DIE MENSCHENRECHTSBIBEL

Grundsatzerklärungen zur Durchsetzung der Menschenrechte
Autor Hans-Georg Peitl

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VORWORT So wie die Bibel dereinst zu einer Sammlung von Büchern geworden ist, die auf das Erscheinen König Jesus hinwiesen, so ist dieses Werk eine Sammlung von freien Gedanken, wie es möglich wäre, in dieser Welt Miteinander anstatt Gegeneinander zu leben. Es beschäftigt sich mit einem Bogen der Handlungen über die Geschichte, den heutigen Stand der Menschenrechte und Visionen für die Zukunft, wie unsere Welt einfach besser ausschauen könnte. Helfen Sie mit, dass unsere Gedanken nicht nur einfach ein Traum bleiben, sondern ganz langsam zum Aufbau des Reiches Gottes führen. DENN: ALLEINE DA KANN ICH NUR VERLIEREN, ABER GEMEINSAM DA SIND WIR STARK. Vasil Levski
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Inhaltsverzeichnis

Was man über den Autor wissen sollte Menschenrechte politisch gesehen Die Menschenrechte des Jesus von Nazareth Menschenrechte in Österreich Wie Politiker sein sollten Grundsatzerklärung zur Basisdemokratie

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WAS MAN ÜBER DEN AUTOR WISSEN SOLLTE
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Was man über den Autor wissen sollte
KAPITEL 1: VORWORT Ich habe mich mein Leben lang gefragt, ob es klug ist, den Menschen von meinen Träumen und Visionen zu erzählen, nicht, weil ich angenommen hätte, dass diese nicht auch für andere wichtig sind, sondern weil man in der heutigen Zeit hierfür als Spinner abgetan wird. Wer träumt, dass er mit Gott redet ist heute krank. Man sagt er hat eine paranoide Schizophrenie. Zur gleichen Zeit aber leugnet man damit auch die Existenz Gottes oder nimmt an, dass dieser inzwischen gestorben ist. Waren denn all die Propheten von denen uns die Bibel berichtet schwer krank? Und langsam, ganz langsam, nach vielen Jahren Kampf, dafür, es dem Menschen zu sagen, „Hey lebt Miteinander statt Gegeneinander“, frage auch ich mich dieses langsam. So ist dieses Buch ein letzter Schrei nach der Liebe Gottes, nach einer Hoffnung für diese Welt.

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KAPITEL 2: DER AUTOR
Genau genommen, hätte ich mich dies schon mein ganzes Leben lang fragen können. Meine Großmutter, die eine herzensgute Frau war, hatte uns Kindern so häufig erzählt, dass sie an Jesus glauben würde, wenn dieser nicht ein Jude gewesen wäre, dass ich vor dem Rätsel stand, ob Jesus eigentlich gut, oder schlecht gewesen war. Meine Eltern, die er einstmals Pfarrer hatte werden wollen und sie als Lehrerin Religionsunterricht erteilte, hatten nichts besseres zu tun, als sich zu Hause zu prügeln. Was für mich die Glaubwürdigkeit Jesu deutlich erschütterte. Schließlich ließen sie sich scheiden und nach einer neuerlichen Verheiratung meines Vaters, stand ich schließlich ganz ohne Familie da. So waren also die Christen. Und trotzdem, trotz aller Zeichen dagegen zeigte mir eine innere Stimme, dass da irgendetwas existieren müsste. Etwas was die Welt geschaffen hatte. Und irgendein Sinn für die Welt. Das hinderte mich zwar nicht daran, mit 14 Jahren einer rechtsgerichteten Wehrsportgruppe bei zu treten und mit dieser gemeinsam Hasen und Rehe jagen zu gehen, es hinderte mich aber daran, dabei selbst Gewalt zu gebrauchen. Und so lebte ich den Zwiespalt zwischen der mich umgebenden Gewalt und dem Wissen, dass da wohl einer war.

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KAPITEL 3: ES BEGANN MIT EINEM TRAUM
Vielleicht hätte ich mein Leben lang in diesem Zwiespalt gelebt, hätte ich nicht diesen Unfall gehabt. Ich war zu dieser Zeit leidenschaftlicher American Football Spieler. Bedauerlicherweise aber, waren meine Eltern nicht bereit, mir eine Rüstung zu besorgen, so dass ich ohne Rüstung trainierte. Beim Match borgte man mir dann meistens eine von einem Spieler, der sich verletzt gerade hatte. Trainiert wurde damals auf einem Rübenacker, auf welchem wir längs unsere Tore aufstellten und welcher quer ein Fußball Feld war. So lief man, wenn man so wie ich right receiver war, manchmal Millimeter an einer Torstange vorbei, die aus Stahl gebaut war. Und so kam es, dass mich ein Mitspieler eines Tages gerade an dieser Stelle takelte und ich ohne Rüstung mit voller Wucht auf die Torstange stürzte. Ich weiß nicht wie lange diese Situation brauchte, aber plötzlich sah ich mich von oben. Und als ich mich umblickte, war vor mir ein hoher weißer Berg, den ich zu besteigen begann. Auf meinem Weg aber da fand ich eine Hütte, die von einem alten kranken Mann bewohnt war, der mich herein bat. Und so begann meine Vision.

