Chiemgau Impakt – Diffamierungskampagne gegen einen Meteoriteneinschlag im Chiemgau Eine Diffamierungskampagne gegen das Chiemgau Impact Research Team

(CIRT), das die These eines Meteoriteneinschlags im Chiemgau („Chiemgau Impakt“) vertritt, hat der angehende Leiter des Rieskratermuseums Nördlingen, Dr. Elmar Buchner mit einer Reihe von Mitunterzeichnern in Gang gesetzt. Mit einem „Offenen Brief“, der ursprünglich an drei führende bayerische SPD-Politiker ging, jetzt aber auch im Internet verbreitet wird, erheben Dr. Buchner und seine Mitunterzeichner den Anspruch, Politiker und Öffentlichkeit über die Aktivitäten des „Chiemgau Impact Research Teams“ (CIRT) aufzuklären, ja gar vor Unterstützung zu warnen. In gutachterlicher Manier beanspruchen sie, Politiker vor der Verschwendung von Steuergeldern und die Öffentlichkeit vor Fehlinterpretationen zu warnen. Ein Schreiben mit so hohem Anspruch sollte sich durch profunde Sachkenntnis der Autoren, Neutralität und Sachlichkeit auszeichnen. Wir als Vertreter von CIRT zeigen hier auf, wie es bei dem Offenen Brief um diese Punkte bestellt ist: Profunde Sachkenntnis: „Chiemgau Impakt“ bezeichnet die Theorie eines größeren Meteoriteneinschlags im Chiemgau. Für den Nachweis und die Beurteilung eines solchen Impakts sind Kenntnisse in Impaktgeologie erforderlich. Einschlägige Publikationen in internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften dienen als Hinweis auf die Kenntnisse der Unterzeichner in Impaktgeologie: Von Dr. Robert Darga, PD Dr. Stefan Götz, Dr. Kurt Heißig, Dr. Robert Huber und Dr. Martin Rundkvist sind keine Veröffentlichungen dieser Art auffindbar. Gleiches gilt für Dr. Ulrich Blaess und Prof. Dr. Mario Trieloff, von denen ersterer einen Aufsatz über Meteoriten vorweisen kann, aber keinen über Impakte, und letzterer sich zwar immerhin mit der Datierung von irdischen Impaktstrukturen beschäftigt, von dem aber auch keine Veröffentlichungen zu Impaktgeologie auffindbar sind. Von Prof. Thomas Fehr und Dr. Rupert Hochleitner ist zum Thema „Impakt“ nur ein einschlägiger Aufsatz bekannt, der sich pikanterweise mit potentiellen Meteoritenkratern im nördlichen Teil des Chiemgau ImpaktKraterstreufelds beschäftigt und zu dem Schluss kommt, dass es sich vermutlich um Meteoritenkrater handelt, aber noch weitere Untersuchungen erforderlich seien. 1 Der Offene Brief suggeriert der Öffentlichkeit, seine Unterzeichner seien samt und sonders fachkundig, über den Nachweis eines Impakts zu urteilen. Wie sich anhand des Abgleichs ergibt, ist dies aber für noch nicht einmal für die Hälfte der Unterzeichner feststellbar. Neutralität: Prof. Fehr und Dr. Hochleitner, deren eigenes Interesse am Feld des Chiemgau Impakts durch die oben genannte Veröffentlichung belegt ist, sind seit dem Jahr 2004 bei ihren Forschungen am Kraterfeld mit Konkurrenz durch CIRT konfrontiert. Dr. Darga leitet das Naturkundemuseum in Siegsdorf, nur wenige Kilometer entfernt von dem größten von CIRT belegten Krater, dem Tüttensee-Kessel. Da schon das heutige kleine Impakt-Museum im nahen Grabenstätt gut besucht ist, muss er befürchten, dass ein potentiell größeres Museum zum Chiemgau Impakt in wenigen Kilometern Entfernung ein starker Magnet sein und Besucher sowie Fördergelder von seinem Museum abziehen würde. Seit mindestens 2006 versucht Dr. Darga, lokale und regionale Politiker von finanzieller Unterstützung der Tätigkeiten des CIRT abzuhalten. Dr. Buchner, als künftigem Leiter des Rieskrater-Museums in Nördlingen dürfte bewusst sein, dass eine allgemeine Anerkennung des Chiemgau-Impaktes das Publikumsinteresse auf Kosten des Nördlinger Museums beflügeln und ebenfalls Anlass geben könnte, über eine Umschichtung öffentlicher Fördergelder nachzudenken, zumal das Chiemgauer Streufeld in
