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Zusammenfassung W&R BM/GAV Ramon Schumacher

Bedeutung GAV
GAV bedeutet Gesamtarbeitsvertrag. Der GAV ist eine Vereinbarung zwischen einem
Arbeitnehmerverband oder einer Gewerkschaft und einem einzelnen Arbeitnehmer oder
einem Arbeitnehmerverband über die Regelung der Einzelarbeitsverträge.

Unterschied GAV – NAV - EAV


Vertragspartner
EAV zwischen einzelnem AN und AG,
GAV zwischen AN-Verband (Gewerkschaft) und AG oder AG-Verband,
NAV ist gesetzliche Bestimmung für gewisse Branchen (keine Vertragspartner).
Form
EAV formlos gültig (mündlich, stillschweigend),
GAV schriftlich,
NAV vorgeschriebene Form der Veröffentlichung.
Zweck
EAV steht die Leistung des AN im Dienste des AG im Vordergrund,
GAV Arbeitsfrieden einhalten und Kofliktfälle zu regeln,
NAV einheitliche Regeln und Schutz des AN.

Unternehmensarten
Wer ist Eigentümer? Wieviele Mitarbeiter? In welchem Wirtschaftssektor tätig?
Rechtsform?

Nach Eigentümer sortiert gibt es Privatunternehmen (UBS, Coop), die eine Privatperson
als Eigentümer haben, Öffentliche Unternehmen (Post, SBB), die den Staat als
Eigentümer haben und Gemischtwirtschaftliche Unternehmen (Swisscom), die beides
als Eigentümer haben.

Sortiert nach der Anzahl Mitarbeiter gibt es KMU's und Grossunternehmen. KMU ist
unterteilt in Mikrounternehmen (-9), Kleinunternehmen (-49) und Mittelunternehmen (-
149). Grossunternehmen gelten ab 250 Mitarbeitern.

In einer Sortierung nach Wirtschaftssektor gibt es 3 Sektoren. Die Urproduktion, die


Güterveredelung/Güterverarbeitung und die Dienstleistungen und Verwaltungen.

Verschiedene rechtliche Unternehmensformen im Vergleich


Inhaber
 EU (eine natürliche Person)
 KG (zwei natürliche Personen)
 AK (eine natürliche oder juristische Person)
 GmbH (Siehe AK)
 GS (Sieben natürliche oder juristische Personen)

Eignung
 EU (Kleine Unternehmen mit geringem Kapitalbedarf)
 KG (KMU's)
 AK (Alle möglichen Unternehmungen)
 GmbH (Personenbezogene KMU's)
Zusammenfassung W&R BM/GAV Ramon Schumacher

 GS (Wirtschaftliche Selbsthilfe für Personen mit gleichen Interessen)

Nachteile
 EU (Privathaftung)
 KG (Nachfolge)
 AK (Komplizierte Vorschriften)
 GmbH (Kapitalbeschaffung)
 GS (-)

Gewinnbeteiligung
 EU (Eigentümer)
 KG (Vertragliche Abmachung, ansonsten Aufteilung)
 AK (Je mehr Aktien, desto mehr Gewinnbeteiligung)
 GmbH (Gewinnbeteiligung im Verhältnis ihrer Einlagen)
 GS (Bleibt in der Genossenschaft als Reservebildung)

Unternehmen im Spannungsfeld verschiedener Interssen


Umweltbereiche
• Rechtliche (Firma hält sich an das Recht, Datenschutz, Arbeitsrecht usw.)
• Ökologische (Natur, Rohstoffe, freie Güter, Entsorgungsgebühr einführen usw.)
• Technologische (tech. Fortschritt durch Forschung bedingt Investition der Firma)
• Soziale (Menschlichen Werten und Normen, der eine Firma machtlos unterliegt)
• Ökonomische (Abhängig von der Entwicklung eines Landes, nicht beeinflussbar)

Anspruchsgruppen
• Arbeitnehmer (Einkommen, Arbeitsklima, Arbeitsbedingungen, Mitspracherecht)
• Lieferanten (Regelmässige Bestellungen, pünktliche Zahlung)
• Kapitalgeber (Sicherheit, Verzinsung, Vermögenszuwachs)
• Konkurrenten (Kooperation, Faires Verhalten)
• Staat (Steuereinnahmen, Angebot an Arbeitsplätzen)
• Kunden (Qualität der Waren, günstige Angebote, guter Service)

Zielkonflikte
• Kunden – Kunden (gute Beratung - preisgünstige Ware)
• Arbeitnehmer – Kunden (Hohes Einkommen – preisgünstige Waren)
• Lieferanten – Kunden (hohe Preise – billige Ware)
• Kapitalgeber – Arbeitnehmer (Hohe Rendite – hohe Löhne)
• Arbeitnehmer – Technologie (sicherer Arbeitsplatz - Umstrukturierung)
• Technologie – Gesellschaft (Technologischer Wandel – Gesellschaftsregeln)
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Standortfaktoren
Für eine Firma gibt es verschiedene Faktoren bei der Wahl eines geeigneten Standorts.
Es gibt Faktoren die international, national, regional und vor Ort ausschlaggebend sind.