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KAPITEL 4: DIE RÄTSELHAFTE BEGEGNUNG
Der alte Mann bat mich herein und bot mir, anders wie heute, wo man mir wohl eher einen Glühwein oder Rum angeboten hätte, einen Tee an, schön warm und mit Zitrone. Dann bat er mich an einem alten Holztisch Platz zu nehmen. Ich sah mich in der Hütte um. Der alte Mann war wohl sehr gläubig, denn ich sah darinnen Zeichen einer jeden Weltreligion: Ein einfaches Holzkreuz, auf welchem kein Jesus hing, ein Halbmond, eine geschnitzte Kuh u.v.a. Außerdem standen überall an der Wand Regale mit Büchern. Schwere alte Bücher und ganz moderne, wie "Jesus in schlechter Gesellschaft" von Adolf Holl. Ich sah mich um. Es waren bis auf paar Ausnahmen lauter theologische Bücher. Bücher von allen Weltreligionen. Die Ausnahmen aber faszinierten mich. Da standen Werke wie: Francis Hitchings letzten Rätsel unserer Erde, Stephen Hawkings und einige andere Bücher über Wirtschaft und die Gesellschaft. Ich fragte mich ob der Mann all diese Bücher gelesen hatte. Und um hierfür eine Antwort zu finden, beschloss ich, mein Gegenüber einmal genauer zu betrachten. Obwohl ich an seinen langen weißen Haaren feststellen konnte, dass mein Gegenüber sehr alt war und wohl eher der heute würde man sagen alternativen Szene angehörte, war es mir beim besten Willen nicht möglich, sein Alter auch nur im Entferntesten zu schätzen. Ein weißer Vollbart zierte sein Gesicht und tiefe Sorgenfalten zeichneten seine Augen. Trübe alte Augen, die wohl schon viel gesehen hatten. Während ich ihn aber noch musterte, begann er zu sprechen.

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KAPITEL 5: DER ENGEL VON EPHESUS
"So sterben also heute Engel," meinte er traurig. "Früher, da gingen sie gesittet hin und berichteten, was ihnen gesagt worden war. Und heute? Heute bringen sie ihr eigenes Leben in Gefahr." Ich sah den alten Mann verwundert an. Von Engeln hatte ich schon viel gehört und sie auch auf vielen Bildern berühmter Maler gesehen. Menschen mit Flügeln auf dem Rücken. Ich fragte mich folglich, welchen Engel er sterben hatte sehen und wartete gespannt was er weiter erzählen würde. Er machte eine lange Pause, bevor er weiter sprach: "Ich kann dir nicht helfen. Du musst noch einmal zurück. Nicht aus zu denken, wenn deine Aufgabe niemand erfüllen würde. Und was der Himmel von dir will, kann niemand andere so gut wie du." Jetzt war ich vollkommen überwältig. Statt einer Antwort aber, holte der Mann ein Buch, auf welchem Engel geschrieben stand aus dem Regal. Und er öffnete das Buch, an der Stelle: Der Engel von Ephesus. Und dann zeigte er mir ein Bild. Und als ich hinsah, da sah ich mich. Ich aber fragte mich nur, wie ich in dieses Buch gekommen war und schloss meine Augen.
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KAPITEL 6: ENGEL AUS FLEISCH UND BLUT
Als ich wiederum aufblickte, war der Mann verschwunden. Ich saß auch nicht mehr bei einer Tasse Tschei auf einem Berg, sondern lag im Dreck auf dem Fußballplatz auf welchem ich an diesem Nachmittag American Football gespielt hatte. Um mich standen alle meine Kameraden und blickten besorgt aber glücklich auf mich, als ich die Augen öffnete. Wenig später erschien dann auch die Rettung, die mich ins Krankenhaus brachte, in welchem ich vorerst einmal mich richtig erholen durfte. Am Abend kam dann mein Vater um zu schauen, wie es mir ging und ich bat ihn darum mir am nächsten Tag eine Bibel mit zu bringen. Was er auch tat. So machte ich mich zum ersten Mal auf die Suche nach dem Engel von Ephesus.

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KAPITEL 7: WAS IN DER BIBEL STEHT
Für einen Menschen, der in seinem Leben noch nicht viel Bibel gelesen hat, ist es gar nicht so einfach, eine bestimmte Person aus der Bibel aus zu forschen. Zwar wusste ich, da ich als Kind regelmäßig in den Kindergottesdienst geschickt worden war, dass Engel sowohl im Alten als auch im Neuen Testament vorkommen, nur der Engel von Ephesus war mir bis dato unbekannt. Ich begann folglich beim ersten Buch Mose zu lesen und überflog in den nächsten 3 Tagen die gesamte Bibel. Und irgendwann landete ich auch beim Buch der Offenbarung, wo geschrieben steht: Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe: Das sagt, der da hält die sieben Sterne in seiner Rechten, der da wandelt mitten unter den sieben Leuchtern: Ich kenne deine Werke und deine Mühsal und deine Geduld und weiß, dass du die Bösen nicht ertragen kannst; und du hast die geprüft, die sagen, sie seien Apostel, und sind es nicht, und hast sie als Lügner befunden, und hast Geduld und hast um meines Namens willen die Last getragen und bist nicht müde geworden. Aber ich habe gegen dich, dass du deine Liebe verlässt. So denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Busse und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich über dich kommen und deinen Leuchter weg stoßen von seiner Stätte - wenn du nicht Busse tust. Aber das hast du für dich, dass du die Werke der Nikoaliten hassest, die ich auch hasse. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der im Paradies Gottes ist. Ich hatte den Engel von Ephesus gefunden. Seine Aufgabe ist die Prüfung der Geister. Zu helfen, dass der Mensch heute wieder an den Aufbau des Reiches Gottes in dieser Welt glaubt und sich nicht irreführen lässt von den Mächten des Bösen in der Kirche, die auf eine andere Welt verweisen. Keine gar angenehme und einfache Aufgabe. Doch nun wusste ich es sicher: Was ich gesehen hatte, dass war real.
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KAPITEL 8: VON ÄRZTEN UND PSYCHIATERN
Was macht einem kleinen Jungen von 14 Jahren wohl mehr Spaß, als Erwachsenen Dinge zu erzählen, die diese noch nicht wissen. Also erzählte ich meinem Doktor bei der nächsten Visite was ich herausgefunden hatte. Ich hätte mir allerdings ein anderes Ergebnis erwartet. Was darauf folgte, waren Termine beim Krankenhaus eigenen Psychologen, weil man sich Sorgen machte, dass ich psychisch durch den Unfall einen Schaden genommen haben könnte. Als ich sah, wie sich meine Geschichte auswirkte, beschloss ich zu schweigen. Legte mir eine Rutsche und erzählte, ich hätte wohl nur geträumt. Es war aber auch das erste Mal, dass ich erkannte: Ärzte glauben nicht an die Bibel

