HANDBOUND

AT THE

UNIVERSITY OF

TORONTO PRESS

AUSFÜHRLICHE

GRAMMATIK
DER

GRIECHISCHEN SPRACHE
VON

D^

RAPHAEL KÜHNER.
ERSTER
TEIL:

ELEMENTAR- UND FORMENLEHRE.
,

DRITTE AUFLÄGE

IN

ZWEI BANDEN

IN

NEUER BEARBEITUNG
BESORGT VON

DR FRIEDRICH BLASS.
ERSTER BAND.

-^-^O-«—»^

HANNOVER.

HAHNSCHE BUCHHANDLUNG.
1890.

^iu

6a.

\

6^^

J«*!

^v^r

x>

Hofbuchdruckerei der Gebrüder Jänecke

in

Hannover.

Aus dem

Vorwort zu der ersten Auflage.
Zweige der Litteratur mag in den letzten Jahrzehnten Leben geherrscht haben als in dem Fache der grammatischen Forschung. Eine grosse Zahl gelehrter und scharfsinniger Werke hat die griechische Sprachlehre aufzuweisen; mit ihr hat in den neuesten Zeiten die lateinische Grammatik gewetteifert und jener Werke an die Seite gestellt, die sich an Gründlichkeit, Umfang und Gediegenheit neben den Untersuchungen aus dem Gebiete der griechischen SprachAuch das Studium der vergleichenden lehre ehrenvoll behaupten. Grammatik hat sich mächtig erhoben und den heilsamsten Einfluss auf die tiefere Einsicht vieler schwieriger und verwickelter Punkte der Formenlehre geäussert. Aber der Vorrang echt wissenschaftlicher Behandlung gebührt vor allen der Grammatik unserer Muttersprache: sie hat zuerst versucht das organische Leben der Sprache zu ergründen, dasselbe durch alle Zweige zu verfolgen und ein klares, anschauliches und lebensvolles Bild des grossen und kräftig blühenden Sprachbaums darzustellen. Diese grossartige, umfassende und tiefeingreifende Behandlung hat überall; da, wo toter Mechanismus herrschte, frisches Leben gebracht, da, wo früher der Zufall sein willkürliches Spiel trieb und Gleichartiges mit Ungleichartigem mischte, einen festen Grund gelegt, das Eine von dem Anderen geschieden und über unzählige Punkte der Grammatik und Erscheinungen der Sprache, welche früher von einem undurchdringlichen Dunkel verhüllt waren oder in unklarer Verworrenheit neben einander aufgeschichtet lagen, Licht und Ordnung verbreitet. Gross und schwierig ist daher die Aufgabe, welche die griechische Sprachlehre, wenn sie dem jetzigen Standpunkte der Sprachwissenschaft genügen will, zu lösen hat. Sie soll den Organismus einer der vollendetsten und geistreichsten Sprachen in seinem ganzen Umfange und in lebendiger Anschauung auffassen, die allmähliche Entwickelung
In keinem

ein regeres

IV
desselben

Vorwort.

von seinem Ursprünge bis zu seiner höchsten Ausbildung wie alle in klarer und natürlicher Ordnung vorlegen und zeigen, der Sprache Formen, Strukturen, Wendungen und Eigentümlichkeiten
gleichsam
wie aus Einem Keime hervorgewachsen sind und sich zu einem schönen und grossen Ganzen, in dem sich gewissermassen die Lichte lilüte des griechischen Geistes und Lebens in dem schönsten

zeigt, ausgebildet

haben.

und mannigfaltiger sich aber die griechische so mehr erfordert die Erforschung dergründliches, umsichtiges und umfassendes Studium, eine selben ein stets rege und angestrengte Aufmerksamkeit, eine lebendige Auffassung gleichartiger und verschiedenartiger, analoger und widersprechender Elemente, eine gewisse Leichtigkeit und Geschmeidigkeit sich in die
Je
freier,

vielseitiger

Sprache entwickelt hat,

um

Denk- und Sinnesweise eines fremden, höchst eigentümlichen Volkes zu versetzen, Feinheit und Schärfe der Beurteilung in der Scheidung verschiedener Mundarten der Sprache, verschiedener Zeitalter derselben und verschiedener Gattungen der Litteratur. Zu dem gründlichen Studium der griechischen Sprache muss sich, als ergänzende und vermittelnde Gehülfm, die vergleichende Sprachlehre gesellen. Denn wenn es auch dem Sprachforscher als einer der wichtigsten Grundsätze gelten muss, die Gesetze der von ihm zu erforschenden und zu beleuchtenden Sprache in ihren Wortund Redeformen aus ihr selbst und aus dem Leben und dem Geiste des Volkes, das sie gesprochen, zu erklären; so wird ihn doch selbst die tiefste Kenntnis der Sprache, wenn ihm der innere Zusammenhang und Verband mit den Schwestersprachen verschlossen geblieben
ist,

an unzähligen

Stellen,

wo

ein einziger Blick in die vergleichende die überraschendsten Aufschlüsse

Grammatik ihm das hellste Licht und dargeboten hätte, im Stiche lassen.
er
sich

So wird

er

entweder

viele der

wichtigsten Spracherscheinungen gänzlich unerklärt lassen oder,

indem Mutmassungen begibt, sich der Gefahr aussetzen in lächerliche hTtümer zu verfallen. Wie häufig lag die Erklärung einer Erscheinung so ganz nahe in der Sprache selbst, wurde aber dennoch nicht erkannt, ja nicht geahnt, weil das
auf die schlüpfrige

Bahn

leerer

bindende Mittelglied, welches uns eine oder mehrere der Schwestersprachen darreichen, fehlte! In der Behandlung unserer europäischen Sprachen sagt der geistreiche Bearbeiter des Sanskrit i) musste in
, ,

der That eine neue Epoche eintreten durch die Entdeckung eines neuen sprachlichen Weltteils, nämlich des Sanskrit, von dem es sich

1)

Franz

Bopp,

vergleichende

Grammatik des

Sanskrit,

Zend

u. s.

w.

I.

Abtl.

Berlin, 1833. Vorr. S. IV.

Vorwort.

V
in

erwiesen hat,

dass

es

in

seiner g-rammatischen Einrichtung

der

innigsten Beziehung
u.

zum

Griechischen,

Lateinischen,

Germanischen

steht, so dass es erst dem Begreifen des grammatischen s. w. Verbandes der beiden klassisch genannten Sprachen unter sich, wie auch des Verhältnisses derselben zum Germanischen, Litthauischen,

Slavischen eine feste Grundlage gegeben hat.

Wer

hätte vor einem

halben Jahrhundert es sich träumen lassen, dass uns aus
allen

dem

fernsten

Orient eine Sprache würde zugeführt werden, die das Griechische in

Eigentum zugetrauten Formvollkommenheiten und überall dazu geeignet ist, den im Griechischen bestehenden Dialektenkampf zu schlichten, indem sie uns sagt, wo ein jeder derselben das Echteste, Älteste aufbewahrt hat.
als

seinen ihm

begleitet, zuweilen überbietet

Wesen und die Bedeutung der Formen erst in dem Zusammenhange des Satzes deutlich erkannt und erklärt Averden kann, so habe ich fast allen tieferen Untersuchungen und
das

Da

lebendigen

wissenschaftlichen Begründungen
ihre Stelle angewiesen.

dieser Punkte Daher werden manche
die
leicht
als

erst
in

in

der Syntaxe

der Formenlehre

ausgesprochene Ansichten,
erscheinen dürften,
in

unbegründete Neuerungen

der Syntaxe,

wie ich hoffe, ihre genügende

Begründung finden. Um Anderes zu übergehen, will ich nur Einen Punkt erwähnen, weil ich befürchte, dass mir gerade wegen dieses harte Widersprüche entgegen treten werden, dass ich nämlich es gewagt habe den Optativ, den man als einen, der griechischen Sprache allein eigentümlichen Modus gepriesen und auf die spitzfindigste Weise, der Eine so der Andere anders erklärt hat zu dem was er ist, d. h. zum Konjunktive der historischen Zeitformen, zu machen und ihm in den Paradigmen den Platz, den er von jeher hätte ein-

,

,

,

,

nehmen

sollen,

anzuweisen.
unberücksichtigt

Dass ich die vergleichende Sprachlehre nicht
gelassen habe,

deshalb glaube ich von Keinem, der mit
ist,

dem Standgenommen

punkte der Wissenschaft bekannt
eher deshalb
geschöpft
,

einen Vorwurf zu befürchten,

dass ich nicht häufiger zu ihr meine Zuflucht

und namentlich
habe.

aus der reichen

Quelle
durfte

des
ich

Sanskrit

zu sparsam

Aber

einerseits

den

Grenzen des Buches nicht aus den Augen
ich

verlieren,

Zweck und die und dann glaubte
leisten,

der Wissenschaft einen grösseren Dienst zu
fest

wenn

ich

mit Besonnenheit auch nur wenige, aber

begründete Thalsachen

aufnähme, als wenn ich jaufs Geratewohl die unsichere Bahn der Hypothesen betrete und Wahres und Falsches vermischte.

YJ

Vorwort.

Don um die Sprachwissenschaft hoch verdienten Männern, deren Werke mir bei der Ausarbeitung dieser Grammatik zu Gebote gestanden haben, fühle ich mich für ihre Forschungen und Bemühungen
Danke verbunden, den hier öffentlich auszuangenehme Pflicht ist. Selbst Ansichten, die den durch eigene Untersuchungen gewonnenen Ergebnissen entweder teilweise oder gänzlich widersprachen, waren nicht ohne Interesse und Nutzen für mich, indem ich oft durch sorgfältige Prüfung und Abwägung der Momente der einander entgegenstehenden Meinungen
zu

dem

aufrichtigsten

sprechen mir eine

Grammatik und und durch die damit unausder über dieselbe geschriebenen Werke gesetzt verbundene Lesung der Alten habe ich den bereits aufgenommenen grammatischen Stoff vielfach ergänzt und vervollständigt,
indem
ich

zur Erkenntnis der Wahrheit geleitet wurde. Durch das vieljährige Studium der griechischen

mehreren Punkten,

die

bis jetzt

mit Unrecht aus

dem

Bereiche der Grammatik ausgeschlossen waren, die ihnen gebührende Stellung angewiesen, andere, die nur kurz und unvollständig behandelt

oder nur beiläufig berührt worden waren, weiter ausgeführt habe.

Hannover, den

1.

Junius 1834.

Fl,

Kühner,

Aus dem

Vorwort zu der zweiten Auflage.
Bei der Ausarbeitung der ersten Auflage dieser
ich
die

Grammatik hatte
welche

Absicht eine griechische

Sprachlehre zu verfassen,

einerseits

dem

wissenschaftlichen Standpunkte, den damals die Sprach-

wissenschaft einnahm, entspräche, andererseits den Bedürfnissen der

Schule bei

dem

Unterrichte der griechischen Sprache in den höheren

Gymnasialklassen genügte.

Aber beide Zwecke in einem Buche zu verbinden ist eine Aufgabe, die wohl nie glücklich gelöst werden kann, da beide sich überall durchkreuzen, störend und hemmend sich einander in den Weg treten und grosse Übelstände herbeiführen. Weniger Schwierigkeiten bietet in dieser Beziehung die Behandlung

Vorwort.

VI!

des syntaktischen Teiles,

das
so
in

Wesen

obwohl auch hier ein tieferes Eingehen in der Sprache und eine wissenschaftliche Begründung der

mannigfachen Erscheinungen der syntaktischen Verhältnisse, die
der griechischen Sprache mit so bewunderungswürdiger Feinheit

wie in keiner anderen ausgebildet sind, dem Unterrichte selbst in den höheren Klassen der Schule fern liegt. Die bei Weitem grössten Schwierigkeiten aber treten in der Darlegung der Laut- und der Formenlehre hervor. Denn diese Lehren müssen sich, wenn sie eine wissenschaftliche Grundlage haben sollen, notwendig auf die Vergleichung des Griechischen mit seinen Schwestersprachen, namentlich

mit

dem

Sanskrit,

stützen.

Allerdings hat mir schon

in

der ersten

Auflage die vergleichende Grammatik in der Erklärung
erscheinungen grosse Dienste geleistet;
allein diese

vieler

Sprach-

Wissenschaft war

damals

erst

erwacht und noch

in ihrer ersten

Entwickelung begriffen.
In

Von Franz Bopps unsterblichem Werke:
des Sanskrit, Zend u.
s.

„Vergleichende Grammatik
der ersten und
dieser

w." war erst das erste Heft erschienen.
der zwischen

dem

langen Zeiträume aber,

Auflage meiner Grammatik
für die griechische

liegt,

haben

die

Forschungen auf dem
wichtigsten Fortschritte

Gebiete der Sprachvergleichung die erfreulichsten, umfassendsten und

Laut- und Formenlehre

gemacht.
die aus

Sprachvergleichende Untersuchungen aber in der Schule

anzustellen, verträgt sich nicht mit ihrem

Zwecke; für sie genügt es den Forschungen der komparativen Grammatik gewonnenen

sicheren Ergebnisse zu einer klareren Darstellung der

Grammatik zu
die

benutzen.
Diese Gründe haben mich

bewogen

in dieser

neuen Auflage

Rücksicht auf den Schulgebrauch aufzugeben und nur den wissenschaftlichen

ZAveck ins Auge zu fassen. sah mich in
bis zu

Es war mir daher nicht
das

möglich die Einrichtung und Anordnung der ersten Auflage beizubehalten, sondern
ich

die Notwendigkeit versetzt,

ganze

Werk von Anfang

Ende nach einem der Wissenschaft

entsprechenden Plane neu zu bearbeiten.

Aber so eifrig und Jahren bemüht gewesen
nachzustreben;

rastlos
bin,

ich

auch

in

der langen Reihe von

dem

Ziele,

das ich mir gesteckt hatte,

doch weit entfernt zu wähnen, dass ich dasselbe erreicht habe, bekenne vielmehr ganz offen, dass ich mir wohl bewusst bin, wie wenig es mir gelungen ist, die Aufgabe, die ich meinem Werke gestellt hatte, auf befriedigende Weise zu lösen. So will ich denn mein Vorwort mit dem Wunsche schliessen, dass dem Buche in seiner neuen Gestalt so billige, wohlwollende und zuso bin ich

\'J||

Vorwort.

gleich belehrendo

wie dasselbe

in seiner ersten

Hermann, Moser, Sommer, dem
Hannover, den
22.

und gründliche Beurteilung zu Teil werden mögen, Auflage von Männern, wie Gottfried Karl Otfried Müller, Bernhardy, Mehlhorn,
Franzosen

Burnouf

u.

A. gefunden

hat.

Januar 1869.

jR.

Kühner,
t Ki. 4. 78.

Vorwort zur dritten Auflage.

Der dem Unterzeichneten von der Verlagsbuchhandlung gewordene den ersten Teil der Kühnerschen Grammatik, d. i. die Elementarlehre und Formenlehre, für eine dritte Auflage neu zu bearbeiten, konnte nicht den Zweck einer völligen Umgestaltung des
Auftrag,
viel

gebrauchten und anerkannt nützlichen Buches haben.

Allerdings

sind

mehr

als

zwanzig Jahre
es
ist

seit

dem

Erscheinen der zweiten Auflage
^vie viel mittlerist;

verflossen,

und

nicht nötig hier auszuführen,

weile für dieses Gebiet weiter geforscht

und neu gefunden

aber

wofern nur das Buch in seinen Grenzen belassen Avurde, konnte es dennoch in den Grundzügen bleiben was es war. Ich meine hier die im ganzen thatsächlich vorhandenen Grenzen und die thatsächlich

vorhandene Art des Buches, aus welchem niemals jemand genaue Aufschlüsse über das Entstehen des Griechischen aus einer hypothetischen Ursprache begehrt hat, sondern lediglich eine vollständige

Übersicht dessen,
sächlich

was

in

dieser historisch bekannten Sprache

that-

vorhanden war. Hieraus ergab sich, dass der Bearbeiter vor allem die seither bekannt gewordenen Thatsachen nachzutragen, bezw. vermeintliche, seither als nicht wirklich erkannte Thatsachen zu entfernen hatte. Dieser Nachträge war allerdings eine sehr grosse Zahl, und das Buch musste dadurch im Umfange beträchtlich wachsen was zu streichen war, kam gegenüber den Zusätzen wenig in Betracht. Aber der Grundriss ist geblieben, nämlich das gesamte Schema und die Einteilung nach den Teilen, Abschnitten, Kapiteln, Paragraphen, so dass, wer an die frühere Auflage sich gewöhnt hat, hiernach sich

Vorwort.

IX

Musste einmal ein Paragraph doch für eine möglichst geringe Störung in der Folge der Paragraphenzahlen Sorge getragen. Bei der Unterabteilung in den Paragraphen war natürlich grössere Freiheit der
in

auch

der neuen zurechtfinden kann.
ist

umgestellt werden, so

Abweichung

gestattet.

Nun
die
die

ist

es

ja

freilich

ganz augenscheinlich und bekannt, dass
ist,

der Verfasser dieser Grammatik weit entfernt gewesen

sich

auf

Sammlung der Thatsachen zu beschränken, dass er vielmehr auch Gründe und Zusammenhänge derselben darzulegen sich bemüht

wie sie damals Das unterscheidet eben die Kühnersche Grammatik von den früheren und auch von der Krügerschen, in welcher von dem Digamma selten, von dem Jod nie die Rede ist; es ist diese letztere eine Grammatik des Griechischen wie es thatsächlich vorliegt, während Kühner frühere, historisch nicht erreichbare Stufen mit einbezieht. Gemäss diesem Prinzipe hätte ich jetzt z, B. der Nasalis sonans einen Paragraphen widmen können, und manche werden dergleichen in der neuen Auflage erwarten und werden überrascht sein, wenn sie nicht einmal den Namen finden. Ich habe sogar manches getilgt, was bei Kühner an Spekulationen über indogermanische Ursprache Aufnahme gefunden hatte, und habe auch diesen Namen vermieden und nichts als die Namen des Sanskrit, Zend und der anderen thatsächlich bekannten Sprachen stehen lassen. Dass mein Prinzip dasselbe sei wie das des Verfassers der Grammatik, behaupte ich also nicht; die Gründe aber für die Annahme dieses Prinzips muss ich in Kürze
vorlag.

hat, mit Hülfe der vergleichenden Sprachwissenschaft,

darlegen.

Die Aufgabe des Grammatikers besteht darin,
einer Sprache,
lexikalischen

die

Thatsachen
nicht

soweit

dieselben der grammatischen

Behandlung anheimfallen, in übersichtlicher Weise vorzuführen. Dabei ergiebt sich von selbst oft ein Nebeneinanderstehen früherer und späterer Erscheinungen, und da wird der Grammatiker und werden seine Leser das Bedürfnis haben, die spätere
d. h.

und geordneter und

der

Erscheinung aus der früheren und aus gewissen Regeln oder Einflüssen zu begreifen,

man

sucht zu erklären,

und
es sich

dies hat

so

grossen Reiz,

dass

man

gern weiter geht,

wenn

thun

lässt,

und auch
x£i)(£o;

die frühere Erscheinung zu erklären sucht.

Tsr/ou;
liat;

ist

aus

entstanden,

durch Kontraktion, die ihre Regeln
-öi/o;, lassen
lässt

xzv/zo;

selbst, in

seinem Verhältnis zu
aber
es

Butt mann und Krüger
aus
,

unerklärt,

sich

doch erklären,

einem

xsr/sa-oc,

welches im Griechischen selbst nicht vorliegt

aber mit Hülfe der

verwandten Sprachen gewonnen werden kann, samt der Regel, nach welcher hieraus xsiysoc geworden ist. Durch die Einführung der

X
Konii
(iebiet

Vorwort.

T3r/£oo;

ist

der Grammatiker
dass

hinausgef,'angen; aber der Beweis

über sein historisch bekanntes für die ehemalige Exisleqz
er

dieser

einem Zweifel nicht Raum Vieles ist nun auf solche Weise mit Hülfe der verwandten lässt. Sprachen erklärt und begriffen worden, was aus dem Griechischen

Form

ist

so geschlossen,

allein sich nicht begreifen Hess,

und so

ist

es

gekommen,
die

dass die

(hammatiker,

die

vergleichenden

insbesondere,

Erklärung der

Aufgabe, wohl gar als die Hauptaufgabe, ansehen. keineswegs der Fall, nicht einmal für die verGrammatik. Dieser kommt es zu zu vergleichen, d. i. das gleichende Gleiche und das Verschiedene in den verwandten Sprachen zu er-

Formen

als ihre
ist

Und doch

dies

kennen,

woraus Sprache oft von

sich

dann

die Erklärung der

Form

in

der einzelnen
sie sich

selbst ergiebt, aber nicht

immer, und wenn

nicht ergiebt, so hat doch der vergleichende Grammatiker durch die Ich betrachte es also richtige Vergleichung seine Aufgabe erfüllt.

Aufgabe der vergleichenden Sprachforschung, das Urindogermanische zu rekonstruieren, d. h. eine Sprache, die ganz und
nicht
als

die

gar Hypothese ist, und von der kein Mensch weiss, wann und wo und von was für einem Volke sie geredet sein soll, ja auch von der Was geht uns eine derartige kein Mensch jemals das wissen wird. Sprache als solche an? Doch ich verwehre es ja niemandem, auch eine Grammatik des Urindogermanischen zu schreiben, wozu wir auf dem besten Wege sind, und ein Lexikon dazu; persönlich nur habe ich kein Interesse daran, und begehre nicht zu wissen, ob das Urindogermanische ein e und ein o gehabt hat oder bloss ein a, indem ich völlig zufrieden bin mit der Erkenntnis, dass im Sanskrit das als a erscheint, was im Griechischen teils a, teils e, teils o ist. Aus
dieser Erkenntnis heraus verstehe ich nämlich, wie xaXo^ xaXa
(xotXr))

/aXi xaXa

eine einheitliche Deklination bildet,

mit welcher wertvollen,

dem Sanskrit verdankten Erkenntnis ich für das Griechische vollkommen genug habe. Also, wenn bei Kühner (in § 9) zu lesen stand: „der ursprüngliche A-Laut, der sich im Sanskrit in seiner
Reinheit erhalten hat,"
ein
u. s. w.,

so fand ich in diesem „ursprünglich"

Überschreiten der gebotenen Grenzen,

und wusste ausserdem,

dass es mit der Reinheit
sächlich

wenigstens des kurzen a im Sanskrit that-

nicht sonderlich bestellt sei; darnach musste ich Kühners Ausdrücke ermässigen. Hieraus ergiebt sich auch sofort, weshalb Denn dies ist kein ich von der Nasalis sonans schweigen musste. indogermanischen Sprache wirklich vorhandener Laut in irgend einer das Urindogermanische aber vom Lykischen rede ich nicht

;

kam

blieb keine Möglichkeit der mich nicht in Betracht; Erwähnung. Dabei erkenne ich sehr wohl Brugmanns grosses Verfür

also

Vorwort.

XI

indem uns durch ihn klar geworden ist, dass dem ä des gewissen Fällen ein en im Lateinischen, ein un im Germanischen u. s. w, mit grosser Regelmässigkeit entspricht; aber mit dieser Erkenntnis begnüge ich mich gern, und begehre nicht zu wissen, ob, was bei Homer (ictato; lautet, in irgend einer höchst barbarischen Ursprache irgend einmal nsmvntos gelautet hat. Denn wenn ich das auch zu wissen begehrte niemand könnte es mir verbürgen, und den Wert der ard^xh. kenne ich aus Demosthenes ^) und anderswoher. Sie schützt nämlich vor einem der schlimmsten Übel, der oo^o^ocpia.
dienst,

Griechischen in

:

Ich fürchte,
ein.

unsere Jünger der Wissenschaft bilden sich nächstens
sie ja in

ihren Heften und Büchern eine Unmenge davon schwarz auf weiss besitzen, und doch, was ist das für ein Wissen? Ein Wissen wenn man das Wort so missbrauchen soll von einem hypothetischen Dinge von dem

Urindogermanisch zu können, indem

^.

,

Lehrer (wohl gemerkt: nicht

dem

Jünger

selbst)

auf hypothetischem

Wege gewonnen,
gänglich.

keiner Verificierung

durch Thatsachen jemals zu-

Ich halte es nicht für richtig,

wenn

in

Handbüchern wie

der Brugmannschen Grammatik das „Indogermanische" durchaus als

bekannte Sprache behandelt wird, in derselben Weise wie sonst jemand vom Sanskrit oder vom Litthauischen redet. Denn der Student, der das Buch benutzt, stellt somit unwillkürlich Indogermanisch und Sanskrit als gleichermassen bekannt auf eine Linie, und gewöhnt sich an eine ganz unheilvolle Vermischung von Hypothesen und Thatsachen, während doch der weit- und tiefgehende
Unterschied
betreiben,
sehr,

zwischen
stets

beiden
in seiner

allen
soll.

denen,

die

eine

Wissenschaft
es

vor Augen sein

Auch imponiert

mir nicht

wenn Brugmann
eine so

dass sowohl in allgemeinen als
Linguisten
ist

Vorrede sich auf die Thatsache beruft, in Einzelfragen gegenwärtig unter den
zuvor.

grosse Einhelligkeit bestehe wie nie

Das

den Raum verbreitete Einhelligkeit, die ihre Erklärung auch anderswoher als aus der Sicherheit der Erkenntnisse findet; eine durch die Zeit, etwa durch ein halbes Jahrhundert verbreitete würde mir mehr imponieren. Aber wer bürgt für eine solche? Ich fürchte eher, es wird gehen wie es bei Dante-) heisst: Gosi ha tolto l'uno all' altro Guido
so zu sagen
eine durch

La
Ich
bitte

gloria della lingua, e forse e nato,
1'

Chi l'uno e

altro caccerä di nido.

nun

sehr,

mich

nicht

misszuverstehen.

Vor

den

Leistungen der neuesten Sprachwissenschaft habe ich grossen Respekt,
1)

Demosthenes
9'jXaxTifjpiov
,

6,
o

24:
iräoCv

ev

M
ff.

ti

xoivJiv

-fj

'j)63i;

xiüv

e'j

-fpovo'jvTujv
t{

sv

xIxTYjTai

iaz

d^'^iSöv

xai

c(oTVipiov.

——

aÜTfi

o'jv

ia-i

toÜTo;

imozi'x.

2;

Purgatorio

11,

97

XII

Vorwort.
völlig die grosse Geisteskraft, die sich darin

und erkenne

kund

thut;

aber dieser Respekt kann bei mir den noch grösseren Respekt nicht
austreiben, den ich vor der in Angriff
ihrer Schwierigkeit habe.

genommenen Sache,
das Pelion,
so
ist

d. h.

vor

Wenn

wirklich die Wissenschaft den Ossa

auf den Olymp

türmt, und darüber
dass
die

das eine

gewaltige Leistung, aber sie erreicht damit den

Ihmmel

nicht.

Desnicht
ist

wegen eben sage
die
verpflichtet,
w^eil

ich,

Aufgabe des Grammatikers zunächst
ist;

Darstellung des Thatsächlichen
er nur

zur

Erklärung

ist

er

einen Bruchteil erklären kann; also

es

opus supererogatorium, wenn er einmal erklärt. Man sehe doch die Dinge so an, wie sie wirklich liegen, und nicht wie man wünscht, Ich höre, dass das Griechische unter allen dass sie liegen möchten.
ein

toten
so

sei, namentlich auch weil wir von den Dialekten übrig, haben. In dieser bestbekannten Sprache also war es bis vor ganz kurzer Zeit nicht sicher, wie in dem bestbekannten und vornehmsten Dialekte, dem Attischen, für

Sprachen

die

bestbekannte

viel

„wir wussten, wir hatten gesehen" u.

s.

w. gesagt wurde.

mann
er aus
fjO£OT£
•:(]8£[jicv

(S.

168) steht

rjosi;i,£v

als die eigentliche griechische

Bei BrugForm, die

r,-/rcto£a-[i.£v

erklärt;

nach

fjO£i|ji£v

und und

-/^ööioav
-ffiBxz.

für -^oEa-av gesagt,

habe man auch -(fiei-z für wiederum aber auch nach y^oeaav
tjO£1[j.£v

Ich wünschte aber vor allen Erklärungen festgestellt
eigentlich

zu sehen,

wann und von wem denn

und von
wussten,
Elmsley),

wem
war
?

fjosfi-ev,

wenn

dies

gesagt

ist.

gesagt ist, und wann Denn was war bisher
[rfiziitv

dies: hellenistisch

tjO£!|j.£v, -oeite,

-oeisw; attisch:?

(rfitzz ders., Eurip. Bacch. 1345),

-osactv,

und

ich w-enigstens

möchte
nicht

die hellenistische

Form, bevor

sie

auch

als attisch erwiesen,

zur

Aufhellung urgriechischer Bildungen benutzen.
in

nun Reitzen stein Vers aus Menanders
im Jahre 1890
unzweifelhaft,
konjugierte,

Seitdem einem Kodex des Etymologicum Magnum den (I)otviov entdeckt und herausgegeben hat letzteres

:

-oxtov

xs

xai

xfütxojv

a-7.vTsc

-|^os;x£v,

scheint

es

dass

man noch im
£iT£,

Neuattischen
-s-s,

yjoeijlev,

tJoete,

-/josootv

demnach auch
für
31USV
ist

swpäzcijiEv,

-saav.

instanzen,
gestützt;

sind

alle

schwach,

Denn die Gegenund keine metrisch

auch bei Demosthenes (Mid. 226) £/.£xp7.Y£T£ bestwnewohl so ist unser Material beschaffen! das ganze Wort verdächtig und lange schon in den Ausgaben durch exXojCete verdrängt ist. Daraus folgt nun, dass in den Texten der Attiker die Stellen mit -EitxEv -eite zu korrigieren sind (bei Demosthenes
dazu
bezeugte
Lesart,

sind es zwei, 18, 49 auwXwAEixE
schliesslich

und

37, 12 EOEowxEtfxsv),

und dass wir

dahin

kommen

müssen,

in den

Schulgrammatiken die
ZU

Paradigmata zu verbessern und die Schüler anzuw^eisen, nicht mehr
sßcßouXsu/EltXEV (-xetTE, -XEtTOV, XElTT,v),

SOUdcm

E^sßoDASUXElJlEV U.

S. f.

Vorwort.

XIII

konjugieren.
attischen

Dass diese Korrekturen für den Stand unsers Wissens

Griechisch

vom

um

zu.

schweigen
Frage

vom
für

Urgriechischen

irgend ehrenvoll seien, wird niemand behaupten.
jetzt

Eine andere, auch

noch

nicht

genügend

Dialekt

der bestbekannten alten Sprache

vixa; hiess

oder

vixac;

bestbekannten ob „du siegst" von der Beantwortung dieser Frage hängt auch
gelöste
ist

den

die,

für die Erklärung
S.

von

^psostc

sehr viel ab:
cpepsi?

z.

Bsp.

wenn Brugmann
c

145 aus
so

cpspöoi cpspei,

und daraus
cpspsi?

mit angehängtem
st

entstehen

lässt,

setzt

dies
7.

für

ein

echtes

voraus, welches in der

Kontraktion mit a
ich

ergibt.

Wer

wird es mir nun verdenken, wenn

nach neuen Thatsachen, und mich jeder neuen Thatsache, auch wenn sie zunächst nur Verwirrung schafft; dagegen nach neuen Hypothesen habe ich kein solches Bedürfnis ? Da ist auch kürzlich auf einer arkadischen Inschrift
sage:
ich

verlange

unersättlich

freue

die

Form

Ttofvävopat;

für

Travrfj'upi;

aufgetaucht.

Die schafft Avirklich

nur mehr Verwirrung; denn man muss doch, zumal angesichts der schon anderweitig bekannten Formen otY'^PP'? und a-copot?, wie hier das
doppelte p, so in TtavrjYupic und a^upi; das einfache auf po zurückführen. Nach welchem Lautgesetze? Nämlich dem, der von draussen zuschaut, hat es ganz und gar das Aussehen, als existiere irgendwo ein Kodex der griechischen Lautgesetze, fein säuberlich nach Paragraphen redigiert, und jede von einem Gelehrten beabsichtigte Herleitung einer existierenden Form aus einer zu Grunde liegenden Urform müsse erst sich durch einen Paragraphen dieses Kodex legitimieren, ehe sie anerkannt werden könne. In Wirklichkeit wird von diesen Gesetzen
sehr leicht Dispens erteilt; denn
die
sei

es die Sprache, sei es der
statt

Sprache forschende Gelehrte hat jederzeit das Recht,
Gesetze
sich

über nach
Die

dem

nach

irgend

welcher Analogie

zu

richten.
/epot,

Attiker assimilieren

po zu pp;

aber es heisst dennoch

pr)Topa',

nach „Systemzwang" sagt man, weil alle andern Dative auf ai ausgehen. Die Erklärung der Anomalie ist vollkommen zutreffend; aber ich nehme daran entschieden Anstoss, dass ein Gesetz aus solchen Gründen der Zweckmässigkeit oder der Harmonie im Einzelfalle sofort ausser Kraft tritt. Eben deswegen, und um bei den mehr draussen Stehenden keinen falschen Schein hervorzurufen, habe ich auch den Ausdruck Lautgesetz durchweg vermieden. Regel ist schon besser, denn dabei denkt jeder gleich an die Ausnahme; noch besser Neigung^ denn eine Neigung zu irgend einem Verfahren wird einerseits, wenn
kein

Hindernis obwaltet, dies Verfahren regelmässig hervorbringen,

wenn etwas dazwischen kommt, Ausnahmen leicht zulassen. So waren die Attiker geneigt, pa in pp zu verwandeln, und gemäss dieser Neigung sagten sie Oäppo;, appr,v u. s. \v.; andererseits waren
andererseits,

XIV
sie

Vorwort.

vernünftig

genui,',

nicht

/ef^ptv

sondern

yspoiv

zu

sagen.

Sie

sagten
lerner

auch
nicht

nicht

,3up.pc(

sondern

ß-jpocc

(weshalb weiss ich nicht);

und erst recht nicht s'filcpa'y., sondern s^Jlcipa, von den zahlreichen Problemen bildet, mit denen sich die Sprachforscher ohne allgemein befriedigendes Ergebnis abquälen (vgl. ßrugmann S. 63). Aber welche Mittel existieren überhaupt zur Lösung eines solchen Problems? welche werden
s'fDeppa

welche Anomalie

eins

jemals

existieren?

Etwa

eine

Ilias

ante

Homerum?

Schliesslich

kommt noch
in

das akadische

scpilsov

dazwischen, und hiermit analog
Ich finde

ayjpi; -otvrjupt;,

während

hier die

Arkader bei pa bleiben.

dem

allen

keine Gesetzmässigkeit mehr,

und sehe
alle

ein ähnliches

wildes

Wachsen auch anderswo.
gewiss
vielfach

Kennten wir
viel

Thatsachen,

so

würde ganz Tage treten, andererseits aber noch
eine
jetzt schon.
xv.T'y.vTiy.pü,

ganz schöne Regelmässigkeit zu

mehr Unregelmässigkeit
attischen
•/7.T7.v-po7'j

als

Die Metathesen, wie in
derartiges ein jussum

dem

statt

nimmt auch Brugmann von der Herrschaft der Lautgesetze
speciale

aus; es
IxoLTi

ist

der Sprache, ein
Itt'

e-'

ovo-

vo|xoc,

wenn man

diese Bezeichnung

nach

ävopl vojioc bilden

darf.

der

Und solche Unmenge von
viele

vo[jLot

müssen zumal

in

der plebejischen Sprache

Orten, in denen

man

griechisch sprach,

geradezu

zahllos

gewesen sein (z. Bsp. kretisch vstxovT,ia statt v£0!jlt,v''7.); ausserdem auch allgemeinere vojxot, von denen kein Mensch eine Ahnung hat, noch haben wird. Allerdings, eine Sprachform des Griechischen kennen wir genau, "aber gerade die wirft für die Erklärung nichts ab; ich meine die Litteratursprache der Kaiserzeit, in welcher Sprache, dank vor allen den Kirchenvätern, so viele Bände vorliegen, dass man wohl sagen kann wir wissen hier ungefähr alles. Dagegen von der attischen Litteratur ist nur ein kleiner Bruchteil da, von der ionischen erst recht ein kleiner, von der dorischen ein Minimum, von der äolischen nichts als schlecht überlieferte Fragmente. Es freut ordentlich, auch bei Brugmann zu lesen, dass „bei der Spärlichkeit und der nach verschiedenen Richtungen hin äusserst mangelhaften Beschaffenheit unserer Quellen" ein Rest von Unerklärtem immer bleiben wird. Das heisst doch wohl von solchem, Avas eine allgemein als probabel anerkannte Erklärung nicht gefunden hat; aber ich frage
:

ausserdem:

wo

ist

die Bürgschaft, dass das als erklärt

Angenommene

auch wirklich
Ich also,

richtig erklärt sei?

um

hiermit zu

Ende zu kommen, wahre mir meinen

eigenen Standpunkt, auf Avelchem ich nicht

beanspruche

zu erklären,

mich aber
seinigen,

freue,

wenn

ich es einmal kann,

und

lasse übrigens

jedem den
denn
die

habe auch nichts dagegen,
Unwissenschaftlich
ist

wenn jemand den meinigen
er jedenfalls
nicht;

niedrig findet.

Vorwort.

XV

Namen und nicht vom Vermuten und von den Hypothesen. Man sollte wieder strenger werden mit der Anwendung von Worten wie „beweisen"; leider sind auch wir
Wissenschaft hat vorn Wissen den
klassischen Philologen auf
leicht

dem

Gebiete der Litteratur unverantwortlich
in

damit bei der Hand, während doch

der That

ein

Beweis

für

etwas,
ist.

was
Ein

nicht

vor Augen

liegt,

ein

ganz gehörig schweres

Ding

Schein von Zusammenstimmen- mit ein paar That-

ist noch lange kein Beweis. Indessen von dem Gebäude der Grammatik, wenn auch die Hauptmasse davon aus Stein, ich meine aus Thatsachen, bestehen muss, auch den Sand, d. i. die Vermutungen, nicht völlig ausschliessen ich habe auch selber hier ein bischen Sand hinzugenommen, ein bischen, nicht ganze Haufen. Schon animi causa wird man ab und zu einmal vermuten und ins Ungewisse und Unbekannte ausschweifen; denn öde und trocken ist der Boden der Grammatik, und das Gebiet

sachen, die zufällig bekannt sind,
will ich

;

der blossen Thatsachen ganz besonders, vollends aber, insoweit diese

Thatsachen altbekannt

sind.

Über das Andere, was
kann
ich kürzer sein.

in

diesem Vorworte noch zu erörtern

ist.

Eine „ausführliche Grammatik der griechischen
als die verschie-

Sprache" muss sowohl die verschiedenen Dialekte,

denen Perioden, auch
es sich,

die späteren, mit einbeziehen;

doch versteht
gleichmässiger

dass nicht alle Perioden

und

alle Dialekte in

Vollständigkeit behandelt werden, nicht nur weil das Material so sehr

auch weil Bedeutung und habe auch den Hesychius nicht allzu stark herangezogen; dagegen in starkem Masse den Herodian und auch die Atticisten, und zwar weil hierdurch indirekt die ungeheure Masse der den Alten vorliegenden, uns aber verlorenen Litteratur mit herangezogen wird. Man wird trotzdem noch eine ganze Menge auch von derartigem nachtragen können; die UnvoUkomraenheit der vorliegenden Leistung, auch gerade innerhalb ihrer Grenzen, liegt mir schwer auf der Seele. Vollends aber wird sich aus den Inschriften noch Weiteres ergeben, wo in einem fort das Material neu zufliesst. Aus beiden Ursachen, weil mir manches längst Vorhandene nicht rechtzeitig aufgestossen war, und weil sich Neues
ungleichmässig

vorhanden

ist,

sondern

Wichtigkeit nicht gleich sind.

Ich

immer wieder hinzufand, kommt

die

grosse Anzahl der Nachträge,

welche den Schluss dieses Bandes bilden. Unwichtigeres darunter, von ersterer Art

Es
z.

ist

Wichtigeres und

B.

das erste attische

Digamma,
6.

einem noch gar nicht übermässig alten Epigramme des in ebenso missbräuchlicher und pleona-stischer Verwendung, wie in dem sicheren Beispiele von Naxos: hier AFVTO
in

Jahrhunderts, übrigens

otüTou,

in

Attika

AFVTAP

otuxap.

Daneben

steht

KPAAilATO

i^o'(d-

\Y|
7otTo,
zuiii

Vorwort.

liewoise,

dass

nicht

clvva

die

Athener

in

Solons

oder

Aber immerhin war doch der Feisistratos Zeit noch /ep-fov sagten. Huchslabf' und sein Wert den Attikern damals noch bekannt, und

Meisterhans ist zu berichtigen, wenn er in dem Paragraphen über das attische Alphabet sagt (und sagen musste): „Der Buchstabe / (Vau) kommt nicht vor." Ja, wie viele Berichtigungen durch die Thatsachen mögen unseren Aufstellungen noch bevorstehen! Das schliesslich brauche ich kaum zu betonen, dass die Grammatik in der vorliegenden Form nicht das ist, was eine von mir
selbständig geschriebene

niemand, stehen zu lassen

Grammatik sein würde. Wohl nötigte mich was mir nicht gefiel; aber das Umschreiben

und Ändern hatte doch andererseits seine natürliche Grenze, eben weil ich weder die Absicht hatte, noch in der Lage war, eine selbDazu hätten Vorarbeiten und ständige Grammatik zu verfassen. einem Umfange gehört, wie ich Durchforschungen von Material in Das Buch kann somit nicht daran denken konnte sie zu leisten. den Namen weiter tragen, den es seit seinem Entstehen mit so viel Ehre und Anerkennung geführt hat; denn ich bin auch weit entfernt
dass ich, wenn selbständig arbeitend, die Sache haben würde, sondern nur, dass ich sie anders gemacht hätte, was sich ja auch von selbst versteht. Das Alte aber und das Neue ist völlig gemischt und verschmolzen, und möchte ohne

sagen zu wollen,
besser

gemacht

Vergleichung der älteren Auflage gänzlich ununterscheidbar

sein.

Meinem
freundliche

lieben

Kollegen

0.

Rossbach
bei

sage

ich

für

seine

und

unermüdete

Beihülfe

der

Korrektur

meinen

herzlichen Dank.

Kiel, Oktober 1890.

F, Blass.

Inhaltsverzeichnis.
Einleitung.
1.

g,„^
1

2.

Von der griechischen Sprache und ihren Mundarten Von dem Verhältnisse der griechischen Mundarten zu
Erster Teil.

der Litteratur ....

26

Elementarlehre.
Erster Abschnitt.

Laut- und Buchstabenlehre
Erstes Kapitel.

39

g
1.

Von den Sprachlauten und den Buchstaben.
Alphabet

39
41

2. 3.

Kurze Geschichte des griechischen Alphabets und der alten Schreibweise

Von der Aussprache der Buchstaben
Einteilung der Sprachlaute.

46

4.

Artikulation der Sprachlaute

59 59
(il

Vokale.
5. 6.
7.

a)

Einfache Vokale

b)

Diphthonge

Konsonanten
Spiritus asper

8.

und

lenis

64 66

Von dem Wesen der Sprachlaute und von
9.
I.

dein Verhältnisse derselben zu einander in den Mundarten.
der Vokale der Konsonanten

Von dem Wesen Von dem Wesen
a)

68
71

A. Mutae.
lü. 11.

Die harten Mutae

/,

z,
y,

t
o
tp,
tt

71 71

b) Die
c)

weichen Mutae

ß,

12.

13.
1
i-.

Die gehauchten Mutae y, B. Liquidae p und X
G. Nasale v

72

73 73 74

und
a,

\j.

D. Spirans
15.

Halbvokale /,

j

a)

Spirans o

74

\;

\'
I j
I

Inhaltsverzeichnis.

Seite
I.)

Hi.ll)vokiil

/
der digaininierten W^irter bei Horner

77

p

in

den Homerischen Gedichten

85 87 97
101

Alpiiiilii.'tiHclies V(!rz«.'i(hnis

Benifrkuiit,'en ül)er das Digiuiiina hei
c)

Homer

Halbvokal
in

j

Jod

Voibindung mit Konsonanten Spiritus asper und lenis
Interaspiration oder die Aspiration in der Mitte der

103
107

Wörter
in

1

IH

Von dem Verhältnisse der Sprachlaute zu einander
A.
24.

den Dialekten.
115
121

Vokale.
a)

25.
26. 27.

b)

Kurze Vokale Lange Vokale und Diphthonj^e
Fortsetzung

127

Kurze Vokale und lange Vokale oder Diphthonge
B.
I.

13G

Konsonanten.
Wechsel der gleichstufigen Konsonanten unter einander. Mutae

28. 29.

A.

-142
und
3

B. Liquidae
II.

145

Wechsel der gleichnamigen Konsonanten unter einander.
147

30.
31. 32. 33.
34.

a)

Kehllaute

b)
c)

Zahnlaute
Lippenlaute

148
154
'i'

d) Die
e)

Doppelkonsonanten C, 6, Wechsel der Vokale und Konsonanten
Zweites Kapitel.

156

160

Wohllautslehre.
35.

Allgemeine Bemerkung über den Wohllaut
A.

161

Vokale.
162

36.

Steigerung der Vokale (starke und schwache Wurzelform)

37.
38.

Ablautung

164
166
171
1

39. 40.
41.

Dehnung der Vokale Abschwächung und Verkürzung der Vokale
Metathesis oder Verschiebung der Vokale

72

42.

43.

Veränderung der Vokale durch Einwirkung eines anderen Vokales oder 1 75 eines Konsonanten 176 Ab- und Ausfall der Vokale. Apokope Abfall des Anlautes. Synkope. — Ausfall der Vokale vor Vokalen.

44. 45.

Wegfall des subscriptum Euphonische Prothesis der Vokale
i

181

185 188

Epenthese oder Einschiebung der Vokale

Zusammentreffen zweier Vokale in zwei auf einander folgenden Silben oder Wörtern.
46.

Allgemeine Bemerkung.

Hiatus

190 190

47.

Von dem

Hiatus in der epischen Poesie

Inhaltsverzeichnis.

XIX
Seite

§
48. 49.
50.

den übrigen Dichtern in der Prosa A. Kontraktion der Vokale
bei
I.

Von dem Hiatus Von dem Hiatus

195

198

Lautliche Kontraktionen

II.

Grammatische Kontraktionen
."

51.

B. Sogenannte Krasis
C. Synizesis

52.
53. 54.

D. Elision
E. Elisio inversa oder Aphaeresis

55.
56.

Diaeresis der Vokale

Assimilation oder sog. Distraktion der Vokale
B.

200 212 216 218 226 230 240 243 252

Konsonanten.
254
256
257
In-

57.

Konsonantenverbindungen oder Konsonantengruppen.
I.

Im Anlaute
Iiü Inlaute

II
III.

Im

Auslaute

Veränderungen der Konsonanten im An-,
58.

und Auslaute.
258

Veränderungen des konsonantischen Anlautes.

Abfall desselben

Veränderungen des konsonantischen Inlautes.
59.

Vorbemerkung
I.

259

Anähnlichung der Konsonanten im Inlaute.

60.

61. 62.

63.

Mutae Liquidae und Mutae Mutae und Liquidae. c. Der Spirant a mit Mutis und Aspirierender Einfluss der Konsonanten i, und Einfluss des auf ein vorangehendes ~
a.

b.

260 262 264
v

[i.

auf die folgende Tenuis

i

265

IL Angleichung im Inlaute.
64.
a.

Progr essive

Angleichung

267

b.

Regressive Angleichung

268

65.

66.

67. 68.
69.
70. 71. 72.

Verdoppelung der Konsonanten Verdoppelung der Konsonanten in den Dialekten III. Dissimilation der Konsonanten im Inlaute IV. Ausstossung von Konsonanten im Inlaute V. Epenthese oder Einschiehung von Konsonanten im Inlaute VI. Metathesis oder Umstellung der Konsonanten im Inlaute

268
271

275 279
286

288 289 292

Veränderungen des konsonantischen Auslautes Bewegliche Konsonanten im Auslaute

Zweiter Abschnitt.

Yon den Silben.
73. 74.

Begriff

und Einteilung der Silben

300

75. 76.

Von dem Masse oder der Quantität der Silben Bemerkungen tlber die Quantität in der Dichtersprache Von der Betonung der Silben

300 303
313

XX
^
77.

Inhaltsverzeichnis.

Seite

Von den Accenlen und Accentzeichen
Stellung des Accentes

....

317

78.
79.

318

80.

Bemerkungen zu den vorliergelienden Paragraphen Eigentümlichkeiten der Mundarten in der Betonung
Spuren eines älteren Betonungsgesetzes Veränderung und Wanderung des Tones in der Flexion und Komposition Veränderung des Tones in der Kontraktion Veiänderung des Tones zur Unterscheidung der Bedeutung Veränderung und Wanderung des Tones im Zusammenhange der Rede
I.

320
323
327

81.
82.

83.
84. 85.

328 328
329
.330
.'330

Gravis statt des Acutus
Krasis.

II.

III.

Aphäresis.

IV. Elision

.331

86.

V. Anastrophe
VI. Sogenannte Procliticae
VII. Encliticae

333 336
337

87. 88.
89. 90. 91.

Regeln

(iber die Inklination des

Tones

Encliticae betont

Abteilung der Silben

340 344 349

Lesezeichen.
92.
93.
a.

Satz- oder Interpunktionszeichen

351

b. Diastole (Hypodiastole).

Hyphen

353

Zweiter Teil.

Formenlehre.
94.

Wortarten.

Flexion

355

Erstes Kapitel.

Von dem Substantive und
95.
96.

Adjektive.

Einteilung des Substantivs

und Adjektivs

356 358 358
361

Geschlecht der Substantive

97.
98.

99.

nach ihrer Bedeutung B. Geschlechtsbestimmung der Substantive nach ihrer Endung Zahlform (Numerus) der Substantive und Adjektive Deklination der Substantive und Adjektive
A. Geschleehtsbestimmung der Substantive

362

363 365

100.
101.

Kasuszeichen

Erste Deklination
Übersicht der Kasuszeichen mit

370

dem Kennlaute

in

den verschiedenen 370
371

102. 103.

104.

105.
106. 107.

Mundarten Bemerkungen zu der Tabelle. Böotische, lesbische und dorische Mundart Homerische Mundart Neuionische Mundart Attische Mundart
Quantität der ersten Deklination

373
377
381

388
389

Betonung

Inhaltsverzeichnis.

XXI
Seite

§
108.

Zweite

Deklination
der

393

Übersicht

Kasuszeichen mit
Tabelle.

dem Kennlaute

in

den verschiedenen
393

Mundarten

Bemerkungen zu der
109.

Böotische,

thessahsche, lesbische,

arkadische, kyprische und

dorische

110.
111.

112.
113.
1 14. 1 15.

Mundart Homerische Mundart Neuionische Mundart Attische Mundart
Kontraktion der zweiten Deklination im Attischen
Die attische zweite Deklination

394
".

395 397 399 400 403 405
o;

116. 117. 118.
1

19.

Betonung der zweiten Deklination Bemerkung über das Geschlecht der Substantive auf Dritte Deklination Bemerkungen über die Kasusendungen Paradigmen nach den Stämmen geordnet
A. Konsonantenstämme.

408 409
411

419

120. 121.
122.

I.

Stämme, welche auf
Neutra auf
a;,

eine

Muta

ausgehen
t flektieren
(X, p, o
v)

419 422

welche mit und ohne

II.

123.

III.

Stämme, welche auf eine Liquida Stämme, welche auf den Spiranten

ausgehen

423
429

ausgehen

124.

Dialekte

434
B.

Vokalstämme.
to;,

125.

1)

Substantive auf l-„
r-;,

ü-; (us, Neutr. u), G. (), u;,
u
'j,

jo;

438 440 442

126.

2) Substantive auf
3)

G. sw?

Adjektive auf

ü-s,
i;,

t\n,

127.
128.

Substantive auf
4) Substantive auf

o; o

und Adjektive auf

u;,

eia,

u in

e'j-;,

aü-c, oü-;

den Dialekten 443 447 450
4-53

128b.
129.

Dialekte
5) Substantive auf
(u

(<ü;),

G. o-o;,

cu;,

G. cu-o;

130.
131. 132.

Anomala der
Übersicht

dritten Deklination

Geschlecht der dritten Dekhnation
sämtlicher
der

456 464
mit

aus
133.
134.

dem

Stamm

Nominativausgänge zu erkennen ist

Angabe des

Genetivs,

468
479

Quantität der dritten Deklination

Betonung der
»t,

dritten Deklination

482
Suffix
cpt(v)

135.

Bemerkung über das Homerische
ȣv, he

und über

die

Lokalendungen
4«9 492 495
495

136. 137. 138.

Gemischte Deklination
Allgemeine Bemerkung

L

Abundantia
A. In derselben Deklination,
aj

und zwar
495 496 497

mit gleichem Geschlechte,
a) in
ß) in
Y)

der ersten Deklination allein der zweiten Deklination allein

in der dritten Deklination allein

\X
g

1

Inhaltsverzeichnis.

Seite
I))

Hill

v(;rs(liio(leneiii

üeschlechle (Hoterogenea),

a) in i]er ersten ß) in
y) in

Deklination aliein

499
4-99

der zweiten Deklination allein
iler

diilten Deklination alli-in

5U1
in

B. In verschiedenen

Deklinationen,

und zwar

der

Hegel auch

a) in

mit verschiedenem Geschlechte (Heterogenea) der ersten und zweiten Deklination

501

b) in der ersten
c) in

und dritten Deklination der zweiten und dritten Deklination
und der
dritten Deklination

503
505 508 509
512

d) in der attischen zweiten
139.
II.

Heteroclila
a)

der dritten Deklination

b) der ersten
c)

und dritten Deklination der zweiten und dritten Deklination a) der gewöhnlichen zweiten und der dritten Deklination ß) der kontrahierten zweiten und der dritten Deklination y) der attischen zweiten und der dritten Deklination

140.

III.

Metaplasta

514 515 516 516
519
521

141. 142.

Defectiva

IndecHnabilia

Von den Adjektiven und Participien insbesondere.
143.

Betonung

523

Übersicht sämtlicher Adjektiv- und Participendiiugen nebst

den dazu gehörigen Erörteruni;en.
144.
145.
I.

Adjektive und Participien d reier

Endungen

524
527

Fortsetzung

146.
147.
148.
II.

Unregelmässige Adjektive dreier Endungen
Adjektive zvi^eie r

532 535 540 545

Endungen

Fortsetzung Fortsetzung
III.

149.

150.
151.

Adjektive

Einer Endung
der Adjektive
tcuv,
:

Abundantia, Heteroclita, Metaplasta und Defectiva der Adjektive

550 551
553

152.

Komparation

153.

Erste Komparationsform:

lov,

taxo;,
a,

tj,

ov
-q,

554
ov

154.
155.

Zweite Komparationsform

"poc,

ov, xaro;,

557

156.

157.
158.

Anomalische Komparationsformen Bemerkungen zu den anomalischen Komparationsformen Anderweitige Bemerkungen über die Komparation

564 570
571

Komparation der Adverbien
Zweites Kapitel.

576

Von dem Pronomen.
159.

Begriff

und Einteilung der Pronomina

579

Deklination der Pronomina.
I.

Personalpronomina.

Substantivische Personalpronomina
160.

Böotischer Aeolismus
Asiatischer oder lesbischer

580

und thessahscher Aeolismus

581

Inhaltsverzeichnis.

XXIII
Seite

§
161.

Dorische Mundart
Altionische (Homerische) Mundart

582
586 589

162.
163.
164.

Neuionische Mundart
Attische Mundart

590
591
die drei

165.

Bemerlvungen zu dem § 164

Besondere Bemerkungen über
166.
167.
a.

Personalpronomina.

b.

Personalpronomina der ersten und zweiten Person Personalpronomen der dritten Person

593

595
596
601
601

168.
169.

Reflexivpronomina

170. 171.
172.

Reciprokpronomen Adjektivische Personalpronomina oder Possessivpronomina II. Demonstrativpronomina
'0, T„ -6; oor, -qo£ (tjoO. "^^^^
.46x6;,
b.
tj,

603

603
iv-tv/oc,
iy.ziyt],

173.

6; o'jto:.

i'jtyj,

toüto;

excivo

605
606

173
174.

Bemerkungen
Ili.

Relativpronomina

608 610
611
oartc

175.
176.

IV.

Unbestimmte und fragende Pronomina
xf;;
6,
•f,,

Deklination von tU, Deklination von
Korrelative

177.
1

tö oetvot

615
615
617

78.

Pronomina

179.
180.

Korrelative Adverbialpronomina

Verlängerung der Pronomina
Drittes Kapitel.

619

Von den Zahlwörtern.
181. 182. 183.
184. 185. 186. 187.

Begriff

und Einteilung der Zahlwörter

621

Zahlzeichen
Übersicht der Cardinaha und Ordinalia
Dialekte

624 625
627

Bemerkungen
Deklination der vier ersten Grundzahlwörter
Dialekte

629
631

633
636

188.

Übersicht der Zahladverbien

Berichtigungen und Nachträge

638

^K-

Einleitung.
1.

Von der griechischen Sprache und ihren Mundarten.
Die griechische Sprache wurde, soweit
ist,

1.

sie

uns geschichÜich

bekannt

zuerst

in

dem

europäischen Griechenland und in den
die

Küstenländern Kleinasiens, sowie auf den dazwischenliegenden Inseln
gesprochen, verbreitete sich aber frühzeitig durch Pflanzstaaten,

von dem Mutterlande ausgingen, nach Unteritalien und Sicilien und nach einzelnen Gegenden Afrikas (Kyrene) und Galliens (Massilia). Die Länder, die von den Griechen bewohnt wurden, besassen alle diejenigen Eigenschaften, welche im stände sind die Gemüter und Geister eines Volkes lebhaft anzuregen und alle seine Kräfte und Fähigkeiten nach den verschiedensten Seiten hin in Bewegung zu setzen und zu üben, kurz körperlich und geistig tüchtige Menschen (xaXou? xdtYaUou;) zu bilden. In ihnen finden wir die grösste Mannigfaltigkeit des Bodens und des Klimas, i) die Gegensätze von Bergen und Ebenen, von Festland und Küstenland und Inseln, von fruchtbaren Gegenden, welche ihren Bewohnern ohne Mühe reichliche Nahrung spenden, und von mageren und steinigen Landstrichen, denen nur mit grosser Anstrengung der nötige Lebensunterhalt abgewonnen werden kann, von einem hellstrahlenden heiteren und einem trüben mit Wolken bedeckten Himmel, von reiner und trüber Luft, von heisser und rauher Temperatur. Neben diesen Ländern, in denen die physischen Verhältnisse in schroffen Gegensätzen einander gegenüber standen, gab es viele Landschaften, in denen die BeschatTenheit des Bodens und des Klimas eine schöne Mitte zwischen jenen hielten. Diese Verschiedenheit der Länder musste notwendig einen grossen Einfluss auf die körperliche und geistige Entwickelung des
1)

S.

Ernst Curtius

in der

griechisch. Gesch.

I^. T.

,

S. 3

— 15,

der eine

sehr gute Schilderung der griechischen Länder giht,
hat.

die

um

so grösseren

Wert

da

sie

auf Autopsie beruht.
ausfuhr!. Griech.

Kühner s

Grammatik.

1.

T.

1

2
Volkes ausüben
in seinen Sitten

Kinleilung.

und und

eine

grosse Mannigfaltigkeit in seiner Sprache,
in

seiner Lebensweise,

seiner

ganzen geistigen

Bildung

crzi'ugcti.

Die vielen Küstenländer, Inseln, Halbinseln, Land-

zungen und llalenbucliten waren ganz dazu geschaffen, um in den Bewohnern das Verlangen hervorzurufen, teils unter einander, teils mit rromden Völkcn-schaCten in näheren Verkehr zu treten, wodurch
die

Handelsverbindungen angeknüpft, Ideen gegenseitig ausgetauscht und Geister zur Aufnahme der Kultur fremder Völker empfänglich

gemacht wurden. Unter den 2.

vielen geistigen

Vorzügen, welche der griechische

Volksstamm, besass, treten besonders drei hervor, die demselben ganz besonders eigentümlich waren: erstlich die gewaltige Energie, Regsamkeit und Strebsamkeit, mit der die Griechen alle ihnen in

Unternehmungen entgegenstrebenden Hindernisse zu bewältigen, begonnene Werke zu vollführen und das von fremden Völkern Aufgenommene so aufs neue zu bearbeiten und umzuschaffen wussten, dass es sich nicht mehr als etwas von aussen her Eingewandertes
ihren
thut, sondern aus dem innersten Wesen des griechischen Geistes hervorgewachsen zu sein scheint; sodann die unerschöpflich reiche Phantasie, welche bei ihnen die herrlichsten Schöpfungen der Poesie

kund

und Prosa, sowie der bildenden Künste ins Leben rief; zuletzt der feine Sinn für Schönheit und Anmut, der sie in Allem, was sie thaten und dachten, begleitete, der sie überall das rechte Mass finden Hess und ihren Schrift- und Kunstwerken die hohe Vollendung verlieh,
den heutigen Tag bewundern. Aber so sehr auch der griechische Volksstamni in seiner Entwickelung und Ausbildung von den äusseren Verhältnissen und Umständen begünstigt war, so würde er sich doch nie zu jener Höhe der geistigen Kultur emporgeschwungen haben, wenn ihm nicht eine Sprache verliehen worden wäre, welche die grösste Bildungsfähigkeit, einen grossen Reichtum an grammatischen Formen, durch welche die feinsten Beziehungen der Gedanken und Begriffe ausgedrückt w^erden konnten, und ein System von Lauten, welche geeignet sind eine durch Wohllaut und Ebenmass ausgezeichnete Rede hervordie wir bis auf
3.

Wie diese Sprache sich allmählich entwickelt hat, denn in dem ältesten Denkmale der griechischen Litteratur, den Homerischen Gesängen, finden wir sie schon ausgebildet und vollendet, und wenn sie auch später durch die Entstehung und Entwickelung der ungebundenen Rede in ihrem Baue an grösserer Mannigfaltigkeit des Wortgefüges und Periodenbaues zunahm, so erlitt sie doch gleichzeitig an Flexionsformen und Fügewörtern gar manche Einbusse. Aber durch die vergleichende Sprachzubringen, besass.

wissen wir nicht;

Einleitung.

3
erwiesen,
dass
die

forschung

ist

auf

das

Unwidersprechllchste

griechische Sprache ein

Zweig des grossen indogermanischen Sprach-

stammes

ursprünglich vielleicht in Hochasien wurzelnd, sich Zweigen über Asien und Europa verbreitete und ausser später in vielen der griechischen Sprache namentlich die indische, persische, armenische,
ist,

der,

italische,

keltische,

germanische,

lettische

und

slavische

Sprache

bezw. Sprachfamilie umfasst. Bei
findet

aller

Verschiedenheit dieser Sprachen
in ihrem gramund Ableitungsformen, eine

doch

in

den Wurzelwörtern und besonders
d. h. in

matischen Baue,

ihren Flexionsin

grosse Übereinstimmung statt,

der

sich

die ganze

Masse dieser

Sprachen

als

aus gemeinsamem Ursprung hervorgegangen kund thut.
die griechische

Wie

sich

nun

verhalte, wollen wir mit
4.

Sprache insbesondere zu dem Sanskrit wenigen Worten darlegen.
anlangt, so steht

Was

zuerst die

Vokale und Diphthonge
dem
(d.
i.

das Sanskrit

dem

Griechischen bedeutend nach.
letzteren in
ai)
a,
oi,
s,

Denn das kurze a
das
lange a in
äi
ä,

des Sanskrit hat sich in
Tj,
ifj,

o,

o),

der Diphthong e

in

at,

st,

der Diphthong

in a,

(o, der Diphthong ö (d. i. au) in au, eu, ou, endlich der Diphthong äu in 7.U T,u gespalten. Was für Vorteile in Beziehung auf den Wohllaut und den grammatischen Bau aus dieser Spaltung der Vokale und Diphthonge erwachsen seien, werden wir in der Lautlehre sehen. Dagegen entbehrt das Griechische das vokalische (silbenbildende) r und
,

1

des Sanskrit, welche in slavischen Sprachen, wie
wiederkehren.

dem

Czechischen

An Konsonanten
keine
k',

aber besitzt das Sanskrit einen

Reichtum wie
(d.i. X, TU, x),

Griechische harte Aspiratae:

Es hat nicht nur wie das p, f, gleich griechischem y, 9, & sodann eine ganze sondern auch weiche: g', b, d
andere Sprache.
;

Konsonanten, welche dem Griechischen gänzlich fehlt, nämlich die Palatalen, welche teils aspiriert, teils nicht aspiriert sind, und in jetziger Aussprache wie tsch, t'sch, dsch, d'sch lauten: c', c', g, g'; ferner neben den eigentlichen oder dentalen T- Lauten
Klasse von
t,

f, d, d'

(im Gr.

-, 0, !))

vier linguale oder cerebrale

T- Laute:

t,

f,

d,

d, welche
n,

dem

Griechischen gleichfalls fehlen: sodann ausser den
Gr.
v, |x,

noch zwei andere n ferner die Spiranten der erstere aus dem Griechischen j und v, von denen gänzlich verschwunden ist, der letztere, das Digamma (F), sich nur endlich ausser dem gewöhnlichen s (= Gr. o) in Mundarten erhalten hat ein gelinde aspiriertes s ((^) und ein stärker aspiriertes, gleich unserm seh (s). In Vergleich mit dieser ungemein grossen Menge von Konsonanten des Sanskrit muss die griechische Sprache arm erscheinen: allein dieselbe Armut zeigt sich im allgemeinen auch in den übrigen Sprachen unseres Sprachstammes dem Sanskrit gegenüber. Jedenfalls
Nasalen

m, n

(=

7)

;

(Halbvokale)

;

4
hat,

Einleitung.

als

hinreichend

das Ciiccliisclie aus der Urquelle gerade so viel Laute geschöpft, sind, um eine wohllautende und sich ebenmässig

die

bewegende; Rede zu bilden, zumal da es durch Spaltung des A- Lautes ermüdende Eintönigkeit des Sanskrit vermieden hat. Und in

dieser Musshaltung zwischen
sich (las

dem

Zuviel

und dem Zuwenig bekundet

Wesen
In der

des griechischen Geistes, der in allen seinen Erzeug-

nissen die richtige Mitte zu treflfen wusste.')
5.

Sanskrit und

obwohl

in

Deklination und Konjugation findet zwischen dem dem Griechischen eine grosse Übereinstimmung statt, dem ersteren die Flexionsformen die ursprüngliche Gestalt

bewahrt haben. Die Deklination sowohl als die Konjugation haben in beiden Sprachen eine Dualform, die dem Lateinischen Das Sanskrit hat aber bis auf einige Spuren verloren gegangen ist. mehr Kasusformen als das Griechische, nämlich den Ablativ, den
vielfach treuer

Instrumentalis

und den Lokalis, von welchem

letzteren jedoch

die

griechische Sprache einige Überbleibsel aufzuweisen hat.

Zum

Ersätze

der fehlenden Kasus muss daher das Griechische oft seine Zuflucht zu

den Präpositionen nehmen, an denen es sehr reich ist, und deren Gebrauch und Verbindung mit verschiedenen Kasus sehr fein ausgebildet ist. Das Verb hat in beiden Sprachen Aktiv, Medium und Passiv, einen Aorist, wendet Augment und Reduphkation an; aber das Griechische hat ein vollständiger entwickeltes und im Gebrauche schärfer in sich geschiedenes System von Zeitformen und Modi, während das Sanskrit den Konjunktiv aufgegeben, ein Plusquamperfektum nicht entwickelt, vor allem auch keine Modi ausser vom Präsens gebildet hat. Es wird sich wohl schwerlich eine Sprache finden lassen, in der der Bau und die Gliederung des Verbs schöner, sinnreicher und vollständiger ausgeführt wäre, 2) wenn auch andererseits die griechischen Verben in Folge der Mannigfaltigkeit der Bildungsweisen einem von der Kultur wenig berührten Walde gleichen. Was die Satzlehre oder Syntaxe betrifft, so kann sich das Sanskrit mit dem Griechischen auch nicht im Entferntesten messen. Das Sanskrit steht in dieser Beziehung noch auf einer niedrigen Stufe der Entwickelung, indem die Satzfügung hauptsächlich in parataktischer Anreihung der Sätze, sowie in einer sehr schwerfälligen Komposition vieler Wörter zu einem Ganzen, das in anderen Sprachen oft in Sätze aufgelöst werden
muss, besteht, während die griechische
Verhältnisse
1)

und namentlich
K. 0.

die

Sprache alle syntaktischen Verbindung der Sätze und den Bau
griech.
Litterat.

Vgl.

Müller, Gesch. der

B.

I,

S.

9

(I «,

9

f.).

Über den auch vom Sanskrit kaum übertroffenen Formenreichtum des griechischen Verbs vgl. G. Gurtius, d. Verbum d. griech. Spr. 12, ff (im Griech. 507 Formen einschl. des Verb, infinit., dagegen im Lateinischen nur 143).
2)
l2
.

Einleitung.

5

der Perioden auf das Schönste und Kunstmässigste ausgebildet hat,
so dass sie

man

darf wohl behaupten

unter allen
Hinsicht

Sprachen
die erste

des Altertums sowohl als der Neuzeit in
Stelle einnimmt.
6.

dieser

Insofern sich alle Sprachen aus

dem menschlichen

Geiste auf
aller

naturgemässe Weise entwickelt haben, stimmen die Sprachen
Völker mehr oder minder mit einander übei-ein.
der sich

Insofern aber jedes

Volk seinen besonderen und eigentümUchen Grundcharakter besitzt, teils durch die Lokalität der Wohnsitze, teils durch den
teils

Verkehr mit anderen Völkern,
Schicksale,
gestaltet
,

durch politische Verhältnisse und

teils

durch andere Ursachen zu einer festen Selbständigkeit
,

hat jede Sprache ein besonderes von dem aller übrigen Sprachen unterschiedenes Gepräge sowohl der Wort- als der RedeDieses eigentümliche Gepräge macht das Idiom einer formen. Sprache aus. Das Idiom der griechischen Sprache hat dadurch einen grossen Vorzug vor fast allen anderen Sprachen gewonnen, dass sich

und ungetrübt aus dem frischen Leben des Volkes entund von Aussen her keine störenden Einwirkungen erfahren oder dieselben mittelst der in ihr liegenden Lebenskraft überwunden hat. Zu den Eigentümlichkeiten der griechischen Sprache in der Lautlehre gehört z. B. die Abneigung gegen den Spiranten s und gegen die Halbvokale v und j: das alte j ist infolgedessen gänzhch,
dieselbe frei

wickelt

das v grösstenteils verdrängt, so dass es sich nur dialektisch einiger-

massen behauptete; auch das a hat namentlich im Anlaut vor Vokalen und im Inlaut zwischen Vokalen weichen müssen, ohne auch im Anlaut mehr als den rauhen Hauch zu hinterlassen. Durch diese Verluste von Konsonanten und das weiterhin sich ergebende Zusammenfliessen von benachbart gewordenen Vokalen sind die griechischen Wörter hinsichtlich ihres Ursprungs und ihrer ursprünglichen Zusammenhänge oft sehr unkenntlich geworden. Im Auslaute duldet die griechische Sprache von den Konsonanten nur v, p, a, <!/, ^; w^eshalb sie sich ebenfalls oft genötigt sah die ursprünglichen Wortformen, die das Sanskrit und das Lateinische treu bewahrt haben, abzuändern oder zu verstümmeln. In der Bildung der Formen des Verbs sind der griechischen Sprache die passiven Formen des Aoristes und Futurs auf Or^v (t,v) und i>Y,ao(jLai (yiaojxai) eigentümlich; ferner auch, dass die Modusformen für alle Tempora gebildet sind. Eine merkwürdige Eigentümlichkeit in der Tem})usbildung einiger Verben
besteht darin, dass dieselbe aus verschiedenen Wurzelverben, die nur
ist. Auch in anderen Sprachen findet sich Ähnliches, aber ungleich sparsamer. Diese und mehrere andere Eigentümlichkeiten des Griechischen werden wir

der Bedeutung nach zusammengehören, gemischt

(j

liinleitung.

teils

in

iUt

i.aiiflcliro,

teils

in
ist

der Flexionslehre nAlior
die griofhische

betrachten.
in

Reich
lehre,

;in

Ki^'entünilichkoiten
'/Ann

Sprache

der Satz-

\v()/,n

Teil

auch der Umstand beigetragen hat, dass die

Eni Wickelung derselben nicht durch die alles regelnde Büchersprache Indern sie gern die in ihrer freien Bewegung gehemmt worden ist.
steife

Regelmässigkeit drr Grammatik der lebendigen Auffassung der Vorstellung aufopfert, gewinnt sie an Naivetät, sinnlicher Fülle, Klarheit und Leichtigkeit. Wir erwähnen nur den so häufigen Gebrauch
xotta ouvsoiv,

der sogenannten Constractio

ferner die

mannigfaltigen
sinnreicher
in

prägnanten Konstruktionen,
sind,

die

aus

dem Streben nach
einer
ttj;

Kürze hervorgegangen Eine Struktur zusammengefasst wurden,
i'cpuYov

indem zwei Momente
als:
ol

Handlung

ix

a-pp^c avi)p(o-ot

und
zwei

dergl.

Ein Hauptstreben der griechischen Sprache liegt
Begriffe

darin,

dem

nach zusammengehörige
zu
einer Einheit
i)

Satzteile

auch

äusseriich

durch die

Form

zu verbinden

und mit
der

einander zu verschmelzen
objektiver

(Attraktion),

Auch das Streben nach
eine

Darstellungsweise

muss

als

Eigentümlichkeit
in lebhafter

griechischen Sprache anerkannt werden,
die

indem

Auffassung

oblique Rede

sehr häufig den Charakter der

direkten Aus-

drucksweise annimmt und die der Vergangenheit angehörenden That-

sachen und Vorstellungen aus der Vergangenheit in die Gegenwart Anderes zu übergehen, des Redenden herübergezogen werden.

Um

wollen wir nur noch des grossen Reichtums der griechischen Sprache an sogenannten Partikeln (Konjunktionen und Modaladverbien) ge-

denken, welche gleichsam mit hauchartiger Leichtigkeit, Zartheit und
Geschmeidigkeit die feinsten Beziehungen

der Gedanken ausdrücken

und der Rede
verleihen.
7.

Leben, Anschaulichkeit, Bestimmtheit

und Deutlichkeit
griechischen

Den vorauszusetzenden ursprünglichen Zustand der

Sprache, in

kennen wir

noch einigermassen ein ungeteiltes Ganze war, finden sie schon in dem ältesten Denkmale der griechischen Litteratur, den Homerischen Gesängen, in der Gestalt Die ureiner bestimmten Mundart aus demselben herausgetreten. sprünglich dem ganzen griechischen Volke gemeinsame Sprache musste

dem

sie

nicht. 2)

Wir

natürlich,

nachdem

dasselbe

sich

in

Ländern niedergelassen

hatte,

welche hinsichtlich des Bodens und Klimas verschieden waren, ja zum Teil schroffe Gegensätze zu einander bildeten, vielfache Verl) 2)

Vgl.

W.

V.

Humboldt

in Schlegels Indisch. Bibl. B.

II,

H.

I,

S.

118.

Giese, Aeol. Dial. S. 73—80 hat sich auf scharfsinnige Weise bemüht, aus den verschiedenen Mundarten und mittelst Vergleichung des Griechischen mit den verwandten Sprachen die allen griechischen Mundarten zu Grunde liegende Sprache,
die er die

pelasgische

nennt, zu konstruieren.

Einleitung.

7

welche

änderungen erfahren. Es bildeten sich verschiedene Volksstämme, in Sitten, Gebräuchen, Lebensart mid Geistesbildung und daher auch in ihrer Redeweise sich mehr oder minder unterschieden.')

Stämme, die bei aller Verschiedenheit ihrer Wohnsitze und den von dem Mutterlande entferntesten Ansiedelungen doch Einen Grundcharakter in ihrem Wesen und in ihrer Sprache festAlle diese
selbst in

hielten,

vereinigten

sich

später

unter

dem"

Namen Hellenen.

Aus der Sprache der Hellenen treten drei Hauptzweige hervor: der äolische, dorische und der ionische, aus dem wieder
selbständig der attische heraustritt.

Es

ist

aber Avohl zu beachten,
ist,

dass

weder

dies

eine

vollständige

Einteilung

noch überhaupt,

hier wie bei andern dialektisch verzweigten Sprachen, sich ein

Stamm-

baum
lässt.

mit irgend welchem Anspruch auf objektive Richtigkeit aufstellen

Zunächst

ist

schon unsere

Kenntnis der griechischen Mund-

immer noch eine und würde ohne die Inschriften, deren Zahl sich in neuerer Zeit in erfreulichster Weise vermehrt hat, kaum vorhanden sein. Denn abgesehen von diesen und von den spärlichen und zum Teil unsicheren und unkritischen Nachrichten der alten griechischen Nationalgrammatiker 2) kennen wir die Mundarten nur aus den Denkmälern der Litteratur; diese aber, die dichterischen Erzeugnisse und selbst die prosaischen Schriftwerke, deren Schreibart sich bei den Griechen im Anschluss an die dichterische entwickelt hat, fallen mehr oder weniger in den Bereich der Kunst und geben uns daher keineswegs immer ein durchaus treues Abbild von der wirklichen Mundart. Ferner, so wie die Hauptstämme des griechischen Volkes sich in viele Nebenstämme schieden, ebenso gab es ausser den Hauptmundarten viele Nebenmundarten (fxsxaTrKuasic, uiroStaipiactc
arten, insbesondere der wirklichen Volksmundarten,

ausserordentlich lückenhafte,

p. 333 Casaub., Sext. 618 f. Bk.), und so wie bei den verschiedenen Stämmen in ihren vom Mutterlande entfernten Ansiedelungen, zumal wenn sie mit fremden Völkern in Berührung
TOTTixai
tt^Xei?,

xaxa

zaxa
c.

sOvy],

vgl. Strab. 8, p.

Emp.

adv.

Gramm,

3. p.

235 Fabr.

der Zeit in ihrer Lebensweise und in ihren Veränderungen eintraten ebenso erlitt ihre Sprache mannigfache Veränderungen. Sodann, wenn zu jeder Einteilung ein Einteilungsgrund gehört und gemäss diesem die Teilung ausfällt, so

kamen,

in

dem Fortgange

Sitten vielfache

,

gibt

es

für

die

Dialekte

eine Vielheit

möglicher Einteilungsgründe,

indem

ein jeder eine ganze

Anzahl Eigentümlichkeiten

die eine mit diesem, die andere mit
1)

hat, von denen ihm jenem andern Dialekte gemeinsam

Vgl. Fr. V.

Reimnitz,

Gesch. der Spr.
die alten

Giese, Aeol. Dial. S. 23— 71, der und gerecht beurteilt.

Potsdam 1835. S. 40. 2) s. Grammatiker sehr ausführlich, gründlich

Q

Kiiilciliiiig.

ist.

Wollten wir
mit

Attische

dem

des erhaltenen
zweite Klasse

dem oa oder tt einteilen, so würde das zusammenkommen; wenn auf Grund oder verlorenen rauhen Hauches, so kämen in die
/.
15.

nach

ßöolischen

das

asiatische

Ionisch,

das asiatische Aeolisch,
indes
die

das

Kretische und das

Eleische.

Wenn man

geschichtliche

Sonderun^f hinzunimmt, so wird sich sowohl das Ionische, wie das
Dorische als etwas objektiv Gegebenes festhalten lassen,

wenn auch

keineswegs mit scharfer

Umgrenzung;

viel

weniger greifbar dagegen,

sowohl historisch wie sprachlich, zeigt sich das Aeolische, welches sich alsbald in eine Mehrheit recht weit geschiedener Mundarten Wir wollen nun von den Haupttypen des Hellenischen eine auflöst.
allgemeine Charakteristik geben,

indem wir

die

genauere und ein-

gehende Erklärung ihrer Eigentümlichkeiten für die Grammatik selbst
aufsparen.
8.

Die

äolischen Mundarten wurden
;

in

Böotien,

dem nörd-

und in den äolischen Pflanzstädten Kleinasiens gesprochen letztere Mundart heisst insonderheit yj AioXi? oder r^ AioXtxr,. In den ältesten Zeiten wohnten Aeolier auch in Korinth, auf Euböa, in Aetolien, wurden aber von Doriern, loniern und Aetoliern aus Wenn Strabo (VIII, p. 333) sagt, ihren Wohnsitzen vertrieben, i)
lichen

Thessalien

ausserhalb des Isthmus Wohnenden mit Ausnahme der Athener und der Dorier am Parnass immer noch Aeolier Megarer, hiessen, und dass im Peloponnes sowohl die Achäer ein äolisches Volk seien, als auch Arkader und Eleer im Gegensatz zu anderen mehr
dass
alle

und gemischt redenden Völkern der Halbinsel den so werden diese hauptungen weder durch anderweitige Zeugnisse, noch durch dialektischen Ergebnisse der Inschriften genügend bestätigt."-) Aeolismus im engeren Sinne, d. i. der asiatische, hat in Folge
dorisierten

ur-

sprünglichen Aeolismus rein bewahrt hätten:

Bedie

Der
der

Übersiedelung nach

dem

in

klimatischer

Hinsicht

so

verschiedenen

Asien und durch die Berührung mit den loniern einen besonderen Typus angenommen, und bildet insbesondere zum Böotischen, welches
seinerseits

Gegensatz.

dem Dorischen näher steht, in vieler Beziehung einen Gemeinsam mit dem asiatischen Ionischen ist dem
der Verlust des Spiritus asper,
Xs^ouai,

asiatischen Aeolismus

die Ersetzung

von

Ti

durch

ai

[li^oioi,

dor. Xs^ovit,

böot.

Xe^ovöt);

eigen-

tümlich die Zurückziehung des Accents von

der

Endsilbe (ayaöo?),
ta

und

=

ferner die

Ersetzung des ursprünglichen va durch
xovc,
xav«;),

(xoic,

xatc

Tou?, ta?

aus

wovon
p. 4.

indes etwas sich

auch auf dem

1)

S.

Ahrens,

Dialect.

Lib.

I,

2)

s.

Meister,

Gr. Dial.

I,

S. 4ff.

Ahrens

nennt das Eleische und Arkadische

dial.

Pseudaeolicae.

Einleitung.

9

benachbarten ionischen Chios
Ersatzdehnung,

zeigt. Das Böotische hat für das v und desgleichen, wenn überhaupt etwas, für die

verdoppelten Liquidae des Aeolischen, die aus Assimilation hervor-

gegangen und ausserdem nur im Thessalischen bewahrt sind (xoi'wo). xTsvvo), ß'iXXa [3ouAr„ u. s. w.). Das Thessalische bildet auch sonst das Bindeglied zwischen Aeolisch und Böotisch, indem ihm wichtige Eigentümlichkeiten mit jeder dieser Mundarten gemein sind; was dagegen alle drei Mundarten im Gegensatze zu andern gemein haben, Seinerseits hat das Böotische sowohl alte Laute ist nicht sehr viel. und Lautverbindungen, wie den u-Laut von u, das Digamma, die Verbindungen ao, ctw im Genetiv der L Deklination, sehr zähe bewahrt, als auch umgekehrt in der Behandlung des t, und mehrerer Diphthonge die spätere gemeingriechische Entwickelung anticipiert, indem es Tj zu £1 werden liess und «i, si, (oi) zu t,, (u) vereinfachte. Dieselbe Behandlung des r^ ist im Thessalischen, und dazu die entsprechende Veränderung von to in ou. Im allgemeinen entfernten sich alle drei Dialekte, und zwar auch im Wortgebrauch, sehr stark vom Ionischen und Dorischen und mussten daher den Attikern sehr fremdartig und halb barbarisch erscheinen. ') Thessahsch ist z. B.:

=

i,

xoci

xav övaXav
[xa

xiv iv

xavs Ytvujxivav

xo;

xaixi'ac

oofiöv

axxav

xoivav
xoti

7:0-

Ooooov, xb
ävotXojfjLa

'Wcpioiia x6v£ y.üppov

3[x;jl£v

xaTmotvxb? ypovoi, d. h.
xotfxi'a?

xo

xb SIC xäbs (xauxa) Y'Yvojxcvov xob;
'Lrjcpiaixa

oouvai ä-o xojv xoivwv

-po^obojv, xb OE
xbv /povov),

xoos xupiov

£iv7.t

xctxot

7r7.vxb;

ypovoo

(si? -otvxa

wo
;

kein

Wort

ausser xat mit

dem entsprechenden

Attischen

identisch

kurzes

denn auch der Akkusativ xotjxia? unterscheidet sich durch Eben wegen ihrer Fremdartigkeit sind alle diese Mundarten nur in ganz beschränktem Masse zur litterarischen Verwendmig gekommen: nur solche lyrische Poesie, die für das Heimatland und für keinen grösseren panhellenischen Hörerkreis von Haus aus beist
7..

stimmt war, konnte darin niedergelegt werden. In Böotien dichtete Korinna böotisch, auf Lesbos Alcäus und Sappho äolisch; von jener sind spärliche und dazu sehr verderbte Bruchstücke von diesen
,

etwas mehr und

in

besserem Zustande

erhalten.

Für das Aeolische
(Idyll

kommen
28

drei

den Lesbiern nachgeahmte Gedichte Theokrits
einige sonstige

— 30)

und

Nachahmungen Späterer hinzu;
in

für das
ff.,

Böotische die Beden des Böoters

Aristophanes' Acharnern V. 8G0

wo

indes

keineswegs

rein

die

Mundart
weniger,
ßdpßapo;,

wiedergegeben
für

wird.

Die

griechischen Grammatiker bieten für das Lesbische ziemlich viel, für

das Böotische schon erheblich
J)

das

in

der
;

Litteratur

S.

Plalon Piotag. 341 C.

cpiuvTj

vom

Lesbisclien

Eustatli. p. 3U4.

2 Anekdote,
HsTTaXcif, die

wo

auf die Frage:

Ttöxspa Botcotoi
'HXetot.

ßapßapcÖTepöt

TUYyctvouotv

ovte;

t]

Antwort gegeben wird:

lO
iiuvcrtrctriic

Eiiiloiliiiig.

Für dieses also sind die indie sich erst in neuester Zeit etwas gemehrt haben, fast -cliiirtcii, unsere O'i^-'l'e; für den Aeolismus mangelt es an iiusschlicsslich älteren hischriflen noch sehr; Böotien hat von solchen nicht ganz
Thessalische fast
nichts.

wenig und von jüngeren sogar sehr
vorhin genannton Mundarten

viel geliefert.^)

betrifft,

so

ist

Was die anderen auch von diesen keine

somit pflegen auch die alten einzige litterarisch geworden, und Grammatiker darüber zu schweigen. Die Inschriften indes haben ergeben, dass das Arkadische in der That einige Eigentümlichkeiten namentlich mit dem Thessalischen teilt: so insbesondere die Abwandlung der gewöhnlich kontrahierten Verba nach der [xi-Konjugation, was sich auch im Lesbischen findet und im Altböotischen fand, ferner
7.-U

statt

«TTo

(auch lesbisch),
s.

iv

(Iv)

mit Akkus, statt

st?

(auch in

Böotien, Phokis u.

w., aber nicht auf Lesbos) u. a.
ist

m.

Ganz nahe

aber mit

dem Arkadischen
Überlieferung

das

Kyprische
kurzer

verwandt, gleichwie
in

auch

die

die

Besiedelung dieser Insel durch Arkader
meist
Inschriften,

berichtet.-)

Eine

Anzahl

einer

ein-

heimischen

und durch das Zusammenwirken mehrerer Gelehrter glücklich entziffert, hat uns über diesen merkwürdigen, bei aller Entfernung vom Mutterlande und Berührung mit
Silbenschrift

verfasst

Phöniciern

doch rein

Griechisch

gebliebenen

Dialekt

belehrt. 3)

Für Elis weist die Überlieferung betreffs der alten Zusammenhänge nach Aetolien und dem westlichen Lokris, und die bei den deutschen
alten Bronzeinschriften

Olympia in ziemlicher Zahl zu Tage getretenen haben auch hier die Überlieferung bestätigt. Denn auch aus Lokris haben wir ein paar ziemlich lange Inschriften,
Ausgrabungen
in

welche zeigen, dass dieser Dialekt, mit einigen Besonderheiten allerdings, sich an das Dorische anschliesst, und an dasselbe reiht sich
mit weiterem Abstände
einige
die
z.

das Fleische an.

Es haben sich

in

diesem

T. sehr hervortretende Eigentümlichkeiten neu entwickelt, so

lautenden oin

auch im gemeinen Lakonischen sich zeigende Wandlung des ausDie Sprache der Achäer an der p (Rhotacismus).^)

Nordküste des Peloponnes sind wir nicht im stände
')

vom

Dorischen zu

Neueste

Sammlung
u.
S.

Bezzenberger
(vonA.Fick)I,
(Berl. 1885),

der dialektisch wichtigen Inschriften von Bechtel, Gen. (Göttingen, von 1884 ab); darin die thessahschen Inschr. 125 ff., 375 ff., die böotischen (von R. Meister) I, 145 ff., 387 ff.,

dieäolischen (von F.

Bechtel)

I,

81

ff.,

371

ff.

S. üb. d. thess. Dialekt E.

Reuter
II,

W. Prell witz

(Königsb. [Gtg.] 1885).


I,

2) S.

Meister,
;

Dial.

126

ff.


I,

3)

Arkad. Inschr. (von F. Bechtel) Dial.-Inschr.

337

ff.

kyprische (in Umschrift)

1

ff.,

von W.
4)

De ecke.
s.

Über den Zusammenhang
d.
I,

dieser Dialekte mit
gr. Dial,

dem

Aeol.,

Thessal., Boot.

H. Colli tz,
47

Verwandtschaftsverhältnisse der
311fr. (von F. eleischen Dialekt behandelt

Göttingen

1885.
F.

Fleische Inschr., Dial.-Inschr.
das.
II,
ff.

Bechtel)

Den

Blass); lokrische (von Meister, Dial. II, 3 ff.

Einleitung.

1

trennen,

ebensowenig das Phokische und die

benachbarten Mund-

arten einschliesslich

des südlichen Thessaliens (Phthiotis).

Wie

die

Aetolier
denn

ursprünglich geredet haben, wird wohl nie zu Tage treten;

Bildung ist erst aus der Zeit des dorischen auch Akarnanien und Epirus ergriffen hat.^) Die dorische Mundart (r, Ampi; oder vj Aojpixr,) verbreitete 9. sich von dem nördlichen Griechenland aus durch die Wanderung der Dorier, ihre Eroberungen und die zahlreichen von ihnen ausgesandten
ihre litterarische
Einflusses, der

Pflanzstaaten sehr weit

und

erfasste sogar Völkerschaften,

die

kaum
in

oder gar nicht zu
der
Zeit

dem

griechischen

Stamme

gehörten.

So war

des

achäischen und ätolischen

Verbänden Dorisch
Inseln,
in

die allgemeine Sprache,

in Epirus, in Kreta, in

Bundes in diesen beiden und herrschte ausserdem einem Teile Kleinasiens und den anliegenden
aber
in fast

Kyrene,

namentlich

ganz

Sicilien

sowie in

Unteritalien,

dem sogenannten
in

Grossgriechenland. 2)

Die Dorier waren

der kräftigste und männlichste

Stamm

Griechenlands, der, seine ersten

Wohnsitze
sich

einem von Bergen eingeschlossenen Lande habend, durch Ernst, Tiefe des Gemütes, Einfachheit der Sitten, An-

Altertümlichen und einmal Festgesetzten auszeichnete und diesen Typus bis in die späten Zeiten mehr oder minder bewahrte. Wenn aber, wie z. B. in Syrakus und in Tarent, die dorischen
hänglichkeit
Sitten der Ausgewanderten zu Grunde gingen, so hat sich die Sprache doch daselbst im Wesentlichen treu behauptet.^) In vielen Beziehungen man denke nur an Ti'i>r,ai, tiüt,ti zweite und dritte Person, tiÖcvtc hat das Dorische unter den griechischen Dialekten XsYovTi Plural das Ursprüngliche am treuesten bewahrt, und hat, abgesehen von

am

einzelnen seiner Species wie
derartige umgestaltende

dem Lakonischen und

Kretischen, keinerlei

Neuerungen zugelassen, wie sie das Aeolische, Thessalische, Böotische aufweisen. Das gemeinverständliche Hellenische war demnach das Dorische und das Ionisch -Attische. 10. Als Idiome, welche sich auf den ganzen Dorismus mit
geringen
1)

Ausnahmen

erstrecken,

sind

besonders

folgende

zu

er-

Insclir. II,
2)

Die (dorischen) Inschr. von Epirus, Akarnanien, Aetolien, Phlhiotis Dial.1 ff. (von A. Fiele); die phokischen (von F. Bechtel) das. 63
fl".

Länder gibt Ähren s dial. Dor. p. 1—4. 3) ^Man nuiss erwägen, dass lokale Bedingungen auf die Sprache nur in einem Zeitalter mit voller Kraft wirkten, da die Organe ihnen weit mehr nachgaben, und überhaupt mehr Akkommodation gegen die Natur
Eine

genauere

Aufzählung

,

der

einzelnen

dorisch

sprechenden

wurde Dorisch auch in Küstenländern gesprochen, wie jetzt PlattAuch dürfen wir dabei nicht vergessen, dass nicht blos das Land, sondern auch das Volk von jeher eine bestimmte Natur liatte, die auf die Sprache doch wohl niclit in geringerem Masse einwirken nmsste als die erstere."
stattfand; später

deutsch in Gebirgen.

K. 0.

Müller,

Dorier Th.

112,

s. 493.

I

-2

Eiiileituiif,'.

wälmcri:

'j

a)

das Demonstrativpronomen
otuTotuioö

tyjvo;

(dieser, iste)

und das
Verbal-

Reflexivpronomen
eiidmi},'

{^.Oto;
[xs?,

'y-koCi)

statt ictuToG; b) die

der

I.

Fers. Plur.

als e'jp{ay.o|x£:;

die

Infinitivendunj,-- uev
Oifxsv,
;,

an

Sli^lle

der
die
:

att. -ionischen

vott,

als

otoo|x£v,

oo[jl£v,

irpoaT'ijxEv,
ilnxi\Lo.',rf..

öo})t,}i2v;

Formation
die

der Verben auf
oöi,

auf
mit

C«)

mit
als:

als:

£p"j'ot;ouvxo'.t

Futurforni

ooufxc»,

oojafo,

licootrö'jooj.

[;oujxc(t.

Vieles hat der

Dorismus

dem Aeolismus gemein-

sam.

Dahin gehört (ausser dem langen a für r,): a) das Digamma, welches sich bei den meisten Doriern wie bei den Thessaliern und
5.

Lesbiern etwa bis ins

Jahrhundert, bei einigen noch länger beIII.

hauptete

;

b) der Dativ Plur.

Deklin. auf

sooi

(in

Kreta indes
in

von Anfang an
[Elis,

Aetolien]

— —

ot,

wie im Ionischen und Arkadischen,
als

Lokris

ot?,

YspovTot;);
lesb.,

c)

Nom.

Plur. der Personalpr.
,

oLjxec dor. u. boot.,

otti-fAs?

Akk.

dcjxs

dor. u. böot.

afxjxs

lesb..

Apokope der Präpositionen Trotpä, dvot, xaxä. AMiMK Wiederum bei Anderem scheiden sich die äolischen Dialekte: t für o hat mit dem Dorischen gemeinsam das Thessalische und (im
thessal.,

d) die

allg.)

das Böotische, nicht das Lesbische;

toi xai

für nl ai sagen die

meisten Dorier und die Böoter, dagegen nicht die Thessalier und die
Lesbier sowie unter den Doriern die Kreter, u.
a.

m.
erhielt

IL Der angegebene Zustand
sich

der
bis

dorischen Sprache

im allgemeinen unverändert

zu Alexanders Zeiten

und

in

mehreren Punkten aber erfuhr sie natürlich bei ihrer sehr grossen Verbreitung im Verlaufe der Zeit mannigfaltige Veränderungen, so dass man drei verschiedene Zeitalter derselben, das alte, das mittlere und das neue, und zwei verschiedene Gattungen, die strengere und die mildere, angenommen hat.2) Das alte Zeitalter reicht etwa bis zum fünften Jahrhundert, das mittlere bis zu Alexanders Zeiten, das neue bis zum Untergange der dorischen Sprache. Dem alten Zeitalter
in

manchen Gegenden weit länger;

gehören die Bruchstücke des Dichters Alk man (um 612) an; aber er hat seine Mundart, die Lakonische, mit lesbischen und epischen

Formen
allen

versetzt.

Der

Doriern

wenigstens

Gebrauch des Digamma war damals bei im Anlaute noch ungeschwächt. Dem
sind die Bruchstücke

mittleren
dichters

Zeitalter angehörig

des

Lustspiel-

Epicharmus und
Aristophanes'

des

Mimendichters
81 sqq.,

Sophron

aus

980 sc^q., 1076 sqq.. 1242 sqq., 1297 sqq., wo die lakonische, und Acharn. 729 sqq., wo die megarische Mundart ziemlich genau wiedergegeben w^ird. In dem neueren Zeitalter, seit den Zeiten Alexanders, 3) trat in
Lysistrata
S. Ahrens, d. D. p. 395 sqq. darüber auch Meister, Dial. II, 82
1)

Syrakus,


ff.

2)

s.

Ahrens

d.

D. p. 400 sqq.
xotv-r,).

3)

S.

(achäisch-dorische

Einleitung.

1

der

dorischen

Sprache, zumal der geschriebenen, eine bedeutende
ein,

Entartung und Verderbung ihres ursprünglichen Charakters
hauptsächlich der Einfluss der

wozu

immer mehr um
tt

sich greifenden attischen
alte x (mit

Sprache beitrug.

So ging

in

diesem neuen Dorismus das

Ausnahme der Verbalendungen

und

vxi

und der Präp.
(ov

ttoti)

gemei-

niglich in o über; statt der alten

Konjunktion

pflegte

man, wie

im Attischen, ouv zu schreiben; die alte Form des Dat. PI. III. Dekl. auf £001 (aoai) wurde gewöhnlich durch die kürzere Form auf ai verdrängt die alten Formen des Artikels und des Relativpronomens toi, -ri.i kamen ausser Gebrauch, und dafür wurden die Formen ot, rtX (oi', <jx) angewendet; die Zahlwörter nahmen die Formen der attischen Mundart an, als:
xpsT?
s.

st.

xpTc,

xsaoapc?

st.

xsiope?,

sl'xoai

st.

Fr/axi,

i'xctxt,

Fsixaxt, si'xaxt u.
PI. vxo>, vx(üv,

w.

;

neben den alten Imperativformen

in der III. Pers.
at>a)oav

oi)(ü,

a9o>v

wurden
drvot,

die längeren
xotxot,

xfooav,

angedie

wendet; die Präpositionen

irapa

erleiden

nicht

mehr

Apokope.
12. Über die beiden von Ahrensi) unterschiedenen Gattungen Dorismus, die strengere, vom Ionischen weiter entfernte und dem Aeolismus angenäherte, und die mildere, mit umgekehrtem

des

Verhältnis,
z.

ist

Folgendes zu bemerken.
der Zeit, indem

T.

ein

Unterschied

sich

Der ganze Unterschied ist auch im Gebiete des

milderen Dorismus in älteren Denkmälern mehrfach Bestandteile des
strengeren finden

das Lokrische; andererseits der Litteratur
dienten
z.

auch giebt es mittlere und gemischte Formen, wie tritt er doch auch örtlich und gerade in B. zwischen Epicharmus in Syrakus und Rhinthon in
;

Des strengeren Dorismus beund wahrscheinlich auch andere Italioten, sodann die Kreter und Cyrenäer; des milderen im allgemeinen die übrigen Dorier. Beide Gattungen unterscheiden sich in mehreren Punkten von einander; aber Ein Unterscheidungsmerkmal ist besonders wesentlich, nämlich: der strengere Dorismus gebraucht wie der Aeolismus die Vokale y, und (o, der mildere wie die ionische und attische Mundart die (unechten) Diphthonge ei und ou, wenn diese Diphthonge aus Kontraktion von ££, oe, 00 (selten so) entstanden sind, oder e und o wegen Ausfalles eines von zwei folgenden Konsonanten gedehnt sind, als vov'«» i"-"«), yapiTj?, 010(0? und vosixfo (aus voeexm), ittttou (aus Tttkoo), yapt'si? (aus /7piEv?), otooü? (aus oioovc). Ausserdem hat sich in der strengeren
Tarent klar und greifbar hervor.
sich

die

Lakedämonier

,

Tarentiner, Herakleer

:

1)

S.

Ahrens

d. D.

p. 5, p. ISisqci.,

201 sqq.,

p.

41isq(|.

Mau
,

liat

neuerdings
'-

diese
s.

Ähren s'sche Unterscheidung
Johansson, Gau er in der

mehrfach bekämpft, so G.

Meyer

Gramm. 82
1881»,

f.

indes dagegen

de deriv. verbis contr. linguae Graocae (Upsala 1886)

S.241Y., 66 (und

Anzeige Berl. Philolug. Wochenschr.

S. 6»)'»).

\,\,

Einleitung.

Dorismus z. T. noch lange erhalten, während die mildere es allgemein schon aufgegeben hatte; die strengere liebte Assimilationen, als: äxxoo
GaUun!^
das

Di

gamma

nach dem

ersten

Zeitalter

des

lak.

st.

7.0x0;,

"AcppctTTo;

tar.

st.

"Acpf-^otoc,

Auxxo; (Atixxo;),

<ivvYii)i)7.'

strengere verwandelt gleich dem ßöotischen die Vokale so in 10 oder tto ((») und die Vokale £<o in uü ((o), als: ixo^ioas? st. [xoy£0[j,£v, £7r7ivuo st. £Tr7tv£a>, während die mildere zo und ew entweder gar nicht oder in o-j (£u) und tu
(7pv£ioi)7.t)

und

zahlloses

andere kret.;

die

kontrahiert.
13.

Schriftwerke
hinterlassen,

in

dorischer Sprache
grösstenteils
in

sind

uns

nur

wenige von den Abschreibern vielfach verderbt.

und zwar

Bruchstücken und

Die Litteratur der dorischen

Stämme war

in Vergleich mit der sehr grossen Verbreitung derselben

nur sehr gering; die Dorier waren ein kräftiges und kriegerisches, In aber der höheren geistigen Bildung weniger zugethanes Volk.
Betreff des
612), der

Lakonismus würden
alten Zeitalter

die Gedichte

des

A 1km an (um
von grosser
bereits

dem

des Dorismus angehört,

Wichtigkeit sein; er hat freilich die lakonische Sprache mit lesbischen

und epischen Formen

versetzt

und
0,

die

Überlieferung hatte

in vorchristlicher Zeit Altes,

wie das Digamma, grösstenteils verwischt
für

und Neulakonisches, wie
nicht
in

o

hineingetragen.

Ferner gehört
5, 77,
ist;

hierher ein lakonischer Volksbeschluss bei Thukydides

der aber

der reinen lakonischen Mundart überliefert
(s.

lakonischen Stücke in Aristophanes' Lysistrata
die

S.

sodann die 12), in denen
ist;

lakonische

Sprache

ziemlich

treu

wiedergegeben
bei

endlich

einige

Apophthegmen von Lakedämonieni
5,

Plutarch u. A.

Den
milden

Dorismus des Bündnisvertrages zwischen Lakedämoniern und Argivern
bei
her,

Thukydides
wie
er

79

stellt

Ahrens

als

einen gewöhnlichen

im Peloponnes im 5, Jahrhundert im internationalen In Verkehr üblich gewesen sein wird (vgl. Ahrens p. 406, 481). korinthischer Mundart sollen die erdichteten Briefe Perianders bei Diogenes Laertius I, 99, 100 geschrieben sein. In me gar is eher Mundart wird bei Aristophanes in den Acharnern (729 ff.) ein Megareer redend eingeführt; die Sprache gehört darnach wie nach den Inschriften dem milderen Dorismus an, doch findet sich bei Aristophanes auch 00 nach Art der Böotier und Lakonier statt C gebraucht, was vielleicht Aussprache der megareischen Bauern war (vgl. Ahrens Der wahrscheinlich untergeschobene Volksbeschluss der Byp. 97). zantier, welche Ansiedler der Megareer waren, bei Demosthenes de Cor. p. 255, § 90 f., enthält eine Mischung von strengeren und milderen Dorismen, während die Steininschriften von Byzantion und der ebenfalls megarischen Gründung Kalchedon durchaus den milderen

Einleitung.

15

Typus

zeigen.

Von

der sikelischen, ebenfalls milddorischen

Mund-

uns reichlichere und minder verderbte Proben erhalten; hier, und zwar in dem korinthischen Syrakus, hat sich auch eine wirkliche Dahin gehören a) die Bruchstücke dorische Litteratur entwickelt.
art sind

der Komiker, besonders des
lien

Epicharmus

aus Kos, der aber in Sici-

lebte (500),

und des Miraendichters

450), welche die damalige syrakusische
b)

aus Syrakus (um Mundart genau wiedergaben;

Sophron

eine Reihe Schriften des Mathematikers Archimedes (f 212), welche noch dorische Mundart, aber mit Beimischung vieler gewöhnlicher Formen, zeigen, während andere nur sozusagen in attischer

Übersetzung vorhanden sind;
V.

c) die
(2.

Idyllendichter

Theokrit
die

(3.

Jahrh.

Chr.),

Moschus und Bion

Jahrh.

v.

Chr.),

indes nicht

nur den strengen Dorismus zu Grunde

gelegt,

sondern denselben

auch mit vielen epischen und lesbischen Formen versetzt haben. Der italiotische, insbes. der tarentinische Dorismus, die zweite zur litterarischen Ausbildung gelangte Species des Dorischen, findet sich in den sehr geringen Resten der italiotischen Hilarotragödie (Rhinthon aus Syrakus, um 300, Bläsus, Skiras oder Sklerias),

und

unteritalischen

den Schriften von solchen Philosophen, die mit dem Jedoch war der Pythagoreismus zusammenhängen. Teil dieser Schriften sicher nur Fälschung späterer Zeit; so grösste die erhaltene angebliche Schrift des Lokrers Timäus über die Weltferner in
die

seele,

meisten Fragmente des

Archytas

aus

Tarent,

der als

Freund und Beschützer Piatos bekannt ist, u. a. m. Die Sprache dieser Fälschungen zeigt eine bunte Mischung aus Dorisch, Lesbisch, Ionisch. Echt dagegen sind die meisten Bruchstücke des Philolaos aus Kroton (5. Jahrh.), der in Theben lebte, einige des Archytas. endlich eine teilweise erhaltene Sammlung kleiner Abhandlungen (AiaXe^si; genannt) eines zu Anfang des 4. Jahrh. schreibenden AnoDie rhodische Mundart findet sich in den Bruchstücken nymus.

des

Dichters

Timokreon,

eines

Zeitgenossen

des

Themistokles.

Von der kretischen Mundart haben wir nur eine schlechte Nachbildung in einem dem Epimenides untergeschobenen Briefe bei Diogenes Laertius I, 113 übrig. Pin dar und die übrigen chorischen Dichter mit Ausnahme von AI km an haben den milderen Dorismus mit lesbischen und epischen Formen gemischt. Ausserdem sind noch Quelle die Nationalgrammatiker, als: Apollo nius Dyskolus. Herodianus, der Lexikograph Hesychius, und ferner besonders die Inschriften, von denen jedoch die meisten der späteren Zeit
angehören, wenige grössere über das dritte und vollends wenige über
das vierte Jahrhundert hinausgehen.
Ihre Anzahl
ist

auch für das

Dorische

in

neuerer Zeit erheblich gewachsen, und insbesondere Kreta

I

(^

Einleitung.

untor oiner Menge kleinerer Reste ulter und neuerer Zeit die mit Recht b(;rühint gewordenen gortynischen Tafeln (5. Jahrh.?) geliefert.')
liat

14.

Zu dem dorischen Volksstarnme
Gegensatz,
der
sich

bildete der

ionische einen
seinem
so

strengen

wie

in

seiner

Denkweise,

Cliarakler,

seinen Sitten

und

seiner ganzen Lebensart,

auch

in

seiner Sprache deutlich kundthut.
sitze

Schon
ihr

die ur.sprünglichen
ihre

Wohn-

beider

Stämme mussten auf
üben.

Wesen und

Sprache einen

grossen

lOinfluss

Die Dorier waren ursprünglich ein Bergvolk des

nördlichen Griechenlands, die lonier hingegen lebten von früher Zeit her an den Küsten des Meeres, unter einem schönen, heiteren Himmel,

einem heiteren, lebensfrohen, rührigen, Volke aus. Durch Wanderung und Koloniengründung haben auch sie, gleich den Doriern, sich weit verbreitet, von Massalia in Gallien bis an die Nordküste des schwarzen

und

bildeten

sich

so

zu

beweglichen,

geschmeidigen

im alten Mutterlande, auf dem Festlande zumal, nur behaupteten. Es konnte nicht ausbleiben, dass ionischen Sprache sich Unterschiede nach Landschaften auch in der und Orten geltend machten. So berichtet Her odot (I, 142), die lonier in Asien hätten vier verschiedene Mundarten (xpo-ooc xiaaspa? -os^i.Meeres, während
einen geringen
sie

Raum

;o}'(iu)v,

d.

i.

deflexionum, varietatum,

s.

Baehr

I,

p.

330) gehabt:

karische bei den Bewohnern von Milet, Myus und Priene, die lydische bei den Bewohnern von Ephesus, Kolophon, Lebedos, Teos, Klazomenä und Phokäa, die dritte die der Ghier und Erythräer, die vierte die der Samier; die lydi sehen lonier hätten mit den karischen hinsichtlich der Sprache durchaus nicht übereingestimmt
die
(ccjToti

o'i

~o)vi£c xfjoi TTpoTspov Xs/öciaTjOt ofxoXoYsouoi

xaxa YAcüaaav

o-josv),

und

so die übrigen.

Erheblicher aber als diese, für uns bislang nur

zu einem geringen Teile erkennbaren Unterschiede
loniern Asiens, welche allein den
in historischer Zeit geführt

Namen

lonier als

zwischen den ~) Volksnamen auch

schiede zwischen diesen insgesamt,

haben (Herodot I, 143), sind die Unterund den Bewohnern der Kykladen
Lässt

sowie denen Euböas und Attikas.
so

man
zu
b)

letzteres

Land
:

für sich,
a)

sind

im

Übrigen
mit

drei

Gruppen

unterscheiden 3)
die

die

asiatischen lonier

ihren Kolonien,

der Kykladen, unter
c)

denen natürlich auch wieder Unterschiede hervortreten,
Die oben erwähnte Sannmlung
s.

die

von

1)

der Dialektinschriften
bisher gebracht:
die

hat

von dorischen
(von

(abgesehen von Phokis, Lokris u.
F.

w.)

megarischen

von Korinth und Kolonien (von F. Blass) III, 63 fr., die argi\Tischen (von W. Prellwitzj das. 121 ff., die von Aigina, Pholegandros, 2) Vgl. Anaphe, Astypalaia, Telos, Nisyros, Knidos (vonF. Bechtel) das. 195 ff.
III,

B achtel)

Iff.,

die

Bechtel,
Gymn.-W.

Inschr. d. ion. Dial., S. 136
1877, 645.

ff.

3)

Vgl. v.

Wilamowitz,

Ztschr.

f.

Einleitung.

\J

Euböa,

d.

i.

a)

Chalkis mit seinen vielen

und zum

Teil entlegenen Kolo-

nien, ß) Eretria mit
y)

Styra.

Nur
s,

die

samt dem auf dem Festlande gelegenen Oropus, erste Gruppe hat den Spiritus asper eingebüsst:

die dritte teilt mit Attika

und Böotien das
tritt

tt für 33,

aber nicht das
das interindes

a nach

t,

p für

t^;

in Eretria

ein eigentümlicher,

vokalische

betreffender

Rhotacismus hervor.
viel

Litterarisch

kommt
nicht in

die zweite

Gruppe verhältnismässig nicht
in

und

die dritte gar

Betracht;
die
ist.

Asien hat sich die Blüte der Litteratur ent-

wickelt,

nur von der attischen Litteratur dann noch übertroffen
die
f,

worden
15.

Zeitlich unterscheiden
(y)

alten

Grammatiker innerhalb der
eine ältere
{r^

ionischen Mundart
d.
ist
i.

'la:

oder

'Itüv.xT,)

(tj

apyaia

'la?),

das Ionische des Epos, und eine jüngere

vstoxspa 'lä?).

Indes

die

Sprache Homers keineswegs

als

mit

dem damals gesprochenen
ist

Ionisch durchaus identisch zu nehmen.

Es

durchaus zu glauben,

dass

dem

ionischen Heldengesange ein äolischer voraufgegangen war.
die

Helden des griechischen Epos zum geringsten lonier, zu einem weit grösseren solche der Aeolier sind. Die enge Berührung beider Stämme in Asien erleichterte den Übergang der Kunstübung zu den loniern, aber auch in dieser neuen Entwickelung bewahrte das Epos in seiner Sprache selber

zumal da auch

Teil

Stammheroen der

Reste der früheren Form, und konnte dies
das Publikum
des

um

so leichter thun, als

wandernden Sängers keineswegs ausschliesslich ein ionisches war. So steht es dem Homer frei, sowie das besser für den Vers sich schickt, neben ionischen Wortformen äolische zu gebrauchen, wie neben -iaoctpc? das äol. irt'aupec, neben r,[jLcr;, T,urv, Y,[x£7.;, üfisTc, ufxiv, ofxsor; die äol. Formen 'xii\iz<;, ajxjjii, ctap-E, u[xu.s;, uatxi. utifis.i) Da ferner eine Litteratursprache mit festen Formen noch nicht existierte, sondern jetzt erst geschaffen wurde, so war es ihm gestattet
über die Sprache mit grösserer Freiheit zu schalten,
Dichtern erlaubt war,
die
als es

den späteren

sich durch die Fesseln

der Schriftsprache

gebunden

fühlten.

Daher nimmt

er keinen Anstand, der metrischen

Form

z. B. kurze Vokale nach Bedarf des Verses zu verlängern und umgekehrt lange zu verkürzen

häufig die sprachliche aufzuopfern, so

('äy.äjjLaxo?, 'öti>avotTO?,
st.

TjSpii^ovxoti

st.

dsp., TjYspsöovxai st.

dt-j-sp.,

tjvcixosi;

und dagegen iiio-^zon st. }xio7T,at); Konsonanten zu verdoppeln (eXXaßs, £uao£X[jLo;) und gedoppelte zu vereinfachen ('.AyiXsu;, 'OSuac-j;, sosxcii, oxi); Silben bald otfen zu lassen, bald zu kontrahieren, und im ersteren Falle bald Längen, bald Kürzen zu schaffen (Trspotov öotöv Tjßtüovxe;) im Anlaut das Digamma und auch andere Konsonanten nach
äv.,
;

')

Vgl. G.

Hinrichs, de

Aeolicae elocutionis vestigiis Homericis, Jena 1S75.
I.

Kühn er s

ausführl. Griech.

Grammatik.

T.

"2

1«;;

Einleitung.

LJediulhis WL-gziilassen

(ei'ß«)

st.

aei,'^(o,

xiovaT^t

st.

oxiov/t'/i)

u.a.

ni.')

Eine ganz analoge Erscheinung grosser Freiheit und Mannigfaltigkeit /.(•igt sich in dem Lilteratniwerkc, auf welchem die italienische Schriftsprache beruht,
in

Dantes

Göttlicher Komödie. Diese Beweglichkeit

und

(Jeschmeidigkeit der Sprache, dieser mannigfaltige Wechsel der

Formen

gab den epischen Gedichten eine musikalische Tonfülle und verlieh ihnen einen Reiz und eine Anmut, wie sie keine Dichtersprache der
späteren Zeit besitzt.

Die epische Sprache muss also als eine Mischsprache angewerden, und zwar ist sie, wie wir schon bemerkt haben, mit sehen Aeolismen versetzt. Dass in den Homerischen Gesängen sich auch
16.

Formen finden, welche gleichfalls in der attischen Sprache vorkommen, ist ganz natürlich, da die attische Sprache sich aus der
viele

ionischen entwickelt hat.
die

Wenn
sei ein

aber die alten Grammatiker meinen,

Homerische Sprache
ist

Mischmasch

aller

damals vorhandenen

indem sie solche Gemeingut aller griechischen Volksstämme waren, als aus denjenigen Mundarten entlehnt ansahen, in welchen sie dieselben noch in späterer Zeit gebraucht
Mundarten, 2) so
dies

eine irrtümliche Ansicht,
ein

Formen und Wörter, welche ursprünglich

fanden.

Wenn wir die Homerischen Gesänge ihres dichterischen 17. Schmuckes entkleiden und Alles von ihnen ausscheiden, was der Metrik und Rhythmik und überhaupt der Kunst angehört, und ferner auch dasjenige, was nicht ionisch sondern äolisch ist, so gewinnen Das Digamma wir ein Abbild der damaligen ionischen Sprache. wird in derselben noch einigermassen bestanden haben, d. h. im
Anlaut,
es

wo

es

überhaupt zäher haftete; das chalkidische Ionisch hat
später noch

daselbst auch

bewahrt, und auf Naxos

finden wir

wenigstens in
auf oxov,

einem
sind

Beispiele

AFYTO

d.

i.

otO-ou.

Vollends war

der Spiritus asper noch vorhanden.
oxo[xr,v

Die Iterativformen des Verbs

von dem alten lonismus auch auf den jüngeren übergegangen, wenn auch mit Beschränkung. Ferner war der Dualis beim Nomen wie beim Verbum noch in starkem Gebrauche. Sehr ins Einzelne aber darf man in der Ermittelung des damals lebenden Ionischen nicht gehen wollen; dazu ist diese Sprache in zu hohem
Masse eine Kunstsprache.
18.

Wie

sich

allmählich

der alte lonismus in
die Elegiker

den

neueren

umgebildet habe,

lässt sich

hiernach ebensowenig deutlich erkennen.

Auf Homer
')

folgen, mit
reiche

weitem Abstände,
derartiger
ff.

Kallinos und
A.

Eine

Übersicht
II,

Aristarchs hom. Textkritik

291

2)

Doppelformen giebt So schon Philodem. n.

Lud wich,
Fl.

-otrjtx.

Jahrb.

Suppl. XVII,

2.56.

Einleitung.

19

Mimnermos
Paios,
also

in Asien, der Elegiker

mit

und lambiker Archilochos auf etwas anderem Dialekt, und andere Dichter mehr;
Heimatals

es zeigt sich, dass diese älteren Elegiker, die zunächst für ihr

land dichteten, die Mundart desselben getreuer wiedergaben
späteren, welche,
führten.
*)

die

wie Xenophanes, ein Wanderleben durch Hellas Die Prosa beginnt erst im 6. Jahrhundert, und diese hatte
ihren

Anfängen naturgemäss ziemlich getreue Lokalfärbung der Sprache. Hermogenes (-. losöjv II, 12, p. 399 Walz) sagt von dem Milesier Hekatäus, er habe sich des reinen und unvergerade
in

einfachen

mischten lonismus bedient

{-7^

oia/ix-oj ol axpaiui 'Iä5i

/pr,3a[x£voc oüOi xaxa töv 'Hpoooiov -oixt'Xrj).

Mit

xm oO usaiYuivr, dem höheren Auf-

schwünge der ionischen Prosa im
für Herodot, bei seiner

5. Jahrhundert hat sich dies geändert Lebensführung und dem Zwecke seines Werkes,

hatte

es gar keinen Sinn,

einen bestimmten Lokaldialekt getreu zu

an das Epos sehr nahe lag. Die Überlieferung durch die Grammatiker aber hat diesen neueren
kopieren,
ein gewisser Anschluss

während

lonismus des Herodot gezogenen.
In

dem

alten epischen

noch

viel

ähnlicher gemacht,

der zusammenwelchem Masse das neuere Ionische die Vokale getrennt Hess und in welchem nicht, darüber belehren uns einmal die ionischen Dichter, bei denen trotz verkehrter Überlieferung das Versmass den gewollten Laut anzeigt, und sodann die ionischen Inschriften, deren Zahl und Umfang allerdings immer noch verhältnismässig gering ist. 2) Das Digamma ist aus dem neueren lonismus gänzlich geschwunden auch sonst zeigen sich in den Vokalen und Konsonanten nicht wenige Veränderungen und Abweichungen vgl. xioasps«; mit Tsasapsc, thofia
statt
;
:

besonders durch Hineintragung aufgelöster Formen

st.

i>au[j.7.

,

(UV

st.

ouv,

xoio;,

xoooc,

xoTspo?

u.

s.
o'j,

w.
ixe-:'

st.

-oioc, -oooc,
s.