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Fehr et al. (2005), A meteorite impact crater field in Eastern Bavaria? A preliminary report. Meteoritics & Planetary Science, 2005, 40 (2), 187-194: „Hence, a formation by meteorite impacts that occurred in Celtic or early medieval times should be considered.“ (S. 187, Abstract), sowie “The above discussion indicates that the Burghausen area may host a large impact crater strewn field.” (S. 193)

seiner historisch/prähistorischen Einbindung weit mehr zu bieten hat als ein Rieskrater, der alleine mit einer Geologie für Spezialisten aufwarten kann. Letztgenannter für den Rieskrater geltende Aspekt betrifft 99% der übrigen deutschen Impaktforschung - unter den Unterzeichnern vertreten durch Prof. Reimold, Dr. Hecht, Dr. Schmieder, Prof. Stöffler und Dr. Wünnemann. Der Leser sollte diese Aspekte kennen, um sich in den genannten Fällen ein eigenes Urteil über Eigeninteressen von Unterzeichnern bilden zu können. Sachlichkeit: In dem Offenen Brief wird CIRT unterstellt, „gar nicht daran interessiert“ zu sein, „den angeblichen Chiemgau-Impakt wissenschaftlich zu beweisen.“ Wir fügen im Anhang eine Aufstellung unserer wissenschaftlichen Abstracts, Beiträge und Aufsätze zu wissenschaftlichen Kongressen und in internationalen Zeitschriften an. Diese Aufstellung erweist die Haltlosigkeit des genannten Vorwurfs und CIRTs Bestreben, sich der wissenschaftlichen Diskussion zu stellen - so z.B. mit einem Abstract bei der 42nd Lunar and Planetary Science Conference 2011 in Texas/USA. Sie erweist ebenfalls die Behauptung als gegenstandslos, CIRT sei „irgendeine andere wissenschaftlich begutachtete Publikation“ bisher schuldig geblieben. Besonders hinzuweisen sei hier auf die Veröffentlichung von CIRT in der international äußerst renommierten, begutachteten Fachzeitschrift „Antiquity“ (Rappenglück et al. 2010). Die Autoren des Offenen Briefes versuchen im Gegenzug zu suggerieren, dass es seitens internationaler Fachwissenschaftler profunde und umfangreiche Kritik an den Thesen von CIRT gebe („die Vertreter der internationalen Wissenschaft [sind es] leid ..., sich ... mit ... Ausdauer entgegenzusetzen.“) Doch wie ist es um wissenschaftliche Publikationen dieser Kritik bestellt? Uns sind Presseerklärungen (des Naturkundemuseums Berlin und des Bayerischen Landesamtes für Umwelt) bekannt, Stellungnahmen auf Amtswebseiten (Bayerisches Landsamt für Umwelt), ein Artikel in einem touristischen Wanderführer, in einem geologischen Verbandsblatt bzw. in einer populärwissenschaftlichen deutschen Astronomiezeitschrift, Polemiken in Blogs, u. ä. Der einzige kritische Beitrag in einer Fachzeitschrift wurde von Angehörigen des Bayerischen Landesamtes für Umwelt veröffentlicht (Doppler et al. 2011, Antiquity 85, 274-277). Doch es handelt sich um einen Diskussionsbeitrag, der als solcher nicht begutachtet worden ist - ganz im Gegensatz zu dem Originalaufsatz von Rappenglück et al. in „Antiquity“. CIRT hat in der Zeitschrift „Antiquity“ auf diesen Diskussionsbeitrag unmittelbar geantwortet und seine fundamentalen Schwächen aufgezeigt (Rappenglück et al. 2011, Antiquity 85, 278-280). (Ist das vielleicht der Grund, warum die Autoren des Diskussionsbeitrages den Offenen Brief nicht unterzeichnet haben?) Eine wissenschaftlich profunde Auseinandersetzung mit den Thesen des CIRT kann von den Kritikern auf solche Weise nicht belegt werden. Im Gegenteil durchziehen die an den Thesen von CIRT geäußerte Kritik seit Jahren Unterstellungen, verfälschende Wiedergabe von Inhalten und falsche Behauptungen, wie wir verschiedentlich demonstriert haben (s. auf unserer Webseite http://www.chiemgauimpakt.de/neu_disk.html). Beispiele liegen auch in dem Offenen Brief vor. Seine Autoren behaupten: „Herr Ernstson schrieb 2007 in dem deutschen geowissenschaftlichen Nachrichtenmedium GMit (Nr. 27), dass er den sogenannten Chiemgau-Impakt im international hervorragenden Journal ‚Science’ veröffentlichen würde.