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KAPITEL 9: UND NAHM AN WEISHEIT ZU
Obwohl ich mit meiner Anschauung und meiner Berufung anfangs nur auf Zweifel stieß, entschloss ich mich, mich weiter intensiv mit der Bibel auseinander zu setzen. Sehr hilfreich hierfür war ein Besuch meiner Person auf meiner späteren Bibelschule Schloss Klaus, den mein Vater ermöglicht hatte, da er sich um mich Sorgen machte und ein Vortrag meines späteren Schulvorstandes Peter Wiegand: Entweder ist alles was in der Bibel steht wahr, dann haben wir das größte Buch der Welt vor uns, oder es stimmt nur zum Teil, dann können wir es dem Feuer übergeben, denn dann wissen wir nicht, was wir glauben sollen. Dies war für mich das überzeugendste Argument für die Heilige Schrift. Sollten so viele Autoren einfach wahnsinnig gewesen sein? Ich konnte mir folglich gewiss sein, dass, würde ich den Schlüssel der Bibel finden, ich Gott ganz verstehen und vertrauen könnte. Und wie oft hatten Menschen in dieser Bibel mit Gott gesprochen. Meine anfänglichen Zweifel, ob ich noch normal war, wichen dem Wissen: Auch andere Menschen hatten schon selbiges erlebt. Mir wurde bewusst, dass Zweifler nur deshalb zweifelten, um ihr Kreuz nicht auf sich nehmen zu müssen. Mir wurde bewusst, das Reich Gottes war mitten unter uns, war zu uns gekommen und es war unsere Aufgabe mit den Kenntnissen der Heiligen Schrift, den wichtigsten zwei Geboten und der Bergpredigt daran zu arbeiten. Den Menschen ein Miteinander anstatt des Gegeneinanders bei zu bringen.

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KAPITEL 10: UND ES ERKLANG EINE STIMME
Nie werde ich den einen Abend im September des Jahres 1987 vergessen, an welchem ich mit zwei Freunden (Claudia und Andreas) durch die Strassen unserer kleinen Ortschaft schlenderte. Obwohl es erst sieben geworden war, war es überraschend dunkel für diese Tageszeit. Kein Stern und kein Mond leuchteten uns den Weg und die Sonne war schon seid einer Stunde gesunken. Völlige Dunkelheit umgab uns. Nur vereinzelt huschten Menschen über die Strasse. Da wurde es plötzlich hell. Und als wir nach oben blickten, durchfuhren grelle Blitze den Himmel. Ein Taxler stieg aus seinem Wagen und lief in Panik davon und eine alte Dame kam voller Angst zu uns und fragte, was dies wäre, sie hätte so etwas noch nie zuvor gesehen. Ich aber hörte eine Stimme, die mir sagte: Wohlan deine Zeit ist gekommen. Fange nun zu wirken an. Und als ich später mit Andreas und Claudia sprach wurde mir bewusst: auch sie hatten die Stimme gehört. Spätestens jetzt war ich mir meiner Berufung ganz bewusst.

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KAPITEL 11: DIE URRELIGION
Es war der Tag, an dem ich zu wandern begann. Hatte mein Traum in den Bergen begonnen, vielleicht würde ich dort meine Antwort finden. Ich suchte nämlich nach dem Grund, warum so viele Menschen über ein Thema, die Religion, streiten können, ja sich sogar bekriegen und gegenseitig erschlagen. Dabei zeigt die Bibel, aber auch der Talmut und der Koran klar auf: Du sollst nicht töten Ich fragte mich, ob die Menschen denn überhaupt verstanden, was in ihrer Bibel geschrieben stand und ob es mir möglich wäre die Bibel zu verstehen. Und ich lass die Bibel immer wieder und wieder. Und um so mehr ich sie las, um so bewusster wurden mir einige Punkte: 1.) Jesus hat nie behauptet Gott zu sein oder größer als wir, sondern er sah sich gleich. Wir alle sind Gottes Kinder. 2.) Jesus hat nie behauptet, dass wir auf sein Reich warten sollen, sondern dass wir es mit ihm gemeinsam errichten sollen. Denn: Sein Reich ist mitten unter uns und hat mit Johannes begonnen. 3.) Er hat darüber gesprochen, dass wir auch unsere Feinde lieben sollen und wie ein Leben miteinander ausschaut (Bergpredigt) Und als mir dieses bewusst geworden war, da sah ich, dass alle Christen logen. Ich sah aber auch, dass wenn die Menschen dies akzeptierten ein Paradies auf dieser Erde möglich ist. Das die wichtigsten zwei Gebote 1.) Liebe deinen Nächsten (auch deine Feinde), wie Dich selbst (aber liebe Dich) 2.) Liebe Gott den Herrn der alles gemacht hat keine leeren Worte sind, sondern ganz einfache Gebrauchsregeln. Dass unter einem Stern alle Menschen leben können.
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KAPITEL 12: UNTER NAZIS
Ich versuchte am Abend des selben Tages meine Botschaft einem Freund, der sich in der rechten Szene herumtrieb zu erklären. Erwin Grössenbrunner, dessen Familie ihren Namen nach dem Krieg von Kaltenbrunner auf Grössenbrunner ändern hatte lassen, hatte sich nach einem Aufenthalt in einem Trainingscamp der Blood and Honors zu einem der leitenden Menschen der rechten Szene in Österreich gemausert. Er war auch der einzige Kontakt, den ich mit dieser Szene pflegte. Ansonsten hatte ich mich schon vor eineinhalb Jahren dazu entschlossen lieber demokratisch im Rahmen einer bürgerlichen Partei, der Freiheitlichen Partei Österreichs mit zu wirken. So kam es nur noch zu gelegentlichen Treffen mit Erwin auf ein oder zwei Bier bei unserem Stammchinesen. An diesem Abend fragte ich Erwin, dass wenn Gott alle Menschen geschaffen hätte, warum diese dann seiner Meinung nach nicht gleich seien. Es wurde eine lange heftige Diskussion die darin mündete, dass Erwin und ich überein kamen, dass es in einem jeden Volk gute und schlechte gibt. Ich habe später erfahren, dass in dem halben Jahr in dem er noch lebte (er starb leider bei einem Autounfall), er dieses auch vielen anderen weitererzählte. Auch wenn er bis zum Ende kampf- und gewaltbereit geblieben ist, einige seiner ehemaligen Kameraden tragen wohl bis heute dieses Gedankengut in sich. Ich hoffe, dass Gott auf sein Herz und nicht auf seine Taten blicken wird.

