Meine Meinung ist. gut transportieren. dass ihre Bewerbungsmappe besonders dick sei. zum Beispiel in Amerika. ordentliches Erscheinungsbild und Standardisierung zu achten. Der Aufbau muss stimmen! Bei der Bewerbungsmappe ist auf strukturierten Aufbau. Wenn Sie gute Fotos von sich haben. Als Fazit aus allen Quellen: Es ist unbedingt nötig. also Ihrer Referenzen und Zeugnisse. Ihrem Lebenslauf eines beizufügen. durchaus ein Kriterium ist. darauf wurde von vielen Personalentscheidern immer wieder hingewiesen. und nicht um die Quantität der verwendeten Papierseiten.

Das Vorstellungsgespräch - Stress hoch zwei
Nach etwa zwei Tagen bis zu fünf oder sechs Wochen, je nach Anzahl der zu sichtenden Bewerbungen und abhängig davon, ob gerade Urlaubszeit ist oder sich eine wichtige Person im Krankenstand befindet, melden sich die Unternehmen bei den Kandidaten. Entweder mit einem Standard-Absagebrief oder einer Einladung zum Vorstellungsgespräch. Nicht nur die Kandidaten bereiten sich auf dieses Gespräch vor, auch ihre Gesprächspartner im Unternehmen tun das. Dazu benutzen sie mehr oder weniger ausgearbeitete Interviewleitfäden, zum Beispiel diesen: Interviewleitfaden Name: Datum: → Persönliche Situation des Bewerbers/der Bewerberin → Schulbildung/Studium → Berufliche Ausbildung/Beruflicher Werdegang Bitte schildern Sie in kurzen Sätzen Ihren bisherigen Ausbildungs- und Berufsweg. → Was hatte den größten Einfluss auf Ihre Berufswahl? → Welche beruflichen Tätigkeiten haben Sie bis jetzt nach der Ausbildung ausgeübt? → Aufgaben und Aufgabenschwerpunkte → Verantwortlichkeiten, Kompetenzen → Weiterbildungsaktivitäten → Was haben Sie während der einzelnen Stationen Ihres Berufsleben gelernt, wovon Sie heute noch profitieren? → Aktuelle Position/Neue Position
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Schildern Sie einen typischen Tagesablauf in Ihrer jetzigen Position: → Was von Ihrer Tätigkeit bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber werden Sie vermissen? → Warum wollen Sie sich verändern? → Welche Ziele haben Sie für eine neue Position? Persönliches Was hat dazu beigetragen, dass Sie bisher beruflich erfolgreich waren? Welches sind Ihre Stärken? → Zum Ausbau welcher Kompetenzen/Fähigkeiten haben Sie sich in der Vergangenheit Weiterbildungsmaßnahmen gewünscht? Warum haben Sie sie nicht besucht? → Arbeitsverhalten Welche Routinearbeiten gibt es in Ihrer jetzigen Aufgabenstellung und wie gehen Sie damit um? → Was ist Ihnen in Bezug auf Ihre Arbeitsumgebung wichtig? → Wie würden Sie Ihren Arbeitsstil bezeichnen? → Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten In welchen Situationen stimmen Sie sich mit ihren Interviewleitfaden (Fortsetzung) Arbeiten Sie in einem Team und wie ist es zusammengesetzt {wie viele Kollegen bzw. Kolleginnen, Berichtsweg, Zuständigkeiten)? → Leistungsbereitschaft → Gibt es Situationen, die für Sie stressbehaftet sind? → Was motiviert Sie, Leistung zu bringen? → Welche beruflichen Pläne haben Sie kurz- und mittelfristig?
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→ Sonstiges Wie viele Stunden arbeiten Sie in der Woche? Welche Erwartung haben Sie an Ihre Arbeitszeit? Wann sind Sie verfügbar? Wie hoch ist Ihr jetziges Jahresgesamtgehalt? (Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Isolde Thomas, Personalberatung Thomas, München) Vorstellungs-Kurznotiz Name, Vorname Straße, PLZ, Ort, zu kontaktieren: E-Mail/Telefon/Fax Interviewer Position Datum Ausbildung/Studium Jetzige Funktion als/bei DV-Erfahrung/Consulting-Erfahrung/Methodenerfahrung Projekterfahrungen Wünsche/Anforderungen an die zukünftige Position Eindruck des Interviewers/Empfehlung für das weitere Vorgehen Möglicher Eintritt/Kündigungsfrist Derzeitiges Jahresgehalt Standort/Mobilität Nun stehen beziehungsweise sitzen sich der gut vorbereitete Bewerber und der zuständige Personalreferent zum ersten Mal gegenüber. Manchmal ist auch der potenzielle Fachvorgesetzte dabei. Auf diese zwölf Punkte wird geachtet: 1. Wie ist der erste Eindruck? Er entsteht innerhalb von 12 bis 30 Sekunden und er kann (manchmal) im Gespräch revidierbar sein. 2. Die Ausstrahlung: unverkrampft, optimistisch, spontan, freundlich?
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3. Die Aufwärmphase dient zur Entspannung: Wie und wann legt der Kandidat seine Nervosität ab? Ist er smalltalkfähig? 4. Ist die Kleidung angemessen? Entspricht sie der Position und dem persönlichen Stil? 5. Hat sich der Bewerber intensiv mit dem Unternehmen beschäftigt? Was weiß er darüber? 6. Welche Fragen stellt der Kandidat über den künftigen Arbeitsplatz und seine Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen? 7. Sind seine Vorstellungen realistisch? 8. Kann sich der Kandidat präzise äußern? 9. Sind die Aussagen des Kandidaten authentisch, also echt und wahrheitsgetreu? 10. Ist der Kandidat eher lösungs- oder problemorientiert? 11. Hat er sich ernsthaft mit der Frage, warum er für diese Position geeignet ist, auseinander gesetzt? 12. Verfügt der Bewerber in ausreichendem Maße über die „Soft Skills“ wie: soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, Flexibilität, Offenheit, Neues zu lernen, Begeisterungsfähigkeit, Toleranz, Kreativität? Viele meiner Interviewpartner gaben offen zu, dass sie sich vom persönlichen Eindruck beeinflussen lassen und die fachliche Kompetenz mit ungefähr 70 Prozent zu Buche schlägt. Auch merkten sie an, dass das Verhalten des Bewerbers nach dem Vorstellungsgespräch durchaus Einfluss auf ihre Entscheidung hat: zum Beispiel ob er bei bestimmten Verhandlungspunkten „nachtarockt“ und ob die Aussagen des ersten mit denen des zweiten Vorstellungsgesprachs übereinstimmen. Bedenken Sie bitte, dass Sie immer die Chance haben, eventuelle „Fehler“ wieder gutzumachen, und nutzen Sie jede Brücke, die Ihnen gebaut wird. Sitzen Sie nicht stumm herum
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wie das hypnotisierte Kaninchen vor der Schlange! Es ist ebenso wichtig für die Unternehmen, Mitarbeiter zu gewinnen, die zu ihnen passen, wie für Sie, den für Sie passenden neuen Job zu finden - Sie sind ebenbürtiger Partner in diesem Spiel!

Gebündelte Aussagen: Was Unternehmen wirklich wollen
1. Bewerber, die wissen, was sie wollen. 2. Kandidaten, die sich präzise ausdrücken können, also schnell zum Punkt kommen. 3. Ein individuelles Anschreiben, in dem der Bewerber in seinen eigenen Worten auf die folgenden Punkte eingeht: → Warum bewerbe ich mich bei diesem Unternehmen? → Was erwarte ich? → Was bringe ich mit? → Wann kann ich anfangen? → Warum das Unternehmen mich einstellen sollte 4. Eine saubere Bewerbungsmappe → die logisch strukturiert ist, → die auf Überflüssiges verzichtet (zum Beispiel Volksschulzeugnisse, irrelevante Zertifikate und Bescheinigungen etc.), → die einen übersichtlichen Lebenslauf mit professionellem Foto enthält, → mit ordentlichen Kopien relevanter Zeugnisse/Referenzen. 5. Im Vorstellungsgespräch lebendige Kandidaten → die den Erwartungen, die ihr Anschreiben geweckt hat,
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entsprechen → die sich artikulieren können, anstatt stumm nickend wie der Wackeldackel auf ihrem Platz zu sitzen → die ehrlich und angemessen ihre Interessen und Meinungen vertreten. 6. Mitarbeiter, die sich realistisch für das Unternehmen mit allen Vor- und Nachteilen entschieden haben und diesem auch längerfristig erhalten bleiben. Die Kosten, die den Unternehmen durch Mitarbeiterfluktuation entstehen, sind immens. Laut Aussagen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) betragen sie 8000 Euro für einen Facharbeiter, 13000 Euro bei einer Sekretärin und gar 200000 Euro bei einer Führungskraft.

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3 Auffallen aber gut!
Das Leben ist zu kurz, um sich klein zu machen. (Unbekannt) In unserem Sprachgebrauch hat das Wort „auffallen“ zwar keine negative Bedeutung, aber ein bisschen zweischneidig ist es doch. Warum eigentlich? Lassen Sie uns diesen Begriff doch einmal näher betrachten. Wenn jemand auffällt, so bewundern wir ihn einerseits, andererseits steht der, der auffällt, überwiegend alleine da. Und wir wollen doch alle so gerne dazugehören! Dazugehören zu unserer gesellschaftlichen und beruflichen Umwelt nach dem Motto „Gleich und Gleich gesellt sich gern“. Was glauben Sie: Entspricht diese Einstellung eher dem gerade behandelten Vorgehen zum Thema geklonte Bewerbungen oder bringt sie uns auf unserem Weg zum Erfolg voran? In meiner Praxis als Coach stelle ich meinen Klienten Fragen, die sie zum Nachdenken anregen und ihnen neue Sichtweisen eröffnen können, was wiederum andere Lösungsansätze hervorruft. Deshalb lade ich Sie jetzt ein, das Wort „auffallen“ und das, was wir damit verbinden, zu hinterfragen. Es mag durchaus sein, dass Ihnen der ein oder andere Denkanstoß etwas unbequem erscheint. Gerade hier könnte es sich aber lohnen, einmal genauer nachzudenken.

Was heißt auffallen?
Im Wörterbuch finden sich unter dem Wort „auffallen“ neben „beeindrucken“ noch eine ganze Liste von Synonymen, also von Wörtern mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung. Ich habe zehn davon aufgelistet und mir Fragen aus meiner Coaching-Praxis überlegt, die Ihnen helfen können, Ihren Stärken und Ihrer
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wenn ich die eingefahrenen Gleise verlasse? → Was bringt mich zum Entgleisen . dass wir weniger runde Tische und mehr eckige Entscheidungen brauchen.wo raste ich aus und warum? → Stelle ich die Weichen für meinen „Lebenszug“ selbst oder folge ich vorgegebenen Gleisen? Hervorragen. wie? → Habe ich es nötig.Individualität näher zu kommen. als Sie das letzte Mal angeeckt sind? → Wie war die Reaktion der anderen darauf? → Wie würden Sie heute mit dieser Situation umgehen? Blenden → Mache ich einen Unterschied zwischen „Auffallen“ und „Blenden“? Wenn ja. Beeindrucken → Will ich beeindrucken und wenn ja. „Eindruck zu schinden“? → Welches ist der erste Eindruck.“ Ob er damit wohl das allgemeine Konsensverhalten und die Stromlinienförmigkeit unserer Zeit gemeint hat? → Wie haben Sie sich gefühlt. herausragen -31- . den mein Gegenüber von mir hat? Anecken Der ehemalige BDI-Präsident Olaf Henkel sagte einmal: „Ich glaube. welchen? → Wo stelle ich mein Licht unter den Scheffel? → Welches ist meine blendendste Eigenschaft? Entgleisen → Was geschieht.

der die Dinge ins Rollen bringt? → Wenn ja.und wie zu Ende geführt? Es gibt immer noch sehr viele Menschen. Sie unterscheiden sich von den anderen. wie es einem selbst damit ginge etc. was genau auffallend ist. → Sind Sie schon einmal hervorgetreten? → Wie hat sich das angefühlt. → Wie gehen Sie mit Überraschungen um? → Was bedeutet der Begriff „Flexibilität“ für Sie? Sich auszeichnen. mit Ihrem beruflichen Erfolg. jedoch nicht zu Ende führen. welche Konsequenzen sich daraus ergeben können. die Dinge zwar anstoßen. da hat sich die Kollegin einmal anders verhalten als sonst. Sie ist mir sonst immer durch ihre Zurückhaltung aufgefallen. was haben Sie empfunden? → Wie müsste es sein. damit Sie sich wohl damit fühlen? Überraschen „Die Unterstützung der Kollegin X hat mich sehr überrascht. nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“! Hervortreten Wenn Sie auffallen. In jedem Fall wird ein Prozess angestoßen: Das kann sein. sei dahingestellt. sei es in Ihrer Kleidung. dass man darüber nachdenkt. durch Ihr Auftreten. so treten Sie aus der Masse hervor. sich hervortun -32- . → Sind Sie einer.“ Ups.→ Empfinde ich dies eher als gefährlich oder macht es mich an? → Worin besitze ich hervorragende Kenntnisse? → Wie und wo habe ich sie mir angeeignet? Anstoßen Die Umwelt reagiert im Allgemeinen auf etwas Auffallendes ob positiv oder negativ. welche haben Sie ins Rollen gebracht .

gerade noch die Note 3 zu ergattern? Denn bei einer Note 4 gab's zu Hause ein hochnotpeinliches Verhör. Mitarbeiter beklagen zu Recht. wenn Sie in den Konferenzraum treten und sich alle Gesichter Ihnen zuwenden. anstatt von sich zu verlangen. wie: → Wenn wir etwas sagen. immer alles selbst zu wissen und Vorgaben zu machen.oder wie sehen Sie das? Beachtet werden Im Rampenlicht zu stehen. um eine Sache zum Wohle aller voranzutreiben . die voneinander lernen. dass mit Anerkennung und Lob noch mehr gespart wird als mit Gehaltszulagen. wo wir immer versuchten. seine Mitarbeiter endlich wahrzunehmen. Und wenn Sie dann durch Verspätung oder als Überbringer schlechter Neuigkeiten auffallen. ausgezeichnete Noten zu haben.. was die Sache auf den Punkt -33- . Zum Glück gibt es auch das positive Auffallen. was wir tagsüber denn so trieben. das ist für mich und viele andere immer wieder eine Herausforderung. Sitzt das Kostüm. weil Sie der Meinung sind. der immer alles wusste und für den es selbstverständlich war. wenn Sie eine ausgezeichnete Idee hatten? → Halten Sie diese ausgezeichnete Idee eher zurück. manchen Chef aufzurütteln. wirke ich sympathisch? Ähnliche Gedanken haben Sie vielleicht auch. Reinhard K.. Sprenger. fragt in seinen Vorträgen für Führungskräfte provokant „Haben Sie heute schon demotiviert?“ und es gelingt ihm damit. ein bekannter Fachautor und Redner. Das lernende Unternehmen: Das sind Menschen. sie zu befragen und ihren Antworten zuzuhören.Klingt nach Strebertum? Nach dem gestriegelten Knaben aus der Schule. → Wie sieht das heute in Ihrem Leben aus? → Werden Sie von Ihrem Chef gelobt. das sähe nach „hervortun“ aus oder würde sowieso nicht anerkannt? Letzteres ist in vielen beruflichen Situationen der Fall.

Wenn unsere Fähigkeiten die der anderen übersteigen und wir zu unserer eigenen Größe stehen können. widerspricht? Kinder.und das ist riesig. denn sonst verkehrt sich das positive Hervortreten leicht in das abgeschmackte „Auffallen um jeden Preis“. Wenn unsere Präsentation mit weniger Folien mehr Inhalt transportiert. Sie ziehen alle Register ihres kreativen Potenzials . Wenn wir hinter dem Vorhang der Gleichmacherei mit unserer Persönlichkeit hervortreten und andere mitreißen. wie Sie vielleicht aus eigener Erfahrung wissen . Ohne aufzufallen ist es heute kaum noch möglich.um das zu bekommen.ist das nicht auch auffallend. die wissen. was sie wollen. warum genau Sie die richtige Besetzung für die anvisierte Stelle sind. die scheinbar ausweglose Bewerbung doch in Angriff zu nehmen.→ → → → bringt. auch wenn es im ersten Moment unbequem sein mag. Sie lassen sich fast nie von ihren Zielen abbringen. Der Mut eines Stellensuchenden. sich im Bereich des Machbaren zu versuchen. die dahinter steckt und die ungewöhnliche Kreativität freisetzt . fallen oft auf. die Power. Und Letzteres haben Sie gewiss nicht nötig. der mit -34- . Denken Sie an den Karaoke-Sanger von neulich. Auf die richtige Dosis kommt es an! In Ihrer Bewerbung müssen Sie ganz deutlich zum Ausdruck bringen. Allerdings kommt es auf die richtige Dosis an. was sie wollen. von dem wir überzeugt sind. weit es der Norm. Wenn wir Zivilcourage zeigen und uns für etwas stark machen. sich von der Vielzahl qualifizierter Mitbewerber zu unterscheiden.

die hervorragenden Zeugnisse früherer Arbeitgeber und vieles mehr. dass diese Menschen sich trauen. Das heißt. Im Vorstellungsgespräch ist es komplizierter: Da gilt es zum einen zu signalisieren: Ich passe zu euch! (Ich füge mich in das Unternehmen [die Herde] ein. ihr Mut zu sich selbst und dem. welche hervorragenden Eigenschaften. aus der Masse hervorzutreten etc. sind manchmal sehr direkt und unbefangen wie Kinder.Begeisterung und Hingabe einen Hit „zerknödelt“. die präzisen Aussagen in Ihrem Anschreiben. dass seine Sangeskünste eher negativ denn positiv beeindrucken könnten. Fähigkeiten und Kenntnisse Sie dem Unternehmen bringen.) Und zum anderen müssen Sie darstellen. Die schlagfertige Argumentation eines Bewerbers. ihren Wünschen freien Lauf zu lassen und ihre Ziele zu verfolgen? Der Wohlfühlfaktor Um „richtig“ aufzufallen und sich damit wohl zu fühlen. etwas Bestimmtes zu erreichen. was -35- . braucht es Absichtlichkeit und die vorherige Klärung der Frage: Was genau will ich erreichen? Sie können im Vorfeld auffallen durch die außergewöhnliche Form Ihrer Bewerbung. aufzufallen. kann schon eher positiv auffallen. der nicht im Traum daran denkt. Ich nenne dieses Verhalten gerne „den inneren Spagat“. Diese Menschen wirken ungeniert. so kommt das in seriösen Unternehmen nicht unbedingt gut an. Dazu mehr im Kapitel „Darf ich vorstellen?“ ab Seite 139. ihre Absicht. Wer sich von anderen unterscheiden will. anzuecken. ihren Bedürfnissen lauthals Ausdruck zu verleihen. muss sich trauen. Wenn eine Bewerberin besonders sexy und provokativ zum Bewerbungsgespräch erscheint. Empfinden wir bei solchen oder ähnlichen Situationen nicht immer ein kleines bisschen Neid oder Bewunderung? Darüber. auf die uns im Moment keine Antwort einfällt.

um Neuland zu erobern. In den USA versteht man unter einem rebellischen Mitarbeiter eine Person. -36- . die sich Unternehmen immer weniger entgehen lassen. anstatt so etwas ähnliches wie Zivilcourage zu signalisieren. wie Sie nur können: → Bin ich der Typ. denn man kann nicht von einem Häschen erwarten. Aus Amerika schwappt gerade die neue Managementthese der „rebellischen Mitarbeiter“ herüber und ich hoffe. dass sie ebenso leicht angenommen wird wie die Philosophie des Shareholder Value. der gerne auffällt? Es muss Ihnen liegen. ja fast Unverschämtheit im Sinne von „Frechheit siegt“. werden Sie vielleicht gerne darauf verzichten. Dadurch werden notwendige Konfrontationen auf die Sache beschränkt und unproduktive Schuldzuweisungen vermieden.sie sind. dass es sich wie ein Löwe benehmen wird.eine Chance. → Wie interpretiere ich „rebellisch“? Wenn rebellisch für Sie negativ behaftet ist. anderen welche zu bereiten. lassen Sie es sein. Auf ungewöhnliche Weise wird oft Außergewöhnliches vollbracht . verlässt ausgefahrene Gleise und ausgetretene Pfade. gleichzeitig jedoch Lösungen aufzeigt und den Dialog im Unternehmen sucht. aufzufallen. auch Unbequemes kundzutun. Wer sich traut. die es wagt. Sie besitzen eine gewisse Portion Respektlosigkeit. Die im Vordergrund stehende Frage lautet: „Wie können wir es besser machen?“ anstatt wie so oft „Wer hat das verbockt?“ Wer bin ich? Beantworten Sie bitte diese fünf Fragen so ehrlich. → Wie gehe ich mit Überraschungen um? Wenn Sie selbst keine Überraschungen mögen. und ihr Selbstbewusstsein sind spürbar.

-37- .Jeder Mensch ist erfolgreicher. → Wodurch unterscheide ich mich von anderen? Die Beantwortung dieser Frage ist das A und O (Alpha für Anfang und Omega für Ende) einer erfolgreichen Bewerbung. denn sie ist eine der schwersten überhaupt. → Wie könnte sich meine Bewerbung von anderen unterscheiden? Finden Sie heraus. wenn er authentisch ist. es könnte Sie überraschen. Holen Sie sich Unterstützung von außen bei dieser Frage. welche kreativen Potenziale in Ihnen stecken. Und ehrlich gesagt: Nicht jeder muss ein Rebell sein.

um erfolgreich aufzufallen Im Leben geht es nicht darum. weil man aus der Reihe tanzt. sie kennen ihre Stärken und Schwächen. Man könnte als „unbequem“ abgestempelt werden. hindert uns oft daran. gute Karten zu haben. In diesen Situationen sind wir weder ehrlich. Da braucht es schon ein gewisses Rückgrat. nicht mehr zur Gemeinschaft der anderen dazugehören. dass sich eine solche Einstellung im Unternehmen fortsetzt. Die Erkenntnis. sich zu blamieren. Es gibt zwingende persönliche Voraussetzungen für erfolgreiches „Auffallen“. Das verleiht ihnen ein gesundes (!) Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Außerdem haben sie Spaß an dem. was sie tun. Wir folgen widerspruchslos den ausgetretenen Pfaden -38- . und schlimmstenfalls sogar als „Spinner“ abgetan werden. wer sie sind und was sie können. Sie wissen. die der Sache verpflichtet sind. (Robert Louis Stevenson) Es setzt Mut und Selbstvertrauen voraus. Zum anderen haben sie den ausgeprägten Willen. und sehen das Leben eher durch die positive Brille. wir wollen es den „Mut zur Zielerreichung“ nennen. eine Haltung sich selbst und seinen Zielen gegenüber. das zu tun. etwas Bestimmtes mit Sicherheit zu erreichen. das heißt durch Mitarbeiter. was wir eigentlich gerne tun würden.4 Persönliche Voraussetzungen. sich von der Menge zu unterscheiden. Zum einen sind sich diese Menschen ihrer selbst bewusst. Aber die Angst. sondern auch mit einem schlechten Blatt gut zu spielen. noch lebendig. also authentisch. setzt sich mehr und mehr durch. ihre Arbeit qualitätsbewusst erledigen und mögliche Verbesserungspotenziale aufzeigen.

die über ihre fachliche Eignung hinaus Sozialkompetenz und Eigeninitiative besitzen. Dadurch wirken wir gehemmt sowie unglaubwürdig und unsere Umwelt reagiert darauf entsprechend. Beruf ist Beruf und Privatleben sollte auch Privatleben bleiben.anderer. Bevor Sie zu einer erfolgreichen Selbstvermarktung ansetzen. das Sie anbieten? → Wer ist die geeignete Zielgruppe für Ihr Produkt? → Welchen Service bieten Sie zu welchem Preis an? → Warum sollte der Kunde ausgerechnet bei Ihnen kaufen? Die Inventur „Wer bin ich und was kann ich?“ ergibt Ihr Inventar Ihre Arbeitsleistung zusammen mit Ihrer Persönlichkeit bilden -39- . anstatt unserer eigenen Überzeugung Raum zu geben. konstruktive Verbesserungsund Veränderungsvorschläge machen. und darum handelt es sich bei einer Bewerbung immer. sollten Sie sich ausführlich mit folgenden Grundüberlegungen auseinander setzen und eventuell die Antworten kurz schriftlich fixieren: → Welche Qualität und Einzigartigkeit besitzt das Produkt. eine eigene Persönlichkeit haben und sie auch während ihrer Arbeitszeit nicht verleugnen. Mehr und mehr wird nach Mitarbeitern gesucht. Letzteres allerdings mit Maß und Ziel. Was glauben Sie. ist in der heutigen Arbeitswelt gefordert: eher der Mitläufer oder mehr der Macher? Der fachlich perfekte menschliche Befehlsempfänger mit den besten Features macht zunehmend seltener das Rennen um die wirklich interessanten Arbeitsplätze.

das Sie Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber anbieten können. Bitte nehmen Sie sich ausreichend Zeit zum Nachdenken. Das könnte eine Liste von Eigenschaften ergeben. introvertiert. stur. Das ist normal und ganz okay so. hier als Hilfestellung eine Liste von Fragen. gutmütig. sympathisch. die für sich betrachtet immer nur ein Steinchen des ganzen Mosaiks Ihrer Persönlichkeit zeigen. Das Gesamtbild bleibt Ihnen leider verborgen. Je besser Sie über sich selbst Bescheid wissen und von Ihrer Leistungsfähigkeit überzeugt sind. es handelt sich ja um Sie selbst. Sie sind zu nah dran. Schreiben Sie alles auf. ehrgeizig. Auf die Frage „Wer bin ich?“ fällt Ihnen wahrscheinlich eher ein. sich sowohl ehrlich und glaubwürdig als auch positiv und werbewirksam darzustellen. ohne darüber nachzudenken oder es zu bewerten. Also alles Schlagworte. analytisch. arbeitsfreudig. ehrlich. wer Sie nicht sind. bevor Sie antworten: Von welchem Beruf haben Sie als Kind geträumt? Wie genau sah das Bild aus. für die Mitarbeiter? Beschreiben Sie jede dieser Fähigkeiten und Eigenschaften -40- . das Sie damals vor sich sahen? Was hat Sie daran gehindert. um die Gesamtschau aus der Helikopterperspektive zu sehen. engagiert.das Produkt. wie: freundlich. was Ihnen einfällt. umso leichter wird es Ihnen fallen. kompetent. diesen Beruf zu ergreifen? Wie erscheint es Ihnen aus heutiger Sicht? Wo liegen Ihre sportlichen/technischen/kommunikativen/ analytischen/künstlerischen/kreativen/zwischenmenschlichen/ Führungsfähigkeiten und eigenschaften? Sind Sie extrovertiert und spontan oder eher zurückhaltend? Können Sie Menschen begeistern? Sind Sie eher intuitiv oder intellektuell gepolt? Wie gehen Sie mit Problemen um? Wie wichtig ist Ihnen Verantwortung für die Sache. Nehmen Sie sich einen Stift und ein leeres Blatt Papier. Um trotzdem eine gewisse Distanzierung zu schaffen.

Supermarkt auf den Boden gelegt und bist erst aufgestanden. Sie können sich eine Tabelle wie beispielsweise die folgende aufbauen: Gesagt von selbst Situation Fähigkeit/Eigenschaft bin bin ehrlich. ebenso gibt es immer mehrere unterschiedliche Aspekte. was du willst. obwohl du viel zu tun hattest. -41- . Wenn Sie andere in Ihre Inventur mit einbeziehen. Sie können die verschiedenen Stationen Ihres Lebenslaufs in allen Einzelheiten durchforsten oder andere nach ihrem Bild von Ihnen befragen. immer zornig. gründlich. Du verhältst Dich kollegial. hast du mir am nächsten Tag beim Eingeben geholfen. halten Sie die Ergebnisse schriftlich fest. Du hast dich im Du weißt. bekommen hast. Ich das 500 Euro enthielt. Jede Situation kann verschiedene Fähigkeiten und Eigenschaften beleuchten.anhand einer konkreten Situation und gehen Sie bei dieser Inventur sehr gründlich vor. Freunden und Kollegen austauschen. wenn du etwas nicht Du bist stur. dass das Feedback manchmal nur die Sichtweise des Feedbackgebers darstellt und wenig mit allgemein gültiger Wahrheit zu tun hat. wer es verloren hat. Gestern fand ich ein Portemonnaie. unter denen eine Situation betrachtet werden kann. so berücksichtigen Sie immer. Ich Ich konnte nicht mehr feststellen. Wenn Sie sich mit Ihrer Familie. Du bist belastbar Mutter Schon als kleines Kind warst du Du bist jähzornig. und habe es gleich bei der nächsten Polizeidienststeile abgegeben. Sabine (Kollegin) Du bist hilfsbereit. als ich dir den Lutscher gekauft habe. Als mein Computer dauernd abstürzte und mir die eingegebenen Daten verloren gingen.

Es gibt jede Menge Persönlichkeits. Am meisten vertrauen wir dabei den „unbestechlichen“ Tests. auf die Unterstützung Ihrer Kollegen. Jede Variante hat etwas für sich! Persönlichkeits. was Ihnen in einem Job passieren kann? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit in Prozent.und Eignungstests Der Markt hierfür boomt. sich Unterstützung zu holen..→ Werden manche Ihrer Fähigkeiten und Eigenschaften öfters genannt? Zeichnen sich gewisse Schwerpunkte ab und wenn ja. Freunden und Bekannten geben lassen. auf eine geregelte 40Stunden-Woche.und Eignungstests. Sie können Ihr Profil mit einem Berater oder Coach erarbeiten. wer und wie wir wirklich sind. → Wovor haben Sie beruflich am meisten Angst? Was ist das Schlimmste. was würden Sie anders machen? Welche Auswirkungen hätte das auf Ihre Gegenwart und Zukunft? → Worauf würden Sie beruflich auf keinen Fall verzichten wollen? Auf Ihre Eigenständigkeit.. Zu konkreten Fragen können Sie sich Feedback von Familie. auf Führungsverantwortung. die allerdings auch nur so gut sind wie die Menschen. dass es wirklich eintritt? → Wenn Sie beruflich noch einmal von vorne anfangen könnten. die sie erarbeitet haben.? Trotzdem nicht ganz zufrieden mit der Inventur? Dann ist es Zeit. in der Sie sie unter Beweis gestellt haben. -42- . welche? → Was können Sie besser als all die anderen Menschen. die Sie kennen? Auf Ihrer Liste sollten mindestens 10 bis 20 Punkte stehen zusammen mit der Geschichte. denn wir wollen doch alle ganz genau wissen.

lassen Sie sich vorher die Wissenschaftlichkeit belegen.Wenn Sie sich einem solchen Test. kurz MBTI genannt. Kollegen. Es gibt zu viele verschiedene. also ob unser Glas immer halb voll oder halb leer ist. anstatt ihnen die -43- . Ich empfehle es gerne denjenigen meiner Klienten. wirklich unterziehen wollen. das gerade bei Karriereschritten und beruflicher Veränderung hilft. Ehrlichkeit ist angesagt! Sie wissen. das DISG® Persönlichkeitsprofil und das Eneagramm. um sie an dieser Stelle aufzuzählen. Manche Firmen setzten diese Tests bei der Stellenbesetzung ein. und sie alle haben Ihre finanzielle Investitio n als sinnvoll erachtet. die eine entpersonalisierte Sicht von außen wünschen. mehr oder weniger wirkungsvolle Tests. auf die Gefühle unserer Freunde Rücksicht zu nehmen.oder Eignungstest sollte Ihnen durch einen qualifizierten Berater oder akkreditierten Trainer erläutert werden. ob wir eher problem.und Kundensicht die für eine Position notwendigen Fähigkeiten und Eigenschaften analysieren. einem umfassenden Instrument zur beruflichen Schwerpunktsetzung. wie siehst du das?“ Was soll man sagen. wie das ist: Da bittet Sie ein Freund oder eine Freundin um Ihre Stellungnahme zu einer bestimmten Situation: „Sag mal. Jeder seriöse Persönlichkeits. Eine weitere Dimension ist die Untersuchung. deshalb seien nur die am weitesten verbreiteten genannt: der Myers-Briggs-Type-Indicator. den richtigen Weg zu finden. Zum einen kann man aus Arbeitgeber-. wie soll man sich verhalten? Niemand will seinen Freund verletzen oder gar die Freundschaft gefährden und so neigen wir eher dazu. um Missverständnissen oder Fehlinterpretationen vorzubeugen. Ich selbst bin akkreditierte Beraterin und Trainerin von Team Management Systems.oder lösungsorientiert handeln. der manchmal recht teuer sein kann. Zum anderen kann man für den Bewerber ein Profil seiner beruflichen Präferenzen und Fähigkeiten erstellen.

die er Ihnen beibringt. Je ähnlicher sich beide sind. zum Beispiel: mutig. wie oder wer Sie sind. Auf die berühmte Null für „Weiß nicht“ oder „Kann mich nicht entscheiden“ verzichten Sie auf dieser Liste ganz bewusst. auf der Sie das für Sie zutreffende ankreuzen. wenn Sie Ihre eigene mit den Listen anderer vergleichen. oder Ähnliches. aus dem man Rückschlüsse auf die eigene Selbstwahrnehmung und die Fremdwahrnehmung ziehen kann. bevor Sie andere um eine Stellungnahme bitten! Für diese Selbsteinschätzung schreiben Sie alle Adjektive (also Eigenschaftswörter). Berater und Coach Auf die Gefahr hin. Sie sollten mindestens 50 verschiedene Eigenschaften auflisten.2 = trifft überhaupt nicht auf mich zu. umso besser! Sollten Sie gravierende Unterschiede feststellen. Dann vergeben Sie folgende Skala. Zum Beispiel. denn Sie wollen ja wissen. der Trainer hat die Lösung. Ein Trainer ist jemand. Bezahlte Freunde: Trainer. um falschen Erwartungen vorzubeugen. Berater und Coach aufzeigen. Sie haben das Problem. welche Taste Sie wann am Computer drücken müssen.„harte Wahrheit“ zu sagen. Achten Sie auf die Übereinstimmungen und zählen Sie diese. pünktlich. . treu und so weiter. um etwas zu speichern. Deshalb meine Empfehlung: Befragen Sie sich zuallererst selbst. . der Ihnen beibringt.l trifft manchmal auf mich zu. Interessant ist es dann. wie etwas geht. die Ihnen einfallen. untereinander auf ein Blatt Papier. ehrlich. Bewerbungstrainings erschöpfen sich also in generellen -44- . dann ist es Zeit für „bezahlte Freunde“. werde ich zuerst die Unterschiede zwischen Trainer. + l = trifft weniger auf mich zu. vorsichtig. + 2 = trifft voll auf mich zu. Wo sind die meisten Übereinstimmungen? Wo die wenigsten? So ergibt sich ein Profil. in ein oberlehrerinnenhaftes Genre zu verfallen.

Schwächen auszumerzen. Ein Berater wird sich mit Ihrer Situation auseinander setzen. Eine gute Coaching-Seite im Internet ist www. Der Coach begleitet Sie ein Stück des Wegs. Der Begriff Coaching kommt aus dem Sport. das heißt. welcher Ansatz Ihnen mehr bringt. Stärken und Schwächen erarbeiten und daraus verschiedene Möglichkeiten für Ihre berufliche Zukunft ableiten (SollZustand). gewonnen hat Boris Becker jedoch selbst. und es gibt Coachs. der Ihren beruflichen Neuorientierungsprozess begleitet.de herzlich willkommen. aber er hat Boris Becker zum Sieg gecoacht. Dabei kommen standardisierte Lebensläufe und ordentliche Bewerbungsmappen heraus und Sie erhalten sicherlich nützliche Tipps für das generelle Vorgehen bei der Jobsuche und das Verhalten im Vorstellungsgespräch.) Was können Sie von Ihrem bezahlten Freund erwarten? Von einem Trainer vor allem Standardlösungen. und durch die Reflektion der gestellten Fragen finden Sie zu Ihren Lösungen. (Sie sind jedoch auch bei mir www. Stärken zu mobilisieren. Er wird mit Ihnen zusammen den jetzigen Stand betrachten (IstAnalyse). in welchem Anzug Sie sich am wohlsten fühlen oder welches Kostüm Ihnen am besten passt. Sie haben das Problem und wiederum ist der Berater der Experte für die Lösung. Er dient als Spiegel. Kenntnisse. er hat Boris Becker zum Gewinnen befähigt. Entscheiden Sie selbst.Ratschlägen. in dem Sie sich erkennen können. die Sie auf Ihre eigene Situation anpassen müssen. die helfen. Die Umsetzung der von der Qualifikation des Beraters abhängigen Lösungsalternativen bleibt Ihnen selbst überlassen. Ein guter Berater wird sich immer öfter auch als Coach verstehe n.cnconsult. Ein Berater liefert Ihnen Maßgeschneidertes. Ein Coach bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe und setzt -45- . das Inventar Ihrer Fähigkeiten.de. Es gibt Coachs. deshalb ein Beispiel aus diesem Bereich: Ion Tiriac hat nie Wimbledon gewonnen. wobei Sie entscheiden. die unterstützen.coaching. ohne Sie als Persönlichkeit zu berücksichtigen.

Um den Rahmen dieses Buches nicht zu sprengen. so besitzen Sie jetzt ein klares Bild von Ihren Eigenschaften.voraus. dass Sie an Ihrer Zukunft arbeiten. Doch wie schaffen Sie aus diesen vielen Puzzleteilen ein klares Bild von dem. was Sie sind und was Sie können. Und schon lugt die nächste Frage um die Ecke: Was fange ich damit an? Was fange ich mit all meinen Gaben an? Wie das Kind vor dem weihnachtlichen Gabentisch stehen Sie vor den vielen Erkenntnissen. so ist ein Coach oder Karriereberater bestimmt ein guter Partner für Sie. was sich da alles findet . Super. Stärken. wie zum Beispiel „Erfolg“. Am besten nehmen wir etwas Angenehmes.und Fremdeinschätzung. die nächsten Karriereschritte etc. wie zum Beispiel Selbst.manches wussten Sie noch nicht. vieles ist Ihnen altbekannt. Wenn Sie diese Inventur präzise und umfassend vorgenommen haben. Über folgende Fragen erarbeiten wir uns unser individuelles Erfolgsprofil: → Waren Sie schon einmal erfolgreich? → Wie sah das aus? Führen Sie sich die Situation(en) vor Augen und schreiben Sie die dazugehörige Geschichte -46- . was Sie beruflich leisten können.und Schwächenprofil. Ihren Fähigkeiten und dessen. was Sie beruflich wirklich wollen? Wo haben Sie sich erfolgreich profiliert? Wie beim Puzzlespiel fangen wir einfach mit irgendeinem Teilchen an. lassen Sie uns zurückkehren zum Inventar dessen. ich selbst“ gewonnen haben. die Sie während Ihrer Inventur über das „unbekannte Wesen.. denn es ist Ihre Zukunft! Wenn Sie an bestimmten beruflichen oder persönlichkeitsbezogenen Themen arbeiten wollen.

