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Vorwort Detaillierte Inhaltsverzeichnisse Arithmetik Funktionen und ihre Darstellung Geometrie Lineare Algebra Algebra und diskrete Mathematik Differentialrechnung Unendliche Reihen Integralrechnung Differentialgleichungen Variationsrechnung Lineare Integralgleichungen Funktionalanalysis Vektoranalysis und Feldtheorie

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13.

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Funktionentheorie Integraltransformationen Wahrscheinlichkeitsrechnung und mathematische Statistik Dynamische Systeme und Chaos Optimierung Numerische Mathematik Computeralgebrasysteme Tabellen Literatur Mathematische Zeichen

Themenübersicht
Arithmetik und Algebra
Detailliertes Inhaltsverzeichnis

Funktionen und ihre Darstellung
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Geometrie
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Lineare Algebra
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Algebra und diskrete Mathematik
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Differentialrechnung

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Unendliche Reihen
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Integralrechnung
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Differentialgleichungen
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Variationsrechnung
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Lineare Integralgleichungen
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Funktionalanalysis
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Vektoranalysis und Feldtheorie
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Funktionentheorie
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Integraltransformationen
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Wahrscheinlichkeitsrechnung und mathematische Statistik
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Dynamische Systeme und Chaos
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Optimierung
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Numerische Mathematik
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Computeralgebrasysteme
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Stichwortverzeichnis
A B C D E F G H I J K L M N O P

Q R S T U V W X Y Z

DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Abbildung Bäcker bijektive Mengen Vektorräume chaotische eineindeutige Mengen geliftete HÉNON Hufeisen injektive Mengen Vektorräume Kern komplexe Zahlenebene beliebige konforme konforme

Differentialtransformation, affine Exponentialfunktion gebrochenlineare Funktion Inversion isometrisches Netz Kreisverwandtschaft lineare Funktion lineare plus gebrochenlineare Funktion Logarithmusfunktion quadratische Funktion Quadratwurzel SCHWARZ-CHRISTOFFELsche kontrahierende lineare Vektorräume I Vektorräume II logistische Modulo POINCARÉ reguläre Rotations Shift surjektive Mengen Vektorräume

topologisch konjugierte Umkehrabbildung Mengen Zelt-Abbildung zwischen Gruppen Abbrechpunkt ABEL Satz ABELsche Integralgleichung Basissatz Definition direktes Produkt Gruppentafel Untergruppen Abgeschlossenheitsrelation Abhängigkeit lineare Gleichungen Vektorräume sensitive, dynamisches System Ableitung algebraische Summe äußere Bruch Distribution FRÉCHET-Ableitung

Funktion elementare Funktion in Parameterdarstellung gemischte höherer Ordnung Funktion einer Veränderlichen Funktion mehrerer Veränderlicher höherer Ordnung inverse Funktion Parameterdarstellung implizite Funktion innere inverse Funktion konstanter Faktor linksseitige logarithmische mittelbare Funktion n-te Ableitung partielle Produkt räumliche rechtsseitige Richtungsableitung Vektorfunktion verallgemeinerte Volumenableitung

Abschlag Abschließung, Menge, metrischer Raum Abschluß, transitiver Abschreibung arithmetisch-degressive digitale geometrisch-degressive lineare Abschreibungsgefälle Absolutbetrag, Vektor Absolutglieder Absorptionsgesetz Aussagenlogik BOOLEsche Algebra Mengen Abstand Ebenen parallele Gerade HAMMING kürzester Geraden metrischer Raum Punkt-Ebene, Raum Punkt-Gerade, Raum sphärischer

Definition Messung zwei Punkte Gerade Raum Abstieg Abszisse, kartesische Koordinaten Ebene Raum Abszissenachse Abweichung signifikante Abwickelkurve abzählbar unendlich Adäquatheitstest Addition komplexe Zahlen numerisches Rechnen Polynome rationale Zahlen Tensoren I Tensoren II Additionstheoreme Areafunktionen Hyperbelfunktionen inverse trigonometrische Funktionen

trigonometrische Funktionen I trigonometrische Funktionen II Additivität, sigmaAdjazenz Adjazenzmatrix Adjunkte Admittanzmatrix Ähnlichkeit, ebene Figuren Ähnlichkeitstransformation Äquivalenz Beweisführung BOOLEsche Funktion Wahrheitsfunktion Äquivalenzklasse Äquivalenzrelation Algebra BOOLEsche endliche Ordnung Faktoralgebra freie kommutative lineare normierte Omega-Algebra

Omega-Unteralgebra Schaltalgebra sigma-Algebra Termalgebra universelle Algorithmus AITKEN-NEVILLE DANTZIG EUKLIDischer allgemein Kettenbruch Polynome Satz zum FORD und FULKERSON GAUSSscher Eliminationsverfahren I Eliminationsverfahren II Graphentheorie KRUSKALMaximalstrom QR-Algorithmus RAYLEIGH-RITZ REMES Allquantor alpha-Grenzmenge Begriff

Differentialgleichungen diskrete dynamische Systeme alpha-Schnitt Alternantenpunkt Alternantensatz Altgradeinteilung Amplitude Sinuskurve Amplitudenfunktion Amplitudenspektrum FOURIER-Transformation Analyse Multi-Skalen-Analyse Analyse, harmonische FOURIER-Koeffizienten FOURIER-Summe Gegenstand Anfangsphase Sinuskurve Ankathete Annuität Annuitätentilgung Annulator ANOSOV-Diffeomorphismus Ansatzverfahren numerische Lösung gewöhnlicher Differentialgleichungen

numerische Lösung partieller Differentialgleichungen Antikink-Soliton Antisoliton APOLLONIUS, Satz Applikate Approximation Begriff Bestapproximation, FOURIER-Reihe delta-Funktion gleichmäßige im Mittel diskrete Aufgabe Einordnung Fehlerquadratmethode Methode der kleinsten Quadrate stetige Aufgabe sukzessive BANACH-Raum Differentialgleichung 1. Ordnung FREDHOLMsche Integralgleichung 2. Art TSCHEBYSCHEFF-Approximation diskrete stetige Approximationsproblem Arbeit allgemein

speziell ARCHIMEDIsche Spirale Areafunktion Areakosinus Areakotangens Areasinus Areatangens Argument, Funktion einer Veränderlichen mehrerer Veränderlicher ARNOLD-Zunge Artikelnummer, europäische ASCII Assoziativgesetz Aussagenlogik BOOLEsche Algebra Matrizen Mengen Tensoren Vektoren Vektormultiplikation Astroide Asymptote Definition Hyperbel

Kurve Attraktor chaotischer FEIGENBAUM fraktaler HÉNON chaotischer SBR-Maß hyperbolischer LORENZ seltsamer Solenoid chaotisches Auflösung, Torus Aufschlag Aufzinsungsfaktor Ausdruck algebraischer Manipulation allgemeingültiger Aussagenlogik Prädikatenlogik analytischer Definitionsbereich explizite Darstellung implizite Darstellung

Parameterdarstellung Aussagenlogik BOOLEscher finiter numerische Lösung gewöhnlicher Differentialgleichungen numerische Lösung partieller Differentialgleichungen ganzrationaler allgemein Polynom gebrochenrationaler allgemein Polynom Interpretation irrationaler algebraischer allgemein nichtalgebraischer Manipulation Prädikatenkalkül Prädikatenlogik transzendenter, allgemein vektoranalytischer, Komponenten wertverlaufsgleicher Ausgangsgrad Ausgleichsaufgabe lineare

mehrdimensionale nichtlineare GAUSS-NEWTON-Verfahren Hinweis verschiedene Bezeichnungen Ausgleichsrechnung Approximation im Mittel Begriff diskrete Aufgabe mehrdimensionale Aufgabe stetige Aufgabe Ausgleichssplines bikubische kubische Ausklammern Auslöschung führender Nullen Aussage Algebra duale Aussagenlogik Ausdruck Grundgesetze Aussagenvariable Aussagenverbindung extensionale

Austauschschema Austauschschritt Austauschverfahren Anwendung Begriff Matchings Autokorrelationsfunktion Axialfeld Axiome abgeschlossene Menge des Skalarproduktes einer Algebra geordneter Vektorraum Halbnorm metrischer Raum normierter Raum offene Menge, metrischer Raum Vektorraum Azimut Azimutalgleichung

DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Bahn, elementare BAIREsche Kategorie BAIRSTOW-Verfahren BANACH Raum Verband Bandstruktur Basis algebraische Existenz FOURIER-Reihe kontravariante kovariante Logarithmus Potenz Vektorraum Basissatz Basisvektor kontravarianter

kovarianter Baum binärer Höhe regulärer binärer Wurzel BAYES, Satz B-B-Darstellung Fläche Bedingung CARATHEODORY DIRICHLETsche KUHN-TUCKER Beweis globale lokale Beispiele Wahrscheinlichkeiten Belegung Beobachtungswert BERGEscher Satz BERNOULLI-Shift BERNOULLI-L'HOSPITALsche Regel BERNOULLIsche Zahlen BERNSTEINsche Grundpolynome Besetztheit, schwache

Besetzungszahl BESSELsche Differentialgleichung Ungleichung BESSEL-Funktion 0. Ordnung, LAPLACE-Transformation 1. Gattung 2. Gattung imaginäre Variable modifizierte Tabelle Bestapproximation, FOURIER-Reihe Betafunktion Beweis direkter durch Widerspruch indirekter Implikation Prinzip konstruktiver Schluß von n auf n+1 vollständige Induktion Bibliothek Aachener-Bibliothek IMSL-Bibliothek NAG-Bibliothek

numerische Verfahren SSL II-Bibliothek Bidual Bifurkation Begriff BOGDANOV-TAKENS-Bifurkation Flip-Bifurkation Gabel-Bifurkation Periodenverdopplung superkritische globale Begriff homokline Szenarien HOPF-Bifurkation superkritische verallgemeinerte zusammengesetzter Strudel Kodimension lokale Begriff nahe periodischer Orbit Sattelknoten-Bifurkation Spitzen-Bifurkation transkritische Bifurkationswert

Bild, Untervektorraum Binomialkoeffizient Binomialverteilung Binormale, Raumkurve Begriff Gleichungen I Gleichungen II Bisektionsverfahren Bit Bitumkehr Bogen, Graph Kette Länge Bogendifferential ebene Kurve räumliche Kurve Bogenelement Definition Kurve ebene räumliche Bogenfolge Bogenlänge ebene Kurve, bestimmtes Integral Ellipse, elliptisches Integral Hyperbel

Kreissegment Kurvenintegral 1. Art räumliche Kurve bestimmtes Integral gekrümmte Fläche Kurvenintegral 1. Art Bogenmaß Bogenschnitt BOLZANO-WEIERSTRASS-Eigenschaft BOOLEsche Algebra Analogie Begriff endliche Ordnung Ausdrücke Funktion Begriff Wahrheitsfunktion Variable BOUSSINESC-Gleichung Brachistochronenproblem BREIT-WIGNER-Kurve Bildfunktion Breite, geographische GAUSSsche Koordinaten

geographische Koordinaten Brennpunkt Ellipse Hyperbel Parabel Brennpunktseigenschaften Ellipse Hyperbel Briefträgerproblem, chinesisches Bruch echter unechter BURGERS-Gleichung Byte

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DeskTop-Hilfen
Hier finden Sie eine Übersicht über die verfügbaren Hilfen mit nützlichen Tips zum Umgang mit DeskTop Bronstein. Hilfen gibt es zu den folgenden Themen:
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Erste Hilfe Grundeinstellungen des Browsers Navigationssymbole und Icons Hauptinhaltsverzeichnis Übersichtsseiten Index Unterstützung von JavaScript Lizensierte Software

DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z CANTOR Funktion Menge Definition HAUSDORFF-Dimension Selbstähnlichkeit CARATHEODORY-Bedingung CARDANOsche Formel CARSON-Transformation Übersicht CASSINIsche Kurve CAUCHY Anwendungen Folge Funktion außerhalb Gebiet Funktion innerhalb Gebiet Integral Prinzip Gradientenverfahren

vollständiger metrischer Raum CAUCHYscher Hauptwert singuläre Integralgleichung I uneigentliches Integral CAUCHYsches Problem CAYLEY, Satz Gerüste Gruppen Chaos eindimensionale Abbildungen über Intermittenz Übergänge zum Chaos vom Torus zum Chaos Wege zum Chaos Chiffrierung Chinesischer Restsatz CHOLESKY Verfahren Quadratmittelproblem, Hinweis symmetrische Koeffizientenmatrix Zerlegung CLAIRAUTsche Differentialgleichung gewöhnliche 1. Ordnung partielle 1. Ordnung Code ASCII

Public-Key RSA Computeralgebrasysteme Anwendungen Differential- und Integralrechnung Elemente der linearen Algebra Funktionen Gleichungen und Gleichungssysteme Graphik Hauptstrukturelemente Infix-Form Listen Manipulation algebraische Ausdrücke Mengen Objekte Operatoren Präfix-Form Programmierung Suffix-Schreibweise Terme Typen Variable Zahlen Zielstellungen Computernutzung

COULOMB-Feld (Punktladungen) Vektorfeld wirbelfreies CRAMERsche Regel

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DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
D'ALEMBERTsche Formel

Dämpfung, Schwingungen Dämpfungsparameter Darstellungssatz Datentyp Dechiffrierung Defekt Ansatzverfahren numerische Lösung gewöhnlicher Differentialgleichungen numerische Lösung partieller Differentialgleichungen Vektorraum definit positiv Definitionsbereich Funktion eine unabhängige Variable mehrere unabhängige Variable Operator Defuzzifizierung

Dekrement, logarithmisches DELAMBREsche Gleichungen delta-Funktion Anwendungen Approximationen Definition DIRACsche LAPLACE-Transformation nichtreguläre Distribution Deltatensor DE MORGANsche Regel Aussagenlogik BOOLEsche Algebra Mengenalgebra Derive DESCARTESsche Regel Determinante Begriff Berechnung Differentiation JACOBIsche Multiplikation Nullwerden Rechenregeln Spiegelung WRONSKI

Fundamentalsystem von Lösungen lineare Differentialgleichung Deviationsmoment Dezimalbruch endlicher unendlicher Dezimal-Zahlensystem Diagonalmatrix Diagonalstrategie Diagonalverfahren, MAXWELLsches Dichtemittel, Meßwerterfassung Diedergruppe Diffeomorphismus ANOSOV Begriff orientierungstreuer Einheitskreisabbildung Kreisabbildung Differential 2. Ordnung, Funktion mehrerer Veränderl. Begriff Bogen Haupteigenschaften höherer Ordnung, Funkt. mehr. Veränderl. Integrabilität partielles

totales vollständiges 2. Ordnung Begriff Fehlerrechnung n-ter Ordnung Differentialausdruck Variablensubstitution Differentialgleichung 1. Ordnung allgemeine Lösung allgemeines Integral auf dem Torus geliftete Abbildung Stabilität autonome autonome lineare BERNOULLIsche BESSELsche charakteristisches System CLAIRAUTsche gewöhnliche 1. Ordnung partielle 1. Ordnung definierende Gleichung Eigenfunktion, Randwertproblem Eigenwert, Randwertproblem

elliptischer Typ Entwicklung nach Eigenfunktionen EULERsche Variationsrechnung WEIERSTRASSsche Form exakte Existenzsatz Fluß FOURIER-Transformation Fundamentalsystem gewöhnliche genäherte Integration graphische Integration höherer Ordnung erstes Integral Existenz einer Lösung HAMILTONsche generische Eigenschaften Volumenerhaltung HELMHOLTZsche HERMITEsche Definitionsgleichung 1 Definitionsgleichung 2 homogene hyperbolischer Typ

hypergeometrische implizite Begriff Lösung Integral Integralfläche Integralkurven Integration durch Reihenentwicklung integrierender Faktor konstante Koeffizienten LAGRANGEsche LAGUERREsche LAPLACE-Transformation konstante Koeffizienten veränderliche Koeffizienten LAPLACEsche Feldtheorie LEGENDREsche lineare 1. Ordnung 2. Ordnung Hauptsatz homogene inhomogene mit periodischen Koeffizienten n-ter Ordnung

lineare partielle, 1. Ordnung Integration der homogenen Gleichung Integration der inhomogenen Gleichung lineare partielle, 2. Ordnung allgemeine Form I allgemeine Form II elliptischer Typ hyperbolischer Typ Integrationsmethoden Klassifikation I Klassifikation II mit konstanten Koeffizienten parabolischer Typ ultrahyperbolischer Typ zwei unabhängige Veränderliche I zwei unabhängige Veränderliche II lineare, n-ter Ordnung Erniedrigung der Ordnung I Erniedrigung der Ordnung II Lösung Matrix-Differentialgleichung Methode schrittweise Näherung, PICARD sukzessive Approximation mit konstanten Koeffizienten homogene

inhomogene nichtlineare partielle, 1. Ordnung vollständiges Integral Normalform numerische Integration Operatorenschreibweise Orthogonalitätsrelation parabolischer Typ partielle 1. Ordnung 1. Ordnung, linare 1. Ordnung, quasilineare 1. Ordnung, zwei unabhängige Veränderliche FOURIER-Transformation genäherte Integration LAPLACE-Transformation nichtlineare partikuläre Lösung POISSONsche Feldtheorie Randwertproblem reduzierte RICCATIsche Richtungsfeld SCHRÖDINGER-Gleichung

Eigenfunktion Eigenwert selbstadjungierte steife Symmetriebrechung topologisch äquivalent VAN-DER-POLsche Variation der Konstanten vollständig integrierbare WEBERsche Differentialgleichungen CAUCHY-RIEMANNsche Charakteristik des Systems charakteristische Streifen Feldtheorie kanonisches System lineare, n-ter Ordnung Quadratur Superpositionssatz nichtlineare partielle, 1. Ordnung kanonische Systeme Normalform Normalsystem partielle Anfangs- und Randbedingungen inhomogene

inhomogene Bedingungen Monte-Carlo-Methode Problemstellungen Randbedingungen Systeme Systeme linearer konstante Koeffizienten Systeme linearer, 1. Ordnung homogene inhomogene Superpositionssatz Systeme linearer, 2. Ordnung Zerlegungssatz Differentialoperationen räumliche Rechenregeln Übersicht Vektorkomponenten Verknüpfungen Differentialquotient Differentialrechnung Hauptsätze Mittelwertsatz gewöhnlicher verallgemeinerter Monotoniebedingungen

Differentiation Faktorregel Funktion einer Veränderlichen Funktion in Parameterdarstellung Funktion mehrerer Veränderlicher implizite Funktionen graphische höherer Ordnung inverse Funktion Parameterdarstellung implizite Funktion inverse Funktion Konstantenregel logarithmische mittelbare Funktionen Produktregel Quotientenregel Summenregel unter dem Integralzeichen zusammengesetzte Funktion Differentiationsregeln Ableitungen höherer Ordnung Funktion einer Veränderlichen I einer Veränderlichen II mehrerer Veränderlicher

Tabelle Vektoren Differenz Mengen symmetrische Differenzengleichung 2. Ordnung Randwertaufgabe 2. Ordnung Anfangswertaufgabe lineare numerische Lösung gewöhnlicher Differentialgleichungen numerische Lösung partieller Differentialgleichungen Randwerte Z-Transformation Differenzenquotient Differenzenschema arithmetische Reihe Differenzenverfahren numerische Lösung gewöhnlicher Differentialgleichungen numerische Lösung partieller Differentialgleichungen Differenzierbarkeit Funktion einer Veränderlichen Funktion mehrer Veränderlicher komplexe Funktion Diffusionsgleichung

dreidimensionale I dreidimensionale II Diffusionskoeffizient Dimension auf invarianten Maßen DOUADY-OESTERLÉ-Dimension HAUSDORFF Informationsdimension Kapazitätsdimension Korrelationsdimension LYAPUNOV metrische obere punktweise RÉNYI-Dimension untere punktweise Vektorräume I Vektorräume II verallgemeinerte eines Maßes Dimensionsformel, Vektorraum DIRACsche Distribution DIRACscher Satz DIRICHLETsche Bedingung DIRICHLETsches Problem Beispiel

LAPLACEsche Differentialgleichung POISSONsche Differentialgleichung Variationsproblem disjunkt Disjunktion Diskretisierungsfehler globaler lokaler Diskretisierungsschrittweite Diskriminante Dispersion, Moment 2. Ordnung Distanzmatrix Distribution Begriff DIRACsche Hinweis nichtreguläre reguläre Distributionsableitung Distributivgesetz Aussagenlogik BOOLEsche Algebra Matrizen Mengen Ring, Körper

Tensoren Vektormultiplikation Divergenz allgemeine Koordinaten bestimmte Definition Reihe unbestimmte Vektorfeld Vektorkomponenten verschiedene Koordinaten Volumenableitung Zahlenfolge Zentralfeld Division komplexe Zahlen numerisches Rechnen Polynome rationale Zahlen Divisionsüberlauf Dodekaeder Tabelle I Tabelle II Doppelgerade Doppelintegral Anwendungen

Berechnung kartesische Koodinaten Polarkoodinaten Definition Existenzsatz geometrische Bedeutung Doppelpunkt, Kurve Drehfehler Drehspiegelung Gruppen Drehungsinvarianz Begriff Deltatensor Drehungsmatrix ebenes Koordinatensystem orthogonale räumliches Koordinatensystem Drehungswinkel Dreibein, begleitendes Dreieck, ebenes Bestimmungsgrößen Eigenschaften Flächeninhalt, analytische Geometrie gleichschenkliges gleichseitiges Grundaufgaben

Höhe Inkreis Inkreisradius Mittelinie Mittelsenkrechte Orthozentrum rechtwinkliges Bestimmungsstücke Flächeninhalt Trigonometrie Sätze des EUKLID schiefwinkliges Flächeninhalt Grundformeln Strecken Tangensformeln Umkreisradius Schwerpunkt Seitenhalbierende Begriff Berechnung Umkreis vollständige Bestimmung Winkelhalbierende Winkelsumme

Dreieck, PASCALsches Dreieck, sphärisches Begriff Berechnung EULERsches Grundaufgaben rechtwinkliges schiefwinkliges Dreiecke, ebene ähnliche kongruente Dreieckskoordinaten Dreiecksmatrix obere untere Dreiecksungleichung für Normen komplexe Zahlen metrischer Raum Normaxiome reelle Zahlen Vektoren Dreieckszerlegung Anwendungen Einordnung Prinzip

Dreifachintegral Anwendungen Berechnung beliebige krummlinige Koordinaten kartesische Koordinaten Kugelkoordinaten Zylinderkoordinaten Definition Existenzsatz Dreikant Dritter, ausgeschlossener Druck Schweredruck Seitendruck Dual Dualisieren Dualität BOOLEschen Algebra Optimierung lineare nichtlineare Dualitätssatz, starker Dualitätsprinzip Dualraum Dual-Zahlensystem

DUHAMELsche Formel Durchmesser Ellipse I Ellipse II Hyperbel konjugierter Ellipse Hyperbel Kreis Parabel Durchschnitt Fuzzy-Mengen Mengen unscharfe Mengen

DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Ebene Raum rektifizierende Begriff Bogenlänge Gleichungen I Gleichungen II Stereometrie Ebenen Orthogonalitätsbedingung parallele Abstand Parallelitätsbedingung Ebenengleichung Achsenabschnittsform allgemeine, Raum drei Punkte HESSEsche Normalform Punkt und parallele Geraden

Punkte und parallele Gerade Punkte und senkrechte Gerade Raum Schnittline, von Ebenen Vektorgleichung Ecke dreiseitige konvexe symmetrische Eigenfunktion FOURIER-Entwicklung Integralgleichung Normierung Randwertproblem SCHRÖDINGER-Gleichung Eigenvektor Begriff Eigenwertproblem Operator Eigenwert Integralgleichung Operator Randwertproblem SCHRÖDINGER-Gleichung Eigenwertproblem allgemeines

spezielles Eingangsgrad Einheit, imaginäre Einheitliches Kontonummernsystem EKONS Einheitsmatrix Einheitsvektor Einheitswurzel Einhüllende Einschrittverfahren EINSTEINsche Summenkonvention Einzahlung einmalige nachschüssige regelmäßige unterjährige vorschüssige Einzelschrittverfahren lineare Gleichungssysteme nichtlineare Gleichungssysteme Einzielverfahren Einzugsgebiet Element finites I finites II generisches

inverses Menge neutrales positives, Vektorraum singuläres Elementardisjunktion Elementarereignis Elementarformel Elementarkonjunktion Elementbeziehung Eliminationsprinzip, GAUSSsches Eliminationsschritt, lineares Gleichungssystem Ellipse Bogenlänge, elliptisches Integral Brennpunkt Brennpunktseigenschaften Durchmesser I Durchmesser II Eigenschaften Flächeninhalt Gleichung Halbparameter irrationale Funktion konjugierter Durchmesser Krümmungskreisradius

Leitlinie Leitlinieneigenschaft numerische Exzentrizität Scheitel Spezialfall der Hypozykloide Tangente Transformation Umfang elliptisches Integral Ellipsoid Fläche 2. Ordnung imaginäres Mittelpunktsfläche Spezialfälle Endomorphismus, Vektorraum Endpunkt Entartung Entfernungsmatrix Entropie metrische topologische verallgemeinerte Entwicklung FOURIER-Reihe LAURENT-Reihe MACLAURINsche Reihe

TAYLOR-Reihe eine Veränderliche I eine Veränderliche II zwei Veränderliche Entwicklungskoeffizient Entwicklungssatz Fourier-Reihe LAPLACEscher Enveloppe Epitrochoide Epizykloide verkürzte verlängerte Epsilontensor Ereignis Begriff Elementarereignis sicheres unabhängiges unmögliches zufälliges Ereignisart Ereignismenge Ereignissystem, vollständiges Erfüllungsgrad Erwartungswert

Definition Synonyme Erweiterungsprinzip Erzeugende geradlinige, Fläche längs einer Leitkurve Erzeugendensystem EUKLIDischer Algorithmus allgemein Kettenbruch Polynome Vektorraum EUKLIDische Vektornorm I EULER-HIERHOLZER-Satz EULERsche Differentialgleichung Formel FOURIER-Koeffizienten Krümmung einer Fläche Funktion Konstante Linie Relation komplexe Zahlen Winkel

Zahlen EULERscher Polyedersatz EULERsches 1. Gattung 2. Gattung Polygonzugverfahren Evolute einer gegebenen Kurve Traktrix Evolutionsfunktion Evolutionsgleichung Evolvente des Kreises oder Involute Exponent Exponentialfunktion allgemeine komplexe reelle natürliche komplexe komplexe, konforme Abbildung reelle Exponentialgleichung Exponentialsumme Exponentialverteilung

Extensionalitätsprinzip Extrapolationsprinzip Extremale Krümmungsradius Extremum, Integralausdruck Extremwert, lokaler Funktion einer Veränderlichen Extremwert, relativer Funktion einer Veränderlichen Funktion mehrerer Veränderlicher Extremwertbestimmung Funktion einer Veränderlichen allgemeine Regel höhere Ableitung Vorzeichenvergleich Funktion mehrerer Veränderlicher Nebenbedingungen Funktion zweier Veränderlicher globale Extremwerte implizite Funktion Exzeß, sphärischer Exzentrizität, numerische Ellipse Hyperbel Kurve 2. Ordnung Parabel

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DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Faktor Graphen integrierender Polynome Faktoralgebra Faktorgruppe Faktormenge Faktorregel Faktorring Fakultät Definition Verallgemeinerung FALKsches Schema Falte, Spitzenbifurkation Faltung FOURIER-Transformation LAPLACE-Transformation Z-Transformation Familie, alpha-Schnitte

Fehler Abbruchfehler absoluter Begriff Computerrechnen Maximalfehler Angabe definierter Fehler Vertrauensgrenzen arithmetisches Mittel Diskretisierungsfehler I Diskretisierungsfehler II Eingangsfehler Einzelmessung Genauigkeitsmaß mittlerer arithmetisches Mittel einfacher Einzelmessung mittlerer quadratischer arithmetisches Mittel Begriff Einzelmessung Funktion prozentualer relativer

Begriff Computerrechnen Maximalfehler Resultatfehler Rundungsfehler scheinbarer, Einzelmessung Schranke Standardabweichung arithmetisches Mittel Begriff Einzelmessung Verfahrensfehler wahrer Einzelmessung wahrscheinlicher arithmetische Mittel Begriff Einzelmessung Zusammenhang zwischen Fehlerarten Fehlerabschätzung Fehleranalyse differentielle Meßergebnisse Fehlerarten, numerische Verfahren Fehlerfortpflanzung Begriff

TAYLOR-Entwicklung Fehlerfortpflanzungsgesetz GAUSSsches Begriff Streuungsnäherung Fehlerfunktion erf(x) Fehlergleichung Fehlerintegral, GAUSSsches Error-Funktion erf(x) normierte Normalverteilung Reihenentwicklung Fehlernormalverteilung Fehlerorthogonalität Fehlerquadratmethode Approximation im Mittel Ausgleichsrechnung GAUSSsche, Einordnung numerische Lösung gewöhnlicher Differentialgleichungen numerische Lösung partieller Differentialgleichungen Parameterbestimmung Regressionsgerade Fehlerquadratsumme diskrete Aufgabe notwendige Bedingung Quadratmittelproblem Fehlerrechnung

direkte Messung gleiche Genauigkeit ungleiche Genauigkeit vollständiges Differential Fehlerverteilungsdichte FEIGENBAUM Attraktor Konstante Feld Axialfeld COULOMB-Feld (Punktladungen) Vektorfeld wirbelfreies Fluß Gravitationsfeld (Punktmassen) konservatives Kreisfeld Kugelfeld NEWTONsches (Punktmassen) Vektorfeld wirbelfreies Potentialfeld Quellenfeld Skalarfeld Superposition zentralsymmetrisches

zylindersymmetrisches Feldfunktion Feldlinie Feldtheorie Differentialgleichungen Grundbegriffe FEM Fernpunkt Festpunktzahl Darstellung Einordnung FFT (schnelle FOURIER-Transformation) FIBONACCI-Zahlen explizite Darstellung Folge Iterationsvorschrift Finanzmathematik FISHER-Verteilung Tabelle der Fraktile FISHER-Verteilung Fixpunkt konforme Abbildung Inversion lineare Funktion stabiler Fixpunktgleichung

Fixpunktsatz BANACH nichtlineare Operatoren vollständig metrischer Raum BROUWER SCHAUDER Fläche 2. Ordnung allgemeine Theorie Gestalt Gleichung Invariantenvorzeichen Mittelpunktsflächen abwickelbare B-B-Darstellung Darstellung mit Splines Differentialgeometrie Fundamentalform 1. quadratische 2. quadratische GAUSSsche Krümmung geodätische Linie geradlinige Erzeugende abwickelbare Flächen Begriff Gleichung

Hauptkrümmungskreisradius Hauptnormalschnitt Kegelfläche Krümmung konstante Kurve mittlere Krümmungslinie Linienelement Metrik Minimalfläche Normalenvektor orientierte Regelfläche Rotationsfläche Tangentialebene Begriff Gleichung transversale Zylinderfläche Flächenelement Differentialgeometrie Integralrechnung Tabelle, Ebene Tabelle, Raum Vektorkomponenten

Tabelle Flächenformel, HERONische Flächengleichung allgemein allgemeine Theorie Normalform Raum Flächeninhalt ähnlicher ebener Figuren Doppelintegral Dreieck, ebenes analytische Geometrie schiefwinkliges Dreieck, sphärisches sphärischer Exzess ebene Flächen Ellipse Flächenstück gekrümmtes Flächenstück Hyperbel Kreis Kreisabschnitt Kreisringteil Kreissektor krummlige Begrenzung Kurvensektor

Parabel Parallelogramm Planimetrie Vektoralgebra Polyeder Quadrat Rechteck Rhombus Teilmenge Vieleck Flächennormale Begriff Gleichung Flächenpunkt elliptischer hyperbolischer Kreisfläche Kreispunkt Nabelpunkt parabolischer singulärer Fluß Skalarfeld Vektorfeld Skalarfluß Vektorfluß

Folge beschränkte CAUCHY finite fundamentale konvergente metrischer Raum metrischer Raum Zahlenfolgen zu Null konvergente Form quadratische Formel binomische CARDANO D'ALEMBERTsche DUHAMELsche EULERsche FOURIER-Koeffizienten Krümmung einer Fläche FRENETsche geschlossene HERONische KIRCHHOFFsche LIOUVILLE homogene lineare Differentialgleichung

inhomogene lineare Differentialgleichung MOIVRE Hyperbelfunktionen komplexe Zahlen trigonometrische Funktionen PESINsche Begriff gültiger Fall PLEMELJ, SOCHOZKI POISSONsche Rechteckformel RIEMANNsche SIMPSON-Formel STIRLINGsche TAYLORsche m Veränderliche zwei Veränderliche Trapezformel HERMITEsche Formelmanipulation Fortsetzung analytische linearer Funktionale Fortsetzungssatz, lineare Funktionale FOURIER-Analyse FOURIER-Entwicklung

Begriff Hinweise Tabelle periodische, rechteckförmige Funktionen periodische, sägezahnförmige Funktionen periodische, trapezförmige Funktionen periodische, weitere Funktionen periodische, wellenförmige Funktionen FOURIER-Integral äquivalente Darstellungen Begriff komplexe Darstellung FOURIER-Koeffizienten Begriff harmonische Analyse Hinweis numerische Berechnung numerischer Aufwand FOURIER-Reihe Begriff HILBERT-Raum komplexe Darstellung Orthonormalsystem FOURIER-Summe Begriff harmonische Analyse

komplexe Darstellung FOURIER-Transformation Additionssatz Ähnlichkeitssatz Begriff Bildfunktion bipolarer Rechteckimpuls Exponentialfunktion I Exponentialfunktion II gedämpfte Schwingung Dämpfungssatz Definition Differentialgleichung gewöhnliche, lineare partielle Differentiation Bildbereich Originalbereich diskrete komplexe exponentielle Begriff Tabelle Faltung Integration Bildbereich Originalbereich

inverse Kosinus-Transformation Tabelle Linearitätssatz Rechenregeln schnelle Prinzip Schema Sinus-Transformation Tabelle Spektralinterpretation spezielle Bildfunktionen Tabellen Hinweise Transformierbarkeit Übersicht Vergleich mit LAPLACE-Transformation Verschiebungssatz Fraktal Fraktil Frames FRÉCHET-Ableitung FREDHOLMsche Integralgleichung 1. Art Alternative RIESZ-SCHAUDER-Theorie

Ansatzkoeffizienten Approximation des Integrals Aufgabenstellung Eigenwerte, Eigenfunktionen Iterationsverfahren iteratives Verfahren Kernapproximation Kollokationsmethode Kontraktionsprinzip Lösung Lösung der homogenen Lösungsansatz Lösungsansatz I Lösungsansatz II Lösungsmethode lineares Gleichungssystem NEUMANNsche Reihe numerische Verfahren NYSTRÖM-Verfahren Orthonormaleigenschaft Orthonormalsystem gegebener Kern Sätze sukzessive Approximation transponierte

zwei Orthonormalsysteme Fremdpeilung FRENETsche Formeln Frequenz Kreisfrequenz Sinuskurve Frequenzkopplung Frequenzspektrum diskretes Funktion, FOURIER-Transformation kontinuierliches FRESNELsches Integral Fundamentalform 1. quadratische der Fläche 2. quadratische der Fläche Fundamentalmatrix Fundamentalsatz Algebra elementare Zahlentheorie Fundamentalsystem Differentialgleichung Funktion abhängige absolut integrierbare I absolut integrierbare II algebraische

analytische Areafunktion Arkusfunktion Begriff beschränkte Funktionstyp Raum BESSELsche Betafunktion BOOLEsche Wahrheitsfunktion delta-Funktion differenzierbare diskrete doppelperiodische eigentlich monotone einer Veränderlichen elementare elementare, transzendente elliptische Amplitudenfunktion Arten Begriff Umkehrung des elliptischen Integrals Zusammenhang mit elliptischem Integral EULERsche

explizite Darstellung Exponentialfunktion elementare Funktion Exponentialkurve Fehlerfunktion FOURIER-Entwicklung Funktionenreihe ganzrationale 1. Grades 2. Grades 3. Grades n-ten Grades gebrochenlineare elementare Kurvendiskussion gebrochenrationale elementare Kurvendiskussion gerade GREENsche drei unabhängige Variable zwei unabhängige Variable Grenzwert im Unendlichen iterierter linksseitiger

rechtsseitiger TAYLOR-Entwicklung unendlicher Grenzwertsätze Größenordnung Exponentialfunktion Grad als Maß Logarithmusfunktion HAMILTON klassisches System volumenerhaltendes System Zweikörperproblem harmonische HEAVISIDE delta-Distribution Korrelationsintegral HERMITEsche holomorphe homogene Begriff Variationsaufgabe Hyperbelfunktion Zusammenhang mit trigonometrischen hyperbolische, geometrische Definition implizite Darstellung integrierbare

bestimmtes Integral meßbare inverse Ableitung Ableitung höherer Ordnung Existenz inverse Hyperbelfunktion Definitions- u. Wertebereiche logarithmische Darstellung inverse trigonometrische Begriff Definitions- u. Wertebereiche logarithmische Darstellung irrationale Begriff verschiedene Typen JACOBI-Funktionen Komplement komplexe algebraische Begriff beschränkte Funktionentheorie Veränderlicher LAGRANGE LAGUERREsche

LAPLACEsche LEGENDREsche lineare ganzrationale Polynom logarithmische Begriff Eigenschaften lokalsummierbare MACDONALDsche meßbare Begriff Eigenschaften mehrerer Veränderlicher Begriff Definition meromorphe Begriff JACOBIsche Funktionen mittelbare Ableitung Zwischenveränderliche Mittelwert monoton fallende wachsende

nicht Fourier-transformierbare Parameterdarstellung Ableitung höherer Ordnung periodische LAPLACE-Transformation p-fach integrierbare Potenzfunktion Produkt aus Potenz- und Exponentialfunktion quadratisch summierbare quadratische quasiperiodische reelle reguläre RIEMANNsche simple Stetigkeit einseitige im Intervall stückweise Stichprobenfunktion streng monotone Thetafunktion transzendente trigonometrische alle Typen

Begriff geometrische Definition Reihendarstellung Zusammenhang mit hyperbolischen Umkehrfunktion unabhängige ungerade Unstetigkeitsstelle endlicher Sprung hebbare Unstetigkeit Verlauf ins Unendliche verallgemeinerte Begriff Hinweis Verteilungsfunktion Wahrheitsfunktion I Wahrheitsfunktion II WEBERsche WEIERSTRASS-Funktion Wertebereich Zufallsgrößen zusammengesetzte zyklometrische Funktional lineares

lineares stetiges HILBERT-Raum Lp-Raum Funktionaldeterminante Divergenz Flächenelement in krummlinigen Koordinaten Unabhängigkeit von Funktionen Funktionen System orthogonales orthonormiertes Funktionentheorie Funktionspapier Begriff doppelt logarithmisches einfach logarithmisches reziproke Skala Fuzzy Implikation Inferenz Linguistik Logik logisches Schließen Regelung Relation Relationenprodukt

Relationsmatrix System Wertigkeit Fuzzy-Menge Ähnlichkeit Durchschnitt Höhe Komplement leere normale Schnitt Darstellungssatz subnormale Teilmenge Toleranz Träger universelle Vereinigung Verkettung Verknüpfung Verknüpfungsoperator Fuzzy-Systeme Anwendungen Interpolation

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DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z GABOR-Transformation GALERKIN-Verfahren Gammafunktion Definition Eigenschaften Tabelle GAUSS Schritt Transformation lineare Ausgleichsaufgabe Normalgleichungssystem Prinzip GAUSS-NEWTON-Verfahren ableitungsfreies GAUSSsche Fehlerquadratmethode Ausgleichsrechnung Einordnung Glockenkurve

Definition normierte Normalverteilung Integralformel Koordinaten Krümmung, Fläche Summensymbolik Zahlenebene GAUSSscher Algorithmus lineare Gleichungssysteme numerische Lösungen Integralsatz GAUSSsches Eliminationsprinzip Eliminationsverfahren Fehlerfortpflanzungsgesetz Begriff Streuungsnäherung Fehlerintegral Reihenentwicklung GAUSS-SEIDEL-Verfahren Gebiet abgeschlossenes drei- und mehrdimensionales einfach zusammenhängendes mehrfach zusammenhängendes

nicht zusammenhängendes offenes zweidimensionales zweifach zusammenhängendes Gebietskollokation Gebietsmethode Gegenkathete Gegenpunkt Generalisator Geometrie analytische Begriff Ebene Raum Differentialgeometrie Gerade Begriff Gleichung Ebene Raum imaginäre Raum analytische Geometrie Stereometrie Vektorgleichung Gerade und Ebene

Geraden kreuzende orthogonale Begriff Raum parallele Begriff Ebene Raum Schnittpunkt, in der Ebene senkrechte Raum windschiefe Winkel zwischen Geradenbüschel Geradengleichung Ebene Achsenabschnittsform allgemeine durch einen Punkt durch zwei Punkte HESSEsche Normalform Polarkoordinaten projizierende Ebenen Punkt Richtungsvektor

senkrecht zur Ebene Raum Richtungskoeffizient, Ebene Schnitt zweier Ebenen zwei Punkte, Raum Geradenpaar, Transformation Gerüst Gesamtschrittverfahren lineare Gleichungssysteme nichtlineare Gleichungssysteme Gesetz der großen Zahlen BERNOULLI LINDEBERG-LEVY Gewicht Messung Orthogonalität Wahrscheinlichkeit Gewichtsfaktor GIRARD, Satz Gitterpunkt Splines GIVENSsches Orthogonalisierungsverfahren Glättungsparameter Gleichheit asymptotische komplexe Zahlen

Matrizen Mengen Extensionalitätsprinzip Teilmengen Vektoren Gleichheitsbeziehung Identität Gleichung 1. Grades 2. Grades 3. Grades 4. Grades algebraische Begriff Eigenschaften Grad Lösung Normalform Systeme Umformung Wurzel charakteristische Differentialgleichung I Differentialgleichung II Eigenwertproblem definierende

DIOPHANTische lineare Ebene allgemein im Raum Ellipse Fläche 2. Ordnung allgemein Normalform Raum Gerade Ebene Raum Hyperbel irrationale KORTEWEG-DE VRIES kubische Normalform Polynom Kugel, Fläche Kurve 2. Ordnung algebraische, Ebene Definitionen, Ebene lineare

logarithmische logistische mit Hyperbelfunktion n-ten Grades nichtlineare, numerische Lösung Operatorengleichung PARSEVALsche Entwicklung nach Eigenfunktionen HILBERT-Raum Konveregnz im Mittel quadratische Normalform Polynom Raumkurve Definitionen Schnitt von Flächen Vektorform Sinus- GORDON Termalgebra transzendente trigonometrische vektorielle Gleichungen DELAMBREsche L'HUILIERsche MOLLWEIDEsche

NEPERsche Gleichungssystem, lineares Austauschverfahren Begriff Darstellung Fundamentalsystem gestaffeltes Eliminationsprinzip numerische Lösung homogenes inhomogenes Lösung numerische Lösung direktes Verfahren Iterationsverfahren triviale Lösung überbestimmtes lineare Ausgleichsaufgabe numerische Lösung unterbestimmtes Gleichungssystem, nichtlineares Einordnung Iterationsverfahren Gleitpunktzahl Einordnung halblogarithmische Form

IEEE-Standard Maple Mathematica Glockenkurve verallgemeinerte Glockenkurve, GAUSSsche gewöhnliche verallgemeinerte Goldener Schnitt GORDON-sinh-Gleichung Grad algebraische Gleichung s. Gradmaß Gradient Definition Differentialausdrücke Rechenregeln Skalarfeld Definition verschiedene Koordinaten Vektorkomponenten verschiedene Koordinaten Volumenableitung Gradientenverfahren Hinweis nichtlineare Optimierung

Gradmaß GRAEFFE-Verfahren Graph Baum bewerteter Bogen ebener planarer spezielle Klasse gemischter gerichteter Isomorpie Kante Knoten Komponenten Kreis nichtplanarer paarer planarer regulärer schlichter spezielle Klassen stark zusammenhängender Strom Transportnetz

unendlicher ungerichteter Untergraph Unterteilung vollständig paarer vollständiger Zyklus Graphentheorie, Algorithmen Gravitationsfeld (Punktmassen) GREENsche Funktion drei unabhängige Variable zwei unabhängige Variable Integralsätze Methode drei unabhängige Variable zwei unabhängige Variable Grenzpunkt Grenzwert Folge, metrischer Raum Funktion einer Veränderlichen mehrerer Veränderlicher iterierter komplexe Funktion Zahlenfolge

Grenzwertsätze Funktionen Zahlenfolgen Grenzwertsatz von LINDEBERG-LEVY Grenzzyklus instabiler stabiler Großkreis Begriff Orthodrome Größe infinitesimale Begriff höhere Ordnung Größenordnung Funktion größter gemeinsamer Teiler (ggT) Linearkombination Polynome Primfaktorenzerlegung Grundaufgaben ebene Trigonometrie rechtwinklig sphärische Dreiecke schiefwinklig sphärische Dreiecke sphärische Trigonometrie Grundgesamtheit

mathematische Statistik zweistufige Grundgesetze Aussagenlogik Mengenalgebra Grundintegrale Begriff Tabelle Grundvektor kartesische Koordinaten reziproker affine Koordinaten kartesische koordinaten Gruppe ABELsche Basissatz Definition direktes Produkt Gruppentafel Untergruppen Diedergruppe Faktorgruppe Homomorphiesatz Permutationsgruppe Tetraedergruppe Untergruppe

zyklische Begriff direktes Produkt Verallgemeinerung Gruppen Gruppenhomomorphismus Gruppenisomorphismus Gruppentafel Gruppieren

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DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Hakenintegral Halbgruppe Halbordnung Vektorraum Halbparameter Ellipse Hyperbel Parabel Halbseitensatz Halbwinkelsatz Funktion der Seiten Funktion des Winkels sphärische Trigonometrie HAMEL-Basis HAMILTON Differentialgleichung Volumenerhaltung Funktion klassisches System

volumenerhaltendes System Zweikörperproblem Kreis Operator (Quantenmechanik) System generische Eigenschaften MELNIKOV-Methode HAMMING-Abstand HANKEL-Transformation Übersicht Harmonische Analyse HASSE-Diagramm Häufigkeit absolute Begriff relative Statistik Wahrscheinlichkeitsrechnung Summenhäufigkeit Wahrscheinlichkeitsrechnung Häufigkeitsverteilung Häufungspunkt, metrischer Raum Hauptachsenrichtung Hauptachsentransformation reelle symmetrische Matrix Tensor 2. Stufe

Hauptaufgabe 1., Triangulierung 2., Triangulierung Hauptgröße Hauptideal Hauptkrümmungskreisradius, Fläche Hauptnormale, Raumkurve Begriff Bogenlänge Gleichungen, Parameter I Gleichungen, Parameter II Hauptnormalschnitt, Fläche Hauptsatz Funktionentheorie Integralrechnung Anwendung Definition Hauptwert Arkusfunktionen CAUCHYscher singuläre Integralgleichung I uneigentliches Integral Integral, uneigentliches unbeschränkter Integrand unendliche Integrationsgrenze inverse Hyperbelfunktion, komplexe

inverse trigonometrische Funktion, komplexe Logarithmus, komplexe Funktion HAUSDORFF Dimension Maß Satz HEAVISIDE Einheitsfunktion Entwicklungssatz Funktion delta-Distribution Korrelationsintegral HELMHOLTZsche Differentialgleichung HÉNON-Abbildung Differenzengleichung zeitdiskrete HERMITEsche Polynome HESSE-Matrix HESSEsche Normalform Ebenengleichung Geradengleichung, Ebene Hexadezimal-Zahlensystem HILBERT-Raum HIROTA-Gleichung Histogramm Hodograph, Vektorfunktion

Höhe Dreieck Kegelfiguren Kugelteile Polyederfiguren Zylinderfiguren Höhenlinie Höhenwinkel Hohlzylinder HÖLDER Stetigkeit Ungleichung Integrale Reihen HOLLADAY, Satz Homogenitätsgrad Homomorphiesatz Gruppen Ring universelle Algebren Homomorphismus Algebren universelle Gruppen natürlicher Gruppen

Ringe Ring Vektorraum Vektorverbände Homöomorphismus konjugierender orientierungstreuer HOPF-Bifurkation HOPF-LANDAU-Modell der Turbulenz HORNER-Schema komplexe Argumentwerte reelle Argumentwerte zweizeiliges HOUSEHOLDER Orthogonalisierungsverfahren Transformation Tridiagonalisierung Verfahren diskrete Approximationsaufgabe Quadratmittelproblem Hufeisen-Abbildung L'HUILIERsche Gleichungen Hülle abgeschlossene lineare konvexe lineare

transitive Hyperbel Asymptoten Bogenlänge Brennpunkt Brennpunktseigenschaften Durchmesser Eigenschaften Flächeninhalt gleichseitige, analytische Geometrie gleichseitige, umgekehrte Proportionalität Gleichung Halbparameter irrationale Funktion konjugierte konjugierter Durchmesser Krümmungskreisradius Leitlinie Leitlinieneigenschaft numerische Exzentrizität Scheitel Tangente Tangentenstück Transformation Hyperbelfunktion

Additionstheoreme geometrische Definition Hyperbelkosekans Hyperbelkosinus Hyperbelkotangens Hyperbelsekans Hyperbelsinus Hyperbeltangens inverse, logarithmische Darstellung Reihendarstellung Summen und Differenzen wichtige Formeln Zusammenhang mit trigonometrischen Hyperbelsegment Hyperboloid einschaliges geradlinige Erzeugende Mittelpunktsfläche hyperbolisches zweischaliges Mittelpunktsfläche Hyperebene Hyperfläche Hyperteilraum Hypotenuse

Hypotrochoide Hypozykloide verkürzte verlängerte

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DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Ideal Begriff Hauptideal Idempotenzgesetz Aussagenlogik BOOLEsche Algebra Mengen identisch erfüllt Identität LAGRANGEsche Identität BOOLEsche Funktion IEEE-Standard Ikosaeder Tabelle I Tabelle II Imaginärteil Implikation Aussagenlogik

Beweisführung BOOLEsche Funktion Fuzzy-Logik Impulsfunktion LAPLACE-Transformation Index Folge Gruppenordnung Menge Individuenbereich Induktionsschluß Infimum infinitesimal Infixschreibweise Inklusion Inkommensurabilität Inkreis Inkreisradius Inkrement Innenprodukt Instabilität Rundungsfehler, numerische Rechnung Integrabilität Differential Integrabilitätsbedingung Integral

absolut konvergentes Konvergenzkriterien I Konvergenzkriterien II EULERsches 2. Gattung FOURIER-Integral II FRESNELsches gebrochenrationale Funktion komplexe Funktion, meßbare LEBESGUE-Integral Eigenschaften Vergleich mit RIEMANN-Integral mit unbeschränktem Integranden nichtelementare Funktion Oberflächenintegral Vektoranalysis Parameterintegral RIEMANNsches Grenzwertbildung Vergleich mit STIELTJES-Integral singuläres spezielles nichtelementares Stammfunktion STIELTJES-Integral Begriff Vergleich mit RIEMANN-Integral

Umlaufintegral Integral, bestimmtes Begriff Definition Differentiation Existenz Genauigkeit Grundbegriffe partielle Integration Substitutionsregel Tabelle algebraische Funktionen Exponentialfunktionen logarithmische Funktionen trigonometrische Funktionen Vorzeichenregel Integral, elliptisches 1. Gattung mathematisches Pendel Tabelle 2. Gattung Tabelle 3. Gattung bestimmtes Integral nichtelementarer Funktion

Reihenentwicklung Tabelle unbestimmtes unvollständiges vollständiges Tabelle Integral, komplexes Abschätzung bestimmtes Eigenschaften, Berechnung geschlossener Integrationsweg Parameterdarstellung Unabängigkeit vom Integrationsweg unbestimmtes Vergleich mit Kurvenintegral 2. Art Zusammenhang, bestimmtes-unbestimmtes Integral, unbestimmtes andere transzendente Funktionen Tabelle Begriff elementare Funktionen Tabelle Exponentialfunktionen Tabelle Grundintegrale Hyperbelfunktionen

Tabelle inverse Hyperbelfunktionen Tabelle inverse trigonometrische Funktionen Tabelle irrationale Funktionen Tabelle Kosinusfunktionen Tabelle Kotangensfunktion Tabelle logarithmische Funktionen Tabelle rationale Funktionen Sinus- und Kosinusfunktionen Tabelle Sinusfunktionen Tabelle Tabelle Grundintegrale Tabellen Tangensfunktion Tabelle trigonometrische Funktionen Tabelle Integral, uneigentliches Begriff

Hinweis unbeschränkter Integrand divergentes Hauptwert konvergentes unendliche Integrationsgrenze Hauptwert konvergentes Integralausdruck Extremum Integrale, bestimmte Tabelle wichtige Eigenschaften Integralexponentialfunktion Reihenentwicklung Tabelle unbestimmte Integrale Integralfläche Integralformel CAUCHY GAUSS Integralgleichung Approximation des Integrals Eigenfunktion Eigenwert FREDHOLMsche, 1. Art Ansatzkoeffizienten Approximation des Integrals

Aufgabenstellung Behandlung Eigenwerte, Eigenfunktionen gegebener Kern Iterationsverfahren iteratives Verfahren Kernapproximation Kollokationsmethode Kontraktionsprinzip Lösung Lösung der homogenen Lösungsansatz Lösungsansatz I Lösungsansatz II Lösungsmethoden lineares Gleichungssystem NEUMANNsche Reihe numerische Verfahren NYSTRÖM-Verfahren Orthonormaleigenschaft sukzessive Approximation transponierte zwei Orthonormalsysteme homogene inhomogene

Iterationsverfahren Kern ausgearteter Begriff iterierter I iterierter II Kernapproximation Spline-Ansatz Tensorprodukt-Approximation Kollokationsmethode lineare Quadraturformel semidiskretes Problem Störfunktion Träger transponierte VOLTERRAsche, 2. Art Differentiation Faltungstyp Kontraktionsprinzip Lösung durch Differentiation Methode der Umwandlung NEUMANNsche Reihe numerische Behandlung partielle Integration

Zusammenhang mit Differentialgleichung Integralgleichung, singuläre CAUCHY-Kern ABELsche Begriff charakteristische Existenz einer Lösung Randwertproblem transponierte Integralkosinus Definition FRESNELscher, Definition Reihenentwicklung Integralkriterium, CAUCHYsches Integralkurve Differentialgleichung I Differentialgleichung II Integrallogarithmus Integral nichtelementarer Funktion Reihenentwicklung Tabelle unbestimmte Integrale Integralrechnung Hauptsatz Anwendung Definition Mittelwertsatz

Integralsatz CAUCHY mehrfach zusammenhängendes Gebiet GAUSS GREEN STOKES Integralsinus Definition FRESNELscher, Definition komplexes Integral Reihenentwicklung Tabelle unbestimmte Integrale Integraltransformation Anwendung Bildbereich CARSON-Transformation Übersicht Definition FOURIER-Transformationen Übersicht GABOR-Transformation HANKEL-Transformation Übersicht Kern LAPLACE-Transformation Übersicht

Linearität Mehrfach-Transformation MELLIN-Transformation Übersicht Originalbereich schnelle Wavelet-Transformation spezielle STIELTJES-Transformation Umkehrtransformation WALSH-Transformation Integrand Integraph Integration allgemeine Regeln bestimmte Integrale partielle Integration Substitutionsregel binomische Integranden EULERsche Substitution Funktion von hyperbolischen Funktionen Funktion von trigonometrischen Funktionen graphische nichtelementare Funktion im Komplexen Methoden reelle Integrale

Intervallregel irrationale Funktion Konstantenregel lineare Transformation im Argument logarithmische logrithmische nichtelementare Funktionen Reihenentwicklung numerische Einfachintegral Mehrfachintegral partielle partielle, LEBESGUE-Integral rationale Funktionen Reihenentwicklung allgemeiner Fall spezielle nichtelementare Funktion Substitutionsmethode Summenregel Umformung des Integranden Universalsubstitution unter dem Integralzeichen Vektorfelder Vertauschungsregel Volumen Integrationsgrenze

obere parameterabhängige untere Integrationsintervall Integrationskonstante Integrationsregeln unbestimmte Integrale Tabelle Integrationsvariable Begriff bestimmtes Integral Integrierbarkeit Funktion p-fache quadratische Intermittenz Internationale Standard-Buchnummer ISBN Interpolation AITKEN-NEVILLE Fuzzy-Systeme I Fuzzy-Systeme II Spline, Hinweis trigonometrische, Hinweis wissensbasierte Interpolationsbedingung Interpolationsformel

LAGRANGEsche NEWTONsche Interpolationsquadratur Interpolationssplines bikubische kubische Interpretation, Ausdruck Intervall abgeschlossenes halboffenes Meßwerte offenes Statistik Zahlen Intervallregel Invariante erste quadratische Fundamentalform Fläche 2. Ordnung Kurve 2. Ordnung skalare Koordinatentransformation Skalarprodukt WEIERSTRASS-Funktion Invarianz Drehungsinvarianz Transformationsinvarianz

Translationsinvarianz Inverse, Vektorraum Inverses, Gruppenelement Inversion Gruppen kartesisches Koordinatensystem konforme Abbildung Raum Involute Involutivität Inzidenzfunktion Inzidenzmatrix Irrationalität, algebraische Irrfahrt Irrfahrtsprozesse Irrtumswahrscheinlichkeit Chi-Quadrat-Anpassungstest Isometrie Isomorphie Graphen Vektorräume Isomorphismus BOOLEsche Algebra Gruppen Ring universelle Algebren

Iteration inverse Prinzip Iterationsverfahren Anwendung des Kontraktionsprinzips GAUSS-SEIDEL gewöhnliches Fixpunktform Hinweis I Hinweis II JACOBI, Gesamtschrittverfahren Prinzip Relaxationsverfahren JACOBI Funktion Matrix Verfahren Verfahren (Gesamtschrittverfahren) Junktor

DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z KADOMZEV-PEDVIASHWILI-Gleichung KAM-Theorem Kante Figur Graph Bewertung Länge Kantenfolge Elementarkreis geschlossene Kreis offene Weg Kantenwinkel Kapazität, Bogen Kardinalzahl Menge Anzahl der Elemente Mächtigkeit

Kardioide kartesisches Blatt Kaskade Periodenverdopplungen Begriff Toruszerstörung Kategorie, BAIREsche Katenoide KDNF (kanonisch disjunktive Normalform) Kegel erzeugender Fläche 2. Ordnung geordneter Vektorraum imaginärer konvexer Mittelpunktsfläche normal normierter Raum regulär solid Stereometrie Kegelfläche Stereometrie Kegelpunkt Kegelschnitte Kurven 2. Ordnung

Begriff Gestalt zerfallende Kegelstumpf, gerader Keil Keilwinkel Kennzahl Kern Homomorphismus Integralgleichung ausgearteter iterierter I iterierter II lösender Integraltransformation Kongruenzrelation Operator Orthonormalsystem Ring Untervektorraum Kernapproximation Integralgleichungen Kernmatrix Kette Graph elementarer

Ordnungsrelation Kettenbruch Kettenlinie Variationsaufgabe Kettenregel mittelbare Funktion Vektorfunktion Kink-Soliton KIRCHHOFFsche Formel KKNF (kanonisch konjunktive Normalform) Klasse gleichungsdefinierte Meßwerte Klassenmitte, Meßwerterfassung Kleinkreis Begriff Bogenlänge geometrischer Ort Gleichung Kurswinkel Radius ebener sphärischer Schnittpunkt Breitenkreis Meridian

KLEINsche Vierergruppe kleinstes gemeinsames Vielfaches (kgV) Klotoide Knick einer Kurve Knickpunkt Knoten Abstand dreifach zusammengesetzter Graph isolierter Niveau Phasenporträt Quelle Sattelknoten Klassifizierung Phasenporträt Senke Splines stabiler Knotenebene, SCHRÖDINGER-Gleichung Knotengrad Knotenpunkt KOCHsche Kurve Koeffizient algebraische Gleichung algebraischer Ausdruck

metrischer Begriff kartesische Koordinaten Vektor Koeffizientenmatrix erweiterte I erweiterte II Gleichungssystem Koeffizientenvergleich Körper Definition Kollinearität, Vektoren Kollokation Gebietskollokation Randkollokation Kollokationsmethode Integralgleichungen numerische Lösung gewöhnlicher Differentialgleichungen numerische Lösung partieller Differentialgleichungen Kollokationsstelle numerische Lösung gewöhnlicher Differentialgleichungen numerische Lösung partieller Differentialgleichungen Kombination Begriff Definition Kombinatorik

Kommensurabilität Kommutativgesetz Aussagenlogik BOOLEsche Algebra dyadisches Produkt von Vektoren Matrizen Mengen Skalarprodukt zweier Vektoren Vektormultiplikation Komplement algebraisches Mengen orthogonales Annulator HILBERT-Raum SUGENO-Komplement unscharfe Mengen YAGER-Komplement Komplementärmenge Komplementfunktion, unscharfe Komplementsätze Komplementwinkel Komplexifikation Komplexifizierung Komponente kartesisches Produkt

Vektor Konchoide allgemeine der Geraden des Kreises des NIKODEMES Konditionszahl Konfidenzbereich Konfidenzintervall Kongruenz algebraische ebene Figuren Ecken gleichsinnige lineare nichtgleichsinnige Polynomkongruenz quadratische simultane lineare System simultaner linearer Kongruenzmethode Kongruenzrelation Kern Kongruenzsätze Kongruenztransformation

Konjunktion konkav Konklusion Konsistenz Begriff Ordnung Konstante aussagenlogische EULERsche Konstanten, physikalische Atom- und Kernphysik, Tabelle COMPTON-Wellenlänge, Tabelle elektrische Größen, Tabelle Fundamentalkonstanten, Tabelle magnetische Momente, Tabelle Ruhmassen, Ruhenergien; Tabelle thermodynamische, Tabelle Wechselwirkungskonstanten, Tabelle astronomische Größen, Tabelle Konstantenregel Kontonummernsystem, einheitl., EKONS Kontradiktion BOOLEsche Funktion Kontraktionsprinzip Anwendungen Begriff

Kontrapositionsgesetz Konvergenz absolute Potenzreihen Reihen mit konstanten Gliedern bedingte reihen mit konstanten Gliedern gleichmäßige Funktionenreihe metrischer Raum Potenzreihe im Mittel Integralkriterium Konvergenzsätze numerische Integration gewöhnlicher Differentialgleichungen Operatorenfolge Ordnung Quotientenkriterium Reihe allgemeine Sätze komplexe Glieder unendliche, komplexe Glieder schwache Vergleichskriterium WEIERSTRASS-Kriterium

Wurzelkriterium Zahlenfolge komplexe Glieder ungleichmäßige Konvergenzbereich Konvergenzintervall Konvergenzkriterium Anwendung auf Integrale CAUCHY eine Veränderliche mehrere Veränderliche Integralkriterium CAUCHYsches Hinweis LEIBNIZ Quotientenkriterium Vergleichskriterium Wurzelkriterium Konvergenzradius Konvergenzsätze, meßbare Funktionen Konvertierung, Zahlensysteme konvex Koordinaten affine Begriff Produkte

baryzentrische DESCARTESsche Dreieckskoordinaten GAUSS-KRÜGER GAUSSsche gemischte Geodäsie geographische kartesische Ebene Raum Spezialfall der affinen Übergang zu Polarkoordinaten kontravariante kovariante krummlinige auf einer Fläche dreidimensionale Tensoren zweidimensionale Kugelkoordinaten Polarkoordinaten ebene räumliche Punkt Ebene

Raum rein kontravariante rein kovariante SOLDNER Vektor Zylinderkoordinaten Koordinatenachsen Begriff Drehung Ebene Raum Koordinatenanfangspunkt Ebene Raum Koordinatendarstellung Skalarfelder Vektorfelder Koordinatenfläche Begriff Tensoren Koordinatengleichung ebene Kurve Begriff verschiedene Koordinaten Parabel, Bogenlänge Raumkurve

Bogenlänge I Bogenlänge II Raumkurve I Raumkurve II Koordinateninversion Koordinatenlinie Begriff Tensoren Koordinatensystem doppelt logarithmisches Drehung im Raum Ebene einfach logarithmisches GAUSS-KRÜGER kartesisches dreidimensionales zweidimensionales Kugelkoordinaten linkshändiges orthogonales orthonormiertes Polarkoordinaten Raum rechtshändiges SOLDNER Transformation

Zylinderkoordinaten Koordinatentransformation kartesische Drehung Ebene Parallelverschiebung Polarkoordinaten Raum Kurvengleichungen 2. Ordnung Mittelpunktskurven parabolische Kurven Matrixform Vektorfelder Koordinatenursprung Ebene Raum Koordinatenvorzeichen ebene kartesische Koordinaten räumliche kartesische Koordinaten Korrektor Korrekturform, GAUSS-SEIDEL-Verfahren Korrelation, lineare Korrelationsanalyse Korrelationskoeffizient Begriff empirischer

KORTEWEG-DE-VRIES-Gleichung Kosekans hyperbolischer trigonometrischer geometrische Definition Kosekansfunktion hyperbolische trigonometrische geometrische Definition Kosinus hyperbolischer geometrische Definition trigonometrischer geometrische Definition Kosinusfunktion hyperbolische geometrische Definition trigonometrische geometrische Definition Kosinussatz polarer sphärischer Kotangens hyperbolischer trigonometrischer geometrische Definition

Kotangensfunktion hyperbolische trigonometrische geometrische Definition Kovarianz Kredit Kreis apollonischer Ebene ebene Figur gefährlicher Gleichung kartesische Koordinaten Parameterdarstellung Polarkoordinaten Graph Großkreis Begriff Orthodrome HAMILTON Kleinkreis Begriff geometrischer Ort Spezialfall der logarithmischen Spirale Kreisabschnitt Kreisausschnitt

Kreisfeld Kreisfiguren, ebene Kreisflächenpunkt Kreisfrequenz Kreisfunktion, geometrische Definition Kreiskegel Kreispunkt Kreisring ebener räumlicher Kreissegment Kreissektor Kreistonnenkörper Kreiszylinder gerader schräg abgeschnittener Kriterien Konvergenzkriterien Teilbarkeitskriterien KRONECKER-Produkt KRONECKER-Symbol II Krümmung ebene Kurve Fläche Begriff konstanter Krümmung

numerische Charakterisierung GAUSSsche Fläche Kurven auf einer Fläche mittlere der Fläche Raumkurve Splines minimale Gesamtkrümmung Krümmungskreis Krümmungskreismittelpunkt Krümmungskreisradius ebene Kurve Ellipse Extremale Hyperbel Kurven auf einer Fläche Parabel Raumkurve Krümmungslinie, Fläche Kryptoanalysis, klassische Methoden KASISKI-FRIEDMAN-Test statistische Analyse Kryptologie Aufgabe DES-Algorithmus

DIFFIE-HELLMAN-Konzept Einwegfunktionen IDEA-Algorithmus Kryptosystem mathematische Präzisierung One-Time-Tape RSA-Verfahren Sicherheit von Kryptosystemen Verfahren mit öffentlichem Schlüssel Verschlüsselung kontextfreie kontextsensitive Kryptologie, klassische Methoden Matrixsubstitutionen Tauschchiffren VIGENERE-Chiffre Substitution monoalphabetische monographische polyalphabetische polygraphische Transposition Kryptologie, klassische Methoden HILL-Chiffre KUAN

Kubikwurzel Kugel als Ellipsoid Eigenschaften metrischer Raum Kugelabschnitt Kugelausschnitt Kugelfeld Kugelflächenfunktion Kugelfunktionen 1. Art Definition Eigenschaften Tabelle 2. Art Definition Kugelkoordinaten Grundlagen Vektorfeld Kugelschachtelungssatz Kugelschicht Kugelzweieck KUHN-TUCKER-Bedingungen Beweis globale lokale

KURATOWSKI-Satz Kursgleiche Kurswinkel Kurve 2. Ordnung Gleichung Kegelschnitte Mittelpunktskurve, Transformation I Mittelpunktskurve, Transformation II numerische Exzentrizität Polargleichung 3. Ordnung Typ I Typ II Typ III 4. Ordnung Abbrechpunkt algebraische n-ter Ordnung Ordnung n algebraische, Gleichung ARCHIMEDIsche Spirale Areakosinus Areakotangens Areasinus Areatangens

Astroide Asymptote asymptotischer Punkt B-B-Darstellung BREIT-WIGNER, Bildfunktion CASSINIsche Darstellung mit Splines Definitionsformen Ebene Raum Doppelpunkt ebene Bogenelement I Bogenelement II Normale Richtung Scheitelpunkt Tangente Winkel empirische Enveloppe Epitrochoide Epizykloide Evolute Evolvente

Evolvente des Kreises Exponentialkurve GAUSSsche Glockenkurve Definition normierte Normalverteilung gedämpfte Schwingung Gleichung Ebene komplexe Form Raum hyperbolische Spirale hyperbolischer Typ Potenzfunktion reziproke Potenz Hypotrochoide Hypozykloide Involute isolierter Punkt Kardioide kartesisches Blatt Katenoide Klotoide Knick Knickpunkt KOCHsche Konchoide des NIKODEMES

konkave konvexe Kosekans hyperbolischer trigonometrischer Kosinus hyperbolischer trigonometrischer Kotangens hyperbolischer trigonometrischer Krümmung Krümmungskreisradius Länge, Kurvenintegral 1. Art Lemniskate logarithmische logarithmische Spirale LORENTZ-Kurve, Bildfunktion Mehrfachpunkt n-ter Ordnung algebraische Grad I Grad II imaginäre parabolischer Typ PASCALsche Schnecke

räumliche Bogenelement Bogenlänge Gleichung Rückkehrpunkt Raum Schleifenserie Sekans hyperbolischer trigonometrischer Selbstberührungspunkt semikubische Parabel Sinus hyperbolischer trigonometrischer sphärische Berechnungen Hodograph sphärische Geometrie Strophoide Tangens hyperbolischer trigonometrischer Traktrix transzendente, Gleichung Trochoide

Versiera der Agnesi Wendepunkt Zissoide Zykloiden Kurven sphärische, Schnittpunkte Spiralen Kurvendiskussion, allgemeine Kurvenelement Kurve ebene räumliche Kurvenintegral 1. Art Anwendungen Berechnung Definition Existenz 2. Art Berechnung Definition Existenzsatz Projektion auf die x-Achse Projektion auf die y-Achse Projektion auf die z-Achse 2. Gattung, allgemeiner Art

allgemeiner Art Definition Eigenschaften Vektorfeld Kurvenkonstruktion explizit gegebene Funktion implizit gegebene Funktion Kurvenpunkt, ebene Kurve Kurvenschar, Einhüllende Kurvenuntersuchung, allgemeine

DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Länge Bogen geographische GAUSSsche Koordinaten geographische Koordinaten Intervall Kurvenintegral 1. Art reduzierte Vektor Längenverzerrung LAGRANGE Funktion Satz LAGRANGEsche Funktionen Identität Interpolationsformel Multiplikatorenmethode LAGUERREsche Polynome II

Lambda-Operator LANCZOS-Verfahren LANDAU-Symbole LAPLACE-Operator Definition in verschiedenen Koordinaten Vektorkomponenten LAPLACEsche Differentialgleichung Feldtheorie Potentialgleichung LAPLACEsche Funktion LAPLACEscher Entwicklungssatz LAPLACE-Transformation Ähnlichkeitssatz Additionssatz Bildbereich Bildfunktion Dämpfungssatz Definition Differentialgleichung konstante Koeffizienten partielle veränderliche Koeffizienten Differentiation Bildbereich nach einem Parameter

Originalbereich diskrete Divisionssatz Faltung Begriff einseitige komplexe Impulsfunktion Integration Bildbereich nach einem Parameter Originalbereich inverse Begriff verschiedene Möglichkeiten Konvergenz Linearitätssatz Originalbereich Originalfunktion Partialbruchzerlegung periodische Funktion Periodisierungsfaktor Rücktransformation mit Tabellen Rechenregeln Rechteckimpuls

Reihenentwicklung Sprungfunktion stückweise differenzierbare Funktion Tabelle Übersicht Umkehrintegral Vergleich mit FOURIER-Transformation Vergleich mit Z-Transformation Verschiebungssatz LAURENT Entwicklung, analytische Funktion Reihe analytische Funktion Z-Transformation LEBESGUE-Integral Eigenschaften Vergleich mit RIEMANN-Integral LEGENDREsche Differentialgleichung Funktionen assoziierte Definition zugeordnete Polynome 1. Art Definition Eigenschaften

Nullstellen Tabelle LEGENDRE-Symbol LEIBNIZsche Regel Leistungsspektrum Leitkurve Leitlinie Ellipse Hyperbel Parabel Traktrix Leitlinieneigenschaft Ellipse Hyperbel Kurven 2. Ordnung Parabel Lemma JORDAN Lemniskate Doppelpunkt Gleichung Limes Funktion Reihe superior Zahlenfolge

linear abhängig unabhängig Linearform stetige Vektorraum Linearkombination Vektoren Begriff Multiplikation Linie EULERsche offene geodätische analytische Geometrie Differentialgleichung sphärische Geometrie Linienelement Fläche Vektorkomponenten Linienintegral Linksdreiecksmatrix Linksnebenklasse Linkspol Linksschraube Linkssingulärvektor

Linkssystem Linsenform, Ellipsoid LIOUVILLE-Satz analytische Funktion homogene lineare Differentialgleichung inhomogene lineare Differentialgleichung Volumenerhaltung LIPSCHITZ-Bedingung Differentialgleichung 1. Ordnung Differentialgleichung höherer Ordnung Lösung algebraische Gleichung Differentialgleichung Logarithmentafel Logarithmieren Logarithmus BRIGGSscher dekadischer dualer Hauptwert, komplexe Funktion natürlicher komplexe Funktion reele Zahlen NEPERscher reelle positive Zahlen Logik

Aussagenlogik Fuzzy-Logik Prädikatenlogik logisch äquivalent LORENTZ-Kurve Bildfunktion LORENZ-System Beispiel 1, Turbulenz Beispiel 2, Volumenerhaltung dynamisches Kaskade von Periodenverdopplungen Lösungsmannigfaltigkeit Lot, sphärisches Loxodrome Äquatorschnitt Bogenlänge Gleichung Kurswinkel Schnittpunkt Äquator Breitenkreis Meridian zwei Loxodromen Lp-Raum LR-Faktorisierung

LYAPUNOV-Exponenten Berechnung Definition

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DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z MACDONALDsche Funktion Mächtigkeit, Menge MACLAURINsche Reihe Macsyma Majorante Manipulation algebraische Ausdrücke nichtalgebraische Ausdrücke Mannigfaltigkeit instabile Differentialgleichungen diskrete dynamische Systeme stabile Differentialgleichungen diskrete dynamische Systeme Mantelfläche Kegel Kugel Polyeder

Pyramide Quader Tonnenkörper Torus Würfel Zylinder Mantisse Dezimalzahldarstellung Logarithmus Maple algebraische Ausdrücke Manipulation Multiplikation Attribute Differentialgleichungen Differentialoperatoren Differentiation Ein- und Ausgabe I Ein- und Ausgabe II Ein- und Ausgabe III Elemente der linearen Algebra Ergänzungen zur Syntax Faktorenzerlegung, Polynome feldartige Strukturen Folgen

Formelmanipulation, Einführung Funktionen Gleichungen eine Unbekannte transzendente Gleichungssysteme Eigenwerte und Eigenvektoren lineare Gleitpunktzahlen, Konversion Graphik dreidimensionale Einführung zweidimensionale Hauptstrukturelemente Hilfe und Informationen Integrale bestimmte Mehrfachintegrale unbestimmte Kontexte Kurzcharakteristik Listen Manipulation, allgemeine Ausdrücke Matrizen numerische Berechnung, Einführung

Numerische Mathematik Ausdrücke und Funktionen Differentialgleichungen Gleichungen Integration Objekte Objektklassen Operationen auf Polynomen wichtige Operatoren Funktionen wichtige Partialbruchzerlegung Programmierung Spezialpaket plots Systembeschreibung Tabellenstrukturen Typen Umgebungsvariable Vektoren Zahlenarten Zahlenkonversion, verschiedene Basis Masche, Splines Maßstab

DIRAC ergodisches HAUSDORFF invariantes konzentriertes LEBESGUE natürliches physikalisches sigma-, endliches I sigma-, endliches II Träger Wahrscheinlichkeitsmaß Wahrscheinlichkeitsmaß, invariantes SBR-Maß Masse Doppelintegral Dreifachintegral Kurvenintegral 1. Art Massenmittelpunkt Punkte der Ebene Punkte im Raum Maßstabsfaktor Matching gesättigtes maximales Begriff

Ermittlung perfektes Mathcad Mathematica 3D-Graphik algebraische Ausdrücke Manipulation Multiplikation Apply Attribute Ausdrücke Differential- und Integralrechnung Differentialgleichungen Differentialquotienten Differentiation Ein- und Ausgabe I Ein- und Ausgabe II Ein- und Ausgabe III Elemente Elemente der linearen Algebra Faktorenzerlegung, Polynome FixedPoint FixedPointList Flächen und Raumkurven Formelmanipulation, Einführung

Funktionaloperationen Funktionen inverse Gleichungen Manipulation transzendente Gleichungssysteme allgemeiner Fall Eigenwerte und Eigenvektoren Spezialfall Gleitpunktzahlen, Konversion Graphik Einführung Funktionen Optionen Primitive I Primitive II Hauptstrukturelemente Integrale bestimmte Mehrfachintegrale unbestimmte Kontexte Kopf Kurven

Parameterdarstellung zweidimensionale Kurzcharakteristik Listen Manipulation von Matrizem Manipulation von Vektoren Map Matrizen als Listen Meldungen Muster Nest NestList numerische Berechnung, Einführung Numerische Mathematik Differentialgleichungen Integration Interpolation Kurvenanpassung Polynomgleichungen Oberflächen Objekte, dreidimensionale Operationen, auf Polynomen Operatoren, wichtige Partialbruchzerlegung Programmierung

Schreibweise Syntax, Ergänzungen Systembeschreibung Vektoren als Listen Zahlenarten Mathematische Zeichen Matrix Adjazenz adjungierte Adjunkten Begriff antihermitesche antisymmetrische Begriff block-tridiagonale Diagonalmatrix Drehungsmatrix, Koordinatensystem Dreiecksmatrix Dreieckszerlegung Einheitsmatrix Entfernungsmatrix Exponentialfunktion Hauptdiagonalelement hermitesche HESSE-Matrix inverse

Adjunkten Begriff Invertierung Inzidenz komplexe konjugiert komplexe Monodromiematrix diskrete dynamische Systeme lineare Differentialgleichungen normale Nullmatrix orthogonale quadratische Begriff Eigenschaften Rang rechteckige reelle reziproke schiefsymmetrische schwach besetzte selbstadjungierte singuläre Singulärwerte Skalarmatrix

Spur symmetrische transponierte unitäre Valenz Vollrang Matrix-Gerüst-Satz Matrixprodukt skalares Verschwinden Matrizen Addition Assoziativgesetz, Addition Distributivgesetz, Multiplikation mit einer Zahl Eigenvektoren Eigenwertaufgabe Eigenwerte Gleichheit Kommutativgesetz Addition Multiplikation mit einer Zahl Multiplikation zweier Matrizen Multiplikation mit einer Zahl zweier Matrizen Potenzieren

Rechenoperationen Rechenregeln skalares Matrixprodukt Subtraktion Maximum absolutes globales relatives Funktion einer Veränderlichen Funktion mehrerer Veränderlicher Maximum-Kriterium-Methode max-min-Verknüpfung MAXWELLsches Diagonalverfahren Meßfehler Meßfehlereinteilung Meßfehlernormalverteilung Meßfehlerverteilungsdichte Meßprotokoll Meßwert Meßwerterfassung Median Meßwerterfassung Stichprobenfunktionen Mehrfachbogen Mehrfachintegral Begriff

Monte-Carlo-Methode Mehrfach-Integraltransformation Mehrfachkante Mehrfachpunkt Mehrschrittverfahren Mehrzielmethode MELLIN-Transformation Übersicht MELNIKOV-Methode Membranschwingungsgleichung Menge abgeschlossene Axiome Abschließung, metrischer Raum absorbierende abzählbar unendliche Begriff beschränkte, metrischer Raum BOREL-Menge CANTOR-Menge dichte metrischer Raum rationale Zahlen reelle Zahlen disjunkte Element

Faktormenge fundamentale Fuzzy ganze Zahlen Gleichheit Extensionalitätsprinzip Teilmengen gleichmächtige invariante chaotische fraktale stabile irrationale Zahlen kompakte normierter Raum I normierter Raum II komplexe Zahlen konvexe Koordinaten (x,y) leere lineare Mächtigkeit meßbare natürliche Zahlen offene, metrischer Raum

Axiome ordnungsbeschränkte Potenzmenge rationale Zahlen reelle Zahlen relativkompakte Schranke obere untere Teilmenge überabzählbar unendliche unendliche unscharfe Mengenalgebra, Grundgesetze Mengenlehre Mengenoperation Differenz Durchschnitt kartesisches Produkt Komplement Schnitt symmetrische Differenz Vereinigung Meridian GAUSSsche Koordinaten

geographische Koordinaten Meridiankonvergenz Methode BERNOULLIsche der größten Fläche der kleinsten Quadrate Einordnung der mittleren Ziffern von Quadraten der statistischen Versuche finite Differenzen finite Elemente Einordnung Hinweis Flächenhalbierung GREENsche drei unabhängige Variable zwei unabhängige Variable Integration durch Reihenentwicklung kleinste Quadrate MAMDANI Maximum-Kriterium Mean-of-Maximum MELNIKOV Monte-Carlo-Methode parametrisierte Flächenhalbierung RIEMANNsche

schrittweise Näherung, PICARD SUGENO sukzessive Approximation BANACH-Raum Differentialgleichung 1. Ordnung FREDHOLMsche Integralgleichung 2. Art unbestimmte Koeffizienten Variation der Konstanten Metrik Fläche Raum EUKLIDischer metrischer MEUSNIER, SATZ Minimalfläche Minimalgerüst Minimum absolutes globales relatives Funktion einer Veränderlichen Funktion mehrerer Veränderlicher Mittel arithmetisches Begriff Zufallsgrößen

geometrisches gewogenes Erwartungswert goldenes harmonisches quadratisches Mittellinie, Dreieck Mittelpunkt sphärischer Strecke Ebene Raum Mittelpunktsflächen Mittelpunktskurve Mittelpunktswinkel Mittelsenkrechte, Dreieck Mittelwert Bildung Funktion gleichgewichteter Stichprobenfunktionen Zufallsgrößen zweidimensionale Verteilung Meßwerterfassung Mittelwertformel Mittelwertmethode, empirische Kurven

Mittelwertsatz Differentialrechnung gewöhnlicher verallgemeinerter Integralrechnung verallgemeinerter Modalwert, Meßwerterfassung Modul analytische Funktion eines Elements komplexe Zahl Vektor Modulo-Abbildung MOIVREsche Formel Hyperbelfunktionen komplexe Zahlen trigonometrische Funktionen MOLLWEIDEsche Gleichungen Moment n-ter Ordnung zentrales, n-ter Ordnung Monodromie-Matrix diskrete dynamische Systeme lineare Differentialgleichungen Monotonie Funktion

Zahlenfolge Monotoniebedingung, Differentialrechnung Monte-Carlo-Methode Anwendungen gewöhnliche Monte-Carlo-Simulation Beispiel Mittelwertsatz relative Häufigkeit MORSE-SMALE-Systeme Multiindex Multiplikation komplexe Zahlen numerisches Rechnen Polynome rationale Zahlen Tensoren I Tensoren II Multiplikationsunterlauf Multiplikatoren diskrete dynamische Systeme lineare Differentialgleichungen Multiplikatorenmethode, LAGRANGEsche Multi-Skalen-Analyse

DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Nabelpunkt Nablaoperator Definition Rechenregeln zweifache Anwendung Näherung, asymptotische Näherungsformeln empirische Kurven Reihenentwicklung Näherungsgleichung Näherungsmethoden partielle Differentialgleichungen NAND-Funktion BOOLEsche Funktion Nautik Navigation n-dimensionaler euklidischer Vektorraum Rn Nebenbedingung dynamische Optimierung

lineare Optimierung Variationsrechnung Begriff Beispiel Nebenwinkel Negation BOOLEsche Funktion Neigungswinkel NEPERsche Gleichungen Neugrad Einteilung Geodäsie NEUMANNsche Reihe FREDHOLMsche Integralgleichung Operatorenraum VOLTERRAsche Integralgleichung NEUMANNsches Problem NEWTONsche Interpolationsformel NEWTON-Verfahren Iterationsverfahren Korrekturform modifiziertes Funktionalanalysis numerische Mathematik nichtlineare Gleichungssysteme nichtlineare Operatoren

nichtlineare Optimierung Niveaufläche, Skalarfelder Niveaulinie Raumfläche Skalarfelder Nordrichtung geodätische geographische NOR-Funktion BOOLEsche Funktion Norm Axiome lineare Algebra Vektorraum linearer Operator Matrizennorm Spaltensummennorm Spektralnorm Zeilensummennorm zugeordnete Norm Operator, Matrix Restvektor s-Norm t-Norm Vektornorm Betragssummennorm

EUKLIDische Norm II Matrizennorm Normale ebene Kurve räumliche Kurve Normalebene, Raumkurve Begriff Gleichungen, Parameter I Gleichungen, Parameter II Normalenabschnitt Normalenvektor Ebene Fläche Normalform algebraisches Gleichungssystem Ebenengleichung Ellipsengleichung Flächen 2. Ordnung Geradengleichung HESSEsche Hyperbelgleichung kanonisch disjunktive kanonisch konjunktive Kurven 2. Ordnung Parabelgleichung

Normalgleichung Approximation im Mittel diskrete Aufgabe stetige Aufgabe Normalgleichungssystem Approximation im Mittel diskrete Aufgabe Ausgleichsrechnung stetige Aufgabe Normalteiler Normalverteilung Begriff logarithmische normierte Tabelle Stichprobenmittelwerte zweidimensionale Normalverteilungsgesetz Beobachtungsfehler Normierungsbedingung, SCHRÖDINGER-Gleichung Normierungsfaktor Notation Polnische PostfixPräfixUmgekehrte Polnische

n-Tupel Null (0)-Intervall Nullmatrix Nullpunkt Nullpunktsschwingungsenergie translationsenergie Nullstelle, komplexe Funktion Nullstellengleichung Nullstellensatz, BOLZANO Nullvektor Numerik-Bibliothek Numerus Nutationswinkel NYSTRÖM-Verfahren

DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Obelisk Oberfläche, Doppelintegral Oberflächenintegral 1. Art Anwendungen Begriff Berechnung Definition Existenzsatz explizite Darstellung Parameterdarstellung 2. Art Begriff Berechnung Definition Existenzsatz allgemeiner Art Definition Eigenschaften

Berechnung Fluß Vektoranalysis Volumen eines Körpers Oberflächeninhalt Kegel Kugel Polyeder Pyramide Quader Tonnenkörper Torus Würfel Zylinder Oktaeder Tabelle I Tabelle II Oktal-Zahlensystem omega-Grenzmenge Begriff Differentialgleichungen diskrete dynamische Systeme Operation algebraische arithmetische assoziative

auf Mengen äußere binäre kommutative n-stellige Operator abgeschlossener adjungierter beschränkter Raum normierter Raum unbeschränkter Raum beschränkter demistetiger differenzierbarer Divergenz endlichdimensionaler Gamma-Operator Gradient HAMILTON-Operator HAMMERSTEIN-Operator idempotenter inverser, Vektorraum isotoner Kern koerzitiver

kompakter kompensatorischer kontrahierender Lambda-Operator LAPLACE-Operator linearer beschränkter stetiger monotoner BANACH-Raum positiver Nablaoperator NEMYTSKIJ-Operator ODER-Operator positiv definiter positiver Rotation selbstadjungierter singulärer stetiger inverser streng monotoner UND-Operator URYSOHN-Operator Vektorgradient

vollstetiger Operatorenmethode partielle Differentialgleichungen Schema Operatorenschreibweise Differentialgleichung Optimierung, dynamische BELLMANNsche Funktionalgleichungen BELLMANNsches Optimalitätsprinzip diskrete dynamische Nebenbedingung Einkaufssproblem Entscheidung Entscheidungsvektoren Funktionalgleichungen Funktionalgleichungsmethode kontinuierliche Kostenfunktion Minimumvertauschbarkeit n-stufige Entscheidungsprozesse optimale Einkaufspolitik optimale Politik Optimierungsprobleme Rucksackproblem Funktionalgleichungsmethode Problemstellung

Separierbarkeit statische Nebenbedingung Zustandsvektoren Optimierung, lineare Basis der Ecke Begriff Dualität Ecke Eckpunkt Eigenschaften entartete Ecke Formen graphische Lösung Grundbegriffe Nebenbedingung Normalform Reihenfolgeproblem Restriktion revidiertes Simplexverfahren Rundreiseproblem Simplextableau Simplextableau, Hilfsprogramm Simplexverfahren Einordnung Prinzip

Transportproblem Verteilungsproblem Zuordnungsproblem Optimierung, nichtlineare Abstiegsverfahren Barriereverfahren Begriff DFP-Verfahren Dualität Dualitätssatz, starker Gradientenverfahren projizierte Gradienten Richtungssuchprogramm Ungleichungsrestriktionen zulässige Richtungen KELLEY konjugierte Gradienten konvexe Hinweis Konvexität KUHN-TUCKER-Bedingungen Beweis globale lokale NEWTON-Verfahren Optimalitätsbedingung

Begriff hinreichende konvexe Optimierung notwendige und KUHN-TUCKER-Bedingungen Prinzip der Strahlminimierung quadratische Regularitätsbedingung Barriereverfahren und KUHN-TUCKER-Bedingungen Sattelpunkt Schnittebenenverfahren SLATER-Bedingung stationärer Punkt Strafverfahren unrestringierten Aufgabe Verfahren des steilsten Abstiegs Optimierung, quadratische FIBONACCI Goldener Schnitt HILDRETH- D'ESOPO Lösungsverfahren n-dimensionaler euklidischer Vektorraum numerische Suchverfahren WOLFE

Optimierungsaufgabe duales Problem lineare Basisinverse Basislösung Basisvariable kanonische Form Nichtbasisvariable Normalform nichtlineare, konvexe primales Problem Optimierungsproblem, lineares allgemeine Form Ganzzahligkeitsforderung Lösungspunkt Maximalpunkt Minimumaufgabe Nordwestecken-Regel Potentialmethode Schlupfvariable Vorzeichenfestlegung zulässiger Bereich Optimierungsproblem, nichtlineares Minimalpunkt globaler lokaler

Problemstellung Orbit dynamisches System heterokliner homokliner periodischer Entstehung hyperbolischer sattelartiger zweifach zusammengesetzter, periodischer Ordinate, kartesische Koordinaten Ebene Raum Ordinatenachse Ordnung Flächen 2. Ordnung Kurven 2. Ordnung Kurven n-ter Ordnung lexikographische partielle Relation vollständige Wavelet Ordnungsintervall Ordnungsrelation vollständige

OREscher Satz Orientierung Koordinatensystem Zahlengerade Ort gegißter geometrischer der charakteristischen Punkte Orthodrome Begriff Bogenlänge Kurswinkel nordpolnächster Punkt Schnittpunkte Breitenkreis Meridian Schnittpunkte zweier Orthodromen Orthogonalisierungsverfahren Begriff GIVENSsches GRAM-SCHMIDTsches HILBERT-Raum Hinweis HOUSEHOLDERsches Hinweis lineare Quadratmittelaufgabe

lineare Ausgleichsaufgabe lineare Quadratmittelaufgabe Orthogonalität beliebiger normierter Raum Eigenschaften Geraden Gewicht trigonometrischer Funktionen Vektoren I Vektoren II Orthogonalitätsbedingung Ebenen Gerade-Ebene Geraden im Raum Orthogonalitätsrelation Orthogonalpolynom Orthogonalraum Orthogonalsystem, vollständiges Orthonormalsystem FOURIER-Reihe Orthonormierung Zeilen- und Spaltenvektoren Orthozentrum Ortskoordinaten, Spiegelung Ortskurventheorie Oszillator, linearer harmonischer

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DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Paar, geordnetes Parabel Bogenlänge Brennpunkt Eigenschaften Flächeninhalt ganzrationale Funktion Gleichung Halbparameter irrationale Funktion Krümmungsradius Leitlinie Leitlinieneigenschaft n-ter Ordnung numerische Exzentrizität Paraboloid Polynom 3. Grades Scheitel

semikubische Tangente Transformation Parabelachse Parabeldurchmesser Paraboloid elliptisches hyperbolisches Mittelpunktsfläche Invariantenvorzeichen elliptisches hyperbolisches parabolisches parabolisches Rotationsparaboloid Parallelepiped Parallelitätsbedingung Ebenen Gerade-Ebene Geraden im Raum Parallelkreis Parallelogramm Parallelogrammgleichung Parameter allgemein Hilfsveränderliche

statistischer Parameterdarstellung Funktion Kreis Parameterintegral Parität äußere innere PARSEVALsche Gleichung Entwicklung nach Eigenfunktionen Formel ( FOURIER-Transformation) HILBERT-Raum Konvergenz im Mittel Partialbruchzerlegung spezielle Fälle Partialsumme, Reihe Partikulärintegral Partikularisator PASCALsche Schnecke Spezialfall der Hypozykloide PASCALsches Dreieck PEIRCE-Funktion BOOLEsche Funktion Pendel FOUCAULTsches mathematisches

Pendelgleichung FOUCAULTsche mathematisches Pendel periodisch gestörte Pentagramm Periode Sekans Sinus, trigonometrischer Sinuskurve Tangens Periodenverdopplungen Flip-Bifurkation Kaskade logistische Abbildung Szenarien Periodisierungsfaktor, LAPLACE-Transformation Peripheriewinkel Permutation Permutationsgruppe Permutationsmatrix PESINsche Formel Begriff gültiger Fall Pfeildiagramm Pharmazentralnummer Phase

Sinuskurve Phasenporträt Phasenraum, dynamische Systeme Phasenspektrum, FOURIER-Transformation Phasenverschiebung PICARDsches Iterationsverfahren Pivot Pivotelement Austauschregeln Simplextableau Pivotspalte Austauschregeln Simplextableau Pivotzeile Austauschregeln Simplextableau Planimeter Planimetrie POINCARÉ-Abbildung autonomische Differentialgleichung nichtautonome Differentialgleichung POISSONsche Differentialgleichung Feldtheorie Formel POISSONsches Integral

Beispiel I Beispiel II POISSON-Verteilung Tabelle Pol analytische Funktion auf der Kugel Funktion Koordinatenursprung Polarkoordinaten, ebene Radiusvektor Ordnung m, komplexe Funktion Polabstand Polarachse Polardreieck Polare Polargleichung Kurve 2. Ordnung Polarkoordinaten ebene Übergang zu kartesischen Koordinaten räumliche Polarnormalenabschnitt Polarsubnormale Polarsubtangente Polartangentenabschnitt

Polarwinkel Polyeder konvexes reguläres Polyedersatz, EULERscher Polygonierung Polygonzugverfahren, EULERsches Polynom 1. Grades 2. Grades 3. Grades charakteristisches Darstellung ganzrationale Funktion n-ten Grades quadratisches trigonometrisches Polynome BERNSTEINsche Grundpolynome HERMITEsche LAGUERREsche II LEGENDREsche, 1. Art Definition Eigenschaften Orthogonalsystem

Orthonormalsystem Tabelle TSCHEBYSCHEFFsche, Eigenschaften Polynomgleichung Nullstellen, numerisch numerische Lösung numerische Verfahren Polynominterpolation POSAscher Satz positiv definit Postfix-Notation Potential komplexes Begriff Dipol homogenes Feld Quelle-Senke-System Quelle, Senke Wirbel konservatives Feld retardiertes Potentialfeld Rotation Potentialgleichung Potenz Begriff

reziproke Potenzieren komplexe Zahlen reelle Zahlen Potenzmenge Potenzreihe asymptotische komplexe komplexe Glieder Ableitung Integral Konvergenz Konvergenzkreis Umkehrung Potenzreihenentwicklung analytische Funktion LAURENT TAYLOR MACLAURIN TAYLOR eine Veränderliche I eine Veränderliche II Prä- HILBERT-Raum Prädikat n-stelliges Prädikatenlogik

Präzessionswinkel Prediktor Prediktor-Korrektor-Verfahren Primelemente Primfaktorzerlegung kanonische Primzahl Drillinge Vierlinge Zwillinge Prinzip CAUCHYsches Gradientenverfahren vollständiger metrischer Raum der Zweiwertigkeit kontrahierende Abbildung NEUMANNsches Strahlminimierung Prisma gerades reguläres Problem CAUCHYsches DIRICHLETsches Begriff Beispiel

homogenes, Wellengleichung inhomogenes, Wellengleichung isoperimetrisches, allgemeines kürzester Weg NEUMANNsches regularisiertes semidiskretes STURM-LIOUVILLEsches Problemstellung, korrekte Produkt direktes Gruppen n-faches universelle Algebren dyadisches Tensoren gemischtes (Spat-) kartesisches Definition Fuzzy-Mengen n-faches KRONECKER-Produkt mehrfaches, Vektoren Produktzeichen Rechenregeln skalares

Matrizen Vektoren vektorielles Produktansatz Produktdarstellung Produktkern Produktregel Programmierung Computeralgebrasysteme Maple Mathematica Projektionssatz ebenes Dreieck HILBERT-Raum Projektor Proportionalität direkte umgekehrte Proportionen Protokoll Prozent Prozentrechnung Prüfziffer Prüfverfahren Chi-Quadrat-Test Normalverteilung

Prinzip Schätzwert statistische Pseudoskalar Pseudotensor axialer Vektor Begriff Pseudovektor Punkt asymptotischer Berührungspunkt, metrischer Raum der größten Annäherung Häufungspunkt innerer, metrischer Raum isolierter Kurve metrischer Raum Koordinaten Ebene Raum n-dimensionaler Raum nichtwandernder rationaler singulärer Begriff

isolierter Klassifizierung stationärer transversaler homokliner Umgebung uneigentlicher Punktspektrum Pyramide gerade n-seitige reguläre Pyramidenstumpf PYTHAGORAS Orthogonalität rechtwinkliges Dreieck schiefwinkliges Dreieck

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DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z QR-Algorithmus QR-Zerlegung Quader Quadrant Quadrantenrelationen Quadrat Quadratmittelaufgabe Gleichungssystem, überbestimmtes nichtlineare, diskreter Fall verschiedene Bezeichnungen Quadratmittelproblem lineares I lineares II lineares III rangdefizienter Fall Quadraturformel Begriff GAUSS-Typ HERMITEsche

Integralgleichung Interpolationsquadratur LOBATTOsche ROMBERG-Verfahren Quadratwurzel aus quadratischem Polynom konforme Abbildung natürliche Zahlen Quantenzahl Bahndrehimpuls-Quantenzahl magnetische Schwingungs-Quantenzahl Quantifizierung, beschränkte Quantil Quantisierungsbedingung Quantor Quelle diskrete dynamische Systeme Knoten kontinuierliche dynamische Systeme Vektorfeld Quellenfeld reines wirbelfreies Quellenverteilung diskrete

kontinuierliche Quersumme 1. Stufe 2. Stufe 3. Stufe alternierende 1. Stufe 2. Stufe 3. Stufe Quotientenregel

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DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Rabatt Radialgleichung Radiant Radikal Radikand Radius Kreis Polarkoordinaten Radiusvektor Radizieren komplexe Zahlen Randbedingung Differentialgleichung, lineare homogene inhomogene Variationsrechnung Randintegralgleichungsmethode Randkollokation Randmethode

Randverteilung Randwertaufgabe LAPLACEsche Differentialgleichung numerische Lösung gewöhnlicher Differentialgleichungen POISSONsche Differentialgleichung Randwertproblem Eigenfunktion Eigenwert HILBERTsches Begriff homogene charakteristische Integralgleichung homogenes Index inhomogene charakteristische Integralgleichung inhomogenes Lösung homogenes inhomogenes lineares singuläre Fälle Rang Matrix Vektorraum Rangabfall Raum adjungierter

bidualer endlichdimensionaler geordneter normierter HILBERT isometrischer linearer über einem Körper von Skalaren Lp-Raum mehrdimensionaler metrischer Abstand Axiome innerer Punkt Kugel Punkt separabler Teilraum vollständiger metrischer normierbarer mit Skalarprodukt Operatoren reflexiver RIESZscher SOBOLEW unitärer

Rauminversion Skalarprodukt Spatprodukt Raumkurve begleitendes Dreibein Binormale Begriff Gleichungen I Gleichungen II Bogenlänge I Bogenlänge II Gleichung Definitionen verschiedene Formen Hauptnormale Begriff Bogenlänge Gleichungen, Parameter I Gleichungen, Parameter II Krümmung Krümmungskreisradius Normalebene Begriff Gleichungen, Parameter I Gleichungen, Parameter II Richtung

Schmiegungsebene Begriff Gleichungen, Parameter I Gleichungen, Parameter II Tabelle Koordinatengleichungen I Tabelle Koordinatengleichungen II Tabelle Vektorgleichungen I Tabelle Vektorgleichungen II Tangente Begriff Gleichungen, Parameter I Gleichungen, Parameter II Vektorgleichung Begriff Vektorgleichung, Bogenlänge Windung Windungsradius Raumrichtung Vektor Raumwinkel RAYLEIGH-RITZ-Algorithmus Reaktion, chemische, Konzentration Realteil Rechenregeln BOOLEsche Algebra Ereignisarten

FOURIER-Transformation Gradient LAPLACE-Transformation Nablaoperator Z-Transformation Rechenschieber logarithmische Skala Prinzip Rechnen, numerisches Addition Computer Division Genauigkeitsfragen Grundoperationen Multiplikation Subtraktion Rechteck Rechteckformel linksseitige rechtsseitige Rechteckimpuls Anwendung des Lemmas von JORDAN bipolarer FOURIER-Transformation unipolarer FOURIER-Transformation

LAPLACE-Transformation Rechtecksumme Rechte-Hand-Regel Flächenstück Vektorprodukt Rechtsdreiecksmatrix Rechtsnebenklasse Rechtspol Rechtsschraube Flächenstück Schraubenlinie Rechtssingulärvektor Rechtssystem Reduce Reduktionsformeln trigonometrische Funktionen Regel BERNOULLI-L'HOSPITALsche CRAMERsche DE MORGANsche Aussagenlogik BOOLEsche Algebra Mengenalgebra DESCARTESsche 1. GULDINsche 2. GULDINsche

LEIBNIZsche linguistische Mittelpunktsregel NEPERsche SARRUSsche Regelfläche Regeln Teilbarkeitskriterien Regression lineare mehrdimensionale Normalgleichungssystem Vektorschreibweise Regressionsanalyse Regressionsgerade Regressionskoeffizient Regula falsi Regularisierungsparameter Regularisierungsverfahren Reihe absolute Konvergenz allgemeines Glied alternierende Konvergenzkriterium arithmetische 1. Ordnung

k-ter Ordnung BANACH-Raum divergente Divergenz endliche FOURIER-Reihe Funktionenreihe geometrische, endliche geometrische, unendliche Formel Konvergenz gleichmäßige Konvergenz Funktionenreihe Potenzreihe harmonische hypergeometrische Integralkriterium konstante Glieder konvergente Konvergenz Integralkriterium Quotientenkriterium ungleichmäßige Vergleichskriterium Wurzelkriterium Konvergenzbereich

Konvergenzsätze MACLAURINsche NEUMANNsche FREDHOLMsche Integralgleichung Operatorenraum VOLTERRAsche Integralgleichung Partialsumme Potenzreihe Quotientenkriterium Restglied Funktionenreihe mit konstanten Gliedern Summe TAYLOR-Reihe eine Veränderliche I eine Veränderliche II m Veränderliche zwei Veränderliche unendliche Begriff Kapitel Vergleichskriterium WEIERSTRASS-Kriterium Wurzelkriterium Reihenentwicklung LAPLACE-Transformation

absolut konvergente Funktion meromorphe Funktion Reihenentwicklungen algebraische Funktionen, Tabelle Areafunktionen, Tabelle binomische Reihe, Tabelle negativer Exponent positiver Exponent Exponentialfunktionen, Tabelle Hyperbelfunktionen, Tabelle inverse trigonometrische Funktionen, Tabelle logrithmische Funktionen, Tabelle Potenzreihen, Tabelle trigonometrische Funktionen, Tabelle Reihenrest Rektifizierung Relation antisymmetrische Äquivalenzrelation binäre Fuzzy-wertige inverse irreflexive Kongruenzrelation lineare

n-stellige Ordnungsrelation reflexive symmetrische transitive Relationenprodukt Relationsmatrix Relaxationsparameter Relaxationsverfahren Relief, analytische Funktion REMES-Algorithmus Rente ewige Begriff Kontostand nachschüssig konstante Rentenbarwert Rentenendwert Rentenrechnung Residualspektrum Residuensatz Anwendung Prinzip Residuum Funktionentheorie Gleichungssystem, überbestimmtes

lineares Quadratmittelproblem Resolvente Integralgleichung Bestimmung lösender Kern Spektraltheorie Resolventenmenge Spektraltheorie Resonanz-Torus Rest, quadratischer modulo m Restglied Funktionenreihe Reihe mit konstanten Gliedern Restklasse prime primitive Restklassenaddition Restklassenmultiplikation Restklassenring Begriff endlicher Ring modulo m Restspektrum Rhombus Richtung ebene Kurve

Raum Vektor Raumkurve vertikale Richtungsableitung Skalarfeld Vektorfeld Richtungsfeld Richtungskoeffizient Ebene Tangentensteigung Vektor Richtungskosinus, Raum Richtungstripel Begriff kartesische Koordinaten Richtungswinkel RIEMANN-Satz Grenzwertbildung Vergleich mit STIELTJES-Integral Vergleich mit LEBESGUE-Integral RIEMANNsche Fläche, mehrblättrige Formel Funktion Methode

RIESZ-SCHAUDER Theorie Ring Definition Faktorring Homomorphiesatz mit Einselement Unterring Ringhomomorphismus Ringisomorphismus Risikotheorie RITZ-Verfahren numerische Lösung von Variationsaufgaben I numerische Lösung von Variationsaufgaben II Rn, n-dimensionaler euklidischer Vektorraum ROMBERG-Verfahren Algorithmus Begriff Extrapolationsprinzip Rotation Definition Potentialfeld Vektorfeld Vektorkomponenten verschiedene Koordinaten Volumenableitung

Rotations-Abbildung Rotationsfläche Rotationsparaboloid Rotator, raumfreier starrer RSA-Code Rückkehrpunkt Rückversetzung, Winkel Rückwärtseinschnitt CASSINI SNELLIUS Rückwärtseinsetzen lineares Gleichungssystem RUELLE-TAKENS-NEWHOUSE-Szenario Ruhelage dynamisches System hyperbolische Quelle Sattel Senke Rundungsfehler RUNGE-KUTTA-Verfahren

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DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Sägezahnimpuls unipolarer LAPLACE-Transformation Saitenschwingungsgleichung SARRUSsche Regel Sattel diskrete dynamische Systeme kontinuierliche dynamische Systeme Sattelpunkt Optimierung, nichtlineare Satz ABEL abgeschlossener Graph AFRAIMOVICH-SHILNIKOV ANDRONOV-HOPF ANDRONOV-PONTRYAGIN ANDRONOV-WITT Klassifizierung periodischer Orbits Stabilität periodischer Orbits

APOLLONIUS ARZELA-ASCOLI BAIRE (Kategoriensatz) BANACH BANACHscher Fixpunktsatz BANACH-STEINHAUS Basissatz BAYES BERGE Beschränktheit Funktion einer Veränderlichen Funktion mehrerer Veränderlicher binomischer BIRKHOFF Ergodensatz Omega-Algebren BLOCK, GUCKENHEIMER, MISIURIEWICZ BOLZANO Funktion einer Veränderlichen Funktion mehrerer Veränderlicher CAYLEY Gerüste Gruppen Chinesischer Restsatz DENJOY DIRAC

DOUADY-OESTERLÉ erste Näherung diskrete Systeme kontinuierliche dynamische Systeme EUKLID (Sätze) EUKLIDischer Algorithmus EULER-HIERHOLZER EULERscher Polyedersatz FATOU FERMAT FERMAT-EULER BROUWER FLOQUET GIRARD GROBMAN-HARTMAN topologische Äquivalenz topologische Konjugiertheit HADAMARD-PERRON diskrete dynamische Systeme HAHN-BANACH analytische Form geometrische Form Hauptsatz der Funktionentheorie HAUSDORFF HELLINGER-TOEPLITZ HILBERT-SCHMIDT

HOLLADAY HURWITZ Integralsatz, CAUCHY Konstanz, analytische Funktion KREIN-LOSANOWSKIJ KURATOWSKI LAGRANGE LEBESGUE LEIBNIZ LERAY-SCHAUDER LEVI, B. LIOUVILLE analytische Funktion Volumenerhaltung LYAPUNOV Maximalwert, analytische Funktion MEUSNIER NEIMARK, SACKER ORE OSELEDEC PALIS-SMALE PICARD-LINDELÖF Differentialgleichung Integralgleichung POINCARÉ-BENDIXSON

POSA PYTHAGORAS Orthogonalität rechtwinkliges Dreieck schiefwinkliges Dreieck RADON-NIKODYM RIEMANN RIESZ RIESZ-FISCHER r-malige Differenzierbarkeit nach den Anfangsbedingungen ROLLE SCHAUDER SCHWARZscher Vertauschungssatz SHARKOVSKY SHILNIKOV SHINAI SHGOSHITAISHVILI SMALE TAYLOR eine Veränderliche TSCHEBYSCHEFF TUTTE Variation der Konstanten vollständige Wahrscheinlichkeit WEIERSTRASS Approximationssatz

Funktion einer Veränderlichen Funktion mehrerer Veränderlicher Konvergenz einer Reihe WILSON WINTNER-CONTI Zentrumsmannigfaltigkeit Abbildungen Differentialgleichungen Zerlegungssatz Schaltalgebra Schaltfunktion Schaltwert Schätzwert SCHEFFER-Funktion BOOLEsche Funktion Scheitel ebene Kurve Ellipse Hyperbel Parabel Scheitelwinkel Schema, FALKsches Schießverfahren einfaches Schleifenfunktion

Schleppkurve Schlinge, Graph Schluß von n auf n+1 Schmiegkreis Schmiegungsebene, Raumkurve Begriff Gleichungen, Parameter I Gleichungen, Parameter II Schnitt Fuzzy-Menge goldener Menge unscharfe Menge Schnittebene Schnittkreis Schnittmenge Fuzzy-Mengen Schnittpunkt drei Ebenen Ebene und Gerade Geraden im Raum Geraden in der Ebene vier Ebenen Schnittwinkel SCHOENFLIESS-Symbolik Schranke

Funktion Menge unscharfe Zahlenfolge Schraubenlinie Schrittweite Schrittweitenparameter Schrittweitensteuerung SCHRÖDINGER-Gleichung lineare nichtlineare Begriff Lösung Separationsansatz zeitabhängige zeitunabhängige Schwankung, Funktion SCHWARZ-CHRISTOFFELsche Formel SCHWARZscher Vertauschungssatz SCHWARZsches Spiegelungsprinzip Schwerpunkt beliebige ebene Figur Bogenstück Dreieck, ebenes ebene Figuren

geschlossene Kurve 1. GULDINsche Regel 2. GULDINsche Regel materielle Punkte der Ebene materielle Punkte im Raum Rotationskörper Trapez Schwerpunktkoordinaten Doppelintegral Dreifachintegral Kurvenintegral 1. Art Schwerpunktmethode parametrisierte verallgemeinerte Schwingung, harmonische Schwingungsdauer mathematisches Pendel Sinuskurve Sehne Sehnentangentenwinkel Sehnenviereck Sehnenwinkel Seitenfläche Seitenhalbierende, Dreieck Begriff Trigonometrie

Seitenkosinussatz Sekans hyperbolischer trigonometrischer geometrische Definition Sekansfunktion hyperbolische trigonometrische geometrische Definition Sekante Sekantentangentenwinkel Sekantenwinkel Sektorformel Selbstähnlichkeit Selbstberührungspunkt Semiorbit, dynamisches System Senke diskrete dynamische Systeme Knoten kontinuierliche dynamische Systeme Vektorfeld Sensitivität bezüglich der Anfangswerte Separabilität, metrischer Raum Separationsansatz Begriff SCHRÖDINGER-Gleichung

Separationskonstante SCHRÖDINGER-Gleichung Separatrix Sattel-Sattel-Separatrix, Auflösung Separatrixfläche Differentialgleichungen diskrete dynamische Systeme Separatrixschleife Begriff Satz von SHILNIKOV Sexagesimaleinteilung Shift-Abbildung Begriff chaotisches Verhalten Sicherheit, statistische Chi-Quadrat-Anpassungstest Stichprobenmittelwert SIERPINSKI Drachen Teppich sigma-Additivität sigma-Algebra BORELsche Signal Signalanalyse Signatur, universelle Algebra

Signifikanz Simplexmultiplikator Simplexschritt, revidierter Simplextableau Hilfsprogramm revidiertes Simplexverfahren Variable, künstliche SIMPSON-Formel Simulation digitale Monte-Carlo-Simulation Singleton Singulärwerte Matrix Singulärwertzerlegung Singularität analytische Funktion außerwesentliche, komplexe Funktion hebbare, analytische Funktion isolierte, komplexe Funktion wesentliche analytische Funktion komplexe Funktion Sinus hyperbolischer

geometrische Definition trigonometrischer geometrische Definition Sinusfunktion hyperbolische geometrische Definition trigonometrische geometrische Definition Sinus- GORDON-Gleichung Begriff Lösung Sinus-Kosinussatz gewöhnlicher polarer sinusoidale Größen Sinussatz ebene Trigonometrie sphärische Trigonometrie Skala Begriff einfach logarithmische logarithmische Skalar Begriff Drehinvarianzeigenschaft Invarianz I

Invarianz II Skalarfeld Axialfeld ebenes Gradient Definition verschiedene Koordinaten Koordinatendarstellung Richtungsableitung Zentralfeld Skalarmatrix Skalarprodukt HILBERT-Raum kartesische Koordinaten Koordinatendarstellung Normalgleichungssystem Rauminversion Tensor 0. Stufe Vektoralgebra Vektoren, Matrixform Vektorraum, EUKLIDischer Skalengleichung SOBOLEW-Raum Soliton Antikink Antisoliton

BOUSSINESC BURGERS HIROTA KADOMZEV-PEDVIASHWILI Kink Kink-Antikink Dublett Kollision Kink-Gitter Kink-Kink-Kollision KORTEWEG-DE VRIES nichtlineares, SCHRÖDINGER Solitonen Wechselwirkung SOR-Verfahren Spaltenpivotisierung Spaltensummenkriterium Spaltenvektor Spannungstensor Spannweite Meßwerterfassung Stichprobenfunktionen Spatprodukt kartesische Koordinaten Koordinatendarstellung

Pseudoskalar Spektralradius Spektrum Funktion, FOURIER-Transformation Funktionalanalysis kontinuierliches stetiges lineare Operatoren Spiegelsymmetrie, Ebene Spiegelung am Punkt an der Geraden Ortskoordinaten Spiegelungsprinzip, SCHWARZsches Spirale ARCHIMEDIsche hyperbolische logarithmische asymptotischer Punkt Polarkoordinaten Spiralen Spline-Interpolation Hinweis Spline-Koeffizienten Splines Ausgleichssplines

B-B-Flächendarstellung Basissplines bikubische bikubische Ausgleichssplines bikubische Interpolationssplines Gitterpunkt Interpolationssplines kubische kubische Ausgleichssplines kubische Interpolationssplines Masche natürliche normalisierte B-Splines periodische Sprung, endlicher Sprungfunktion Anwendung des Lemmas von JORDAN LAPLACE-Transformation Spur, Matrix Stabilität absolut stabil erste Näherung LYAPUNOV numerische Integration gewöhnlicher Differentialgleichungen orbitale

Rundungsfehler, numerische Rechnung Störung der Anfangswerte strukturelle Differentialgleichungen disktere Systeme Stabschwingungsgleichung Stammfunktion Standardabweichung arithmetisches Mittel Einzelmessung Gewicht arithmetisches Mittel Einzelmessung Gewichtseinheit Moment 2. Ordnung Startpunkt Stationierung, freie Statistik beschreibende mathematische Begriff Einordnung Fehlertheorie Schätzwert Stichprobenfunktion STEFFENSEN-Verfahren

Steigung, Tangente Steradiant Stereometrie Stetigkeit absolutstetig elementare Funktionen Exponentialfunktionen Funktion einer Veränderlichen Funktion mehrerer Veränderlicher ganzrationale Funktionen gebrochenrationale Funktionen HÖLDERsche inverse trigonomtrische Funktionen irrationale Funktionen komplexe Funktion logarithmische Funktionen mittelbare Funktion Polynome trigonometrische Funktionen zusammengesetzte elementare Funktionen Stichprobe Begriff Umfang zufällige Stichprobenfunktion STIELTJES-Integral

Begriff Vergleich mit RIEMANN-Integral STIELTJES-Transformation STIRLINGsche Formel Stochastik STOKESscher Integralsatz Störung Strahl Strahlpunkt Strecke Streifen, charakteristische Streuung Definition Hinweis Meßwerterfassung Moment 2. Ordnung Stichprobenfunktionen Synonyme zweidimensionale Verteilung Strichliste Strom, Bogen Stromfunktion Strophoide Strudel Einordnung

Phasenporträt Sattelstrudel Klassifizierung Phasenporträt zusammengesetzter Strudelpunkt Struktur algebraische klassische algebraische Stufenwinkel STURM-LIOUVILLEsches Problem STURMsche Funktion Kette Kette, Anwendung Stützfunktional Stützhyperebene Stützpolygon Stützstelle äquidistante Polynominterpolation Subnormale Substitution binomischer Integrand EULERsche Integration

Funktion von hyperbolischen Funktionen Funktion von trigonometrischen Funktionen irrationale Funktion Universalsubstitution von Variablen Differentialausdrücke kartesische in Polarkoordinaten Subtangente Subtraktion komplexe Zahlen numerisches Rechnen Polynome rationale Zahlen Tensoren I Tensoren II Summe Rechenregeln Summenzeichen Summenkonvention, EINSTEINsche Summenregel Summensymbolik, GAUSSsche Superposition Felder komplexe Potentiale nichtlineare Schwingungen

Superpositionssatz, Differentialgleichungen lineare, n-ter Ordnung System, linearer inhomogener, 1. Ordnung System, linearer inhomogener, n-ter Ordnung Supplementsätze Supplementwinkel Supremum Symbol KRONECKER II LANDAU LEGENDRE Symmetrie axiale Spiegelzentrale Symmetriebrechung Differentialgleichung Symmetrieelement Symmetriegruppe Symmetrieoperation Drehspiegelung Drehung ohne Fixpunkt Spiegelung System Differentialgleichungen

Charakteristik charakteristisches kanonisches lineare homogene lineare inhomogene lineare, konstante Koeffizienten Zurückführung auf kognitives lineares Normalgleichungen orthogonales orthonormiertes trigonometrisches vier Punkte vollständiges HILBERT-Raum Wahrscheinlichkeitsrechnung wissensbasierte Interpolation System, dynamisches Abbildung auf dem Einheitskreis Bewegung chaotisches Fraktale metrischer Raum nach DEVANEY

Cr-glattes dissipatives ergodisches invertierbares konservatives Kreisabbildung Standardform I Standardform II Standardform III laminare Phase LORENZ mischendes Begriff Diffeomorphismus Rotationszahl stetiges turbulente Phase Turbulenz volumenerhaltendes volumenschrumpfendes Windungszahl zeitdiskretes zeitdynamisches zeitkontinuierliches

DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Tabelle mit doppeltem Eingang Tangens hyperbolischer geometrische Definition trigonometrischer geometrische Definition Tangensformeln Tangensfunktion hyperbolische geometrische Definition trigonometrische geometrische Definition Tangenssatz Tangente ebene Kurve Ellipse Hyperbel Parabel Raumkurve

Begriff Gleichungen, Parameter I Gleichungen, Parameter II Tangentenabschnitt Tangentenneigungswinkel Differentialgeometrie Differentialquotient Tangentensteigung Tangentenstück Hyperbel Tangentenviereck Tangentenwinkel Tangentialebene Begriff Fläche Begriff Gleichungen Gleichung Kugel vollständiges Differential Tangiermeridian Tautologie Aussagenlogik BOOLEsche Funktion Prädikatenlogik TAYLOR

Entwicklung analytische Funktion eine Veränderliche I eine Veränderliche II Grenzwertbildung Vektorfunktion zwei Veränderliche Formel eine Veränderliche Reihe eine Veränderliche I m Veränderliche zwei Veränderliche Teilbarkeit Teilbarkeitskriterien Bezeichnungen Regeln Teilbarkeitsregeln, elementare Teiler größter gemeinsamer (ggT) Linearkombination Polynome Primfaktorenzerlegung positiver teilerfremd indirekter Beweis

Polynome Teilgraph Teilmenge konvexe Teilraum affiner Teilung äußere innere stetige Strecke Ebene Raum Telegrafengleichung Tensor 0. Stufe 1. Stufe 2. Stufe Addition I Addition II antisymmetrischer Definition Deltatensor dyadisches Produkt Eigenwert Epsilontensor

invarianter Komponenten Multiplikation I Multiplikation II n-ter Stufe Rechenregeln I Rechenregeln II schiefsymmetrischer bezgl. zweier Indizes Spur Subtraktion I Subtraktion II symmetrischer bezgl. zweier Indizes Verjüngung I Verjüngung II Tensoren Assoziativgesetz Distributivgesetz Tensorinvariante Tensorprodukt Splines Vektoren Term Termalgebra

Termersetzungssystem Testaufgabe, lineare Tetraeder Stereometrie System aus vier Punkten Tetraedergruppe Teufelstreppe Theorem KOLMOGOROV-ARNOLD-MOSER STURMsches Thetafunktion Tilgung Tilgungsrechnung Toleranz Tonnenkörper parabolischer topologisch äquivalent konjugiert Torus Abspaltung AVRAIMOVICH-SHILNIKOV-Satz Funktion des Bifurkationswertes adäquater Phasenraum Auflösung Glattheitsverlust

invariante Menge m-dimensionaler eingebetteter Resonanz-Torus Stereometrie Volltorus vom Torus zum Chaos Träger kompakter Träger Funktion Geradenbüschel Zugehörigkeitsfunktion Trägermenge Trägheitsmoment Doppelintegral Kurvenintegral 1. Art Trägheitstensor Trajektorie, dynamisches System Traktrix Transformation geometrische HOPF-COLE HOUSEHOLDER lineare Abbildung, Vektorräume

Koordinatensystem rechtwinklige Koordinaten Wavelet-Transformation Transformationsdeterminante Transformationsinvarianz Transformationsverfahren Eigenwertprobleme Translationsinvarianz Begriff Deltatensor Transportnetz Trapez Trapezformel HERMITEsche numerische Integration Trapezimpuls unipolarer LAPLACE-Transformation Trapezsumme HERMITEsche numerische Integration Trennbarkeit, Mengen Trennungssätze Triangulierung Geodäsie Methode der finiten Elemente

Tridiagonalisierung Triederecke Trochoide TSCHEBYSCHEFF-Satz TSCHEBYSCHEFF-Approximation Aufgabe diskrete Prinzip stetige Vorgehen TSCHEBYSCHEFF-Polynom Eigenschaften Formel TSCHEBYSCHEFF-Ungleichung, gewöhnliche Turbulenz HOPF-LANDAU-Modell LORENZ-System TUTTE-Satz Typ, universelle Algebra

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DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Überdeckung, offene Überschiebung Tensor I Tensor II Ultra-Fuzzy-Set Umfang Ellipse Ellipse, elliptisches Integral Kreis Umformung, identische Umgebung, Punkt Umkehrfunktion Hyperbelfunktionen trigonometrische Umkreis Dreieck Definition Radius Viereck

Umkreisradius Umlaufintegral Begriff Hinweis Vektorfeld Verschwinden Umlaufsinn, Figur Unabhängigkeit, lineare Gleichungen Vektorräume zweier Merkmale, Test Unabhängigkeit lineare, Vektorraum unendlich abzählbar unendlich Begriff überabzählbar unendlich Ungleichung 1. Grades 2. Grades allgemeiner Fall Lösungen arithmetisches und geometrisches Mittel arithmetisches und quadratisches Mittel Auflösung BERNOULLIsche

BESSELsche binomische CAUCHY-SCHWARZsche Dreiecksungleichung HÖLDERsche Integrale Reihen MINKOWSKIsche Integrale Reihen reine SCHWARZ-BUNJAKOWSKIsche TSCHEBYSCHEFFsche Erwartungswerte verallgemeinerte TSCHEBYSCHEFFsche gewöhnliche Typ I Typ II verschiedene Mittelwerte Ungleichungen gleichsinnige spezielle Transitivität ungleichsinnige Unsicherheit

absolute Fuzzy-Logik relative Unstetigkeit, hebbare Unstetigkeitsstelle Unterdeterminante Untergraph induzierter Untergruppe triviale zyklische Untergruppenkriterium Unterraum, des Vektorraumes Unterraumkriterium Unterring Begriff trivialer Unterringkriterium Untervektorraum instabiler diskrete Systeme lineare Differentialgleichungen stabiler diskrete Systeme lineare Differentialgleichungen Urliste

Meßprotokoll I Meßprotokoll II Urnenmodell

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DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Vagheit Valenzmatrix VAN-DER-POLsche Differentialgleichung Variable abhängige Funktion Spaltenvektor Aussagenvariable BOOLEsche freie gebundene linguistische unabhängige Definition Funktion Spaltenvektor Variablentrennung Begriff SCHRÖDINGER-Gleichung

Varianz Moment 2. Ordnung Variation Begriff Definition Variation der Konstanten Differentialgleichung n-ter Ordnung Satz Variationsaufgabe allgemeinere einfache einfache, mehrere Veränderliche Funktionen mehrerer Veränderlicher höhere Ableitungen mehrere Ableitungen mit Nebenbedingungen numerische Lösung Parameterdarstellung positiv homogene Funktion RITZ-Verfahren I Variationsgleichung LYAPUNOV-Exponenten Methode der finiten Elemente Stabilität von Ruhelagen Differentialgleichungen diskrete dynamische Systeme

Variationsproblem 1. Ordnung Begriff DIRICHLETsches höherer Ordnung Parameterdarstellung Variationsrechnung 1. Variation 2. Variation Anwendungen in der Physik Ergänzungen Varietät Vektor Absolutbetrag axialer Begriff Spieglungsverhalten Begriff Differentiationsregeln ebenes Flächenstück Einheitsvektor freier Funktionalanalysis gebundener gemischtes Produkt Grundvektor

kollinearer komplanarer Komponenten konjugierter Koordinaten Länge linienflüchtiger linkssingulärer Matrix Modul Multiplikation Nullvektor orthogonaler polarer Begriff Spiegelungsverhalten Radiusvektor rechtssingulärer reziproker reziproker Grundvektor skalar invarianter Spaltenvektor Tensor 1. Stufe Zeilenvektor Zerlegung

Vektoralgebra Vektoranalysis Vektordiagramm, Schwingungen Vektoren Dreiecksungleichung dyadisches Produkt Kollinearität Kommutativgesetz dyadisches Produkt Skalarprodukt Skalarprodukt Matrixform Tensorprodukt Winkel zwischen zyklische Vertauschung Vektorfeld Divergenz dynamisches System kartesische Koordinaten Komponenten Koordinatendarstellung Kreisfeld Kugelkoordinaten punktförmige Quellen Quelle Richtungsableitung

Rotation Senke sphärisches Umlaufintegral zentrales Zylinderkoordinaten zylindrisches Vektorfunktion Ableitung Hodograph lineare skalare Variablen TAYLOR-Entwicklung Vektorgleichung Ebene Gerade Raumkurve Begriff Tabelle I Tabelle II Raumkurve, Bogenlänge Vektorgradient Definition Nablaoperator Vektoriteration Vektorpotential

Vektorprodukt doppeltes kartesische Koordinaten Koordinatendarstellung Multivektor Vektoralgebra Vektorraum aller beschränkten Zahlenfolgen aller finiten Zahlenfolgen aller konvergenten Zahlenfolgen aller zu 0 konvergierenden Folgen (Nullfolgen) Axiome B(T) C([a,b]) C(k)([a,b]) EUKLIDischer Folgen F(T) geordneter Gesetze Halbordnung Inklusionen Kn komplexer M(N)

n-dimensionaler reeller über einem Körper über einem Körper von Skalaren s aller Zahlenfolgen unendlichdimensionaler Vektorverband geordneter Raum homomorpher normierter Vektorzerlegung kartesische Koordinaten VENN-Diagramm Verband distributiver Vereinigung Mengen unscharfe Mengen Vereinigungsmenge Verfahren ADAMS-BASHFORTH Ansatzverfahren Austauschverfahren BAIRSTOW Bisektionsverfahren CHOLESKY

Quadratmittelproblem, Hinweis symmetrische Koeffizientenmatrix GALERKIN-Verfahren GAUSS-NEWTON ableitungsfreies GAUSS-SEIDEL GRAEFFE HOUSEHOLDER diskrete Approximationsaufgabe Quadratmittelproblem Iterationsverfahren JACOBI-Verfahren (Eigenwertbestimmung) LANCZOS-Verfahren MILNE NEWTON Iterationsverfahren modifiziertes, numerische Mathematik modifiziertes,Funktionalanalysis nichtlineare Gleichungssysteme Orthogonalisierung GRAM-SCHMIDTsches HOUSEHOLDER Prediktor-Korrektor RITZ-Verfahren numerische Lösung von Variationsaufgaben I numerische Lösung von Variationsaufgaben II

ROMBERG-Verfahren RUNGE-KUTTA SOR-Verfahren STEFFENSEN Transformationsverfahren, Eigenwertbestimmung Vergleichsfunktion eine Veränderliche zwei Veränderliche Verifizieren, Beweisführung Verjüngung Tensor I Tensor II Verkettung Verknüpfung max-average max-min max-prod Verknüpfungsoperator Verknüpfungsprodukt Verknüpfungsregeln Verschlüsselungsverfahren, RSA Versicherungsmathematik Versiera der Agnesi Vertauschung, zyklische Seiten und Winkel Vektoren

Vertauschungssatz, SCHWARZscher Verteilung Binomialverteilung Chi-Quadrat-Verteilung Tabelle der Quantile diskrete Exponentialverteilung FISHER-Verteilung Häufigkeitsverteilung hypergeometrische logarithmische Normalverteilung Normal-Verteilung POISSON-Verteilung stetige Stichprobenmittelwerte STUDENT-Verteilung Tabelle der Quantile t-Verteilung Tabelle der Quantile WEIBULL-Verteilung Verteilungsdichte Meßfehler Verteilungsfunktion diskrete Zufallsgrößen Eigenschaften

stetige kontinuierliche Zufallsgrößen Vertrauensgrenze Mittelwert Begriff bekannte Streuung unbekannte Streuung Regressionskoeffizient Streuung Vervollständigung Vieleck ähnliches ebenes Flächeninhalt Inkreisradius Innenwinkel regelmäßiges Seitenlänge Umkreisradius Zentriwinkel Außenwinkel Vielfaches kleinstes gemeinsames (kgV) Vielflach Viereck allgemeines

Definition Vierergruppe, KLEINsche VIETA, Wurzelsatz Vollwinkel ebener räumlicher VOLTERRAsche Integralgleichung 2. Art Differentiation Faltungstyp Kontraktionsprinzip Lösung durch Differentiation Methode der Umwandlung NEUMANNsche Reihe numerische Behandlung partielle Integration theoretische Grundlagen VOLTERRAscher Integraloperator Volumen Doppelintegral Dreifachintegral Hohlzylinder Kegel Keil Kugel Obelisk

Polyeder Prisma Pyramide Quader Teilmenge Tetraeder Tonnenkörper Torus Würfel Zylinder Volumenableitung Divergenz Gradient Rotation Volumenelement beliebige Koordinaten kartesische Koordinaten Kugelkoordinaten Tabelle Vektorkomponenten Zylinderkordinaten Volumenintegral Volumenskala Vorwärtseinschnitt auf der Kugel

durch zwei Strahlen ohne Visier Vorzeichenfunktion vrai sup

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DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Wahrheitsfunktion Äquivalenz BOOLEsche Funktion Disjunktion Implikation Konjunktion NANDNegation NORWahrheitsfunktionen Wahrheitstafel Wahrheitswert Wahrscheinlichkeit bedingte Definition Flächeninterpretation vollständige Wahrscheinlichkeitsdichte Wahrscheinlichkeitsintegral

Wahrscheinlichkeitsmaß ergodisches invariantes Wahrscheinlichkeitspapier Wahrscheinlichkeitsrechnung Einordnung WALSH-Funktionen WALSH-Systeme Wärmeleitungsgleichung CAUCHY-Problem eindimensionale homogener Stab LAPLACE-Transformation Wavelet DAUBECHIES-Wavelets orthogonales Wavelet-Transformation diskrete diskrete HAAR-Wavelet-Transformation dyadische schnelle WEBERsche Funktion Wechselwinkel Wechselwirkung Solitonen Teilchen

Weg, Funktion der Geschwindigkeit Weg, Graph alternierender zunehmender WEIBULL-Verteilung WEIERSTRASS Funktion Kriterium Satz Approximationssatz Funktion einer Veränderlicher Funktion mehrerer Veränderlicher Welle, ebene Wellenfunktion klassische Wellen Schrödingergleichung Wärmeleitungsgleichung Wellengleichung eindimensionale, FOURIER-Transformation Wellenlänge, Sinuskurve Wendepunkt Bestimmung Funktion einer Veränderlichen Kurvendiskussion Regeln Wendepunkte

Einordnung WENN-DANN-Regel Wert, wahrer Wertebereich, Funktion Wertesystem wertverlaufsgleich Windung, Raumkurve Windungsradius, Raumkurve Winkel an Geraden an Parallelen Begriff Bezeichnungen Bogenmaß ebene Kurven Ebenen ebener entgegengesetzte EULERsche Gegenwinkel Gerade und Ebene Geraden, Raum gestreckter Raumwinkel rechter

Rückversetzung spitzer Stufenwinkel stumpfer überstumpfer zwischen ebenen Kurven Raumkurven Vektoren Gradmaß Winkelhalbierende Dreieck Begriff Berechnung Winkelkosinussatz Winkelsumme ebenes Dreieck sphärisches Dreieck Wirbelfeld quellenfreies reines Wirbellinien Wirbelpunkt Wort, Kodierung Worthalbgruppe WRONSKI-Determinante

Fundamentalsystem von Lösungen lineare Differentialgleichung Würfel Wurzel Begriff Gleichung n-ten Grades komplexe Zahl reele Zahl Wurzelbaum Wurzelkriterium Wurzelsatz, VIETAscher Wurzelziehen

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DeskTop Indexseiten: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z XOR-Funktion BOOLEsche Funktion Z-Transformation Tabelle Zahl pi Zahlen BERNOULLIsche EULERsche FIBONACCI-Zahlen Iterationsvorschrift ganze imaginäre irrationale Entdeckung Zahlengerade komplexe Addition Argument Division

Exponentialform Hauptwert Modul Multiplikation Potenzieren Radizieren Subtraktion trigonometrische Form konjugiert komplexe natürliche Primzahlen rationale reelle transzendente zusammengesetzte Zahlendarstellung, interne Zahlenebene GAUSSsche komplexe beliebige Abbildung konforme Abbildung Zahlenfolge Bildungsgesetz Divergenz finite

Glieder Grenzwert Konvergenz monotone Schranke Zahlengerade erweiterte Zahlenintervall Zahlensystem Bildungsgesetz Computer Dezimalsystem Dualsystem Hexadezimalsystem Oktalsystem polyadisches Zahlentheorie Zeichen, mathematische Zeichendarstellung, interne Zeichenregel, kartesische Zeilensummenkriterium Zeilenvektor Zeit-Frequenz-Analyse Zelt-Abbildung Zenit

Zenitwinkel Zentralfeld Zentralwert, Stichprobenfunktionen Zentriwinkel Begriff Berechnung, Kreisabschnitt Zentrum Zentrumsmannigfaltigkeit Abbildungen Differentialgleichungen Zerlegung Äquivalenzklasse CHOLESKY orthogonale Vektoren Zerlegungssatz Differentialgleichungen Zielfunktion, lineare Zielpunkt Zigarrenform, Ellipsoid Zinsen Zinseszins Zinseszinsrechnung Zinssatz Zissoide Z-Transformation

Anwendungen Bildfunktion Dämpfung Definition Differentation Differenzenbildung Faltung Faltungsatz Integration inverse Name Originalfolge Rechenregeln Summation Translation Vergleich mit LAPLACE-Transformation Z-transformierbar Zufallserscheinung Zufallsgröße Begriff diskrete kontinuierliche stetige unabhängige Zufallsvektor

mathematische Statistik Wahrscheinlichkeitsrechnung Zufallsveränderliche Begriff mehrdimensionale unabhängige Zufallszahlen Erzeugung gleichverteilte Monte-Carlo-Simulation Pseudozufallszahl Tabelle verschiedene Verteilungen Zugehörigkeitsfunktion Begriff Beispiele glockenförmige trapezförmige Zugehörigkeitsgrad Zustand entarteter stationärer Teilchen Zuwachsfunktion Zweieck, sphärisches Zweifachintegral

Zweiflach Zweikörperproblem Zwischenveränderliche Zwischenwertsatz Funktion einer Veränderlichen Funktion mehrerer Veränderlicher Zykloide Basis gewöhnliche kongruente verkürzte verlängerte Zykloiden Zyklus, Kette Zylinder elliptischer Fläche 2. Ordnung hyperbolischer Invariantenvorzeichen elliptischer hyperbolischer parabolischer parabolischer Stereometrie Zylinderabschnitt Zylinderfläche

Gleichung Mantel Zylinderfunktion Tabelle Zylinderhuf Zylinderkoordinaten Grundlagen Vektorfeld

Dissipative Bäcker-Abbildung
Sei ein Parameter und das Einheitsquadrat. Die Abbildung

(17.49) heißt dissipative Bäcker - Abbildung . Zwei Iterationen der Bäcker -Abbildung sind in der folgenden Abbildung zu sehen.