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KAPITEL 13: DAS WICHTIGSTE GEBOT
Wie schwierig es oft ist, nach den Geboten Gottes zu leben, musste ich ein halbes Jahr später erkennen. Ich hatte seit einem Jahr eine Freundin mit der ich bei einer befreundeten Familie untergekommen war. Da ich meine Schule aufgegeben hatte, hatten mich meine Eltern hinausgeschmissen. Ein Ex-Freund von ihr belästigte sie laufend und da ich nicht gerade viel Geld verdiente, ich hatte aus Gründen der Schwangerschaft meiner Freundin die Schule erstmals beendet (später habe ich dann die Ausbildung fortgeführt und studiert) war sie laufend beim überlegen zu ihm zurück zu kehren. Irgendwann tat sie das dann auch. Und ich, ich war zornig. Wollte ich doch für sie und meine Kinder da sein. Ich versuchte folglich mit ihrem Ex-Freund zu reden, der mich einfach nahm und an einen Kasten drückte bis mir die Luft weg blieb. In meiner Not wandte ich mich an Erwin und bat ihn um Hilfe. Und er nahm ein paar Jungs und machte nächtens einen Besuch bei dem Ex-Freund meiner Freundin. Was in dieser Nacht passierte weiß ich nicht genau, ich weiß nur ich erhielt um Mitternacht einen Anruf, dass meine Kinder tot wären. Meine Freundin habe ich nie wieder gesehen. Und obwohl ich nicht genau weiß, was wirklich passierte, fühle ich mich bis heute schuldig. Ich selbst hatte die Liebe zu meinen Kindern missverstanden.

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KAPITEL 14: ÜBER DIE NATUR
Inzwischen hatte ich mich von der rechten Szene endgültig distanziert und interessierte mich mehr für Umweltschutz. Ich war auch zu meinen Eltern reumütig zurückgekehrt und besuchte wieder die Schule. Und so dachte ich wie so oft schon über unsere Umwelt nach. Obwohl wir alle natürlich essen wollen, schmeißen wir tonnenweise Chemie in die Natur. Ob Dünger oder Rauchfanggase. Zwar hat Gott, geht man von der Annahme aus, dass jeder Gedanke bei Gott entspringt, die Chemie auch erschaffen, ich glaube aber nicht, dass er uns beauftragt hat, diese gegen seine Tiere und Pflanzen ein zu setzen. So lud ich mir mehrere Menschen, die mir zu diesem Thema Fragen beantworten konnten zu mir in unser Familienhaus in die Südstadt ein. Bis heute bin ich überrascht, dass es Naturschützer gibt die Rauchen und dass sich die Anschauung: Ich möchte kein Tier töten, also töte ich lieber Pflanzen für viele dieser Aktivisten als logisch erweist. Erstaunlich, dass der Mensch ohne Mord einfach nicht leben kann. Ich selber liebe die Natur, halte unsere Wälder rein und freue mich darüber was Gott uns alles Gutes geschenkt hat.
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KAPITEL 15: WAS BEDEUTET POLITIK
Ich begann mich für Politik zu interessieren. Politos, dass Volk, so hat man mich gelehrt, sind soweit ich weiß alle Menschen, die in einem Land leben. Das Volk. Um so überraschter bin ich, wenn ich mir die Politiker anschaue und feststelle, dass diese, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt sind, sich selbst zu vertreten, nur für ganz ausgewählte Menschen Zeit zur Vertretung haben. Nur alle fünf Jahre, dann nämlich wenn Wahlzeiten sind, dann tun sie so, als hätten sie versucht für alle da zu sein. Es liegt daher wohl am Politos, am Volk, über diese Menschen zu richten. Eine andere Form von Politikern sind Journalisten und Sozialarbeiter. Sie haben die Aufgabe die Probleme auf zu zeigen, die die Politiker übersehen haben. Um so sinnloser sind Journalisten und Sozialarbeiter die sich von der Politik kaufen lassen, da sie dadurch weder Politikern noch dem Volk wirklich helfen. Sie sollen von den Parteien gerichtet werden. Eine dritte Sorte von Politikern sind die Theologen. Sie sollen dem Volk vermitteln was Gott erwarten würde wie man miteinander lebt. Traurig wenn sich viele Theologen mit einer der anderen Gruppen verwechseln. Sie sollen von Gott gerichtet werden. Ich aber gehöre zu allen drei Gruppen und daher gehen alle anderen auf mich los.
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KAPITEL 16: DIE SÜNDEN DER KIRCHE
Jesus Christus sagt eindeutig, dass wir seine Brüder und der Vater größer ist als er. Er sagt zwar auch, dass wer ihn sieht den Vater sieht, das bedeutet aber nicht, dass Jesus der Vater ist. Es wären auch viele Stellen der Bibel einfach unlogisch und würden ein schiefes Bild auf Jesus werfen, wäre Jesus der Vater. Im Garten Gezemaneth bittet Jesus den Vater darum den Kelch an ihm vorüber gehen zu lassen. Was auf eine hochkarätige Schizophrenie Jesu schließen ließe, wäre er der Vater. Am Kreuz meint er letztendlich: "Vater, Vater, warum hast du mich verlassen". Er fühlt sich folglich in diesem Moment nicht mehr wirklich mit dem Vater verbunden. Trotzdem erklärt uns die Kirche, dass Jesus Gott und daher der Vater ist, lässt ihn seit zweitausend Jahren am Kreuz hängen und ist nicht bereit den Menschen die Botschaft vom Reich, welches Jesus mitten unter uns errichten wollte zu vermitteln. So fühlt sich auch kein Mensch wirklich dazu genötigt, sein Kreuz auf sich zu nehmen und Jesus zu folgen. Solange dieses aber so ist, wird das Reich Jesu nie wirklich zu uns kommen. Auch dann nicht wenn wir im Vater unser: "Dein Reich komme" beten. Wir sind zur Aufbauarbeit nämlich selber gefragt.
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KAPITEL 17: NEHME DEIN KREUZ AUF DICH
Jesus ging davon aus, dass Liebe gegen aller Vernunft auch das härteste Herz zum Umdenken veranlassen würde. Ganz ehrlich, haben Sie, obwohl ich mit der erwähnten Straftat drei Kapitel zurück (Mord, Körperverletzung, etc. Ich weiß es nicht, war ich doch selber nicht beteiligt) nichts zu tun habe, sich nicht gedacht, er ist folglich ein Rechtsradikaler und Mörder. Gedanklicher Mord und Rufmord! Jesus fordert dazu auf, selbst seine Feinde zu lieben, zu teilen, wo immer es möglich ist (in diesem Sinne würde das Wunder der Speisung der Fünftausend auch deutlich mehr Sinn ergeben), nicht zu richten (um nicht selbst gerichtet zu werden), die andere Wange hin zu halten, wenn einer gegen dich Gewalt anwendet und vieles mehr. Oder wie er es selber nennt: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", "tue niemanden etwas was du nicht möchtest, dass man dir tut", sprich in der Liebe zu verharren, auch wenn der Andere dich hasst. Da dies aber eine sehr schwierige Übung ist, so hat sich das Prinzip des Jesus von Nazareth bis zum heutigen Tag nicht durchgesetzt. Auch Sie selbst neigen noch dazu anders zu handeln. Vielleicht wäre es endlich an der Zeit die Worte des ersten Humanisten zu realisieren.
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KAPITEL 18: VON ZWEIFLERN UND TRICKBETRÜGERN
So erscheint es manchmal einfacher, dass richtige Verhalten von anderen ein zu fordern, als es selber zu leben. Ich habe viele Prediger erlebt, die mich darauf hinwiesen, was ich nicht alles falsch machen würde und ich zerbrach immer und immer wieder an den Worten der Intoleranz, bis mir bewusst wurde, dass ich die Kritik als das nehmen muss, was es in Wahrheit ist: "Ein Arbeitsauftrag". Seitdem versuche ich an einem jeden Tag ein Stück Christus ähnlicher zu werden, oder wie es die Freimaurer sagen würden "Vom rauen zum glatten Stein zu werden". So habe ich erkannt, dass das Ziel vielen Menschen und Gruppen sehr wohl bewusst ist. Die Frage darf maximal sein: Wann fange ich damit bei mir selber an. Ich möchte aber auch ehrlich bekennen, dass ich hierbei bis heute meine Fehler mache und schaffe es nicht immer in Toleranz zu bleiben oder mich über die Fehler meiner Umwelt nicht zu ärgern. Ich ärgere mich über Menschen die sich im Leben vordrängen und ich länger bei der Kassa warte. Ich ärgere mich, wenn einer ganz offensichtlich lügt. Ich ärgere mich, wenn einer nicht mithelfen will. Und manchmal bin ich hierbei richtig verzweifelt. Und dann, dann lese ich meine Bibel und erkenne, auch Jesus nahm an Weisheit zu. Er lernte sein ganzes Leben. Die Frage: Magst nicht auch du anfangen dich mit deinen Fehlern zu akzeptieren und zu lernen?