-oTspo;; Verlust des Spiritus asper, daher a-'
7.Cp

a u.

w.

st.

Oü,

[XEÜ

O..

Das Charakteristische, worin der lonismus, sowohl der ältere in einen Gegensatz zu dem Dorismus tritt, besteht vorzugsweise in folgenden zwei Punkten: a) in der Umwandlung des
19.

als der jüngere,

alten r in s in gewissen Fällen, insbesondere vor
L. tu,
(pr,at,

t,

als:

aü,

Dor.

t6,

Dor.

f^T-xl,

TT>vouoto?,

Dor.

irXou-cio?, aouvaoi'a,

Dor. dtouvatia:

Tu--o'jot,

Dor. Tu-xovTi,
£ in vielen

TtUeiat,

Dor.
als:

tiöevti;

b)
-^d,

in

der Abschwächung
Dor.
iapö;, xpi^pw,

des a in

Wörtern,

-(i,

Dor.

tsoo?,

Dor.

xpacpu);

namentlich aber
Beitr.
z.

in

der durchgehenden
d.

Wandlung
ii4l2 IT.

des
Eine
Die

»)

S.

A.

vortreffliche

Fick in Sammlung

Kunde

indogeini. Spr. XI,

2)

der ionischen Inschriften hat F.

B achtel

geliefert:

Inschr. d. ion. Dialekts, Göttingen 1887.
dialecto, in
p.

Curtius Studien,

Bd. V,

Vorher W. Erm;in, de titulorum ionicoruni S. 251 (Darin Conspoctus titulorum ion.
fi'.

254

lY.)

9 *

c)()

Einleitung.

ri

in

r„

als:

-ö/.t„

y^;,

(„ t,v,

Dor.
lo-^i,

tt-j/.^,

et:,

7.,

7.v;

-^^pz/Vv, Dor.

7.p-/ö;x7.v,

?,Yov,

Dor.

otYov,

eott,,

Dor.

x/.f.po;,

Dor. xXäpo;.

20. Dio attische Mundart (r, 'Axih'; oder t, Attiv.t,), die sich aus der ionischen selbständig ausgelöst hat, hält eine schöne Mitte zwischen der Härte des Dorismus und der Weichheit des lonismus.

Ein schlagendes Beispiel bietet die Anwendung des alten (dorischen und äolischeii) langen ot und des ionischen t,. Indem sie das erstere

nach

i,

£,

p,

entstand eine schöne

das letztere aber nach den übrigen Lauten gebrauchte, den Wohllaut fördernde Mischung; vergl. z. B.
-/;[xspa

das attische
r,u£pr,.

Wort
ist

mit

dem

dorischen
gleiche

ajj.sp'x

und dem ionischen

Es

dies eine ziemlich

Verteilung zwischen

dem

und dem T|; denn namentlich pä und ta kommen ausserordentlich öt Darüber hinaus sind noch einige dorische häufig in der Sprache vor.
Wörter der Kriegskunst mit ä
?£V7Yoc, oüprzYo;,

aber xopr^yo?.
als

*)

aufgenommen: Überhaupt waren die Attiker
ins Attische

Äo/a-co;,

geneigt,

von ionischen Völkern, mit denen sie in Verkehr standen, manches aufzunehmen und so ihrer Sprache eine immer grössere |j.cTpio-T,? xoti y.otvoxY,?, d. i. Gemeinverständlichkeit für alle Hellenen, unter Fernhaltung alles Extremen und das Ohr des Fremden Verletzenden, zu verleihen. 2) Durch eine verständige und sinnige Mischung der w^eichen und lieblichen Formen des lonismus mit den kräftigen und volltönenden des Dorismus erlangt die attische Sprache einen unendlich grossen Vorzug vor allen übrigen Mundarten. Auch die attische Mundart hat im Verlaufe der Zeit einzelne Veränderungen erfahren, nach denen man dieselbe in die ältere, mittlere und jüngere teilt, 3) wiewohl die Unterschiede nicht übergross Der ältere Atticismus steht dem lonismus sowohl lexikalisch sind. als in den Formen noch näher, wiewohl gewisse Unterschiede, so der des pä, löt, sä, sich von Anfang an, soweit wir die Sprache zurückverfolgen können, zeigen. Wenn aber auch nie in Attika oo<piTj r,[j.£pT, 7:pT,oau> gesagt ist, so hat es doch ein gewisses Recht, w^as Strabo VIII, 1, 2. p. 333 sagt: tT|V jilv 'laöa x-^ TiaXata Axbi'oi xt,v auxr^v C57[X£V
sowohl von dorischen
xal Y^P
I(ov£?

cxaXouvxo

01

xöx£

Äxxtxoi, xai IxEiöiv stoiv 01 xt)v 'Aatav
x-^j

£7i:oiX7jaavx£? ^lojve?

xal ypTjaa|j.£voi

vuv

X£YO[xevy]

-{iMXxy^

'Idoi,
c.

sowie
xt^v

was

bei

Dionysius von Halikarnass

steht

(de

Thucyd.

23):

•) S. Lob eck. ad Phryn., p. 430. 2) [Xenoph.] Rpbl. Athen. 2,8: csüjvt.v -äaav dxouovTs; ^|EX£?avTo (ot 'AShjvalot) toüto jjlev i't. t^j toüto 0^ it. xf^;. Kai ot

ftev

<aXXot> "EXXiQve;

lofa fiäXXov xai cptov-^ xai StaixiQ xai oyrjpiaxt ypüivTat, 'Adr^vatot

0^ XExpa[i.^vifj i$ ötTTavTtuv

twv

'

EXXt,vu>v xai ßapßdpcuv.
lässt

Isokr. 15,
I,

296
xe

xt,v ttj;

'f

uivt];

xoiv6T7)xa xai iAeTpi6xT)Ta.

Darum

auch Plato (Gesetze
vüv

p.
r\

642 C) den Sparcpiuvr]

taner Megillos zu
u}i.(üv.

3)

s.

dem 'AttTjvato; Sevo; sagen: xa( fiot Koen. ad Gramm. Leidens, p. 632. post

7rpoo«)tXT,;

Greg. Gor. ed. Schaef.

Einleitimg.

21
Siacpopa?
7:apoc
-viv

apj(7.iav

'ÄTÖioa,

(xi-/pä<;

tiva?

e'/oucxv

'laoa.

Die

älteren attischen Dichter

zwar geben uns kein treues Abbild von der
da namentlich die epische Sprache einen
geübt hat; immerhin
i)

attischen

Mundart

ihrer Zeit,
sie

lässt sich auch aus ihnen namentlich in lexikalischer Hinsicht manche Berührung mit der

zu starken Einfluss auf

Sprache Herodots
bis

feststellen,

Die attischen Inschriften aber zeigen
I.

420

V.

Chr.

im Dat.

PI.

Dekl.

r,at

(r,at)

bezw. (nach
oiai

t,

s,

p)

7.at (aoi),

vielfach,

wenn auch

nicht so lange, auch

in der IL Dekl.,

so dass die Übereinstimmung mit dem Ionischen Herodots in diesem Hingegen tt für das ionische und Punkte soweit möglich da ist. überhaupt gewöhnliche oa ist, soweit wir rückwärts gelangen können,
attisch gewesen; wiewohl sich dem Böotischen gegenüber, welches dieselbe Eigentümlichkeit hat, darin wieder eine attische Ermässigung zeigt, dass vielfach äolischem aa böotischem tt im Attischen

immer

einfaches o entspricht: ooo?, böot. oxto;,

Ixofxio-jt,

böot. Ixojjutta.
nicht

Die

Tragiker aber haben sich in

diesem Stücke überhaupt
älteste

dem

Atticismus angeschlossen, sondern haben das ionische aa überall vor-

gezogen,

und ihnen

ist

auch die
die

Gorgias Antiphon Thukydides, gefolgt.

attische Prosa, die des Die ferneren Prosaiker dagegen attische
,

und unter den Dichtern
attische

Komiker nahmen das
pp statt pa
(appT,v,

-x

auf.

Ähnlich verhält es sich mit
Assimilation

XsppovTiooc)

wo

die

zwar nicht vom Böotischen,

wohl aber von

dorischen Mundarten geteilt wird.

Als Grenze des Altattischen lässt

sich der peloponnesische Krieg setzen,

breite
bis
in

Grenze

will,

das Ende desselben.

und wenn man eine weniger Das Mittelattische reicht

Philipps Zeiten,

krates,

und ist in der Litteratur durch Lysias, IsoXenophon, Piaton vertreten; Demosthenes gehört wesentlich
folgenden Abschnitt,

schon

dem

dem Neu attischen,
ist

an, welches

übrigens seine Hauptvertreter in Menander, Philemon und den übrigen

neueren Komikern hat.

Dieser neue Atticismus

durchaus nicht mehr

so rein wie der frühere, infolge des starken Verkehrs

und der DurchDualis,

setzung der Bürgerschaft mit fremden Elementen
ferner hat er einzelne

(s.

Isokr. 8, 88.50);

Formen aufgegeben, wie den

andere

vermischt, wie das

r^

des Konjunktivs mit
z>

dem

si

des Indikativs, indem

überhaupt
-Tj?

tj

so ziemlich in
III.

eingegangen war; die Eigennamen auf
angeglichen (ATjixoaOivou),
-axat,

nach der

Deklination werden nicht nur im Akkusativ, sondern
I.

schliesslich
u. a.

auch im Genetiv denen nach der
Die
3.

m.

{hz-za.ya.-zo),

Med. od. Pass. auf die sich wie im Ionischen so im Altattischen
Pers. Perf.
Plpf.

und

-axo
ist

findet,

•)

S.

das lehrreiche Buch von G.
N. Jahrb.
f.

Rutherford: The new

Phrynichus,

in

der

von A.

Funck,

Philol., Suppl. XIII, S. 'SbbiY. übersetzten Einleitung.

0)2

Einleitung.

sclion

vom Mittelattischen aufgegeben und durch die Umsclueibung mit dem Parlizipe und zlaiv rpot^ ersetzt; desgleichen hat bereits dieses das gewöhnliche o6v für $uv, wiewohl letztere Form von Plato
noch beibehalten wird.

Der Plural der Substantive auf
'^oLoilrfi,

-£-:;

lautet
stellt

altattisch r^, neuattisch sT;, als

ßotatXst?;

letztere

Form

sich bereits

im Mittelattischen

ein.

Aber

allen

drei

Arten des

Atti-

zusammenstossenden Vokale zu einer Silbe zusammen zu ziehen, da die Trennung derselben (voo;, (-)py;ix£?) dem attischen Ohre unangenehm war. 21. Nachdem die Freiheit der Griechen erloschen war, ward die attische Sprache, in der die grössten Meisterwerke der Litteratur abgefasst waren, Sprache des makedonischen Hofes und aller Gebildeten, sowie auch allgemeine Schriftsprache,^) und verbreitete sich
cismus
ist

das Streben eigen,

die

innerhalb des Wortes

sondern auch über Ägypten u. s. f., während die die makedonischen Reiche von übrigen Mundarten allmählich aus dem Gebrauche der Gebildeten verschwanden und sich nur noch im Munde des Volkes, und zwar am längsten bei den äolischen und dorischen Stämmen, ungleich Es leuchtet weniger lang bei dem ionischen Stamme, 2) erhielten. von selbst ein, dass die Reinheit der attischen Sprache dadurch, dass sie teils von nicht attischen Griechen, teils sogar von nicht griechischen Völkern gesprochen wurde, durch Beimischung fremdartiger Bestandteile in hohem Grade getrübt werden musste. Diese allgemeine Sprache der Griechen, welche sich aus der attischen Mundart entwickelt hatte^ nahm Formen, Ausdrücke und Redensarten, die anderweitig in Griechenland gebräuchlich waren, in sich auf, schied dagegen Einzelnes aus, was der attischen Mundart spezieller eigentümlich war und den anderen Hellenen widerstrebte, so insbesondere, wenn auch weniger
als

solche

nicht allein über ganz Griechenland, Syrien,

in

der Litteratur,

das attische xx für

aa.

Sie

heisst somit die
(r,

Ge-

meinsprache
oiäXsxxo;)
Ol

oder

und

die
oi

hellenische Mundart Schriftsteller, die ihre Werke

-/oivv;

oder

saXtjVixt,

in derselben abfassten,

xoivoi

oder

EXat^vs;.

Die Athener waren nach wie vor auf ihre

reinere Sprache stolz;
1)

aber die anderen Hellenen beanspruchten

dem

(S. 15).

Ausgenommen zunächst noch den Westen, wie Archimedes Beispiel zeigt 2)Strabo (unter August und Tiberius) 8, p. 333 und Pausanias (um 170
4, 27,
1 1

nach Chr.)

berichten, dass

man im

Peloponnese noch zu ihrer Zeit dorisch

gesprochen habe, und dass namentlich die Messenier die Unverfälschtheit (tö äxpißs«)

Mundart unter allen Peloponnesiem am treuesten bewahrt hätten. Tib. 56 und Franz, Elem. epigr., p. 185 sq. Dass indes andererseits im -2. Jahrh. n. Chr. die attische Mundart sich überall bis in die untersten Stände verbreitete, und man sich scheute in Gegenwart Fremder im Dialekt zu sprechen, bezeugt in emer lehrreichen Stelle der Rhetor Aristides (Panathenaikos I.
der dorischen
Vgl.

Sueton,

p.

294

ff.

Ddf.).

Einleitung.

23

rixTixiCstv

gegenüber für ihr sX^viCsiv gleiches Recht. i) hi der Litteratur

aber machte sich mit der Zeit gegen den Gebrauch der Vulgärsprache,
die sich

doch auch hier

in

lexikalischer

und

syntaktischer Hinsicht

recht

stark

vom

Attischen

unterschied, 2)

eine

immer
geltend,

mächtiger
die

werdende Reaktion zu Gunsten des Echtattischen
auf den
Stil

man
als

Atticismus nennt. Diese Reaktion erlangte unter Augustus auch in Bezug

wenigstens vorübergehend den Sieg, und soviel blieb
alle

dauerndes Ergebnis, dass
litterarische

Schriftsteller

der Kaiserzeit,

die

auf

Geltung Anspruch machten, in der Sprache sich mehr oder
in

weniger eng an die alten attischen Muster anschlössen. Auch
Zeitalter

diesem

wurden
;

treffliche litterarische

Werke verschiedenen
mehr
als ein

Inhalts zu

Tage gefördert
dahin.

aber die lebendige Frische der griechischen Sprache war
nicht

Die Sprache thut sich
des
griechischen

aus

dem

inneren

Wesen
kund,

Geistes

hervorgewachsenes

Naturerzeugnis

sondern trägt augenscheinlich das Gepräge eines durch Nachahmung entstandenen menschlichen Kunstwerkes an sich. Hervorals A 1 1 i c i s t ist unter Augustus D o n y s i o s von Halikarnass durch Theorie wie durch praktische Anwendung; das feinste Attisch schreibt Lukianos aus dem syrischen Samosata (geb. um 125 n. Chr.),

ragend

i

während

bei Aelianus aus Präneste in Italien

eine gesuchte

Muster, in

(um 200 n. Chr.) sich Nachahmung gerade der ältesten attischen denen man besonders feine Blume fand, bemerkbar macht. und
gezierte

Atticisten heissen

auch die Grammatiker, welche

,

wie

Phrynichos
Formen und

aus Bithynien

(unter

Commodus),

die

nicht

attischen

Ausdrücke des Hellenischen verzeichneten und denselben die mustergültigen attischen entgegenstellten.
22.
ratur,

Neben der

xoivtj,

der Sprache der Gebildeten und der Litteferner die

wird auch die

makedonische und

alexandrinische

Mundart manchmal erwähnt. Die erstere, als einheimische Sprache des den Hellenen nie zugezählten makedonischen Volkes, ist auch keine hellenische Mundart, wiewohl mit der hellenischen Sprache nahe verwandt. 3) Wir kennen nur Einzelnes davon, insbesondere jene Eigentümlichkeit, dass die Aspiraten durch die Medien ersetzt waren, genauer, dass die alten Medialaspiraten den Hauch verloren hatten, während im Griechischen dieser geblieben, die Media aber zur Tenuis geworden ist.
1)

Vgl. die Verse des
I,

Geogr. min.

109;

Kock,
TrÄEiove;,
xf

Komikers Poseidij)pos bei [Dicaearchusl Frg. Com. lll, p. 345), wo einThessaler

(xiv

:?,

7

(C.Müller
\t.i\

sagt: "EXXd;

ian

[A{a,

ttoXei; oe

dTTtxtCsi;,

"Jjvfx'

av

cp(uvf]v

^i^^^i
rfiv

auToO xiv,
Eu-parsXfav

ol
e{;

5"'EXX7jv£; eXX7]v{^0[jiev.
(ifjofav

npoaStatpfßcov ouXXaßat; xat ypd.afjiaotv

äftti',
1

2)

Vgl.

Stud.

(187!)), 321i'.;


A.

Jerusalem, d. Inschrift von Seslos Kälker, de elocutione polybiana, Lpz.
dial.

u.

Polybios, Wiener

Stud., 1880, S. t>98ff.
S.
18.i.

3)

S. Fr. Gull.

Sturzii, de

Macedonica
G.

et

Alexamlrina ^Lips. 1808)
Flookeis. Jahrb. CXI,

25

ff.:

Pick

in

Kuhns

Ztschr. XXII.

UKJ;

Meyer,

O.^.

EiiiloitiiMi,'.

Also Ikpsvr/T,

sl.

<I>3(ievr/rp
7i'!)7>.o?,

Bi7.t-ro;,
7.rlr,

ßotXaxf^ö; st. '^7.X7.xpoc,
ocrvo^ »)o[v7.to?.
«icppusc.

YctßotXctv
'j

=

xE'fotX-fjV, 'xoctÄo;

^-

otiüvjp,
:

Statt

war der

alte

U - Laut,

^'oschricbcn

oo

-ißpo^ite?

Gewisse Reste der

Mundart halteten auch den hellenisicrten Makedoniern in Eigennamen wie Bcp(E)vtxT, und H7.A7.xpo;. 23. Unter der alexandrinischen Mundart ist nicht diejenige zu verstehen, welcher sich die Gelehrten bedienten, die unter den Ptolemäern zu Alexandrien in Ägypten, dem Hauptsitze der Gelehrsamkeit und wissenschaftlichen Bildung, lebten denn ihre Sprache ist die oben erwähnte xoivt, sondern die damals in Alexandrien herrschende
heimischen

noch an, insbesondere

;

;

Volkssprache,

deren Eigentümlichkeiten indes grösstenteils eine
in

viel

weitere Verbreitung auch
sierten

den anderen hellenischen und

helleni-

Ländern hatten.

Dies volksmässige Griechisch

kommt, wie

schon erwähnt,
in

in der gebildeten Litteratur sehr wenig zu Tage, wohl aber den für das Volk bestimmten heiligen Schriften Alten und Neuen Testaments, und dazu in gewissen Inschriften und Papyrusurkunden, i)

Die Eigentümlichkeiten bestehen

zum

Teil

in

Schreibung und Aus-

sprache der Laute, und teilten sich allmählich auch der gebildeten
xotvT]

mit;
,

dahin gehört

iota adscr.

und

erscheint als
st.

das Verstummen und die Weglassung des Vermischung des si mit i (Ausspr. i). Anderes vereinzelter Lautübergang: xsaasps; (schon ionisch), jj-tspo;
die
st.

[xiapo?,

dXsei?
:

äXiei?

(spr. haleis).

Ferner zeigt die Deklination

Abweichungen
bräuchliches
v

im Akkusativ der
an,
als

IIL Deklination hängt sich ein miss-

avopav,

Yuvauav, welche Formen schliesslich
6

(im heutigen Griechischen) die neuen Nominative

avopac,

t,

Yuvaixa

hervorgerufen haben;
zu
-IC, -tv

-10?,

-tov

im Nom. (Akk.) der IL Dekl. wird
3.

vereinfacht.

Besonders zahlreich aber sind die Umformungen
Fers. PI. Indik. Perf. Akt.
iXYjXuöav
st.

und Neubildungen
auf av
st.

in der Konjugation:
(so

aoi,

als:

Lykophron 252
X7.V,
III.

irecppixav
,

7:7p£0TT,xav

TTSTToi&av;

auch der alexandrinische Dichter irscppixaot, Batrachomy. 179 EopY7v), stüpaZwischenscMebung der Silbe an in der
st.

Plur. der Praet., als:

sxpivooav

sxpivov, eYswtojav

(od.

eyswio-

37V?), Ivoouo7.v (lv6o(ja7.v?), Icpspooav, sTToiouaav (wie

ioy aCooav u. Posidippus in Anth. P. V, 209 ei'yoaav)
als: TjXöooav, sXtirooav, Yj(j,dpToo7.v, eupooav

;

auch Lykophr. 21 desgl. im Aor. IL,

(wie bei

Skymnus aus Ghios
st.

[um 80
siTia

V.

Chr.?]

V. 696,

p.

115 ed. Meinek. iV/oaav); ferner zu
st.

ciTraoav,

im Optat. oiaav
iXftoioav,

oisv

und aioav

atev,
;

als:

siTrot-

oav,

XsiTTotoav,

i'Soiaav,

9r,p£ua7i37v,

Tioirjoaioav -)

auch im

')

Eine methodische Durcharbeitung des nicht geringen Materials hat noch

nicht stattgefunden; abgesehen

von dem Sturz sehen Buche
in

findet

man

die ver-

hältnismässig

reichste

Belehrung

den

neutestamentlichen

Grammatiken von

Winer und Buttmann.

2)

Beisp. aus Inschriften der hellenistischen Zeit giebt

Einleitung.

25

Imperativ sind die

XsYsaOfoaav im allgemeinen Sodann dringen mehr und mehr nicht attisch, sondern hellenistisch. die Endmigen des Aor. I in den Aor. II ein, was bei si-ov /•vs-f/.ov zmn Teil schon im Attischen stattfindet: nachmals aber auch £i>p'a[XT,v, £-coo(, £io7[jL£v. occpsiXaTo u. a. m. Im Neugriechischen hat diese Flexion

Formen wie

Xs^sTojaotv,

auch das Imperfektum ergriffen: s-j-pa^a, sYpä'fcrjjLsv, sYpotcpav. 24. Die weitere Entwickelung dieser Vulgärsprache entzieht sich dann den Blicken, indem auch die nachmalige christliche Litteratur
sich

dem

Atticismus anschliesst,
die

und

schen
hier,

tritt

Fortsetzung hervor.

wie namentlich in lexikalischer den Zeiten der Apostel her eine ununterbrochene Überlieferung gewesen ist, so dass der Sprachgebrauch des Neuen Testaments vielfältig vom Neugriechischen her eine viel bessere Beleuchtung empfängt
als

im Mittel- und NeugriechiÜberraschung sehen wir und syntaktischer Hinsicht von
erst

Mit

aus der alten klassischen Litteratur.

Natürlich aber

ist

Vieles,

was im 1. Jahrh. nur in den Anfängen vorhanden war, seitdem gewachsen und gesteigert, und es hat sich eine neue Sprache gebildet,
die indes ebenso eine

naturgemässe Weiterbildung der alten
eine

ist,

wie

etwa das

Italienische

solche des Lateinischen.

Ein

wichtiger
betrifft.

Unterschied besteht gleichwohl, insbesondere was die Litteratur

Denn

so mächtig auch das klassische Latein die Entwickelung seiner

Tochtersprachen beeinflusst hat,

namentlich

indem dieselben eine

Unmenge Wörter

mit geringer Anpassung ihm auf künstlichem
ist

Wege

entlehnt haben, so

doch den

Tochtersprachen ihre Selbständigkeit

und Eigentümlichkeit im wesentlichen gewahrt worden, dank namentlich der Litteratur,

welche dieselben in reicher Fülle

vom

Mittelalter

her hervorbrachten.
solche Litteratur

Hingegen das mittelalterliche Byzanz hat eine

mals
somit

liess
ist

in der Vulgärsprache nicht entwickelt, und nachschon die türkische Knechtschaft nichts dergleichen zu;

denn die klassische Sprache nach wie vor das Ideal, welchem moderne Zeitungsschreiber nach Möglichkeit nachstrebt, wenn er auch gelegentlich dabei zu Formen wie saxotXvTon abirrt. Da wir es hier mit der altgriechischen Sprache zu thun haben, müssen wir uns auf die Angabe der Hauptunterschiede der neuen Sprache
auch
der

von der alten beschränken. Erstlich hat sich das ganze Lautsy^tem umgewandelt, sowohl was die Vokale wie was die Konsonanten betrifft;

dieser

Unterschied

wird

freilich

durch

die

gleichgebliebene

Orthographie verdeckt.

Wir kommen

hierauf bei der Aussprache der

Buchstaben zurück.

In der Flexion der

Nomina
Meister,

ist

ausser

dem

Dualis,

G.

Meyer,

Gr.

S.

415

2;

Gramnialikerstellen

Dial.

I,

"277.

Vgl.

auch

Merzdorf

in Gurtius Sprachvv.

Ahhdl. 40

ff.

2(;

Einleitung.

den schon das Hellenistische nicht mehr hatte, auch der Dativ abhanden g«,'koninieii; von der III. Deklination ist wenig mehr vorhanden. Der Komparativ wird in der Volkssprache im allgemeinen umschrieben,
wie im Romanischen; der Superlativ unterscheidet sicli gleichwie dort vom Komparativ nur durch den vorgesetzten Artikel. Die ohne Umschreibung gebildeten Zeitformen des Verbums sind dieselben wie im

Romanischen: Präsens, Imperf., Aorist (entspr. dem passe defini der Franzosen); umschrieben werden Plusquamp., Futurum, Gonditionalis.

Aber auch der
"v7.,

Infinitiv

wird umschrieben, mit va
Infinitiv setzen

(d.

i.

ivct)

und dem
ist

Konjunktiv; schon im Neuen Testamente steht häufig diese Fügung mit

wo

die klassische

Sprache den

würde.

Verloren

auch der Optativ, desgleichen das Medium als geschiedenes Genus verbi, In lexikalischer Hindagegen das Passiv in der alten Bildung erhalten. sicht ist eine Menge fremdes Sprachgut aufgenommen, lateinisches wie türkisches; die gebildete Sprache sucht dies auszuscheiden und Klassisches an die Stelle zu setzen; indem sie aber gleichzeitig die Phraseologie durch Übersetzung namentlich aus dem Französischen

bereichert, entsteht ein eigentümlicher

und

Kontrast zwischen der

fast

ganz antiken

nicht angenehm wirkender Form und dem durchaus

modernen
2.

Geiste.

')

Von dem Verhältnisse der griechischen Mundarten
zu der Litteratur.

1.

Gegensatz.

Zu der Volkssprache bildet Denn w^ährend jene der
In

die

Sprache der Litteratur einen

einfache

und natürliche Ausdruck
ist,

der Gedanken,
ein sich das

gleichsam eine Natursprache,

erscheint diese als
spiegelt

Kunsterzeugnis.

den verschiedenen Volksmundarten

den verschiedenen Stämmen eigentümliche Wesen treu ab in den Erzeugnissen der Litteratur hingegen üben künstlerische Zwecke, welche die Verfasser verfolgen, auf die Gestaltung der Sprache einen grossen Einfluss aus und nötigen sie von der Volkssprache vielfach abzuweichen.

Namentlich
oft

ist

dies der Fall bei

das Versmass

einen

Zwang
zerfällt

auferlegt ihre

den Dichtern, denen schon Mundart abzuändern.
gleichwie
in

Wie

alle

Sprachen, so

auch

die griechische,

wir

sahen, in eine grosse Anzahl Mundarten.

Während aber

anderen

Sprachen gemeiniglich nur Eine Mundart sich gleichsam der Ober1) „Eine wissenschaftliche neugriechische Grammatik fehlt; die von Mull ach (Grammatik der griechischen Vulgärsprache, Berlin 18.56) konnte kaum bei ihrem Erscheinen dafür gelten." 6. Meyer, gr. Gramm. 2 p. XXXVI. Die gewöhnlichen neugriechischen Grammaliken, wie sie insbesondere die Griechen selbst verfassen, beziehen sich in der Hauptsache auf die künstlich archaisierende Schriftsprache, und sehen daher einer altgriechischen Grammatik zum Verwechseln ähnlich.

Einleitung.

27

herrschaft

über die übrigen bemächtigt und sich zur allgemeinen Sprache der Gebildeten und der Litteratur erhebt, gelangten in der griechischen Sprache mehrere Mundarten zur litterarischen Ausbildung, i)

und jede derselben wusste sich in einer bestimmten Gattung der Litteratur eine solche Übermacht anzueignen, dass jeder Grieche irgend welchen Stammes, wenn er sich in einer Litteraturgattung versuchen wollte, sich genötigt sah, die Mundart des hierin vorangegangenen Stammes zu wählen eine Erscheinung, die sich auf gleiche Weise wohl schwerlich in irgend einer andern Sprache auffinden Sowie jeder der verschiedenen Stämme einen ganz eigentümlässt. lichen Charakter in Sitte, Sprache und Kunst hatte, ebenso konnte
:

es

nicht fehlen,

dass

bei

den verschiedenen Stämmen verschiedene

Gattungen der Litteratur und namentlich der Dichtkunst emporblühten,
die tief in

dem

innersten

Wesen

dieser

Stämme

wurzelten.

In

der

Sprache des Stammes, aus dessen Sinnes- und Denkweise ein Zweig der Dichtkunst hervorgewachsen war, drückte sich der Geist dieser
poetischen

kommensten
Basis
für

am natürlichsten, am schönsten und vollDaher wurde die Mundart dieses Stammes zur diese Gattung gemacht und in allen folgenden Zeitaltern
Gattung
aus.

von
diese
erlitt

allen Dichtern derselben Gattung beibehalten.

Indem aber auf

Weise eine bestimmte Mundart zur Kunstform erhoben wurde, sie unter der bildenden Hand des Dichters mannigfaltige Modiwelche
sie teils

fikationen,

gemeinverständlicher,

teils

geschmeidiger

und dazu auch bunter machten; denn der Dichter wünscht naturgemäss,

können,

den Anforderungen des Versmasses leichter genügen zu einem gewissen Masse freie Auswahl unter gleichwertigen Formen zu haben. -) Selbst für die verschiedenen Gattungen der Prosa bildeten sich gewisse Mundarten zu Kunstsprachen aus. Für die Dichtkunst müssen wir vorzüglich drei Kunstsprachen unterscheiin

um

den: die epische, die lyrische und die
Pott

dramatische.
69 u. Fr.

1)

Vgl.

in der allg.
p.

Encyklop. XVIII.

T., S.

Jacobs

in Praefat.
p.

ad Anthol.
neuerdings
E.

Pal. T. I,
v.

XL sqq. Hermann, Opusc. I, p. 132 Wilamowitz, Philologenvorsamnilung Wiesbaden
d.

sqq. u.

24G;
fl"..

(IST 7) S. 36

Zarncke,

Entstehung

d. gr.

Litteratursprachen, Lpz. 1890.

welcher der grieciiischen Sprache aus der Spaltung der Griechen in art und Sinnesart verschiedene Stämme erwachsen ist, spricht sehr schön

Über den Vorzug, einzelne in Mund-

W.

v.

Hum

-

boldt
S.

in der Einleit. zu der Schrift:

,Über

die Kawi-Sprache auf der

Insel Java"

CCXXVIIIf. 2) Vgl. A. Ludwich, Aristarchs hom. Textkr. II. 36tir., dermit Recht gegen diejenigen Muderncn, denen das „Formengeniisch" bei Homer und anderen Dichtern zuwider ist, vom historischen Standpunkt aus polemisiert. Von Pindar
z. B. wäre es von Syrakus

die höchste
in

Unvernunft gewesen, wenn er seine Gedichte etwa an Hieron

dem

sehr fremdartigen böotischen Dialekte hätte verfassen wollen,

dessen sich die Böoter nicht einmal in ihren einheimischen Grabschriften bedienen.

2g
2.

Einl'-itiinfc'.

i'biT

die

upisclic

ciuf

dorn Altionischen

beruhende und

durch Zumischung äolischer Elemente bereicherte Kunstsprache Homers ist oben (S. 17 f.) {gerodet worden. ') Diese Kunstsprache blieb

den episclien Gesang und überhaupt die Dichtung in Hexametern bei allen griechischen Stämmen und in allen nachfolgenden Zeiten stehende Form und übte auf alle Gattungen der Dichtkunst den entfür

schiedensten Einfluss.

Insbesondere hat sich die jüngere Elegie vor-

wiegend des epischen Dialekts bedient; in der älteren (Archilochos, Tyrtaios, Theognis u. s. w.) liegt er zwar gleichfalls zu Grunde, ist
aber sehr ermässigt und
z.

T. auch örtlich gefärbt.
Gedichte-^)

2)

stimmen in ihrer Form und 3. Die. Hesiodischen Homerischen überein. Wir finden Sprache im allgemeinen mit den in ihnen gleichfalls, wenn auch nicht mehr so herrschend, den Gebrauch des Digamma, welches uns
Schrift
freilich

wie bei

nicht

mehr
z.

erhalten
B.

ist;

die
i.

Umwandlung
sFoioev)

des

Homer F in

in
o,

der
die

auch bei

vorkommt, zeigt .sich in xauä;ai: Op. 666 u. 693 (entst. aus xatFa^oti:). Aber da die Hesiodischen Gedichte auf böotischem oder doch mittelgriechischem Boden entstanden sind (Hesiodus war zu Askra in Böotien gross geworden), so kann es nicht auffallen, wenn wir dem lonismus Manches aus den dortigen Mundarten beigemischt sehen, als den äolischen und dorischen Gen. Plur. I. Dekl. auf av. [xsXiav (Op. 144), Usctv (Th. 41), den dorischen

Homer

in suaosv (d.

Akkus.

PI.

I.

Dekl. auf ac

st.

ä;:

xoupa? (Th. 60), -aaSc (Th. 184),

'Ap-uiac(Th. 267), ßouXac (Th. 534), zlpiaz (Th. 804), ostvä; (Op. 675), 190 Goettl., 222 Kink.), den dorischen Akkus. PL :lx'jÖ7.c (Fragm.
II.

Dekl. auf o;: Xa^o? (Sc. 302),
i

die

in

Delphi sich wiederfindende
Auffallend
ist

Elision des

von

itspi
ott'

in r.epor/trm (Th. 733).

die spo-

radische Psilosis:
ci'^ioa) ist

?eroai

(Th. 830),

a']>iv

(Op. 426); letztere

Form

(für

lediglich asiatisch-äolisch,

während

die Vernachlässigung der

Aspirierung bei der Elision sich auch in lokrischen Inschriften findet.

1)

Die Theorie von A. Fick,

wonach

die

Homerischen Gesänge, wenigstens

ursprünglich äoüsch verfasst und dann erst viel später ins Ionische übersetzt worden sind, streitet nicht nur wider die gesamte Überlieferung und die historische Wahrscheinüchkeit, sondern sie beseitigt nicht einmal
die alten Bestandteile derselben,

von der sie ausgeht, nämhch die vorhandene Dialektmischung; denn Ficks AeoUsch entspricht keinem wirklich nachweisbaren Dialekte.
die vermeinte Schwierigkeit,

2) Über den Dialekt der älteren Elegie s. Ahrens, Verh. der Göttinger Fhilologenversammlung 1852, S. 55ff.; Renner, Gurt. Stud. 1, 1, 135ff.; 2, 1 ftV. Sitzler,

Jahrb.

f.

Philol.

Suppl. 8 (1876), S. 355

3) Rzach. d. Dial. CXXV, 504 ff. Fick hat neuerdings auch ff.

des Bes., Jahrb.

f.

Philol.,

die beiden Hauptgedichte

des Hes., soweit er sie für echt hält, ins Aeolische (Erga) bezw. Böotische (Theogonie) als die nach seiner Meinung ursprüngliche Sprachform übersetzt (Hesiods
Gedichte, Gtg. 1887).

Einleitung.

29
derjenigen Dichter,

Mit Übergehung der Homerischen

Hymnen und

deren Sprache sich eng an die Homerische anscWiesst und daher nichts Eigentümhches hat, wenden wir uns nun zu der zweiten

Gattung der Kunstsprachen, der lyrischen. 4. Die Sprache der dorischen oder chorischen Lyriker, als: Alkman (um 612 v. Chr.), Stesichorus (um 600), Ibykus (um

(556—467), Bakchylides (um 460), Pindarus (blühend und durch künstlerisch gebildete. Eine Anlehnung an die Sprache des Epos ist natürlich auch hier vorhanden; im übrigen aber ist die Grundfarbe eine dorische, unter Beimischung einer Anzahl äolischer Formen. Der vollendetste dieser Dichter und derjenige, von welchem uns eine hinlängliche Anzahl von Gedichten erhalten ist, um uns über seine Sprache ein Urteil bilden zu können, ist Pindarus aus Theben. Wir wollen daher die Redeweise dieses Dichters einer näheren Betrachtung unterziehen, aus der man im allgemeinen auch einen Schluss auf die Sprache der übrigen
540), Simonides

480), zeigt sich als eine durch

machen kann.
a statt

^)

des ionischen
ist)

glaubhaft
er
J.

ist der Gebrauch des langen doch (wenn die Überlieferung der Hdschr. verfährt der Dichter hierin nicht gleichmässig, indem
t,
,

Aeolisch und dorisch

zuweilen
7,

episch

-

ionische

Formen gebraucht
irpaYo?),
t£tjxt,vi)' J.

hat,

als:

7.-pr;xTo)v

7 [17]

(neben

irpoEaato,

P. 4, 119 [212], ferner
cpavaxo 7raTrTr;va?.

neben
ist

ooavotpo; üYiT^po;,

22 [32], rpocTjuScz neben £97.v7.; und airc5,

Auffällig
so),

das Öfters überlieferte a in der Formation

der Verben auf
cpojvTjOaic,

als:

aTrovoaxaaotvToc
(v.
1.

neben
ist

Ivoott,oc, cpcüvotas

neben

a(pa)vr,x(i),

irovotÖfi

-ovrjO"?]),

TTSTrovatxivov

neben

sTrovTjOot.

s^e-ovTjOsv.
fiäCetv

Aeolisch
(uv
st.

wie

dorisch

ferner u für o in ovufia, ovu-

(wvofi'zoev P. 12,

23 [41], schwankende Überl. 0. 9, 46 [71]):
ouv,

in xu neben au, in ohne Ausnahme, im Sing. Einmal lcpi'r,xt J. 2, 15; äol. (dor.) -eSa st. iizii P. 5, 47 [62], 8, 74 [105]; TreootfAsn^av 0. 12, 12 [18] und sonst in Kompos., häufiger jedoch |j.£X7, [xexa-; dor. y st. i> in opvt/a neben opviv; äol. die Verdoppelung derLiquidae, als: xsXaoswo;, xÄsswo;, cpctswo; neben -oOstvö:. oxoxsivö;. In der Deklination und Konjugation kommen nicht allzu viele Abweichungen von der Homerischen Sprache vor, ausser insoweit statt des ionischen t, ä einzutreten hat: /scpctXoi, -6t;, -a, -ctv; auch
x
st.

äol. -dor. -ion.

dorisch
ivxi st.

o

der

3.

Pers,

PL

vxt

neben

oi,

eioi

fast

*)

S.

Hermann,
G. A.

Opusc. T.

I,

p.

246 sqq.

Runipel, Lexicon Pindaricum,
Vgl.

Lpz. 1883.

Peter, de

dial. Find.,

Halle 1860.

was über

die

Redeweise
relit}.

des Ibykus bezw. des Simonides 69 u. ad Simonidis carm. p. 61

Schneidewin
reliq.,

ad Ibyci Rhegini canuinum

p.

XLVI

sqq. zusammengestellt hat; ferner

E.

Mucke, De dialectis Stesichori Ibyci Simonidis Bacchylidis aliorumque poetarum choricorum cum Pindarica comparatis, Lpz. 1879; R. Hülsten, de Stesicli. et

;j(j

Einleitung.

im

(ien. Sg. Miusk. -7,

aus

-7.0,

Gen. Plur. Mask. Fem.

-av, ans.

-awr,
Dokl.

Ix'iiii

Vorbiim

-}ji7.v

st.
1,

-\ir,\

u. s.

w.

Dazu: dor. Akk.
i!>,

PI.

II.

aufo,-: x7.x7Y(ipo<: O.

53|85], vaao;!?) 0.

71 [129], io/.ö; N. 3, 21i|50|;
toi;

(lor.

Dal. S. Fron.
jj^iv

Tt'v

(=
äol.

00t)

neben

aoi,

dor. Akk.
-7t;,

v.v

(dafür
Partiz.

seilen

überliefert);
stets (daher

3. Plur.
i\loro7),

Praes. -oioi(v) neben

-ovxt,

Fem.
ist

-ot-}7

auch

im Aor. Part.
Inf.

-aio7,

doch

grosses
1,

Schwanken der Hdschr.; dor.
3 [5], Tp7<p£v
st. xpicpsiv

auf

ev

nur dreimal:
das. 56[97|.

Yapüev 0.

P. 4, 115 [205],

rr^a'(iv

Mancher dorischen Formen hat sich Pindar enthalten, daher nicht die Verbalcndung jis; st. (xsv, auch nicht Mojoa st. M0107, Avie überhaupt von dem strengdorischen (äol.) o) st. ou (z. B. im Gen. Sing. Vereinzelt findet sich (achtmal) II. Dekl.) nur wenige Spuren sind. von das nordgriechische sv st. ei? (so P. 2, 11 [21], 5, 36 [50]). Das
<

-spt wird vor Vok.

Kompositis: -spd-T(üv P.
S. 28.
'RirocfjLspot

6, 38 [65], 52 [94], -rrspöoot? N. 11, 40 [51], vgl. oben steht P. 8, 95 [135], während er sonst icp7[i.. sagt.

elidiert:
3,

0.

P. 4, 265 [472],

desgl. in

Statt

et,

Ol

steht öfters (mit Diärese)

st,

ot,

als:

'ATp£io7c,
u.
s.

nT,v£i6v,

Tpot7 (Tprry^7), P. 11, 31 [47]. 10, 56[86].
äolische
7TYjV

N. 2, 14[21]

w.;

die
st.

Wortform 7U7T7v wird

(mit Verkürzung des 7u)
hier

zweimal

gebraucht.

Ob Pindar
,

selbst

das Di

gamma

geschrieben
entscheiden.

habe

oder

nicht
(1.

lässt

sich

nicht

mit

Bestimmtheit

den Gebrauch dieses Buchstabens überhaupt dem Pindar ab, wie sich denn in der bekannten Überlieferung nichts davon zeigt. Die Böoter indes gebrauchten damals und noch lange das Vau, und damals auch noch die Dorier; sodann
d. p.

Hermann

247)

spricht

ist

an vielen Stellen bei P.

jetzt lästiger Hiatus,

der durch Einsetzung

Vau verschwindet. Also wird erst nach Pindars Zeit der Buchstabe zusammen mit dem Anderen, was zur alten Schrift gehörte (vgl. unten § 2), aus seinen Werken beseitigt worden sein. ') Doch ist
des
in

der

überwiegenden Mehrzahl

der

Fälle

das

Digamma

bei

P.

im Epos zu des Dichters Zeit nicht mehr gehört wurde. In Gültigkeit dagegen erscheint es namentlich bei dem Reflexivpronomen ou; ausserdem vgl. man ~o}jA eioo);
wirklich nicht vorhanden, gleichwie es

0. 2, 86 [155].
Ti

7:7VT7 ia7VTt P. 3,

29 [52]. 'EmaXta 7V7f P.
0. 8, 46[61].
7,

4,

89 [159].
7,
19.

£-0; 0. 6, 16 [25].

07cp7
ETTi

Ei'Ttai?

x7.Xa £p7ct P.

OB ol'yoȣv P. 8, 51 [72].
£).7rt'o7

107

N.

5

[7]. 8e ioTripaic J. 7,

44 [94]. -apa

0. 13, 80 [11 7] U.S.W.

Ibyci

dial.,

Greifsw. 1884.

l)

S.

Bergk, Poelae
(so in

Spuren des Digamma in der Überlieferung
O.
4,

9 [15] XapiTtov

t)'gxa-i, d.i.

X. /e/.aii)

Lyiici I^ S. 32, der auch noch einem sinnwidrigen T(e) d. i. /, aufzuweisen sucht; Christ, Philol. XXV,

633ff.:

gründlich und genau Aug. Heinier,

Stud. Pindarica

Dissert.

Lund

1885.

Einleitung.

3

5.

Von der Sprache

der

dorischen

oder

chorischen

Lyriker

weichen die äoli sehen oder meli sehen Lyriker, Alk aus und Sappho (um 580) durchaus ab, indem sie sich ihrer eigenen Mundart,

der

äolischen,

bedienten.

An

die

äolischen Lyriker

schliesst

sich in

mehrfacher Hinsicht

Anakreon

aus Teos in lonien (um 520)

an.

Auch

er hat zu seinen leichten Liedern nicht die feierliche

und

erhabene Redeweise der chorischen Lyriker gewählt,
eigene Mundart, die
richtiger

sondern seine

neuionische, die wir gerade aus seinen Resten würdigen lernen, namentlich dahin, dass sie keineswegs eine masslose Häufung der Vokale liebte. Denn ganz im Gegenteil erweist das Metrum, dass ungefähr alles, was zusammengezogen werden konnte, auch zusammengezogen wurde: cpopsuu.ai, KXsußouXoc, Tropcp'jpT,, oder mindestens in einen halbdiphthongischen Laut einging, wie das Die bereits der Alexandrinischen Zeit angehörigen ionische sto war. Idyllendichter Theokrit, Moschus und Bion haben sich in ihren Gedichten nicht einer und derselben Sprachform bedient, sondern einige sind in dorischer Mundart (vgl. oben S. 15) geschrieben, in anderen bildet der Dorismus die Grundlage, ist aber mit epischen

Formen

gemischt, in andern herrscht die epische Sprache vor, hat aber

eine Beimischung

Sprache, drei (Theokr. 28
6.

von dorischen Formen, andere sind bloss in epischer 30) in äolischer Mundart abgefasst. ') Die dritte dichterische Kunstsprache ist die dramatische.-)

In den Tragikern zeigt sich die edelste und vollendetste Sprache, indem sie einerseits den Atticismus in seiner veredeltsten und erhabensten Form gebrauchten, andererseits in acht künstlerischer Weise auch andere Mundarten benutzten, um durch den Wechsel der Form den verschiedenen Charakter der Empfindungen und Gefühle zu be-

zeichnen.

Dem Dialoge

liegt
f.)

welche, wie wir oben (S. 20

die altattische Sprache zu Grunde, gesehen haben, noch eine grosse Ahn-

1) Über die Sprache der Idyllendichter s. G. E. Mü hl mann, Leges dialecti, qua Graeconim poetae bucolici usi sunt. Lips. 1838. Th. Bergk, Quaest. de Theocriti dialecto Sp. I. im Rhein. Mus. 1838, S. 16—42. H. L. Ahrens in

Zimmermanns Altertumsw. 1840. Nr. 109, 110. Ameis, in Jahrb. v. Seeb., 1840. S.49— 98. F. Schultz, d. Mischung d. Dialekte b. Th., Progr. Culm. 1872. Morsbach, De dial. Theocritea, Ps. I, Bonn 1874. Ders.. Über den Dialekt Ths., Gurt ins. Stud. X, 1 ff. Oppel, de dial. Theoer., Lpz. 1874. Kumpel, Le.\icon Theocriteum. Lpz. 1879. 2) Über die Redeweise der Tragiker vgl. Th. C. Guil. Schneideri. de dial. Sojihocliä ceterorumque tragicoruni (juaestiones critic. Jen. 1822 G. G. Haupt,

Vorschule
crit.

z.

Stud. der griech. Tragiker, Berl. 1826, S. 63fr.
gr.

de Trag.
sit

dial.

Reval 1832.
dial.

C. A. J.

Ho ff mann, Formarum
11'.

Kiihlstädt, Observ. Doricarum

([uinam
B.

in lyricis tragoediae partibus ap.
d.

Gerth,

gr.

trag.

trag. gr. dial., Berl. 1866, u.

Aeschylum usus. Progr. Gellae 1842. H. G. Althaus, de Curtius Stud. I, 2, 193 Progr. Spandau 1870, u. a. m.

32
lichküit mit

Einleitung.

Da aber der Dialog der Tragiker nicht Spnichc dos Lobens wiedergeben, sondern den Charakter der Erhabenheit und irossarligkeit haben soll so sind ihm auch ionische, dichterische, durch das Versmass gebotene, und epische, zuweilen auch dorische Foiinen beigemischt. Ionische (epische, poetische):
der ionischen hatte.
die iilltfigliche
(
;

Hf-fj;, Hp(^oao(, Hp-/^y.io;

(auch Find.
d.

BpT,ixi'(uv

Pyth. 4, 205)

;

;£ivo;, -/s-vo- y

(nur Soph. Tr. 495, von

Hsg. in xevov geändert;
oouptXT,7r-o?

£;cxeiva)a£v

Aesch,

neben ?£vo?, zevo;, ;i.ovo;, Pers. 7G1), jj.oovo?, -couvaxa, und 'asi nach Bedarf des Verses neben cdei ociev ^övctxa, öopi; (s. Ellen dt L. S. v. aei); Cotq statt Cw^^; fxsaao; neben jjlsoo? (xooao; oooo; nur Gh.) otiot und YaToc pssf^pov neben psrHpov -oXöo; (st. TioXstu?)
;
;

;

nach Versbedürfnis; vt/j; st. vsu»? (von vaü;) wohl überliefert, aber von den Hsg. in väo; (s. u.) geändert TrtoXeuixevai Aesch. Pr. 645 nach Hom. Od. ß 55 und p 534, wie eboi/vsüoiv im 120; iroXXov st. -noXü zuw.; xsTvo; st. Anapäst das. 122 nach Od.
S.

Ant.

162

u.

ö.

,

;

t,

ixsivo; sehr oft;

-xoXt?

Aesch. Eurip.

(dieselben
st.

TioXnfjxat?,

-noXnrjxioo;

an

lyr.

St.);

iroxi

zuw. für -pö?; ü-ai
(otai
f.

utto

Aesch. Ag. 892. 944.
lyr.

S. El. 711.
fxtv

Ant. 1035
sich

oia fast

nur an

Stellen); d. Pron.

findet

nur an wenigen Stellen, an welchen

man

jetzt

viv

schreibt; die mit x anlautenden
als: x6, xoij, x^;
u.
s.

Formen des
z.

Artikels

st.

des Relativs,

w.

;

xi'st? s.

Bsp. Aeschyl. Ghoeph. 680; dazu
s.

durchgängig
attischen

apar,v,

OapoeTv u.

w., Trpaaooj, TJaaoav u.

w.,

wofür
1.

die

Formen

appT,v, Trpaxxw

zu hart schienen;
?uv

altattisch der
r,,

Dat. Plur. auf
otxr/po?,
viv

ai(v);

N. PI.

ßotaiXfjc;

neben

wenn

der Vers es gestattete,

st. [jiixpoc;

— dorische Formen:
oaio;
in

ouv;

t-ot,

Pers.;

ganz gewöhnlich, vco; neben vcw;, vatov neben vswv; valo;; 'Aöotva,
'Aödvav,
hostilis
ßocÄoc

'AOava?,

(auch

Kom. nach Herodian),
diuturnus,
8äp6v,

den

Bdtgn.
sxäxt
vgl.

und

miser,

oäpo;,

diu,

so

immer,

immer,

xuvä-j-öc, xuvaYt'a

neben

xuvtjYsxt,? (Eurip.), xuvtjsxsTv (Soph.),

Phrynich. Rutherford 496,
(XoyaYsxr,?)
;

7:007.70;

und das auch

in

Prosa gewöhnYotfxoptuv

liche Xo/ayo;

"ca-oxov

Aesch. Ghoeph. 97. 164;

Suppl. 613; Yaxofio? fr. 198; vajxspxsia S. Tr. 173, w^onach Porson auch A. Pers. 246 votixspxrj für vrjixspxT) schreibt. Aeolisch (dorisch)

ist

während ttsooc als 710 u. sonst st. Wort nicht vorkommt. In den Ghorgesängen und den kommatischen Stellen gebrauchen die Tragiker ein reichliches Mass dorischer Formen, wie sie für die chorische Lyrik herkömmlich waren; indes beschränkt sich dieser Dorismus der Tragiker
-soapatoi Aeschyl. Pr.
ia.exäpaiot,

einfaches

auf das lange a statt des att. r^ bezw. ou, tu (G. Sg. I. Dekl. Mask. a, Gen. PI. I. Dekl. -av; lloastoav).!) Die Handschriften bieten auch in

1)

S.

Ellen dt, Lex. Soph.
r

T. II

l,

p.

XII sqq.

Einleitung.

33

den Anapästen gelegentlich dorische Formen mit ä, welche aber von den Herausgebern zumeist beseitigt werden, *) ebenso wie die attischen mit 7) aus den Chorgesängen. Sodann werden in den Chorgesängen (z. T. auch den Anapästen) epische Formen eingemischt, in weit ausgedehnterem Masse als in dem Dialoge, als: Gen. S. IL Dekl. auf
010,

viele offene

Formen

statt

der kontrahierten, so
sfifi-sv,

a/sct, r^%^a,

irocBsa,

vci'xEoc,

TToöioua'xi;

ferner

sßav,

T,Xuöe u.

s.

Euripides,

der

im allgemeinen die tragische Rede, wenigstens im Dialog, auf das Mass der gewöhnlichen Sprache heruntergebracht hat, mischt dafür hie und da etwas sehr Fremdartiges ein, z. Bsp. Phoen. 45 iTrsC'xpsi Auch finden sich bei ihm (in arkadischer Weise) statt sTtößapct.

Neuerungen gegen
st.

die

allgemein gültigen Gesetze der griechischen
oua8vf,oxctv

Wortbildung, wie wir später sehen werden; so sagte er
oooUavaxsTv,

während
885

oxaoioopcüixoufjLai st. axcioioopofxr^ato
st.

Herc.

f.

855,

werden können (in a-cäoia opaij.oup.'xi [oxctoiaop. die massgebende Hdschr. von Weit enger an die rein 1. Hand], xaxa ßooXeutK oder xaxo;3ouXr,i}.). attische Sprache schlössen sich die alten Komiker an, deren Sprache sich als die fein ausgebildete Sprache des Lebens darstellt. Indes ist die Redeweise des Aristophanes dadurch von einer reichen Mannigfaltigkeit, dass die Parodie oder Nachahmung tragischer und lyrischer Diktion bei ihm einen sehr grossen Umfang hat; an solchen Stellen finden sich denn auch dorische und poetische Formen, während, wo keine derartigen Absichten sind, und insbesondere in den Senaren dieser Dichter uns den reinen und unverfälschten Atticismus kennen lehrt. 2)
x7.xoi3ooX£uft£taa Ion.

xaxai? ßouXsuBsToa leicht emendiert

7.

Die

Prosa

blieb

dem
Aber

poetischen Geiste
als sie ins

des

griechischen

Volkes lange Zeit fremd.
sich

auch hier derselbe Kunstsinn. Gattungen der Prosa angewandt; auch schrieb nicht Jeder gerade in der Mundart, in der er geboren und aufgewachsen war, sondern wählte die Mundart desjenigen Stammes, welcher einen
die verschiedenen

Leben getreten war, zeigte Nicht Eine Mundart A\an'de für

gewissen Zweig der prosaischen Litteratur getrieben hatte. Die ersten Anfänge der Prosa wurden von den ionischen Philosophen und Geschichtsforschern gemacht, deren Sprache wir aus Mangel an Quellen
nicht

genügend beurteilen können.

Über

die Schreibart der ältesten

Geschichtsschreiber wird uns von Cicero

(de Orat.

II,

12 § 53)

und

von Dionysius (de Thucyd.
richtet,
sie

bist, judic. Vol. VI,

p. 819.
(xoivt,)
,

ed. Reisk.) be-

sei

deutlich

,

gemeinverständlich

rein

und kurz

1)

S.

dazu Gerth,

a. a.

0. 2G3

f.


1.

2)

S.

Ku

t

lieifoid,

New
•'

Phrynichus

p.

32

ff.

(The lessons of Gomedy.)
ausführl. Griech.

Kühners

Grammatik.

T

34
(a'jvToiio;)
,

Einleitung.

(loii

Sachen
c.

angemessen,

ohne

alle

künstlerische

schmückung
unperiodiscli
'

(|j.rjO£[xiav

oxcUfuptav dTri'fxtvoooct t£/vixy,v);

(de Eloculione

12.

Vol. IX, p. 9.

Walz) war

sie

Ausnach Demetrius namentlich auch

(r;i-(|(>r,|x£vT„

si; xttiXa XeXuixsvyj ou [läXot.

aXAV^ot: ouvTjpxTjixevx,

Der milde, weiche und fliessende Ton der ionischen (tj; KxaTat'ou). ') rj Mundart stimmte ganz zu dem Wesen der damaligen Geschichtsschreibung, die sich in einer einfachen, kindlichen und losen Darstellungsweise gefiel.

Einen höheren Aufschwung
odo
t

nahm

die Geschicht-

den Vater der Geschichte, der ebenfalls Seine Vaterstadt Halikarnassus die ionische Mundart anwandte. war zwar ursprünglich dorisch, indes nach dem Zeugnis der Inschriften Aber sowie damals wie überhaupt ein Teil von Karlen ionisiert. Herodüis Geschichtschreibung das Gepräge einer epischen Komposition an sich trägt, so hat auch seine Sprache hinsichtlich der Mischung und des Wechsels der Formen Ähnlichkeit mit der epischen. 2) Im
schrcibung durch
II e r

u

s

,

schwer zu unterscheiden, was auf die Wahl und was auf die Abschreiber und Grammatiker zurückgeht denn auch Grammatiker scheinen den Text verfälscht zu haben, namentlich durch Hineintragung zahlreicher aufgelöster Formen,
einzelnen
ist

freilich oft

des Schriftstellers,
;

die,

wie

man

meinte, der las des Herodot so gut wie der alten des

Epos zukamen.
habe,
ist

Dass Herodot, der sich auf Samos längere Zeit auf-

gehalten, gerade die samische

Mundart (vgl. oben S. 16) angewandt ebensowenig anzunehmen, wie dass er um seiner Vorgänger willen den milesischen Lokaldialekt bevorzugt hätte. 3) Eine lokale

Mundart eignete sich nicht für eine Geschichte, welche ein allgemeines Interesse in Anspruch nahm. Er wird vielmehr auf Gemeinverständlichkeit vor allem Bedacht genommen haben; ausserdem aber ist offenbar, dass er sehr vieles, des Schmuckes halber, aus dem Epos entlehnte.4) Ein bedeutender Meister des ionischen Dialekts w^ar auch der

1)

Aristotel. rhet. 3, 9

die Glieder
0TpafA[XEVT),

nennt dies Xe^i; £tpo[xevT), d. h. die Redeform, in der an einander gereüit werden, im Gegensatze zu der X. xaxsder periodischen, in der sie einander bedingen und fordern. 2) Herlediglich


ö

mogenes
T-.ip

repi

^oecuv

b.

Walz Rhet.
oe

Gr. Vol. 3,

p.
[xev

399: 'Exaxaio; hl

MiXT,aio;,

ou

St)

fiaXiaxa tütpEXrjTat ö 'Hp65oTo;,
ttj

xaOapo;
taot

eati xai oacp-r^;, ev 0£ not xit
pLEpuYptevi;]
T-rji;

TjOÜ;

[xerpttu;"

oiaXsxxuj

äxpatiu

xo{


-jz

ypTjoafxevoc,

oüoe
Ibid.

xaxa Tov Hpoootov noixlXr^,
p.

i^ttov eariv svExdt

X^^euj; ttoitjtixo;.
ttjv
tCt;

319

sq.:

Exeiöev

o^

piaXtoTa

otapxf]

e/ei

(sc.

'HpoSoToj)
7]

^XuxurriTa,

ott

xat

aUTTjV cib'j; TTjV OKxXeXTOV TtOlTjTtXtü? TTpOEtXETO EtTTElV

ydp

OUOa

7tOt7]TtXTj

^ÜOEt

ioTiv

•}j5Eta*

El

81

xai

dc'XXtuv

oiaX^xxwv iypr^aaTÖ

xtot Xk^taiy,

oü5iv toüto,

ir.zl

xal

O^iTjpoc

xai'HafoSo; xal aXkoi oüx oXf^ot täv
EXEpcov

TTOiijTÜiv

Xd^Eoiv

otaX£xx(uv,
f.

x6

TrXEtaxov

[jltjv

täCouat.

iyprjoctvto pisv xal aXXai; xtai
3)

Wie
Trept

v.

andeutet, Zlschr.
-Xtjv Ol jxEv
Y'JfAVT,

Gymn.-W. XXXI,
ypiüvxai
xtj

645.

Wilamowitz
§ 112
f.:
[j.ifj.T]<JEt,

•»)

Demetrius

£pfj.T,vE{a;

Tidv'j

piifATjOEi

-(iv tioitjxcüv, (jLÖtXXov oe oü

äXXä

Einleitung.

35
in zahlreichen,

Philosoph

Demokritos

von Abdera,

indes bis auf

geringe Bruchstücke untergegangenen Schriften.

Herodot in dieser Mundart noch die k rat es von Kos, welcher, obwohl Dorier,
Schriftsprache

Wir besitzen ausser medicinischen Werke des Hipposich

an

die

damalige
unter

des

östlichen

Hellas
,

anschloss.

Was

freilich

Namen erhalten ist gehört zum grösseren Teile anderen Ärzten an, deren Namen in dem seinigen untergegangen sind. Demgemäss und gemäss dem Inhalte ist die Schreibart in den verschieHippokrates

denen Schriften verschieden, bald geschmückter, bald einfacher, und T. (in den Tagebüchern, die 'Emor^\iiai heissen) gänzlich einfach Dialektisch unterscheidend von Herodot ist und ohne Kunst. ^) namentlich der Gebrauch des Spiritus asper, der bei jenem mangelt: daher ctcpixovxo Hippokrates, Herodot äi:ixov-o. 8. Eine dorische Prosa hat sich im 5. und 4. Jahrhundert in
z.
'-}

der Pythagoreischen Schule
geblieben.

entwickelt,

ist

aber geringen Umfanges

Zu nennen

sind

Philolaus von Kroton und Archytas

von Tarent (vgl. oben S. 15). Dazu besitzen wir in dorischer Mundart eine Anzahl Schriften des Mathematikers Archimedes von Syrakus, der indes einen gemässigt dorischen Dialekt anwandte, wie er in seiner Vaterstadt geredet wurde, weit verschieden von dem
strengdorischen der Pythagoreer
9.

(S.

14

f.). 3)

Ihren Höhepunkt erreichte die Prosa

erst,

seitdem

sie

auf
der

attischem Boden Wurzel

geschlagen hatte.

Alle Gattungen

prosaischen Rede, Beredsamkeit, Geschichtschreibung und Philosophie,

blühten hier auf und entwickelten sich in raschen Fortschritten zu
der höchsten Vollendung.

Um

die künstliche
i

Ausbildung der Sprache
Protagoras aus Abdera,
Sie

erwarben

sich vorzüglich die

Soph

s t e

n

,

als:

Gorgias aus Leontini, Prodikus aus Keos, Hippias aus Elis, Thrasy-

machus aus Chalcedon,

die grössten Verdienste.

waren auch

die

Ersten, welche die Sprache als Sprache

zum Gegenstande

ihrer Unter-

suchungen machten und die Anfänge einer Grammatik schufen. Ihr Einfluss erstreckte sich nicht bloss auf die Beredsamkeit, in der er,
[Aetafteoet,
iofiuc aÜTii)

xaädjiep 'Hpüoo-o;'
ypü)(jL£voc totov

Ho'j7.ü5{otj;
Xricpft^v

[xi^-'A

xav

}^ä^r^

TTopöt

toü

ttoitjtoö

ti,

Stein, Her. XLVIII IT. Die uusführlichste Darstellung des herodotischen Dialekts ist die von Bredow, de dial. Herodoti, 1846; s. ausserdem R. Merzdorf, Gurt. Stud. VIII, \^2ha., IX. 199
ro
tzoieI.

Vgl.

fl".


ö
1>.

1)

Bachmann.

Anecd.

II,

p.
tt]

367: o;

(sc.

'

luroxparr);) dxpariij
2)

tt,

tdSt ^pTjTai*

fip 'Hpöooto?

ou(jL!Jii(JYet

aÜTTjv

TiotTjTtxf).

Daher sagt Galen, Opp. T. V,
ti,

525

ed. Basil. (XVIII, 'l

322 Kühn) Hi|)pokrates bediene sich xard
attischen.

d.

h. bis

y.u

einem gewissen Grade, der
d. h.
Fl.

Mundart,

to; iTcotpVjvaoilaf tivog aürrjv

ap/a(ov
Vgl.

'ArHBa,
.1.

so dass Einige behauptet hätten,

er

gebrauche die

alte Atthis.

Lobeck

im Philolog. 1853,
N. Jahrb.
f.

S.

19

f.

3)

über den Dialekt des Archimedes
IV.

handelt

Heiberg,

Philol.. Sui)pl. Xlll. .543

3*

3(;

Einleitung.

abgesehen von der l'liilosopliie selbst, besonders zu spüren ist und für welche damals eine systematische Kunstlehre entstand,') sondern Die auch auf die übrigen Zweig«' der prosaischen Schriftstellerei.

nahm unter der verstandesmässigen und kritischen Behandlung der attischen Historiker einen Charakter an, der zu der poetischen, gemütlichen Darstellungsweise Herodots einen strengen
Geschichtschreibung-

Gegensalz

bildete.

Des Thukydides

Geschichte
eines
ist

vereinigt

die

drei

Eigenschaften,

auf denen das

Wesen

guten
kritisch,

Geschichtswerkes

beruht, in höchster Vollkommenheit: sie
politisch.-)

pragmatisch und
ist

Die Mundart, deren er sich bedient hat,

im allgemeinen

wenigen ionischen und dorischen Formen, die sich bei ihm finden, gehören entweder Eigennamen an oder finden Doch hat er gleich wie Gorgias, der eine andere Entschuldigung. 3) zuerst die attische Prosa in seinen Prunkreden künstlich ausbildete,
rein attisch.;

denn

die

nach dem Vorbilde der Tragödie das attische
po gemieden.

tt

und

r>p

für

ors

und

Seine Schreibart zeichnet
oft,

habenheit aus, leidet aber
grosser Gedrängtheit
sind
oft

durch Kürze und Erin den Reden, wegen zu besonders
sich

der Gedanken an Dunkelheit;

seine Perioden

wegen des häufigen Gebrauches der

Partizipialkonstruktion

hart und schwerfällig.'*) Xenophons geschichtliche Werke weichen von denen des Thukydides in vieler Hinsicht gänzlich ab. Die Tiefe der Gedanken, der scharfe politische Bück, die Erhabenheit und
Grossartigkeit

der Darstellung dieses Schriftstellers besitzt
in

er

nicht;

dagegen finden wir bei ihm
des
griechischen

vollem Masse jene an den Schriftstellern
gepriesene
dass
Eigenschaft
überall

Altertums

der

otocppoouvr,,

deren

Wesen

darin

besteht,

man

das richtige Mass

beobachtet und ein gesundes und besonnenes Urteil bewahrt.
Einfluss auf

Grossen

Xenophons Bildung hatte der

innige

Umgang

mit Sokrates

geschmackAnlagen entsprach seine besonnene Athener. 5) Seinen geistigen Rede. Sie ist einfach, klar und deutlich, entbehrt alles überflüssigen Schmuckes, empfiehlt sich aber durch natürliche Anmut.^) Seine Mundart ist sehr gemischt, und daher kein attischer Schriftsteller weniger als er zum Kanon des Atticismus geeignet. Hat doch Xenophon den grössten Teil seines Lebens in der Fremde, unter loniern und Doriern zugebracht daher ist eine Masse von ionischen, dorischen.
geübt.
volle,

In allen seinen Schriften zeigt sich der feingebildete,

;

1)

S.

L.
1.

Spengel, cu^nywc^
Lips.
s.

Teyvüiv

s.

ailium
S. E. F.

scr.

ab

initio

Aristotelis

de rhetorica.

Stuttg. 1828.
p.

2)

Poppo, De

historia

usque ad ed. Thucy-

didea Comment.
p.

203

ff.

1856,

3)

führlicher hat sich

Poppo Kühner

1.

Creuzei-, histor. Kunst der Griechen, 49 sqq. 4) Ebendas. p. 65 sqq. 5) Ausp. 62 sqq. über Xenophons Wesen in den Prolegomenis ad Anab.
d.

p. VII sqq. ausgesprochen.

6)

S.

ebendas. p. IX sq.

Einleitung.

37

Die dazu auch poetischen Wörtern semer Sprache eingemengt. ^) glänzende, prunkvolle und schwülstige Beredsamkeit der Sophisten,

Gorgias, die von fremdem Boden nach Athen verworden war, wurde von den athenischen Rednern auf eine einfachere und dem Geiste und der Sinnesart des athenischen Volkes entsprechendere Form zurückgeführt, indem sie zw^ar die Kunstregeln
insbesondere des
pflanzt

jener Rhetoren
Sch\Milstes

nicht

unbenutzt

Hessen,

und Gepränges

enthielten,

sich aber alles unnützen wie wir aus den Reden des

Antiphon, Andokides, Lysias, Isokrates, Isäus, Lykurgus, Aeschines,
des Demosthenes, sehen. Sowie die Beredsamkeit der Sophisten, so waren auch ihre Vorträge über philosophische Gegenstände mit grossem Prunke verbunden, indem es ihnen weniger darum zu thun war ihre Zuhörer von der Wahrheit eines Gegenstandes zu überzeugen, als durch den Glanz der

Hypereides und des grössten unter allen,

Rede Bewunderung zu
Aufschwung genommen,
wie
sie

erregen.

Die philosophische Schriftstellerei

indes hat erst in der Gestalt des sokratischen Dialogs einen grösseren
einer künstlerischen Nachbildung der Gespräche,

Sokrates,

der Erneuerer der Philosophie,

auf

dem Markte
pflegte.

und

in

den Gymnasien mit Männern und Jünglingen zu führen

Unter allen Sokratikern ragt am glänzendsten Plato hervor, der in seinem Geiste den durchdringendsten Scharfsinn und eine bewunderungswürdige Dichterkraft vereinigte, von denen jener sich in seinen
dialektischen Untersuchungen, diese in der herrlichen dramatischen Komposition seiner Dialoge und in seinen mythischen Erzählungen kund thut. Seine Sprache ist das Schönste und Vollkommenste, was So die Redeweise der Philosophen aller Zeiten aufzuweisen hat.

sehen wir die attische Sprache in allen Zweigen der Litteratur auf dem Höhepunkte ihrer Ausbildung stehen. Nachdem aber die Freiheit
der

Hellenen

durch
in

die

makedonische

Herrschaft

vernichtet
die

war,

beginnt die Periode des Verfalles der griechischen Sprache,

wir

oben

(S.

22

ff*.)

allgemeinen Umrissen geschildert haben.
Anab. V, 8,24;

G.

1) Kühner, Sauppe, Xen.

z.

Rutherford, New Phrynichus

p.

lül

tl'.;

V, i298

und Lexilogus Xenophonteus.

-Ä--

§

1.

Alphabet.

39

Erster

Teil.

Elementarlehre.
Erster Abschnitt.

Laut- und Buchstabenlelire.
Die Grammatik löst in ihrem ersten Teile das aus der zusammenhängenden Rede herausgehobene Wort in seine Bestandteile oder Elemente auf und schreitet nach Erörterung derselben zur Betrachtung des Wortes selbst fort.

Erstes Kapitel.
Von den Sprachlauten und den Buchstaben.
§
1.

Alphabet

(tj

YP^i^H-'^"''''^

oder

Tot

Ypa|j.|j.aTa,

xä oTor/sIa).

Die griechische Sprache hat zur Bezeichnung ihrer Laute 24 Buch-

staben [axor/sia als Lautzeichen,
lich 7

^^pdiiiiaxc/.

als Schriftzeichen i)],

näm-

Vokale und 17 Konsonanten:
a
ß

Gestalt (oy^iAa).

A
B

40
(Jpstalt (ayTjua)

AI|.liiilji.'L.

Aiisspiiiclu' (dxcpojvrp'.:).

Name
Zfjxa
s

(ovoa'i).

r

sd, genauer

zd (in. franz. z),
z = weicliem

Zeta

später
11

frz.

§

2.

Kurze Geschichte des griechischen Alphabets

etc.

41

Anmerk.
;

1.

In der Kursivschrift

an, als:
;

aetoao;.

nimmt am Ende des Wortes die Gestalt Nach dem Vorgange von H. Stephanus gebraucht man oft
<j

auch in der Mitte zusammengesetzter Wörter, als: 7:po;'f£pcu, o'jjyevtjc, vgl. Litter. Analekt. I, S. 460 ff., doch ist dies insofern eigentlich falsch, als das Zeichen c seine Gestalt nur dem Absetzen beim Wortschluss verdankt. Anmerk. 2. Die nur allzu fest eingebürgerten Namen Epsilon und Ypsilon
das

Wolf,

kommen,
Gesch.
d.

wie

Schmidt
S.

(Zeitschr.
ff.)

f.

Gymn. -W.

,

1851,

43-3

ff.,

Beiträge

z.

nachgewiesen hat, aus einem reinen Missverständnis. Byzantinische Grammatiker, wenn sie Regeln über die mit ai oder e, ot oder u
64

Gramm.,

dazumal unter sich gleichlautend waren) zu schreibenden to TraTSs; xaxa x-f^v -apctX-rjoujav otä xt]? z. B. zu sagen: xo 0£ rreoat oia xoü e 6iXoü, d. i. mit einem blossen e, at otcp&oYYO'j (Ypctcpsxai) ohne damit im Geringsten dem Buchstaben einen vermehrten Namen geben zu wollen. Als Namen der Buchstaben finden sich s <h. und o 'b. nur bei dem Gram(welche Schreibungen

Wörter geben, pflegen

,

matiker hinter
[jitxpov

und

ü> [i-ifa

dem Etymolog. Gudianum und bei Chrysoloras. Die Bezeichnungen sind eher als Namen zu fassen, doch erst als byzantinische,

man kann das bekannte , harte und weiche T (D)" damit zusammenstellen. Will man die alten Bezeichnungen et und o'j, über deren Entstehung wir unten (S. 44) handeln, als missverständlich nicht
aus der Zeit des Gleichlauts der beiden Zeichen;
zulassen,

so

ist

doch durch

die

Namen

e,

o (u, (u),

d.

i.

e,

Ö

(ü, ö)

allem Miss-

verständnis vorgebeugt.

§

2.

Kurze Geschichte des griechischen Alphabets und der alten Schreibweise.')

bestätigt,

Das Alphabet ist nach der Aussage der Alten, die sich überall den Griechen von den Phöniciern zugebracht worden; die Sage knüpft die Einführung an den Einwanderer Kadmos an (Herod. Bei den loniern hiessen darum auch die Buchslaben ^otvtxYiia 5, 58). (Her. das., Ephoros in Bk. Anecd. 782, Inschrift von Teos G. I. Gr. 3044 o; av cpoivi/Tfiia £xx6'!;£t, d. i. 7päpi|i,7.Ta). Und zwar sind von Anfang an sämtliche 22 phönikische Buchstaben von den Griechen übernommen worden, unter leichter Umwandlung der Namen: Aleph Alpha, Beth Gamma (Gemma, s. oben S. 39, 3), Beta, Gimel Daleth Delta, He =: Ei, Vau Fau (Bau, Digamma), Sain Zeta, Cheth Eta (Heta, oben S. 40, 1), Teth Theta, Jod Jota, Kaph My (Mo, oben S. 40, 3) Kappa, Lamed La(m)bda, Mem Nun Sigma (vgl. unten 3; der Name wenigstens Ny, Samech

= = = =
0^

=

=

=

=

=

=

= =

= =

besonders bei den Doriern übhcli,
"

s.

Herodot

1,

139:

Aiüpise;

ixh

aäv

xiKiojai,

Icuve;

aTif[jLa.

Pindar, Frg. 47 (ö7 A,

Bergk):

to oav x(ß5aXov.

Der Clialkedonier

Thrasymachos (Epigramm bei Athenaeus X, 454 F") buchstabiert seinen Namen im Hexameter i')f)xa püi aXcpa oäv u [xö äXcpa ^£i ou adv. Indes müssen auch Andere als Dorier so gesagt haben: Achaeus von Eretria, der für die attische Bühne dichtete, gebraucht oav beim Buchstabieren von Aioviioou, Athen. XI, 46G F. Schmidt a. a. O. 424, Btr. 57. Dass nicht oäv zu accentuieren enveist Thrasymachos' Vers; unklar ist die Sache bei ai-(ix'x, doch hat alf[ia mehr Gewähr i) Vgl. (Schmidt, 425, Btr. 58). das klassische Buch vim A. Kirch ho ff,

,

Studien

z.

Gesch.

d.

griechischen Alphabets, in

4.

Aull.,

Gütersloh 1887.

42
(lalier,

Kurze GeHchiclitf des griechischen Alphabets

etc.

§

2.

wiewohl

nicht, die

Form), Ain

= Ou,

Phe

M

(der

Resch
2.

=

Name

gr.

nicht

nachweisbar),

Koph
unten

=
3

= Pei,

Zade

griech.

Rho, Schin

=

San

(vergl.

Koppa (9, lat. und oben 40,
in

Q),
6),

Thav = Tau.
Aber
die phönicischen Ilauchzeichen

wurden

dem

griechischen

Alplmbcte zu Vokalzeichen, und damit die Konsonantenschrift des Semitischen zur Lautschrift, was das hohe Verdienst der Griechen
bleibt.

He für e, Cheth für Eta (d. h. die anderen Stämme dies Zeichen als Hauchlonier Asiens, Avährend die /.(Mchcn beibehielten, in welcher Geltung es auch die Lateiner bekamen
Man nahm Aleph
für a,

und bewahrten), Jod für i, Ain für o. :;. Von den Konsonantenzeichen der Phönicier waren indes auch S-Laute giebt es so noch manche nicht ohne weiteres verwendbar.

im Semitischen

vier: das weiche s (Sajin), das gewöhnliche scharfe (Samech), ein emphatisch gesprochenes scharfes (Zade) und den dicken Das Sajin nun ist im Zischlaut, den wir seh schreiben (Schin).

allgemeinen
Zischlaut

in seiner Geltung geblieben, wenn auch der weiche im griechischen mit d versetzt war; der Name Zeta Samech hat bei den asiatischen scheint nach Eta Theta umgewandelt. loniern seinen Namen an den vorletzten phönicischen Buchstaben

abgegeben, seinen Platz und seine

Gestalt

aber bewahrt,
;u

mit
csi

dem
(nach

neuen Werte
TTii

als ks,

und dem neuen Namen

(nach

vO)

oder

gebildet).

Die anderen Griechen haben meistens auch das Zeichen

nicht angewandt, ehe sie das ionische Alphabet

annahmen. Für den

scharfen S-Laut aber finden wir bei den verschiedenen

Stämmen zwei
:

Zeichen verwendet, nicht nebeneinander, sondern eins oder das andere 1 {^) und M, von denen jenes auf Schin (gr. San), dieses auf Zade

zurückzugehen scheint; ersteres
ferner Teth

ist

schliesslich das allgemeine

geworden.
für

— Emphatische, im Griechischen fehlende Laute waren im Phönikischen
und Koph
(t
;

die Griechen

haben das Zeichen Teth

den

aspirierten Laut

+

h) verwendet, das

Koph aber

lange Zeit neben

Lautes, wie es scheint, und mit der Massgabe gebraucht, dass sie vor o (und u u) dem Namen entsprechend Koppa, im übrigen aber Kappa schrieben. Die Römer, welche ausserdem auch dem dritten Zeichen des Alphabets den Wert der gutturalen Tenuis gegeben hatten, Messen dies, das C, das allgemeine Zeichen

Kaph ohne Unterschied des

sein,

während

sie

das

Ka

=

Kappa vor

a,

das

Ku

=

Koppa vor u

(mit folgendem Vokale) gebrauchten. Zeichen wurden übrigens von den Griechen in den Alphabeten fortgeführt, und konnten als imar^iia (Abzeichen, Kennzeichen, notae)

Die ausser Kurs gesetzten

noch weitere Verwendung finden. sowohl Koppa (im Werte von 90)

Insbesondere
als

als

Zahlzeichen

ist

auch San

(für

900) geblieben.

§

3.

Kurze Geschichte des griechischen Alphabets

etc.

43
"?)

letzteres

mit

dem vermehrten Namen

oavTiT,

der aus der Gestalt

mit ihrer scheinbaren Vereinigung von
4.

In

dieser

G (a) und fl hergeleitet ist. Anpassung der phönicischen Zeichen ist zugleich
fest

auch die Richtung schon

bestimmt, in welcher das Alphabet auf

griechischem Boden vervollständigt wurde.

Zunächst musste für den

fünften Vokal o (u oder ü) ein Zeichen gebildet werden, welches man.

wie es scheint, aus einer Nebenform des Vau gewann und hinten an den Schluss des Alphabets hängte. Kein griechisches Alphabet ist

ohne dieses Zeichen, während
ist.

es allerdings Alphabete giebt (auf

den

Inseln Kreta, Thera, Melos), in denen dies das einzig nichtphönicische

In

diesen

Alphabeten

werden

die

gutturale

und

die

labiale

Aspirata entweder durch

Tenuis mitausgedrückt (Kreta), oder Zusammensetzung mit dem Hauchzeichen KB, P B (Thera, durch
die

Melos), gemäss der Aussprache

und analog der späteren Schreibweise

der

den meisten Orten indes zog das Vorhandensein eines Zeichens für die dentale Aspirata frühzeitig die
sich,

Römer

GH, PH.

An

Erfindung von solchen für die beiden andern nach
dass für

so zwar,

verwandt wurde, für ch aber teils X, nämlich bei den asiatischen loniern, den Athenern, Korinthiern, Argivern u. a., teils V, unter Verwendung des Zeichens X für ^, nämlich auf Euböa, in Nord- und Mittelgriechenland ausser Attika, im grössten Teil des Peloponnes, endlich in den meisten westlichen Kolonien, durch welche, nämlich durch die chalkidischen Kumäer, auch die Römer das X im Werte von x erhielten. Die neuen Zeichen <!) X bezw. X (ks) (I) (ch) wurden wieder an den Schluss des Alphabets gehängt. Endlich hat, namentlich bei den loniern Asiens, das Vorhandensein eines Zeichens für den Doppellaut ks auch ein solches für den Doppellaut ps hervorgerufen, bei den loniern in der Form, die bei den westlichen Griechen das ch bedeutete (^F), und die Verwendung des Hauchzeichens für das offene e (mit welchem, nach dem dialektischen Verluste des Hauches, der Name nun anfing) die Erfindung einer Doppelbezeichnung auch für den Vokal o, der gleichfalls offen und
<!)

ph allgemein

Y

geschlossen in merklicher Verschiedenheit existierte.

Die lonier Asiens

haben dazu den Kreis des

unten geöffnet

und

die Linie

nach beiden

entsprach dem H für den geschlossenen und drückte den offenen Laut aus, während blieb. Mit W und 12 ist das Alphabet abgeschlossen worden, und zwar, bei den loniern, noch im 7. Jahrhundert v. Ghr. 5. Das ionische Alphabet (tot 'Imvixa 7po(ix[j.aTO() nun ist schliesslich, unter Verdrängung der übrigen lokalen und nationalen Alphabete,
Seiten auseinandergebogen; das neue Zeichen, ß,

das

allgemein

griechische

geworden.
(nach

Es

umfasst

nämlich

19

phönicische

Ausscheidung von Vau,

24 Buchstaben, Zade und

\./[.

Kurze Geschichte des griechischen Alpliabels

elc.

§ 2.

welche den auch nach Annahme des ionischen Alfihabets das Zeichen T bei, hatten also 25 Buchstaben, wie die Uöoter, oder, indem sie das halbierte Hauchzeichen H sogar 26, wie die Tarentiner und t'ür den llaucli eiiif^eluhrt hatten,
K()|»|.a)

und lünr neue: V

<I»

\ T

ii.

Die

Stämme

indes,

Laut des

Digamma

nicht verloren

hatten,

behielten

lierakleoten
(xä

in

Italien.

In

Athen wurde das einheimische Alphabet
J.

'ATTr/v

7p7;i|xotT7.)

durch den Staatsmann Archinos im

403/2,

unter

dem

Archon Eukleides,
es
(h)
()

geschallt;
(s,
r,)

auch für den offiziellen Gebrauch abBuchstaben bestanden: A B hatte aus 20 (7) A K

A

(ch), und waren durch X!l <1>2l" umschrieben worden. 6. Die Zeichen 11 (in der neuen Geltung) und i> haben im allgemeinen nur lange Laute ausgedrückt, indem das offene e (= französ. (französ. o in alors) im Griechischen nur als e, e) und das offene Längen vorkamen. Hingegen waren geschlossenes e (französ. e) und o (französ. dos, anneau) sowohl kurz als lang vorhanden, und darum bei loniern und Attikern, auch nachdem diese das haben E und ionische Alphabet angenommen hatten, kurze und lange Laute bezeichnet. Die langen Laute dienten auch als Namen der betreffenden Buchstaben. Das lange e indes hatte sehr frühzeitig einen Beiklang von i, und entsprechend das lange geschlossene o einen solchen von u darum kommen schon in sehr alter Zeit in lonien, Athen, namentlich auch in Korinth und dessen Kolonien für dies e 6 die diphthongischen Schreibungen EI, Ol' vor, die im Laufe des 4. Jahrh. v. Chr. in Athen und anderwärts die allgemein angewandten geworden sind und das E auf die Bezeichnung des kurzen e, o beschränkt haben.') Somit waren auch die Buchstabennamen nunmehr st, ou, und es ist der quantitative Unterschied von E und H, und il bereits für die alexandrinischen Grammatiker^) der einzige, während ursprünglich der

I

H

I

K

l'

(a)

M

N

(0,

o))

n P

1'

T

(D

X

die

Doppelbuchstaben

$

'l>

;

war, der die Verschiedenheit der Bediphthongische Schreibung EI, OV verwischt den Unterschied von echt diphthongischem El und e 4gedehntem e, von echt diphthongischem UT u und gedehntem -f0; die älteren Inschriften geben diese Scheidung im allgemeinen wieder, und natürlich muss damals, im 5. Jahrhundert, noch ein lautlicher Unterschied von £ -fei, ou und e^ 1, o" =^ ö bestanden
qualitative
es

ausschliesslich

zeichnung hervorrief.

Die

=

=

i

t

+

«^

=

haben, der nachher verschwand.
Ursprünglichen Diphthong
1)

Schliesslich sind,
si

wie wir im folgenden
(altatt.

Paragraph sehen werden, beide
st

zu
z.

i,

beide 00 zu ü geworden.
äeitto)

haben

B.

l^EinO), s/si
d.

Vgl.

den

trefflichen

Aufsatz von A.
ff.

Dietrich, Zum Vokalismus
Aristot. Poet.
c.
i.

gr.
ff.

Spr.,

Kuhns

Ztschr. XIV, S. 48
i.

2)

S.

auch
d.

21, p. 1458 a, 11
i.

(xi äei [j.axpa, d.

t)

(u,

ri

l7rEx-Eiv6[j.£va,

a

t

u,

-a.

^payioi, d.

e

0).

§

2.

Kurze Geschichte des griechischen Alphabets

etc.

45

(EXEl),

7rpuT7.v£'>a

kein echter Diphthong-, sondern
££

(PPTTAXEIA); zahlreicher aber sind die Fälle, wo Dehnung des s, oder Kontraktion aus
(EnE:i:TATE),
Py^ziUrny

vorliegt:

iTTcOTaxsi

(0(I)El'ETO),

aß/.a^sT;

(ABl ABEI), slpTaatai (EPAA2TA1) KXeqivTp (K^EAENES), ImÖEtva-. (EI1I0ENAI), systv (EXEN). Vollends überwiegen die entsprechenden für den echten Diphthongen ou sind anzuführen 3) oO Fälle bei ou
:

;

OV,

ouTo;

OTTO- und
vgl. oTTs^o«),
,

darnach
axoXouUo?
(ßouxTj?)

xoiouxo;

u. s. w.,

otcoooy;

S-oooiac
ferner
?oui)oc,

inOTAlAS
xpo'jo)

AKOl^OTOO!^
BouxctoTj;,

vgl.

xeXsuflo;,
2Üouviov,
ist

npoxpouaxr^;

ßou?

ooa/>o;,

oxpouÖG?, apoupa, Ooupo? Ooupioi, ßpouxo?.

Natürlich aber

durchaus

über die Art des ou zweifelhaft sein kann, ein inschriftliches Zeugnis vorhanden, und bei OPOTPO^i OP0P02, was beides vorkommt (aus -po/opaw) ist schwer zu sagen,
nicht für alle Wörter, bei

denen

man

was das Richtige
7.

sei.

Die Griechen schrieben ursprünglich, wie die Morgenländer,
Inschriften mit

von der Rechten zur Linken; nur wenige mehrzellige
dieser

Schreibweise sind uns übrig geblieben;
(ßouoxpocpTjOov,

darauf nach Art der
6),

ackernden Stiere
Zeile

Pausan. V, 17,

so dass die erste

von der Rechten zur Linken, die zweite von der Linken zur Rechten geht u. s. w., oder auch, doch seltener, so, dass der Anfang von der Linken nach der Rechten, die nächste Fortführung von dieser zu
Diese Schreibart,
die
sich

jener u. s.w. geschieht.

auf zahlreichen

Inschriften findet, herrschte allgemein bis ins 6. Jahrb.,

und war

z.

B. auf

den

a^ovs;

und

xopßet; des

Solon angewandt.

Doch kommt

die rechts-

läufige Schrift

schon auf den Söldnerinschriften von Abu-Simbel (Ende 7. Jahrh.) vor, und zu Herodots (Herodot 2, 36) Zeit schrieb man schon nur nach der Rechten, ausser etwa auf Kreta, dessen Schrift lange Bei der Schrift von rechts nach links hatten die Buchstabil blieb.
staben die Richtung nach
links,

bei der aber

von
als:
u. s.

links
~l

nahmen sie die entgegengesetzte Richtung an, u. /^ (My), H u. P (Pei) >1 u. K (Kappa),

u. ["

nach rechts (Gamma),

^

w.

Beide Schreib-

arten finden sich auf den ßouaxpocpTjOov geschriebenen Inschriften.
8.

Kapital-

Die alten Griechen bedienten sich ursprünglich der sogenannten oder Unzial-(Majuskel-)Schrift d. i. unserer grossen Buch,

welche Schrift sich auf den Inschriften und Münzen und bis zum achten Jahrhunderte n. Chr. in den Handschriften findet. Neben
staben,
dieser

kam

frühzeitig

für

den Privatgebrauch eine Kursivschrift
entwickelte:
seit

auf,

die sich zu freieren
schrift

Formen
die

aus dieser

ist

die Minuskelin

hervorgegangen,

dem

9.

Jahrh. n. Chr. auch

den

Handschriften der Schriftsteller herrschend wird.

Die alte Majuskel

1)

Meisterhans Gramm,

d. att. Inseln'., S. 49^.

4(1

Von
aber damit
in
iiiclit

(l(!r

Aussprache der Buchstaben.

§

3.

^'iny

unter,

und aus ihrem Gebrauche zu
die kleinen

Initialen

und
in

Überschriften

hat sich unser gegenwärtiger Schreibgebrauch,

wek'ht'iii

die grossen

und

Buchstaben ihre

Stelle finden,

entwickelt.
t}

3.

Von

der Aussprache der Buchstaben.')

1.

Die Aussprache der Buchstaben einer toten
ist

Sprache genau

x.u

bestimmen

sehr schwierig, ja grossenteils ganz unmöglich, da

selbst bei einer

lebenden Sprache eine durchaus richtige Aussprache
des
sie

nur aus
griechen;

dem Munde

redenden Volkes erlernt werden kann.

Allerdings lebt die griechische Sprache noch in

dem Munde

der Neuder

aber sowie in jeder Sprache sich im Laufe der Zeiten die
ändert,
so
ist

Aussprache

dies

gewiss in so langer Zeit

in

griechischen eingetreten, während die Orthographie infolge des durch das Mittelalter und ebenso noch zu unserer Zeit ungebrochen herrschenden Klassicismus sich nicht entsprechend ändern konnte. Schon

hiernach darf
die

man

mit vollem Rechte schliessen, dass die Neugriechen

Aussprache der Altgriechen nicht rein und unverdorben bewahrt
2.

haben.

Gegen Ende des XIV. und im XV. Jahrh.

n.

Chr.

wurde

durch Übersiedelung vieler griechischen Gelehrten nach Italien die
Kenntnis der griechischen Sprache und Litteratur und mit ihr zugleich

auch die damals

in

Griechenland herrschende Aussprache der BuchIn

staben in dieses Land verpflanzt und von hier aus über die übrigen

Länder Europas

verbreitet.

Deutschland wurde die griechische
(geb. 1455, gest. 1522) gelehrt, wes-

Sprache, natürlich mit neugriechischer Aussprache, namentlich von

dem berühmten
1)

Joh.

Reuchlin

unserem Jahi'hundert (abgesehen von den Grarnmatilien des sonis litterarum Graecarum, Lips. 1824: K. F. S. Liskovius, tiber d. Aussprache des Griecliisclien, Leipz. 1825; S. N. J. Bloch, Revision der Lehre von der Aussprache des Altgriechischen, Altona u. Leipz. 1826, dazu Nachträge in Seebode's Archiv 1827 u. 1829; „Zweite Beleuchtung der Matthiäschen Kritik, die Aussprache des Altgriechischen betreffend", Altona 18.32; R. J. F. Henri eil sen, über die neugriechische Aussprache der hellenischen Sprache, aus dem Dänischen übersetzt von P. Friedrichsen, Parchim und Ludwigslust 1839. Bloch vertheidigt die neugr. Aussprache als die ächtgriech., wird aber von Henrichsen gründlich widerlegt. G. Gurtius, über die Ausspr. der griech.
Litteratur aus
:

Griecliischen)

G.

Seyfarth, de

Vokale
die

u.

Diphthonge, Zeitschr.
s.

terungen zu

Schulgrammatik,

neugr. Aussprache trat

Gymn. 1852, S. 1 ff. ders. in den ErläuGurtius' Studien I, 2, 277 ff. Für dann wieder ein: Ellissen, Verhandl. d. XIIL Vers,
f.

österr.

;

S. 16flf., u. in

deutscher Philologen, Göttingen 1853, S. 106

ff.

;

eine gemischte Aussprache befürff.

wortete
d.

Bursian,

Verb.

d.

XX.

Vers., Lpz. 1863, S. 183

S. ferner

Rangabe,
K.

Ausspr.

d. Griech.,

2. Aufl.,

Lpz. 1882, der als Grieche seine Aussprache vertritt;
in 3. Aufl. Berlin 1888;

Blass, Über
d.

die Ausspr. des Griechischen,
Gr.,

Zacher,

Ausspr.

d.

Lpz. 1888.

§

3.

Von
diese

der Aussprache der Buchstaben.

47
genannt
wird.
eu,
ja,

halb

Aussprache
r,,

auch
u,
si,

die
oi

Reuchlinische
-jt

Nach derselben wird
(uu

wie i, ai wie ä, au, und vor einem Vokale und vor den Konsonanten ß, y, o, C, h

t/j
v,

p

Avie

aw, ew, iw, ow, vor
kj

7:,

x,

-,

'^,

y,

<H,

£,

»];,

;

wie

af,

ef,
i

if,

of,

OD

wie u gesprochen.
(tj,

Von den Konsonanten

lautet x vor e,

palatal,

wie
g
Avie

dialektisch
cp

(gj)

b, d;

wie
;

f,

auch tsch), ausserdem x,.ir, t nach Nasal wie y wie ch in ach, jedoch vor (nicht nach) e,

i

ch in „ich"

&

hat den scharfen englischen Laut wie in think,

den gelinden wie in this; b ist v, g der gelinde Laut zu y, gleich j. ^ hat den scharfen, C den gelinden S-Laut. Erasmus von Rotterdam (geb. 1467, gest. 1536) war einer der Ersten, die die Richtigkeit dieser Aussprache bezweifelten. Erasmus trug seine Bedenken in einem scherzhaften Zwiegespräche (Dialogus
dazu
also vor e,
i

de recta Latini Graecique sermonis pronuntiatione,

Basileae

1528)

zwischen einem

Löwen und einem Bären vor und

stellte eine

andere

Aussprache dagegen auf, deren er selbst sich nicht bedient haben soll; gleichwohl geht aus der Art und Weise, wie er seine Ansichten
vorträgt, deutlich hervor, dass er nicht einen blossen Scherz getrieben, sondern die Sache ernstlich gemeint hat. Nach der Erasmischen Aussprache lautet r^ zwischen a u. e, d. i. wie ein offenes e, u wie franz.
u,

m

wie

ai in
i,

Kaiser, au wie au,
lat.

st

wie das Holländische
i.

ei,

d. h.

wie e mit

zu

wie das

eu in euge,
-ji,

d.

wie e

-|- u, ot

wie das

altfranz.
in oudt,

oi in foi, loi, toi, d. h.

wie
Gold),

'i^

wie das holländische ou
mit
u.

kout,

gout

(alt,

kalt,

d. h.

wie

Diese Aussprache

fand als die wissenschaftlich und
viele

rationell

besser begründete bald

Anhänger und verdrängte
jedoch
ist

zuletzt überall die neugriechische

oder

Reuchlinische;

sie

mit

der

Zeit

in

den

verschiedenen

Ländern mehr oder weniger ausgeartet, indem man der Bequemlichkeit und den Gewohnheiten der eigenen Sprache folgte. So wird jetzt in Deutschland st wie unser ei, d. i. wie ai und gleich ai, zu
wie unser eu und gleich
oi,

00 wie u gesprochen.

Insofern in der neu-

griechischen oder Reuchlinischen Aussprache der I-Laut vorherrscht, und

insbesondere das häufige und wichtige Eta diesen Laut hat, wird

sie

auch

Itacismus,
2.

die entgegengesetzte

Aussprache
ist

Etacismus

genannt.

Die neugriechische Aussprache

etwas innerhalb der griechi-

schen Sprache Gewordenes, nicht etwa, wie

man wohl gemeint hat, eine von aussen hineingekommene Barbarei; es lässt sich auch zeigen, wie die Tendenz, durch die tj zu wurde, schon von Urzeiten her vorhanden war und das ionische t, für a hervorrief. Denn dieselbe Bewegung zu einem helleren Laute hin lässt e aus a werden und aus e. •)
i i

1)

S. A.

Dietrich, der Itacismus
fT.

in d. altgr. Spr.,

N. Jahrb.

f.

Philol.

105

(1872), S.

11

4.S

Von der Aussprache
(JlaiihL-ii

iJer

Buchstaben.

§

3.

Abel- (lern

der Neugriechen und ihrer Anhänger,

dass das

gegenwärtige Stadium dieser Bewegung bereits im frühen Altertum Wenn t,, ciivicht gewesen sei, stehen gewichtige Gründe entgegen.
u,
31,

ot

und

ui

wirlclich alle

wie

i

gelautet hätten, so lässt sich kein
die

vernünftiger
vieler

Grund einsehen, weshalb
bedient
hätten.

alten

Griechen

sich

so
eine

Zeichen

Keine
zeigt

andere

Sprache

bietet

analoge Erscheinung.
dass
Einzellaute
die

Wohl aber

uns die Geschichte der Sprachen,
der Zeiten
st,

ursprüngliche Diphthonge

im Laufe
7.1,

allmählich
au,
su,
t/j,

in
a>u,

übergehen.

Die Diphthonge

01,

01,

doch von den alten Nationalgrammatikern

als

Diphthonge an-

erkannt werden, hören auf Diphthonge zu sein; denn auch Lautverbindungen wie aw, ew, ow, af, ef, of, verdienen sie wohl den

Namen von Diphthongen? Der

Gleichlaut von

Tj,

i,

u,

et,

01,

ui

und

die

Aussprache von au, eu, t,u, mu wie aw, ew, iw, ow oder wie af, ef, of erzeugt einen Übellaut, der mit dem gerühmten Wohllaute if,
der griechischen Sprache in offenbarem Widerstreite steht.
z.

So lauten
i

B. die

Worte:
i

HsiUot' av,

st ttsiöoi'- otTrstBotVj? o'ioto?

(Aesch. Ag. 1049),

pithi' an,
xinii.

pithi',
eiTzi

apithiis d' isos.
[j.T|

El' ixoi ;uv3it,

(Soph.
si

Ih

[xot

}jl-^xo?

(Soph. Ant. 446)

d'

ipe

OR. 863) mi mi mi mikos,
pepawnte,

eu/Tj

wie efchi, ßsßouXsuvxai veviilewnte,

ri-ctuvTat

wie

IxsXeuaÖTjV

nawn.

wie ekelefsthin, Ypau? wie grafs, vau; wie nafs, vauv wie Hätten au und eu wie aw und ew gelautet, so würden die
otou
(a|3),

Griechen das Lat. av und ev nicht durch

soo t,ou

(sJB

r^'^),

sondern durch ou und
ÜLso'jTjpo?

so

ausgedrückt haben,

als

:

''Aoiievxtvo?

Aventinus,

BoiToto'jot, Batavi, sowie auch die nach der 2. Deklination abgewandelt Verbindungen von Lauten wie hätten: Orphei, Orpheo, Orpheum. fs, wn widerstreiten durchaus den Lautgesetzen der griechischen Sprache, ebenso wenn Zsu wie Sew gesprochen wird; denn ein w

Severus, T,ouoxaxoi, evocati,

Römer

nicht Orpheus, Peleus

als

Auslaut eines Wortes war dem griechischen Ohre unerträglich. Auch mit der Prosodie verträgt sich diese Aussprache in unzähligen
Fällen nicht, als: apaot os
01 "/puato

ts xat ap^uptu so r,axTjtai

II.

x,

438

(ew);

ebenso bei ao vor einem Vokale:

aw.
sie ja

Auch

die

Lateiner

unterscheiden prosodisch sehr streng zwischen
(- - -),

avus und Euander u und v nicht auseinander. Viele Erscheinungen des Wandels der Vokale und Diphthonge in der Flexion, in der Ableitung und in den Mundarten lassen sich nach dieser Aussprache nicht erklären. Wie konnte aus rsi/sa tsi/t,
levis,

Agaue

{-' -

-); in

der Schrift hielten

(tichi),

aus

oiap-a

cpr^ji-Tj

(fimi)

entstehen? wie würden sich die

Formen
s.

otFüoo? (Boot.), TCO(ö

TroTjTYj?

(auch attisch ganz gewöhnlich) u.
s.

w. zu

aoi5o? (aidos),

ttoico (pio), Tcotr^TT^? (piitis) u.

w. verhalten

?

Die Zeichen

des Spiritus asper und lenis werden von den Neugriechen zwar noch

§

3.

Von
aber

der Aussprache der Buchstaben.

49

geschrieben,
teilung

jener

nicht

mehr gesprochen.

Auch

die

Ver-

von Längen und Kürzen hat bei ihnen einen anderen Charakter angenommen, der von der altgriechischen in hohem Grade abweicht und mehr mit der unserer Sprache übereinstimmt; nämlich der betonte Vokal wird im allgemeinen gedehnt, der unbetonte stets verkürzt, während im Alt griechischen wohl die Betonung einigermassen von der Quantität, aber durchaus nicht diese von jener abhängt. So bilden nach neugriechischer Aussprache ;£vou; (xenüs), opa (örä) Trochäen; -fsvoi-o (jenitö), TrpooojTrov (prbsöpo[n], mit scharfem s; das affektierten Aussprache stumm), avOptu-o; äöröpös V in der nicht (das i> wie engl, th, v vor i^ in der nicht affektierten Aussprache stumm) Insbesondere ist zwischen o und (o schlechterdings bilden Daktylen. kein Unterschied, weder der Qualität noch der Quantität: betontes o
wird gedehnt, unbetontes w wird verkürzt. 4. Nach diesen allgemeinen Bemerkungen wollen wir zu den einzelnen Buchstaben übergehen und versuchen, wie sich die Aussprache derselben wenigstens annäherungsweise ermitteln
züglich des
lasse.

Be-

Verwendung dieses erfolgte, um offenes (t,) und geschlossenes Hauchzeichens als Vokal wurde, ist (s) e zu scheiden; von Haus aus war es e, und ehe es Nun wird r, noch von griechischen und lateinischen es e gewesen.

H haben wir oben

gesehen, dass die

i

Schriftstellern
hingestellt

des

2.,

3.,

4.
s

Jahrhunderts
als

n.

Chr.
t„
*)

als

Länge des

s

und umgekehrt

Kürze des

so

dass zwar der

specielle qualitative Unterschied

verschwunden scheint, die allgemeine noch feststeht. Sodann ist für die ältere Zeit, und zwar für die Aussprache als e, das ein ganz unbezwinglicher Beweis, dass die Attiker (so die Komiker Kratinus und Aristophanes) den Naturlaut der Schafe durch ßr, ß^ wiedergeben -) niemals haben die Schafe vi vi geblökt. So sagen auch die alten Griechen von den Ziegen machen also einen Unterschied [i.r,xaat}c(t, von den Rindern [jLuxaai}at, zwischen e und ü, während neugriechisch beides in mikasthe zusammenfliesst. Wenn ferner Piaton (Cratyl. 418 B. C.) angibt, dass und z statt t; gebraucht sei, so in iiaipoc, im Altattischen vielfach
Qualität aber als e durchaus
:

t

£|jL£pa

statt rjixspi, so ist klar
setzt,

nur das Eine, dass er einen Unterschied
er
y,fjL£pa

der Aussprache

indem
mathem.
ff.:

als die

grandiosere bezeichnet;

*)

Sext. Einpir. adv.
T]

p. (i'iiöBk:

oyjxaXev
o,
e
<u).

txev

xo

e

y^"'^"'*^

"))

s^ttctiSsv

0^ To £ 7(v£Tctt

(es

Iblgt

Entsprechendes über
litteram


Ars

Terentian. Maur.

(Ende

des

3.

Jahrh.
et
(o

n.

Chr.) V. 450

namque
(i.

videnius esse ad r^ra proxmiam,

sicut

videntur esse vicinae
ferner

sibi;

teinporuin
Jahrh.)

niomenta distant, non soni

nativitas.

S.

Marius

Victorinus

gramm.

p.

39 Keil,

-) Kratinos Ausonius p. 202 ed. Bip., Martianus Capeila 111, § 23.i u. s. w. 43 Kock: ö OYj>.(i)io; uisirep rrpoßoTov I^tj ßy, Xe^udv ßoioü^et. Aristoph. fr^. 642 K. frj;-.

K (ihn eis

ausfuhr!. Griech.

Grammatik.

I.

T.

4

;,()

Von
iibiif^eii
/jfisoot

der Aussprache der Buchstaben.

§

3.

im

aber sieht das, was Piaton um seiner Etymologien willen liier und anderwärts vom Attischen aussagt, von (ijLct'p")

dem, was uns Denkmäler und Sprachwissenschaft lehren, in Wideislroit, dass wir es ruhig gleich den Etymologien selbst als gesprochen Scherz und Spiel nehmen dürfen. Wenn das t, wie wie r^ mit zugeschriebenem worden wäre, so sieht man nicht ein,
dorarli^,'

mil

i

t

((,)

entstanden
Tifxaw

sei,

wie ea

in

T^

zusammengezogen
-/;,

(Tsi/sa

=

"^yr,},

wie von
in

-ziixr^ow,

von

cpiXs«« cti/.Y)aoj

gebildet werden, wie

s

und a

der Augmentation
cprjfxT,)

des Verbs in

das alte ä in
i

Tj

übergehen

(cpafiä

konnte,

Endlich

entspricht
s.

(Grates, Delus u.
als
p-Tj-'i

aus 7. hervorgeht. da im Griechischen nie im Lateinischen dem tj in unzähligen Wörtern e w.), und umgekehrt dem lateinischen e griech. t„

(Dat. regi) Plut. Qu.

Rom.

G3, xo(pT,p£ (carere) Flut.

Rom.
tj

21,
i

aaTrtr,v?

(sapiens), 'P-^voc
dialektisch
es

(Rhenus). i)

Die Aussprache des

wie

findet sich

schon

in vorchristlicher Zeit bei

den Böotern,

geworden war; in der Gemeinsprache si Spuren des Itacismus im 2. Jahrh. n. Chr., doch kann er auch im 4. noch nicht herrschend gewesen sein. stets Vokal, nie Kon5. Nach der Lehre der Grammatiker ist Allerdings sonant, und daher stets wie i, nie wie j auszusprechen. hat die griechische Sprache, wie wir weiter unten sehen werden, die (e) grösste Abneigung gegen den Jod-Laut allein in dem Falle, wo
bei

denen

zunächst zu
ersten

zeigen sich

die

t

;

i

mit folgendem Vokale mittelst
ist,

der Synizese einsilbig auszusprechen

ergibt

sich

notwendig

eine
7.1

dem Jod

ähnliche Aussprache.^)

si ot vor Vokal verkürzt werden, oder Auch wenn die Diphthongen misswenn, was auf Inschriften häufig, dem s (et, 0) vor Vokal ein
i

bräuchlich zugesetzt wird
halbvokalisches
t

(svvsi'a),

ist

für die Aussprache ein schwaches
lat.
j

anzunehmen.

Das

drücken die Griechen
sei,

durch
6.

i

aus, als: 'louXtoc.

Dass

'j

nicht wie

i

ausgesprochen worden
c.

geht deutlich

aus Dionys. Hai. de compos. verb.
vor,

14 p. 164 Schaf. (77 R.) her-

würden die Lippen stark zusammengezogen, der Laut gepresst und dünn herausgestossen, bei geschehe der Luftstoss durch die Zähne, indem der Mund wenig geöffnet werde, und die Lippen nicht mitwirkten, um den Laut hell und kräftig zu machen
er lehrt,
bei u
i

wo

(xai oux

£7rtXa}i7rpuvovT(üv

x«Jv /ötXsouv xbv T|)jov).

Also lautete

u nicht

wie

i,

sondern wie

unser ü oder das

französische u.

Scholiast ad Aristoph.
'

AfjLivi'ot?.

Wäre
A.
i.

u

wie

i

Nub. 31 unterscheidet gesprochen worden, so würde
de linguae
2)
ff.

Auch der zwischen 'Afiuvtot; und
es
et

auch den
reliquiis
u. et

1)

Vgl.

Sickinger,
Br. 1883.

latinae

ap.
rat.

Plutarchum
gr. gr., p.

vestigiis, Freibg.

Hermann,

em.

33 sqq.

40

sq.;

G.

Meyer,

gr.

Gramm. 2, § 146

§

3.

Von
ui

der Aussprache der Buchstaben.

51
u in älterer Zeit

Diphthongen
durch

nicht geben.

Die

Römer
u

drückten

u, später, als

das zu wenig genau erscliien, durch das griechische

Zeichen y aus. Ursprünglich wurde und das deutsche u gesprochen, s. §
Quintil. XII. 10,

5, 3,

ohne Zweifel wie das lat. u erst später wie unser ü;

o und o die lieblichsten Laute der griechischen Der Übergang zu ist allgemeiner erst mitten in byzantinischer Zeit, nicht vor dem 9. u. 10. Jahrb., erfolgt; noch in Suidas' Lexikon (10. Jahrb.) werden Tj si einerseits und u oi andererseits in der Buchstabenfolge als verschiedene Laute behandelt, indem zusammen hinter C und vor U, oi und u für sich an den Platz Et Tj

27 nennt

Sprache.

(S.

Nr. 14.)

i

i

[

des letzteren gestellt sind.i)
7.

Von den Diphthongen besprechen wir zunächst das
die neugriechische

7.1,

bei

welchem

Aussprache wie ä von namhaften Gelehrten

unserer Zeit in Schutz

wegen
drücken

seiner
7.1

genommen und geübt worden ist, hauptsächlich Die Römer nämlich Beziehungen zum latein. ae.
als:

durch ae aus,
Indes
ai,

axaio? scaevus, Ootiopo?
cti,

Phaedrus, und

die Griechen das latein. ae

durch

als:
ist

Kar/iAtoc Caecilius, UpotivsoTivo'

Praenestini.

das römische ae

eine

Abschwächung des ur-

welches sich in der älteren Latinität in zahlreichen Ailius, Gnaivod (= Gnaevo), aidilis, inschriftlichen Belägen findet, als Man darf aber auch für ae quairatis, aiquom, Aimilius. 2) quaistor,
sprünglichen
:

Gründen annehmen, dass die Römer es nicht als einen Auch Einzellaut, sondern als Diphthongen ae gesprochen haben. 3) aus der lateinischen Verwandlung des griechischen m mit folgendem Vokale in äj, als: Ai'ctc Ajax, Mata Maja, lässt sich schliessen, dass
mit guten
die Griechen
7.1

wie

ai

sprachen.

Die Behauptung, die der Skeptiker

(um 200 n. Chr.) aus „gewissen Philosophen" anführt (adv. mathem. p. 625 Bk.), dass 71 öi o-j einfache, von Anfang bis zu Ende des Ertönens sich gleichbleibende Laute seien, kann natürlich unter allen Umständen nur für die Zeit des Autors und seiner Gewährsmänner beweisen, wird aber dadurch unverwendbar, dass es sich hier ausdrücklich um neue, im Alphabete noch nicht vorkommende Laute handelt, was ai ä (e) kaum und et schlechterdings
Sext. Empiricus
i

nicht
(3.

ist.

Unzweideutig

aber legt der Musiker Aristides Quintilianus

Jahrh. oder später)

dem

ai

die Geltung

eines gedehnten

s

bei,^)

1)

wertige

d. h. gleichai von e, ot von Den Byzantinern sind Et tj ävtlcToi/a von und in der Lehre von der Orthographie künsthch geschiedene Bezeichnungen.
t,
'j,

So
s.

in

den orthograph. xavöve; des Theognostos (Ende des
d.
2)

9.

u.

Afg. des 10. Jahrh.),

Egenolff,
21
ff.

orthograph. Stücke
s.

d.

byzant. Litteratur, Progr. Heidelberg 1S88,
Ausf.
ff.

S.
3)

K.

L.

Schneider,
S.

Gr.
4)

d.

lat.

Spr.

1,

1,

S.

50
p.

ff.

Seelmann,
Meibom);
s.

Ausspr.

d. Latein.,

222

Aristides -.

ijiouoixf,;,

56 Jahn

(93

Blass,

Ausspr.3, S. 67 n. 240«.

4*

7,1*

Vun

lier

Aussprache der Buchstaben.

S

'-i.

gleichwie enlsjjrecliend
als

luLeinische (jraininatiker
i.

der gleichen Zeit ae
e)

Dehnung des
Anecd.,
p.

Ö

(d.

des

offenen

kurzen

bezeichnen.
p.

Die
in

griechischen
Px'kkcri

Grammatiker dagegen (wie

Choerobo.skus
Göttl.,
p.

1214

Thrac.

.SÜ4 in

Thoodosius Gramm, p. H4 Bekkeri Anecd., Moschopulos
oToi/si'ot;
')

Schol.

Dionys.

24

sq. Titze) unter-

scheiden die
et,
Yi,

Diphthonge von den

und

lehren, dass
in

zwar

qj,

7.

oi'cpDoYYot

x<zxa l-ixpaxetav

seien, d. h. solche,

welchen

der Laut des einen Vokales so
gehört wird;
die
ctt

das Übergewicht hat, dass er allein
äi oi'^Ooyyo;
rj

aber nennen

sie

t)

sxcptuvoOaa to

dijohthongische

Natur deutlich hervorgeht.
on

i, woraus Ghoeroboskus stellt

den Diphthongen
äv£7.9U)vrjxov

ausdrücklich

dem

a

entgegen,

welches
als oi

i

auch für die alexandrinische und die nächstfolgende Zeit, wo diese grammatische Theorie sich bildete, nicht als Einzellaute (ä oder e und oe), sondern Wenn wir oi als Diphthong gelten als wirkliche Diphthonge ansehen. lassen, so müssen wir auch at als solchen ansehen; denn beide
habe.

Demnach müssen wir m sowohl

haben manche Erscheinungen mit einander gemein.
in der Flexion (mit

Beide werden

Ausnahme
in

des Optativs),

wenn ihnen
,

sonant

beigefügt
;

ist,

Beziehung
häufig
oioixcti

auf aus

die
at

betrachtet

beide
TTctt?,

entstehen
u.
oi?,

(Hom.)

u.

oi;

u.

ot'o»j,7.t

u.

kein KonBetonung als kurz und o'i als -atc im Dat. PI. s. w.
:

;

und im Optative stehen sich die äolischen Formen Trotiaa
}j.lvovx-t(x)
st.

«i; u.

ot?,

ai u.
st.

ot

gegenüber;
u.

ebenso
(aus
die

(aus

iravx-ia)

7:5.aa

fxivota«
liefert

[xsvouoa.

Einen
xaoxt,

sehr

starken

Beweis
c/.,

Krasis: aus xal eaxi wird

mit Bewahrung des
sein muss.

welches also
ist
jiot

auch

in x7t

erhalten

gewesen
xujixo[xat,
st. rj,
Tj

Entsprechend
statt
ott t^

soxt
st.

jjLotjoxt.

Dass aber in der böotischen Mundart
x67T:xo[i,T|

(äsyojjlsvt,

AcYOfjLSvcd,

st.

0£tj3YjO;

st.

©Tjßaro? u.

s.

w.)

und

in der

äolischen
7i'[xiaD;
st.

zuweilen

(i}v7.iox(o,

fit|j.vat'ox(o,

txa/ai'xac st. iiayr^Tr^;,

7i[xt3u;)

gebraucht wurde, beweist bei richtiger Betrachtung

nicht die Gleichheit der Aussprache
die

von

r,

und

ai,

sondern vielmehr
7i

Verschiedenheit.
sie in

Übrigens müssen die Griechen
als

und

oi

da,

wo

Beziehung auf die Betonung
flüchtiger
vgl.

kürzer

und

kurz behandelt wurden, ausgesprochen haben als da, wo sie als lang
ßotiXsuaat,

angesehen wurden;
oi'xot,

ßouXsuaat, ßouX£'j-;7t,

or/.ot,

Häuser,

zu Hause.

In diesen Verbalendungen mit
in

Ausnahme
at,

des Optativs

muss auch schon
gar nicht von
e

alexandrinischer Zeit das
s

Verwechselungen mit

nach den häufigen auf Papyrus zu schliessen, sich wenig oder

unterschieden haben.

Aber weiter
in

als

auf diesen
Beispiel,

Fall erstrecken sich diese

Verwechselungen nicht
95

einem

4)

Henrichsen

a.

a.

0., S.

ff.

§

3.

Von
xoti,

der Aussprache der Buchstaben.

53

SO dass für
tiir

r,aspoti

u.

s.

f.

die

diphthongische Aussprache auch
ist.

diese Zeit eben hieraus unzweifelhaft
8.

Auf den Diphthongen
sich,

a.i

lassen wir

den Diphthongen

01

folgen,

weil

sie

wie wir
Die
foederati,
oi,

Nr.

7

gesehen haben,
Coelius,

einander mehrfach

entsprechen.
als:

Römer gebrauchten
Coilius,

in älteren Zeiten oi, später oe,

foideratei,

und drückten
als:
(I)oT^3oc

01

in

den

älteren Zeiten durch

später

durch oe aus,
ist

Phoebus.

Kpoiao? Croesus; wie Ajax aus Ai'a?

Troja aus

Tpoi'a.

Aber auch
ö,
01

oe bildete ohne Zweifel nicht einen Einzellaut wie

das deutsche

sondern war ein Diphthong.
wie
i

Die neugriechische Aussprache des

und junge, indem es noch Zeit (vgl. oben 6) wenigstens noch wie ü lautete. zu Suidas' Dass nach der Lehre der alten Grammatiker ot kein Einzellaut, sondern ein wirklicher Diphthong sei, dass 01 häufig aus 01 entstehe, dass im lesbischen Aeolismus die Endung 0137. aus ovxia (p-svoiaa) hervorgehe, mit z das erhalten bleibe, haben wir Nr. 7 dass in der Krasis von gesehen. Hierzu kommt, dass 01 vor Vokal in der attischen und anderen Mundarten mit wechselt, als att. ypoa st. /poia, -67. st. des ion.
ist

offenbar eine durchaus verderbte

r>i

:

^loir^,

des dor.