Man erkennt die entstehende ,,Blätterteigstruktur ``. Die Menge

ist invariant unter

und alle

Punkte aus

werden von

angezogen. Der Wert für die HAUSDORFF-Dimension ist

.

Für das dynamische System

existiert auf

ein invariantes Maß

, verschieden vom LEBESGUE-Maß. In

den Punkten, wo die Ableitungen existieren, erhält man die JACOBI-Matrizen

Hieraus ergeben sich die Singulärwerte LYAPUNOV-Exponenten (bezüglich des invarianten Maßes LYAPUNOV-Dimension

und, demzufolge, die . Damit gilt für die

. Die PESINsche Formel für die metrische Entropie stimmt hier, d.h., es gilt

.

Abbildungen
Eine Abbildung (oder Funktion) von einer Menge in eine Menge (Bezeichnung ) ist eine

Zuordnungsvorschrift, die jedem Element Abbildung als zweistellige Relation zwischen nach falls gilt:

eindeutig ein Element und

zuordnet. Man kann eine auffassen: heißt

Abbildung von und

(5.82) (5.83) Die Funktion heißt eineindeutig (oder injektiv ), falls zusätzlich gilt: (5.84) Während bei einer Abbildung nur verlangt wird, daß jedes Original nur ein Bild hat, bedeutet Injektivität, daß auch jedes Bild nur ein Original besitzt.

Die Funktion

heißt Abbildung von

auf

(oder surjektiv ), falls gilt: (5.85)

Eine injektive und surjektive Abbildung heißt bijektiv . Für bijektive Abbildungen Relation eine Abbildung die sogenannte Umkehrabbildung von

ist die inverse

Das Relationenprodukt, auf Abbildungen angewandt, charakterisiert die Hintereinanderausführung von Abbildungen: Sind und Abbildungen, so ist eine Abbildung von nach und es gilt (5.86) Man beachte die Reihenfolge von und in dieser Gleichung (unterschiedliche Handhabung in der Literatur!).

Lineare Operatoren und Funktionale
q q q

Abbildungen Homomorphismus und Endomorphismus Isomorphe Vektorräume

Chaotisches System nach Devaney
Sei System ein dynamisches System im metrischen Raum bzw. die Menge mit kompakter invarianter Menge . Das

heißt chaotisch im Sinne von DEVANEY, wenn gilt:

a) ist topologisch transitiv auf b) Die periodischen Orbits von c) ist auf sensitiv bezüglich der Anfangswerte im Sinne von GUCKENHEIMER, d.h., liegen dicht in . , d.h., es gibt einen positiven Semiorbit, der dicht in liegt.

(17.51)

Beispiel BERNOULLI-Shift-Abbildung: Gegeben sei der Raum der -Folgen

Für zwei Folgen

und

sei der Abstand

Damit wird

ein vollständiger metrischer Raum, der außerdem kompakt ist. Die Abbildung heißt BERNOULLI- Shift-Abbildung .

Die Shift-Abbildung ist chaotisch im Sinne von DEVANEY.

Unterabschnitte
q q

Äquivalente und geliftete Abbildung Rotationszahl:

Abbildungen auf dem Einheitskreis und Rotationszahl Äquivalente und geliftete Abbildung
Beim Glattheitsverlust und Zerfall eines Torus spielen die Eigenschaften invarianter Kurven der POINCARÉ-Abbildung eine wichtige Rolle. Stellt man die POINCARÉ-Abbildung in Polarkoordinaten dar, so erhält man unter gewissen Voraussetzungen losgekoppelte Abbildungen der Winkelvariablen als aussagefähige Hilfsabbildungen auf dem Einheitskreis. Diese sind im Falle glatter invarianter Kurven (obere Abbildung) umkehrbar und im Falle nichtglatter Kurven (untere Abbildung) nicht umkehrbar.

Eine Abbildung

mit

, die das dynamische System (17.77)

erzeugt, heißt äquivariant . Jeder solcher Abbildungen läßt sich auch eine Abbildung auf dem Einheitskreis

mit die Äquivalenzklasse die Beziehung

zuordnen. Dabei ist gilt. Man bezeichnet

, wenn für

als eine von f geliftete Abbildung .

Offenbar ist diese Zuordnung nicht eindeutig. Sei (17.78) das zu gehörige dynamische System.

Beispiel Sind und zwei Parameter, so sei die Abbildung für alle durch

definiert. Das zugeordnete dynamische System (17.79) läßt sich durch die Transformation auf das System (17.80)

mit

überführen. Mit

liegt eine äquivariante Abbildung vor,

die die Standardform der Kreisabbildung erzeugt.

Rotationszahl:
Der Orbit ein von (17.77) ist genau dann ein - periodischer Orbit von (17.78) in , wenn er gilt. gibt, die

-Zyklus von (17.77) ist, d.h., wenn eine ganze Zahl

existiert, so daß

Die Abbildung monoton wachsend ist. Ist der Grenzwert

heißt orientierungstreu , wenn es eine zugehörige geliftete Abbildung

aus (17.77) ein monoton wachsender Homöomorphismus, so existiert für jedes , und dieser Grenzwert hängt nicht von ab. Es kann deshalb der

Ausdruck

definiert werden. Ist

ein Homöomorphismus und sind

sowie

zwei von

geliftete Abbildungen, so gilt

, wobei

eine ganze Zahl ist. Aufgrund

der letzten Eigenschaft läßt sich die Rotationszahl (oder Windungszahl ) Homöomorphismus geliftete Abbildung ist. als

eines orientierungstreuen eine beliebige von

definieren, wobei

Ist

in (17.78) ein orientierungstreuer Homöomorphismus, so hat die Rotationszahl folgende

Eigenschaften (s. Lit. 17.12): a) Hat (17.78) einen b) Ist c) Ist (17.78) einen d) ist genau dann irrational, wenn (17.78) weder einen periodischen Orbit noch eine Ruhelage besitzt. , wobei , ganzzahlig und eine natürliche Zahl ist ( und teilerfremd), so hat , so hat (17.78) eine Ruhelage. -periodischen Orbit, so existiert eine ganze Zahl , so daß ist.

-periodischen Orbit.

Satz von DENJOY: Ist irrational, so ist

ein orientierungstreuer

-Diffeomorphismus und ist die Rotationszahl

topologisch konjugiert zu einer reinen Drehung, deren geliftete Abbildung

lautet.

Satz von Hadamard und Perron für diskrete Systeme
Der Satz von HADAMARD und PERRON für diskrete Systeme in Separatrixflächen: Ist eine hyperbolische Ruhelage von (17.3) vom Typ -glatte Flächen der Dimension bzw. oder für oder , so sind , die lokal wie nicht gegen und -glatte Elementarflächen streben, verlassen bzw. für von für beschreibt Eigenschaften der

verallgemeinerte

aussehen. Die Orbits von (17.3), die für hinreichend kleine Umgebungen von tangiert in

. Die Fläche

den stabilen Untervektorraum bzw. den instabilen Untervektorraum .

Beispiel

Betrachtung des folgenden zeitdiskreten dynamischen Systems (17.23) aus der Familie der HÉNON-Abbildungen. Die beiden hyperbolischen Ruhelagen von (17.23) sind und . Es sollen lokale stabile und instabile Mannigfaltigkeiten von geht (17.23) in das über. Den Eigenwerten

bestimmt werden. Mit der Variablentransformation System der JACOBI-Matrix bzw. , so daß mit der Ruhelage

entsprechen die Eigenvektoren und ist. In dem Ansatz wird als

Potenzreihe

gesucht. Aus

folgt

. Dies führt zu einer Bestimmungsgleichung für die Koeffizienten der Zerlegung von , wobei ist. Der prinzipielle Verlauf der stabilen und instabilen Mannigfaltigkeit ist in der folgenden

Abbildung zu sehen (s. auch Lit. 17.6).

Hufeisen-Abbildung
Die Hufeisen-Abbildung tritt in Verbindung mit POINCARÉ-Abbildungen auf, die transversale Schnitte von stabilen

und instabilen Mannigfaltigkeiten beinhalten. Das Einheitsquadrat wird zunächst in einer Koordinatenrichtung linear gestreckt und in der

anderen Richtung gestaucht. Anschließend wird das erhaltene Rechteck in der Mitte gebogen (s. Abbildung).

Wiederholt man diese Prozedur ständig, so entsteht eine Folge von Mengen

, für die

eine kompakte unter Mit Ausnahme eines Punktes läßt sich

invariante Menge darstellt, die alle Punkte aus

anzieht.

lokal als Produkt ,,Linie

CANTOR-Menge`` beschreiben.

Homomorphismen und Isomorphismen
Zwischen algebraischen Strukturen werden nicht beliebige, sondern ,,strukturerhaltende`` Abbildungen betrachtet: 1. Gruppenhomomorphismus: Es seien und gilt: (5.102) Als Beispiel sei der Multiplikationssatz für Determinanten erwähnt: (5.103) Dabei ist auf der linken Seite der Gleichung die Multiplikation reeller Zahlen (ungleich Null) und auf der rechten Seite die Multiplikation von regulären Matrizen gemeint. 2. Kern: Ist ein Gruppenhomomorphismus, so wird die Menge abgebildet werden, Kern von aller Elemente von Gruppen. Eine Abbildung

heißt Gruppenhomomorphismus , wenn für alle

die auf das neutrale Element von erweist sich als Normalteiler von .

genannt. Der Kern von

3. Gruppenisomorphismus Ist ein Gruppenhomomorphismus Gruppenisomorphismus , und die Gruppen ). Es gilt: ker und

darüber hinaus bijektiv, so heißt

heißen zueinander isomorph (Bezeichnung:

Isomorphe Gruppen sind von gleicher Struktur, d.h., sie unterscheiden sich nur durch die Bezeichnung ihrer Elemente. Beispiel Die symmetrische Gruppe und die Diedergruppe sind zueinander isomorphe Gruppen der

Ordnung 6 und beschreiben die Deckabbildungen eines gleichseitigen Dreiecks.

Beliebige Abbildung der komplexen Zahlenebene
Eine Funktion (14.31a) gilt als definiert, wenn die zwei Funktionen sind. Die Funktion Funktion jeder Punkt und reeller Veränderlicher definiert und bekannt

braucht nicht analytisch zu sein, wie das bei der konformen Abbildung gefordert wird. Die -Ebene in die -Ebene ab, d.h.,

definiert eine neue komplexe Zahlenebene. Man sagt, sie bildet die wird in einem ihm entsprechenden Punkt abgebildet.

a) Transformation der Koordinatenlinien: Koordinatenlinien transformieren sich gemäß:

(14.31b) b) Transformation geometrischer Gebilde: Geometrische Gebilde wie Kurven oder Gebiete der -Ebene

transformieren sich zu Kurven oder Gebieten der

-Ebene, also zu gleichartigen geometrischen Gebilden: (14.31c)

Mit

ist der Parameter bezeichnet.

Beispiel Für also in die Geraden (s. Abbildung). gehen die Geraden . Die Geraden über in gehen über in die Geraden ,

Die schraffierte Fläche in der linken Abbildung wird auf die schraffierte Fläche in der rechten Abbildung abgebildet. c) RIEMANNsche Fläche: Ist die Funktion mehrdeutig, wie z.B. die Funktionen

, so erfolgt die Abbildung auf eine entsprechende Anzahl übereinander liegender Ebenen. Jedem Funktionswert der -Ebene entspricht ein Punkt auf einer dieser Ebenen. Die Ebenen sind durch Kurven miteinander verbunden; ihre Gesamtheit wird mehrblättrige RIEMANNsche Fläche genannt (s. Lit. 14.16).

Beispiel : Überstreicht der Radiusvektor dann überstreicht der zugehörige Radiusvektor die obere -Halbebene. Erst bei einem zweiten Durchlauf der bezüglich die volle -Ebene, d.h. , d.h. -Ebene wird die volle , , nur -Ebene

durchlaufen. Diese Zweideutigkeit von

wird dadurch behoben, daß man

zwei -Ebenen übereinanderlegt und längs der aufgeschnittenen negativen reellen Achse gemäß der folgenden Abbildung miteinander verbindet.

Die so entstehende Fläche heißt RIEMANNsche Fläche der Funktion Verzweigungspunkt. Der Wertevorrat von zweiblättrigen RIEMANNschen Fläche ausgebreitet.

. Der Nullpunkt heißt

liegt in entsprechender Weise auf der

Konforme Abbildung
q q q q q

Begriff und Eigenschaften der konformen Abbildung Einfachste konforme Abbildungen Schwarzsches Spiegelungsprinzip Komplexe Potentiale Superpositionsprinzip

Konforme Abbildung durch affine Differentialtransformation
Die Zuordnung zwischen und geschieht durch die affine Differentialtransformation (14.9a) und in Matrizenschreibweise (14.9b) Wegen der CAUCHY-RIEMANNschen Differentialgleichungen hat A die Gestalt der Drehungs- Streckungsmatrix: (14.10a) (14.10b) (14.10c) (14.10d)

(14.10e)

Exponentialfunktion
Die konforme Abbildung in der Form der Exponentialfunktion (14.18a) lautet in Polarkoordinaten (14.18b) Mit folgt: (14.18c) Wenn bis die Werte von und von bis bis durchläuft und von bis der variiert, dann durchläuft die Werte -

. Ein Parallelstreifen der Breite

-Ebene wird auf die gesamte

Ebene abgebildet (s. Abbildung).

Gebrochenlineare Funktion
Für die konforme Abbildung in der Form der gebrochenlinearen Funktion (14.13a) kann die Transformation in drei Schritte zerlegt werden: (14.13b) (14.13c)

(14.13d) Es werden wieder Kreise in Kreise überführt ( Kreisverwandtschaft ), wobei Geraden als Kreise mit aufgefaßt werden. Fixpunkte dieser konformen Abbildung sind die beiden Punkte, die der quadratischen Gleichung genügen. Sind die Punkte und Spiegelpunkte in bezug auf den Kreis der -Ebene,

dann sind ihre Bildpunkte von

und

in der

-Ebene ebenfalls Spiegelpunkte in bezug auf den Bildkreis

. Das orthogonale Netz, das in das orthogonale kartesische Netz zurückführt, ist in der folgenden Abbildung

dargestellt.

Inversion
Bei der Inversion genannten konformen Abbildung (14.12) geht ein Punkt Winkel der -Ebene mit dem Radius in einen Punkt der -Ebene mit dem Radius über, ein

in einen Winkel

. Die orthogonalen Netze der Transformation zeigt die Abbildung.

Daraus folgt, daß diese Transformation eine Spiegelung an einem Kreis mit dem Radius Abbildung zeigt die Spiegelung am Einheitskreis.

bewirkt. Die folgende

Bei dieser Inversion geht ein Punkt

mit dem Radius

innerhalb des Kreises mit dem Radius

in einen

Punkt

über, der auf der Verlängerung des gleichen Radiusvektors

außerhalb des Kreises liegt und den

Abstand Der Einheitskreis der

vom Mittelpunkt

hat. -Ebene mit über (s. Abbildung).

-Ebene geht in den Einheitskreis der

Allgemein gehen Kreise in Kreise über, wobei Geraden als Grenzfälle mit geht in und .

zu den Kreisen gerechnet

werden. Punkte, die im Innern des Kreises liegen, werden zu äußeren Punkten und umgekehrt. Der Punkt über, d.h., die Konformität ist hier gestört. Die Fixpunkte der konformen Abbildung sind

Einfachste konforme Abbildungen
In diesem Abschnitt werden neben den Transformationen und ihren wichtigsten Eigenschaften die Kurvenbilder isometrischer Netze angegeben, d.h. solcher Netze, die in ein orthogonales kartesisches Netz übergehen. Dabei sind die Ränder solcher -Gebiete durch Schraffur gekennzeichnet, die auf die obere Hälfte der und über (s. Abbildung). -Ebene abgebildet -Ebene mit den werden. Schwarz dargestellte Gebiete gehen durch die konforme Abbildung in ein Quadrat der Koordinateneckpunkten

q

Lineare Funktion:

q q q q q q q q

Inversion Gebrochenlineare Funktion Quadratische Funktion Quadratwurzel Summe aus linearer und gebrochenlinearer Funktion Logarithmus Exponentialfunktion Schwarz-Christoffelsche Formel

Lineare Funktion:
Für die konforme Abbildung in der Form der linearen Funktion (14.11a) kann die Transformation der - in die -Ebene in drei Schritten durchgeführt werden: (14.11b) (14.11c) (14.11d) Insgesamt geht dabei jede Figur in eine geometrisch ähnliche Figur über. Die Punkte und

für

gehen in sich selbst über und heißen deshalb Fixpunkte . Die Abbildung zeigt das orthogonale

Netz, das in das orthogonale kartesische Netz übergeht.

Summe aus linearer und gebrochenlinearer Funktion
Die konforme Abbildung (14.16a) kann mit Hilfe der Polarkoordinatendarstellung zu (14.16b) umgeformt werden. Kreise mit Ellipsen (14.16c) der -Ebene (s. rechte Abbildung) über. der -Ebene (s. linke Abbildung) gehen in die konfokalen und Trennung von Real- und Imaginärteil gemäß (14.8)

Brennpunkte sind die Punkte

der reellen Achse. Für den Einheitskreis mit

entartet die Ellipse der

-Ebene in die zweifach durchlaufene Strecke Äußere des Einheitskreises wird auf die volle Umkehrfunktion zweideutig ist:

der reellen Achse. Sowohl das Innere als auch das -Ebene mit dem Schnitt abgebildet, so daß die

(14.16d) Die Geraden der -Ebene (s. die folgende linke Abbildung) werden in die konfokalen Hyperbeln

(14.16e) mit den Brennpunkten abgebildet (s. rechte Abbildung).

Die den Koordinatenhalbachsen der

-Ebene

entsprechenden Hyperbeln arten in die

Achse

und in die hin und zurück durchlaufenen Intervalle

der reellen Achse aus.

Logarithmus
Die konforme Abbildung in der Form der Logarithmusfunktion (14.17a) lautet in Polarkoordinaten (14.17b) Aus der Darstellung in Polarkoordinaten erkennt man, daß die Koordinatenlinien aus den konzentrischen Kreisen um den Nullpunkt der -Ebene verlaufen, hervorgehen. und

-Ebene und aus den Strahlen, die durch den Nullpunkt der

Das isometrische Netz ist ein polares Netz. Die Logarithmusfunktion ist unendlich vieldeutig. Beschränkt man sich auf den Hauptwert von -Ebene in einen Streifen der in

, dann geht die gesamte

-Ebene über, der von den Geraden

begrenzt wird, wobei die letztere mit eingeschlossen ist.

Quadratische Funktion
Die konforme Abbildung mittels der quadratischen Funktion (14.14a) lautet in Polarkoordinaten (14.14b) und als Funktion von und (14.14c) Aus der Darstellung (14.14b) in Polarkoordinaten ist ersichtlich, daß bereits die obere Hälfte der volle -Ebene abgebildet wird, d.h., die gesamte -Ebene geht in die zweifach überdeckte -Ebene Die Darstellung in kartesischen Koordinaten zeigt, daß die Koordinaten der aus den in der hervorgehen (s. Abbildung). -Ebene auf die -Ebene über. und und

-Ebene zueinander orthogonalen Hyperbelscharen

Fixpunkte dieser konformen Abbildung sind konform.

und

. An der Stelle

ist die Abbildung nicht

Quadratwurzel
Die konforme Abbildung (14.15) in der Form der Quadratwurzel aus der überführt die gesamte -Ebene entweder in die obere oder untere Halbebene -Ebene gehen aus zwei zueinander -Ebene und mit der positiven -Ebene, d.h., die Funktion ist doppeldeutig. Die Koordinaten der

orthogonalen Scharen konfokaler Parabeln mit dem Brennpunkt im Nullpunkt der bzw. negativen reellen Koordinatenhalbachse als Achse hervor (s. Abbildung).

Fixpunkte der Abbildung sind

und

. Im Punkt

ist die Abbildung nicht konform.

Schwarz-Christoffelsche Formel
Durch die SCHWARZ-CHRISTOFFELsche Formel (14.19a)

wird das Innere eines Polygons mit den -Halbebene abgebildet (s. Abbildung).

Außenwinkeln

der

-Ebene auf die obere

Mit

sind die den Ecken des Polygons zugeordneten Punkte der reellen Achse der

-Ebene bezeichnet, mit

die Integrationsvariable. Der orientierte, also durch eine Richtung ausgezeichnete Rand des Polygons geht bei der Abbildung in die orientierte reelle Achse der und ist im Unendlichen regulär. -Ebene über. Für große Werte von verhält sich der Integrand wie

Da die Summe aller Außenwinkel eines

-Ecks gleich

ist, gilt:

(14.19b) Die komplexen Konstanten und bewirken eine Drehstreckung und eine Verschiebung, hängen aber nicht

von der Form, sondern nur von Größe und Lage des Polygons in der Drei Punkte der -Ebene

-Ebene ab. -Ebene , einen unendlich wegzulassen. Wenn das

dürfen frei drei beliebigen Punkten der

zugeordnet werden. Ordnet man einem Eckpunkt des Polygons in der fernen Punkt der -Ebene, also zu, dann ist der Faktor

-Ebene, z.B.

Polygon ausartet, z.B. dadurch, daß sich ein Eckpunkt im Unendlichen befindet, dann ist der zugehörige Außenwinkel gleich , also , d.h., das Polygon wird zum Halbstreifen.

Beispiel A Für das in der linken Abbildung skizzierte Gebiet der -Ebene wird die in der nachstehenden Tabelle für

angegebene Zuordnung dreier Punkte gewählt.

Die Abbildungsformel lautet: .

Bei der Bestimmung von

ist

zu setzen:

d.h.,

.

Daß die Konstante

ist, geht aus der Zuordnung ,,

`` hervor.

Beispiel B Abbildung eines Rechtecks. Eckpunkte des abzubildenden Rechtecks seien . Die Punkte und sollen in die Punkte und und

der reellen Achse übergehen, und Punkte

sind Spiegelpunkte zu

bezüglich der imaginären Achse. Nach dem SCHWARZschen Spiegelungsprinzip müssen ihnen die und entsprechen (s. Abbildung).

Damit lautet die Abbildungsformel für ein Rechteck der oben skizzierten Lage

.

Punkt

entspricht Punkt

und Punkt

Punkt

. Mit

wird

,

wobei die Substitution elliptische Integral 1. Gattung. Daß die Konstante

verwendet wurde. Die Funktion

ist ein

ist, geht aus der Zuordnung ,,

`` hervor.

BANACHscher Fixpunktsatz
Sei eine nichtleere abgeschlossene Teilmenge eines vollständigen metrischen Raumes ein kontraktiver Operator auf , d.h., es existiert eine Konstante . Sei , so daß gilt (12.56) Dann gilt: 1. Für einen beliebigen Startpunkt ist das Iterationsverfahren (12.57) unbeschränkt ausführbar, d.h., für jedes 2. Die Iterationsfolge konvergiert gegen ein Element . gilt .

3. Es gilt (12.58) 4. Der einzige Fixpunkt von 5. Es gilt die Fehlerabschätzung (12.59) in ist .

Im Zusammenhang mit dem BANACHschen Fixpunktsatz spricht man vom Prinzip der kontrahierenden Abbildung oder dem Kontraktionsprinzip .

Lineare Abbildungen
Die mit der Struktur von Vektorräumen verträglichen Abbildungen werden lineare Abbildungen genannt. heißt linear, wenn für alle und alle gilt: (5.122) Die linearen Abbildungen beschrieben. von in werden mittels Matrizen vom Typ durch

Periodenverdopplung oder Flip-Bifurkation
Gegeben sei das System (17.53) mit (17.53) bei mit den Multiplikatoren und . Betrachtet wird ein periodischer Orbit und wird durch die eindimensionale Abbildung (17.66) mit von . Das

Bifurkationsverhalten der POINCARÉ-Abbildung nahe beschrieben, von der die Normalform

(17.68) angenommen werden soll. Die Ruhelage Die zweite iterierte Abbildung hat bei von (17.68) ist für kleine außer stabil und für instabil.

noch die beiden stabilen Fixpunkte sind. Demzufolge müssen sie Punkte der Periode 2 von

, die keine Fixpunkte von (17.68) sein.

Allgemein formuliert, kommt es in einer

-Abbildung (17.66) zur Entstehung eines zweiperiodischen Orbits bei

, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind (s. Lit. 17.2):

(17.69)

Da wegen

auch

ist, sind damit für die Abbildung

die Bedingungen

für eine Gabel-Bifurkation formuliert. Die Eigenschaften der Abbildung (17.68) implizieren für die Differentialgleichung (17.53), daß sich bei ein stabiler periodischer Orbit mit etwa doppelter Periode abspaltet ( Periodenverdopplung ), wobei Stabilität verliert (s. Abbildung). von seine

Beispiel Die logistische Abbildung d.h. durch das diskrete dynamische System (17.70) gegeben. Die Abbildung besitzt nach Lit. 17.10 folgendes Bifurkationsverhalten: Für Ruhelage mit dem Einzugsgebiet . Für hat (17.70) die und die ist für durch ,

besitzt (17.70) die instabile Ruhelage besitzt. Bei

stabile Ruhelage

, wobei letztere das Einzugsgebiet

wird die Ruhelage wird auch der

instabil und zerfällt in einen stabilen 2periodischen Orbit. Beim Wert 2periodische Orbit instabil und durch einen stabilen

-periodischen Orbit ersetzt. Die Periodenverdopplung setzt

sich fort, und es entstehen stabile die Konvergenz

-periodische Orbits bei .

. Numerische Untersuchungen belegen für

Bei

liegt ein Attraktor

vor, der FEIGENBAUM- Attraktor , der die Struktur einer CANTOR-ähnlichen

Menge hat. In beliebiger Nähe des Attraktors liegen Punkte, die nicht in den Attraktor, sondern auf instabile periodische Orbits iteriert werden. Der Attraktor hat dichte Orbits und eine HAUSDORFF-Dimension . Andererseits liegt keine sensitive Abhängigkeit von den Anfangszuständen vor. Im Bereich existiert eine Parametermenge mit positivem LEBESGUE-Maß, so daß für das

System (17.70) einen chaotischen Attraktor positiven Maßes besitzt. Die Menge denen Periodenverdopplung auftritt.

ist von Fenstern durchsetzt, in

Das Bifurkationsverhalten der logistischen Abbildung ist auch in einer Klasse von unimodalen Abbildungen , d.h. von Abbildungen des Intervalls Parameterwerte in sich, die in ein einfaches Maximum besitzen, zu finden. Obwohl die , bei denen Periodenverdopplung auftritt, für verschiedene solche unimodale Abbildungen sich

voneinander unterscheiden, ist die Konvergenzrate, mit der diese Parameter gegen den jeweiligen Wert streben, gleich: , wobei die FEIGENBAUM-Konstante ist ( bei hängt von

der konkreten Abbildung ab). Gleich sind auch die HAUSDORFF-Dimensionen der Attraktoren

Definition, auf dem Attraktor konzentrierte Maße
Zum dynamischen System ein Maß auf invariant unter System zu sein, auch als Menge unter konzentriert , wenn invariantes Maß, so ist dieses auf ist. , wenn auf sei die -Algebra der BOREL-Mengen auf und heißt

. Jede Abbildung

wird als für alle

-meßbar vorausgesetzt. Das Maß und

gilt. Ist das dynamische

invertierbar, so läßt sich die Eigenschaft eines Maßes, invariant unter dem dynamischen System ausdrücken. Das Maß ist. Ist also konzentriert, wenn ein Attraktor von heißt auf der BORELund ein mit

für jede BOREL-Menge

Der Träger eines Maßes von , auf der das Maß konzentriert ist.

, bezeichnet mit supp

, ist die kleinste abgeschlossene Teilmenge

Beispiel A Betrachtet wird auf die Modulo-Abbildung (auch Shift-Abbildung)

(17.28) In diesem Fall ist mit

Anhand der Definition sieht man, daß das LEBESGUE-Maß invariant unter der Modulo-Abbildung ist. Schreibt man eine Zahl als Dualzahl , so kann man diese Darstellung mit

identifizieren. Das Ergebnis der Operation mit Ziffer fällt weg. Beispiel B d.h., alle Ziffern

läßt sich schreiben als

werden um eine Stelle nach links verschoben und die erste

Die Abbildung

mit

(17.29) heißt Zelt-Abbildung und hat ebenfalls das LEBESGUE-Maß als invariantes Maß. Der Homöomorphismus mit überführt die Abbildung aus (17.5) mit in (17.29).

Damit besitzt (17.5) bei von (17.29) und

ebenfalls ein invariantes Maß, das absolut stetig ist. Für die Dichten von (17.5) bei gilt dabei . Hieraus ergibt sich

sofort

.

Beispiel C

Ist

ein stabiler Periodenpunkt der Periode

des invertierbaren diskreten dynamischen Systems

, so ist

ein invariantes Wahrscheinlichkeitsmaß für

. Dabei ist

das in

konzentrierte DIRAC-Maß.

Poincaré-Abbildung
q q

Poincaré-Abbildung für autonome Differentialgleichungen Poincaré-Abbildung für nichtautonome zeitperiodische Differentialgleichungen

Unterräume, Dimensionsformel
1. Unterraum: Es sei Operationen aus ein Vektorraum und von und eine Teilmenge von ein Unterraum von und alle Bildet bezüglich der

einen Vektorraum, so heißt

Eine nichtleere Teilmenge auch 2. Kern, Bild: Es seien

ist genau dann Unterraum, wenn für alle in liegen ( Unterraumkriterium ).

-Vektorräume. Ist ) und Bild (Bezeichnung: im

eine lineare Abbildung, so sind die ) wie folgt definiert: (5.123)

Unterräume Kern (Bezeichnung: ker

So ist zum Beispiel die Lösungsmenge eines homogenen linearen Gleichungssystems durch die Koeffizientenmatrix vermittelten linearen Abbildung. bzw. im werden Defekt bzw. Rang

der Kern der

3. Dimension: Die Dimension

genannt.

Zwischen diesen Dimensionen besteht der Zusammenhang

(5.124) der Dimensionsformel genannt wird. Ist speziell Defekt d.h. dann ist die lineare Abbildung

injektiv und umgekehrt. Injektive lineare Abbildungen werden regulär genannt. EUKLIDische Vektorräume, EUKLIDische Norm

q

Ergodische dynamische Systeme
Ein dynamisches System auf mit mit invariantem Maß heißt ergodisch (man sagt auch, das Maß entweder oder

ist ergodisch), wenn für jede BOREL-Menge 0 ist. Ist

ein diskretes dynamisches System (17.3),

ein Homöomorphismus,

ein kompakter

metrischer Raum, so existiert immer ein invariantes ergodisches Maß. Beispiel A

Gegeben sei die Rotationsabbildung des Kreises (17.31) mit , definiert durch . Das LEBESGUE-Maß ist

invariant unter ergodisch.

. Ist

irrational, so ist (17.31) ergodisch; ist

rational, so ist (17.31) nicht

Beispiel B Dynamische Systeme mit stabilen Ruhelagen oder stabilen periodischen Orbits als Attraktoren sind bezüglich des natürlichen Maßes ergodisch.

Ergodensatz von BIRKHOFF: Das dynamische System Wahrscheinlichkeitsmaßes

sei ergodisch bezüglich des invarianten die Zeitmittel

. Dann stimmen für jede integrierbare Funktion

entlang des positiven Semiorbits

, d.h.

für Flüsse und

für diskrete Systeme, für

-fast alle Punkte

mit dem

Raummittel

überein.

Metrische Entropie
Sei ein dynamisches System auf . Für beliebiges mit dem Attraktor seien mit beliebiges aus einem wird der Semiorbit für wachsende werden jeweils der Würfel notiert, in denen sich der Semiorbit befindet. Sei Semiorbits zu den Zeitpunkten und einem auf konzentrierten invarianten die Würfel der Form , für die ist. Für

Wahrscheinlichkeitsmaß

verfolgt. In Zeitabständen von

-mal hintereinander die Nummern die Menge aller Startwerte nahe , jeweils in , deren

liegen und sei liegt. Die

die Wahrscheinlichkeit dafür, daß ein (typischer) Startwert in

Entropie gibt den Zuwachs an Information an, den ein Versuch im Mittel liefert, der anzeigt, welches Ereignis aus

einer endlichen Anzahl disjunkter Ereignisse wirklich eingetreten ist. In der vorliegenden Situation ist dies (17.37) wobei über alle Symbolfolgen beschriebenen Weise realisiert werden. Die metrische Entropie oder KOLMOGOROV-SINAI- Entropie des Attraktors von bezüglich des der Länge summiert wird, die durch Orbits in der oben

invarianten Maßes

ist die Größe

. (Für diskrete Systeme entfällt der Grenzwert für

.) Für die topologische Entropie

von

gilt .

. In vielen Fällen ist

-invariantes Wahrscheinlichkeitsmaß auf

Beispiel A Sei natürlichen Maß eine stabile Ruhelage von (17.1) als Attraktor, versehen mit dem in . Bezüglich dieses Attraktors ist . konzentrierten

Beispiel B

Für die Shift- oder Modulo-Abbildung (17.28) gilt LEBESGUE-Maß sei.

, wobei

das invariante

Definition
Gegeben sei neben (17.3) ein weiteres diskretes System (17.24) mit , wobei eine beliebige Menge und stetig ist ( und können auch allgemein und ) heißen existiert,

metrische Räume sein). Die diskreten Systeme (17.3) und (17.24) (bzw. die Abbildungen topologisch konjugiert , wenn ein Homöomorphismus ( konjugierender Homöomorphismus ) so daß Homöomorphismus

ist. Sind (17.3) und (17.24) topologisch konjugiert, so überführt der konjugierende die Orbits von (17.3) in Orbits von (17.24).

Abbildungen zwischen Gruppen
q q q

Homomorphismen und Isomorphismen Satz von CAYLEY Homomorphiesatz für Gruppen

Unterabschnitte
q q q q

Arten singulärer Punkte: Bestimmung von Selbstberührungs-, Knick- und Abbrechpunkten: Bestimmung von Mehrfachpunkten (Fälle a) bis e) sowie i) und j)): Algebraische Kurven, gegeben als Polynom in x und y:

Singulärer Punkt
Singulärer Punkt ist der allgemeine Begriff für verschiedene spezielle Kurvenpunkte.

Arten singulärer Punkte:
Die angegebenen singulären Punkte sind in den danach folgenden Abbildungen dargestellt.

a) Doppelpunkte: In Doppelpunkten schneidet sich die Kurve selbst (linke obere Abbildung). b) Isolierte Punkte: Die isolierten Punkte genügen der Kurvengleichung; sie befinden sich aber außerhalb der Kurve (mittlere obere Abbildung).

c), d) Rückkehrpunkte: In Rückkehrpunkten ändert sich der Durchlaufsinn; man unterscheidet je nach der Lage der Tangente zu den Kurvenzweigen Rückkehrpunkte 1. und 2. Art (dritte obere und erste untere Abbildung). e) Selbstberührungspunkte: In Selbstberührungspunkten berührt sich die Kurve selbst (rechte untere Abbildung).

f) Knickpunkte: In Knickpunkten ändert die Kurve sprunghaft ihre Richtung, aber im Unterschied zum Rückkehrpunkt gibt es zwei verschiedene Tangenten für die zwei Kurvenzweige (obere linke Abbildung). g) Abbrechpunkte: In Abbrechpunkten bricht die Kurve ab (mittlere obere Abbildung).

h) Asymptotische Punkte: Um asymptotische Punkte windet sich die Kurve unendliche Male herum, wobei sie sich ihm beliebig nähert (obere rechte Abbildung). i), k) Mehrere Singularitäten: Es können auch zwei oder drei derartige Singularitäten in einem Punkt auftreten (zwei untere Abbildungen).

Bestimmung von Selbstberührungs-, Knick- und Abbrechpunkten:
Singularitäten dieser Art treten nur bei Kurven transzendenter Funktionen auf. Den Knickpunkten entspricht ein endlicher Sprung der Ableitung

Punkten, in denen die Kurve abbricht, entsprechen Unstetigkeitsstellen der Funktion oder ein direkter Abbruch.

mit endlichem Sprung

Asymptotische Punkte lassen sich am einfachsten für Kurven bestimmen, die in Polarkoordinaten gemäß gegeben sind. Wenn für Punkt. Beispiel A oder der Grenzwert wird, ist der Pol ein asymptotischer

Der Koordinatenursprung ist für die Kurve

ein Knickpunkt.

Beispiel B

Die Punkte (1,0) und (1,1) der Funktion

sind Unstetigkeitsstellen.

Beispiel C Die logarithmische Spirale besitzt einen asymptotischen Punkt.

Bestimmung von Mehrfachpunkten (Fälle a) bis e) sowie i) und j)):
Doppelpunkte, Dreifachpunkte usw. werden unter der Bezeichnung Mehrfachpunkte zusammengefaßt. Zu ihrer Bestimmung wird die Kurve ausgehend von der Gleichungsform Koordinaten die gleichzeitig die drei Gleichungen und untersucht. Ein Punkt und mit den

erfüllen, ist ein

Doppelpunkt, wenn von den drei Ableitungen 2. Ordnung

wenigstens eine nicht verschwindet.

ein Dreifachpunkt oder ein Punkt mit höherer Mehrfachheit. Im entgegengesetzten Falle ist Die Eigenschaften eines Doppelpunktes hängen vom Vorzeichen der Funktionaldeterminante ab:

(3.452)

1.

: Für

schneidet sich die Kurve selbst im Punkt

die Richtungskoeffizienten der

Tangenten in

ergeben sich als Wurzeln der Gleichung (3.453)

2.

: Für

ist

ein isolierter Punkt.

3. : Für ist entweder ein Rückkehr- oder ein Selbstberührungspunkt; der Richtungskoeffizient der Tangente ist (3.454)

Zur genaueren Untersuchung des Mehrfachpunktes empfiehlt es sich, das Koordinatensystem in den Punkt

zu

verlegen und so zu drehen, daß die -Achse zur Kurventangente im Punkt wird. Aus der Gestalt der Gleichung kann dann erkannt werden, ob es sich um einen Rückkehrpunkt 1. oder 2. Art handelt oder um einen Selbstberührungspunkt. Beispiel A

Untersuchung der Lemniskate mit

Das Gleichungssystem der Bedingung

liefert die drei Lösungen genügt. Einsetzen von (0,0) in die 2. Ableitungen ergibt

von denen nur die erste

d.h., im Koordinatenursprung schneidet sich die Kurve selbst; die Richtungskoeffizienten der Tangenten ergeben sich zu lauten Beispiel B ihre Gleichungen

von den Punkten

(0,0),

und

liegt nur der erste auf der Kurve. Weiter ist

d.h., der Koordinatenursprung ist ein isolierter Punkt. Beispiel C Die Gleichungen (0,0), die auch die Gleichung erfüllt. Außerdem ist und liefern nur die eine Lösung so daß der

Koordinatenursprung ein Rückkehrpunkt 2. Art ist, was auch aus der expliziten Form der Gleichung erkannt werden kann. Für beide ist nicht definiert, während für

-Werte positiv sind; im Koordinatenursprung verläuft die Tangente horizontal.

Algebraische Kurven, gegeben als Polynom in x und y:
Wenn die Gleichung keine konstanten Glieder und keine Glieder ersten Grades enthält, dann ist der Koordinatenursprung ein Doppelpunkt. Die Gleichung zur Bestimmung der zugehörigen Tangenten erhält man durch Nullsetzen der Summe der Glieder 2. Grades. Wenn die Gleichung auch keine quadratischen Glieder enthält, dann ist

der Koordinatenursprung ein Dreifachpunkt. Beispiel Für die Lemniskate z.B. ergibt sich die Gleichung

Gleichmäßige Konvergenz
Gleichmäßig konvergent ist eine Potenzreihe in jedem abgeschlossenen Teilgebiet Konvergenzbereiches ( Satz von ABEL ). Beispiel Für die Reihe des

(7.77)

Somit konvergiert die Reihe absolut in für

, für

ist sie bedingt konvergent (s. (7.33)) und

divergiert sie (s. harmonische Reihe (7.16)). Gemäß dem Satz von ABEL handelt es sich um eine , wobei eine beliebige Zahl zwischen und

gleichmäßig konvergente Reihe in jedem Intervall ist.

Abelsche Integralgleichung
Eine der ersten Anwendungen von Integralgleichungen auf physikalische Probleme wurde von ABEL untersucht. In einer vertikalen Ebene bewege sich ein Massenpunkt entlang einer gewissen Kurve nur unter dem Einfluß der Schwerkraft vom Punkt zum Punkt (s. Abbildung).

Die Geschwindigkeit des Teilchens in einem Punkt der Kurve beträgt (11.68) Durch Integration ermittelt man die Fallzeit in Abhängigkeit von :

(11.69a)

Stellt man

als Funktion von

durch

dar, so ist

(11.69b)

Es besteht nun die Aufgabe, zu gegebener Fallzeit die Gestalt der Kurve als Funktion von Ersetzungen

zu bestimmen. Mit den

(11.69c) erhält man, indem noch die Variable in umbenannt wird, die VOLTERRAsche Integralgleichung 1. Art

(11.69d)

Es soll die etwas allgemeinere Gleichung (11.70)

behandelt werden. Der Kern dieser Gleichung ist für in und die Variable in

nicht beschränkt. In (11.70) werden formal die Variable

umbenannt. Damit wird erreicht, daß sich die Lösung in der Form

ergibt. Die Multiplikation beider Seiten der Gleichung (11.70) mit dem Term Integration nach in den Grenzen von bis führt auf die Gleichung

und die anschließende

(11.71a) Die Vertauschung der Integrationsreihenfolge auf der linken Seite dieser Gleichung ergibt (11.71b)

Das innere Integral ist mit der Substitution

auswertbar:

(11.71c) Der gewonnene Ausdruck wird in (11.71b) eingesetzt. Die gesuchte Funktion wird durch anschließende Differentiation nach bestimmt:

(11.71d)

Beispiel .

Unterabschnitte
q q

Definition: Basissatz für ABELsche Gruppen:

Direkte Produkte Definition:
Es seien und Gruppen, deren Gruppenoperation (z.B. Addition oder Multiplikation) mit bezeichnet sein soll. einführen: (5.101a) Damit wird zu einer Gruppe, die das direkte Produkt von und genannt wird.

Im kartesischen Produkt

(5.64a) kann man durch die folgende Vorschrift eine Operation

Mit

wird das Einselement von gilt

bezeichnet, und

ist das inverse Element zu

.

Für endliche Gruppen

(5.101b) Die Gruppen Normalteiler von Das direkte Produkt ABELscher Gruppen ist wieder abelsch. Für zyklische Gruppen gilt: Das direkte Produkt zweier zyklischer Gruppen größte gemeinsame Teiler der Gruppenordnungen gleich 1 ist. Beispiel A Mit und wird eine zu u.a. von Beispiel B erzeugt wird. isomorphe Gruppe, die ist genau dann zyklisch, wenn der bzw. sind zu bzw. isomorphe

Andererseits ist

nicht zyklisch. Diese Gruppe der

Ordnung 4 wird auch KLEINsche Vierergruppe genannt und beschreibt die Deckabbildungen eines Rechtecks.

Basissatz für ABELsche Gruppen:
Da die Bildung des direkten Produktes eine Konstruktion ist, mit der aus ,,kleineren`` Gruppen ,,größere`` gewonnen werden, entsteht umgekehrt die Frage, wann lassen sich große Gruppen darstellen, d.h., wann ist isomorph zu als direktes Produkt kleinerer Gruppen ? Für ABELsche Gruppen gibt darüber der sogenannte

Basissatz Auskunft: Jede endliche ABELsche Gruppe ist als direktes Produkt zyklischer Gruppen von der Primzahlpotenzordnung darstellbar.

Definition
Eine Menge versehen mit einer binären Operation heißt Gruppe , wenn

q q

assoziativ ist, ein neutrales Element zu jedem Element besitzt und ein inverses Element existiert, mit (5.95)

q

Eine Gruppe ist also eine spezielle Halbgruppe. Das neutrale Element einer Gruppe ist eindeutig bestimmt. Außerdem besitzt jedes Gruppenelement genau ein Inverses. Ist die Operation kommutativ, so spricht man von einer ABELschen Gruppe . Ist die Gruppenoperation als Addition + geschrieben, so wird das neutrale Element mit 0 und das inverse Element eines Elementes mit bezeichnet.

Gruppentafeln
Zur Darstellung endlicher Gruppen werden Gruppentafeln verwendet: Man notiert die Gruppenelemente als Zeilenund Spalteneingänge. An der Kreuzung der Zeile mit dem Eingang Gruppenelement Ist so bezeichnet man die symmetrische Gruppe auch mit Die besteht also aus Elemente. und darunter die und der Spalte mit dem Eingang steht das

allen bijektiven Abbildungen (Permutationen) auf der Menge

und hat demzufolge

Permutationen werden meist zweizeilig notiert, indem man in die erste Zeile die Elemente von jeweiligen Bildelemente schreibt. So erhält man die 6 Elemente der folgendermaßen:

(5.96)

Mit der Hintereinanderausführung von Abbildungen erhält man daraus für

folgende Gruppentafel:

Gruppentafel für

(5.97)

q q

Aus der Gruppentafel erkennt man, daß die identische Permutation das neutrale Element der Gruppe ist. In der Gruppentafel kommt jedes Element in jeder Zeile und jeder Spalte genau einmal vor. Das Inverse zu einem Gruppenelement ist aus der Tafel leicht ablesbar; so ist das Inverse zu die Permutation da an der Schnittstelle der -Zeile mit der in der steht.

q

-Spalte das neutrale Element

q

Ist die Gruppenoperation kommutativ ( ABELsche Gruppe), so ist die Tafel symmetrisch bezüglich der ,,Hauptdiagonalen``; die ist nicht kommutativ, da z.B.

q

Das Assoziativgesetz ist aus der Gruppentafel nicht ablesbar.

Normalteiler
Für Untergruppen für alle ist im allgemeinen so heißt verschieden von Normalteiler von (es gilt jedoch ). Ist aber

. Diese speziellen Untergruppen sind die Grundlage

für die Bildung von Faktorgruppen. In ABELschen Gruppen ist jede Untergruppe Normalteiler. Beispiel A bilden Untergruppen von bezüglich der Multiplikation.

Beispiel B Die geraden ganzen Zahlen bilden eine Untergruppe von Beispiel C bezüglich der Addition.

Untergruppen der Gruppe

: Wegen des Satzes von LAGRANGE kann die 6-elementige Gruppe

(außer den trivialen Untergruppen) nur Untergruppen mit 2 oder 3 Elementen haben. Tatsächlich hat die Gruppe folgende Untergruppen:

Die nichttrivialen Untergruppen Primzahlen sind. Die nur noch die Untergruppe Übrigens ist jede Untergruppe Alle symmetrischen Gruppen

und

sind zyklisch, weil ihre Elementeanzahlen sämtlich

ist dagegen nicht zyklisch. Außer den trivialen Normalteilern hat die Gruppe als Normalteiler. einer Gruppe mit Normalteiler von

und ihre Untergruppen werden Permutationsgruppen genannt.

Beispiel D

Spezielle Untergruppen der Gruppe Matrizenmultiplikation: Gruppe aller Matrizen

aller regulären Matrizen vom Typ

bezüglich der

mit der Determinante 1,

Gruppe aller orthogonalen Matrizen, Gruppe aller orthogonalen Matrizen mit der Determinante 1.

Die Gruppe Normalteiler von

ist Normalteiler von

(s. Homomorphiesatz für Gruppen) und

Beispiel E Als Untergruppen der Gruppe aller regulären komplexen Matrizen seien erwähnt: Gruppe aller unitären Matrizen, Gruppe aller unitären Matrizen mit der Determinante 1.

PARSEVALsche Gleichung, Satz von RIESZ-FISCHER
Die FOURIER-Reihe eines beliebigen Elements auf den Teilraum sind die FOURIER-Koeffizienten von , dann existiert in Zahlen konvergiert stets, und zwar zur Projektion des Elements die Darstellung , dann

. Hat ein Element . Ist

eine beliebige Zahlenfolge mit der Eigenschaft , dessen FOURIER-Koeffizienten gerade die

genau ein Element

sind und für das die Abgeschlossenheitsrelation oder PARSEVALsche Gleichung (12.126)

gilt ( Satz von RIESZ-FISCHER ). Ein orthonormales System in heißt vollständig, wenn es keinen vom Nullvektor verschiedenen Vektor

gibt, der zu allen Vektoren dargestellt werden kann, d.h. Falle sagt man auch, a)

orthogonal ist; es heißt Basis , wenn jeder Vektor , und

als

ist gleich der Summe seiner FOURIER-Reihe. In letzterem

hat eine FOURIER-Entwicklung. Die folgenden Aussagen sind äquivalent:

ist eine fundamentale Menge in b) ist vollständig in c) ist eine Basis in d) Für . .

.

mit den entsprechenden FOURIER-Koeffizienten

gilt

(12.127) e) Für jeden Vektor gilt die PARSEVALsche Gleichung (12.126).

Beispiel A Das trigonometrische System (12.117) ist eine Basis im Raum .

Beispiel B Das System der normierten LEGENDREschen Polynome (12.120)

ist vollständig und bildet demzufolge eine Basis im Raum

.

Lineare Abhängigkeiten
Die Linearformen (4.104) sind genau dann linear unabhängig, wenn sich sämtliche gegen unabhängige Variable

austauschen lassen. Die lineare Unabhängigkeit wird z.B. für die Rangbestimmung bei Matrizen benötigt. Anderenfalls läßt sich die Abhängigkeitsbeziehung unmittelbar aus dem Schema ablesen. Beispiel

Wegen

ist kein weiterer Austausch möglich, und man kann die Abhängigkeitsbeziehung ablesen. Auch bei einer anderen Reihenfolge des Austausches wäre ein nicht

austauschbares Paar von Variablen übriggeblieben.

Lineare Abhängigkeit
Es sei ein -Vektorraum. Die Vektoren gibt, die nicht alle gleich Null sind, so daß heißen linear abhängig , falls es gilt, und

andernfalls linear unabhängig . Lineare Abhängigkeit von Vektoren bedeutet also, daß sich ein Vektor durch die anderen darstellen läßt. Existiert eine Maximalzahl linear unabhängiger Vektoren in so heißt n-dimensional . Diese Zahl ist

dann eindeutig bestimmt und heißt Dimension . Je linear unabhängige Vektoren in bilden eine Basis .Gibt es eine solche Maximalzahl nicht, so heißt der Vektorraum unendlichdimensional . Die Vektorräume aus den obigen Beispielen sind in der angegebenen Reihenfolge -, - bzw. unendlichdimensional. Aus dem Vektorraum sind Vektoren genau dann linear abhängig, wenn die Determinante der Matrix, die diese Vektoren als Spalten bzw. Zeilen enthält, gleich 0 ist. Ist eindeutige Darstellung eine Basis eines -dimensionalen -Vektorraumes, so besitzt jeder Vektor mit eine

Jede Menge linear unabhängiger Vektoren eines Vektorraumes läßt sich zu einer Basis dieses Vektorraumes

ergänzen.

Chaotischer Attraktor
Sei ein dynamisches System im metrischen Raum . Der Attraktor dieses Systems heißt

chaotisch , wenn auf eine sensitive Abhängigkeit von den Anfangszuständen vorliegt. Die Eigenschaft ,,sensitive Abhängigkeit von den Anfangszuständen`` wird in unterschiedlicher Weise präzisiert. Sie ist z.B. gegeben, wenn eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllt ist: a) Alle Bewegungen von b) Der größte LYAPUNOV-Exponent von Wahrscheinlichkeitsmaßes ist positiv. Beispiel Sensitive Abhängigkeit im Sinne von a) liegt beim Solenoid vor. Die Eigenschaft b) ist z.B. beim HÉNONAttraktor zu finden. bezüglich eines auf konzentrierten invarianten ergodischen auf sind in gewisser Weise instabil.

Differentialquotient oder Ableitung einer Funktion
Die Ableitung einer Funktion ist eine neue Funktion von , die mit den Symbolen

oder

gekennzeichnet wird und die für jeden Wert von

gleich dem

Grenzwert des Quotienten aus dem Zuwachs der Funktion ist:

und dem entsprechenden Zuwachs

für

(6.1)

Summenregel
Die Ableitung einer Summe oder Differenz von zwei oder mehrerer Funktionen ist gleich der Summe oder Differenz der Ableitungen dieser Funktionen: (6.6a) (6.6b)

Kettenregel
Die mittelbare Funktion hat die Ableitung (6.9) wobei die Funktionen und differenzierbare Funktionen bezüglich ihrer Argumente

darstellen. Man bezeichnet

als äußere und

als innere Funktion und dementsprechend

als äußere

Ableitung und

als innere Ableitung .

Analog verfährt man, wenn die ,,Kette`` aus einer größeren Anzahl von Funktionen mit den entsprechenden Zwischenveränderlichen besteht. So gilt z.B. für :

(6.10)

Beispiel A

.

Beispiel B

Quotientenregel
Die Ableitung des Quotienten zweier Funktionen wird nach der Formel ( Quotientenregel ) (6.8) unter der Voraussetzung berechnet.

Beispiel

Ableitung einer Distribution
Ist eine gegebene Distribution, dann heißt die Distribution , definiert durch (12.212) die ( distributionelle ) Ableitung der Ordnung Seien von . (damit ist lokalsummierbar auf und als . Dann

eine stetig differenzierbare Funktion, etwa auf ihre klassische Ableitung und

Distribution auffaßbar),

ihre distributionelle Ableitung der Ordnung

gilt

, woraus durch partielle Integration

folgt.

Im Falle einer regulären Distribution

erhält man wegen die verallgemeinerte Ableitung der Funktion

im Sinne von SOBOLEW.

Beispiel A Für die der offenbar lokalsummierbaren HEAVISIDE-Funktion

(12.213) zugeordnete reguläre Distribution erhält man als Ableitung die nichtreguläre Beispiel B -Distribution.

Bei der mathematischen Modellierung von technischen und physikalischen Problemen treten häufig (in gewisser Hinsicht idealisierte) auf einen Punkt konzentrierte Einwirkungen, wie ,,punktförmige`` Kräfte, Nadelimpulse, Stoßvorgänge usw. auf, die mathematisch ihren Ausdruck in der Verwendung der HEAVISIDE-Funktion finden, beispielsweise in der Form eines Balkens der Länge als Massendichte für eine im Punkt . - oder

konzentrierte Punktmasse

Die Bewegungsgleichung eines Feder-Masse-Systems, auf das zum Zeitpunkt Kraft der Größe einwirkt, hat die Form

eine momentane äußere

. Mit den Anfangsbedingungen

ist

die Lösung.

Differenzierbarkeit nichtlinearer Operatoren
Seien BANACH-Räume, eine offene Menge und , wenn ein (im allgemeinen von der Stelle . Der Operator heißt FR´ECHET-

differenzierbar im Punkt existiert, so daß

abhängiger, linearer stetiger) Operator

(12.192) oder in äquivalenter Schreibweise (12.193) gilt, d.h. impliziert. Der Operator , so daß die Ungleichung oder bezeichnet, heißt nennt man FRÉCHET-

, den man gewöhnlich mit im Punkt . Den Wert

FRÉCHET-Ableitung des Operators

Differential des Operators

im Punkt

(für den Zuwachs

). In jedem Falle ist die Abhängigkeit des Operators

von der Stelle erkennbar, die letzteren Bezeichnungen ,,weisen den Platz für das Argument aus``, auf das der Operator angewendet werden kann. Aus der Differenzierbarkeit eines Operators in einem Punkt folgt seine Stetigkeit in diesem Punkt. Ist , also selbst bereits linear und stetig, dann ist . in jedem Punkt

differenzierbar, und die Ableitung ist gleich

Ableitungen elementarer Funktionen
Die elementaren Funktionen besitzen im gesamten Definitionsbereich eine Ableitung, ausgenommen einzelne Punkte, in denen z.B. solche Punkte auftreten, wie sie in der folgenden Abbildung dargestellt sind:

Eine Zusammenstellung der Ableitungen elementarer Funktionen in Intervallen, in denen diese definiert und die auftretenden Nenner von Null verschieden sind, enthält die Tabelle im nächsten Abschnitt.

Ableitung einer Funktion in Parameterdarstellung
Wenn die Funktion Ableitung nach der Formel (6.17) in der Parameterform gegeben ist, dann läßt sich ihre

über die Ableitungen

und

nach dem Parameter

berechnen, falls

gilt.

Beispiel Polarkoordinatendarstellung

Ist eine Funktion in ihrer Polarkoordinatendarstellung Parameterdarstellung

gegeben, dann lautet ihre

(6.18) mit dem Winkel als Parameter. Für die Tangentensteigung der Kurve gilt dann wegen (6.17) (6.19)

Hinweise: 1. Die Ableitungen sind die Komponenten des Tangentenvektors im Punkt der Kurve.

2. Häufig wird mit Vorteil die komplexe Zusammenfassung benutzt: (6.20) Beispiel Kreisbewegung Der Tangentenvektor läuft dem Ortsvektor um phasenverschoben voraus.

Partielle Ableitung zweiter Ordnung
Die partielle Ableitung einer Funktion kann sowohl nach der gleichen

Variablen gebildet werden, wie die erste Ableitung, d.h.

, als auch nach einer anderen Variablen,

d.h.

. Im zweiten Falle spricht man von einer gemischten Ableitung. Der

Wert einer gemischten Ableitung

ist für gegebene

und

unabhängig von der

Reihenfolge der Ableitungsbildung, wenn die gemischte Ableitung in dem betrachteten Punkt stetig ist. Man spricht vom SCHWARZschen Vertauschungssatz .

Partielle Ableitungen höherer Ordnung, wie z.B.

sind analog definiert.

Definition der Ableitungen höherer Ordnung

Die Ableitung von

also

oder

wird als zweite Ableitung der Funktion

mit

oder

bezeichnet. Analog werden die Ableitungen höherer

Ordnung definiert. Bezeichnungen für die n-te Ableitung der Funktion

sind: (6.21)

Ableitungen und Differentiale höherer Ordnungen
q q q q q

Partielle Ableitung zweiter Ordnung Differential zweiter Ordnung einer Funktion von einer Veränderlichen Vollständiges Differential zweiter Ordnung Vollständiges Differential n-ter Ordnung Vollständiges Differential n-ter Ordnung einer Funktion mehrerer Veränderlicher

Ableitungen höherer Ordnung der inversen Funktion
Wenn Darstellungen die inverse Funktion zur ursprünglichen Funktion und ist, dann gilt: Die beiden besteht dann . Für höhere

sind äquivalent. Unter der Voraussetzung und ihrer Umkehrfunktion

die Beziehung (6.15) zwischen den Ableitungen einer Funktion Ableitungen ( usw.) erhält man

(6.25)

Höhere Ableitungen von Funktionen in Parameterdarstellung
Wenn die Funktion Ableitungen höherer Ordnung ( in der Parameterform gegeben ist, dann lassen sich ihre

usw.) nach den folgenden Formeln berechnen, wobei

usw. die Ableitungen nach dem Parameter bedeuten: (6.24) Voraussetzung ist, daß gilt.

Ableitung einer impliziten Funktion
Eine Funktion sei implizit durch die Gleichung gegeben. Unter Beachtung der

Differentiationsregeln für Funktionen mehrerer Veränderlicher erhält man durch Differentiation nach (6.16) falls die partielle Ableitung nicht von Null verschieden ist.

Beispiel

Die Gleichung

einer Ellipse mit den Halbachsen

und

kann in der Form

geschrieben werden. Für die Steigung der Tangente im Ellipsenpunkt

erhält man gemäß (6.16)

Ableitung der inversen Funktion
Wenn Darstellungen die inverse Funktion zur ursprünglichen Funktion und ist, dann gilt: Die beiden besteht dann :

sind äquivalent. Unter der Voraussetzung und ihrer Umkehrfunktion

die folgende Beziehung zwischen den Ableitungen einer Funktion

(6.15)

Beispiel

Die Funktion

ist für äquivalent. Aus (6.15) folgt dann

der Funktion

mit

da

für

.

Faktorregel
Ein konstanter Faktor kann vor das Differentiationssymbol gezogen werden: (6.5)

Links- und rechtsseitige Ableitung
Wenn für einen Wert kein Grenzwert der Art (6.2) existiert, dafür aber der links- bzw.

rechtsseitige Grenzwert, dann wird dieser Grenzwert links- bzw. rechtsseitige Ableitung genannt. Da die Kurve an der Stelle zwei Tangenten (6.3) besitzt, kennzeichnen die beiden Ableitungen, geometrisch gesehen, einen Knick der Kurve (rechte Abbildung).

Beispiel An der Stelle existiert kein Grenzwert der Art und (6.2), jedoch , d.h.,

gibt es einen linksseitigen und einen rechtsseitigen Grenzwert die Kurve besitzt hier einen Knick (linke Abbildung).

Logarithmische Differentiation
Im Falle von kann man zur Berechnung der Ableitung von der Funktion ausgehen, für

deren Ableitung (unter Berücksichtigung der Kettenregel) gilt: (6.11) Daraus folgt unmittelbar (6.12) Mit Hilfe der logarithmischen Differentiation lassen sich viele Differentiationsaufgaben wesentlich vereinfachen bzw. überhaupt erst durchführen. Letzteres trifft z.B. auf Funktionen der Form (6.13) zu. Die logarithmische Differentiation dieser Gleichung ergibt gemäß (6.12) (6.14)

Beispiel

Die logarithmische Differentiation wird häufig angewendet, wenn ein Produkt von Funktionen zu differenzieren ist. Beispiel A

Beispiel B

.

Daraus folgt

. Man erhält die Produktregel (6.7a).

Beispiel C

Daraus folgt

Man erhält die Quotientenregel (6.8).

Partielle Ableitung einer Funktion
1. Definition: Partielle Ableitung einer Funktion z.B. nach , heißt der durch (6.35) nach einer ihrer Veränderlichen,

definierte Differentialquotient, der zum Ausdruck bringt, daß nur eine der dabei als Konstante betrachtet werden. 2. Symbole: Symbole für die partielle Ableitung sind

Variablen variiert, während die anderen

Von einer Funktion mit

Veränderlichen

können

partielle Ableitungen erster Ordnung gebildet werden: .

3. Berechnung: Die Berechnung der partiellen Ableitungen erfolgt nach den Regeln, die für die Differentiation von Funktionen von einer Veränderlichen bekannt sind. Beispiel

Produktregel
Für die Ableitung eines Produkts aus zwei, drei oder a) Produktregel für zwei Funktionen: (6.7a) b) Produktregel für drei Funktionen: (6.7b) c) Produktregel für Funktionen: (6.7c) Funktionen gilt:

Beispiel A

Beispiel B

Volumenableitung oder räumliche Ableitung
Als Volumenableitung eines Skalarfeldes oder eines Vektorfeldes in einem Punkt

werden drei Größen bezeichnet, die folgendermaßen gewonnen werden: 1. Einhüllung eines Punktes des Skalarfeldes oder des Vektorfeldes durch eine geschlossene Fläche

. Diese Fläche lasse sich vektoriell durch die Parameterdarstellung beschreiben, so daß das zugehörige vektorielle Flächenelement (13.31a) lautet. 2. Integration über die geschlossene Fläche betrachtet: . Dabei werden die folgenden drei Typen von Integralen

(13.31b) 3. Bestimmung der Grenzwerte (13.31c)

Dabei wird mit

das Volumen des Raumteiles bezeichnet, der den Punkt ist.

im Innern enthält und dessen

Oberfläche die geschlossene Fläche

Die Grenzwerte (13.31c) werden als Volumenableitungen bezeichnet und führen in der angegebenen Reihenfolge auf die Begriffe Gradient eines Skalarfeldes sowie Divergenz und Rotation eines Vektorfeldes.

Richtungs- und Volumenableitung
q q q

Richtungsableitung eines skalaren Feldes Richtungsableitung eines vektoriellen Feldes Volumenableitung oder räumliche Ableitung

Ableitung einer Vektorfunktion
Die Ableitung der Vektorfunktion einer skalaren Variablen von (13.1) nach ist eine neue Vektorfunktion von (13.2) :

Die Ableitung

des Radiusvektors stellt geometrisch betrachtet einen Vektor dar, der in die Richtung der weist (s. Abbildung).

Tangente des Hodographen im Punkt

Seine Länge hängt von der Wahl des Parameters

ab. Wenn

die Zeit ist, dann beschreibt

die Bewegung

des Punktes

im Raum, während

Größe und Richtung der Geschwindigkeit dieser Bewegung angibt. Ist

die Bogenlänge der Raumkurve, gemessen von einem bestimmten Kurvenpunkt an, dann gilt

.

Verallgemeinerte Ableitung
Sei Multiindex . Wenn es eine Funktion die Gleichung (12.208) gilt, dann heißt Ordnung von verallgemeinerte Ableitung , Ableitung im Sinne von SOBOLEW oder Distributionsableitung der , wofür man, wie im klassischen Falle, schreibt. aus gibt, so daß für bezüglich eines

Im Vektorraum

definiert man die Konvergenz einer Folge

zu

wie folgt:

(12.209)

Die Menge

mit dieser Konvergenz von Folgen nennt man Grundraum, bezeichnet ihn mit

und nennt

seine Elemente häufig Testfunktionen.

Abschlag oder Rabatt
Werden Rabatt auf einen Wert gewährt, dann erhält man den erniedrigten Wert (1.78)

Bezieht man den Abschlag

auf den neuen Wert

, dann sind

(1.79)

Prozent Rabatt gewährt worden. Beispiel

Eine Ware habe einen Wert von 300.-DM. Bei 10

Rabatt sind noch 270.-DM zu zahlen. In diesem Preis

sind für den Käufer

Prozent Rabatt enthalten.

Abschließung
Jede Teilmenge die mit eines metrischen Raumes liegt in der abgeschlossenen Menge . Es existiert immer eine , und wird gewöhnlich aus der Menge , für die ist zu

kleinste abgeschlossene Menge, die bezeichnet.

enthält, nämlich der Durchschnitt aller abgeschlossenen Mengen aus identisch; man erhält

enthalten. Diese Menge heißt abgeschlossene Hülle oder Abschließung der Menge ist mit der Menge aller Berührungspunkte von

durch Hinzufügen aller ihrer Häufungspunkte. Abgeschlossene Mengen sind gerade solche Mengen gilt. Demzufolge erlauben sie eine Charakterisierung durch Folgen in folgender Weise: abgeschlossen genau dann, wenn für eine beliebige Folge einem Element konvergiert, der Grenzwert zu von Elementen aus gehört.

die im Raum

Eigenschaften binärer Relationen
Wichtige Eigenschaften einer binären Relation in einer Menge heißt (5.75) (5.76) (5.77) (5.78) (5.79) (5.80) gilt. Diese Eigenschaften lassen sich auch mit Hilfe des Relationenprodukts beschreiben. So gilt z.B.: Eine binäre :

Relation ist genau dann transititiv, wenn

gilt. einer Relation

Von besonderem Interesse ist gelegentlich der transitive Abschluß ( transitive Hülle ) tra( Darunter versteht man die kleinste transitive Relation, die enthält. Es gilt:

(5.81) wobei unter Beispiel Die binäre Relation auf der Menge sei durch die Relationsmatrix gegeben: das -fache Relationenprodukt von mit sich selbst zu verstehen ist.

Bildet man

, indem man bei der Matrizenmultiplikation 0 und 1 als Wahrheitswerte interpretiert und

anstelle von Multiplikation bzw. Addition die logischen Operationen Konjunktion bzw. Disjunktion verwendet, so ist die zu gehörige Relationsmatrix. Entsprechend kann man auch die Relationsmatrizen von

usw. aufstellen.

Die zu und

gehörige voranstehende Relationsmatrix erhält man, indem man die Matrizen elementweise disjunktiv verknüpft. Da höhere Potenzen von gehörige Relationsmatrix. keine neuen Einträge

liefern, ist diese Matrix zugleich die zu tra

Die Relationsmatrix und das Relationenprodukt finden auch Anwendung zur Untersuchung von Weglängen in Graphen. Bei endlichen binären Relationen kann man die Eigenschaften (5.75) bis (5.80) größtenteils leicht aus den

Pfeildiagrammen bzw. Relationsmatrizen erkennen. So erkennt man z.B. Reflexivität durch ,,Schlingen ``im Pfeildiagramm bzw. durch Einsen der Hauptdiagonalen der Relationsmatrix. Symmetrie äußert sich im Pfeildiagramm dadurch, daß zu jedem Pfeil ein gegenläufiger gehört bzw. durch Symmetrie der Relationsmatrix. Aus dem Pfeildiagramm oder der Relationsmatrix liest man ab, daß die Teilbarkeitsbeziehung symmetrisch ist. reflexiv, aber nicht

Abschreibungen
q q q q q q

Abschreibungsarten Lineare Abschreibung Arithmetisch-degressive Abschreibung Digitale Abschreibung Geometrisch-degressive Abschreibung Abschreibung mit verschiedenen Abschreibungsarten

Arithmetisch-degressive Abschreibung
Die Abschreibungen sind in diesem Falle nicht konstant. Sie nehmen jährlich um den gleichen Betrag das Abschreibungsgefälle , ab. Für die Abschreibungsrate im -ten Jahr gilt: (1.95)

Aus dieser Gleichung folgt unter Berücksichtigung der Beziehung

(1.96) Für ergibt sich als Spezialfall die lineare Abschreibung. Im Falle folgt aus (1.96) (1.97)

wobei

die Abschreibungsrate der linearen Abschreibung ist. Insgesamt muß die erste Abschreibungsrate

der

arithmetisch-degressiven Abschreibung der folgenden Ungleichung genügen:

(1.98)

Beispiel Eine Maschine mit dem Anschaffungswert 50 000.-DM soll in 5 Jahren arithmetisch-degressiv auf 10 000.DM abgeschrieben werden. Dabei sollen im ersten Jahr 15 000.-DM abgeschrieben werden. Der mit den angegebenen Formeln berechnete und in der Tabelle angegebene Abschreibungsplan zeigt, daß die prozentuale Abschreibung, mit Ausnahme der letzten Rate, ausgeglichen ist.

Jahr

Anfangswert

Abschreibung

Restwert Abschreibung in vom Anfangswert

1 2 3 4 5

50 000 35 000 23 500 15 500 11 000

15 000 11 500 8 000 4 500 1 000

35 000 23 500 15 500 11 000 10 000

30,0 32,9 34,0 29,0 9,1

Digitale Abschreibung
Die digitale Abschreibung ist ein Spezialfall der arithmetisch-degressiven Abschreibung, indem gefordert wird, daß die letzte Abschreibungsrate mit dem Abschreibungsgefälle übereinstimmt. Aus folgt: (1.99a)

(1.99b) Beispiel

Der Anschaffungspreis einer Maschine sei den Restwert

50 000.-DM. Diese Maschine soll in 5 Jahren digital auf

10 000.-DM abgeschrieben werden.

Der mit den angegebenen Formeln berechnete und in der Tabelle angegebene Abschreibungsplan zeigt einen ausgeglichenen Verlauf der prozentualen Abschreibung.

Jahr

Anfangswert

Abschreibung

Restwert Abschreibung in vom Anfangswert

1 2 3 4 5

50 000 36 665 25 997 17 996 12 662

13 335 10 668 8 001 5 334 2 667

36 665 25 997 17 996 12 662 9 995

26,7 29,1 30,8 29,6 21,1

Geometrisch-degressive Abschreibung
Bei der geometrisch-degressiven Abschreibung werden in jedem Jahr abgeschrieben. Für den Restwert nach Jahren gilt: (1.100) In der Regel ist und gegeben. Beträgt die Laufzeit Jahre, dann können gemäß (1.100) von den Größen vom jeweiligen Restwert des Vorjahres

zwei weitere vorgegeben und die dritte dazu bestimmt werden.

Beispiel A

Eine Maschine mit dem Anschaffungswert 50 000.-DM soll jährlich geometrisch-degressiv mit 10 abgeschrieben werden. Nach wieviel Jahren unterschreitet der Restwert erstmalig 10 000.-DM? Aus (1.100) folgt Jahre.

Beispiel B An einem Anschaffungswert von 1000.-DM soll der Verlauf der Restwerte für

Jahre bei a) linearer, b) arithmetisch-degressiver, c) geometrisch-degressiver Abschreibung demonstriert werden. Das Ergebnis zeigt die folgende Abbildung.

Lineare Abschreibung
Die jährlichen Abschreibungen sind konstant, d.h., für die Abschreibungsraten Jahren gilt: (1.93) (1.94) Setzt man abgeschrieben. Beispiel dann wird das Gut nach Jahren auf den Wert Null gesetzt, also vollständig und den Restwert nach

Der Anschaffungspreis einer Maschine betrage

50 000.-DM. In 5 Jahren soll sie auf den Restwert

10 000.-DM abgeschrieben sein. Bei linearer Abschreibung ergibt sich gemäß (1.93) und (1.94) der in der Tabelle angegebene Abschreibungsplan:

Jahr

Anfangswert

Abschreibung

Restwert Abschreibung in vom Anfangswert

1 2 3 4 5

50 000 42 000 34 000 26 000 18 000

8000 8000 8000 8000 8000

42 000 34 000 26 000 18 000 10 000

16,0 19,0 23,5 30,8 44,4

Es ist ein starker Anstieg der prozentualen Abschreibung, bezogen auf den jeweiligen Anfangswert, zu verzeichnen.

Modul (Absolutbetrag des Vektors) und Raumrichtung
Zur quantitativen Beschreibung von Vektoren dienen der Modul , d.h. der Absolutbetrag durch einen Satz von Winkeln angegeben wird. oder als Strecke zwischen Anfangs- und Endpunkt bzw.

der die Länge der Strecke angibt, sowie die Raumrichtung , die

Lineares Gleichungssystem
Ein System von linearen Gleichungen mit Unbekannten

(4.107)

heißt ein lineares Gleichungssystem . Dabei bedeuten:

Je nachdem, ob der Spaltenvektor

verschwindet (

), oder nicht (

), spricht man von einem

homogenen bzw. inhomogenen Gleichungssystem . Die Elemente Komponenten der sogenannten Koeffizientenmatrix des Spaltenvektors sind die Koeffizienten des Systems, während die

seine Absolutglieder sind.

Grundgesetze der Aussagenlogik
Zwei aussagenlogische Ausdrücke und heißen logisch äquivalent oder wertverlaufsgleich , in Zeichen: wenn sie die gleiche Wahrheitsfunktion repräsentieren. Folglich kann man mit Hilfe von Wahrheitstafeln die logische Äquivalenz aussagenlogischer Ausdrücke überprüfen. So gilt z.B. d.h., der ,

Ausdruck hängt von explizit nicht ab, was man schon an der obigen Wahrheitstafel erkennt. Insbesondere gelten folgende Grundgesetze der Aussagenlogik : (1) Assoziativgesetze: (5.8a) (5.8b) (2) Kommutativgesetze: (5.9a) (5.9b) (3) Distributivgesetze: (5.10a) (5.10b)

(4) Absorptionsgesetze: (5.11a) (5.11b) (5) Idempotenzgesetze: (5.12a) (5.12b) (6) Ausgeschlossener Dritter: (5.13a) (5.13b) (7) DE MORGANsche Regeln: (5.14a) (5.14b) (8) Gesetze für W und F: (5.15a) (5.15b) (5.15c) (5.15d) (5.15e) (5.15f) (9) Doppelte Negation: (5.16) Aus den Wahrheitstafeln für die Implikation und die Äquivalenz kann man erkennen, daß die Implikation und die Äquivalenz

mit Hilfe der anderen Junktoren durch die Gleichungen (5.17a) und (5.17b) ausgedrückt werden können. Diese Gesetze werden zur Umformung (Vereinfachung) aussagenlogischer Ausdrücke verwendet. Beispiel Die Gleichung kann wie folgt bewiesen werden:

Definition und Grundgesetze
Eine Menge , versehen mit zwei binären Operationen (,,Konjunktion``) und (,,Disjunktion``), einer heißt BOOLEsche einstelligen Operation (,,Negation``) und zwei ausgezeichneten Elementen 0 und 1 aus Algebra (1) Assoziativgesetze: (5.200) (5.201) (2) Kommutativgesetze: (5.202) (5.203) (3) Absorptionsgesetze: (5.204) wenn folgende Gesetze gelten:

(5.205) (4) Distributivgesetze: (5.206) (5.207) (5) Weitere Gesetze: (5.208) (5.209) (5.210) (5.211) (5.212) (5.213) Eine Struktur, in der Assoziativ-, Kommutativ- und Absorptionsgesetze gelten, heißt Verband . Gelten darüber hinaus die Distributivgesetze, so spricht man von einem distributiven Verband . So ist also eine BOOLEsche Algebra ein spezieller distributiver Verband.

Hinweis Die für BOOLEsche Algebren verwendeten Bezeichnungen der Operationen sind nicht notwendigerweise identisch mit den in der Aussagenlogik verwendeten Operationen mit gleicher Bezeichnung.

Grundgesetze der Mengenalgebra
Die eingeführten Mengenoperationen haben analoge Eigenschaften wie die aus der Aussagenlogik bekannten Junktoren. Es gelten folgende Grundgesetze der Mengenalgebra : (1) Assoziativgesetze: (5.42) (5.43) (2) Kommutativgesetze: (5.44) (5.45) (3) Distributivgesetze: (5.46) (5.47) (4) Absorptionsgesetze: (5.48) (5.49)

(5) Idempotenzgesetze: (5.50) (5.51) (6) DE MORGANsche Regeln: (5.52) (5.53) (7) Weitere Gesetze der Mengenalgebra: (5.54) (5.55) (5.56) (5.57) (5.58) (5.59) (5.60) (5.61) (5.62) Diese Auflistung erhält man unmittelbar aus den Grundgesetzen der Aussagenlogik, wenn man folgende Ersetzungen vornimmt: durch durch W durch und F durch Auf diesen nicht zufälligen

Zusammenhang wird im Abschnitt BOOLEsche Algebren und Schaltalgebra genauer eingegangen.

Unterabschnitte
q q q q q

Winkel zwischen zwei Ebenen, allgemeiner Fall: Schnittpunkt dreier Ebenen: Parallelitäts- und Orthogonalitätsbedingung für Ebenen: Schnittpunkt von vier Ebenen: Abstand zweier paralleler Ebenen:

Zwei und mehr Ebenen im Raum Winkel zwischen zwei Ebenen, allgemeiner Fall:
Die Winkel zwischen zwei Ebenen, gegeben durch die zwei Gleichungen und werden berechnet nach der Formel (3.382a)

Sind die Ebenen durch die Vektorgleichungen

und

gegeben, dann gilt:

(3.382b) (Zum Skalarprodukt zweier Vektoren s. Skalarprodukt und Skalarprodukt in affinen Koordinaten, zur Ebenengleichung in Vektorschreibweise s. Vektorielle Gleichungen.)

Schnittpunkt dreier Ebenen:
Die Koordinaten des Schnittpunktes dreier Ebenen, gegeben durch die drei Gleichungen und werden berechnet nach den Formeln (3.383a) mit

(3.383b)

Drei Ebenen schneiden sich in einem Punkt, wenn zweiter Ordnung

ist. Ist

und wenigstens eine Unterdeterminante dann

dann sind die Ebenen einer Geraden parallel; sind alle Unterdeterminanten

gehen die Ebenen durch eine Gerade hindurch.

Parallelitäts- und Orthogonalitätsbedingung für Ebenen:
1. Paralelitätsbedingung: Zwei Ebenen sind parallel, wenn gilt (3.384) 2. Orthogonalitätsbedingung: Zwei Ebenen stehen senkrecht aufeinander, wenn gilt (3.385)

Schnittpunkt von vier Ebenen:
Die Koordinaten des Schnittpunktes von vier Ebenen, gegeben durch die vier Gleichungen

und werden berechnet, indem zuerst der Schnittpunkt dreier beliebiger Ebenen bestimmt wird. In diesem Falle ist die vierte Gleichung eine Folge der übrigen drei Gleichungen.

Vier Ebenen gehen dann und nur dann durch einen Punkt, wenn gilt:

(3.386)

Abstand zweier paralleler Ebenen:
Wenn die Parallelitätsbedingung erfüllt ist und die Gleichungen der Ebenen gegeben sind durch die Gleichungen (3.387) dann beträgt der Abstand (3.388)

Abstand eines Punktes von einer Geraden
Man erhält den Abstand eines Punktes von einer Geraden aus der HESSEschen Normalform durch

Einsetzen der Koordinaten des gegebenen Punktes in die linke Seite von (3.298): (3.307)

Wenn

und der Koordinatenursprung auf verschiedenen Seiten der Geraden liegen, ist

anderenfalls ist

Begriff des metrischen Raumes
Auf einer Menge Elemente sei jedem Paar von Elementen eine reelle Zahl zugeordnet, so daß für beliebige

die folgenden Eigenschaften, die Axiome des metrischen Raums , erfüllt sind: (12.39) (12.40) (12.41)

Eine Funktion Menge , und das Paar

mit den Eigenschaften (M1) bis (M3) heißt Metrik , Distanz oder Abstand auf der heißt metrischer Raum. Jede Teilmenge eines metrischen Raumes

kann auf natürliche Weise in einen (selbständigen) metrischen Raum verwandelt werden, indem man die Metrik des Raumes auf die Menge . einschränkt, d.h. nur auf der Menge betrachtet. Der Raum

heißt Teilraum des metrischen Raumes

Beispiel A Die Mengen und , versehen mit der euklidischen Metrik

(12.42)

für zwei Punkte

, sind metrische Räume.

Beispiel B Hat man in der Menge für einen Wert (d.h. Vektor) einen Näherungswert, etwa den Vektor von Interesse. Diesen

, dann ist die Größe oder Abweichung Sachverhalt berücksichtigt die Metrik

(12.43) Die Metriken (12.42) und (12.43) ergeben für den Fall und Beispiel C der reellen bzw. der komplexen Zahlen. jeweils den Absolutbetrag in den Mengen

Endliche 0-1-Folgen, z.B. 1110 und 010110, nennt man in der Kodierung Wörter . Zählt man die Stellen, an denen sich zwei gleich lange Wörter (der Länge ) unterscheiden, also , , dann entsteht in der Menge aller Wörter der Länge eine Metrik, der HAMMING-Abstand, z.B.

Beispiel D In der Menge und ihren Teilmengen und (s. (12.11)) definiert man eine Metrik durch

(12.44)

Beispiel E In der Menge folgende Metrik: der Folgen mit absolut konvergenter Reihe betrachtet man die

(12.45)

Beispiel F In der Menge betrachtet man die Metrik

(12.46) Beispiel G In der Menge definiert man als Metrik:

(12.47) Beispiel H In der Menge aller Äquivalenzklassen von fast überall auf einem beschränkten Gebiet -ten Potenz summierbaren Funktionen (s. LEBESGUE-

definierten LEBESGUE-meßbaren, zur Integral) ist eine Metrik definiert durch

(12.48)

q q q q

Kugeln und Umgebungen Konvergenz von Folgen im metrischen Raum Abgeschlossene Mengen und Abschließung Dichte Teilmengen und separable metrische Räume

Unterabschnitte
q q q q q q q q q q q

Gleichung einer Geraden im Raum, allgemeiner Fall: Gleichung der Geraden in zwei projizierenden Ebenen: Gleichung einer Geraden durch einen Punkt und parallel zum Richtungsvektor: Gleichung einer Geraden durch zwei Punkte: Gleichung einer Geraden durch einen Punkt senkrecht zu einer Ebene: Abstand eines Punktes von einer in Komponententarstellung gegebenen Geraden: Kürzester Abstand zwischen zwei in Komponentendarstellung gegebenen Geraden: Schnittpunkte von Ebenen und Geraden: Schnittpunkt zweier Geraden: Winkel zwischen zwei Geraden: Winkel zwischen einer Geraden und einer Ebene:

Gleichungen für die Gerade im Raum Gleichung einer Geraden im Raum, allgemeiner Fall:

Da eine Gerade im Raum als Schnitt zweier Ebenen definiert werden kann, ist sie analytisch durch ein System zweier linearer Gleichungen darstellbar. a) In Komponentenschreibweise: (3.389a) b) in Vektorschreibweise: (3.389b)

Gleichung der Geraden in zwei projizierenden Ebenen:
Die zwei Gleichungen (3.390) definieren je eine Ebene, die durch die Gerade hindurchgehen und auf der - bzw. -Ebene senkrecht stehen.

Man nennt sie projizierende Ebenen. Auf Geraden, die parallel zur

-Ebene verlaufen, ist diese Form der Darstellung

nicht anwendbar, so daß hier die Projektionen auf ein anderes Koordinatenebenenpaar zu beziehen sind.

Gleichung einer Geraden durch einen Punkt und parallel zum Richtungsvektor:
Die Gleichung einer Geraden durch einen Punkt und parallel zu einem Richtungsvektor

ergibt sich a) in Komponentendarstellung (3.391a) b) in Vektordarstellung (3.391b) c) in Parameterform (3.391c) d) in Vektorschreibweise (3.391d)

Die Darstellung (3.391a) ergibt sich aus (3.389a) mit Hilfe von (3.392a) oder in Vektorschreibweise (3.392b) wobei die Zahlen so gewählt werden, daß die Gleichungen (3.389a) erfüllt werden.

Gleichung einer Geraden durch zwei Punkte:
Die Gleichung einer Geraden durch die zwei Punkte und

lautet in a) Komponentenschreibweise (3.393a) b) Vektorschreibweise (3.393b) (S. auch Produkte von Vektoren.)

Gleichung einer Geraden durch einen Punkt senkrecht zu einer Ebene:

Der Punkt sei durch gegeben.

die Ebene durch die Gleichung

oder

Die Gleichung einer Geraden durch einen Punkt senkrecht zu einer Ebene lautet dann in a) Komponentenschreibweise (3.394a) b) Vektorschreibweise

(3.394b) (S. auch Produkte von Vektoren.)

Abstand eines Punktes von einer in Komponententarstellung gegebenen Geraden:
Der Abstand des Punktes von einer Geraden, die gemäß (3.391a) gegeben ist ergibt sich zu: (3.395)

Kürzester Abstand zwischen zwei in Komponentendarstellung gegebenen Geraden:
Wenn die Geraden gemäß (3.391a) gegeben sind, beträgt ihr Abstand

(3.396)

Verschwindet die im Zähler stehende Determinante, dann ist die Bedingung dafür erfüllt, daß sich die beiden Geraden im Raum schneiden.

Schnittpunkte von Ebenen und Geraden:
1. Geradengleichung in Komponentenform: Die Schnittpunkte einer Ebene, gegeben durch und einer Geraden, gegeben durch ergeben sich zu: (3.397a) mit (3.397b) Ist dann ist die Gerade parallel zur der Ebene. Wenn außerdem dann liegt die Gerade in der Ebene. 2. Geradengleichung in zwei projizierenden Ebenen: Die Schnittpunkte einer Ebene, gegeben durch und einer Geraden, gegeben durch ergeben sich zu (3.398) Ist liegt die Gerade in der Ebene. dann ist die Gerade parallel zur Ebene. Wenn außerdem dann und , ,

Schnittpunkt zweier Geraden:
Die Geraden seien gegeben durch Der Schnittpunkt der Geraden wird mit den folgenden Formeln berechnet: (3.399a) Einen Schnittpunkt liefern diese Formeln nur unter der Bedingung (3.399b) Im entgegengesetzten Falle schneiden die Geraden einander nicht.

Winkel zwischen zwei Geraden:
1. Allgemeiner Fall: Sind die Geraden durch die Gleichungen und oder vektoriell durch

und

gegeben, dann wird der Winkel gemäß

(3.400)

berechnet. 2. Parallelitätsbedingung: Die Parallelitätsbedingung für zwei Geraden lautet: (3.401) 3. Orthogonalitätsbedingung: Die Orthogonalitätsbedingung für zwei Geraden lautet: (3.402)

Winkel zwischen einer Geraden und einer Ebene:
Sind die Gerade und die Ebene gegeben durch die Gleichungen bzw.

oder vektoriell durch Winkel zu

bzw.

dann wird der

(3.403) berechnet. Parallelitätsbedingung: Die Parallelitätsbedingung für eine Gerade und eine Ebene lautet: (3.404) Orthogonalitätsbedingung: Die Ortogonalitätsbedingung für eine Gerade und eine Ebene lautet:

(3.405)

Unterabschnitte
q q q q q q q q q

Allgemeine Ebenengleichung: HESSEsche Normalform der Ebenengleichung: Achsenabschnittsform der Ebenengleichung: Gleichung einer Ebene, durch drei Punkte: Gleichung einer Ebene durch zwei Punkte, parallel zu einer Geraden: Gleichung einer Ebene durch einen Punkt, parallel zu zwei Geraden: Gleichung einer Ebene durch einen Punkt, senkrecht zu einer Geraden: Abstand eines Punktes von einer Ebene: Gleichung einer Ebene durch die Schnittlinie zweier Ebenen:

Ebenengleichungen
Jede in den Koordinaten lineare Gleichung definiert eine Ebene, und umgekehrt ist die Gleichung jeder Ebene vom ersten Grade.

Allgemeine Ebenengleichung:
Die allgemeine Ebenengleichung lautet a) in Komponentenschreibweise (3.373a) b) in Vektorschreibweise (3.373b) wobei der Vektor Ebene eingezeichnet.) senkrecht auf der Ebene steht. (In der Abbildung sind die Achsenabschnitte der

(Zum Skalarprodukt zweier Vektoren s. Skalarprodukt und Skalarprodukt in affinen Koordinaten, zur Ebenengleichung in Vektorschreibweise s. Vektorielle Gleichungen)

Man spricht vom Normalenvektor der Ebene . Seine Richtungskosinusse sind (3.373c) Wenn dann geht die Ebene durch den Koordinatenursprung, für -Achse, bzw. zur - oder -Achse. Wenn -Ebene, bzw. zur - oder bzw. bzw. -Ebene. oder oder ist

die Ebene parallel zur

dann liegt die Ebene parallel zur

HESSEsche Normalform der Ebenengleichung:
Die HESSEsche Normalform der Ebenengleichung lautet a) in Komponentenschreibweise (3.374a) b) in Vektorschreibweise (3.374b) wobei der Normaleneinheitsvektor der Ebene ist und der Abstand der Ebene vom Koordinatenursprung. Die

HESSEsche Normalform geht aus der allgemeinen Gleichung (3.373a) durch Multiplikation mit dem Normierungsfaktor (3.374c) hervor. Dabei muß das Vorzeichen von entgegengesetzt zu dem von gewählt werden.

(Zum Skalarprodukt zweier Vektoren s. Skalarprodukt und Skalarprodukt in affinen Koordinaten, zur Ebenengleichung in Vektorschreibweise s. Vektorielle Gleichungen.)

Achsenabschnittsform der Ebenengleichung:
Mit den Strecken abgeschnitten werden, gilt: (3.375) die unter Berücksichtigung des Vorzeichens von der Ebene auf den Koordiantenachsen

Gleichung einer Ebene, durch drei Punkte:
Die Gleichung einer Ebene, die durch drei Punkte lautet a) in Komponentenschreibweise geht,

(3.376a)

b) in Vektorschreibweise (3.376b) (s. gemischtes Produkt dreier Vektoren).

Gleichung einer Ebene durch zwei Punkte, parallel zu einer Geraden:
Die Gleichung einer Ebene, die durch zwei Punkte Geraden mit dem Richtungsvektor liegt, lautet geht und parallel zu einer

a) in Komponentenschreibweise

(3.377a)

b) in Vektorschreibweise (3.377b)

(S. auch gemischtes Produkt oder Spatprodukt dreier Vektoren.)

Gleichung einer Ebene durch einen Punkt, parallel zu zwei Geraden:
Die Gleichung einer Ebene, die durch einen Punkt Richtungsvektoren und geht und parallel zu zwei Geraden mit den verläuft, lautet

a) in Komponentenschreibweise

(3.378a)

b) in Vektorschreibweise (3.378b) (S. auch gemischtes Produkt oder Spatprodukt dreier Vektoren.)

Gleichung einer Ebene durch einen Punkt, senkrecht zu einer Geraden:
Die Gleichung einer Ebene, die durch einen Punkt geht und senkrecht zu einer Geraden mit dem

Richtungsvektor

verläuft, lautet

a) in Komponentenschreibweise (3.379a) b) in Vektorschreibweise (3.379b) (Zum Skalarprodukt zweier Vektoren s. Skalarprodukt und Skalarprodukt in affinen Koordinaten.)

Abstand eines Punktes von einer Ebene:
Einsetzen der Koordinaten des Punktes in die HESSEsche Normalform der Ebenengleichung (3.374a) (3.380a) liefert (3.380b) Wenn und der Koordinatenursprung auf verschiedenen Seiten der Ebene liegen, ist im

entgegengesetzten Falle ist

Gleichung einer Ebene durch die Schnittlinie zweier Ebenen:

Die Gleichung einer Ebene, die durch die Schnittlinie zweier Ebenen mit den Gleichungen und a) in Komponentenschreibweise (3.381a) b) in Vektorschreibweise (3.381b) ein reeller Parameter, so daß durch die Gleichungen (3.381a) und (3.381b) ein ganzes Ebenenbüschel Dabei ist beschrieben wird. Die folgende Abbildung zeigt den Fall eines Ebenenbüschels mit drei Ebenen. verläuft, lautet

Wenn

in den Gleichungen (3.381a) oder (3.381b) die Werte zwischen

und

durchläuft, erhält man alle

Ebenen des Büschels. Für

erhält man die Gleichungen der Ebenen, die die Winkel zwischen den beiden

gegebenen Ebenen halbieren, wenn deren Gleichungen in der Normalform gegeben sind. (Zum Skalarprodukt zweier Vektoren s. Skalarprodukt und Skalarprodukt in affinen Koordinaten, zur Ebenengleichung in Vektorschreibweise (s. Vektorielle Gleichungen.)

Sphärischer Abstand
Durch zwei Punkte und der Kugeloberfläche, die keine Gegenpunkte, d.h. keine Endpunkte eines Durchmessers sind, lassen sich unendlich viele Kleinkreise, aber nur ein Großkreis (mit der Großkreisebene g) legen. In der folgenden Abbildung sind durch die Punkte des durch gehenden Großkreises geklappt. und die zwei Kleinkreise gelegt und in die Ebene

Man sieht, daß der Großkreis den größten Radius und damit die kleinste Krümmung hat. Daher stellt der kleinere der beiden Großkreisbögen durch zwischen den Punkten und und die kürzeste Verbindung beider Punkte dar. Er ist die kürzeste Verbindung auf der Kugeloberfläche und wird sphärischer Abstand genannt.

Messung des sphärischen Abstandes
Der sphärische Abstand zweier Punkte kann im Längenmaß oder im Winkelmaß ausgedrückt werden.

Sphärischer Abstand im Winkelmaß ist der Winkel zwischen den Radien

und

, gemessen im

Kugelmittelpunkt . Dieser Winkel ist dem sphärischen Abstand eindeutig zugeordnet und wird im folgenden mit kleinen lateinischen Buchstaben bezeichnet. Die Bezeichnung kann am Kugelmittelpunkt oder auf dem Großkreisbogen angegeben werden. Sphärischer Abstand im Längenmaß ist die Länge des Großkreisbogens zwischen (Bogen ) bezeichnet. folgenden mit Umrechnungen von Winkelmaß in Längenmaß und umgekehrt erfolgen gemäß (3.161a) (3.161b) und . Sie wird im

Dabei ist gilt

der in Grad und arc

der in Radiant gemessene Winkel (s. Bogenmaß). Für den Umrechnungsfaktor

(3.161c) Die Angaben im Längen- oder Winkelmaß sind gleichwertig, aber in der sphärischen Trigonometrie werden die sphärischen Abstände in der Regel im Winkelmaß angegeben. Beispiel A

Bei sphärischen Berechnungen auf der Erdoberfläche wird von einer Kugel ausgegangen, die das gleiche Volumen wie das zweiachsige Referenzellipsoid von KRASSOWSKI hat. Dieser Erdkugelradius beträgt km, woraus folgt Seemeile = 1852 m. Beispiel B Der sphärische Abstand zwischen Dresden und St. Petersburg beträgt = 1433 km oder 111,2 km, 1853,3 m = 1 alte Seemeile. Heute gilt: 1

Abstand zwischen zwei Punkten
Sind die Punkte in kartesischen Koordinaten und gegeben, dann ist (3.291) sind sie als und in Polarkoordinaten gegeben, dann gilt (3.292)

Abstand zwischen zwei Punkten
Zwischen den Punkten und in der folgenden Abbildung beträgt der Abstand (3.360a)

Die Richtungskosinusse der Strecke zwischen beiden Punkten berechnen sich gemäß (3.360b)

Ableitungsfreies Gauß-Newton-Verfahren
Zur Lösung der Quadratmittelaufgabe (19.24) geht man im nichtlinearen Fall ( nichtlineare Ausgleichsaufgabe ) iterativ wie folgt vor: 1. Ausgehend von geeigneten Startnäherungen Verfahren (dort gemäß (19.61)), die nichtlinearen Funktionen durch lineare Näherungen , die in jedem Iterationsschritt gemäß approximiert man wie beim NEWTON-

(19.65)

berechnet werden.

2. Man setzt in (19.65) und ermittelt die Verbesserungen nach der GAUSSschen

Fehlerquadratmethode, d.h. durch Lösung der linearen Quadratmittelaufgabe (19.66)

z.B. mit Hilfe der Normalgleichungen (19.42), oder des HOUSEHOLDER-Verfahrens. 3. Man erhält Näherungen für die gesuchte Lösung durch (19.67a)

(19.67b)

wobei

ein Schrittweitenparameter wie beim NEWTON-Verfahren ist.

Durch Wiederholung der Schritte 2 und 3 mit

an Stelle von

erhält man das GAUSS-NEWTON- Verfahren

. Es liefert eine Folge von Näherungswerten, deren Konvergenz sehr stark von der Güte der Startnäherungen abhängt.

Mit Hilfe des Schrittweitenparameters Fehlerquadratsumme, erzielen.

läßt sich jedoch ein sogenannter Abstieg , d.h. eine Verkleinerung der

Wenn die Berechnung der partiellen Ableitungen

mit großem Aufwand verbunden ist, kann man die partiellen Ableitungen durch Differenzenquotienten sehr einfach approximieren:

(19.68)

Die sogenannten Diskretisierungsschrittweiten

können in Abhängigkeit von Iterationsschritt und Variablen

speziell gewählt werden. Verwendet man die Näherungen (19.68), dann müssen bei der Durchführung des GAUSS-NEWTON-Verfahrens nur Funktionswerte berechnet werden, d.h., das Verfahren ist dann ableitungsfrei .

Kartesische oder DESCARTESsche Koordinaten
Kartesische oder DESCARTESsche Koordinaten eines Punktes sind die mit einem bestimmten Vorzeichen behafteten und in einem bestimmten Maßstab angegebenen Entfernungen dieses Punktes von zwei senkrecht aufeinander stehenden Koordinatenachsen .

Der Schnittpunkt 0 der Koordinatenachsen wird Koordinatenursprung oder Koordinatenanfangspunkt genannt. Die horizontale Koordinatenachse, meist die Koordinatenachse, meist die -Achse, wird gewöhnlich Abszissenachse genannt, die vertikale -Achse, Ordinatenachse . Auf diesen Achsen wird die positive Richtung festgelegt: für

die

-Achse gewöhnlich nach rechts weisend, für die

-Achse nach oben. Die Koordinatenvorzeichen eines

Punktes

sind dann positiv oder negativ, je nachdem, auf welche Halbachse die Projektion des Punktes fällt.

Die Koordinaten

bzw.

werden die Abszisse bzw. die Ordinate des Punktes und der Ordinate

genannt. Mit der Schreibweise

wird ein Punkt mit der Abszisse

angegeben. Durch die Koordinatenachsen wird die

-Ebene in vier Quadranten I, II, III und IV zerlegt.

Kartesische Koordinaten
1. Grundbegriffe: Kartesische Koordinaten eines Punktes werden die mit einem bestimmten Vorzeichen versehenen und in einer bestimmten Maßeinheit angegebenen Abstände von drei rechtwinklig aufeinanderstehenden Koordinatenebenen genannt. Sie stellen die Projektionen des Radiusvektors rechtwinklig aufeinanderstehende Koordinatenachsen dar. zum Punkt auf drei

Der Schnittpunkt 0 der Koordinatenachsen wird Koordinatenursprung oder Koordinatenanfangspunkt genannt. Die Koordinaten daß der Punkt heißen Abszisse , Ordinate und Applikate . Die Schreibweise die Koordinaten befindet. bedeutet,

hat. Die Vorzeichen der Koordinaten richten sich

nach dem Oktanten, in dem sich der Punkt

2. Koordinatenvorzeichen: Die Koordinatenvorzeichen in den 8 Oktanten sind in der Tabelle angegeben. Tabelle Koordinatenvorzeichen in den Oktanten Oktant

3. Einheitsvektoren im Rechts- und Linkssystem: Im rechtshändigen kartesischen Koordinatensystem (linke Abbildung) gilt für die senkrecht aufeinanderstehenden und in der Reihenfolge genommenen Einheitsvektoren (3.353a) d.h., es gilt die Rechte-Hand-Regel.

Die drei Formeln gehen durch zyklische Vertauschung der Einheitsvektoren auseinander hervor. Im linkshändigen kartesischen Koordinatensystem (rechte Abbildung) gilt

(3.353b) Das negative Vorzeichen der Vektorprodukte ergibt sich aus der linkshändigen Reihenfolge der Einheitsvektoren, d.h. ihrer Anordnung im Uhrzeigersinn. Es ist zu beachten, daß in beiden Fällen gilt: (3.353c) Im allgemeinen werden, wie auch in diesem Buch, rechtshändige Koordinatensysteme verwendet; die Formeln sind allerdings nicht von dieser Wahl abhängig.

Theorie der Meßfehler
Bei jeder wissenschaftlichen Messung -- unabhängig davon, wie sorgfältig sie durchgeführt wird -- sind Beobachtungs- oder Meßwerte mit unvermeidlichen Meßfehlern behaftet. Nach DIN werden die Meßfehler, also alle während einer Messung auftretenden Fehler, Abweichungen genannt. Unsicherheiten nennt man dagegen die Fehler bei der Angabe von Meßergebnissen. Mit diesen beiden Begriffen kann man die Zielstellung der Theorie der Meßfehler wie folgt formulieren: 1. Die Abweichungen sind so klein wie möglich zu halten, d.h., für den Wert, der durch die Messung bestimmt werden soll, ist eine möglichst gute Näherung zu ermitteln. Dafür eignet sich besonders die Ausgleichsrechnung , die auf GAUSS zurückgeht und die im wesentlichen aus der Fehlerquadratmethode besteht. 2. Die Unsicherheit ist so gut wie möglich abzuschätzen oder zu berechnen, wozu die Methoden der mathematischen Statistik eingesetzt werden.
q q

Meßfehler und ihre Verteilung Fehlerfortpflanzung und Fehleranalyse

Prinzip der Prüfverfahren
Ein statistisches Prüfverfahren hat grundsätzlich folgenden Aufbau: 1. Es wird eine Hypothese aufgestellt, daß die Stichprobe einer Grundgesamtheit von vorgegebenen Eigenschaften angehört, z.B. : Grundgesamtheit ist normalverteilt mit den Parametern : Für das unbekannte wird ein Näherungswert , in diesem Zusammenhang auch Schätzwert gewonnen wird. und oder

genannt, eingesetzt, der z.B. durch Rundung des Stichprobenmittelwertes 2.

Man ermittelt in der angenommenen Grundgesamtheit ein Vertrauensintervall (im allgemeinen mit Hilfe von Tabellen), in dem der Wert einer bestimmten Stichprobenfunktion mit einer vorgegebenen Sicherheit (z.B. oder 3. ) liegt.

Man berechnet den Wert der Stichprobenfunktion und lehnt die Hypothese ab, wenn dieser Wert nicht in liegt. Beispiel Prüfen des Mittelwertes mit der Hypothese : bei vorgegebener Irrtumswahrscheinlichkeit .

Gemäß Abschnitt Vertrauensgrenzen für den Mittelwert genügt die Zufallsgröße

einer

-Verteilung mit wenn

Freiheitsgraden. Daraus folgt, daß man die Hypothese ablehnen muß,

nicht in dem durch (16.125) festgelegten Vertrauensintervall liegt, d.h., wenn sich

(16.130) ergibt. Man sagt dann, es handelt sich um eine signifikante Abweichung und spricht von Signifikanz . Weitere Angaben über die Durchführung von Prüfverfahren s. Lit. 16.23.

Unterabschnitte
q

Evolvente oder Involute

Evolute
Evolute einer gegebenen Kurve heißt eine zweite Kurve, die aus den Krümmungsmittelpunkten der ersten Kurve besteht; sie ist gleichzeitig Einhüllende der Normalen dieser ersten Kurve. Die Einhüllende wird auch Enveloppe genannt. Die Parameterform der Evolute erhält man aus der Gleichung (3.444) für die Krümmungsmittelpunkte, wenn und oder als laufende Koordinaten aufgefaßt werden. Wenn es gelingt, aus diesen Gleichungen den Parameter ( ) zu eliminieren, dann kann die Evolutengleichung in kartesischen Koordinaten hingeschrieben werden.

Beispiel

Es ist die Evolute der Parabel

zu bestimmen.

Aus

folgt mit

und

als laufende Koordinaten der Evolute

Evolvente oder Involute
Evolvente oder Involute einer Kurve heißt eine Kurve die für eine Evolute ist. Daher ist jede Normale

der Evolvente eine Tangente an die Evolute, und die Bogenlänge des Krümmungsradius der Evolvente (linke Abbildung):

der Evolute ist gleich dem Zuwachs

(3.460)

Diese Eigenschaften berechtigen für die Evolvente zu der Bezeichnung ,,Abwickelkurve `` der Kurve

da sie aus

durch Abwickeln eines gespannten Fadens erhalten werden kann (rechte Abbildung). Einer gegebenen Evolute entspricht eine Schar von Evolventen, die jeweils durch die ursprüngliche Länge des gespannten Fadens bestimmt werden. Die Gleichung der Evolute ergibt sich durch Integration eines Systems von Differentialgleichungen, das die Gleichung der Evolute darstellt (s. auch Kreisevolvente). Beispiel Die Katenoide ist die Evolute der Traktrix, die Traktrix die Evolvente der Katenoide.

Mächtigkeit, Kardinalzahl
1. Mächtigkeit, Kardinalzahl: Zwei Mengen bijektive Abbildung gibt. Jeder Menge heißen gleichmächtig , falls es zwischen ihnen eine oder zugordnet, so daß

wird eine Kardinalzahl

gleichmächtige Mengen die gleiche Kardinalzahl erhalten. Eine Menge ist zu ihrer Potenzmenge niemals gleichmächtig, so daß es keine ,,größte`` Kardinalzahl gibt. 2. Unendliche Mengen: Unendliche Mengen sind dadurch charakterisiert, daß sie echte Teilmengen besitzen, die zur Gesamtmenge gleichmächtig sind. Die ,,kleinste`` unendliche Kardinalzahl ist die Kardinalzahl der Menge der natürlichen Zahlen. gleichmächtig ist. Das bedeutet, ihre Elemente schreiben.

Eine Menge heißt abzählbar (unendlich), wenn sie zu lassen sich durchnumerieren bzw. als unendliche Folge

Eine Menge heißt überabzählbar (unendlich), wenn sie unendlich, aber nicht gleichmächtig zu Demzufolge ist jede nichtabzählbar (unendliche) Menge überabzählbar (unendlich).

ist.

Beispiel A Die Menge (unendlich). Beispiel B Die Menge (unendlich). der reellen Zahlen und die Menge der komplexen Zahlen sind überabzählbar der ganzen Zahlen und die Menge der rationalen Zahlen sind abzählbar

Hinweise:
1. Zur Bestimmung der Regressionskoeffizienten hätte man auch von der Interpolationsbedingung , d.h. von (16.151) ausgehen können. Im Falle stellt (16.151) ein überbestimmtes lineares Gleichungssystem dar, zu dessen

genäherter Lösung das HOUSEHOLDER-Verfahren verwendet werden kann. Der Übergang von (16.151), d.h. Multiplikation von (16.151) mit G linear unabhängig sind, also Rang , wird auch als GAUSS-Transformation bezeichnet. Wenn die Spalten der Matrix ist, dann hat das Normalgleichungssystem (16.147e) eine

eindeutige Lösung, die mit der nach HOUSEHOLDER ermittelten Näherungslösung von (16.151) übereinstimmt. 2. Auch im mehrdimensionalen Fall lassen sich mit Hilfe der -Verteilung Vertrauensgrenzen für die Regressionskoeffizienten analog zu (16.143a,b) angeben (s. Lit. 16.9). 3. Mit Hilfe der -Verteilung kann man einen sogenannten Adäquatheitstest für den Ansatz (16.147b)

durchführen. Dieser Test gibt Auskunft darüber, ob ein Ansatz der Form (16.147b), aber mit weniger Gliedern, schon eine hinreichend gute Approximation der theoretischen Regressionsfunktion (16.144) liefert (s. Lit. 16.9).

Addition und Subtraktion
Addition und Subtraktion zweier oder mehrerer komplexer Zahlen sind in der algebraischen Schreibweise durch die Formel

(1.138) definiert. In der geometrischen Interpretation werden zur Summen- bzw. Differenzbildung die Vektoren der betreffenden komplexen Zahlen addiert bzw. subtrahiert (s. Regeln der Vektorrechnung).

Unterabschnitte
q q q q q q

Addition: Subtraktion: Multiplikation: Division: Resultatfehler: Vermeidung der Auslöschung:

Grundoperationen des numerischen Rechnens
Jeder numerische Prozeß setzt sich letztlich aus einer Folge von Grundrechenoperationen zusammen. Probleme ergeben sich insbesondere durch die endliche Stellenzahl bei der Gleitpunktarithmetik. Diese sollen kurz betrachtet werden. Es sei vorausgesetzt, daß einem Wert sind. (19.269a) und normalisierte fehlerfreie Gleitkommazahlen gleichen Vorzeichens mit

(19.269b)

(19.269c)

Addition:
Für erfolgt der Exponentenangleich an , da wegen der Normalisierung nur eine Linksverschiebung des

Punktes möglich ist. Die Mantissen werden addiert. (19.270a) (19.270b) so erfolgt die Punktverschiebung um eine Stelle nach links bei gleichzeitiger Erhöhung des Exponenten um eins (Additionsüberlauf). Beispiel .

Subtraktion:

Der Exponentenangleich erfolgt wie bei der Addition, die Mantissen werden subtrahiert. Ist (19.271a) und (19.271b) so erfolgt die Punktverschiebung um maximal Beispiel . Das Beispiel zeigt den kritischen Fall der Auslöschung führender Nullen. Durch die beschränkte Stellenzahl (hier 4) werden außerdem von rechts Nullen eingeschleppt, die eine erhöhte Anzahl gültiger Ziffern vortäuschen. Stellen nach rechts mit entsprechender Erniedrigung des Exponenten.

Multiplikation:
Die Exponenten werden addiert und die Mantissen multipliziert. Ist (19.272) so wird der Dezimalpunkt bei gleichzeitiger Erniedrigung des Exponenten um eins um eine Stelle nach rechts verschoben ( Multiplikationsunterlauf ). Beispiel .

Division:
Die Exponenten werden subtrahiert und die Mantissen dividiert. Ist (19.273) so wird der Dezimalpunkt bei gleichzeitiger Erhöhung des Exponenten um eins um eine Stelle nach links verschoben ( Divisionsüberlauf ). Beispiel .

Resultatfehler:
Der Resultatfehler bei den vier Grundrechenarten mit vorausgesetzten fehlerfreien Operanden resultiert dann lediglich aus der Rundung. Für den relativen Fehler gilt mit der Stellenzahl und der Basis die Schranke (19.274)

Vermeidung der Auslöschung:
Es ist ersichtlich, daß die Subtraktion nahezu gleich großer Gleitkommazahlen die kritische Operation ist. Wenn möglich, sollte in solchen Fällen durch Prioritätenänderungen oder andere Anordnung der Operanden die Reihenfolge der

Operationen geändert werden.

Darstellung in Form eines Polynoms
Jeder ganzrationale Ausdruck kann mit Hilfe elementarer Umformungen, also durch Zusammenziehen gleichnamiger Glieder, Addition, Subtraktion und Multiplikation von Monomen und Polynomen, in Form eines Polynoms dargestellt werden. Beispiel

q q

Zerlegung eines Polynoms in Faktoren Spezielle Formeln

Arithmetische Operationen
Die arithmetischen Operationen (Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division) mit zwei beliebigen rationalen Zahlen sind stets möglich und liefern im Ergebnis wieder eine rationale Zahl. Eine Ausnahme davon ist die Division durch Null , die unmöglich ist: Die Schreibweise Zahl gibt, die der Gleichung mit hat keinen bestimmten Sinn, da es keine bestimmte rationale genügt. Für kann eine beliebige rationale Zahl

sein. Die oft verwendete Schreibweise (unendlich) bedeutet nicht, daß diese Division möglich ist; es ist lediglich eine Abkürzung für die Aussage: Wenn sich der Nenner Null nähert, wächst der Quotient absolut genommen über alle Grenzen.

Rechenregeln
1. Elementare algebraische Operationen: Die Multiplikation eines Tensors mit einer Zahl und die Addition und Subtraktion von Tensoren gleicher Stufe erfolgen komponentenweise analog zu den entsprechenden Operationen bei Vektoren und Matrizen. 2. Tensorprodukt: Die Tensoren bzw. Dann bilden die bzw. Skalare (4.73a) die Komponenten eines Tensors von und der Stufe Man schreibt = und spricht vom Tensorprodukt mit den Komponenten bzw. seien von der Stufe

. Es gelten Assioziativ- und Distributivgesetz: (4.73b)

3. Dyadisches Produkt: Das Produkt zweier Tensoren 1. Stufe ergibt einen Tensor 2. Stufe mit den Elementen

und

(4.74a) d.h., das Tensorprodukt stellt die Matrix (4.74b)

dar. Diese wird auch als dyadisches Produkt der beiden Vektoren

und

bezeichnet.

4. Verjüngung: Setzt man in einem Tensor der Stufe sie, so erhält man einen Tensor der Stufe

zwei Indizes gleich und summiert über

und spricht von einer Verjüngung des Tensors.

Beispiel Der 2stufige Tensor von (4.74a) mit und man mit (4.75) einen Skalar, also einen Tensor nullter Stufe erhält. Er stellt das Skalarprodukt der Vektoren dar. und der das Tensorprodukt der beiden Vektoren darstellt, wird über die Indizes und verjüngt, so daß

Rechenregeln
Neben den bereits formulierten Rechenregeln gelten noch die folgenden Rechenregeln: 1. Addition und Subtraktion: Tensoren gleicher Stufe, deren einander entsprechende Indizes beide kovariant oder beide kontravariant stehen, werden koordinatenweise addiert oder subtrahiert und liefern einen Tensor der gleichen Stufe. 2. Multiplikation: Die Multiplikation der Koordinaten eines Tensors ter Stufe ergibt stets einen Tensor der Stufe 3. Verjüngung: Setzt man in einem Tensor -ter Stufe einen kovariant und einen kontravariant -ter Stufe mit denen eines Tensors -

stehenden Index einander gleich und summiert entsprechend der EINSTEINschen Summenkonvention über diesen Index, dann entsteht ein Tensor der Stufe . Diese Operation heißt Verjüngung .

4. Überschiebung: Unter Überschiebung zweier Tensoren versteht man folgende Operation: Beide Tensoren werden multipliziert, und anschließend wird eine Verjüngung des Ergebnisses derart vorgenommen, daß die Indizes, nach denen verjüngt wird, verschiedenen Faktoren angehören. 5. Symmetrie: Ein Tensor heißt symmetrisch bezüglich zweier kovariant oder zweier kontravariant stehender Indizes, wenn er sich bei deren Vertauschung nicht ändert.

6. Schiefsymmetrie: Ein Tensor heißt schiefsymmetrisch bezüglich zweier kovariant oder zweier kontravariant stehender Indizes, wenn er sich bei deren Vertauschung mit multipliziert.

Beispiel Der Epsilontensor ist schiefsymmetrisch bezüglich zweier beliebiger kovarianter oder kontravarianter Indizes.

