Claudia Nuber

Auffallend gut
Außergewöhnliche Bewerbungen, die überzeugen

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Jeder möchte den Traumjob bekommen, den er sich wünscht. Auffallend gut basiert auf konkreten Vorstellungen der befragten Unternehmen und auf wahren Beispielen erfolgreicher Bewerbungsstrategien.
ISBN 3-478-74220-X 2002 verlag moderne industrie Umschlaggestaltung: Grafikhaus, München Umschlagabbildung: ZEFA

Dieses E-Book ist nicht zum Verkauf bestimmt!!!

Buch
Jeder möchte den Traumjob bekommen, den er sich wünscht. Auffallend gut basiert auf konkreten Vorstellungen der befragten Unternehmen und auf wahren Beispielen erfolgreicher Bewerbungsstrategien. Sie werden aufgefordert sich mit sich selbst auseinander zu setzen, sich Ihrer eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu werden, sich zu orientieren und wenn nötig auch mit einem Schuss Frechheit Ihr berufliches Fortkommen eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen.

Autor

Claudia Nuber ist Management Coach und Unternehmensberaterin. Seit 1992 leitet sie erfolgreich ihre Beratungspraxis CN CONSULT® in München. Sie ist gefragte Referentin für namhafte Unternehmen und Verbände und führt Seminare und Coachings für Einzelpersonen und Unternehmen mit folgenden Schwerpunkten durch: berufliche Potenzialentwicklung, Veränderungsmanagement, Integrationsprozesse bei Unternehmenszusammenschluss und Firmennachfolge. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.cnconsult.de.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort - Team ist alles!...........................................................8 1 Wie alles begann ...................................................................9 Worum geht es in diesem Buch?....................................... 10 2 Wie finde ich die richtige Firma und wie findet die Firma die richtigen Bewerber? ................................................................ 14 Mitarbeiterrekrutierung aus Sicht der Unternehmen ......... 15 Der Wunschkandidat und worauf geachtet wird ................ 19 Der erste Eindruck - die Bewerbungsmappe..................... 21 Das Vorstellungsgespräch - Stress hoch zwei.................. 24 Gebündelte Aussagen: Was Unternehmen wirklich wollen ..................................... 28 3 Auffallen aber gut! ................................................................ 30 Was heißt auffallen? .......................................................... 30 Auf die richtige Dosis kommt es an! .................................. 34 Wer bin ich? ....................................................................... 36 4 Persönliche Voraussetzungen, um erfolgreich aufzufallen . 38 Die Inventur „Wer bin ich und was kann ich?“ ergibt Ihr Inventar............................................................................... 39 Was fange ich mit all meinen Gaben an? .......................... 46 5 Der Weg ist das Ziel oder umgekehrt? ................................ 52 Das Ziel - ein neuer Job! .................................................... 52 Die Routenplanung ............................................................ 56 Die Schlaglöcher auf dem Weg ......................................... 59 6 Blindbewerbungen können erfolgreich sein! ....................... 65 Initiative zeigen - sich unaufgefordert bewerben! .............. 66 7 Stellenanzeigen und ihre Tücken ........................................ 74 Stellenanzeigen, die ihr Ziel erreichen .............................. 76 Personalberatungen - Freund oder Feind? ....................... 79 8 Be-Werben am Telefon die Stimme macht's! ..................... 84 Ein Muss - der Gesprächsleitfaden.................................... 85 Mit Charme und Stil zum Ziel ............................................. 87

......und an den (Job-)Speck....................... 141 Wie geht es weiter?......................................................................... 101 Der Bewerber als Berater ...................... 117 12 Einladung zum Vorstellungsgespräch oder Absage? .....................................ein Sahnehäubchen .............................................................................. 91 Online-Date mit einer Firma?.................... 120 13 Hurra-Sie sind zum Vorstellungsgespräch eingeladen! ................................................................ 146 Nutzen Sie die Zeit! ........................................ 104 11 Die Bewerbungsmappe ........................ 123 Die richtige mentale Einstellung bringt's!............... 149 ............ 110 Das Qualifikationsprofil ......... 99 Es kräht der Gockel auf dem Mist ein jeder doch verschieden ist! .......am besten ganz persönlich! ............. 143 Besonderheiten bei Vorstellungsgesprächen...................... 127 14 Darf ich vorstellen? ........................................................................... 100 Worauf es beim persönlichen Anschreiben wirklich ankommt... 108 Inhalt und Reihenfolge .............eine heiße Job-Fundgrube? ................. was glänzt .... 97 10 Das Anschreiben .............. 149 Warum wurde mir abgesagt?...................................................................kurz und aussagekräftig ......................................................... 91 Ran an die Maus ............................................................................... 148 16 Die Würfel sind gefallen ................................. 133 Monolog oder Dialog?............................................................................................................... 145 Die Qual der Wahl... 114 Die vollständige Bewerbungsmappe ............................................................ 134 Was interessiert das Unternehmen an potenziellen Mitarbeitern? ..................... 94 Auch das Netz hat seine Regeln! ........................ 143 15 Das lange Warten . 109 Der Lebenslauf ............................................................. 119 Die Bewerbungsunterlagen kommen zurück............. 138 Informationen.........9 Das Internet .................................................... 95 Es ist nicht alles Gold........................................ 122 Mythos „Erster Eindruck“...................... 140 Das Thema Geld .................... die Sie bekommen sollten .

............................................. 203 Literaturverzeichnis . 156 18 Fallbeispiele ................ 158 In der Kürze liegt die Würze!............................................Ring frei zur nächsten Runde! ....................... 189 Eine süße Bewerbung.................. 203 ................................ 153 Der erste Arbeitstag .... 182 Quadratisch .................................................................................................................................................................................................................... 151 17 Tipps zum ersten Arbeitstag und für die Probezeit .......... 197 Erlebnisgastronomie ..................... 191 Schneller als der Markt oder: Träume werden wahr! ....................................... 192 Engineering by Video........ 158 Komplex = kompliziert?................................................. 184 Vom sitzenden Redakteur zum rollenden Reporter ................... 172 Das kann doch nicht Ihr Ernst sein! ........................................... 173 Leningrad Cowboy goes to Bank ................................................................gut................................................aber nicht hemdsärmelig! ........................... 164 Bewerben geht durch den Magen!....... 170 Bewerbung im Hemd ......................... 154 Die Probezeit....... 178 Möbelverkauf zum Nulltarif .......................................................................... 185 Übung macht den Meister.................................. 195 Vom „hot job“ zur Hotline .........................oder: Wie man es trotzdem schafft............................................................... 180 Gut beraten..................................................................... 198 Was alle Beispiele gemeinsam haben................................. 200 Anhang....................................................................... 166 Auch ein Bademantel kann entzücken! ........... 194 Bei Anruf Job! ......................................... 175 Steter Tropfen höhlt den Stein ......... 160 Mit Charme überzeugen!...................................................praktisch . 162 Auf Umwegen zum Ziel .......................................................................................

Dr. sei für ihre Offenheit und Zeit gedankt. dass dieses Buch so viele verschiedene Facetten des Bewerbungsprozesses aus ebenso vielen verschiedenen Aspekten beleuchtet.Heinz List. Nennen möchte ich den „Turbo-Anschub“. Die großzügige Unterstützung von Karl. prodomo JOB-BERATUNG in Hamburg. den ich von Mona Nebgen erhielt und ohne den dieses Buch wahrscheinlich nie geschrieben worden wäre. Den Unternehmen. Sie alle und die zahlreichen Ungenannten haben dazu beigetragen. die mir im Rahmen meiner Recherchen zu den außergewöhnlichen Beispielen zur Verfügung standen. Herbert Ost Mentaltraining in München und das begleitende Coaching meiner Literaturagentin Christine M. und den folgenden. viele hilfreiche Erkenntnisse und vor allem guten Erfolg auf der spannenden Reise zu Ihrem Job! Ihre Claudia Nuber -8- . zum Beispiel Lotus und E. Den vielen. Ich wünsche Ihnen Spaß bei der Lektüre. Huber sowie die Rückenstärkung durch Reinhard Gründer waren für mich als Erstautorin ein Geschenk. die ich als Kontributoren nennen darf: Rainhard Hahn von der Kirch-Gruppe.Vorwort . Siegfried Kapfer vom ADAC.Team ist alles! Bedanken möchte ich mich zuallererst bei den Menschen und Unternehmen. Kristin Gisbert in Frankfurt. die mich persönlich empfingen. die ungenannt bleiben möchten.ON. Karin Scheingruber von Motorola sowie Winfried Sturm von Force Computers.

Sie bat mich. die auf eine lange Karriere zurückblicken können und Lust haben. getan. Allerdings blieb da noch die Frage: Woher nehme ich die ausgefallenen Beispiele? In meiner Beratungspraxis hatte ich meine Klienten sicherlich immer auf ihre Individualität hingewiesen. ein Buch über außergewöhnliche Bewerbungen zu schreiben. umso mehr reizte es mich. wohin uns die Normalen gebracht haben! (George Bernard Shaw) Eines Tages erhielt ich einen Anruf von einer mir unbekannten Dame.aber so viel Ausgefallenes war meiner Meinung nach nicht dabei. dass ich direkt von den Personen.und durch die Lektüre dieses Buchs nun auch Sie . Und dann noch „aus dem Rahmen fallende“ Bewerbungen in einer Zeit der Standardisierung und Checklisten! Aber es war ein spannendes Projekt und je mehr ich mich mit den verschiedenen Aspekten von Ausgefallen-Sein auseinander setzte.und Karriereberaterin Anfang der 90er Jahre hatte ich mich schon lange zum Management Coach weiterentwickelt. sind ein paar verrückte Leute. die über eine Anstellung letztlich auch entscheiden. Also. Es folgten viele interessante Gespräche mit echten Fachleuten. aus ihrem Nähkästchen zu plaudern? Gesagt. Diese Dialoge hatten darüber hinaus den wunderbaren Nebeneffekt. was tun? Mitten in der Nacht kam mir dann der rettende Einfall: Warum interviewe ich nicht einfach Personalchefs. diese Herausforderung anzunehmen und diesen Ratgeber der besonderen Art zu schreiben.an ihrem reichen Erfahrungsschatz teilhaben ließen. denn von meinen Anfangszeiten als Bewerbungs. -9- .1 Wie alles begann Was wir brauchen. seht. Ich fiel aus allen Wolken. die mich . ihr Stärkenprofil mit ihnen erarbeitet und sie zu authentischen Bewerbungen veranlasst .

und das verunsichert uns. fein säuberlich nach Autorin oder nach Autor sortiert und immer wieder kommt ein neues hinzu. Dazu kommt. wir leben in einer Zeit. etwas „falsch“ gemacht zu haben. wie denn was zu machen ist. und im besten Fall denken wir sogar kurz darüber nach. in der die Negativmeldungen in den Medien die Positivmeldungen bei weitem übersteigen. Nur dann hat der Zweitplatzierte im -10- . die Dinge „richtig“ zu machen und wir uns fürchterlich blamiert oder gar wertlos fühlen. Und so haben wir den klassischen Fall geklönter Bewerbungen. deren Erfolg wir im Verlauf des Buches immer wieder kritisch hinterfragen werden. wenn wir glauben. Warum besteht zum Thema „Bewerben“ so ein großer Informationsbedarf? Ich denke.wie viele unserer Mitbewerber auch. verunsichert uns. es sei denn. und dann verfahren wir nach Schema F .erfahren konnte. Meterweise stehen die einschlägigen Bücher in den realen und virtuellen Buchläden. dass es für uns einen großen Stellenwert hat. wie sich die Firmen ihre Bewerber und Bewerbungen vorstellen und wünschen. dass es mehr Arbeitslose als offene Stellen gibt oder zu geben scheint. Wir besorgen uns Bücher. welche der vielen angebotenen Strategien die für uns persönlich passendste ist. Diesen Aspekt des Buches möchte ich Ihnen besonders nahe legen. Deshalb informieren wir uns. vom Unternehmen als Mitarbeiter abgelehnt zu werden. Denn auch der zweitplatzierte Kandidat wird die Position nicht bekommen. wenn Ihre Bewerbung erfolgreich sein soll und das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen! Worum geht es in diesem Buch? Der Markt für Bewerbungsratgeber boomt. der Favorit sagt ab oder versagt während der Probezeit. Mit unserer Bewerbung riskieren wir jedes Mal aufs Neue. Auch die Tatsache. die wir aufmerksam lesen.

die ich als Kind so liebte. Und stellen Sie sich vor. Frei nach Einstein: „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können. Voller Begeisterung und Elan treten Sie die neue Arbeit an. Die im Vorstellungsgespräch versprochene Eigenverantwortung entpuppt sich als pures Lippenbekenntnis und sogar die Büromaterialbestellung muss von oben genehmigt werden. Auch wenn Sie sagen können. Sie fühlen sich matt. gegen -11- . von dem er glaubt. es klappt wirklich: Aufgrund Ihrer Bewerbung werden Sie zum Vorstellungsgespräch gebeten. Oder das vielgepriesene Betriebsklima besteht aus Gleichmacherei und Rechthaben-Wollen. aber bitte bedenken Sie: Ein altes Sprichwort sagt: „Träume sind Schäume“. Das ist ganz okay so und Ihr gutes Recht. Das persönliche Kennenlernen ist ein Erfolg. Sie hören meistens da auf. Erst ist er sehr erstrebenswert: Er erscheint uns als der nächste glorreiche Schritt auf der Karriereleiter oder gar als Krönung unserer beruflichen Laufbahn. oder vielleicht doch? Mit dieser Frage werden wir uns intensiv auseinander setzen. als sie zerplatzten! Genauso ist es mit dem „Traumjob“. wo es wirklich spannend wird. aber wie traurig war ich. Dazwischen gibt es nichts. Beim Bewerben ist es wie im Spiel: Sie können gewinnen . man passt zueinander und ein Anstellungsvertrag wird geschlossen. das Gespräch läuft gut. zur Nummer l aufzurücken. Was ist geschehen? Möglicherweise werden Ihre Erwartungen nicht erfüllt. Sie haben sich gegen 250 Mitbewerber als Zweiter durchgesetzt. Jeder von uns wünscht sich den „Traumjob“. muss man vor allem ein Schaf sein!“ Auch die gelegentlichen Überstunden.oder verlieren. Mich erinnert das an die schönen schillernden Seifenblasen.Allgemeinen eine Chance. lustlos und vage unzufrieden. dafür qualifiziert zu sein und ihn zu verdienen. eine Erkenntnis. wenn Sie offen dafür sind. so haben Sie die Position nicht gewonnen .aber eine Erfahrung und. Doch dann: Nach einigen Wochen hat Ihre anfängliche Euphorie sichtlich nachgelassen.

Ebenso verhält es sich mit der Motivation: Das. Aus dieser Haltung heraus und unter dem Aspekt des Haushaltens mit den eigenen Ressourcen erscheint es mir für jeden Bewerber wichtig.der Traum ist vorbei. wenn Sie zugeben müssen. Das alles kann man dem Arbeitgeber zur Last legen. egal welchen“ auf Stellenanzeigen zu stürzen. wie er ist. Jeder Mensch hat etwas ganz Spezielles an sich oder bestimmte Fähigkeiten und Kenntnisse.bis 70-Stunden-Woche heraus. dass Sie sich geirrt haben und jetzt enttäuscht sind: Die Seifenblase ist geplatzt . stellen sich als permanente 60. die im ersten Augenblick verlockend erscheinen. als sich mit der Einstellung „Ich brauche einen Job. dieses Buch zu schreiben. lahmt den anderen. Meine persönliche Motivation. die ihn für eine bestimmte Aufgabe im Leben prädestinieren (von prä = vor und destinare = bestimmen). ist folgende: Jeder Mensch ist einzigartig und okay so. denn sie ist subjektiv und wird immer aus der Perspektive des Betrachters wahrgenommen. was den einen motiviert. sich Schritt für Schritt der neuen beruflichen Herausforderung anzunähern: § Wer bin ich? § Was kann ich? § Wo sind meine Stärken? § Was will ich? § Welchen Preis bin ich gewillt. dafür zu zahlen? § Was biete ich dem Unternehmen? Sich nach Klärung und Beantwortung dieser Fragen dann gezielt und wirkungsvoll zu vermarkten erscheint mir wesentlich sinnvoller.die kein engagierter Mitarbeiter ernsthaft etwas einwenden wird. Das Bewerben nach dem -12- . Guten Morgen und willkommen in der Realität! Für jeden Menschen ist die Wirklichkeit eine persönliche Realität. Viel schlimmer ist es allerdings. Sie sind aufgewacht. Menschen auf der Suche nach ihrer Unverwechselbarkeit zu begleiten ist immer wieder eine meiner vielfältigen Aufgaben als Coach.

seien Sie ausgefallen! -13- . Eine Information am Rande: Wussten Sie. Die Basis einer erfolgreichen Bewerbungsstrategie ist. Aus dieser persönlichen Inventur heraus entwickeln Sie Ihr Berufsziel. ein Absagebrief mache Ihnen nichts aus. so ist er doch ein „Nein“ und zeigt früher oder später seine Wirkung. dass der Umstieg auf eine ganz andere Leiter Sinn macht. seine Wünsche. sich klar zu werden. dafür zu zahlen. als Lob und Anerkennung anzunehmen? Diese Überlegung ist einen Gedanken wert. Auch wenn Sie glauben. So.das Spannendste liegt vor Ihnen! Deshalb einige Punkte mit auf den Weg: → Seien Sie kritisch und ehrlich! Auch oder vor allem sich selbst gegenüber! → Seien Sie selbstbewusst! Aber natürlich mit dem nötigen Realitätsbezug! → Und wenn es Ihnen gefällt: Fallen Sie aus dem Rahmen . den man bereit ist. denn Sie können ja nicht jeden Job bekommen. seine berufliche Kompetenz. nun setzen wir einmal voraus.Gießkannen-Prinzip bedingt logischerweise viele Ablehnungen. dass ein 18jähriger Jugendlicher in seinem Leben 20000 Mal „Nein“ und 3000 Mal „Ja“ gehört hat? Ist das der Grund.und jetzt sind Sie auf dem Weg zur Zielerreichung: Wow . über sich selbst.Ihr Ziel entwickelt . weshalb wir uns mit Kritik leichter auseinander setzen. mögliche Karriereziele und den Preis. erklimmen vielleicht die nächste Stufe auf der Karriereleiter oder stellen möglicherweise fest. Sie haben die Basisarbeit geleistet . meinen Sie nicht auch? Doch zurück zum Thema.

denn neben den Bilanzzahlen finden Sie viele Informationen zum Produktportfolio und zum organisatorischen Aufbau der Firma. denn ohne sie wäre dieses Jahresergebnis nicht möglich gewesen“. Wenn Sie den Geschäftsbericht lesen. In manchen Fällen wird auf die Vision sowie die Philosophie des Unternehmens eingegangen und der Personalbericht ebenfalls mitgeschickt. dass die Mitarbeiter eher als eine Nummer oder Funktion gesehen werden und nicht als Individuen mit unverwechselbarer Persönlichkeit. Sie bekommen ihn von der Pressestelle des Unternehmens zugesandt. der so ähnlich lautet wie: „Wir danken unseren Mitarbeitern für ihre ausgezeichneten Leistungen. -14- . achten Sie unter anderem auch darauf. die einen motivierten Beitrag zu leisten imstande sind. wie oft die Mitarbeiter genannt werden beziehungsweise auf sie eingegangen wird. Wenn Sie nur einen Satz finden.und Handelskammer einsehen.ein Wechselspiel unter Gleichen! (Claudia Nuber) Wenn Sie sich über ein Unternehmen schlau machen wollen. so ist neben persönlichen Kontakten oder dem Internetauftritt vor allem der gedruckte Geschäftsbericht ein geeignetes Medium. können ihn fallweise über Ihre Bank bestellen oder auch bei der Industrie. können Sie davon ausgehen. Die Lektüre lohnt sich.2 Wie finde ich die richtige Firma und wie findet die Firma die richtigen Bewerber? Geben und Nehmen .

Es ist weiterhin notwendig. dem sei ein Bewerbungsseminar angeraten. wenn es eine Absage nach der anderen hagelt. dass ein Lebenslauf nach einem bestimmten Raster aufgebaut ist. wo sich der Bewerber schlau gemacht hat“ . dass eine große Anzahl Bewerbungen eingeht. die für die Einstellung und Rekrutierung der Mitarbeiter zuständig sind. Bei diesen Gesprächen begegnete mir immer wieder der Satz „Schon anhand des Layouts der Bewerbung können wir erkennen.Mitarbeiterrekrutierung aus Sicht der Unternehmen Bei meinen Recherchen zu diesem Buch hatte ich sehr intensive Kontakte zu den Personalchefs großer wie mittelständischer Unternehmen und teilweise auch zu den Personalreferenten. also für das Personalmarketing. Wer von Seminaren mehr profitiert als vom Bücherlesen. Sie vermeiden dadurch. so heißt das lediglich. welche Themen in welcher Zeit bearbeitet werden und ob es die Möglichkeit einer Hotline für spezielle Fragen nach dem Seminarbesuch gibt. sich blauäugig unnötige „Veilchen“ einzufangen. die unmodifiziert nach den Vorgaben eines bestimmten Bewerbungsratgebers oder -trainers aufgebaut -15- . Sie können sich auch eine Karriereberatung oder ein Coaching gönnen. bevor man sich darauf einlässt. sich über das Bewerbungsszenario gründlich zu informieren. Bitte verstehen Sie mich richtig: Es ist wichtig. Zum einen wegen der Übersichtlichkeit und zum anderen findet der Leser sehr schnell die gesuchten Informationen. Hier sollten Sie sich vor der endgültigen Buchung informieren.also welches Buch er gelesen oder bei welchem Trainer er ein Seminar besucht hat. Wenn die Unternehmen von geklonten Bewerbungen sprechen.

nicht mit den Zeugnissen. werden zum Vorstellungsgespräch gebeten. Diese Mammutarbeit war nur durch das schematische Abhaken vorbereiteter Checklisten auf zu erfüllende Kriterien zu bewältigen. was fehlt? Ist der Bewerber für das Unternehmen interessant. welcher Arbeitsaufwand hinter der Besetzung von Stellen steckt. dass immer mehr Firmen die Eignung eines Kandidaten anhand fachspezifischer Checklisten „abhaken“. Die Bewerber. Die Befugnisse der Sachbearbeiter wie auch die Auswahlkriterien unterscheiden sich von Firma zu Firma. Manchmal ist es die Teamsekretärin. Vor allem tragen sie maßgeblich dazu bei. oder der Geschäftsführer selbst nimmt sich die Zeit. dass die gewünschten Fähigkeiten und Kenntnisse auf einem Formblatt vorgegeben sind und mit dem Lebenslauf (!). verglichen und Übereinstimmungen abgehakt werden. Solche Bewerbungen sind zwar technisch perfekt. Ein deutsches Großunternehmen hatte eine Trainee-Aktion ausgeschrieben und erhielt für die 45 zu besetzenden Stellen sage und schreibe 6000 (sechstausend!) Bewerbungen. Die Personalsachbearbeiter. die Sympathieträger aufgrund des mitgeschickten Fotos identifiziert. wird das Fehlende nachgefordert. lassen jedoch keinerlei Rückschlüsse auf die Persönlichkeit und das Starken-/Schwächenprofil des Bewerbers zu. Bewerbung für -16- . in deren Lebenslauf die meisten Übereinstimmungen mit den Begriffen auf der Checkliste gefunden wurden.sind und offensichtlich ohne nachzudenken schlicht nach Schema F übernommen wurden. übernehmen die Vorprüfung der Unterlagen: Sind sie komplett? Wenn nicht. Den anderen Bewerbern werden ihre Unterlagen zusammen mit einem nichtssagenden Absageschreiben zurückgeschickt. Das sieht dann so aus. bei denen die Bewerbungen eingehen. Dieses Beispiel soll verdeutlichen. die es innerhalb von zwei Wochen auf Eignung zu prüfen hatte. ansonsten werden die Bewerbungsunterlagen gleich dem Stapel „Absage“ zugeordnet.

Bewerbung intensiv durchzuarbeiten. ist immens. Nehmen wir einmal an. der betrieben werden muss. Im Schnitt nimmt man sich maximal drei bis fünf Minuten Zeit für die erste Durchsicht einer Bewerbungsmappe. um genau das herauszufinden. die in die Kardinalfrage einfließen. ob man zum Unternehmen passt oder nicht. auf eme ausgeschriebene Stelle bewerben sich 200 Personen. wenn alle Bewerbungen gleich aussehen. Die Bandbreite des Möglichen und das Spektrum der Vorgehensweise in den Unternehmen sind so groß und so unterschiedlich. 150 Gespräche durchführen. das heißt. Wie soll der Personalsachbearbeiter oder der Referent nun feststellen. also die Termine vorschlagen und bestätigen. welcher Bewerber am besten zum Unternehmen passt. Zum Glück setzt sich auch in Deutschland mehr und mehr die Erkenntnis durch. also gleich viele Häkchen auf den Checklisten aufweisen? Stellen Sie sich vor. wobei jedes Gespräch zwischen 60 und 90 Minuten dauert. dass man die Funktion. Selbstverständlich ist es wichtig. dass -17- . Davon entsprechen 150 dem Anforderungsprofil. dass man kaum generalisieren kann. Diese „weichen Faktoren“ können meist erst im persönlichen Gespräch geklärt werden und der Aufwand. trotzdem wird dem „human factor“ zwischenzeitlich mehr und mehr Raum gegeben: → Chemie zwischen Unternehmen und Mitarbeiter → Umgangsweise zwischen den Mitarbeitern → Persönliche Einstellung zur Arbeit und zum Unternehmen selbst Alles Aussagen. 150 Vorstellungsgespräche terminieren. dass Mitarbeiter das größte Kapital einer Firma sind. für die man eingestellt werden soll. er müsste diese 150 Bewerber zum Gespräch bitten. Berücksichtigen Sie bitte weiterhin. von der Qualifikation her professionell ausfüllen kann.

wie seiner Einschätzung nach die Chancen Ihrer Bewerbung stehen. wenn Sie nach der Schema-F-Methode vorgehen. um kurzfristig und einigermaßen kostenbewusst einen neuen Mitarbeiter zu finden und einzustellen. Wenn Sie aus Entscheidungsgründen in Zeitnot geraten. dass Sie aufgrund des gerade geschilderten Szenarios bei der Bewerberauswahl in Unternehmen etwas mehr Verständnis dafür aufbringen. Unfreundliche Anrufer sind ebenso tabu wie „Schleimer“. so teilen Sie es dem Sachbearbeiter ehrlich mit. der betrieben werden muss.und Kostenaufwand.eine Stunde Arbeitszeit des Personalreferenten im Schnitt das Unternehmen mindestens 80 Euro kostet. nur um eine Position zu besetzen! Sie sehen. Also. als anhand der fachlichen Checkliste versuchen. die Spreu vom Weizen zu trennen. hätten Sie eine Chance.und Nachteile und es lohnt sich. ist ein solches Verhalten Ihrer Sache ganz gewiss nicht dienlich. Ich hoffe. Wenn Sie schon nachfragen (müssen). dass Sie manchmal länger auf die Antwort des Unternehmens warten müssen. und halten Sie sich auch daran. so bedeutet das für den jeweiligen Personalsachbearbeiter eine unzumutbare Zusatzbelastung. -18- . so fragen Sie lieber konkret. Manchmal kann er Ihnen bereits am Telefon sagen. geklonte Bewerbungen haben ihre Vor. wann Sie sich wieder melden sollen. lieber Bewerber: Nur wenn Sie in allen Punkten exakt dem geforderten Mitarbeiterprofil entsprechen. und wie hoch schätzen Sie diese Wahrscheinlichkeit bei Ihrer Bewerbung ein? Sie sehen also. der Personaler kann gar nicht anders. Abgesehen davon. im jeweiligen Fall diese gegeneinander abzuwägen. Welch ein ungeheurer Zeit. die jeden Tag dort anrufen und nachfragen. Wenn Sie zu den ungeduldigen Menschen gehören. wie denn der Stand der Dinge sei.

jede Absage. auch mit fremder Hilfe. Lesen Sie die Stellenanzeigen genau und überprüfen Sie.Der Wunschkandidat und worauf geachtet wird Die meisten Firmen wünschen sich natürlich den perfekt qualifizierten Bewerber. Es drängt sich der Verdacht auf. rufen Sie im Unternehmen an. die in Zeitungen geschaltet werden. Sie sehen es richtig: Wunsch und Realität klaffen auch hier meilenweit auseinander. dass die darin angesammelte Menge von Worthülsen so gut wie nichts aussagt. ob Sie wirklich für die ausgeschriebene Position geeignet sind. sich selbst eine Menge unnötiger Frustration! Sind wir ehrlich. Wenig Konkretes findet sich in vielen Stellenangeboten. selbstmotivierend und zum Unternehmen passend. oder der Meinung sind. dass die Anzeigen eher zur Imagepflege der Unternehmen dienen sollen als zur echten Mitarbeitergewinnung. sind Ihnen Mitarbeiter unterstellt. Also die viel zitierte „Eier legende Vollmilchsau“. zum Beispiel: → Was genau umfasst der Tätigkeitsbereich? → Wo im Unternehmen ist die Position angesiedelt. Sie ersparen den Unternehmen damit Arbeit und. wenn ja. wenn nötig. fit und dynamisch. Ja. wie viele? -19- . wer ist Ihr Chef. die Stellenanzeige zu verstehen. jung. Fragen Sie den Sachbearbeiter freundlich nach Konkretem. und sei sie noch so freundlich formuliert. Das kann man sich nicht oft genug ins Gedächtnis rufen. Wenn Sie Schwierigkeiten haben. Auf den ersten Blick erkennen Sie das schon an der Formulierung der Stellenanzeigen. was noch viel wichtiger ist. mit immenser Berufserfahrung. ist und bleibt eine Absage. ausgeprägter Sozialkompetenz.

von sich aus zu sagen. In denen ähnlich wie beim Beipackzettel einer Arznei auch auf Risiken und Nebenwirkungen eingegangen wird: „Der ideale Bewerber sollte ausgeprägte Motivationsfähigkeiten besitzen. in denen die Position beim Namen genannt und nicht zum „Manager dies und das“ aufgeblasen wird. weil er sich vorkommt wie ein Kassettenrecorder.→ Welche fachlichen Kernqualifikationen sind für diese Position absolut notwendig? → Worauf legt das Unternehmen bei seinen Mitarbeitern besonderen Wert? Wenn es für Sie wichtig ist. dass der Personalsachbearbeiter leicht genervt ist. denn in den meisten Unternehmen gilt immer noch der Grundsatz „Über Gehälter wird bei uns nicht gesprochen“. der Informationsbedarf hat. der immer wieder das gleiche Band abspult. bis sie wissen. muss erhöhter Leidensdruck bei den Personalern ausgeübt werden. Erstens wollen Sie von ihm etwas erfahren. Ich empfehle in diesem Fall. Erzählen Sie in diesem Gespräch durchaus etwas von sich.“ Zum Thema Stellenanzeigen -20- . welcher Verdienst für Sie die Untergrenze darstellt. Ihr Gesprächspartner kann Ihnen dann antworten. worum es bei dem Stellenangebot wirklich geht. ob sie sich bewerben können oder wollen. bis sich ein Wandel abzeichnet: hin zu ehrlichen. Zumindest so lange. so lange nachzufragen.“ Oder: „Wir erwarten eine xx-Stunden-Woche. konkreten Stellenanzeigen. dass Sie nicht der Einzige sind. bevor sie entscheiden. Da kann ich nur sagen: Selber schuld! Es ist für ernsthafte Bewerber zwingend notwendig. und drittens. zweitens können Sie davon ausgehen. können Sie durchaus nach dem Gehaltsrahmen für die inserierte Position fragen. die Anforderungen an seine neuen Mitarbeiter präzise und wahrheitsgemäß zu formulieren. Solange das Unternehmen nicht lernt. ohne Vertraulichkeitsverletzungen zu begehen. die wir auch durch schnelle Weiterentwicklung honorieren. aber „quatschen“ Sie Ihren Gesprächspartner nicht voll.

kann das schon das Aus für den Kandidaten bedeuten“. Der erste Eindruck . die ohne große Mühen vom Leser sofort erkennbar ist.-Kriterium in aller Ausführlichkeit.finden Sie ab Seite 80 ein eigenes Kapitel und ein interessantes Beispiel „Das kann doch nicht Ihr Ernst sein!“ auf Seite 181. ist das persönliche Anschreiben. sagte mir der Leiter Führungspersonal eines internationalen Konzerns. An dieser Stelle zunächst aus Sicht der Unternehmen.die Bewerbungsmappe Was von allen Firmen als wichtigstes Kriterium der Bewerbung genannt wurde. dass das Anschreiben Massenware ist. Eine Übersicht einiger Bücher finden Sie im Literaturverzeichnis ab Seite 213. „Sobald man erkennt. Sie sollten auf jeden Fall darauf achten.o. dass Sie die gewünschten Voraussetzungen wirklich mitbringen erst dann sollten Sie sich bewerben. Eine 08/15-Bewerbung würde -21- . Wie? → Mit einem tabellarischen Lebenslauf (siehe Beispiel auf Seite 117) mit Foto (wenn Sie möchten) → Mit entsprechenden Zeugnissen und Referenzen → Und ganz wichtig: mit dem persönlichen Anschreiben Ich werde in diesem Buch nicht weiter auf die üblichen Standards beim Erstellen eines Lebenslaufs und die Sortierung der Zeugnisse und Referenzen eingehen. dass Ihre Bewerbungsmappe eine logische Struktur aufweist. Wenn Sie nach einem Nachfrage-Telefonat und/oder nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss gekommen sind. Deshalb widmen wir uns diesem K. Die individuelle Bewerbung wurde immer in den Vordergrund gerückt. Dazu haben sich bereits darauf spezialisierte Autoren umfassend geäußert.

ebenfalls schnell zur Seite gelegt. werden als Inhalt des Anschreibens begrüßt. der Macht ihrer eigenen Worte zu vertrauen. Das Anschreiben habe einen Stellenwert von 50 Prozent der Gesamtbewerbung. Foto beifügen . Die Auseinandersetzung mit unserem Unternehmen sollte ersichtlich sein und ein eigener Schreibstil wirkt ebenfalls positiv. war der Kritikpunkt einer erfahrenen Personalfrau. wann der Bewerber für einen Eintritt in die Firma zur Verfügung stünde. aus dem deutlich Vergangenheit und Zukunftswünsche hervorgehen. kommunikativ. integrationsfähig. führungsstark. kreativ.“ Das oder Ähnliches war allerorts und immer wieder zu hören. denn ein solcher Vergleich findet sofort statt“. die sich der Kandidat von seiner neuen Position mache. wo seine Stärken und Schwächen liegen und warum er einen Wechsel anstrebt. In einem knackigen Anschreiben von maximal einer Seite Länge könne man durchaus erkennen. wie man es ständig in der Presse finden kann: Teamfähig. Allerdings schreiben viele Bewerber aus Ratgebern ab und haben verlernt. Bei solcher Übertreibung ergibt sich schnell ein Bruch zum Lebenslauf.oder nicht? Als Foto wünschten sich die meisten Unternehmen ein professionell fotografiertes Bewerberporträt. hoher emotionaler Quotient und viele andere Schlagworte finden sich immer wieder. war eine weitere Aussage. sozial kompetent. Es zeige. Besonders wichtig sei eine klare zeitliche Angabe. konfliktfähig. „Diese platte Wiedergabe macht misstrauisch. Auch die Vorstellungen. weil kein Mensch ein Anforderungsprofil so umfassend erfüllen kann. warum der Bewerber „der“ Richtige sei. Eine internationa le Bauunternehmung formulierte ihre Anforderungen ganz präzise: „Wir wünschen uns ein Anschreiben. wenn der Bewerber seine „Soft Skills“ exakt so formuliert und auflistet. Suspekt wirkt die Bewerbung auch dann. dass sich -22- . meinte man bei einer Hightech-Firma. feedbackfähig.

dass ein gepflegtes Aussehen für Positionen. ordentliches Erscheinungsbild und Standardisierung zu achten. Gerade wenn Sie ein älterer Bewerber sind. Loseblattsammlungen sind genauso out wie das Pendant dazu. also Ihrer Referenzen und Zeugnisse. Ein unverkrampfter. durchaus ein Kriterium ist. Wenn Sie sich also für einen Job im Ausland interessieren. Eine Dame aus dem Personalmarketing erklärte mir. die viel Kundenkontakt mit sich bringen. ein Foto mitzuschicken. und nicht um die Quantität der verwendeten Papierseiten. dass ihre Bewerbungsmappe besonders dick sei. darauf wurde von vielen Personalentscheidern immer wieder hingewiesen. Wenn Sie gute Fotos von sich haben. Es soll Bewerber geben. zum Beispiel Urlaubsschnappschüsse mit Sonnenhut. Diesen Kandidaten ist eine Reduktionskur auf das Wesentliche zu verordnen. ist meine Empfehlung. gut transportieren. zum Beispiel in Amerika. ist es unüblich. Als Fazit aus allen Quellen: Es ist unbedingt nötig. da es nichts über die Fähigkeiten und Inhalte des Bewerbers aussage. Private Fotos. als der vielleicht denkt.der Bewerber Gedanken über sein Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit gemacht hat. die Sie haben. meinte einer meiner Gesprächspartner. können Fotos die Power. sie könne gut auf ein Foto in der Bewerbung verzichten. Und es geht um die Qualität des Inhalts.alles andere funktioniert nicht. versäumen Sie nicht. Ihrem Lebenslauf eines beizufügen. die Bewerbung auf die Position und das Unternehmen individuell abzustimmen . sich über die dort herrschenden Gepflogenheiten vorab zu informieren. Der Aufbau muss stimmen! Bei der Bewerbungsmappe ist auf strukturierten Aufbau. In anderen Ländern. die stolz berichten. nämlich eine Klarsichthülle für jedes einzelne Blatt der Bewerbungsmappe. Meine Meinung ist. -23- . wurden von allen Befragten einstimmig abgelehnt. freundlicher und optimistischer Eindruck sage oft mehr über einen Kandidaten aus.

Das Vorstellungsgespräch - Stress hoch zwei
Nach etwa zwei Tagen bis zu fünf oder sechs Wochen, je nach Anzahl der zu sichtenden Bewerbungen und abhängig davon, ob gerade Urlaubszeit ist oder sich eine wichtige Person im Krankenstand befindet, melden sich die Unternehmen bei den Kandidaten. Entweder mit einem Standard-Absagebrief oder einer Einladung zum Vorstellungsgespräch. Nicht nur die Kandidaten bereiten sich auf dieses Gespräch vor, auch ihre Gesprächspartner im Unternehmen tun das. Dazu benutzen sie mehr oder weniger ausgearbeitete Interviewleitfäden, zum Beispiel diesen: Interviewleitfaden Name: Datum: → Persönliche Situation des Bewerbers/der Bewerberin → Schulbildung/Studium → Berufliche Ausbildung/Beruflicher Werdegang Bitte schildern Sie in kurzen Sätzen Ihren bisherigen Ausbildungs- und Berufsweg. → Was hatte den größten Einfluss auf Ihre Berufswahl? → Welche beruflichen Tätigkeiten haben Sie bis jetzt nach der Ausbildung ausgeübt? → Aufgaben und Aufgabenschwerpunkte → Verantwortlichkeiten, Kompetenzen → Weiterbildungsaktivitäten → Was haben Sie während der einzelnen Stationen Ihres Berufsleben gelernt, wovon Sie heute noch profitieren? → Aktuelle Position/Neue Position
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Schildern Sie einen typischen Tagesablauf in Ihrer jetzigen Position: → Was von Ihrer Tätigkeit bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber werden Sie vermissen? → Warum wollen Sie sich verändern? → Welche Ziele haben Sie für eine neue Position? Persönliches Was hat dazu beigetragen, dass Sie bisher beruflich erfolgreich waren? Welches sind Ihre Stärken? → Zum Ausbau welcher Kompetenzen/Fähigkeiten haben Sie sich in der Vergangenheit Weiterbildungsmaßnahmen gewünscht? Warum haben Sie sie nicht besucht? → Arbeitsverhalten Welche Routinearbeiten gibt es in Ihrer jetzigen Aufgabenstellung und wie gehen Sie damit um? → Was ist Ihnen in Bezug auf Ihre Arbeitsumgebung wichtig? → Wie würden Sie Ihren Arbeitsstil bezeichnen? → Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten In welchen Situationen stimmen Sie sich mit ihren Interviewleitfaden (Fortsetzung) Arbeiten Sie in einem Team und wie ist es zusammengesetzt {wie viele Kollegen bzw. Kolleginnen, Berichtsweg, Zuständigkeiten)? → Leistungsbereitschaft → Gibt es Situationen, die für Sie stressbehaftet sind? → Was motiviert Sie, Leistung zu bringen? → Welche beruflichen Pläne haben Sie kurz- und mittelfristig?
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→ Sonstiges Wie viele Stunden arbeiten Sie in der Woche? Welche Erwartung haben Sie an Ihre Arbeitszeit? Wann sind Sie verfügbar? Wie hoch ist Ihr jetziges Jahresgesamtgehalt? (Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Isolde Thomas, Personalberatung Thomas, München) Vorstellungs-Kurznotiz Name, Vorname Straße, PLZ, Ort, zu kontaktieren: E-Mail/Telefon/Fax Interviewer Position Datum Ausbildung/Studium Jetzige Funktion als/bei DV-Erfahrung/Consulting-Erfahrung/Methodenerfahrung Projekterfahrungen Wünsche/Anforderungen an die zukünftige Position Eindruck des Interviewers/Empfehlung für das weitere Vorgehen Möglicher Eintritt/Kündigungsfrist Derzeitiges Jahresgehalt Standort/Mobilität Nun stehen beziehungsweise sitzen sich der gut vorbereitete Bewerber und der zuständige Personalreferent zum ersten Mal gegenüber. Manchmal ist auch der potenzielle Fachvorgesetzte dabei. Auf diese zwölf Punkte wird geachtet: 1. Wie ist der erste Eindruck? Er entsteht innerhalb von 12 bis 30 Sekunden und er kann (manchmal) im Gespräch revidierbar sein. 2. Die Ausstrahlung: unverkrampft, optimistisch, spontan, freundlich?
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3. Die Aufwärmphase dient zur Entspannung: Wie und wann legt der Kandidat seine Nervosität ab? Ist er smalltalkfähig? 4. Ist die Kleidung angemessen? Entspricht sie der Position und dem persönlichen Stil? 5. Hat sich der Bewerber intensiv mit dem Unternehmen beschäftigt? Was weiß er darüber? 6. Welche Fragen stellt der Kandidat über den künftigen Arbeitsplatz und seine Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen? 7. Sind seine Vorstellungen realistisch? 8. Kann sich der Kandidat präzise äußern? 9. Sind die Aussagen des Kandidaten authentisch, also echt und wahrheitsgetreu? 10. Ist der Kandidat eher lösungs- oder problemorientiert? 11. Hat er sich ernsthaft mit der Frage, warum er für diese Position geeignet ist, auseinander gesetzt? 12. Verfügt der Bewerber in ausreichendem Maße über die „Soft Skills“ wie: soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, Flexibilität, Offenheit, Neues zu lernen, Begeisterungsfähigkeit, Toleranz, Kreativität? Viele meiner Interviewpartner gaben offen zu, dass sie sich vom persönlichen Eindruck beeinflussen lassen und die fachliche Kompetenz mit ungefähr 70 Prozent zu Buche schlägt. Auch merkten sie an, dass das Verhalten des Bewerbers nach dem Vorstellungsgespräch durchaus Einfluss auf ihre Entscheidung hat: zum Beispiel ob er bei bestimmten Verhandlungspunkten „nachtarockt“ und ob die Aussagen des ersten mit denen des zweiten Vorstellungsgesprachs übereinstimmen. Bedenken Sie bitte, dass Sie immer die Chance haben, eventuelle „Fehler“ wieder gutzumachen, und nutzen Sie jede Brücke, die Ihnen gebaut wird. Sitzen Sie nicht stumm herum
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wie das hypnotisierte Kaninchen vor der Schlange! Es ist ebenso wichtig für die Unternehmen, Mitarbeiter zu gewinnen, die zu ihnen passen, wie für Sie, den für Sie passenden neuen Job zu finden - Sie sind ebenbürtiger Partner in diesem Spiel!