“ Diese Behauptung ist eine Unwahrheit. Einer gezielten Diffamierung entspricht die Behauptung, über den Tüttensee-Kessel hinaus würden noch weitere Seen in Oberbayern als Einschlagkrater interpretiert: CIRT ist hier zwar nicht ausdrücklich als Urheber dieser angeblichen These genannt, wird dem Leser durch den Zusammenhang aber als Urheber suggeriert. CIRT hat diese These nie aufgestellt und vertreten. Mit nachweislich falschen Behauptungen dieser Art versuchen die Autoren des Offenen Briefes, die wissenschaftliche Reputation und Glaubwürdigkeit von CIRT zu beschädigen. Diesem Ziel dienen auch die Hinweise, dass CIRT die Nachweisbarkeit von Impaktereignissen vereinfachend darstelle und Schockeffekte nicht zu beurteilen vermöge

(„... sollten sie ihre Gesteinsproben mit angeblichen Schockeffekten anerkannten Impaktforschern zur Untersuchung vorlegen“). Herrn Dr. Buchner als zukünftigem Leiter des Rieskrater-Museums sollte es bekannt sein, dass auf einer Informationstafel im Nördlinger Krater-Museum Forschungen von Prof. Kord Ernstson zum Ries-Krater erwähnt sind und Prof. Ernstson sogar mit einem der Unterzeichner des Offenen Briefes, nämlich Prof. Dieter Stöffler, zusammen zum Ries publiziert hat. Zudem weist Prof. Ernstsons Publikationsliste (http://www.impact-structures.com/references.htm) ihn als seit über 35 Jahren in der Impaktforschung tätigen Wissenschaftler aus, und seine in drei Sprachen im Internet präsentierten Webseiten zu Impaktstrukturen und zur Impaktforschung (http://www.impaktstrukturen.de/, http://www.impact-structures.com/, http://www.estructurasde-impacto.impact-structures.com/) genießen weltweit ein hohes Ansehen. Die Andeutung von Inkompetenz entpuppt sich so als pure Polemik. Unter die Rubrik „Polemik“ fallen so viele Formulierungen des Offenen Briefes, dass hier nicht im Einzelnen darauf eingegangen werden kann. Beispiele sind: die Anmaßung, für „die Vertreter der internationalen Wissenschaft“ zu sprechen; die nicht weiter erläuterte Bezeichnung der Forschungen von CIRT als „abstruse(n) Nachweiseversuche(n)“; der wiederholte Vorwurf von Vermarktung; der Vorwurf von Demagogie („in demagogischer Manier“), von Irrationalität („erzeugt CIRT ... eine Gefühlswolke“), von bewusster Täuschung, die „entlarvt“ wird; der Vorwurf, Steuergelder zu verschwenden („Steuergelder werden für ein Projekt verschwendet ...“); der Vorwurf, CIRT entziehe sich der Überprüfung seiner Forschungsergebnisse, usw. Zu den beiden letztgenannten Punkten soll etwas genauer Stellung genommen werden: - Die Forschung von CIRT (von Reise- und Übernachtungskosten bis hin zu Datierungen) wird nahezu ausschließlich von den CIRT-Mitgliedern privat finanziert. Von persönlicher Bereicherung der CIRT-Mitglieder kann keine Rede sein. Die Gemeinde Grabenstätt beteiligte sich an den Sachkosten für das kleine Impakt-Museum in Grabenstätt sowie für die Beschilderung eines Wanderwegs um den Tüttensee. Wiederum trugen die CIRT-Mitglieder die entstandenen Kosten für Anreise und Übernachtungen weitestgehend selbst. Honorare für ihre Arbeit (Beschriftung der Tafeln, Einrichten der Ausstellung) bekamen sie nicht. Für die Gemeinde Grabenstätt entstand so mit geringem eigenem Finanzaufwand ein erheblicher Gegenwert. Wie steht es denn mit der Nutzung von Steuermitteln durch die Gegner des CIRT? Herr Prof. Fehr, einer der Unterzeichner des Offenen Briefes, bemühte sich im Jahr 2002, vom Landkreis Altötting Finanzmittel im Umfang von 12.250,- € zu erhalten, um Meteoritenkrater im