Troi'a

;

dass in der Ableitung
(ilvw jxsjxova;
:

st

in

ot,

sowie

s in

0,

über-

geht, als:

XsiTTo)
cp

XsXot-7.,

dass in der Augmentation des
;

Verbs
die

01

in

übergeht, als
Xotjxov

oioactt (pour^v

endlich bei Hesiod. Op. 243

Verbindung von
neugriechischen

b\iou

y.7.1

Xijxov.

welche beide Wörter nach
zu
unterscheiden

der

Aussprache
01,

nicht

gewesen
mit

wären. ^)

Hiernach wurde das

und zwar

bis weit in die Kaiser-

zeit hinein,
i

der Schreibung entsprechend wie ein geschlossenes

ausgesprochen, welcher Laut übrigens mit

dem

unseres eu keines-

gleich, und von dem eines ü nicht weit abliegend ist. Es ist darum auch nicht nur im Böotischen statt 01 vielfach u geschrieben worden {fo-Aa. st. oixiot, xctXu st. x7.Xoi), sondern auch anderweitig zeigen sich zwischen 01 und u auffällige Berührungen Aoiyo; hr^pö;. xot'pavo; xupio; (Curtius Etymol. ^ 658 f.), in Eigennamen oitt,c

wegs

:

— —

u.


9.

ur/j; ('AvopoiTa?,

Msvoitac, KXsoi'tTjC, 'AvopuTot;, 'Ap/uTotc,

<I)iXu-t,;).

So

lässt sich erklären,
i

wie die Aussprache von

01

erst zu u

und von

da zu

überging.
In betreff des Diphthongen
si

haben

Avir

oben

(Nr. 7) gesehen,
xolxol

dass ihn die alten Grammatiker zu den Diphthongen
rechneten,
•)

i-ixpäTS'.'zv

also

si

als

einen Einzellaut

(entweder

als

langes e oder

die Reuchhaner für ihre Aussprache die Weissagung 54 an: Tj^et Awptaxö; ttoXeixo; xal Xoi,aö; att' aurtj). Es entstand ein Streit unter den Athenern, ob in der Weissagung Xotuö; oder viehnehr XtjAo; gesagt sei. Aber gerade aus dem Streite geht hervor, dass lieide Wörter verschieden gelautet haben müssen.
!)ei

Ganz verkehrt führen
2,

Thuc.

54
als langes
(li<-

Von
i)

iler

Aussprache der Buchstaben.

S

•'•

ansahen.
si

Hierin liegt aber kein Beweis dafür, dass schon

alleren Griechen

wie

i

gesprochen hätten, sondern nur dafür,
d.

(la.ss

zur Zeit

der Graniniatiker,
noch,
(o

h.

in

der alexandrinischen
zu

römischen,
sei.
•/'•/-'/

der Diphthong als ein

Einzellaut ausgesprochen

und worden

Hierzu

kommt
nury,,

dass Choeroboskus
si

den Diphthongen
Die

lz'.y.oäT£io(v
si

und a rechnet, aber

weglässt.

Römer

drücken

wöhnlich durch
Pisistratus,

vor Vokalen gewöhnlich durch c, vor Konsonanten geals: Aenüas, Galatea, Medea, Sigeum; Nilus, 1 aus,
Phidias.')

Hieraus und aus zahllosen Verwechselungen

auf Inschriften und Papyrus folgt mit voller Evidenz, dass bereits im 1. (2.) Jahrh. v. Chr. das si, dessen Entstehung und ursprünglichen

Lautwert wir oben

(S.

44) betrachtet haben, zu einem langen

i

ver-

einfacht war, ausser vor Vokalen,

wo

es

damals noch im ganzen den

Denkmälern mit (s oder) tj verWorte Priscians (I. 9, 50) apud antiquos post e ponebatur et e diphthongum faciebat, I quoque quam pro omni i longa scribebant more antiquo Graecorum. Die alten Römer hatten nämlich vde die Griechen den Diphthongen ei und gebrauchten zumal in der Schrift ihn noch lange da, wo die jüngeren das lange anwendeten. Aber auch der hier hervorgehobene griechische, in vielen Denkmälern nachweisbare Gebrauch, das si allgemein zur Bezeichnung des langen zu verwenden, war zu Priscians Zeit veraltet, indem inzwischen (durch Herodian) die grammatische auf Grund der ursprünglichen Schreibung Regelung zwischen st und erfolgt war. Dass übrigens si nicht von Anfang an i war, erhellt aus zahlreichen Umständen. Sowie häufig ai und ot aus oii und oi entstehen, ebenso auch st aus st, als: opsi' opsi, 'AxpsioT,; 'A-psior,;. Auch die Zusammenziehung von ss in st, als: csiXss -— cpt'Xsi: der Name st für den Buchstaben s; die Stelle bei Plat. Gratyl. 402 E:
E-Laut hatte und
in

griechischen

wechselt wird.

Zu beachten

sind auch die

i

i

t

t

Tov ouv

7.p/ovTa

TTp

öuvatxsujc

TaiixTp

i>£C/v

töv6[x7.as

rioostOduva, w:

Tcoot'Bsojxov

civTa,

To OS s

i'(y.ei~'xi

tow?

suirpsttsiot?

svsxa (der Zierlich-

1)

S.

K.

L.

Schneider,

Ausf.
ei

Gr. d. lat. Spr.
als
t

I,

S.

69

ff.

2)

Wenn

die

Reuchlinianer für ihre Aussprache des
bei Callim. Anth. Pal. 12,

und des 28 antworte das Echo eyst
Der Dichter
,

ai als e

als

Beweis anführen,
so
cu os vai'yi
y.'z/.o;

(echi)

auf vafyi (naechi);

begehen

sie

einen argen Fehler.
e^tieIv
|

ruft aus:
xi;

A'jjocvitj,

xaXo;* dXXd Ttpiv

toüto aacptüc

rjü}

cpTjai

i'XXo;

e/ii.

Das Echo kann
a. a.

doch auf
liegt
S.

vaJyi xaXo; nicht rückwärts

antworten aXÄo;

eyei,

sondern entweder es
O.,

bloss in

dem Worte

ä'XXo;

in

Beziehung auf xaXo; (Henrich sen

jEcho* bedeutet hier nur die sicher folgende Erwiderung (v. Wilamowitz, Homer. Untersuchungen S. 353), oder die Worle sind zu emendieren: TOÜTO oacpcü? 'Hyu) (näml. -/.aXo;, welches wiederholt ist), 'frjot rt; aXXo; ey^iv
135), oder
(E.

Petersen,
H/iü,

Progr.

Dorpat 1878;
ey^i").

man kann auch

einfach

das

Komma

ver

legen:

coTjai

nc „aXXo;

§

3.

Von

der Aussprache der Buchstaben.

55
u.
s.

keit
st.

wegen, zur Verschönerimg); das ionische (dorische
ci,

w.)

t/.

als:

oxpaiTjiTi

st.
i

atp-x-sta;
si

die

Angabe der Grammatiker, dass
als:
Xiyic,
t,i, iixi

die
ctisi,

Böotier langes
£itj.i:
t.

st.

gebrauchten,

st.

Xsysu.

alles dies spricht

gegen die neugriechische Aussprache des

£1

wie

10.
oLu
s'j

Was

gegen die neugriechische Aussprache der Diphthonge

und s'j zu erinnern ist, haben wir schon Nr. 3 gesehen. Au und werden von den alten Grammatikern (s. Nr. 7) als oi'cpöo-c-i'oi xaxa
angeführt,
d. h.

v.paaiv

als

solche,
ixt'av

bei welchen

oüYxipvcuoiv

sotuxa -A

ouo cptovTjcvxa

xai aiiroxsXo'jaiv

'iitü^y^

aptxoCo'jaav xoT; ouo cpfovYjcOiv.
als

Die Diphthonge au und su erleiden zuweilen die Diäresis,
(ü) b.

aüaav

Hom. von
eu

a-jw,

su (b.

Hom.)

st.

su; so

wird im Lat. zuweilen das
als:

griechische

in

ein

zweisilbiges

e-u aufgelöst,

Orpheus

als

Daktylus.!)

Hieraus

erhellt,

dass in beiden Diphthongen die beiden

Laute vernommen worden sind.
ursprünglich wie u lautete, so
ist

Da u, wie wir § 5 sehen werden, anzunehmen, dass au wie unser au

und entsprechend
als u

su als e

+

u gesprochen worden sind; denn die

mit u gebildeten Diphthonge waren ohne Zweifel eher vorhanden,
griechischen auch das

den getrübten Laut ü angenommen hatte; weshalb im Neuu dieser Diphthonge sich in w und f verhärten

konnte.
11.

Ou war ursprünglich, wenigstens
Laut,

in einer

Anzahl von Wörtern,

ein

diphthongischer

ähnlich
altlat.

dem
z.

altdeutschen
s.

ou

z.

B.

in

troum, noch mehr dem

ou

B. in ioudico,

§ 2, 6 S. 45,

wurde aber später ein Einzellaut wie das französische ou, gleich unserem und dem lat. langen u. Die Römer drücken ou durch das einfache u aus, als Müsa Mouaot, eunüchus süvouyoc, sowie die Griechen
:

das latein.

ü durch

ou,

als

:

ßpouxo;

Brutus, nachmals auch

ii,

als
o,

Nouaa? Nüma, 'PrjouXo? Regülus,
als:

in älterer Zeit dies jedoch

durch

Oovoocvioc

Fundanius,

VsvtoXoc

(AsvxXoc)

Lentulus

(in

einzelnen

Fällen ü ü durch u:

^iiuXXa? Sulla, 'P(ü[j.u}.o;

Romulus,

Koi-üt, Capüa).^)

Die Neugriechen sprechen es nicht, nach

Analogie von

au,

su,

wu,

wie

ow

oder

of,

sondern
ist

gleichfalls

wie u aus.

Wie wir oben
;

%

6)
o,

gesehen haben,

das ou in den meisten Fällen ein verlängertes

demnach
sich

eigentlich wie langes geschlossenes o lautend

doch mischte
Zeit

frühzeitig ein

U-Laut

hinzu,
die

und zur römischen
sTir/päxsia

war der

Endpunkt der Entwickelung,
erreicht.

dieses

u,

schon lange
ex

Vgl.

Nigidius Figulus b. Gell.

19,

14: Graecos non tantae
si

inscitiae arcesso, qui ou
1)

ex

O
2)

et

Y

scripserunt, quantae, qui

E

S.
lat.
ff.

Mar. Victorinus in Keil,
Spr.,
II.

Gr. Lat. VI, (j6ff.;
s.

Gr.

d.

S. 75.

ebendas.

S.

33;

K. L. Schneider, Ausf. Bitten berger, Hermes

VI. ^iSl

.-,(;

Von
I;

der Aussj)raclie der Buchstaben.

§ 3.

<•[

illud (Miiiii

iiiopia

feceruiil,

hoc nulla re subacti,

d.

li.

ich be-

scliuldigi' (hc Griechen nicht deshalb
sie

so sehr des Unverstandes, weil

den Laut des langen n durch ou ausgedrückt haben; denn dazu sind sie durch die Not gezwungen worden, weil sie kein einlaches Zeichen dafür hallen, wohl aber deshalb, weil sie ganz unnötiger

W(Mse
ei

stall

t

ei

schreiben

[falls sich in

der nicht unversehrt erhaltenen

Stelle dies letzte nicht vielmehr ursprünglich auf die

Römer und

ihr

bezog].
als:

Auch

OD,

()ü7.ofj(ov

Bezeichnung des lateinischen v durch Varro, O'jsvo'jai'a Venusia, Ixawj/jlr/.; Scaevola zeigt
die griechische
cou

deutlich ou als Einzellaut.
12.

Die Diphthonge
allen

r,u,

und

-ji

werden von den

§ 3, 7 an-

Grammatikern oi'cpBo-fcoi xaxa öts;ooov genannt, d. h. solche, in welchen der Laut jedes der zwei verbundenen Vokale getrennt (xwpt'c) gehört wird: also sprachen die Grammatiker e-ü, o-ü, Für y,o und wj indes, welche Diphthonge damals in der wirkü-i. lichen Sprache nicht mehr existierten, kann diese Aussprache nicht wohl angenommen werden; denn wie -/ju aus au (tjU/ouv von aoyjo) oder £u {r^uy6\ir(^ von £u;(0}xat) hervorgeht, so der fast nur ionische (outo? ion. aus o ctutoc, (dorische) Diphthong wo aus o -{- au (su) iaswuTou aus l[x£o ocuxou es muss somit das u in t,u wu so gut wie in Dagegen das ui, welches bei otu £u den Wert von u gehabt haben. den Attikern im 4. Jahrh. v. Chr. völlig in ü aufgegangen war, im Hellenistischen indes erhalten blieb, lautete wohl in der Thal wie ü
geführten
: ;

i

(einsilbig), also

wie das französische ui
a,
-(],

z.

B. in

lui,

pluie, als

:

[xuia

müia.

13.
(s.

Die Diphthonge
als

tp

werden von den

alten

Grammatikern
als

Nr. 7)

orfHo-fpi xctxa
i

eTrr/paxciav
ist.i)

bezeichnet,

also

solche,

Vor Einführung des r^ und m schrieb man EI st. HI und Ol st. QI, und im ganzen Altertum das dieser drei Diphthonge in einer Reihe mit den übrigen Buchstaben dass es von Haus aus nicht ein unnützes Zeichen war, ist schon
in

welchen das

dtvsxcpcuvTjXov

I

hiernach selbstverständlich.

Vgl. ferner
-/]pouv

Ypaotov

aus Ypaioiov,
toxouv

atj^'^^i'

aus

Xr/iaxTj?,

Tiaxpcpo?
t

aus Traxpwio?,

von

ctipm,

Es lautete das auch noch in der Zeit, wo die comoedia, tragoedia, Thraex aufnahmen; denn hier
so behandelt wie sonst
oi,

von oixto. Römer die Wörter
ist

tu,

7.

gerade

ai.

Dagegen

ist

seit

dem

2.

Jahrh. v. Chr.

das

t

Tiberius)

verstummt, und wurde zu Strabos Zeit (unter Augustus und von Vielen als unnütz und in dem wirklichen Laute nicht
(Str.

begründet weggelassen
1)

XIV,

p.
b.

648:

toXXoi
in

fap

/(opk

xoü

i

Eine merkwürdige Stelle findet sich
sq.,

Choerobosk.

Bekkeri Anecd.
die

III,

p.

1186

wo
das

er sagt, die
i

Grammatiker nennen mit Rücksicht auf
dvexcpwvTjTOv
,

Aussprache

(lx^u)vrjot;)

in a, ^,

m

oi

hi.

fiouotxoi xf;; dxpißefac (ppovTtCovxs?
lActxpJiv cptuvTjEvrujv.

Xeyj'JOtv, OTt ixcpuiVEiTat [xiv,

oüx i^axouexai oe Sta ~b [AeY^öo; x<Lv

§

3.

Von

der Aussprache der Buchstaben.

57
aixi'av

Ypacpouoi lac ooTixac,

'/ai

IxßaXXouai ok xb

s'öo?

cpuaiXTjv

oux

i'/ov).

Darum wird
Wörtern
Thracia.
14.

es

auch von den Römern
berücksichtigt:

in

nicht

odeum

den später aufgenommenen tuosiov, rhäpsodus pa'!/(oooc,
ist

Über

die

Aussprache der
in der

Konsonanten

nur Weniges

zu bemerken.

B

lautet
ist

im Neugriechischen ganz wie unser
folgt

w

(franz. v);

nur nach Nasal
erhalten.

lebendigen Volksaussprache der alte B-Laut

Dass die Alten b sprachen,

schon daraus, dass

sie

den Konsonanten zu den Mutae zählten, was ist; gleiches gilt von 7 (neugr. vor e und i
weiches engl.
th).

w

schlechterdings nicht

wie ng
Ganges,
Sanskrit

in

und (neugr. wie j) F hatte vor den Kehllauten y, x, y, c den Nasenlaut Engel, Angst; im Lateinischen steht dafür n, als: FaYv-fj;
syncope,
diesen
'A^yiar^z

oD-f/oinfj

Anchises,
einen

XotpuY;

larynx.

Das

hat

für

Nasallaut

Nigidius Figulus b. Gell. N. A. 19, 14,

Varro überliefert für
eine

•-

vor x

u.

s.

besonderen Buchstaben: 7 nennt dieses n n adulterinum. w. den Namen agma («771x7.?),
eine solche Aussprache

Umdrehung von
»x

7a|i.[xa.^)

Manche nehmen
-(('(^o^xai),

des 7 auch vor
nicht fügen.
x'i7

v

an

(7rpa7jjLC(,

indes wollen sich
71
-

dem

die

Thatsachen, wie die stete Syllabierung
Viel weniger
u,

7rpa-7[i.7.,

7vo[j.ott

,

durchaus

noch kann das nasale

7 in

dem Homerischen

70VU

(11.

458) vorliegen, da hier doch eine völlige i\.ngleichung

des T mit
7ovr;c

dem

eggonos.

folgenden 7 stattfindet; ebenso in £77ovoc d. i. i'xDas a wurde scharf gesprochen, ausser vor Media

oder Liquida, wo es auch im Neugriechischen gelinde lautet, und von den Alten oft mit vertauscht wurde: Zjiupva, Cßswjvat. Z ist nicht wie unser z (= ts) zu sprechen, auch nicht, da es als Doppelkonsonant Position bewirkt, wie das neugriechische C, das wie ein
C,

weiches

s

oder wie das französische

z

gesprochen wird, sondern nach

dem
in
'

einhelligen Zeugnisse der griechischen
z).-)

genauer zd (mit franz. Werte des
der

Grammatiker wie sd oder Es wächst daher vielfach
C

Wortbildung
aus

und Komposition
[3uCt,v

ein

aus

ao

A\)r^\ci.lz

'A{}t,v7.o-5£,

aus

ßuo-OYjV

(vgl. ,3£ßuo|i.ai

zusammen: und -X£75t,v),
das
v

("IeoCoto;

aus ftsoa-ooTo;.
ox,
ott

Ferner
:

verliert ouv
au!lu7ia

vor

C

= oo

so gut

wie

vor

u.

s.

w.

ouC'^jV

o6oxy,u.7

o-ja-rav.

Den
die

persischen

Gottesnamen Auramazda schreibt Piaton Stadt Aschdod in Palästina heisst bei Herodot u. A.
•)

'OpoixäCTj;,

"AC^oxo;.

Indes

Varro

b.

Prise.

I,

§ 39.

'^)

Dionys. Thrax Bk. Aneed. p. 632: (ao^x^tTat)

To C £x Toü a xai 0,
p.

vgl. Schol. p.

780, 814, 815.

Dionysius Halic. r. ouvS^aEio;
tlwoti,

78 R.: SirXä
rji

oe XeYoujiv aurot -qToi ota tö
(j

ouvHeta

rb [xiv C 8ta toü a xai

0,

TO

$

5td Toül X xat
^
'b,

xTs.

Sext. Enipir.
otoxi

p. ()i22 Bk.;

Bk.
ooxst

Anecd. 1175

(^

köiuie,
ok

ungleich
/i^i;
"

nicht auslauten,

Ia

toü

3 xai

au^xstoDat, oöoeroTe

KXXiqvtxYj et? «cptuvov TeXE'jTÖt).

5S
ist seit

Von

der Aussprache der Buchstaben.

§

i.

weshalb
V.

der hellenistischen Zeit das zd zu z (franz.) vereinfacht worden, in der Septuaginta 'Aaotio, auf einer Inschrift des 1. Jahrh.
'i>po<xotooT,;

Chr.

geschrieben wird.

9
"''•

ist

nicht wie das lispelnde

oder das englische th zu sprechen, sondern, da es entstanden ist, wie ^^^^ aus T und ', wie cp aus tt und \ y ^^^ z. B. ävi>E/.y.<o, entstanden aus otvT(') ein T mit Hauch dahinter, also t
neugriechische «
' ,

und

iXxtu. Entsprechend ist X nicht unser ch noch das neugriechische sondern ein x mit Hauch darnach (x): oux oti (ouk hoti) wird /, geschrieben o'>/ oxt (OVXOTl) oukhoti. Der Beweis wird hierfür auch

durch die Geltung von

<p

x ^
cp

^^^

Mutae

geliefert;

denn englisches

th, unser ch, f sind nicht Mutae,

sondern Spiranten und gehören zu
unten besonders.

den

Tjai'cptova

(§ 7, 2).

Über

s.

Die Liquidae

A, M, P hatten anlautend einen volleren Klang und werden in alten Inschriften im Anlaut auch wohl mit Hauch geschrieben (AH, PH. besonders MH); die Grammatiker haben nur das P als im Anlaut

und
p.

in der

Verdoppelung
das

aspiriert gehört

und

bezeichnet.
(de

Vgl.

i?

8, 1.

Übrigens wurde

P nach

Dionysios" Beschreibung

composit.

79 B.) mit der Zungenspitze gesprochen,

war
s.

also

w^ie

im Neu-

griechischen dental, nicht guttural.

Über E

weiter unten unter ^\

ly

bildete nicht wie das deutsche

seh

einen Laut, sondern Avurde

wie das lateinische seh getrennt gesprochen, und zwar sk, als: o/oXt, (d. i. sk'ole), lat. schola, woraus sich das Schwanken zwischen r/

und

Aristoph, Thesm. p. 611.

ad s. Fritzsche ohne Zischlaut, als: O wurde nicht wie das lat. f, sondern wie ein aspiriertes KpiTt'-zc. T, also 7t gesprochen. Wenn daher die Bömer das cp in ihrer Sprache ausdrücken wollen, so gebrauchen sie dem Laute gemäss ph. als: Phaedrus OaTopo;, und nur in urverwandten Wörtern, wie fuga,
ox
z.

B.

in

a/ivoäXaij,o;

ax[voäX7.|jLo;

erklärt,
ti

Ti lautete

wie

fama, bedienten
das
lat.

sie

sich ihres

f.

Dagegen bezeichnen
als:

die Griechen
cpepipe ferire.

f

(aus Not) stets durch

cp,

Fabius Odßtoc,

Quintilian 12, 10, 27
die lieblichsten

nennt die beiden griechischen Laute 9 und

u

Laute der Griechen.
ut
in

„Wenn
et
(f

wir", fährt er fort,

„(im

„Sprechen) dieselben gebrauchen, nescio quo
„renidet

oratio,

Zephyris
efficient,

modo hilarior protinus zophoris (?). Werden dieund
u)

selben

durch unsere Buchstaben
et

„quiddam
„tristes et

barbarum

et velut in

horridae,

quibus Graecia caret.

ausgedrückt, surdum locum earum succedent Denn das f wird paene

„non humana voce
beiden Doppellaute
Dionys.

inter discrimina
;

dentium herausgestossen. "

Die
(vgl.

und

<\>

sind

wie ks und ps zu sprechen

Thrax Bk, Anecd. p. 632, Dionys. Hai. de compos. p. 82 B., Sext. Emp. adv. gramm. § 103, p. 622 Bk.), auch wenn sie aus ya. in die tenues über/a, ßo, cpo entstanden sind, da -;, y, [5, cp vor

§

4.

Artikulation der Sprachlaute.

59
>i;o)

gehen müssen.
V. XsY-o),

Vgl. scrib-o, scrip-si.

Also: xopa;, G. xooax-o?,

ovo;, G. rjyoy-oz,

^Xi'lm v. ßXs--«), ydXwb, G. -/ctXuß-o;; die

xax-^/.t'!/,

G.

xctTTjXicp-o?.

Wenn

auf alten Inschriften,

der Zeichen für

^

6

entbehren, dieselben nicht sowohl durch

K^ und

01,

als

durch

X2

und
-vsu-

Ol

umschrieben werden, so
(Plat. Gratyl.

kommt

dies daher, weil o als

Tpc([xij.7.

ij.aTio6£?

schien.

427 A)
das

der Tennis

einen
so

Was

endlich

Vau /

betrifft,

Hauch werden

mitzuteilen

diejenigen

Recht haben, die in demselben den Halbvokal w (engl.), nicht den weichen Spiranten v (engl. deutsch w) erblicken. Jenes war auch der Laut des lateinischen v,i) und entsprechend beschreibt Dion3'Sius von Halikarnass (Antiq. Rom. 1, '20) das altgriechische Digamma als
;

Wäre das Vau unser w ou [o'jXXaßr^v ivi oTof/sioj Ypc(cpo[x£VTjV. gewesen, so hätte dieser sehr konsistente Laut durchaus nicht so leicht verschwinden können.
TY)v

Einteilimg der Sprachlaute.
§
1.
4.

Artikulation der Sprachlaute.

Die Sprachlaute sind artikulierte Laute (svapdpot,

Ggstz.

avapöpoi unartikulierte, wie die der Tiere), d. h. solche, welche durch

Unter Artikulation der
Gestalt.

Einwirkung der Sprachwerkzeuge eine bestimmte Gestalt erhalten. Laute versteht man daher die Bildung der Stimme durch die Sprachwerkzeuge zu Lauten von bestimmter
die

Sprachwerkzeuge sind ausser der Mundhöhle die Kehle, die
Diejenigen

Zähne, die Zunge und die Lippen.
2.

Sprachlaute,

Avelche

bloss

durch

eine

grössere

oder geringere Erweiterung oder Verengerung der Mundhöhle hervorgebracht werden und
heisst

am

ungehindertsten durch den
a-oiyzXa), die übrigen,

Mund

gehen,

man Vokale
gebildet
für

(cjxovTjSvxot sc.

welche unter

stärkerer

Lippen

Einwirkung der Kehle, der Zähne, der Zunge oder der werden, Konsonanten (oujxcpcova sc. oToi/siot).
sich
allein

Jene tönen

hell

und

voll,

sie

sind cpmvoti; diese sind
cptovr;

für sich höchstens Geräusche

(-^ocpot),

und haben an einer

nur

mit Hülfe eines Vokales

teil.

Vokale.
i^

5.

a)

Einfache Vokale.

Die Griechen hatten, wie wir § 2, 6 gesehen haben, anfänglich nur fünf Vokalzeichen A, K, 0, I, V, welche als kurz (ßpayia) und
1
.

:

als

lang

(jiotxpa)

gebraucht wurden.
FT

Nachher kamen
das offene
f.

für das offene

(lange)
1)

E
S.

das Zeichen

und
d.

für

(lange)

das Zeichen

Seelmann,

Ausspr.

Latein., S. 231

,;()

Einfache Vokale.

§

o.

hinzu,

und noch später wurden
A,
I

als

Vokale beschränkt, während lang gebraucht und daher ot'-/pov7. oder ry^j.'^l{iola genannt wurden. Das Verhältnis der Vokale zu einander wird am besten durch 2.
die bekannte

auf die Geltung kurzer und 1! und T nach wie vor als kurz und

Vokalpyramide dargestellt, an deren Spitze a, und an deren beiden unteren Ecken i und u stehen, während die verschiedenen e und o auf der Linie zwischen a und i bezw. a und u Platz finden, und u. ü aber zwischen
i

a
offen

(a)

\o
(s)

offen

{(o)

'geschlossen

"\o

geschl. (o)

10

ü

(o)

A, i, u stellen sich im Griechischen wie im Sanskrit und in den semitischen Sprachen deutlich als die drei Grundvokale dar, und zwar gehören die E- und 0- Laute im Griechischen zum Bereiche des a,
nicht zu
3.

dem

des

i

und

u.

ist im Griechischen kein reiner, sondern Der dritte aus dem U-Laute durch Annäherung an getrübter aber ohne Zweifel hat er ursprünglich den reinen Laut u, wie im Lateinischen und Deutschen, gehabt, und dieser Laut ist insbesondere für Homer noch

Grundlaut

i

;

anzunehmen, bei welchem su als (auo 7.u(o im Aorist r^öoa bildet
die
u


u,

wie

und e-u) erscheint, Auch haben namentlich e-üsa). 1 i e r diesen ursprünglichen Laut treu bewahrt, indem sie ihr und zwar als kurzes und langes u, aussprachen; also cjuv,
zo

und

io (eu

TÜ/ct, xapuE, riuiJioc,

uc lautete bei

ihnen wie sun, tucha, karux, Püt'ios,

hüs.i)

Nachdem aber im

Attischen und Ionischen (Dorischen) sich

die Bezeichnung oo für einen dem langen u wenigstens nahe verwandten Laut gebildet hatte; nahmen auch die Böotier im 4. Jahrh. V. Chr. dieses ou an und gebrauchten es nicht nur für das lange, sondern

auch für das kurze

u, als:

xouvs:

st.

xuvö;,

ouotop

st.

uowp, oouv

st.

auv, X0UJJL7. st. xu[xa, welche Schreibung auch in die Gedichte der Korinna eingeführt wurde, daher in deren Fragmenten: toü, ouixi^, Jedoch ou|jLi'o)v, zouxxsui, (i>vo6p.T,v£v (= (ovujxcttvsv), "c/vouxou, Xqoupav u. a.

schwankt auf den böotischen Inschriften die Schreibung zwischen

oo

und

u,

während
S.

andererseits

die Böotier

in späterer

Zeit das lange

1)

Ähren s,
in

Dial.

I,

196 sq.

u.

p.

180

sq.;

Meister.

Gr. Dial.

I,

S.

231

ff.

Vgl.

Dietrich

Kuhns

Zeitschr. 1865, S. 64.

§

6.

Diphthonge.

61
als: tu; aXXu; st. xot; aXXo'.c,

u

(=

y) häufig für
st.

oi

(co)

verwendeten,
irpoßäxoi;
;

r-TTuc

r-TToic,

TrpoßaTu;

st.

tu

oaixo

st.

tw

SoEjjku.^)

Eine
ein,

dem ü

ähnliche

Trübung
(duc

stellte sich

mit der Zeit auch bei ihnen
(iu)

zu ü sich verhaltend wie das englische ü

zum
findet

französischen u.
lou,

dem
sich

es

entspricht

engl,

duke)

;

die

Böoter schreiben
l
:

was

besonders

nach

Dentalen

und nach

rio>ao6aTpaTo;,

Ttou-/o(,

Unter den dorischen Stämmen sind die Lakonier die Einzigen, in deren Glossen das ou sowohl für ü als So findet sich bei Hesychius z. B. otcpoGpa =^-(ioopa, für u vorkommt.
AKovtQuoio;.-)

xapou7.

=

xctpo«,

fiouai'Sost

=
;

[xuöiCst,

touvtj

=

tuvyj

{^^)-

-^^f

den
o st.

sehr späten lakonischen Inschriften

1347 und 1388 findet sich

u in Kovooüpsr? st. K'jvoaoupci? ^) sonst geben die Inschriften nur u wie gewöhnlich, und es scheint daher das u für u auf die vulgäre Sprache Lakoniens beschränkt gewesen zu sein.
4.

Hinsichtlich

der

Kürze und Länge
kurzen
schloss

der Vokale

ist

zu be-

merken,
das

dass

weder

die

noch

die

langen von den alten

Grammatikern
3

alle als gleich
sei,

kurz oder lang angesehen wurden.

Dass

der kürzeste Vokal
in

man

aus der sogenannten attischen

Deklination,

der es auf den

Accent nicht einwirkt, indem die
als:

Stimme über dasselbe
selbst -/puooxcpoj;,

leicht hingleitet,

MsvsXsfu;,

ilso),

ttoXö«);,

'z>i.\rj';zK(j);.

Dass es insbesondere kürzer
sei als

sei als o.

entnahm man aus dem Vokative, der
Xo-j'o;
lrj-(e
;

die kurzen Vokale liebt, als:
Yj,

^)

dass aber

oj

kürzer

daraus, dass

man

McVEÄstov,
ist,

-oXstov u.
T,

s.

w.

proparoxytonisch betont, was nie der Fall

wenn

in

der letzten Silbe steht. 5)
b) Diphthonge.
{ml

§
1.

6.

Sämtliche
ut,
t

Diphthonge
sind
o

oicpiloY^ot

seil.

aoWa'^ai)^)

,

mit
a,

Ausnahme von
£,
T|,

aus der Verschmelzung eines der Vokale
(im Werte von
u) zu

0,

o)

mit

oder

einem Mischlaute ent-

standen, als:
1) S. Ahrens d. (Ahrens Add. II, 519).
1.

p.

191 sqq.;
3)

Meister,
II,

S. 236.

2)

Meister,

S.

233

f.

S.

Ahrens,

in

Bekk. Anecd.
sei

II, p.
z.

798 sq.

Herodians Vater

124— 12(). — «) S. Herodiau Apollonius behauptete dagegen,
p.

^) Bekk. Anecd. 11, p. 797. p. 33sq. schon durch sein Genus an, dass es eig. Adjektiv lind dass ein weibliches Substantiv zu ergänzen sei; nun werden aber die DipliIhonge sowohl von Griechen (T-f|V ou <juXXaßT,v Dionysios Hai. oben § 3, 14 gg. E.) als von Lateinern (aesyllaba Quint. I, 7, 18) öfters ou/.Xctß^i syilabae genannt, und es ist

kürzer als

S.

Theo dos. Gramm.,

6)

Das Wort

r^

o(cpt>oY7o; zeigt

daher dieses Wort
f(

als

ursprünglich zu ergänzen anzunehmen.
o6o
eig.
o'jvEaTTjX'jia

Vgl. Theodos. p. 34:

auXXaß-Tj

7]

ix cpiuMfjEVTtuv

0(91)07-^; xaXetTcti,
die

was dann damit

gerechtfertigt wird,

dass im

Sinne

(x'jpüo;)

Bezeichnung cdSo^yo; nur den

Vokalen zukomme.

{y.}

Diphthonge.

§

G.

r/

-4-

t

£

+
-f_|-

t

t

= = =
=r

7.t,

als:
als:

7.U

'><

+
_j-

'->

^^

£t,

oeivo;

£

u
-j

ot,
c(,

als:
als:

xotvo?

o
r^

-f

ot

i

oa;

+

u

= = =

''^'>i

als: -o/j«)
als: als:
f^sojxa

s-j,

ou,
r,u,

ßo'j;

als: t,u$ov

(im Aug-

T^

4-|-

••

=^ <"<^' als: kwj-o^. Der -f" im Attischen nur in der Krasis, und aucli da selten (wupimoT, w Kupnri'oTrj Aristoph. Thesm. 4, -poj-joav -po7.'jo7.v Av. 556); auch im Ionischen, wo er mehr hervortritt, ist in den sichern Fällen Krasis der Entstehungsgrund {k(oo~oö aus fo ocjtou), und
„)
t

= =

(,,

als:
als:

Irr^z
oJoif)
(i>
'^

mente)

o),

Diphthong

fou

findet

sich

ebenso im. Dorischen
2.

(touxo?

Theokr. 11, 34,

s.

Ahrens
r^

II,

222).
«i,
,

Ist

der
in
i

erste

Vokal ein langes a oder ein
Zeit

oder ein

so

wurde das
adscriptum)

älterer
in

daneben gesetzte
seit

(TrpoaYpa^oixsvov
12. Jahrh.
t

iota

der Minuskelschrift

dem

unter den

'j-oyAtio Ypacpojxsvov langen Vokal gesetzt (iota subscriptum, s/st xo Theodos. 108).^) Bei der Unzialschrift jedoch wird das i immer noch

neben den ersten Vokal gesetzt; x^I, HI, QI, Ai, Ht, Qt, als: Till X1>PAI, TQI KAAQI. In dem Diphthongen ui vereinigen sich u (ursprünglich und 3. zu einer Silbe, doch geschieht dies in der gedialektisch u, gew. ü) und wöhnlichen Sprache nur vor Vokalen, als: ptula, otpuDia. Vor Koni

sonanten
Ende, wie

kommt
in

ui auch in Dialekten den Dativen i^ji (Hom.),

fast

gar nicht vor, eher

am

Aspfxui (böot. Inschr.,

Dialund

Inschr. 875).

Anmerk.
dem Diphthonge
p.

1.

Da

die

Vokale

ci,

z,

r^,
i

o,

ut

bei den
u

Diphthongen dem

t

-j

vorangehen, so werden
u: ist

sie T:[jo-i-Ari-/.d ,
-j

und

hingegen ürroxaxTixa genannt;
Dionys. Thr. in Bekk. Anecd.
ib.
to'j

in
II,

jedoch

T:poTa7,Tix6v.
p.

S.

031, Schol. ad Dionys. Gr.

ib. II,

801, Theodos. Canon,
et

III, p.

1187,

wo
fj,

der merkwürdige Schluss gemacht wird:
TcixTtxöv i^'i, ofjXov,

apa

o'jv

-b

i

-/.ii

JnoTax-f/.oü j-o-

ort dsöeveaTEpov iazi TrctvTtuv tcüv cpujvTjevTojv.

Dass

a,

lu

ursprüngHch Diphthonge waren, später aber zu Einzellauten herabsanken, haben wir § 3 gesehen. Über die zwiefache Entstehung von o'j s. oben §2,6; das. über
die entsprechend zwiefache

von

et.

Anmerk.
El

2.

Inschriften

und

Handschriften

(insonderheit

die

Volumina

Herculanensia) aus der römischen Zeit verwenden, wie wir oben sahen (§3,9) das
als
et

ein

Bezeichnung jedes langen t: TzoXd-r^^, [xsioelv, [AetfAeTaJ^ai. Dass gelegentlich für aus Unkunde oder Versehen mit unterläuft, kann den Nutzen nicht
i

hindern,

den wir aus dieser Schreibung für die Erkenntnis der Quantität ziehen; denn avo sie häufig und stehend wiederkehrt, wie in -strrTiu st. -inzw, trptvb'x st.
ETpti«, ist der Schluss auf
1)

Länge des
t

i

berechtigt

und
i

sicher. 2)

Eine den Übergang von
die,

adscriptum
S.

zum

subscriptum anzeigende Schreibtiefer

weise

ist

wo

der Buchstabe zwar seitwärts,
ot[.

aber entweder höher oder
S.

als die Zeile gesetzt wird, als a',

2j

Vgl.

Dittenberger
S.

in
ff.

Gardthausen, Gr. Palaeogr., Hermes I, S. 415; A. von Bamberg,

193.203.
f.

Zeitschr.

Gymnasialwesen 1874,

13

§

6.

Diphthonge.

63
die kürzesten

An merk.
gelten,

3.

Unter allen Diphthongen müssen
d. h.

da

sie rein,

oi und at für ohne antretenden Konsonanten auslautend,

in

Beziehung
in

auf die
TJrTcTai,

Betonung
ä'v}}pu);:ot
,

in

der Flexion
IxrrocÄat als

(mit

Ausnahme

des Optativs)

und

den

Adverbien r.pö-iKii und
zu Hause, domi).

olxot (die

kurz behandelt werden, als: xpa-E^ct!, -(KiLzsai, Häuser, zu unterscheiden von dem Adverb oi.V.01,
ai

Sodann sind

und

ot

die einzigen

Diphthonge, welche in der

Dichtersprache elisionsfähig sind.

Anmerk.
erste
ä'j

4.

In den Diphthongen au

und

ui

kann, a priori betrachtet, der

Vokal entweder kurz oder lang sein, und man kann somit, einschliesshch des und des üi, zu der Zahl von 14 Diphthongen gelangen.l) Nachweisbar ist indes
üi;

weder äu noch
-T,j;

im Gegenteil finden wir im Attischen vaü; für das ionische denn das lange hätte zu t] werden müssen. Erscheint aber hier für ä'j a'j, so wird auch im attischen fpi'ji, wo p ein ä schützen würde, Ganz unklar bleibt die Quantität in dem vielmehr a gesprochen worden sein.
mit offenbar kurzem a;
dorischen
4.
ccj^ov,
att.
tj'j^'jv.

Die alten Grammatiker
sq.,

(Choeroboskus
p.

in Bekkeri die

Anecd.
p.
:24

III.

p.

1214

Theodosius
in

34
p.

sq.

ed.

Göttl.,

Scholien ad
sq.

Dionys. Thrac.

Bekk. An.

IL

804^

Mosch opnlus

ed. Titze, die aber alle aus einer Quelle geschöpft zu
teilen die

haben scheinen,

Diphthonge in folgende Klassen ein:

a)

oi'cp9oYYoi

xax

sTTty.paxciav,

d.

h.

solche, in

welchen der eine
nämlich
a,

Vokal ein solches Übergewicht über den anderen hat, dass er
allein

gehört wird, der andere avcxcpwvTjXov
Mrjosi'a,

ist,

r,,

tu,

b)

So lehrt Choeroboskus; die anderen Grammatiker fügen noch si hinzu, als NsiXo;. Es ist dies gemäss der Aussprache in römischer Zeit, wo das in 7., Tj, (o verstummt, das si zu i geworden war. d. h. solche, in welchen die beiden oi'filoYY'^i xcia xpaatv, Vokale zu einem Mischlaute verschmelzen und Einen Laut bilden,
als:

'Vli^r^,

xaXtp.

:

i

der zu beiden Vokalen stimmt
als
c)
ot'cp
:

(apixoCst)'

nämlich:

ao, su,

o-j,

ot'jXo;,

s'jyoaai,

O'jtoc.

1)07701 x7.-:a

oiscooov,
uto;.

d.

h.

solche,

in

welchen der Laut
:

beider Vokale getrennt (ywpi?) gehört wird, nämlich
als: vYjuatv,
soj'jtoG,

t,u,

(ou,

-jt,

d)

Diphthonge ai und ot werden als besondere, zu keiner angegebenen Klassen gehörige angeführt. Choeroboskus, oti mit dem die Anderen übereinstimmen, sagt: £:T£toT) oüv
Die
der
r,

oi'^i)o-f,'o?

r,

excpojvouuoot

xo

t

xai

r,

01

oi'cpboyYo;

ouxz

xotx'

i-i-

xpotxstotv
xo'j

siaiv

ouxö xctxa ot£;ooov ouxe xaxot xpotaiv, (uoüsp £ox£pT,i>T,octv
xtijv

iotu)[i,axo;
xotr?

oicpöö^Ytuv,
xoti

£0Xipr)i}Tj0'zv

xat

xou ypovou xou rcttxovoti

pöTCOtasvo'j

oicp{)6Y70t;,

xotixou /otpiv cxuxai

Ix X(ov 01-

cpboYYojv xd) xovtxdj TTOcpaYYsXtxaxt dvxl xotvT,; TrapctXaixßävovxai xai "po;
')

Die Theorie der 14 Diphthonge entwickelt G.

Hermann,

de emend.

rat.

graecae granmi., p. 49 sqq.

C

].

Konsonanten.

§

7.

Der Grund, weshalb die Grammatiker die Diphlliongc oit und ot nicht zu den oi'fOoY-fot; xaxa xpaoiv ^'('rechnet und ihnen sogar die Eigentümhchkeit der Diphthonge
'v-y.

T/jLio'jv

/pövov

s/o'joiv.

ul)gesprochen haben, scheint

kein anderer zu sein, als weil die-

selben in Beziehung auf die Betonung als kurz angesehen werden.

Anmerk.
geteilt a)

5.

Nach Theodosius (Gramm,
(/-jpiai):
«t,

p. 35)
vj,
et,

in

eigentliche

au,

ei,

ou,

werden und

die
in

Diphthonge

ein-

uneigentliche

(xaTay(iY]3T(xai'): a, -^j w, ut, rju, a»u, wahrscheinlich, weil bei diesen nicht beide Laute zu einem Mischlaute verschmelzen, sondern entweder {et, Tj, i^j) nur der eine, oder ('Jt, 7JU, tou) beide in einer Silbe gehört werden. Diese Einteilung kann älteren Ursprungs sein, da et in der Reihe der eigentlichen erscheint. In den SchoUen

ad Dionys. Thr. (Bekk. Anecd.
lu'j,

II,
uj

p.

803) werden

ai,

au,

st,

e-j,

ot,

o-j

sucptuvoi,

tj-j,

ut

v.axöcfKuvot und

a,

r,,

a'fu)vcii genannt.

Eine andere Dreiteilung, der im

Text gegebenen ziemlich entsprechend, findet sich bei dem Musiker Aristides Quintilianus (p. 29 Jahn, 44 Meibom): a't of-^!}., ot; tItoi xa-za xpäsiv r] xatä o'ju.7:).ox7,v tj y.'/-' ärixparetav Y(7^'E3i)al cpaaev. Es wird indes nicht ganz klar, in welcher Weise die Diphthonge sich in diese drei Klassen verteilen. Zu vermuten steht, dass in der ursprünglichen Theorie der Musiker, welche sich

lauten beschäftigten (Plat. Cratyl. 424 C),

von Alters her mit der Lehre von den Sprachnur oicp». xata xp. u. oufj.::XoxT,v unterbei a u.
s.

schieden wurden, indem die

ir.r/.rjd-zti'x

w.

erst viel später eintrat,

ja

auch nachmals von den Musikern geleugnet wurde (s. oben § 3, 13 Anm. 1). Beim eigentlichen Diphthonge lautet die Stimme während der Bewegung aus einer Vokalstellung in die andere und nur während dieser Bewegung, so dass eine wirkliche Mischung (xpäst;) ist wie zwischen Wasser und Wein; bei uneigentlichen Diphthongen dagegen bestehen die Laute neben einander, wie in einer Verflechtung (cua-XoxY,). S. Rumpelt, das natürHche System der Sprachlaute, S. 47.

§
1.

7.

Die Konsonanten.
(aufxcpwvot sc.
axotysTot,

Die

Konsonanten
Thrax) zerfallen:

der

Name

bereits

bei Dionys,

Erstens nach den Sprach Werkzeugen, durch
wirkung
sie gebildet

deren Ein-

werden,

in:

Kehllaute (gutturales): /, 7, Zahnlaute (dentales): t, 0, Lippenlaute (labiales): -, ß,

/;
v,
cp,

i>,

0,
jx.

X,

p;

Die Konsonanten, welche durch dasselbe Sprachwerkzeug hervor-

gebracht werden, heissen gleichnamige Konsonanten. Anmerk. 1. Den Zitterlaut (consonans tremula) p haben wir nach
Dionys. Hai. de comp. verb.
TTj;
c.

14

p.

168 Schaef.

(p.

79 R.):
TÖv

,-ö

U

p

(^-ccpcuvEiTai)

YÄeiaaiTj;

axpa; ärtc^partCoua-/]; t6 rvsüiia xai
ävtaTaii^vY);"

Tipo;

oüpavov

(palatum)

£771»;

T(öv

öoovTtuv

zu den

Zahnlauten
ist.

zu rechnen,

während

er ander-

weitig in den Sprachen vielfach guttural
2.

Zweitens nach
>.,

ihrer

Lautbeschaffenheit
T,{xi'x>(ovof),

in:

a)

halblaute
stehen:
fallen in:

(semivocales,
p,
v,

nasales

7 (§ 3,

welche den Vokalen zuntächst 14), .1, 3, welche wieder zer-

§

7.

Konsonanten.

65
Thr. p. 632, Mar. Vict. VI,

a)

flüssige
6,

(liquidae,

ÜYpct,

Dionys.

benannt quando hae solae inter consonantem et vocalem immissae non asperum sonum faciunt; auch dfis-a18,
so

ßoXa [das.],

weil

umgewandelt werden)

das gutturale y (§ 3, 14) und das labiale
ß)

z. B. im Futurum, nicht und die Nasallaute das dentale v. p, l (= dem lat. n adulterinum) vor Kehllauten

sie

in der Flexion,

:

:

;a.;

die

Spiranten oder Hauchlaute: den Kehlspiranten
18)

h.

der im Griechischen durch den Spiritus asper bezeichnet wird

y)

jener (/, Digamma, Vau) im Griechischen fortbestand, aus dem Attischen aber und aus der Gemeinsprache verdrängt war, während das j überall nur in seinen Spuren erkannt werden kann;
die
dialektisch

und den Zahnspiranten o; Halbvokale V und j, von denen

b)

stumme

(mutae, otcpwva):
{'lOA, tenues)
tt,

hauchlose gehauchte

x,

t,

(o^asa, aspiratae)

cp,

y,

»%

mittlere ([i.£a7., mediae) ß, f, o. Die Konsonanten, welche gleiche Lautbeschaffenheit haben, heissen gleichstufige Konsonanten.

An merk.
der Laute in
diesen

2.

Der Name

stumme
und

ist

daher genommen,
geht,

weil

sich

diese

Laute ohne Beihülfe eines Vokals nicht aussprechen lassen.
cpcuvTjcvxa.

Die Gesamteinteilung
nicht

Tjaicpiuva

acpcuvot

wenn auch
sie
tol

ganz mit
ist.

Namen,

bis weit in die attische Zeit zurück,
ap'
ei'^T]

da

Plato schon geläufig

S. Cratyl.

TÜjv

424 C: £T£piov xaTa

ouv xal

Tjfxä;

ouroj Set Tifüj-rov y.^v

cptuvTjevTa SteXeiftat, £-£iTa
tpcovTj

rä te

acp cuvot

xai ot'cpDoYY« (mutae,

ohne

und ohne
txkw

cpöoYYo;)"

oÜTcual Y'^P

^ou XeYouotv

ol Setvot irept
;

to6t(uv

xc(i rot

au cpüjvTjevra

ou, oö [xdvxot fe

ctcpüoYYa (mit cpSoyYo?, semivocales)

Vgl. Phileb. 18 Bf.,

wo

diese Dreiteilung

auf

den mythischen Erfinder der Schrift, den Ägypter Theuth, zurückgeführt wird, Theaetet. 203 B, wo für cpüoYY^c 'iocpo; gesagt wird (to otY.u-a -«iv «»(uvwv iazi,
iliö'£Oz

Ti;

uLovov,

olov ouptTTouaTjS ttj?

y^"*''^'^''^?'

'^'^ o

au

ß"?]"«

oute

cpcuvr,

O'jte ibö^poz),

Soph. 253 A.
ist,

In

dem Namen

cpcuvTjEVTot,

der

dem

attischen Dialekte nicht
;

gemäss

zeigt sich der nicht attische

Ursprung dieser Einteilung
Elis

man kann an

Prodikos

von Keos oder an Hippias von
mai. 285
Halic. de

denken, welcher letztere sich nach Plat. Hipp,

CD

viel

mit der Theorie der Buchstaben beschäftigte.
c.

S.

ferner Dionys.

compos.
pLO'jGixö?

14, p.

72R:
,

TipcüTYj

(jl^v

(otacpopöi tcüv YpaHLfjL'itujv),

w; 'Aptaxöcpcuvi;
t]v

Sevo;
(j.^v

ö

drocpctivETai
cpcuvTjEvxa,

y.ad' t]v toi

fXEv

cpcuvi; äzoTzXti,
Ticxvrct.

xä 5^

'böxo'ji'

xä XEYOfAEva

«l^öcpou?

Se xd Xoittoi

OEüxepa 5^,
cxitoxeXeIv

xatf

tujv
(ioiHov
o'jy^

jji';?]

cpujvfjEvxcov
0'jptYiJ.ov
t]

a

(XEv

xa&'

7:oTt7rüa|j.6v

——
otö

Ect'jxä

66'jou;

brMoui;

St)

xtva^

T:£-.pLix£,

t]

a o'Eaxtv ä:TaaT]c

a(jiotpa
xtvEi;

cptuvfj?

xat

diocpo'j,

xai
o

old

xVjysioftai xaiT
Ol

Eauxot.

oy,

xaüxa
te

jjiv

acpwvä

ixdXEaav, tJdxEpa
9(juvf,c

f;u.{cp(juva.

0£ xpr/_T, v£(pLavxE; xä; -ptuxa;

xal oxoty£ttü6£t;
cpcuvEtxat

xtj;

5'jvä(i£t{,

cptov^jEvta
aüxoxc/.f,'

(xJv

^xdXsaav,
8^,

ooa

xal

xai}'

Eauxd

xat

aEi)'

Ex^pwv,

xai

iattv

f|U.tcciova

03a
o'jx

[AExä (iev «piuvTjEvxtov aiixä EauxcJüv xpEttxov ^zcpEpsxat, xaft'

sa'jxä

Oi

yEipov
l'/et

xai

aüxoxEXtü;'
fiE»'

dcpoiva o^,
5'

öoa cJte xä;

xsXEi'a;,

ouxs xä; tjuixeXeu cpiuvi;
tiefer

xa8'

Eauxd,

Exlpcov

ix'.ptov£ixat.
I.


T.

Die Neueren sind der Sache

auf

Kühners

ausführt, griech.

Grammatik.

5

(j(J

Spiritus asper

und

lenis.

§ 8.

(=

pogan^en, und Iciloii die Konsonanten zunächst in Explosivlaute denen im Mundo ein Verschluss gebildet wird und mit der plötzlichen Lösung dieses Verschlusses der Laut hervorgeht, und Reibelaute, bei denen nicht ein Verschluss, sondern nur eine Verengerung stattfindet, als bei s, f, eh. Bei
den
Gi-und
inutae),
hei
r)

zwar (ausser bei ist anderem Wege ungehindert durch;
den Liquidae

Verschluss,

aber der Luftstrom geht auf
in der Mitte.

diese

Laute stehen also

Annierk. 3. Die Einteilung der mutae in Tenues, Aspiratae und Mediae hat mit Härte und Weichheit von Haus aus nichts zu thun, sondern nur mit dem Hauciie, der entweder stark (Aspir.) oder schwach (Med.) oder gar nicht (Tenues) Die lateinische Ül)ersetzung von 'ItOA mit tenues mit dem Laute verbunden ist. Dionys. Halif. de compos. S. Dionys. Thr. Bk. An. 631 ist schlecht und irreführend. p. 83 H.; Aristid. Quint. p. 89 f. 44 Meib. (54. 29 Jahn). Es muss also bei [i-ih eine gelinde Aspiration vernommen worden sein, und demgemäss sind im Neugriechischen
;

die

Die Neueren scheiden b und p

Medien gerade so gut wie die Aspiraten zu Spiranten (v, f u. s. w.) geworden. u. s. w. entweder als tönende und tonlose Laute,

weil bei ersteren die Stimmritze mittönt, oder als fortes
diese

und

lenes, harte

und weiche;

Scheidungen gehen auch durch die Reibelaute hindurch, und es verhält sich
z,

franz. s zu franz.

Anmerk.
,

4.

f zu v gerade -wie t zu d, p zu Unter allen Konsonanten steht

b.
p

den Vokalen

am
,

nächsten.

Schon griechische Grammatiker (Schol. ad Dionys. Thr. in Bekk. An. II, p. 693 sq. indem es 806 sq. Theodos. p. 27 sq.) bemerken p habe die ouvotfit? cpcuvTjEvTOi a) mit dem Spiritus bezeichnet werde, b) in der I. Dekl. ä nach p bleibe, während es bei den übrigen Konsonanten in tj übergehe, c) die äolische Mundart den
,

Vokalen bei folgendem p wie bei folgendem Vokale ein u zusetze, als: aüo);, t'jaoz, aup7]XTo;. Das Sanskrit hat einen vokalischen R-Laut, der ri heisst (r geschrieben);
dazu auch einen freilich selten gebrauchten vokalischen L-Laut; auch slavische Sprachen, vde das Czechische, besitzen vokahsches r und 1.
3.

Die drei Doppelkonsonanten:

^,

rl,

C vereinigen in sich einen

stummen Konsonanten und den Spiranten
§
1. 8.

o,

nämlich
lenis.

xa, tco, oo.

S. § 3, 14.

Spiritus asper

und

Ausser

dem

Spiritus asper (-vsujxa oaou), der zu

den Spiranten

gehört (Kehlkopfspirans) und
spricht
('),

bezeichnet die

und deutschen h entgrammatische Schrift der Griechen und
lateinischen
Schrift

dem

demgemäss unsere

Kehlkopfes, welcher vor Vokalen

auch den Explosivlaut des im Wortanfang, bei uns besonders auch in der Komposition vor vokalisch anlautendem zweiten Teile („Mundart") zu hören ist, und den die Semiten mitAleph schreiben. Man nennt diesen Laut ( ') spiritus lenis, -vsutj-a '^iXov, obwohl eigentlich diese Bezeichnung, „hauchloser Hauch", eine contradictio in adiecto ist.^) Oder er heisst Trpoacuota -^iXt,, gemäss der abusiven Ausdehnung des Wortes rpootuSia accentus auf die sonstigen verAvandten Lesezeichen. Jedes mit einem Vokale anlautende Wort hat
griechische

=

•)

Korrekt Philodem.
-aii

tt.

zoitju.

Fl.

Jahrb.

Suppl. XVII, 247:
(Aspiration)

dvsaei
v.ni

(Bary-

tonierung)

äTrixäoet

(Oxytonierung)

xat

T:poc::v£63£i

O^tXotTjtt

(Hauchlosigkeit).

§

8.

Spiritus asper

und

lenis.

67

Bei Dipheines dieser beiden Hauchzeichen, als: 'A-oXXcuv, btopia. thongen nimmt das Hauchzeichen übhchermassen seine Stelle über dem zweiten Vokale ein, als: olo;, sO&uc, auxi'xcx: beiden uneigentlichen Diphthongen: a, (u aber in der Unzialschrift links oben von
-/),

Es beruht Lehren der Grammatiker, sondern hat sich als praktisch bei uns herausgebildet, damit man nicht ai; a-ix, Ai'aso) aisso spreche. Die Liquida p wird anlautend mit einem starken Hauche gesprochen und erhält daher zu Anfang des Wortes den Asper, als: pvfop
ersten Vokale, als:"Ata3(o (aaau)),
'^Hi
(f,),

dem

'ßior, (tuoT,).

dies nicht auf

(rhetor).

Treffen in der Mitte des Wortes

zwei

o

zusammen,
als:

so

erhält

das erstere den Lenis,
S.

das letztere den Asper,

Ouppoc
Diese

(Pyrrhus).

Schol. ad Dionys. Gr. in Bekk. An. IL p. 693.
ist

Schreibung pp

indes in

neuerer Zeit

abgekommen und

hat auch

einen Zweck, obwohl sie, wie lateinisches rrh zeigt, eines Grundes keineswegs entbehrt. Die Steinschrift der alten Griechen kannte alle diese Lesezeichen nicht; auch in der Bücherschrift noch der römischen Zeit fügte man höchstens hie und da um der Unzweideutigkeit willen den Asper zu, wenn etwa z. B. ou von oö zu scheiden

kaum

war.
seit

Nur

bei Dichtern nichtattischen Dialekts

kamen
dem

die Lesezeichen

der Zeit der Alexandriner regelmässig zur Verwendung.

An merk.
der rauhe des

1.

In den vorionischen Alphabeten, so
(

alten attischen,

Hauch durch den Buchstaben Heta
bildeten

Q

,

H) bezeichnet.
Hälfte des

wurde Nach Annahme
in

ionischen Alphabets

die Tarentiner

und Herakleoten
Zeit,

Italien
:

für
1.

den Hauch ein neues Buchstabenzeichen, wozu

sie die erste

H verwandten

Anderswo, so
als

in

Athen

vielleicht
h
:

schon zu Piatos

wurde

dies selbe Zeichen

und dieser Gebrauch ging auf die alexandrinischen Der Spiritus lenis wurde in älterer Zeit gar nicht bezeichnet; erst die alexandrinischen Grammatiker benutzten dazu das Zeichen -[ d. h. die andere Hälfte des H. Schol. ad Dionys. Gr. in Bekk. An. II, p. 692: xo otiu-eiov
Lesezeichen übergeschrieben
A,

Grammatiker über.

.

xfji
xoiJ

oaaefaj, rjxoi tö

oiyrjrö\x-t^[ia

roO

H
ir.i

xo
xct

ir.l

xd

e'^oj

d~Eaxpafj.iJi£vr,v

.

.,

xo oe £Xipov
octaeiot

a'jxoü oxoiyei'o'j otyox6jj.T^'Aa
XT|
'inX-rj

ia^o
J

rxo[ji£V7)

xuttov xoü

H

äTroxeXet, oiov

^sxpaaa^vov. p. 706:
|;

f,

o'jva-

noch deutlicher

p.

780

extr.

Sehr

bald wurden die Zeichen zu ~1 und

L

verkürzt; aus diesen beiden eckigen Figuren
'

entstanden später in der jüngeren Minuskelschrift die abgerundeten Zeichen
2.

:

und

'

Inlautend

kam

der Spiritus asper im allgemeinen nur in der
in

Komposition vor: doch wurde er
als sonst gehört.

diesem Falle gewiss noch schwächer

Die Inschriften, die das
mehrenteils weg;

H

=

h verwenden, lassen

das inlautende

das Lateinische indes gibt in der

Regel auch den inlautenden Hauch wieder: exliedra (exedra), parhippus, Panhormus, Euhemerus.^)
s.

Näheres über die ^Interaspiration"
den Dialekten

unten § 23.

Anmerk.
»)

2.

Über den Gebrauch der Aspiration

in

s.

§§

22,

2:^.

S. K. L.

Schneider.

Ausf.

lat.

Gr.

I,

S. 192.

68

Voll

dem Wesen der

Vokale.

S

'K

Von

«leiü

Wesen der Spruch laute und von dem Verhältnisse
derselben zu einander in den Mundarten.

Um

eine klare

und

sichere Einsicht in das

Wesen

der griechischen

Laute und in das Verhältnis derselben zu einander in den Mundarten zu gewinnen, ist es notwendig, einen Blick zu thun auf die Laute der mit dem Griechischen urverwandten Sprachen. Die Arbeiten der vergleichenden Grammatik ^) haben zum teil mit vollkommen ge-

nügender Sicherheit aufgewiesen, was von den Lauten einer jeden der indogermanischen Sprachen so zu sagen ursprünglich ist und was nicht, und auch wo ein solcher Nachweis nicht zu erbringen wäre, ist es doch lehrreich und wichtig, das in den verschiedenen Sprachen
Entsprechende zu kennen.

§
1.

9.

I.

Von dem Wesen

der Vokale.

Der A-Laut, im Sanskrit ungeteilt, hat sich im Griechischen Laute a e o (a s o, ä tj «> si ou) gespalten; dasselbe ist im Lateinischen der Fall, nur dass hier e und 6 grossenteils zu 1 und u weiter entwickelt sind. Doch zeigt sich die Zusammengehörigkeit dieser A- Vokale, wie man sie mit L. Meyer nennen kann,
in

die

drei

auch im Griechischen
Masc.
xaÄo;,

fort

und

fort,

man

vergl. xaXa (dor.), xaÄrj

(att.),

Voc. xa>i,

N. Plur.

y.r/loi,

dazu

xaXa-i?,

xa/.ou

(aus

o-o,

strengdor. xaXw), xaXw.-)

Beispiele des Entsprechens in
:

den verwandten
s.

Sprachen, zunächst für die kurzen Laute
xaX-ö?,

a) gv. a, sk. a, lat. u.

w.

a,

sk. kalj-as (gesund), oaxpu,

1.

lacruma;

goth.

tagr,

oax-vu>,

sk.

dac-ämi, goth. tah-ja (zerreisse), xav-ayetü, rausche, sk. kaü-kaui, Glocke,
1.

can-05
1.

b) gr. 0, sk. a
o<\)

(ä),

lat.

(e),

deutsch
S6[xo;,
1.

meist a:

^öv-j,

sk.

gänu,
6y.xw,

genu,

(F6t{/),

1.

vöx,

sk. väk,
d.
e,

domus, sk. damas,
sk.
avis,
(i):
1.

sk.

ashtäu,

goth. ahtau,
c)
1.

acht,

ou

(o/i;)?
s.

1.

ovis,
1.

althochd.
serp-o,

auwi Schäfchen;
sarp-ämi,
ir.xä,

gr.

sk. a, lat. u.

w. e
-/ivo;,

^r.-ui.

sk.

Septem,

sk.

saptan,

genus, sk.

1)

wir nur die umfassenderen

Mit Übergehung der klemeren Schriften über Sprachvergleichung erwähnen und wichtigeren: Franz Bopps Vergleichende GramAufl., Berlin

matik
d.

(2.

1857—61): A.
(2.

Fr.

Potts Etymolog. Forschungen auf dem

Gebiete der indogerm. Sprachen

indogerm. Spr.
(5.

(3.

Aufl.,

Gtg.

Detmold 1869—76): A. Fick, Wörterb. 1874—76); G. Gurtius' Grundzüge d. griech.
Aufl.,

Etymologie

Lpz. 1879); August Schleichers Compendium d. vergl. Weimar 1866); Leo Meyers vergl. Gramm, d. griech. u. lat. Spr. (2. Aufl. 1882—84); W. Christ, griech. Lautlehre; R. Westphal, Vergl. Gr. d. indogerm. Spr., L T., d. indogemi. Verbum (Jena 1870): Gustav Meyers griech Gramm. (2. Aufl. 1886), K. Brugmanns Grundriss d. vergl. Gramm, d. indogerm. Spr., Bd. I, 1886, u. griech. Gramm, im Handb. d. klass. Alt.-Wissensch. II, 1 (2. Aufl.
Aufl.,

Grammatik

(2. Aufl.,

1889).

2)

Vgl. G.

Gurtius, Zur

Kritik d. neuesten

Sprachforschung (1885),

S. llOff".

§

9.

Von dem Wesen
\ii\Qc,

der Vokale.

6^
sk. manas-as, lo-co,
fer-o,
7.

g-anus,
1.

sk. mänas, Gen.
1,

fievou;

(st.

[xevsa-o;),

edo, sk. ad-mi, h-ü,
sk.
s.

est,

sk." as-ti,

cpep-w,

1.

sk. bhär-ämi,
s

l-cpsp-ov,

si-bharam.

Über

den Wechsel von

in

den

Dialekten

§ 24,

1.

2. Aus dieser Spaltung der A- Laute erwuchsen der griechischen Sprache grosse Vorteile. i) Zuerst wurde dadurch- eine grössere Lautabwechslung bewirkt; vgl. sk. ä-bhar-am u. l'-cpsp-ov, sk. ä-labh-am u. £-Xc([5-ov, a-bhar-ämahi u. s-cpsp-ofxsöcz, ga-gan-a u. Ys-f ov-a, da-darc-a

u. o£-oop-x-a

ein Wort wie ^atapathabrähmana würde dem griechischen Sodann treten die verschiedenen Ohre unerträglich gewesen sein. Flexionsformen eines Wortes deutlicher hervor; vgl. sk. Nom. u. Akk. si/stö u. PL pädas, Gen. S. padäs u. iroos;, Tooac, roooc, avahata Ferner hat die Sprache diesen Wechsel auf das Sinnreichste ci'/sto. für die Flexionsbildung der Verben und für die Wortbildung verwendet
;

=
z.

man

umfasst ihn unter
ETpacpr^v; xpocpTj,

dem Namen

der

Ablautung;
y-Xs-iiio),

B.

-pscpo),

xiipoccot,
xXoTCr],

xpocpsüc, Tooccpspoc;

xixXocpot, IxXäTTTjV;

vgl.

stehle, stahl, gestohlen.
in u.
ö^fx u.

Auch

ist

dadurch die Anvgl.
s.

zahl der
ucv in
3.

Wurzeln

der griechischen Sprache grösser,
o£[x

jxav

u.

[jL0tivo}xGti

<jL£v«),

lu oa[i.aCo> u.

0£[xo)

u.

w.

Das lange a hat
:

sich in gleicher
ä, r„

chischen in drei Laute
(d.
i.

m

gespalten. Z. B.
1.

Weise wie das kurze im Grieoäif;p, sk. devr Nom. devä
stä-re,
1.
y)[j.i-,

daivä),

1.

levir, oxa- oxt,-, sk. sthä,

sk. sämi,

1.

semi,

althochd.

sämi-,
1.

halb,

ocupov,

sk.

dänam,

dönum,

Yt-pw-oz«), sk.

gänä-mi,

Dialekte

(Juxu?, sk. äcus, lat. Komp. öcior. Über die Auch diesen Wechsel der langen Laute hat die Sprache zu Flexions- und Wortbildungen vielfach benutzt. S. §§ 36 und 37. Bezüglich der innerhalb des Griechischen entstandenen langen

(g)nösco,
§
:26.

s.

Laute

ist

zu bemerken, dass die üblichsten Dialekte ein geschlossenes
,

langes e

und o offenen tj und
4.
£,

welches sich zu
«>

et

bezw, ou entwickelte, neben den
;

gewonnen haben

auch

dies

kann zu

Unter-

scheidungen dienen,
in

als x(o k6'((o u. xou A070U.

Die Schwächung eines ursprünglichen A- Vokales, nämlich des
ist
z.

t

im ganzen
sk.

selten
st.
1.

und
as-dhi

tritt fast
[,/

nur vor zwei Konsonanten
i'a-bi

ein,2)
-/i)£c,

B.

e-dhi

as,
iir-o?.
0,

/ÖtCoc; sk. a^va,

equus, gr.

y io (esse); sk. Die Schwächung
ist

hjas,

eines

ursprünglichen A-Vokales, nämlich des
z.

in

gleichfalls

selten,

naktam, 1. nox, $uv, 1. com, cum, o-vu^, sk. nakhas; hie und da ist auch das u aus einem ursprünglichen / entstanden,
B,
vu;,

sk.

J)

Vgl. G.
S.

a.

a.

0.
ff..

12

f.

Curtius' Sprachvergleichung, II. Aufl., 2) s. Curtius, Etym.5, S. 711

Berl. 1848, S. 33fr.,
ff.,

Christ
Gr.
12,

L.

Meyer, V

S.

257

A.

Schleicher, Comp.

582.

70
Vgl. (las

Von

(lern

Wesen
U'jpa

der Vokale.

§

9.

Sulüx
-(ovr^

aovr,

m.

tvuriu,

d.

swirran,

aus

-fFavT^

m. dvära-m, aOoq; iii. / svar, (böot. ßava aus 7F7.V7.) m. goth. quino.»)

(Ausserdom im äol. Dial., s. § 24, 2.) und o haben ihren Laut Die beiden anderen Grundvokale 5. Dadurch, dass das ohne Vermischung erhalten. last durchweg vollen Laut u in den dünneren ü verwandelte seinen ursprünglichen näher gerückt, und so geschah es, dass es 5, 3), wurde es dem
i

-j

i

zuweilen in
(schon

i

überging,

so

noch nicht vorkommenden

cpi-cu,

Hom.
ist

Hes.)

kommen

durch Dissimilation in dem bei Homer 'fiTuto ]/ cpu; dagegen ai'aÄo?, ooiov zwar von ou;, Spü; her, aber die Art der

Ableitung

nicht klar.^)

Über

der gew. Sprache zeigt sich
seit

dem
'

4.

Jahrh.

v.

Chr.,

im äol. Dial. s. § 24, 2; in zu u etwa sporadischer Übergang von als in 'Afxcpixxuovötc (seit 410 nachzuw.)
i

st.

u

i

für
st.

AfxcpixTi'ove?,
;

r,[xuau
e.

(schon 378

v.

Chr.)

st.

Tjjxtau,

Mouvo/i'wv

(s.

306)

Mouviyiwv

auf

delischen Inschr.

(um 180

v.

Chr.) y.uXuyviov zu
es ist hier AssiVjtiuaEo;
r^\i'jjti'y.

xuXi'yvr,,

Kovt)ux(ui für

ixtut,

XotpuXo;

für Xoipi'Xo;;

milation wie in

r,[xuau,

neben welchem keineswegs
ist

vorkommt.
wörtern:
Praef.
1.

Begreiflich
ßiß/aov

ein solches
Inschr.

Schwanken zumal
ßu^XioUrixTfi

in

Fremd-

ßi'ßXoc

att.
s.

der guten Zeit, Plato
Inschr.

Euthyd.
v.

VI) u.

w.

;

ßu;5Xiov

(Schanz seit dem

auch schon in Herodots Hdschr. überBedeutungen als „Buch" ausschliessliche wiegend und in anderen Form, so auch ß-j^Xou Aesch. Suppl. 761, ßu,3Xou? Hermipp. 63, 13
Jahrh.
Chr., aber ßüßXo?

Kock.
dorisch;

Ferner
fxoXtßo?

ist

fioXußoo?

attisch

(Inschr.);

aber

ßoXißo;

|3o/a<xo;

hat

Homer

(Sophokl.)

Herodian (11,551) }x6Xißo;und
hellenist. für att. jxoXußoo?.

— Schwanken in Dialekten
lakon.
Inschr.,

[xoX u ß 00; will

neben iJLoXüßoaivot, nach Moeris ist
; :

wonach
jiöXtjßo;

aiaijj.vaxa?

megar.
desgl.,

für

aiaü[i.vT;Xr,;
'

,

Tivoapioat

'EXeuuvia

('EXsoai'vtct)

"ApTa[xi?

laxuvöoxpocpo!;

auf Knidos nb. 'Tax-vöo;

in

Lakonien.^)

Dagegen in der Zeit, wo der U-Laut des u noch feststand, war eher hinüber darum in der Reduplikation zur Verein Schwanken nach meidung des vollen Gleichlauts ixop-p-up-to, murmuro, Tropcpupto, xoxxu? cucülus. So auch TJXo[j.-o? auf einer (freilich auch sonst Fehler zeigenden) Vase Avohl chalkidischen Ursprungs C. J. G. 8412; bei den Ghalkidiern und überhaupt auf Euböa ist nach allem Anschein das wie bei den benachbarten Böotern lange noch u gewesen.^)
;

-j

1)

S.

Kuhn
2

in Zeitschr.
cpitu

f.

vergl. Spr. XI, S.
will.
4)

308

£f.

2)

Q.

Meyer
L.

107

2

f..

der mit Unrecht auch
d.
12,
att.

Inschr. 22

ff.

;

566;

Christ,

S.

von K cpu trennen Blass, Ausspr. 40^ 29; G. Meyer, 1052 f.

3)

Meisterhans, Gramm

_

Curtius, Et.^ 717;

Meyer

§§

10.

11.

Die harten Mutae

/.,

tt,

t.

71

IL
§ 10.
1.
a)

Konsonanten. ^)
A. Mutae.
Die harten Mutae
x,
t:,

t.

Dem

k der verwandten Sprachen,
can-is,

als

des Lateinischen, bezw.
x, als

dem k k c
xti-euv,

des Sanskrit entspricht im Griechischen a) meistenteils
1.

sk. cvan, N. gvä,
1(

oet'x-vjfii,

sk. dic-ämi,

1.

im Sanskrit

(k,

9),

im Lateinischen qu
(mit

=

in-dic-o; b)

wo
der

kv, pflegt

im Griechischen
1.

dem

letzteren
tt

entsprechend
:

rückwirkender Assimilation)
s

Lippenlaut
secutus,

zu stehen, als

e7ro|xat (st. asixoixai),
i,

k

:

si-saU-mi,
o«]^,

sequor,
(/ö(];),

secundus,

emov

(d.

Ijet-ov),
I.

liio?

(/eiro;),

Ö7r-<i;

sk. vaU-mi, rede, valc-as,

Wort,

vöx,

vöc-is, vöc-are;

den Wechsel des
Falle vor
z
i

tc

u. x in

den Dialekten § 28,
x,

a)
1.

;

s.

indes über

c)
xi'c,

im gleichen
xi

der Zahnlaut
1.

als:

tI,

sk.

Ita,

que,
1.

u. xU,

xi,

sk. na-kis,

Niemand,
1.

quis, quid, Ttevxe, panlcan,
;

quinque, xexxaps;,

sk. Uatväras,

quattuor

doch

ist

hier

vollends fast überall in den
s.

Dialekten Schwanken, als:

TrejxTts,

Tiexxape«,

das.;

d) zuweilen

ist

im Inlaute k
jämi,
I.

in y erweicht, als:
tit^Y'^'^M-')

[Asr/vufxi,

fAia/o),

A. P.
1.

Ifiqriv,

sk. micra-

misc-eo,

sk. päc-ajämi, binde,
xt^x-w
;

pac-iscor, päx^ päc-is,
v
:

xT^Y-avov,
xvicpa?,

Schmelztiegel,

v.

desgl.

im Anlaute vor

yvotpo;

neben

7va(peuc

neben

xvacpeü?.

Vgl. Über die Dialekte § 30.

fast
(st.

2. Das p der verwandten Sprachen erscheint im Griechischen durchweg als tt, als: spKtu (st. (jspTro)), sk. sarp-ämi, 1. serpo, uödi;
TToxu),

sk, patis,
s.

1.

pot-is,

pot-ens,

Tiraxrjp

sk. pitä (St. pitar),

1.

pater.

Über

die Dialekte

§ 32.

3.

Desgleichen entspricht
x,

dem
stelle,

t

des Sanskr., Latein,
1.

u. s.

w.

fast

durchweg
str-nömi,

als:

xeivw ([/ xev) sk. tan-ö-mi,
ai'-oxT)-|jLi),

ten-do,

axpwv-vufxi,
1.

sk.

t-axrj-ixi (st.

sk. ti-shthä-mi, stehe,
x

sto, si-sto;

ganz vereinzelt sind Erweichungen des

zu

0,

als
b.

in

dem FremdSaTriSac

worte

SoKt?

neben dem älteren
fr.

xaTti«,

Teppich, beides
(I,

Xenoph.,
xanT);

auch Ilermipp. com. Kock
IßoofjLo;
ist

63, 23
1.

p.

243), dagegen

Honi.;

u. oYÖooc

neben

enxä,

oxxdi),

scptiraus,

octavus; die Erweichung

hier

dem

urspr.
s.

unmittelbar auf die Mutae

folgenden
ist

}ji,

f

zu-

zuschreiben,

§
i

181, 3.
(u),

Umfangreicher aber
S.

die

Assimilierung
als:

des x zu o vor
71031«,

besonders im lonismus und Atticismus, dor.
oiocaxt.

sk. patis,

61'Stüat,

§ 31.

§ 11.
\.

b) Die

weichen Mutae

ß>

^•

Bei g
es

ist

das Verhältnis der Sprachen

ähnlich
gr.

wie

bei

k,

d. h.

entspricht

dem g g
Etyni.5 130
i

des Sanskrit
f.,

a)

Yi

als yivo;,,

sk.

1)

Vgl.

Cuitius,

444

fr.;

L.

Meyer.

V. G. 12, i291T.;

Christ,

S.

110

ff.

7-)

Die gehauchten Mutae.

§ 12.

gämis,

1.

freniis,

-/eü«),

«k.

{^'UKh-arai

,

1.

gusto;

b) es ist

aus gv

vielfach p hervorgegangen, als: ßoi'vcu, l[ir^^^, sk. gi-gä-rai, A. a-gäm, lat. venio für gvenio; papti;, sk. guriis, 1. grav-is; ßoy;, sk. gäus, hierauch
lat. bos; ßpecpo; (tö), sk. garbl»-a.s

(masc);

ßto«, ßioxo;,

sk. givas, givathas,
s.

Leben, lat. vivus, lebendig, für gvivus;

über die Dialekte

§

28 b);

c) vereinzelt auch o vor hellem Laute, als: oeX'fu; (uterus), sk. garbhas (Mutterleib); dazu vor v in cvöcpo; neben Yvöcpo«. Vgl. über die Dialekte §28b.
2.

B

als

allgemein indogermanischer Laut
imber,
öt-ow-ixt,

ist

selten
1.

;

im Latein,
ßXrjya-

indes entspricht griechischem
oixat,
1.

ß oft b, als in ßpayü;,
1.

brcvis,

blactcro, d. blöke,

oji-ßpo?,

3.
|xv7]fjLi,

Sanskr.

lat.

d
1.

=
c)

gr.

o,

als:

sk. da-dä-mi,
1.

1.

do, ca-

sk. däm-jämi,

domo,

löoj

(lafli'o)),

sk. admi,

edo.

§ 12.
1.

Die gehauchten Mutae

-/,

cp,

}}.

Den weichen Aspiraten des
die

Sanskrit: gh, bh,
%,
d. h.

im Griechischen
aus
&p£(}>to

harten: /,

cp,

dh entsprechen kh, ph, th, wie man
Tce-'fuxa,

deutlich aus der Reduplikation sieht, als: xl-yuxot,

Tl-9uxa, ferner

neben

rpecpcD,

Tpocpy],
st. i-K

aus
ou,

dem
aus

Ionischen IvSaux«, xt8d>v neben
d. Lat.

£VT7.3\*^a,

yiTtDv,

aus

d^' ou

Poenus, Pilemo, purpura

u.

(Doivi$,
cpuvai,

(DtX^[xtuv,

T:op9upa (vgl.
(nicht

Curtius,
s k.

Et.^

415

f.);

vgl.

sk.

bhü
Bei-

=

Perf.

ba-bhü-va

pa-bhü-va wie im Gr.
lagh-us
(leicht),

ue-cpüxa).

spiele:

l-Xoy-uc, klein,

l-Xay-iaTo«,

lagh-isthas, yoTpoc,
(poßoc,

Ferkel, sk. ghrshvis, Schwein;
sk. bhaj-am,
cppätvjp, s k.

vecpo;

Wolke, sk. nabhas, Luft;
1.

bhrätr

Nom.

bhrätä,

frater; avOo;,

Keim, Blume,
ent-

sk. an-dhas, Kraut, Grün,

Ti-»r]-(xt,

sk. da-dhä-mi.

Dem griechischen /

spricht im Sanskrit und zuweilen im Inlaut
hjas,
yaipo),

ausser gh auch h,
desgl. h,

im Lateinischen im Anlaut

L

heri,

yeip,

sk.

im Inlaut meistens g, als: y^k, sk. har-anam (Hand), alt lat. hir b. Lucil.,
1.

sk. harj-ämi (amo, desidero), oyecD (Foysoj"), sk. vah-ämi,
lat.

veho;

qyeXu;,

anguilla, Xeiyo), sk. ]/
f,

lili,

1.

lingo.

Für

cp

hat das Lateiaixcpw,
lat.

nische

im Anlaut

als

cpeü-yw,
f,

fugio,
{)u[jlöc,

im
sk.
st.

Inlaut b, als

ambo;
fümus,
lat.

für & anlautend ebenfalls

als
d,

dhümas (Rauch),
piiSjo;,

inlautend wieder die Media

als [x^aao;
ouftap,
cp

sk. madhjas,

medius, oder b, als IXeudepo;, über,
2.

über.
sich in

Übergang von y (y/)
vitpdt?,

in

findet

dem Akk.
vei'cpEt,

-A^-a,
1.

Schnee,

Schneeflocke,
st.

vicpexö;,

Schneegestöber,

schneit,

ninguit, nix (St, niv
dep}x6;,
()epti7],

nigv);

vor hellem Vokale in 0:
leuchte,

öepotxat,

&epoc,

sk.

gi-ghar-mi,
in

ghar-mas,
c.

Glut.

Über den

Wechsel der Aspiraten

den Dialekten § 28

§§

13.

14.

LiquiJae

p

und

X.

Nasale

v

und

[a.

73

§ 13.

B. Liquidae q

und

A.

Die beiden Liquidae

verwandt

sind,

p und X, welche offenbar nah mit einander schwanken häufig unter einander. In den bei weitem

meisten Fällen entspricht indes

dem

r des Sanskrit
;

das griechische

p,

auch nicht wenige Beispiele, wo dem sanskr. r griech. (lat.) X (1) gegenübersteht; dazu auch solche, wo das Griechische selber zwischen p und X schwankt. S. Giese, Z. B. ipiaoziv, sk. ar-i-tras Aeol. Dial. 276 ft\; Gurtius, Et. 5, 554. Xüw, sk. (Ruder), 1. remus, cpepto, sk. bharämi, 1. fero, goth. baira;
1

dem

jener Sprache das griechische l

doch

gibt es

lu-nämi (seca, disseco),

1.

re-luo, löse

wieder

ein, so-lvo (st. se-luo, solü-tus),
1.

goth.
sk. r

lau-sja, löse, (xeXä?, sk. malas, schmutzig, schwarz,

malus;

aber

=

griech.

1

z.

B. Xeuxo?, weiss,
TrXeiov,
1.

Xu^/voc,

Leuchte,

1.

luceo,

sk. röU-e,

leuchte, ruU, Glanz, uoXuc,

plus, sk. purus, viel, xXüw, lat. cluo, sk.
;

]/

cru,

ut'jnrXTjixt,

1.

pleo, s k. pipavmi
als
:

p

und

X

schwanken im GriechiKichererbsen,
dtXxT);

schen

in einigen

Wörtern,

paxo? u. Xa/o;, Fetzen, xopuixßo? u. xoXocpwv,
Iplßivftot,

Gipfel, aipew (dial. auch mit X) u. elXov,

u. Xsßivdioi
xpt'ßovo? u.
p.

(Hesych.),
xXi'ßavo;

ßpuoj u.

ßXuoa,

dpxstu,

1.

arceo, u. aX-otXxsIv,

(Lob eck ad Phryn.

p.

179,

Rutherford,
xscpaXaX-i'iot

Phryn.
u.
s.

267

f.);

dazu

7X(i)jacxp7oc u. -fKijisaak^o^,

x£cpaXap7ia u.
p

av.,

§ 67, 4.


s.

Über den Wechsel des
§ 29 a.

mit X,

des

X

mit

v

in

den Dialekten

§ 14.

C Nasale

v

und

ft.

Vor bemerk.
nk, YY

=

ng, fy

=

Der Nasal v geht vor einem Kehllaute nch, vor einem Lippenlaute in [x.

in y über,

also

y/.

=

L Das n der verwandten Sprachen findet sich im Griechischen im allgemeinen als v wieder, so: vaü?, sk. näus, 1. navis, avr|p, sk.
naras (Mann, Mensch), iwia (Iw^Fa), sk. navan,
sk. nakhas,
in
att.
1.

1.

novem,

ovjc,

G. -yo;,

unguis, d. Nagel;

in X ist v

anscheinend übergegangen
i);

TtXeüfxwv

(auch Hippokr. VI,
Trveufxtov

374 nach cod.
u.

dor.

Inschr.
(u,

Epidauros), wofür

in

der
^)

xotv?)

b.

Hom.

II.

8,

528

486),

wo

da auch im Lat. (pulmo) und im Slavischen 1 erscheint, so kann auch TtvsufKjov aus ttX. durch Anlehnung an TTvso) entstanden sein (L. Meyer P, 129); über Xi'xpov st. viTpov
indes nach Photius
TrXsufxovi;
s.

über den Übergang des v in a s. § 68,4. Ebenso hat sich im Griechischen grösstenteils das m der verwandten Sprachen als [x erhalten, als: [xt^, sk. mä, [xeaao«, ixeuo;, sk. madhjas, 1. medius, (xrjxrip, d o r. fjLatrjp, s k. mätä (St. matar), 1. mater, «(xa,
die Dialekte § 29 a;
2.

»)

S.

Eurip. Stud. 1,34;

Lobeck, Phryn. p. 305; Dindorf. Steph. Thes. G, Schanz, Praet'. Gorg. V; Wecklein, Cur.

p.

1261;
4-;^.

Nauck,

ep.

74
sk.
sjiiaa,
1.

Spirans

o.

§ 15.

Hiniul, iiiito (Feixlto),

sk. vam-ämi,

1.

vomo.
als:
-;

Im

Inlaut
(st.

ist

es in

wenigen Wörtern (vor j) sk. gam; s. Gurtius, Et.
immer,
diYpov,

in v
^

übergegangen,
ff.
,

[:;atvü>

ßav-jo)),

534

G.

Meyer, 185
sk.
clor,
u.

aber

als
1.

Auslaut
ferebam,
§ 29
a,

als:

tov

st.

toja,
1.

sk. tarn,

l-cpepov,

ji-bliaram,
vt'v

sk.

agram,

agrum.
tj.,

über den Wechsel von

t:,

ß

Über das im Aeol.

st.

jjli'v

s.

Dor.

§ 82.

D. Spirans
§ 15.
1.

<?,

Halbvokale
Spirans cA)
ist

/, j.

a)

Wesentlich unterscheidend

für

das Griechische im Verj

hältnis

zu den verwandten Sprachen die Behandlung des Spirans

und der Halbvokale v und j. Jene ist in starkem Masse beseitigt, und zwar schon in vorhistorischer Zeit; das j völlig in der gleichen Zeit das v f sehen wir auch aus den Dialekten, die es länger als das Attische und Ionische hatten, sichtlich mehr und mehr verschwinden. hat sich hauptsächlich in zwei Fällen regelmässig verDas wandelt oder verflüchtigt: im Anlaut vor Vokal und im Inlaut
;

zwischen Vokalen.
a)
u;,
1.

Anlautendes
u.

o

vor Vokal hat sich
SaX[jLo;
ist

fast nie erhalten
in

:

ao;

neben
aaf^r^^,

2aXfi.ü)v

AX[X(ov,

U.

AXfio;
in

(St.

Böotien),

aocpö;

sapiens; in der Regel

es

als: «[xa, sk.

samas
semi-,
'i^to

(ähnlich),

den Spiritus asper übergegangen, goth. sama (derselbe), d. samt; Yjfxt-su?,
i3,

sk. sami-,
hinzu;

1.

ahd. sämi-(halb); b^öc [/
[./

aeo,

sk. säd-ajämi gehe
d. sitzen;

£!^6fi7)v

ko,

aso,

sk. sidami,

1.

sedeo,
1.

urvo;,
1.

sk.

svapnas (also
aXz,

gr. entspr.
1.

mit sva zunächst
d.

a'j),

somnus;
(u),

otXXopLat,

salio;

sk. saras,

sal,

Salz;
ju;,

uXr^
1.

1.

silva;
d.

upa;

lat.

sörex (auch
sarpami,
1.

hier sva

=

ou);

6;

neben
1.

sus,

Sau;

ipKo),

sk.

1.

serpo; iKxi, sk. saptan,
ETTojjLai,

Septem;

IßSofio?,
1.

sk. saptamas,

septimus;
Teil 3

sk.

sisaUmi,

1.

sequor;

taTTjfxt,

sisto;

desgleichen
1.

zum

mit folgendem j:
sveidös, L.
gefalle,
oT,

tSpcüc,

sk. svidämi, schwitze,

südor (aus svoidös od.
sk.

Meyer),
"^/o^j

d.

Schweiss; avoavtü,

Tjöojxat,
1.

svad-ämi, koste,
a.

Med. sväde,

gefalle, rjSuc,
o?j

sk. svädus,
(«J/o;,

suävis
sk.

svadv-is; oZ,
(selbst),

e

(d/oü,
1.

'^f^)}

^ö?

ae/o;),

sva-

svas
1.

(eigen),

sui,

sibi,

se,

suus

(aus sevos
i;

sovos), exupos, sk. ^vaguras,

sÖcer

a.

svocer, goth. svaihra;
1.

dor. fiz,

sk. sas, sex,
ist

sechs;

s'xto;,

sk. sasthas,

sextus.

In anderen Fällen
;

indes von 3/ das a ge-

blieben: aqav, ahd. swigen

man

sucht die meisten mit a

und Vokal

anlautenden Wörter auf den Anlaut
ar^Titü,

aiÖTjpo;,

a{voiJiai

(G.

Meyer,
in

af zurückzuführen, als: aäxxw, Gr.^ 220 f.). Das Kyprische ging
der Verwandlung des anlaut. 3 in
f.

nach dem Zeugnis der Glossen
1)

Vgl. besonders

Kuhn

in Zeitschr.

vergl. Sprachforsch. II, S.

128

ff.

§

15.

Spirans

3.

75

h noch über
Spir.

die
ist

asper

in
:

Verflüchtigung auch des Gemeinsprache hinaus.^) einer Reihe von Wörtern, die z. T. dialektisch
6-0;,

sind, eingetreten

sucus, ahd. saf,
6,

nhd. Saft, oSXo;, e p.
1.

st.

0X0;,

sk. sarvas, altl. sollus, ganz; 6po?,
Ixe^o;,
Eipixo?,

die Molken,

serum,

d-cso;

kypr.

vgl.
oppLo;,

IxojjLo?,

lTr,TU[xo;,

sk.

satjas,

wahr;

eipw,

knüpfe,

neben
7.

(jeipa

(|/a/£p? Gurtius, Et.^ 353. f.) Über das kopul.
6

oder
b)

st

a oder

(sk.

Inlautendes o

sam) s. § 44. zwischen Vokalen ist meist innerhalb des Griesa,

chischen aus T neu entwickelt, als -oat; (§ 10, 3), -iibr^o'. dor. x[\}r^v., oder aus aa vereinfacht, als Y£vs3(a)t 10(3)0? [x£3(3)oc t63(3)oc unklarer
;

Herkunft sind
klination (Dat.

v63o;, v^ooc,

2
00

sg.

act. 31

Med. 3ai im Dorischen bei den Verba auf

Doch behauptet sich 3 in der DePlur. Tfj3i Toiot) und besonders in der Konjugation bei den Verba auf ut und in den Perfecta desgl. 2 sg.
jxiosTv.
;

[xt:

t''i>Tj3i

2.

Person: ferner

im Impf. Plusqu. analog dem ooti; oa im Aorist auch nach Vokal, desgl. 3oj im Futurum: vixtjOoj, (jLtoi^u)3to. (Eine i}xi'3i}a)37. einheimische Nebenform 'Toa[x-o>a? für 'Vä[xT:o/a; wird Hdn. II, 35 angeführt.) In der grossen Masse der Fälle aber hat es sich verflüchtigt, worauf vielfach Kontraktion der nun zusammenstossenden
als hU-rpo.
:

Vokale eingetreten
k\i'{z{o)rj^

ist:

Konjugation

Xs^y]

aus

XeY£(a)ai,

sXrcou

aus

so in der Masse der (barytonen
3
veji.«),

und perispomenierten) Verba
ji.£V£(o)to,

auch im Futur ohne
mus, muris
st. st.

jisvcu

aus
st.

v£[xs(3)(o,

v-o^i^,
fxü;

tsÄw,
(auo;.
1.

axs5(ü § 228; Deklin. Gen.
1.

aypoto

dYpoajo,

sk.

agrasja;

miisis;

-/evo?,

G.

-^sveo?,

sk. manas, G. manasas,
aÄrj^Eia

ge-

neris,

genesis;

akr^Mfi,

7.Xt,9£o;,

dazu

aus

dXT,})eaja;
siTrcijxrjV
1.
;

ferner
r^n,
r,,

(a)£p7:a>,

Impf,
1.

lipuov,

elprov,

((j)£Trofji.ai,

Impf.

isTiofjLTjv,

sk. äsam,
to?

eram,

eirjv st.

eajr,v;

r^cö;,

so)?, äol. autu;,

sk. usas,

aurora;
1.

Gift,

1.

virus,

eap
s.

Frühling,

sk. vasantas;

vjÖ; Schwiegertochter,

nurus, d. Schnur u.

w.

Die Massenhaftigkeit dieser Verflüchtigung

des inlautenden 3 beweist, wie sehr die Scheu vor (Pindar
fr.

dem

oäv xt[3o7Xov

70 A Byk.) den Griechen im Gefühle lag; es haben also auch

die Musiker nicht aus blosser Willkür das 3 gescholten
in

und gemieden,

dem

Grade, dass einige Dichter (Lasos) lyrische Gedichte ohne ein
verb. p. 80 sq. R.),

einziges 3 verfertigten (Athen. X. 455,

Comp.
To
Tj

b d; Eustath. II. 1335, 52; Dionys. und dass Dionysios nach musischen Quellen
3 so urteilt
:

über den euphonischen Charakter des
0,

a/apt ok xal dT,5£;

xal

E?

TX£ovä3£i£,

acpoopoc XuTCsr.

fyrjpiwoou;

yap xai äXo^ou fxaXXov

X071XT,? EcpaTTTEoöai oox£r cf/(ov^? 6 o'jptYjxo?. So sind denn auch, wie wir § 23, 2 sehen werden, einzelne Dialekte noch weiter als die Gemeinsprache in der Tilgung des intervokal ischen 3 gegangen.

1)

Meister,

gr.

Dial. II,

246

ff.

(so 'iyi-^ai-^i, atuS-a).

7g
2.

Spirans

o.

§

1-3.

Aücli aiikiutendes 3 vor Konsonant hat wenigsens starke Einerlitten.

ab vor p und v,') als: (Ato ({A/iü), sk. srav;1mi; f>eo|xa vgl. sk. srotns, (1. Strom (ahd. stroum); öo-fEoj, vgl. vecu, vrjojjiot, schwimme, sk. snaumi iliesse, vi'i7. (Akkus.) vsi'fei sorbeo Schneegestöber, es schneit, goth. snaiv-s, ahd. sneo sniwit; wi-,, sk. snusa,
busse
Stets
fällt

es

;

ahd. snür, jctxt Schnur; veupa ]/ ovjp,
oA

kommt

als

Anlaut nirgends vor.

vgl. ahd. snuor, Schnur. Auch Aus der homerischen Prosodie,

welche anlautendem p X v (auch (x) vielfach Positionskraft verleiht, haben Viele wohl nicht mit Recht gefolgert, dass die vor der Liquida verschwundenen Konsonanten wie a hier noch eine Wirkung ausDer Anlaut aji (gespr. zm, mit französ. z) übten, vgl.. § 75, 12. Die Form mit und die ohne schwankt aber sehr. kann bleiben,

a

bestehen nebeneinander in:
h.

ofxtxpoc u. fjiixpo?
[xixpo?,

(aji^ixo.

Hom.

II.

p,

757,
oft

dazu

Ven.

115,

sonst

ep.

neuionisch gew.

a|i.txpoc,2)

auch bei den älteren Attikern, als den Tragg. u. Plato; 3) auf att. Inschriften erst einmal gefunden *); aixTjpivilo; PI, Leg. 1, 644, e (ubi
V.

Stallb.) u.

[xT)pivi}o?;

ofxiXa; u.

jxTXa;

(s.

Schneider ad
aij-oy.

PI. Giv.

2,

372, b);
aäpocj'oo:;

oixapaYooc

die

gewöhnl. Form, auch bei Herodot, seltener
o[x'J7£poc
ofiuc

£irtoij.uY£p(o<:

Hom.,

Ap. Rh.,

Gramm., gew.
fxuxiTjp
:

ao^spo?;
u.

ajxupaiva

u. [xupaiva;

Hesych.

=
s.

fj-uc;

a7ro|j-uaau)

Hesych.

ofxuxnfip o|j.uoo£T7.i,

so auch

ojxolfov (Fischart)

nb. [xo^wv

jAupov

u. scjixoptajxsv7.; Archil. (sotxupiYfxsvai

Hesych.), o[xupva u. «xüppa.^)

geblieben

ist ajx

in

a}x-^v, o[xy,vo;,

aatXr^ ap-ivur^ u.

w.


»L

Dauernd Vor den Tenues

und Aspiraten kann
Vgl. bei

bleiben,

ist

aber wiederum nicht selten abgefallen.
II.

Homer
u.

oxiovotoHcd u. xi'ovaoBcti

-,

375

u.

226, oxso7.a3v
äol.

p,

749 wie

u. x£oafff}£v-c; ß,

398;

2L>cä[xavopoc u. Ka[x7vöpo;

(davon

Namen

Käfxtuv
u.

Kajx[xuc

zu

^^^xajxavopojvufxog)

;

ferner

nebeneinander

o/Aizzm

oxczTTEToc:

xa-£":o;;
u.

oxEpßoXXo) Aristoph.,

ox£p|3oA£u> x£pßoXE(t)
u.

Hesych.;

axacptopTj

xacpiopr^

(Fuchs),

axäpicpo;
oxvt-^

xapcpoc;
u.
;

r/ifx-xciv^

stützen, u.

xi[X'l/avT£c
;

=
;

£p£ioavT£c,
u.

Hesych.;

(axi'y)

xvt6 (eine

Ameisenart)
o/öXuvaCsiv

oxapöajxuaastv
-/£XuvaC£iv

x7poa[xuaa£iv

b,

Hesych.


-,

u.

Hesych.

(spotten);

t/ u. /,
o-otvi;

a-

u,

u.

-Evojxat, TTEVT,?, TTEvta

oiriXeUo; u. -eXeiIoc,

Kot;

oTiupailo; u. -up7i)o;,

Mist;

noXuTr£p/(uv
(u.

äol.

Inschr.

D.-I.

304

A

=^ IloXuaTtEp/ojv;
hell.

oTrupo;

syrakusan.

Inschr.

Kos

Bullet,

de corresp.

V, 217)
'^,

Weizen; Hesych.
1)

cjTruppouc
5,

=

TTuppouc;


3,

=
u.

züpöc,

acp

und
I,

-'-217?

böot.

Curtius,
ff.

Mus. n, 167
Prosaikern
3[jii7,p6c s.

Et.
2)

692;

Hoffmann,
Dial.

Qu. Hom.

Bredov.

Her. p. 121 sq.

§
3)

Slflf.;

Ahrens. Rh.
afxixpo; b.
att.
ist

über

ad Xenoph. Comment. ungleich häufiger als (xtxpo;, auch ohne

Kühner

11, 12.

Bei den Tragikern
S.
5)

Zwang

des Metrums.

Ellendt,
Nicht stets
o[A6pva,

Lex. Soph. p. 6872.
ist

4)

Meisterhans,
.

Gr. d. att. Inschr. 682.

das

a

vor

p.

urspr.,

ouLctpaYOo;.

Solmsen

sondern zuw. auch Zusatz, so in den Lehnwörtern Kretschmer das. 440 f. K. Z. 29, 84 ff

§ 16.

Halbvokal /.

77
h.
1.;
cpi'v,

Ol;
vgl.

(auch Hes.

th.

326,
p.

s.

Göttling ad
104);ocpi'v,

daher
ebenf.
x,

Or/.tov

opo;,

Lob eck

Paralip.

lakon.
;

wohl lakon.
sthagämi
(turbare);

cpaipt'8o£iv

=

acpatpitsiv u. cpaipcuTTfjp

(Hes.)

ot

und

axi-(m (decke),

o-sYocy oT£7r, (Dach), oxsiavo? (bedeckt), aisvvö? (dicht), sk.

(decke), u. te^o?,

ts-^tj
;

(tego, d. decke); a-up|3fzC£iv u. -upßot^lsiv

oTpöyyoi; u. -pu/vo;

axpuCsiv u.
<{;

xpu^lc'.v;

axpqjxoc u. TpiCsiv.*)

Über

das mit
£

oti

t:

wechselnde

ttt

und das analog mit

ax

v.

wechselnde

xT

s.

§ 33.
oo


Mit
33);
<jß

verschmilzt a zu C
findet
sich

=
in

<j5,

wofür dialektisch
anlautend,
c-;

vielfach 8

nur

opewofii

lautet
3.

überhaupt nicht an.

Über
66,
s.

die
3.

Schicksale

von
a ist

a

§§

64, 5.

Auslautendes

mit Konsonant im Inlaut s. im allgemeinen geblieben Aus;

nahmen

§ 29.
§ 16.
b)

Halbvokal

/

(§ 7).

Der aus der vorhistorischen Ursprache überkommene Halb/ (§ 7, 2), nach seiner Gestalt später Di gamma (Doppelgamma), dagegen von Haus aus gemäss seiner Aussprache (wie engl, w, lat. V § 3, 14, S. 59) Vau (geschr. nachmals Bau) genannt, im alten Alphabete die sechste Stelle einnehmend (§ 2, 1), war ursprünglich ohne Zweifel bei allen griechischen Stämmen im Gebrauche. Da aber sein Laut dem griechischen Ohre und Munde unangenehm war, so wurde er von einigen Stämmen früher, von anderen später beseitigt, indem er entweder durch andere Konsonanten oder durch Vokale ersetzt oder ganz verdrängt wurde. Es wird diese Beseitigung des Vau mit dem Übergange von u in ü in einem gewissen Zusammenhange stehen denn wenn das silbenbildende u zu ü wurde, so konnte das halbvokalische weder diesen Übergang mitmachen, ohne silbenbildend zu werden, noch als einzig vorhandenes U sich auf die Dauer behaupten. Wir sehen somit auch mehrfach, wie sich das Digamma da am zähesten hält, wo das u seinen alten Laut bewahrt hatte, und umgekehrt da früh ausgegangen ist, wo auch das u frühzeitig Letzteres ist bei den östlichen loniern (auch den getrübt wurde. Fall, und so ist bei ihnen auch das Vau frühzeitig beAttikern) der Während es nämlich in den Homerischen Gesängen, seitigt worden.
1.

vokal

;

wie wir § 17 sehen werden, noch im Gebrauche, freilich schon vielfach durch u und im Anlaute durch s ersetzt, in vielen Fällen auch aufgegeben war; ist es in der neuionischen Mundart des Herodot

und hat auch bei den Lyrikern und lanibographen nur schwache Spuren hinterlassen.-) Dagegen kennen es, nach
spurlos verschwunden,
')

Gurtius,

Et.

5,

S.

695;

L.
ff.

Meyer

V. Gr.

12,

S.

96

IT.

2)

s.

A.

Fick

in Bezzenbergers Beitr. XI, S. 255

78
dein Zeugnisse
ilirer

Halbvokal /.

§

16.

Vasen
d.

,

nocli

die

chalkidischen lonier
ein sicheres

Italiens,

und

selbst auf

Naxos finden wir noch

und

ein

sicheres Beispiel

(AFVTO

i.

7.0T0G,

G.

I.

Gr.

10, vgl.
hell.

mehr unKirchhof!',

Bei 1888, 4fJ4). den anderen Stämmen hält sich / zwar länger, und bei den Böotern, sowie bei Italioten bis in die hellenistische Zeit, ja bei den Lakoniern ist der Laut v nie ausgegangen, wenn auch das Zeichen F aufgegeben aber im allgemeinen sehen wir fast überall, wurde (s. unten 3 a, a)
Gr. Alph.
4,

8ü;

Ft^ixotpitorj?':'

Bull,

de corr.

;

dass das

Digamma schon

in

alter Zeit

nicht

mehr

in seiner vollen

und unversehrten Kraft bestand,

sondern

teilweise

bereits

durch

andere Laute ersetzt oder ganz weggelassen war. Den unversehrtesten Gebrauch des F zeigen uns die älteren kyprischen, sowie die altkorinthischen Inschriften.

Bei den

Lesbiern

dagegen, nach welchen

doch das Digamma frühzeitig sehr schwankend; denn bei ihren Dichtern geht es häufig als Inlaut zwischen Vokalen in u und vor p in ß über, noch öfter verschwindet es im Inlaut, und auch im Anlaut wird es nach Bedarf
das äolische heisst,i) wurde sein Gebrauch schon
des Verses
schriften

bald gebraucht,
sich

bald weggelassen.

Auf lesbischen
Bei den
sich

In-

findet

von f keine Spur mehr.
behauptete
es
als
;

Böotern
/

und

einigen

dorischen Stämmen
zuerst
bei

das

zwar
als

länger

und gleichmässiger

ging

Inlaut,
es

später

Anlaut verloren;
vernachlässigt,

aber schon

Alkman
ist

finden wir

bisweilen

mehr noch
die es

bei Epicharmus-);
es

auch auf den Tafeln
in sehr vielen

von Herakleia,
weggelassen.
2.

noch kennen,
a)

doch

Wörtern
nach

Bei spiele 3):

Dor.
fr.

bei

Alkman /

überliefert

oder

99 Bgk. fä (^ iä), 79 oa/iov (= ot/iov), der Überlieferung hergestellt auf dem ägypt. Papyrusfragment (23 B.) col. I, 6 /ava/xa; an /ravac; anderen Stellen ist das / zwar nicht gesehrieben, aber ausgesprochen

worden j wie man
Papyr.
To
fjp,

teils

aus
III,

dem Hiatus,
8 xe

teils

aus

dem Metrum
0;

sieht:

II,

24 t6
EEtce

elSo«,

'lavaefxi';,

frg.

51 Iywv^« avadaa,
söev
(-u-),

76

31

wahrscheinlich l/ei$e v.

jeUw, 69
ti?
tzoxol

36 Kü-

::pi6ö;

exaxt;
fr.

aber hie und da zeigt sich das
(toüto

Digamma
29

erloschen: xouö'
oteiSi^e

aoeav

37

fah. ändert Bergk),

pa 42,

d.

i.

ft2o(/)£ioTj(;

Papyr.

III, 3.

Inlautend als u das.

II,

auetpopisvai

In den lakonischen Stellen von Aristophanes' Lysistrate

(--— w-). kann man Digamma
ist

ziemlich

durchführen
Quint.
I,

,

wiewohl es nie
Prise.
I,
I,

geschrieben
20.

(V.

1096

-6

1)

4,7. 7,27;

12.

Apollon. pronom. 98 A.
2)

Vgl.

Ahrens, D. I, 30ff.; Meister, Dial. bei dem Elegiker Theognis v. Megara s.
inschriftlichen Belege für

103

ff.

Über Spuren des Digamma
f.

Sitzler, N. Jahrb.

Ph.

12-5,

505

ff.

3)

Die
dia-

/

stellt

mit grosser Sorgfalt

zusammen Tudeer, de

lectorum Gr. digammo testimonia inscriptionum, Helsingfors 1879.

§ 16.

Halbvokal /.

79
t-xüj

£j8o?).

Bei Epicliarmus

fr.

19

Ahreus

otxaoi?,
lotxe.

29

xiZ YJpi,

60

yopoai TS dSü,
spiele des

98

7a'fa

tVafjLi

u.

ägh, 113

ot-.'poi^sv

Zahlreiche Bei-

Digamma bewahren die dorischen Inschriften, namentlich die während auf den jüngeren der Buchstabe entweder ganz fehlt, älteren, So auf den herakleischen oder nur in wenigen Wörtern enthalten ist.
Tafeln in /sto; (aber inlautend das.
I,

r.e^xakxr^pk),
/r,Xitü

/ixottt od. fzi/.azi,

/ioioc,

109

dY/7jXr,ÖitüvTt

(= i:etXr,öw<jt
f
(juv£p7tü,

von

=

dkivi),
iiroixia

/£;

u.

Ableitungen
l-ioixooojj-i),

(aus
£p7tü,
II,

u/ec);
acplp-yaj,
f.

dagegen ohne
i'j,ip'(ia,

ip'(i!l,o\Lo.i,

oima.

(doch

ijo?

od. ido?, pi^Tpa, appTjXTOi;.

S.

Ähren
treuesten
Ilup/o;,

42

Von
als

altdorischen Inschriften haben die des korinthischen Dialekts

das f,. auch
Itewahrt,
ifiot/a

das

inlautende
Ficpixo;,

nach Konsonant und Vokal,
FtoXot/o?
a.

am

Fäxdßa,

(FtoXa?),

Aa/OTrxoXeixoc,

(=

txfxoißrj),

Ai/a?, A/eivia; u.

m.

Korinth,

-po^ev/o;,

op/o;

(opo;), Eev /rdtpeo?, po/aT(Ti,

dptciv (missverständlich TXaa(a/o in der
In Argos alt
Taia. föyja
ilifi,
ir.oifr,k'^

epischen
iXfj/toi

Genetivform) Korkyra.

in

Lakonien va/wv
HIAEFO[I]

noch Ende
lakonisches
ota/eiTrai
u.
;

5.

Jahrb.,

Stele

des Damonon;

Epigr.
a.
,

aber ausser /t'j/o;

Olympia; Kreta (Gortyn. Tafeln) /V*^ i^'^^ ewuixO, im eigentlichen Inlaute ver(i'ao?)

schwunden

Mittelgriechenland ai/ei und xXe/o?, Altar von Krisa, /e/a-

orjxöra (von avoävco),

/a^axo?
^

/ExadToc,

/oxi Lokr.
laxi'a

(im eigentlichen Inijxi'cz).

laute auch hier nicht mehr, auch nicht in
b)

Boot, auf
luo;,

Inschr.

/rdjxio«

riso;

=

=

= Feuxta
u.
hell.

aaxeo;,

/£to;,

fUo.xi,

^tJoxIXtav v.
a.,

^oixia^ J^e^uxovofxeiovxtuv

==

(jjxovoixrjxoxtuv

als Inlaut

noch

rixtutE/i

(=

Oxcoiei Dativ)

alt Bullet,

de corr.

X, 191, nach-

mals im
a'jXa/u86?

Kompos. ^txaxt/lxie;, auffällig auf jungen Inschr. pa^^a/yoo;, == pa«{^cu86;, auXtuoo?. S. Ahrens I, 169 sq., Meister, Dial. I,
Bei
der
r.rß'

253

ff.

Dichterin

Korinna,

die

den böot. Dialekt anwandte,
TTTjoe^ov

scheint

fr.

19

£/ov mit Beermann aus

herzustellen.

Dagegen
beständig

bei Pindar,

der

zwar ein Böoter war,

aber einen

gemischten Dialekt
latent
so

gebrauchte, zeigt sich das

Digamma

geschrieben nie,
G,

nur bei
Stellen;

dem

Fron, ou,
ist

als

0. 1, 23. 65;

20

u.

au sehr vielen

im Übrigen

er im

der Grund in seiner gemischten Sprache liegt;

Gebrauche desselben unbeständig, M wovon denn keineswegs hat er

vor den digammierten Wörtern die Kürze einer konsonantisch auslautenden
Silbe,

noch den Apostroph vermieden; dagegen verleiht er dem Digamma
irgend mehr positionsbildende Kraft.2)

kaum
1)

Hermann,
fremd.

Opusc.|

I,

p.

247 sq. behauptet,
aber
sieht,

dem Pindar

sei

der Gebiaucli

wie er das Pron. ou gleichmässig als ein digammiertes Wort behandelt und wie häufig der Hiatus vor digammierten Wörtern vorkommt, so ist diese Meinung unmöglich autVecht zu erhalten. Pindar
des
selbst
Einl. 2, 4, S. 30.

Digamma

Wenn man

kann auch recht wohl das Digamma noch geschrieben haben. Vgl. oben Doch s. Isthm. 2) Hartel, Hom. Stud. Hl (1874), S. 83 ff.

g(j

Halbvokal /.

§

10.

c)
fr.
3'.)

Lesbiscli
fötrjZT.

(mit

leichter Corrii])tel

in

den lldschr.) bei Alcäus
/£it:tjv
c.

=

fjöeta,

bei A.

55

und

S.

28

=

sfreiv;

Apollon.

bezeuf?t /ellsv, foi, /6;, letzteres gcscliriebeii in
in

Frg. (Alloiios 50 B^'k.4
FP'.

den Vol.

llerc.

Ox.

I,

122;

in iialbillas Jiol.
e.

Gedichten steht für FOI,

rOI,

TE auf dem
Traf).

Steine;

vor

Kons.

/p^St?

einmal
hat,

b.

Ale.

nach

Tryphon
ö~b
ep70v,

Uz- §

Hj
dass

an einzelnen Dichterstellen sieht man aus dem

unerhuibtcn Hiatus,
S. 2,

/ im

Anlaute

gestanden
I,

als:

A. 15, 7
I,

9

•yXojoffa iafz.

S.

Ahrens
I,

p. 32,

Meister

103

ff.

d)
(St.

Th essaiisch (Meister
Aa/tDv,
F£xe5a[xo;,

300) wenige Beispiele:
(thessal,

Faaioajxo;
s.

fj8-),

Kop/at

nur nach Vermutung,
103)
Bull,

Dial.-lnschr. 373).

Arkadisch
a.,

(ders. II,

ebenfalls nicht oft:

FasJTuoyo), Favaxiffia« u.

im Inlaut xaxap/oc

de

corr. hell.
in

1889,

281 von
X^/o;,

dp/ra,

att.

dpa.

Kyprisch

(ders.

242

ff.)

den Inschr.

epichorischer

Schrift

noch sehr reichlich:

NtxoxÄl/ri?

Ai/eiöefJLt«,

^a/oxXsFr);

(=

att.

StDxXT);),

Ne/aYopa;, ßaaiwiewohl auch hier in
,

manchen Beispielen inlautendes Digamma
nirgends.
3.

fehlt;

anlautendes

fehlt fast

In betreff der Änderungen, welche das

/

erfahren, hat, sind

folgende Fälle zu unterscheiden:
a)
7.)

anlautendes
es
ist

/.

dafür

der

verwandte Lippenlaut
z.

ß

gesetzt,

so

bei den

Lakedämoniern
Röhl,
ßeixaTi
J.

und anderen Dorieru*),
30,

B.

Boptla-zopa?
ßaSofxat

Argos,
rfirj\ioii,

Gr.
sl'xoat,

ant.

ßawa« (italiot.)
ixa?, ß5p7ov

ßlxo;

= =

ßexa?

ETo?,

ßioeiv

=

=

J6eTv,

ßiwp =

=

=
=

ava^,

=

Ipyov,

ßejxov od. ßexTov, vestis,

tc7cu<;,

ßoivo?

=

oTvo? u. a.

(Glossen),

BacjTia?,

BtoXa? u. a. (lakon. Inschr.), auch im Inlaute Glossen dßei'ow
diXtoc (tjXio?),

dßeXio;
acjöai,

=

dßyjSwv
cpdßo?

Oaßaxo;
(v.

=

=

dcTjOtov,
cpoto?,
1.

ftaxo;,

=

dßup
cußsa

ttjo)?,

dcxpoßadöa'.

=

=

^ dsiow,
dzpoSchild,

iaa,

ova,

Xczi'ßa,

Kr et.

d.

linken

Hand,

vgl,

laeva) u. a.,

Inschr.
e.

BoXoevrioi

nb.

BoXovTi'ot,

'OXovTioi

Kr et.,

^dßewo? Lakedämonier auf
in

delph. Inschr.,

Dittenber ger,
und (mit aus
vor
e.

Sylt. 189,

der Komposition lak. Inschr. Eupußavaasa

entwickeltem f) EußiXxr,;; SiaßsiTiafxevo? kret. Inschr.; Ataai^v, OXitjar^v (einige Konson. nur in dem kret. Ortsnamen BXiajrjv
eu

=

'

;

Glossen haben anlautendes
v.
a-joj,

ßaXixttüTT);

Kret.

BaX.)
II,

=

=

ß,

obwohl ihnen j fremd
TjXixtwTr,?).
ßoixi'ot

ist,

als:

ßa^o;

=

d-foc

Fleisch:

ßifjXeü;
a.,

(richtiger

'HXeü?,

Baöü

47;

— Lesb.
b. d.

='Hou,
ßpi!^a,
po!

(Damokratesinschr.) u.

Meister
(cf.

vorp: bei Sapph.
vgl.

ßpoöov, ßpaxscx, ßpiotvo:; b. Theokrit.

ßpaiöüo?,

ftpüui

Hom.),

Gramm, ßpqt -^

Wurzel,
(tia,

ßpütt?

=

^uti';,

ßpü^r^p
;

(Alkm.)

Bpaöafj.avOu;,

ßpi^xtup

aber

5, 42,

wo

-oioÜTöv l'no;

Christ,
51).

x.

fir.oi
1)

Mommsen;

Ol. 2, 45,

N. 10, 15, P. 4,
II,

253 (Heim'er, Stud. Find.

S. d. Verzeichnis b.

Ahrens

p.

45 sqq.

§ 16.

Halli vokal /.

81
sehr

b.

Ale.

[s.

2, d)]

/pf,;ti.

Es

ist

bei

diesen Schreibungen

schwer

zu unterscheiden, was wirklicher Läutübergang und was nur notdürftiger
Schriftausdruck in Ermangelung des verlorenen Digammazeichens
letztere Klasse
ist;

in

gehört sicher

der arkad.

Name

Baciia;

(=

Fadi'a;)

Xen.

Anab.

4,

1,

18 (Meister

ß spirantischen Laut

In manchen Dialekten scheint auch II, 103). angenommen zu haben, so dass es von f nicht
in

weit abstand.
ß)

f

wird

|x.

Der Übergang des f
auf eine kleine

den Lippennasal erstreckt
als
:

sich jedenfalls nur

Anzahl von Wörtern,
,

fxaXeupov,

dXlw, mahle (doch Mehl, nach Curtius fäXtopo^, aXeupov, y /aX zeigt äCKzoi keine Spur anlautenden Digammas, dem auch schon die att.

=

Reduplikation bei diesem
{xoXtti:,

Verbum
IX-i';.

widerspricht); fiaXXo;, Zotte,

1.

villus?,

Hesych.

=
7.

/eXn'?,

In anderen Beispielen, die

man

hierher-

zieht, ist dieser

Übergang vollends schwierig nachzuweisen, wie Curtius,
Dies scheint aber eher ein Übergang in der Schrift
statt

Et

5.

591
-(•)

ff.

selbst gezeigt hat.

f

wird

zu sein:

Gamma

Digamma,

und

aus

blosser

Unkunde hervor2,

gegangen,

gleichwie

in

den Steininschriften
steht.

der Balbilla (oben

d)

durch Unkunde des Steinmetzen TOI, FE
eine nicht geringe Anzahl

So führt denn Hesychius

von Glossen, denen
rjosjöat,
-/avSavEiv

mit
YaXi

-(

an, als
ötXi;,

:

-(iozuiiai

fflbea.

ksxla

xajftai

= = = =
ribt],
,

7eap
^ta

70107.

olöa

ajrataa&ai

= = =
,

=

lotp,
Tot,

ver, Yspifiaxa
710,

70170;

=

701

=
§

=
01,

=
71?

f zukommt,
avo.,
etp-aTOt,
i«,

unter T und
Fa^vuixt,

-caxxo? v.

fi\n).aTa,

^Ito;
7iJTia

ou,

:=
a.,

vis,

= =

Ito?,
loria,

olvo;

vinum
(vgl.

,

u.

mit 7 als Inlaut «7«i.

ßXaTiTSJÖai

auära

d.

dFara

b.

Pind.

=

axTi). 1)

Über das Hom.
cpe77o;

7evxo

s.

19,

Anm.

1.

Doch

ist

im Inlaute
rrevöo?

aus v/ 77 in

geworden, welches sich zu cpä/o; verhält wie
ßätHo?
u.
s.

zu

TTotOo;^

ßIvBo; ZU
pTvo;)

w.,

und auch im Anlaut vor
selten,
oft

p scheint

7pTvo; (/ptvo;,
0)
II,

Haut durch Herodian bezeugt.
doch nur
so tab. Heracl.
in
I,

/

wird Spiritus asper,

57.