Summen und Differenzen von Areafunktionen
(2.209) (2.210) (2.211)

Hyperbelfunktionen der Summe und der Differenz zweier Argumente (Additionstheoreme)
(2.172) (2.173)

(2.174)

(2.175)

Summe und Differenz von arcsin x und arcsin y
(2.145a)

(2.145b)

(2.145c)

(2.146a)

(2.146b)

(2.146c)

Trigonometrische Funktionen von Summe und Differenz zweier Winkel
(2.82) (2.83) (2.84)

(2.85)

(2.86)

(2.87)

Summen und Differenzen zweier trigonometrischer Funktionen (Additionstheoreme)
(2.107)

(2.108)

(2.109)

(2.110)

(2.111)

(2.112)

(2.113)

(2.114)

Sigma-Algebren und Maße
Ausgangspunkt für den Begriff eines Maßes ist eine Verallgemeinerung der Begriffe der Länge eines Intervalls in , und . Diese Verallgemeinerung wird benötigt, des Flächeninhalts und des Volumens einiger Teilmengen aus um möglichst viele Mengen ,,messen``zu können und möglichst viele Funktionen ,,integrierbar zu machen``. Beispielsweise hat das Volumen eines -dimensionalen Quaders den Wert .

q q

-Algebra Maß

Adjazenz
Gilt Startpunkt von dann heißt der Knoten adjazent , d.h. benachbart, zum Knoten und Der Knoten heißt

heißt Zielpunkt von

heißen Endpunkte von

Entsprechend werden die Adjazenz in ungerichteten Graphen und die Endpunkte von ungerichteten Kanten definiert.

Adjazenzmatrix
Endliche Graphen kann man wie folgt durch eine Matrix beschreiben: Es sei und von nach Dabei bezeichne ein Graph mit die Anzahl der Kanten

Bei ungerichteten Graphen werden Schlingen doppelt gezählt; bei gerichteten Graphen zählt man vom Typ mit wird Adjazenzmatrix genannt. Ist der

Schlingen einfach. Die Matrix

Graph zusätzlich schlicht, dann hat die Adjazenzmatrix die folgende Gestalt: (5.233)

D.h. in der Matrix verläuft.

steht in der

-ten Zeile und

-ten Spalte genau dann eine 1, wenn eine Kante von

nach

Für ungerichtete Graphen ist die Adjazenzmatrix symmetrisch.

Beispiel A Neben der Abbildung ist die Adjazenzmatrix des gerichteten Graphen gezeigt.

Beispiel B

Neben der Abbildung ist die Adjazenzmatrix

des ungerichteten schlichten Graphen

gezeigt.

Determinante
Determinanten sind reelle oder komplexe Zahlen, die eindeutig quadratischen Matrizen zugeordnet werden. Eine Determinante -ter Ordnung, die der Matrix vom Typ zugeordnet ist,

(4.54)

wird mit Hilfe des LAPLACEschen Entwicklungssatzes rekursiv definiert:

(4.55a)

(4.55b)

Hierbei ist Man nennt

die mit dem Vorzeichenfaktor

multiplizierte Unterdeterminante des Elements

Adjunkte oder algebraisches Komplement .

Matrix-Gerüst-Satz
Es sei mit (5.239a) ein Graph mit und Durch

wird eine Matrix vom Typ

definiert, die auch Valenzmatrix genannt wird. Die Differenz von Valenzmatrix und von : (5.239b)

Adjazenzmatrix ist die Admittanzmatrix

Aus

erhält man durch Streichen der

-ten Zeile und der

-ten Spalte die Matrix

Die Determinante von

ist gleich der Anzahl der Gerüste im Graphen

Beispiel Die Adjazenzmatrix, die Valenzmatrix und die Admittanzmatrix zum Graphen in der Abbildung im Abschnitt Gerüste lauten:

Wegen det

hat der Graph genau 5 Gerüste.

Ähnliche Dreiecke, Ähnlichkeitssätze
Unter Ähnlichkeit versteht man allgemein die völlige Übereinstimmung der Gestalt ebener Figuren, ohne daß ihre Größe übereinstimmt. Ähnliche Figuren können durch geometrische Transformationen ineinander überführt werden, derart, daß die Punkte der einen Figur umkehrbar eindeutig so auf die Punkte der anderen abgebildet werden, daß jedem Winkel der einen Figur ein gleicher Winkel der anderen Figur entspricht. Gleichwertig mit dieser Erklärung ist die Aussage: In ähnlichen Figuren sind einander entsprechende Strecken zueinander proportional. Die Ähnlichkeit von Figuren erfordert entweder die Übereinstimmung aller Winkel oder die Übereinstimmung aller entsprechenden Streckenverhältnisse. Die Flächeninhalte ähnlicher ebener Figuren sind proportional zum Quadrat einander entsprechender linearer Elemente, wie Seiten, Höhen, Diagonalen usw. Die Ähnlichkeitssätze für das ebene Dreiecke besagen, daß Dreiecke ähnlich sind, wenn sie übereinstimmen in r zwei Seitenverhältnissen, r zwei gleichliegenden Innenwinkeln, r im Verhältnis zweier Seiten und in dem von diesen Seiten gebildeten Innenwinkel, r im Verhältnis zweier Seiten und dem der größeren dieser Seiten gegenüberliegenden Innenwinkel. Da bei der Ähnlichkeit nur Seitenverhältnisse, nicht aber wie bei der Kongruenz Seitenlängen eine Rolle spielen, enthalten die Ähnlichkeitssätze je ein Bestimmungsstück weniger als die entsprechenden Kongruenzsätze.

Homogene Gleichungen oder Ähnlichkeitsdifferentialgleichungen
Wenn und homogene Funktionen gleichen Grades sind, dann kann in der Gleichung (9.8)

die Trennung der Variablen durch die Substitution

erreicht werden.

Beispiel

. Somit ist . Wie unter Trennung der Variablen für Integralkurve. oder erwähnt wird, ist die Gerade auch eine

Direkter Beweis
Es wird von einem bereits als richtig bewiesenen Satz (Voraussetzung des zu beweisenden Satzes (Behauptung Implikation oder die Äquivalenz verwendet. a) Direkter Beweis mit Hilfe der Implikation: In der Implikation folgt aus der Wahrheit der Voraussetzung die Wahrheit der Behauptung (s. 4. Zeile ) ausgegangen und daraus die Wahrheit

) abgeleitet. Bei der logischen Schlußfolgerung wird vorwiegend die

der Wahrheitstafel ,,Implikation``). Beispiel

Die Ungleichung

für

ist zu beweisen. Voraussetzung ist die als

richtig erkannte binomische Formel folgt:

Durch Subtraktion von und aus dieser Ungleichung erhält man unmittelbar und auf das positive

die Behauptung, wenn man sich beim Radizieren wegen

Vorzeichen beschränkt. b) Direkter Beweis mit Hilfe der Äquivalenz: Der Beweis wird durch Verifizieren , d.h. durch den Nachweis der Wahrheit, geführt. Man geht dabei von der Wahrheit der Behauptung Äquivalenz aus und zeigt die Wahrheit der Behauptung , was allerdings nur bei einer in überführen,

möglich ist. Praktisch bedeutet dies, daß alle Rechenoperationen, die

eindeutig umkehrbar sein müssen. Beispiel

Die Ungleichung Durch Multiplikation mit erhält man:

für

ist zu beweisen.

Wegen

ist die entstandene Ungleichung richtig, und da die durchgeführten

Rechenoperationen eindeutig umkehrbar sind, ist auch die Ausgangsungleichung richtig.

BOOLEsche Funktionen
Es bezeichnet Abbildung von wieder die zweielementige BOOLEsche Algebra. Eine n-stellige BOOLEsche Funktion in Es gibt -stellige BOOLEsche Funktionen. Die Menge aller ist eine -stelligen

BOOLEschen Funktionen wird mit (5.220) (5.221) (5.222) zu einer BOOLEschen Algebra. Dabei ist jeweils ein -Tupel von Elementen aus und auf der

rechten Seite der Gleichungen werden die Operationen in entsprechen den Funktionen bzw. mit

ausgeführt. Die ausgezeichneten Elemente 0 bzw. 1

(5.223) Beispiel A

Im Falle

, d.h. bei nur einer BOOLEschen Variablen

, gibt es die vier BOOLEschen Funktionen: (5.224)

Beispiel B Im Falle , d.h. bei zwei BOOLEschen Variablen und , gibt es 16 verschiedene BOOLEschen

Funktionen, von denen die wichtigsten eigene Namen haben und durch eigene Symbole dargestellt werden. Sie sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Einige BOOLEsche Funktionen mit zwei Variablen Name der Funktion Verschiedene Schreibweisen Verschiedene Symbole und Wertetabelle für

SCHEFFER bzw. NAND NAND

PEIRCE bzw. NOR NOR

Äquivalenz bzw. XOR

Äquivalenz

Implikation

Wahrheitstafeln
Faßt man und als Variable auf, die nur die Werte F und W annehmen können ( Aussagenvariable ), so beschreiben die folgenden Wahrheitstafeln die den Junktoren entsprechenden Wahrheitsfunktionen : Tabelle Wahrheitstafeln der Aussagenlogik

Äquivalenzklassen
Eine Äquivalenzrelation in einer Menge Teilmengen, Äquivalenzklassen . heißt Äquivalenzklasse von bezüglich bewirkt eine Aufteilung von in nichtleere paarweise disjunkte (5.87) Für Äquivalenzklassen gilt: (5.88) Diese Äquivalenzklassen werden zu einer neuen Menge, der Faktormenge zusammengefaßt: (5.89) Eine Teilmenge der Potenzmenge heißt Zerlegung von , wenn (5.90)

Äquivalenz- und Ordnungsrelationen
Die wichtigsten Klassen binärer Relationen in einer Menge
q q q q

sind die Äquivalenz- und Ordnungsrelationen.

Äquivalenzrelationen Äquivalenzklassen, Zerlegungen Ordnungsrelationen HASSE-Diagramme

Boolesche Algebren und Schaltalgebra
Die bei der Darstellung der Grundgesetze der Mengenalgebra festgestellte Analogie zu den Grundgesetzen der Aussagenlogik trifft auch auf die Rechenregeln für Operationen mit anderen mathematischen Objekten zu. Die Untersuchung dieser Rechenregeln führt auf den Begriff der BOOLEschen Algebra.
q q q q q q q

Definition und Grundgesetze Dualitätsprinzip Endliche BOOLEsche Algebren BOOLEsche Algebren als Ordnungen BOOLEsche Funktionen, BOOLEsche Ausdrücke Normalformen Schaltalgebra

Endliche BOOLEsche Algebren
Alle endlichen BOOLEschen Algebren lassen sich bis auf ,,Isomorphie`` einfach angeben. Es seien BOOLEsche Algebren und eine bijektive Abbildung. heißt Isomorphismus , falls gilt: (5.219) Jede endliche BOOLEsche Algebra ist isomorph zur BOOLEschen Algebra der Potenzmenge einer endlichen Menge. Insbesondere hat jede endliche BOOLEsche Algebra gleich vielen Elementen sind isomorph. Im folgenden wird mit bezeichnet: Tabelle Operationen der zweielementigen BOOLEschen Algebra Elemente, und je zwei endliche BOOLEsche Algebren mit mit den folgenden Operationen

die zweielementige BOOLEsche Algebra

Erklärt man auf dem und

-fachen kartesischen Produkt mit und

die Operationen zu einer BOOLEschen Elemente enthält, erhält man auf diese

komponentenweise, so wird

Algebra. Man nennt das -fache direkte Produkt von Da Weise alle endlichen BOOLEschen Algebren (bis auf Isomorphie).

BOOLEsche Algebren als Ordnungen
Jeder BOOLEschen Algebra läßt sich eine Ordnungsrelation in zuordnen: Dabei wird genau dann

gesetzt, wenn gilt (oder gleichbedeutend dazu, wenn gilt). Somit läßt sich jede endliche BOOLEsche Algebra durch ein HASSE-Diagramm darstellen. Beispiel sei die Menge der Teiler der Zahl 30. Als zweistellige Operationen

werden die Bildung des größten gemeinsamen Teilers bzw. des kleinsten gemeinsamen Vielfachen verwendet und als einstellige Operation die Bildung des Komplements. Die ausgezeichneten Elemente 0 bzw. 1 entsprechen den Zahlen 1 bzw. 30. Das zugehörige HASSE-Diagramm zeigt die folgende Abbildung.

Kongruenzrelationen, Faktoralgebren
Um Faktorstrukturen, wie im Falle der Gruppen und Ringe, für universelle Algebren konstruieren zu können, wird der Begriff der Kongruenzrelation benötigt. Eine Kongruenzrelation ist eine mit der Struktur verträgliche Äquivalenzrelation: Es sei heißt Kongruenzrelation in falls für alle gilt: (5.192) Die Menge der Äquivalenzklassen (Faktormenge) bezüglich einer Kongruenzrelation bildet bezüglich repräsentantenweisem Rechnen wieder eine eine Kongruenzrelation in -Algebra: Es sei eine -Algebra und eine -Algebra und und alle eine Äquivalenzrelation in mit

Die Faktormenge

(s. Äquivalenz- und Ordnungsrelationen) wird bezüglich

folgender Operationen

mit

(5.193)

zu einer

-Algebra

der Faktoralgebra von

nach

Die Kongruenzrelationen von Gruppen bzw. Ringen lassen sich durch spezielle Teilstrukturen - Normalteiler bzw. Ideale - beschreiben. Im allgemeinen, z.B. bei Halbgruppen, ist eine solche Beschreibung der Kongruenzrelationen nicht möglich.

Termalgebren, freie Algebren
1. Termalgebren: Es sei der 1. (5.196) 2. (5.197) -Terme über eine Signatur und eine abzählbare Menge von Variablen. Die Menge

ist induktiv wie folgt definiert:

Die so definierte Menge über durch

wird Trägermenge einer

-Algebra, der Termalgebra und so ist

vom Typ

gemäß folgender Operationen: Ist

(5.198) erklärt. Freie Algebren: Termalgebren sind die ,,allgemeinsten`` Algebren in der Klasse aller -Algebren, d.h., in Termalgebren gelten keine ,,Gleichungen``. Solche Algebren werden freie Algebren genannt. Eine Gleichung ist ein Paar Eine -Algebra von -Termen in den Variablen gilt: (5.199) Eine gleichungsdefinierte Klasse von -Algebren ist eine Klasse von -Algebren, die eine vorgegebene Menge von Gleichungen erfüllen. Satz von BIRKHOFF: Die gleichungsdefinierten Klassen sind genau die Varietäten. Beispiel Varietäten sind zum Beispiel die Klasse aller Halbgruppen, die Klasse aller Gruppen, die Klasse aller ABELschen Gruppen und die Klasse aller Ringe. Andererseits gilt zum Beispiel, daß das direkte Produkt von zyklischen Gruppen keine zyklische Gruppe und das direkte Produkt von Körpern kein Körper ist. Deshalb bilden die zyklischen Gruppen bzw. Körper keine Varietäten und können nicht durch Gleichungen definiert werden.

erfüllt eine solche Gleichung, wenn für alle

Normierte Algebren
Ein Vektorraum über heißt eine Algebra , wenn zusätzlich zu den Operationen, die im Vektorraum erklärt sind und den Axiomen (V1) bis (V7) (s. Vektorraumaxiome) genügen, für je zwei Elemente oder in der vereinfachten Schreibweise, die folgenden Eigenschaften erfüllt sind: (12.93) (12.94) (12.95) (12.96) Eine Algebra ist kommutativ , wenn stets Ein linearer Operator der Algebra gilt. in die Algebra heißt Algebrenhomomorphismus , wenn für , erklärt ist, so daß für beliebige ihr Produkt und

alle

gilt: (12.97)

heißt normierte Algebra bzw. eine BANACH-Algebra , wenn sie ein normierter Vektorraum bzw. ein Eine Algebra BANACH-Raum ist und die Norm die (zusätzliche) Eigenschaft (12.98) besitzt. In einer normierten Algebra sind alle Operationen stetig, d.h., außer (12.83) gilt für auch noch (s. Lit. 12.23). und

Jede normierte Algebra kann zu einer BANACH-Algebra vervollständigt werden, indem man das Produkt auf ihre Normvervollständigung unter Berücksichtigung von (12.98) fortsetzt. Beispiel A mit der Norm (12.87f) und der für stetige Funktionen üblichen (punktweisen) Multiplikation.

Beispiel B Der Vektorraum auf aller in eine absolut konvergente FOURIER-Reihe zerlegbaren komplexen , d.h.

stetigen Funktionen

(12.99)

mit der Norm

und der gewöhnlichen Multiplikation.

Beispiel C Der Raum aller beschränkten linearen Operatoren auf dem normierten Raum mit der zweier definierte

Operatorennorm und den üblichen algebraischen Operationen, wobei unter dem Produkt Operatoren die Nacheinanderausführung, also der durch Operator verstanden wird. Beispiel D Der Raum

aller absolut summierbaren meßbaren Funktionen auf der reellen Achse

(s. Maß und LEBESGUE-Integral) mit der Norm

(12.100)

wenn man für die Multiplikation von zwei Funktionen die Faltung verwendet.

Matrizen
q q q q q q

Begriff der Matrix Quadratische Matrizen Vektoren Rechenoperationen mit Matrizen Rechenregeln für Matrizen Vektor- und Matrizennorm

Definition
Es sei eine Menge von Operationssymbolen, die in paarweise disjunkte Teilmengen die -stelligen Operationssymbole. Die Familie -stelligen Operationssymbol eine eine zerfällt. In heißt -stellige

liegen die Konstanten, in Typ oder Signatur . Ist Operation in

eine Menge und ist jedem

zugeordnet, so heißt

- Algebra oder Algebra vom Typ

(oder der Signatur) Ist endlich, so schreibt man für -Algebra auf, so zerfällt die Konstante 0, Inversenbildung bezüglich Addition, Addition auch

Faßt man einen Ring als

wobei den Operationssymbolen und Multiplikation zugeordnet sind.

Es seien

und

-Algebren.

heißt

-Unteralgebra von

falls sind.

ist und die Operationen

die Einschränkungen der Operationen

auf die Teilmenge

Schaltalgebra
Eine typische Anwendung der BOOLEschen Algebra ist die Vereinfachung von Reihen-Parallel-Schaltungen (RPS). Dazu wird einer RPS ein BOOLEscher Ausdruck zugeordnet (Transformation). Dieser Ausdruck wird mit den Umformungsregeln der BOOLEschen Algebra ,,vereinfacht``. Anschließend wird diesem Ausdruck wieder eine RPS zugeordnet (Rücktransformation). Im Ergebnis erhält man eine vereinfachte RPS, die das gleiche Schaltverhalten wie die Ausgangsschaltung hat.

RPS bestehen aus Grundelementen, den Arbeits- und Ruhekontakten, mit jeweils zwei Zuständen (geöffnet oder geschlossen). Die Symbolik ist, wie üblich, so zu verstehen: Wird die steuernde Schaltvorrichtung eingeschaltet, so

schließt der Arbeitskontakt (,,Schließer``) und der Ruhekontakt (,,Öffner``) öffnet sich. Den die Kontakte steuernden Schaltvorrichtungen werden BOOLEsche Variable zugeordnet. Dem Zustand ,,aus`` bzw. ,,ein`` der Schaltvorrichtung entspricht der Wert 0 bzw. 1 der BOOLEschen Variablen. Kontakte, die durch die gleichen Vorrichtungen geschaltet werden, erhalten als Symbol die BOOLEsche Variable dieser Vorrichtung. Der Schaltwert einer RPS ist 0 bzw. 1, wenn die Schaltung elektrisch leitend bzw. nichtleitend ist. Der Schaltwert ist abhängig von der Stellung der Kontakte und damit eine BOOLEsche Funktion (Schaltfunktion) der den Schaltvorrichtungen zugeordneten Variablen. In der folgenden Abbildung sind Kontakte, Schaltungen, Symbole und die ihnen entsprechenden BOOLEschen Ausdrücke dargestellt.

Die BOOLEschen Ausdrücke, die Schaltfunktionen von RPS repräsentieren, sind dadurch ausgezeichnet, daß das Negationszeichen nur über Variablen (nicht über Teilausdrücken) stehen darf. Beispiel

Die Reihen-Parallel-Schaltung aus der folgenden Abbildung ist zu vereinfachen.

Dieser Schaltung ist der BOOLEsche Ausdruck (5.230) als Schaltfunktion zugeordnet. Entsprechend den Umformungsregeln der BOOLEschen Algebra ergibt sich:

(5.231)

Dabei ergibt sich

aus

und

aus

Man erhält die in der Abbildung dargestellte vereinfachte RPS. Dieses Beispiel veranschaulicht, daß es nicht immer einfach ist, durch Umformung auf den ,,einfachsten`` BOOLEschen Ausdruck zu kommen. In der Literatur sind dazu Verfahren bereitgestellt.

Universelle Algebra
Eine (universelle) Algebra besteht aus einer Menge, der Trägermenge , und Operationen auf dieser Menge. Einfache Beispiele sind Halbgruppen, Gruppen sowie Ringe und Körper. Universelle Algebren (meist mehrsortig, d.h. mit mehreren Trägermengen) werden insbesondere in der theoretischen Informatik betrachtet. Sie dienen dort als Grundlage für die (algebraische) Spezifikation abstrakter Datentypen und für Termersetzungssysteme .
q q q q q q

Definition Kongruenzrelationen, Faktoralgebren Homomorphismen Homomorphiesatz Varietäten Termalgebren, freie Algebren

Interpolation nach Aitken-Neville
In vielen praktischen Fällen wird das Interpolationspolynom explizit nicht benötigt, sondern nur sein Funktionswert an

einer vorgegebenen Stelle des Interpolationsgebietes. Zur Berechnung dieses Funktionswertes kann man nach AITKEN/NEVILLE rekursiv vorgehen. Dazu verwendet man zweckmäßigerweise die Bezeichnung (19.161) in der die Indizierung die verwendeten Stützstellen und damit auch den Grad des Interpolationspolynoms angibt. Es gilt

(19.162) d.h., der Funktionswert ergibt sich durch lineare Interpolation aus den Funktionswerten von und

, zwei Interpolationspolynomen vom Grad Schema, das für den Fall angegeben werden soll:

. Die gezielte Anwendung von (19.162) führt auf ein

(19.163)

Die Elemente von (19.163) werden spaltenweise berechnet. Ein neuer Wert im Schema entsteht jeweils aus dem links daneben stehenden und dem unmittelbar über diesem stehenden Wert, z.B. (19.164a)

(19.164b)

(19.164c)

Für die Durchführung des Algorithmus von AITKEN/NEVILLE auf dem Computer braucht man nach Lit. 19.3 nur einen Vektor mit Komponenten, der nacheinander die einzelnen Spalten von (19.163) aufnimmt. Dazu wird vereinbart, daß der Wert der -ten Spalte die -te Komponente von wird. Damit sind die Spalten

von (19.163) von oben nach unten zu berechnen, um die noch benötigten Werte zur Verfügung zu haben. Der Algorithmus besteht dann aus folgenden zwei Schritten:

(19.165a)

(19.165b)

Nach Abschluß von (19.165b) stellt

den gesuchten Funktionswert von

an der Stelle

dar.

Algorithmus von DANTZIG
Es sei ein bewerteter schlichter gerichteter Graph mit von für alle Bögen . Der

folgende Algorithmus liefert alle von einem Knoten Entfernungen von a) Der Knoten b) Die Menge der markierten Knoten sei c) Ist d) erhält die Markierung :

aus erreichbaren Knoten zusammen mit ihren

Es sei

, dann beende man den Algorithmus.

Anderenfalls wähle man einen Bogen markiere mit und , setze

aus, für den sowie

minimal ist. Man und wiederhole b)

Sind alle Bögen mit 1 bewertet, dann kann man gemäß des Problemes des kürzesten Weges mit Hilfe der Adjazenzmatrix die Länge einer kürzesten Bahn von einem Knoten Wird dagegen ein Knoten Wird mit von zu einem Knoten nach des Graphen finden. führende Bahn. nach liegt nicht markiert, dann gibt es keine von

markiert, dann ist

die Länge einer solchen Bahn. Eine kürzeste Bahn von

in dem von allen markierten Knoten und Bögen gebildeten Baum, dem Entfernungsbaum bezüglich

Beispiel

Im Graphen der folgenden Abbildung bilden die grün gezeichneten Bögen einen Entfernungsbaum bezüglich des Knotens

Die Längen der kürzesten Bahnen sind:

von von

nach nach

von von

nach nach

von von von von von

nach nach nach nach nach

von von von von

nach nach nach nach

Hinweis: Für den Fall, daß

Bögen mit negativen Längen besitzt, gibt es einen modifizierten

Algorithmus zur Ermittlung kürzester Bahnen (s. Lit. 5.32).

EUKLIDischer Algorithmus
Für zwei natürliche Zahlen kann man den größten gemeinsamen Teiler mit dem EUKLIDischen Algorithmus

ohne Zuhilfenahme der Primfaktorenzerlegung ermitteln. Dazu ist nach dem folgenden Schema eine Kette von Divisionen mit Rest auszuführen. Für sei Dann gilt:

(5.152a)

Der Divisionsalgorithmus endet nach endlich vielen Schritten, da die Folge

eine streng monoton

fallende Folge natürlicher Zahlen ist. Der letzte von 0 verschiedene Rest und Benutzt man die Reduktionsvorschrift

ist der größte gemeinsame Teiler von

(5.152b) dann kann man durch wiederholte Anwendung des EUKLIDischen Algorithmus auch für den größten gemeinsamen Teiler ermitteln. (S. auch Satz zum EUKLIDischen Algorithmus.) Beispiel A Es gilt ggT(38, 105) = 1, denn natürliche Zahlen mit

Beispiel B ggT(150, 105, 56) = ggT(ggT(150, 105), 56) = ggT(15, 56) = 1.

Kettenbrüche
Kettenbrüche sind ineinandergeschachtelte Brüche, mit deren Hilfe rationale und irrationale Zahlen dargestellt werden können. Kettenbrüche rationaler Zahlen sind endlich. Für positive rationale Zahlen größer Eins haben sie die Form

(1.4)

wobei die Zahlen können:

mit Hilfe des EUKLIDischen Algorithmus wie folgt ermittelt werden

(1.5a)

(1.5b)

(1.5c)

Dabei wird vorausgesetzt, daß die Zahlen Kettenbrüche werden abkürzend durch die Angabe erfüllt sein muß.

natürliche Zahlen mit

sind.

symbolisch dargestellt, wobei die Forderung

Kettenbrüche irrationaler Zahlen brechen nicht ab. Sie heißen daher unendliche Kettenbrüche. Beispiel A

Beispiel B

Beispiel C Im gleichmäßigen Fünfeck, dem Pentagramm , sei die Länge der Seiten mit bezeichnet. Dann gilt , die der Diagonalen mit

(1.6) Man sieht, daß das Verhältnis dem des Goldenen Schnittes entspricht.

Bestimmung des größten gemeinsamen Teilers zweier Polynome
Zwei Polynome vom Grade und vom Grade mit können gemeinsame

Polynomfaktoren haben. Das Produkt aller dieser Faktoren wird größter gemeinsamer Teiler der Polynome genannt. Wenn und keine gemeinsamen Polynomfaktoren besitzen, dann nennt man sie teilerfremd . Ihr

größter gemeinsamer Teiler ist dann eine Konstante. Der größte gemeinsame Teiler zweier Polynome ohne Faktorenzerlegung ermittelt werden: 1. Division von durch führt auf den Quotienten und den Rest : (1.47a) 2. und kann mit Hilfe des EUKLIDischen Algorithmus

Division von

durch

führt auf den Quotienten

und den Rest

: (1.47b)

3. Division von durch führt auf den Quotienten und den Rest usw:

Der größte gemeinsame Teiler der beiden Polynome ist dann der letzte von 0 verschiedene Rest Die Methode ist als EUKLIDischer Algorithmus aus der Arithmetik mit natürlichen Zahlen bekannt. Die Ermittlung des größten gemeinsamen Teilers wird bei der Lösung von Gleichungen eingesetzt, z.B. bei der Abspaltung mehrfacher Wurzeln, der Anwendung der STURMschen Methode sowie bei anderen Problemen.

Satz zum EUKLIDischen Algorithmus
Für natürliche Zahlen Algorithmus und mit die Stellenzahl von sei die Anzahl der Divisionen mit Rest im EUKLIDischen

im dekadischen System. Dann gilt: (5.159)

Maximalstrom-Algorithmus von FORD und FULKERSON
Mit dem Maximalstrom-Algorithmus ist feststellbar, ob ein vorgegebener Strom Es sei ein Transportnetz und maximal ist. Der Algorithmus

ein mit den Kapazitäten verträglicher Strom der Stärke

beinhaltet die folgenden Schritte zur Markierung von Knoten, nach deren Ausführung man ablesen kann, um welchen Betrag die Stromstärke in Abhängigkeit von den ausgewählten Markierungsschritten verbessert werden kann. a) Man markiere b) Existiert ein Bogen markiere man c) und mit markiertem setze , nichtmarkiertem und dann und wiederhole Schritt b), und setze

anderenfalls folgt Schritt c).

Existiert ein Bogen markiere man und

mit nichtmarkiertem setze

markiertem

und

dann

und führe, falls möglich, Schritt b) aus.

Anderenfalls beende man den Algorithmus. Wird die Senke von markiert, dann läßt sich der Strom in um verbessern. Wird die Senke nicht

markiert, dann ist der Strom maximal. Beispiel Maximalstrom: Im Graphen der oberen Abbildung geben die Bewertungen der Kanten die Kapazitäten der Kanten an. Im bewerteten Graphen der unteren Abbildung ist ein mit diesen Kapazitäten verträglicher Strom der Stärke 13 dargestellt. Es handelt sich dabei um einen Maximalstrom.

Beispiel

Transportnetz: Ein Produkt wird von

Firmen

hergestellt. Es gibt Einheiten von

Verbraucher

In einem bestimmten Zeitraum werden Einheiten von benötigt. Einheiten von nach

produziert und

In der vorgegebenen Zeit können

transportiert werden. Können in diesem

Zeitraum alle Bedarfswünsche erfüllt werden? Den zugehörigen Graphen zeigt die folgende Abbildung.

Gaußscher Algorithmus
Zur Lösung des linearen Gleichungssystems GAUSSsche Eliminationsprinzip angewendet werden.
q q q

(4.107) von

Gleichungen mit

Unbekannten kann das

GAUSSsches Eliminationsprinzip GAUSS-Schritte Lösungsverhalten

Prinzip des GAUSSschen Eliminationsverfahrens
Durch die elementaren Umformungen 1. Vertauschen von Zeilen 2. Multiplikation einer Zeile mit einer von Null verschiedenen Zahl 3. Addition eines Vielfachen einer Zeile zu einer anderen Zeile wird das System (19.26) in ein sogenanntes gestaffeltes Gleichungssystem

(19.27)

überführt. Da dabei nur äquivalente Umformungen vorgenommen werden, besitzt . Man erhält sie aus (19.27):

dieselbe Lösung wie

(19.28) Die durch die Formel (19.28) angegebene Vorschrift nennt man Rückwärtseinsetzen , da die Gleichungen von (19.27) in der umgekehrten Reihenfolge ihrer Entstehung benutzt werden. Der Übergang von zu erfolgt in sogenannten Eliminationsschritten , deren Durchführung am ersten in die Matrix :

Schritt gezeigt werden soll. Dieser überführt die Matrix

(19.29)

Dabei ist wie folgt vorzugehen:

1. Man bestimme ein 2. Man vertausche die 1. und die 3. Man subtrahiere für das -fache der 1. Zeile von der -ten Zeile der Matrix . -te Zeile von . Das Ergebnis ist die Matrix . . Falls kein solches existiert, stop: ist singulär. Andernfalls heißt Pivot .

Als Ergebnis erhält man die Matrix

und analog die neue rechte Seite

mit folgenden Elementen:

(19.30)

Die in der Matrix

(19.29) eingerahmte Teilmatrix ist vom Typ

und wird analog zu

behandelt; usw. Diese Vorgehensweise bezeichnet man als GAUSSsches Eliminationsverfahren oder GAUSSschen Algorithmus.

Algorithmen der Graphentheorie
Unter den Teilgebieten der Diskreten Mathematik hat die Graphentheorie wesentliche Bedeutung für die Informatik erlangt, z.B. bei der Darstellung von Datenstrukturen, endlichen Automaten, Kommunikationsnetzen, Ableitungen in formalen Sprachen usw. Daneben gibt es auch Anwendungen in Physik, Chemie, Elektrotechnik, Biologie und Psychologie. Darüber hinaus sind Flüsse in Transportnetzen und Netzplantechnik in Operations Research und kombinatorischer Optimierung anwendbar.
q q q q q q q

Grundbegriffe und Bezeichnungen Durchlaufungen von ungerichteten Graphen Bäume und Gerüste Matchings Planare Graphen Bahnen in gerichteten Graphen Transportnetze

Minimalgerüste
Es sei wenn seine Gesamtlänge ein zusammenhängender bewerteter Graph. Ein Gerüst minimal ist: (5.240) von heißt Minimalgerüst ,

Minimalgerüste sucht man z.B. dann, wenn die Kantenbewertungen Kosten repräsentieren und man an minimalen Gesamtkosten interessiert ist. Ein Verfahren zur Ermittlung von Minimalgerüsten ist der KRUSKAL-Algorithmus : a) Man wähle eine Kante mit kleinster Bewertung. b) Man füge solange wie möglich zu den bereits gewählten Kanten eine Kante mit kleinstmöglicher Bewertung hinzu, die mit den schon gewählten Kanten keinen Kreis bildet. Die Auswahl der in Schritt b) zulässigen Kanten kann durch den folgenden Markierungsalgorithmus erleichtert

werden:
q q

q

Die Knoten des Graphen werden paarweise verschieden markiert. Kanten dürfen in jedem Schritt nur dann hinzugefügt werden, wenn sie Knoten mit verschiedenen Markierungen verbinden. Nach Hinzufügen einer Kante wird den Knoten, die die größere der Markierungen ihrer Endpunkte tragen, die kleinere der beiden Markierungen zugeordnet.

Hinweise zur numerischen Bestimmung von Eigenwerten
1. Die Eigenwerte könnten als Nullstellen der charakteristischen Gleichung (4.125b) berechnet werden (s. Beispiel A und Beispiel B. Dazu müssen die Koeffizienten des

charakteristischen Polynoms der Matrix A bestimmt werden. Diese Vorgehensweise sollte aber vermieden werden, da sie einen außerordentlich instabilen Algorithmus darstellt, d.h., kleine Änderungen in den Koeffizienten führen zu sehr großen Änderungen der Nullstellen

2. Für die numerische Lösung des symmetrischen Eigenwertproblems sind zahlreiche Algorithmen entwickelt worden. Man unterscheidet zwei Verfahrensklassen (s. Lit. 4.8): a) Transformationsverfahren, z.B. JACOBI-Verfahren, HOUSEHOLDER-Tridiagonalisierung, QRAlgorithmus; b) Iterationsverfahren, z.B. Vektoriteration, RAYLEIGH- RITZ-Algorithmus, Inverse Iteration, LANCZOSVerfahren, Bisektionsverfahren.

Remes-Algorithmus
q q

Folgerungen aus dem Alternantensatz Bestimmung der Minimallösung nach REMES

Quantoren
Charakteristisch für die Prädikatenlogik ist die Verwendung von Quantoren , dem Allquantor (Generalisator) dem Existenzquantor (Partikularisator) gilt `` mit Ist ein einstelliges Prädikat, so wird die Aussage ,,Für jedes aus für das gilt`` mit der und die Aussage ,,Es gibt ein und aus

bezeichnet. Durch die Quantifizierung entsteht aus dem einstelligen Prädikat Individuenbereich der natürlichen Zahlen und bezeichnet eine falsche und eine wahre Aussage.

eine Aussage. Ist z.B.

das (einstellige) Prädikat ,,

ist eine Primzahl``, so ist

-und
Sei

-Grenzmenge, absorbierende Menge
ein dynamisches System auf für alle . Die Menge heißt invariant unter , falls für alle , falls aus

ist, und positiv invariant unter

ist. Für jedes ist die -Grenzmenge des Orbits durch die Menge (17.7)

Die Elemente von heißt für jedes

heißen die Menge

-Grenzpunkte des Orbits. Liegt ein invertierbares dynamisches System vor, so

(17.8)

-Grenzmenge des Orbits durch

; die Elemente von

heißen

-Grenzpunkte des Orbits.

Die lokale Eigenschaft des Volumenschrumpfens führt bei vielen Systemen zur Existenz einer beschränkten Menge im Phasenraum, in die alle Orbits für wachsende Zeiten gelangen und dort verbleiben. Eine beschränkte, offene und zusammenhängende Menge positiven aus ist. ( heißt absorbierend bezüglich ist die Abschließung von .) , falls für alle

Beispiel Gegeben sei in der Ebene das Differentialgleichungssystem (17.9a) Unter Verwendung von Polarkoordinaten zur Zeit in der Form (17.9b) schreiben. Aus dieser Lösungsdarstellung folgt, daß der Fluß von (17.9a) einen als durch gilt -periodischen Orbit besitzt, der läßt sich die Lösung von (17.9a) mit Anfang

dargestellt werden kann. Für die Grenzmengen der Orbits

Jede offene Kugel

mit

ist eine absorbierende Menge für (17.9a).

Eigenschaften von Grenzmengen, Grenzzyklen
1. Eigenschaften von Grenzmengen: Die im Abschnitt Invariante Mengen definierten Grenzmengen besitzen für den Fluß der Differentialgleichung (17.1) mit Eigenschaften. Sei a) Die Mengen b) Ist bzw. bzw. beschränkt, so ist bzw. . Außerdem ist und sind abgeschlossen. ein beliebiger Punkt. Dann gilt: - und -

die folgenden

in diesem Fall invariant unter dem Fluß von (17.1) und zusammenhängend.

Beispiel

Ist z. B. (s. Abbildung).

unbeschränkt, dann muß

nicht unbedingt zusammenhängend sein

2. Satz von POINCARÉ-BENDIXSON: Für eine ebene autonome Differentialgleichung (17.1) (d.h. gilt der Satz von POINCARÉ-BENDIXSON: Sei eine nicht periodische Lösung von (17.1), für die ein periodischer Orbit von (17.1). beschränkt ist. Enthält keine

)

Ruhelagen von (17.1), so ist

Für autonome Differentialgleichungen in der Ebene sind also Attraktoren, die komplizierter als eine Ruhelage oder ein periodischer Orbit sind, nicht möglich. 3. Grenzzyklen: Ein periodischer Orbit von (17.1) heißt Grenzzyklus , wenn es ein gibt, so daß

entweder Umgebung von

oder existiert, so daß von

gilt. Ein Grenzzyklus heißt stabiler Grenzzyklus , wenn eine für alle für alle ist, und instabiler Grenzzyklus , wenn ist.

eine Umgebung

existiert, so daß

Beispiel A Für den Fluß von (17.9a) gilt für den periodischen Orbit Eigenschaft , mit der für alle . Also ist eine Umgebung von die

zum stabilen Grenzzyklus wird (s. Abbildung).

Beispiel B Für die lineare Differentialgleichung ist dagegen ein periodischer Orbit, aber kein Grenzzyklus (s. Abbildung).

Eigenschaften der
Jede -Grenzmenge

-Grenzmenge
von (17.3) mit ist abgeschlossen, und es gilt und ist invariant unter . Ist . Analoge Eigenschaften

der Semiorbit gelten für Beispiel Gegeben sei auf Offenbar sind für

beschränkt, so ist

-Grenzmengen.

die Differenzengleichung die Beziehungen erfüllt. Zu beachten ist, daß

, mit

. , und

, im Unterschied zum Differentialgleichungsfall,

nicht zusammenhängend ist.

Schnitt einer Fuzzy-Menge
1. - und scharfer Schnitt: Der Schnitt einer Fuzzy-Menge ) heißt - Schnitt , falls gilt (5.255a) in der Höhe (mit dem Zugehörigkeitsgrad

bzw. scharfer

-Schnitt

falls gilt

(5.255b) 2. Eigenschaften: a) Die b) Der Träger supp ist ein spezieller -Schnitt: Es gilt -Schnitte von Fuzzy-Mengen sind klassische scharfe Mengen.

(5.255c) c) Der scharfe 1-Schnitt (5.255d) heißt Toleranz von . über lassen sich eindeutig die Familien -Schnitte zuordnen. für die gilt:

3. Darstellungssatz: Jeder unscharfen Menge und Die -Schnitte und scharfen ihrer

-Schnitte und scharfen

-Schnitte sind monotone Familien von Teilmengen über

(5.255e)

Existieren umgekehrt monotone Familien entspricht diesen je genau eine unscharfe Menge gilt und

oder bzw. über

von Teilmengen über , so daß stets

, so und

(5.255f)

Aufgabenstellung und Alternantensatz
q q

Prinzip der TSCHEBYSCHEFF-Approximation Eigenschaften der TSCHEBYSCHEFFschen Polynome

Winkel im Gradmaß und im Bogenmaß
Gradmaß: Das in der Geometrie verwendete Gradmaß zur Messung von Winkeln beruht auf der Einteilung des ebenen Vollwinkels in 360 gleiche Teile oder (Grad). Das ist die sogenannte Altgradeinteilung . Die weitere Unterteilung erfolgt häufig nicht dezimal, sondern sexagesimal: (Minuten), (Sekunden). Man spricht auch von Sexagesimaleinteilung . Bogenmaß: Neben dem Gradmaß wird auch das Bogenmaß zur quantitativen Angabe von Winkeln verwendet. Die Größe des Mittelpunkts- oder Zentriwinkels Verhältnis des zugehörigen Kreisbogens zum Radius in einem beliebigen Kreis wird hierbei durch das des Kreises angegeben:

(3.1)

Die Einheit des Bogenmaßes ist der Radiant (rad), d.h. der Zentriwinkel, dessen Bogen gleich dem Radius ist. Umrechnung Gradmaß-Bogenmaß: Ist der in Grad und für die Umrechnung von einer Maßeinheit in die andere der in Radiant gemessene Winkel, dann gilt

(3.2) Insbesondere ist usw. Mit (3.2) erhält man ein

dezimalisiertes Ergebnis. Aus der Tabelle können einige konkrete Umrechnungsbeziehungen entnommen werden.

Tabelle Umrechnung vom Gradmaß in das Bogenmaß

Beispiel A Umrechnung eines Winkels im Gradmaß in das Bogenmaß rad: rad. Beispiel B Umrechnung eines Winkels im Bogenmaß in einen Winkel im Gradmaß: rad Entstanden aus: 5,645 : 0,017453 = 323+0,007611 0,007611 : 0,000291 = 26+0,000025 0,000025 : 0,000005 = 5. Die Bezeichnung rad wird in der Regel weggelassen, wenn aus dem Zusammenhang hervorgeht, daß es sich um das Bogenmaß eines Winkels handelt. Neugrade: In der Geodäsie wird der Vollwinkel in 400 gleiche Teile oder 400 gon (Gon) eingeteilt. Das ist die sogenannte Neugradeinteilung . Ein rechter Winkel entspricht dann 100 gon. Das gon wird in 1000 mgon unterteilt. Auf Taschenrechnern findet man die Bezeichnungen DEG für Grad (Altgrad), GRAD für Gon (Neugrad) und

RAD für Radiant (Bogenmaß). Zur Umrechnung der verschiedenen Maße kann die folgende Tabelle benutzt werden: Tabelle Umrechnung Altgrade-Bogenmaß-Neugrade I

Wegen der Neugradeinteilung s. auch Winkel in der Geodäsie.

Sinus
1. Gewöhnliche Sinusfunktion: Die gewöhnliche Sinusfunktion (2.64a) ist in der folgenden Abbildung dargestellt.

Es ist eine stetige, periodische Kurve mit der Periode Die Schnittpunkte gewöhnlichen Sinuskurve mit der mit -Achse sind die Wendepunkte der Kurve. Der Neigungswinkel der der

Kurventangenten gegenüber der

-Achse beträgt hier

Die Extremwerte befinden sich bei

mit

2. Allgemeine Sinusfunktion: Die allgemeine Sinusfunktion (2.64b)

mit der Amplitude

der Frequenz

und der Anfangsphase

ist in der folgenden Abbildung dargestellt.

Gegenüber der gewöhnlichen Sinuskurve mit

und

ist die allgemeine Sinuskurve in

-

Richtung um den Faktor

gedehnt, in

-Richtung um den Faktor

zusammengedrückt und um die Strecke

nach links verschoben. Die Periode ist

Die Schnittpunkte mit der

-Achse liegen bei

, die Extrema bei

.

Problemstellung
In der Technik und der Physik kommen oft zeitabhängige Größen der Form (2.128) vor. Sie werden manchmal auch sinusoidale Größen genannt. Ihre zeitabhängige Änderung beschreibt eine harmonische Schwingung . Die graphische Darstellung dieser Gleichung liefert eine allgemeine Sinuskurve , wie sie die folgende Abbildung zeigt.

Die allgemeine Sinuskurve unterscheidet sich von der gewöhnlichen

:

a) durch die Amplitude b) durch die Periode

d.h. die größte Auslenkung von der Zeitachse , die der Wellenlänge entspricht (mit als Schwingungsfrequenz , die in der

Schwingungslehre Kreisfrequenz genannt wird); c) durch die Anfangsphase oder Phasenverschiebung mit dem Anfangswinkel

Die Größe

kann auch in der Form (2.129)

dargestellt werden, mit

und

Die Größen

und

lassen sich in

Übereinstimmung mit der folgenden Abbildung als Bestimmungsstücke eines rechtwinkligen Dreiecks darstellen.

Definition
Aus der Darstellung (8.22a) für das elliptische Integral 1. Gattung folgt für (14.101) d.h., ist bezüglich streng monoton, so daß die zu

(14.102a)

inverse Funktion (14.102b) existiert. Sie wird als Amplitudenfunktion bezeichnet. Mit ihrer Hilfe werden die sogenannten JACOBIschen Funktionen wie folgt definiert:

(14.103a) (14.103b) (14.103c)

Spektralinterpretation der FOURIER-Transformation
In Analogie zur FOURIER-Reihe einer periodischen Funktion erfährt das FOURIER-Integral für eine nichtperiodische Funktion eine einfache physikalische Interpretation. 1. Darstellung: Eine Funktion , für die das FOURIER-Integral existiert, kann gemäß (15.68) und (15.69) in der Form (15.80a) (15.80b) dargestellt werden. 2. Interpretation: Der Ausdruck gibt die Amplitude der Teilschwingungen an und und

als Summe sinusoidaler Schwingungen mit der sich stetig ändernden Frequenz

deren Phasen. Für die komplexe Schreibweise trifft die gleiche Interpretation zu: Die Funktion ist eine Summe (Integral) von abhängigen Summanden des Typs

(15.81)

wobei die Größe

sowohl die Amplitude als auch die Phase aller Teilvorgänge festlegt.

3. Anwendungen: Diese spektrale Interpretation des FOURIER-Integrals und der FOURIER-Transformation bedeutet einen großen Vorteil für die Anwendung in Physik und Technik. Die Bildfunktion (15.82a) nennt man Spektrum oder Frequenzspektrum der Funktion , die Größe (15.82b) das Amplitudenspektrum und Spektrum bzw. das Phasenspektrum der Funktion . Zwischen dem

und den Koeffizienten (15.67b,c) besteht die Beziehung (15.83)

woraus sich die folgenden Aussagen ergeben: 1. Ist eine reelle Funktion, dann ist das Amplitudenspektrum . eine gerade und das

Phasenspektrum eine ungerade Funktion von 2.

Ist

eine reelle und gerade Funktion, dann ist ihr Spektrum imaginär.

reell, ist

reell und ungerade,

dann ist das Spektrum

Beispiel Setzt man das Ergebnis (A.2) für den unipolaren Rechteckimpuls in (15.83) ein, dann ergibt sich für die Bildfunktion und für das Amplitudenspektrum (s. Abbildung)

Die Berührungspunkte des Amplitudenspektrums

mit der Hyperbel

Schnelle Wavelet-Transformation
Man kann davon ausgehen, daß die Integraldarstellung (15.151b) hochgradig redundant ist und somit das Doppelintegral ohne Informationsverlust durch eine Doppelsumme ersetzt werden kann. Das wird bei der konkreten Anwendung der Wavelet-Transformation berücksichtigt. Man benötigt dazu: 1. eine effiziente Berechnung der Transformation, was auf das Konzept der Multi-Skalen-Analyse führt sowie 2. eine effiziente Berechnung der Rücktransformation, d.h. eine effiziente Rekonstruktion von Signalen aus ihrer Wavelet-Transformation, was auf das Konzept der Frames führt. Für beide Konzepte muß auf die Literatur verwiesen werden (s. Lit. 15.11, 15.2).

Hinweis: Der große Erfolg der Wavelets in den verschiedenen Anwendungsgebieten, z.B.
q q q

bei der Berechnung physikalischer Größen aus Meßreihen, bei der Bild- oder Spracherkennung sowie bei der Datenkompression im Rahmen der Nachrichtenübertragung, beruht auf seinen ,,schnellen

Algorithmen``. Analog zur FFT (Fast FOURIER-Transformation), spricht man hier von FWT (Fast Wavelet-Transformation).

Formeln für die FOURIER-Koeffizienten
Da das Funktionensystem bezüglich des Intervalls und bezüglich der

Gewichtsfunktion orthogonal ist, erhält man durch Anwendung der Fehlerquadratmethode im stetigen Fall gemäß (19.169) für die Ansatzkoeffizienten die Formeln (19.208)

Die Koeffizienten

, die nach der Formel (19.208) berechnet werden, heißen .

FOURIER-Koeffizienten der periodischen Funktion

Lassen sich die in (19.208) auftretenden Integrale nicht mehr elementar oder nur mit großem Rechenaufwand integrieren oder ist die Funktion nur punktweise bekannt, dann kann man die FOURIER-Koeffizienten näherungsweise durch

numerische Integration ermitteln. Durch die Anwendung der Trapezformel mit den gleichabständigen Stützstellen

(19.209) erhält man die Näherungsformeln (19.210) Im vorliegenden Fall periodischer Funktionen ist die Trapezformel in die sehr einfache Rechteckregel übergegangen. Diese ist hier von großer Genauigkeit, denn es gilt: Ist periodisch und . -mal stetig differenzierbar, dann hat die Trapezformel die Fehlerordnung

Harmonische Analyse
Eine formelmäßig oder empirisch gegebene periodische Funktion trigonometrisches Polynom oder eine FOURIER-Summe der Form (19.207) wobei die Koeffizienten und reell sein sollen, zu approximieren. Die Bestimmung der mit der Periode ist durch ein

Ansatzkoeffizienten ist Gegenstand der harmonischen Analyse .
q q

Formeln zur trigonometrischen Interpolation Schnelle Fourier-Transformation (FFT)

Definition am Einheitskreis
Die trigonometrischen Funktionen eines Winkels werden entweder am Einheitskreis mit dem Radius Gegenkathete

oder für spitze Winkel am rechtwinkligen Dreieck mit Hilfe der Bestimmungsstücke Ankathete und Hypotenuse definiert.

Am Einheitskreis erfolgt die Messung des Winkels von einem festen Radius beweglichen Radius

der Länge 1 bis zu einem

im entgegengesetzten Drehsinn des Uhrzeigers (positive Richtung): (3.3) (3.4) (3.5) (3.6) (3.7) (3.8)

Tilgung
Unter Tilgung versteht man die Rückzahlung von Krediten. Dabei soll vorausgesetzt werden: Für eine Schuld Nach werden vom Schuldner jeweils am Ende einer Zinsperiode Zinsen verlangt.

q

q

Zinsperioden sei die Schuld vollständig getilgt.

Die Belastung eines Schuldners pro Zinsperiode setzt sich somit aus Zinsen und Tilgungsrate zusammen. Falls die Zinsperiode 1 Jahr beträgt, bezeichnet man den finanziellen Aufwand des Schuldners in dem betreffenden Jahr als Annuität . Für die Tilgung einer Schuld gibt es verschiedene Möglichkeiten. So können z.B. die Rückzahlungen zu den Verzinsungszeitpunkten oder dazwischen erfolgen, die Rückzahlungsbeträge verschieden hoch oder während der gesamten Laufzeit konstant sein. Folgende Fälle werden betrachtet:

Gleiche Annuitäten
Bei gleichbleibenden Tilgungsraten nehmen die zusätzlich anfallenden Zinsen im Laufe der Zeit ab ,

(s. voranstehendes Beispiel). Bei der Annuitätentilgung wird dagegen zu jedem Zinstermin die gleiche Annuität d.h. der gleiche Betrag für Zinsen + Tilgung erhoben. Damit ist die Belastung des Schuldners im gesamten Tilgungszeitraum konstant. Es werden die folgenden Bezeichnungen verwendet: Schuld (Verzinsung mit Annuität pro Zinsperiode Tilgungsrate bei Tilgungen pro Zinsperiode Aufzinsungsfaktor. , pro Zinsperiode),

Als Restschuld

nach

Zinsperioden ergibt sich: (1.87)

Dabei beschreibt der Term

den Wert der Schuld

nach

Zinsperioden mit Zinseszins (s. (1.81)), der zweite ). Für die

Term gibt den Wert der unterjährigen Tilgungsraten Annuität gilt:

mit Zinseszins wieder (s. (1.85b) mit

(1.88) Dabei entspricht die einmalige Zahlung von nach den Ratenzahlungen Aus der Gleichung folgt unter Beachtung von (1.88): (1.89) Zur Lösung von Aufgaben der finanzmathematischen Praxis kann diese Gleichung nach einer der Größen oder aufgelöst werden, wenn die übrigen Größen bekannt sind. Da

Zinsperioden die Schuld getilgt sein soll, folgt aus (1.87) für

Beispiel A

Eine Annuitätenschuld über 60 000.-DM werde jährlich mit Wie hoch sind jährliche Annuität

verzinst und soll in 5 Jahren getilgt sein. ? Aus (1.89) bzw. (1.88) erhält man:

und monatliche Tilgungsrate

15027,39 DM,

1207,99 DM.

Beispiel B Ein Kredit in Höhe von 100 000.-DM soll durch Annuitätentilgung in Jahren bei 7,5

Jahreszinsen abgezahlt werden. An jedem Jahresende soll zusätzlich eine Tilgung von 5000.-DM erfolgen. Wie hoch ist die monatliche Tilgungsrate? Als Annuität pro Jahr ergibt sich gemäß (1.89)

DM. Da sich

aus 12 Tilgungsraten

pro Jahr und die

zusätzlichen Zahlungen von 5000.-DM am Jahresende zusammensetzt, gilt unter Beachtung von (1.88) Die monatliche Belastung beträgt somit 972,62.- DM.

Stetige lineare Funktionale im Hilbert-Raum, Satz von Riesz
Im HILBERT-Raum Norm definiert jedes Element . Andererseits, ist , so daß gilt: (12.160) Die Räume und sind nach diesem Satz isomorph, weshalb man sie identifiziert. mittels ein lineares stetiges Funktional mit der , dann existiert genau ein Element

ein lineares stetiges Funktional auf

Der Satz von RIESZ enthält einen Hinweis darauf, wie man die Orthogonalität in einem beliebigen normierten Raum einführen kann. Seien und . Dann nennt man die Mengen

(12.161) jeweils das orthogonale Komplement oder den Annulator zu bzw. .

Fraktale und seltsame Attraktoren
Ein Attraktor von heißt fraktal , wenn er weder eine endliche Anzahl von Punkten, eine stückweise

differenzierbare Kurve oder Fläche noch eine Menge, die von einer geschlossenen stückweise differenzierbaren Fläche umgeben wird, darstellt. Ein Attraktor heißt seltsam , wenn er chaotisch, fraktal oder beides ist. Die Begriffe chaotisch, fraktal und seltsam werden für kompakte invariante Mengen, die keine Attraktoren sind, analog benutzt. Ein dynamisches System heißt chaotisch , wenn es eine kompakte invariante chaotische Menge besitzt. Beispiel Im Einheitsquadrat wird die Abbildung (17.50) als adäquater ( ANOSOV- Diffeomorphismus ) betrachtet. Das System ist in Wirklichkeit auf dem Torus Phasenraum definiert. Es ist konservativ, besitzt das LEBESGUE-Maß als invariantes Maß, hat abzählbar unendlich viele periodische Orbits, deren Vereinigung dicht liegt, und ist mischend. Andererseits ist Menge mit ganzzahliger Dimension 2. eine invariante

Ansatzverfahren
Als Näherungslösung für die Randwertaufgabe (19.118) wird eine Linearkombination geeignet gewählter Funktionen verwendet, die einzeln die Randbedingungen erfüllen und linear unabhängig sind:

(19.121) Setzt man in die Differentialgleichung von (19.118) ein, dann wird ein Fehler, der sogenannte Defekt (19.122)

auftreten. Die Bestimmung der Ansatzkoeffizienten

kann nach folgenden Prinzipien erfolgen:

1. Kollokationsmethode: Der Defekt soll an Bedingungen

Stellen

, den Kollokationsstellen , verschwinden. Die

(19.123) liefern ein lineares Gleichungssystem für die Ansatzkoeffizienten. 2. Fehlerquadratmethode:Man fordert, daß das Integral (19.124)

in Abhängigkeit von den Koeffizienten minimal wird. Die notwendigen Bedingungen

(19.125)

ergeben ein lineares Gleichungssystem für die Koeffizienten

.

3. GALERKIN-Verfahren: Man fordert die sogenannte Fehlerorthogonalität , d.h., es muß (19.126)

gelten, und erhält auch auf diese Weise ein lineares Gleichungssystem zur Bestimmung der Ansatzkoeffizienten.

4. RITZ-Verfahren:Bei vielen Randwertaufgaben hat die Lösung sogenannten Variationsaufgabe zu sein, d.h.,

die Eigenschaft, auch Lösung einer

macht ein Integral der Form

(19.127)

zum Minimum (s. (10.4)). Kennt man die Funktion näherungsweise durch Bedingungen und macht

, so ersetzt man

gemäß (19.121)

zum Minimum. Die dafür notwendigen

(19.128)

liefern

Gleichungen für die Koeffizienten

.

Beispiel Unter bestimmten Voraussetzungen an die Funktionen und sind die Randwertaufgabe

(19.129) und die Variationsaufgabe (19.130)

äquivalent, so daß man für Randwertaufgaben der Form (19.129) die Funktion unmittelbar ablesen kann. An Stelle des Ansatzes (19.121) wird häufig auch

aus (19.130)

(19.131) verwendet, wobei die Randbedingungen erfüllt und die Funktionen den Bedingungen (19.132) genügen müssen. So kann z.B. im Falle der Randwertaufgabe (19.118) (19.133) gewählt werden. Hinweis: Bei linearen Randwertaufgaben führen die Ansätze (19.121) und (19.131) auf lineare Gleichungssysteme zur Bestimmung der Ansatzkoeffizienten. Im Falle nichtlinearer Randwertaufgaben erhält man nichtlineare Gleichungssysteme, die nach den im Abschnitt Nichtlineare Gleichungssysteme angegebenen Verfahren zu lösen sind.

Ansatzverfahren
Man macht für die gesuchte Lösung einen Näherungsansatz der Art

(19.139) Dabei soll z.B. 1. die vorgelegte inhomogene Differentialgleichung erfüllen, und alle übrigen Ansatzfunktionen sollen die zugehörige homogene Differentialgleichung erfüllen ( Randmethode ) oder 2. den inhomogenen Randbedingungen genügen, und alle übrigen sollen den homogenen Randbedingungen genügen ( Gebietsmethode ).

Setzt man die Näherungsfunktion

gemäß (19.139) im ersten Fall in die Randbedingungen, im zweiten Fall

in die Differentialgleichung ein, so wird in beiden Fällen ein Fehler, der sogenannte Defekt (19.140)

auftreten. Zur Bestimmung der Ansatzkoeffizienten Kollokationsmethode Fehlerquadratmethode

kann man nach folgenden Prinzipien verfahren:

q q

Auftreten
Die SG-Gleichung entsteht aus der BLOCH-Gleichung für räumlich inhomogene quantenmechanische 2-NiveauSysteme. Sie beschreibt die Ausbreitung
q q

ultrakurzer Impulse in resonanten Lasermedien (selbstinduzierte Transparenz), des magnetischen Flusses in großflächigen JOSEPHSON-Kontakten, d.h. in Tunnelkontakten zwischen zwei Supraleitern und von Spinwellen in supraleitendem Helium-3 .

q

Die Solitonlösungen der SG-Gleichung können durch ein aus Pendeln und Federn bestehendes mechanisches Modell veranschaulicht werden. In der Nähe eines Punktes geht die Evolutionsfunktion stetig von 0 in einen konstanten Wert über. Ausgehend vom englischen Wort kink für Stufe, nennt man daher die SG-Solitonen meist Kink-Solitonen . Wenn umgekehrt die Evolutionsfunktion von dem konstanten Wert nach 0 übergeht, werden sogenannte Antikink-Solitonen beschrieben. Mit Hilfe derartiger Lösungen können auch Domänenwände beschrieben werden.

Gleichung und Lösungen
Die KdV-Gleichung für die Evolutionsfunktion Sie hat die Soliton-Lösung (9.128) lautet (9.127)

Dieses KdV-Soliton ist durch die zwei dimensionslosen Parameter

und

eindeutig bestimmt. In der die

Abbildung ist gewählt. Ein typisch nichtlinearer Effekt besteht darin, daß die Solitongeschwindigkeit Amplitude und die Breite des Solitons bestimmt: KdV-Solitonen mit größerer Amplitude und geringerer Breite bewegen sich schneller als solche mit kleinerer Amplitude und größerer Breite. Die Solitonphase Lage des Maximums des Solitons zur Zeit Die Gleichung (9.127) besitzt auch -Solitonenlösungen. Eine solche -Solitonenlösung läßt sich für

beschreibt die

asymptotisch durch lineare Überlagerung von Ein-Solitonlösungen darstellen:

(9.129)

Dabei ist jede Evolutionsfunktion Die Anfangsphasen nach dem Stoß

durch eine Geschwindigkeit

und eine Phase

gekennzeichnet.

vor der Wechselwirkung oder dem Stoßprozeß unterscheiden sich von den Endphasen , während die Geschwindigkeiten keine Änderung erfahren, d.h., es handelt

sich um eine elastische Wechselwirkung. Für besitzt (9.127) eine 2-Solitonenlösung. Sie läßt sich für endliche Zeiten nicht durch lineare und :

Überlagerung darstellen und lautet mit

(9.130)

Diese Gleichung (9.130) beschreibt asymptotisch zwei für Geschwindigkeiten und

nicht wechselwirkende Solitonen mit den wieder

, die nach einem Wechselwirkungsprozeß für

asymptotisch in zwei nichtwechselwirkende Solitonen mit denselben Geschwindigkeiten übergehen. Die nichtlineare Evolutionsgleichung (9.131a) hat mit

a) für (9.131b)

eine Solitonlösung und b) für (9.131c) eine 2-Solitonenlösung. Mit ergibt sich aus (9.131a) die KdV-Gleichung (9.127). Die Gleichung (9.130) sind Beispiele für eine nichtlineare Superposition. so muß man die rechte Seite von (9.128) mit

und der sich mit (9.131c) ergebende Ausdruck für Ersetzt man in (9.127) den Term durch

multiplizieren. Man spricht dann auch von einem Antisoliton .

Durchmesser der Ellipse
Durchmesser der Ellipse werden diejenigen Sehnen genannt, die durch den Ellipsenmittelpunkt gehen und von diesem halbiert werden.

Der geometrische Ort der Mittelpunkte aller Sehnen, die zu einem Ellipsendurchmesser parallel sind, ist wieder ein Durchmesser, ein konjugierter Durchmesser zum ersten. Für konjugierter Durchmesser gilt und als Richtungskoeffizienten zweier

(3.321) Wenn und die Längen zweier konjugierter Durchmesser sind und sowie die spitzen Winkel

zwischen den Durchmessern und der großen Achse, wobei Satz des APOLLONIUS in der Form

und

ist, dann gilt der

(3.322)

Approximation, Ausgleichsrechnung, Harmonische Analyse
q q q q

Polynominterpolation Approximation im Mittel Tschebyscheff-Approximation Harmonische Analyse

Bestapproximation
Seien jetzt ein separabler HILBERT-Raum und (12.122) ein fixiertes orthonormales System in Koeffizienten des Elements . Für ein Element heißen die Zahlen FOURIER-

bezüglich des Systems (12.122). Die (formale) Reihe (12.123)

nennt man FOURIER-Reihe des Elements Reihe eines Elements Vektoren aus

bezüglich des Systems (12.122). Die

-te Partialsumme der FOURIERergibt unter allen

besitzt die Eigenschaft der Bestapproximation , d.h., bei festem die

-te Partialsumme der FOURIER-Reihe, also das Element

(12.124)

den kleinsten Wert für

ist orthogonal zu

, und es gilt die BESSELsche Ungleichung

(12.125)

q

PARSEVALsche Gleichung, Satz von RIESZ-FISCHER

Approximationen der

-Funktion
durch einen Rechteckimpuls der Breite und der Höhe

Analog zu (15.28) kann die Impulsfunktion approximiert werden:

(15.33a)

Weitere Beispiele für die Approximation von

sind Glockenkurven und LORENTZ-Funktionen:

(15.33b)

(15.33c)

Allen diesen Funktionen sind die folgenden Eigenschaften gemeinsam:

(15.34a)

(15.34b) (15.34c)

Diskrete Aufgabe, Normalgleichungen, Householder-Verfahren
q q

Methode der kleinste Quadrate Matrizenschreibweise

Bestimmung der Extremwerte einer Funktion von n Veränderlichen
Die notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung dafür, daß die Funktion Wertesystem Gleichungen (6.69) erfüllt. Im allgemeinen Falle sind die hinreichenden Bedingungen von komplizierter Art. Damit man die Frage, ob die Funktion für ein Lösungssystem der Gleichung (6.69) ein Extremum besitzt oder nicht, liegen. ein Extremum besitzt, besteht darin, daß das Wertesystem die für ein

effektiv beantworten kann, untersucht man solche Werte der Funktion, die nahe bei

Mit Hilfe der Extremwertbestimmung bei Funktionen von mehreren Veränderlichen lassen sich viele Approximationsaufgaben, die vor allem unter dem Namen Ausgleichsaufgaben oder Quadratmittelaufgaben bekannt sind, lösen. Dazu gehören:
q q

Bestimmung von FOURIER-Koeffizienten (s. auch Formeln für die FOURIER-Koeffizienten), Bestimmung der Ansatzkoeffizienten und Parameter von Näherungsfunktionen durch Approximation im Mittel,

q

Bestimmung einer Näherungslösung für überbestimmte lineare Gleichungssysteme.

Für die Lösungsmethode sind folgende Bezeichnungen gebräuchlich:
q q q q

GAUSSsche Fehlerquadratmethode, Methode der kleinsten Quadrate, Approximation im Mittel (stetig und diskret), Ausgleichsrechnung und Regression.

Approximation im Mittel
Das Prinzip der Approximation im Mittel, bei dem zwischen stetigen und diskreten Aufgaben unterschieden werden soll, wird auch als GAUSSsche Fehlerquadratmethode bezeichnet oder unter dem Begriff Ausgleichsrechnung zusammengefaßt.
q q q q

Stetige Aufgabe, Normalgleichungen Diskrete Aufgabe, Normalgleichungen, Householder-Verfahren Mehrdimensionale Aufgaben Nichtlineare Quadratmittelaufgaben

Methode der kleinste Quadrate
Es seien Funktion Wertepaare , z.B. durch Messung gefundene Werte, vorgegeben. Gesucht wird eine von den gegebenen Werten in dem Sinne möglichst wenig

, deren Funktionswerte

abweichen, daß der quadratische Ausdruck (19.176)

minimal wird, und zwar in Abhängigkeit von den Parametern, die die Funktion

enthält. Die Formel (19.176)

stellt die klassische Fehlerquadratsumme dar. Die Minimierung der Fehlerquadratsumme mit Hilfe der notwendigen Bedingungen für ein relatives Extremum wird auch als als Methode der kleinsten Quadrate bezeichnet. Mit dem Ansatz (19.167) und den notwendigen Bedingungen für ein relatives Minimum von

(19.176) erhält man zur Bestimmung der Ansatzkoeffizienten das lineare Gleichungssystem der Normalgleichungen

(19.177) im diskreten Fall. Dabei werden in Anlehnung an die GAUSSsche Summensymbolik die folgenden Abkürzungen verwendet: (19.178a)

(19.178b) In der Regel gilt .

Beispiel Für den Polynomansatz lauten die Normalgleichungen mit . Die Koeffizientenmatrix des Normalgleichungssystems (19.177) ist symmetrisch, so daß für die numerische Lösung das CHOLESKY-Verfahren in Frage kommt.

Stetige Aufgabe, Normalgleichungen
Eine Funktion der Ausdruck (19.166) ist über dem Intervall durch eine Funktion in dem Sinne zu approximieren, daß

minimal wird, und zwar in Abhängigkeit von den Parametern, die die Funktion gegebene Gewichtsfunktion bezeichnet, für die Macht man für die Näherungsfunktion den Ansatz

enthält. Mit

ist eine

im Integrationsintervall gelten soll.

(19.167)

mit geeigneten, linear unabhängigen Funktionen Bedingungen

, dann führen die notwendigen

(19.168) für ein relatives Minimum von (19.166) auf das sogenannte Normalgleichungssystem (19.169) zur Bestimmung der Ansatzkoeffizienten . Dabei werden die Abkürzungen

(19.170a) und (19.170b)

die auch als Skalarprodukte der betreffenden zwei Funktionen bezeichnet werden, verwendet. Das System der Normalgleichungen ist eindeutig lösbar, da für die Ansatzfunktionen ,

lineare Unabhängigkeit vorausgesetzt war. Die Koeffizientenmatrix des Systems (19.169) ist symmetrisch, so daß zur

Lösung das CHOLESKY-Verfahren verwendet werden sollte. Die Ansatzkoeffizienten können direkt berechnet werden, ohne Lösung eines Gleichungssystems, wenn das

System der Ansatzfunktionen orthogonal ist, d.h. wenn gilt: (19.171) Darüber hinaus spricht man von einem orthonormierten System, wenn gilt:

(19.172) Mit (19.172) vereinfachen sich die Normalgleichungen (19.169) zu (19.173) Linear unabhängige Funktionensysteme können orthogonalisiert werden. Aus den Potenzfunktionen erhält man je nach Wahl der Gewichtsfunktion und des Integrationsintervalls die folgenden Orthogonalpolynome : Tabelle Orthogonalpolynome

(19.174)

Mit dieser Auswahl können die wichtigsten Anwendungsfälle berücksichtigt werden: 1. endliches Approximationsintervall, 2. einseitig unendliches Approximationsintervall, z.B. bei zeitabhängigen Problemen, 3. zweiseitig unendliches Approximationsintervall, z.B. bei Strömungsproblemen. Man beachte, daß jedes endliche Intervall durch die Substitution (19.175)

auf das Intervall

, für das viele Ansatzfunktionen definiert sind, transformiert werden kann.

Methode der sukzessiven Approximation
Die Methode der sukzessiven Approximation eignet sich zur Lösung einer Gleichung der Form (12.145) mit einem stetigen linearen Operator von einer beliebigen Anfangsnäherung im BANACH-Raum , eine Folge bei vorgegebenem . Sie besteht darin, ausgehend

von Näherungslösungen nach der Vorschrift (12.146)

zu erzeugen, die in

zur Lösung

von (12.145) konvergiert. Die Konvergenz der Methode, also .

basiert auf der Konvergenz der Reihe (12.140) mit Sei a)

, dann gelten die folgenden Aussagen:

Der Operator

besitzt einen stetigen Inversen mit .

, und die Gleichung

(12.145) hat genau eine Lösung für beliebiges b)

Die Reihe (12.140) konvergiert, und ihre Summe ist der Operator c) Das Verfahren (12.146) konvergiert für einen beliebigen Anfangswert

.

zur eindeutigen Lösung

der

Gleichung (12.145), falls die Reihe (12.140) konvergiert. Dabei gilt die Abschätzung (12.147)

Analog (s. Lineare Integralglweichungen und Lit. 12.9) behandelt man Gleichungen der Typen (12.148)

Methode der sukzessivem Approximation nach PICARD
Die Integration der Differentialgleichung (9.20a) mit der Anfangsbedingung für liefert

(9.20b)

Wird in die rechte Seite dieser Gleichung (9.20b) anstelle von eingesetzt, dann ergibt sich eine neue Funktion bereits eine Lösung von (9.20a) ist. Nach Einsetzen von man eine Funktion

eine angemessen ausgewählte Funktion unterscheidet, wenn nicht erhält

, die sich von

in die rechte Seite von (9.20b) anstelle von

. Die durch Fortsetzen des Verfahrens gewonnene Funktionenfolge

konvergiert gegen die gesuchte Lösung in einem gewissen, den Punkt

enthaltenden Intervall, wenn die

Bedingungen des Existenzsatzes erfüllt sind. Diese PICARDsche Methode der sukzessiven ( schrittweisen ) Approximation ist ein Iterationsverfahren. Beispiel Es ist die Differentialgleichung für die Anfangsbedingung für zu lösen.

Umschreibung in die Integralform und Anwendung der sukzessiven Approximation, beginnend mit liefert:

usw.

Methode der sukzessiven Approximation, Neumann-Reihe
q q

Iterationsverfahren Konvergenz der NEUMANNschen Reihe

Diskrete Tschebyscheff-Approximation und Optimierung
Von der stetigen TSCHEBYSCHEFFschen Approximationsaufgabe (19.202)

kommt man zur zugehörigen diskreten Aufgabe, indem man mit der Eigenschaft

Stützstellen wählt und

;

(19.203) fordert. Substituiert man

(19.204)

dann folgt daraus unmittelbar

(19.205)

Durch Auflösen der Beträge in (19.205) erhält man ein System von linearen Ungleichungen für die Koeffizienten und , so daß aus (19.203) die lineare Optimierungsaufgabe

(19.206)

wird. Die Gleichung (19.206) besitzt eine Minimallösung mit

. Für eine hinreichend große Anzahl

von

Stützstellen kann unter bestimmten Bedingungen die Lösung der diskreten Aufgabe als Näherung für die Lösung der stetigen Aufgabe angesehen werden. Verwendet man an Stelle der linearen Näherungsfunktion eine Näherungsfunktion

, die nichtlinear von den Parametern

abhängt, dann erhält man

in analoger Weise eine Optimierungsaufgabe, und zwar eine nichtlineare Optimierungsaufgabe, die in der Regel schon bei einfachen nichtlinearen Ansätzen nicht konvex ist. Das ist eine wesentliche Einschränkung im Hinblick auf die Wahl numerischer Lösungsverfahren für nichtlineare Optimierungsaufgaben.

Tschebyscheff-Approximation
q q q

Aufgabenstellung und Alternantensatz Remes-Algorithmus Diskrete Tschebyscheff-Approximation und Optimierung

Eigenschaften der Orthogonalität
Der Nullvektor ist zu jedem Vektor aus a) und b) Aus c) genau dann, wenn bezeichnet. d) Ist e) und eine fundamentale Menge, d.h., ist überall dicht in , dann ist . wobei die abgeschlossene lineare Hülle der Menge und folgt impliziert . orthogonal. Es gilt:

Satz des PYTHAGORAS: Sind die Elemente dann ist

paarweise orthogonal, also

für

,

(12.113) f) Projektionssatz: Ist ein Teilraum von , dann ist jeder Vektor eindeutig in der Form (12.114) darstellbar. g) Approximationsproblem: Weiter gilt , so daß (12.115) in aus von mit eindeutig lösbar ist. kann dabei sogar durch eine konvexe, abgeschlossene nichtleere Teilmenge heißt Projektion des Elements auf , besitzt den kleinsten Abstand

ersetzt werden. Das Element (zu ), und der Raum

ist orthogonal zerlegbar:

Dreidimensionaler Fall
Die Bedingung für die Unabhängigkeit des Kurvenintegrals (8.128)

vom Integrationsweg (s. Abbildung) lautet in Analogie zum zweidimensionalen Fall: 1. Es wird die Existenz einer Stammfunktion gefordert, für die gilt (8.129a) und damit (8.129b) 2. Die Integrabilitätsbedingung besteht in diesem Falle aus den drei gleichzeitig zu erfüllenden Gleichungen (8.129c) für die partiellen Ableitungen, die ihrerseits stetig sein müssen.

Beispiel Die Arbeit ist als Skalarprodukt aus Kraft und Weg definiert. Im konservativen Feld hängt die . Mit die Beziehungen (8.129a), und erhält man: (8.130)

Arbeit nur vom Ort grad und

ab, nicht aber von der Geschwindigkeit

sind somit für das Potential

(8.129b) erfüllt, und es gilt (8.129c). Unabhängig vom Weg zwischen den Punkten

Arbeit
Die Arbeit bei Bewegung eines Körpers in einem Kraftfeld ist infolge des eingehenden Skalarproduktes richtungsabhängig. Sind Kraft- und Bewegungsrichtung konstant und fallen beide zusammen, dann kann die Achse in die Kraft- bzw. Bewegungsrichtung gelegt werden. Ist der Betrag der Kraft , dann erhält man für die Arbeit Punkt zum Punkt notwendig ist: (8.65) Im allgemeinen Fall, wenn Kraft- und Bewegungsrichtung nicht übeinstimmen, wird die Arbeit als Kurvenintegral über das Skalarprodukt aus Kraft und Weg in jedem Punkt längs des vorgegebenen Weges berechnet. veränderlich, d.h. gilt -Achse vom -

, die zur Verschiebung eines Körpers längs der

ARCHIMEDische Spirale
ARCHIMEDische Spirale heißt eine Kurve, die durch Bewegung eines Punktes mit konstanter Geschwindigkeit einem Strahl entsteht, der mit konstanter Winkelgeschwindigkeit den Koordinatenursprung umkreist. auf

Die Gleichung der archimedischen Spirale lautet in Polarkoordinaten

(2.237) Die Kurve besitzt zwei Zweige, die symmetrisch zur den Punkten -Achse verlaufen. Jeder Strahl schneidet die Kurve in haben.

die voneinander den Abstand

Die Länge des Bogens

ist

wobei für große

der Ausdruck

gegen 1 geht.

Der Flächeninhalt des Sektors

beträgt

Der Krümmungsradius ist

und im Koordinatenursprung

Areafunktionen
q q q q q q q q q

Definitions- und Wertebereiche Areasinus Areakosinus Areatangens Areakotangens Darstellung der Areafunktionen durch den natürlichen Logarithmus Beziehungen zwischen den verschiedenen Areafunktionen Summen und Differenzen von Areafunktionen Formeln für negative Argumente

Areakosinus
Die Funktionen (2.198a) und (2.198b) oder stellen Funktionen dar, die nur für definiert sind.

Der Funktionsverlauf beginnt im Punkt monoton.

mit einer senkrechten Tangente und wächst bzw. fällt dann streng

Areakotangens
Die Funktion (2.200) oder ist eine ungerade und nur für definierte Funktion.

Für von

fällt sie streng monoton von 0 bis auf 0 ab. Sie besitzt drei Asymptoten, und zwar bei

ab; für und .

fällt sie streng monoton

Areasinus
Die Funktion (2.197) ist eine ungerade, streng monoton wachsende Funktion.

Die Schreibweise ist gleichbedeutend mit Wendepunkt mit dem Steigungswinkel

Die Funktion besitzt im Koordinatenursprung einen

Areatangens
Die Funktion (2.199) oder ist eine ungerade und nur für definierte Funktion.

Der Koordinatenursprung ist gleichzeitig Wendepunkt mit dem Steigungswinkel

Die Asymptoten liegen bei

Definition der Funktion
1. Funktion:Wenn und zwei variable Größen sind und wenn sich einem gegebenen eine Funktion von und schreibt (2.1) Die veränderliche Größe heißt unabhängige Variable oder Argument der Funktion der Funktion der Funktion . Alle -Werte, denen sich heißt -Wert genau ein

-Wert zuordnen läßt, dann nennt man

-Werte zuordnen lassen, bilden den Definitionsbereich abhängige Variable ; alle -Werte bilden den Wertebereich

. Die veränderliche Größe .

2. Reelle Funktion: Wenn Definitions- und Wertebereich nur reelle Zahlen enthalten, dann nennt man eine reelle Funktion einer reellen Veränderlichen .

Beispiel A

mit

Beispiel B mit 3. Funktion von mehreren Veränderlichen: Hängt die Variable ab, dann bezeichnet man (2.2) als Funktion von mehreren Veränderlichen. 4. Komplexe Funktion Wenn die unabhängige Variable eine komplexe Zahl ist, dann wird durch von mehreren unabhängigen Variablen

eine komplexe Funktion einer komplexen Veränderlichen beschrieben, zu deren Behandlung die Funktionentheorie benötigt wird.

Definition
Eine veränderliche Größe wird eine Funktion von unabhängigen Variablen genannt, wenn

für gegebene Werte der unabhängigen Veränderlichen einen eindeutig bestimmten Wert annimmt. Je nachdem, ob es sich um eine Funktion von zwei, drei oder veränderlichen Größen handelt, schreibt man (2.265) Setzt man für die unabhängigen Variablen feste Zahlen ein, dann entsteht ein Wertesystem der Variablen, das als

Punkt des -dimensionalen Raumes (auch mehrdimensionaler Raum ) interpretiert werden kann. Die einzelnen unabhängigen Variablen werden auch Argumente genannt; manchmal nennt man zusammenfassend das gesamte -Tupel der unabhängigen Variablen das Argument der Funktion. Beispiel A besitzt für das Wertesystem den Wert

Beispiel B nimmt für das Wertesystem Wert an. den

Unterabschnitte
q q q

Standardform: Teufelstreppe und ARNOLD-Zunge: Goldenes Mittel, FIBONACCI-Zahlen:

Standardform einer Kreisabbildung Standardform:
Die Abbildung aus (17.80) ist für ein orientierungstreuer Diffeomorphismus, da

ist. Bei

ist

kein Diffeomorphismus mehr, aber noch ein

Homöomorphismus, während für

die Abbildung nicht mehr invertierbar und damit auch kein

Homöomorphismus mehr ist. Im Parameterbereich definiert. Sei Eigenschaften: a) Die Funktion b) Für jede rationale Zahl existiert ein Intervall

ist für fixiert. Dann hat

die Rotationszahl auf [0,1] folgende

ist nicht fallend, stetig, aber nicht differenzierbar.

, dessen Inneres nicht leer ist und für das

für alle c) Für jede irrationale Zahl

gilt.

gibt es genau ein

mit

.

Teufelstreppe und ARNOLD-Zunge:
Für jedes ist also eine CANTOR-Funktion. Der Graph von , der auf der rechten

Abbildung gezeigt ist, heißt Teufelstreppe (devil's staircase) .

Das Bifurkationsdiagramm von (17.80) ist auf der linken Abbildung zu sehen. Von jeder rationalen Zahl auf der Achse geht ein schnabelförmiges Gebiet ( ARNOLD- Zunge ) mit nicht leerem Inneren aus, in dem die Rotationszahl konstant und gleich der rationalen Zahl ist. Ursache für das Entstehen der Zungen ist eine Synchronisation der Frequenzen ( Frequenzkopplung (frequency locking)). Für überlappen sich diese Gebiete nicht. Von jeder irrationalen Zahl auf der erreicht. In der ersten ARNOLD-Zunge mit -Achse geht eine hat das

stetige Kurve aus, die immer die Gerade

fixiert und wächst an, so verschmelzen auf dem Rand der ersten dynamische System (17.80) Ruhelagen. Ist ARNOLD-Zunge zwei dieser Ruhelagen und heben sich dabei gleichzeitig auf. Im Ergebnis einer solchen SattelknotenBifurkation entsteht ein auf ARNOLD-Zungen beobachten. Für dichter Orbit. Ähnliche Erscheinungen lassen sich beim Verlassen der anderen

ist die Theorie der Rotationszahlen nicht mehr anwendbar. Die Dynamik wird komplizierter, und es

findet ein Übergang zum Chaos statt. Dabei treten, ähnlich wie im Falle der FEIGENBAUM-Konstante, weitere

Konstanten auf, die für bestimmte Klassen von Abbildungen, zu denen auch die Standardkreisabbildung gehört, gleich sind. Eine davon wird im folgenden beschrieben.

Goldenes Mittel, FIBONACCI-Zahlen:

Die irrationale Zahl

heißt Goldenes Mittel und besitzt die einfache Kettenbruchdarstellung

(17.84)

Durch sukzessives Abschneiden des Kettenbruches erhält man eine Folge

von rationalen Zahlen, die gegen

konvergiert. Die Zahlen

lassen sich in der Form

darstellen, wobei

FIBONACCI-

Zahlen sind, die sich durch die Iterationsvorschrift (17.85) mit den Startwerten und bestimmen lassen. Sei nun der Parameterwert von (17.80), für

den

ist und sei jeweils

der

am nächsten liegende Wert, für den

ist. Eine numerische Analyse ergibt den Grenzwert

.

Europäische Artikelnummer EAN
EAN ist eine Abkürzung für ,,Europäische Artikelnummer ``, die man auf sehr vielen Artikeln in Form eines Strichcodes bzw. als 13- oder 8-stellige Ziffernfolge findet. Mit Hilfe von Scannern kann der Strichcode an Computerkassen eingelesen werden. Bei der 13-stelligen Nummer geben die ersten beiden Ziffern das Herstellungsland an, z.B. 40, 41, 42, 43 oder 44 für Deutschland. Die nächsten 5 Ziffern stehen für den Hersteller, und eine weitere Gruppe von 5 Ziffern für das entsprechende Produkt. Die letzte Ziffer ist die Prüfziffer Man erhält die Prüfziffer, wenn man die ersten 12 Ziffern abwechselnd von links beginnend mit 1 bzw. 3 multipliziert und die Summe dieser Produkte durch Addition der Prüfziffer gilt für die Artikelnummer zur nächsten durch 10 teilbaren Zahl ergänzt. Somit

mit der Prüfziffer (5.187)

Durch dieses Prüfziffernverfahren werden an der EAN Fehler durch Verwechslung einer Ziffer immer aufgedeckt und Fehler durch Vertauschung zweier benachbarter Ziffern in den meisten Fällen erkannt. Oft nicht aufgedeckt werden Drehfehler durch Vertauschen nicht benachbarter Ziffern und Verwechslungen zweier Ziffern.

Interne Zeichendarstellung
Computer sind zeichenverarbeitende Maschinen. Die Interpretation und Verarbeitung dieser Zeichen wird durch die verwendete Software (Programme) festgelegt und gesteuert. Die externen Zeichen, Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen werden intern im Binärcode in Form von Bitfolgen dargestellt. Ein Bit (Binary Digit) ist die kleinste darstellbare Informationseinheit mit den Werten 0 und 1. Acht Bit werden zur nächsthöheren Einheit, dem Byte , Bitkombinationen erzeugt werden, die ihrerseits 256 Zeichen zusammengefaßt. In einem Byte können zugeordnet werden können. Eine solche Zuordnung bezeichnet man als Code . Es gibt verschiedene Codes, einer der weit verbreiteten ist der erweiterte ASCII ( Zahlensysteme Interne Zahlendarstellung merican tandard ode for nformation nterchange).

q q

Addition und Subtraktion
Addition und Subtraktion von Matrizen ist möglich, wenn sie vom gleichen Typ sind. Die Addition bzw. Subtraktion erfolgt elementweise für jeweils gleichgestellte Elemente: (4.21a) Beispiel

Es gelten das Kommutativ- und das Assoziativgesetz der Matrizenaddition: (4.21b) (4.21c)

Linearkombinationen von Vektoren
a) Die Summe zweier Vektoren und ist ein Vektor der die Diagonale

des Parallelogramms bildet. Die wichtigsten Eigenschaften der Summe zweier Vektoren sind das Kommutativgesetz der Addition und die Dreiecksungleichung: (3.241a) (3.241b)

b) Die Summe mehrerer Vektoren den die Vektoren bis bilden. Für Vektoren

ist ein Vektor gilt:

der den Polygonzug schließt,

(3.241c) Zu den Eigenschaften der Summe mehrer Vektoren gehören das Kommutativgesetz der Addition und das Assoziativgesetz. Für drei Vektoren z.B gilt: (3.241d) (3.241e)

c) Die Differenz zweier Vektoren daß

kann als Summe der Vektoren

und

aufgefaßt werden, so

(3.241f) die Diagonale in der rechten Abbildung ergibt.

Die wichtigsten Eigenschaften der Differenz zweier Vektoren sind: (3.241g)

Eigenschaften der Produkte von Vektoren
a) Das Skalarprodukt genügt dem Kommutativgesetz: (3.253) b) Das Vektorprodukt ändert beim Vertauschen der Faktoren das Vorzeichen: (3.254) c) Die Multiplikation mit einem Skalar genügt dem Assoziativgesetz: (3.255a) (3.255b) d) Das Assoziativgesetz gilt nicht für das doppelte Skalar-und Vektorprodukt: (3.256a) (3.256b) e) Das Distributivgesetz gilt: (3.257a) (3.257b)

f) Orthogonalität zweier Vektoren

liegt vor, wenn gilt: (3.258)

g) Kollinearität zweier Vektoren

liegt vor, wenn gilt: (3.259)

h) Multiplikation gleicher Vektoren: (3.260) i) Multiplikationen von Linearkombinationen von Vektoren können auf die gleiche Art durchgeführt werden wie bei skalaren Polynomen, allerdings ist dabei zu beachten, daß bei der vektoriellen Multiplikation Faktorenvertauschungen, z.B. beim Zusammenziehen gleichnamiger Glieder, Vorzeichenänderungen zur Folge haben. Beispiel A

Beispiel B

j) Skalare Invariante heißt ein Skalar, der bei Verschiebung und Drehung des Koordinatensystems den gleichen Wert behält. Das skalare Produkt zweier Vektoren ist eine skalare Invariante. Beispiel A Die Komponenten eines Vektors sind keine skalaren Invarianten, da sie in verschiedenen

Koordinatensystemen unterschiedliche Werte annehmen können. Beispiel B Die Länge eines Vektors d.h. die Größe ist eine skalare Invariante, da

sie in verschiedenen Koordinatensystemen den gleichen Wert besitzt. Beispiel C

Das Skalarprodukt eines Vektors mit sich selbst ist eine skalare Invariante, d.h. da .

Hypozykloide und Astroide
Hypozykloide und Astroide wird eine Kurve genannt, die von einem Peripheriepunkt eines Kreises beschrieben wird, wenn dieser, ohne zu gleiten, auf der Innenseite eines anderen Kreises abrollt.

Die Gleichung der Hypozykloide, die Koordinaten der Scheitel- und Rückkehrpunkte, die Formeln für die Bogenlängen, die Flächeninhalte und die Krümmungsradien entsprechen denen der Epizykloide, es ist jedoch ,, `` durch ,, irrational (stets ist `` zu ersetzen. Die Anzahl der Rückkehrpunkte entspricht für ) der von der Epizykloide bekannten. ganzzahlig, rational oder

Fall Fall

Für Für

entartet die Kurve in den Durchmesser des unbeweglichen Kreises. besitzt die Hypozykloide drei Zweige mit der Gleichung (2.235a)

Es gilt

. Fall Für besitzt die Hypozykloide vier Zweige und wird Astroide genannt. Ihre Gleichung lautet in kartesischen Koordinaten und in Parameterform: (2.235b) (2.235c)

Es gilt

.

Unterabschnitte
q q q q

Definition: Vorgabe der Funktion in Parameterform: Vorgabe der Funktion in expliziter Form: Vorgabe der Funktion in algebraischer impliziter Form:

Asymptoten Definition:
Eine Asymptote ist eine Gerade, der sich eine Kurve bei deren immer größer werdender Entfernung vom Koordinatenursprung unbegrenzt nähert. Dabei kann die Annäherung von einer Seite her erfolgen (linke Abbildung), oder die Kurve schneidet die Gerade dauernd (rechte Abbildung).

Nicht jede sich unbegrenzt vom Koordinatenursprung entfernende Kurve (unendlicher Kurvenzweig) muß eine Asymptote besitzen. So bezeichnet man z.B. bei unecht gebrochenrationalen Funktionen den ganzrationalen Anteil als asymptotische Näherung.

Vorgabe der Funktion in Parameterform:
Zur Bestimmung der Asymptotengleichung sind die Werte zu ermitteln, für die bei oder geht. entweder

Folgende Fälle sind zu unterscheiden: a) Die Asymptote ist eine horizontale Gerade: (3.455a) b) Die Asymptote ist eine vertikale Gerade: (3.455b)

c) Die Asymptote ist eine Gerade mit

: Wenn sowohl

als auch

gegen unendlich

gehen, dann sind die Grenzwerte

und

zu bilden. Existieren sie

beide, dann liefern sie die Konstanten für die Geradengleichung der Asymptote: (3.455c)

Vorgabe der Funktion in expliziter Form:
Die vertikalen Asymptoten werden als Unstetigkeitspunkte beim unendlichem Sprung der Funktion horizontalen und geneigten Asymptoten als Gerade mit den entsprechenden Grenzwerten: (3.456) ermittelt, die

Beispiel

Für die zweite Asymptote usw. erhält man

in Analogie dazu

Vorgabe der Funktion in algebraischer impliziter Form:
Die Funktion ist ein Polynom in und . Für horizontale und vertikale Asymptoten einerseits und geneigte

Asymptoten andererseits ist je ein anderes Verfahren notwendig. 1. Horizontale und vertikale Asymtoten: Zur Bestimmung der horizontalen und vertikalen Asymptoten werden von dem vorliegenden Polynom in und die Glieder mit dem höchsten Grad und aufgelöst: (3.457) ausgewählt, als Funktion

abgespaltet und nach

Die Werte vertikalen

für

ergeben die horizontalen Asymptoten

die Werte

für

die

2. Asymptoten mit der Geradengleichung die Geradengleichung geordnet:

: Zur Bestimmung der geneigten Asymptoten wird in eingesetzt und das so gewonnene Polynom nach Potenzen von

(3.458) Die Parameter und ergeben sich, falls sie existieren, aus den Gleichungen (3.459) Beispiel

Betrachtung des kartesischen Blattes mit

Aus den Gleichungen ergeben sich die Lösungen zu ergibt.

und so daß sich die Gleichung der Asymptote

Asymptoten der Hyperbel
Asymptoten der Hyperbel sind Geraden, die sich den Hyperbelzweigen für (s. Definition der Asymptoten). unbegrenzt nähern

Der Richtungskoeffizient der Asymptoten ist

Die Gleichungen der Asymptoten lauten (3.333)

Die Asymptoten bilden gemeinsam mit der Tangente an die Hyperbel in einem Punkt Hyperbel , d.h. die Strecke Das Tangentenstück wird durch den Berührungspunkt

das Tangentenstück der halbiert, so daß

ist. Den Flächeninhalt des Dreiecks berechnet man für jeden Berührungspunkt gemäß

zwischen der Tangente und beiden Asymptoten

(3.334) Der Flächeninhalt des Parallelogramms ausgehenden Parallelen gebildet wird, beträgt (3.335) das von den Asymptoten und zwei zu ihnen vom Punkt

Unterabschnitte
q q

Explizite Definitionsform der Kurve Andere Definitionsformen

Wendepunkte und Regeln zu ihrer Bestimmung
Wendepunkte sind Kurvenpunkte, in denen die Krümmung der Kurve das Vorzeichen ändert.

Dabei liegt die Kurve in einer kleinen Umgebung dieses Punktes nicht auf einer Seite der Tangente, sondern wird von dieser durchsetzt. Im Wendepunkt ist und

Explizite Definitionsform der Kurve

Die explizite Definitionsform sei durch die Gleichung

(3.425) gegeben.

a) Notwendige Bedingung für die Existenz eines Wendepunktes ist das Verschwinden der 2. Ableitung (3.448) im Wendepunkt, falls sie existiert (den Fall nicht existierender 2. Ableitung s. b) Hinreichende Bedingung). Die Bestimmung der Wendepunkte für den Fall existierender 2. Ableitungen erfordert das Aufsuchen aller Lösungen der Gleichung mit den Werten wobei jeder Wert nacheinander in die nicht

darauffolgenden Ableitungen einzusetzen ist. Ein Wendepunkt liegt vor, wenn die erste an der Stelle

verschwindende Ableitung von ungerader Ordnung ist. Wenn der betrachtete Punkt kein Wendepunkt ist, weil sich die erste nicht verschwindende Ableitung -ter Ordnung für geradzahliges ergibt, dann weist die Kurve für

mit der konkaven Seite nach oben; für

nach unten.

b) Hinreichende Bedingung für die Existenz eines Wendepunktes ist die Änderung des Vorzeichens der 2. Ableitung beim Übergang von der links- zur rechtsseitigen Umgebung des Punktes . Daher

kann die Frage, ob ein gefundener

-Wert Abszisse eines Wendepunktes ist, aus der Betrachtung des

Vorzeichens der 2. Ableitung beim Durchgang durch den zugehörigen Punkt ermittelt werden: Wenn sich das Vorzeichen bei diesem Durchgang ändert, liegt ein Wendepunkt vor. Dieses Verfahren ist auch für den Fall anwendbar. Hinweis: Wenn in der Praxis aus dem Kurvenverlauf folgt, daß ein Wendepunkt vorhanden sein muß, z.B.

beim Übergang von einem Minimum zu einem Maximum bei einer Kurve mit stetiger Ableitung, dann beschränkt man sich auf die Bestimmung der und läßt die Untersuchung der höheren Ableitungen weg.

Beispiel A

Wendepunkte

und

gibt es bei

Beispiel B

Wendepunkte sind nicht vorhanden. Beispiel C

für

ist

Beim Übergang von negativen zu positiven ,, ``zu ,, ``, so daß die Kurve bei

-Werten wechselt die 2. Ableitung das Vorzeichen von einen Wendepunkt besitzt.

Andere Definitionsformen
Die notwendige Bedingung über die Definitionsform (3.448) für die Existenz eines Wendepunktes im Falle der Kurvenvorgabe (3.425) wird bei Vorgaben mit den anderen Formen durch die folgenden

analytischen Formulierungen der notwendigen Bedingung ersetzt: 1. Definition in Parameterform gemäß (3.426): (3.449)

2. Definition als Polargleichung gemäß (3.427): (3.450)

3. Definition in impliziter Form gemäß (3.424):

(3.451)

In diesen Fällen liefert das Lösungssystem die Koordinaten der möglichen Wendepunkte. Beispiel A Betrachtung der verkürzten Zykloide :

Die Kurve hat unendlich viele Wendepunkte für die Parameterwerte Beispiel B Der Wendepunkt liegt

bei dem Winkel Beispiel C Betrachtung der Hyperbel

Die Gleichungen keinen Wendepunkt besitzt.

und

widersprechen einander, so daß die Hyperbel

Attraktor, Einzugsgebiet
Sei ein dynamisches System auf und eine unter . invariante Menge. Dann heißt

Einzugsgebiet von

Eine kompakte Menge eine offene Umgebung gilt. Beispiel von

heißt Attraktor von gibt, so daß

auf

, wenn

invariant unter

ist und es

für fast alle (im Sinne des LEBESGUE-Maßes)

ist ein Attraktor des Flusses von (17.9a). Dabei ist

.

Für manche dynamischen Systeme ist ein allgemeinerer Attraktorbegriff sinnvoll. So gibt es invariante Mengen

,

die in jeder Umgebung periodische Orbits besitzen, die nicht von Attraktor). Die Menge Eine kompakte Menge

angezogen werden (z.B. der FEIGENBAUM-Grenzmenge aufgespannt werden. auf , wenn invariant unter

muß auch nicht unbedingt durch eine einzige heißt Attraktor im Sinne von MILNOR von

ist und das Einzugsgebiet von

eine Menge mit positivem LEBESGUE-Maß enthält.

Lyapunov-Dimension
Sei auf ein glattes dynamisches System auf mit Attraktor (bzw. invarianter Menge) und mit die

konzentriertem invariantem ergodischem Wahrscheinlichkeitsmaß. Sind

LYAPUNOV-Exponenten bezüglich heißt die Größe

und ist

der größte Index, für den

und

ist, so

(17.47)

LYAPUNOV- Dimension des Maßes Ist , so wird

. gesetzt; ist , wird definiert.

Satz von LEDRAPPIER: Es seien , wie oben, ein auf dem Attraktor Dann gilt .

ein diskretes System (17.3) auf von

mit einer

-Funktion

und

konzentriertes invariantes ergodisches Wahrscheinlichkeitsmaß.

Beispiel A Der Attraktor Seitenlänge das eines glatten dynamischen Systems überdeckt. Es seien werde mit Quadraten der . Dann gilt für

die gemittelten Singulärwerte von

-dimensionale Volumen des Attraktors näherungsweise ein Parallelogramm mit , so ist

. Aus jedem Quadrat der Seitenlänge und als Seitenlänge. Nimmt man . Aus der Beziehung

entsteht unter

Überdeckungen aus Rhomben mit der Seitenlänge

erhält man sofort

. Diese heuristischen

Überlegungen geben also einen Hinweis auf die Herkunft der Formel für die LYAPUNOV-Dimension.

Beispiel B Gegeben sei das HÉNON-System(17.6) mit diesen Parametern einen Attraktor bestimmte Kapazitätsdimension ist Maß nachweisen. Für die LYAPUNOV-Exponenten und . Das System (17.6) besitzt bei

( H´ENON- Attraktor ) mit komplizierter Struktur. Die numerisch . Für den H´ENON-Attraktor und gilt . Mit dem numerisch ermittelten Wert läßt sich ein SBR-

ergibt sich

. Damit ist

.

Solenoid oder Solenoid-Attraktor
Gegeben sei ein Volltorus ist. mit den lokalen Koordinaten , wie er in der folgenden Abbildung zu sehen

Eine Abbildung

wird durch

mit einem Parameter

erklärt. Das Bild

, zusammen mit den Schnitten

und

, ist in den folgenden zwei Abbildungen zu sehen.

Im Ergebnis der Iterationen entsteht die Menge

, die Solenoid heißt. Der Attraktor

besteht in

Längsrichtung aus einem Kontinuum von Kurven, von denen jede dicht in von

ist und die alle instabil sind. Der Schnitt

transversal zu diesen Kurven ist eine CANTOR-Menge. Für die HAUSDORFF-Dimension gilt . Die Menge besitzt eine ganze Umgebung als Einzugsgebiet. Außerdem ist der Attraktor -kleinen Störungen

strukturstabil, d.h., die oben formulierten qualitativen Eigenschaften ändern sich nicht bei von . Das Solenoid ist ein Beispiel für einen hyperbolischen Attraktor .

Lokale Hausdorff-Dimension nach Douady-Oesterlé
Sei ein glattes dynamisches System auf werde fixiert und gesetzt. und eine kompakte invariante Menge. Ein beliebiges

1. Satz von DOUADY und OESTERLÉ: Seien eine Zahl in der Darstellung Ist mit , so gilt

die Singulärwerte von und . der Fluß von (17.1),

und sei .

2. Spezielle Version für Differentialgleichungen: Seien invariante Menge und seien in einem beliebigen Punkt

eine kompakte

die Eigenwerte der symmetrisierten JACOBI-Matrix . Ist eine Zahl in der Form

mit

sowie , so ist

und gilt .

Die Größe (17.48) wobei Punkt gilt dann beliebig ist und den ganzzahligen Anteil von bedeutet, heißt DOUADY-OESTERLÉ- Dimension im

. Unter den Voraussetzungen des oben formulierten Satzes von DOUADY-OESTERLÉ für Differentialgleichungen .

Beispiel

Das LORENZ-System (17.2) besitzt für

einen Attraktor

, den LORENZ-

Attraktor , mit numerisch ermittelter Dimension

(s. Abbildung).

(Die Abbildung wurde mit Mathematica erzeugt.) Mit dem Satz von DOUADY-OESTERLÉ erhält man für beliebige und die Abschätzung

mit

.

Auflösung eines Torus
q q

Vom Torus zum Chaos Abbildungen auf dem Einheitskreis und Rotationszahl Differentialgleichungen auf dem Torus Standardform einer Kreisabbildung

q q

Aufschlag
Werden auf aufgeschlagen, dann erhält man den erhöhten Wert (1.76)

Bezieht man den Aufschlag

auf den neuen Wert

, dann sind in

auf Grund der Proportion

(1.77)

Prozent Aufschlag enthalten.

Beispiel Bei einem Warenwert von 200.-DM ergeben 15 % Aufschlag einen Endpreis von 230.-DM. In diesem Preis sind für den Verbraucher Prozent Aufschlag enthalten.

Einmalige Einzahlung
Bei jährlichem Zinszuschlag wächst ein Kapital Jahres gilt: (1.81) Zur Abkürzung setzt man und bezeichnet als Aufzinsungsfaktor . gleich lange Zinsperioden unterteilt wird und die zugeschlagen werden. Der Zinszuschlag pro Jahren mit je Zinsperioden auf nach Jahren auf den Endwert Am Ende des -ten

Man spricht von unterjähriger Verzinsung , wenn das Jahr in Zinsen bereits nach jeder dieser Zinsperioden dem Kapital Zinsperiode beträgt dann

und das Kapital wächst nach

(1.82)

an.

Beispiel Ein Kapital von 5000.-DM, das mit 7,2 pro Jahr verzinst wird, wächst in 6 Jahren

a) bei jährlicher Verzinsung auf b) bei monatlicher Verzinsung auf

DM an, DM.

Algebraische Ausdrücke
q q

Definitionen Einteilung der algebraischen Ausdrücke

Manipulation algebraischer Ausdrücke
In der Praxis treten häufig algebraische Ausdrücke auf, die für die weitere Arbeit, wie z.B. Differentiation, Integration, Reihendarstellung, Grenzwertbildung oder numerische Auswertung, umzuformen sind. In der Regel werden diese Ausdrücke als über dem Ring der ganzen oder dem Körper der rationalen Zahlen gebildet verstanden. Es sei aber betont, daß Computeralgebrasysteme z.B. auch mit Polynomen über endlichen Körpern bzw. über Erweiterungskörpern der gebrochen rationalen Zahlen umgehen können. Für Interessenten muß dazu auf die Spezialliteratur verwiesen werden. Eine besondere Rolle spielen algebraische Operationen auf Polynomen über dem Körper der rationalen Zahlen.
q q

Mathematica Maple

Tautologien, mathematische Schlußweisen
Ein aussagenlogischer Ausdruck heißt allgemeingültig oder Tautologie , wenn er die Wahrheitsfunktion identisch W repräsentiert. Folglich sind zwei Ausdrücke und genau dann logisch äquivalent, wenn der Ausdruck eine Tautologie ist. Mathematische Schlußweisen folgen aussagenlogischen Gesetzen. Als Beispiel sei das Kontrapositionsgesetz genannt, d.h. der allgemeingültige Ausdruck (5.19a) Dieses Gesetz, das auch in der Form (5.19b) notiert werden kann, läßt sich wie folgt interpretieren: Um zu zeigen, daß daß aus folgt. Der indirekte Beweis beruht auf folgendem Prinzip: Um aus folgt, kann man auch zeigen, aus zu folgern, nimmt man

als falsch an und leitet daraus - unter der Voraussetzung, daß richtig ist - einen Widerspruch her. Formal läßt sich dieses Prinzip auf verschiedene Weise durch aussagenlogische Gesetze beschreiben: (5.20a) oder (5.20b) oder

(5.20c)

Interpretation prädikatenlogischer Ausdrücke
Eine Interpretation eines Ausdrucks der Prädikatenlogik besteht aus 1. einer Menge (Individuenbereich) und 2. einer Zuordnung, die jeder -stelligen Prädikatenvariablen ein -stelliges Prädikat zuweist.

Die Interpretation einer geschlossenen Formel liefert somit eine Aussage. Enthält ein Ausdruck der Prädikatenlogik freie Variable, so repräsentiert eine Interpretation dieses Ausdrucks eine Relation (s. Individuenbereich. Beispiel -stellige Relationen) im

Sei

das zweistellige Prädikat, das im Individuenbereich

der natürlichen Zahlen die Beziehung

beschreibt, so charakterisiert die Menge aller Paare );
q

q

natürlicher Zahlen mit

(zweistellige Relation in

sind freie Variable; die Teilmenge von (einstellige Relation), die nur aus der Zahl 0 besteht; ist

freie,
q

gebundene Variable; die Aussage ,,Es gibt eine kleinste natürliche Zahl``; und sind gebundene

Variable. Ein Ausdruck der Prädikatenlogik heißt wahr für eine gegebene Interpretation, wenn für jede Ersetzung der freien Variablen durch Elemente aus dem Individuenbereich eine wahre Aussage entsteht. Ein Ausdruck der Prädikatenlogik heißt allgemeingültig oder Tautologie , wenn er für alle Interpretationen wahr ist.

Angabe einer Funktion
Man kann eine Funktion auf unterschiedliche Weise angeben oder definieren, z.B. durch eine Wertetabelle, eine graphische Darstellung oder Kurve, eine Formel, auch analytischer Ausdruck genannt, oder abschnittsweise durch verschiedene Formeln. In den Definitionsbereich eines analytischen Ausdrucks können nur solche Werte des Arguments einbezogen werden, für die die Funktion einen Sinn ergibt, d.h. eindeutig bestimmte endliche reelle Werte annimmt. Die folgenden Beispiele stellen abschnittsweise gegebene Funktionen dar. Beispiel A ganz.

Beispiel B

Beispiel C

Mit

lies ,,Signum

``, ist die Vorzeichenfunktion bezeichnet. Die Funktion

bzw.

lies ,,entier ``, gibt die größte ganze Zahl kleiner gleich an. Die folgenden drei Abbildungen zeigen die dazugehörigen graphischen Darstellungen, wobei die Pfeilspitzen darauf hinweisen sollen, daß ihre Endpunkte nicht zum Kurvenbild gehören.

Analytische Darstellung reeller Funktionen
In der Regel werden die folgenden drei Formen genutzt: 1. Explizite Darstellung: (2.3) Beispiel . Hierbei handelt es sich um die obere Hälfte des Einheitskreises mit dem Mittelpunkt im Koordinatenursprung. 2. Implizite Darstellung: (2.4) falls sich diese Gleichung eindeutig nach auflösen läßt.

Beispiel

. Hierbei handelt es sich ebenfalls um die obere Hälfte des Einheitskreises. Man beachte, daß mit 3. Parameterdarstellung: (2.5) Die Werte von Die Funktionen und werden als Funktion einer Hilfsveränderlichen und angegeben, die Parameter genannt wird. keine reelle Funktion definiert wird.

müssen denselben Definitionsbereich haben.

Beispiel mit und Hierbei handelt es

sich abermals um die Darstellung der oberen Hälfte des Einheitskreises mit dem Mittelpunkt im Koordinatenursprung.

Ausdrücke der Aussagenlogik
Mit diesen einstelligen (Negation) und zweistelligen (Konjunktion, Disjunktion, Implikation und Äquivalenz) Verknüpfungen können aus gegebenen Aussagenvariablen kompliziertere Ausdrücke der Aussagenlogik aufgebaut werden. Diese Ausdrücke werden induktiv definiert: (5.6) (5.7) Zur Vereinfachung der Schreibweise solcher Ausdrücke werden Außenklammern weggelassen und Vorrangregeln (Prioritäten) festgelegt. In der folgenden Reihenfolge bindet jeder Junktor stärker als der folgende: Häufig wird anstelle von ,, z.B. den Ausdruck `` auch geschrieben und der Junktor ganz weggelassen. Durch diese Einsparungen kann man

kürzer so notieren:

Differenzenverfahren
Man unterteilt das Intervall durch gleichabständige Stützstellen

und ersetzt in der für die inneren Stützstellen angegebenen Differentialgleichung (19.119) die Werte der Ableitungen durch sogenannte finite Ausdrücke , z.B.: (19.120a)

(19.120b)

Man erhält auf diese Weise des Integrationsintervalls

lineare Gleichungen für die , wenn man und

Näherungswerte

im Inneren

beachtet. Enthalten die Randbedingungen

Ableitungen, dann werden diese ebenfalls durch finite Ausdrücke ersetzt. Eigenwertprobleme bei Differentialgleichungen werden ganz analog behandelt. Die Anwendung des Differenzenverfahrens , beschrieben durch (19.119) und (19.120a,b), führt dann auf ein Matrizeneigenwertproblem. Beispiel Die Lösung der homogenen Differentialgleichung mit den Randbedingungen

führt auf ein Eigenwertproblem. Das Differenzenverfahren überführt die Differentialgleichung in die Differenzengleichung drei innere Punkte, also , dann erhält man das Gleichungssystem . Wählt man

unter Beachtung von

. Dieses homogene System ist nur bei

verschwindender Koeffizientendeterminante lösbar. Aus dieser Bedingung erhält man die Eigenwerte und entsprechenden wahren Wert 9,87 nahekommt. Hinweis: Die Genauigkeit des Differenzenverfahrens kann erhöht werden durch: 1. Verkleinerung der Schrittweite 2. Verwendung finiter Ausdrücke höherer Approximation (die Näherungen (19.120a,b) haben die Fehlerordnung ), 3. Anwendung des Mehrschrittverfahrens. Ist eine nichtlineare Randwertaufgabe zu lösen, dann führt das Differenzenverfahren auf ein System nichtlinearer Gleichungen für die unbekannten Näherungswerte (s. Abschnitt Nichtlineare Gleichungssysteme). , , von denen allerdings nur der kleinste dem ihm

Differenzenverfahren
Das Integrationsgebiet wird durch ausgewählte Punkte gewählt: (19.136) gitterförmig unterteilt. Gewöhnlich wird das Gitter rechteckig

Für

erhält man ein quadratisches Gitter. Bezeichnet man die gesuchte Lösung mit

, dann werden die in der

Differentialgleichung und in den Rand- bzw. Anfangsbedingungen auftretenden partiellen Ableitungen durch finite Ausdrücke der folgenden Art ersetzt, wobei unter ein Näherungswert für den Funktionswert zu verstehen ist:

(19.137)

In (19.137) ist die Fehlerordnung mit Hilfe des LANDAU-Symbols In manchen Fällen ist es günstiger, die Näherung

angegeben worden.

(19.138) mit einem festen Parameter zu verwenden. Die Formel (19.138) stellt eine Konvexkombination zweier finiter und enstanden sind.

Ausdrücke dar, die aus der entsprechenden Formel von (19.137) für die Werte

Mit den Formeln (19.137) kann eine partielle Differentialgleichung für jeden inneren Gitterpunkt in eine Differenzengleichung übergeführt werden, wobei die Rand- und Anfangsbedingungen zu beachten sind. Das so entstehende Gleichungssystem für die

Näherungswerte

, das für kleine Schrittweiten

und

von großer Dimension ist, muß in der Regel iterativ gelöst werden

(s. Abschnitt Iteration in Gesamt- und Einzelschritten). Beispiel A Die Funktion erfülle die Differentialgleichung für alle Punkte für mit und

, d.h. im Innern eines Rechtecks, und genüge der Randbedingung

. Die der Differentialgleichung entsprechende Differenzengleichung für ein quadratisches Gitter mit der Schrittweite lautet: . Die Schrittweite (s. Abbildung)

liefert eine erste grobe Näherung für die Funktionswerte in den drei inneren Gitterpunkten:

Man erhält:

.

Beispiel B

Die Gleichungssysteme, die bei der Anwendung des Differenzenverfahrens auf partielle Differentialgleichungen entstehen, haben in der Regel eine sehr spezielle Struktur. Das soll am Beispiel der folgenden, etwas allgemeineren Randwertaufgabe gezeigt werden. Integrationsgebiet sei das Quadrat Gesucht ist eine Funktion auf dem Rand von mit und : im Innern von sind gegeben. Die zu dieser Differentialgleichung gehörende .

. Die Funktionen

Differenzengleichung lautet für

Im Falle

hat die linke Seite dieses Differenzengleichungssystems für die Näherungswerte

in den

inneren Punkten die folgende Gestalt, wenn man das Gitter zeilenweise von links nach rechts durchläuft und dabei beachtet, daß die Funktionswerte auf dem Rand bekannt sind:

Man sieht: Die Koeffizientenmatrix ist symmetrisch und schwach besetzt . Ihre Gestalt wird als block-tridiagonal bezeichnet. Man beachte aber, daß die Gestalt der Koeffizientenmatrix davon abhängig ist, wie die Gitterpunkte durchlaufen werden. Für die verschiedenen Aufgabenklassen bei partiellen Differentialgleichungen 2. Ordnung, insbesondere bei elliptischen, parabolischen und hyperbolischen Differentialgleichungen, ist eine Vielzahl angepaßter Differenzenverfahren entwickelt und auf

Konvergenz und Stabilität hin untersucht worden. Die Spezialliteratur dazu ist umfangreich, Standardwerke s. Lit. 19.25, 19.27.

Einteilung der algebraischen Ausdrücke
1. Hauptgrößen werden die allgemeinen Zahlen (Buchstabensymbole) genannt, nach denen die algebraischen Ausdrücke klassifiziert werden; sie sind in jedem Einzelfall festzulegen. Im Falle von Funktionen sind die unabhängigen Variablen die Hauptgrößen . Die übrigen noch nicht durch Zahlen festgelegten Größen sind die Parameter des Ausdrucks. In manchen Ausdrücken werden die Parameter Koeffizienten genannt. Beispiel Koeffizienten treten z.B. in Polynomen, FOURIER-Reihen und linearen Differentialgleichungen auf. Ein Ausdruck gehört zu der einen oder anderen Klasse in Abhängigkeit davon, welche Operationen an seinen Hauptgrößen auszuführen sind. Im allgemeinen werden die Hauptgrößen meist mit den letzten Buchstaben des Alphabets Buchstaben bezeichnet, die Parameter mit den ersten Buchstaben Die

verwendet man meist für ganzzahlige positive Parameterwerte, z.B. für Indizes bei

Summationen und Iterationen. 2. Ganzrationale Ausdrücke zeichnen sich dadurch aus, daß in ihnen Additionen, Subtraktionen und Multiplikationen der Hauptgrößen vorgenommen werden, wobei das Potenzieren mit ganzzahligen positiven Exponenten eingeschlossen ist.

3. Gebrochenrationale Ausdrücke enthalten neben den für ganzrationale Ausdrücke genannten Operationen noch Divisionen durch Hauptgrößen, einschließlich des Potenzierens mit negativen ganzzahligen Exponenten, sowie gegebenenfalls Divisionen durch ganzrationale Ausdrücke in den Hauptgrößen. 4. Irrationale Ausdrücke zeichnen sich durch das Radizieren, also das Potenzieren mit gebrochenen Exponenten aus, d.h. durch das Radizieren ganz- oder gebrochenrationaler Ausdrücke, die ihrerseits aus Hauptgrößen bestehen. 5. Transzendente Ausdrücke , d.h. Exponentialausdrücke, logarithmische und trigonometrische Ausdrücke, enthalten algebraische Ausdrücke mit Hauptgrößen im Exponenten, unter dem Logarithmuszeichen oder als Argument von Winkelfunktionen.

Ganzrationale Ausdrücke
q q q

Darstellung in Form eines Polynoms Binomischer Satz Bestimmung des größten gemeinsamen Teilers zweier Polynome

Gebrochenrationale Ausdrücke
q q q

Rückführung auf die einfachste Form Bestimmung des ganzrationalen Anteils Umformung von Proportionen

Irrationale Ausdrücke
Jeder irrationale Ausdruck kann in der Regel auf eine einfachere Form gebracht werden, und zwar durch
q q q

Kürzen des Exponenten, Vorziehen vor das Wurzelzeichen und Beseitigen der Irrationalität im Nenner. 1. Kürzen des Exponenten: Eine Kürzung des Exponenten wird erreicht, indem der Radikand in Faktoren zerlegt wird und danach der Wurzelexponent sowie die Exponenten aller Faktoren im Radikanden durch ihren größten gemeinsamen Teiler geteilt werden. Beispiel

2. Beseitigung der Irrationalität: Zur Beseitigung der Irrationalität im Nenner gibt es verschiedene Methoden. Beispiel A

Beispiel B

Beispiel C

Beispiel D

3. Einfachste Form von Potenzen und Wurzeln: Auch Potenzen und Wurzeln werden meist auf die einfachste Form gebracht. Beispiel A

Beispiel B

Manipulation nichtpolynomialer Ausdrücke
Mit dem Befehl können oft komplizierte Ausdrücke, die nicht polynomialer Natur zu sein brauchen, vereinfacht

werden. Mathematica wird immer versuchen, algebraische Ausdrücke unabhängig von der Natur der symbolischen Größen zu manipulieren. Dabei verwendet es eingebaute Kenntnisse. So kennt Mathematica z.B. Regeln der Potenzrechnung: (20.56) Mit der Option können die Anweisungen und Potenzen von trigonometrischen

Funktionen durch die trigonometrischen Funktionen mit mehrfachen Argumenten ausdrücken und umgekehrt. Beispiel Einige trigonometrische Formeln lassen sich mit folgender Eingabe erzeugen:

Ab Version 2.2 von Mathematica ist die Option für eine Vielzahl von Befehlen aus dem zuladbaren Paket

über den Befehl .

direkt erreichbar. Das gilt

Schließlich sei darauf hingewiesen, daß der Befehl während von komplexen Variablen

reelle Variable ausgeht.

voraussetzt,

Beispiel

Ausdrücke des Prädikatenkalküls
Allgemein werden die Ausdrücke des Prädikatenkalküls wieder induktiv definiert: 1. Sind Individuenvariable und eine -stellige Prädikatenvariable, so ist (5.21a) 2. Sind und Ausdrücke, so sind es auch (5.21b) Betrachtet man Aussagenvariable als nullstellige Prädikatenvariable, so erkennt man die Aussagenlogik als Teil der Prädikatenlogik. Eine Individuenvariable Quantors kommt in einem Ausdruck gebunden vor, wenn Variable eines in diesem Ausdruck frei ist oder im Wirkungsbereich eines Quantors liegt; andernfalls kommt

vor. Ein Ausdruck der Prädikatenlogik, der keine freien Variablen enthält, heißt geschlossene Formel .

Ausdrücke der Prädikatenlogik
Zur logischen Grundlegung der Mathematik wird eine ausdrucksstärkere Logik als die Aussagenlogik benötigt. Um Eigenschaften von und Beziehungen zwischen (mathematischen) Objekten beschreiben zu können, bedient man sich der Prädikatenlogik.
q q q q q q

Prädikate Quantoren Ausdrücke des Prädikatenkalküls Interpretation prädikatenlogischer Ausdrücke Tautologien der Prädikatenlogik Beschränkte Quantifizierung

Vektoranalytische Ausdrücke in kartesischen, Zylinder- und Kugelkoordinaten
Tabelle Vektoranalytische Ausdrücke in kartesischen, Zylinder- und Kugelkoordinaten Kartesische Koordinaten Zylinderkoordinaten Kugelkoordinaten

Wertverlaufsgleiche BOOLEsche Ausdrücke
BOOLEsche Ausdrücke und heißen wertverlaufsgleich , wenn sie die gleiche BOOLEsche Funktion repräsentieren. BOOLEsche Ausdrücke sind genau dann gleich, wenn sie durch ,,Umformungen`` entsprechend den Axiomen einer BOOLEschen Algebra ineinander überführbar sind. Bei der Umformung BOOLEscher Ausdrücke stehen zwei Aspekte im Vordergrund: a) Umformung in einen möglichst ,,einfachen`` Ausdruck (s. Schaltagebra), b) Umformung in eine ,,Normalform`` .

Knotengrade
Als Grad eines Knotens bezeichnet man die Anzahl der mit inzidierenden Kanten. Schlingen werden

doppelt gezählt. Knoten vom Grad 0 heißen isolierte Knoten . Für jeden Knoten eines gerichteten Graphen unterscheidet man Ausgangsgrad und Eingangsgrad

(5.232a) (5.232b)

Lineare Ausgleichsaufgaben
Gegeben sei das überbestimmte lineare Gleichungssystem (19.37) in Matrixschreibweise (19.38) Die Koeffizientenmatrix , die vom Typ ist, habe den Maximalrang , d.h., ihre Spalten sind

linear unabhängig. Da ein überbestimmtes lineares Gleichungssystem in der Regel keine Lösung hat, geht man von (19.37) zu den sogenannten Fehlergleichungen (19.39) mit den Residuen über und verlangt, daß die Summe der Quadrate der Residuen minimal wird:

(19.40) Die Aufgabe (19.40) wird als lineare Ausgleichsaufgabe oder lineares Quadratmittelproblem bezeichnet. Die notwendigen Bedingungen dafür, daß die Fehlerquadratsumme annimmt, lauten (19.41) ein relatives Minimum

und führen auf das lineare Gleichungssystem (19.42) Der Übergang von (19.38) zu (19.42) wird als GAUSS-Transformation bezeichnet, da das System (19.42) durch Anwendung der GAUSSschen Fehlerquadratmethode aus (19.38) entstanden ist. Da für A Maximalrang vorausgesetzt wurde, ist eine positiv definite Matrix vom Typ , und die sogenannten

Normalgleichungen (19.42) können mit Hilfe des CHOLESKY-Verfahrens numerisch gelöst werden. Bei der Lösung des Normalgleichungssystems (19.42) können numerische Probleme auftreten, wenn die Konditionszahl (s. Lit. 19.27) der Matrix sehr groß ist. Die Lösung kann dann große relative Fehler haben.

Deshalb ist es numerisch günstiger, zur Lösung linearer Ausgleichsaufgaben Orthogonalisierungsverfahren zu verwenden.

Mehrdimensionale Aufgaben
1. Ausgleichsaufgabe: Es soll die folgende diskrete mehrdimensionale Ausgleichsaufgabe behandelt werden: Eine Funktion bekannt, aber es seien der Funktionswerte unabhängigen Variablen sei formelmäßig nicht

, im allgemeinen Meßwerte, in einer Wertetabelle gegeben:

(19.181)

Die Schreibweise wird übersichtlicher und die Analogie zur eindimensionalen Ausgleichsaufgabe deutlicher, wenn man folgende Vektoren einführt:

Zur Approximation von

werde ein Ansatz der Form

(19.182) verwendet. Dabei sind die Funktionen geeignet gewählte Ansatzfunktionen.

Beispiel A Linearer Ansatz in Variablen: .

Beispiel B Vollständiger quadratischer Ansatz in 3 Variablen: . Die Ansatzkoeffizienten sind so zu bestimmen, daß

gilt.

2. Normalgleichungssystem: Bildet man analog zu (19.179b) die Matrix G, indem man formal die Stützstellen durch die vektoriellen Stützstellen ersetzt, dann kann man auch im vorliegenden

mehrdimensionalen Fall zur Bestimmung der Ansatzkoeffizienten das Normalgleichungssystem (19.183) oder das überbestimmte lineare Gleichungssystem (19.184) verwenden. Beispiel Ein Beispiel findet man bei der mehrdimensionalen Regression.

Fehlerquadratmethode
Die Fehlerquadratmethode führt in den Fällen, in denen in der Näherungsformel gewisse Parameter nichtlinear auftreten, auf nichtlineare Ausgleichsaufgaben , deren Lösung einen erhöhten numerischen Aufwand sowie gute Startnäherungen erfordert. Letztere können durch Rektifizierung und Mittelwertmethode bestimmt werden.

Ausgleichssplines
In der Praxis sind die gegebenen Werte häufig Meßwerte, also fehlerbehaftet. In diesem Fall ist die

Interpolationsforderung unzweckmäßig. Man führt deshalb den kubischen Ausgleichsspline ein. Er entsteht, wenn man beim kubischen Interpolationsspline die Interpolationsforderung durch (19.237)

ersetzt. Die Forderung nach Stetigkeit von

und

bleibt erhalten, so daß sich zur Bestimmung der Spline-

Koeffizienten eine Extremwertaufgabe mit Nebenbedingungen in Gleichungsform ergibt. Die Lösung erfolgt mit Hilfe einer LAGRANGE-Funktion. Einzelheiten s. Lit. 19.30, 19.31. In (19.237) stellt einen Glättungsparameter dar, der vorgegeben werden muß. Für ergibt sich

als Spezialfall der kubische Interpolationsspline, für ,,große`` aber die Meßpunkte nur ungenau wiedergibt, und für

erhält man eine glatte Näherungskurve, die dafür ergibt sich schließlich als weiterer Spezialfall die

Ausgleichsgerade. Eine geeignete Wahl von Die Parameter Meßwerte

kann am Computer im Bildschirmdialog erfolgen.

in (19.237) stellen die Standardabweichungen der Meßfehler dar, mit denen die evtl. behaftet sind.