→ Geht es Ihnen bei Erfolg eher darum. für Ihre Taten bewundert zu werden? Welche Taten haben Sie vollbracht. Genießen Sie die Situation(en) noch einmal mit allen Sinnen! Schön. schreiben Sie auf. welche Einsatztrupps leiten. woran Sie persönlich feststellen. oder das Prestige wie die Mitgliedschaft in einem teuren Golfclub? Wenn dem so ist. wieder so konkret wie möglich. erfolgreich zu sein? Lassen Sie die Gefühle aufsteigen. wie Sie Erfolg definieren. noch mehr Klarheit über Ihren eigenen Erfolgsfaktor zu gewinnen. Vielleicht spüren Sie ein Prickeln auf der Haut oder es überfließt Sie ein wohliger Schauer. die Ihnen helfen. forschen Sie weiter. → Wie hat es sich angefühlt. wie sich Erfolg anfühlt. wenn Sie erfolgreich sind. Erfinden Sie Fragen. und machen sich hierzu eine Liste. wie viel davon brauchen Sie. schildern Sie den Schmuck. nicht wahr? Wieder in den rationalen Kopf zurückgekehrt. um in Ihren Augen erfolgreich zu sein? Was würden Sie mit dem Geld machen? → Bedeutet Erfolg für Sie teure Statussymbole wie ein großes Auto. welches Auto Sie dann besitzen. den Sie tragen werden.so konkret wie möglich auf. wo's langgeht? Welchen Vorstandssessel werden Sie innehaben. Fragen für diese Erfolgsdefinition können sein: → Ist es das Geld. wenn Sie Erfolg haben? Wissen Sie jetzt. anderen sagen zu können. Wenn Sie ihn erkannt haben. fragen Sie sich. die Sie damals hatten. welche Armee befehligen. wie sind Sie bewundert worden? → Oder lieben Sie es. das Ihnen wichtig ist? Wenn ja. beantworten Sie bitte noch folgende -47- . wertvoller Schmuck. dass Sie auf der Erfolgsleiter ganz oben stehen? Wenn nicht.

den Sie für Ihren Erfolg zahlen müssen. fragen Sie anders herum: Was wollen Sie auf keinen Fall? Machen Sie eine Stoffsammlung. Alles hat seinen Preis! Dieses Puzzleteil ist leider weniger angenehm. die wir nicht ansparen und später nutzen können. dass Sie Ihre letzte Zeit damit verbringen? Was strebt nach Realisierung? Sie glauben. Die meiste Zeit unseres wachen Lebens verbringen wir in der Arbeit. Was würden Sie in dieser Zeit noch erleben wollen? Was ist Ihnen so wichtig. womit Sie beruflich den Großteil Ihrer Lebenszeit verbringen wollen. Das heißt. wie viel wir davon noch vor uns haben. den Sie für den finanziellen Gewinn bezahlen müssen. Ihr Arzt würde Ihnen sagen. dass Sie nur noch sechs Monate zu leben hätten. auf welcher Sprosse Ihrer Erfolgsleiter stehen Sie jetzt? Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein. was Sie gerne tun. denn es heißt „Bezahlen“. Lebenszeit. dass Sie die oberste erreichen? Lebenszeit planen Mit den aus dieser Übung gewonnenen Erkenntnissen gehen wir weiter zum nächsten Puzzleteil. genau wie beim Inventar. Der Umkehrschluss -48- . dass Sie noch mehr Zeit im Job verbringen als bisher und auf einen Teil Ihres Privatlebens verzichten müssen. was wollen Sie wirklich? Wenn Sie sich darauf noch keine Antwort geben können. Jetzt geht es um den Preis. das hat nichts mit Ihrem Job zu tun? Mitnichten! Denn nur das. Wenn Sie viel verdienen wollen. werden Sie auch langfristig gut machen! Also. auf dem steht „Lebenszeit“. auf die es keinen Kredit gibt und von der wir nicht wissen. Stellen Sie sich einmal vor.Fragen: Wenn die oberste Sprosse der Leiter die Nummer 10 ist und ganz unten die erste. bis sich herauskristallisiert. müssen Sie wahrscheinlich auch viel arbeiten. Das wäre der Preis.

wussten Sie. die Ihnen die besten Entwicklungschancen verspricht. Es heißt: „Was biete ich dem Unternehmen?“ Das sind zum einen Ihre beruflichen Fähigkeiten und Kenntnisse. bedeutet das lebenslanges Lernen und immer wieder neue Herausforderungen. den Sie hier bezahlen. werden Sie sich einen Job suchen. dass vor allem Männer.ist. Da wir alle zur Bescheidenheit (v)erzogen sind. fällt uns das „Marketing in eigener Sache“ nicht gerade leicht. Wenn Sie sich für Karriere pur entscheiden. Dafür kann es aber sein. Wenn Sie dabei vergessen. den Sie dafür zahlen. wenn Sie viel Zeit mit Ihrer Familie verbringen wollen und Wert auf ein ausgeprägtes Privatleben legen. bei dem Sie weniger Zeit investieren müssen. kann der Preis. wie Ihre eigene Kosten-NutzenRechnung aussieht. und sind bereit für das letzte Puzzleteilchen. sondern vor allem durch eine signifikante Erweiterung ihrer „Soft Skills“. angeben. zum anderen die aus Ihrem Persönlichkeitsinventar abgeleiteten Stärken. für die Sie dann auch da sind. Wenn Sie Kinder haben wollen. -49- . Übrigens. zum Beispiel die vorher erwähnten bezahlten Freunde. Kind und Karriere sind heutzutage durchaus vereinbar und immer mehr Arbeitgeber entwickeln entsprechende Programme. Bei Frauen auf der Karriereleiter stellt sich die Frage nach Kindern. sich physisch und psychisch fit zu halten. werden Sie Ihren Arbeitgeber nach bestimmten Arbeitszeitmodellen auswählen. Es kann daher sinnvoll sein. die in Erziehungsurlaub gehen. um ihre weiblichen Angestellten zu halten. denen Sie sich stellen müssen. bei diesem Punkt unbeteiligte Außenstehende. dass sie davon sehr profitiert haben? Nicht allein durch die bessere Bindung zu ihren Kindern. anstatt zu der Firma zu gehen. Sie wissen jetzt. Das ist der Preis. dass Sie finanzielle Einbußen in Kauf nehmen. sehr hoch sein! Was bieten Sie einem Unternehmen? Ich denke.

Betrachten Sie noch einmal kritisch die Liste mit den 10 Dingen. um ein möglichst umfassendes Bild von dem zu erhalten. Sind Sie von sich und Ihren Leistungen genügend überzeugt. das Engagement. auf der Ihre persönlichen Erfolgsfaktoren sichtbar werden: -50- . Dazu gehören die Beharrlichkeit. Selbstständigkeit und Selbstkontrolle sowie Stolz auf die eigene Leistung sind weitere Facetten. das. die es braucht. Wichtig ist Ihre persönliche Leistungsmotivation. was Sie als Mitarbeiter für ein Unternehmen interessant machen kann. Was hindert Sie daran und wie können Sie dieses Hindernis überwinden? Wenn Sie möchten. Wie sicher sind Sie sich Ihrer menschlichen und beruflichen Stärken? 3. welche Stärken Ihnen immer wieder attestiert wurden. Gesunder Optimismus. was man tut. Wo sehen Sie Entwicklungspotenzial? 4. Flexibilität und eine gewisse Furchtlosigkeit. Fehler zu machen. Beantworten Sie allein oder mit Ihren (bezahlten) Freunden folgende Fragen ganz ehrlich: 1. um andere anzuleiten. können Sie sich eine Tabelle anlegen. die Dominanz. Nehmen Sie sich Ihre Arbeitszeugnisse zur Hand und sehen Sie nach. Fügen Sie die in Ihren Zeugnissen genannten Stärken hinzu. der beide Kriterien erfüllt. Stehen Sie wirklich hinter jedem Punkt? Ist jeder auf dem Arbeitsmarkt zu verwerten? Wenn nicht. die Sie besser können als andere. Womit hatten Sie Schwierigkeiten und wie haben Sie sie gemeistert? 2.hinzuzuziehen. um gezielt auf Jobsuche zu gehen? 5. gut zu tun. nehmen Sie ihn heraus und schreiben Sie einen neuen Punkt auf. die Ihre Bestandsaufnahme enthalten sollte. um daraus zu lernen. zielgerichtet und ausdauernd vorzugehen.

100 000 Euro im Jahr zu verdienen Englisch verhandlungssicher Kann ich es erreichen? Wenn ja. tue...Meine persönlichen Erfolgsfaktoren Beruflicher Erfolg bedeutet für Dafür ist nötig... dass ich Folgendes mich. Welchen Preis muss ich dafür mit welcher Wahrscheinlichkeit? zahlen? (in % ) Was gebe ich auf? 100 % 4 Monate Intensivkurs abends -51- . lerne.

und wissen. worauf es für Sie ankommt. Das Ziel . dass Sie als ersten Schritt eine Stellenanzeige für Ihren Wunschjob entwerfen. kommt später. nach vielen Irrwegen oder gar nicht ans Ziel. die Routenplanung für die Reise zum neuen Job in Angriff zu nehmen. wie wir unser Ziel am besten erreichen. was für uns in der Arbeit und im Leben wichtig ist und an welchen Dingen wir unseren Erfolg messen. und zwar so: -52- .ein neuer Job! Wie soll Ihr neuer Job aussehen? Sie haben erarbeitet. (Johann Wolfgang von Goethe) In den Kapiteln 3 und 4 haben wir uns vor allem mit der Bestandsaufnahme dessen beschäftigt.“ Nun bilden wir im Umkehrschluss den Spruch: „Wer den Weg nicht kennt. wer wir sind und was wir bisher zuwege gebracht haben. Mit diesem Wissen im Gepäck ist es jetzt Zeit. und weniger schätzt. Was ist damit gemeint? Erinnern wir uns an das Zitat von Christian Morgenstern: „Wer das Ziel nicht kennt. und dann überlegen wir uns. wird den Weg nicht finden.5 Der Weg ist das Ziel oder umgekehrt? Ein großer Fehler: Dass man sich mehr dünkt. in diesem Fall den neuen Job. als man wert ist. Aber wie finden Sie den passenden Deckel zu Ihrem Topf? Mein Vorschlag ist. Wir haben die Erfahrungen der Vergangenheit Revue passieren lassen und daraus abgeleitet.“ Mit anderen Worten: Erst definieren wir das Ziel. was für Sie wichtig ist. als man ist.

habe. werden sie zu Störfaktoren. Wichtig ist. das wenig mit dem gemein hat. doch wenn Sie bei der Zieldefinition nicht absolut ehrlich mit sich selbst sind. Belastbarkeit in hektischen Situation... dass Ihnen nicht gleich alle Informationen einfallen. Dann ergänzen Sie die Überschriften mit Ihren eigenen Informationen. Ich kann mich mit folgenden Fähigkeiten einbringen: zum Beispiel analytisches Denkvermögen. meinen Hund mitbringen darf. anerkannt bin.. werden Sie ein Ziel verfolgen. Beziehen Sie die Informationen aus Ihrer Bestandsaufnahme mit ein. Klare Ziele können uns stark motivieren. die -53- .. Wenn zum Beispiel Terminsicherheit gefragt ist und Sie hierfür Unterstützungsbedarf angemeldet haben. dass Sie so präzise und konkret wie möglich formulieren und wirklich jede einzelne Aussage vertreten können! Stellenanzeige für (Ihr Name). Diese Äußerung mag Ihnen hart erscheinen. (Ihre Wunschposition) Ich wünsche mir einen Arbeitsplatz. an dem ich zum Beispiel gelobt werde. was Sie wirklich erreichen wollen und können. sie uns nicht bewusst machen. Sicherheit und Aufstiegschancen zum. Genauigkeit.. Sie können diese Arbeit auch unterbrechen und später fortsetzen. sie aufschieben oder verdrängen. auf welche Anforderungen und Versprechungen Sie beim Lesen einer echten Stellenanzeige achten sollten. sollten Sie sich für diese Position nicht bewerben. perfekte Spanischkenntnisse.Nehmen Sie ein weißes Blatt Papier und bereiten Sie es wie im Folgenden beschrieben vor. bei Übersetzungen aus dem Griechischen. Wenn wir uns einige Ziele jedoch nicht eingestehen. Sind Sie mit Ihrem Stellenangebot zufrieden? Sie sollten jetzt ein ziemlich genaues Bild davon haben. deshalb nehmen Sie sich Zeit dafür. viel Geld verdienen kann. Bei folgenden Punkten benötige ich Unterstützung: bei der Einhaltung von Terminen. bei der Nutzung von folgenden PC-Programmen. Organisationsvermögen.. zeitliche Freiräume habe. das Arbeitsklima stimmt. Es ist durchaus möglich. PCund Internet-Anwendungen...

Wenn Sie keine Ahnung von der deutschen Sprache haben. welche Ziele Sie in die Tat umsetzen. Sie sind der Meister des Spiels: Machen Sie sich also immer wieder bewusst. die Sie künftig immer wieder an die noch „offenen Baustellen“ in Ihrem Leben erinnert.wenn die Beziehung zwischen ihm und der Zielgruppe. welche Sie auf später vertagen und von welchen Sie Abstand nehmen wollen. also präzise und konkret formuliert. Gibt es so einen Störfaktor in Ihrer Zieldefinition? Ihr Produkt kann noch so gut sein . Sie können sich ja von denen. werden Sie Ihr Produkt nur schwer verkaufen! Zieldefinition und Formulierung Wie soll ein Ziel aussehen? Es soll klar sein. für die es bestimmt ist. dass nur Sie entscheiden. dass Sie die Voraussetzungen dafür entweder bereits mitbringen oder innerhalb einer gegebenen Zeit schaffen können. dass es Ihre Ziele sind. dass Sie mit Leib und Seele hinter Ihren Zielen stehen. endgültig verabschieden! Sie können allerdings auch eine Liste mit Zielen anlegen. also zum Beispiel: „Am 1. entweder nach „Wichtigkeit oder zeitlichem Ablauf“.“ Es muss realistisch und erreichbar sein. Wenn Sie also als Wunschposition „Außendienstleiter“ angeben und es hassen. um als perfekt Deutsch sprechende und -54- . nicht wirklich stimmt. Das heißt. Unzufriedenheit und Missstimmungen sind das Resultat. Es ist überaus wichtig. Es muss messbar sein. werden Sie Ihre Mitarbeiter nie motivieren können. dass Sie sich Ihrer uneingestandenen Ziele bewusst werden. damit Ihr Ziel realisiert werden kann. September trete ich meinen neuen Job an.im Unterbewusstsein weiterarbeiten. die Sie für unerreichbar halten oder die aus heutiger Sicht für Sie nicht mehr wichtig sind. Ich halte es an dieser Stelle für sehr wichtig. werden Sie sicherlich länger als zwei Jahre studieren müssen. im Außendienst zu arbeiten.

Ist es für Ihre Frau zum Beispiel in Ordnung. noch in vollem Umfang nachkommen. → Wer kann mir helfen. den Sie für die Erreichung Ihres Ziels bezahlen müssen: Können Sie darauf verzichten. mein Ziel zu erreichen? → Wo kann ich mir Unterstützung holen? → Wer könnte jemand kennen. In diesem Beispiel könnten es Ihre Muttersprache oder Führungserfahrung sein. die für Sie wichtig sind. Ihre Kinder täglich zu sehen? Wollen Sie Ihre wöchentlichen Squashtermine wirklich aufgeben? Haben Sie nach diesem Arbeitstag wirklich noch die Kraft für Ihr soziales Engagement? Der krönende Abschluss der Zieldefinition ist die Frage: -55- . Sie verfügen über andere Fähigkeiten. wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben? Betrachten Sie auch den Preis. Einer der wichtigsten Faktoren jedoch ist. Oder aber Sie möchten innerhalb kurzer Zeit sehr viel Geld verdienen.schreibende Sekretärin einen Job im Vorstandssekretariat zu bekommen . wenn Sie so viel auf Dienstreisen sind. die für die Zielerreichung ebenso wichtig sind. Können Sie das in der von Ihnen angestrebten Position wirklich erreichen? Der Punkt „Machbarkeit“ hat viele Facetten und sollte von mehreren verschiedenen Standpunkten aus immer wieder überprüft werden. dass Sie sich höchstens am Wochenende und im Urlaub sehen? Können Sie Ihren privaten und gesellschaftlichen Verpflichtungen. der mir Empfehlungen geben kann? → In welchen Büchern oder Medien kann ich weitere notwendige Informationen finden? → Über welche Zusatzausbildung kann ich mir die gewünschte Qualifikation aneignen? Ihr Ziel sollte auch moralisch vertretbar und vor allem gesetzlich in Ordnung sein.es sei denn. dass Sie Ihr Ziel wirklich akzeptieren und Ihre Umwelt ebenfalls dazu steht.

dass Sie noch eine Zusatzausbildung brauchen. ohne Wenn und Aber. auch wenn sie nicht ganz Ihren Zielvorstellungen entspricht. In guten Mentaltrainings.oder? Wenn Sie jetzt Ihr Ziel klar. sich schnell wieder eine Arbeitsstelle zu suchen. Die Routenplanung erfordert einiges an Überlegung. Vielleicht haben Sie noch Lust. weil Sie erkannt haben. lernen Sie die Techniken dazu. Es kann durchaus sein. dass Sie aus finanziellen Gründen gezwungen sind. doch der Spaß am Fahren braucht seine Zeit. etwas Neues zum Anziehen? Ich bin sicher. Vor allem handelt es sich um Ihre Lebenszeit und die möchten Sie ja maximal nutzen und genießen. -56- . als Collage oder als Flussdiagramm. eine zusätzliche Lok für meine Modelleisenbahn. können Sie es noch visuell darstellen: als Bild. Ein anderer Weg führt über imposante Alpenpässe. präzise. dafür schnurrt unser Auto auch eintönig das Asphaltband der Autobahn entlang. die nicht teuer sein müssen. umweltverträglich und realisierbar formuliert haben. Die Routenplanung Viele Wege führen nach Rom! Sie sind alle unterschiedlich und ein jeder davon hat eine bestimmte Qualität: Die eine Route bringt uns sehr schnell hin. Genauso kann es möglich sein.Womit werde ich mich belohnen. um Ihrem beruflichen Ziel nahe zu kommen. also visualisieren. Ihre beruflichen Erfahrungen durch ein Praktikum zu ergänzen. Sie können sich Ihren neuen Job allerdings auch in allen Details ausmalen und ihn immer wieder vor Ihrem inneren Auge auftauchen lassen. dass Sie für diesen Punkt am wenigsten Unterstützung brauchen . dass Sie sich für eine langfristige Planung entscheiden. sondern eher mit einem Etappenziel gleichzusetzen ist. wenn ich mein Ziel erreicht habe? Ein romantisches Wochenende zu zweit.

an dem Sie Ihren Vertrag unterschrieben haben wollen. überprüfen Sie. vor allem wenn Sie sie zum ersten Mal machen. oder mit dem Starttermin im neuen Job. lade ich Sie zu folgender Übung ein. zu erreichen . aus. -57- . Wenn nicht. das zwischen heute und dem Ziel steht. Wenn alle „To do's“ eingetragen sind. was Sie zwischen den einzelnen Meilensteinen tun müssen. Der erste Meilenstein vor dem Ziel „1. Nehmen Sie ein weißes Blatt Papier. Sie kreieren also Ihre zukünftigen Aktionen von der Zukunft. was Sie sich dafür vorgenommen haben.also alles. der wiederum davor „Versand der Bewerbungsunterlagen“. damit es unvermeidbar wird. um das. dann ändern Sie sie entsprechend. dass Sie Ihr Ziel erreichen! Zugegeben. Dann bilden Sie so genannte Meilensteine. Den Endpunkt versehen Sie mit dem Datum. die Daten der Meilensteine zuerst mit Bleistift einzutragen und alle Aktionen . Sobald Sie einen Meilenstein erreicht haben. der davor „erfolgreiche Vorstellungsgespräche“. nämlich vom Datum Ihrer Zielerreichung. diese Planung ist etwas schwierig. bis wann Sie Ihr Ziel erreicht haben wollen. und zwar vom Ziel ausgehend. ob Ihre Meilensteine realistisch und pünktlich zu erreichen sind. Im Folgenden werden die ersten Meilensteine beispielhaft demonstriert. Die Meilensteine tragen ein bestimmtes Datum. ziehen Sie eine waagerechte Linie und beschriften Sie den Anfangspunkt mit dem heutigen Datum. passen Sie Ihr Blatt entsprechend an.vorher festzulegen. zum Beispiel mit dem Datum. Deshalb rate ich Ihnen. Überprüfen Sie bei jedem Meilenstein.bevor Sie den nächsten Schritt auf der Karriereleiter wagen? Wenn Sie diese Vorüberlegungen beendet haben. wo genau er stehen soll. Arbeitstag“ könnte zum Beispiel heißen „Vertragsunterschrift“.

Schritt -58- .1.Mein neuer Job: Vorstandsassistent .2. Schritt Mein neuer Job: Vorstandsassistent .

uns also -59- . weil wir unser Tagesziel nicht erreicht haben. innezuhalten und uns mit der Ursache auseinander zu setzen. in der ursprünglich geplanten Schnelligkeit auf der Route voranzukommen. Ich finde den Ausdruck „Schlagloch“ deshalb so passend. Schritt Die Schlaglöcher auf dem Weg Haben Sie Ihren ersten Meilenstein erreicht? Ja? Herzlichen Glückwunsch und vergessen Sie nicht. weil wir einen Schlag versetzt bekommen.3. der uns daran hindert. Dadurch sind wir gezwungen. Was ist passiert: Sind Sie krank geworden oder haben Sie sich zu viel vorgenommen? Oder hat Sie ein „Schlagloch“ aufgehalten? Als Schlaglöcher möchte ich die Vorkommnisse bezeichnen. dass „leichte Schläge auf den Hinterkopf“ durchaus das Denkvermögen anregen. Der Volksmund sagt ja.Mein neuer Job: Vorstandsassistent . die wir uns vorgenommen haben. Vielleicht fallen wir ja auch in ein „Loch“ und sind deprimiert. die andernorts als „Fallen“ oder „Hemmnisse“ beschrieben werden. sich auch wirklich zu belohnen! Sie haben es diesmal nicht geschafft? Schade.

was dieses Wesen bewegt und mächtig genug werden lässt. nicht erreichen. anstatt ihn unwirsch zu verscheuchen oder seine unrühmliche Existenz hinter dem Mäntelchen fadenscheiniger Entschuldigungen zu verbergen. sich mit Ihrem „inneren Schweinehund“ einmal zu unterhalten.dazu bringen. Ein äußerst hilfreicher Zeitgenosse. dass er mich mit großer Kraft immer von den Dingen abhält. haben wir es meistens mit unserem „inneren Schweinehund“ zu tun. Kommt Ihnen Folgendes bekannt vor? Sie wollen heute unbedingt noch etwas Dringendes im Büro fertig machen. um Ihnen immer wieder erfolgreich in die Quere zu kommen. Es ist höchst interessant. ob wir mit dem richtigen Fahrzeug unterwegs sind. die Sie sich für diesen Tag vorgenommen haben. was wir uns fest vorgenommen haben. Es wird 19:30 Uhr und Sie sind noch nicht fertig. Dies und das fällt Ihnen noch ein und plötzlich ist es 21:00 Uhr . Nehmen Sie sich die Zeit. Sie müssen Kollegen helfen und kommen nicht zu der Arbeit. hier im Klartext: Wenn wir etwas. vor denen ich mich sowieso drücken will. Den ganzen Tag klingelt das Telefon. Der innere Schweinehund .zu spät um die Arbeit jetzt noch in Angriff zu nehmen. eine bessere Route zu wählen oder uns zu fragen. Stellen Sie ihm Fragen wie: → Welche Absicht verfolgst du? → Warum tust du das? → Wovor willst du mich bewahren? → Woher nimmst du diese Kraft? -60- . Mein persönlicher Schweinehund zeichnet sich zum Beispiel dadurch aus. zielgerichtet und konsequent vorzugehen. herauszufinden. wenn man ihn einmal genau betrachtet.Freund oder Feind? Falls ich mich zu blumig ausgedrückt haben sollte. der uns daran hindert.

der uns in unserer Kinder.„Aus dir wird nie was“. Wenn wir alles. Diese bremsenden inneren Dialoge zeigen bestimmte Verhaltensmuster auf. „Der meint es bestimmt nicht so“. eines Bruders. Sie werden überrascht sein. die in unserer Kindheit und Jugend geprägt wurden. Reframing genannt. als zum Beispiel ein Lehrer uns bescheinigte „Du lernst es nie“ oder .→ Was brauchst du. also gehe ich erst gar nicht hin. wenn Sie dieses Powerpaket zu Ihrem Verbündeten anstatt zu Ihrem „besten Feind“ hätten! Vielleicht fällt Ihnen ja auch ein freundlicherer Name als Schweinehund ein. wäre uns die Kontrolle des Denkapparats mindestens genauso wichtig wie die unseres Gewichts.. um zufrieden zu sein? → Was kann ich für dich tun? Stellen Sie sich vor.. was dadurch a positiver n Energie freigesetzt wird.schlimmer noch . Urteile über eine Person oder deren Verhalten sagen ähnlich wie beim -61- .und Jugendzeit beurteilt hat. „Auf der Party wird sowieso keiner mit mir reden. was wir denken.“ und ihre Auswirkungen auf unser Befinden und unsere Motivation sind jedem von uns bekannt. „Pass auf. Von einem erfahrenen Coach oder NLP-Trainer (NLP = Neurolinguistische Programmierung) können Sie sich bei dieser Art der Konversation. Es kann auch die Stimme eines Elternteils sein. Der innere Dialog Schlaglöcher können auch durch unsere inneren Dialoge verursacht werden. an deinem Stuhl wird gesägt“. Verwandten oder von jemandem. wirkungsvoll unterstützen lassen. Unser Denken plappert pausenlos. Warnungen wie „Das kannst du nicht“. „Das haben wir schon immer so gemacht“. wie es wäre. denn es handelt sich schließlich um einen durchaus positiven Teil Ihres Selbst. diktieren würden und uns dann mit dem Geschriebenen auseinander setzen müssten.

→ Wessen Stimme können Sie erkennen? → Ist es Ihre fürsorgliche Mutter oder der rivalisierende Bruder? → Der strenge Vater oder der ziemlich spießige MatheLehrer? → Wer urteilt da über Sie? → Treffen diese Urteile heute noch zu? Wenn ja. Die Zeitfalle „Da lief mir die Zeit davon. Wir wissen allerdings auch alle. um diese bremsenden Schlaglöcher zu bewältigen. auf die er seinen eigenen Ärger. das für Sie nicht mehr zutrifft.Feedback sehr viel über die urteilende Person aus. Aber jetzt bestimme ich selbst. den Sie von jetzt an immer anwenden können. Mit dieser Geste haben Sie einen Anker gesetzt. so probieren Sie eine andere Möglichkeit. Wenn Ihnen diese Vorgehensweise widerstrebt. ihren Ratschlägen zu folgen. ist es okay. Wenn nicht. veranschaulichen Sie sich den Verursacher oder die Situation und wischen Sie es vom Revers. so ist es höchste Zeit für Sie. dass Zeit eine subjektive Qualität -62- . Davon sollten Sie sich schleunigst befreien! Hören Sie sich Ihre inneren Dialoge aufmerksam an. so verabschieden Sie es mit den (innerlich gesprochenen) Worten: „Ich danke dir.“ Und dann lassen Sie es los. als ich dich brauchte. und das geht so: Wenn Sie ein Urteil entdecken. seine tiefste Angst oder noch Schlimmeres projiziert. halten Sie kurz inne. die des „Ankerns“. seinen derzeitigen Frust. Hören Sie genau hin. Manchmal benutzt der Urteilende den Urteilsempfänger wie eine Leinwand. wer da mit Ihnen spricht. dass du da warst.“ Diesen Spruch kennt jeder. diese Urteile aufzuheben. Wann immer Sie einem hinderlichen Urteil in Ihrem Denken begegnen.

sie Ihren Anforderungen und Bedürfnissen entsprechend anzupassen. geben Sie nicht nach dem Motto „Alles oder nichts“ auf. Spaß haben oder eine interessante Arbeit tun. was Sie sich vorgeno mmen haben. Wenn Sie merken. Denken Sie daran: Die meisten Menschen sind geschmeichelt. wenn wir auf Prüfungsergebnisse oder unsere Liebste warten.hat: Manchmal empfinden wir eine Zeitspanne unerträglich lang. um zu erfahren. setzen Sie Prioritäten und überlegen Sie. ob wir Grund zum Feiern haben. Jeder von uns hat seine eigene Geschwindigkeit. alle Wenns und Abers abzuklären. die immer viele Informationen brauchen. mit der er Dinge erledigt und Entscheidungen trifft. Sie haben die Angewohnheit. Auch wenn Sie nicht alles. dass Sie ein Zeitproblem haben. alles von allen verschiedenen Seiten zu beleuchten. dass es sich um Ihre eigenen Zeitvorgaben handelt und Sie die Macht haben. bevor sie sich -63- . schaffen an einem Tag so viel wie andere in einer Woche und sind dabei noch entspannt und fröhlich. wohingegen unsere Uhr exakt die Minuten misst. Dann gibt es die Überlegten. Manche von uns sind flott unterwegs. vor allem wenn wir auf den Briefträger mit dem ersehnten Arbeitsvertrag warten oder wenn dieser den an uns adressierten Briefumschlag umständlich aus seiner Tasche nimmt und uns in ein belangloses Gespräch verwickelt. verfliegt die Zeit wie im Nu. wenn man sie um Hilfe bittet! Außerdem sollten Sie nie vergessen. in der dafür eingeplanten Zeit erledigen können. Das sind die Rennpferde unter den Menschen. Planen Sie genügend Zeitpuffer für die Aktivitäten ein. Wir sitzen wie auf Kohlen. Minuten erscheinen uns dann wie Stunden! Wenn wir uns jedoch rundum wohl fühlen. Das sind die Zeitgenossen. den Brief sofort zu öffnen. dass wir die Zeit subjektiv wahrnehmen. Das beweist uns. um eine Entscheidung zu treffen. die Sie sich für Ihre Jobsuche vorgenommen haben. ob und was Sie an wen delegieren könnten. das uns daran hindert.

Wichtig ist. Sind Sie auf der Zielgeraden? 7. dass Sie sich über Ihre persönliche Geschwindigkeit im Klaren sind und dementsprechend Ihre Route zum neuen Job planen. Haben Sie an Ihre Belohnungen gedacht? O O O O O O -64- . Kein Mensch würde von einem Rennpferd erwarten. Ihren Weg zu gehen. Haben Sie ausreichend Zeit für die Bewältigung schwieriger Wegstrecken eingeplant? 5.festlegen. so schnell oder langsam. Lassen Sie sich durch Schlaglöcher behindern? 6. Checkliste: Ziele definieren und erreichen ja O O O O nein O O O O 1. Passt Ihnen Ihr Ziel wie angegossen? 2. Ist es wirklich realistisch und erreichbar? 3. Beides muss es geben und beides ist okay. wie es für Sie angenehm und passend erscheint. Das sind die Schnecken unter uns. dass es sich in eine Schnecke verwandelt oder umgekehrt! Also nehmen Sie sich das Recht. Haben Sie die Route bis zur Zielerreichung festgelegt? 4.

nicht von außen ersetzt. festgelegt. Das Unternehmen wird aus finanziellen oder organisatorischen Gründen keine weiteren Mitarbeiter von außerhalb einstellen. sondern von innen „umgesetzt“ werden. Die dritte Variante des internen Stellenmarkts heißt „Einstellungsstopp“. also die Position. die das Unternehmen verlassen. dass viele Unternehmen über die „natürliche Fluktuation“ Personal abbauen. Aber immer wieder kann -65- . Nun geht es darum. dass Mitarbeiter. die Sie suchen. Außerdem kostet jeder Missgriff bei Personalauswahl und einstellung Unternehmen richtig Geld. Der andere Grund ist die Tatsache. Darunter versteht man. verdeutlicht Ihnen das Beispiel auf Seite 207 „Vom . ob aus Alters. Dass das nicht immer den Tatsachen entspricht.oder sonstigen Gründen. die „richtige Firma“ zu finden. Und der interne Stellenmarkt ist kaum zu unterschätzen. (Epikur von Samos) Sie haben Ihr Ziel.6 Blindbewerbungen können erfolgreich sein! Man darf das Schiff nicht an einen einzigen Anker und das Leben nicht an eine einzige Hoffnung binden. denn jede Vakanz wird zuerst im Unternehmen bekannt gemacht. denn oft findet sich über den internen Stellenmarkt im Unternehmen selbst schon die geeignete Besetzung. Seine eigenen Mitarbeiter glaubt man bereits zu kennen und deren Eignung leichter einschätzen zu können. Die wenigsten offenen Stellen werden in der Zeitung oder über Jobbörsen angeboten.hot job' zur Hotline“. bevor man außerhalb rekrutiert. sei es per Aushang auf dem schwarzen Brett oder über das Intranet. die einzelnen Schritte auf dem „Weg dorthin geplant. so dass sich Interessierte aus dem Unternehmen selbst bewerben können.

das heißt. dass sie überhaupt existieren! Dem Personalreferenten kann zum Beispiel jemand einfallen. Wenn gerade kein konkreter Bedarf besteht. bleiben Sie freundlich und verständnisvoll. Ein persönliches Gespräch. dem im überwiegenden Fall auch durchaus Taten folgen können. die Bewerbung jedoch interessant erscheint. alle sechs Monate unaufgefordert nachzufragen. Jede Firma sieht es als indirektes Kompliment an. bis eine passende Position frei wird. denn im Allgemeinen wissen Sie nicht. Im Prinzip können Sie sich immer und überall blind bewerben. wenn Sie einen Personalberater eingeschaltet haben (siehe Seite 85). von denen Sie gar nicht wussten. sondern „aus eigener Initiative“ bei einer Firma bewerben. Sie sind „blind“. -66- . die Unterlagen so lange behalten zu dürfen. Initiative zeigen . Ein freundliches und durchaus ernst gemeintes Angebot. oder er verweist an eine befreundete Firma. bitten die Unternehmen oft darum. der einen Mitarbeiter wie Sie brauchen könnte. ob eine für Sie passende Position frei ist. wenn gute Initiativbewerbungen eingehen. Es schadet nicht. auch wenn es nur am Telefon stattfindet. so handelt es sich um eine Initiativbewerbung. „Probieren geht über Studieren“ heißt hier die Devise. kann Türen öffnen.durchaus Bedarf bestehen. Gleiches gilt auch. was den Bedarf angeht. ein ganz bestimmtes Knowhow oder eine bestimmte Funktion von außen einzukaufen.sich unaufgefordert bewerben! Wenn Sie sich nicht auf ein Stellenangebot hin. Früher nannte man es auch „Blindbewerbung“. Falls der Personalreferent sich nicht gleich an Ihre Bewerbung erinnert.

2. ob Sie mit dem eigenen Auto fahren. wo Sie sich bewerben sollen? Das können Sie nicht wissen. 3. Software.oder Landkarte eintragen und eventuell bevorzugte Gegenden farbig markieren. Firmenwagen. Checkliste: Welche Firma kommt für mich in Frage? 1. Topfe. flexible Arbeitszeitmodelle → Jobsicherheit und betriebliche Altersvorsorge → Bezahlung. Karriere.. lockeres Betriebsklima → Internationa les Arbeitsumfeld einer Weltfirma → Persönliche Freiräume.Doch woher wissen Sie. wo Sie sich bewerben wollen! Das herauszufinden ist allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe. Wie lange soll mein Weg zur Arbeit maximal sein? Überlegen Sie sich dabei. denn wie eingangs erwähnt . vielleicht auch die Chance. Bei dieser Form der Bewerbung geht es einzig um die Frage. gesellschaftlicher Status → Eigener Kindergarten. im Ausland zu arbeiten → Gezielte Entwicklungsprogramme und -67- . vergünstigter Produkteinkauf. für die folgende Checkliste hilfreich sein kann.) → Ein informelles.und Teilzeitmodelle für berufstätige Mütter → Jobrotation. In weichem Umkreis meines Wohnorts sollte mein neuer Arbeitgeber liegen? Sie können diesen dann auf einer Orts. Was ist mir an meinem Arbeitgeber wichtig? Dass ich mich mit seinem Produkt identifizieren kann (wie Autos.auf diesem Auge sind Sie ja blind. öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder Mitfahrgelegenheiten bevorzugen..