Gebündelte Aussagen: Was Unternehmen wirklich wollen
1. Bewerber, die wissen, was sie wollen. 2. Kandidaten, die sich präzise ausdrücken können, also schnell zum Punkt kommen. 3. Ein individuelles Anschreiben, in dem der Bewerber in seinen eigenen Worten auf die folgenden Punkte eingeht: → Warum bewerbe ich mich bei diesem Unternehmen? → Was erwarte ich? → Was bringe ich mit? → Wann kann ich anfangen? → Warum das Unternehmen mich einstellen sollte 4. Eine saubere Bewerbungsmappe → die logisch strukturiert ist, → die auf Überflüssiges verzichtet (zum Beispiel Volksschulzeugnisse, irrelevante Zertifikate und Bescheinigungen etc.), → die einen übersichtlichen Lebenslauf mit professionellem Foto enthält, → mit ordentlichen Kopien relevanter Zeugnisse/Referenzen. 5. Im Vorstellungsgespräch lebendige Kandidaten → die den Erwartungen, die ihr Anschreiben geweckt hat,
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entsprechen → die sich artikulieren können, anstatt stumm nickend wie der Wackeldackel auf ihrem Platz zu sitzen → die ehrlich und angemessen ihre Interessen und Meinungen vertreten. 6. Mitarbeiter, die sich realistisch für das Unternehmen mit allen Vor- und Nachteilen entschieden haben und diesem auch längerfristig erhalten bleiben. Die Kosten, die den Unternehmen durch Mitarbeiterfluktuation entstehen, sind immens. Laut Aussagen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) betragen sie 8000 Euro für einen Facharbeiter, 13000 Euro bei einer Sekretärin und gar 200000 Euro bei einer Führungskraft.

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3 Auffallen aber gut!
Das Leben ist zu kurz, um sich klein zu machen. (Unbekannt) In unserem Sprachgebrauch hat das Wort „auffallen“ zwar keine negative Bedeutung, aber ein bisschen zweischneidig ist es doch. Warum eigentlich? Lassen Sie uns diesen Begriff doch einmal näher betrachten. Wenn jemand auffällt, so bewundern wir ihn einerseits, andererseits steht der, der auffällt, überwiegend alleine da. Und wir wollen doch alle so gerne dazugehören! Dazugehören zu unserer gesellschaftlichen und beruflichen Umwelt nach dem Motto „Gleich und Gleich gesellt sich gern“. Was glauben Sie: Entspricht diese Einstellung eher dem gerade behandelten Vorgehen zum Thema geklonte Bewerbungen oder bringt sie uns auf unserem Weg zum Erfolg voran? In meiner Praxis als Coach stelle ich meinen Klienten Fragen, die sie zum Nachdenken anregen und ihnen neue Sichtweisen eröffnen können, was wiederum andere Lösungsansätze hervorruft. Deshalb lade ich Sie jetzt ein, das Wort „auffallen“ und das, was wir damit verbinden, zu hinterfragen. Es mag durchaus sein, dass Ihnen der ein oder andere Denkanstoß etwas unbequem erscheint. Gerade hier könnte es sich aber lohnen, einmal genauer nachzudenken.

Was heißt auffallen?
Im Wörterbuch finden sich unter dem Wort „auffallen“ neben „beeindrucken“ noch eine ganze Liste von Synonymen, also von Wörtern mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung. Ich habe zehn davon aufgelistet und mir Fragen aus meiner Coaching-Praxis überlegt, die Ihnen helfen können, Ihren Stärken und Ihrer
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wie? → Habe ich es nötig. Beeindrucken → Will ich beeindrucken und wenn ja.Individualität näher zu kommen. als Sie das letzte Mal angeeckt sind? → Wie war die Reaktion der anderen darauf? → Wie würden Sie heute mit dieser Situation umgehen? Blenden → Mache ich einen Unterschied zwischen „Auffallen“ und „Blenden“? Wenn ja. welchen? → Wo stelle ich mein Licht unter den Scheffel? → Welches ist meine blendendste Eigenschaft? Entgleisen → Was geschieht. wenn ich die eingefahrenen Gleise verlasse? → Was bringt mich zum Entgleisen . herausragen -31- . „Eindruck zu schinden“? → Welches ist der erste Eindruck. dass wir weniger runde Tische und mehr eckige Entscheidungen brauchen. den mein Gegenüber von mir hat? Anecken Der ehemalige BDI-Präsident Olaf Henkel sagte einmal: „Ich glaube.“ Ob er damit wohl das allgemeine Konsensverhalten und die Stromlinienförmigkeit unserer Zeit gemeint hat? → Wie haben Sie sich gefühlt.wo raste ich aus und warum? → Stelle ich die Weichen für meinen „Lebenszug“ selbst oder folge ich vorgegebenen Gleisen? Hervorragen.

mit Ihrem beruflichen Erfolg.und wie zu Ende geführt? Es gibt immer noch sehr viele Menschen. was haben Sie empfunden? → Wie müsste es sein. sich hervortun -32- . jedoch nicht zu Ende führen. sei es in Ihrer Kleidung. → Sind Sie schon einmal hervorgetreten? → Wie hat sich das angefühlt. wie es einem selbst damit ginge etc. die Dinge zwar anstoßen. → Sind Sie einer.→ Empfinde ich dies eher als gefährlich oder macht es mich an? → Worin besitze ich hervorragende Kenntnisse? → Wie und wo habe ich sie mir angeeignet? Anstoßen Die Umwelt reagiert im Allgemeinen auf etwas Auffallendes ob positiv oder negativ. → Wie gehen Sie mit Überraschungen um? → Was bedeutet der Begriff „Flexibilität“ für Sie? Sich auszeichnen. dass man darüber nachdenkt. der die Dinge ins Rollen bringt? → Wenn ja. durch Ihr Auftreten. da hat sich die Kollegin einmal anders verhalten als sonst. was genau auffallend ist. so treten Sie aus der Masse hervor. damit Sie sich wohl damit fühlen? Überraschen „Die Unterstützung der Kollegin X hat mich sehr überrascht. welche Konsequenzen sich daraus ergeben können. Sie ist mir sonst immer durch ihre Zurückhaltung aufgefallen. welche haben Sie ins Rollen gebracht .“ Ups. nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“! Hervortreten Wenn Sie auffallen. sei dahingestellt. Sie unterscheiden sich von den anderen. In jedem Fall wird ein Prozess angestoßen: Das kann sein.

wenn Sie eine ausgezeichnete Idee hatten? → Halten Sie diese ausgezeichnete Idee eher zurück. die voneinander lernen. ausgezeichnete Noten zu haben. Mitarbeiter beklagen zu Recht. wie: → Wenn wir etwas sagen. → Wie sieht das heute in Ihrem Leben aus? → Werden Sie von Ihrem Chef gelobt. was wir tagsüber denn so trieben. immer alles selbst zu wissen und Vorgaben zu machen. weil Sie der Meinung sind. Sitzt das Kostüm. ein bekannter Fachautor und Redner. wenn Sie in den Konferenzraum treten und sich alle Gesichter Ihnen zuwenden. fragt in seinen Vorträgen für Führungskräfte provokant „Haben Sie heute schon demotiviert?“ und es gelingt ihm damit. sie zu befragen und ihren Antworten zuzuhören. der immer alles wusste und für den es selbstverständlich war. das ist für mich und viele andere immer wieder eine Herausforderung. dass mit Anerkennung und Lob noch mehr gespart wird als mit Gehaltszulagen. das sähe nach „hervortun“ aus oder würde sowieso nicht anerkannt? Letzteres ist in vielen beruflichen Situationen der Fall.oder wie sehen Sie das? Beachtet werden Im Rampenlicht zu stehen. anstatt von sich zu verlangen. wo wir immer versuchten. seine Mitarbeiter endlich wahrzunehmen.. Zum Glück gibt es auch das positive Auffallen. Und wenn Sie dann durch Verspätung oder als Überbringer schlechter Neuigkeiten auffallen. um eine Sache zum Wohle aller voranzutreiben . Reinhard K. wirke ich sympathisch? Ähnliche Gedanken haben Sie vielleicht auch. gerade noch die Note 3 zu ergattern? Denn bei einer Note 4 gab's zu Hause ein hochnotpeinliches Verhör. manchen Chef aufzurütteln. Sprenger..Klingt nach Strebertum? Nach dem gestriegelten Knaben aus der Schule. was die Sache auf den Punkt -33- . Das lernende Unternehmen: Das sind Menschen.

→ → → → bringt. wie Sie vielleicht aus eigener Erfahrung wissen . die Power. Wenn unsere Präsentation mit weniger Folien mehr Inhalt transportiert.ist das nicht auch auffallend. von dem wir überzeugt sind. denn sonst verkehrt sich das positive Hervortreten leicht in das abgeschmackte „Auffallen um jeden Preis“. Wenn wir hinter dem Vorhang der Gleichmacherei mit unserer Persönlichkeit hervortreten und andere mitreißen. auch wenn es im ersten Moment unbequem sein mag. was sie wollen. Wenn unsere Fähigkeiten die der anderen übersteigen und wir zu unserer eigenen Größe stehen können. Wenn wir Zivilcourage zeigen und uns für etwas stark machen. widerspricht? Kinder. Allerdings kommt es auf die richtige Dosis an. Sie ziehen alle Register ihres kreativen Potenzials . Und Letzteres haben Sie gewiss nicht nötig.und das ist riesig. die scheinbar ausweglose Bewerbung doch in Angriff zu nehmen. was sie wollen. die wissen. warum genau Sie die richtige Besetzung für die anvisierte Stelle sind. Auf die richtige Dosis kommt es an! In Ihrer Bewerbung müssen Sie ganz deutlich zum Ausdruck bringen. Denken Sie an den Karaoke-Sanger von neulich. die dahinter steckt und die ungewöhnliche Kreativität freisetzt . sich von der Vielzahl qualifizierter Mitbewerber zu unterscheiden. sich im Bereich des Machbaren zu versuchen. fallen oft auf. weit es der Norm. der mit -34- . Der Mut eines Stellensuchenden. Sie lassen sich fast nie von ihren Zielen abbringen. Ohne aufzufallen ist es heute kaum noch möglich.um das zu bekommen.

Wer sich von anderen unterscheiden will. die präzisen Aussagen in Ihrem Anschreiben. so kommt das in seriösen Unternehmen nicht unbedingt gut an. Die schlagfertige Argumentation eines Bewerbers.) Und zum anderen müssen Sie darstellen. ihren Bedürfnissen lauthals Ausdruck zu verleihen. anzuecken. Dazu mehr im Kapitel „Darf ich vorstellen?“ ab Seite 139. Ich nenne dieses Verhalten gerne „den inneren Spagat“. Fähigkeiten und Kenntnisse Sie dem Unternehmen bringen. sind manchmal sehr direkt und unbefangen wie Kinder. braucht es Absichtlichkeit und die vorherige Klärung der Frage: Was genau will ich erreichen? Sie können im Vorfeld auffallen durch die außergewöhnliche Form Ihrer Bewerbung. muss sich trauen. ihren Wünschen freien Lauf zu lassen und ihre Ziele zu verfolgen? Der Wohlfühlfaktor Um „richtig“ aufzufallen und sich damit wohl zu fühlen. dass diese Menschen sich trauen. ihre Absicht. dass seine Sangeskünste eher negativ denn positiv beeindrucken könnten.Begeisterung und Hingabe einen Hit „zerknödelt“. auf die uns im Moment keine Antwort einfällt. kann schon eher positiv auffallen. ihr Mut zu sich selbst und dem. Im Vorstellungsgespräch ist es komplizierter: Da gilt es zum einen zu signalisieren: Ich passe zu euch! (Ich füge mich in das Unternehmen [die Herde] ein. der nicht im Traum daran denkt. Das heißt. was -35- . aufzufallen. die hervorragenden Zeugnisse früherer Arbeitgeber und vieles mehr. Diese Menschen wirken ungeniert. etwas Bestimmtes zu erreichen. aus der Masse hervorzutreten etc. Empfinden wir bei solchen oder ähnlichen Situationen nicht immer ein kleines bisschen Neid oder Bewunderung? Darüber. Wenn eine Bewerberin besonders sexy und provokativ zum Bewerbungsgespräch erscheint. welche hervorragenden Eigenschaften.

In den USA versteht man unter einem rebellischen Mitarbeiter eine Person. die sich Unternehmen immer weniger entgehen lassen. Auf ungewöhnliche Weise wird oft Außergewöhnliches vollbracht . denn man kann nicht von einem Häschen erwarten. ja fast Unverschämtheit im Sinne von „Frechheit siegt“. Aus Amerika schwappt gerade die neue Managementthese der „rebellischen Mitarbeiter“ herüber und ich hoffe. Sie besitzen eine gewisse Portion Respektlosigkeit. → Wie gehe ich mit Überraschungen um? Wenn Sie selbst keine Überraschungen mögen. lassen Sie es sein.eine Chance. Dadurch werden notwendige Konfrontationen auf die Sache beschränkt und unproduktive Schuldzuweisungen vermieden. Die im Vordergrund stehende Frage lautet: „Wie können wir es besser machen?“ anstatt wie so oft „Wer hat das verbockt?“ Wer bin ich? Beantworten Sie bitte diese fünf Fragen so ehrlich. verlässt ausgefahrene Gleise und ausgetretene Pfade. um Neuland zu erobern. aufzufallen. werden Sie vielleicht gerne darauf verzichten. -36- . → Wie interpretiere ich „rebellisch“? Wenn rebellisch für Sie negativ behaftet ist. der gerne auffällt? Es muss Ihnen liegen.sie sind. die es wagt. dass sie ebenso leicht angenommen wird wie die Philosophie des Shareholder Value. auch Unbequemes kundzutun. und ihr Selbstbewusstsein sind spürbar. anderen welche zu bereiten. wie Sie nur können: → Bin ich der Typ. Wer sich traut. anstatt so etwas ähnliches wie Zivilcourage zu signalisieren. gleichzeitig jedoch Lösungen aufzeigt und den Dialog im Unternehmen sucht. dass es sich wie ein Löwe benehmen wird.

Holen Sie sich Unterstützung von außen bei dieser Frage. welche kreativen Potenziale in Ihnen stecken. denn sie ist eine der schwersten überhaupt. wenn er authentisch ist. es könnte Sie überraschen. → Wie könnte sich meine Bewerbung von anderen unterscheiden? Finden Sie heraus.Jeder Mensch ist erfolgreicher. → Wodurch unterscheide ich mich von anderen? Die Beantwortung dieser Frage ist das A und O (Alpha für Anfang und Omega für Ende) einer erfolgreichen Bewerbung. Und ehrlich gesagt: Nicht jeder muss ein Rebell sein. -37- .

Man könnte als „unbequem“ abgestempelt werden. sich zu blamieren. Aber die Angst. nicht mehr zur Gemeinschaft der anderen dazugehören. sondern auch mit einem schlechten Blatt gut zu spielen. was wir eigentlich gerne tun würden. etwas Bestimmtes mit Sicherheit zu erreichen. ihre Arbeit qualitätsbewusst erledigen und mögliche Verbesserungspotenziale aufzeigen. Außerdem haben sie Spaß an dem. sich von der Menge zu unterscheiden. das heißt durch Mitarbeiter. eine Haltung sich selbst und seinen Zielen gegenüber. wir wollen es den „Mut zur Zielerreichung“ nennen. Sie wissen. Wir folgen widerspruchslos den ausgetretenen Pfaden -38- . dass sich eine solche Einstellung im Unternehmen fortsetzt. und schlimmstenfalls sogar als „Spinner“ abgetan werden. setzt sich mehr und mehr durch. um erfolgreich aufzufallen Im Leben geht es nicht darum. Da braucht es schon ein gewisses Rückgrat. und sehen das Leben eher durch die positive Brille. das zu tun. Zum einen sind sich diese Menschen ihrer selbst bewusst. Es gibt zwingende persönliche Voraussetzungen für erfolgreiches „Auffallen“. Das verleiht ihnen ein gesundes (!) Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. (Robert Louis Stevenson) Es setzt Mut und Selbstvertrauen voraus. die der Sache verpflichtet sind. Zum anderen haben sie den ausgeprägten Willen. In diesen Situationen sind wir weder ehrlich. also authentisch. was sie tun. gute Karten zu haben. wer sie sind und was sie können. weil man aus der Reihe tanzt. hindert uns oft daran. Die Erkenntnis.4 Persönliche Voraussetzungen. sie kennen ihre Stärken und Schwächen. noch lebendig.

das Sie anbieten? → Wer ist die geeignete Zielgruppe für Ihr Produkt? → Welchen Service bieten Sie zu welchem Preis an? → Warum sollte der Kunde ausgerechnet bei Ihnen kaufen? Die Inventur „Wer bin ich und was kann ich?“ ergibt Ihr Inventar Ihre Arbeitsleistung zusammen mit Ihrer Persönlichkeit bilden -39- . konstruktive Verbesserungsund Veränderungsvorschläge machen. Bevor Sie zu einer erfolgreichen Selbstvermarktung ansetzen. ist in der heutigen Arbeitswelt gefordert: eher der Mitläufer oder mehr der Macher? Der fachlich perfekte menschliche Befehlsempfänger mit den besten Features macht zunehmend seltener das Rennen um die wirklich interessanten Arbeitsplätze.anderer. und darum handelt es sich bei einer Bewerbung immer. Was glauben Sie. die über ihre fachliche Eignung hinaus Sozialkompetenz und Eigeninitiative besitzen. sollten Sie sich ausführlich mit folgenden Grundüberlegungen auseinander setzen und eventuell die Antworten kurz schriftlich fixieren: → Welche Qualität und Einzigartigkeit besitzt das Produkt. Mehr und mehr wird nach Mitarbeitern gesucht. eine eigene Persönlichkeit haben und sie auch während ihrer Arbeitszeit nicht verleugnen. Dadurch wirken wir gehemmt sowie unglaubwürdig und unsere Umwelt reagiert darauf entsprechend. anstatt unserer eigenen Überzeugung Raum zu geben. Beruf ist Beruf und Privatleben sollte auch Privatleben bleiben. Letzteres allerdings mit Maß und Ziel.

hier als Hilfestellung eine Liste von Fragen. ehrgeizig. Sie sind zu nah dran. ehrlich. engagiert. umso leichter wird es Ihnen fallen. sympathisch. bevor Sie antworten: Von welchem Beruf haben Sie als Kind geträumt? Wie genau sah das Bild aus. kompetent. stur. Das Gesamtbild bleibt Ihnen leider verborgen. Je besser Sie über sich selbst Bescheid wissen und von Ihrer Leistungsfähigkeit überzeugt sind.das Produkt. für die Mitarbeiter? Beschreiben Sie jede dieser Fähigkeiten und Eigenschaften -40- . wie: freundlich. Nehmen Sie sich einen Stift und ein leeres Blatt Papier. Also alles Schlagworte. ohne darüber nachzudenken oder es zu bewerten. die für sich betrachtet immer nur ein Steinchen des ganzen Mosaiks Ihrer Persönlichkeit zeigen. diesen Beruf zu ergreifen? Wie erscheint es Ihnen aus heutiger Sicht? Wo liegen Ihre sportlichen/technischen/kommunikativen/ analytischen/künstlerischen/kreativen/zwischenmenschlichen/ Führungsfähigkeiten und eigenschaften? Sind Sie extrovertiert und spontan oder eher zurückhaltend? Können Sie Menschen begeistern? Sind Sie eher intuitiv oder intellektuell gepolt? Wie gehen Sie mit Problemen um? Wie wichtig ist Ihnen Verantwortung für die Sache. introvertiert. Bitte nehmen Sie sich ausreichend Zeit zum Nachdenken. es handelt sich ja um Sie selbst. analytisch. Das könnte eine Liste von Eigenschaften ergeben. sich sowohl ehrlich und glaubwürdig als auch positiv und werbewirksam darzustellen. das Sie Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber anbieten können. Um trotzdem eine gewisse Distanzierung zu schaffen. Schreiben Sie alles auf. das Sie damals vor sich sahen? Was hat Sie daran gehindert. Auf die Frage „Wer bin ich?“ fällt Ihnen wahrscheinlich eher ein. wer Sie nicht sind. gutmütig. Das ist normal und ganz okay so. was Ihnen einfällt. arbeitsfreudig. um die Gesamtschau aus der Helikopterperspektive zu sehen.

wer es verloren hat. Du bist belastbar Mutter Schon als kleines Kind warst du Du bist jähzornig. immer zornig. dass das Feedback manchmal nur die Sichtweise des Feedbackgebers darstellt und wenig mit allgemein gültiger Wahrheit zu tun hat. Freunden und Kollegen austauschen. Gestern fand ich ein Portemonnaie. Wenn Sie andere in Ihre Inventur mit einbeziehen. Sie können sich eine Tabelle wie beispielsweise die folgende aufbauen: Gesagt von selbst Situation Fähigkeit/Eigenschaft bin bin ehrlich. wenn du etwas nicht Du bist stur. bekommen hast. Sabine (Kollegin) Du bist hilfsbereit. Ich Ich konnte nicht mehr feststellen. Du verhältst Dich kollegial. Jede Situation kann verschiedene Fähigkeiten und Eigenschaften beleuchten. als ich dir den Lutscher gekauft habe. Als mein Computer dauernd abstürzte und mir die eingegebenen Daten verloren gingen. -41- . ebenso gibt es immer mehrere unterschiedliche Aspekte. Wenn Sie sich mit Ihrer Familie. was du willst. obwohl du viel zu tun hattest. Ich das 500 Euro enthielt. unter denen eine Situation betrachtet werden kann. hast du mir am nächsten Tag beim Eingeben geholfen. Sie können die verschiedenen Stationen Ihres Lebenslaufs in allen Einzelheiten durchforsten oder andere nach ihrem Bild von Ihnen befragen. Supermarkt auf den Boden gelegt und bist erst aufgestanden. Du hast dich im Du weißt. so berücksichtigen Sie immer. und habe es gleich bei der nächsten Polizeidienststeile abgegeben. gründlich. halten Sie die Ergebnisse schriftlich fest.anhand einer konkreten Situation und gehen Sie bei dieser Inventur sehr gründlich vor.

. was würden Sie anders machen? Welche Auswirkungen hätte das auf Ihre Gegenwart und Zukunft? → Worauf würden Sie beruflich auf keinen Fall verzichten wollen? Auf Ihre Eigenständigkeit. Sie können Ihr Profil mit einem Berater oder Coach erarbeiten. Zu konkreten Fragen können Sie sich Feedback von Familie.? Trotzdem nicht ganz zufrieden mit der Inventur? Dann ist es Zeit. dass es wirklich eintritt? → Wenn Sie beruflich noch einmal von vorne anfangen könnten. sich Unterstützung zu holen.und Eignungstests Der Markt hierfür boomt. → Wovor haben Sie beruflich am meisten Angst? Was ist das Schlimmste. -42- .→ Werden manche Ihrer Fähigkeiten und Eigenschaften öfters genannt? Zeichnen sich gewisse Schwerpunkte ab und wenn ja. auf die Unterstützung Ihrer Kollegen. die allerdings auch nur so gut sind wie die Menschen.. Am meisten vertrauen wir dabei den „unbestechlichen“ Tests. wer und wie wir wirklich sind.und Eignungstests. denn wir wollen doch alle ganz genau wissen. Jede Variante hat etwas für sich! Persönlichkeits. Freunden und Bekannten geben lassen. auf eine geregelte 40Stunden-Woche. in der Sie sie unter Beweis gestellt haben. die sie erarbeitet haben. die Sie kennen? Auf Ihrer Liste sollten mindestens 10 bis 20 Punkte stehen zusammen mit der Geschichte. was Ihnen in einem Job passieren kann? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit in Prozent. Es gibt jede Menge Persönlichkeits. auf Führungsverantwortung. welche? → Was können Sie besser als all die anderen Menschen.

um Missverständnissen oder Fehlinterpretationen vorzubeugen. Eine weitere Dimension ist die Untersuchung. einem umfassenden Instrument zur beruflichen Schwerpunktsetzung. Zum anderen kann man für den Bewerber ein Profil seiner beruflichen Präferenzen und Fähigkeiten erstellen.Wenn Sie sich einem solchen Test. das gerade bei Karriereschritten und beruflicher Veränderung hilft. Zum einen kann man aus Arbeitgeber-. den richtigen Weg zu finden. das DISG® Persönlichkeitsprofil und das Eneagramm. Jeder seriöse Persönlichkeits. auf die Gefühle unserer Freunde Rücksicht zu nehmen. deshalb seien nur die am weitesten verbreiteten genannt: der Myers-Briggs-Type-Indicator. wie soll man sich verhalten? Niemand will seinen Freund verletzen oder gar die Freundschaft gefährden und so neigen wir eher dazu. also ob unser Glas immer halb voll oder halb leer ist. Ich selbst bin akkreditierte Beraterin und Trainerin von Team Management Systems. Manche Firmen setzten diese Tests bei der Stellenbesetzung ein. Kollegen. lassen Sie sich vorher die Wissenschaftlichkeit belegen. wie siehst du das?“ Was soll man sagen.oder Eignungstest sollte Ihnen durch einen qualifizierten Berater oder akkreditierten Trainer erläutert werden. um sie an dieser Stelle aufzuzählen. die eine entpersonalisierte Sicht von außen wünschen. mehr oder weniger wirkungsvolle Tests.und Kundensicht die für eine Position notwendigen Fähigkeiten und Eigenschaften analysieren. anstatt ihnen die -43- . der manchmal recht teuer sein kann. Ehrlichkeit ist angesagt! Sie wissen. wie das ist: Da bittet Sie ein Freund oder eine Freundin um Ihre Stellungnahme zu einer bestimmten Situation: „Sag mal. Ich empfehle es gerne denjenigen meiner Klienten. kurz MBTI genannt.oder lösungsorientiert handeln. und sie alle haben Ihre finanzielle Investitio n als sinnvoll erachtet. ob wir eher problem. wirklich unterziehen wollen. Es gibt zu viele verschiedene.

2 = trifft überhaupt nicht auf mich zu. vorsichtig. wenn Sie Ihre eigene mit den Listen anderer vergleichen. oder Ähnliches. zum Beispiel: mutig. Dann vergeben Sie folgende Skala. welche Taste Sie wann am Computer drücken müssen. in ein oberlehrerinnenhaftes Genre zu verfallen. . wie etwas geht. um etwas zu speichern. bevor Sie andere um eine Stellungnahme bitten! Für diese Selbsteinschätzung schreiben Sie alle Adjektive (also Eigenschaftswörter). Sie sollten mindestens 50 verschiedene Eigenschaften auflisten. werde ich zuerst die Unterschiede zwischen Trainer. Bezahlte Freunde: Trainer.„harte Wahrheit“ zu sagen. Berater und Coach Auf die Gefahr hin. Zum Beispiel. der Trainer hat die Lösung. die Ihnen einfallen. umso besser! Sollten Sie gravierende Unterschiede feststellen. ehrlich. denn Sie wollen ja wissen. wie oder wer Sie sind. Wo sind die meisten Übereinstimmungen? Wo die wenigsten? So ergibt sich ein Profil. Auf die berühmte Null für „Weiß nicht“ oder „Kann mich nicht entscheiden“ verzichten Sie auf dieser Liste ganz bewusst. dann ist es Zeit für „bezahlte Freunde“. untereinander auf ein Blatt Papier. + 2 = trifft voll auf mich zu. Sie haben das Problem. Bewerbungstrainings erschöpfen sich also in generellen -44- . auf der Sie das für Sie zutreffende ankreuzen. Je ähnlicher sich beide sind. Berater und Coach aufzeigen. treu und so weiter. Interessant ist es dann. die er Ihnen beibringt.l trifft manchmal auf mich zu. Achten Sie auf die Übereinstimmungen und zählen Sie diese. aus dem man Rückschlüsse auf die eigene Selbstwahrnehmung und die Fremdwahrnehmung ziehen kann. + l = trifft weniger auf mich zu. Ein Trainer ist jemand. um falschen Erwartungen vorzubeugen. der Ihnen beibringt. . pünktlich. Deshalb meine Empfehlung: Befragen Sie sich zuallererst selbst.

Es gibt Coachs. in dem Sie sich erkennen können. deshalb ein Beispiel aus diesem Bereich: Ion Tiriac hat nie Wimbledon gewonnen. aber er hat Boris Becker zum Sieg gecoacht.de herzlich willkommen. (Sie sind jedoch auch bei mir www. Stärken und Schwächen erarbeiten und daraus verschiedene Möglichkeiten für Ihre berufliche Zukunft ableiten (SollZustand). die helfen. die Sie auf Ihre eigene Situation anpassen müssen. Kenntnisse. er hat Boris Becker zum Gewinnen befähigt. Ein Coach bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe und setzt -45- . Ein Berater liefert Ihnen Maßgeschneidertes. der Ihren beruflichen Neuorientierungsprozess begleitet. Eine gute Coaching-Seite im Internet ist www. Die Umsetzung der von der Qualifikation des Beraters abhängigen Lösungsalternativen bleibt Ihnen selbst überlassen.) Was können Sie von Ihrem bezahlten Freund erwarten? Von einem Trainer vor allem Standardlösungen. Er dient als Spiegel. Schwächen auszumerzen. in welchem Anzug Sie sich am wohlsten fühlen oder welches Kostüm Ihnen am besten passt. und durch die Reflektion der gestellten Fragen finden Sie zu Ihren Lösungen. Entscheiden Sie selbst. die unterstützen. Der Coach begleitet Sie ein Stück des Wegs. gewonnen hat Boris Becker jedoch selbst. Er wird mit Ihnen zusammen den jetzigen Stand betrachten (IstAnalyse). das heißt. ohne Sie als Persönlichkeit zu berücksichtigen. Stärken zu mobilisieren. Der Begriff Coaching kommt aus dem Sport. Ein Berater wird sich mit Ihrer Situation auseinander setzen. wobei Sie entscheiden. welcher Ansatz Ihnen mehr bringt. und es gibt Coachs. das Inventar Ihrer Fähigkeiten.coaching. Ein guter Berater wird sich immer öfter auch als Coach verstehe n. Sie haben das Problem und wiederum ist der Berater der Experte für die Lösung.de.Ratschlägen.cnconsult. Dabei kommen standardisierte Lebensläufe und ordentliche Bewerbungsmappen heraus und Sie erhalten sicherlich nützliche Tipps für das generelle Vorgehen bei der Jobsuche und das Verhalten im Vorstellungsgespräch.

die Sie während Ihrer Inventur über das „unbekannte Wesen. so ist ein Coach oder Karriereberater bestimmt ein guter Partner für Sie. Am besten nehmen wir etwas Angenehmes.manches wussten Sie noch nicht. Ihren Fähigkeiten und dessen. lassen Sie uns zurückkehren zum Inventar dessen. wie zum Beispiel Selbst. vieles ist Ihnen altbekannt. Über folgende Fragen erarbeiten wir uns unser individuelles Erfolgsprofil: → Waren Sie schon einmal erfolgreich? → Wie sah das aus? Führen Sie sich die Situation(en) vor Augen und schreiben Sie die dazugehörige Geschichte -46- . Doch wie schaffen Sie aus diesen vielen Puzzleteilen ein klares Bild von dem.. Wenn Sie diese Inventur präzise und umfassend vorgenommen haben. die nächsten Karriereschritte etc.und Schwächenprofil. Stärken.voraus. was Sie beruflich wirklich wollen? Wo haben Sie sich erfolgreich profiliert? Wie beim Puzzlespiel fangen wir einfach mit irgendeinem Teilchen an. denn es ist Ihre Zukunft! Wenn Sie an bestimmten beruflichen oder persönlichkeitsbezogenen Themen arbeiten wollen.und Fremdeinschätzung. so besitzen Sie jetzt ein klares Bild von Ihren Eigenschaften. Und schon lugt die nächste Frage um die Ecke: Was fange ich damit an? Was fange ich mit all meinen Gaben an? Wie das Kind vor dem weihnachtlichen Gabentisch stehen Sie vor den vielen Erkenntnissen. was Sie sind und was Sie können. wie zum Beispiel „Erfolg“. ich selbst“ gewonnen haben. was Sie beruflich leisten können. Um den Rahmen dieses Buches nicht zu sprengen. was sich da alles findet . Super. dass Sie an Ihrer Zukunft arbeiten.

Vielleicht spüren Sie ein Prickeln auf der Haut oder es überfließt Sie ein wohliger Schauer. Genießen Sie die Situation(en) noch einmal mit allen Sinnen! Schön. welche Armee befehligen. nicht wahr? Wieder in den rationalen Kopf zurückgekehrt. Erfinden Sie Fragen. wie sich Erfolg anfühlt. das Ihnen wichtig ist? Wenn ja. wenn Sie erfolgreich sind. noch mehr Klarheit über Ihren eigenen Erfolgsfaktor zu gewinnen. welche Einsatztrupps leiten. wo's langgeht? Welchen Vorstandssessel werden Sie innehaben.so konkret wie möglich auf. erfolgreich zu sein? Lassen Sie die Gefühle aufsteigen. Wenn Sie ihn erkannt haben. fragen Sie sich. wie Sie Erfolg definieren. um in Ihren Augen erfolgreich zu sein? Was würden Sie mit dem Geld machen? → Bedeutet Erfolg für Sie teure Statussymbole wie ein großes Auto. und machen sich hierzu eine Liste. die Ihnen helfen. anderen sagen zu können. wertvoller Schmuck. → Wie hat es sich angefühlt. wie viel davon brauchen Sie. beantworten Sie bitte noch folgende -47- . wenn Sie Erfolg haben? Wissen Sie jetzt. dass Sie auf der Erfolgsleiter ganz oben stehen? Wenn nicht. schreiben Sie auf. woran Sie persönlich feststellen. schildern Sie den Schmuck. Fragen für diese Erfolgsdefinition können sein: → Ist es das Geld. welches Auto Sie dann besitzen. den Sie tragen werden. für Ihre Taten bewundert zu werden? Welche Taten haben Sie vollbracht. → Geht es Ihnen bei Erfolg eher darum. wie sind Sie bewundert worden? → Oder lieben Sie es. oder das Prestige wie die Mitgliedschaft in einem teuren Golfclub? Wenn dem so ist. forschen Sie weiter. die Sie damals hatten. wieder so konkret wie möglich.

das hat nichts mit Ihrem Job zu tun? Mitnichten! Denn nur das. Wenn Sie viel verdienen wollen. dass Sie Ihre letzte Zeit damit verbringen? Was strebt nach Realisierung? Sie glauben. auf die es keinen Kredit gibt und von der wir nicht wissen. dass Sie die oberste erreichen? Lebenszeit planen Mit den aus dieser Übung gewonnenen Erkenntnissen gehen wir weiter zum nächsten Puzzleteil. Die meiste Zeit unseres wachen Lebens verbringen wir in der Arbeit. fragen Sie anders herum: Was wollen Sie auf keinen Fall? Machen Sie eine Stoffsammlung. müssen Sie wahrscheinlich auch viel arbeiten. Was würden Sie in dieser Zeit noch erleben wollen? Was ist Ihnen so wichtig. womit Sie beruflich den Großteil Ihrer Lebenszeit verbringen wollen. auf welcher Sprosse Ihrer Erfolgsleiter stehen Sie jetzt? Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein. Alles hat seinen Preis! Dieses Puzzleteil ist leider weniger angenehm. werden Sie auch langfristig gut machen! Also. dass Sie noch mehr Zeit im Job verbringen als bisher und auf einen Teil Ihres Privatlebens verzichten müssen. Das heißt. auf dem steht „Lebenszeit“. was wollen Sie wirklich? Wenn Sie sich darauf noch keine Antwort geben können. Ihr Arzt würde Ihnen sagen.Fragen: Wenn die oberste Sprosse der Leiter die Nummer 10 ist und ganz unten die erste. den Sie für Ihren Erfolg zahlen müssen. Das wäre der Preis. den Sie für den finanziellen Gewinn bezahlen müssen. Der Umkehrschluss -48- . Lebenszeit. Jetzt geht es um den Preis. denn es heißt „Bezahlen“. Stellen Sie sich einmal vor. wie viel wir davon noch vor uns haben. die wir nicht ansparen und später nutzen können. genau wie beim Inventar. bis sich herauskristallisiert. was Sie gerne tun. dass Sie nur noch sechs Monate zu leben hätten.

Wenn Sie sich für Karriere pur entscheiden. Bei Frauen auf der Karriereleiter stellt sich die Frage nach Kindern. bei diesem Punkt unbeteiligte Außenstehende. kann der Preis. dass vor allem Männer. wussten Sie. sich physisch und psychisch fit zu halten. Es kann daher sinnvoll sein. bei dem Sie weniger Zeit investieren müssen. sondern vor allem durch eine signifikante Erweiterung ihrer „Soft Skills“. Dafür kann es aber sein.ist. Das ist der Preis. die Ihnen die besten Entwicklungschancen verspricht. Es heißt: „Was biete ich dem Unternehmen?“ Das sind zum einen Ihre beruflichen Fähigkeiten und Kenntnisse. um ihre weiblichen Angestellten zu halten. Übrigens. fällt uns das „Marketing in eigener Sache“ nicht gerade leicht. sehr hoch sein! Was bieten Sie einem Unternehmen? Ich denke. bedeutet das lebenslanges Lernen und immer wieder neue Herausforderungen. angeben. den Sie dafür zahlen. den Sie hier bezahlen. dass sie davon sehr profitiert haben? Nicht allein durch die bessere Bindung zu ihren Kindern. werden Sie Ihren Arbeitgeber nach bestimmten Arbeitszeitmodellen auswählen. Da wir alle zur Bescheidenheit (v)erzogen sind. wie Ihre eigene Kosten-NutzenRechnung aussieht. wenn Sie viel Zeit mit Ihrer Familie verbringen wollen und Wert auf ein ausgeprägtes Privatleben legen. Sie wissen jetzt. dass Sie finanzielle Einbußen in Kauf nehmen. zum Beispiel die vorher erwähnten bezahlten Freunde. denen Sie sich stellen müssen. werden Sie sich einen Job suchen. die in Erziehungsurlaub gehen. anstatt zu der Firma zu gehen. zum anderen die aus Ihrem Persönlichkeitsinventar abgeleiteten Stärken. -49- . Wenn Sie dabei vergessen. und sind bereit für das letzte Puzzleteilchen. Wenn Sie Kinder haben wollen. für die Sie dann auch da sind. Kind und Karriere sind heutzutage durchaus vereinbar und immer mehr Arbeitgeber entwickeln entsprechende Programme.

Dazu gehören die Beharrlichkeit. der beide Kriterien erfüllt. die es braucht.hinzuzuziehen. um andere anzuleiten. Wichtig ist Ihre persönliche Leistungsmotivation. das. nehmen Sie ihn heraus und schreiben Sie einen neuen Punkt auf. welche Stärken Ihnen immer wieder attestiert wurden. die Dominanz. die Ihre Bestandsaufnahme enthalten sollte. Fehler zu machen. gut zu tun. zielgerichtet und ausdauernd vorzugehen. Sind Sie von sich und Ihren Leistungen genügend überzeugt. Betrachten Sie noch einmal kritisch die Liste mit den 10 Dingen. können Sie sich eine Tabelle anlegen. Was hindert Sie daran und wie können Sie dieses Hindernis überwinden? Wenn Sie möchten. das Engagement. um ein möglichst umfassendes Bild von dem zu erhalten. Beantworten Sie allein oder mit Ihren (bezahlten) Freunden folgende Fragen ganz ehrlich: 1. was Sie als Mitarbeiter für ein Unternehmen interessant machen kann. Nehmen Sie sich Ihre Arbeitszeugnisse zur Hand und sehen Sie nach. Flexibilität und eine gewisse Furchtlosigkeit. was man tut. um daraus zu lernen. Stehen Sie wirklich hinter jedem Punkt? Ist jeder auf dem Arbeitsmarkt zu verwerten? Wenn nicht. Wo sehen Sie Entwicklungspotenzial? 4. Fügen Sie die in Ihren Zeugnissen genannten Stärken hinzu. Selbstständigkeit und Selbstkontrolle sowie Stolz auf die eigene Leistung sind weitere Facetten. Gesunder Optimismus. auf der Ihre persönlichen Erfolgsfaktoren sichtbar werden: -50- . Womit hatten Sie Schwierigkeiten und wie haben Sie sie gemeistert? 2. die Sie besser können als andere. um gezielt auf Jobsuche zu gehen? 5. Wie sicher sind Sie sich Ihrer menschlichen und beruflichen Stärken? 3.

. 100 000 Euro im Jahr zu verdienen Englisch verhandlungssicher Kann ich es erreichen? Wenn ja.Meine persönlichen Erfolgsfaktoren Beruflicher Erfolg bedeutet für Dafür ist nötig. tue. Welchen Preis muss ich dafür mit welcher Wahrscheinlichkeit? zahlen? (in % ) Was gebe ich auf? 100 % 4 Monate Intensivkurs abends -51- .. lerne. dass ich Folgendes mich...

wie wir unser Ziel am besten erreichen.ein neuer Job! Wie soll Ihr neuer Job aussehen? Sie haben erarbeitet. als man ist. was für Sie wichtig ist. in diesem Fall den neuen Job. Das Ziel . Wir haben die Erfahrungen der Vergangenheit Revue passieren lassen und daraus abgeleitet. und wissen. Aber wie finden Sie den passenden Deckel zu Ihrem Topf? Mein Vorschlag ist. Mit diesem Wissen im Gepäck ist es jetzt Zeit. wird den Weg nicht finden. und weniger schätzt. und zwar so: -52- . was für uns in der Arbeit und im Leben wichtig ist und an welchen Dingen wir unseren Erfolg messen.5 Der Weg ist das Ziel oder umgekehrt? Ein großer Fehler: Dass man sich mehr dünkt. nach vielen Irrwegen oder gar nicht ans Ziel. (Johann Wolfgang von Goethe) In den Kapiteln 3 und 4 haben wir uns vor allem mit der Bestandsaufnahme dessen beschäftigt. dass Sie als ersten Schritt eine Stellenanzeige für Ihren Wunschjob entwerfen. als man wert ist.“ Nun bilden wir im Umkehrschluss den Spruch: „Wer den Weg nicht kennt. kommt später. worauf es für Sie ankommt. die Routenplanung für die Reise zum neuen Job in Angriff zu nehmen. wer wir sind und was wir bisher zuwege gebracht haben. Was ist damit gemeint? Erinnern wir uns an das Zitat von Christian Morgenstern: „Wer das Ziel nicht kennt. und dann überlegen wir uns.“ Mit anderen Worten: Erst definieren wir das Ziel.

sie aufschieben oder verdrängen. deshalb nehmen Sie sich Zeit dafür.. anerkannt bin. bei der Nutzung von folgenden PC-Programmen. bei Übersetzungen aus dem Griechischen. Genauigkeit. PCund Internet-Anwendungen.Nehmen Sie ein weißes Blatt Papier und bereiten Sie es wie im Folgenden beschrieben vor. dass Sie so präzise und konkret wie möglich formulieren und wirklich jede einzelne Aussage vertreten können! Stellenanzeige für (Ihr Name). Organisationsvermögen. sie uns nicht bewusst machen.. Bei folgenden Punkten benötige ich Unterstützung: bei der Einhaltung von Terminen.. auf welche Anforderungen und Versprechungen Sie beim Lesen einer echten Stellenanzeige achten sollten. das wenig mit dem gemein hat. dass Ihnen nicht gleich alle Informationen einfallen. Beziehen Sie die Informationen aus Ihrer Bestandsaufnahme mit ein. Wenn wir uns einige Ziele jedoch nicht eingestehen. Ich kann mich mit folgenden Fähigkeiten einbringen: zum Beispiel analytisches Denkvermögen. Wichtig ist. Sicherheit und Aufstiegschancen zum.. an dem ich zum Beispiel gelobt werde. sollten Sie sich für diese Position nicht bewerben. Wenn zum Beispiel Terminsicherheit gefragt ist und Sie hierfür Unterstützungsbedarf angemeldet haben. Sind Sie mit Ihrem Stellenangebot zufrieden? Sie sollten jetzt ein ziemlich genaues Bild davon haben. Es ist durchaus möglich. viel Geld verdienen kann.. Belastbarkeit in hektischen Situation. was Sie wirklich erreichen wollen und können. doch wenn Sie bei der Zieldefinition nicht absolut ehrlich mit sich selbst sind. die -53- . werden sie zu Störfaktoren. (Ihre Wunschposition) Ich wünsche mir einen Arbeitsplatz. werden Sie ein Ziel verfolgen.. Diese Äußerung mag Ihnen hart erscheinen. perfekte Spanischkenntnisse. meinen Hund mitbringen darf. Sie können diese Arbeit auch unterbrechen und später fortsetzen. das Arbeitsklima stimmt. zeitliche Freiräume habe. Klare Ziele können uns stark motivieren. habe. Dann ergänzen Sie die Überschriften mit Ihren eigenen Informationen...