Bei den bisher betrachteten kubischen Interpolations- und Ausgleichssplines waren die Abszissen der Interpolationsder Spline bzw. Meßpunkte identisch mit den Knoten der Spline-Funktion. Das hat zur Folge, daß bei großem aus einer sehr großen Anzahl von kubischen Ansatzfunktionen (19.231) besteht. Es liegt nahe, Anzahl und Lage der Knotenpunkte frei zu wählen, da man in der Praxis meist mit wesentlich weniger Spline-Stücken auskommt. Darüber hinaus ist es numerisch günstiger, an Stelle des Ansatzes (19.231) Splines in der Form

(19.238)

anzusetzen. Dabei ist

die Anzahl der frei gewählten Knoten, und mit

werden die sogenannten -ten Knoten bezeichnet.

normalisierten -Splines ( Basis-Splines ) der Ordnung 4, d.h. vom Polynomgrad 3, zum Ausführungen dazu s. Lit. 19.4.

Bikubische Ausgleichssplines
Der eindimensionale kubische Ausgleichsspline wird im wesentlichen durch die Extremalforderung (19.237) charakterisiert. Für den zweidimensionalen Fall könnte eine ganze Reihe entsprechender Extremalforderungen aufgestellt werden, aber nur ganz bestimmte ermöglichen die eindeutige Existenz einer Lösung. Geeignete Extremalforderungen und Algorithmen zur Lösung von Ausgleichsaufgaben mit bikubischen B-Splines s. Lit. 19.21, 19.20.

Zerlegung eines Polynoms in Faktoren
Polynome lassen sich in vielen Fällen als Produkte von Monomen und Polynomen darstellen. Als Hilfsmittel stehen hierzu das Ausklammern und Gruppieren , spezielle Formeln sowie die allgemeinen Eigenschaften von Gleichungen zur Verfügung. Beispiel A Ausklammern: Beispiel B Gruppieren:

Beispiel C

Anwendung von Gleichungseigenschaften: a) Ausklammern von b) Feststellung, daß c) Division von durch liefert als Quotienten und Wurzeln der Gleichung sind.

Dieser Ausdruck läßt sich nicht weiter in reelle Faktoren zerlegen, da so daß man erhält:

Aussagen
Eine Aussage ist die gedankliche Widerspiegelung eines Sachverhalts in Form eines Satzes einer natürlichen oder künstlichen Sprache. Jede Aussage ist entweder wahr oder falsch: Prinzip der Zweiwertigkeit (s. auch mehrwertige oder Fuzzy-Logik). Man nennt ,,wahr`` bzw. ,,falsch`` den Wahrheitswert der Aussage und bezeichnet ihn mit W (oder 1) bzw. F (oder 0). Die Wahrheitswerte werden auch als aussagenlogische Konstanten bezeichnet.

Dualitätsprinzip
1. Dualisieren: In den im vorhergehenden Abschnitt betrachteten ,,Axiomen`` einer BOOLEschen Algebra erkennt man folgende Dualität: Ersetzt man in einem Axiom durch durch , 0 durch 1 und 1 durch 0, dann

erhält man das jeweils andere Axiom. Man sagt, diese beiden Axiome sind zueinander dual und nennt den Ersetzungsprozeß Dualisieren . Durch Dualisieren erhält man aus einer Aussage über BOOLEsche Algebren die dazu duale Aussage . 2. Dualitätsprinzip für BOOLEsche Algebren: Die duale Aussage zu einer wahren Aussage über BOOLEsche Algebren ist wieder eine wahre Aussage über BOOLEsche Algebren, d.h., mit jeder bewiesenen Aussage ist gleichzeitig auch die dazu duale Aussage bewiesen. Aus den Axiomen folgen z.B. folgende Eigenschaften für BOOLEsche Algebren: (E1) Die Operationen und sind idempotent: (5.214)

(5.215) (E2) DE MORGANsche Regeln: (5.216) (5.217) (E3) Eine weitere Eigenschaft: (5.218) Es genügt auch hier, von jeweils untereinanderstehenden (dualen) Aussagen nur eine zu beweisen, während die dritte Aussage zu sich selbst dual ist.

Aussagenlogik
q q q q q q q q

Aussagen Aussagenverbindungen Wahrheitstafeln Ausdrücke der Aussagenlogik Wahrheitsfunktionen Grundgesetze der Aussagenlogik Weitere Grundgesetze Tautologien, mathematische Schlußweisen

Aussagenverbindungen
Die Aussagenlogik untersucht den Wahrheitswert von Aussagenverbindungen in Abhängigkeit von den Wahrheitswerten der einzelnen Aussagen. Dabei werden ausschließlich extensionale Aussagenverbindungen betrachtet, d.h., der Wahrheitswert der Aussagenverbindung hängt nur von den Wahrheitswerten der Teilaussagen und den verbindenden Junktoren ab. Dabei wird der Wahrheitswert der Verbindung durch die klassischen Junktoren (5.1) (5.2) (5.3) (5.4) (5.5) bestimmt. Dabei ist das ,,logische oder`` immer als ,,einschließendes oder`` zu verstehen. Im Falle der Implikation sind für auch die folgenden Sprechweisen üblich:

Austauschschema
Wenn in (4.104) ein Element Variable von Null verschieden ist, dann kann in einem sogenannten Austauschschritt die zur abhängigen Variablen gemacht werden. Der

zur unabhängigen und die Variable

Austauschschritt ist das Grundelement des Austauschverfahrens, mit dessen Hilfe z.B. lineare Gleichungssysteme und lineare Optimierungsaufgaben gelöst werden können. Der Austauschschritt wird mit Hilfe der Schemata

(4.105)

durchgeführt, wobei das linke Schema dem System (4.104) entspricht.

Anwendung des Austauschverfahrens
q q q

Zuordnung eines Systems linearer Funktionen Lösbarkeit des linearen Gleichungssystems Unlösbarkeit des linearen Gleichungssystems

Alternierende Wege, Satz von BERGE
1. Alternierende Wege: Es sei genannt, wenn in ) folgt. Ein offener alternierender Weg wird zunehmend genannt, wenn kein Endpunkt des Weges mit einer Kante aus inzidiert. 2. Satz von BERGE: a) Ein Matching in einem Graphen alternierenden Weg gibt. b) Ist ein zunehmender alternierender Weg in mit zugehöriger Menge ein Matching in durchlaufener mit ist genau dann maximal, wenn es in keinen zunehmenden ein Graph mit einem Matching mit (bzw. . Ein Weg ) eine Kante in mit wird alternierend (bzw.

auf jede Kante

Kanten, dann bildet

. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem Austauschverfahren . Beispiel Im Graphen der folgenden Abbildung ist bezüglich des Matchings ein zunehmender alternierender Weg

Mit dem Austauschverfahren erhält man daraus das Matching

Autokorrelationsfunktion
Das dynamische System beliebige stetige Funktion, auf mit invariantem Maß sei ergodisch. Es seien eine sei ersetzt durch das

ein beliebiger Semiorbit und das räumliche Mittel

zeitliche Mittel, d.h. durch

im zeitkontinuierlichen Fall und durch

im zeitdiskreten Fall. Bezüglich Semiorbits zu einem Zeitpunkt

wird die Autokorrelationsfunktion längs des

für einen Fluß durch

(17.34a) und für ein diskretes System durch

(17.34b)

definiert. Die Autokorrelationsfunktion wird auch für negative Zeiten erklärt, indem bzw. aufgefaßt wird.

als gerade Funktion auf

Periodische oder quasiperiodische Orbits führen zu einem periodischen bzw. quasiperiodischen Verhalten von Ein schneller Abfall von hin. Fällt für wachsende für wachsende und beliebiger Testfunktion deutet auf chaotisches Verhalten

.

sogar mit exponentieller Geschwindigkeit, so ist dies ein Anzeichen für

mischendes Verhalten.

Wichtige Fälle skalarer Felder
1. Ebenes Feld wird ein Feld genannt, das ausschließlich für die Punkte einer Ebene im Raum definiert ist. 2. Zentralfeld Wenn eine Funktion in allen Punkten gleichen Abstandes von einem Mittelpunkt ,

dem Feldpol, gleiche Werte annimmt, dann spricht man von einem zentralsymmetrischen Feld oder auch Zentral- bzw. Kugelfeld . Die Funktion hängt dann lediglich vom Abstand ab:

(13.7a) Beispiel Das Feld der Intensität einer punktförmigen Strahlungsquelle, z.B. das Feld der Lichtstärke, wird mit als Abstand von der Strahlungsquelle beschrieben durch (13.7b) 3. Axialfeld Wenn eine Funktion in allen Punkten gleichen Abstandes von einer Geraden, der Feldachse, den

gleichen Wert besitzt, dann spricht man von einem zylindersymmetrischen bzw. axialsymmetrischen Feld , oder kurz von einem Axialfeld .

Abgeschlossene Mengen
Eine Teilmenge eines metrischen Raumes heißt abgeschlossen , wenn eine offene Menge ist. Jede

abgeschlossene Kugel in einem metrischen Raum, insbesondere jedes Intervall der Typen in , ist eine abgeschlossene Menge.

Dual zu den Axiomen der offenen Mengen erfüllt die Gesamtheit aller abgeschlossenen Mengen eines metrischen Raumes folgende Eigenschaften: Sind Sind abgeschlossen.
q

q

für

abgeschlossen, dann ist auch die Menge

abgeschlossen.

q

beliebig endlich viele abgeschlossene Mengen, dann ist auch die Menge

Die leere Menge

ist vereinbarungsgemäß abgeschlossen.

Die Mengen

und

sind sowohl offen als auch abgeschlossen. Ein Punkt wenn für jede Umgebung

des metrischen Raumes

heißt

Berührungspunkt der Menge

(12.53) gilt. Besteht dieser Durchschnitt darüber hinaus jeweils nicht nur aus dem einen Punkt Häufungspunkt der Menge Ein Häufungspunkt von zur Menge , dann heißt

. Ein Berührungspunkt, der kein Häufungspunkt ist, heißt isolierter Punkt. muß somit nicht unbedingt zur Menge gehören muß, z.B. der Punkt im Verhältnis

, während ein isolierter Punkt notwendigerweise zur Menge , wenn es eine Folge

gehören muß. Ein Punkt von Elementen aus

ist genau dann Berührungspunkt der Menge gibt, die zu konvergiert, wobei

im Falle eines isolierten Punktes

gesetzt wird.

Skalarprodukt
Ein Vektorraum über dem Körper (meistens wird betrachtet) heißt Raum mit Skalarprodukt oder eine Zahl und beliebiges , das die

Innenproduktraum oder Prä- HILBERT-Raum , wenn jedem Paar von Elementen Skalarprodukt von und , zugeordnet ist, so daß für beliebige Elemente

folgenden Bedingungen, die Axiome des Skalarprodukts , erfüllt sind: (12.101) (12.102) (12.103) (12.104) Hier bedeutet die zu konjugiert komplexe Zahl (in (1.137b) wurde diese mit bezeichnet).

Im Falle von , also eines reellen Vektorraums, ist (H4) einfach die Kommutativitätsforderung für das Skalarprodukt. Aus den Axiomen ergeben sich sofort zusätzlich noch die Eigenschaften (12.105)

Halbordnung
Bereits am Beispiel des mit dem ersten Quadranten als Kegel geordneten Vektorraumes wird eine

typische Erscheinung in geordneten Vektorräumen ersichtlich, auf die mit den Begriffen ,,Halbordnung`` oder ,,teilweise`` bereits hingewiesen wurde, nämlich, daß nicht beliebige zwei Vektoren vergleichbar sein müssen. Die aus den Vektoren und und , liegen nicht in gebildeten Differenzen, also die Vektoren , so daß weder noch gilt. Die durch einen Kegel in

einem Vektorraum eingeführte Ordnung ist also lediglich eine teilweise oder partielle. Es läßt sich zeigen, daß die Relation die folgenden Eigenschaften besitzt: (12.25) (12.26) (12.27) (12.28) Man nennt diese Gleichungen Axiome des geordneten Vektorraumes. Umgekehrt, ist ein Vektorraum mit einer

Ordnungsrelation versehen, d.h. für gewisse Paare seiner Elemente ist eine binäre Operation Axiomen (O1) bis (O4) genügt, dann setzt man

erklärt, die den

(12.29) und kann zeigen, daß vorhandenen Ordnung ein Kegel ist. Die jetzt durch in einführbare Ordnung ist identisch mit der

; folglich sind die beiden aufgezeigten Möglichkeiten der Einführung einer Ordnung in

einem Vektorraum äquivalent. Ein Kegel heißt erzeugend, wenn jedes Element . als mit dargestellt

werden kann. Man schreibt dafür auch Beispiel A Die Ordnung im Raum

wird durch den Kegel (12.30)

(s. Beispiel C) eingeführt. In den Folgenräumen, betrachtet man die natürliche koordinatenweise Ordnung. Sie ergibt (s. (12.30)) mit dem jeweiligen sich mit Hilfe des Kegels, den man in einem solchen Raum als Durchschnitt von Raum erhält. Die positiven Elemente in diesen geordneten Vektorräumen sind dann jeweils die Folgen mit nichtnegativen Gliedern. Selbstverständlich können auch andere Kegel und damit auch von der natürlichen Halbordnung verschiedene Ordnungen in diesen Räumen betrachtet werden (s. Lit. 12.20, 12.22). Beispiel B

In den reellen Funktionenräumen zwei Funktionen der und durch

und bzw. überall nichtnegative Funktion

erklärt man

für

die natürliche Ordnung, in steht. Die entsprechenden Kegel

gerade für eine auf

bezeichnet man üblicherweise wieder mit .

usw. Es ist also beispielsweise

Halbnorm
Eine Abbildung besitzt: (12.164) (12.165) (12.166) Ein Vergleich mit den Axiomen des normierten Raumes zeigt, daß eine Halbnorm genau dann eine Norm ist, wenn nur für gilt. eines Vektorraumes heißt Halbnorm, wenn sie die folgenden Eigenschaften

Sowohl für theoretische innermathematische Fragestellungen als auch für praktische Belange in vielen Anwendungen der Mathematik hat sich das Problem der Erweiterung eines auf einem linearen Teilraum gegebenen linearen Funktionals auf den gesamten Raum - um triviale und uninteressante Fälle auszuschließen unter Beibehaltung gewisser ,,guter`` Eigenschaften als eines der fundamentalsten Ergebnisse herauskristallisiert. Die Lösung dieses Problems wird durch den Fortsetzungssatz von HAHN-BANACH garantiert.

q

Fortsetzungssatz von HAHN-BANACH (analytische Form)

Axiome des normierten Raumes
Sei ein Vektorraum über dem Körper und das Paar und beliebiges Eine Funktion normierter Raum über dem Körper heißt Norm auf dem wenn für beliebige Elemente

Vektorraum

die folgenden Eigenschaften, die Axiome des normierten Raumes , erfüllt sind:

(12.76) (12.77) (12.78) Mit Hilfe der Festlegung (12.79) kann jeder normierte Raum in einen metrischen so umgewandelt werden, daß die Metrik (12.79) zusätzlich noch die mit der Struktur des Vektorraums verträglichen Eigenschaften

(12.80a) (12.80b) besitzt. Somit stehen in einem normierten Raum sowohl die Eigenschaften eines Vektorraums als auch die eines metrischen Raumes - durch (12.80a) und (12.80b) verträglich aufeinander abgestimmt - zur Verfügung. Daraus ergeben sich einerseits, daß man die meisten lokalen auf einen Punkt bezogenen Untersuchungen mit den Einheitskugeln (12.81) vornehmen kann, da sich (12.82) ergibt und andererseits die Stetigkeit der Operationen des zugrunde liegenden Vektorraumes, d.h., aus (12.83) Für konvergente Folgen schreibt man anstelle von (12.51) in normierten Räumen (12.84)

Kugeln und Umgebungen
In einem metrischen Raum und einen fixierten Punkt , dessen Elemente auch Punkte heißen, nennt man für eine reelle Zahl die Mengen (12.49) (12.50) offene bzw. abgeschlossene Kugel mit dem Radius den Metriken (12.42) und (12.43) für dargestellten Mengen. und und dem Zentrum . Im Vektorraum ergeben sich mit

als Kugeln die in den folgenden zwei Abbildungen

Eine Teilmenge

eines metrischen Raumes gehört, also es

heißt Umgebung des Punktes , so daß

, wenn

mit des

einer ganzen offenen Kugel zu Punktes

gilt. Eine Umgebung

bezeichnet man auch mit

. Offenbar ist jede Kugel auch Umgebung ihres Zentrums; eine offene inneren Punkt einer Menge

Kugel ist sogar Umgebung jedes ihrer Punkte. Man nennt einen Punkt

wenn

mit einer Umgebung zu

gehört, also es existiert eine Umgebung

von

mit

Schließlich heißt eine Teilmenge eines metrischen Raumes offen , wenn alle ihre Punkte innere Punkte sind. Die (bisher nur so benannten) offenen Kugeln in jedem beliebigen metrischen Raum, insbesondere alle offenen Intervalle aus , sind die Prototypen offener Mengen. Die Gesamtheit aller offenen Mengen genügt den folgenden Axiomen der offenen Mengen : Sind Sind Die leere Menge für offen, dann ist auch die Menge offen. offen.

q

q

beliebig endlich viele offene Mengen, dann ist auch die Menge ist vereinbarungsgemäß offen.

q

Man nennt eine Teilmenge unbedingt der Menge liegt, wofür man auch

eines metrischen Raumes beschränkt , wenn für ein gewisses Element die Menge in der Kugel

(das nicht

angehören muß) und eine gewisse Zahl schreibt.

Begriff des Vektorraumes
Eine nichtleere Menge heißt Vektorraum oder linearer Raum über dem Körper der Skalaren, wenn auf die beiden Operationen - Addition der Elemente und Vielfachenbildung mit Koeffizienten aus 1. Für je zwei Elemente 2. für jedes und dem Skalar gibt es ein Element gibt es ein Element ), und Skalare - wie folgt erklärt sind:

, ihre Summe , , das Produkt aus

und jeden Skalar (Zahl) (oder besser, das

-Vielfache des Elements

so daß die folgenden Eigenschaften, die Vektorraumaxiome , für beliebige Elemente erfüllt sind:

(12.1) (12.2)

(12.3) (12.4) (12.5) (12.6) (12.7) heißt reeller bzw. komplexer Vektorraum, je nachdem, ob der Körper der reellen bzw. der komplexen

Zahlen ist. Die Elemente von nennt man Punkte oder, in Anlehnung an die Lineare Algebra, auch Vektoren , wobei in der Funktionalanalysis, ohne die Verständlichkeit oder die Übersichtlichkeit zu beeinträchtigen, auf die Kennzeichnung oder verzichtet wird.

In einem Vektorraum , so daß

gibt es zu jedem

ein eindeutig bestimmtes ,,gegenüberliegendes`` Element setzt. Somit ist auf auch die Differenz

gilt, indem man als für vorgegebene Elemente

zweier beliebiger Vektoren Lösbarkeit der Gleichung

erklärt. Daraus ergibt sich die eindeutige und . Die Lösung ist dann gleich

. Aus den Axiomen (V1) bis (V7) ergeben sich die folgenden Eigenschaften: Das Nullelement ist eindeutig definiert,

q

q

falls falls

und und .

, dann , dann

, ,

q

q

Schnittwinkel, Kurswinkel und Azimut
Schnittwinkel und Kurswinkel: Unter dem Schnittwinkel zweier sphärischer Kurven versteht man den Winkel, den ihre Tangenten im Kurvenschnittpunkt wird der Schnittwinkel der nördlich von bilden. Ist eine der beiden Kurven ein Meridian, dann

gelegenen Kurvenabschnitte in der Navigation Kurswinkel

genannt. Zur Beschreibung der östlichen und westlichen Neigung der Kurve ordnet man dem Kurswinkel gemäß Teil a) und b) der Abbildung ein Vorzeichen zu und beschränkt ihn auf das Intervall

Kurswinkel und Azimut: Der Kurswinkel ist ein orientierter, d.h. mit einem Vorzeichen versehener Winkel. Er

ist unabhängig von der Orientierung der Kurve - das ist ihr Durchlaufsinn. Die Orientierung der Kurve von nach gemäß Teil c) der Abbildung wird durch das Azimut verlaufenden und nach

beschrieben: Es ist der Schnittwinkel zwischen dem durch den Kurvenschnittpunkt Norden weisenden Meridian und dem von Azimut auf das Intervall nach

verlaufenden Kurvenabschnitt. Man beschränkt das

Hinweis: In der Navigation werden die Ortskoordinaten meist in sexagesimalen Altgraden, sphärische Abstände sowie Kurswinkel und Azimute dagegen in dezimalen Altgraden angegeben.

Unterabschnitte
q q q q q q q

Problemstellung: Lösungsansätze: Lösung der Radialgleichung: Lösung der Polargleichung: Lösung der Azimutalgleichung: Gesamtlösung für die Winkelabhängigkeit: Parität:

Teilchenbewegung im radialsymmetrischen Zentralfeld Problemstellung:
Das betrachtete Teilchen wird durch ein radialsymmetrisches Potential gezwungen, sich ausschließlich auf

Kugeloberflächenbahnen mit dem konstantem Radius zu bewegen. Dieses Modell reproduziert die Bewegung eines Elektrons unter der elektrostatischen Anziehung eines positiv geladenen Kerns. Da es sich um ein

kugelsymmetrisches Problem handelt, ist die Benutzung von Kugelkoordinaten zweckmäßig (s. Abbildung).

Es gelten dann die Beziehungen

(9.111a)

wobei

der Radiusvektor ist,

der Winkel zwischen Radiusvektor und -Ebene und der

-Achse (Polarwinkel) und

der Winkel

zwischen der Projektion des Radiusvektors auf die Operator ergibt sich

-Achse (Azimutalwinkel). Für den LAPLACE-

(9.111b)

so daß die zeitunabhängige SCHRÖDINGER-Gleichung dieses raumfreien starren Rotators lautet:

(9.111c)

Lösungsansätze:
Eine Lösung wird mit dem Ansatz (9.112a) angestrebt, in dem die nur vom Radius abhängige radiale Wellenfunktion ist und eine nur von den

beiden Winkeln abhängige Wellenfunktion. Einsetzen von (9.112a) in (9.111c) liefert

(9.112b)

Division durch

und Multiplikation mit

ergibt

(9.112c) Diese Gleichung (9.112c) kann nur erfüllt werden, wenn eine unabhängige Variation der Radiuskoordinate linken Seite der Gleichung und der Winkelkoordinaten auf der

auf der rechten dieselbe Separationskonstante ergeben,

d.h., wenn die Seiten unabhängig voneinander sind und den gleichen konstanten Wert ergeben. Aus der partiellen Differentialgleichung ergeben sich dann eine gewöhnliche und eine partielle Differentialgleichung. Wird die Separationskonstante praktischerweise gleich abhängige sogenannte Radialgleichung : (9.112d) Der winkelabhängige Anteil wird mit Hilfe des Ansatzes gesetzt, dann erhält man die nur von und vom Potential

(9.112e) ebenfalls separiert. Einsetzen von (9.112e) in (9.112c) liefert (9.112f)

Bezeichnet man die Separationskonstante zweckmäßigerweise mit

, dann lautet die sogenannte Polargleichung

(9.112g) und die Azimutalgleichung (9.112h)

Beide Gleichungen sind potentialunabhängig, gelten also für jedes zentralsymmetrische Potential. An die Lösung (9.112a) sind drei Forderungen zu stellen: Sie soll für eindeutig sein und sich quadratisch integrieren lassen. verschwinden, auf der Kugeloberfläche

Lösung der Radialgleichung:
Die Radialgleichung (9.112d) enthält neben dem Potential noch die Separationskonstante . Man

schreibt deshalb

und substituiert (9.113a)

weil das Quadrat der Funktion

die letztlich gesuchte Aufenthaltswahrscheinlichkeit und angibt. Die Substitution führt auf die eindimensionale

des Teilchens in einer Kugelschale zwischen SCHRÖDINGER-Gleichung

(9.113b)

Diese enthält das effektive Potential (9.113c) das aus zwei Anteilen besteht. Die Rotationsenergie

(9.113d)

wird Zentrifugalpotential genannt. Die physikalische Bedeutung von als Bahndrehimpuls-Quantenzahl ergibt sich aus der Analogiebetrachtung zur

klassischen Rotationsenergie

(9.113e)

eines rotierenden Teilchens mit dem Trägheitsmoment

und dem Bahndrehimpuls

:

(9.113f)

Lösung der Polargleichung:
Die Polargleichung (9.112g), die beide Separationskonstanten Differentialgleichung. Ihre Lösung wird mit und enthält, ist eine LEGENDREsche

bezeichnet und kann durch einen Potenzreihenansatz ermittelt . Daher gilt für

werden. Endliche, eindeutige und stetige Lösungen ergeben sich nur für und :

(9.114a) Somit kann insgesamt die Werte (9.114b)

durchlaufen. Für ergeben sich die zugeordneten LEGENDREschen Polynome, die wie folgt definiert sind: (9.114c) Als Spezialfall ( )erhält man die LEGENDREschen Polynome 1. Art (9.57b)

(s. auch Tabelle LEGENDREsche Polynome 1. Art). Die Normierung führt auf (9.114d)

Lösung der Azimutalgleichung:
Da die Teilchenbewegung auf der Kugeloberfläche auch im Falle der physikalischen Auszeichnung einer Raumrichtung, z.B. durch ein Magnetfeld, unabhängig vom Azimutalwinkel ist, spezifiziert man die allgemeine Lösung durch die Festlegung (9.115a) für die unabhängig von ist. Aus der Forderung nach Eindeutigkeit (9.115b)

folgt, daß

nur die Werte

annehmen darf.

Aus der Normierung (9.115c) folgt (9.115d) Die Quantenzahl wird magnetische Quantenzahl genannt.

Gesamtlösung für die Winkelabhängigkeit:
In Übereinstimmung mit (9.112e) sind die Lösungen für die Polar- und die Azimutalgleichungen miteinander zu multiplizieren: (9.116a) Die Funktionen Wenn der Radiusvektor sind die sogenannten Kugelflächenfunktionen . am Koordinatenursprung gespiegelt wird ändern kann: , geht in über und in

, so daß sich das Vorzeichen von

(9.116b) Daraus ergibt sich die Parität der betrachteten Wellenfunktion zu: (9.117a)

Parität:
Die Eigenschaft Parität dient der Charakterisierung des Verhaltens der Wellenfunktion bei Rauminversion Diese Operation wird mit dem Inversions- oder Paritätsoperator P durchgeführt: man den Eigenwert des Operators mit , dann muß eine zweimalige Anwendung von P, d.h. . . Bezeichnet auf

führen, also auf die ursprüngliche Wellenfunktion. Daraus folgt: (9.117b) Man spricht von gerader Wellenfunktion , wenn sie bei Rauminversion ihr Vorzeichen nicht ändert, von ungerader Wellenfunktion , wenn sie es ändert. Die Parität setzt sich aus zwei Faktoren zusammen, der inneren Parität und der äußeren Parität . Letztere hängt vom Drehimpuls des beschriebenen Teilchens oder Systems gemäß (9.117a) ab.

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Browser-Fenster Wenn Sie das Browser-Fenster auf Ihrem Monitor so breit und so hoch wie möglich ziehen, erleichtert das besonders bei umfangreichen Seiten den nötigen Überblick. Vor allem bei kleinen Bildschirmen kann es sinnvoll sein, mehr Inhalt auf einmal sichtbar zu machen, indem Sie die Teile der Menüleiste ausblenden, die Sie nicht unbedingt brauchen. Bei Netscape in der Version 3 finden Sie zum Beispiel unter dem Menüpunkt "Options" Schalter zum Einund Ausblenden der Verzeichnis-Knopfleiste ("show directory buttons") und der Pfadangabe ("show location"). In der Version 4 des Netscape-Browsers können Sie unter dem Menüpunkt "Edit - Preferences Appearance" die Auszeichnung der Knöpfe nur durch Text auswählen und im Menüpunkt "View" den "Personal Toolbar" ausblenden.

Darstellung von Text und Formeln

Damit das Erscheinungsbild von Text und Formeln auf Ihrem Bildschirm in Abhängigkeit von Größe und Auflösung des Monitors homogen wirkt, können Sie Schriftart und Schriftgröße geeignet wählen. Dies geschieht bei Netscape in der Version 3 im Menüpunkt "Options - General Preferences - Fonts", in der Version 4 im Menüpunkt "Edit - Preferences - Appearance - Fonts". Beim Internet Explorer 4 können Sie die gewünschten Einstellungen unter "Ansicht - Internet-Optionen - Allgemein - Schriftarten" eintragen. Eine serifenlose Schrift (wie z.B. Helvetica unter Mac und Unix/Linux, Arial unter Windows) als StandardSchrifttyp ("proportional font") ist im allgemeinen am Bildschirm besser lesbar als die meist voreingestellten Times-Schriften. Als Schriftgrad dürfte 14 Punkt eine gute Wahl sein. Treffen Sie die Einstellungen so, daß sowohl Text als auch Formeln wie z.B. in Die Summe (1.56) wird geometrische Reihe genannt, wenn der Quotient von zwei aufeinanderfolgenden Gliedern konstant ist, d.h. wenn gilt:

(1.59a)

gut lesbar sind.

Einschränkungen mit Netscape 3 unter Windows 95/NT und UNIX/Linux Wenn Sie unter den Betriebssystemen Windows95/NT oder UNIX/Linux als Browser den Netscape Navigator (Version 3) der Firma Netscape verwenden, kann es zu Problemen bei der Darstellung von Beispielen kommen, die Formelsymbole und Text enthalten, wenn die JavaScript-Unterstützung des Browsers eingeschaltet ist. Dieses Problem tritt mit dem Netscape Communicator (Version 4) nicht auf.

Farben und Verweise (Hyperlinks) Die Hintergrundfarbe und die Farben der Verweise (sowohl der noch nicht angewählten als auch der bereits angewählten) sind in DeskTop Bronstein voreingestellt, können jedoch im Browser auf einigen Plattformen nach Ihren eigenen Wünschen ersetzt werden. Bei Netscape in der Version 3 unter Windows ist dies im Menüpunkt "Options - General Preferences - Colors" möglich, in der Version 4 unter dem Menüpunkt "Edit - Preferences - Appearance - Colors". Insgesamt wurde DeskTop Bronstein für Grafikkarten mit 256 Farben konzipiert. In DeskTop Bronstein wird nie eine Hervorhebung von Begriffen durch explizites Unterstreichen vorgenommen. Unterstrichene Schlüsselwörter kennzeichnen also immer Verweise, sofern diese Standardauszeichnung von Links in Ihrem Browser nicht abgeschaltet ist (bei Netscape in der Version 3 ist dies im Menüpunkt "Options - General Preferences - Appearance - Link Style" möglich, in der Version 4 unter dem Menüpunkt "Edit - Preferences - Appearance - Colors"). Sie finden sich in DeskTop Bronstein auf jeden Fall besser zurecht, wenn Verweise durch Unterstreichen ausgezeichnet sind.

Navigationssymbole und Icons
Den folgenden Listen können Sie die Funktionen aller Navigationssymbole in der Kopfzeile entnehmen, die in den Textseiten von DeskTop Bronstein verwendet werden. Ebenso wie die blau unterstrichenen Verweise sollen auch die Icons Ihnen dabei helfen, in DeskTop Bronstein schnell die Informationen zu finden, die Sie suchen. Eine weitere Orientierungshilfe gibt Ihnen die Statuszeile am unteren Rand Ihres Browsers: Dort wird der Titel des Kapitels angezeigt, in dem Sie sich gerade befinden. Bewegen Sie den Mauszeiger über einen der Verweise, so ändert sich die Statuszeile und Sie sehen den Titel der Seite, zu der der Verweis hinführt. Die Anzeige des Titels in der Statuszeile funktioniert nur, wenn die JavaScript-Unterstützung Ihres Browsers eingeschaltet ist! Neben dem einfachen Anklicken eines Verweises mit der linken Maustaste haben Sie bei neueren Browsern auch die Möglichkeit, die neu angeklickte Seite in einem eigenen Fenster zu betrachten: Bei Netscape ab Version 3 zum Beispiel erhalten Sie bei Anklicken mit der rechten Maustaste ein Menü, in dem Sie dazu den Punkt "New Window with this Link" bzw. "Open Link in New Window" auswählen können.

Symbole der Navigationsleiste in der Kopfzeile
Die folgenden Symbole finden Sie in der Navigationsleiste oben auf jeder Seite von DeskTop Bronstein. Symbole, die in der Navigationsleiste abgeschattet (grau) erscheinen, sind auf der betreffenden Seite deaktiviert.

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führt zur vorangehenden HTML-Seite

-

führt zur folgenden HTML-Seite

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führt zu einer Übersichtsseite zur gerade angezeigten HTML-Seite. Je nachdem, wo Sie sich gerade befinden, kann dies die Übersichtsseite des auf der HTML-Seite behandelten Teilgebietes, die Liste aller Filme, Beispiele, Maple-Programme usw. sein.

-

führt zur Übersichtsseite des auf der HTML-Seite behandelten Gebietes (z.B. Arithmetik und Algebra, Funktionen, Differential- und Integralrechnung usw.).

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führt zum Hauptinhaltsverzeichnis

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führt zum alphabetischen Stichwortverzeichnis

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führt zu diesen Hilfeseiten. Sie gelangen zu einer Hilfeseite mit spezifischen Erläuterungen zu der Seite, auf der Sie sich gerade befinden.

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führt zu Produkt-Informationen und Wissenswertem

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ermöglicht das Senden einer E-Mail an den Verlag oder die Autoren (sofern Sie Internet-Zugang haben)

Hauptinhaltsverzeichnis
q

Der Sinn und die Verwendung des Hauptinhaltsverzeichnisses sind eigentlich ohne weitere Erläuterungen klar ... Durch Anklicken eines der Themengebiete im Hauptinhaltsverzeichnis gelangen Sie auf eine Übersichtsseite zum gewählten Kapitel. Die Bedeutung der Symbole in der Navigationsleiste am oberen Bildrand können Sie der Liste der Icons entnehmen.

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q

Anklicken des -Icons vom Hauptinhaltsverzeichnis aus führt Sie zu einer Liste mit Verweisen auf detaillierte Inhaltsverzeichnisse der Hauptsachgebiete.

Übersichtsseiten
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Jedes im Hauptinhaltsverzeichnis aufgelistete Sachgebiet erschließt sich durch eine Übersichtsseite. Von dort aus gelangen Sie durch Anklicken der farbig markierten Hyperlinks zu weiteren Einträgen oder Seiten.

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Zurück zur Übersichtsseite eines Sachgebietes gelangen Sie immer durch Anklicken des in der Navigationsleiste.

-Icons

Index
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Der alphabetische Index ist ein Stichwortverzeichnis, das als Sammlung von Verweisen angelegt ist.

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Das Symbol Index.

führt Sie immer und von jeder Seite aus zur Übersichtsseite des alphabetischen

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Wählen Sie durch Mausklick den Anfangsbuchstaben des von Ihnen gewünschten Stichwortes. Suchen Sie auf der erscheinenden Indexseite den betreffenden Begriff. Anklicken des Begriffes führt zur gewünschten Seite. Innerhalb der Indexseiten ermöglicht Ihnen die Buchstabenleiste einen schnellen Wechsel zu einem anderen Anfangsbuchstaben.

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Unterstützung von JavaScript
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Sie können alle Möglichkeiten und das vollständige Angebot von DeskTop Bronstein am besten dann nutzen, wenn Ihr Browser neben HTML auch JavaScript interpretieren kann. Neuere Browser wie Netscape (ab Version 2) oder der Internet Explorer (ab Version 3) sind dazu in der Lage, doch müssen Sie JavaScriptUnterstützung möglicherweise erst einschalten. Sie können leicht erkennen, ob die JavaScript-Unterstützung Ihres Browsers eingeschaltet ist: Wenn Sie den Mauszeiger über einen Verweis bewegen (zum Beispiel die Symbole der Navigationsleiste) und in der Fußzeile am unteren Rand des Browserfensters ein expliziter System-Dateipfad erscheint, dann ist JavaScript ausgeschaltet. Wenn JavaScript eingeschaltet ist, sehen Sie in der Fußleiste den Titel der Seite, auf die der Verweis hinführt. Das Einschalten der JavaScript-Unterstützung geschieht
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bei Netscape in der Version 3 im Menüpunkt "Options - Network Preferences - Languages", bei Netscape in der Version 4 im Menüpunkt "Edit - Preferences - Advanced", beim Internet Explorer 3 im Menüpunkt "Ansicht - Optionen - Sicherheit - Aktive Inhalte (ActiveXScripte)".

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Beim Internet Explorer 4 ist die ActiveX-Steuerung immer aktiviert, wenn nicht unter dem Menüpunkt "Ansicht - Internet-Optionen - Sicherheit" für die lokale Intranetzone die Modi "Hohe Sicherheit" bzw. "Angepaßte Sicherheit" eingetragen sind; im Modus "Angepaßte Sicherheit" kann die ActiveXUnterstützung in einem Menü gezielt eingestellt werden.
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Unter den Betriebssystemen Windows 95/NT und Unix/LINUX kann es beim Browser Netscape Navigator (Version 3) zu Fehlern bei der Darstellung von Tabellen kommen, die Text und Abbildungen oder Formeln enthalten, wenn die JavaScript-Unterstützung eingeschaltet ist! Wenn Sie JavaScript aussschalten, und die Seite neu anzeigen, ist die Darstellung in Ordnung. Dieses Problem tritt mit dem Netscape Communicator (Version 4) nicht mehr auf. Wenn Sie über keinen JavaScript-fähigen Browser verfügen, finden Sie auf dieser CD-ROM lizensierte Versionen der Browser Netscape Navigator und Communicator für die Betriebssysteme MacOS, Windows 95/NT und Linux sowie Internet Explorer 4 für Windows 95/NT. Einzelheiten finden Sie auf der Seite zur lizensierten Software.

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Lizensierte Software
DeskTop Bronstein ist als HTML-Nachschlagewerk für JavaScript-fähige Browser konzipiert. Browser mit diesen Eigenschaften sind zum Beispiel der Netscape Navigator der Firma Netscape ab Version 3 sowie der Internet Explorer der Firma Microsoft ab Version 3. Lizensierte Versionen der aktuellen Browser beider Firmen sind auf dieser CD-ROM enthalten. Sie sollten aber beachten, daß die Browser der Version 4 hohe Anforderungen an die Ausstattung Ihres Rechners stellen, wenn sie flüssig funktionieren sollen; ein Hauptspeicher von mindestens 24 MB ist zu empfehlen! DeskTop Bronstein wurde mit dem Navigator der Firma Netscape in der Version 4 konzipiert. Dieser Browser reicht aus, um alle Eigenschaften von DeskTop Bronstein voll zu nutzen. Die folgenden Erläuterungen enthalten daher zum Teil Verweise auf Daten außerhalb von DeskTop Bronstein, auf die Sie nur dann zugreifen können, wenn Sie einen Internet-Zugang haben. Sollte eine der angegebenen Adressen nicht mehr gültig sein, können Sie auf der Homepage des Verlages Harri Deutsch Verweise mit aktualisierten Adressen finden (voraussichtlich ab Oktober 1998).
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Netscape

Netscape Navigator und Netscape Communicator sind Produkte der Firma Netscape Communications Corp.

Auf dieser CD-ROM sind lizensierte Versionen von Netscape Navigator 3.04 und Netscape Communicator 4.04 für die Betriebssysteme Windows 95/NT, MacOS (68k und PowerPC) sowie Linux enthalten. Es handelt sich um exakt gespiegelte Daten des Angebots der Internetseite von Netscape. Die folgenden Verweise führen Sie zu Seiten, in denen Sie genauer erfahren, was Sie zur Installation der Programme tun müssen. Zuvor sollten Sie die Lizenzbestimmungen der Firma Netscape durchlesen. Der Netscape Navigator 3.04 ist vorhanden für die Betriebssysteme
r r r

Windows 95/NT MacOS Linux (ELF)

Der Netscape Communicator 4.04 ist vorhanden für die Betriebssysteme
r r r r

Windows 95/NT MacOS (68k) MacOS (PowerPC) Linux (ELF)

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Internet Explorer

Der Internet Explorer ist ein Produkt der Firma Microsoft Corp.

Auf dieser CD-ROM sind lizensierte Versionen des Internet Explorer 4.01 für die Betriebssystem Windows 95 und Windows NT enthalten. Die folgenden Verweise führen Sie zu Seiten, in denen Sie genauer erfahren, was Sie zur Installation der Programme tun müssen.
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Windows 95/NT

Zum Arbeiten mit DeskTop Bronstein reicht es völlig aus, wenn Sie den Internet Explorer 4.01 mit den Optionen "nur Browser / keine Channels" installieren. Andernfalls kann die Oberfläche Ihres Arbeitsplatzes verändert werden.

Bogenfolgen
1. Kette: In gerichteten Graphen wird eine Folge wenn keinen Bogen zweimal enthält und für und den anderen mit von Bögen Kette der Länge jeder Bogen gemeinsam hat. genannt,

einen seiner

Endpunkte mit dem Bogen 2. Bahn: Eine Kette heißt Bahn, wenn für Bogens übereinstimmt.

der Zielpunkt des Bogens

mit dem Startpunkt des

3. Elementare Bahn: Ketten bzw. Bahnen, die jeden Knoten des Graphen höchstens einmal durchlaufen, sind elementare Ketten bzw. elementare Bahnen . 4. Zyklus: Eine geschlossene Kette wird Zyklus genannt. 5. Kreis: Eine geschlossene Bahn, in der jeder Knoten Endpunkt genau zweier Bögen ist, heißt Kreis .

Beispiel In den folgenden Abbildungen sind Beispiele für die verschiedenen Bogenfolgen dargestellt.

Definition
Eine Eigenschaft von Elementen eines metrischen Raumes Gesamtheit der Elemente d.h. darstellbar ist als von heißt generisch (oder typisch ), wenn die

mit dieser Eigenschaft eine Menge der zweiten BAIREschen Kategorie bildet, , wobei jede Menge offen und dicht in ist.

Beispiel A Die Mengen und (irrationale Zahlen) sind Mengen der zweiten BAIREschen Kategorie,

dagegen nicht.

Beispiel B Dichtheit allein als Merkmal des ,,Typischen`` reicht nicht aus: können aber nicht gleichzeitig typisch sein. und sind beide dicht,

Beispiel C Zwischen LEBESGUE-Maß einer Menge aus und der BAIREschen Kategorie dieser Menge besteht kein Zusammenhang. So ist (s. Lit. 17.7) die Menge

wobei Andererseits gilt wegen

die rationalen Zahlen darstellt, eine Menge der zweiten BAIREschen Kategorie. und auch

Spezielle Verfahren
Das BAIRSTOW-Verfahren ist ein Iterationsverfahren zur Bestimmung von Wurzelpaaren, auch konjugiert komplexen. Es geht von der Abspaltung eines quadratischen Faktors vom gegebenen Polynom wie beim HORNER-Schema (19.18a-d) aus und hat die Ermittlung von Koeffizienten Null machen (s. Lit. 19.37, 19.11, 19.38). Falls nur die betragsgrößte oder betragskleinste reelle Wurzel gesucht ist, so kann diese nach der Methode von BERNOULLI recht einfach ermittelt werden (s. Lit. 19.37). Aus historischer Sicht sei noch das GRAEFFE-Verfahren erwähnt, das alle Wurzeln gleichzeitig liefert, auch die komplexen, aber mit erheblichem Rechenaufwand (s. Lit. 19.11, 19.38). und zum Ziel, die die Restkoeffizienten und zu

Banach-Räume
Ein vollständiger normierter Raum heißt BANACH-Raum . Jeder normierte Raum kann zu einem BANACH-Raum auf der Grundlage der Prozedur der Vervollständigung und der natürlichen Fortsetzung seiner algebraischen Operationen und der Norm auf
q q q

vervollständigt werden.

Reihen in normierten Räumen Beispiele von Banach-Räumen Sobolew-Räume

Normierte Vektorverbände und Banach-Verbände
Sei ein Vektorverband, der gleichzeitig ein normierter Raum ist, heißt normierter Verband oder normierter Vektorverband (s. Lit. 12.18, 12.22, 12.25, 12.26), wenn die Norm der Bedingung (12.92) genügt. Ein vollständiger (bezüglich der Norm) normierter Verband heißt BANACH-Verband . Beispiel Die Räume sind BANACH-Verbände.

Orthogonalisierungsverfahren
Grundlage der folgenden Orthogonalisierungsverfahren zur Lösung der linearen Ausgleichsaufgabe (19.40) sind die folgenden Aussagen: 1. Die Länge eines Vektors bleibt unter orthogonalen Transformationen invariant, d.h., die Vektoren mit (19.43) haben dieselbe Länge. 2. Zu jeder Matrix vom Typ vom Typ , so daß gilt: (19.44) mit Maximalrang existiert eine orthogonale Matrix und

mit

(19.45)

Dabei ist R eine Rechtsdreiecksmatrix vom Typ

, und O ist eine Nullmatrix vom Typ

. Die

Faktorisierung (19.43) der Matrix A heißt QR-Zerlegung . Damit können die Fehlergleichungen (19.39) in das äquivalente System

(19.46)

überführt werden, ohne daß dabei die Summe der Quadrate der Residuen verändert wird. Aus (19.46) folgt, daß diese Quadratsumme für Quadrate von bis ist. Die gesuchte Lösung minimal wird und der Minimalwert gleich der Summe der erhält man durch Rückwärtseinsetzen aus (19.47)

wobei

der Vektor ist, der aus den Werten

aus (19.46) gebildet wird.

Zur schrittweisen Überführung von (19.39) in (19.46) werden vor allem zwei Methoden verwendet: 1. GIVENS-Transformation, 2. HOUSEHOLDER-Transformation. Die erste erzeugt eine QR-Zerlegung der Matrix A durch Drehungen , die zweite durch Spiegelungen . Die numerischen Realisierungen findet man in Lit. 19.26. Praktische Aufgaben der linearen Quadratmittelapproximation werden vorwiegend mit der HOUSEHOLDERTransformation gelöst, wobei man in vielen Fällen noch die spezielle Struktur der Koeffizientenmatrix A wie Bandstruktur oder schwache Besetztheit ausnutzen kann.

Basis und Dimension eines Vektorraumes
Eine linear unabhängige Teilmenge aus , die den gesamten Raum erzeugt, d.h. für die . Also ist darstellen läßt, abhängige) Anzahl von

gilt, nennt man (algebraische) Basis oder HAMELsche Basis des Vektorraumes genau dann eine Basis von wobei die Koeffizienten , wenn sich jeder Vektor in der Form

eindeutig bestimmt sind und lediglich eine endliche (von (d.h. aus

ihnen von Null verschieden ist. Jeder nichttriviale Vektorraum algebraische Basis, und zu jeder linear unabhängigen Teilmenge , die enthält. heißt m-dimensional oder von der Dimension

) besitzt wenigstens eine gibt es eine algebraische Basis von

Ein Vektorraum

, wenn es in ihm eine Basis aus

Vektoren Vektoren

gibt. Das bedeutet, es existieren in ist linear abhängig.

linear unabhängige Vektoren, und jedes System von

Ein Vektorraum heißt unendlichdimensional , wenn er keine endliche Basis besitzt, d.h., wenn es für jede natürliche Zahl in stets linear unabhängige Vektoren gibt. , dessen Dimension gleich ist, sind alle anderen Vektorräume in den BeispielenB bis G ist Bis auf den Raum

und in den BeispielenA bis E unendlichdimensional. Der Teilraum

dreidimensional. Wie im endlichdimensionalen Falle haben auch in einem unendlichdimensionalen Vektorraum zwei Basen stets die gleiche Mächtigkeit (Kardinalzahl), die man mit bezeichnet. Die Dimension ist somit

eine Invariante des Vektorraumes, hängt also nicht von der konkreten Auswahl einer algebraischen Basis ab.

Existenz einer Basis. Isomorphe Hilbert-Räume
In jedem separablen HILBERT-Raum existiert eine Basis. Daraus ergibt sich, daß jedes orthonormale System zu einer Basis ergänzt werden kann. Zwei HILBERT-Räume mit der Eigenschaft und heißen isomorph , wenn es eine lineare, bijektive Abbildung (also Skalarprodukt erhaltend) gibt. Es gilt, zwei beliebige

unendlichdimensionale separable HILBERT-Räume sind isomorph, also insbesondere ist jeder solche Raum isomorph zu dem Raum .

Kontravariante Basis
Die drei Vektoren (4.83a)

mit der Funktionaldeterminante

(4.83b)

stehen im betrachteten Flächenelement jeweils auf einer der Koordinatenflächen senkrecht und bilden die sogenannte kontravariante Basis des krummlinigen Koordinatensystems. Hinweis: In orthogonalen krummlinigen Koordinaten, für die

(4.84)

gilt, fallen die Richtungen der kovarianten und kontravarianten Basis zusammen.

Kovariante Basis
Durch den variablen Ortsvektor (4.82a)

werden allgemeine krummlinige Koordinaten Koordinatenflächen erhält man, indem man in

eingeführt. Die zu diesem System gehörenden jeweils eine der unabhängigen Variablen

festhält. Durch jeden Punkt des in Frage kommenden Raumteils gehen drei Koordinatenflächen, je zwei schneiden sich in Koordinatenlinien, die durch den betrachteten Punkt hindurchgehen. Die drei Vektoren

(4.82b)

zeigen in die Richtungen der Koordinatenlinien im betrachteten Punkt. Sie bilden die kovariante Basis des krummlinigen Koordinatensystems.

Logarithmen
q q q q q

Definition Einige Eigenschaften der Logarithmen Spezielle Logarithmen Logarithmentafeln Rechenschieber

Potenzen
Die Schreibweise , als Exponent und
q q

wird für die algebraische Operation des Potenzierens verwendet. Man bezeichnet als Potenz .

als Basis

Definitionen Rechenregeln

Bäume
Ein ungerichteter zusammenhängender Graph, in dem kein Kreis existiert, wird Baum genannt. Jeder Baum mit mindestens zwei Knoten enthält mindestens zwei Knoten vom Grad 1. Jeder Baum mit der Knotenzahl Kanten. Ein gerichteter Graph heißt Baum, wenn (s. Bahnen in gerichteten Graphen.) Beispiel zusammenhängend ist und keinen Zyklus enthält. hat genau

In den folgenden zwei Abbildungen sind zwei nichtisomorphe Bäume mit der Knotenzahl 14 dargestellt. Sie zeigen die chemischen Strukturformeln von Butan bzw. Isobutan.

Geordnete binäre Bäume
Arithmetische Ausdrücke kann man durch binäre Bäume graphisch darstellen. Dabei werden Zahlen und Variablen Knoten vom Grad 1 zugeordnet, den Operationen entsprechen Knoten vom Grad und der

linke bzw. rechte Teilbaum repräsentiert den ersten bzw. zweiten Operanden, der im allgemeinen wieder ein Ausdruck ist. Man spricht auch von geordneten binären Bäumen . In der folgenden Abbildung ist ein Beispiel dargestellt.

Das Durchlaufen von geordneten binären Bäumen kann auf drei verschiedene Arten erfolgen, die rekursiv beschreibbar sind: Inorder-Durchlauf : linken Teilbaum der Wurzel (nach Inorder) durchlaufen, Wurzel durchlaufen, rechten Teilbaum der Wurzel (nach Inorder) durchlaufen. Preorder-Durchlauf : Wurzel durchlaufen, linken Teilbaum der Wurzel (nach Preorder) durchlaufen, rechten Teilbaum der Wurzel (nach Preorder) durchlaufen.

Postorder-Durchlauf : linken Teilbaum der Wurzel (nach Postorder) durchlaufen, rechten Teilbaum der Wurzel (nach Postorder) durchlaufen, Wurzel durchlaufen. Beim Inorder-Durchlauf ändert sich die Reihenfolge gegenüber dem Ausgangsterm nicht. Die sich aus dem PostorderDurchlauf ergebende Schreibweise wird Postfix-Notation, PN oder Polnische Notation genannt. Analog ergibt sich aus dem Preorder-Durchlauf die Präfix-Notation oder Umgekehrte Polnische Notation UPN . Zur Implementierung von Bäumen kann man ausnutzen, daß Präfix- und Postfix-Ausdrücke den Baum eindeutig beschreiben. Beispiel In der obigen Abbildung ist der Term Inorder-Durchlauf durch einen Graphen dargestellt. Man erhält im im Preorder-Durchlauf und im Postorder-Durchlauf

Reguläre binäre Bäume
Hat ein Baum genau einen Knoten vom Grad 2 und sonst nur Knoten vom Grad 1 oder 3, dann wird er regulärer binärer Baum genannt. Die Knotenzahl in regulären binären Bäumen ist ungerade. Reguläre Bäume mit der Knotenzahl haben Knoten vom Grad 1. Das Niveau eines Knotens ist sein Abstand von der Wurzel. Das maximale auftretende Niveau wird Höhe des Baumes genannt. Für reguläre binäre Wurzelbäume gibt es die verschiedensten Anwendungsmöglichkeiten, z.B. in der Informatik.

Wurzelbäume
Ein Baum mit einem ausgezeichneten Knoten wird Wurzelbaum genannt, und der ausgezeichnete Knoten heißt Wurzel . Im Bild eines Wurzelbaumes wird die Wurzel in der Regel oben angeordnet, und die Wege werden wie in der folgenden Abbildung von der Wurzel weggerichtet betrachtet.

Wurzelbäume dienen zur graphischen Darstellung hierarchischer Strukturen, wie z.B. Befehlsflüsse in Betrieben, Stammbäume, grammatikalische Strukturen.

Beispiel Die obige Abbildung zeigt den Stammbaum einer Familie in der Form eines Wurzelbaumes. Die Wurzel ist hier der dem Vater zugeordnete Knoten.

Ereignisse in einem vollständigen Ereignissystem
Wenn A eine Ereignismenge und die Ereignisse mit die folgenden Sätze: ein

vollständiges Ereignissystem bilden, dann gelten für jedes Ereignis 1. Satz von der vollständigen Wahrscheinlichkeit:

(16.40) 2. Satz von BAYES:

(16.41)

Dabei sind

und

bedingte Wahrscheinlichkeiten.

Bernstein-Bézier-Darstellung von Kurven und Flächen
Die BERNSTEIN-BÉZIER-Darstellung (kurz B-B-Darstellung) von Kurven und Flächen verwendet die BERNSTEINschen Grundpolynome (19.247)

und nutzt vor allem die folgenden Eigenschaften aus: (19.248)

(19.249) Die Formel (19.249) folgt unmittelbar aus dem binomischen Satz. Im folgenden werde eine Raumkurve, deren Parameterdarstellung vektoriell durch lautet,

(19.250) beschrieben. Dabei ist der Kurvenparameter. Die entsprechende Darstellung für eine Fläche lautet (19.251) Dabei sind
q q

und

die Flächenparameter.

Prinzip der B-B-Kurvendarstellung B-B-Flächendarstellung

Nemytskij-Operator
Seien Variablen eine meßbare Teilmenge aus , die bezüglich (s. Sigma-Algebren) und stetig und bezüglich für alle eine Funktion von zwei meßbar ist ( CARATHEODORY-

für fast alle auf

Bedingungen). Der nichtlineare Operator

(12.186) heißt NEMYTSKIJ-Operator . Er ist stetig und beschränkt, falls er aus Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn (12.187) gilt oder stetig ist, gilt. Nur in Ausnahmefällen ist der Operator kompakt. in mit abbildet.

DIRICHLETsche Bedingungen
Wenn die Funktion a) das Definitionsintervall in endlich viele Intervalle zerlegt werden kann, in denen die Funktion monoton ist, und b) an jeder Unstetigkeitsstelle von die Werte und definiert sind, stetig und die DIRICHLETschen Bedingungen erfüllt, d.h. wenn

dann konvergiert die FOURIER-Reihe dieser Funktion. Der Summenwert der Reihe ist dort, wo

stetig ist, gleich

, in den Unstetigkeitsstellen gleich

.

Trennung konvexer Mengen
Man nennt zwei Teilmengen ein Funktional eines reellen normierten Raumes durch eine Hyperebene trennbar , wenn

existiert, so daß gilt: (12.170) ist die trennende Hyperebene, was nichts anderes besagt, als daß die Mengen in

den verschiedenen Halbräumen (12.171) liegen. In der folgenden Abbildung sind zwei Fälle der Trennung durch eine Hyperebene dargestellt.

Entscheidend für die Trennung zweier Mengen ist weniger ihre Disjunktheit. In der nächsten Abbildung sind zwei Mengen und dargestellt, die nicht trennbar sind, obwohl und disjunkt sind und konvex. Vielmehr ist die Konvexität der Mengen von Bedeutung, da nicht ausgeschlossen ist, daß beide zu trennenden Mengen gemeinsame Punkte besitzen, durch die die Hyperebene verläuft.

Es gilt: Ist

eine konvexe Menge eines normierten Raumes

mit nichtleerem Inneren und

und

eine nichtleere konvexe Menge mit Funktional gibt, für die an heißt Stützfunktional an die Menge und . Für eine konvexe Menge

, dann sind im Punkt gilt.

trennbar. Ein (reelles lineares) , wenn es eine solche Zahl heißt dann Stützhyperebene im Punkt

mit nichtleerem Inneren existiert in jedem ihrer Randpunkte ein

Stützfunktional. Auf der Trennbarkeit konvexer Mengen beruht der Beweis der KUHN-TUCKER-Bedingungen, aus denen sich praktische Verfahren zur Bestimmung des Minimums eines konvexen Optimierungsproblems herleiten lassen (s. Lit. 12.5).

Globale Kuhn-Tucker-Bedingungen
Ein Punkt existiert, so daß genügt den globalen KUHN- TUCKER-Bedingungen, wenn ein ein Sattelpunkt von ist. , d.h. ein

Wegen des Beweises der KUHN- TUCKER-Bedingungen s. Abschnitt Trennung konvexer Mengen.

Lokale Kuhn-Tucker-Bedingungen
Ein Punkt existieren, für die gilt (18.39a) genügt den lokalen KUHN- TUCKER-Bedingungen, wenn Zahlen ,

(18.39b) die Indexmenge der in aktiven Restriktionen ist.

Der Punkt Punkt

heißt dann auch KUHN- TUCKER-Punkt oder stationärer Punkt . Geometrisch betrachtet erfüllt ein die lokalen KUHN- TUCKER-Bedingungen, wenn der negative Gradient aktiven Nebenbedingungen in dem durch

die Gradienten der in (s. Abbildung).

, aufgespannten Kegel liegt

Oft wird die folgende äquivalente Formulierung für (18.39a,b) verwendet: TUCKER-Bedingungen, wenn ein existiert, so daß gilt

genügt den lokalen KUHN-

(18.40a) (18.40b)

(18.40c)

Beispiele für Wahrscheinlichkeiten
Beispiel A Für die Wahrscheinlichkeit , mit einem idealen Würfel eine 2 zu würfeln, gilt: .

Beispiel B Wie groß ist die Chance, beim Zahlenlotto ,,6 aus 49`` vier richtige zu tippen? Es gibt Möglichkeiten für 4 richtige von 6 gezogenen Zahlen. Dann bleiben noch verschiedene Tips abgegeben werden.

Möglichkeiten für die falschen Zahlen. Insgesamt können Somit erhält man für die Wahrscheinlichkeit

, einen Vierer zu tippen:

Analog erhält man für die Wahrscheinlickeit

, 6 Richtige zu treffen:

Beispiel C Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dafür, daß unter Personen 2 am gleichen Tag Geburtstag

haben, wobei die Geburtsjahre nicht übereinstimmen müssen ? Man betrchtet zunächst : Alle Personen haben an verschiedenen Tagen Geburtstag. Es gilt:

Daraus folgt:

Numerische Auswertung dieser Formel: k 10 20 23 30 60

P(A) 0,117 0,411 0,507 0,706 0,994

Man sieht, ab 23 Personen ist die Wahrscheinlichkeit, daß davon 2 am gleichen Tag Gebutstag haben, größer als .

Wahrheitsfunktionen
Ordnet man jeder Aussagenvariablen eines Ausdrucks einen Wahrheitswert zu, so spricht man von einer Belegung der Variablen. Mit Hilfe der Wahrheitstafeln für die Junktoren kann man einem Ausdruck für jede Belegung einen Wahrheitswert zuordnen. Der im vorigen Abschnitt angegebene Ausdruck somit eine dreistellige Wahrheitsfunktion, eine ( BOOLEsche Funktion). In der folgenden Tabelle ist eine Belegung der Variablen angegeben. Tabelle Wahrheitstafel mit Belegungen repräsentiert

Beispiel Jeder aussagenlogische Ausdruck repräsentiert auf diese Weise eine -stellige Wahrheitsfunktion, d.h. eine -stellige

Funktion, die jedem -Tupel von Wahrheitswerten wieder einen Wahrheitswert zuordnet. Es gibt Wahrheitsfunktionen, insbesondere 16 zweistellige.

Satz von Smale
Die invarianten Mannigfaltigkeiten der POINCARÉ-Abbildung einer Differentialgleichung (17.53) im periodischen Orbit seien wie in der folgenden Abbildung aus Abschnitt nahe dem

Transversale homokline Punkte.

Die transversalen homoklinen Punkte

korrespondieren mit einem bezüglich

homoklinen Orbit von

(17.53). Die Existenz eines solchen homoklinen Orbits in (17.53) führt zu einer sensitiven Abhängigkeit von den Anfangswerten. In Verbindung mit der betrachteten POINCARÉ-Abbildung lassen sich die auf SMALE zurückgehenden Hufeisen-Abbildungen konstruieren, die zu folgenden Aussagen führen: Satz von SMALE: In jeder Umgebung eines transversalen homoklinen Punktes der POINCARÉ-Abbildung (17.66) existiert ein periodischer Punkt dieser Abbildung. Darüber hinaus existiert in jeder Umgebung eines transversalen homoklinen Punktes eine für von auf invariante Menge , die vom CANTOR-Typ ist. Die Einschränkung

ist topologisch konjugiert zu einem BERNOULLI-Shift, d.h. zu einem mischenden System.

Die invariante Menge der Differentialgleichung (17.53) nahe des homoklinen Orbits sieht aus wie das Produkt einer CANTOR-Menge mit dem Einheitskreis. Ist diese invariante Menge anziehend, dann stellt sie für (17.53) einen seltsamen Attraktor dar.

BERNOULLI-L'HOSPITALsche Regel
Treten unbestimmte Ausdrücke der Form BERNOULLI-L'HOSPITALsche Regel verwendet, die oft kurz L'HOSPITALsche Regel genannt wird. auf, dann wird die

Unbestimmte Ausdrücke der Form

oder

:

Wenn für

folgendes gilt:

1.

und

(unbestimmter Ausdruck

oder

und 2. die Funktionen und

(unbestimmter Ausdruck

,

sind in einem Intervall, das den Punkt

enthält, definiert (im Punkt .

selbst brauchen diese Funktionen nicht definiert zu sein) und differenzierbar mit Dann gilt

(2.27)

falls dieser Grenzwert existiert (Regel von BERNOULLI-L'HOSPITAL). Sollte der Ausdruck

wieder einen

unbestimmten Ausdruck der Form

oder

ergeben, dann wird das Verfahren wiederholt.

Beispiel

Unbestimmte Ausdrücke der Form
Wenn unter gleichen Bedingungen wie im Falle oder gilt und

:

sowie

, dann wird der Grenzwert

auf die Form

oder

gebracht, so daß die Berechnung des Grenzwertes auf

den Fall

oder

zurückgeführt ist.

Beispiel

Unbestimmte Ausdrücke der Form

:

Wenn unter den gleichen Bedingungen wie im Falle

oder

gilt

und

sowie

, dann wird zur Berechnung des Grenzwertes

die

Differenz auf die Form

oder

gebracht, was auf verschiedene Weise erreicht werden kann, z.B. ist

Beispiel

Zweimalige Anwendung der
L'HOSPITALschen Regel führt auf

Unbestimmte Ausdrücke der Form

:

Wenn des Ausdrucks Analog wird in den Fällen Beispiel

und

sowie berechnet, der die Form

, dann wird zunächst der Grenzwert hat, und dann

und

verfahren.

d.h.,

also

und somit

Erste Definition der BERNOULLIschen Zahlen
Die BERNOULLIschen Zahlen trigonometrischen Funktionen und treten bei Potenzreihenentwicklungen spezieller Funktionen auf, z.B. bei den , und und den hyperbolischen Funktionen ,

. Die BERNOULLIschen Zahlen können wie folgt definiert (7.60a)

und durch Koeffizientenvergleich bezüglich der Potenzen von der folgenden Tabelle angegeben.

ermittelt werden. Die so gewonnenen Werte sind in

Tabelle Erste BERNOULLIsche Zahlen

1

4

7

10

2

5

8

11

3

6

9

Statistische Erfassung gegebener Meßwerte
Um eine Eigenschaft eines Elements statistisch zu untersuchen, ist diese durch eine Zufallsgröße charakterisieren. In der Regel bilden dann Meß- oder Beobachtungsparameter des Merkmals zu den

Ausgangspunkt für eine statistische Untersuchung, die vor allem darin besteht, Angaben über die Verteilung von zu machen. Jede Meßreihe vom Umfang kann in diesem Zusammenhang als eine zufällige Stichprobe aus einer unendlichen Grundgesamtheit aufgefaßt werden, die entsteht, wenn der Versuch oder die Messung unter gleichen Bedingungen unendlich oft wiederholt würde. Da der Umfang einer Meßreihe sehr groß sein kann, geht man zur statistischen Erfassung der Daten wie folgt vor: , die eine Stichprobe oder

1. Protokoll, Urliste: Protokollierung der Meß- oder Beobachtungswerte Meßreihe darstellen, in einem Meßprotokoll, der Urliste . 2. Intervalle oder Klassen: Einteilung der gegebenen Intervalle, auch Klassen genannt, der Breite Meßwerte

in Meßwerte

. Man wählt ca. 10 bis 20 Klassen und ordnet die

in diese Klassen ein. Es entsteht die Strichliste . 3. Häufigkeiten und Häufigkeitsverteilung: Eintragen der absoluten Häufigkeiten , d.h. der Anzahl Meßintervall von Meßwerten (Besetzungszahl), die auf ein bestimmtes (in %). Werden die Werte

entfällt und Bestimmung der relativen Häufigkeiten

als Rechtecke über den Klassen aufgetragen, dann ergibt die graphische Darstellung der so entstehenden Häufigkeitsverteilung ein Histogramm (s. linke Abbildung).

Die Werte

können als empirische Werte der Wahrscheinlichkeitsdichte

interpretiert werden.

4. Summenhäufigkeiten: Durch Summation der absoluten bzw. relativen Häufigkeiten erhält man die absoluten bzw. relativen Summenhäufigkeiten (16.110) Werden die Werte in den oberen Klassengrenzen aufgetragen und als Parallele nach rechts fortgesetzt, dann

ergibt sich eine graphische Darstellung für die empirische Verteilungsfunktion, die als Näherung für die unbekannte Verteilungsfunktion aufgefaßt werden kann (s. rechte Abbildung).

Beispiel Bei einem Versuch wurden Messungen durchgeführt. Die Meßergebnisse streuten über den als zweckmäßig Klassen der Breite Bereich 50 bis 270, so daß sich eine Einteilung in erwies. Es ergab sich die folgende Häufigkeitstabelle . Häufigkeitstabelle Klasse 50 bis 70 71 bis 90 91 bis 110 1 1 2 0,8 0,8 1,6 (%) 0,8 1,6 3,2

111 bis 130 131 bis 150 151 bis 170 171 bis 190 191 bis 210 211 bis 230 231 bis 250 251 bis 270

9 15 22 30 27 9 6 3

7,2 12,0 17,6 24,0 21,6 7,2 4,8 2,4

10,4 22,4 40,0 64,0 85,6 92,8 97,6 100,0

Unterabschnitte
q q q

Definierende Gleichung: BESSEL- oder Zylinderfunktionen: BESSEL-Funktionen mit imaginären Variablen: Formeln für BESSEL-Funktionen

q

BESSELsche Differentialgleichung
(9.52a)

Definierende Gleichung:
Die Definierende Gleichung ist in diesem Falle (9.52b)

Daraus folgt

. Einsetzen von (9.52c)

in diese Gleichung liefert für den zu Null gesetzten Koeffizienten

die Bestimmungsgleichung (9.52d)

Für

erhält man

. Für die Werte

von

ergibt sich

(9.52e)

BESSEL- oder Zylinderfunktionen:
Die für ( s. Gammafunktion) entstandene Reihe ist eine partikuläre Lösung der . Sie definiert die BESSEL- oder Zylinderfunktion -ter

BESSELschen Differentialgleichung (9.52a) für ganzzahlige Ordnung erster Gattung

(9.53a)

Die Kurvenbilder der Funktionen

und

zeigt die folgende Abbildung.

Die allgemeine Lösung der BESSELschen Differentialgleichung für nicht ganzzahlige

hat die Form (9.53b)

wobei ganzzahliges

eine Reihe darstellt, die aus der Reihe für gilt

durch Ersetzen von

durch

folgt. Für durch

. In der allgemeinen Lösung ist in diesem Falle

die BESSELsche Funktion zweiter Gattung (9.53c) auch WEBERsche Funktion genannt, zu ersetzen. Zur Reihenentwicklung von Kurvenbilder der Funktionen und zeigt die folgende Abbildung. s. z.B. Lit. 9.26. Die

BESSEL-Funktionen mit imaginären Variablen:
In manchen Anwendungen treten BESSEL-Funktionen mit einer rein imaginären Variablen auf. Dabei werden gewöhnlich die Produkte betrachtet, die mit bezeichnet werden:

(9.54a) Hierbei handelt es sich um Lösungen der Differentialgleichung (9.54b)

Eine zweite Lösung dieser Differentialgleichung ist die MACDONALDsche Funktion (9.54c)

Wenn

gegen eine ganze Zahl konvergiert, strebt dieser Ausdruck einem Grenzwert zu. und werden auch modifizierte BESSEL- Funktionen genannt.

Die Funktionen

Die Kurvenbilder der Funktionen die rechte Abbildung.

und

zeigt die folgende linke Abbildung, die der Funktionen

und

Werte der Funktionen

enthalten die

Tabellen ,, BESSELsche Funktionen (Zylinderfunktionen)``.

Formeln für BESSEL-Funktionen

(9.55a) Die gleichen Formeln gelten auch für die WEBER-Funktionen (9.55b)

(9.55c) Für ganzzahliges gilt (9.55d)

(9.55e) oder, in komplexer Form,

(9.55f)

Die

können durch elementare Funktionen ausgedrückt werden. Insbesondere gilt (9.56a)

(9.56b) Durch sukzessive Anwendung der Rekursionsformeln (9.55a) bis (9.55f) können die Ausdrücke für beliebige ganzzahlige aufgeschrieben werden. Für große Werte von asymptotischen Formeln: ergeben sich die folgenden für

(9.57a)

(9.57b)

(9.57c)

(9.57d)

Der Ausdruck

(s. LANDAU-Symbole) bedeutet eine infinitesimale Größe der gleichen Ordnung wie

.

Weitere Angaben über BESSEL-Funktionen s. Lit. 21.1.

- eine absolut konvergente Reihe
Wenn in eine für absolut konvergente Reihe der Form

(15.43)

entwickelt werden kann, wobei die

eine beliebig aufsteigende Zahlenfolge bilden, so ist eine gliedweise Rücktransformation möglich:

(15.44)

Mit

ist die Gammafunktion bezeichnet. Speziell erhält man für

, d.h.

, die

Reihe

, die für alle reellen und komplexen

konvergiert. Außerdem ist eine Abschätzung in

der Form

) möglich.

Beispiel

.

Nach gliedweiser Transformation in den Oberbereich erhält man

( BESSEL-Funktion 0. Ordnung).

Besselsche Funktionen (Zylinderfunktionen) Teil I

0, 0 0, 1 0, 2 0, 3 0, 4 0, 5 0, 6

+1, 0000 0, 9975 0, 9900 0, 9776 0, 9604 +0, 9385 0, 9120

+0, 0000 0, 0499 0, 0995 0, 1483 0, 1960 +0, 2423 0, 2867 , 5342 1, 0181 0, 8073 0, 6060 , 4445 0, 3085 , 4590 3, 3238 2, 2931 1, 7809 , 4715 1, 2604

+1, 000

0, 0000 9, 8538 4, 7760 3, 0560 2, 1844 1, 6564 1, 3028

1, 003 +0, 0501 2, 4271 1, 010 1, 023 1, 040 1, 063 1, 092 0, 1005 1, 7527 0, 1517 1, 3725 0, 2040 1, 1145 0, 2579 0, 9244 0, 3137 0, 7775

0, 7 0, 8 0, 9 1, 0 1, 1 1, 2 1, 3 1, 4 1, 5 1, 6 1, 7 1, 8 1, 9 2, 0

0, 8812 0, 8463 0, 8075 +0, 7652 0, 7196 0, 6711 0, 6201 0, 5669 +0, 5118 0, 4554 0, 3980 0, 3400 0, 2818 +0, 2239

0, 3290 0, 3688 0, 4059 +0, 4401 0, 4709 0, 4983 0, 5220 0, 5419 +0, 5579 0, 5699 0, 5778 0, 5815 0, 5812 +0, 5767

0, 1907 , 0868 +0, 0056 +0, 0883 0, 1622 0, 2281 0, 2865 0, 3379 +0, 3824 0, 4204 0, 4520 0, 4774 0, 4968 +0, 5104

1, 1032 0, 9781 0, 8731 , 7812 0, 6981 0, 6211 0, 5485 0, 4791 , 4123 0, 3476 0, 2847 0, 2237 0, 1644 , 1070

1, 126 1, 167 1, 213 1, 266 1, 326 1, 394 1, 469 1, 553 1, 647 1, 750 1, 864 1, 990 2, 128 2, 280

0, 3719 0, 6605 0, 4329 0, 5653 0, 4971 0, 4867 0, 5652 0, 4210 0, 6375 0, 3656 0, 7147 0, 3185 0, 7973 0, 2782 0, 8861 0, 2437 0, 9817 0, 2138 1, 085 1, 196 1, 317 1, 448 1, 591 0, 1880 0, 1655 0, 1459 0, 1288 0, 1139

1, 0503 0, 8618 0, 7165 0, 6019 0, 5098 0, 4346 0, 3725 0, 3208 0, 2774 0, 2406 0, 2094 0, 1826 0, 1597 0, 1399

2, 1 2, 2 2, 3 2, 4 2, 5 2, 6 2, 7 2, 8 2, 9 3, 0 3, 1 3, 2 3, 3 3, 4 3, 5

0, 1666 0, 1104 0, 0555 0, 0025 , 0484 0, 0968 0, 1424 0, 1850 0, 2243 , 2601 0, 2921 0, 3202 0, 3443 0, 3643 , 3801

0, 5683 0, 5560 0, 5399 0, 5202 +0, 4971 0, 4708 0, 4416 0, 4097 0, 3754 +0, 3391 0, 3009 0, 2613 0, 2207 0, 1792 +0, 1374

0, 5183 0, 5208 0, 5181 0, 5104 +0, 4981 0, 4813 0, 2605 0, 4359 0, 4079 +0, 3769 0, 3431 0, 3070 0, 2691 0, 2296 +0, 1890

, 0517 +0, 0015 0, 0523 0, 1005 +0, 1459 0, 1884 0, 2276 0, 2635 0, 2959 +0, 3247 0, 3496 0, 3707 0, 3879 0, 4010 +0, 4102

2, 446 2, 629 2, 830 3, 049 3, 290 3, 553 3, 842 4, 157 4, 503 4, 881 5, 294 5, 747 6, 243 6, 785 7, 378

1, 745 1, 914 2, 098 2, 298 2, 517 2, 755 3, 016 3, 301 3, 613 3, 953 4, 326 4, 734 5, 181 5, 670 6, 206

0, 1008 0, 08927 0, 07914 0, 07022 0, 06235 0, 05540 0, 04926 0, 04382 0, 03901 0, 03474 0, 03095 0, 02759 0, 02461 0, 02196 0, 01960

0, 1227 0, 1079 0, 09498 0, 08372 0, 07389 0, 06528 0, 05774 0, 05111 0, 04529 0, 04016 0, 03563 0, 03164 0, 02812 0, 02500 0, 02224

3, 6 3, 7 3, 8 3, 9 4, 0 4, 1 4, 2 4, 3 4, 4 4, 5 4, 6 4, 7 4, 8 4, 9

0, 3918 0, 3992 0, 4026 0, 4018 , 3971 0, 3887 0, 3766 0, 3610 0, 3423 , 3205 0, 2961 0, 2693 0, 2404 0, 2097

0, 0955 0, 0538 +0, 0128 , 0272 , 0660 0, 1033 0, 1386 0, 1719 0, 2028 , 2311 0, 2566 0, 2791 0, 2985 0, 3147

0, 1477 0, 1061 0, 0645 +0, 0234 , 0169 0, 0561 0, 0938 0, 1296 0, 1633 , 1947 0, 2235 0, 2494 0, 2723 0, 2921

0, 4154 0, 4167 0, 4141

8, 028 8, 739 9, 517

6, 793 7, 436 8, 140 8, 913 9, 759 10, 69 11, 71 12, 82 14, 05 15, 39 16, 86 18, 48 20, 25 22, 20

0, 01750 0, 01563 0, 01397 0, 01248 0, 01116

0, 01979 0, 01763 0, 01571 0, 01400 0, 01248

0, 4078 10, 37 +0, 3979 11, 30 0, 3846 12, 32 0, 3680 13, 44 0, 3484 14, 67 0, 3260 16, 01 +0, 3010 17, 48 0, 2737 19, 09 0, 2445 20, 86 0, 2136 22, 79 0, 1812 24, 91

0, 009980 0, 01114 0, 008927 0, 009938 0, 007988 0, 008872 0, 007149 0, 007923 0, 006400 0, 007078 0, 005730 0, 006325 0, 005132 0, 005654 0, 004597 0, 005055 0, 004119 0, 004521

Bestimmte Integrale trigonometrischer Funktionen
Für natürliche Zahlen gilt:

(21.20)

(21.21)

(21.22)

(21.23)

(21.24)

(21.25)

(21.26a)

Mit

ist die Betafunktion oder das EULERsche Integral erster Gattung bezeichnet, mit

die

Gammafunktion oder das EULERsche Integral zweiter Gattung. Diese Formel gilt für beliebige und ; man verwendet sie z.B. zur Bestimmung der Integrale

Für

ganzzahlig und positiv ergibt sich:

(21.26b)

(21.27)

(21.28)

(21.29)

(21.30)

(21.31)

(21.32)

(21.33)

(21.34)

(21.35)

(21.36)

(21.37)

(21.38)

(21.39) In diesem und dem folgenden Integral sind E und K vollständige elliptische Integrale: (s. auch Tabelle Elliptische Integrale).

(21.40)

(21.41)

Indirekter Beweis oder Beweis durch Widerspruch
Um die Behauptung d.h. zu beweisen, geht man von der Negation aus und schließt von auf eine falsche Aussage

. Dann muß aber auch

falsch sein, da man bei der Implikation nur von einer falschen

Voraussetzung zu einer falschen Behauptung kommt (s. 1. Zeile der Wahrheitstafel für die Implikation). Wenn aber falsch ist, muß wahr sein.

Beispiel

Es ist zu beweisen, daß die Zahl

keine rationale Zahl ist. Angenommen,

sei rational. Dann gilt

mit ganzen Zahlen

und

Die Zahlen

sind dabei teilerfremd , d.h., sie

besitzen keinen gemeinsamen Teiler. Man erhält eine gerade Zahl, was nur dann möglich ist, wenn auch Voraussetzung, daß und teilerfremd sind.

oder

, d.h.,

wäre

eine gerade Zahl ist. Es müßte dann wegen

eine gerade Zahl sein. Das ist offensichtlich ein Widerspruch zur

Konstruktiver Beweis
In der Approximationstheorie z.B. wird der Beweis eines Existenzsatzes als konstruktiv bezeichnet, wenn er bei seiner Durchführung bereits Berechnungsvorschriften für ein Element liefert, das die Voraussetzungen des Existenzsatzes erfüllt. Beispiel Die Existenz einer natürlichen kubischen Interpolations-Spline-Funktion kann wie folgt nachgewiesen werden: Man zeigt, daß die Berechnung der Spline-Koeffizienten aus den Voraussetzungen des Existenzsatzes auf ein tridiagonales lineares Gleichungssystem führt, das eindeutig lösbar ist.

Vollständige Induktion
Mit dieser Beweismethode werden Sätze oder Formeln bewiesen, die von natürlichen Zahlen Prinzip der vollständigen Induktion lautet: Ist eine Aussage für eine natürliche Zahl die Wahrheit der Aussage für Danach erfolgt der Beweis in folgenden Schritten: 1. Induktionsanfang: Die Wahrheit der Aussage wird für 2. Induktionsannahme: Die Aussage sei für 3. Induktionsbehauptung: Die Aussage sei für 4. Beweis der Implikation wahr (Behauptung ). wahr (Voraussetzung ). gezeigt. Meist kann man wählen. abhängen. Das

wahr, und folgt aus der Wahrheit der Aussage für eine natürliche Zahl dann ist die Aussage für alle natürlichen Zahlen gültig.

Die Schritte 3. und 4. werden zusammengefaßt als Induktionschluß oder Schluß von

auf

bezeichnet.

Beispiel Es ist die Formel Die einzelnen Schritte des Induktionsbeweises sind: 1. ist offensichtlich richtig. 2. sei wahr für zu beweisen.

3. Unter der Voraussetzung von 2. ist zu zeigen:

4. Beweis:

Aachener Bibliothek
Die Aachener Bibliothek basiert auf der Formelsammlung zur Numerischen Mathematik von G. ENGELN -MÜLLGES (Fachhochschule Aachen) und F. REUTTER (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen). Sie existiert in den Programmiersprachen BASIC, Turbo BASIC, FORTRAN 77, PL/1, APL, C, MODULA 2 und TURBO PASCAL. Hier ein Inhaltsüberblick: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. Numerische Verfahren zur Lösung nichtlinearer und speziell algebraischer Gleichungen Direkte und iterative Verfahren zur Lösung linearer Gleichungssysteme Systeme nichtlinearer Gleichungen Eigenwerte und Eigenvektoren von Matrizen Lineare und nichtlineare Approximation Polynomiale und rationale Interpolation sowie Polynomsplines Numerische Differentiation Numerische Quadratur Anfangswertprobleme bei gewöhnlichen Differentialgleichungen

10. Randwertprobleme bei gewöhnlichen Differentialgleichungen

IMSL-Bibliothek
Die IMSL-Bibliothek (International Mathematical and Statistical Library) besteht aus drei aufeinander abgestimmten Teilen: IMSL MATH/LIBRARY für allgemeine mathematische Verfahren, IMSL STAT/LIBRARY für statistische Probleme, IMSL SFUN/LIBRARY für spezielle Funktionen. Die Teilbibliotheken enthalten Funktionen und Subroutinen in der Sprache FORTRAN 77. Hier eine Inhaltsübersicht: MATH/LIBRARY 1. Lineare Systeme 2. Eigenwerte 6. 7. Transformationen Nichtlineare Gleichungen Optimierung Vektor- und Matrixoperationen

3. Interpolation und Approximation 8. 4. Integration und Differentiation 5. Differentialgleichungen STAT/LIBRARY 1. 2. Grundlegende Kennzahlen Regression 9.

10. Hilfsfunktionen

12. Stichprobenerhebung 13. Lebensdauerverteilgn. und Zuverlässigkt.

3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

Korrelation Varianzanalyse Kategoriale und diskrete Datenanalyse Nichtparametrische Statistik

14. Mehrdimensionale Skalierung 15. Schätzung der Dichte- und Hasard- bzw. Risikofunktion 16. Zeilendrucker-Graphik

Anpassungstests u. Test auf Zufälligkt. 17. Wahrscheinlichkeitsverteilungen Zeitreihenanalyse und Vorhersage Kovarianz- und Faktoranalyse 18. Zufallszahlen-Generatoren 19. Hilfsalgorithmen 20. Mathematische Hilfsmittel

10. Diskriminanz-Analyse 11. Cluster-Analyse SFUN/LIBRARY 1. Elementare Funktionen 6.

Bessel-Funktionen Kelvin-Funktionen Bessel-Funktionen gebrochener Ordnung Elliptische Integrale

2. Trigonometrische und hyperbolische 7. Funktionen 8.

3. Exponentialfunktion und verwandte 9. Funktionen 4. Gamma-Funktionen und verwandte Funktionen 5. Fehler-Funktionen und verwandte Funktionen

10. Elliptische Funktionen, Funktionen von WEIERSTRASS und verwandte Funktn. 11. Wahrscheinlichkeitsverteilungen 12. Verschiedene Funktionen

NAG-Bibliothek
Die NAG-Bibliothek ( umerical lgorithms roup) ist eine umfangreiche Sammlung numerischer Verfahren in

Form von Funktionen und Subroutinen/Prozeduren in den Programmiersprachen PASCAL, ADA, ALGOL 68 und FORTRAN 77. Hier ein Inhaltsüberblick: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. Komplexe Arithmetik Nullstellen von Polynomen Wurzeln transzendenter Gleichungen Reihen Integration Gewöhnliche Differentialgleichungen Partielle Differentialgleichungen Numerische Differentiation Integralgleichungen 14. Eigenwerte und Eigenvektoren 15. Determinanten 16. Simultane lineare Gleichungen 17. Orthogonalisierung 18. Lineare Algebra 19. Einfache Berechng. von statist. Daten 20. Korrelation und Regressionsanalyse 21. Zufallszahlengeneratoren 22. Nichtparametrische Statistik 23. Zeitreihenanalyse

10. Interpolation

11. Approxim. v. Daten d. Kurven und Flächen 24. Operationsforschung 12. Minima/Maxima einer Funktion 13. Matrixoperationen, Inversion 25. Spezielle Funktionen 26. Mathem. und Maschinenkonstanten

Bibliotheken numerischer Verfahren
Im Laufe der Zeit sind unabhängig voneinander Bibliotheken von Funktionen und Prozeduren für numerische Verfahren in unterschiedlichen Programmiersprachen entwickelt worden. Bei ihrer Entwicklung wurden umfangreiche Computererfahrungen berücksichtigt, so daß bei der Lösung praktischer numerischer Aufgaben unbedingt die Programme einer solchen Bibliothek genutzt werden sollten. Sie stehen meist für alle Rechnerklassen zur Verfügung und sind bei Einhaltung bestimmter Konventionen mehr oder weniger einfach zu nutzen. Die Anwendung von Verfahren aus Programmbibliotheken entbindet den Nutzer nicht, sich Gedanken über die zu erwartende Lösung seines Problems zu machen. Darin ist auch der Hinweis eingeschlossen, sich gegebenenfalls über Schwächen und Stärken des verwendeten mathematischen Verfahrens näher zu informieren (s. auch Lit. 19.7).
q q q q

NAG-Bibliothek IMSL-Bibliothek FORTRAN SSL II Aachener Bibliothek

FORTRAN SSL II
Die SSL II-Bibliothek ( Hier eine Inhaltsübersicht: 1. Lineare Algebra 2. Eigenwerte und Eigenvektoren 3. Nichtlineare Gleichungen 4. Extremwerte 6. 7. 8. 9. Transformationen Numer. Differentiation und Integration Differentialgleichungen Spezielle Funktionen cientific ubroutine ibrary II) enthält Unterprogramme in der Sprache FORTRAN 77.

5. Interpolation und Approximation 10. Pseudozufallszahlen

Bidualer Raum und reflexive Räume
Der duale Raum Raum, so daß kanonische Einbettung (12.172) erweist sich als Normisomorphie, weswegen Raum heißt reflexiv , wenn mit dem Teilraum identifiziert wird. Ein BANACHeines normierten Raums ist mit ebenfalls ein normierter betrachtet werden kann. Die

, der Bidual oder der zweite adjungierte zu

gilt, die kanonische Einbettung also eine surjektive Normisomorphie ist.

Beispiel Alle endlichdimensionalen BANACH-Räume und alle HILBERT-Räume sind reflexiv, ebenso die Räume , während Beispiele nichtreflexiver Räume sind.

Bifurkationen in Morse-Smale-Systemen
Gegeben sei auf System ein von einer Differentialgleichung oder einer Abbildung erzeugtes dynamisches , das zusätzlich von einem Parameter abhängt. Jede Änderung der

topologischen Struktur des Phasenporträts des dynamischen Systems bei kleiner Änderung des Parameters heißt Bifurkation . Der Parameter heißt Bifurkationswert , wenn in jeder Umgebung von und auf Parameterwerte

existieren, so daß die dynamischen Systeme

topologisch nicht äquivalent bzw.

nicht konjugiert sind. Die kleinste Dimension eines Parameterraumes, bei der eine Bifurkation beobachtbar ist, heißt Kodimension der Bifurkation. Man unterscheidet lokale Bifurkationen, die nahe einzelner Orbits des dynamischen Systems ablaufen, und globale Bifurkationen, die sofort einen großen Teil des Phasenraumes betreffen.
q q

Lokale Bifurkationen nahe Ruhelagen Lokale Bifurkationen nahe einem periodischen Orbit

q

Globale Bifurkationen

Unterabschnitte
q q q

Spitzen-Bifurkation Bogdanov-Takens-Bifurkation Verallgemeinerte Hopf-Bifurkation

Bifurkationen in zweiparametrigen Differentialgleichungen Spitzen-Bifurkation
Gegeben sei die Differentialgleichung (17.53) mit Eigenwert und Eigenwerte mit Re und . Die JACOBI-Matrix habe den

. Für die reduzierte Differentialgleichung (17.55)

gelte

und

. Die TAYLOR-Zerlegung von

nahe

führt auf die verkürzte Normalform (ohne Glieder höherer Ordnung, s. Lit. 17.1) (17.62)

mit den Parametern

und

. Die Menge

stellt im

erweiterten Phasenraum eine Fläche dar und wird Falte genannt (s. Abbildung).

Im weiteren sei

. Die nicht hyperbolischen Ruhelagen von (17.62) werden durch das Gleichungssystem definiert und liegen auf den Kurven und , die durch die Menge

bestimmt werden und zusammen eine Spitze ( cusp ) bilden (s. linke Abbildung.).

Bei und und für

ist die Ruhelage ist für

von (17.62) stabil. Das Phasenporträt von (17.53) nahe

, z.B. für

ein dreifach zusammengesetzter Knoten (s. mittlere Abbildung)

ein dreifach zusammengesetzter Sattel (s. rechte Abbildung) (s. auch Lit. 17.13). in das Innere des Gebietes 1 (s. linke Abbildung) spaltet sich die nicht

Beim Übergang von

hyperbolische Ruhelage von (17.53) vom Typ eines zusammengesetzten Knotens in drei hyperbolische Ruhelagen (zwei stabile Knoten und ein Sattel) auf ( superkritische Gabel-Bifurkation ). Im Falle des zweidimensionalen Phasenraumes von (17.53) sind die Phasenporträts in der mittleren und rechten Abbildung zu sehen.

Beim Durchqueren des Parameterpaares von

aus 1 in 2 bildet sich eine zweifach

zusammengesetzte Ruhelage vom Sattelknoten-Typ, die sich anschließend aufhebt. Eine stabile hyperbolische Ruhelage verbleibt.

Bogdanov-Takens-Bifurkation

Für (17.53) gelte und Eigenwerte

, und die Matrix mit Re

habe die beiden Eigenwerte . Die reduzierte zweidimensionale

Differentialgleichung (17.55) sei topologisch äquivalent zum ebenen System (17.63)

Dann findet auf der Kurve

eine Sattelknoten-Bifurkation statt. Auf entsteht beim Übergang aus dem Gebiet in das Gebiet

durch eine HOPF-Bifurkation ein stabiler Grenzzyklus und auf existiert für das Ausgangssystem eine Separatrixschleife (s. Abbildung), die im Gebiet 3 in einen stabilen Grenzzyklus bifurkiert (s. Lit. 17.1, 17.17).

Diese Bifurkation ist von globaler Natur und wird als Entstehung eines einzigen periodischen Orbits aus dem homoklinen Orbit eines Sattels oder Auflösung einer Separatrixschleife bezeichnet.

Verallgemeinerte Hopf-Bifurkation
Für (17.53) seien die Voraussetzungen der HOPF-Bifurkation mit erfüllt und die zweidimensionale reduzierte

Differentialgleichung habe nach einer Koordinatentransformation in Polarkoordinaten die Normalform . Das Bifurkationsdiagramm (s. Abbildung) dieses Systems

enthält die Linie (s. Lit. 17.1).

, deren Punkte HOPF-Bifurkationen repräsentieren

Im Gebiet 3 existieren zwei periodische Orbits, von denen einer stabil, der andere instabil ist. Auf der Kurve verschmelzen diese beiden nicht hyperbolischen Zyklen in einen

zusammengesetzten Zyklus, der im Gebiet 2 verschwindet.

Globale homokline Bifurkationen
q q q

Satz von Smale Satz von Shilnikov Melnikov-Methode

Globale Bifurkationen
Neben der Entstehung eines periodischen Orbits durch Auflösung einer Separatrixschleife kann es in (17.53) zu weiteren globalen Bifurkationen kommen. Zwei davon sollen am Beispiel erläutert werden (s. Lit. 17.12).
q

q

Entstehung eines periodischen Orbits durch Verschwinden eines Sattelknotens Auflösung einer Sattel-Sattel-Separatrix in der Ebene

Abspaltung eines Torus
Gegeben sei (17.53) mit . Die Multiplikatoren von und . seien und . Für alle mit nahe habe (17.53) einen periodischen Orbit mit

Nach dem Satz über die Zentrumsmannigfaltigkeit ergibt sich in der vorliegenden Situation eine zweidimensionale reduzierte -Abbildung (17.71) mit für nahe .

Hat die JACOBI-Matrix

für alle

nahe

die konjugiert komplexen Eigenwerte

und

mit

, ist läßt sich (17.61) durch eine glatte

und ist

für

keine

-te Wurzel aus

, so

-abhängige Koordinatentransformation auf die Form bringen ( LANDAU-Symbol), wobei in Polarkoordinaten durch

(17.72) gegeben ist. Dabei sind von (17.72) für alle und differenzierbare Funktionen. Sei . Dann ist die Ruhelage der Kreis

asymptotisch stabil und für

instabil. Außerdem existiert bei

, der invariant unter der Abbildung (17.72) und asymptotisch stabil ist (s. linke Abbildung).

Satz von NEIMARK und SACKER: Der Satz von NEIMARK und SACKER (s. Lit. 17.18, 17.3) sagt aus, daß das Bifurkationsverhalten von (17.72) auch auf zutrifft ( superkritische HOPF- Bifurkation für Abbildungen ).

Beispiel In der Abbildung (17.71), gegeben durch

findet bei

eine superkritische HOPF-Bifurkation statt.

Bezogen auf die Differentialgleichung (17.53) bedeutet die Existenz einer geschlossenen invarianten Kurve der Abbildung (17.71), daß bei der periodische Orbit instabil wird und sich bei ein bezüglich

(17.53) invarianter stabiler Torus abspaltet (s. Abbildung).

Hopf-Bifurkation
Gegeben sei (17.53) mit und gelte Eigenwerte mit und Eigenwerte . Für alle mit . Die JACOBI-Matrix mit Re habe die . Nach dem Satz über die

Zentrumsmannigfaltigkeit wird die Bifurkation durch eine zweidimensionale reduzierte Differentialgleichung (17.55) in der Form (17.57) beschrieben, wobei und differenzierbare Funktionen sind und sowie gilt. läßt

Durch eine nichtlineare Koordinatentransformation im Komplexen und Einführung von Polarkoordinaten sich (17.57) auf die Normalform (17.58) bringen, in der mit Punkten die Glieder höherer Ordnung angedeutet werden. Die TAYLOR-Entwicklung der

Koeffizientenfunktionen von (17.58) führt auf die verkürzte Normalform (17.59) Der Satz von ANDRONOV und HOPF garantiert, daß (17.59) die Bifurkationen von (17.58) nahe der Ruhelage bei beschreibt. Unter der Annahme ergeben sich für (17.59) folgende Fälle:

1. a) :

(s. Abbildung).

Stabiler Grenzzyklus und instabile Ruhelage. b) c) : Zyklus und Ruhelage verschmelzen in eine Ruhelage, die stabil wird. : Alle Orbits nahe (0,0) streben wie in b) für spiralartig gegen die Ruhelage (0,0).

2. a) :

(s. Abbildung).

Instabiler Grenzzyklus. b) c) : Zyklus und Ruhelage verschmelzen in eine instabile Ruhelage. : Spiralartige instabile Ruhelage wie in b).

Die Interpretation der obigen Fälle für das Ausgangssystem (17.53) zeigt die Bifurkation eines Grenzzyklus aus einer zusammengesetzten Ruhelage ( zusammengesetzter Strudel der Vielfachheit 1 ), die HOPF- Bifurkation (oder auch ANDRONOV- HOPF- Bifurkation ) genannt wird. Der Fall subkritisch (unter der Annahme . Für heißt dabei superkritisch , der Fall und

ist die Situation auf der nächsten Abbildung zu sehen.

HOPF-Bifurkationen sind generisch und gehören zu den Kodimension-1-Bifurkationen. Die angeführten Fallunterscheidungen illustrieren die Tatsache, daß eine superkritische HOPF-Bifurkation unter den oben formulierten Voraussetzungen anhand der Stabilität eines Strudels erkannt werden kann: Die Eigenwerte und der JACOBI-Matrix der rechten Seite von (17.53) in bei seien rein

imaginär, und für die restlichen Eigenwerte ein asymptotisch stabiler Strudel für (17.53) bei Bifurkation statt. Beispiel

gelte Re

. Sei weiter . Dann findet in (17.53) bei

und sei eine superkritische HOPF-

Die VAN-DER-POLsche Differentialgleichung ebene Differentialgleichung

mit dem Parameter

kann als

(17.60) geschrieben werden. Bei geht (17.60) in die Gleichung des harmonischen Oszillators über und hat deshalb nur periodische Lösungen und eine Ruhelage, die stabil, aber nicht asymptotisch stabil ist. Mit der Transformation für geht (17.60) in die ebene Differentialgleichung (17.61) über. Für die Eigenwerte der JACOBI-Matrix in der Ruhelage von (17.61) gilt

und damit

sowie . Bei

. Wie im Beispiel gezeigt wurde, ist

eine

asymptotisch stabile Ruhelage von (17.61) bei und mit ist für kleine wächst.

findet eine superkritische HOPF-Bifurkation statt,

ein instabiler Strudel, der von einem Grenzzyklus umgeben ist, dessen Amplitude

Lokale Bifurkationen nahe einem periodischen Orbit
q q q q

Satz über die Zentrumsmannigfaltigkeit für Abbildungen Bifurkation eines zweifach zusammengesetzten semistabilen periodischen Orbits Periodenverdopplung oder Flip-Bifurkation Abspaltung eines Torus

Sattelknoten-Bifurkation und transkritische Bifurkation
Gegeben sei (17.53) mit Eigenwert und , wobei mindestens zweimal stetig differenzierbar ist und mit Re habe. den

Eigenwerte

Nach dem Satz über die Zentrumsmannigfaltigkeit werden in diesem Fall alle Bifurkationen von (17.53) nahe durch eine eindimensionale reduzierte Differentialgleichung (17.55) beschrieben. Offenbar ist dabei . Wird zusätzlich und vorausgesetzt und die

rechte Seite von (17.55) nach der TAYLOR-Formel entwickelt, so läßt sich diese Darstellung nach Lit. 17.13 durch Koordinatentransformation umformen zur Normalform (17.56) (bei ) bzw. (bei ), wobei eine

differenzierbare Funktion mit (17.56) nahe diese zur Ruhelage

ist und die Punkte Terme höherer Ordnung bedeuten. Für

hat

zwei Ruhelagen, von denen eine stabil, die andere instabil ist. Bei , die instabil ist. Für

verschmelzen

hat (17.56) keine Ruhelage nahe 0 (s. Abbildung).

Die Übertragung auf den mehrdimensionalen Fall liefert eine Sattelknoten-Bifurkation nahe und ist diese Bifurkation in der folgenden Abbildung zu sehen.

in (17.53). Für

Die Darstellung der Sattelknoten-Bifurkation im erweiterten Phasenraum ist in der nächsten Abbildung dargestellt.

Für hinreichend glatte Vektorfelder (17.53) sind Sattelknoten-Bifurkationen generisch.

Wird in den Bedingungen an

für eine Sattelknoten-Bifurkation die Voraussetzung

durch die

Forderungen

und

ersetzt, so ergibt sich aus (17.55) die verkürzte

Normalform (ohne Glieder höherer Ordnung)

einer transkritischen Bifurkation . Für

und

ist die transkritische Bifurkation, zusammen mit dem Bifurkationsdiagramm, in der folgenden Abbildung gezeigt.

Sattelknoten- und transkritische Bifurkation gehören zu den Kodimension-1-Bifurkationen.

Binomischer Satz
Die Formel

(1.36a)

und reell und positiv und ganz sind. Zur Verkürzung der wird Binomischer Satz genannt, wobei Schreibweise sind spezielle Koeffizienten , die Binomialkoeffizienten , eingeführt worden:

(1.36b)

bzw.

(1.36c)

q q q q q

Binomialkoeffizienten Berechnung der Binomialkoeffizienten Eigenschaften der Binomialkoeffizienten Potenz einer Differenz Verallgemeinerung für eine beliebige Potenz

Binomialverteilung
Sind bei einem Versuch nur die beiden Ereignisse Wahrscheinlichkeiten und und möglich und sind die dazuzugehörigen , so ist

(16.60) die Wahrscheinlichkeit dafür, daß bei -maliger Wiederholung des Versuches das Ereignis Bei jedem Ziehen eines Elements aus der Grundgesamtheit gilt genau -mal eintritt.

(16.61) Die Wahrscheinlichkeit, bei den ersten darauffolgenden Ziehungen ein Element mit der Eigenschaft , ist zu ziehen und bei den

ein Element mit der Eigenschaft

. Dabei ist die Reihenfolge der

Ziehung der Elemente ohne Bedeutung, da die Kombinationen

(16.62) die gleiche Wahrscheinlichkeit haben und auch zu einer Stichprobe mit dem Umfang Eigenschaft führen. Eine Zufallsveränderliche . Es gilt: , bei der mit Elementen der ist, heißt

binomialverteilt mit den Parametern 1. Erwartungswert und Streuung:

(16.63a) (16.63b) 2. Ist binomialverteilt, so ist

(16.63c)

Demnach läßt sich die Binomialverteilung für große Parametern Genauigkeit möglich, wenn und und

näherungsweise durch eine Normalverteilung mit den ersetzen. Dies ist mit im allgemeinen ausreichender ist.

3. Rekursionsformel: Für praktische Rechnungen ist die folgende Rekursionsformel der Binomialverteilung nützlich:

(16.63d) 4. Sind und mit den Parametern bzw. binomialverteilte Zufallsveränderliche, so ist

die Zufallsveränderliche .

ebenfalls binomialverteilt, und zwar mit den Parametern

In der folgenden Abbildung sind drei Binomialverteilungen für die Fälle dargestellt.

und

Die Abbildung zeigt auch, daß sich in Übereinstimmung mit der Symmetrie der Binomialkoeffizienten für

eine Symmetrie der Binomialverteilung ergibt. Mit der Entfernung des Wertes diese Symmetrie ab.

von

nimmt

Definitionen
In jedem Punkt einer Raumkurve, mit Ausnahme der singulären Punkte, können drei Geraden und drei Ebenen schneiden und senkrecht aufeinander stehen:

definiert werden, die sich im Punkt

1. Tangente ist die Grenzlage der Sekante für .

2. Normalebene ist eine Ebene, die senkrecht auf der Tangente steht. Alle durch liegenden Geraden werden die Normalen der Kurve im Punkt 3. Schmiegungsebene verlaufenden und in dieser Ebene genannt. und verläuft,

wird die Grenzlage einer Ebene genannt, die durch drei benachbarte Kurvenpunkte

und geht. In der Schmiegungsebene befindet sich die Kurventangente. für die 4. Hauptnormale nennt man die Schnittgerade von Normalen- und Schmiegungsebene, d.h., es ist die Normale, die in der Schmiegungsebene liegt. 5. Binormale wird die Senkrechte auf die Schmiegungsebene genannt. 6. Rektifizierende Ebene heißt die von der Tangente und der Binormalen aufgespannte Ebene. Die positiven Richtungen werden auf den drei Geraden (1.), (4.) und (5.) folgendermaßen festgelegt:

a) Auf der Tangente ist es die positive Richtung der Kurve, die durch den Tangenteneinheitsvektor festliegt. b) Auf der Hauptnormalen ist es die Richtung der Kurvenkrümmung, festgelegt durch den Normaleneinheitsvektor c) Auf der Binormalen ist sie durch den Einheitsvektor (3.468)

definiert, wobei die drei Vektoren

und

ein rechtshändiges Koordinatensystem bilden, das

begleitendes Dreibein der Raumkurve genannt wird.

Unterabschnitte
q q q

Definition der Kurve als Schnitt zweier Flächen: Definition der Kurve als Funktion eines Parameters t in der Parameterform und als Vektorgleichung: Definition der Kurve als Funktion der Bogenlänge s in der Parameterform und als Vektorgleichung:

Gleichungen der Elemente des begleitenden Dreibeins Definition der Kurve als Schnitt zweier Flächen:
Die Definition der Kurve als Schnitt zweier Flächen erfolgt in der Form (3.463).

(3.469)

(3.470)

Dabei sind

die Koordinaten des Kurvenpunktes

und

die laufenden Koordinaten der .

Tangente bzw. der Normalebene; die partiellen Ableitungen beziehen sich auf den Punkt

Tabelle Vektor- und Koordinatengleichungen von Raumkurvengrößen Vektorgleichung Tangente: Koordinatengleichung

Normalebene:

Schmiegungsebene:

Binormale:

rektifizierende Ebene:

wo

Hauptnormale:

-Ortsvektor der Raumkurve,

-Ortsvektor der Raumkurvengröße

Definition der Kurve als Funktion eines Parameters t in der Parameterform und als

Vektorgleichung:
Die Definition der Kurve als Funktion eines Parameters gemäß (3.466). Die Vektor- und Koordinatengleichungen von Raumkurvengrößen des Punktes folgenden Tabelle zusammengefaßt. Dabei sind und mit sowie sind in der in der Parameterform und als Vektorgleichung erfolgt wobei

(3.464) und

die laufenden Koordinaten und der Radiusvektor beziehen sich auf den Punkt .

eines Dreibeinelements. Die Ableitungen nach dem Parameter

Definition der Kurve als Funktion der Bogenlänge s in der Parameterform und als Vektorgleichung:
Die Definition der Kurve als Funktion der Bogenlänge (3.465a) und (3.467). gewählt wird, dann gelten für die Tangente und die Binormale sowie für die Wenn als Parameter die Bogenlänge Normal- und Schmiegungsebene dieselben Gleichungen wie im Falle des vorhergehenden Abschnittes; es ist lediglich durch zu ersetzen. Die Gleichungen der Hauptnormalen und der rektifizierenden Ebene werden in der Parameterform und als Vektorgleichung erfolgt gemäß wobei

einfacher, wie aus der folgenden Tabelle zu ersehen ist. Tabelle Vektor- und Koordinatengleichungen von Raumkurvengrößen als Funktion von der Bogenlänge Element des Dreibeins Vektorgleichung Koordinatengleichung

Hauptnormale

Rektifizierende Ebene

-Ortsvektor der Raumkurve,

-Ortsvektor der Raumkurvengröße

Schemata zur FFT
Für den speziellen Fall sollen die dazugehörigen 3 Reduktionsschritte der FFT gemäß (19.223) und (19.225) im folgenden Schema 1 zusammengestellt werden: Schema 1:

Die Zuordnung der gesuchten komplexen FOURIER-Koeffizienten zu den

-Werten des 3. Schrittes erkennt man, wenn man sich

überlegt, wie in jedem Reduktionsschritt jeweils die Berechnung der Koeffizienten mit geraden und ungeraden Indizes erfolgt. In dem folgenden Schema 2 ist diese Verfahrensweise schematisch dargestellt. Schema 2:

(19.228)

Schreibt man in Schema 1 die Koeffizienten

auf und gibt man die Dualdarstellung ihrer Indizes vor dem ersten und nach dem

dritten Reduktionsschritt an, dann erkennt man, daß die Reihenfolge der gesuchten Koeffizienten durch sogenannte Bitumkehr auf besonders einfache Weise ermittelt werden kann, wie in dem folgenden Schema 3 dargestellt ist.

Beispiel Für die Funktion , die periodisch mit der Periode . Mit , sein soll, werde mit Hilfe der FFT

die diskrete FOURIER-Transformation durchgeführt. Man wähle

erhält man das folgende Schema 4:

Aus dem dritten (letzten) Reduktionsschritt erhält man die nachstehend aufgeführten gesuchten reellen FOURIER-Koeffizienten gemäß (19.220):

In diesem Beispiel kann man auch die allgemeine Eigenschaft (19.229) der diskreten komplexen FOURIER-Koeffizienten überprüfen. Für sieht man, daß gilt: .

Ungerichtete und gerichtete Graphen
Ein Graph ist ein geordnetes Paar aus einer Menge von Knoten und einer Menge von Kanten . Auf

ist eine Abbildung ( Inzidenzfunktion ) erklärt, die jedem Element von Paar (nicht notwendig verschiedener) Elemente von zugeordnet, dann wird

eindeutig ein geordnetes oder ungeordnetes ein ungeordnetes Paar

zuordnet. Ist jedem Element von

ein ungerichteter Graph genannt (linke Abbildung).

Ist dagegen jedem Element von

ein geordnetes Paar zugeordnet, dann spricht man von einem gerichteten Graphen heißen dann auch Bögen oder gerichtete Kanten . Alle anderen Graphen werden

(rechte Abbildung). Die Elemente von gemischte Graphen genannt.

In der graphischen Darstellung erscheinen die Knoten der Graphen als Punkte, die gerichteten Kanten als Pfeile und die ungerichteten Kanten als ungerichtete Linien. Beispiel A Für den Graphen in der Abbildung

gilt:

Beispiel B Für den Graphen in der Abbildung

gilt:

Beispiel C

Für den Graphen

in der Abbildung

gilt:

Bewertete Graphen
Ist ein Graph und eine Abbildung, die jeder Kante eine reelle Zahl zuordnet, so heißt

ein bewerteter Graph und

die Bewertung oder Länge der Kante

In vielen Anwendungsfällen repräsentieren die Bewertungen der Kanten Kosten, die durch den Bau, die Aufrechterhaltung oder die Benutzung der Verbindungen zustandekommen.

Differential des Bogens
Eine Fläche sei in der expliziten Form (3.483) oder in der Vektorform (3.484) gegeben. Auf der Fläche seien bzw. ein beliebiger Punkt

und

ein in der Nähe von

liegender zweiter Punkt. Die Länge des Bogens

auf

der Fläche läßt sich dann angenähert durch das Differential des Bogens oder das Linienelement der Fläche mit der Formel (3.490a) berechnen, wobei die drei Koeffizienten

(3.490b)

zu bilden sind. Die rechte Seite der ersten Formel (3.490a) wird erste quadratische für den Punkt Fundamentalform der Fläche genannt. Beispiel A Für die Kugel gemäß (3.485c) ergibt sich: (3.491) Beispiel B Für eine explizit durch (3.482) gegebene Fläche ergibt sich: (3.492)

Kurvenelemente
Ebene Kurve in der Ebene Polarkoordinaten Kartesische Koordinaten

Parameterdarstellung in kartesischen Koordinaten

Raumkurve

Parameterdarstellung in kartesischen Koordinaten

Bogenelement
Wenn Zuwachs werden: die Länge der Kurve von einem festen Punkt angenähert durch das Differential bis zum Punkt ist, dann kann der infinitesimale

der Bogenlänge, das Bogenelement , ausgedrückt

für die explizite Definition der Kurve (3.425)

(3.428) für die Definition der Kurve in der Parameterform (3.426) (3.429) für die Definition der Kurve in der Polarkoordinatenform (3.427) (3.430)

Beispiel A .

Beispiel B .

Beispiel C .

Bogenlängen ebener Kurven
1. Bogenlänge einer Kurve zwischen den Punkten oder in Parameterform ( , und , die explizit ( bzw. )

) gegeben ist (s. linke Abbildung):

(8.60a)

Mit dem Differential der Bogenlänge

ergibt sich (8.60b)

Beispiel Ellipsenumfang gemäß (8.60a): Mit den Substitutionen erhält man , wobei

die numerische Exzentrizität der Ellipse ist. Mit den Integrationsgrenzen für den 1. Quadranten gemäß bzw.

gilt

mit

. Die

Ermittlung des Integralwertes Ellipse).

aus der Tabelle Elliptische Integrale (s. Beispiel Umfang der

2. Bogenlänge einer Kurve zwischen den Punkten (s. rechte Abbildung):

und

, gegeben in Polarkoordinaten (

)

(8.60c)

Mit dem Differential der Bogenlänge

ergibt sich (8.60d)

Hyperbelbogen
Die Bogenlänge zwischen zwei Punkten der Hyperbel läßt sich nicht elementar berechnen, wie es für die in Analogie

Parabel möglich ist, sondern mit Hilfe eines unvollständigen elliptischen Integrals 2. Gattung zur Bogenlänge der Ellipse.

Kreisabschnitt (Kreissegment) und Kreisausschnitt (Kreissektor)
Kenngrößen sind Radius und Zentriwinkel

Zu berechnende Größen sind: (3.57)

(3.58)

(3.59)

(3.60a)

(3.60b)

(3.61)

(3.62a)

(3.62b)

Anwendungen des Kurvenintegrals erster Art

Länge eines Kurvenstückes

Masse eines inhom. Kurvenstücks

Dichtefunktion)

Schwerpunktkoordinaten

Trägheitsmomente einer ebenen Kurve in der -Ebene

Trägheitsmomente einer Raumkurve bezüglich der Koordinatenachsen

Im Falle homogener Kurven ist in den obigen Formeln

einzusetzen.

Koordinatengleichungen
Zur Definition einer Raumkurve gibt es die folgenden Möglichkeiten: 1. Schnitt zweier Flächen: (3.463) 2. Parameterform mit dem beliebigen Parameter : (3.464) mit als beliebigem Parameter, wobei ist 3. Parameterform mit der Bogenlänge oder sein kann.

als Parameter: (3.465a)

mit der Bogenlänge

zwischen einem festen Punkt

und dem laufenden Punkt

: (3.465b)

Messungen auf der Fläche
1. Länge des Bogens: Die Länge einer Kurve auf der Fläche wird für über

(3.493) berechnet. 2. Der Winkel zwischen zwei Kurven: Der Winkel zwischen zwei Kurven, d.h. zwischen ihren Tangenten, die sich im Punkt diesem Punkt die durch die Vektoren der Formel und schneiden und in vorgegebene Richtung haben, wird mit

(3.494) berechnet.

Die Koeffizienten

und

sind für den Punkt

zu bestimmen. Wenn der Zähler von (3.494) verschwindet, für

stehen beide Kurven senkrecht aufeinander. Die Orthogonalitätsbedingung für die Koordinatenlinien und für lautet 3. Der Flächeninhalt eines Flächenstückes: Der Flächeninhalt eines Flächenstückes begrenzt wird, kann über das Doppelintegral das von einer beliebigen, auf der Fläche liegenden Kurve

(3.495a) mit (3.495b) Flächenelement . berechnet werden. Man nennt Die Berechnung von Längen, Winkeln und Flächeninhalten auf Flächen ist mit Hilfe der Formeln (3.493, 3.494, 3.495a,b) möglich, wenn die Koeffizienten und der ersten quadratischen Fundamentalform bekannt sind.

Somit definiert die erste quadratische Fundamentalform die Metrik auf der Fläche .

Bogenschnitt
Der Neupunkt zwei Punkte ergibt sich als Schnittpunkt zweier Bögen mit den gemessenen Radien und mit bekannten Koordinaten. und um die

Berechnet wird die unbekannte Länge

und aus den nun bekannten drei Seiten im Dreieck

die Winkel.

Eine zweite hier nicht betrachtete Lösung geht von einer Zerlegung des schiefwinkligen Dreieckes in zwei rechtwinklige Dreiecke aus. Gegeben: Lösung: (3.100a) Gemessen: Gesucht:

(3.100b) (3.100c) (3.100d)

(3.100e) (3.100f) (3.100g) (3.100h) (3.100i) (3.100j) (3.100k)

Kompakte Teilmengen in normierten Räumen
Eine Teilmenge
q

eines normierten Raumes

heißt eine konvergente Teilfolge enthält, deren Grenzwert in

kompakt , wenn jede Folge von Elementen aus liegt,

q

relativkompakt oder präkompakt , wenn ihre Abschließung kompakt ist, d.h., jede Folge von Elementen aus enthält eine (nicht unbedingt zu einem Element aus ) konvergente Teilfolge.

Dabei genügt es für die eingeführten Begriffe, als metrischen (oder noch allgemeineren) Raum vorauszusetzen. Diese Allgemeinheit wird im weiteren aber nicht erforderlich sein. In der Analysis ist dies gerade der Satz von BOLZANO-WEIERSTRASS, weshalb man sagt, eine solche Menge besitze die BOLZANO-WEIERSTRASS-Eigenschaft . Jede kompakte Menge ist abgeschlossen und beschränkt. Umgekehrt, ist der Raum kompakt, wenn endlichdimensional, dann ist ist genau dann jede solche Menge auch kompakt. Die abgeschlossene Einheitskugel im normierten Raum

endlichdimensional ist. Zur Charakterisierung von relativkompakten Mengen in metrischen

Räumen (Satz von HAUSDORFF über die Existenz eines endlichen ARZELA-ASCOLI) und s. Lit. 12.18.

-Netzes) sowie in den Räumen

(Satz von

Rechenregeln
Es gelten die folgenden Rechenregeln; sie sind analog zu den Rechenregeln der BOOLEschen Schaltalgebra: (16.8) (16.9) (16.10) (16.11) (16.12) (16.13) (16.14) (16.15) (16.16) (16.17) (16.18)

(16.19) (16.20) (16.21) (16.22) (16.23) (16.24) (16.25) (16.26) 11. Vollständiges System: Ein System von Ereignissen heißt vollständig, wenn gilt: (16.27) Beispiel A

Für das Werfen zweier Münzen ergibt sich die folgende Tabelle der möglichen Elementarereignisse: Zahl 1. Münze 2. Münze Beispiele für zusammengesetzte Ereignisse: 1. Erste Münze zeigt Zahl oder Wappen: 2. Gleichzeitiges Auftreten von Zahl und Wappen bei der ersten Münze: 3. Erste Münze Zahl, zweite Münze Wappen: . . . Wappen

Beispiel B

Bestimmung der Brenndauer von Glühlampen. Elementarereignis : Die Brenndauer genügt der Ungleichung

Zusammengesetztes Ereignis

: Die Brenndauer ist höchstens gleich

, d.h.

.

BOOLEsche Ausdrücke
BOOLEsche Ausdrücke werden induktiv definiert: Sei Werte aus annehmen können): (5.225) (5.226) eine (abzählbare) Menge BOOLEscher Variabler (die nur

Enthält ein BOOLEscher Ausdruck die Variablen eine ,,Belegung`` der BOOLEschen Variablen Definition werden den Ausdrücken

so repräsentiert er eine d.h.

-stellige BOOLEsche Funktion

: Es sei

Unter Beachtung der induktiven

wie folgt BOOLEsche Funktionen zugeordnet: (5.227a) (5.227b) (5.227c) (5.227d)

Umgekehrt läßt sich jede BOOLEsche Funktion

durch einen BOOLEschen Ausdruck

darstellen (s. Normalformen).

Weitere nichtlineare Evolutionsgleichungen mit Solitonlösungen

Modifizierte KdV-Gleichung
(9.144) Die noch allgemeinere Gleichung (9.145) hat das Soliton

(9.146)

als Lösung.

sinh- GORDON-Gleichung

(9.147)

BOUSSINESQ-Gleichung
(9.148) Sie tritt bei der Beschreibung nichtlinearer elektrischer Netzwerke als Kontinuumsnäherung der Ladungs-SpannungsBeziehung auf.

HIROTA-Gleichung
(9.149)

BURGERS-Gleichung
(9.150) Sie tritt bei der modellmäßigen Beschreibung der Turbulenz auf. Mit der HOPF-COLE-Transformation wird sie in die Diffusionsgleichung, also eine lineare Differentialgleichung, überführt.

KADOMZEV-PEDVIASHWILI-Gleichung
Die Gleichung (9.151a) hat das Soliton (9.151b)

zur Lösung. Die Gleichung (9.151a) ist ein Beispiel für Solitonengleichungen mit einer größeren Zahl unabhängiger Variabler, z.B. zweier Ortsvariabler.

Brachistochronenproblem
Das Brachistochronenproblem wurde 1696 von J. BERNOULLI formuliert und beinhaltet die folgende Aufgabe: Der in einer vertikalen -Ebene liegende Punkt soll mit dem Koordinatenursprung durch eine Kurve

so verbunden werden, daß ein längs dieser Kurve sich bewegender Massepunkt allein unter dem Einfluß der Schwerkraft in der kürzesten Zeit von zum Ursprung gelangt (s. Abbildung).

Mit der Formel für die Fallzeit stetig differenzierbare Kurve

ergibt sich die folgende mathematische Formulierung: Man bestimme eine einmal , für die

(10.9)

gilt (

Fallbeschleunigung) und die die Randbedingungen (10.10)

erfüllt. Man beachte, daß in (10.9) für

eine Singularität auftritt.

Versiera der Agnesi
Die Gleichung (2.216a) liefert die in der folgenden Abbildung dargestellte Versiera der Agnesi .

Sie besitzt eine Asymptote mit der Gleichung

ein Maximum

bei

der dazugehörige

Krümmungsradius beträgt

. Die Wendepunkte

und

befinden sich bei

, die

Tangentenneigungswinkel sind dort gegeben durch

. Die Fläche zwischen der Kurve und der

Asymptote beträgt mit der Gleichung

Die Versiera der Agnesi ist ein Spezialfall der LORENTZ- oder BREIT-WIGNER-Kurve

(2.216b)

Beispiel Als Bildfunktion der gedämpften Schwingung bezüglich der FOURIER-Transformation ergibt sich die LORENTZ- oder BREIT-WIGNER-Kurve.

Bildfunktion zur gedämpften Schwingung
Bildfunktion einer gedämpften Schwingung: Die in der folgenden linken Abbildung dargestellte gedämpfte Schwingung wird durch die Funktion (15.100a) beschrieben.

Zur Vereinfachung der Rechnung wird die FOURIER-Transformation der komplexen Funktion ermittelt. Es gilt Die FOURIER-Transformation liefert: .

(15.100b) Das Ergebnis ist die LORENTZ- oder BREIT-WIGNER-Kurve (15.100c) die in der rechten Abbildung dargestellt ist. Einer gedämpften Schwingung im Zeitbereich entspricht ein einziger Peak im Frequenzbereich.

Krummlinige Koordinaten auf einer Fläche
Für eine in der Parameterform bzw. Variieren des Parameters bei gleichzeitigem Festhalten von (3.483) oder Vektorform (3.484) gegebene Fläche erhält man durch die Punkte einer Kurve

auf der Fläche. Werden für

nacheinander verschiedene, aber feste Werte

eingesetzt, dann ergibt sich eine Kurvenschar auf der Fläche. Da bei der Bewegung längs einer solchen Kurve mit nur geändert wird, nennt man diese Kurven die -Linien .

In Analogie dazu erhält man beim Variieren von

und gleichzeitigem Festhalten von

für

eine zweite Kurvenschar und spricht von

-Linien . Auf diese Weise kann man auf der Fläche und die

(3.483) ein Netz von Koordinatenlinien entstehen lassen, in dem zwei feste Zahlen

sind. krummlinigen oder GAUSSschen Koordinaten des Flächenpunktes Wenn eine Fläche in der Form (3.482) gegeben ist, stellen die Koordinaten Schnitte der Fläche mit den Ebenen und Parametergleichungen beschrieben. Beispiel dar. Mit Gleichungen der impliziten Form und oder mit den

zwischen diesen Koordinaten werden Kurven auf der Fläche

Die Parametergleichungen der Kugel (3.485b,c) ergeben für und Meridiane

die geographische Länge eines Punktes -Linien sind hier die

seinen Polabstand oder seine geographische Breite . Die die -Linien die Parallelkreise

Geographische Koordinaten
Zur Bestimmung von Punkten auf der Erdoberfläche werden geographische Koordinaten benutzt, d.h. und der geographischen Breite .

Kugelkoordinaten mit dem Radius der Erdkugel, der geographischen Länge

Längengradeinteilung: Zur Längengradzählung ist die Erdoberfläche in halbe, vom Nordpol zum Südpol verlaufende Großkreise, die Meridiane , eingeteilt. Der Nullmeridian verläuft durch die Sternwarte Greenwich . Von ihm aus erfolgt die Zählung mit Hilfe von 180 ganzzahligen Meridianen östlicher Länge (ö. L.) und 180 ganzzahligen Meridianen westlicher Länge (w. L.), die am Äquator einen gegenseitigen Abstand von 111 km haben. Östliche Längen werden positiv, westliche Längen negativ angegeben. Somit gilt

Breitengradeinteilung: Zur Breitengradzählung ist die Erdoberfläche in parallel zum Äquator verlaufende Kleinkreise, die Breitengrade, eingeteilt. Vom Äquator aus, einem Großkreis, zählt man 90 ganzzahlige Breitengrade nördlicher Breite (n. Br.) und 90 südlicher Breite (s. Br.). Nördliche Breiten werden positiv, südliche Breiten negativ angegeben. Somit gilt

Elemente der Ellipse
In der folgenden Abbildung sind Scheitel , die große Achse , die kleine Achse , auf beiden Seiten des Mittelpunktes, der Halbparameter , d.h. die halbe Länge der durch die

die Brennpunkte mit dem Abstand die numerische Exzentrizität und

einen Brennpunkt parallel zur kleinen Achse gezogenen Sehne.

Elemente der Hyperbel

In der Abbildung sind

die reelle Achse;

die Scheitel ; 0 der Mittelpunkt;

und

die

Brennpunkte im Abstand

auf der reellen Achse zu beiden Seiten vom Mittelpunkt; die imaginäre Achse ; der Halbparameter der Hyperbel , d.h. die halbe die numerische

Länge der durch einen der Brennpunkte senkrecht zur rellen Achse gelegten Sehne; Exzentrizität .

Elemente der Parabel
In der folgenden Abbildung ist die -Achse mit der Parabelachse identisch, 0 ist der Scheitel der Parabel , vom Koordinatenursprung auf der der

Brennpunkt der Parabel , der sich im Abstand Halbparameter der Parabel genannt wird.

-Achse befindet, wobei

Mit Abstand

ist die Leitlinie bezeichnet, d.h. eine Gerade, die senkrecht auf der Parabelachse steht und diese im auf der dem Brennpunkt entgegengesetzten Seite schneidet. Somit ist der Halbparameter auch gleich

der halben Länge der Sehne, die im Brennpunkt senkrecht auf der Achse steht. Die numerische Exzentrizität der Parabel ist gleich eins. (S. auch Leitlinieneigenschaft der Kurven zweiter Ordnung.)