Weiterbildungsmöglichkeiten → Flache Hierarchien, um Führungsverantwortung innerhalb kurzer Zeit zu übernehmen → Mehr „mitten im Geschehen“ zu sein, als nur am Schreibtisch zu sitzen → Wissenschaftlich zu arbeiten und zu forschen -› Persönlich für meine Leistungen anerkannt zu werden → In ein professionelles Team eingebunden zu sein → In kurzer Zeit viele; Aspekte eines Unternehmens kennen zu lernen 4. Welche Unternehmensgröße bevorzuge ich beziehungsweise welche ergibt sich aus meinen Antworten zu Frage 3? In einem Großunternehmen haben Sie vielleicht mehr (vermeintliche) Sicherheit, größere Entwicklungschancen, können schneller aufsteigen oder intern die Stelle wechseln. Das Betriebsklima kann jedoch eher funktional und unpersönlich sein. Bei einem kleinen Unternehmen ist zwar der „Kuschelfaktor“ größer, dafür aber die Bezahlung etwas mickriger. In mittelständischen Unternehmen wird manchmal patriarchalisch geführt, also die Firma wie eine große Familie mit einem Familienoberhaupt verstanden. Es kann aber auch sein, dass Sie hier schneller in spannende Projekte einbezogen werden, eigene Ideen verwirklichen können und Ihre Leistunge n als die Ihren anerkannt werden. Wenn Sie diese Fragen für sich beantwortet und mit Ihren Ergebnissen aus Ihrem Inventar abgeglichen haben, können Sie als ersten Schritt über Informationsdienste - zum Beispiel die Telekom, die örtliche Industrie- und Handelskammer oder professionelle Anbieter (wie zum Beispiel dem HoppenstedtVerlag) nach geeigneten Unternehmen recherchieren beziehungsweise recherchieren lassen. So erhalten Sie den
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korrekten Firmennamen, die Post- und Hausanschrift, die Telefonnummer der Zentrale und vielleicht auch Daten wie Unternehmensgröße, Anzahl der Niederlassungen und mehr, Tageszeitungen und die Regionalpresse sind auch eine ausgezeichnete Informationsquelle, ebenso wie das Internet. Unter www.branchendino.de ist eine gezielte Firme nsuche möglich und unter www.hotlinel.de gibt es die kostenlosen Servicerufnummern von 500 deutschen Unternehmen. Bei manchen Unternehmen gibt es sogar eine spezielle JoblineNummer für Arbeitsuchende... Als nächste Aktion sollten Sie sich einen aktuellen Geschäftsbericht der in Frage kommenden größeren Unternehmen besorgen. Das wird in der Regel der vom Vorjahr sein, er ist entweder bei der Pressestelle der Firmen, über die zuständige Industrie- und Handelskammer oder fallweise bei einer Bank zu bekommen. Manchmal haben ihn die Firmen auch auf ihre Homepage gestellt. Dort nachsehen lohnt sich allemal, auch bei Unternehmen, die keiner Publikationspflicht unterliegen. Im Geschäftsbericht finden Sie folgende Informationen: → Vision und Philosophie des Unternehmens → Übersicht über den Verlauf des BerichtsGeschäftsjahrs im Vergleich zum Vorjahr → Produkte und Produktbereiche → Organisationsstruktur und Unternehmensaufbau → Anzahl der Mitarbeiter im In- und Ausland, Entwicklung zum Vorjahr → Anzahl der Niederlassungen und/oder Tochterunternehmen mit Adresse und Telefonnummer sowie die Namen der Vorstandsund Aufsichtsratsmitglieder → Jahresabschluss und Bilanz mit Erläuterung(en)
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→ Ausblicke auf die künftige Geschäftsentwicklung Viele Unternehmen geben zusätzlich zum Geschäftsbericht einen Personalbericht heraus. Sie können ihn sich über die gleichen Kanäle besorgen. Einer der vorbildlichsten Personalberichte, die ich kenne, ist der von der Deutschen Telekom. Darin finden Sie spannende Aussagen wie: → Personalstrategie im Vergleich zur Unternehmensvision → Entwicklung der Mitarbeiterzahlen und angewandte Führungsleitbilder → Informationen zur Gleichstellung der Geschlechter → Personalentwicklung für Auszubildende, Mitarbeiter und Führungskräfte → Was von Mitarbeitern erwartet wird (oft ve rschlüsselt ausgedrückt!) → Modelle zur Mitarbeitermotivation und Altersvorsorge → Allgemeine Angaben zu eingeführten Bewertungsund Leistungssystemen → Vorschau auf das nächste Geschäftsjahr aus personeller Sicht Trotzdem werden diese verschiedenen Informationen längst nicht alle Ihre Fragen beantworten. Vor allem nicht die zu Unternehmensinterna wie Betriebsklima, Führungsverhalten, Entwicklungschancen und so weiter. Diese Informationen können Sie sich am besten über bei Ihrem Wunschunternehmen beschäftigte Freunde oder Bekannte besorgen. Doch achten Sie darauf, wer Ihnen was wie sagt, denn Objektivität ist nicht jedermanns Stärke! Fragen Sie gezielt vor allem nach der Unternehmenskultur wie man mit den Mitarbeitern umgeht - denn oft wird Management by Objectives (das heißt Management durch
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Zielvorgaben) mit Management by Moses (also Mitarbeiter in die Wüste schicken und dann beten) verwechselt. Das viel belächelte Management by Champignon (Kopf raus und ab) wird immer noch gerne in hierarchisch strukturierten und nach preußischem Vorbild geführten Unternehmen praktiziert. Fragen Sie auch nach der durchschnittlichen echten Wochenarbeitszeit und ob eine generelle 60-Stunden-Woche üblich ist. Ziehen Sie bei der Antwort durchaus ins Kalkül, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der viel arbeiten und Stress haben chic und wichtig sind. Was tun, wenn Sie niemanden kennen, der in Ihrem Wunschunternehmen arbeitet? Was tun, wenn das Unternehmen keinen Geschäfts- oder Personalbericht herausgibt und im Internet nichts zu finden ist? Anrufen, den Namen des Personalleiters erfragen und sich zu dessen Sekretariat durchstellen lassen. Die Zeiten sind zum Glück längst vorbei, als dort noch ein so genannter „Vorzimmer-Cerberus“ saß, dessen vordringlichste Aufgabe darin bestand, den Chef abzuschotten und am Telefon niemanden durchzustellen. Die meisten Mitarbeiter in den Personalbüros sind hilfsbereit und erstaunlich gut informiert. Schildern Sie ihnen Ihr Anliegen so präzise wie möglich, damit sie sich ein Bild machen können. Seien Sie freundlich und entgegenkommend. Wenn Sie merken, dass Sie ungelegen anrufen, fragen Sie, wann es besser passt. Probieren Sie es dann erneut oder bitten Sie um den Namen des zuständigen Personalsachbearbeiters oder -referenten und rufen Sie diese Person an. Nehmen Sie die Informationen, die Sie erhalten, durchaus ernst, aber lassen Sie sich nicht abwimmeln. Schließlich geht es um Ihren zukünftigen Arbeitsplatz! Es kann sich durchaus lohnen, zu fragen, ob es die Möglichkeit eines „Schnuppertages“, Praktikums, Volontariats oder einen Tag der Offenen Tür gibt, um das Unternehmen von innen kennen zu lernen. Echtes Interesse an einer Firma ist
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siehe in den Kommentaren der Personalentscheider im Beispielteil. Und wenn Sie gut sind. ist das auch in Ordnung. welchen Job Sie dort haben möchten beziehungsweise welcher Bereich für Sie in Frage kommt und warum Sie für genau diese Firma arbeiten möchten. Überlegen Sie sich für jede Firma. dass ausgerechnet Sie dort arbeiten werden. wenn sie genau Sie einstellt.bisher immer positiv gesehen worden . werden diese nicht lange auf sich warten lassen. Diese Passage arbeiten Sie in Ihr allgemeines persönliches Anschreiben ein. Notieren Sie sich. für die Sie arbeiten wollen. mag es durchaus Sinn machen. Lesen Sie hierzu auch das Faílbeispiel auf Seite 198 „Übung macht den Meister“. Daraus muss klar ersichtlich sein. die Ihnen derzeit allerdings keine Ihren Erfahrungen und Fähigkeiten angemessene Position bieten kann. Die Masse macht's Wenn Sie der Meinung sind. Zu Initiativbewerbungen finden Sie reichlich Fallbeispiele in Kapitel 18: → Mit Charme überzeugen! → Das kann doch nicht Ihr Ernst sein! → Möbelverkauf zum Nulltarif -72- . um dann von innen Karrie reschritte zu machen. welchen Vorteil die jeweilige Firma davon hat. dass Ihnen das „GießkannenPrinzip“ eher liegt als der etwas steinigere Weg der individuell recherchierten Bewerbung. für die Sie gerne arbeiten würden. Versenden Sie Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen an alle auf Ihrer Liste befindlichen Firmen. → für welchen Job Sie sich interessieren → warum Sie sich bei dieser Firma bewerben → was die Firma davon hat. auf einer niedrigeren Stufe einzusteigen. Wenn Sie eine Firma gefunden haben.

der in meinem Wunschunternehmen arbeitet? 5. Wo bekomme ich die Informationen. das Sie der Firma machen. An welche Art der Ansprache habe ich noch nicht gedacht? Kreieren Sie Ihre eigene Strategie! -73- . Anschreiben und Mappe sind die Verpackung für das Angebot. Dieses Angebot soll so unwiderstehlich sein. den die Firma von Ihnen erhält. Wer kennt jemanden. die ich unbedingt brauche? 3. Welche Vorteile haben Initiativbewerbungen für mich? 2. Wer kann mir Insider-Informationen geben? 4. dass die Firma es einfach nicht ablehnen kann! Checkliste: Die entscheidenden Fragen 1. Es ist der erste Eindruck.→ Eine süße Bewerbung → Schneller als der Markt oder: Träume werden wahr! → Engineering by Video Bereiten Sie das persönliche Anschreiben und Ihre Bewerbungsmappe bei Initiativbewerbungen besonders gut und sorgfältig auf.

dass man wirklich nicht weiß. weil Karl. sich auf Stellenangebote in Tageszeitungen oder Fachpublikationen. Und so wird es auch nicht Sache eines jeden Bewerbers sein. was die Unternehmen sich wünschen. Autor vieler Fachbücher. -74- . Als wir uns damit beschäftigt en. dass Wunsch und Wirklichkeit doch heftig auseinander klaffen. offen auf andere zuzugehen.7 Stellenanzeigen und ihre Tücken Beide schaden sich selbst: der zu viel verspricht und der zu viel erwartet. Es wird ihm leichter fallen. Dozent an der Hanseatischen Akademie für Medien und Kommunikation sowie Inhaber der „prodomo JOB-BERATUNG“ in Hamburg. Vor allem deshalb. ob sie der Imagepflege des Unternehmens dienen sollen oder eher zur Abschreckung potenzieller Bewerber gedacht sind. (Gotthold Ephraim Lessing) Nicht jedem Menschen ist es gegeben. sich aus eigener Initiative „blind“ bei einem Unternehmen seiner Wahl zu bewerben. gleichermaßen informativ und hilfreich für Bewerber und Unternehmen. haben wir schon festgestellt. aber kaum die richtigen!“ Deshalb sei mir an dieser Stelle ein kle iner Exkurs über die Qualität von Stellenanzeigen gegönnt. Während meiner Recherchen zu diesem Buch hörte ich von den Unternehmen immer wieder: „Wir bekommen zwar viele Bewerbungen.Heinz List. in Jobbörsen im Internet oder auf sonstige Stellenausschreibungen zu bewerben. Manchmal sind Stellenanzeigen so formuliert. mich mit seinem umfangreichen Knowhow bei diesem diffizilen Thema unterstützt hat.

Darüber hinaus arbeiten Sie neue Mitarbeiter ein. Sie organisieren die Abläufe in der Abteilung und koordinieren den reibungslosen Informationsfluss sowie die Zusammenarbeit mit den angrenzenden Bereichen. Für unsere Zentrale in Wiesbaden suchen wir Sie zum 01. Im Alter zwischen 35 und 40 Jahren passen Sie am besten zu uns. werten Statistiken aus und pflegen unsere Verkaufsunterlagen.Für anspruchsvolle Kunden. Architekten und Objekteinrichter. Neben einer sehr guten Aligemeinbildung bringen Sie Berufspraxis mit. Eingebunden in die telefonische Auftragsannahme übernehmen Sie zusätzliche AssistenzFunktionen. Vor allem aber.02 oder früher als engagierte/n Mitarbeiterin für unsere Auftragsannahme/Beratung.. Macht Sie das an? Was würden Sie sich unter dieser Position vorstellen: Eine Führungsaufgabe oder eher einen „Mädchenfüralles“-Job? Hat man hier das Niveau des anspruchsvollen Publikums auf die Stellenanforderung übertragen und entspricht es der Bedeutung der Position und der Bezahlung? Haben Sie schon einmal Steilenanzeigen gelesen. wes Geistes Kind dahinter steckt. Unsere Kunden sind anspruchsvolle Privathaushalte. wie „Wir suchen dringend Mitarbeiter! Bitte bewerben Sie sich bei Firma Hinz und Kunz.01.. ob man in einer solchen Umgebung wirklich arbeiten kann und möchte.und Parkeinrichtungen. Die niveauvolle und kundenorientierte Telefon-Kommunikation gehört ebenso zu Ihren Stärken wie die stilsichere Korrespondenz. -75- . Telefon 0123-456789“ oder noch besser „Hauswirtschafterin mit guten hauswirtschaftlichen Kenntnissen gesucht“? Da fragt man sich schon. Wir sind das führende Unternehmen für zeitlos schöne Garten.

Aussagen. und kann sich präzise. die einer abgespeckten Stellenbeschreibung ähneln. tolle Karrierechancen. wodurch sich diese Firma von all den anderen unterscheidet.und ehrlich! . → Was hat die Firma zu bieten? Super Gehalt. in seinem persönlichen Anschreiben profilieren.Stellenanzeigen. Je genauer die Stellenanzeige formuliert ist. die es Bewerbern leicht machen.. Führungsverantwortung. → Auf welche Art soll der Bewerber Kontakt aufnehmen? Es gibt Unternehmen.wie möglich bezeichnet werden und falls möglich in allgemein verständlicher Sprache. waren hier wünschenswert. desto qualifizierter sind die Bewerbungen. Das ist sehr partnerschaftlich gedacht und -76- . die beantworten. jedoch weniger bürokratisch formuliert sind.. Teamarbeit. die beim Unternehmen eingehen. Der Bewerber weiß. → Was wird vom Bewerber erwartet? Realistische Anforderungen. die händeringend qualifiziertes Personal suchen. indem sie neben der Adresse auch Ansprechpartner und Telefonnummer für Voranfragen nennen. ohne allgemeines Blablabla. die ihr Ziel erreichen Man muss den Unternehmen den Vorwurf machen: Die erforderliche Präzision bei der Formulierung von Stellenanzeigen beherrschen leider noch viel zu wenige. Sicherheit. Die Annonce sollte deshalb nach folgenden Kriterien aufgebaut werden: → Wer wird gesucht? Die zu besetzende Position sollte so präzise . worauf es der Firma ankommt.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen ein paar Beispiele vorstellen. telefonisch keine Auskünfte zu erteilen. Vergleichen Sie diese Anzeige mit folgendem Text: Buchhändler sind Leseratten! Sie auch? Wir bieten zum.. In unserem Team werden Sie sich wohl fühlen. mit den Ausbildungsschwerpunkten Vertrieb. Folgendes Inserat für einen Ausbildungsplatz fand sich in einer großen Tageszeitung: Ein Beruf. die es sich leisten. überlasse ich Ihrer Fantasie. dass wir mit modernsten Betriebsmitteln arbeiten. der Freude macht! Wir bieten Ihnen zum. Aber im -77- . ChiffreAnzeigen erscheinen mir ähnlich wie eine Peep-Show. EDV... Klar.immer noch Firmen. die mir dabei durch den Kopf gehen. Weiß der jetzige Stelleninhaber vielleicht noch nichts von seiner Kündigung oder dient die Anzeige nur der Marktforschung eines obskuren Unternehmens? Das sind die Gedanken. Was Sie als künftiger Mitarbeiter eines solchen Unternehmens davon zu halten haben. Bei Chiffre-Anzeigen drängt sich mir immer die Frage auf.. Foto.. Sie lieben Bücher. Buchhändler lesen viel. Werbung. Interessiert? Dann richten Sie Ihre Bewerbung (Lebenslauf. Buchhaltung. dass Sie sich mit gleicher Intensität kaufmännisches und buchhändlerisches Fachwissen aneignen wollen. Zeugnisse) bitte an. wobei wir erwarten..sollte der heutige Standard sein. Allerdings gibt es vor allem in traditionellen Branchen . einen Ausbildungsplatz als Buchhändler(in). denn der Bewerber legt einen beruflichen Striptease vor einem ihm unbekannten Unternehmen hin. einen Ausbildungsplatz zum/zur Buchhändler/in in einer bundesweit bekannten Fachbuchhandlung für Tiermedizin. warum sich der Stellenanbieter hinter einer Ziffernkombination verstecken muss.

den Beruf eines Buchhändlers zu erlernen? Wenn Sie kein Auszubildender mehr sind. sollten Sie sich ganz schnell bewerben bei. Buchhändler zu werden. sehen Sie sich diese überzeugende Anzeige einer Großbank an: Zur Verstärkung unseres Bereichs Organisation und EDV suchen wir eine/n Gruppenleiter/in Bank-/Betriebsorganisation. Reorganisationen und Prozessmanagement zählen zu Ihren besonderen Stärken. eigenverantwortliches Arbeiten. prodomo JOB-BERATUNG.Hauptberuf verkaufen sie Bücher. Sie haben Verhandlungsgeschick mit einem gesunden Maß an Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft. Falls die Position eine Herausforderung an Ihr Können bedeutet und Sie vor Ihrem nächsten Karriereschritt stehen. Ablaufuntersuchungen. in der Werbung. senden Sie bitte Ihre -78- . Durch die erfolgreiche Leitung von Projekten haben Sie auch unter Beweis gestellt. sondern Ihre erste richtige Führungsposition anstreben. persönliche und fachliche Kompetenz. Sie werden deshalb ausgebildet im Vertrieb. qualifizierte Mitarbeiter zu führen. Sie sind ein/e erfahrene/r Bankkaufmann/frau und verfügen über eine abgeschlossene Organisatorenausbildung. dass Sie in der Lage sind.. Aufgrund Ihrer umfassenden bankbetriebswirtschaftlichen Kenntnisse sind Sie in der Lage. Hamburg) Welcher Text motiviert Sie mehr. (Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Karl-Heinz List. Wollen Sie das alles lernen? Wenn Sie nichts auf der Welt davon abhalten kann. die wechselnden Aufgabenstellungen eines komplexen Bankbetriebes zu strukturieren. konzeptionell aufzuarbeiten und Ihre Arbeitsergebnisse sicher zu präsentieren. dass Sie zu den Profis in der Branche gehören. dann bieten wir Ihnen eine verantwortungsvolle Aufgabe» bei der Sie mit einem jungen. Wenn für Sie Ergebnisorientierung. leistungsfähigen Team unter Beweis stellen können. Teamfähigkeit und die Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung ebenso selbstverständlich sind wie selbstständiges.. EDV und in der Buchhaltung.

. wie man mit der DATEV umgeht. Nach jeder Anzeigenschaltung gehen bei den Unternehmen nicht nur die Anrufe potenzieller Bewerber ein. wissen. weil er überwiegend am Telefon hängt. Wenn Sie es lieber flott und lustig haben: Saftladen sucht Buchhalterin. Wir handeln mit allen Säften und Früchten dieser Welt. um sich Arbeit zu sparen. Personalberatungen .Freund oder Feind? Wenn Personalberatungsfirmen die Anzeigen für ihre Klienten schalten.. um ihren Service anzubieten. Personalve rmittlungen. auf deren Dienste das Unternehmen keinen Wert legt. dass man sich mit Begeisterung darauf stürzt. Außerdem steht die Beratung für die Beantwortung telefonischer Voranfragen zur Verfügung. Sie sollten ohne fremde Hilfe Äpfel von Birnen unterscheiden können. Schreiben Sie uns doch einfach. Sie sehen. Wenn Sie als Bewerber trotzdem Interesse an einem Stellenangebot haben.. um Nachfragen potenzieller Bewerber zu beantworten oder um Firmen abzuwimmeln.. sondern es melden sich alle Arten von Dienstleistern.vollständigen Bewerbungsunterlagen an. wie Zeitarbeitsfirmen. Und schon zur nächsten Ernte können Sie für halbe Tage dabei sein. so rufen Sie -79- . Von A wie Ananas bis Z wie Zitrone. Werbeagenturen. sich bereits mit Computern angefreundet haben und with English too. so kann das verschiedene Hintergründe haben: Die Firma überträgt der Personalberatung die Formulierung und Schaltung der Anzeige. auch angestaubte Bürojobs können so aufpoliert werden. Der zuständige Personalreferent kommt kaum noch zu seiner eigentlichen Arbeit. das wenig aussagekräftig ist.

bei schludrigen Unternehmen erhöhten Leidensdruck zu erzeugen. Für Sie als Bewerber hat es den Vorteil. dass Sie sich trotzdem bewerben (wollen). sollen sie einen Spezialisten einschalten. wenn ja. Es ist nicht Ihre Schuld. dass Sie sensible Details. wie das gebotene Gehalt und sonstige Leistungen. Dadurch sparen die Unternehmen viel Zeit und Geld. bevor Sie entscheiden. ohne gleich bei Ihrem potenziellen Arbeitgeber einen bestimmten Eindruck zu machen. dass Sie sicher nicht der Einzige sind. weil er das. Personalberatungen sind meistens auch für die Vorauswahl der Kandidaten zuständig und präsentieren die infrage kommenden Bewerber in der ersten Vorstellungsrunde. der Informationsbedarf hat. Es ist meiner Meinung nach absolut legitim. wenn man sich in diesem Unternehmen keine Zeit für eine gut formulierte Stellenanzeige nimmt. ehrliche und konkrete Stellenanzeigen aufzugeben. Und wenn sie es nicht können oder tun wollen. → Was genau umfasst der Tätigkeitsbereich? → Wo im Unternehmen ist die Position angesiedelt.nehmen Sie's bitte nicht persönlich. bis klar ist. wer ist Ihr Chef. der diese zugegebenermaßen schwierige Arbeit für sie übernimmt. was er Ihnen erzählt. worum es bei dem Stellenangebot wirklich geht. sind Ihnen Mitarbeiter unterstellt. ob Sie als Mitarbeiter infrage kommen. -80- . Wenn Ihr Telefonpartner genervt reagiert. bereits 50 Mal an diesem Tag erzählt hat . erfragen können. wie viele? → Welche fachlichen Kernqualifikationen sind für diese Position absolut notwendig? → Worauf legt das Unternehmen bei seinen Mitarbeitern besonderen Wert? Gehen Sie davon aus. Man kann Ihnen sogar dankbar sein. bis sie lernen. Ich halte es für absolut wichtig.die Firma oder den Personalberater bitte an und stellen Sie die bereits auf Seite 22 genannten vier Fragen. so lange nachzufragen.

das Geschäftsfeld Hausnotruf. die sie dem Unternehmen präsentieren. Budgetverantwortung. so halte ich das für eine gute Sache. darauf hinzuweisen. Wir wollen unsere Sozialstation. Der Personalberater ist im Allgemeinen beim Vorstellungsgespräch der Kandidaten anwesend. welche Mitarbeiter zu welchem Unternehmen passen (können). Zusammenfassung der genannten Teilbereiche. werden unsere ambulanten Dienste in einer gemeinnützigen GmbH neu strukturieren. Die Weitergabe Ihrer Unterlagen ¡st nur mit Ihrer expliziten Zustimmung erlaubt! Wenn Personalberater als Multiplikatoren für die Vermarktung eines Bewerbers fungieren. denn Berater werden an der Qualität der Kandidaten gemessen.a.. eine(n) Geschäftsführer (in) ambulante Dienste. Wenn dem Personalberater eine Bewerbung interessant erscheint und er sich als Personalmarketing-Spezialist versteht. Personalverantwortung für 150 Mitarbeiter.. der Kreisverband. und nehmen sich schon mal die Freiheit... die Seniorentagesstätte. so wird er von sich aus anbieten. Wir suchen zum. Hier noch ein besonders geglücktes Beispiel einer von einem Personalberater geschalteten Stellenanzeige: Wir. Aufgaben sind u. die für den ein oder anderen Bewerber hilfreich sein kann.Gute Personalberater haben einen feinen Instinkt dafür. eine Tatsache. gute Bewerber bei der Stange zu halten. die Tagespflegestätte und unsere betreute Seniorenwohnanlage unter einem Dach zusammenfassen. Ihre Bewerbung entweder an einen seiner anderen Kunden weiterzugeben oder aber bei Bedarf auf Sie zurückzukommen. den Mahlzeitendienst auf Rädern. -81- . die ambulanten Pflegedienste. Ausbau bestehender Geschäftsbereiche. dass man bei der Firma Schulze besser aufgehoben sei als bei Schmidt. mit vielfältigen Aufgaben im sozialen Bereich. und sind somit stark daran interessiert.

hier wird sowohl der Auftraggeber genannt. die sich hinter dieser Anzeige verbirgt. Integrationsvermögen. Sie sind ein -82- . eine außertarifliche Bezahlung mit Erfolgsbeteiligung und Freiraum für unternehmerisches Handeln. Sie haben erste Erfahrungen im Verkauf sammeln können. Führungserfahrung. Empathie. weil die gesetzlich vorgeschriebene Gleichstellung beider Geschlechter elegant ausgehebelt wurde. Wenn hier statt Personalberater nur „Agentur“ stünde. Der/Die Stelleninhaber(in) berichtet unmittelbar an die Geschäftsleitung. die lediglich Stellenanzeigen konzipiert. indem man auf die Erhöhung der Frauenquote im Führungsteam hinweist. Wenn Sie zu denen gehören. hat meine volle Anerkennung für den hier bewiesenen Mut! Wir sind ein mittelständisches Industrieunternehmen im Großraum Bodensee... Wir bieten: einen Dreijahresvertrag. Sie sprechen fließend Englisch. eigene Ideen. im Innen. Gestaltungswissen. Ihr Profil: Sie haben eine kaufmännische/betriebswirtschaftliche Ausbildung.. Die Firma. das innerhalb eines international tätigen Konzerns expandiert. Erfahrung im sozialen Bereich. Sie sehen. die gerne zu neuen Ufern aufbrechen sowie Konzepte entwickeln und umsetzen können.und Außendienst. könnte es sich um eine Werbeagentur handeln. Erfahrung in Marketing und Kommunikation.Wir erwarten: Studium der Betriebswirtschaft. Folgende Anzeige finde ich bemerkenswert. eine(n) Verkaufsbereichsleiter (in}. Italienischkenntnisse wären von Vorteil. dann schicken Sie Ihre schriftliche Bewerbung mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung an den von uns beauftragten Personalberater. Wir suchen zum.. als auch die Rolle des Personalberaters offen gelegt.

Mehr Informationen zu Stellenangeboten und wie man sie liest finden Sie im Literaturverzeichnis ab Seite 213. Umsatz. Strategie-.und Absatzplanung.. Wir wollen den Frauenanteil in unserem Führungsteam erhöhen und freuen uns über Bewerbungen von Frauen. Budgetverantwortung. Bitte schicken Sie Ihre schriftliche Bewerbung mit Angabe Ihres Gehaltswunsches an.. Ihre Aufgaben sind u. Sie besitzen Führungseigenschaften und verfolgen konsequent Ihre Ziele.a. -83- . Akquisition und Betreuung von Kunden/Handelsvertretern in Europa. Verantwortung für Auftragsabwicklung und Versand. Vertragsverhandlungen mit Key Accounts. Sie machen gerne längere Dienstreisen.Verkaufstalent und haben Spaß an Ihrer Arbeit.: Personalführung (4 Mitarbeiter).

8 Be-Werben am Telefon die Stimme macht's! Ich bin auf wundersame Weise nicht dafür verantwortlich. Positive sinnliche Wahrnehmung weckt Assoziationen. also Gedankenverknüpfungen. Wenn -84- . wie Sie mit Hindernissen umgehen: Zum Beispiel hat der Angerufene keine Zeit oder er ist abgelenkt und hört Ihnen nicht zu. den Sie bewusst steuern können! Mit telefonischen Anfragen lässt sich bei Blindbewerbungen bereits im Vorfeld abklären. Ein Duft oder Klang weckt bestimmte Vorstellungen oder Erinnerungen. Das wird beispielsweise bei Aromaund Musiktherapie bereits wirkungsvoll eingesetzt. (Humberto Maturana) Gerade am Telefon können Sie die Werbetrommel für sich als potenzieller Mitarbeiter wirkungsvoll rühren. was ich sage. sympathische Stimme wird mit einem ebensolchen Menschen assoziiert. Telefonische Bewerbungen setzen eine gute Vorbereitung voraus. Verschwenden Sie mehr (!) als einen Gedanken daran. oder aber er hat schlechte Laune. Aufgrund Ihrer Stimme und Ihres Telefonverhaltens bekommt Ihr Gesprächspartner einen ersten Eindruck von Ihnen. die für Sie interessant sind. Eine wohltönende. wie Sie sich am besten darstellen und was Sie sagen wollen. Vergessen Sie nicht. Sie sollten sich vorher überlegen. aber voll verantwortlich für das. ob es überhaupt Stellen gibt. Vor allem lassen sich zusätzliche Informationen über eine zu besetzende Position abfragen und ein erster Eindruck vom Unternehmen gewinnen. und ob eventuell gerade eine Neubesetzung ansteht. Personaler sind auch „nur“ Menschen und unterliegen individuellen Leistungskurven. was Sie hören.

à la „saved by the bell“. um den „rettenden Einfall“ zu bekommen. für die Sie sich bewerben 2. jetzt komm ich“-Gehabe.man gerade konzentriert bei der Arbeit ist. dann empfindet man jeden Anruf als brutale Störung..ist ein ausführlicher Gesprächsleitfaden. nennen Sie deutlich Ihren Namen und fragen Sie dann. -85- . Ein Muss . können zum Beispiel lauten: 1. Die wichtigsten Aussagen. Im Allgemeinen weiß der Anrufer selten. Bei Initiativbewerbungen: Was bin ich und für welche Position(en) interessiere ich mich? Bei Stellena usschreibungen: die Stelle. in welcher Situation sich der Angerufene befindet und ob sein Anruf eher als störend denn als angenehm empfunden wird. Wenn Sie jemanden ungebeten anrufen. der Ihnen hilft. das Telefon klingelt und einen aus den genialsten Gedankengängen reißt. Ihre gepresste oder vibrierende Stimme und deren Lage verraten Sie sofort! Ein etwas nervöser oder leicht gehemmter Kandidat ist den meisten Angerufenen allerdings lieber als ein nassforsches „Hoppla. Der „störende“ Anruf kann einem hier die Zeit verschaffen.. die Sie vor Bewerbungsanrufen parat haben müssen. die man braucht. Meine Qualifikation ist. Ihr Anliegen kurz und prägnant rüberzubringen. dass man ge rade in einem schwierigen Gespräch steckt und verzweifelt nach einem Ausweg sucht. ob Sie gerade stören. versuchen Sie das bitte nicht durch aufgesetzte Forschheit zu kaschieren.nicht nur für Unsichere .der Gesprächsleitfaden Eine gute Vorbereitung . Das ist das mindeste Gebot der Höflichkeit! Wenn Sie beim Telefonieren unsicher sind. Umgekehrt kann es aber auch sein.

denn die Haltung „Erst soll der Mitarbeiter zeigen. mahlt zuerst. 7. Welchen Nutzen könnte das Unternehmen davon haben. und dann reden wir übers Gehalt“ ist weit verbreitet. Im Allgemeinen wird diese Haltung akzeptiert. 5. werde ich zurückgerufen. oder will ich eruieren. ob es Sinn macht.. wenn es Sie einstellt? Sollten Sie das zum Zeitpunkt Ihres Anrufs noch nicht abschätzen können. zum Beispiel mit Ihrer Promotion. Wenn Sie aber ein bestimmtes Einkommen erzielen wollen oder müssen und von der Dotierung Ihre Bewerbung abhängig machen.. 6. Was will ich mit diesem Anruf erreichen? Will ich wissen. weil.? -86- . Wie ist das weitere Vorgehen? mUSS ich nochmals anrufen. ob eine ausgeschriebene Position für mich geeignet ist? 8. was er wert ist.. soll ich meine Bewerbungsmappe schicken. denn Sie wollen ja nur auf Ihre Bewerbung neugierig machen.. überlegen Sie sich. sagen Sie das im Gespräch am besten ganz offen. 4. was Sie besonders gut können und wodurch Sie sich von anderen unterscheiden. nicht mit dem Wechsel ins Gymnasium. Eine oder zwei knackige Aussagen genügen vollauf. Wie viel will ich verdienen? Diese Frage kann negativ bewertet werden. greift oft der Grundsatz: Wer zuerst kommt. meine Bewerbungsunterlagen blind einzuschicken.Bitte beginnen Sie mit der höchsten erreichten Qualifikation. Legen Sie sich Ihren Lebenslauf parat. Wann könnten Sie eine neue Stelle anfangen? Falls dringender Bedarf besteht. Ich interessiere mich für diese Position. 3. damit Sie für gezielte Fragen gewappnet sind.

2. Führen Sie niemals telefonische Bewerbungsgespräche. wie Sie ruhiger werden und sich Ihr Zwerchfell hebt und senkt. haben Sie Ihre optimale Stimmlage erreicht und können hoffentlich etwas -87- . Spüren Sie. machen Sie sich einen Gesprächsleitfaden wie oben beschrieben. folgender Tipp: Atmen Sie tief ein und aus und zählen Sie pro Atemzug langsam (!) einundzwanzig zweiundzwanzig. sich vom Telefon des derzeitigen Arbeitgebers aus bei einer anderen Firma zu bewerben. dass Sie gebeten werden wollen. Ihre Bewerbungsmappe zu schicken oder dass man Sie gleich zum Vorstellungsgespräch bittet.Mit Charme und Stil zum Ziel Erfolgreiche Anrufe setzen eine angenehme Telefonstimme. Der Anrufer hört nur Ihre Stimme und Sie müssen schnell auf unvorhergesehene Situationen reagieren können. deshalb setzen Sie sich vom Gros der Anrufer positiv ab. Malen Sie sich aus. In meinen Augen zeugt es von schlechtem Stil. wie ein positiver Gesprächsabschluss für Sie aussieht. Vom ersten guten Eindruck über „auf sich neugierig machen“ bis hin zum Sammeln von Informatio nen. Die Grundlagen der Telefon-Etikette sind leider nicht jedem Anrufer geläufig. Mit diesem mentalen Bild versetzen Sie sich in eine positive Grundhaltung. Um die Nervosität zu reduzieren und sich etwas zu entspannen. Überlegen Sie sich genau. was Sie mit Ihrem Anruf bezwecken wollen. eine gewisse Flexibilität im Gespräch und sanfte Beharrlichkeit voraus. Bevor Sie den Hörer in die Hand nehmen. anstatt kopflastig zu piepsen. wenn Sie gestört werden könnten. wenn Sie folgende Grundsätze befolgen: Die 10 Gebote der Telefon-Etikette 1. Wenn Ihre Stimme aus dem Bauch kommt. Es kann sein. mit der Sie dieses Telefonat führen. das Sie sich vorgenommen haben. also dass Sie das Resultat erreichen.

vereinbaren Sie entweder einen neuen Telefontermin oder schicken Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen per Post. Wenn Ihnen ein genauer Zeitpunkt genannt wird.. 4. Falls Sie mit Ihrem Anruf im Moment stören sollten. Wenn Sie nicht alle Informationen in diesem Gespräch bekommen können. denn Personalreferenten haben viele Besprechungen und sitzen selten stundenlang an ihrem Platz. wird der Anrufer selten unwirsch abgefertigt. Während Sie die Nummer wählen. um Ihr Anliegen zu besprechen. so ist es angebracht zu fragen. Störe ich gerade?“ „Wenn eine freundliche Stimme am Telefon ist. in welcher Situation der Angerufene gerade steckt. zu erkundigen. um zu erspüren. 3.. Mit diesem Lächeln in der Stimme empfangen Sie Ihren Telefonpartner und beginnen das Telefonat mit „Guten Tag. um mich über die inserierte Stelle eines. wenn ein Telefonat nicht gleich beim ersten oder zweiten Anlauf zustande kommt. diesen einzuhalten. Ich rufe an. Formulieren Sie Ihre Fragen knapp und präzise! Wie gesagt. Fahren Sie alle Antennen aus. so tun Sie das bitte -88- . Wenn Sie Ihre schriftliche Bewerbung einreichen sollen oder wollen.gelassener zum Hörer greifen. vergegenwärtigen Sie sich nochmals das Bild Ihrer Zielerreichung und lassen Sie dabei ein Lächeln zu.. wann Sie sich wieder melden können. 6. so versuchen Sie bitte. mein Name ist. 5. Diese Liste sollten Sie sich neben das Telefon legen und die Antworten gleich notieren. Deshalb haben Sie bitte Verständnis.. wenn Sie Ihre Fragen im Gesprächsleitfaden (siehe Seite 91) gesammelt und vorformuliert haben. 7. So verschwenden Sie keine Zeit mit unnötigen Fragen und wirken professionell. auch w enn er gerade eine große Störung verursacht. ist es am besten.

Wenn Sie mit der Telefonzentrale sprechen. denn Sekretärinnen sind gut darüber informiert. sich beim anderen nicht nur für die erhaltenen Informationen. nochmals zu einem bestimmten Zeitpunkt anzurufen. ob Sie sich auf dieses Gespräch beziehen könne n und welches Stichwort er Ihnen dafür vorschlägt. Was immer Sie versprechen. dass er bei der Vielzahl der eingehenden Anrufe sich nicht jedes Gespräch merken wird. Fragen Sie Ihren Gesprächspartner. Sollten Sie sich allerdings mit dem „Buchbinder-WanningerSyndrom“ konfrontiert sehen. Sie können sich mit ehrlicher Freundlichkeit in solchen Situation ein kleines „Hintertürchen“ offen halten und später wieder einmal anrufen. verbunden werden. 8. tun Sie das bitte höflich! Die Damen und Herren können Ihnen umso besser helfen. wenn es in Ihren Augen negativ verlaufen ist. halten Sie es auch! Ob man Sie bittet.prompt. -89- . Wenn Ihnen das nicht möglich ist. oder Ihnen ein Telefoninterview anbietet. Bedanken Sie sich auf jeden Fall für das Gespräch. worum es geht. was gerade in der Abteilung läuft. versuchen Sie sich an die Zeiten zu halten. so geben Sie rechtzeitig Bescheid und vereinbaren Sie einen neuen Termin. Den Namen des zuständigen Ansprechpartners lassen Sie sich bitte buchstabieren. Wenn Sie in einer Firma anrufen und den Namen des Ansprechpartners nicht kennen. fragen Sie am besten entweder direkt nach der Personalrekrutierung oder nach dem Sekretariat der Personalabteilung. dann zur übernächsten usw. also von einer Person zur nächsten. Sie sollte spätestens drei Tage nach dem Telefonat beim Adressaten eingehen. Gehen Sie davon aus. Außerdem gehört es sich. je besser sie wissen. auch und vor allem dann. sondern auch für seine Zeit zu bedanken. 10. 9. denn nichts ist so peinlich wie jemand mit falschem Namen anzusprechen.

müssen Sie sich fragen. Haben Sie al!e Störungen ausgeschlossen? O 5. Enthält Ihr Gesprächsleitfaden alles Notwendige? O 2. dass die rechte Hand nicht weiß. was die linke tut. ob Sie sich klar genug ausgedrückt haben oder ob es sich bei dem angerufenen Unternehmen so verhält. sich für die Betriebskommunikation oder Organisationsabteilung zu bewerben. Sind Sie positiv auf dieses Gespräch O eingestimmt? 4. In letzterem Fall könnte es sich durchaus lohnen. Kennen Sie alle Hindernisse. die auftauchen O können? 3. Reicht der Akku Ihres Handys oder das Guthaben O auf Ihrer Telefonkarte noch für ein langes Telefonat? nein O O O O O -90- . Checkliste: So sind Sie gut vorbereitet ja 1.

9 Das Internet . Angeblich befinden sich über 7. direkt mit infrage kommenden Bewerbern Kontakt aufzunehmen. Es heißt.und Organisationsentwicklung in Hamburg. von ihnen gefunden zu werden. wer etwas tut. Hochschulabsolventen bis zum Top-Manager tummelt sich fast jeder im Netz. dass die Rekrutierungskosten im Web um die Hälfte niedriger seien als die für den konventionellen Weg. Dieses „active sourcing“ genannte Vorgehen ist eine kostengünstige Art für Unternehmen. Inzwischen bieten zirka 200 bis 300 Internet-Stellenbörsen über 600 000 -91- . Diese Art der aktiven Ansprache wird von den Unternehmen zwar zunehmend genutzt.5 Millionen Lebensläufe im Netz. Vom Praktikanten. sagte Ingrid Turba. der jung. qualifiziert und global orientiert ist.eine heiße JobFundgrube? Erfolg hat nur. aber suchende Bewerber sollten sich nicht allein darauf verlassen. Ran an die Maus und an den (Job-)Speck Neben den Stellenangeboten auf den Homepages des jeweiligen infrage kommenden Unternehmens orientieren sich viele Bewerber erst einmal über die Jobbörsen. während er darauf wartet. Geschäftsführerin der CNT Gesellschaft für Personal. Man kann im Web aktiv sowohl nach dem passenden Job als auch nach dem qualifizierten Bewerber suchen. (Edison) „Kein anderes Medium bietet höhere Aktualität und größere Reaktionsgeschwindigkeit“.