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KAPITEL 19: PROJEKT KINDERHILFE
Ich habe bisher mein ganzes Leben in einem Spannungsfeld gelebt. Meine Frau sagt immer, ich bin enorm vielseitig und das stimmt auch. Ich interessiere mich für Sport, Religion, Politik, Journalismus, EDV, Sozialarbeit, u. v. a. und am Liebsten wäre ich überall der Beste. Und dann sehe ich Menschen, die machen ihre Arbeit in den selben Bereichen einfach besser. So startete ich 1992 ein Projekt für allein erziehende Mütter und Väter und wahrlich, mein ganzes Herzblut hing an diesem Projekt. Und dann kamen Menschen, die mir dabei helfen wollten. Und auch sie gaben ihr Bestes. Sie studierten meine Arbeit, bis sie sie genau verstanden hatten, investierten mehr Geld und schließlich, ich hatte es kaum gemerkt übernahmen sie meinen Laden mit Second Hand Gütern und arbeiteten an meiner Stelle weiter. Zuerst war ich zutiefst enttäuscht. Und dann sah ich, wie erfolgreich sie waren und wie vielen Menschen dadurch geholfen wurde. Und als ich tief in mich ging, musste ich erkennen: So gut hätte ich diese Arbeit nie machen können. Und ich begann mit Gott zu hadern, warum er diese Idee mir gegeben hatte. Bis ich erkannte: Gott hatte mir diese Aufgabe gegeben um anderen zu helfen ihre Arbeit für Menschen zu starten. Manchmal reicht es, wenn man selbst Katalysator ist.