Brennpunktseigenschaften der Ellipse, Definition der Ellipse
Die Ellipse ist der geometrische Ort aller Punkte, für die die Summe der Abstände von zwei gegebenen festen Punkten, den Brennpunkten, konstant gleich ist. Jeder dieser Abstände, die auch Brennpunktradiusvektoren gemäß (3.319) eines Ellipsenpunktes genannt werden, berechnet sich als Funktion von der Abszissenkoordinate

In dieser und in den weiteren Formeln mit kartesischen Koordinaten wird angenommen, daß die Ellipse in der Normalform gegeben ist.

Brennpunktseigenschaften der Hyperbel, Definition der Hyperbel

Die Hyperbel ist der geometrische Ort aller Punkte, für die die Differenz der Abstände von zwei gegebenen festen Punkten, den Brennpunkten, konstant gleich ist. Punkte mit gehören einem Zweig an (in der

Abbildung dem linken), andere mit

dem zweiten (in der Abbildung dem rechten). Jeder dieser

Abstände, die auch Brennpunktradiusvektoren genannt werden, berechnet sich aus (3.329) wobei das obere Vorzeichen für den linken, das untere für den rechten Zweig gilt. In diesen und den folgenden Hyperbelformeln, mit kartesischen Koordinaten, wird angenommen, daß die Hyperbel in der Normalform angegeben ist.

Chinesisches Briefträgerproblem
Das Problem, daß ein Briefträger jede Straße seines Zustellbereiches mindestens einmal durchläuft, zum Ausgangspunkt zurückkehrt und insgesamt einen möglichst kurzen Weg durchlaufen will, läßt sich graphentheoretisch wie folgt formulieren: Es sei Kanten Gesucht wird eine Kantenfolge ein bewerteter Graph mit mit minimaler Gesamtlänge (5.238) Die Bezeichnung des Problems erinnert an den chinesischen Mathematiker KUAN, der sich als erster mit dem Problem beschäftigt hat. Zur Lösung sind zwei Fälle zu unterscheiden: 1. ist ein EULERscher Graph - dann ist jede geschlossene EULERsche Linie optimal - und 2. besitzt keine EULERsche Linie. für alle

Einen effektiven Algorithmus zur Lösung des Problems haben EDMONDS und JOHNSON angegeben (s. Lit.5.30).

Bestimmung des ganzrationalen Anteils
Ein Quotient zweier Polynome mit gemeinsamer Hauptgröße wird ein echter Bruch genannt, wenn das Polynom im Zähler von niedrigerem Grade ist als das Polynom im Nenner. Im entgegengesetzten Falle spricht man von einem unechten Bruch . Jeder unechte Bruch kann in eine Summe aus einem echten Bruch und einem Polynom zerlegt werden, indem das Zählerpolynom durch das Nennerpolynom dividiert, d.h. der ganzrationale Anteil abgespalten wird. Beispiel Bestimmung des ganzrationalen Anteils von

Der ganzrationale Anteil einer unecht gebrochenrationalen Funktion bezeichnet, weil sich für große Werte von

wird auch als asymptotische Näherung für

wie dieser Polynomanteil verhält.

q q q q q

Partialbruchzerlegung, allgemeiner Fall Partialbruchzerlegung, Fall 1 Partialbruchzerlegung, Fall 2 Partialbruchzerlegung, Fall 3 Partialbruchzerlegung, Fall 4

Fraktale
Attraktoren oder andere invariante Mengen von dynamischen Systemen können geometrisch komplizierter als Punkt, Linie oder Torus aufgebaut sein. Fraktale sind, auch unabhängig von einer Dynamik, Mengen, die sich durch eines oder mehrere Merkmale wie Ausfransung, Porösität, Komplexität, Selbstähnlichkeit auszeichnen. Da der übliche Dimensionsbegriff, wie er für glatte Flächen und Kurven gebraucht wird, für Fraktale nicht anwendbar ist, müssen verallgemeinerte Definitionen der Dimension herangezogen werden. Eine ausführlichere Darstellung der Dimensionstheorie s. Lit. 17.9, 17.5. Beispiel

Das Intervall entfernt, so daß die Menge

wird in drei Teilintervalle gleicher Länge geteilt und das mittlere offene Drittel

entsteht. Dann werden von den beiden Teilintervallen von so daß die Menge

die jeweils mittleren offenen Drittel entfernt,

entsteht. Diese Prozedur wird mit

fortgesetzt, indem aus jedem Teilintervall von

das mittlere

offene Drittel entfernt wird. Dadurch entsteht eine Folge von Mengen

wobei jedes

aus

Intervallen der Länge

besteht. Die CANTOR-Menge

ist definiert als

Menge aller der Punkte, die allen

angehören, d.h.,

ist kompakt, überabzählbar, hat das LEBESGUE-Maß Null und ist perfekt. D.h., ist Die Menge abgeschlossen, und jeder Punkt ist Häufungspunkt. Die CANTOR-Menge kann als Beispiel für ein Fraktal dienen.

Hausdorff-Dimension
Die Motivation für diese Dimension ergibt sich aus der Volumenberechnung durch das LEBESGUE-Maß. Wird eine beschränkte Menge versehen, so daß also alle endlichen Überdeckungen von und läßt mit einer Überdeckung aus einer endlichen Anzahl Kugeln gilt, erhält man für das ,,Rohvolumen`` die Größe von , das für meßbare Mengen mit Radius . Bildet man nun über

durch Kugeln mit Radius

gegen Null gehen, so ergibt sich das äußere LEBESGUE-Maß übereinstimmt.

mit dem Volumen vol

Es seien

der EUKLIDische Raum

oder, allgemeiner, ein separabler metrischer Raum mit Metrik und wird die Größe

und

eine Teilmenge. Für beliebige Parameter

(17.40a)

gebildet, wobei

beliebige Teilmengen mit Durchmesser diam

sind. Das äußere

HAUSDORFF- Maß zur Dimension d von A wird durch (17.40b) definiert und kann endlich oder unendlich sein. Die HAUSDORFF- Dimension (einzige) kritische Wert des HAUSDORFF-Maßes: (17.40c) der Menge ist dann der

Bemerkung: Die Größen oder, im Falle des

können auch mit Hilfe von Überdeckungen aus Kugeln vom Radius gebildet werden.

, aus Würfeln der Kantenlänge

Wichtige Eigenschaften der HAUSDORFF-Dimension: (HD1) .

(HD2) Ist (HD3) Aus (HD4) Ist (HD5) Ist (HD6) Ist LIPSCHITZ-stetig (d.h. existiert eine Konstante , so gilt Abbildung und ist diese ebenfalls LIPSCHITZ-stetig, so ist sogar mit . Existiert die inverse . endlich oder abzählbar, so ist . , so gilt . folgt . , so gilt .

Beispiel

Für die Menge

aller rationalen Zahlen gilt wegen (HD5)

. Für die CANTOR-Menge

ist

Selbstähnlichkeit
Einer Reihe geometrischer Figuren, die man selbstähnlich nennt, liegt folgende Entstehungsprozedur zugrunde: Eine Ausgangsfigur wird durch eine neue Figur ersetzt, die aus Ausgangsfigur besteht. Alle im ersten Schritt behandelt. -ten Schritt vorhandenen mit dem Faktor linear skalierten Kopien der

-fach skalierten Ausgangsfiguren werden jeweils wie im

Für die in den folgenden Beispielen A bis D genannten Mengen gilt

.

Beispiel A CANTOR-Menge: .

Beispiel B

KOCHsche Kurve:

. Die ersten 3 Schritte sind in der folgenden Abbildung zu sehen.

Beispiel C SIERPINSKI-Drachen: Dreiecke werden jeweils entfernt. . Die ersten 3 Schritte zeigt die folgende Abbildung. Die weißen

Beispiel D

SIERPINSKI-Teppich: Quadrate werden entfernt.

. Die ersten 3 Schritte zeigt die folgende Abbildung. Die weißen

Lösung der kubischen Gleichungen, Methode 2, Anwendung der Formel von CARDANO
Durch die Substitution geht (1.156b) in (1.160a) über. Diese Gleichung ist sicher dann erfüllt,wenn (1.160b) gilt. Schreibt man diese Gleichungen in der Form (1.160c) und Summe und Produkt bekannt, so daß sie auf Grund des dann sind von den beiden unbekannten Größen VIETAschen Wurzelsatzes bzw. wegen (1.152) und (1.150b) als Lösungen der quadratischen Gleichung

(1.160d) aufgefaßt werden können. Man erhält (1.160e) so daß sich für die Lösungen der Gleichung (1.156b) die CARDANOsche Formel (1.160f) ergibt. Wegen der Dreideutigkeit jeder 3. Wurzel wären neun verschiedene Fälle möglich, die sich wegen auf die folgenden drei Lösungen reduzieren: (1.160g) (1.160h) (1.160i)

Beispiel

mit

und

Die reelle Wurzel ist

die komplexen Wurzeln sind

Integraltransformationen von Funktionen einer Veränderlichen
Integraltransformationen von Funktionen einer Veränderlichen, Übersicht

CASSINIsche Kurven
CASSINIsche Kurven nennt man den geometrischen Ort aller Punkte festen Punkten und bei bzw. , für die das Produkt der Abstände von zwei ist: (2.228) Die Gleichung lautet in kartesischen und Polarkoordinaten: (2.229a) (2.229b) Die Form der Kurve hängt von den Größen und ab: , den Fixpunkten, konstant gleich

1. Fall Die Schnittpunkte mit der 2. Fall und

Für und mit der

ist die Kurve ein ellipsenförmiges Oval. -Achse liegen bei , die Schnittpunkte und

-Achse bei Für den Fall und bei ergibt sich eine Kurve des gleichen Typs mit wobei die Krümmung in den Punkten und und bei

gleich 0 ist,

d.h., es gibt eine enge Berührung mit den Geraden 3. Fall Für ist die Kurve ein eingedrücktes Oval. ebenso das Maximum und das Minimum

Die Achsenschnitte sind dieselben wie im Falle

während die weiteren Extrema

bei

liegen und die vier

Wendepunkte

bei

mit

und

4. Fall 5. Fall

Für Für und

ergibt sich die Lemniskate. ergeben sich zwei Ovale. mit der -Achse liegen bei die Schnittpunkte und

Die Schnittpunkte

bei

die Maxima und Minima

bei

Der Krümmungsradius beträgt

wobei

der Polarkoordinatendarstellung genügt.

Anwendung der Cauchyschen Integralformeln
Mit Hilfe der CAUCHYschen Integralformel (14.56) kann man die Werte einiger bestimmter Integrale bestimmen. Beispiel Die Funktion wobei der Integrationsweg Man erhält gemäß (14.56) , die in der gesamten -Ebene analytisch ist, wird gemäß CAUCHYscher Integralformel (14.56) dargestellt, und dem Radius sein soll. Die Kreisgleichung lautet .

ein Kreis mit dem Mittelpunkt in

,

so daß

Da der Imaginärteil gleich Null ist, ergibt sich

.

Cauchy-Folge
Sei ein metrischer Raum. Die Folge mit heißt CAUCHY- Folge , einen Index

fundamentale Folge oder manchmal auch noch konvergent in sich , wenn es für gibt, so daß die Ungleichung

(12.54) gilt. Jede CAUCHY-Folge ist eine beschränkte Menge. Weiter gilt, daß jede konvergente Folge eine CAUCHY-Folge ist. Die Umkehrung gilt im allgemeinen nicht, wie das folgende Beispiel zeigt. Beispiel

Betrachtet man im Raum in

die Metrik (12.44) des Raumes

sowie die offensichtlich für alle dann ist die Folge

liegenden Elemente

eine CAUCHY-Folge in diesem Raum. Würde die Folge konvergieren, dann müßte sie auch koordinatenweise, und zwar zu dem Element , konvergieren. Die harmonische Reihe nicht in . liegt aber wegen

Analytische Funktion außerhalb eines Gebietes
Wenn eine Funktion im gesamten Teil der Ebene außerhalb des geschlossenen Integrationsweges und ihrer Ableitungen in einem Punkt dieses Gebietes

analytisch ist, dann werden die Werte der Funktion

mit Hilfe der gleichen CAUCHYschen Formeln (14.42, 14.43) dargestellt, aber die Kurve des geschlossenen Integrationsweges ist nunmehr im Uhrzeigersinn zu durchlaufen (s. Abbildung).

Mit Hilfe der CAUCHYschen Integralformeln können die Werte einiger reeller bestimmter Integrale berechnet werden.

Analytische Funktion innerhalb eines Gebietes
Ist auf einer geschlossenen Kurve und in dem von ihr umschlossenen einfach zusammenhängenden dieses Gebietes (s. Abbildung) die Darstellung (14.42)

Gebiet analytisch, dann gilt für jeden inneren Punkt

wenn

die Kurve

im Gegenuhrzeigersinn durchläuft.

Somit lassen sich die Funktionswerte einer analytischen Funktion im Innern eines Gebietes durch die Funktionswerte auf dem Rande des Gebietes ausdrücken. Aus (14.42) ergeben sich Existenz und Integraldarstellung der analytischen Funktion: -ten Ableitung einer in einem Gebiet

(14.43) Eine analytische Funktion ist demnach beliebig oft differenzierbar. Im Unterschied dazu folgt im Reellen aus der einmaligen Differenzierbarkeit nicht die wiederholte Differenzierbarkeit. Die Gleichungen (14.42) und (14.43) werden CAUCHYsche Integralformeln genannt.

Eigenschaften des Cauchy-Integrals
Die Funktion (11.76a)

heißt CAUCHY-Integral über

. Für

existiert das Integral im gewöhnlichen Sinne und stellt eine . Für sei unter (11.76a) der CAUCHYsche Hauptwert

holomorphe Funktion dar. Es gilt

(11.76b)

verstanden. Das CAUCHY-Integral Annäherung von und SOCHOZKI: an

ist von

bzw. bzw.

stetig auf

fortsetzbar. Die Grenzwerte bei

werden mit

bezeichnet. Es gelten die Formeln von PLEMELJ

(11.76c)

Verfahren des steilsten Abstieges (Gradientenverfahren)
Ausgehend vom aktuellen Punkt , wird als Richtung des lokal steilsten Abstieges festgelegt durch (18.74a) Es ist also (18.74b) Eine schematische Darstellung des Gradientenverfahrens mit den Niveaulinien Abbildung. zeigt die folgende

Die Schrittweite

wird nach dem CAUCHY-Prinzip, auch Prinzip der Strahlminimierung genannt, ermittelt, d.h.,

löst die eindimensionale Aufgabe (18.75) Dazu können Verfahren aus Abschnitt Numerische Suchverfahren herangezogen werden. Das Gradientenverfahren (18.74ab) konvergiert relativ langsam. Für jeden Häufungspunkt quadratische Zielfunktion, d.h. der Folge gilt . Für eine

, besitzt das Verfahren die Form: (18.76a)

(18.76b)

Vollständiger metrischer Raum
Ein metrischer Raum heißt vollständig , wenn in ihm jede CAUCHY-Folge konvergiert. Die vollständigen metrischen Räume sind also gerade diejenigen, in denen das von den reellen Zahlen her bekannte CAUCHYsche Prinzip gilt: Eine Folge konvergiert genau dann, wenn sie eine CAUCHY-Folge ist. Jeder abgeschlossene Teilraum eines vollständigen metrischen Raumes ist (als selbständiger metrischer Raum aufgefaßt) vollständig. In gewisser Weise gilt die Umkehrung: Ist ein Teilraum vollständig, so ist die Menge Beispiel Beispiele vollständiger metrischer Räume sind , . , , , in eines (nicht notwendigerweise vollständigen) metrischen Raumes abgeschlossen.

Formulierung der Aufgabe
Gegeben ist die Integralgleichung (11.72) Hier ist ein System endlich vieler glatter, doppelpunktfreier, geschlossener Kurven in der komplexen Ebene, die mit und ein Außengebiet bilden. Dabei liegt beim

ein zusammenhängendes Innengebiet Durchlauf zur Linken von

. Für die Betrachtung von Kurvensystemen, bestehend aus stückweise glatten, offenen ist auf HÖLDER-stetig, falls für beliebige Paare

oder geschlossenen Kurven (s. Lit. 11.2). Eine Funktion gilt:

(11.73) Die Funktionen und werden als HÖLDER-stetig mit dem Exponenten und

bezüglich beider Argumente HÖLDER-stetig mit dem Exponenten

angenommen. Der Kern

hat für Hauptwert. Mit Form

eine starke Singularität. Das Integral existiert aber als CAUCHYscher und ergibt sich (11.72) in der

(11.74a)

Der Ausdruck

beschreibt in verkürzter Form die linke Seite der Integralgleichung.

ist ein singulärer

Operator. Die Kernfunktion

ist nur schwach singulär. Es gelte zusätzlich die Normalitätsbedingung . Die Gleichung

(11.74b)

ist die zu (11.74a) zugeordnete charakteristische Gleichung . Der Operator Operators . Die zu (11.74a) transponierte Integralgleichung lautet:

ist der charakteristische Teil des

(11.74c)

Integrale mit unbeschränktem Integranden
Es sind drei verschiedene Fälle zu betrachten, für die eigene Definitionen eingeführt werden.
q q q q

Definitionen Geometrische Bedeutung Über die Anwendung des Hauptsatzes der Integralrechnung Hinreichende Bedingung für die Konvergenz eines uneigentlichen Integrals mit unbeschränktem Integranden

CAUCHYsches Problem
Gegeben sind Funktionen von unabhängigen Variablen : (9.72a) Das CAUCHYsche Problem für die Differentialgleichung (9.68a) besteht darin, eine Lösung (9.72b)

zu bestimmen, die beim Einsetzen von (9.72a) eine vorgegebene Funktion

ergibt:

(9.72c) Im Falle zweier Variabler reduziert sich das Problem auf das Aufsuchen einer Integralfläche, die durch eine gegebene Kurve verläuft. Wenn diese Kurve eine stetige Tangente hat und in keinem Punkt eine Charakteristik berührt, dann besitzt das CAUCHYsche Problem in einer gewissen Umgebung dieser Kurve stets eine eindeutige Lösung. Dabei besteht die Integralfläche aus der Menge aller der Charakteristiken, die die gegebene Kurve schneiden. Eine exaktere Formulierung des Satzes über die Existenz der Lösung des CAUCHYschen Problems s. Lit. 9.26. Beispiel A

Für die lineare inhomogene partielle Differentialgleichung erster Ordnung

lauten die Gleichungen der Charakteristiken . Die Integrale dieses Systems lauten . Als Charakteristiken ergeben sich Kreise, deren Mittelpunkte auf einer durch den Koordinatenursprung verlaufenden Geraden liegen, die zu proportionale Richtungskosinusse besitzt. Die Integralflächen

sind Rotationsflächen mit dieser Geraden als Achse. Beispiel B

Es sind die Integralflächen der linearen inhomogenen Differentialgleichung erster Ordnung

zu bestimmen, die durch die Kurve verläuft. Die Gleichungen der Charakteristiken lauten

.

Die durch den Punkt

verlaufenden Charakteristiken sind .

Als Parameterdarstellung der gesuchten Integralfläche findet man , wenn gesetzt wird. Die Elimination von führt auf .

Gerüste, Satz von CAYLEY
1. Gerüst: Ein Baum, der Teilgraph eines ungerichteten Graphen zusammenhängende endliche Graph Enthält einen Kreis, dann löscht man in ist, wird ein Gerüst von : ist genannt. Jeder enthält ein Gerüst

eine Kante dieses Kreises. Der entstandene Graph

wieder zusammenhängend und kann durch Löschen einer Kante eines Kreises von existiert, in einen zusammenhängenden Graphen man ein Gerüst von Beispiel

falls eine solche

überführt werden. Nach endlich vielen Schritten erhält

Die rechte Abbildung zeigt ein Gerüst

des in der linken Abbildung dargestellten Graphen

2. Satz von CAYLEY: Jeder vollständige Graph mit Knoten hat genau Gerüste.

Satz von CAYLEY
Der Satz von CAYLEY beinhaltet, daß durch die Permutationsgruppenalle Gruppen strukturell beschrieben werden können: Jede Gruppe ist zu einer Permutationsgruppe isomorph. Eine zu isomorphe Permutationsgruppe abbilden, bestehende Untergruppe der gegeben. ist die aus den Permutationen Dabei ist ein zugehöriger Isomorphismus die auf durch

Seltsame Attraktoren und Chaos
q q q

Chaotischer Attraktor Fraktale und seltsame Attraktoren Chaotisches System nach Devaney

Chaos in eindimensionalen Abbildungen
Für stetige Abbildungen eines kompakten Intervalls in sich gibt es zahlreiche hinreichende Bedingungen für die Existenz chaotischer invarianter Mengen. Drei Beispiele sollen genannt werden. 1. Satz von SHINAI: Sei System auf , d.h. eine stetige Abbildung eines kompakten Intervalls auf (z.B. ) in sich. Dann ist das

genau dann chaotisch im Sinne von DEVANEY, wenn die topologische Entropie von , positiv ist.

2. Satz von SHARKOVSKY: Die positiven ganzen Zahlen seien folgendermaßen geordnet:

(17.52)

Sei

eine stetige Abbildung eines kompakten Intervalls in sich und habe auch einen -periodischen Orbit, wenn ist.

auf

einen

-

periodischen Orbit. Dann hat

3. Satz von BLOCK, GUCKENHEIMER und MISIURIEWICZ: Sei eine stetige Abbildung des kompakten Intervalls in sich, so daß einen -

periodischen Orbit (

, ungerade) besitzt. Dann ist

.

Unterabschnitte
q q

Hopf-Landau-Modell der Turbulenz: RUELLE-TAKENS-NEWHOUSE-Szenario: Satz über den Glattheitsverlust und die Zerstörung eines Torus :

q

Vom Torus zum Chaos Hopf-Landau-Modell der Turbulenz:
Die Frage des Übergangs von einem regulären laminaren Verhalten zu einem irregulären turbulenten Verhalten ist besonders für Systeme mit verteilten Parametern, die z.B. durch partielle Differentialgleichungen beschrieben werden, von Interesse. Aus dieser Sicht läßt sich Chaos als zeitlich irreguläres, aber räumlich geordnetes Verhalten interpretieren. Turbulenz dagegen ist ein Systemverhalten, das sowohl zeitlich als auch räumlich irregulär ist. Das HOPF- LANDAU-Modell erklärt die Entstehung der Turbulenz über eine unendliche Kaskade von HOPF-Bifurkationen: Bei entsteht aus einer Ruhelage ein Grenzzyklus, der bei instabil wird und zu einem Torus

führt. Bei der -ten Bifurkation entsteht ein -dimensionaler Torus, der durch nicht geschlossene Orbits aufgewickelt wird. Das HOPF- LANDAU-Modell führt i. allg. nicht zu einem Attraktor, der durch sensitive Abhängigkeit von den Anfangsbedingungen und Durchmischung gekennzeichnet ist.

RUELLE-TAKENS-NEWHOUSE-Szenario:
Im System (17.53) sei Periodischer Orbit Der auf von (17.53) zum Zerfall von und Torus . Bei Änderung des Parameters Torus sei die Bifurkationssequenz Ruhelage

über drei aufeinander folgende HOPF-Bifurkationen realisiert.

gegebene quasiperiodische Fluß sei strukturell instabil. Dann können schon bestimmte kleine Störungen und zur Bildung eines seltsamen Attraktors führen, der strukturell stabil ist.

Satz über den Glattheitsverlust und die Zerstörung eines Torus
Gegeben sei das hinreichend glatte System (17.53) bei (17.53) einen anziehenden glatten Torus , einen sattelartigen periodischen Orbit und

:
habe System

. Beim Parameterwert

der aufgespannt wird durch einen stabilen periodischen Orbit und dessen instabile Mannigfaltigkeit ( Resonanz-Torus ).

Die invarianten Mannigfaltigkeiten der Ruhelagen der POINCARÉ-Abbildung bezüglich einer Fläche, die transversal zur Längsrichtung den Torus schneidet, sind in der folgenden Abbildung zu sehen.

Der Multiplikator

von

, der dem Einheitskreis am nächsten liegt, sei reell und einfach. Es sei weiter und für die das System

eine beliebige stetige Kurve im Parameterraum, für die (17.53) bei

keinen invarianten Resonanz-Torus besitzt. Dann gelten folgende Aussagen:

a) Es existiert ein Wert Multiplikator

, bei dem

seine Glattheit verliert . Dabei wird entweder der verliert ihre Glattheit nahe .

komplex, oder die instabile Mannigfaltigkeit

b) Es existiert ein weiterer Parameterwert

, so daß das System (17.53) für

keinen resonanten Torus besitzt. Der Torus zerfällt dabei nach einem der folgenden Szenarien: )

Der periodische Orbit

verliert seine Stabilität bei

. Es kommt zu einer lokalen

Bifurkation wie der Periodenverdopplung oder der Abspaltung eines Torus. ) Die periodischen Orbits heben sich dabei auf. ) Die stabilen und instabilen Mannigfaltigkeiten von schneiden sich bei nicht und fallen bei zusammen (Sattelknoten-Bifurkation) und

transversal (s. Bifurkationsdiagramm in der folgenden Abbildung). Die Punkte auf der schnabelförmigen Kurve (Sattelknoten-Bifurkation). Die Schnabelspitze Torus entspricht. entsprechen dem Verschmelzen von liegt auf einer Kurve und

, die der Abspaltung eines

Auf der Kurve

liegen die Parameterpunkte, bei denen ein Glattheitsverlust eintritt, während die Punkte auf -Torus charakterisieren. Auf liegen die Parameterpunkte, für die sich stabile und ein beliebiger Punkt in der Schnabelspitze, nach entspricht

die Auflösung eines

instabile Mannigfaltigkeiten von

nicht transversal schneiden. Sei

so daß bei diesem Parameterwert ein Resonanz-Torus dem Fall des Satzes. Wird dabei auf

vorliegt. Der Übergang von zu

der Multiplikator

, so findet eine Periodenverdopplung statt.

Eine sich anschließende Kaskade von weiteren Periodenverdopplungen kann zum Entstehen eines seltsamen Attraktors führen. Trifft beim Überqueren von ein Paar konjugiert komplexer Multiplikatoren auf den

Einheitskreis, dann kann es zur Abspaltung eines weiteren Torus kommen, für den der Satz von AFRAIMOVICH und SHILNIKOV erneut anwendbar ist. Der Übergang von Überqueren von nach repräsentiert den Fall des Satzes: Der Torus verliert die Glattheit, und beim

findet eine Sattelknoten-Bifurkation statt. Der Torus zerfällt, und ein Übergang zum Chaos über

Intermittenz kann stattfinden. Der Übergang von Überqueren von nach schließlich entspricht Fall : Nach dem Verlust der Glattheit bildet sich beim bleibt, und es entsteht eine zunächst

eine nicht robuste homokline Kurve. Der stabile Zyklus

nicht anziehende hyperbolische Menge. Wenn entstehen.

verschwindet, kann aus dieser Menge ein seltsamer Attraktor

Übergänge zum Chaos
Ein seltsamer Attraktor entsteht häufig nicht abrupt, sondern im Ergebnis einer Reihe von Bifurkationen, von denen die typischen im Abschnitt Bifurkationen in MORSE-SMALE-Systemen dargestellt wurden. Die wichtigsten Wege zur Bildung seltsamer Attraktoren bzw. seltsamer invarianter Mengen sollen im weiteren beschrieben werden.
q q q q

Kaskade von Periodenverdopplungen Intermittenz Globale homokline Bifurkationen Auflösung eines Torus

Bifurkationstheorie, Wege zum Chaos
q q

Bifurkationen in Morse-Smale-Systemen Übergänge zum Chaos

RSA-Codes
Auf der Grundlage des Satzes von EULER-FERMAT haben R. RIVEST, A. SHAMIR und L. ADLEMAN 1978 (s. Lit.5.21) ein Verschlüsselungsverfahren ( Chiffrierverfahren ) für geheime Nachrichten entwickelt, das nach dem ersten Buchstaben ihrer Nachnamen RSA-Verschlüsselungsverfahren genannt wird. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Public-Key-Codes , weil ein Teil des zur Dechiffrierung benötigten Schlüssels ,,öffentlich`` bekanntgegeben werden kann, ohne die Geheimhaltung der Nachricht zu gefährden. Beim RSA-Verfahren wählt der Empfänger B zunächst zwei sehr große Primzahlen sucht eine zu teilerfremde Zahl mit und bildet und und gibt

Die Zahlen

B öffentlich bekannt, weil sie zur Verschlüsselung benötigt werden. Will der Absender A eine geheime Nachricht an den Empfänger B übermitteln, dann wird zunächst der Text der Nachricht in eine Ziffernfolge, bestehend aus gleichlangen Blöcken umgewandelt. Dann berechnet A den Rest von mit jeweils weniger als 100 Stellen, : (5.183a) Der Absender A sendet die Zahl an B, und zwar für jeden der aus dem Originaltext entstandenen Ziffernblöcke dechiffrieren, wenn er eine Lösung der linearen Kongruenz bei Division durch

Der Empfänger kann die Nachricht

kennt. Die Zahl

ist der Rest von

bei Division durch (5.183b)

Dabei wird der Satz von EULER-FERMAT benutzt, nach dem noch die Ziffernfolge in Text um. Beispiel

gilt. Falls erforderlich, wandelt B nun

Ein Empfänger B erwartet vom Absender A eine geheime Nachricht, wählt die Primzahlen (für die praktische Nutzung zu klein), berechnet und wählt übermittelt an A nur A will B die geheime Nachricht zu Kongruenz und zukommen lassen, verschlüsselt sie durch und sendet an B nur die Nachricht erhält als Lösung ermitteln. und kann damit (dafür gilt ggT (es gilt ). B

und

. B löst die

Hinweis: Die Sicherheit des RSA-Codes hängt von der Zeit ab, in der Unberechtigte eine Primfaktorenzerlegung von

finden können. Bei der heute erreichten Schnelligkeit von Computern benötigt der Anwender des RSA-Codes zwei mindestens 100-stellige Primzahlen und um für Unberechtigte einen Entschlüsselungsaufwand von etwa

74 Jahren zu verursachen. Für den Anwender ist es dagegen ein rechentechnisch vergleichsweise geringer Aufwand, eine zu teilerfremde Zahl zu finden.

Simultane lineare Kongruenzen
Sind endlich viele Kongruenzen (5.173) vorgegeben, dann spricht man von einem System simultaner linearer Kongruenzen . Eine Aussage über die Lösungsmenge macht der Chinesische Restsatz : Es sei ein System so vorgegeben, daß teilerfremd sind. Setzt man (5.174a) und wählt so, daß für gilt, dann ist (5.174b) eine Lösung des Systems. Das System ist bis auf Kongruenz modulo diejenigen Elemente weitere Lösungen, für die gilt eindeutig lösbar, d.h., mit sind genau paarweise

Beispiel Es ist das System teilerfremd sind. Es gilt zu lösen, wobei 2, 3, 5 paarweise Die Kongruenzen haben die speziellen Lösungen . Das gegebene System ist eindeutig lösbar mit .

Hinweis: Systeme simultaner linearer Kongruenzen kann man benutzen, um die Lösung von nichtlinearen Kongruenzen mit dem Modul sind. auf die Lösung von Kongruenzen zurückzuführen, deren Modul Primzahlpotenzen

CHOLESKY-Verfahren
Wegen der Symmetrie und positiven Definitheit von im Falle des Vollranges von bietet sich zur Lösung des Normalgleichungssystems das CHOLESKY-Verfahren an. Leider handelt es sich dabei um einen numerisch instabilen Algorithmus, der sich jedoch bei Problemen mit ,,großem`` Residuum numerisch gutartig verhält. und ,,kleiner`` Lösung

Cholesky-Verfahren bei symmetrischer Koeffizientenmatrix
In vielen Fällen ist in (19.26) die Koeffizientenmatrix die zugehörige quadratische Form gilt: nicht nur symmetrisch, sondern auch positiv definit , d.h., für

(19.34)

für alle Dreieckszerlegung

. Da es zu jeder symmetrischen positiv definiten Matrix

eine eindeutige

(19.35) mit

(19.36a)

(19.36b)

(19.36c)

gibt, kann die Lösung des zugehörigen linearen Gleichungssystems folgenden Schritten durchgeführt werden: 1.

nach dem CHOLESKY- Verfahren in

: Ermittlung der sogenannten CHOLESKY-Zerlegung und Substitution 2. : Bestimmung des Hilfsvektors 3. durch Vorwärtseinsetzen.

.

: Bestimmung der Lösung

durch Rückwärtseinsetzen.

Für große Werte von gemäß (19.31).

ist der Aufwand beim CHOLESKY-Verfahren etwa halb so groß wie bei der LR-Zerlegung

CLAIRAUTsche Differentialgleichung
CLAIRAUTsche Differentialgleichung heißt der Spezialfall der LAGRANGEschen Differentialgleichung, der sich für (9.16a) ergibt, und der stets auf die Form (9.16b) gebracht werden kann. Die allgemeine Lösung lautet (9.16c) Neben der allgemeinen Lösung besitzt die CLAIRAUTsche Differentialgleichung ein singuläres Integral, das man durch Elimination der Konstanten aus den Gleichungen (9.16d)

(9.16e) gewonnen wird. Die geometrische erhält, wobei die zweite Gleichung aus der ersten durch Differentiation nach Bedeutung der singulären Lösung besteht darin, daß sie die Einhüllende der lösenden Geradenschar darstellt (s. Abbildung).

Beispiel

Es ist die Differentialgleichung

zu lösen. Das allgemeine Integral ist zur Elimination von zu

,

das singuläre wird unter Zuhilfenahme der Gleichung berechnet. Die Abbildung zeigt diesen Fall.

CLAIRAUTsche Differentialgleichung
Wenn die gegebene Differentialgleichung auf die Form (9.75a)

gebracht werden kann, man spricht dann von CLAIRAUTscher Differentialgleichung, gestaltet sich die Bestimmung des vollständigen Integrals recht einfach, denn ein vollständiges Integral mit den frei wählbaren Parametern ist

(9.75b) Beispiel Zweikörperproblem

mit HAMILTON-Funktion : Die Bewegung zweier materieller Punkte, die der NEWTONschen Gravitationswechselwirkung unterliegen sollen, erfolgt in einer Ebene. Daher ist es vorteilhaft, einen der beiden Punkte in den Koordinatenursprung zu legen, so daß die Bewegungsgleichung die Form (9.76a) annimmt. Führt man die HAMILTON-Funktion (9.76b)

ein, dann geht das System (9.76a) in das Normalsystem

(9.76c) mit (9.76d)

über. Die Differentialgleichung lautet nunmehr

(9.76e)

Bei Einführung von Polarkoordinaten Lösung in der Form

geht (9.76e) in eine neue Differentialgleichung über, deren

(9.76f) mit den Parametern sich aus den Gleichungen (9.76g) dargestellt werden kann. Die allgemeine Lösung des Systems (9.76c) ergibt

Codes
q q q q q

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Anwendungen von Computeralgebrasystemen
In diesem Abschnitt wird die Behandlung mathematischer Problemkreise mit Computeralgebrasystemen vorgestellt. Die Auswahl der betrachteten Problemkreise wurde sowohl nach ihrer Häufigkeit in Praxis und Ausbildung als auch nach den Möglichkeiten für ihre Bearbeitung mit Computeralgebrasystemen getroffen. Es werden Funktionen, Anweisungen, Operationen und ergänzende Syntaxhinweise für das jeweilige Computeralgebrasystem angegeben sowie Beispiele behandelt. Wo nötig, werden zugehörige Spezialpakete kurz erläutert.
q q q q

Manipulation algebraischer Ausdrücke Lösung von Gleichungen und Gleichungssystemen Elemente der linearen Algebra Differential- und Integralrechnung

Differential- und Integralrechnung
q q

Mathematica Maple

Elemente der linearen Algebra
q q

Mathematica Maple

Terme und Funktionen
Unter dem Begriff Term wird eine Anordnung von Objekten verstanden, die durch mathematische Operatoren, in der Regel in der Infix-Form, verknüpft sind, also Basiselemente, die in der Mathematik ständig auftreten. Ein Grundanliegen von Computeralgebrasystemen ist die Umformung von Termen sowie die Lösung von Gleichungen. Beispiel Die folgende Sequenz (20.5) ist z.B. ein Term, in welchem eine Variable ist.

Computeralgebrasysteme kennen die üblichen elementaren Funktionen wie Exponentialfunktion, Logarithmusfunktion, trigonometrische Funktionen und deren Umkehrfunktionen sowie eine Reihe spezieller Funktionen. Diese Funktionen lassen sich anstelle von Variablen in Terme einbauen. Auf diese Weise werden neue, komplizierte Terme oder Funktionen erzeugt.

Lösung von Gleichungen und Gleichungssystemen
Computeralgebrasysteme kennen Befehlsroutinen zur Lösung von Gleichungen und Gleichungssystemen. Sofern Gleichungen im Bereich der algebraischen Zahlen explizit lösbar sind, werden die Lösungen mit Hilfe von Wurzelausdrücken dargestellt. Ist es nicht möglich, Lösungen in geschlossener Form anzugeben, so lassen sich zumindest numerische Lösungen im Rahmen festlegbarer Genauigkeit finden. Im folgenden werden einige Grundbefehle vorgestellt. Der Lösung linearer Gleichungssysteme ist ein spezieller Abschnitt gewidmet.
q q

Mathematica Maple

Graphik in Computeralgebrasytemen
Mit der Bereitstellung von Routinen für die graphische Darstellung mathematischer Zusammenhänge in Form von Funktionsgraphen, räumlichen Kurven und räumlichen Flächen bieten moderne Computeralgebrasysteme vielschichtige Möglichkeiten zur Kombination von Formelmanipulationen, speziell im Bereich der Analysis und Vektorrechnung bis zur Differentialgeometrie, und graphischen Darstellungen. Graphik ist eine besondere Stärke von Mathematica.
q q

Graphik mit Mathematica Graphik mit Maple

Hauptstrukturelemente
q q q q q q

Objekttypen Zahlen Variable und Zuweisungsoperatoren Operatoren Terme und Funktionen Listen und Mengen

Operatoren
Alle Systeme verfügen über einen Grundvorrat von Operatoren . Dazu gehören die für die Mathematik üblichen Operatoren , für die die bekannte Rangordnung bei der Abarbeitung

gilt. Stehen die Operatoren zwischen den Operanden, so bezeichnet man diese Schreibweise als Infix-Form . Die Palette der Operatoren, die in Präfix-Form vorliegen -- in diesem Falle steht der Operator vor den Operanden -ist in allen Systemen beträchtlich. Hierzu gehören in der Regel Operatoren, die auf spezielle Objektklassen wie z.B. Zahlen, Polynome, Mengen, Listen, Matrizen, Gleichungssysteme wirken und auch Funktionaloperatoren wie Differentiation, Integration usw. Darüber hinaus sind in der Regel Operatoren für die Gestaltung der Ausgaberesultate, die Manipulation von Zeichenketten und weiteren dem System bekannten Objekten vorhanden. Manche Systeme gestatten die Darstellung einiger Operatoren in Suffix-Schreibweise , d.h., der Operator steht hinter den Operanden. Häufig benutzen Operatoren optionale Argumente, die spezielle Anwendungssituationen steuern.

Listen und Mengen
Alle Computeralgebrasysteme kennen die Objektklasse Liste , die als Aneinanderreihung von Objekten verstanden wird. Mit speziellen Operatoren kann auf die Elemente einer Liste zugegriffen werden. In der Regel sind Listen als Elemente von Listen zulässig. So entstehen verschachtelte Listen , die zur Konstruktion spezieller Objekttypen wie Matrizen und Tensoren benutzt werden können; alle Systeme bieten hierfür spezielle Objektklassen an. Hieraus ergibt sich die Möglichkeit, symbolisch in Vektorräumen Objekte wie Vektoren und Tensoren zu manipulieren und lineare Algebra zu betreiben. Auch der Begriff Menge ist den Computeralgebrasystemen bekannt. Die Operatoren der Mengenlehre sind definiert. In den folgenden Abschnitten werden die Hauptstrukturelemente und ihre Syntax für die beiden ausgewählten Computeralgebrasysteme Mathematica 2.2 und Maple V erläutert.

Programmierung in Computeralgebrasystemen
Alle Systeme bieten Möglichkeiten für den Aufbau eigener Programmblöcke zur Lösung spezieller Aufgaben. Es handelt sich dabei einerseits um die bekannten Handwerkzeuge für den Aufbau von Prozeduren wie Schleifenkonstruktionen und Kontrollstrukturen, z.B. DO, IF - THEN, WHILE, FOR usw., andererseits um mehr oder weniger ausgeprägte Methoden der funktionalen Programmierung, die für viele Probleme elegante Lösungen anbieten. Selbsterstellte Programmblöcke können den bestehenden Bibliotheken hinzugefügt und bei Bedarf jederzeit zugeladen werden.

Variable und Zuweisungsoperatoren
Variable haben einen Namen, werden in der Regel also durch ein vom Nutzer bestimmtes Symbol repräsentiert. Vom System vergebene Namen, d.h. reservierte Begriffe, sind dabei verboten. Solange der Variablen kein Wert zugewiesen ist, steht das jeweilige Symbol für die Variable selbst. Variablen können mit Hilfe spezieller Zuweisungsoperatoren Werte zugewiesen werden. Werte von Variablen dürfen sowohl Zahlen, andere Variable als auch spezielle Sequenzen von Objekten, oft Ausdrücke genannt, sein. In der Regel existieren mehrere Zuweisungsoperatoren, die sich insbesondere durch den Zeitpunkt ihrer Auswertung, d.h sofort bei Eingabe der Zuweisung oder erst beim späteren Aufruf der Variablen, unterscheiden.

Zahlen
Die Computeralgebrasysteme kennen in der Regel die Zahlentypen ganze Zahlen, rationale Zahlen, reelle Zahlen (Gleitpunktzahlen), komplexe Zahlen , manche Systeme algebraische Zahlen, Wurzelzahlen und weitere. Mit einer Vielzahl von Typprüfoperationen können Eigenschaften konkreter Zahlen, wie nichtnegativ, Primzahl usw., festgestellt werden. Gleitpunktzahlen können mit beliebiger Präzision genutzt werden. In der Regel arbeiten die Systeme mit einer Voreinstellung für die Präzision, die nach Bedarf verändert werden kann. Die Systeme kennen spezielle Zahlen, die für die Mathematik von fundamentaler Bedeutung sind wie, , und

. Sie gehen mit diesen Zahlen symbolisch um, können sie jedoch für numerische Berechnungen auch in beliebiger Präzision verwenden.

Allgemeine Zielstellungen für Computeralgebrasysteme
In der mathematischen Praxis werden zunehmend sogenannte Computeralgebrasysteme - Softwaresysteme, die ,,Mathematik machen können``- eingesetzt. Solche Systeme wie Macsyma, Reduce, Derive, Maple, Mathcad, Mathematica gestatten auch auf relativ kleinen Rechnern (PC) die Lösung mathematischer Aufgaben wie z.B. die Umformung komplizierter Ausdrücke, die Bestimmung von Ableitungen und Integralen, die Lösung von Gleichungen und Gleichungssystemen, die grafische Darstellung von Funktionen einer und mehrerer Veränderlicher und vieles andere mehr. Mit ihrer Hilfe können mathematische Ausdrücke manipuliert , d.h. nach mathematischen Regeln umgeformt oder vereinfacht werden, sofern dies in geschlossener Form möglich ist. Auch numerische Lösungen können mit der geforderten Genauigkeit berechnet und funktionale Zusammenhänge grafisch dargestellt werden.

Sphärisches Vektorfeld
Das sphärische Vektorfeld ist der Spezialfall des zentralen Vektorfeldes, in dem die Länge des Vektors Abstand abhängt (s. Abbildung). nur vom

Beispiele sind das NEWTONsche und das COULOMBsche Kraftfeld einer Punktmasse bzw. einer elektrischen Punktladung: (13.14)

Der Spezialfall eines ebenen sphärischen Vektorfeldes wird Kreisfeld genannt.

Coulomb-Feld der Punktladung
Das COULOMB-Feld ist ein wichtiges Beispiel für ein wirbelfreies Feld, das überall, ausgenommen den Ort der Punktladung, den Quellort, auch solenoid, d.h. quellenfrei ist (s. Abbildung).

Die COULOMB-Kraft Vorzeichen.

wirkt anziehend für Ladungen

mit ungleichem Vorzeichen, abstoßend für gleiche

Die Feld- und die Potentialgleichungen lauten: (13.128a)

Der skalare Fluß ist

bzw. 0, je nachdem, ob die Fläche

eine Quelle

einschließt oder nicht:

(13.128b)

Die Größe

wird Ergiebigkeit oder Intensität der Quelle genannt.

Cramersche Regel
In dem wichtigen Spezialfall, in dem die Anzahl der Unbekannten mit der Anzahl der Gleichungen des Systems

(4.114a)

übereinstimmt und die Koeffizientendeterminante D = detA nicht verschwindet, d.h. (4.114b) kann die Lösung des inhomogenen Gleichungssystems (4.114a) explizit und eindeutig angegeben werden:

(4.114c)

Mit

wird die Determinante bezeichnet, die aus D dadurch entsteht, daß die Elemente

der

-ten Spalte

von D durch die Absolutglieder

ersetzt werden, z.B.

(4.114d)

Ist für alle

und sind nicht alle d.h.

dann ist das System (4.114a) unlösbar. Im Falle und alle

und

sind gleich null, ist es möglich, daß eine Lösung existiert. Diese ist

aber nicht eindeutig (s. Hinweis). Beispiel

Das System hat die eindeutige Lösung Hinweis: Für die praktische Lösung von linearen Gleichungssystemen höherer Dimensionen ist die CRAMERsche Regel nicht geeignet. Der Rechenaufwand übersteigt mit wachsender Dimension sehr schnell alle Vorstellungen. Deshalb verwendet man zur numerischen Lösung linearer Gleichungssysteme den GAUSSschen Algorithmus bzw. das Austauschverfahren oder iterative Methoden.

Homogenes Problem
Die Lösung des homogenen Problems mit und den Anfangsbedingungen (9.98) wird für die Fälle a) bis durch die folgenden Integrale beschrieben.

( KIRCHHOFFsche Formel):

(9.99a)

wobei die Integration über die Kugeloberfläche

erfolgt, die mit angesetzt wird.

b)

( POISSONsche Formel):

(9.99b)

wobei die Integration über den Kreis c)

erfolgt, der mit

angesetzt wird.

( D'ALEMBERTsche Formel): (9.99c)

Dämpfung von Schwingungen
Die Funktion (2.132) liefert die Kurve einer gedämpften Schwingung .

Die Schwingung erfolgt um die

-Achse, wobei sich die Kurve asymptotisch der

-Achse nähert. Dabei wird die

Sinuskurve von den beiden Exponentialkurven

eingehüllt, indem sie diese in den Punkten

berühren. Die Schnittpunkte mit den Koordinatenachsen sind

;

die Extrema

liegen bei

die Wendepunkte

bei

mit

.

Als logarithmisches Dekrement der Dämpfung wird Ordinaten zweier benachbarter Extrema.

bezeichnet;

und

sind die

Newton-Verfahren
Das NEWTON-Verfahren geht von der Nullstellenaufgabe (19.55) aus. Nach Vorgabe von geschätzten Näherungswerten Variablen werden die Funktionen als Funktionen von unabhängigen

nach TAYLOR entwickelt. Durch Abbruch dieser Entwicklungen nach den linearen

Gliedern erhält man aus (19.55) ein lineares Gleichungssystem, mit dessen Hilfe man iterativ Verbesserungen nach folgender Vorschrift ermitteln kann: (19.61)

Die Koeffizientenmatrix des linearen Gleichungssystems (19.61), das in jedem Iterationsschritt zu lösen ist, lautet (19.62)

und wird als JACOBI-Matrix bezeichnet. Das NEWTON-Verfahren ist lokal quadratisch konvergent, d.h., seine schnelle Konvergenz ist wesentlich von der Güte der Startnäherungen abhängig. Setzt man in (19.61) , dann kann das NEWTON-Verfahren in der Korrekturform

(19.63) geschrieben werden. Zur Herabsetzung der Startwertempfindlichkeit kann man dann analog zum Relaxationsverfahren einen sogenannten Dämpfungs- oder Schrittweitenparameter einführen:

(19.64)

Angaben zur Bestimmung von

findet man in Lit. 19.27.

Definition
Eine reelle quadratische Form in den Variablen hat die Gestalt

(4.131)

Dabei ist Matrix. Die Form

der Vektor der Variablen, und

ist eine reelle symmetrische

heißt positiv definit oder negativ definit , wenn sie nur positive bzw. nur negative Werte annehmen kann annimmt.

und den Wert Null nur für das einzige Wertesystem Die Form

heißt positiv oder negativ semidefinit , wenn sie nur Werte desselben Vorzeichens, den Wert Null aber

auch für ein nicht durchweg verschwindendes Wertesystem annehmen kann. Entsprechend dem Verhalten von wird auch die zugehörige reelle symmetrische Matrix A als positiv oder negativ

definit bzw. semidefinit bezeichnet.

Definitionsbereich einer Funktion
Definitionsbereich einer Funktion wird die Menge der Wertesysteme oder Punkte genannt, die bei der betrachteten Funktion von den Variablen des Arguments durchlaufen werden können. Die sich so ergebenden Definitionsbereiche können sehr unterschiedlich sein. Meistens treten beschränkte oder unbeschränkte zusammenhängende Punktmengen auf. In Abhängigkeit davon, ob der Rand mit zum Definitionsbereich gehört oder nicht, ist dieser abgeschlossen oder offen. Eine offene zusammenhängende Punktmenge wird Gebiet genannt. Wenn der Rand in ein Gebiet einbezogen ist, dann handelt es sich um ein abgeschlossenes Gebiet , ist dies nicht der Fall, und soll der Anschluß des Randes besonders betont werden, dann wird vom offenen Gebiet gesprochen.

Defuzzifizierungsmethoden
Zur Berechnung einer scharfen Ausgangsgröße ist eine Defuzzifizierung der Fuzzy-Menge am Ausgang erforderlich. Man bedient sich verschiedener Methoden. 1. Maximum-Kriterium-Methode:Aus dem Bereich, innerhalb dessen die Fuzzy-Menge den maximalen Zugehörigkeitsgrad besitzt, wird ein beliebiger Wert ausgewählt.

2. Mean-of-Maximum-Methode (MOM): Als Ausgabewert wird der Mittelwert über die maximalen Zugehörigkeitswerte genommen: (5.298) Wenn die Menge , die ein Intervall darstellt, nicht leer ist, dann ergibt sich:

(5.299)

3. Schwerpunktmethode (S):Bei der Schwerpunktmethode wird die Abszisse des Schwerpunktes einer Fläche mit gedachter homogener Dichtebelegung vom Werte 1 berechnet.

(5.300)

4. Parametrisierte Schwerpunktmethode (PS): Die parametrische Methode geht von

aus.

(5.301)

Aus dieser Formel folgt für

und für

5. Verallgemeinerte Schwerpunktmethode (VS): Wird der Exponent Defuzzifizierungsmethode als Funktion von

bei der parametrischen

angesehen, dann folgt daraus unmittelbar

(5.302)

Die VS-Methode ist eine Verallgemeinerung der PS-Methode. Sie ist von Interesse, wenn besonderes, von abhängiges Gewicht erhalten soll.

selbst ein

6. Methode der Flächenhalbierung (FH): Die Position einer Geraden parallel zur Ordinate wird so berechnet, daß die linke und die rechte Seite der Fläche unter der Zugehörigkeitsfunktion gleich groß ist. (5.303)

7. Methode der parametrisierten Flächenhalbierenden (PF):

(5.304)

8. Methode der größten Fläche (GF): Es wird die signifikante Teilmenge aus der Gesamtmenge ausgewählt, die dann mit bekannten Methoden, wie z.B. der Schwerpunktsmethode (S) oder der Bestimmung der Flächenhalbierenden (FH) ausgewertet wird.

DELAMBREsche Gleichungen
In Analogie zu den MOLLWEIDEschen Formeln der ebenen Trigonometrie sind von DELAMBRE die entsprechenden Formeln für sphärische Dreiecke angegeben worden.

(3.183a)

(3.183b)

(3.183c)

(3.183d)

Die Bezeichnungen der Größen entsprechen denen der Abbildung.

Da bei Anwendung der zyklischen Vertauschung jede Gleichung zwei weitere ergibt, sind insgesamt 12 DELAMBREsche Gleichungen möglich.

Eigenschaften der
Wichtige Eigenschaften der

-Funktion
-Funktion im Hinblick auf ihre Anwendung sind: (15.35)

(15.36)

(15.37) Dabei sind sämtliche Nullstellen von zu berücksichtigen.

4.

-te Ableitung der Nach

-Funktion:

-maliger partieller Integration erhält man aus

(15.38a)

eine Vorschrift für die

-te Ableitung der

-Funktion: (15.38b)

5. FOURIER-Transformation der

-Funktion: -Funktion lautet (15.39a)

Die FOURIER-Transformation der

Die Rücktransformation liefert für die

-Funktion eine weitere Darstellung; und zwar in Form eines uneigentlichen Integrals: (15.39b)

Diracsche
q q q

-Funktion und Distributionen

Verallgemeinerte Funktionen Approximationen der Eigenschaften der -Funktion -Funktion

Impulsfunktion
Die Impulsfunktion oder DIRACsche der Breite und der Höhe -Funktion ist anschaulich als Grenzfall eines Rechteckimpulses interpretierbar (s. Abbildung) (15.28)

an der Stelle

Für eine stetige Funktion

gilt:

(15.29) Beziehungen der Art (15.30) werden im allgemeineren Sinne in der Distributionstheorie untersucht (s. auch DIRACsche Distributionen). -Funktion und

Distribution
Ein lineares Funktional auf , das im folgenden Sinne stetig ist: (12.210) heißt verallgemeinerte Funktion oder Distribution . Beispiel A Ist , dann ist

(12.211) eine Distribution. Derartige mit Hilfe von lokalsummierbaren Funktionen gemäß (12.211) erzeugte Distributionen nennt man regulär . Zwei reguläre Distributionen sind genau dann gleich, d.h.

, wenn

f.ü. bezüglich

.

Beispiel B Sei ein beliebig fixierter Punkt. Dann ist ebenfalls ein lineares -Distribution oder

stetiges Funktional auf -Funktion nennt. Da

, also eine Distribution, die man DIRACsche Distribution,

von keiner lokalsummierbaren Funktion erzeugt werden kann (s. Lit. 12.12,

12.28), stellt sie ein Beispiel einer nichtregulären Distribution dar.

Die Gesamtheit aller Distributionen bezeichnet man mit Funktionale angedeuteten Dualitätstheorie ergibt sich wäre also Funktionen aus zu schreiben. Im Raum

. Aus einer allgemeineren als der in Stetige lineare als der Dualraum von . Streng genommen

lassen sich viele Operationen unter seinen Elementen und mit

definieren, u.a. die Ableitung einer Distribution oder die Faltung zweier Distributionen, die

ihn nicht nur für theoretische Untersuchungen, sondern vor allem auch für viele Anwendungen aus Elektrotechnik, Mechanik usw. prädestinieren. Wegen eines Überblicks und einfacher Beispiele für zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten verallgemeinerter Funktionen s. Lit. 12.12, 12.28. Hier wird lediglich der Begriff der Ableitung einer verallgemeinerten Funktion betrachtet.

Deltatensor
Wählt man als Elemente eines 2stufigen Tensors das KRONECKER-Symbol, d.h. (4.78a)

dann folgt aus dem Transformationsgesetz (4.70b) im Falle einer Drehung des Koordinatensystems unter Beachtung von (4.67c) (4.78b) d.h., die Elemente sind drehungsinvariant . Paßt man sie so in ein Koordinatensystem ein, daß sie unabhängig von der Wahl des Ursprungs, also auch translationsinvariant sind, dann bilden die Zahlen 2. Stufe, den sogenannten Deltatensor . einen invarianten Tensor

Kurzcharakteristik von Computeralgebrasystemen
q q q q

Allgemeine Zielstellungen für Computeralgebrasysteme Spezielle Möglichkeiten der Arbeit mit Computeralgebrasystemen Beschränkung auf Mathematica und Maple Ein- und Ausgabe bei Mathematica und Maple

Anzahl der Wurzeln einer Gleichung mit reellen Koeffizienten
Aus den Darlegungen zu (1.169) folgt, daß jede Gleichung ungeraden Grades mindestens eine reelle Wurzel besitzt. Die Anzahl weiterer reeller Wurzeln der Gleichung (1.166a) zwischen zwei beliebigen reellen Zahlen wobei und

ist, kann mit Hilfe der in den nächsten vier Abschnitten dargestellten Methoden bestimmt werden:

a) Abspalten der mehrfachen Wurzeln: Zuerst werden die mehrfachen Wurzeln von abgespalten, so daß sich eine Gleichung ergibt, die alle Wurzeln, aber nur noch mit der Vielfachheit 1 enthält. Dazu kann, wie beim Fundamentalsatz der Algebra erläutert, verfahren werden. Praktischer ist es jedoch, gleich nach der STURMschen Methode mit der Bestimmung der STURMschen Kette (der STURMschen Funktionen ) zu beginnen. Wenn nicht konstant ist, dann besitzt mehrfache Wurzeln, die

abzuspalten sind. Auf jeden Fall ist danach b) Bildung der Folge der STURMschen Funktionen:

eine Gleichung ohne Mehrfachwurzeln.

(1.171)

Hier ist

die linke Seite der gegebenen Funktion, durch

ist die erste Ableitung von

,

der der usw.;

Rest der Division von

, aber genommen mit entgegengesetztem Vorzeichen, durch

ebenfalls mit entgegengesetztem Vorzeichen genommene Rest der Division von

ist der letzte, aber konstante Rest. Zur Vereinfachung der Rechnung kann man die gefundenen Reste mit konstanten positiven Faktoren multiplizieren, ohne daß sich das Ergebnis ändert. c) Theorem von STURM: Wenn `` nach ,, die Anzahl der Vorzeichenwechsel, d.h. die Anzahl der Übergänge von ,, ist und die Anzahl der gleich der Anzahl der `` und umgekehrt in der Folge (1.171) für

Vorzeichenwechsel in der Folge (1.171) für reellen Wurzeln der Gleichung

, dann ist die Differenz im Intervall

. Sind in der Zahlenfolge einige Zahlen gleich

Null, dann werden diese bei der Abzählung der Vorzeichenwechsel ausgelassen. Beispiel

Für die Gleichung

ist die Anzahl der Wurzeln im Intervall [0,2] zu

bestimmen. Die Berechnung der STURMschen Funktion ergibt:

Einsetzen von von liefert

liefert die Folge

mit zwei Wechseln, Einsetzen mit einem Wechsel, so daß

d.h., zwischen 0 und 2 liegt eine Wurzel. d) DESCARTESsche Regel: Die Anzahl der positiven Wurzeln der Gleichung die Anzahl der Vorzeichenwechsel in der Koeffizientenfolge des Polynoms nur um eine gerade Zahl unterscheiden. Beispiel ist nicht größer als und kann sich von dieser

Was kann über die Wurzeln der Gleichung Die Koeffizienten der Gleichung haben nacheinander die Vorzeichen

ausgesagt werden? d.h., das

Vorzeichen wechselt dreimal. Die Gleichung besitzt in Übereinstimmung mit der Regel von DESCARTES entweder eine oder drei positive Wurzeln. Da beim Ersetzen von bei der Substitution von durch durch die Wurzeln der Gleichung ihre Vorzeichen ändern, sich aber um verringern, kann gemäß der Regel von DESCARTES ,

auch die Anzahl der negativen Wurzeln sowie die Anzahl der Wurzeln, die größer sind als abgeschätzt werden. Im vorliegenden Beispiel führt das Ersetzen von durch auf die Gleichung

d.h., die Gleichung besitzt eine negative Wurzel. Substituiert man durch dann ergibt sich d.h., alle

positiven Wurzeln der Gleichung (eine oder drei) sind kleiner als 1.

Berechnung von Determinanten
1. Wert einer Determinante zweiter Ordnung: (4.63)

2. Wert einer Determinante dritter Ordnung: Nach der Regel von SARRUS , die nur für Determinanten dritter Ordnung gilt, erfolgt die Berechnung mit Hilfe des Schemas

(4.64)

Die ersten beiden Spalten werden rechts von der Determinante noch einmal hingeschrieben. Dann wird die Summe der Produkte aller auf den ausgezogenen Schrägzeilen stehenden Elemente gebildet. Davon wird die Summe der Produkte aller auf den gestrichelten Schrägzeilen stehenden Elemente abgezogen. 3. Wert einer Determinante -ter Ordnung: Die Determinante -ter Ordnung wird mit Hilfe des

Entwicklungssatzes auf

Determinanten (

)-ter Ordnung zurückgeführt. Zweckmäßigerweise werden

die einzelnen Determinanten mit Hilfe der Rechenregeln für Determinanten so umgeformt, daß möglichst viele ihrer Elemente zu Null werden. Beispiel

Hinweis: Besonders günstig kann eine Determinante -ter Ordnung berechnet werden, wenn sie in Analogie zur Rangbestimmung von Matrizen so umgeformt wird, daß alle Elemente, die unterhalb der Diagonalen stehen, zu Null werden. Der Wert der Determinante ist dann gleich dem Produkt der Elemente auf der Hauptdiagonalen der umgeformten Determinante.

Rechenregeln für Determinanten
Wegen des LAPLACEschen Entwicklungssatzes gelten die im folgenden für Zeilen formulierten Aussagen in gleicher Weise für Spalten. 1. Unabhängigkeit des Wertes einer Determinante: Der Wert einer Determinante ist unabhängig von der Auswahl der Entwicklungszeile. 2. Ersetzen von Adjunkten:Ersetzt man bei der Entwicklung einer Determinante nach einer ihrer Zeilen die zugehörigen Adjunkten durch die Adjunkten einer anderen Zeile, so ergibt sich Null: (4.56)

Diese Beziehung und der Entwicklungssatz ergeben zusammengefaßt (4.57) Daraus erhält man für die inverse Matrix

(4.58)

wobei als adjungierte Matrix

der Matrix

die aus den Adjunkten der Elemente von

gebildete und

anschließend transponierte Matrix bezeichnet wird. Diese Matrix adjungierten Matrix (4.4) verwechselt werden.

darf nicht mit der zu einer komplexen Matrix

3. Nullwerden einer Determinante:Eine Determinante ist gleich Null, wenn a) eine Zeile aus lauter Nullen besteht oder b) zwei Zeilen einander gleich sind oder c) eine Zeile eine Linearkombination anderer Zeilen ist. 4. Vertauschungen und Additionen: Eine Determinante ändert ihren Wert nicht, wenn a) in ihr die Zeilen mit den Spalten vertauscht werden. Man spricht dann von Spiegelung an der Hauptdiagonale , d.h., es gilt (4.59) b) zu irgendeiner Zeile eine andere Zeile addiert bzw. subtrahiert wird, c) zu irgendeiner Zeile ein Vielfaches einer anderen Zeile addiert bzw. subtrahiert wird oder d)

zu irgendeiner Zeile eine Linearkombination anderer Zeilen addiert bzw. subtrahiert wird. 5. Vorzeichen bei Zeilenvertauschung: Bei Vertauschung zweier Zeilen ändert sich das Vorzeichen einer Determinante. 6. Multiplikation einer Determinante mit einer Zahl: Eine Determinante wird mit einer Zahl multipliziert, indem die Elemente einer einzigen Zeile mit dieser Zahl multipliziert werden. Der Unterschied gegenüber der Multiplikation einer Matrix vom Typ mit einer Zahl kommt in der Formel (4.60) zum Ausdruck. 7. Multiplikation zweier Determinanten:Die Multiplikation zweier Determinanten wird auf die Multiplikation ihrer Matrizen zurückgeführt: (4.61)

Wegen

(s. (4.59)) gilt (4.62)

d.h., es können entweder Zeilen mit Spalten oder Zeilen mit Zeilen oder Spalten mit Zeilen oder Spalten mit Spalten skalar multipliziert werden. 8. Differentiation einer Determinante: Eine Determinante -ter Ordnung, deren Elemente differenzierbare

Funktionen eines Parameters

sind, d.h.

wird nach Determinanten addiert.

differenziert, indem man jeweils eine

Zeile differenziert und die so entstehenden Beispiel Für eine Determinante vom Typ

erhält man:

Divergenz in allgemeinen orthogonalen Koordinaten
(13.50a) mit (13.50b) (13.50c) und (13.50d)

(13.50e)

Hierbei ist D die JACOBIsche Determinante oder Funktionaldeterminante .

Fundamentalsystem von Lösungen
Ein System von Lösungen einer homogenen linearen Differentialgleichung wird

Fundamentalsystem genannt, falls diese Funktionen in dem betrachteten Intervall linear unabhängig sind, also ihre Linearkombination für Die Lösungen für kein Wertesystem der , identisch verschwindet, d.h. für alle , ausgenommen

-Werte in dem betreffenden Intervall.

einer linearen homogenen Differentialgleichung bilden genau dann ein

Fundamentalsystem, wenn ihre WRONSKI-Determinante

(9.34)

von Null verschieden ist. Für jedes Lösungssystem einer homogenen linearen Differentialgleichung gilt die Formel von LIOUVILLE :

(9.35) Aus dieser Gleichung folgt, daß die WRONSKI-Determinante nur identisch verschwinden kann. Das bedeutet: Die Lösungen nur an einer einzigen Stelle der homogenen linearen Differentialgleichung sind genau dann linear abhängig, wenn des betrachteten Intervalls gilt. Wenn dagegen die Lösungen

ein Fundamentalsystem von Lösungen bilden, dann lautet die allgemeine Lösung der linearen homogenen Differentialgleichung (9.33) (9.36)

Hauptsätze
Es sei eine Matrix-Funktion auf , wobei jede Komponente . Dann heißt (17.13a) inhomogene lineare Differentialgleichung erster Ordnung im und (17.13b) die zugehörige homogene lineare Differentialgleichung erster Ordnung . 1. Hauptsatz über homogene lineare Differentialgleichungen: Jede Lösung von (17.13a) existiert auf ganz . Die Gesamtheit aller Lösungen von (17.13b) bildet einen -glatten Vektorfunktionen über . von -dimensionalen Untervektorraum der als stetige

Funktion vorausgesetzt wird, und es sei

eine stetige Vektorfunktion auf

2. Hauptsatz über inhomogene lineare Differentialgleichungen: Die Gesamtheit aller Lösungen (17.13a) ist ein -dimensionaler affiner Unterraum der -glatten Vektorfunktionen über

in der Form

, wobei

eine beliebige Lösung von (17.13a) ist.

Seien Dann genügt Lösungen auf

beliebige Lösungen von (17.13b) und der Matrix-Differentialgleichung eine Basis von , so heißt

die zugehörige Lösungsmatrix . , wobei ist. Bilden die

Fundamentalmatrix von (17.13b). die WRONSKI-Determinante . Für sie gilt die

Bezüglich einer Lösungsmatrix Formel von LIOUVILLE :

von (17.13b) ist

(17.13c)

Für eine Lösungsmatrix ist also genau dann eine Basis von

auf , wenn

oder

für alle

. Das System für ein (und damit für alle) ist.

ist

Satz über die Variation der Konstanten: Sei Lösung von (17.13a) mit Anfang zur Zeit

eine beliebige Fundamentalmatrix von (17.13b). Dann läßt sich die in der Form

(17.13d)

darstellen.

Tensor 2. Stufe
Im Falle hat der Tensor 9 Komponenten die sich in der Matrixform

(4.70a)

anordnen lassen. Das Transformationsgesetz (4.69) lautet dann:

(4.70b) Damit läßt sich jeder Tensor 2. Stufe als Matrix darstellen. Beispiel A

Das Trägheitsmoment den Richtungsvektor

eines Körpers bezüglich einer Geraden hat, läßt sich in der Form

die durch den Nullpunkt geht und

(4.71a) darstellen, wenn man mit

(4.71b)

den sogenannten Trägheitstensor einführt. Dabei sind der Koordinatenachsen und Koordinatenachsen. Beispiel B und

und

die Trägheitsmomente bezüglich

die Deviationsmomente bezüglich der

Der Belastungszustand eines elastisch verformten Körpers wird durch den Spannungstensor (4.72)

beschrieben. Die Elemente

werden wie folgt erklärt: In einem Punkt

des -

elastischen Körpers wählt man ein kleines ebenes Flächenelement, dessen Normale in Richtung der Achse eines rechtwinklig kartesischen Koordinatensystems zeigt. Die Kraft pro Flächeneinheit auf dieses Element, die vom Material abhängt, ist ein Vektor mit den Koordinaten werden die Komponenten bezüglich der übrigen zwei Achsenrichtungen erklärt. und Analog

Darstellung der rationalen Zahlen
1. Dezimalbruch und Kettenbruch: Jede rationale Zahl kann in der Form eines endlichen oder unendlichen periodischen Dezimalbruches oder auch in der Form eines Kettenbruches dargestellt werden. 2. Geometrische Darstellung: Wenn auf einer Geraden ein Anfangspunkt 0 ( Nullpunkt ), eine positive Richtung ( Orientierung ) und eine Längeneinheit entspricht jeder rationalen Zahl ( Maßstab ), (s. auch Skala) festgelegt worden sind, dann ein bestimmter Punkt dieser Geraden.

Er hat die Koordinate und ist ein sogenannter rationaler Punkt . Die Gerade wird Zahlengerade genannt. Da die Menge der rationalen Zahlen überall dicht ist, gibt es zwischen je zwei beliebigen rationalen Punkten unendlich viele weitere rationale Punkte.

Bildungsgesetz
Zahlen werden in Computern in mehreren aufeinanderfolgenden Bytes dargestellt. Basis für die interne Darstellung bildet das Dualsystem, welches, wie auch das Dezimalsystem, zu den polyadischen Zahlensystemen gehört. Das Bildungsgesetz für polyadische Zahlensysteme lautet (19.254) mit als Basis und als zugelassene Ziffern des Zahlensystems. Die Ziffern mit den gebrochenen Teil der Zahl.

bilden den ganzen, die mit

Im Zusammenhang mit der Nutzung von Computern sind die in der folgenden Tabelle aufgeführten Zahlensysteme gebräuchlich. Tabelle Zahlensysteme Zahlensystem Basis zulässige Ziffern

Dualsystem Oktalsystem Hexadezimalsystem (Sedezimalsystem) Dezimalsystem

2 8 16 (Die Buchstaben A-F stehen für die Werte 10-15) 10

Diagonalmatrizen
Diagonalmatrizen sind quadratische Matrizen D, in denen alle außerhalb der Hauptdiagonale liegenden Elemente gleich Null sind: (4.7)

Wahl der Pivots
Bei der Durchführung des ersten Spalte der Matrix -ten Eliminationsschrittes kommt jedes von Null verschiedene Element der

als Pivot in Frage. Im Hinblick auf die Genauigkeit der berechneten Lösung sind

jedoch die folgenden Strategien zweckmäßig. 1. Diagonalstrategie: Als Pivots werden sukzessive die Diagonalelemente gewählt, d.h., es werden keine Zeilenvertauschungen vorgenommen. Diese Pivotwahl ist in der Regel nur dann sinnvoll, wenn die Elemente der Hauptdiagonalen gegenüber den übrigen Elementen der betreffenden Zeile betragsmäßig sehr groß sind. 2. Spaltenpivotisierung: Vor Ausführung des -ten Eliminationsschrittes wird ein Zeilenindex so bestimmt, daß gilt: (19.33)

Falls

ist, dann werden die

-te und die

-te Zeile vertauscht. Es läßt sich zeigen, daß durch diese

Strategie die Fortpflanzung von Rundungsfehlern gedämpft wird.

Unterabschnitte
q q

Erzeugung durch Integration Erzeugung mit dem Maxwellschen Diagonalverfahren

Erzeugung neuer Felder Erzeugung durch Integration
Die Erzeugung neuer Felder aus den komplexen Grundpotentialen kann außer durch Addition auch durch Integration mit Hilfe von Belegungsfunktionen erfolgen. Beispiel Auf einem Linienstück sei eine Wirbelbelegung mit der Dichte vorgegeben. Für die Ableitung des

komplexen Potentials ergibt sich dann ein Integral vom CAUCHYschen Typ:

(14.30)

wobei

die komplexe Parameterdarstellung der Kurve

mit der Bogenlänge

als Parameter ist.

Erzeugung mit dem Maxwellschen Diagonalverfahren
Sind zwei Felder mit den Potentialen und denselben Wert von und und zu überlagern, dann zeichnet man ihre Potentiallinienbilder

derart, daß von einer Potentiallinie zur nächsten der Wert des Potentials in beiden Systemen um springt, und orientiert die Linien so, daß die höheren -Werte jeweils zur Linken liegen. In dem

gebildeten Netz ergeben die Linien, die im Zuge der Maschendiagonalen verlaufen, das eines Feldes, dessen Potential oder ist. Das Bild

Potentiallinienbild

erhält man, wenn die orientierten Maschenseiten gemäß der linken Abbildung wie Vektoren addiert werden, das Bild , wenn sie wie Vektoren subtrahiert werden (rechte Abbildung).

Im zusammengesetzten Bild springt der Wert des Potentials beim Übergang von einer Potentiallinie zur nächsten um den Wert ( Stufenwert ).

Beispiel Feld- und Potentiallinienbild einer Quelle und einer Senke mit dem Intensitätsverhältnis (s. Abbildung).

Statistische Parameter
Nachdem die Meßwerte gemäß Abschnitt Statistische Erfassung gegebener Meßwerte bearbeitet worden sind, können die folgenden Parameter zur Charakterisierung der Verteilung, die den Meßwerten zu Grunde liegt, bestimmt werden: 1. Mittelwert: Wenn sämtliche Meßwerte unmittelbar berücksichtigt werden, gilt (16.111a) Wenn die Mittelwerte und Häufigkeiten der Klassen benutzt werden, gilt

(16.111b) 2. Streuung: Wenn sämtliche Meßwerte unmittelbar berücksichtigt werden, gilt (16.112a)

Wenn die Mittelwerte

und Häufigkeiten

der Klassen

benutzt werden, gilt

(16.112b)

Häufig wird auch die Klassenmitte 3. Median: Dieser Parameter

an Stelle von

benutzt.

ist definiert durch (16.113a)

und wird im diskreten Falle durch (16.113b) bestimmt. 4. Spannweite: (16.114) 5. Modalwert oder Dichtemittel: heißt der Meßwert, der in einer Häufigkeitsverteilung am häufigsten auftritt. Er wird mit bezeichnet.

Beispiele für Gruppen
Beispiel A Zahlenbereiche (außer Beispiel B und Beispiel C bijektiv (symmetrische Gruppe). Beispiel D bezüglich Hintereinanderausführung von Abbildungen bezüglich Multiplikation. ) bezüglich Addition.

Man betrachte die Menge

aller Deckabbildungen eines regelmäßigen

-Ecks in der Ebene. Dabei -Ecks, d.h. die und mit

beschreibt eine Deckabbildung den Übergang zwischen zwei Symmetrielagen des Bewegung des -Ecks in eine deckungsgleiche Lage. Werden mit Elemente:

eine Drehung um

die Spiegelung an einer Achse bezeichnet, so hat

Bezüglich der Hintereinanderausführung von Abbildungen bildet Dabei gilt und

eine Gruppe, die Diedergruppe .

Der Name ,,Diedergruppe`` erklärt sich daraus, daß man das zwei ebenen Flächenstücken (``Di-eder``) begrenzt wird.

-Eck als starren Körper auffaßt, der von

Beispiel E Alle regulären Matrizen über den reellen bzw. komplexen Zahlen bezüglich Multiplikation. Hinweis: Matrizen spielen in Anwendungen eine besondere Rolle, insbesondere zur Darstellung linearer Transformationen. Lineare Transformationen lassen sich durch Matrizengruppen klassifizieren.

Volumenschrumpfende und volumenerhaltende Systeme
Das invertierbare dynamische System auf heißt volumenschrumpfend oder dissipativ bzw. mit einem positiven vol -dimensionalen bzw. vol vol

volumenerhaltend oder konservativ , wenn für jede Menge Volumen vol gilt. und jedes die Beziehung vol(

Beispiel A

Sei und

in (17.3) ein sind

-Diffeomorphismus , d.h., -glatte Abbildungen, und sei

ist invertierbar, die JACOBI-Matrix von für alle in

offen, . Dann ist

das diskrete System (17.3) dissipativ, falls falls in ist.

ist, und konservativ,

Beispiel B Für das System (17.6) ist und damit . Also ist

(17.6) dissipativ, falls

, und konservativ, falls

.

Die HÉNON-Abbildung läßt sich aus drei Teilabbildungen zusammensetzen (s. Abbildung): Zunächst wird der Ausgangsbereich (linkes Bild) durch die Abbildung gedehnt und gebogen (2. Bild). Dann wird durch kontrahiert (3. Bild) und abschließend durch die Abbildung Geraden gespiegelt (rechtes Bild). in Richtung der flächenerhaltend -Achse bei an der

Differential zweiter Ordnung einer Funktion von einer Veränderlichen
Das Differential zweiter Ordnung einer Funktion von einer Veränderlichen wird als Differential des ersten Differentials gebildet: (6.45) Diese Symbole sind allerdings nur geeignet, wenn z.B. in der Form gegeben ist. eine unabhängige Veränderliche ist, und nicht geeignet, wenn mit dem Symbol

Die Differentiale höherer Ordnung werden in analoger Weise definiert. Wenn die Variablen kompliziertere Formeln. selbst Funktionen anderer Veränderlicher sind, ergeben sich

Begriff des Differentials
Für jede der Variablen läßt sich ein Differential bilden. Die

Definition fällt unterschiedlich aus, je nachdem, ob es sich um das Differential einer unabhängigen Variablen oder um das einer Funktion handelt: 1. Differential einer unabhängigen Variablen nennt man den beliebigen Zuwachs der Größe Dabei kann man gemäß (6.37a) einen beliebigen Wert beimessen. einer Veränderlichen -Wert und einen gegebenen Wert des Differentials das Produkt (6.37b) 3. Geometrische Bedeutung des Differentials: Wenn die Funktion durch eine Kurve in einem kartesischen Koordinatensystem dargestellt ist, dann ist der

2. Differential einer Funktion nennt man für einen gegebenen

Zuwachs, den die Ordinate der Kurventangente im Punkt

für einen gegebenen Zuwachs

erfährt.

Haupteigenschaften des Differentials
1. Invarianz: Unabhängig davon, ob gilt 2. Größenordnung: Wenn eine beliebig kleine Größe ist, dann sind auch und eine unabhängige Variable oder eine Funktion von einer weiteren Variablen (6.38) ist,

beliebig kleine, aber äquivalente Größen, d.h.

.

Infolgedessen ist die Differenz zwischen ihnen ebenfalls eine beliebig kleine Größe, aber von höherer Ordnung als und Daraus ergibt sich die Beziehung (6.39) die es gestattet, die Berechnung kleiner Inkremente auf die Berechnung ihres Differentials zurückzuführen.

Bei näherungsweisen Berechnungen, z.B. gemäß Mittelwertsatz der Differentialrechnung oder mit Fehlerfortpflanzungsgesetz wird davon Gebrauch gemacht.

Unabhängigkeit des Kurvenintegrals vom Integrationsweg
Die Bedingung für die Unabhängigkeit des Kurvenintegrals vom Integrationsweg wird auch Integrabilität des vollständigen Differentials genannt.
q q q q

Zweidimensionaler Fall Dreidimensionaler Fall Berechnung der Stammfunktion Verschwinden des Umlaufintegrals

Partielles Differential
Von einer Funktion von mehreren Veränderlichen dieser Veränderlichen, z.B. nach kann das partielle Differential nach einer

gebildet werden, was durch die Gleichung (6.40)

definiert ist.

Begriff des vollständigen Differentials einer Funktion von mehreren Veränderlichen (totales Differential) Differenzierbarkeit
Man nennt eine Funktion von mehreren Veränderlichen im Punkt Zuwachs der Funktion differenzierbar, wenn sich der vollständige

(6.41a) beim Übergang zu einem beliebig nahe benachbarten Punkt mit den beliebig kleinen Größen

von der Summe der partiellen Differentiale der Funktion nach allen Variablen (6.41b) um eine beliebig kleine Größe höherer Ordnung unterscheidet als der Abstand (6.41c) Differenzierbar ist jede stetige Funktion von mehreren Variablen, die stetige partielle Ableitungen nach allen ihren Variablen besitzt. Umgekehrt folgt die Differenzierbarkeit einer Funktion nicht aus der bloßen Existenz der partiellen Ableitungen.
q

Differenzierbarkeit

Vollständiges Differential zweiter Ordnung
Vollständiges Differential zweiter Ordnung einer Funktion zweier Veränderlicher (6.46a) bzw. symbolisch (6.46b)

Vollständiges Differential
1. Definition: Wenn eine differenzierbare Funktion ist, wird die Summe (6.41b) das vollständige Differential der Funktion genannt: (6.42a) Mit Hilfe der Vektoren (6.42b) (6.42c) läßt sich das totale Differential als Skalarprodukt (6.42d) darstellen. In der zweiten Gleichung handelt es sich um den Gradienten für den Fall von unabhängigen Variablen. 2. Haupteigenschaft des vollständigen Differentials wird in Analogie zum Differential einer Funktion von einer Veränderlichen die in (6.38) formulierte Invarianz in bezug auf die enthaltenen Variablen genannt.

3. Anwendung in der Fehlerrechnung: Im Rahmen der Fehlerrechnung, z.B. bei der Betrachtung der Fehlerfortpflanzung, wird das totale Differential zur Schätzung des Fehlers (s. (6.41a)) verwendet. Aus der TAYLORschen Formel folgt (6.43)

d.h., der absolute Fehler Approximation für

kann in erster Näherung durch

ersetzt werden. Damit ist

eine lineare

Vollständiges Differential n-ter Ordnung
Das vollständige Differential -ter Ordnung einer Funktion zweier Veränderlicher ergibt sich zu (6.47)

Substitution von Variablen in Differentialausdrücken und Koordinatentransformationen
q q

Funktion von einer Veränderlichen Funktion von zwei Veränderlichen

Kapitel 9:

Differentialgleichungen

1. Differentialgleichung wird eine Gleichung genannt, in der neben einer oder mehreren unabhängigen Veränderlichen und einer oder mehreren Funktionen dieser Veränderlichen auch noch die Ableitungen dieser Funktionen nach den unabhängigen Veränderlichen auftreten. Die Ordnung einer Differentialgleichung ist gleich der Ordnung der höchsten in ihr auftretenden Ableitung. 2. Gewöhnliche und partielle Differentialgleichungen unterscheiden sich nach der Anzahl der in ihnen enthaltenen unabhängigen Veränderlichen; im ersten Falle tritt nur eine auf, im zweiten mehrere. Beispiel A

Beispiel B

Beispiel C

q q

Gewöhnliche Differentialgleichungen Partielle Differentialgleichungen Detailliertes Inhaltsverzeichnis

q

Differentialgleichungen 1. Ordnung
q q q q q

Existenzsatz, Richtungsfeld Wichtige Integrationsmethoden Implizite Differentialgleichungen Singuläre Integrale und singuläre Punkte Näherungsmethoden zur Integration von Differentialgleichungen 1. Ordnung

Gewöhnliche Differentialgleichungen
1. Allgemeine gewöhnliche Differentialgleichung Differentialgleichung -ter Ordnung Allgemeine gewöhnliche (9.1) -ter Ordnung in impliziter Form nennt man die Gleichung

Ist diese Gleichung nach Differentialgleichung

aufgelöst, dann hat man die explizite Form einer gewöhnlichen

-ter Ordnung. , enthält,

2. Lösung oder Integral einer Differentialgleichung ist jede Funktion, die ihr in einem Intervall das auch unendlich sein kann, genügt. Eine Lösung, die willkürliche Konstanten

zusätzliche Bedingungen auferlegt werden können, heißt allgemeine Lösung oder so daß ihr noch allgemeines Integral . Erteilt man jeder dieser Konstanten einen festen Zahlenwert, so erhält man ein partikuläres Integral oder eine partikuläre Lösung .

Beispiel Die Differentialgleichung . Für hat die allgemeine Lösung ergibt sich die partikuläre Lösung .

q q q

Differentialgleichungen 1. Ordnung Differentialgleichungen höherer Ordnung und Systeme von Differentialgleichungen Randwertprobleme

Allgemeines Integral
Die Gesamtheit aller Integralkurven hängt von einem Parameter ab und kann durch die Gleichung (9.5a) , die willkürliche Konstante, der zugehörigen einparametrigen Kurvenschar beschrieben werden. Der Parameter ist frei wählbar und unbedingter Bestandteil des allgemeinen Integrals jeder Differentialgleichung erster Ordnung. Ein partikuläres Integral , das der Bedingung aus der Gleichung (9.5b) bestimmt wird. genügt, kann aus dem allgemeinen

Integral (9.5a) gewonnen werden, indem

Differentialgleichungen auf dem Torus
Sei (17.81) eine ebene Differentialgleichung, in der und differenzierbare und 1periodische Funktionen in beiden

Argumenten sind. In diesem Fall definiert (17.81) einen Fluß, der auch als Fluß auf dem Torus bezüglich und interpretiert werden kann. Ist für alle , so besitzt (17.81)

keine Ruhelage und ist äquivalent zur skalaren Differentialgleichung 1. Ordnung (17.82)

Mit den Bezeichnungen Differentialgleichung

und

läßt sich (17.82) als nichtautonome

(17.83) schreiben, deren rechte Seite 1periodisch bezüglich Anfang zur Zeit und ist. Es sei die Lösung von (17.83) mit zuordnen, die als geliftete

. Damit kann man (17.83) eine Abbildung gelten kann.

Abbildung einer Abbildung

Beispiel Seien Konstanten und eine Differentialgleichung auf dem Torus,

die für

der skalaren Differentialgleichung

äquivalent ist. Damit ist

und

.

Lyapunov-Stabilität und orbitale Stabilität
Betrachtet wird die nichtautonome Differentialgleichung (17.11). Die Lösung LYAPUNOV-stabil , wenn gilt: von (17.11) heißt

(17.16a) Die Lösung heißt asymptotisch stabil im Sinne von LYAPUNOV, wenn sie stabil ist und gilt:

(17.16b) Für die autonome Differentialgleichung (17.1) läßt sich neben der LYAPUNOV-Stabilität der Lösungen auch die orbitale

Stabilität betrachten. Die Lösung

von (17.1) heißt orbital stabil ( asymptotisch orbital stabil ), wenn der Orbit stabil (asymptotisch stabil) im Sinne einer invarianten Menge ist. Eine Lösung von

(17.1), die eine Ruhelage repräsentiert, ist genau dann LYAPUNOV-stabil, wenn sie orbital stabil ist. Schon für periodische Lösungen von (17.1) können sich beide Stabilitätsarten unterscheiden. Beispiel Gegeben sei ein Fluß in , der den Torus als invariante Menge besitzt. Lokal sei in , wobei eine

Winkelkoordinaten der Fluß beschrieben durch -periodische glatte Funktion sei, für die gilt:

Eine beliebige Lösung mit Anfang

auf dem Torus ist gegeben durch

An dieser Darstellung erkennt man, daß jede Lösung orbital stabil ist, aber nicht LYAPUNOV-stabil (s. Abbildung).

Fortsetzbarkeit der Lösungen
Neben der Differentialgleichung (17.1), die wir autonom nennen, treten auch Differentialgleichungen auf, deren rechte Seite explizit von der Zeit abhängt und die deshalb nichtautonom heißen: (17.11) Dabei sei mit eine -Abbildung. Durch die neue Variable läßt

sich (17.11) als autonome Differentialgleichung (17.11) mit Anfang zur Zeit wird mit bezeichnet.

interpretieren. Die Lösung von

Um die globale Existenz der Lösungen und damit die Existenz eines Flusses von (17.1) zu zeigen, sind folgende Sätze oft hilfreich. 1. Kriterium von WINTNER und CONTI: Ist in (17.1) , so daß und existiert eine stetige Funktion für alle gilt und ist

, so läßt sich jede Lösung von (17.1) auf ganz

fortsetzen.

Beispiel Für das Kriterium von WINTNER und CONTI sind folgende Funktionen geeignet: und , wobei eine Konstante ist.

2. Fortsetzungsprinzip: Bleibt eine Lösung von (17.1) für wachsende Zeiten beschränkt, so existiert sie für alle positiven Zeiten und damit auf ganz .

Voraussetzung: Im weiteren wird stets die Existenz eines Flusses

von (17.1) vorausgesetzt.

Autonome lineare Differentialgleichungen
Gegeben sei im die Differentialgleichung (17.14) wobei eine konstante Matrix vom Typ ist.

Die Operator-Norm einer Matrix für die Vektoren des Seien a) und

ist durch

gegeben, wobei

wieder die EUKLIDische Norm vereinbart sei. . Dann gilt:

zwei beliebige Matrizen vom Typ

. b)

. c) . d) . e) , wobei der größte Eigenwert von ist.

Die Fundamentalmatrix mit Anfang

zur Zeit

von (17.14) ist die Matrix-Exponentialfunktion

(17.15)

mit folgenden Eigenschaften: a) Die Reihe für jedes b) absolut. konvergiert bezüglich auf einem beliebigen kompakten Zeitintervall gleichmäßig und für

. c) . d) . e) ist für alle f) Sind und g) Sind und Matrizen vom Typ und ist regulär, so ist . und kommutative Matrizen vom Typ . , d.h. gilt , so ist regulär und .

BERNOULLIsche Differentialgleichung
BERNOULLIsche Differentialgleichung wird die Gleichung (9.12) genannt, die sich mittels Division durch Differentialgleichung zurückführen läßt. Beispiel Es ist die Differentialgleichung zu integrieren. Da , erhält man mittels und Einführung der neuen Variablen auf eine lineare

Division durch

und Einführung der neuen Variablen

die Gleichung

.

Nach der Formel für die Lösung einer linearen Differentialgleichung ist und .

Somit ergibt sich

.

Integration der homogenen partiellen linearen Differentialgleichung
Die Integration der homogenen partiellen linearen Differentialgleichung ist der Integration des sogenannten charakteristischen Systems (9.69a) äquivalent. Zur Lösung dieses Systems können zwei Wege eingeschlagen werden: 1. Man kann als unabhängige Variable ein beliebiges in die Form (9.69b) auswählen, für das gilt, so daß das System

übergeht. 2.

Bequemer ist es, unter Beibehaltung der Symmetrie eine neue unabhängige Variable

einzuführen, indem (9.69c)

gesetzt wird. Jedes erste Integral des Systems (9.69a) ist eine Lösung der homogenen linearen partiellen Differentialgleichung (9.68b) und umgekehrt, jede Lösung von (9.68b) ist ein erstes Integral von (9.68a) (s. Allgemeine Lösung). Wenn hierbei erste Integrale (9.69d) unabhängig sind (s. Fundamentalsystem von Lösungen), dann gilt (9.69e)

Dabei ist

eine beliebige Funktion der

Argumente

und eine allgemeine Lösung von (9.68b).

Allgemeine Methoden Die Differentialgleichung
(9.49a)

1. Die allgemeine Lösung der zugehörigen homogenen Differentialgleichung, d.h.

, lautet (9.49b)

Dabei sind Lösung

und

zwei linear unabhängige partikuläre Lösungen dieser Gleichung. Wenn eine partikuläre mit der aus der Formel (9.35) von LIOUVILLE folgenden Gleichung (9.49c)

bekannt ist, dann kann die zweite

beliebig wählbar ist. bestimmt werden, wobei 2. Eine partikuläre Lösung der inhomogenen Gleichung kann mit Hilfe der Formel

(9.49d)

gewonnen werden, wobei sind.

und

zwei partikuläre Lösungen der zugehörigen homogenen Differentialgleichung

3. Eine partikuläre Lösung der inhomogenen Differentialgleichung kann auch mit Hilfe der Methode der Variation der Konstanten bestimmt werden.

Die Differentialgleichung
(9.50a) enthalte Funktionen und , die Polynome sind oder Funktionen, die in einem gewissen entwickelt werden können, wobei sein in Reihen

Gebiet in konvergente Reihen nach Potenzen von

muß. Die Lösungen dieser Differentialgleichung können dann ebenfalls nach Potenzen von

entwickelt werden, die in demselben Gebiet konvergieren. Ihre Bestimmung erfolgt mit Hilfe der Methode der unbestimmten Koeffizienten: Die gesuchte Lösung wird als Reihe der Form (9.50b) angesetzt und in die Differentialgleichung (9.50a) eingesetzt. Gleichsetzen der Koeffizienten gleicher Potenzen von

liefert Gleichungen zur Bestimmung der Koeffizienten

.

Beispiel Zur Lösung der Differentialgleichung wird und

gesetzt. Man erhält . Die Lösung dieser Gleichungen liefert , so daß sich als Lösung ergibt: .

Die Differentialgleichung
(9.51a)

kann für den Fall, daß sich die Funktionen

und

in konvergente Reihen von

entwickeln lassen, mit

Hilfe der Methode der unbestimmten Koeffizienten gelöst werden. Die Lösungen haben die Form (9.51b) deren Exponenten aus der definierenden Gleichung (9.51c) bestimmt werden. Wenn die Wurzeln dieser Gleichung verschieden sind und ihre Differenz nicht ganzzahlig ist, dann ergeben sich zwei unabhängige Lösungen von (9.51a). Anderenfalls liefert die Methode der unbestimmten Koeffizienten nur eine Lösung. Dann kann mit Hilfe von (9.49b) eine zweite Lösung ermittelt werden oder wenigstens eine Form gesucht werden, aus der eine Lösung mittels der Methode der unbestimmten Koeffizienten gewonnen werden kann. Beispiel Für die BESSELsche Differentialgleichung (9.52a) erhält man mit der Methode der unbestimmten Koeffizienten nur eine Lösung der Form , die bis auf einen konstanten Faktor mit

übereinstimmt. Als zweite Lösung findet man wegen

mit der Formel (9.49c)

Die Bestimmung der Koeffizienten

und

aus den

gestaltet sich schwierig. Man kann jedoch den

letzten Ausdruck benutzen, um die Lösung mit der Methode der unbestimmten Koeffizienten zu ermitteln. Offensichtlich ist diese Form eine Reihenentwicklung der Funktion (9.53c).

STURM- LIOUVILLEsches Problem
Für einen festen Wert des Parameters 1. Das inhomogene Randwertproblem besitzt eine eindeutige Lösung bei beliebigem 2. das zugehörige homogene Problem besitzt nichttriviale, d.h. nicht verschwindende Lösungen. Dann ist das inhomogene Problem nicht für beliebige rechte Seiten lösbar; im Falle der Existenz einer Lösung ist diese nicht eindeutig bestimmt. Die Werte des Parameters , für die der zweite Fall eintritt, d.h. das homogene Problem eine nichttriviale Lösung hat, werden Eigenwerte des Randwertproblems genannt, die zugehörigen nichttrivialen Lösungen seine Eigenfunktionen . Die Aufgabe, die Eigenwerte und Eigenfunktionen der Differentialgleichung (9.64a) zu bestimmen, nennt man das STURM- LIOUVILLEsche Problem . , während das gibt es zwei Fälle:

zugehörige homogene Problem lediglich die triviale, identisch verschwindende Lösung besitzt, oder

Allgemeine Form
Allgemeine Form einer linearen partiellen Differentialgleichung 2. Ordnung mit zwei unabhängigen Variablen und einer unbekannten Funktion heißt eine Gleichung der Gestalt (9.79a) wobei die Koeffizienten und das freie Glied bekannte Funktionen von und sind.

Die Form der Lösung dieser Differentialgleichung hängt vom Vorzeichen der Diskriminante (9.79b) in einem betrachteten Gebiet ab. Man unterscheidet die folgenden Formen: 1. : Hyperbolischer Typ. 2. : Parabolischer Typ. 3.

: Elliptischer Typ. 4. ändert sein Vorzeichen: Gemischter Typ. Eine wichtige Eigenschaft der Diskriminante besteht darin, daß ihr Vorzeichen invariant ist gegen beliebige -Ebene. Somit

Transformationen der unabhängigen Variablen, z.B. bei der Einführung neuer Koordinaten in der

ist auch der Typ der Differentialgleichung eine Invariante bezüglich der Wahl der unabhängigen Variablen.

Entwicklung nach Eigenfunktionen
q q

Nichtsinguläre Fälle Singuläre Fälle

Unterabschnitte
q q q

1. Fall 2. Fall EULERsche Differentialgleichung:

Lösungen der inhomogenen Differentialgleichung mit konstanten Koeffizienten
Lösungen der inhomogenen Differentialgleichung mit konstanten Koeffizienten können durch Variation der Konstanten, mit der Methode von CAUCHY oder mit Hilfe der Operatorenmethode ermittelt werden. Eine partikuläre Lösung kann sehr schnell gefunden werden, wenn die rechte Seite von (9.12) eine spezielle Form hat.

1. Fall
(9.43a) Eine partikuläre Lösung ist

(9.43b) Wenn eine -fache Wurzel der charakteristischen Gleichung ist, d.h. wenn gilt (9.43c) dann ist eine partikuläre Lösung. Diese Formeln können durch Anwendung des Zerlegungssatzes

auch verwendet werden, wenn (9.43d) ist. Die zugehörigen partikulären Lösungen ergeben sich als Real- bzw. Imaginärteil der Lösung derselben Differentialgleichung für (9.43e) auf der rechten Seite. Beispiel A Für die Differentialgleichung und ergeben sich die Polynome ,

so daß die Lösung lautet

.

Beispiel B Die Differentialgleichung . Aus ihrer Lösung führt auf die Gleichung

erhält man eine partikuläre Lösung

der Differentialgleichung. Dabei ist

der Imaginärteil von

.

2. Fall
, ist ein Polynom -ten Grades:

Eine partikuläre Lösung kann immer in der gleichen Form gefunden werden, d.h. als Ausdruck ist ein mit multipliziertes Polynom -ten Grades, wenn eine -fache Wurzel der

.

charakteristischen Gleichung ist. Geht man von einem Lösungsansatz mit unbestimmten Koeffizienten des Polynoms

aus und fordert man, daß er der gegebenen inhomogenen Differentialgleichung genügt, dann können die unbekannten Koeffizienten aus einem Satz linearer algebraischer Gleichungen bestimmt werden. Die Methode ist besonders in den Fällen für für und oder

anwendbar. Hier wird eine Lösung der Form gesucht.

Beispiel Die Wurzeln der zur Differentialgleichung charakteristischen Gleichung sind gehörenden . Da der Superpositionssatz gilt,

können die partiellen Lösungen der inhomogenen Differentialgleichung für die einzelnen Summanden der rechten Seite der Reihe nach gesucht werden. Für den ersten Summanden liefert das Einsetzen des Ansatzes in die rechte Seite . Für den zweiten Summanden liefert das gleiche Vorgehen . Die Koeffizientenbestimmung ergibt , also , woraus folgt: und

. Die allgemeine Lösung lautet folglich .

EULERsche Differentialgleichung:
Die EULERsche Differentialgleichung (9.44a) kann mit Hilfe der Substitution (9.44b) auf eine lineare Differentialgleichung mit konstanten Koeffizienten zurückgeführt werden. Beispiel

Die Differentialgleichung Differentialgleichung für

ist ein Spezialfall der EULERschen . Sie kann mit Hilfe der Substitution in die in einem übergeführt

vorangegangen Beispiel untersuchte lineare Differentialgleichung werden. Die allgemeine Lösung ergibt sich zu .

Eulersche Differentialgleichung der Variationsrechnung
Für die Lösung der einfachen Variationsaufgabe erhält man eine notwendige Bedingung auf folgende Weise: Zur Extremalen , die durch (10.12) charakterisiert ist, konstruiert man sogenannte Vergleichsfunktionen (10.13) mit einer zweimal stetig differenzierbaren Funktion genügt. Mit erhält man an Stelle des Funktionals , die den speziellen Randbedingungen

wird ein reeller Parameter bezeichnet. Setzt man (10.13) in (10.11) ein, dann die von abhängige Funktion

(10.14)

und die Forderung, daß

das Funktional

zu einem Extremum macht, geht in die Bedingung über, daß

als Funktion von

für

einen Extremwert hat. Aus einer Variationsaufgabe wird dadurch eine

Extremwertaufgabe, für die die notwendige Bedingung (10.15) gelten muß. als Funktion von drei unabhängigen Variablen entsprechend oft Unter der Voraussetzung, daß der Integrand differenzierbar ist, erhält man mit Hilfe seiner TAYLOR-Entwicklung (10.16) Die notwendige Bedingung (10.15) führt auf (10.17)

und daraus folgt durch partielle Integration und Berücksichtigung der Randbedingungen für

:

(10.18)

Aus Stetigkeitsgründen und da das Integral in (10.18) für jede der in Frage kommenden Funktionen

verschwinden soll, muß (10.19) gelten. Die Gleichung (10.19) stellt eine notwendige Bedingung für die einfache Variationsaufgabe dar und heißt EULERsche Differentialgleichung der Variationsrechnung . Die Differentialgleichung (10.19) kann man auch in der Form (10.20) schreiben. Es handelt sich um eine gewöhnliche Differentialgleichung 2. Ordnung, wenn Die EULERsche Differentialgleichung vereinfacht sich in folgenden Spezialfällen: 1. , d.h., und treten nicht auf. Dann erhält man an Stelle von (10.19) (10.21a) und (10.21b) ist.

2.

, d.h.,

tritt nicht auf. Man betrachtet

(10.22a) und erhält wegen (10.19) (10.22b) d.h. (10.22c) als notwendige Bedingung für die Lösung der einfachen Variationsaufgabe im Falle .

Beispiel A Für die kürzeste Verbindungslinie zweier Punkte gelten: und in der -Ebene muß

(10.23a)

Aus (10.22b) folgt für

(10.23b)

also

, d.h., die kürzeste Verbindungslinie ist die Gerade.

Beispiel B Läßt man einen Kurvenbogen , der die Punkte und verbindet, um die -

Achse rotieren, dann entsteht eine Mantelfläche mit dem Flächeninhalt

(10.24a)

Für welche Kurve

ist der Flächeninhalt am kleinsten? Mit

folgt aus

(10.22c):

oder

mit

. Diese Differentialgleichung läßt sich

durch Trennung der Variablen lösen, und man erhält (10.24b) die Gleichung der sogenannten Kettenlinie. Die Konstanten und sind mit Hilfe der Randbedingungen und zu bestimmen. Das

erfordert die Lösung eines nichtlinearen Gleichungssystems, für dessen Lösbarkeit weitere Untersuchungen notwendig sind.

Variationsaufgaben in Parameterdarstellung
Bei manchen Variationsaufgaben ist es zweckmäßig, die Extremale nicht in der expliziten Form anzugeben, sondern von deren Parameterdarstellung (10.38) auszugehen, wobei und die den Punkten und entsprechenden Parameterwerte sein sollen.

Die einfache Variationsaufgabe lautet dann

(10.39a) mit den Randbedingungen (10.39b) Mit und werden, wie bei Parameterdarstellung üblich, die Ableitungen von und nach dem Parameter

bezeichnet.

Das Variationsproblem (10.39a) ist nur dann sinnvoll, wenn der Wert des Integrals von der Parameterdarstellung der Extremale unabhängig ist. Es gilt: Damit das Integral in (10.39a) von der Parameterdarstellung der Kurve, die die Punkte und verbindet, unabhängig ist, muß eine positiv homogene Funktion sein, d.h., es muß (10.40) gelten. Da die Variationsaufgabe (10.39a) als Spezialfall von (10.34) aufgefaßt werden kann, lauten die zugehörigen EULERschen Differentialgleichungen (10.41) Diese sind nicht unabhängig voneinander, sondern äquivalent der sogenannten WEIERSTRASSschen Form der EULERschen Differentialgleichung: (10.42a) mit (10.42b) einer in Parameterdarstellung gegebenen Kurve, Ausgehend von der Berechnung des Krümmungskreisradius erfolgt die Berechnung des Krümmungskreisradius der Extremalen unter Berücksichtigung von (10.42a) gemäß (10.42c)

Beispiel Das isoperimetrische Problem (10.8a bis 10.8c) lautet in Parameterdarstellung

(10.43a) mit (10.43b) Diese Variationsaufgabe mit Nebenbedingung geht gemäß (10.26) mit (10.43c) in eine Variationsaufgabe ohne Nebenbedingung über. Man sieht, das positiv homogene Funktion vom Grade 1 ist. Weiterhin gilt die Bedingung (10.40) erfüllt, also eine

(10.43d) so daß man aus (10.42c) für den Krümmungskreisradius Kreise. erhält. Da konstant ist, sind die Extremalen

Exakte Differentialgleichung
Exakte Differentialgleichung wird eine Gleichung der Form (9.9a) genannt, wenn eine Funktion existiert, die der Gleichung (9.9b) genügt, d.h. wenn die linke Seite von (9.9a) das totale Differential einer Funktion ist. Die notwendige und

hinreichende Bedingung dafür, daß die Gleichung (9.9a) eine exakte Differentialgleichung ist, besteht darin, daß die Funktionen und sowie ihre partiellen Ableitungen erster Ordnung in einem einfach

zusammenhängenden Gebiet stetig sind und die Bedingung (9.9c) erfüllen. Das allgemeine Integral von (9.9a) ist in diesem Falle die Funktion (9.9d)

die gemäß Berechnung der Stammfunktion (8.132b) als Integral

(9.9e)

berechnet werden kann, wobei

und

beliebig gewählt werden können.

Existenz einer Lösung, LIPSCHITZ-Bedingung
1. Nach dem Existenzsatz von CAUCHY existiert für die Differentialgleichung (9.2) wenigstens eine Lösung, die an der Stelle definiert und stetig ist, wenn die Funktion und den Wert annimmt und in einem gewissen Intervall um des Punktes , die durch

in einer Umgebung

festgelegt ist, stetig ist. nennt man die Forderung (9.3)

2. LIPSCHITZ-Bedingung bezüglich

für alle

aus

, wobei

nicht von

und

abhängen darf. Ist sie erfüllt, dann ist die

Lösung von (9.2) eindeutig und eine stetige Funktion von

. Die Erfüllung der LIPSCHITZ-Bedingung ist stets dann

gegeben, wenn

in dem betrachteten Gebiet eine beschränkte partielle Ableitung

besitzt. Im

Abschnitt Singuläre Integrale und singuläre Punkte sind Fälle angeführt, in denen die Voraussetzungen des CAUCHYschen Existenzsatzes nicht erfüllt sind.

Fluß einer Differentialgleichung
Gegeben sei eine gewöhnliche Differentialgleichung (17.1) wobei offene Teilmenge des beliebiges (Vektorfeld) eine -mal stetig differenzierbare Abbildung ist und stets die EUKLIDische Norm . oder eine benutzt, d.h., für

darstellt. Im weiteren wird im ist

Schreibt man die Abbildung

in Komponenten als

, so ist (17.1) das System aus den .

skalaren Differentialgleichungen

Die Sätze über die lokal eindeutige Lösbarkeit von PICARD-LINDELÖF und über die

-malige Differenzierbarkeit nach

den Anfangsbedingungen (s. Lit. 17.6) garantieren, daß für jedes aus so daß gilt: 1. ist 2. und eine Abbildung

eine Zahl

, eine Kugel existieren,

-mal stetig differenzierbar bezüglich des ersten Arguments (Zeit) und

-mal stetig

differenzierbar bezüglich des zweiten Arguments (Ortsvariable). ist für jedes fixierte $xB_(x_0)eine lokal eindeutige Lösung von (17.1) auf dem Zeitintervall

mit Anfang

zur Zeit

, d.h., es gilt

für alle

, und jede andere Lösung mit Anfang Zeiten mit überein.

zur Zeit

stimmt für kleine

Alle lokalen Lösungen von (17.1) seien eindeutig auf ganz (17.1) eine Abbildung

fortsetzbar. Dann gibt es zu jeder Differentialgleichung

mit folgenden Eigenschaften:

1. . 2. . 3. ist bezüglich des ersten Arguments stetig differenzierbar. 4. ist für jedes fixierte eine Lösung von (17.1) auf ganz . -mal und bezüglich des zweiten Arguments -mal

Der zu (17.1) gehörige Bewegungen

-glatte Fluß läßt sich dann durch die Beziehung eines Flusses von (17.1) heißen Integralkurven .

definieren. Die

In dem folgenden Beispiel wird das LORENZ-System betrachtet. Beispiel Das System (17.2)

heißt LORENZ-Systemder konvektiven Turbulenz . Dabei sind LORENZ-System entspricht ein -Fluß in .

und

Parameter. Dem

Lösung von Differentialgleichungen mit Hilfe der FourierTransformation
Ein wichtiger Anwendungsbereich der FOURIER-Transformation ist analog zur LAPLACE-Transformation die Lösung von Differentialgleichungen, weil diese durch die genannten Integraltransformationen eine einfache Form erhalten. Im Falle von gewöhnlichen Differentialgleichungen entstehen algebraische Gleichungen, im Falle von partiellen Differentialgleichungen gewöhnliche.
q q

Gewöhnliche lineare Differentialgleichungen Partielle Differentialgleichungen

Genäherte Integration von gewöhnlichen Differentialgleichungen
In vielen Fällen ist die Lösung einer gewöhnlichen Differentialgleichung nicht mehr durch einen geschlossenen Formelausdruck, der bekannte elementare und höhere Funktionen enthält, darstellbar. Die dennoch unter sehr allgemeinen Voraussetzungen vorhandene Lösung muß dann durch numerische Verfahren bestimmt werden. Diese liefern nur partikuläre Lösungen, ermöglichen aber eine sehr hohe Genauigkeit. Da man bei Differentialgleichungen von höherer als 1. Ordnung zwischen Anfangswertaufgaben und Randwertaufgaben unterscheidet, sind für diese beiden Aufgabenklassen auch unterschiedliche Verfahren entwickelt worden.
q q

Anfangswertaufgaben Randwertaufgaben

Graphische Integration von Differentialgleichungen
Die Graphische Integration von Differentialgleichungen ist ein Verfahren, das vom Begriff des Richtungsfeldes ausgeht. Die Integralkurve wird durch einen vom gegebenen Anfangspunkt ausgehenden Polygonzug dargestellt (s. Abbildung), der aus kurzen Teilstrecken zusammengesetzt wird.

Die Richtungen der Teilstrecken stimmen jeweils mit der Richtung des Richtungsfeldes im Anfangspunkt der Teilstrecke überein. Dieser ist seinerseits zugleich Endpunkt der vorhergehenden Teilstrecke.

Differentialgleichungen höherer Ordnung und Systeme von Differentialgleichungen
q q q q q q

Grundlegende Betrachtungen Erniedrigung der Ordnung Lineare Differentialgleichungen n-ter Ordnung Lösung linearer Differentialgleichungen mit konstanten Koeffizienten Systeme linearer Differentialgleichungen mit konstanten Koeffizienten Lineare Differentialgleichungen zweiter Ordnung

Unterabschnitte
q q

Konstanten und geometrische Bedeutung: Berechnung eines ersten Integrals:

Allgemeine Lösung Konstanten und geometrische Bedeutung:
1. Konstanten: Die allgemeine Lösung der Differentialgleichung (9.4) enthält Konstanten: unabhängige willkürliche (9.26a) 2. Geometrische Bedeutung: Geometrisch betrachtet, wird durch die Gleichung (9.26a) eine -parametrige Schar von Integralkurven definiert. Jede einzelne dieser Integralkurven, d.h. das Kurvenbild der entsprechenden partikulären Lösung, kann durch spezielle Wahl der willkürlichen Konstanten erhalten werden. Wenn das partikuläre Integral den oben angegebenen

Anfangsbedingungen genügen soll, dann müssen die Werte Gleichungen ermittelt werden:

aus den folgenden

(9.26b)

Sollten diese Gleichungen für die willkürlichen Anfangswerte in einem bestimmten Gebiet einander widersprechen, dann ist die Lösung in diesem Gebiet nicht allgemein, d.h., die willkürlichen Konstanten sind nicht voneinander linear unabhängig.

Berechnung eines ersten Integrals:
Auch die allgemeine Lösung des Systems (9.23a) enthält willkürliche Konstanten. Diese allgemeine Lösung läßt sich auf zweierlei Weise darstellen, entweder aufgelöst nach den unbekannten Funktionen (9.27a) oder aufgelöst nach den willkürlichen Konstanten

(9.27b) Im Falle von (9.26b) ist jede Beziehung der Art (9.27c) ein erstes Integral des Systems (9.23a). Das erste Integral kann unabhängig vom allgemeinen Integral als Beziehung der Art (9.27c) definiert werden. Dabei wird davon ausgegangen, daß (9.27c) zur Identität wird, wenn anstelle der irgendeine partikuläre Lösung des gegebenen Systems mit einer durch diese partikuläre Lösung bestimmten willkürlichen Konstanten ist, dann genügt die Funktion eingesetzt wird. Wenn irgendein erstes Integral der Form (9.27c) bekannt der partiellen Differentialgleichung (9.27d) Umgekehrt, jede Lösung der Differentialgleichung (9.27d) liefert ein erstes Integral des

Systems (9.23a) in der Form (9.27c). Das allgemeine Integral des Systems (9.27a) kann aus einem System von ersten Integralen des Systems (9.23a) gebildet werden, für die die zugehörigen Funktionen linear unabhängig sind.

Unterabschnitte
q q q

Zurückführung auf ein System von Differentialgleichungen: Existenz eines Lösungssystems: LIPSCHITZ-Bedingung:

Existenz einer Lösung Zurückführung auf ein System von Differentialgleichungen:
Jede explizite Differentialgleichung -ter Ordnung (9.22a) kann durch Einführung der neuen Variablen (9.22b) auf ein System von Differentialgleichungen 1. Ordnung

(9.22c) zurückgeführt werden.

Existenz eines Lösungssystems:
Das im Vergleich zu (9.22c) allgemeinere System von Differentialgleichungen (9.23a) besitzt ein eindeutig bestimmtes Lösungssystem (9.23b) das in einem Intervall Anfangswerte definiert und stetig ist und für annimmt, wenn die Funktionen die vorgegebenen

bezüglich aller Variablen stetig sind und die folgende LIPSCHITZ-Bedingung erfüllen.

LIPSCHITZ-Bedingung:
Die Funktionen müssen für die Werte und , die in einem gewissen Intervall in der Umgebung

der gegebenen Anfangswerte liegen, den Ungleichungen

(9.24) mit einer gemeinsamen Konstanten genügen (s. auch LIPSCHITZ-Bedingung für Differentialgleichungen ist stetig und erfüllt die LIPSCHITZ-

1. Ordnung). Daraus folgt, vorausgesetzt die Funktion Bedingung (9.24), daß auch die Gleichung

(9.25) eine eindeutige Lösung besitzt, die die Anfangsbedingungen erfüllt und zusammen mit ihren Ableitungen bis einschließlich der -ten Ordnung stetig ist. für

Generische Eigenschaften von ebenen Systemen, Hamilton-Systeme
Für ebene Differentialgleichungen ist die Menge aller strukturstabilen Systeme aus offen und dicht in

. Strukturstabile Systeme sind für die Ebene also typisch. Typisch ist also auch, daß jeder Orbit eines ebenen Systems aus für wachsende Zeiten gegen eine endliche Anzahl von Ruhelagen und periodischer

Orbits geht. Quasiperiodische Orbits sind nicht typisch. Unter bestimmten Voraussetzungen bleiben aber bei HAMILTON-Systemen quasiperiodische Orbits bei kleinen Störungen der Differentialgleichung erhalten. HAMILTONSysteme sind also keine typischen Systeme. Beispiel

Gegeben sei im

das HAMILTON-System (in Winkel-Wirkungsvariablen)

wobei die HAMILTON-Funktion

analytisch ist. Offenbar hat dieses System die Lösungen

mit Konstanten

, wobei

und

von

und

abhängen können. Die Beziehung die gestörte

definiert einen invarianten Torus HAMILTON-Funktion

. Es wird nun anstelle von

betrachtet, wobei

analytisch und

ein kleiner Parameter sei.

Das Theorem von KOLMOGOROV-ARNOLD-MOSER (KAM- Theorem ) sagt in dieser Situation aus, daß, falls nichtdegeniert ist, d.h. gilt, für hinreichend kleine im gestörten HAMILTON-

System die Mehrzahl der invarianten nichtresonanten Tori nicht verschwindet, sondern nur leicht deformiert wird. Mehrzahl ist in dem Sinne zu verstehen, daß das LEBESGUE-Maß der bezüglich der Tori gebildeten Komplementmenge gegen Null geht, wenn durch und gegen geht. Ein oben definierter Torus, charakterisiert gibt, so daß für alle positiven , heißt nichtresonant, wenn es eine Konstante

ganzen Zahlen

und

die Ungleichung

gilt.

Satz von Liouville
Seien der Fluß von (17.1), das eine beliebige beschränkte und meßbare Menge, -dimensionale Volumen von (s. Abbildung).

Dann gilt für beliebiges LIOUVILLE:

die Beziehung

. Für

lautet der Satz von

(17.12)

Folgerung: Gilt für (17.1) div in

in

, so ist der Fluß von (17.1) volumenschrumpfend. Gilt div

, so ist der Fluß von (17.1) volumenerhaltend.

Beispiel A

Für das LORENZ-System (17.2) ist also

. Wegen

und

ist

. Mit dem Satz von LIOUVILLE folgt für eine beliebige beschränkte und meßbare

Menge

offenbar

.

Für die lineare Differentialgleichung , so daß für

lautet die Lösung folgt.

Beispiel B

Sei

eine offene Teilmenge und

eine

-Funktion. Dann heißt

HAMILTONsche Differentialgleichung

. Die Funktion

heißt HAMILTON- Funktion des Systems. Bezeichnet

die rechte Seite dieser

Differentialgleichung, so gilt offenbar HAMILTONsche Differentialgleichungen sind also volumenerhaltend.

.

Zeitunabhängige SCHRÖDINGER-Gleichung
Wenn das Potential und die Wellenfunktion nicht von der Zeit abhängen, d.h. ,

, dann genügt zur Beschreibung der Zustände die einfachere zeitunabhängige SCHRÖDINGER-Gleichung. Man kann sie aus der zeitabhängigen SCHRÖDINGER-Gleichung (9.104a) mit dem Ansatz (9.105b) herleiten und erhält (9.106a) In diesem ebenfalls nichtrelativistischen Fall ist (9.106b) die Energie des Teilchens. Die Wellenfunktionen , die diese Differentialgleichung erfüllen, sind ihre

Eigenfunktionen ; sie existieren nur für bestimmte Energieeigenwerte , die sich für das betrachtete Problem aus seinen spezifischen Anfangs- und Randbedingungen ergeben. Die Gesamtheit der Eigenwerte bildet das Energiespektrum der Teilchen. Wenn eine monotone Funktion ist, die im Unendlichen verschwindet, dann bilden die Eigenwerte ein diskretes Spektrum . Ist das betrachtete Gebiet der gesamte Raum, dann kann als Randbedingung gefordert werden, daß im

LEBESGUEschen Sinne (s. auch Lit. 8.11) im gesamten Raum quadratisch integrabel sein muß. Ist das Gebiet endlich, z.B. eine Kugel oder ein Zylinder, dann kann als erste Randwertaufgabe z.B. gefordert werden. In dem speziellen Fall ergibt sich die HELMHOLTZsche Differentialgleichung (9.107a) mit dem Eigenwert (9.107b) Als Randbedingung wird hier oft am Rande gefordert. In einem endlichen Gebiet stellt (9.107a) die mathematische Ausgangsgleichung für akustische Schwingungen in gegebenen räumlichen Begrenzungen dar. für den Rand

HERMITEsche Differentialgleichung
In der Literatur sind zwei Definitionsgleichungen der HERMITEschen Differentialgleichung gebräuchlich: Definitionsgleichung zu Variante 1: (9.63a) Definitionsgleichung zu Variante 2: (9.63b) Partikuläre Lösungen sind die HERMITEschen Polynome , die entsprechend in zwei Varianten auftreten, als zu Definitionsgleichung 1 und als zu Definitionsgleichung 2.

HERMITEschen Polynome zu Definitionsgleichung 1:

(9.63c)

Für

gelten die folgenden Rekursionsformeln: (9.63d) (9.63e)

Die Orthogonalitätsrelation lautet: (9.63f) HERMITEschen Polynome zu Definitionsgleichung 2: (9.63g) Bezüglich der ersten Glieder s. Physikalische Lösungen. Der Zusammenhang mit den HERMITEschen Polynomen zur 1. Definitionsgleichung lautet: (9.63h)

Zur Orthogonalität s.auch Orthogonale Systeme.

Hypergeometrische Differentialgleichung
Hypergeometrische Differentialgleichung heißt die Gleichung (9.61a) in der die a) Für Differentialgleichung. b) Für Reihe: oder keine ganze negative Zahl ergibt sich als partikuläre Lösung die hypergeometrische und ergibt sich die LEGENDREsche und Parameter sind. Sie beinhaltet eine große Zahl wichtiger Spezialfälle.

(9.61b)

die für Zahl ergibt c) Für

absolut konvergiert. Die Konvergenz der hypergeometrischen Reihe hängt für ab. Für absolute Konvergenz, konvergiert sie, falls ist, für divergiert sie. Für Divergenz.

von der

bedingte Konvergenz und

oder ungleich einer ganzen negativen Zahl ergibt sich als partikuläre Lösung die Funktion (9.61c)

d) In einigen Fällen wird die hypergeometrische Reihe zu einer elementaren Funktion, z.B.: (9.61d) (9.61e) (9.61f)

(9.61g)

(9.61h)

Implizite Differentialgleichungen
q q q

Lösung in Parameterform LAGRANGEsche Differentialgleichung CLAIRAUTsche Differentialgleichung

Geometrische Darstellung und Charakteristik des Systems
Im Falle zweier unabhängiger Veränderlicher und mit (9.71a) ist die Lösung eine Fläche im -Raum, die Integralfläche der Differentialgleichung genannt der Normalenvektor

wird. Die Gleichung (9.71a) bedeutet, daß in jedem Punkt der Integralfläche

orthogonal zu dem in diesem Punkt gegebenen Vektor System (9.70b) die Form

ist. Dabei nimmt das

(9.71b)

an. Daraus folgt (s. Feldlinien eines Vektorfeldes), daß die Integralkurven des Systems , die auch die Charakteristika des Systems genannt werden, die Vektoren Integralfläche berühren. Daher liegt eine Charakteristik, die mit der

einen Punkt gemeinsam hat, ganz in dieser Fläche. Unter der Bedingung, daß der

Existenzsatz gilt, verläuft durch jeden Punkt des Raumes eine Integralkurve des charakteristischen Systems, so daß die Integralkurven aus Charakteristiken bestehen.

Richtungsfeld, Vertikale Richtungen
1. Richtungsfeld: Wenn durch den Punkt Differentialgleichung die Kurve einer Lösung der der Tangente an die

geht, dann kann der Richtungsfaktor

Kurve in diesem Punkt unmittelbar aus der Differentialgleichung bestimmt werden. Damit definiert die Differentialgleichung in jedem Punkt die Richtung der Tangente an eine Lösungskurve. Die Gesamtheit dieser Richtungen bildet das Richtungsfeld (s. Abbildung).

Als Element des Richtungsfeldes bezeichnet man einen Punkt zusammen mit der in ihm gegebenen Richtung. Geometrisch betrachtet bedeutet die Integration einer Differentialgleichung erster Ordnung somit die Verbindung der Elemente des Richtungsfeldes zu Integralkurven , deren Tangenten in jedem Punkt eine Richtung besitzen, die mit der des Richtungsfeldes in dem betreffenden Punkt übereinstimmt. 2. Vertikale Richtungen: Wenn in einem Feld vertikale Richtungen auftreten, d.h. wenn die Funktion einen Pol besitzt, vertauscht man die Rolle der abhängigen und unabhängigen Variablen und faßt die Differentialgleichung (9.4)

als äquivalent zur vorgegebenen Differentialgleichung (9.2) auf. In den Gebieten, in denen die Bedingungen des Existenzsatzes für die Differentialgleichungen (9.2) oder (9.4) erfüllt sind, geht durch jeden Punkt eindeutig bestimmte Integralkurve (s. Abbildung). eine

Integration durch Reihenentwicklung
Die TAYLORsche Reihenentwicklung der Lösung einer Differentialgleichung ist in der Form (9.21)

darstellbar, wenn die Werte

aller Ableitungen der Lösungsfunktion für den Anfangswert

der

unabhängigen Variablen bekannt sind. Man kann sie durch sukzessives Differenzieren der Differentialgleichung und Einsetzen der Anfangsbedingung bestimmen. Wenn die Differentiation der Differentialgleichung beliebig oft möglich ist, konvergiert die so gewonnene Reihe in einer gewissen Umgebung des Anfangswertes der unabhängigen Variablen. Man kann diese Methode auch bei der Lösung von Differentialgleichungen -ter Ordnung einsetzen. Häufig ist es vorteilhaft, die Lösung in der Form einer Reihe mit unbestimmten Koeffizienten anzusetzen, die mit Hilfe der Bedingung bestimmt werden, daß die Gleichung erfüllt wird, wenn man die Reihe einsetzt. Beispiel A

Zur Lösung der Differentialgleichung

mit

für

kann

gesetzt werden. Einsetzen in die Gleichung liefert unter Berücksichtigung von gemäß (7.80)

Hieraus folgt durch Koeffizientenvergleich Sukzessive Lösung dieser Gleichungen und Einsetzen der gefundenen Koeffizienten in die Reihe liefert .

usw.

Beispiel B Die gleiche Differentialgleichung mit der gleichen Anfangsbedingung kann auch folgendermaßen gelöst werden: Man setzt in der Differentialgleichung und erhält . Außerdem ergibt sich .

Gemäß dem Satz von TAYLOR folgt

.

Integrierender Faktor
Integrierender Faktor wird eine Funktion genannt, wenn die Gleichung (9.10a)

durch Multiplikation mit Differentialgleichung

in eine exakte Differentialgleichung übergeht. Der integrierende Faktor genügt der

(9.10b)

Jede beliebige partikuläre Lösung dieser Gleichung ist ein integrierender Faktor. In vielen Fällen ist der integrierende Faktor von der speziellen Form oder .

Beispiel

Es ist die Differentialgleichung

zu lösen. Die Gleichung für den integrierenden

Faktor lautet

. Ein integrierender Faktor, der von

unabhängig

ist, ergibt sich aus

zu

. Multiplikation der gegebenen Differentialgleichung mit

liefert

. Das allgemeine Integral für

lautet dann:

oder

.

Klassifizierungen
Eine Differentialgleichung der Form (9.33) heißt lineare Differentialgleichung -ter Ordnung. Dabei sind und die Funktionen von , die in einem

gewissen Intervall stetig sein sollen. Wenn die

konstant sind, spricht man von einer

Differentialgleichung mit konstanten Koeffizienten . Eine homogene lineare Differentialgleichung zeichnet sich durch aus, eine inhomogene durch .

LAGRANGEsche Differentialgleichung
LAGRANGEsche Differentialgleichung wird die Gleichung (9.15a)

genannt. Ihre Lösung kann stets durch die oben angegebene Methode berechnet werden. Wenn für

(9.15b) gilt, dann ist (9.15c) ein singuläres Integral.

LAGUERREsche Differentialgleichung
Bei Beschränkung auf ganzzahlige Parameter Differentialgleichung die Form (9.62a) Als partikuläre Lösungen ergeben sich die LAGUERREschen Polynome (9.62b) Die Rekursionsformel für lautet: (9.62c) (9.62d) Als Orthogonalitätsrelation gilt für : und reelle Veränderliche hat die LAGUERREsche

(9.62e)

Mit

ist die Gammafunktion bezeichnet. Zur Orthogonalität s. auch Orthogonale Systeme.