Um einen Überblick zu gewinnen. wie aktuell die bereits vorhandenen Profile der Stellensuchenden sind und wie übersichtlich die Angebote präsentiert werden.ch (Berufsinformationen und -92- . IT.google.metacrawler.htm www. Jeder. der weiß.jobs. Soziales. teilweise branchenspezifisch aufgeführt .de www.de/hotlist.Multimedia.monster.de www.de sind viele Jobbörsen übersichtlich gelistet.de www. Kataloge sind beispielsweise www. Medizin. Sie finden dort auch Bewerbungstipps und verschiedene Zusatzinformationen rund um den Job. denn sie differieren zu sehr und ändern sich ständig.de und www.suchfibel.worldwideiobs. ob und was Sie investieren müssen.Jobs an..de www. sollten Sie zuerst Spezial bzw. Über die Qualität und ob/welche Kosten entstehen.. wird im Cyberspace fündig.klugsuchen. Ich kann Ihnen versprechen.de www.berufsberatung. wo er suchen muss.jobware. Achten Sie bei Ihrer Auswahl darauf.dinoonline.html www. Sie werden fette Beute machen! Metasuchmaschinen bzw. fm Folgenden finden Sie eine kleine Auswahl an Jobbörsen. Metasuchmaschinen anklicken und mit dem Suchbegriff „Jobbörsen“ reingehen.berufskarriere. kann an dieser Stelle nichts gesagt werden. Umwelt.de Unter www. Auslandsjobs: www.zeit.metager. Am besten erfragen Sie direkt bei der jeweiligen Jobbörse.de www.de/seiten/go60stelten.

de www.arbeitsamt.de IT: www.de Ingenieurwesen: www.de www. Branchen: Multimedia: www.com Medizin: www.de Soziales: www.it.medienjobs.infomed.dvjobs.de www.sozialmarketing.hightext.de www.stellenanzeigen.dvmarkt.multimedia.de www.socialwork.berufsstart.job.de www.stepstone.de www.de www.mamas.Lehrstellenangebote in der Schweiz) www.de www.jobpilot.socialservice.de www.austropersonal.com www.de www.de -93- .keinhandicap.de weiter.de Behinderten hilft www.com (für Österreich) Allgemein: www.medirent.ingenieurweb.

de Freie Mitarbeit: www.careerbase.gulp.unicum.de www. wobei sich manche Unternehmen durch eine tödliche „Alibi. lohnt es sich.de www.und Führungskräfte: www. dessen Qualitätsschwankungen durchaus mit den Bewegungen der Nasdaq zu vergleichen sind.de www.de www.almamater.www.de Hochschulabsolventen: www.karrieredirekt. dass Firmen ihre vakanten Stellen auf die eigene Homepage setzen.akademikeronline.quality.Homepage“ im Netz auszeichnen.de www.arbeitsrecht4free. Online-Date mit einer Firma? In der Blütezeit des E-Commerce und der Boomzeit der dot.de vorbeizusurfen.freelancer.de www. andere -94- .net www. bei www.freiberufler.aerzteblatt.oekotest.coms hat sich die Online-Bewerbung zu einem eigenständigen Rekrutierungswerkzeug entwickelt.com Wenn Sie Fragen zum Arbeitsrecht haben.oekonetzwerk.de www.businesschannel.de/job Fach. Es gehört inzwischen zum guten Ton.de Umwelt www.

einem elektronischen deutschlandweiten Firmenverzeichnis. wie man sie bei Siemens oder anderen Hightech und Mobilfunkunternehmen findet. mit bestechend kurzen Ladezeiten und direktem Link zum jeweiligen Stellenmarkt. Einige Unternehmen haben sogar Eignungs. Auch in diesem Medium wird großer Wert gelegt auf sprachlichen Ausdruck.de www. bevor er zum eigentlichen OnlineBewerbungsformular findet.de www.branchendino.de www. der auch ästhetischen Ansprüchen gerecht wird.de www.lycos.altavista. dem Einzelnen selbst überlassen. Eher störend sind aufwändige und -95- . denn die Testergebnisse können durchaus für den weiteren Berufsweg hilfreich sein. Deshalb sei ob und wie man weiterklickt. hat schon verloren. Wenn Sie die Firma Ihrer Wahl im Netz nicht auf Anhieb finden. Rekrutierungsspiele. lassen aufschlussreiche Auswertungen zu.de nach.web. Rechtschreibung und Personalisierung der Bewerbung.yahoo. dass er sich bei Online-Bewerbungen in einem lockeren Chatroom-Jargon ausdrücken könnte. genannt „Jobs“. sehen Sie unter www.fireball.und Persönlichkeitstests mit großem Spaßfaktor ins Netz gestellt.de Auch das Netz hat seine Regeln! Wer glaubt. Dadurch kann sich der potenzielle Bewerber vorstellen und qualifizieren. Sie können auch Suchmaschinen abfragen wie zum www.dagegen über einen wohl durchdachten Auftritt verfügen. die Personalfachleuten differenzierte Informationen über die Fähigkeiten und Persönlichkeit des Bewerbers vermitteln.

2. 5. so wandert sie ungelesen in -96- . Den Lebenslauf fügen Sie am besten als „Attachment“ an. . sprechen Sie ihn in der Anrede persönlich an.„geschraubte“ Formulierungen. denn Sie wissen nicht.oder Grammatikhilfe drüberlaufen lassen. Der Hinweis auf die eigene Homepage lohnt sich nur dann. was nur entfernt nach „Massendrucksache“ aussie ht. Sie sollten auf jeden Fall mindestens genauso viel Mühe investieren wie für eine Bewerbung auf normalem Weg. 3. Human Resources“.. wenn sich dort berufsspezifische Informationen finden. damit Ihre Bewerbung der entsprechenden Position zugeordnet werden kann. Stehen Sie mit der Orthographie auf Kriegsfuß. 6. Auf Spezialeffekte und witzige Formatierungen sollten Sie verzichten. Kann Ihre Bewerbung nicht geöffnet werden. 4. was sich unbedingt empfiehlt. Bitte beachten Sie: Alles. Sie sollten dazu ein gängiges Format wie zum Beispiel „. 7. kann man in den meisten E-Mail-Programmen die automatische Rechtschreib. denn nicht jedes Mailprogramm kann alles lesen..pdf“ verwenden. denn auf Fehlerfreiheit. Nennen sollten Sie auf jeden Fall Ihre Adresse. Füllen Sie die Betreffzeile der E -Mail aussagekräftig und eindeutig aus.txt“ oder „. Wenn der Name des Personalsachbearbeiters genannt wird. Telefonnummer und wann Sie am besten zu erreichen sind.rtf“. wird per Mausklick in den Papierkorb befördert. mit welchen Programmen der Adressat arbeitet. Ausdrucksform und konkreten Bezug auf das geschaltete Inserat wird sehr genau geachtet. Online -Knigge 1. also: „Sehr geehrter Herr Müller-Lüdenscheid“ statt „Hi.

von denen Sie Feedback möchten. direkt und auf den ersten -97- . Damit gehört diese Firma zu den Top 15 Prozent! In den meisten Fällen bestätigt ein so genannter Autoresponder den Eingang der Bewerbung. die belegen. 9. dass 35 Prozent aller OnlineBewerbungen ohne jegliche Resonanz bleiben. Es ist nicht alles Gold. Das Formular sollten Sie sich auf jeden Fall ausdrucken. nicht anzurufen. Wenn Job-Anzeigen auf ein Formular verlinken. Wenn Zeugnisse oder ein Foto erwünscht sind. so empfiehlt es sich. dass auf Online-Bewerbungen innerhalb von maximal 48 Stunden persönlich reagiert würde. sollten Sie sie probehalber erst an sich selbst schicken oder an Freunde. müssen Sie beides einscannen (lassen) und als Attachment anfügen. Achten Sie darauf. 10. statt eine eigene E -Mail zu schicken. Ihre Online-Bewerbung sollte nicht größer als ein Megabyte sein! Die Firewalls einiger Firmen beschränken manchmal die Größe von E-Mails und außerdem kostet das Laden der Mail viel Zeit. bevor Sie es versenden. Sie erfahren dadurch die Ladezeit Ihrer Bewerbung und können Form und Qualität gegenchecken lassen. Schlimmstenfalls war das aber auch alles. die Dateien als „.jpg“ abzuspeichern. Online-Bewerbungen sind schnell. 8. dieses Bewerbungsformular zu nutzen. damit sie nicht allzu groß werden. bittet um etwas Geduld und manchmal sogar darum. was man von seiner Bewerbung gehört hat! Es soll sogar Statistiken geben. was glänzt Ein Personalleiter eines beliebten Hightech-Arbeitgebers hat mir gesagt. 11.den elektronischen Papierkorb. Bevor Sie die E-Mail versenden.

Blick unkompliziert. ob Sie Ihre persönlichen Daten ins Internet stellen oder über ein offenes Netz versenden wollen. -98- . Überlegen Sie sich trotzdem.

Sie haben Ihre Bewerbungsmappe persönlich bei Ihrem potenziellen Arbeitgeber abgegeben. -99- . Es soll kurz und auf den Punkt formuliert sein. In Ihrem Anschreiben machen Sie einer bestimmten Firma das Angebot Ihrer Mitarbeit. und es soll alle wesentlichen Fakten über Sie als Bewerber enthalten. Deshalb: Neben dem Wohlfühlaspekt des Empfängers ist Ihr Anschreiben Ihre ganz persönliche Visitenkarte! Nach dem Umschlag ist dies das erste visuelle Zeichen. mir ist ein Brief.am besten ganz persönlich! Ein solcher Brief . das heißt den Bedarf des potenziellen Arbeitgebers. Ein Angebot muss Bedarf beim Käufer wecken. es sei denn. die für den potenziellen Arbeitgeber interessant sind beziehungsweise sein könnten. nämlich Sie persönlich kennen zu lernen.10 Das Anschreiben . das man von Ihnen erhält. viel wertvoller als ein bunt bebildertes Werbepamphlet. Sie und gerade Sie einzustellen! Ihr Schreiben soll Appetit machen auf mehr. der auf meine Bedürfnisse eingeht und mir ein klares Bild des Absenders vermittelt. damit das Lesen nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt.von solcher Hand! (Elizabeth Barrett) Hand aufs Herz: Bekommen Sie lieber persönliche Briefe oder Postwurfsendungen? Genau.

Sollte Letzteres auf Sie zutreffen.. der angibt. so legen Sie neben einem ansprechenden Foto ruhig ein allgemeines ärztliches Gesundheitszeugnis Ihrer Bewerbung bei.und Berufserfahrung hat mir gesagt. nicht nur weil es aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge sonst Personalprobleme gibt. auf den Putz haut. und obendrein noch vermessen behauptet: „Ich weiß gar nicht. wie Ihre Firma ohne mich bisher überlebt hat. seiner Meinung nach gibt es neben den normalen Bewerbungen noch drei andere Arten: → Die Kikeriki-Bewerbung Hier handelt es sich um den „Gockel auf dem Mist“. Die Bundesanstalt für Arbeit (BA) hat die Kampagne ‹50plus› im Internet unter www. das Unternehmen wird wahrscheinlich noch länger erfolgreich auf ihn verzichten. Bedenken Sie: Selbstbewusstsein -100- . Wenn die fachliche Qualifikation und der persönliche Anspruch mit den Erfordernissen des Unternehmens nicht übereinstimmen. → Die Pomp-Bewerbung Diese Bewerbung ist pompös gestaltet und sehr teuer aufgemacht . Die Zeiten für ältere Arbeitnehmer werden (zum Glück!) wieder besser. dass es nur so kracht. was das Zeug hält.mehr Schein als Sein ist hier der Fall.“ Nun. → Die Defekt-Bewerbung Dieser Bewerber hat einen so genannten Defekt: Entweder er hat eine Lücke im Lebenslauf.arbeitsamt.Es kräht der Gockel auf dem Mist ein jeder doch verschieden ist! Ein humorvoller und menschlicher Personalvorstand mit vielfältiger Lebens. einen Karriereknick in der Laufbahn oder ein gewisses Lebensalter erreicht.de/aeltere gestartet. ist diese Bewerbung wohl auch für den „Absage-Stapel“ bestimmt. er ist also ein Oldtimer..

auch wenn die fachliche Eignung noch so gut ist. Immer mehr wird Erfahrung der Dynamik vorgezogen. präzise und authentisch (also in persönlicher Sprache) abgefasst ist. das bei Bewerbungen mit größter Sicherheit aufmerksam gelesen wird. Mitarbeitern und Chefs vergeuden. dass geklonte. keine „stromlinienförmigen“ Mitarbeiter oder gar Fachidioten. dass junge Dynamiker meist mehr „operative Hektik“ verbreiten als konstruktive Veränderungen bewirken. -101- .bedeutet unter anderem auch. von Haus aus unter den Tisch fallen. die mitdenken und über den Tellerrand hinausblicken (können). zu seiner Erfahrung und zu seinem Alter zu stehen. ganz abgesehen. dass seine Firma echte Persönlichkeiten braucht. da man festgestellt hat. sprich einfach aus Büchern übernommene Musteranschreiben. Dieser Personalvorstand. die sich an Unternehmenszielen orientieren und ihre Energien nicht im Hickhack mit Kollegen. die sich selbst motivieren können. Immer wieder wurde mir in all meinen Recherche-Gesprächen die Wichtigkeit der schriftlichen Selbstdarstellung im Anschreiben genannt. Von Führungsqualitäten. der selbst im Alter von 55+ noch eine neue Aufgabe übernommen hat. die teilweise auch auf Lebenserfahrung beruhen. Menschen. Warum? Wie oben schon gesagt: Firmen wollen überwiegend Persönlichkeiten einstellen. Er ist der Meinung. Auch wenn mich jetzt alle Bewerbungsberater auf die Liste ihrer meistgehassten Personen setzen: Es ist offensichtlich wirklich so. die stolz auf ihre Arbeit sind. Worauf es beim persönlichen Anschreiben wirklich ankommt Das persönliche Anschreiben ist das Blatt Papier. Menschen. die sich ins Unternehmen einfügen lassen. sieht sich in jedem Fall alle die Bewerber an. deren Anschreiben locker.

denn außer einem großen Gähnen erreichen Sie damit nichts. für was auch immer. Alles Erkenntnisse. ist der Firma bekannt. die Sie bei der Inventur Ihrer Stärken herausgefunden haben.. Darauf sollten Sie besonders achten → Auf fehlerlose Rechtschreibung und ordentliche Darstellung: Um Tippfehler zu vermeiden. Teamleiter. und möchte mich für diese Stelle bewerben“ können Sie sich sparen.noch schlimmer Fettspritzer auf dem Papier sind unmöglich! → Stellen Sie Ihre Persönlichkeit vor: Schreiben Sie. Tippfehler. warum Sie sich bei genau dieser Firma für genau diese Position bewerben und was Sie von anderen Bewerbern unterscheidet. sonst werden Sie sie nicht gerne tun und auch nicht erfolgreich sein! → Schreiben Sie konkret. Generalist. ob Sie sich als Teammitglied. habe ich gelesen. Im -102- ... Arbeit muss Spaß machen. Schreiben Sie. besonders gut mit Zahlen umgehen können oder am liebsten Reklamationen behandeln. empfiehlt sich die Konsultation des guten alten Duden. lassen Sie am besten einen Profi darüber lesen oder die Korrekturhilfe Ihres PC-Schreibprogramms darüber laufen. was Ihnen wichtig ist und wofür Sie Ihre Energien am liebsten einsetzen. Anschieber. wer Sie sind. wo Sie sich unsicher sind. Daher sollte der Betreff lediglich lauten: Stellenangebot „Software-Entwickler/in“ Ihr Inserat in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom.Dass die Firma eine bestimmte Position zu besetzen hat und Sie sich für diese Position bewerben wollen. Den Einleitungssatz „In der FAZ vom. Ob Sie ein super Verkäufer sind. Radiermarkierungen oder . Da. Spezialist.. dass Sie eine Software-Entwicklerin suchen. definieren.

sondern auch hochinteressant zu wissen. Welcher Mitarbeiter. für dieses Unternehmen zu arbeiten? Eine Frage. dürfte Ihnen diese Aussage keine großen Schwierigkeiten bereiten. wer Ihre Mitbewerber sind. was ihm andere Unternehmen geboten haben. und so ist diese Aufgabe nur dadurch zu bewältigen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer befinden sich in einer sich gegenseitig bedingenden Situation und es ist nicht nur wichtig. denn ein Mitbewerber will vielleicht für das gleiche Unternehmen nur deshalb arbeiten. Jargon und Umgangssprache sind tabu. die Sie kennen.Allgemeinen wissen Sie nicht. → Drücken Sie sich allgemein verständlich und klar aus. beides kommt negativ an. die selten gestellt und noch weniger angesprochen wird. was der andere für sich herausholt. Verfallen Sie nicht in einen „geschwollenen“ Tonfall und floskelhaften Stil. Da Sie sich mit dem Inhalt der Stellenanzeige oder den Bedürfnissen des Unternehmens. Wenn ein Mitarbeiter stolz ist. für ein Unternehmen zu arbeiten. Gehen Sie ein auf (ungestellte) Fragen wie: Welche Vorteile hat die Firma davon. in dem schon sein Großvater gearbeitet hat. dass Sie dort arbeiten? Welches ist Ihr Beitrag zum Unternehmenserfolg? Was genau bringen Sie aufgrund Ihrer Persönlichkeit ein? Was haben Sie davon. was Sie bekommen. glauben Sie. → Überlegen Sie sich und formulieren Sie so genau wie möglich. wird das Unternehmen bei gleicher Leistung weniger kosten? -103- . bei dem Sie sich bewerben. so spart das dem Unternehmen unter Umständen eine Menge Geld. dass Sie das Ergebnis Ihres Inventars hinzuziehen. warum die Firma gerade Sie einstellen sollte. weil die Bonuszahlungen und der Firmenwagen eine Klasse über dem liegen. intensiv auseinander gesetzt haben. nämlich was Sie besser können als alle anderen Menschen.

Sie persönlich kennen zu lernen. wenn Sie sich für eine Position in der Marketingabteilung bewerben. im Anschreiben eine solche Formulierung stimmig anzuwenden..→ Machen Sie den Leser Ihres Anschreibens neugierig darauf. dass Sie alle in Ihrem Anschreiben aufgestellten Behauptungen im persönlichen Gespräch nicht nur halten. Wenn Sie sich für -104- . Sich geheimnisvoll zu geben und interessant zu machen ist hiermit nicht gemeint. dass Sie eine kompetente Bewertung des Unternehmens von außen abgeben können. Was immer einen besonders guten Eindruck macht. ist ein kurz und präzise formuliertes Anschreiben (eine Seite) und ein separates „Qualifikationsprofil“ in Form einer Tabelle. Wie Sie jemand auf sich neugierig machen können. sondern auch untermauern müssen! Der Bewerber als Berater Wenn Sie die Branche Ihres potenziellen Arbeitgebers so gut kennen. Zum Beispiel könnten Sie eine neue Marketingstrategie entwerfen und Ihrer Bewerbung beifügen. so werden Sie sich vielleicht als „der Bewerber als Berater“ positionieren.. Die Formulierung „Interessiert es Sie. Verwenden Sie eine 12er Schrift und teilen Sie das Blatt optisch ansprechend auf. wissen Sie am besten. wie ich ticke? Das würde ich Ihnen gerne persönlich darstellen“ wurde mir von einem multinationalen Unternehmen als Beispiel genannt. → Fassen Sie sich kurz! Eine DIN-A4-Seite sollte genügen. denken Sie doch mal an Ihr letztes Rendezvous. siehe Seite 120. Berücksichtigen Sie bitte. Wer sich traue. der sei einen Termin wert. war die Meinung.

verbindet sein SonyNotebook mit dem Nokia-Handy. dass Sie sich wirklich als kompetent erweisen und Ihr Vorschlag realisierbar ist. Wie man im Allgemeinen über Berater denkt. Vorausgesetzt. wie viele Schafe Sie haben. Ray-Ban-Sonnenbrille und einer YSLKrawatte steigt aus und fragt ihn: „Wenn ich errate. Cerutti-Schuhen. bekomme ich dann eins?“ Der Schäfer schaut den jungen Mann an. können Sie einen Vorschlag zur Optimierung der Corporate Identity beifügen oder eine neue pfiffige Werbekampagne kreieren. können Sie Verbesserungsvorschläge durchaus bereits in Ihre Bewerbung einflechten. der in einer einsamen Gegend seine Schafe hütete. Sie kennen die Sachlage innerhalb Ihrer neuen Firma ganz genau. mag Ihnen diese kleine Geschichte verdeutlichen: Es war einmal ein Schäfer. Geld zu sparen oder Ablä ufe zu rationalisieren oder zu beschleunigen. Der junge Mann parkt den Jeep. Diese Unterschiede machen neugierig! Heute mehr denn je wissen Firmen Mitarbeiter zu schätzen. scannt die Gegend mithilfe seines GPS-105- . die sich außer mit dem Logo auf ihrem Gehaltsscheck auch mit den Unternehmenszielen identifizieren und sich als ein wichtiger Teil des Unternehmens verstehen.PR-Arbeit interessieren. Bei Tätigkeiten in der Produktion oder Verwaltung mag es durchaus Möglichkeiten geben. Plötzlich tauchte in einer großen Staubwolke ein nagelneuer Cherokee Jeep auf und hielt direkt neben ihm. ein junger Mann in BrioniAnzug. Der Fahrer des Jeeps. man muss sie nur rechtzeitig erkennen. dann seine friedlich grasenden Schafe und sagt ruhig: „In Ordnung“. Diese Bewerber haben von vornherein einen Bonus ge genüber anderen Kandidaten. geht im Internet auf eine NASA-Seite. am besten schon anhand des persönlichen Anschreibens! Voraussetzung für ein Gelingen dieses beraterhaften Vorgehens ist allerdings.

Zweitens wollen Sie ein Schaf als Bezahlung haben dafür. dreht sich zu dem Schäfer um und sagt: „Sie haben hier exakt 1. Der junge Mann nimmt eins und lädt es in seinen Cherokee Jeep ein. und zwar die eines Joboptimierers: Sie lesen eine Stellenanzeige. Der Schäfer sagt: „Das ist richtig. und drittens haben Sie keine Ahnung von dem. der in dem Inserat nicht genannt ist. Suchen Sie sich ein Schaf aus“.“ Die Moral dieser Geschichte: Sollten Sie sich Ihres Sachverstandes nicht wirklich sicher sein. öffnet eine Oracle-Datenbank und 60 Excel.aber trotzdem. die Sie wirklich interessiert und für die Sie sich auch bewerben. wenn man den ein oder anderen Arbeitsbereich mit abdecken würde. geben Sie mir das Schaf dann zurück?“ Der junge Mann antwortet: „Klar. Hier steht es Ihnen durchaus frei. so empfiehlt es sich dringend. will der junge Mann wissen. etwas fehlt.“ „Das ist richtig. Ob im persönlichen Anschreiben oder bei der Positionierung als Berater: Zeigen Sie auf. was ich ohnehin schon weiß. denn Sie haben sich meinen Hund ausgesucht. bevor Sie sich blamieren. woher wissen Sie das?“. Der Schäfer schaut ihm zu und sagt: „Wenn ich Ihren Beruf errate. finden sie recht interessant formuliert . in Ihrem Anschreiben darauf Bezug zu nehmen und die optimale Position zu kreieren. von dem Vorgehen „Der Bewerber als Berater“ Abstand zu nehmen. dass Sie mir etwas sagen. „Sehr einfach“.586 Schafe“.Tabellen mit einer Unmenge Formeln. Die dargestellte Position könnte wesentlich interessanter sein. „erstens kommen Sie hierher. Schließlich druckt er einen 150seitigen Bericht auf seinem HightechMinidrucker aus. was ich mache. die ich in diesem Kapitel ansprechen möchte. Es gibt noch eine Variante. warum nicht. ja vielleicht sogar disqualifizieren und Ihre Bewerbung statt im Tor weit im Abseits landet.“ Der Schäfer sagt: „Sie sind ein Unternehmensberater. obwohl Sie niemand gerufen hat. sagt der Schäfer.Satellitennavigationssystems. dass Sie Lösungen -106- .

Adresse. was man alles mit Ihnen bewegen kann! Checkliste: Ein gelungenes Anschreiben ja 1. Kommt rüber. Telefonnummer und O E-Mail. Hält der Lebenslauf. Ist erkennbar. dass der Absender für die Position O geeignet ist? 5. die er für O den ersten Eindruck braucht. Macht es den Empfänger neugierig darauf.Adresse? 4.Findet der Empfänger alle Angaben. Ist der Brief original unterschrieben? O 9. was das Anschreiben O verspricht? nein O O O O O O O O O O -107- . Enthält es Name. den O Absender kennen zu lernen? 8. welchen Nutzen das Unternehmen O von diesen Mitarbeiter hätte? 7.entwickeln können und machen Sie deutlich. Sind Rechtschreibung und Grammatik Ihres O Anschreibens korrekt? 2. Sieht Ihr Anschreiben ansprechend aus? O 3. übersichtlich gegliedert auf einer DINA4-Seite? 6.. Gestaltet sich die Kontaktaufnahme einfach und O direkt? 10.

denn man wird Rückschlüsse auf Ihre Persönlichkeit und Professionalität daraus ziehen. Ihre Zeugnisse und Referenzen. ohne sich die Fingernägel zu ruinieren.11 Die Bewerbungsmappe Alles Große und Edle ist einfacher Art. bis die Unterlagen gelesen werden können? Wenn 50 bis 250 Bewerbungen auf dem Schreibtisch zur Bearbeitung liegen. Einfach und übersichtlich ist es. ist der Personalreferent um jede gesparte Sekunde froh! Dreiteilige Bewerbungsmappen. sind aber für den Empfänger nicht unbedingt praktisch. → Wie viele Deckel müssen umgeblättert werden. die aufgeklappt viel Platz beanspruchen. an den Lebenslauf und die Zeugnisse kommt. Dieses Outfit sollte ebenso sorgfältig ausgewählt werden wie Ihre Kleidung. für die ich mich bewerbe. → Lässt sich das Schriftgut übersichtlich präsentieren? Hier gilt das oben Gesagte ebenfalls. wenn Sie zwischen die einzelnen Abteilungen Trennblätter legen. wenn Sie zum Vorstellungstermin gehen. Darauf sollten Sie achten: → Ist die Mappe einfach zu öffnen? → Jeder Personalreferent ist dankbar. sind zwar hübsch und sehen professionell aus. → Ist die Mappe der Position. (Gottfried Keller) Die Bewerbungsmappe ist das „Outfit“ für Ihren Lebenslauf. wenn er. angemessen oder entsteht möglicherweise der Eindruck einer „Pomp-Bewerbung“? -108- .

auf den Sie Ihr Foto aufkleben können.Inhalt und Reihenfolge Das Anschreiben gehört nicht zum Inhalt der Bewerbungsmappe. Ich rate zu einer chronologischen Sortierung in absteigender Form (siehe oben). Die Reihenfolge der Abteilungen und Unterlagen sieht so aus: Der Original-Lebenslauf liegt ganz oben auf. Nicht jedes PC-KursTeilnahmezertifikat ist für die Position relevant. also die Zeugnisse Ihrer vorherigen Arbeitgeber. der Gesellenbrief oder der IHK-Abschluss. Der Inhalt der Bewerbungsmappe besteht aus einem OriginalLebenslauf. wobei das Zeugnis des letzten Arbeitgebers an oberster Stelle liegt. die Sie anstreben. Verschmierte Tinte. aus Fotokopien Ihrer Zeugnisse und Referenzen. Hier sollten Sie selektiv vorgehen. Gönnen Sie Ihrer Bewerbungsmappe ab und zu eine Schlankheitskur! Es sollten maximal 15 Seiten Anlagen sein. Die nächste Abteilung bilden die Ausund Weiterbildungszeugnisse. ein Foto mitzuschicken. sollte dies auf der ersten Seite zu sehen sein. wenngleich Sie im Lebenslauf alle Fortbildungsaktivitäten angegeben haben. also der Inhalt. -109- . Wenn Sie sich entscheiden. soll zudem übersichtlich präsentiert und in Abteilungen gegliedert sein. Toner oder gar Fettflecken sind einfach megamegaout! Das Schriftgut. Als nächste Abteilung kommen die Referenzen. Bitte achten Sie darauf. Wichtig sind auf jeden Fall das letzte Schulabschlusszeugnis beziehungsweise der Studienabschluss oder die Promotionsurkunde. dass Sie sauberes Papier verwenden. Alle früheren folgen in absteigender Chronologie (also vom neuesten zum ältesten) dahinter. Das Anschreiben ist der Begleitbrief für die Bewerbungsmappe und liegt immer außen.

Der Lebenslauf .aber nicht hemdsärmelig“! in Kapitel 18. Deshalb verwenden Sie bitte eine Schriftart mit Serifen. haben viele andere Autoren bereits geschildert. Übrigens arbeiten die Bildungsminister der EU an einem standardisierten Formular für tabellarische Lebensläufe. denn hier sind Arbeitsproben üblich. Dissertationen etc. andere wiederum können. siehe Literaturverzeichnis ab Seite 213. zu einer fristlosen Kündigung führen. Einige „Korrekturen“ sind erlaubt. überlegen Sie sich. handschriftliche Lebensläufe sind nur auf Verlange n abzugeben. Der tabellarische Lebenslauf hat sich überwiegend durchgesetzt. einen Lebenslauf zu schreiben. was mir aus Sicht der Unternehmen geschildert wurde und mir sinnvoll erschien. bitte nur auf ausdrücklichen Wunsch mitschicken.Eventuelle Arbeitsproben. Sie können auch die heute gängige Arial als Schriftart wählen. welche beruflich nutzbaren Erfahrungen Sie in dieser Zeit gemacht haben und versuchen Sie. Der Lebenslauf sollte leicht lesbar sein. dem so genannten Curriculum Vitae. -110- . Es wird auch selten so viel gelogen wie in Lebensläufen. wenn die Unwahrheit ans Licht kommt. die dem Auge helfen. Serifen sind die „Schwänzchen“ an den einzelnen Buchstaben. Ich möchte deshalb nur auf das eingehen. die Zeile zu halten. um den Unternehmen die Bewertung zu erleichtern. Zieroder Schreibschriften sind nicht angebracht. Wenn Ihre berufliche Vita Lücken aufweist. zu den Tatsachen zu stehen. Wie Lebensläufe zu schreiben sind.kurz und aussagekräftig Es gibt viele Varianten. wie zum Beispiel Times Roman. Die Ausnahme bilden journalistische und künstlerische Berufe. Über eine witzige Arbeitsprobe lesen Sie im Beispiel „Bewerbung im Hemd .

Beruflicher Werdegang. so nennen Sie Studiengang. Dann folgen die persönlichen Details wie Geburtstag. Darunter die Jahreszahl des Abschlusses oder von wann bis wann Sie dort ausgebildet oder tätig waren.und Meisterbrief. Familienstand. Hier nennen Sie den höchsten Abschluss. Fachoberschule oder Abitur.. Sprachkenntnisse. Sie können mit den besonderen Fähigkeiten und Kenntnissen (zum Beispiel Sprachen. Anschrift und Telefonnummer.. Die Praktika führen Sie gesondert auf. Monat und Jahr genügen im Allgemeinen. Anzahl der Kinder. Ausund Weiterbildung. Sonstiges. EDV. die Sie anstreben) Seite 2 und folgende als Fußzeile Ihren Namen. Gesellen.Schriftgrad 12) Name Adresse Telefonnummer E-Mail-Adresse (Seite l mitten auf dem Blatt Ihr Foto) (Seite l unter dem Foto . nennen Sie bitte Ihren Titel vor Ihrem Namen. Staatsangehörigkeit. Weiterbildung folgt als nächste Rubrik in -111- . Wenn Sie studiert haben. Wenn Sie Akademiker sind.) weitermachen oder gleich zur Schulbildung übergehen. Geburtsort. Wichtig ist noch der Schulabschluss wie Mittlere Reife. Die Rubrik sollte links stehen. Wehrdienst. zum Beispiel Schulbildung. Auf Seite 2 oben in größerer Schrift wird mittig das Wort „Lebenslauf“ geschrieben und etwas kleiner darunter Ihr voller Name. Praktika.Schriftgrad 16 oder ähnlich) Bewerbungsunterlagen für: (Nennen Sie die Position.Eine Variante der Gliederung des Lebenslaufs könnte so aussehen: (Seite l rechts oben oder mittig . Die berufliche Ausbildung wie IHK-Abschluss. Universität und Abschluss.

Ihren beruflichen Werdegang stellen Sie als Nächstes dar. Hier beginnen Sie mit Ihrem letzten Arbeitgeber. -112- .chronologischer Reihenfolge. Nennen Sie Firma. an erster Stelle lägen die leichte Lesbarkeit und die präzise Ausdrucksweise. den Grund für den Wechsel anzugeben. In den Interviews mit Personalreferenten wurde ich immer wieder gebeten.unterschrieben sein. so nennen Sie bitte Anzahl der geführten Mitarbeiter und wem Sie unterstellt waren. geben Sie die Projekte und Ihren Auftraggeber an. Stellen Sie heraus. Wenn Sie Führungsaufgaben wahrgenommen haben.am besten mit blauer Tinte . Firmensitz und Ihre Tätigkeitsbezeichnung. Seien Sie kundenfreundlich und passen Sie die Aussagen Ihres Lebenslaufs den Erfordernissen Ihrer angestrebten Position an. wie man einen Lebenslauf zu schreiben habe. Gehen Sie kurz (maximal fünf Zeilen) auf die wichtigsten Aspekte Ihrer Tätigkeit ein. Auf jeden Fall muss der Lebenslauf datiert und im Original . Es gibt die verschiedensten Varianten und Empfehlungen. Erfahrungen mit anderen Kulturen und Ländern besonders eingehen. Wenn Sie als freier Mitarbeiter gearbeitet haben. Das heißt. wenn Sie sich für eine Position im Export bewerben. welche Erfahrungen Sie für Ihre neue Position mitbringen. empfiehlt es sich. Ob der Lebenslauf nun zwei oder sechs Seiten habe. die wesentlichen Kenntnisse und Erfahrungen des Bewerbers schnell erfassen zu können. Deshalb wird auf Übersichtlichkeit der größte Wert gelegt. Wenn Sie einen Job mit Auslandseinsätzen anpeilen. so werden Sie auf Ihre Sprachkenntnisse. Wenn die Beschäftigungszeit sehr kurz war (unter zwei Jahren). die Sie für diese Position als wichtig erachten. Am Ende des Lebenslaufs können Sie Ihre persönlichen Interessensgebiete darlegen oder auf ehrenamtliche Tätigkeiten und Verbandszugehörigkeiten eingehen. sei zweitrangig. heben Sie in Ihrem Lebenslauf die Qualifikationen und Kenntnisse hervor. in diesem Buch darauf hinzuweisen. dass es wichtig sei.

Hier eine sehr kurze Lebenslaufvariante: -113- .

ein Sahnehäubchen Wenn Sie die Form des individualisierten tabellarischen Lebenslaufs wenig begeistert. so steht Ihnen die Möglichkeit -114- .Das Qualifikationsprofil .

Auch wenn ein Mitarbeiter nichts mit den Kunden des Unternehmens zu tun hat. so hat er doch im Innenverhältnis mit anderen Mitarbeitern zu arbeiten. Diese Seite sortieren Sie in der Bewerbungsmappe noch vor dem Lebenslauf ein. ob sich der Bewerber mit der Stellenanzeige wirklich auseinander gesetzt hat und wie er deren Inhalt interpretierte. wenn die Voraussetzungen des Bewerbers mit denen der Stelle übereinstimmen. die seine „internen Kunden“ sind. Dieses Profil bezieht sich auf die Position. Ihre Aussagen sollten sich exakt auf die ausgeschriebene Tätigkeit beziehen und auf einer Seite Platz haben. was der Betrachter in Ihrer Bewerbungsmappe sieht. Worin bestehen die Vorteile eines Qualifikationsprofils? Der Empfänger findet auf einem Blatt Papier übersichtlich alles dargestellt. aus dem beigefügten Lebenslauf und den Zeugnissen. das leider immer noch w verbreitet ist. Man kann es auch als kooperatives Miteinander bezeichnen im Gegensatz zu dem Hauen und Stechen. Er spart also Zeit und lästiges Blättern. Diese Zusammenarbeit gestaltet sich zunehmend reibungsloser. die Sie anstreben. welche Fähigkeiten/Kenntnisse Sie dafür prädestinieren. Persönliche Daten und alle nötigen Hintergrundinformationen holt sich der Personalreferent. eit Dem Qualifikationsprofil merkt man sehr schnell an. ein Qualifikationsprofil zu erstellen. Dahinter erst findet er den standardisierten Lebenslauf sowie die Zeugnisse und Referenzen. je ausgeprägter die Einstellung „Wie kann ich Ihnen die Arbeit erleichtern?“ beziehungsweise „Was ist der Sache dienlich?“ vorhanden ist. denn jede Form der Kundenorientierung ist für den Unternehmenserfolg heute mehr denn je eine wichtige Voraussetzung. Das wirkt sich generell als Pluspunkt für den Kandidaten aus. Ein Qualifikationsprofil kann so aussehen: -115- . das heißt.offen. so dass sie das Erste ist. was er vom Bewerber für diese Stelle wissen muss.

Qualifikationsprofil für Technischen Einkäufer Sie wünschen Diplomingenieur.Diplomarbeit im Bereich Oberflächentechnik 2-¡ahrige berufliche 1995-1998 Tätigkeit bei Tätigkeit Dornier Aircraft in der Abteilung Technischer Einkauf Kenntnisse von 1999 Weiterbildung bei Qualitätssicherungsder IHK Oberpfalz systemen und QualitätssicherungsWerkstoffprüfung verfahren ISO 9001 Ausbildung zum Auditor Berufserfahrung Bereich Luftfahrt Sicheres selbstbewusstes Auftreten im 3 Jahre Tätigkeit für Wingbird Aircraft und Ein persönliches Kennenlernen.TU München Zusätzliches Dipl. Organisations-talent Kostenbewusstsein Hohe Belastbarkeit Bereitschaft Dienstreisen Einführung ISO 9000 bei Fa. Müller Verbesserungsvorschlag bei Fa. Sprachdiplom: Cambridge First Certificate Während meines Praktikums lernte ich meine heutige Frau kennen. Müller Siehe Zeugnisse zu Kein Problem.. damit Sie sich davon überzeugen können Englisch in Wort und 3monatiges Praktikum in Schrift San Diego während meines Studiums. Werkstofftechnik Ich biete Studienabschluss Ing. gerne reise da ich -116- . Ich bin mit der amerikanischen Mentalität dadurch sehr vertraut.