nördlichen Teil des Chiemgau Impakt-Kraterstreufeldes zu erforschen. Zum damaligen Zeitpunkt war der Forschungsstand zum Meteoritenkraterfeld im Chiemgau verglichen mit dem heutigen Wissensstand minimal. Trotzdem zögerte Herr Prof. Fehr nicht, sich um Förderung durch Steuermittel zu bemühen, und es ist nicht bekannt, dass sich einer der Unterzeichner des Offenen Briefes veranlasst sah, dagegen Einspruch zu erheben. Ganz im Gegenteil, war Dr. Hochleitner selbst in die Kampagne von Prof. Fehr involviert. Im Herbst 2007 rückten Mitglieder des Bayerischen Landesamtes für Umwelt sowie der Universität Jena an, um im Tüttensee zu bohren. Diese Bohrung musste abgesagt werden, weil das Wasserwirtschaftsamt Einwände erhob. Reise- und Sachkosten waren aber schon entstanden, ohne dass dem als Gegenwert Ergebnisse entgegenstanden. Im Zusammenhang einer Auseinandersetzung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege mit CIRT untersuchte 2009 Herr Prof. Jörg Völkel von der TU München mit Bodenanalysen und Datierungen sowie geophysikalischen Vermessungen eine umstrittene Schicht in Chieming-Stöttham. Ergebnisse der Untersuchungen liegen unseres Wissens der Öffentlichkeit bis heute nicht vor; CIRT dagegen hat sowohl für die Gemeinde Chieming einen Bericht verfasst, als auch in einem wissenschaftlichen Aufsatz die in internationaler Zusammenarbeit erzielten Datierungsergebnisse veröffentlicht (s. Publikationsliste: Liritzis et al. 2011). - CIRT handelt mit der Praxis, Fundstellen nicht allgemein publik zu machen, sehr verantwortungsvoll: zum einen gegenüber den Eigentümern, auf deren Grund viele

Fundstellen anzutreffen sind, zum anderen gegenüber der Wissenschaft, um Fundstellen nicht wahlloser Plünderung preiszugeben, wozu es trotzdem bereits an mindestens einer Stelle gekommen ist. CIRT hat verschiedentlich Wissenschaftler aus dem In- und Ausland mit nachweisbarem seriösem Interesse zu den Fundstellen geführt und wird dies auch in Zukunft praktizieren. Keiner der Unterzeichner des Offenen Briefes hat CIRT jemals mit einer derartigen Bitte kontaktiert. Zusammenfassend können wir nur unser Erstaunen bekunden, dass unsere Kritiker angesichts der angeblichen Bedeutungslosigkeit unseres Fundes seit Jahren so viel Aufwand betreiben, um uns zu diskreditieren und zum Schweigen zu bringen. Wir schließen aus diesem Umstand, dass sie um die Bedeutung unseres Fundes wissen. Der Offene Brief von Dr. Buchner und den anderen Unterzeichnern stellt eine gezielte Diffamierungskampagne dar, deren Grund wir nur in den teils belegten, teils vermuteten Eigeninteressen einiger Unterzeichner suchen können. Wissenschaft verdient es nicht, auf dieses Niveau gezogen zu werden. Wir setzen weiterhin auf die Methodik wissenschaftlicher Arbeitweise, der wir uns verpflichtet wissen. Für das CIRT: Barbara Rappenglück M.A., Dr. Michael Rappenglück M.A., Dipl.-Geol. Andreas Neumair, Prof. Dr. Kord Ernstson

Anhang: Wissenschaftliche Publikationen von CIRT (Abstracts, Beiträge auf nationalen und internationalen Kongressen, Artikel in internationalen Fachzeitschriften) Liritzis, I., Zacharias, N., Polymeris, G. S., Kitis, G., Ernstson, K., Sudhaus, D., Neumair, A., Mayer, W., Rappenglück, M. A. & Rappenglück, B. (2011): The Chiemgau Meteorite Impact And Tsunami Event (Southeast Germany): First OSL-Dating. - Mediterranen Archaeology and Archaeometry, special issue 10.4, 17-33. Rappenglück, B., Rappenglück, M. A., Ernstson, K., Mayer, W., Neumair, A., Sudhaus, D. & Liritzis, I. (2011): Reply to Doppler et al. ´Response to „The fall of Phaeton: a Greco-Roman geomyth preserves the memory of a meteorite impact in Bavaria (south-east Germany) by Rappenglück et al. (Antiquity 84)’“ - Antiquity, 85, 