Gewöhnliche Differentialgleichungen mit konstanten Koeffizienten
q q q q

Prinzip Differentialgleichung 1. Ordnung Differentialgleichung 2. Ordnung Differentialgleichung n-ter Ordnung

Gewöhnliche Differentialgleichungen mit veränderlichen Koeffizienten
Differentialgleichungen, deren Koeffizienten Polynome in sind, eignen sich besonders für die Anwendung der LAPLACETransformation. Nach Anwendung der Gleichung (15.16) erhält man zwar im Bildbereich wieder eine Differentialgleichung, ihre Ordnung kann jedoch niedriger sein. Sind speziell die Koeffizienten Polynome 1. Grades, dann ist die Differentialgleichung im Bildbereich von 1. Ordnung und dadurch meist leicht lösbar. Beispiel BESSELsche Differentialgleichung 0-ter Ordnung ( Die Transformation im Bildbereich ergibt . Trennung der Veränderlichen und Integration liefert ): .

,

(s. auch Beispiel) zur absolut konvergenten Reihe).

Laplacesche Differentialgleichung
Die Aufgabe der Bestimmung des Potentials enthalten sind, führt gemäß (13.125) mit eines Vektorfeldes auf (13.130a) d.h. auf die LAPLACEsche Differentialgleichung . In kartesischen Koordinaten gilt: (13.130b) Alle Funktionen, die dieser Differentialgleichung genügen, stetig sind und stetige partielle Ableitungen erster und zweiter Ordnung besitzen, werden LAPLACEsche oder harmonische Funktionen genannt. Es werden drei grundlegende Fälle von Randwertaufgaben unterschieden: 1. Randwertaqufgabe (für das Innengebiet) oder DIRICHLETsches Problem :Gesucht wird eine Funktion , in dem keine Quellen

, die im Inneren eines gegebenen räumlichen bzw. ebenen Gebietes harmonisch ist und auf dem Rand des Gebietes vorgegebene Werte annimmt. 2. Randwertaufgabe (für das Innengebiet) oder NEUMANNsches Problem : Gesucht wird eine Funktion , die im Inneren eines gegebenen Gebietes harmonisch ist und deren Normalenableitung auf dem Rand des Gebietes vorgegebene Werte annimmt. 3. Randwertaufgabe (für das Innengebiet): Gesucht wird eine Funktion Gebietes harmonisch ist, wobei auf dem Rand des Gebietes der Ausdruck vorgegebene Werte annimmt. , die im Inneren eines

Unterabschnitte
q q q

LEGENDREsche Polynome oder Kugelfunktionen 1. Art: Eigenschaften der LEGENDREschen Polynome 1. Art: LEGENDREsche Funktionen oder Kugelfunktionen 2. Art:

LEGENDREsche Differentialgleichung
Bei Beschränkung auf den Fall reeller Veränderlicher und ganzzahliger Parameter LEGENDREsche Differentialgleichung die Gestalt (9.58a) , hat die

LEGENDREsche Polynome oder Kugelfunktionen 1. Art:
LEGENDREsche Polynome oder Kugelfunktionen 1. Art heißen die partikulären Lösungen der LEGENDREschen

Differentialgleichung für ganzzahlige

, die sich über den Potenzreihenansatz

ermitteln lassen:

a) Definitionsgleichung: (9.58b) Dabei gilt .

b) Darstellung als Polynome: Ausgangspunkt ist die Gleichung (9.58c) wobei mit die hypergeometrische Reihe bezeichnet wird. Die ersten acht Polynome haben die einfache Form: (9.58d) (9.58e) (9.58f) (9.58g)

(9.58h) (9.58i) (9.58j) (9.58k)

Die Kurvenbilder von

für Werte von

bis

sind in der folgenden Abbildung dargestellt.

Zahlenwerte können leicht mit dem Taschenrechner berechnet bzw. in der Tabelle ,, LEGENDREsche Polynome (Kugelfunktionen)`` nachgesehen werden.

Eigenschaften der LEGENDREschen Polynome 1. Art:
a) Definition:

(9.59a) Das Vorzeichen kann in beiden Gleichungen beliebig genommen werden. b) Rekursionsformel: (9.59b) (9.59c) c) Orthogonalitätsrelation: (9.59d) Zur Orthogonalität s. auch Orthogonale Systeme. d) Nullstellensatz: Alle Nullstellen von sind reell und einfach und liegen im Intervall .

e) Erzeugende Funktion: Die LEGENDREschen Polynome 1. Art können auch als Reihenentwicklung der Funktion (9.59e) erzeugt werden. Weitere Angaben über die LEGENDREschen Polynome 1. Art s. Lit. 21.1.

LEGENDREsche Funktionen oder Kugelfunktionen 2. Art:
Eine zweite partikuläre, von Potenzreihenentwicklung linear unabhängige Lösung erhält man für durch die

(9.60a) Die für gültige Darstellung von lautet;

(9.60b) Man bezeichnet die Kugelfunktionen 1. und 2. Art auch als zugeordnete oder assoziierte LEGENDREsche Funktionen (s. auch Lösung der Polargleichung).

Lineare Differentialgleichungen
q q q

Hauptsätze Autonome lineare Differentialgleichungen Lineare Differentialgleichungen mit periodischen Koeffizienten

Lineare Differentialgleichung erster Ordnung
Lineare Differentialgleichung erster Ordnung wird eine Gleichung der Form (9.11a) genannt, in der die unbekannte Funktion und ihre Ableitung nur in der ersten Potenz, d.h. linear auftreten. Der integrierende Faktor ist hier (9.11b) das allgemeine Integral ergibt sich gemäß

(9.11c) Wenn in dieser Formel das unbestimmte Integral überall durch das bestimmte Integral in den Grenzen ersetzt wird, dann gilt für die Lösung gemäß Hauptsatz der Integralrechnung . Ist und

irgendeine

partikuläre Lösung der Differentialgleichung, dann ergibt sich die allgemeine Lösung nach der Formel (9.11d)

Sind zwei linear unabhängige partikuläre Lösungen Lösung ohne Integration gemäß

und

bekannt, dann erhält man die allgemeine

(9.11e) Beispiel Es ist die Differentialgleichung zu integrieren. Man berechnet mit der Anfangsbedingung und erhält gemäß (9.11c) die Lösung für

Lineare Differentialgleichungen zweiter Ordnung
Zu dieser Klasse von Differentialgleichungen gehören viele spezielle Differentialgleichungen, die in den Anwendungen vorkommen und in in diesem Abschnitt behandelt werden. Ausführliche Darstellungen der Eigenschaften dieser Differentialgleichungen und ihrer Lösungsfunktionen s. Lit. 9.26.
q q q q q q

Allgemeine Methoden BESSELsche Differentialgleichung LEGENDREsche Differentialgleichung Hypergeometrische Differentialgleichung LAGUERREsche Differentialgleichung HERMITEsche Differentialgleichung

Lineare Differentialgleichungen mit periodischen Koeffizienten
Betrachtet wird die homogene lineare Differentialgleichung (17.13b), wobei periodische Matrix-Funktion ist, d.h., es gilt eine T. In diesem

Falle nennt man (17.13b) eine lineare T-periodische Differentialgleichung . Dann läßt sich jede Fundamentalmatrix von (17.13b) in der Form Matrix-Funktion ist und Sei die bei darstellen, wobei eine glatte, reguläre darstellt ( Satz von FLOQUET). der -periodischen Differentialgleichung heißt -periodische

eine konstante Matrix vom Typ normierte Fundamentalmatrix

(17.13b) und

eine Darstellung laut Satz von FLOQUET. Die Matrix von

Monodromie-Matrix von (17.13b); die Eigenwerte

sind die Multiplikatoren von (17.13b). Eine Zahl von (17.13b) gibt, so daß

ist genau dann Multiplikator von (17.13b), wenn es eine Lösung

gilt.

Lineare Differentialgleichungen n-ter Ordnung
q q q q q q

Klassifizierungen Fundamentalsystem von Lösungen Erniedrigung der Ordnung Superpositionssatz Zerlegungssatz Lösung der inhomogenen Differentialgleichung mittels Quadraturen

Integration der inhomogenen linearen und der quasilinearen partiellen Differentialgleichung
Zur Integration der inhomogenen linearen und der quasilinearen partiellen Differentialgleichung (9.68a) wird die Lösung in der impliziten Form gesucht. Die Funktion unabhängigen Veränderlichen (9.70a) ist eine Lösung der

homogenen linearen Differentialgleichung mit

deren charakteristisches System

(9.70b) charakteristisches System der ursprünglichen Gleichung (9.68a) genannt wird.

Lineare partielle Differentialgleichungen 2. Ordnung
q

q

q

Klassifikation und Eigenschaften der Differentialgleichungen 2. Ordnung mit zwei unabhängigen Veränderlichen Klassifikation und Eigenschaften der Differentialgleichungen 2. Ordnung mit mehr als zwei unabhängigen Veränderlichen Integrationsmethoden für lineare partielle Differentialgleichungen 2. Ordnung

Allgemeine Form
Eine Differentialgleichung dieser Art hat die Gestalt (9.83a) wobei die gegebene Funktionen der unabhängigen Variablen sind und die Punkte in (9.83a) Glieder bedeuten,

in denen keine Ableitungen zweiter Ordnung der unbekannten Funktionen enthalten sind. Im allgemeinen kann die Differentialgleichung (9.83a) nicht durch Transformationen der unabhängigen Variablen auf eine einfache Normalform gebracht werden. Es gibt aber eine wichtige Klassifikation, die der für Differentialgleichungen 2. Ordnung mit zwei unabhängigen Veränderlichen eingeführten Klassifikation ähnlich ist (s. Lit. 9.6).

Lineare partielle Differentialgleichungen 2. Ordnung mit konstanten Koeffizienten
Wenn die Koeffizienten in (9.83a) konstant sind, dann ist durch eine lineare homogene Transformation der

unabhängigen Variablen eine Transformation auf die einfachere Normalform (9.83b) möglich, in der sämtliche Koeffizienten unterscheiden: 1. Alle Koeffizienten 2. Alle Koeffizienten sind von Null verschieden, aber einer hat ein zu allen übrigen entgegengesetztes sind von Null verschieden und haben dasselbe Vorzeichen: Dann handelt es sich um gleich oder sind. Man kann mehrere charakteristische Fälle

eine elliptische Differentialgleichung .

Vorzeichen: Dann handelt es sich um eine hyperbolische Differentialgleichung . Treten darüber hinaus von jeder Vorzeichenart wenigstens zwei auf, dann ist es eine ultrahyperbolische Differentialgleichung .

3. Einer der Koeffizienten 4. Ein relativ einfach zu lösender Fall liegt vor, wenn nicht nur die Koeffizienten der höchsten Ableitungen der unbekannten Funktionen konstant sind, sondern auch die der ersten Ableitungen. Man kann dann die Glieder mit den ersten Ableitungen durch eine Variablensubstitution eliminieren, für die ist. Dazu setzt man (9.83c) verschwindet, die übrigen sind verschieden von Null und haben gleiches

Vorzeichen: Dann handelt es sich um eine parabolische Differentialgleichung .

wobei

der Koeffizient von

in (9.83b) ist und die Summation über alle

zu erfolgen hat.

Auf diese Weise können alle elliptischen und hyperbolischen Differentialgleichungen mit konstanten Koeffizienten auf eine einfache Form gebracht werden: a) Elliptischer Fall: (9.83d) b) Hyperbolischer Fall: (9.83e)

Mit

wird der LAPLACEsche Operator (9.83f)

bezeichnet.

Integrationsmethoden für lineare partielle Differentialgleichungen 2. Ordnung
q q q q q q q q

q

q q q

Methode der Variablentrennung Lösung der Saitenschwingungsgleichung Lösung der Stabschwingungsgleichung Lösung der Membranschwingungsgleichung Lösung des Dirichletschen Problems Lösung der Wärmeleitungsgleichung RIEMANNsche Methode zur Lösung des CAUCHYschen Problems der hyperbolischen Differentialgleichung GREENsche Methode zur Lösung von Randwertproblemen für elliptische Differentialgleichungen mit zwei unabhängigen Variablen GREENsche Methode zur Lösung von Randwertproblemen mit drei unabhängigen Variablen Vergleich der RIEMANNschen und der GREENschen Methode Operatorenmethoden Näherungsmethoden

Klassifikation und Eigenschaften der Differentialgleichungen 2. Ordnung mit zwei unabhängigen Veränderlichen
q q q q

Allgemeine Form Charakteristiken Normalform oder kanonische Form Verallgemeinerung:

Klassifikation und Eigenschaften der Differentialgleichungen 2. Ordnung mit mehr als zwei unabhängigen Veränderlichen
q q

Allgemeine Form Lineare partielle Differentialgleichungen 2. Ordnung mit konstanten Koeffizienten

Erniedrigung der Ordnung
Eine der wichtigsten Methoden zur Integration von Differentialgleichungen -ter Ordnung (9.28) ist die Substitution der Variablen, die auf einfachere Differentialgleichungen, insbesondere auf solche mit niedrigerer Ordnung führt. Man kann mehrere Fälle unterscheiden.
q q q q

Fall 1 Fall 2 Fall 3 Fall 4

Erniedrigung der Ordnung
Wenn eine partikuläre Lösung Lösungen durch den Ansatz (9.37) aus einer homogenen linearen Differentialgleichung der Ordnung für bestimmt werden. einer homogenen Differentialgleichung bekannt ist, dann können die weiteren

Lösungen der homogenen Differentialgleichung mit konstanten Koeffizienten
Das Aufsuchen der allgemeinen Lösung der homogenen Differentialgleichung (9.40a) mit , d.h. (9.41a) erfordert die Bestimmung der Wurzeln der sogenannten charakteristischen Gleichung (9.41b) Jede Wurzel liefert eine Lösung der Gleichung . Tritt eine Wurzel mit der Vielfachheit

auf, dann sind

ebenfalls Lösungen. Die Linearkombination dieser aller

Lösungen ergibt die allgemeine Lösung der homogenen Differentialgleichung: (9.41c) Wenn die Koeffizienten reell sind, können komplexe Wurzeln der charakteristischen Gleichung nur paarweise und in den betreffenden

konjugiert komplex auftreten. In diesem Falle sind z.B. für

Gliedern der allgemeinen Lösungen die Funktionen ersetzen. Die dabei entstehenden Ausdrücke der Form mit den Konstanten und

und

durch

und

zu

können auch in der Form

dargestellt werden.

Beispiel Zur Differentialgleichung mit den Wurzeln allgemeine Lösung kann in zwei Formen angegeben werden: gehört die charakteristische Gleichung . Die

Allgemeine Form der partiellen Differentialgleichung 1. Ordnung
Allgemeine Form der partiellen Differentialgleichung 1. Ordnung wird die implizite Gleichung (9.73a) genannt. 1. Vollständiges Integral heißt die Lösung (9.73b)

die von von

Parametern gelten muß

abhängt und für deren Funktionaldeterminante mit den betrachteten Werten

(9.73c)

2. Charakteristische Streifen:Die Integration von (9.73a) wird auf die Integration des charakteristischen Systems (9.73d)

mit

(9.73e) zurückgeführt. Die Lösungen des charakteristischen Systems, die die zusätzliche Bedingung (9.73f) erfüllen, heißen charakteristische Streifen .

Satz über die Zentrumsmannigfaltigkeit für Differentialgleichungen
Betrachtet wird eine parameterabhängige Differentialgleichung (17.53) mit , wobei und offene Mengen darstellen und als -mal stetig

differenzierbar vorausgesetzt wird. Die Gleichung (17.53) läßt sich als parameterfreie Differentialgleichung im Phasenraum Satz über die Differenzierbarkeit nach den Anfangswerten folgt, daß (17.53) für beliebige eindeutige Lösung mit Anfang zur Zeit besitzt, die bezüglich existieren. die Ruhelage besitzt, d.h., es gelte und und eine lokal dann -mal stetig interpretieren. Aus dem Satz von PICARD - LINDELÖF und dem

differenzierbar ist. Alle Lösungen mögen auf ganz Es wird weiter vorausgesetzt, daß System (17.53) bei

. Es seien

die Eigenwerte von

mit Re

. Außerdem habe mit positivem Realteil.

genau

Eigenwerte mit negativem und

Eigenwerte

Nach dem Satz über die Zentrumsmannigfaltigkeit für Differentialgleichungen ( Satz von SHOSHITAISHVILI) (s. Lit. 17.12) ist die Differentialgleichung (17.53) für topologisch äquivalent zu einem System (17.54) mit hat, und eine und -Funktion mit , wobei eine Matrix vom Typ sowie ist, die darstellt. als Eigenwerte mit hinreichend kleiner Norm in einer Umgebung von

Aus der Darstellung (17.54) folgt, daß Bifurkationen von (17.53) in einer Umgebung von Differentialgleichung

ausschließlich durch die

(17.55) beschrieben werden. Die Gleichung (17.55) stellt die auf die lokale Zentrumsmannigfaltigkeit

von (17.54) reduzierte Differentialgleichung dar. Die reduzierte Differentialgleichung (17.55) kann oft durch eine nichtlineare parameterabhängige Koordinatentransformation, die die topologische Struktur ihres Phasenporträts nahe der untersuchten Ruhelage nicht ändert, auf eine relativ einfache Form (z.B. mit Polynomen auf der rechten Seite) gebracht werden, die Normalform heißt. Eine Normalform läßt sich nicht eindeutig bestimmen; in der Regel wird eine Bifurkation durch unterschiedliche Normalformen äquivalent beschrieben.

Numerische Integration
Die numerische Integration von Differentialgleichungen wird in Abschnitt ,,Genäherte Integration von gewöhnlichen Differentialgleichungen`` ausführlich behandelt. Auf die numerische Integration der Differentialgleichung ist man vor allem dann angewiesen, wenn sie nicht in den Spezialfällen enthalten ist, deren analytische Lösung in den vorausgehenden Abschnitten beschrieben worden ist, oder wenn ist. Das wird insbesondere dann der Fall sein, wenn nichtlinear von abhängt. zu kompliziert

Operatorenschreibweise
Die Differentialgleichung (9.33) kann symbolisch in der Form (9.40a) geschrieben werden, wobei ein Differentialoperator ist: (9.40b) Wenn die Koeffizienten des Operators . konstant sind, dann ist ein gewöhnliches Polynom -ten Grades hinsichtlich

Haupteigenschaften der Eigenfunktionen und Eigenwerte
1. Die Eigenwerte eines Randwertproblems bilden eine monoton wachsende Folge reeller Zahlen (9.65a) die gegen unendlich strebt. 2. Die Eigenfunktion, die zum Eigenwert 3. Sind und zwei Eigenfunktionen, die zu demselben Eigenwert , d.h., es gilt (9.65b) 4. Für zwei Eigenfunktionen und , die den verschiedenen Eigenwerten und gehören, dann unterscheiden gehört, besitzt im Intervall genau Nullstellen.

sie sich nur durch einen konstanten Faktor

entsprechen, gilt die Orthogonalitätsrelation

(9.65c) wobei 5. Wenn in (9.64a) die Koeffizienten und durch und , wobei und ersetzt die durch . Der -te -ten das Gewicht der Orthogonalität genannt wird.

werden, dann werden die Eigenwerte nicht kleiner, sondern es gilt

Eigenwerte der geänderten bzw. ungeänderten Gleichung sind. Wenn jedoch der Koeffizient ersetzt wird, dann werden die Eigenwerte nicht größer, sondern es gilt

Eigenwert hängt hierbei stetig von den Koeffizienten der Gleichung ab, d.h., daß hinreichend kleinen Änderungen der Koeffizienten entsprechen beliebig kleine Änderungen des 6. Verkleinerungen des Intervalls ziehen keine Verkleinerung der Eigenwerte nach sich. -ten Eigenwertes.

Partielle Differentialgleichungen
q q q

q

Partielle Differentialgleichungen 1. Ordnung Lineare partielle Differentialgleichungen 2. Ordnung Partielle Differentialgleichungen aus Naturwissenschaft und Technik Nichtlineare partielle Differentialgleichungen, Solitonen

Partielle Differentialgleichungen 1. Ordnung
q q

Lineare partielle Differentialgleichungen 1. Ordnung Nichtlineare partielle Differentialgleichungen 1. Ordnung

Lineare und quasilineare partielle Differentialgleichungen
Die Gleichung (9.68a) heißt lineare partielle Differentialgleichung erster Ordnung . Mit Variablen Wenn die Funktionen Differentialgleichung . Im Falle (9.68b) heißt die Gleichung homogen. bezeichnet, und die auch noch von wird eine unbekannte Funktion der unabhängigen sind vorgegebene Funktionen dieser Variablen. abhängen, spricht man von einer quasilinearen partiellen

Differentialgleichungen erster Ordnung mit zwei unabhängigen Veränderlichen
Für kann der charakteristische Streifen geometrisch als Kurve gedeutet ihre Tangentialebene

werden, die sich dadurch auszeichnet, daß in jedem ihrer Punkte

definiert ist. Dadurch kann die Aufgabe, die Integralfläche der Gleichung (9.77) zu bestimmen, die durch eine gegebene Kurve hindurchgeht, also das CAUCHYsche Problem zu lösen, auf eine andere Aufgabe zurückgeführt werden: Durch die Punkte der Anfangskurve sind die charakteristischen Streifen hindurchzulegen, deren zugehörige Ebene diese Kurve tangiert. Man gewinnt die Werte der Anfangskurve aus den Beziehungen und und in den Punkten

, die im Falle

nichtlinearer Differentialgleichungen im allgemeinen mehrere Lösungen besitzen. Damit sich bei Stellung des CAUCHYschen Problems eindeutige Lösungen ergeben, sind entlang der Anfangskurve zwei stetige Funktionen

und

festzulegen, die den beiden Beziehungen genügen.

Die Existenzbedingungen für die Lösung des CAUCHYschen Problems s. Lit. 9.26. Beispiel A Für die partielle Differentialgleichung der Kurve und und die Anfangskurve kann entlang

gesetzt werden. Das charakteristische System besitzt die Form

Der charakteristische Streifen mit den Anfangswerten Gleichungen Fall die durch den Punkt

und

für

genügt den . Für den

lautet die Gleichung der zum charakteristischen Streifen gehörenden Kurve, der Anfangskurve verläuft,

Elimination der Parameter

und

liefert

. Für andere zulässige Werte von

und

längs

der Anfangskurve hätte sich eine andere Lösung ergeben.

Die Einhüllende einer einparametrigen Integralflächenschar ist ebenfalls eine Integralfläche. Unter Beachtung dieses Umstandes kann das CAUCHYsche Problem mit Hilfe des vollständigen Integrals gelöst werden. Dazu wird eine einparametrige Schar von Lösungen gesucht, die die Ebenen berühren, die in den Punkten der Anfangskurve gegebenen sind. Dann ist noch die Einhüllende dieser Schar zu bestimmen. Beispiel B Für die CLAIRAUTsche Differentialgleichung werden, die durch die Kurve lautet Bedingung erhält man soll die Integralfläche bestimmt verläuft. Das vollständige Integral der Differentialgleichung . Da entlang der Anfangskurve gilt, bestimmt man mit der

die erforderliche einparametrige Integralflächenschar. Nach Ermittlung der Einhüllenden .

Partielle Differentialgleichungen
q q

Allgemeine Vorgehensweise Lösung der eindimensionalen Wellengleichung für ein homogenes Medium

Genäherte Integration von partiellen Differentialgleichungen
Im folgenden wird nur das Prinzip der numerischen Lösung partieller Differentialgleichungen am Beispiel linearer partieller Differentialgleichungen 2. Ordnung mit zwei unabhängigen Variablen unter passenden Rand- oder/und Anfangsbedingungen gezeigt.
q q q

Differenzenverfahren Ansatzverfahren Methode der finiten Elemente (FEM)

Partielle Differentialgleichungen
q q

Allgemeine Vorgehensweise Lösung der eindimensionalen Wärmeleitungsgleichung für ein homogenes Medium

Nichtlineare partielle Differentialgleichungen, Solitonen
q q q q q

Physikalisch-mathematische Problemstellung KORTEWEG-DE-VRIES-Gleichung Nichtlineare SCHRÖDINGER-Gleichung Sinus- GORDON-Gleichung Weitere nichtlineare Evolutionsgleichungen mit Solitonlösungen

Potentialgleichung
Potentialgleichung oder POISSONsche Differentialgleichung wird die lineare partielle Differentialgleichung zweiter Ordnung (9.103a) genannt, die die Bestimmung des Potentials erzeugt wird, wobei Lösung, das Potential behandelt. Für die homogene Differentialgleichung mit ergibt sich die LAPLACEsche Differentialgleichung (9.103b) Die Differentialgleichungen (9.103a) und (9.103b) sind vom elliptischen Typ. für die Koordinaten im Punkt eines skalaren Feldes ermöglicht, das von einer Punktfunktion steht und der LAPLACE-Operator ist. Die

, wird im Abschnitt Differentialgleichungen der Feldtheorie

Poissonsche Differentialgleichung
Die Aufgabe der Bestimmung des Potentials sind, führt gemäß (13.127a) mit auf (13.131a) d.h. auf die POISSONsche Differentialgleichung . In kartesischen Koordinaten gilt: (13.131b) Die LAPLACEsche Differentiagleichung (13.130b) ist somit ein Spezialfall der POISSONschen Differentialgleichung (13.131b). Lösungen sind das NEWTON-Potential (für Punktmassen) oder das COULOMB-Potential (für Punktladungen) (13.131c) eines Vektorfeldes , in dem Quellen enthalten

deren Potential

für größer werdende

-Werte hinreichend stark gegen Null strebt.

Zur POISSONschen Differentialgleichung können die gleichen drei Randwertbedingungen wie für die Lösung der LAPLACEschen Differentialgleichung formuliert werden. Die erste und dritte Randwertaufgabe sind eindeutig lösbar, an die zweite müssen noch spezielle Bedingungen gestellt werden (s. Lit. 9.6).

Randwertprobleme
q q q

Problemstellung Haupteigenschaften der Eigenfunktionen und Eigenwerte Entwicklung nach Eigenfunktionen

RICCATIsche Differentialgleichung
RICCATIsche Differentialgleichung heißt die Gleichung (9.13a) die im allgemeinen nicht durch Quadraturen gelöst werden kann, d.h. nicht durch endlich viele aufeinander folgende Integrationen. Ist aber eine partikuläre Lösung diese durch die Substitution der RICCATIschen Differentialgleichung bekannt, dann läßt sich

(9.13b)

auf eine lineare Differentialgleichung für

zurückführen. Kennt man noch eine zweite Lösung

, so ist

(9.13c)

eine partikuläre Lösung der linearen Differentialgleichung für die Variable Sollten sogar drei Lösungen Differentialgleichung und

, so daß sich ihre Integration vereinfacht.

bekannt sein, dann lautet das allgemeine Integral der RICCATIschen

(9.13d)

Durch die Substitution

(9.13e)

läßt sich die RICCATIsche Differentialgleichung stets in die Normalform

(9.13f)

überführen. Mit der Substitution

(9.13g)

ergibt sich aus (9.13a) eine lineare Differentialgleichung zweiter Ordnung (9.13h) Beispiel Es ist die Differentialgleichung zu lösen. Man setzt ,

substituiert und erhält für den Koeffizienten der ersten Potenz von Verschwinden gebracht wird, indem man setzt.

den Ausdruck

, der zum

Somit ergibt sich

.

Man sucht partikuläre Lösungen der Form

und findet durch Einsetzen

,

d.h. zwei partikuläre Lösungen

.

Die Substitution

liefert

.

Durch Einsetzen der partikulären Lösung

ergibt sich die allgemeine Lösung

und hiermit

.

Existenzsatz, Richtungsfeld
q q q

Existenz einer Lösung, LIPSCHITZ-Bedingung Richtungsfeld, Vertikale Richtungen Allgemeines Integral

Unterabschnitte
q q q q

Problemstellung: Lösungsansatz: Lösungen: Spezialfall Würfel, Entartung:

Kräftefreie Bewegung eines Teilchens in einem Quader Problemstellung:
Ein Teilchen mit der Masse Kantenlänge bewege sich kräftefrei in einem Quader mit undurchlässigen Wänden der

, so daß es sich in einem Potentialkasten befindet, der in alle drei Raumrichtungen wegen

seiner Undurchlässigkeit unendlich hoch ist, d.h., die Aufenthaltswahrscheinlichkeit des Teilchens und damit die Wellenfunktion verschwinden außerhalb des Kastens. Die SCHRÖDINGER-Gleichung und die Randbedingungen lauten für dieses Problem

(9.108a)

(9.108b)

Lösungsansatz:
Mit dem Separationsansatz (9.109a) zur Variablentrennung ergibt sich nach Einsetzen in (9.108a) (9.109b) Jedes der drei Glieder auf der linken Seite hängt nur von einer unabhängigen Variablen ab. Ihre Summe kann für beliebige nur dann konstant gleich sein, wenn jedes einzelne Glied für sich konstant ist. In diesem

Falle kann die partielle Differentialgleichung in drei gewöhnliche Differentialgleichungen aufgespalten werden: (9.109c) Zwischen den Separationskonstanten besteht der Zusammenhang

(9.109d) womit folgt (9.109e)

Lösungen:
Lösungen der drei Gleichungen (9.109c) sind die Funktionen (9.110a)

mit den Konstanten . Um die Bedingung

. Damit erfüllt auch für

die Randbedingungen und

für zu erfüllen, muß

und

(9.110b) gelten, d.h., es müssen die Beziehungen (9.110c) erfüllt sein, in denen und ganze Zahlen sind.

Für die Gesamtenergie erhält man damit

(9.110d) woraus folgt, daß Energieänderungen des Teilchens durch Austausch mit der Umgebung nicht kontinuierlich, sondern lediglich in Quanten möglich sind. Die Zahlen gehören, werden Quantenzahlen genannt. Nach der Berechnung des Konstantenprodukts aus der Normierungsbedingung und , die zu den Eigenwerten der Energie

(9.110e) ergeben sich die vollständigen Eigenfunktionen des durch die drei Quantenzahlen charakterisierten Zustandes zu (9.110f) Die Eigenfunktionen verschwinden an den Wänden, wenn eine der drei Sinusfunktionen gleich Null ist. Außer an den Wänden ist das immer dann der Fall, wenn die Beziehungen

(9.110g)

erfüllt sind. Somit gibt es in denen

bzw.

bzw.

Ebenen senkrecht zur

- bzw.

- bzw.

-Achse,

verschwindet. Diese Ebenen heißen Knotenebenen .

Spezialfall Würfel, Entartung:
Im Spezialfalle des Würfels mit kann sich ein Teilchen gleichzeitig in mehreren Zuständen befinden, die durch unterschiedliche linear unabhängige Eigenfunktionen beschrieben werden und die gleiche Energie besitzen. Das ist der Fall, wenn die Summe spricht dann von entarteten Zuständen , und wenn es . Die Quantenzahlen und in verschiedenen Zuständen den gleichen Wert hat. Man Zustände mit gleicher Energie sind, von -facher Entartung

können alle ganzen Zahlen durchlaufen, außer der Null. Letzteres würde

bedeuten, daß die Wellenfunktion identisch Null ist, d.h., das Teilchen an keinem Ort innerhalb des Kastens existiert. Somit muß die Teilchenenergie endlich bleiben, selbst wenn die Temperatur des absoluten Nullpunktes erreicht ist. Diese Nullpunktstranslationsenergie beträgt für den Quader (9.110h)

Selbstadjungierte Differentialgleichung
Selbstadjungierte Differentialgleichung wird die folgende wichtige Form der Differentialgleichungen 2. Ordnung genannt: (9.64a) Als lineare Randbedingungen werden die homogenen Bedingungen (9.64b) vorgegeben. Die Funktionen und sollen in dem endlichen Intervall

stetig sein. Im Falle eines unendlichen Intervalls ändern sich die Ergebnisse ganz wesentlich (s. Lit. 9.6). Außerdem wird verlangt, daß der Differentialgleichung, ist konstant. Für homogene Randwertproblem . Jede Differentialgleichung 2. Ordnung (9.64c) gilt. Die Größe , ein Parameter

ergibt sich zum inhomogenen Randwertproblem das zugehörige

kann, falls in

ist, durch Multiplikation mit

auf die selbstadjungierte Form (9.64a) gebracht

werden. Dazu sind die Substitutionen (9.64d) erforderlich. Um eine Lösung zu finden, die den inhomogenen Bedingungen (9.64e) genügt, geht man auf eine Aufgabe mit homogenen Bedingungen durch Änderung der rechten Seite zurück, indem man die unbekannte Funktion mit Hilfe der Substitution ersetzt. Dabei ist eine beliebige, zweimal

differenzierbare Funktion, die die inhomogenen Randbedingungen erfüllt, während Funktion ist, die die zugehörigen homogenen Randbedingungen erfüllt.

eine neue unbekannte

Steife Differentialgleichungen
Bei vielen Anwendungen, z.B. in der chemischen Kinetik, führen mathematische Modelle auf Differentialgleichungen, deren Lösungen sich aus verschieden stark exponentiell abklingenden Anteilen zusammensetzen. Solche Differentialgleichungen werden als steif bezeichnet. In dem Beispiel (19.117) mit und leistet für den Fall der zu

gehörende Term keinen Beitrag zur Lösung, er beeinflußt aber ganz wesentlich die Wahl der Schrittweite eines Näherungsverfahrens, so daß der Einfluß der Rundungsfehler sehr stark anwächst. Dann ist die Auswahl geeigneter Näherungsverfahren unbedingt notwendig (s. Lit. 19.26).

Symmetriebrechung
Manche Differentialgleichungen (17.53) besitzen Symmetrien im folgenden Sinne: Es existiert eine lineare Transformation und (oder sogar eine Gruppe von Transformationen), so daß ist. Ein Orbit von (17.53) heißt symmetrisch bezüglich T , falls ist. für alle

Von einer symmetriebrechenden Bifurkation bei

spricht man z.B. in (17.53) (bei

), wenn für sind, und bei sind.

eine stabile Ruhelage oder ein stabiler Grenzzyklus vorliegt, die jeweils symmetrisch bezüglich

zwei weitere stabile Ruhelagen oder Grenzzyklen entstehen, die nicht mehr symmetrisch bezüglich Beispiel

Für System (17.53) mit

definiert . Bei ist

eine Symmetrie, denn eine stabile Ruhelage. Bei , die beide nicht

gibt es neben symmetrisch sind.

die beiden anderen Ruhelagen

Topologische Äquivalenz von Differentialgleichungen
q q

Definition Satz von Grobman und Hartman

Unterabschnitte
q q

Methode der Variation der Konstanten: Methode von CAUCHY:

Lösung der inhomogenen Differentialgleichung mittels Quadraturen
Wenn das Fundamentalsystem von Lösungen der zugehörigen homogenen Differentialgleichung bekannt ist, stehen die folgenden zwei Lösungsverfahren zur Verfügung:

Methode der Variation der Konstanten:
Die gesuchte Lösung wird in der Form (9.38a) aufgeschrieben. Die werden nicht als Konstanten aufgefaßt, sondern als Funktionen von .

Danach wird die Erfüllung der Gleichungen

(9.38b)

gefordert. Einsetzen von

in (9.33) ergibt (9.38c)

Darauf folgt die Lösung des linearen Gleichungssystems (9.38b) und (9.38c) zur Bestimmung der deren Integrale die liefern.

Beispiel

. In den Intervallen homogene Gleichung bzw. sind alle Voraussetzungen über die Koeffizienten erfüllt. Zuerst wird die gelöst. Eine partikuläre Lösung ist . Der

Ansatz

ergibt für

die Differentialgleichung

.

Eine Lösung dieser Differentialgleichung ist

, und somit ist

. Damit ergibt sich die zweite Lösung

. Die

allgemeine Lösung der homogenen Gleichung ist daher ergibt jetzt:

. Variation der Konstanten

also

Damit ist die allgemeine Lösung der inhomogenen Differentialgleichung:

Methode von CAUCHY:
In der allgemeinen Lösung (9.39a) der zu (9.33) gehörenden homogenen Differentialgleichung werden die Konstanten derart bestimmt, daß für den beliebigen Parameter die Gleichungen erfüllt sind. bezeichnet

Auf diese Weise erhält man eine spezielle Lösung der homogenen Differentialgleichung, die mit werden soll, und

(9.39b)

ist dann eine partikuläre Lösung der inhomogenen Differentialgleichung (9.33), die an der Stelle mit ihren Ableitungen bis zur Ordnung einschließlich verschwindet.

gemeinsam

Beispiel

Für die mit der Methode der Variation der Konstanten gelöste Differentialgleichung

folgt aus ,

so daß die partikuläre Lösung

der inhomogenen Differentialgleichung mit

lautet:

. Hieraus kann man auch

die allgemeine Lösung

der inhomogenen Differentialgleichung gewinnen.

Lineare partielle Differentialgleichungen erster Ordnung in vollständigen Differentialen
Gleichungen dieser Art haben die Gestalt (9.78a) wobei die gegebene Funktionen der Variablen sind. Man spricht von einer

vollständig integrierbaren Differentialgleichung , wenn sich eine eindeutige Beziehung zwischen den angeben läßt, die einen frei wählbaren konstanten Faktor enthält, und die auf die Gleichung (9.78a) führt. Dann existiert eine eindeutige Lösung Anfangswerte für von (9.78a), die für die ergibt. Daraus folgt

der unabhängigen Veränderlichen einen vorgegebenen Wert

, daß durch jeden Raumpunkt eine und nur eine Integralfläche verläuft.

Vollständige Integrabilität gibt es für die Differentialgleichung (9.78a) dann und nur dann, wenn die

Beziehungen (9.78b)

in allen Variablen

identisch erfüllt sind.

Wenn die Differentialgleichung in der symmetrischen Gestalt (9.78c)

gegeben ist, dann lautet die Bedingung für die vollständige Integrabilität für alle Kombinationen der Indizes

(9.78d)

Liegt vollständige Integrabilität vor, dann kann die Auflösung der Differentialgleichung (9.78a) auf die Integration einer gewöhnlichen Differentialgleichung mit Parametern zurückgeführt werden.

Unterabschnitte
q q q

Problemstellung Lösungsansatz und Lösungsgang Physikalische Lösungen:

Linearer harmonischer Oszillator Problemstellung
Harmonische Schwingungen entstehen, wenn die rücktreibende Kraft im Oszillator dem HOOKEschen Gesetz genügt. Für Schwingungsfrequenz, Schwingungskreisfrequenz und potentielle Energie ergeben sich: (9.118a)

(9.118b)

(9.118c) Durch Einsetzen in (9.107a) erhält die SCHRÖDINGER-Gleichung die Form: (9.119a) Mit Hilfe der Substitutionen (9.119b)

(9.119c) wobei ein Parameter und nicht die Wellenlänge ist, kann (9.119a) in die einfachere Form der WEBERschen Differentialgleichung (9.119d) überführt werden.

Lösungsansatz und Lösungsgang
Für die WEBERsche Differentialgleichung erhält man mit Hilfe des Ansatzes

(9.120a) eine Lösung. Differentiation führt auf (9.120b) Einsetzen in die SCHRÖDINGER-Gleichung (9.119d) liefert (9.120c) Eine Lösung wird über den Reihenansatz (9.121a) bestimmt: Einsetzen von (9.121a) in (9.120c) ergibt (9.121b)

Durch Vergleich der Koeffizienten von

erhält man die Rekursionsformel (9.121c)

Die Koeffizienten Potenzen auf

für gerade Potenzen von . Damit sind und

werden auf

zurückgeführt, die Koeffizienten für ungerade

frei wählbar.

Physikalische Lösungen:
Gesucht ist die Aufenthaltswahrscheinlichkeit des betrachteten Teilchens in den verschiedenen Zuständen. Diese wird mit Hilfe einer physikalisch sinnvollen, d.h. normierbaren, für große Werte von Eigenfunktion und quadratisch integrierbaren Wellenfunktion Die Exponentialfunktion gegen Null strebt, wenn die Funktion beginnend von einem bestimmten beschrieben. für in (9.121a), gegen Null gehenden

im Ansatz (9.120a) sorgt dafür, daß die Lösung ein Polynom ist. Daher müssen die Koeffizienten an, für alle . Mit verschwinden:

lautet die Rekursionsformel (9.121c) jetzt (9.122a)

Für

kann sie nur erfüllt werden, wenn (9.122b)

gesetzt wird. Somit verschwinden durch die angegebene Wahl von

die Koeffizienten

. Damit

auch die Koeffizienten Für die spezielle Wahl

verschwinden, muß

sein.

erhält man die HERMITEschen Polynome der

2. Definitionsgleichung. Die ersten sechs lauten:

(9.122c)

Die Lösung

für die Schwingungsquantenzahl

ergibt sich zu (9.123a)

wobei

der Normierungsfaktor ist. Man erhält ihn aus der Normierungsbedingung

zu

(9.123b) Für die Eigenwerte der Schwingungsenergie ergibt sich als Quantisierungsbedingung aus der Bedingung für den Abbruch der Reihe mit (9.119c)

(9.123c) Das Spektrum der Energiezustände ist äquidistant. Der Summand in der Klammer bedeutet, daß der

quantenmechanische Oszillator im Unterschied zum klassischen auch im tiefsten energetischen Zustand mit Energie besitzt, die Nullpunktsschwingungsenergie . Die folgende Abbildung zeigt eine graphische Darstellung des äquidistanten Spektrums der Energiezustände, die zugehörigen Wellenfunktionen bis sowie die Funktion der potentiellen Energie (9.118c).

Die Punkte auf der Parabel der potentiellen Energie bezeichnen die Umkehrpunkte des klassischen Oszillators, die als Amplitude aus der Energie berechnet werden. Die quantenmechanische

Wahrscheinlichkeit, ein Teilchen im Intervall

zu finden, ist durch , also

gegeben. , gemäß

Sie ist auch außerhalb dieser Punkte von Null verschieden. So liefert z.B.

, Maxima der Aufenthaltswahrscheinlichkeit bei

(9.123d) Für den entsprechenden klassischen Oszillator ergibt sich (9.123e) Die quantenmechanische Verteilungsdichte nähert sich für große Werte der Quantenzahl klassischen. in ihrem Mittelwert der

RIEMANNsche Methode zur Lösung des CAUCHYschen Problems der hyperbolischen Differentialgleichung
(9.90a)

1. RIEMANNsche Funktion heißt die Funktion

, wobei

und

als Parameter aufgefaßt werden,

die der zu (9.90a) konjugierten homogenen Differentialgleichung (9.90b) und den Bedingungen

(9.90c)

genügt. Allgemein haben lineare Differentialgleichungen zweiter Ordnung und die zu ihnen konjugierten Differentialgleichungen die folgende Form:

(9.90d) und (9.90e)

2. RIEMANNsche Formel wird die Integralformel genannt, mit deren Hilfe die Funktion die der gegebenen Differentialgleichung (9.90a) genügt und die auf einer vorgegebenen Kurve

bestimmt wird, (s. Abbildung)

zusammen mit ihrer Ableitung nach der Richtung der Kurvennormalen vorgegebene Werte annimmt:

(9.90f)

Die glatte Kurve darf keine zu den Koordinatenachsen parallelen Tangenten besitzen, d.h., sie darf die Charakteristiken nicht berühren. Das Kurvenintegral in dieser Formel kann berechnet werden, da aus den Werten der Funktion und ihrer Ableitung nach einer nichttangentialen Richtung längs des Kurvenbogens die Werte beider partieller Ableitungen ermittelbar sind. Oft werden beim CAUCHYschen Problem anstelle der Normalenableitung auf der Kurve die Werte einer partiellen Ableitung der gesuchten Funktion vorgegeben, z.B. verwendet: (9.90g) . Dann wird eine andere Form der RIEMANNschen Formel

Beispiel Telegrafengleichung nennt man die lineare partielle Differentialgleichung zweiter Ordnung vom hyperbolischen Typ

(9.91a) mit den Konstanten und , die das Fließen des elektrischen Stromes in Leitungen beschreibt. Sie stellt

eine Verallgemeinerung der Saitenschwingungsgleichung dar. Die unbekannte Funktion wird durch die Substitution ersetzt, so daß (9.91a) übergeht in (9.91b) Durch die Substitutionen der unabhängigen Variablen (9.91c) erhält man schließlich die Normalform (9.91d) der linearen partiellen Differentialgleichung vom hyperbolischen Typ. Dieser Differentialgleichung muß die RIEMANNsche Funktion den Wert Eins annehmen. Wenn in für die Gestalt (9.91e) gewählt wird, dann ist eine Lösung der Differentialgleichung genügen und für sowie

(9.91f) mit der Anfangsbedingung . Die Substitution überführt diese Differentialgleichung in die

BESSELsche Differentialgleichung nullter Ordnung (9.91g) so daß die Lösung lautet (9.91h) Eine Lösung der ursprünglichen Differentialgleichung (9.91a) mit den Anfangsbedingungen (9.91i) kann erhalten werden, indem man den gefundenen Wert von ursprünglichen Variablen zurückkehrt: in die RIEMANNsche Formel einsetzt und zu den

(9.91j)

Differentialgleichungen der Feldtheorie
q q

Laplacesche Differentialgleichung Poissonsche Differentialgleichung

Kanonische Systeme von Differentialgleichungen
Manchmal ist es vorteilhafter, Differentialgleichungen zu betrachten, in denen die gesuchte Funktion nicht explizit enthalten ist. Der Übergang zu einer derartigen Funktion kann erreicht werden, indem eine zusätzliche unabhängige Veränderliche und eine unbekannte Funktion eingeführt werden. Für diese

Funktion wird über die Gleichung (9.74a) die gesuchte Funktion bestimmt. Dabei setzt man in (9.73a) anstelle von die Funktion

ein. Dann wird die Differentialgleichung (9.73a) nach einer beliebigen partiellen Ableitung von aufgelöst. Die dazugehörige unabhängige Veränderliche wird nach entsprechender bezeichnet. Schließlich bringt man die Gleichung (9.73a) in

Änderung der Numerierung der übrigen Variablen mit die Form

(9.74b) Das System der charakteristischen Differentialgleichungen geht so über in (9.74c) und (9.74d)

Die Gleichungen (9.74c) stellen ein System von Funktion von

gewöhnlichen Differentialgleichungen dar, das einer beliebigen Variablen entspricht. Man nennt es ein kanonisches

System oder ein Normalsystem von Differentialgleichungen . Viele Aufgaben der Mechanik und der theoretischen Physik führen auf Systeme dieser Art. Bei Kenntnis eines vollständigen Integrals (9.74e) der Gleichung (9.74b) kann die allgemeine Lösung des Normalsystems (9.74c) bestimmt werden, denn die Gleichungen definieren eine mit -parametrige Lösung des Normalsystems (9.74c). willkürlichen Parametern und

Superpositionssatz
Wenn und zwei Lösungen der Differentialgleichung (9.33) für verschiedene rechte Seiten und sind,

dann ist ihre Summe

eine Lösung derselben Differentialgleichung mit der rechten Seite

. Daraus folgt, daß es zur Berechnung der allgemeinen Lösung einer inhomogenen Differentialgleichung ausreicht, zu irgendeiner ihrer partikulären Lösungen die allgemeine Lösung der zugehörigen homogenen Differentialgleichung zu addieren.

Normalform
Normalform nennt man den folgenden einfachen Fall eines Systems linearer Differentialgleichungen 1. Ordnung mit konstanten Koeffizienten:

(9.45a)

Das Aufsuchen der allgemeinen Lösung eines derartigen Systems erfordert zuerst die Lösung der charakteristischen Gleichung

(9.45b)

Zu jeder einfachen Wurzel

dieser Gleichung gehört ein System partikulärer Lösungen (9.45c)

deren Koeffizienten

aus dem System homogener linearer Gleichungen

(9.45d) zu bestimmen sind. Da auf diese Weise gemäß Abschnitt Triviale Lösung und Fundamentalsystem nur die Verhältnisse ist in dem so gewonnenen System partikulärer Lösungen für jedes bestimmt werden können,

eine willkürliche Konstante enthalten. Wenn alle Wurzeln der voneinander unabhängige eine -fache Wurzel

charakteristischen Gleichung verschieden sind, enthält die Summe aller dieser partikulären Lösungen willkürliche Konstanten, so daß sich damit die allgemeine Lösung des Systems ergibt. Wenn irgendein

der charakteristischen Gleichung ist, dann entspricht dieser Wurzel ein System partikulärer Lösungen der Form (9.45e) in dem die Polynome sind, die maximal den Grad haben können. Diese Ausdrücke werden mit , und

unbestimmten Koeffizienten in das System von Differentialgleichungen eingesetzt. Danach erfolgt eine Division durch die Koeffizienten gleicher Potenzen von Gleichungen für die unbekannten Koeffizienten, von denen ausdrücken. Auf diese Weise entsteht ein Lösungsanteil mit

auf der linken und der rechten Seite werden gleichgesetzt. Dadurch entstehen lineare frei wählbar sind. Die anderen Koeffizienten lassen sich durch diese beliebigen Konstanten. Der Grad der Polynome kann kleiner als gilt, dann reicht es aus, die

sein. Wenn speziell das System (9.45a) symmetrisch ist, d.h. wenn

zu setzen. Für komplexe Wurzeln der charakteristischen Gleichung können die betreffenden Glieder der allgemeinen Lösung genau so auf eine reelle Form gebracht werden, wie es für den Fall einer Differentialgleichung mit konstanten Koeffizienten gezeigt worden ist. Beispiel

Für das System charakteristische Gleichung

lautet die

Für die einfache Wurzel

erhält man .

Daraus folgt

. Für die mehrfache Wurzel

erhält man Gleichungen liefert

. Einsetzen in die

woraus folgt Die allgemeine Lösung lautet somit:

.

.

Anfangs- und Randbedingungen
Die Lösung physikalischer, technischer und naturwissenschaftlicher Probleme erfordert gewöhnlich die Erfüllung zweier grundsätzlicher Anforderungen: 1. Die gesuchte Lösung hat nicht nur der Differentialgleichung zu genügen, sondern zusätzlich noch Anfangsbzw. Randbedingungen. Dabei können Probleme auftreten, bei denen nur Anfangsbedingungen, nur Randbedingungen oder sowohl Anfangs- als auch Randbedingungen vorgegeben sind. Die Gesamtheit aller Bedingungen muß die Lösung der Differentialgleichung eindeutig festlegen. 2. Die gesuchte Lösung muß gegenüber kleinen Änderungen der Anfangs- und Randbedingungen stabil sein, d.h. sich beliebig wenig ändern, wenn die Änderungen dieser Bedingungen, oft auch Störungen genannt, hinreichend klein sind. Man sagt dann, daß eine korrekte Problemstellung vorliegt. Erst wenn diese Bedingungen erfüllt sind, kann davon ausgegangen werden, daß das mathematische Modell des gegebenen Problems zur Beschreibung realer Erscheinungen geeignet ist. Bei den Differentialgleichungen des hyperbolischen Typs, auf die besonders Untersuchungen von Schwingungsvorgängen in kontinuierlichen Medien führen, ist z.B. das CAUCHYsche Problem korrekt gestellt. Dies bedeutet, daß auf einer Anfangsmannigfaltigkeit, d.h. auf einer Kurve oder Fläche, Werte der zu bestimmenden Funktion sowie ihrer Ableitungen in einer nichttangentialen, besonders der Normalenrichtung gegeben sind. Bei den

Differentialgleichungen des elliptischen Typs, auf die besonders Untersuchungen von stationären Vorgängen und von Gleichgewichtsproblemen in kontinuierlichen Medien führen, ist die Stellung des Randwertproblems, d.h. die Vorgabe der Werte der zu bestimmenden Funktion auf dem Rande des betrachteten Variabilitätsgebiets der unabhängigen Variablen, korrekt. Wenn das betrachtete Gebiet unbegrenzt ist, dann müssen von der zu bestimmenden Funktion geeignete Verhaltenseigenschaften beim unbegrenzten Wachstum der unabhängigen Variablen gefordert werden.

Inhomogene Bedingungen und inhomogene Differentialgleichungen
Die Lösung homogener oder inhomogener linearer partieller Differentialgleichungen bei inhomogenen Anfangs- oder Randbedingungen kann auf die Lösung einer Gleichung zurückgeführt werden, die sich von der gegebenen lediglich durch das die unbekannte Funktion nicht mehr enthaltende freie Glied unterscheidet, jetzt aber bei homogenen Bedingungen. Dazu reicht es aus, die zu bestimmende Funktion durch eine Differenz zwischen ihr und einer beliebigen, zweimal differenzierbaren Funktion zu ersetzen, die die gegebenen inhomogenen Bedingungen erfüllt. Generell wird von der Erkenntnis Gebrauch gemacht, daß sich die Lösung einer linearen inhomogenen partiellen Differentialgleichung bei gegebenen inhomogenen Anfangs- oder Randbedingungen als Summe der Lösung der gleichen Differentialgleichung bei Nullbedingungen und der Lösung der entsprechenden homogenen Differentialgleichung bei den gegebenen Bedingungen darstellen läßt. Zur Zurückführung der Lösung der linearen inhomogenen partiellen Differentialgleichung (9.96a) bei den homogenen Anfangsbedingungen (9.96b) auf die Lösung des CAUCHYschen Problems für die zugehörige homogene Differentialgleichung wird

(9.96c)

gesetzt. Dabei ist

die Lösung der Differentialgleichung (9.96d)

die den Randbedingungen (9.96e) genügt. In diesen Gleichungen steht symbolisch für die Gesamtheit der Variablen des -

dimensionalen Problems. Mit

wird dabei ein linearer Differentialausdruck bezeichnet, der die Ableitung .

enthalten darf, nicht aber höhere Ableitungen nach

Unterabschnitte
q q

Methode der Irrfahrtsprozesse: Lösungsprinzip:

Lösung partieller Differentialgleichungen Methode der Irrfahrtsprozesse:
Mit Hilfe von Irrfahrtsprozessen wird die Monte-Carlo-Methode zur genäherten Lösung von partiellen Differentialgleichungen realisiert. Als Beispiel wird die folgende Randwertaufgabe betrachtet: (16.165a) (16.165b) Hierbei ist ein einfach zusammenhängendes Gebiet der -Ebene; mit ist der Rand von bezeichnet.

Wie bei den Differenzenmethoden im Abschnitt Differenzenverfahren wird überzogen, bei dem ohne Beschränkung der Allgemeinheit die Schrittweite Auf diese Weise entstehen innere Gitterpunkte und Randpunkte

mit einem quadratischen Gitter gewählt werden soll. . Von den Randpunkten , die von

auch Gitterpunkte sind, wird zunächst zur Vereinfachung angenommen, daß sie tatsächlich auf dem Rand liegen, d.h., es soll gelten (s. Abbildung).

(16.166)

Lösungsprinzip:
Man stellt sich vor, daß ein Teilchen von einem inneren Punkt 1. Das Teilchen bewegt sich von aus zufällig zu einem der 4 Nachbarpunkte des Gitters. Jedem dieser für eine Bewegung zu diesem Punkt zugeordnet. aus zu einer Irrfahrt startet. Das bedeutet:

4 Gitterpunkte wird die Wahrscheinlichkeit 2. Erreicht das Teilchen einen Randpunkt

, dann endet dort die Irrfahrt mit der Wahrscheinlichkeit 1.

Es läßt sich zeigen, daß ein Teilchen nach endlich vielen Schritten von einem inneren Punkt Randpunkt erreicht. Mit

aus einen

(16.167) wird die Wahrscheinlichkeit bezeichnet, daß eine Irrfahrt vom Punkt Dann gilt (16.168) und aus in dem Randpunkt endet.

(16.169) Diese Gleichung (16.169) stellt eine Differenzengleichung für aus durchgeführt, von denen im Punkt enden dar. Werden , dann gilt (16.170) Diese Gleichung (16.170) gibt eine Näherungslösung der Differentialgleichung (16.165a) unter der Bedingung (16.166) an. Die Randbedingung (16.165b) wird dagegen berücksichtigt, indem man (16.171) Irrfahrten vom Punkt

setzt; denn wegen (16.169) gilt Zur Berechnung von Differenzengleichung für wird (16.169) mit :

. multipliziert. Nach Summation erhält man die folgende

(16.172) Werden Irrfahrten vom inneren Punkt aus durchgeführt, von denen im Randpunkt

enden, dann erhält man durch

(16.173) einen Näherungswert im Punkt des Randwertproblems (16.165a,b).

Problemstellungen
Die Modellierung und mathematische Erfassung verschiedener physikalischer Erscheinungen im Rahmen der klassischen theoretischen Physik, besonders in modellmäßig strukturlos oder kontinuierlich veränderlich angenäherten Medien, also in Gasen, strukturlos angenommenen Flüssigkeiten sowie Festkörpern und besonders in Feldern der klassischen Physik, führen auf partielle Differentialgleichungen, wie z.B. die Wellengleichung und die Wärmeleitungsgleichung. Auch die nichtklassische theoretische Physik, die Quantenmechanik, die auf der Erkenntnis aufbaut, daß Medien und Felder diskontinuierliche Erscheinungen sind, wird von einer partiellen Differentialgleichung beherrscht, die geradezu eine dominierende Stellung einnimmt, von der SCHRÖDINGER-Gleichung. Besonders häufig treten lineare partielle Differentialgleichungen 2. Ordnung auf, die auch in den modernen Ingenieur- und Naturwissenschaften große Bedeutung erlangt haben.

Systeme linearer Differentialgleichungen mit konstanten Koeffizienten
q q

q q

Normalform Homogene Systeme linearer Differentialgleichungen erster Ordnung mit konstanten Koeffizienten Inhomogene Systeme linearer Differerentialgleichungen 1. Ordnung Systeme zweiter Ordnung

Homogene Systeme linearer Differentialgleichungen erster Ordnung mit konstanten Koeffizienten
Homogene Systeme linearer Differentialgleichungen erster Ordnung mit konstanten Koeffizienten besitzen die allgemeine Form (9.46a) Wenn die Determinante nicht verschwindet, d.h. (9.46b) dann läßt sich das System (9.46a) auf die Normalform (9.45a) bringen. Der Fall bedarf zusätzlicher Betrachtungen (s. Lit.9.26).

Die Lösung kann auch von der allgemeinen Form aus und nach der gleichen Methode ermittelt werden, die bei der Normalform zur Anwendung kommt. Die charakteristische Gleichung hat dann die Form (9.46c) Die Koeffizienten in der Lösung (9.45c), die der einfachen Wurzel entsprechen, werden in diesem Falle aus

dem Gleichungssystem

(9.46d) bestimmt. Ansonsten entspricht die Lösungsmethode derselben, die im Falle der Normalform angewendet wurde. Beispiel Die charakteristische Gleichung des Systems der zwei Differentialgleichungen lautet

Die Koeffizienten bzw. Lösung lautet somit

und

für . Für

erhält man aus ergibt sich analog . . Die allgemeine

Inhomogene Systeme linearer Differerentialgleichungen 1. Ordnung
Inhomogene Systeme linearer Differerentialgleichungen 1. Ordnung haben die allgemeine Form (9.47)

1. Superpositionssatz: Wenn

und bzw.

Lösungen inhomogener Systeme unterscheiden, dann ist

sind, die sich nur durch ihre rechten Seiten

auch eine Lösung dieses Systems, wobei aber für die rechten Seiten gilt. Somit reicht es zur Gewinnung der allgemeinen Lösung des

inhomogenen Systems aus, zur allgemeinen Lösung des zugehörigen homogenen Systems eine partikuläre Lösung des inhomogenen Systems zu addieren. 2. Variation der Konstanten: Die Variation der Konstanten kann z.B. benutzt werden, um eine partikuläre

Lösung des inhomogenen Differentialgleichungssystems zu ermitteln. Dazu wird die allgemeine Lösung des homogenen Systems in das inhomogene System eingesetzt. Die Konstanten den unbekannten Funktionen werden zu

. In den Ausdrücken für die Ableitungen auf. Beim Einsetzen in das

treten neue Glieder mit Ableitungen der neuen unbekannten Funktionen

gegebene System bleiben auf der linken Seite nur diese zusätzlichen Glieder übrig, weil sich die anderen gegenseitig kompensieren, denn die homogenen Systems. Man erhält also für die Gleichungen, das es zu lösen gilt. Nach sind voraussetzungsgemäß eine Lösung des ein inhomogenes System linearer algebraischer

Integrationen findet man die Funktionen

. Einsetzen in die Lösung des homogenen Systems anstelle der Konstanten liefert die gesuchte partikuläre Lösung des inhomogenen Systems. Beispiel

Für das System aus zwei inhomogenen Differentialgleichungen lautet die allgemeine Lösung des homogenen Systems gegebenen Gleichungen und Auffassen von und als Funktionen von , , . Daraus folgt . Da eine partikuläre Lösung gesucht ist, werden alle Konstanten gleich Null gesetzt, was auf führt. Die allgemeine Lösung lautet somit . 3. Methode der unbestimmten Koeffizienten: Die Methode der unbestimmten Koeffizienten ist besonders dann mit Vorteil einsetzbar, wenn die rechten Seiten aus speziellen Funktionen der Form bestehen. Die Anwendung erfolgt in Analogie zu dem beschriebenen Vorgehen für eine Differentialgleichung -ter Ordnung. . Einsetzen in die ergibt oder

Systeme zweiter Ordnung
Die angeführten Methoden können auch auf Systeme linearer Differentialgleichungen höherer Ordnung übertragen werden. Für das System (9.48) können insbesondere auch partikuläre Lösungen der Form der charakteristischen Gleichung homogenen algebraischen Gleichungen zu ermitteln. und die bestimmt werden. Dazu sind die aus den zugehörigen linearen aus

Zerlegungssatz
Hat die inhomogene Differentialgleichung (9.33) reelle Koeffizienten und hat ihre rechte Seite die komplexe Form mit den reellen Funktionen und , dann ist auch die Lösung und und der zwei inhomogenen zusammen. komplex.

Diese komplexe Lösung setzt sich aus den zwei reellen Lösungen Differentialgleichungen (9.33) mit den zugehörigen rechten Seiten

Räumliche Differentialoperationen
q q q q q q q

Richtungs- und Volumenableitung Gradient eines Skalarfeldes Vektorgradient Divergenz des Vektorfeldes Rotation des Vektorfeldes Nablaoperator, Laplace-Operator Übersicht zu den räumlichen Differentialoperationen

Rechenregeln für Differentialoperatoren
(13.81) (13.82) (13.83) (13.84)

(13.85)

(13.86)

(13.87)

(13.88)

(13.89)

(13.90) (13.91) (13.92) (13.93) (13.94) (13.95)

Übersicht zu den räumlichen Differentialoperationen
q

q q

Vektoranalytische Ausdrücke in kartesischen, Zylinder- und Kugelkoordinaten Prinzipielle Verknüpfungen und Ergebnisse Rechenregeln für Differentialoperatoren

Prinzipielle Verknüpfungen und Ergebnisse
Tabelle Prinzipielle Verknüpfungen bei den Differentialoperatoren Operator Gradient Symbol Verknüpfung Argument Ergebnis Skalar Vektor Bedeutung maximaler Anstieg

Vektorgradient

Vektor

Tensor 2. Stufe

Divergenz Rotation

Vektor Vektor

Skalar Vektor

Quellen bzw. Senken Wirbel

LAPLACE-

Skalar

Skalar

Potentialfeld-

Operator

Vektor

Vektor

quellen

Differentialquotient
q q q q

Differentialquotient oder Ableitung einer Funktion Geometrische Bedeutung der Ableitung Differenzierbarkeit Links- und rechtsseitige Ableitung

Differentiation von Funktionen einer Veränderlichen
q q q q q

Differentialquotient Differentiationsregeln für Funktionen einer Veränderlichen Ableitungen höherer Ordnung Hauptsätze der Differentialrechnung Bestimmung von Extremwerten und Wendepunkten

Hauptsätze der Differentialrechnung
q q q q q q

Monotoniebedingungen Satz von FERMAT Satz von ROLLE Mittelwertsatz der Differentialrechnung Satz von TAYLOR für Funktionen von einer Veränderlichen Verallgemeinerter Mittelwertsatz der Differentialrechnung

Mittelwertsatz der Differentialrechnung
Wenn eine Funktion besitzt, dann existiert zwischen in einem abgeschlossenen Intervall und wenigstens eine Zahl stetig ist und im Innern eine Ableitung

derart, daß gilt (6.29a)

Setzt man Schreibweise

und bezeichnet mit

eine zwischen 0 und 1 liegende Zahl, dann lautet der Satz in anderer

(6.29b)

Die geometrische Bedeutung des Satzes besteht darin, daß eine Funktion und

die zwischen den Punkten hat,

(s. Abbildung) stetig ist und in jedem Punkt eine Tangente besitzt, wenigstens einen Kurvenpunkt liegt.

in dem die Kurventangente parallel zur Sehne

Es kann auch mehrere solcher Punkte geben. Daß die Forderung nach Stetigkeit der Funktion und Existenz ihrer Ableitung wesentlich ist, kann an Hand von Beispielen gezeigt werden, die solche Kurvenverläufe ergeben, wie sie in den folgenden Abbildungen dargestellt sind.

Anwendungen: Für den Mittelwertsatz der Differentialrechnung gibt es vielfache Anwendungsmöglichkeiten.

Eine Anwendung betrifft die Abschätzung von Fehlern gemäß (6.30) wobei eine für alle in dem Intervall gültige obere Grenze von ist.

Beispiel Mit welcher Genauigkeit kann gerundete Wert höchstens angegeben werden, wenn für eingesetzt wird? Es gilt: der

so daß

Verallgemeinerter Mittelwertsatz der Differentialrechnung
Wenn zwei Funktionen und in einem abgeschlossenen Intervall stetig sind und

wenigstens im Innern Ableitungen besitzen, wobei existiert zwischen und wenigstens eine Zahl

an keiner Stelle des Intervalls verschwinden darf, dann derart, daß die Gleichung gilt (6.32)

Die geometrische Bedeutung des verallgemeinerten Mittelwertsatzes entspricht der des gewöhnlichen Mittelwertsatzes.

Geht man z.B. davon aus, daß die Kurve in der Abbildung in der Parameterform ist, wobei die Punkte Punkt und den Parameterwerten bzw.

gegeben

entsprechen sollen, dann gilt für den

(6.33) Für geht der verallgemeinerte Mittelwertsatz in den gewöhnlichen Mittelwertsatz über.

Monotoniebedingungen
Wenn eine Funktion in einem zusammenhängenden Intervall definiert und stetig ist und wenn sie in allen

inneren Punkten dieses Intervalls eine Ableitung besitzt, dann ist für die Monotonie der Funktion die Bedingung (6.26a) (6.26b) notwendig und hinreichend. Wird gefordert, daß die Funktion im strengen Sinne monoton wachsend oder fallend sein soll, dann darf zusätzlich die Ableitung in keinem Teilintervall des oben angegebenen Intervalls identisch nicht erfüllt.

verschwinden. In der rechten Abbildung ist diese Bedingung auf der Strecke

Die geometrische Deutung der Monotoniebedingung ergibt sich daraus, daß die Kurve einer monoton wachsenden Funktion mit wachsendem Argumentwert an keiner Stelle fällt, d.h., daß sie entweder steigt oder horizontal verläuft (linke Abbildung). Daher bildet die Tangente in den einzelnen Kurvenpunkten mit der positiven -Achse entweder einen spitzen Winkel, oder sie verläuft parallel zu ihr. Für die monoton fallenden Funktion (rechte Abbildung) gilt eine analoge Aussage. Ist die Funktion im strengen Sinne monoton, dann kann die Tangente nur in einzelnen Punkten parallel zur -Achse verlaufen, z.B. im Punkt in (linke Abbildung), jedoch nicht in einem ganzen Teilintervall, wie in der rechten Abbildung.

Differentiationsregeln für Funktionen von mehreren Veränderlichen
q q

Differentiation von zusammengesetzten Funktionen Differentiation impliziter Funktionen

Differentiation impliziter Funktionen
q q q q q q

Eine Funktion von einer Veränderlichen Eine Funktion von mehreren Veränderlichen Zwei Funktionen von einer Veränderlichen n Funktionen von einer Veränderlichen Zwei Funktionen von zwei Veränderlichen n Funktionen von m Veränderlichen, gegeben durch ein System von n Gleichungen

Graphische Differentiation
Wenn eine differenzierbare Funktion dargestellt ist, kann die Kurve durch ihre Kurve in kartesischen Koordinaten in einem Intervall

ihrer Ableitung näherungsweise konstruiert werden. Die

Konstruktion einer Tangente in einem gegebenen Kurvenpunkt nach Augenmaß kann recht ungenau ausfallen. Wenn aber die Richtung der Tangente werden. (s. Abbildung) bekannt ist, kann der Berührungspunkt genauer ermittelt

a) Konstruktion des Berührungspunktes einer Tangente: Parallel zur gegebenen Tangentenrichtung werden zwei Sehnen und so eingezeichnet, daß die Kurve in nicht weit voneinander

liegenden Punkten geschnitten wird. Danach werden die Mittelpunkte der Sehnen ermittelt und durch diese eine Gerade gezogen, die die Kurve im Punkt schneidet, in dem die Tangente näherungsweise die

vorgegebene Richtung

hat. Um die Genauigkeit zu überprüfen, kann eine dritte Sehne in geringem im Mittelpunkt geschnitten

Abstand von den ersten beiden eingetragen werden, die von der Geraden werden muß.

b) Konstruktion der Kurve einer abgeleiteten Funktion: 1. Vorgabe einiger Richtungen , die den Tangentenrichtungen der Kurve in

dem betrachteten Intervall entsprechen sollen (s. Abbildung), und Ermittlung der dazugehörigen Berührungspunkte 2. Wahl eines Punktes , eines ,,Pols``, auf der negativen so größer sein soll, je flacher die Kurve ist. 3. Einzeichnen von Geraden, die parallel zu den Richtungen Pol 4. Konstruktion horizontaler Geraden aus bis zu den Schnittpunkten gefällten Loten. 5. Verbinden der Punkte Gleichung mit Hilfe eines Kurvenlineals durch eine Kurve, die der genügt. Wenn die Strecke so gewählt wird, daß sie der Längeneinheit auf von den Punkten mit den aus den Punkten hindurchgehen und die -Achse in den Punkten bzw. bzw. verlaufen, durch den schneiden. -Achse, wobei die Strecke um , wobei die Tangenten selbst nicht konstruiert werden müssen.

der

-Achse entspricht, ist die gewonnene Kurve die der gesuchten Ableitung. Ist das nicht der Fall, der Ableitung mit dem Faktor zu

dann sind die gefundenen Ordinaten multiplizieren. Die sich so ergebenden Punkte der maßstabsgerechten Ableitungskurve .

in der rechten Abbildung liegen auf

Konstantenregel
Die Ableitung einer Konstanten ist gleich Null: (6.4)

Differentiation von zusammengesetzten Funktionen
1. Mittelbare Funktion von einer unabhängigen Veränderlichen:

(6.49a)

(6.49b) 2. Mittelbare Funktion von mehreren unabhängigen Veränderlichen:

(6.50a)

(6.50b)

Differentiation unter dem Integralzeichen
1. Satz: Wenn die Funktion (8.90) im Intervall definiert ist und die Funktion im Rechteck im

stetig ist und eine partielle Ableitung nach Intervall

besitzt, dann gilt bei beliebigem

(8.92) Man spricht vom Differenzieren unter dem Integralzeichen . Beispiel

Für

beliebig:

. Probe: .

Für

ist die Stetigkeitsbedingung nicht erfüllt, so daß hier keine Ableitung existiert. 2. Verallgemeinerung auf parameterabhängige Integrationsgrenzen: Die Formel (8.92) kann verallgemeinert werden, wenn die Funktionen werden, im Intervall und unter den gleichen Bedingungen, die für (8.92) gefordert

definiert, stetig und differenzierbar sind und wenn die Kurven das Rechteck nicht verlassen:

(8.93)

Ableitungen höherer Ordnung
q q q q q

Definition der Ableitungen höherer Ordnung Ableitungen höherer Ordnung der einfachsten Funktionen Leibnizsche Regel Höhere Ableitungen von Funktionen in Parameterdarstellung Ableitungen höherer Ordnung der inversen Funktion

Differentiationsregeln für Funktionen einer Veränderlichen
q q q q

Ableitungen elementarer Funktionen Tabelle der Ableitungen elementarer Funktionen Grundregeln für das Differenzieren Tabelle Differentiationsregeln

Grundregeln für das Differenzieren
Im folgenden sind und Funktionen der unabhängigen Veränderlichen . Mit und , und und die

Ableitungen dieser Funktionen nach

werden die Differentiale bezeichnet. Die

Grundregeln für das Differenzieren, die anschließend erläutert werden, findet man zusammengefaßt in der Tabelle Differentiationsregeln.
q q q q q q q q q q

Konstantenregel Faktorregel Summenregel Produktregel Quotientenregel Kettenregel Logarithmische Differentiation Ableitung der inversen Funktion Ableitung einer impliziten Funktion Ableitung einer Funktion in Parameterdarstellung

Tabelle Differentiationsregeln
Regel Konstantenregel Formel für die Ableitung ( const)

Faktorregel Summenregel

(

const)

Produktregel für zwei Funktionen

Produktregel für Funktionen

Quotientenregel

Kettenregel für zwei Funktionen

Kettenregel für drei Funktionen

Potenzregel

Logarithmische Differentiation

Differentiation der Umkehrfunktion Implizite Differentiation

Ableitung in Parameterdarstellung

Ableitung in Polarkoordinaten

q

Graphische Differentiation

Differentiationsregeln für Vektoren

(13.3a)

(13.3b)

(13.3c)

(13.3d)

(13.3e)

Ist

, d.h. stehen senkrecht zueinander.

, dann folgt aus (13.3c)

, d.h.

und

Beispiele für diesen Sachverhalt sind: a) Radius- und Tangentenvektor eines Kreises in der Ebene und b) Orts- und Tangentenvektor einer Kurve auf der Kugel. Der Hodograph ist dann eine sphärische Kurve .

Weitere Mengenoperationen
Außer den in den vorhergehenden Abschnittenen für zwei Mengen werden noch die Differenzmenge oder Differenz sowie das kartesische Produkt erklärt. und eingeführten Mengenoperationen

die Diskrepanz oder symmetrische Differenz

1. Differenz zweier Mengen: Die Menge der Elemente von oder Differenzmenge von und

die nicht zu

gehören, heißt die Differenz

(5.63a) Wird durch die Eigenschaft und durch die Eigenschaft nicht aber die Eigenschaft beschrieben, dann liegen in besitzen. die

Elemente, die zwar die Eigenschaft

In der linken Abbildung ist die Differenz zweier Mengen schattiert dargestellt. Beispiel

2. Symmetrische Differenz zweier Mengen: Die symmetrische Differenz Elemente, die zu genau einer der beiden Mengen Aus der Definition folgt, daß gilt und gehören:

ist die Menge aller

(5.63b) (5.63c) d.h. die symmetrische Differenz enthält die Eelemente, die genau eine der beiden Eigenschaften (zu ) besitzen. In der rechten Abbildung ist die symmetrische Differenz schattiert dargestellt. (zu ) und

Beispiel

3. Kartesisches Produkt zweier Mengen: (5.64a)

Die Elemente

von

heißen geordnete Paare und sind durch (5.64b)

charakterisiert. Die Anzahl der Elemente im kartesischen Produkt zweier endlicher Mengen beträgt (5.65) Beispiel Für und ergibt sich und mit .

Beispiel Mit dem kartesischen Produkt Ebene beschreiben. Die Menge der Koordinaten ( ) wird durch dargestellt, denn es gilt: ( Menge der reellen Zahlen) kann man alle Punkte der -

3. Kartesisches Produkt aus

Mengen: Aus

Elementen werden durch Festlegung einer bestimmten -Tupel gebildet. Sind -Tupel als , wobei

Reihenfolge (1. Element, 2. Element,...,

-tes Element) geordnete

die Elemente, dann notiert man das -te Komponente genannt wird. Für Das -fache kartesische Produkt mit

spricht man von Tripel, Quadrupel und Quintupel . ist dann die Menge aller geordneten -Tupel

(5.66a) Sind alle endliche Mengen, dann beträgt die Anzahl der geordneten Elemente (5.66b) Hinweis: Das -fache kartesische Produkt einer Menge mit sich selbst wird mit bezeichnet.

Differenzengleichung zweiter Ordnung (Randwertaufgabe)
In den Anwendungen kommt es häufig vor, daß die Werte der Differenzengleichung nur für endlich viele Indizes

gesucht sind. Im Falle einer Differenzengleichung zweiter Ordnung (15.137) werden dann in der Regel die beiden sogenannten Randwerte und vorgegeben. Zur Lösung dieser Randwertaufgabe geht man

von der Lösung (15.140f) der entsprechenden Anfangswertaufgabe aus, wobei an Stelle des unbekannten Wertes jetzt und einzuführen ist. Dazu setzt man in (15.140f) ausrechnen: , dann kann man in Abhängigkeit von

(15.142a) Man setzt diesen Wert in (15.140f) ein und erhält

(15.142b)

Die Lösung (15.142b) hat nur dann einen Sinn, wenn

gilt. Andernfalls hat das Randwertproblem

keine allgemeine Lösung, sondern es treten in Analogie zu den Randwertaufgaben bei Differentialgleichungen Eigenwerte und Eigenfunktionen auf.

Differenzengleichung zweiter Ordnung (Anfangswertaufgabe)
Die Differenzengleichung zweiter Ordnung lautet: (15.137) Als Anfangswerte sind und gegeben.

Mit Hilfe des zweiten Verschiebungssatzes erhält man zu (15.137) die Bildgleichung (15.138) Setzt man , dann lautet die Bildfunktion (15.139) Das Polynom habe die Nullstellen und , für die und gelte, weil sonst

wäre und sich die Differenzengleichung auf eine solche erster Ordnung reduzieren würde. Durch Partialbruchzerlegung und Anwendung der Tabelle Z-Transformationen ergibt sich aus

(15.140a)

Wegen

ist nach dem zweitem Verschiebungssatz (15.140b)

und nach dem ersten Verschiebungssatz (15.140c) Dabei ist zu setzen. Mit Hilfe des Faltungssatzes erhält man die Originalfolge mit (15.140d)

Wegen

ergibt sich daraus mit (15.140a) (15.140e)

Diese Form läßt sich noch wegen

und

(s. Wurzelsatz von VIETA) noch zu

(15.140f) vereinfachen. Für erhält man analog (15.140g) Bei der Differenzengleichung zweiter Ordnung läßt sich die Rücktransformation der Bildfunktion Partialbruchzerlegung durchführen, wenn man Korrespondenzen wie z.B. (15.141a) benutzt und auch hier den zweiten Verschiebungssatz anwendet. Mit der Substitution lautet die Originalfolge zu (15.139): auch ohne

(15.141b)

Diese Formel ist günstig für eine numerische Auswertung besonders dann, wenn Die hyperbolischen Funktionen sind auch für komplexe Argumente definiert.

und

komplexe Zahlen sind.

Allgemeine Lösung linearer Differenzengleichungen
Eine lineare Differenzengleichung -ter Ordnung mit konstanten Koeffizienten hat die Form (15.134) Dabei ist eine natürliche Zahl. Die Koeffizienten ab. Es gelte und sind gegebene reelle oder komplexe . Die Folge ist gegeben, die Folge

Zahlen und hängen nicht von ist gesucht.

Zur Festlegung einer bestimmten Lösung von (15.134) werden die Werte kann man aus (15.134) für aus (15.134) für der Wert den nächsten Wert ausrechnen. Aus

vorgegeben. Dann ergibt sich dann rekursiv ausrechnen. Mit Hilfe

. Auf diese Weise kann man alle Werte

der Z-Transformation läßt sich jedoch für

eine allgemeine Darstellung angeben. Dazu wendet man den zweiten

Verschiebungssatz (15.119) auf (15.134) an und erhält:

(15.135) Dabei bedeutet . Setzt man weiterhin , so lautet die Lösung der sogenannten Bildgleichung (15.135)

(15.136) Wie bei der Behandlung von linearen Differentialgleichungen mit der LAPLACE-Transformation hat man auch bei der Z-Transformation den Vorteil, daß die Anfangswerte in die Bildgleichung eingehen und daher bei der Lösung automatisch berücksichtigt werden. Aus (15.136) gewinnt man dann die gesuchte Lösung durch Rücktransformation gemäß Abschnitt Umkehrung der Z-Transformation.

Z-Transformation
In Natur und Technik kann man zwischen kontinuierlichen und diskreten Vorgängen unterscheiden. Während sich von den kontinuierlichen Vorgängen viele durch Differentialgleichungen beschreiben lassen, führen diskrete Vorgänge häufig auf Differenzengleichungen . Zur Lösung von Differentialgleichungen eignen sich besonders FOURIER- und LAPLACE-Transformationen, zur Lösung von Differenzengleichungen wurden andere, angepaßte Operatorenmethoden entwickelt. Die bekannteste ist die Z-Transformation, die in engem Zusammenhang mit der LAPLACE-Transformation steht.
q q

Eigenschaften der Z-Transformation Anwendungen der Z-Transformation

Arithmetische Reihe
Arithmetische Reihe

-ter Ordnung
-ten Differenzen der Folge

-ter Ordnung heißt eine Reihe, wenn die

konstant sind. Die Differenzen höherer Ordnung werden rekursiv durch (1.58a) gebildet. Sie ergeben sich bequem aus dem folgenden Differenzenschema :

(1.58b)

Es gilt dann für die Glieder und für die Summe (1.58c)

(1.58d)

Näherungsmethoden
Zur Lösung konkreter Aufgaben mit Hilfe partieller Differentialgleichungen werden oft verschiedene Näherungsverfahren eingesetzt. Dabei ist zwischen analytischen und numerischen Methoden zu unterscheiden. 1. Analytische Methoden: Die analytischen Methoden ermöglichen die Bestimmung angenäherter analytischer Ausdrücke für die gesuchte Funktion. 2. Numerische Methoden: Die numerischen Methoden liefern Näherungswerte der gesuchten Funktion für bestimmte Werte der unabhängigen Variablen. Dazu verwendet man folgende Methoden: a) Methode der finiten Differenzen, kurz Differenzenverfahren genannt: Die Differentialquotienten werden durch Differenzenquotienten ersetzt, so daß die Differentialgleichung einschließlich Anfangsund Randbedingungen in ein System von algebraischen Gleichungen umgewandelt wird. Eine lineare Differentialgleichung mit linearen Anfangs- und Randbedingungen wird so zu einem System linearer Gleichungen. b) Methode der finiten Elemente, kurz FEM, für Randwertaufgaben: Der Randwertaufgabe wird eine Variationsaufgabe zugeordnet. Die gesuchte Lösung wird durch einen Spline-Ansatz approximiert, nachdem das Definitionsgebiet der Randwertaufgabe in regelmäßige Teilgebiete zerlegt worden ist. Die Ansatzkoeffizienten werden durch Lösung einer Extremwertaufgabe bestimmt. c) Randintegralgleichungsmethode für spezielle Randwertaufgaben: Die Randwertaufgabe wird als äquivalentes Integralgleichungsproblem über dem Rand des Definitionsgebietes der Randwertaufgabe formuliert. Dazu werden Integralsätze der Vektoranalysis, z.B. GREENsche Formeln, verwendet. Die

verbleibenden Randintegrale werden mit Hilfe geeigneter Quadraturformeln numerisch gelöst. 3. Numerische Lösungen: Numerische Lösungen von Differentialgleichungen können auch auf experimentellem Wege ermittelt werden. Dabei macht man von der Tatsache Gebrauch, daß recht unterschiedliche physikalische Erscheinungen mit ein und derselben Differentialgleichung beschrieben werden können. Um ein gegebenes Problem auf diesem Wege zu lösen, wird ein technisches Modell konstruiert, mit dessen Hilfe das gegebene Problem simuliert werden kann und an dem im Experiment Messungen vorgenommen werden, deren Werte die gesuchte Funktion darstellen. Da solche Modelle oft bewußt so konstruiert sind, daß die Parameter in weiten Grenzen eingestellt werden können, ist es möglich, auch die Differentialgleichung in weiten Gebieten der unabhängigen Veränderlichen zu untersuchen.

Differenzierbarkeit
Die Existenz der Ableitung einer Funktion 1. die Funktion definiert und stetig ist und 2. der Differentialquotient (6.2) einen endlichen Wert besitzt. für die Werte der Variablen ist gegeben, wenn für diese Werte

Existiert in einem Punkt

keine Ableitung, dann hat die Kurve in dem betreffenden Punkt entweder keine bestimmte -Achse einen rechten Winkel. Im zweiten Falle ist der Grenzwert .

Tangente oder diese bildet mit der

(6.2) unendlich. Man benutzt für diesen Sachverhalt die Schreibweise

Beispiel A Im Punkt 0 geht die Ableitung gegen unendlich (linke Abbildung), d.h., sie existiert nicht. Beispiel B

An der Stelle Abbildung).

existiert kein Grenzwert der Art

(6.2) (rechte

Differenzierbarkeit der komplexen Funktion
Eine Funktion heißt an der Stelle differenzierbar, wenn der Differenzenquotient (14.3) für einem vom Annäherungsweg unabhängigen Grenzwert zustrebt. Dieser Grenzwert wird mit genannt.

bezeichnet und Ableitung der Funktion

Beispiel Die Funktion den Punkt ist im Punkt längs einer Parallelen zur nicht differenzierbar, denn bei Annäherung an

-Achse strebt der Differenzenquotient gegen den Wert Eins, -Achse gegen den Wert Null.

dagegen bei Annäherung längs einer Parallelen zur

Wärmeleitungs- und Diffusionsgleichung für ein homogenes Medium
q q

Dreidimensionale Wärmeleitungsgleichung Dreidimensionale Diffusionsgleichung

Dreidimensionale Diffusionsgleichung
In Analogie zur Wärmeleitung wird die Ausbreitung einer Konzentration in einem homogenen Medium durch die durch den

gleiche lineare partielle Differentialgleichung (9.101a) bzw. (9.101d) beschrieben, wobei Diffusionskoeffizienten zu ersetzen ist. Die Diffusionsgleichung lautet:

(9.102)

Die Lösungen erhält man durch Austausch der Symbole in den Wellengleichungen (9.101b) und (9.101c).

Auf invariante Maße zurückgehende Dimensionen
q q q q q

Dimension eines Maßes Informationsdimension Korrelationsdimension Verallgemeinerte Dimension Lyapunov-Dimension

Informationsdimension
Der Attraktor der Seitenlänge von sei wie bei der Einführung der metrischen Entropie mit Würfeln ein invariantes Wahrscheinlichkeitsmaß auf ist .

überdeckt. Sei

Die Entropie der Zerlegung

(17.43)

Existiert der Grenzwert Informationsdimension genannt. Satz II von YOUNG: Gilt für -fast alle

, so hat diese Größe die Eigenschaft einer Dimension und wird

die Beziehung

, so ist

.

Beispiel A Das Maß sei auf einer Ruhelage ist, gilt von konzentriert. Da für immer

Beispiel B Das Maß deshalb sei auf einem Grenzzyklus von . konzentriert. Für ist und

Kapazitätsdimension
Sei eine kompakte Menge des metrischen Raumes , die nötig ist, um und sei die minimale Anzahl von Mengen

vom Durchmesser

zu überdecken. Die Größe

(17.41a) heißt obere Kapazitätsdimension , die Größe (17.41b)

heißt untere Kapazitätsdimension von

. Gilt

, so heißt

Kapazitätsdimension von . Im kann die Kapazitätsdimension auch für beschränkte Mengen betrachtet werden, die nicht abgeschlossen sind.

Für eine beschränkte Menge definiert werden: Der kann für

kann in den obigen Definitionen die Zahl

auch folgendermaßen überdeckt. Dann

wird mit einem Gitter aus

-dimensionalen Würfeln der Seitenlänge schneiden, genommen werden.

die Anzahl der Würfel des Gitters, die

Wichtige Eigenschaften der Kapazitätsdimension: (KD1) Es gilt immer (KD2) Für (KD3) Mit der Abschließung (KD4) Ist so gilt für die Kapazitätsdimension im allgemeinen nicht . von gilt , während oft ist. -dimensionale Flächen ist . .

Beispiel

Sei

. Dann gilt

und

.

Ist

die Menge aller rationalen Punkte in .

, so gilt wegen 2. und 3.

. Andererseits ist

Korrelationsdimension
Sei eine Folge von Punkten des Attraktors und sei von ein invariantes sei der Abstand die

Wahrscheinlichkeitsmaß auf dist

beliebig. Für Vektoren , wobei

die Euklidische Vektornorm ist, definiert. Wird mit

HEAVISIDE-Funktion

bezeichnet, so heißt der Ausdruck

(17.44a)

Korrelationsintegral . Die Größe (17.44b) falls diese existiert, ist die Korrelationsdimension .

Metrische Dimensionen
q q q q

Fraktale Hausdorff-Dimension Kapazitätsdimension Selbstähnlichkeit

Dimension eines Maßes
Sei ein Wahrscheinlichkeitsmaß in und Mittelpunkt konzentriert auf , so bezeichnen (17.42a) die obere und (17.42b) die untere punktweise Dimension . Ist , so heißt Dimension des Maßes in . . Ist ein beliebiger Punkt, die

Kugel mit Radius

Satz I von YOUNG: Gilt für

fast alle

die Beziehung

, so ist

. Die Größe

heißt HAUSDORFF- Dimension des Maßes

.

Beispiel Es sei , und es sei eine kompakte Kugel mit dem LEBESGUE-Maß . Für

die Einschränkung von

auf

gelte

. Dann ist

und

.

Verallgemeinerte Dimension
Der Attraktor von auf mit invariantem Wahrscheinlichkeitsmaß wird wie bei der Einführung der

metrischen Entropie mit Würfeln der Seitenlänge heißt

überdeckt. Für einen beliebigen Parameter

(17.45a)

verallgemeinerte Entropie Die RÉNYI- Dimension

-ter Ordnung bezüglich der Zerlegung

.

-ter Ordnung ist (17.45b)

falls dieser Grenzwert existiert. Sonderfälle der R´ENYI-Dimension:

(17.46a) (17.46b) (17.46c)

Hamilton-Kreise
1. HAMILTON-Kreis:Ein Elementarkreis in einem Graphen HAMILTON-Kreis . , der alle Knoten von durchläuft, heißt

Beispiel In der Abbildung bilden die grün gezeichneten Linien einen HAMILTON-Kreis.

Die Idee für ein Spiel, in dem man in dem abgebildeten Graphen eines Pentagondodekaeders HAMILTON-

Kreise auffinden soll, geht auf Sir W. HAMILTON zurück. Hinweis: Die Frage nach der Charakterisierung der Graphen mit HAMILTON-Kreisen führt auf eins der klassischen NP-vollständigen Probleme. Deshalb kann hier kein effizienter Algorithmus zur Ermittlung von HAMILTON-Kreisen angegeben werden. 2. Satz von DIRAC:Enthält ein schlichter Graph für jeden Knoten von dann enthält mindestens 3 Knoten, und gilt einen HAMILTON-Kreis. Diese hinreichende

Bedingung für die Existenz eines HAMILTON-Kreises ist aber nicht notwendig. Auch die folgenden Sätze mit verallgemeinerten Voraussetzungen liefern nur hinreichende Bedingungen für die Existenz von HAMILTONKreisen. Beispiel In der Abbildung ist ein Graph gezeigt, der einen HAMILTON-Kreis besitzt, ohne die Voraussetzungen des folgenden Satzes von ORE zu erfüllen.

3. Satz von ORE:Enthält ein schlichter Graph

mindestens 3 Knoten, und gilt dann enthält einen HAMILTON-

für je zwei nichtadjazente Knoten Kreis. 4. Satz von POSA: Es sei

ein schlichter Graph mit mindestens 3 Knoten. Er besitzt einen

HAMILTON-Kreis, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind: 1. Für kleiner als 2. Ist ungerade, dann gelte zusätzlich: Die Anzahl derjenigen Knoten, deren Grad höchstens ist, ist höchstens gelte: Die Anzahl derjenigen Knoten, deren Grad höchstens ist, ist

Lösung des Dirichletschen Problems
Zur Lösung wird die Methode der Variablentrennung verwendet.

Beispiel D: DIRICHLETsches Problem für das Rechteck

Als Lösung der LAPLACEschen Differentialgleichung vom elliptischen Typ (9.88a)

wird eine Funktion

gesucht, die auch die Randbedingungen (9.88b)

erfüllt. Als erster Schritt wird eine partikuläre Lösung für die Randbedingungen Einsetzen des Produktansatzes (9.88c) in (9.88a) ergibt die separierten Differentialgleichungen (9.88d) mit dem Eigenwert ergibt sich (9.88e) Im zweiten Schritt wird die allgemeine Lösung der Differentialgleichung (9.88f) in der Form (9.88g) in Analogie zu den oben betrachteten Aufgaben A bis C. Da gilt, bestimmt.

hingeschrieben. Daraus ergibt sich für die Randbedingungen von (9.88a) in der Form

eine partikuläre Lösung

(9.88h) Im dritten Schritt wird die allgemeine Lösung als Summe (9.88i) angesetzt, so daß sich aus den Randbedingungen für und

(9.88j) mit den Koeffizienten (9.88k) ergibt. In Analogie dazu wird die Aufgabe für die Randbedingungen (9.88j) die allgemeine Lösung von (9.88a) und (9.88b) bildet. gelöst, die in der Summe mit

Einfache Variationsaufgabe
Eine der einfachsten Aufgaben mit Funktion von mehreren Variablen stellt das folgende Variationsproblem für ein Doppelintegral dar: (10.44)

Dabei soll die gesuchte Funktion

auf dem Rand

des Bereiches

gegebene Werte annehmen.

Analog zum Abschnitt EULERsche Differentialgleichung werden Vergleichsfunktionen der Form (10.45) angesetzt, wobei annimmt, während eine Lösung der Variationsaufgabe (10.44) ist und die vorgegebenen Randwerte die Bedingung (10.46)

erfüllt und wie Die Größe

entsprechend oft differenzierbar ist. wird eine Fläche beschrieben, die der Lösungsfläche in über, d.h., aus der Variationsaufgabe (10.44) wird eine

ist ein Parameter. Durch benachbart ist. Mit (10.45) geht

Extremwertaufgabe, die die notwendige Bedingung (10.47) erfüllen muß. Daraus folgt die EULERsche Differentialgleichung (10.48) als notwendige Bedingung für die Lösung der Variationsaufgabe (10.44). Beispiel Eine unbelastete Membran, die am Rand überdeckt eine Fläche mit dem Inhalt (10.49a) eines Bereiches der -Ebene eingespannt ist,

Wird die Membran durch eine Belastung so deformiert, daß jeder Punkt eine Auslenkung

in

-

Richtung erfährt, dann wird ihr Flächeninhalt nach der Formel (10.49b) berechnet. Linearisiert man den Integranden in (10.49b) nach TAYLOR, dann erhält man die Beziehung (10.49c) Für die potentielle Energie der deformierten Membran gilt (10.49d) wobei die Konstante als Spannung der Membran bezeichnet wird. Auf diese Weise entsteht das sogenannte ist so zu bestimmen, daß sie das Funktional

DIRICHLETsche Variationsproblem: Die Funktion

(10.49e) zu einem Extremum macht und auf dem Rand EULERsche Differentialgleichung lautet des ebenen Gebietes verschwindet. Die zugehörige

(10.49f)

Es handelt sich um die LAPLACEsche Differentialgleichung für Funktionen von zwei Variablen.

Vereinigung, Durchschnitt, Komplement
Durch Mengenoperationen werden aus gegebenen Mengen auf verschiedene Weise neue Mengen gebildet. 1. Vereinigung: Seien durch Man liest ,, Sind und und Mengen. Die Vereinigungsmenge oder die Vereinigung (Bezeichnung ) ist definiert (5.38) vereinigt mit ``. bzw. beschrieben, dann enthält die Vereinigungsmenge

durch die Eigenschaften

die Elemente, die wenigstens eine der beiden Eigenschaften besitzen, also wenigstens zu einer der beiden Mengen gehören. In der linken Abbildung ist die Vereigungsmenge durch das schattiert gezeichnete Gebiet dargestellt.

Beispiel

2. Durchschnitt: Seien Man liest ,, Sind und und Mengen. Die Schnittmenge oder der Durchschnitt (Bezeichnung ``. bzw. beschrieben, dann enthält die Elemente, die beide ) ist definiert durch (5.39) geschnitten mit

durch die Eigenschaften und besitzen.

Eigenschaften

In der mittleren Abbildung ist die Schnittmenge schattiert dargestellt. Beispiel Mit Hilfe des Durchschnitts der Teilermengen größte gemeinsame Teiler (ggT) bestimmen. Für daß und ist die Zahl ggT(12,18)=6 ergibt. und so und zweier Zahlen und läßt sich der

Disjunkte Mengen: Zwei beliebige Mengen elementfremd oder disjunkt ; für sie gilt

und

die kein gemeinsames Element besitzen, nennt man

(5.40) d.h., ihr Durchschnitt ist eine leere Menge. Beispiel Der Durchschnitt der Menge der ungeraden und der Menge der geraden Zahlen ist leer, d.h.

3. Komplement: Betrachtet man nur Teilmengen einer vorgegebenen Grundmenge so besteht die Komplementärmenge oder das Komplement allen Elementen von die nicht zu gehören: von

z.B. die Teilmenge bezüglich aus

(5.41) Man liest ,,Komplement von Ist die Grundmenge bezüglich ``. verwendet. In der rechten Abbildung ist das Komplement schattiert

aus dem Zusammenhang heraus offenbar, wird für die Bezeichnung der

Komplementärmenge auch das Symbol dargestellt.

Globaler Diskretisierungsfehler und Konvergenz
Einschrittverfahren kann man allgemein in der folgenden Form darstellen: (19.110) Dabei wird Zuwachsfunktion oder Fortschreitrichtung des Einschrittverfahrens genannt. Die durch ab und soll deshalb mit bezeichnet

(19.110) gewonnene Näherungslösung hängt von der Schrittweite werden. Ihre Abweichung von der exakten Lösung Diskretisierungsfehler Ordnung , falls

der Anfangswertaufgabe (19.93) ergibt den globalen

(19.111), und man sagt: Das Einschrittverfahren (19.110) ist konvergent mit der

die größte natürliche Zahl mit (19.111)

ist. Die Formel (19.111) besagt, daß für jedes

aus dem Definitionsbereich der Anfangswertaufgabe die mit der

Schrittweite

bestimmte Näherung

für jede Verfeinerung der Einteilung mit

gegen

die Lösung

konvergiert.

Beispiel Das EULERsche Polygonzugverfahren (19.97) hat die Konvergenzordnung Verfahren (19.99) gilt . . Für das RUNGE-KUTTA-

Lokaler Diskretisierungsfehler und Konsistenz
Die Konvergenzordnung gemäß (19.111) gibt an, wie gut die Näherungslösung approximiert. Darüber hinaus ist die Frage interessant, wie gut die Zuwachsfunktion annähert. Dazu führt man den sogenannten lokalen Diskretisierungsfehler und sagt: Das Einschrittverfahren (19.110) ist konsistent mit der Ordnung , falls die exakte Lösung die Ableitung (19.112) ein

die größte natürliche Zahl mit (19.112)

ist. Für ein konsistentes Einzelschrittverfahren folgt aus (19.112) unmittelbar (19.113) Beispiel

Das EULERsche Polygonzugverfahren (19.97) hat die Konsistenzordnung Verfahren (19.99) die Konsistenzordnung .

, das RUNGE -KUTTA-

Streuung und Standardabweichung
Speziell für wurden die äquivalenten Ausdrücke Streuung , Varianz und Dispersion eingeführt:

(16.50)

Die Größe

wird Standardabweichung genannt. Es gelten die folgenden Beziehungen: (16.51)

Problem des kürzesten Weges
Es sei von ein bewerteter schlichter Graph mit wird ein kürzester Weg von nach für alle nach Für zwei verschiedene Knoten , für den die Summe der

gesucht, d.h. ein Weg von

Bewertungen der Kanten bzw. Bögen minimal ist. Zur Lösung des Problems wurde von DANTZIG ein effektiver Algorithmus vorgeschlagen, der für gerichtete Graphen formuliert ist und entsprechend auf ungerichtete Graphen angewendet werden kann. Man kann für jeden bewerteten schlichten Graphen Entfernungsmatrix oder Distanzmatrix vom Typ aufstellen: (5.236) Sind speziell alle Kanten mit 1 bewertet, d.h. der Abstand von durchlaufen muß, um im Graphen von Adjazenzmatrix ermitteln: Die Knoten von nach seien und ist gleich der Mindestanzahl der Kanten, die man Die Adjazenzmatrix von ist und mit die

zu gelangen, kann man den Abstand zweier Knoten aus der

die Potenzen der Adjazenzmatrix bezüglich der üblichen Multiplikation von Matrizen werden mit bezeichnet. Vom Knoten zum Knoten führt genau dann ein kürzester Weg der Länge wenn gilt:

(5.237) Beispiel A Der in der Abbildung dargestellte bewertete Graph mit der Knotenzahl 6 besitzt die nebenstehend angegebene Entfernungsmatrix.

Beispiel B Der in der Abbildung gezeigte ungerichtete Graph hat die daneben angegebene Entfernungsmatrix (Adjazenzmatrix). Für bzw. erhält man die Matrizen und aus denen man die Länge der kürzesten Wege ablesen

kann, die zwei Knoten des Graphen verbinden.

Kürzeste Wege der Länge 2 verbinden die Knoten 1 und 3, 1 und 4, 1 und 5, 2 und 6, 3 und 4, 3 und 5 sowie 4 und 5. Dagegen haben kürzeste Wege zwischen den Knoten 1 und 6, 3 und 6 bzw. 4 und 6 die Länge 3.

Distributionen
q q q q

Formel der partiellen Integration Verallgemeinerte Ableitung Distribution Ableitung einer Distribution

Verallgemeinerte Funktionen
Bei der Beschreibung gewisser technischer Systeme durch lineare Differentialgleichungen treten häufig und

als Stör- oder Eingangsfunktion auf, obwohl die geforderten Voraussetzungen für die eindeutige Lösbarkeit nicht erfüllt sind: ist unstetig, ist im Sinne der klassischen Analysis nicht definierbar.

Einen Ausweg liefert die Distributionstheorie durch die Einführung der sogenannten verallgemeinerten Funktionen oder Distributionen, unter die sich z.B. die bekannten stetigen, reellen Funktionen sowie die Funktion einordnen lassen, wobei die notwendigen Differenzierbarkeitseigenschaften gewährleistet sind. Die Distributionen gestatten verschiedene Darstellungen. Zu den bekanntesten gehört die von L. SCHWARTZ eingeführte stetige reelle Linearform (s. Lit. 12.14). Den periodischen Distributionen lassen sich analog zu den reellen Funktionen FOURIER-Koeffizienten und FOURIERReihen eindeutig zuordnen.

Multiplikation einer Matrix mit einer Zahl
Eine Matrix von mit vom Typ multipliziert wird: (4.22a) Beispiel wird mit einer reellen oder komplexen Zahl multipliziert, indem jedes Element

Mit (4.22a) wird auch ausgesagt, daß ein konstanter Faktor, der in allen Elementen einer Matrix enthalten ist, ausgeklammert werden kann. Die Division einer Matrix durch einen Skalar wird als Multiplikation mit durchgeführt, wobei sein

muß. Es gelten das Kommutativ-, Assoziativ- und Distributivgesetz der Multiplikation einer Matrix mit einem Skalar: (4.22b)

(4.22c) (4.22d)

Definitionen
q q q

Ringe Körper Körpererweiterungen

Grenzwerte von Zahlenfolgen
1. Grenzwert einer Zahlenfolge: Eine unendliche Zahlenfolge (7.1) hat den Grenzwert unbegrenzt wachsendem Index die Differenz , wenn mit dem Betrage nach beliebig klein wird. Genauer läßt sich ein Index so bestimmen, daß für

formuliert bedeutet das: Zu jeder beliebig kleinen Zahl alle gilt

(7.5) 2. Konvergenz einer Zahlenfolge: Eine Zahlenfolge Man schreibt dann (7.6) Beispiel die (7.5) erfüllt, heißt konvergent gegen .

Von den Folgen A bis J sind konvergent: C mit

E mit

F mit

G mit

. 3. Divergenz einer Zahlenfolge: Nichtkonvergente Zahlenfolgen heißen divergent . Man spricht von bestimmter Divergenz , wenn mit unbegrenzt wachsendem nach der positiven oder negativen Seite

jede vorgegebene Zahl von beliebig großem Betrag überschreitet. Man schreibt dann: (7.7) Anderenfalls spricht man von unbestimmter Divergenz . Beispiel A Von den Folgen A bis J sind A und B gegen bestimmt divergent.

Beispiel B Von den Folgen A bis J ist D unbestimmt divergent. 4. Sätze über Grenzwerte von Zahlenfolgen: a) Wenn die Folgen und konvergieren, gilt (7.8) (7.9)

(7.10) b) Wenn ist, dann gilt auch (7.11) c) Eine monoton beschränkte Folge besitzt stets einen endlichen Grenzwert. Ist eine monoton wachsende Folge fallende nach unten, d.h. größer als die obere Schranke nach oben beschränkt, d.h. für alle für alle bzw. eine monoton gilt und wenigstens von einem Index ab stets

so konvergiert sie gegen einen Grenzwert, der nicht ist.

bzw. nicht kleiner als die untere Schranke

Definition der Divergenz
Zu einem Vektorfeld läßt sich ein skalares Feld, das Feld seiner Divergenz , angeben. Im Punkt ist die

Divergenz als Volumenableitung des Vektorfeldes definiert:

(13.46)

Man bezeichnet die Divergenz eines Vektorfeldes auch als spezifische Ergiebigkeit oder Quelldichte, denn sie gibt, falls ein Strömungsfeld beschreibt, die Flüssigkeitsmenge an, die in dem betreffenden Punkt des Feldes je

Volumen- und Zeiteinheit neu entsteht. Im Fall vom Vorhandensein einer Senke .

spricht man vom Vorhandensein einer Quelle , im Fall

Integralkriterium von Cauchy
1. Konvergenz: Eine Reihe mit dem allgemeinen Glied ist konvergent, wenn eine

monoton fallende Funktion ist und das uneigentliche Integral

konvergiert.

2. Divergenz: Eine Reihe mit dem allgemeinen Glied divergiert. Die untere Integrationsgrenze

ist divergent, wenn dieses Integral

ist zwar beliebig, sie ist jedoch so zu wählen, daß die Funktion

für

definiert und frei von Unstetigkeiten ist.

Beispiel Die Reihe (7.27a) ist divergent wegen

(7.30)

Divergenz des Vektorfeldes
q q q q

Definition der Divergenz Divergenz in verschiedenen Koordinaten Regeln zur Berechnung der Divergenz Divergenz eines Zentralfeldes

Divergenz in verschiedenen Koordinaten
q q

Divergenz in kartesischen, Zylinder- und Kugelkoordinaten Divergenz in allgemeinen orthogonalen Koordinaten

Divergenz eines Zentralfeldes
(13.54a) (13.54b)

Division
Die Division zweier komplexer Zahlen wird als die zur Multiplikation inverse Operation definiert. In algebraischer Schreibweise ergibt sich (1.140a) Die trigonometrische Schreibweise lautet (1.140b) d.h., der Betrag des Quotienten ist gleich dem Quotienten aus den Beträgen des Dividenden und des Divisors, während das Argument des Quotienten gleich der Differenz der beiden Argumente ist. In der Exponentialform erhält man (1.140c) In der geometrischen Definition ergibt sich der Vektor, der den Quotienten Zahl darstellenden Vektors um den Winkel darstellt, durch Drehung des die

im Uhrzeigersinn sowie durch Kontraktion dieses Vektors mit

dem Faktor Hinweis: Eine Division durch Null ist nicht möglich.

Reguläre Polyeder und EULERscher Polyedersatz
1. Reguläre Polyeder zeichnen sich durch kongruente reguläre Vielecke als Begrenzungsflächen und kongruente reguläre Ecken aus. Die fünf möglichen regulären Polyeder sind in den folgenden Abbildungen dargestellt.

In der Tabelle sind Angaben dazu aufgeführt. 2. EULERscher Polyedersatz Wenn die Anzahl der Ecken, die Anzahl der Flächen und die Anzahl

der Kanten sind, dann gilt für ein konvexes Polyeder oder ein Polyeder, das sich durch stetige Deformation in ein konvexes Polyeder überführen läßt: (3.122) Beispiele sind in der folgenden Tabelle angegeben. Tabelle Elemente der regulären Polyeder mit der Kantenlänge Gesamtfläche Anzahl und Form der Anzahl der Kanten Bezeichnung Begrenzungsflächen Kanten Ecken Volumen

Tetraeder

4 Dreiecke

6

4

Würfel Oktaeder

6 Quadrate 8 Dreiecke

12 12

8 6

Dodekaeder

12 Fünfecke

30

20

Ikosaeder

20 Dreiecke

30

12

Transformation der Kurvengleichungen 2. Ordnung auf die Normalform. Mittelpunktskurven
Tabelle Kurvengleichungen 2. Ordnung. Mittelpunktskurven Größen und Gestalt der Kurve Ellipse a) für b) für Mittelpunktskurven Ein Paar imaginäre Geraden mit reellem Punkt Hyperbel Ein Paar sich schneidender Geraden reell imaginär

Notwendige Koordinatentransformation

Normalform der Gleichung nach Transformation

1. Verschiebung des Koordinatenursprungs in den Kurvenmittelpunkt, dessen Koordinaten sind.

2. Drehung der Koordinatenachsen um den Winkel mit muß mit dem Vor-Achse Mit . und sind Wurzeln der quadratibezeichnet.

Das Vorzeichen von zeichen von

übereinstimmen. Hierbei ist

der Richtungskoeffizient der neuen

schen Gleichung

und

sind gemäß (3.351c) Zahlen.

Der Kurvengleichung entspricht eine imaginäre Kurve.

Anwendungen von Doppelintegralen
Allgemeine Formel Kartesischen Koordinaten Polarkoordinaten

1. Flächeninhalt einer ebenen Figur:

2. Oberfläche:

3. Volumen eines Zylinders:

4. Trägheitsmoment einer ebenen Figur, bezogen auf die

-Achse:

5. Trägheitsmoment einer ebenen Figur, bezogen auf den Pol 0:

6. Masse einer ebenen Figur mit der Dichtefunktion

:

7. Die Koordinaten des Schwerpunktes einer homogenen ebenen Figur:

Berechnung in kartesischen Koordinaten
Das Integrationsgebiet, das als Flächenstück aufgefaßt wird, teilt man mit Hilfe von Koordinatenlinien in infinitesimale Rechtecke ein (s. linke Abbildung).

Darauf erfolgt eine Summation aller Differentiale

, beginnend mit allen Rechtecken längs jedes

vertikalen Streifens, danach längs jedes horizontalen Streifens. Die analytische Formulierung lautet:

(8.136a)

Dabei sind

und

die Gleichungen der oberen bzw. unteren Randkurve

und

des Flächenstückes

. Mit

bzw.

sind die Abszissen der am weitesten links bzw. rechts

liegenden Kurvenpunkte bezeichnet. Das Flächenelement in kartesischen Koordinaten berechnet sich gemäß (8.136b) konstant gehalten. Die eckigen Klammern in (8.136a) werden Bei der Ausführung der ersten Integration wird üblicherweise weggelassen, indem verabredungsgemäß das innere Integral der inneren Integrationsvariablen zugeordnet wird, das äußere der an zweiter Stelle stehenden Integrationsvariablen. In (8.136a) stehen die Differentialzeichen und am Ende des Integranden. Ebenso üblich ist es, diese Zeichen gleich hinter den

Integralzeichen vor die Funktionen des Integranden zu setzen. Man kann die Berechnung in kartesischen Koordinaten (s. rechte Abbildung) auch in der umgekehrten Reihenfolge ausführen:

(8.136c)

Beispiel

, wobei

die Fläche zwischen der Parabel

und der Geraden

in

der Abbildung ist.

oder

.

Berechnung in Polarkoordinaten
Das Integrationsgebiet, die Fläche, wird durch Koordinatenlinien in infinitesimale Flächenstücke aufgeteilt, die jeweils durch zwei konzentrische Kreisbogen und zwei durch den Pol verlaufende Geraden begrenzt werden (s. Abbildung).

Mit einem Integranden in Polarkoordinaten gemäß

hat das Flächenelement in Polarkoordinaten die Form (8.137a)

Summiert wird zuerst innerhalb jedes Kreissektors, dann über alle Sektoren:

(8.137b)

wobei Fläche sind und

und bzw.

die Gleichungen der inneren bzw. äußeren Randkurve

bzw.

der

die Polarwinkel der Tangenten, die das Flächenstück an seinen Rändern berühren. Die

umgekehrte Integrationsreihenfolge wird selten verwendet. Beispiel , wobei die Fläche des Halbkreises ist (s. Abbildung):

.

Definition
Als Doppelintegral einer Funktion von zwei Veränderlichen der Ausdruck (8.134) über einem ebenen Flächenstück wird

bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen Zahlenwert, der auf die folgende Weise ermittelt wird (s. Abbildung): 1. Beliebige Zerlegung des Flächenstückes 2. Auswahl eines beliebigen Punktes Elementarflächenstückes. 3. Multiplikation des Funktionswertes von entsprechenden Elementarflächenstückes. in diesem Punkt mit dem Inhalt des in Elementarflächenstücke. im Innern oder auf dem Rande eines jeden

4. Addition aller so gewonnenen Produkte 5. Berechnung des Grenzwertes der Summe

.

(8.135a)

für den Fall, daß der Inhalt aller Elementarflächenstücke

gegen Null geht, also ihre Anzahl

gegen

.

Dabei ist zu beachten, daß die Forderung, solle gegen Null streben, allein nicht genügt. Es muß sichergestellt sein, daß auch der Abstand der beiden am weitesten voneinander entfernten Punkte, d.h. der Durchmesser des Elementarflächenstückes , gegen Null geht, weil der Flächeninhalt eines Rechtecks auch zu Null wird, wenn eine seiner Seiten Null gesetzt wird, der Durchmesser aber endlich bleibt.

Wenn dieser Grenzwert existiert und von der Art der Einteilung des Flächenstückes sowie von der Wahl der Punkte über dem Flächenstück

in Elementarflächenstücke

unabhängig ist, dann wird er Doppelintegral der Funktion , das Integrationsgebiet, genannt, und man schreibt:

(8.135b)

Existenzsatz
Das Doppelintegral (8.135b) existiert, wenn die Funktion seines Randes stetig ist. im gesamten Integrationsgebiet einschließlich

Geometrische Bedeutung
Die geometrische Bedeutung des Doppelintegrals liegt neben der Möglichkeit der Berechnung einer Fläche auch darin, daß es die Berechnung des Rauminhaltes eines geraden Körpers ermöglicht, der vom Flächenstück -Ebene,von einer Zylinderfläche, deren Erzeugende parallel zur Fläche begrenzt wird (s. Abbildung). in der -Achse verläuft, und von einem Teil der

Jedes Glied Grundfläche

der Summe (8.135b) entspricht der Elementarzelle einer prismatischen Säule mit der und der Höhe . Das Vorzeichen des Gesamtvolumens ist positiv bzw. negativ, je über oder unter der -Ebene liegt. Wenn er diese

nachdem, ob der betreffende Teil der Fläche

Ebene schneidet, dann ist das Volumen eine algebraische Summe der einzelnen Teilvolumina.

Internationale Standard-Buchnummer ISBN
Eine einfache Anwendung von Zahlenkongruenzen ist die Verwendung von Prüfziffern in der Internationalen Standard-Buchnummer ISBN. Büchern wird eine 10-stellige Ziffernkombination der Form (5.184a) zugeordnet. Dabei ist die Gruppennummer ( bedeutet z.B., daß das Buch aus Deutschland, Östereich die Titelnummer für das einzelne Buch des

oder der Schweiz kommt),

ist die Verlagsnummer und

betreffenden Verlages. Als Prüfziffer ist

eingeführt, damit fehlerhafte Buchbestellungen erkannt und im ist die kleinste nichtnegative

Zusammenhang damit stehende Unkosten minimiert werden können. Die Prüfziffer Zahl, die die folgende Kongruenz erfüllt:

(5.184b) Anstelle von 10 verwendet man als Prüfziffer auch das nichtnumerische Zeichen X.(s. auch Kontonummernsystem EKONS). Man kann nun für jede übermittelte ISBN-Nummer nachprüfen, ob die angegebene Prüfziffer mit der aus der restlichen Ziffernkombination ermittelten Prüfziffer übereinstimmt. Bei Nichtübereinstimmung liegt mit Sicherheit ein Fehler vor. Beim ISBN-Prüfziffernverfahren werden folgende Fehler stets aufgedeckt:

q q

Verwechslung einer Ziffer und Vertauschung zweier Ziffern (,,Drehfehler ``).

Statistische Untersuchungen ergaben, daß damit über 90% aller auftretenden Fehler aufgedeckt werden. Alle weiteren beobachteten Fehlertypen haben eine relative Häufigkeit von unter 1%. In der Mehrheit der Fälle werden das Verwechseln zweier Ziffern und die Vertauschung zweier kompletter Ziffernblöcke durch das beschriebene Ziffernverfahren aufgedeckt.

Symmetrieoperationen, Symmetrieelemente
Unter einer Symmetrieoperation eines räumlichen Objekts versteht man eine Abbildung des gesamten Raumes in wird die bezeichnet, d.h. die Menge aller Punkte des Raumes, die bei

sich, bei der die Streckenlängen unverändert bleiben und das Objekt mit sich zur Deckung kommt. Mit Fix Menge aller Fixpunkte der Symmetrieoperation

festbleiben. Fix heißt das Symmetrieelement von . Zur Bezeichnung der Symmetrieoperation wird die in der Chemie übliche SCHOENFLIESS-Symbolik verwendet (s. Lit. 5.15). Man unterscheidet zwei Typen von Symmetrieoperationen, Operationen ohne Fixpunkt und Operationen mit mindestens einem Fixpunkt. 1. Symmetrieoperationen ohne Fixpunkt, bei denen kein Punkt des Raumes fest bleibt, können bei begrenzten räumlichen Objekten, und nur solche sollen hier betrachtet werden, nicht auftreten. Eine Symmetrieoperation ohne Fixpunkt ist z.B. eine Parallelverschiebung. 2. Symmetrieoperationen mit mindestens einem Fixpunkt sind z.B. Drehungen und Spiegelungen. Zu ihnen gehören folgende Operationen: a) Drehungen bezüglich einer Achse um einen Winkel die Drehachse als auch die Drehung selbst mit : Für bezeichnet man sowohl -zählig.

Die Drehachse heißt dann

b) Spiegelungen an einer Ebene: Sowohl die Spiegelungsebene als auch die Spiegelung selbst

werden mit

bezeichnet. Ist zusätzlich eine Hauptdrehachse vorhanden, so zeichnet man diese (h von (d

senkrecht und bezeichnet Spiegelungsebenen, die senkrecht auf dieser Achse stehen, mit horizontal) und Spiegelungsebenen, die durch die Drehachse gehen, mit von dihedral, wenn dadurch gewisse Winkel halbiert werden). c) Drehspiegelungen: Eine Operation, die dadurch entsteht, daß nach einer Drehung Spiegelung erfolgt, heißt Drehspiegelung und wird mit

(v von vertikal) oder

eine

bezeichnet. Drehung und Spiegelung -ter Ordnung und wird

sind dabei vertauschbar. Die Drehachse heißt dann Drehspiegelungsachse ebenfalls mit

bezeichnet. Diese Achse nennt man zugehöriges Symmetrieelement, obwohl bei der nur das Symmetriezentrum fest bleibt. Für bezeichnet. heißt eine

Anwendung der Operation

Drehspiegelung auch Punktspiegelung oder Inversion und wird mit

Epsilontensor
Sind und die Einheitsvektoren in Richtung der Achsen eines rechtwinkligen Koordinatensystems, dann

gilt für das Spatprodukt

(4.79a)

Elemente, die als Elemente eines 3stufigen Tensors aufgefaßt werden können. Im Das sind insgesamt Falle einer Drehung des Koordinatensystems folgt aus dem Transformationsgesetz (4.68)

(4.79b)

d.h., die Elemente sind drehungsinvariant . Paßt man sie so in ein Koordinatensystem ein, daß sie unabhängig von

der Wahl des Ursprungs, also auch translationsinvariant sind, dann bilden die Zahlen 3. Stufe, den sogenannten Epsilontensor .

einen invarianten Tensor

Definition
Ein kartesischer Tensor heißt invariant , wenn seine Komponenten in allen kartesischen Koordinatensystemen identisch sind. Da physikalische Größen wie Skalare und Vektoren, die Spezialfälle von Tensoren sind, nicht vom Koordinatensystem abhängen, in dem sie bestimmt werden, darf sich ihr Wert weder bei Verschiebung des Koordinatenursprunges noch bei Drehung eines Koordinatensystems ändern. Man spricht von Translationsinvarianz und Drehungsinvarianz und allgemein von Transformationinvarianz .

Orthogonale Matrizen
Gilt für eine quadratische Matrix die Beziehung (4.30) d.h., die Skalarprodukte je zweier verschiedener Spalten oder Zeilen sind gleich null und die Skalarprodukte jeder Zeile oder Spalte mit sich selbst gleich eins, dann nennt man sie eine orthogonale Matrix . Orthogonale Matrizen haben folgende Eigenschaften: 1. Die transponierte und die inverse Matrix einer orthogonalen Matrix sind auch orthogonal; weiterhin gilt (4.31)

2. Produkte orthogonaler Matrizen sind wieder orthogonal. Beispiel Die bei der Drehung eines Koordinatensystems verwendete Drehungsmatrix D mit den Richtungskosinussen der neuen Achsenrichtungen ist orthogonal (s. Richtung im Raum).

q

Unitäre Matrix

Koordinatentransformationen
Beim Übergang von einem kartesischen Koordinatensystem zu einem anderen ändern sich die Koordinaten nach den folgenden Regeln: 1. Parallelverschiebung der Koordinatenachsen um den Abszissen- bzw. Ordinatenabschnitt so daß für die Koordinaten Koordinaten vor der Verschiebung, nach der Verschiebung und für die bzw. ,

des neuen Koordinatenursprungs 0' im alten Koordinatensystem vor der Verschiebung gilt:

(3.288a) (3.288b) 2. Drehung der Koordinatenachsen um den Winkel so daß gilt:

(3.289a) (3.289b) Allgemein betrachtet läßt sich ein Übergang von einem Koordinatensystem in ein anderes durch eine Transformation durchführen, die aus einer Translation und einer Rotation, d.h. einer Drehung der Koordinatenachsen besteht. Die zum diesem System aus zwei Gleichungen gehörende Koeffizientenmatrix lautet: (3.289c) Sie wird Drehungsmatrix genannt.

Drehung des Koordinatensystems
Wenn das kartesische Koordinatensystem Transformationsmatrix Drehungsmatrix Dabei ist aus durch Drehung hervorgeht, dann gilt in (4.65) für die die orthogonale Drehungsmatrix . Die orthogonale

hat die Eigenschaft (4.67a)

Elemente

von

sind die Richtungskosinusse der Winkel zwischen den alten und neuen Koordinatenachsen. d.h. aus

Aus der Orthogonalität der Drehungsmatrix

(4.67b) folgt für ihre Elemente:

(4.67c) Diese Gleichungen besagen, daß die Zeilen- und Spaltenvektoren der Matrix Die Elemente der orthonormiert sind.

der Drehungsmatrix können auch mit Hilfe der EULERschen Winkel dargestellt werden

(s. auch Drehung der Ebene und Drehung im Raum).

Unterabschnitte
q q q q q

Parallelverschiebung: Drehung der Koordinatenachsen: Eigenschaften der Transformationsdeterminante: EULERsche Winkel: Skalare Invariante:

Transformation rechtwinkliger Koordinaten Parallelverschiebung:
Wenn die ursprünglichen Koordinaten sind, die neuen und die Koordinaten des neuen

Koordinatenursprungs im ursprünglichen Koordinatensystem, dann gilt (3.357)

Drehung der Koordinatenachsen:
Wenn die Richtungskosinusse der neuen Achsen in Übereinstimmung mit den Angaben in der folgenden Tabelle und der Abbildung bezeichnet sind, dann gilt

(3.358a)

(3.358b)

Tabelle Bezeichnungen der Richtungskosinus bei Koordinatentransformation

In bezug auf die alten Achsen

Richtungskosinus der neuen Achsen

Die Koeffizientenmatrix des Systems (3.358a), Drehungsmatrix ergeben sich zu

genannt, und die Transformationsdeterminante

(3.358c)

(3.358d)

Eigenschaften der Transformationsdeterminante:

Die Transformationsdeterminante besitzt die folgenden Eigenschaften: a) mit positivem Vorzeichen, wenn die Links- bzw. Rechtshändigkeit erhalten bleibt, mit

negativem Vorzeichen, wenn sich die Händigkeit ändert. b) Die Summe der Quadrate einer Zeile oder einer Spalte ist immer gleich eins. c) Die Summe der Produkte der entsprechenden Elemente zweier verschiedener Zeilen oder Spalten ist gleich Null (s. orthogonale Matrizen). d) Jedes Element ergibt sich als Produkt aus und seiner Adjunkte (s. Determinanten).

EULERsche Winkel:
Die Lage des neuen Koordinatensystems relativ zum alten kann mit Hilfe von drei Winkeln, die EULER eingeführt hat, vollständig bestimmt werden.

a) Nutationswinkel wird der Winkel zwischen den positiven Richtungen der Grenzen b) Präzessionswinkel wird der Winkel zwischen der positiven Richtung der -Achse und der Schnittgeraden zwischen der - und der -Achse genannt; er liegt in den

- und -Achse sowie

- Ebene genannt. Die positive Richtung von

wird derart gewählt, daß die

-Achse, die

ein Richtungstripel mit der gleichen Orientierung bilden wie die Koordinatenachsen erfolgt von der -Achse aus in Richtung -Achse; die Grenzen

(s. affine Koordinaten). Die Messung von sind c) Drehungswinkel wird der Winkel zwischen der positiven Grenzen

-Richtung und der Schnittgeraden

genannt; er liegt in den

Wenn anstelle der Winkelfunktionen zur Abkürzung gesetzt wird

(3.359a) dann gilt

(3.359b)

Skalare Invariante:
Skalare Invariante heißt ein Skalar, der bei Verschiebung und Drehung des Koordinatensystems den gleichen Wert behält. Das skalare Produkt zweier Vektoren ist eine skalare Invariante (s. auch Eigenschaften der Produkte von Vektoren). Beispiel A Die Komponenten eines Vektors sind keine skalaren Invarianten, da sie bei

Verschiebung und Drehung des Koordinatensystems unterschiedliche Werte annehmen. Beispiel B Die Länge des Vektors Invariante. Beispiel C Das Skalarprodukt eines Vektors mit sich selbst ist eine skalare Invariante: d.h. die Größe ist eine skalare

Begleitendes Dreibein
q q q

Definitionen Lage der Kurve relativ zum begleitenden Dreibein Gleichungen der Elemente des begleitenden Dreibeins

Aussagen zu ebenen Dreiecken
q q q q q q

Summe zweier Seiten, Summe der Winkel Vollständige Bestimmung des Dreiecks Seitenhalbierende und Winkelhalbierende Inkreis und Umkreis Höhe und Mittellinie des Dreiecks Arten von Dreiecken

Ebene Dreiecke
q q

Aussagen zu ebenen Dreiecken Symmetrie

Unterabschnitte
q q

Flächeninhalt eines Dreiecks: Flächeninhalt eines Vielecks:

Flächeninhalte Flächeninhalt eines Dreiecks:
Sind die Eckpunkte durch Flächeninhalt gemäß und gegeben, dann ergibt sich der

(3.296)

Drei Punkte liegen auf einer Geraden, wenn

(3.297)

Flächeninhalt eines Vielecks:

Sind die Eckpunkte durch

gegeben, dann ist (3.298)

Die Formeln (3.296) und diese liefern einen positiven Flächeninhalt, wenn die Eckpunkte in einer Reihenfolge durchnumeriert sind, die dem entgegengesetzten Drehsinn des Uhrzeigers entspricht. Anderenfalls ist der Flächeninhalt negativ.