Gibt es so einen Störfaktor in Ihrer Zieldefinition? Ihr Produkt kann noch so gut sein . welche Sie auf später vertagen und von welchen Sie Abstand nehmen wollen.“ Es muss realistisch und erreichbar sein. nicht wirklich stimmt. Sie können sich ja von denen. Das heißt. für die es bestimmt ist. also präzise und konkret formuliert. werden Sie sicherlich länger als zwei Jahre studieren müssen. September trete ich meinen neuen Job an. welche Ziele Sie in die Tat umsetzen. Wenn Sie also als Wunschposition „Außendienstleiter“ angeben und es hassen. dass Sie sich Ihrer uneingestandenen Ziele bewusst werden. die Sie für unerreichbar halten oder die aus heutiger Sicht für Sie nicht mehr wichtig sind. im Außendienst zu arbeiten. werden Sie Ihr Produkt nur schwer verkaufen! Zieldefinition und Formulierung Wie soll ein Ziel aussehen? Es soll klar sein. um als perfekt Deutsch sprechende und -54- . Ich halte es an dieser Stelle für sehr wichtig. dass nur Sie entscheiden. Sie sind der Meister des Spiels: Machen Sie sich also immer wieder bewusst. werden Sie Ihre Mitarbeiter nie motivieren können. entweder nach „Wichtigkeit oder zeitlichem Ablauf“.im Unterbewusstsein weiterarbeiten. also zum Beispiel: „Am 1. Wenn Sie keine Ahnung von der deutschen Sprache haben. dass Sie die Voraussetzungen dafür entweder bereits mitbringen oder innerhalb einer gegebenen Zeit schaffen können.wenn die Beziehung zwischen ihm und der Zielgruppe. damit Ihr Ziel realisiert werden kann. dass Sie mit Leib und Seele hinter Ihren Zielen stehen. Es ist überaus wichtig. endgültig verabschieden! Sie können allerdings auch eine Liste mit Zielen anlegen. Es muss messbar sein. die Sie künftig immer wieder an die noch „offenen Baustellen“ in Ihrem Leben erinnert. Unzufriedenheit und Missstimmungen sind das Resultat. dass es Ihre Ziele sind.

Ihre Kinder täglich zu sehen? Wollen Sie Ihre wöchentlichen Squashtermine wirklich aufgeben? Haben Sie nach diesem Arbeitstag wirklich noch die Kraft für Ihr soziales Engagement? Der krönende Abschluss der Zieldefinition ist die Frage: -55- . In diesem Beispiel könnten es Ihre Muttersprache oder Führungserfahrung sein.es sei denn. → Wer kann mir helfen. Ist es für Ihre Frau zum Beispiel in Ordnung. wenn Sie so viel auf Dienstreisen sind. Sie verfügen über andere Fähigkeiten. der mir Empfehlungen geben kann? → In welchen Büchern oder Medien kann ich weitere notwendige Informationen finden? → Über welche Zusatzausbildung kann ich mir die gewünschte Qualifikation aneignen? Ihr Ziel sollte auch moralisch vertretbar und vor allem gesetzlich in Ordnung sein. dass Sie sich höchstens am Wochenende und im Urlaub sehen? Können Sie Ihren privaten und gesellschaftlichen Verpflichtungen. noch in vollem Umfang nachkommen. mein Ziel zu erreichen? → Wo kann ich mir Unterstützung holen? → Wer könnte jemand kennen. Oder aber Sie möchten innerhalb kurzer Zeit sehr viel Geld verdienen. die für Sie wichtig sind. Können Sie das in der von Ihnen angestrebten Position wirklich erreichen? Der Punkt „Machbarkeit“ hat viele Facetten und sollte von mehreren verschiedenen Standpunkten aus immer wieder überprüft werden. wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben? Betrachten Sie auch den Preis.schreibende Sekretärin einen Job im Vorstandssekretariat zu bekommen . Einer der wichtigsten Faktoren jedoch ist. die für die Zielerreichung ebenso wichtig sind. dass Sie Ihr Ziel wirklich akzeptieren und Ihre Umwelt ebenfalls dazu steht. den Sie für die Erreichung Ihres Ziels bezahlen müssen: Können Sie darauf verzichten.

Genauso kann es möglich sein. Ein anderer Weg führt über imposante Alpenpässe. um Ihrem beruflichen Ziel nahe zu kommen. ohne Wenn und Aber. als Collage oder als Flussdiagramm. Ihre beruflichen Erfahrungen durch ein Praktikum zu ergänzen. dass Sie aus finanziellen Gründen gezwungen sind. doch der Spaß am Fahren braucht seine Zeit. dass Sie für diesen Punkt am wenigsten Unterstützung brauchen . also visualisieren. dass Sie noch eine Zusatzausbildung brauchen. auch wenn sie nicht ganz Ihren Zielvorstellungen entspricht. dass Sie sich für eine langfristige Planung entscheiden. können Sie es noch visuell darstellen: als Bild.Womit werde ich mich belohnen. wenn ich mein Ziel erreicht habe? Ein romantisches Wochenende zu zweit. -56- . etwas Neues zum Anziehen? Ich bin sicher.oder? Wenn Sie jetzt Ihr Ziel klar. Vielleicht haben Sie noch Lust. weil Sie erkannt haben. Vor allem handelt es sich um Ihre Lebenszeit und die möchten Sie ja maximal nutzen und genießen. eine zusätzliche Lok für meine Modelleisenbahn. dafür schnurrt unser Auto auch eintönig das Asphaltband der Autobahn entlang. sondern eher mit einem Etappenziel gleichzusetzen ist. lernen Sie die Techniken dazu. In guten Mentaltrainings. umweltverträglich und realisierbar formuliert haben. Sie können sich Ihren neuen Job allerdings auch in allen Details ausmalen und ihn immer wieder vor Ihrem inneren Auge auftauchen lassen. Es kann durchaus sein. Die Routenplanung erfordert einiges an Überlegung. die nicht teuer sein müssen. sich schnell wieder eine Arbeitsstelle zu suchen. präzise. Die Routenplanung Viele Wege führen nach Rom! Sie sind alle unterschiedlich und ein jeder davon hat eine bestimmte Qualität: Die eine Route bringt uns sehr schnell hin.

oder mit dem Starttermin im neuen Job. vor allem wenn Sie sie zum ersten Mal machen. lade ich Sie zu folgender Übung ein.also alles. Arbeitstag“ könnte zum Beispiel heißen „Vertragsunterschrift“. -57- . was Sie sich dafür vorgenommen haben. um das. aus. ob Ihre Meilensteine realistisch und pünktlich zu erreichen sind. dann ändern Sie sie entsprechend. Sobald Sie einen Meilenstein erreicht haben. diese Planung ist etwas schwierig. der davor „erfolgreiche Vorstellungsgespräche“. Der erste Meilenstein vor dem Ziel „1. ziehen Sie eine waagerechte Linie und beschriften Sie den Anfangspunkt mit dem heutigen Datum. damit es unvermeidbar wird. Den Endpunkt versehen Sie mit dem Datum. überprüfen Sie.vorher festzulegen. und zwar vom Ziel ausgehend. zu erreichen . nämlich vom Datum Ihrer Zielerreichung. Deshalb rate ich Ihnen. an dem Sie Ihren Vertrag unterschrieben haben wollen. bis wann Sie Ihr Ziel erreicht haben wollen. Wenn alle „To do's“ eingetragen sind. dass Sie Ihr Ziel erreichen! Zugegeben. Die Meilensteine tragen ein bestimmtes Datum. Sie kreieren also Ihre zukünftigen Aktionen von der Zukunft. Im Folgenden werden die ersten Meilensteine beispielhaft demonstriert. passen Sie Ihr Blatt entsprechend an.bevor Sie den nächsten Schritt auf der Karriereleiter wagen? Wenn Sie diese Vorüberlegungen beendet haben. Dann bilden Sie so genannte Meilensteine. wo genau er stehen soll. zum Beispiel mit dem Datum. die Daten der Meilensteine zuerst mit Bleistift einzutragen und alle Aktionen . Überprüfen Sie bei jedem Meilenstein. der wiederum davor „Versand der Bewerbungsunterlagen“. das zwischen heute und dem Ziel steht. Nehmen Sie ein weißes Blatt Papier. was Sie zwischen den einzelnen Meilensteinen tun müssen. Wenn nicht.

Schritt Mein neuer Job: Vorstandsassistent .Mein neuer Job: Vorstandsassistent . Schritt -58- .2.1.

Was ist passiert: Sind Sie krank geworden oder haben Sie sich zu viel vorgenommen? Oder hat Sie ein „Schlagloch“ aufgehalten? Als Schlaglöcher möchte ich die Vorkommnisse bezeichnen. weil wir einen Schlag versetzt bekommen. Schritt Die Schlaglöcher auf dem Weg Haben Sie Ihren ersten Meilenstein erreicht? Ja? Herzlichen Glückwunsch und vergessen Sie nicht. die andernorts als „Fallen“ oder „Hemmnisse“ beschrieben werden. der uns daran hindert. die wir uns vorgenommen haben. uns also -59- . sich auch wirklich zu belohnen! Sie haben es diesmal nicht geschafft? Schade. in der ursprünglich geplanten Schnelligkeit auf der Route voranzukommen. Der Volksmund sagt ja. Vielleicht fallen wir ja auch in ein „Loch“ und sind deprimiert.3.Mein neuer Job: Vorstandsassistent . innezuhalten und uns mit der Ursache auseinander zu setzen. weil wir unser Tagesziel nicht erreicht haben. Ich finde den Ausdruck „Schlagloch“ deshalb so passend. dass „leichte Schläge auf den Hinterkopf“ durchaus das Denkvermögen anregen. Dadurch sind wir gezwungen.

der uns daran hindert. hier im Klartext: Wenn wir etwas. um Ihnen immer wieder erfolgreich in die Quere zu kommen. wenn man ihn einmal genau betrachtet. Stellen Sie ihm Fragen wie: → Welche Absicht verfolgst du? → Warum tust du das? → Wovor willst du mich bewahren? → Woher nimmst du diese Kraft? -60- . ob wir mit dem richtigen Fahrzeug unterwegs sind. Es wird 19:30 Uhr und Sie sind noch nicht fertig. herauszufinden. anstatt ihn unwirsch zu verscheuchen oder seine unrühmliche Existenz hinter dem Mäntelchen fadenscheiniger Entschuldigungen zu verbergen.dazu bringen. dass er mich mit großer Kraft immer von den Dingen abhält. was wir uns fest vorgenommen haben. sich mit Ihrem „inneren Schweinehund“ einmal zu unterhalten. Der innere Schweinehund .Freund oder Feind? Falls ich mich zu blumig ausgedrückt haben sollte. Mein persönlicher Schweinehund zeichnet sich zum Beispiel dadurch aus. nicht erreichen. zielgerichtet und konsequent vorzugehen. Es ist höchst interessant. Dies und das fällt Ihnen noch ein und plötzlich ist es 21:00 Uhr . die Sie sich für diesen Tag vorgenommen haben. Ein äußerst hilfreicher Zeitgenosse. eine bessere Route zu wählen oder uns zu fragen. Nehmen Sie sich die Zeit. Den ganzen Tag klingelt das Telefon. Sie müssen Kollegen helfen und kommen nicht zu der Arbeit. was dieses Wesen bewegt und mächtig genug werden lässt.zu spät um die Arbeit jetzt noch in Angriff zu nehmen. vor denen ich mich sowieso drücken will. haben wir es meistens mit unserem „inneren Schweinehund“ zu tun. Kommt Ihnen Folgendes bekannt vor? Sie wollen heute unbedingt noch etwas Dringendes im Büro fertig machen.

an deinem Stuhl wird gesägt“.. Warnungen wie „Das kannst du nicht“.→ Was brauchst du.„Aus dir wird nie was“. was wir denken. um zufrieden zu sein? → Was kann ich für dich tun? Stellen Sie sich vor. „Pass auf. was dadurch a positiver n Energie freigesetzt wird.“ und ihre Auswirkungen auf unser Befinden und unsere Motivation sind jedem von uns bekannt.schlimmer noch .und Jugendzeit beurteilt hat. Sie werden überrascht sein. Urteile über eine Person oder deren Verhalten sagen ähnlich wie beim -61- . „Auf der Party wird sowieso keiner mit mir reden. Reframing genannt. denn es handelt sich schließlich um einen durchaus positiven Teil Ihres Selbst. die in unserer Kindheit und Jugend geprägt wurden. wenn Sie dieses Powerpaket zu Ihrem Verbündeten anstatt zu Ihrem „besten Feind“ hätten! Vielleicht fällt Ihnen ja auch ein freundlicherer Name als Schweinehund ein. wie es wäre. Verwandten oder von jemandem. als zum Beispiel ein Lehrer uns bescheinigte „Du lernst es nie“ oder . der uns in unserer Kinder. Der innere Dialog Schlaglöcher können auch durch unsere inneren Dialoge verursacht werden.. „Das haben wir schon immer so gemacht“. Von einem erfahrenen Coach oder NLP-Trainer (NLP = Neurolinguistische Programmierung) können Sie sich bei dieser Art der Konversation. Unser Denken plappert pausenlos. eines Bruders. Wenn wir alles. „Der meint es bestimmt nicht so“. Es kann auch die Stimme eines Elternteils sein. Diese bremsenden inneren Dialoge zeigen bestimmte Verhaltensmuster auf. diktieren würden und uns dann mit dem Geschriebenen auseinander setzen müssten. wirkungsvoll unterstützen lassen. also gehe ich erst gar nicht hin. wäre uns die Kontrolle des Denkapparats mindestens genauso wichtig wie die unseres Gewichts.

Wenn Ihnen diese Vorgehensweise widerstrebt. dass Zeit eine subjektive Qualität -62- . ihren Ratschlägen zu folgen. Manchmal benutzt der Urteilende den Urteilsempfänger wie eine Leinwand. Wenn nicht. seine tiefste Angst oder noch Schlimmeres projiziert. als ich dich brauchte. so verabschieden Sie es mit den (innerlich gesprochenen) Worten: „Ich danke dir. Die Zeitfalle „Da lief mir die Zeit davon. Wann immer Sie einem hinderlichen Urteil in Ihrem Denken begegnen. den Sie von jetzt an immer anwenden können. veranschaulichen Sie sich den Verursacher oder die Situation und wischen Sie es vom Revers. um diese bremsenden Schlaglöcher zu bewältigen. Wir wissen allerdings auch alle. so probieren Sie eine andere Möglichkeit. wer da mit Ihnen spricht. diese Urteile aufzuheben. seinen derzeitigen Frust. auf die er seinen eigenen Ärger.Feedback sehr viel über die urteilende Person aus. halten Sie kurz inne. Mit dieser Geste haben Sie einen Anker gesetzt. die des „Ankerns“. so ist es höchste Zeit für Sie. das für Sie nicht mehr zutrifft. Davon sollten Sie sich schleunigst befreien! Hören Sie sich Ihre inneren Dialoge aufmerksam an.“ Und dann lassen Sie es los. dass du da warst. Aber jetzt bestimme ich selbst. → Wessen Stimme können Sie erkennen? → Ist es Ihre fürsorgliche Mutter oder der rivalisierende Bruder? → Der strenge Vater oder der ziemlich spießige MatheLehrer? → Wer urteilt da über Sie? → Treffen diese Urteile heute noch zu? Wenn ja.“ Diesen Spruch kennt jeder. und das geht so: Wenn Sie ein Urteil entdecken. ist es okay. Hören Sie genau hin.

verfliegt die Zeit wie im Nu. dass wir die Zeit subjektiv wahrnehmen. sie Ihren Anforderungen und Bedürfnissen entsprechend anzupassen. alles von allen verschiedenen Seiten zu beleuchten. die Sie sich für Ihre Jobsuche vorgenommen haben. das uns daran hindert. dass Sie ein Zeitproblem haben. vor allem wenn wir auf den Briefträger mit dem ersehnten Arbeitsvertrag warten oder wenn dieser den an uns adressierten Briefumschlag umständlich aus seiner Tasche nimmt und uns in ein belangloses Gespräch verwickelt. dass es sich um Ihre eigenen Zeitvorgaben handelt und Sie die Macht haben. geben Sie nicht nach dem Motto „Alles oder nichts“ auf. Spaß haben oder eine interessante Arbeit tun. bevor sie sich -63- . schaffen an einem Tag so viel wie andere in einer Woche und sind dabei noch entspannt und fröhlich. Denken Sie daran: Die meisten Menschen sind geschmeichelt. wohingegen unsere Uhr exakt die Minuten misst. Planen Sie genügend Zeitpuffer für die Aktivitäten ein. Manche von uns sind flott unterwegs. ob wir Grund zum Feiern haben. den Brief sofort zu öffnen. Das beweist uns. Das sind die Zeitgenossen. um zu erfahren. Minuten erscheinen uns dann wie Stunden! Wenn wir uns jedoch rundum wohl fühlen. Jeder von uns hat seine eigene Geschwindigkeit. ob und was Sie an wen delegieren könnten. wenn wir auf Prüfungsergebnisse oder unsere Liebste warten. wenn man sie um Hilfe bittet! Außerdem sollten Sie nie vergessen.hat: Manchmal empfinden wir eine Zeitspanne unerträglich lang. Sie haben die Angewohnheit. Wir sitzen wie auf Kohlen. mit der er Dinge erledigt und Entscheidungen trifft. alle Wenns und Abers abzuklären. setzen Sie Prioritäten und überlegen Sie. um eine Entscheidung zu treffen. Wenn Sie merken. die immer viele Informationen brauchen. in der dafür eingeplanten Zeit erledigen können. Dann gibt es die Überlegten. Auch wenn Sie nicht alles. was Sie sich vorgeno mmen haben. Das sind die Rennpferde unter den Menschen.

Ihren Weg zu gehen. so schnell oder langsam. Das sind die Schnecken unter uns. Haben Sie an Ihre Belohnungen gedacht? O O O O O O -64- . Kein Mensch würde von einem Rennpferd erwarten. Ist es wirklich realistisch und erreichbar? 3. Sind Sie auf der Zielgeraden? 7. Beides muss es geben und beides ist okay.festlegen. dass es sich in eine Schnecke verwandelt oder umgekehrt! Also nehmen Sie sich das Recht. Wichtig ist. dass Sie sich über Ihre persönliche Geschwindigkeit im Klaren sind und dementsprechend Ihre Route zum neuen Job planen. Lassen Sie sich durch Schlaglöcher behindern? 6. Haben Sie ausreichend Zeit für die Bewältigung schwieriger Wegstrecken eingeplant? 5. Checkliste: Ziele definieren und erreichen ja O O O O nein O O O O 1. Passt Ihnen Ihr Ziel wie angegossen? 2. wie es für Sie angenehm und passend erscheint. Haben Sie die Route bis zur Zielerreichung festgelegt? 4.

denn jede Vakanz wird zuerst im Unternehmen bekannt gemacht. Die wenigsten offenen Stellen werden in der Zeitung oder über Jobbörsen angeboten. so dass sich Interessierte aus dem Unternehmen selbst bewerben können. Das Unternehmen wird aus finanziellen oder organisatorischen Gründen keine weiteren Mitarbeiter von außerhalb einstellen. verdeutlicht Ihnen das Beispiel auf Seite 207 „Vom . Der andere Grund ist die Tatsache. Seine eigenen Mitarbeiter glaubt man bereits zu kennen und deren Eignung leichter einschätzen zu können.hot job' zur Hotline“. Die dritte Variante des internen Stellenmarkts heißt „Einstellungsstopp“. Dass das nicht immer den Tatsachen entspricht. sondern von innen „umgesetzt“ werden. (Epikur von Samos) Sie haben Ihr Ziel. Darunter versteht man. die Sie suchen. Außerdem kostet jeder Missgriff bei Personalauswahl und einstellung Unternehmen richtig Geld. dass Mitarbeiter. Und der interne Stellenmarkt ist kaum zu unterschätzen. Nun geht es darum. die „richtige Firma“ zu finden. festgelegt. die einzelnen Schritte auf dem „Weg dorthin geplant.6 Blindbewerbungen können erfolgreich sein! Man darf das Schiff nicht an einen einzigen Anker und das Leben nicht an eine einzige Hoffnung binden. ob aus Alters. Aber immer wieder kann -65- .oder sonstigen Gründen. nicht von außen ersetzt. also die Position. sei es per Aushang auf dem schwarzen Brett oder über das Intranet. dass viele Unternehmen über die „natürliche Fluktuation“ Personal abbauen. die das Unternehmen verlassen. bevor man außerhalb rekrutiert. denn oft findet sich über den internen Stellenmarkt im Unternehmen selbst schon die geeignete Besetzung.

dem im überwiegenden Fall auch durchaus Taten folgen können. ein ganz bestimmtes Knowhow oder eine bestimmte Funktion von außen einzukaufen. wenn Sie einen Personalberater eingeschaltet haben (siehe Seite 85). Ein persönliches Gespräch. Es schadet nicht. ob eine für Sie passende Position frei ist. bleiben Sie freundlich und verständnisvoll. die Unterlagen so lange behalten zu dürfen. das heißt. Im Prinzip können Sie sich immer und überall blind bewerben. Falls der Personalreferent sich nicht gleich an Ihre Bewerbung erinnert. dass sie überhaupt existieren! Dem Personalreferenten kann zum Beispiel jemand einfallen. der einen Mitarbeiter wie Sie brauchen könnte. auch wenn es nur am Telefon stattfindet. oder er verweist an eine befreundete Firma. bitten die Unternehmen oft darum. Gleiches gilt auch. „Probieren geht über Studieren“ heißt hier die Devise. sondern „aus eigener Initiative“ bei einer Firma bewerben. kann Türen öffnen. Ein freundliches und durchaus ernst gemeintes Angebot. was den Bedarf angeht. Jede Firma sieht es als indirektes Kompliment an. alle sechs Monate unaufgefordert nachzufragen. wenn gute Initiativbewerbungen eingehen. Früher nannte man es auch „Blindbewerbung“. Sie sind „blind“. denn im Allgemeinen wissen Sie nicht. die Bewerbung jedoch interessant erscheint. Initiative zeigen . bis eine passende Position frei wird. -66- .sich unaufgefordert bewerben! Wenn Sie sich nicht auf ein Stellenangebot hin. Wenn gerade kein konkreter Bedarf besteht. von denen Sie gar nicht wussten. so handelt es sich um eine Initiativbewerbung.durchaus Bedarf bestehen.

lockeres Betriebsklima → Internationa les Arbeitsumfeld einer Weltfirma → Persönliche Freiräume. Wie lange soll mein Weg zur Arbeit maximal sein? Überlegen Sie sich dabei. öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder Mitfahrgelegenheiten bevorzugen.. für die folgende Checkliste hilfreich sein kann. wo Sie sich bewerben sollen? Das können Sie nicht wissen. gesellschaftlicher Status → Eigener Kindergarten. wo Sie sich bewerben wollen! Das herauszufinden ist allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe. vielleicht auch die Chance.oder Landkarte eintragen und eventuell bevorzugte Gegenden farbig markieren. Bei dieser Form der Bewerbung geht es einzig um die Frage. Firmenwagen. Checkliste: Welche Firma kommt für mich in Frage? 1. im Ausland zu arbeiten → Gezielte Entwicklungsprogramme und -67- . 3.) → Ein informelles. 2. In weichem Umkreis meines Wohnorts sollte mein neuer Arbeitgeber liegen? Sie können diesen dann auf einer Orts. ob Sie mit dem eigenen Auto fahren. Karriere.auf diesem Auge sind Sie ja blind.. flexible Arbeitszeitmodelle → Jobsicherheit und betriebliche Altersvorsorge → Bezahlung. denn wie eingangs erwähnt . Topfe.Doch woher wissen Sie. Was ist mir an meinem Arbeitgeber wichtig? Dass ich mich mit seinem Produkt identifizieren kann (wie Autos. Software. vergünstigter Produkteinkauf.und Teilzeitmodelle für berufstätige Mütter → Jobrotation.

Weiterbildungsmöglichkeiten → Flache Hierarchien, um Führungsverantwortung innerhalb kurzer Zeit zu übernehmen → Mehr „mitten im Geschehen“ zu sein, als nur am Schreibtisch zu sitzen → Wissenschaftlich zu arbeiten und zu forschen -› Persönlich für meine Leistungen anerkannt zu werden → In ein professionelles Team eingebunden zu sein → In kurzer Zeit viele; Aspekte eines Unternehmens kennen zu lernen 4. Welche Unternehmensgröße bevorzuge ich beziehungsweise welche ergibt sich aus meinen Antworten zu Frage 3? In einem Großunternehmen haben Sie vielleicht mehr (vermeintliche) Sicherheit, größere Entwicklungschancen, können schneller aufsteigen oder intern die Stelle wechseln. Das Betriebsklima kann jedoch eher funktional und unpersönlich sein. Bei einem kleinen Unternehmen ist zwar der „Kuschelfaktor“ größer, dafür aber die Bezahlung etwas mickriger. In mittelständischen Unternehmen wird manchmal patriarchalisch geführt, also die Firma wie eine große Familie mit einem Familienoberhaupt verstanden. Es kann aber auch sein, dass Sie hier schneller in spannende Projekte einbezogen werden, eigene Ideen verwirklichen können und Ihre Leistunge n als die Ihren anerkannt werden. Wenn Sie diese Fragen für sich beantwortet und mit Ihren Ergebnissen aus Ihrem Inventar abgeglichen haben, können Sie als ersten Schritt über Informationsdienste - zum Beispiel die Telekom, die örtliche Industrie- und Handelskammer oder professionelle Anbieter (wie zum Beispiel dem HoppenstedtVerlag) nach geeigneten Unternehmen recherchieren beziehungsweise recherchieren lassen. So erhalten Sie den
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korrekten Firmennamen, die Post- und Hausanschrift, die Telefonnummer der Zentrale und vielleicht auch Daten wie Unternehmensgröße, Anzahl der Niederlassungen und mehr, Tageszeitungen und die Regionalpresse sind auch eine ausgezeichnete Informationsquelle, ebenso wie das Internet. Unter www.branchendino.de ist eine gezielte Firme nsuche möglich und unter www.hotlinel.de gibt es die kostenlosen Servicerufnummern von 500 deutschen Unternehmen. Bei manchen Unternehmen gibt es sogar eine spezielle JoblineNummer für Arbeitsuchende... Als nächste Aktion sollten Sie sich einen aktuellen Geschäftsbericht der in Frage kommenden größeren Unternehmen besorgen. Das wird in der Regel der vom Vorjahr sein, er ist entweder bei der Pressestelle der Firmen, über die zuständige Industrie- und Handelskammer oder fallweise bei einer Bank zu bekommen. Manchmal haben ihn die Firmen auch auf ihre Homepage gestellt. Dort nachsehen lohnt sich allemal, auch bei Unternehmen, die keiner Publikationspflicht unterliegen. Im Geschäftsbericht finden Sie folgende Informationen: → Vision und Philosophie des Unternehmens → Übersicht über den Verlauf des BerichtsGeschäftsjahrs im Vergleich zum Vorjahr → Produkte und Produktbereiche → Organisationsstruktur und Unternehmensaufbau → Anzahl der Mitarbeiter im In- und Ausland, Entwicklung zum Vorjahr → Anzahl der Niederlassungen und/oder Tochterunternehmen mit Adresse und Telefonnummer sowie die Namen der Vorstandsund Aufsichtsratsmitglieder → Jahresabschluss und Bilanz mit Erläuterung(en)
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→ Ausblicke auf die künftige Geschäftsentwicklung Viele Unternehmen geben zusätzlich zum Geschäftsbericht einen Personalbericht heraus. Sie können ihn sich über die gleichen Kanäle besorgen. Einer der vorbildlichsten Personalberichte, die ich kenne, ist der von der Deutschen Telekom. Darin finden Sie spannende Aussagen wie: → Personalstrategie im Vergleich zur Unternehmensvision → Entwicklung der Mitarbeiterzahlen und angewandte Führungsleitbilder → Informationen zur Gleichstellung der Geschlechter → Personalentwicklung für Auszubildende, Mitarbeiter und Führungskräfte → Was von Mitarbeitern erwartet wird (oft ve rschlüsselt ausgedrückt!) → Modelle zur Mitarbeitermotivation und Altersvorsorge → Allgemeine Angaben zu eingeführten Bewertungsund Leistungssystemen → Vorschau auf das nächste Geschäftsjahr aus personeller Sicht Trotzdem werden diese verschiedenen Informationen längst nicht alle Ihre Fragen beantworten. Vor allem nicht die zu Unternehmensinterna wie Betriebsklima, Führungsverhalten, Entwicklungschancen und so weiter. Diese Informationen können Sie sich am besten über bei Ihrem Wunschunternehmen beschäftigte Freunde oder Bekannte besorgen. Doch achten Sie darauf, wer Ihnen was wie sagt, denn Objektivität ist nicht jedermanns Stärke! Fragen Sie gezielt vor allem nach der Unternehmenskultur wie man mit den Mitarbeitern umgeht - denn oft wird Management by Objectives (das heißt Management durch
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Zielvorgaben) mit Management by Moses (also Mitarbeiter in die Wüste schicken und dann beten) verwechselt. Das viel belächelte Management by Champignon (Kopf raus und ab) wird immer noch gerne in hierarchisch strukturierten und nach preußischem Vorbild geführten Unternehmen praktiziert. Fragen Sie auch nach der durchschnittlichen echten Wochenarbeitszeit und ob eine generelle 60-Stunden-Woche üblich ist. Ziehen Sie bei der Antwort durchaus ins Kalkül, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der viel arbeiten und Stress haben chic und wichtig sind. Was tun, wenn Sie niemanden kennen, der in Ihrem Wunschunternehmen arbeitet? Was tun, wenn das Unternehmen keinen Geschäfts- oder Personalbericht herausgibt und im Internet nichts zu finden ist? Anrufen, den Namen des Personalleiters erfragen und sich zu dessen Sekretariat durchstellen lassen. Die Zeiten sind zum Glück längst vorbei, als dort noch ein so genannter „Vorzimmer-Cerberus“ saß, dessen vordringlichste Aufgabe darin bestand, den Chef abzuschotten und am Telefon niemanden durchzustellen. Die meisten Mitarbeiter in den Personalbüros sind hilfsbereit und erstaunlich gut informiert. Schildern Sie ihnen Ihr Anliegen so präzise wie möglich, damit sie sich ein Bild machen können. Seien Sie freundlich und entgegenkommend. Wenn Sie merken, dass Sie ungelegen anrufen, fragen Sie, wann es besser passt. Probieren Sie es dann erneut oder bitten Sie um den Namen des zuständigen Personalsachbearbeiters oder -referenten und rufen Sie diese Person an. Nehmen Sie die Informationen, die Sie erhalten, durchaus ernst, aber lassen Sie sich nicht abwimmeln. Schließlich geht es um Ihren zukünftigen Arbeitsplatz! Es kann sich durchaus lohnen, zu fragen, ob es die Möglichkeit eines „Schnuppertages“, Praktikums, Volontariats oder einen Tag der Offenen Tür gibt, um das Unternehmen von innen kennen zu lernen. Echtes Interesse an einer Firma ist
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Daraus muss klar ersichtlich sein. Notieren Sie sich. Wenn Sie eine Firma gefunden haben. mag es durchaus Sinn machen. auf einer niedrigeren Stufe einzusteigen. werden diese nicht lange auf sich warten lassen. Überlegen Sie sich für jede Firma. für die Sie gerne arbeiten würden. welchen Vorteil die jeweilige Firma davon hat. wenn sie genau Sie einstellt. dass ausgerechnet Sie dort arbeiten werden. für die Sie arbeiten wollen. Zu Initiativbewerbungen finden Sie reichlich Fallbeispiele in Kapitel 18: → Mit Charme überzeugen! → Das kann doch nicht Ihr Ernst sein! → Möbelverkauf zum Nulltarif -72- . Versenden Sie Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen an alle auf Ihrer Liste befindlichen Firmen. → für welchen Job Sie sich interessieren → warum Sie sich bei dieser Firma bewerben → was die Firma davon hat. Und wenn Sie gut sind. ist das auch in Ordnung. die Ihnen derzeit allerdings keine Ihren Erfahrungen und Fähigkeiten angemessene Position bieten kann.siehe in den Kommentaren der Personalentscheider im Beispielteil. Die Masse macht's Wenn Sie der Meinung sind.bisher immer positiv gesehen worden . dass Ihnen das „GießkannenPrinzip“ eher liegt als der etwas steinigere Weg der individuell recherchierten Bewerbung. Lesen Sie hierzu auch das Faílbeispiel auf Seite 198 „Übung macht den Meister“. Diese Passage arbeiten Sie in Ihr allgemeines persönliches Anschreiben ein. welchen Job Sie dort haben möchten beziehungsweise welcher Bereich für Sie in Frage kommt und warum Sie für genau diese Firma arbeiten möchten. um dann von innen Karrie reschritte zu machen.

Welche Vorteile haben Initiativbewerbungen für mich? 2. Dieses Angebot soll so unwiderstehlich sein.→ Eine süße Bewerbung → Schneller als der Markt oder: Träume werden wahr! → Engineering by Video Bereiten Sie das persönliche Anschreiben und Ihre Bewerbungsmappe bei Initiativbewerbungen besonders gut und sorgfältig auf. den die Firma von Ihnen erhält. Wer kennt jemanden. das Sie der Firma machen. die ich unbedingt brauche? 3. Wer kann mir Insider-Informationen geben? 4. Anschreiben und Mappe sind die Verpackung für das Angebot. An welche Art der Ansprache habe ich noch nicht gedacht? Kreieren Sie Ihre eigene Strategie! -73- . Es ist der erste Eindruck. dass die Firma es einfach nicht ablehnen kann! Checkliste: Die entscheidenden Fragen 1. der in meinem Wunschunternehmen arbeitet? 5. Wo bekomme ich die Informationen.

ob sie der Imagepflege des Unternehmens dienen sollen oder eher zur Abschreckung potenzieller Bewerber gedacht sind.Heinz List. haben wir schon festgestellt. Es wird ihm leichter fallen. was die Unternehmen sich wünschen. -74- . mich mit seinem umfangreichen Knowhow bei diesem diffizilen Thema unterstützt hat. weil Karl.7 Stellenanzeigen und ihre Tücken Beide schaden sich selbst: der zu viel verspricht und der zu viel erwartet. dass Wunsch und Wirklichkeit doch heftig auseinander klaffen. Dozent an der Hanseatischen Akademie für Medien und Kommunikation sowie Inhaber der „prodomo JOB-BERATUNG“ in Hamburg. in Jobbörsen im Internet oder auf sonstige Stellenausschreibungen zu bewerben. dass man wirklich nicht weiß. Und so wird es auch nicht Sache eines jeden Bewerbers sein. Während meiner Recherchen zu diesem Buch hörte ich von den Unternehmen immer wieder: „Wir bekommen zwar viele Bewerbungen. Als wir uns damit beschäftigt en. Vor allem deshalb. (Gotthold Ephraim Lessing) Nicht jedem Menschen ist es gegeben. sich auf Stellenangebote in Tageszeitungen oder Fachpublikationen. sich aus eigener Initiative „blind“ bei einem Unternehmen seiner Wahl zu bewerben. Autor vieler Fachbücher. offen auf andere zuzugehen. Manchmal sind Stellenanzeigen so formuliert. gleichermaßen informativ und hilfreich für Bewerber und Unternehmen. aber kaum die richtigen!“ Deshalb sei mir an dieser Stelle ein kle iner Exkurs über die Qualität von Stellenanzeigen gegönnt.

.01.Für anspruchsvolle Kunden. Macht Sie das an? Was würden Sie sich unter dieser Position vorstellen: Eine Führungsaufgabe oder eher einen „Mädchenfüralles“-Job? Hat man hier das Niveau des anspruchsvollen Publikums auf die Stellenanforderung übertragen und entspricht es der Bedeutung der Position und der Bezahlung? Haben Sie schon einmal Steilenanzeigen gelesen. Wir sind das führende Unternehmen für zeitlos schöne Garten. werten Statistiken aus und pflegen unsere Verkaufsunterlagen. wie „Wir suchen dringend Mitarbeiter! Bitte bewerben Sie sich bei Firma Hinz und Kunz. Telefon 0123-456789“ oder noch besser „Hauswirtschafterin mit guten hauswirtschaftlichen Kenntnissen gesucht“? Da fragt man sich schon. Im Alter zwischen 35 und 40 Jahren passen Sie am besten zu uns. Die niveauvolle und kundenorientierte Telefon-Kommunikation gehört ebenso zu Ihren Stärken wie die stilsichere Korrespondenz. -75- . wes Geistes Kind dahinter steckt. Neben einer sehr guten Aligemeinbildung bringen Sie Berufspraxis mit.02 oder früher als engagierte/n Mitarbeiterin für unsere Auftragsannahme/Beratung.und Parkeinrichtungen. Unsere Kunden sind anspruchsvolle Privathaushalte. Vor allem aber. Sie organisieren die Abläufe in der Abteilung und koordinieren den reibungslosen Informationsfluss sowie die Zusammenarbeit mit den angrenzenden Bereichen. Darüber hinaus arbeiten Sie neue Mitarbeiter ein. Architekten und Objekteinrichter. ob man in einer solchen Umgebung wirklich arbeiten kann und möchte. Für unsere Zentrale in Wiesbaden suchen wir Sie zum 01.. Eingebunden in die telefonische Auftragsannahme übernehmen Sie zusätzliche AssistenzFunktionen.

worauf es der Firma ankommt. indem sie neben der Adresse auch Ansprechpartner und Telefonnummer für Voranfragen nennen. waren hier wünschenswert. jedoch weniger bürokratisch formuliert sind. → Was hat die Firma zu bieten? Super Gehalt. desto qualifizierter sind die Bewerbungen. die händeringend qualifiziertes Personal suchen. und kann sich präzise. → Was wird vom Bewerber erwartet? Realistische Anforderungen.. die einer abgespeckten Stellenbeschreibung ähneln. die es Bewerbern leicht machen. Sicherheit. Teamarbeit.Stellenanzeigen.und ehrlich! . wodurch sich diese Firma von all den anderen unterscheidet. die beim Unternehmen eingehen. → Auf welche Art soll der Bewerber Kontakt aufnehmen? Es gibt Unternehmen.wie möglich bezeichnet werden und falls möglich in allgemein verständlicher Sprache. tolle Karrierechancen. Führungsverantwortung. Das ist sehr partnerschaftlich gedacht und -76- . in seinem persönlichen Anschreiben profilieren. ohne allgemeines Blablabla. Je genauer die Stellenanzeige formuliert ist. die ihr Ziel erreichen Man muss den Unternehmen den Vorwurf machen: Die erforderliche Präzision bei der Formulierung von Stellenanzeigen beherrschen leider noch viel zu wenige. Die Annonce sollte deshalb nach folgenden Kriterien aufgebaut werden: → Wer wird gesucht? Die zu besetzende Position sollte so präzise . die beantworten. Der Bewerber weiß.. Aussagen.