35

TTsvxaexrjpi;

neben Fsxo;, desgl.
'ip^w
xoivi^

sxo;

der

xotv,/;,
I,

s.

§ 22,
?cjo;

Anm.;
nb.
i'ao?

ferner tab. Her.

{i(fip^w,
oft,
s.

i^^ip-^oi,

ouv£p7a))
in

83. 85;

(ebenso
euTiepo;,
k/.üi-v,

in
1.

der

§ 22,

10);

der

gewöhnliclien
i^Kleid),

Sprache
1.

vesper,
s k.

gv-vofxi

(aus

fh.w[ii),
hxia,
v.

sk. vas-man
1.

ves-tio,

£'xr,Xo«,

vac-mi
bxopi'ot,

(will),

Vesta,
fio,

spuT)

(Tau),

sk.
i?jeh

vars-as

(Regen),

hztop,

iJxopEtv

y

vid-ere,

neben

(weshalb
8.

auch einige alte Grammatiker die Schreibung 'axwp vor-

zogen,
nicht
(j

bleibt) Sp.
S. d.

Spitzner ad II. a, 591); aber c:/ werden gewöhnlich (wenn asper (durch hw hindurch), als: Ixupo;, sk. cvacuras
Verzeichnis bei
vgl.

•)

Ahrens

II,

p.

53

ff.,

der mit Recht (gegen

Butt597
tT.)

mann,

Lexil. II, lül,

Giese, Aeol.
Grammatik.
I.

Dial.

190ff.,

Curtius, Etym.
6

3

dieses 7 überall durch

/

ersetzt.

Kühners

ausführl. Griech.

T.

g2
(Kt.

Hall)vokal /.

§

l'J.

svftkuras),
.'57

goth. svaihra,
ou,
oi,
'£,

rfi'ji,

sk. .svadus,

1.

suavis

(schon

Al-

kman
e)

xoSö' ioeotv),

St.

sve-, [öptb«, St.

svid (doch Joiw).

/

verhärtet sich
(s.

zu

tc

in

dem Namen
für

Ildtco;,

den Skylax
Schild

p.

19

für das kret. Fotco;

unter

C)

bietet (Vossius korrigiert 'A;ö;).
/irjp.,
cp

Schreibfür Xai/a

fehler

sind
a)

bei
s.

Hesychius
w.,

TTfjpavöe|xov

Xatxa

(oben

u.

Ahrens,
sich,

p. 56.

(Auch

steht anlautend für

f

in

Xaicpa doTTi«,
!;)

ebenfalls Hesych.)

c

vokalisiert

was
d.

indes, ähnlich wie die Ersetzung durch
ist.

ß

7,

grossenteils Sache der Schreibung
'OaXioio; zu Eretria,
(b.
s.
i.

So steht
in

o

für
kret.

/

in

dem

Namen
"OaSoc
St.

FaÄi'oio« 'flXsTo«,
st. 'Oa^i';)

den

Ortsnamen
Fa7v.j|j.t,

Apoll. Kh. I,
V.,

1126 OhzU
Mise.

aus Fd$o; (von
(nb.
BXkjot^v,

Byz.

Cobet,
Faji'wv,
hell.

355) und

'OXicj(jr;v

oben

a),

aus

FXtaaTjv;

vgl.

Brief der Vaxier,

'Oa;io[,

ätolisches

Dekret,

Bull,

doch

=

de

corr.

VI,

460;

vor

p

in

Zeü; 'Opaxpioc auf Kreta,

was
so
ion.

Fpaxpio; sein wird; o schreibt eine kret. Inschrift in uep-^ov,

'YeXt) Velia,

Hartel, Hom. Stud.

III,

36;

Bechtel,
u

Inschr.

des

Dial. S.

106, nach welchem

daraus hervorgeht, dass

damals bei den

Gründern der Stadt,
spätere Wiedergabe

den Phokäern, damals noch u war.
des lateinischen v durch
(II.

Vgl. die

(o)

oo.

Eigentümlich der

lakon, Ortsname OixuXo?

ß,

585) oder

Bei'xuXo«

(besser doch BttuXo;),

Ahrens,
T))

p. 46.

Dem

anlautenden
hinter

Digamma wird
es

der (prothetische) Vokal
Vgl.
leova,

e

(a)

vorgeschlagen,
bei

dem

selbst
leXotup,

verschwindet.
iip'no,

§

19,

1.

So
iiir,,

Homer
e,

leXoo|xai,
ei,
t

iiXv:o\xai.,

iiXaai,
leiT:e

Isixoat,

also vor

(so

auch Pind. einzeln: l^paav
das

ieioofxevoc);

auch vor
e'jXr,pa

p in ipüiü für ^rpüto;

/

konnte sich hier als
L.

u

halten,

daher

(aüX.)

Zügel,

vgl. lat. lorum,
lesb.

Meyer
nb.

I,

1^, S.

146,

Eupuxo? neben
u.
s.

"Epuxo;,
(s. z.

EupoaiXao?

Inschr.

'EpuXao;,
ist

IptxjiirxoXi;

w.

Dial.-Inschr. 3129). (Auch eupü; weit

aus i/pü; entwickelt, sk. uru

aus vru, G.
jene Homer.

Meyer,
a
in

Gr. S.
es

114

2.)

^^g einem wirklichen Dialekte sind
(vgl.
§

Formen mit
s.

noch nicht nachgewiesen
aepaa

19,

1);

dagegen
de£cD u. s.
ist

steht

kret.

Hesych.,

in

deipto

(Alkman

auetpcu\

w.;

anlautendes
b)

über die prothetischen Vokale unten § 44. In der Regel f vor Vokalen wie vor Konsonanten spurlos verschwunden.

inlautendes / zwischen Vokalen.

Der Prozess des Verschwindens ist hier allgemein viel rascher und gründlicher vor sich gegangen als im Anlaut. Das verschwundene Digamma hat freilich gerade im Attischen insofern eine Wirkung hinterlassen, als die beiden nun zusammenstossenden Vokale sich schwerer durch Kontraktion vereinigen, vgl. pl/w -rXifoi peto rXeco, aber Secu „binde"

=
es

wird ow, 07800? octavus, iwia novem,
die

veo?

novns
sich

u.

s.

w.

In Mundarten,
in

das

f

länger gebrauchten,

findet

zwischen Vokalen

u

§ 16.

Halbvokal /.

83

verwandelt, welches sich mit
verbindet,
so

einzeln

in

der
vaij;,

dem vorhergehenden Vokale zum Diphthonge böotischen, als: ßoücuv, bovum, ßoüeast,
navis,

bovibus, 'Apysvauioac v.
häufiger
in

"Apeua Cor.
a,
als:

11
,

von
vcxuo;

'Apsu; =''Apr,?;

der

lesbischen nach
cpauocpöpot,

aZr^p

auch
ferner

Inschr.),

cpotuoc,

a-jeXAa,

autosTo; (alles dies

Tempel (dies Gramm.; die
vauw A. 9);
yz^jui

Fragm.
Ale. 41)

von Sappho und Alkm.
"Apeuo;
ös'jto

liefern
svöeut]

keine

Belege

als

Ale.

wie

böot.,
Gr.,

oeuojxsvot; Inschr.,

(l-f/eue

£pEua> veuai

eTitTTveüoiffa

Alc. 66, euäXcoxe Gr., s'jeötuxe

=
ist

Eicoöe (Hesych.),

euios (Balbilla).
(iiap-aua,

In auw; aurora (also urspr. auaw;),
Trapausia, eig,
s.

viell.

auch -apaüa

Wange

von
;

das neben

dem Ohre

?),

der Diphthong von Haus aus da

in rXetjo) u.

w. nehmen dies Manche
sk. au

ebenfalls an, ich

möchte indes meinen, dass urgr. wie
ttXu ttXsu TzXifvi,

vor Vokalen a/

gewesen wäre, also
-Xouo?

indem

sich das gew. rXeto ttXöo; aus tiXsücd

schwer oder gar nicht erklärt.
dies au eu durchzuführen:
azicw,
cpao;
v{x^s.

weit

entfernt,

Aber der lesbische Dialekt ist wir finden in den Fragm. der
Dial.
I,

Dichter iavaa^e,

u. s.

w.

(JVIeister,
zeigt

112) und die

Variante
dass
u

l'/ysoe

neben

Alc.

41
der

durch das daktylische Mass,
für

hier
II,

nur
29,

graphischer
a^ara Find.,

Ausdruck
wohl

f

ist,

wie in
äxa

aÜeipofjiavai

Alkm. 23,

selbst

a

schrieb.

Jenes

äolische au, su finden wir auch bei
aüiayoi afioiyoi, öeöw
-/EÜsTai
oeüofjLai,

Homer

einzeln: auspu-av aus d(v)j:|p.,
f.

ebenso Hesiod xauacau

X7(T)j:a;at?,

xata-

Op. 583.
eupaYr)

Vor

=
u. d.
i.

p

haben die Lesbier den Diphthong
Eupuoi'Xao; Inschr.
droupai;
f.

in aupr^xro;

appYjXTo;,

Ippä^if],

'E/puai'Xaoi;,

vgl.

Homer
Epuro;

xaXoupivoc
s.

aus

raXa-^rpivo;,
a,
r^),

aus

ä-o-fpon:,

Euputo;

nb.

w.

(oben

und auf kypr.
die andere

Inschr. ljrpr,TdaaTu
(priTpa)

neben

z^iJpT^zdaazo

(i)|xoX67T)ae

von

jrpT^Taadai,

ZU /pi^ta

6(10X07(0.

Im allgemeinen

aber wiegt bei

Homer

Weise
auch

vor,

den Vokal vorher arbiträr

zu dehnen, was das Attische wenigstens bei a in den meisten Fällen regel-

mässig thut:
aetocü,

('A/toTj«)

^Ator^i

aber

A180;, att.

AiSrj?,

aei'öo)

und
ist

att.

äoüj,

aijjw (spätere Dichter auch aiujtü), att. atTu);
berechtigt,
als

man
ist

hiernach
auEioTj

nicht
dgl.

mit

llartel

(Hom. Stud.
In

III,

27

f.)

Autoo;,

u.

Homerisch

anzusetzen.
i

einzelnen
i,

Fällen

die

Dehnung auch durch
xoüXo;'? Alc.
fr.

zugesetztes

ausgedrückt: ous; Od.
xtuiXai,
ß,

425
31

=
f.\
r,
,

o/cs;; 12, 6,

15, 5,
xoiXr^;

woAhrens
ofersa;
a,
II.
!^);

Ildschr. xoiXai;
a.
II.

Mimnerm.
0.

Hdsclir.
Otaci;
0,

ebenf.

765 (llartel
e

a. e,

vgl.

b.

Apollon.

oben

nach

in

Xstouiit

782.

256.

592

(das.

33

f.),

sowie in -vEtw (duoTrvEtovT Tyrtae. 10,24) Oettou. s.w.
§

Anm. 1). c) Inlautendes / nach Konsonanten kann sich diesem assimilieren, doch wird die Verdoppelung des Konsonanten nachmals selbst meistens beseitigt, mit oder ohne Dehnung des vorhergehenden
(vgl.

§ 38,

Anm. 4;

231,

Vokals, als: /t^/o; gleich, äol.

lujo;,

Hom.

130; (,G.

Meyer
e*

will ?aao;),

84
att. 100«;

Halbvokal /.

§ 16.

$^v/o;

(korinth.),

äol. «ewo;,

ion. ceivo«,

att.

dor,

«evo;;

öp/o« Grenze Korkyra (oppo; nicht mehr nachzuw.), ion. oüpoi;, att. opo;, dor. opo;; aber Tt-jp/o; (korinth.) allgemein -uppö;, vgl. § 29, Aum.

Ferner

-/oüva

ooopa für ^iv/a,

oöpfx, tcoääou doch für r.oKfoZ,

u.

8.

w.;

nach Muta tarent. ixxoc gew. ?t:t:o< für ix/o; equus; vgl. den Namen eines päonischen Fürsten Aüxxeto; und AünTreioc (aus Aüx/.j Meister-

hans, Gr.
oiroi«,

d. att. Inschr.

59

2;

sonst steht für altes

x/

tz~,

tt,

als
:

o-zw?
ttw;,

ion. oxw;,
xüii«;

bei anlautendem
tt,

x/
t:

natürlich einfacher Konson.
otti,
oti,

ion.
Ti?,

vor hellem Vokale
x£;.

thessal.

ttöxxi;

anlaut.
aa (a)

thess.

Die Verbindung t/ wird xx att. böot., böot. uexxapö;,
dor. xsxopec
,

x dor.,

gew.:
Kimpei,

att. xexxape«,

äol. Tzhaopzi,
Bei op
ist

hom.

ion. -zicaepti, vgl. sk. katväras, lat. quattuor.

Assimi-

lation in der

hom. Schreibung
w. Hom.,
s.

dtSSel; II.

La Roche, Hom.
in

Textkr. 178;
w.; auch

^ 423 u. s. w., doch Aristarch äöee;, Dehnung des vorhergehenden Vokals

öeiSotxa

u.

s,

spurloser Ausfall
otqv
6Tf)p6v

gew.:
s.

osSia

osivo«

ot;

für

6/1« (lat. bis) oiaoö« u.

§ 19,

Anm.

2;

Alkman

sagte für 8/tjv Soav mit Vokalisierung, Bk. An.

II,

949.

Ein eigentümlicher

Lautübergang von xf,

of

in xp, op zeigt sich in

Glossen bei Hesych.:
oeopotxo)«
f.

kr et.

xps
II,

für
p.

as.

(t/I),

ohne

nähere

Angabe

Secot/tö«,

Ahrens

51.

d) Inlautendes / vor Konsonant (selten, und nur in der Komposition und Ableitung) w^ird ziemlich analog dem anlautenden behandelt, vgl. oben b) sopd-^r^, gew. sppaYTj, wo das pp als Ersatz für jTp gefasst werden kann, wiewohl richtiger diese Verdoppelung

des inlautend werdenden

p

auf die Aussprache dieses Konsonanten
p

im Anlaut zurückgeführt wird.
mit Kons, attisch nicht pp

Wenigstens steht für inlautendes wie lesbisch, sondern p, z. B. (obelpw.

4. Das Schwinden des Digamma auch in den Dialekten, die den Gebrauch des / bewahrt hatten (oben 1. 2), genügt es mit wenigen Beispielen zu belegen. So lassen die Böotier das / als Inlaut gewöhnlich weg, als: d'iStüv Cor. 18, auf Inschr. euep^exa«, Ad (eleisch M,

kontrah. aus Ai/i, Ai Corp. Inscr.
geschieht
bei

I,

29),

Aap-oxXeTo«, Ti|x.6Xao«;
als:
Ai'o«,

dasselbe

den lesbischen Dichtern,
k7:z\j.\ii^oi

(uiov

öfter Sapph.,

und sogar im Anlaut
b.

(od.

|j:a|xjx£va'?

wie Alkm. 18) Sapph. 70
ep-cov

Maxim. Tyr. XXIV,
als:

9,

<5

\a^ Ale.
s.

1,

x6

6'

14, -poaioowav S. 69,

oux oTöa 36,
eintritt,

cpdtsvvov eloo«

3 u.

w.; im Inlaut auch so, dass Kontraktion
'AsXie),
dXi'cü

"AXie Adesp.

61 Bgk. (aus

S.

69 (aus
ebenso

deXi'w);

sonst

st. äij

regelmässig blosses ä als: vao«, vai A. 19. 18; icexXdtos IXat^sxo

Inschr., Xdov (Xaov) Ale.
st.

92 (Meister, Dial.
als

I,

111

f.),

d,

e

oft

lesb.

au,

eu (oben

aippei A. 78,

idvatjos

adaw S. 11, aoiSav Ale. 39, aT^Stov S. 39, 2), A. 64. Auf lesbischen Inschriften findet sich

§ 17.

/in

den Homerischen Gedichten.

85
bisweilen
also das
p

keine Spur des /.*)
ein

Bei

dem
6'

dor.

Dichter

Alkman wird
apostrophiert,

Wort vor einem
ßpa),

sonst digammierten

Worte

f

weggelassen, als: 117 olvov
vgl.
otxsT

Otvo-jvTiaöav v. /oTvo;,

vinum, vor
oft,

42
B.
sk.

in pa (äol.
tÖTj;

oben 2a; auch bei Epicharmus 72
u. s.

als:

la&ovt'
z.

18,
st.

TrXaxi'ov

w.

In der gewöhnlichen Sprache
vestis,
foetv,

TjOeia

j/äoej-iot,
1.

sk. svädvi,

la&i^;,

videre,
o^j;,

olxo;,

vekas (Haus),

vicus,

goth. veihs (Dorf),
ero;,

eixco,

weiche,
1.

vox, Ipvov,
richtig
lov,

Werk,
skia,
viola,
u. V.

ip-(dZo\ioii,

wirke,

sk.

vatsas

(Jahr),
1.

vetus,
Tjp,

'ixia,

Weide,
vor

1.

vitex,

aaxu,

sk. västu (Haus),
1.

Vesta,

lap, ver,
1.

iöi (Gift),

sk. vish-as,
als:

virus,

ic,

vis,

i\Li<o,

sk. vam-ämi,

vomo,

a.

;

p,

^ooov

st.

^poSov,
8i'?

^r^•(\o\x'.

st.

/p.;

hinter 8
1.

und

<s

(o/, sf), als:
f,öü:,

StüSsxa
1.

neben

oucdSex«,
Ifto;,

st.

o/i';,

sk. dvis,

bis,

rjSo;,

sk. svädus,

suavis,

^doc, ibi^oi [/ u/eO, oaXo?,
aeXrjvYj,
aet'pto?,

Schwanken,
goth.
dor.
810;,

ahd. swellan,
1.

jetzt schwellen,

aeXa;,

sk. svar (Himmel),

Sül,

goth.
clavis,

sauil, atyi^, ir/av,

mhd. swigen,
oT;,

jetzt schweigen, oop.96;,
coov,

svamms;2)
xXäi?,

im Inlaute,
v£o?,

als:

ovis,

sk. avis,
axaio;,
1.

ovum,
sk.

xXtjIc,

novus,

sk.

navas,
ßou«,
1.

scaevus,

savjas,

divus, sk. divjas, aiwv,

aevum,

bos,

sk. gäus, ßo6;, bovis,
nveto
(st.

sk.

gav-as,

8aT,p,
,

sk. devä (A. devaram),

levir,

ttvI/w, äol. irveücu,
levis;

F.

irveuao[j,oti)

pew
als:

(st.

apijrui)^

sk.

srav-ämi,

Xsio;,

nach einem
lao;

Konsonanten,
aus /tff/o;

?evoc,

dor. noch z^\foz,

opo?,

dor. noch op/o«,

(kret.).

§ 17.
1
.

/in

den Homerischen Gedichten.

In

den

Homerischen

Gedichten, wie

sie

uns überliefert

Spur von dem Zeichen des Digamma. Auch erwähnen die alten Grammatiker Nichts von dem Gebrauche des Vau bei Homer. Beide Umstände dürfen uns jedoch nicht befremden.
sind, findet

sich keine

Denn diese ionisch verfassten Gedichte verloren das geschriebene und das gesprochene Digamma in demselben Masse, wie der Dialekt
es verlor,
d.
i.

sehr früh;

die

alexandrinischen Grammatiker hatten

daher selbstverständlich nur Exemplare

ohne / im Gebrauche und

konnten somit auch Nichts von
Dass aber
hat, lässt sich jetzt schon
1)

dem Digamma bei Homer wissen. 3) Homer den Laut des Digamma gekannt und angewendet
von vorn herein daraus vermuten, dass die
Meister
I,

S.

Ahrens

I,

p..30 sqq.
S.

104.

vergl. Sprachforsch.
S.

II,

132

f.

Curtius,

Et.5 S. 695.

— —

2)

s.

Kuhn

in Ztschr.

f.

3)

Vgl.

169. Es ist gleichwohl nicht unmöglich, dass schon alte den Gedanken gekommen wären, dass die Fülle der unerlaubten Hiate bei Homer

Giese, Aeol. D. Grammatiker auf

wie bei Pindar, Epicharni
A. R.
I,

20:

eHo;
cti

t]v

u. a. Dichtern sich auf diese Weise erkläre. Vgl. Dionys. toi; äp^a(oi? "EXXtjoiv w; ra zoXXä -pott&Evat tiüv ovodtKO cptovTjevTiuv
i-jho'^TO, tt,v

fiätiuv, ÖTioaujv
fi£VY]v

äpyai

öü ouXXaßi^v

£vi oToiyelu)

——

f p^^po-

,

lu; FeX^vT]

xat

fd^a^ xat folxoz xat

foiTtP xai rroXXd TOiajta.

g(j

f

in

den Homerischen Gedichten.

§

17.

Schwestersprachen diesen Laut besitzen, und daher derselbe ohne Zweifel der Ursprache angehört hat, aus der die griechische Sprache Hierzu treten aber noch thatsächliche Erhervorgegangen ist. scheinungen in den Homerischen Gesängen, welche uns zu der An-

nahme

dieses Lautes

in

derselben

nötigen.

Wir bemerken vorweg,

dass in der Massenhaftigkeit der betr. Erscheinungen vor gewissen

Wörtern das Nötigende liegt, indem vereinzelt derartiges sich auch da findet, wo ein Konsonant nicht gestanden haben kann, weswegen eben bei manchen, namentlich selteneren Wörtern für Zweifel genug

Raum
2.

bleibt.

Erstens:

die

Wörtchen

xai,

Ittsi
ol,

und
xoi,

alle

Encliticae,
u.
s.

die
in

auf einen Diphthongen ausgehen, als: welchen Homer überall, mit Ausnahme

tsu,

[lot

w.,
i)

vor sehr weniger Stellen, einem Vokale den Diphthongen kurz gebraucht, haben denselben vor

einem digammierten Worte sowohl
der Senkung lang.
coi
y,
x)'J[jlü;

in der
o|j.oaaev.

Hebung
\i,

als in

2)

II.

x,

328 xat /oi
6,

407

yä^et' i-ei
yevo'.to.
xi

kfik-ETO

xüooi;

dpeaöai.

17

Tiasi

cpiÄov

510

Y'jfivov'

dxap xoi
aXXou

jrei'ixax'

ivi [xs^apoiffi xeovxat.

a,
dcX/.'

xai frfih 124 ouos
oxi

ro'j

fi'Sjxev.

a,

192

o'

ou

xeu
oi

folca.
u.
s. f.,

ß^

215

foi

jrei'jatxo.

des Verses:

Ebenso andere Wörter auf ai, II. w, 479 Seivd;
e,

gerade auch in der Senkung
a"

ävSpocpövoo;,
izipi

foi

TroXsai

xxdvov

ula;.

Od.

106

XüJiv

dvopcijiv,

Ol

fäiTJ

Flpidfxoto

fjidyovxo.

3.

Zweitens: während
nur sehr selten
ein.
II.

die Verlängerung einer kurzen konso-

nantisch auslautenden Endsilbe ausser vor der männlichen Cäsur des
in.

Fusses

stattfindet,
i,

tritt

sie

öfter
loi;.

vor
e,

einem
yeipl

digammierten Worte
TidXtv
[jLEvcuv"

284

7a[j.,3p6;

xlv /ot
<]^,

836

Pepujaa
[xl^a
7,
-(

.

i,

56 ouoe 7:dXiv
iovixz'^.
uji'
to,

jzpiei.


^,

298

dXX'
u);

auTOu xepTioixo
jjly)

d p ^01

583

voacptv

deipdaac,

Opiaixo;
nur

jiooi uiov.
i,

372 öc ^oi

dvöepscuvo?.

351 o;

/fjOTj

(besser fzior^.

147 Tipo; /otxov.

In

der Senkung findet

die Verlängerung

vor
silbe

dem

Pron. jio und vor
die

Formen der Wurzel

/to statt,

s.

§ 19.

Ferner:

Verlängerung einer kurzen vokalisch auslautenden End-

vor einem folgenden Vokale findet in der Senkung nie und in der Hebung höchst selten, vor den digammierten Wörtern lo, I&ev, o;, exüpo?, ixsXt^, la/T), laytov hingegen an einigen Stellen statt, Ol,
als: 0.-0

fko IL
f(S

e,
e,

343,
71,

diro

fidzw

Ij

62,

-pox^ ^ot ^,

507, xo foi y,
92,
86, -'svsxö

307, -oasi
ouoe
Ja^i^

duYOixepä ji^v
cpiXi

e,

371,
7,

in'sxaixö /7)ai cppejiv ;,
/ixeXrj
0,

/oü;
0,

Traioa?
3)

ß,

832,

fzx'jpi

172, dvopi

456.

1)

S.

G.
ff.

J.

Stud.

II,

,353

A.
2)

Hoffmann,
S.

Quaestiones Homer.
II,

Ho ff mann

cap.

2.

3)

I, § 60. Hartel, Hom. Ebendas. IL, § 156 sqq.

§ 18.

Alphabetisches Verzeichnis der digammierten Wörter bei Homer.

87

4.

Drittens: die unerlaubten Hiatus
ApTjC
du[xtp. Iy"^
ß,
'^^

i)

werden durch
^,

die
^ot
[xr,oe
et

digammierten Wörter aufgehoben.
uiov
Ti

IL

203 Fwavopov
^üXa
j^aarxu.

os

axo;
ß,

iroXefjioto.

w,

778

acste

vuv,
Cj

Tpwe;,

fdfj-'jot,
ß,

803 noXXoi fip xaxä fdsxD.
dCTio
[jlev

505 dva
a,

261
[i.ä\o.

|X7]

Xaßcüv

(pi'Xa

^et'[xaTa

Suatu.

85 öapai^aa;
/ep^ot.
o,

fziTzi.

38

vT^TTio;,

ouSi xi /fjOT)

(fe.i8r^),

a pa Zeü?

[xrjoexo

122

SsuIcjOcU,

tva ^£107].

5.

Viertens: ou vor einem Vokale
3.

statt o-jx (ou/),
a,

dem

Pron. der

Person.

II.

ß,

392

ou

fou

114

ou /eöev.

nur bei w, 214

oü /e.
6.

Vokale
Ist-ct;

Fünftens: zeigt das /
i.

das
an,

syllabische
als:
d.
i.

Augment vor einem
IfxU, xarkfaU
j:£v-vu|xi5

lazs,

d.

i.

v. ^a^vuijn,

d.

EjreiTia;,

elsuaxo
als:

ifhaazo
fifoi-Ke,
oi

v.

die Reduplikation

im

Pf. u. Plusq.,

fifoXizoi,
e,

fifo^^a.
i,

Das

v

IcpeXxujxixöv

fällt

weg,

als:

oaie ^ot IL

4,

xe f£
in

155, Ivw

/rioeetv

IL

s,

475

(nicht lycuv); die elisionsfähigen

Vokale

Kompositionen und bei Präpojreövoc IL

sitionen erleiden keine Veränderung, als: xaxojrepYo;, öeo/siöi^;, [aevo etxi^;,

xaxa
«Tto
tritt

fäaxu,
y:^?

dvd j^daxu
ß,

(nie

xax' aoxu,

dv

ajxu),
s,

[xexd

Tj,

115,

IL

292,

uTro/£t;iv,

lut/dvootvs u.
da-j-r,?.

w.

;

statt dv- (a privat.)

d vor, als dsuiQ?, d£>.Trx£Ovxe?,
7.

auch mehrere Wörter, welche in unserem jetzigen Homerischen Texte mit einem einfachen Konsonanten anlauten, zu Homers Zeit noch Digamma hinter demselben hatten, werden wir
Dass
§ 19 sehen.

Über das Digamma bei Hesiod s. Rzach, hes. Untersuch. (Prag SuppL VIII, 377; Flach, D. dial. Dig. b. Hesiod, Berl. 1876; über das Dig. in den späteren epischen Dichtungen (Homer. Hymnen u. s. w.)
1875);
Fl. Jahrb.,

An merk.

Flach

in Bezzenb. Btr.

II,

1 ff

§ 18.

Alphabetisches Verzeichnis der digammierten Wörter bei Homer.2)
Die abgeleiteten Wörter sind unter die Stammwörter
£,

Vorbemerk.
Pf. Hes. op.
£«76

gestellt.

«Y-vuixi, Hiatus IL

161, D, 403,
oux'

t}/,

341,467.

tt,

769. A. sa$a (i-fa^a),

534
'\i,

inl

vduxa

laye (/e/ra-ce),
81 foi
tj^s
x,

Sapph.

2,

9 yXcujjs

(aber

IL

392 iWeiov
197]
{>£d

[H

f

ea$£

van Leeuwen
auyiva; ^;£,
II.

Mnem. N.
')

S. XIII,

Cuyov,
G. J. A.

Od.

539

Trdjt

xax'

Über

die erlaubten Hiatus

s.

Hoffmann,

Quaestiones Homer.

§ 66: Sunt autem, quae metrica versus heroici ratione hiatum optime possint ferre, versus regiones tres: caesura trochaica pedis tertii, finis
§ 4G sqq.,

pedis quarti, thesis

(d.

Ende dos daktylischen) pedis primi.
1.

'-)

S.

Thiersch
dig.

Rom.

Gr.

§ 156

f.,

eiusque usu ap.

Hoff mann Hom. et Hesiod.,

d. II, cap. 2,

p.

14 sqq.

Kurz Sachs, De

Berl.

1856.

Dann aber Knoes, De digammo

Homerico
haltigste

II,

in

und gründhchste Erörterung der Sache.
Homeric Grannnar
p.

Upsala Universitets "Arsskrift 1873 (vgl. I, das. 1872), die reichFerner Hartel, Hom. Stud. III,

62

ff.

Mo uro,

290

ff.

88

Alphabetisches Verzeichnis der digaiiiinieiten Wörter bei Homer.

§ 18.

wofür Ilerodian
Korapos. dj:a7%.
b.
Ildt.

II,

921

auye/

Er,$£,

daher Bk.

atV/av'

l/a;e);

d.

Aber

(Jztt)

zeigt kein /,

während im
u. s. w.,

ion. x^fiaTto'/T)
er-

aus

/ufiaToa^T^

noch eine Nachwirkung desselben zu
neben
§ 343. der jedoch
s.

kennen
[arvufx,ai,

sclieint;

dazu xaxacoi aus xaTaf/)ä;(u
nur die Form
d-oaivuixat,

nehme:

auch
2, b.]

(i7:atvufj,o(i

vorkommt, scheint auf Dig. zu weisen; doch
(i;ioatpeTjÖat II. a,

§ 42,

[alpeu),

ebenso:

230, dTioatpeo 275, aber

dcpaipeTTai

182.

Auch

die Dialekte

ohne

/.]
Iliat.
ist

aXtc, reichlich, gedrängt, zu [/ /eÄ (unten etXw),
Etvatepe;
aXt«

Od.
1.

v,

136

u. s.

w.;

V. F.

II.

y,

473;

II.

cp,

236

v.

xat

auTov aXi«

laav

und

xat' auxov laav /dXi«;
p,

nur ersteres
aXt; will

ist

überl. in der
o

WiederDial.
II.
e,

holung des V. 344;
dX{(Txo(xai, mit
II,

54
172.
s.

oft'

Bentl.

/

Inschr.
II.

Stymphalos /aXövToic
S,

=

/aXt; lesen.

aXoujt,

Meister,
vgl.

103:
Xtvou

Hiat.

fx,

81.

cp,

281;

A. ijrcxXwv (über

487

aXovxe

mit ä

§ 343

unter aXiJxojxat);

das Lesb.
1.

eudXüJxev
vedX.);

st.

edXwxev, oben § 16, 3, b, u. Hdt. 9,

120

vsodXtüToi (v.

dväXtaxco aus diva(/)aX((jxa>,

Wackernagel
Röhl
J.

K. Z. XXV, 269.

«vac,

av7.(T(ja,

(ivdaatü, vgl. Eigenn. Favd;av8po« Fava^t'cov U.S.W., böot.
yravaxoi

Meister, Dial. I, 253, argiv. jedem Versfusse, vgl. l-dvasas
dvöävto
(d.
i.

G. A. 43 a: Hiat. in

Ale.

64 (Bergk).
gusto,

o/av6dv(u, sk. svad-ämi,

wie

tjou;

=

suavis,

sk.

sväd-us, dulcis, lokr. Inschr. jTE/aSrjxoTa, böot. Eigenn. FaSiGoXo^o«

=
s.
II.

'H8UX070;, Fdocüv, Fdaavopo;, Faaia;,
in

Meister,
114;
l/aoov
II.

Dial.

I,

253), xat
edvö.

lang

der
S.
u.

IV.
97,

Senkung
aber
a,

Od.
d.

ß,
i.

über
;,

ei^voavov

Anm.
i,

eüaSov

340
Od.
358.

u.

sonst;
IjeiTcev;

173
xai

Od.

422:

xoTdi

Se
II.

Traat
6,

/ejaSora
Tj,

fiuOov

Tjoü?,
u.
ß,

lang in
d.
I.

d.

IV. Senk.

17,

387.
u,

v,
<p,

69,

(u

ou

lang in

IV. Senk.
7,

IL

^,

784.
X,

Od.
378.

376.

340, in d.

Od.
425.

391;

Hiat. IL

dpato«

(so Aristarch st. dp.,
s, 0,

La Roche, Hom.
411
d,

V. Fusse n.
dpr^v, G. dpvö«,
V. Fusse IL
III.

=

Textkr. 201), Hiat. im

u,

37.

Lamm,
ö,

böot. Eigenn. Fdpvwv,

Meister
apva;
II.

I,

253, Hiat. im

158. 435;
Xuxoi

131;

Stcppöv

L
F.

d.
tt,

Hebung des
352.
itoXiipprjv

F.

7,

103;

apvecjcTi

Hebung des

Aber
aus

dpvsio;,

Widder, zeigt von Dig. keine Spur.
l)7t6ppT)VO?,

Vgl.

TToXu^pVJV,

§ 122, Auffi. 13.
FaaTi'ot;

asTu, sk. j/
/asTo?
IL
d.
p,

vas,

wohnen, vastu, Haus, böot. Eigenn.
faasxöi
lokr.
t,

u. s. w.,

arkad.,
144,

Inschr.,
in d.

lang xoi
IV. Senk.,

in
oi

der

IV. Senk.
e,

fxexdXXä

Od.

190

Od.

106

in

IL Senk.; 76

Hiat. oft xaxd ^dsxu,

dvd ^doxu.
x,

lap, ver, sk. vas-antas, Frühling, Od.

519 xaXov
V. F.

deioTjaiv

/eapo«, vgl.

Alkm.

fr.

x6

^p;

dazu

eJaptvo; Hiat.

IL d,

307;

böot.

§ 18.

Alphabetisches Verzeichnis der digammierten Wörter bei Homer.

89

Eigenn.
i\

Fetotpivu);
e,

in

olpT]

Iv

eJapiv?;

II.

ß,

271

u.

s.

tilgt

Bentley
lang
in

nach Od.
£20 va,

485.
II.

eÖva, Nbf.
d.

Hiat. im V. F.
v,

-,

178.

190. y, 472;

xai

IV. Senk. Od.

378.
II.

lÖEtpai Hiat. im V. F. lövo? Hiat. H. !x, 330.
eOovxei;
v.
e

-,

795.
p,

y,

315; aber Elision
u.

t,

382.

t„

115.
vgl.

581. 680,
II.

s.w.
^pto|xaiv(ojt

&

o)

(ff/eOo),

suesco).
vgl.
t,

-,

260
Tj9o;

/eÖovts;

Bekk., vulgo

Ipiotxottvtücjtv

19.,

540;

unten;

suedwxa ob.

§ 16, 3, b. eioov, etoo;, ei'otuXov

S.

iöeiv.

eixsXo;,
el'xoai,

S.

eotxa.

böot.

/ixaxi,
1.

lak.

ßeixaii

Hesych.,

^eixaxt,

jixaTt
ß,

tab. Heracl.,
s.

sk. vicati,
häufig
eixco, vgl.
II.

viginti,

xat in

Compositis lang IL
er.

510. 748 u.

w.;

seixocji

(Cobet, Mise.
xai

379).
II.

weiche,
n.
V,

lang

in d. IV. Senk.
y,

w,

718,

oI

(ol)

in

d.

Heb.

807.
aioot,

Od.

91,

aiooi
ut:o£ixco

in

d.

V. Senk.
oft,

U.

x,

238
II.

(doch

besser
|jL,

also Hiat.);

sehr

6-£ixtü

nur

a,

294, Od.
l£l$£,

117
tfSlQZ.
ein,

(letztere St. leicht

zu ändern); vgl.

Alkman
Od.
c,

fr.

31

d.

i.

£t>v'jtu,

wickle
e,

vgl. lat. volvo:
a,

aaxEaiv eU'j[x£vot
p,
;

co[i.ou?

479,

vgl.

403. n.

186.

-ir,

640.

492,

179
EiXco,

u. sD.ocpacu II. X,

156 ohne Dig.
f.

Od. l 136; EiAup.a Od. :, aber EiXucpä^Et mit Hiat. u, 492.
Gortyn. Tafeln,
II.
i•{fr^'kr^-

dränge,

vgl. xaTaj:EX[jL£vü)v tab. Heracl.,

y.axaifzfs.X\i.
u,

Oi'ojvTi

i;EiXrjöcij(ji
ü),

II.

278

ifoi.kr^,

u,

287
II.

x£x6pT,5Ö£
<f,

j:£fik[xi^oij

662
ü>,

(u;

xaid fäaio

j:zj:k\\i.z^a\
II.

Hiat.

607. y,

308

u.

s.

w.

Od.

538;

aber Elision

a,

294

ÖaXacrari t' iXjai
II.
o,

'Ayaioü;: SO ouXa|x6«, Gedränge,

eivä jrooXotfxov (ivopüJv

273
lang
o>,

u.

sonst;

äXi;

s.

o.

eTtcov, |/ /et:, sk. vak-mi
(ol)

=
cd,

sage,

1.

voc-are,
d.

Augm.
II.

Ijteizov;
v, I.

oI

in
0,

d.

II.

Senk.

H.
8,

113,

in
t,

IL Heb.

821.

75.
y,
u. y,

Od.
13.3,

525,
d.

|xoi

Od.

379. 468.
o,

162, xai in d.
oft

Heb. Od.
«,

in

II.

Heb. D.
II.

57; Hiat. sehr
u.

im

II.

F. H.
III.

85
Od.

sonst,

im V. F.

a,

90
II.

sonst,
II.
tt,

am Ende
686, im V.

des
o,

F.
vgl.
s.

288;
/EtTTTQv

Iro«,

Hiat. im
fsiTo;

F.

234;
u.

lesb.
Od.
o::'

=
IL

eJtteiv,
o(]^

elcische Inschr.,

otTTo/ErndtOftü)

Gortyn.
(s.
ö'

Taf.
X,

Für
a,
cp,

vox sind die Belege nicht so entscheidend
7,

421.
X,

604.
98,

152.

h,

435
Od.

u. s. w.);
e,

widerstrebend
ist

IL

137,

dtoiötdtoud'

^tX

61.

Für oaaa

aus

Homer
Hiat.

nichts zu ersehen.
Eipo),
1.

ver-bum, goth. vaur-d, Wort, Curt.^ 343. Präs. sage,
ß,

im V.F. Od.
11.

162.

X,

137.

v,

7; Fut. £p£to, xoi lang in d. IL Heb.
Eipofjiai,

a,

204

u.

sonst

oft.

Med.

lasse

mir sagen, frage,

TZEpl

90

Alphaljelisches Verzeichnis der digammierten

Wörter
77.
7),

l^ei

Homer.

§

18.

^ei'voio
T,

/splaHai? Od.

a,

405, vgl. 135.

7,

0,

Gl.
0,

i,

503.

X,

542.

4ß. 95 (doch
ot,

ohne
7,

/

II.

a,

513. 553,
i,

127.

247. w, 390,
0,

Od.
TT,

188. 284.
p,

69. 243. b, 549.
u,

402. ^ 378.
<];,

263. 362.
da-

137. 465.
(ivetpo}Aat,

368. 509. 571.

137.

106.

o),

114. 474,

zu

oteipofX7.t).^)
Ittei

e/ot« (vgl. pexä;, lakon.),
selir selten

lang Od.

e,

358;

Iliat.

in

jedem Fusse;
£xa£p7o;,
II. I,
r,,

nach kurzen mit einem Konsonanten auslautenden Silben;
vor
4xa?

sehr

selten

lange

Vokale kurz.
z.

Dazu

exato;,

^xarrjßeX^Tri?,
u,

ex/jßiXo;,

sxTjßoXi'a,

B.

AttoXXojvö;

/rsxä-oto

83.

295.

Boot. Inschr. F£xä6aixo? (FHEK.),
d.

Meister,
hat
tt,

Dial.

254;
sehr
drei

bei

Hom.

jName

'

ExafxTrjSr]

II. a,

624.

$,

6 lüitXixafiöi; 'Ex.; 'Exaßrj
b.

(Fsxdtßa korinth.

Vase

Dial. -Inschr. 3130)

Ilom.
^,

keine
u.

sicheren

Anzeichen

des

/

(IL

w,

193.
1,

718.

293),

widerstrebende Stellen finden sich:

430. w, 283. 747.
III,

Exaaxoi;: jrsxajxo; kret., lokr., arkad. Inschr. (vgl. Allen, C. Stud.

248; L.

Meyer,

K. Ztschr.,

XXI

(1873),

350

ff.);

dazu IxdcTspOs:

Hiat. an zahlreichen Stellen,

zuw. auch Verlängerung auslautender

kurzer Silben bezw. Länge auslautender langer Vokale und Diph-

thongen; andererseits auch nicht wenige (nach Hartel 56) Belege
vernachlässigten
Oufxov ixaaTou.

Digammas,

so

in

der

häufigen

Phrase

[jievo;

xai

exYjXoi;, sk.

]/ va^, vac-mi
i,

=

volo,
(für

s.

Gurt., Et.^ 136: Hiat. im V. F.
ex.

IL

e,

759.

376

u. s.
0,

w.
x,

auch

euxr^Xo;

d.

i.

I /:(£)xr)Xo;)

exTjTi, Hiat. Od.

319.

86.

u,

42
sx.

u. s. w.,

vgl. dlxrjxt;
C,

exäv,
u,
s.

Hiat. ebenso

im Kompos. dexwv,

b.

Od.

71,

95. IL

523

w.

Vgl. /Extöv lokr. Inschr. Dial.-Inschr. 1478, 12.

Exupoi; § 16, 3, a, 5, IL 7, 172 cpiXi ^sxups. £X8o[jLai, wünsche, wahrsch. digammiert, vgl.
sonanten:
IL

iiXoofxat,

llXBwp.

[sXeiv, s'Xtüp, iXtuptov zeigen anscheinende Spuren eines anlautenden
2) s,

Kon-

576 ev8a
III. F.,

nuXat}xev£a eXextjV (Hiat. mit Verlängerung,

aber in
Hiat.
ß,

d.

Heb. des
£,

Knoes

vergleicht

}},

556. Od.

x,

322), bloss
s,

332,

118; an anderen Stellen

(0,

71?

x,

253.

210.

276. y, 142) ist er entschuldigt; zahlreiche St. verschmähen den konson. Anlaut; sXtop, sXcüpiov IL a, 4. e, 684. p, 667 Hiat.
37.
p,

nach der
a,

I.

Kürze des
§'

III.

F.;

aber Od.

v,

208

iitö;

[j.ot

EXa>p,

IL

93 TlaxpoxXoto
hervor;

iXtupa

rein vokalisch.

Dass der Stamm
auch
in

k\ ur-

sprünglich
eIXov

konsonantisch
indes ein

anlautete,

geht

auch aus dem Augmente

Digamma

zeigt sich

den Dialekten

nirgends.]
•)

sind bei etpwTdu).
äpeaaat,

Ganz schwach sind die Spuren bei Ipeetvcu frage (II. C, 176. 0, 127); gar keine Gurtius, Et. ^ 343 trennt daher (mit Knoes 185 f.) ^pefofAev, eiptoxäv, ipe£(v£tv von FEP. 2) Vgl. Ebel in Kuhns Ztschr. IV, S. 168.

§ 18.

Alphabetisches Verzeichnis der digammierten Wörter bei Homer.

91
der
u.

kXiaata,

vgl.
in

böot.

Eigenii,

FeXicituv,

Meister,
III.

Dial.
z.
II.

I,
II.

254:
b,

Hiatus

der weiblichen

CäSur des
xai

F.,

B.
o,

340

sonst, beweist Nichts;
zikiKooÖLi

'iXiz,
a,

lang im V. F.
u.
7,

524

u.

sonst;

IXixa;

ßou? Od.
a,

92

sonst;

SO

auch

eXuto'},

sXixiuTri;,

obwohl die Stellen IL
1X7:0
[i,at,

98. 389.

190. 234 nicht streng beweisen.
gceXtito;:

vgl.
cp,

1.

volupe,

dEXirxeo),

aeXTnQ?,

xai

lang in d.

II.

Senk.

Od.

157,

ebenso

b.
III.

IXtii;

in
i,

d.

IV. Senk.
0,

Od.

tt,

101.

x,

84;

Hiat. b. iXuop-ai

im

F. IL
e,

40.

288;

loXra
s.

(fifoliza)
d.

im

IL F.

Od.

ß,

275.
Vgl.

7,

275.

379; über I^Xret

Anm.
261.

S. 97.

ewuixt

st.

sa-vujxi,
1.

/V*
des

vestis Gortyn. Taf.,

sk. ]/ vas, vas-e, inals: IL
ß,
s,

duo mihi,
u.
s.

ves-tio, Hiat.

im V. F. sehr
F. Od.
;

oft,

905
xata-

w.,

am Ende
i.

III.

t,

327; Komp.
ieauaxo,

^iiiei|x£vo?,

ei|xlvo?

(d.

iTTt^Eiixevo?,
7,

xaxa^.)
e'aao;

Augm.
eiixa,
xoi

l^^ecr^oxo;

aber
Senk.,

undigamm. IL
H.
7,

57
IL

Xatvov
C,

xrxi

lang

in

d.

III.

392, in d. IV. Od.
IV. F.
ß,

144,

in

d. II.

Ende des
dahin

261; laöo;,
vgl.

Hiat.

H. x, 510; Hiat. am im V. F. IL w, 94;

auch

eävö;(?),

e(i)avo?,

mit

letzterem

sk.

vasauam,
u.

Curtius,
sävo;

Et. 5

376;

doch sind keine stark beweisenden Stellen,
a,

ohne Dig. steht IL

352. 613.

^,

254;

Curtius
i.

ist

auch

wegen des

ä bezüglich der Zugehörigkeit von eävo? zweifelhaft.
£

£0, eu^ lOsv, oT,

u.

0?, suus (aber nicht

eo;

d.

(a)£/6?)

i)

an un-

zähligen Stellen; alle Merkmale des

lotxa

(/£/otxa), vgl. für das
eiotxuTai (?)

f Digamma
st.

finden sich bei diesem Pronomen.

kypr. jTEixiva Dial.-Inschr. 76;
(s.

davon

IL

a,

418,

fEfoix, /s/ix., Ituxet
efxuia
ß,

d.

Anm.
im

S. 97), efxio;

(^etxci);,

^sjrtxü);),

{fzixuii,
^,

fzfix.),

Hiat.

V. F. IL
lang

cc,

119

u.

s.

w.,

im
Hiat.

II.

190.

212; lange Vok. bleiben
III.

davor;

sixeXo?,

am Ende
6,

des

F.

Od.

x,

384;
(Od.
t^Yxxo.)

Komp.
8,

IkieixeXo«;
u.
V,

so auch I'xeXo? IL

86

ii

avopl /txEXr,.

796

288 kann gelesen werden
itcrxtu

olfxa; os

/l/ixxo
IL
X,

st.
e,

0'

Dazu auch
(f)t{f)i3y.ii)
'iz

d.

i.

fs.fl13y.ui

(^E/tx-axo)), Hiat.
i,

181
363).

Travra

u.

sonst (doch widerstrebend Od.
:

321.
IL
s,

(aus a/E$), dor. fiz Ins ehr.
X,

xwv

o[

fkz

^-^Ivovxo

270, vgl. Od.
co,

252.

X,

6.

TT,

248. IL
7,

to,

204 (ohne
i^i^xovxa
c,

f
20,

H. ^, 741. Od.
£ca£X£?
7,

497;
Vgl.

ebenso

exxo?

Od.

415,
39.

115).

Flach, Dig. Hesiod. Ep70V S. IpOtÜ.
£p7a),
ilp7(ü

(woraus

£ip7tu),

sondere ab,
des
in
III.

l'f.

££p7|xat,

sk. vr-n-agmi, L

urgeo,

Hiat.

am Ende

F. IL

X,

437;
z,

Verlängerung aus411.
4!20

lautenden kurzen Vokals
1)

d.

II.

Heb. Od.
II.

Anders Christ, Hom.
Sc. 45, 385).

p. 15G,
f.,

wegen

a,

533.

i,

=

(>87;

Od.

»,

524;

Flach,
Op. 328.

Dial. Dig. b. Hesiod. 37

Hesiod. Gedichte XVIII (wg. Th. 401, 464, 489.

92
epotü

Alphabetisches Verzeichni« der digammierten Wörter bei Homer.

§ 18.

(1.

i.

£p>

£pU)ow,
Iliat.

m. Metath. f-e>,

St.

/ep-/ /pe/,

goth. vaurkPf.

jan,

wirk.',

im V. F.
II.

II.

$,

261.
u.

Od.

o,

360;
über

lop-;a
s.

{fifop-(a),

Iliat.

im V. F.
böot.

ß,

272

sonst;

icbp^ei

d.

Anm.

S.

97; ep^ov, vgl.
473. Od.
£,

Werk, Digamma
Eigenn,
l,

auch

inschr. bezeugt,
xai
II.

wie eleisch /ap7ov,
IV. Senk.
auToG in d.
II.
o,

FepYosvexoc,
26,
p,

lang
II.

in
e,

der

259.
II.

t),

in d.

Heb.

432,

II.

92,
II.

or,

in d.

Od.
s.

226; Hiat. sehr

oft

am
II.

Ende des

II.

F.

a,

518, 573 u.
!:ofj.at,

w.,

£p 7« ß, 37, 137 u. 8. w.; u. s. 469. a>, 733
l^(>(o,
vgl.

Hiat.

am Ende des V. am Ende des IV. F.

F.
II.

a,

der.

ßeppr,;

=

öparinr)?,

ßeppeücü
6.
a,

=

opaTreteuu),

eleische
Hiat.

Inschr.

/£p(p)riv,
»,

Dial.-Inschr. 1153,
i,

/appriv 1152, 2,

im

V. F. H.
k'poT),

239.

364;

vgl.

auch

421;

Od.

0,

367.

sk. varsh-as,

Regen,
^epar),

Tröpfeln,

Curt.^ 345,
u.
IspjTjet;

b.

Homer
os
jx,'

in der

Bdt.

Tau
das

stets

aber iparjeu
$,

(eps.

ohne Rücksicht
l/epafj£i;

auf

Digamma
/(üpi;
0'

IL

348.

w,

757,

wo

vuv

van Leeuwen, Mnemos. N.
Od.
i,

S. XIII,

193; desgl. zpaai Frischlinge,
sind digammiert
0, p,

222

auö'

k'paat).

^püü), ipüoixai in der Bedeutung
(vgl.
dtXXd

ziehen, entreissen
H.
c,

auEpusav
xuvE?
fjLEv

auS

dt(v)/£p.):

76

itaja«

ok j:£p673o;j.£v,
(Fut.),

351 396
in d.

/£püou3tv (Fut.), /, 67
j:£pu£iv,
£,

ü)|i.YiaTai

jrepüouaiv

TpaxJiv

467
xat
u.

vexpöv 7ap jrepüovTo; IpujaafXEvo; hat stets

einen kurzen Vokal, sowie auch ok vor sich;
III.

ferner

lang
u,

ol

Heb.

II.

E,
7t,

298,

in

d.

V. Od.

7,

65, 470.
7,

279; Hiat.
sonst;
vrja

im V. F. IL
Od.
vav
ÖEup'
T,

781
ferner

sonst,

im IL F. IL
dann
ottcoc

271

u.

aber
\ii'kai-

481 /eöev ojdov
Ipüua?,

IpöaaaTo,
p,
8'

in

der Redensart
vExpov

lpüajo}jL£v,

IL
Tpi;
a,

635

t6v
t,

Ip'jjtjojxEv,
[jl,

'l',

21

tu,

16
Od.

eptiaa;,

Od.

77

U.

402 bxia
hängt

XeÜx'

IpücjavTsc;

ferner

441

iTr-spoasE;

mit Ipütu

puiräi^Etv,

schleifen, zusammen: IL co, 755 r.olla /pujTaC£<JX£v. Davon wollen manche trennen Ipual^ai, sipuaftai in der Bedeutung schirmen, bewahren, schützen, schützend abwehren, als urspr. mit 239 zp6; ACoc. a, vgl. serv-o),') als: IL ((jspü-o[iai, o anlautend 216 /ETTo; Eipudiasöai, 5, 138 r^ ol TiXEiatov Ipüxo, die ihm EiptiaTai,
Schutz gewährte,
IL
TT,

e,

23 "Hcpaiaio; IpÜTo aatüus

oe u. s. w.;

so

auch

411

aurap Iüeit' 'EpüXaov, Volksschirmer; auch gehöre hierher
^ÜEjdai,

das abgekürzte digammalose

schützen, retten. 2) Indes

gerade 'EptiXao; deckt neben dem EupusiXao; einer lesb. Inschrift den Sachverhalt auf: es bestand neben /Epüco /puw, i/pücu,

1)

Vgl.

Ähren s
l
d. II,

in

Zimmermanns

Zeitschr. 1836,
in

S.

803

f.


11,

2)

S.

ausser
ff.

Hoffmann

§ 152,

Leo Meyer

Kuhns

Zeitschr. 1864,

S.

88

§

18.

Alphabetisches Verzeichnis der digammierten Wörter bei Homer.

93

welches
natürlich

letztere

lesb.

als

eup.,

Homerisch
als

neben
mit

e^p.

(Dehnung,
des

ohne Dig., Knoes'lOS)

Ipuw

Ausstossung

Dig. erscheint. 1)
£3;repo;, vesper, vgl. böot.
TtÜv jTeoTiapitov
p,

/e(j(Tr£pai;) ?

Dial.-Inschr. 801, lokr. Ao9ptüv
|j,evov
6'

das.

1478, Od.

o,

422

im
J.

j^ea-epov

IXdeTv.

191

TTOTi

fiaTztpoi U.S.W.

(Hes, op. 552;

Pind.

exT);,

inscr. Eliac.
II.
C,

C. J. Gr.
u.

11

=

7,44).

Dial.-Inschr, 1149 fizcm: Hiat. im
II.

V. F.

239

sonst,

im

F.

r^,

295,

i,

464.
a.

Od.
:

6,

16.

ETo;,

Jahr,

vgl. sk. vatsas,

/eto?

herakl. Tafeln
ausl.

u.
tu,

Inschr.

Ver222.

längerung kurzer m. Konson.
T],

Silben

II.

765.

Od.

t,

261

u.

s.

w.

;

auslautende

lange

Vok.

o.

Diphth.

lang
s.

vor

Ixo; Od. o, 16.

8,

82 U.S.W.

5

Komp.

auToere;, iTzxaeTS? u.

w.

^xwato«;, vergeblich, scheint Dig. gehabt zu haben

(Heyne, Thiersch,
854.
$,

Bekker
(dagegen
T]Öu;,
S.

u. s. w.):
6'

Hiat. Od. y, 253. 276.
tu,

II. e,

407. x, 292

vorher Od.

283).

dvSavü).
1.

Yjöo«

(vgl.
III.

suesco),
$,

Wohnort von Tieren,
II.
C,

Stall,
ist

Hiat.
st.

am Ende
TjÖea

des mit

F. Od.
u.

411;
d.

511

u.

o,

268

p.exd x

Heyne
(Aber
[fjXa (vgl.
^,

Bekk.

zu lesen

fiexa /Yjaea.

Hes. Th. 66. 167.222.525,

Flach, Dig.
f^deio?

Hes. 34.
<\>,

Vgl. SiaUdt^avxo tiÖo; Pindar Ol. 10, 21.
94.
p,

ohne /: H.
s.

Od.
254.

;,

147.)
II.

att.

(Jt^xxtjxo;) ?

Od.

w, 508,

doch auch Od.

92.]

Tjvotj;,
7,

funkelnd, xat lang in d. IV. Senk.

II.

r,

408; Hiat. im IV. F.
IL
x,

349.

Od.

X,

360; ebenso

d.

Eigenn.

'Hvo-j^

401.

<];,

634
132;

('HvioTTEu;,

ou lang in der IV. Senk. 0,

120).
a,

Tjpa, d.

i.

yaptv,

w

lang in der IL Senk. Od.
lir')

56,

i.

d.

I.

IL

$,

dazu im
T,pi'ov,

(nie

rjpa

(flptov

IL

a,

572. 578.

Erdhügel, Hiat.
^-«X^)

^i'/A i^S^'

am Ende des III. F. IL 4^, 126. kommt nur im Anfange des Verses vor; die Ableitungen
ohne
j:\
8,

oujTjyi^;,

ö'\irf/r^;,

doch OaXajaa

xs

i^yj]z<siza.

(IV. F.) IL

a,

157.

6a)|xaxa T|yYjevxa

Od.

72;

xat tjx"" tIxxi^ Hes. op.

582;

b.

dems.

vor

riyri

rjcü
a. a.
a,

Hiat. Sc. 438.

279. 348;

s.

auch Pind.

OL

14, 21.

Knoes
'lavaaua IL
'laveipa

0. 59

If.

47,
(?)

wegen des

xai (§

47,6):

xai Ftavasaa;

ebenso dann

das.

vorhergehend).
v,

(ayiQ, layov, vgl. ouiayo? IL

41

d.
q,

i.

a copul. U. /tay-, ^evexö /lotyr,
u.

IL

6,

456

u. sonst,

|i.e7ä

/taytov

421

sonst,

s.

§

findet vor lays, 'tayov oft die Elision statt, als: a, 482.
xat

p,

17,3; jedoch 29 u. s. w.,

kurz

0,

62;

man
Stud.

führt

diese Quantität des

t

auf Dehnung vor

1)

Curtius

i.

d.

VL 265

ff.

Fröhde

in

Kuhns

Zeitschr. XXII, 265.

04

Alphabetisches Verzeichnis der digammierten Wörter bei Homer.

§

18.

(lern

verlorenen / wie
.s.

in

r,tior^

zurück,
sehr.,

oder möchte eiayov (aus 279;
§ 343.
/eiCw;
in
oft,

ifii-fo'^)

Knoes a. a. Wackernagel,

0.

S.

60,

K. Z. 25,

lo-eiv, vid-ere, eleisch
17'.t

= /eiow;
II.
o,

u. s.

w.: lang xai in d. \. Heb.
o,

11. p,

u.

sonst,
Iliat.
;

i-nzl.

d.

217.
a,

279, in
u. s. w.,

d.

IV.
II.

s,

.510

und 217
228,

sonst;
u. s.

selir

im V. F.
u.

2G2

im
(oeTv

F.

7,

w.

d.

langen

Vokale
der

Diphthonge vor
II.

lang;

oloa,
a,

weiss,
u,

lang
T^Sr)

reu in d. II. Senk.
(/ei'o-iT))

a,
co,

192, xai in

d.

IV. Od.

309,
F.

in

II.

407;

Hiat.
u.

sehr

häufig,

im
des

II.

II.

ß,

192

u.

sonst,

im V.

-,

50

sonst,

am Ende
II.

IV. F.

u,

201 im
zu

u. s. w.,

rjSsa

(/eioea)
II.
t,

Hiat.

im V. F.
ist

ß,

213

u. sonst,

II.

%,

366

u. sonst;

421

wohl

st.

ey vj xoi

mit

Bekk.
j:
Tj,

lesen

eu vu t6 j:otöa;

doch bleiben andere Stellen
xai in
II.

ohne
II.

wies, 185; iSpiev, JSito, fSuia, lang
Ttou
a,

der IV. Senk.
F.
II.
ß,

281,

in d. II.

Heb.

a,

124;
III.
st.

Hiat.
v,

im

252,
F.

301, im V.
a,

420,

am Ende
Od.
mit
r„

des

273;

b.

fouTa
II.

im
p,
f.)

III.

608.

(j,

380, 482.
sonst
stets

92;

etouta,

das nur
S.

5 fester
loma.
st.

steht,

ist

Ahrens

(Rh. M. 2,

177

zu

lesen,
etöuiT)

wodurch auch das / zu seinem Rechte kommt, st. II. a, 305 xauTa toui'?), l^-{ etoui'a? IL t, 128
U.S.W,
(vgl.

also
u.
s.

zoZi'
Ip-^a

w.

lomdc,

La Roche, Hom.
II.
i,

Textkr. 286
d.

f.);

etoiüc, lang

oüro) in d. II. Senk.
III.

440, eu
u.

oft in

V.

;

Hiat.

F.

X,

710, im V.

0,

218

sonst;

Konj. eiow
»,

(eiotu)
tt,

am Ende des am Ende
im IL F.
501;
Senk.
Hiat.
d.

des
V,

III.

F. n. /, 244;
(];,

am Ende
0,
$,

des IV. F.

18.

19,

122,

322,
III.

im V.

207;

eiaofiai. werde wissen, Hiat. am
x,

Ende des
eiSofiai,
n.
V,

F. r„ 226,

8; xai lang in der IV. Senk. Od.

erscheine,

bin ähnlich, etsafirjv,
ß,

lang

hi\

in d.

I.

98, Ol in d. IL Heb.
Staeioexai
II.
5^,

215.

[x,

103;

Augm.
eloo;,
x,

^Eiaaxo:
xcti

im Komp.
IV. Senk.

v,

277,

oiaei'aexai

0, d. d.

535;

lang in
Hiat.

IL F.

7,

55;

370 u. EiowXov,
E.

sonst,
xat

xoi in

IL Heb.

316,

im

lang
F.
II.

in
;r,

IL Heb.

^,

104;

iSpetr,,

Kunde, Hiat.
5,

a.

des. III.

359;

isxtop, Hiat. nach i-d
<i^,

501;
7,

JvSaXXoixai keine stark beweisenden Stellen (IL
246.
X,

460.

Od.

224); Kompos. aiaxo;,

aiöpi;,

(ii'ör,Xoc,

ferner deosioiQ;,

loeiS'^?

u. s.

w.
/^eixat, vgl.

t'e|xai,

ich

strebe, beeile mich, stürme auf etwas los,
355.
I,

L.

Meyer, K. Ztschr. 21, 179, 289), Ahrens, Btr.
laxTj,
V,
a^j^jXTj

Bzzb. Btr.
ff.,
ti,

I,

301
der

ff.

(Vgl. Gr.

P,
in

112

lang in
396.
X, u,

I.

Senk, -posatü,
irpäatrco

eia,

IL

tc,

382.

0,

543.

280, 399,
v,

d.

IL

291; Hiat.
u,

am Ende
\i,

des IV. F. mit L.
X,

537,

386;

am Ende
z.

des

III.

502; IL
a,

274

ist
ß,

Meyer
$,

-pöoco "eaös
[v.l.];

lesen
i'evxai

(widerstrebend

501. Od.

327.

346.

142

aber

§ 18.

Alphabetisches Verzeichnis der digammierten Wörter bei Homer.

95
o,

mit

X II. 0,
5(,

77. Od. y,

304 zu
IL

it,(xi);

Aor. mit
Hiat.

Augm.
in

s: l-eisaxo

IL

415.

Od.

89,

i-eic7aa}}r,v

o,

544;
IL

der
s,

Redensart öia-p6
538.
p,
cp,

o£ etjaxo
<i),

vom Speere oder
Kompos.
IL
X,

Pfeile

IL
X,

o,

138.

518.

Od.
Fut.

524;

xaTaei'aaxo
u,

538,

l7:'.eicja|xevT)

424;

^::iEiao|jLai

367.
eT|xi)
c,

454;
462,

aber vokalisch
osup' eiderai

7:otXtv

siJ0|xat

(werde

gehen, also zu
Tct/a
eijoixai

w,

Od.

o,

213 (während
115);
leicht
v,

IL

8 ZU oloa gehört, IL
v,

Ahrens a.a.O.
p,

zu ändern peT«
ist

ixeTeiuaiJLevo;

90.
dXX'

285
tttj

(psa [xsTaeta.).

IL

191

mit
i.

Bekker
st. 6,

nach Zenodot
75

d.

apparuit,

x?^^ daazo ypoö; eh. zu lesen. (Aber tT)fi.i hat kein
ou

{fziaa-co)
j:;

auch

die Hiaten IL

daTepa

r^xe

u.

c,

182 können durch die augOd.

mentierte

Form

£7]xe

entfernt werden.)
^,

flxapo?, 'Ixäpio;? 'Ixapi'oio, T, 546
txEXo«
s.

vgl. IL

145 -ovtou
doch

'Ixapioio,

a,

329

u. ö. xoüp-r]
'Ixapioto.]

9dpa£i 'Ixapi'ou;

o,

797

[XEYaXrjXopo?

Eoixa.

MXio;, lang

xai
r)

in

d.

IIL Senk. IL
6, I.

:,

493,

ourw
der

in

d.

IV.

u,

216,

Verbalend.
Hiat. sehr
u. sonst;

in d. IV.
z.

164

u.

sonst,
cp,

oi in

III.

Od.
III.

b, »,

495;
131

oft,

B. im

F. IL

295,

am Ende

des

keine Elision der elisionsfähigen Präp.; so auch IL
des Verses Ttapa
cjT^fiaxi

x,

415

am Ende
166)
iviov
10 V
s.

FiXou (wiewohl

"iXou

ohne

/

X,

u.

$,

501 aYauou

FiXiovtJo;.

i;.

u.

Kompos.,
so

vgl. viola.

Od.

e,

72

[xaXcxxol

/tou.

IL

<];,

850

xiiisi

j:i6svxa;

auch Hiat. vor
Vgl.
ociSpa

(oovE'-pe;

Od.

6,

135.

i,

426; vor

toctor,;

IL
Fttü

X,

298.
oft;

foaxscpdvtov

Theogn. 250; auf Vasen Eigenn.
dazu Hes.
sc.

F^(AafOi Dial.-Inschr. 3132;

77, 102, 323,

340, 467;
'Ipi;,

Knoes
II.

II,

124.
cupxo
7,

Hiat.

im

F.

oj;

Icpax'"

ok Fipt; IL

{},

4()9.

w, 77,

159

u.

im V. -6öa;
Fipi; ß,

cüxla
u.

Ftpi;

IL

129

u.
e,

sonst

oder
27,
II.

roSi^veixo;
i\>,

(öxsa
{ol)

786

sonst;

aber Elision

353,
1.

X,

198,

ol

kurz

E,

365; daher zweifelt

Hoff mann
sei,

d.

p. 40, ob dieses
II,

Wort
das

bei

Hom. digammiert
auf
feste,

und auch

Knoes
''Ipo;

126 möchte

Dig.

traditionelle

Formeln

beschränken.
in d.

Vor dem
Odyssee
38, 56, 233.

AppelL

Tpt;

Elision
<j,

IL

X,

27.

Der Name
leitet

erfordert Dig.

334, vgl. 73 (75, 333), aber ohne
73.

/

Kompos.
von
ETpoi;
II,

"^Aipoi;

5,

Der Dichter

V. 6 offenbar den

Namen
6.

EipEiv

(/Et'p.)

=
doch

«KaYYeXXsiv ab; es scheint somit die Schreibung
ist

richtiger,

die Tradition für

i,

vgl. llcrodian

I,

191;

448. 526 L.
Hiat. nur

i;,

vis,

am Ende
[X,

des IV. F., wie Od.
desgl.
p,
X,
loi^^S;

t,

538; auch
i;

xai
ispT]

lang
t;

in

d.
-,

IV. Heb. IL

320;
w.;

Sfxoi

vgl.

Od.
cp,

476.

0,

60

u. s.

aber IL

739

^rrtßpeaei

dvifioio.

356

9()

Alphabetisches Verzeichnis der digammierten Wörter bei Homer.

§ 18.

xaieto

o'

i;;

Tve?, nervi,
(vi'ov,
'Itpt

lliat.

XP<ia /i'veatv;
I.

Genick,
s.

Hiat.

am Ende des III. F. am Ende des III.

nur
F.
e,

<|/,

191:

73, im

F.

c,

495.

u.

w.

s.

besonders.

lao« (aus
sk.

/t'^/o«,
visliu
II.
fi,

wie die Gortyn. Tafeln bieten) und die Derivata, vgl.
fxeTT)u6a

:= aeque Gurt., Et.^ 378, lang
<\i,

in

d.
II.

IV.
>.,

Senk.
295.

569,
V,

xcixivoi

in

d.

II.

Od.

a,

27,

ßpoToXot^w
f.);

130.
II.

802

u. s.

w.

(Knoes

II,

129

aber

oi

kurz
F.

vor
X,

hri

X,

705.

Od.

i,

42, 549;

Hiat.

vor lao?

im

II.

IL

336

u.

sonst.

Vgl. b.

?TeT|, richtig eWt) (^tt^o

Hom. iijTf). Hesych.), Weide,
389,
1.

altliochd.

wida, sk. ve-tasas,
Senk. Od.

eine Rohrart,
X,

Cur t. ^

vi-tex, vi-men, lang xai in d. III.

510; aber II. cp, 350 ureXeai xe xal ttlat, wo Bekk. liest: TiTe/ioti xat ptlai; verwandt I'tu?, äol. /i'tu; (Meister, Dial. I, 105 f.),
II.
6,

486

ocppa /itsv.
i.';,

Icpi,

icpto;,

'Icpidtvaaraa (v.
c,

1.

vis),

oft

xai

lang im V. F.:

als:

icpia

[x^Xa IL
a,

556

u.

s. I.

w.,

t,

145, 287;

Hiat.

am Ende
tcpdifio;

des

IV. F.

38

u.

sonst,

im

F.

i,

466.

<\>,

166; aber

hat bei

Hom.
i

/ und muss, wenn es für {cpixtp-o; steht, mit dem zweiten f eingebüsst haben. — Die anderen Eigenn. mit 'Icpt- stehen meist so, dass ein f hinzutreten kann, oft auch zum Vorteil des
kein

auch das

Verses (Od.

X,

296

ßi'v]

FicpixXrjeiVj,

IL

X,

257

6 Ftcpioaixa;)

;

doch

ß,

518

üiee; 'Icpitou (uTe? Fiep.

BentL, und
lir'

Ficpixo; steht

auf

e.

korinth.
oe
jjlst'

Vase DiaL'Lfifieoetav.

Inschr. 3133),
[iior^?

X,

261

'Icptoaixavxt,

Od.
308.

X,

305

ttiv

Hiat.

im V. F. IL
oto;

8,

276.
IL
x,

X,

tt,

127,
p,

immer nach
tjXuÖ'
Iwri

der

Genetivendung auf

139,
in

Od.
^XOs

261

ändert

Hoffm.
Jcüxrj, Hiat.

II,

p.

37 nach Bentley
e,

/icor,.]
X,

im V. F. IL
oicöxet

/iwxei
1
1

=

521,

740 (doch ohne f

601).

VgL

kor. Vase Dial.-Inschr. 3153.

a
X
;

s.
,

toetv.

s k.

vecas,
in
JJ.01

lang xat
u.

Haus, 1. vicus {f auch inschriftl. vielfach bezeugt) der IV. Senk. IL ^, 513 u. sonst, in d. IL Od. i\i, 7
in d. II.

sonst,

Od.

8,

318,
in d.

Stj

in d.

IL Od.
:,

?,

332,

xai in d. I.

Heb. H.
p,

0,

498,

II.

Od.

181;
221.

Hiat.

36; 4-, im V. F.
/otxi'ov,

IL

C,

56.

738;

am Ende

des

IV. F.

|x,

Ebenso

/oixeu;, foiY.k(o (doch

oixtucpeXi'r,

ohne

f

Od.
t,

z,

223).
u.
s.

olvo;, vinum, lang
246,
t,

xai

in d. IV. Senk. IL
ß,

489
:,

w., in d.
in d. II.
olvoi]^

IL

y,

fxoi

in d.

IL Od.
Hiat.

349, in

d. I.
a,

H.

264;
w.;

xai

Heb.
o?vo-

706

u.

sonst;

im V. F.
Hiat.

462

u. s.
v,

dazu
fx,

yoito u. s. w.;

OfvöfjLao;,

im IL F.

506,

vgl.

140 (doch

ohne f E, 706 A(tu)Xiov O^v.); Oiveü;, Hiat. nach dem V. F. t, 581. 117 (vgL i, 543; doch ohne / ß, 641 u. OiveiST); s, 813. x, Q,
497);

über ^cuvoyoet

s.

d.

Aum.

§ 19.

Bemerkungen über das Digamma

bei

Homer.

97

ö?, qui, zeigt bei

Homer
u.
s.

Od.

ö,

12G

ist

wohl Naturlänge,
(lokrisch
die

keine genügenden Spuren des f. in oa-iäp o; s. § 120, Anm. 5; leicht erklärlich
allerdings
fö-i,
in

yjüiö\xz\oz,

oTt

deutlicher

aber treten

Spuren des
stehend,
als:
I,

f

§ 175, Anm. dem Adverb w;,
in

2);

wie,

hervor.

In

der Anastrophe

macht
öeo;
ai?,

es

der Regel eine
cu;,

vorhergehende kurze Silbe lang,
TTsXsxü? (o?
7,

opviBi;

'futov

(i>:,

(Bekker, Hom.
482.
II.
^,
i,

Blätter

204),

und zwar im VI. Fusse
ß,

II.

230.
s.,

6,

302.

X,

172

u.

s.,

im IV.
w;
7,

190.

7,
ö'

60.
tu;

z,

470
78.
w.,

u.

im
0'

443 (doch auch
147.
f.).

xti'Xo;

196.
u»;

ösö;
p.
,

t, s.

oX[xov

u)?

X,

Xeov&'

tu;

383,

vicpaos? 8'

156

u.

Knoes
cu;

II,

167

Die sich hieraus ergebende Nebenform /w? zu

mit
«
,

kann mit jenem fözi zusammengestellt werden; a)? goth. sve. G. Meyer, Gr. 216 2 f.
S.

mau

vergleicht

SUUS,

£0.
siXtü.

ouXo[j.6c

s.

[u)decu § 198 b, 5, ohne Dig.,
X,

trotz IL
II,

t.,

592 Tpwi?,

cuaavro,

und Od.

596

avo)
V.

wöejze.
d.

Knoes
uiX;

133.1

<üXxa (Akk.
mit

ungbr. N.

=

aJAaz, Att. aXo^) lautete anscheinend
coXxa

f

an,

trotz

sulcus:

xaTa

IL

v,

707,
I 2,

vgl.
f.;

Od.
G.

3,

375.

Hesiod. op. 439. 443 (L.

Meyer, VgL

Gr.

178

Meyer,

115
<ui;,

2). 1)
s.

wie,

0?,

qui.

Anmerk. Das
i/TjVoavov
erklärlich;

Imperf.

£T,voavrjv

II,

(u,
rj

25. Oid. y,

143 darf nicht mit

Bekker

geschrieben werden;
also

denn das

i/dvSavov

oder allenfalls
ersetztem
iojvoyoEt

nach dem Digamma wäre völlig un£t,vo. mit verlorenem und durch die
tjeiot)
ü,

Dehnung gewissermassen
-f.opwv,

/
IL

(Homer
0,

st.

ifzlo-q,

att. Etupcov

aus

i/opwv).

Ebenso

3.

Od.

255,

das

Bekker

fälschlich

i/u)v. schreibt; desgl. die Plusq. iwv.zi, eiüX-st, icüp-fsi v. den Pf. fifoi-Ai, /s/opY«, die ifsfuUzi, iftföX-zi, i/£/6pYEt lauten niüssten. S. § 198,

fif o)-.a^
6.

§
1.

19.

Bemerkungen über das Digamma
oft

bei

Homer.
e

Dass bei Homer daß Digamma
s

ein vorgeschlagenes

habe,

dieses

aber nicht digammiert

sei

(abgesehen

/ejoX-a),

haben wir § 16, 2, a, r^ gesehen. indes auch als Assimilation des / an gerade vor diesen Vokalen und nicht vor 7, sich dies
thetischen Vokal,

vom Perf., als: Man kann das e
e,
i

/-s/oixa,

als pro-

fassen,

da

e findet.

Durch
möchte

Kontraktion der beiden

e

erklärt sich eip^w (att.); eiapivo;, eiavö;

man kaum
*)
,

mit Recht hierher ziehen.

L.

Meyer

n,

862,

G.

Meyer
in

a.

a.

O.

bringen

tö/.xa

mit

iX/tu

(fiXxto)

ziehen" zusammen,

bei

welchem
S.

der That das

Augment

eIX/ov (§ 189, 4) auf

ein

verschwundenes

/

zu weisen

scheint; aber
I.

eXxco ist bei

Homer
7

entschieden

nicht digammiert.

Knoes

79.
T.

Kühner s

ausführl. Griech.

Grammatik.

98
2.

Bemerkungen übor das Digamma

bei

Homer.
findet
sich

§ bei

19.

Der Obergang des
in

f

in

-j

1(1,

2, b)

Homer

im Inlaut
infolge
^tayTj],
•)

der Hebung,
Assimilation:
st.

etwa

um

eine lange Silbe zu gewinnen, oder

der

auiayoi,

zusaramenschreiend
,

[aus

a

copul. u.

euaoev

Ij/ctoev

=

2aoev
st.

TaÄa'jpivo;

st.

TaAcr/ptvo;,
(iönaloy),

mit

d.

Schilde Stand haltend,

xaXaupotJ;
v. y.aXo;,

xaXä-/po.];

(vgl.

Hirtenstab,
u. fplrco,

nach

II

off m.

I,

p. 1.-58
^

funis, fustis
st.

laqueo instructus,
avjrsp-jjav,

vergo, vgl. Curt.

351;

aulpusav

dva^ep'jiav,
xa-ja^at;
st.

aj^Epuaav,
v.
j:dt7v'j|j.i.

zogen zurück;

Hesiod. op. 666,
1.

69.3

xaT/a;aic

Anmerk.
eXeto)

Dass das Hom.

fsv-co,

er fasste, als äol.
st.

Form

st.

.feXto (eXto,

stehen

sollte,

ähnlich gebildet wie das dor. xevxo
y sich

xeXeto, ist schwerlich

anzunehmen, da der Übergang des / in vergleicht jetzt Hesych. iizöftne, «tpeXxE,
S. § 343.

nirgends bei

Homer

findet.

Man

KuTrpiot, uYY^f^^^«» ouXXaß-r,, SctXaafvtou^)

3.

Dass übrigens das Vau zu der
bei

Zeit,

als die
in

Homerischen Gesänge
seinem ursprünglichen

gedichtet wurden,

den loniern nicht mehr

Umfange bestanden, sondern schon den Anfang des allmählichen Verschwindens gemacht habe, erhellt deutlich aus mehreren Erscheinungen.
Vorerst
zeigen

mehrere Wörter,
bei

die

in

anderen Mundarten
desselben.
80),

mit
'^HXt?

dem
ohne

Digamma

anlauteten,
X,

Homer

keine Spur
s.

So

/

H.

ß,

615, 62G.

671, 673 u.
7,

w.

(Knoes U,
t],

aber in Elis

selbst FaXi;; töio;

Od.

82 r^
iaria:

iol.T^

(0,

314 nach
äveurto?
II.

was

nichts beweist),
ß,

aber böot.
u.
s.

u. s.

w.

/i'Sio?,

davon

t,

63, Icpe^tto;

125
dazu

w.,

aber Hesych.

713x1«,
s.

arkad.

Fiaxi'ac,
f.),

Dial.-Inschr. 1203;
itöptov
II.

kommen 6päu) opojxai u. das Digamma bezeugt
dTXEfisasev
$,

w.

(Knoes 141
Ifxitu,

wo doch durch
aber
alp.'

iöpaxa
0,

ist,

lat. vomo,

Iixewv

11;

437.
I,

Ein

f

hatte
I,

auch der
p.

Name

'EXevti,

wie die Alten

(Dionys. A. R.

20; Priscian.

20 K.) bezeugen, unter Anführung
FeXevav
iXixwTnoa;

des Verses

(Bergk, Adesp. 31)
die

o'I^ojjlevoc

indes bei

Homer
in

ist

Spur des

Stellen widerstreben

/ sehr schwach und unsicher und eine Menge (Knoes II, 219). — Merkwürdig ist es auch, dass
digammierten Wörtern
jrdcYvufjLt,

einigen

anscheinenden Derivatis von
ist,

das

f
tu

verschwunden
besondere
(s.

als:

/i'ft,

aber

icpdiixo;,

aber

ol-ktt^.

Ins0,

ist

f
L.

ziemlich

überall

geschwunden
53

vor
ff.

folgendem

oben

6paa)),

Meyer, K.

Ztschr. XXIII,

Darnach kann

man

nicht wohl geneigt sein, das inlautende

(abgesehen von der Komposition und von Bildungssilben wie

Digamma zwischen Vokalen dem Augmente)
sichtlich

dem Homer noch

beizulegen,

zumal da auch schon durch das Antreten

einer Bildungssilbe
1)

das

inlautend
I.

werdende Digamma bei ihm
Fliegende Blätter
S.

Mit Unrecht verwirft
in

Bekker,
Kuhns
Sehr

136, das n cop. u.

nimmt auch Unwetter.
Meister,
Aristarch
II,


270

diesem Worte das a privativum an, indem er damit vergleicht
2)

S.

Ebel

in
3)

Ztschr. 1864,

S.

156.

Curtius,

Et. 5 614.

Dial.

U, 247.
ff.

beifaUswert handelt darüber A.

Lud wich,

§ 19.
leidet.
(vgl.

Bemerkungen über das Digamma

bei

Homer.
t'a-/Ev

99
st.

Formen wie
§

r,£i6r)

st.

£/£tor„ 'iVioo;
locyr,)

st. "^'A/too;,

/t/oc/ev

§ 16, 3, b;

18 unter

scheinen Verlängerung zu zeigen als

Ersatz des ausgefallenen Digamma.
•/Eiadai, o-^aev

Ferner kann Kontraktion eintreten:
II. X^

IL
ist

j,

100,

oi; oto;

aus ofi^ ofioi, sogar sloov

112.

t,

292

u. s.

At/io;

eigentlich

örj^to;;

Homer kann aber
anapästisch

or,to?

auch sponwelche
OrjÄsior,«

deisch

oder nach anderer Auffassung
rj

gebrauchen,
Ähnlich

Verkürzung von
von Or/euc,
wir in

das Schwinden des
d.
i.

f

voraussetzt.

CtiX-^o;,
r^

ür^Xr^foz;

läge nr,X£/o? zu Grunde, so hätten

dem

den Beweis für das Schwinden des f.
2.

Anmerk.
u.
s.

Dass

aber

OEiaai,
diese

cIeoc,

oeiXo;, cietvö?, oeTji.0; (ioir,;,
hinter

AcisTjviup); 5tjV, OTjpov zu
w.,

Homers
dass

Zeit ein

f

dem
;

o

hatten, also

oftiGii

sieht

man

daraus,

bilden,!) vgl. sk. dvish (hassen),
II.
ei'

Wörter mit ihrem Anlaut Positionslänge A/itvia korinth. Inschr. so 'ioetoa? in der Senk.
ß,

7,

19 u. sonst,
Ttu);

JTröoöioa;, TiepIOEiaa; (nur Od.
5e{ot, (doch Od.
ei
[Ji,

66

'jTTooetaiTE),

11.
II.

cu,

116
163);

x£v

ifxe

ts

203, w, 534 ölpa oeiaavTcuv, vgl.

v,

daher osfootxa mit
•jro
Sei'oüc,

zum
e,

Ersätze des weggefallenen/ (oeo/oixa); U.
t(
ji.£

o,

4 yXwool
ou rot
ir.l

so X, 376;

817 oute

oeo;.

a,
e,

515

t]

dr.öfEnz,
rji^v

ir.zl

OEo;; nie bleibt ein kurzer Vokal vor oeo? kurz;
Y,

574

toj

apä oe(X(u
tco o

ßaXJTTjv,

172
£vt

atociio; te

ijLot

daai,

cptXe
II.

/Ex'jpl, oe(v6; te, X, 10. x,
o,

272

i-ti oov orXot-

otv

OEtvoiatv
7).
il,

^o'j-T^v

(doch

626 217
IL

ol
'

oEtvo;. &,

133 apa

osivov,

St.
oTj?

12,
ist

423 x6ov doEE;

(ä). p,

A^-Epo-otiov te A£[3T,vopct.

entstanden aus Heoo/etjC.
oüoe
otjV

Hartel, Hom. Das Adj. Heou-i^xe
et,

et,

416 ouTt

ij.dtXä

otjv.

tt,

736 Od.

S'

ipEioa-

txEvo;,

yaCsTo cowto;.

i,

415 ^-r

oiQpöv 0£ pioi at'cuv,
II.

vgl.

203 (doch

meist OTjpov ohne Dig.

und

Positionskraft, wie

ß,

435.

e,

885, 895

u. s. w.).

Anmerk.
haben; daher
lItto

3.

Die Wörter asiiu und

aaivw scheinen mit o/
o

angelautet zu

r:£pta£((u (rcptoaEioj),

ir.lzdw, 'j-ö^üw, Isseiovto (doch 11.^,285 ttoowv

3e{£to), TTEpIaotfv«) (nEpiaoaivüj),

von
u.
s.

oapS,

äol. o6pS,

vgl.

Od.

t,

nur Od. p, 302 ulev p' 293 zfAi-zd te oapxa;
oü)

f

£07]v£.2)
X,

Ein Gleiches
Irl oäpxa;, o,

gilt

Tc,

219

77

dagegen (kurzer aus To, TJ, xj;3) Verdoppelung Positionslänge vor anlautendem
w.
Seutu

Stamm
ist

hat nicht af
hot'ja,
II.

zum

Anlaut, sondern oo
Xaosooo;,
(e,

hier in

EooupLctt,
p,

^Tria-EüeoSat,

c in ote
^;£aüi)T)).

oEuaiTo

463. te cEuatTo 6, 198

293

Aristarch

i;EX6})T] 4.

für

Zenodots

Anmerk.
/pT|t8toi: u.
s.

Betreffs des ursprünglich anlautenden
,

fo

(in /pTjvjfjL', for^-utp,

w.,

scheinlich,
die

dass

F r ö h d e K. Ztschr. 22, 264 ff.), ist es einerseits nicht unwahrHomer hier noch den Konson. gehabt hat; andererseits mangeln
davon, da die Positionskraft des anlautenden
es inlautend wird,

p und die Verauch den Attikern gemeinsam sind, und ferner bei diesen wie bei Homer durchaus nicht auf die Wörter sich beschränken, denen von Haus aus /p zukommt. Vgl. § 75, 12. Dazu ist ein Zwang der Verlängerung für Homer bei p durchaus nicht vorhanden, daher z. B. fppE^a

sicheren Spuren

doppelung desselben, wenn

und lp£?a; (il; neben /p£Cw,

cpctTo*

^»(ytjoev

oe xte;
u. s.

?vSa xe peta u.

s.

w.

;

also ist mindestens ^eCio

p£a

neben fpii

w. vorhanden gewesen.

1)

S.

Hoff mann

I.

d.

I,

§ 85.

L.

Meyer

in

Kuhns

Ztschr.

VH,

S.

194

ff.,

der

auch x/eveo; (Od. Knoes I. d. p. 223 f

x,


ff.

42)
3)

annimmt. 2) s. Hoffmann 1. d. §§ 89, 91. Pott. Etym. Forsch. 12, 2, 693. Wackernagel,

Kuhns

Ztschr.

XXV, 276

100

Bemerkungen übßr das

Digaiiiin;i

liei

Homer.

§ 19.

L Ferner
(selten)
e,

lindct
in

Verlängerung einer kurzen auf (uncn Konsonanten
der

ausgehenden Silbe

Senkung
cpi'Xo?

nur von
statt,')
z.

dein

I'ronoinen

/lo

und
II.

vor Können der Wurzel /lo
r'.p{)i[jLo;

B. in der lii. Senk.
in

095

lleAct-j-tüv,

o? foi
[xrjjaxo

rjEv
i,

etaTpo;,

der

II. ^,

157 <u-aaav,

a-jTap
z'lkzT')

foi ilpoiTo;
IXTjTlETOt

-/.iyA

du|xt}),

377

fe(j(jiT(a'
frArjCt,

h. -{ä^ ft'j 'fpeva;
hl

ZeU«.
ootiEv.

Od.

d,

215

EU U.£v

tÖ;OV

dcV

I.

II.

t,

7

TOlöv /Ol

TTup

Es etwcist

sich überhaupt die Positionskraft

und
als

die gesamte Bedeutung

dieses absterbenden

Konsonanten schwächer

selbst die des beweglichen v.2)
5.

An
sich

sehr vielen

Homer
zeigen

vernachlässigt.
in

man, wenn

die

Stellen erscheint das anlautende Digamma bei Nach Harteis Statistik (Hom. Stud. IH, 62 fF.) 3354 Fällen Wirkungen des f, dagegen in 617 muss Lesart richtig, ein Schwinden desselben annehmen (wobei
v

ein zugesetztes

ifpsXx.,

wie in upoüdsv söev IL
ist).

e,

56, als sofort zu be-

seitigen nicht gerechnet

Nun

lässt

sich an ungemein vielen Stellen

mit

Leichtigkeit
z.

das

ursprüngliche
2.

/

wieder auffinden und herstellen,
Stellen

so dass

B. in Bekkers

Ausgabe von jenen 617

gegen 300

Senkung wird oft sloov gelesen (wiewohl El auch in der Hebung vorkommt, also die kontrahierte Form dem Homer nicht abgesprochen werden kann); st. lavaaae in der Senkung T^vaase; zuweilen ist ein digammiertes Verb mit einem falschen Augmente
geändert sind.
Statt e/igov in der

versehen,

als:

H.
te

o,

701 Tp^alv

5'

y^Xttsto
-',

Oufxö;

st.

Tpfojt

S'

I/teX-eto.

Ferner dvSpo;
II.

TipoTEpoio

xal «uteoc H.
uisi,

140
st.

st.

Trporlpou xai jraaTEo?.
uli,

y,

302

Zy)vi

xat Aihz

ExTfjßoXip
Tzpo^r^üoo.

Aio;

FExr,ß.

I\.

o,

35

xai

fjLtv

cptovTjüaa'
I\.

iizea

-TEpoevta

st.

fptuvYjjaaa

/E~Ea

(Synizese,

die
II.

Christ
E,

160 gleichwohl
kXooa' IkUicji

für härter hält als IrrEa

ohne Digamma).
tov
6'

30

yS.\.po<i

st.

kkoZaa fir.Baoi.
E^ÖTj
'iis.

e,

166
5,

tösv Aiveia;
ItzzI

st.

TÖv 8s fi^'
st.

Ah.

D,

406

o^p'
(l-si

st.

ocppa flor^.
(ji,

383 auxdp
rrj t'

o
tt,

e'jdavTO

i-nsx

/ssaavxo

Vindob.).
te,

48

Eixouai st.

jrEixouau

Gerade solche Wörter wie

^a sind sehi' oft zur

Verdeckung

des Hiats eingeschoben. 3)
6.

Indes gibt es auch sehr viele Stellen,

in
ist,

welchen das Digamma

von dem Dichter unbeachtet gelassen worden
petitio
priucipii,

und es

ist

eine reine

wenn man (Bentley, Bekker, Nauck)

überall

auf

Herstellung des

Hypothese, dass

f Homer

durch noch so gewaltsame Konjekturen ausgeht.
das

Die

Digamma immer

berücksichtigt,

würde nur

dann gerechtfertigt und erwiesen sein, wenn das Digamma sich bei allen digammierten Wörtern an allen Stellen leicht herstellen Hesse, was so
»)

Hoffmann
1.

II,

§154.

mit

oloa, eloo;

zu beseitigen sucht.
d.
II,

Kartei, Hom. Stud. 2) Lud wich,

III,

76

f.,

der auch die Stellen
II,

Aristarch

:278ff.

3)

Vgl.

Hoffmann

§ 176sqq.
ff.

Knoes

b. d. einzelnen
ff.

Wörtern.

Wackernagel,

Bezz. Beitr. IV, 289

Flach,

Dig. b. Hesiod. 47

§ 20.

Halbvokal
Fall,

j.

101
bei manchen urmehr hervortritt, f

wenig der
sprünglich

dass,

wie wir oben

gesehen haben,
kein

digammierten Wörtern, überhaupt
weniger
als

und bei
Wörter,
als

k'xaaTo? nicht

56 Stellen die Vernachlässigung zeigen.
(II,

So unterscheidet denn auch Christ
bei

158) eine ganze Klasse solcher
sei,

denen das anlautende Digamma nicht überall bewahrt
japvci;,

^avcocveiv,

/£To;

(weil

ihm

II.

ß,

328 xojaau-a

fivr^

noch

mehr unhomerisch scheint als xosaaux' Ite«), ^oIxo?, j-ohoc. u. s. w. 7. Es fragt sich nun, wie die Erscheinung, dass das Digamma
den

in

Homerischen

Gedichten

meistenteils

zwar
ist,

als

Konsonant
sei.

be-

handelt,

zuweilen jedoch unbeachtet gelassen
aufzeigt,
ist

zu erklären

Wie
stehen

Ludwich^)
ältere

Homerisch eben nicht Urgriechisch;
in

es

und jüngere Formen
Ip-^ov

dieser

Dichtersprache

friedlich

neben-

einander, und zu diesen jüngeren, in des Dichters Zeit aber vorhandenen

Formen gehörten auch
Bedürfnis
des Verses
in

st.

^rep^ov,

l;io?,

elöov u.

s.

m*.,

die

nach

oder auch des darzustellenden Gegenstandes und

Ethos

sich

freier

Weise

einstellen,

ohne
wäre.

dass

dadurch

das Ver-

ständnis
die

des Wortes

verdunkelt worden

Man

vergleiche

damit
(s.

sonstige Beweglichkeit

und Flüssigkeit der epischeu Sprache
u.

d.

Einleit. S. 17),

die ihr gestattete, in einzelnen

Wörtern nach Bedarf des
Xei'ßo)

Verses auch andere Anlaute abzuwerfen, als:
a.l<i^T^^ö^,

sißw,

Xatij^Yjpo;

u.

(jxiovafiai

u.

xi8va[xat,

a[j,txpü?

U.

|xtxp6;,

^aia u. ala,

ipr/oouTTo; u.
oniroi;

Ipt'oouTro?,

oder eine Doppelkonsonanz
octo;,

zu

vereinfachen,

als:

u.

o-to?,

oaao? u,
j:

otti u.

oti u. s.

w.2)

Auch darf
in

diese Erscheinung

bei

dem

um

so weniger

befremden,

da selbst

den Mundarten,

in

welchen sich der Gebrauch des
liche Unsicherheit

Digamma
/

länger erhalten hat, eine ähnS.

im Gebrauche desselben stattfand.
Die Wirkungen des
z.

§ 16.

Anmerk.
(freilich

5.

erstrecken sich bei einigen Wörtern bis
st.

auf die spätesten Zeiten,

B. in

dem

a privat,

äv in aotxo;, äo(xTjTo;, ä6paTo;,
dvdXcoTo;),

auch

aotiXo;, döptoTo: u. a.,
u.

und dagegen
(v.
1.

in

der

Zusammen4, 6,

setzung mit Präposition
fj.EXav'jE(fA(uv

Nomen,
658 L.

als: ^uiEtx-/,;, yyjv ^Trieaaoftat
[jieXavefiJ..);

Xen. Kyr. O.
bei

Hippokr.

VI,

der

Hiat

dem

Pron.

oi

findet

sich bei loniern
(pfXa

(Renner,

Gurt. Stud.

ä 0^

Ol

S. Tr.

650, öte ol El. 196

I, 1, 149 f.) und nach Herrn, (codd. öte

selbst Attikern, als:
oot).

§ 20.
1.

c)

Halbvokal
fast
alle

j

(§ 7).3)

Der Halbvokal
ist

j,

den

indogermanischen Sprachen

besitzen,

in

der griechischen Sprache, welche auch den anderen

Halbvokal w, / schliesslich allgemein beseitigt hat, schon von alters
1)

Lud wich,
der über
f.

Aristarch H, 257

ff.

2)

Das. 274

fl".

3) S.

Curtius,

Et. 5

602

IT.,

j

sehr ausführlich handelt;
f.

damit zu vergleichen Giese,

Aeol.

Dial. S. 107

u.

242

A.
I,

215

ff.

L.
S.

Meyer,
216 2
ff.

V, Gr.

Schleicher, Kompendium der vergl. Gr. S. 712 ff., 12, S. 157 ff. Christ, Laull, S. 148ff. G. .Meyer,

Gramm.,

102
her
güri/.lich

Halbvokal.

§ 20.

verdrängt,
lässt

so

dass
sein

er

in

keinem Dialekte mehr vor-

kommt.')

teils aus der anderen indogermanischen Sprachen, Vergleichtmg dos Griechischen mit teils aus sehr vielen Erscheinungen im Griechischen selbst auf un-

Doch

sich

ursprüngliches Dasein

zweifelhafte

Weise erkennen.
sehr

Die Behandlung

des

j

ist

in dieser

Sprache
Vokal
i

eine
fort,

mannigfaltige

gewesen:

zum

Teil

lebt

es

als

für sich oder in diphthongischer Verbindung;

wiederum

hat es in Verbindung mit einem anderen Konsonanten diesen unter Umständen sehr modifiziert, u. s. w. 2. Die Verwandlungen, welche das ursprüngliche j im Griechischen
erfahren hat, sind folgende:
a)
j

wird
u

t,

dem

es unter allen

Vokalen am Meisten verwandt
Trajanus,
ist

ist,

wie

/

u.

§

16, 3, b (vgl.

'Ayaia, Aia?, U'xia, Tpoia mit Achaja, Ajax,

Maja,

Troja,

sowie

Gajus,

Pompejus,
Indes

Aquileja

mit

Fdio;,

no|jL;iY]io«,

Tpaiavoc,
i

'AxuXTita).2)

eben

wegen der engen Beist.
itttzoio,

rührung von
Fällen
der
a
II.

und
o-to,

j

sehr schwer zu bestimmen, inwieweit in den einzelnen

der Halbvokal
Dekl.

oder der Vokal ursprünglich
ebenso

Vgl. Gen. S.
sk. aQva-sja,

sk. a-sja, als: ^79010, sk. agrasja,
1), j

fiel

aus (§ 15,

bheb

als

t

nach;

in

iX-q^eia für (iÄT]f)eaja
to;,
17,

U.S.W.
ja,

Ferner gehören hierher die Bildungssuffixe:
als:
a^-to?,

tov,
1.

sk. jas,
patr-ius,

jam,

sk. jag-jas (colendus),

TiaTp-io;,

sk. pitr-jas,
fj-erpios

iXsui^spio?,

xupio?

(thessal. xuppo; nach § 21,6),
e,

(lesb. [xeteppo;

mit eingeschobenem
üüv, in
tov,
1.

für ixexepjo;),-) TiapäÄto;,

y^p6\ioc,

u. s.

w.;
1.

Kompar.
suav-ior,
f.

ior,

ius,

sk. ijän,

als:

yj-Im^,
als

sk.

sväd-Ijäns,

anderen Fällen im Griechischen
f.

jwv behandelt:
als:
io-l-to

jxäXXov

fxaXjov,

YjTTtuv

r]xjü)v

u. s.

w.

;

Verbalbildungen,
vaiw

(a/io-i'-oj),

sk. svidteXeiu)

jä-mi, 6aiu> brenne,
xeXlajw,
b)
£iV,v

aus öa/jtu,

aus
1.

vdtqjo),

Hom.

lesb.

aus

(d.

i.

ij-iVjV,

sk. (a)s-jäm,
e,

(e)s-jem).

j

wird scheinbar zu

d. h.

es entwickelt sich vor
bleibt:

dem

j

ein

e,

welches nach Ausfall

desselben übrig

so in

dem

dor.

Futurum

auf

-aeto,

sk. sjämi, welche Gleichstellung indes vielfach bestritten wird,
(aus
ttÖXtio;)

in TToXetü;
c)

TiiXeo;
j

=
!;

tiÖXeJo;,

ion. u.

s.

w.

ttoXio;.

anlautendes
es

wird
j

(=

sd,

mit weichem

s

oder franz.

z),

d.

h.

entwickelt

sich vor

eine palatale,
8j
(s.
1.

dann dentale Media, und

dies

öj

wurde dann wie sonstiges
(spr.
z.

ital.
1.

giä

dscha)

aus

diä

mit

§ 21, 1) behandelt; vgl. das jam, giacere aus diacere mit
ju-n-go,
^'j^t-öv,
1.

jacere;
Ceo»

B.

Csu^-vuixt,

sk. ju-nagmi, sk.

1.

jug-um,

d.

Joch,

{]/

Ce<j),

siede,

V
i

jas,

nir-jas,

ausschwitzen, ahd. jes-an,
pamphylischen Dialekte (kypr.
natürlich eine
II,

')

Das neuenlwickelte
ve-pi-ja
sich.
S.
I,

j

nach

im

kypr.

u.

i-ja-te-ra-n(e) taxTipct,

etit],

Sache für
2)

darüber G.

pamphyl. fixaa ett) u. s. w.) ist Meyer S. 159 2. Meister, Dial.

233

ff.

Meister,

Dial.

43

f.

§ 21.

Jod in Verbindung mit Konsonanten.
^eiä,

103
Cwvvupn,

nhd, gären,
(f.

Dinkel,
jästö,

Spelt,

sk. java-s,

Gerste,
ist

gürte

^j-vufit), vgl.

Zend

gegürtet; zweifelhaft
für

derselbe Vorgang

im Inlaut, wo ihn Curtius
sk. ajämi.

die

Verben auf

ai^to,

i> annimmt,
j

Anmerk.
gegangenen
C

1.

In Dialekten wie
5

dem

böotischen
st.

ist

von dem aus
st.

hervor-

nur

zurückgelassen; so böot. Aeui;

Zeu;, ouyov

Homer
d)

hat statt des Präfixes Ca
geht
nicht
in

=

Ctjyöv;

auch

o5a in einigen Wörtern nur oa: oa-cpotv6;, sehr

rot (Cacp.

den Vers), Si-oxio;,
j

sehr

schattig (oSdax.
o?,
-rj,

übellautend).
o,

anlautendes
cL?,

wird zum Spir. asper, als:
sk. jushmän,
(opfere,
(n.
Tjjiap,

sk. jas,

ja, jad,
«Y-voc,

sk. jät,
a7-t!;a),

ufxa;,

sk. jakrt,

1.

jecur, «7-10?,

017-0;,

sk. jag-ämi
jer,

ehre),

jag-us

(Gebet), jagjas

(colendus), wpa,

goth.
Taf.,

ahd. jär

A. hatte uJpa Digamma,
2)^

doch
uv^.

avwpo; Gortyn.

G.

Meyer,
ist

Gr. S. 216

uafiivr),

Kampf, j/

sk. judh-mas, Kampf, Kämpfer.
e)

Spurlos verschwunden
den Verben auf
auf
oü>
st.

anlautendes
ufAfie?;

j

in

den Dialekten, die
öfter,

den

Spir. asper nicht

kennen, z.B. äol.
acu,

im Inlaute
ajä-mi,
als:

so wie

man

glaubt in
Fut.

kw,

sk.

cpopsto,

sk.

bhärajämi,

ojo),
titTrou

dor.
aus

(jIcd,

ai'w,

sk. sjä-mi, Gen. Sing,

auf ou

(entst.

aus

010),

als:

iirTioio,

sk. acva-sja.

§ 21.
1.

Jod in Verbindung mit Konsonanten.!)
ion.,

mit

j

wird att.,

dor.,

lesb.

^

=

a8 (gleichwie

auch

das Altslovenische
als:

regelmässig dj zu zd werden
sk. djäus,

lässt);

im

Anlaute,

Zeu?

d.

i.

Ajsu?,

woraus mit pater Jü-piter wurde;
so
Zovvuaoi;

=
bei

Aiovutjoi;,

^tx

=
(y
st.

Himmel, Himmelsgott, altl, Diov-is, lesb. auch ein gmgr. oi vor Vokal,
Za

61a,

vuxt6c

=

oia

vuxxi;,

^aßato;

=
als:

otaßatü;, vgl.

e p.

das

^cl

intensivum, als:

J^d^BOi,

ganz göttlich; im In6

laute, wie
xofxtCco
Tie!^6;

den Verben auf ^w, deren Stamm auf
cppa^to

ausgeht,
;

(vgl.

xofjLio-i^),

cppao)

;

aber
pi^a

e^ojxYjv

ist

so(e)86}xrjV

ferner

st.

Tieö-toc,

xapC«

äol.

xapoi'a,

aus

j:pi'6ja,

ayl^a aus J/toja

neben
in

aytSv].
1.

Anmerk.
einzelnen
cppdcaou)

Die anscheinende Verschmelzung von

Sj
st.

in ao (xr) findet sich
ireSfov,

dialektischen
st.

Bildvmgen,
cppaCuj;

als:

TtEoaov

äol.

(aaX-foauj u.)
Trjva,
f.

tarent.

(aaX-fC««)

kret.

^o;Tpefi.(i.(Trev

TTf|Va

=
2.

=
in

äxTipEfAviCstv,

Ztjv«;
5j

Es

ist

dabei

thessal. iv£(cav(a3oev, d. i. ivscpdviCov. S. Gurt. a. a. 0. 672» in xj übergegangen, oder es hegt ursprünglich xj, xj vor.

7 mit j

wird

gleichfalls

^,

indem

7

vor
elire)

j

6

übergeht;
a7-io«,

vgl.

«C-oixai
(a

aus

a7-jo[jLat

(sk.

jag-ämi, opfere,
II,

neben

xpaJ^-o)

hang,

Herodian
oXoXuCü)

I,

442. 535,
0X0X671^

929) neben xi-xpä7-a, aTa^-to
w,
;

neben
aus

(jTa7-ü)v,

neben

u. s.

[AetCaiv

(ion.

arkad.

{xli^tov)

1)

S.

Grassmann,

K. Ztschr. XI,

l ff.

1(j4

Jod

in

Verbindung mit Konsonanten.
st.

§ 21.
vgl.

,xi7-j<ov,

V.
st.

fjiEYa«

(über
oXi^wv

d.

ei

e

vgl.

Nr.

3,

4,

6),

mag-nus,
ebenfalls
i

maj(tr
(Hier
1.

magjor,

ep,

aus
8.

^Xi'yJojv,

att. oXei'^v,

wo
i.

e

überflüssig

erscheint,

§ 155,
xXa77Y).

cpü^a (aus

cpu-fja)

neben

907-7),

l'ug-a.

Ein
rXaCio

Nasal

vorher

verschwindet:
S.

aaX-t'Cto

d.

-t(v)3oo)

däXTri^;, ist

e7rXa7$a,
fjto

xXa>

Hdn.

II,

399.

Bei Verben
npaTTw,

nicht selten für
irpa7

atno,

ttw eingetreten,
irpaoSto,

als TaTxtü, St. tay,

St.

(kr et, aber regelm.
-Xr,a(Jo>,

3o für att. Q, säxxto St. iif (kr et.
fxaTTco

aaSow),
(bei

St.

71X7)7,

^-^^^T

(lesb. TtXa»,
II,
s.

vgl.

fAa7Etpo«

fxa^

welchem
[xa^öt;]

letzteren

Herodian
jisiCtov
I,

hervorhebt, vgl. oben
[aber

u.

937 die Länge des a als Ausnahme w.; lang war das a auch in 'A]j.ä''Jyj
St.).
7J

äXä^wv, Hdn.
2.

28

u. a.

An merk.

Diese Verschmelzung des

in

aa

(tt)

ist

z.

T.

auf Neben-

formen mit X zurückzuführen; vgl. TzXrioatu (St. ttXtjy, •i:Xa7), A. P. drXrjY-Tjv, zXtiyt,, aber auch l/i^Xax, vgl. TtXa^, TiXax-o;, aa-ttu (St. oa7), oriY-T) neben oaxo;, cpp'ioow w.i) (St. 9pa7) neben 1. farc-io, f»T|oaü) 1). Hippokr. (St. ^017) neben pixo; u. s.

Anmerk.

3.

In

Ipow,

gegangen, indem /^pC*"

=

fipoM,
/^paöu)
S.

V /epY,
sich

also

aus /^PY-jo^
liess;

ist 7J

in

über-

nicht sagen
II,

dagegen nach Vokal

päCw fpiolisy aus /peSjco /p^7J«).2)
3.

Hdn.

399.
tt),

X,

;(

mit

j

werden

aa

(att.

böot.
xj,

indem

x

und y vor
b.

j

zunächst in t und & übergehen;
TT

aus

öj

wird dann

nach Nr. 4
aus

(tj)

oder

aa,

als:

T^aaojv

(tJttwv)

aus

Tjxj-tuv,

vgl. rjXiuTa, 7Xu(jatov
St,
«pptx,
iti'aaa

XenoTiixja,

phanes aus yXuxJwv,
vgl. pix,
pic-is,

cppi'aaw

(cppiTTto)

aus aus

cppixjo)

IXaudCDv

(IXdxxmv)

iXäyjtov,

vgl.

iXaytaTo?,

{^auuwv

(öaTTojv) aus Tayjtov v, xayüc (beide

im Attischen mit einer
ßpayjwv,

in der

Regel
s.

nicht bei diesen

Übergängen vorkommenden Dehnung,
ßpadJtov b.

vgl. }j.ei>v u.
(ßrjTTu))

w.,

Nr.
St.

2,
ßrjy,

4,

6);
vgl.

Hom. aus
(xj

^T^aam

aus

ßrjyjtü,

ßr)S,

6.

ß^jy-oc,

(Poiviaaa

aus

(I)oivtxja;

so

wird

auch

aus

XTJ

ad: avaaaa aus avaxTja

=
tj,

C

in ßa*tu,

V

ß°'''j

^S^- «ißax-ew aßax-V;«),

Nach Konson, indessen

entsteht xt in cpapxTes&ai (Phot.), (papxxou (Hesych.)
cppaY, cppax,

=

^paTTEaOat cppdxTou, St,
4.

Siegismund,
böot.

Curt. Stud. V, 159.

T

oder d mit

j

wird

aa (att.

xt),

indem

tj

und

iSj

zunächst in xa übergehen,

sodann entweder regressive oder progressive
[jLEXtxja

Angleichung
sive

eintritt,

als:

wird

[xlXix-aa,

dieses wird durch regresjaeXixxo,

Angleichung
xpExjwv,
vgl.

jxeXia-ja,

durch progressive
xpaxtaxo?
IpEsao)

xpst'aoojv,
t

xpEtxTmv

aus
3, aiis

xpaxu?,

(über d.

übei-flüssige

vgl,

Nr,

2,

6),

KpY)(Joa

aus

Kp^xja,

aus

ipexjoj,

vgl,
vgl.

Ipsx-r,;,

Xijjojxat

XiTJopiai,

vgl.

XtTai;

xopuauo)
6,

aus
ßuOjo?,

xopudjtu,
vgl.
v)

ep.

xE-x6pud-fj[.o!i,

xöpu;,
ßäöjüjv;

xopudo;,
VT

ßuasö;,
j

aus

ßuÖo;,

ßäastov

dor.

aus
der

mit

wird
saua,

(mit
ev,

Verlust

des

aa in

der Femininform

Adjektive auf
der

ei;^

als: yaptEi;,

yopi£(v)xja

=

yapiEjffa;
vx,

aber a in
Tiavxja

Femininform
1)

der

übrigen

Adj,

und

Partie,

auf

als:

Vgl. G.

Meyer,

Gr. 201 2

f.

2)

Ost ho ff,

z.

Gesch.

d.

Perf., S. 596,

1.

§ 21.

Jod

in

Verbindung mit Konsonanten.
w.) -aoa, aidvTJa
oeixvüvxja

105
ßo'jXeu9e\TJa

=

(Travsa,

SO thessal. u.

S.

Ae'JÖsTtja,

Ypacpovrja
-j,
cpj

=

-ypäcpouaa,
::t

= =

fftaaa^

^=

ßou-

öeixvüca,

ixövxja

=

exouca.
^,

5.

werden

oder aa (att.

tt),^)

entspr. ßj (ßo oder)

in

folgender Weise:
a)

Entweder wird zwischen den Lippenlaut und

j

ein

Zahnlaut
o,

eingeschoben, hinter
sich
6

dem

j

ausfällt;
s.

zunächst
c).

liegt,

der Zahnlaut

der

gern

mit

j

verbindet,
viell.

§ 20,

Die Tenuis - konnte sich vor
[/
pair,

in ß

erweichen, wie

in

päß-o-o? aus pa::-j-o;,

vgl.
cp

paTi-i';;

aber gewöhnlich
ein,
d.

trat Assimilation
6

der Media

o

hinter -

und

(=

ir)

h.

die

Media

wurde
x

die

Tenuis

x,

die

Aspiration

aber vererstens

schwand wie sonst vor
xu7:-xj-a>,

(x^xpu-xai).

So wurde aus
xu--x-(u,

xüit-oj-w

sodann nach Wegfall
spec-i-O, o-e7i-xj-o[xai,
St.

des

j

aus

(jx£--6j-oiJ.at,

sk. pacxpuir-

j-ami,
x-co.

1.

ox£T:-x-oiJ.at,

aus

xpü'.f-6j-to
r.

xpur-x-jtu,

BXtxTixtu,

ßXaß
vittxw

hat
ist

einen

Nebenstamm auf

(kr et.
vi'^o),

^Hiko,
Ivtt];«,

dßXoKE?
vitj^cü.

=
Für

dßXaßec),
ßö

späte Analogiebildung statt

aus

aus

ßj

führt

Curtius
b)

freilich führt diese

man potßoo; an, das neben Formen auf pot/jo; zurück.
durch
tcxj

poii^o;

steht;

Oder

es wird aus -j xj (viell.
xj
css,

hindurch),
oj,
^,

aus ßj oj,

und weiter nach Nr. 3 aus des nicht aus der Acht zu
teils

xx,

nach Nr. 2 aus

wobei

in-

lassen,

dass

zu den betr. Worten grossenin

entweder im Griech. selbst oder doch

den verwandten Sprachen
So
ojors,

zugehörige Bildungen mit Guttural- (Palatal-) Laut existieren.
oaiofiai,

vgl.

o(|>i;,

o^'Ojxai

u.

s.

böot. oxxaXXo«
fözaa
vox,
(/ETco?,

=
f6<\i,

w., afxßXuwoaeiv,

vgl. dfjLßXutuito;,
1.

aber auch

69{)aXtx6;,

sk. ak-sham, ak-shi, Auge,
vgl. sk. vi-vaU-mi,
cpa-]/,

oculus; 053a,

ftmeh),
vgl.

rufe,

valc-as,
Tresaa)

Wort,

1.

G.

vocis;

^Ö-tsi,
1.

cpaß-6?,

wilde

Taube;
vgl.

(-ejtcüv,

-e'l^cj),

sk. pak-ämi,
Fut.
ion.
vitjxo

coqu-o,

ivi'oacD

(Ivnrrj,

y)vi'i:are,

£v£vtT:e);
s k.

vi'l^to,

wasche,
reinige;

(]/ vtß,

yepvn];,

G. ^epviß-oc),

ne-neg-mi,

u.

Ilom.

Xa^op.at,

Xai;u|xai

(=

Xa[xß-ävco,

]/ Xaß,

doch

s.

G.

Meyer
6.

198). 2)

X

mit

j

wird durch progressive Angleichung
ocXXo?

XX,

als:

cpüXXov
v.

aus
jxäXa
otXjo-

cpüXjov,

vgl. folium,
att.

aus aXjo;, vgl.
s.

alius,

[xaXXov

aus

jxdtXjov

(wegen der
fjLat,

Dehnung
oxsXXto

Nr.

2,

3,

4),

vgl,

melius; aXXoixat aus
st.

vgl. salio,

aus

(jxeXjw,

wie stellan ahd.
e,
i,

stcljan;
vj zu

ebenso
w, als:
xpt\v«>

verschmilzt
(pftsppw

lesb.

thessal.
aus aus

pj

nach

u

zu pp
xxei'vo))

und
aus

(att.

cpbet'poj)

cpiH^pjtu,

xxewto (att.
6Xocpüppto
st.

xx£vjo>,

aus

xpi'vjto,

oJxxippto

oixxipjw,

aus

oXo<ptipjüj,

vgl.

goth.
Vokal

than-ja,
7.
i

dehne aus, ahd. dennan

denjan.
ein,
d. h. j
tritt

Nach

av

oder ap

(op) tritt

Epenthese

als

in

die

vorangehende Silbe

und verschmilzt mit dem Vokale derselben

1)

Grassmann

a.a.O.,

S.

i^

ff

.

H. Ehel, K. Zlschr. XIV, S.

3411'.

106
zu

Jf^d i"

Verljindung mit Konsonanten.

§ -'•

einem
aus

Diplitlion^^en,
iJ.öpJ7:
cpai'vw

als:

fji/.7.iva

aus
aaipto

|X£/.avja,

[xa/cupot

aus

[j.ctxvpj'/,

jAoipa

aus
ep

'favjtü,

aus
Ion,,

oapjo).

Anscheinend

ist

dasselbe
cpf^et'pw,

auch
xTEtvoi
ei),

nacli
u. s.

ev,

im Attischen,
in

Dor. der Fall:

/eiptuv,

w.;

aber

(unechtes

entspr.

dem lesb.
yepptuv

ebenso
xTsvvü))

ist

für yeipujv

ei vielmehr Dehnung sein und dem arkad. cpf}r,pü); •) äol., und wir werden auch xteivo) (äol.

(fbdpw

wird

cpöeppw

nicht

anders

beurteilen,

auch nicht

xepeiva,
findet.

wofür sich lesb.
Andererseits hat

(Ale.

61) TEpevo;

mit vereinfachter Gemination der
alten
Inschr.

(ifxetvtov

nach

Ausweis

echten
ist

Diphthong;

Aäeipv

(Bein,

der Persephone)

wird zu Aaip«;
Trpwstpa
tp, uv,

oder

dies
II,

aus Aaotipa vgl.

ioykaipa,

und Ttpwpa nicht aus

(Herodian

410),

sondern aus

irpöatpa vgl. vet'aipa?
cpupo).


in

Bei

iv,

up ist

Dehnung:

xpivw, ouiipw, dfAuvcu,

xotdai

=
in

Das Kyprische zeigt Epenthese auch bei aX: aUo; Dehnung bei X hat das att. ^cpeiXw 0(I)EI'0 xotXai. 2)
vermehre,
d.

=

a>.),oc,

(aber

o^sXXtu,
8.

gew. Weise;

bei

Hom. auch
vj

6'ss.Xkoi,

schulde).
dies

Aus

[xj

ist

in einzelnen

Fällen anscheinend
ßai'vw

geworden und

dann

üblicher

Weise umgewandelt:
aber

yXa[t.{)i.

Sodann

wandelt sich
}xj

gam sk., yXaiva vgl. wie Ahrens, Formenl. § 157, e
j/
in
j
[xv;

wohl mit Recht annimmt, das
für
j

auch

d.

h.

es schiebt sich der
ist

bequemere N-Laut zwischenein, und
[xia

fällt

dann aus: so

auch

'PcDfiaro;,
tIjjlvo)

in neugriech.
xä(xv<ü
v

Volksaussprache romnjos, mnja.
xa|xjtü,
ist,

Dahin also
7£ij-üj,

=

TE[ija),

=

während
h.,

bei

vejxo),

Seixoj,
vEfi.ja)

Tpsp-to

keine

Form mit
9.

gebildet

d.

wenn
wird,

es

ein

gab,

das

j

einfach ausfiel.

Aus den Verbindungen
t,

aj,

p}

durch Ausfall des a

u.

/r,

vokalisches
xaio)

welches sich mit dem vorgehenden Vokale verbindet.
xXaito

So

aus

xajTJo),

aus xXa^jw
xXaico,
vaito

(att.
xXaeo),

mit

Dehnung des
aus ^pa^ja,

a vor
-^Xuxera

dem
aus

ausfallenden j:
^XuxE/ja,
oTo?

xatw,

xao),

Ypctia

aus
II.

oijrjo;;
x,

aus väojw
c^tjÖes),

(vgl. vaaxr^;),
St.
itria,

diXrjftEjja
vijjofjiai,
ff.

dXrjösia.

Doch

arjÖEaaov

493

(St.

-ti'jjw,

St.

v'.3

vEj (nach
vi-vcjjofxai),

Osthoff,
At'ßutjcia

d.

Verb, in

d.

Nominalkompos.
Ai'ßu;,

S.

339

von

::tiv3Ju),

aus Aißuaja

von

vgl.

AißujTixö?.

(Daher auch

böot.