Arten von Dreiecken
Gleichschenkliges Dreieck: Im gleichschenkligen Dreieck sind zwei Dreieckseiten gleich lang. Höhe, Seitenund Winkelhalbierende der dritten Seite sind identisch. Für die Gleichschenkligkeit des Dreiecks ist die Gleichheit je zweier dieser Seiten eine hinreichende Bedingung. Gleichseitiges Dreieck: Im gleichseitigen Dreieck mit fallen die Mittelpunkte des In- und des Umkreises mit dem Schwerpunkt und dem Orthozentrum zusammen. Rechtwinkliges Dreieck: Rechtwinkliges Dreieck wird ein Dreieck genannt, das sich durch einen Winkel von in einer der Dreiecksecken auszeichnet.

Grundaufgaben zur Berechnung ebener schiefwinkliger Dreiecke
In Übereinstimmung mit den Kongruenzsätzen ist ein Dreieck durch drei voneinander unabhängige Stücke bestimmt, unter denen sich mindestens eine Seite befinden muß. Daraus leiten sich die vier sogenannten Grundaufgaben im schiefwinkligen Dreieck ab. Sind von 6 Bestimmungsgrößen eines schiefwinkligen Dreieckes (3 Winkel die ihnen gegenüberliegenden 3 Seiten ) drei gegeben, dann lassen sich die übrigen drei und

Bestimmungsgrößen mit Hilfe der in der Tabelle angegebenen Gleichungen berechnen. Im Unterschied zur sphärischen Trigonometrie, läßt sich für das ebene schiefwinklige Dreieck aus der Kenntnis dreier gegebener Winkel keine der Seiten berechnen. (S. 2. Grundaufgabe der sphärischen Trigonometrie.) Tabelle Bestimmungsgrößen ebener schiefwinkliger Dreiecke, Grundaufgaben Gegeben Formeln zur Berechnung der übrigen Größen

1. 1 Seite und 2 Winkel

2. 2 Seiten und der eingeschlossene Winkel

und

werden aus

und

berechnet,

3. 2 Seiten und der einer von ihnen gegenüberliegende Winkel

Für

ist

und eindeutig bestimmt. Für

sind folgende Fälle möglich: 1. hat für 2. hat genau einen Wert 3. Für ist eine Dreieckskonstruktion unmöglich für ; zwei Werte ;

4. 3 Seiten

,

Höhe und Mittellinie des Dreiecks
Höhe des Dreiecks wird das Lot genannt, das vom Scheitelpunkt eines der drei Dreieckwinkel auf die gegenüberliegende Seite gefällt wird. Die Höhen des Dreiecks schneiden sich im sogenannten Orthozentrum . Mittellinie des Dreiecks wird eine Gerade genannt, die die Mittelpunkte zweier Dreiecksseiten verbindet; sie liegt parallel zur dritten Seite und ist halb so lang wie diese.

Inkreis und Umkreis
Inkreis wird der in das Dreieck einbeschriebene Kreis genannt. Sein Mittelpunkt ist der gemeinsame Schnittpunkt der Winkelhalbierenden des Dreiecks.

Umkreis wird der das Dreieck umschreibende Kreis genannt. Sein Mittelpunkt ist der gemeinsame Schnittpunkt der drei Mittelsenkrechten des Dreiecks.

Strecken im Dreieck und Fläche
Es werden die folgenden Bezeichnungen verwendet: Winkel; - Flächeninhalt; - Radius des Umkreises; - Seiten; - die ihnen gegenüberliegenden

- Radius des Inkreises;

- halber Dreiecksumfang.

Höhe der Seite

: (3.82) : (3.83)

Seitenhalbierende der Seite

Winkelhalbierende des Winkels

: (3.84)

Radius des Umkreises:

(3.85) Radius des Inkreises: (3.86)

(3.87) Flächeninhalt: (3.88) Die Formel wird HERONische Flächenformel genannt.

Berechnung von Seiten und Winkeln im ebenen rechtwinkligen Dreieck
Verwendete Bezeichnungen: gegenüberliegenden Winkel; - Katheten; - Höhe; - Hypotenuse; bzw. - die den Seiten - Flächeninhalt. bzw.

- Hypotenusenabschnitte;

Im rechtwinkligen Dreieck ist von 6 Bestimmungsgrößen (3 Winkel Seiten ) ein Winkel, in der Abbildung der Winkel zu

und die ihnen gegenüberliegenden festgelegt. Ein ebenes Dreieck ist durch drei

Bestimmungsstücke festgelegt, die aber nicht beliebig vorgegeben werden können, sondern in Übereinstimmung mit den unter Vollständige Bestimmung des Dreiecks genannten Möglichkeiten. Somit können nur noch zwei Stücke vorgegeben werden. Die übrigen drei lassen sich mit Hilfe der Gleichungen in der folgenden Tabelle sowie mit (3.69) berechnen. Tabelle Bestimmungsgrößen ebener rechtwinkliger Dreiecke

Gegeben z.B

Formeln zur Ermittlung der übrigen Größen

z.B.

z.B.

z.B.

Grundformeln und Sätze
Verwendete Bezeichnungen: gegenüberliegenden Winkel; - Katheten; - Höhe; - Hypotenuse; bzw. - die den Seiten - Flächeninhalt. bzw.

- Hypotenusenabschnitte;

Winkelsumme: (3.69) Seitenberechnung:

(3.70) Satz des PYTHAGORAS: (3.71) Sätze des EUKLID: (3.72) Flächeninhalt: (3.73)

Rechtwinklige ebene Dreiecke
q q

Grundformeln und Sätze Berechnung von Seiten und Winkeln im ebenen rechtwinkligen Dreieck

Berechnungen in schiefwinkligen ebenen Dreiecken
q q

Grundformeln und Sätze Grundaufgaben zur Berechnung ebener schiefwinkliger Dreiecke

Weitere Beziehungen

Es werden die folgenden Bezeichnungen verwendet: Winkel; - Flächeninhalt; - Radius des Umkreises;

- Seiten;

- die ihnen gegenüberliegenden

- Radius des Inkreises;

- halber Dreiecksumfang.

Tangensformeln: (3.80) Zusätzliche Beziehungen: (3.81a)

(3.81b)

Seitenhalbierende und Winkelhalbierende
Seitenhalbierende des Dreiecks wird die Gerade genannt, die einen Eckpunkt des Dreiecks mit dem Mittelpunkt der gegenüberliegenden Dreieckseite verbindet. Die Seitenhalbierenden des Dreiecks schneiden sich in einem Punkt, dem Schwerpunkt des Dreiecks, der sie vom Scheitel des Winkels aus gerechnet im Verhältnis teilt.

Winkelhalbierende des Dreiecks wird die Gerade genannt, die einen der drei inneren Winkel des Dreiecks in zwei gleiche Teile teilt.

Vollständige Bestimmung des Dreiecks
Ein Dreieck ist durch die folgenden Bestimmungsstücke vollständig bestimmt:
q q q

durch drei Seiten oder durch zwei Seiten und den zwischen ihnen eingeschlossenen Winkel oder durch eine Seite und die beiden anliegenden Winkel.

Wenn zwei Seiten gegeben sind sowie der einer Seite gegenüberliegende Winkel, dann können mittels dieser Bestimmungsstücke entweder zwei, ein oder kein Dreieck konstruiert werden (s. Grundaufgaben der ebenen Trigonometrie für das ebene rechtwinklige Dreieck und das ebene schiefwinklige Dreieck).

Summe zweier Seiten, Summe der Winkel
Die Summe zweier Seiten ist im ebenen Dreieck stets größer als die dritte Seite: (3.16)

Die Summe der Winkel beträgt im ebenen Dreieck (3.17)

Binomialkoeffizienten
Die Definition lautet mit und positiv und ganz (1.37a) wobei mit Fakultät genannt wird. (1.37b) Die Werte der Binomialkoeffizienten können aus dem sogenannten PASCALschen Dreieck abgelesen werden: (= n Fakutät) das Produkt der ganzen positiven Zahlen von 1 bis

Die erste und die letzte Zahl in jeder Zeile ist definitionsgemäß gleich Eins; jede andere Zahl eines Koeffizienten in dem Schema ergibt sich als Summe der beiden links und rechts oberhalb von ihr stehenden Zahlen.

Sphärisches Dreieck
Es seien und drei Punkte auf einer Kugelfläche, die nicht auf einem Großkreis liegen. Werden jeweils .

zwei dieser Punkte durch einen Großkreis verbunden, so entsteht das sphärische Dreieck

Als Seiten des sphärischen Dreiecks werden die sphärischen Abstände der Dreieckspunkte definiert, d.h., sie stellen die im Kugelmittelpunkt gemessenen Winkel zwischen je zwei Radien und und dar. Sie werden mit

bezeichnet und im folgenden im Winkelmaß angegeben, unabhängig davon, ob sie in der Zeichnung als

Winkel im Kugelmittelpunkt oder als Großkreisbogen auf der Kugelfläche eingetragen sind. Die Winkel des sphärischen Dreiecks sind die Winkel zwischen je zwei der drei Großkreisebenen. Sie werden mit und

bezeichnet. Die Reihenfolge der Bezeichnung der Punkte, Seiten und Winkel des sphärischen Dreiecks erfolgt in Analogie zum ebenen Dreieck. Ein sphärisches Dreieck, bei dem mindestens eine Seite Es stellt eine Analogie zum rechtwinkligen Dreieck der Planimetrie dar. beträgt, heißt rechtsseitiges Dreieck.

Berechnung sphärischer Dreiecke
q q q q q q q q

Grundaufgaben, Genauigkeitsbetrachtungen Rechtwinklig sphärisches Dreieck Schiefwinklig sphärisches Dreieck Sphärische Kurven Orthodrome Kleinkreis Loxodrome Schnittpunkte sphärischer Kurven

Eulersche und Nicht-Eulersche Dreiecke
Die Eckpunkte des sphärischen Dreiecks teilen jeden Großkreis durch zwei Eckpunkte im allgemeinen in

zwei ungleiche Teile. Dadurch entstehen mehrere verschiedene sphärische Dreiecke, z.B. auch das sphärische Dreieck mit den Seiten und der in der folgenden linken Abbildung schattierten Fläche.

Gemäß einer Festsetzung von EULER werden für die Seiten des sphärischen Dreiecks nur die Großkreisbogen gewählt, die kleiner als sind. Das entspricht der Definition der Seiten als sphärische Abstände zwischen den Dreieckspunkten. In diesem Zusammenhang bezeichnet man sphärische Dreiecke, bei denen jede Seite und jeder Winkel kleiner als ist, als EULERsche Dreiecke, anderenfalls als Nicht- EULERsche Dreiecke. Die rechte Abbildung zeigt ein EULERsches und ein Nicht- EULERsches Dreieck.

Grundaufgaben, Genauigkeitsbetrachtungen
Die verschiedenen Fälle, die bei der Berechnung sphärischer Dreiecke auftreten können, werden in sogenannte Grundaufgaben eingeordnet. Für jede Grundaufgabe des schiefwinklig sphärischen Dreiecks sind mehrere Lösungswege möglich, je nachdem, ob die Lösung nur mit den Grundformeln (3.172a) bis (3.176b) oder auch mit den Formeln (3.177a) bis (3.186) erfolgt und ob nur eine Größe im Dreieck oder mehrere Größen gesucht sind. Formeln, die die Tangensfunktion enthalten, liefern numerisch genauere Ergebnisse, besonders im Vergleich zur Berechnung eines Bestimmungsstückes aus der Sinusfunktion, wenn dessen Wert in der Nähe von liegt, und aus der Kosinusfunktion, wenn der Wert des Bestimmungsstückes in der Nähe von oder liegt. Für EULERsche Dreiecke ergeben sich außerdem die aus der Sinusfunktion berechneten Stücke zweideutig, da die Sinusfunktion in den beiden ersten Quadranten positiv ist, während die aus den übrigen Funktionen berechneten Stücke eindeutig erhalten werden.

Rechtwinklig sphärisches Dreieck
q q q

Spezielle Formeln Grundaufgaben für rechtwinklig sphärische Dreiecke NEPERsche Regel

Schiefwinklig sphärisches Dreieck
Bei 3 gegebenen Stücken unterscheidet man wie im Falle der rechtwinklig sphärischen Dreiecke 6 Grundaufgaben. Die Bezeichnungen für die Winkel sind und für die ihnen gegenüberliegenden Seiten.

Mit welchen Formeln welche Bestimmungsstücke im Rahmen der 6 Grundaufgaben über verschiedene Lösungswege bestimmt werden können ist in den folgenden Abschnitten zusammenfassend dargestellt.

Die Lösung der 3., 4., 5. und 6. Grundaufgabe kann auch durch Zerlegung des vorliegenden schiefwinklig sphärischen Dreiecks in zwei rechtwinklig sphärische Dreiecke herbeigeführt werden.

In der Überschrift für die jeweilige Grundaufgabe sind die gegebenen Seiten und Winkel mit S bzw. W gekennzeichnet. So bedeutet z.B. SWS: Zwei Seiten und der eingeschlossene Winkel sind gegeben.
q q q q q q

1. Grundaufgabe SSS 2. Grundaufgabe WWW 3. Grundaufgabe SWS 4. Grundaufgabe WSW 5. Grundaufgabe WWW 6. Grundaufgabe WWS

Unterabschnitte
q q

Kongruenz: Kongruenzsätze:

Kongruente Dreiecke, Kongruenzsätze Kongruenz:
Unter Kongruenz ebener Figuren versteht man allgemein ihre Deckungsgleichheit, d.h. die völlige Übereinstimmung in Größe und Gestalt. Kongruente Figuren können durch drei geometrische Transformationen ineinander überführt werden, durch Schiebung , Drehung und Spiegelung bzw. durch ihre Kombination. Man unterscheidet gleichsinnig kongruente und nichtgleichsinnig kongruente Figuren. Gleichsinnig kongruente Figuren lassen sich durch Schiebung oder Drehung sowie durch ihre Kombination ineinander überführen. Da sich nichtgleichsinnig kongruente Figuren durch entgegengesetzten Umlaufsinn auszeichnen, ist zu ihrer Überführung zusätzlich noch die Spiegelung an einer Geraden erforderlich.

Beispiel Spiegelsymmetrische Figuren sind nichtgleichsinnig kongruent. Zu ihrer Überführung ineinander sind alle drei Transformationen erforderlich.

Kongruenzsätze:
Die Bedingungen für die Kongruenz von Dreiecken sind in den Kongruenzsätzen festgehalten. Zwei Dreiecke sind kongruent, wenn sie übereinstimmen in
q q q q

drei Seiten (SSS) oder zwei Seiten und dem von ihnen eingeschlossenen Innenwinkel (SWS) oder einer Seite und den beiden anliegenden Innenwinkeln (WSW) oder zwei Seiten und dem der größeren Seite gegenüberliegenden Innenwinkel (SSW).

Bemerkungen
1. Sind die Ansatzkoeffizienten gemäß (19.155) bestimmt worden, dann stellt explizite Näherungslösung dar, deren Werte für beliebige Punkte 2. Muß das Integrationsgebiet mit einem beliebigen, unregelmäßigen Dreiecksnetz überzogen werden, dann ist es zweckmäßig, sogenannte Dreieckskoordinaten (auch baryzentrische Koordinaten genannt) einzuführen. Dadurch ist die Lage eines Punktes bezüglich des Dreiecksnetzes leicht feststellbar, und die Berechnung der mehrdimensionalen Integrale analog zu (19.152) wird vereinfacht, weil jedes beliebige Dreieck besonders einfach auf ein Einheitsdreieck transformiert werden kann. 3. Soll die Genauigkeit der Näherungsfunktion erhöht oder ihre Differenzierbarkeit gewährleistet werden, dann muß man zu stückweise quadratischen oder stückweise kubischen Ansatzfunktionen übergehen (s. z. B. Lit 19.25). 4. Bei der Lösung praktischer Probleme entstehen Aufgaben sehr großer Dimension. Deshalb wurden viele spezielle Verfahren entwickelt, z.B. auch für eine automatische Triangulierung und für eine günstige Numerierung der Elemente (davon hängt die Struktur der Gleichungssysteme ab, die gelöst werden müssen). aus aus (19.147) eine berechnet werden können.

Eine ausführliche Darstellung der FEM s. Lit. 19.13, 19.9, 19.26.

Dreiecksmatrix
Rechte oder obere Dreiecksmatrix R (im Englischen U von upper) ist eine Matrix, in der alle Elemente unterhalb der Hauptdiagonale den Wert Null besitzen: (4.17) Linke oder untere Dreiecksmatrix L (im Englischen L von lower) ist eine Matrix, in der alle Elemente oberhalb der Hauptdiagonale den Wert Null besitzen: (4.18)

Dreiecksungleichung für reelle und komplexe Zahlen
1. Dreiecksungleichung für reelle Zahlen: Für alle reellen Zahlen gilt (1.109) Der Absolutbetrag der Summe zweier oder mehrerer reeller Zahlen ist kleiner oder gleich der Summe der Absolutbeträge der einzelnen Summanden. Das Gleichheitszeichen gilt nur dann, wenn alle Summanden gleiches Vorzeichen besitzen. 2. Dreiecksungleichung für komplexe Zahlen: Für zwei komplexe Zahlen gilt (1.110a)

für

komplexe Zahlen

gilt

(1.110b)

Vektor- und Matrizennorm
Einem Vektor und einer Matrix kann man jeweils eine Zahl ( Norm ) bzw. lauten diese: (4.44) (4.45) (4.46) Normen für Vektoren und Matrizen können auf sehr verschiedene Art und Weise eingeführt werden. Es ist jedoch zweckmäßig, zu einer Vektornorm die Matrizennorm so zu definieren, daß die Ungleichung ( Norm )

zuordnen. Diese Zahlen müssen die Normaxiome erfüllen. Für Vektoren

(4.47)

gilt. Diese Ungleichung ist für Fehlerabschätzungen sehr nützlich. Vektor- und Matrizennormen, die diese Ungleichung erfüllen, werden als zueinander passend bezeichnet. Gibt es darüber hinaus zu jeder Matrix Nichtnullvektor zugeordnet .
q q

einen

so daß das Gleichheitszeichen gilt, dann heißt die Matrizennorm

der Vektornorm

Vektornormen Matrizennormen

Anwendung der Dreieckszerlegung
Mit Hilfe der Dreieckszerlegung kann die Lösung des linearen Gleichungssystems beschrieben werden: 1. : Durchführung der Dreieckszerlegung und Substitution 2. : Bestimmung des Hilfsvektors 3. : Bestimmung der Lösung durch Rückwärtseinsetzen. durch Vorwärtseinsetzen. . (19.26) in 3 Schritten

Wird zur Lösung eines linearen Gleichungssystems die erweiterte Koeffizientenmatrix

wie im obigen

Beispiel nach dem GAUSSschen Eliminationsverfahren behandelt, dann wird die Linksdreiecksmatrix explizit nicht benötigt. Sie wird aber besonders dann wirksam, wenn mehrere lineare Gleichungssysteme mit derselben

Koeffizientenmatrix, aber verschiedenen rechten Seiten gelöst werden müssen.

Dreieckszerlegung einer Matrix
q q q q

Prinzip des GAUSSschen Eliminationsverfahrens Dreieckszerlegung Anwendung der Dreieckszerlegung Wahl der Pivots

Dreieckszerlegung
Das Ergebnis des GAUSSschen Eliminationsverfahrens kann wie folgt formuliert werden: Zu jeder regulären Matrix sogenannte Dreieckszerlegung oder LR-Faktorisierung der Form existiert eine (19.31)

(19.32)

heißt Rechtsdreiecksmatrix , Linksdreiecksmatrix und ist eine sogenannte Permutationsmatrix . Sie ist eine quadratische Matrix, die in jeder Zeile und in jeder Spalte genau eine 1 und sonst Nullen enthält. Sie beschreibt die Zeilenvertauschungen in der Matrix Beispiel , die sich durch die Pivotwahl in den Eliminationsschritten ergeben.

Das GAUSSsche Eliminationsverfahren soll auf das System

angewendet werden. In

einer schematischen Schreibweise, bei der die Koeffizientenmatrix und der Vektor der rechten Seite zu einer sogenannten erweiterten Koeffizientenmatrix zusammengefaßt werden, erhält man:

,

d.h.

.

In den erweiterten Koeffizientenmatrizen sind die Matrizen

und

sowie die Pivots gekennzeichnet worden.

Dreifachintegral
Das Dreifachintegral ist eine Erweiterung des Integralbegriffs auf ein dreidimensionales Integrationsgebiet. Man spricht daher auch vom Volumenintegral .
q q q q

Begriff des Dreifachintegrals Berechnung des Dreifachintegrals Volumenelemente Anwendungen von Dreifachintegralen

Anwendungen von Dreifachintegralen
Allgemeine Formel Kartesische Koordinaten Zylinderkoordinaten Kugelkoordinaten

1. Volumen eines Körpers

2. Trägheitsmoment eines Körpers, bezogen auf die

-Achse

3. Masse eines Körpers mit der Dichtefunktion

4. Die Koordinaten des Schwerpunktes eines homogenen Körpers

Berechnung des Dreifachintegrals
Die Berechnung des Dreifachintegrals wird auf die nacheinanderfolgende Berechnung dreier Integrale zurückgeführt, die je nach dem verwendeten Koordinatensystem unterschiedlich aussieht.
q q q

Berechnung in kartesischen Koordinaten Berechnung in Zylinderkoordinaten Berechnung in Kugelkoordinaten Berechnung in beliebigen krummlinigen Koordinaten

q

Berechnung in beliebigen krummlinigen Koordinaten
Die beliebigen krummlinigen Koordinaten sind durch die Beziehungen (8.146)

definiert. Das Integrationsgebiet wird durch die Koordinatenflächen infinitesimale Volumenelemente in beliebigen Koordinaten eingeteilt:

in

(8.147a)

wobei Integral:

die Funktionaldeterminante ist. Nach Ausdrücken des Integranden in den Koordinaten

lautet das

(8.147b)

Die Formeln (8.144b) und (8.145b) sind Spezialfälle von (8.147b). Für Zylinderkoordinaten ist

, für

Kugelkoordinaten ist . Mit Vorteil werden immer die krummlinigen Koordinaten verwendet, die eine möglichst einfache Berechnung der Grenzwerte des Integrals (8.147b) gestatten.

Berechnung in kartesischen Koordinaten
Das Integrationsgebiet, das hier als Volumen aufgefaßt werden kann, teilt man mit Hilfe von Koordinatenflächen, die in diesem Falle Ebenen sind, in infinitesimale Parallelepipede ein (s. Abbildung).

Dabei ist wie im Falle des Doppelintegrals zu bachten, daß der Durchmesser der Elementarzelle beim Grenzübergang gegen Null geht. Auf die Zerlegung folgt die Summation aller Differentiale Parallelepipeden längs einer vertikalen Säule, d.h. Summation über Schichten, d.h. Summation über Formulierung lautet: , beginnend bei allen

, danach aller Säulen längs jeder der vertikalen . Die analytische

, und schließlich aller Schichten, d.h. Summation über

(8.143a)

Dabei sind

und aus;

die Gleichungen der unteren und oberen Oberflächen des Volumens heißt Volumenelement, hier in kartesischen Koordinaten. Mit der Kurvenanteile von auf

, gerechnet von der Kurve und die

sind die Funktionen bezeichnet, die die Projektionen und beschreiben.

-Ebene mit den Begrenzungspunkten

An das Integrationsgebiet müssen die folgenden Forderungen gestellt werden:

q

Die Funktionen

und genügen.

sollen im Intervall

existieren, stetig sein und der Ungleichung

q

Die Funktionen

und

sollen im Gebiet genügen.

,

definiert und

stetig sein und der Ungleichung

Derart sind alle die Punkte

in

enthalten, die den Bedingungen (8.143b)

genügen. Beispiel

Berechnung des Integrals

für eine Pyramide, die von den Koordinatenebenen und der Ebene

begrenzt wird:

.

Berechnung in Kugelkoordinaten
Das Integrationsgebiet wird mit Hilfe der Koordinatenflächen infinitesimale Elementarzellen eingeteilt (s. Abbildung). in

Das Volumenelement in Kugelkoordinaten ist (8.145a)

Nachdem der Integrand in Kugelkoordinaten als

dargestellt wurde, lautet das Integral:

(8.145b)

Beispiel Das Integral ist für einen Kegel zu berechnen, dessen Spitze sich im Ursprung des

Koordinatensystems befindet und der die beträgt , seine Höhe (s. Abbildung).

-Achse zur Symmetrieachse hat. Der Winkel in der Spitze

.

.

Berechnung in Zylinderkoordinaten
Das Integrationsgebiet wird mit Hilfe der Koordinatenflächen infinitesimale Elementarzellen eingeteilt (s. Abbildung). in

Das Volumenelement in Zylinderkoordinaten ist (8.144a)

Nach der Darstellung des Integranden

lautet das Integral:

(8.144b)

Beispiel Das Integral ist für einen Körper zu berechnen (s. Abbildung), dessen Volumen von der -

Ebene, der

-Ebene, dem Zylinder

und der Kugel

begrenzt wird: .

.

Wegen

ist das Integral gleich dem Rauminhalt des Körpers.

Definition
Die Definition des Dreifachintegrals einer Funktion Bereich, z.B. den Raumteil von drei Variablen über einen dreidimensionalen

, erfolgt in Analogie zur Definition des Doppelintegrals. Man schreibt (8.141)

Das Volumen

wird in Elementarvolumina zerlegt, mit denen Produkte der Art

gebildet

werden, wobei der Punkt

im Innern oder auf dem Rande eines Elementarvolumens liegen kann.

Das Dreifachintegral ist dann der Grenzwert der Summe derartiger Produkte aller Elementarvolumina, in die das Volumen zerlegt wurde, und zwar für den Fall, daß der Rauminhalt jedes Elementarvolumens gegen Null geht, d.h. ihre Anzahl gegen . Dabei ist wie beim Doppelintegral zu beachten, daß der Durchmesser des Elementarvolumens gegen Null strebt und nicht nur eine der möglichen Ausdehnungen. Es gilt dann (8.142)

Existenzsatz
Der Existenzsatz für das Dreifachintegral ist ein vollständiges Analogon zum Existenzsatz für das Doppelintegral.

Dreikant
Dreikant oder Triederecke wird eine dreiseitige körperliche Ecke genannt, die von drei, von einem Scheitelpunkt 0 ausgehenden Strahlen , den Kanten, gebildet wird (obere Abbildung).

Als Seiten des Dreikants definiert man die Winkel

und

, die von je zwei der Kanten eingeschlossen sind. Die

Gebiete zwischen zwei Kanten heißen Seitenflächen des Dreikants. Die Winkel des Dreikants sind die Keilwinkel und die von je zwei der drei Seitenflächen eingeschlossen werden. Ein Dreikant schneidet aus einer

Kugel um den Scheitelpunkt 0 ein sphärisches Dreieck aus (untere Abbildung). Die Seiten und Winkel des sphärischen Dreiecks und des zu ihm gehörenden Dreikants sind einander gleich. Deshalb gelten Sätze, die für den Dreikant hergeleitet wurden, auch für das zugehörige sphärische Dreieck und umgekehrt.

Druck
In einer ruhenden Flüssigkeit mit der Dichte unterscheidet man den Schweredruck und den Seitendruck .

Letzteren übt die Flüssigkeit auf eine Seite einer Platte aus, die senkrecht in sie eingetaucht ist. Beide nehmen mit der Tiefe zu. 1. Schweredruck in einer Tiefe : (8.66) wobei die Fallbeschleunigung ist. 2. Seitendruck Tiefenunterschied z.B. auf den Deckel einer seitlichen Ausflußöffnung eines Flüssigkeitsbehälters mit dem (s. Abbildung):

(8.67)

Mit den Funktionen

und

wird der linke bzw. rechte Rand des Deckels beschrieben.

Definition
Für nennt man eine lineare Abbildung lineares Funktional oder Linearform . Im weiteren wird in einem HILBERT-Raum der komplexe, in allen anderen Situationen fast ausschließlich der reelle Fall betrachtet. Der BANACHRaum mit aller stetigen linearen Funktionale heißt Dual , Dualraum oder adjungierter Raum von (manchmal auch mit wird mit ) bezeichnet. Der Wert (aus ) eines linearen stetigen Funktionals und wird auf

einem Element

, häufig aber auch - um den für die Dualitätstheorie ausschlaggebenden und hervorzuheben - mit bezeichnet (s. auch Satz von

Gedanken der bilinearen Verknüpfung von

RIESZ über die linearen stetigen Funktionale im HILBERT-Raum). Beispiel A Seien fixierte Punkte des Intervals und reelle Zahlen. Durch

(12.157)

ist ein lineares stetiges Funktional auf dem Raum Spezialfall von (12.157) ist für ein fixiertes das

mit der Norm -Funktional

definiert. Ein

(12.158) Beispiel B Mit einer auf summierbaren Funktion ist

(12.159)

ein lineares stetiges Funktional auf

und auf

jeweils mit der Norm

.

Dualität in der linearen Optimierung
q q q

Zuordnung Dualitätsaussagen Einsatzgebiete der dualen Aufgabe

Dualität in der Optimierung
1. Duales Problem: Zu (18.31a,b) wird unter Verwendung der LAGRANGE-Funktion (18.37) das folgende duale Problem gebildet: (18.41a) (18.41b) 2. Dualitätsaussagen: Sind a) und , dann gilt

b) Ist von (18.41a,b). , dann ist Minimalpunkt von (18.31a,b) und Maximalpunkt

Unterabschnitte
q

Optimalitätsbedingungen

Konvexe Aufgabe
Konvexe Aufgabe wird die Optimierungsaufgabe (18.42) genannt, wenn die Funktionen Für konvexe Aufgaben gilt: a) Jedes lokale Minimum von b) Ist c) nicht leer und beschränkt, dann existiert mindestens eine Lösung von (18.42). über ist auch globales Minimum. und konvex sind. Insbesondere können und lineare Funktionen sein.

Ist

streng konvex, dann existiert höchstens eine Lösung von (18.42).

Optimalitätsbedingungen
a) Ist stetig partiell differenzierbar, dann ist genau dann Lösung von (18.42), wenn gilt: (18.43) b) Die SLATER-Bedingung ist eine Regularitätsbedingung für den zulässigen Bereich mit c) Ist die SLATER-Bedingung erfüllt, dann ist existiert, so daß genau dann ein Minimalpunkt von (18.42), wenn ein für alle nicht affin linearen Funktionen existiert. . Sie ist erfüllt, wenn ein

ein Sattelpunkt der LAGRANGE-Funktion ist. Sind darüber hinaus die Funktionen genau dann eine Lösung von (18.42), wenn den lokalen KUHN-

differenzierbar, dann ist TUCKER-Bedingungen genügt. d)

Für ein konvexes Optimierungsproblem mit differenzierbaren Funktionen

und

kann das duale Problem

(18.41a,b) einfacher formuliert werden: (18.44a) (18.44b) Der Gradient von e) Für konvexe Optimierungsaufgaben gilt der starke Dualitätsatz : Erfüllt so daß die SLATER-Bedingung und ist eine Lösung von (18.42), dann existiert ein , wird hier nur bezüglich gebildet.

eine Lösung des dualen Problems (18.44a,b) ist, und es gilt: (18.45)

Differentialgleichung n-ter Ordnung
Die charakteristische Gleichung dieser Differentialgleichung habe nur einfache Wurzeln können zwei Fälle betrachtet werden.

, von denen keine gleich Null ist. Für die Störfunktion 1. Ist die Störfunktion Lösung:

gleich der in der Praxis häufig auftretenden Sprungfunktion

, dann lautet die

(15.55a)

(15.55b) 2.

Für eine allgemeine Störfunktion DUHAMELschen Formel:

erhält man die Lösung

aus (15.55b) mit Hilfe der

(15.56)

Leitlinien der Ellipse
Leitlinien der Ellipse sind Geraden parallel zur kleinen Achse im Abstand

Jeder beliebige Ellipsenpunkt

unterliegt der Leitlinieneigenschaft der Ellipse (3.320)

(s. auch Leitlinieneigenschaft der Kurven zweiter Ordnung.)

Durchmesser der Hyperbel
Durchmesser der Hyperbel werden diejenigen Sehnen zwischen den zwei Ästen einer Hyperbel genannt, die durch den gemeinsamen Mittelpunkt verlaufen, der sie halbiert.

Zwei Durchmesser mit den Richtungskoeffizienten gehören, werden konjugiert genannt, wenn

und

die zu einer Hyperbel und ihrer konjugierten Hyperbel ist. Von jedem der beiden konjugierten Durchmesser

werden die Sehnen der gegebenen bzw. der zu ihr konjugierten Hyperbel, die parallel zu dem anderen Durchmesser verlaufen, in zwei gleiche Teile geteilt. Von zwei konjugierten Durchmessern schneidet nur der mit Hyperbel. Die dabei entstehende Sehne, ein Durchmesser im engeren Sinne des Wortes, wird im Hyperbelmittelpunkt halbiert. Wenn bzw. die Längen zweier konjugierter Durchmesser sind und bzw. die

die spitzen Winkel, die diese Durchmesser mit der reellen Achse bilden, dann gilt (3.337)

Strecken im Kreis
(3.50)

(3.51)

(3.52)

(3.53)

Durchmesser der Parabel
Durchmesser der Parabel wird eine Gerade genannt, die parallel zur Parabelachse liegt.

Ein Parabeldurchmesser halbiert die Sehnen, die zur Tangente im Endpunkt des Durchmessers parallel liegen. Mit dem Richtungskoeffizienten der Sehnen lautet die Gleichung des Durchmessers

(3.344)

Durchschnitt und Vereinigung zweier Fuzzy-Mengen
1. Durchschnitt oder Schnittmenge: Die Schnittmenge (,,intersection``) zweier Fuzzy-Mengen und ist definiert durch die und Auf Grund der Minimumoperation min( . , . ) bezüglich ihrer Zugehörigkeitsfunktionen vorstehenden Überlegungen erhält man: (5.266a) wobei gilt: (5.266b) Der Schnittoperation entspricht die UND-Operation zweier Zugehörigkeitsfunktionen (s. linke Abbildung). Die Zugehörigkeitsfunktion definiert den minimalen Wert, gebildet aus und

2. Vereinigung zweier Fuzzy-Mengen: Die Vereinigung (,,union``) zweier Fuzzy-Mengen ist definiert durch die Maximumoperation max(.,.) und Man erhält: (5.267a) wobei gilt: (5.267b) bezüglich ihrer Zugehörigkeitsfunktionen

Die Vereinigung enstpricht der logischen ODER-Verknüpfung (rechte Abbildung). Die Darstellung zeigt den maximalen Wert der jeweiligen Zugehörigkeitsfunktionen und .

als

Beispiel Die -Norm wird als Durchschnitt bezeichnet (linke Abbildung) und die als Vereinigung (rechte Abbildung). -Norm

3. Weitere Verknüpfungen: Weitere Verknüpfungen zur Vereinigungsbildung sind die beschränkte, die algebraische und die drastische Summe sowie die beschränkte Differenz, das algebraische und das drastische Produkt. Im nächsten Abschnitt Tabelle der - und -Normen sind diese Verknüpfungen zusammengestellt. Die algebraische Summe z.B. ist definiert durch (5.268a) Wie die Vereinigung (5.267a,b) gehören die genannten Summen zu den -Normen. Sie sind in vereinfachter

Schreibweise in der rechten Spalte der Tabelle der - und -Normen zu finden. In Analogie zum erweiterten Summenbegriff für die Vereinigungsbildung ergeben sich für die Durchschnittsbildung mit Hilfe des beschränkten, des algebraischen und des drastischen Produktes entsprechende Erweiterungen. So ist z.B. das algebraische Produkt wie folgt definiert: (5.268b) Es gehört wie die Durchschnittsbildung (5.266a,b) zu den und -Normen zu finden sind. -Normen, die in der mittleren Spalte von Tabelle der -

Verknüpfungen unscharfer Mengen
Fuzzy-Mengen lassen sich durch Operatoren auf Fuzzy-Mengen miteinander verknüpfen. Es gibt mehrere Vorschläge zur Verallgemeinerung der Mengenoperation Vereinigung, Durchschnitt und Komplement bezüglich unscharfer Mengen.
q q q q q

Konzept für eine Verknüpfung (Aggregation) unscharfer Mengen Praktische Verknüpfungen unscharfer Mengen Kompensatorische Operatoren Erweiterungsprinzip Unscharfe Komplementfunktion

Gerade und Ebene im Raum
q q q

Ebenengleichungen Zwei und mehr Ebenen im Raum Gleichungen für die Gerade im Raum

Geraden und Ebenen im Raum
q q q

Zwei Geraden Zwei Ebenen Gerade und Ebene

Zwei Ebenen
Zwei Ebenen können sich entweder in einer Geraden schneiden, oder sie haben keinen gemeinsamen Punkt. Im letzteren Falle sind sie parallel. Wenn zwei Ebenen senkrecht auf ein und derselben Geraden stehen, oder wenn es auf jeder von ihnen je zwei sich schneidende Geraden gibt, die ihrerseits parallel zueinander sind, dann sind die Ebenen parallel zueinander.

Vektorielle Gleichungen
Die einfachsten vektoriellen Gleichungen sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt. Darin sind bekannten Vektoren, der gesuchte Vektor, die bekannten Skalare und die gesuchten. die

Tabelle Vektorielle Gleichungen Gleichung 1. Lösung

2.

3.

Die Gleichung ist unbestimmt; trägt man alle Vektoren , die dieser Gleichung genügen, von einem Punkt aus ab, so liegen ihre Endpunkte auf einer Ebene, die auf dem Vektor senkrecht steht. Die Gleichung (3) nennt man die vektorielle Gleichung dieser Ebene .

4.

Die Gleichung ist unbestimmt; trägt man alle Vektoren

, die dieser Gleichung

genügen, von einem Punkt aus ab, so liegen ihre Endpunkte auf einer dem Vektor parallelen Geraden. Die Gleichung (4) nennt man die vektorielle Gleichung dieser Geraden .

5.

6.

wobei , Vektoren).

,

die zu

,

,

reziproken Vektoren sind (vgl. reziproke

7.

8.

Ecke
Eine Figur , die von mehreren Ebenen, den Seitenflächen , gebildet wird, die ihrerseits einen schneiden,

gemeinsamen Punkt, die Spitze 0, haben und sich von hier ausgehend in den Geraden heißt Ecke oder Vielflach .

Zwei Geraden, die eine Seitenfläche der Ecke begrenzen, schließen einen ebenen Winkel ein, während zwei

benachbarte Seitenflächen eine Kante bilden. Ecken sind einander gleich, d.h., sie sind kongruent , wenn sie sich zur Deckung bringen lassen. Dazu müssen die einander entsprechenden Elemente, d.h. die Kanten und ebenen Winkel der Ecken, gleich sein. Wenn die einander entsprechenden Elemente von Ecken gleich, aber in umgekehrter Reihenfolge angeordnet sind, dann lassen sich die Ecken zwar nicht zur Deckung bringen, sie werden aber symmetrische Ecken genannt, weil sie in die in der folgenden Abbildung eingezeichnete symmetrische gegenseitige Lage zueinander gebracht werden können.

Eine konvexe Ecke liegt vollständig auf einer Seite jeder ihrer Kanten. Die Summe der ebenen Winkel (s. obere Abbildung).

Dreiseitige Ecken
Dreiseitige Ecken sind kongruent, wenn sie in den folgenden Elementen übereinstimmen:
q q q q

in zwei Seiten und dem zugehörigen Kantenwinkel, in einer Seite und den beiden anliegenden Kantenwinkeln, in drei einander entsprechenden und in der gleichen Reihenfolge angeordneten Seiten, in drei einander entsprechenden und in der gleichen Reihenfolge angeordneten Kantenwinkeln.

Nichtsinguläre Fälle
1. Normierung der Eigenfunktion: Zu jedem wird eine Eigenfunktion derart gewählt, daß gilt (9.66a) Man spricht dann von einer normierten Eigenfunktion . 2. FOURIER-Entwicklung: Jeder im Intervall definierten Funktion kann ihre FOURIER-Reihe

(9.66b) nach den Eigenwerten des zugehörigen Randwertproblems zugeordnet werden, sofern die Integrale in (9.66b) sinnvoll sind. 3. Entwicklungssatz: Die FOURIER-Reihe konvergiert absolut und gleichmäßig gegen , wenn die

Funktion

eine stetige Ableitung besitzt und den Randbedingungen des zugehörigen Problems genügt.

4. PARSEVALsche Gleichung: Wenn das Integral auf der linken Seite einen Sinn hat, dann gilt stets (9.66c)

Die FOURIER-Reihe der Funktion

konvergiert in diesem Falle im Mittel gegen

, d.h., es gilt

(9.66d)

Diskussion der Lösung, Eigenwerte und Eigenfunktionen
Aus der Theorie linearer Gleichungssysteme ist bekannt, daß (11.7d) genau dann eine eindeutig bestimmte Lösung für besitzt, wenn die Koeffizientendeterminante nicht verschwindet:

(11.8)

Offenbar ist mit

nicht identisch gleich Null, denn es gilt

. Darüber hinaus gibt es eine Zahl

. Für weitere Untersuchungen sind zwei Fälle zu unterscheiden.

1.

: Es existiert genau eine Lösung der Integralgleichung, die durch (11.6c) gegeben ist, wobei sich die

Koeffizienten

als Lösung des Gleichungssystems (11.7d) ergeben. Handelt es sich bei (11.4a) , dann ist . Das dann . Die

um eine homogene Integralgleichung, d.h. ist

homogene Gleichungssystem (11.7d) hat nur die triviale Lösung homogene Integralgleichung ist nur für 2. : Die Koeffizientenmatrix ist ein Polynom höchstens erfüllt.

-ten Grades und hat bekanntlich nicht mehr als

Wurzeln. Für diese Werte von

hat das homogene Gleichungssystem (11.7d) mit

außer der trivialen Lösung noch nicht verschwindende Lösungen, so daß auch die homogene Integralgleichung neben der trivialen Lösung noch weitere Lösungen der Form

hat. Aufgrund der linearen Unabhängigkeit der Funktionen Nullstellen von

ist

nicht identisch Null. Die

nennt man Eigenwerte der Integralgleichung. Die zugehörigen, nicht identisch

verschwindenden Lösungen der homogenen Integralgleichung heißen die Eigenfunktionen zum Eigenwert . Zu einem Eigenwert können mehrere linear unabhängige Eigenfunktionen gehören. Für Integralgleichungen mit allgemeineren Kernen werden darüber hinaus alle diejenigen Zahlen als Eigenwerte bezeichnet, für die die

homogene Integralgleichung nichttriviale Lösungen besitzt. In verschiedenen Arbeiten wird

mit

als

charakteristische Zahl und

als Eigenwert bezeichnet. Dies resultiert aus der Integralgleichungsform

.

Hauptachsentransformation
Zu einem symmetrischen Tensor , d.h. für gibt es stets eine orthogonale Transformation D, so daß

er nach der Transformation Diagonalform hat: (4.77a)

Die Elemente

und

heißen Eigenwerte des Tensors

. Sie sind gleich den Wurzeln

und

der Gleichung 3. Grades in

(4.77b)

Die Spaltenvektoren

und

der Transformationsmatrix D heißen die zu den Eigenwerten gehörenden

Eigenvektoren und genügen den Gleichungen (4.77c) Ihre Richtungen bezeichnet man als Hauptachsenrichtungen , die Transformation von Hauptachsentransformation . auf die Diagonalform heißt

Allgemeines Eigenwertproblem
A und B seien zwei quadratische Matrizen vom Typ sein. Die Aufgabe, Zahlen und zugehörige Vektoren Ihre Elemente können reelle oder komplexe Zahlen mit (4.123) zu bestimmen, wird als allgemeines Eigenwertproblem bezeichnet. Die Zahl Eigenvektor . Ein Eigenvektor ist lediglich bis auf einen Faktor bestimmt, da mit Eigenvektor zu ist. Der Spezialfall wobei E eine heißt Eigenwert , der Vektor auch

-reihige Einheitsmatrix ist, d.h. (4.124)

wird als spezielles Eigenwertproblem bezeichnet. Dieses tritt in vielen Anwendungen auf, vorwiegend mit symmetrischer Matrix A, und wird im folgenden ausführlich dargestellt. Bezüglich des allgemeinen Eigenwertproblems muß auf die Spezialliteratur verwiesen werden (s. Lit. 4.1).

Spektrum, Definition
Die Menge heißt Spektrum des Operators . Da offenbar genau dann einen

stetigen Inversen (und demzufolge die Gleichung (12.149) immer eine Lösung, die stetig von der rechten Seite abhängt) besitzt, wenn , ist eine möglichst umfassende Kenntnis des Spektrums des Operators eine deutlich

erforderlich. Aus den Eigenschaften der Resolventenmenge folgt sofort, daß das Spektrum abgeschlossene Teilmenge von ist, die im Kreis

liegt, wobei in vielen Fällen

kleiner als dieser Kreis ist. Für jeden linearen stetigen Operator auf einem komplexen BANACH-Raum ist das Spektrum nicht leer, und es gilt die Formel (12.155) Genauere Angaben über das Spektrum sind für viele gebräuchliche Klassen von Operatoren möglich. Ist ein Operator in einem endlichdimensionalen Raum und hat die Gleichung nur die

triviale Lösung (d.h.,

ist injektiv), dann folgt bereits

(d.h.,

ist surjektiv). Hat diese nicht injektiv und

Gleichung in irgendeinem BANACH-Raum eine nichttriviale Lösung, dann ist der Operator ist im allgemeinen nicht definiert.

Die Zahl

heißt Eigenwert des linearen Operators

, wenn die Gleichung

eine nichttriviale

Lösung besitzt. Alle diese Lösungen heißen Eigenvektoren oder, falls Anwendungen offenbar zutrifft), Eigenfunktionen des Operators heißt der Eigenraum zu . Die Menge zu aller Eigenwerte von

ein Funktionenraum ist (was in . Der von ihnen aufgespannte Teilraum heißt Punktspektrum des Operators .

Imaginäre Einheit
Als imaginäre Einheit wird eine Zahl i eingeführt, deren Quadrat ,,-1`` ist. In der Elektrotechnik wird meist anstelle von i der Buchstabe j verwendet, um Verwechslungen mit der Stromstärke i zu vermeiden. Die Einführung der imaginären Einheit führt zu einer Verallgemeinerung des Zahlbegriffs , zu den komplexen Zahlen , die in der Algebra und Analysis eine große Rolle spielen und in Geometrie und Physik eine Reihe konkreter Interpretationen bzw. neuer Beschreibungsmöglichkeiten ergaben.

Einheitliches Kontonummernsystem EKONS
EKONS ist die Abkürzung für ,,Einheitliches Kontonummernsystem ``, das bei Banken und Sparkassen verwendet wird. Die Nummern sind maximal zehnstellig (je nach Geschäftsvolumen). Die ersten (maximal 4) Ziffern dienen der Klassifikation der Konten. Die restlichen 6 Ziffern bilden die eigentliche Kontonummer einschließlich der Prüfziffer, die an der letzten Stelle steht. Bei den einzelnen Banken und Sparkassen sind unterschiedliche Prüfziffernverfahren üblich, z.B.: a) Die Ziffern werden abwechselnd, von rechts beginnend, mit 2 bzw. 1 multipliziert, und die Summe dieser Produkte wird durch Addition der Prüfziffer Kontonummer zur nächsten durch 10 teilbaren Zahl ergänzt, d.h., für die gilt: (5.186) b) Bei dem Verfahren a) wird anstelle der Produkte - falls die Produkte zweistellig sind - die Quersumme der Produkte verwendet. Bei Variante a) entdeckt man alle Fehler durch Vertauschung zweier benachbarter Ziffern und fast alle Fehler durch

mit der Prüfziffer

Verwechslung einer Ziffer. Bei Variante b) werden dagegen jeder Fehler durch Verwechslung einer Ziffer und fast alle Fehler durch Vertauschung zweier benachbarter Ziffern erkannt. Drehfehler nicht benachbarter Ziffern und Verwechslungen zweier Ziffern werden oft nicht aufgedeckt. Daß man das leistungsfähigere Prüfziffernsystem zum Modul 11 nicht verwendet, hat außermathematische Gründe. Das nichtnumerische Zeichen X anstelle der Prüfziffer 10 (s. ISBN-Buchnummern) erfordert eine Erweiterung der Eingabetastatur. Dagegen hätte ein Verzicht auf Kontonummern mit der Prüfziffer 10 bei Umstellung auf das einheitliche Nummernsystem in einer beträchtlichen Zahl von Fällen eine Erweiterung der ursprünglichen Kontonummern nicht zugelassen.

Einheitsmatrix E
Einheitsmatrix heißt eine quadratische Matrix, in der jedes Hauptdiagonalelement den Wert Eins besitzt, während alle anderen Elemente den Wert Null haben:

(4.16)

Das Zeichen

wird KRONECKER-Symbol genannt.

Spezielle Vektoren
a) Einheitsvektor seiner Hilfe kann ein Vektor wird ein Vektor genannt, dessen Länge oder Absolutbetrag gleich 1 ist. Mit durch das Produkt aus Einheitsvektor und Modul gemäß (3.240a) angegeben werden. Zur Beschreibung der drei Koordinatenachsen in Richtung wachsender Koordinatenwerte werden oft die Einheitsvektoren oder verwendet.

In der Abbildung bilden die durch die drei Einheitsvektoren festgelegten Richtungen ein senkrechtes Richtungstripel . Außerdem bilden sie ein orthogonales Koordinatensystem , denn es gilt: (3.240b) Zudem gilt (3.240c) so daß man von einem orthonormierten Koordinatensystem spricht. b) Nullvektor heißt ein Vektor mit dem Absolutbetrag Endpunkt sowie mit unbestimmter Richtung im Raum. eines Punktes c) Radiusvektor Koordinatenursprung befindet. wird ein Vektor genannt, dessen Anfangspunkt sich im also mit zusammenfallendem Anfangs- und

In diesem Falle heißt der Koordinatenursprung Pol . Der Punkt ist durch seinen Radiusvektor eindeutig bestimmt. d) Kollineare Vektoren verlaufen parallel zu ein und derselben Geraden. e) Komplanare Vektoren verlaufen parallel zu ein und derselben Ebene. Für sie gilt das Spatprodukt (3.263).

Numerische Berechnung der komplexen FOURIER-Koeffizienten
Zur numerischen Bestimmung von wendet man auf (19.218b) analog zu (19.209) und (19.210) die Trapezformel :

an und erhält die diskreten komplexen FOURIER-Koeffizienten

(19.221a) mit (19.221b) Der Zusammenhang (19.221a) unter Beachtung von (19.221b) wird dann als diskrete komplexe FOURIERTransformation der Länge Die Potenzen deshalb auch als der Werte bezeichnet. genügen sämtlich der Gleichung - te Einheitswurzel bezeichnet. Wegen gilt: (19.222) Sie werden

Die effektive Berechnung der Summe (19.221a) ergibt sich aus der Tatsache, daß eine diskrete komplexe FOURIERTransformation der Länge zurückgeführt werden kann: a) Für alle Koeffizienten mit geradem Index, d.h. , erhält man: auf zwei Transformationen der Länge in folgender Weise

Dabei wurde beachtet, daß

ist. Substituiert man (19.223)

und berücksichtigt man, daß

gilt, dann ist

(19.224)

die diskrete komplexe FOURIER-Transformation der Werte .

mit der Länge

b) Für alle Koeffizienten

mit ungeradem Index, d.h. mit

, erhält man analog:

Substituiert man (19.225) und beachtet man, daß auch hier gilt, dann ist

(19.226)

die diskrete komplexe FOURIER-Transformation der Werte .

mit der Länge

Die Reduzierung gemäß a) und b), d.h. die Zurückführung einer diskreten komplexen FOURIER-Transformation auf jeweils zwei diskrete komplexe FOURIER-Transformationen der halben Länge, läßt sich fortsetzen, wenn Potenz von 2 ist, d.h. wenn ( natürliche Zahl) gilt. Die eine -malige Anwendung der Reduzierung wird als komplexe Multiplikationen erfordert, ist der

FFT bezeichnet. Da jeder Reduktionsschritt wegen (19.225)

Rechenaufwand bei der FFT von der Größenordnung (19.227)

Einhüllende von Kurvenscharen
q q q

Charakteristische Punkte Geometrischer Ort der charakteristischen Punkte einer Kurvenschar Gleichung der Einhüllenden

Mehrschrittverfahren
Das EULERsche Polygonzugverfahren (19.97) und das RUNGE-KUTTA-Verfahren (19.99) stellen sogenannte Einschrittverfahren dar, da sie bei der Berechnung von nur auf das Ergebnis des vorangegangenen

Schrittes zurückgreifen. Allgemeine lineare Mehrschrittverfahren sind dagegen von der Form

(19.101) mit geeignet gewählten Konstanten -Schrittverfahren bezeichnet, falls Werten und ist. Es heißt explizit , falls . Die Vorschrift (19.101) wird als ist, weil dann in den

der rechten Seite von (19.101) nur die bereits bekannten Näherungswerte auftreten. Ist , so heißt das Verfahren implizit , da dann der gesuchte neue

Wert von

auf beiden Seiten von (19.101) auftritt. Bei der Anwendung eines Startwerten

-Schrittverfahrens ist die Kenntnis

notwendig. Diese verschafft man sich z.B. mit Hilfe eines

Einschrittverfahrens. Spezielle Mehrschrittverfahren zur Lösung der Anfangswertaufgabe (19.93) kann man dadurch gewinnen, daß man in (19.93) die Ableitung durch Differenzenformeln ersetzt oder in (19.95) das Integral durch

Quadraturformeln approximiert. Beispiele für spezielle Mehrschrittverfahren sind: 1. Mittelpunktsregel: Die Ableitung Stützstellen und ersetzt. Man erhält: (19.102) 2. Verfahren von MILNE: Das Integral in (19.95) wird durch die SIMPSON-Formel approximiert. Man erhält: (19.103) in (19.93) wird durch die Sekantensteigung bezüglich der

3. Verfahren von ADAMS-BASHFORTH:Der Integrand in (19.95) wird durch das Interpolationspolynom von LAGRANGE bezüglich der Stützstellen

ersetzt. Man integriert zwischen

und

und erhält:

(19.104)

Das Verfahren (19.104) ist explizit bezüglich

. Zur Berechnung des Koeffizienten

s. Lit. 19.1.

EINSTEINsche Summenkonvention
Anstelle von (4.65) kann man auch (4.66a)

oder abkürzend nach EINSTEIN (4.66b) schreiben, d.h., über den doppelt auftretenden Index ist zu summieren und das Ergebnis für

aufzuschreiben. Die Summenkonvention legt allgemein fest: Tritt in einem Ausdruck ein Index zweimal auf, so wird der Ausdruck über alle vorgesehenen Werte dieses Index summiert. Tritt ein Index in den Ausdrücken einer Gleichung nur einmal auf, z.B. in der Gleichung (4.66b), so bedeutet das, daß die betreffende Gleichung für alle

Werte gilt, die der Index durchlaufen kann.

Regelmäßige Einzahlungen
Es sollen Einzahlungen der gleichen Höhe in gleichen Abständen geleistet werden. Diese Abschnitte sollen mit der Zinsperiode übereinstimmen. Wird die Einzahlung jeweils zu Beginn bzw. am Ende einer Zinsperiode geleistet, dann spricht man von einer vorschüssigen (praenumerando) bzw. einer nachschüssigen (postnumerando) Einzahlung. Am Ende der -ten Zinsperiode erhält man den Kontostand , und zwar:

1. Bei vorschüssiger Einzahlung (1.83a)

2. bei nachschüssiger Einzahlung (1.83b)

Unterjährige Einzahlungen
Ein Jahr bzw. eine Zinsperiode wird in Teilabschnittes wird der gleiche Betrag auf diese Weise den Kontostand gleich lange Abschnitte zerlegt. Zu Beginn bzw. am Ende eines jeden eingezahlt und bis zum Jahresende verzinst. Nach einem Jahr erhält man

, und zwar:

1. Bei vorschüssiger Einzahlung (1.84a)

2. bei nachschüssiger Einzahlung (1.84b)

Im zweiten Jahr wird

voll verzinst, hinzu kommen noch die Einzahlungen und Zinsen wie im ersten Jahr, so daß

sich nach

Jahren für den Kontostand

bei unterjährigen Einzahlungen und jährlicher Verzinsung ergibt:

1. Bei vorschüssiger Einzahlung (1.85a)

2. bei nachschüssiger Einzahlung (1.85b)

Beispiel Bei einem Jahreszinssatz von zahlt ein Sparer monatlich nachschüssig 1000.-DM ein. Nach wie

vielen Jahren wird der Kontostand von 500 000.-DM erreicht? Aus (1.85b), d.h. aus folgt Jahre.

GAUSS-SEIDEL-Verfahren
Hat man die 1. Komponente nach dem JACOBI-Verfahren berechnet, dann liegt es nahe, diesen Wert bei

der Berechnung von

bereits zu verwenden. Geht man entsprechend bei der Berechnung aller übrigen

Komponenten vor, dann erhält man die Iterationsvorschrift (19.51)

Die Vorschrift (19.51) wird als GAUSS-SEIDEL- Verfahren oder Einzelschrittverfahren bezeichnet. Das GAUSS-SEIDELVerfahren konvergiert im allgemeinen schneller als das JACOBI-Verfahren, sein Konvergenzsatz ist aber etwas komplizierter.

Beispiel

Die dazugehörige Iterationsvorschrift gemäß (19.51) lautet:

Einige Näherungen und die Lösung findet man in der folgenden Zusammenstellung:

0

1,4

1,5053 1,5012 1,5

0 0 0

1,0077 0,9946 0,9989

1

1,0976 0,5059 0,5014 0,5 1,7861 1,9976 1,9995 2

Gewöhnliches Iterationsverfahren
Das gewöhnliche Iterationsverfahren geht davon aus, daß sich die Gleichungen (19.55) auf eine Fixpunktform (19.56)

bringen lassen. Dann erhält man, von den geschätzten Näherungswerten verbesserte Werte durch 1. Iteration in Gesamtschritten:

ausgehend,

(19.57)

2. Iteration in Einzelschritten:

(19.58)

Für die Güte der Konvergenz dieser Verfahren ist ausschlaggebend, daß die Funktionen Lösung möglichst schwach von den Unbekannten abhängen, d.h., falls die

in der Umgebung einer

differenzierbar sind, müssen die

Beträge der partiellen Ableitungen möglichst klein sein. Als Konvergenzbedingung erhält man (19.59)

Mit dieser Größe

gilt die Fehlerabschätzung

(19.60) Dabei sind die Komponenten der gesuchten Lösung, und die zugehörigen -ten und -

ten Näherungen.

Schießverfahren
Mit dem Schießverfahren wird die Lösung von Randwertaufgaben auf die Lösung von Anfangswertaufgaben zurückgeführt. Das Prinzip soll am sogenannten einfachen Schießverfahren , auch Einzielverfahren genannt, beschrieben werden. 1. Einzielverfahren Der Randwertaufgabe (19.118) wird die Anfangswertaufgabe (19.134) zugeordnet. Dabei ist gilt Parameter Gleichung (19.135) ein Parameter, von dem die Lösung der Anfangswertaufgabe (19.134) abhängt, d.h., es . Der erfüllt. Dazu ist die

. Die Funktion ist so zu bestimmen, daß

erfüllt gemäß (19.134) die erste Randbedingung auch die zweite Randbedingung

zweckmäßigerweise mit Hilfe der Regula falsi zu lösen. Diese benötigt nur Funktionswerte

, aber jede

Funktionswertberechnung erfordert die Lösung der Anfangswertaufgabe (19.134) nach einem der im Abschnitt

Anfangswertaufgaben angegebenen Verfahren bis

für den speziellen Parameterwert

. in

2. Mehrzielmethode Bei der sogenannten Mehrzielmethode wird das Integrationsintervall

Teilintervalle zerlegt und auf jedem Teilintervall die Einzielmethode angewendet. Damit setzt sich die gesuchte Lösung aus Teillösungen zusammen, deren stetiger Übergang an den Teilintervallgrenzen zu sichern ist. Diese Forderung ergibt zusätzliche Bedingungen. Zur numerischen Realisierung der Mehrzielmethode, die vor allem bei nichtlinearen Randwertaufgaben verwendet wird, s. Lit. 19.12.

Ansatz
Für die gesuchte Funktion wird in jedem Dreieck ein Ansatz gemacht. Ein Dreieck mit zugehörigem Ansatz und . In vielen Fällen reicht der lineare

wird als finites Element bezeichnet. Dafür eignen sich Polynome in Ansatz

(19.146) aus. Die Ansatzfunktionen müssen beim Übergang von einem Dreieck ins benachbarte zumindest stetig sein, damit eine stetige Gesamtlösung entsteht. Die Koeffizienten und in (19.146) lassen sich eindeutig durch die drei Funktionswerte und

in den Eckpunkten des zugehörigen Dreiecks ausdrücken. Dadurch ist gleichzeitig der stetige Übergang in die benachbarten Dreiecke gesichert. Der Ansatz (19.146) enthält damit als unbekannte Parameter die Näherungen für die gesuchten Funktionswerte. Als Ansatz, der im gesamten Gebiet Näherung verwendet wird, wählt man für die gesuchte Lösung als

(19.147)

Die Koeffizienten

sind noch geeignet zu bestimmen. Für die Funktionen

soll gelten: Sie stellen

über jedem Dreieck von

eine lineare Funktion gemäß (19.146) dar und erfüllen die folgenden Bedingungen: (19.148a)

(19.148b)

Die Darstellung von

über

zeigt die folgende Abbildung:

Die Berechnung von gezeigt werden:

über

, d.h. über den Dreiecken 1 bis 6 in der Abbildung, soll für das Dreieck 1

(19.149a)

(19.149b)

Aus (19.149b) folgt

, und man erhält für Dreieck 1:

(19.149c)

Analog berechnet man:

(19.150)

Elementbeziehung
1. Mengen und ihre Elemente: Der grundlegende Begriff der Mengenlehre ist die Elementbeziehung. Eine Menge bzw. ,, ist eine Zusammenfassung bestimmter, wohlunterschiedener Objekte ist nicht Element von `` schreibt man ,, `` bzw. ,, unserer Anschauung oder ist Element von `` unseres Denkens zu einem Ganzen. Diese Objekte heißen Elemente der Menge. Für ,,

``. Mengen können beschrieben oder

werden durch Aufzählung aller ihrer Elemente in geschweiften Klammern, z.B.

oder durch eine definierende Eigenschaft, die genau den Elementen der Menge zukommt. Z.B. wird die Menge wobei die Eigenschaft der ungeraden natürlichen Zahlen durch ist eine ungerade natürliche Zahl, d.h. beschrieben, ist eine

bedeutet:

ungerade natürliche Zahl}. Für die Zahlenbereiche sind folgende Bezeichnungen üblich:

Menge der natürlichen Zahlen, Menge der ganzen Zahlen,

Menge der rationalen Zahlen,

Menge der reellen Zahlen, Menge der komplexen Zahlen. 2. Extensionalitätsprinzip für Mengen: Zwei Mengen Elemente enthalten, d.h. (5.35) Beispiel Die Mengen und sind gleich. sind genau dann gleich, wenn sie die gleichen

Eigenschaften binärer Operationen
Besonders wichtig ist der Fall wobei man von binären Operationen spricht, z.B. Addition und Multiplikation

von Zahlen bzw. Matrizen oder Vereinigung und Durchschnitt von Mengen. Eine binäre Operation ist also eine Abbildung , wobei man anstelle von ,, in heißt assoziativ , falls (5.92) und kommutativ , falls (5.93) jeweils für alle Ein Element gilt. heißt neutrales Element bezüglich einer binären Operation in falls (5.94) gilt. `` in der Regel die Infixschreibweise ,, ``

benutzt. Eine binäre Operation

Kegel
Ist in einem reellen Vektorraum ein Kegel fixiert, so kann für gewisse Paare von Vektoren aus mit kleiner oder gleich einfach ist. Man nennt oder oder genauer des nennt eine

Ordnungsrelation eingeführt werden, indem man für schreibt und sagt, daß Paar größer oder gleich bzw.

einen durch den Kegel

geordneten oder teilweise geordneten Vektorraum . Ein Element gilt. Außerdem ist (12.24)

man dann positiv , wenn

oder, gleichbedeutend damit,

Singuläres Element und singuläres Integral
1. Singuläres Element: Ein Element genannt, wenn es außer der Differentialgleichung (9.17a) auch der Gleichung (9.17b) genügt. Singuläres Integral: Eine Integralkurve aus singulären Elementen heißt eine singuläre Integralkurve , die Gleichung (9.17c) einer singulären Integralkurve wird ein singuläres Integral genannt. Die Einhüllenden der Integralkurven sind singuläre Integralkurven (s. Abbildung); sie bestehen ihrerseits ebenfalls aus singulären Elementen. wird singuläres Element der Differentialgleichung

Die Eindeutigkeit der Lösung (s. Existenzsatz) geht für alle Punkte einer singulären Integralkurve verloren.

Elementarkonjunktion, Elementardisjunktion
Es sei eine BOOLEsche Algebra und eine Menge BOOLEscher

Variabler. Jede Konjunktion bzw. Disjunktion, in der jede Variable oder ihre Negation genau einmal vorkommt, heißt Elementarkonjunktion bzw. Elementardisjunktion (in den Variablen Es sei ein BOOLEscher Ausdruck. Eine Disjunktion ). von Elementarkonjunktionen mit von Elementardisjunktionen mit

heißt kanonisch disjunktive Normalform (KDNF) von Um zu zeigen, daß sich jede BOOLEsche Funktion in der folgenden Tabelle gegebenen Funktion

Eine Konjunktion

heißt kanonisch konjunktive Normalform (KKNF) von durch einen BOOLEschen Ausdruck darstellen läßt, wird zu der

die KDNF konstruiert:

Tabelle KDNF zu einer BOOLEschen Funktion

0 0 0 0 1 1 1 1 Die KDNF zur BOOLEschen Funktion

0 0 1 1 0 0 1 1

0 1 0 1 0 1 0 1

0 1 0 0 0 1 1 0

besteht aus den Elementarkonjunktionen Diese Elementarkonjunktionen gehören zu den Belegungen der

Variablen, die bei

den Funktionswert 1 haben. Ist in

eine Variable

mit 1 belegt, so wird

in die

Elementarkonjunktion aufgenommen, andernfalls

Für das obige Beispiel lautet die KDNF: (5.228)

Die ,,duale`` Form zur KDNF ist die KKNF: Die Elementardisjunktionen gehören zu den Belegungen die bei den Funktionswert 0 haben. Ist in eine Variable mit 0 belegt, so wird

der Variablen,

in die Elementarkonjunktion

aufgenomen, andernfalls

Somit lautet die KKNF für das obige Beispiel:

(5.229)

Die KDNF und die KKNF zu

sind eindeutig bestimmt, wenn man eine Reihenfolge der Variablen und eine

Reihenfolge der Belegungen vorgibt, z.B. wenn man die Belegungen als Dualzahlen auffaßt und der Größe nach ordnet.

Ereignisarten
Alle Ergebnisse eines Versuches, bei dem bestimmte Bedingungen eingehalten werden und bei dessen Ablauf das Resultat im Rahmen verschiedener Möglichkeiten ungewiß ist, werden in der Wahrscheinlichkeitsrechnung als Ereignisse bezeichnet und in der sogenannten EreignismengeA zusammengefaßt. Man unterscheidet das sichere , das unmögliche und das zufällige Ereignis . Das sichere Ereignis tritt bei jeder Wiederholung eines gegebenen Versuches innerhalb einer Ereignismenge ein, das unmögliche bei keinem Versuch; das zufällige Ereignis kann eintreten oder auch nicht. Alle möglichen einander ausschließenden Ausgänge eines Versuches heißen seine Elementarereignisse . Bezeichnet man die Ereignisse innerhalb einer Ereignismenge A mit insbesondere das sichere Ereignis mit definierten Verknüpfungen. , das unmögliche Ereignis mit ,

, so gelten die in der folgenden Tabelle

Tabelle Verknüpfungen zwischen Ereignissen

Bezeichnung 1. Entgegengesetztes Ereignis zu :

Schreibweise

Bedeutung tritt genau dann ein, wenn nicht eintritt.

2. Summe der Ereignisse

und

:

tritt genau dann ein, wenn entweder oder eintritt, oder wenn beide Ereignisse zusammen eintreten.

3. Produkt der Ereignisse

und

:

tritt genau dann ein, wenn sowohl eintritt.

als auch

4. Differenz der Ereignisse

und

:

tritt genau dann ein, wenn nicht einritt.

eintritt und

5. Aufeinander folgende Ereignisse:

heißt, daß das Eintreten des Ereignisses das Eintreten des Ereignisses zur Folge hat. mit

6. Elementares Ereignis:

läßt sich nicht als Summe und darstellen.

7. Zusammengesetztes Ereignis 8. Gegenseitig ausschliessende Ereignisse und :

Das Ereignis ist nicht elementar. Die Ereignisse auftreten. und können nicht gemeinsam

Ellipse
q q q q q q q q q

Elemente der Ellipse Gleichung der Ellipse Brennpunktseigenschaften der Ellipse, Definition der Ellipse Leitlinien der Ellipse Durchmesser der Ellipse Tangenten an die Ellipse Krümmungskreisradius der Ellipse Flächeninhalte der Ellipse Ellipsenbogen und Ellipsenumfang

Flächeninhalte der Ellipse

a) Ellipse: (3.326a) b) Ellipsensektor :

(3.326b) c) Ellipsenabschnitt : (3.326c)

Gleichung der Ellipse
Die Ellipsengleichung lautet in der Normalform, d.h. für zusammenfallende Koordinaten- und Ellipsenachsen sowie in der Parameterform (3.318a) (3.318b) Die Ellipsengleichung in Polarkoordinaten ist unter Polargleichung der Kurven 2. Ordnung zu finden.

Quadratwurzel aus einem linearen Binom
Die zwei Funktionen (2.52) beschreiben eine Parabel mit der -Achse als Symmetrieachse. Der Scheitel liegt bei , der

Parameter ist

. Definitionsbereich und Verlauf der Kurve hängen vom Vorzeichen von

ab.

(Ausführlicher s. Parabel.)

Krümmungskreisradius der Ellipse
Mit als Winkel zwischen der Tangente und dem Radiusvektor des Berührungspunktes gilt

(3.325)

In den Scheiteln

und

sowie

und

(rechte Abbildung) ist

und

Verlängerte und verkürzte Epi- und Hypozykloide oder Epi- und Hypotrochoide
Verlängerte und verkürzte Epi- und Hypozykloide oder Epi- und Hypotrochoide sind Kurven, die von einem entweder außerhalb oder innerhalb eines Kreises befindlichen Punkt beschrieben werden, der sich auf einem vom Kreismittelpunkt ausgehenden und mit dem Kreis fest verbundenen Strahl befindet, während der Kreis an einem anderen Kreis entweder außen (Epitrochoide) oder innen (Hypotrochoide) abrollt, ohne dabei zu gleiten.

Die Gleichung der Epitrochoide lautet in Parameterform (2.236a)

wobei

der Radius des festen Kreises ist und `` durch ,, bzw.

der des rollenden.

Für die Hypozykloide ist ,, Über handelt. wird mit

`` zu ersetzen. bestimmt, ob es sich um die verkürzte oder verlängerte Kurve

Spezialfall Ellipse: Für

beliebige Zahl, wird die Hypozykloide mit der Gleichung (2.236b)

zur Ellipse mit den Halbachsen

und

Spezialfall PASCALsche Schnecke: Für

wird die Hypozykloide zur PASCALschen Schnecke : (2.236c)

Hinweis: Bei der Behandlung der PASCALschen Schnecke wurde mit und mit der Durchmesser

eine Größe bezeichnet, die hier

heißt,

. Außerdem ist das Koordinatensystem geändert.

Tangenten an die Ellipse
Die Tangenten an die Ellipse im Punkt beschreibt die Gleichung (3.323) Normale und Tangente an die Ellipse sind jeweils Winkelhalbierende des inneren und äußeren Winkels zwischen den von den Brennpunkten zum Berührungspunkt weisenden Radiusvektoren.

Die Gerade

ist eine Tangente an die Ellipse, wenn die Gleichung (3.324)

erfüllt ist.

Ellipsenbogen und Ellipsenumfang
Die Bogenlänge zwischen zwei Punkten der Ellipse läßt sich nicht elementar berechnen, wie es für die .

Parabel möglich ist, sondern mit Hilfe eines unvollständigen elliptischen Integrals 2. Gattung Den Umfang der Ellipse berechnet man daher mit Hilfe des vollständigen Integrals 2. Gattung mit der numerischen Exzentrizität Umfanges) zu und

(für ein Viertel des

(3.327a)

Setzt man

, dann ist

(3.327b)

und in Näherung (3.327c)

Beispiel Für liefert diese Gleichung den Wert 7,93, während die genauere Rechnung mit Hilfe

des vollständigen elliptischen Integrals 2. Gattung den Wert 7,98 ergibt.

Bestimmte elliptische Integrale
Die zu (8.22a, 8.22b, 8.22c) gehörigen bestimmten Integrale mit der unteren Integrationsgrenze Null haben die folgenden Bezeichnungen erhalten: (8.23a)

(8.23b)

(8.23c)

Man nennt diese Integrale unvollständige elliptische Integrale erster, zweiter und dritter Gattung. Für heißen die Integrale I und II vollständige elliptische Integrale , und man kennzeichnet sie durch

(8.24a)

(8.24b) In den Tabellen ,,Elliptische Integrale``, Teile 1, 2, 3 sind für die unvollständigen und vollständigen elliptischen Integrale erster und zweiter Gattung F, E sowie K und E Wertetabellen angegeben. Beispiel Die Berechnung des Umfanges der Ellipse führt auf ein vollständiges elliptisches Integral 2. Gattung als Funktion der numerischen Exzentrizität . Für folgt . Wegen d.h.,

liest man aus der Tabelle ,,Elliptische Integrale``, Teil 3 ab: , und . Daraus folgt . Die Berechnung mit der Näherungsformel (3.327c) liefert den Wert 7,93.

Gestalt der Flächen 2. Ordnung, Mittelpunktsflächen
Tabelle Gestalt der Flächen 2. Ordnung (Mittelpunktsflächen) und Ellipsoid nicht beide

Zweischaliges Hyperboloid

Imaginäres Ellipsoid

Einschaliges Hyperboloid

Imaginärer Kegel (mit reeller Spitze)

Kegel

Die Größen

und

sind Invariante einer Fläche 2. Ordnung

Ellipsoide
Mit den Halbachsen lautet die Gleichung (3.406)

Es werden die folgenden Spezialfälle unterschieden: Zusammengedrücktes Rotationsellipsoid ( Linsenform , linke Abbildung), Langgestrecktes Rotationsellipsoid ( Zigarrenform , rechte Abbildung), Kugel mit der Gleichung

Die zwei Formen des Rotationsellipsoids entstehen durch Rotation einer Ellipse in der

-Ebene mit den Achsen

und um die -Achse, die Kugel durch Rotation eines Kreises um eine der Achsen. Die Schnittfigur einer durch ein Ellipsoid gehenden Ebene ist eine Ellipse, im Spezialfall ein Kreis. Der Rauminhalt des Ellipsoids beträgt (3.407)

Topologische Entropie
Sei auf ein kompakter metrischer Raum und . Für beliebiges wird eine Abstandsfunktion ein stetiges dynamisches System mit diskreter Zeit auf durch (17.36) definiert. Sei weiter Metrik Abbildung von ist die größte Anzahl von Punkten aus , die mindestens einen Abstand in der

zueinander haben. Die topologische Entropie des diskreten dynamischen Systems (17.3) bzw. der . Die topologische Entropie ist ein Maß für die

Komplexität der Abbildung. Sei

ein weiterer kompakter metrischer Raum und und topologisch konjugiert, so stimmen ihre

eine

stetige Abbildung. Sind dann die beiden Abbildungen

topologischen Entropien überein. Insbesondere hängt die topologische Entropie nicht von der Metrik ab. Für beliebiges gilt . Ist sogar ein Homöomorphismus, so gilt

. Aufgrund der letzten Eigenschaft definiert man für einen Fluß von (17.1) auf die topologische Entropie über .

Formen der Entwicklung in eine FOURIER-Reihe
Jede Funktion , die in einem Intervall die DIRICHLETschen Bedingungen erfüllt, kann in diesem

Intervall in konvergente Reihen folgender Formen entwickelt werden:

(7.106a)

Die Periode der Funktion .

ist

; im Intervall

ist

identisch mit der Funktion

In den Unstetigkeitsstellen wird

gesetzt. Die Entwicklungskoeffizienten

werden mit Hilfe der EULERschen Formeln (7.96a,b) für

bestimmt.

(7.106b) Die Periode der Funktion identisch mit . ist ; im Intervall ist von der Symmetrie S1Art und

Die Entwicklungskoeffizienten für bestimmt.

werden nach den Formeln für den Fall der Symmetrie 1. Art mit

(7.106c) Die Periode der Funktion identisch mit . ist , im Intervall ist von der Symmetrie 2. Art und

Die Entwicklungskoeffizienten werden mit den Formeln für den Fall der Symmetrie 2. Art (7.102) für bestimmt.

Laurent-Entwicklung
Jede Funktion und den Radien entwickelt werden: , die im Innern eines Kreisringes zwischen zwei konzentrischen Kreisen mit dem Mittelpunkt und analytisch ist, kann in eine verallgemeinerte Potenzreihe, die LAURENT-Reihe,

(14.50a) Die im allgemeinen komplexen Koeffizienten sind eindeutig durch die Formel

(14.50b) bestimmt. Mit ist irgendein geschlossener Integrationsweg bezeichnet, der innerhalb des Kreisringgebiets liegt und im Gegenuhrzeigersinn durchlaufen wird (s. Abbildung).

Ist das Gebiet

der Funktion

umfassender als der Kreisring, dann ist der Konvergenzbereich der LAURENT.

Reihe der größte in

enthaltene Kreisring um

Beispiel Für die Funktion , die im Ringgebiet analytisch ist, soll eine

Potenzreihenentwicklung angegeben werden. Dazu kann man die Funktion

durch

Partialbruchzerlegung auf die Form

bringen. Durch einfache Umformung

können diese beiden Terme als geometrische Reihen dargestellt werden, die gemeinsam in dem Ringgebiet konvergieren. Man erhält:

MACLAURINsche Reihe
MACLAURINsche Reihe wird die Entwicklung der Funktion TAYLORschen Reihe für genannt. Es ergibt sich (7.89a) nach Potenzen von im Spezialfall der

mit dem Restglied

(7.89b)

(7.89c)

Die Konvergenz der TAYLORschen und MACLAURINschen Reihe ist entweder durch Untersuchung des Restgliedes

nachzuweisen oder durch Bestimmung des Konvergenzradius. Im zweiten Falle kann es vorkommen, daß die Reihe zwar konvergiert, ihre Summe aber ungleich ist.

Satz von TAYLOR für Funktionen von einer Veränderlichen
Wenn eine Funktion der Ordnung im Intervall stetig ist und dort stetige Ableitungen bis einschließlich -te Ableitung existiert, dann gilt die

besitzt und wenn im Innern des Intervalls noch die

TAYLORsche Formel oder TAYLOR-Entwicklung

(6.31)

mit

. Die Größe

kann positiv oder negativ sein. Der Mittelwertsatz der Differentialrechnung (6.29a) .

ist ein Spezialfall dieser TAYLOR-Reihe für

Entwicklung in Taylor-Reihen, MacLaurinsche Reihe
Die Tabelle ,,Potenzreihenentwicklungen`` enthält eine Zusammenstellung der Potenzreihenentwicklungen der wichtigsten elementaren Funktionen. Sie wurden in der Regel durch TAYLOR-Entwicklungen gewonnen.
q q q q

TAYLORsche Reihe für Funktionen von einer Veränderlichen MACLAURINsche Reihe TAYLORsche Reihe für Funktionen von zwei Veränderlichen TAYLORsche Reihe für Funktionen von Veränderlichen

Unterabschnitte
q q

Erste Form der Darstellung: Zweite Form der Darstellung:

TAYLORsche Reihe für Funktionen von zwei Veränderlichen Erste Form der Darstellung:

(7.90a)

Dabei ist

die Entwicklungsstelle und

das Restglied. Manchmal verwendet man an Stelle von z.B.

die kürzere Schreibweise

.

Die Terme höherer Ordnung in (7.90a) können mit Hilfe von Operatoren übersichtlich dargestellt werden:

(7.90b) Diese symbolische Darstellung bedeutet, daß nach Anwendung des binomischen Satzes die Potenzen der Differentialoperatoren bzw. als Differentiationsvorschrift höherer Ordnung für die Funktion zu

interpretieren sind. Diese Ableitungen sind dann an der Stelle

zu nehmen.

Zweite Form der Darstellung:

(7.90c)

Der Ausdruck für das Restglied lautet

(7.90d)

Richtungskoeffizient oder Entwicklungskoeffizient
Richtungskoeffizient oder Entwicklungskoeffizient des Vektors nennt man die Projektion von auf in Richtung oder entlang des Einheitsvektors

d.h. das Skalarprodukt (3.250a)

wobei

der Winkel zwischen

und

ist. entlang eines Vektors gilt: (3.250b)

Für den Richtungskoeffizienten des Vektors

Im kartesischen Koordinatensystem sind die Richtungskoeffizienten des Vektors entlang der Aussage nicht.

die Komponenten

Achse. In einem nicht-orthonormierten Koordinatensystem gilt diese

Epizykloide
Epizykloide wird eine Kurve genannt, die von einem Peripheriepunkt eines Kreises beschrieben wird, wenn dieser, ohne zu gleiten, auf der Außenseite eines anderen Kreises abrollt.

Die Gleichung der Epizykloide lautet in Parameterform mit Kreises

als Radius des festen und

als Radius des rollenden

(2.234)

wobei Für

gilt. Die Form der Kurve hängt vom Quotienten erhält man die Kardioide.

ab.

1. Fall

ganzzahlig: Für

ganzzahlig besteht die Kurve aus

den feststehenden Kreis umgebenden

Kurvenzweigen. Die Rückkehrpunkte liegen bei

die Scheitelpunkte

bei

2. Fall

gebrochenrational: Für

gebrochenrational überdecken sich die Zweige gegenseitig, der sich kehrt nicht

bewegende Punkt

kehrt aber nach einer endlichen Zahl von Durchläufen in die Anfangslage zurück. irrational ist die Anzahl der Durchläufe unendlich, und der Punkt

3. Fall irrational: Für in die Anfangslage zurück.

Die Länge des Zweiges beträgt

Bei ganzzahligem

ist die Länge der gesamten

Kurve

Die Fläche des Sektors

beträgt ohne den Sektor des festen Kreises

Der Krümmungsradius ist

in den Scheiteln

Unabhängige Ereignisse
Zwei Ereignisse und sind unabhängig, wenn für die bedingten Wahrscheinlichkeiten die Beziehungen (16.39a) erfüllt sind. Für sie gilt (16.39b)

Fuzzy-Inferenz oder Fuzzy-Implikation
1. Begriff: Die Fuzzy-Inferenz oder -Implikation ist eine Anwendung der Fuzzy-Relationen mit dem Ziel des fuzzylogischen Schließens bezüglicher vager Informationen. Vage Information bedeutet hier unscharfe Information, aber nicht unsichere Information. Die Fuzzy-Inferenz oder Fuzzy-Implikation besteht aus einer oder mehreren Regeln, einem Faktum und einem Schluß. Das unscharfe Schließen (nach ZADEH approximate reasoning) ist nicht mit der klassischen Logik beschreibbar. 2. WENN-DANN-Regel: Die Fuzzy-Implikation besteht im einfachsten Falle aus einer WENN-DANN- Regel . Der WENN-Teil der Regel wird als Prämisse bezeichnet und repräsentiert die Bedingung. Der DANN-Teil ist die Schlußfolgerung, auch Konklusion genannt. Die Auswertung erfolgt mittels Interpretation: ist das Fuzzy-Inferenzbild von und (5.296). bezüglich der Fuzzy-Relation , d.h. eine

Berechnungsvorschrift für WENN-DANN-Regeln bzw. für Gruppen von Regeln. 3. Verallgemeinertes Fuzzy-Inferenz-Schema: Die Regel

mit wird beschrieben durch die

und die Zuhörigkeitsfunktion der Konklusion -stellige Relation (5.297a)

Für das aktuelle Ereignis und gilt

mit den scharfen Werten

der Kenngrößen

(5.297b)

Anmerkung: Die Größe min

heißt Erfüllungsgrad der Regel , und die Größen repräsentieren die fuzzy-wertigen Eingangsgrößen.

Beispiel

Bildung von Fuzzy-Relationen für einen Zusammenhang zwischen den Größen ,,mittlerer`` Druck und ,,hohe`` Temperatur (s. Abbildung aus vier Teilen): 1. mit 2. Analog ist mit eine zylindrische ist eine zylindrische Erweiterung

(untere linke Abbildung) der Fuzzy-Menge mittlerer Druck (obere linke Abbildung).

Erweiterung (untere rechte Abbildung) der Fuzzy-Menge hohe Temperatur (obere linke Abbildung), wobei

Die folgende Abbildung zeigt graphisch das Ergebnis der Bildung von Fuzzy-Relationen: In der linken Abbildung ist das Ergebnis der Verknüpfung mittlerer Druck UND hohe Temperatur mit dem min-Operator dargestellt. Die rechte Abbildung zeigt das Ergebnis der Verknüpfung ODER mit dem max-Operator

Erwartungswert
Wenn eine eindeutige Funktion der Zufallsveränderlichen ist, so ist auch eine

Zufallsveränderliche. Als ihr Erwartungswert oder Mittelwert wird definiert: (16.47a)

(16.47b)

Voraussetzung ist dabei die Konvergenz der Reihe

bzw. des Integrals

.

Den Erwartungswert der Zufallsgröße

selbst erhält man mit

zu

(16.48a) so daß wegen (16.47a,b) unter anderem auch gilt (16.48b)

Erweiterungsprinzip
In den vorangegangenen Abschnitten wurden Möglichkeiten der Verallgemeinerung mengentheoretischer Grundoperationen gewöhnlicher Mengen auf unscharfe Mengen diskutiert. Beim Erweiterungsprinzip geht es um die Abbildung einer unscharfen Definitionsmenge. Grundlage bildet das Konzept des Akzeptanzgrades vager Aussagen. In Analogie zur Abbildungsvorschrift der Funktion scharfen Funktionswert übertragen. Die Abbildungsvorschrift ist bezüglich zugeordnet werden. Hinweis: In Analogie zur Summen- und Produktbildung existieren für alle die Vereinigungsbildung und die Durchschnittsbildung. entsprechende Erweiterungen für die einem Punkt zuordnet, läßt sich diese Zuordnung auf unscharfe Mengen wobei die unscharfen Zugehörigkeitsfunktionen dem unscharfen Funktionswert den

Geradlinige Erzeugende einer Fläche
Geradlinige Erzeugende einer Fläche sind Geraden, die ganz in dieser Fläche liegen. Beispiele sind die Erzeugenden der Kegel- und der Zylinderfläche. 1. Einschaliges Hyperboloid: Das einschalige Hyperboloid (linke Abbildung) (3.415) besitzt zwei Scharen geradliniger Erzeugender mit den Gleichungen (3.416a)

(3.416b) wobei und beliebige Größen sind.

2. Hyperbolisches Paraboloid: Das hyperbolische Hyperboloid (rechte Abbildung) (3.417) besitzt ebenfalls zwei Scharen von Erzeugenden mit den Gleichungen (3.418a) (3.418b) Wieder sind und beliebige Größen. In beiden Fällen gehen durch jeden Flächenpunkt zwei Geraden, und zwar von jeder Schar je eine Erzeugende, von denen in den beiden Abbildungen jeweils nur eine eingezeichnet ist.

Zylinderfläche
Zylinderfläche wird eine gekrümmte Fläche genannt, die durch Parallelverschiebung einer Geraden, der Erzeugenden , längs einer Kurve, der Leitkurve , entsteht.

Unterabschnitte
q q q q

Zyklische Untergruppen: Verallgemeinerung: Gruppenordnung, Links- und Rechtsnebenklassen: Satz von LAGRANGE:

Untergruppen
Es sei eine Untergruppe von Eine nichtleere Teilmenge auch und in einer Gruppe ist genau dann Untergruppe von wenn für alle eine Gruppe und Ist bezüglich wieder eine Gruppe, so heißt

liegen (Untergruppenkriterium ).

Zyklische Untergruppen:
Die Gruppe jedes Element selbst und sind Untergruppen von die trivialen Untergruppen . Außerdem bestimmt

eine Untergruppe, die von

erzeugte zyklische Untergruppe (5.98)

Ist die Gruppenoperation eine Addition, so schreibt man statt der Potenzen Verknüpfung von sich selbst, d.h. mit sich selbst ganzzahlige Vielfache

als Abkürzung für die

-fache mit

als Abkürzung für die

-fache Addition von

(5.99) Dabei ist so heißt die kleinste Untergruppe von eine zyklische Gruppe . bezüglich der Addition, und endliche zyklische Gruppen, wie die . der Restklassen modulo die enthält. Gilt für ein Element aus

Es gibt unendliche zyklische Gruppen, wie Restklassenaddition in der Menge

Beispiel Ist die Elementeanzahl einer endlichen Gruppe eine Primzahl, so ist stets zyklisch.

Verallgemeinerung:

Man kann den Begriff der zyklischen Gruppe wie folgt verallgemeinern: Ist Gruppe so wird mit die Untergruppe von

eine nichtleere Teilmenge einer

bezeichnet, deren Elemente sich sämtlich als Produkt heißt dann zyklisch.

von endlich vielen Elementen aus Erzeugendensystem von

und deren Inversen schreiben lassen. Die Teilmenge Besteht nur aus einem Element, dann ist

Gruppenordnung, Links- und Rechtsnebenklassen:
In der Gruppentheorie wird die Elementenzahl einer endlichen Gruppe mit ord Element einer Gruppe erzeugte zyklische Untergruppe bezeichnet. Ist die von einem

endlich, so heißt deren Ordnung auch Ordnung

des Elements a , d.h. Ist eine Untergruppe einer Gruppe und so heißen die Teilmengen (5.100) von Linksnebenklassen bzw. Rechtsnebenklassen von . in einer Gruppe haben die gleiche Anzahl von in Die Links- bzw. Rechtsnebenklassen bilden

jeweils eine Zerlegung von

Alle Links- oder Rechtsnebenklassen einer Untergruppe Elementen, nämlich ord Rechtsnebenklassen ist. Diese Zahl wird Index von in

. Daraus ergibt sich, daß die Anzahl der Linksnebenklassen gleich der Anzahl der genannt. Aus den genannten Fakten ergibt sich der

Satz von LAGRANGE (s. nächten Abschnitt).

Satz von LAGRANGE:
Die Ordnung einer Untergruppe ist stets Teiler der Gruppenordnung. Im allgemeinen ist es schwierig, alle Untergruppen einer Gruppe anzugeben. Im Falle endlicher Gruppen ist der Satz von LAGRANGE als notwendige Bedingung für die Existenz von Untergruppen hilfreich.

EUKLIDische Vektorräume, EUKLIDische Norm
Um in abstrakten Vektorräumen Begriffe wie Länge, Winkel, Orthogonalität verwenden zu können, werden EUKLIDische Vektorräume eingeführt. 1. EUKLIDischer Vektorraum: Es sei folgenden Eigenschaften (statt alle (5.125) (5.126) (5.127) (5.128) und heißt Skalarprodukt auf 2. EUKLIDische Norm: Mit . Ist auf ein Skalarprodukt erklärt, so heißt ein EUKLIDischer Vektorraum . bezeichnet. Der ein reeller Vektorraum. Ist wird geschrieben), dann gilt für alle eine Abbildung mit und für

wird die EUKLIDische Norm (Länge) von

Winkel

zwischen

aus

wird über die Formel (5.129)

erklärt. Ist

so werden

und

zueinander orthogonal genannt.

Beispiel Im Zusammenhang mit FOURIER-Reihen werden Funktionen der Form Diese Funktionen können als Elemente von wird durch (5.130) ein Skalarprodukt erklärt. Wegen (5.131) und betrachtet.

aufgefaßt werden. Im Funktionenraum

(5.132)

(5.133)

sind die Funktionen

und

für alle

paarweise zueinander orthogonal. Diese

Orthogonalität trigonometrischer Funktionen wird zur Berechnung der FOURIER-Koeffizienten bei der harmonischen Analyse ausgenutzt.

EULERsche Linien, EULERsche Graphen
1. EULERsche Linie: Ein Kantenzug, der jede Kante eines Graphen enthält, heißt offene oder geschlossene EULERsche Linie von 2. EULERscher Graph: Ein zusammenhängender Graph, der eine geschlossene EULERsche Linie enthält, ist ein EULERscher Graph . Beispiel

Der Graph

(linke Abbildung) hat keine EULERsche Linie. Der Graph

(zweite Abbildung) (dritte Abbildung) hat (rechte

besitzt eine EULERsche Linie, ist aber kein EULERscher Graph. Der Graph

eine geschlossene EULERsche Linie und ist kein EULERscher Graph. Der Graph Abbildung) ist ein EULERscher Graph.

3. Satz von EULER-HIERHOLZER: Ein Graph ist genau dann ein EULERscher Graph, wenn er zusammenhängend ist und jeder Knoten positiven geraden Grad hat.

FOURIER-Darstellung periodischer Funktionen ( FOURIER-Analyse)
Oft ist es notwendig oder vorteilhaft, eine gegebene periodische Funktion angenähert durch eine Summe aus trigonometrischen Funktionen in der Form mit der Periode exakt oder

(7.95)

darzustellen. Man spricht von FOURIER-Entwicklung . Dabei gilt für die Kreisfrequenz

. Im Falle

ist

. Die beste Approximation von

in dem unter ,,Wichtigste Eigenschaften von FOURIER-Reihen`` , wenn für die Koeffizienten und mit

angegebenen Sinne erreicht man mit einer Näherungsfunktion

die FOURIER-Koeffizienten der gegebenen Funktion gewählt werden. Ihre Bestimmung

geschieht analytisch mit Hilfe der EULERschen Formeln

(7.96a)

und

(7.96b)

oder näherungsweise mit Hilfe der Methode der harmonischen Analyse.

Krümmung von Kurven auf einer Fläche
Wenn durch einen Flächenpunkt Krümmungskreisradien im Punkt verschiedene Kurven auf dieser Fläche gezogen werden, dann stehen ihre

in den folgenden drei Beziehungen zueinander:

1. Krümmungskreisradius: Der Krümmungskreisradius Krümmungskreisradius einer Kurve im Punkt

einer Kurve

im Punkt

ist gleich dem

, die sich als Schnitt der Fläche mit der Schmiegungsebene der Kurve durch eine Fläche berechnet man den (3.496)

ergibt (obere Abbildung).

2. Satz von MEUSNIER: Für jeden ebenen Schnitt Krümmungskreisradius über

Dabei ist wie

der Krümmungskreisradius des Normalschnittes der Flächennormalen;

der durch die gleiche Tangente ist der Winkel zwischen dem der Flächennormalen. Das

geht

sowie durch den Einheitsvektor

Einheitsvektor Vorzeichen von

der Hauptnormalen der Kurve in (3.496) ist positiv, wenn

und dem Einheitsvektor

auf der konkaven Seite der Kurve

liegt und negativ im

umgekehrten Falle. 3. EULERsche Formel: Die Krümmung einer Fläche im Punkt der Formel von EULER (3.497) berechnet werden, wobei der Schnitte und und die Hauptkrümmungsradien sind und der Winkel zwischen den Ebenen kann für jeden Normalschnitt mit

(untere Abbildung).

EULERsche Funktion
Für jede natürliche Zahl mit kann man die Anzahl der zu teilerfremden Zahlen mit

angeben. Die zugehörige Funkion ist die Anzahl der primen Restklassen modulo Es gilt

wird EULERsche Funktion genannt. Der Funktionswert (s. Prime Restklassen).

usw. Allgemein gilt Ist

für jede Primzahl

und wie folgt berechnen:

für jede Primzahlpotenz

eine beliebige natürliche Zahl, dann kann man

(5.181a) wobei das Produkt über alle Primteiler von zu erstrecken ist.

Beispiel

Außerdem gilt

(5.181b) Gilt ggT dann ist

Beispiel

Integralkosinus (

)

(8.96a)

(8.96b)

Exponentialform einer komplexen Zahl
Exponentialform einer komplexen Zahl wird die Darstellung (1.136a) genannt, wobei der Modul und das Argument sind. Es gilt die EULERsche Relation (1.136b) Beispiel

Darstellung einer komplexen Zahl in den drei Formen. a) (algebraische Form), b) (trigonometrische Form mit Beschränkung auf den Hauptwert), c) (Exponentialform mit Beschränkung auf den Hauptwert). Ohne Beschränkung auf den Hauptwert gilt die Darstellung

.

Natürliche Exponentialfunktion
(14.69) Die Reihe konvergiert in der gesamten a) Rein imaginärer Exponent -Ebene. : Gemäß der EULERschen Relation gilt (14.70) b) Allgemeiner Fall : (14.71a) (14.71b) c) Exponentialform einer komplexen Zahl: (14.72a) Die Periode der Funktion ist :

(14.72b) Speziell gilt: (14.72c) d) EULERsche Relation für komplexe Zahlen: (14.73a) (14.73b)

Erste Definition der EULERschen Zahlen
Die EULERschen Zahlen trigonometrischen Funktion folgt definiert treten bei Potenzreihenentwicklungen spezieller Funktionen auf, z.B. bei der und der hyperbolischen Funktion . Die EULERschen Zahlen können wie

(7.61a) und durch Koeffizientenvergleich bezüglich der Potenzen von ermittelt werden.

Definition
Das bestimmte Integral (8.90)

ist eine Funktion der Variablen Funktion

, die in diesem Zusammenhang Parameter genannt wird. In vielen Fällen ist die

nicht mehr elementar. Das Integral (8.90) kann ein gewöhnliches oder ein uneigentliches Integral sein. Theoretische Betrachtungen zur

mit unendlichen Integrationsgrenzen oder unbeschränkter Funktion

Konvergenz uneigentlicher Integrale, die von einem Parameter abhängen, s. z.B. Lit. 8.4. Beispiel

Gammafunktion oder EULERsches Integral zweiter Gattung: (8.91)

Eulersches Polygonzugverfahren
Durch Integration erhält man aus der Anfangswertaufgabe zu (19.93) die Integraldarstellung (19.95) Diese ist Ausgangspunkt für die Näherung (19.96) die zu der folgenden Vorschrift des EULERschen Polygonzugverfahrens verallgemeinert wird: (19.97) Zur geometrischen Interpretation (s. Abbildung). Vergleicht man (19.96) mit der TAYLORentwicklung (19.98)

mit der Größenordnung

, dann sieht man, daß die Näherung

für den exakten Wert

einen Fehler von erhöht werden.

hat. Die Genauigkeit kann durch Verkleinerung der Schrittweite

Praktische Rechnungen zeigen, daß sich bei Halbierung der Schrittweite

auch der Fehler der Näherungen

etwa halbiert. Mit Hilfe des EULERschen Polygonzugverfahrens kann man sich sehr schnell einen Überblick über den ungefähren Verlauf der Lösungskurve verschaffen.

Kettenlinie oder Katenoide
Kettenlinie oder Katenoide nennt man eine Kurve, in der folgenden Abbildung blau gezeichnet, die von einem homogenen, nicht dehnbaren und an beiden Enden aufgehängten Faden gebildet wird.

Die Gleichung der Katenoide lautet: (2.242) Der Parameter bestimmt den Scheitelpunkt bei . Die Kurve verläuft symmetrisch zur -Achse, und

zwar höher, als die Parabel

die in der Abbildung rot dargestellt ist.

Die Länge

des Bogens

beträgt

.

Die Fläche

hat den Wert

.

Der Krümmungsradius beträgt Die Katenoide ist die Evolute der Traktrix. Die Traktrix ist ihrerseits die Evolvente der Katenoide mit dem Scheitelpunkt bei

Nichtlineare Evolutionsgleichungen
Unter einer Evolutionsgleichung versteht man eine Gleichung, die die zeitliche Entwicklung einer physikalischen Größe beschreibt. Beispiele für lineare Evolutionsgleichungen sind die Wellengleichung, die Wärmeleitungsgleichung und die SCHRÖDINGER-Gleichung. Die Lösungen der Evolutionsgleichungen werden auch Evolutionsfunktionen genannt. Im Unterschied zu den linearen Evolutionsgleichungen enthalten die nichtlinearen Evolutionsgleichungen (9.124), (9.125) und (9.126) die nichtlinearen Terme bzw. .

Evolvente des Kreises
Evolvente des Kreises heißt eine Kurve, die vom Endpunkt eines fest gespannten Fadens beschrieben wird, wenn dieser von einem Kreis abgewickelt wird, so daß .

Die Gleichung der Evolvente des Kreises lautet in Parameterform (2.240) wobei der Radius des Kreises ist und liegt bei . Die Kurve besitzt zwei Zweige symmetrisch zur die Schnittpunkte mit der sind. -Achse bei , wobei -Achse. die

Der Rückkehrpunkt Wurzeln der Gleichung

Die Länge des Bogens

beträgt

.

Der Krümmungsradius ist

Der Krümmungsmittelpunkt

liegt auf dem Kreis.

Allgemeine Exponentialfunktion
(14.75a) ist eine mehrdeutige periodische Funktion mit dem Hauptwert (14.75b)

Exponentialfunktion
Die Funktion (2.55) liefert das graphische Bild der Exponentialkurve .

Für

ergibt sich die natürliche Exponentialkurve (2.56)

Die Funktion besitzt nur positive Werte. Für d.h. für

d.h. für

steigt sie monoton von 0 bis bis 0 ab, je größer

an. Für

nimmt sie um so schneller monoton von

ist. Die Kurve

verläuft durch den Punkt (0,1) und nähert sich asymptotisch der

-Achse für

nach rechts und für

nach links, und zwar um so schneller, je größer

ist. Die Funktion

wächst für

und

fällt für

.

Exponentialgleichungen
Exponentialgleichungen können in den folgenden zwei Fällen auf algebraische Gleichungen zurückgeführt werden, wenn die Unbekannte 1. Sind die Potenzen nicht durch Additionen oder Subtraktionen miteinander verbunden, oder ein Polynom nur im Exponenten einiger Größen steht:

dann wird die Gleichung zu beliebiger Basis logarithmiert. Beispiel

2. Sind ganze oder gebrochene Potenzen ein und derselben Zahl d.h. ist

dann kann unter Umständen mit Hilfe des Ansatzes

eine

algebraische Gleichung in

erhalten werden, nach deren Lösung

aus dem Verhältnis

zahlenmäßig zu bestimmen ist. Beispiel

Substitution von

liefert

und

so daß daraus folgt

Weitere reelle Wurzeln gibt es nicht.

Exponentialsumme
Die Funktion (2.61) ist in den folgenden vier Abbildungen für charakteristische Vorzeichen-Relationen dargestellt.

Die Konstruktion der Kurve erfolgt über die Addition der Ordinaten der Kurven der beiden Summanden und Die Funktion ist stetig. Wenn keine der Zahlen gleich 0 ist, besitzt die Kurve eine der vier dargestellten

Formen. Die Kurvenbilder können in Abhängigkeit von den Vorzeichen der Parameter an den Koordinatenachsen gespiegelt sein.

Die Schnittpunkte

und

mit der

- bzw.

-Achse liegen bei

bzw.

das Extremum

bei

und der Wendepunkt

bei

soweit diese Punkte vorhanden sind.

Fall a) Die Parameter

und

bzw.

und

besitzen gleiches Vorzeichen: Die Funktion erfährt keinen bzw. -Achse. oder von bzw. bis 0.

Vorzeichenwechsel; sie ändert sich von 0 bis Wendepunkte gibt es keine; Asymptote ist die

Fall b) Die Parameter

und

haben gleiche, bis

und

verschiedene Vorzeichen: Die Funktion ändert sich bis

ohne Vorzeichenwechsel von

wobei sie ein Minimum durchläuft, bzw. von

, dabei ein Maximum durchlaufend. Wendepunkte gibt es keine.

Fall c) Die Parameter von 0 bis ein Extremum bzw.

und

haben verschiedene, bzw.

und

gleiche Vorzeichen: Die Funktion ändert sich

oder von

bis 0, wobei sie einmal ihr Vorzeichen wechselt und -Achse ist Asymptote.

und einen Wendepunkt

durchläuft. Die

Fall d) Die Parameter sich monoton zwischen einen Wendepunkt

und

und auch und

und

besitzen unterschiedliche Vorzeichen: Die Funktion ändert und . Sie besitzt keine Extrema, aber

bzw. zwischen

Exponentialverteilung
1. Dichte und Verteilungsfunktion: Eine stetige Zufallsgröße Parameter , wenn sie die Dichte (16.80) (s. Abbildung) und damit die Verteilungsfunktion (16.81) hat. 2. Erwartungswert und Streuung: (16.82) genügt der Exponentialverteilung mit dem

Angewendet wird die Exponentialverteilung zur Beschreibung folgender Vorgänge: Dauer von Telefongesprächen, Lebensdauer des radioaktiven Zerfalls, Arbeitszeit einer Maschine zwischen zwei Stillständen, Lebensdauer von

Bauelementen oder Lebewesen.

Extrapolationsprinzip
Das ROMBERG-Verfahren stellt eine Anwendung des sogenannten Extrapolationsprinzips dar. Es soll an der Herleitung der Formel (19.87) für den Fall demonstriert werden. Mit werde das gesuchte Integral, mit im Integrationsintervall der

die zugehörige Trapezsumme (19.76) bezeichnet. Ist der Integrand von

-mal stetig differenzierbar, dann läßt sich zeigen, daß für den Quadraturformelfehler Trapezsumme eine asymptotische Entwicklung bezüglich der Form

(19.89a) oder (19.89b) gilt. Die Koeffizienten sind von unabhängige Konstanten.

Man bildet

und

gemäß (19.89b) und betrachtet die Linearkombination

(19.90)

Setzt man

und

, dann hat

die Fehlerordnung 4, während

und

beide nur die Fehlerordnung 2 haben. Es ergibt sich

(19.91)

Das ist die Formel (19.87) für Näherung

. Fortgesetzte Wiederholung des eben beschriebenen Vorgehens führt auf die

gemäß (19.87), und es gilt (19.92)

Beispiel

Für das bestimmte Integral

(Integralsinus), das sich nicht elementar integrieren läßt, sind

Näherungswerte zu ermitteln (8stellige Rechnung). 1. ROMBERG-Verfahren:

Für

liefert das ROMBERG-Verfahren den Näherungwert 0,94608307. Der auf 10 Stellen genaue Wert lautet des Fehlers gemäß (19.92) wird bestätigt.

0,9460830704. Die Größenordnung

2. Trapez- und SIMPSON-Formel: Aus dem Schema zum ROMBERG-Verfahren liest man unmittelbar ab, daß für die Trapezformel den Näherungswert 0,94569086 und die SIMPSON-Formel den Wert

0,94608331 ergibt. Die Verbesserung der Trapezformel nach HERMITE gemäß (19.77) liefert

. 3. GAUSS-Formel: Nach Formel (19.83) erhält man für

, d.h. mit nur 4 Funktionswerten, einen auf 8 Dezimalen Man sieht, daß die GAUSS-Formel im Fall genauen Näherungswert liefert. Diese Genauigkeit würde mit der Trapezsumme erst mit einer sehr hohen Zahl ( ) von Funktionswerten erreicht.

Hinweise: 1. Eigenständige Bedeutung hat die Integration periodischer Funktionen im Zusammenhang mit der FOURIERAnalyse erlangt. Ihre numerische Realisierung findet man unter dem Stichwort Harmonische Analyse, die auf dem Rechner mit Hilfe der sogenannten Schnellen FOURIER-Transformation FFT (Fast FOURIER Transformation) durchgeführt wird. 2.

In vielen Fällen ist es zweckmäßig, bei der numerischen Integration spezielle Eigenschaften des Integranden auszunutzen. Auf diese Weise sind neben den oben vorgestellten Quadraturformeln noch viele andere entwickelt worden, und die Literatur zu Fragen der Konvergenz, der Abschätzung des Quadraturformelfehlers oder zur Konstruktion optimaler Quadraturformeln ist sehr umfangreich (s. Lit. 19.3). 3. Zur numerischen Integration mehrfacher Integrale muß auf die Literatur verwiesen werden (s. Lit. 19.30).

Einfache Variationsaufgabe und Extremale
Als einfache Variationsaufgabe soll die folgende Aufgabe bezeichnet werden: Es sind Extremwerte von Integralausdrücken der Form (10.11)

zu bestimmen, wenn und

alle zweimal stetig differenzierbaren Funktionen, die den Randbedingungen genügen, durchläuft. Die Werte und sowie die Funktion sind

gegeben. Der Integralausdruck (10.11) ist ein Beispiel für ein sogenanntes Funktional , das dadurch gekennzeichnet ist, daß es jeder Funktion Nimmt das Funktional aus einer bestimmten Funktionenklasse eine reelle Zahl zuordnet. von (10.11) z.B. für die Funktion ein relatives Maximum an, dann gilt

(10.12) beim Vergleiche mit allen anderen zweimal stetig differenzierbaren Funktionen genügen. Die Kurve , die den Randbedingungen

wird als Extremale bezeichnet. Manchmal werden auch alle Lösungen der

EULERschen Differentialgleichung der Variationsrechnung als Extremalen bezeichnet.

Aufgabenstellung
1. Extremum eines Integralausdrucks In der Differentialrechnung besteht eine wichtige Aufgabe darin, festzustellen, für welche -Werte eine vorgegebene Funktion einen Extremwert hat. In der

Variationsrechnung lautet die entsprechende Frage: Für welche Funktionen nimmt ein bestimmtes Integral, dessen Integrand von dieser Funktion und deren Ableitungen abhängt, einen Extremwert an? In der Variationsrechnung wird demzufolge ein ganzer Funktionsverlauf der Form (10.1) gesucht, der einen Integralausdruck

zum Extremum macht, wenn können für die Funktionen

eine bestimmte, genau charakterisierte Funktionenklasse durchläuft. Dabei und deren Ableitungen noch zusätzliche Bedingungen, sogenannte Rand - und

Nebenbedingungen , gestellt werden. 2. Integralausdrücke der Variationsrechnung An Stelle der unabhängigen Variablen können in (10.1) auch mehrere Variablen stehen. Die auftretenden Ableitungen sind dann partielle Ableitungen, und das Integral in (10.1) entspricht einem mehrfachen Integral. Im wesentlichen werden in der Variationsrechnung Aufgaben mit folgenden Integralausdrücken untersucht: (10.2)

(10.3)

(10.4)

(10.5)

Die gesuchte Funktion ist

, und

stellt einen ebenen Integrationsbereich dar.

(10.6)

Die gesuchte Funktion ist

, und

stellt einen räumlichen Integrationsbereich dar.

Für die Lösungen eines Variationsproblems können zusätzliche Randbedingungen vorgegeben sein, die im eindimensionalen Fall an den Intervallrändern und bzw. auf dem Rand des Integrationsgebietes im zweidimensionalen Fall gelten sollen. Darüber hinaus können den Lösungen noch verschiedene Arten von Nebenbedingungen , z.B. in Integralform oder als Differentialgleichung vorgeschrieben sein. Ein Variationsproblem heißt von erster bzw. höherer Ordnung je nachdem, ob die Funktion der Variationsaufgabe nur die erste Ableitung oder höhere Ableitungen im Integralausdruck der Funktion enthält.

3. Parameterdarstellung der Variationsaufgabe Ein Variationsproblem kann auch in Parameterdarstellung vorliegen. Für die Kurvendarstellung Integralausdruck (10.2) die Form hat dann z.B. der

(10.7)

Maxima und Minima
Unter relativen oder lokalen Extremwerten versteht man die relativen Maxima und Minima einer Funktion. Relatives Maximum ( ) bzw. relatives Minimum ( ) einer Funktion werden solche Funktionswerte

genannt, die die Ungleichungen (6.34a) (6.34b) erfüllen, wobei für sind die Werte beliebig kleine positive oder negative Werte eingesetzt werden können. Im relativen Maximum größer als alle benachbarten Funktionswerte und entsprechend im Minimum kleiner. Den

größten bzw. kleinsten Wert, den eine Funktion in einem Intervall annehmen kann, bezeichnet man als ihr globales oder absolutes Maximum bzw. globales oder absolutes Minimum in bezug auf dieses Intervall.

Definition
Eine Funktion besitzt im Punkt einen relativen Extremwert, wenn sich eine Zahl daß das Gebiet zum Definitionsbereich der Funktion gehört und für jeden Punkt dieses Gebiets mit Ausnahme von die Ungleichung (6.66a) und für ein Minimum die Ungleichung (6.66b) gilt. In der Sprache des Begriffs des mehrdimensionalen Raumes sind in den Punkten eines relativen Maximums oder relativen Minimums die Funktionswerte größer oder kleiner als in den benachbarten Punkten. für ein Maximum derart angeben läßt,

Relative Extremwerte einer differenzierbaren, explizit gegebenen Funktion
1. Ermittlung der Extrempunkte: Da diese die notwendige Bedingung alle reellen Wurzeln ihnen, z.B. erfüllen, werden nach der Berechnung der Ableitung der Gleichung bestimmt und jede von

mit einer der folgenden Methoden untersucht.

2. Methode des Vorzeichenvergleichs: Für je einen Wert Ableitung bzw. , der etwas kleiner bzw. etwas größer als und zu bzw. ist, wird das Vorzeichen der

festgestellt, wobei zwischen

keine weiteren Nullstellen von von ,, `` nach

liegen dürfen. Wenn beim Übergang von ,, `` wechselt, dann befindet sich bei `` nach ,,

das Vorzeichen von

ein relatives Maximum der Funktion

(linke Abbildung);

wechselt es umgekehrt von ,,

``, dann liegt ein relatives Minimum vor (rechte Abbildung).

Gibt es keinen Vorzeichenwechsel der Ableitung (folgende linke und rechte Abbildung), dann besitzt die Kurve bei kein Extremum, sondern einen Wendepunkt mit einer zur -Achse parallelen Tangente.

3. Methode der höheren Ableitungen: Besitzt die Funktion an der Stelle Ableitung eingesetzt. Ist ein relatives Minimum, ist eingesetzt. Ergibt sich dabei Wendepunkt . Erhält man höhere Ableitungen, dann wird jede Wurzel dann gibt es an der Stelle dann wird dann gibt es bei in die zweite

ein relatives Maximum, ist

in die dritte Ableitung kein Extremum, sondern einen

dann ist in die vierte Ableitung einzusetzen usw.

4. Bedingungen für Extremwerte und Wendepunkte: Ist die Ordnung der Ableitung, die an der Stelle erstmalig nicht verschwindet, gerade, dann besitzt

dort ein relatives Extremum: für einen negativen Wert ein relatives Maximum, für einen positiven ein relatives Minimum. Ist die Ordnung dieser Ableitung ungerade, dann besitzt die Funktion an dieser Stelle keinen Extremwert, sondern einen Wendepunkt . Die Methode des Vorzeichenvergleichs kann auch bei nichtexistierender Ableitung wie in den drei folgenden Abbildungen eingesetzt werden.

Bestimmung der Extremwerte unter Vorgabe von Nebenbedingungen
Wenn das Extremum einer Funktion die voneinander abhängig und durch die Nebenbedingungen (6.70a) miteinander verknüpft sind, wobei die Anzahl dieser Verknüpfungen Multiplikatorenmethode von LAGRANGE folgenden LAGRANGE-Funktionen der : unbestimmte Multiplikatoren Veränderlichen sein muß, dann führt man gemäß der ein und betrachtet die mit Veränderlichen bestimmt werden soll,

(6.70b)

Die notwendige Bedingung für ein Extremum der Funktion Unbekannten

ist ein System von

Gleichungen (6.69) mit den

in der Form (6.70c)

Als notwendige Bedingung dafür, daß die Funktion diese Gleichungen erfüllen.

ein Extremum besitzen kann, muß das Wertesystem

Beispiel Die Extremwerte der Funktion drei Gleichungen (6.71) mit den drei Unbekannten bestimmt. mit der Nebenbedingung werden aus den

Bestimmung der Extremwerte einer Funktion von zwei Veränderlichen
Wenn Wertepaare gegeben ist, wird das Gleichungssystem in (6.67) gelöst, damit die erhaltenen

eingesetzt werden können. Durch Diskussion des Ausdrucks

(6.68)

bestimmt man die Art des Extremwertes: 1. :

Im Falle mit 2. : Im Falle 3. : Im Falle

besitzt die Funktion

für das Wertesystem

mit

ein Maximum

ein Minimum (hinreichende Bedingung).

hat

kein Extremum.

ist die Diskussion komplizierter.

Bestimmung der globalen Extremwerte
Das betreffende Intervall der unabhängigen Variablen wird in Teilintervalle zerlegt, in denen die Funktion differenzierbar ist. Die globalen Extremwerte sind dann unter den relativen Extremwerten der Teilintervalle und den Funktionswerten in den Randpunkten der Teilintervalle zu finden. Beispiel A Intervall Größter Wert bei (linke Abbildung).

Beispiel B Intervall Abbildung). Beispiel C Intervall Abbildung von links). Beispiel D Größter Wert Festlegung: für (dritte Größter Wert bei (rechtes Intervallende, rechte

Intervall Ableitung).

Größter Wert bei

(rechte Abbildung, Maximum, unendliche

Bestimmung der Extremwerte einer implizit gegebenen Funktion
Wenn die Funktion in der impliziten Form partiellen Ableitngen gegeben ist und die Funktion selbst sowie ihre

stetig sind, können die Maxima und Minima folgendermaßen bestimmt werden:

1. Lösung des Gleichungssystems und Einsetzen der erhaltenen Werte in 2. Vorzeichenvergleich für und im Punkt : Im Falle verschiedener Vorzeichen besitzt die Funktion und besitzt sie ein Maximum bei . Wenn bei und .

ein Minimum, im Falle gleicher Vorzeichen von entweder oder in

verschwindet, dann ist die weitere Untersuchung komplizierter.

Winkel
Summe der Winkel: Die Summe der Winkel liegt zwischen und : (3.169) Spärischer Exzeß: Die Differenz wird sphärischer Exzeß genannt. vergrößerte dritte Winkel, z.B. (3.170)

Summe zweier Winkel: Die Summe zweier Winkel ist kleiner als der um

Gegenüberliegende Seite und Winkel: Der größeren Seite liegt der größere Winkel gegenüber und umgekehrt.

Leitlinieneigenschaft der Kurven zweiter Ordnung
Der geometrische Ort aller Punkte mit einem konstanten Verhältnis der Abstände zu einem festen Punkt

dem Brennpunkt, und zu einer gegebenen Geraden, der Leitlinie, ist eine Kurve zweiter Ordnung mit der numerischen Exzentrizität

Für

ergibt sich eine Ellipse, für

eine Parabel und für

eine Hyperbel.

Untergraphen, Faktoren
Ist gilt. Enthält genau diejenigen Kanten aus . von mit wird Teilgraph von genannt. , der alle Knoten von , die Knoten aus verbinden, dann heißt der von induzierte ein Graph, dann heißt ein Graph Untergraph von wenn und

Untergraph von Ein Untergraph

Unter einem Faktor F eines Graphen enthält.

versteht man einen regulären Untergraphen von

Fundamentalsatz der Algebra
Jede Gleichung -ten Grades, deren Koeffizienten reelle oder komplexe Zahlen sind, besitzt -fachen Wurzeln -mal gezählt werden. Wenn die Wurzeln von reelle oder mit

komplexe Wurzeln, wobei die

bezeichnet werden und diese jeweils die Vielfachheiten Darstellung in Faktoren oder Produktdarstellung

besitzen, dann gilt die

(1.167a) Die Lösung einer Gleichung kann stets durch Zurückführen auf eine Gleichung vereinfacht werden, die

die gleichen Wurzeln wie die Ausgangsgleichung hat, aber jeweils nur noch mit der Vielfachheit 1. Dazu wird das Polynom in zwei Faktoren derart zerlegt, daß (1.167b) (1.167c)

gilt. Man kann

als größten gemeinsamen Teiler der Polynome auch Wurzeln von , und

und dessen Ableitung sind. Das Polynom erhält , aber mit der

bestimmen, da die mehrfachen Wurzeln von man dann durch Division von Vielfachheit 1. durch

hat dieselben Nullstellen wie

Homomorphiesatz für Gruppen
Die Menge der Nebenklassen eines Normalteilers in einer Gruppe wird bezüglich der Operation (5.104) zu einer Gruppe, der Faktorgruppe von nach die mit bezeichnet wird.

Der folgende Satz beschreibt einen Zusammenhang zwischen homomorphen Bildern und Faktorgruppen einer Gruppe und wird deshalb Homomorphiesatz für Gruppen genannt: Ein Gruppenhomomorphismus bestimmt einen Normalteiler von Die Faktorgruppe nämlich

ist isomorph zum homomorphen Bild von eine homomorphe Abbildung

. Umgekehrt bestimmt jeder Normalteiler mit genannt. Beispiel Diese Abbildung

wird natürlicher Homomorphismus

Weil die Determinantenbildung Kern ist, bildet einen Normalteiler von

ein Gruppenhomomorphismus mit dem und es gilt (nach dem der reellen

Homomorphiesatz): Zahlen. Bezeichnungen s. Normalteiler.

ist isomorph zur multiplikativen Gruppe

Ringhomomorphismus und Ringisomorphismus
1. Ringhomomorphismus: Es seien und gilt: (5.110) 2. Kern: Der Kern von ist die Menge aller Elemente aus bezeichnet: (5.111) die bei auf das neutrale Element 0 von Ringe. Eine Abbildung

heißt Ringhomomorphismus , wenn für alle

abgebildet werden, und wird mit

3. Ringisomorphismus: Ist

außerdem bijektiv, so heißt

Ringisomorphismus , und die Ringe

und

heißen zueinander isomorph.

4. Faktorring: Ist

ein Ideal eines Ringes von in der additiven Gruppe

so wird die Menge der Nebenklassen des Ringes bezüglich der Operationen

(s. Definition und Eigenschaften von Gruppen) (5.112) zu einem Ring, dem Faktorring von Die Hauptideale von nach der mit bezeichnet wird.

liefern als Faktorringe gerade die Restklassenringe

(s. Beispiele für Ringe und Körper).

Verallgemeinerung des Begriffs der Fakultät
Der zunächst nur für ganzzahlige positive definierte Begriff der Fakultät erfährt über die Funktion (8.103a) seine Erweiterung auf beliebige reelle Zahlen. Es gelten die folgenden Beziehungen: Für ganzzahliges positives (8.103b) für (8.103c) für ganzzahliges negatives (8.103d) für

(8.103e)

für

(8.103f)

für

(8.103g) Eine näherungsweise Berechnung der Fakultät für beliebig große Zahlen ( kann mit Hilfe der STIRLINGSCHEN Formel erfolgen: (8.103h) ), auch gebrochene Zahlen ,

(8.103i)

Die Kurven der Funktionen

und

sind in der folgenden Abbildung dargestellt. In der Tabelle

,,Gammafunktion`` sind die Zahlenwerte angegeben.

FALKsches Schema
Für die praktische Durchführung der Matrixmultiplikation gemäß Übersichtlichkeit halber das FALKsche Schema (obere Abbildung). Das Element ten Spalte von . der Produktmatrix verwendet man der größeren -ten Zeile von mit der -

erscheint genau im Kreuzungspunkt der

Beispiel Die Multiplikation zweier Matrizen Abbildung). und erfolgt mit Hilfe des FALKschen Schemas (untere

Faltung
Die zweiseitige Faltung (15.94)

bezieht sich auf das Intervall ( in diesem Intervall

) und existiert unter der Voraussetzung, daß die Funktionen absolut integrierbar sind. Wenn und beide für

und

verschwinden, dann ergibt sich aus (15.94) die einseitige Faltung

(15.95) Diese ist somit ein Spezialfall der zweiseitigen Faltung. Während die FOURIER-Transformation die zweiseitige Faltung benutzt, verwendet die LAPLACE-Transformation die einseitige Faltung. Für die FOURIER-Transformation der zweiseitigen Faltung gilt

(15.96) wenn die Integrale (15.97)

existieren, d.h., die Funktionen und ihre Quadrate im Intervall

integrierbar sind.

Beispiel Es ist die zweiseitige Faltung

für die Funktion des unipolaren Rechteckimpulses (A.1) (linke Abbildung) zu berechnen.

Da

gilt, ergibt sich

für

,

für

,

für

. Zusammengefaßt erhält man für diese Faltung (s. rechte Abbildung)

Für die FOURIER-Transformierte erhält man mit (A.1) vom Beisiel für den unipolaren Rechteckimpuls

und für das Amplitudenspektrum der Funktion

Unterabschnitte
q q

Faltung im Originalbereich: Faltung im Bildbereich (komplexe Faltung):

Faltung Faltung im Originalbereich:
Als Faltung zweier Funktionen und bezeichnet man das Integral

(15.21)

Die Gleichung (15.21) wird auch einseitige Faltung im Intervall

genannt.

Eine zweiseitige Faltung tritt bei der FOURIER-Transformation (Faltung im Intervall ( Die Faltung (15.21) besitzt die Eigenschaften

)) auf.

(15.22a) (15.22b) (15.22c) Im Bildbereich entspricht der Faltung die gewöhnliche Multiplikation: (15.23) In der folgenden Abbildung ist die Faltung zweier Funktionen graphisch dargestellt.

Man kann den Faltungssatz zur Bestimmung der Originalfunktion wie folgt benutzen: 1. Faktorisierung der Bildfunktion 2. Ermittlung der Originalfunktionen 3. Bildung der Originalfunktion durch Faltung von mit im Originalbereich gemäß und der Bildfunktionen und gemäß Tabelle. .

, die zur gegebenen Bildfunktion

gehört.

Faltung im Bildbereich (komplexe Faltung):

(15.24)

Die Integration erfolgt längs einer Parallelen zur imaginären Achse. Im ersten Integral müssen werden, daß in der Konvergenzhalbebene von liegt und

und

so gewählt

in der Konvergenzhalbebene von

. Entsprechendes gilt für das zweite Integral.

Dämpfung und Faltung

1. Dämpfung: Für

, beliebig komplex,

gilt:

(15.123) 2. Faltung: Als Faltung zweier Folgen und bezeichnet man die Operation

(15.124) Existieren die Z-Transformierten , dann gilt (15.125) für und für

für

. Die Beziehung (15.125) wird auch als Faltungssatz der Z-Transformation

bezeichnet. Er entspricht der Vorschrift für die Multiplikation zweier Potenzreihen.