• Arbeitsorientiert (Kosten der Arbeitskräfte = Im Ausland billiger)


• Material- und Rohstofforientiert (Materialtransportkosten, Rohstoffvorkommen)
• Verkehrsorientiert (Erreichbarkeit, Verkehrsverbindungen)
• Grundstückorientiert (Teurer Bodenpreis, wenig Platz in der Schweiz)
• Absatzorientiert (Konkorrenz je nach Waren gemieden, Nähe der Konsumenten)
• Umweltorientiert (Einstellungen zur Umwelt, Rücksicht auf öffentliche Meinung)
• Internationale Faktoren (Steuern, Zolkosten, Unterstützung durch Staat)
• Politisch-Rechtliche Faktoren (Kurze Bewilligungsverfahren)
• Infrastrukturorientiert (Versorgung, Entsorgung)

Standortfaktoren in der Schweiz:


+ Infrastruktur, + Stabilität, + Gesetzgebung, + wenig Korruption, + Bildungsniveau, +
Steuern, - Bewilligungsverfahren, - Preis/Lohnniveau, - Bodenpreise, - Eingeschränkter
Markt

Firmenrecht, Handelsregister
Handelsregister
Das Handelsregister ist ein amtlich geführtes Register, in das jedes Unternehmen
eingetragen wird. Das Handelsregister ist öffentlich, jeder kann es begutachten. Es gibt
Auskunft über den Geschäftsnamen, die Rechtsform (AG, GmbH), die Standorte, die
Branche, die Firmennummer, die Inhaber und Teilhaber, sowie teilweise das Kapital.

Eintragungspflicht haben alle Einzelunternehmungen ab 100'000 Umsatz jährlich, alle


Gesellschaften, Stiftungen, Vereine die ein kaufmännisches Unternehmen betreiben und
Institute.

Firmenrecht
Unter Firmenrecht versteht man das Recht bei der Wahl des Geschäftsnamen. Da gibt es
nämlich gewisse Einschränkungen.
 Name muss der Tatsache entsprechen (keine irreführenden Angaben)
 Bei Einzelunternehmen muss der Familienname im Firmenname enthalten sein
 Geschäftsbezogene Zusätze sind erlaubt (Metzgerei, Schreinerei)
 Genossenschaften sind frei in der Wahl des Firmennamens, aber die Rechtsform
muss enthalten sein (GmbH, AG)
 Regionale Zusätze sind erlaubt (Zürcher, Schweizerische)

Gemeinkosten, Rabatt, Skonto, etc.


 Rabatt (Prozentuale Vergünstigung des Katalogpreises)
 Skonto (Vergünstigung des Rechnungsbetrags wegen schneller Zahlung)
 Bezugskosten (Transportkosten, Zollgebühren)
 Gemeinkosten (Miete, Personal, Abschreibungen)
 Selbstkosten (Einstandspreis + Gemeinkosten)
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Bilanz
Aktiven (Vermögen eines Unternehmens, Investitionen, Mittelverwendung)
 Umlaufvermögen (Vermögen, das kurzfristig in eine andere Form übergeht)
◦ Kasse, Post, Bank = Flüssiges Geld
◦ Wertschriften
◦ Forderungen gegenüber Kunden
◦ Lager (Fertigware)
 Anlagevermögen (Vermögen, das langfristig zur Verfügung steht)
◦ Finanzanlagen
◦ Mobile Sachanlagen (Einrichtungen, Fahrzeuge)
◦ Immobile Sachanlagen (Immobilien)
◦ Immaterielle Anlagen (Lizenzen)
Passiven (Schulden eines Unternehmens, Finanzierung, Mittelherkunft)
 Fremdkapital (Von Dritten zur Verfügung gestellt)
◦ Verbindlichkeiten wegen Lieferungen, Leistungen
◦ Finanzverbindlichkeiten (Bankkontokorrent, Darlehen, Hypotheken)
 Eigenkapital (Von Eigentümer zur Verfügung gestellt)
◦ Aktienkapital
◦ Reserven
◦ Gewinnvortrag

Eine Bilanz ist die Gegenüberstellung von Aktiven und Passiven bzw. Vermögen und
Schulden.