Aißudcja,

nicht -rxa.)
Prozess der Angleichung des
es
t

Anmerk. Der
im Thessalischen

:=

j

fortgesetzt:

findet sich hier a) Angleichung, b)
t,

nach Konsonant hat sich wo der Konc)

sonant nicht verdoppelt werden kann, Ausstossung des

in
h.

der Schreibung

auch Verdoppelung des
Assimilation.

Konson.

mit

Beibehaltung
xupio?,

des

t,

d.

Übergang zur
'AYacjoct?,

Beispiel für a): xOppo;

'Atiebaa?

wohl

=

'

Afi.et(|^(ai;,

für b) "AvTo^os

nb. 'Avtioj^o;,

= Eigenn. "Auaa; = 'Aata?, Mvaaoct; = Mvaa(a; de 1889, = (auch A'.owüaot, Eigenn.
(Bull,

corr. hefi.

400):
Dial.-

xpotxctSt

xptaxdiot

1)

Nicht mit Recht beruft sich Curtius, Et.5 682, 741 für echtes El in diesen
o-eipsv

Verben auf

in einer

jungen
steht.

kretischen Inschr.

(G.

I.

Gr. 2556,

Cauer,

Del.2, 119), in der

auch vc[(]a^

2)

Meister,

Dial. II, 268.

§ 22.
Inschr.
Mitt.
d.

Spiritus asper

und

lenis.

107

1329 muss
arch.

= Aiovuoiot
1889,
1.

sein); für c) nct'jaawfato;, D.-I. 1286, 12, Daüactwiao
f.,

Inst.

59

xa»'

tookv

D.-I. 361, B,

12,

rpo^ewtoüv rpo^ewiav
Bull,
)

aber rrpo^^vot; Bull.
corr. VII, 61:
^lov]

c, TroXXto;
[jiev

aber

7:6X1

das.

owt^ojv

tAsti-v,

Tt[j.(öv

o'dtp[£TOv]

auch das Epigr., Odve; cuoe KaXict; (
Vgl.

de

'A[pxöc;

-axpfoo; ^x 'IV^ea;.

Vgl.

Prellwitz, Bzz.

Btr.

XIV, 298

ff.

§ 22.
1.

Spiritus asper

und

lenis.

i)

'

Der Spiritus asper ist, soweit er überhaupt eine etymologische Begründung hat (vgl. unten 11), aus dem Spiranten a, sowie vereinzelt aus den Halbvokalen / und j hervorgegangen. (S. §§15, 1 Sowie aber die griechische Sprache eine grosse 20, d.) 16, 3, a, S Abneigung gegen die eben genannten Laute hatte, so sehen wir, dass auch der Spiritus asper selbst vielfach weichen und in den Spiritus lenis übergehen musste. Diese Erscheinung zeigt sich in den Dialekten von der frühesten Zeit ab, bis zuletzt der Spiritus asper in der Kaiserzeit auch aus der Gemeinsprache allmählich verschwand, wie er denn im Neugriechischen gänzlich fehlt. Schon bei Homer tritt bei mehreren Wörtern gleicher Abstammung ein Schwanken zwischen dem Asper und Lenis hervor, s. Nr. 8.
;

2. Der lesbische Aeolismus^) entbehrt von den frühesten bekannten Zeiten an des rauhen Hauches, wie die Grammatiker lehren ^)

und

die

Inschriften

bestätigen.

Beispiele
d.
i.

aus

den letzteren sind:

xc(T£OTaxovT«)V,

<xst' 'HpaxXei'xtt),

xctTSipoioi?

xaxip.

=

xciöispoiai?,

xaxi-

opuoci;

ferner

aus

den

in
x'

Steinschrift
xox'
aXi?.

erhaltenen

Epigrammen der
irrte,

Balbilla:

ro, xw, xwoa',

00',

Ahrens

Grammatikerzeugnis 4) dahin deutete,
loi'ai?

dass die Aeolier

wenn er ein nur Iv xott;

keinen Asper gehabt nun um die Aufstellung von Gesetzen und Regeln bemühte, nach denen der Asper bald gefehlt hätte, bald nicht. Was in den Fragmenten der äolischen Dichter sich Entgegengesetztes zeigt, muss korrigiert werden (das alte Berliner Sappho - Fragment hat OTK'OTTß); was auf Inschriften der alexandrinischen und römischen Zeit, gehört mit zu den vielen Verfälschungen durch die xoivri.
Xi^saiv

(den speziell äolischen Worten)

hätten,

und

sich

Anmerk.

Nach den

alten

Grammatikern haben

die Aeolier

auch

bei p, pp die

Psilose angewandt.

1)

Vgl.
Gr.,

Giese, Aeol. D. 218
Strassburg 1889.
Dial.
I,

ff.;

asp.
p.

im

Curtius,

Et.^

683

ff.;

Alb.
f.;

Thumb.
Ahrens,
p.
"*)

d.Spir.
Dial.
I.

2)
ff.

S.

Giese

a. a.

O., S. 338

19 sqq.; Meister,
[jL£v

100


ionv

3)

z. B. Apollon.

de constr.

38 Bekk.:
Schol. ad

aXXoi

"KXXtjve;

Saoüvouai ~a cfKov/jEvra,
-^dp

AioXeTj
6

bk

oüSaaüi;.
ol

Dionys. Thr. p. 716,9: xavwv

X^yiuv,

ort

AioXii;

^v Tal; tofai;

Xe^Eai TTjV SotoEiav oXco; äyvootJatv, was sich auf Homer und die bei diesem gefundenen äolischen Worte bezieht. Übrigens hat Ahrens in dem Progr. Hannover 1868, S. 26, seine Ansieht zurückgenommen.

108
3.

Spiritus asper

und

lenis.

§ 22.

Hingegen

haben

die

anderen

äolischen

Mundarten,

das

Bö tische und Thessalische, den
das
erstere')

Spiritus asper gehabt.

Für
als

bezeugen
steht

dies
(in

zahlreiche Belege
diesen

auf Inschriften,
'la^-r^vo-,

llArESANAPÜi',
'

iiIi:.\1EMül

Namen von

als 'Ijfxetva,

loafxetvia; u. 8. w.,

immer der Asper

[ausser der verdächtigen Inschr.

D.

I.

den Attikern
die
tu)v

HV2lMK\A, während wir bei Grund und JJeweis); auch Grammatiker reden bei diesem Dialekte von einem Asper (s. über s. unten 11; 'ApiVypTo; ist unten § IGO). Über anlautendes
'I<jixt^vt),

698], so auch eine korinthische Vase
'laixrjvia?

schreiben, ohne

-j

die

echte

einheimische

Form

für 'A>a'ap-o?.
iSoi'ctv

Das Thessalische
die

weist in den Inschriften xaO'
4.

u.

s.

w. auf. 2)
nicht alle den Asper
,

Die

meisten indes
keiten.^)

dorischen Mundarten haben wenden ihn an, wenn auch

mit einigen Eigentümlich-

ionischen Alphabets doch die Zeichen

Auf den herakleischen Tafeln, die trotz des im übrigen / und \- bewahrt haben, findet sich der Asper im ganzen wie in der gewöhnlichen Sprache, auch mit der Verwandlung der Tenuis in die Aspirata, als: b, a, olo;, o^oc,
w;,
a}xa, «{xe;

(=

Yjfxet;),

'iy.aaxoz,

exaTspo?, iapö; (=: iepo«), 6pav, Icpopo;,
;

s'^opeüü),
(i'fep7a>, ist

uScüp,

Otto,

uirip

u.

s.

w.

ep-^to

(aus Fsp-yw entst.)
(in

wie im

Att.,

l'fspTto;

auch

in

der Mitte des Wortes

den Kompositis)

er

fast

stets
ist,
s.

hinzugefügt (ausser

wo

die Tenuis in die Aspirata

verwandelt

aber Asper st. d. Lenis: axpooxtpi'ai I, 65. 71 (so xaö' ocxpov Korkyra Dial.-Inschr. 3204), apyr^oi? I, 156, oxtiu, swea (nach k-Td), oioovTi (= oiaouoi) I, 150 (in Tao? I, 175 ist der Asper Vertreter des/, /i'aoc, aber i'ao? I, 149. 170); fiacjcov bietet eine Vase (Thumb
p. 10);

§ 23, 3), als: aviXofjicvo; (neben -oösXtov-ai), o'jvfpYo);

hingegen Lenis
Korkyra),
arkad.

statt des

Asper: opo; mit den Derivatis (aber
«[xa^tio;;

HOPFO^
dcfxat,
s.

aXi'a

(Versammlung),

wie

Homer
Fi;

(att.
st.

iroip-cffxa^euTj

ohne

B

geschrieben);

über

H

§ 16, 2 a).

5. Der lakonische Dialekt bietet zahlreiche Beispiele des (in den älteren Inschriften) als H geschriebenen Asper, im Anlaut wie auch im Inlaut (vgl. § 23, 2). Darnach ist falsch unsere Schreibung

'AYrjoiXao?

(Inschr.

Ha7T,iaTpaTo;,

Ha'(r^^^\a^,
dtvio/i'ujv

Papyrus

AYT(5t/6pa, aber 'Ayioo)};
Yjviox<3v;

dagegen
II,

Inschr. des

des Alkman Damonon für
tuix'

auch eine korinth. Vase (Dial.-Inschr. 3151) 'Avioytoa?;
Papyrusfr. Col.
7.

aXiov

Alkman

Umgekehrt
J.

'OTrwpt;

eine

wahr-

scheinlich lakonische Inschrift,

Röhl,

Gr. ant. nr. 61, vgl. /(uTiäpav

250
3)

ff.

^ Giese, Aeol. S. 375; Ahrens, Vgl. Boeckh, Corp. Inscr. I,
II,

Dial. I,
p. 719.

p.

168 sq.;
2)

Meister,
1.

Dial.

Meister,

d.

299.

I,

Ahrens

p.

35 sqq.;

vgl.

Giese

a. a. 0.,

S. 380ff.

§

1^2.

Spiritus asper

und

lenis.

109
sich

d.

i.

xcii

orojpav

Alkm.

fr.

76.

Auf Alkman wird

gleichwohl

beziehen,

was Apollonius

synt. 335,

h

bemerkt, dass „unzähhge Male"

im Dorischen der
alte

Spiritus

bei

der Synalöphe vernachlässigt werde,

unter Anführung von Beispielen wie xw, xa;

Bergk

meint dies auf

Schreibungen KHO,

KHA zurückführen zu können

(Lyr. III ^ p. 697),

in der That Dial.-Inschr. 3170 (Phleius) A]ITHÜP90N findet. Ausserdem verzeichnen wir noch folgende dorische Beispiele des Asper st. des Lenis oder des Lenis st. des Asper: a) l-^axsi'a&cov u. l-faxETaftat (v. dxerartat) Delph. 1688, 37. 41; xatf iviauxov Tlier. 2448,

wie sich

VI, 25;
cxv6(u;

xajavet? b. Hesych. lak. st. xaOavet? v. avto,
(Spir.
st.

vgl.

att. dvuo)
£5te
st.

st.

i-j-xadtotüv
1, 6. 6,

Dig.)

und

TrevO'^TT)

Epidauros;

Icits

Theokr.

32. 7, 67 n.

Ahrens;
'

b) auf einer alten argiv. Inschr.

Röbl 30
l'xxo;

steht der Artikel Ho, aber Ii:o[xeSov
iTTiio;,

(= 'InTtofjLaowv),
auf
e.

vgl.

tarent.
Inschr.

=
auf

equus;

das.

nr.

37

oTi^irav;
d.

theräisch.

Röhl 438
tapö?
d.

lapov

(= 'lapcuv),
u.
s.

aber'ldpwv auf

Helme des Hiero, Röhl 510;

her a kl.

Taf. u. auf lak. Inschr. R. 14, 38,
w.);

39%
fotpEÜ;

39'' u.

s.

w.

(arkad.
oft

i£pofi.vdij.(Dv

doch auch megar.

Itt

D.-I.

3025

Rhodos, s, Thumb S. 24, Akarnanien (das. 39); ferner Apixovoa Ambrakia Röhl 331 (vgl. ApfxociSajxo; Petilia das. 544); in Messene Cauer, Del.2 47 xar dfxlpav (Z. 102), vgl lokr. «[idpa D.-L 1478, 1479, desgh arkad. BulL de corr. helL 1889, 281, Z. 9, 13, 16, i-i]xzpoi, Find., episch ^[xap; mess. das. (Z. 55, 116) xaTS3-a|X£voi 7i:£ixT:d;j,epoi; womit Thumb S. 12 das gew. IcrtaXxa neben seltenerem 'i-jxalxa vergleicht; vereinzelt Kalymna C. I. Gr. 2671 [xet o[jLovoi'ot; Epidaur.
;

'E'f.

dp-/.

1885,

65flf.

(D.-I. 3342),

Z.

26 xV^Jv.!)
Kretische von alter
dies sich nicht auf

6.

Zeit her

Von den dorischen Mundarten hat das den Asper ganz eingebüsst, wenn auch
in

aUe Städte gleichmässig erstreckt;
wie Herodian zu Od.

Hierapytna wenigstens wurde,

y, 444 aus der Schrift eines von dort gebürtigen Grammatikers anführt, noch späterhin atfxvt'ov mit Asper gesprochen. In den ältesten Inschriften, die wir aus Kreta haben, wie den gortynischen Tafeln, findet sich das H entweder überhaupt nicht, oder nur in vokalischer Geltung; auch in der Synalöphe bleibt die Tenuis. Vgl, Thumb S. 24 ff. Ferner ist in den altlokrischen Inschr. zwar das II als Spiritus gebraucht, aber der Hauch äussert in der Synalöphe keine Wirkung; er möchte also dem Erlöschen nahe gewesen sein (das. 39). Hierzu stimmt, dass in der dem Lokrischen nahe verwandten eleischen Mundart, wie die alten olympischen Inschr. beweisen, der Hauch von alters her nicht mehr vorhanden

^)

'

ErAnzono

,

Delph. Aunal. 1881,

p.

69,

wird durch

Wescher-Foucart.

Inscr. de Delphes nr. 435, nicht bestätigt (elcpjä-totto).

I

10
f.).

Spiritus asper

und

lenis.

§ 22.

wai- (das, 3:2

Im

Arkadischen

dagegen

ist

Spiritus asper

gewesen

(Meister, Dial. II, 103; hervorzuheben 'Aysjjiu) ='H7£ixovt,; auf der Inschr. von Tcgca, Bull, de corr. a. a. 0. (oben 5) äaspa s. o.; einmal Iläv

=

o; od. öj; 9, ~7.fjn£Tor.;7|x£vo; doch av 5; oxt 5, 9, 02£ während das mit dem Arkadischen so nahe verwandte Kyprische ihn nicht schreibt und ein h wie es scheint erst aus s neu entwickelt hat (das. 240 ff.).

av Z. 9;

=

^0),

7.

Mit

dem

asiatischen Aeolismus stimmt in betreff der Psilosis

neuionische Mundart Asiens überein. ') Aber auch schon in dem alten lonismus Homers zeigen sich ziemlich viele Spuren der Psilose, indem aspirierte Wörter in gewissen Formen den Asper
auch
die

Übrigens ist zu beachten, dass in den Lenis übergehen lassen. 2) mehrere Wörter, die in unserem Texte mit dem Asper anlauten, bei
mit dem / anlauteten, als: dvocxvw, exr,Xo?, und ferner, dass Setzung von Spir. asper oder lenis in diesen Gedichten von den die Grammatikern herrührt, die nur in den Fällen von Synalöphe hie

Homer

und da einen

handschriftlich

überlieferten Anhalt

hatten,

übrigens

aber entweder nach Analogien entschieden,

oder darnach,
zu

ob ein

Wort etwa aus diesem oder jenem
Einzelnes:
Textkr.
dftpoo:,

Dialekte

adpöoc Aristarch u.
desgl.
Streit

Herodian wie att.
das.

stammen schien. (La Roche, Hom.
aoivö;

180);
dpaioi;;
ff.).

apaio?

(aber äpaio;),
cxorjv

201; andere schrieben
aoor^v,
urc'

war auch über

aOTjV

— doivö;
Korkyr.
att. a>ia

(das.

178

C. J. Gr.
Ei'ÄT)
;

Den Lenis hat r^eXro; 1907 Kaibel, Epigr.

(lak. aXio; oben 5,

äXion

=

185);

aXer]

Sonnenwärme,
1.)
;

TjjxßpoTov dßpoTC(!^o>

nb. afxotpTavw (a[xPp6Tr,v ä

von

aX/.o[xac

lautet
;

der Aor. IL M. aXao (aXao), aXro, aXxo (^KaXto
ajxacav
II.
[x,

II.

9,

140), aX|X£voc 187), att.
«ixjxe?

ir!

448, xax' «[xaciröv y, 146 (La

Roche

ö(i[j.äctov
T^fiei;),

Eust. 1387, 10 3); neben a|xa ajxuoi? (äol.) sehr oft;
aix|xe

(=

(=
(als

Yjfxa;),

a}j.[xi(v)

(=

rjfjLtv),

desgl. äoI.; neben dvSdvw (^javodvtü)
tJoo;);

•^00

;

äolisch,

La Roche

270, doch Tryphon

neben

exTjXo«

(fixrikoi)
YjfiepT]

eüxTjXo; (aus

Ijrsxr/o;, S.

^|i.ap;


0,

neben lopw?
237,
a,

§ 18); neben 'Etoa'fopo; r, tu;, neben lotov (Impf. v. löi'w) Od. u, 204; tpTj;
idttüp (/isttop)

(Spitzner ad
l-iaxiov
i<sxri<i,

II. 0,

616);
o|j.ou

Spitzner ad

II. a,

501;

Od.

250;


p,

neben
i.

o-ap, 6-ap-i'Cetv, d-ap-urü;, ö-apII.

o-i^pic, ot-ETY)? (d.
Y],

0-fixr^c)

ß^

765, o-Ttaxpoi;; neben 656;
v%

ouoö?,
sarvas

= omnis,
st.
ucp'

Weg, Od.

196, auxöotov, selbigen Weges,

449;
st.

st.

0X0; (sk.

altlat. sollus) ouXoc; oupo?. Grenze,
sich:
u.

opo;.

— Bei den
341
tsiorai

nachfolgenden Epikern findet
ofioxX^;
o'f
6[jL.;

Hes. Th. 830
Hes.);

Hymn. Cer. 88, Hes. Hymn. Hom. 27, 18
xtufjuau
st.

Sc.
ot:

uit

st.

letaat
*)

(s.

Goettling ad
Gr.,

Hes. Op. 559

Oco[xtau

v. xo

Eustath. ad Od. 1564, 9:

ilnXcuTtxoi yap uj;-Ep "lu>v£; outuj xai AioXei;.

2) Vgl.

Thiersch, Hom.

§171.-3)

Hippokr. VII, 96

äcp'

«(xctlav v.

1.

in\

§ 22.

Spiritus asper

und

lenis.

111
839, mit besonderer Ent-

r,]xiTj, It.

HcpaiaToio OüpTjjiv ein Dichter bei

Hdn.

II,

schuldigung.
8. Dass in dem neueren lonismus, wie er in Herodot und andern ionischen Prosaikern (ausser Hipp okrates,*) Renner, Gurtius Stud. I, 1, 151, Littre, Hipp. 1,494 f., 499) vorliegt, derAsper nicht mehr

vorhanden gewesen sei, sieht man daraus, dass er auf eine vorangehende Tenuis mit nur sehr wenigen Ausnahmen in Kompositis, die wir anführen werden, keine Wirkung äussert, als: oux 6fjLoXo7eo'j3t
Her.
1, 5,

ä-ajXfjLSvou;

2.

121,

4,

iTTEÖpr,;

1,

17,

i:reoprjv
7,

5,

65

(aber
-j-ip

£(fEopov 5, 41, dcpeiTo 8, 49,
IjxeXXov
oüvofxot

was man beides ändert; doch
iziXa'ioz

193 IvtsOöev
oe

üope'j50t[X£vot

ic,

t6

dcpr,

aeiv,

irA

to'jtou

xw

X^pw
das

YE^ove
stets

'AcpETat scheint
so
a)

d^fijeiv

notwendig
5,

wegen
1,

'A^psToti,

Herodot
xaxd
(st.

schreibt),

xarü-epöe

2,

xaräTTsp

118,

131, 169,

xad'

1,

wofür Dind,
o);

xaxü);,

208 (aber 9, 82 xaxa xa-jxä xaUü);, pariter ac, Bred. S. 93 xaxd d. i. xaO' a, Schäfer xai, Stein
Athen. IV.

xal lesen will,
fj-sÖE;

aber
1,

138

c

hat

auch xaOw?),

xaxi'aai

2.

121, 5 (aber

37, xaÖEuoet 2, 95, xadsuoouat 4, 25 in den codd.).

Die Komposita, namentlich die alten und festen, haben immerhin ihre

Ausnahmestellung; denn auch in
ionischen
(Ghios),

Elis finden

wir

7:oi)£Xo[iiv(ü,

und auf
tx3i)iXT,i

Inschriften

xotilTjuivou

(Teos),

xäOooov

(Halikarn.),

dagegen

-ivx' T,|x£pT/.atv (Ghios), ä-' ixaaxoü (Milet),
s.Xr^l

indem mit

dem

Verluste des Spiritus von 68o^,

nicht notwendig die Ersetzung

des O durch x in den Kompositis verbunden war.

Die handschriftliche,

von uns fortgepflanzte Schreibung des Asper bei Herodot ist widersinnig und sollte aufgegeben wer den. 2) 9. Betreffs des lonismus der westlicheren Inseln im ägäischen Meere liegt die Sache wesentlich anders. Euböa hatte den Spiritus so gut wie Attika, wie die Inschriften beweisen. Für den Parier Archilochos bezeugt Athenäus III, 107, f die Schreibung 1'^' T-Ttotxt 131* Bgk.), aus welcher er den Asper von r,-ap erweisen will; (fr. auch die sonstigen Fragmente stimmen dazu, nur 70 i-' (v. 1. s^') Vgl. Fick Bzz. Btr. XI, 246 f. Die Inschr. der r,uspv, 115 Iz' T,ßT,;. Kykladen bewahren gleichfalls Zeugnisse des Asper: Delos und Naxos £XT,ßoXoK mit H, Keos lcp[i(3Xta], Amorgos M-::oxpäxT,c 6, 'IttttoxXt,:,
,

Siphnos
10.

ispov.

Der Atticismus

bildet

zu

dem Aeolismus und

zu

dem

lonismus Asiens einen strengen Gegensatz, indem er eine grosse Vorliebe für die Aspiration hat.

den Asper,
haben, als:
1)

die
av6o),

in

So haben mehrere Wörter im Attischen anderen Dialekten (oder in der xoivr;) den Lenis
nach der Vorschritt der alten Grammatiker,-^)
86

av6xa>

Doch

dgiajrrjYTjtöxaxov IX,
S.

Coray
p.

L.

2)

Vgl.

Giese,

äol. Dial.,

395
§

ff.,

402

ff.

3)

Pierson ad

Moer.,

17!);

Schanz,

Prolog.

Plat. Synip.,

1.

1

1

Spiritus asper urnl lenis.

§ 22.

(locli

stellt

Eur.

Bacch. 1100 ojz
p.

y,v'jxov;

ebenso verhält es sich mit
p.

7.l)pooc,

Moschop.
u.

33 Titz.
mit

Eustath.

1387,

7

(Herodian.
aX'jtu,

I,

538
o'jy

L.)

aDpoi'C'w

(daher hat b.

Dem.

27, 35
,

Dind.

für o-jx aDpouv
ctp-xo;

ai}pouv

hergestellt),

c(ot,v, ^)

v-ui?

dtXsot,

aXscd'vf»,

(Eustath. ad Od. 1535, 2Q),

aO'jp[i.a

(Moeris p.

5),

aaoOsv (alicunde), afxoo
1865, 255 nach Bodl.

U.S.W.,
u. Par.

otajxEvo;

(zu Y-Sojxat;
auoc,

Usener
otu«),

N. Jahrb,

A

des

Plat.),^)

aöcilvo}

(Ar. Eq.
I,

394
L.),

acpaoei, Eccl.
svr^ s.

140

acpauavOrioo[iat), stpxTTrj sipyO-^vat

(Herodian

538

Passow
d.
att.

Lex., u. a. m.
Inschr. 65 2
ff.)

Die altattischen Inschriften (Meisterhans, Gr.
setzen den Spiritus zuweilen auch da,
eines

zeigen zwar keine Konstanz in der Setzung des H, welches
fehlt, sie

vielmehr oft genug
geregelte
lässt, als

wo

die

Sprache
i'/jji,

ihn

wegen

h

in

der folgenden Silbe weg-

layßc,

(vgl.

t-/i>u?

att. nach Gellius N. A. 2, 3);
aspiriert aus

sind folgende

Wörter
oft,

als

im Attischen
Ataojv
ooou),

doch den Inschr. anzu" Aior^z

führen:
aus
2vo;
tjo?);

"xAßoTjpa

ATcja
::p6

AtotoTro;,

aKOUUio; (aus dsz. wie

'AiÖT);,

cppouoo;

aus

einmal

iXni;

(auch in der

xotvYj

einmal),

vgl,

Gramm.,

'iXei'ftua

(an lAecuc angelehnt), 'iXuö; (aber

toto;

und

vereinzelt 67667; wie in Heraklea, oriaötov, Bull. d. corr. hell. XII,
oft
r^ji-epa,

284; dagg. auffallend
11.

Thumb

63.

Aber auch

in

dem

gemeingriechischen Gebrauche

kommen
So
alte
als:

einzelne Erscheinungen vor, welche den Schwestersprachen gegenüber
als
z.

besondere Eigentümlichkeiten des Griechischen hervortreten.
B.

hat jedes
ou

u

=

ü) den Asper, während das u der Böotier nach allem Anschein den Lenis hatte,

anlautende
lokr.

u

(=

uotop,

böot. ouowp,
Y-aToocüpoc,
S.

Inschr.

uopi'a,

sk. ud-am,
-

I.

unda, d-ip ü-ato;
sk.
upari;

(böot.
vgl.

Upatod.
f.;

ohne

H

Dial.

Inschr.

1130),

Thumb
du);,

41

der Spir. scheint mit

dem Übergange
(ausosa);

des u in ü

angetreten zu sein.

3)

Fernere Unregelmässigkeiten: att.
sk.
usas,
1.

eo)?,

ion.

t^w;,

dor.

äol.

auw?,

aurora
(Et.

rj-ysiaJ^at

a^eist^ai

neben
I.

a^eiv;

i:;r7r&?

neben tarent.

i'xxo?

M.

p.

474, 12), sk. agvas,

equus, daher Xeuxnnro? Soph. El. 706 (äeü/iztco; überall nicht), TAauxirro;,
u.
s.

böot. 'AvTimtSa; und "AvÖitt-oc

w.

;*)

vgl. §

23, 3.
Schriftstellern

Anmerk. Übrigens anscheinende Aeolismen
ebenso
Soph.
Aj.
;

finden sich auch bei

attischen

einzelne
st.

oder

lonismen,

als:

Aesch. Ag. 528 äv:T,)ao;

ävft.,

805;

äirTjXttÖTT);

Eur. Cycl. 19, auch in
£r-^(j.a|£'j[j.£vrj
:

Prosa;
4.

Ar.

Av.

110

dzTjXidsTTj; st. 09.

Soph. Ant. 251
'

Xen. Hell

4, 10

iTTTrctpfjiooTTi;

Umgekehrt hat die xotvTj Ap[xo5{57[xo; oben 5) u. s. w.^) mehreren Wörtern die Aspiration, welche im Attischen den Lenis tragen (Giese, a. a. 0., 404 ff.; G. Meyer. Gr. 2, 244; Thumb, S. 59, 70 ff.):
(V^dp, dor. 'AptAOvoa,

nachmals

in

1)

S.
f.

Schneider,
d.

ad.

Hat.

Civ.

Vol.

I.,

p. 49.


(1

2)

Herodian

liefert

kein

Zeugnis
das

Lenis.

3)

Es heisst

freilich

auch chalkidisch
s

'j-O

=

ütto (§ 24, 2),
,

Ausspr.

doch wohl hupu, und wenn
iizEp
lat.

man

dieses
'')

h aus

erklärt

a

t.
f.

sub)

so steht auch bei
arkad. Upov

super daneben.

S.
»)

Giese
S.

a. a. 0., S.

332

Auch

und

nX/]OT(£po;,Baunack, Stud. 222.

Lobeck,

ad Soph.

Aj., p.

355 sqq. (2952sqq.).

§ 23.
G.
u.

Interaspiration oder die Aspiration in der Milte.

113
2347
c,

J.
s.

Gr.

2329, 7 (Tenos)
loStav,

y.aO'

tofav,

ebenso 2335, 3 (Tenos).
das. 2347
c,

8 (Syros),

w. (xaiT

Thessal. oben 3);
s.

48 xa&'
xoivtj,

2tos, vgl. TrsvTasT-rjpiBa

Tafeln von Heraklea, os/Ittj; u.
epigr. gr.,
p.

w. reichlich in der VI, 25
u. Bullet,
dcp'

Wagner,
hell.

Quaest. de

91;

G. J. Gr. 2448,

de corr.
u.
5.

VIII, 24, 10. 16

(Amorgos)
Syll.,

-/.atf

eviautov;

3137, 75 (Smyma)

ta-ij],

so oft

(Dittenb erger,

p.

781);

Papyr. Louvr.

I (j.E&0T:cupiv6;, vgl.

oben

§ 23.
1.

Interaspiration oder die Aspiration in der Mitte der Wörter.

des rauhen Hauches in der Mitte der Wörter sind zwei Fälle zu unterscheiden: a) der rauhe Hauch ist in einfachen Wörtern Vertreter eines geschwächten o; b) er erscheint in zusammengesetzten Wörtern. Der erstere Fall gehört nur einigen
In

dem Gebrauche

Mundarten, der letztere der griechischen Sprache überhaupt an. 2. Dass das ursprüngliche o als Anlaut vor Vokal und als intervokalischer hilaut bei allen Griechen sich in der Regel in den Spiritus

asper verwandelt bezw.

ausfällt,

haben wir

§

15

gesehen;

einige

dorische Stämme
vereinzelt

aber, nämlich die

Lakedämonier und Argiver,

Eleer und (nach den Glossen, weniger nach den das von anderen Stämmen zwischen Vokalen (die Kyprier auch das im Anlaut) zurückgelassene Der ältere Lakonismus, wie der des o in den Spiritus asper. i) Dichters Alkman, scheint diesen Gebrauch noch nicht zu kennen; Alkman sagt fx^oot. Aber recht früh, jedenfalls lange vor Aristophanes, trat diese Verflüchtigung ein. So findet sich auf Inschriften regelauch
die

Inschriften)

die

Kyprier verwandeln

mässig:

iiioizk,

d.

i.

eTTOiTjS

st.

IttoitjOS,

Ilooioav riooetowv, W^r^iaxoriTo^
Spir. oaafj-ojv, d.
i.

in junglakon. Inschriften
st.

ohne geschriebenen
itoca

aaajxcuv

oT|oa}i(uv,

Stuavopo?
[jLfua)

=
a,

^Ituaavopo;; in der Lysistrata des

Aristophanes

fjL(07.

(d.

i.

st.

[xwaa, att. [jLOuaa,
u.
s.

TTotJoa,

op[x7.ov

=

=

-iraoot,

IxXnraia

=

ivXi-

op[xr,aov

w.;

nur

in

wenigen Wörtern

findet

sich in da,

diesem Stücke

wie

in itauoai'fxsUa,

und

jedenfalls mit
ttsioojis;

Recht
irsi'y-to.

1120), iizoifü, u. a. m. Das Auffallendste sind zwei lakonische Aufschriften eines Grenzsteines (Röhl J. Gr. ant. Add. nova p. 184-): Ätotx?.Ta AioX£u{)spi[o], d. i. Aio(?)ixs-ot, AiwXsubepi'dj m. Kontraktion aus Aio(a)£X. — Aus dem
j

wo o aus einem T-Laute -\- o entstanden Argivische Inschr. bieten 0paüXXo(; (C. J. Gr.

ist:

v.

Atticismus wird das Wort
sicherlich

xotfo?,

entstanden aus Ta/(öc (lat. pavo),

ein
b.

Fremdwort,
p.

von
e.

den Grammatikern Tryphon und
398,
a.

Seleukos
Ooo? u.
suai,

Athen,

397,

u.

als einziges Beispiel eines in-

lautenden Asper angeführt; im übrigen spreche
s.

man

Xsco?, vscu«;, ßaio?,

w.

Doch kommen noch hinzu
I,

die Interjektionen suou suav,

Herodian
1)

547; ApoUon. Synt.
S.

p.

319.
Dial. II. p.

S.

Giese, Aeol. D.,
ausführl. Kriech.

309

ff.-.

Alirens,
I.

74 sqq.; Meister, 8

Dial.

II,

249.

Kühners

Grammatik.

T.

114
3.

Interaspiration oder die Aspiration in der Mitte.

§ 23.

In

zusammengesetzten
Asper
in
als:

Wörtern

wird

auf

altattischen

Inschriften der
zeichnet,
(att.
>)

der Mitte des Wortes zuweilen ebenfalls be-

A1K)P!0:£ ^.mpio?, KNrilAPrK:^f)Al, 7rpoav/£T(», eoöoxov ebenso meistens auf den Herakleischen Tafeln.-) Dazu stimmt auch die lateinische Umschrift, als exhedra (exedra), Panhormus, parhippus, Euhemcrus; der Spir, erlosch also jedenfalls in der AusInschr.),

sprache nicht.
sich bei

Auch

die

alexandrinischen

Grammatiker bedienten

ad

II.

zusammengesetzten Wörtern der „Interaspiration", wie Eustath. p. 524, 2 berichtet, machten indes ihre Ausnahmen und Vor3)

behalte.

Aristarch

unterschied die

wirklich

aus

zwei Begriffen

zusammengesetzten und die (der Bedeutung nach) nur abgeleiteten Wörter durch den Spiritus, indem er die ersteren, da sie die Bedeutung zweier hätten, mit dem Asper, die letzteren, da die Bedeutung des
zweiten Teils zurücktrete, mit

dem

Lenis schrieb. So «ixuaXo;

vt^u;,

weil

der Sinn von aX? nicht gefühlt werde und das Beiwort einfach gleich
(oxsTa sei;

ebenso xaXaupivo? (xoxuXrjpuxov

II, '},

34, weil

von
auch

«puoj, nicht
in

von

p£(o).

Darnach unterblieb
Ascal. Herodian.
(Pi'Xittito?

also
II,

die
;

Aspiration

Eigen705),

namen (Ptolem.
Herodian
als

48 L.

Ael. Dionys. schol.
McXäviinro;;

II. o,

als EtipuaXo?, 'Ay/iaXo;,

(aber

cpiXiTnro<;),

doch hebt
hervor.

Gegeninstanz

riav6p[i.o?

und den Eigenn.

"EcpiTTiioc

Die Sache wird dennoch eine gewisse Richtigkeit haben, da es ja auch
yVsuxnriTo;, rX7.uxtTr:io; u.
s.

w. heisst, während

wo

das

Wort
ist

T-ko; als

solches gefühlt wird, der Spir. nicht wegbleiben kann, ausser in altüber-

Gieses (S. 333) Meinung, dass der Spiritus in der Elision (ausser bei Tenues) verschwunden sei; denn hiergegen zeugen nicht nur die Grammatiker (TrdpaXo?), sondern auch auf att. Inschriften die Schreibung OAPHEAPOI, wiewohl gemäss der Seltenheit derselben anzunehmen ist, dass der Spiritus in diesem Falle noch weniger als sonst gehört wurde. In Fällen, wie ucpaXoc, rjByj^iizpoz u. s. w., hat die Tennis die Aspiration aufgenommen. Nach den Schollen ad Dionys. in Bekkeri An. II. p. 693 setzten die alten Grammatiker (d. h. die Alexandriner) auch in der Mitte eines einfachen Wortes über p mit vorangehender Aspirata den Asper und über p nach Tenuis den Lenis, als: ypovo?, dcppoc, {>p6voc; 'Axpeuc, xdirpoc.
scpiTnro?.

Worten wie Eigennamen gemachte Adjektiv
lieferten poetischen

Xsu/itttto?.

"P^cptTiTroc

aber

das

zum

Irrig ist

1)

Meisterhans,

Gr. d.

att.

Inschr. 672,

(Jer aJjer

irrtümlich sagt, dass die

Aspiration im Wortinnern von

den alten Attikern gewöhnlich bezeichnet werde. Die eine Inschr. Dittenb. 13 bietet neben ävlopueo&at zwei Beispiele der Nichtbezeichnung:
Heta^afAEvoj,
Tjijii^xtecuv und i[<:ri]-cfi<3u}\Tii. 2) Auch arkadisch (§ 22, 6) -apworaus sich krdCu} (irdCw Herodian II, 243) ergibt. 3) g. Lehrs, de Aristarchi stud. Hom., p. 300—3253; Giese, Aeol. D., S. 327 ff.; Spitzner ad IL 0, 705; La Roche, Hom. Textkr., 416 ff.; von Bamberg, Zeitschr. f. Gymn.-W. XXXI, Jahresber. S. 2.

§ 24.

Verhältnis der Sprachlaute zu einander in den Dialekten.

115

Von dem

Verhältnisse der Sprachlaute zu einander in den Dialekten. •)
A. Vokale.
§ 24.
a)

Kurze Vokale.
als der

Der Wechsel der Vokale sowohl

Konsonanten

in

den ver-

schiedenen Mundarten erstreckt sich nie auf alle Wörter einer Mundart, sondern ist immer auf einzelne Kategorien oder gar auf einzelne Fälle
beschränkt.

Einige

Wandlungen kommen jedoch

in

dieser

oder jener

Mundart vorzugsweise häufig vor und müssen daher als besondere EigenWir bemerken tümlichkeiten (Idiome) der Mundart angesehen werden. aber vorweg, dass es sich bei der folgenden Aufzählung mit nichten stets darum handelt, das Ursprüngliche oder aus einem Anderen Entstandene
als

solches

hervorzuheben,
dass
in

sondern

zunächst
in

nur darum, die
diesen

Thatsache zu verzeichnen,
dieser

diesem Dialekte
des

Fällen

Laut

dem anderweitigen Laute
drei

gewöhnlichen Griechischen

entspricht.
1.
c/.

Wechsel der Boot,
lapo;

Vokale:

a,

e,

o

(A- Vokale, § 9, 1):
(^e),

u.

e:

in einigen
(lepö?);

Wörtern,

als:

7a

xa

(xl),

atepo?

(erepo?),

"ApTa|jLt?,

alles dies
s.

auch dor., atepo; auch lesb. und
8,

überhaupt ursprünglich,

§ 157,

thessal.
thessal.

tepöc

(lapouToT?

Krannon, Dial. - Inschr.
Ktaptov,

während lesb. thessal. xs, 361, B, 24);
jüngere
Orts-

Ortsname
als:
u.
a.,

Inschr.
in

Münzen

Kiepiet'tuv:

asiat. äol.
i'kv

(lesbisch)
Ivspda

einigen

(Gramm.),
Tupocrfla

(IvspÖsv),
u.

und Zeitadverbien auf l^uriaÖa (icö-taHev) Adesp. 67
xTjvof^ev

Bgk.,
die

doch aXXo^tv
bezeugen,

Ale.

86

u.

a.,

und

Grammatiker

selbst
;

dass

nicht alle

auf -Hev diesem

Wechsel unterlagen
öev, vgl.

auf die Frage „woher" hatten auch die Aeolier

TvpöaDe,
Die

§ 72, 2, i, für rpöaHev aber bietet eine lesbische Inschrift auch xaTÜTrepi}£v und uapoiöev Alk. 15. 9 (Meister,
a1ek
t

1)

D

i

e sind eist in unserer Zeit

Gegenstand einer gründlichen und

wissenschaftlichen

von A. Giese
1839, Lib.
II,

Untersuchung geworden, und zwar ist der äolische Dialekt (Berlin 1837), der äolische und dorische von L. Ahrens
dialectis, Lib.
I,

(De Graecae linguae

de dialcctis Aeolicis et Pseudaeolicis.

Gottingae
in neuer

de dialecto Dorica.

Gottingae 1843;
gr.

davon der
Dial.,

I.

Band

zeitgemässer Bearbeitung von R. Meister, Die

Bd.

I,

Asiat.-äol., Boot.,

Thess., Gtg. 1882; Bd. II, Eleisch, Arkad., Kypr.,

Gtg. 1889),

der

altionische

Grammatik, vorzüglich des Homerischen Dialektes, Lpz. 182(5), der neuionische von F. J. C. Bredov (Quaestiones criticae de dialecto Herodoti, Lips. 1846) und von Erman, Gurt. Das Werk von Stud. V, 251 (de titulorum ionic. dialecto) ])ehan(lolt worden. M. Maittaire (Graecae linguae dialecti, ed. Sturz., Lips. et Lond. 1807) ist völlig

(Homerische) von

Fr.

Thiersch

(Griechische

i'f.

veraltet.

8*

IK;
Dial.

Verhältnis der Sprachlaute zu einander in den Dialekten.

§ 2i.

1,

40);

fest

dagef^en

ist

xa auf die Frage „wann",
te

dor.

-/a,

als Trira,

lirt,

aXXora,

wo das gew.
hier

für tev stehen könnte (vgl.

§ 48, §

1),

so

dass auch

der Wechsel

von i und

ev

V(jrläge,

68, 4;
e.

dor.

"ApTap-n;

(auch

"ApTeiJ.t;

auf späteren

Inschr.),

"Anrapa,
geröll

kret. Stadt (auf späteren

Münzen

"ATrxepa), yapaoo; Fluss-

=

-/Ipaoo; (vgl. yapotßpa),

Ahrens,
f.

Dial. II,
tapö;

118,

Meister,

C. St. IV,

367, arepo;, 7«,

(xa

xe[v])

,

(tepo;

auf späteren

Inschr.; lapo« u. tepo; in d. Beschlüsse der
lepa«

Sophr.

98 hält Ahren|s
Einflüsse des

(jxiapö;
e st.

Pind. 0. 3,

Amphiktyonen 380 v. Chr.; 116 für verderbt), läpa;, 24. 32, ma^w Alkm. 44; es möchte hier überall
II,
S.
i

unter

dem
in

aus a entstanden sein, vgl. ion. yXiepö;
(pieXr)

-apo?,

der

xoivr,

usÄo?,

(G.

Meyer, 109
avwHa

2 f.);

ferner
s.

(ppaai

Pind.

z.

wo
1,

a

=

B. Ol. 7, 24 u. sonst oft (neben cppv, cppevü? u.
s.

w.),

ev,

§

68, 4,

desgl.

injd. Adv.
f.

tab.

Heracl.

17. 87

(von oben, avw&sv),
akXox'x (aXXoTs);

7rp6Öt)a

Trpöjöot,

Gortyn. Taf. (doch

SelinusTrpoffOe);

aber Ivooi^ev, Gort., vgl.
i.

0.; fest ist a in
III.

den Zeitadv.
aaat,
uTtap-

wie
als:

Ttöxa,

Heraklea Dat. PI.

Dekl. auf

evtasut (lovreaui

nach dem weniger strengen Dorismus),
iTOiövTcxaji
;

^ovTajat,
u.
s.

iipaj3ÖvTa3ai,
xpacpcD,

xafjivcü

(xc(j,va>),

xponro),

F. xpatjxö
II,

w.,

axpacptü,

xpayw

(bei

diesen 4,
p;

glaubt

Ahrens
118

p. 119, stehe
xpoTTo),

das a wegen des vorhergehenden

vgl. unten S.

lesb.

axpicptü);

doch auch

cixpe^^ai,

xpeycu

auf einzelnen Inschr.;
II,


ep,

eleisch
als jTap-yov

(mit einigen

Schwankungen, Meister

29

f.) ctp

und
für

grösstenteils

lokrisch (Allen,

C. Stud. III, 219) regelm.

=

Ip^ov, xotp TroXejxco
^reairapio;,

=

uepl t:oX£[xou,

cpotpirjv

f.
,

cpepetv

(el.),

(ipi'poTapo;,
TTspi,

uaxdtpa,

cpapeiv (vgl. cpapsxpa)

lokr.

doch
vgl.

-ep

f.

fx^po;;
st.
-

ausserdem
auch

eleisch

Opt.

auveav

=

auveTev,

§ 25 üb. ä
7vci)vat,

Yj;

diroxivoiav,

Tcapßatvoiav;

vereinzelt

Yv(i>[i.av

Dial.

Inschr.

das.;

laxa

„bis"

das.

1150 (Meister); eujaßeot 1151, jicxv wie kret. [Acaxa (ion. Ijxe, lokr.
1176
aus
a
r

=

=
[xev

Ivxe);

Augm.
aßpayev

a
I,

Dial.-Inschr.

9otö;

[x'dTrör^aev

(eleisch?)
aoetpev

nach
losipsv,
II,
7,

Ahrens

229,
eßp.
;

der

Hesych.
d.

vergleicht:

St.

ka

I)up8a

=

=

düpaCe

(vgl.

Meister
(xlfxvsiv

117, 282, 320); 175,
xafxv.


1.

alt- und

neuionisch:

xa|j,vcü

Od.

Bk.); neuion.
mit

xpaTiu)

(an einigen Stellen

b.

Herod.

in

allen Codd. xpenw), ixpacpdrjv (aber ganz
xpe<J>0(jLai

überwiegend

xpe-^cu,

Ixpe-^a,
s.

[selten v.

a],

nicht, wie

im Dor.,

xpatj^cu

u.

w.)

jjLe7a9oi;.

s

u.

a:

Lesb.
vgl.

in

xp^xo; (xpaxo;) Ale. 25,

l:rtxpixei
f.

=

-xpaxet

81

(nach

Bgk.),
depueij'

ion.

att. xpejjojv, xpeij^wv

xpexjcov;

9cp7o;

(i}apjo;),

Theokr. 28, 3

= öapsouca

(Bergk), öepdirro; (auch
;

böot.

Sepaavopo;,

Homer

öepaiXYj;, rioXudepaeiÖT];)

epoTjv,

Inschr. (auch

neu-

§ 24.

Kurze Vokale.

117
(böot. Eigenn. Apexwv; vgl.
vgl.

ion.

,

kr et., epidaur.), cpexwv Gramm,
'/eXava

oepxofxat);

(vgl.

-/eXav)

für

'(cnKr^^ri,

do
in

r.

-(sXavr,;,

Pind.

0.

5, 2.

P. 4, 181;
XsYÖfJLS&ev
Sie

ev

für

a

n,

d.

Gramm,
(aber

d.

Verbalendung
Ale.

[leöev,

als:

(XsYOixeOa),

<psp6fx,edev

cpopr,{jLe9a

thess.

für 8ta;
(so
;


1

10);

arkad.
i

Ospai'ac nb. Opasea?,
'Ept'tuv

-xpexrj;
f.

und

xpaxr)? in

Eigenn.

auch kypr.),
1

=•

'Apitov,
;

olXXo)
i

ßaXXw,
IpaTrjv

oepeOpov
(aptJTjv),

f.

ßapaftpov

—a

n. ßepeOpov (ßotpotOpov)
;

— neu
s.

o n.

Teaaspe;, xefjjepaxovxa
p.

ev

f.

a in elxev, lüSixev,
evexev,

Eust. 1158,

Stein, Herod.

LXVI,

eivexev

(auch Pind.

etvexev nb. evexa,

Mommsen zu Ol.
etu st. aoi,
s.

14, 19; ?vexev auchi. d. xotvi^);
6pea)
;

— neuion. Verb, auf
§ 111, 5; vor a 10,2, auch Ar. Lys.
s.

als:

(poixew,

s.

§ 41

;

§ 251, 3; tXeo??
nb.

att. i-)youaa (a^youa«) Xen. Oee.

48

yri'C/iouaix

=

xai

yj

e'/"/.

;

IppTjcpopeTv

dcppr^^.
cpilXr),

(Mei s terhans,
(TraXXw

Gr. d.

att.

Inschr.

12

2);


st.
i)

jq ([qy xoivtj
1.

xaxaTreXxTj?

in d. att. Inschr. xaxaTiaXxrj«), ueXo? (v.

bei Herodot;
[xueXo?
f.

vgl.

Phryn.
[luaXö?
lib.

Rutherford 364; umgekehrt
der
xotvTQ,
s.

att.

irueXo?,

TctSaXo;,

das.),

ai'eXoc

staXov (Moeris,
<|^teOo?

Cohn,

Philonis
(bei

de

opificio
fr.

mundi,
Test.),

p.

XLIX),

(Moeris),

-/Xiepo;

Kratin,

143 K.

in -ap6? geändert),
(];exa;

fxiepö?;

auch xeauepe«, xejaepaxovxa
Hei.
2 jetzt

(Nov.

(b.

Aesch.

Agam. 1534, Eur.
otaxotxtoi

korrigiert).

a u. o:

böot.

selten:

fUaxi
oira),

(eixosi),

(öiaxostoi)
2,

;

lesb.

in

uua

(uTTü,

auch eleisch

ojraSeSpofxaxev
s.

Sapph.

10;
;

arkad.

xpiaxaaiot
jTeixaxi,

(Stymphal. xptaxöaiot) u.
ixaxi,
:

w., vgl. böot. d or.

dor. fUom,

el'xaxi

(etxooi),

oiaxaxiot, xpiaxaxi'oi u.

s.

w., sonst sehr

selten, als

avaipov (ovetpov) kret. Hesych., vgl. b. dems. avap (ovap)

xa^^a (nach

Ahrens

II,

p.

120

u.

102, not. 4) vielleicht für xopar,

Alkm. 44;
u.


in

neuion.:
nicht

dc^^toÖEeiv.

«:

lesb.

wenigen Wörtern vor einer Liquida und nach
ov
(dvoi),

einer Liquida mit einer Muta, als:

ovo),

övexpejxotaaav Ale.

32,

6fiva<j{}T]v
:

(ävaixvTjcjD^vai)

Theokr.

29, 26,

ov^Xcuv

30, 32;

auf

Inschr.

övx£i}r)v,

ovöevxa,

6vi)e[jLevat,
;

o-cxapuadCTo), vgl. llesych. ojxaTCTco

(dvaax.), offtauav

((iv£ffXTf)(3av)

6via (dvt'a) S. 1, 3, Alc. 88, ovi'apov (dvtTjpov)
xofjLia; (xaix.) id.

Ale. 98; YvocpaXXov (-yvacpaXXov, att. xvIcpaXXov) Alc. 34,
yöXonai {i7.Xwai) id. 18; oXo)(oc
oTtoXeisa (oxaXetoa)
;

67,

Theokr. 28, 9;

b. llesych. 6öfxopxi;(öci|xap),
st.

ferner besonders po, op nach Kons.
s.

op, pa:
2, 7,

axpoxo; Gr. axpoxa^o; u.

w. Inschr.,

ftpojsco;

Gr., ßpoyico; S.

ßpojaovo;

(ßpayuxlpou)

llesych.,

xexöpxato;

(elfidpSai), e(pi'}op{}at, [xopväixevo;,

xöpxepa u.

a.

Thcokr. 30, 2; [x^ixopt^ai Auf den späteren Inschr.

1)

Bei Hippokr.

ist

oft

ofeXov v.
II,

1.

für aiaXov,
st.

so VI. 160,

196. 214,

370

in

cod. »; vgl. TiTÜaXov VI, 158, 202,

334

TtxuEXov (Aristot.).

118
sind

Verhältnis der Sprachlaule zu einander in den Dialekten.

§ 24.

manche

V'ulf,'ärfbrmeii,

als:

(iva7pa|avrac,

dv^Ypct-J/cti,

dtvr,xövTojv,
d[j.-£T'/cjov

droaiaXevTa,

cjTpaxaYoi;;
civ

die

Stellen
18,

bei

Dichtern,

als:

Sapph. 29,
66, halten
äol.

t6

jiiuaov Ale.
I,

dtixixsvofxsv
I,

Ale. 41,

arparo;

Ale.

Ahrcns

p. 78,

Meister
oexoio;

50

für verderbt; in Balbillas
'Xö-/ov
(Xoiy/jr,v

Gedichten

findet

sich

(arkad.),

S.

9,

iXa/ov d. älteste Inschr. v. Mytilene), itoiaa, YpoTcra (?)
-=7pä[xix.;

und

YpÖTTTtaxa

thessal.: ovidetxe

xüpvo| b. d. Oetäern

=

=

dtv£ft.,

(doch
böot.

dv-

Pharsal. Kierion),
desgl.
äol.,

TAp^o'\t

(auch

Tröpvoi]^,

Meister

I,

49);

böot. atpoxö;

desgl. thessal. 'EpoxoxXi'a;;
Öuü)8exo, l'.pi)opxü>;;

in Eigenn., Ipotö; desgl. ('Epottcüv),

arkad.: £xot6v
ov

in'Exotdvßoict, 6Ixoto;,

kypr.

axpoTid djxpa-Tj,

=

dvdt,

xop^i'a

xapoi'ot;

dor.: xexope« (xeaaapei, wohl Einfluss des

/ von

xlx/otpe;), xoiHapö;

(xaf^apöc),

auch el ei seil xööapai;;

äve-t/pö'pco?

tab.

lleracl.
J.

I,

84
ant.

neben

^pdcptu,

doch auch Ypöcpwv Partie. Melos (Röhl

gr.

12. 412),
-fpocpi;

diroYpöcpovjt
,

Kreta

(Ypo'.p£u;

Elis

neben x6

yptitpoi;),

-cpocpd

Epidaur.

aber

immer
kret.

lYpa'jia,

auch Aor.

Pass.

d-fcpa'f^fxev

Kret.,

wonach

o

auf das Präsens und seine Ableitungen (G.
dßXoTil;
(d|BXaߣ;)

Meyer

27

beschränkt

scheint;
1.

dßAoTiia

(Oaxos);

2)

altion.:

iröpoaXtc v.

IL

v,

103.

cp,

573,

wo aber

Aristarch -dpootXi;,
:

wie

TrapSoAerj, vgl.
3,

Spitzner ad
105,
b.,

v,

103;

att.

•'jjxaxö; (dixccxo;),
a/.o;

nach Athen.
Hesych.
£

p.

ojxacpi;

(dsta'^ii;,

ora'fi;),

(auXa;,

auch oXoxe;);
£;

iioHyrri

Vase,

Kretschmer K.
loüvoc

Z.

29, 410.
st.

u.

0,

u.

lesb.:
V.
,

Ioovts?

(öoovxes),

(oSüvr,),

aber 6ppdxa)

Ippdxtu
(dor.
liegt),

etpdxoj

sipw necto,

^TiixpoTirj?

=

-xplretc,

Theokr. 29, 35
zu

xpanetv
(jxpücpw

was
f.

der

äolischen

Form

zunächst

Grunde
Tps-

axpecpco

(dor.

axpdcpo));

böot.:

Ep)(0[j,evo;,

^wvto;; 'Epyo|x£v6? hiess auch

das arkad. Orchomenos b. d. Einw.;
erst

mit

E auch
f.

att. Inschr.,

mit

im

3.

Jahrh.
oßoXo;;

v. Chr.;

vgl. jungatt.

'Opyid

'Epyid

unten;

ößeXö?
o

neben
aus

auch attisch
die

beide
6;

Formen,

und zwar scheint
daher

Assimilation an
stets
oßsXi'jxoc,

Endung

hervorgegangen,
y;|xta)ߣXiov

(Inschr.)

6ßeXsia,

SitoßeXia,

(Meisterhans, Gr.
hielt

d. att. Inschr.

18^); in der ursprüng-

lichen

Bedeutung Spiess
ist

sich das e

immer; dorisch,

arka-

disch
weit

ooeXo;;
II,

ferner

dorisch

ißosjxrjxovxa,

also auch eßoejAo;
f.

(Ahrens
'AttsXXy)?,

281),

woher

ißöe[xatoc

Epidauros; 'ArsXXtüv
dorisch;
in

'AttoXXojv

verbreitet,
'

wiewohl auch
'ATieXXitüv

'AttoXXcuv

Eigenn.

wie

ÄTreXXi'xcav,

auch ausserhalb
fr.

des

Dorismus (G.
Hesych.;
für -pö;,

Meyer 32 2);
TTspxt

^sp^üpa (^op^.) Alkm.

132,

/Ip-j-avov (^ip-^.)

pamphyl.

in Tispxsocaxe, vgl. Trpe; lesb.
I,

n.
d.

d.

Gramm,
17
2);

Meister,

Dial.

44;

umgek.

Kopxupa
daher

einheimische

Name,
xp£[x'jov

wofür attisch

=

im

4.

Jahrh. Kepxupa
die

(Meisterhans
KpEfxfi'jwv

xp6[xuov

kennen

Gramm.,

Flecken

bei

§ 24.

Kurze Vokale

119
oXiv-iei

Korinth;

svjfxa

lakon.

f.

ovojxa,
u.

s.

§ 44,

Hesycli.

=

l/.ivjs'.;

attisch: rptaxövTopo?
o,

-spo; Inschr.
d.

(Meisterhans
häufiger,
,

das.),

b. d.

Autoreu mit
Tspo?

was auch auf
(Ipeaucu);
i.

Inschr.

Herodot

xpiaxüv-£(|<tü)v

~£VTrjx6vTepoc
'

FIuavo'^^Kuv

erst

nachchristl.

Inschr.; ebenso

Opytsu;

röm. Zeit für 'Epyteu;;

spxavr, Ael. Dionys.

Eust. 969,

1, in

unsern Texten 6pxavT]; die Inschr. auch KeposßXeirTTi;

für KspooßX. der Autoren;

im

5.

Jahrh. nebeneinander 'AXwttsxovvtjjioi
(wie
TpiitröXop-o;

und
9

(mit

Assimilation)

'AXojtcoxow.
u. ixupo;,

Vasen);
s.

bei

Autoren schwankend oyupö;
2);

jenes älter (Hesiod,
2,

G.

Meyer

ionisch

ist

ijairsoo;

Herodot.

149 für

att.

scctKou;.

2.
e

Ausserdem kommen noch folgende Fälle vor:
in Tepto? (Tpito;), vgl. lat. tertius;

u.

i:

Lesb.

xepvav Inschr. Ale.

=

41

xipvävai,

xspavvuvai

(s

urspr., vgl.

7ri'Tv7)|jit-Tr£Tavvu(X',

JXiovrj[xi- jxe-

oavvuixt u. s. w.,

§ 41);
(-aöei?)

thessal. starkes Schwanken,

als 'YßpsaTa;,

direXeuöspsdOs;

wie

von

direXeuiiepi^o),

Mitt.

d.

arch.

Inst.
-iv

1889, 59
dvEÖTjxav;

f.

(Pherai),

xp£vv£|X£v (xpt'w., xpi'vEiv), dv£8£ixot£v

und
b.

st.

TtatpouEav irarptuiav;

dor.

Sexu(i>v

einheim. Namensform,

vgl. Apollon.
d7/£[j.ayoi

Adv.

p. 555, Dial.-I.

3162, 3167, 3169;

Hom.

(neben

d'/yiixotyriTT;?,

«yj^i'ixoXo?),

auch att.

Schwanken zw. (ipy£-und dpyi-, Xaipe- und Xaiptatt. Inschr. 90 2 f.); att. [xeXeivo; nb. -uvo; von tu. £: Boot, vor einem Vokale in ftio; (Oeo;),
ypi'o;

und so (Meisterhans, Gr. d.
KotXXevixo?,
}x£Xia (Dissimilation);
Tt|j.aoidio«,

öio^'twv,

(yp^oc),

xXt'o?

(xXeo;),

vi'o?

(veo;),

fiap (lap),
Et;

in

den

obliquen
u n.,

Kasus der
U.

III.

Dekl. von Wörtern auf

(=

t];),

o; n.,

als:

ripactTEXto? (Rpcx^tTEXo-Jc) V.
s.

Nom.

lIpa^iTlXEt;

(Opa^iTEXri;),

'AXxuiHevio;

w., /STta (etsk,

ETTj),

fdazioc, (aatso?),
fr.

^ftxaTijrsTtE;,

in

den Pron.
u. oufxi'tov
stq
•^^

wov (d^wv), Ttou;
(fj[xe(uv
(Itliv),

(doch T£oü; Corinn.
Tiö;

11, iou; 2,
:

ajxt'tuv
iei

u.

uixEtov),

(teö;,

aoc);

in

der Konjug.
dvEBYjxav),

=

{(üv

tujvHi

(ewai),

(ivl{}tav

(dvE^Eav
l::oX£[xiov,

=
e

besonders

in

den
auXi-

Verbis contractis auf
ovTo; u.
s.

ito:

dj£|'-iiovTa;,

r.oXEfJiapyiüvTov,

w.,

öoxiEi

(ooxET,);
et^)

der W^echsel
Et,

ist
i

also durchgehend, nur

dass
in

££

und

eei

(^

gewöhnlich
T.

+

(s

+

eO

i

wird,

s.

§ 50;

Thespiä
£t

aber

(z.

auch
iStw^ka

in
;

Theben)

bleibt
a

e;

vermittelnde
t^Tia

Schreibung

in dv^f^Etav,
ion.),

ausserdem vor
i.

mit Konson.
st

(wie dor., arkad.,
vgl.

Trpia-j'EiE;

d.

rp£jß:^E;, -pEapEi;,

in OEurtEÜ;,

§ 27;
e;
Iv,

thessal.

At'tuv,

KXtö[xayo; (Krannon), doch
für XiiJe«?, vgl. ypüato;;

andere

Orte
{v

XiHia« Larisa,

nach Fick


so;),

=

arkad.
Jv;
e,
i'a,

TriXifiayo; vgl.

oben

d^yt- u.

dy/e- U.S.;

kypr.

vor
als
tov.

Vok.
t)i6?

jETcija,

xaxIOijav,

80 vor a stets,
in

vor

o

dagegen auch
to;

und Oeoc;
cpXö^iov

lesb.

den Derivatis auf
39,
-opcpupiav

(=
64,

als:

(<pXÖ7Eov)

Ale.

Sapph.

ydXxiat

und

120
x'jviaiat

Vt-rliiiltnis

der Siirachlautc zu einander in den Dialekten.

§ 24.

Ale.

15,

aioapto; Tlicokr.

29, 24,
;

osvopiw

ih.

12,

u.

in

'ry\>i

Inschr. vereinzelt -fXüxio; {6^i) Adesp. 55 Bgk., vgl. ilip-aHr,« u. s. D.I. 272; aber in den Stoffadj. lo; auf d. Inschr. fest, wonach

Meisters Vertheidigung des
isti

eio;
[(jticS

eo« b. lesb.

Dichtem unhaltbar
19 (auf

dor.

a)

in btia (euria),

(iontu), bTtiovT' Epich.

Inschr.

aucli £3Tia,'E(jTtoi,

mit

i

auch böot. arkad.); b) vor folgendem
to«

Vokale, allgemeiner bei Adjekt. auf
(potvixiat

(eo^):

dp-^üptov

I'^pich.

fr.

5,

12, ßöiov 77, cpotvtxiw v.

1,

Theokr.

2,2,

aber gew. Theokr.

eo; (auch odTiov
u.

auf Inschr.
f'axia
:

v.

Delphi,
auxta

Rhodos
auxv)

u. a.

0. ypuaso;, yäAxso;),
;

Theokr.,

=

tab.

Heracl.

ausgedehnter
dtf/iov

strengdor.
(fteetov,

Qiöz

(Oeöc) kretisch,

uto« (fte6;) u. aia (bei) lakon.,

öeTov)

kret., TrepiaTepttov desgl.; '(aXhui-cai (yorAEcuTai) lakon. b.
doeXcpiö« öcoeXcpiä, irXia; -/a'aat vgl,
i.

Hesych. ; Gortyn. Taf.

hom.

ttXeö;
tj^oüota

=

uXetove?,

OTvo;

d.

duvo;

&etvo;

«};£uor,,

l[j.[xavi'a;

ifjLfxavsT;,

Kpr^xo^evia
1,

=

göttlich,
-vr),

sonst

kret.
;

jü-p/evisv
c)

=

auYYevei;

Gen.

TiixoxpotTio?

tab. Heracl.

166

st.

-eo;;

(strengdor.) Gen. Pron.
^[jli'cü;,

pers. b.
ifjLEo,

d.

Tarent.

Rhinthon:

l|xio,

Ijxi'o),

xiw, xto;, tiojc

= =
auf
a.

tIo; d. desgl. in

dem

strengeren

Dorismus
1002
1003

bei den Verben

auf

eu)

vor

o

und
,

cd:

Ar. Lys. 198
Ufx,via>|jLec
:

iTratviw,

ixo-yiofjLe;

==

jxoysoixev,

1148

dotxi'ofjLe;

1305

=

ujxvewixev,

Xuyvo'^ opiovre;
6[jLotj[xefta;

-eovTec,

so auch

im Fut.

6fxto>|jie8a *)

183 :=

äfjLeöjxeöa,

den Herakl. Tafeln
TTOitüv^

dotxi'cüv, IceTroiov

Ice'ot'sov, Troiövxaaat

TToiwvxi
st.

=

TToiscuai,

Fut.

dvavYeXt'ovxi

mit

u)

0^):

IL 18. 45
V,

^fjLexpi'a)|xe;
ipjxi'o)

xojfxi'ovxei;,
ßoa&7](jiti),

6p|xtö[xsvot
TipoXei'l'ifo
,

=
u.
'

=

=

=

roieövxejui,
u.

dva-jfYsXeo'jai

iiJieTpeoiJie;;
st.

auf kret. Inschr.
Fut.
I[X[jl£'.1(o,

öpixloj

6p[J.ä(D,

Trpaci'ofjLC?,
,

yapictöjxeHa,
a.);

cpuXacio[i.£v

(doch

auch

TctoXeovta,

ü)ve6[i,evov

IratveofAev
(laxi'y)
,


Hom.,

alt-

und

neuion.
Ittijxioc

in

laxtT)

Hom.

u.

Her.
bxi'a

iaria),

Icrxiaia

bxiTjXopi'ou,
Ijxtai'rjv

(att.

i'peaxtoc),

(Imperfekt),

[axi"rja{>o(t,

Icixiate-j;,

(Alles

b.

Herod., an wenigen Stellen
att.
taf)i
f.

eax.,

die

Bredov.,
b.

p.

146 korrigieren
II,

will);
u.
i

Idol sei,

eaOi

Hekataeus

Hdn.

355 (Hom.

äol.

Iduo).

u.

u:

lesb.

anlautend vor p in

it{^TjXa)v

(u(|>i^Xtüv)

Adesp. 60 Bgk.,
es

l<\)Oi

(uij^o;),

inap

kip

(uirap,

uTiep).

So

die

Grammatiker;
l<^oi

mangelt
fr.

die Bestätigung auf Inschr. oder in Fragm., ausser
(so

Sapph.
p.

91

cod.

A

corr. des

Hephästion,

Indes sind die
1)

Zweifel

Studemund, unberechtigt, s. Thumb,
am
dem
es

Anecd.
Spir.

117).

asp.,

46

f.

Auf d.

herakl. Tafeln steht iw für eo
II,

Schluss der Silbe vor Kons., sonst
st. to

to.

Ahrens,
silbig

Dial.

p.

211 vergleicht dieses no

mit

ionisch-att. etu
lo,

(st. ao),

das gleichsam in einen Laut verschmilzt.

Doch

ist

bei Aristoph.

iw stets zweito

möchte das weitverbreiteten Scheu vor einer Folge kurzer Silben zusammenhängen.
(wiewohl in
d[otz(o[X£;

der Proceleusmat. auffällt);

mit der

§ üb.

Lange Vokale und Diphthonge.

121
in


s.

Über Schwanken zw.
§
9, 5.

t

u.

u

im Attischen und
tctuov Ael.

der

xotv^


4.
u

Singular zzio^ att- für

Dionys. Eust. 948, 19.

u

U.

a:

S.

§

9,

Lesb.
ist

in

aüpxs;

(jotpxe«)
I,

U.

7r£a(a)'jpe?,

Hom.

TTtaups;

(T£5japs;);
TiETjrcxpe?,

hier

(Ahrens

(j/apxe; (vgl.

aus fa entstanden: Anm. 3); Buxyi? Eigenn. (zu Bä/yo«); § 19,
pag.
79)

u

u.

arkad. xaxü f. xatä. o: Lesb. ziemlich oft
COö'jajsü;),
uixapTTT)

als

An-,
4,

In-

und Auslaut,
(ojxoio;)
ujjloi

als:

'Yöüaseu?

uaoo?

(o^o?)
3,

Sapph.

uixoto?

Theokr. 29, 20,
(6[jlou)

ib.

28,

uixaXi'xwv
;

bergest. 30, 20,
ouvei
(Sovel)

Balbilla;
ovufxa

up.(paXoc,

uTttafta,

IcuTrtaöot

Sapph. 40,
Dialekten,

[xu-ji?,

(auch dor.; thessal. 'Ovu[xapyo?, böot.
Inschr.;
u.
s.

ü)voüiJLr,ve

Corinn. 2,
als:

ov(i)oufjLa

in

Kompositis auch
(jTÜ|xa

in

anderen

äva)vu|j,o?
a7upt(;

w.),

Theokr.
,

29, 25
TiavYjYupi?,

(lxtj[idp'(ou

Hipp. V,

84);

Gramm,
yopai;,

(vgl.

6[xi^7'jpi;

aus

-Yuppi; -Yupji;,

arkad.

-otva-

6|xrj7optc kret.

Epigr.

Bull,

de
att.

corr. hell.
d-^upTri;,

1889,

59

f.),

MsYaXa-yupo; b. Strab. 13, p.

617 (auch

auva^upfio; Plat.);

doch

c^yöpav Dial. -Inschr.

311;

dizö

Ale.

33,

84,

drü

(bw/Aon:

Sapph. 44,

dTTuaTpe'fovtai
önzö

Sapph. 78,

auch Inschr. auch aXXu;

öfter,

wiewohl
olkü)]
i-r^u,

früh das vulgäre
oeupu
-TU
fr.

eindringt (auch thess., arkad.,
ditu

(osupo);


u.

arkad. ausser
Med.,
als
6vu[xdCaj

kypr. kypr.

für

To

3.

Pers.

YevotTu;


,

dor.
wie

in

ovufxa

Epich.

27,

ovu[i.a

Pind.,

vgl.

oben;

dvwvujxoc, Travi^^upi;
v.

ist

uTcwpucpi'a

nb.

öpocpd
u.

Epidaur. Dial.-I. 3325
s.

42 [auch att.

TCEUTwpuYoc

oiwpuYoi;

w.

von
d.

6p(rj)-futcx

Wackernagel,
in
aXXoSii;

Dehnungsges.
«ixuSi?

gr.

Meisterhans 20 ^^ Kompos. 49]; — episch
a}xa),

v.

St.

dXXo,

(Hom. neben

beides Aeolismen,

wie bei

a}x.

der Spiritus anzeigt;
d.

70

st.

OTrlari v.
;

Nom.
I,

uTtsa« st.

neuion. in Uireaxi Herod. 4, oirea? (Lobeck. Pathol. p. 218,
pucp.

not. 32)

pucpsTv ^ocp eiv

Hippen. 132, auch Hippokr. nach Hdschr. (VI, 198

cod.

i);

Ermerins
V.
1.

658 hat mit Recht
Vulgär.

aufgenommen; VII, 20.
Hdn.
pag. 91.

26u. o.pocpavlxü)

p'j(x(paveT(u;

auch dor. m. uEust. 1430); chalkidisch
tpu-^aXi; st.
xpocpaXi;,
I,

(Kyme)
u.

uttu

=

oizö.

u: u;

Lesb.

in upÖTavi?,

upoxavio; auf Inschr.

(auf späteren
att.

auch mit

Tcporaveia

Trpoxaveuüj

auch
att.

auf

einigen
192).

Insclir.

um

300,

Meisterhans,

Gr. d.

Inschr.,

Vgl. § 9, 5.

§ 25.

b)

Lange Vokale und Dii)hthonge.
t)

Wechsel der zwei langen Vokale: ä und

und Bemerkungen über das kurze

a.

Die langen Vokale
1.

t) und w stehen mit ä in engster Verbindung, s. § 9, 3. Der Gebrauch des t) statt des langen a ist eine ganz besondere

Eigentümlichkeit der
sich diese

ionischen Mundart, und

hierin zumeist scheidet

von der dorischen sowie den äolischen und pseudäolischen,

122
welche

Vorhältnis der Sprachlauto zu ein;imler in

dm

Diiilekten.

§ 20.

Dazwischeji steht die nttiselie, bewahrt haben. Gebrauche des ä und r^ eine schöne iMitte hält, indem sie welche im durch Abwechslung dieser beiden langen Vokale die Eintönigkeit sowolil

das a rein

des

sich

so

oft

häufenden

langen a als

des

tj

vermeidet.

Man

ver-

gleiche
fj|jL£pTj:

das jenes hat etwas breites, wie die Alten selber fanden,') dieses

attische f^pipä mit

dem

dorischen afxspa und

dem

ionischen
ist

allzu dllnn.
2.

Aber der Gebrauch des ä erstreckt
wie der des
y)

sich bei Doriern

und Aeo-

liern nicht so weit,

bei den loniern; denn während dieses
e

sowohl aus einem ursprünglichen a als auch aus sich das äolische und dorische ä auf die
a zu

hervorgeht, beschränkt
Fälle,
in

welchen ein

wo aber ein s zu Grunde liegt, gebrauchen die asiatischen Aeolier (Lesbier), die Arkadier und die Dorier die böo tischen und thessalischen ebenso wie die lonier Aeolier et, 2) z.B. äol. u. dor. Xartä, ]/ Xai>, vgl. la^-zh, ion. u. att. Xr^^ri; aber: lesb., arkad. u. dor. (j,äTr,p (Stamm [xatsp- in [xatipE;),
Grunde
liegt;
rj,

ionisch

att.

}J.rjTY)p,

böot. thessal.
Böotier
eta

fj-axEtp.

Die

elische Mundart
als:

indes gebraucht das ä auch in solchen Fällen,

wo
et

die Dorier, Arkadier
;j.ä

und Lesbier
fpärpa
st.

yj,

die

und Thessalier
eiTj,

haben,
als

fpiiTpoL
a,

pTQTpa,

=

Traxäp

=

=

[xr,,

Ttari^p;

Kürze entspricht
rjp^)

zum

Teil

als
s.

in

den

obliquen Kasus
1),

der Wörter auf

und im

Optativ
weiter
ist

((juviav,

§ 24,

doch geht der Gebrauch des ä anscheinend
lässt

als der des a,

und

nicht

viele

tj

übrig.4)

Hervorzuheben
Eleer)

noch, dass auf einigen Inseln des ägäischen Meeres (nam, Keos und

Naxos)

das

speziell
in

ionische

e

und

das

(mit

Ausnahme der

und darnach auch in der Schrift unterschieden wurden: nur jenes war e (offenes e) und wurde mit H geschrieben, während dieses e (geschlossen) war und durch E mitgemeingriechische
der Aussprache
bezeichnet

wurde
also

:

also

MHTEP
dies

dor.

[xarr^p
vj

spr.

meter.

5)

In

diesen

Dialekten
att.
et)

fällt

gemeingriechisches

mit der
et

zusammen, indem
auch mit blossem
Schol.

(unechte)

Dehnung von e (ion. von Haus eben e ist, und
Thessalischen,
in

sie

berühren sich eng mit

dem Böotischen und

deren

et

urspr.

E

bezeichnet
xo

wird;

dagegen
xotoüxov
I,

den übrigen
et

')

Theokr.
xo

15, 88:

TiXaxEtdoootoat
tt.

^axiv

f'xp

Atuptsi;

TrXaxuaxofjLoüut

ä TrXeovdCovxes.

Hermog.
Y'-''''^'^''

iSsuiv

6 p. 224, 10:

6

Beoxpixo;
xiö

dt^&OfAEVov

xtva

TTETTOiTjXE

StuptctC^uaat;

^'^
II,

~° TiXaxuvEtv xtjv
p.

tpiovTjv,

ä xä
ftTjXu2)

-Xstoxa yjpionhaii.
XT,xct

Aristid. Quintil. de music.
7J

93 Meib.:

i]

AcopU
Dial.

xt;V

cpEuYO'jact

xoü

xp^TTEiv p.

OLUTT^i XTjv

^p-^atv du; Et; öipoEv xo ä vEvoatxev.


I,

g.
ff.,

Ahrens,
217
ff.,

Dial. II,
f.,

129 sqq.,
221 ff;

I,

p.

84

sq.,
1.

181 sq.;
d.,

Meister,

58

295

II,

91
otp

ff.,

Bredov.

p.

125 sqq.
Traxdpot u.


5)

3)

Indem

für sp

eleisch allgemein

erscheint,

im Lokrischen gefunden. 4) g, Meister Herrn. XV, 225 ff.; Blass, Ausspr.3, 24.

§ 24, 1;

Belege für
II,

dgl. sind

bisher nur

32

ff.

Dittenberger,

§ 25.

Lange Vokale und Diphthonge.
ist

123

ionischen Mundarten und im Attischen
e unUnterschieden e gewesen,
3.

gemeingriech. e wie ionisches

und und

ei

(E) blieb für sich.

Das

äol,

-

dorische

ä

das

ionische

r,

findet
rfio;r^

sich

a)

in

Stämmen,
att.,

als:

aou;

lesb.,

acu?,

aöoiJ.ai

dor.,

f,ou;,

ion. und

]/

ao-, vgl. ao-siv;

aYeiaOat dor., fj^eijöat ion. u. att., ay-uj,

daher

oTpatä-cö?

dor. ,
[xax,

(jTpaxTjYo?

ion.

und

att.;
,

[xotxo?

dor.

,

fji.r,xo?

ion. und
oxa,

att.
vgl.

,

]/

vgl.

fxax-po?;

jtaXa
Ovr^To;

dor.

ott^Xy)

ion.

und att., ]/
b) in

i-axa-vai;

f}vax6;

dor.

,

ion. u. att., |/ Oav, vgl. öav-eiv; ^av
yr^v ion. u. att.;

dor. Epidaur. D.-I. 3340, Z. 134,


und
ä;,

Flexionsdavon abvixacpopo;,
vtXYjau)

und Ableitungsformen,
geleiteten

wie

in

der

I.

Dekl.
vi'xot,

allen
er,

Wörtern und
S.

Wortformen,

als:
t],

Sv,

^vixasa, vixastu U.

w. dor.,

=
äi,

vi'xy],
a.

Tj?,

Tjv,

vixT,cpöpo:,
tj

ivt'xYjjot,

U.S.W, ion.

u.

att.,

Mouja,
t],

dor.,

r,?,

ion. u. att.;
Yctio?

'Axpei'oa;,

öa ,oav dor., 'AxpEiorj;,
dXxaei;

t]v

ion. u. att.; Ableitungen

von
oStivot,

ya,

^r,,

von

aXxa,

dXxi^,

aqotXo;
u.

von
äv
tctj,

aiYa,

<J'7t^7
r)

oouväpo; von
r^v

ctouvT);
ttS,

SO

auch die Adv.
aauyS, xpucpa,
als:
aöötv

auf a

dor.,
uavxrp

u.

ion. u. att.,
xpucpYj,

als:
in

7:avxqc,

xpüßoav;

^j<i'jy(i,

xp'jßoTjv;

Ver-

balendungen,
auf
piäv,
,

Ippüav dor.,

Ipptiriv
xr^v,

ion. u. att., namentlich in denen
oi)t,v

xäv,

dor.,

[xtjv,

ion.

u.

att.,

als:

3uv£i)£|j.av

ouv£&£}ji.rjV

Tjyftöjxav

V]yJ}6[xr|V,

oXoi(jl<xv

oXoi'piifjv,

l:rotY)aaxav

iTwOiYj^axrjV,

£xxTj7a3i)av

lxxrj!jaji)rjv,

oXoi!Ji}av

oXot'j&rjv;

in

der Tempusbildung der V.

liquida,

als:

Ijävav, |y.üöäv£v, Icpäva;, l^cpaXE Pind.;
als:

im

Augmente
«-/ov,

von

Verben, die mit a anlauten,
des ä im Diphth.) dor.,
att.; ferner
täs,

apyöjxav

(zu

apyofxai),

a-j-^EiÄo:,

desgleichen bei Diphthongen, als: au;y]ja, nuöaaa (wohl mit Verkürzung
r^pyüjATjv,

TjYov,

•n77£tXot,

r,u;Tf)!ja,

rju^rjja
Gr.

ion. u.

in Bildungssilben,

als:

in

der

Endung

xä;,

xaxo; (Lat.

G.

tätis),

ion. u. att.

tyjc,

Gr. xr,xo?,

der Substantiva abstracta, als:

xayuxa:, G. xayuxaxo?, xayuxrj?, G. xayux^xo?, veoxa;, vsüxr,«; in der
ä;,

Endung
als:
öwpr,;,

G.

äxo;,

ion.
att.,

rj^,

G.

r^xo;,

att.

nach

p

5$,

äxo;,

der Subst.,
u.
r^v,
i

jjL'jpfxr,;

ion.

[xüpfxä;

dor.,
äv,

du)p«;,
ävo;,

äxo;,

dor.
att.

att.,

rjxoc,

ion.; in

der
als:

Endung
EXXäv,
fast

G.

ion.
Tfjvo;,

u.

G.

t^vo;,

der
ot,

Volksnamen,
als:
Aividtv,

ävo;, "EXXtjv,

aber nach

auch
ion.

att.
T)vr„

ion.

Aivii^v;

immer

in

der

Endung

ävä,

der

Subst., als:

'Ai)äva,

'Afti^vr,,

'AHavai,

'Af}T)vai,

Meaaäva, MEjaTjvr,;

in

dem

ersten Teile der Komposita, in denen dor, ä statt des gewölinlielien o steht,
als: 7:oX£[xäö(jxoc, crxEcpaväcpopi'a st.
uxEcpavocp.;
ßi^^Xia-^pacpo;;
T:oXE[jLir)ö.,

ax£'^avr,cp., u.

dieses
so

st. tcoXejxoo.,

xpixa|j.6ptov,

TiEixKxaiJLÖptov

(Archimed.);
a,

auch

im

Att.

im

2.

Teile bei
avrjp.

der

Dehnung des

als e'javE[j.o;

Eui^ve|xo;,

cptXavüjp

cpiXi^vfup

von

Hingegen stimmen der Aeolismus und der Dorismus in dem Gebrauche des t, (böot. thessal. dafür ei) mit dem louismus und
4.

Atticismus

überein,

wenn

t;

aus

e

hervorgegangen

ist

(Nr. 2), wie in

124

Vfrhältnis dor Sprachlaute zu einander in den Dialekten.

§ 25.

dem Nom.
Vok.
-aTTjp,
u.
K.

III.

Dckl. auf
tipn,
t)v,

Tj;,

G. eo?,
evo?,

r,p,

G. epo; (po;),

r,p,

G.

r^po;,

£p

u.

Fem.
nach

G.

als:

eu-^evr);,

böot.

thess.

eÜYevei';;

böot.
u.

thess.

TTOtTEip;

awTTip (Vok. oojTep,
otxaatT^p

Fem.

awxeipa), otuTTjOta
s.

w.

dieser Analogie
-/r^pa«,

oixaaxiQpiov u.

w.;

-otjxTjv,

'^prjv;

ferner in

tJöo;,

dxTQpaxo;, xpTjjivö«; vgl. Y^pa;, Ifto;, xepäiTriÖTQva),

aat,

xpeix-ctaai;

OtjOco,

auvöi^xa (auvOr,va,
J/ 8e,

apvT,at;,
-'sv,

xi/r,7(ü,

dt/i'vTjTo;,

7vrjaio;,

axXTjpi;,

V.

äpvi-opiat,
^ivr^Tai,

xtve-<o,

]/

axeX;

in

den Konin

junktivendungen,
Indikativvgl.

als:

ßXdtTtnr),

vgl. Indik.
tjv,

^kdzTti, 71'veTai;
eir^v,

den

und

Optativendungen auf
elev;

als:

I5txaadr,v,
T,ai}at,

or,ÄwOeir„

£6i'xot<j&£v,

in

den Endungen
YsvTjOriv

Tjixat,

TjOr,v,

die

dem Stamme
Dial.-Inschr.
r,p-/6[jLav

angesetzt werden, als:

(= 7evrji)fjV7.t)
die

Inschr.
e

Kyme,
als:

311;

im Augmente von Verben,

mit

anlauten,

v.

IpXoixat.

Anm.
auf
-cico

1.

Bei den Verben findet vielfach ein Schwanken zwischen der Bildung
-i(a

und der auf
als:

statt,

und daher
die

ist

(Ähren s
d.

II,

p.

147 sq.) das

-aoc(,

-doto bei solchen

Verben zu erklären,
Eur.

nach der gewöhnhchen Bildung auf
äol.

-iiu

ausgehen,
TOTdtofAat
7r6T-r)aat

iTZTod%i]\

Iph. A. 584, vgl.

^rToctoev

Sapph.

2,

6; v.
st.

i-ATZBtzoxoLij.ha.

Sapph. 41,

TroT-/,;A£v(x

Sapph. 68, dagegen v. TroxEoiaat noreovrat Ale. 43, Theokr. 29, 30 (Ahrens I, p. 85, Meister

-6ti[)

I,

180).

Besonders schwanken solche Verben, welche von einem Substantive der I. Dekl. abgeleitet sind, als: hi-^iw (v. otvTj) iötviSTjv Pind. P. 11,38 (v. 1. -tj&tjv), (üxu5ivdTot;
J. 4,

5

(-t'jtoi;

Mommsen),

Stvacev Eur. H. F. 1459,

cpcuvku (v. cpwvri) cpiüvaoe Pind.

(doch auch
TTOv^ui
(v.

;piovT]aott:,

ä-fü)VT]~o?),

wveofxat (v.

iüvtj)

(üvaoeiTai Sophr. 89;

aber auch

irovo;)

7reTTOva[i£vov

Sapph. 98, ^SsTiovaaev Eur. Iph. A. 209, rovaiSiQ u. Pind. wie von -ovdiu (doch auch iirovfjaa, I^EirovTjaev). Umgekehrt:
^^cTiüvaaav

xTdotxat xTT|!ja3ftat

(Pind. P.

9,

52)

xxfjtAa

(Mytil. Dial.-Inschr.
ypdop-'xt

214), xT^ot;

(Kyme
tj,

das. 311), böot. Kietdct;, vgl. xxeap,
vgl. xpeo;, xpeic«,

xxsavov;

ebenso durchgängig mit

aber auch Präs. dTro^p^to Epich. 114, xaTctypitadat xaxaypeiaJlujaav
s.

Delphi, Dittenb. Syll. 233, 37. 58, yp-qzb'diu Kalchedon das. 369, 7 u.
[Xdcu] Xü) ich will, Xf^jAot Pind.,
Xtj'i;

(s.

§ 343);

(=

Xtjoi;, ßoüXifjai;)

lakon., aber

auch im Präsens

statt X(ü X£(()a) kret. u.

s.,

s.

§ 343.
die ihren

An merk.
auch

2.

Von Verben,

Stamm
sind

für die Ableitung der

Tempora
^Xt)-

mit Synkope oder Metathesis umwandeln,
äol.-dor., also ߣßXTi[jL£vai

liier

hervorzuheben:

ßdXXw,
fr.
,

Alcae

fr.

15, 5, vgl.

ßX£(rj;

Epicharm.

154, ß^Xo;,
xixXtjoxcu

arkad. oeXXw;
Pind.,

xaXEto, xXtj
u.

auch

äol.-dor.

(vgl. xEXofAott),

daher

x£xX-ir](i.at

xaxdxXTfjTo;
u. d.

dxxXifjoia Inschr.
SfAÖt,

Dagegen von
3, 7.

oi[xa),

baue, findet sich bei
die

Pindar
TcJpLvoj)

Tragg. mehrfach
tj,

in &£65ij.atoc, EuSjjLaxo;;

doch mangeln nicht

Varianten mit
x[xä,

s.

Mommsen
xfxäfxa

zu Pind. Ol.

Ferner

kommt von
Pind.

x^fAvw (dor.
J.

als ixtAd&Tjv,

Archimedes, wiewohl
bedürfen

xdxfxTjvt}'

5

(6), 22.

T^&växa,

XExjjiäxa, OEB[j.axa (ftav, xafji, Sapi)
3.

kaum

der Hervorhebung.

An merk.
(KpVjxa;
daf.

Das

t]

bleibt

dor. in mehreren Fällen,
a) in

wo
r^i,

der Ursprung des
tjx-o?,

Vokales nicht deuthch
KpE'/ixT)

ist,i)

nämlich:

den Subst. auf
Xfißr^xs;

G.

als: Kpr^;

Archiloch.),

Ktop-^XE?,

Epich.

(XEßEts böot.),
s.

Ma^vris

Pind.; b) in den Adj. auf Tjpoc u. tjXo;, als: rovrjpos, 6xvT,p6;, üdiTjXo; u.

w.

;

vgl.

indes oben 3, b); c) in den Zahlw. auf rjxovxa u. tjxoixos

,

als: -evxtjxovxoc, ttevxTjXooxoc
;

(TTEvxaxooxos Archimedes), eßSepi'/ixovxa (£ßSo{j.E{xovxa böot.)

d) in

den Verbalformen, die
ff.

1)

S.

Ahrens

II,

p.

149 sqq.;

Seh rader,

Gurt. Stud. X, 313

§ 25.

Lange Vokale und Diphthonge.
r^

125
Derivatis, als:
-(s-fz^r^.

in die Wurzel
jL£V'j;

ansetzen,

samt den entsprechend gebildeten
\x.i\riu.n
,

(St.

YEv),

ixEXTjüaTo Epich. 48, i&sXTjiw,

Pind., oyrpvi, sjjyjrjaiuv; aufe) in

älligp.E[j.Evax6;

Archimedes, Heiberg,
als:
äpriY«),
tj'ot],

Fl.

Jahrb.

Suppl. XIII, 549;
otj,

mehreren
of|Xo;
äßv.,

oesonderen Wörtern,
unglesb.
Inschr.

ßXvjypo;, ßpo-Tjotoc,
-^'ßa

^-eiotj (iiitoEt böot.),

aber AäXo; die Insel),

-i],

(si'ßa

böot.

thessal.;

b.
I,

Theokrit
64;
J.

u.

A.

£<paßo;,

vgl.

Ahrens

II,

151;

Meister

Weidgen,

3ua
Keos,
\g.
esb.

ratione

Euripides in carm. mel. Doridem
tab. Heracl.
I,

temperaverit

[Jena

1874], p. 14),

rjaat, YjULEpo;

172, vgl. ävT,!J.£po; Eur. Hec. 1057,
S.

E.MEP02 mit E
afjita'j s.
;

=

e

Bechtel,
Y]Lit3'j;
s.
ai.'u.to'j;

Inschr. d. ion. Dial. 47,

49,

s.

oben

2) (afxepo; Find.,

Aesch.

721),

und
26;

fjfi.1-

in

Kompos.
Fl.

,

als

r,[xiX(Tptov
aiijuo'j

(Theokr.

29, 5;

über

§

es

wird auch

b.

Theokr.

zu sehr.
f.;

aber

otij.tau;,

iuioXto;
'^rjßii

auch Archimedes, Heiberg,

Jahrb. Suppl. XIII, 549

"Hpa,

T^'piu;, -rjaoiuv,

(böot.0Etß-?jo;

= 0EtßaTo?),
STf]p6;,

!}-^Xu;, %i^p (!}7]!jaup6; zut{t)T]ai), Hpfjvo;, xdTTTjXoj,
[atj,

xTjpo;
;

Pial.-Inschr. 3325, V. 271),

xp7]7:t;, Xtjyio,

[jLTjoofj.at,

[jif,Xov

Schaf

(fxstXov böot.

daI,

gegen
222);

(AÖtXov Apfel), ;j.Y]v-6;, lesb. [j.fjvv-o;
fi-Tixi?,

von

[atjc,

fj-sf?;

[Afipoj (böot.

[J-Etpoi;,

Meister

vTjTrtoc,

7Tf)tj.rx,

TYjplw
trotz

(ttjpei

Alkm. 23,
,

col. III, 9),

yjipoi u. a.

Besonders hervorzuheben sind:
vETüX-rjaav

ttX-^-

7Ti[jLT:Xdvat

vgl. irXstwv,

irXEtjToj,
iiXäi^o;

daher
kret.

Sophr. 30, tiXtiDw, kX-tj^u;, -XTi&a lokr.

(eleisch

TrXattucu,

Inschr.,
a.
s.

auch Kyme spät D.
G.

-I.

311), zXtjpt]; (böot. -rXEtapstv
Dial.

Akk. Sg. Etym. M.)
7:ttj.7rpävat
,

w.,

Meyer

412,

Meister,
^tiyvj[i.i

1,69;

tip-t]-

trotz
p'^^at,

so

lesb.

iVETTpTjaE,

Herakl.
lesb.

IfxTrpTjsovTt;

trotz paYTJvat,

daher

IppTfiYEict

Herakl.

=

LppujYuia,
pr,T(üp,

/pfj?u,

aü'pT)XT05

= ä/p.,

appiQXTo; Herakl.

Von

pt],

/pt]

kommt
(Alkm.)
Dial.-

/pTixa (kypr.),

()-f|rpa

(doch /paipa eleisch. und auch der

kret.

Zeu; 'Opätpio;

scheint hierher zu
u.
s.

gehören,
Tjva

=

/'pä-pto;),
3):

p-rjafctpyo;

(Epicharm.),

appTjTo;

w.

Ferner auf

(oben

M'jnX-fjva die einheimische
s.

Namensform,
23,
III,

Inschr. 213, vgl.
fast einhelliger

Meister, Dial. I, 70; EipT^va Überl., Peter, dial. Pind. 9 f.;
I,

das. 69;

II,

93, so Pindar nach

desgl.

Alkman

23

[Eipjr.va;,

vgl. dens. b. Prise.

22 (indes fpdva böot.
Fl. Jahrb.,

oft,

auch arkad.
t]

tpäva).

^sXrjva steht

bei

Archimedes,

Heiberg
durchweg

Suppl. XIII, 549.

Bei TJouyo; schwankt die

Überlieferung: bei Pindar

ist

öfters in allen

Hdschr.

überliefert

und wird von Hsg.
die theban. Inschr.

wie

Mommsen
218 (239);

hergestellt (dagegen a

Bergk);
Über

für

t]

Philol. 1889,
frg.

418 ll^iOTXIO^
§ 130.

= Eboüyto;.

l-ri%oi steht bei äol. Dichtern
Zoiv,

und Pind.
Zt,v,

a]Tä}}o; Dial.-Inschr.

Sikyon 3163.

Aav G. Zavo; nb.

Atjv, At]v6; s.

5.
ist

Über das Verhältnis der attischen Sprache zu der ionischen
a) Statt

Folgendes zu bemerken:

des

ionischen
e,
i

r^

gebrauchen die
ein p vorangeht,
9ü)pr,;,
TjXo;,

Attiker,

wenn demselben das lange a, als: ion.:
TpY|yüva)j
{)u(JLi'Yi]xa,

einer
y/öpr^,

der Vokale
T]Z,
tq,

oder

r^y,

vsrjVtVj;,

{rjTpö;;

xpYjTTjp,

TpYj^lcu;,

TTpTQaffcu,

7r£ipT]io|j.(xt,

{}£T)3ea()a[,

ÖErjTpüv,
-ipr^v
5

dreöpr,,
S.

^öuixiTjoe,

2upiQX0U(jai, 7pY]u?,

xexpr^fiai,

Xädpr),

Xirjv,

u.

w.,
in

att. X*^?^} ^^y ?? ^"^y ytoL^ioic, ^töpäc, äxo;, xpärf^p u. den metr. Inschriften Attikas, Kirch hoff, Herrn.
avopsav
in
f.

s.

w.

SO

auch

V, 54,

wo sogar
II,
,

ion. TjvopsYjv;

Tpotpa; sagte

Theopomp

für Tp-^pa;,

Hdn.

59;{;

Kompos.,

als:

Ion. ön^xovo;,

oir,xoverv,

att. Sexxovoc;

)E.ytr^lo•izXy

att.

YEveötX.;
oiT|vexT^«

sogar otävEXT^? att. Inschr., Kom., Piaton (Meisterhans 13'-) f. des Ion.; wenn iveYxeiv darin steckt, wohl att. Umformung
gebildeten

des

im Ion.

Wortes [ebenso

dor.

otavsxiq;,

Byzanz

D.-I.

I2G

Veihältnis der Sprachlaute zu einander in iJen Dialekten.

§ 25.

3059;
altatt.
]).

aber

hellenistisch

mit
r^;

r,,

a.

liechtel
Dionys.
:ipovoia b.

z.

d.

Inschr.];
zir^


oi'r,,

b) die Abstrakta von Adj. auf

u.

ou;

gehen ion. aus auf
Eustath,

u.

auf eiä
der

u.

ot'ä

nach Aelius
dvaiOExa
u.

ad Od.
d-p/oia

t„

1579, 27,

anführt:

aus Aristoph.,
I,

(so

Soph. Tr. 350), euxXeia (so Aesch. S. 685); Buttm.
hinzu:
ü'/ieia

§ 34, A. 4 fugt
bei
als:

Ar. Av. 604,

dvoia

Aesch. S. 402.
sie

Eur. Andr. 519;

den jtlngeren Attikern aber gehen
aÄrjUeir),
~oli[)()oii]
/);,
7),

auf eia und oia aus,
c'jvotr)

tjv

ion., d^öeta, ä;,
att.;

qt,

av att.,

ion.,

£'jvota

att.,

ion.,

TiaÄt^pota
r.

c)

vereinzelt

v7.'jä-(6;

vauä-^siv
tj

vauä^ia

vaua-fiov
y.aXY]

(zu a^vu^-i) d

att.

(-rj^oc

att. zu

ot-'w),

ion. mit

vaurjö;;

(xa>.Tj

ion.

(u.

Bezz enberger, Btr. VII, 66), Bruch im später) xrjXr,, Cobet, Mise. 416; (i-aoö; für
st.

medizin.
ion.

Sinne,

o::r,o6;
^tit^v

wie
nicht

Tragg. auch Plato); ferner av
gut attisch,
o steht hier

läv, ion.

r^v

[luav

st.

lueav

indem ausser bei Xenoph.

Iireioav

dafür gesetzt wird];

das

um
4.

der Deutlichkeit willen, wie in ioxa aus oinia.

Anmerk.
aö^TjXTo;,
p'iiYM-a

Ausnahmen:
u.
;

s.

w.

,

attisch scheinbar: ^^pTJoftai, -/p-7,fj.'x was auch dem Der. u. Aeol. gemeinsam,
;

^f,';\'Jit.i,

gleich-

wie

^fj[xa

u. s.

w.

ausserdem zuw. auf Inschr.
132);

in

fremden Eigenn.
bfifi
s.

,

als A'jXtfjTai,

'louXiTJTat
tfjX£fi.o;

(Meisterhans
s.

über
S.

die

Kontraktion
b.

§

12.3,

Anm.
;[),

8;

Hpyj^ u.

w. Tragg., vgl.

32;

ion.

Herodot mehrere dor. und fremde
d.

Eigennamen,
Oavvupic,
a,

als:

Wpy^iXaoi, Qripct;, a (Gen.), av (aber
a,

Insel Brjprj,

Tj;,

T|v),

'AfAiXxac,

av,

'Aptareac,

'OvEÖt-ai,

'Täxai,

XotpEarai,

Tiftop^a

8,

32,

Kpäöu; mit
7,

kurzem
att.

a

pLEaa.aßpfYj,

att. fjiEa7]iJLßp(a

(von

fjudpa), äficptoßaTletv,

«üficpto-

ßaofa; (auch Inschr. Zeleia
144,
X£Xa[j.[i.at,

Bechtel,
;

Inschr. d. ion. Dial. 113 äa'fisßaTfji), Xa^eaftat

£i'X7](j.fj.ai

aber

T;£po; u. s.

w.

,

^dsa;

1,

'ä-rjp (b. Hippokr. auch TjT,p)J) 90 (wie auch Hom., der ebenso eäoöta, sävo; hat);,

aus euphon. Grunde

auffällig xapaooxEiv 7, 163;

aus

dazu kommen aber sehr viele Wörter und Formen, Ersatzdehnung oder Kontraktion auch im Ionischen ä hervorgegangen
a vocali ap.
efXTTTji;

wo
ist

iHarder, de
rdvoa (doch

Hom. producta,
epiTrä;

D.-I. Berl.

1876):

Tiä;,

iräaa aus rdv:,

Hom.,

Tragg.), vixTjaa?, -aoa, Akk. plur. xd; (Nom. acc.

Du.

ä),

ivi'xa,

vixäoöai, dtTj

(aus d/dxTj),

Schob

V

II.

15, 421 oauXos),

xdXov Holz (xrtim,

op. 427, 6av6{ (oafio, St. oa/)

Hippokr. VI,

388 (mit

u

Hom., vgl. haben wir xpanYT;); Xäpos
V|£p(7)

(aus Sa/eXo;, neuion. nach xa/) Hymn. Merc. 112, Hes. bei den jüngeren loniern xExpäya, xsxpdxT-r);
oaXo;
St.

Hom.

(Xaiiw);

apicj-ov

Frühmahlzeit
s.

Hom.
Stud.

u. Sp. (aus

d/sptatov, vgl.

in der Morgenfrühe; auptov),

Curtius,

II,

175.

Ferner xäXo; schön
S.

Hom.

auch
will

sp.

ion.

Dichter wie Archi-

lochos,

Härder,
aus
cpöavuj (?),

22

f.;

G.
äpr/,
;

Meyer
äpäoOat
b.

782

aufnötigen),
ävofxat,

xaXjö?;
vgl.

aus äp/d
scheint

iXauvai

Kdp
f.;

wie dem Hom. xaXXo; Hom., ders. ixavuj, xr/avco, Zusammenziehung zu sein, Fem.
diesen
att.

Kaitpa,

Lugebil,

Bzz. Beitr. X, 303

ä vor p auch in cpäpo; (Hom.;
(v.
1.

Dichter

cedpo; u. cpäpo;), &'j|xap£a
S. 72, bringt dup^ap-r,;

Hom.

nb.

i)u,ixf|pE;

öufiapE«)

Od.

i,

362.

p,

199 (Härder,

mit

apdofi-ai

Arjpioaio; Herod.).

Vor Vokal
s.

atooiu,
,

Anm.

7;
1)

Xäae, xpaatt u.

w.

zusammen, herzerwünscht), Adpioa Hom. (AT,ptoat, axpäTj? u. dgl. s. § 38, 4; vgl. auch unten nach Vok. däYT,; wie ia^ct]. Im s. § 140 u. 130;

(Lpz.
Schrift

1883), p.

::. ddpiov 'j5d-(uv toticuv, s. Ilberg, Stud. pseudhippocr. während sonst dr,p, so VI, 94 L. (v. L VI, 524). Für jene wird auch bei Littre wenig handschriftliches Material geboten.

In der Schrift
36,

§ 26.

Lange Vokale und Diphthonge.
frg.

127
(n.

späteren lonismus auffällig cfdoiiäxo? Hipponax
s.

5

ff.

Eustath. cpaptiäv.o; ion.,

Bergk,
s.

Lyr.

II-*,

462); dieselbe Quantität scheint auch Demosth. 25. 80 beobachtet
z.

zu sein,

Blass
36

St.

Bei den Nr. 5

angeführten Abstraktis schwankt bei
TrpovotT],
Ejvofifjv,

Herodot der Gebrauch zwischen beiden Formen:
rjvotav
äÄT^SEtT],

-aKi^^oir^-^
Siavoict

neben
169,

3,

(süvoiTjv
üyisiT],

Stein), Siavoiav

1,

46.90.2, 162. 9, 45,
ifj-ij-eXstav

2,

dTeXiiT],

~poiir^%tir\, [le-^aXo-pzitzl-r], ärpExetT),

£'j[i.ap£(T,v

u.

s.

w. neben

ej;j.£v£ia 2,
(eitj

45, ctOEtav 2. 121, 6, irifj-eXstav 6, 105,

6,

139, r.£pt(pdv£ia 4, 24

überall Stein).

Anmerk.
S.

5.

Über das dor.

ä

bei

den attischen

Dichtern

s.

Einleit.

32

f.

Anmerk.
•jia, als:
tj-uia

6.

Das kurze a
i

bleibt

fQp£t&'jtav u. 'Qp£t8'jfr;v in d. Hdschr.

die

Oxytona mit langem
'EXctTEtct,

Nbata,

E'jßota (aber
p.

haben immer

'j'.tj,

auch ionisch; daher die Subst. auf schwankend Hdl. 7, 189] (aber auf nia, Eta, ota, als: als: tATjTp'jiTj)
,

'lanottTj

b.

Herod. in allen codd.,
(z.

b.

Hom. aber

'larfato!, s.
<I>(üxctta;

Bredov.
T^:,

129;

ferner Herodot ^wx'xif]

B.

1,

165 dreimal) neben

M7]5EtrjV 1. 2 (MT,o£tav
u.

auf
der

£'j;

als:

ßaat/.Eta,

regina,
(s.

Bekker). Von den Femininis auf Eia von Mask. macht nur ipEi-rj eine Ausnahme, das nach der
Pierson, ad Moerid.
,

Lehre der alten Grammatiker
xoivTj

p.
1,

191)
7).

auch att.

lEpiiöt,

in

aber wie bei
fjLTjOEtjLiT]

Homer
u.
s.

Upsta lautete,

vgl. § 106,
ist

Wo

bei Herod.

[xlr^,

o'j5E[j.t'7],

st.

[liöi

w. gelesen wird,

die Lesart

verderbt;

ebenso

wird sich die Sache beim Hippokr. verhalten; ingleichen findet sich bei Subst. auf pct an sehr wenigen Stellen Herodots t], offenbar verderbt, als: fjLOipTjv 1,204. 2,17, da
S.

an

fast

allen
p.

Stellen

sowohl

dieses
ist

Substantiv
1,

als

andere
180)

et

(ctv)

haben.

Bredov.,
es

132 sq.; ebenso
(diese beiden
s.

7:ptijpT)v
I,

194

(vgl. 7,

gewiss verderbt,
135, wie

obwohl
-p-jfjivT],

Lehrs auch
d.

bei Apoll. Rh.

372

herstellt.

Ferner gebraucht Herodot
aber toXaa
7,

auL'jpv-f]

auch bei den Trag.),
1,

^a'jpvr,,

zumeist
aaio;

b.

Attikern,

§ 105,

b),

aber dor. xoXixä).
als:
5tT:Xf,otoc,

Statt

der

Endung
,

der Zahladjektive sagt

Herodot

T|Oto;,

-oXXa7:XT|Oioc

TrEvra-

'

Homer, Od. f, 7 aus metr. Bedürfnis nach gew. Lesart rEvnrjxojto?, nach Aristarch u. Herodian aber -Evxäxoj. wie räva-dXa» 58 L. u. dgl., s. § 75. Verdächtig ist auch ayi-Xr^aco'jci für äva-Xaai. Hippokr. II Anmerk. 7. Über das Homer, ä in gewissen Wörtern der I. Dekhnation Homer hat auch (gegen d. ion. Dial.) vor 0, w in weitem umfange s. § 103, 1. ä, als Gen. I. Dekl. Mask. äo, Plur atuv; Xä6i:, väo;, 'Afjipidpäo; (dafür Zenodot Au^iapTio;, vgl. Düntzer, Zenodot p. 50; Zen. schrieb sogar '.AptT,5vrj f. 'Aptä5vTj). Aus Umgekehrt findet sich im Dor. Afx'fiäpTjoj, 'Ap-ccidoTj;, s. § 109, Anm. euphon. Gründen '^Tjpa; neben 'i^apuiv, s. § 41; in Eigenn. Aapiaot (s. 0.), Aowro;,
rXf|3toj, sSa-X-fjoio;;

für -Evräxooio? hat

,

'

«Pötpi;,

"Aato;, OeöEvu) u.
[xdv

a.,

Härder,
302,
2,
ß,

de a vocali 93
s.)

f.

Endlich heisst es bei
jjlev,

Hom.
433
ist

nb.

[j.T|V

(H-

'>
II,

291 u.
iat^v,

und

fxdv

(t^

06

y.iw,

so

auch
0,

Herodot,

Krüger,

Gr.

189), att.

dor. [Aav.

Aber

für -oX'jTrafxovo; IL

bessere Lesart

T:oX'jT:o(tA(xov&;, vgl. ricifjLixova (u,

250;

Brugmann,

C.St. IV, 100.

§ 26.
öt

Fortsetzung über den Wechr^el der langen Vokale und Diphthonge.

u.

w:

Boot.

u.

dor.
wofür

Tipato;
s.

,

ion., att., lesb.

(thessaL, kypr.)
u. s.

TTpdjTo;,
öc

aus rpoaTo«,
aco,

§ 50,4; im weitesten Umfange dor.
meist
cu,

w.
s.

aus ao,

att.

als 'ArpeiSa, rioTeiSdv, 'Arpeioav,

das.; O(uxo; ion.
d.
i.

(Hom. auch

{öcuxo;}, att. däxo;
u.

(lakon.

f^aß'Jtxo;,

8a/axo?), das Vb. Oaajw {baä^zio Hom.)

8oä^o Tragg., vgl.

128
§ 56,
IX,

Verhältnis der Spraclilaub- zu .jinamler in den DialL'kten.

§ 26.

1, a).

'E'j^'x-i'x-!'x'.

f.

auva7(0Ya'!

kret.

Inschr. Bull, de corr. hell.

17.
u.
(o:

(=

öt)

n»;uioii. in einigen Substantivis gentilibus,
Mairjrrjv, Mair^xito^

als:

Matf,T'.;

(MaKon;), G. MaiT)Ti6o;, A. Mai^riv,
McxicoTtv

(aber Herod. 4, 3
v.
1.

in

allen codd,,

u.

so Ilippokr.),

'laTioctrjTioo;

-wxioo;
7,
17ri,
-(uxai,

8 23 das Gebiet von 'lanaia (aber 'bnaitüTioo; alle lldschr.
vgl. 1, 56), in
'AixTrpaxirjxewv,
-rjtat
'J,

28

u.

31,

v.

1.

-ujTldJv,

wie

allen lldschr. 8, 45.

47

steht

(immer

lleXaaYKuTt;,

<I)i)'.djTt;,

(I)ö[coTat,
o)

BeasaÄuoTt;, 'IraXitüTeoiv).

u.

au: wXaz

dor.

(auXac),

vgl. e p.
s.

wÄxa

§18

(att.

äXo;);

ferner dor.

aujtüToü

f.

au(To)«

auTou

eines

gew. Steinblocks
;
'

in

§ 168 Anm. 5; KarTrwT«;, Benennung Lakonien (Pausan. III, 22, 1), von

xaTaitauo)
(v.
a),
1.

Ptoxiov; d.

i.

'Pauxi'ouc kret. Inschrift;
9,

neuion.
(v.
11.

oiatpwjxouaT)
to

ctacpauax.)

Her. 3, 86,
Tptufxa

45

oiacpauaxoüaT)

mit

u.

mit

7,

36
(u.

uiTÖcpaujiv;

u.

seine

Derivata

Her.,

Hippocr.

=
die

TpaufJta

so auch att. xirptDaxtu,

xeTpojfjLai,

exptüaa),

dü)|xa,

Oo)|xaC£iv

u.

s.

w. neben da)U|xa oder bwütxa,

welche Form Struve, Quaest.
u.

de

dial.

Herod. spec.

III.

p. 11

ff.

Bredov.

p.

142

sq.

als

allein richtige anerkennen, indem

sie

meinen, dass in diesem Worte

nicht wie in xp(u|xa au einfach w, sondern das a in
au
in
oj

dem Diphthonge
sei.

verwandelt und

daraus
u.

wu

entstanden

Es möchte
irre-

aber doch eher ^wp-a richtig

&tuu[xa

wie xpwuixa nach der daraus
verfälscht

führenden

Analogie
dial.

von

iojuxoü

eauxou
f.),

sein

(Lindemanm,
Hippokr.
^
*"
'

Ion. recent. 29

vgl.

den dorischen E. N.

0oi|xavxa« (von dauixai'vto) Inschr. Phleius, D.-I.
Oauixa^o),

3172a

(III, p.

190j. Bei
9.

Littre

I,

499; doch

diu|x.

VI, 496 nach

'

^'
Ti

und
und

o>

statt des

gewöhnlichen nicht (echt diphthongischen)
cu

ei

ou wird

von den Lesbiern,

st.

ou

auch von den
stattfindet,

Böotiern gebraucht, wenn Dehnung oder Kontraktion
a)
T)

st.

£1

als:

yr\p
xy\

(G. X^[^P°')

^^ vMp^
xpi^;

xtjvo?

(=

xstvo;)

Sapph.
Akt.

2, 1

u.

ö.

Ale. 86,
o>,

{=
28,
41;

lx£t),

aus xpes;
dpxerjv,

(Tpe??);

Infin.

der V.
siwTjv

auf

als:

cpspr^v

=
vgl.

(plpöiv,

auvsyirjv

auf Inschr.,
2,
15,

Ale.

55,

Sapph.

aYTjv

Sapph.

1, 19,

l-io£6ar,v
2.

xpIxTjv

90,
s.

<ppovxijSr]v
2,

§

210, 9;

ebenso

Pers.

Sing.

Akt,,
vatT);

§ 209,

als:

-wvt);

(ttcüvei?

=

-tvst:)

Ale. 52, e/rj? S. 99,

Melinn. 3,

vgl.
[I,

Choerob.
p.

Dict.

497,
3.

5,

Apoll.

Syut.

p.

92

(wonach

Ahrens'
£t

91

sq.]

Zweifel an
die

der Richtigkeit dieser
Sing,

Form
7]t:ov

nicht

zulässig

sind);

aber

Pers.

hat

(echt-

diphthongisches)
besser
CO st.

auch im Lesbischen;
IstKov, sTttov (echtes
si),

im

rjTrov

==

r^yti

Augmente, als: Sapph. 28 (= er/£;).

b)

ou:

Gen.

S. II. Dekl.,

als:

dvdpw-co (aus dv&pwTroo); Gen.

§ 26.

Lange Vokale und Diphthonge.
V. aü&ü);
st.

129
als:
in
atocü; (aus atooo;)

u. löpü);

und derer mit Nom. auf
SotTicpo);
oi'otov
,

w,

aioo<k,

lopw;,
I;to?;

v.

2a-cfw;

SO
9,

auch
vgl.

der Krasis,
cpipr^v st,

als:

TcoTTo?
<üv

aus -6

Theokr. 29,
tuv,

oben

«pspstv;

(auch

neuion.

so b. Herod.

ouxtov u. o'jxcuv, y<"v, To^apiuv, ouv;

6(jov(üv
1,

2, 22j desgl. böot., dor.)

st.

uipavoc Ale.

11 neben opavo; (oupavo;); böot.
19,

Mwaa
ßwXa

= Mouoa, ^klwja = bklouia
aou-f/pa-fw;,
st,

17, Sapph.

Cor.

Akk.
entst,

PI,

auf Inschr.
ov?;

la-j-ovoj?,

Ar. Ach. 879

aisXouptix;,

aus

ferner:

ßouXTj,

EußtoXo?.
r,

Auch

Arkadische, (Kyprische,) Eleische hat und w entsprechend dem ion. -att. st und ou. In Beziehung auf den dorischen Dialekt ist zu bemerken, dass der strengere Dorismus u. tu, der mildere dagegen st und ou hat, wenn Kontraktion oder Ersatzdas
tj

dehnung
Tjyov

stattfindet,

als:

«piXT^Tw

^^

cpiXelxa)

«piXstToi,

im Augm.,
aus oo)

als:

=

esyov

als:

KXrjaösvr,;
S,

= =

eiyovj

die Silbe

xXrj,

entst,

aus

xXee, in

Eigennamen,

KXstff^evT)?, 'HpdxAYjTo;;
,

w

(entst,

im Gen,
(auch
d,

II,

Dekl.

als:

Trovrio)

lokr,

AAMO

=

=

=

ou

ttovtiou,

tw ==
u,

toü,

^Xuxuraxtu

öäixoj,

wiewohl das. toü?

so
f,

im übrigen

mildere Dorismus, vgl,
S, 642),

v,

Wilamowitz,
tu,

Zeitschr.

Gymn,-W,
G,
SlaTrcpcu;

1877,

im Gen,

S,

der Subst, auf

als: SaTrcpö),

(aus 6o;)
IXo((3!jouc,

=
als:

Saircpou?,

iXdaauiz (aus os;
6tu:

=

ovs:)

Arist, Lys.

1260
in

=

von der Konjug, auf
6atÖ(uj(op

|j.ij&a»v-i

=

fjuartouai,

Kom-

positis,

lak.

(aus

oatSooyo;)

st,

oadoZy^o^,
t);

^Eü^toyo;
t,

Hermion
u,

Dial.-Inschr. 3385.
xaTaXu|j,o(xo)&Y^?


t,

Ersatzdehnung:
Heracl,
!J.rjv;

=
;

el;

Heracl,
\i.T^z

tarentin.,

st,

xaTaX'j[x7.xcijB£t';

Heracl.
als:

=

ion.

u.

att.

[XEt;

=

,

t,

Dat.

PI, III, Dekl.

auf wjt,

öiSwai

aus

oioüvai

(^= StSouji)?
cn-^waa

[xsrsycüatv
ct-couja
t,

Kret,

die

toaa (aus ovja)

=
des

ouja, als:
PI.
slfJLev,

=

Endung
kret.,
ov:);

Heracl.,

Itocot

Mcuaa lak.;
^[xev,

Akk.

II.

Dekl.,
l(j-[j.ev;

als:
f,[A£v

vöfKu;

=

vöjxou;

(aus

mild.

Dor.

aus

steht

auch auf Inschr. aus

dem Gebiete
Bull,

mild. Dor.,

so

Argos Dial.-Inschr. 3277, Kos
(nb. z\\xt^)
£i|jL^'

de corr.
icri!X£tv

hell.

VI, 254

tf.,

Kalymna
r^\ii
f.

Rhodos
ant.

=

das. X,

240
I.

f.,

l;etvat;

entspr.

Thera, Kohl,
tj

Gr.

449
de

(vgl. 446),

Rhodos

das. 473.
larr^Xav

Forner steht
desgl,
,

b.

Vb.

liqu.,

als TLapTt^YrjXcüvn

(Aor.) kret.,
hell,

ÖTQXrjTat

Praes,

Bull,

corr,

ÖEiXoixat
(f.

=

V, 239,
Poet.

von

oi^Xo|xat
ist

=

Kos

mild dor,

(^lokr.)
lletpi'i)oo;

ßoijXojj.it.

Dehnung

in

llr^piiloo;

=

llepift.).

Infinitiv

tjv

(Kontraktion aus
mehrenteils

ssv

nach Curtius^i seltener,
ev

indem der
ävoävTjv

streng. Dor.
yaipri^
[xetv

mit Kürze
£pTCr,v
s,

hat

(§ 210, 9):

Alkm.,

Theokr. 14, 1,
der Rhodier u.
arryipo;

15, 26,
|xr,v:

Eup^v 11, 4;
tjjxtjV,

dazu entspr. dem
Gortyn,
(lx£yr,pi'a

w. kret,
yr^p,

6Ö}it,v
yei'p

Einzelne Wörter:

=

-r^-sipo?,

G, yr,pöc

=

auch Delph, 1688

v.

Kühners

ausfuhr!, griech. (iraininatik.

48 f., was LT.

Ahrons

nicht mit Recht
'J

130

Verhältnis der Sprachlaule zu einander in den Dialekten.

§

Sfi.

bezweifelte), iT,pä
D.-I. 3277,
rr=

f.

actpä

Ildu.

II,

Ncmea

.'3320),

ptüXojxai

=

570,

ßo)).«

=

'';'jO'Ar,

(auch Argos
xeivoi;,

ßo'j/.o|xai,

x:^vo;

=
nur

xüJpo;

xoüpo; Theokr.

Kallim.,
,

u.

so

kret.

In.sclir.

Ko>p7,

Kwor^re;;

xtDpaXigxo;
x(ipa
p-oJvo«

kret. nach Phot.

auch lakon.;

sonst
tupavö;;

aber mit Kürze:
b.

Aristoph. Lys. 1308
(|xouvo;

(urspr. xöp/a);
(upo;

Theokrit
II,

ion.)

und tö

(oupo; Ion.),

nach

Ahrens
a>

p.

162 poet.
st.

waTo«
00 hat

oy?, ouaxo;,

Dehnungen nach Analogie. Dagegen 8. § 130.
oi»

Ferner steht
für

in

w;,

echtdiphthongisches
et

auch im streng. Dor.
zu

zu stehen, ebenso für echtes

ei;

damit hat nichts

thun

die

von den Grammatikern
ei

als dorisch

(und äolisch) angegebene Ersetzung des

durch

tj

in

Wörtern und
opr,o; r=.

Wortformen,
opetoc, AiJxr,o;

in

denen auf

r^

(=

et)

ein

Vokal

folgt, als:

=
ist,

Auxstoc, o^'^a

Traatyapeia, uXr^wv

=
u.