. einen Ausbildungsplatz zum/zur Buchhändler/in in einer bundesweit bekannten Fachbuchhandlung für Tiermedizin. Aber im -77- . dass wir mit modernsten Betriebsmitteln arbeiten.. wobei wir erwarten. Was Sie als künftiger Mitarbeiter eines solchen Unternehmens davon zu halten haben.immer noch Firmen. Foto. Interessiert? Dann richten Sie Ihre Bewerbung (Lebenslauf. warum sich der Stellenanbieter hinter einer Ziffernkombination verstecken muss. Buchhaltung. denn der Bewerber legt einen beruflichen Striptease vor einem ihm unbekannten Unternehmen hin. ChiffreAnzeigen erscheinen mir ähnlich wie eine Peep-Show.. Vergleichen Sie diese Anzeige mit folgendem Text: Buchhändler sind Leseratten! Sie auch? Wir bieten zum. Folgendes Inserat für einen Ausbildungsplatz fand sich in einer großen Tageszeitung: Ein Beruf. die mir dabei durch den Kopf gehen. Weiß der jetzige Stelleninhaber vielleicht noch nichts von seiner Kündigung oder dient die Anzeige nur der Marktforschung eines obskuren Unternehmens? Das sind die Gedanken. Allerdings gibt es vor allem in traditionellen Branchen . telefonisch keine Auskünfte zu erteilen.sollte der heutige Standard sein. Buchhändler lesen viel. EDV... mit den Ausbildungsschwerpunkten Vertrieb. Bei Chiffre-Anzeigen drängt sich mir immer die Frage auf. In unserem Team werden Sie sich wohl fühlen. dass Sie sich mit gleicher Intensität kaufmännisches und buchhändlerisches Fachwissen aneignen wollen. die es sich leisten. einen Ausbildungsplatz als Buchhändler(in). Sie lieben Bücher. Zeugnisse) bitte an. Klar. An dieser Stelle möchte ich Ihnen ein paar Beispiele vorstellen.. Werbung. der Freude macht! Wir bieten Ihnen zum. überlasse ich Ihrer Fantasie.

persönliche und fachliche Kompetenz. senden Sie bitte Ihre -78- . in der Werbung. die wechselnden Aufgabenstellungen eines komplexen Bankbetriebes zu strukturieren. sondern Ihre erste richtige Führungsposition anstreben. dass Sie zu den Profis in der Branche gehören. Sie haben Verhandlungsgeschick mit einem gesunden Maß an Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft.. leistungsfähigen Team unter Beweis stellen können.Hauptberuf verkaufen sie Bücher. sehen Sie sich diese überzeugende Anzeige einer Großbank an: Zur Verstärkung unseres Bereichs Organisation und EDV suchen wir eine/n Gruppenleiter/in Bank-/Betriebsorganisation. Ablaufuntersuchungen. Buchhändler zu werden. eigenverantwortliches Arbeiten. prodomo JOB-BERATUNG. sollten Sie sich ganz schnell bewerben bei. (Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Karl-Heinz List. Teamfähigkeit und die Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung ebenso selbstverständlich sind wie selbstständiges. konzeptionell aufzuarbeiten und Ihre Arbeitsergebnisse sicher zu präsentieren. Aufgrund Ihrer umfassenden bankbetriebswirtschaftlichen Kenntnisse sind Sie in der Lage. Sie werden deshalb ausgebildet im Vertrieb.. Wenn für Sie Ergebnisorientierung. Falls die Position eine Herausforderung an Ihr Können bedeutet und Sie vor Ihrem nächsten Karriereschritt stehen. dass Sie in der Lage sind. dann bieten wir Ihnen eine verantwortungsvolle Aufgabe» bei der Sie mit einem jungen. qualifizierte Mitarbeiter zu führen. Hamburg) Welcher Text motiviert Sie mehr. den Beruf eines Buchhändlers zu erlernen? Wenn Sie kein Auszubildender mehr sind. Durch die erfolgreiche Leitung von Projekten haben Sie auch unter Beweis gestellt. Wollen Sie das alles lernen? Wenn Sie nichts auf der Welt davon abhalten kann. Sie sind ein/e erfahrene/r Bankkaufmann/frau und verfügen über eine abgeschlossene Organisatorenausbildung. Reorganisationen und Prozessmanagement zählen zu Ihren besonderen Stärken. EDV und in der Buchhaltung.

weil er überwiegend am Telefon hängt. wie Zeitarbeitsfirmen. Sie sollten ohne fremde Hilfe Äpfel von Birnen unterscheiden können. Wenn Sie als Bewerber trotzdem Interesse an einem Stellenangebot haben.Freund oder Feind? Wenn Personalberatungsfirmen die Anzeigen für ihre Klienten schalten. so kann das verschiedene Hintergründe haben: Die Firma überträgt der Personalberatung die Formulierung und Schaltung der Anzeige. so rufen Sie -79- . sich bereits mit Computern angefreundet haben und with English too. auch angestaubte Bürojobs können so aufpoliert werden. sondern es melden sich alle Arten von Dienstleistern. Außerdem steht die Beratung für die Beantwortung telefonischer Voranfragen zur Verfügung. Von A wie Ananas bis Z wie Zitrone. Werbeagenturen. um sich Arbeit zu sparen.. das wenig aussagekräftig ist. auf deren Dienste das Unternehmen keinen Wert legt. um Nachfragen potenzieller Bewerber zu beantworten oder um Firmen abzuwimmeln. Nach jeder Anzeigenschaltung gehen bei den Unternehmen nicht nur die Anrufe potenzieller Bewerber ein.vollständigen Bewerbungsunterlagen an. Schreiben Sie uns doch einfach. Personalve rmittlungen. Sie sehen.. wie man mit der DATEV umgeht. um ihren Service anzubieten.. wissen. Personalberatungen . Der zuständige Personalreferent kommt kaum noch zu seiner eigentlichen Arbeit. Wir handeln mit allen Säften und Früchten dieser Welt. Wenn Sie es lieber flott und lustig haben: Saftladen sucht Buchhalterin. Und schon zur nächsten Ernte können Sie für halbe Tage dabei sein. dass man sich mit Begeisterung darauf stürzt..

wer ist Ihr Chef. ohne gleich bei Ihrem potenziellen Arbeitgeber einen bestimmten Eindruck zu machen. wie das gebotene Gehalt und sonstige Leistungen. bis klar ist. der Informationsbedarf hat. sollen sie einen Spezialisten einschalten.nehmen Sie's bitte nicht persönlich. Es ist nicht Ihre Schuld. ehrliche und konkrete Stellenanzeigen aufzugeben. Wenn Ihr Telefonpartner genervt reagiert. was er Ihnen erzählt. weil er das. dass Sie sensible Details. erfragen können. ob Sie als Mitarbeiter infrage kommen. sind Ihnen Mitarbeiter unterstellt. Personalberatungen sind meistens auch für die Vorauswahl der Kandidaten zuständig und präsentieren die infrage kommenden Bewerber in der ersten Vorstellungsrunde. worum es bei dem Stellenangebot wirklich geht. wie viele? → Welche fachlichen Kernqualifikationen sind für diese Position absolut notwendig? → Worauf legt das Unternehmen bei seinen Mitarbeitern besonderen Wert? Gehen Sie davon aus. dass Sie sicher nicht der Einzige sind. bereits 50 Mal an diesem Tag erzählt hat . wenn ja. → Was genau umfasst der Tätigkeitsbereich? → Wo im Unternehmen ist die Position angesiedelt. der diese zugegebenermaßen schwierige Arbeit für sie übernimmt. Ich halte es für absolut wichtig. bevor Sie entscheiden.die Firma oder den Personalberater bitte an und stellen Sie die bereits auf Seite 22 genannten vier Fragen. so lange nachzufragen. Und wenn sie es nicht können oder tun wollen. bei schludrigen Unternehmen erhöhten Leidensdruck zu erzeugen. -80- . Man kann Ihnen sogar dankbar sein. Dadurch sparen die Unternehmen viel Zeit und Geld. bis sie lernen. dass Sie sich trotzdem bewerben (wollen). Es ist meiner Meinung nach absolut legitim. wenn man sich in diesem Unternehmen keine Zeit für eine gut formulierte Stellenanzeige nimmt. Für Sie als Bewerber hat es den Vorteil.

und nehmen sich schon mal die Freiheit. Budgetverantwortung. der Kreisverband. die ambulanten Pflegedienste. Der Personalberater ist im Allgemeinen beim Vorstellungsgespräch der Kandidaten anwesend. das Geschäftsfeld Hausnotruf... eine Tatsache. den Mahlzeitendienst auf Rädern. Ausbau bestehender Geschäftsbereiche. Wenn dem Personalberater eine Bewerbung interessant erscheint und er sich als Personalmarketing-Spezialist versteht. -81- . Wir suchen zum. darauf hinzuweisen.. mit vielfältigen Aufgaben im sozialen Bereich. gute Bewerber bei der Stange zu halten. die Seniorentagesstätte. so halte ich das für eine gute Sache. die für den ein oder anderen Bewerber hilfreich sein kann.Gute Personalberater haben einen feinen Instinkt dafür. Die Weitergabe Ihrer Unterlagen ¡st nur mit Ihrer expliziten Zustimmung erlaubt! Wenn Personalberater als Multiplikatoren für die Vermarktung eines Bewerbers fungieren.. werden unsere ambulanten Dienste in einer gemeinnützigen GmbH neu strukturieren. welche Mitarbeiter zu welchem Unternehmen passen (können). Wir wollen unsere Sozialstation. die sie dem Unternehmen präsentieren. Zusammenfassung der genannten Teilbereiche. denn Berater werden an der Qualität der Kandidaten gemessen. und sind somit stark daran interessiert. eine(n) Geschäftsführer (in) ambulante Dienste.a. dass man bei der Firma Schulze besser aufgehoben sei als bei Schmidt. so wird er von sich aus anbieten. Personalverantwortung für 150 Mitarbeiter. Ihre Bewerbung entweder an einen seiner anderen Kunden weiterzugeben oder aber bei Bedarf auf Sie zurückzukommen. Aufgaben sind u. Hier noch ein besonders geglücktes Beispiel einer von einem Personalberater geschalteten Stellenanzeige: Wir. die Tagespflegestätte und unsere betreute Seniorenwohnanlage unter einem Dach zusammenfassen.

könnte es sich um eine Werbeagentur handeln. Gestaltungswissen. als auch die Rolle des Personalberaters offen gelegt. eine(n) Verkaufsbereichsleiter (in}. die sich hinter dieser Anzeige verbirgt. eigene Ideen. Ihr Profil: Sie haben eine kaufmännische/betriebswirtschaftliche Ausbildung. Der/Die Stelleninhaber(in) berichtet unmittelbar an die Geschäftsleitung.. Sie sehen. hier wird sowohl der Auftraggeber genannt. Sie haben erste Erfahrungen im Verkauf sammeln können. Erfahrung im sozialen Bereich. Führungserfahrung. Wenn hier statt Personalberater nur „Agentur“ stünde. im Innen. indem man auf die Erhöhung der Frauenquote im Führungsteam hinweist. das innerhalb eines international tätigen Konzerns expandiert. Folgende Anzeige finde ich bemerkenswert. Italienischkenntnisse wären von Vorteil. Empathie. Wenn Sie zu denen gehören. weil die gesetzlich vorgeschriebene Gleichstellung beider Geschlechter elegant ausgehebelt wurde. die gerne zu neuen Ufern aufbrechen sowie Konzepte entwickeln und umsetzen können.und Außendienst.Wir erwarten: Studium der Betriebswirtschaft. dann schicken Sie Ihre schriftliche Bewerbung mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung an den von uns beauftragten Personalberater. hat meine volle Anerkennung für den hier bewiesenen Mut! Wir sind ein mittelständisches Industrieunternehmen im Großraum Bodensee. Sie sind ein -82- . die lediglich Stellenanzeigen konzipiert. Wir suchen zum.. Die Firma. Sie sprechen fließend Englisch. Wir bieten: einen Dreijahresvertrag.. Integrationsvermögen. Erfahrung in Marketing und Kommunikation. eine außertarifliche Bezahlung mit Erfolgsbeteiligung und Freiraum für unternehmerisches Handeln..

: Personalführung (4 Mitarbeiter). Budgetverantwortung. Akquisition und Betreuung von Kunden/Handelsvertretern in Europa. Sie machen gerne längere Dienstreisen.Verkaufstalent und haben Spaß an Ihrer Arbeit.und Absatzplanung.. Mehr Informationen zu Stellenangeboten und wie man sie liest finden Sie im Literaturverzeichnis ab Seite 213. Umsatz. Bitte schicken Sie Ihre schriftliche Bewerbung mit Angabe Ihres Gehaltswunsches an.a. Wir wollen den Frauenanteil in unserem Führungsteam erhöhen und freuen uns über Bewerbungen von Frauen.. Ihre Aufgaben sind u. Strategie-. Vertragsverhandlungen mit Key Accounts. -83- . Sie besitzen Führungseigenschaften und verfolgen konsequent Ihre Ziele. Verantwortung für Auftragsabwicklung und Versand.

Vergessen Sie nicht. (Humberto Maturana) Gerade am Telefon können Sie die Werbetrommel für sich als potenzieller Mitarbeiter wirkungsvoll rühren. was ich sage. Vor allem lassen sich zusätzliche Informationen über eine zu besetzende Position abfragen und ein erster Eindruck vom Unternehmen gewinnen. ob es überhaupt Stellen gibt. oder aber er hat schlechte Laune. Eine wohltönende. Verschwenden Sie mehr (!) als einen Gedanken daran. was Sie hören. sympathische Stimme wird mit einem ebensolchen Menschen assoziiert.8 Be-Werben am Telefon die Stimme macht's! Ich bin auf wundersame Weise nicht dafür verantwortlich. Das wird beispielsweise bei Aromaund Musiktherapie bereits wirkungsvoll eingesetzt. Ein Duft oder Klang weckt bestimmte Vorstellungen oder Erinnerungen. Positive sinnliche Wahrnehmung weckt Assoziationen. Wenn -84- . den Sie bewusst steuern können! Mit telefonischen Anfragen lässt sich bei Blindbewerbungen bereits im Vorfeld abklären. wie Sie sich am besten darstellen und was Sie sagen wollen. Sie sollten sich vorher überlegen. Telefonische Bewerbungen setzen eine gute Vorbereitung voraus. also Gedankenverknüpfungen. die für Sie interessant sind. wie Sie mit Hindernissen umgehen: Zum Beispiel hat der Angerufene keine Zeit oder er ist abgelenkt und hört Ihnen nicht zu. Aufgrund Ihrer Stimme und Ihres Telefonverhaltens bekommt Ihr Gesprächspartner einen ersten Eindruck von Ihnen. Personaler sind auch „nur“ Menschen und unterliegen individuellen Leistungskurven. aber voll verantwortlich für das. und ob eventuell gerade eine Neubesetzung ansteht.

der Gesprächsleitfaden Eine gute Vorbereitung .man gerade konzentriert bei der Arbeit ist. Ihr Anliegen kurz und prägnant rüberzubringen. -85- . nennen Sie deutlich Ihren Namen und fragen Sie dann. Der „störende“ Anruf kann einem hier die Zeit verschaffen. können zum Beispiel lauten: 1. Bei Initiativbewerbungen: Was bin ich und für welche Position(en) interessiere ich mich? Bei Stellena usschreibungen: die Stelle.nicht nur für Unsichere . die Sie vor Bewerbungsanrufen parat haben müssen. in welcher Situation sich der Angerufene befindet und ob sein Anruf eher als störend denn als angenehm empfunden wird. Umgekehrt kann es aber auch sein. dass man ge rade in einem schwierigen Gespräch steckt und verzweifelt nach einem Ausweg sucht. Das ist das mindeste Gebot der Höflichkeit! Wenn Sie beim Telefonieren unsicher sind. dann empfindet man jeden Anruf als brutale Störung. für die Sie sich bewerben 2.. Im Allgemeinen weiß der Anrufer selten.. versuchen Sie das bitte nicht durch aufgesetzte Forschheit zu kaschieren. Wenn Sie jemanden ungebeten anrufen. die man braucht. Ein Muss . Meine Qualifikation ist. das Telefon klingelt und einen aus den genialsten Gedankengängen reißt. Die wichtigsten Aussagen. um den „rettenden Einfall“ zu bekommen. jetzt komm ich“-Gehabe. à la „saved by the bell“. ob Sie gerade stören.ist ein ausführlicher Gesprächsleitfaden. Ihre gepresste oder vibrierende Stimme und deren Lage verraten Sie sofort! Ein etwas nervöser oder leicht gehemmter Kandidat ist den meisten Angerufenen allerdings lieber als ein nassforsches „Hoppla. der Ihnen hilft.

was er wert ist. Wie ist das weitere Vorgehen? mUSS ich nochmals anrufen. Legen Sie sich Ihren Lebenslauf parat. Wann könnten Sie eine neue Stelle anfangen? Falls dringender Bedarf besteht. 6. Wie viel will ich verdienen? Diese Frage kann negativ bewertet werden. 7. wenn es Sie einstellt? Sollten Sie das zum Zeitpunkt Ihres Anrufs noch nicht abschätzen können. Wenn Sie aber ein bestimmtes Einkommen erzielen wollen oder müssen und von der Dotierung Ihre Bewerbung abhängig machen. greift oft der Grundsatz: Wer zuerst kommt. überlegen Sie sich. 3. oder will ich eruieren. Was will ich mit diesem Anruf erreichen? Will ich wissen... und dann reden wir übers Gehalt“ ist weit verbreitet. mahlt zuerst. Im Allgemeinen wird diese Haltung akzeptiert. Welchen Nutzen könnte das Unternehmen davon haben.? -86- . denn Sie wollen ja nur auf Ihre Bewerbung neugierig machen. ob es Sinn macht. nicht mit dem Wechsel ins Gymnasium.Bitte beginnen Sie mit der höchsten erreichten Qualifikation.. Eine oder zwei knackige Aussagen genügen vollauf. sagen Sie das im Gespräch am besten ganz offen. weil. 4. 5. Ich interessiere mich für diese Position. was Sie besonders gut können und wodurch Sie sich von anderen unterscheiden. denn die Haltung „Erst soll der Mitarbeiter zeigen. meine Bewerbungsunterlagen blind einzuschicken. zum Beispiel mit Ihrer Promotion. damit Sie für gezielte Fragen gewappnet sind. ob eine ausgeschriebene Position für mich geeignet ist? 8. soll ich meine Bewerbungsmappe schicken. werde ich zurückgerufen..

In meinen Augen zeugt es von schlechtem Stil. haben Sie Ihre optimale Stimmlage erreicht und können hoffentlich etwas -87- . Um die Nervosität zu reduzieren und sich etwas zu entspannen. sich vom Telefon des derzeitigen Arbeitgebers aus bei einer anderen Firma zu bewerben. folgender Tipp: Atmen Sie tief ein und aus und zählen Sie pro Atemzug langsam (!) einundzwanzig zweiundzwanzig. deshalb setzen Sie sich vom Gros der Anrufer positiv ab. das Sie sich vorgenommen haben. Bevor Sie den Hörer in die Hand nehmen. Spüren Sie. wenn Sie gestört werden könnten. mit der Sie dieses Telefonat führen. was Sie mit Ihrem Anruf bezwecken wollen. 2. Die Grundlagen der Telefon-Etikette sind leider nicht jedem Anrufer geläufig. also dass Sie das Resultat erreichen. wie ein positiver Gesprächsabschluss für Sie aussieht. Vom ersten guten Eindruck über „auf sich neugierig machen“ bis hin zum Sammeln von Informatio nen. dass Sie gebeten werden wollen. Wenn Ihre Stimme aus dem Bauch kommt. wenn Sie folgende Grundsätze befolgen: Die 10 Gebote der Telefon-Etikette 1. wie Sie ruhiger werden und sich Ihr Zwerchfell hebt und senkt. Mit diesem mentalen Bild versetzen Sie sich in eine positive Grundhaltung. Führen Sie niemals telefonische Bewerbungsgespräche. Überlegen Sie sich genau. Es kann sein. Malen Sie sich aus.Mit Charme und Stil zum Ziel Erfolgreiche Anrufe setzen eine angenehme Telefonstimme. eine gewisse Flexibilität im Gespräch und sanfte Beharrlichkeit voraus. machen Sie sich einen Gesprächsleitfaden wie oben beschrieben. anstatt kopflastig zu piepsen. Ihre Bewerbungsmappe zu schicken oder dass man Sie gleich zum Vorstellungsgespräch bittet. Der Anrufer hört nur Ihre Stimme und Sie müssen schnell auf unvorhergesehene Situationen reagieren können.

. diesen einzuhalten. Wenn Sie nicht alle Informationen in diesem Gespräch bekommen können. wird der Anrufer selten unwirsch abgefertigt. zu erkundigen. 5. um zu erspüren. 4. so ist es angebracht zu fragen. um mich über die inserierte Stelle eines. Während Sie die Nummer wählen. ist es am besten. Diese Liste sollten Sie sich neben das Telefon legen und die Antworten gleich notieren. Wenn Ihnen ein genauer Zeitpunkt genannt wird. mein Name ist. Deshalb haben Sie bitte Verständnis. Wenn Sie Ihre schriftliche Bewerbung einreichen sollen oder wollen. Störe ich gerade?“ „Wenn eine freundliche Stimme am Telefon ist. Fahren Sie alle Antennen aus. so tun Sie das bitte -88- . Falls Sie mit Ihrem Anruf im Moment stören sollten. vergegenwärtigen Sie sich nochmals das Bild Ihrer Zielerreichung und lassen Sie dabei ein Lächeln zu. So verschwenden Sie keine Zeit mit unnötigen Fragen und wirken professionell. Mit diesem Lächeln in der Stimme empfangen Sie Ihren Telefonpartner und beginnen das Telefonat mit „Guten Tag. wann Sie sich wieder melden können. denn Personalreferenten haben viele Besprechungen und sitzen selten stundenlang an ihrem Platz.gelassener zum Hörer greifen. 7.. Ich rufe an. um Ihr Anliegen zu besprechen.. vereinbaren Sie entweder einen neuen Telefontermin oder schicken Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen per Post. auch w enn er gerade eine große Störung verursacht. 6. 3.. Formulieren Sie Ihre Fragen knapp und präzise! Wie gesagt. wenn Sie Ihre Fragen im Gesprächsleitfaden (siehe Seite 91) gesammelt und vorformuliert haben. so versuchen Sie bitte. wenn ein Telefonat nicht gleich beim ersten oder zweiten Anlauf zustande kommt. in welcher Situation der Angerufene gerade steckt.

fragen Sie am besten entweder direkt nach der Personalrekrutierung oder nach dem Sekretariat der Personalabteilung. wenn es in Ihren Augen negativ verlaufen ist. Sie können sich mit ehrlicher Freundlichkeit in solchen Situation ein kleines „Hintertürchen“ offen halten und später wieder einmal anrufen. 10. auch und vor allem dann. sich beim anderen nicht nur für die erhaltenen Informationen. denn Sekretärinnen sind gut darüber informiert. Sie sollte spätestens drei Tage nach dem Telefonat beim Adressaten eingehen. 9. Wenn Ihnen das nicht möglich ist. Bedanken Sie sich auf jeden Fall für das Gespräch. Fragen Sie Ihren Gesprächspartner.prompt. dass er bei der Vielzahl der eingehenden Anrufe sich nicht jedes Gespräch merken wird. oder Ihnen ein Telefoninterview anbietet. was gerade in der Abteilung läuft. Den Namen des zuständigen Ansprechpartners lassen Sie sich bitte buchstabieren. Gehen Sie davon aus. 8. ob Sie sich auf dieses Gespräch beziehen könne n und welches Stichwort er Ihnen dafür vorschlägt. Sollten Sie sich allerdings mit dem „Buchbinder-WanningerSyndrom“ konfrontiert sehen. Wenn Sie mit der Telefonzentrale sprechen. Wenn Sie in einer Firma anrufen und den Namen des Ansprechpartners nicht kennen. verbunden werden. halten Sie es auch! Ob man Sie bittet. worum es geht. tun Sie das bitte höflich! Die Damen und Herren können Ihnen umso besser helfen. Was immer Sie versprechen. nochmals zu einem bestimmten Zeitpunkt anzurufen. also von einer Person zur nächsten. Außerdem gehört es sich. denn nichts ist so peinlich wie jemand mit falschem Namen anzusprechen. versuchen Sie sich an die Zeiten zu halten. je besser sie wissen. so geben Sie rechtzeitig Bescheid und vereinbaren Sie einen neuen Termin. dann zur übernächsten usw. -89- . sondern auch für seine Zeit zu bedanken.

In letzterem Fall könnte es sich durchaus lohnen. Reicht der Akku Ihres Handys oder das Guthaben O auf Ihrer Telefonkarte noch für ein langes Telefonat? nein O O O O O -90- . Enthält Ihr Gesprächsleitfaden alles Notwendige? O 2. Kennen Sie alle Hindernisse.müssen Sie sich fragen. Haben Sie al!e Störungen ausgeschlossen? O 5. dass die rechte Hand nicht weiß. die auftauchen O können? 3. Checkliste: So sind Sie gut vorbereitet ja 1. was die linke tut. ob Sie sich klar genug ausgedrückt haben oder ob es sich bei dem angerufenen Unternehmen so verhält. sich für die Betriebskommunikation oder Organisationsabteilung zu bewerben. Sind Sie positiv auf dieses Gespräch O eingestimmt? 4.

Angeblich befinden sich über 7. Diese Art der aktiven Ansprache wird von den Unternehmen zwar zunehmend genutzt. der jung. Man kann im Web aktiv sowohl nach dem passenden Job als auch nach dem qualifizierten Bewerber suchen. von ihnen gefunden zu werden. qualifiziert und global orientiert ist. dass die Rekrutierungskosten im Web um die Hälfte niedriger seien als die für den konventionellen Weg. wer etwas tut. sagte Ingrid Turba. Hochschulabsolventen bis zum Top-Manager tummelt sich fast jeder im Netz. Inzwischen bieten zirka 200 bis 300 Internet-Stellenbörsen über 600 000 -91- .9 Das Internet . (Edison) „Kein anderes Medium bietet höhere Aktualität und größere Reaktionsgeschwindigkeit“.5 Millionen Lebensläufe im Netz. Ran an die Maus und an den (Job-)Speck Neben den Stellenangeboten auf den Homepages des jeweiligen infrage kommenden Unternehmens orientieren sich viele Bewerber erst einmal über die Jobbörsen.eine heiße JobFundgrube? Erfolg hat nur. Vom Praktikanten. aber suchende Bewerber sollten sich nicht allein darauf verlassen.und Organisationsentwicklung in Hamburg. Geschäftsführerin der CNT Gesellschaft für Personal. direkt mit infrage kommenden Bewerbern Kontakt aufzunehmen. Es heißt. während er darauf wartet. Dieses „active sourcing“ genannte Vorgehen ist eine kostengünstige Art für Unternehmen.

suchfibel.de www. Metasuchmaschinen anklicken und mit dem Suchbegriff „Jobbörsen“ reingehen.de www.berufskarriere.de www. Sie finden dort auch Bewerbungstipps und verschiedene Zusatzinformationen rund um den Job.worldwideiobs. Über die Qualität und ob/welche Kosten entstehen.de www.de/seiten/go60stelten. wo er suchen muss. teilweise branchenspezifisch aufgeführt . fm Folgenden finden Sie eine kleine Auswahl an Jobbörsen.jobs. Jeder. Sie werden fette Beute machen! Metasuchmaschinen bzw.htm www. Ich kann Ihnen versprechen. ob und was Sie investieren müssen. Umwelt..jobware.klugsuchen. Kataloge sind beispielsweise www. der weiß. Auslandsjobs: www. Medizin.Jobs an. IT. kann an dieser Stelle nichts gesagt werden. Um einen Überblick zu gewinnen.dinoonline.de Unter www.metager.monster..zeit.berufsberatung.metacrawler. sollten Sie zuerst Spezial bzw. Am besten erfragen Sie direkt bei der jeweiligen Jobbörse.Multimedia. Achten Sie bei Ihrer Auswahl darauf.de/hotlist. wird im Cyberspace fündig.html www. denn sie differieren zu sehr und ändern sich ständig.de sind viele Jobbörsen übersichtlich gelistet. Soziales. wie aktuell die bereits vorhandenen Profile der Stellensuchenden sind und wie übersichtlich die Angebote präsentiert werden.google.de www.de und www.ch (Berufsinformationen und -92- .de www.

de IT: www.stepstone.hightext.de Ingenieurwesen: www.dvmarkt.medirent.Lehrstellenangebote in der Schweiz) www.com Medizin: www.infomed.com www.de www.com (für Österreich) Allgemein: www.de www.de www.de Soziales: www.dvjobs.ingenieurweb.austropersonal.de Behinderten hilft www.stellenanzeigen.de -93- .de www.socialservice. Branchen: Multimedia: www.de www.de www.berufsstart.arbeitsamt.jobpilot.mamas.job.keinhandicap.sozialmarketing.de www.it.socialwork.medienjobs.de www.de www.de www.de www.de weiter.multimedia.

net www.www.und Führungskräfte: www.akademikeronline.arbeitsrecht4free.businesschannel.com Wenn Sie Fragen zum Arbeitsrecht haben.oekonetzwerk.oekotest.de Umwelt www.almamater.de/job Fach. dessen Qualitätsschwankungen durchaus mit den Bewegungen der Nasdaq zu vergleichen sind. dass Firmen ihre vakanten Stellen auf die eigene Homepage setzen.de www.freiberufler.quality.de www.de vorbeizusurfen.de www.Homepage“ im Netz auszeichnen.de www.de www. andere -94- .de Hochschulabsolventen: www.de www. lohnt es sich.freelancer. bei www.karrieredirekt.unicum. Online-Date mit einer Firma? In der Blütezeit des E-Commerce und der Boomzeit der dot.de Freie Mitarbeit: www.gulp. wobei sich manche Unternehmen durch eine tödliche „Alibi. Es gehört inzwischen zum guten Ton.de www.coms hat sich die Online-Bewerbung zu einem eigenständigen Rekrutierungswerkzeug entwickelt.aerzteblatt.careerbase.

Dadurch kann sich der potenzielle Bewerber vorstellen und qualifizieren. hat schon verloren. dem Einzelnen selbst überlassen. Auch in diesem Medium wird großer Wert gelegt auf sprachlichen Ausdruck. Wenn Sie die Firma Ihrer Wahl im Netz nicht auf Anhieb finden.yahoo. die Personalfachleuten differenzierte Informationen über die Fähigkeiten und Persönlichkeit des Bewerbers vermitteln. sehen Sie unter www. dass er sich bei Online-Bewerbungen in einem lockeren Chatroom-Jargon ausdrücken könnte.de www. bevor er zum eigentlichen OnlineBewerbungsformular findet. der auch ästhetischen Ansprüchen gerecht wird.altavista. Sie können auch Suchmaschinen abfragen wie zum www. Eher störend sind aufwändige und -95- .und Persönlichkeitstests mit großem Spaßfaktor ins Netz gestellt.de nach. denn die Testergebnisse können durchaus für den weiteren Berufsweg hilfreich sein.branchendino. genannt „Jobs“.de Auch das Netz hat seine Regeln! Wer glaubt. Rechtschreibung und Personalisierung der Bewerbung. Rekrutierungsspiele. mit bestechend kurzen Ladezeiten und direktem Link zum jeweiligen Stellenmarkt. Deshalb sei ob und wie man weiterklickt.de www. lassen aufschlussreiche Auswertungen zu.de www.de www.fireball. einem elektronischen deutschlandweiten Firmenverzeichnis. wie man sie bei Siemens oder anderen Hightech und Mobilfunkunternehmen findet.lycos.dagegen über einen wohl durchdachten Auftritt verfügen.web. Einige Unternehmen haben sogar Eignungs.

oder Grammatikhilfe drüberlaufen lassen. Den Lebenslauf fügen Sie am besten als „Attachment“ an. Online -Knigge 1. denn nicht jedes Mailprogramm kann alles lesen.rtf“. was nur entfernt nach „Massendrucksache“ aussie ht. mit welchen Programmen der Adressat arbeitet. wird per Mausklick in den Papierkorb befördert. . Ausdrucksform und konkreten Bezug auf das geschaltete Inserat wird sehr genau geachtet. sprechen Sie ihn in der Anrede persönlich an. 3. Füllen Sie die Betreffzeile der E -Mail aussagekräftig und eindeutig aus. also: „Sehr geehrter Herr Müller-Lüdenscheid“ statt „Hi. 5. Kann Ihre Bewerbung nicht geöffnet werden.. wenn sich dort berufsspezifische Informationen finden. 2. Bitte beachten Sie: Alles. Sie sollten auf jeden Fall mindestens genauso viel Mühe investieren wie für eine Bewerbung auf normalem Weg. denn auf Fehlerfreiheit. damit Ihre Bewerbung der entsprechenden Position zugeordnet werden kann. 7. Wenn der Name des Personalsachbearbeiters genannt wird.pdf“ verwenden. 6. Telefonnummer und wann Sie am besten zu erreichen sind. kann man in den meisten E-Mail-Programmen die automatische Rechtschreib.„geschraubte“ Formulierungen. Auf Spezialeffekte und witzige Formatierungen sollten Sie verzichten. Nennen sollten Sie auf jeden Fall Ihre Adresse. so wandert sie ungelesen in -96- . Sie sollten dazu ein gängiges Format wie zum Beispiel „. Stehen Sie mit der Orthographie auf Kriegsfuß. denn Sie wissen nicht.txt“ oder „.. Human Resources“. was sich unbedingt empfiehlt. 4. Der Hinweis auf die eigene Homepage lohnt sich nur dann.

den elektronischen Papierkorb. 10. so empfiehlt es sich. was man von seiner Bewerbung gehört hat! Es soll sogar Statistiken geben. bittet um etwas Geduld und manchmal sogar darum. Online-Bewerbungen sind schnell. 8. Ihre Online-Bewerbung sollte nicht größer als ein Megabyte sein! Die Firewalls einiger Firmen beschränken manchmal die Größe von E-Mails und außerdem kostet das Laden der Mail viel Zeit. 11. statt eine eigene E -Mail zu schicken. die Dateien als „. bevor Sie es versenden. die belegen. Bevor Sie die E-Mail versenden. dieses Bewerbungsformular zu nutzen. Es ist nicht alles Gold. dass auf Online-Bewerbungen innerhalb von maximal 48 Stunden persönlich reagiert würde. Sie erfahren dadurch die Ladezeit Ihrer Bewerbung und können Form und Qualität gegenchecken lassen. Schlimmstenfalls war das aber auch alles. damit sie nicht allzu groß werden. nicht anzurufen. sollten Sie sie probehalber erst an sich selbst schicken oder an Freunde. direkt und auf den ersten -97- . von denen Sie Feedback möchten. Wenn Job-Anzeigen auf ein Formular verlinken. was glänzt Ein Personalleiter eines beliebten Hightech-Arbeitgebers hat mir gesagt. dass 35 Prozent aller OnlineBewerbungen ohne jegliche Resonanz bleiben. Das Formular sollten Sie sich auf jeden Fall ausdrucken. 9.jpg“ abzuspeichern. Damit gehört diese Firma zu den Top 15 Prozent! In den meisten Fällen bestätigt ein so genannter Autoresponder den Eingang der Bewerbung. Achten Sie darauf. müssen Sie beides einscannen (lassen) und als Attachment anfügen. Wenn Zeugnisse oder ein Foto erwünscht sind.

ob Sie Ihre persönlichen Daten ins Internet stellen oder über ein offenes Netz versenden wollen. Überlegen Sie sich trotzdem. -98- .Blick unkompliziert.

das man von Ihnen erhält.von solcher Hand! (Elizabeth Barrett) Hand aufs Herz: Bekommen Sie lieber persönliche Briefe oder Postwurfsendungen? Genau. -99- .am besten ganz persönlich! Ein solcher Brief . Sie haben Ihre Bewerbungsmappe persönlich bei Ihrem potenziellen Arbeitgeber abgegeben. viel wertvoller als ein bunt bebildertes Werbepamphlet. nämlich Sie persönlich kennen zu lernen. damit das Lesen nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt. In Ihrem Anschreiben machen Sie einer bestimmten Firma das Angebot Ihrer Mitarbeit.10 Das Anschreiben . Es soll kurz und auf den Punkt formuliert sein. und es soll alle wesentlichen Fakten über Sie als Bewerber enthalten. das heißt den Bedarf des potenziellen Arbeitgebers. der auf meine Bedürfnisse eingeht und mir ein klares Bild des Absenders vermittelt. es sei denn. Deshalb: Neben dem Wohlfühlaspekt des Empfängers ist Ihr Anschreiben Ihre ganz persönliche Visitenkarte! Nach dem Umschlag ist dies das erste visuelle Zeichen. Ein Angebot muss Bedarf beim Käufer wecken. Sie und gerade Sie einzustellen! Ihr Schreiben soll Appetit machen auf mehr. mir ist ein Brief. die für den potenziellen Arbeitgeber interessant sind beziehungsweise sein könnten.

“ Nun. Die Bundesanstalt für Arbeit (BA) hat die Kampagne ‹50plus› im Internet unter www.Es kräht der Gockel auf dem Mist ein jeder doch verschieden ist! Ein humorvoller und menschlicher Personalvorstand mit vielfältiger Lebens. dass es nur so kracht. wie Ihre Firma ohne mich bisher überlebt hat. ist diese Bewerbung wohl auch für den „Absage-Stapel“ bestimmt. was das Zeug hält. Bedenken Sie: Selbstbewusstsein -100- . einen Karriereknick in der Laufbahn oder ein gewisses Lebensalter erreicht.. → Die Pomp-Bewerbung Diese Bewerbung ist pompös gestaltet und sehr teuer aufgemacht . seiner Meinung nach gibt es neben den normalen Bewerbungen noch drei andere Arten: → Die Kikeriki-Bewerbung Hier handelt es sich um den „Gockel auf dem Mist“.de/aeltere gestartet.arbeitsamt. nicht nur weil es aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge sonst Personalprobleme gibt. so legen Sie neben einem ansprechenden Foto ruhig ein allgemeines ärztliches Gesundheitszeugnis Ihrer Bewerbung bei.und Berufserfahrung hat mir gesagt. und obendrein noch vermessen behauptet: „Ich weiß gar nicht.mehr Schein als Sein ist hier der Fall. auf den Putz haut.. → Die Defekt-Bewerbung Dieser Bewerber hat einen so genannten Defekt: Entweder er hat eine Lücke im Lebenslauf. der angibt. das Unternehmen wird wahrscheinlich noch länger erfolgreich auf ihn verzichten. er ist also ein Oldtimer. Die Zeiten für ältere Arbeitnehmer werden (zum Glück!) wieder besser. Wenn die fachliche Qualifikation und der persönliche Anspruch mit den Erfordernissen des Unternehmens nicht übereinstimmen. Sollte Letzteres auf Sie zutreffen.

auch wenn die fachliche Eignung noch so gut ist. sprich einfach aus Büchern übernommene Musteranschreiben. präzise und authentisch (also in persönlicher Sprache) abgefasst ist. Menschen. zu seiner Erfahrung und zu seinem Alter zu stehen. die sich an Unternehmenszielen orientieren und ihre Energien nicht im Hickhack mit Kollegen. dass seine Firma echte Persönlichkeiten braucht. Immer wieder wurde mir in all meinen Recherche-Gesprächen die Wichtigkeit der schriftlichen Selbstdarstellung im Anschreiben genannt. deren Anschreiben locker. Er ist der Meinung. der selbst im Alter von 55+ noch eine neue Aufgabe übernommen hat. Warum? Wie oben schon gesagt: Firmen wollen überwiegend Persönlichkeiten einstellen. die stolz auf ihre Arbeit sind. Dieser Personalvorstand. von Haus aus unter den Tisch fallen. Menschen. Worauf es beim persönlichen Anschreiben wirklich ankommt Das persönliche Anschreiben ist das Blatt Papier. die teilweise auch auf Lebenserfahrung beruhen. da man festgestellt hat. dass geklonte. ganz abgesehen. -101- . Immer mehr wird Erfahrung der Dynamik vorgezogen. das bei Bewerbungen mit größter Sicherheit aufmerksam gelesen wird. die mitdenken und über den Tellerrand hinausblicken (können). die sich selbst motivieren können. Auch wenn mich jetzt alle Bewerbungsberater auf die Liste ihrer meistgehassten Personen setzen: Es ist offensichtlich wirklich so. keine „stromlinienförmigen“ Mitarbeiter oder gar Fachidioten. Mitarbeitern und Chefs vergeuden. dass junge Dynamiker meist mehr „operative Hektik“ verbreiten als konstruktive Veränderungen bewirken. Von Führungsqualitäten. die sich ins Unternehmen einfügen lassen.bedeutet unter anderem auch. sieht sich in jedem Fall alle die Bewerber an.

warum Sie sich bei genau dieser Firma für genau diese Position bewerben und was Sie von anderen Bewerbern unterscheidet. Im -102- .. Radiermarkierungen oder .Dass die Firma eine bestimmte Position zu besetzen hat und Sie sich für diese Position bewerben wollen. was Ihnen wichtig ist und wofür Sie Ihre Energien am liebsten einsetzen. für was auch immer. ist der Firma bekannt. sonst werden Sie sie nicht gerne tun und auch nicht erfolgreich sein! → Schreiben Sie konkret. wo Sie sich unsicher sind. dass Sie eine Software-Entwicklerin suchen. Teamleiter. habe ich gelesen. definieren. besonders gut mit Zahlen umgehen können oder am liebsten Reklamationen behandeln. Tippfehler. Spezialist. Generalist. Anschieber. Alles Erkenntnisse. und möchte mich für diese Stelle bewerben“ können Sie sich sparen. Daher sollte der Betreff lediglich lauten: Stellenangebot „Software-Entwickler/in“ Ihr Inserat in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom.noch schlimmer Fettspritzer auf dem Papier sind unmöglich! → Stellen Sie Ihre Persönlichkeit vor: Schreiben Sie.. wer Sie sind.. Den Einleitungssatz „In der FAZ vom. empfiehlt sich die Konsultation des guten alten Duden. Schreiben Sie. lassen Sie am besten einen Profi darüber lesen oder die Korrekturhilfe Ihres PC-Schreibprogramms darüber laufen.. Ob Sie ein super Verkäufer sind. Da. ob Sie sich als Teammitglied. Darauf sollten Sie besonders achten → Auf fehlerlose Rechtschreibung und ordentliche Darstellung: Um Tippfehler zu vermeiden. die Sie bei der Inventur Ihrer Stärken herausgefunden haben. denn außer einem großen Gähnen erreichen Sie damit nichts. Arbeit muss Spaß machen.