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KAPITEL 20: SARAJEVO 92
Es gibt Momente, in denen hat man Angst. So entschloss ich mich 1992 Klaus Kufner, einem erfahrenen Kriegsjournalisten mit einer Ladung Kindermedikamente nach Sarajevo zu folgen. Ich wollte in der Stadt des Todes glückliche Kinderaugen sehen. Wir waren noch nicht einmal wirklich im Kampfgebiet, als es mir plötzlich hoch kam. Es war der Moment, in denen ich mit Menschen sprach, die dem Krieg gerade entkommen waren. Mitten aus dem Krieg in ein Flüchtlingslager in Split. Und umso mehr ich zuhörte, um so mehr bekam ich Angst. Meine Bedenken wurden riesig. Und als meine Bedenken zu groß wurden, da wurde mir bewusst, ich musste umdrehen. Und ich nahm den nächsten Bus zurück nach Wien und stellte dort Medikamente für eine weitere Fahrt auf. Klaus Kufner und mein Bruder fuhren weiter und als sie aus dem Kampfgebiet zurück gekommen waren, erfuhr ich, dass man sich in Sarejevo so gefreut hatte, dass es sogar zu Fernsehaufnahmen gekommen war. Und ich haderte mit Gott, dass er mir den Mut nicht geschenkt hatte. Als ich aber lange darüber nachgedacht hatte, wurde mir bewusst: Hätte mir nicht der Mut gefehlt, hätte in Wien niemand Medikamente gesammelt. So aber brach Klaus Kufner gleich mit der nächsten Fuhre auf und es konnte in der Folge vielen Menschen geholfen werden. Manchmal ist dein Platz nicht an der Front, sondern dort, wo Gott dich wirklich braucht.
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KAPITEL 21: PROJEKT EINKAUFSTELEFON
Im Jahr 1993 hatte ich wieder eine blendende Idee. Ich stellte nämlich fest, dass viele alte Menschen ihren Lebensabend zu Hause genießen können, wenn jemand da ist, der ihnen hilft einzukaufen. Heute machen dieses Heimhilfen, 1993 war dieser Punkt noch nicht wirklich geklärt. Und ich erfand ein Einkaufstelefon und war stolz, endlich wieder ein neues Projekt mein Eigen zu nennen. Während ich aber noch an meinem Projekt arbeitete, kamen Menschen auf die Idee, dass man dieses Projekt wirtschaftlich bestens nutzen konnte. Hatte ich noch Sammelbestellungen mit einem Auto ausgeliefert, so nutzte der Nächste Studenten für Hauszustellungen und letztendlich kamen auch die Supermärkte darauf, dass sie sich von ihren Mitbewerbern abheben könnten, wenn sie selbst die Waren zu ihren Kunden nach Hause brächten. Ich entschloss mich darauf, mein Projekt in einer anderen Stadt neu zu versuchen. Wieder mit dem selben Ergebnis. Bis ich schließlich erkannte: Nicht jede wichtige Aufgabe hat Gott auch für Dich bestimmt