=

o^cTa, tteXt)«

TtXei'tüv, p.i^a)v

=

=
I,

rAkzia, -aoiyotpr^a

=
t

{aeicdv,

äol.

KuTrpo-jfsvTja, Kuf}£pr,o!,

Tuppao^o),

-ayTjct

s.

w.

(Meister,
aus
ope-io?,

Dial.
oceia

92),

wo

überall
TrXei'tuv

ursprünglich
-Xe-üov.

vgl. opeio?

aus 6;eia,

aus

Soweit nämlich hier die Überlieferung richtig und nicht
t]

vielmehr
spät),

zu schreiben

ist

(^7ti|xeXr,i'ai;

Inschr.

liegt

doch

r,i

zu Grunde,

wie auch im

Kyme, D.-I. 250, arkad. xrXTiaTo;
lässt,

=
5,

5,

7:X-^t3To;, TtXEiaTo;;

wir werden diese Erscheinungen einerseits § 43,
r,

andererseits, da sich

von

r^i

schwer trennen

bei der Lehre
dor.

von

der Diäresis

§ 55, 4 behandeln.
r)

Oder aber, Avenn auf
zeigt,
ist

Inschr. römischer Zeit sich solches

dies der allgemein
e,

damals erfolgte Lautübergang von
Inschr.

et

vor Vokal zu
-XiQova«,
9,

so auf einer
|-tTäÖT,ov.

von Byzanz,
PI.

D.-I.

3059
oft

ypr^ac,

djaix7)füTov,

Was
238

ou betrifft,
ß(u?

so gebraucht
u.

zwar Theokr.
ßtoxöXo;,
ßwxot?

7 ßcuv

(=

ßouv),
II.

8,
r,.

48 Akk.
ß(i)v),

sehr

(auch b. Hom.

aber nicht nur Epicharm. 97
ßto;
ist

ßou?,
va;

sondern auch tab.
st.

Heracl.

Booß^Tic;

also
z.

wie dor.
Dial.

vau?

zu

fassen,

§ 128,3;
sollen

Schubert,
1,

Mise.

Alkmans
s.

63

f.

Statt

yoO;

die Argiver nach Athen. 8, 365, d. ymc, gesagt haben, aber
t.

Ahrens II, p. 165 sq. AouXo; lautet auch böotisch so, und AOYAION hat eine altattische Inschrift; gleichwohl wird in GortjTi A0A02 öwXo; geschrieben, und diese Form steht bei Theokrit, Kallimach., Hesy eh. (Ahrens II, 163).
auf
d.

Heracl.

103 steht Akk. PL yoyc,


Ion.

(UV
(s.

durchweg
oben)
findet;
fr.
st.

b.

d.

älteren Dor.,
att.

sowie auch b.
sich

d. Aeol.

und
bei

des

ouv,

das

auch bei

den späteren
ausser

Doriern

auch
33

TrtöXuTio;

(att.

to'jXüttou:)

kommt
29)

Epicharm

bei

dem
7,

ionischen
f.

lambendichter
fr.

Semonides
ist

aus Amorgos
')

b.

Athen
VI,

318

(Bergk,
550 S

vor^),
-cüXuno;

also

-oXüTTo;)

Auch bei Hippokr. von dem Gewächs

214 L. hat

die beste Hdschr.

(die Vulg.
TrcX'jTioo:;

in der Nase;

das.

tio'jXu-ooe;,

andere

§ 26.
gleichfalls ein

Lange Vokale und Diphthonge.

131
II,

Wort besonderer Art^

s.

Ahr.

p,

167

sq.,

unten

§ 148,

II.

Böotische Wandlungen der Diphthonge
%z u.
OE
u.
Ott:
I

(vgl.

Einl. S. 9):

Auf alten böotischen
[

Inschriften, insbes.

von Tanagra, wird
ot

oi:

für

AI

(gemeingr.

ai

und

a)

AE,

für Ol (gemeingr.

u.

co)

OE

geschrieben, welche böotische Schreibung" auch Priscian kannte
f.

und mit der lateinischen Weise (comoedia, tragoedia
xpot^cuiSia)

x^p-tuioic;,
-tüvSot?),

verglich

(I,

§ 53).
Itti

Beispiele:

Aiaxpövoa;

(:=

AßasoSopo? (d.i.
(Dat.).

-otopo;),

'AixsivoxXsioie (Dat.), Moepiyoc,

HoAuapaToe

Auch auf

altkorinthischen Denknicälern findet sich dergleichen
in

A8ANAEA;
gangszeit zw.

doch bedeutet

diesem Alphabet
ist,

E

das

att.

st,

so

dass 'A&avaet'a zu transkribieren
altlat. ai u.
att.

vgl. auf lat. Inschr.

der Über-

neuerem ae
Vasen,
ist

die Schreibungen wie quaeistor.

T)

u.

AE, OE äusserst selten. Terentianus Scaurus VII, 16 Keil: antiqui quoque Graecorum hanc syllabam per ae scripsisse traduntur. Blass, Ausspr.3, 55 f.; Meister, Dial. I, 235, 238. at {pf): Im jüngeren Boot., doch bereits seit Ende des 5. Jahrh.
Anderweitig, so auf
(und zwar hat dieses
tj

nach den Gramm, wie
Dekl.

das gewöhnliche

at

am Ende
als:
e'j£p7£Tr|;,

des Wortes

in

Tti;:TO|XTf]

=
auf

der Flexion keinen Einfluss auf die Betonung,
I.

Tii.iToixat):

als:

ittitott,

(Dat. Sg. u.

Xom. PL),

x^?,

cpiXt]?

dtYxaXYji;

geschrieben haben kann)
in
d.

=
u.

Corinna (die indes selbst noch nicht so
'fiXat?

dtYxdXaic, Xr^ou^o-Kio-zilrfi Ivorf,? dies.
I.

Adj.

r^nc,

(=: atoc) v. Subst, d.
als:
ai;

Grjßotio;,

den Patronymika,
eto;
st.
,

KaXXtrioc
in
d.

=

DekL

als:

OetßTjoc

=

KaUtaio;;

über die

Endung
Xsxai,

-^o?

s.

ei

Konjug., als
aTio-j'pa'f eaiHr,

xexofitaxr,

6eo6yBrj

=

OEOÖyöoti,
y;

endlich überall
yfipe

sonst, als:
-rfioL

=

X^ips,
das.

Cor.

=

=

=

h'^ziltxri

=

öcpei-

aTio-ypdtcpedöai^

lesb. u.

dor.

at

{ti),

raiöa,

'HoXera

=

x^
U.

=
S.

xai,

Ai'oXsa

W.,

Meister,
i

238

tf.

u.

(echtdiphthongisches)
d~r/t;

et:

Boot, schon
eta,

'ApYioc

=

Subst. auf

ta

=
a.

seit alter Zeit:

apyi

als:

da'päXta,

Adj. auf

to;

=
-

=

otpyei,

eioj;,

als:

'Ap7£ioc, Patronym., als <I>tXoxpaxto;, auf toa;
tji

stoa;,

als:

KaXXixXi'oac,

=^
u.

ottei,

öso-^ixcuv,

tpdva

,

uXiova,
ist

Ifxi

=-; elfit,

dt'ccuv

Cor.
in

18,

xt'fjLevo;

In

anderen Dialekten

dieser

Übergang

klassischer Zeit entweder gar nicht oder nur ganz vereinzelt zu

konstatieren,
s.

während
et)

in

nachklassischer jedes
in

et

(ausser vor Vokal,
i

oben

r,

und

mindestens

der Aussprache in

überging.

In
ist

dem

attischen

Monatsnamen

rioatocwv

(ion. IloaiSrjtwv Anakr. 6)
a.,
v.
1.

(das Tier); VII, 50,

52 -cuXuro?,

rcöX-jTiov
tio'jX.

\)

u.

mit o

u.

ou (d.

Gewächs);

das. 222. 226 -:oXÜT:o5a; ^, a. Hdsch.

wie 276 (das Tier).

9*

132

Vorhältnis der Sprachlaule zu einander in den Dialekten.

§ 26.

Verkürzun;^
IIoTioac

(vgl.

§ 27

-:

u.

et),

(lie

«luch

für

das

dor.
(tat),

Ilortociv,

anzuiielimen;

das Verhältnis von dor.
ist

/ixaxt

llcracl.)

zu /Eixatt (das.),
ist

eixari
liier

unklar (nach Ahrens,
s.

Pliilol.

XXIII, 202
S.

der

Dijjlitli.

missbräuchlich;
xei'Xioi

auch G.

Meyer

375

2).

Über

yt'Xtot

nb. y£XXiot (lesb.)

(böot., ion. Chios)
184,
u.
1.

/tiXioi

(streng

dor.) aus yliXioi,
ü
u.
oi:

yhhoi
im

8.

§ 66,

3.

Boot, spät,
ü

erst

3. u. 2. Jahrb.,

auch da ohne Konsequenz

(wenn

am Ende
'OjATlpU

des Wortes steht,
als:

nach

=

wirkung auf die Betonung),
l[XOl,

fuxia
TOI
ot,

=

0[JLrjpOl,

TU

=

=
(o{),

den Gramm, ohne EinoUia,
xaXti

TUOE

=

=
so

xaXot,
(oiOs),

^fx'j

T0l'5e

Dat.

PI.

tu;

aXXu;,

tirnu;;

doch auch
Cor.

als

foiy.ia,

u.

fast

immer
die

BoKUToi';

ßpt[j.d)fjL£voi

18,

Xe'jxoTreTcXoi;

20,

doch

scheint

Schreibung
sein,
u.

ü

auch

in

Corinnas Gedichte nachmals eingedrungen zu

da die Gramm, ihre Kenntnis eben aus Cor. haben werden,

so

Bergk
TU,

XeuxottIttXu;.

ü

u.

tp:

Boot. Inschr.
atjTu,

in

gleicher

Weise wie
als

ü

für

ot,

als: tu

odtjAu

(tw

ödtfjLü)),

6ou,

indem der Diphth. w von Alters her
rjporo;

fehlte.

Die Gramm, lehren

Traxpoto?,

böotisch, Meister,

Dial.

I,

249

f.;

Blass, Ausspr.^, 57.

Lesbische i-Diphthonge durch Epenthese und durch Schwund
eines
at v

vor folgendem
t

a

:

')

und

ä

(tj):

Die Epenthese eines

(j)

aus

der

folgenden Silbe

in

die

vorige,

wodurch Diphthong entsteht
iixaiixi,

(§ 21, 7), hat (§ 284, 2),
u.

im Lesbischeu
al'fiiou;

noch folgende Belege:
(y^fx.

vtxat[xt

st.

rjjxuu;

auch dor., § 25, Anm. 3) Gramm,
AfcJtooo?
(

Inschr, Mytil. D.-I. 213:
([xivt?,
(x-^vi;),

af(ji.iovo;,

Hai'oooc)

Gramm.,

jxottvti;

-aiTpc.

f.

uaTpa (dies beides nur Tzetzes).

Die letzteren eigentümlichen Er-)

scheinungen
die
III.

sind
ai

noch
st.

wenig

aufgeklärt.
v

Ferner
ist,

gebrauchen
a)

Lesbier
st.

ä,

wenn

vor a ausgefallen
[j-EXat;
Tiai;

Nom.

S,

Dekl., als:
Tzac.

TocXai;

st. tcxA,«;

(TctXav;),

st.

[xfiXä;,
st.

TcaT;

Adesp.

Bgk. 59
c)

(aus 7rav[T];); b)

Fem.

v.

Trat

ja

-aiot (7:d[v[T]3a);
(v.
-.'iXaiixi

Partie,
yeXhco),

im Mask. und Fem.,
Y^Xatja,
xspvai;
1,

als: fsTott;,

hxai^sa,
st.

fiXaic,

==

Ale.

34. 41

xipva;,

so

auch

dor.

Lyr. yaXi^aic. Pind. P.
dpi«j>aiffa 8,

6,

pi'4iat;

45,
I,

TEXsaat;

79,

cjuvTavüiat;

81,

26,

s.

Hermann,
p.

Opusc.

p.

259;

Mommsen,

Fleckeis.

1)

S.

Ahrens,

Dial. I,

96.

an

atfitau; (affA(ovo?)

nicht gezweifelt

69 sqq.; Meister, Dial. I, 77 ff. werden kann, so will Meister S. 83

'

2)

in

Da dem

Wiedergabe des früher durch tj (Y]fi.tr6ßtov Sapph. 116) ausgedrückten Lautes d. h. er erklärt einen besonderen Fall aus allgemeinem, aber merkwürdiger Weise sich nur hier zeigendem Lautübergange des ai in ä (wie böot.). Ebenso G. Meyer 452. Es ist doch ganz offenbar, dass in allen diesen Fällen (TTctTpot f. TtaTptct) ein der folgenden Silbe im Spiele ist.
ai die

ä sehen,

i

§ 26.

Lange Vokale und Diphthonge.
Jahrb. 1861, 40
Gi'xat?
ff.;

133
d)

Peter,
41,

dial.

Find. 57

f.;

Akk. PL,

als:

=

raU

xdc

oi'xä;

(aus xdv; otxav?),
vüfxcpotic,

oyOai; (== oyßa{)

Ale. 9, xuXt7:XexT7.'.;

)^vai; [xs-zdcXat? u, tcXegci;

xai'c,

TETUYjxevat; 85, inaKaiCj

Sapph. 46, XuYpatc Theokr. 28, 20,
PI.,
als:
eparat
st.

«üXeiat; öüpai? 29,

39;

e) 3.

Pers.

-^aai

(aus ^ävxt,

^avat)

S.

66,

oi'^iaiai

v.

6i!];a[[xi

Ale. 39,
Ol

u.

o'j:
'ü<\)(o\i.i

wonaeh man auch Alk. 34 Lesb. analog dem at für ä
:

TztrA-ja^i^

m

-erafaidtv korrigiert.
als:
uij^oi?

a)

=

Nom.
b)

Partie.,

v.

u<\i6ui

(aus

u<|/ov[x];),

opUoi?;

Femin.

Partie.,
3,

als:

-a&oi'aa; Ale.

42,

TrvEoiaa

(irveüotTot)

66,

-Xr]f}otaa
st.

Sapph.

XtTTOitja

84,

Soiaai

10,

ly oiia

85;

SO

auch

Motaa

Mouaa

(f.

Movaa);

Akk.
Xov;),

Fl.

II.

Dekl., als -nzaäkoic, Ale. 15

(= TiajiraXou;),
,

aus Traaaäo6|i.oi;,

axscpavot;

Sapph. 78,

divöpeiot?

TTSTiXot;

[xotXdxoi;

7:6x01;,

voaot?

Theokr. 28, 10. 12. 16. 20;
15, cpopeoKJi

d)

3.

Fers. Fl., als:

xpu-xoiaiv
l[i.[x£v£oiai,

Ale.

Theokr. 28, 11

st.

cpoplouai

aus

cpopsovai;
st.

oixrjdotcji

Inschr.

Das Fem. der
28,

Partie, auf

oiaa

oucja

findet sich
6, 12,

auch bei dor. Lyrikern, wie xayXd^otaav Find. 0.
dioua 26,
7ro(-xaivot(joc

7, 2,

fteoicav

eyotaa 30,

-xaiotaa 7,

26,

a?{}oi'<jac

48;

ebenso die

3.

Fl.

auf

oicjt(v),

als cptXeotaiv Find. F. 3, 18,

besonders
antreten

wo
auf
(für
(0

das

V

parag. erfordert wird, welches
dial.

an

-ovxi
otai

nicht

kann, Peter,

Find. 55
TtpTjrotaiv

f.

Die Endung

zeigt sich

auch
174

dem

ion.

Chios:

Bechtel,

Inschr. d. ion. Dial.

Tiprj^oucjtv,

Konjunkt. Aor. mit kurzem Modusvokal).

und

Lesb. im Konjunktiv, doch nur auf den älteren Inschr, m ohne t): 7iv(üaxcoi3t D.-I. 304, A, 39, -ypttcptüiat 213, 3, Ebenso auf dem ion. Chios: XdßujKjiv aus YivcDcjxwvji, 7pdcp(üvjt.
<ü:

(später

Bechtel
Bei
lon.-Att.
eia

a.

a.

0.
als
xiiHetc,

für

eva,

xti)£t3a
ist

triö"t

das Lesbische
et

mit

dem

scheinbar

zusammen;

doch

das
e.

im Lesb.

wirklicher

Diphthong, im Att.-Ion. nur verlängertes

Ausserdem kommen noch folgende Fälle vor:
7.1

u.

a (dor.) od.

r]

:

Lesb.
fjLtfxvdjxw
ftv7]jxa>,
,

dvaijxto,
s.

[jLijjivai'jxcü,

dor. övdjxtu,
d.
i

iJLi|xva<ixtu,

besser

Ovocj/w,

Inschr.

Mitt.

arch. Inst. VI,

304

0NAI-KQN,
Ixt}jLvr)-tax(ü).

att.

(xijxvfjaxtu
fjtayat'xot;

(so mit

zu sehr., aus
,

Övr]-iaxu),
fia^Tjxfj;

Ferner lesb.

Alk. 33, fiayaxd; dor.

Hom., unklarer Entstehung,
ä u.
ai:

Att. iXda,

Ölbaum und Olive,
so

x-aw,

xXaw,

gew.

eXai'a,

xotico,

xXoi'tü.

Diesem attischen ä wird
vgl.

a zu

Grunde
iXai-ta

liegen: xotjjtu, xdjco,

xdü>,

§ 21, 9,

auch IXaa aus
ati

von

iXaiov

(Cauer,
KcoirauScov,

Curt. Stud. VIII, 270),

indem

zu a verschmilzt

(Wackernagel,
(Riemann,

Kuhns

Zeitschr.

XXVII, 278),
,

als

KwTcaowv (Aristoph.) aus
aus
ü>paii![.,
<1>iXo:6t);

|xaxot!^Etv

aus

|jLaxait!;etv

(üpo:^ej})at

134

Verhältnis der Sprachlaule zu einander in den Dialekten.

§ 26.

Revue de
aTT/Xattoiov

philol.

IX, 17«)

aus

OtXaitor,;

von

<I)iac(io;,

a-r/7oiov aus
y./Aw
als

von
d.
G.'J

7;ir)Aaiov.

Die

Graramatik(;r lehren
Cont. p. 30,
ist

y.ct(u,

attisch

(s.

St.
ff.);

bei

Voemel, Dem.

Wecklein,

Cur.

epigraph.

die lidschr. Überlieferung

sehr schwankend,

bietet aber überwiegend ai;*) inschr. Zeugnisse mangeln, während für iXäa (im 5. Jahrh. auch noch KAAIA, Meisterhans, Gr. d.
att.

Inschr. 25

2)

solche

vorhanden

sind.

(Bei

Homer wird
i

vor

t

iXatvo;,

iXäiveo; geschrieben.)
(vgl.

Für den Verlust des
Xcuov,

von a vor
Inschr.)
das.).

Vokal
Xcuov,

§ 39, 2) sind zu vergl.
'Aix<piapaov
f.

joxu

(att.

für

awüj,

'Afxcfiapa-iov

(Meist erh ans

Die

Sache scheint hiernach keine übergrosse Bedeutung zu haben, indem in Athen sowohl KAIQ (d. i. xaw) als KA12 beliebig geschrieben
sein

wird;

in

der

hellenistischen
at.

u.

ionischen
die

kurz und Diphthong
att. dtexö; für
cxteTÖ;

Noch
at

stellen

Form Gramm, mit
hier

xato>

war
,

a

xacu

xXaw

zusammen;

indes

bieten

die Inschr. der

klassischen Zeit durchweg

(Meisterhans das.), und das a in dETÖ; (so Delos, Dittenberger Syll. 367, v. 191; d£T(D|xa Athen ep. Afg. 3. Jahrb., 'Aetiojv Jasos, Bechtel, Inschr. d. ion. Dial. Ferner aet für a(ei kann als kurz genommen werden. 'Heticuv?)

=

(urspr. aifzi),

s.

Voemel,

a.

a.

0.
et,

28

ff.,

und

zwar

behauptet

Apollon. adv. p. 600 die Länge des
lässt.
ai

die sich aber

schwer erweisen

(Vgl. § 27 unter a

und
at
S.

at.)
et,

u.

et:

Lesb., dor., episch
aiTE

=

ai9e

=

el'be,

so auch

eleisch
,

at U.

(böot.

aus

at

r^,

0.);

dor.

xü-atpo?
cpöaipw

(/.'jTieipoc)

xunat-

ptdxo)

Alkm. 38;
181;

avatpov

kret.

(ovstpov),

doch auch lokr.
Dial.
I,

Inschr.

cpi^ötpw);

dagegen dor. xXa;
0.

Gramm, (cpbeipa), lesb. xTatvw (xTsivo)) Meister, (xXei;) hat a entspr. dem ion. r,t
(Xaa?),

(xXr,ic);

unklar Xaia Pind.

10, 44

ion

XtjiV,,

att. Xeta;

vgl. Xaiov, Saatfeld,
n.

Theokr. 10, 21. 42, Xaov
ion.
Xtjiov.
,

Bergk
,

mit

Ahrens
7?,:

Apollon. adv. 567,
((jisjo-feiov)
,

Endlich Kompos. von

dor.

[xea67atov

xattü^etov

avtüYatov
7)1

(Gramm.)

l-fi^ato;

(Inschr.

Thera);
et

att.

et

ist

auch hier aus
d.

hervorgegangen.

u.

at:

Böot. spät
das
et

in

Endung
I,

aioc,

als öetßeTo? (== Srjßaio;),
in

vordem
ein
ist

Oeiß^o?;

vor Vokal

wird

hellenistischer

Weise

e

bezeichnen.

Meister
at

241.

Aber ziemlich ausgedehnt

der

Übergang von

zu

et

im

The s sali scheu:

Verbalendungen Med.

•)

Bei Aristophanes insgem. vAtu, vldui, dagegen bei den Tragg.
Aristoph., Tragg. £Aata,

xaiuj, xXaiuj

eXda

und aaia

Gerth,

Gurt. Stud.
Giv.

I,

2,

2Ü4 'Soph. 0.
e,

C. 17
27:3

IXda; Laur.?).

Über Plato

s.

Schneider ad
(Dindorf

10,

614
bei

T.

III,

p.

(ganz überwiegend xXa((u, wie auch in S des Demosth.);
xa(£tv, -AXaUiv, s.

Xenoph.
a).

fast

immer

Sauppe,

Lexilog. 75

schreibt überall

§ 26.

Lange Vokale und Diphthonge.
3.

135
Infin.

Sg.

-£i

(ßeXXetTst
At[j.(üv,

E'i'jxouv
El

=

=

|3o'jXYiTai),

3.

Plur.

vftsiv,

j&eiv

;

ferner

'Avopstfxouv
ist

=
e

'AvÖpaifJLlÜV.

u.

Tp

Böot.^ thessal.

die Ersetzung

des dor. -lesb.

r^

durch

st,

welches in älterer Zeit
allmählich nach
i

E

geschrieben wird

(also das geschlossene,

übergehende
euysvei';,
tit^eiixi

statt des offenen; Mittelstufe
Tcaxetp,
,

zum
rjpoj;,

Itacismus), so böot.
irove;p6;
iTTOeisö
|-eioyj,

suje^ki?,

jjLaTeip,

sipo);

^=

-ovTjpö?;
liTorjae

=
\j.zi

=

=
=^

xulrjjxt
,

cftXetfii,
,

If^eixa
ei

IBttj/oi,

(liroiTjas),

Troeira;

ißSofxsixovTa

^=

tj,

d-iosi
eIjaev

=

}xr„

8etßf,o;,
slvai);

OtuxEto?

=
r^),

^
^=

Ocuxt^o? V.
att. -ion.
ei

(l)tüZ£u;,

dor.

yjf^^^

(att.

das

unechte

lautet

demnach

auch böot. so
yrikioi
(-/i'Xioi),

(streng dor., lesb.
ocpsiXo),

so

auch

-/eiXioi,
S.

zapixEivavra,
i

(paEivö;,
o.).

Xsipiac U.

streng dor. w., während
als

das echte
böot.
vE|xrj,

et

böot. zu
ui
(Ir,,

wird

(s.

Auch

für

t,

(Konjunkt.) steht

El,

als

^),

ooxiEt

(ooxETj,

00X7,);

vgl.

arkad.
jir^vö;,

r,

,

was auch im Böot. vorausliegen wird.
lEpoixvafxovEtsac,
oixooofXEijxa,

Thessal.

ove&eixe
KiEpistcov

=
u.

dvE^TjXE,
s.

[jleivvo;

=

w.; Inf. Aor. Pass.

-»^EifXEv,
<o

Konj.

-^eT.

Vgl. unten den analogen

thessal.
in

Übergang des
böot.,

in ou.

Eine merkwürdige Ausnahme bildet
Herakles
mit
seinen

beiden Dialekten

der

Name

Ableitungen,
Bull, de

als 'HpaxXioas

'HpaxXEioat?

thessal. (doch

'EpaxXi'oc,

corr. hell.

1889, 400, EipaxXe? das. 435
gebildeten

=

Dial.-I.

1286),

während
als

die

von

'UpoL

Namen den gew. Übergang
Tqptuc:

zeigen,

EipoooTo;;

ebenso die von
steht
ei

Eipcoi'oa;

böot., EipoutSa; thessal.
für
r,t


El

Dor.
s.

mit

t)

wechselnd

oft

in

der

3.

Pers.

Konj.,
u.
ui:

§ 213,

2.

Das Femin.
uia,

Perf.

hat bei den meisten Doriern die
l;:iTET£XEXEia
,

Endung

Eia

statt

als:

Ippr^/Eia,

iiTaxeio:,

a'JvaYa-foyEta
7).

auf

Inschr. (ion.

-oTa

Gramm. Hippokr.,
(vom
3.

s.

§ 145, Anm.

So auch

neu attisch
att.
El

-^E^ovEla

Jahrh. v. Chr. ab);

man kann neuI,
f.

für

Ol

in öueTv, oixst

= ouoi (Menander) vergleichen (Herodian
C.
I.

504.

II,

463); dazu

toi? Xoiiteu,
-"^

Att.

II,

467, 12

(100

v. Chr.),

Blass, Ausspr. 56
Ol Ol

f.

u. u.

ai:
Et:

Arkad.

-toi

für -rat
st.

im Medium

3. Pers., als ^oXtitoi

=

ßouXTrjxai.

ovotpo? lesb.

böot.
ou u. Eu:

rioToiSar/o?,
'\io'jma
,

Kr et.
IX,

arkad. rioaoioav, lakon. llootSav; auch Prellwitz, Bzz. Btr. IX, 329, Dial.-I. 474, 12. ^= (jiEÜorj Phot., SO auch auf einigen kret. Inschr.
ovstpo;;
dTTiTäöoufxa,
IXoiiftEpov

ßtoXouofJLEvai;

i;oooü(JotvT£;,

(Bull,

de

COrr.

hell.

11).

Der

erste

Laut

hat

sich

dem
r,

zweiten angeglichen,
s.

gleichwie im Lat. altes eu durchgängig zu ou (ü u.
ou u.
(d:

w.)

geworden

ist.

Thessali seh, dem Übergange von
^louaiTraxpo;,
i),

in

ei

(s. o.)

entsprechend,
II.

als:

Kpavvouviouv,
xotvou,

-p;oüfji,a,

övaXou;xa;

Dat.

Dekl. (mit

Verlust des

als toü

iapou

st.

tw

u. s. w.,

G. Plur, xotvdtouv

130

Vediällnis

dt-r

öpiachlaute zu einander in

dtii Dialekten.

^ 27.

-oftöi5ouv,

Touv, TToXiTotouv,

8.

Mcistcr,

Dial.

I,

207

f.

In Pharsalos
'Acf<)ovE(OT(ü,

indes findet sich auf etwas älteren Inschr. noch 12, als D.-I. ;528, vgl. ßull. de corr. hell. 1889, p. 403.
~j

u.

ut:

Allgemein vor Konsonanten (§ 43, 2), indem

ui

nur vor Vokal

(bei

Homer
ul,
ol,

u.

s.

w. auch am Ende) vorkommt
tuioe):

(ausser
Ixoyfxev

dor.
llom.

uT;
st.

für

lesb.

i/Oooiov

st.

iyOu-totov,

ix6uip,ev (§

4.

214,1; § 281, Anm. 3). In Athen ist aber schon im Jahrh. auch das ui vor Vokal regelmässig ü geworden, als 66;,
s.

xoTsa-pa,
philol.
I,

35.

Cauer, Curt. Stud. VIII, Meisterhans 46^ ff.
att.

275.
(der

Riemann,
irrig
1.

Rev. de
als

das

u

kurz

ansieht,

während kein

Dichter uö; mit kurzer

Silbe gebraucht).

ü u. w:

Allen, Arch. Inst, of America IV, 71 f. Lesb. (vgl. lesb. u für o § 24) n. d. Gramm, in yeXuva ytXiiiwr^, tIxtuv TexTojv, s. indes Meister, Dial. I, 75 f. (xexTove; Sapph. 91; Doch zeigt sich dieser Übergang zu xIxTuve; wäre textüv analog).
in
ti[jLU|ji,tDv

Hom.

nb.

aixcoixrjXo? (fjLUfjLap,

<\i6-(o:i

Hesych.)

;

Kufxr, d.

i.

xtDjxr,.

§ 27.
7.

Kurze Vokale und lange Vokale oder Diphthonge.
t,

u. ai

:

Die t-Diphthonge neigten vor Vokal zur Abwerfung des
halbkonsonantisch wurde und dann
ausfiel;

welches

leicht

daher die pro-

sodischen Verkürzungen

wie xotaüta, § 75, 13.
u. an.

auch

o),

ä

st.

w,

ct.

vor Vokal, § 26 unter ä

Es gehört dahin Der asiatische
"AXxao;,
äxfiaoc,

Aeolismus nun
apyao?, Srjßao;,
n.
I,

gebrauchte

oft

a

st.

at,

als:

rzäkaoz,

ßeßatÜTEpo;,

'Aflavaa Alc.

9, Theokr.
atei
e
(s.

28, 1

Emend.,
p.

(i>a}y.äac,

Sapph. 44,
I,

jiao|j.ai

25,

at
o

st.

Ahrens
ei;

100,

Meister

89

ff.),

vgl.

unten

u.

ot,

u.
ai

doch

kommt
Boot,
oixaioT,

auf Inschr. wie bei
selten (OXaTaeio;

den Dichtern ebenso auch
'AixXt'Sac);

vor.

= OXaTaiew?,
ff.;

thessal.

oixaoi st.

Tewao?

(s.

Ionisch
Vok.
d.

'Afty]vaTi;

Ahrens, Add. II, p. 533, Meister I, 299). Delos, Bechtel ur, 54, öfter Euböa, s. Fritsch,
ursprüngliche

Herod. Dial. 37
die

daraus 'Aörjva;

attisch Oeipaeuc u. Form von iti
(s.

dgl.,
ist

'AOr,vaa

u. sie

aiftl,

wie

sich in einer krisäisch. Inschr. erhalten hat
vgl. sk. eva-s, gehend, beweglich,
Et.,
p.
1.

Ahrens
(vgl.

II, p.

378);

aevum, goth.

aiv-s, Zeit (s.
at'wv),

Curt.

385^);

daraus entstand die
(bei

Form
fast

cnki

die sich
aet,

im ionischen Dialekte
aber d,

Herodot
93.
v.
1.

durchweg, sehr selten
auch Hom.
Od.
v,

Komp.

dsivao«
steht,

1,

145,
atev.
ff.)

wie

109

sogar aevaovTa
aevotou,

mit

bei Eustath., u. Hes. Op.
in

295

Härder
auch

de a voc. 62

und

der Dichtersprache, zudei

weilen
S.

in der attischen

Prosa*) neben

erhalten hat; auch
396,

1)

Ellen dt, Lex. Soph.

v.

dzi;

Schneider ad

Plat.

Giv.

3.

c;

§ 27.

Kurze Vokale und lange Vokale oder Diphthonge.
die att. Inschriften

137

kennen

7iei
otiei

nb.

ael,

Meisterhans
u.

25-.

Man wird
Länge
in

darnach bei den Attikern
fordert (wie
in

schreiben, sowie der Vers die

der That

der

Med. des Aesch.

Soph.

der

Regel

bietet),

auch gegen Apollonios, der (adv. 600) den Attikern
§ 26 unter ä
u.
ai).

äet beilegt, vgl.
f.
aivt-|'fxc<.

Singular

ist

tarent.

av£-;!J.a

Umgekehrt hat

sich ai für a eingeschlichen in -aXauTYj,

wofür die
vor
u.
oi:
II,

att.

Inschr. stets TzaXaaxr]

haben (Meisterhans 142), l)
de corr.
o

rspaiuTÖ; u. rep7.3TÖ;
cjT,

(Riemann,
st.

Bull,
st.

hell.
lo.

III,

497), also

vgl. TpoiCTjv
v.
r.oiia

TpoCr,v,

oi

vor

l

=

Dor.
p.

auf Inschr.

Iror^ae, ^-oTjictTav, iteTroTjVTai s.
-orjcrotjHat
ttoeT,

Ahrens
Theokr.

188;

so auch lesb.

i7rör,j£,

u. s. w., u.
s.

roT,;

29, 21,

Irorjcie

das. 24; att. Inschr.

-or,Tr,;

w.,

doch nicht

vor folgendem 0-Laut,
so

sehr oft Demosth.

Meisterhans 44^; auch in Hdschr. bewahrt, or. XLIV in cod. S, s. B 1 a s s z. das. § 20,
t)

doch ebenfalls nur vor
iToir,,

ei;

vgl. lat. poeta,

poema;

die ion.

Wörter

TToia,

aTotTij XP°^^ lauten att. vJjy., [jo6, aroa, ypöa (doch auch Aristoph., Eur., uroia Aristoph. Eccl. 684 u. 686); aber xpoia

ponq,

für att. yXoT) (so mit
steht
ders.

tj,

also ohne Anzeichen eines

t

vor der Endung)
^^ovr^

auch Hdt.
hält
1,

4,

34

/Xör],

wiewohl Fritsch
der Hdschr.,

S.

46

verlangt;
irj

74 das

ofxoypotiT]

als

von ypon^ mit
frg.

abgeleitet

(Stein

6}xoypoir,); att.
att.

auch oa (Aristoph.
vgl. oia

Schafpelz, "Oa ("Qa)
Ofiaxai d.
i.

Demos,
I.

=

228 K.)

oia

wa

xwfxT)
7,

Herodian

I,

302,

'Oiatai (a.

Rhodos) C.

A.

I,

226,

b

;

Tpirroa U. xpiTrota
;

Inschr.;

dor. -voia
6

u.

~voa Find.,

(jTota u.

axoa Inschr. («rioia lesb.)
ttoi'o«;

so

auch öfters lesb.:
Sapph.
st.
I,

7:6a;

Sapph.
51),

54 (aber
euvöot;

2,

14),
Inschr.,

iTttciaaev

2,

(iTTTOTj&Ti

Anakr.

u.
I,

e-jvoav

Xay6r,v

XayoiYiv Et. M. 558,

30

(s.

Ahrens

p. 101,

Meister,
oia,

Dial.

89

fF.).

Bei den Derivatis der Eigennamen auf
i

als:

Eußota,

wird das
Eußoic

in

unseren Texten

in

der Regel ausgelassen, als: Eoßoeü;,

(EüßoTöa S. Tr. 74, Eur. Heracl. 83, El. 442, aber Eußoii?
S.

im Nomin.

Trach. 237, 401), Eußoixo? (Eur. Hei. 767); so auch
u. s. w.,

Hdt. Hdschr, Eüßoeü;

dem
unter

späteren
a
f.

Tpot^r^v für TpoJ^rjv,

at;

sodann vor

tj

Fritsch 45 f. Umgekehrt 01 für in Blass, Ausspr. 53-^, vgl. oben att. vom 4. Jahrh. ab, als ßoiTifteiv,
2.

o^Soi'r,,

das.

52 3, Meisterhans 45

e

u.

£i:

Die Abschwächung des (echtdiphtliongischen)
ist

ei

in

e

vor einem
Adj.

Vokale
eo;,
er,,

ebenfalls
st.

überall
eiov,

verbreitet.
als:

Neu ion.
(aber nacli

die

auf

eov

eio:, eia,

ßöso; (auch Iloni.

neben

ßosio; u.
f^fiiöveio;.

Find. F. 4, 234

ßoeoui;),

a'i'-yeoc,

oieoc, yYjveo;

Stein
p.

Poppe
M

ad

Thuc.

P.

I,

Vol.

I,

p.

211;

Voeniel, Dem. Cont.

28

ff.

riaXiaTTj schreibt

auch Phrynichus vor,

Rutherford,

Phryn. 350.

138

Verhältnis der Spraclilaule zu einander in den Dialekten.

§ 27.

|j.T)).eio;;

nofli

weiter geht im
teXeo;
b.

Eintreten für
Aescli.

ei

Fritsch
515
u.

S.
ij.,

43ff.);
]Mat.

ferner ^-iTr,oEo;,

(so

auch
'.>,

Suppl.

häutiger

als

tIXeio;;

Her.

110
mit

ts/.eiov,
ei

sonst -so;),
;

(-jrtüpeo;),

daher

r,

ÜTroipir)

od.

ujrcüpE«

(oft

Uberl.)

dagegen |-="to;
(4lpax>ioiaiv
(öbvlr,v

annuus

mit

ei

nach

Stein
II,

(Praef. LXII),

HpäxÄEo;

Inschr. Teos)/T::£pßöpeo; ('TnepßöpEiot Hellanikos), 'AptfxäarEo;;

ü6öv ein Dichter b. Hdn.
st.

558

v. ör^vEto;);

dann

TtXeo:,

^:\ir^,

r/iov

TTAEio;

Hom.

;

Kompar.
rXeova,

v. ttoXu; b.

Herod.

->i(uv,
U.

rXeov od. tiXsuv,
tcXeou;,
-X.eiov,

G.

-Xe-jvo;,

TiX£ovi,
tiXe'jvujv,

uXeGv«;

uXeo),

tiXsu-'e;

rXsojt,
1,

TrXeovtuv

u.

TiXsuva;,

tiXeovo); ^)

(aber

1,

192

167.
sia
s.

2,

120.
V.

121,

4

rXei'o'j;

in

allen

Codd.);

Fem. auf
OriXer,?,

£a

st.

§ 126
öfjXEGtt,

Adj. auf
(v.

u;,

als:

d^Xu;, {^Xea, b^Xu,
fjfj.i'cjsai,

»^TjXeT;,

ÖTjXsav,

T)|xi(jEa

T,|i.t(J'j;),

f^ixioea?,

TpT]y£a (v. Tpr,-/u:), ßaÖEcr,
'cri.yi'x,

E'jpE«,

i^ia,

^payia,

ßapea,

oaüsa (auch
Insel

Inschr. Milet),
die

0;£C(,

TtXaTEa
-Eia,

(daher

auch

die

liXaiia);

lambographen indes
I,

auch Demokrit
(II,

ibsir]

(Renner,
518);
6tx,

Curt. Stud.

175)-,

Icu&a Hdt.

Ilippokr.
-.vAT^i^ir^

284. VI, 160); die Inschr. bieten auch roirjjEav (Teos);

(Zankle

Röhl
(]/

ferner

vor

e.

Konson.:
1.

alle

Formen
nebst

des Verbs

c£ixvj[xt

sk.
u.

dic-ami,

zeige,

indic-o)

seinen Kompositis ausser Praes.
io£:a}AT,v,
SEicavTot,
oEOEYfJiat,

Impf., also: oe;(ü, oscojxat, £OE;a,
2,

m^^-^
s.

(Herod.
o£i;at
;

30.

4,

79.

6,

61.
p.

9,

82

o£i;a),

Seicoi,

|jri6Et;ai,

ändert

Bredov.

153 und

ebenso
Chios;

Stein

in oEcavxa u.

w.)

auch im Präs. äKootxrj\-ez Inschr.
s.

aber Hippokr.

dt7:66Ei;i;

u.

w.,

Littre
II,

xÖTTEipo;;

vgl. aqspo; für ai7Eipo;

Hdn.

I, 499; xuTtEpo; 411 mit einem Senar

st.

als

Beleg;

Epe7jj.a

att.,
[u.

Ipi-fixa

ion.

v. ^pEi'xcu,
Eip'/w]),

[/ iptx; Ip7tü (auch b.

Hom.
^£p70),

neben
aus

Isp^to

IL 23, 72 überl.
letzteren
st.

dränge,
scheint,

v. /Ep^to
s.

welchem

Eip^to

entstanden

§ 343.

Lesbisch: aXai%a
-Xsiat?
V.
fr.

aXrjöeia

Theokr. 29,
bei Sophron

1 (Eta Hdschr.), TtXsat; st.
fr.

Ale. 41;


st.

dorisch

39

w-^^eov

st.

tu']>eiov

()'\)ti(o,

daäUa

aaäXeii (Et. M. 151, 47), --övEaTt;

(von 7£v£tov)
E'ipla;
Yjfii'jEa

55,

äolai

Epich. 34,

Theokr.

3,

30

aoEa,

7,
st.

78

öfter b. Archimed., sodann auf dor. Inschr. d-sXsa
st. tepEiai,

arlXsta, u7t£oc, lapsat

'HpaxXEot,

Name

der Stadt,

st.

'HpdxXs'.a, NtxoxpaiEa, EuxpaxEot,
s.

NixöxXea

*)

u. a.; -Xlojv,

doch nicht gleichmässig,
Inschr. Kos,

Ähren s

II, p.

188;
Gtg.

vor

e.

Kons.:

[i7:o]oe;ävTcü für -oeic.

nachBechtel,
li-Ei^wv,
st

Nachr. 1890,31 ein importierter louismus;
Pind.,

[xeI^wv
ist

Epich. 32, xpsjjtüv
xpEisjcav

Theokr. (beides auch
vgl.

ion.,

doch

das

weniger Regelrechte,
e).

§ 21;

übrigens dies
-sXso;

wohl gedehntes

Im
S.

Attischen findet

sich

ausser

ttXeov

156, 3)

ver-

1)

Bredov.,

Dial. Herod., p.

154 sq.

§ ^7.

Kurze Vokale und lange Vokale oder Diphthonge.
dergl, b.

139

einzelt
ist

r^iii-söci,

v^paasa u.

ojTpetov

ursprünglicher

(Athen.

Autoren (§ 125 Anm. 12); ferner 3, 44) als ojTpeov (bei Piaton
p.

beides,

Schanz, Prolegom. Phaedr.
(letzteres Aesch., Eur.,

VI),
,

l-ifteiarw

(von

ftsTo;)

als iTitöea^w

Pherekr.

bei Plato

schwankt
die

die Lesart,
Tieptdeouv

Schanz
dctov

das. VII,

Rutherford, Phryn.
aus zur

275, der auch

von

Schwefel

Menander anführt;
Verkürzung,
altatt.],
2^

gerade

Kompos.
Aiveia u.

und
dgl.,
;

Ableitungen

neigen

woher
Atvsaxai

auch

noaiöewv aus [no3t6£tü)v]

rioaioriicüv

[letzteres

von
von

Hdn.

II,

278,

Meisterhans 42

'Apsora-jirr,?

"Apeio;

710170;)

otopeiä (att. Inschr.
ff.)

in klassischer Zeit

überwiegend,

Meisterhans 31 2
ausschliesslich
II,

älter als owpedt, welches in unseren

Texten
I,

erscheint

(Herodian kennt beide
Ztschr.
u.
f.

Formen,
S.

285.

601).

Vgl. V.

Bamberg,
phil.

G.-W. 1874,
den

620.
ist

Eieüberall

rn

an n, Rev. de
zulässig,

IX,

52
in

A.

(bei

Tragg.

ocopeia
att.

nicht

mehr
TcoXtTsa,

der neueren Komödie).

Auf den
0r,a£üj

Inschr. aber
izi\i.e\iaiz,

begegnen

seit ältester Zeit zahlreiche

Schreibungen
xü)

wie

lepea,

Ypa[X(xaT£ov,

ÖTjOeov

(Iv
fr.

d.

Kom. Pherekrates, Nauck,

Mel.

III,

116,

Kock
ei

49)

u. 4.

s.

w.,

Meisterhans 31
V.

2

ff.

Umgekehrt aber wird nam. im
st.

Jahrh.
als
^
ff.,

Chr.

nicht

minder häufig
u. a. m.,

t

vor
ff.,

Vok.

geschrieben,

£tav,

£[7UToü,

tEp£i'cu;

das.

352

Blass, Ausspr. 33

jedenfalls ohne
t

als

eines

Änderung der Quantität u. mit der Aussprache des schwachen j; auch ausserhalb Athens findet sich diese
(vgl.
ßoir,{)£a>

Schreibung
E

u.

dergl.,

oben unter
u.

u.

01).

u. £u:

Analog vor Vokal, asiat.-äol.
Dial.-I.

dor., aber spät: Irt^xEctdavTa

a

£1

Korkyra das. 3195; auch Blass, Ausspr. 78*^. u. au: dtou saioO vom 1. Jahrh. v. Chr. ab nicht selten, Blass, Ausspr. 77-^ f.; aXo; auXa? wXac s. § 26 w und au. (unechtes, d. i. gedehntes e) u. e: Alt- u. neuion. jeivo; (entst.
311,
ir:tj/£a^siv,

Kyme,

jxeoiiTjxa

in der xoivt]; vgl.

G.

Meyer

137

^

ff.,

aus cevjo?, Sivvo?; auch 0.
C.

b. d.

Tragikern,
I,

s.

Wunder,

Exe. ad Soph.
Derivatis,

925,
cEvtov

Gerth,
$£vtr)

C. Stud.

2,

239)») mit

seinen

doch
22,

achtmal in der Odyssee;
4,

atEivö;, xEtvo;

(aber Od.

249

xEvä,

Herod.
i.

123

x£XEvtu[i.£vov)

wohl ebenso zu erklären

(Nbf. xEVEo; d.
(jTEvöxEpo;
s.

xEvE^o?, vgl. kypr. xeveu^o;; über d. att.
v. d.

Komp.
S.

d.

Lehre

Kompar., § 154 Anm.
Etväxt;
st.

2); Eivaxo; (aber
U.

Ivaxo;
etvexa

II.

ß,

313),

Etvaxooioi,

£vaxo;
a,
vor,
I.

{l^faxo:,)

w.;
17,

Hom.

(doch

IvExa

II.

a,

110,

evex'

94, svexev

Od.

')

Die Tragiker ziehen indes die gewöhnl.
C.

Fonn

sowie der Vers beide
?Eiv').

verträgt (ausser Soph.

958 ^Etvov im Laur., Eurip.
hier, Aesch.

T. 798
sie

Euripides

hat die gedehnte
nicht an (in
e.

Form im Dialog nur
St.

wendet

im

Dial.

überhaupt

lyr.

Sept. 942).

140

Vorliiilliiis

der Sprachlaute zu eiiiiinder in den Dialekten.

§ 27.

288. 'MO),

e'ivExev

llcrod.;
ist

cl'piov

(aber

I^Aokj
s.

Od.

o,

124),
st.

efpiveo;
Tive-|-/a

Ilerodot; besonderer Art
(att.

T^veixv,

^veTxvi u.

w. § 84.3
als dor.

auch

T^vetYKa geschr.,

in

anderen Dial. mit
hell.
eiv
f.

i,

(ivT)vt/7.|jLc;,

äv^vixe,
V.
eiv

Mylonas,
ff.);
o'j[iüi<i,
f.

Bull,

de corr.

X, 14 '5
Iv(i),

f.,

Baunack,
XXV, 619;

Inschr.

Gortyn 56
'Aioo'j

altion.

auch Soph. Ant.

1241
ferner

eJväXtoc Pind.,

Christ,
att.,
st.

Philol.

Hom.
kr et.
vgl.
fr.

üKEip

u-ep(i); reipatvo)

(Find., Soph.

Tr. 781), Treipap -öipa;

(Find.);

oeiprj Setpö; (letzteres

auch

W. Schulze,
als
oeipe,

OTjpa;);

Qu. Hom. 23;

neuion.

oEipw

riipi»,

PräsensverstUrkung,

cpöei'ptü,

doch auch
(Saips

Arist. z. B.

Av. 364

ebenso Kratin.

361,

Kock

Lobeck);
C. Stud.
b),
I,


2,

im Anlaut bei folgenden altb.
d.

und neuion.
des Metrums,
so
Polit.

Verben: dUsaui (auch

Tragikern nach Bedarf
u. Plat.,
(sXrcixoi
£vvu|i.i,

Gerth,
d.

243; auch att, Inschr.

270,
2,

286,
etXütu

neuion.
doch

343),

vgl.

volvo
att.

Herodot

148);

(Hom.,
Iputo)

IXuadr^v),

eivufjLi,

Eiptoxatu, eJptiü)
el'puffov;

(Hom. auch
3

aus ifp-, § 343, auch Soph. Tr. 1034
in

böot. vor
st.

mit Konson.
Oeöfle^toi;;

ösianiEÜ? u.

s.

w.

st.

Oejt:.,

©löcpEtatoi;

öeöcpEOTo?

aueh vulgär

Eiayr,y.cf.

£i3yr|[j,ott,

X

u.

Et:

Blass, Ausspr. 33 3; g. Meyer 123 2 f. Alt- u. neuion. 'Uzloz{X) st. eusXo? (beide Formen
i.

bei

Hom.)
u.

d.

jrt'xEAoc

;

doch

T:poj£ix£Xr,v

Herod. 2,
att.

12;

floitorjiov

Hom.

Herod.,
nodtÖTjtcDv

flojEtoiov

und
u.

FIoatoEtov
6,

Inschr.

(Meister haus 42 2)^
dor.
rioxiöav
ff.

Monatsn. Anakreon
i

att. HoatSEiDv,
Philol.

floTiöac,

vgl.

§ 26 unter

ei,

Ahrens,
0)

XXVIII, 193

Dagegen
einzelnen

heisst es iloxEioaia, riojeioavia.
ou (unechtes,
d.
i.

gedehntes

u.

0:

Alt-

u.

neuion.
st.
isp-Ji;
t:.

in

Wörtern vor Liquidis und
Beides),
stets;
dial.
s.

a:

voujo; (auch Find.)
v6aY)[xa
II,

vojo; (b.
voütjou

Hom.
cod. &

aber immer voasEiv

(so

in
ff.

auch die

v.

1.

bei

Littre

224
u.

u. s. w.,

Lindemann,
I,

Ion. rec. 7

f.);

[xouvo?

(auch Find.

zuweilen

b. d. Tragik., s.
2,

Wunder,
ixövo? (b.

Exe. ad Soph. 0. C. 925, Gerth, C. Stud.
;

238)

')

st.

Hom. Beides

ou [xovov codd.

Herod.

7, 9), u.

dessen Derivata,
alt-

als: [jLoüvapyo? u.

s.w.; ouaöixevo;, verderblich, ep. u. poet.; rouXuc
s.

u. neuion. st. koaü;,

auch

"ÜXu|xt:oc,

§ 146; OuXuixttos üuXu|X7:ia auch Find., b. Hom. regelm. Herod. 1, 43. 46; 7, 128 u. s. w., wie auch so
'OXu[jLTria?,
'OXu[J.TitovixT](;,

'OXu|i,T:iT],

xa

'OXu[XT:ia,

'OXujjLTitööcopo?;
ist

ouvoaa

und
d.

ovofi-a

Homer
(G.

(vgl.

§ 38,

5),

bei Herodot

grosses
d.

Schwanken
ist

Hdschr.
8

Meyer

94 2^ auch Fritsch Vok.
erkennt

herod. Dial.
so

p.

leugnet ouvofxa
II,

und

nur xouvoixa
xo'jvo|j.a

an;

auch

Hippokr.
1)

190. VI, 392 L. ouv. aus
gilt

verdorben); xouvojxahat die

Auch
(AO'jvujd^

hier

das über $eIvo;-|£vo; Bemerkte.

Aesch.

Dehnung

nur in

Pr. 804.

§ 27.

Kurze Vokale und lange Vokale oder Diphthonge.

141

/./.'jTov

Semon.

7,

87 beweist nichts

(y.wvofjL.

leicht herzustellen); für
övojxaa-t
5,

o'jvo[xa^Eiv
1.

auch

Stein wie
127,
st.
,

b.

Hom, 6vo|xäL, ebenso
1,

6,

79. 'Ovo|xajTÖ; 6,

'Ovofj-axptToc

6;

xoupo? (auch Pind.
Atöaxoupoi,

xoupa), adolescens,

xöpo; urspr. xöp^o;,
3, 75. 4,

xo'jpi'oto?,

dies

zuweilen auch att.

wie Thuc.

110

A'.oTxo'jpwv,

Atosxoüpiov

(Herod. 4, 33 u. 34 xöpa;,
6 o'jpo« (Inschr.

xöpott,

mit
st.

o

Chios

u. dor.

Thera)

opoc, altdor.

auch Hippokr. IX, 44. 48); noch op/o;, dazu

-pö^oupo;, ofjLoupo;, 6|xoup££iv, oupt^etv (auch Tragg. in

Komp.

stets ou, als

upoüoupoc, airoupo?.

Eichler, de form, epicarum

in trag.

Aesch. atque

Soph. usu,

p. 35); t6 oopo; st. opo; (b.

Hom.

u.

Herod. Beides, obwohl
b. Pind.; öpstüv

Stein
Anakr.
u.

für Her. oopo; verwirft; o'jpeatv
2,

Semon. 14; auch
s.

opea opsai Hippokr.
(öpet'ac

II,

58. 70. 72 u.

w.), o'jpeio; b.
b.

Hom.

den Trag,

Hippon. 35); ouXo; altion.
Gerstenkörner
Opfer,

Hom.
oXai;

statt öXo;

(urspr. oXjro;), vgl.
Et., p.

(altlat. sollus, ganz?) sk. sarvas, omnis (Curt.
b.
att.

5515);
(b.

oiXori'

xo-jXeüv

st.

xoXcöv

Hom.
u.

Beides, xoXeöv Hekataeus b. Hdn.
-coüvaro?,
s.

I,

61); die Kasus

von

-^6vu

oöpu:

Hom. auch
s.

yn^u^

u. s.

w.

;

ooüpa-o;

(Hom. auch
ooupi;
6
fj

ooupoc) u.

w.,

§130

(b.

Herod. auch oopata, oöpast;
^-i-'Oüvi'oio;,

oopiaXwTO'j 8,

74. 9, 4); auch Pind. gebraucht

öoupa-o;,
o

über

d.

Trag.

s.

Gerth,
o66;,

C. Stud.
rj

I,

2,

242;
(nur
oot

einzeln vor

ouSo;,
ouoö?)
:

Schwelle,
;

st.

aber

6ö6;,

Weg

vor Vokal tä ou7 Hippokr.
o

II,

500 L.
hat:
S.

=

Od. p,

196
i.

att.

(Ariesbeeren

u.

o'j

Die Verlängerung des

zu ou unterbleibt in den Dial. zuweilen
sie

auch da,

wo

die

gew. Sprache
(so

lesb. nb.
65. Alk.

(lipavo;

opavo;
ßoXoixoti

Sapph. 64. Alk. 34

auch xöpa

62.
st.
1

14);

arkad.
auch

nb. ßwÄa

f.

ßouXrj.

Ausstossung
-

Kontraktion (vor zwei

Konsonanten) zeigt das d o r.
oafjLiepYÖ;,

a r k a d.

(e

eis c

h

e)

oajxtopYo;,

do

r.

nb. dor.

(phok.)
aus
Lelire

oapiioupYÖ;,
j:)t^'{öz

ion.-att.

OTjfiio'jp^ü;,

doch

sa

misch
41
f.;

6T,ixiop7Ö;,

rjr^\x.io[

Hom.,

s.

Meister,

Dial. II,

vgl.

die

Ferner:

Supy;xÖ3io;

ion. ,

Kontraktion § 50, 4. 6. Supaxodto; dor. u. att. st. ^'jpaxo'jiio;
v.

d.

(dor. auch
u.
a>:

I'jpaxü30'.t

^S^upaxöjjai,

Pind.,
st.
^cutj
;

s.

§ 50,

4).
t

Neuion.
5)
;

in
n.

^ör,

(paroxyt.~)

(lesb. mit
do
r.

^ol'a
fr.

Theokr.
i;oö;,

29,

!;oö;

Emend.
st.

Archil.

63

Epich.

158
att.

Theokr. ep. 17
ion. -dor.
xiXoc
st.

(18),

9 Coäv; in einigen Wörtern der
att.
li'^Zc,
8,

II.

Dekl.:

X7.7Ö;

Hom.

Xa^wö;,
Kituv,

altrXeo;

u.

neu

ion.

xäXtu;,

Keov Herod.

76, att.
s.

Ildt.,

l/rXsov

dor., att.
(u

TtXsü);,

Hom.
u.
b.

rXsTo?,

§ 109, Anm., 111,
st.

5.

u.

0:

Boot.,

ep.

Pind.

Aiü)vuao<:

Aiövjso;,

wofür lesb.

/övv'jjoc,

thessal. Aiöwuao;, ion.
2,
I.

Aisvjjo;

(Amorgosi oder Aeüvujo;
284-.
w.
s.
i^

(Anakr.
Aiivuao;

11)
7,

aus
5.)

Aeov.,

vgl.

G.

Meyer
u.
s.

(Auch Pind.
26
(o

Über dor. xwpo;

u.

oj.

142

Vorhiiltiiis

der Sprachlaute zu einander in den Dialekten.

§ 28.

— Ein

bes. Fall oti;

<üti;

(Vogelart),

liipix.kr.

VI,

:5.06

und dazu

Littrc.
Anrnerk. Über die Verkürzung und Dehnung, Weglassung und Hinzuf'ügung, Kontraktion und Krasis der Vokale, tiber die Diäresis der Diphthonge in den Dialekten s. im übrigen d. Wohllautslehre.

B. Konsonanten.

Das verschiedene Verhältnis

der

Koiisonanten

zu

einander

in

dem Gesetze, dass gleichstufige Konsonanten (§ 7) mit gleichstufigen und gleichnamige (§ 7) mit gleichnamigen wechseln.
den verschiedenen Mundarten beruht ziemlich überall
auf
I.

Wechsel der gleichstufigen Konsonanten unter einander.
§ 28.
a)

A. Mutae.

Tenues.
Pronomina
den
interrogativa
loniern,
oxcuc,

X u.

7c:

Die
i.

und
ouxcu,

indefinita

lauten

neuion.
')

(d.

bei

asiat.

dagegen nicht auf Euböa^
XTj,

xoo,
ouoe-

oxo'j,

xoOsv, 6x6{}ev, xuic,
xoto?,
xoiVj,

xcD,

xoxe,

xoTE,

öxüxe,

xoT£,

xoiov,
3,

oxoTo:,

xosoc, 6x6jo?, xoTEpoc,

oxoTspo?, aus

x/0- vgl. § 16,
kataras,

c (vgl. sk.

kas, wer, kutas, woher, kada, wann,

wer von zweien, katamas, wer von
quis,
(ali)quis u.
u.
ittito?

vielen, lat. (ali)cubi,

(ali)cunde,

s.

w.,

X<'jy.oi

u.

lupus, txxo?
1.

tarent.
-,
s.

in

Etym. M.

p.

474, 12
s. s.

aus tx/o?, sk. ac-vas,

equus, durch
also:

Angleichung,
TioC,

§ 64, 4); in allen übrigen Mundarten steht
w.; thessal. aber
xi;

oirou

u.

für xi;,

üo/xi

f.

oti,

unter

X

und

t;

ferner

thessal.

Kispiov Ktapiov
v.

=
ist

Otlpiov,

Kuova urspr.

für
p.

Iluova

nach Steph.

Byz.

613)

xöpvo^l'

=
148.

K.,
1

bei

den Oetäern (Strab. 13,

Tiäpvo^'
;

(TTopvofj;

esb.-böot.); böot. oxTaXXo;
dpxoxoTro;

=

6'f OaXfxo;,

dor.

otttiXXo;

in

der gew. Spr.
TroTiavov,

Korruption
303,

aus

apxozÖTro;

(vgl.

Tterrxö«,

Phrynich.

Rutherf.

Cobet,
7c

Mise.
b.

u.

x: zuavo;

Pollux
G.

6,

61,

woher att.
(Tiuavro;

n-javoil^itöv

,

aber auf Samos

Kuavo'^iwv,

Meyer
b.
f.

191"-,

Kirchhoff,
k-xä,

Berl.

Ak. Ber.

751,

lak.

TTotitzvo?

Hesych.

el ei seil

otttÖ)

oxtiö,

wohl nach

Alkm. 75) Meister, Dial.
s.

=

1859,

xija[i.o:'?


e.
1,

II,

56.

1)

Bei Archilochos überwiegt

/.

:

T.f^

60, ttoIov 94 u.
u.

w.

,

auch steht auf
Cui-t.

thas.

Inschr. o-uj?.

Doch

öxotTjv
St.

überl. Archil. 70,

Renner,

Stud.

I,

156 will darnach die übrigen

korrigieren,

ebenso Fick;

anders

v.

Wilamo-

witz, Hom. Unters. 318. Bei Hippokrates ist und war schon im Altertum grosses Schwanken, nach Galen schrieb Artemidorus Capito in seiner Ausgabe desHippokr.
stets ÖTtooT^jat u.
dgl.,

Littre

I,

480.

§ 28.

Mutae.

143
o/. a:

X u. t:

D

r.

die

Adverbien der Zeit auf
ö-oxot,

-öy.7,

-ovA, ou-oxa, ou-woitote,
oti,
S.

TTOxot,

oxxct

=

oxa, Toxa,

aA/.oxa

=^

tüte, -oTc, oxe, xots,
xt?

a.KKoTz\

OTE

y.o,

örav,

Thessal.

=
p.

xt'c,

zoxxt

=

§ 175

Anm.
•c

2.

u.

x:

Als

dorisch
angeführt,

wird von
aber

Schol.

Theolcr.

1,

1

ttJvo;

=
von

xsTvo;,

IxeTvo?

Ahrens
S.

IL,

270
3.

leitet

es

dem

Demonstrativstamme
iste;
::

to (vgl. TO(jaf,vo« v. Toaoi)

ab mit der Bedeutung

T

st.

x

ist

nicht dor.
TtixTapa
7:sxpaxo;

U.

t:

^)

Boot,

in

TTEXpä;

=

X£Xpa?,

= =
=

§ 173,

xsjaapa, TTSXxapäxovxa
xexpaxo; xsxapxoc;

=

xsjüapaxovxot,
v.j:

beides aus
tA'Ts.

vgl.
o,

quattuor; lesb.

tsix-e (G.

usfi-irtov

Ale. 33)

=^

(auch

Od.

412
doch

-£ix-a37£xat),

vgl.

quinque

(aber

böot.

-evxe

-Evxaxäxiot);
ilEiXsixpoxtcac,

-£3(5)'jp£;

=
;

xEJtiapE:, rTjXut

x7iXÖ!3£ (ttTiXe

auch im Böot.

auch

TEtXE<päv£[o«
aTioXa

böot.),
;

arSü.io

=

axEXXcu,

Fut.

x^a-oXio)

Sapph. 80,
d.

=^

axoXrj

doch

aiisaxEXXav, d;:o(JXcXXavxa, (iT:osx7XEvTa

Inschr.

thessal.
TistaEi

t:£[jlti£,

irEiaaxou

=

xEijaxtü

v.

xi'vco,

so

auch

kypr.
nach

Fut.

(vgl.

-oivr,);

böot.

iroxa-o-iatixtu

D.-I. 488, 85
1.

=
7 u.
ß:

Baunack,
b)

Philol.

1889, 411; dor. araötov (vgl.

spatium)

STCCOIOV.

Med
u.
u.

i

a

e.

Böot.

dor.

-fXd/tuv,

^Xa/ü)

Ar. Ach.
att.

861, 874,
ßXY]-/d)v,

Theokr.
;

5,

56, altYXscpapov

neuion.

-{kr^ytay,

-{ki\yi£t\

ßXTjytü

dor.

Find.

scheint

-oxi-j-Xe-oi

Ferner

rpu-jEiE;

= bei Alkm. 23, = -pojßXlnoi (doch epidaur. böot. = kret.
ßXl'^apov att.;
7ipe3ßf,£:, -pis^Eic;

col.

III,

7

wie es
ßXEirtu).

Inschr. ßXscpapov

rpEi-yu:, -pEijfeuxa;,
;

-psiYE'jxa;,

-pta-jE'jxä:,

TTpEYyE'jxä:,

b.

Herodian

dTTEp-ju;

dazu

kret.

-pEqtaxo?
ß

=

T:p£(jßi3xoc,

Komp.
^j:

TrpEqova.

U.

7:
(vgl.

Böot.
Goth.

ßava,

6.

ßavr,x6;

Cor.

21

=
dor.

Vgl. § 11.
T^^^^
'."jvaixoc
St.

7/otvä
in

qvino^;

aus
u

hat

sich ß gebildet,

während
7a\tx

der

gew. Form aus fa
angeführt.
S.
1.

entstand.
1,

Als

wird
^,

von
u.

Gramm,
479 und
i'ü/-cov,

Ahrens

p.

172.

Curt., Et.

S.

175

oben § 11,
u.

Thessal.
lesb.

HüXiittio;,

BuXido«; vgl. ruXi--o;,

ß

6:2)
1.

IJöot.

u.

ßsXcpi;

(ßsXcp'.c),

REXcpot

=

oEXtpü,

AeX^oi

vgl.

bis aus

duis, bellum aus duellum,
7^:

doch scheint bei den griech.
liegen.

Wörtern wiederum
S.

zu Grunde zu
ßXr^p

Vgl.

Curtius
I,

Et.,

4795.
Vgl.
J.

Ferner lesb.

nb.

ösXEop;

nach Ahr.

p.

41

f.,

')

Schmidt,

K.

Ztschr.
pflegt.

XXV,
3);

135,
x

welcher aufweist, dass dies t
für
r.

vor
n.

hellem

Laute zu stehen

Hesych. (6x£{a
(rrap'
J.

=

So auch

in

xeIov
s.
'^)

=

tcoi'jv,

kret.

tq"^'^',

§ 176,

Anm.
ft".

Tevfteü;

n.

Phot.

v.

für rievSrJ; b.
dies

Hekataios

ExaxEfu) cod.),

Fick,

Bzz. Btr. VIII, 331.

Auch

vor

hellem Laute,

Schmidt,

das. 151

144
Cnit.
licss,

Vfrl);'iltnis

der Siirachlaute zu einander in den Dialekten.

§ 28.

VA.^, S. 237.
vgl.
1)8.

483 Fick, Bzzb.
Eumcl.
;

steht ßXrjp
lUr.
6,

f.

oA%>,

da oX sich nicht sprechen
u.

211; lesb.
4.

anderweitig
18.
p.

(jä|j.ßcr.Xot

Happh.

b.

Pausan.

33, 3.

Ilipponax

Anakr.

14

(roixiXoaäjxßaXo;)

nach
aus

Schwalbe
Awotüvrj,

de

Demimitivis

83 stammt

das Wort

cj'ivoaXov
M(u6(i)vT)

dem Persischen sandai
womit der

(calceus);

thessal.
Hoüoo-jv

iiojowv od.

=

thessal. Eigenn.
t:,

zusammenzuhängen
Vgl. § 11, 3.
6
u.

scheint: BcüöcuvaTe

war

11.

223

v.

1.

f.

Awofowis.

Dor. ooeXö; Epich. 58, Ar. Ach. 762^oߣXö; (Bratspiess); dazu (jßoXö;; auf e. delph. Inschr. sowie in Gortyn u. arkadisch öoeXö;
ß:

aber auf jüngeren dor. Inschr.
e

Tj|j.iü>ßeXov,

oßcXiaxo; (vgl.
osiXofxai

u.

o).

Ferner dor.

6rjXo[xai

(Kos) oder
ßouXyjxai

ßetXofxT],

thess.

ßsXXeiTEi
ßtüXofxai,

=

= § 24 unter (lokr.) = böot.
in

(arkad.

ß6Xop.ai,

anderen

der.
ßlXXto

Mundarten

lesb.

ßiXXojxoti

Theokr. 28, 15);
als

arkad.

=

ßaXXto Inschr.
^iXXio,

Tegea, während die Gramm,
ebenso
für Slpef^pov
als

arkadisch

vielmehr

l^sXev
d.

angeben;
i.

(Hesych. ohne
J^epeftpov.

Angabe

des
II,

Dial.,

ßdtpadpov

ßlps&pov)
C ist

arkad.

Meister

105

f.

Die Natur dieses

wenig klar;

vielleicht

entstammen die Formen einem arkad. Lokaldialekte, der wie das Noch wird i-iCapelv (Eur. Phoen. Eleische für jedes o C schrieb.
45, Rhes. 441) als arkad. für Ijrtßapeiv angegeben (Eiistath. 909, 27;

Meister
6 u. 7:

das.).

Die alten Grammatiker

führen

für

diesen

Wechsel

die

dor.
övocpo;

Wörter oa
u.

=

-(i,

7-^,
,

Aäjxaxrjp,

6a::eoov

^
d.

-cärsoov,

ferner

ovo^epo; (b.

Hom.
cpeu

Hippokr.
an;

,

auch

b.

Trag.,

Lyrik, u. spät.
in

Att.)

=

7v6cpo;

äol.)

allein

dieses

8a

kommt nur
0Y]

Inter-

jektionen, als:
scheint.
II,
7. 1)

8a vor,

während anderweitig auch

dor.
7fj,

7a er-

Kyp r.

indes C«; Hesych. auch dialektisches
Ar,[XT^TY]p,

=
S,

Meister
(ä)

254.

Andererseits überall
8aTre6ov

Aafxaxrjp mit

nirgends mit
her-

Auch
Hdn.
in

mit kurzem a kann nicht von 7a7ieoov
ist

kommen
vgl.

(öaireoa
I,

Aesch. P. 829

von
S.

Porson
f.

in

-^oltz.

emendiert,
sei

378);

Gurt. Et.5,

621
8iä

meint, die Silbe oa

wie

oa-cpoivo?

oa-axio;

von

^a

=^

abzuleiten,

und
a,

so
3.

steht

CajisSov

Xenophan.
7vc>-^oc,

1,1;

Epigr.

Paros

Kaibel 750
I,

Die

Wörter

po-fepö? sollen nach

Ahr.

p.

73 des Wohllautes
st.

wegen

für ovöcpo?, ovocpepo; gesetzt sein, wie 7X0x6;

oXuxü; (dulcis),

vgl. 8euxo<

=

7X£L)/oc,

doe-jxYj;

(Hom.)

=

a7X£uxTi; (sicil.,

Epicharm.,
Hesych.,

Rhinthon, auch Hippokr. Xenoph., lakon. d7Xsuxep

=

drjoe;

Ahrens
')

II,

101).

Wahrscheinlicher

ist

die Ansicht

von Gurt., Et.5
ab;
vgl.

Baunack,
64
f.

Rh. Mus. 1882, 475

leitet Arj;i.r|T7]p

von

ATjao-iATiTTjp

dens.

Stud.

Dazu stimmt aber nicht

die

Nbf.

Acutxarrjo,

Bechtel,

Gtg.

Nachr. 1890,

S. 30.

§ 29.

Liquid ae und

a.

145
x
(xve^a;)
,

S.

535, in pocpo;

sei

7

eine
v

Erweichung von
so

8

aber
ocyvÖv,

durch
'ApiaYVY)

den

Einfluss

des
st.

entstanden,
'ApiaovT].

aovöv

kr et.
ot'^oupa

st.

Vasenaufschrift

Ferner dor.

oi'^upa

Kreta

(Comparetti,

Mus.

Ital.

II,

=
f und

635),

lakon.

Hesych.,

-/ecpupa;

als theban.

erscheint in den Hdschr. Athen. 14, 622, a

ßXecpupav,
c)
f):

wofür ßl^. Meineke, Kock (Com. .1, 725). Aspiratae (vgl. § 12, 2). Aeolisch wird genannt cpiqp =^ 8y]p, cpYjpiov

=

ÖTipt'ov,

und
743)

damit das
erklärt,

Homerische
richtig sein

(pTjpuiv

öpsjxtuoiat

II.

a,
I,

246
118
f.;

(vgl.

ß,

was

=
die

wird trotz Meister

ue^etpaxovTe?

Tei}Tjpax6Te;

und

OtXöipeipo;
-cpejTo;)

=

OiXodT^po?

thessal. Inschr.

böot.
desTo«

8i6(p£i3To?

=

(=

zu Oeaaaaöai

=

Femer
dc7:6-

eucaaOat, Oeaxcüp,

otTcsuxTo?,

vgl. lat. festus

(wiewohl Curtius, Et. 520

Wörter nicht mehr

so

auffasst);
fr.

böot. OsTxaXo«,
cpoivai;

thessal.
So y
opev

rJeTÖaXö;

=

GexTaXo;

;

Alkman
;

22

=

öoi'vatc.

(sTre'fvov) u. Oei'veiv, ferire

^Xav b. Pind., Theokr., Hippokr., Aristoph.
(so VI, 292.

u.

cpXi'ßeiv

=
cp

Od. 17, 221, Theokr. 15, 76, Hippokr.

300)

öXav, OXtßeiv

werden von den alten Gramm,
I,

als

äol. angegeben

(vgl.
u.
-/:

Meister
Lesb.
aiJLcpeva

119).

au^fjv loann.

Gramm.
in

= auxV?

^^^r

dtjxcpTqv

nach Hesych.,

u.

so

Theokr. 30, 28.

y u. 0:

Lesb.

uXtq^^u)

=

TiXifjötD

Gramer,

Anecdot. Oxon.
u.
s.

1.

149, 6;
v.

aber Sapph. 3
opvi;

irXT^&oiija;

dor. nur opvtyo;

w.

(=

opvido;)

(kr et. indes

ovvit)a).
e.

/ u.

cp:

Thessal.

dpytoauyvacpopeioa? auf

Inschr.

=

dpytSa^vrjcpopiQja?.

§ 29.
a) X u.

Liquidae und

a.

Liquidae

unter einander.
selbst
att.

p:

Dor., neuion. Her. 2, 92,

b.

Aeschyl.

fr,

309 D.

xXt'ßavo?, att. xpißavo;^ xpißavtxa«; u. xXißavixa?

Sophron 56. 57.

xpißavixac

arkad. xpapo; xXvjpo;, vgl. att. vaüxpapo; neben vaüxX7)po«, Meister II, 104. 319, G. Meyer 1722. i^ att. 'A-^Xccupo; für
Epich.
;

=

"A-j-pauXo«

haben
f,

p

u.

X ihren Platz gewechselt;

auf

e.

att.

Inschr.
XdxT)

steht KXtuTitSrjC
paxr^;
V u. X:

KptüKiST)«.

Meisterhans 63

2

f.

Kret.

=

aber
t u.

Xaxi';,

laxi^ui u. die Derivata sind att.

vor

d dor.

in Ksvxai

cpivxäxai

Epich. 31
OiXxia;,

Pind.

= 5, 76 =

=

= KsXxat,
oft

6£vxa

=

Vgl. § 13.67,4.

SIXxa (Et. M. 503, 47),
(^lvxl;

cpi'Xxaxat,

Oivxia«

tab. Her.,
xeXeto,
IXiHeTv,

Sicilier b.

Oi'Xxi;,

xlvxo

Alkm. 141

ßeXxioxo;,

Ivdeiv

= Theokr. =

ßivxiaxo;

Theokr.
ivOoiaa

ebenso

Alkm. 23, col. III, 5; Ivöwv D.-I. Korkyra 3188; aber daneben im Dorismus ßsXxiaxo«, ßeXxiov, ^XHew (dies z. B. Kreta; auch lakon. 10 Kühners ausfiihrl. Griech. Grammatik. I. T.

146

Vcrhillliiis

der Sprachlaute zu einander in den Dialekten.

§ 29.

Aristoph. Lysistr,

e/.aotixt,

h.ar^

mit a für

.'));

Curtius

(Et.^ S. 450)
,

da sieht diesen Übergang als eine seltene Art der Assimilation an Mutae dem dentalen Nasal näher stehen als dem die dentalen
/..

X u. v:

Der Ort

Siizr^

auf Lesbos
st.

hiess
viTpov

b.
ist

Hellanikos
ein

(Hdn.

I,

338)

AäizT);
(s.

sodann

/.irpov

vi'rpov

;

Lehnwort, hebr. neter
Xitpov,

Curt., Et. 5, S. 450), das

b.

Hippokr.

neben

sowie

bei

Sappho vorkommt, aber erst seit Alexanders Zeit allgemein gebräuchlich wird, s. Lobeck ad Phryn. p. 305, Rutherford, Phryn. 361; Herodot 2, 86, 87, 92 und die acht att. Schriftsteller gebrauchen
nur
Xi'rpov.

Ferner

vtx>.ov

Hesych.

=

Xtxvov (|/vix);

aAÄo; alius, sk.

anjas.

L.

Meyer,
177
2
f.

Bzz. Btr. II,

105;
st.
t:v.

Vgl.
s.

Gramm. P,
§

2,

848.

G.
V

Meyer
Dor.
i}x-t}jL

über
u.

-Xeüijlcdv
[xiv,

14.

u.

|x:

vi'v,

alt-

neuion.
543
u.

nach Döderlein ältere Form,

aus
i;

entstanden, wie das altlat. em-em, v. d. Pronominalstamme
S.

vgl.
b)

Curt. Et.5,
Liquida
p

oben § 14,
s.

2.

und Spirant

Vgl. § 15.
in

In der

vulgären
z.

lakon. und

der

el ei

scheu Mundart wird
p statt

im Auslaute,

T. auch im Inlaute vor Konson.

des ursprüngst.

lichen a gebraucht;!) so b. Hesych.
aoeXcpiöp
TTtöo;,
st.

lakou.
st.

i-riiKa^-io
st.

i-'YsXa-rf^;,
st.
st.

aosXcpö?,
st.

dxxop
Tip
st.

st.
Tt;,

djxo;, oaiotuyop

coioouyo;, Trijop
st.

atöp

i^£Ö;,
st.

vEXup

vlx'j;,

d3tüp

t,«j;,
st.

roo

TTOu;,
ßi'tüp

^ü-j-covep

^'!i'i(o\si;

(d.

i.

ßöe; ip^aTat),
in

«po'jÄ^wioep

ipuXÄioe;,

(d.

i.

/tü)p)

st.

lijw;,

einmal

der Lysistr. -aXeop 7a 988, auf
z.

Inschr.
fxip-ytaoai

erst
st.

sehr

spät

;

im Inlaute

B.

Tro'jpxaxo;
st.

st.

Trüstaxo?,

fiiiyoucai;

[kr et. Tsop b. Hesych.

teö;

Inschr.

noch nirgends derartiges,

ausser xöpixo;

=

=

so;;

auf

x63|xo;,
p

doch
statt

tiberwiegend xöa|xoc];
ausl.
0,

eleisch: jüngere Inschr. ausnahmslos
als
[xävxisp,
xlp;

als AajJLOXpdrrjp,

AYr^ropop, Tevsotop, AiovujiotxoTp, Tap, TrXetovsp,

auf älteren wenigstens vielfach,

inlautend

nach

Pausau.
indes

5,

15,

4

'AtcoXXwv

0ep[xto;

=

Osjfxio;,

welche Deutung

zweifelhaft,

Meister

II,

51

Aum.

In

anderen Dialekten
2)

sporadisch vor Media', als IleXapYixov att.
risXaoYixöv,
ist

(Meisterhans 63
Besonderer
Ai*t

=
c)

BeöpooTo; thessal.

=

ÖeojSoto?.

aber

der Rhotacismus von Eretria (Oropos), den Piaton (Kratyl. 434,

irrig

durch

ein

angebliches

oxXrjpoxrjp

st.

avlr^poTr^^

kennzeichnet;

die Inschr. zeigen vielmehr, dass ausser vor

weichen Kons. (^Eigeun.
10.

Mip7o;,

Bechtel,

Inschr.
in p

d.

ion.

Dial.,

S.

13)

das

j

auch

zwischen Vokalen
6Y][j.6pio?,

übergeht;
Vgl.
lat.

dagegen am Ende nirgends, also
generis
für

irapaßcxivüjpiv.
s.

genesis,

floris

für

floris

u.

w.,

d.

kiesen u. küren.

1)

S.

Ahrens,

Dial.

II,

p.

71 sqq.;

Meister,

Dial.

II,

49

ff.

§ 30.

Kehllaute.

147
der

^^

st.

des älteren pa gebraucht

ein Teil

Dorier

(auch

die

Eleer) und mit ihnen die

Attiker, doch
als:

so,

dass die Tragiker u.

die älteste Prosa diesen Atticismus nicht

annahmen, gleichwie derselbe

auch

in die xotvf,

nicht

überging,
d.
i.

Helm des Hieron Alkman 44 xappa
den Derivatis
st.

Tup(p)av'

Tupairiva,

Megara 'OpptTr-o;, XEppi'a;, Thera 6ap(p)'jT:T6Xefi.o;,
xpetrctov,
st. st.

=

xoppa Tlieokr. 14, 34, xö^pr) att., xöpaT) ion.5

xdpptDv dor. (aus xapTi'cav, xäpastuv)

=

xpebatüv,

Oap^o? m.
(lpar,v

&apjos (Oappei Epich. 153),
[xu^pivir]

a^pr,v

apar^v

kret. Epidaur.),

att.

st.

[X'jpaivr,

,

Xe^pövr^so?

Xspaovroro?,

Tu^^TTjvö? st. Tup(jT)vö;5

att.

Inschr. OeppecpaTta, rappö; u.

a.,

Meister-

hans 76
"EpiTf),

2

£

Doch
s.

bleibt

das

a att. in ßüpsa

(Inschr. Aristoph.),

fremden Namen wie
§
64, 5,

Ilepjr,?,

Mapaüa;, sowie in Flexionen und

Ableitungen,

Von

Schriftstellern der Prosa hat
(seit

Thukyd.

pa, pp und pa Xenoph., pp die Redner Anmerk. flupaö?, rötlich, hat Euripides,

Andokides) und Plato.^)
Ysv'jot

so -üpoai;

Hesych.
(Korinth
TTupctv

u.

Photius (dieser mit ruppai;) eitleren; aber die
emendiert.

Form

ist falsch,

Phoen. 32, was da -i»p/6c
Aesch. Pers. 316
3,

D.-I.

3119, h) zu Grunde liegt; mit Unrecht also hat
--jpaTjv

man

(Med. pr.) Tiuppav in
II,

Duppo? steht auch Herodot
ll'jppo;,

139,

Hippokr.

74. VI,

74 L.; vgl. die Heroennamen
n'jpp(ct;,

Il'jppa (letzteres

name), die Eigenn. llöppo;,
in Thessalien u. Böotien.
c)

lluppcov (II'jpcov

Thessaüer Isokr.

auch Orts17, 20) auch

Liquida
a,

v

und Spirant

1:

Statt des

das die
1.

Dorier

in der 1. Pers. PI. Akt., als:

cp£pofj,£:,

sk. bhärämas,

ferimus,

xaXeoixe«, 7:e7:6v&afj,e?,

und

in

fi?

=

erat
v,

bewahrt haben, gebrauchen die Aeolier, lonier und Attiker
als:
TUTTTop-ev u.
s.

w.,

rjv.

Ferner:

dor.

aiiz,

dts?,

lesb.
ist,

aTi(v)

ai,

thess.
de;

div,

ep. poet.
u.

dh, welches

indes auch dor.
,

wie

aii

u.
|

dor.

uepuTt;
auxtv

irepuTt

=

Tcepuai(v)

Ivoo?

(u.

Ivooi)

umgekehrt
IfjLTrd

Gortyn
l[X7ra?

(audiv

die

Rheginer)
xetpdxtv u.
oTrnojjdxtv)
,

=
s.

=

evoov

au8t?,

Ip.-äv

u.

Pind. nb.

(ion.

IpiTCTii;);

w. lakon. Inschr.
TroXXdxt

(auch lesb.

nach Theokr. 30, 27
-XI?,

ohne Kons.

poet., Touxdxi nb.

ic^jxovtdxi,

xexpdxi,

öafxdxi (u. -xi?) Pind., vgl.
f.

Herodian

I,

506;

IcSv Inschr.

Rhod. Kos Thera

£;f,;.

II.

Wechsel der gleichnamigen Konsonanten unter einander.
§ 30.
a) Kehllaute.

'(

u.

x:

Att. 7vo9srov,
2)^

Fvicptov

nb.

älterem

xvacpeü;,

Kvifpoiv

hans 58

so auch xvdjrTto altatt., IxvdTTTex' Soph. Ai.
[xv.

(Meister1031 nach

Laur. pr., aber 7va-T6|xevoi Aesch. P. 576
1)

Dindorf];^) Herodot
p.

S.

Poppo

ad Thuc.

I,

ad Cyr.
Civ.

4. 6,
p.
I,

2 ed. Lips.

1,

p.

209

sq. u.

ad Xeu. Cyr.
3,

2)

s.

Poppo

ad Thuc.
Plut.

58;

XXXIV; Borneiii. Schneider ad Plat.
in

10,

616, a.;
p.

Invernizzi ad Aristoph.

166;

Reisig, Conject.

Aristoph.

107 sq.

10*

148

Verhältnis der Sprachlaute zu einander in den Dialekten.

§ 31.

xva'fE'j;,

xva'^Tiiov,

Ilippokr. Yva'feu; (II,
xot|j.T:Toj

GG6

L.).

Ferner

7va(fi)rT(ji

(Hom.) xvarxm

xvdt|j.7:Tu»

beuge,
für
Ildn.

Siegismund,
r^a\j.<\).,

Curt. Stud. V,
u.
s.

192

f.;

xap.'>tövu/e; U.

77.fj.']>(I)v'jye«

Adj.

7aix'{>ö;

w.;
st.

heilenist.

Ypajxi«

f.

att.

xpägn;,
S.
st.

II,

537.

Vgl.

cygnus

cycnus, grabätus xpäßaro«.
X u. 7:
xXot7o; b.

§ 10,
7Xä7o;

1.

Hesych. kr

et.

Hom. (=

7äÄot);

att. xwXa-

xpet'yi

(so

auch Inschr.)
dor.
u.

st.

xü)Xa7p£Tai.

/ u.

7:

Lesb.,

neuion. (doch
zuweilen
att.
x,

nicht Hippokr.)

oexo|j.ai,

ep.,
in

att. rik/Q\im,

das sich

auch auf dor. Inschr.
als
ijtooüxr,,

findet;

Ableitungen
Travooxeiov

auch ep.

owpoooxsiv,

^Evoooxeiv,

(Lobeck ad
Travöoyetov,

Phryn., p. 307,
iravooyeu;
u.
s.

nachklass.

w.

Rutherford, Phiyn. neuion. ouxi
5

=

362),
ouyj;

Hom.
s.

TeTuxeiv,

xeTuxedöat v. xeuyo); dor.

(sicil.)

xixwv (Sophr. 62) u.

xüxpa, wahrscheinlich

nur

sikel.

Solöcismus, da Epicharm yüxpa sagt,
in Aristoph.

Ähren s
7}JL
,

II,

p.

82;

vgl.

den Skythen
setzt.

Thesmoph.,
ax, yp.
st.

der für jede Aspirate die Tenuis
x[x,

Über ay
für
f.

st.

yv st. 7v

u.

s.

w.

s.

§ 63,

1-2;
2, 80,

das vulgäre
Outjxoo?,

^i-^yj^

ist

die att.

Form
42

^r/xtu;

umgekehrt

att. duYjyoui;
I,

Wecklein,
sonstiger

Cur. epigr.

f..

Röscher,

C. St.

der eine

Menge

Belege nam. aus Inschr. beibringt.
b) Zahnlaute.

§ 31. X u.
ö,
[j,ioo;

u.

x:

xpücpaxxo;

f.

Sputp.

Hdn.

II,

595; dor.

'Apxa[a.ixo;

V.

Apxajj.i;
AaTit;

=
st.

=

ApxlS,

ApxEfxt;,
xairt?,
ist

Oefxtxoc,

att. ösaioo?,

ion. öspiio;,

§ 130.

att.

Ar. Plut. 527,

Suid. v. oarioa;;

nach

Ael. Dionys. (Eust. 1369)
d.

auch
in

octTiT];

d. alte

Form

für das xa-r^;

Jüngeren (welches indes auch
6

unserm Homer
'A6pa[i.

steht).

Schwanken
auf
att.

zw.

u.

X ist

ferner

in 'Axpaa'jxr,vü;
in

('Aopaßux.)

Inschr.,

wie auch bei Autoren
nb. axpacpacui;(-i;)

diesem Stadtnameu Schwanken;
Ar. Eq. 630)
(II.
t,

ähnl.

d5pa<pa$us

("l^s'joaxpäcpa^u;

und
u.

dlvSpacp.

(Hippokr, VI, 560 L.);
regelm.
nicht
die

att.

Inschr. xpaxsux^;

214)

xpaoeuxTQ;;
Ivcuxiöiov),

Inschr.

Iviuoiov

Ohrgehäng (man erwartete
frg.

^vwxtov,

wonach Aesch.
15, 199;

101

zu

berichtigen.

Wackernagel, Riemann, Rev.
(2,

Philol. Anz.

Meisterhans
att.

61

2^

nach

de philol. IX, 56.

[JeXixvö;

st. iieXtovö;,

Thuk.

49) nach Ael. Dionys. b. Eustath. 735.
xipto; (b.


d.

Anderes G.

Meyer 202 2,
avxptoTio;,

T u. 9:

Hesych.) kret.

st. {}epeo;,

auf

Gortyn. Tafeln

eleisch Dial. -Inschr. 1149 ivxauxa st. ivxaüöa oder ion. Ivdauxa, ferner eleisch nach a, als Ttpojxi^ituv irpoaöiSitüv, und in den Endungen axai, axäv, jxw, axojv f. (j&ai^ udav, aöco, aöojv (Meister, Dial. II, 54), ebenso lokrisch (Allen, Curt. Stud. III, 241 ff.; Blass, Ausspr. 111 3j; alt- u.
xExvaxoc, xvax(ov (aber öavT)

wie gew.);

=

§31.

Zahnlaute.

149
autt;,

ueuion.
228),
Stud.
I,

auxtc

=

auftt;

(auch Polyb.
TapYifjXio;

kret.
2,

auriv;

über

(Anakreon)

Kälker, Lpz. Stud. III, Röscher, Curt. s.
i'/^diai),

114
3.

ff.

d

u.

t:

Boot.
u.

Pers. PI.

l-/(üv8i

st.

iymwxi

(att.

itovOi

st.

tujt,

d-o6e66av9t
-v9tü,

st.

(inooeowxaji,
-vf)i,

SO

auch im Med.

-vöy)
s.

(=

vxat),

-v9o,

thessal.
1.

-v&siv

(=vTat),

-v9o,

§

63, 2,

u. S.

über

ad nb. ar das.
u.

Verschreibungen auf Inschr.

Röscher,

85

f.

8: Att. seit Alexanders Zeit ganz gewöhnlich

und schon erheblich
fxrjSsi?,

früher

auftauchend
mit
§

ouöei';,

[xyiOsi;

st.

ouost';,

indem

die

Media
hat
(s.

dem Hauche
ü7te? st.

von

ei?

sich

zur

Aspirata
att.

vereinigt

187, 1)5 so
Ol,

scheint
ou8'

auch sonst auf

Inschr.

zuweilen

oud' vor
fxTiOafxei

=

zu stehen,
a|i.eT)

M eiste rhans
Soc'^vt),

80 2; ^uch dor.

(xyi6ot[jLOu

{\i-qo

Inschr. Epidauros.

X u.

6:

XdcpvY]

b.

Hesych.

pergäisch

=
s.

'OÄuaasu?
'OXuxteu;,

(1.

Ulixes) b.

Eustath. 289, 38;
64. 77; 73,
d.

so auch altatt.

Vasen

Meisterhans
zu Ibyc. 11 A.
Btr. z. Gesch.

OuXiceu; kennt Prise. VI,
sicil.

92, vgl.

Bergk
krit.

OuXi'cT]?

Plut. Marc. 20,
ff.,

Jordan,
2,

lat.
ff.
;

Spr.
vgl.

39
1.

G.

Meyer
u.

179

Kretschmer, K.
ouvaxö;,
Avo

Z.

29,

430
V

lacrima

odxpu, levir u. oa-qp.

u.

3:

vuvafxoti

vuvaTü; Gortyn.

Taf.

für 6uva(xat

entweder

hier Dissimilation oder dort Assimilation
u.

im Spiele
l'ö[xev

ist.

a

vor

fx:

AltDial.

u.

neuion.
wie
151.

6oixt^

=

i^fXT],

=

iJixev;

b.

Hom.

auch

Infin.

loixevai,
I,

iSfxevai v.

iSm; es wird dies äolisch genannt,
cppäßfjLwv
II.
tt,

Meister,
öSixT^

Ferner

638,

Tipo-EcppaSjjLsva
1,

Hes. Op. 655,

i:eTiuxdo}xevo;

Sapph. 56;

xsxaSfxevoi;

Pind. 0.

27;

auch
5,

b.

Eurip. Hipp. 1391; Aesch. Prom. 115, vgl.
ion. 66|xtq

Dindorf,
euoöjxt'a

Thes.

1733; Xenophon wird wegen des
ff.;

von Phrynichus
6o|xd; u.

getadelt,
(so L.

Rutherford 160 Dindorf, Hdschr.
aber

Pollux
u)

2,

76 führt

mit

aus Antiphon

an.

Bei

Aesch.
u.

Pers.

417

schwankt die Lesart

zwischen

dcppa<j[i6vcu;

(Med.)

dcppaofxovo);,

Lob eck.

ad Aj. 23 zieht wegen des gewöhnlichen
d(ppaa[x.

Gebrauches der Tragiker

vor.

Vgl.

Kretschmer, K.
'OT:Xoj|j.ia

Z.
a.;

XXIX, 429
u.

f.

(arkad.

'OirXoSixia

Phyle nb. "Hpa

u.

Msoixaitov u. Meaixai'cov d.
CT

Münzen von Medma
,

in Italien);
,

§ 61, Anm.
;

vor

[j,:

Bei Hom.
2,

etXrjXouf^ixsv

xexopuöjxevoi;

e7r£T:tö|xev

ion.

dvo-

ßaöixo;

Herod.
u. Sp.,
u.

125,

att.

xaxaßaaixü!;

Aesch.
i.

Pr.

817;

ßa»fi6;

Soph.

fr.

ßad|jLi';

Pind., aber dvaßaCixo; d.

-3|x6; att.

Inschr.;

xXauö|j.rj;

die Derivata
oxa(}}i6;,

allgemein

gebräuchlich (aber dvaxXauajxi;,
fr.

Dion.

ilal.),

puö|jL6; 1)

(doch ^uajxö; Archil.

"66

Bergk

u.

1)

S.

Lobeck

ad Phryn.

p.

324

sq.;

Paialip. p. 393.

150

Verhiiltnis der Sprachlaute zu einander in

den Dialekten.

§ 31.

Demokrit),
(>l)en
11.

ou{>|xr|

Callim.

(fr.

539,

Hymn.

6,

10)

st.

o-j^^lv

Vgl.

3 u,

§ Ol, Anm.
3):')

a

u.

T

(vgl.

§

63,

Das

ursprüngliche

x,

das

die

Hoöticr,
treu

Thessalier und Dorier samt den Eleern
bewahren,

gemeiniglich

wodurch diese einen Gegensatz zu den anderen bilden, erweichten die Lesbier, die Arkadicr und Mundarten Kyprier, die alten und neuen lonier und die Attiker, insund
besondere vor
t,

in

or,

s.

§

Im Anlaut
Tto;

zeigt

sich dies
a)

10, 3, was man kaum, desto mehr
tio;

Assibilation
in

nennt.

der
aio;,

Mitte der
als:
ttXoü-

Wörter, und zwar

in

den Adj. auf

dor.

=

TtXoüdio;,

Ivtaüxio;

=
u.

iviaüito;,

-Xotxto?
:

= =

rXr,3io;;

in

den

substantivierten Adjektiven dieser
dor. G.
'

Endung,
w.

als

'

Apxafxi'xtov (v."ApxaiJLi;,

Apxafiixo?),

SeXivo'jvxiot

=

=

ApxefjLi'utov,
s.

'Acppooixi'ot,
;

e.

Stadt,

=

'A'fpootdi'a;

SeXivouaioi
otaxaxt'ot

in

den

Zahlwörtern
xpia/öjioi u.
S.

der
w.,

Hunderte, als:

=

Siaxosiot,

xpiotxaxi'oi

=

doch sind auch die Formen
Doriern im Gebrauche
allein

auf

öatoi

schon

frühzeitig

bei

den

und auf den Inschr, nach Alexanders Zeit
II,

üblich,

s.

Ahrens
b) in

p.

61

sq.

u.

p.

281,

gleichwie die
Z.

Inschr. dieser

Zeit auch Ivtotusto?

aufweisen
xi'a

(Kretschmer, K.
(bei einigen
f.,

XXX, 584); s. Lobeck,
xpaxi'a

den Abstraktis auf

auch att.,
als
or^ixo-

Parerg. p. 505 sqq., C]obet, Mise. 215
-xpaxi'a)

u.

andere auf
ion.
douvaaiY],

als:

dtouvaxi'a

(v.

dSuvaxoc)

dor.

aouvaaia,

Yspovxta, lakon.

Wort

b.

Xenoph. R. L. 10,
v.
^epcov,
ovx-o?,

1 u. 3,

das

Amt

eines spartanischen Senators,

= =

•yepoudia (auf

jüngeren dor. Inschr. die gewöhnl. Form,
xtc

als:

e'jep-j'sjia)

c)

die
n.

dor. Abstrakta auf

sind

selten,

als:

/otvapuxi;
I.

=

otvrjpusi;

Ähren s
owxt;

hat nicht
gew^öhnlich

=

55

(die

Amphiktyoneninschr. C.
Xcdxi?,

Gr.

1688

oödi?)
at;;

sondern

ein
ai

unerklärtes
in

Wort);

auch

dor.

ebenso herrscht

den Komposita
4,

vor Verben,

als 'AYYj^iXao;,

wiewohl 'OpxiXoyo? Paus.
182;

30, 2 die

Ursprünglichkeit des x auch in diesen Bildungen zeigt, G.

Meyer
böot.

289

2,

Müllensiefen
dor.
jreixaxi

de

titul.
e'ixaxi

lac.

dial.
etxoai,

p.


e)

d)

^i'xaxt,

jn'xaxt
Trepuxi?

=

wie
itspuji,

auch

dor.

vom

3.

Jahrh.

ab;

dor.
TTopxi
,

od.

irspoxt

uoxi u.
3.

kr et.

(Hom.
als
:

iipoxt

u. uoxi)
cpr^at,

Pers. S. u. PI.

^art

=

= =

vorigen Jahres,

Tipö;;

dor. in der

cpavxi

=

cpaai,

oi'öcoxi

xuKxovTt

:= lesb.

xÜTTxoiai,

att.

xuTtxo'jji,

xiösvxi

=

=

SiStooi,

xtösrst;

so auch
(s,

böot.
{}

xiöeixt u. s. w.,

im Plur. aber

v&i

wie auch thessal.

oben

u. x);

f ) IloxsiSav

dor., aber auch Ocjctoäv und mit Verhauchung

1) Eine sehr sorgfältige Zusammenstellung des Materials, verbunden mit problematischen Erklärungsversuchen, weshalb das t hier geblieben sei, dort nicht,

giebt

Kretschmer,

K. Z.

XXX, 565

ff.

§ 31.

Zahnlaute.

151
X

des

a

lakon.

Hooiöav;

dazu

mit

OoTtSav

OoTtSä?;

Ableitungen
Kor.
1,

noTEiSaia riocjetSavia, vgl.

§ 122 Anm, 5; böot.
floaioiouv

noT(e)toaü>v

thessal.
riojEiöav.
IfjL-satDv

rioTstooüvi

(Abltg.

Eigenn,);

lesb. Ootioav und
Ittetov

Zu

Tti'-Tcu,

d.i. Tci--(e)r(D,

dor. lesb. Aor.
ist

(wiewohl
i

Sapph. 42

übeii.);

hier

kein nachfolgendes

Grund
al;

der Assibilation, sondern vielleicht die Analogie des Fut.

Tiesouixat,
cjt;

§ 226 Anm.
Ti; Ti?

2.


s.

Assibilation

im Anlaute vor
toi te u.

t

kypr.

=
u.

s.

(sonst überall hier
aol

und

in

anderen Wörtern
s.

t erhalten);

vor

u

in aü

si u.

w.,

dor. tu

w.,

auch böot. toü
s.

s.w., aber
ist

lesbisch
Tuxov
für

scheint a
5UX0V,
s-jxia

gewesen zu
(nach

sein,

§ 160
Tuxtj

f.;

ferner
e.

böot.

vgl.

Ähren s)

Teil von Syrakus (doch
b.

=

=

2'jx^,

ayxT] tab.

Heracl.); Tupi3ou>

(st. jupi^o))

=
5.

Theokr,
(j

in

den

schlechteren Codd.
in in
4.

Dieser Dorismus
in

des t

erhält sich

nur

der Konjugation und
allen

der Präposition

iroTt

zu allen Zeiten;
seit

übrigen Wörtern und

Wortformen
statt

wich er
S.

Ende des
II,

Jahrh.
sqq.

dem gewöhnlichen Gebrauche mit
Hingegen gebrauchen
eines
a

Ahrens

p.

59

anscheinend
in crajjLEpov u.
TT,|jL£pov

ursprünglichen t merkwürdiger
(jätec,

Weise die Dorier
t

während
uud

die

Attiker das

bewahrt haben:

(aus TÖ u.

fjfjLEpa?)

t^te; (aus t6 eto«?), heuer; in
tjrjpLEpov,

dem

Dor.
die

jöcte; fällt

auch das a auf; ion. immer
der Dialekte
hier

cj^te;,

so dass

Scheidung

wie bei sj

tt

ist

(thessal.
dial.

x5[xov

=

TrjfxEpov n.

Prellwitz,

Dial.-I.

345,44; Prellwitz,
t-^ixo;);

Thess. 48 verweist auf Apoll. Rh. 4, 252

ebenso in

dem ion.

und gem.
Ittt,[x£v7.,

ar^Ua,

att. xr^Ua, vgl.

adtoj

(cjtjiV)

siebe, aber att. ota-TTaa>

Ion.

Wackernagel, K. Z. XXVIII, 121; und gemein geutXov, aupßT), att. teutXov
v.
1.

ferner heisst es im

(auch Hippokr., so
u. att.
TiXcprj

VI, 248. 252;

560;

II,

482)

TÜpßT);

über

aiXcpT]

od.

ad Phryn. p. 300, RutherTtcpy) Ar. Ach. 920. 925 s. Lob eck 2582 Anm. ist indes Ticpr; (vgl. lat. ford 359; nach G. Meyer
tipula)
ion.

von

aiXcpr)

zu trennen.

Das megar. ja
f.

st.

Tiva

gehört
u.
jj.

zu

a-aact.

att.

octt«,

also gls. aaä
ds6?,
aiä

5 u.

D:

Lakon.
aaXXsi

diöc b.

=

TJa

Ti'a,

s.

unten tt
vai

Alkm. =^

ftsa;

tw quo

=
s.

Hecd

(Dioskuren),
daXsuiv,

=

Alkm. auch
ftdXXEi,

aakaacoiiiooiaa.

Ijtjxe

in Aristoph.
ota,

Lysistrata: ofXei

d-cauöc

=

dyaOo;, (xuatSooj

= = =

(=

})aX.),

ddXEjdiv

eÖyjxe,

T:apcT£vo;

ftsXet,

oeto)

=

=

=

irapOEvo; u.
üi-j'^v

w.,

öetco,

=
a.;
II,

dqETv,

[xu&t^co,
st.

eXjt)

:=

eXötj

u.

viele

sonstige

lakonische

Wörter

mit a

^

werden
s.

von

den alten
S.

Grammatikern und
sq.,

bei Hesychius

angeführt,
st.

Ahrens
indem
in

68
Zeit

der p. 70 bemerkt,

dass

dieses a

H nicht
sei,

zu jeder

von den Lakedämoniern gebraucht worden

der lakon.

Kolonie Tarent sich nicht die geringste Spur davon zeige.

Auch

die

152

Verhältnis der Spraclilaulo zu einander in den Dialekten.

§ 31.
in

Insclir.

haben

erst in

hellenistischer Zeit etwas

davon,

J^igenn.

wie 'EXeuofa

=

'EXeu9(a

(=

'EÄeuHw,
i)

'lXe(»ua),
(u.

während übrigens
nach a anscheinend
C. Stud. X,
v

in vorchristl. Inschr.
T,

nichts als

erscheint

vgl.

oben

t

und

9).

Das b

bleibt ferner

(Spiess,
<s

362) in den Texten (Alkman, Lysistr.) nach U. a. Alkm., 7reT:6v9a|xe;, Kopivi)t'a Lys.), vor X,

(TtoTfjibo)),

(iTiavdei
(5»pbptGtt),

p (deöXocpopov,

nach

cp

{(fbi^'i^Tai)

u.

jedenfalls

auch
die

y,

endlich,

was auch

die

(iHwarripia)

Grammatiker hervorheben, wenn anderweitiges d ist in den Frg. Alkmans
nächste
;

Silbe mit « beginnt
für entstellt,

in der Lysistr.

(öeixeXo?,

ibi,

{Ja^ovra;)
3
f.

für nicht

echt lakonisch

zu

nehmen.

S.

Blass, Ausspr. 108

Die Sache kann nun nicht
zur
att.

anders als so sein,
(engl.) th sprachen,

dass die Lakonier schon

Zeit statt

t

welchen Laut die anderen Griechen,
mit
a a

wenn

sie

Lakonisches

wiedergaben,
dies

ausdrückten;

so

kam auch
Dichter

in

Alkmans

Gedichte

hinein,

während
ist

der

selbst

jedenfalls 9 schrieb.

(Blosse Korruptel
st. vsl

vel

t« oiw im Munde des
[xo-j;

Böoters
260
Fall

Aristoph. Ach. 905,

tw; Oiw;

Oeoti; gl. Vict.];

der Böoter

kann

nicht

bei

den Dioskuren schwören.

Meister

I,

hätte dies nicht als

Beweis für den vermeintlich spirantischen
sollen.)

Laut des 9 bei den Böotern benutzen
ist

Ein besonderer
äol.
avr,aov avv.

avvYj^ov (Ar.
II,

Th. 486, codd.

avTjöov)

avT]Tov
lat.

Hippokr.
:9

274. VIII, 170 (mit 9 VI, 558),

anisum.
IpuOißr,
st.

u.

(j:

Nach

Strab. 13, p.

912 sagten die Rhodier

Ipusißr^

und nannten daher den Apollo 'Epu&tßio;. TT u. aa: Statt der aus einem K- oder T-Laute mit j oder a entstandenen Lautgruppe ua, welche die meisten Dorier, die Lesbier, Arkadier,

Kyprier und
für
in

der

grössere Teil der

lonier gebrauchen,
tt;

haben andere Stämme mit umgekehrter Assimilation
Grundlage
Inschriften

gemeinsame
ki-etischen

beides

ist

tj,

was
C

auf

den

ältesten

der Gestalt

von

noch zuweilen erscheint (Blass,
(Krit. Stud.

Ausspr. 1203),

Die

seit

As coli
statt

324

ff.)

herrschende

und auch von Curtius mene Erklärung, wonach
erst

der dargelegten

früheren angenom-

aa überall zuerst entstand

und daraus

sich

TT
s.

bildete,
Z.
ist

entbehrt

durchaus

des

genügenden Grundes imd

wird

wohl wieder aufgegeben werden.
das TT im

Am
6-ciTTa
u.
7'cu
s.

weitesten durchcpuXaTTi,
ttitt«

geführt

Böo tischen:
§ 21,
3),

oft ftaXaTxa,

dann
f.

(aus Guttural mit j,
(t

3),

aber auch

öirosaa,

b-nöaa
xs)

mit

j,

§ 178, Anm. Rav.

im Aor.

lx6[jnTTa

w. (aus

6-j,

für IxojjLiaaa, Ixofxtja; SO auch iTzsyapiTTo) (-a)

$eve

Ar. Ach. 867,
iTreyapi'jto,

wie
das.

st.

iTrtyapiTTo)

iTctyapiTTcu« vulg.

zu lesen,

884

x^jur/äpiTTat

(so

zu
s.

sehr.)

=

=
,

u.

iiziyäpKsai
s.

Attische in oao;, 6:r6oo? u.

w., in Ixojxioa u.

während das w. das t von tj

§ 31.

Zahnlaute.

153
hat
(|X£jo?

gleichwie

in

yaptat,

Tiaui ausgestossen

aus

fxeOjoi

auch

böot. Dial.-I. 491).

Im übrigen
2);

ist

tt

auch attisch,
'OX'jT(T)eu;

u.

jeher

(Meisterhans 77

sogar KaT(T)avopa,

=

zwar von
'Ooujje-j;

findet sich auf att. Vasen, nur einmal t£3(3)apa.

Die Tragödie aber

hat diesen Atticismus so wenig wie pp st. pj angenommen, sondern wandte das ion. as an; ihr folgte die älteste Prosa (Gorgias,

Antiphon, Thukydides), während die Komödie und die spätere Prosa
(Lysias, Isokrates, Plato u.
s.

w.) den Dialekt folgerichtig wiedergab,

i)

Somit
u.
s.

att.

irpaTTu),

taTTu),

-j-XojiTTa,

OaXarxa,
ein

[AeXtria,

xpeixTtüv,
ist

yjTTtuv

w.,

auch

xaTTuu)

aus

xaT-auw;

besonderer Fall

att.

TSTTape;,

böot.
liegt,

TTETTapsc,
c).

ion.

xejjsps?,

dor. Texope?
sind
-xr,xxü>

,

wo x^

zu

Grunde
~xT^(j3(ü,

§ 16, 3
-xu33(D

Ausgenommen
TTx,

im Att. die Wörter
ZU hart,
attisch

TTxijjüj,

(wcgcu

iudcm
nicht

Lob eck,
(Phrjniich.

Paralip.

31);

aber

ßa-tXusa

ist

echt

Rutherford
(dagegen
Attischen
teilt

306); ebensowenig

ß-jcjjo?

(ßusjo; Fremdwort), yapiESja

jxsXixxoüxxa

aus -xoeaja, oivooxxa).

Mit

dem Böotischen

u.

auch das benachbarte
Ktxxi'r]?

Euböische samt demOropischen
(S.

diese Eigentümlichkeit:
xcüv

Styra, lÄaxxov Oropos, dazu Ix-pr^xxov13. 37) an

B echte 1

Nr. 22, dessen Zweifel

euböischem xx
die Chalkidier
8, b).

nicht
Off

genügend begründet erscheinen.
5,
finden wir:
IlET&aXoi

Doch mögen
Triaarj;

gehabt haben {oaaa Rhegion B.
MoXoajsio; Pherai

Olynth

Thessalischen
Art;
corr. hell.

=

Im
de

ScxxotXoi

wohl besonderer
Bull,
x
u.

(D.-I. 328),
f.

aber MoXoxoi Larisa

1889,

381

(die

Schreibung mit
(D.-I.

einem
D.-I.

auch dem
-pct-slfxev,

Steph. Byz. bekannt);

wiederum Lar.
,

dazu

IvEcpavisaosv

=

345) ojia

Ivecpävii^ov

Phalanna

Mih^saot.

1331.

Die

Grammatiker schreiben
I,

xx für aa

auch den Thessaliern zu (Meister
Endlich findet sich
xapxcov d.
i.

265,

1),

desgleichen den Kitiern auf Kypros.
6Tr6xxoi,

XX auf

Kreta:

oaxxa{}Hai

=

öajcTa5i}ai,

xapxxwv

(anderweitig

dorisch

xapptov aus xapawv)
(ävoa^'ai}(f})ai,
s.

=
o.);

xpeixxuv

Gortyn (doch

das. früher ^:

o^o? oso;,

auf anderen späteren

kret. Inschr. daXaxxa

OäXajja.
SS
r,

und auch Vgl. G. Meyer 273
Ix-peu.vi'ietv

i}äXa98a,
2,

doch auch das gew. dorische
XIII, 73,

Dies xx steht dann kret. auch für

als (ppovxixxovxa; (Inatos) Bull,

de

corr. hell.

icj7rpe|x-

|xixx£v

TxTJva XX u. ax:

= =

(Gortyn)

das. IX,
2,

9;

sogar

im Anlaut,

wie

Z^va;
in

G.

Meyer

256

Blass, Ausspr. 1203.
Asu;,

Böot.

der Redensart
a,

I'xxcd

per assimilat.

st.

i-xcu,

Ar.

Ach. 911, Plat. Phaed. 62,
')

epist.

VII, 345, a;

gewöhnlioli aber
405
sq. ad. 4,

S.

Poppo,

Proleg. ad

Thuc,

Vol.

1,

p. !21Üsq. u. p.

29 ed.

Goth.; Praefat. ad Xen. Cyrop., p.
p.

XXXIV sq.; Bornemann,

Praef. ad Xen.

Anab.
S. 50,

XIII;

Schneider,

Plat. Civ. 332, e.

oll d; Blass. Att. Beredsamk. P,

126, 210.

154
wird

Verhältnis der Sprachlaute zu einander in den Dialekten.

§ 32.

ax

beibehalten,

als:

/£xöij.i5ttj,

Ijtw

u.

s.

w.; lakon. ßetröv
a(v)7Taf)i,
4vaaTT,ft'.,

(Kleid)
desgl.

= /e3TÖv
w<»bl
b.

(i^riv) v, k'wjfxi, vestio, atraii
i-zxii

lakon.
llesych.

=

ejti'oi,

IxTaaav

=

=

liraaav;

tarent.

in

*.AcppaTTo;

st.
f.

"A'fpaa-o;.

-0

({){})

u.

af):

OKiTiJoTiÄa

ar^ma

265), Inschr. indes überall jö; ferner
als yprjftOat,
ü)vr,«{»7.i,

böot. nach Strattis (Meister, Dial. I, ftiH Gortyn in den Verbalendungen,
(nie

dfxcpaiveaHüi

rb geschr.), auch in upöÖfb)'/,
s.

und zwischen Auslaut und Anlaut

in tat^ Ö-j-^aTepa; u.

w.,

Bau-

nack,
(Spir.

Inschr.

v.

G. 18;

G.

Meyer, 261 2 f.
sx:
iHttavxi,

In
(s.

späteren kret.
das.).

Inschr. findet sich b^

auch für

taxwji

asper u. a: s. § 23, 2; hier sind Laute, noch gleichstufig sind, vertauscht.)
Lippenlaute.

die

weder gleichnamig

§ 32.
TT

c)

u.

ß:

Kret.

dßXo-s;
b.

st.

(ißXaßs;,

auch Präs.
6.

ßÄaTrco,

vgl.

§ 21,

5,

a;

böot.

TroüÄip-o;

Plut.

Symp.

8,

1

st.

߻yXt[xo;,

von PluL aus

-oX'jXt[jLo;

abgeleitet.

ß

u.

r:

Delph. nach
Ti

Plutarch, Q. Gr.

2.

p.

292, e ßaxetv u. ßixpö;
;

st.

TtaxEiv,

-ixpö;; Mrjy.üiiepva u. -ßspva att. Inschr.

Schwanken zwischen
\xp,

ß u.

auch

in
u.

den Verbindungen
'Aixrpaxi7
(die

[t.zp

fxßp

st.

[xrX |xßX st.

jjlX,

als 'Apißpaxia
s.

Münzen
A.,
2);

d.

St.

überwiegend mit

ß,

Dial.-I.

3185,

ebenso

Xen.

u.

doch mit - Herodot Thuk.,
«[ißXaxsTv
u.
(Jfx-Xotxeiv

att.
s.
cp

Inschr. beides, Meisterhans
§ 69,
1.

59

§ 343,
durch

auch
t:

u.

t:,

u.

9:

Dor.

(aber
st.

auch

in

anderen Dial.)

in

l'fiopxsoj

Hauchverschiebung
l7:iopxrjciat!J.i

I7:t6pxea),

u. so

auch
2

in a. dor. Inschr. (Kreta)
f.),

Irtopxövxt

(Gau er, Del.
st.

116

s.

§ 53,

4,

C;

auf

lesb. Münzen Oixxaxo?
cj7ro77ia

17.;

(j-övouXo?, Xiaro?,
Xiscpos,
dies.,

dd-äpaYO?,

arupa;.

gew., jtpövouXo; (Inschr.),

acpupa;,

590771« att.;
s.

hier scheint das

aspirierenden Einfluss gehabt zu haben,
xpacpr];,

§ 62, 1.
TriOaxviov

Für
att.

xpar.TjC

att.

Meisterhans 60 2^

f.

xiÖaxvY)

9i8axvrj

-^toäxviov,

Lob eck,
Röscher,
in

Phr}Ti.

113.

Moeris

p.

393.

Wecklein Cur. epigr. 42.
-avo; b. d. Attikern
cppiv
f.

Meisterhans 80^;
Gurt.
f.

üb. (pavo; u. (früher)
2,

s.
cp

St.

1,

72; Hes.

lokrisch

Trpiv.

71

für

!X£jo-lpor,v

[jiejocpepörjv

9
ß

u.
u.

ß:

Dor.

xoXu|X95v it.

xoX'j[j.ßav.

9: "A|xßpua(cr)o<:

st. ''Afj.9pujo;

(Ahrens
ß);
st.
s.

II,

84

f.;

Bull, de corr. hell.

V, 431 u. Dial. - Inschr. 1520 mit
BiXir-o;,
Einl.
IX

maked.
a)£p.,

allgemein: Bepsvixr,,
,

ßaXaxpö;, -aßotXä u.

w.

(DiX.

9aX.,

xz^aU^,

S.

S.

23

f.

u.

-: Tieoä lesb. u.

böot.

st.

[xerä,

das in beiden Dialekten ebenfalls
der
xoivr,

vorkommt, doch jedenfalls

nur aus

eingeschleppt

ist;

§ 32.

Lippenlaute,

155
3265. 3269),
s.

TTSodt

auch dor.,

als argiv. Treoa/oi'xoi (Dial.-I.
s.

Treoatpopa?

Epidaur.
irsTa

3325, 276 u.
U£Tot.'(s.ixv\)oz

w.,
in

besonders kret.,

§ 325,

6;

auch
in

in

Monat

Kos
I,

u.

Kalymnos,
hell. VIII,

nsTafeiTvto?

Kalchedon, rhod.

risoaYeiTvioi;, Bull,

de corr.
p.

42,

Ditten-

berger,
II,

Syll. p.
{1^,

534;

Ahrens
dass

152 glaubt mit Pott, Et. F.

S.

515
u.

517

f.),

beide

Formen

von
54

verschiedenen
uoü;, so

Wurzeln herkommen, und erklärt

Tieoä als

verwandt mit
Sapph.

Osthoff
wird
ixatr)«

A.,
st.

§

325;
iraTeiv

[xaTstv

([xatetaai

=

auch auch
(die

iraToujai)

als

äol.

von Grammatikern angegeben;
Ixepoi

so

Theokr.

29,

15
I,

I;

o'lxepov
I,

(seil.

xXaoov)

[xaTTj;

Zweifel von

Ahrens

45,

Meister

125 nicht gerechtfertigt);
ajjLaxir,

lakon.
als

9spa[j,voti

(=

öepaTivai) b.

Steph. Byz.;
für

das Hesych.
stellt

kret.,
II, p,

u.

ajAon?,

das er als tarent.
«fi (lat.

aiia^

erklärt,

Ahr.
vgl.
]x

85 mit der ]/
2.

sem, vgl. semel, simplex) zusammen,

§ 188 Anm.

u.

ß:
[j,,

Aeol.

xufxspvrjTr];

(richtig

-ata;)

st.

xußspvi^TT]«;,

auch kypr. mit

Meister
Hesych.

II,

254; aber

ßapfiiTo«

(=

ßofpßiTo;)

45 m.
b.
ß

ßap|xo;

od. ßapojfxo;

(dies

Sapph.

a[xdxiov

=

Ahr. I, p. zusammen; lakon. 154)
stellt

aßa$, abacus.

u.

[x:

Epidauros
att.

ßoÄifio;

rhod.

ßöXtßo?

=

[xoXußoo;,

vgl.

§
dor.

69,

1;

ßapvctfi-evoi

Epigramm Meisterhans
sk.

59-,

auch
in

Epigr.

D.-I.
att.

3175. 3189, vgl.

mrnami kämpfe
ferner

(fxapva(j.£voi

e.

anderen

Epigramm,
b.

749 Kaibel)');
'AopafxuTrjvo;
ßopixa;

att.

Inschr.

2ep|j,uXta

und

(seltener) -ßuXia,

und

(seltener) -ßuxYjvö?,

Meisterhans
219; Antiphan.
C. Stud.

60^;
fr.

Hesych.
(II,

=
[x

[xüp}j.r,;,
f.

Meister, D.
u.
a.

II,

44 K.
129
ff.

28)

ßüaxac

fj-unta?,

m..