→ Drücken Sie sich allgemein verständlich und klar aus. Welcher Mitarbeiter. die Sie kennen. was Sie bekommen. weil die Bonuszahlungen und der Firmenwagen eine Klasse über dem liegen. was der andere für sich herausholt. wird das Unternehmen bei gleicher Leistung weniger kosten? -103- . nämlich was Sie besser können als alle anderen Menschen. für dieses Unternehmen zu arbeiten? Eine Frage. Gehen Sie ein auf (ungestellte) Fragen wie: Welche Vorteile hat die Firma davon. sondern auch hochinteressant zu wissen. Verfallen Sie nicht in einen „geschwollenen“ Tonfall und floskelhaften Stil. dürfte Ihnen diese Aussage keine großen Schwierigkeiten bereiten. Jargon und Umgangssprache sind tabu. warum die Firma gerade Sie einstellen sollte. so spart das dem Unternehmen unter Umständen eine Menge Geld. in dem schon sein Großvater gearbeitet hat. dass Sie das Ergebnis Ihres Inventars hinzuziehen. und so ist diese Aufgabe nur dadurch zu bewältigen. → Überlegen Sie sich und formulieren Sie so genau wie möglich. dass Sie dort arbeiten? Welches ist Ihr Beitrag zum Unternehmenserfolg? Was genau bringen Sie aufgrund Ihrer Persönlichkeit ein? Was haben Sie davon. bei dem Sie sich bewerben.Allgemeinen wissen Sie nicht. beides kommt negativ an. glauben Sie. denn ein Mitbewerber will vielleicht für das gleiche Unternehmen nur deshalb arbeiten. Da Sie sich mit dem Inhalt der Stellenanzeige oder den Bedürfnissen des Unternehmens. für ein Unternehmen zu arbeiten. wer Ihre Mitbewerber sind. Arbeitgeber und Arbeitnehmer befinden sich in einer sich gegenseitig bedingenden Situation und es ist nicht nur wichtig. die selten gestellt und noch weniger angesprochen wird. intensiv auseinander gesetzt haben. was ihm andere Unternehmen geboten haben. Wenn ein Mitarbeiter stolz ist.

sondern auch untermauern müssen! Der Bewerber als Berater Wenn Sie die Branche Ihres potenziellen Arbeitgebers so gut kennen. Sie persönlich kennen zu lernen. Zum Beispiel könnten Sie eine neue Marketingstrategie entwerfen und Ihrer Bewerbung beifügen. war die Meinung. Wer sich traue. der sei einen Termin wert. wissen Sie am besten. dass Sie alle in Ihrem Anschreiben aufgestellten Behauptungen im persönlichen Gespräch nicht nur halten. siehe Seite 120. Wenn Sie sich für -104- . Verwenden Sie eine 12er Schrift und teilen Sie das Blatt optisch ansprechend auf. Sich geheimnisvoll zu geben und interessant zu machen ist hiermit nicht gemeint. Berücksichtigen Sie bitte. wie ich ticke? Das würde ich Ihnen gerne persönlich darstellen“ wurde mir von einem multinationalen Unternehmen als Beispiel genannt. so werden Sie sich vielleicht als „der Bewerber als Berater“ positionieren.→ Machen Sie den Leser Ihres Anschreibens neugierig darauf. → Fassen Sie sich kurz! Eine DIN-A4-Seite sollte genügen. Die Formulierung „Interessiert es Sie.. Wie Sie jemand auf sich neugierig machen können. denken Sie doch mal an Ihr letztes Rendezvous. ist ein kurz und präzise formuliertes Anschreiben (eine Seite) und ein separates „Qualifikationsprofil“ in Form einer Tabelle.. wenn Sie sich für eine Position in der Marketingabteilung bewerben. Was immer einen besonders guten Eindruck macht. dass Sie eine kompetente Bewertung des Unternehmens von außen abgeben können. im Anschreiben eine solche Formulierung stimmig anzuwenden.

dann seine friedlich grasenden Schafe und sagt ruhig: „In Ordnung“. verbindet sein SonyNotebook mit dem Nokia-Handy. Wie man im Allgemeinen über Berater denkt. Vorausgesetzt. können Sie einen Vorschlag zur Optimierung der Corporate Identity beifügen oder eine neue pfiffige Werbekampagne kreieren. Cerutti-Schuhen. man muss sie nur rechtzeitig erkennen. Plötzlich tauchte in einer großen Staubwolke ein nagelneuer Cherokee Jeep auf und hielt direkt neben ihm. Diese Unterschiede machen neugierig! Heute mehr denn je wissen Firmen Mitarbeiter zu schätzen. geht im Internet auf eine NASA-Seite. dass Sie sich wirklich als kompetent erweisen und Ihr Vorschlag realisierbar ist.PR-Arbeit interessieren. wie viele Schafe Sie haben. Diese Bewerber haben von vornherein einen Bonus ge genüber anderen Kandidaten. Der junge Mann parkt den Jeep. Sie kennen die Sachlage innerhalb Ihrer neuen Firma ganz genau. ein junger Mann in BrioniAnzug. Der Fahrer des Jeeps. Bei Tätigkeiten in der Produktion oder Verwaltung mag es durchaus Möglichkeiten geben. scannt die Gegend mithilfe seines GPS-105- . mag Ihnen diese kleine Geschichte verdeutlichen: Es war einmal ein Schäfer. der in einer einsamen Gegend seine Schafe hütete. Geld zu sparen oder Ablä ufe zu rationalisieren oder zu beschleunigen. Ray-Ban-Sonnenbrille und einer YSLKrawatte steigt aus und fragt ihn: „Wenn ich errate. können Sie Verbesserungsvorschläge durchaus bereits in Ihre Bewerbung einflechten. bekomme ich dann eins?“ Der Schäfer schaut den jungen Mann an. am besten schon anhand des persönlichen Anschreibens! Voraussetzung für ein Gelingen dieses beraterhaften Vorgehens ist allerdings. die sich außer mit dem Logo auf ihrem Gehaltsscheck auch mit den Unternehmenszielen identifizieren und sich als ein wichtiger Teil des Unternehmens verstehen.

ja vielleicht sogar disqualifizieren und Ihre Bewerbung statt im Tor weit im Abseits landet. von dem Vorgehen „Der Bewerber als Berater“ Abstand zu nehmen.“ Der Schäfer sagt: „Sie sind ein Unternehmensberater. die Sie wirklich interessiert und für die Sie sich auch bewerben. etwas fehlt. dreht sich zu dem Schäfer um und sagt: „Sie haben hier exakt 1. Der Schäfer schaut ihm zu und sagt: „Wenn ich Ihren Beruf errate.Satellitennavigationssystems. so empfiehlt es sich dringend. warum nicht. und zwar die eines Joboptimierers: Sie lesen eine Stellenanzeige. und drittens haben Sie keine Ahnung von dem. Schließlich druckt er einen 150seitigen Bericht auf seinem HightechMinidrucker aus. bevor Sie sich blamieren. finden sie recht interessant formuliert . Zweitens wollen Sie ein Schaf als Bezahlung haben dafür. dass Sie Lösungen -106- . was ich mache. Der Schäfer sagt: „Das ist richtig. dass Sie mir etwas sagen. obwohl Sie niemand gerufen hat. öffnet eine Oracle-Datenbank und 60 Excel. was ich ohnehin schon weiß. Ob im persönlichen Anschreiben oder bei der Positionierung als Berater: Zeigen Sie auf. wenn man den ein oder anderen Arbeitsbereich mit abdecken würde.“ Die Moral dieser Geschichte: Sollten Sie sich Ihres Sachverstandes nicht wirklich sicher sein. „Sehr einfach“.586 Schafe“. Suchen Sie sich ein Schaf aus“. woher wissen Sie das?“. Hier steht es Ihnen durchaus frei. die ich in diesem Kapitel ansprechen möchte. sagt der Schäfer. Es gibt noch eine Variante. will der junge Mann wissen.Tabellen mit einer Unmenge Formeln. geben Sie mir das Schaf dann zurück?“ Der junge Mann antwortet: „Klar. der in dem Inserat nicht genannt ist.aber trotzdem. Die dargestellte Position könnte wesentlich interessanter sein. „erstens kommen Sie hierher.“ „Das ist richtig. Der junge Mann nimmt eins und lädt es in seinen Cherokee Jeep ein. denn Sie haben sich meinen Hund ausgesucht. in Ihrem Anschreiben darauf Bezug zu nehmen und die optimale Position zu kreieren.

die er für O den ersten Eindruck braucht. dass der Absender für die Position O geeignet ist? 5. übersichtlich gegliedert auf einer DINA4-Seite? 6.Findet der Empfänger alle Angaben. Ist erkennbar.Adresse? 4. Gestaltet sich die Kontaktaufnahme einfach und O direkt? 10. Adresse. Sind Rechtschreibung und Grammatik Ihres O Anschreibens korrekt? 2. was das Anschreiben O verspricht? nein O O O O O O O O O O -107- . Hält der Lebenslauf. was man alles mit Ihnen bewegen kann! Checkliste: Ein gelungenes Anschreiben ja 1. Sieht Ihr Anschreiben ansprechend aus? O 3. Kommt rüber. Enthält es Name.. Ist der Brief original unterschrieben? O 9. welchen Nutzen das Unternehmen O von diesen Mitarbeiter hätte? 7. Telefonnummer und O E-Mail. Macht es den Empfänger neugierig darauf.entwickeln können und machen Sie deutlich. den O Absender kennen zu lernen? 8.

sind aber für den Empfänger nicht unbedingt praktisch. ohne sich die Fingernägel zu ruinieren. sind zwar hübsch und sehen professionell aus. wenn Sie zwischen die einzelnen Abteilungen Trennblätter legen. → Ist die Mappe der Position. wenn er. bis die Unterlagen gelesen werden können? Wenn 50 bis 250 Bewerbungen auf dem Schreibtisch zur Bearbeitung liegen.11 Die Bewerbungsmappe Alles Große und Edle ist einfacher Art. angemessen oder entsteht möglicherweise der Eindruck einer „Pomp-Bewerbung“? -108- . an den Lebenslauf und die Zeugnisse kommt. → Wie viele Deckel müssen umgeblättert werden. Dieses Outfit sollte ebenso sorgfältig ausgewählt werden wie Ihre Kleidung. Ihre Zeugnisse und Referenzen. für die ich mich bewerbe. Einfach und übersichtlich ist es. denn man wird Rückschlüsse auf Ihre Persönlichkeit und Professionalität daraus ziehen. die aufgeklappt viel Platz beanspruchen. (Gottfried Keller) Die Bewerbungsmappe ist das „Outfit“ für Ihren Lebenslauf. → Lässt sich das Schriftgut übersichtlich präsentieren? Hier gilt das oben Gesagte ebenfalls. Darauf sollten Sie achten: → Ist die Mappe einfach zu öffnen? → Jeder Personalreferent ist dankbar. ist der Personalreferent um jede gesparte Sekunde froh! Dreiteilige Bewerbungsmappen. wenn Sie zum Vorstellungstermin gehen.

die Sie anstreben. Die nächste Abteilung bilden die Ausund Weiterbildungszeugnisse. Als nächste Abteilung kommen die Referenzen. Ich rate zu einer chronologischen Sortierung in absteigender Form (siehe oben). Toner oder gar Fettflecken sind einfach megamegaout! Das Schriftgut.Inhalt und Reihenfolge Das Anschreiben gehört nicht zum Inhalt der Bewerbungsmappe. Gönnen Sie Ihrer Bewerbungsmappe ab und zu eine Schlankheitskur! Es sollten maximal 15 Seiten Anlagen sein. Bitte achten Sie darauf. Nicht jedes PC-KursTeilnahmezertifikat ist für die Position relevant. Hier sollten Sie selektiv vorgehen. wobei das Zeugnis des letzten Arbeitgebers an oberster Stelle liegt. aus Fotokopien Ihrer Zeugnisse und Referenzen. Wenn Sie sich entscheiden. Alle früheren folgen in absteigender Chronologie (also vom neuesten zum ältesten) dahinter. der Gesellenbrief oder der IHK-Abschluss. ein Foto mitzuschicken. also der Inhalt. Das Anschreiben ist der Begleitbrief für die Bewerbungsmappe und liegt immer außen. also die Zeugnisse Ihrer vorherigen Arbeitgeber. Die Reihenfolge der Abteilungen und Unterlagen sieht so aus: Der Original-Lebenslauf liegt ganz oben auf. Wichtig sind auf jeden Fall das letzte Schulabschlusszeugnis beziehungsweise der Studienabschluss oder die Promotionsurkunde. Verschmierte Tinte. Der Inhalt der Bewerbungsmappe besteht aus einem OriginalLebenslauf. wenngleich Sie im Lebenslauf alle Fortbildungsaktivitäten angegeben haben. dass Sie sauberes Papier verwenden. -109- . auf den Sie Ihr Foto aufkleben können. soll zudem übersichtlich präsentiert und in Abteilungen gegliedert sein. sollte dies auf der ersten Seite zu sehen sein.

Über eine witzige Arbeitsprobe lesen Sie im Beispiel „Bewerbung im Hemd . handschriftliche Lebensläufe sind nur auf Verlange n abzugeben.aber nicht hemdsärmelig“! in Kapitel 18. zu einer fristlosen Kündigung führen. andere wiederum können. -110- . Der Lebenslauf . bitte nur auf ausdrücklichen Wunsch mitschicken. Wie Lebensläufe zu schreiben sind. Übrigens arbeiten die Bildungsminister der EU an einem standardisierten Formular für tabellarische Lebensläufe. haben viele andere Autoren bereits geschildert. Wenn Ihre berufliche Vita Lücken aufweist. Serifen sind die „Schwänzchen“ an den einzelnen Buchstaben. Die Ausnahme bilden journalistische und künstlerische Berufe. denn hier sind Arbeitsproben üblich. Ich möchte deshalb nur auf das eingehen.kurz und aussagekräftig Es gibt viele Varianten. wenn die Unwahrheit ans Licht kommt. Der tabellarische Lebenslauf hat sich überwiegend durchgesetzt.Eventuelle Arbeitsproben. was mir aus Sicht der Unternehmen geschildert wurde und mir sinnvoll erschien. Zieroder Schreibschriften sind nicht angebracht. wie zum Beispiel Times Roman. einen Lebenslauf zu schreiben. Deshalb verwenden Sie bitte eine Schriftart mit Serifen. Sie können auch die heute gängige Arial als Schriftart wählen. Einige „Korrekturen“ sind erlaubt. zu den Tatsachen zu stehen. Es wird auch selten so viel gelogen wie in Lebensläufen. überlegen Sie sich. die Zeile zu halten. dem so genannten Curriculum Vitae. die dem Auge helfen. um den Unternehmen die Bewertung zu erleichtern. welche beruflich nutzbaren Erfahrungen Sie in dieser Zeit gemacht haben und versuchen Sie. Dissertationen etc. Der Lebenslauf sollte leicht lesbar sein. siehe Literaturverzeichnis ab Seite 213.

Sie können mit den besonderen Fähigkeiten und Kenntnissen (zum Beispiel Sprachen. Auf Seite 2 oben in größerer Schrift wird mittig das Wort „Lebenslauf“ geschrieben und etwas kleiner darunter Ihr voller Name. Geburtsort.Schriftgrad 16 oder ähnlich) Bewerbungsunterlagen für: (Nennen Sie die Position.. Gesellen. Wenn Sie Akademiker sind. die Sie anstreben) Seite 2 und folgende als Fußzeile Ihren Namen.und Meisterbrief. nennen Sie bitte Ihren Titel vor Ihrem Namen. Wichtig ist noch der Schulabschluss wie Mittlere Reife. Wenn Sie studiert haben. Ausund Weiterbildung. Staatsangehörigkeit.Eine Variante der Gliederung des Lebenslaufs könnte so aussehen: (Seite l rechts oben oder mittig . so nennen Sie Studiengang. Beruflicher Werdegang.. Die Rubrik sollte links stehen. Anzahl der Kinder. Dann folgen die persönlichen Details wie Geburtstag. Fachoberschule oder Abitur.Schriftgrad 12) Name Adresse Telefonnummer E-Mail-Adresse (Seite l mitten auf dem Blatt Ihr Foto) (Seite l unter dem Foto .) weitermachen oder gleich zur Schulbildung übergehen. Hier nennen Sie den höchsten Abschluss. Universität und Abschluss. Die Praktika führen Sie gesondert auf. Familienstand. Monat und Jahr genügen im Allgemeinen. Praktika. zum Beispiel Schulbildung. Darunter die Jahreszahl des Abschlusses oder von wann bis wann Sie dort ausgebildet oder tätig waren. EDV. Weiterbildung folgt als nächste Rubrik in -111- . Sprachkenntnisse. Sonstiges. Die berufliche Ausbildung wie IHK-Abschluss. Anschrift und Telefonnummer. Wehrdienst.

wenn Sie sich für eine Position im Export bewerben. Das heißt. Gehen Sie kurz (maximal fünf Zeilen) auf die wichtigsten Aspekte Ihrer Tätigkeit ein. In den Interviews mit Personalreferenten wurde ich immer wieder gebeten. Wenn die Beschäftigungszeit sehr kurz war (unter zwei Jahren). an erster Stelle lägen die leichte Lesbarkeit und die präzise Ausdrucksweise.am besten mit blauer Tinte . in diesem Buch darauf hinzuweisen. Erfahrungen mit anderen Kulturen und Ländern besonders eingehen. Deshalb wird auf Übersichtlichkeit der größte Wert gelegt. wie man einen Lebenslauf zu schreiben habe. die Sie für diese Position als wichtig erachten. Ob der Lebenslauf nun zwei oder sechs Seiten habe. Auf jeden Fall muss der Lebenslauf datiert und im Original . so nennen Sie bitte Anzahl der geführten Mitarbeiter und wem Sie unterstellt waren. dass es wichtig sei. Es gibt die verschiedensten Varianten und Empfehlungen. welche Erfahrungen Sie für Ihre neue Position mitbringen. Stellen Sie heraus. Firmensitz und Ihre Tätigkeitsbezeichnung. Nennen Sie Firma. Wenn Sie als freier Mitarbeiter gearbeitet haben. geben Sie die Projekte und Ihren Auftraggeber an. -112- . Wenn Sie Führungsaufgaben wahrgenommen haben. sei zweitrangig. Wenn Sie einen Job mit Auslandseinsätzen anpeilen. Ihren beruflichen Werdegang stellen Sie als Nächstes dar.chronologischer Reihenfolge. Seien Sie kundenfreundlich und passen Sie die Aussagen Ihres Lebenslaufs den Erfordernissen Ihrer angestrebten Position an. die wesentlichen Kenntnisse und Erfahrungen des Bewerbers schnell erfassen zu können. den Grund für den Wechsel anzugeben. so werden Sie auf Ihre Sprachkenntnisse. heben Sie in Ihrem Lebenslauf die Qualifikationen und Kenntnisse hervor. Am Ende des Lebenslaufs können Sie Ihre persönlichen Interessensgebiete darlegen oder auf ehrenamtliche Tätigkeiten und Verbandszugehörigkeiten eingehen. empfiehlt es sich.unterschrieben sein. Hier beginnen Sie mit Ihrem letzten Arbeitgeber.

Hier eine sehr kurze Lebenslaufvariante: -113- .

ein Sahnehäubchen Wenn Sie die Form des individualisierten tabellarischen Lebenslaufs wenig begeistert. so steht Ihnen die Möglichkeit -114- .Das Qualifikationsprofil .

wenn die Voraussetzungen des Bewerbers mit denen der Stelle übereinstimmen. Dieses Profil bezieht sich auf die Position. Dahinter erst findet er den standardisierten Lebenslauf sowie die Zeugnisse und Referenzen. denn jede Form der Kundenorientierung ist für den Unternehmenserfolg heute mehr denn je eine wichtige Voraussetzung. Man kann es auch als kooperatives Miteinander bezeichnen im Gegensatz zu dem Hauen und Stechen. aus dem beigefügten Lebenslauf und den Zeugnissen. die seine „internen Kunden“ sind. so dass sie das Erste ist. Auch wenn ein Mitarbeiter nichts mit den Kunden des Unternehmens zu tun hat.offen. das leider immer noch w verbreitet ist. was der Betrachter in Ihrer Bewerbungsmappe sieht. was er vom Bewerber für diese Stelle wissen muss. das heißt. ein Qualifikationsprofil zu erstellen. so hat er doch im Innenverhältnis mit anderen Mitarbeitern zu arbeiten. ob sich der Bewerber mit der Stellenanzeige wirklich auseinander gesetzt hat und wie er deren Inhalt interpretierte. Ein Qualifikationsprofil kann so aussehen: -115- . Das wirkt sich generell als Pluspunkt für den Kandidaten aus. Er spart also Zeit und lästiges Blättern. Persönliche Daten und alle nötigen Hintergrundinformationen holt sich der Personalreferent. Worin bestehen die Vorteile eines Qualifikationsprofils? Der Empfänger findet auf einem Blatt Papier übersichtlich alles dargestellt. welche Fähigkeiten/Kenntnisse Sie dafür prädestinieren. Diese Zusammenarbeit gestaltet sich zunehmend reibungsloser. Diese Seite sortieren Sie in der Bewerbungsmappe noch vor dem Lebenslauf ein. je ausgeprägter die Einstellung „Wie kann ich Ihnen die Arbeit erleichtern?“ beziehungsweise „Was ist der Sache dienlich?“ vorhanden ist. eit Dem Qualifikationsprofil merkt man sehr schnell an. die Sie anstreben. Ihre Aussagen sollten sich exakt auf die ausgeschriebene Tätigkeit beziehen und auf einer Seite Platz haben.

Müller Verbesserungsvorschlag bei Fa..Diplomarbeit im Bereich Oberflächentechnik 2-¡ahrige berufliche 1995-1998 Tätigkeit bei Tätigkeit Dornier Aircraft in der Abteilung Technischer Einkauf Kenntnisse von 1999 Weiterbildung bei Qualitätssicherungsder IHK Oberpfalz systemen und QualitätssicherungsWerkstoffprüfung verfahren ISO 9001 Ausbildung zum Auditor Berufserfahrung Bereich Luftfahrt Sicheres selbstbewusstes Auftreten im 3 Jahre Tätigkeit für Wingbird Aircraft und Ein persönliches Kennenlernen. Ich bin mit der amerikanischen Mentalität dadurch sehr vertraut. Müller Siehe Zeugnisse zu Kein Problem. Werkstofftechnik Ich biete Studienabschluss Ing. gerne reise da ich -116- .TU München Zusätzliches Dipl. damit Sie sich davon überzeugen können Englisch in Wort und 3monatiges Praktikum in Schrift San Diego während meines Studiums. Organisations-talent Kostenbewusstsein Hohe Belastbarkeit Bereitschaft Dienstreisen Einführung ISO 9000 bei Fa.Qualifikationsprofil für Technischen Einkäufer Sie wünschen Diplomingenieur. Sprachdiplom: Cambridge First Certificate Während meines Praktikums lernte ich meine heutige Frau kennen.

beim Öffnen nicht zu viel Platz beanspruchen und schnellen Zugang zum Schriftgut bieten. dass Sie sich mit der ausgeschriebenen Stelle wirklich auseinander gesetzt haben. immer ein Foto beizulegen. Vermeiden Sie „Pomp-Bewerbungen!“ Mappen aus Pappe neigen zu Eselsohren und wirken dadurch schnell abgegriffen. In welcher Reihenfolge? Lebenslauf. und zum anderen genügt es. sich auf einen standardisierten Lebenslauf zu beschränken. anstatt für jede Bewerbung einen individuellen zu erstellen. -117- . sollten Sie durchaus Geld investieren. die von Fotografen angeboten werden. Zum einen signalisieren Sie Ihrem potenziellen Arbeitgeber. Man kann sich einfach ein besseres Bild vom Bewerber machen. in den Sie das Schriftgut legen. Welche Art von Mappe soll es sein? Die Mappe soll gut zu handhaben sein. Abteilung Aus. Vielleicht greifen Sie eher zu einer Mappe aus Plastik oder bauen sich selbst eine: Nehmen Sie einen guten Folieneinband. Kopien Ihrer Zeugnisse und Referenzen.und Weiterbildung (Schulzeugnisse). Allerdings halte ich es für sehr wichtig. Sonstiges Foto: Ja oder Nein? Ich neige dazu. Abteilung Referenzen (Arbeitszeugnisse). dass das Foto professionell gemacht worden ist. Die Rückseite versteifen Sie mit einem hübschem Fotokarton und das Ganze wird mit einer passenden Klemmschiene zusammengehalten. Individualisierter Lebenslauf oder Qualifikationsprofil? Durch ein durchdachtes Qualifikationsprofil können Sie sich von Mitbewerbern positiv abheben. In gute Bewerbungsfotos. wenn Sie sich im Ausland bewerben. genannt Bewerbungsserien. Beachten Sie bitte länderspezifische Besonderheiten.Die vollständige Bewerbungsmappe Was gehört in Ihre Bewerbungsmappe? Lebenslauf mit Foto im Original.

aussortiert? Ist die Mappe übersichtlich gegliedert? -118- .→ Endkontrolle: Ist das Erscheinungsbild sauber und ordentlich? Enthält die Mappe alle wichtigen Informationen? Sind alle unwichtigen Bescheinigungen etc.

bevor sie das Unternehmen anrufen.die Stimme macht's“ ab Seite 90 nach. Früher war es so. Heute ist dies aufgrund der starken Arbeitsbelastung der Personalabteilungen leider nicht mehr möglich.12 Einladung zum Vorstellungsgespräch oder Absage? Zuversicht ist die Mutter großer Taten. Wenn Sie beim Unternehmen anrufen. Werden Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen oder nicht? Das ist die Frage. worauf ist zu achten? Ihr Anruf ist nichts anderes als eine telefonische Bewerbung und es gelten die gleichen Regeln. damit er sicher sein konnte. wird es spannend. → Wenn Sie den zuständigen Ansprechpartner erreicht -119- . die Sie beantwortet haben möchten. Früher sollten Sie dies auf keinen Fall tun. dass sie auch angekommen waren. wie lange Sie auf die Beantwortung Ihrer Frage warten müssen. → Sorgen Sie dafür. denn 14 Tage entspricht der Regelzeit bei der Bearbeitung von Bewerbungen innerhalb der Firmen. Lesen Sie hierzu im Kapitel „BeWerben am Telefon . so dass sich Bewerber mindestens zwei Wochen gedulden müssen. um nachzufragen. dass jeder Bewerber eine Empfangsbestätigung über seine eingegangenen Unterlagen erhielt. Es kann von Fall zu Fall variieren. → Bereiten Sie sich auf dieses Gespräch vor und erstellen Sie einen Gesprächsleitfaden mit den Fragen. (Friedrich von Schiller) Wenn Sie die Bewerbung verschickt haben. dass Sie entspannt sind und Ihre Stimme gut klingt.

Schreibfehler. → Wenn nicht. Fettflecken.. so lohnt es sich selten. den Sie dann bitte auch einhalten. Druck auszuüben. Wenn Sie einen Standardbrief bekommen. überlegen Sie sich. die Gehaltsvorstellungen sind zu hoch. Zu häufige Stellenwechsel können ebenfalls ein Ablehnungsgrund sein. Wenn eine Mitbewerberin das Rennen gemacht hat. weil sie in genau diesem Job schon Erfahrungen sammeln konnte. Häufig sind es auch Mängel bei den Bewerbungsunterlagen wie Eselsohren. ob Sie gerade stören. anzurufen und die Frage nach dem „Warum?“ zu stellen. Die Bewerbungsunterlagen kommen zurück Bedenken Sie. vereinbaren Sie einen Telefontermin. dass 90 Prozent aller Bewerber eine Absage bekommen und nur 10 Prozent zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Es kann sein.haben. dass Sie beim Checklisten-Abhaken weniger Häkchen hatten als die anderen. fragen Sie höflich. auch wenn Sie eine Entscheidung treffen wollen und Ihnen Klarheit wichtig ist. deshalb empfehle ich. fassen Sie sich kurz! → Wenn Sie stören. ob Sie wirklich alle Voraussetzungen für den Job mitgebracht hätten. Falls Sie statt der ersehnten Einladung einen standardisierten Absagebrief bekommen.. die Gründe fü r den Stellenwechsel im tabellarischen Lebenslauf mit einem Satz darzustellen. wenn im -120- . Häufige Ablehnungsgründe für eine Bewerbung sind: Die fachlichen Mindestanforderungen der Position werden nicht erfüllt. → Vermeiden Sie es. die Mitbewerber haben bessere Zusatzqualifikationen. es fehlt an Branchenkenntnissen. das Alter passt nicht zum Kollegenkreis.

gesucht wurde.oder umgekehrt . damit Sie Ihre Stärken und Erfahrungen wirkungsvoll präsentieren können. könnte es sich lohnen. Wenn Sie keine schlüssige Antwort erhalten. einen Karriereberater oder Coach zu Rate zu ziehen. Diese Bewerbung hat eben nicht geklappt. Sie haben auch nichts mit Ihnen oder Ihren beruflichen Fähigkeiten zu tun. denn man hat Sie ja nicht einmal kennen gelernt. woran Sie noch schleifen können. wenn etwas nicht geklappt hatte. Waren die Unterlagen picobello? Habe ich wirklich alle für den Job notwendigen Qualifikationen? Wenn Sie sich dergestalt erst selbst an die Nase gefasst haben und zu keinem brauchbaren Ergebnis gekommen sind. für sich zu hinterfragen. welche Lernerfahrung Sie daraus ziehen können. Ein weiser Unternehmer pflegte zu sagen „Wisch dir die Nase ab und sieh nach vorn!“. Wenn Sie mehr Absagen bekommen haben.diese Dinge wird man Ihnen nicht sagen wollen oder sagen können. wenn man sich für einen Bewerber aus dem Haus entschieden hat oder kurzfristig die Stelle total streichen musste . fragen Sie nach einem Tipp. Es lohnt allerdings immer. Meist genügen zwei Sitzungen. was zu vermuten ist. Dann richten Sie sich wieder auf. Mit Ihrer Persönlichkeit schon gar nicht. den Sie in Zukunft beherzigen sollen. -121- .und auf geht's zu neuen Ufern! Laut Informationen einiger Karriereberater sollte auf sechs Bewerbungen mindestens eine Einladung zum Vorstellungsgespräch kommen. sehen Sie nach vorn . Etwas.vorausgesetzt Ihr Herz hängt wirklich daran beim zuständigen Personalreferenten anrufen und nach dem Grund für die Absage fragen. dann können Sie . das Sie beim nächsten Mal besser machen können.Prinzip für diesen Job ein Mann und keine Frau .

das heißt Sie kommen um 9:00 Uhr dran. was noch einmal mit Aufwand verbunden ist. Denn einen Termin zu verschieben bedeutet einen Arbeitsaufwand von mindestens 45 Minuten: Der Personalsachbearbeiter muss die zuständigen Personen der Fachabteilung anrufen. der nächste Kandidat um 10:30 Uhr und so weiter. dass dieser „eingeschobene“ Kandidat Ihnen den heiß begehrten Job -122- . um Ihnen dann den neuen Termin mitzuteilen und schriftlich zu bestätigen. ihre Anwesenheit beziehungsweise terminliche Verfügbarkeit abklären. den vom Unternehmen vorgeschlagenen Termin für Ihr Vorstellungsgespräch wahrzunehmen. Außerdem wird er für den durch Ihre Terminverlegung frei gewordene n Zeitraum einen weiteren Kandidaten einschieben. den für Sie vorgesehenen Termin verschieben müssen. Firmen terminieren ganze Tage mit Vorstellungsgesprächen durch. die zum Vorstellungsgespräch gebeten werden. ob Sie Ihren persönlichen Termin nicht verschieben können. „Wenn Sie. kommt diese abgestimmte Planung der Bewerbungsgespräche durcheinander und es entsteht ein nicht zu unterschätzender zusätzlicher Aufwand. aus welchen Gründen auch immer. Falls Sie Probleme haben sollten.13 Hurra-Sie sind zum Vorstellungsgespräch eingeladen! Ein Gespräch ohne Vorbereitung ist wie eine Therapie ohne Diagnose. dass Sie das erste Hindernis mit Bravour genommen haben und sich unter den „Top Ten“ der Bewerber befinden. (Unbekannt) Herzlichen Glückwunsch! Es freut mich für Sie. Bedenken Sie: Im schlimmsten Fall kann es durchaus sein. überlegen Sie sich zuallererst.

wenn Sie alle Alternativen ausgeschöpft haben. auch wenn nicht ausdrücklich darum gebeten wird. Wenn Sie schriftlich reagieren. den Vorstellungstermin zu bestätigen. dass wir diesen Menschen sofort in die Schubladen „Freund“ oder „Feind“ einsortieren. wir bilden uns über diesen Menschen ein Urteil. sondern viel schlimmer. noch bevor wir ein Wort mit ihm gewechselt haben! Diese VorUrteile sind schwer veränderbar. Denken Sie daran. per E-Mail oder Fax vornehmen . Die Terminbestätigung können Sie telefonisch. ob vor Ihrem Vorstellungstermin noch ein Friseurbesuch notwendig ist. Lassen Sie uns mit dem Äußeren beginnen und eine Bestandsaufnahme durchführen. Eine Einladung wird ausgesprochen und vom Eingeladenen entweder angenommen oder abgelehnt .wie im gesellschaftlichen Leben auch. und zwar von oben nach unten: Äußere Vorbereitung Wie gepflegt sind Ihre Haare. damit der erste Eindruck von uns ein positiver ist vom Äußeren wie von der inneren Einstellung her.“ Wir können im Vorfeld trotzdem vieles unternehmen. dass der erste Eindruck.wie es für Sie am einfachsten ist. Ihre Frisur? Überlegen Sie sich. innerhalb von 12 bis 30 Sekunden geprägt wird? Nicht nur. Wenn Sie sich nicht sicher sind. den wir von einem Menschen haben. dann bitte in ordentlicher Darstellung und korrekter Rechtschreibung.wegschnappt! Deshalb bitten Sie um eine Verlegung Ihres Vorstellungsgesprächs erst dann. -123- . Mythos „Erster Eindruck“ Wussten Sie. Wie schon der Volksmund sagt: „Der erste Eindruck ist immer der richtige.

empfehle ich ein Chlorophyll-Präparat. bevor Sie sich ankleiden. Wie halten Sie es mit Geruch und Düften? Die Benutzung von Deodorants sollte zu Ihrem täglichen Hygieneritual gehören. sondern auch von Männern gehören! Wie sehen Ihre Hände aus? Gepflegte. saubere Fingernägel werden immer positiv zur Kenntnis genommen. benutzen Sie ein gutes Deo und lassen Sie es kurz trocknen.empfiehlt es sich auf jeden Fall. Sie können . sich mit künstlichen „Krallen“ zu schmücken. Der Gebrauch von -124- . die in Prüfungsoder Stresssituationen. stehen Sie dazu. und ein Vorstellungsgespräch gehört auf jeden Fall zu beiden Kategorien. Übrigens sollte dieser Termin zur allmonatlichen Pflegeroutine nicht nur von Frauen. Wenn Sie zu den Menschen gehören.Experimenten und allzu grellen Färb.rechtzeitig vor Ihrem Termin .ein Pfefferminzbonbon lutschen oder ein Atemspray benutzen. Es kann durchaus hinderlich sein. Sollten Sie zu den vielen weiblichen Geschöpfen gehören. Es lohnt sich durchaus. stark transpirieren: Waschen Sie sich nochmals kurz vor dem Gesprächstermin. wenn Sie selbst kein Könner im Umgang mit Schere und Feile sind.und Strähnenkombinationen sollten Sie allerdings Abstand nehmen. in eine professionelle Maniküre (Kostenpunkt zirka 15 Euro) zu investieren. empfiehlt sich ein Peeling oder ein Besuch bei der Kosmetikerin. die kurze Fingernägel haben. Wenn diese Vorbeugemaßnahme nicht ausreicht. einen Termin beim Figaro zu machen und die Haare in Fasson bringen zu lassen. Ist Ihr Teint frisch und klar? Wenn Sie Pickel oder Mitesser plagen. Ein frischer Atem wirkt immer angenehm. Von drastischen Styling. das Sie in jeder Apotheke rezeptfrei erhalten. wohingegen seriösklassisch mit einem Schuss Pep immer in Ordnung ist.

Die Krawatte sollte dezent und trotzdem modisch sein. Ihre Kleidung muss gepflegt und sauber sein. Auf den Transparentlook sollten Sie im Vorstellungsgespräch auf jeden Fall verzichten. Je nach Unternehmen sind Sie auch in Hose und Pulli angemessen gekleidet. Bluse oder Shirt sollten helle Farben haben. fragen Sie einen in Kleidungsfragen versierten Freund oder lassen Sie sich von einer qualifizierten Stylistin beraten. Berücksichtigen Sie. Auch ein Sommerkleid mit Jackett oder eine schicke Strickkombination mag passend sein. ob das gute Stück einen Fleck hat oder nur der Stoff changiert. Also lieber nochmals reinigen l ssen.Aftershave oder Parfüm sollte wohl dosiert erfolgen. wenn Sie sich unsicher a sind. denn schick ist gut. Ganz wichtig. In den USA hat man sogar schon parfumfreie Zonen eingerichtet! Was ziehen Sie zum Vorstellungsgespräch an? Prüfen Sie Ihren Kleiderschrank auf geeignete Garderobe. Es gibt zwar kaum noch eine starre Kleiderordnung . Bei Damen ist entweder das klassische Kostüm oder der Hosenanzug angesagt. vor allem aber Typ und Outfit unterstreichen. Für Herren empfiehlt sich ein Straßenanzug oder eine Kombination. wobei Sie aber den heißgeliebten ausgebeulten Isländerpulli oder das sportliche Sweatshirt diesmal im Schrank lassen sollten. Sie wirken Vertrauen erweckend und signalisieren Kompetenz.doch einige ungeschriebene Gesetze sollte man beachten: Klassische Businessfarben sind dunkelblau. schwarz und beige. Wenn Sie unsicher sind. grau. sexy kann gefährlich sein. Sie sollte der angestrebten Position entsprechen und muss nicht zwangsläufig teuer sein. dass nicht jeder Ihre Vorlieben teilt und üppige Duftwolken sensible Nasen empfindlich stören können. Das Hemd sollten Sie in einer hellen Farbe wählen. -125- .

Die Farbe Ihrer Handtasche oder Aktentasche sollte mit der Farbe Ihrer Schuhe entweder übereinstimmen oder zumindest damit harmonieren. in dem Sie gut laufen können. Bekommen Sie vor Aufregung nasse Hände? Vor dem Termin mit ein wenig Talkumpuder einreihen! Das hilft über das erste Händeschütteln trocken hinweg. 3 Ringe. Schiefgelatschte Absätze und abgestoßene Spitzen sollten Sie auf jeden Fall reparieren lassen. dass sich die (leider nicht unerhebliche ) Investition in ordentliches Schuhwerk immer lohnt. Häufig sehen sie die Schuhcreme zu selten und den Schuster gar nicht. Die individuelle Gesichtsfarbe und Ihr Typ sollten unterstrichen werden. Vor Ihrem Termin sollten Sie die Schuhe ein paar Mal angehabt haben. Vermeiden Sie es. Wenn Sie in neue Schuhe investieren wollen. den Eindruck zu erwecken. Welche Schuhe sollten Sie wählen? Die Schuhe sind ein heikles Thema. Welches Makeup ist angebracht? Ihr Tages-Makeup sollte dezent und der Gesichtsform angepasst sein. zum Beispiel: 2 Ohrringe. um sie einzulaufen. denn nichts ist gemeiner als schmerzende Füße und Blasen! Meine Erfahrung ist. so wählen Sie ein klassisches Modell. l Uhr. Haben Sie ein sauberes Taschentuch? Auch wenn es altmodisch klingen mag .Wie viele Accessoires sind angesagt? Inklusive Brille und Haarspange sollten Sie nicht mehr als 9 Schmuckstücke tragen. l Kette und Ihre Brille. l Armband. Sie seien gerade einem „Farbeimer“ oder gar der -126- . Funkelnd behängte „Weihnachtsbäume“ sind ebenso out wie überreich geschmückte „Pfingstochsen“. Sie tragen uns durch unser Leben und sind vielen Beanspruchungen ausgesetzt.stecken Sie ein sauberes Taschentuch ein! Die Gefahr feuchter Hände oder eines Niesanfalls ist immer gegeben.

Bedenken Sie. Von so einer Beratung profitieren Sie oft ein Leben lang. bin ich okay“ oder „Es steht mir alles zur Verfügung. kann das fatale Folgen haben. Fußballer müssen „mental gut drauf sein“. um zu sehen. wenn Sie sich unbeobachtet glauben! Übrigens: Wussten Sie. so wie Sie es im Job auch tun würden. denn im Vorstellungsgespräch darf durchaus gelacht werden. wenn sie ein Match verloren haben. um dieses Spiel zu gewinnen“ strahlen aus auf die physische Haltung und der Körper lügt -127- . und wenn Sie Ihr Outfit dann noch kneift und zwickt. Ihre Haltung und Ihr Gang sind aufrecht. Gestik und Mimik unseren Erfolg zu 55 Prozent beeinflussen? Die richtige mentale Einstellung bringt's! Wir hören es oft im Fernsehen: Viele Sportler geben ihrer fehlenden mentalen Vorbereitung die Schuld. Sie sollten sich in Ihrer Haut und in Ihrer Kleidung wohl fühlen. Auch hier mag die Unterstützung durch eine Kosmetikerin oder Makeup-Stylistin helfen. Ihre Körpersprache ist stimmig. Ihre Augen sind lebendig und die Mundwinkel bewegen sich leichter in Richtung oben. strahlen Sie das auch aus: Ihre Gesichtszüge wirken straff. das Beste aus Ihrem Typ zu machen. Wenn Sie sich jedoch gut fühlen. fügen Sie Ihren persönlichen Akzent hinzu. Generell gilt: Wählen Sie Ihre Kle idung konventionell und klassisch aus. denn das Vorstellungsgespräch ist anstrengend genug. was es braucht. wie Sie sich verhalten und bewegen. Affirmationen (das sind positive Bestätigungen} wie zum Beispiel „So wie ich bin. Rennfahrer und Tennisspieler ebenso. Was genau verbirgt sich dahinter? Zum einen eine positive Einstellung gegenüber sich selbst. dass manche Firmen den Parkplatz beobachten.Familiengruft entstiegen. dass Aussehen.

Sie sollten sich und Ihre Ziele noch einmal bewusst hinterfragen: Will ich diesen Job wirklich? Wenn ich ihn bekomme. haben Sie ziemlich großen Ärger mit Ihrem Gerät. Malen Sie sich die Details. Einige Vorschläge: Variante 1 : Das pe rfekte gelungene Vorstellungsgespräch Man ist sich auf Anhieb sympathisch. Diese Variante sollten Sie sich in allen Details immer wieder im „Gehirnkino“ ansehen. hängt noch in der Luft.nicht. Ihre Hoffnungen. bin ich auch die richtige Person dafür? Was ist. also immer wieder gedanklich durchspielen. Diese Affirmationen sollten Sie mit einem guten Trainer erarbeiten. aber ob man zum zweiten Gespräch eingeladen wird. denn sie begründen gewisse mentale Programmierungen. Am Ende trennt man sich höflich und ein bisschen erleichtert. Spielen Sie die Vorstellungssituation vorher gedanklich in allen nur möglichen Varianten durch. man ist sicher. den Job zu bekommen. aber irgendwie schleppend. die Chemie stimmt. man hat gute Chancen. -128- . wenn ich den Job nicht bekomme? Überprüfen Sie Ihre Einstellung zum Unternehmen. das Gespräch verläuft sehr angenehm. Sehen Sie sich dazu auch den Interviewleitfaden auf Seite 27 und die Vorstellungs-Kurznotiz auf Seite 29 an. Sie kennen das von Ihrem Computer: Wenn die Programme fehlerhaft sind oder nicht ordentlich synchron laufen. die Fragen und Ihre Antworten so farbig und konkret wie möglich aus. zu dessen Produkten und Ihrer Zukunft in dieser Firma. Ihre Wünsche? Machen Sie sich Notizen für das Vorstellungsgespräch. Welches sind Ihre Bedenken. der Gesprächsverlauf ist zwar freundlich. Variante 2: Das schwierige Vorstellungsgespräch Man weiß nicht so recht und ist nervös. So ähnlich verhält es sich auch mit unserem Gehirn.

sogar das Ungewöhnlichste durchgespielt zu haben. wenn Sie in ein Vorstellungsgespräch gehen. Stellen Sie sich die unbequemsten Fragen vor. freche und außergewöhnliche. die Ihnen einfallen. Am liebsten würden Sie das Gespräch abbrechen und Ihre Bewerbung zurückziehen. das Interesse füreinander gering. Spielen Sie mit so vielen Möglichkeiten wie nur möglich. Dieses Vorgehen dürfen und sollten Sie sich bei allen Varianten erlauben. das Ihnen helfen soll. und bereiten Sie darauf alle möglichen Antworten vor schlüssige.Sie brauchen einen -129- . Welches Interesse sollte Ihr Gegenüber daran haben. Variante 3: Der schlimmste Fall Die gegenseitige Sympathie hält sich in Grenzen. Es lohnt sich auf jeden Fall. Wie ginge es Ihnen damit? Was für Konsequenzen würde dieses Verhalten nach sich ziehen? Auch wenn Ihnen diese Vorstellung unangenehm ist. die Ihnen gestellt werden könnten. intelligente. Das Gespräch ist stockend und holprig.Diese Vorstellung hilft Ihnen. Locker und gelassen. auch schwierige Gesprächssituationen in der Realität elegant zu meistern. das ist der Gemütszustand. denn Sie hatten sie ja bereits gedanklich in alle n Facetten durchgespielt. sondern ein mentales Gedankenspiel. Sie sollten sich Ihrer Sache sicher sein und eine vorurteilsfreie Einstellung gegenüber Ihren Gesprächspartnern haben. damit Sie für alle Eventualitäten gewappnet sind. sich auf den „Ernstfall“ vorzubereiten. den Sie haben sollten. versuchen Sie trotzdem gedanklich das Gespräch zum Positiven zu wenden und greifen Sie in Ihrer Fantasie zu allen Mitteln und Tricks. Ihnen eine bösartige Falle nach der anderen zu stellen? Es ist doch so: Die Firma braucht einen geeigneten Mitarbeiter . Es ist ja nicht die Realität.

auf die Sie unbedingt vorbereitet sein sollten (Fortsetzung) 7. was man Ihnen im Vorstellungsgespräch verspricht. Welches sind Ihre mittelfristigen/langfristigen Karriereziele? 10. Es kommt hier auf ein ausgewogenes Geben und Nehmen an. Fähigkeiten und Kenntnisse bringen -130- . oder? Checkliste: Fragen. und zwar von beiden Seiten! Sie verlassen sich doch auch darauf. und wie gingen Sie damit um? Checkliste: Fragen. Arbeiten Sie gerne im Team oder sind Sie lieber ein Einzelkämpfer? 8. Wie strukturieren Sie Ihre Arbeit? Was tun Sie gerne/ungern? 9. Sie verlieren auf jeden Fall unersetzbare Lebenszeit. beide können gewinnen. Weshalb haben Sie Ihr Studium/Ihre Ausbildung abgebrochen? 4. denn bedenken Sie. Welche Erfahrungen. Wie würden Sie sich selbst beurteilen? Welches sind Ihre größten Starken/ Schwächen? 6. beide können verlieren. auf die Sie unbedingt vorbereitet sein sollten: 1. wo haben Sie welche Erfahrungen gemacht? 3. Haben Sie bereits Führungserfahrung? Wenn ja.geeigneten Job. Weshalb verlassen Sie Ihre jetzige Arbeitsstelle? 5. dass das. im Arbeitsverhältnis eingehalten wird. dass eine falsche Personalentscheidung das Unternehmen mindestens einen sechsstelligen Betrag kosten kann. welche. Also stehen Sie beide auf der gleichen Ebene. Deshalb sind Offenheit und Ehrlichkeit sehr wichtig. Erzählen Sie von sich! 2. Beschreiben Sie Ihre Berufserfahrung.

sind Sie verheiratet. zu sagen „Das weiß ich nicht“ oder „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“. Das kommt oft besser an als die -131- . unsere Märkte. Warum haben Sie sich bei uns beworben? 14.Sie mit. unsere Kunden? Was gefällt Ihnen daran? Was würden Sie verändern? Checkliste: Fragen. Was bedeutet Verantwortung für Sie? Übernehmen Sie gerne Verantwortung? Man kann es nicht oft genug sagen: Geben Sie ehrliche Antworten! Sie müssen nicht auf jede Frage eine Antwort haben. haben Sie Kinder. zu einem Umzug? 17. um über Ihre Antwort nachzudenken. was arbeitet Ihre Frau/Ihr Mann? 16. um in dieser Position erfolgreich zu sein? 11. Bei welchen anderen Firmen haben Sie sich beworben? 20. unsere Produkte. oder nach weiteren Informationen fragen. Welche Sprachen sprechen Sie? Wie gut? Können wir das Gespräch in dieser Sprache fortsetzen? 18. Wie ist Ihre private Situation. Wie mobil sind Sie? Wie ist Ihre Einstellung zu Dienstreisen. Wie lange würden Sie in dieser Position bleiben? Wie stellen Sie sich Ihre weitere Entwicklung vor? 12. Sie können sich Zeit erbitten. auf die Sie unbedingt vorbereitet sein sollten (Fortsetzung) 19. Was wissen Sie über unsere Firma. Es zeugt von Ehrlichkeit und Zivilcourage. Welche Erfahrungen haben am meisten zu Ihrer Persönlichkeit beigetragen? Checkliste: Fragen. Was halten Sie von unserer hierarchischen Struktur? 15. auf die Sie unbedingt vorbereitet sein sollten (Fortsetzung) 13.

gut eingeübten „spontanen“ Antworten. so erkennt sie Ihr Gegenüber auch . -132- . So wie Sie durchaus in der Lage sind.und das gibt Minuspunkte. unehrliche oder Gefälligkeitsantworten zu erkennen.