Vielleicht greifen Sie eher zu einer Mappe aus Plastik oder bauen sich selbst eine: Nehmen Sie einen guten Folieneinband. und zum anderen genügt es. Kopien Ihrer Zeugnisse und Referenzen. beim Öffnen nicht zu viel Platz beanspruchen und schnellen Zugang zum Schriftgut bieten. Beachten Sie bitte länderspezifische Besonderheiten. genannt Bewerbungsserien. immer ein Foto beizulegen. die von Fotografen angeboten werden. Abteilung Aus. In gute Bewerbungsfotos. in den Sie das Schriftgut legen. In welcher Reihenfolge? Lebenslauf. anstatt für jede Bewerbung einen individuellen zu erstellen. Allerdings halte ich es für sehr wichtig. Abteilung Referenzen (Arbeitszeugnisse). Die Rückseite versteifen Sie mit einem hübschem Fotokarton und das Ganze wird mit einer passenden Klemmschiene zusammengehalten. sich auf einen standardisierten Lebenslauf zu beschränken. Individualisierter Lebenslauf oder Qualifikationsprofil? Durch ein durchdachtes Qualifikationsprofil können Sie sich von Mitbewerbern positiv abheben. dass das Foto professionell gemacht worden ist.und Weiterbildung (Schulzeugnisse). Sonstiges Foto: Ja oder Nein? Ich neige dazu. Welche Art von Mappe soll es sein? Die Mappe soll gut zu handhaben sein. wenn Sie sich im Ausland bewerben. Zum einen signalisieren Sie Ihrem potenziellen Arbeitgeber.Die vollständige Bewerbungsmappe Was gehört in Ihre Bewerbungsmappe? Lebenslauf mit Foto im Original. -117- . Vermeiden Sie „Pomp-Bewerbungen!“ Mappen aus Pappe neigen zu Eselsohren und wirken dadurch schnell abgegriffen. Man kann sich einfach ein besseres Bild vom Bewerber machen. dass Sie sich mit der ausgeschriebenen Stelle wirklich auseinander gesetzt haben. sollten Sie durchaus Geld investieren.

aussortiert? Ist die Mappe übersichtlich gegliedert? -118- .→ Endkontrolle: Ist das Erscheinungsbild sauber und ordentlich? Enthält die Mappe alle wichtigen Informationen? Sind alle unwichtigen Bescheinigungen etc.

(Friedrich von Schiller) Wenn Sie die Bewerbung verschickt haben. → Sorgen Sie dafür. Heute ist dies aufgrund der starken Arbeitsbelastung der Personalabteilungen leider nicht mehr möglich.12 Einladung zum Vorstellungsgespräch oder Absage? Zuversicht ist die Mutter großer Taten. → Wenn Sie den zuständigen Ansprechpartner erreicht -119- . Wenn Sie beim Unternehmen anrufen. bevor sie das Unternehmen anrufen. Früher war es so. wird es spannend. die Sie beantwortet haben möchten. → Bereiten Sie sich auf dieses Gespräch vor und erstellen Sie einen Gesprächsleitfaden mit den Fragen. damit er sicher sein konnte. dass jeder Bewerber eine Empfangsbestätigung über seine eingegangenen Unterlagen erhielt. so dass sich Bewerber mindestens zwei Wochen gedulden müssen. dass Sie entspannt sind und Ihre Stimme gut klingt. denn 14 Tage entspricht der Regelzeit bei der Bearbeitung von Bewerbungen innerhalb der Firmen.die Stimme macht's“ ab Seite 90 nach. dass sie auch angekommen waren. Lesen Sie hierzu im Kapitel „BeWerben am Telefon . um nachzufragen. wie lange Sie auf die Beantwortung Ihrer Frage warten müssen. Es kann von Fall zu Fall variieren. Werden Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen oder nicht? Das ist die Frage. Früher sollten Sie dies auf keinen Fall tun. worauf ist zu achten? Ihr Anruf ist nichts anderes als eine telefonische Bewerbung und es gelten die gleichen Regeln.

Schreibfehler. ob Sie wirklich alle Voraussetzungen für den Job mitgebracht hätten. fassen Sie sich kurz! → Wenn Sie stören..haben. anzurufen und die Frage nach dem „Warum?“ zu stellen. fragen Sie höflich. den Sie dann bitte auch einhalten. weil sie in genau diesem Job schon Erfahrungen sammeln konnte. die Gründe fü r den Stellenwechsel im tabellarischen Lebenslauf mit einem Satz darzustellen. so lohnt es sich selten. dass 90 Prozent aller Bewerber eine Absage bekommen und nur 10 Prozent zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. überlegen Sie sich. Es kann sein. deshalb empfehle ich. Häufige Ablehnungsgründe für eine Bewerbung sind: Die fachlichen Mindestanforderungen der Position werden nicht erfüllt. → Vermeiden Sie es. wenn im -120- . Zu häufige Stellenwechsel können ebenfalls ein Ablehnungsgrund sein. Häufig sind es auch Mängel bei den Bewerbungsunterlagen wie Eselsohren. dass Sie beim Checklisten-Abhaken weniger Häkchen hatten als die anderen. die Mitbewerber haben bessere Zusatzqualifikationen. das Alter passt nicht zum Kollegenkreis. Wenn Sie einen Standardbrief bekommen. auch wenn Sie eine Entscheidung treffen wollen und Ihnen Klarheit wichtig ist. vereinbaren Sie einen Telefontermin. die Gehaltsvorstellungen sind zu hoch. ob Sie gerade stören. Fettflecken. Wenn eine Mitbewerberin das Rennen gemacht hat.. → Wenn nicht. Falls Sie statt der ersehnten Einladung einen standardisierten Absagebrief bekommen. es fehlt an Branchenkenntnissen. Druck auszuüben. Die Bewerbungsunterlagen kommen zurück Bedenken Sie.

Mit Ihrer Persönlichkeit schon gar nicht. den Sie in Zukunft beherzigen sollen. denn man hat Sie ja nicht einmal kennen gelernt.und auf geht's zu neuen Ufern! Laut Informationen einiger Karriereberater sollte auf sechs Bewerbungen mindestens eine Einladung zum Vorstellungsgespräch kommen. Ein weiser Unternehmer pflegte zu sagen „Wisch dir die Nase ab und sieh nach vorn!“. wenn etwas nicht geklappt hatte. sehen Sie nach vorn . Wenn Sie mehr Absagen bekommen haben. woran Sie noch schleifen können. Meist genügen zwei Sitzungen. einen Karriereberater oder Coach zu Rate zu ziehen. Etwas. wenn man sich für einen Bewerber aus dem Haus entschieden hat oder kurzfristig die Stelle total streichen musste . Waren die Unterlagen picobello? Habe ich wirklich alle für den Job notwendigen Qualifikationen? Wenn Sie sich dergestalt erst selbst an die Nase gefasst haben und zu keinem brauchbaren Ergebnis gekommen sind.vorausgesetzt Ihr Herz hängt wirklich daran beim zuständigen Personalreferenten anrufen und nach dem Grund für die Absage fragen. was zu vermuten ist. Es lohnt allerdings immer. für sich zu hinterfragen. Dann richten Sie sich wieder auf.oder umgekehrt . welche Lernerfahrung Sie daraus ziehen können. -121- . damit Sie Ihre Stärken und Erfahrungen wirkungsvoll präsentieren können. Diese Bewerbung hat eben nicht geklappt. das Sie beim nächsten Mal besser machen können. fragen Sie nach einem Tipp. Wenn Sie keine schlüssige Antwort erhalten. Sie haben auch nichts mit Ihnen oder Ihren beruflichen Fähigkeiten zu tun. dann können Sie .Prinzip für diesen Job ein Mann und keine Frau . könnte es sich lohnen.diese Dinge wird man Ihnen nicht sagen wollen oder sagen können.gesucht wurde.

den für Sie vorgesehenen Termin verschieben müssen. Außerdem wird er für den durch Ihre Terminverlegung frei gewordene n Zeitraum einen weiteren Kandidaten einschieben. aus welchen Gründen auch immer. ihre Anwesenheit beziehungsweise terminliche Verfügbarkeit abklären. (Unbekannt) Herzlichen Glückwunsch! Es freut mich für Sie. dass Sie das erste Hindernis mit Bravour genommen haben und sich unter den „Top Ten“ der Bewerber befinden. Denn einen Termin zu verschieben bedeutet einen Arbeitsaufwand von mindestens 45 Minuten: Der Personalsachbearbeiter muss die zuständigen Personen der Fachabteilung anrufen. was noch einmal mit Aufwand verbunden ist. Firmen terminieren ganze Tage mit Vorstellungsgesprächen durch. um Ihnen dann den neuen Termin mitzuteilen und schriftlich zu bestätigen. das heißt Sie kommen um 9:00 Uhr dran. dass dieser „eingeschobene“ Kandidat Ihnen den heiß begehrten Job -122- . Bedenken Sie: Im schlimmsten Fall kann es durchaus sein. „Wenn Sie. überlegen Sie sich zuallererst. ob Sie Ihren persönlichen Termin nicht verschieben können. der nächste Kandidat um 10:30 Uhr und so weiter. kommt diese abgestimmte Planung der Bewerbungsgespräche durcheinander und es entsteht ein nicht zu unterschätzender zusätzlicher Aufwand. Falls Sie Probleme haben sollten. den vom Unternehmen vorgeschlagenen Termin für Ihr Vorstellungsgespräch wahrzunehmen.13 Hurra-Sie sind zum Vorstellungsgespräch eingeladen! Ein Gespräch ohne Vorbereitung ist wie eine Therapie ohne Diagnose. die zum Vorstellungsgespräch gebeten werden.

wenn Sie alle Alternativen ausgeschöpft haben. Ihre Frisur? Überlegen Sie sich.wie im gesellschaftlichen Leben auch.wie es für Sie am einfachsten ist. Mythos „Erster Eindruck“ Wussten Sie. -123- . damit der erste Eindruck von uns ein positiver ist vom Äußeren wie von der inneren Einstellung her. dass wir diesen Menschen sofort in die Schubladen „Freund“ oder „Feind“ einsortieren. dass der erste Eindruck. Die Terminbestätigung können Sie telefonisch. noch bevor wir ein Wort mit ihm gewechselt haben! Diese VorUrteile sind schwer veränderbar. sondern viel schlimmer. ob vor Ihrem Vorstellungstermin noch ein Friseurbesuch notwendig ist. dann bitte in ordentlicher Darstellung und korrekter Rechtschreibung. Lassen Sie uns mit dem Äußeren beginnen und eine Bestandsaufnahme durchführen. per E-Mail oder Fax vornehmen .wegschnappt! Deshalb bitten Sie um eine Verlegung Ihres Vorstellungsgesprächs erst dann. den wir von einem Menschen haben. Eine Einladung wird ausgesprochen und vom Eingeladenen entweder angenommen oder abgelehnt . Wenn Sie sich nicht sicher sind. wir bilden uns über diesen Menschen ein Urteil. und zwar von oben nach unten: Äußere Vorbereitung Wie gepflegt sind Ihre Haare. Wenn Sie schriftlich reagieren. Denken Sie daran. innerhalb von 12 bis 30 Sekunden geprägt wird? Nicht nur. Wie schon der Volksmund sagt: „Der erste Eindruck ist immer der richtige. auch wenn nicht ausdrücklich darum gebeten wird. den Vorstellungstermin zu bestätigen.“ Wir können im Vorfeld trotzdem vieles unternehmen.

empfiehlt es sich auf jeden Fall.rechtzeitig vor Ihrem Termin . Wenn diese Vorbeugemaßnahme nicht ausreicht. sondern auch von Männern gehören! Wie sehen Ihre Hände aus? Gepflegte. Sie können . und ein Vorstellungsgespräch gehört auf jeden Fall zu beiden Kategorien. Ein frischer Atem wirkt immer angenehm. empfiehlt sich ein Peeling oder ein Besuch bei der Kosmetikerin. wohingegen seriösklassisch mit einem Schuss Pep immer in Ordnung ist. Übrigens sollte dieser Termin zur allmonatlichen Pflegeroutine nicht nur von Frauen. Von drastischen Styling. stehen Sie dazu. die kurze Fingernägel haben. das Sie in jeder Apotheke rezeptfrei erhalten. sich mit künstlichen „Krallen“ zu schmücken. wenn Sie selbst kein Könner im Umgang mit Schere und Feile sind. saubere Fingernägel werden immer positiv zur Kenntnis genommen. Wie halten Sie es mit Geruch und Düften? Die Benutzung von Deodorants sollte zu Ihrem täglichen Hygieneritual gehören. in eine professionelle Maniküre (Kostenpunkt zirka 15 Euro) zu investieren. bevor Sie sich ankleiden. benutzen Sie ein gutes Deo und lassen Sie es kurz trocknen.Experimenten und allzu grellen Färb. stark transpirieren: Waschen Sie sich nochmals kurz vor dem Gesprächstermin. Es lohnt sich durchaus. Es kann durchaus hinderlich sein. Der Gebrauch von -124- .ein Pfefferminzbonbon lutschen oder ein Atemspray benutzen. Wenn Sie zu den Menschen gehören. Sollten Sie zu den vielen weiblichen Geschöpfen gehören. die in Prüfungsoder Stresssituationen. einen Termin beim Figaro zu machen und die Haare in Fasson bringen zu lassen. empfehle ich ein Chlorophyll-Präparat.und Strähnenkombinationen sollten Sie allerdings Abstand nehmen. Ist Ihr Teint frisch und klar? Wenn Sie Pickel oder Mitesser plagen.

Berücksichtigen Sie. In den USA hat man sogar schon parfumfreie Zonen eingerichtet! Was ziehen Sie zum Vorstellungsgespräch an? Prüfen Sie Ihren Kleiderschrank auf geeignete Garderobe. Auf den Transparentlook sollten Sie im Vorstellungsgespräch auf jeden Fall verzichten. -125- . Bei Damen ist entweder das klassische Kostüm oder der Hosenanzug angesagt. Für Herren empfiehlt sich ein Straßenanzug oder eine Kombination. wobei Sie aber den heißgeliebten ausgebeulten Isländerpulli oder das sportliche Sweatshirt diesmal im Schrank lassen sollten. denn schick ist gut. fragen Sie einen in Kleidungsfragen versierten Freund oder lassen Sie sich von einer qualifizierten Stylistin beraten. grau. Das Hemd sollten Sie in einer hellen Farbe wählen. vor allem aber Typ und Outfit unterstreichen. dass nicht jeder Ihre Vorlieben teilt und üppige Duftwolken sensible Nasen empfindlich stören können. wenn Sie sich unsicher a sind. sexy kann gefährlich sein. Wenn Sie unsicher sind. Bluse oder Shirt sollten helle Farben haben. Die Krawatte sollte dezent und trotzdem modisch sein. ob das gute Stück einen Fleck hat oder nur der Stoff changiert. Ihre Kleidung muss gepflegt und sauber sein. Ganz wichtig. Es gibt zwar kaum noch eine starre Kleiderordnung . Sie sollte der angestrebten Position entsprechen und muss nicht zwangsläufig teuer sein. Also lieber nochmals reinigen l ssen.Aftershave oder Parfüm sollte wohl dosiert erfolgen. Sie wirken Vertrauen erweckend und signalisieren Kompetenz. Je nach Unternehmen sind Sie auch in Hose und Pulli angemessen gekleidet. schwarz und beige.doch einige ungeschriebene Gesetze sollte man beachten: Klassische Businessfarben sind dunkelblau. Auch ein Sommerkleid mit Jackett oder eine schicke Strickkombination mag passend sein.

denn nichts ist gemeiner als schmerzende Füße und Blasen! Meine Erfahrung ist. Vor Ihrem Termin sollten Sie die Schuhe ein paar Mal angehabt haben. Bekommen Sie vor Aufregung nasse Hände? Vor dem Termin mit ein wenig Talkumpuder einreihen! Das hilft über das erste Händeschütteln trocken hinweg. Welche Schuhe sollten Sie wählen? Die Schuhe sind ein heikles Thema.stecken Sie ein sauberes Taschentuch ein! Die Gefahr feuchter Hände oder eines Niesanfalls ist immer gegeben. in dem Sie gut laufen können. Vermeiden Sie es. Haben Sie ein sauberes Taschentuch? Auch wenn es altmodisch klingen mag . dass sich die (leider nicht unerhebliche ) Investition in ordentliches Schuhwerk immer lohnt. Sie seien gerade einem „Farbeimer“ oder gar der -126- . Schiefgelatschte Absätze und abgestoßene Spitzen sollten Sie auf jeden Fall reparieren lassen. Die Farbe Ihrer Handtasche oder Aktentasche sollte mit der Farbe Ihrer Schuhe entweder übereinstimmen oder zumindest damit harmonieren. Welches Makeup ist angebracht? Ihr Tages-Makeup sollte dezent und der Gesichtsform angepasst sein.Wie viele Accessoires sind angesagt? Inklusive Brille und Haarspange sollten Sie nicht mehr als 9 Schmuckstücke tragen. Funkelnd behängte „Weihnachtsbäume“ sind ebenso out wie überreich geschmückte „Pfingstochsen“. Sie tragen uns durch unser Leben und sind vielen Beanspruchungen ausgesetzt. Wenn Sie in neue Schuhe investieren wollen. l Uhr. zum Beispiel: 2 Ohrringe. l Kette und Ihre Brille. so wählen Sie ein klassisches Modell. Häufig sehen sie die Schuhcreme zu selten und den Schuster gar nicht. Die individuelle Gesichtsfarbe und Ihr Typ sollten unterstrichen werden. um sie einzulaufen. l Armband. 3 Ringe. den Eindruck zu erwecken.

Ihre Augen sind lebendig und die Mundwinkel bewegen sich leichter in Richtung oben. kann das fatale Folgen haben. Was genau verbirgt sich dahinter? Zum einen eine positive Einstellung gegenüber sich selbst. Affirmationen (das sind positive Bestätigungen} wie zum Beispiel „So wie ich bin. fügen Sie Ihren persönlichen Akzent hinzu. Rennfahrer und Tennisspieler ebenso. Auch hier mag die Unterstützung durch eine Kosmetikerin oder Makeup-Stylistin helfen.Familiengruft entstiegen. um dieses Spiel zu gewinnen“ strahlen aus auf die physische Haltung und der Körper lügt -127- . Sie sollten sich in Ihrer Haut und in Ihrer Kleidung wohl fühlen. Generell gilt: Wählen Sie Ihre Kle idung konventionell und klassisch aus. bin ich okay“ oder „Es steht mir alles zur Verfügung. Gestik und Mimik unseren Erfolg zu 55 Prozent beeinflussen? Die richtige mentale Einstellung bringt's! Wir hören es oft im Fernsehen: Viele Sportler geben ihrer fehlenden mentalen Vorbereitung die Schuld. was es braucht. wenn Sie sich unbeobachtet glauben! Übrigens: Wussten Sie. denn im Vorstellungsgespräch darf durchaus gelacht werden. Ihre Körpersprache ist stimmig. dass Aussehen. Wenn Sie sich jedoch gut fühlen. und wenn Sie Ihr Outfit dann noch kneift und zwickt. so wie Sie es im Job auch tun würden. wie Sie sich verhalten und bewegen. strahlen Sie das auch aus: Ihre Gesichtszüge wirken straff. Ihre Haltung und Ihr Gang sind aufrecht. Fußballer müssen „mental gut drauf sein“. denn das Vorstellungsgespräch ist anstrengend genug. Bedenken Sie. Von so einer Beratung profitieren Sie oft ein Leben lang. wenn sie ein Match verloren haben. um zu sehen. das Beste aus Ihrem Typ zu machen. dass manche Firmen den Parkplatz beobachten.

die Chemie stimmt. wenn ich den Job nicht bekomme? Überprüfen Sie Ihre Einstellung zum Unternehmen. Welches sind Ihre Bedenken. den Job zu bekommen. das Gespräch verläuft sehr angenehm. man hat gute Chancen. Malen Sie sich die Details. hängt noch in der Luft. Spielen Sie die Vorstellungssituation vorher gedanklich in allen nur möglichen Varianten durch. Einige Vorschläge: Variante 1 : Das pe rfekte gelungene Vorstellungsgespräch Man ist sich auf Anhieb sympathisch. man ist sicher. Variante 2: Das schwierige Vorstellungsgespräch Man weiß nicht so recht und ist nervös. aber ob man zum zweiten Gespräch eingeladen wird. haben Sie ziemlich großen Ärger mit Ihrem Gerät. Diese Affirmationen sollten Sie mit einem guten Trainer erarbeiten. aber irgendwie schleppend. Ihre Hoffnungen. zu dessen Produkten und Ihrer Zukunft in dieser Firma. Diese Variante sollten Sie sich in allen Details immer wieder im „Gehirnkino“ ansehen. So ähnlich verhält es sich auch mit unserem Gehirn. denn sie begründen gewisse mentale Programmierungen. -128- . Sie kennen das von Ihrem Computer: Wenn die Programme fehlerhaft sind oder nicht ordentlich synchron laufen. Sie sollten sich und Ihre Ziele noch einmal bewusst hinterfragen: Will ich diesen Job wirklich? Wenn ich ihn bekomme. der Gesprächsverlauf ist zwar freundlich. bin ich auch die richtige Person dafür? Was ist.nicht. die Fragen und Ihre Antworten so farbig und konkret wie möglich aus. Am Ende trennt man sich höflich und ein bisschen erleichtert. Ihre Wünsche? Machen Sie sich Notizen für das Vorstellungsgespräch. also immer wieder gedanklich durchspielen. Sehen Sie sich dazu auch den Interviewleitfaden auf Seite 27 und die Vorstellungs-Kurznotiz auf Seite 29 an.

Sie brauchen einen -129- . Locker und gelassen. Welches Interesse sollte Ihr Gegenüber daran haben. Spielen Sie mit so vielen Möglichkeiten wie nur möglich. damit Sie für alle Eventualitäten gewappnet sind. intelligente. den Sie haben sollten. denn Sie hatten sie ja bereits gedanklich in alle n Facetten durchgespielt. wenn Sie in ein Vorstellungsgespräch gehen. freche und außergewöhnliche. sogar das Ungewöhnlichste durchgespielt zu haben. versuchen Sie trotzdem gedanklich das Gespräch zum Positiven zu wenden und greifen Sie in Ihrer Fantasie zu allen Mitteln und Tricks. Das Gespräch ist stockend und holprig. auch schwierige Gesprächssituationen in der Realität elegant zu meistern. Dieses Vorgehen dürfen und sollten Sie sich bei allen Varianten erlauben. Am liebsten würden Sie das Gespräch abbrechen und Ihre Bewerbung zurückziehen. Ihnen eine bösartige Falle nach der anderen zu stellen? Es ist doch so: Die Firma braucht einen geeigneten Mitarbeiter . sondern ein mentales Gedankenspiel. Sie sollten sich Ihrer Sache sicher sein und eine vorurteilsfreie Einstellung gegenüber Ihren Gesprächspartnern haben. das Interesse füreinander gering. die Ihnen einfallen.Diese Vorstellung hilft Ihnen. Es ist ja nicht die Realität. das ist der Gemütszustand. sich auf den „Ernstfall“ vorzubereiten. Wie ginge es Ihnen damit? Was für Konsequenzen würde dieses Verhalten nach sich ziehen? Auch wenn Ihnen diese Vorstellung unangenehm ist. und bereiten Sie darauf alle möglichen Antworten vor schlüssige. Variante 3: Der schlimmste Fall Die gegenseitige Sympathie hält sich in Grenzen. das Ihnen helfen soll. Stellen Sie sich die unbequemsten Fragen vor. Es lohnt sich auf jeden Fall. die Ihnen gestellt werden könnten.

wo haben Sie welche Erfahrungen gemacht? 3. Weshalb verlassen Sie Ihre jetzige Arbeitsstelle? 5. Fähigkeiten und Kenntnisse bringen -130- . Sie verlieren auf jeden Fall unersetzbare Lebenszeit. und zwar von beiden Seiten! Sie verlassen sich doch auch darauf. Beschreiben Sie Ihre Berufserfahrung. Haben Sie bereits Führungserfahrung? Wenn ja. Erzählen Sie von sich! 2. Welches sind Ihre mittelfristigen/langfristigen Karriereziele? 10. Wie strukturieren Sie Ihre Arbeit? Was tun Sie gerne/ungern? 9. und wie gingen Sie damit um? Checkliste: Fragen. Deshalb sind Offenheit und Ehrlichkeit sehr wichtig. Wie würden Sie sich selbst beurteilen? Welches sind Ihre größten Starken/ Schwächen? 6. beide können gewinnen. Also stehen Sie beide auf der gleichen Ebene. oder? Checkliste: Fragen. Welche Erfahrungen. auf die Sie unbedingt vorbereitet sein sollten (Fortsetzung) 7. denn bedenken Sie. was man Ihnen im Vorstellungsgespräch verspricht.geeigneten Job. auf die Sie unbedingt vorbereitet sein sollten: 1. dass eine falsche Personalentscheidung das Unternehmen mindestens einen sechsstelligen Betrag kosten kann. welche. dass das. beide können verlieren. Weshalb haben Sie Ihr Studium/Ihre Ausbildung abgebrochen? 4. Arbeiten Sie gerne im Team oder sind Sie lieber ein Einzelkämpfer? 8. Es kommt hier auf ein ausgewogenes Geben und Nehmen an. im Arbeitsverhältnis eingehalten wird.

sind Sie verheiratet. Welche Sprachen sprechen Sie? Wie gut? Können wir das Gespräch in dieser Sprache fortsetzen? 18. zu sagen „Das weiß ich nicht“ oder „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“. haben Sie Kinder. Was halten Sie von unserer hierarchischen Struktur? 15. Was bedeutet Verantwortung für Sie? Übernehmen Sie gerne Verantwortung? Man kann es nicht oft genug sagen: Geben Sie ehrliche Antworten! Sie müssen nicht auf jede Frage eine Antwort haben. Bei welchen anderen Firmen haben Sie sich beworben? 20. um über Ihre Antwort nachzudenken. zu einem Umzug? 17. Warum haben Sie sich bei uns beworben? 14. Es zeugt von Ehrlichkeit und Zivilcourage. oder nach weiteren Informationen fragen. Wie ist Ihre private Situation. Sie können sich Zeit erbitten. unsere Produkte. unsere Märkte. Wie lange würden Sie in dieser Position bleiben? Wie stellen Sie sich Ihre weitere Entwicklung vor? 12. unsere Kunden? Was gefällt Ihnen daran? Was würden Sie verändern? Checkliste: Fragen.Sie mit. Wie mobil sind Sie? Wie ist Ihre Einstellung zu Dienstreisen. was arbeitet Ihre Frau/Ihr Mann? 16. auf die Sie unbedingt vorbereitet sein sollten (Fortsetzung) 13. um in dieser Position erfolgreich zu sein? 11. auf die Sie unbedingt vorbereitet sein sollten (Fortsetzung) 19. Was wissen Sie über unsere Firma. Welche Erfahrungen haben am meisten zu Ihrer Persönlichkeit beigetragen? Checkliste: Fragen. Das kommt oft besser an als die -131- .

unehrliche oder Gefälligkeitsantworten zu erkennen.und das gibt Minuspunkte. So wie Sie durchaus in der Lage sind.gut eingeübten „spontanen“ Antworten. -132- . so erkennt sie Ihr Gegenüber auch .

wer Sie sind.“ Und auf geht's! Selbstverständlich werden Sie pünktlich und gut vorbereitet erscheinen. Eine gute Übung ist zum Beispiel: tief ein. dabei den Beckenboden entspannen und sich eine positive Gesprächssituation vorstellen.Zeitspanne Auftreten. der große Tag. Vielleicht werden Sie am Empfang abgeholt oder der Pförtner schickt Sie gleich in Richtung Besprechungsraum.und ausatmen. gut durch die Nase ein. an dem Sie zeigen können. um die Atmosphäre aufzunehmen und sich in Ruhe vor Ort nochmals mental vorzubereiten. ist es recht. Körpersprache und Ausstrahlung zu kontrollieren ist schlichtweg unmöglich.und durch den Mund auszuatmen. (Paul Watzlawik) Nun ist er da.14 Darf ich vorstellen? Man kann nicht nicht kommunizieren. Dabei sagen Sie sich innerlich: „So wie es kommt. ist das neben einer freundlichen Geste auch eine prima -133- . um den für mich besten Job zu bekommen. Also probieren Sie es erst gar nicht sondern besinnen Sie sich auf Ihr mentales Training (wer Sie sind. Wenn Sie beim Empfang abgeholt werden. was Sie zu bieten haben . Um bewusst zu entspannen und zur Ruhe zu kommen.) und werden Sie innerlich ganz ruhig. und erläutern können. Erinnern Sie sich: Sie haben maximal 30 Sekunden Zeit für den ersten Eindruck! In dieser Mini. wo Sie der Personalreferent und vielleicht auch gleich Ihr zukünftiger Vorgesetzter erwarten. ist es ganz wichtig... können Sie auch 15 bis 30 Minuten früher da sein. Wenn Sie es für passend halten. Ich tue mein Bestes. warum Sie den Job bekommen sollten.

Die Stühle am Kopf oder Fußende des Tisches sind allerdings tabu! Setzen Sie sich zeitgleich mit Ihrem Gegenüber. „Was machen Sie im Unternehmen?“ Im Besprechungsraum angekommen. Möglicherweise benötigte Unterlagen sollten Sie ohne langes Suchen zur Hand haben. Bequemes Lümmeln ist megaout. manchmal wird auch der Bewerber zuerst befragt.auch wenn Sie mit dem Rücken zur Tür und dem Gesicht zum Fenster sitzen. so nehmen Sie es dankend an. Nehmen Sie eine aufrechte (keine steife) Haltung ein. sagen Sie es und bitten um Erlaubnis. Manchmal werden zuerst das Unternehmen und die Position vorgestellt. diesen zu nehmen . Sonderwünsche wie „Ich hätte bitte gerne einen Tee. zum Beispiel „Wie lange sind Sie schon in der Firma?“. Wenn Ihnen etwas zu trinken angeboten wird. einen anderen Sitzplatz zu wählen. vor allem wenn Ihr Wunsch einem geheimen Profilierungswunsch entspringt. also verzichten Sie darauf.empfiehlt sich eine separate Dokumentenmappe. bedanken Sie sich höflich bei Ihrem Begleiter und verabschieden sich. um neben freundlichem „Smalltalk“ ein paar Fragen zu stellen. Dafür . der trotzdem daran denkt. Pfefferminz. so empfiehlt es sich. wenn es geht“ verursachen dem Gastgeber Umstände und Mehrarbeit. macht einen positiven Eindruck. Das wird meistens vor lauter Nervosität vergessen und derjenige. Wenn Sie eine Fragenliste vorbereitet haben. Monolog oder Dialog? Jedes Vorstellungsgespräch läuft anders ab.Gelegenheit. Wie auch -134- . können Sie sie ruhig auf den Tisch legen und für Ihre Notizen verwenden. Wenn Ihnen ein Platz angeboten wird. Wenn Sie das Licht blendet. Ihre Gesprächspartner begrüßen Sie wahrscheinlich direkt mit Namen und stellen sich Ihnen vor.und wenn Sie sich Notizen machen möchten .

so dass ein fairer Informationsaustausch in einer angenehmen Gesprächsatmosphäre entstehen kann. → Seien Sie freundlich. Ihre Kompetenz und Professionalität eindeutig rüberbringen. indem Sie Ihre Energie. Gleichzeitig können Sie viel über Ihren künftigen Arbeitgeber erfahren. dass sich Bewerber wie Schildkröten verhalten . Weshalb. dass Sie Ihrem Gegenüber genügend Zeit lassen für seine Fragen. Fragen an den potenzielten Vorgesetzten → Wie stellen Sie sich den idealen Mitarbeiter vor? → Was freut Sie .nicht zuletzt auch.also ihren Kopf einziehen und ganz still sind. Stellen Sie vor allem offene Fragen. Zum Beispiel: „Warum ist die Stelle zu besetzen?“ anstatt „Ist dies eine neue Stelle?“ Sprechen Sie von sich aus Themen an. welche Erwartungen Sie an Ihren Vorgesetzten haben. Deshalb: Stellen Sie Ihre vorbereiteten Fragen und diejenigen. und achten Sie darauf. ohne unterwürfig zu sein → Halten Sie Augenkontakt. die im Gespräch auftauchen. die Sie am meisten interessieren . Zweck eines Vorstellungsgesprächs ist das gegenseitige Kennenlernen und vor allem die Gelegenheit für Sie. umfassend und kurz → Tragen Sie zu einer offenen Gesprächsatmosphäre bei.immer bemühen Sie sich. Wann und sind nicht mit einem Ja oder Nein zu beantworten. damit das Gespräch „wie unter Freunden“ abläuft. ohne zu starren → Antworten Sie präzise. von Ihrer Seite alles dazuzutun. Wieso. Wo.was macht Sie wütend? → Wie gehen Sie mit Ihren Mitarbeitern am liebsten um? -135- . sich selbst als den TopKandidaten darzustellen. man will Sie ja schließlich kennen lernen! Immer wieder höre ich. Sie beginnen alle mit W Wer.

und seien Sie darauf vorbereitet. indem ich. Seien Sie sich darüber klar. dass die Augen wandern.aber starren Sie Ihr Gegenüber nicht an wie ein hypnotisiertes Kaninchen die Schlange! Es ¡st normal.. Erzählen Sie.. dass nur eine bestimmte Zeitdauer für dieses Gespräch vorgesehen ist. Nichts klingt komischer als beispielsweise ein Bayer. Es ist immer gut. Keiner erwartet von Ihnen. doch wenn Sie sprechen. Halten Sie Augenkontakt .hören Sie ihm genau zu und geben Sie klare Antworten. Beweisen Sie bereits im Gespräch Ihre Fähigkeit. wenn Sie nachdenken. jede Ihrer Fähigkeiten anhand eines kurzen Beispiels darzustellen. und habe sie bewältigt. oder im umgekehrten Falle ein Norddeutscher. Stellen Sie sich auf Ihr Gegenüber ein .. Hochdeutsch zu sprechen. was Sie über die Firma wissen und warum Sie gerne dort arbeiten möchten. ungefähr so: „Während meiner Tätigkeit als Bauschlosser bei Tiefhoch hatte ich folgende Situation. sollten Sie Ihrem Gesprächspartner in die -136- . Wenn Sie von Hause aus einen Dialekt sprechen .. Das gilt auch für bestimmte Lieblingsworte wie „geil. Benutzen Sie so wenig Fachchinesisch wie möglich und so viel wie notwendig.“ zu benutzen.→ Worauf muss ich mich bei Ihnen einstellen? Erlauben Sie Ihrem Gege nüber. dass Sie ein wandelndes Lexikon sind oder den betriebsinternen Slang bereits beim ersten Vorstellungsgespräch verstehen. der sich in Stuttgart bereits akklimatisiert zu haben glaubt und anfängt zu schwäbeln. wenn Sie etwas toll finden.“ Zeigen Sie Begeisterung. Lösungen zu entwickeln.so behalten Sie ihn auch im Vorstellungsgespräch bei. Die meisten Menschen benutzen solche Redewendungen unbewusst. der versucht.. anstatt immer wieder die Phrase „Das Problem ist.. krass“ oder wenn man jeden Satz mit „ne“ beendet. Ihnen die gleichen Fragen zu stellen. allerdings in allgemein verständlicher Form. Um den heißen Brei herumzuschleichen kostet Ihre wertvolle Zeit! Wenn Sie etwas nicht wissen oder unsicher sind: Stehen Sie dazu.

Vielleicht ist dieses Ansprechen eigener -137- . und wird Verständnis für Sie aufbringen. dass Ihr Gegenüber Sie gerade erst kennen lernt und Ihre Mimik und Miene noch nicht akkurat deuten kann. Wenn sie der andere kennt. Prüfen Sie vorher im Spiegel. Wenn nicht. eine Echtheit. dass ich Lampenfieber habe (das stimmt wirklich!) und manchmal auch Angst. Lächeln Sie. Ich erzähle am Anfang von Vorträgen zum Beispie l immer. weise ich einen mir unbekannten Gesprächspartner auf diese Eigenarten hin. den Erwartungen meines Publikums nicht zu genügen. wenn Sie ernst sind. denen es schwer fällt. wenn ich intensiv nachdenke. Wirkungsvolle Selbstdarstellung bedingt neben der richtigen verbalen Ausdrucksform auch eine Authentizität. wenn ich hoch konzentriert bin. kann es zu Fehlinterpretationen kommen. Jeder hat seine individuellen Verhaltensweisen. die Ihnen schaden. jeder weiß. anderen in die Augen zu sehen. wie Sie aussehen. Seitdem ich das weiß. indem Sie die Dinge offen und konkret ansprechen. Wenn mehrere Personen anwesend sind. sondern die Offenheit und Selbsterkenntnis schätzen. dass Vorstellungsgespräche mit Stress verbunden sind. wird Sie keiner dafür verdammen. Dauerlächeln muss nicht sein. die Sie bei diesem Verhalten demonstrieren. indem Sie immer wieder in die Runde blicken.Augen sehen. so konzentrieren Sie sich auf die Augenbrauen oder die Nasenwurzel Ihres Gegenübers. Sollten Sie zu den schüchternen Menschen gehören. Seien Sie so. weil mein Gehirn zusätzlichen Sauerstoff braucht. beziehen Sie alle in den Augenkontakt ein. Außerdem gähne ich oft. kann er damit umgehen. um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen. wenn Ihnen danach zumute ist. wenn Sie gerne das Gesicht verziehen. Berücksichtigen Sie bitte. Vermeiden Sie das. Ich sehe richt ig grimmig aus. wie Sie sind. Wenn Sie nervös sind. Keiner wird Ihnen deshalb böse sein.

Außerdem. wer isst denn schon gerne ausschließlich harte Eier und duscht am liebsten kalt? Mein dringender Rat an Sie lautet: Stehen Sie zu dem. Es hat jedoch zwei wunderbare Auswirkungen: Zum einen geht es mir besser. beugen Sie durch das sofortige Ansprechen dieser Tatsache möglichen Fehlurteilen Ihres Gegenübers vor. Wenn Sie sich diese Einstellung vor Augen halten. können Sie ganz entspannt ein Vorstellungsgespräch erfolgreich meistern. Und wenn Sie heute nicht Ihren besten Tag haben oder wenn Sie vor dem Termin einen Autounfall hatten und deshalb etwas durch den Wind sind. Seien Sie sich bewusst. Was interessiert das Unternehmen an potenziellen Mitarbeitern? Der Kandidat soll: → Die fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten mitbringen. dass männliche Bewerber als „Weicheier“ oder „Warmduscher“ abgestempelt werden. dass sich die Situation entkrampft. Immer mehr wird auf das Kommunikationsverhalten geachtet. dass eine gegenseitige Abhängigkeit besteht zwischen Unternehmen und Mitarbeiter. wenn sie ein ähnliches Verhalten zeigen. vor allem darauf. denn ohne Unternehmen gibt es keine Angestellten und Unternehmen können ohne Mitarbeiter nicht überleben. und zum anderen bekomme ich von meinen Zuhörern so viel Sympathie und Verständnis. die letztlich zu Ihrem Nachteil wären. sagen Sie das. wie es Ihnen gerade geht! Wenn Sie Bauchschmerzen haben. die das Unternehmen braucht. -138- . wie schnell und in welcher Weise kritische Situationen angesprochen werden. Ich denke kaum.Gefühle oder Missstimmungen ein typisch weibliches Verhalten. wenn ich meine Befürchtungen ausspreche.

Es gibt auch vorbereitete Interviewleitfäden wie auf Seite 27 und Beurteilungsbögen wie den folgenden: Beurteilung +2 +1 -1 -2 Positiver Einstieg in das Interview Begrüßung und Händedruck Erster Eindruck Augenkontakt Kommunikationsverhalten Zuhören können Selbstsicherheit Sprachlicher Ausdruck Enthusiasmus Initiative Präzise Darstellung . → Sofort nach Arbeitsantritt und einer kurzen Einarbeitungszeit eigenständig arbeiten. werden der Fragenkatalog von Seite 135 oder Teile daraus angewendet. in keiner Weise diskreditieren und seinen Ruf nicht gefährden. → Das Unternehmen nach außen gut repräsentieren. -139- . Um sich über diese Dinge ein Urteil bilden zu können. also ein „Selbststarter“ sein.→ Sich einfach und reibungslos in die Organisation integrieren lassen. → Initiative entwickeln und eigenverantwortlich handeln können.