Unterabschnitte
q q q

Eingangsfehler Verfahrensfehler: Rundungsfehler:

Fehlerarten
Numerische Verfahren sind fehlerbehaftet. Es gibt die folgenden Fehlerarten, aus denen sich der akkumulierte Fehler (Gesamtfehler) des Ergebnisses zusammensetzt:

Eingangsfehler
1. Begriff des Eingangsfehlers: Eingangsfehler heißt der Fehler des Ergebnisses, der durch fehlerbehaftete Eingangsdaten verursacht wird. Die Bestimmung des Eingangsfehlers aus den Fehlern der Eingangsdaten wird direkte Aufgabe der Fehlertheorie genannt. Als inverse Aufgabe wird jene bezeichnet, die untersucht, welche Fehler die Eingangsdaten besitzen dürfen, damit ein zugelassener Eingangsfehler des Resultats nicht überschritten wird. Die Abschätzung des Eingangsfehlers ist bei komplexeren Aufgaben sehr kompliziert und kaum durchführbar. Allgemein gilt für eine zu berechnende reellwertige Funktion den absoluten Eingangsfehler mit für

(19.275)

wenn man für Mit

die TAYLOR-Formel mit linearem Restglied verwendet. werden dabei Zwischenstellen, mit Näherungswerte für

bezeichnet. Unter den Näherungswerten sind hier die fehlerhaften Eingangswerte zu verstehen. In diesem Zusammenhang ist auch das GAUSSsche Fehlerfortpflanzungsgesetz zu beachten. 2. Eingangsfehler für einfache arithmetische Operationen: Für einfache arithmetische Operationen sind die Eingangsfehler bekannt. Mit den Bezeichnungen (19.276)

erhält man für die vier Grundrechenoperationen: (19.277) (19.278)

(19.279)

(19.280)

(19.281) (19.282) Die Formeln zeigen: Kleine relative Fehler der Eingangsdaten bewirken bei Multiplikation und Division nur kleine relative Fehler des Ergebnisses. Bei Addition und Subtraktion kann dagegen der relative Fehler von Summe und Differenz groß werden, wenn gilt. Dann besteht die Gefahr der Stellenauslöschung.

Verfahrensfehler:
1. Verfahrensfehler: Verfahrensfehler leiten sich aus der Notwendigkeit ab, daß Kontinuum und Grenzwert numerisch approximiert werden müssen. Daraus ergeben sich Abbruchfehler bei Grenzprozessen (wie z.B. bei Iterationsverfahren) und Diskretisierungsfehler bei der Approximation des Kontinuums durch ein endliches diskretes System (wie z.B. bei der numerischen Integration). Verfahrensfehler existieren unabhängig von Eingangs- und Rundungsfehlern; sie können deshalb nur im Zusammenhang mit dem verwendeten Lösungsverfahren untersucht werden. 2. Verhalten bei bei Iterationsverfahren: Wird ein Iterationsverfahren zur Lösung eingesetzt, so muß man

sich bewußt sein, daß prinzipiell die beiden Fälle Ausgabe einer richtigen Lösung und Ausgabe einer falschen Lösung möglich sind. Es kann jedoch auch der kritische Fall auftreten, daß keine Lösung gefunden wurde, obwohl eine existiert. Um Iterationsverfahren transparenter und sicherer zu machen, sollten folgende Empfehlungen beachtet werden: a) Um ,,endlose`` Iterationen zu verhindern, sollte die Anzahl der Iterationsschritte gezählt und in die Abbruchbedingung einbezogen werden (Abbruch nach einer bestimmten Anzahl von Iterationszyklen auch dann, wenn die geforderte Genauigkeit noch nicht erreicht wurde). b) Verfolgung der Lösungsentwicklung auf dem Bildschirm durch die numerische oder graphische Ausgabe von Zwischenergebnissen. c) Nutzung evtl. bekannter Eigenschaften der Problemlösung wie Gradient, Monotonie usw. d) Untersuchung der Möglichkeit der Skalierung von Variablen bzw. Funktionen. e) Durchführung mehrerer Tests durch Variation von Schrittweite, Abbruchbedingung, Startwerten usw.

Rundungsfehler:
Rundungsfehler entstehen dadurch, daß Zwischenergebnisse gerundet werden müssen. Sie sind demnach für die Beurteilung eines mathematischen Verfahrens bezüglich der erzielbaren Genauigkeit der Resultate von wesentlicher Bedeutung. Sie entscheiden neben den Eingangs- und Verfahrensfehlern darüber, ob ein numerisches Verfahren

stark stabil, schwach stabil oder instabil ist. Starke Stabilität und schwache Stabilität oder Instabilität liegen vor, wenn der Gesamtfehler mit wachsender Schrittzahl abnimmt, von gleicher Größenordnung bleibt oder anwächst. Bei der Instabilität unterscheidet man die Anfälligkeit gegen Rundungs- und Diskretisierungsfehler (numerische Instabilität) und gegen Fehler in den Ausgangsdaten bei exakter Rechnung (natürliche Instabilität). Ein Rechenprozeß ist dann sinnvoll, wenn die numerische Instabilität nicht größer als die natürliche Instabilität ist. Für die lokale Fortpflanzung von Rundungsfehlern, d.h., es werden die Rundungsfehler betrachtet, die beim Übergang von einem Rechenschritt zum nächsten auftreten, gelten dieselben Überlegungen und Abschätzungen, wie sie für die Eingangsfehler angestellt worden sind.

Absoluter und relativer Fehler
1. Absolute Unsicherheit, absoluter Fehler: Die Unsicherheit eines Meßergebnisses, angegeben als Fehler oder bzw. oder , ist ein Maß für die Zuverlässigkeit der Messungen.

Der Begriff der absoluten Unsicherheit , angegeben als absoluter Fehler , steht für alle diese Fehlergrößen und die ihnen entsprechenden Ergebnisse von Fehlerfortpflanzungsrechnungen. Sie zeichnen sich durch die gleiche Dimension aus wie die zu messende Größe. Der absolute Fehler wurde eingeführt, um Verwechslungen mit dem Begriff des relativen Fehlers zu vermeiden. Als Formelzeichen wird häufig bzw. verwendet. Das Wort ,,absolut`` hat hier eine andere Bedeutung als im Begriff Absolutwert: Es bezieht sich lediglich auf den Zahlenwert der Meßgröße (z.B. Länge, Ladung, Energie), ohne auf ihr Vorzeichen Bezug zu nehmen. 2. Relative Unsicherheit, relativer Fehler: Die relative Unsicherheit , angegeben durch den relativen Fehler , ist ein Maß für die Qualität der Messungen, bezogen auf den Zahlenwert der Meßgröße im oben definierten Sinne. Im Unterschied zum absoluten Fehler ist der relative Fehler dimensionslos, weil er als Quotient aus dem absoluten Fehler und dem Zahlenwert der Meßgröße gebildet wird. Ist letzterer nicht bekannt, dann setzt man den Mittelwert der Meßgröße ein: (16.196a)

Der relative Fehler wird meist in Prozenten angegeben und heißt daher auch prozentualer Fehler : (16.196b)

Einführung, Fehlerarten
Für das Rechnen auf Computern gelten zwar prinzipiell die gleichen Gesichtspunkte wie beim Rechnen von Hand, jedoch werden diese durch die vorhandene begrenzte und feste Stellenzahl, durch die interne duale Darstellung der Zahlen und durch die fehlende Kritikfähigkeit des Computers gegenüber Fehlern verstärkt. Hinzu kommt noch, daß auf Computern im allgemeinen wesentlich umfangreichere Rechenprozesse ablaufen, als sie manuell möglich wären. Daraus ergeben sich Fragen nach der Beurteilung und der Beeinflussung von Fehlern, nach der Auswahl des numerisch günstigsten Verfahrens unter mathematisch gleichwertigen, aber auch nach den Abbruchbedingungen eines Iterationsverfahrens. In den folgenden Ausführungen werden für die Angabe von Fehlern die folgenden Bezeichnungen benutzt, wobei der exakte Wert einer Größe ist, der häufig unbekannt ist, und 1. Absoluter Fehler: (19.263) 2. Relativer Fehler: (19.264) Häufig werden auch die Bezeichnungen ist ein Näherungswert für :

(19.265) verwendet.

Absoluter und relativer Maximalfehler
1. Absoluter Maximalfehler:Ist die zu bestimmende Größe eine Funktion der Meßgrößen, dann muß der resultierende absolute Fehler unter Berücksichtigung dieser Funktion berechnet werden. Das geschieht entweder mit Hilfe des Fehlerfortpflanzungsgesetzes, wodurch ein Ausgleich der Messungen vorgenommen wird, weil nach der Fehlerquadratmethode ein Minimum von gesucht wird, oder man

verzichtet auf den Ausgleich der Meßwerte und berechnet lediglich eine obere Fehlerschranke, die absoluter Maximalfehler handelt, gilt: (16.197) wobei für die der jeweilige Mittelwert einzusetzen ist. genannt wird. Für den Fall, daß es sich um unabhängige Veränderliche

2. Relativer Maximalfehler: Der relative Maximalfehler wird gebildet, indem der absolute Maximalfehler durch den Zahlenwert der Meßgröße (meist ist das der Mittelwert ) dividiert wird:

(16.198)

Angabe der definierten Fehler
Die Angabe des Meßergebnisses erfolgt für die Einzelmessung in der Form (16.199a) für den Mittelwert in der Form (16.199b) Dabei wurde für aber auch und jeweils die mit Abstand am häufigsten verwendete Standardabweichung eingesetzt. Es können benutzt werden.

Vorgabe beliebiger Vertrauensgrenzen
Die Größe genügt gemäß (16.98) im Falle einer verteilten Grundgesamtheit der -

Verteilung (16.99) mit dem Freiheitsgrad statistische Sicherheit Quantile

. Für eine geforderte Irrtumswahrscheinlichkeit

oder -

ergeben sich für den unbekannten wahren Wert

mit Hilfe der

die Vertrauensgrenzen (16.200)

Somit liegt der wahre Wert

mit der statistischen Sicherheit

, d.h. mit der Wahrscheinlichkeit

, innerhalb dieses Intervalls mit den angegebenen Vertrauensgrenzen. Meist ist man daran interessiert, den Meßreihenumfang ist um so enger, je kleiner so gering wie möglich zu halten. Das Vertrauensintervall der Messungen ist. Da

gewählt wird und je größer die Anzahl

mit

abnimmt und die Quantile

mit

abnehmen (bei

von 5 bis 10 ebenfalls mit .

(s. Tabelle STUDENT-Verteilung), verringert sich die Breite des Vertrauensintervalls hier mit

Fehler des arithmetischen Mittelwertes einer Meßreihe
Die Fehler des arithmetischen Mittelwertes folgt definiert: einer Meßreihe werden mit Hilfe der Fehler der Einzelmessung wie

1. Mittlerer quadratischer Fehler oder Standardabweichung: (16.193) 2. Wahrscheinlicher Fehler: (16.194) 3. Mittlerer Fehler:

(16.195) 4. Sättigung des erreichbaren Fehlerniveaus: Da die drei definierten Fehler (16.193-16.195) des arithmetischen Mittels proportional zum entsprechenden Fehler der Einzelmessung (16.186, 16.189, 16.192) sind, ist es nicht sinnvoll, mit der Anzahl der Einzelmessungen und umgekehrt proportional zur Wurzel aus über einen gewissen Wert hinauszugehen. Eine merkliche Verringerung des Fehlers kann nur durch Verbesserung des Genauigkeitsmaßes der Meßmethode (16.176) erreicht werden.

Unterabschnitte
q q q q

1. Wahrer und scheinbarer Fehler der Einzelmessung einer Meßreihe 2. Mittlerer quadratischer Fehler der Einzelmessung oder Standardabweichung der Einzelmessung: 3. Wahrscheinlicher Fehler: 4. Mittlerer Fehler:

Fehler der Einzelmessung einer Meßreihe 1. Wahrer und scheinbarer Fehler der Einzelmessung einer Meßreihe
1. Wahrer Fehler der Einzelmessung einer Meßreihe: wird die Abweichung des Meßergebnisses vom wahren Wert genannt. Da dieser meist unbekannt ist, bleibt auch der wahre Fehler unbekannt: (16.184a) der -ten

Messung mit dem Ergebnis

2. Scheinbarer Fehler der Einzelmessung einer Meßreihe wird die Abweichung des Meßergebnisses vom arithmetischen Mittelwert genannt: (16.184b)

2. Mittlerer quadratischer Fehler der Einzelmessung oder Standardabweichung der Einzelmessung:
Da der Erwartungswert der Summe der wahren Fehler Fehler von und der Erwartungswert der Summe der scheinbaren

Messungen einer Größe verschwindet, werden die verschiedenen Fehler mit Hilfe der

Fehlerquadratsummen berechnet: (16.185a)

(16.185b) Für die praktische Auswertung ist nur (16.185b) von Interesse, weil nur die Werte ermittelt werden können. Deshalb definiert man aus den Meßergebnissen

(16.186)

als mittleren quadratischen Fehler der Einzelmessung der Meßreihe. Der Wert Standardabweichung der Fehlerverteilung. :

ist ein Näherungswert für die

Im Falle der Fehlernormalverteilung gilt für

(16.187) Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, daß der wahre Fehler betragsmäßig den Wert 68 %. nicht übersteigt, beträgt ca.

3. Wahrscheinlicher Fehler:
Wahrscheinlicher Fehler ist die Bezeichnung für eine Zahl , für die gilt: (16.188) Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, daß der Fehler den Wert Abszissenwerte nicht übersteigt, beträgt in diesem Falle 50 %. Die

teilen die linke und rechte Fläche unter der Dichtefunktion in je zwei gleich große Hälften (s.

Abbildung).

Im Falle der Fehlernormalverteilung besteht zwischen

und

der Zusammenhang

(16.189)

4. Mittlerer Fehler:

Mittlerer Fehler ist die Bezeichnung für eine Zahl definiert wird:

, die als Erwartungswert des absoluten Betrages des Fehlers

(16.190)

Im Falle der Fehlernormalverteilung ergibt sich

. Auf Grund der Beziehung (16.191)

folgt daraus: Die Wahrscheinlichkeit, daß der Fehler den Wert Abszissenwerten (s. Abbildung).

nicht übersteigt, beträgt ca. 57,6 %. Bei den

liegen die Schwerpunkte der rechten bzw. linken Fläche unter der Dichtefunktion

Im Falle der Fehlernormalverteilung gilt (16.192)

Parameter zur Charakterisierung der Breite der Fehlernormalverteilung
Zur Charakterisierung der Breite der Fehlernormalverteilung werden außer der Streuung Standardabweichung Genauigkeitsmaß bzw. der

, auch mittlerer quadratischer Fehler genannt, noch andere Parameter verwendet, wie das , der mittlere Fehler und der wahrscheinliche Fehler .

1. Genauigkeitsmaß: Für das Genauigkeitsmaß oder die Genauigkeit als Maß der Breite der Fehlernormalverteilung gilt: (16.176) Je schmaler die GAUSS-Kurve ist, desto größer ist die Genauigkeit (s. Abbildung).

Wenn für

die experimentell mit Hilfe von Meßwerten ermittelte Größe

bzw.

eingesetzt wird, charakterisiert

das Genauigkeitsmaß die Genauigkeit der Meßmethode. 2. Einfacher mittlerer Fehler heißt der Erwartungswert des absoluten Betrages des Fehlers:

(16.177)

3. Wahrscheinlicher Fehler Eigenschaft

nennt man eine Schranke für den absoluten Betrag des Fehlers mit der

(16.178a)

Daraus folgt

(16.178b)

wobei

die Verteilungsfunktion der normierten Normalverteilung ist. 4. Vorgabe einer Fehlergrenze: Wenn eine obere Fehlergrenze überschritten werden soll, dann kann mit der Formel (16.179) vorgegeben wird, die nicht

die Wahrscheinlichkeit ausgerechnet werden, mit der der Fehler in das Intervall

fällt.

Mittlerer quadratischer Fehler einer Funktion
Wenn eine Funktion durch eine trigonometrische Summe

(7.99a) auch FOURIER-Summe genannt, angenähert wird, dann ist der mittlere quadratische Fehler mit einer minimalen Fehlerquadratsumme

(7.99b)

am kleinsten, wenn für benutzt werden.

und

die FOURIER-Koeffizienten (7.96a,b) der gegebenen Funktion zur Näherung

Zusammenhang zwischen Standartabweichung, mittlerem und wahrscheinlichem Fehler sowie Genauigkeit
Im Falle der Fehlernormalverteilung gelten unter Benutzung des Zahlenfaktors Zusammenhänge: (16.180a) die folgenden

(16.180b) sowie (16.181)

Fehleranalyse
Unter Fehleranalyse versteht man allgemein die Analyse der Fortpflanzung von Fehlern bei der Berechnung einer Funktion , wenn Größen höherer Ordnung vernachlässigt werden. Im Rahmen der Theorie der Fehleranalyse im Endergebnis auswirkt.

wird mit Hilfe eines Algorithmus untersucht, wie sich ein Eingangsfehler Man spricht in diesem Zusammenhang auch von differentieller Fehleranalyse.

In der numerischen Mathematik versteht man unter Fehleranalyse die Untersuchung des Einflusses von Verfahrens-, Rundungs- und Eingangsfehlern auf das Ergebnis (s. Lit. 19.27, 19.31).

Fehlerfortpflanzung und Fehleranalyse
Häufig gehen die gemessenen Größen über eine funktionale Abhängigkeit in ein Endresultat ein. Wenn die Fehler klein sind, kann eine TAYLOR-Entwicklung nach den Fehlern durchgeführt werden, in der man die Glieder zweiter Ordnung vernachlässigt. Man spricht dann von Fehlerfortpflanzung .
q q

Gaußsches Fehlerfortpflanzungsgesetz Fehleranalyse

TAYLOR-Entwicklung
Da die Fehler relativ kleine Änderungen der unabhängigen Variablen darstellen, kann die Funktion in der Nähe der Mittelwerte Koeffizienten durch den Linearanteil ihrer TAYLOR-Entwicklung mit den gilt: (16.206a) (16.206b)

angenähert werden, so daß für ihren Fehler

wobei die partiellen Ableitungen

an der Stelle

zu nehmen sind.

Streuung und Standardabweichung der Funktion ergeben sich zu (16.207)

Gaußsches Fehlerfortpflanzungsgesetz
q q q q q

Problemstellung TAYLOR-Entwicklung Näherung für die Streuung Spezialfälle Unterschied zum Maximalfehler

Näherung für die Streuung
Da die Streuungen der unabhängigen Variablen Mittelwerte, die aus den Meßwerten unbekannt sind, ersetzt man sie durch Streuungen ihrer der einzelnen Variablen wie folgt ermittelt werden:

(16.208)

Mit diesen Werten bildet man als Näherung für

:

(16.209) Diese Formel (16.209) wird GAUSSsches Fehlerfortpflanzungsgesetz genannt.

GAUSSsches Fehlerintegral und Fehlerfunktion
Das GAUSSsche Fehlerintegral ist auf das Gebiet Beziehungen: (8.99a) beschränkt. Es gelten die folgenden Definitionen und

(8.99b)

(8.99c)

Die Funktion

ist die Verteilungsfunktion der normierten Normalverteilung und liegt tabelliert als Tabelle

,,Normierte Normalverteilung`` vor. Die in der Statistik häufig verwendete Fehlerfunktion erf GAUSSschen Fehlerintegral in einem engen Zusammenhang: , auch Error-Funktion genannt, steht mit dem

(8.100a)

(8.100b) (8.100c)

(8.100d)

(8.100e)

Normierte Normalverteilung, Gaußsches Fehlerintegral
1. Verteilungsfunktion und Dichtefunktion: Aus (16.68) erhält man für Verteilungsfunktion (16.72a) der normierten Normalverteilung . Ihre Dichtefunktion (16.72b) beschreibt die GAUSSsche Glockenkurve (s. Abbildung). und die

Die (

)-Normalverteilung

liegt tabelliert vor (Tabelle Normierte Normalverteilung), und zwar hier nur für

positive Argumente genutzt werden kann.

, da für negative Argumente der Zusammenhang (16.73)

2. Wahrscheinlichkeitsintegral: Das Integral

wird auch Wahrscheinlichkeitsintegral oder GAUSSsches

Fehlerintegral genannt. In der Literatur findet man dafür auch die folgenden Definitionen: (16.74a)

(16.74b)

Fehlernormalverteilung
q q q

Dichte und Verteilungsfunktion Parameter zur Charakterisierung der Breite der Fehlernormalverteilung Zusammenhang zwischen Standartabweichung, mittlerem und wahrscheinlichem Fehler sowie Genauigkeit

Fehlerquadratmethode
Je nachdem, ob die Ansatzfunktion (19.139) die Differentialgleichung oder die Randbedingungen erfüllt, verlangt man, daß 1. das über den Rand erstreckte Linienintegral (19.142a)

wobei die Randkurve 2.

durch die Parameterdarstellung

beschrieben wird, oder

das über den Bereich

erstreckte Doppelintegral

(19.142b)

minimal wird. Aus den dafür notwendigen Bedingungen

erhält man

Bestimmungsgleichungen für die Parameter

.

Bestimmung der Regressionsgeraden
Wenn zwischen den Merkmalen und mit Hilfe des Korrelationskoeffizienten eine Abhängigkeit festgestellt . Im -Wert die (16.139) und der von von dem festen unabhängigen Streuung . Die Beziehung (16.139) bedeutet, daß die Zufallsgröße und der im Mittel

wurde, dann besteht die nächste Aufgabe in der Ermittlung des funktionalen Zusammenhanges einfachsten Falle der linearen Regression wird dabei vorausgesetzt, daß bei beliebigem, aber festem Zufallsgröße in der Grundgesamtheit normalverteilt ist mit dem Erwartungswert

-Wert linear abhängt. Für die in der Regel unbekannten Parameter

Grundgesamtheit werden mit Hilfe der Stichprobenwerte Fehlerquadratmethode bestimmt. Aus der Forderung

Näherungswerte nach der

(16.140)

erhält man für

und

die Schätzwerte (Näherungswerte)

(16.141a)

mit (16.141b)

und dem empirischen Korrelationskoeffizienten Regressionskoeffizienten . Die Gerade

gemäß (16.138b). Die Koeffizienten heißt Regressionsgerade .

und

nennt man

Lineares Quadratmittelproblem
Wenn (4.117) das mathematische Modell eines praktischen Vorganges darstellt ( und reell), dann werden

auf Grund von Meßfehlern oder anderen Fehlern die einzelnen Gleichungen von (4.117) nicht exakt erfüllbar sein, sondern es wird sich ein Restvektor mit (4.118) ergeben. In diesem Falle wird man so bestimmen, daß

(4.119) gilt, d.h., daß die Fehlerquadratsumme minimal wird. Dieses Prinzip geht auf GAUSS zurück. Man bezeichnet (4.119) auch als lineares Quadratmittelproblem . Die Norm des Restvektors heißt Residuum .

Fehlerrechnung für direkte Messungen gleicher Genauigkeit
Bei direkten Messungen gleicher Genauigkeit, d.h., wenn für alle Messungen die gleiche Streuung realisiert

. In diesem Falle führt die Methode werden kann, spricht man von Messungen mit gleicher Genauigkeit der kleinsten Quadrate auf die in (16.186, 16.189, 16.191) angegebenen Fehlergrößen. Beispiel Es ist das Endergebnis für eine Meßreihe anzugeben, die aus Genauigkeit (s. Tabelle) besteht. 1,592 1,581 1,574 12 1 6 1,566 14 1,603 1,580 23 0 direkten Messungen gleicher 1,591 1,583 1,571 11 3 9 1,559 21

144

1

36

196

529

0

121

9

81

441

;

Endergebnis:

.

Fehlerrechnung für direkte Messungen ungleicher Genauigkeit
q q q

Gewicht einer Messung Standardabweichungen Fehlerangabe

Meßfehlerverteilungsdichte
Spezielle Annahmen über die Eigenschaften der Meßfehler bedingen bestimmte Eigenschaften der Dichtefunktion der Fehlerverteilung: 1. Stetige Dichtefunktion: Da zufällige Meßfehler beliebige Werte aus einem bestimmten Intervall annehmen können, sind sie durch eine stetige Dichte zu beschreiben.

2. Gerade Dichtefunktion: Wenn Meßfehler mit gleichem Absolutbetrag, aber verschiedenem Vorzeichen gleichwahrscheinlich sind, muß die Dichtefunktion eine gerade Funktion sein: . 3. Monoton fallende Dichtefunktion: Wenn Meßfehler mit großem Absolutbetrag weniger wahrscheinlich sind als Fehler mit kleinem Absolutbetrag, muß für eine monoton fallende Funktion sein.

4. Endlicher Erwartungswert: Der Erwartungswert des Absolutbetrages des Fehlers muß eine endliche Größe sein, d.h., es muß gelten:

(16.174)

Durch Zugrundelegung unterschiedlicher Fehlereigenschaften kommt man zu verschiedenen Fehlerdichtefunktionen.

Oberflächenintegrale und Fluß von Feldern
1. Fluß eines skalaren Feldes (13.110)

2. Skalarer Fluß eines Vektorfeldes (13.111)

3. Vektorfluß eines Vektorfeldes (13.112)

Gravitationsfeld der Punktmasse
Das Gravitationsfeld der Punktmasse ist ein zweites Beispiel für ein wirbelfreies und gleichzeitig überall, außer am Ort der Punktmasse, solenoides Feld (s. Abbildung). Man spricht auch vom NEWTONschen Feld. Die NEWTON- Kraft wirkt für Massen immer anziehend. Alle Überlegungen, die für das COULOMB-Feld gelten,

sind analog auf das NEWTONsche Feld anwendbar.

Konservatives oder Potentialfeld
q q q q

Definition Potential eines konservativen Feldes Zusammenhang zwischen Gradient, Kurvenintegral und Potential Berechnung des Potentials eines konservativen Feldes

Reines Quellenfeld
Reines Quellenfeld oder wirbelfreies Quellenfeld wird ein Feld Quelldichte , dann gilt: (13.125) In diesem Falle besitzt das Feld ein Potential POISSONsche Differentialgleichung , das in jedem beliebigen Punkt bestimmt ist durch die (13.126a) (In der Physik gilt meist .) Die Berechnung von erfolgt über genannt, dessen Rotation überall Null ist. Ist die

(13.126b) Die Integration erfaßt den gesamten Raum (s. Abbildung).

Die Divergenz von

muß differenzierbar sein und hinreichend schnell für sehr große Abstände abnehmen.

Skalarfelder
q q q q

Skalares Feld oder skalare Punktfunktion Wichtige Fälle skalarer Felder Koordinatendarstellung von Skalarfeldern Niveauflächen und Niveaulinien

Superposition von Feldern
q q q

Diskrete Quellenverteilung Kontinuierliche Quellenverteilung Zusammenfassung

Begriff des komplexen Potentials
Es wird ein Feld und in der des Vektors -Ebene mit den stetigen und differenzierbaren Komponenten für den quellenfreien und den wirbelfreien Fall betrachtet.

a) Quellenfreies Feld mit div

, d.h.

.

Die Integrabilitätsbedingung lautet für diese Differentialgleichung mit der Feld - oder Stromfunktion (14.20a) und es gilt: (14.20b)

Für zwei Punkte eine Kurve, die die Punkte

des Feldes und

ist die Differenz

ein Maß für den Vektorfluß durch

verbindet, falls diese Kurve ganz im Feld verläuft.

b) Wirbelfreies Feld mit

, d.h.

:

Die Integrabiltätsbedingung lautet für diese Differentialgleichung mit der Potentialfunktion (14.21a) und es gilt (14.21b) Die Funktionen und genügen den CAUCHY-RIEMANNschen Differentialgleichungen und jede für sich erfüllt die ). Man faßt und zu der analytischen Funktion (14.22) zusammen und bezeichnet diese Funktion als komplexes Potential des Feldes Potential des Vektorfeldes . Danach ist das

LAPLACEsche Differentialgleichung (

im Sinne der in der Physik und Elektrotechnik üblichen Bezeichnungsweise. Die Linien gelten

und bilden ein orthogonales Netz. Für die Ableitung des komplexen Potentials und den Feldvektor die Beziehungen:

(14.23)

Feldlinien
Für das Vektorfeld (s. Abbildung)

heißt eine Kurve

Feldlinie , wenn der Vektor

in jedem Kurvenpunkt

ein Tangentenvektor ist. Durch

jeden Punkt eines Feldes verläuft eine Feldlinie. Die Feldlinien schneiden einander nicht, ausgenommen solche Punkte, in denen die Funktion nicht definiert ist oder verschwindet. Die Differentialgleichungen der Feldlinien

eines Vektorfeldes

, das in kartesischen Koordinaten gegeben ist, lauten (13.26a)

(13.26b) Zur Lösung dieser Differentialgleichungen s. die Abschnitte Trennung der Variablen bzw. Integration der homogenen partiellen linearen Differentialgleichung. Beispiel A Die Feldlinien eines Zentralfeldes sind Geraden, die vom Zentrum zum Feldpunkt verlaufen. Beispiel B Die Feldlinien des Vektorfeldes sind Kreise, die in einer senkrecht auf dem Vektor parallelen Achse.

stehenden Ebene liegen. Ihr Mittelpunkt liegt auf einer zu

Grundbegriffe der Feldtheorie
q q q

Vektorfunktion einer skalaren Variablen Skalarfelder Vektorfelder

Methode der finiten Elemente (FEM)
Seitdem leistungsfähige Computer zur Verfügung stehen, ist die FEM zur wichtigsten Methode für die numerische Lösung partieller Differentialgleichungen geworden. Sie ermöglicht es, in vielen Anwendungsbereichen, über Mechanik und Baustatik hinaus, anspruchsvollere und damit aussagekräftigere mathematische Modelle einzusetzen. Entsprechend den vielfältigen Anwendungen wird die FEM ganz unterschiedlich realisiert, so daß hier nur ihre Grundidee skizziert werden kann. Aus Analogiegründen sei auf das RITZ-Verfahren zur numerischen Lösung von Randwertaufgaben bei gewöhnlichen Differentialgleichungen und an die Splines erinnert. Die Methode der finiten Elemente besteht aus den in den folgenden Abschnitten dargestellten Schritten
q q q q q

Aufstellung einer Variationsaufgabe Triangulierung Ansatz Berechnung der Ansatzkoeffizienten Bemerkungen

Teilung einer Strecke im gegebenen Verhältnis:

Die Koordinaten des Punktes

mit dem Teilungsverhältnis

werden mit den Formeln

(3.294a)

(3.294b) berechnet.

Für den Mittelpunkt der Strecke

erhält man wegen (3.294c) (3.294d)

Wenn den Strecken

und

ein positives oder negatives Vorzeichen in Abhängigkeit davon zugeordnet

wird, ob ihre Richtung mit der von

übereinstimmt oder nicht, dann können die Formeln (3.294a,b,c,d) für im vorgegebenen Verhältnis äußerlich teilt ( innerhalb der Strecke , dann spricht man

zur Bestimmung eines Punktes dienen, der die Strecke äußere Teilung ), d.h. außerhalb der Strecke von innerer Teilung . Man definiert a) b) c) weit von wenn wenn wenn und liegt. Liegt

Fernpunkt oder uneigentlicher Punkt der Geraden g ist, d.h. wenn sich zeigt die rechte Abbildung.

unendlich

auf g befindet. Den Verlauf von

Beispiel Für einen Punkt für den in der Mitte der Strecke liegt, ist

Festpunktzahlen
Der Wertebereich für Festpunktzahlen mit den angegebenen Parametern ergibt sich zu (19.259) Festpunktzahlen können in der folgenden Form dargestellt werden:

Interne Zahlendarstellung
Dualzahlen werden im Computer in einem oder in mehreren Bytes dargestellt. Man unterscheidet dabei zwei Darstellungsformen, die Festpunktzahlen (Festkommazahlen) und die Gleitpunktzahlen (Gleitkommazahlen). Im ersten Fall steht der Dezimalpunkt an einer festen Stelle (bei ganzen Zahlen also nach der Einerstelle), im zweiten Fall ,,gleitet`` er mit der Änderung des Exponenten.
q q

Festpunktzahlen Gleitpunktzahlen

Schnelle Fourier-Transformation (FFT)
q q q q

Numerischer Aufwand bei der Berechnung der FOURIER-Koeffizienten Komplexe Darstellung der FOURIER-Summe Numerische Berechnung der komplexen FOURIER-Koeffizienten Schemata zur FFT

FIBONACCI-Folge
Die Folge (5.156) wird FIBONACCI-Folge genannt. Sie beginnt mit den Elementen

Beispiel Die Betrachtung dieser Folge geht auf die folgende, 1202 von FIBONACCI gestellte Frage zurück: Wieviele Kaninchenpaare stammen am Ende eines Jahres von einem Kaninchenpaar ab, wenn jedes Paar jeden Monat ein neues Paar als Nachkommen hat, das selbst vom zweiten Monat an Nachkommen-Paare gebiert? Die Antwort ist .

FIBONACCI-Rekursionsformel
Außer der rekursiven Definition (5.156) gibt es auch eine explizite Darstellung der FIBONACCI-Zahlen: (5.157) Einige wichtige Eigenschaften der FIBONACCI-Zahlen werden im folgenden aufgeführt. Für alle gilt: (5.158a) (5.158b) (5.158c) (5.158d) (5.158e) (5.158f)

(5.158g) (5.158h) (5.158i) (5.158j) (5.158k) Beispiel Der EUKLIDische Algorithmus (s. Formulierung 1 und Formulierung 2) zur Berechnung des ggT zweier Zahlen hat besonders viele Rechenschritte, wenn es sich um benachbarte Zahlen aus der Folge der FIBONACCI-Zahlen handelt. In der nachstehenden Rechnung ist ein Beispiel gegeben, in dem die auftretenden Quotienten jeweils gleich 1 sind.

FIBONACCI-Zahlen
q q q

FIBONACCI-Folge FIBONACCI-Rekursionsformel Satz zum EUKLIDischen Algorithmus

Finanzmathematik
Die Finanzmathematik basiert auf Anwendungen der arithmetischen und geometrischen Reihen, also der Formeln (1.57a) bis (1.57c) und (1.59a) bis (1.59d), aber diese Anwendungen sind im Bankwesen so vielfältig und speziell, daß eine eigene Disziplin mit einer Vielzahl spezieller Begriffe entstanden ist. So wird in der Finanzmathematik nicht nur die Veränderung eines Kapitals durch Zinseszinsen und Rentenzahlungen betrachtet, sondern sie umfaßt im wesentlichen die Gebiete Zinsrechnung, Tilgungsrechnung, Raten- und Rentenrechnung, Abschreibungen, Kurs- und Effektivzinsrechnung sowie Investitionsrechnung. Grundlegende Aufgabenstellungen und Lösungsformeln werden im folgenden erläutert. Für das ganze Spektrum der Finanzmathematik muß auf die Literatur verwiesen werden (s. Lit. 1.2, 1.11). Versicherungsmathematik und Risikotheorie , die auf Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung und mathematischen Statistik beruhen, stellen selbständige Disziplinen dar und werden hier nicht behandelt (s. Lit. 1.3, 1.4).
q q q q q

Prozentrechnung Zinseszinsrechnung Tilgungsrechnung Rentenrechnung Abschreibungen

Fishersche F-Verteilung
q q

Fishersche F-Verteilung, Teil I Fishersche F-Verteilung, Teil II

Fisher-Verteilung
Sind und unabhängige, -verteilte Zufallsveränderliche mit bzw. Freiheitsgraden, dann heißt die

Verteilung der Zufallsveränderlichen (16.95) FISHER- oder F-Verteilung mit den Freiheitsgraden 1. Dichtefunktion: .

(16.96)

2. Erwartungswert und Streuung: (16.97a)

(16.97b) 3. Quantile: Die Quantile finden. der FISHER-Verteilung (s. Abbildung) sind in der entprechenden Tabelle zu

Numerische Lösung nichtlinearer Gleichungen
Jede Gleichung mit einer Unbekannten läßt sich auf eine der beiden Normalformen bringen: (19.1) (19.2) Die Gleichungen (19.1) und (19.2) seien lösbar. Lösungen sollen mit ersten Näherung für bezeichnet werden. Zur Gewinnung einer zu bringen, bei

versucht man, die zu lösende Gleichung auf die Form und leicht zu übersehen ist.

der der Verlauf der Kurven

Beispiel

. Aus dem Kurvenverlauf von ablesbar (s. Abbildung).

und

ist

und

q q

Iterationsverfahren Lösung von Polynomgleichungen

Nichtlineare Operatoren
In der Lösungstheorie nichtlinearer Operatorengleichungen zieht man im wesentlichen Methoden heran, die auf den folgenden Prinzipien beruhen. 1. Prinzip der kontrahierenden Abbildung, BANACHscher Fixpunktsatz (s. Fundamentale Sätze in vollständigen metrischen Räumen und Anwendungen des Kontraktionsprinzips. Zu weiteren Modifizierungen und Varianten dieses Prinzips s. Lit. 12.9, 12.12, 12.15, 12.21. 2. Verallgemeinerung des NEWTON-Verfahrens auf den unendlichdimensionalen Fall (s. auch Verfahren für unrestringierte Aufgaben). 3. SCHAUDERsches Fixpunktprinzip 4. LERAY-SCHAUDER-Theorie Mit Methoden, die auf den Prinzipien 1 und 2 basieren, ergeben sich umfassende Informationen über die Lösung, wie Existenz, Eindeutigkeit, Konstruktivität u.a., während die Untersuchungsmethoden, die auf den Prinzipien 3 und 4 basieren, im allgemeinen ,,nur`` die qualitative Aussage der Existenz einer Lösung gestatten. Bei zusätzlichen Eigenschaften des Operators s. jedoch Positive lineare Operatoren und Monotone Operatoren in BANACH-Räumen.
q

Beispiele nichtlinearer Operatoren

q q q q q q

Differenzierbarkeit nichtlinearer Operatoren Newton-Verfahren Schaudersches Fixpunktprinzip Leray-Schauder-Theorie Positive nichtlineare Operatoren Monotone Operatoren in Banach-Räumen

Schaudersches Fixpunktprinzip
Sei ein nichtlinearer Operator, der auf einer Menge eines BANACH-Raumes definiert ist und in wird wie folgt in abbildet, abbildet. Die nichttriviale Frage nach der Existenz wenigstens einer Lösung der Gleichung beantwortet: Ist einen Fixpunkt in . Ist und , dann hat bekanntlich jede stetige Funktion, die

ein beliebiger endlichdimensionaler normierter Raum (dim

), dann gilt der

BROUWERsche Fixpunktsatz. BROUWERscher Fixpunktsatz: Sei eine nichtleere abgeschlossene beschränkte konvexe Menge eines ein stetiger Operator, der in sich abbildet, dann hat

endlichdimensionalen normierten Raumes. Ist

(wenigstens) einen Fixpunkt in . Im Falle eines beliebigen unendlichdimensionalen BANACH-Raumes erhält man die Antwort über den SCHAUDERschen Fixpunktsatz. SCHAUDERscher Fixpunktsatz: Sei BANACH-Raumes. Ist der Operator eine nichtleere abgeschlossene beschränkte konvexe Menge eines stetig und kompakt (also vollstetig) und bildet in sich

ab, dann hat

(wenigstens) einen Fixpunkt in

.

Mit Hilfe dieses Satzes kann man beispielsweise zeigen, daß das Anfangswertproblem (12.68) für immer noch eine lokale Lösung besitzt, wenn die rechte Seite lediglich als stetig vorausgesetzt wird.

Flächen zweiter Ordnung, allgemeine Theorie
1. Allgemeine Gleichung einer Fläche zweiter Ordnung:

(3.422) 2. Invariante einer Fläche zweiter Ordnung:Setzt man die dann gilt

(3.423a)

(3.423b)

(3.423c) (3.423d) Bei einer Verschiebung oder Drehung der Koordinatenachsen ändern sich diese Größen nicht. 3. Gestalt der Fläche zweiter Ordnung aufgrund ihrer Gleichung Man ermittelt die Gestalt einer Fläche 2. Ordnung bei bekannter Gleichung nach dem Vorzeichen ihrer Invarianten und . Unter

Gestalt der Flächen 2. Ordnung, Mittelpunktsflächen sowie unter Gestalt der Flächen 2. Ordnung, Paraboloide, Zylinder und Ebenenpaare ist eine tabellarische Zusammenfassung gegeben. Dort ist neben der Bezeichnung der Fläche ihre Gleichung in der Normalform, auf die sich eine gegebene Gleichung umformen läßt, angegeben. Mit den Gleichungen der sogenannten imaginären Flächen können für keinen reellen Punkt die Koordinaten berechnet werden, mit Ausnahme der Spitze des imaginären Kegels und der Schnittgeraden zweier imaginärer Ebenen.
q q

Gestalt der Flächen 2. Ordnung, Mittelpunktsflächen Gestalt der Flächen 2. Ordnung, Paraboloide, Zylinder und Ebenenpaare

Flächen zweiter Ordnung, Gleichungen in Normalform
q q q q q q q

Mittelpunktsflächen Ellipsoide Hyperboloide Kegel Paraboloide Geradlinige Erzeugende einer Fläche Zylinder

Gestalt der Flächen 2. Ordnung, Paraboloide, Zylinder und Ebenenpaare
Tabelle Gestalt der Flächen 2. Ordnung (hierbei Elliptisches Paraboloid ) (Paraboloide, Zylinder und Ebenenpaare) (hierbei Hyperbolisches Paraboloid )

Zylinderfläche mit einer Kurve 2. Ordnung als Leitkurve, deren Gestalt verschiedene Zylinder nach sich zieht: Für für imaginäre elliptische, hyperbolische und

für parabolische Zylinder, wenn die Fläche nicht in zwei reelle, imaginäre oder zusammenfallende Ebenen zerfällt. Die Bedingung für das Zerfallen lautet:

Die Größen

und

sind Invariante einer Fläche 2. Ordnung

Regelflächen und abwickelbare Flächen
1. Regelfläche: Eine Fläche heißt regelmäßig , geradlinig oder Regelfläche , wenn sie durch Bewegung einer Geraden im Raum erzeugt werden kann (s. geradlinige Erzeugende). 2. Abwickelbare Fläche: Wenn eine Regelfläche auf eine Ebene abgewickelt werden kann, nennt man sie abwickelbare Fläche . Nicht jede Regelfläche ist abwickelbar. Charakteristisch für abwickelbare Flächen ist, daß
q

a) für alle Punkte die GAUSSsche Krümmung verschwinden muß und b) bei Vorgabe der Fläche in der expliziten Form die Abwickelbarkeitsbedingung erfüllt ist: (3.504) Die Bedeutung von und entspricht (3.499b):

q

Beispiel A

Kegel und Zylinder sind abwickelbare Flächen.

Beispiel B

Einschaliges Hyperboloid und hyperbolisches Paraboloid sind zwar Regelflächen, können aber nicht auf eine Ebene abgewickelt werden.

Darstellung von Kurven und Flächen mit Hilfe von Splines
q q q

Kubische Splines Bikubische Splines Bernstein-Bézier-Darstellung von Kurven und Flächen

Flächen
q q q q q q

Möglichkeiten, eine Fläche zu definieren Tangentialebene und Flächennormale Linienelement auf einer Fläche Krümmung einer Fläche Regelflächen und abwickelbare Flächen Geodätische Linien auf einer Fläche

Hauptkrümmungskreisradien
Hauptkrümmungskreisradien sind die Radien einer Fläche mit dem Minimal- und dem Maximalwert. Sie können mit Hilfe der Hauptnormalschnitte und ermittelt werden.

Die Ebenen von

und

stehen senkrecht aufeinander, ihre Richtungen sind durch den Wert von

festgelegt,

der über die quadratische Gleichung (3.498) bestimmt werden kann. Wenn die Fläche in der expliziten Form der quadratischen Gleichung (3.499a) mit (3.499b) berechnen. Die Vorzeichen von und werden nach der gleichen Regel wie in (3.496) bestimmt. (3.482) gegeben ist, dann lassen sich und als Wurzeln

Wenn die Fläche in der Vektorform (3.484) gegeben ist, dann treten an die Stelle von (3.498) und (3.499a) die Gleichungen (3.500a)

(3.500b) mit den Koeffizienten der zweiten quadratischen Fundamentalform , die über die Gleichungen (3.500c) berechnet werden. Dabei sind die Vektoren Radiusvektors nach den Parametern und und die partiellen Ableitungen zweiter Ordnung des

In den Zählern stehen die Determinanten

(3.500d)

Der Ausdruck (3.500e) der die Krümmungseigenschaften der Fläche enthält, heißt zweite quadratische Fundamentalform . Krümmungslinien nennt man die Linien auf der Fläche, die in jedem Punkt die Richtung der Hauptnormalschnitte haben. Ihre Gleichungen ergeben sich durch Integration von (3.498) oder (3.500a).

Krümmung einer Fläche
Zur numerischen Charakterisierung der Krümmung einer Fläche werden hauptsächlich zwei Größen benutzt: 1. Mittlere Krümmung einer Fläche im Punkt (3.502a) 2. GAUSSsche Krümmung einer Fläche im Punkt (3.502b) Beispiel A Für den Kreiszylinder mit dem Radius Beispiel B Für elliptische Punkte ist für hyperbolische und für parabolische ist und

3. Berechnung von

und

, wenn die Fläche explizit gemäß

vorgegeben ist: (3.503a)

(3.503b) Die Bedeutung von entspricht (3.499b):

4. Klassifizierung der Flächen nach ihrer Krümmung a)Minimalflächen sind Flächen, deren mittlere Krümmung gilt. b) Flächen konstanter Krümmung zeichnen sich durch konstante GAUSSsche Krümmung aus. Beispiel A z.B. die Kugel. Beispiel B in allen Punkten Null ist, d.h. für die

z.B. die Pseudosphäre (obere Abbildung), d.h. die Rotationsfläche der Traktrix (untere Abbildung) bei Rotation um die Symmetrieachse.

Begriff der geodätischen Linien
Durch jeden Punkt einer Fläche kann in jeder durch den Differentialquotienten bestimmten Richtung

auf der Fläche eine gedachte Kurve verlaufen, die geodätische Linie genannt wird. Sie spielt auf der Fläche die gleiche Rolle wie die Gerade auf der Ebene und zeichnet sich durch die folgenden Eigenschaften aus: 1. Die geodätischen Linien sind die Linien der kürzesten Entfernung zwischen zwei Punkten auf einer Fläche. 2. Wenn ein materieller Punkt, der gezwungen ist, auf einer vorgegebenen Fläche zu bleiben, von einem anderen auf der gleichen Fläche befindlichen materiellen Punkt angezogen wird, dann bewegt er sich in Abwesenheit anderer äußerer Kräfte auf einer geodätischen Linie. 3. Wird ein elastischer Faden über eine vorgegebene Fläche gespannt, dann nimmt er die Form einer geodätischen Linie an. (S. auch geodätische Linie, sphärische Geometrie).

Unterabschnitte
q q

Gleichung einer Zylinderfläche: Gleichung einer Rotationsfläche:

Gleichung einer Fläche
Jeder Gleichung (3.367) dieser entspricht eine Fläche, deren Eigenschaft es ist, daß die Koordinaten jedes beliebigen ihrer Punkte Gleichung genügen. Umgekehrt ist jeder Punkt, dessen Koordinaten der Gleichung genügen, ein Punkt auf dieser Fläche. Die Gleichung (3.367) wird die Gleichung dieser Fläche genannt.

Gleichung einer Zylinderfläche:
Die Gleichung einer Zylinderfläche (s. auch Zylinderfläche ), deren Erzeugende parallel zur -Achse verlaufen,

enthält keine

-Koordinate: - bzw. zur

Entsprechend enthalten die Gleichungen von Zylinderflächen, deren -Achse verlaufen, keine - bzw. -Koordinate: bzw.

Erzeugende parallel zur

Die Gleichung

beschreibt die Schnittkurve zwischen der Zylinderfläche und der der Erzeugenden einer

-Ebene. Wenn die Richtungskosinus oder ihnen proportionale Größen Zylinderfläche gegeben sind, dann hat die Gleichung die Form

(3.368)

Gleichung einer Rotationsfläche:
Die Gleichung einer Rotationsfläche, d.h. einer Fläche, die durch Rotation einer gegebenen Kurve in der Ebene mit der Gleichung erzeugt wird, ergibt sich allgemein zu (3.369) -

In Analogie dazu werden die Gleichungen von Flächen erhalten, die durch Rotation einer gegebenen Kurve um eine andere Koordinate entstehen. Die Gleichung einer Kegelfläche , deren Spitze im Koordinatenursprung liegt (s. Kegel), ist von der Gestalt wobei eine homogene Funktion der Koordinaten ist (s. homogene Funktion).

Linienelement auf einer Fläche
q q q

Differential des Bogens Messungen auf der Fläche Übereinanderlegen von Flächen bei Verbiegung

Definitionen
1. Tangentialebene: Wenn durch einen Flächenpunkt alle auf dieser Fläche möglichen in

Flächenkurven hindurchlaufen, dann liegen in der Regel alle zugehörigen Kurventangenten im Punkt ein und derselben Ebene, der Tangentialebene der Fläche des Punktes sogenannten Kegelpunkte. verläuft, heißt Flächennormale im Punkt

Ausgenommem davon sind die

2. Flächennormale: Eine Gerade, die senkrecht auf der Tangentialebene steht und durch den Punkt

3. Normalenvektor: Die Tangentialebene wird von zwei Vektoren aufgespannt, den Tangentialvektoren (3.486a)

der

- und der

-Linie. Das Vektorprodukt der beiden Tangentialvektoren

ist ein Vektor, der in die

Richtung der Flächennormalen weist. Sein Einheitsvektor

(3.486b)

wird Normalenvektor genannt. Seine Richtung nach der einen oder anderen Seite der Fläche ist dadurch festgelegt,

ob

oder

erste oder zweite Koordinate ist.

Begriff einer orientierten Fläche
Eine Fläche besitzt gewöhnlich zwei Seiten, von denen man willkührlich eine als Außenseite bezeichnen kann. Nachdem die Außenseite gewählt ist, spricht man von einer orientierten Fläche . Flächen, für die sich nicht zwei Seiten angeben lassen, werden hier nicht betrachtet (s. Lit. 8.14).

Gleichungen der Tangentialebene und der Flächennormalen
Die Gleichungen der Tangentialebene und der Flächennormalen sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt. Tabelle Gleichungen der Tangentialebene und der Flächennormalen Gleichung der Tangentialebene und der Flächennormalen Art der Gleichung Tangentialebene Flächennormale

(3.481)

(3.482)

(3.483)

(3.484) oder oder

und ;

sind in dieser Tabelle die Koordinaten und der Radiusvektor des Kurvenpunktes sind die laufenden Koordinaten und der Radiusvektor ; außerdem ist

des Punktes der Tangentialebene oder der Flächennormalen im Punkt

und Beispiel A Für die Kugel mit der Gleichung 1. als Tangentialebene:

ist der Normalenvektor.

(3.485a) ergibt sich

(3.487a) 2. als Flächennormale: (3.487b)

Beispiel B Für die Kugel mit der Gleichung ergibt sich 1. als Tangentialebene: (3.487c) 2. als Flächennormale: (3.487d) (3.485b)

Definition, Separatrixflächen
Sei eine hyperbolische Ruhelage oder ein hyperbolischer periodischer Orbit von (17.1). Die stabile ( instabile Mannigfaltigkeit ) von ist die Menge aller der Punkte des gegen streben: (17.18) Stabile bzw. instabile Mannigfaltigkeiten bezeichnet man auch als Separatrixflächen . Beispiel In der Ebene wird die Differentialgleichung (17.19a) betrachtet. Die Lösung von (17.19a) mit Anfang zur Zeit ist durch

Mannigfaltigkeit

Phasenraumes, durch die Orbits verlaufen, die für

(17.19b)

explizit gegeben. Für die stabile bzw. instabile Mannigfaltigkeit der Ruhelage

von (17.19a) erhält man:

(s. Abbildung).

Es seien durch an

und bzw.

zwei glatte Flächen des . Die Flächen und

und

bzw.

die entsprechenden Tangentialebenen

heißen transversal zueinander, wenn für alle

die Beziehung gilt. Beispiel Für den in der folgenden Abbildung dargestellten Schnitt gilt . Also ist der in der Abbildung dargestellte Schnitt transversal. und

Ebene Flächenelemente in der
Koordinaten Kartesische Koordinaten

-Ebene
Flächenelemente

Polarkoordinaten

Beliebige krummlinige Koordinaten

(

Funktionaldeterminante)

Flächenelemente gekrümmter Flächen
Koordinaten Flächenelement

Kartesische Koordinaten

Zylindermantel Koordinaten Kugeloberfläche Koordinaten

(konstanter Radius),

(konstanter Radius),

Beliebige krummlinige Koordinaten ( s. Differential des Bogens)

Integration in Vektorfeldern
Integrationen in Vektorfeldern erfolgen meist in kartesischen, Zylinder- und Kugelkoordinaten. Oft ist über Kurven, Flächen oder Volumina zu integrieren. Die dazu erforderlichen Linien-, Flächen- und Volumenelemente sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt. Tabelle Linien-, Flächen- und Volumenelemente in kartesischen, Zylinder-und Kugelkoordinaten Kartesische Koordinaten Zylinderkoordinaten Kugelkoordinaten

Die Indizes *)

und

stehen stellvertretend für

bzw.

bzw. gewählt,

Für das Volumen wurde hier abweichend von der üblichen Praxis das Symbol um Verwechlungen mit dem Betrag des Potentials

zu vermeiden.

q q q

Kurvenintegral und Potential im Vektorfeld Oberflächenintegrale Integralsätze

Mittelpunktsflächen
Die im folgenden angegebenen Gleichungen, auch Normalform der Gleichungen für die Flächen 2. Ordnung genannt, ergeben sich aus der allgemeinen Gleichung der Flächen 2. Ordnung für den Fall, daß Mittelpunkt- und Koordinatenursprung zusammenfallen. Dabei halbiert der Mittelpunkt die durch ihn verlaufenden Sehnen. Die Koordinatenachsen liegen in den Symmetrieachsen der Flächen, so daß die Koordinatenebenen gleichzeitig Symmetrieebenen sind.

Gleichung einer Fläche
Flächen können unterschiedlich definiert werden: 1. Implizite Form: (3.481) 2. Explizite Form: (3.482) 3. Parameterform: (3.483) 4. Vektorform: (3.484)

Wenn die Parameter

und

alle erlaubten Werte durchlaufen, ergeben sich über die vorletzte (3.483) und letzte

und aus der Gleichung (3.484) Koordinaten und Radiusvektoren aller Flächenpunkte. Elimination von Parameterform der Definition (3.483) liefert die implizite Form (3.481). Die explizite Form (3.482) ist ein Spezialfall

der Parameterform für

und

Beispiel Die Gleichung der Kugel in kartesischen Koordinaten, Parameterform und Vektorform: (3.485a) (3.485b) (3.485c)

Flächeninhalt
Der Flächeninhalt Kugelradius gemäß (3.171a) berechnet werden, wobei der Umrechnungsfaktor (3.161c) ist. Nach dem Satz von GIRARD gilt mit eines sphärischen Dreieckes kann mit Hilfe des sphärischen Exzesses und dem

als Kugeloberfläche (3.171b)

Ist nicht der Exzeß bekannt, sondern die Seiten, dann kann

mit der Formel von L'HUILIER berechnet werden.

Flächeninhalte ebener Flächen
1. Flächeninhalt eines zwischen den Punkten eines oben zwischen den Punkten ( und und und krummlinig begrenzten Trapezes: Der Flächeninhalt

krummlinig begrenzten Trapezes (s. linke Abbildung) bei explizit

) bzw. in Parameterform (

gegebener Kurvengleichung:

(8.59a)

2. Flächeninhalt eines seitlich zwischen den Punkten Flächeninhalt eines seitlich zwischen den Punkten Abbildung) bei explizit ( und

und und

krummlinig begrenzten Trapezes: Der krummlinig begrenzten Trapezes (s. rechte

) bzw. in Parameterform ( ) gegebener Kurvengleichung:

(8.59b)

3. Flächeninhalt eines Kurvensektors: Der Flächeninhalt eines Kurvensektors (s. Abbildung), begrenzt durch ein Kurvenstück zwischen den Punkten und , das mit einer in Polarkoordinaten gegebenen

Kurvengleichung (

,

) beschrieben wird:

(8.59c)

Flächeninhalte von komplizierteren Figuren werden mit Hilfe des Kurvenintegrals oder mit Hilfe des Doppelintegrals berechnet. Allgemeine Formeln zur Berechnung von Flächen mit Hilfe von Doppelintegralen sind in der Tabelle Anwendung von Doppelintegralen angegeben.

Anwendungen des Oberflächenintegrals erster Art
1. Flächeninhalt eines gekrümmten Flächenstücks (8.154) 2. Masse eines inhomogenen gekrümmten Flächenstückes gilt: Mit der koordinatenabhängigen Dichte

(8.155)

Flächeninhalte in der Hyperbel
a) Hyperbelsegment : (3.339a) b) Fläche : (3.339b)

Die Strecke

verläuft parallel zur unteren Asymptote,

ist der Brennpunktsabstand und

Umfang, Flächeninhalt, Zahl
(3.54)

(3.55)

(3.56)

Kreisring
Kenngrößen des Kreisringes: Äußerer Radius innerer Radius und Zentriwinkel

(3.63) (3.64)

(3.65)

(3.66)

(3.67)

Flächeninhalt eines Ringteiles über

(in der Abbildung grau dargestellt):

(3.68)

Flächeninhalte in der Parabel
a) Parabelsegment : (3.349a) b) Parabelfläche : (3.349b)

Parallelogramm
Parallelogramm wird ein Viereck genannt, das die folgenden Haupteigenschaften besitzt:
q q q q

die einander gegenüberliegenden Seiten sind gleich lang; die einander gegenüberliegenden Seiten sind parallel; die Diagonalen halbieren einander im Schnittpunkt; einander gegenüberliegende Winkel sind gleich groß.

Bei einem Viereck folgen aus dem Vorhandensein einer dieser Eigenschaften oder aus der Gleichheit und Parallelität eines Paares gegenüberliegender Seiten alle anderen Eigenschaften. Für den Zusammenhang zwischen Diagonalen und Seiten und für den Flächeninhalt gilt:

(3.18) (3.19)

Geometrische Anwendungen der Vektoralgebra
In der folgenden Tabelle sind einige geometrische Anwendungen der Vektoralgebra aufgeführt. Andere Anwendungen aus der analytischen Geometrie wie die Vektorgleichungen der Geraden und der Ebene s. unter vektorielle Gleichungen und Gerade und Ebene im Raum. Tabelle Geometrische Anwendungen der Vektoralgebra Bezeichnung Vektorielle Formel Koordinatenformel (in rechtwinkligen kartesischen Koordinaten)

Länge des Vektors

Flächeninhalt des von den Vektoren und aufgespannten Parallelogramms

Volumen des von den Vektoren , , aufgespannten Parallelepipeds

Winkel zwischen den Vektoren und

Rechteck und Quadrat
Ein Parallelogramm ist ein Rechteck (linke Abbildung), wenn es:
q q

nur rechte Winkel enthält oder zwei gleich lange Diagonalen besitzt, wobei die eine Eigenschaft die andere zur Folge hat.

Der Flächeninhalt beträgt (3.20) Wenn ist, wird ein Rechteck Quadrat genannt.

Es gelten dann die Formeln (3.21)

(3.22)

(3.23)

Rhombus
Ein Rhombus ist ein Parallelogramm, in dem
q q q

alle Seiten gleich lang sind, die Diagonalen senkrecht aufeinander stehen und die Winkel des Parallelogramms von den Diagonalen halbiert werden.

Das Vorhandensein einer dieser Eigenschaften hat die zwei anderen zur Folge. Es gilt: (3.24)

(3.25)

(3.26)

(3.27)

Klassifizierung der Flächenpunkte
1. Elliptischer und Kreis-Flächenpunkt: Besitzen die Hauptkrümmungsradien und im

Flächenpunkt gleiches Vorzeichen, dann liegen in der Umgebung von alle Flächenpunkte auf einer Seite der Tangentialebene, und man spricht vom elliptischen Flächenpunkt (linke Abbildung).

Sein analytisches Merkmal ist die Bedingung (3.501a) 2. Kreis- oder Nabelpunkt wird ein Flächenpunkt Punkt die Bedingung erfüllen. Seine Normalschnitte zeichnen sich durch genannt, wenn die Hauptkrümmungsradien in diesem (3.501b) aus.

3. Hyperbolischer Flächenpunkt: Im Falle unterschiedlicher Vorzeichen der Hauptkrümmungsradien und weisen die konkaven Seiten der Hauptnormalenschnitte nach entgegengesetzten Richtungen. Die sattelartig geformt

Tangentialebene durchsetzt dann die Fläche, so daß diese in der Nähe des Punktes

ist.

wird hyperbolischer Punkt genannt (rechte Abbildung). Sein analytisches Merkmal ist die Bedingung (3.501c) oder gleich

4. Parabolischer Flächenpunkt: Ist einer der beiden Hauptkrümmungsradien

dann besitzt der eine Hauptnormalenschnitt entweder einen Wendepunkt oder er ist eine Gerade. Bei handelt es sich dann um einen parabolischen Flächenpunkt (untere Abbildung) mit dem analytischen Merkmal (3.501d) Beispiel Alle Punkte eines Ellipsoids sind elliptisch, eines einschaligen Hyperboloids hyperbolisch und eines Zylinders parabolisch.

Singuläre Flächenpunkte (Kegelpunkte)
Wenn für einen Flächenpunkt mit den Koordinaten (3.481) gleichzeitig die Beziehungen (3.488) erfüllt sind, d.h. wenn die Ableitungen 1. Ordnung verschwinden, dann ist der Punkt ein singulärer und der Gleichung

Punkt oder Kegelpunkt . Alle Tangenten, die durch ihn verlaufen, liegen nicht in einer Ebene, sondern bilden einen Kegel zweiter Ordnung mit der Gleichung

(3.489)

in der die Ableitungen im Punkt zu bilden sind. Wenn auch alle Ableitungen 2. Ordnung verschwinden, dann handelt es sich um einen singulären Punkt von komplizierterer Art. Es liegt also ein Kegel dritter oder höherer Ordnung vor.

Beispiele für Vektorräume von Folgen
Beispiel A: Vektorraum Seien eine fixierte natürliche Zahl und die Menge aller -Tupel, d.h. aller endlichen aus Gliedern

bestehenden Folgen von Skalaren seien komponenten- oder gliedweise erklärt, d.h., sind zwei beliebige Elemente aus und ein beliebiger Skalar, d.h. und

. Die Operationen

, dann setzt man (12.10a) (12.10b)

, insbesondere also für die linearen Räume Auf diese Weise erhält man den Vektorraum Dieses Beispiel kann in zweierlei Hinsicht verallgemeinert werden (s. Beispiele B und C): Beispiel B: Vektorraum aller Zahlenfolgen

oder

.

Nimmt man als Elemente jetzt unendliche Folgen

und behält die gliedweise aller

erklärten Operationen gemäß (12.10a) und (12.10b) bei, so erhält man den Vektorraum Zahlenfolgen. Beispiel C: Vektorraum (auch ) aller finiten Zahlenfolgen

Es sei die Menge aller Elemente aus , die nur endlich viele von Null verschiedene Glieder besitzen. Die Anzahl der von Null verschiedenen Glieder ist im allgemeinen individuell vom Element abhängig. Der so entstehende - wieder mit den gliedweise erklärten Operationen versehene - Vektorraum wird mit auch mit bezeichnet und heißt Raum aller finiten Zahlenfolgen. aller beschränkten Zahlenfolgen gehört zu genau dann, wenn mit für diesen Vektorraum. oder

Beispiel D: Vektorraum Eine Folge

. Man trifft häufig auch die Bezeichnung Beispiel E: Vektorraum Es gilt daß für ein Index aller konvergenten Folgen genau dann, wenn es eine solche Zahl existiert, so daß für alle

gibt mit der Eigenschaft, gilt

(s. Grenzwerte von Zahlenfolgen).

Beispiel F: Vektorraum Raum besteht. Beispiel G: Vektorraum Raum

aller Nullfolgen , der aus allen zu Null ( ) konvergenten Folgen

aller Nullfolgen, d.h. der Teilraum von

aller Folgen

, für die die Reihe

konvergiert.

Daß die Summe zweier Folgen aus

wieder eine Folge aus

ist, d.h. eine konvergente Reihe aus den

-ten Potenzen der Absolutbeträge ihrer Glieder besitzt, folgt aus der MINKOWSKIschen Ungleichung.

Hinweis: Für die in den Beispielen A bis G eingeführten Vektorräume von Folgen gelten die folgenden Inklusionen: (12.11)

Konvergenz von Folgen im metrischen Raum
Seien Elementen in Die Folge . heißt zum Punkt gibt, so daß gewöhnlich (12.51) und nennt den Grenzwert der Folge . Der Grenzwert einer Folge ist eindeutig bestimmt. Anstelle genügt es, lediglich offene Kugeln mit beliebig kleinem (man hat dabei sofort die offene konvergent, wenn es zu jeder Umgebung die Beziehung einen Index ein metrischer Raum, ein Punkt und eine Folge von

gilt. Man schreibt für diesen Sachverhalt

einer beliebigen (allgemeinen) Umgebung des Punktes

Radius heranzuziehen, so daß (12.51) äquivalent zu Folgendem ist: Für

Kugel

im Sinn) gibt es einen Index gilt. Damit bedeutet (12.51) genau

, so daß .

die Ungleichung

Mit den eingeführten Begriffen hat man die Möglichkeit, in konkreten metrischen Räumen den Abstand zwischen zwei Punkten anzugeben und die Konvergenz von Punktfolgen zu untersuchen, was etwa bei numerischen Verfahren oder bei der Approximation von Funktionen durch solche einer bestimmten Klasse (s. etwa Approximation und Ausgleichsrechnung) von Bedeutung ist. Im Raum erweist sich die mittels einer der angegebenen Metriken und ist

festgelegte Konvergenz gerade als die koordinatenweise Konvergenz. In den Räumen

die durch (12.45) eingeführte Konvergenz genau die gleichmäßige Konvergenz der Funktionenfolge auf der Menge . Im Raum ergibt sich die Konvergenz im (quadratischen) Mittel, d.h. genau dann, wenn

(12.52)

Zahlenfolgen
q q

Eigenschaften von Zahlenfolgen Grenzwerte von Zahlenfolgen

FRENETsche Formeln
Man kann die Ableitungen der Vektoren ausdrücken: (3.480) und nach dem Parameter mit Hilfe der FRENETschen Formeln

Dabei ist

der Krümmungs- und

der Windungsradius.

Formel von MOIVRE für Hyperbelfunktionen
(2.180)

Potenzieren einer komplexen Zahl
Potenzieren einer komplexen Zahl in die -te Potenz wird mit Hilfe der Formel von MOIVRE ausgeführt: (1.142a) d.h., der Betrag wird in die -te Potenz erhoben, während das Argument mit berücksichtigen ist, daß gilt: und allgemein (1.142c) multipliziert wird. Besonders zu (1.142b)

Trigonometrische Funktionen für große Werte n der Winkelvielfachen
Für große Werte von ermittelt man mit der Formel von MOIVRE ergibt sich: und .

Unter Benutzung der Binomialkoeffizienten

(2.100)

woraus folgt

(2.101)

(2.102)

Metrische Entropie und LYAPUNOV-Exponenten
Ist ein dynamisches System auf mit dem Attraktor und einem auf die Ungleichung konzentrierten ,

ergodischen Wahrscheinlichkeitsmaß

, so gilt für die metrische Entropie

wobei die LYAPUNOV-Exponenten entsprechend ihrer Vielfachheit aufgeführt werden.

PESINsche Formel: Die Gleichheit

, die PESINsche Formel, gilt im allgemeinen nicht. Ist das Maß ein -Diffeomorphismus, so gilt

allerdings absolut stetig bezüglich des LEBESGUE-Maßes und die PESINsche Formel.

Rechteckformel
Im Intervall Stützstelle wird durch die konstante Funktion ersetzt, die an der

, also am linken Rand des Integrationsintervalles, interpoliert. Auf diese Weise erhält man die

linksseitige Rechteckformel (19.73a) Durch Summation ergibt sich die zusammengesetzte linksseitige Rechteckssumme (19.73b)

Mit

wird eine für den gesamten Bereich der Stützstellen gültige obere Schranke für

bezeichnet.

Analog erhält man die rechtsseitige Rechtecksumme , wenn man in (19.73a) Formel lautet dann:

durch

ersetzt. Die aufsummierte

(19.74)

Simpson-Formel
Im Intervall und wird durch ein Polynom 2. Grades ersetzt, das interpoliert: an den Stützstellen

(19.79)

Für die zusammengesetzte SIMPSON-Formel muß

gerade sein. Man erhält:

(19.80)

Mit

wird eine für den gesamten Bereich der Stützstellen gültige obere Schranke für

bezeichnet.

Die zusammengesetzte SIMPSON-Formel hat die Fehlerordnung 4 und ist für Polynome bis zum Grad 3 exakt.

TAYLORsche Reihe für Funktionen von
Die analoge Darstellung mit Differentialoperatoren lautet

Veränderlichen

(7.91a)

wobei das Restglied mit Hilfe von

(7.91b) berechnet wird.

Trapezformel
Im Intervall und wird durch ein Polynom 1. Grades ersetzt, das an den Stützstellen

interpoliert. Man erhält:

(19.75) Durch Summation ergibt sich die sogenannte zusammengesetzte Trapezformel oder Trapezsumme : (19.76)

Mit

wird eine für den gesamten Bereich der Stützstellen gültige obere Schranke für

bezeichnet.

Der Fehler der Trapezsumme verhält sich wie

, d.h., die Trapezsumme hat die Fehlerordnung 2. Daraus folgt für

(also werden.

) ihre Konvergenz gegen das bestimmte Integral, wenn Rundungsfehler nicht berücksichtigt

Hermitesche Trapezformel
Im Intervall und wird interpoliert: durch ein Polynom 3. Grades ersetzt, das und an den Stützstellen

(19.77) Durch Summation ergibt sich die HERMITEsche Trapezsumme : (19.78)

Mit

wird eine für den gesamten Bereich der Stützstellen gültige obere Schranke für

bezeichnet.

Die HERMITEsche Trapezsumme hat die Fehlerordnung 4 und ist für Polynome bis zum Grade 3 exakt.

Formelmanipulation
Unter Formelmanipulation wird hier im weitesten Sinn die Umformung mathematischer Ausdrücke zwecks ihrer Vereinfachung oder ihrer Darstellung in einer für weitere Manipulationen zweckmäßigen Form, die Lösung von Gleichungen und Gleichungssystemen durch algebraische Ausdrücke, die Differentiation von Funktionen, die Berechnung unbestimmter Integrale, die Lösung von Differentialgleichungen, die Bildung unendlicher Reihen usw. verstanden. Beispiel Lösung der folgenden quadratischen Gleichung: (20.2a) In Mathematica wird eingegeben: (20.2b) Nach Betätigen des entsprechenden Eingabeabschlußbefehls (EINF oder SHIFT+ENTER) ersetzt Mathematica diese Zeile durch (20.2c) und beginnt mit der Abarbeitung. Nach kurzer Zeit erscheint eine neue Zeile mit dem Inhalt

(20.2d) Mathematica hat die Gleichung gelöst und die beiden Wurzeln in Form einer Liste aus zwei Unterlisten, die jeweils eine Lösung enthalten, dargestellt. Dabei ist Sqrt das Symbol für die Quadratwurzel. In Maple erfolgt die Eingabe in folgender Form: (20.3a) Wichtig ist hier das Semikolon nach dem letzten Symbol. Nach der Eingabebestätigung mit ENTER bearbeitet Maple die Eingabe und liefert in der nächsten Zeile (20.3b) Das Ergebnis ist in Form einer Folge von zwei Ausdrücken, den beiden Lösungen, dargestellt. Abgesehen von den speziellen Zeichen für das jeweilige Computeralgebrasystem, besteht vom grundsätzlichen Aufbau her große Ähnlichkeit. Am Anfang steht ein Symbol , das vom System als Operator verstanden wird, der auf einen in Klammern stehenden Operanden anzuwenden ist. Das Ergebnis wird als Liste oder Folge der Lösungen wiedergegeben. Ähnlich werden viele Operationen der Formelmanipulation dargestellt.

Prinzip der analytischen Fortsetzung
Es wird der Fall betrachtet, daß die Konvergenzkreise um und um zweier Potenzreihen

(14.49a)

ein gewisses Gebiet gemeinsam haben (s. Abbildung) und daß in diesem gilt (14.49b)

Dann sind die beiden Potenzreihen die zu den Punkten derselben analytischen Funktion definierten Funktion . Die Funktion hinein.

und

gehörenden TAYLOR-Entwicklungen ein- und

heißt analytische Fortsetzung der nur in

in das Gebiet

Beispiel

Die geometrischen Reihen

mit dem Konvergenzkreis

um

und

mit dem Konvergenzkreis

um

haben jede in ihrem Konvergenzkreis und in dem gemeisamen (in der Abbildung doppelt schraffierten) Konvergenzgebiet dieselbe für analytische Fortsetzung von analytische Funktion aus in als Summe. Daher ist hinein (und umgekehrt).

Fortsetzung von linearen Funktionalen
q

Halbnorm

Fortsetzungssatz von HAHN-BANACH (analytische Form)
Sei ein Vektorraum über und eine Halbnorm auf und . Seien ein linearer (komplexer, falls und reellwertiges,

und reeller, falls falls

) Teilraum von

ein lineares (komplexwertiges, falls

) Funktional auf

, welches der Bedingung (12.167)

genügt. Dann existiert ein lineares Funktional

auf

mit folgenden Eigenschaften: (12.168)

ist die Fortsetzung des Funktionals (12.167). Wenn

auf den gesamten Raum

unter Beibehaltung der Abschätzung

ein linearer Teilraum eines normierten Raumes

ist und

ein stetiges lineares Funktional auf

,

dann ist

eine Halbnorm auf

mit (12.167), so daß sich sofort die Variante des Satzes von

HAHN-BANACH über die Fortsetzung stetiger linearer Funktionale ergibt. Zwei wichtige Konsequenzen aus letzterem sind die ,,Reichhaltigkeit`` des dualen zu einem normierten Raum: Für jedes Element mit und und , mit dem Abstand gibt es ein Funktional

sowie den folgenden Sachverhalt: Für jeden linearen Teilraum , gibt es ein mit

(12.169)

Hinweise zur Tabelle einiger Fourier-Entwicklungen
In der Tabelle FOURIER-Entwicklungen sind die FOURIER-Entwicklungen einiger einfacher Funktionen angegeben, die in einem bestimmten Intervall gegeben sind und darüber hinaus periodisch fortgesetzt werden. Der Kurvenverlauf ist für eine Reihe der entwickelten Funktion graphisch dargestellt. 1. Anwendung von Koordinatentransformationen: Viele der einfachsten periodischen Funktionen können auf die in der Tabelle FOURIER-Entwicklungen dargestellten Funktionen zurückgeführt werden, indem man entweder den Maßstab auf den Koordinatenachsen ändert oder den Koordinatenursprung verschiebt. Beispiel Eine Funktion , die durch die Bedingungen

(7.110a)

gegeben ist (s. Abbildung), kann auf die Form Nr. 5 in der Tabelle FOURIER-Entwicklungen gebracht werden, indem

gesetzt wird und die neuen Variablen

und

eingeführt werden.

Durch die Variablensubstitution in der Reihe Nr. 5 der Tabelle erhält man wegen für die darzustellende Funktion (7.110a) den Ausdruck (7.110b)

2. Nutzung der Reihenentwicklung komplexer Funktionen: Viele der in der Tabelle Fourier-Entwicklungen angegebenen Formeln für die Entwicklung von Funktionen in trigonometrische Reihen können aus Potenzreihenentwicklungen für Funktionen einer komplexen Veränderlichen hergeleitet werden. Beispiel Die Entwicklung der Funktion

(7.111)

liefert für (7.112) nach der Trennung von Real- und Imaginärteil

(7.113)

Fourier-Entwicklungen
q q q q q

Sägezahnförmige periodische Funktionen Rechteckimpulsförmige periodische Funktionen Trapezförmige periodische Funktionen Wellenförmige periodische Funktionen Weitere periodische Funktionen

Rechteckimpulsförmige periodische Funktionen

(21.5)

(21.6)

Sägezahnförmige periodische Funktionen

(21.1)

(21.2)

(21.3)

(21.4)

Trapezförmige periodische Funktionen

(21.7a)

Insbesondere gilt für

:

(21.7b)

Weitere periodische Funktionen

(21.14)

(Mit

ist eine beliebige, jedoch nicht ganze Zahl bezeichnet.)

(21.15)

(Mit

ist eine beliebige, jedoch nicht ganze Zahl bezeichnet.)

(21.16)

(21.17)

(21.18)

(21.19)

Wellenförmige periodische Funktionen

(21.8)

(21.9)

(21.10)

(21.11)

(21.12)

(21.13)

Äquivalente Darstellungen des Fourier-Integrals
Andere äquivalente Formen der Darstellung des FOURIER-Integrals (15.65b) sind: (15.66)

(15.67a) mit den Koeffizienten (15.67b)

(15.67c)

(15.68)

(15.69) Dabei gelten die folgenden Beziehungen: (15.70a) (15.70b) (15.70c)

(15.70d)

(15.70e)

(15.70f)

Fourier-Reihe und Fourier-Integral
q q

FOURIER-Integral Grenzfall einer nichtperiodischen Funktion

Fourier-Integral in komplexer Darstellung
Grundlage der FOURIER-Transformation ist das FOURIER-Integral, auch Integralformel von FOURIER genannt: Falls eine nichtperiodische Funktion genügt und außerdem das Integral (15.65a) konvergiert, dann gilt (15.65b) in einem beliebigen endlichen Intervall den DIRICHLETschen Bedingungen

in jedem Punkt, in dem die Funktion

stetig ist, und

(15.65c)

in den Unstetigkeitsstellen.

Numerischer Aufwand bei der Berechnung der FOURIER-Koeffizienten
Die Summen, die in den Formeln (19.210) auftreten, kommen auch im Zusammenhang mit der diskreten FOURIERTransformation, z.B. in der Elektrotechnik, in der Impuls- und vor allem in der Bildverarbeitung, vor. Dabei kann sehr groß sein, so daß die betreffenden Summen äußerst rationell berechnet werden müssen, denn die Berechnung der Näherungswerte (19.210) für die FOURIER-Koeffizienten erfordert etwa Additionen und Multiplikationen. Für den Spezialfall läßt sich jedoch mit Hilfe der sogenannten Schnellen FOURIER-TransformationFFT auf senken. Die

(Fast Fourier-Transformation) die Anzahl der Multiplikationen von

Größenordnung dieser Reduzierung erkennt man an dem folgenden Zahlenbeispiel:

(19.215)

Dadurch sinkt der Rechenaufwand und damit auch die Rechenzeit so stark ab, daß für einige wichtige Anwendungsgebiete bereits der Einsatz kleinerer Computer ausreicht. Die FFT nutzt die Eigenschaften der -ten Einheitswurzel, d.h. der Lösungen der Gleichung die Summanden in (19.210) sukzessiv zusammenzufassen. , aus, um

FOURIER-Reihe
Wenn für ein System von Grenzwert kann in der Form -Werten die Funktion beim Übergang gegen einen bestimmten

strebt, dann gibt es für diese

eine konvergente FOURIER-Reihe der gegebenen Funktion. Sie

(7.97a)

und auch in der Form

(7.97b)

dargestellt werden, wobei im zweiten Falle gilt:

(7.97c)

Fourier-Reihen im Hilbert-Raum
q

Bestapproximation

Komplexe Darstellung der FOURIER-Reihe
In vielen Fällen hat die komplexe Schreibweise Vorteile: (7.98a)

(7.98b)

Fourier-Reihen
Ist ein Orthonormalsystem und , dann heißt die Reihe

(11.45a)

die FOURIER-Reihe von

bezüglich

, und die Zahlen

sind die zugehörigen FOURIER-

Koeffizienten. Für diese gilt auf Grund von (11.44b): (11.45b)

Ist

vollständig, dann gilt die PARSEVALsche Gleichung

(11.45c)

Komplexe Darstellung der FOURIER-Summe
Um das Prinzip der FFT möglichst einfach beschreiben zu können, bringt man die FOURIER-Summe (19.207) mit Hilfe der Formeln (19.216)

auf die komplexe Form

(19.217) Setzt man (19.218a)

dann gilt wegen (19.208)

(19.218b) und (19.217) geht in die komplexe Darstellung der FOURIER-Summe über: (19.219)

Sind die komplexen Koeffizienten

ermittelt worden, dann erhält man daraus die gesuchten reellen FOURIER-

Koeffizienten auf folgende einfache Weise: (19.220)

Additionssatz, Ähnlichkeitssatz
1. Additions- oder Linearitätssatz: Sind und zwei Koeffizienten aus , dann gilt: (15.85) 2. Ähnlichkeitssatz oder Maßstabsveränderung: Für und reell gilt (15.86)

Fourier-Transformation
q q

Eigenschaften der Fourier-Transformation Lösung von Differentialgleichungen mit Hilfe der Fourier-Transformation

Bildfunktion zum bipolaren Rechteckimpuls
Die FOURIER-Transformierte für den bipolaren Rechteckimpuls (s. Abbildung) (15.99a) ergibt sich unter Berücksichtigung der im Beispiel unipolarer Rechteckimpuls als (A.1) angegebene Gleichung für . Durch die FOURIER-Transformation gemäß (15.87b), (15.87c) erhält man (15.99b) woraus mit (15.98a) folgt (15.99c)

Bildfunktion zur Exponentialfunktion mit dem Argument -a|t|
Bildfunktion zur Originalfunktion (15.98a) Unter Berücksichtigung von für und für findet man mit (15.73)

(15.98b)

Da

und

ist, existiert der Grenzwert für

, so daß sich ergibt (15.98c)

Bildfunktion zur Exponentialfunktion mit dem Argument -at
Bildfunktion zur Originalfunktion : nicht existiert.

Die Funktion ist nicht FOURIER-transformierbar, weil der Grenzwert

Dämpfungssatz
Für , reell und in gilt (15.88a) oder (15.88b)

Fourier-Transformation und Umkehrtransformation
q q q q q

Definition und Existenz der Fourier-Transformation Fourier-Sinus- und Fourier-Kosinus-Transformation Exponentielle Fourier-Transformation Tabellen der Fourier-Transformation Spektralinterpretation der FOURIER-Transformation

Gewöhnliche lineare Differentialgleichungen
Die Differentialgleichung (15.101a) d.h. mit der Funktion der folgenden linken Abbildung, wird durch die FOURIER-Transformation (15.101b) in die algebraische Gleichung (15.101c) überführt, so daß sich (15.101d) ergibt.

Die Rücktransformation führt auf (15.101e) und

(15.101f)

Die Funktion (15.101f) ist in der rechten Abbildung graphisch dargestellt.

Differentiation im Bildbereich und im Originalbereich
1. Differentiation im Bildbereich: Ist FOURIER-transformierbar, dann gilt (15.89) wobei mit die -te Ableitung von bezeichnet ist.

2. Differentiation im Originalbereich: a) Erste Ableitung: Ist eine Funktion stetig und absolut integrierbar in und strebt sie für , die in

gegen Null und existiert, ausgenommen gewisse Punkte, überall die Ableitung absolut integrierbar sein muß, dann gilt

(15.90a) b) -te Ableitung: Stellt man in der Verallgemeinerung des Satzes für die 1. Ableitung an alle weiteren Ableitungen bis zur

-ten

die gleichen Anforderungen, dann gilt (15.90b)

Diese Differentiationsregeln werden bei der Lösung von Differentialgleichungen angewendet.

Exponentielle Fourier-Transformation
Im Unterschied zu gemäß (15.73) wird

(15.78) exponentielle FOURIER- Transformation genannt. Es gilt (15.79)

Exponentielle Fourier-Transformationen
Obwohl ) gemäß (15.77a) durch =2 und darstellbar ist, sind hier noch einige Transformationen direkt

angegeben, für die

(s. (15.79)) gilt.

Nr.

=

1 0,

, sonst

2 , 0,

0 sonst

3

,

0 , 0,

4 0, , 0 ,

Integration im Bildbereich
Wenn die Funktion Funktion in absolut integrierbar ist, dann besitzt die FOURIER-Transformierte der

stetige Ableitungen, die mit Hilfe von

(15.91a)

bestimmt werden. Dabei ist

, und es gilt: (15.91b)

Unter den gemachten Voraussetzungen folgt aus diesen Beziehungen (15.91c)

Integration im Originalbereich und PARSEVALsche Formel
1. Integrationssatz: Wenn die Voraussetzung (15.92a) erfüllt ist, dann gilt (15.92b)

2. PARSEVALsche Formel: Wenn die Funktion integrierbar ist, dann gilt

sowie ihre Quadrate im Intervall

(15.93)

Fourier-Sinus- und Fourier-Kosinus-Transformation
In der FOURIER-Transformation (15.73) kann der Integrand in Sinus- und Kosinusfunktionen zerlegt werden. Dann ergibt sich die Sinus- bzw. Kosinus - FOURIER- Transformation . 1. Fourier-Sinus-Transformation: (15.76a) 2. Fourier-Kosinus-Transformation: (15.76b) 3. Umrechnungsformeln: Zwischen der FOURIER-Sinus- (15.76a) und der FOURIER- Kosinus- Transformation (15.76b) einerseits und der FOURIER- Transformation (15.73) andererseits bestehen die folgenden Umrechnungsformeln: (15.77a)

(15.77b) (15.77c) Für gerade bzw. ungerade Funktionen f(t) ergibt sich die Darstellung (15.77d) (15.77e)

Kosinus-Fourier-Transformationen
q q q q q q q

Kosinus-Fourier-Transformationen Seite 1 von 7 Kosinus-Fourier-Transformationen Seite 2 von 7 Kosinus-Fourier-Transformationen Seite 3 von 7 Kosinus-Fourier-Transformationen Seite 4 von 7 Kosinus-Fourier-Transformationen Seite 5 von 7 Kosinus-Fourier-Transformationen Seite 6 von 7 Kosinus-Fourier-Transformationen Seite 7 von 7

Rechenregeln zur Fourier-Transformation
Wie bei der LAPLACE-Transformation bereits bemerkt, versteht man unter Rechenregeln im Zusammenhang mit Integraltransformationen die Abbildung gewisser Operationen im Originalbereich auf andere Operationen im Bildbereich. Wenn vorausgesetzt wird, daß die beiden Funktionen absolut integrierbar sind und ihre FOURIER-Transformierten (15.84) gebildet werden können, dann gelten die im folgenden formulierten Regeln.
q q q q q q q

und

im Intervall

Additionssatz, Ähnlichkeitssatz Verschiebungssatz Dämpfungssatz Differentiation im Bildbereich und im Originalbereich Integration im Bildbereich Integration im Originalbereich und PARSEVALsche Formel Faltung

Sinus-Fourier-Transformationen
q q q q q q

Sinus-Fourier-Transformationen Seite 1 von 6 Sinus-Fourier-Transformationen Seite 2 von 6 Sinus-Fourier-Transformationen Seite 3 von 6 Sinus-Fourier-Transformationen Seite 4 von 6 Sinus-Fourier-Transformationen Seite 5 von 6 Sinus-Fourier-Transformationen Seite 6 von 6

Bildfunktionen spezieller Funktionen
q q q q

Bildfunktion zur Exponentialfunktion mit dem Argument -a|t| Bildfunktion zur Exponentialfunktion mit dem Argument -at Bildfunktion zum bipolaren Rechteckimpuls Bildfunktion zur gedämpften Schwingung

Fourier-Transformationen
In den Tabellen vorkommende Symbole sind wie folgt definiert:

In der Tabelle vorkommende Abkürzungen für Funktionen entsprechen den in den Kapiteln eingeführten Definitionen.
q q q

Kosinus-Fourier-Transformationen Sinus-Fourier-Transformationen Exponentielle Fourier-Transformationen

Tabellen der Fourier-Transformation
Auf Grund der Formeln (15.77a,b,c) brauchen entweder keine speziellen Tabellen für Korrespondenzen der FOURIERSinus- und FOURIER-Kosinus-Transformation bereitgestellt zu werden, oder man tabelliert die FOURIER-Sinus- und FOURIER-Kosinus-Transformationen und berechnet daraus mit Hilfe von (15.77a,b,c) die FOURIER-Kosinus-Transformationen und die FOURIER-Sinus-Transformationen einige Funktionen die exponentiellen FOURIER-Transformationen . und . In den Tabellen sind tabelliert und für

Beispiel

Die Funktion des unipolaren Rechteckimpulses (s. Abbildung) erfüllt die Voraussetzungen der Definition des FOURIER-Integrals (15.65a).

Man erhält für die Koeffizienten gemäß (15.67b,c)

und damit nach (15.67a)

Bei Berücksichtigung der Sprungstellen erhält man gemäß (15.65c)

Unterabschnitte
q q q

1. Definition der Fourier-Transformation: 2. Fourier-Transformierbarkeit einer Funktion: 3. Nicht Fourier-transformierbare Funktionen:

Definition und Existenz der Fourier-Transformation 1. Definition der Fourier-Transformation:
Die FOURIER-Transformation ist eine Integraltransformation der Form (15.1a), die aus dem FOURIER-Integral (15.65b) dadurch entsteht, daß man (15.71)

substituiert. Damit erhält man den folgenden Zusammenhang zwischen der reellen Originalfunktion

und der im

allgemeinen komplexen Bildfunktion

:

(15.72)

In der Kurzschreibweise verwendet man das Zeichen

: (15.73)

2. Fourier-Transformierbarkeit einer Funktion:
Die Originalfunktion mit dem Parameter heißt FOURIER-transformierbar, wenn das Integral (15.71), also ein uneigentliches Integral existiert. Wenn das FOURIER-Integral nicht als gewöhnliches uneigentliches Integral existiert, nennt man auch FOURIER-Transformierte ;

ist es als CAUCHYscher Hauptwert zu verstehen. Die Bildfunktion sie ist beschränkt, stetig und strebt für gegen Null:

(15.74) Existenz und Beschränktheit von folgen direkt aus der offensichtlich gültigen Ungleichung

(15.75)

Für die Stetigkeit von

und die Eigenschaft

für

ist die Existenz der FOURIER-

Transformierten eine hinreichende Bedingung. Diese Aussage wird häufig in folgender Form benutzt: Wenn die Funktion von in absolut integrierbar ist, dann ist ihre FOURIER-Transformierte eine stetige Funktion

, und es gilt (15.74).

3. Nicht Fourier-transformierbare Funktionen:
Folgende Funktionen sind nicht FOURIER-transformierbar: konstante Funktionen, beliebige periodische Funktionen (z.B. ), Potenzfunktionen, Polynome, Exponentialfunktionen (z.B. , Hyperbelfunktionen).

Vergleich von Fourier- und Laplace-Transformation
Zwischen FOURIER- und LAPLACE-Transformation besteht ein enger Zusammenhang, der dadurch gegeben ist, daß sich die FOURIER-Transformation als Spezialfall der LAPLACE-Transformation für den Fall ergibt. Daraus

folgt, daß jede FOURIER-transformierbare Funktion auch LAPLACE-transformierbar ist, während das Umgekehrte nur für einen kleineren Kreis von Funktionen möglich ist. Die folgende Tabelle enthält einen Vergleich einer Reihe

von Eigenschaften der beiden Integraltransformationen. Tabelle Vergleich der Eigenschaften von FOURIER- und LAPLACE-Transformation FOURIER-Transformation LAPLACE-Transformation

ist reell, physikalisch deutbar, z.B. als Frequenz Ein Verschiebungssatz

ist komplex, Zwei Verschiebungssätze

Intervall: Lösung von Differentialgleichungen, die Probleme mit diesem zweiseitigem Definitionsbereich beschreiben, z.B. die Wellen-Gleichung Differentiationssatz enthält keine Anfangswerte Konvergenz des FOURIER-Integrals hängt nur von ab

Intervall: Lösung von Differentialgleichungen, die Probleme mit diesem einseitigen Definitionsbereich beschreiben, z.B. die Wärmeleitungs-Gleichung Differentiationssatz enthält Anfangswerte Konvergenz des LAPLACE-Integrals wird durch den Faktor verbessert

Genügt der zweiseitigen Faltung

Genügt der einseitigen Faltung

Verschiebungssatz
Für , reell und reell gilt (15.87a) oder (15.87b) Ersetzt man in (15.87b) durch , dann ergibt sich (15.87c)

Flächeninterpretation der Wahrscheinlichkeit, Quantil
Durch die Einführung der Verteilungsfunktion und der Wahrscheinlickeitsdichte in (16.42) kann die Wahrscheinlichkeit als Flächeninhalt interpretiert werden, und zwar als Inhalt der Fläche zwischen Dichtefunktion und der Abszisse im Intervall (s. linke Abbildung).

Häufig wird eine Wahrscheinlichkeit

vorgegeben. Gilt (16.46)

dann nennt man die zugehörige Abszisse

Quantil oder auch Fraktil der Verteilung (s. rechte Abbildung). rechts von ist gleich . In der Literatur wird

Das bedeutet: Der Flächeninhalt unter der Dichtefunktion allerdings auch die Fläche links von

zur Definition des Quantils verwendet.

In der mathematischen Statistik wird für kleine Werte

(z.B.

oder

) manchmal der Begriff

Irrtumswahrscheinlichkeit verwendet. Die dazugehörigen Quantile sind für die wichtigsten praktischen Verteilungen tabelliert worden (s. Tabelle POISSON-Verteilung bis Tabelle STUDENT-Verteilung).

Fredholmsche Sätze
Zur FREDHOLMschen Integralgleichung 2. Art (11.21a) ist durch (11.21b) eine zugehörige transponierte Integralgleichung gegeben. Zu diesem Paar von Integralgleichungen lassen sich folgende Aussagen treffen (s. auch Integralgleichungen mit ausgearteten Kernen). 1. Eine FREDHOLMsche Integralgleichung 2. Art besitzt nur abzählbar viele Eigenwerte, welche sich nur im Unendlichen häufen können, d.h., es existieren für jede reelle Zahl . 2. nur endlich viele Eigenwerte mit

Ist

kein Eigenwert von (11.21a), dann sind beide inhomogene Integralgleichungen für beliebige bzw. eindeutig lösbar, und die zugehörigen homogenen Integralgleichungen

Störfunktionen 3.

besitzen nur die triviale Lösung. Ist ein Eigenwert von (11.21a), dann ist auch Eigenwert der transponierten Gleichung (11.21b). Beide homogene Integralgleichungen haben dann nicht verschwindende Lösungen, und die Anzahl linear unabhängiger Eigenfunktionen stimmt für beide Gleichungen überein. 4. Eine inhomogene Integralgleichung ist genau dann lösbar, wenn die Störfunktion zu allen Lösungen der homogenen transponierten Integralgleichung orthogonal ist, d.h. falls für alle Lösungen der Integralgleichung (11.22a) gilt (11.22b)

Aus diesen Sätzen folgt der FREDHOLMsche Alternativsatz : Entweder die inhomogene Integralgleichung ist für beliebige Störfunktion lösbar oder die zugehörige homogene Gleichung besitzt nichttriviale Lösungen.

Fredholmsche Alternative
Sei ein kompakter linearer Operator in einem BANACH-Raum betrachtet: (12.185a) (12.185b) Es gelten: 1. dim 2. und Orthogonalität im BANACH-Raum gemeint.) 3. . (Hier ist die dim , d.h., die homogenen Gleichungen haben stets dieselbe . Es werden die folgenden Gleichungen zweiter Art mit einem Parameter

endliche Anzahl von linear unabhängigen Lösungen.

genau dann, wenn 4.

.

Die FREDHOLMsche Alternative (auch RIESZ-SCHAUDER-Theorie genannt), d.h. entweder: a) Die homogene Gleichung besitzt nur die triviale Lösung. In diesem Falle gilt Operator , der

ist beschränkt, und die inhomogene Gleichung besitzt genau eine Lösung für beliebiges , oder: ist ein

b) Die homogene Gleichung besitzt wenigstens eine nichttriviale Lösung. In diesem Falle gilt: Eigenwert von , also

, und die inhomogene Gleichung besitzt eine (nicht eindeutige) der Bedingung für jede Lösung der

Lösung genau dann, wenn die rechte Seite adjungierten Gleichung inhomogenen Gleichung in der Form Gleichung und ist.

genügt. In letzterem Fall erhält man jede Lösung der , wobei eine feste Lösung der inhomogenen

Lineare Gleichungen der Gestalt

mit kompaktem Operator

nennt man von erster Art. Ihre Behandlung

ist im allgemeinen etwas schwieriger (s. Lit. 12.12, 12.21).

Bestimmung der Ansatzkoeffizienten
Die Koeffizienten können auf folgende Weise bestimmt werden. Die Gleichung (11.6c) wird mit in den Grenzen von bis integriert:

multipliziert und anschließend bezüglich

(11.7a)

Die linke Seite dieser Gleichung ist nach (11.6b) gleich

. Mit den Abkürzungen

(11.7b)

erhält man für

:

(11.7c) Es ist möglich, daß die Integrale nicht exakt ausgewertet werden können. In diesem Fall muß man zur numerischen Integration mit Hilfe einer Näherungsformel übergehen. Das lineare Gleichungssystem (11.7c) besteht aus Gleichungen für die Unbekannten :

(11.7d)

Approximation des Integrals
q q

Semidiskretes Problem NYSTRÖM-Verfahren

Formulierung der Aufgabe
Zur Behandlung der FREDHOLMschen Integralgleichung 1. Art mit ausgeartetem Kern (11.38a) werden wie beim im Abschnitt FREDHOLMsche Integralgleichungen 2. Art die Konstanten (11.38b) eingeführt. Die Gleichung (11.38a) besitzt die Darstellung (11.38c) d.h., nur wenn eine Linearkombination der Funktionen ist, hat die Integralgleichung bekannt.

eine Lösung. Ist diese Bedingung erfüllt, dann sind die Konstanten

Iterationsverfahren
Ähnlich dem PICARDschen Iterationsverfahren zur Lösung gewöhnlicher Differentialgleichungen soll eine Methode zur iterativen Bestimmung der Lösung einer FREDHOLMschen Integralgleichung 2. Art angegeben werden. Ausgehend von der Gleichung (11.10)

wird sukzessiv eine Folge von Funktionen . Alle folgenden

ermittelt. Als erste Iterierte setzt man erhält man mittels der Vorschrift:

(11.11a) Führt man die Schritte im einzelnen aus, so ist zunächst

(11.11b)

Nach der angegebenen Iterationsvorschrift ist dieser Ausdruck anstelle von

in die rechte Seite von (11.10) in umbenannt

einzusetzen. Zur Vermeidung von Verwechslungen soll in (11.11b) die Integrationsvariable werden. Man erhält:

(11.11c)

(11.11d)

Führt man die Bezeichnungen

und

ein und

nennt

wieder

, so kann

geschrieben werden als

(11.11e) Mit der Bezeichnung (11.11f)

erhält man auf analoge Weise die Darstellung für die

-te Iterierte

:

(11.11g)

Der Ausdruck

wird als

- ter iterierter Kern von

bezeichnet.

Iteratives Verfahren
Zur Lösung der Integralgleichung (11.54a)

bildet man mit

für

die Funktionen

(11.54b) und (11.54c)

Existiert eine quadratisch integrierbare Lösung

von (11.54a), dann gilt:

(11.54d)

Durch Orthogonalisierung und Normierung der nach (11.54b,c) ermittelten Funktionensysteme erhält man die Orthonormalsysteme verwendet, dann besitzt und die Darstellung . Wird hierzu das SCHMIDTsche Orthogonalisierungsverfahren

(11.54e)

Es wird nun angenommen, daß die Lösung

der Gleichung (11.54a) die Reihendarstellung

(11.54f) besitzt. In diesem Fall gilt für die Koeffizienten unter Beachtung von (11.54d)

(11.54g) Für die Existenz einer Lösungsdarstellung (11.54f) sind die folgenden Bedingungen notwendig und hinreichend: (11.55a)

(11.55b)

Kernapproximation
Man ersetzt den Kern durch einen Kern mit für ,

. Diesen Kern wählt man so, daß die resultierende Integralgleichung

(11.30) möglichst einfach zu lösen ist.
q q

Tensorprodukt-Approximation Spezieller Spline-Ansatz

Kollokationsmethode
Es werden auf dem Intervall linear unabhängige Funktionen für die Lösung : (11.37a) Die Aufgabe besteht in der Bestimmung der Koeffizienten im allgemeinen keine Werte . Für eine so definierte Funktion wird es vorgegeben. Mit diesen

Funktionen bildet man eine Ansatzfunktion

geben, so daß damit die exakte Lösung der Integralgleichung (11.23) Stützstellen vor und fordert,

vorliegt. Deshalb gibt man sich im Integrationsintervall

daß der Ansatz (11.37a) die Integralgleichung zumindest an diesen Stellen erfüllt: (11.37b)

(11.37c)

Etwas umgeformt hat dieses Gleichungssystem die Gestalt:

(11.37d)

mit

.

Definiert man die Matrizen

(11.37e)

und die Vektoren (11.37f)

dann kann das Gleichungssystem zur Bestimmung der Zahlen

in Matrizenform angegeben werden: (11.37g)

Beispiel .

Ansatz: Stützstellen: .

.

.

Das Gleichungssystem lautet:

Man erhält als Lösung dieses Systems mit Die exakte Lösung der Integralgleichung ist . mit

und somit .

Soll in diesem Beispiel die Genauigkeit verbessert werden, empfiehlt es sich nicht, den Grad des Polynomansatzes zu erhöhen, da Polynome höheren Grades numerisch instabil sind. Es sind vielmehr verschiedene Spline-Funktionenansätze vorzuziehen, etwa der stückweise lineare Ansatz mit den bereits unter Kernapproximation angeführten Funktionen

Die Lösung

wird in diesem Fall durch einen Polygonzug

angenähert.

Hinweis: Die Wahl der Lage der Stützstellen für das Kollokationsverfahren ist prinzipiell ohne Beschränkung. Ist jedoch bekannt, daß die Lösungsfunktion in einem Teilintervall stark oszilliert, dann sollten in diesem Intervall die Stützstellen dichter gelegt werden.

FREDHOLMsche Integralgleichungen
Die FREDHOLMsche Integralgleichung 2. Art (12.64) mit stetigem Kern und stetiger rechter Seite kann man iterativ lösen, indem sie mit Hilfe des Operators , definiert durch (12.65) in ein Fixpunktproblem im metrischen Raum (s. Beispiel J) überführt und der Fixpunktsatz . Die eindeutige Lösung erhält man , beginnend mit einer beliebigen Funktion

angewendet wird, vorausgesetzt, es gilt als gleichmäßigen Grenzwert der Iterationsfolge

.

Lösungen
Die Koeffizientenmatrix ist regulär, wenn die linere Unabhängigkeit der Funktionen vorausgesetzt wird. Die so ermittelte Lösung (11.39a) ist jedoch nicht die einzige Lösung der Integralgleichung. Im Gegensatz zur FREDHOLMschen Integralgleichung 2. Art mit ausgeartetem Kern ist die homogene Integralgleichung immer lösbar. Ist dann ist auch eine solche Lösung der homogenen Gleichung und eine Lösung von (11.38a). betrachtet. eine Lösung von (11.38a),

Um alle Lösungen der homogenen Gleichung zu bestimmen, wird die Gleichung (11.38c) mit Werden die Funktionen dann erfüllt, wenn gilt

als linear unabhängig vorausgesetzt, dann ist die Gleichung genau

(11.40)

d.h., jede zu allen Funktionen

orthogonale Funktion

löst die homogene Integralgleichung.

Lösung der homogenen Integralgleichung 1. Art
Sind bzw. beliebige Lösungen der inhomogenen bzw. homogenen Integralgleichungen

(11.48a) bzw. (11.48b)

dann ist auch die Summe

eine Lösung der inhomogenen Integralgleichung. Deshalb sollen

zunächst alle Lösungen der homogenen Integralgleichung bestimmt werden. Diese Aufgabe ist identisch mit der Ermittlung aller nichttrivialen Lösungen des linearen Gleichungssystems (11.49)

Da dessen Auflösung mitunter schwierig ist, kann das folgende Verfahren zur Berechnung der homogenen Lösungen herangezogen werden. Liegt ein vollständiges Orthonormalsystem vor, dann werden die Funktionen

(11.50a)

gebildet. Ist

eine beliebige Lösung der homogenen Gleichung, d.h., es gilt

(11.50b)

dann ergibt sich nach Multiplikation dieser Gleichung mit

und anschließender Integration bezüglich

(11.50c)

d.h., eine beliebige Lösung Wird das System

der homogenen Gleichung muß orthogonal zu allen Funktionen durch das, mit Hilfe einer Orthonormnierung daraus hervorgehende System

sein.

ersetzt, dann lautet die Bedingung (11.50c) jetzt:

(11.50d)

Wird das System

zu einem vollständigen Orthonormalsystem ergänzt, dann erfüllt offensichtlich jede bereits

Linearkombination der ergänzten Funktionen die Bedingung (11.50d). Ist das Orthonormalsystem vollständig, dann existiert nur die triviale Lösung .

In ganz entsprechender Weise kann auch das Lösungssystem der folgenden transponierten homogenen Integralgleichung bestimmt werden: (11.50e)

Beispiel

. Orthonormalsystem: ,

. Zweimalige Anwendung von (11.47) ergibt .

Das System

ist bereits orthonormiert. Die Funktion

vervollständigt dieses

System. Die homogene Gleichung besitzt also nur die Lösungen

.

Lösungsansatz im Falle von Produktkernen
Die Auflösung FREDHOLMscher Integralgleichungen 2. Art mit ausgearteten Kernen führt auf ein endlich dimensionales lineares Gleichungssystem. Man betrachte die Integralgleichung (11.4a) mit (11.4b) Die Funktionen und seien in dem Intervall definiert und dort als

stetig vorausgesetzt. Weiterhin sollen die Funktionen d.h., die Beziehung

voneinander linear unabhängig sein,

(11.5)

mit konstanten Koeffizienten Aus (11.4a) und (11.4b) folgt:

ist nur mit

für alle

aus

erfüllt.

(11.6a)

Die auftretenden Integrale hängen nicht mehr von der Variablen bezeichnet werden sollen:

ab, sind also gewisse konstante Werte, die mit

(11.6b)

Die Lösungsfunktion

setzt sich, falls sie existiert, additiv aus der Störfunktion zusammen:

und einer

Linearkombination der Funktionen

(11.6c)

Lösungsansatz
Der Lösungsansatz (11.39a) mit den unbekannten Koeffizienten führt nach Einsetzen in (11.38b) auf die Beziehungen

(11.39b) Nach Einführung der Bezeichnung (11.39c)

ergibt sich das folgende lineare Gleichungssystem zur Bestimmung der Koeffizienten

:

(11.39d)

Lösungsansatz
Eine Reihe von Verfahren zur Lösung von FREDHOLMschen Integralgleichungen 1. Art (11.41)

geht von einer Darstellung der Lösung

als Funktionenreihe bezüglich eines Funktionensystems aus, d.h., es wird der Lösungsansatz

(11.42)

mit zunächst unbestimmten Koeffizienten

gewählt. Bei der Wahl des Funktionensystems

ist zu

beachten, daß durch diese Funktionen der gesamte Raum der Lösungen erfaßt wird und die Koeffizienten geeignet dargestellt werden können. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden die nachfolgenden Ausführungen auf reellwertige Funktionen beschränkt.

Alle Aussagen sind aber auf komplexwertige Funktionen übertragbar. Für die Begründung der darzulegenden Lösungsverfahren sind einige Forderungen an die Kernfunktion zu stellen (s. Lit. 11.2, 11.10). Diese

Forderungen werden stets als erfüllt angesehen. Zunächst werden einige Hilfsmittel erläutert.

Fredholmsche Lösungsmethode
q q

Näherungslösung durch Diskretisierung Bestimmung der Resolvente

Zurückführung der Integralgleichung auf ein lineares Gleichungssystem
q

Problemstellung

Numerische Verfahren für Fredholmsche Integralgleichungen 2. Art
Häufig wird eine FREDHOLMsche Integralgleichung 2. Art (11.23) mit einem der bisher unter FREDHOLMsche Integralgleichungen 2. Art beschriebenen Verfahren entweder gar nicht oder nur mit großem Aufwand exakt gelöst werden können. In einem solchen Fall müssen numerische Näherungsmethoden herangezogen werden. Es sollen im folgenden drei Verfahrensklassen zur numerischen Lösung von Integralgleichungen des Typs (11.23) vorgestellt werden.
q q q

Approximation des Integrals Kernapproximation Kollokationsmethode

NYSTRÖM-Verfahren
Beim sogenannten NYSTRÖM-Verfahren verwendet man zur Approximation des Integrals die GAUSSschen Quadraturformeln. Zu deren Herleitung betrachte man das Integral (11.27a)

Man ersetzt den Integranden durch ein Polynom

, welches die Funktion

in den Stützstellen

interpoliert:

(11.27b)

Für das so definierte Polynom

gilt: (11.27c)

Die Ersetzung des Integranden

durch

liefert die Quadraturformel

(11.27d) mit (11.27e) Für die GAUSSschen Quadraturformeln ist die Wahl der Stützstellen nicht willkürlich, sondern erfolgt nach der Vorschrift: (11.28a) Die Zahlen sind die Nullstellen des LEGENDREschen Polynoms 1. Art (11.28b) Diese Nullstellen liegen alle im Intervall . Die Koeffizienten können durch die Substitution

ermittelt werden:

(11.29) In der folgenden Tabelle sind für angegeben. Tabelle Nullstellen der LEGENDREschen Polynome 1. Art die Nullstellen der LEGENDREschen Polynome sowie die Gewichte

Beispiel

Die Integralgleichung

ist näherungsweise nach

dem NYSTRÖM-Verfahren für den Fall

zu lösen.

Das Gleichungssystem (11.25c) zur Ermittlung von

und

lautet:

Lösung des Systems: Lösung in den Stützstellen sind:

. Die Werte der exakten .

Problemstellung
Es soll ein lineares Gleichungssystem zur Berechnung der FOURIER-Koeffizienten der Lösungsfunktion Orthonormalsystems aufgestellt werden. Dazu wird ein vollständiges Orthonormalsystem entsprechendes vollständiges Orthonormalsystem besitzt die Funktion die FOURIER-Reihe möge auch für das Intervall mit bezüglich eines gewählt. Ein

vorliegen. Bezüglich des Systems

(11.46a)

Die Multiplikation der Integralgleichung (11.41) mit liefert:

und die anschließende Integration bezüglich

in den Grenzen von

bis

(11.46b)

Der Ausdruck in der geschweiften Klammer ist eine Funktion von

und möge die FOURIER-Darstellung

(11.46c)

besitzen. Mit dem FOURIER-Reihenansatz (11.46d) erhält man

(11.46e)

Auf Grund der Orthonormaleigenschaft (11.44b) ergibt sich das lineare Gleichungssystem (11.46f) Das ist ein System mit unendlich vielen Gleichungen zur Bestimmung der FOURIER-Koeffizienten . Die Koeffizientenmatrix

(11.46g)

wird als Kernmatrix bezeichnet. Die Zahlen Orthonormalsysteme abhängig. Beispiel

und

sind bekannte Größen, aber von der Wahl der

. Das Integral ist dabei im Sinne des CAUCHYschen Hauptwertes zu verstehen. Als vollständige Orthogonalsysteme verwendet man: 1. .

2.

.

Nach (11.46c) ergibt sich für die Koeffizienten der Kernmatrix ,

. Für das innere Integral gilt die Beziehung (11.47)

Daraus folgt

Die FOURIER-Koeffizienten von

lauten gemäß (11.46a)

. Das Gleichungssystem lautet

Auf Grund der ersten Gleichung besitzt das System nur dann eine Lösung, wenn gilt .

Es ist dann

, und

.

Algorithmus
Bestimmung einer normierten Funktion , die zu allen Funktionen aus orthogonal ist. Für

werden jeweils die folgenden Schritte durchlaufen: 1. Berechnung der Funktion sowie einer Zahl aus

(11.51a)

(11.51b)

wobei

immer ungleich Null und so zu bestimmen ist, daß .

normiert ist.

ist orthogonal zu allen

Funktionen 2. Bestimmung der Funktion

sowie einer Zahl

aus

(11.51c) Es können zwei Fälle eintreten: a) : Die Funktion b) : Die Funktion ist nicht eindeutig bestimmt. Erneut werden zwei Fälle unterschieden: ist orthogonal zu allen Funktionen .

Das System

ist vollständig. Dann ist auch das System vollständig, und das Verfahren ist beendet.

Das System Funktionen orthogonale Funktion

ist nicht vollständig. Dann wird eine beliebige, zu diesen gewählt.

Das Verfahren wird so lange wiederholt, bis die Orthonormalsysteme vollständig sind. Es ist möglich, daß im Algorithmus von einem gewissen Schritt ab auch nach abzählbar unendlich vielen weiteren Schritten nicht der Fall b) eintritt. Ist die dabei erzeugte abzählbar unendliche Folge von Funktionen dann kann mit einer zu allen diesen Funktionen orthogonalen Funktion nicht vollständig, das Verfahren neu gestartet werden.

Werden die durch das Verfahren ermittelten Funktionen

sowie die Zahlen

geeignet

umbezeichnet, dann läßt sich die resultierende Kernmatrix K folgendermaßen darstellen:

(11.52)

Die Matrizen

sind endlich, wenn im Algorithmus nach endlich vielen Schritten der Fall eintritt. Dagegen sind sie unendlich, wenn für abzählbar unendlich viele Schritte gilt: . Die bzw. enthalten,

Anzahl der Nullzeilen bzw. Nullspalten in K entspricht der Anzahl der Funktionen in den Systemen . Ein besonders einfacher Fall liegt vor, wenn die Matrizen nur eine Zahl

also alle Zahlen

gleich Null sind.

Mit den Bezeichnungen aus dem Abschnitt Zurückführung der Integralgleichung auf ein lineares Gleichungssystem ergibt sich für die Lösung des unendlichen Gleichungssystems unter der Voraussetzung von : für

(11.53)

Transponierte Integralgleichung
Es bleibt noch zu untersuchen, unter welchen Bedingungen im Fall auch die inhomogene Integralgleichung eine

Lösung besitzt. Zu diesem Zweck führt man die zu (11.4a) transponierte Integralgleichung ein: (11.9a)

Es sei

ein Eigenwert und

eine Lösung der inhomogenen Integralgleichung (11.4a). Dann läßt sich zeigen, daß der

auch Eigenwert der transponierten Gleichung ist. Man multipliziert beide Seiten von (11.4a) mit irgendeiner Lösung homogenen transponierten Integralgleichung und integriert anschließend über in den Grenzen von bis : (11.9b)

Da

vorausgesetzt war, erhält man die Forderung

.

Insgesamt gilt also: Die inhomogene Integralgleichung (11.4a) ist für einen Eigenwert Störfunktion

genau dann lösbar, wenn die

orthogonal zu allen nichtverschwindenden Lösungen der homogenen transponierten Integralgleichung mit

demselben ist. Diese Aussage ist nicht auf Integralgleichungen mit ausgearteten Kernen eingeschränkt, sondern gilt auch für Integralgleichungen mit allgemeineren Kernen. Beispiel A

Die

sind linear abhängig. Man formt deshalb die Integralgleichung um:

.

Für diese Integralgleichung gilt: Falls eine Lösung existiert, hat sie die Darstellung .

.

Damit lautet das System zur Bestimmung von

und

:

. Daraus ermittelt man

und

.

Beispiel B

, d.h.:

.

Das System (11.7d) lautet also

. Es besitzt eine eindeutige

Lösung für alle

mit

. Dann ist

, und die Integralgleichung hat die Lösung

Die Eigenwerte der Integralgleichung

sind

.

Die homogene Integralgleichung

hat somit nichttriviale Lösungen der

Form

. Für

ist

, und mit einer

beliebigen Konstanten

erhält man:

. Entsprechend ermittelt man für

:

mit einer beliebigen Konstanten

.

Hinweis: Das angegebene Lösungsverfahren ist besonders einfach, bleibt aber auf ausgeartete Kerne beschränkt. Die

Methode kann jedoch auch für Integralgleichungen mit allgemeineren Kernen als Näherungsverfahren angewendet werden, indem man den Kern durch einen ausgearteten Kern hinreichend gut approximiert.

Konstruktion zweier spezieller Orthonormalsysteme zu einem gegebenen Kern
q q

Prinzipielle Vorgehensweise Algorithmus

6. Grundaufgabe WWS
Gegeben: 2 Winkel und die einem Winkel gegenüberliegende Seite, z.B. Bedingungen: Siehe Fallunterscheidung.

Lösung: Gesucht beliebige fehlende Größe . (3.207)

2 Werte

sind möglich. Es sei

spitz und

stumpf.

Fallunterscheidung: 1. d.h. 0 Lösungen. 2. d.h. 1 Lösung 3. d.h. weitere Fallunterscheidungen sind notwendig:

3.1. 3.1.1. d.h. 1 Lösung 3.1.2. .

Weitere Fallunterscheidung:

d.h. 1 Lösung 3.2. 3.2.1. d.h. 2 Lösungen 3.2.2. d.h. 0 Lösungen.

. Weitere Fallunterscheidung: , . ,

Fortführung: Weitere Berechnung mit einer Seite oder 2 Seiten

.

Hinweis Die Lösung der 6. Grundaufgabe kann auch durch Zerlegung des vorliegenden schiefwinklig sphärischen Dreiecks in zwei rechtwinklig sphärische Dreiecke herbeigeführt werden, wobei die Seiten und auftreten.

Dazu wird von das sphärische Lot auf bis gefällt. Formeln zur 6. Grundaufgabe bei Zerlegung in zwei rechtwinklige sphärische Dreiecke: 1. Weg: (3.208a) (3.208b) (3.208c) (3.208d) (3.208e) (3.208f) 2. Weg:

(3.209a)

(3.209b)

Probe: Doppelte Berechnung von

Beispiel A Dreiseitige Pyramide Eine dreiseitige Pyramide hat die Grundfläche und die Spitze

Die Seitenflächen und Kanten und und

und

schneiden sich unter unter

und

unter

. Wie groß sind die Winkel, unter denen sich je zwei der

schneiden? der Pyramide schneidet das Dreikant ein sphärisches

Lösung: Aus einer Kugelfläche um die Spitze

Dreieck mit den Seiten

aus. Die Winkel zwischen den Seitenflächen sind die Winkel des

sphärischen Dreiecks, die gesuchten Winkel zwischen den Kanten sind seine Seiten. Die Bestimmung der Winkel entspricht der 2. Grundaufgabe. Die 2. Lösung liefert:

Beispiel B Funkpeilung Durch Funkpeilung von zwei festen Stationen und und wurden die Azimute

der von einem Schiff ausgesandten Funkwellen gepeilt.

Gesucht sind die geographischen Koordinaten des Standortes

des Schiffes. Die in der Nautik unter

dem Namen Fremdpeilung bekannte Aufgabe stellt einen Vorwärtseinschnitt auf der Kugel dar und wird ähnlich dem Vorwärtseinschnitt in der Ebene gelöst. 1. Berechnung im Dreieck : Im Dreieck sind die Seiten

und der Winkel

gegeben. Die Berechnung der Winkel 3. Grundaufgabe. 2. Berechnung im Dreieck die Seite und : Da

und der Strecke

erfolgt gemäß

sind in und bekannt. Berechnung der Seiten sind aus dem Azimut

und die anliegenden Winkel

gemäß 4. Grundaufgabe, 3. Lösung. Die Koordinaten des Punktes oder , also doppelt berechenbar. : Im Dreieck

und der Entfernung gegen 3. Berechnung im Dreieck

sind die zwei Seiten gegeben. und der Winkel ein zweites Mal und die

und der eingeschlossene Winkel Nach der 3. Grundaufgabe, 1. Lösung, werden die Seiten berechnet. Zur Kontrolle werden im Dreieck und der Winkel Breite berechnet. Damit sind die Länge bekannt.

des Punktes

Grenzfall einer nichtperiodischen Funktion
Die Formel (7.107a) kann als Grenzfall der Entwicklung einer nichtperiodischen Funktion trigonometrische Reihe im Intervall für aufgefaßt werden. als Summe in eine

Mit Hilfe der FOURIERschen Reihenentwicklung wird eine periodische Funktion mit der Periode harmonischer Schwingungen mit den Frequenzen mit

und den Amplituden

dargestellt. Diese Darstellung beruht somit auf einem diskreten Frequenzspektrum . Im Unterschied dazu wird mit Hilfe des FOURIER-Integrals die nichtperiodische Funktion vieler harmonischer Schwingungen mit stetig variierender Frequenz eine Entwicklung der Funktion die Dichte des Spekrums: als Summe unendlich

dargestellt. Das FOURIER-Integral liefert somit

in ein kontinuierliches Frequenzspektrum . Hierbei entspricht der Frequenz

(7.107c)

Das FOURIER-Integral ist von einfacherer Form, wenn die Funktion ungerade Funktion ist:

entweder a) eine gerade oder b) eine

(7.108a)

(7.108b)

Beispiel Für die gerade Funktion Darstellung der Funktion zu ergeben sich die Dichte des Frequenzspektrums und die

(7.109a)

und

(7.109b)

Fresnelsche Integrale
Zur Herleitung der FRESNELschen Integrale (14.62)

wird das Integral untersucht.

mit dem in der folgenden Abbildung skizzierten geschlossenen Integrationsweg

Nach dem Integralsatz von CAUCHY gilt:

mit

,

,

Abschätzung von

: Unter Beachtung von

gilt:

Führt man den Grenzübergang

durch, dann lassen sich die Integrale

und

auswerten:

und durch Trennung von Real- und Imaginärteil erhält man die angegebenen Formeln (14.62).

Fundamentalsatz der elementaren Zahlentheorie
Jede natürliche Zahl kann man als Produkt von Primzahlen darstellen. Diese Darstellung ist eindeutig bis genau eine Primfaktorenzerlegung besitzt.

auf die Reihenfolge der Faktoren. Man sagt, daß Beispiel

Hinweis: Analog kann man ganze Zahlen (außer -1, 0, 1) eindeutig bis auf Vorzeichen und Reihenfolge der Faktoren als Produkt von Primelementen darstellen.

Spezieller Fall zweier Funktionen
Zwei Funktionen zweier Veränderlicher und , die beide in demselben Gebiet definiert

sind, werden als abhängige Funktionen bezeichnet, wenn die eine durch die andere gemäß ausgedrückt werden kann. Für jeden Punkt des Definitionsbereiches gilt dann die Identität (2.270)

Existiert keine solche Funktion

oder

spricht man von unabhängigen Funktionen .

Beispiel definiert im Gebiet Funktionen, da gilt. sind abhängige

Hinreichende Konvergenzkriterien
Wenn sich die unmittelbare Berechnung der Grenzwerte (8.77), (8.78a) und (8.78b) schwierig gestaltet oder wenn lediglich nach der Konvergenz oder Divergenz eines uneigentlichen Integrals gefragt ist, dann kann eines der folgenden hinreichenden Kriterien benutzt werden. Hier wird lediglich das Integral (8.77) betrachtet. Das Integral (8.78a) kann durch Substitution von durch auf das Integral vom Typ (8.77) zurückgeführt werden:

(8.79)

Das Integral vom Typ (8.78b) wird in eine Summe aus zwei Integralen vom Typ (8.77) und vom Typ (8.78a) zerlegt:

(8.80)

wobei

eine beliebige Zahl ist. 1. Kriterium: Wenn das Integral (8.81)

existiert, dann existiert auch das Integral (8.77). Das Integral (8.77) heißt in diesem Falle absolut konvergent und die Funktion absolut integrierbar auf der Halbachse .

2. Kriterium: Wenn für die Funktionen

und

mit (8.82a)

die Bedingung (8.82b) gilt, dann darf von der Konvergenz des Integrals

(8.82c) auf die Konvergenz des Integrals (8.82d) geschlossen werden und umgekehrt von der Divergenz des Integrals (8.82d) auf die Divergenz des Integrals (8.82c). 3. Kriterium: Wird (8.83a)

gesetzt und dabei beachtet, daß

(8.83b)

für

konvergiert und für

divergiert, dann kann aus dem 2. Konvergenzkriterium ein weiteres

hergeleitet werden:

Wenn

in

eine positive Funktion ist und wenn eine Zahl

existiert, so daß für

hinreichend große (8.83c)

gilt, dann konvergiert das Integral (8.77); wenn allerdings

positiv ist und eine Zahl

existiert, so daß

(8.83d) von einer gewissen Stelle an gilt, dann divergiert das Integral (8.77). Beispiel . Setzt man ist divergent. , dann ergibt sich . Das Integral

Hinreichende Bedingung für die Konvergenz eines uneigentlichen Integrals mit unbeschränktem Integranden

1. Wenn das Integral

existiert, dann existiert auch das Integral

. Man spricht

in diesem Falle vom absolut konvergenten Integral und von der absolut integrierbaren Funktion betreffenden Intervall. 2. Wenn die Funktion daß für hinreichend nahe bei in dem Intervall gelegene positiv ist, und wenn es eine Zahl

in dem

derart gibt,

-Werte gilt (8.89a)

dann konvergiert das Integral (8.87a). Wenn jedoch derart existiert, daß für hinreichend nahe bei gelegene

im Intervall -Werte gilt

positiv ist und eine Zahl

(8.89b)

dann divergiert das Integral (8.87a).

Algebraische Funktionen
Algebraische Funktionen zeichnen sich durch eine Verknüpfung des Arguments algebraische Gleichung der Form (2.37) aus, wobei Polynome in sind. mit der Funktion über eine

Beispiel d.h.

Wenn es gelingt, eine algebraische Gleichung algebraisch nach folgenden Typen der einfachsten algebraischen Funktionen vor:

aufzulösen, dann liegt einer der

1. Ganzrationale Funktionen oder Polynome: Das Argument wird nur den Operationen Addition, Subtraktion und Multiplikation unterworfen. (2.38)

Insbesondere bezeichnet man und

als Konstante ,

als lineare Funktion

als quadratische Funktion .

2. Gebrochenrationale Funktionen: Die gebrochenrationale Funktion kann immer als Quotient zweier ganzrationaler Funktionen dargestellt werden: (2.39a)

Insbesondere bezeichnet man

(2.39b)

als gebrochenlineare Funktion . 3. Irrationale Funktionen: Außer den bei den gebrochenrationalen Funktionen genannten Operationen tritt hier das Argument

zusätzlich unter dem Wurzelzeichen auf. Beispiel A

Beispiel B

Definition der analytischen Funktion
Eine Funktion heißt in einem Gebiet analytisch , regulär oder holomorph , wenn sie in allen Punkten von , in denen nicht existiert, sind singuläre Punkte von differenzierbar, wenn und .

differenzierbar ist. Randpunkte von Die Funktion Ableitungen nach und in

ist genau dann in

stetige partielle

besitzen und dort die CAUCHY-RIEMANNschen Differentialgleichungen gelten: (14.4)

Real- und Imaginärteil einer analytischen Funktion genügen für sich der LAPLACEschen Differentialgleichung (14.5a)

(14.5b)

Die Ableitungen der elementaren Funktionen einer komplexen Veränderlichen werden nach den gleichen Formeln berechnet wie die Ableitungen der entsprechenden Funktionen einer reellen Veränderlichen. Beispiel A

Beispiel B

Zyklometrische Funktionen (Arkusfunktionen)
Die zyklometrischen Funktionen sind die Umkehrfunktionen der trigonometrischen Funktionen. Sie werden auch inverse trigonometrische und Arkusfunktionen genannt. Zu ihrer eindeutigen Definition wird der Definitionsbereich der trigonometrischen Funktionen in Monotonieintervalle zerlegt, so daß für jedes Monotonieintervall eine Umkehrfunktion erhalten wird. Diese wird