Röscher,
(vgl.

III,

IV, 201;

Angermann,
in in

Dissimilation (Lpz. 1873), S. 35.
|xeXi),

Die Verwandlung des
ßXa$
st.

in ß in ßXixxeiv st. fxXtxxstv

in

fiXag

(vgl.

jxaXaxi?),
ist

ßXwaxeiv v. (xoXeiv

gehört

nicht den
s.

Dialekten
§ 58,
t:::

an,

sondern

der Wohllautslehre

zu erklären,

5.

u.
v.

fjLfx

:

Aeol,
OTT

,

wenn
0fx[xaxa,

|j.[jl

aus

7r[jL

(ß|x,

cpfx)

entstanden
v.

ist,

als:

o--axa

y

st.

aXtiiTia

st.

aXsijxfAa

]/

dXi(f.

Für den Wechsel nicht verwandter Konsonanten in den Dialekten aufweisen; denn ijlöXi; u. [xoyi;, xo(ü b. Epich. 19 u. vo£(ü (das Ep. gleichfalls gebraucht, sowie auch voo;), fitviipea^ai u. xivüpeaOat u. dgl. gehören verschiedenen Wurzeln an. Über den Gebrauch von [löfiz u. p.öXt; ist
lassen
sich keine Beispiele

Anm er k.

Folgendes zu bemerken:

ji-oyt;

n. X, 412 hat d. Yen. fioyt?)
')

und

wird von den loniern gebraucht, so bei Hom. (auch stets b. Herod., fx^Xt« bei den Attikern ungleich

Das Verbum
in

bat

offenbar

weder dem attischen noch

dem

dorischen

Dialekte angehört, sondern
bei

kam

in solche Gedichte aus

dem
v.
1.

E[)os.

Homer

alten
5.

Zeiten

ßäpvajAai

für

fAdpva[j.at

Darnach muss gewesen sein. Vgl.

übrigens § 58,

15G
häufiger als
s.

Verhältnis der Sprachlaute zu einander in den Dialekten.
so bei Thukyd.
1, p.

§ 33.

(x6yic,
1,

(nur

7,

W.

8,

27. 34. 92

(x/^yi;

in allen

Codd.

,

Poppo

I,

p. 208, III,
ix^y'«;
')

132; bei Sophokles stets

[j.6Xt;,

];ei

Aeschylus und

Euripides auch

fA<^^>'«

durchaus vorherrschend bei Xenophon,2) so auch bei
aber bei Aristoph.
u.

Demosthenes3)

u. Aristoteles;

Piaton

ist ijui^t;

vorherrschend.'')

§ 33.
Ol u.
C-*

d) Die

Doppelkonsonanten
st. 8ta,

C,

;,

'!;>

Lesb.
Ca

Ca (entst.

aus oja)

als: C« vyxxo;,

i^otßdlXXe'.v

(Hesych.)

st. st.

otaßaXXetv,
oieX.,

C«ßaTo;
xav aäv

(Sapph.)
Jolotv

st.

otaßaTo;,

^aeX£;ä[jLav

(Sapph. 87)

Theokr. 29, G;

inschr. (spät) C« D.-I. 255,
6iä);
Cv'"''-^>

Zövvuao;
6ir,v.

st.

Aiüvuao;
;

271 (die. älteren Inschr. nur
auch das C« intensivum,
als: CäorjXo; Ale. 18,

^^•

Callimach.
d.
i.

so
sehr,

entst.

aus

oia

= durch
C«xoto;,

u.

durch,

ep.

poet. C^öso;,
^ibspi^^,
st.

CarpecpT^;,

Cä^-S'JXO?,

CafJLevr^;,

Carreoov^ Za~iiis.Koz,

Ca~upo;, C«-

ttXoutosj

als Inlaut in xapCa äol. Et.

M. 407, 18

x^poi'a;
s.

so auch
I,

kypr. xöpCa (überl. xopCta) Hesych., Caet

=

oiaei ders.,

Meister

127

ff.,

II,

253.

KapCot hat des

Sept. 288, Suppl. 71.

Metrums wegen Dindorf b. Aesch. 799 geschrieben. Das C möchte im Aeolischen
die

weiches
ao u.
i.

s

(ds)

bedeutet haben, Blass, Ausspr.3 118.

^:

Andererseits lösen
in

Go)

seine Bestandteile
xtü|i.aa6a),

Lesbier nach den Grammatikern C (d. auf, so b. den Gramm. 26eü;, 50070;,
Zeu;,
C^Y«;,
p-eXiCw,
xcü[xaCiu,

[xeXt'jöw,
TiaptaStuv,
(fpovTi(jOTf]v

ßpt'aoa

st.

p^C^;

Ale. 52, dyvaaOTjfjit 124, uuStov

Sapph.

4,

usow (oaSw) 93,
Balbilla;
oft

41,
C

i'ivAuovi

104, aoeu^Xa Melinno,
als:

yöi'aoov

wird aber
Ce6;aiaa,
freilich

beibehalten,
|x£i'C(uv

Zsü;,

Zs'fuptp,

xwfxaCovra

Ale, urodie

i^äwti,

Sapph., so
Zeiten

auch auf allen Inschriften,
zurückführen;

in

die

ältesten

nicht

nur

auf der

kymäischen Inschr. aus röm. Zeit D.-I. 311 steht
(archaisierend).
flf.

rpoaovujjiacosjöai

Es möchte dies ao nur Meister, Dial. I, 129 graphisch von dem gew. C verschieden sein, indem im Altlesb. der
in

Buchstabe Z

anderem Werte verwandt wurde
in

(s.

oben

61

u.

Q,

und

die

damit
C

Zusammenhang stehende getrennte Schreibung
wiewohl
natürl.

des gew.

sich in den Hdschr. fortpflanzte,

ohne
u.
$).

Konsequenz.

Blass,

Ausspr.
als

118 3;
bei

vgl.

auch unten ax

Auch
nicht

bei dor. Dichtern,
b.

Alkman und anderen Lyrikern
Eleg.
1,

(aber

Pindar),

und besonders
in

den Bukolikern finden sich
6 öa66-

Beispiele dieses Gebrauches (sogar b. Xenophan.
fievoi;),

aber nie

dem

reinen Dorismus,

der mit

Ausnahme der
C

lakonischen, kretischen (und megarischen) Mundart überall

unver-

1)

S.

1128

f.


S.

2)

Lobeck ad Aj. s. Poppo ad

306; Ellendt, Lex. Soph. Cyrop.
p.

v. fi.6Xt;

;

Dindorf, Thes.
3, 13,

5,

XXXIII;

Anab.

3. 4,

4)

48; Sauppe, Lexil. v. ^1671?. Schneider ad PI. Giv. 6, p. 502,

3) c.

Kühner ad Comment. 1. s. Voemel, Dem. Cont.,

ad

p.

144sq.

§ 33.

Die Doppelkonsonanten

'1,

?,

ti*-

157
II,

ändert bewahrt.

Hieraus schliesst
st.
^

Ahrens
dor.
,

p.

95 mit Recht,

dass der Gebrauch des ab

.nicht

sondern aus der les-

bischen Mundart
6 u.
^:

entlehnt

sei.

Boot., lakon., kr et., eleisch
6j),

6

statt

anlautendem
1.

aus
b.

als Aeü; b.
st.

lak.,
1.
J^-^,

b.

Adcv

iAi^do?

Z^8o?,

ötofjLO?

Aü)i'Xo;,

6iü£t

=

=

=
owr,

^
st.

(entst.
^u-^ov,

Zsu?,

b. u.

ö-j-j-ov

^o>[xo;;

1.

Inschr.

AeugKiro?,

Cuirj,
s.

5a|j.iü)ovTec

C^ijJ-io'J'^'^s?:

(nb.

Ti^va, Tx^va,

u.),

Gortyn

=

C^Ti)

kr et. Inschr. A'^va eleisch uT:ao'J7tov.
u. Inschr.

In anderen Dial.

AcxvxXy],

Münzen

d. St.

Zankle (Messene)
(öa^x^ov

Röhl
6opxa?^

518,
oopc

vgl.

Hesych.

oay/oXov

Ähren s)

Spsiiavov;

und ^opxa? (Herodot nb.
st.
cjoacp.

oopxa;) Cop$, b.

Homer neben
st.

Ca oa- in oacpotvc?
Cctjx.),

C

(metr. Not), oauxio; (euphon.

ooasx.

oa-eoov,

Blass, Ausspr. 116 3.
[xi^oea

Vgl.

auch

fxsosa

(Archil.)

jxe^ea

(Hesiod)

(Homer), Hdn.
in

II,

572.

ö6 u.

C:

Boot., lakon., kr et.
b.

der Mitte
st. st.

der Wörter
in

(vgl.

§ 64),

so

Aristoph.

Ach.

958
,

Öept6oo>
|j.'J3iooa>

öepi^cu,
fX'jDii^tü
,

der

Lysistrata:
st.

7U|xvaoSo[xai st. Y'j[xvaCo|i.ai
i\>iäobo) st.
<]>id^a),

-oxooost
5

Trpoaö^et,

öupjaooo), T:aiooüj, Trapajxruxiöoa)
ob b.

ausserdem finden
s.

sich
p.

mehrere (lakon.) Wörter mit
öTrto(o)6iJ.evo?

Hesychius,
xoixiooeaÖT]
,

Ahrens

II,

96 sq.;

lakon.

Inschr.,

xpareooa
hell.

böot.

Inschr.;

kret.

Gortyn

oixaSotu,

Oaxos

(Bull,

de corr.

VI, 460)
(gleichs.

cppovTtoSovTE?,
~pa!^a),

Gortyn auch

TipaoocD, aaoocu,

als

von -^-Stämmen
Inschr.

(ja^cü);
s.

Elis
w.,
als:

ßpatooei

=
11,

paii^et

Hesych.,

ypaiö(6)ot,

oixa6(o)cüaa u.

Meister
fj.Qto6av

53;

so

auch bei den
st.

Megareern
ypfjooexe

nach Aristoph.,
st.

Ar.

Ach.

732

[xa!^av,

734

ypf,!(eTE,

während
C

die

megar.
In

Inschr.

gleich

den korinth. und
j 6

sonstigen

dorischen

haben.

Kreta wird auch
alS' xaooixa?,

zwischen

Auslaut
TT
u.
C:

u. Inlaut oft
tppai^u)

zu 68 assimiliert,

G.

Statt

soll

Korinna cppaxTw gesagt haben,
f.

Meyer 262 2. s. Ahrens I,
u.

p.

176; vgl.

att.

apfxoxxtü

dpfjioCio,

«jcpaxxtü

f.

ocpa^tü,

das kret.

IjTTpep-iJLixTev
oft

u.

s.

w.,

oben unter xt

u.

5«;

ferner unten as
1.

und

C-

u.

C:

[xajöo;

(dor. n. Ileraklid.) Xen.
(-cix-

An.

4,

17

(v.

1.

p-ataxo«),

Aesch.

Ch. 545

Blomfield);
I,

Dial. -Inschr.

3246 (Akrai
u.

b.

Syrakus).
ax u.
C:

[xcxoxo;

(ion.

Hdn.

144) Aristotel., Find., die Trag.,
beides ;i)
Ilec.
|xa!;6;

[xa^o«

Hom.;
(-0X;

b.

Herod.

Hippokr.

auch Aesch. Ch. 531
1.

Blomf.), Eur. Ba. 700,
Statt a3

144

(hier v.

-jt-).

u.

aa:

gebrauchen die
27
st. ETTXTjaaov,

Lesbier
iTrizXäl^ovxa

in einigen

Wörtern

C?

als:

IjixäCov Ale.
')

Sapph. 17

statt iTTiirXi^jffovxa

Bei Hippokr.

ist

meistens ausschliesslich

p.aC''j«

überliefert;

Schwanken zw.
das. 318 mit

aaCo:, [AaaTo;, [Aaod6; in den Hdschr. IV, 544, 550 L.; uiaoTo; V,
!^

US;

Hdschr., mit oB Galen.

158

Verhältnis der Sprachlaule zu einander in den Dialeicten.

§ 33.

(ä llcrodiiui

II,

929),

aber

cTTotXajcjov

Sapph. 116.
,

Es
vgl.

sind dies
kret.

Schwankungen
Trpaooo)
(jcj

im Kennlaut
die

des

Verbalstammes
in

oben

u.

dgl.

u.

;;:

Statt C

gebrauchten
XotxTi'aao),

Tarentiuer
über
die
f.

einigen Wörtern

aa,

als:

oaXTiijafü,

cppaajo);
a^o)

denselben Tarentinern
(iva![a>
f.

beigelegte

Verbalendung
101.

äaim,

als

'iva^aoj,

s.

Ahrens
^ u.
'f.

II;

oXi^ov st. oXi'yov

Thessal. Ive^^aviajosv st. ivecpavi^ov. wird als thessal. od. äol. von den Grammatikern

angeführt;
die

Ahrens I, S. 219 hält es für eine Erfindung der Grammatiker, den Namen der thessalischen Stadt 'ÜAi^töv davon ableiteten;
u.

doch hat es auch Lykophr. 627.
(d.
i.

oö)

03:

Auf

einer kret. Inschr. ota'fuXiowv

(gls.

-^wv)

st.

öia-

'^uXaaacDv.
?

u.

cj

(cj):

Die
u.

Dorier
6avetC<o
otijoat);

bilden

von den Verben auf Cw
ywpi^ü), i/wpi;^,

(d.

i.

oju))

das Fut.

den Aor. mit

z st. a, als:

lY5ixa;a|jL£vot;

mit

Ausnahme von
hat
((Tcucai

(oaveTaai)

u. atu^fü

=
z

atDi!^(u,

das beide Formen
a u.

u.

so

auch Pindar, der indes auch
Pind. 59
;i;

zuw. cj

gebraucht;
Coj

Peter,

dial.

f.;
ai?,

auch
als:

in

den von V. auf
Ifoixaci?,

abgeleiteten Abstraktis auf

st.

yeipiSi?,
;

und

in

dem

ersten Teile der Komposita, als:

'Ap|j.o;t'6a|xoi;

auch arkad.

TTocpeTa^covai

von

irapsTa^aj;

aber in anderen Verbalformen, sowie in
st.

Derivatis

findet

sich Gutturallaut
(ital.)

a

nur selten und nur in der

lakon.

und

sikel.

Mundart, daher bei Theoki-it, nicht bei
rjpiJioaTat u. v£vo[j.i'ydat

Pindar, als: apjxoxxat
^x£xpaTrjpt);rj|j.e;

=

=
v.

v£vo[j.to9ai
xpaTrjpi'^tu,

Pythag.,
iXu-ji'yör,;

Sophr, 71 =^
fxeXixras

dxExpaTTjpixstfjLSv

Theokr. 1, 98;

Theokr. 4, 30

v.

[xeXi'^cu;

auf Inschriften

kommt
Ol

in diesen Fällen

nur a vor, als xaTsotxäj&sv,

v£vo[xta|xat, Xo^iaTat,

apfxoaxai,

auch lakon.

bei diesen

Verben

ein

apfxojTTjp. Darnach kann mau Schwanken zwischen gutturalem
a. Curt.

nicht füglich
u.

dentalem
ff.,

Kennlaut annehmen (Cauer, Sprachw. Abb.
G.

Gesellsch. 127
-zi

Meyer
s.

466

2)^

sondern wird glauben, dass aus altem

(s.

§ 31
-aza.

TT u. aa) unter
u.

den Einflüssen der Analogien von Aoristen auf
ist,

w.

$

geworden

statt

wie

sonst

as.

(Ar/ascjEoj

Kalymna
Gründen;

Bull, de corr. hell. X,

240 nb.
Argos

<\iar^izr^'zai,

offenb. aus euphon.

so

oixaaoai'sv

löixaaaav

D.

-I.

3277;

desgl.

(7) ip'(ä{a)aaabai

Epidaur. D.-I. 3325; von

jyt^tu nicht

nur Pind.

ayi5(a)£,

sondern auch
ist

die epidaur. Inschr. D.-I. 3339, 99 dcvayicjavTcx.)
xXai-ycu

Ein bes. Fall

(d.

i.

xka^iü) schliesse (xXsico)

auf den tab. Heracl.,
teilt:

wo

das

Präs.

den Guttural mit sämtlichen anderen Formen
ötTtoxXa^ov
ff.;

xXaxToi^

Andauia, xXocSw
C. Stud. X,

Theokr., Subst. xX5c, xXaxo;.

Morsbach,

18

G.

Meyer

218 2 Anm.

Die Sikuler sollen

nach Heracl.

b. Eust.

1654, 18 eine Neigung gehabt haben, die V.

§ 33.

Die Doppelkonsonanten

C,

^,

']>.

159
dTt|j.a^cD,

auf am in V. auf a^w umzubilden, als

:

ai^^ä^iü,

avta^w,

so dxpoa^o-

jxevaEpich. 75 v. dxpoaciöai; daher b.

Theokr.:
yaXdcat

l-^IXa^s, -/eXa;«? v. 7sXdcu

(Morsbacli,
yaXotoj

C, Stud. X,
(v.

21
1.

f.),

(yaXdS<xt?
2,

auch Pind.)

v.

(aber auch I'f0a;a
in der

Icpöacjja)

Theokr.

115

v. cpftd-v-cu); ^)
i-/ß.}jj.{<3)^'3..

auch

gew. Sprache erklärt sich hieraus £7£Xa3(j)a,
;


<s

Ferner steht

für

acj

(xr)

in

neuion.
die Präp.

ot;o«,

xpi^o;,

att.

oitto:,

xpiTTo;,
u.
$:

gew. (auch ep.)
,

oi^jo?, xptjjo?.
i'i

Boot., thessal.
in
ec,

arkad. wird
iajdpyi
st.

vor einem folgenden
in l^a verwandelt,

Konsonanten
als:

böot.

auch vor einem Vokale
I^dpyet,
li'/ovo;

B. lu

Moxjdtüv,

=

Ixyovo?;

thess.
ejxetJiv,

^a-^ovoi;,

ijoopLEv,

aber

Icsp^aadetaecri^eiv,

ark.

IjooBevxoiv,

aber
Iv

I^£ctxo>5
Ttspi?

so auch auf einer böot. Inschr. sonst vulgären Dialektes
TToXeaiv
St.

xai?

;r£pt$5

ebenso sj für
cuv

2$

(saxTjOexdxTj),

vgl.

§ 72,

Anm.
auv

4.

410 von
ist
(juv

im Attischen etwa um abgelöst (Meisterhans 181 2)^ in anderen Dial. aber
Die Präpos.
wird
s.

schon althergebracht,
st.

§ 325,
xot?

5.
st.

Im
xöi;,

Ausl. j für

c,

italiot.

ßawa? (Hesych.)
b.

ava^,

dor.

Akk.

xo'iv

Epicharm.
II,

Poll.

10,

174;

eleisch xüXXa?
axt'cpo?,

(xüXXa

Is.

Voss,

Meister
23.
ci'f o;

59)
ox u.
z''

=

ax'jXag.
^Lcpoc

Statt

dor.

so

axtcptiopia

,

axtcpia?

Epich.

29,

axtcpax(!t[j.o;

lakon. Inschr. 55b, v. 62

Müllensief en; aber
^i'cpso;),

Ar.

Lys.

156.

Die alten Grammatiker legen scheinbar diese Eigenebenso ar
der

tümlichkeit auch den Aeoliern bei (aber Ale. 33
st.
«];>

3-18

dirlXtov,

anakic,
(s.

f.

<]>£Xiov
I,

<\taki^'^

in

That aber haben

die betr.

Angaben
(überl.

Ahrens

p.

49) nur so einen Sinn,
TCa£X(X)iov
liest;

wenn

mau
b.

xaicpo;

Bk. An. 815, 32),
p.

(überl. cod. Barocc.

K.

Schneider, Bodleiana
i

43)

denn

es

soll

gezeigt

werden, dass
äolische
sie
ycj

^

^

Doppelkonsonanten sind, und dafür wird die
(ypcicpouat)

Schreibung
alters
TTff

angezogen.

Die Aeolier
(s.

also,

wie

vor

nicht
für
I,
4'«

C

schrieben sondern aS
^»ldie

o.),

so

gleichzeitig

für $ u.

anderen,
I,

hierfür
ilpax;,

unzweideutigen
niXo;:;,

Stellen
als
^

Ahrens

48 (Meister

126),

wo

"Apa-;

Bsp. erscheinen.
x:

u.

XX,

Im Zusammenhang mit dem Wechsel zw.
c

ax

und
den

;

steht der
2 f..

zwischen

und

xx,
ist

x,

auch

ax,

s.

darüber G.

Meyer
in

247

unten

§ 57,

1.

Kx
tix,

ein

speciell

griechischer,

verwandten
dafür ks.

Sprachen sich nicht findender Anlaut;

das Sanskrit hat

Ebenso

yH,

cpl),

s.

das. 255.

249

flf.;

verwandten Sprachen im allgem.
$uvü? (cuv, aüv),

sp.

dem -x <p& entspriclit in den Im Griech. vgl. man: ion.

gew.

xo(v6;,

rhod. xxoiva

D itteub erger,

Syll.

305;

1)

S.

Ahrens,

Dial.

II,

p.

91 u. 285;

Morsbach,

C. Stud. X, 22.

160

Verhältnis der Sprachlauto zu einander in den Dialekten.

§ 34.

xxavEiv xotveiv (Priis. xaivtu) kret. ly.v.h in xaTa7xevT,i

Mus. 1886, 313; Baunack, Stud.
Hesych.).
'\>

I,

4),

xrei«

u. caivw (;äviov

Gortyn (Blass, Rh. =; xxiviov
vor fdaf.
xt).

Im
tt,

gortyn. Dial.
irx,

kommt auch
'jnjxxto,

inlaut. xx nicht
»}<iv

n.

air,

dcp,

«p,

cpd:

ocptv

a^i, syrakus.

|i, lakon.

(Empedokl.
Ttüe/.ov
(j^eipet

188

St.)

cpiv;

titÜüj,

der.
d,

iTticpÖuaotu

Theokr.

,

'jiuxxöv
»{/lai?

Hesych.,

lat.
st.

spuo,

speien

(spiuwan

althochd.);

Hesych.

cpBi'si;,

cpOei'&ei

(Ro scher,
19,

Gurt.

Stud. 1, 2, 125,

der

freilich dies

anders erklärt, wie auch G.

Meyer
6)

212

2);

im Lakon.

(Dor.)

<|/i'Xov

=

TTxiXov

(Pausan.

3,

vgl.

atj^iXov

=

ar.xtXov

Hesych. ([/ -ex fliegen) scheint Übergang von ttx in ^ vorzuliegen, vgl. Röscher, Gurt. Stud. H, 423 ff. Für den Wechsel zw. t:x und
TZ

Vgl. TTxöXi« TixoXi'eiHpov

Hom., auch kypr.

71x6X1?,

desgl. arkad. Pausan.

8, 12, 7,

Ol xxoXi'apyoi (xx

aus rx) thess. D.-I. 1330; rTÖXefio;

Hom.

u. nach Gramm, kypr., s. auch § 57, 1; -xeXsa Ulme u. -z/Aa Epidaur. D.-I. 3325, Z. 44 (s. Prellwitz z. St., Meister II,

260); x:uxv6? und

tixüscjw

Hdn.

II,

^

u. a:
'];:

^FaiTcpot

Sapph. 59,

^I'ä-cp'

1,

233; anderes b. Meister a.a.O. 20 (aber Sautpoi Alk. 55).
st.
ot'{>£xxo;.

a u.

Tarent.

ajsxxo; Rhinthon b. Hesych.

§ 34.
u u. X:

e)

Wechsel der Vokale und Konsonanten.
X

Gewisse

Kreter verwandelten

vor einem Konsonanten in

u,

=

so b. Hesych. aixav
aXcTOC,

öeu^eaSai

= =

dXxdv, auxüova
au-^etv

BeX^ejöai,

= =

öcAxuova, ayfia
iX^eXv,

eu9s?v

= =

aX[XTj,

ayso;
;

^Ädsiv

vgl.

im Franz. autre aus alt(e)rum, chaux aus calcem, beaux aus
kret. Inschr. hat sich

beilos.

Auf
- f.

noch nichts derart gefunden, ausser
mit
X).

viell.

auf den

Gort}Ti. Taf. 5,
t

18

dSsu'flai (sonst das. stets

G.

Meyer

179
S.

u.

a,

p:

Kret.
und

TipeT^u;
s.

=

upsaßu;, upetYiaxo«, Kpst7T^ia, Trpsfjfeuxat u.
ixaixu; st. ixdpxu?
;

w.

auf Inschr.,
xAtYXrjxrj?

§ 28, b ; kret.
'A^^eXcixa; (D.-I.
u.
2,

umgekehrt 'A-öXXcuv

3430) auf Anaphe.
(thessal.
avcp.)

7 u.

i:

Boot., lesb.
Sapph.

dor.
14.

ä-fpioi

=
an

aipeco,

a-^psi

u.

xaxfXYpet
ttYpeixe

43;

b.

Hom.

a7pet,

fass

=

auf denn,

(Antimachos

mit

Umstellung

dpYstxe,

Herodian

H,
;

383),

aoxd^peTo?

=

auSaipexo?^ -aXiva-^pexo; (Theokr. 29, 28),
*).

i;aJ7perv

ferner

«Ypa, (ifpeueiv
V

u.

a:
u.

in d.
s.

3.

P. Plur. ion. u. att., als: ijxotXaxo, x'jrxoiaxo, Tre-xsaxai
s.

w.

st.

IsxaXvxo u.

w.

S.

§ 214,

4—8,

u.

über andere hierher

gehörige Erscheinungen § 08, 4. Über die Assimilation, Verdoppelung, Umstellung, Anmerk. Abwerfung und Einschiebung der Konsonanten in den Dialekten siehe
die

Wohllautslehre.
1)

S.

Buttmann,

Lexilog.

I,

S.

129

ff.;

unten § 343.

§ 35.

Allgemeine Bemerkung über den Wohllaut.

161

Zweites Kapitel.

Wohllautslehre.
§
3-5.

Allgemeine Bemerkung über den Wohllaut.

1. Der Wohllaut einer Sprache beruht vorzugsweise auf dem ebenmässigen Wechsel verschiedenartiger Laute, indem

sich ein

der Spirant a mit einer Muta,
bindet, als: £3ouX£6i)Tjaav;

Konsonant mit einem Vokale, eine Muta mit einer Liquida, eine Muta mit dem Spiranten o vertlXsxo),

Ypacpto;

oTrctpoj;

'Izöoto

(=

Trosuofu),

Ypa^fo

(aus

7pacp-ou)).

Denn, wie schon Plato bemerkt (Soph. 252,

E

passen zu einander, andere passen nicht; bei welchen dies oder jenes der Fall, ist Sache des Grammatikers zu erforschen. Aber jede Sprache hat auch in dieser Hinsicht ihre
f.),

einige Laute

Besonderheiten und ihren eigenen Geschmack, i)

Dass durch die Spaltung des A-Lautes die griechische Sprache vor der altindischen

(dem Sanskrit)
bewirkt
wird,

einen

grossen

grösserer Wechsel der Vokale
ist

§

9,

Vorzug habe, indem dadurch ein und somit ein grösserer Vokalwohllaut 2 bemerkt worden. Dagegen steht die
darin nach,
j,

griechische

Sprache ihren Schwestern

dass

sie

durch

Ausstossung der ihr unangenehmen Laute

f, a

oder durch Ver-

wandlung derselben in Vokale in vielen Wörtern und Wortformen an grosser Anhäufung von Vokalen leidet, als: oiq st. o/i;, ovis, cxiwv, aevum, ßoö?, bovis, o7.r,p st. ooti/T,p, sk. devaras, 1. levir, £it,v st. sk. (a)s-jäm, säya st. /e/äyot. £oJT,v, 1. essem, Daher hat die griechische Sprache viele Wörter und Wortformen ohne Konsonanten und selbst vielsilbige, die aus lauter Vokalen bestehen oder nur einen Konsonanten haben, als: (pa (st. w/ict), ova, aio> (dt/i'to, sk.
av-ämi, beachte),
V. a/Tj[jLi),
oT/ioio
oi'oiO;
eit)

(st. lojr,),

[-(j,

Uit) v.

nr,[j.t,

e-jotsa

(st.

eua/ia
8tji6(o,
s.

V.

fjäfioq
st.

(Alkm.

fr.

79 Bergk.

irup ts 8a/tov),

äd(o st. a.fd(o, t^eXio?

(Z'j(a)£Xio?

ot/iXio?,

dtaocTo? st.

aa/axo; u.

w.

Die Griechen fanden solche Häufungen von Vokalen nicht durchaus

unangenehm, im Gegenteil bemerkt der Rhetor Demetrios (-. ipfxr,dass Wörter wie AiaiT], Euo? gar nicht übellautender, eher sogar fiOü-jtxaiTEpa als andere seien der Zug der (nachhomerischen) Sprache geht indes auf eine Verminderung der Vokalfülle entv£ia; § 69),
;

schieden hin.
2,

Durch den Zusammenstoss

gleichartiger

Laute,

wie zweier

Vokale, sowie durch die Anhäufung von Konsonanten, die sich schwer
1)

Über das

Griech. u. Latein, vgl.
fT.

Pott,
T.

Lat. u. Gr. in einigen ihrer wichtigsten

Lautunterschiede, K. Z. XXVI, 113

Kühners

ausführl. Griech.

Grammatik.

I.

11

162

Wohllautslehre.

Steigerung der Vokale.

§ oC.

mit einander aussprechen lassen, entsteht leicht ein Übel laut, zu dessen Hebung die Sprache verschiedene Mittel anwendet, die wir im Folgendem auseinander setzen werden.

Sowie jede Sprache, so hat auch die griechische gewisse Wenn Konsonanten, deren Natur sich mit einander nicht verträgt. daher durch Flexion, Ableitung oder Zusammensetzung solche Konsonanten an einander treten, so sucht die Sprache den dadurch entstehenden Übelstand zu heben, indem sie den erstcren dem folgenden, seltener den folgenden dem ersteren gleich oder gleichartig macht
3.

(Angleichung, Anähnlichung),
aus XeXeYxat.

als: sX-XstTro)

aus

Iv-Xet-to, lilzxx7.i

Zuweilen jedoch scheut die Sprache auch den Gleichlaut
gleichartiger
st.

und

stellt

statt

Laute

ungleichartige

her

(Dissimi-

lation)^

als:

la-K'sw

Sacpcpo),

oder in zwei auf einander folgenden

Silben, als:
4.

Trs-cpi'Xrjxa

st.

cpe-cpiXT,xa.

Die Konsonanten sind wenigeren Veränderungen unterworfen
Vokale.

als

die

Denn

die

Konsonanten bilden den

festeren,

die

Vokale den leichteren Bestandteil des Wortes; jene sind gleichsam
der derbere Körper des Wortes, jene die beweglichere Seele.
cptuvTjsvxa T-^ tluyf^i.ov/.'xoi, xoc

(Ta
II,

5s oufxcptova tö5

oa)[xat;t,

Bekker, Anecd.

vde Plato sagt (Sophist. 253, a), die Vokale sind das zusammenhaltende Band, welches durch alles hindurchgeht.
p. 796), oder,

A.
§ 36,
1.

Vokale.
i)

Steigerung der Vokale

(starke

und schwache Wurzelform).

Die Sanskritgrammatik lehrt eine zweifache Steigerung der

kurzen Vokale, wodurch dieselben zu langen Vokalen bezw. zu Doppellauten werden; der eine, niedere Grad der Steigerung wird Guna, der

Guna ist der Vorschlag wodurch aus diesen Vokalen e (eig. äi), ö (eig. äu), ar entsteht; Vriddhi ist die Steigerung von ä zu ä, von i i zu ai (d. i. ai), von u ü zu au (d. i. äu), von r r zu är; es wird also (abgesehen von dem Falle des a ä) ein ä vorgeschlagen. Diese Erscheinungen sind in der Flexion und Wortbildung des Sanskrit
andere, höhere wird Vriddhi (Vrddhi) genannt.
eines kurzen

a vor

i

T,

ü

ü,

r r,

ausserordentlich weitgreifend.
2. Im Griechischen zeigt sich wenigstens die dem Guna analoge Erscheinung ebenfalls in bedeutendem Umfange, und es ändert an dieser Analogie nichts, wenn man heutzutage geneigt ist, die gunierte

Form
1)

als

Grundform und

die andere als deren

Verkürzung anzusehen,
Christ,

Vgl.
u. a.

Schleicher, Komp.
m.

d.

vergl.

Gr.

S.

622

ff.;

Gr.

Lautl.,

S.

63

ff.

§ 36.

Steigerung der Vokale.

163

also

z.

B. nicht

mehr von

überhaupt ein Hilfsmittel grammatischer Erklärung, mit nichten etwas aus empirischer Beobpcu zu sprechen.')
ist

einer Wurzel Der Begriff Wurzel

'po,

sondern von einer Wurzel

achtung Festgestelltes.
drei

Da nun im
entsprechen,

Griechischen
so

dem

indischen a die
die
a.
e,

Vokale a,
vortreten

e,

o

besteht im
t

Griechischen
o die

Steigerung darin,

dass einem wurzelhaften

oder

Vokale

oder

und mit dem
a)
OL

t

oder

u

zu einem Diphthongen verbrenne, al^-oc, Brand, aid-wv,

schmelzen.
brennend,

Also
ali\-rip,

-{-

i,

z.

B.

ai'ö-iü,

Äther,

ocl'ö-pa,

heitere Luft,

]/
i

i^,

sk. idh,
i,

indh-e
Xsitt-oj,

(zünde an), idh-mas, edh-as (Brennholz);
XI-ÄotTT-a,

b)

e

-}-

u. o -]-

als:

Ä01--Ö?,

[/

Xit:

(Xiü-eiv),
(lo-etv),

rLsiO-o),

-stO-ö),

ire-TioiO-a,

]/ -lö

(7:18-

esÖai),

elö-o?,

olo-ot,

y
61

10

Ipeu-tu (Ipix-etv),
(jTei'y-a>,

IpeiTi-tu (ipiTt-eiv), Xeiß-stv

(Xiß-äc),
c)

8e-ooi-xa,
u,
£
-|-

y
u,

(os-oi-jxev),

axoT^-o?,

]/ ariy (ari^-eiv)
f.

5

a

+
1.

-j-

u,

als:

a-jo),

dörre, sk. ]/ gush
1.

sush,

E-J-to,

senge, sk. |/ ush, osh-ämi
XÜ-/VO?,

(st.

aus-ämi),

uro, us-tor, Xvr/M ]/ Xux, vgl.
cpeu^-oj,
*}^eü6-cD,

lux, lüc-eo,

xpou^-i^, sk.

kruc (kruk), kroc-as (Schrei);
]/
^u-y

TTS-cpeuY-a?
i|/eüo-o?,

y 9^7

(?UY-etv, 907-7]),
((j^uo-poi;),

^eii-y-vuixi,

(!^u7--^vai,

Cu^-ov),

|/

«l^uo

aireuö-cu,

otiooS-i^,

j/ aTtuo,

s-peü9-o),

y ^uO
Die

(l-p'jt)-p6;),

IXeuö- in ^X£Ü(8)jo|jiai,

Hom.
;

efXTQXou&-a,

j/ iXuö in tjXuOov.

Steigerung ou

kommt
1.

selten vor
Steigerungen

gewöhnlich wird dafür
at

eu gebraucht.

An merk.
erstarrt sein,

Die

und

a'j

müssen im Griechischen bald
i

da dasselbe keine Wurzeln mit einfachem oder u daneben aufzuweisen hat. Aber auch sonst fehlt bisweilen die Wurzel und kann nur nach Analogie anderer Wörter angenommen werden, als: or'jo zu oreu-Sw, ottouS-t,.
3.

Der

r -Vokal

des Sanskrit fehlt im Griechischen;
sk.
(ps)

indes

zeigt
hier:

sich
p7.

eine

Analogie zu der

Steigerung des r in
gesteigerter,

ar

auch
eXi-ov

(ap)

kurzer

Stamm,
cpsüyo)

ep

oder nach anderer Auf-

fassung:
XstTToj,

sp (pe) starker

Stamm,

pa (ap) schwacher.

Wie

und
diese

ecpuyov

und
jene

verhalten sich sopaxov und Sspxoaott, lirpaDov
zeigen
in

und
mit

TTspOto;

Formen

einen kurzsilbigen

Stamm,

einen langsilbigen.
für
u.
c(),

Aber schon
expotTtov,

den Aoristen
ist

y-ixctp-ov

(äol. a[xßpoTov,

£rapTrr,v

(nb. e-paTCT,v) zu T£p-(o, in
sxpacpov)

den Präsentia
Analogie

xpsTOo,

xpicpo)

s.

w. (Aor.

diese

gestört,

indem entweder der Aorist lange, oder das Präsens kurze Stammsilbe hat; auch lautet dialektisch das Präsens mit a xpa-w, xpäcstu. 4. Die Neueren 2) lehren ferner einen schwachen vokallosen Stamm gegenüber einem starken mit s: ttx schwach, sttxÖjjltjV, -ex
stark,
-3xo[j.ai,

so

so/ov zu s/to,

eaTrofjirjV

zu

s-otxai,

tti-ttc-io

St. ttex,

£7rc-cpv-ov St.

cpsv u. s.

w.

Indes zeigt sich schon an diesen Beispielen,
ff.

1)

Nach A. Fick,
der auch (wie

Bezz. Btr. IV, 16

2)

s.

Fick

a.

a.

0.;

G.

Meyer,

S.

102

ff.,

Brugmann

in seiner griechischen

Grammatik) bezüglich
ist.

des folgenden sowie des vorhergehenden Punktes zu vergleichen

11*

|ß4
wie wenig
feste

Wohllaulslehre.

Ablaulung.

§ 37

Regel und einheitlicher Grund in allen diesen Spracherscheinungen ist. Denn nach Analogie von £7rT0|j.T,v müsste es nicht eiTETov (etteoov) von Trt-T«o heissen, sondern Itttov; -({--(v-oiirti hat den
angeblich kurzen
d7£v6|XT(V

Stamm

yv

im Aorist keineswegs, sondern

es heisst

e-YEv-To.

und auch in der poetischen Verkürzung nicht I-yv-sto, sondern Wir werden diese Vokalausstossungen in der Lehre von der

Synkope
eoyov,
lassen,
oofxc»)

43) behandeln,
u.
s.

und wollen
die

hier nur

noch hervorheben, dass
der Metathesis erklären
-üte

Ittt6[j.TjV

w. sich auch auf
aye

dem Wege
r.er,

indem thatsächlich
oder
iria (sTTTaxo,

Wurzeln

oey als
(jyr^\i'y.,

(-xs-p'^v,

-t-f,-

ETiiTj),

(oy/jOa),

oyic,

wie

1%,

\)iz)

von einem derartigen Bildungsgesetze vollends wenig Spur vorhanden; denn die Wurzel as (gr. io, Vb. substant.) ist am wenigsten von allen geeignet, zum Belege allgemeiner Spracherscheinungen zu dienen, und die Flexion asmi, asi, asti (stark),
erscheinen.

Im

Sanskrit

ist

Plural5.

smas, stha, santi berechtigt nicht, dem Griechischen ursprüngliche und Dualformen von eiijli ohne anlautendes s aufzunötigen.

Dagegen

zeigt sich

im Griechischen weitverbreitet
r,

eine zwieev
o.

fache Gestaltung der Wurzel in Bezug

auf den Nasallaut: stark
stark
uv,

(ov), schwach a; dazu (seltener) stark tv, schwach So in mehreren epischen Perfekten: ^l^ov-c«, Du. ev

schwach
ferner

-izyl-xriv,

Plur.

-(e-i-a-otat,

auch im Subst.

xo

[isvoi;;

so

[xlfj-ov-a,

|xe[xa-a3t,

[jivo;;

xsivoj

St. xsv,
xXi'vcu

Aor. Pass. Ixa-driv,
IxXiÖYjv

Pf. Pass. xka-p-at,
IxXi'vi)y)v)

Adj. verb. xa-x6?;

mit

i

St. xXTv,

(doch auch
Tiai^eiv,

xexXi|xat;

analog xpivw,
i:ev({))c70|xai,

t:Xüv(u;

mit

folgendem
Ulrriya
als

Konson.
u.
a.

TiciaojjLat

d.

i.

-iTTOvfta;

Xa/eTv,
keit,
[EV,

m.

Aber auch

hier

ist

weniger Folgerichtig-

es

als stark

nach diesen Beispielen scheinen könnte. Der Stamm erscheinend in ylvo?, erscheint als schwacher Stamm in
sich freilich i^aöiiriV nicht gut bilden liess.

£7£v6ur,v,

wofür
V

(ursprünglich) konsonantischer

Endung

findet der Verlust des
xxsi'vcu

Nur vor stamm-

auslautenden
Aor. Akt.

statt;

daher
starker
ߣv|}o<;);

auch von

(Aor.

Pass.

xxot;i.£voc)

Exxotvov,

kretisch sogar mit e eoxevov. Ferner zeigt sich das

a häufig auch da,
(nb.
tcevtSo;),

wo

Stamm
Vgl.

erwartet werden müsste: -aöo;
ev

ßa9o? (nb.

Über parallele Geltung von
w.

(av)

und a
6.

§ 68, 4.

Über

die

Dehnung von
§ 37.

a zu ä u.
Ablautung.

s.

s.

§ 37, 2, § 38.

1.

Die

Umwandlung

des

Wurzelvokales

s

zu a

und

o

wird

Ablautung genannt. Sie findet nur bei Wurzelwörtern oder solchen statt, welche unmittelbar von Wurzel Wörtern stammen, und dient Die Ablautung zur Bildung von Zeitformen und Ableitungen.
in der deutschen

Sprache stimmt mit der im Griechischen zuweilen

§ 37.

Ablautung.

165

auffällig

überein,
ist,

schiedenes

vgl.

wiewohl das wirkliche Verhältnis ein etwas verxXsTtToj, yixXocpa, IxXStitjv und stehle, gestohlen,
i-Tpa(p-Tjv,

stahl,
cpXr^-iD,

xpecpu),

xE-tpocp-a,

Tpo<p-6?,

Tpocp-rj

,

Tpocp-euc,

Tpacp-epö?,

cpXöc, cpXoY-jJ.ö;,

ar^XX-w, e-oTaX-xot, l-aTaX-Tjv, jtÖX-o;, aroX-i^, oxoX-jxo;.

Von der Wurzel ßsX hat sich durch Ablautung gebildet ßoX-o?, ßoX-7j und das Verb ßoX-et«, von dem ßeßoXrjaxo II. t, 3, ßsßoXTjfisvo? t, 9. Od. X, 247 vorkommt, st. des gewöhnlichen ßsßXTjfxai v. ßaXXtu. Die Regel ist, dass e im Präsens, Aor. I, Fut. u. s. w. steht, auch in den abgeleiteten Subst. auf o:;, G. so?, o im Perfektum II (seltener in dem Perf. I), dazu in den Ableitungen auf -o;, -tj, -eu; u. a. im Aor. II, bei den Vb. liqu. aber auch im Perf, I und im Passiv. Die Form mit a ist als schwächste anzusehen. Für ßaXXo) erscheint demnach das arkad. osXXco in Bezug auf den Vokal als regelmässiger, Sowie s zu o, so während a in IßaXov der Analogie entspricht. verhält sich si zu oi, su zu ou. Hat die Wurzel den Vokal s, so
et

ist

der Ablaut
£,

o u.
o,

a-

hat
]/

sie

aber

i,

so entspricht dies
i.

dem

a,

zi

dem
Aor.

Ol

dem
5

als:

cpftep,

Präs.

tfSsi'p-w (d.

(f^ip-jw), Pf. l-cpv>ap-x7,
xtev,
,

Icp}}ap-T]v,

Pf. II l-cpöop-ot, (pöop-a, cpöop-euc,

roXü-XTOv-o;

y

xt£iv-ü),
Xitt

l-xrav-ov,
IXtTiov,

|/

-i:t{}

ttsiÖ-o),

tte-tiou'}-«,

^7r£-;:ii}-[Ji.£v

|/

Xei'r-cü,

Xe-Xoma
s7tou6-T^,

,

XotTT-o«.

Die Ablautung von
u.
S.

su in ou

zeigt

sich in aireuo-w,

CTTtouo-ato;

w., xeXeui^-oc, ä-xöXouö-oi;,

d-xoXouf}-ia.

Die voll-

ständige Reihe von

u,

eu,

ou

findet

sich

in

dem

epischen TjXuöov,

IXeuaoaai, eiXrjXouöa; kretisch indes heisst es ajjLcpsXTjXeuöcv, Gomparetti,

Mus.

it.

II,

630.
tj

2.

Die Ablautung von

in
vj

w

(selten)

entspricht der
Tj),

von

s in o

die vollständige
Tjvat),
^TQ7-vu[jLt,

Reihe

ist

a,

(auch dor.
^0)7-6?,
f'UJ7--fj,

co,

wie

in

y

^07 (^a7^0)7-10.7)5

ep-ptu^-a,

^(öc,

G.

(ttoyaXioi;,

p(07-a;,

äprj7-a),

cxp(u7-Yj,

dpü)7-ö;5 xaraTTTax-ojv,
fehlt

Ti-nfja^co,

jiTwaau), TCTcoyö^J bei Tpa)7a)
TpT)7,

(|/ Tpa7
(Btr.
sei

in
f.)

Tpa7-erv)

das

Zwischenglied

Nach Ahrens
es
co
t,
,

83

entspricht diese Ablautung genau der ersterwähnten:
z

dem

a ein

bezw.

vorgeschlagen, wobei aus sa
pyi7vu[xi

aus

oa

entsteht; also
XeXotirot.

(psa7vu[jLi)

wie

|X£i7vuu.t,

Xekto, {ippoa-^a) epptü7a wie
in

Sie findet sich insbesondere

noch

der zweiten Silbe von
s

attisch

reduplizierten Perfekten,
als

Substantiven und Adjektiven mit
als:
lö-o)

oder a
(aber Pf.

entsprechender Kürze,
s.y-oi,
,

ep.,

lo-wo-i^,

io-wS-ijxo;

li^Tjoa),

ep. Pf.

oy-wx a

(ox-toy-a),
seit

(jx-my-r^,

cf^-oi,

aywi-ri,

ci7-(U7-etj;,

ä^-vi-f-iiioe:

in

Kompos.

^7:-ci7(ü7-fj;

dem

5.

Jahrhundert

(^Wackernagel, Dehnungsges. 58)
VI, 322 L., doch
y^oXT^^öc,

st. -r,7Ü«

(eigentUnil. yoXr,7a7Ö; llippokr.

nach Cod. A);
in

ix-r), dx-tox-Tj.

Fick, Bzz.
das.

lUr.

1,

17.

Die Ablautung von
x£ip-tü
i.

e

ou

kommt nur ganz
vgl.

vereinzelt vor,

als:

{]/ xep), xoup-d, xoup-eu;, xoup-eTov,

Fick

18, Curtius

d.

Stud.

I,

1,

252

u.

A.

\C£

Wohllautslehre.


10

Dehnung der Vokale.
findet sich

§ 38.
7, 272. t,

An merk.

Von Mp-uj

(ci/efow)

das Plpf. ao^pto

II.

wahrend sich 25:} st. VJfjto, das von Hesych. aufgeführte eiopro als ionische Umbildung (§ M)) von T/jpto verstehen l.'lsst, gleichwie att. [xetäopo;, ep. [i-Errjopos (äol. Treoaopo;). Dagegen e'o>\\-x,
-/"cpTo

(vgl. äofjWjp);

das

erscheint als unregelmässig,

V

i\),

•/!»

(?rto;,

eih.»,

T'f)o;)

ist

mit IpptuY« u.

s.

w. zu vergleichen.

§ 38.
1.

Dehnung der Vokale.
besteht
darin,

Die
a,
r^

Dehnung
u,
s,

der Vokale

dass die kurzen

Vokale
ä,
i,

X,

in die
(I)

langen Vokale bezw. unechten Diphthonge
ou

ü,

und

£t,

und

verwandelt werden.
d.

Sie

ist

entweder
in

eine

Formationsdehnung,

h.

eine

solche,

welche

der

Flexion oder Wortbildung angewendet wird, oder eine Ersatzdehnung, d. h. eine solche, welche zum Ersätze schwindender Konsonanten dient (GelliusN. A. II, 17, 8: detrimentum litterae productione syllabae

compensatur,
(rhythmische).
2.
att.

s.

Brugmann,

C. Stud. IV, 61), oder eine

metrische
s,
i,

In

der

Formationsdehnung
rf,

wird a
arjuco

in

rj

(nach

'p

in ä); s in

in cd;

i

in

i;

u in ü

gedehnt.
zu

So im Präsens
aiv:,

der Vb. muta: Xtq&w zu Xai%
pfTTTü)

i^oop-ai

zu ao,

xpl^ta

ZU
t

xptji,

zu

^Ycp,

xücpcü

ZU
si,

Tucp, cppu^cü

ZU

cppu-f.

Doch

eutspricht

dem

u

des

Aorists häufiger

eu,

als Xsiiito,

cpstSya).

Der lange Vokal
als
Xa^l^ofiai)

zeigt sich
U^atü,

dann auch
XeXTjda,
X^lxjjLa
X^^l^i?

in

sonstigen
(Xaß)

Tempora und Ableitungen,
(ion.
Xa[x'|/oiJLCxi
f.
,

(Xad)

XeXYjajxai,

Xrn];o}jLai

siXYicpa

siXrjfXfiai

u.

s.

w., (aS) rjou?

y]oovtq

u. s.

(einzeln

(xEixTjXa

Pf.

zu

[jlsXw).

Eigentümlich
Joh.

ist,

wie dabei

als

gleichwertig
Xotv^avoo
fi.

mit der Dehnung die
nb. Xrjöavo),
avoavco,
s.

Nasalierung erscheint, als

Xaij.ßava>,

Schmidt,
cpuYYocvo)

Indog. Vokalism., S. 118

Vgl. auch XifA-avoi mit

XeiTio),

mit

cpsu-ffo,

XsXoY/a mit

zX\r;/a.
tJTTifj.1

Sodann

ist

Dehnung
xiörjjxi

im

Sing.

Präs.

der

Verba
d.
i.

auf

-ixi:


(im

t'jTa[XEv,


den

Tt9e[xsv,

oiStopit

oioofjLEv,

entspr.

Vb.

nomi

oeiKvüfii — naumi — numas),

osi'xvufxsv

Sanskr.
eTixi

bei
ifjiev,

aber

nicht

Ferner wird der auslautende Vokal der Verbalstämme ÜblicherIfjLi. massen beim Antritt konsonantisch anlautender Suffixe gedehnt:
Ttjxacü
Tt|j,Y]-GCD

iTifj-Yj-aa

TifjLTQ-ai;

Tifj-TQ-ixa;

cpiXeoi

cptXT)-a(ü

(pi'Xr|-|j.a

;

fj.'(ji}o-w

{jLtaö(ü-atD

fjLia9o)-[j.ai.

Denselben Gesetzen
ußpi^to

folgt die
-rj^ov;

Augmentierung der
IXöelv
r^XJ^ov,

mit einem Vokal anlautenden Verba:
ixö[jLT]v,

«70)

T/iji^ai

6voixä^a)

(uvöjxaCov,

ußptCov.

Endlich auch die NominativIII.
,

bildung konsonantischer
Traxep
8o(i|i.ov

Stämme

in

der

Deklin.
TToifiev
i^oc,

auf

v


Nom. Nom.
Xe^üjv.

Ttatrjp

,

^TjTop

oaiixtov,

aXif]f)£(;

Nom. Nom.

pTQTcop

p

0,

als

aXYjdr]?,

Nom. itoifxrjv, Nom. Vjci);; auch

die

VT-Stämme bilden grossenteils so ihren Nomin.,
Einzeln steht
dtXwTCEx

als Xeovt

Xscuv.

XeyovT

Nom.

dXwTrr)^.

§ 38.

Dehnung
3.

der Vokale.

167
in ä

In der
in

Ersatz d eh nungi) wird a
oj);
i

oder

t^;

s

in

ei

(dial.

Der Grund dieser Dehnung hegt in dem Ausfallen eines von mehreren Konsonanten; sie erfolgte aber zu einer Zeit, wo e und o in der gew. Sprache bereits den geschlossenen Laut angenommen hatten, weshalb auch ihre Dehnung ein geschlossener Vokal und weiterhin unechter Diphthong wurde. 2) So mit ausgefallenem v in -/qä; st. 7i'7av(T);, 66ou; st. ic6v(T);,
rj;
ou
(dial.

in

i;

u

in

ü

gedehnt.

}jL£/.ä? st.

[xlXav;, cpepoujt st. i^epovai cpepovTi,

sk. bMranti, Xuxou;

st. Xtixov;,

goth.

vulfa-ns,

uaaa,

Moüaa,
als

toijs,

tiösi'?;

(die

Argiv. u. Kret.

ursprüngliche v5,
st.

uavaa,

xi&lv;,

t6v;

=
s.

tou?

,

Iv?

=

bewahren das
e(;,
TzfjS.i'jZ'JTÖL\i

irpei^euTa;;

z.

T. auch die Thessaler u. Arkader, als arkad. xeXeuwvii,
in

thessal. rA^iot,

jedoch nicht

Endsilben,
YjYYeda

d,

Anm.); ferner mit auss'^öeipa st. I^pöspaa,

gefallenem
EvEifjia

j:-^)

ljcpr,Xa st. IcjcpaXaa,
£1[jm'

st.

TjYYsXja,
v.

st.

lvEfj.ja5

st.

iajjLt,

opeivö; st.

opsd-vo;
6
f.

t6

opo?,

St.
f. f.

^pe?;

mit ausgefallenem
xoupr]
^Hei'ptD
f.

jt:

ion. ceivo;

für
j:

z^-^^foi;,

ojpoc

Grenze
cpupo)

op/o?,

x6pj:rj5
(pOspjoj,

mit ausgefallenem
o'^peiXü)
f.

xpivw
f.

xpi'vju),

^upjw,
7.

f.

^'^eXjü),

xtei'vuj

xtlvjo),

vgl.
v

§ 21,

6.

In

diesen

letzteren

Fällen

(ausgenommen den

des

vor Kons.)

liegt

Dehnung des Vokals die Verdoppelung des verbliebenen liquiden Konsonanten voraus, welche im Lesbischen und Thessalischen bewahrt ist, weshalb § 66 zu vergleichen; es hat also auch keineswegs ein unmittelbarer Ersatz des verschwindenden Konsonanten durch Dehnung des Vokals stattgefunden, sondern der Konson. ist zunächst angeglichen worden.
der

An merk.
ot
st.

1.

Über

die
s.

Ersatzdehnung des

e,

o

zu

y],

tu,

ferner über ai

st. ä,

ou in den Dialekten
ist

bemerken

Zu § 26 unter t] u. ei, cu u. o'j, on u. ä, ot u. ou. aber, dass einige dorische Stämme, wie ein Teil der Kreter, sodann
Theräer, Koer, die älteren Delphier
u.
a.,

die Kyrenäer,

dazu die Thessaler und

Arkadier, in der
die Silbe

Endsilbe

der Wörter die Ersatzdehnung nicht anwenden, sondern

kurz

gebrauchen.'')

Diese Eigentümlichkeit wurde von Dichtem nach
(selten),

Bedarf des Verses benutzt, so von Alkman, Pindar Epicharm. Es sind folgende Fälle zu unterscheiden:
a)

Hesiodos, Tyrtaios.
hervortretend,

Akk.

PI.

I.

Dekl. auf a;

st.

ä; (av;) nur b. Dichtern
li-tupa;,

als:

Alkm. 33 -az
134
o)^va;.

Tpoird; (- -^

).

Epich. 5

08

TiXsupa;,

8i

äcpua?.

Stesich. 5 ra^a;.
1,

Chelid. (Carm. [lopul. Bgk. 41) 2 xaXa; cupa;; sehr oft b. Theokr., als:

83

-otja;,

Hesiod. Tb. 60 7.o6fjac, 184 T.daai, 267 'Ap7i:u(5;, 401 [jisTavaiEta;, 534
£tpl5; (coctus),

ßouXa;,
Tyrt.

804
4,

Op. 564 tpo-a;, 673

osiva;,

fr.

190 (222 Kink.)
§ 80, 4;

Ivjj^oii.^)

fr.

5 OTjfxÖTa«, 7 Seanotas.

Über den Accent
s.

s.

über die bereits

in av; eingetretene

Verkürzung des urspr. langen a

§ 39.

1)

S.
ff.

XIV, 48


p.

Brugmann,
3)

Gurt. Stud. IV,
Dial. II. p.

61

ff.

2)

S.

Ahrens,

104sqq.;
107.

Solmsen,
C. Stud. X,
5)

Dietrich, Kuhns Zeitschr. K. Z. XXIX, 338 ff.
4
ff.;

i)

Ahrens

das. p. 172 sqq., 177 sq.;
Dial.
I,

Morsbach,
II,

über die ThesHesiod.

saler

und Arkadier Meister,

307.

S.

Goettling ad

XXXII.

108
1))

Wohllautslelne.


st.

Delmuno' der Vokale.
ou; (ov;) auf kret. Inschr. tö; Oeor, to;
s.

§ 38.

Akk.

Fl. II.

Dekl. auf o;
t6;

v/j-jio;,

Ti;

xu\ii-j'j<i,

ili 7:poS£vo{,

-/«HaiAo;

u.

w., einzeln auf den Gortyn. Tafeln (die

im allgciiieinen vo bewahren), als toüto« gyev, to; x-ioecrrav; (also ohne jede Rückauf anlautenden Vokal oder Konsonant des nächsten Wortes, s. G. Meyer 3472), auf kyrenaischen t6; xotvo;, 'FojfActfos, ttottö? {— rpi; tou«), auf theräischen t6: 7Evo(jiävo;, oTECfdvoc, to; voixo; u. s. w., auf koischen ii to; Öeö; Xeß'/i-o;,
sicht

Ti; ävaYEYpaixaävo;
t6c,
\i)i-ja{(ii

(Bull,

de corr.

hell.

VI, 249
:oi'(fii,

ff.),

in

dem
TÖt;

Dekrete der Amphikt.
oft
h.

u.
1,

s.

w.;

thessal. to;
irapD^vo;.
4, 11

arkad.
5,

to; ^Trto'jviataiJiivo;;
ootauxspxo;
1,

Theokr., als:

90 to;

tw; Xuxo;.

112

iXturexa;.
x^x'/y/^po;.

114
N.

Tio; xavöcipo;;

Hesiod. Sc. 302 la^6z; h. Find, selten, als: 0.
§ 109, 4.

53

3,

28
c)

^5X6;,

s.

Nom.

S. III.

Dekl. auf a;

(st.

ä;),

G. avTo;

und

avo;,

und
2,

'e;

(st.

et;),

G. EVTo;.

Hes. Th. 521 alte Lesart 8T,oa;;
ixeXa;, X^P^^^»
''il*''/^?»

Alkm. 68 Afa;; Theokr.
st.

Rhianos
st.

aljjLaToe;,

doTepöe;

-ei«;

4 T-iXä;, h. auch thessal. eiep^ETc;
Hesych.
st. OvixoiJ;,

EiEpYETel;, Particip. v. eüepy^teiiai

= e6EpYET(ü;
s.

sogar

<P'jx6; b.

G. oüvTo; Vorgebirge G. 7ro5-6;;

der Kyrenaika,

auch ion. (Herodot, Hippokr., Littre I, 494)2), poetisch b. Hom. Tragg., für das Altattische (Thukyd.) u. das Ion. bezweifelt von Meisterhans 1742f., mit Erfolg gesttitzt von Erman, C. Stud. V, 283, s. § 325, 4; so auch eoo) nb. Etacu Tragg. Hippokr.
e^;,

§ 50,

Anm.

2; ferner:

-6; dor.

st.

roör,

endlich (d) Präp. dv; argiv., kret.,') gew.

aber dor.

i;,

An merk.
Dial.-I. 3317;
-oi?(üvoct

2.

darnach kann auch

Dehnung unter Beibehaltung des v zeigt dnö^a-x^i Nemea el ei seh es ävTa-ooiodiaia D.-I. 1172, 17 aus
(vgl. att. £; 1i[xii> st. ^v

erklärt

werden
die

Saaiu u.

s.

w.,

G.

Meyer

2642).

Vgl.

im Latein,
4.

Dehnung

des Vokals vor ns, als cönsul, ingens, insuper.

Eine Art

ersetzender
statt,

Dehnung
vgl.

findet

auch vor Vokal bei

ausfallendem
IV, ISlff.,
£/£i6t,c,

Digamma

§ 16, 3,

b;

Brugmann,
oLziom u.
s.

G. St. für

142ff.;Heydenreiehdas.X,
ferner "Aloo;
diese

ISlff.S o bei
a,

Homer ^,£i'Stj?

§ 199, 6;

mit langem

w. (doch
d.

wird für
selbst);

Homer
ai,

Dehnung

jetzt bestritten, so

von
5.
t,

Brugmann
zu a
i.

daher attisch «(/)t zusammengezogen
so
'Äiorj?,
oi

fast stets

ät,

nicht zu
sich

ahm, axKo,
oiexsa?
II.

orz?,
[5,

s.

§ 50,

Anm.

Für o/

findet
ist

bei

Homer

in

765,

ous? Od.
oi,

425; attisch

das Ergebnis der Kontraktion
u.
oi'a

aus o(/)t

als ol?, irAoiov;

doch
vgl.

(oa

(oa),

Schaffell,

aus

dif^-ia,

Kontraktion von an in a
xXoio?,

(Kfuiraiiotuv

Brugmann
KtoTraowv);

S.

145,

die

auch
571),

xXoio;

nb.
ist

XP^C<" ^^- /PoiCoj (Sapph. Eurip. u. A.). 7rXa)i|xo? TrXoji'Csaöoti att. irXtoC- (Herodian I, 444.

Besonderer Art
II,

Späteren
ttXs/

ttXoijj-o;

TrXoiCeoöai,
liegt

s.

tcXsu
o),

nämlich

der

Lob Stamm

wofür bei eck ad Phryn. 614 sqq.; neben
tcXco-

vor,

s.

§ 343.

Würde
II.

zu

so

wäre das

nicht nur eine

Änderung der
s

Quantität, sondern
s,

auch der Qualität des Vokals.
u.


i.

Für
vgl.

steht

si

in Xsi'ouaiv
j.

782

sonst,

von

Xecov d.

i.

Xi/ojv,

ahd.

lewo,

Löwe; Hartel
Bau-

^)

Tafeln von Gortyn
Inschr.
v.

i^c-zlr^i

d.

Etafif,;

sonst (vor Konson.) das. f;,
tt.

nack,

Gort. 23.
»,
z.

der besten Handschr.

go auch in B. VI, 366 L.
2^

lep'^;

vouoou insbesondere nach

§ 38.

Dehnung der Vokale.

169
st.

verlangt Xsuooot,

ebenso -vcüsi

st.

irvcist,

ys'Jcu

/ci«)

(zaTct/cusxai

Hes. Op. 583), vgl. § 16, 3, b, § 231, Anm. 1. Es kann jedenfalls vor Vokal schon in alter Zeit nicht geleugnet werden, dass si für
?.

gesetzt
ypzloot^Xsiotv
II,

ist:

für

/pioc

(V^

Xps)

schreiben

die

Gort}Ti.

Tafeln

auch
das.
Ital.

(so

auch Theogn.

1196),

und

nicht

anders

möchten
73

nb. a-X6civ, Xctoi nb. späterem >ioi

(Gomparetti, Mus.
Simonid.

678)

zu

beurteilen sein.

So auch

eiaptvai

(ci'ctpo;

Alkm. 26, bezw.), Fsiaptvw böot. Dial.-I. 771 (Smyth d. Diphth. EI Weiter aber stellt sich auf Grund der aristarchischen p. 68). Schreibungen bei Homer als Regel heraus, dass aus \vurzelhaftem a vor Vokal in der Dehnung nichts anderes als Tj wird, als ßr^oficv, wurzelhaftes e in zwiespaltiger Weise gedehnt Ts9vT,a);; hingegen
wird:
yipeir/-,
£i

steht vor

dunklem Vokale,
t,

als ösioijlsv,
u):

spsi'ofjisv,

xpaTröi'oijLsv,

XP^io?,

aber

vor hellem (und auch vor
T,u;

^rfr^c,

|itYT,Y;;, 7£pT,t,

)rspT,£c,

zXT,T,o6va,

'OVxXtjTjC, 'Hp7.xXr,£iT,,

u.
I,

s.

w.

S.

die

treffliche

Darlegung Cauers, Odyss. I, XII sqq., II. wird dies bestätigt durch böot. xouptuOcici
iTTitjLsXeiOeiet

XVII

sqq.

Inschriftlich

=

Bull, de

corr.

hell.
r,

1890, 20.
u.
öi

altäol. -OVilO D--I- 1145, In unserer Überlieferung
tritt freilich

des Homer, die in arger Weise
die

vor Vok. vermengt,

Regel nicht mehr hervor, und schon im Altertum bestand die Konfusion (um so leichter, als tj u. st in diesem Falle schon in
alexandrin.
Zeit
gleich

ausgesprochen wurden)

:

weshalb

eben

die

aristarchischen Schreibungen,

im Gegensatz zu anderweitigen schon
sind, leider nichts

im Altertum vorhandenen, uns angeführt
als

weniger
-gXt,o;

in

allen

Fällen.

Ausgenommen
der Regel
die
überliefert,

sind

(auch nach

Cauer) von
wie

dem

zweiten Teile

Deklinationsformen

(-ToXTja?
ouootTjfuv,

sogar
also

inschriftl.

Röhl

I.

Gr. ant. 349) \pr,oz

doch auch 'HpaxXTjo^ 'HpaxXT,7. u. a.; aber icXsis-ai ist da das Verbum auch äolisch -ccXsio) lautet, und steht mit -zekr^ioaaq keineswegs in Widerstreit. Vgl. noch unten
die
richtige

Form,

§ 40, 2.
5.

Die

bewirkte,

metrische, Dehnung findet
in

d.

h.

durch die

Messung

der

Versfüsse

sich

sehr häufig in den

Homerischen
t„

Gedichten,
in
7,
£t
t,

der Regel aber nur in der Hebung, indem a in
((o)

s

(tj),

in ou in
7,
i,

gedehnt wird; die Dehnung der drei Ancipites

u

ü

werden wir

in

der Lehre

von der Quantität

Häufigsten geschieht die Dehnung in Wörtern, (§ 75) behandeln. welche ohne die Dehnung eines Vokales sich dem Masse des Hexa-

Am

meters nicht fügen würden, also
eine lange folgt.
TibT,|jLevci:

wenn
'a-y.,

ein

Wort aus

vier oder

mehr
'A^t'a),

kurzen Silben besteht oder mit drei kurzen Silben anfängt, auf die
So: rjäöso;
st.

('Hatovyje; Kallin.
fr.

frg.

5 von

st.

Tib£[ievo?,

Maxr,6öva

Hes.

36

G.

(23

K.),

Maxr,6öve;

170
Kallimach.,
}jLoc/eo'j|xevo;

Wohllaulslehre.

Dehnung

der Vokale.

§ 38.

Moxr,«5ov(r,

Ilermesianax
st.

(Loebe, de

elocut.

Call.

I,

p.

5),

und

|xoc/Ei6[xevo;

ix7yeo|j.£voi;,

a;:epetaio;

und

drEtpeaio;,

i-izi-

p7To; JIdn. II,

2G9 :=

äY£pa(3)To;,

ouXüixevo; st. ^A.
exaß.,

(nach Curtius, Stud.
st. iX.,

V, 218
st.
II.

st.

f)X^6iLEwo<i,

Präsens),

£xT)ß6Xai; st.

e^Xanvo;

E^petpiav

'Ep., rjVoplTi V. 'avrjp,
X,

T^speftovrai st. 'aep., TjYepEÖovTat st. 'ay., Y/epsOEaftai
r^vEixiet;
st.

127 (nach Aristarch),
r^'jxoixo;
st. st.

'av.,
st.

r,|j.af}ösi;

st.

'ay..,

t/jyIveio;
st.

st.

^ÜyIveio?,

^-jx.,

(uXEatxotpüo;

oX.,

zouXoßoTetpa

roX.,

oouXtyöoeipo;
d.
I.

SoX.,

auch

AouXi'-/tov

von

coXiyöc, vgl.

den anderen

Namen
Od.
o,

AoXi'ya.

Oder wenn
eine

ein

Wort mit
als:

einer langen Silbe anlautet,
st.

auf welche vier kurze folgen,
458,

u'j/t7:£xr|Xo?

u-VCTrstoiXo;

oder

wenn

kurze Silbe zwischen zwei langen steht, als:

dxTj)^£(i.evT| st. axa)(TjjjL£vrj,

aber

cxxot)^r,[xevoc,

üjxouei? (o'jaxosi?

V.

ooc,

(ut-f^c

(Hom.

ouotTo?);

zuweilen auch,

wenn

das
in

kurzen Silben besteht,

indem dasselbe nur so
ipita

indes Nauck) Wort aus drei dem Hexameter

gebraucht werden könnte, dass seine letzte Silbe durch Position verlängert oder elidiert würde, als:
os toi o-jvofxa
XotiTv

Od.
in

^,

194,

aber

'Aptqtt)

o'

ovo^,'

^ju'v

(es scheint nicht,

dass die

Dehnung

ouvofxa
s.

durch Konsonantenausfall begründet wäre,
G.

wie

man
[jleX.,

früher annahm,

Meyer
Od.

94
{),

2)^

r.ip

c^fso;

[li^ia

xouXeov IL 7, 272, aber xoXeov 6s veoII.
tu,

TrpitjTou

4045

[XEi'Xavt

t:üvtcü

79

st.

TEi'psa

st.

rip. II.

a,

485.

Die epische Sprache hat
wirkliche

hierin
ist

noch eine wunderbare Bildnicht überall

samkeit und Beweglichkeit;

freilich

zu entscheiden,
ist.

was

Form
ei

eines Dialektes,
00 sind

was poetische
sehr jung,

Freiheit

Die

Schreibungen

und
;

übrigens

indem E

noch

im 5. und 4. Jahrhundert auch für die Längen d. i. si, ou gesetzt werden konnten somit steht A0AIX0AEP02, MEAANI eigentlich mit a&avaioc, oüvcttievoto auf einer Linie. Anders rfi-aOeo?, Y,vopsT, u. dgl.; derartige rhythmische Dehnung, um eine Folge von Kürzen zu vermeiden, lag im Geiste der Sprache, u. tritt auch in der Komparativbildung (ao^töxspoc, aber xoucpoTspoc, §154,
1),

sowie bei denAbstrakta
lotcuxr,;

auf

-oüVTj

([spfüouvT,,

aber

SouXoouvt,),

ferner in OiaamxT,;,

nb.

OTjfioxTjC,

xo;6xT|C,

iu £X£p(o9(, aficpoxspojOsv nb. aXXo&t, irobev deutlich
II,

zu
ff.;
f.).

Tage (Buttmann, Spr.

420; de

Saussure Melanges Graux 737
Komposita [Basel 1889]
II.
0,

Wackernagel,
Ebenso auch
Tj

Dehnungsges.

d. gr.

S. 5

in

der Komposition,
eintritt,

wo am Ende
Od.
6,

des ersten GHedes
t,

(dor.

a) st.
£,

als oXqriTteXewv

24, Od.

356,

(j'Kv(r^ze-

XiVj;

Od.

468 (aber
u. a.,

oXf/oopavEiov), vsrj-yEvEa;

336, (aber veots'jxto;),

flaXafj.r(7:6Xo;

vgl.

§ 340,
(als

2,

u.

über die Dehnungen im zweiten
oiojxat,

Teile

der Komposita
2.

dvwi^To;

von

roXuTjpaxo;,

ooXtyTjpETfxoc)

§ 341,

ecpiotXxTj?,

Rhythm. Dehnung ist auch in i^rdaXoz r^radKr^z nb. l-iaXxr,; und nach Ahrens Btr. 138 Anm. in 3TT,ato? f. sxiaio;, aus

welchem

andererseits (mit Ausfall des intervokal, o) Ixsto; woirde.

§ 39.

Abschwächung und Verkürzung der Vokale.

171
selten

An merk.
II.

1.

In der
S'

Senkung kommt

die

Dehnung nur
vgl. e, 628.

vor,
v,

als:
oti

ß,

653

TXti-öXe[jlo;

'HpaxXetoTj; riu?

re [xIy^; te,

Od.

99

z

cive[jL(üv

oxEzotuot 0'joaT,(uv [Aeya xjfjia v. 0U3är|:, G. 5'joae-o?.
2.
t

IL

5,

55

O'jx e{üj 5ia7:ep3(X!.

Anmerk.
IL
d.
ß,

In öooiropov IL
nicht als
op£i-Y£VTj;.

lu,

375,
,

y_opoi-umr^'3i\ IL lo,

261, IljXoiyevEo;
;

54

u, a. ist o öpEi-ßätT)?,

Dehnung

sondern
ist;

als

Lokativform anzusehen
IL v, 137,

vgl.

poet.

Auffallend

ist ö).oo(Tpoy_o;

da hier

die

Dehnung vi^egen Anm. (iXooTpoyo;
in der

der Position nicht nötig

weshalb

Thiersch

Gr. § 166, 4,

vorschlägt, wie öXoocppwv. Aber in dvopeicpovTT,; ist et, und zwar Senkung, Dehnung st. e (o) [ävopscpövo? der. Herodian II, 418]; die Alten erklären auch 'ApYEicpov-rjS so, während die Neueren (seitBekker) 'Ap^Et^. schreiben. Der Diphthong ai erscheint in yctaatYEVTj? (Lokat. I. DekL), (rtctiYEVEEaai Od. C, 203,
TT,

'IrtatfxEVEo; IL

586,
3.

KXL(TotttjiT,aTpa,

n'jXifuivEo?, |j.Eaatr:6Xioj IL

v,

361

u. a.,

s.

§ 340.

Anmerk.
selten vor, als:

Bei

attischen Dichtern kommen metrische Dehnungen nur
Soph. Ant. 569, nb. ripoaa, apoot;
u.
s.

cipu)3iiA0t

w.

§ 39.
1.

Abschwächung und Verkürzung der Vokale.

der Abschwächung der Wurzelvokale bezw. Wurzelsilben schwachen Wurzelform haben wir § 36 f. gehandelt. In den Flexionssilben, die in anderen Sprachen ganz besonders unter allmählicher Abschwächung leiden, hat im Griechischen derartiges weit weniger Platz gegriffen. Hervorzuheben ist in der I. Dekl. die Verkürzung des langen a im Plural u. Dual: Tt}xat, Ti[xar<; (ion. aber so od. Tifi^oi altattisch), xijxot? aus xifxav;; indem aus xtaav? TtfjL-(]ai, u. werden müssen, iip-aTv. Vereinzelt öoo aus oufo (böot. TifjiT,(v)(; hätte auch rr/To). In der III. Dekl. ist att. vau? verkürzt gegenüber Homerischem vr^u;: in vauar/Xuto? u. dgl. hat auch Homer a. Bei den
in der sog.

Von

auch sonst in der Konjugation pflegt vor dem v(t) der IIL Plur. der Nebentempora, desgl. vor dem vx des Participiums u. der III. Plur. Imperat. ein in der übrigen Flexion langer Vokal verkürzt zu werden, z. Bsp. von IoxtjV IIL Plur. dor, soxav; Imp. oxavx(ov, Partie, oxavxo?, Aor. Pass. III. PI. -ösv dor., Imp. -ösvxwv,

Verba auf

-[xi

u.

Ptc. -öevxo?.
in

Desgl. vor

dem

t

des Optativs, als
liess

oxaiV^v,

-i>£tT,v.

Also

der Deklination wie in der Konjugation

man da

gern Er-

leichterung eintreten,

wo

die Silbe

durch Diphthong so wie so lang war.
J.

durch doppelte Konsonanz oder Vgl. G. Meyer, S. 288 2,
oxävxtuv u.
s.

Schmidt,

K. Z. 23, 282,
Indes
,

der
dies

in

w. urspr. Kürze
vgl.

erhalten sein lässt.
Xey'uvxi Xi-{(oai,

ist

keineswegs immer geschehen:

xsxtjxTjVxai

lesb. irpovoT,vxat

=

rrpovoouvxai

u.

s.

w.

von Stein (Herod. Ein besonderer Fall ist das ion. u. o) verglichen dagegen praef. LXXIV) mit vooestv von vouoo? (§ 27ou £oatf)v (z. Bsp. Hdt. 8, 1 13 Aldina) hat in der Überlieferung keine Gewähr.
soaouv von
r,oo(üv,
;

2.

Innerhalb

des Wortes (und auch in der Flexion) unterliegt

Vokal

vor Vokal

und besonders Diphthong
S.

(mit

i)

vor Vokal in
u,
ai

starkem Masse

der Verkürzung.

darüber oben § 27 a

u.

172
s.

Wohllaulslehre.

Metathesis oder Verschiebung der Vokale,

§ 40.

w.; unleM § 75, 13. § 214, aus 010 00 ou hervorgegangen.

7.

So Auch

ist

die

auch im Gen. der Diphthonge n. r^

II.
(.>

Dekl.

unter-

liegen dieser Verkürzung, durch die nicht nur das i wegfällt, wie in d. att. Inschr. 252 („poio- das. 50), 'Afxcfiotpäov Meisterhans, Gr.
>.(oov o(oo;

oww

(d.

i.

o(ou»

auch der erste Vokal
Uiütaoei

kurz
I.

von

{)(o(t)a,

C.

von omu.oj) {)(i)ä ion. Owir,, das. 52, sondern werden kann: att. Inschr. öoaasi d. i. A. II, 841, 14 (Meisterhans 52 2), Hoaiosojv
\i€\n

aus

lioaioTjttüv.

So auch anscheinend
i

psa

Homer

nb.

f<r;ia

Nie.

Alexiph. 315 (cod. P) u. Hesych.^) (s. Heep, Qu. Gallimacheae 33) H ohne ist zu e geworden in -ff/eevTa Archiloch. 74, 8, u. pTjioio?.
-/ctiT££07'
TToiTjTr/TjV

Semonid.

7,

57,

vgl.

Herodian
II.
i,

II,

920

f.

ysxio.

oucjtoXt,v

v/s£tc, i3p(ü}i££ic; in

X£i>jTT,

408

vgl.

XT/t^O-i-ai.

§ 40.
1.

Metathesis oder Verschiebung der Vokale.

Die

Metathesis oder Verschiebung

der Vokale besteht

darin, dass in der Verbindung eines langen und offenen (r,) mit einem kurzen und geschlossenen (o, £) die Länge und die offene Qualität des ersten auf den zweiten, die Kürze u. die geschlossene Qualität

so

des zweiten auf den ersten übertragen wird. Ist aber a der 2. Vokal, bleibt dieser in seiner Qualität ungeändert und wird nur lang,

während der
Die
Alten,

erste

auch
die

in

die

den

qualitativen

diesem Falle geschlossen und kurz wird. Unterschied auch bei z o nicht
u7T£pßißao}xo; tou ypovo-j
ist

beachten,
381, 625).

nennen

Erscheinung

(Hdn.

II,

Diese Verschiebung der Vokale

eine Eigentümlichkeit

der

ionischen und attischen Mundart.
2.

Auf
in
£tu

diese

Weise wird zunächst
ist

t,o

=

äo

in

beiden Mund£(d

arten

verwandelt, und zw^ar
der bei

das ionische

ein

halber
in

Diphthong,

den Dichtern entschieden der Auflösung

zwei
oft
(ou)

Die anzunehmende Mittelstufe t,o ist nicht Silben widerstrebt. mehr nachzuweisen; das sw aber im Attischen grösstenteils zu w

geworden.
I.

Dekl.,

Gen.

S.

der Mask.
ixeTTj?,

auf

r,?

(«;)

bei

Homer:

'ATpeioTq?,
II.
cp,

'A-petoöto U.

'A-cpetoEfo,

ixsTsw neben ixeräo, "AXxr,?, "Aätöo
u. s. w.,

85
v,

und gleich darauf 86 "AXxsw,
264;
nirgends
ist

Adj.
bei

Ipi3pe[x£rr,;

IpißpeixeTew

II.

dies

stu

zweisilbig;
lüfAfieXi'ü).

vorhergehendem Vokal
ciYopIfov

steht

einfach w:

Atveito,

Bopew,

Gen. PI. der Fem.:
U.
S.

neben
ar.acsa,

d-fopatov, -ÜXt),

uuXiwv neben ruXäwv
etu

W., Adj. au-rj, auticov,

-aastuv;

auch dies
'Psa
ist bei

ist

in

der Regel einsilbig; nach Vokal steht auch

l)

Homer

oft einsilbig,
IL,

immer. 'Pf;ia bei Hippokr. zu weichen.

nach Ahrens 'Pä (Hannover 1873) wohl 627 K. -= VHI, 33 L. hat der besseren Lesart prjiCet

§ 40.

Metathesis oder Verschiebung der Vokale.

173
ist

hier
die

«uv,

als Ixatwv.
sto

Vgl. § 103, 6. 9.
(to)

In der neuion. Mundart

Genetivendung

bei

d^n männlichen Substantiven und die
s. «>

phiralisclie

Endung ewv
eoiv

(tuv)

die ausschliessliche,
statt sto,

§ 104,

2.

3;

das

Attische hat
lassen.

in «ov

zusammengezogen,

aber ou eintreten
su

Im jüngeren

Ion.

(vom

4.
d,

.Jahrh.
ion.

ab)
S.

kommt auch
118;
Z.

(==

eo)

im Gen. vor, Bechtel, Inschr.
(Hdt.), IHeüpsov (Inschr.),
II.

D.,

so

auch

AeuTuyiorj?

Wackernagel, K.
neben

XXVII, 263.
(.

Dekl.
a.,
s.

b.

Homer:
u.

'A-ceÄEto;

'A-^e^ao;, nYjveXew;

— — -)j
104;

'AxpoAt,ö-

v£(u? u.

§ 110, 3;

daneben

Asuözoi-o;,

wofür schon Eustath.
Heraclid. Miles.

xptxo; vermutet,

so die Neueren,
st.

Cohn,
ion.);
s.

neu"Äao;

ion. U. att.
pstü;,
(so,
att.
ot,

Xsü);

/äö;
st.

(Xrjfj;

Hipponax),

Msvl/.acu?,
att.
--'TjO?

'ApxsjtXso):,
T/.Eoiv

'Aa^iäst.

auch vsw;

väö?

(vT,ö;

Adj.

i'asco;,

mit

Archiloch.);

Äe-toYeto? u.

w. aus aus

151,

1),

gleichwie

auch im ersten Teil der Komposita
'/ecuixsTpr,;,

-/tjo-

ion.

att.

-(sto-

wird, als

-/Efüfiopo;

(doch
att.

v/jTrsoov att.,

ion. ^Etö-soov

Hdt.

7,

28; YTjoysovtt
Xaö?

Hdt.
Äetl)?,

7,

190).

Die

Tragiker bedienen

sich

der

Formen
-osojvi,

und
ff.

vaö? (vetD? A. Pers. 810),
III.

Uao;, Gerth,

Curt. Stud. I, 2,

213

Dekl. neuion.:
V.
cntatuv,

HoaeioEcov,
'

G. -oewvo;,

D.

A.

-5l(üva,

att. kontrahiert in noasiotüv;
st.

AfjL-ji^lojv,

G. -i^swvo?, o-ecdve? Her. 9, 50

Oiroove?.,

was

5,

111

u.

112

in

allen codd.,
xuxctbv

so

auch
ion.

<I)i).aova,

nicht ^iXito^a, 8,
X,

11;

ferner ion. att.
x'jxäcuv,
(;'jvcuviy)

(schon Homer,

der

II.

624. 641 Akkus, xuxeitu) aus

vgl.

^'jvTjcüv

Hes.

Th.

595.

601

u.

^uvswv

=
jx,

dor. xuxav;

xoivtuv'oc

Archiloch.),

dor.

c'jväeov u. S'jvotv

Pind., att, ^uvtüv Soph., xoivwv Xenoph. (xoivav Pind.);
f.

ion. att. 'A/.xfx£(ov
Inschr.

'AXx|xatcüv,

dor. 'AXxaav,
AXx[j,aova
II.

daher

'AXxfi.ea)vtÖYj;

att.

(Meisterhans
Stud.

28^),

vgl.

394,

Merzdorf,
ion.

Curt.

IX,

238.

Herodian kennt Hu-sxecüv
vso);

-cuvo«,

die att. Inschr.

S'j-ETaicöv,

-ovo;.

Ferner att.

von vaü;

St.

vaj:,
sojc

für vä(^)ö-;

freilich

veo;,

wie überhaupt
ist.

der

Genetiv auf

dem gewöhnlichen
u.
s.

Ionischen fremd

Ferner gehören
ypao[xat, yprjofxat,
s.

hierher:

Ion.
att.

ypsmv-a'.,

ypzüi^t^o^
in

w.
s.

aus
w.,

§ 251,

5,

zusammengezogen

ypwvrai u.
s.

während
hxs<az,
att.

für So bei diesen
(oTo;,
Tertvitö?,

Verben
bei

ion. vielfach eo erscheint,

das. 3. Ion.
£3Tr,tü;;

turo;,

Homer noch
ixETTjopo;

Te^vr,tu;,

Hesiod

kontr. ejTÖ);,

aber teHvew:,
ion.
att. für

wiewohl Herodian.
ep.;
in

I,

351 auch teövw;

kennt.

MExlwpo?

ci-T^topo;

Hom.

ist

doppelte
ao;,
Toto;

Länge,
will xaoc);

Brugmann,
wie
bei

C. Stud. az

IV,

145;

k'm;,

tew; sind aus

entstanden,

dor.
ist

zeigt

(rdtu);

kret.

nach

Ilesj'ch.,

Nauck
etoc,

Homer

neben iambischem sowie einsilbigem
sowie ziemlich
oft sto; (seltene

tIü);

auch

eiu)?,

xstto; Überliefert,

Var.

elo;)

riwz

WO
für

das Metrum einen Trochäus fordert;
£"0)?,

die

Neuereu

stellen
f.)

hierfür

und

xeiwc mit

Curtius

(Rh. Mus. N. F. IV, 243

f,o;

174
zT^fK

Wohllau Islehre.
her,

Veränderung der Vokale dunii Einw.
(Mdl. II,

a.

Vok.

§ 41.

411 ff.) sucht auch einsilbiges sowie Doch kennt auch schon Ilerodian eTw;, wiihr(!nd von t,o; niemand etwas weiss. Lud wich, Aristarch. II, 440 ff. Über zw auf Erklärung lässt er sich nicht ein. ist für eio;, TEtfj;;
und
iauibischcs ew;, teo); /u beseitigen.

Nauck

in der
3.

Augmcntierung der Verba
Indes
ist

s.

§ 198,

6.

das ion.-

dass

dem

ersteren

attische sm nicht auf den Fall beschränkt, zu Grunde liegt. Im Attischen ist Vokale ein
öt

£(0? Genetivendung der Wörter auf su;, entst. aus Hom., ßaoiXsoj? att. (ßaotXeo? ion.), sowie derer auf
i

-r,o<;,
i?

als paoiÄTjO?
u;.
;

und

die das

hat

bezw. u in der Flexion nicht beibehalten, als ttoXeo)?, tttj/su)? rJA^jHomer, und darnach auch eine ionische Inschrift von Ghios

TToXso)?

(Röhl

nur

-0? als

I, Gr. ant. 381, a, 13), während sonst der lonismus Genetivendung kennt (tttj/eoi;, wie auch vso? von vtjU?, s. o.).

Die vermeintliche Regel für das Ionische
IX, 226)
,

(Merzdorf,
,

Gurt.

Stud.

wonach

t,o

aus äo zu

so)

würde

t,o

mit ursprünglichem e

zu

eo,

wird durch

iroXetu?

wie durch vso? erschüttert, und würde auch
dasselbe aus ä hervorgegangen

einen lange bestehenden Unterschied in der Aussprache des ionischen
r^

voraussetzen, je

nachdem

war oder
ist

nicht,

welcher Unterschied für das Asiatisch -Ionische so wenig wie
Attische

für
II.

das

angenommen werden kann.
auch
tj,

Sodann

die

attische

Deklination
e

über solche Wörter ausgedehnt,
t,i,

wo
att.

der

Endung
att.

oder

st

(aus

wie

man annehmen
;

muss) voraus/^ps.Xo^,

ging:

a^ioj^ps«)? (ion.

ypso)? (ypYjta
TzXioz,

=

-/psos oder --/psto;?)
vgl.

von ypio?,
dpveto?,

-/p£a eine kret. Inschr.

unten § 141), TzXiw^
rifjuexiatov

ion.

Hom.
s.

ttXsTo;,
s.

apvsw?

Widder, Hom.

von

exTcu? u.

Tja

auch ion. apyispso)?, ispeto?, s. §§ 111, 5. 114. 4. Viel weniger ausgedehnt ist der attische Übergang von in eä und von t,£ in st,; er findet sich nämlich fast nur in der
w.,
§ 114;
ßototX-fja

Flexion der Wörter auf su?:
Xsct;,

att.

ßaotXsä,

ßaaiXfja?

att.

ßaoi-

und daraus ^aaikrfi. S. § 127, Anm. 5. Zu vergleichen ist attisch Ixsa (nur im Partie, xsa?, xsotvxo? belegt) aus Homer. sxT,a exsä zwar wird nicht gesagt sein (sondern sxauaa), aber immerhin xsävxo?, wiewohl ein Beweis für die Länge des a
ßaoiXf,e? att.
ßotoiXsT,?
:

natürlich nicht vorliegt.

An merk.

Über

die

Betonung

bei

Wörtern mit diesem

etu

s.

§ 79, 2.

§ 41.

Veränderung der Vokale durch Einwirkung eines anderen Vokales eines Konsonanten.

oder

Die Veränderung des Vokales durch Einwirkung eines anderen Vokales oder eines Konsonanten tritt besonders in folgenden Fällen ein:

§ 41.

Veränderung der Vokale durch Einw.
a)

a.

Vok. od.

e.

Kons.

175

Die Liquidae
e

p ^)

und
37),

X

bewirken im Aor.
als:
rpacp-r^vai

II.

fast

immer
xpaTr-siv

die
(e-j-

Abiautimg des
TpaTT-eXo;),
Tplcp-o),

in

a

(tpacp-epö?),
xXar-tjvai,

atpacp-^vat,

ootp-i^vai,

aTiotp-i^vai,

cpOap-^vai,

otoX-t^vki V.

xpETT-o),

atpecp-tü
uTrap,
s.

(dor, rpacpu), xpaito), axpacpo), xpairtu

auch neuion.),
Xe-'-

ölp-w,
TJvott

oTiEip-co

ip9etp-to

^9ep,

y.XeTr-x-tu

;

eine

Ausnahme macht
tritt
I.

V.

X^Y-oj,

§ 261,2; bei den Verbis liquidis

diese Ablautung

auch im Perf. Akt. und Med. oder Pass. und im Aor.
jxeXXid
xpei^co

P.

ein,

als:

(d.

i.

oxeX-jto),

l-oxaX-x7,

e-axaX-p.ai,

l-oxaX-ftrjv,

auch bei xplrw

axpecpw

im Perf. Pass.,

als xexpajxfxai.

b)

Die attische Sprache
e

hat statt

des

ionischen
Tjfjiepa,

r,

nach den

Vokalen
äxoc,

und
p

i

und den auf
a, als:
ötxoc,

i

ausgehenden Diphthongen,
aocpia,

sowie nach
OwpäS, G.

der Liquida
(I)aiäc,

langes

fSeor,

ypeta^

(Jp7upa,

G.

'laotuv,

Tipaoaco,

iiziöw.,

Iirlpöva

U.S.W.

Es

findet

bei ia la eine

Dissimilation
gleichartiger

der Laute statt,

durch welche das Zuwird;

sammentreffen
I-laute
liegt

Vokale
als

vermieden
a. 2)

denn auch dem
unten bei der

das

t)

näher

das

Vgl. § 25 u.

Flexion.

Eine andere Dissimilation fanden schon die Alten auch bei
(J;^pa?
II.
tt,

Homer in Lobeck,
c)

583 nb.

tl^otpwv p,

755 (Gellius N. A. XIII, 21, 25;

Paralip: 20;

Härder, de

a vocali 88).
vielfach

Die

griechische Sprache vermeidet
wenn auch
cpixu^,
cp

zwei

u

in

zwei

auf einander folgenden Silben,
steht.

ein
txüu)

Konsonant dazwischen
v.

Daher sagt
Wörter finden
i

sie

cptxu,

cpi'xufi«,

y

cpo,

vgl. cpuxeuo)

diese
ü,

sich erst in attischer Zeit,

wo

dem

ziemlich nahe
co

stand.

In

älterer

Zeit,

vielmehr

o

der nächstliegende
in reduplicierten
-j-oY^iiXoc;

und darum zur
Wörtern,

dem Laute wo der Laut u, war Dissimilation verdas
u,

mit

wendete Laut, so

als: xw-xü-etv, xöxx-j;, Trüp-'^püp-a,
i

uop-^üp-eiv, [xop|jLup£iv,
oorioaXoc u.
dgl.),

auch wohl mit Zusatz eines
schnauben,
roi-'^uY[jLO!,

(vgl. uatiraXrp

als Trot-cpuaaeiv,
oot'-oug,

xoi-xüXXeiv,
3)

umher-

gaffen, xoi-xuXi(uv,

Mörserkeule,
es auch,

ttoi-k^ueiv,

schnaufen.

d) Dissimilation

ist

a

beginnenden Suffixe

wenn im Ionischen vor einem mit das auslautende a des Stammes in e übergeht:
f.

louv£-7Xü
f.

von

ouvttjxai,

ouveoti

ouva(cj)at,

imaTsai

f.

imaxacsai,

dva-erxeaxat

(Jv7.TTe-xavxo(t,

Vgl.

§ 213 Anm. 4,
(Inschr.)

§ 214,

7.

Im
vgl.

Attischen

gehört

hierher

OoxeiSeaxai

für

noxetoa(t)axat,

Blass,

Ausspr.

53

f.,

Meisterhans
Das
E

282.

e)

hat vor folgenden zwei Konsonanten eine starke Neigung,

in

t

überzugehen.

So hdi für h\)i (letzteres Hekataeus),
Stud. V,

sei;

iaria,

lizuZ,

I)

Brugmann,
431
f.

Gurt.
3)

.328

ff.


S.

schrift X, S.

S.

Christ, Grundz.,

29; L.

1095

ff.;

Curtius,
f.

Et.^,

71Gf.;

Angermann,

Dietrich in Kuhns ZeitMeyer, V. Gr. 12, S. GGO, Ersch. d. Dissimil. im Gr. (Lpz.
2)

s.

1873) S. 20

17G
'ht(7ia
axLOvTiixi

Wohllautslehre.

Ah- und Ausfall der Vokale.

Apokope.

§ 42.

(lor.,

ioii.,

(böot.,
y.iovT,(j.i

arkad.),
£/.£f>aja,

§

24,

2;

riTvr,|j.i

k-hirsy..
h.^i\i.^j.zi,

izdoini,


t,

xpi'ixvT.ixt
f.

(falsch

xpT,|jv.)

tSk^o.]ii^

irAlata.

So

auch

'ixänov

aus b[xaTiov

£3|j.aTtov,

Fick, K.
d.

Z.
i.

XXII,
eiaatiov
att.

IIG; att. Inschr.
Keos,
yidXioi
etixaTiov
f.

mit

Meisterhans
der. Inschr.
-/eO-ioi
s.

42,

aber EM.ATION
;

ei|xaTt-ixö',

von Andania

desgl.

-/(/.lot

aus

yi^Xioi,

aber

ion. Inschr. Chios, ebenso bijot.,
1

ylXXiot lesb.,

yr.Xio:

strengdor.,

§ 184,

n.;

Mt'Xr/o;

att.

Vasen

st.

Me{Xixo« (ixiXkiyoi lesb.),
f)

Kretschmer, K.
Dissimilation

Z.

XXIX, 421.
Vokale
e

Gegenüber

der

benachbarter

zeigt

sich

ebenso sporadisch auch Assimilation.
xovvr^atoi

So steht für

o in att. 'AXto^zo-

für 'AXtuTrs/.,

oben § 24,
oßeXt'crxo;

1

;

auch wohl

in

oßoX6;

st.

ößeXo:,
ist

während
und da
in
t

es

stets ottoßeXi'a

u. s.
(ü)

w. heisst (das.);
gleichfalls

sodann

hie
als

wegen
TjiJLutj'jv,

eines

folgenden

u
att.

zu

u

geworden,
u. in

Y^iJLuau

welches auf

Inschr.

bereits
u.

378

allen

späteren Beispielen,

auch anderweitig
3,

in Inschr.
2^

Papyrus
in

erscheint,

Blass, Ausspr. 40
e

G.

Meyer

106

während

den Formen mit

das

i

bleibt,
9,
5.

als

Tifiiaso;

TiiJLt3e(0ot.

Me ister ha ns

22

2.

S.

auch

oben §
g)

Der thematische Vokal der Yerba barytona, sonst
([x,

e,

erscheint

bei anlautendem Nasal

v)

der Flexionsendung in

der

Gestalt

des

dunkleren

o, als:

l|3ouX£u-o-v,

ßouXsü-ouai (aus -ovxi), ßouXeü-o-jjiev, ßo'jXsü-o-

vtai, lßouXeij-o-[x£v, IßouXsu-o-vro, ßouXEU-o-ixat,

ßouXsu-w-v St. ßooXeü-o-vT; daher
[xi

auch ßouXEUüj in der
tu-fjLi);

I.

Ps.,

wo

sonst die

Endung

antritt (Konj. ßouXe'j-

hingegen

ßooXEu-E-K;,
,

ßouXsu-E-t,

ßouXEu-E-xov

,

ßouXsu-E-xE u.

s.

w.;

so auch

Eßo-ö-p-TjXovTot

dor.
u.

freilich

eßS-s-ixTjXovTa.

Vgl. § 207, 2,
ist.

wo
als:
in

auf Analoges im Latein,
hafte
e

Germauischen hingewiesen
wie in
Os,

Das wurzel\n,

aber bleibt unverändert,
Tt-Os-vTai
u.
s.

der

Konjugation auf
r,

Ti'-ftE-[jLEv,

w. vou ]/

odcr wird in

gedehnt, wie

Ti-9r,-[xi.

§ 42.
1.

Ab- und Ausfall der Vokale.
(aTToxoTiTi)


die

Apokope.

Abwerfung eines kurzen Endvokales vor einem mit einem Konsonanten

Apokope

nennt

man

anlautenden Worte,

i)

Diese in andern Sprachen, wie auch im

Lateinischen, gewöhnliche Erscheinung der

Abwerfung

eines Endvokals

hat im Griechischen nur ein beschränktes Gebiet; in der attischen Sprache kommt die Apokope sogar fast gar nicht vor, ausgenommen
in £v für Ivi (letzteres erhalten in
i'vi

=

Evsatt, oft bei

Homer),

wo

sie

1) Bei den Alten jede Verstümmelung eines Wortes auch durch Abfall einer ganzen Silbe (xapTj aus -/.dprjvov).

am Ende,

insbesondere

§ 42.

Aus- und Abfall der Vokale.

Apokope.

177

ist, und in rpo; für (-pooi) Trpoxi; dazu in vy; Hdn. II, 217, 903, Ar. Eccl. 779; auch Eq. 319 mit Recht hergestellt; und in -otu für -r/.Zz (Eust. 1408). In den Dialekten aber findet sie auch statt bei den Präpositionen dva, xaxa, Tzapd, seltener bei d-o, im, UTTO, TTspt, TcoTi Und «(xcpt; dazu bei der Konjunktion apa. Der Apokope bedienten sich mit den Volksdialekten (von denen die ionischattischen auszunehmen) die äolischen und dorischen, sowie auch die epischen, selten die attischen Dichter, zuweilen auch die ionischen Prosaiker und in vereinzelten Formen selbst die attische Prosa. Die verkürzten Präpositionen ziehen den Ton zurück; av geht vor den Lippenlauten in ajx, vor den Kehllauten in «y i) über (§ 61), und vor X durch Assimilation in ak; xocx assimiliert jedesmal das t dem folgenden Konsonanten, nur dass die Aspirata die verwandte Tenuis vor sich hat (§ 67, 1); ccp und iidp bleiben unverändert.

allgemein griechisch
VT]

M

für

Ata,

2.

Epische Sprache:
(st.

avoiya

(entzwei,

st.

avaöiya)

IL

-,

412,

dva^exö;
«[xßai'veu,
X,

dvcxjyexö;)

Od.

ß,

63,

dvaxot?,

dvaxi^XTjv,

avjxrjjov,

dvjXTjSüJv,

dtjxßdÄXtü,

djxTrrjOrjae,

dtxrveuaat,

dfi-cpaoov, a,

dpifpaod,

dfjLcppäjsatxo

Od.
^),

391,

d[x|X£t;7i; II. u),

529, dY/psjj-daaaa Od,
(];,

440,

dY^rjpdvTj
ß,

IL

cp,

347

aXAs^ov

(st.

dvdXsYov) IL
u,

253, dXX£;at

cp,

321, dXXusixev Od.
t],

205 dXXuoujav
av vExuac IL x,

2095 av
298,
a[x
a[j.

x£ [xdyTjv IL
ttÖvov

319, av Ö£ 66a? IL
a[x
ßcufjLoicjt

168,

a|x cpovov,
a(jL

IL

v,

239,
a[x

IL

t>,

441;

IXE50V

Hes. Sc. 209,

9uxd Op.

571,

nlXa^o«

Th. 190 (aber av

Xet|xcüva
xa[jL|XEua;,
st.

Hymn. H.
xa[xaoviif]

5,
(st.

175);

Homer
xd[x[jLopo;

xdßßaXE xdjxßaXe (§ 65
(st.

Anm.

2),

xaTOji..),

xaxdixopo;,

nach Anderen

xaxofxopo;;
Z.

Hesych.
262),

hat

xdaixopo?,
(v.

aus

xax-ajjLopo;
xaij.(xܣi
f.

nach
auch

W. Schulze, K.
d.

XXIX,

xa}jLfi.uaat

xaxafxueu,

darum

tadelt,

Lob eck 339
,

Kom. Alexis, den Phrynichus Rutherford 426; dann häufig in der
y.'xKkzi^tw,

biblischen
xavvEuua?,
xataxEt'co),

xoivyj,

als Act. Apost. 28, 27),
xaxxfjat
(v.

xdXXnrs (v.

xaxaXEi'jro)),

xa^^l^^ouaa

xaxaxai'o)),

xaxxei'ovxE;

IL

a,

606
IL

(v.

xaooüaat, xaoopaOExrjv (v. xaiaoapi^cxvcü), xdxf>avE (v. xaxa{JvT,axu)),

xaxOä^iat, xaxf^EjxEv,

xdx^Eaav, (Über xauäjai;
t:,

S.

§ 19, 2); xdxdy yovj
X,
u,

tteöiov

a,

167,
öfter,

xdTT

cpdXapa
ouvaixtv
u,

106, xdx

xöpuiia
xäjji
xä[jL

X,

351,
IL

458,

xdo
|jl,

oe

xdo
Ol

Hes. Op. 336,

fisjsov
|X£v

172, xdp p6ov

83,
(v.

xdp pd

421, Hes. Op. 439
iiapiSEfjLevo?,

dpoxpov dqeiav;


IL
a,

irdpftEsav
8,

•i:apaxi{}r,[ji.i),

Trdp
f.

vr^tuv

IL

ö,

533,

"dp

Ztjvi

1,

-dp

8

IßaXov Od.

0,

41

;

dp

apa
u-6

oft,

als oux'
in
s.

ap 9p£va; IL

115; daneben
a-ö nur
in

auch pa,
d--£|jn]>Et

s. § 43, 4; Od. 0, 83, V.


1.

nur
,

ußßdAXEiv

IL

x,

80;

d[xn£[jL4'£t

§ 65 Anm. 2;

dßßaaxE

(Gramm,

b.

Egenolff, Progr.

Heidelb. 1888 p. 10)

=

d^Tüßaaxs.

1)

IL

cp,

347 Aristarch

otv^r^pdivr,

;

auch

die Hdschr. schreiben v

st.
l.

y,

gemäss

dem Alexandrinischen Schreibgehrauohe. über den Kühners ausführl. Griech. Grammatik. I. T.

zu vgl. § Gl.

Anm.
1^2

178

Wohllautslehre.

Ab- und Ausfall der Vokale.

Apokope.

§ 42.

Anmerk. 1. Bei dem Zusammentreffen dreier Konsonanten wird der Endkonsonant meist ausgestossen (vgl. ascendo st. asscendo adsc), als: xdxTave
II.

C,

164
II.

(st.

xciTXTave,

-/äxxTavE
v.

v.

xataxTefvou),

xaxfiiJievai

Hes.
(st.

Sc.

453,

xda/eile
vgl.

X,

702
(st.

(st.

xara/eDe
b.

xaTl/«u),

xadtopvüoa Od. p, 32
(s.

xatoT.);
,

xd|3XTj(xa
st.

xctTßX.)

Hesych.;

d((Aväo£(Ev

Nr.

4)

st.

«i(A|xv.

dsTc!;

(das.)

i^czii;
II.
<ii,

gestossen:

doch wird in letzterem Falle (va m. Kons.) bei Homer nicht aus436 ävoTpd'ieiav Od. ß, 63 (Theogn. 119) dvoyeto;, und selbst,

verständlich nicht der Nasal vor Muta, als dtfirveüoat, äY^rjpavT) u.

s.

w.

Anmerk.

2.

Nach dem

Schol. Venet. ad

II.

»,

441

(vgl. Et.

M. 81, 51) hat

es den Anschein, als ob tiber die Schreibung von Sfi. ßdijAoIci, a\x reofov unter den Allen Streit gewesen wäre, indem Einige (Chrysippos) in einem Worte schrieben, Andere (Aristarch, Herodian)in zweien. 1) Indes war doch dazumal scriptio continua,

und AMBQMOICl konnte so oder so
Differenz zwischen Ghrys.
u. Arist.

wie es scheint)
als zwei.

als

aufgefasst werden. In der That aber war die an jener Stelle grösser: dcaßwfjiotct (Proparox. ein Wort (Andere lasen sogar äp-ßiüvsooi) oder a[A ßtu[j.otat

3.
cpeTT]

Böotischer Aeolismus:^)
s.

dv-riöet-ci,

dc^Ypaij^r,,

(ivcpopa,

darpe-

u.

w.

5

T:ap

t6,

Tcap

t6v,

Tcäp

xdv,

T:ap
;

xa?,

Tiap

3!wcpiÄov,
x6,

~ap
xotv,

Aitüvujtov,

TiapTiüpcpupov,

TrappaTiTÖ);,

Trap^evofj-eva;
i.

xdx Tov^ xax

xäx

xa^ 7av, xär öaXaxxav, xaxauxd d.

xaxd

xä aüxd (aber auch xaxä

ixeTva,

xaxdXüKov, xaxadxeudxTT)) ; uoxxtüc, ti68 Adcpvr] (also nur vor Dental, doch auch
noxt SaiJLov, Troxio£8o(xevov)

auf Inschriften;


(irep

Thessalischer Aeolisf.

mus
nicht

besonders stark:

stets

ov (av in Kierlon)
ttoxxo;,
Tiept

i^ä,
d.
i.

desgl. Tidp,
T.o-fip-

xaxxd
gg,
In'

xäx X£ xaTC Tiavxo; xaxösfxev;
ng);
Tisp

Tzoy.')pa'\ia\i.B\ac,

(mit
cxtio

xouweouv =^

xouxwv

auch vor Vokal);

nur vor Artikel, mit Assimilation: dix«? (aber dTiuaxeXXavxo;), ixxa (aber
iTTivoetooujxev)
;

uTto

,

doch

uTnrpo[x]a(:

D.-I.
av)
,

345,
(xetrtjov,

43;


16

lesbischer
ojxTzsxajov
(st.

Aeolismus:^) Ale. 18 ov (Hdschr.
(Hdschr.
6fi.fAv.,

x6

Sapph. 29

d(XTr.),

Ale.
1,

32
i.

ovsxpep-aajav

Theokr,
,

29,

6(xvdc;0r,v
;

s.

Anm.

d.

dva|jivY]59-^vai)

30, 22

6[j,[xiixvaaxo[j.lvtü

Inschr.

ovxe&T]v, ovOevx«, 6vOe|xEvai u. a.

(aber dva^patj^at u.
b.

a.

Vulgärformen, die sich
(kyprisch?)
irdp
8'

gerade bei Präpos. früh
(st. övax.),

eindrängen);
Ale. 15

Hesych.
oe,

&7xd7:ta>

oaxaarav,

oaxaUei';;

Tcotp

Sapph. 16

oe,

Theokr.
üJpa),
i''^ä)\

28,

5

Tidp

Ato?,

25

Tidp
Tidp

cpiXcüv

(aber

Sapph. 52 rapa
r.oLpä

ipytT

Inschr. TiapyajpYiaavxe?,

x5; U. a.

(doch auch

Inschr.

wie
8i,

Ale.

15.

36
S.

xdx

xotv,

Sapph. 62 xaxxÜTixsaBs,
A. 41
9 xd|x

Ale.

36 xdo
xd",'

A.

20

xdxöavs,
xaxylet,
(st.

68

xax8dvoi(ja,
S.
2,

xdx xs'fdXa?, S. 44
[isv

-/övtov,

A. 39

34 xdßßaXXe,
s.

^Xtujaa

la-^e,

Adesp. 67 xaaxdOeic

xaxax.,

Anm.

1), S.

80

xajjioXso) st. xaxoir.

(aber S. 94 xaxaoxetßoust),
-rapot);

auf Inschr. xdx
A. 104
aiz

xoi?,

xdx xd, xax8£[jLevai (daneben auch xaxa wie dvd

iraxlpwv,

uepöstw A. 36,

Ttep

a<u

74, aber -epl

ßüJI|xov

S.

53,

1)

S.

Spitzner ad
Dial.
I,

II.

&,

441;

La Roche, Hom.
Dial.
I,

Textkr. 189
3)

f.


1.

2)

S.
I,

Ahrens,

p.

212;
I,

Meister,
f.

283.

s.

Ahrens,

d.

p. 149 sqq.;

Meister

191

§ 42.

Ab- und Ausfall der Vokale.


l)
:

Apokope.
S.

179
bisher
r.ap,

TTäpl

TU)

28;

-epl

xaT?

A. 36,

oaxTuÄico

Ttepi

35

(Insclir.
ov),

nur
/«(t)

-spi);


P.

arkad, (kyprische) Mundart
d.
i.

av

(kypr,

nur

in xaxa

xa-rd

xa u. xaxauxa d.

i.

xaxa xauxä, sonst xaxu.
bei

4.

Dorische (eleische) Mundart:^)
10, 27 dfjLßaxüc
I.

Pindar N. 3, 49 av
7 dfXTivodv.
4,

/pövov.

0. 8, 47
P.
1,

dfXTiveuaai.

N. 11, 38
0.

dfJL9epovxat.

5,

36

avSwxsv.

48

dixvdsetev.

54

d|jLvd(jei.

13,

70

T:apxei'[X£vov.

P.

1,

89

Trap(xev(Dv.

N.
[aev.

8,

17

Trapfiovtüxepo;.

32

Tzdpcpaai?.

P. 9, 44 P.
9,

Trapfpaiiev.

1,

76 -dp

88

Tidp

aeösv.
U.
s.

0. 8, 78

xdv

vOjJLOv.

61
x

xaxOrjxdfjLSvoi.

N.

9,

15

xt/TTTraüst

w.
i.

Sogar
xaTi-sxov

mit Beseitigung des
xaxl-eaov,

statt Assimilation xaTiexov

0. 8, 38, d.
xaxdßrjdt

wie

xaßai'vcüv

Alkm. 38, lakon. xdßaot

Hesych., vgl.

auch unten Inschr.

Andererseits" hat P. nach Bedürfnis auch die vollen

Formen dvd
Trox
X(u

u.

s.

w.

Theokr. hatj ausser av uap xdx auch
xaxÖ£|j.£v,

r.6z

Aio?;

bei

Epicharm
ap.

xaxöavwv,

ttöx

(d.

i.

ttoxI

=

5,

75

rpo;)

xouxoiJt,

Trox9£|xev,

Tre^xo^xiov

(aber xaxd roSa?,
dvooujxevot,

xaxd

cpuaiv,

xaxacpa^eiv,

xaxafxaöeTv,

xaxaot'xa),

Sophron 97
766, av xov

Megar.

b.

Aristoph. Ach.
ttox xdv,
t:6x

a[xßaxs

732,

avxsivov

ooeXov

d[X7r£7rapiJi£vov

796,

x6

732,

751 (aber dvapotavt^r^ 791),
183, xdx xtov 1259,
ttoxI
Tiui-dv

Lysistr.
xdv,

Lakon.
Trox

-dp

xöv

1309,

Tidp^aivE

tcox

x6,

tzox

-ox xd,
d.

xd? 117, 1006,

1252, 1264 (aber
5,

82);
t:6x
c.

Thuk.
xto;;

in

laked.-argiv. Vertr.ägen

77

u.
c.

79 xdx xkSe, xdx
Hesych.
(st.

xd,

Plutarch in lakon. Aussprüchen
Inst.

Pelop.

34 xdxöavE, Lysand.
b.

14 xaßßaXovxac,
lak.
st.

Lacon.
aaxaoi
Vgl.

xaxxE/uxat;
axr^bi),

axxaoi

("wahrsch.
ol

avoxaat,

=
Anm.

p.

241
a^ä1),

ajjLTratos;

d|jL<pt'-atÖE?,

xcov

Tiaiowv
i.

|j:t|jL£Xou}jL£vot,

dfXTTEaai

(d.

i.

dfJLcpijEaai),

d7j(piavaa8at (d.

dfjL^r/p.

=

TiEpiaXEitj^acöai);

auf Inschriften, wobei zu bemerken ist, dass auf den älteren die Apokope häufiger ist als auf den jüngeren, so auf den herakl. Tafeln:
r.ap

xav,

Trdp

xa,

Trdp

Davoosiav,

Trapöcuvxi,

TiapXaßövxe?,
s.

7:ap[j(.expr,3ÖvX'.,

av

xdv,

av

xü)?,

dv-j^pdcpsv,

dy/wpicavxEc, d{x-(DXT|[xa u.
u.
ttoti
s.

w. (diese Präpositionen

ausnahmslos);
xdv,

xaxd

stets
ttox

fast
;

stets

vor

dem

Artikel,

als:

xdx

xdx xdc,

7:6x xu),

xöv u.

w.

einzeln vor 6 u. D:

TrpoxaooEßtxddöw

(aber xaxaotxav 1, 156), Tioxöevxe;;
u.
TToxt;

vor anderen Konsonanten aber xaxd

brutt. Inschr.
u.

dvÖEiTj,

lak.
d.

1511
i.

oft uox xöv (roxöv),

Amph. 1688
Tafeln

xdx xö, xdx xav
Trox

xaxdv,

xaxa

xoxxa xa&' a

(aber xaxaoixacji^lvxa),
ff.

xö«, Trox xöv,

Baunack,
dv
Ttoxi

C. St.

X, 101

ff.,

109

Gortyn.
-opxt;

stets

av

(assimiliert dXXu(ja[x£vw) u. Trdp,
ff.

aber xaxd

u.

Epidauros
dvjyi'oaa;),
Ttoxi

D.-I.
Trdp,

3325

desgl.

(vor

ox d:

daxdc,

djxdaa;,
-ox',

doch

doch xaxd; für

steht hier vor

Vokalen
t:o

vor Konson.

nur vor Labialis:
scheint)

TroxißX£(];a«,

T:oxiTrop£UO[x£vou,

in

Troax£r/ovxi
ttoi

(wie es

3342,
Meister

63,

sonst

aber

vor

Kons,

synkopiert

(einsilbig,

1)

II,

117

f.

2)

s.

Ahrens,

Dial.

II,

p.

353sqq.

12*

180
s.

Wohllautslehre.

Ab- und Ausfall der Vokale.
-ol
6'

Apokope.

§ 42.

das.
7:0t

Tov,

20 im Hexameter), als ^irrov (3325, 65 steht
ist

'Aa/.Xinov,

-oioEi7i)o:t,
ttoi

-otöljxsv,

roi

710x6);

so auch lokr.
ttoi

töv D.-I.

1479,
FIoi-

auch Korkyr. 3195. 3198
TpÖTTto;

je einmal

vor Artikel überliefert;
II,

Monat

in Delphi.

Eleisch (Meister
xoctÖ,

68):
-ep(i),

-n^o.

bleibt,

nur einmal -A^ tö D.-I. 1156, dagegen bedeutet
lokr. tAo\

Trip
,

wofür auch
fast

~ox\

Totv

U.

TZOTOv;

y.aTüv,

•/.rt/jrttlor.T')

xai^uT«'!;,

nie

xata;

die

Verdoppelung der Konsonanten wird auf diesen archaischen

Inschriften sehr oft unbezeichnet gelassen.
5.

In der

ionischen und attischen Mundartist
nur
2,

der Gebrauch
bei

der Apokope
dixßoXaßTjV

auf

wenige Fälle beschränkt;
dfißwaa; 1, 8
(st.

so

Herodot

4, 181

(st.

dvotß.),

dvaßoT^aot;),

dixßtoaavte;
(JixTtauovtat

3, 38,

äixTTüJTt;

11. 7,
1,

198. 8, 129,
in

dtfirotüejOat

1,

182,

und
(v.

dfjLTraujrrjpto?

181;

der

dvafißaTou; Cyr. 4. 5, 46,
dfißaTT);

d[x|Bo>.a;

attischen Prosa nur Xenophon: 7. 5, 12, ijxßaToiv Comment. 3. 3, 2
3,

neben

(ivaßixr,;

de re equ.

9

u.

sonst),

afiirmTi;.")

Bei

attischen Tragikern^) ist der Gebrauch der Apokope minder beschränkt, und zwar nicht allein in den lyrischen Stellen, sondern auch in dem Dialoge, z. B. Aesch, Suppl. 350 afx Tterpai;, Pers. 566 afx
den
TTEOt^pei?,

Choeph. 841
dvoat'ovTs;,

(Dial.)

dix'-pepeiv,

Pers. 163 (desgl.) dvTpe4'7],
dfjLTrvoa:;,

Ag.
u.

305
Eur.

(desgl.)

Soph. Aj. 417

Tr. 528

d(jL(x£v£i

so

öfter, afjLßaji«

OC. 1070, ^ya^^t Fragm.
(Dial.)
dfißriarj,

800 Dind.,

dvTpETrcav

Ant. 1275,
^TravT.,

Hec.

1263

Ph.
Or.

105

iTiavxeUwv (dvTiÄXsiv,
dfxrdXXeaö',

dvToXrj

fast stets),

787

daTTErdaa;,
d[j.ßoXd;;

322

Heracl. 270 (D.)
xdrHavE,
so

u.

Helen. 1297 (D.)

h

Aesch. Ag. 1553 xaTr-Ess,

immer bei den Trag,
vgl,

xaxftavoijjxat U. xaT&avrj,

xat^dvoi, xaTBavEiv, xarftavojv,

Soph. 0. C. 435, Ant. 464, Eur. Cycl. 201 (überall D.); über das
xapLjjL'ju)

von dem Komiker Alexis gebrauchte
Aesch.

st.

xaTctpLuoj

s.

0.

unter 2);
Xi[j.vav.

Eum. 553

Trapßaxav.

768

zapßaivouji. Soph.
dial.

Tr. 636

7:dp

Bei Aristophanes
in

(Speck de

Arist.

I,

D.-I. Bresl.
u. a.
;

1878,

p.

39)

der Parodie von Dichterstellen xaTÖotvsiv
f.

dazu

djxßXajTdvT;? Lys.

384 Kjkt.
verbessert.

dvaßX.;

umgekehrt hat man
aber

das,

116

7:o(pTa|xoüja

in -apar,

Die

Inschriften

scheinen zu zeigen (M eiste rhans
auch im Attischen üblich
freilich

178 2)
in

j

dass im 4. Jahrhundert die Tilgung der (wiederholten) Silbe xa
u.

xatd xaoE

dgl.

häufigen Verbindungen
xaxa,
xaxou?,

wurde:

man

findet xaxaoe,

was

auch durch Ver-

sehen des Steinmetzen leicht erklärt werden kann.

1)

S.

Lob eck.

ad Phryn.
I,

p.
2,

339

sq.;

Kühner

ad Xen. Comment.

3.

3,

2.

2)

S.

Gerth,

Gurt. Stud.

248

f.

§ 43.
§ 43.

Synkope.

Ausfall der Vokale vor Vokalen.

181

Synkope.

Ausfall der Vokale vor Vokalen.

Abfall des Anlautes.

Wegfall des

t

,

subscriptum.