-140- . die die Firma jetzt hat und in der Zukunft verwirklichen will. fragen Sie danach. dass Sie bestimmte Dinge über das Unternehmen. ob man zusammenpasst. zum Beispiel nach Produkten. Wenn Ihr Gesprächspartner nicht von alleine auf diese Punkte zu sprechen kommt. die Sie bekommen sollten Wie schon gesagt. Strategien und Visionen. ob „die Chemie stimmt“ und man einige Jahre miteinander arbeiten kann und will.Höflichkeit Takt Generelles Verhalten Interesse am Unternehmen Interesse an der Position Gehaltsfrage/Gehaltsverhandlung Selbstrespekt Sind Antworten schlüssig und auf den Punkt gebracht? Beendigung des Interviews Körperhaltung Optischer Gesamteindruck Weitere Bemerkungen: Informationen. um zu sehen. dient das Vorstellungsgespräch dem gegenseitigen Kennenlernen. seine Zukunft und die Position als solche erfahren. Dazu ist es nötig.

weshalb sie vakant geworden ist und was mit dem vorherigen Stelleninhaber geschah. zum Beispiel zwei Jahre Betriebszugehörigkeit? Wird Ihnen ein Coach zur Seite gestellt? Das Thema Geld Es ist möglich. Pensionsversicherungen. Wurde er befördert oder hat er das Unternehmen verlassen? Wurde er pensioniert oder gekündigt? Kann ich mich mit ihm treffen? Wer wird mich einarbeiten? Sie sollten auch erfahren. welche Verantwortlichkeiten er hat und was er delegieren kann.und -141- . Zielerreichungsboni. dass das Bruttogehalt nur ein Teil des Verdienstpakets sein kann. Wie oft sind Dienstreisen zu absolvieren? Wichtig sind auch Informationen zu Ihrer beruflichen Weiterentwicklung innerhalb der Firma. was von ihm erwartet wird. Salopp ausgedrückt gibt es schnellen Aufschluss über die Anzahl der Häuptlinge und die Verteilung der Indianer. spezielle Urlaubs. welche Rechte und Pflichten der Stelleninhaber hat beziehungsweise bekommen soll. Firmenwagen. sie zeigt. Wie lange dauert es im Schnitt. Es gibt Mitarbeiterbeteiligungsprogramme (also Aktien zu Vorzugspreisen). dass konkrete Gehaltsverhandlungen erst im zweiten Vorstellungsgespräch geführt werden. wer welche Position innehat und wer wem unterstellt ist. bis jemand befördert wird? Wer entscheidet darüber? Welche Weiterbildung wird vom Unternehmen gefördert und wie? Müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Bedenken Sie. Fragen Sie. Tantiemen.Lassen Sie sich die Position Ihres Gesprächspartners und die Ihre auf dem Organigramm der Firma zeigen. Ein Organigramm ist eine schematische Darstellung der Unternehmensorganisation. ob Ihre Position neu dazugekommen ist oder ob es sie schon länger gibt.

Besinnen Sie sich auf Ihre persönlichen Erfolgsfaktoren: Darauf. Die Arbeitgeberanteile für die Sozialversicherung und die Kosten für Fehlzeiten wie Urlaub. 50 Prozent dessen ist. also anteilige Miete. Übernahme der Telefonkosten und vieles andere mehr . kommen noch dazu. Wenn nur einer dieser Punkte durch Sie nicht erreicht werden kann. Mobiliar. so dass Sie nicht davon ausgehen können..Gleitzeitregelungen.. dass Ihr Bruttogehaít nur ca. Eleganter ist es. anstatt eine konkrete Zahl zu nennen.abhängig von der Firmenphilosophie. fragen Sie. Er soll die Produktivität erhöhen. so sollten Sie eher eine Bandbreite von. Verbrauchsmaterial.. bevor Sie Ihre Einkommenswünsche nennen. bis. ebenso die Kosten Ihres Arbeitsplatzes. was die Firma für Sie als Mitarbeiter aufwenden muss. angeben. dass die Firma einen konkreten Nutzen aus jedem Mitarbeiter ziehen will und muss. dass Sie eine gemeinsame Basis haben. sollten Sie nicht eingestellt werden. die Kosten senken und Fehler vermeiden. seine Vorstellungen preiszugeben. in wie vielen Monatsgehältern es ausbezahlt wird. Heizung. Wenn Ihnen ein Jahreseinkommen genannt wird. wenn er mit Ihnen über Ihre Einkommensvorstellungen spricht. was Ihnen an Ihrem neuen Job wirklich wichtig ist. Behalten Sie im Hinterkopf. und das muss ja nicht unbedingt ein Riesengehalt sein. Diese Zahlen hat Ihr Gesprächspartner im Kopf. Krankheit usw.. Denken Sie daran. -142- . wenn Sie Ihren Gesprächspartner bewegen können. Fragen nach dem Gehalt sollten Sie nicht stellen! Wenn Ihr Gesprächspartner nach Ihren Gehaltsvorstellungen fragt. Werkzeug.

je nach Position und Organisations größe. um Tests -143- . Sie können ruhig ansprechen. dass alles gesagt wurde und das Gespräch am Ausklingen ist. dass Sie in dieser Firma nicht arbeiten möchten. die Entscheidung noch einmal zu überschlafen. dass Sie noch andere Bewerbungen laufen haben und sich gerne bis zum Tage X entscheiden würden. Sie können das mündlich oder auch schriftlich tun. Seien Sie bitte nicht verletzt. Falls Sie allerdings im Vorstellungsgespräch den Eindruck gewonnen haben sollten. die bei der Rücksendung der Bewerbungsunterlagen differenzieren. manchmal kürzer je nach Kommunikationsverhalten der einzelnen Gesprächspartner. das die Firma an Ihnen signalisiert hat. wobei Sie diesen Job jedoch am liebsten hätten. Fragen Sie. Es gibt leider immer noch zu wenig Firmen. wenn Sie Ihre Bewerbung nach dem Gespräch zurückziehen. Wenn Sie den Eindruck haben. Es ist manchmal länger. ob Sie die Stelle bekommen oder nicht. In jedem Fall empfiehlt es sich. bevor man sie mitteilt. bedanken Sie sich für die Gelegenheit sich vorzustellen und für das Interesse. die alle interessanten Kandidaten für eine Position zu einem gemeinsamen Termin einladen. so ist es durchaus in Ordnung. ob noch eine zweite Vorstellungsrunde vorgesehen ist oder bis wann Sie erfahren. wenn Sie Ihre Unterlagen trotzdem mit einem Standard-Ablehnungsschreiben zurückbekommen. Besonderheiten bei Vorstellungsgesprächen Es gibt Unternehmen.Wie geht es weiter? Im Allgemeinen dauert ein Vorstellungsgespräch 30 bis 90 Minuten .

Im Literaturverzeichnis finden Sie dazu einige Vorschläge. Wenn Ihre Resultate mit Ihnen nicht besprochen werden. Es gibt ein breites Spektrum an Persönlichkeitstests und Eignungsprüfungen. Falls das Unternehmen Einstellungstests durchführt. wird Ihnen dies meistens bereits im Einladungsschreiben mitgeteilt. die anzusprechen den Rahmen dieses Buches sprengen würden. -144- . Besonders wenn es sich um ein „Assessment-Center“ handelt. sollten Sie darum bitten und notfalls auch darauf bestehen.durchzuführen. welcher Bewerber für die Position am besten geeignet ist. die zeigen sollen. Ihre Testergebnisse zu erfahren! Üblicherweise besprechen die Leiter dieser Testverfahren die Ergebnisse mit den Kandidaten im Zweiergespräch. Es steht Ihnen in jedem Fall zu.

Manche Firmen treffen ihre Entscheidung schnell .und dann halten Sie sich daran! Viele Sachbearbeiter klagen über ständig anrufende Bewerber. Teilen Sie ruhig mit.manche brauchen dazu einfach länger. und fragen Sie. dass Sie diese E -Mail nicht von Ihrem jetzigen Arbeitgeber aus senden. in dem Sie sich befinden. sofern Sie die Möglichkeit dazu haben. weil es am wenigsten den Arbeitsablauf -145- . die sie aus ihrer Arbeit reißen und somit zu weiteren Verzögerungen beitragen. sich Stunden zu Ewigkeiten dehnen und Tage scheinbar endlos sind. Die Zeitspanne sagt absolut nichts über Erfolg oder Misserfolg Ihrer Bewerbung aus. können Sie den zuständigen Personalsachbearbeiter anrufen oder ihm. wenn wir uns amüsieren und es uns richtig gut geht. Letzteres beschreibt möglicherweise den Zustand sehr genau. Wir alle wissen. wie die Sekunden dahinschleichen. wenn Sie das oder die Vorstellungsgespräche hinter sich gebracht haben und nun auf die Entscheidung der Firma warten. Wir alle wissen aber auch. (Jefferson) Wie schon einmal gesagt. warum Sie dringend auf die Entscheidung warten. Es versteht sich von selbst. je nachdem. wer wann im Hause ist und wie schnell die notwendigen internen Verwaltungsabläufe funktionieren. sondern von Ihrem privaten PC. wie lang die Entscheidungswege sind. eine freundliche E-Mail senden und sich nach dem Stand der Dinge erkundigen. Beharrlichkeit und eine sanfte Stimme entgegenstellen. ist Zeit ein subjektiver Begriff.15 Das lange Warten Man muss jedem Hindernis Geduld. ob und gegebenenfalls wann Sie sich wieder meld en sollen . Deshalb finden sie eine Nachfrage per E-Mail nicht störend. Wenn Ihnen die Zeit (ab vier bis sechs Wochen) zu lange dauert. wie schnell die Zeit vergeht.

die Personalsachbearbeiter haben. so ist das Ihre Entscheidung und Ihr -146- .. weil. wenn Bewerbungsrunden laufen.. Einen Satz wie „Was müssen Sie zu tun haben. dass ich noch nicht von Ihnen gehört habe“ sollten Sie mit Vorsicht anwenden. womit man ihm wirklich eine Freude machen kann. und die Mühe. Wenn Sie dem überlasteten Personalmenschen eine Ermunterung zukommen lassen wollen. Auch „Bestechungen“ in Form von Pralinen oder Flüssigem kommen nicht gut an. (Überlegen Sie sich einen wirklich knackigen ersten Grund!) Ich will für Ihre Firma arbeiten. denn ich bin gut und für den Job am besten geeignet. Bitte verstehen Sie beigefü gtes. Bitte seien Sie nicht unfreundlich (egal wie ungeduldig oder enttäuscht Sie sind).. nicht als „Bestechung“. (Überlegen Sie sich einen wirklich knackigen zweiten Grund!) Für eine baldige positive Nachricht bedanke ich mich im Voraus. bevor Sie sich beim nächsten Unternehmen bewerben. dass Sie sich immer nur bei einem Unternehmen bewerben und warten. Mit freundlichen Grüßen Die Qual der Wahl Wenn Ihre Bewerbungsstrategie vorsieht. so machen Sie sich vorher die Mühe. die Sie sich machen. denn er kann leicht als „Verhonepipelung“ aufgefasst werden und Sie von der Liste potenzieller Mitarbeiter blitzartig entfernen.. bis die Entscheidung gefallen ist. sondern ats Wertschätzung Ihrer Arbeit. sondern haben Sie Verständnis für die äußerst hohe Arbeitsbelastung.. weil... vielen Dank für den freundlichen Empfang zum Vorstellungsgespräch am. Ich freue mich sehr auf die Mitarbeit in Ihrem Unternehmen.. Diesem Päckchen können Sie einen Begleitbrief beifügen wie etwa folgenden: Sehr geehrter Herr/sehr geehrte Frau Sowieso. herauszufinden.unterbricht.

Fragen Sie. Bitten Sie den Personalreferenten um eine klare Aussage und um Verständnis für die Zwickmühle. Schneller geht es natürlich. Wenn Sie ehrlich rüberkommen. wenn ich der Firma A zusage und die Firma B sagt doch noch m einen Traumjob zu?“ Wir können alle nicht in die Zukunft sehen und es ist müßig. Da gibt es nur eines: Mit offenen Karten spielen! Rufen Sie die Firma B an und sagen Sie. Ein in meinen Augen absolut unehrenhaftes Verhalten ist es. die Position bei Firma A sei für Sie die zweite Wahl. sei es in Form eines Zuspruchs. Sie aber lieber die Position bei B haben würden. Allerdings sollten Sie zum Zeitpunkt dieses Anrufs bereits den von A unterschriebenen Anstellungsvertrag in Händen haben und vermeiden. Es hat mich erschreckt. in der Sie stecken. Hinderlich ist allerdings.gutes Recht. dass diese zum vereinbarten Zeitpunkt ihre Arbeit aufnehmen. Wenn Sie in diesem Gespräch den Eindruck gewinnen. den Eindruck zu erwecken. Und dann erscheint dieser Mensch nicht! Fast so -147- . den Job bei A nicht gleich abzulehnen. und begründen Sie dies. ist logisch. dass Ihre Chancen 50:50 stehen. lohnt es sich auf jeden Fall. einen Vertrag zu unterschreiben und ihn dann nicht zu erfüllen. was Sache ist. Sie haben so viel in die Stellenbesetzung investiert und sagen allen anderen Kandidaten ab. welchen Job Sie am liebsten hätten. oder als Frage. bei so wichtigen Dingen wie Arbeitsplatzsuche darüber zu spekulieren. Unternehmen schließen Verträge mit Mitarbeitern und rechnen fest damit. bis wann Sie sich definitiv entscheiden müssen. sich den Kopf über Fragen zu zermartern wie: „Was mache ich. mit A Kontakt aufzunehmen und zu klären. wenn Sie sich bei mehreren Unterne hmen gleichzeitig bewerben. wie oft solche Vertragsbrüche in der Praxis vorkommen. dass A Ihnen den Job angeboten hat. bis wann man spätestens Ihre Zusage benötigt. wird er Ihnen zumindest einen Hinweis auf Ihre Erfolgschancen geben. wie Ihre Chancen stehen. Dass Sie Prioritäten setzen.

Verhindern Sie. falls B die Position dann doch zusagt. den Vertrag mit A wieder lösen. deren Verlauf zu überdenken. Nutzen Sie die Zeit! Während Sie auf die Rückmeldungen zu den Vorstellungsgesprächen warten. lohnt es sich allemal. Mit kühlem Kopf das Vorstellungsgespräch im Geiste Revue passieren zu lassen hat schon manchen Bewerber davor bewahrt. der sich dann als Flop entpuppt. was nicht? → Wie war die Atmosphäre in dem Unternehmen? → Will ich wirklich dort arbeiten? können helfen. -148- . Es ist wie in der Liebe: Andere Väter haben auch hübsche Töchter oder umgekehrt: Andere Mütter haben auch hübsche Söhne. sich auf diesen einen Job zu kaprizieren. wenn Sie in obigem Beispiel prophylaktisch den Vertrag bei A unterschreiben würden und. sich mit „rosaroter Brille“ auf einen Job einzulassen.schlimm wäre es. Fragen wie → Was hat geklappt? → Was hätte ich besser machen können? → Was hat mir an dem Gespräch gefallen. die Situation mit etwas mehr Distanz zu betrachten und Fehlschlüsse zu vermeiden.

(Seneca) Sie kommen nach Hause. können Sie die Lektüre dieses Kapitels hier und jetzt beenden.BINGO . ob er einen Moment Zeit für Sie hat. Werfen Sie trotzdem noch einen kurzen Blick auf die Tipps zum ersten Arbeitstag und die Probezeit in Kapitel 17. Beherzigen Sie bitte unbedingt die Tipps in Kapitel 8 „Be-Werben am Telefon . aber absolut nichts über den Grund der Ablehnung aussagen: Versinken Sie nicht in eine Depression. Wenn er „Nein“ sagt. zu dem Sie dann wieder anrufen. die zwar freundlich formuliert sind.es hat geklappt! Wenn dem so ist. sie gelten für den Erfolg dieser Telefonate genauso! Wenn Sie Ihren Gesprächspartner erreichen. Fragen Sie ihn. Wenn Sie die erste Enttäuschung überwunden haben oder Ihre Wut verraucht ist. bevor Sie die Türe hinter sich zugemacht haben und . öffnen Ihren Briefkasten und: Endlich ist er da. das Buch verschenken und Ihren Erfolg ganz groß feiern.16 Die Würfel sind gefallen Wer überall sein will. Warum wurde mir abgesagt? Sollten Sie jedoch zu den weniger Glücklichen gehören. rufen Sie den Personalreferenten beziehungsweise Ihren Gesprächspartner aus dem Vorstellungsgespräch an. der ersehnte Brief Ihres Wunscharbeitgebers! Vor Aufregung Öffnen Sie den Brief noch. fragen Sie nach dem Grund der Absage. ist nirgends zu Hause.die Stimme macht's!“. die einen dieser Standard-Absagebriefe erhalten haben. noch ist nichts verloren. respektieren Sie das und fragen Sie nach einem günstigeren Zeitpunkt. „Woran lag es wirklich: Fehlte -149- .

Wenn Sie jedoch um einen Tipp bitten. Ich habe von mehreren Fällen gehört. stand jedoch noch vor der Prüfung zur Bilanzbuchhalterin. worauf Sie beim nächsten Vorstellungsgespräch besser achten sollten. sich als „Charakterschwein“ entpuppt und den Job nicht antritt oder innerhalb der Probezeit das Unternehmen verlässt und Sie doch noch zum Zuge kommen. dann melden Sie sich in den vereinbarten -150- . Anni war zwar erfahrene Buchhalterin. werden Sie sicher „erhört“. Allerdings: Falls Sie sich im Rahmen der Vorstellungsgespräche Tests oder einem Assessment Center unterziehen mussten. Fragen Sie ruhig den Personalsachbearbeiter. Deshalb wurde ihre Bewerbung abgelehnt. um nach möglichen Vakanzen in Ihrem Bereich zu fragen. erfuhr sie auf Nachfrage vom zuständigen Personalsachbearbeiter. In diesem Telefonat vereinbarten sie. die Ihnen wirklich Auskunft geben kann. Bitte bedenken Sie. aber bestimmt nach und. nahm Kontakt mit dem Sachbearbeiter auf und bekam eine neu geschaffene Stelle als Bilanzbuchhalterin. der die Zusage bekommen hat. Anni bestand die Prüfung. wenn Sie sich in regelmäßigen Abständen bei ihm melden. in denen das höflichhartnäckige Nachfragen des Bewerbers auf eine Absage hin in einer neuen erfolgreichen Bewerbung endete. dass Anni die Prüfung zur Bilanzbuchhalterin absolvieren und sich bewerben würde. Weiterhin kann es durchaus sein. lassen Sie sich mit der Person verbinden. Wenn er das für gut erachtet. dass die Firmen nicht verpflichtet sind.Ihnen eine wichtige Qualifikation? Stimmte die „Chemie“ nicht? Wurde jemand mit mehr Berufserfahrung vorgezogen? Haken Sie freundlich. falls in der Zwischenzeit eine entsprechende Stelle frei würde. haben Sie Anspruch auf die Mitteilung Ihrer Resultate. die Gründe für eine Absage offen zu legen. dass der Kandidat. ob es Sinn macht. Den Fall von Anni möchte ich Ihnen kurz erzählen: Gesucht wurde eine Bilanzbuchhalterin. falls nötig.

die es einem erleichtern. Oft werden Stellenangebote auch im Internet veröffentlicht. dass Zurückweisung wie „ein Schlag auf den Kopf“ wirkt und das klare Denken ausschaltet. er bedient sich beider. weil es diesmal . ob Sie das alleine können.o. Vielleicht geht es eher darum. kann es sein.Abständen bei ihm. dass die linke Hand noch etwas lernen muss. Falls Sie unsicher sind. Dadurch reagieren viele Menschen aggressiv. -151- . der Ihnen hilft. Folgende Fragen sollten Sie sich stellen und versuchen. dass Sie aus dieser K.oder vielleicht zum wiederholten Male . Vielleicht sind die Überlegungen oder Wertmaßstäbe des Unternehmens für die Gestaltung Ihrer Zukunft gar nicht wichtig. Deshalb ist es wichtig. Ring frei zur nächsten Runde! Es kann sein. mit Zurückweisung richtig umzugehen. Entwicklungspotenziale zu identifizieren und in der nächsten Bewerbungsrunde erfolgreich einzusetzen. für sich Strategien zu entwickeln.“ Wenn Sie also jetzt am Boden zerstört sind. also reihen Sie die Internetadresse Ihres „Traumarbeitgebers“ ruhig in die Liste der Favoriten ein. dass Sie die Gründe für die Absage nie erfahren. Laborversuche der Case Western Reserve University und der Universität Gießen haben ergeben. damit die rechte Hand erfolgreich sein wird. sie so ehrlich wie möglich zu beantworten.nicht geklappt hat. suchen Sie sich einen guten Karriereberater oder Potenzialentwicklungs-Coach. Katherina von Siena hat es so ausgedrückt: „Dem Tapferen sind Glück und Unglück wie seine rechte und linke Hand.Erfahrung etwas lernen.

Habe ich mir wirklich alle Unterstützung geholt. die mich weiterbringen 1. Welchen Anteil habe ich an der Absage wirklich? 2. dass etwas Besseres nachkommt. noch einmal von vorne anzufangen. Sind meine beruflichen Ansprüche realisierbar? 6. Welche Erkenntnis brauche ich.Checkliste: 11 Fragen. Ist mein Inventar komplett oder habe ich etwas Wichtiges übersehen? 8. für den ich mich beworben habe. es könnte durchaus sein. die ich mir holen könnte? 10. War der Job. Worauf werde ich das nächste Mal besser achten? 9. Sollte ich mein berufliches Profil überprüfen? 7. War ich wirklich ehrlich im Vorstellungsgespräch? 3. Was hindert mich zu sagen: „Ich habe mein Bestes gegeben? “ 11. um diese Ablehnung als Lernerfahrung zu akzeptieren? Scheuen Sie sich nicht. egal was die anderen sagen! -152- . der richtige? 5. Was kann ich beim nächsten Mal besser machen? 4.

und wie schwer dieser zu revidieren ist. Dass sie damit auf der Beliebtheitsskala nicht ge rade nach oben rutschen. so oder ähnlich ist die Einstellung. mit der manche Jungdynamiker ihren ersten Arbeitstag beginnen. sich bei dem einen oder anderen Kollegen zu entschuldigen. Den berühmten „ersten Eindruck“ haben sie allerdings bei ihren Kollegen und Mitarbeitern dann bereits gemacht. dass Sie sich falsch verhalten haben. in einem persönlichen Gespräch unter vier Augen eine ehrliche Entschuldigung einzuflechten. Auf jeden Fall ist es hilfreich. dass Sie aufgrund von -153- . bis sich eine Gelegenheit ergibt. weiß ein jeder von uns. dem Sie in vollem Schwung auf die Zehenspitzen getreten sind? Aber bitte nicht im Büßergewand und in gebückter Haltung. Dann sollten Sie überprüfen. wie könnten sie sich in der Zukunft entwickeln? Vielleicht ist es ja auch angebracht.17 Tipps zum ersten Arbeitstag und für die Probezeit Es gibt nichts Gutes. wenn Sie trotz aller guten Vorsätze in diesen Fettnapf getappt sind? Zuallererst sollten Sie sich selbst gegenüber zugeben. dürfte ihnen spätestens nach einigen Wochen klar werden. außer man tut es! (Kästner) „Hoppla. wenn Sie den von Ihrem Fehlverhalten Betroffenen gegenüber offen zugeben. während Sie sich „mea culpa“ rufend an die Brust schlagen! Warten Sie lieber. Was tun. ob Ihre jetzige Einschätzung der Situation richtig ist: → Wem gegenüber haben Sie sich wie verhalten? → Welches sind die bisherigen Konsequenzen daraus. jetzt komm ich“.

Es könnte nur sein. benachrichtigen Sie Ihren Arbeitgeber so früh wie möglich. Der erste Arbeitstag Dass Sie morgens pünktlich zu Arbeitsbeginn erscheinen. Merken Sie sich das Gesicht. Scheuen Sie sich nicht. der Position und dem Unternehmen angemessen gekleidet. nicht unversehens in den Schubladen „graue Maus“ oder „der große Schweiger“ zu landen. am besten direkt Ihren neuen Vorgesetzten oder seine Sekretärin. Sollten Sie allerdings im Skiurlaub eingeschneit worden oder durch Krankheit verhindert sein. Wenn Sie keinen von beiden erreichen. Wenn Sie zu den gemäßigten Temperamenten gehören. eine Nachricht weiterzuleiten. Kaum einer wird von Ihnen erwarten.Unsicherheit (?) oder zu viel gutem Willen (?) Fehler gemacht haben. dass Sie darauf achten müssen. Erscheinen Sie ausgeschlafen. mit geputzten Schuhen und so weiter . dass Sie sich auf Anhieb alle Namen merken. dass Sie am ersten Arbeitstag durch das Unternehmen geführt und vielen Leuten vorgestellt werden. die Position und sehe n Sie dann später im Telefonverzeichnis nach. Es wäre übertrieben. ist klar. aber bemühen sollten Sie sich schon. Vielleicht finden Sie auch im Intranet (unternehmensinternes Internet) die einzelnen Mitarbeiter mit Foto aufgeführt. zu erwarten. dass sie Ihnen vor Freundschaft um den Hals fallen. Rechnen Sie damit. bitten Sie Empfang oder Telefonvermittlung.siehe Kapitel 13. aber Anerkennung für Ihre Zivilcourage werden Sie auf jeden Fall bekommen und das an sich ist ja schon eine ganze Menge. werden Sie diese Anfangsprobleme weniger haben. wenn Sie Ihrem neuen Kollegen -154- .

empfiehlt es sich die Fotos seiner Lieben nicht gleich auszupacken und auf den Schreibtisch zu arrangieren. sondern erst zu sondieren. Meist gibt es hierfür Unternehmensrichtlinien. hören Sie eher zu und stellen Sie Fragen. von Anfang an alles wissen zu müssen und niemanden fragen zu dürfen. Das Gleiche empfiehlt sich bei der Bestellung von Büroausstattung. dass ein neuer Mitarbeiter sich nicht gleich überall auskennt und eben fragen muss.wieder begegnen und sich nicht an seinen Namen erinnern. gemeinsam zum Mittag essen zu gehen. Absolut falsch ist die eigene Erwartungshaltung. die Sie sich so schnell wie möglich einprägen sollten. jemanden mit „Madame. In anderen Sprachen hat man wenigstens die Möglichkeit. die ersten Tage allzu viel von sich zu erzählen. als zu versuchen. Bevor Sie Energie und Arbeitszeit durch eigenes Probieren und Studieren verschwenden: Bitten Sie einen fachkundigen Kollegen um -155- . Auch wenn Sie das nicht besonders lieben. Das ist weniger peinlich. Jeder versteht. In Deutschland ist man gezwungen. Signore“ oder „Sir“ anzusprechen. An Ihrem neuen Arbeitsplatz angekommen. ein Gespür dafür zu entwickeln. Es kann für Ihre Karriere sehr wichtig sein. ihn danach zu fragen. wann Sie fragen können und wann nicht.und Budgetierungsrichtlinie sowie weitere hilfreiche Informationen. die Direktansprache durch viel Sprachakrobatik zu vermeiden. In dieser „firmeninternen Gesetzessammlung“ finden Sie die Unterschrifts.und Spesenregelung ebenso wie die Beschaffungs. In manchen Abteilungen ist es üblich. dass Sie dieses Netzwerk kennen und nutzen können. Versuchen Sie trotzdem. Vermeiden Sie es. Manche Frage erübrigt sich vielleicht durch eigenes Nachdenken oder genaueres Hinsehen. was in Hause üblich ist. gehen Sie mit! Sie erfahren in der Kantine sicherlich viel über die „informellen“ Beziehungen und Informationskanäle einer Firma. dem „Herr“ oder „Frau“ einen Namen anzuhängen.

wie rutschig das Firmenparkett wirklich ist. denn Sie können noch nicht genau einschätzen. vielleicht sogar ohne dass Sie es bemerken. Gutes Benehmen ist immer angesagt. ob Sie zum Unternehmen passen. sollten Sie -156- . um sich in der Unternehmenslandschaft leichter und schneller zurechtzufinden. ein höflicher Umgangston auch mit ungeliebten Kollegen und Verzicht auf persönliche Profitneurosen sind wichtige Sprossen auf der Karriereleiter. Die Probezeit Je nach Vertrag und Position kann Ihre Probezeit bis zu neun Monate betragen. sich zu bedanken.Erklärung oder Hilfestellung und vergessen Sie nicht. Die Seilschaften und informellen Kanäle sind Ihnen noch nicht vertraut und das Eis. vor allem auf Tischmanieren wird verstärkt Wert gelegt. kann tückisch dünn sein. Freundlichkeit. innerhalb der Probezeit zurückhaltend zu agieren. Das Unternehmen prüft während dieser Zeit. was Ihnen im Unternehmen gefällt und womit Sie Schwierigkeiten haben. Sie werden von vielen Seiten beobachtet und bewertet. Es ist empfehlenswert. Prüfen Sie. Während der Probezeit werden Sie eingearbeitet und vielleicht auf ein Orientierungsseminar geschickt. ob Ihre Einstellung eine gute Investition war und ob man Sie in ein festes Anstellungsverhältnis übernehmen sollte. auf dem Sie wandeln. Generell sollten Sie auf Ihr Benehmen achten. Gleiches sollten Sie auch tun. Sind diese Schwierigkeiten zu lösen oder Die müssen Sie sich damit arrangieren? Sollte Letzteres der Fall sein: Können Sie damit gut leben? Wenn nicht. Bitte und Danke.

wie gut Sie wirklich sind. stolz zu sein auf das. Wenn Sie Ihre Unsicherheit überspielen oder verbergen möchten. Erinnern Sie sich an die Punkte des Inventars: → Wer bin ich? Ziehen Sie sich nur die Schuhe an. was man erreicht hat. Arroganz hingegen entsteht aus Schwäche und Unsicherheit. Versuchen Sie nicht. dass Sie die eine oder andere kleine Unsicherheit spüren. damit Ihr Chef merkt. das dahinter steckt. dass Sie zu dick auftragen oder sich gar arrogant geben. werden Sie über längere Zeit hinweg gut sein. so kann es vorkommen. Darauf sollte sich auch Ihre persönliche Marketingstrategie gründen. was Sie gerne tun. ob Sie während der Probezeit nicht lieber kündigen und sich eine andere Stelle suchen. denn das kommt aus den eigenen Stärken. nur in dem. → Was kann ich? Wo liegen meine Stärken und wie kann ich sie am besten einsetzen? → Was will ich und welchen Preis will ich bezahlen? Wo sind meine Grenzen? → Was biete ich? Was macht mich einzigartig? Es ist normal. Es macht Sie menschlich und stellt automatisch Nähe her. Es ist okay. Und das sind Sie bestimmt nicht! -157- .sich überlegen. und wenn Sie genau hinsehen. die Ihnen passen. das zu verstecken. wenn Sie neu im Unternehmen sind. Bedenken Sie. denn jeder hat einmal neu angefangen. dann entdecken Sie hinter jeder arroganten Fassade das „arme Würstchen“.

Die verschiedenen Stationen stellte er als Zeitblöcke dar: -158- . höchst kompliziert zu lesen. hatte studiert und nun wollte er sich als Maschinenbauingenieur bewerben.und Weiterbildungen und die berufsbezogenen Erfahrungen. war einige Jahre bei der Bundeswehr gewesen. nebenbei sein Abitur gemacht. Fritz ließ sich etwas ganz Simples einfallen. Er hatte einen Beruf erlernt. Fritz entwickelte eine Matrix aus einer senkrechten kontinuierlichen Zeitachse und waagerechten Blöcken für seine Aus. die er sich wünschte. was a) seine Fähigkeiten als Maschinenbauingenieur herausstellte und b) es den Personalsachbearbeitern leicht machte. weil viele Dinge parallel gelaufen sind. Innerhalb kürzester Zeit hatte er die Position. Strategie und Überlegung Komplexe Lebensläufe transparent zu machen und vereinfacht darzustellen erfordert vom Bewerber logisches und analytisches Denkvermögen.18 Fallbeispiele Komplex = kompliziert? Fritz war ein vielseitiger Mensch. Sein Lebenslauf war. seine Bewerbung richtig zu lesen.

Meinung des Personalentscheiders Die einfache Darstellung eines solch vielschichtigen Werdegangs hat uns neugierig auf den Bewerber gemacht. Die fachlichen Voraussetzungen haben gestimmt und das -159- . sein Foto und seine zusätzlichen Fähigkeiten und Kenntnisse verwendete er ein eigenes Blatt.Für persönliche Daten.

persönliche Auftreten empfanden wir als selbstbewusst und angenehm. das genauso gestaltet war wie die Produktinformationen des Unternehmens. die man dort je erhalten hatte. Im Vorstellungsgespräch präsentierte sich die Kandidatin ebenfalls erfolgreich und wurde eingestellt. das die Kandidatin anbot. bei Interesse die kompletten Zeugnisse und Referenzen nachzureichen. Entsprechend umfangreich waren auch die Bewerbungsmappen. Strategie und Überlegung Gisela. Der Umschlag enthielt ein Faltblatt. die kürzeste Bewerbung. Das Produkt. wollte schon immer in der PRAbteilung eines Großkonzerns arbeiten. durch die sich die Personalabteilung zur Vorselektion zu kämpfen hatte. gerne zurückkam. Der Text war so präzise formuliert und inhaltlich auf den Punkt gebracht. Als sie das -160- . Das Interesse des Unternehmens war nachhaltig geweckt und die nachgereichte Bewerbungsmappe war ebenso schlüssig wie die „Produktinformation“. Ganz zum Schluss dieser Ausschreibung erhielt die Personalabteilung einen normalen C6-Briefumschlag. hieß „Berufserfahrung“. Einige Kandidaten hatten sogar Arbeitsproben beigefügt. dass man auf das Angebot der Bewerberin. Es gingen sehr viele Bewerbungen ein. denn die Arbeit in ihrer PR-Agentur machte ihr keine Freude mehr. Der Kandidat passte zu unserer Firma und hat gezeigt. dass er auch hochkomplexe Angelegenheiten auf das Wesentliche reduzieren kann. In der Kürze liegt die Würze! Für die PR-Abteilung eines Großunternehmens wurde ein weiterer Mitarbeiter gesucht. unsere Kandidatin.

denn wir erzählen lang und bildhaft. Gisela hatte dafür zwar Talent. wie und was sie zu einer guten PR-Arbeit des Unternehmens beitragen könnte. die sie sich gewünscht hatte. Es war ihr jedoch bewusst. im örtlichen Fachgeschäft. wurde ihrer Bewerbung die Aufmerksamkeit zuteil. Sie machte sich also die Mühe. Das ist verhältnismäßig einfach. Sie las die Texte und überlegte. Gisela besorgte sich Produktinformationen des Unternehmens. Die Dinge auf den Punkt zu bringen. also knapp. als wir seitenlange Aufsätze schrieben. Jeder von uns erinnert sich bestimmt noch an die Schulzeit. Dadurch. das Farben herstellt. Wie also konnte sie sich vom Gros der Bewerber unterscheiden und das Interesse des Unternehmens für sich wecken? Es musste eine außergewöhnliche und gleichzeitig überzeugende Bewerbung sein. Sie sah einer echten Produktinformation des Unternehmens fast zum Verwechseln ähnlich. ist ungleich schwerer. Am Schluss bot sie an. dass sich viele Leute bewerben würden. denn es gab wenig Unternehmen in ihrer Heimatregion. bei Interesse gerne aussagefähige und komplette Bewerbungsunterlagen nachzureichen. die Farbenspezifikation machte sie zu ihren biografischen Details und das Produkt „Berufserfahrung“ formulierte sie so. so viel war klar. -161- . denn sie wusste ja.Stellenangebot las. ihre Bewerbung als Produktinformation zu verpacken. dass ihr Blatt quasi als „Nachzügler“ mit einem kleinen Umschlag ankam. Ihre Bewerbung schickte Gisela bewusst nicht sofort ab. dass sie jede Menge Konkurrenz haben würde. doch Trommeln in eigener Sache ist eben doch etwas anderes. präzise und ansprechend zu formulieren. die eine eigene PRAbteilung hatten. war sie Feuer und Flamme: Sie wollte diesen Job unbedingt haben. Ihr Bewerbungsfoto nahm den Platz der Produktabbildung ein. dass alles für diese Position Wesentliche gesagt wurde.

Sie erregte weiterhin Aufmerksamkeit. wie viele Informationen auf so kleinem Raum untergebracht werden können. suchte Marlene eine neue Stelle und erfuhr. kurz und prägnant zu formulieren. Wir luden die Kandidatin ein. ist für die PR-Arbeit in unserem Unternehmen sehr wichtig. um ihm an seinen neuen Arbeitsort zu folgen. erkannten wir rasch ihr Potenzial. dass in ihrem neuen Wohnort ein großer Kosmetikkonzern ansässig -162- . sondern sie wäre sofort voll einsetzbar. welche Persönlichkeit sich dahinter verbirgt. und wir wollten wissen. Nachdem sie sich eingelebt hatte. Außerdem war die Bewerbung. also leicht zu lesen.Meinung des Personalentscheiders Es war die kürzeste Bewerbung. die ich jemals bekam. also die so genannte „Produktinformation“. Die Gestaltung war sowohl übersichtlich als auch ansprechend. Die Bewerbung war außerdem gut geschrieben.mit den gleichen oder ähnlichen PC-Programmen. strategisch und präzise vorzugehen. Mit Charme überzeugen! Marlenes Mann wurde beruflich versetzt und sie gab ihre Stelle als Kosmetikerin in einem renommierten Salon auf. Als wir Gisela im Vorstellungsgespräch kennen lernten. Die nachgereichten Unterlagen waren schlüssig. Wir stellten sie trotz großer Konkurrenz sofort ein und haben diese Entscheidung bis heute nicht bereut. wie wir sie in unserem Unternehmen in der PR-Abteilung einsetzen. und die wichtigen Dinge waren auf den Punkt gebracht. weil sie sich exakt an unseren Firmenrichtlinien für Produktblätter orientierte. Ich war verblüfft. Die Fähigkeit. Die Kandidatin würde also keine teure zusätzliche Schulung benötigen. auch wenn andere Bewerber mehr Berufserfahrung vorzuweisen hatten. auf dem Computer erstellt worden . denn ihre Kreativität beeindruckte uns.