278-280. ( Hiltl, M., Bauer, F., Ernstson, K., Mayer, W., Neumair, A. & Rappenglück, M. A. (2011): SEM and TEM analyses of minerals xifengite, gupeiite, Fe2Si (hapkeite?), titanium carbide (TiC) and cubic moissanite (SiC) from the subsoil in the Alpine Foreland: Are they cosmochemical? - 42nd Lunar and Planetary Science Conference #1391 (Abstract) Rappenglück, B., Rappenglück, M. A., Ernstson, K., Mayer, W., Neumair, A., Sudhaus, D. & Liritzis, I. (2010): The fall of Phaethon: a Greco-Roman geomyth preserves the memory of a meteorite impact in Bavaria (south-east Germany). - Antiquity, 84, 428-439. Ernstson, K., Mayer, W., Neumair, A., Rappenglück, B., Rappenglück, M.A., Sudhaus, D. & Zeller, K.W. (2010) : The Chiemgau crater strewn field: evidence of a Holocene Large Impact in Southeast Bavaria, Germany. - Journal of Siberian Federal University. Engineering & Technologies, Siberian Federal University, Krasnoyarsk, 3 (1), 72-103. (http://elib.sfukras.ru/bitstream/2311/1631/1/04_.pdf) Zacharias, N., Liritzis, I., Ernstson, K., Sudhaus, D., Neumair, A., Mayer, W., Rappenglück, M. A. & Rappenglück, B. (2009): The Chiemgau (Germany) impact OSL dating project. Luminescence in Archaeology International Symposia (LAIS) 2009, Delphi 9-12 September 2009, Abstract Book: 45.

Rappenglück, B., Ernstson, K., Mayer, W., Neumair, A. Rappenglück, M.A., Sudhaus, D. & Zeller, K.W. (2009): The Chiemgau impact: An extraordinary case study for the question of Holocene meteorite impacts and their cultural implications. - In: J. A. Rubino-Martin, Belmonte, J. A. (ed.), Cosmology across Cultures. Proceedings of a workshop held at Parque de las Ciencias, Granada, Spain, 8-12 September 2008 (A.S.P. Conf. Ser. 409), San Francisco: Astronomical Society of the Pacific, 338-343. (http://www.aspbooks.org/a/volumes/article_details?paper_id=30130) Rappenglück, B. & Rappenglück, M. A. (2008): The fall of Phaethon: Is this a geomyth reflecting an impact in Bavaria during the Celtic period? - 33rd International Geological Congress. Session: Myth and Geology. - August 5 - 14, 2008, Oslo (Norway). (Abstract) Ernstson, K. & Rappenglück, M. A. (2008): The Chiemgau crater strewnfield: Evidence of a Holocene large impact event in Southeast Bavaria, Germany. - International Scientific Conference "100 Years of the Tunguska Event". - June 30 - July 6, 2008, Krasnoyarsk (Russia). (Abstract) Rappenglück, M. A. & Ernstson, K. (2008): The Chiemgau crater strewn field (Southeast Bavaria, Germany): Evidence of a Holocene large impact event. - International Conference “100 years since Tunguska phenomenon: Past, present and future". - June 26 - 28, 2008, Moscow (Russia). (Abstract) Rappenglück, B. (2008): Cosmic Catastophes and Cultural Disasters in Prehistoric Times? The Chances and Limitations of a Verification. - In: J. Vaiskunas (ed.), Astronomy and Cosmology in Folk Traditions and Cultural Heritage, Archaeologica Baltica 10, Klaipeda University press, Klaipeda, 168-272. Rappenglück, B. & M. (2006): Does the myth of Phaethon reflect an impact? - Revising the fall of Phaethon and considering a possible relation to the Chiemgau Impact.- In: I. Liritzis (ed.) Ancient wachting of cosmic space and observation of astronomical phenomena. Proceedins of the International Conference on Archaeoastronomy, SEAC 14th 2006, Rhodes 6-11 April, 2006 (= Mediterranean Archaeology and Archaeometry Special Issue 6.3), 101109. Schüssler, U., Rappenglück, M. A., Ernstson, K., Mayer, W. & Rappenglück, B. (2005): Das Impakt-Kraterstreufeld im Chiemgau. - European Journal of Mineralogy 17, Beih. 1: 124. Rappenglück, M. A., Schüssler, U., Mayer, W. & Ernstson, K. (2005): Sind die Eisensilizide aus dem Impakt-Kraterstreufeld im Chiemgau kosmisch? - European Journal of Mineralogy 17, Beih. 1: 108.