14 Darf ich vorstellen? Man kann nicht nicht kommunizieren. ist es recht. ist es ganz wichtig. Vielleicht werden Sie am Empfang abgeholt oder der Pförtner schickt Sie gleich in Richtung Besprechungsraum.“ Und auf geht's! Selbstverständlich werden Sie pünktlich und gut vorbereitet erscheinen. wo Sie der Personalreferent und vielleicht auch gleich Ihr zukünftiger Vorgesetzter erwarten. Um bewusst zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Also probieren Sie es erst gar nicht sondern besinnen Sie sich auf Ihr mentales Training (wer Sie sind.und ausatmen.) und werden Sie innerlich ganz ruhig. dabei den Beckenboden entspannen und sich eine positive Gesprächssituation vorstellen. Eine gute Übung ist zum Beispiel: tief ein. was Sie zu bieten haben . Wenn Sie beim Empfang abgeholt werden. Wenn Sie es für passend halten. der große Tag. wer Sie sind. um den für mich besten Job zu bekommen. (Paul Watzlawik) Nun ist er da. an dem Sie zeigen können.. Dabei sagen Sie sich innerlich: „So wie es kommt. warum Sie den Job bekommen sollten.und durch den Mund auszuatmen. ist das neben einer freundlichen Geste auch eine prima -133- . Erinnern Sie sich: Sie haben maximal 30 Sekunden Zeit für den ersten Eindruck! In dieser Mini.. und erläutern können. um die Atmosphäre aufzunehmen und sich in Ruhe vor Ort nochmals mental vorzubereiten. gut durch die Nase ein. Ich tue mein Bestes. Körpersprache und Ausstrahlung zu kontrollieren ist schlichtweg unmöglich. können Sie auch 15 bis 30 Minuten früher da sein.Zeitspanne Auftreten.

Ihre Gesprächspartner begrüßen Sie wahrscheinlich direkt mit Namen und stellen sich Ihnen vor. Wenn Sie das Licht blendet. um neben freundlichem „Smalltalk“ ein paar Fragen zu stellen. Sonderwünsche wie „Ich hätte bitte gerne einen Tee.Gelegenheit. bedanken Sie sich höflich bei Ihrem Begleiter und verabschieden sich. vor allem wenn Ihr Wunsch einem geheimen Profilierungswunsch entspringt. der trotzdem daran denkt. „Was machen Sie im Unternehmen?“ Im Besprechungsraum angekommen. Nehmen Sie eine aufrechte (keine steife) Haltung ein. Wie auch -134- . Dafür . so nehmen Sie es dankend an. Möglicherweise benötigte Unterlagen sollten Sie ohne langes Suchen zur Hand haben. Wenn Sie eine Fragenliste vorbereitet haben. wenn es geht“ verursachen dem Gastgeber Umstände und Mehrarbeit. Das wird meistens vor lauter Nervosität vergessen und derjenige.empfiehlt sich eine separate Dokumentenmappe. Bequemes Lümmeln ist megaout. Wenn Ihnen ein Platz angeboten wird. Wenn Ihnen etwas zu trinken angeboten wird. manchmal wird auch der Bewerber zuerst befragt.auch wenn Sie mit dem Rücken zur Tür und dem Gesicht zum Fenster sitzen. können Sie sie ruhig auf den Tisch legen und für Ihre Notizen verwenden. sagen Sie es und bitten um Erlaubnis. Monolog oder Dialog? Jedes Vorstellungsgespräch läuft anders ab. macht einen positiven Eindruck.und wenn Sie sich Notizen machen möchten . zum Beispiel „Wie lange sind Sie schon in der Firma?“. diesen zu nehmen . Pfefferminz. so empfiehlt es sich. einen anderen Sitzplatz zu wählen. also verzichten Sie darauf. Die Stühle am Kopf oder Fußende des Tisches sind allerdings tabu! Setzen Sie sich zeitgleich mit Ihrem Gegenüber. Manchmal werden zuerst das Unternehmen und die Position vorgestellt.

sich selbst als den TopKandidaten darzustellen.immer bemühen Sie sich. Sie beginnen alle mit W Wer. Wieso. die Sie am meisten interessieren . Fragen an den potenzielten Vorgesetzten → Wie stellen Sie sich den idealen Mitarbeiter vor? → Was freut Sie . ohne unterwürfig zu sein → Halten Sie Augenkontakt. von Ihrer Seite alles dazuzutun. Stellen Sie vor allem offene Fragen. ohne zu starren → Antworten Sie präzise. umfassend und kurz → Tragen Sie zu einer offenen Gesprächsatmosphäre bei. Zum Beispiel: „Warum ist die Stelle zu besetzen?“ anstatt „Ist dies eine neue Stelle?“ Sprechen Sie von sich aus Themen an. dass sich Bewerber wie Schildkröten verhalten . die im Gespräch auftauchen. Weshalb. Wo. → Seien Sie freundlich.also ihren Kopf einziehen und ganz still sind. damit das Gespräch „wie unter Freunden“ abläuft. dass Sie Ihrem Gegenüber genügend Zeit lassen für seine Fragen. und achten Sie darauf. so dass ein fairer Informationsaustausch in einer angenehmen Gesprächsatmosphäre entstehen kann. welche Erwartungen Sie an Ihren Vorgesetzten haben. Deshalb: Stellen Sie Ihre vorbereiteten Fragen und diejenigen. Gleichzeitig können Sie viel über Ihren künftigen Arbeitgeber erfahren. Wann und sind nicht mit einem Ja oder Nein zu beantworten. Zweck eines Vorstellungsgesprächs ist das gegenseitige Kennenlernen und vor allem die Gelegenheit für Sie.nicht zuletzt auch. indem Sie Ihre Energie.was macht Sie wütend? → Wie gehen Sie mit Ihren Mitarbeitern am liebsten um? -135- . Ihre Kompetenz und Professionalität eindeutig rüberbringen. man will Sie ja schließlich kennen lernen! Immer wieder höre ich.

so behalten Sie ihn auch im Vorstellungsgespräch bei.. oder im umgekehrten Falle ein Norddeutscher.. dass Sie ein wandelndes Lexikon sind oder den betriebsinternen Slang bereits beim ersten Vorstellungsgespräch verstehen. Lösungen zu entwickeln. Hochdeutsch zu sprechen. Seien Sie sich darüber klar.. allerdings in allgemein verständlicher Form. Nichts klingt komischer als beispielsweise ein Bayer. und habe sie bewältigt.“ zu benutzen. Stellen Sie sich auf Ihr Gegenüber ein . Erzählen Sie. was Sie über die Firma wissen und warum Sie gerne dort arbeiten möchten. wenn Sie etwas toll finden. Wenn Sie von Hause aus einen Dialekt sprechen . der sich in Stuttgart bereits akklimatisiert zu haben glaubt und anfängt zu schwäbeln. ungefähr so: „Während meiner Tätigkeit als Bauschlosser bei Tiefhoch hatte ich folgende Situation. anstatt immer wieder die Phrase „Das Problem ist. Beweisen Sie bereits im Gespräch Ihre Fähigkeit.“ Zeigen Sie Begeisterung..hören Sie ihm genau zu und geben Sie klare Antworten. Es ist immer gut. Keiner erwartet von Ihnen. Benutzen Sie so wenig Fachchinesisch wie möglich und so viel wie notwendig. krass“ oder wenn man jeden Satz mit „ne“ beendet.→ Worauf muss ich mich bei Ihnen einstellen? Erlauben Sie Ihrem Gege nüber. Halten Sie Augenkontakt . Die meisten Menschen benutzen solche Redewendungen unbewusst.. der versucht.. indem ich. Das gilt auch für bestimmte Lieblingsworte wie „geil. sollten Sie Ihrem Gesprächspartner in die -136- . dass nur eine bestimmte Zeitdauer für dieses Gespräch vorgesehen ist. jede Ihrer Fähigkeiten anhand eines kurzen Beispiels darzustellen. dass die Augen wandern. Um den heißen Brei herumzuschleichen kostet Ihre wertvolle Zeit! Wenn Sie etwas nicht wissen oder unsicher sind: Stehen Sie dazu. doch wenn Sie sprechen. Ihnen die gleichen Fragen zu stellen.aber starren Sie Ihr Gegenüber nicht an wie ein hypnotisiertes Kaninchen die Schlange! Es ¡st normal. und seien Sie darauf vorbereitet. wenn Sie nachdenken.

eine Echtheit. Wenn sie der andere kennt. Berücksichtigen Sie bitte. Vermeiden Sie das. Wenn mehrere Personen anwesend sind. so konzentrieren Sie sich auf die Augenbrauen oder die Nasenwurzel Ihres Gegenübers. Lächeln Sie. Vielleicht ist dieses Ansprechen eigener -137- . Seitdem ich das weiß. Jeder hat seine individuellen Verhaltensweisen. weise ich einen mir unbekannten Gesprächspartner auf diese Eigenarten hin. Seien Sie so. Außerdem gähne ich oft. Prüfen Sie vorher im Spiegel. sondern die Offenheit und Selbsterkenntnis schätzen. indem Sie immer wieder in die Runde blicken. Wenn nicht. kann er damit umgehen. Sollten Sie zu den schüchternen Menschen gehören. wenn Sie ernst sind. weil mein Gehirn zusätzlichen Sauerstoff braucht. Ich erzähle am Anfang von Vorträgen zum Beispie l immer.Augen sehen. kann es zu Fehlinterpretationen kommen. jeder weiß. dass ich Lampenfieber habe (das stimmt wirklich!) und manchmal auch Angst. anderen in die Augen zu sehen. dass Ihr Gegenüber Sie gerade erst kennen lernt und Ihre Mimik und Miene noch nicht akkurat deuten kann. und wird Verständnis für Sie aufbringen. beziehen Sie alle in den Augenkontakt ein. Wirkungsvolle Selbstdarstellung bedingt neben der richtigen verbalen Ausdrucksform auch eine Authentizität. wird Sie keiner dafür verdammen. Dauerlächeln muss nicht sein. den Erwartungen meines Publikums nicht zu genügen. Ich sehe richt ig grimmig aus. denen es schwer fällt. wenn Sie gerne das Gesicht verziehen. wenn Ihnen danach zumute ist. die Ihnen schaden. wenn ich intensiv nachdenke. Wenn Sie nervös sind. wie Sie sind. wie Sie aussehen. wenn ich hoch konzentriert bin. dass Vorstellungsgespräche mit Stress verbunden sind. indem Sie die Dinge offen und konkret ansprechen. Keiner wird Ihnen deshalb böse sein. die Sie bei diesem Verhalten demonstrieren. um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen.

-138- . sagen Sie das. die das Unternehmen braucht. wenn ich meine Befürchtungen ausspreche. Immer mehr wird auf das Kommunikationsverhalten geachtet. Und wenn Sie heute nicht Ihren besten Tag haben oder wenn Sie vor dem Termin einen Autounfall hatten und deshalb etwas durch den Wind sind. dass eine gegenseitige Abhängigkeit besteht zwischen Unternehmen und Mitarbeiter. können Sie ganz entspannt ein Vorstellungsgespräch erfolgreich meistern. denn ohne Unternehmen gibt es keine Angestellten und Unternehmen können ohne Mitarbeiter nicht überleben.Gefühle oder Missstimmungen ein typisch weibliches Verhalten. wenn sie ein ähnliches Verhalten zeigen. wie es Ihnen gerade geht! Wenn Sie Bauchschmerzen haben. dass männliche Bewerber als „Weicheier“ oder „Warmduscher“ abgestempelt werden. Was interessiert das Unternehmen an potenziellen Mitarbeitern? Der Kandidat soll: → Die fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten mitbringen. und zum anderen bekomme ich von meinen Zuhörern so viel Sympathie und Verständnis. Wenn Sie sich diese Einstellung vor Augen halten. wer isst denn schon gerne ausschließlich harte Eier und duscht am liebsten kalt? Mein dringender Rat an Sie lautet: Stehen Sie zu dem. dass sich die Situation entkrampft. vor allem darauf. beugen Sie durch das sofortige Ansprechen dieser Tatsache möglichen Fehlurteilen Ihres Gegenübers vor. Es hat jedoch zwei wunderbare Auswirkungen: Zum einen geht es mir besser. die letztlich zu Ihrem Nachteil wären. Seien Sie sich bewusst. Ich denke kaum. Außerdem. wie schnell und in welcher Weise kritische Situationen angesprochen werden.

→ Initiative entwickeln und eigenverantwortlich handeln können. in keiner Weise diskreditieren und seinen Ruf nicht gefährden. -139- . → Sofort nach Arbeitsantritt und einer kurzen Einarbeitungszeit eigenständig arbeiten. → Das Unternehmen nach außen gut repräsentieren. werden der Fragenkatalog von Seite 135 oder Teile daraus angewendet. also ein „Selbststarter“ sein. Um sich über diese Dinge ein Urteil bilden zu können.→ Sich einfach und reibungslos in die Organisation integrieren lassen. Es gibt auch vorbereitete Interviewleitfäden wie auf Seite 27 und Beurteilungsbögen wie den folgenden: Beurteilung +2 +1 -1 -2 Positiver Einstieg in das Interview Begrüßung und Händedruck Erster Eindruck Augenkontakt Kommunikationsverhalten Zuhören können Selbstsicherheit Sprachlicher Ausdruck Enthusiasmus Initiative Präzise Darstellung .

um zu sehen. dass Sie bestimmte Dinge über das Unternehmen. ob „die Chemie stimmt“ und man einige Jahre miteinander arbeiten kann und will. Wenn Ihr Gesprächspartner nicht von alleine auf diese Punkte zu sprechen kommt. dient das Vorstellungsgespräch dem gegenseitigen Kennenlernen. Strategien und Visionen. -140- . die Sie bekommen sollten Wie schon gesagt. die die Firma jetzt hat und in der Zukunft verwirklichen will. zum Beispiel nach Produkten. Dazu ist es nötig. ob man zusammenpasst.Höflichkeit Takt Generelles Verhalten Interesse am Unternehmen Interesse an der Position Gehaltsfrage/Gehaltsverhandlung Selbstrespekt Sind Antworten schlüssig und auf den Punkt gebracht? Beendigung des Interviews Körperhaltung Optischer Gesamteindruck Weitere Bemerkungen: Informationen. fragen Sie danach. seine Zukunft und die Position als solche erfahren.

spezielle Urlaubs. Fragen Sie.und -141- . Firmenwagen. Wurde er befördert oder hat er das Unternehmen verlassen? Wurde er pensioniert oder gekündigt? Kann ich mich mit ihm treffen? Wer wird mich einarbeiten? Sie sollten auch erfahren. welche Rechte und Pflichten der Stelleninhaber hat beziehungsweise bekommen soll. Tantiemen. was von ihm erwartet wird.Lassen Sie sich die Position Ihres Gesprächspartners und die Ihre auf dem Organigramm der Firma zeigen. Wie oft sind Dienstreisen zu absolvieren? Wichtig sind auch Informationen zu Ihrer beruflichen Weiterentwicklung innerhalb der Firma. Wie lange dauert es im Schnitt. bis jemand befördert wird? Wer entscheidet darüber? Welche Weiterbildung wird vom Unternehmen gefördert und wie? Müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. wer welche Position innehat und wer wem unterstellt ist. zum Beispiel zwei Jahre Betriebszugehörigkeit? Wird Ihnen ein Coach zur Seite gestellt? Das Thema Geld Es ist möglich. Ein Organigramm ist eine schematische Darstellung der Unternehmensorganisation. welche Verantwortlichkeiten er hat und was er delegieren kann. Bedenken Sie. Pensionsversicherungen. Es gibt Mitarbeiterbeteiligungsprogramme (also Aktien zu Vorzugspreisen). weshalb sie vakant geworden ist und was mit dem vorherigen Stelleninhaber geschah. Zielerreichungsboni. sie zeigt. dass das Bruttogehalt nur ein Teil des Verdienstpakets sein kann. dass konkrete Gehaltsverhandlungen erst im zweiten Vorstellungsgespräch geführt werden. ob Ihre Position neu dazugekommen ist oder ob es sie schon länger gibt. Salopp ausgedrückt gibt es schnellen Aufschluss über die Anzahl der Häuptlinge und die Verteilung der Indianer.

. anstatt eine konkrete Zahl zu nennen... die Kosten senken und Fehler vermeiden. was die Firma für Sie als Mitarbeiter aufwenden muss. so dass Sie nicht davon ausgehen können. Er soll die Produktivität erhöhen. wenn er mit Ihnen über Ihre Einkommensvorstellungen spricht. bevor Sie Ihre Einkommenswünsche nennen. Wenn nur einer dieser Punkte durch Sie nicht erreicht werden kann. wenn Sie Ihren Gesprächspartner bewegen können.abhängig von der Firmenphilosophie. Krankheit usw. Übernahme der Telefonkosten und vieles andere mehr . was Ihnen an Ihrem neuen Job wirklich wichtig ist. sollten Sie nicht eingestellt werden. Wenn Ihnen ein Jahreseinkommen genannt wird. ebenso die Kosten Ihres Arbeitsplatzes.Gleitzeitregelungen. Denken Sie daran. Mobiliar. Die Arbeitgeberanteile für die Sozialversicherung und die Kosten für Fehlzeiten wie Urlaub.. und das muss ja nicht unbedingt ein Riesengehalt sein. angeben. dass die Firma einen konkreten Nutzen aus jedem Mitarbeiter ziehen will und muss. bis. Behalten Sie im Hinterkopf. fragen Sie. Diese Zahlen hat Ihr Gesprächspartner im Kopf. so sollten Sie eher eine Bandbreite von. Besinnen Sie sich auf Ihre persönlichen Erfolgsfaktoren: Darauf. Eleganter ist es. Werkzeug. Fragen nach dem Gehalt sollten Sie nicht stellen! Wenn Ihr Gesprächspartner nach Ihren Gehaltsvorstellungen fragt. seine Vorstellungen preiszugeben. 50 Prozent dessen ist. kommen noch dazu. Heizung. dass Sie eine gemeinsame Basis haben. Verbrauchsmaterial. -142- . dass Ihr Bruttogehaít nur ca. also anteilige Miete. in wie vielen Monatsgehältern es ausbezahlt wird.

wenn Sie Ihre Bewerbung nach dem Gespräch zurückziehen. Fragen Sie. ob noch eine zweite Vorstellungsrunde vorgesehen ist oder bis wann Sie erfahren.Wie geht es weiter? Im Allgemeinen dauert ein Vorstellungsgespräch 30 bis 90 Minuten . Besonderheiten bei Vorstellungsgesprächen Es gibt Unternehmen. das die Firma an Ihnen signalisiert hat. bedanken Sie sich für die Gelegenheit sich vorzustellen und für das Interesse. Es ist manchmal länger. wobei Sie diesen Job jedoch am liebsten hätten. Seien Sie bitte nicht verletzt. dass Sie in dieser Firma nicht arbeiten möchten. um Tests -143- . so ist es durchaus in Ordnung. ob Sie die Stelle bekommen oder nicht. Sie können ruhig ansprechen. wenn Sie Ihre Unterlagen trotzdem mit einem Standard-Ablehnungsschreiben zurückbekommen. Sie können das mündlich oder auch schriftlich tun. Es gibt leider immer noch zu wenig Firmen. manchmal kürzer je nach Kommunikationsverhalten der einzelnen Gesprächspartner.je nach Position und Organisations größe. bevor man sie mitteilt. Falls Sie allerdings im Vorstellungsgespräch den Eindruck gewonnen haben sollten. In jedem Fall empfiehlt es sich. Wenn Sie den Eindruck haben. die alle interessanten Kandidaten für eine Position zu einem gemeinsamen Termin einladen. die Entscheidung noch einmal zu überschlafen. dass Sie noch andere Bewerbungen laufen haben und sich gerne bis zum Tage X entscheiden würden. dass alles gesagt wurde und das Gespräch am Ausklingen ist. die bei der Rücksendung der Bewerbungsunterlagen differenzieren.

Es gibt ein breites Spektrum an Persönlichkeitstests und Eignungsprüfungen. Wenn Ihre Resultate mit Ihnen nicht besprochen werden. Besonders wenn es sich um ein „Assessment-Center“ handelt. Im Literaturverzeichnis finden Sie dazu einige Vorschläge. -144- . Ihre Testergebnisse zu erfahren! Üblicherweise besprechen die Leiter dieser Testverfahren die Ergebnisse mit den Kandidaten im Zweiergespräch. die anzusprechen den Rahmen dieses Buches sprengen würden. Es steht Ihnen in jedem Fall zu. die zeigen sollen. Falls das Unternehmen Einstellungstests durchführt. sollten Sie darum bitten und notfalls auch darauf bestehen.durchzuführen. welcher Bewerber für die Position am besten geeignet ist. wird Ihnen dies meistens bereits im Einladungsschreiben mitgeteilt.

Teilen Sie ruhig mit. die sie aus ihrer Arbeit reißen und somit zu weiteren Verzögerungen beitragen. warum Sie dringend auf die Entscheidung warten. wenn wir uns amüsieren und es uns richtig gut geht.15 Das lange Warten Man muss jedem Hindernis Geduld. Wenn Ihnen die Zeit (ab vier bis sechs Wochen) zu lange dauert. Die Zeitspanne sagt absolut nichts über Erfolg oder Misserfolg Ihrer Bewerbung aus. wie lang die Entscheidungswege sind. sondern von Ihrem privaten PC. Deshalb finden sie eine Nachfrage per E-Mail nicht störend. wie die Sekunden dahinschleichen. und fragen Sie. eine freundliche E-Mail senden und sich nach dem Stand der Dinge erkundigen. sich Stunden zu Ewigkeiten dehnen und Tage scheinbar endlos sind. Manche Firmen treffen ihre Entscheidung schnell . sofern Sie die Möglichkeit dazu haben. wenn Sie das oder die Vorstellungsgespräche hinter sich gebracht haben und nun auf die Entscheidung der Firma warten. dass Sie diese E -Mail nicht von Ihrem jetzigen Arbeitgeber aus senden. je nachdem. Wir alle wissen. Wir alle wissen aber auch.und dann halten Sie sich daran! Viele Sachbearbeiter klagen über ständig anrufende Bewerber. Beharrlichkeit und eine sanfte Stimme entgegenstellen.manche brauchen dazu einfach länger. weil es am wenigsten den Arbeitsablauf -145- . ob und gegebenenfalls wann Sie sich wieder meld en sollen . können Sie den zuständigen Personalsachbearbeiter anrufen oder ihm. wer wann im Hause ist und wie schnell die notwendigen internen Verwaltungsabläufe funktionieren. (Jefferson) Wie schon einmal gesagt. Es versteht sich von selbst. Letzteres beschreibt möglicherweise den Zustand sehr genau. in dem Sie sich befinden. ist Zeit ein subjektiver Begriff. wie schnell die Zeit vergeht.

. Ich freue mich sehr auf die Mitarbeit in Ihrem Unternehmen... dass ich noch nicht von Ihnen gehört habe“ sollten Sie mit Vorsicht anwenden. Einen Satz wie „Was müssen Sie zu tun haben. Wenn Sie dem überlasteten Personalmenschen eine Ermunterung zukommen lassen wollen. weil. die Sie sich machen. so ist das Ihre Entscheidung und Ihr -146- .unterbricht. bevor Sie sich beim nächsten Unternehmen bewerben. nicht als „Bestechung“.. und die Mühe. Mit freundlichen Grüßen Die Qual der Wahl Wenn Ihre Bewerbungsstrategie vorsieht. (Überlegen Sie sich einen wirklich knackigen ersten Grund!) Ich will für Ihre Firma arbeiten. herauszufinden. die Personalsachbearbeiter haben. so machen Sie sich vorher die Mühe. wenn Bewerbungsrunden laufen. dass Sie sich immer nur bei einem Unternehmen bewerben und warten.. denn ich bin gut und für den Job am besten geeignet. bis die Entscheidung gefallen ist.. Bitte verstehen Sie beigefü gtes. womit man ihm wirklich eine Freude machen kann. Bitte seien Sie nicht unfreundlich (egal wie ungeduldig oder enttäuscht Sie sind). weil. denn er kann leicht als „Verhonepipelung“ aufgefasst werden und Sie von der Liste potenzieller Mitarbeiter blitzartig entfernen. (Überlegen Sie sich einen wirklich knackigen zweiten Grund!) Für eine baldige positive Nachricht bedanke ich mich im Voraus. Auch „Bestechungen“ in Form von Pralinen oder Flüssigem kommen nicht gut an. vielen Dank für den freundlichen Empfang zum Vorstellungsgespräch am. Diesem Päckchen können Sie einen Begleitbrief beifügen wie etwa folgenden: Sehr geehrter Herr/sehr geehrte Frau Sowieso.. sondern ats Wertschätzung Ihrer Arbeit.. sondern haben Sie Verständnis für die äußerst hohe Arbeitsbelastung.

welchen Job Sie am liebsten hätten. wie Ihre Chancen stehen. Wenn Sie in diesem Gespräch den Eindruck gewinnen. in der Sie stecken. und begründen Sie dies. wie oft solche Vertragsbrüche in der Praxis vorkommen. Sie haben so viel in die Stellenbesetzung investiert und sagen allen anderen Kandidaten ab. bis wann Sie sich definitiv entscheiden müssen. Dass Sie Prioritäten setzen. dass A Ihnen den Job angeboten hat. die Position bei Firma A sei für Sie die zweite Wahl. bis wann man spätestens Ihre Zusage benötigt. einen Vertrag zu unterschreiben und ihn dann nicht zu erfüllen. dass diese zum vereinbarten Zeitpunkt ihre Arbeit aufnehmen. den Eindruck zu erwecken. bei so wichtigen Dingen wie Arbeitsplatzsuche darüber zu spekulieren. Ein in meinen Augen absolut unehrenhaftes Verhalten ist es. Allerdings sollten Sie zum Zeitpunkt dieses Anrufs bereits den von A unterschriebenen Anstellungsvertrag in Händen haben und vermeiden. Da gibt es nur eines: Mit offenen Karten spielen! Rufen Sie die Firma B an und sagen Sie. wird er Ihnen zumindest einen Hinweis auf Ihre Erfolgschancen geben. Wenn Sie ehrlich rüberkommen. wenn ich der Firma A zusage und die Firma B sagt doch noch m einen Traumjob zu?“ Wir können alle nicht in die Zukunft sehen und es ist müßig. Bitten Sie den Personalreferenten um eine klare Aussage und um Verständnis für die Zwickmühle. wenn Sie sich bei mehreren Unterne hmen gleichzeitig bewerben. mit A Kontakt aufzunehmen und zu klären. sei es in Form eines Zuspruchs. Sie aber lieber die Position bei B haben würden. sich den Kopf über Fragen zu zermartern wie: „Was mache ich. Unternehmen schließen Verträge mit Mitarbeitern und rechnen fest damit. lohnt es sich auf jeden Fall. ist logisch. Hinderlich ist allerdings. Und dann erscheint dieser Mensch nicht! Fast so -147- . Fragen Sie. Es hat mich erschreckt.gutes Recht. Schneller geht es natürlich. den Job bei A nicht gleich abzulehnen. dass Ihre Chancen 50:50 stehen. oder als Frage. was Sache ist.

was nicht? → Wie war die Atmosphäre in dem Unternehmen? → Will ich wirklich dort arbeiten? können helfen. Mit kühlem Kopf das Vorstellungsgespräch im Geiste Revue passieren zu lassen hat schon manchen Bewerber davor bewahrt. Fragen wie → Was hat geklappt? → Was hätte ich besser machen können? → Was hat mir an dem Gespräch gefallen. Verhindern Sie. Nutzen Sie die Zeit! Während Sie auf die Rückmeldungen zu den Vorstellungsgesprächen warten. wenn Sie in obigem Beispiel prophylaktisch den Vertrag bei A unterschreiben würden und. Es ist wie in der Liebe: Andere Väter haben auch hübsche Töchter oder umgekehrt: Andere Mütter haben auch hübsche Söhne. der sich dann als Flop entpuppt. sich mit „rosaroter Brille“ auf einen Job einzulassen. die Situation mit etwas mehr Distanz zu betrachten und Fehlschlüsse zu vermeiden. falls B die Position dann doch zusagt. sich auf diesen einen Job zu kaprizieren. lohnt es sich allemal. -148- .schlimm wäre es. den Vertrag mit A wieder lösen. deren Verlauf zu überdenken.

bevor Sie die Türe hinter sich zugemacht haben und .die Stimme macht's!“. Beherzigen Sie bitte unbedingt die Tipps in Kapitel 8 „Be-Werben am Telefon . das Buch verschenken und Ihren Erfolg ganz groß feiern. sie gelten für den Erfolg dieser Telefonate genauso! Wenn Sie Ihren Gesprächspartner erreichen. noch ist nichts verloren. „Woran lag es wirklich: Fehlte -149- . ist nirgends zu Hause. fragen Sie nach dem Grund der Absage.es hat geklappt! Wenn dem so ist. können Sie die Lektüre dieses Kapitels hier und jetzt beenden. Werfen Sie trotzdem noch einen kurzen Blick auf die Tipps zum ersten Arbeitstag und die Probezeit in Kapitel 17.BINGO . der ersehnte Brief Ihres Wunscharbeitgebers! Vor Aufregung Öffnen Sie den Brief noch. respektieren Sie das und fragen Sie nach einem günstigeren Zeitpunkt. Wenn er „Nein“ sagt. ob er einen Moment Zeit für Sie hat.16 Die Würfel sind gefallen Wer überall sein will. öffnen Ihren Briefkasten und: Endlich ist er da. Fragen Sie ihn. die einen dieser Standard-Absagebriefe erhalten haben. zu dem Sie dann wieder anrufen. rufen Sie den Personalreferenten beziehungsweise Ihren Gesprächspartner aus dem Vorstellungsgespräch an. Warum wurde mir abgesagt? Sollten Sie jedoch zu den weniger Glücklichen gehören. die zwar freundlich formuliert sind. aber absolut nichts über den Grund der Ablehnung aussagen: Versinken Sie nicht in eine Depression. (Seneca) Sie kommen nach Hause. Wenn Sie die erste Enttäuschung überwunden haben oder Ihre Wut verraucht ist.

falls in der Zwischenzeit eine entsprechende Stelle frei würde.Ihnen eine wichtige Qualifikation? Stimmte die „Chemie“ nicht? Wurde jemand mit mehr Berufserfahrung vorgezogen? Haken Sie freundlich. aber bestimmt nach und. falls nötig. dass der Kandidat. ob es Sinn macht. Anni bestand die Prüfung. nahm Kontakt mit dem Sachbearbeiter auf und bekam eine neu geschaffene Stelle als Bilanzbuchhalterin. Ich habe von mehreren Fällen gehört. in denen das höflichhartnäckige Nachfragen des Bewerbers auf eine Absage hin in einer neuen erfolgreichen Bewerbung endete. die Ihnen wirklich Auskunft geben kann. Deshalb wurde ihre Bewerbung abgelehnt. Den Fall von Anni möchte ich Ihnen kurz erzählen: Gesucht wurde eine Bilanzbuchhalterin. Wenn Sie jedoch um einen Tipp bitten. In diesem Telefonat vereinbarten sie. lassen Sie sich mit der Person verbinden. dann melden Sie sich in den vereinbarten -150- . haben Sie Anspruch auf die Mitteilung Ihrer Resultate. Wenn er das für gut erachtet. Weiterhin kann es durchaus sein. sich als „Charakterschwein“ entpuppt und den Job nicht antritt oder innerhalb der Probezeit das Unternehmen verlässt und Sie doch noch zum Zuge kommen. erfuhr sie auf Nachfrage vom zuständigen Personalsachbearbeiter. um nach möglichen Vakanzen in Ihrem Bereich zu fragen. wenn Sie sich in regelmäßigen Abständen bei ihm melden. Bitte bedenken Sie. dass die Firmen nicht verpflichtet sind. dass Anni die Prüfung zur Bilanzbuchhalterin absolvieren und sich bewerben würde. Fragen Sie ruhig den Personalsachbearbeiter. werden Sie sicher „erhört“. stand jedoch noch vor der Prüfung zur Bilanzbuchhalterin. Allerdings: Falls Sie sich im Rahmen der Vorstellungsgespräche Tests oder einem Assessment Center unterziehen mussten. worauf Sie beim nächsten Vorstellungsgespräch besser achten sollten. der die Zusage bekommen hat. die Gründe für eine Absage offen zu legen. Anni war zwar erfahrene Buchhalterin.

dass Sie die Gründe für die Absage nie erfahren. Dadurch reagieren viele Menschen aggressiv. sie so ehrlich wie möglich zu beantworten. Ring frei zur nächsten Runde! Es kann sein. Oft werden Stellenangebote auch im Internet veröffentlicht.nicht geklappt hat. die es einem erleichtern. -151- . Katherina von Siena hat es so ausgedrückt: „Dem Tapferen sind Glück und Unglück wie seine rechte und linke Hand. er bedient sich beider.“ Wenn Sie also jetzt am Boden zerstört sind.Abständen bei ihm. dass Zurückweisung wie „ein Schlag auf den Kopf“ wirkt und das klare Denken ausschaltet. suchen Sie sich einen guten Karriereberater oder Potenzialentwicklungs-Coach. Vielleicht sind die Überlegungen oder Wertmaßstäbe des Unternehmens für die Gestaltung Ihrer Zukunft gar nicht wichtig. ob Sie das alleine können. mit Zurückweisung richtig umzugehen. Falls Sie unsicher sind.Erfahrung etwas lernen.o. damit die rechte Hand erfolgreich sein wird. Folgende Fragen sollten Sie sich stellen und versuchen. Deshalb ist es wichtig. für sich Strategien zu entwickeln. kann es sein. dass Sie aus dieser K. dass die linke Hand noch etwas lernen muss. also reihen Sie die Internetadresse Ihres „Traumarbeitgebers“ ruhig in die Liste der Favoriten ein. weil es diesmal . der Ihnen hilft. Vielleicht geht es eher darum. Laborversuche der Case Western Reserve University und der Universität Gießen haben ergeben. Entwicklungspotenziale zu identifizieren und in der nächsten Bewerbungsrunde erfolgreich einzusetzen.oder vielleicht zum wiederholten Male .

Sollte ich mein berufliches Profil überprüfen? 7. egal was die anderen sagen! -152- . Was kann ich beim nächsten Mal besser machen? 4. die mich weiterbringen 1. der richtige? 5. Welche Erkenntnis brauche ich. die ich mir holen könnte? 10. Welchen Anteil habe ich an der Absage wirklich? 2. Ist mein Inventar komplett oder habe ich etwas Wichtiges übersehen? 8. noch einmal von vorne anzufangen. War ich wirklich ehrlich im Vorstellungsgespräch? 3. War der Job. Habe ich mir wirklich alle Unterstützung geholt. es könnte durchaus sein.Checkliste: 11 Fragen. Sind meine beruflichen Ansprüche realisierbar? 6. dass etwas Besseres nachkommt. Worauf werde ich das nächste Mal besser achten? 9. für den ich mich beworben habe. Was hindert mich zu sagen: „Ich habe mein Bestes gegeben? “ 11. um diese Ablehnung als Lernerfahrung zu akzeptieren? Scheuen Sie sich nicht.

Den berühmten „ersten Eindruck“ haben sie allerdings bei ihren Kollegen und Mitarbeitern dann bereits gemacht. während Sie sich „mea culpa“ rufend an die Brust schlagen! Warten Sie lieber. dass Sie aufgrund von -153- . dem Sie in vollem Schwung auf die Zehenspitzen getreten sind? Aber bitte nicht im Büßergewand und in gebückter Haltung. ob Ihre jetzige Einschätzung der Situation richtig ist: → Wem gegenüber haben Sie sich wie verhalten? → Welches sind die bisherigen Konsequenzen daraus. bis sich eine Gelegenheit ergibt. Auf jeden Fall ist es hilfreich. jetzt komm ich“. Was tun. wie könnten sie sich in der Zukunft entwickeln? Vielleicht ist es ja auch angebracht. außer man tut es! (Kästner) „Hoppla. dürfte ihnen spätestens nach einigen Wochen klar werden.17 Tipps zum ersten Arbeitstag und für die Probezeit Es gibt nichts Gutes. Dann sollten Sie überprüfen. sich bei dem einen oder anderen Kollegen zu entschuldigen. dass Sie sich falsch verhalten haben. mit der manche Jungdynamiker ihren ersten Arbeitstag beginnen. Dass sie damit auf der Beliebtheitsskala nicht ge rade nach oben rutschen. wenn Sie trotz aller guten Vorsätze in diesen Fettnapf getappt sind? Zuallererst sollten Sie sich selbst gegenüber zugeben. und wie schwer dieser zu revidieren ist. wenn Sie den von Ihrem Fehlverhalten Betroffenen gegenüber offen zugeben. so oder ähnlich ist die Einstellung. in einem persönlichen Gespräch unter vier Augen eine ehrliche Entschuldigung einzuflechten. weiß ein jeder von uns.

Wenn Sie keinen von beiden erreichen. Merken Sie sich das Gesicht. werden Sie diese Anfangsprobleme weniger haben. Kaum einer wird von Ihnen erwarten. Wenn Sie zu den gemäßigten Temperamenten gehören. Es wäre übertrieben. ist klar. Rechnen Sie damit. eine Nachricht weiterzuleiten. benachrichtigen Sie Ihren Arbeitgeber so früh wie möglich. aber Anerkennung für Ihre Zivilcourage werden Sie auf jeden Fall bekommen und das an sich ist ja schon eine ganze Menge. am besten direkt Ihren neuen Vorgesetzten oder seine Sekretärin. dass Sie am ersten Arbeitstag durch das Unternehmen geführt und vielen Leuten vorgestellt werden. zu erwarten. dass Sie darauf achten müssen. der Position und dem Unternehmen angemessen gekleidet.siehe Kapitel 13. wenn Sie Ihrem neuen Kollegen -154- . aber bemühen sollten Sie sich schon. Vielleicht finden Sie auch im Intranet (unternehmensinternes Internet) die einzelnen Mitarbeiter mit Foto aufgeführt. mit geputzten Schuhen und so weiter . Scheuen Sie sich nicht. nicht unversehens in den Schubladen „graue Maus“ oder „der große Schweiger“ zu landen.Unsicherheit (?) oder zu viel gutem Willen (?) Fehler gemacht haben. dass Sie sich auf Anhieb alle Namen merken. dass sie Ihnen vor Freundschaft um den Hals fallen. Sollten Sie allerdings im Skiurlaub eingeschneit worden oder durch Krankheit verhindert sein. Es könnte nur sein. bitten Sie Empfang oder Telefonvermittlung. Der erste Arbeitstag Dass Sie morgens pünktlich zu Arbeitsbeginn erscheinen. die Position und sehe n Sie dann später im Telefonverzeichnis nach. Erscheinen Sie ausgeschlafen.

dem „Herr“ oder „Frau“ einen Namen anzuhängen. In dieser „firmeninternen Gesetzessammlung“ finden Sie die Unterschrifts. wann Sie fragen können und wann nicht. In manchen Abteilungen ist es üblich. In anderen Sprachen hat man wenigstens die Möglichkeit. In Deutschland ist man gezwungen.und Budgetierungsrichtlinie sowie weitere hilfreiche Informationen. die Direktansprache durch viel Sprachakrobatik zu vermeiden. Bevor Sie Energie und Arbeitszeit durch eigenes Probieren und Studieren verschwenden: Bitten Sie einen fachkundigen Kollegen um -155- . Jeder versteht. hören Sie eher zu und stellen Sie Fragen. Versuchen Sie trotzdem. Auch wenn Sie das nicht besonders lieben. Vermeiden Sie es. ein Gespür dafür zu entwickeln. gemeinsam zum Mittag essen zu gehen. die Sie sich so schnell wie möglich einprägen sollten. sondern erst zu sondieren. von Anfang an alles wissen zu müssen und niemanden fragen zu dürfen. Meist gibt es hierfür Unternehmensrichtlinien. Das Gleiche empfiehlt sich bei der Bestellung von Büroausstattung. Das ist weniger peinlich. An Ihrem neuen Arbeitsplatz angekommen. gehen Sie mit! Sie erfahren in der Kantine sicherlich viel über die „informellen“ Beziehungen und Informationskanäle einer Firma. empfiehlt es sich die Fotos seiner Lieben nicht gleich auszupacken und auf den Schreibtisch zu arrangieren. Es kann für Ihre Karriere sehr wichtig sein. jemanden mit „Madame.und Spesenregelung ebenso wie die Beschaffungs. Manche Frage erübrigt sich vielleicht durch eigenes Nachdenken oder genaueres Hinsehen. dass Sie dieses Netzwerk kennen und nutzen können. Signore“ oder „Sir“ anzusprechen.wieder begegnen und sich nicht an seinen Namen erinnern. als zu versuchen. ihn danach zu fragen. die ersten Tage allzu viel von sich zu erzählen. Absolut falsch ist die eigene Erwartungshaltung. was in Hause üblich ist. dass ein neuer Mitarbeiter sich nicht gleich überall auskennt und eben fragen muss.

Die Seilschaften und informellen Kanäle sind Ihnen noch nicht vertraut und das Eis. innerhalb der Probezeit zurückhaltend zu agieren. denn Sie können noch nicht genau einschätzen. was Ihnen im Unternehmen gefällt und womit Sie Schwierigkeiten haben. ob Sie zum Unternehmen passen. Sind diese Schwierigkeiten zu lösen oder Die müssen Sie sich damit arrangieren? Sollte Letzteres der Fall sein: Können Sie damit gut leben? Wenn nicht. sollten Sie -156- . Gutes Benehmen ist immer angesagt. Bitte und Danke. ein höflicher Umgangston auch mit ungeliebten Kollegen und Verzicht auf persönliche Profitneurosen sind wichtige Sprossen auf der Karriereleiter. Gleiches sollten Sie auch tun. sich zu bedanken. Während der Probezeit werden Sie eingearbeitet und vielleicht auf ein Orientierungsseminar geschickt. Es ist empfehlenswert.Erklärung oder Hilfestellung und vergessen Sie nicht. wie rutschig das Firmenparkett wirklich ist. Generell sollten Sie auf Ihr Benehmen achten. vor allem auf Tischmanieren wird verstärkt Wert gelegt. Die Probezeit Je nach Vertrag und Position kann Ihre Probezeit bis zu neun Monate betragen. vielleicht sogar ohne dass Sie es bemerken. Das Unternehmen prüft während dieser Zeit. kann tückisch dünn sein. um sich in der Unternehmenslandschaft leichter und schneller zurechtzufinden. Freundlichkeit. ob Ihre Einstellung eine gute Investition war und ob man Sie in ein festes Anstellungsverhältnis übernehmen sollte. auf dem Sie wandeln. Sie werden von vielen Seiten beobachtet und bewertet. Prüfen Sie.