Ihre Bewerbungsunterlagen nahm sie gleich mit. ob die Personaldirektorin am nächsten Tag im Büro sei. Der Sekretärin im Vorzimmer erklärte sie ihr Anliegen so überzeugend. Die Sekretärin bejahte und Marlene machte sich am nächsten Morgen hübsch zurecht und ging ohne Voranmeldung zu dieser Firma. aber bestimmt zum Büro der Personaldirektorin durch. Zielstrebig marschierte sie auf das Verwaltungsgebäude zu und fragte sich höflich. wofür sie sich bewerben sollte. Als sie von dem Kosmetikkonzern erfuhr. überlegte sie. entschloss sie sich zu einem zugegebenermaßen frechen Vorgehen: Sie erkundigte sich. sich dort zu bewerben. Der Portier wollte sie erst ohne Voranmeldung nicht einlassen. Da sie nicht genau wusste.war. -163- .in der Branche allerdings wollte sie gerne bleiben. dass diese sie bei der Personaldirektorin anmeldete und die Personaldirektorin sie wirklich empfing.eine Kosmetikerin ist in diesem Fall ihre eigene Visitenkarte -. Danach rief sie die Sekretärin an und erkundigte sich. nahm ihre Bewerbungsunterlagen und ging ohne Termin. denn sie wollte für dieses Unternehmen wirklich gerne arbeiten. aber mit viel Willen und Power zu ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber.und die Eingangsschranke hob sich. Strategie und Überlegung Marlene war zwar gerne Kosmetikerin. Allerdings war keine Stelle ausgeschrieben. Nach einem kurzen Gespräch wurde Marlene als Verkaufsassistentin eingestellt. Sie rief dort an und erfragte die Namen der Personaldirektorin und deren Sekretärin. Dann machte sie sich hübsch . Marlene war unbeirrbar und setzte sich schließlich durch . Sie erkundigte sich über die Möglichkeiten an ihrem neuen Wohnort. aber sie fühlte sich reif für etwas Neues . wer ihre Ansprechpartnerin und wann sie anwesend war.

Meinung des Personalentscheiders Die Bewerberin hatte bereits Durchsetzungsvermögen und große Zielstrebigkeit bewiesen. Unter all den vielen Bewerbungen befand sich auch die von Martin. indem sie es unangemeldet bis zu mir ins Büro schaffte. Im Vorstellungsgespräch mit dem Abteilungsleiter Beteiligungscontrolling ergab sich dann folgendes Bild: Martin war zwar im Controlling topfit. Diese Einstellung .mehr als fachliches Können . auf die wir bei Verkaufsassistentinnen großen Wert legen.Mit dieser Einstellung hat sie die Hürde „Portier“ genommen und die Sekretärin überzeugt. erfolgreich zu sein. der Bewerberin eine Chance als Verkaufsassistentin zu geben. war jedoch völlig offen für alles . Seine gut aufbereitete Bewerbungsmappe fiel aus dem Rahmen und erweckte die Aufmerksamkeit des Personalreferenten. aber der wahre Grund sie einzustellen war folgender: Sie wollte lernen und hatte eine innere Motivation. Sie brachte ihre Angelegenheit mit viel Engagement vor. Auf meine Fragen antwortete sie sehr ehrlich und meinen Anregungen hörte sie aufmerksam zu. doch fehlten ihm die unbedingt erforderlichen Branchenkenntnisse. Ihre Unterlagen waren in Ordnung. Nach 18 Monaten -164- .was immer auch wir ihr zu bieten hätten.hat mich bewogen. Eine Fähigkeit. Also wurde Martin trotz fachlicher Kompetenz nicht eingestellt. Auf Umwegen zum Ziel Die Abteilung Beteiligungscontrolling eines Medienkonzerns suchte einen Diplomkaufmann. Martins Qualifikation entsprach dem fachlichen Profit und so wurde er von der Personalabteilung zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Das hat mir gefallen. Ihre positive Ausstrahlung und ihr Mut zu Neuem ebenso.

Das war zwar viel Arbeit und wenig Geld. sein Ziel innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens vielleicht doch zu erreichen.bewarb sich Martin nochmals. sondern bekam gleich einen handfesten Tipp: „Wenn du Branchenkenntnisse brauchst. ließ ihn die eineinhalb Jahre durchhalten. Als seine erste Bewerbung aufgrund seiner fehlenden Branchenkenntnisse abgelehnt wurde. dir diese anzueignen und es dann nochmals zu probieren?“ Das leuchtete Martin ein. in genau diesem Medienkonzern zu arbeiten. Diesmal wurde er eingestellt. Im Gespräch mit seinen Freunden machte er seinem Frust erst einmal Luft. war er verständlicherweise sehr enttäuscht. doch die Aussicht. und er dachte über Möglichkeiten nach. Es war ihm klar. ob eine Stelle für ihn frei sei. Was ist passiert? Strategie und Überlegung Martin war fest entschlossen. Als er sein Abschlusszertifikat des Studienlehrgangs in der Tasche hatte. Also informierte er sich. was hindert dich daran. wie Geldverdienen und der Erwerb spezieller Kenntnisse der Medienbranche unter einen Hut zu bringen wären. wenngleich er für eine bestimmte Zeit auf einen Teil seines Einkommens verzichten konnte. Er fand die Vision dieses Unternehmens sehr anziehend und die Medienbranche an sich sehr spannend. dass er Geld zu verdienen musste. Nach reiflicher Überlegung und Abwägen verschiedener Möglichkeiten tat er Folgendes: Er belegte einen Studienlehrgang bei der Filmakademie. Dort stieß er nicht nur auf Verständnis und Trost. den er mit einem Praktikum in einer Filmproduktionsgesellschaft kombinierte. nahm er erneut Kontakt mit dem Personalreferenten des Medienkonzerns auf und fragte nach. wie er sein „Defizit“ beseitigen könnte. denn er hatte -165- . Meinung des Personalentscheiders Mir war der Bewerber im Gedächtnis geblieben.

kommt sie zu -166- . Außerdem war er fachlich wirklich gut qualifiziert für eine Tätigkeit im Controlling. aber das hat bekanntlich nur der Tüchtige. Monika arbeitet schon eine geraume Zeit als freie Trainerin.von ihrer ausgewogenen Form wie auch der Funktion. angeeignet hat . um im Kampf um die ausgeschriebene Position erfolgreich zu sein. Doch als sie das Stellenangebot dieser Firma liest. Die Kombination von persönlichem Engagement und fachlicher Eignung bei der zweiten Bewerbung machte diesen Bewerber unschlagbar . theoretisch wie auch praktisch. die Qualifikation der Bewerber im Allgemeinen sehr hoch und ein Bewerber muss sich einiges einfallen lassen. gerade in unserem Unternehmen mitzuarbeiten. Dass wir gerade eine Vakanz hatten.einen solchen Kandidaten kann man nicht ziehen lassen. Im Trainingsbereich ist die Konkurrenz groß. Außerdem zeigte er eine Zielstrebigkeit und ein klares dringliches Wollen. indem er sich die Branchenkenntnisse. war allerdings Glück. Bewerben geht durch den Magen! Per Zeitungsinserat wurden Verkaufstrainer für einen großen Haushaltswarenhersteller gesucht.und zwar auf die bestmögliche Art und Weise. Sie benutzt die Produkte genau dieses Haushaltswarenherstellers seit ihrer Jugend und ist immer wieder absolut begeistert von den Töpfen .sich im persönlichen Vorstellungsgespräch sehr positiv verhalten. Unsere Bewerberin Monika ist eine hervorragende Hobbyköchin. die wir voraussetzen. Als er sich erneut bewerb. die auf sein Profil passte. Der Kandidat war total lösungsorientiert vorgegangen. war ich beeindruckt.

erklärt sich die Sekretärin bereit. in denen sie es gerade gekocht hat. Doch wie kann sie sich als Trainerin von allen Mitbewerbern abheben? Hier ist Kreativität gefragt: Monika ruft bei dem im Inserat genannten Ansprechpartner des Haushaltswarenherstellers an und erfragt weitere Details: Wie viele Verkaufstrainer man denn suche und wie man sich den idealen Wunschkandidaten vorstelle. die allesamt Produkte ihres potentiellen Arbeitgebers sind. welches seine bevorzugten Speisen sind und wann er generell Mittagspause macht. richtet es schön an und fotografiert es zusammen mit den Töpfen des Haushaltswarenherstellers. voller Begeisterung ein exquisites 5-Gänge-Menü. Sie sagt ihr. als Angestellte Verkaufstrainerin für gerade diesen Hersteller zu arbeiten. nachdem sie die persönlichen Details aufgeschrieben und Monikas Identität durch einen Rückruf bestätigt hat. Als Nächstes ruft Monika die Sekretärin des Personalentscheiders an und erklärt dieser ganz offen ihren Plan: Dass sie unbedingt als Verkaufstrainerin für das Unternehmen arbeiten will. An jenem bestimmten Tag kocht sie mit den Topfen und anderen Utensilien. die über die Stellenbesetzung letztendlich entscheidet. Monika in ihrem Vorhaben zu unterstützen. Somit kann Monika zur Tat schreiten. die da heißt „Mittagessen“. Sie eruiert die im Inserat geforderten Qualifikationen und Eigenschaften.dem Schluss. Danach verpackt sie es in einer Warmhaltebox. sich allerdings vo n den vielen Mitbewerbern positiv unterscheiden muss und deshalb eine Idee hat. dass es ihr Traumjob wäre. Sie notiert auch den Namen der Person. Da die Sekretärin -167- .sonst nichts. bis sie ein ziemlich exaktes Profil vorliegen hat. Monika ist klar in der Sache. Nach einigem Hin und Her. sie lässt sich nicht beirren. wann ihr Chef ganz bestimmt im Hause ist. Mit einem Boten lässt sie das fertige Menü zusammen mit einer kleinen Flasche Champagner an den Personalleiter des Haushaltswarenherstellers liefern und fügt nur ihre Visitenkarte bei . die sie sich bei einem Pizzaservice geliehen hat.

super. Aufgrund meiner Begeisterung und Identifikation mit Ihren Produkten. Sie ist ganz direkt und zielbewusst: „Wissen Sie.aber weshalb lassen Sie mir ein solches Gourmet-Menü und noch dazu Cha mpagner schicken?“ Nun ist der Zeitpunkt für Monikas Selbstdarstellung gekommen. → Er ist von der Firmenphilosophie überzeugt.neben der fachlichen Qualifikation eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tätigkeit als Verkaufstrainer in einer Firma. ob es ihm geschmeckt hat. Einige Gründe können sein: → Er ist von den Produkten der Firma absolut begeistert. haben ihm erzählt. Es sind sorgfältig zusammengestellte und optisch ansprechende Bewerbungsunterlagen. Sie bekam den Job! Strategie und Überlegung Monika konnte sich mit dem Unternehmen und seinen Produkten identifizieren . bin ich sicherlich die beste Verkaufstrainerin für Ihr Unternehmen. Er reagiert äußerst überrascht: „Es war toll.“ Der Personalchef lacht und bittet sie. die üblichen Bewerbungsunterlagen einzureichen. → Freunde. → Die Aufstiegs. warum er für genau dieses Unternehmen arbeiten will. die dort arbeiten. erreicht das Menü problemlos seinen Empfänger. allerdings mit einem kleinen Unterschied: Monika hat das Foto des von ihr gekochten Menüs beigefügt. ich will unbedingt als Verkaufstrainerin in Ihrem Hause arbeiten. Am Nachmittag des gleichen Tages ruft Monika dann diesen Herrn an.eingeweiht ist.oder sonstigen Chancen erscheinen ihm verlockend. wie -168- . zusammen mit meinem fachlichen Knowhow als selbstständige Trainerin. Sie gibt sich als die Köchin des Menüs zu erkennen und fragt ihn. Diese liegen zwei Tage später auf seinem Schreibtisch. bestens . Ein Bewerber muss mit absoluter Klarheit wissen und argumentieren können.

war ich sehr verblüfft. Auf meine Fragen nach dem Warum und Wieso -169- . ob nicht bestelltes Essen überhaupt serviert wird.gebündelt und mit Produktidentifikation (siehe die Töpfe auf dem Foto) garniert.super die Firma ist. Sie erfragte telefonisch weitere Details. um ein abgerundetes Bild von Unternehmen und Zielperson zu bekommen und ihre Strategie darauf abzustimmen. Eine weitere Recherchemöglichkeit sind zielgerichtet geführte Telefonate mit den entsprechenden Ansprechpartnern . firmeneige ne Produkt. Meinung des Personalentscheiders Als mir meine Sekretärin das Menü servierte. denn viele große Firmen haben Angst vor Anschlägen .und Unternehmensbeschreibungen sowie Presseartikel sind eine Möglichkeit. Monika hatte einen Produktkatalog und den aktuellen Personalbericht des Unternehmens vorliegen. Sie recherchierte gründlich in Bezug auf ihre Zielperson. Monika hat ihre ganz persönlichen Stärken nämlich kochen und trainieren . Die erfolgreiche Bewerbung für heiß umkämpfte Positionen muss sich von anderen herausragend unterscheiden . Personalund Jahresberichte. Das Herausfinden der Firmenphilosophie erfordert Kreativität und Einfallsreichtum.ohne jedoch diesen lästig zu fallen. die sie brauchte. wenn er das Menü selbst herstellt. in diesem Fall den Personalentscheiden → Wie heißt dieser Mensch? → Wann ist er ganz bestimmt im Hause? → Wann macht er Mittagspause? → Was für Speisen isst er gerne? Ganz wichtig ist es für Monika zu erfahren.nicht nur vor jenen auf die schlanke Linie! Logischerweise muss der Bewerber sehr gut kochen können.hier das anonyme Gourmet-Menü und die formale Bewerbung mit beigelegtem Foto.

bekam ich von ihr lediglich die sybillinische Antwort: „Lassen Sie es sich schmecken - heute Nachmittag erfahren Sie mehr!“ Als mich die Kandidatin dann anrief und mir ihr Anliegen schilderte, war ich von der gezeigten Kreativität, sich von den Mitbewerbern zu unterscheiden, sehr beeindruckt. Als Verkaufstrainer sollte man in der Lage sein, die Einzigartigkeit der zu verkaufenden Artikel und des Herstellers deutlich bei den Verkäufern zu verankern. Dazu gehören eine große Menge Kreativität sowie auch der Mut, die normalen Trampelpfade zu verlassen. Beides wichtige Kriterien, die es bei Verkäuferinnen zu trainieren gilt. Die Qualität der nachgereichten Unterlagen und der Berufserfahrung hat gestimmt - wie auch die des Menüs. Die Identifikation der Bewerberin mit dem Unternehmen und seinen Produkten wurde durch das den Unterlagen beiliegende Foto offensichtlich. Die selbstbewusste Selbstdarstellung im nachmittäglichen Telefonat und im folgenden Vorstellungsgespräch hat mir gefallen. Selbstbewusstsein und Geradheit sind in unserer Firma willkommen.

Auch ein Bademantel kann entzücken!
Ein großes Metzgereiunternehmen suchte Montagehelfer. Am letzten Tag der Bewerbungsfrist erhielt die Personalreferentin frühmorgens den Anruf eines Mannes, der dringend Arbeit suchte. Sie bat den Mann, gegen Mittag zum Bewerbungsgespräch vorbeizukommen, und erlebte den Schock des Tages, ais der Mann kam, denn der Bewerber erschien im Bademantel! Christian, so hieß der Mann, erzählte seine Geschichte: Er hatte überraschend seinen Job verloren, als sein Arbeitgeber, wir es nicht wagen, ebenfalls ein Metzgereiunternehmen, Konkurs anmeldete, ist es schwer.
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Als er sich auf die geschaltete Anzeige bewarb und zum Gespräch gebeten wurde, hängte er seinen dunklen Anzug in den Trockenkeller zum Lüften. Die schwere Türe zum Trockenkeller fiel hinter ihm ins Schloss und er hatte seinen Wohnungsschlüssel drinnen liegen lassen! Der Trockenkeller war nur mit Schlüssel zu öffnen, er hatte kein Geld dabei, seine Bank war zu Fuß nicht zu erreichen und im ganzen Haus war kein Mensch anwesend! So blieb Christian nichts anderes übrig, als im Bademantel zum Bewerbungsgespräch zu gehen, denn eine zweite Chance würde er so schnell nicht bekommen. Diese Geschichte und die Art und Weise, wie Christian sie erzählte, waren so überzeugend, dass die Personalreferentin ihn gleich als Anlernkraft zum Montagemeister schickte, und der wiederum war von der Arbeitswilligkeit des Mannes so begeistert, dass Christian eingestellt wurde. Strategie und Überlegung Christian wusste, dass er einen Job brauchte, und es gab nicht viele Metzgereiunternehmen in seinem Ort. Als er die Anzeige sah, war ihm sofort klar, dass er diese Chance ergreifen wollte, um so schnell wie möglich wieder eine Arbeit zu bekommen auch wenn die Tätigkeit als Montagehelfer unter seiner beruflichen Qualifikation lag. Es erschien ihm sinnvoll, erst einmal „einen Fuß in die Tür“ des Unternehmens zu bekommen, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und möglicherweise dann in eine adäquate Position aufzusteigen. Als dann die Kette der Missgeschicke begann, ließ er sich nicht beirren, sond ern verfolgte seinen Plan zielstrebig - auch wenn es im Bademantel sein musste. Meinung des Personalentscheiders Nachdem ich den anfänglichen Schock überwunden hatte, hat mich der Mut des Mannes beeindruckt, im Bademantel zum Bewerbungsgespräch zu erscheinen.
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Die Geschichte, die er erzählte, war zwar verrückt, doch gleichzeitig realistisch und nachvollziehbar. Ich verstand, dass er so schnell wie möglich wieder eine Stelle haben wollte und sein ehrlicher Arbeitswille war unübersehbar. Jemand, der sich traut, im Bademantel zum Bewerbungsgespräch zu gehen, musste einen Versuch wert sein und ich stellte ihn auf Probe ein. Am nächsten Tag erschien Christian in normaler Kleidung beim Montagemeister und begann seine Arbeit. Der Montagemeister war von seiner Wesensart und seinem Arbeitswillen begeistert und Christian hatte seine Chance. Diese hat er auch gut genutzt, denn heute arbeitet Christian immer noch in unserem Unternehmen - allerdings in einer anderen Position.

Bewerbung im Hemd - aber nicht hemdsärmelig!
Ein international erfolgreiches Bekleidungsunternehmen sucht für die neu aufzubauende Herrenkonfektions-Linie einen qualifizierten Modedesigner. Luis, ein in Deutschland lebender Spanier, bewirbt sich und schickt seine kompletten Bewerbungsunterlagen in einer höchst originellen Verpackung: Statt in einer der üblichen Bewerbungsmappen stecken die Unterlagen in einem selbstgeschneiderten Miniaturhemd, das die Produkt- und Designphilosophie des potenziellen Arbeitgebers widerspiegelt. Luis wird zum Vorstellungsgespräch eingeladen und trägt zum Gesprächstermin das gleiche Hemd, in das er vorher seine Unterlagen verpackt hatte - in seiner Konfektionsgröße. Das Gespräch verläuft positiv und er bekommt die Position. Strategie und Überlegung Luis schafft gerne etwas Neues. Deshalb fasziniert ihn die Anzeige; denn er sieht darin seine Chance, als Mitarbeiter der
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ersten Stunde Strukturen und Prozesse mit zu gestalten und eventuell später im Unternehmen aufzusteigen. Vor der schriftlichen Bewerbung erfragt er telefonisch beim Unternehmen Hintergrundinformationen zum Thema Produktphilosophie. Dazu ruft er zuerst die Personalabteilung an. Von dort lässt er sich an die Fachverantwortlichen für die Produkt- und Designinformationen weiterleiten, Die Details und Vorstellungen, die er in diesen Telefonaten erfragt und erfahren hat, setzt er mit seinem ganzen fachlichen Wissen und Können in seinem Bewerbungshemd um. Die witzige Idee, das Minihemd der Verpackung in seiner Größe nachzuproduzieren, kam ihm, während er die Verpackung gestaltete und war der „Gag obendrauf“. Meinung des Personalentscheiders Der Mann ist fachlich kompetent, das zeigten die Gestaltung und die Verarbeitung seiner Arbeitsprobe. Nach anfänglichem Amüsement haben wir die Bewerbungsverpackung so bezeichnet. Überzeugt hat sein überlegtes Vorgehen bei der Sammlung der Hintergrundinformationen. Dass das Hemd die grundsätzlichen Ideen unserer Produktphilosophie widerspiegelte, zeigt, dass der Bewerber a) sehr gut zugehört hat, b) über eine gute Auffassungsgabe verfügt und c) das Gehörte/Erfasste auch ohne weitere Anleitung umsetzen kann. Eine witzige, kreative Persönlichkeit mit gutem Fachwissen passt zu uns, unsere Mitarbeiter sind multinational und als Unternehmen in der Modeindustrie müssen wir immer innovativ sein.

Das kann doch nicht Ihr Ernst sein!
Bernhard sucht eine neue Herausforderung. Er ist zurzeit für das Personalwesen in einer großen Werbeagentur zuständig und immer wieder entsetzt über die schlechte Qualität der
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Er macht das Unternehmen auf seinen „Fehler“ aufmerksam .. Der Unterschied zu der geschilderten Situation ist hier. Jedoch leistete er mit seinem Entwurf dem Unternehmen einen Dienst. der erstens dem Image Ihrer Firma gerecht wird und zweitens den Verantwortungsbereich eines Personalleiters konkret darstellt. die er in den Tageszeitungen liest. Sie werden feststellen.ob im stillen Kämmerlein oder im Freundeskreis. und zwar an der richtigen Adresse. denn die meisten Unternehmen befassen sich sehr wenig mit ihrer Imagepfle ge in ihren Stellenanzeigen.. denn er bietet gleichzeitig eine Losung an. Zusammen mit diesem Anzeigenentwurf bewirbt er sich bei der Aktiengesellschaft als Personalentwickler. hier ist ein Anzeigenvorschlag. ohne zuerst das große -174- . Lösungsorientierte Menschen. die Probleme angehen. Viele Bewerber haben sich wohl schon einmal über die wenig aufschlussreichen Angebotstexte voller Worthülsen und Klischees geärgert . wie er sie sich für die Suche nach einem Personalleiter vorstellen und wünschen würde. Kurz entschlossen entwirft Bernhard eine Stellenanzeige. Eine große Aktiengesellschaft sucht einen Personalleiter und der Anzeigentext sagt weder Konkretes über die Tätigkeitsschwerpunkte des Gesuchten noch über die Wünsche und Vorstellungen der Firma aus. aber unternommen haben sie wahrscheinlich weiter nichts. Der Begleitbrief zu seiner Bewerbung la utet in verkürzter Form etwa so: „. Bernhard bekommt einen Vorstellungstermin und nach relativ kurzer Zeit seinen neuen Job in der Aktiengesellschaft. dass die klassischen Aufgaben eines Personalentwicklers fehlen.Stellenanzeigen..und zwar auf konstruktive Weise. So auch heute. Strategie und Überlegung Bernhard handelte eher spontan als mit ausgeklügelter strategischer Überlegung.. dass Bernhard seinem Ärger Luft macht. denn für diese Position bewerbe ich mich mit diesem Schreiben. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein! Es geht auch besser.

sein Text war wirklich aufschlussreicher als unserer: Er ging auf die von einem Personalleiter erwarteten Kernkompetenzen ein und stellte die Wünsche unseres Unternehmens an seinen zukünftigen Abteilungsleiter präzise und allgemein verständlich dar. ihn einzustellen. Leningrad Cowboy goes to Bank . dass wir nichts damit anfangen können.oder: Wie man es trotzdem schafft. Meinung des Personalentscheiders Als wir das Anschreiben lasen. In einer großen deutschen Bank werden die infrage kommenden Bewerber für die Ausbildungsplätze gemeinsam zu einer Veranstaltung eingeladen. Was die Bewerbung als Personalentwickler betraf. Zwar nicht in der klassischen Personalentwicklung. dass er ihn zum Gespräch bat. fand er das Vorgehen des Bewerbers so bemerkenswert. sind in guten Unternehmen stets willkommen .auch wenn man erst einmal meint. Dies veranlasste uns. so dachten wir zuerst. dem Bewerber keine entsprechende Position anbieten zu können. waren wir mehr konfrontiert als erfreut. Probleme an der Wurzel anzugehen und konstruktive Lösungsansätze zu konzipieren. in der nicht nur geprüft wird. sondern als Moderator in der Begleitung interner Projekte. Allerdings hatte der Schreiber Recht . brachte er die Eigenschaft mit. wer für den Beruf des Bankkaufmanns geeignet ist.Schuldzuweisungstheater in allen Akten aufzuführen.. denn eine solche Funktion hatten wir nicht zu besetzen.. Als wir nach sehr kurzer Zeit den neuen Personalleiter gefunden hatten und ihm diese Geschichte erzählten. Obwohl der Kandidat keine klassische Personalentwicklungslaufbahn vorzuweisen hatte. sondern vor -175- . Das gefiel uns und wir schalteten die redigierte Anzeige erneut.

höflich ausgedrückt . wie ich jeden Tag in die Bank kommen werde. Auf meine Frage. mit viel Haarspray und Gel ist die Tolle „hinbetoniert“. Der Ausbildungsleiter dieser großen Bank erzahlte mir folgende Geschichte über ein solches Gespräch. Mit all den silbernen Nieten und dem schweren Gürtel sieht er . in schwarze Lederkluft gekleidet. Wenn Sie mir jetzt einen Moment Zeit geben. Die Kandidaten. geht er hinaus und ich bemerke erst jetzt. am rechten Ohr baumelt ein Totenkopf .mehr als bikermäßig aus. Benjamin hat das alles bemerkt und sagt ganz cool: „Darauf habe ich gewartet.kurzum. jeder Mann in diesem Aufzug scheint für den Beruf eines Bankers total ungeeignet. bekommen einen Ausbildungsvertrag und werden dann einzeln. Die Haare sind im Stil der Leningrad Cowboys frisiert. als er Benjamin sieht. Ich bin geschockt und total sprachlos.führte: „Die Tür geht auf. wenn ich so -176- . noch deutlicher anzumerken als mir und er verlässt fluchtartig den Raum.namens Benjamin . zum Beispiel in welcher Filiale sie wann zum Einsatz kommen und welche Ausbildungsblöcke sie wo lernen werden. in dem ich erst bei genauem Hinsehen Benjamin erkenne. tritt herein. In diesem Gespräch wird ihnen der individuelle Ablauf ihrer Lehrzeit mitgeteilt. noch immer sprachlos. ich wollte nur Ihre Gesichter sehen. wer von den Bewerbern zum Unternehmen passt. Zu allen Überfluss kommt in diesem Moment nun auch der Abteilungsleiter Personal in mein Zimmer herein. Ein junger Mann.allem großes Augenmerk darauf gelegt wird. meint er: “Wissen Sie. die das rigorose Ausleseverfahren erfolgreich bestanden haben. das er mit einem neuen Auszubildenden . Ungefähr 10 Minuten später erscheint ein seriös gekleideter junger Mann. was er sich denn dabei gedacht hätte. zeige ich Ihnen.“ Als ich nicke. dass er eine Reisetasche trägt. Dem ist sein Schreck. zu einem persönlichen Gespräch mit dem Ausbildungsleiter gebeten. kurz vor dem Antritt ihrer Lehre.

dass Benjamin bereits einen Ausbildungsvertrag mit uns hatte. dazu steht. seinen Ausbildungsplatz zu -177- . Ich hab's mir spannender vorgestellt. Heute leitet er selbst eine unserer Zweigstellen . so jemand könnten wir doch nicht einstellen. und zweitens. um zu vermeiden. Außerdem sollten Sie auch wissen. als er den Ausbildungsvertrag in der Tasche hatte. wie sich dieser Auszubildende während der Lehre entwickeln würde. Nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Lehre haben wir ihn in ein festes Angestelltenverhältnis übernommen nicht zuletzt wegen der im Einzelausbildungsgespräch gezeigten Courage und Authentizität.“ Als Benjamin draußen war. welches Auftreten und Aussehen wo angemessen ist. seriöses Aussehen und Auftreten entscheidend sind. Er meinte. kritisch abzuwarten. dass er durch sein „Experiment“ Gefahr läuft. rief mich mein Chef zu sich.bei Ihnen auftauche. Er hatte vor seinem Outing mit dem Anwalt seiner Familie die Rechtslage abgeklärt. Und zwar aus zwei Gründen: Erstens. Ich erzählte ihm die Geschichte des Gesprächsverlaufs und auch. und gegebenenfalls entsprechende Konsequenzen zu ziehen. in dem neben den fachlichen Voraussetzungen auch konservatives.manchmal mit etwas ungewöhnlichen Methoden. Deshalb outete er sich erst dann als Rocker. Wir beschlossen.“ Strategie und Überlegung Benjamin hat sich für einen Beruf entschieden. wie ich in meiner Privatzeit aussehe und in die Berufsschule gehen werde. dass er einen eigenständigen Charakter hat. damit es im Nachhinein keine bösen Überraschungen (zum Beispiel Gerede über sein Priva tleben oder gar Mobbing durch die Kollegen) geben kann. Aber immer zu unserer Zufriedenheit. die ihn unter Umständen seine Ausbildung kosten könnten. um zu zeigen. Während des Ausbildungsverlaufs hörten wir über Benjamin nichts Negatives und seine Privatsphäre hat die Bank nie kompromittiert. aber durchaus unterscheiden kann.

und Fernsehprogramme. Das war letztlich auch der Grund. dass man sich nicht verbiegen muss. war ich von dem Mut dieses jungen Mannes beeindruckt. warum wir ihn in ein festes Angestelltenverhältnis übernommen haben. Wir haben gerade diese Lehrzeit mit Argusaugen verfolgt und festgestellt.und Fernsehprogramme. die aus längst überlebten Traditionen kommen. denn unsere Bank braucht eigenständige Mitarbeiter und keine Klone irgendwelcher Erwartungshaltungen. nämlich Kino und Fernsehen. Die gute Vorbereitung des Auftritts . Seine Gesprächspartner waren ein Personalreferent und der Verkaufsleiter Film.wie eine durchgeplante Choreographie . Trotz geringer Aussicht auf Erfolg sandte er seine optisch ansprechende. die er sich über sein Hobby.verlieren. Nach einigen Wochen wurde Lars zum ersten Vorstellungsgespräch gebeten.und die darauf folgende konsequente Trennung zwischen Berufs. knapp und deutlich gefasste Bewerbung ein. Damit hat er ihnen ein Stück persönlicher Freiheit vermittelt. erworben hatte.und Privatleben waren beachtlich. In diesem Gespräch stellte Lars sehr -178- . Steter Tropfen höhlt den Stein Eine große Mediengruppe suchte einen Nachwuchsverkäufer für Film. dass Benjamin seinen Mit-Azubis zeigte. um beruflichen Erfolg zu haben. Im Begleitschreiben wies er auf die umfassenden Kenntnisse der Materie hin. Lars hatte sich seine ersten Sporen als Verkäufer in einer verwandten Branche verdient und war privat sehr an Film und Fernsehen interessiert. Meinung des Personalentscheiders Nachdem ich me inen anfänglichen Schock überwunden hatte.

deutlich dar. dass er sich mit dem Thema TV und Kino persönlich stark beschäftigt und durch dieses Hobby ein trainiertes Auge für Filme hat.vor allem weil er eine Art der Kommunikation pflegt. weshalb er ausgerechnet in diesem Unternehmen als Verkäufer arbeiten wolle und dass er sich auch zutrauen würde. die Gespräche mit ihm angenehm machen. Er wies deutlich darauf hin. doch zog sich der Entscheidungsprozess zur Besetzung dieser Nachwuchsvakanz aus verschiedenen Gründen sehr lange hin. Immer wieder kommunizierte er sein authentisches Interesse an gerade diesem Job. Nach dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“ war er schluss endlich erfolgreich. Er besaß zwar erfolgreiche Verkaufserfahrung. erfolgreich zu sein. Mit meiner Bewerbung habe ich nichts zu verlieren . Wir haben die Film. Durch seine Anrufe hat sich Lars immer wieder ins Gespräch gebracht . das weiß ich. Nach dem Gespräch hörte er lange Zeit nichts mehr von seiner Bewerbung. Meinung des Personalentscheiders Intern war dieser Bewerber sehr umstritten.und Fernsehkenntnisse von Lars im ersten wie auch im zweiten Gespräch sehr intensiv -179- . war aber mit der Medienbranche nur über sein Hobby vertraut. Strategie und Überlegung Für Lars war ganz klar: Ich will unbedingt genau diesen Job und keinen anderen. So wurde uns seine „Penetranz“ auch nicht lästig. Ich kann gut verkaufen. Mit dieser Einstellung rief Lars hartnäckig (ohne wirklich lästig zu werden) immer wieder bei seinen Gesprächspartnern aus dem ersten Vorstellungsgespräch an. Nach vielen Anrufen seinerseits kam ein zweites Gespräch mit denselben Gesprächspartnern zustande. Wir hatten für diese Stelle viele Bewerbungen.ich kann nur gewinnen und dafür setze ich mich ein. Nach diesem Gespräch wurde Lars eingestellt.

hat Buchhalter gelernt. der ihm die Möglichkeit bieten würde. Also nimmt er unbezahlten Urlaub in seiner jetzigen Arbeitsstelle. Gerhard gibt sich relativ wenig Chancen. als äußerst geschickter Verkäufer. beeindruckt vom Engagement und der Zielgerichtetheit des Bewerbers. Eine trockene Sache. Der Personalleiter. Er bewies in beiden Fällen. Möbelverkauf zum Nulltarif Unser Bewerber. Den Ausschlag hat jedoch seine Hartnäckigkeit gegeben. das dringend Mitarbeiter mit gutem Zahlenverständnis für den Verkauf sucht. geht zum Personalleiter dieses Möbelhauses und bietet ihm an. In der Gegend herrscht große Arbeitslosigkeit. sein gutes Zahlenverständnis zu nutzen und gleichzeitig mit vielen verschiedenen Menschen zusammenzukommen. Als Gerhard dem Möbelhaus noch einen Verbesserungsvorschlag unterbreitet. dessen Realisierung eine -180- . dass er sich in diesem Genre auskennt und brancheninternen Bewerbern durchaus ebenbürtig war. dort vier Wochen unentgeltlich sein Können unter Beweis zu stellen. Sein Drängen war authentisch und seine Positionierung klar und deutlich. wie er meint. nennen wir ihn Gerhard. dem diese neue Tätigkeit wie ein Urlaub von den trockenen Zahlenkolonnen erscheint. erlaubt ihm dies nach einigen Überlegungen.hinterfragt. Da hört er von einem großen Möbelhaus ganz in seiner Nähe. Viel lieber hätte er es mit Menschen und nicht nur mit Zahlen zu tun. so würde er gerne in diese neue Position wechseln. In den folgenden vier Wochen entpuppt sich Gerhard. der auf die Bedürfnisse seiner Kunden eingeht und einen guten Geschmack besitzt. als Quereinsteiger auf konventionellem Wege an diesen Job heranzukommen. Wenn man mit seiner Arbeitsleistung zufrieden sei.

Damit blieb nur noch eine Frage offen: „Wie komme ich dorthin? Er beschloss. Zuallererst fielen ihm all die Dinge ein. in dem man die Sinnhaftigkeit seines Tuns und Lassens schon mal hinterfragt. bevor wir es akzeptierten.mit Fixum. also in einem Alter. und genauso kam es auch.Diese Frage konnte er mit einem klaren Nein beantworten. die ihm wirklich Spaß machten . Gerhard war um die 35.beantwortete sich von selbst durch die Anzeige des Möbelhauses. Meinung des Personalentscheiders Als wir das Angebot eines unentgeltlichen Probearbeiters bekamen. Eine dieser Fragestellungen war auf den Beruf bezogen und lautete: Tue ich das. Die nächste Frage war schwieriger: Was tue ich wirklich gerne? Uff. dass wohl keine Firma zu einem solchen „Geschenk“ Nein sagen würde. da musste er erst einmal in sich gehen. Wer kann -181- . Leistungsorientierung zu zeigen und noch einiges mehr. ist die Sache klar: Ohne weitere Diskussionen bekommt er sofort einen unbefristeten Arbeitsvertrag . die mir bietet. klärten wir zuerst die gesetzlichen Rahmenbedingungen ab. Seine Idee war. auf Fehlersuche endlose Ziffernreihen zu durchforsten und überwiegend mit dem PC zu kommunizieren.nämlich wie komme ich zu einer Arbeit. Strategie und Überlegung Gerhard langweilte sich in seiner Tätigkeit als Buchhalter. sich zum Ausprobieren per Nulltarif anzubieten. großzügiger Provisionsregelung und einem Bonus für realisierte Verbesserungsvorschläge. gerne? . Nichtsdestotrotz schrieb er sie auf und langsam kristallisierten sich einige Bereiche heraus.nicht unwesentliche Kostenersparnis nach sich zieht. und wie könnte die aussehen . die er gar nicht mochte. in einer schönen Umgebung arbeiten. Die dritte Frage . was ich gerne tue.wie zum Beispiel Leute beraten. Tag für Tag die EDV-Programme mit Zahlen zu füttern. Er hatte es satt. was ich tue.

Was immer für Zweifel wir noch gehabt hätten. und „verkaufte“ uns seine Idee so geschickt. Das „Tüpfelchen auf dem i“ war sein Verbesserungsvorschlag. einmal in Deutsch und einmal in Englisch. inzwischen als Leiterin der Grafikabteilung. In der kurzen Zeit von vier „Wochen hat er sich in unser Verkäuferteam integriert. Gerhard hatte weder Erfahrung als Verkäufer noch in der Möbelbranc he. und sie wurde nach einem sehr kurzen Gespräch zum nächstmöglichen Termin eingestellt. gepolsterter Umschlag ein. Neben den üblichen Bewerbungen ging ein kleiner. machte aber im persönlichen Gespräch einen sehr angenehmen Eindruck.und sei es nur auf Probe . dass wir ihn „gekauft“ hatten. Gabi.ohne finanzielles und arbeitsrechtliches Risiko auszuprobieren? Zugegeben. Gerhard zum nächstmöglichen Zeitpunkt fest einzustellen. Zwischenzeitlich ist er zum Verkaufsleiter aufgestiegen. zum Vorstellungsgespräch ein. animiert und zweisprachig. Als die Diskette in den Computer eingelegt war. einen Mitarbeiter vor der Einstellung .schon der Möglichkeit widerstehen. damit war es beschlossene Sache. Er wusste. Verkäufe getätigt und Kunden zufrieden gestellt. In dieser Unternehmensberatung arbeitet sie heute noch. Man lud die Absenderin. der eine Diskette mit dem Vermerk „Virengeprüft“ enthielt. Gut beraten In der Grafikabteilung einer weltweit tätigen Unternehmensberatung wurde ein Projekt-Grafiker zum Einsatz in verschiedenen Studienprojekten gesucht. -182- . was er wollte. dass wir gar nicht wussten. spielte sich ein wahres Feuerwerk an animierter Präsentation ab! Die Bewerbung war gestaltet wie eine Präsentation der Unternehmensberatung.