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KAPITEL 22: WELT KINDER FRIEDENSKONFERENZ
Besonders daneben griff ich 1994 als mich Klaus Kufner darum bat, ihm bei der Organisation einer Weltkinderkonferenz zu helfen, die im Rahmen der UNO Konferenz in Wien stattfinden würde. Erst plante man ein Kinderlager auf einem Zeltplatz nahe bei Tulln, für welches mich Kufner ersuchte einen Speiseplan zu erstellen. Da ich mich seit dem Jahr 1988, in welchem ich die Bibelschule Schloss Klaus absolvierte, auch für die Planung für Ausspeisungen für mehrere hundert Kinder geeignet erachte, sagte ich ihm zu. Eine Woche später war der Speiseplan fertig. Als ich ihm diesen übergeben wollte, musste ich feststellen, dass sich die Situation geändert hatte. Nunmehr plante man die Kinderkonferenz in einem nahe bei Wien gelegenen 5Sterne Hotel. Das neu zu lösende Problem war es, den Transport vom Flughafen zum Hotel zu garantieren. Und wieder sagte ich zu. Schließlich kam die Gruppe auch an und die Konferenz ging reibungslos über die Bühne, bis die UNO Beauftragte Theresa Vanini aufgefordert wurde zu zahlen. "Excuse me, no money" (Entschuldigung, kein Geld), meinte sie lächelnd, und da sie Immunität besaß reiste sie einfach wieder ab. Ich aber musste erkennen: Manche Aufgaben sind einem einfach zu groß
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KAPITEL 23: EIN GAR BOMBENREICHES JAHR
Noch katastrophaler endete 1997 eine Recherche im Bereich Briefbomben. Klaus Kufner, dem ich nach einiger Zeit die Kinderkonferenz vergeben hatte, hatte mich gebeten ihm in meiner Abwesenheit (ich war beruflich viel auf Reisen) meine Wohnung in Wien unter zu vermieten. Ich weiß nicht was mich veranlasste, eines Tages nach dem Rechten zu sehen. Und als ich dort läutete, öffnete mir ein älterer Herr, den mir Klaus Kufner als Gerhard Pawlikowski vorstellte. Dann nahm Klaus Kufner mich zur Seite und erklärte mir, dass dieser Mann der Briefbomber wäre. Da ich mich mein Leben lang schon für Journalismus interessiere, entschloss ich mich, diese Informationen zu überprüfen. Bald stellte ich fest, dass sich wirklich viele Menschen im Umkreis des Gerhard Pawlikowski über die Briefbomben in Österreich unterhielten. Später erfuhr ich, dass Kufner alle diese Menschen mit seinem Thema angesteckt hatte, aber: Schließlich fragte auch die Presse vertreten durch Bernd Ender, Robert Altenburger vom ORF-Report , Thomas Vasek vom Profil und Henning Schassach vom NEWS bei mir an. Und ich sah meine große Chance, für den Einstieg in den Journalismus gekommen. Wie überrascht war ich in der Folge, dass ich eine Woche später erfuhr, selbst unter Verdacht zu stehen. Schließlich verlor ich meinen Job beim BILLA Konzern mit der Aussage: "Wir haben Angst in die Presse zu kommen". Es war der Moment, in welchem ich erfuhr, wie mächtig die Presse ist. Ich erkannte aber auch die Falschheit von so manchem Journalisten.
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KAPITEL 24: WAS UNSERE PRESSE BEHERRSCHT
Es gebe sicherlich genug Grund auf all diese Journalisten böse zu sein, weil sie ihre Arbeit nicht ordentlich gemacht haben. Denn, nur weil die Presse einen Mann verdächtigt auch sein Umfeld gleich mit in eine der größten Causa Österreichs mit hinein zu ziehen, vor allem dann wenn man dieses Umfeld erst selbst künstlich geschaffen hat, erscheint mir als äußert fragwürdig. Trotzdem bin ich diesen Menschen nicht böse, sondern sie tun mit leid. Und das kommt so. Ein Journalist, besonders einer von einer Tages- oder Wochenzeitung ist verpflichtet, zu jeder Ausgabe seinen Beitrag zu leisten. Es gibt aber Monate, in denen fällt einfach nichts im Sinne des Verlages wirklich Wesentliches vor. Und dabei muss man erwähnen, dass es einem Verlag ja nicht reicht, dass ein Journalist über menschliche Themen schreibt, sondern es müssen Sensationen sein, die die Auflagenzahl erhöhen. So holen sich viele Journalisten "einen Rat" von der Politik. So geschehen auch in der Briefbomben causa, der Causa Prima des Jahres 1997. Innenminister Caspar Einem wusste einfach nicht weiter. Anscheinend war für ihn der spätere Briefbombenattentäter Franz Fuchs einfach zu geschickt. Es ist aber auch nicht leicht, einen Täter zu überführen, der hellsichtig ist und anders hätte er im Jahr 1995 nicht 3 Tage bevor ein Artikel im FORVM (das im übrigen anscheinend kaum einer gelesen hat) erschienen war (der Dritte Mann von Gerhard Altenburger), zu diesem Artikel schon gratulieren können. Also brauchte Caspar Einem die Presse. Und diese suchte für ihn nicht einen, sondern ein paar hundert Täter. Manche hiervon deshalb, weil sie mit einem Computer umgehen können und sich für Datenschutz interessieren. So geschehen im Fall Pawlikowski. Eben sehr ungeeignete Täter eben. Die Presse hat etwas zu schreiben und das Innenministerium konnte vermelden: Wir haben eine heiße Spur. Was aber aus den hunderten von Menschen wurde, die man unschuldig verdächtigte ist hierbei egal. Das ist die Gefahr der Pressearbeit
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KAPITEL 25: DAS TEMPLER HILFSWERK
Vielleicht wäre ich auf ewig in dem Sumpf des Jahres 1997 stecken geblieben, (fragten mich doch meine eigenen Freunde und meine eigene Mutter, ob ich es wirklich gewesen wäre und ob ich nicht doch wenigstens ein bisschen etwas mit der Briefbomben Angelegenheit zu tun haben würde, vielleicht ein kleines bisschen, sprich, sie kannten mich so schlecht, dass sie mich für schuldig hielten) hätte ich in dieser Zeit nicht Consul Carl Mani Winter vom Templer Ritterorden kennen gelernt. Carl war ein sonderbarer Mensch, weil er immer auf sich selbst bezogen war. Er stand eines Tages bei mir im Geschäft in der Gottschalkgasse 11, welches ich mit einem Partner gegründet hatte Der Zwischenfall des Jahres 1997 hatte es mir nämlich schwer gemacht in Wien Arbeit zu finden und nach einer privaten Episode in Graz, bei welcher ich aus Liebe zu einem Mädchen fast umgekommen wäre, stand ich ohne irgend etwas zu besitzen wieder in Wien. Also eröffnete ich mit der Hilfe einiger Freunde (in der Not scheiden sich die Freunde von den Feinden die man lieben soll. Guter Test: Sagen sie ihren Freunden einmal, dass sie pleite sind und ob sie ihnen helfen könnten. Dann bleiben nur die guten Freunde) einen kleinen EDV Laden im 11. Bezirk. Er stand da und sah mich und meinen Partner groß an. Dann begann er zu sprechen, stellte sich vor und kam gleich zum Thema. Er hatte in der Gottschalkgasse 17 sein Templer Archiv und bräuchte jemand der für ihn das Internet übernehmen würde. Ob wir seiner Sozialeinrichtung einige Stunden kostenlos helfen könnten, er würde uns dafür später Kunden bringen. Wir waren einverstanden. Kunden hat es uns nicht gebracht. Dafür weiß ich heute wer die Templer sind und leite meine eigene Komturei. Und auch, wenn ich das kleine Geschäft in der Gottschalkgasse 11 heute nicht mehr mein Eigen nenne (es ging mir 2 Jahre später ein), so profitiere ich bis heute aus der Mitgliedschaft bei den Templern. Manch eine Aufgabe ist mit Geld ganz einfach nicht zu bezahlen
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KAPITEL 26: DIE TEMPLERKIRCHE
Ich hatte mich folglich dazu entschlossen, aktiv am Templer Ritterorden mit zu arbeiten. Es war auch nicht besonders schwierig, weil Konsul Winter ein Mann war, der gerne auf andere hörte. Man brauchte ihm nur seine Vorschläge zu unterbreiten. So erinnere ich mich an viele schöne Stunden, in welchen wir, während ich die Internetseiten für die Ordensaktivitäten erstellte, Planungen für die Zukunft vornahmen. So planten wir den Aufbau eines eigenen Templer Staates auf einer kleinen Insel in Spanien namens Tavolara, eine Templer Republik um der Welt zu zeigen, wie miteinander leben ausschauen kann, den Aufbau einer Modelagentur, u. v. m. Was mir aber für einen frühmittelalterlichen Orden fehlte, war das Abhalten von Gottesdiensten bzw. Messen. Schließlich fragte ich Konsul Winter danach und wir entschlossen eine Templer Kirche in der großen Neugasse zu gründen. Obwohl in diesen Räumlichkeiten niemals etwas anderes passierte, als Andachten ab zu halten, keine Predigt , kein Abendmahl etc. sind die Templer seither als Sekte verschrien. Kein Theologe, Pastor, Priester etc. hat unsere Räumlichkeiten je betreten. Niemand unsere Theologie abgefragt. Niemand ein Sonderlehrgut entdeckt oder mit uns gesprochen. Ich frage mich nur warum man uns dann für eine Sekte hält.

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KAPITEL 27: BESONDERE MENSCHEN
Vielleicht hat man es leicht, sich im Leben eine besondere Sicht zu erwerben, wenn man viele besondere Menschen kennen lernen darf. So werden mir Begegnungen wie mit Uri Avneri, Gneset Abgeordneter, Autor des Buches "Mein Freund der Feind" und späterer Friedensnobelpreisträger unvergesslich bleiben, der mir bei einem Interview für das Salto erzählte, dass die Juden mit den Palistinänsern gar keine Probleme hätten, wären da nicht auch noch die Zionisten. Oder Gerhard Pawlikowski, den Gründer des Club of Roms, der mir trotz dem, dass man ihn gerade für 14 Tage unberechtigt in Untersuchungshaft genommen hatte, meinte: "Sei Ihnen nicht böse. Sie verstehen es nicht besser. Und meine Zeit kommt bestimmt." Oder Özalan, dem ich durch Zufall in Kurdistan begegnete und der mir zu verstehen gab: "Würde man uns nicht angreifen, hätten wir keinen Grund uns zu wehren. Wir wollen nur in Frieden leben." Oder Udo Jesionek, der mir, obwohl mein Tonbandgerät ausgefallen war, sein eigenes borgte um mir darüber zu erzählen, dass kein Jugendlicher von Grund auf kriminell wäre, sondern die Gesellschaft ihnen keine andere Chance ließe und sich für einen humanen Strafvollzug aussprach. Oder Consul Winter, der mich lehrte, dass der Mensch niemals aufgeben soll und das Kreativität unser Leben belebt. Sprich, ich hatte das Glück, dass ich mir dort ein Weltbild bilden konnte wo Menschen sich mutig in die Gesellschaft gestellt haben und das prägt meine Arbeit bis heute.