Erinnern Sie sich an die Punkte des Inventars: → Wer bin ich? Ziehen Sie sich nur die Schuhe an. Arroganz hingegen entsteht aus Schwäche und Unsicherheit. so kann es vorkommen. stolz zu sein auf das. Bedenken Sie. damit Ihr Chef merkt. Versuchen Sie nicht. wie gut Sie wirklich sind. was Sie gerne tun. Darauf sollte sich auch Ihre persönliche Marketingstrategie gründen. dann entdecken Sie hinter jeder arroganten Fassade das „arme Würstchen“. Wenn Sie Ihre Unsicherheit überspielen oder verbergen möchten. denn jeder hat einmal neu angefangen. das zu verstecken. dass Sie die eine oder andere kleine Unsicherheit spüren. ob Sie während der Probezeit nicht lieber kündigen und sich eine andere Stelle suchen. und wenn Sie genau hinsehen. → Was kann ich? Wo liegen meine Stärken und wie kann ich sie am besten einsetzen? → Was will ich und welchen Preis will ich bezahlen? Wo sind meine Grenzen? → Was biete ich? Was macht mich einzigartig? Es ist normal. wenn Sie neu im Unternehmen sind. nur in dem. das dahinter steckt. Es macht Sie menschlich und stellt automatisch Nähe her. die Ihnen passen. dass Sie zu dick auftragen oder sich gar arrogant geben.sich überlegen. Es ist okay. Und das sind Sie bestimmt nicht! -157- . werden Sie über längere Zeit hinweg gut sein. was man erreicht hat. denn das kommt aus den eigenen Stärken.

seine Bewerbung richtig zu lesen.18 Fallbeispiele Komplex = kompliziert? Fritz war ein vielseitiger Mensch. hatte studiert und nun wollte er sich als Maschinenbauingenieur bewerben. Fritz entwickelte eine Matrix aus einer senkrechten kontinuierlichen Zeitachse und waagerechten Blöcken für seine Aus. Die verschiedenen Stationen stellte er als Zeitblöcke dar: -158- . höchst kompliziert zu lesen. Strategie und Überlegung Komplexe Lebensläufe transparent zu machen und vereinfacht darzustellen erfordert vom Bewerber logisches und analytisches Denkvermögen. Sein Lebenslauf war. weil viele Dinge parallel gelaufen sind. war einige Jahre bei der Bundeswehr gewesen. Fritz ließ sich etwas ganz Simples einfallen. nebenbei sein Abitur gemacht. was a) seine Fähigkeiten als Maschinenbauingenieur herausstellte und b) es den Personalsachbearbeitern leicht machte. Er hatte einen Beruf erlernt. Innerhalb kürzester Zeit hatte er die Position. die er sich wünschte.und Weiterbildungen und die berufsbezogenen Erfahrungen.

Für persönliche Daten. Die fachlichen Voraussetzungen haben gestimmt und das -159- . sein Foto und seine zusätzlichen Fähigkeiten und Kenntnisse verwendete er ein eigenes Blatt. Meinung des Personalentscheiders Die einfache Darstellung eines solch vielschichtigen Werdegangs hat uns neugierig auf den Bewerber gemacht.

Es gingen sehr viele Bewerbungen ein. wollte schon immer in der PRAbteilung eines Großkonzerns arbeiten. dass man auf das Angebot der Bewerberin. denn die Arbeit in ihrer PR-Agentur machte ihr keine Freude mehr. Der Kandidat passte zu unserer Firma und hat gezeigt. das die Kandidatin anbot. Entsprechend umfangreich waren auch die Bewerbungsmappen.persönliche Auftreten empfanden wir als selbstbewusst und angenehm. Ganz zum Schluss dieser Ausschreibung erhielt die Personalabteilung einen normalen C6-Briefumschlag. die man dort je erhalten hatte. hieß „Berufserfahrung“. Als sie das -160- . Einige Kandidaten hatten sogar Arbeitsproben beigefügt. durch die sich die Personalabteilung zur Vorselektion zu kämpfen hatte. Das Produkt. unsere Kandidatin. Im Vorstellungsgespräch präsentierte sich die Kandidatin ebenfalls erfolgreich und wurde eingestellt. bei Interesse die kompletten Zeugnisse und Referenzen nachzureichen. Strategie und Überlegung Gisela. Das Interesse des Unternehmens war nachhaltig geweckt und die nachgereichte Bewerbungsmappe war ebenso schlüssig wie die „Produktinformation“. Der Umschlag enthielt ein Faltblatt. Der Text war so präzise formuliert und inhaltlich auf den Punkt gebracht. In der Kürze liegt die Würze! Für die PR-Abteilung eines Großunternehmens wurde ein weiterer Mitarbeiter gesucht. das genauso gestaltet war wie die Produktinformationen des Unternehmens. dass er auch hochkomplexe Angelegenheiten auf das Wesentliche reduzieren kann. die kürzeste Bewerbung. gerne zurückkam.

präzise und ansprechend zu formulieren. wie und was sie zu einer guten PR-Arbeit des Unternehmens beitragen könnte. Gisela besorgte sich Produktinformationen des Unternehmens. so viel war klar.Stellenangebot las. Die Dinge auf den Punkt zu bringen. im örtlichen Fachgeschäft. dass ihr Blatt quasi als „Nachzügler“ mit einem kleinen Umschlag ankam. als wir seitenlange Aufsätze schrieben. Gisela hatte dafür zwar Talent. dass alles für diese Position Wesentliche gesagt wurde. Ihr Bewerbungsfoto nahm den Platz der Produktabbildung ein. denn wir erzählen lang und bildhaft. Es war ihr jedoch bewusst. Wie also konnte sie sich vom Gros der Bewerber unterscheiden und das Interesse des Unternehmens für sich wecken? Es musste eine außergewöhnliche und gleichzeitig überzeugende Bewerbung sein. Das ist verhältnismäßig einfach. Dadurch. Am Schluss bot sie an. doch Trommeln in eigener Sache ist eben doch etwas anderes. die sie sich gewünscht hatte. wurde ihrer Bewerbung die Aufmerksamkeit zuteil. denn es gab wenig Unternehmen in ihrer Heimatregion. dass sich viele Leute bewerben würden. also knapp. Sie machte sich also die Mühe. dass sie jede Menge Konkurrenz haben würde. Sie sah einer echten Produktinformation des Unternehmens fast zum Verwechseln ähnlich. denn sie wusste ja. Ihre Bewerbung schickte Gisela bewusst nicht sofort ab. die eine eigene PRAbteilung hatten. die Farbenspezifikation machte sie zu ihren biografischen Details und das Produkt „Berufserfahrung“ formulierte sie so. Jeder von uns erinnert sich bestimmt noch an die Schulzeit. Sie las die Texte und überlegte. -161- . das Farben herstellt. bei Interesse gerne aussagefähige und komplette Bewerbungsunterlagen nachzureichen. ist ungleich schwerer. war sie Feuer und Flamme: Sie wollte diesen Job unbedingt haben. ihre Bewerbung als Produktinformation zu verpacken.

weil sie sich exakt an unseren Firmenrichtlinien für Produktblätter orientierte. sondern sie wäre sofort voll einsetzbar. kurz und prägnant zu formulieren. also die so genannte „Produktinformation“. Die Bewerbung war außerdem gut geschrieben. auf dem Computer erstellt worden . Nachdem sie sich eingelebt hatte. und wir wollten wissen. um ihm an seinen neuen Arbeitsort zu folgen. Mit Charme überzeugen! Marlenes Mann wurde beruflich versetzt und sie gab ihre Stelle als Kosmetikerin in einem renommierten Salon auf.Meinung des Personalentscheiders Es war die kürzeste Bewerbung. wie viele Informationen auf so kleinem Raum untergebracht werden können. erkannten wir rasch ihr Potenzial. ist für die PR-Arbeit in unserem Unternehmen sehr wichtig. dass in ihrem neuen Wohnort ein großer Kosmetikkonzern ansässig -162- . Die Kandidatin würde also keine teure zusätzliche Schulung benötigen. denn ihre Kreativität beeindruckte uns. und die wichtigen Dinge waren auf den Punkt gebracht. Ich war verblüfft. Wir stellten sie trotz großer Konkurrenz sofort ein und haben diese Entscheidung bis heute nicht bereut. Die nachgereichten Unterlagen waren schlüssig. Außerdem war die Bewerbung. Wir luden die Kandidatin ein. wie wir sie in unserem Unternehmen in der PR-Abteilung einsetzen. suchte Marlene eine neue Stelle und erfuhr. Die Gestaltung war sowohl übersichtlich als auch ansprechend. auch wenn andere Bewerber mehr Berufserfahrung vorzuweisen hatten.mit den gleichen oder ähnlichen PC-Programmen. die ich jemals bekam. also leicht zu lesen. Die Fähigkeit. strategisch und präzise vorzugehen. Sie erregte weiterhin Aufmerksamkeit. Als wir Gisela im Vorstellungsgespräch kennen lernten. welche Persönlichkeit sich dahinter verbirgt.

nahm ihre Bewerbungsunterlagen und ging ohne Termin.und die Eingangsschranke hob sich. Der Sekretärin im Vorzimmer erklärte sie ihr Anliegen so überzeugend. Zielstrebig marschierte sie auf das Verwaltungsgebäude zu und fragte sich höflich. Sie erkundigte sich über die Möglichkeiten an ihrem neuen Wohnort. -163- . Strategie und Überlegung Marlene war zwar gerne Kosmetikerin. Danach rief sie die Sekretärin an und erkundigte sich. sich dort zu bewerben. Sie rief dort an und erfragte die Namen der Personaldirektorin und deren Sekretärin.in der Branche allerdings wollte sie gerne bleiben. Die Sekretärin bejahte und Marlene machte sich am nächsten Morgen hübsch zurecht und ging ohne Voranmeldung zu dieser Firma. ob die Personaldirektorin am nächsten Tag im Büro sei. überlegte sie. Ihre Bewerbungsunterlagen nahm sie gleich mit. dass diese sie bei der Personaldirektorin anmeldete und die Personaldirektorin sie wirklich empfing. aber sie fühlte sich reif für etwas Neues . denn sie wollte für dieses Unternehmen wirklich gerne arbeiten. Dann machte sie sich hübsch . Als sie von dem Kosmetikkonzern erfuhr. Der Portier wollte sie erst ohne Voranmeldung nicht einlassen. Da sie nicht genau wusste. entschloss sie sich zu einem zugegebenermaßen frechen Vorgehen: Sie erkundigte sich. wofür sie sich bewerben sollte. Nach einem kurzen Gespräch wurde Marlene als Verkaufsassistentin eingestellt. Marlene war unbeirrbar und setzte sich schließlich durch . aber mit viel Willen und Power zu ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber. aber bestimmt zum Büro der Personaldirektorin durch.war.eine Kosmetikerin ist in diesem Fall ihre eigene Visitenkarte -. wer ihre Ansprechpartnerin und wann sie anwesend war. Allerdings war keine Stelle ausgeschrieben.

Sie brachte ihre Angelegenheit mit viel Engagement vor. Diese Einstellung . Im Vorstellungsgespräch mit dem Abteilungsleiter Beteiligungscontrolling ergab sich dann folgendes Bild: Martin war zwar im Controlling topfit. Auf Umwegen zum Ziel Die Abteilung Beteiligungscontrolling eines Medienkonzerns suchte einen Diplomkaufmann. Ihre Unterlagen waren in Ordnung. auf die wir bei Verkaufsassistentinnen großen Wert legen.hat mich bewogen. aber der wahre Grund sie einzustellen war folgender: Sie wollte lernen und hatte eine innere Motivation. Auf meine Fragen antwortete sie sehr ehrlich und meinen Anregungen hörte sie aufmerksam zu. Das hat mir gefallen. war jedoch völlig offen für alles .was immer auch wir ihr zu bieten hätten. erfolgreich zu sein. Seine gut aufbereitete Bewerbungsmappe fiel aus dem Rahmen und erweckte die Aufmerksamkeit des Personalreferenten. Nach 18 Monaten -164- . indem sie es unangemeldet bis zu mir ins Büro schaffte. doch fehlten ihm die unbedingt erforderlichen Branchenkenntnisse.mehr als fachliches Können . Eine Fähigkeit. Ihre positive Ausstrahlung und ihr Mut zu Neuem ebenso. Meinung des Personalentscheiders Die Bewerberin hatte bereits Durchsetzungsvermögen und große Zielstrebigkeit bewiesen. der Bewerberin eine Chance als Verkaufsassistentin zu geben. Also wurde Martin trotz fachlicher Kompetenz nicht eingestellt. Martins Qualifikation entsprach dem fachlichen Profit und so wurde er von der Personalabteilung zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Unter all den vielen Bewerbungen befand sich auch die von Martin.Mit dieser Einstellung hat sie die Hürde „Portier“ genommen und die Sekretärin überzeugt.

ließ ihn die eineinhalb Jahre durchhalten. nahm er erneut Kontakt mit dem Personalreferenten des Medienkonzerns auf und fragte nach. in genau diesem Medienkonzern zu arbeiten. und er dachte über Möglichkeiten nach. dir diese anzueignen und es dann nochmals zu probieren?“ Das leuchtete Martin ein. dass er Geld zu verdienen musste. Als seine erste Bewerbung aufgrund seiner fehlenden Branchenkenntnisse abgelehnt wurde. war er verständlicherweise sehr enttäuscht. wenngleich er für eine bestimmte Zeit auf einen Teil seines Einkommens verzichten konnte. Als er sein Abschlusszertifikat des Studienlehrgangs in der Tasche hatte. Nach reiflicher Überlegung und Abwägen verschiedener Möglichkeiten tat er Folgendes: Er belegte einen Studienlehrgang bei der Filmakademie.bewarb sich Martin nochmals. den er mit einem Praktikum in einer Filmproduktionsgesellschaft kombinierte. Diesmal wurde er eingestellt. doch die Aussicht. wie Geldverdienen und der Erwerb spezieller Kenntnisse der Medienbranche unter einen Hut zu bringen wären. ob eine Stelle für ihn frei sei. Es war ihm klar. was hindert dich daran. wie er sein „Defizit“ beseitigen könnte. Er fand die Vision dieses Unternehmens sehr anziehend und die Medienbranche an sich sehr spannend. denn er hatte -165- . Also informierte er sich. Dort stieß er nicht nur auf Verständnis und Trost. sondern bekam gleich einen handfesten Tipp: „Wenn du Branchenkenntnisse brauchst. Das war zwar viel Arbeit und wenig Geld. sein Ziel innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens vielleicht doch zu erreichen. Was ist passiert? Strategie und Überlegung Martin war fest entschlossen. Im Gespräch mit seinen Freunden machte er seinem Frust erst einmal Luft. Meinung des Personalentscheiders Mir war der Bewerber im Gedächtnis geblieben.

Im Trainingsbereich ist die Konkurrenz groß. war allerdings Glück. Außerdem zeigte er eine Zielstrebigkeit und ein klares dringliches Wollen. um im Kampf um die ausgeschriebene Position erfolgreich zu sein.von ihrer ausgewogenen Form wie auch der Funktion. Der Kandidat war total lösungsorientiert vorgegangen. die auf sein Profil passte. die Qualifikation der Bewerber im Allgemeinen sehr hoch und ein Bewerber muss sich einiges einfallen lassen. kommt sie zu -166- . die wir voraussetzen. Sie benutzt die Produkte genau dieses Haushaltswarenherstellers seit ihrer Jugend und ist immer wieder absolut begeistert von den Töpfen .und zwar auf die bestmögliche Art und Weise. aber das hat bekanntlich nur der Tüchtige. theoretisch wie auch praktisch. Dass wir gerade eine Vakanz hatten. angeeignet hat . war ich beeindruckt.einen solchen Kandidaten kann man nicht ziehen lassen. gerade in unserem Unternehmen mitzuarbeiten. Bewerben geht durch den Magen! Per Zeitungsinserat wurden Verkaufstrainer für einen großen Haushaltswarenhersteller gesucht. Doch als sie das Stellenangebot dieser Firma liest. Außerdem war er fachlich wirklich gut qualifiziert für eine Tätigkeit im Controlling. Die Kombination von persönlichem Engagement und fachlicher Eignung bei der zweiten Bewerbung machte diesen Bewerber unschlagbar . Unsere Bewerberin Monika ist eine hervorragende Hobbyköchin. indem er sich die Branchenkenntnisse.sich im persönlichen Vorstellungsgespräch sehr positiv verhalten. Als er sich erneut bewerb. Monika arbeitet schon eine geraume Zeit als freie Trainerin.

die allesamt Produkte ihres potentiellen Arbeitgebers sind. sich allerdings vo n den vielen Mitbewerbern positiv unterscheiden muss und deshalb eine Idee hat. Nach einigem Hin und Her. Sie notiert auch den Namen der Person. Danach verpackt sie es in einer Warmhaltebox. Sie sagt ihr. als Angestellte Verkaufstrainerin für gerade diesen Hersteller zu arbeiten. welches seine bevorzugten Speisen sind und wann er generell Mittagspause macht. in denen sie es gerade gekocht hat. Somit kann Monika zur Tat schreiten. Monika ist klar in der Sache. die da heißt „Mittagessen“.sonst nichts. die über die Stellenbesetzung letztendlich entscheidet. bis sie ein ziemlich exaktes Profil vorliegen hat. Monika in ihrem Vorhaben zu unterstützen. voller Begeisterung ein exquisites 5-Gänge-Menü. Als Nächstes ruft Monika die Sekretärin des Personalentscheiders an und erklärt dieser ganz offen ihren Plan: Dass sie unbedingt als Verkaufstrainerin für das Unternehmen arbeiten will.dem Schluss. sie lässt sich nicht beirren. Sie eruiert die im Inserat geforderten Qualifikationen und Eigenschaften. Mit einem Boten lässt sie das fertige Menü zusammen mit einer kleinen Flasche Champagner an den Personalleiter des Haushaltswarenherstellers liefern und fügt nur ihre Visitenkarte bei . Da die Sekretärin -167- . Doch wie kann sie sich als Trainerin von allen Mitbewerbern abheben? Hier ist Kreativität gefragt: Monika ruft bei dem im Inserat genannten Ansprechpartner des Haushaltswarenherstellers an und erfragt weitere Details: Wie viele Verkaufstrainer man denn suche und wie man sich den idealen Wunschkandidaten vorstelle. richtet es schön an und fotografiert es zusammen mit den Töpfen des Haushaltswarenherstellers. die sie sich bei einem Pizzaservice geliehen hat. wann ihr Chef ganz bestimmt im Hause ist. An jenem bestimmten Tag kocht sie mit den Topfen und anderen Utensilien. nachdem sie die persönlichen Details aufgeschrieben und Monikas Identität durch einen Rückruf bestätigt hat. erklärt sich die Sekretärin bereit. dass es ihr Traumjob wäre.

super. Ein Bewerber muss mit absoluter Klarheit wissen und argumentieren können. Am Nachmittag des gleichen Tages ruft Monika dann diesen Herrn an.neben der fachlichen Qualifikation eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tätigkeit als Verkaufstrainer in einer Firma. allerdings mit einem kleinen Unterschied: Monika hat das Foto des von ihr gekochten Menüs beigefügt. Sie bekam den Job! Strategie und Überlegung Monika konnte sich mit dem Unternehmen und seinen Produkten identifizieren . → Die Aufstiegs. Aufgrund meiner Begeisterung und Identifikation mit Ihren Produkten. Diese liegen zwei Tage später auf seinem Schreibtisch. Sie ist ganz direkt und zielbewusst: „Wissen Sie.“ Der Personalchef lacht und bittet sie. ich will unbedingt als Verkaufstrainerin in Ihrem Hause arbeiten. wie -168- . Er reagiert äußerst überrascht: „Es war toll.oder sonstigen Chancen erscheinen ihm verlockend. bestens . Einige Gründe können sein: → Er ist von den Produkten der Firma absolut begeistert. die üblichen Bewerbungsunterlagen einzureichen. bin ich sicherlich die beste Verkaufstrainerin für Ihr Unternehmen.eingeweiht ist. erreicht das Menü problemlos seinen Empfänger. → Freunde. Sie gibt sich als die Köchin des Menüs zu erkennen und fragt ihn.aber weshalb lassen Sie mir ein solches Gourmet-Menü und noch dazu Cha mpagner schicken?“ Nun ist der Zeitpunkt für Monikas Selbstdarstellung gekommen. haben ihm erzählt. warum er für genau dieses Unternehmen arbeiten will. zusammen mit meinem fachlichen Knowhow als selbstständige Trainerin. → Er ist von der Firmenphilosophie überzeugt. Es sind sorgfältig zusammengestellte und optisch ansprechende Bewerbungsunterlagen. die dort arbeiten. ob es ihm geschmeckt hat.

Das Herausfinden der Firmenphilosophie erfordert Kreativität und Einfallsreichtum.nicht nur vor jenen auf die schlanke Linie! Logischerweise muss der Bewerber sehr gut kochen können. Monika hatte einen Produktkatalog und den aktuellen Personalbericht des Unternehmens vorliegen. Die erfolgreiche Bewerbung für heiß umkämpfte Positionen muss sich von anderen herausragend unterscheiden .ohne jedoch diesen lästig zu fallen. ob nicht bestelltes Essen überhaupt serviert wird.super die Firma ist. Monika hat ihre ganz persönlichen Stärken nämlich kochen und trainieren . um ein abgerundetes Bild von Unternehmen und Zielperson zu bekommen und ihre Strategie darauf abzustimmen. Meinung des Personalentscheiders Als mir meine Sekretärin das Menü servierte.hier das anonyme Gourmet-Menü und die formale Bewerbung mit beigelegtem Foto.gebündelt und mit Produktidentifikation (siehe die Töpfe auf dem Foto) garniert. die sie brauchte. firmeneige ne Produkt. war ich sehr verblüfft. Personalund Jahresberichte. in diesem Fall den Personalentscheiden → Wie heißt dieser Mensch? → Wann ist er ganz bestimmt im Hause? → Wann macht er Mittagspause? → Was für Speisen isst er gerne? Ganz wichtig ist es für Monika zu erfahren. Eine weitere Recherchemöglichkeit sind zielgerichtet geführte Telefonate mit den entsprechenden Ansprechpartnern . denn viele große Firmen haben Angst vor Anschlägen . Sie erfragte telefonisch weitere Details. Auf meine Fragen nach dem Warum und Wieso -169- . Sie recherchierte gründlich in Bezug auf ihre Zielperson. wenn er das Menü selbst herstellt.und Unternehmensbeschreibungen sowie Presseartikel sind eine Möglichkeit.

bekam ich von ihr lediglich die sybillinische Antwort: „Lassen Sie es sich schmecken - heute Nachmittag erfahren Sie mehr!“ Als mich die Kandidatin dann anrief und mir ihr Anliegen schilderte, war ich von der gezeigten Kreativität, sich von den Mitbewerbern zu unterscheiden, sehr beeindruckt. Als Verkaufstrainer sollte man in der Lage sein, die Einzigartigkeit der zu verkaufenden Artikel und des Herstellers deutlich bei den Verkäufern zu verankern. Dazu gehören eine große Menge Kreativität sowie auch der Mut, die normalen Trampelpfade zu verlassen. Beides wichtige Kriterien, die es bei Verkäuferinnen zu trainieren gilt. Die Qualität der nachgereichten Unterlagen und der Berufserfahrung hat gestimmt - wie auch die des Menüs. Die Identifikation der Bewerberin mit dem Unternehmen und seinen Produkten wurde durch das den Unterlagen beiliegende Foto offensichtlich. Die selbstbewusste Selbstdarstellung im nachmittäglichen Telefonat und im folgenden Vorstellungsgespräch hat mir gefallen. Selbstbewusstsein und Geradheit sind in unserer Firma willkommen.

Auch ein Bademantel kann entzücken!
Ein großes Metzgereiunternehmen suchte Montagehelfer. Am letzten Tag der Bewerbungsfrist erhielt die Personalreferentin frühmorgens den Anruf eines Mannes, der dringend Arbeit suchte. Sie bat den Mann, gegen Mittag zum Bewerbungsgespräch vorbeizukommen, und erlebte den Schock des Tages, ais der Mann kam, denn der Bewerber erschien im Bademantel! Christian, so hieß der Mann, erzählte seine Geschichte: Er hatte überraschend seinen Job verloren, als sein Arbeitgeber, wir es nicht wagen, ebenfalls ein Metzgereiunternehmen, Konkurs anmeldete, ist es schwer.
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Als er sich auf die geschaltete Anzeige bewarb und zum Gespräch gebeten wurde, hängte er seinen dunklen Anzug in den Trockenkeller zum Lüften. Die schwere Türe zum Trockenkeller fiel hinter ihm ins Schloss und er hatte seinen Wohnungsschlüssel drinnen liegen lassen! Der Trockenkeller war nur mit Schlüssel zu öffnen, er hatte kein Geld dabei, seine Bank war zu Fuß nicht zu erreichen und im ganzen Haus war kein Mensch anwesend! So blieb Christian nichts anderes übrig, als im Bademantel zum Bewerbungsgespräch zu gehen, denn eine zweite Chance würde er so schnell nicht bekommen. Diese Geschichte und die Art und Weise, wie Christian sie erzählte, waren so überzeugend, dass die Personalreferentin ihn gleich als Anlernkraft zum Montagemeister schickte, und der wiederum war von der Arbeitswilligkeit des Mannes so begeistert, dass Christian eingestellt wurde. Strategie und Überlegung Christian wusste, dass er einen Job brauchte, und es gab nicht viele Metzgereiunternehmen in seinem Ort. Als er die Anzeige sah, war ihm sofort klar, dass er diese Chance ergreifen wollte, um so schnell wie möglich wieder eine Arbeit zu bekommen auch wenn die Tätigkeit als Montagehelfer unter seiner beruflichen Qualifikation lag. Es erschien ihm sinnvoll, erst einmal „einen Fuß in die Tür“ des Unternehmens zu bekommen, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und möglicherweise dann in eine adäquate Position aufzusteigen. Als dann die Kette der Missgeschicke begann, ließ er sich nicht beirren, sond ern verfolgte seinen Plan zielstrebig - auch wenn es im Bademantel sein musste. Meinung des Personalentscheiders Nachdem ich den anfänglichen Schock überwunden hatte, hat mich der Mut des Mannes beeindruckt, im Bademantel zum Bewerbungsgespräch zu erscheinen.
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Die Geschichte, die er erzählte, war zwar verrückt, doch gleichzeitig realistisch und nachvollziehbar. Ich verstand, dass er so schnell wie möglich wieder eine Stelle haben wollte und sein ehrlicher Arbeitswille war unübersehbar. Jemand, der sich traut, im Bademantel zum Bewerbungsgespräch zu gehen, musste einen Versuch wert sein und ich stellte ihn auf Probe ein. Am nächsten Tag erschien Christian in normaler Kleidung beim Montagemeister und begann seine Arbeit. Der Montagemeister war von seiner Wesensart und seinem Arbeitswillen begeistert und Christian hatte seine Chance. Diese hat er auch gut genutzt, denn heute arbeitet Christian immer noch in unserem Unternehmen - allerdings in einer anderen Position.

Bewerbung im Hemd - aber nicht hemdsärmelig!
Ein international erfolgreiches Bekleidungsunternehmen sucht für die neu aufzubauende Herrenkonfektions-Linie einen qualifizierten Modedesigner. Luis, ein in Deutschland lebender Spanier, bewirbt sich und schickt seine kompletten Bewerbungsunterlagen in einer höchst originellen Verpackung: Statt in einer der üblichen Bewerbungsmappen stecken die Unterlagen in einem selbstgeschneiderten Miniaturhemd, das die Produkt- und Designphilosophie des potenziellen Arbeitgebers widerspiegelt. Luis wird zum Vorstellungsgespräch eingeladen und trägt zum Gesprächstermin das gleiche Hemd, in das er vorher seine Unterlagen verpackt hatte - in seiner Konfektionsgröße. Das Gespräch verläuft positiv und er bekommt die Position. Strategie und Überlegung Luis schafft gerne etwas Neues. Deshalb fasziniert ihn die Anzeige; denn er sieht darin seine Chance, als Mitarbeiter der
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ersten Stunde Strukturen und Prozesse mit zu gestalten und eventuell später im Unternehmen aufzusteigen. Vor der schriftlichen Bewerbung erfragt er telefonisch beim Unternehmen Hintergrundinformationen zum Thema Produktphilosophie. Dazu ruft er zuerst die Personalabteilung an. Von dort lässt er sich an die Fachverantwortlichen für die Produkt- und Designinformationen weiterleiten, Die Details und Vorstellungen, die er in diesen Telefonaten erfragt und erfahren hat, setzt er mit seinem ganzen fachlichen Wissen und Können in seinem Bewerbungshemd um. Die witzige Idee, das Minihemd der Verpackung in seiner Größe nachzuproduzieren, kam ihm, während er die Verpackung gestaltete und war der „Gag obendrauf“. Meinung des Personalentscheiders Der Mann ist fachlich kompetent, das zeigten die Gestaltung und die Verarbeitung seiner Arbeitsprobe. Nach anfänglichem Amüsement haben wir die Bewerbungsverpackung so bezeichnet. Überzeugt hat sein überlegtes Vorgehen bei der Sammlung der Hintergrundinformationen. Dass das Hemd die grundsätzlichen Ideen unserer Produktphilosophie widerspiegelte, zeigt, dass der Bewerber a) sehr gut zugehört hat, b) über eine gute Auffassungsgabe verfügt und c) das Gehörte/Erfasste auch ohne weitere Anleitung umsetzen kann. Eine witzige, kreative Persönlichkeit mit gutem Fachwissen passt zu uns, unsere Mitarbeiter sind multinational und als Unternehmen in der Modeindustrie müssen wir immer innovativ sein.

Das kann doch nicht Ihr Ernst sein!
Bernhard sucht eine neue Herausforderung. Er ist zurzeit für das Personalwesen in einer großen Werbeagentur zuständig und immer wieder entsetzt über die schlechte Qualität der
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die Probleme angehen. ohne zuerst das große -174- . und zwar an der richtigen Adresse.ob im stillen Kämmerlein oder im Freundeskreis. Der Unterschied zu der geschilderten Situation ist hier. Strategie und Überlegung Bernhard handelte eher spontan als mit ausgeklügelter strategischer Überlegung. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein! Es geht auch besser. Der Begleitbrief zu seiner Bewerbung la utet in verkürzter Form etwa so: „. dass Bernhard seinem Ärger Luft macht. die er in den Tageszeitungen liest. wie er sie sich für die Suche nach einem Personalleiter vorstellen und wünschen würde.. der erstens dem Image Ihrer Firma gerecht wird und zweitens den Verantwortungsbereich eines Personalleiters konkret darstellt. Er macht das Unternehmen auf seinen „Fehler“ aufmerksam . Kurz entschlossen entwirft Bernhard eine Stellenanzeige. hier ist ein Anzeigenvorschlag. aber unternommen haben sie wahrscheinlich weiter nichts.Stellenanzeigen.und zwar auf konstruktive Weise.. dass die klassischen Aufgaben eines Personalentwicklers fehlen. denn die meisten Unternehmen befassen sich sehr wenig mit ihrer Imagepfle ge in ihren Stellenanzeigen. So auch heute. Jedoch leistete er mit seinem Entwurf dem Unternehmen einen Dienst.. Eine große Aktiengesellschaft sucht einen Personalleiter und der Anzeigentext sagt weder Konkretes über die Tätigkeitsschwerpunkte des Gesuchten noch über die Wünsche und Vorstellungen der Firma aus. Bernhard bekommt einen Vorstellungstermin und nach relativ kurzer Zeit seinen neuen Job in der Aktiengesellschaft. Viele Bewerber haben sich wohl schon einmal über die wenig aufschlussreichen Angebotstexte voller Worthülsen und Klischees geärgert . Zusammen mit diesem Anzeigenentwurf bewirbt er sich bei der Aktiengesellschaft als Personalentwickler. Lösungsorientierte Menschen. denn für diese Position bewerbe ich mich mit diesem Schreiben. denn er bietet gleichzeitig eine Losung an. Sie werden feststellen..

brachte er die Eigenschaft mit. sondern vor -175- . Dies veranlasste uns. sondern als Moderator in der Begleitung interner Projekte. wer für den Beruf des Bankkaufmanns geeignet ist. fand er das Vorgehen des Bewerbers so bemerkenswert. dass wir nichts damit anfangen können. sind in guten Unternehmen stets willkommen . so dachten wir zuerst. Probleme an der Wurzel anzugehen und konstruktive Lösungsansätze zu konzipieren. Leningrad Cowboy goes to Bank .. Das gefiel uns und wir schalteten die redigierte Anzeige erneut.Schuldzuweisungstheater in allen Akten aufzuführen. Allerdings hatte der Schreiber Recht . ihn einzustellen. Zwar nicht in der klassischen Personalentwicklung. Obwohl der Kandidat keine klassische Personalentwicklungslaufbahn vorzuweisen hatte. Als wir nach sehr kurzer Zeit den neuen Personalleiter gefunden hatten und ihm diese Geschichte erzählten..auch wenn man erst einmal meint. Was die Bewerbung als Personalentwickler betraf. dem Bewerber keine entsprechende Position anbieten zu können. denn eine solche Funktion hatten wir nicht zu besetzen. Meinung des Personalentscheiders Als wir das Anschreiben lasen. waren wir mehr konfrontiert als erfreut. dass er ihn zum Gespräch bat.oder: Wie man es trotzdem schafft.sein Text war wirklich aufschlussreicher als unserer: Er ging auf die von einem Personalleiter erwarteten Kernkompetenzen ein und stellte die Wünsche unseres Unternehmens an seinen zukünftigen Abteilungsleiter präzise und allgemein verständlich dar. in der nicht nur geprüft wird. In einer großen deutschen Bank werden die infrage kommenden Bewerber für die Ausbildungsplätze gemeinsam zu einer Veranstaltung eingeladen.

zu einem persönlichen Gespräch mit dem Ausbildungsleiter gebeten. Benjamin hat das alles bemerkt und sagt ganz cool: „Darauf habe ich gewartet. Ich bin geschockt und total sprachlos. Zu allen Überfluss kommt in diesem Moment nun auch der Abteilungsleiter Personal in mein Zimmer herein. mit viel Haarspray und Gel ist die Tolle „hinbetoniert“. wer von den Bewerbern zum Unternehmen passt. kurz vor dem Antritt ihrer Lehre. dass er eine Reisetasche trägt. noch immer sprachlos. Mit all den silbernen Nieten und dem schweren Gürtel sieht er . Die Kandidaten. Der Ausbildungsleiter dieser großen Bank erzahlte mir folgende Geschichte über ein solches Gespräch. meint er: “Wissen Sie. was er sich denn dabei gedacht hätte. tritt herein. am rechten Ohr baumelt ein Totenkopf . jeder Mann in diesem Aufzug scheint für den Beruf eines Bankers total ungeeignet.kurzum. Auf meine Frage. Dem ist sein Schreck. Ungefähr 10 Minuten später erscheint ein seriös gekleideter junger Mann. Die Haare sind im Stil der Leningrad Cowboys frisiert.mehr als bikermäßig aus. wie ich jeden Tag in die Bank kommen werde. geht er hinaus und ich bemerke erst jetzt. ich wollte nur Ihre Gesichter sehen.führte: „Die Tür geht auf. zum Beispiel in welcher Filiale sie wann zum Einsatz kommen und welche Ausbildungsblöcke sie wo lernen werden. In diesem Gespräch wird ihnen der individuelle Ablauf ihrer Lehrzeit mitgeteilt. in schwarze Lederkluft gekleidet.höflich ausgedrückt . zeige ich Ihnen. die das rigorose Ausleseverfahren erfolgreich bestanden haben.namens Benjamin . Ein junger Mann. noch deutlicher anzumerken als mir und er verlässt fluchtartig den Raum. wenn ich so -176- . bekommen einen Ausbildungsvertrag und werden dann einzeln. das er mit einem neuen Auszubildenden . als er Benjamin sieht. Wenn Sie mir jetzt einen Moment Zeit geben.allem großes Augenmerk darauf gelegt wird. in dem ich erst bei genauem Hinsehen Benjamin erkenne.“ Als ich nicke.

Nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Lehre haben wir ihn in ein festes Angestelltenverhältnis übernommen nicht zuletzt wegen der im Einzelausbildungsgespräch gezeigten Courage und Authentizität. wie ich in meiner Privatzeit aussehe und in die Berufsschule gehen werde. Außerdem sollten Sie auch wissen. als er den Ausbildungsvertrag in der Tasche hatte. und zweitens. dass Benjamin bereits einen Ausbildungsvertrag mit uns hatte. Und zwar aus zwei Gründen: Erstens. damit es im Nachhinein keine bösen Überraschungen (zum Beispiel Gerede über sein Priva tleben oder gar Mobbing durch die Kollegen) geben kann. Wir beschlossen.bei Ihnen auftauche. kritisch abzuwarten. aber durchaus unterscheiden kann. welches Auftreten und Aussehen wo angemessen ist. und gegebenenfalls entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Ich erzählte ihm die Geschichte des Gesprächsverlaufs und auch. Während des Ausbildungsverlaufs hörten wir über Benjamin nichts Negatives und seine Privatsphäre hat die Bank nie kompromittiert. wie sich dieser Auszubildende während der Lehre entwickeln würde.manchmal mit etwas ungewöhnlichen Methoden. in dem neben den fachlichen Voraussetzungen auch konservatives. dass er einen eigenständigen Charakter hat. um zu vermeiden. Er hatte vor seinem Outing mit dem Anwalt seiner Familie die Rechtslage abgeklärt. seriöses Aussehen und Auftreten entscheidend sind. so jemand könnten wir doch nicht einstellen. Aber immer zu unserer Zufriedenheit.“ Als Benjamin draußen war. die ihn unter Umständen seine Ausbildung kosten könnten. um zu zeigen. seinen Ausbildungsplatz zu -177- . Deshalb outete er sich erst dann als Rocker. dazu steht. Ich hab's mir spannender vorgestellt.“ Strategie und Überlegung Benjamin hat sich für einen Beruf entschieden. Er meinte. dass er durch sein „Experiment“ Gefahr läuft. rief mich mein Chef zu sich. Heute leitet er selbst eine unserer Zweigstellen .

Die gute Vorbereitung des Auftritts . Trotz geringer Aussicht auf Erfolg sandte er seine optisch ansprechende. warum wir ihn in ein festes Angestelltenverhältnis übernommen haben. Wir haben gerade diese Lehrzeit mit Argusaugen verfolgt und festgestellt.wie eine durchgeplante Choreographie . Nach einigen Wochen wurde Lars zum ersten Vorstellungsgespräch gebeten. Steter Tropfen höhlt den Stein Eine große Mediengruppe suchte einen Nachwuchsverkäufer für Film. Meinung des Personalentscheiders Nachdem ich me inen anfänglichen Schock überwunden hatte. die er sich über sein Hobby.und Privatleben waren beachtlich. dass Benjamin seinen Mit-Azubis zeigte.und Fernsehprogramme. die aus längst überlebten Traditionen kommen. nämlich Kino und Fernsehen.und Fernsehprogramme. Das war letztlich auch der Grund. knapp und deutlich gefasste Bewerbung ein. Lars hatte sich seine ersten Sporen als Verkäufer in einer verwandten Branche verdient und war privat sehr an Film und Fernsehen interessiert. denn unsere Bank braucht eigenständige Mitarbeiter und keine Klone irgendwelcher Erwartungshaltungen. Damit hat er ihnen ein Stück persönlicher Freiheit vermittelt. erworben hatte.und die darauf folgende konsequente Trennung zwischen Berufs. Seine Gesprächspartner waren ein Personalreferent und der Verkaufsleiter Film. Im Begleitschreiben wies er auf die umfassenden Kenntnisse der Materie hin. um beruflichen Erfolg zu haben. In diesem Gespräch stellte Lars sehr -178- . dass man sich nicht verbiegen muss.verlieren. war ich von dem Mut dieses jungen Mannes beeindruckt.

und Fernsehkenntnisse von Lars im ersten wie auch im zweiten Gespräch sehr intensiv -179- .ich kann nur gewinnen und dafür setze ich mich ein. die Gespräche mit ihm angenehm machen. Mit dieser Einstellung rief Lars hartnäckig (ohne wirklich lästig zu werden) immer wieder bei seinen Gesprächspartnern aus dem ersten Vorstellungsgespräch an. Strategie und Überlegung Für Lars war ganz klar: Ich will unbedingt genau diesen Job und keinen anderen. Nach dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“ war er schluss endlich erfolgreich. Er besaß zwar erfolgreiche Verkaufserfahrung. So wurde uns seine „Penetranz“ auch nicht lästig. Nach dem Gespräch hörte er lange Zeit nichts mehr von seiner Bewerbung. Durch seine Anrufe hat sich Lars immer wieder ins Gespräch gebracht . Immer wieder kommunizierte er sein authentisches Interesse an gerade diesem Job. dass er sich mit dem Thema TV und Kino persönlich stark beschäftigt und durch dieses Hobby ein trainiertes Auge für Filme hat. Er wies deutlich darauf hin. weshalb er ausgerechnet in diesem Unternehmen als Verkäufer arbeiten wolle und dass er sich auch zutrauen würde. Wir hatten für diese Stelle viele Bewerbungen. das weiß ich.deutlich dar. Ich kann gut verkaufen. Nach diesem Gespräch wurde Lars eingestellt.vor allem weil er eine Art der Kommunikation pflegt. Wir haben die Film. war aber mit der Medienbranche nur über sein Hobby vertraut. erfolgreich zu sein. doch zog sich der Entscheidungsprozess zur Besetzung dieser Nachwuchsvakanz aus verschiedenen Gründen sehr lange hin. Meinung des Personalentscheiders Intern war dieser Bewerber sehr umstritten. Mit meiner Bewerbung habe ich nichts zu verlieren . Nach vielen Anrufen seinerseits kam ein zweites Gespräch mit denselben Gesprächspartnern zustande.

Als Gerhard dem Möbelhaus noch einen Verbesserungsvorschlag unterbreitet. hat Buchhalter gelernt. Gerhard gibt sich relativ wenig Chancen. Viel lieber hätte er es mit Menschen und nicht nur mit Zahlen zu tun. dem diese neue Tätigkeit wie ein Urlaub von den trockenen Zahlenkolonnen erscheint. das dringend Mitarbeiter mit gutem Zahlenverständnis für den Verkauf sucht. Er bewies in beiden Fällen. In den folgenden vier Wochen entpuppt sich Gerhard. erlaubt ihm dies nach einigen Überlegungen. Sein Drängen war authentisch und seine Positionierung klar und deutlich. Also nimmt er unbezahlten Urlaub in seiner jetzigen Arbeitsstelle. dessen Realisierung eine -180- . als äußerst geschickter Verkäufer. Möbelverkauf zum Nulltarif Unser Bewerber. geht zum Personalleiter dieses Möbelhauses und bietet ihm an. Da hört er von einem großen Möbelhaus ganz in seiner Nähe. sein gutes Zahlenverständnis zu nutzen und gleichzeitig mit vielen verschiedenen Menschen zusammenzukommen. Den Ausschlag hat jedoch seine Hartnäckigkeit gegeben. dort vier Wochen unentgeltlich sein Können unter Beweis zu stellen. Eine trockene Sache. so würde er gerne in diese neue Position wechseln. wie er meint. Der Personalleiter. beeindruckt vom Engagement und der Zielgerichtetheit des Bewerbers. nennen wir ihn Gerhard. der auf die Bedürfnisse seiner Kunden eingeht und einen guten Geschmack besitzt. Wenn man mit seiner Arbeitsleistung zufrieden sei.hinterfragt. als Quereinsteiger auf konventionellem Wege an diesen Job heranzukommen. der ihm die Möglichkeit bieten würde. dass er sich in diesem Genre auskennt und brancheninternen Bewerbern durchaus ebenbürtig war. In der Gegend herrscht große Arbeitslosigkeit.

Die dritte Frage . was ich gerne tue. Die nächste Frage war schwieriger: Was tue ich wirklich gerne? Uff. Er hatte es satt. dass wohl keine Firma zu einem solchen „Geschenk“ Nein sagen würde. Nichtsdestotrotz schrieb er sie auf und langsam kristallisierten sich einige Bereiche heraus. was ich tue. Wer kann -181- . die mir bietet. in dem man die Sinnhaftigkeit seines Tuns und Lassens schon mal hinterfragt. klärten wir zuerst die gesetzlichen Rahmenbedingungen ab. sich zum Ausprobieren per Nulltarif anzubieten. die er gar nicht mochte. großzügiger Provisionsregelung und einem Bonus für realisierte Verbesserungsvorschläge. Seine Idee war.Diese Frage konnte er mit einem klaren Nein beantworten. Damit blieb nur noch eine Frage offen: „Wie komme ich dorthin? Er beschloss.mit Fixum. Eine dieser Fragestellungen war auf den Beruf bezogen und lautete: Tue ich das.beantwortete sich von selbst durch die Anzeige des Möbelhauses. Gerhard war um die 35. und genauso kam es auch. Zuallererst fielen ihm all die Dinge ein. ist die Sache klar: Ohne weitere Diskussionen bekommt er sofort einen unbefristeten Arbeitsvertrag . bevor wir es akzeptierten. da musste er erst einmal in sich gehen. auf Fehlersuche endlose Ziffernreihen zu durchforsten und überwiegend mit dem PC zu kommunizieren. in einer schönen Umgebung arbeiten.nicht unwesentliche Kostenersparnis nach sich zieht. Strategie und Überlegung Gerhard langweilte sich in seiner Tätigkeit als Buchhalter. also in einem Alter. Tag für Tag die EDV-Programme mit Zahlen zu füttern.nämlich wie komme ich zu einer Arbeit. Meinung des Personalentscheiders Als wir das Angebot eines unentgeltlichen Probearbeiters bekamen. die ihm wirklich Spaß machten . und wie könnte die aussehen . gerne? .wie zum Beispiel Leute beraten. Leistungsorientierung zu zeigen und noch einiges mehr.