Das Ausstossen eines Vokales in der Mitte des 1. Wortes zwischen zwei Konsonanten wird Synkope
(ou^xotttJ

genannt. 1)

Häufig wird
f.

s

zwischen zwei Konsonanten ausf.

gestossen; so in saxai

soexat;

lysvTo

I^ivsto;

i'öpios
III.

(Aesch. Ag.
Dekl. auf
T,p,

536)

f.

löspios; ferner bei einigen Substantiven der

als: TcaxTip (St. -iraTsp), G. iraxpo? (ep. •^ocxsp-o;),

was

in urälteste Zeiten

zurückgeht,
3.

s.

§

§ 232; in der

Über die Synkope in der Tempusbildung 122, 4. Wortbildung hat sie statt z. B. in 7iTr]v6?, geflügelt
-sxsivö;
,

(neben usTerjvo; ,
-xepov

clor.

izoTä^ö^),

von

TrlrofjLat

Aor.
vgl.
5,

izTOjj-rjv

;

in

von demselben Stamme

fehlt

vielmehr

ein

t,

b.

Alkman

u-o-expiSio? für 'j-oitTspiSto?, also eig. irTexpov,
in xpaoi? v. xspavvuvatj vgl. ixpaBr^v U.
i:epvTf]|xi,

Curtius, Et.
ist

709; ferner

S.

w.; rpaitc, Verkauf, zu lirepaaa,

vgl. izpdbr^v,

TriTrpaaxto

u. s.

w.

Es

Übrigens sehr schwer,

einerseits

zwischen Synkope
u.

u. Metathesis (§ 70), andererseits
(§ 45) überall

Synkope
sicherere

Vokaleinschub

zwischen bestimmt zu unterscheiden.
aber
z.

Von anderen Vokalen
Beispiele
^iXxaxo? zu cptXo-,

finden

sich

nur
als:
,

vereinzelte
sxaxepde

T.

viel

der Synkope,
st.

zu
St.

exaxepo-,
xtTroxe,
^vii^

cpi'XTepo;

fjLe(j6o[j.Y]

fxsaooofiT]

tittte

ep.

ep. (v.
apiTieo.
^"^P^?

'(öw), Tzpöyy'j ep. (v. irpo u. ^övu), apirlooeasa (ipTtso.)

ganz eben, aus

od.

IpiTT.;

Hdn.

II,

247. 478,

wo

verglichen wird; thessal. "AttXouv
-cövoa?

=

äol. Ipftupt?

aus ipOupi?

=

yLt-^älri

'AtioXXcdv 'AtieXXwv, böot.

Eigenn. auf
'lüTitDvOT];,

für

coviöa;,

als

'EuaixivwvSa;;

SO

auch

auf Euboea
1,

anderswo
T^Xuöov,

XcxpwvScx; u. a.,

Angermann,
335
ff.

Curt. St. I,
4,

20;

TjXd-ov
S.

st.

oi'auT)

(ungewaschene Schafwolle) Herod.
2,

187

st.

ottjunrj.

L.

Meyer,
2.

Vgl. Gr. 1

l

S.

Wie schon

die Alten

bemerken (Apollon.
p.

in Bekk.
II.

An.

III.

p.

1292, Choerobosk.
ui

ebendas.

1220,

Eustath. ad

1047, 53),

wird der Diphthong
als:

op^uia,
attische

die

im allgemeinen nur vor Vokalen gebraucht, XeXuxuTa, dizuiui, uioc, und wir sahen bereits, dass [xuic«, Sprache ihn auch in diesem Falle schon im 4. Jahrü ersetzt hatte (§
4. Jalirh.

hundert durch einfaches
schreiben würden.
in

26 unter

5 u. ut), so
[xuot,

dass

wir in der attischen Prosa des
Indessen
ist

richtiger G6?,
t

XsXuxua

vor Vokalen das

aus der

xoivt;

auch

die

attischen

Texte wieder

eingedrungen,

wenn auch
liiess

vielleicht

nicht überall,

wo

es ursprünglich stand;

denn lesbisch

es aXuiw,

I) Bei den Allen, wie bei Herodian, ist der Begriff der a'jyAor.-f] ein weiterer, indem auch der Ausfall eines Vokals neben Vokal oder eines Konsonanten (£v5ot aus £voo>li) oder ganzer Silben im Worte darunter befasst wird; wesentlich aber für die Synkope ist die dadurch eintretende Verminderung der Silbenzahl. Lob eck,

Path. El. p. 3.

182
'f'juo;
t)i)im
z.

Wohllautslehre.

Ausfall der Vokale vor Vokalen.

§ 43.

rase (vgl.

0'jiot;)

gebraucht noch Apollonius Rhod. (Rzach,
bei folgendem
i'oiov

Sind.

A. Rh. 27).
;

Durchweg aber wird
ßorpü-^tov,
uiSiov
st.

Konsonanten
{/Hö-oiov st.

das

t

ausgestossen
kontr.

daher die Deminutive auf
,

als:

fvlJu-ißiov

iypoiwj^

|xu-6tov,
uli'Siov

u-otov

Schweinchen,
1356);

aber

von

uiö;

Sohn doch
vgl.

gewiss

(Ar.

Vesp.

ebenso

utoeü;,

uiooü;,

aioio;

von

a(Oei.

Ebendahin gehören

die Optativ-

formen wie Ixoufxev, oatvÜTo, XeXuvTO st. ixouT|JLev u. S. w. (§ 281, A. 3). Wenn aber von den Grammatikern (s. Bekk. Anecd. III. 1195 extr.) behauptet wird, dass der Diphthong auch nie am Ende eines Wortes
stehe;

so

gilt

das nur
Kot[x}jLu

vom

Attischen

die Dative wie

§

137, 5, c);

und der Gemeinsprache (vgl. denn bei Homer findet sich der
Ivi

Diphthong
458,

ui

im Dative auslautend,
xaTaTsövY|tott (§

als:

ttXtiOui [jlsvev

rhopwv
!),

II.

y,

«[x^pt vExtji

124 Anm.
(Aspfiut)

4, n. d.

Alten

aoviCr,ot;
("civui

und
13,

ebenso im böotischen Dialekte
82).

sowie bei Pindar
ui

Ol.

Das Dorische sodann kennt nicht nur
ulc,

=

ol

wohin, sondern

auch gleichbedeutend
Lesbische
ttyjXui,

(Röhl,
s.

I.

Gr. ant. 482, a); ebenso hat das

xuT8s u.
ui
s.

Vereinfachung des
oti

zu

u

Über die mit dieser (§ 336 A. 5). nicht ganz gleichartigen Erscheinungen bei
w.


tj

£t

Ol

vor Vok.

§ 27;

über a

t]

cd

st.

a

«j

unten

5.

3.

Zuweilen fallen im Inlaute auch Vokale vor (nach) Vokalen
jetzt

aus,

was man
f.

Hyphäresis
f.

(ucpaipeoi;)

*)
s.

zu nennen pflegt,

als:

ßo7]&ö;

ßoYjOoo?,

oopu;6?

gopu^oo; u. a. m.,

Fritsch,

C. Stud. VI,

102

ff.,

unten § 110,

ypo(i)Ti?;

2; § 113, Anm. 3 5; [xeXaY^pTj; att. aus jxeXaYebenso dtyp^ Dichter in E. M. 182,47, Fritsch, C. Stud. VI,

9; bei Hom. xpea, Cfiloi, osTia st. xplaa u. s. w., xpea in der Iliade immer vor Vokalen, in der Odyssee aber auch vor Kons, p, 331 xpea TToXXa, so auch Theokr. 24, 135 xpsoc x iizzä, und attisch, s. § 123, Anm. 2. 3; (daher wird auch das a in xpsa elidiert Od. 297, i, 65,
9,
t,

470;) aber Od.
p,

7,

33,
u,

u,

348 xpea vor
2)

e.

Vok., wie xipa
ß,

x,

211, acpeXa
e.

231,

oETra

0,

466,

153; ^spa auch IL

237.
(ivopwv

t,

334 vor
i,

Kons.,

(jxeTToc

desgl. Hes. Op.

532;

ähnlich
s.

xXea
b,

II.

189. 524, Od.

0,

73, yp£a x£ Hesiod. Op.
vTjXla v.

647,

§ 123

3;

oujxXea dxXea vor Vok.,
s.

uTtspSea,

Kons. Hom., desgl. 'HpaxXla Hes.,

das.; 'HpaxXeoc u.

s.w.
iTjXe

ist

auch die dor. Flexion; ferner Hom.

aTieaai;
TicoXscxt

xaXeaxexo,
st.

laaxe;
ttioXs-

f.

T^Xee?;

Hdn.

I,

488
u. s.

ixa

f.

Ixea;

fjLOÖeai,

{jLuöe-Eai,

sai,

Imp.

ötTToatpEo

st.

-pe-eo

249,

Anm.

3);

ebenso

neu Ion.

otviat

Anakr.,

I;y)yIo

cpoßeo

w.

Herodot,

§ 251

Anm.

1;

zweifelh.

die

Bildungen wie xaya
*)

(st.

xayla?),

öafxa (zu [&a[x-u;], PI. dafilsc), Xiya (zu

S.

Fritsch,

Gurt. Stud. VI, 87

ff.

Nach den Alten

fällt

indes auch dieses
Silbenzahl nicht

alles

unter den Begriff der Synkope,

ausser den Fällen,

vermindert wird, als Ai-npzov
p.

aus A^:rpEtov.

2)

wo die Hoffmann,

Quaest.

Hom.

I,

86 hält dieses a für anceps.

§ 43.

Abfall des Anlautes.

Wegfall des

t

subscriptum.

183
voajo? u. die
u.
s. s. s.

Xqü?); aber ziemlich reichlicli

vor mehrfacher Konsonanz:

Deriv.

st.

vsojao;,

vgl.

oafxtop^o?,

§ 50, 4, in

§ 50 Anm. 13; im Dor. xcap-övre? anderer Weise ösowpo; Ooxpi'vYi; Megar.

w.,

das.,

auch neuion.

aXop^ö; § 50, 6.

Sodann
vgl.
ttotvoc

fällt

t

vor

Vok. aus,
Hom.,

§

21

Anm.
ion.,
u.

üb. d.
cppaxpi'a

Thessalische,
att. (L.

neben
I'^,

Tröxvia b.

(fpTQxpr)

Meyer,
ixrjpt'a,

Vgl. Gr.
xa,

1,

339), |x%a, xä, b.

Homer
st.

auch Aristoph. neben
Endlich
ist

js-aojTrafjLevov

Pind.

I.

1,

63

ae-

otcoTT.

es

in

der Komposition die Regel,
Teiles

dass der aus(Elision

lautende Vokal

des

ersten

vor

Vokal
,

ausfällt

wie

zwischen Worten):
L.

\i.o\{o)-6f^ak[ioz,

(fiX{o)-n:r.oz

pT]6(t)-i^vü)p,

(p£p(E)-aj-i?.

Meyer,
4.

Vgl. Gr.
ist

P,
das

1,

339.
eines
Itüv,

Selten

Verschwinden
st.

Vokales

im
vfj;

Anlaute
dor. v5?
st.
f.

eines Wortes, als: att. wv, ou^a, ov
Ivr,?,

^ouaa, löv,
st. sopx.,

übermorgen, Hesych., neuion.
b.

opxi^,

6pxa^(o
att.

oTxa

lotxa;

vep9£(v)

Hom. neben
Iv,
f.

evepöe(v),

vEpxspo?

Dichter
f.

f.

Ivepxspo?,

zu

IvEpo«
frg.
6-^(jai

von

§ 157, 6 (n. A. Prothese, § 44); ^tuSto?
i|xdtaöXrj,
I,

Ipcpoio?

Hipponax
äol,

63;

ixaadXrj

Curtius,
axopoxiTetv
ist

Et.

5,

394;

auch

[xaaaai

=

([(jLtxcjaai)

Hdn.

300;

nachklass.

([Dem.]

11,
ap,

11) von
s.

ii

zcipaxac
5.

Ein besonderer Fall
i

Homer, pa
ist

für apa (nb.

§ 42).

Über den Wegfall des
dYaöa, iv X(o
eiTTY],
'julJLVGtata),

adscriptum

Folgendes zu bemerken:
dasselbe

Auf den jüngeren
als
:

äolischen Inschriften fehlt

xüya

ypujsoj axecpavoi X(u iwoii-w,

im Dative, i) im Konjunkt.,

als ivoeuTj Mit]

aber die ältesten Inschriften haben hier wie dort
(Dial.-I.

das

i

ausnahmslos
soll

weshalb es auch bei Ale.
Inlaute

u.

214 im Dat., dagegen im Konj. nicht), Sappho ohne Frage zu stehen hat. Im

zwar nach

d.

Gramm,

äol.

y)

entspr.

gew.

ei

vielfach

da indes die Inschr. so gut wie nichts Einschlägiges bieten, so bleibt es zweifelhaft, ob nicht vielmehr das Aeol. YjI hatte, wie auch das Dorische des Alkman
stehen, als Kobipr^a S. 62, KüTipoYsvr^a Ale. 60;
vgl,

§
i

26 unter
adscr.

tj

u.

si.

Sodann hat das
2a[j.oöpctxe;
,

Thessalische 2)
mit
f. i),

früh
(f.

das
xdji

verloren:

Dat. x« dp^a

(alte Inschr.
'Paoioi;,

xou xotvou

xoivtu),

auch im Inlaut

aöouoi

aöcuot.

In der

dorischen und arkadischen Mundart
junktivs
irXrjOxo?
3),
st.

fehlt früh

das

t

des Kon-

in

der letzteren sogar
rXeloxo«;,

stets,

gleichwie
Dial.
i

daselbst
95,

auch

in

uXritaxo?

Meister,
für
(o:

II,

während im

Dor.

z.

Bsp.
u.

die

Tafeln

von Gortyn
oi

das

Böoter

Arkader setzen
xoT,
tsT,

Traxpolot, xoT,

immer bewahren. Die und ai für a: xaT;
ot u.
si

desgleichen die lonier von Oropos und Eretria
(u

für auslautendes
für
r,i
T|

und

tq:

während wir
99

in

Oropos im Inlaut

finden:

1)

S.

Ahrens,
I,

Dial.
3)

I,

Meister

305

f.

p.

sq. u.

221;
p.

Meisler,
190
u.

Dial. 1,

87 it

2)

s.

Ahrens,

Dial.

II,

293

sq.

Ig4
tepTjov
st.
-TJ^ov

Wohllautslehre.

Wegfall des

t

subscriptuni.

§ 43.

-r/iov

(Homer).
Btr. 22,

Deutlich ionisch

ist

-poi'pT,;

f.

TrpiupT,;

Hesych.,
fehlt

Ahrens,
i

Auf den

asiatisch -ionischen Inschriften
;

das

des Dativs wenigstens auffallend häufig

eine Inschrift

von

Teos, aus
XT|ToupY£tv

dem Ende
st.

des

4. Jahrh., in

der

xoivTf;

verfasst, hat beständig

X-(,Toup7eiv

(Dittenberger,
4.

Syll.

126).
t,

In

Athen

immermchr überhand und ist im 3. Jahrh. sogar überwiegend (Meisterhans 28 2 ff,). Also auf zweierlei Weise hat man sich dieser unbequemeren Diphthonge entledigt: durch Verkürzung des ersten Elements und
aber nimmt im Laufe des

Jahrhunderts

si

für jedes

durch Verflüchtigung des zweiten, welche letztere Weise dann^ vom Ausgange des 3. Jahrhunderts ab, sowohl in den Dialekten als in

Blass, Ausspr. 3, 48 fr.) und das dieser Diphthonge zum stummen Buchstaben macht (vgl. I, 356. T,t t/i vgl. noch eIov Reisekost Hdn. oben § 3, 13). Für si man las wohl sTa Od, s, 266 u, s. für zweisilbiges r,ia, II, 457 Daneben gibt es noch einige besondere Fälle, in denen frühzeitig verschwand, oder si statt t,i eintrat. Die Wörter auf cü, ou? dieses der III. Dekl. gingen urspr, auf (öi aus, doch ist das schon auf den Der ältesten Denkmälern mehrenteils nicht mehr vorhanden (§ 129). Dativ der I. Dekl. hat im Altattischen öfter Ell als Hill, bzw. Ä2I HI steht urspr. im Attischen in den Dativen als (§ 105, 4), axpoTToXYjt, und in den Ableitungen von Wörtern auf -zöc: 116X7,1, 'Aptaisu?, AiYir;i5T,? fem. Ai-f/jc von Ai-j-suc, u. von 'ApiaTr,ioT,? von
der
7.01VT,

die allgemeine

wird (das. 52

2 f.;

i

=

;

i

t

Am

-Xr|0?, 'AposvYjioTp von XaipsXscu? -vr,o?; aber es hat, wie es scheint, frühzeitig das s von 'Appevöto? der anderen Formen (als iroXstu?, ttoXsi?, -oXsat) auch hier t/ in si übergehen lassen (Blass, Ausspr, 3, 47), wenn auch in den Namen

solchen auf

£fu?

= =

TjO;:

Xn^p^kr^lor^z

=

der attischen Phylen und ebenso in

XTjtxoupYi'a

u. a.

W,
ist

das

r^

sich

ebenso

lange wie jedes andere
xXfjöpov
xX-i^tü

-q

behauptete.
130),

So

bekanntlich

auch

xXfj?

altattisch (§
u.
s,

aber schon von Anfang

da (Meisterhans, S. 28^); so finden wir att. auch nur Tiapeia (Inschr, zw. 385 u, 366) für ursprüngliches Trapr,Gt, und überhaupt kaum ein -q vor Vokal (veTov aus vr/iov,
des 4. Jahrh. ab
ist

xXsi;

w,

Xet'a

ion.
u.

Xtjit,,

vgl.

axscpavog
9),

ot-rro

Xt,1(uv

G.

I,

Att, II, 678, a,

15, zw,

378

366; § 55,
s.

weshalb auch

xXei'to st. xli^im

zuerst u. darnach

exXeisa xXst? u,

noch

IIoaioT,tu)v) ist

hans

50. i)

In Hooioscuv (altatt, w. entstanden sein möchte. hindurch zu s geworden, Meister7] sogar durch ei
i;^

Die Gemeinsprache hat
als in

(mit

stummem

i)

teilweise

wieder hergestellt,
1)

den Dativen

I.

Dekl., den Konjunktiven, im
I.

Die betr. Inschrift

mit riOSIAHIQN

(G.

Att.

I,

283, 17) enthält eine

Rechnungslegung der attischen Verwalter von Delos, und hat daher ionische Schrift und vielleicht auch hierin einen lonismus.

§ 44.

Euphonische Prothesis der Vokale.
sipiörjoav Bull,

185 de corr.

Augment der mit m beginnenden Verba (doch
hell.

1890, 97, Kaiserzeit), aber nicht in XsixoupYia; in den

Namen

der Phylen hat
AiyTjic
(att.

man

die

poetischen

Formen mit Diärese
i

eingeführt:

Inschr.

röm. Zeit Aqi; mit
Gesagten ergiebt

=

ei).

Anmerk. Aus dem
oder
El

sich,

dass für die späteren, die Ortho,

graphie regehiden Grammatiker die Fragen des a oder a
eine
ei

w oder w

,

»)

oder

t]

der hauptsächlichsten Schwierigkeiten

bilden

mussten, neben

den

Fragen des
(p.

oder

i

die einzige grosse Schwierigkeit.

Daher sagt Marius Victorinus
in ista littera
(t)

17 Keil):
.

orthographia Graecorum ex parte

maxima
et

consistit.

Nam
E'jyjji

.

et in

quibusdam mediis interponitur
et
si.

verbis,

ut"At07];,

et in extremis, ut
z

et

TTGpE'jTjt,

dativis casibus adiungitur;

eadem

subiecta

litterae facit

longam syllabam

In neuerer Zeit sind die Untersuchungen, insbesondere auch zu schreiben:
(ion. Cwtov),

mit Hülfe der Inschriften, wieder aufgenommen worden, •) und haben eine Reihe
sicherer Ergebnisse geliefert.

Mit

i

ist
II,

2)

^üjov,

tojotov

(aber Cw^pdcpo; aus Ciu&TP-, Herodian
{otov), £pto5t6;,

515), oiöv (lesb. uitov), xciXtjjotov (aus xaXujx)',

ivujStov (vgl.

§ 31

o u.

xiu?[ov

Herodian

II,

540, 'HpuSoT); (aus
oaoio konkurriert,

'Hp(u-(3Tj;), aitiCw3)
s.

(aus otu-fC(u; über die abgeleiteten Tempora, so auch
stlio;,

wo
e.

§ 343),

^ujvciüt-fjs,

wiewohl vor Vokal das
ocuü),
i

i

fi-ühzeitig

zum Ausfall

geneigt war, § 39, 2;
zweifelhaft
ist

daher auch Fut.
[xata^iu, ocpaoaC««,

d.

i.

owiüJ

auf

attischen Inschrift;

Trpäo?,

welches sich ohne

geschrieben findet,

aber vielleicht nur
i}vT,ay.w,

aus diesem Grunde;
pitpLvf,axa),
[j.aTai-£^(ju,

xspaCtu,

ypiu^w, cpiuCw, öpiusy-to,

alles n. d.

Gramm., bei
u.
s.

ilvi[]oxcu

(ftvaaxiu dor.) v. d. Inschr. bestätigt,

aus

TEpä-tCtü

w.

,

öpcutoxtu,

8v7]tcxa)

u.

s.

w.

;

die

Ableitungen sind

und das Zeugnis der Gramm, u. nam. Hdschr. dafür nicht massgebend Gramm., Ven. A der Ilias, Med. des Ap. Rh.; ^[j.vf,af}7]v Hdschr.); nach Hdschr. auch xtxXf,oxu), vgl. xXYjtaxtu Hipp. IX, 84 (aber nach allem was wir wissen ßXwaxtu, YiYviuoxo)); ferner rcpiüpa (s. § 21, 7; oben 5 S. 184); X^fjxo'jpyia (von Xfi'iTO; OT]a6aio;, u. dieses von Xrjo; Xao;, Xccu;) die Adverbien auf t,, a, als r^, ttjO;, Dagegen ohne die Adv. auf cu, als aviu, xctTw, hriixoda, xotv-rj, TrctvTayTj u. s. w. TTpoT^pu) in desgl. (uSe für (ba-Se.'') Auffallend und kaum berechtigt ist das HPQIQN auf e. dor. Inschr. von Thera (C. J. Gr. 2448, hellenist. Zeit), s. § 129,
zweifelhaft
(ftpiujfjios

=

=

;

i

,

i

Anm.
oiaoi)

3;

dagegen hat das
dcfTipiuCo).

i

natürlich

T|piuvr]

(Ar.
s.

T,piüoaGt,

Nach
ist

ypiuCiu, ttXiuCw u.

w. könnte

Nub. 315) aus -^pcuivT], ebenso man auch otp-ui^to (von
d.
aia'^u)

erwarten, doch
geht

aus Herodian
I,

I,

444 in der excerpierten Verfassung
(von
aial),

St. nichts

Restimmtes zu ersehen;
ofunuCm
ai'ayfjLa).

442 lehrt er deutlich

und

mit diesem
oi'utuYiJ«'«,

in

der

Flexion

und Wortbildung

parallel
II. cp,

(otpuuxxoc,
ait,a{uu£v.

aJaxxö?,

Also mit Unrecht der Syr. Palimps.

272

§ 44.

Euphonische Prothesis der Vokale.^)
ot,

Die Prothesis der Vokale
des Wortes
1)

s,

o

(über
sie

i

und

r^

s.

Anmerk.

1)

hat bloss lautliche Bedeutung, indem
teils

dazu dient die Aussprache

zu erleichtern,
Fl.

teils ihr

grösseren Wohllaut zu verff.

S. insb.

Usener,
ff.
,

Jahrb. 1865, S. 236

2)

S.

Meisterhans,
Rev.
östorr.

Gr.

d.

att.

Inschr. 50 2

der die Ergebnisse der Früheren,

als
f.

Riemann,
d.

de

philol. IX,
S.

zusammenstellt.

3)

La Roche

in Zeitschr.

Gynm.

1865,

89

ff.;

Ahrens

II,

189 sq.


^)

4)

Rlass, Ausspr. 493 n. 140. Schmidt, Comment. de Gr.


et

Gegen Usener

n. d.

Zeugnisse der Inschr.,
unter a und o;
p. 7;

Vgl.

Passow,

Gr.

W.

Lat.

pronom. Halis 1832,

Max. Doederlein,

18G
leihen.

Wohllautslehre.

Euphonische Prolhesis der Vokale.

§ 4i.

LiUiiiität seit

den romanischen Sprachen und schon in der späteren dem 4. Jahrh, sehen wir eine gewissermassen ähnliche Erscheinung, wenn das Wort ursprünglich mit s und einem KonsoIn

nanten
es|)rit

anlautet,
Spiritus),

als:

spätlat.

ispirito,

fr.

espace

(=

spatium),

(=

span.

estar (=stare); Italien, in ispecchio, lat.

in speculo;

auch

in spätgriechischen Inschr.
s.

des inneren Kleinasiens

finden wir

'loxufxvo;, 'laxpaTKuxT,? u. dgl.,

G.

Meyer

1162, sterret,

Arch.
findet
statt,
c.
jr),

Inst,

of America

III,

235

f.

u.

ö.

Im

klassischen

Griechisch

die

Prothesis

allerdings

häufig

auch vor zwei Konsonanten

besonders vor o mit folgendem Konsonanten, auch vor Muta Liq. u. vor xt, yi>, doch auch sehr viel vor einfachen Liquidis (und

dagegen selten (u. bestritten) vor einfachen Mutis. Der vorgesetzte Vokal scheint sich zuweilen nach dem folgenden Vokale zu richten; Beispiele der nicht selten schwankt er zwischen a u. o, i u. o. Prothese: dcjxnipeiv neben axaipeiv, dsTraipeiv neben airaipEiv, djnaXa;, neben
arAXal,

Maulwurf,

djcpapaYoc;

(Luftröhre) neben

cpdcpu;,
1.

lesb.

aa9e u.

acjcpi

neben

a-^e, sie, acpi,

ihnen; djTYjp, sk. Ved.Pl. star-as,
otepoTn^
u.
tJxpdTiTeiv,

Stella,

goth.
neben
yftec

stairno;
axacpi'?,

darpctTiTEtv

neben

daxacpi;

u.
l^'^s?
fxxi?

ojxacpi?

aoxayu; neben

axd)(u<;,

'AsitXTfjowv

u.

2:rXrj0ü)v,
ff.),

neben
nb.
xxt?

(attisch
y.'jver]

jenes üblicher,

Rutherford, Phryn. 370
458
(vgl.

xxiostj

Hom.

11.

X,

335),

'Oßpidtpeu)?

Hes.
ßXY]yp6;

Th.

617, 734

neben

Bpidpsu);,

dpXriypö?,

sanft, schwach,

neben

(welches aber Pindar

im Sinne von
[oxpuöei?

Ja/upö; gebrauchte, frg.

245 Bgk; daher wollte Heraklides
ßpi'dtD (?),

aßXYjypo; mit a privat.,

Cohn,
xpuo?,

Heracl. Miles. 41), oßptjxo? neben
s.

neben

xpuösic,

aber § 100,
ruber,
nb.

3],

6cpp6?

neben sk. bhrü,
xpu7r,'fä7o?
-r^puYov

Augenbraune,
xpu7T];

6xpu7Tr]cpd7oi;

Archiloch. 87
1.

(axpu'/rjcp.

Hesych.) nb.
^pu^ixö;

Ipuöpö?,

sk.

rudhinis,

d.

roth,

Hom.

neben rugitus,
iläyioToz,

lpeÜ70[xai

Ipu77dvuj

ructare,
1.

iXayüc,

klein,

IXdjjtov,

IXacppo;

neben sk. laghus
Xaiid^etv

(leicht),

levis,

dXaTidCeiv u. Xard^eiv
Xi'ko;,

Athen.

8,

362,
salbe,

f.,

Aesch. S. 47,
nb.

dXeicpo)

neben

Fett,

sk.

limp-ämi,

IXeuöepoi;

über (aus leiber loiber louber), dpaasw
IxeT

neben ^djuw,
lesb.
xi^vo;

ixeivo;

neben

xetvo;,

neben

xei b.

Archil.

fr.

170, x^

Sapph. 51,
(Hesych.),
ist

dcxouo)

neben xo5 (Hesych.)

=

dxousi,

axiövo;

neben

[dxivdxY]?

neben

xivdxrj?

Soph.

fr.

899 D., Aphärese?
neben
deXtu,

das

Wort
I,

persisch], oxsXXeiv
doa7[i.6;,

neben

xeXXetv, i^ilto

6oupo[xat

neben
(Hdn.

oüpop-ai,

d6d;aa9at, 6od;m

neben

6a;aa(i.öc,

boä^

neben 6d^
dant-as,
1.

491)

odxvü),

oSou?,

G. 6o6vxoc (lesb.
öSuvt]

PL

eSovxe;), sk.
loüva),

dens, goth.

tunth-us,

ahd. zand,
d[x£p7(ü,
p.

(lesb.

vgl.

oütj,

ä.\x.iX-i(o

neben mulgeo, melke,

pflücke ab,

i[j.6p7vu}j.t,

wische ab,
s.

dixöpcat

de d intens., Erlang. 1830,
Lautl.,
S.

23;

Pott, Etym. Forsch.
V.
G.
Gr.
1,2
1,

112, i,
f.

384
140

ff.;
f.

Christ,
151.

33ff.;
Gr.

Leo Meyer,
S.

S.

121

132.

376;

Curtius,

Etym.s,

720

ff.;

Meyer,

Gr.

1132

ff.

§ 44.

Euphonische Prothesis der Vokale.
Quint. Smyrn. 4, 270. 374,
ifxo;,
1.

187
djxü^eiv

Hesych.,
[xuCetv,

|j.üp$avTo

[xopcafjievot
fxe,
1.

neben

i[x£

neben
U.

me,

meus,
G.

dixspoo)

u.

fispow
vÜjjü)

Hesych.,

dfiotupo;

d|jLaupo(ü

[xaupö; (xaupöw,

ovu;,

ovu)f-o? v.

neben sk.
173a,

nakha (Nagel),
dgl.]

ovofjLa

(Homer auch

ouvo|j.a,

lakon. Ivjfxa in 'Evuixa[xpi'Ta? od.

Röhl,

I.

Gr. ant. 79, 35, vgl. 'EvufjLavridoa;

Le Bas

Inscr.

20) neben sk. näraan, 1. nömen (st. gnömen), goth. namö, d. Name, dvT^p nb. sk. naras, iwea nb. novem, sk. navan, goth. niun, d. neun, u. a. m. Über den Vorschlag des I u. d vor digammierten Wörtern s. § 16, 3, a, T] u. § 19, 1.; hierher könnte auch das Homer, o-jveo/jxö;

Fuge gehören,

II.
1.

c,

465;
b.

s.

Hdn. H, 585; G. Meyer,
i

S.

1152.
Wiesel,

An merk.

Der Vorschlag von

findet sich in t-xti;

(oder u-U),

neben dem Adj. x-(o£o? Yj anscheinend in d. ep.
nicken, da-jetv ;=
u. Tj-Ttsoavo;
r^pi.

Hom.
neben

(s.

o.);

wohl auch
r^lti-jt],

in

iyßü;;

der Vorschlag von
st.

rjßaio; st. ßaio;, in
\j.6tiv,

Schatten,

Dämmerung,

Xuytj,

vgl. X'JYaiö«, 'fj-fAÜtu? nicke,

Hesiod. (Hdn.

II,

besonders von den Augen sich schhessen, 172); r£oav6? d. Trag. Ion (Hdn. II, 564)

Hom. (Hdn. II, 171). Anmerk. 2. Von diesen euphonischen Lauten muss man wohl unterscheiden das d (li), wenn es die Bedeutung von mit, samt hat (a copulativum, collectivum,
sam,
also gr. eig. d),
s.

dftpoioTixov, sk. sa
(v.

§ 339, als:

dxotxT];

(v.

xoitt)),
,

aXoyoz

"kiyoz),

dTTag (v. ~ö(?), d9p6o;,

versammelt, oTraxpo?

{=

ö[jL07idTpto;)

sowie das

verwandte sog. a intensivum,

irATaTiY.6\, als d-oTTEp^ec

Über den Gebrauch der Wörter ^iXw und l&IXu), xeIvo; und ^xetvoi; ist Folgendes zu bemerken: Die älteren Epiker, Homer und Hesiod, gebrauchen nur ättEXw; daher hat Bekker Od. o, 317 statt otn OeXoiev OTT i^iXouv hergestellt (Aristarch wohl doa' i%kX., Lud wich, Ai'istarch. I, 613), und Göttling Hes. Th. 446 y' iUXo'jooi (II. a 277, Aristarch UriUior.^zX d. i n7]X£i07] (£)&£X'; das. 554 doo iöeXTrja&a Arist., alte Variante ox-t 8^X., La Roche, Hom. Textkr. 235). BsXoi hymn. Ap. Del. 46, von Hermann gewaltsam geändert. Bei den übrigen Dichtern sind beide Formen gebräuchUch, sowie sie dem Versmasse entsprechen; doch werden in den tragischen lamben die anapästischen Formen von i^ihu naturgemäss vermieden. Über den Pindarischen Gebrauch s. Mommsen zu Ol. 2, 97. Herodot gebraucht im Präsens beide Formen (Stein LXV), doch häufiger die längere, in den übrigen Zeitformen regelmässig die längere (O^Xij) Inschr. v. Hahkarnass zweimal, Erman, Gurt. Stud. V, 287). In der attischen Prosa ist die längere Form vorherrschend, wie sie auch auf den Inschr. der klass. Zeit ausschliesshch vorkommt, Meisterhans 1422, ebenso in der Komödie mit Ausnahme der Formeln rjv Seö; i}^Xirj,je[ iIeo; DeXoi, sowie tragischer Parodie (Rutherford, Phryn. 416); doch nach einem Vokale oder Diphthongen wird in der Prosa gern die kürzere Form gebraucht, und in diesem Falle findet sich zuweilen in den Handschriften die Schreibung 'Jl^Xeiv; eine Ausnahme macht auch hier die Formel iä\ (dv) 9e6j %iX^^. Bei Thukydides kommt nur sehr selten ft^Xsiv vor, und zwar besonders nach [aV), wie 2, 51. 5, 35. 6, 91, doch nicht gleichmässig, wie z. B. 1 27 nach iS^Xsiv folgt;') in Antiphons Tetralogien,
3.
,

Anmerk.

[x-i]

')

Vgl.

Lob eck

ad Phryn.,
v.

p. 7,

ad Soph. Aj.

v. 24, p.

81 sq. (67
II,

2 sq.);

Lex. Soph. vv. i^ikui u. »eXcu;
Herod.,
C. E.
Part.
p.

Wilamowitz,

Eur. Herakl.

57;

EUendt, Bredov. Dial.
ad Thuc,
p.

116 sqq., der überall auch gegen die codd. die längere
Plat. Civ. HI, 391, a.

Form

schreiben will;

Chr. Schneider ad
I,

Tom.

I,

p.

230;

Poppo

p.

211;

Benseier ad

Isoer. Areop., p.

257

— 62;

Maetzner

ad Lycurg.,

213;

188

Wohllautslehre.

Epenthese oder Einschiebung der Vokale.

§ 45.

welche stark ionisieren, steht fleXcu zu Anfang des Salzes 3, o, 3. 5; 4, y, 1 (doch veranlasste seine rhythmische Regel betreffä der 4, ß, 7); den Demosthenes gehäuften Kürzen öfter zunn Gebrauche von »eXu), als 14, 13 ö'oou; av ö%| t:;, Ziemlich ähnlich verhält sich die Sache mit xelvo; und 22, 51 zi fotp tt^XoiTE.
i^iXui

ixeivo;.
häufiger.

Bei

Die

Homer und Hesiod kommen beide Formen vor, doch Aeolier und Dorier gebrauchen die kürzere Form,
die

die

ktirzere
x-7|Vo;,

jene

diese

xtjvck;

Stud. V,
b.

und xelvo?, 287), während

lonier nach den
Herodot
^/eIvo;

Inschr. xsivo;

(irrig
ist

Erman,
(vgl.

Gurt.

bei
;

häufiger überliefert

§ 173, 4;

Hippokr. xeivo; u.

h..)

die Elegiker

bevorzugen die kürzere Form, die bei den

Die lambographen die ausschliessHche scheint (Renner, Gurt. Stud. I, 2, 9). Tragiker haben beide Formen nach Bedarf des Verses; in einigen Handschriften findet sich die Schreibung 'xsivo;, und zwar nicht bloss nach einem Vokale, sondern
Aristophanes hat die kürzere Form nur sehr auch nach einem Konsonanten. als: Pac. 48 im Munde eines loniers, Lys. 795, 818 (Chor) nach einem langen Vokale, wo 'xeIvo; geschrieben werden kann; Vesp. 751 trag. Parodie. Rutherford, Phryn. 4. In der attischen Prosa findet sich xsiv&c bisweilen nach
selten,
fj

(t),

Tj,

auTTj),

sehr selten nach einem anderen Vokale oder einem Diphthongen

oder gar einem kurzen Vokale, wie a 'xalvo; Isoer. 12, 78. ä 'xeTvoi Dem. 9, 41; vgl. § 54, Anm. 2; die Hsg. schwanken, und Voemel will ta xetvo-j, 6 xstvwv,

wiewohl

r]

'xEi

(Dem.

1, 27),

und da
PI.

steht in

den Hdschr.

die kürzere

während Andere mit Krasis -rcixEfvoj schreiben. Hie Form auch nach einem Konsonanten, wie

xEtva, oder

Gonv. 219, c xaf-Ep xelvo Bodl., andere Hdschr. iv.., Hipp. M. 293, c ?u.7:pfja!)Ev nach kurzem, der Krasis nicht fähigem Vokal, als T.t[A xstviuv Gorg. 520,
andere Hdschr.
die übrigen
l/..

a Bodl.;

Bei Thukyd. findet sich nur einmal
y]

(8,

86) ^ 'xEivot

nach

d. Vat.,

haben

Ixsivot

oder

t]

Ixetvo.')

§ 45.
1.

Epenthese oder Einschiebung der Vokale. 2)

heisst die zur Erleichterung der Aussprache von Konsonantengruppen angewendete Einschiebung der Vokale zwischen die ursprünglich verbundenen E und «, seltener o und Konsonanten (Muta c. Liquida, Liq. c. Liq., Liq. c. Muta). Man bedient sich dafür auch des Ausdruckes Vokalentfaltung, Anaptyxis
i,

Epenthese

(dvaTTTu^i?

Gramer An. Ox.

I,

63, 13), sowie der fremdartigen

indischen

Sehr häufig nimmt bei Bezeichnung Svarabhakti d. i. dieser Erscheinung der eingeschobene Vokal von dem der benachVokalbruch.
barten Silbe seine Färbung an.
2,

Der

am

Häufigsten zu diesem Behufe gebrauchte Vokal
uxucpXocj

ist s,

als:

axucp-e-Xo;

neben

uTpoß-eXöi;

neben
ed. 2 et
p.

uTpeßXo;,

ot^-e-vo?

neben

Kühner
Lexil.
1.

ad Xenoph. Comment. 1, 2, 9, p. 76, Xenoph. 39; Voemel, Demosth. Gont
,

ad Anab. 1.3, 6;

Sauppe,
ad
Aj.

11

ff.

>)

Vgl.

Lob eck

ad Thuc. 8, 86; Benseier ad Isoer. Areop. Exe. de hiatu p. 407 sq.; Schneider ad Plat. Civ. II, 370, a. Tom. I, p. 154 sq.; Schanz, Praef. Theaet. VI sq.; Bredov. 1. d. p. 118 sqq., der jedoch mit Unrecht überall auch gegen die codd. bei Herodot die längere
d.;

Ellendt, Lex. Soph.

v.

xetvo;;

Poppo

,

Form
2)

schreiben

will,

vgl.

Baehr

ad
L.
I,

1,

11;

Voemel, Dem.
V.
Gr. 12,
1, S.

Gont. p. 10
f.;

f.

Vgl.
S.

Ghrist, Grundz.,
718
fif.

S. 69ff.;

Meyer

Et. 5

u. sprachvergl. Beitr.

S. 39ff.;

G.

Meyer

376 1092 ff.

Curtius,

§ 45.
acpvo?

Epenthese oder Einschiebung der Vokale.

189
Besitz),
-flpsva

Find.
II,

fr.

219 (240),
aeol.
st.

dt-fveiö;,

sk.

ap-nas
Et.

(Ertrag,

Herodian
inschr.
dX^eivo?,

939

cpspvT;,. 'Aper-jTai

M.

138,

21

u.

Vaseuep.
st.

(Kretschmer K.
dX-£-$cü

Z.

XXIX, 427)
d/.xrj,

für 'Apr.,
st. o,

dX-s-vetvö;

]/ dXz,

vgl.

r-s-XeÖpov

TrUöpov,

El-e-Xeidoe?

st.

nXeidSs;, aT-e-poTiTQ

neben

d-uTpaTriQ;

seltener

ist

als: uxop-o-Sov,

Knob-

lauch,

neben ax6p2ov

(att.

Inschr. Kaiserzeit), vgl. Sxopoei'i thess. Patro-

nymikon, Prellwitz
frg-.

dial.

942 K.,

IxaTovTopo-j'jioc;

Thess. 3; öpo^uia Pind. P. 4, 228, Aristopb. Av. 1131, ope-^uia Stepb. Byz. v. dpid, nb.
sßooixo;

6p-j"jid,

[xoÄußoo? [xoXußo; ß6Xi[j,o; vgl. plumbiim,

dor.

sßoeiJ.0;

aus

£irT-|xo;,
fjLo;

07000? 0700/0? aus 0XT-/0?;
axtvoaXp.6?,

neben

ß-d-pay/o;

ßpd7xo?,

Heiserkeit,
II.
v,

ßapocY/ta
7-d-X(ü;,

=
1.

häufig wiederum a, als: «jxivoaX-aHipponax b. Herodian II, 220 st. ßpd7yta, Kiemen, 7-d-Xa(/T) vgl. 7Xd7-o;.
[xaXcxxo?

7XaxTO'^d7o;

6,

glos,

und
1.

|X7.Xx6?

(Hesych.),

vgl.

ßXd? aus ixXdc,

y-k-laVi, sk. hräduni (Unwetter),

grando, x-a-pasaw neben

ftpdajtü, 7raX-d-|i.ri

neben palma

(?

oder

ist

letzteres aus

palima geworden?
i,

L.

Meyer

I^^

1,

335), -Xox-a-jjLo; neben

rXoy-fjio?; selten

als:

Tapi/EÜtu

neben

Tapyuco, ttux-i-vo?
II,

neben

ttuxvoc, ---.-voto?

]/

ttvu

neben

ire-üvu-jöat (s. indes

Bezzenberger Btr.

272). Es versteht sich übrigens

von

selbst, dass

wir

nicht entfernt in der

scheiden,
3.

Lage sind, überall mit genügender Sicherheit zu entwas Vokaleinschub und was umgekehrt Vokalausstossung ist. Anders beschaffen ist das „pleonastische" t, in Wörtern ^vie
II.
X,

eu-r,-7ev£o?
s'jr,cpev£o?,

427

u.

surjeviwv

<>,

81,

wofür aber
liest,
X,

Bekk.

richtiger
urEp-r,-

£ur,cpEv£tDv

mit Aristoph. u. Rhian.

v. £y u.

ctcpsvo?;

cpavo; mit seinen Derivatis (ü-£pTr]cpav£ovT£?

II.

694 von Boeder lein
ß,

Gloss.
ßo/i7)

2192 zu
Ap. Rh.
2,

dcf£vo;

gestellt),
l-T,£Tavo;,

l--r,-ßoXo?

Od.

319, so auch

a-jv-r,-

1159,

wenn

es von Ixo; /ixo?

kommt

(l--r,-

/ETavöc, vgl. das

dem f vorgeschlagene
aiEi

a u.

e),

u.

nicht vielmehr nach
-olir^xr^^
^)

Curtius, Et.
(st.

5,

385 zu

gehört; ferner in den Ableitungen wie

TioXiTT]?)

bei

Hom. und anderen Dichtern und immer
rcüXidoyo? Pind.
[xoBt^TTj?,
o'ftrjTT^?
'

bei Herodot

(vgl.

die

Kompos.
Plat.),

[roXi5yo;

lakon.
II.

Inschr.
p.

Röhl
Eust.

79],

TcoXiavopLErv

(Bckk. An.
u.

524.

ad

Dionys. Perieg. 1010),
4.

XocpirjTT)?,

loulir^ir^z

a.-)

Die

ionische Mundart
s

schiebt

vor der Endung der Prou. Dat. Sg. u. Flur.

nomina
Male

ouxo?, Totouxo?, atjxo?, ifüuxou

im Gen.

Mask.

Neutr. (Akk. PI. M.) ein

ein

;

wenigstens steht bei Hippokr. unzählige

xouxiou, xouxsto, xoi)T£(i)v,TO'jxäowi, otuTEtov u. s.w., vgl. § 111,2,
I,

Littre

Hippokr.

496.

auch aus Herodot haben die Hsg.
beseitigt,
E

Die Inschr. haben bisher nichts dergleichen geboten; xooxifuv auxscov (als Gen. masc.)

und so

beseitigt

Gomperz

(Apologie

d.

Heilkunst, S. 88) dies

auch bei Hippokrates.
Bredov.,
Herod.

1)

S.

dial.

p.

33sq.

2)

S.

Lob eck

ad Phryn.

p.

699

sq.

100

Wohllautslehre.

Zusammentreffen zweier Vokale.

§§ 46. 47.

Ziisamineiitreffen

zweier Vokale in zwei auf einander folgenden Silben oder Wörtern.
§ 46.

Allgemeine Bemerkung.

Hiatus.

Das unmittelbare Zusammentreffen zweier Vokale oder Diphthonge oder eines Vokales und eines Diphthongen in zwei auf einander folgenden Silben oder Wörtern bewirkt eine Härte in der
Aussprache, die
der Vokale)
der Laute
1)

man Hiatus
j

nennt.
/,

a,

eine

(das Auseinanderklaffen, /otojxojoi'^, Im Griechischen waren durch die Beseitigung Menge solcher Hiaten im Worte entstanden,

Anzahl der mit Vokal anlautenden Wörter sehr vermehrt, so dass zwischen den Wörtern um so mehr Hiate sich Die Sprache und die Schriftsteller suchten nun den Übelbildeten.

und auch

die

laut vielfach

zu vermeiden.

Die Mittel,
die

deren die Griechen sich zu

dem Ende

bedienten,

waren

Kontraktion, Krasis, Synizesis

und Elision. Aber auch die freie Wortstellung der griechischen Sprache war ein bequemes Mittel zur Vermeidung des Hiatus zwischen
Wörtern,

Wo

dieses aber nicht ausreichte, so namentlich bei gev^ssen

Sprachteilen, wie

dem

Artikel,

den Präpositionen, vielen Konjunktionen
festen Platz

und Adverbien, welche einen

behaupteten,

nahm man

seine Zuflucht zu den angeführten Mitteln. Endlich wurden zu diesem Zwecke die sog. beweglichen Konsonanten im Auslaute (§ 72) benutzt.

Zuvörderst aber wollen wir erörtern, inwieweit der Hiatus zwischen Wörtern in den verschiedenen Gattungen der Litteratur gestattet

oder nicht gestattet war.
§ 47.
1.

Von dem

Hiatus in der epischen Poesie.

2)

In

dem
nur

heroischen

Hexameter

der
d.

epischen Poesie kann
h.

eigentlich

der Fall

als

ein wirklicher,

dem Ohre unan-

genehmer, Hiatus angesehen werden, wenn ein elisionsfähiger Vokal
Quintil.
9.

1)

4,

33 vocalium concursus, qui

quum

accidit,

hiat

et inter-

sistit

et

quasi laborat oratio.

p.

Sehr gründUch und umsichtig hat diesen Gegenstand behandelt Hiermit ist zu verin den Quaest. Homer. I, p. 53 sqq. gleichen Ahrens, Progr. 1851, wo über den Hiatus in der weiblichen Cäsur des ni. F. und am Ende des IV. F. gesprochen wird, u. Hermann ad Orphica
697 sq.
2)

Vgl. Cicer. or. §§ 77. 150 u.

Bekker

Anecd. H,

C. A. J.

Hoffmann

p.

Spitzner, de versu Graecorum heroico p. 106 sqq., bietet zwar Wesen des Gegenstandes eingedrungen. Neuerdings Knoes, de digammö" Homerico I (Upsala 1872) S. 35 ff.; Hartel, Hom. Stud. n. (Ber. d. Wiener Akad., Bd. 76, S. 329 ff.; Bd. 78, S. 7 ff); Grulich, de quodam hiatus genere quaest. in Homeri carminibus institutae, D.-I.
720 sqq.
Fr.
reichlichen Stoff, ist aber weniger tief in das

m

Halle 1870.

§ 47.

Hiatus in der epischen Poesie.

191

am Ende

eines

Wortes mit einem vokaliseh anlautenden Worte zuEinen solchen Hiatus sucht die Homerische Sprache

sammenstösst.

zwar zu vermeiden, doch nicht sehr ängstlich. Daher findet sich in ihr eine nicht geringe Anzahl von Stellen, in denen der Hiatus vor-

kommt,
90
II.

so

Z.

B. a) bei
::,

a:

IL a, 203
r;vta

t,

tva

ußpiv,
I.

532
ß,

sf;

aXa

ocXto,

s,

ouo'

apa
8,

e'pxea,

404
IL

7]'iyHr,(jav

im

F.,

87 eövea
8,

eloi

im

F.,
u.

75 datspa

7-,xe

F.,

X,

678

rtösa

ofwv

V. F.,

2

iroTvia

'Hßif]

oft TTotvia 'HpY)
at{>

V. F.; scheinbar in der Mitte des Wortes IL w,
6,

455
Od.
IL
at'el

dvotoiytü,
t,

avaep)^o[X£vto

392 (Rzach, Stud.
st.
dvotaxrjiSt

z.

ApolL Rhod.
7:otpa
st.

17),

122

xaTai(j)r£Tat.

Vollends ava

U.

rdpsoit

bewirken keinen störenden Hiatus, zumal wenn Interpunktion
i,

hinzutritt,
o,

247

dXX'

ava,

d

pieiJLOva;

I.

F.,

e,

603
Od.

tiü
-/,

5'

a.iz\

irdpa si?,

98
IL

foip

irdpa el? (II. F.),
[jLYiSs

aber

Ttdp'

öisxoi

106;

b) bei s:

ß, 8,

165

ea

I.

F., F.,

8 ouXe (ouXo?

Wackernagel,
h^a
ou
e,

nach

cpiXo?
|i.lv

w MsvsXae
os IXetuov
c)

189) "Ovetpe
t:,

II.

90
auxdp
0,
iiz.

at

oi te
vuv,
iz

V. F.,
au^s

t,

288

!:cüÖv

IL F., Od.
ItiXsto,

142
F. IL

tpyeo III. F.;
iv:s\xaU-:o
i\i.T,öi^Ezo


(V.

bei o:

oTTt

I.

227,
ap'

[IL

748
t,

tWou? V.
Epojv

F.,
F.),

aber
mit

überwiegende Lesart

".],

Od.

553
a,

Präposition in der TrapaOeut? d-oaipso IL

275, vgl. 2, b.
sich
also

Anmerk.
Kürzen
d. h.
(s.

1.

Die epische Verskunst

nimmt

mit den auslautenden
eine

kurzen Vokalen vor Vokalen eine entsprechende Freiheit, wie mit den inlautenden
§ 75, 6
ff.).

Diese werden vielfach sozusagen
;

um

Mora vermehrt,

nach strenger Technik überhaupt keine volle Mora bilden, sondern sich mit der folgenden Silbe vereinigen müssen, werden zu dem Masse einer vollen Mora kurzen Silbe erhoben.
als

Längen behandelt

jene, die

=

2.

In folgenden Fällen

aber bewirkt das Zusammentreffen der
weil

Vokale keinen oder doch keinen störenden Hiatus:
a)

Wenn
2.

das erstere

Wort apostrophiert
in

ist,

durch

die

Elision

zwei Wörter gleichsam
Dieser Fall
erstreckt

eines verschmelzen, als:

aX-^e'

£i)r|Xev

IL o,

sich

nicht
tti'üoi'

bloss
av.

auf Homer,

sondern
dpuTci'

auf alle Schriftsteller.
IxXaßtüv.

Eur.

Or. 92

Soph. Ph. 1429

Mehr

Beispiele § 53.

b)

Wenn
oder

der Vokal
die

von

so

fester Beschaffenheit ist,

dass er die sehr
selten
S.

Elision
zulässt.

Krasis

entweder
1)

gar

nicht

oder

nur
t,

Hierher
(vgl.

gehört

insbesondere
p,

der

Vokal
in

so im Dat.

IIL

DekL
cp,

§
s.

75, 11) IL
w.
;

196
i<Z

itatot

oizasaev,

vgl. 7,
d.

244,

e,

50,

723,
xi

21
rt,

u.

in

vwi

IL

i%

428;

Pron.

interrog.

u. indef.

die nie elidiert, u. in ort, das nur selten,

wenn überhaupt,
III.

elidiert wird,

IL

e,

465.
e,

Od.

o,

83; on IL
o»t
tr,

(u,

593 im
III.

F.;

in

In

n.

T],

217,
in

p,

354,

358;

[für

Od.

tt,

471
IL
ß,

F.

andere Lesart
896,
ir.i

o&t H'];
Zf

Ttepi,

selbst izspiiaTa.b' IL

603;
dvxi,

idi

8

[iaai e,

dviejatjo-t

209

fallen

unter

c,

a];

die Präp.

djxi^i,

Ttpoxt

tioti,

leiden

192

Wohllautslehre.

Hiatus in der epischen Poesie.

§ 47.

zwar die

Elision, in der
als:

Komposition jedoch bewahren
d\x'^bXo<i,
4tjL'ftl7:u>

sie

sehr oft ihren
7:poTiöa30|j.7t,
lriöa-o|j.7.i

Endvokal,

«vrri-eipa;

(neben

7.|j.'fsrov),

TtfyOTta.-Tcü, i-i'opxo;,

l-iopyioj (diese

auch

in

der Gemeinsprafhe),
/,

(iKiüi<\>axo

auch
a,

att.)

auch

i-l

'Exropi

II.

20G im
sehr

III.

F.,
ist:

-oti
II.
r,,

spxiov

mXf^z Od.

102;


(wie

2)

der

Vokal
^,

u, der

fest

.310

otJTU öteXrtT^ovTs; (fällt

unter
tj,

C, 7.);

123
3)

ti; Ö£ a-j

^jcj'.;

7(7:6

sXotev

0,

71;
das
a<\>

toxü kwtjtov

$,

407

310);


7,
e,

auch
7)

schliesst sich in gewissen
in
d.

Fällen

den festen Vokalen an,
erfährt.
0,

nämlich

demonstrativen
7,
37'.)
7'

0,

niemals die Krasis
u.
s.

II.

333 7UT7p

i'i^w,

7ijT7.p

w.

;

ß)

in d. relativen

als:

303
u,

epYov,

00 oüo to
^jt^,

ivope
ou

cpepotev,

so auch
llj.eXXev;
II.

in d.
7)

Bedeutung dass

II.

466
d.

oüo^

Trsijsjftai

in

dem
C,

Artikel
X7i

xo (der b.
t'

Hom.
i.

die Krasis
te,

nicht

erleidet,
II.

7,

235 wird
TO
^fj.6v,

richtig

ouvo[xa,
8)

y.71

gelesen),

als:

^,

585

201

TÖ 'AXi^lov;

in d.

Präp. irpö,
upoaXr;;,

die

auch

in

der

Komposition ihren Endvokal behauptet,
rpoiäXXoj, TipoepEjjcü. tiber die Krasis
77:o7ipst(j{}7i
II.

als:

TtpoTQXT);,

TpoiaTTw,

x,

286

Tipo

'Ay7t(uv,
s.

vgl. x,
[z)

224.

6,

156, 382;
findet sich
vgl.
f.].

mit

dem Augment
II.

§

51, 8;

von i-6

u.

7.jT07i'pEo

7,

230,

275 ncbcn
Stellung

cicp7tp£iT7t
o, s.

7, 182,
I,

§ 18; aber eine
c)

Unmenge
wird

Stellen mit Elision des

Knoes

37

Der Hiatus

durch

die

des

Wortes im
als:
xetvT]

Verse

gemildert, indem durch die Cäsur ein
o)

Ruhepunkt bewirkt wird, nämlich:
III.

in
I

der
7|x

weiblichen Cäsur des
Ijreto
s.

Fusses,
Vgl.
7,

6e rpucpccs.

Xei7

yetpl
ß)

rayeiVj

II.

7,

376.

4 (doch

§

18),

565, 569 u.

w.;

in

der sog.

bukolischen Cäsur
ist

am Ende

des IV.,

durch einen Daktylus gebildeten Fusses;
stellt

hier

zugleich Satzende, so

sich

diese Cäsur
Att,
|

als
|jlt]

die

Hauptcäsur dar.
0,

IL a, 578
77p
ouv
ot

r.axpi

(^D.w
fievo?
t>,

izl

^pa
I

cpepeiv
ocpp'

ocppa

auxs.
ß,

232
e,

xocppa

r/etpe
(II.

fi.£77,

h

'Ax«'öi.

Vgl.

3,

218,

221, 542 u. s-w.;
i

22

ixevetü

Ttxuyi

OuXu(X7toto

wird durch den festen Vokal
die

entschuldigt).

3.

Die

langen Vokale und
stehen,

Diphthonge

bewirken,

wenn

sie in

im allgemeinen keinen erheblich störenden keinen aber, wenn sie in der Senkung stehen und Hiatus, gar
der

Hebung

kurz gebraucht werden,
letzterem Falle gehen
sie

als:

avxiöe

|

to

'Oou

otjI';
|

oi'xot

1

1

aav.

In

mit

dem
bei

folgenden Vokale in der Aus-

welcher der Spiritus lenis oder asper des anlautenden Vokales verschwindet, der auslautende Vokal aber sich verkürzt: r^a ähnlich wie e«, oi-s etwa ojs oder oe, tos ähnlich wie oe (unter Verlust des i). Diese Vokalverbindungen nun
sprache eine Verbindung ein,
sind ebensowenig anstössig wie die bei
dies sind.

Homer

so häufigen inlautenden

Es sind übrigens weder alle langen Vokale und Diphthonge, noch alle Senkungen bzw. Hebungen einander gleich. Vielmehr haben einige Vokale bzw. Diphthonge mehr Gewicht und Festigkeit,

§ 47.

Hiatus in der epischen Poesie.

193

andere weniger; jene
Vol^al als

kommen

häufiger als diese in der

Hebung vor

Längen vor, und werden in der Senkung nicht so leicht und oft verkürzt. Langer Vokal bzw. Diphthong vor Vokal in der Senkung findet sich überwiegend im L und IV. Versfusse, nach
welchen, wie auch die häufig hier eintretende Interpunktion
der Vers eine Art Ruhepunkt hat;
so auch in der Trithemimeres des
II.

zeigt,

in

Hebung in den Gäsuren, Fusses, La Roche, Ost. Gymn.
der
-(],

1871, 497
4.

ff.

Schwerere Vokale
st,

bzw. Diphthonge sind:
diese

oj,

r„

tu,

cu;

leichtere ou,

ot,

ai.

Auch
(ol)
II.
i,

können
tu,

in der
[jloi

Hebung vor Vokal
x,

lang gebraucht werden,

so das enklitische

IL
X,

291,

cp,

716, Od.

0,

435;
177;

oi

306,

47,

Od.

103

=
X,

360,
343,

tu,
J,

v,

460;
II.

Ol'

Relativ
ö,

und

oi

Artikel

nur Od. y, 252 (vor
selten:'
II.

l=,

vgl.

Y, 278,

xott
II.

gleichfalls
oj,

o,

290
irep

=

§ 18),

Od. 113

Ipuaaxo xai laawosv,
fi,

60 Ops'ia
IL
o),

xs xal axiTXjXot,
x7.l

Od.
für

= 161,
si

-/,

372

140
£,

vTji

xs
u.

xal ixapoii;,
&,

570

ix£xr,v

eovxa;

Od.
ai

384

585,1)

Im ganzen
t]

zählt

Hartel

l-st nur den Ausgang

146 Beispiele der Verlängerung in der Hebung, für

oi

117, für
tu

73,

dagegen für m 511, für
Hierbei
ist

402, für

()

359, für ou 178, für

169

(für £u 37).

indes zu berücksichtigen, dass diese Ausgänge
ai ist

in der

Sprache nicht entfernt gleich häufig sind:
In
Betreff"
gilt als

der häufigste,

£u der seltenste.
5.

der langen Vokale
Regel, dass sie

Senkung
a)
7)

und der Diphthonge in der kurz gebraucht werden und alsdann
ist

keinen Hiatus bewirken.
wird im Dat.
S.

Im

einzelnen aber

Folgendes zu bemerken.
als:

nur selten kurz gebraucht (und zwar besonders,

wenn einem Worte
[?,

die zu

ihm gehörige Präposition nachfolgt),
x,

IL

307

xoiXtq
ß,

utto

TrXaxavtaTü),
Icp'

75 euv^
vgl.
ß,
<];,

£vt

[xaXaxT],
x,
cd,

tt,

407
v,

uIxpTj

im
o,

TrpoßX^jxi,

395 dxx^
u,

b^T^\r^]

471.
215.
8,

568.

453,

687.

340.
in
d.

TT,

429, 643.
I.

395, 439.
in

der
I.
Tc,

Senk.

— Lang

X; Bl. d.
ß,

256, 272, 494, überall
xlxxa,
oicoj:-^

IL Senk.

412
oxs

^ao;
IV.

in
8,

634

(jxatvi ey/oi;

I^cuv.

209

tj^tJ,


p

xufxa;

in

d.

410
s.

6|jLot7)

ev&eo xiixfp dazu

xotipT)
tj

'Ixapi'oio

Od.
w.

562
in
«,

u. sonst 2.

(Digamma?
365,

§ 18).

Die Verbalendung
C,
irj

im Akt. und 155
u. s. u.
;

d.

Pers. Med. od.
ß,
7,

P. sehr oft kurz, als:
u. s.

364,

X,
^,

160,

138
dva
in

w.; Adverbien auf
b)
tp
;

kurz

267
in

sonst.

im Dat.

kurz,
d.
II.

selbst

der Synizese IL a, 15 ypuaiio
X,

(jxTQTrxptp

2)

lang

in

Senk. IL

484

diotjwv
toi,

to

Iy/ei,

y^,

199;

')

Gegen

Hoffmann,
inzf.

der für die Eneliticae

oi,

tid,

xeu,

sowie die Konsie in
II,

junktionen xa( und

eine Ausnahmestellung zu erweisen sucht,

indem

der
fl'.

Hebung vor Vokal

2)

Längen stehen dürften, vgl. Hartel, Honi. Stud. Die Häufigkeit der Verkürzung von «u im Gegensatz zu der von
nicht als
ausführl. Griech.

353

i[j

legt

den

Kühners

Grammatik.

I.

T.

13

1'j4

Wohllautslehre.


1.

Hiatus in der epischen Poesie.

§ 47.

d.

111.

Od.

•/,

3.S6;
z,

in

d.

11.

p,

40 und vor
5

einer

Interpunktion

p,

444;

in d.
c)
T)

IV.

215; dazu
in

kommen

—G

Stellen der Odyssee.
II.
cp,

im Nomin. lang

der IV. Senk.

111;

in

d,

I.

b,

209
S.

"Hpri dTiTOETT^; (dETTToerr.
^,

Wackernagel,
II.

Bzz. Btr. IV, 283);
cp,

die
II.

Konj.
'\>,

oder, kurz
in d.
I.
ir,

in der III. S.

x,

451?
S. a,
0,

113, 576; in d.
o,

724;
X,

515; lang
in d.
in

in

d.
7,

IL
24,

145,

82;

in d. III.

H,

514,
f„

505 und sonst;
193,

IV.
II.

161, 177, 271 und sonst
t,

;i) u.
;

wahrlich, laug
S.
a,
cp,

der

S.

t,

339,
z.

56;
a,

|xrj

lang

in

d.

I.

IL

536; sehr
y)

oft

kurz,
1.

B.

Verbalen düng
oft

im Aor.

u.

2.

P.

u.

die 578, ß, 261 u. s. w. im Optat. in der Senk,

kurz.
d)
o)

lang
crcptl)

atow in d. IV. S.
I.
/,,

II.

ß,

262

(ctloöct.

sehr wenig euphonisch
<a

Nauck);
^Tctjyepü)

in d.
ttÖ) II.

S.

0,

146; von den Adv. auf
x,

sind in d. Senk,
ixaa-äTuj
x,

immer kurz:
X,

497, ou-w

293, outco
in
d.
I.

7,

169,
p,

113,
at;a;

668,
ist

aber laug

-posaw

S.

734

-pojjcu
iesöe);
/.,

(IL

[JL,

274

statt

äWa

Trpocracu

leaBe zu

lesen
z.

dtUä
B. IL
oft

Ttposcü
a,

die

Verbalendung des Indik. Praes. selten kurz,
des Imper. Akt.
383,
C,

184,
z.

115;

u.

der passiven Aoriste
286, 411 und
s.

sehr

kurz,

B.

ß,

805,

69,

Y],

75,
cp,

w.;

2. Pers.

Aor.

I.

oder

Ipf.

M.

kurz

0,

18, 21,

410.

e)
El

EU im Vok.
d.

lang

in d.

I.

S.

vor
d.

e.

Interp.
II.
c,

II

or,

39
-,

SfxivÖEy,

tiote;

Adv.
I.
ß,
£,

EU

immer laug:
eu in
u.
s.

in

IIL S.

162,

191,
als:

tu,

269, in der

253;

der

Verbalendung sehr
e,

oft kurz,
s.

7,

162

"Ceu
f)

l|XEio,

897
in
d.

w.,

im Gen.
p,

897

teu,

u.
0,

w.
überall

ou

laug
I.

IL Senk. IL

9,
<]>,

23, 59,

522, hier

Ocxvaou,

wofür riavÖöou
d.
ß,

Nauck;
»,

ß,

198,

431,

to,

578;
e,

in d.
x, e.

IIL

tu,

122; in
e.

145

ttÖvtou

'Ixapio-.o

(Digamma?),
<]^,

666,

505, vor
Interp.
oc,

Interp.

ß,

332;

in d. IV.
t,

120,

441,
ß,

-,

226, vor
u.

o,

23; kurz
u.

in

Ooißou
X,

405, 560, in

ttou

136

sonst,

ü-j^oü

486

sonst, TTjXou g)
El

712.
v.

im Dat.

Subst.

auf süc
(tlrj^ii

lang
ocpiv

in
d.

d.

I. ei
rj

S.

vor

e.

Interp.

II. 0),

61

Ut^Ibi,
^,

0? TTspi

x^pi?
"cdp
iu?Ei

Nauck);
Iti
aisi
s,

Konj.

lang
In),

in d.
a,

IL

S.

0,

16,

kurz

367

ou

016'

ei

(Bekk.

Od.
in

317;
I.

w?Et (w; eO IL y,
s-ei

410

7.-ac7a,

laug

Od. 9, 468,
s.

d.
Ö,

S.

lang nur in der Hebung, Od.

364 (doch

La Roche),
,

485;

p. 44,

Gedanken nahe (Grulich, de quodam hiatus genere in Hom. carm. Halle 1S76. Allen, On Greek versification in inscriptions, Arch. Inst, of America IV, 121), dass die Dativendung ot, diem wir aus dem böotischen, euböischen und anderen Dialekten kennen, hier im Spiele sein möge. In Euboea freilich ist dies ot statt o) recht jung. Über t) vgl. H a r t e 1 II, 359 ff. es steht auch in der Hebung vor Vokal auffallend häufig als Länge. Man könnte an r^i, r/ denken, Mommsen

'^)

;

zu Pind. Ol.

13, 34,

und

so schreibt

Mommsen,

Pind.

I.

6,

8 sqq.

§ 48.

Hiatus bei den übrigen Dichtern.

195
II.

die

Verbalendung
in d.

ei
X,

(aus

U'.

Nauck),
I,
IX,

IV.

554
I.
v,

46

314
d. d.

=
S.
I.

=
V,

=

)

lang
663

in

d.

IL

S.

9,

362

^e?

(Clei

p,

xpai

(Nauck vermuthet

tpssi),
i,

in

9,

575

Tapßet

(Tapßeet

Nauck);
140;
x,

kurz

in

d.

IV.

103

=
in

d.

735;

in d.
<\i,

285,
d.
X,

$,

in d. III.
Ix-favsT;

xtevst 0,
ei

65, 68, in

IV.
I.

xaraxTevei

412, in

CwTpei
Y]7X£[

II-

.:,

46

=

L

104
[in

(aus
e,
e,

ee)

lang
1.

131,

d.

IV.
d.

avw-^si
I.

899,
698,

dvcD-^eiv,

in d.

7,

388,
740,

1.

tjjxeiv],

kurz

in

S.

in d. in d.

V.
I.

v,

440, in
c,

d.
CD,

III.

v,

a,

557;

das unkontrahierte

et

lang

S.

240,
h)

52, sehr oft kurz.

Ol
£v
T)

im Nom. Plur. lang
<];,

in d.
6s,

I.

Senk,

vor

e.

Interp. IL
e.

X,

35

Xeuxoi,
'

ol.

578
S.
;j.oi

i'-uoi,

auxo;
|xot,

in d.

IV.

vor
S.

Interp. e,
7,

484

.\yaioi,
|xoi

xev «yoisv;
in d.
I.

im Dat.
e,

ol (ot) e;

in d.

IL

IL

505
1.

Tt'ixTidov

ulov;

270

tcüv

01 01

(Digamma?)
S.

iylvovTo;

sehr häufig

aber findet sich
verbien auf
t,

kurz:

über

toi vgl.

193,

Anm.
113
01

Die AdC,

Ol
(o'j

sind in der
Toi).
C,

Senkung

stets kurz: IL «,
t^toi
(tj

ol'xot.

335,
in

70

ouToi

201, 404 u. sonst
x,

xot);

im Optat,

d.

Senk, nie lang, oft aber kurz, wie
i)
Ott

505.

in der Dekl. fast
)

nur in der Hebung lang,
als:
TraXat, x'^V-'^^j
e,

doch Od.
d.

u,

109

aXXat

(

£Ü3ov; in
in d.

den Adverbien,
I.

kurz; in
xeij&at,
3.

VerbalIttoc-

endung lang
[x-jvov.

S.
cp,

vor einer Interp. IL

685
2.,

dXX'

Od.

c,

91, 41,

326; aber im

Inf.

Akt.,

Pers. S.
d.

Med.

od. P. in
V,

der Senkung nicht lang, oft aber kurz;
641, Od.
ß,

xai in
x,

S.

lang IL

316,
k)

tu,

230

=

e,

8,

ß,

232

=

e,

10,

174.
Tipocpaveiaa
;

Das sehr

seltene ä [im

Dual kurz IL

1%

378

-jrjÖTQcjst

äva

zxoXsixoio

^ecpupa;,
x,

aber Bekk. nach Aristarch xpocpavevxe]

in

der

Verbalendung Od.
1)
a.

201.

in d. kontrah.

Verbalendung lang
schreibt)
o),

in
,

d.

I.

S. IL

l,

199

ootp-vct

(st.

Saixvaciat,
tu;;

was Nauck
cp,

ai}avaxo'j;

vor einer Interp.
ifxeio.

cp,

459

iretpa,

Od.

400; kurz IL
x,

390, 433 uetpa
(ip

m) Das Adv. au kurz IL
n)
Y)u

292

Vrat.).

in d.
2.

I.

S.

lang Od.
die Wörter,

x,

383

yptqu.

Anmerk.

Dass

welche ursprünglich mit

/

oder a/ anlauteten,

keinen Hiatus bewirken, haben wir § 17 gesehen.

§ 48.
.

Von dem

Hiatus bei den übrigen Diclitern.

1 Die nachhomerischen Epiker verfuhren Inder Vermeidung und Zulassung des Hiatus wie Homer, doch zunächst mit abnehmender Freiheit i) ganz besonders bleibt er natürlich in den Homerischen
;

Wortverbindungen
1)

zugrelassen.
ad Orphica

Sonst

vffl.

nach der männl. Cäsur
d. dial.
Di|.

S.

Hermann
ff.;

p. 7:25 sqq.;
z.

über Hesiod Flach,
Krit. d. N., S.

des Hes. S. IG

über Nonnos

Ludwich,

16—37. 13*

|9ß
III.

Wohllautslehre.

Hiatus

Itei

den übrigen Dichtern.
d.
'

§ 48.

F.:

liymn. Cer. 09
07.
Jlyniii.

r^peaii

oOev;
1<»5

nach

weiblichen:

lies.

Th. 605 Op. 338
12

7r,pox(iixoio,
|jLoro

Cer.

KeÄsoTo

EXs-jaivioao.

Arat. 951 1:0x0lies.

ißä<|;aTo;

nach

d.

bukolischen (Ende des IV. F.):

öueeaoi
otixßpoxa

te
T,o

lXaaxeai')at.

Th. 182 Ixiaia
;

IxcpuYe.

Hymn.
902

Apoll. Pyth.
-{^ocplei

(ivi)pu)-(Dv

mehrfacher Hiatus

Arat.

Irl

-joax'.

Die alexandrinischen und die nachfolgenden Dichter schliessen sich überhaupt wieder mehr an Homer an; Nonnos jedoch folgt seinen eigenen, sehr strengen Gesetzen, die nicht nur den Hiat,
uocop.

sondern auch fast ganz die Elision ausschliessen. 2. Strenger als Homer, in dieser Hinsicht wie in anderen Stücken der Verskunst, verfuhren die elegischen Dichter. Doch bewirkt auch bei ihnen eine in der Senkung kurz gebrauchte lange Silbe keinen
Dies gilt ebenfalls für die Lyriker, abgesehen vom und Trochäus, bei welchen Füssen auch dies unzulässig ist. lambus Ausserdem ist Hiatus zulässig bei dem Pronomen oT, e in Fortwirkung des alten Digamma, als Archilochus frg. 97 U 01; ferner bei zZ: e-j
Hiatus.
epScüv

Theogn. 3G8,
0,

eu olaÖa

375

(ocXXots

aXXa Sol.

13,

76.

Bei Pindari) sind Flach, Bzz. Btr. II, 63). nach Heimers (Harteis) Zusammenstellungen diphthongische Ausgänge 206 mal als Kürzen verwendet (darunter w 14 mal, a 8 mal), Als Längen vor Vokal stehen bei ihm langvokalische nur 8 mal.

nach Od.

236;

vgl.

15,

4,

in der
p.

Hebung
als
to',

nicht ganz selten

10

u.

a (nach

Mommsen,

Annot.

166
3.

a

zu fassen).

Komikern,

attischen Dichtern, den Tragikern sowohl als den müssen die laraben und che übrigen Versmasse wohl unterschieden werden. In den lamben vermeiden die Tragiker,
Bei den
gleichwie schon

Archilochus,
er
gestattet,

sorgfältig

den Hiatus.

Nur

bei

dem
der
902.

Fragworte

xi

ist

w-enn eine lange
xi

Silbe,

die in

Hebung
Pers.

steht, folgt.

Aesch. S. 208
xi

ouv; ebenso 704.
xi

Eum.
917.

787.

Soph. Ph. 100;

laxiv;

733. 753.

etrac;

Ent-

auch der Hiatus bei so, nach dem Vorgange Homers OR. 959 zZ hb' sxcivov (oacp' ioi)' (s. 2): Soph. Porson); ferner in dem Anrufe w ouxo? Soph. OG. 1627; bei sonstigen
schuldigt
ist

und anderer Dichter

Interjektionen, wie S. Ph. 759 w? iU-^lrfldr^ [iU-lrp
ouaxYjVE ou.

Elmsley)

ia>

ica

Aesch. Ag. 1256

TraTr7.T

olov xö irup

(?),

1257 sogar

dxoxoi

Auxei' "/V-oXXov

Ol £70) £7tö. Gar nicht auffallend ist der Hiatus, w^ennin den Senaren der Vers mit einem Vokale schliesst und der folgende Vers mit einem Vokale anfängt, als: Aesch. Pr. 259 oxt 'Hjxapxs;. 377

1)

Über den Hiatus bei Pindar
8
ff.;

s.

Hermann,
Tom.
.34;

Opusc.
101 sqq.;

I,

p.

247 sqq.;

Boeckh,
Stud.
III,

de metris Pindari in ed. Pindari,

I,

p.

Hartel, Hom.
ff

Mommsen

zu Olymp. XIII,

Heimer,

Stud. Pind. 6

§ 48.

Hiatus bei den übrigen Dichtern.

197
'Epy.ewv.

OTi

'OpT^i?.

Soph. Aj. 916

Irrst

O-Joe^,

li>73
1)

r.vtV.a

El.

1362

I7W "Hiyörjoa.

Eur. Hipp. 715 Iyw,

Eupr^ixa.

Die

Komiker

hingegen

lassen

einer langen Silbe in der
oxi oxi
o'jx

den Hiatus häufiger zu. Ausser dem erwähnten von -i vor Hebung, als xi eXr^nz, ti ou, xi aZ, xi r^\, und
:

Ar. Eq.

101,

xi

civ

xi;

53,
als:

kommt
bei

der
xi

Hiatus
«v ouv
oft,

auch bei
Troioijxev;

xi,

vor einem kurzen Vokale vor,
xai XI Ix' iper?;

Av. 172
Tiepi

PL

1161

Nub. 21

XL

o-^eiXo);

sehr

doch meistens
eiprjvT^;

vor einem langen Vokale, als: Nub. 97 -epl
u.
s.

f^|j.5;,

Ach. 39 -epl

w.,

vor

einem kurzen:

Ran. 87

-spi

Ijxou,

Eq.

1005 sqq.

-epl

AOrivcSv, TTspt Ifioij, Tcepi diravxtovj
fr.

oft bei o'joi el;, \ir^ok el?

(schon Hipponax
fr.

28 Bergk.
el;,

|xt,os

el;;

oft bei

dem

dor.

Komiker Epicharmus:
el;.

79

Ahr. ouoi
ouos
£v,

ibid.

126 ouos h, 134 ouoi

137):

Ar.

PL

138,

1115

37

[irfik £v,

1182
att.

ouoe el;; häufig auch bei

den späteren Komikern
17. Plat. Leg. 648, e

[sehr oft
u.
s.

auch

in

der

Prosa, wie Demosth.

5,

w.

;

auf attischen Inschriften

des

5.

Jahrh.

OYAEHENA
216^5
,

u.

s.

w.,

auch auf späteren, Meisterhans, Gr.

d. att. Inschr.

vgl.

Anm.
374
(5

1];

bei

cu:

Ar. [Lys. 572
in
r.ai

w

divorjxot
Tiai

(-

—-

§ 186,

im Anapäst,] PL

'HpdxXet; u. sonst;

r^fxi

Ar. Ran. 37. Nub. 1129.
2)

4.
ist

In den lyrischen Stellen der Tragiker, sowie den Anapästen
eigentliche

im Senar gestattet, im Gegenteil ist hier vielfach auch zwischen den Reihen, die wir als Verse schreiben, ein enger Zusammenhang, der den Hiat ausschliesst. Einzelne Beisp. des Hiats bei Interjektionen, Anreden und dergl.:
der

Hiatus nicht

öfter

als

Aesch. Ag. 1530 iw 7? 7a
3'j

e'i'&e

[jl'

ioizu> (Anap.).

Soph. OC. 188
ioob

ocye

vuv

[xe

T.aT,

"v
-^

xä; ßoo?
a'
t(iii

{-^

— — ^w^-^_^

av

s'jjeßi'a?

(Anap.).

Aesch. Ag. 1125 5 a

iooö'

ar.tys.

Dochmien).
a
inii
a'

Soph. Ant. 1319

l^oj

7ap

Ixavov
eIos;

to

jxeXea;

(Dochmien,

Herm.).
u.

Ar.

Ach.

971
ol

eloe;

w

w

(Kretiker).
01

Dazu
6d|xap.
I,

(wie bei
El. 196

Hom.

Archilochos) mit
701)

Soph. Tr. 650 a 6e
dvxoiot.

cpiXa

oxs 01 (codd.

T.a-^ydXy.üiv

Gerth,

Cin-t.

Stud.

2,

252.

Ausserdem aber ist hier bei Tragikern und Komikern der 5. oben bei den Epikern und Lyrikern erwähnte Fall gestattet, 3) bei welchem ein auf einen langen Vokal oder einen Diphthongen (selten jedoch (p, Tj) auslautendes Wort vor einem vokalisch anlautenden Worte seinen langen Vokal oder seinen Diphthongen verkürzt, hides geschieht dies nur entweder in der zweisilbigen Senkung der Daktylen und Anapästen (Choriamben, loniker), oder in der aufgelösten Hebung der Anapästen sowie der Dochmien, und ist ferner im Ganzen eine
TTj,

(1),

1) Vgl. R. Skrzeczka, Archiv f. PhUolog. 1S4L S. 343. de versibus dochmiacis §§ 34 39; Lobeck, de usu apostr., Seidler, de vers. doclim. p. 95 sqq.


p.

2)

S.

Seidler,

8 sq.

(3 S.

J98
nicht

Wohllautslehrc.

Hiatus in der Prosa.

§ 49.

häufige
o^ui
l-fu)

Licenz.
'ABt.vwv.
oixcuv
l$eiiJ.i

Beispiele:

in

Anapästen
lariv

Eur.

Ilec,
x^!^

123
t,}j.Tv.

töj

0T,aeioa 0,

Med. 1085
naTpö;.

(äXXd -(up

Mooaa

El.

1316

äXX'

Ar. Nub. 321 erlpw Xö-^w
6ixotav
|

dvxtXovTisa...
Tj

324
307

V"yTi(T/)

'''^'f«'!'

2"^^ ^^-

l^e'''^o'-"JpV

t^

TiapodtXet
f.

t)

Xuxw
|

taüpco;

in Daktyl. Ar. Nnb. 298
f.

Ttapftevot i|xßpocpopoi,

304

dtvaoei'xvjxaX

o'jpavioic,

leptüTaraT

eüaxecpavoi te;
|

in

Choriamb. Kub. 512
|jLoi

sq. eutuyia -^svoiTo

Töcvöpwriu, oTi irpoTjxcüv.

595

(ip-cpt

auTE,

<I)oT[j'

7vai; in

lonikem Aesch.

Suppl. 1020
in

TioXtouyou; xe xa^
ist

ot

ye'j|j.'

'Epaoi'voy.

Bei aufgelöster Arsis

Dochmien

die verkürzte
S.

auslautende Silbe meistens die erste
^Tru)v'j|j.ov.

Kürze, als: Aesch.
Soph. Aj. 349
aXi'ppoi^oi;

135
ijAcSv

Kdofjiou
«piXwv,

Eum. 255
Ix'

opä opa

|xctX'

aZ.

[xövot

350
als:

\iö\oX

i|j.|i.lvovx£?.

412 -öpoi
[xo!:

seltener die zweite,

Eur. Hec. 1067

eiOe

ofj-ixäxwv.

Aber

in

den trochäischen, iambischen, kretischen und bakcheischen
dieser Hiatus verschmäht.

Rhythmen wird

§ 49.

Von dem

Hiatus in der Prosa. 1)

Kunstprosa scheut zum Teil das Zusammentreffen 1. vokalisch auslautenden Wortes mit einem vokalisch anlautenden eines Worte, besonders den Zusammenstoss zweier langer Vokale oder eines langen und eines kurzen, wobei jedoch zu bemerken, dass, wo die Interpunktion einen Ruhepunkt bewirkt, der Hiatus bei den minder

Auch

die

strengen Autoren hinlänglich entschuldigt ist, und dass ein solcher Ruhepunkt nicht bloss nach einem Punkte oder Kolon sondern oft auch nach einem Komma eintritt, wofern nur das rhetorische Satzglied, das „Kolon", zu Ende ist. Man muss aber die verschiedenen Zeiten und Gattungen der Prosa wohl unterscheiden.
,

2.

Nicht die geringste Rücksicht auf den Hiat wird in der alten

Prosa der lonier wie der Attiker genommen, also weder von Herodot noch von Thukydides. Auch Gorgias, der Schöpfer der Kunstrede, hat sich um den Hiat anfänglich nicht bekümmert, wiewohl er sonst Gleichwohl ist seine Prosa der Poesie ähnlich zu machen suchte.
bereits

im

5.

Jahrhundert, vielleicht durch den Rhetor Thrasymachos

von Kalchedon, das Prinzip der Meidung des Hiatus, wie es die Dichter hatten, auch für die Kunstprosa aufgestellt worden, und im
4.

Anwendung. 2) Nach der Praxis
1)

Jahrhundert finden wir dasselbe in Isokrates' Kunstreden in strengster in diesen sind verwehrt erstlich alle
E.

S. 6.

Ben sei er,

de hiatu in oratoribus Atticis
2)

et

historicis Graecis

libri

duo.

Fribergae 1841.

Dionys. Halic. de compos.
(jlcv

verb.,

cap.

23,
-t;

p.

367 Scbaef. (184 R.):

cptuvr^evTiuv

-(äp

dvxixuriav (concursationem) oüx av
&fo|j.at

o6o£a(av eupot, ^v ^oüv oi; TrapeOetxTjv
Areopagitikos).

äptö[jLoI;,

o
(sc.

o65'

^v oXtu xüi XoYip

(dem

Quintil.
est,

9.

4, 35:

non tarnen

id

hiatus) ut crimen ingens
sit

expavescendum

ac nescio negligentia in hoc an sollicitudo

pejor (er spricht

§ 49.

Hiatus in der Prosa.

199

Hiaten, bei denen eine Tilgung durch Elision oder Krasis nicht möglich
ist,

und zwar sowohl innerhalb des

Satzgliedes (Kolon) wie zwischen
die der Tilgung

Satzgliedern;

sodann aber auch von solchen Hiaten,

wohl fähig sind, alle diejenigen zwischen selbständigen Wörtern von eigenem Gewicht, und die, wo die allenfalls mögliche Krasis doch Ob nun da, wo die Tilgung stattfindet, dieselbe härter sein würde. in der Schrift zum Ausdruck kommt, ist völlig gleichgültig; auch bei den Dichtern wird in Handschriften und Inschriften sehr oft und ganz nach Belieben plene geschieben, gleich^vie dies im Lateinischen immer geschieht. Gestattet ist jedoch auch in den ausgefeiltesten isokratischen Reden der Hiat mit xi, tt, oxi, irepi, eu (alles dies nach dem Vorgange der Dichter, s. § 48, 3), irpo, (av nam. in TroXu av), allenfalls xai; in den minder gefeilten, namentlich den Gerichtsreden,

kommen
Artikels,
Elidierte

hinzu solche mit w,

ei,

r^,

(ouv),

einzelne mit

Formen

des

und besonders
Vokale
:

solche
sich in

finden
6'

und Sätzen. den ersten sechs Paragraphen des
zwischen Satzgliedern
6'

Panegyrikos
(4) C03T
olXX
T^oT,.

o'

uusp.

ouSeixiav,

(2)

dvopo?.

(3)

dXX' Ixavov.

«-'

auxoy
ouS'
ot.

«zfxa.

ixäXijr'

ItciSsixvuoooiv.

TrXeiJT

lu^eXouaiv.

(5)

£-£It'

(6) o'äv.

£ipr,fji.eva.

Durch

die

Beschränkung der Elisionen geht

diese Prosa
3.

noch über

die Strenge der Dichter hinaus.

Demosthenes

schuf sich für seine praktischen

Reden

ein

etwas abweichendes, vor allem minder peinliches Hiatusgesetz.
gesehen von den jederzeit erlaubten Hiaten

Ab-

am Ende

des Kolons

und der

völligen Freiheit

der Elision sind darnach auch die Hiaten

nach den kleinen, zumeist einsilbigen Formwörtern gestattet: xai r^ ci (xTj litci ixsv-coi xaiToi 6 Tj Tou u. s. w. Es tritt bei diesen (o.
,

Wörtern manchmal Krasis ein, mehrenteils jedoch nicht, und es werden alsdann die Längen (ausser vielfach (u, vgl. § 48, 3) für den prosaischen Numerus nach dem Vorgange der Dichter der Verkürzung unterworfen, wodurch der Hiat unanstössig wird. 4. Die zur Zeit des Isokrates und Demosthenes lebenden sonstigen praktischen Redner waren zwar weniger als diese beiden bemüht
älteren Redner.

den Hiatus zu vermeiden, Hessen ihn jedoch seltener zu als die Isäus ist in den verschiedenen Reden ungleich, in
einigen ziemlich streng.

Bei

Lykurgus und Dinarchus
Aeschines,
fast

findet sich

der Hiatus zwar nicht ängstlich vermieden, doch im Ganzen nicht
sehr
oft,

etwas

häufiger

bei

unbeschränkt

bei

Hypereides.
zunächst
et

Inhibeat enim necesse est hie metus inipetuni dicendi Quare ut negligentiae pars hoc pati. ita humilitatis ubique perhorrescere, niiniosque non inimerito in hac cura putant omnes Isocratem
Lateinischen).

vom

a potioribus avertat.

secutos praecipuecfue

Theopompum.

Vgl. Plut. Mor. 350

e.

QQQ
5.

Wohllautslehre.

Kontraktion der Vokale.

§ 50.

Die

Geschichtschreiber, von

denen

manche namhafte,

wie

Theo 1)0 mi)us') und Ephorus,

aus Isokrates' Schule hervor-

gingen, haben sich von dessen Zeit ab der Praxis der Kunstrede angeschlossen, so dass auch in Xenophons späteren Schriften sich manchmal eine gewis.se Spärlichkeit der Hiate zeigt. Piatons philo-

sophische Prosa
seinen

nimmt

anfänglich auf den Hiat keine Rücksicht;

in

späteren

Schriften

jedoch

(Philebos,

Sophistes,

Politikos,

Timaios, Kritias, den Gesetzen) hat er sich

dem

inzwischen erstarkten

neuen Gesetze der Kunstprosa folgsam gezeigt, wiewohl ohne Peinlichkeit, indem z. B. Hiaten mit den Formen des Artikels, mit \xr^, ei u. s. w.,
sowie auch Elisionen unbeschränkt zugelassen werden.
fährt

Strenger ver-

Aristoteles, d.h. da, wo er sorgfältiger schreibt, insbesondere in den Dialogen; Theophrast berücksichtigt durchweg den Hiat, In der Folgezeit ist alsdann das indes nach sehr freien Gesetzen. Prinzip der Meidung des Hiatus für jegliche Kunstprosa herrschend geblieben, wie wir dies namentlich an Polybius^) und an dem
Epikureer Philodemus sehen. Als jedoch die atticistische Reaktion kam, welche vielfach sich gerade an die älteren attischen Muster, wie den Thukydides, anlehnte, kam das Gesetz ins Schwanken, und bei den Autoren der Kaiserzeit zeigt sich die Praxis individuell verschieden. Plutarch^) sucht in allen seinen Schriften den Hiat zu meiden, ebenso Diodorus von Sicilien, dessen Muster namentlich Ephorus
ist

dagegen Lucian, Arrian u. A. sind dagegen gleichgültig, während wieder Andere, wie Appian, eine mittlere Praxis befolgen. 4) Die Mittel, deren sich die Sprache zur Beseitigung des 6.
;

Hiatus im

Worte und zwischen Wörtern bediente, waren folgende:
§ 50.

A. Kontraktion der Vokale.

Kontraktion (auvai'psat?) nennen wir die Verschmelzung zweier in Einem Worte auf einander folgenden Vokale (bezw. eines Vokals u. eines Diphthongs) zu einem langen Vokale oder Diphthonge. Wir scheiden demnach zwischen Kontraktion
1.

und
(so

Krasis, je

nachdem der Vorgang innerhalb

eines

Wortes oder

in

zwei auf einander folgenden Wörtern stattfindet; die Alten dagegen

Gramer
und
S.

schieden innerhalb der
y.paoi?

Anecd. Ox. IV, 347, Schol. Hephaest., p. 119f. Westph.) auvcxXoicpTj als der Gattung die Arten sx^^Xi-U?,
-uvaXoi'fTfj
ist

ouvaipsaig.

irgendwelche Tilgung des Hiats;
in

1)

Cic.
1.

Orat.
p.

45,

151;

Quintil.
2)

der
1.

S.
d.

198
p.

f.

angeführten

SteUe;

Benseier

204 sqq. 3) s. ebendas. p. 314 sqq., und besonders die gründliche Untersuchung von Carol. Sintenis de hiatu in Plutarchi vitis parall., Zerbst 1845. *) Über Appian s. A. Zerdik,
d.,

197 sqq.

S.

Benseier

Quaest. Appianeae, Kiel 1886.

§ 50.

Kontraktion der Vokale.

901

man
sich

auvaipsat;,

sie exöXn{>i?, wenn ein Vokal ausgestossen wurde (uap' a-jxov), wenn zwei Vokale zu dem aus ihnen entstehenden Diphthonge vereinigten (oi? oI;, xo [[xaxiov Ooi[x7xiov),^) xp^ai; endlich, wenn ein

nannte

Mischlaut hervorging

(ext'fias Ixi'jjLä,

xo sjxov xoGfiov).

— Unsere Kontraktion

entweder im Stamme eines Wortes statt, als: occioo) aoo), oder, und dies ist der häufigere Fall, zwischen dem Stamme und der Flexionsendung, als: xtfia-w xijxö). Unter allen Mundarten ist die

nun

findet

=

=

attische
gebildet

diejenige,

hat.

welche die Kontraktion am Vollständigsten ausIn den übrigen Mundarten ist sie z. T. auf ungleich

wenigere Fälle beschränkt.
2.

Der böotische Aeolismus^) hat wenig Kontraktion, und
ao
noxstoacovo?,

unterscheidet sich besonders dadurch, dass er die Verbindungen
7.0)

belässt:

Cor. 1;

-äo G. Sing.

I.

DekL,

-^tuv

Gr.

Plur.
nb.

(nur im Artikel xav); auch das
-5v (-ouv),

Th essaiische
ist

bat -äouv (aus

-atov)

im Sing, jedocb

-5.

In Eigenn. böotiscb -Xao;, doch Aa6a|j.ac;
a -{- o

eine

eigentümliche

Kontraktion
(att.

=

au^)

in

SaüixeiXo?,

2czu-

/.paxeti;

auf Inschr.

2ü)[xrjXo?,

Scu/paxrjc),

doch auch
'A-oXXwvioau,

^coxpäxei;;
EufjLTjXtöau

SO
st.

auch
ao,

in

der arkad. Mundart im Gen.,

als:

kyprisch

'OvaaaYopau, doch anderswo (Münzen) E'ja76pco,
EudcYopo?
ai

was

nicht

(mit

Meister) von

herzuleiten

ist.

Die Böoter halten
wi
£

auch
es

äa in 'Ap^s^aa;
die

ebenso
o:,

(Kapäituv)

gleichwie

(FIxodicuv),

indem

Diphthonge

lo

im Boot, nicht
auf

giebt.

E

+

böot.

=

et,

als: ooveiTai

Gor. 18; auf Inschr.: 'HpaxXeixo? aus -xXIsxo;, KXeivi'a; (einmal KXeesBIvso;,
KXe'.jöevou?);
als:

die

Subst.

-xXeT;
s.
i,

(=

xXtJ;)
xXleoi:,

erleiden stets

die Kontr.,

'ApLivoxXeto;, AafioxXsto; u.
-xXseic.

w. aus
so

gleichwie im

Nom.
-et;

-xXeT;
-tjc)

aus
111.

E
e
(-£7])

+
-\i

i

wird

(et)
et

im Dat. der Wörter auf
i)

(=

DekL;
aus

echtem

(böot.

ebenso (xaXt);
e

im Konjunkt. aber
119,

ooxtEi

-ET).

Vollends pflegt
s.

vor
i

dunklen Vokalen entweder
u.
e

zu bleiben oder

zu werden,
xaXeöjxevo?,
als:
'(k-kw

§ 24, 2

S.

doch im Ptc.
-|o

Med.

xaXEi'fxevo;

St.

wegen der
Cor.

vielen Kürzen.
so

=

"^

im Gen. IL DekL,
Moayu).
in

14;

auch arkad. (kypr.),

als:

Im ganzen

also

fliessen

im Böotischen nur gleichartige Laute
hat

einander, und auch diese nicht immer.
3.

Auch der asiatische Aeolismus
a
-|-

nur wenige Kona
-(-

traktionen:'*)

a

=

ä:
tj),

<I>tüxa

=

3)

<I)(üXtx(t)a;


xa(i)

e

=

p.

ä ä

wie
-[-

ionisch (nicht wie dor. zu
1)

Krasis xajXwv aus
oft

IjXwv;

£

Doch
I,

findet
fioi,

sich
i$

das Wort
ou
yt)
1,

auch von sonstiger Kontraktion,
2)

z.

B.
sq.,

Herodian
p. 2:33;

283
als

auv^pEÖr].
ff.

S.

Ahrens,

Dial.

I,

201

Meister,

Gr. Dial.

246

Diese Kontraktion findet sich auch in
N. Jahrb. 1S65, 234-;
34,

der xoivfj,
Aau[j.^oiov b.

Aauotxtavo; Inschr.;
s.

Usener,
das.;

bestritten ist

Lykophr. 952,

Usener
G.

Schecr, Rh. Mus.

461.
I,

S.

Baunack,

Gurt. St. X, 136;
ff.

Meyer,

1362.

_

noch

4)

s.

Ahrens

p.

102 sq.;

Meister. 97

202

Wohllautslehre.

Kontraktion der Vokale.

§ 50. od.

=
P.

ä in aXto; nb.

dclÄio;;

a

+

^

"•

^^

+
("vgl.

<"

=
aus

^j

'^^^'-

flojeioav

HoTioav aus Iloaeioäcov, (loch Oüpwpo;
I.

(alt. öuptupoc)

-atupöc;;

im Gen.

S. u.

Dekl.
clor.

,

als:

Kpovioa aus -ao,

tav

(J7:ovo5v

aus Totwv

oirovoätüv;

7;
st.
tQ;

(auch
T^o););

u.

böot. 5;) aus ao;, att. 2(ü;
cjatüTTjp

xaoj; kret. b.
;

Ilesych.

doch

=

aojxrjp,

-Xao;
lap),
^^^^

in
Ijr)

Eigcnn.

e

+
;

«

wie

Y)p
7j,

Ale. 45, Sapph. 39 (aus
als:
^x^'i

Ale. 87 (aus eaeai)

=
als:
u.

^^^ ^^X^?»

'^P^^

xpie;;
t


e

e -\i

ßiXeo; (aus ߣXeo<;) Ale.

15;


ei
i,

-f-

=

=
i),

— +
e

=

^

e^j,

aber selten,
(epo;,
ipT,£;

in Tpoc,

att.

s.

w.; auf jüngeren Inschr. mit

geschr. (Ausspr.
als: tt^Xi

als: xaieipcüv, xarei-

pwai;, eipeu«, dp'/ei'psu;;
köXs.1]


o

i

-\-

i

^=
"^

aus

T:6Xit;

auf jüngeren Inschr.


ä

+
aus

=
In

o-|-au.

+

£

=
i,

(Krasis
;

o>vyip^

twjxov
-|-

ä in ßäi^ösvTt d.

ßoTjöouvTt


eo,
s.

= = w,
4.

t6 I[x6v),
als:

doch

iv&po'jTtcD

00,

aiStü?

aus «löoo;.

Offen bleiben
at,

ew,

ea in der Deklin.
s.

(Verba

contr. mangeln),
4.

dann vielfach

et

u.

w,

;

§ 55,
sich

der
:

dorischen Mundart
ai[)

finden

folgende

Kon-

traktionen

*)

as, aet, at],

werden
oaeXo;
i.

in der

Konjugation immer, ao,
Sophr.

aot, aou, ato in der Deklination und Konjug. fast immer und auch sonst

gewöhnlich

kontrahiert
st.

5

aber
(d.
st

(d.

i.

oa/eX6:)

im

Et.

M. 246, 35
also:

65X6? u. dtetöm

a -\- t
opfj

=^

1]

n.

oi

-{-

=

äftlow) Alkm. 23, 39, Ar. Lys. 1243;
if),

als:
opfj;

opr)

(Imper. aus opae), Epich.
TiaoTJ

94, 12,

117 (aus

6pa£i), ai^fiv

115;

Sophr. 45,
II,
vi'xtj

(=

Tirjoa)

46,

IXcaßT^To 66, iroTyjjOw

Alkm. 23, 16,
Theokr.
I.

bpr^z

das.

16,
6,

Iptütr,

Ar. Ach. 800,
^t]

6p^v Lys.

1077;
aus

b.

Icpoirrj

2,

155,

46;

aber äe wie

zu

öc,

Dittenberger,

L. Halle 1885/6, p. XII, als «Xio? (aXtoi) aus

acXto;, ap-ya;

ap-ja£v(T);

{=

dp-/'aetc),

dp^avxa, cptüvavra, äXxavta, Pind.;
iTrepcoTTiv

auffallend oie7eXa Inschr. Epidaur., D.-I. 3339, 35, neben swpT),
u. dgl.,

vgl.

§ 247,

a)

;

a

+

tj

=

7;,

als
co

:

Heracl.

tab.;

a

+

(ou)

u.

a

+

=

6p9)

Epich. 10,
a) in

^jrtßfj

(aus -ärj

ä,

Nominalbildungen:

DoTioav, FIoTEiSav, Floaeioav aus -atuv (att.

cuv),

daher
I,

IloTtoavia

Thuk.

3,

96

(Name

einer Stadt),

Auxav

=

Auxacov

Hdn.
Datäv

13, 'AXx|xav aus

-atuv

(§ 40, 2),

daher

'AXxjxavi'oai,

'ApLuftdEv,

(Tiaiav)

Pind. aus -awv;

so

auch ^uvdv, Teilnehmer, xoivdv, G. avo;, Pind. N. 5, 27 ^uvava, P. 3, 28
xotvavt;

daher Thuk.

5,

79 xoivavsw; xuxdv

=

xuxecüv Inschr.

Epidauros

D.-I.

3339 (Heilungswunder); 'Idvmv aus
('Idv

'laövwv

Aesch.

Pers.

948

f.?

1025?
D.
-a,

Hdn.
als:

I,

13);

Kompos.
NixoXac;

mit Xao;, als: MevsXa?, G. MeveXa,
viele

A. -av,

'Apxeai'Xa?,

mit Aa (aus Aao)

anlautende
Adfxayo;,
7a(xö-

Eigennamen,
AaydpYjc;
pot
(att.

AaaOevTj; (att. Aswa&evrj:), wie

auch
att.

b. Attik.

ferner -yäfxlTpa; tab. Heracl.
7EU)[jL6pot);

(aus ^aofx.,

-j^ecüixerpY)?),

-dpäpo;, verrückt, Theokr. 15, 8 aus Tcapdopo?, ion.
b)

(Archiloch.) irap^opoc, Hesych. auXapo; aus aiiXatüpo;;
als:

Gen.

S.

I.

Dekl.,

'Arpeioa
1)

aus -ao,
II,

'Axpeioav

aus -dwv;

c)

in

den Verbis contr. auf

S.

Ahrens

p.

195 sqq.

§ 50.

Kontraktion der Vokale.

203

äto,

als: YeXavTi, ^eXaaa

Theokr.,

att.

oiartstvafjie;

Ar. Ach. 751
TtfxavTi D.-I.
,

=
1587
z.

^eXwdt, ^sXtuaot, OTixavTe; Epicb, 82;
^

oiaTisivixifjLEv
;

xaTa-^sXaixevo;
oft

Inschr. Epidaur. Inschr. fast stets

D.-I.

3339^

doch auch
62

und auf
!^ü>vt7,

die gewöhnliche Kontr.
3.

B. b. Epich. ijtiwv,
TarcDfxeva

Xwvtt Partie, u.

P.

£(uvTi,

PL, 1253

XwT) Opt.,

Sophr.

=

Tr,T(uiJLevrj,

Ar.

Lys. 1005
vixfSvTt,

Ivixwv,

1162

X(u[xe?,

Thuk. 5,

77 Ixßcovxa?, Inschr.

3.

pl.,
1.

D.-I.

3046
als:
Xc}'r|

Selinus, 6pix(ü[x£vou? u.
Tt|j.cu

d.

Pers.,
^(üvTt,
s.

aus -aw,

und s. w., und bei den einsilbigen Stämmen,
die

so gewiss stets in
als:

XcSvTi,

(abgesehen von den inschr. Formen von X^v mit EG,
unregelm. Verben);
neuerdings
versuchte
Regel,

EIO,

bei den ao
d)

dass So äcD ä,

aw w geworden
2,

sei,

bedarf noch sehr der weiteren
b.

Bestätigung;
|jr(z;ao,

Pers.
5,
in

Aor.
IxTocaa

I.

M.

Theokr.
IxTajw);

4,

28
II,

siia;a
(att.

aus

att.

Itcyj^u).

6

(vulgo
3.

l-pia

l-pi'to

aus

^irpi'atjo,

Irrpiao)

An.

Ox.

241,

11

(Hdn.

251),

rpi'a

(att. irpicu
(irpitu

Imper. aus
e)

Tcpi'aio,

Trpiao)

Epich. 93 nach

Ähren s'
Nr. 3;
in

Verbesserung
f)

überl.);

a; (att. ew;),

wie im

asiat. Aeol., s.
e -|-

in

Eigenn.
Dekl.

'AYXw-aus'A-yXao-,

Bechtel zu D.-I. 3453; —
s.

« wird

der

III.

bald kontrahiert, bald nicht,
sind: xp-^;
st.

d.

Formenlehre; besonders zu bemerken
st.

xpla? (Ar. Ach. 795), xprj

xpsa (doch auch xpea Epich. 82,
st.

Theokr.
dX^Tcüv

7,

107), ßX-^p Alkm. b. Hesych.
b.

olXeap, so

oeXTjTiov

Sophr. 20,
rjp

Rhinthon

Athen. 11, p. 500

f.

st.

dXe(OaT(Dv v. aXe(t)otp,
st.

Alkm.

76, ^pt Epich. 29, Kapvrj6a; kyren. Inschr.

Kapvedörj;;

XaXx-^, ^Tparf,;

rhod. Inschr.

st.

XaXxIot,

-tpatea«;;
I.

aber

cpaxeot

=
8,

cpaxT^

Epicharm. 17;

Akk.
2.

S.

'AXxuovTJ

Pind.

5,
s.

33.

'Oousc;^

N.

26;

Sg.

regelmässig zu

t],

strengeren Dorismus

(aber

=

§ 213, Aum. 2;
ei

e-|-e
a)

— =

eai

in der

Tf]in

dem
KXt)-

in

dem
ee

milderen):

in

den Eigen-

namen
aÖEvT]?,

'HpaxXr,To;

(=
der

'HpdxXsiTo;),
III.

KXt^t«

(=

RXeitt;),

AotixoxXrjTa,

aber

in

Dekl.

bleibt

b) in der Konjugation wird sowohl es als
trahiert,
als:

auch

im älteren Dorismus sst, sr,, tr^ immer konotfen;

selbst

in

den

einsilbigen

Stämmen;

so

in

den Verbis
Yj7£iTcr.O,

contr.,
zotj

cpiXi^Ta),

voTjTw,

ottp^adai,

Ar. Lys. 1314

diffj-cai

(=

1318
Et

(=7:oi£i); (aber in der 3. Pers. Präs. Fut. Akt. wird

strengdorisch

=

e -f-

(echtem)

auch

Et;)

Fut. auf d. herakl. Tafeln ip^ac^-ai, laj^xat; c) im

Augm.

als:

ti^ov, f|Xxov

(=

el/ov, stXxov);
i.

wecTiselt ^Xeto mit

EAETO

d.

eiXeto

die Silbe vokalisch auslautet, aber

=

auf der epidaur. Inschr. 3325 o, wenn e + o EIAETÜ; o, wenn sie innerhalb des Wortes

=

konsonantisch auslautet, in
u)va)[X£vo;
Iijl£o;;

dem

strengeren Dorismus, so auf kret. Inschr.

=

üjvoujjlsvou;,

£uyapiaT(u[X£(;

aber mit Ilyphärese xpatoviE;
st. d.

= =

ou[xev;

auch tarentiu.

ificü;

aus

xpaTEovxE?,

xojfiovTE;, Fut. Tipe-

aßsuaovTa;
}ia$ovTt,

dor. Fut. TipsaßstjaouvTac, auf d. herakl. Taf. obovxt, ooxti jcjovxat
;

^pYa^ovTat,
£;(u

entsprechend

e

-}-

w

=

w,

als:

£[1|jlev(u,

euvorjacj,

u.

s.

w., Partie. Dat. PI. EuopxuJjt aus £uopxetü3i,

=

Euop-

204
x£ov3t,

Wohllautslehre.

Kontraktion der Vokale.

§ 50.

euopxlouai

2G,
lu)

w
im

u.
u.
E'J

ou
d.

S.

12'J).

Über
to;

die
eo;

imkontrahierte
s.
i;

Endunf,' der V. auf
S.

st.

Adj. auf

120;

t

-{-

(ou)
in

=
veo;
S.

=
I,

24

i

u.

e)

nach

ionischer

Weise auf Rhodos und
})£o;

anderwärts, nam.

späterer Zeit, a) in den Korapositis mit
vgl.

(dies

Wort
f>euv

selbst

Oeu;
I,

Callim. Cerer. 58,

Hdn.

400,

II,

330. 911;
u.

Akk. das.

415),

u.

xX£o;

auf jüngeren Inschr.

Münzen,

als: OeuXuTo;, Oeucppaato; u.

w.,

v£U|ji.r,vi7.,

K/Veu[xevtoa;, KXeutpavto; U, 8. w.,

auf einer
TtjAoxpTjuv,
'

Inschr.

auch Aeuvriäoa;

st.

AsovriäoTj;;

entspr.

ea>

=

rju

in

Ep[i.oxpT)uv Tclos,
III.

Caucr, Del.- 169;
rj;

b)

Gen.

eu;

aus eo? der

Wörter der
w.

Dekl. auf
,

u.

oc,

als:

'ApiaxoxXeu?, SevoxpdcTeui;, opeu;,

NtxooöevEU?, Sevo'f av£'j;
u. s.
;

Nixo|xrjOey;,

'Aptaro^aveu;,
u.

Theokr. 7, 20 yetXsu;
Ijxeu,

c)

b.
,

Epicharm., Sophron
als:
b.

Theokr.
5,

^(xeu;,

töu;; d) b. d.

Verb, contr,

Theokr.

cptXeuvtt

80, looxeufxs; 13, 1, akeü|xevo«
;

14, 63, ßofxßsuaa 3, 13, Fut. ßaaeuixai 2, 8 u. s. w. Theokr. Ep. 19, 4 v. i-(aTzk<o st. «tu, s. § 24 e u. 7.;
{üveü|xsvo;,

so

auch

riYOiTceuv

auf Inschr. zpo-

Fut. xpiveuvn, SiaXudeüvrt, uitap?£ÜvTi;
u.


die
III.

e-\-o^=ou besonders
nur
£u?,

auf theräischen

anaphäischen Inschriften,

selten £o haben,

dann auf rhodischeu ausser den

Genetiven auf

megarischen und

korkyräischeu, selten auf sikelischen: a) Gen.
o;
u.
-qz,

Dekl. der Wörter auf

als:

7£vou;,

Opa^tTEXQUi; u.

s.

w.

(Gen. PI. auf wv Ther. 2448
i\ioZc.

ou-f-i-Evaiv);

b)

Geu.

Prou.

Ther. 2448

[jlou,

syrak. Dichter, teou«
c)

Sophr. 27, Theokr. 11, 25, teou Sophr. 76, Epich. 157;
contr.
(v.

in

d.

Verb,

auf
st.

Inschr.:
.äoj)

-otouvti,
s.

cppovou^a,

Ivoixouvte;,

Irö&ouv,

Tijxouvxe;

TtfjLECü

u.

w.

[b.

Epich. einzeln überliefert xaXouaa,
(im Konj.
e

cp&ovoüdipat-

ixsvo;,

b.

Sophr.
Fut.

dvoou[j.£voc];

-]-

w
167

=

w, als:
,

TroiojivTt,

pülviai);

Sophr.

19

vYjaouvTi,

Epich.

{^coaouixEÖot

auf Inschr.
u.
e
S.

ipt-ßaXoujxEc,

icouvTt^

iY(poi'\)oZ^ra.i,

Ar. Acharn. 750

(XYopotaouvTEi;

w.
o

(Konj.

Aor.

P.

lYoavEicjöujvxt

Korkyr. 1845

=

=

D.-I.

3206);


ist

+

El

im Partie. Pr. Med.
dcpaipEipiEvoc

(vgl.

oben

2)

in Mittelgriechenland,

als xaXei-

[XEvo;,

entspr. Elis (strengdor.) xaooaXi^fxEvoc;

es

dabei,

umgekehrt

als

Avie

bei

der Kontraktion
In den

in ou,

der zweite Vokal aus-

geworfen, der erste gedehnt.

Namen

mit Öeo- wird auf megar.
(Dial. -Inschr.

Inschr. das o ausgestossen: Slotopoc, auf

anderen

3025) vor
86
f.;

doppeltem Konson. das
spätlakonische haben

e: öoxpt'vY];, ÖoxXei'o«?,

Baunack,
öeöv.

C. Stud. X,

51ei

=

li (aus

^üio)
ai'v

:

^£iTt[xo?, Seioext«?, Seitioijltco;, vgl.

das

ebenfalls
u.

spätlakonische t6v
eto

=
a)

aiov

(Die

offenen

Formen so
0? u.
Yj?

kommen

besonders im mittleren Griechenland und,
die Genetive

jedoch nicht im Fut., in Sizilien vor:

der Subst. auf

und

die

Komposita mit
Itveo;;
s.

Deo;, veo?, xXeo?

haben bei den meisten Doriern
d.

die offenen
sTso;, b.

Formen, so auch im strengeren Dorismus auf
b)

herakl. Taf.
^'.piopx£oi|i.t,

Alkm. 33

Verb, contr.,
Soplir.

als:

auf

Insclir.

arpaTa-i-lovro?,

cppovEovTE? u.

w.,

74

uotsa),

37 uXaxTEwv, Epich. 19

§ 50.
|-atv£(ü,

Kontraktion der Vokale.

205
nur opxustu
u.

(jovoetTTvEtü

,

51

xaXsoixe? u.

s.

w.;

Fut.

lxT:pa;£tu

auf d. Amphiktyon. Dekrete 1688; Konj. Aor. P. sehr oft b. Archimed.,
als:
TCepisveyftswvTt,
civa7pa(f£tavTi u.
s.

w.

In

den Frg.

des

rhodisclieu

Dichters Timokreon wird zwar offen geschrieben, aber einsilbig gesprochen, oa, oe, (oou), ow werden in als TtfioxpsovTa - ^ - --, iovT«, IrratvEw.)

der

III.

Dekl. (ausser in

ßou!;)

und
o

in

den Verben auf
i^i

otu

immer konKap-tu^^o?

trahiert,

und zwar:
od
in
oai8<Zyo[/

o

(aber

=

+

o u.

-[-£=='"
a) in

dem" strengeren Dorismus
aus
U.
a.
(J}X7:eXü)p7ixa

dem

milderen):

der Komposition
oaSou^o;)
5

TrajjLOoyo!;,

lak.

aus oaioooyo?
u.
a.;

{=

tab. Heracl.

aus

djAKeXoep-,'.

aber auch mit Hyphärese

oaixiopYo?,

Meister,
b)

Dial.
II.

II,

41

f.,

lEpopYo?
TrovTt'o)
,

Kreta Bull,
tcu

de
c)

corr. hell.

IX, 19;

im Gen.
iXdasoe?

Dekl., als:

^XuxüraTto;
d)

im Gen. der Fem.
auf

auf w, als:
aus

SlaTrcpiI),

G. ^a-tpüj;

(=

SaTtcpou;);

^Xdjaw? Ar. Lys. 1260
00;

(=

^Xaaüouc);

(aber

die

Wörter der IL Dekl.
e-jvooi, euvotu?, -sei (et]),
-eist

bleiben namentlich im älteren Dorismus häufig offen, als: tiXod? Sophr. 6,
iiHTzXöui

Epich.

8, voo?

Epich. 133, auf Inschr.
oittX-^

yoo-j,

a-Xoto;,
erkl.,

ouwoexaTrXoa;

das Adverb.

od.

StTrXet

ist

aus

zu
i.

vgl. xav oiTiXeiav Gortyn.

Tafeln;

auch die Wörter auf

oei;

(d.

oevt?)

verschmähen
ripivoejaa;;

z.

T. die Kontr., so auf kret. Inschr. 'ApxeuHosvxa,
d.

2::iv6evTa,

ausser

Kontr.

tritt
s.

hier
so

auch Hyphärese
'Ottoviioi,

als

vor

zwei

Konson.
D.-I.

ein,

wie

in öafxiopYo?

0.,

'OXovtioi,

Bechtel, zu
auch
in
d.

1478;
auf

2'jpaxc)j(a)ai u.

dgl.,

Meineke,

Callim. 149;

ThesVerb,
u-vtuv

salien
contr.

XeiTopYoijvTo;,
otu, als:

Prell witz, de dial. Thess. 43); fiKji^üJvti =1 ixifj&ouat, oouXturai

e)

in

Ar. Lys. 143 aus uttvoev

=

=

oouXoljTat,

uirvieiv,

^qöjv (auch

att.).

Im nördlichen Dorismus
atecpavaiETü),

wird hier das
aTiaXXoTpKüouaa,
«juXtqcü,

gedehnt und dami ohne Kontraktion gebildet:
(xa(JTi7ü)(ov
;

so auch das.

Tcpiayixai,

xaOtJTaovTs;, cjuXt^ovte; (von
in -pato«

ouXeo));

-[-

a

ausnahmsweise zu ä

TTpo-aro;);

die die

irptör^v, öfter b. Theokr. auch upav (gew. rpav geschr.) Anmerk. 1. Bei Pindar sind die offenen Formen ungleich häufiger als zusammengezogenen. Doch ist dies z. T. nur Schein, indem in der Aussprache

so

=

=

rpwTo; (aus

Vokale zusammenfliessen müssen, als: ipfupiiu 0. 9, 32.
4, 49. xifioopo;

'HpaxXjo; P. 10,
0.
9,

3.

fiianptKkri. I.

0.

9,

84.

xealaiv

L

6, 50.

icpatj^sat

13

u. s. w.l).

Indes sind doch nicht nur bei P., sondern

auch bei Epicharni eine grosse Menge wirkhch offener Formen, so dass der Gegensatz gegen den gleichzeitigen attischen Dialekt sichtlich ist. Dagegen das spätere rhodische Dorisch hat kaum weniger
Kontraktion
als der attische Dialekt.
2.

Anmerk.

Statt der kontrahierten Endsilbe findet
(vgl.

sich

bei

den Doriern
u.

zuweilen eine kurze Silbe

§ 38, 3, Anm.), als:

bpe; (Nom.

Akk.
III, p.

PI.

v.

hpEu;) auf kyren. Inschr., ßto7:Xav£; b. d. Kyrenäer Kallimach. (Bekk. An.
st.

1253)
st.

ßioTiXavel;

,

(Puxö; d.

i.

«P'jxöet;, «P'jxoü;

,

Vorgebirge
der V.

der Kyrenaika;
st.

Aax6;
als:
u.

Aaxoü;

auf

d.

Dekr.

der Amphikt.;
s.

Inf.

contr. auf ev
u.

eiv,

roi£v,
?.

cppovEv, dvoixEv, inaiv^v u.

w. auf Inschr. von Thera
p.

Delphi, bei

Alkman

w.

1)

S.

Boeckh,

de metris Pindari,

289

sq.

206
5.

Wohllautslehre.

Kontraktion der Vokale.

§ 50.

Die

für ofTone Fonnoii

ionische Mundart hat, wie man meint, eine grosse VorUebe und eine j^rosse Abneigung gegen die zusammenIhutriüchlich

gezogenen;
anderes,

indes

ist

das

Verhältnis

beider

doch

ein

wenigstens in der

neuionischen

Sprache.

In der alt-

ionischen w^ar es den epischen Dichtern gestattet, offene und zusammengezogene Formen in bunter Mischung neben einander zu gebrauchen, sowie die einen oder die anderen ihnen für das Versmass und den Rhythmus bequemer waren. So hat Homer II. e, 194 nebeneinander:
xaXoi
TrpGjxoTTOf^sr;

vsoxs-j/ee;.

^j

Die Kontraktionen,
«

bedienen, sind folgende: a
§ 123 Anm.
daTT)
I,

+

=

deren
s.

sie

sich

ö-.:

rAzä.,

a-^iXä?

die

Flexionsl.

2.

3;

für

öty)

lässt

sich,

wie

Nauck^)
aus

aufweist,

meist

herstellen (audta mit kurzer 1. Silbe Pindar; daTYj Kallim. b.

Hdn.

342).

— <