Sie speicherte ihre Bewerbungspräsentation auf Diskette. in einer solch renommierten Firma anzukommen. Sie überlegte sich folgende Strategie: In einer Unternehmensberatung gibt es so genannte Layoutstandards. aus dem Rahmen des Üblichen fallende Weise. hat uns ihre schnelle Auffassungsgabe gefallen. Sie beherrschte außerdem die von uns verwendeten Grafikprogramme und war mit unseren Standards vertraut. Wenn sie diese bereits beherrschen würde und noch dazu die passenden Programmkenntnisse hätte. dass sie dazu in der Lage ist . Als wir Gabi persönlich kennen lernten. nach denen Berichte und Schaubilder gestaltet werden. Doch für uns verblüffend war der kreative Einsatz unserer Layoutstandards. Wir bemerkten. So gestaltete sie die Bewerbung unter Verwendung der Präsentationsstandards in Deutsch und Englisch mit einigen witzigen Animationen obendrauf. Wir sind darauf angewiesen.wichtig für einen Grafiker. um die Chance zu bekommen. dass die Art unseriös gewesen ist. Dies alles verringerte die Einarbeitungszeit -183- . dann wäre sie mit ihrer Ausbildung zur Grafikerin und ihrer vierjährigen Berufserfahrung die ideale Kandidatin.Strategie und Überlegung Es war Gabi klar. dass sie sich positiv von den Mitbewerbern abheben musste. damit viele Einzelheiten im Gedächtnis des Kunden haften bleiben. wobei wir nicht sagen wollen. der Studien beim Kunden begleitet und nicht in der Abteilung bei uns sitzt. dass unsere Präsentationen die erarbeiteten Informationen transportieren und das Kundeninteresse halten. dass die Bewerberin ein gutes grafisches Gespür besaß. Meinung des Personalentscheiders Eine durchaus akzeptable Kandidatin präsentierte sich auf eine kurzweilige. Diese Bewerberin hatte uns schlüssig bewiesen. Also frisch ans Werk: Gabi erfragte die Layoutstandards und die Namen der verwendeten Programme bei einem ihr bekannten Consultant dieser Unternehmensberatung. prüfte diese auf Computerviren und schickte sie ab.

und entschied sich für ein Kuvert in einem ungewöhnlichen Format. Klar. dass wir uns für diese Bewerberin entschieden. wie ihre Bewerbung auf seriöse Weise auffallen könnte. einen quadratischen Umschlag größer als DIN-A4-Papier zu finden. nahm einige Zeit in Anspruch. denn das Pharmaunternehmen. Als nun ein weltweit agierendes Unternehmen einen Produkt-Sachbearbeiter für neue Geschäftsfelder suchte. Strategie und Überlegung Nicole überlegte. ging eine auffallende Bewerbung ein. Weiterhin verwandte sie -184- . Die Suche nach einem Grafiker.erheblich und sparte uns eine Menge Zeit und Geld. die sie allesamt als zu „poppig“ verwarf.nein. der ihre Zeugnisse auf ein quadratisches Papier vergrößern und kopieren konnte.praktisch . das Papier. Sie überzeugte und bekam die Stelle. Warum? Sie war nicht im üblichen DIN-A4-Format gehalten . Der Aufwand. Quadratisch . die Zeugniskopien! Diese Bewerbung zog die Aufmerksamkeit sofort auf sich. Sie ließ sich viele Varianten durch den Kopf gehen.gut In der Pharmabranche sind gut dotierte Stellen in der Verwaltung rar und heiß begehrt. jedoch ziemlich konservativer Arbeitgeber bekannt. im wahrsten Sinne des Wortes: Denn sie fiel dauernd aus dem Stapel der noch zu bearbeitenden Unterlagen. war erheblich. Das Wissen und die Vorbildung der Bewerberin entsprachen den Anforderungen und sie wurde als Erste zum Vorstellungsgespräch eingeladen. sie war größer und quadratisch: der Umschlag. das inseriert hatte. Sie hat sich in der Zwischenzeit zur Leiterin der Grafikabteilung weiterentwickelt. war unter Insidern als sehr guter.

Das hat uns wieder versöhnt und wir waren neugierig zu sehen. Dann noch dieser komische Umschlag. In der Stellenanzeige stand unter anderem der Satz: „Zeigen -185- . mehr aktiv am Geschehen teilzunehmen. statt überwiegend am Schreibtisch zu recherchieren. weil er dauernd aus dem Stapel fiel. das ab und zu aufblitzte. Michael. Meinung des Personalentscheiders Wir bekamen immens viele Zuschriften auf dieses Inserat und sind in Bewerbungen fast erstickt. die Chemie stimmte und wir stellten sie ein. Vom sitzenden Redakteur zum rollenden Reporter Die Mitgliederzeitschrift eines Automobilclubs suchte einen Reporter. Er wünschte sich. wer sich hinter dieser Kombination aus fachlicher Qualifikation.sehr viel Mühe auf das Anschreiben. Listigkeit und ein bisschen Frechheit verbirgt. Sie hat uns gefallen. Als Nicole zum Vorstellungstermin kam. um zu vermeiden. Der Begleitbrief war gewinnend formuliert und die Qualifikation von Nicole stimmte auch. Den anderen Bewerbern haben wir gleich abgesagt und uns damit eine Menge unnötiger Arbeit erspart. Also haben wir sie vor allen anderen eingeladen. war sie konservativ gekleidet und wirkte im Gespräch sachlich und konventionell. dass sie und ihre Bewerbung „in die falsche Schublade gesteckt werden“. Nur das Funkeln in ihren Augen. bisher als Buchredakteur tätig. Wir waren richtig genervt. Deshalb haben wir diese Unterlagen auch gleich aus dem Stapel gezogen und angesehen. verriet ihren hintergründigen Humor. war mit seiner Aufgabe nicht mehr zufrieden.

hat er zielstrebig umgesetzt.“ Michael nahm diesen Satz wörtlich und schrieb eine vier Seiten lange Reportage über sich selbst und seine Beweggründe. Er überzeugte.Rollentausch vom passiven zum aktiven Berichterstatter . wie wir ihn meinten. Selbstverständlich fügte er seinen Lebenslauf. hinterfragte sich selbst und kam zu einem Ergebnis. Es hat uns beeindruckt. Er hat sich stark am Stellenangebot orientiert.Sie uns gleich mit Ihrer Bewerbung. sich vom Redakteur zum Reporter zu verändern. Strategie und Überlegung Michael spürte die Unzufriedenheit mit seiner Position als Redakteur. bekam den Job und hat sich als „rollender Reporter“ zwischenzeitlich einen guten Namen gemacht. Zeugnisse und sein Foto bei. warum dieser Job zu ihm passt und er ihn haben will. Dieses Ergebnis .vollkommen unüblich. was Sie können. dass er als einziger den Anzeigentext so verstanden hat. da Bewerbungsschreiben nicht länger als eine Seite sein sollten spiegelte seine Kompetenz und gleichzeitig seine Neigung wider. Als wir die vierseitige Arbeitsprobe im Sinne einer Bewerbungsreportage bekamen. haben wir uns den Bewerber als Ersten angesehen. Sein vierseitiges Bewerbungsschreiben . Meinung des Personalentscheiders Alle anderen Bewerber hatten die üblichen Arbeitsproben mitgeschickt. Er ging diesem Gefühl nach. Im Gespräch hat er schlüssig argumentiert. Die „Reportage“ Diese Bewerbung wurde mir in anonymisierter Form zugesandt. eine Liste von ihm veröffentlichter Bücher. Er hat uns überzeugt und wir haben unsere Entscheidung nie bereut. Ich halte ein ähnliches Vorgehen auch in anderen Bewerbungssituationen für Erfolg versprechend und möchte -186- . Entsprechend hoch war der Arbeitsaufwand in unserer Abteilung beim Sichten der Bewerbungen.

. Nur kam alles ganz anders. streiche die Falten auf meiner Stirn glatt und entspanne. Fingerspitzengefühl. Da kratze ich mich erst mal nachdenklich am Hinterkopf. Was war das? Also schnell zurück und suchen. denke ich plötzlich hellwach und beeile mich.. No problem! Schon gar nicht für einen Profi.. schießt es mir durch den Kopf. Kreativität. Rechnungen. als ich jenen Verlag verließ.ADAC“.. ah... als es unvermittelt am Briefkasten raschelt. Nanu. in dem ich mein journalistisches Handwerk erlernte.Ihnen den Wortlaut der „Reportage“. Also nichts! Oder doch? Nach der zweiten Tasse Kaffee fällt mir beim Durchblättern das Wort „Reporter“ ins Auge und obwohl schon längst beim Feuilleton angelangt. nicht vorenthalten: Sehr geehrte Damen und Herren der Personalabteilung. Aber eine spannende Bewerbung ist mir bislang weder untergekommen noch habe ich je eine verfasst. assoziiere ich auf meinem geistigen Bildschirm plötzlich „Reporter . „Zeigen Sie uns gleich mit Ihrer Bewerbung.. Tatsächlich! Auf der Seite 131 links oben lese ich es schwarz auf weiß. Vielleicht gibt's was Besonderes. schon so früh? Sonst bequemt sich der Postbote samstags nicht vor 11 Uhr. damals.“ Konsequentes Recherchieren.: Verhalten klingen neun Glockenschläge aus dem Nachbardorf herüber.-Redaktion. belanglose Drucksachen und. April. stütze mein vor Kreativität schier platzendes Haupt auf den abgewinkelten Unterarm.. Vielleicht hätten Sie es gerne so? 19. die Süddeutsche am Wochenende. Anfangs mehr -187- . was Sie können. den ich sehr amüsant finde. Durchsetzungsvermögen und auch noch spannende Schreibe sind gefragt. den Kasten zu leeren. liebe potenzielle Kollegen in der. Das wolltest du doch schon immer machen.

eine Charakterrolle anzubieten. aber verzeihen Sie.. Zeugnisse und andere gelebte und ungelebte Be.oder Verurteilungen verzichten kann?! Und jetzt dieses Angebot aus heiterem Himmel. Ich setze mich an die Schreibmaschine und tippe. Und er war gut. dessen Menschenkenntnis auf Diplome. Es ist wie mit Alain Delon: einmal Ganove . Wie anders ist da das Leben eines Reporters. Aber dann doch noch diese merkwürdige Aufforderung „Zeigen Sie uns gleich mit Ihrer Bewerbung. um ihm. immer Sachbücher.immer Ganove. Das Übliche.Zeitschriftenjournalismus. Nicht gerade langweilig. sehr gut sogar! Wie kann ich das alles nachfühlen. Ich hätte da etwas für Sie. Keine Recherchen vor Ort.. nur selten Primärinformationen aufspüren..“ Also fing ich dasselbe wieder von vorne an. Sie schreiben Sachbücher?“ „Ja. aber auch viel draußen ohne Berührungsängste den Menschen in seiner Umwelt erleben! Aber wo den Verleger. dann . was Sie können“. und ich mische intuitiv ein paar Funken Zuversicht darunter. aber irgendwie doch auf Dauer ermüdend und zu trocken. das Gewünschte. den Chefredakteur finden. dem auf ewig abgestempelten Komödianten. bislang Unverstandenes verständlich zu machen. den Puls des Lebens eher aus zweiter. bis jemand sich flexibel und weitsichtig genug zeigte. Auch am Schreibtisch. der einem unfreiwilligen Buchautor auch eine andere Rolle zutraut? Wo den Vorgesetzten finden.mehr Rechercheaufträge für Buchverlage. ich wollte eigentlich schon immer mal. Geboren? Selbstverständlich! Wann und wo und alles andere. Und Heinz Rühmann musste sehr alt werden. „Ah. -188- .ganz schleichend und unbeabsichtigt . Schließlich nur noch Sachbücher. Das.. Nein. Und so kommen Zeilen zustande.“ „Sehr interessant. wonach er sich zeitlebens gesehnt hatte. was es zu tippen gilt. die versuchen. verdammte Sachbücher. wenn nicht gar aus dritter Hand nur fühlen und aufzeichnen können. 21.

Am Schluss ihres „Bewerbungsmarathons“ bekam Lisa sogar noch einen höher -189- . hatte Lisa so viel Routine und Erfahrung im Bewerben. die auf ihrer Liste zwischen 80 und 100 standen.April.die Augen weiterhin auf die Unterlagen geheftet . Diesem Unternehmen gab sie die Nummer 1.. Dieser Zahl hatte sie das Unternehmen zugeordnet. folgt Fortsetzung live)... Der Leser wurde so durch ihre persönlichen Daten. für das sie am liebsten arbeiten würde. ohne sich durch Fließtext „quälen“ zu müssen.in die Tastatur (wenn gewünscht... München. Die ersten Bewerbungen sandte Lisa an die Unternehmen.. Diese Liste begann in dem Unternehmen.mit einer fahrigen Handbewegung den Telefonhörer. Ihre Bewerbungsunterlagen waren in Form von Flussdiagrammen aufgebaut. Ich würde mich sehr freuen. für die sie sich vorstellen konnte zu arbeiten. 10:45 Uhr: Herr Hans Hansmann greift zielstrebig aus einem Stapel Bewerbungen die eines gewissen Michael Müller heraus und beginnt zu lesen. Viele Grüße Michael Müller Übung macht den Meister Nach erfolgreichem Abschluss ihres Hochschulstudiums als Wirtschaftsingenieurin machte sich die in Bewerbungsdingen unerfahrene Absolventin Lisa eine Liste von 100 Unternehmen. Ausbildung und Berufserfahrung geleitet. das für sie die letzte Priorität besaß.. dass sie viele Anfangsfehler vermeiden konnte und locker auch die schwierigsten Situationen in den Vorstellungsgesprächen meisterte. tippt schließlich die Nummer. Anruf genügt. Nur ein kurzes Zögern noch und er sucht . Lisas Liste endete mit der Zahl 100. Sie bekam Einladungen zu Vorstellungsterminen und auch viele Absagen.. Als sie bei den Bewerbungen für die Unternehmen mit den Zahlen l bis 10 angekommen war.

für die sie am wenigsten gerne arbeiten wollte. rollte sie ihre Lieblingsunterne hmen von hinten auf. Um Erfahrung und Routine im Vorstellungsgespräch zu bekommen. als sie sich eigentlich vorgestellt hatte. Sie wirkte weder nervös noch unsicher und vertrat ihre Meinung klar und deutlich. Das heißt. Sie war nicht an einen Ort gebunden und fragte sich: Für wen will ich überhaupt arbeiten? Sie befasste sich intensiv mit den jeweiligen Unternehmen und den eigenen Erwartungen.vor allem als Frau in einer männerdominierten beruflichen Umwelt. um den optimalen Job zu bekommen. selbstbewusst und souverän. Die Zielunternehmen gewichtete sie auf einer Rangreihe von l bis 100. Meinung des Personalentscheiders Die Lockerheit und Offenheit der Bewerberin. wie sie den Personalsachbearbeitern die Arbeit erleichtern könnte. Über diese Bewertung setzte sie sich mit dem jeweiligen Unternehmen auseinander. ihren Aufstiegschancen . Strategie und Überlegung Lisa hatte ihr Diplom in der Tasche und entwickelte in Ruhe ihre Bewerbungsstrategie. Sie entwickelte die Bewerbung im Flussdiagramm-Stil und verhielt sich also extrem kundenorientiert. So lernte sie sehr viel über ihre eigenen beruflichen Bedürfnisse. mit dessen Philosophie. -190- . Bei der Gestaltung ihrer Unterlagen legte Lisa großen Wert auf leichte Lesbarkeit und befasste sich damit. gaben den Ausschlag für ihre Einstellung. die sich auch durch die kniffligsten Fragen nicht aus der Ruhe bringen ließ.dotierten Job. sie bewarb sich zuerst bei den Unternehmen. Sie zeigte keinerlei Scheu. die sie brauchte. Das Verhalten im Gespräch war aufmerksam. In den vielen telefonischen und persönlichen Bewerbungsgesprächen sammelte sie die Erfahrung. die sie an ihre Arbeitsstelle hatte. wenn man ihre Äußerungen hinterfragte und sie „auf den Prüfstand stellte“.

Sie überlegte. sondern eine auf sehr gutem Papier gedruckte Bewerbung als Bilanzbuchhalterin. Auf dem Geschenkanhänger stand ihr eigener Name. und sie wusste. Leider gab es aber auch dort keine Vakanz in der Buchhaltung. vor allem dann. und da erschien ihr ein Großunternehmen wie der Nahrungsmittelkonzern optimal. Erwartungsvoll öffnete die Personalleiterin die Holzschachtel und war sehr erstaunt: Der Inhalt war kein Geschenk. Strategie und Überlegung Ulrike befand sich in einer schwierigen Situation: Sie arbeitete für ein Unternehmen. obwohl es derzeit keine offene Stelle in der Buchhaltungsabteilung gab. wenn eine adäquate -191- . dessen Geschäfte zunehmend schlechter liefen. keine Pralinen. das sie mit ihrer Bewerbung vermittelt hatte. welche Firma ihr einen weitestgehend sicheren Arbeitsplatz für die Zukunft bieten könnte. Die Bewerberin machte einen sehr gepflegten Eindruck und ihre Art entsprach dem Bild. dass nur eine „außergewöhnliche“ Initiativbewerbung in Betracht käme. wie sie erwartet hatte. Neugierig las die Personalleiterin die erstklassigen Referenzen und lud die Absenderin spontan zum Vorstellungsgespräch ein. Leider gab es in ihrer Stadt keine offenen Stellen und Ulrike wollte nicht wegziehen. an die man sich immer positiv erinnern würde. sich eine neue Stelle als Bilanzbuchhalterin zu suchen. Die Personalleiterin merkte sich die Bewerberin für die nächste frei werdende Stelle als Bilanzbuchhalterin vor und innerhalb von sechs Monaten war es dann soweit: die „Holzschachtel“ wurde eingestellt.Eine süße Bewerbung Die Personalleiterin eines Nahrungsmittelkonzerns fand auf ihrem Schreibtisch eine ansprechend dekorierte Holzschachtel. dass es höchste Zeit für sie war. Ulrike war klar. Sie war bemalt und trug eine hübsche Schleife.

dass es Vermutungen über den Zusammenschluss zweier Molkereien gibt. als eine adäquate Stelle frei wurde. würden jedoch liebend gerne nach Bayern umziehen: Dort zu leben und zu arbeiten.Stelle im Unternehmen frei würde. Schneller als der Markt oder: Träume werden wahr! Theodor arbeitet in der Milchwirtschaft in Norddeutschland. vertrauenswürdige Person mit der nötigen Fachkompetenz.und es hat sich gelohnt! Meinung des Personalentscheiders Eine so edle Blindbewerbung habe ich noch nie gesehen. kaufte eine größere Spanschachtel und bemalte sie so. Sogar ihre Zeugnisse und Referenzen kopierte sie darauf. Sie konnte recht gut malen und Spanschachteln zu gestalten war eines ihrer Hobbys. Kurzerhand schreibt Theodor beide Molkereien an und bewirbt sich für eine -192- . Sie verwendete außergewöhnlich schweres Papier für ihren Lebenslauf und das Anschreiben. obwohl wir keine Stelle anzubieten hatten. wie sie der Personalleiterin gefallen könnte. Ulrike war trotz der kreativen Art der Bewerbung eine seriöse. sofort eingestellt. ist für beide das Ziel ihrer Träume. und ich habe sie. Die Schachtel war zwar sehr weiblich aufgemacht. Das hat mich neugierig gemacht auf die Person. die dahinter steckt. Sie brachte den Geschmack der Personalleiterin in Erfahrung. wo sie sonst nur ihre Ferien verbringen. Seine Frau und er sind echte Friesen. aber in keinster Weise kitschig. Aus dem Wirtschaftsteil einer bayerischen Regionalzeitung erfährt Theodor. Die infrage kommenden Stellen scheinen alle besetzt. Einfach ist es allerdings nicht: Weder in den einschlägigen Fachzeitungen noch sonst wo sind Stellenangebote zu finden. Sie scheute also weder Kosten noch Mühen .

für welche der beiden Molkereien er arbeiten will! Strategie und Überlegung Theodor hat sich genau überlegt. dass seine Bewerbung vorgemerkt ist. Als sich dieser norddeutsche Kandidat dann persönlich vorstellte. In diesem Gespräch überzeugt Theodor mit seiner ruhigen und kompetenten Art beide Personalchefs. Den Schwerpunkt setzte er schon bei den Gesprächsvereinbarungen auf die Tatsache.sie arbeitet in unserer Verpackungsabteilung. Sie finden Einsatzmöglichkeiten für ihn . klar und verlässlich. Danach hat er die Adressen und Ansprechpartner in beiden Molkereien recherchiert und die Gesprächstermine für die Zeit während seines Urlaubs vereinbart. Seine Frau haben wir auch gleich engagiert .möglicherweise frei werdende Stelle. hat uns seine klare. Als er und seine Frau wieder nach Bayern in Urlaub fahren. dass er relativ problemlos umziehen könne und seine Frau diesen Entschluss nicht nur begrüßt. So abonnierte er die Regionalzeitung. welche Ressourcen ihm außer den regulären Stellenangeboten noch zur Verfügung stehen. Er passt einfach zu uns . Er bekommt ein kurzes Bestätigungsschreiben.soll einer sagen. mit der er das Gespräch führte.ruhig. Beide haben sich gut integriert . Er hat in seiner Firma um Urlaub gebeten. Bayern und Norddeutsche vertragen sich nicht! -193- . in der alles Wissenswerte aus dem Landkreis stand. ruhige Art beeindruckt und die Gelassenheit. der ihm von seinen Ferien her vertraut war und in dem er leben wollte. so dass uns eine Zusammenarbeit höchst wünschenswert erschien. sondern sogar forciert. vereinbart Theodor telefonisch mit den Personalabteilungen beider Molkereien einen kurzen Besuchstermin.und er kann sich aussuchen. Meinung des Personalentscheiders Eigentlich hatten wir keine zu besetzende Stelle. Dann ist Funkstille.

Engineering by Video Reinhard. Weiterhin fügt er einen 15minütigen Videofilm bei. Seine authentische Selbstdarstellung hat jedoch ausreichend Entwicklungspotenzial erkennen lassen. obwohl er noch nicht in vollem Umfang über die gewünschte Berufserfahrung verfügt. das ihn als High Potential positioniert. dass Unternehmen und Mitarbeiter letztendlich zueinander passen werden. In den normalen schriftlichen Bewerbungsunterlagen stellt er seine fachlichen Fähigkeiten in den Vordergrund. sowohl in fachlicher als auch in persönlicher Hinsicht. In beiden darauf folgenden Vorstellungsgesprächen kann Reinhard sowohl den Fachvorgesetzten als auch den Personalchef davon überzeugen. sich für ihn als Mitarbeiter zu entscheiden. bewirbt sich blind (also ohne dass die Firma eine offene Stelle ausgeschrieben hätte oft auch Initiativbewerbung genannt} als Software-Entwickler bei einem Hersteller von Industriecomputern. Dann zeigt die Kamera kurz auf den Geschäftsbericht des Computerherstellers -194- . warum er ausgerechnet bei diesem Computerhersteller arbeiten möchte. Somit konnte Reinhard überzeugend den Eindruck vermitteln. Er sitzt entspannt in seinem Arbeitszimmer vor seinem PC und erzählt vor laufender Kamera über sich. wenn ihm nicht etwas Besonderes einfiele. Er befürchtet. in dem er sich persönlich vorstellt und gleichzeitig dezidiert darauf eingeht. dass seine Blindbewerbung abgewiesen würde. dass es für das Unternehmen ein Gewinn ist. Er wird für eine frei werdende Position eingestellt. Strategie und Überlegung Als Hochschulabsolvent verfügt Reinhard noch nicht über die Fachkompetenz eines „alten Hasen“. ohne langweilig zu werden. und das etwa fünf Minuten lang. ein Hochschulabsolvent. Also stellt er per Videofilm seine Persönlichkeit in den Vordergrund.

was er über dieses Unternehmen weiß und warum er ausgerechnet da arbeiten will. doch die Verdienstmöglichkeiten sind beschränkt. Er verspricht über seine fachliche Eignung hinaus einen „value added“ für das Unternehmen.und Reinhard sagt. Meinung des Personalentscheiders Neben der fachlichen Eignung des Hochschulabsolventen hat letztendlich überzeugt. die er anführte. um genau bei uns eine Stelle zu bekommen. Er ist mit seiner Tätigkeit zwar zufrieden. ein Haus bauen und dann eine Familie gründen. Die hat er dann abgeschickt. was er dem Unternehmen zu bieten hat und warum gerade er für eine frei werdende Stelle berücksichtigt werden sollte. Zwischen der persönlichen Darstellung im Videofilm und dem Auftreten in den beiden Vorstellungsgesprächen war keine Diskrepanz. Die Gründe. dass er authentisch war. Es ist die Zeit der Liberalisierung des Telefonmarktes und ein großer internationaler Anbieter sucht dringend fest angestellte Außendienstler. Diese Planung aber funktioniert nur dann. Die Aufstiegs. Er -195- . Damit waren die persönliche Eignung und die Identifikation mit dem Unternehmen unter Beweis gestellt. In klar formulierten Sätzen fasst er am Ende zusammen.und Verdienstchancen sind wesentlich besser als bei Haralds jetzigem Arbeitgeber. wenn Harald einer höher bezahlten Job findet. waren schlüssig. Bei Anruf Job! Harald ist Außendienstmitarbeiter eines weltweit tätigen Medienkonzerns. bevor die endgültige Fassung aufgenommen wurde. Er war sich seiner Stärken und Potenziale deutlich bewusst und hat sie klar formuliert. Selbstverständlich hat Reinhard im Vorfeld ein Drehbuch für sein Video erfasst und seinen Videoauftritt mehrmals geübt. Seine Freundin und er wollen heiraten.

und ersinnt eine klevere Strategie: Er ruft bei der Servicenummer des Telefonanbieters unter dem Vorwand an. die ihm eine Absichtserklärung unterschreiben. Die Entwicklungs. Der Telefonanbieter hat den Ruf. ihm die Informations. Diese überprüft er akribisch auf Kundennutzen wie Kostenersparnis. Bekannte und interessierte Kunden. allerdings mit dem Vorbehalt.und Verdienstchancen sind gut und der Markt fängt an zu boomen. Harald empfindet das teilweise schon als Gängelei und wünscht sich mehr Gestaltungsfreiheit in seiner Arbeit. und erzählt ihnen von seinen Karriereplänen. fragt er Freunde. -196- . Erst dann werden diese Absichtserklärungen in Verträge umgewandelt.und einem kleinen Extra: Harald kann seinem Anschreiben zehn Absichtserklärungen potentieller Kunden beifügen. Das Wort „Empowerment“ gehört für den englischsprachigen Konzern nicht nur zum Wortschatz. ob sie eventuell ihren Telefonanbieter wechseln möchten. tarifliche Flexibilität und so weiter. das er nicht der einzige Bewerber sein wird. seinen Anschluss wechseln zu wollen. Entsprechend begehrt sind diese Stellen. optimale Voraussetzungen für eine Tätigkeit im Außendienst.und Vertragsunterlagen zu schicken. die ihren Telefonanschluss wechseln würden. So findet Harald zehn Interessenten. sondern wird auch im Tagesgeschäft praktiziert. Harald bittet die Call-Center-Mitarbeiterin. seinen Mitarbeitern weitgehend freie Hand zu lassen. Strategie und Überlegung Die Mitarbeiterfü hrung des Medienkonzerns ist sehr eng. dass er ihr Außendienstmitarbeiter wird. Die Mitarbeiter haben wenig Freiraum bei der Gestaltung ihrer Arbeit. Harald weiß. Als er sich von der Qualität der angebotenen Tarifprodukte überzeugt hat. sobald Harald als Außendienstmitarbeiter des Telefonanbieters die Verträge abschließt.bewirbt sich mit den üblichen Unterlagen .

die einem Vertragsabschluss gleichkommt. Vor allem das Internet interessierte ihn sehr. Bitte lassen Sie mich diesen Job machen!“ Der Personalreferent gab ihm eine Chance und ließ ihn zwei Tage lang probehalber die Hotline-Fragen beantworten.noch dazu ohne Bezahlung -. Es erfordert schon einigen Drive. bevor es Personal von außen rekrutierte. das fanden wir echt stark. Tagsüber arbeitete er als Lagerarbeiter in einem großen Unternehmen.Meinung des Personalentscheiders Der Mann hat wirklich Mumm! Im Vorfeld bereits so viel Engagement zu entwickeln . Viele Abende und Wochenenden verbrachte er in EDV-Kursen. handelte er ganz spontan. das seine Stellenangebote erst intern am schwarzen Brett bekannt gab. wie etwas zu tun -197- . Wir haben Harald logischerweise sofort eingeladen und ihn dann auch gleich eingestellt. In dieser Zeit bewies Ralf sein Können. Sie dann noch zu einer Unterschrift unter eine Absichtserklärung zu bewegen. Kurz entschlossen marschierte er in seiner Lagerarbeitermontur direkt zum verdutzten Personalreferenten und sagte: „Ich beherrsche alle hier eingesetzten PC-Programme. ist eine wunderbare Fähigkeit. dass für die interne PCSupport-Hotline ein Mitarbeiter gesucht würde. Menschen für ein Produkt zu begeistern. Er hat sein Hobby zum Beruf und den Sprung vom Lagerarbeiter zum Hotliner gemacht! Strategie und Überlegung Als Ralf die Stellenausschreibung las. Eines Morgens las er dort. Er dachte nicht lange darüber nach. Vom „hot job“ zur Hotline Ralfs großes Hobby war sein Computer.

Als ich ihn bat. Zwar wollte sie schon immer in ein kleines. in meinem Textverarbeitungsprogramm einige Einstellungen zu ändern und er das im Nu erledigte. In der Gastronomie werden immer Kräfte gesucht. Trotz der vielen Fortbildungs. Erlebnisgastronomie Stephanie hat gerade ihren Job als Leiterin eines Steakhauses verloren und ist entsprechend deprimiert. Auf der Fahrt dorthin besprachen sie Stephanies weitere Berufsplanung. war den Versuch wert. Dass er diese Chance allerdings erhielt. konnte ich zuerst nicht glauben. vor allem wenn man so präzise Vorstellungen hat wie Stephanie. dass er alle bei uns eingesetzten PC-Programme beherrsche. hatte mit dem Job nicht direkt zu tun: Der Mut und die Chuzpe. fand ich. nahm ich ihm seine Behauptung schon eher ab.und Entwicklungsmöglichkeiten wollte sie nie wieder für eine Restaurantkette arbeiten. Die selbstsichere Behauptung. Ein Grund. Um sie zu trösten und aufzubauen. Ich konnte gar nicht anders. lud ihre Freundin sie in ein sehr edles Lokal in der näheren Umgebung ein. Meinung des Personalentscheiders Die Bestimmtheit von Ralfs Auftreten hat mich überrascht. jetzt oder nie! Mit dieser Zielstrebigkeit und Unbeirrbarkeit hätte ihn auf seinem Weg zum Personalreferenten niemand aufhalten können. sondern wusste intuitiv: Dies ist meine Chance.sei. die hinter so einem Vorstoß steckt. doch die Positionen für Restaurantleiter sind relativ dünn gesät. warum sein unangemeldeter Vorstoß erfolgreich war. aber die Schließung der Filiale der Steakhauskette traf sie trotzdem unvorbereitet. und das als Lagerist. als ihm die Chance zu geben. der Hotelbetrieb sagte ihr auch nicht -198- . feines Restaurant wechseln.

der aufsteht und die Tische abräumt.und sich dann im Gespräch als qualifizierte Gastronomiefachfrau entpuppt. gehobenes Restaurant managen. dass Tische unabgeräumt blieben und das Servicepersonal hoffnungslos überlastet war. ob es nicht an der Zeit wäre. wird. lächerlich wirken. Stephanie dachte nicht lange nach. stellte er sie sofort ein. traute Stephanie ihren Augen nicht: Genau so sah ihr Traum-Restaurant aus! Ihre Begeisterung legte sich etwas. das war ein Fingerzeig des Himmels. Als sie nach zehn Minuten Autofahrt das Lokal betraten. Ich hatte mit der Küche vollauf zu tun. das gute Gäste anzog. sie stand auf und räumte die Tische ab. Strategie und Überlegung Viel überlegt beziehungsweise strategisch geplant hat Stephanie kaum. Ein normaler Gast.zu. Dass in dieser Situation ein Gast spontan einspringt . Sie wollte ein überschaubares. Unsere Tische waren trotz Urlaubsze it komplett reserviert und die Hälfte des Personals fiel der Sommergrippe zum Opfer. Ich hatte schon häufiger darüber nachgedacht. einen Chef de Service zu suchen. dass sie „vom Fach“ war. so dass ich mich ausschließlich auf die -199- . keine meiner Hilfskräfte konnte ich für den „Notfall-Service“ entbehren und von unseren Aushilfen war auch keiner zu erreichen. als sie sah. der das Restaurant managt. wenn er sich ungeschickt anstellt. dass seine beiden Kollegen überraschend ausgefallen waren und so schnell keine Aushilfe gefunden werden konnte. Sie handelte nach außen hin spontan . Als er erfuhr. half ungemein. dass Stephanie auf der Suche nach einem neuen Job war. den er selbst servierte. Bei der Bestellung erfuhren sie vom gestressten Kellner.doch die Tatsache. Meinung des Personalentscheiders An diesem Abend war die Hölle los. Der Inhaber und gleichzeitig Koch des Restaurants bedankte sich mit einem Digestif.

andere um Rat zu fragen oder um Hilfe zu bitten. und war glücklich.Küche konzentrieren könnte. dass sie Übereinstimmungen aufweisen: → Alle Bewerber haben sich etwas Außergewöhnliches überlegt. das Restaurant zu managen. → Sie waren kreativ. die ich sehr schätze. die Geschichten sind wirklich so passiert und die geschilderten Bewerber haben wirklich die beschriebene Stelle bekommen. damit ihre Bewerbung aus den anderen hervorstach und auffiel. Seitdem meine Frau durch die Kinder nicht mehr mitarbeitet. → Durch die Bank hat sich jeder Kandidat selbstbewusst verhalten bei der Entwicklung seiner Strategie wie auch in den jeweiligen Vorstellungsgesprächen. Was alle Beispiele gemeinsam haben Alle diese Beispiele sind echt . denn Zivilcourage ist eine Voraussetzung für ausgefallene Bewerbungen. zeugte von einer zupackenden Einstellung . Sie waren innovativ. Das Verhalten. indem sie statt der allgemeinen Trampelpfade ihren eigenen Weg gingen. Warum wohl? Wenn Sie die Beispiele sowohl mit Vergnügen als auch mit Aufmerksamkeit gelesen haben. mag Ihnen aufgefallen sein. Trotzdem -200- . Also bot ich ihr ebenso spontan an. hing der gesamte Betrieb an mir. was für Sie am besten ist und diese mögen sich nicht immer mit Ihren eigenen Gedanken decken.das heißt. und. → Sie haben sich nicht gescheut. last not least. sie ließen sich etwas einfallen.eine Charaktereigenschaft. als sie akzeptierte. sie waren mutig. Freunde und Familie haben zwar ihre eigenen Vorstellungen darüber. das Stephanie durch ihre spontane Hilfsaktion gezeigt hat.

wenn Sie um Hilfe bitten: Formulieren Sie Ihre Anfrage bitte so genau wie möglich. egal wie toll oder qualifiziert er ist. → Jeder Bewerber hat sich vorher zumindest gedanklich mit seinem potenziellen Arbeitgeber auseinander gesetzt und war über das Unternehmen so gut wie möglich informiert. vorausgesetzt. worum es geht und warum er helfen soll. Eine „08/15Bewerbung“ kann sich heute niemand mehr leisten. weil Sie daraus Fragen zur Entwicklung Ihrer eigenen Strategie ableiten können: → Welche Potenziale schlummern in mir? → Was ist es. die Meinung anderer einzuholen. Sicherlich werden Sie noch andere Übereinstimmungen herausfinden. Sie prüfen genau. und sich nicht ablenken ließen. aber die oben genannten halte ich für besonders wichtig. gehört zu den wichtigsten Aspekten Ihrer Bewerbung. wenn ich diesen Job dann auch -201- . wenn er versteht. Dass Sie sich über Ihren zukünftigen Arbeitgeber schlau machen.schadet es nicht. → In allen Geschichten kam klar zum Ausdruck. was sie wollten. denn der andere kann nur helfen. dass die Bewerber genau wussten. Das Gleiche gilt. ob die gemachten Aussagen Ihnen wirklich weiterhelfen. was gerade mich unverwechselbar macht? → Wo stehe ich mir selbst im Weg und warum tue ich das? → Wie stelle ich mir meine berufliche Zukunft vor? → Will ich diesen Job wirklich und warum? → Wie kann ich auf angenehme oder dezent provokante Weise die Aufmerksamkeit auf meine Bewerbung ziehen? → Was passiert.

ob dieser Berater/Coach Sie wirklich weiterbringen kann. wo es mal weniger glatt oder einfach geht. als dass Chancen und Lernmöglichkeiten da lauern. Ihr Potenzial weiterzuentwickeln das bedeutet.bekomme? Falls Sie Bedenken haben oder sich über den einen oder anderen Punkt Gewissheit verschaffen wollen. so scheuen Sie sich nicht.vergessen Sie nicht: „Jede Schwierigkeit ist eine Chance in Arbeitskleidung“. In diesem Markt hat sich die Spreu noch nicht vom Weizen getrennt. Es gibt Karriereberater und auf berufliche Zielerreichung spezialisierte Coachs. Wenn es Ihnen eher darum geht. Veränderungsprozesse begleitet und gute Kontakte zur Wirtschaft hat. Ihre Schwächen „auszumerzen“ -. außer man tut es!“ Ich wünsche Ihnen viel Glück und gute Einsichten auf Ihrem Weg . sollten Sie sich jemand suchen. Genug der Theorie. Es geht immer nur um das Eine: nämlich das Tun! Ganz banal gesagt: „Es gibt nichts Gutes. was nichts anderes heißt. dass Sie eher an Ihren Stärken arbeiten als sich damit beschäftigen. der im Einzeloder Gruppencoaching Potenzialentwicklung anbietet. Bei der Auswahl achten Sie außer auf Ihren Geldbeutel bitte vor allem auf Ihr Bauchgefühl. bezahlte Helfer in Anspruch zu nehmen. -202- .

die ankommen. Claus Peter: Fit 4 USA. Gondrom 1998 Müller-Thurau. Eichborn 1998 Leger.. Individuell und treffend formulieren. So wird der USAAufenthalt zum Erfolg. Gezielt zum neuen Job.: 1003 Wege Karriere zu machen. Was will ich? Was kann ich? Wie erreiche ich mein Ziel?. Jürgen/Schrader. Bernd: Praktikum in USA und Kanada. Fit for Business 2000 List. Studium. Campus 1999 Hesse. Praxis-Tipps für Job.und Aufsteiger. Richard Nelson: Durchstarten zum Traumjob. Um. David F. Fit for Business 2000 Manekeller. mvg 2001 Vollmer. Praktikum. Campus 1996 List. Fit for Business 2000 -203- . Fit for Business 1999 Rye.Anhang Literaturverzeichnis Bewerbung allgemein Bolles. Verwirklichen Sie Ihren Traum vom Beruf. Wolfgang: Außergewöhnliche Bewerbungen. Wie Sie schon bei der Präsentation Pluspunkte sammeln. Der Leitfaden für die erfolgreiche Bewerbung. Karl-Heinz: Kreative Jobsuche. Hans Christian: Die perfekte schriftliche Bewerbung. Karl-Heinz: Bewerbungsbriefe. Schule. Marianne: Raus aus dem Haus: Bewerbungstraining für Mütter. Das Bewerbungsbandbuch für Ein-. Weiterkommen mit der richtigen Selbst-PR.

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