In der kurzen Zeit von vier „Wochen hat er sich in unser Verkäuferteam integriert. inzwischen als Leiterin der Grafikabteilung. zum Vorstellungsgespräch ein. Gerhard zum nächstmöglichen Zeitpunkt fest einzustellen. Gabi. der eine Diskette mit dem Vermerk „Virengeprüft“ enthielt. dass wir ihn „gekauft“ hatten. und „verkaufte“ uns seine Idee so geschickt. spielte sich ein wahres Feuerwerk an animierter Präsentation ab! Die Bewerbung war gestaltet wie eine Präsentation der Unternehmensberatung.schon der Möglichkeit widerstehen. Gut beraten In der Grafikabteilung einer weltweit tätigen Unternehmensberatung wurde ein Projekt-Grafiker zum Einsatz in verschiedenen Studienprojekten gesucht. Als die Diskette in den Computer eingelegt war. Das „Tüpfelchen auf dem i“ war sein Verbesserungsvorschlag. Was immer für Zweifel wir noch gehabt hätten. Zwischenzeitlich ist er zum Verkaufsleiter aufgestiegen. damit war es beschlossene Sache. animiert und zweisprachig. Verkäufe getätigt und Kunden zufrieden gestellt.und sei es nur auf Probe . einmal in Deutsch und einmal in Englisch. was er wollte. einen Mitarbeiter vor der Einstellung . machte aber im persönlichen Gespräch einen sehr angenehmen Eindruck. Er wusste. -182- . und sie wurde nach einem sehr kurzen Gespräch zum nächstmöglichen Termin eingestellt.ohne finanzielles und arbeitsrechtliches Risiko auszuprobieren? Zugegeben. Man lud die Absenderin. Gerhard hatte weder Erfahrung als Verkäufer noch in der Möbelbranc he. In dieser Unternehmensberatung arbeitet sie heute noch. dass wir gar nicht wussten. Neben den üblichen Bewerbungen ging ein kleiner. gepolsterter Umschlag ein.

Wir bemerkten. dass die Art unseriös gewesen ist.Strategie und Überlegung Es war Gabi klar. Wir sind darauf angewiesen. aus dem Rahmen des Üblichen fallende Weise. hat uns ihre schnelle Auffassungsgabe gefallen. Als wir Gabi persönlich kennen lernten. um die Chance zu bekommen. Dies alles verringerte die Einarbeitungszeit -183- . Meinung des Personalentscheiders Eine durchaus akzeptable Kandidatin präsentierte sich auf eine kurzweilige. Sie überlegte sich folgende Strategie: In einer Unternehmensberatung gibt es so genannte Layoutstandards. der Studien beim Kunden begleitet und nicht in der Abteilung bei uns sitzt. prüfte diese auf Computerviren und schickte sie ab. So gestaltete sie die Bewerbung unter Verwendung der Präsentationsstandards in Deutsch und Englisch mit einigen witzigen Animationen obendrauf. Wenn sie diese bereits beherrschen würde und noch dazu die passenden Programmkenntnisse hätte. Doch für uns verblüffend war der kreative Einsatz unserer Layoutstandards.wichtig für einen Grafiker. Sie beherrschte außerdem die von uns verwendeten Grafikprogramme und war mit unseren Standards vertraut. dass sie dazu in der Lage ist . nach denen Berichte und Schaubilder gestaltet werden. wobei wir nicht sagen wollen. dann wäre sie mit ihrer Ausbildung zur Grafikerin und ihrer vierjährigen Berufserfahrung die ideale Kandidatin. in einer solch renommierten Firma anzukommen. Diese Bewerberin hatte uns schlüssig bewiesen. dass sie sich positiv von den Mitbewerbern abheben musste. Also frisch ans Werk: Gabi erfragte die Layoutstandards und die Namen der verwendeten Programme bei einem ihr bekannten Consultant dieser Unternehmensberatung. Sie speicherte ihre Bewerbungspräsentation auf Diskette. dass die Bewerberin ein gutes grafisches Gespür besaß. dass unsere Präsentationen die erarbeiteten Informationen transportieren und das Kundeninteresse halten. damit viele Einzelheiten im Gedächtnis des Kunden haften bleiben.

einen quadratischen Umschlag größer als DIN-A4-Papier zu finden. die Zeugniskopien! Diese Bewerbung zog die Aufmerksamkeit sofort auf sich. Strategie und Überlegung Nicole überlegte. war unter Insidern als sehr guter. das inseriert hatte. war erheblich. der ihre Zeugnisse auf ein quadratisches Papier vergrößern und kopieren konnte. das Papier. jedoch ziemlich konservativer Arbeitgeber bekannt.praktisch . Die Suche nach einem Grafiker.nein. wie ihre Bewerbung auf seriöse Weise auffallen könnte. dass wir uns für diese Bewerberin entschieden. die sie allesamt als zu „poppig“ verwarf. ging eine auffallende Bewerbung ein. Der Aufwand. Als nun ein weltweit agierendes Unternehmen einen Produkt-Sachbearbeiter für neue Geschäftsfelder suchte. Das Wissen und die Vorbildung der Bewerberin entsprachen den Anforderungen und sie wurde als Erste zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Sie überzeugte und bekam die Stelle. sie war größer und quadratisch: der Umschlag. Warum? Sie war nicht im üblichen DIN-A4-Format gehalten . Weiterhin verwandte sie -184- . nahm einige Zeit in Anspruch. Klar.gut In der Pharmabranche sind gut dotierte Stellen in der Verwaltung rar und heiß begehrt.erheblich und sparte uns eine Menge Zeit und Geld. Sie ließ sich viele Varianten durch den Kopf gehen. und entschied sich für ein Kuvert in einem ungewöhnlichen Format. Sie hat sich in der Zwischenzeit zur Leiterin der Grafikabteilung weiterentwickelt. im wahrsten Sinne des Wortes: Denn sie fiel dauernd aus dem Stapel der noch zu bearbeitenden Unterlagen. denn das Pharmaunternehmen. Quadratisch .

statt überwiegend am Schreibtisch zu recherchieren. Er wünschte sich. war sie konservativ gekleidet und wirkte im Gespräch sachlich und konventionell. Als Nicole zum Vorstellungstermin kam. Meinung des Personalentscheiders Wir bekamen immens viele Zuschriften auf dieses Inserat und sind in Bewerbungen fast erstickt. Wir waren richtig genervt. weil er dauernd aus dem Stapel fiel. Also haben wir sie vor allen anderen eingeladen. Listigkeit und ein bisschen Frechheit verbirgt. Nur das Funkeln in ihren Augen. wer sich hinter dieser Kombination aus fachlicher Qualifikation. Sie hat uns gefallen. um zu vermeiden. In der Stellenanzeige stand unter anderem der Satz: „Zeigen -185- .sehr viel Mühe auf das Anschreiben. verriet ihren hintergründigen Humor. war mit seiner Aufgabe nicht mehr zufrieden. bisher als Buchredakteur tätig. Der Begleitbrief war gewinnend formuliert und die Qualifikation von Nicole stimmte auch. die Chemie stimmte und wir stellten sie ein. Dann noch dieser komische Umschlag. dass sie und ihre Bewerbung „in die falsche Schublade gesteckt werden“. Vom sitzenden Redakteur zum rollenden Reporter Die Mitgliederzeitschrift eines Automobilclubs suchte einen Reporter. Den anderen Bewerbern haben wir gleich abgesagt und uns damit eine Menge unnötiger Arbeit erspart. das ab und zu aufblitzte. Das hat uns wieder versöhnt und wir waren neugierig zu sehen. Michael. mehr aktiv am Geschehen teilzunehmen. Deshalb haben wir diese Unterlagen auch gleich aus dem Stapel gezogen und angesehen.

was Sie können. Er ging diesem Gefühl nach.Sie uns gleich mit Ihrer Bewerbung. Als wir die vierseitige Arbeitsprobe im Sinne einer Bewerbungsreportage bekamen. Ich halte ein ähnliches Vorgehen auch in anderen Bewerbungssituationen für Erfolg versprechend und möchte -186- . da Bewerbungsschreiben nicht länger als eine Seite sein sollten spiegelte seine Kompetenz und gleichzeitig seine Neigung wider. eine Liste von ihm veröffentlichter Bücher. Meinung des Personalentscheiders Alle anderen Bewerber hatten die üblichen Arbeitsproben mitgeschickt. Entsprechend hoch war der Arbeitsaufwand in unserer Abteilung beim Sichten der Bewerbungen. Die „Reportage“ Diese Bewerbung wurde mir in anonymisierter Form zugesandt. Zeugnisse und sein Foto bei. Er überzeugte. Er hat uns überzeugt und wir haben unsere Entscheidung nie bereut. Er hat sich stark am Stellenangebot orientiert.hat er zielstrebig umgesetzt. wie wir ihn meinten. haben wir uns den Bewerber als Ersten angesehen.“ Michael nahm diesen Satz wörtlich und schrieb eine vier Seiten lange Reportage über sich selbst und seine Beweggründe. Sein vierseitiges Bewerbungsschreiben . Es hat uns beeindruckt.Rollentausch vom passiven zum aktiven Berichterstatter . dass er als einziger den Anzeigentext so verstanden hat. Selbstverständlich fügte er seinen Lebenslauf. bekam den Job und hat sich als „rollender Reporter“ zwischenzeitlich einen guten Namen gemacht. Im Gespräch hat er schlüssig argumentiert. sich vom Redakteur zum Reporter zu verändern. Strategie und Überlegung Michael spürte die Unzufriedenheit mit seiner Position als Redakteur.vollkommen unüblich. hinterfragte sich selbst und kam zu einem Ergebnis. Dieses Ergebnis . warum dieser Job zu ihm passt und er ihn haben will.

als ich jenen Verlag verließ. in dem ich mein journalistisches Handwerk erlernte. Fingerspitzengefühl.Ihnen den Wortlaut der „Reportage“. Also nichts! Oder doch? Nach der zweiten Tasse Kaffee fällt mir beim Durchblättern das Wort „Reporter“ ins Auge und obwohl schon längst beim Feuilleton angelangt. Nur kam alles ganz anders. den ich sehr amüsant finde. den Kasten zu leeren. damals. liebe potenzielle Kollegen in der. denke ich plötzlich hellwach und beeile mich.. Vielleicht hätten Sie es gerne so? 19. belanglose Drucksachen und. assoziiere ich auf meinem geistigen Bildschirm plötzlich „Reporter . als es unvermittelt am Briefkasten raschelt. schießt es mir durch den Kopf. Kreativität.. Aber eine spannende Bewerbung ist mir bislang weder untergekommen noch habe ich je eine verfasst. Durchsetzungsvermögen und auch noch spannende Schreibe sind gefragt. streiche die Falten auf meiner Stirn glatt und entspanne. Rechnungen. „Zeigen Sie uns gleich mit Ihrer Bewerbung. nicht vorenthalten: Sehr geehrte Damen und Herren der Personalabteilung.... Da kratze ich mich erst mal nachdenklich am Hinterkopf. Anfangs mehr -187- . Nanu.: Verhalten klingen neun Glockenschläge aus dem Nachbardorf herüber. stütze mein vor Kreativität schier platzendes Haupt auf den abgewinkelten Unterarm. schon so früh? Sonst bequemt sich der Postbote samstags nicht vor 11 Uhr.“ Konsequentes Recherchieren. No problem! Schon gar nicht für einen Profi.. ah...ADAC“. Was war das? Also schnell zurück und suchen. April. Das wolltest du doch schon immer machen. Vielleicht gibt's was Besonderes. die Süddeutsche am Wochenende. Tatsächlich! Auf der Seite 131 links oben lese ich es schwarz auf weiß.-Redaktion. was Sie können.

.. um ihm.oder Verurteilungen verzichten kann?! Und jetzt dieses Angebot aus heiterem Himmel. -188- ..Zeitschriftenjournalismus. immer Sachbücher.immer Ganove. verdammte Sachbücher. eine Charakterrolle anzubieten. Auch am Schreibtisch. das Gewünschte. nur selten Primärinformationen aufspüren. aber irgendwie doch auf Dauer ermüdend und zu trocken. Aber dann doch noch diese merkwürdige Aufforderung „Zeigen Sie uns gleich mit Ihrer Bewerbung. „Ah. Und Heinz Rühmann musste sehr alt werden. Und er war gut. ich wollte eigentlich schon immer mal. 21. Es ist wie mit Alain Delon: einmal Ganove . wenn nicht gar aus dritter Hand nur fühlen und aufzeichnen können. die versuchen. Und so kommen Zeilen zustande. Keine Recherchen vor Ort. Wie anders ist da das Leben eines Reporters. Das Übliche. den Puls des Lebens eher aus zweiter.. bis jemand sich flexibel und weitsichtig genug zeigte. aber auch viel draußen ohne Berührungsängste den Menschen in seiner Umwelt erleben! Aber wo den Verleger. was Sie können“. bislang Unverstandenes verständlich zu machen. Ich setze mich an die Schreibmaschine und tippe. dem auf ewig abgestempelten Komödianten. Zeugnisse und andere gelebte und ungelebte Be. der einem unfreiwilligen Buchautor auch eine andere Rolle zutraut? Wo den Vorgesetzten finden. Schließlich nur noch Sachbücher. dann . was es zu tippen gilt. Ich hätte da etwas für Sie. sehr gut sogar! Wie kann ich das alles nachfühlen. Geboren? Selbstverständlich! Wann und wo und alles andere.“ „Sehr interessant. aber verzeihen Sie. dessen Menschenkenntnis auf Diplome. Das. Nicht gerade langweilig. und ich mische intuitiv ein paar Funken Zuversicht darunter. Nein. Sie schreiben Sachbücher?“ „Ja. den Chefredakteur finden.“ Also fing ich dasselbe wieder von vorne an.ganz schleichend und unbeabsichtigt .mehr Rechercheaufträge für Buchverlage. wonach er sich zeitlebens gesehnt hatte.

ohne sich durch Fließtext „quälen“ zu müssen. Sie bekam Einladungen zu Vorstellungsterminen und auch viele Absagen.die Augen weiterhin auf die Unterlagen geheftet . Anruf genügt. 10:45 Uhr: Herr Hans Hansmann greift zielstrebig aus einem Stapel Bewerbungen die eines gewissen Michael Müller heraus und beginnt zu lesen. dass sie viele Anfangsfehler vermeiden konnte und locker auch die schwierigsten Situationen in den Vorstellungsgesprächen meisterte. für die sie sich vorstellen konnte zu arbeiten. München... Viele Grüße Michael Müller Übung macht den Meister Nach erfolgreichem Abschluss ihres Hochschulstudiums als Wirtschaftsingenieurin machte sich die in Bewerbungsdingen unerfahrene Absolventin Lisa eine Liste von 100 Unternehmen.. Am Schluss ihres „Bewerbungsmarathons“ bekam Lisa sogar noch einen höher -189- .. Nur ein kurzes Zögern noch und er sucht .. Lisas Liste endete mit der Zahl 100. Ausbildung und Berufserfahrung geleitet.April. Dieser Zahl hatte sie das Unternehmen zugeordnet. folgt Fortsetzung live).. Ihre Bewerbungsunterlagen waren in Form von Flussdiagrammen aufgebaut. hatte Lisa so viel Routine und Erfahrung im Bewerben... für das sie am liebsten arbeiten würde.mit einer fahrigen Handbewegung den Telefonhörer. Der Leser wurde so durch ihre persönlichen Daten. das für sie die letzte Priorität besaß. Als sie bei den Bewerbungen für die Unternehmen mit den Zahlen l bis 10 angekommen war. tippt schließlich die Nummer. Diesem Unternehmen gab sie die Nummer 1. Ich würde mich sehr freuen. Diese Liste begann in dem Unternehmen. Die ersten Bewerbungen sandte Lisa an die Unternehmen.in die Tastatur (wenn gewünscht. die auf ihrer Liste zwischen 80 und 100 standen.

die sie an ihre Arbeitsstelle hatte. Die Zielunternehmen gewichtete sie auf einer Rangreihe von l bis 100. Sie war nicht an einen Ort gebunden und fragte sich: Für wen will ich überhaupt arbeiten? Sie befasste sich intensiv mit den jeweiligen Unternehmen und den eigenen Erwartungen. rollte sie ihre Lieblingsunterne hmen von hinten auf. So lernte sie sehr viel über ihre eigenen beruflichen Bedürfnisse. mit dessen Philosophie. In den vielen telefonischen und persönlichen Bewerbungsgesprächen sammelte sie die Erfahrung. gaben den Ausschlag für ihre Einstellung. die sie brauchte. Sie entwickelte die Bewerbung im Flussdiagramm-Stil und verhielt sich also extrem kundenorientiert. Um Erfahrung und Routine im Vorstellungsgespräch zu bekommen. ihren Aufstiegschancen . Meinung des Personalentscheiders Die Lockerheit und Offenheit der Bewerberin. Strategie und Überlegung Lisa hatte ihr Diplom in der Tasche und entwickelte in Ruhe ihre Bewerbungsstrategie. wie sie den Personalsachbearbeitern die Arbeit erleichtern könnte. Sie zeigte keinerlei Scheu. für die sie am wenigsten gerne arbeiten wollte. selbstbewusst und souverän.vor allem als Frau in einer männerdominierten beruflichen Umwelt. die sich auch durch die kniffligsten Fragen nicht aus der Ruhe bringen ließ. Das heißt. wenn man ihre Äußerungen hinterfragte und sie „auf den Prüfstand stellte“. sie bewarb sich zuerst bei den Unternehmen. Bei der Gestaltung ihrer Unterlagen legte Lisa großen Wert auf leichte Lesbarkeit und befasste sich damit. Das Verhalten im Gespräch war aufmerksam.dotierten Job. Über diese Bewertung setzte sie sich mit dem jeweiligen Unternehmen auseinander. um den optimalen Job zu bekommen. -190- . Sie wirkte weder nervös noch unsicher und vertrat ihre Meinung klar und deutlich. als sie sich eigentlich vorgestellt hatte.

dass es höchste Zeit für sie war. sich eine neue Stelle als Bilanzbuchhalterin zu suchen. an die man sich immer positiv erinnern würde. Erwartungsvoll öffnete die Personalleiterin die Holzschachtel und war sehr erstaunt: Der Inhalt war kein Geschenk. das sie mit ihrer Bewerbung vermittelt hatte. und sie wusste. und da erschien ihr ein Großunternehmen wie der Nahrungsmittelkonzern optimal. Sie überlegte. sondern eine auf sehr gutem Papier gedruckte Bewerbung als Bilanzbuchhalterin. dass nur eine „außergewöhnliche“ Initiativbewerbung in Betracht käme. welche Firma ihr einen weitestgehend sicheren Arbeitsplatz für die Zukunft bieten könnte. vor allem dann. Die Personalleiterin merkte sich die Bewerberin für die nächste frei werdende Stelle als Bilanzbuchhalterin vor und innerhalb von sechs Monaten war es dann soweit: die „Holzschachtel“ wurde eingestellt. Leider gab es aber auch dort keine Vakanz in der Buchhaltung. Auf dem Geschenkanhänger stand ihr eigener Name.Eine süße Bewerbung Die Personalleiterin eines Nahrungsmittelkonzerns fand auf ihrem Schreibtisch eine ansprechend dekorierte Holzschachtel. Ulrike war klar. dessen Geschäfte zunehmend schlechter liefen. Strategie und Überlegung Ulrike befand sich in einer schwierigen Situation: Sie arbeitete für ein Unternehmen. Sie war bemalt und trug eine hübsche Schleife. Neugierig las die Personalleiterin die erstklassigen Referenzen und lud die Absenderin spontan zum Vorstellungsgespräch ein. keine Pralinen. wie sie erwartet hatte. Leider gab es in ihrer Stadt keine offenen Stellen und Ulrike wollte nicht wegziehen. Die Bewerberin machte einen sehr gepflegten Eindruck und ihre Art entsprach dem Bild. wenn eine adäquate -191- . obwohl es derzeit keine offene Stelle in der Buchhaltungsabteilung gab.

Schneller als der Markt oder: Träume werden wahr! Theodor arbeitet in der Milchwirtschaft in Norddeutschland. Die Schachtel war zwar sehr weiblich aufgemacht. ist für beide das Ziel ihrer Träume. Sie verwendete außergewöhnlich schweres Papier für ihren Lebenslauf und das Anschreiben. Das hat mich neugierig gemacht auf die Person. Sie brachte den Geschmack der Personalleiterin in Erfahrung. würden jedoch liebend gerne nach Bayern umziehen: Dort zu leben und zu arbeiten. wo sie sonst nur ihre Ferien verbringen. als eine adäquate Stelle frei wurde. und ich habe sie. Sogar ihre Zeugnisse und Referenzen kopierte sie darauf. vertrauenswürdige Person mit der nötigen Fachkompetenz. Ulrike war trotz der kreativen Art der Bewerbung eine seriöse. Kurzerhand schreibt Theodor beide Molkereien an und bewirbt sich für eine -192- . wie sie der Personalleiterin gefallen könnte. obwohl wir keine Stelle anzubieten hatten. Die infrage kommenden Stellen scheinen alle besetzt. kaufte eine größere Spanschachtel und bemalte sie so.und es hat sich gelohnt! Meinung des Personalentscheiders Eine so edle Blindbewerbung habe ich noch nie gesehen. Einfach ist es allerdings nicht: Weder in den einschlägigen Fachzeitungen noch sonst wo sind Stellenangebote zu finden. Sie scheute also weder Kosten noch Mühen . die dahinter steckt. Seine Frau und er sind echte Friesen.Stelle im Unternehmen frei würde. Aus dem Wirtschaftsteil einer bayerischen Regionalzeitung erfährt Theodor. dass es Vermutungen über den Zusammenschluss zweier Molkereien gibt. aber in keinster Weise kitschig. sofort eingestellt. Sie konnte recht gut malen und Spanschachteln zu gestalten war eines ihrer Hobbys.

ruhige Art beeindruckt und die Gelassenheit. vereinbart Theodor telefonisch mit den Personalabteilungen beider Molkereien einen kurzen Besuchstermin. Als er und seine Frau wieder nach Bayern in Urlaub fahren. Er hat in seiner Firma um Urlaub gebeten. so dass uns eine Zusammenarbeit höchst wünschenswert erschien. Meinung des Personalentscheiders Eigentlich hatten wir keine zu besetzende Stelle. dass er relativ problemlos umziehen könne und seine Frau diesen Entschluss nicht nur begrüßt. welche Ressourcen ihm außer den regulären Stellenangeboten noch zur Verfügung stehen. Als sich dieser norddeutsche Kandidat dann persönlich vorstellte. hat uns seine klare. So abonnierte er die Regionalzeitung. Bayern und Norddeutsche vertragen sich nicht! -193- . Den Schwerpunkt setzte er schon bei den Gesprächsvereinbarungen auf die Tatsache.und er kann sich aussuchen. sondern sogar forciert. Beide haben sich gut integriert . klar und verlässlich. Sie finden Einsatzmöglichkeiten für ihn . Dann ist Funkstille.möglicherweise frei werdende Stelle. der ihm von seinen Ferien her vertraut war und in dem er leben wollte. dass seine Bewerbung vorgemerkt ist. in der alles Wissenswerte aus dem Landkreis stand.sie arbeitet in unserer Verpackungsabteilung.ruhig. Danach hat er die Adressen und Ansprechpartner in beiden Molkereien recherchiert und die Gesprächstermine für die Zeit während seines Urlaubs vereinbart. In diesem Gespräch überzeugt Theodor mit seiner ruhigen und kompetenten Art beide Personalchefs. für welche der beiden Molkereien er arbeiten will! Strategie und Überlegung Theodor hat sich genau überlegt. Er bekommt ein kurzes Bestätigungsschreiben. Seine Frau haben wir auch gleich engagiert . Er passt einfach zu uns . mit der er das Gespräch führte.soll einer sagen.

bewirbt sich blind (also ohne dass die Firma eine offene Stelle ausgeschrieben hätte oft auch Initiativbewerbung genannt} als Software-Entwickler bei einem Hersteller von Industriecomputern. Er befürchtet. dass Unternehmen und Mitarbeiter letztendlich zueinander passen werden. in dem er sich persönlich vorstellt und gleichzeitig dezidiert darauf eingeht. ein Hochschulabsolvent. Dann zeigt die Kamera kurz auf den Geschäftsbericht des Computerherstellers -194- .Engineering by Video Reinhard. Somit konnte Reinhard überzeugend den Eindruck vermitteln. Seine authentische Selbstdarstellung hat jedoch ausreichend Entwicklungspotenzial erkennen lassen. und das etwa fünf Minuten lang. In den normalen schriftlichen Bewerbungsunterlagen stellt er seine fachlichen Fähigkeiten in den Vordergrund. sowohl in fachlicher als auch in persönlicher Hinsicht. obwohl er noch nicht in vollem Umfang über die gewünschte Berufserfahrung verfügt. ohne langweilig zu werden. wenn ihm nicht etwas Besonderes einfiele. Strategie und Überlegung Als Hochschulabsolvent verfügt Reinhard noch nicht über die Fachkompetenz eines „alten Hasen“. warum er ausgerechnet bei diesem Computerhersteller arbeiten möchte. Er wird für eine frei werdende Position eingestellt. das ihn als High Potential positioniert. dass es für das Unternehmen ein Gewinn ist. sich für ihn als Mitarbeiter zu entscheiden. In beiden darauf folgenden Vorstellungsgesprächen kann Reinhard sowohl den Fachvorgesetzten als auch den Personalchef davon überzeugen. Also stellt er per Videofilm seine Persönlichkeit in den Vordergrund. Er sitzt entspannt in seinem Arbeitszimmer vor seinem PC und erzählt vor laufender Kamera über sich. Weiterhin fügt er einen 15minütigen Videofilm bei. dass seine Blindbewerbung abgewiesen würde.

Zwischen der persönlichen Darstellung im Videofilm und dem Auftreten in den beiden Vorstellungsgesprächen war keine Diskrepanz. was er über dieses Unternehmen weiß und warum er ausgerechnet da arbeiten will. Bei Anruf Job! Harald ist Außendienstmitarbeiter eines weltweit tätigen Medienkonzerns. Es ist die Zeit der Liberalisierung des Telefonmarktes und ein großer internationaler Anbieter sucht dringend fest angestellte Außendienstler. Diese Planung aber funktioniert nur dann.und Verdienstchancen sind wesentlich besser als bei Haralds jetzigem Arbeitgeber. um genau bei uns eine Stelle zu bekommen. die er anführte. Die Gründe. Er -195- . Er ist mit seiner Tätigkeit zwar zufrieden. wenn Harald einer höher bezahlten Job findet. bevor die endgültige Fassung aufgenommen wurde. Damit waren die persönliche Eignung und die Identifikation mit dem Unternehmen unter Beweis gestellt. Meinung des Personalentscheiders Neben der fachlichen Eignung des Hochschulabsolventen hat letztendlich überzeugt. Die hat er dann abgeschickt. waren schlüssig. Selbstverständlich hat Reinhard im Vorfeld ein Drehbuch für sein Video erfasst und seinen Videoauftritt mehrmals geübt. Die Aufstiegs. dass er authentisch war. ein Haus bauen und dann eine Familie gründen.und Reinhard sagt. In klar formulierten Sätzen fasst er am Ende zusammen. doch die Verdienstmöglichkeiten sind beschränkt. Seine Freundin und er wollen heiraten. was er dem Unternehmen zu bieten hat und warum gerade er für eine frei werdende Stelle berücksichtigt werden sollte. Er verspricht über seine fachliche Eignung hinaus einen „value added“ für das Unternehmen. Er war sich seiner Stärken und Potenziale deutlich bewusst und hat sie klar formuliert.

Entsprechend begehrt sind diese Stellen. seinen Anschluss wechseln zu wollen. Die Mitarbeiter haben wenig Freiraum bei der Gestaltung ihrer Arbeit. Die Entwicklungs. sobald Harald als Außendienstmitarbeiter des Telefonanbieters die Verträge abschließt. und ersinnt eine klevere Strategie: Er ruft bei der Servicenummer des Telefonanbieters unter dem Vorwand an.und Vertragsunterlagen zu schicken. tarifliche Flexibilität und so weiter. Harald weiß. Als er sich von der Qualität der angebotenen Tarifprodukte überzeugt hat. Harald bittet die Call-Center-Mitarbeiterin. dass er ihr Außendienstmitarbeiter wird. Strategie und Überlegung Die Mitarbeiterfü hrung des Medienkonzerns ist sehr eng. So findet Harald zehn Interessenten.und einem kleinen Extra: Harald kann seinem Anschreiben zehn Absichtserklärungen potentieller Kunden beifügen. fragt er Freunde. und erzählt ihnen von seinen Karriereplänen. ob sie eventuell ihren Telefonanbieter wechseln möchten. sondern wird auch im Tagesgeschäft praktiziert. allerdings mit dem Vorbehalt.bewirbt sich mit den üblichen Unterlagen .und Verdienstchancen sind gut und der Markt fängt an zu boomen. das er nicht der einzige Bewerber sein wird. Bekannte und interessierte Kunden. die ihm eine Absichtserklärung unterschreiben. Erst dann werden diese Absichtserklärungen in Verträge umgewandelt. Der Telefonanbieter hat den Ruf. Harald empfindet das teilweise schon als Gängelei und wünscht sich mehr Gestaltungsfreiheit in seiner Arbeit. Diese überprüft er akribisch auf Kundennutzen wie Kostenersparnis. -196- . optimale Voraussetzungen für eine Tätigkeit im Außendienst. die ihren Telefonanschluss wechseln würden. ihm die Informations. Das Wort „Empowerment“ gehört für den englischsprachigen Konzern nicht nur zum Wortschatz. seinen Mitarbeitern weitgehend freie Hand zu lassen.

ist eine wunderbare Fähigkeit. Es erfordert schon einigen Drive. Kurz entschlossen marschierte er in seiner Lagerarbeitermontur direkt zum verdutzten Personalreferenten und sagte: „Ich beherrsche alle hier eingesetzten PC-Programme. Sie dann noch zu einer Unterschrift unter eine Absichtserklärung zu bewegen. Vor allem das Internet interessierte ihn sehr.noch dazu ohne Bezahlung -. wie etwas zu tun -197- . das fanden wir echt stark. Menschen für ein Produkt zu begeistern. handelte er ganz spontan. dass für die interne PCSupport-Hotline ein Mitarbeiter gesucht würde. das seine Stellenangebote erst intern am schwarzen Brett bekannt gab. Viele Abende und Wochenenden verbrachte er in EDV-Kursen. Bitte lassen Sie mich diesen Job machen!“ Der Personalreferent gab ihm eine Chance und ließ ihn zwei Tage lang probehalber die Hotline-Fragen beantworten. Wir haben Harald logischerweise sofort eingeladen und ihn dann auch gleich eingestellt. Er dachte nicht lange darüber nach. Er hat sein Hobby zum Beruf und den Sprung vom Lagerarbeiter zum Hotliner gemacht! Strategie und Überlegung Als Ralf die Stellenausschreibung las. die einem Vertragsabschluss gleichkommt. In dieser Zeit bewies Ralf sein Können. Eines Morgens las er dort. bevor es Personal von außen rekrutierte. Tagsüber arbeitete er als Lagerarbeiter in einem großen Unternehmen. Vom „hot job“ zur Hotline Ralfs großes Hobby war sein Computer.Meinung des Personalentscheiders Der Mann hat wirklich Mumm! Im Vorfeld bereits so viel Engagement zu entwickeln .

der Hotelbetrieb sagte ihr auch nicht -198- . hatte mit dem Job nicht direkt zu tun: Der Mut und die Chuzpe. doch die Positionen für Restaurantleiter sind relativ dünn gesät. nahm ich ihm seine Behauptung schon eher ab. in meinem Textverarbeitungsprogramm einige Einstellungen zu ändern und er das im Nu erledigte. vor allem wenn man so präzise Vorstellungen hat wie Stephanie. Um sie zu trösten und aufzubauen. feines Restaurant wechseln. als ihm die Chance zu geben. die hinter so einem Vorstoß steckt. Zwar wollte sie schon immer in ein kleines. warum sein unangemeldeter Vorstoß erfolgreich war. Ich konnte gar nicht anders. Trotz der vielen Fortbildungs. Dass er diese Chance allerdings erhielt. sondern wusste intuitiv: Dies ist meine Chance. dass er alle bei uns eingesetzten PC-Programme beherrsche. aber die Schließung der Filiale der Steakhauskette traf sie trotzdem unvorbereitet. jetzt oder nie! Mit dieser Zielstrebigkeit und Unbeirrbarkeit hätte ihn auf seinem Weg zum Personalreferenten niemand aufhalten können. Meinung des Personalentscheiders Die Bestimmtheit von Ralfs Auftreten hat mich überrascht. lud ihre Freundin sie in ein sehr edles Lokal in der näheren Umgebung ein. Ein Grund. Erlebnisgastronomie Stephanie hat gerade ihren Job als Leiterin eines Steakhauses verloren und ist entsprechend deprimiert. und das als Lagerist. Die selbstsichere Behauptung. Auf der Fahrt dorthin besprachen sie Stephanies weitere Berufsplanung.und Entwicklungsmöglichkeiten wollte sie nie wieder für eine Restaurantkette arbeiten. fand ich. Als ich ihn bat. In der Gastronomie werden immer Kräfte gesucht. konnte ich zuerst nicht glauben.sei. war den Versuch wert.

sie stand auf und räumte die Tische ab. half ungemein. dass seine beiden Kollegen überraschend ausgefallen waren und so schnell keine Aushilfe gefunden werden konnte. Der Inhaber und gleichzeitig Koch des Restaurants bedankte sich mit einem Digestif. Unsere Tische waren trotz Urlaubsze it komplett reserviert und die Hälfte des Personals fiel der Sommergrippe zum Opfer.zu. Sie handelte nach außen hin spontan . der aufsteht und die Tische abräumt. wird. dass sie „vom Fach“ war.doch die Tatsache. gehobenes Restaurant managen. dass Stephanie auf der Suche nach einem neuen Job war. Strategie und Überlegung Viel überlegt beziehungsweise strategisch geplant hat Stephanie kaum. lächerlich wirken. Ich hatte schon häufiger darüber nachgedacht.und sich dann im Gespräch als qualifizierte Gastronomiefachfrau entpuppt. der das Restaurant managt. Ein normaler Gast. ob es nicht an der Zeit wäre. Bei der Bestellung erfuhren sie vom gestressten Kellner. stellte er sie sofort ein. Als er erfuhr. das war ein Fingerzeig des Himmels. so dass ich mich ausschließlich auf die -199- . dass Tische unabgeräumt blieben und das Servicepersonal hoffnungslos überlastet war. Ich hatte mit der Küche vollauf zu tun. keine meiner Hilfskräfte konnte ich für den „Notfall-Service“ entbehren und von unseren Aushilfen war auch keiner zu erreichen. das gute Gäste anzog. Als sie nach zehn Minuten Autofahrt das Lokal betraten. Stephanie dachte nicht lange nach. Meinung des Personalentscheiders An diesem Abend war die Hölle los. Sie wollte ein überschaubares. einen Chef de Service zu suchen. als sie sah. Dass in dieser Situation ein Gast spontan einspringt . den er selbst servierte. traute Stephanie ihren Augen nicht: Genau so sah ihr Traum-Restaurant aus! Ihre Begeisterung legte sich etwas. wenn er sich ungeschickt anstellt.

hing der gesamte Betrieb an mir. und.das heißt. zeugte von einer zupackenden Einstellung . Seitdem meine Frau durch die Kinder nicht mehr mitarbeitet.Küche konzentrieren könnte. → Sie waren kreativ. die ich sehr schätze. Trotzdem -200- . → Sie haben sich nicht gescheut. Das Verhalten. was für Sie am besten ist und diese mögen sich nicht immer mit Ihren eigenen Gedanken decken. sie ließen sich etwas einfallen. das Stephanie durch ihre spontane Hilfsaktion gezeigt hat. mag Ihnen aufgefallen sein. und war glücklich. damit ihre Bewerbung aus den anderen hervorstach und auffiel. Was alle Beispiele gemeinsam haben Alle diese Beispiele sind echt .eine Charaktereigenschaft. denn Zivilcourage ist eine Voraussetzung für ausgefallene Bewerbungen. andere um Rat zu fragen oder um Hilfe zu bitten. indem sie statt der allgemeinen Trampelpfade ihren eigenen Weg gingen. last not least. die Geschichten sind wirklich so passiert und die geschilderten Bewerber haben wirklich die beschriebene Stelle bekommen. dass sie Übereinstimmungen aufweisen: → Alle Bewerber haben sich etwas Außergewöhnliches überlegt. Warum wohl? Wenn Sie die Beispiele sowohl mit Vergnügen als auch mit Aufmerksamkeit gelesen haben. als sie akzeptierte. Sie waren innovativ. Also bot ich ihr ebenso spontan an. das Restaurant zu managen. sie waren mutig. → Durch die Bank hat sich jeder Kandidat selbstbewusst verhalten bei der Entwicklung seiner Strategie wie auch in den jeweiligen Vorstellungsgesprächen. Freunde und Familie haben zwar ihre eigenen Vorstellungen darüber.

→ In allen Geschichten kam klar zum Ausdruck. was gerade mich unverwechselbar macht? → Wo stehe ich mir selbst im Weg und warum tue ich das? → Wie stelle ich mir meine berufliche Zukunft vor? → Will ich diesen Job wirklich und warum? → Wie kann ich auf angenehme oder dezent provokante Weise die Aufmerksamkeit auf meine Bewerbung ziehen? → Was passiert. wenn er versteht. denn der andere kann nur helfen. → Jeder Bewerber hat sich vorher zumindest gedanklich mit seinem potenziellen Arbeitgeber auseinander gesetzt und war über das Unternehmen so gut wie möglich informiert. Sicherlich werden Sie noch andere Übereinstimmungen herausfinden. dass die Bewerber genau wussten. was sie wollten. Das Gleiche gilt. wenn Sie um Hilfe bitten: Formulieren Sie Ihre Anfrage bitte so genau wie möglich. Sie prüfen genau. worum es geht und warum er helfen soll. gehört zu den wichtigsten Aspekten Ihrer Bewerbung. ob die gemachten Aussagen Ihnen wirklich weiterhelfen. weil Sie daraus Fragen zur Entwicklung Ihrer eigenen Strategie ableiten können: → Welche Potenziale schlummern in mir? → Was ist es.schadet es nicht. aber die oben genannten halte ich für besonders wichtig. vorausgesetzt. egal wie toll oder qualifiziert er ist. wenn ich diesen Job dann auch -201- . Eine „08/15Bewerbung“ kann sich heute niemand mehr leisten. und sich nicht ablenken ließen. die Meinung anderer einzuholen. Dass Sie sich über Ihren zukünftigen Arbeitgeber schlau machen.

ob dieser Berater/Coach Sie wirklich weiterbringen kann. so scheuen Sie sich nicht. Ihre Schwächen „auszumerzen“ -. außer man tut es!“ Ich wünsche Ihnen viel Glück und gute Einsichten auf Ihrem Weg . bezahlte Helfer in Anspruch zu nehmen. Wenn es Ihnen eher darum geht. Es geht immer nur um das Eine: nämlich das Tun! Ganz banal gesagt: „Es gibt nichts Gutes. Bei der Auswahl achten Sie außer auf Ihren Geldbeutel bitte vor allem auf Ihr Bauchgefühl.bekomme? Falls Sie Bedenken haben oder sich über den einen oder anderen Punkt Gewissheit verschaffen wollen. Es gibt Karriereberater und auf berufliche Zielerreichung spezialisierte Coachs. Veränderungsprozesse begleitet und gute Kontakte zur Wirtschaft hat. als dass Chancen und Lernmöglichkeiten da lauern.vergessen Sie nicht: „Jede Schwierigkeit ist eine Chance in Arbeitskleidung“. Ihr Potenzial weiterzuentwickeln das bedeutet. dass Sie eher an Ihren Stärken arbeiten als sich damit beschäftigen. was nichts anderes heißt. sollten Sie sich jemand suchen. In diesem Markt hat sich die Spreu noch nicht vom Weizen getrennt. der im Einzeloder Gruppencoaching Potenzialentwicklung anbietet. Genug der Theorie. -202- . wo es mal weniger glatt oder einfach geht.

So wird der USAAufenthalt zum Erfolg. Fit for Business 2000 Manekeller. Weiterkommen mit der richtigen Selbst-PR. Eichborn 1998 Leger. Bernd: Praktikum in USA und Kanada. Individuell und treffend formulieren. Marianne: Raus aus dem Haus: Bewerbungstraining für Mütter. Schule. David F. Der Leitfaden für die erfolgreiche Bewerbung. Karl-Heinz: Kreative Jobsuche. Claus Peter: Fit 4 USA. Fit for Business 2000 -203- . Gezielt zum neuen Job. Fit for Business 2000 List. Wie Sie schon bei der Präsentation Pluspunkte sammeln. Was will ich? Was kann ich? Wie erreiche ich mein Ziel?. Studium. Wolfgang: Außergewöhnliche Bewerbungen. Das Bewerbungsbandbuch für Ein-. Richard Nelson: Durchstarten zum Traumjob. Fit for Business 1999 Rye. mvg 2001 Vollmer.. Karl-Heinz: Bewerbungsbriefe. Hans Christian: Die perfekte schriftliche Bewerbung. Campus 1996 List. Um.: 1003 Wege Karriere zu machen. Verwirklichen Sie Ihren Traum vom Beruf. Jürgen/Schrader.Anhang Literaturverzeichnis Bewerbung allgemein Bolles.und Aufsteiger. Gondrom 1998 Müller-Thurau. Praktikum. Praxis-Tipps für Job. Campus 1999 Hesse. die ankommen.

Hans: Vorstellungsgespräche sicher und erfolgreich führen. Manfred: Das erfolgreiche Vorstellungsgespräch. Ihre persönliche Bewerbungsstrategie (Audiotraining). Heinz: Das Vorstellungsgespräch.: Das Vorstellungsgespräch. Falken 2000 Ibelgaufts. Eichborn 2001 List. Falken 2000 Knebel. Mit Antwortgarantie. Die beliebteste Art. Fit for Business 2001 Vorstellungsgespräch Friedrich.und -204- . GABAL 1999 Lucas. Karin: Aktiv zum neuen Job. Erstklassige Selbstpräsentation. Optimal vorbereitet auf Ihren Live-Auftritt. Karl-Heinz/Huber. Christine M. Fit for Business 2000 Einstellungs-. Schäffer 2000 Kratz. Melitta: Selbstdarstellung & Selfmarketing. Ziele verwirklichen. mvg 2000 Winzen.und Intelligenztests Gay. Mitarbeiter auszuwählen. Hans-J. Fähigkeiten erkennen.: E-Mail-Bewerbung. GABAL 2000 Hertwig.Ihre Chance. Sabine: Der Testtrainer. Oscar J. So werden Sie eine unverwechselbare Persönlichkeit. Mit dem Original DISG'Test zur Selbstauswertung. Persönlichkeits. Die erfolgreiche Initiativbewerbung. Renate: Das überzeugende Vorstellungsgespräch.. Fit for Business 2000 Online -Bewerbung Hofert. Svenja: Praxismappe für die perfekte Internet Bewerbung. Friedbert: Persönlichkeitsprofil DISG. Bewerbung. Erfolgreiche Strategien für den ersten Eindruck.: Ihre berufliche Zukunft . „Walhalla 2000 Lines. June: 30 Minuten zum überzeugenden Vorstellungsgespräcb. Fit for Business 2001 Willmer.Weiser. Das neue Bewerbungswissen.

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