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KAPITEL 28: DIE AKTION MENSCHENRECHTE ENTSTEHT
Aus meinen zahlreichen Projekten, Erfahrungen und Begegnungen leitete sich schon bald der Wunsch ab, ein neues politisches System, zum Aufbau des Reiches Gottes auf dieser Welt zu entwickeln. Ein System das die Toleranz fördern und die Faschismen abbauen soll. IN welchem es unwichtig ist, welcher politischen Kraft ein Politiker angehört, sondern vielmehr wichtig ist, was dieser Mensch sagt. Ein System der allgemeinen Politik und der Basisdemokratie. Denn: DIE MACHT GEHT VOM VOLK AUS. Viele haben dieses schon versucht und viele sind letztendlich daran gescheitert, dass es immer wieder andere gab, die sich aus dem werdenden neuen Projekt einen Profit erhofften. Gott Mammon ist auch hierbei der Feind des Menschen. All diese Systeme waren in der Folge zum Scheitern verurteilt, weil der Mensch nicht erkennt, wo er den rechten Weg verlassen hat. So bleibt einem nur, ein neues System zu entwickeln, dass all die Stärken der Vorgängermodelle enthält. Ihr Hans-Georg Peitl Gründer und geistiger Vater der Aktion Menschenrechte für Österreich

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MENSCHENRECHTE POLITISCH GESEHEN

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WAS MAN ÜBER DIE GESCHICHTE WISSEN SOLLTE

Man mag über den Templerritterorden denken, wie immer man mag und man kann seine Auswüchse mögen oder nicht. Tatsache ist, dass kein anderer Orden in den letzten 700 Jahren unsere Welt mehr geprägt hat als dieser. Ob Freimaurer oder Protestant, Unabhängigkeitserklärung oder Entdeckung Amerikas, Rosenkreuzer, Kommunist oder Nationalist, Du findest Deine Wurzeln immer wieder und wieder in diesem einen Orden. Fast alle Systeme stammen aus einem Haus. Einem Haus, dass im Zeichen des Heiligen Grals die Welt veränderte.
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GRUNDBASIS

Kein anderer Wunsch hat die Welt mehr beseelt, als der Traum vom Weltfrieden. Keine Kraft mehr verändert, als die Liebe. Utopia, Atlantis, das Reich Gottes. Alles Ausdrücke der selben Hoffnung, dass der Mensch nicht gegeneinander sondern miteinander leben möge. Nur denkt der Eine sich das in die Vergangenheit, der Andere sich dies in die Zukunft, der Dritte es sich in ferne Welten und wieder andere glauben daran, dass der Mensch sich das Friedensreich selbst erschaffen kann. Der Templer weiß, die Kraft um all dieses zu erreichen, welche auch Gott genannt wird, liegt in uns, liegt in dem tiefen Glauben zu dem Mann, der uns dies vor 2000 Jahren vorgelebt hat. Liebe deinen Nächsten (auch deine Feinde) wie dich selbst, (aber liebe dich), und liebe Gott den Herrn (der Alles gemacht hat).
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Und um den Menschen das zu erklären, dient der Kampf mit dem geistigen Schwert.

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DER GEDANKE
Am Anfang war die Erkenntnis, dass Glaube Berge versetzt, dass alles was man denkt auch Wirklich-keit werden kann. Nicht werden muss. Denn unsere Welt ist nicht alleine durch die Gedanken sondern auch durch die Werke bestimmt. Ein Gedanke ist mächtig. Ein Gedanke kann töten (sich selbst oder andere), aber auch heilen. (Plazebo Effekt). Armeen erstarken alleine durch den Glauben an ein einfaches Symbol (Lanze die Christus durchbohrte) andere zerfallen, weil sie den Glauben verlieren und weil gerade Freitag der 13. ist. Der Gedanke aber kommt aus Gottes undenkbar großer Schöpfungskraft. Was aber zählt, ist nicht alleine der Gedanke. Menschen vergeuden ihr Leben, weil sie in dem Glauben Gott würde ihnen ein Zeichen geben, wenn ihr wirkliches Leben beginnt, sitzen oder stehen bleiben und so niemals Gottes Willen tun. Andere stürmen ohne zu denken los und erleiden Schiffbruch, was aber in der Praxis weniger schlimm ist (siebenmal fällt der Gerechte und steht wieder auf. Wichtig: Und steht wieder auf) Am Anfang aber steht der Gedanke und ist Weg für die ganze Welt.
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DAS SYMBOL
Wir schreiben das Jahr 1870. Die Österreicher und Italiener bieten sich eine bittere Schlacht um das Ufer des Flusses Izonzo. Fast scheint es, als das die Italiener gewonnen haben. Da hebt plötzlich ein Österreicher die gelbe Fahne mit dem zweiköpfigen Adler und stürmt nach vorne. Und die die gerade noch davonlaufen wollten, folgen ihm. Ein einfaches Symbol, ein Adler mit zwei Köpfen entscheidet eine Schlacht. Wie mächtig doch Zeichen manchmal sind. Dabei gibt es Zeichen die die ganze Welt verändert haben (oder verändern wollen): Das Kreuz, das Tatzenkreuz der Templer, das Hitlerkreuz, der Halbmond. Alles vier Symbole, die in der Geschichte leider nicht nur für Aufbau, sondern auch für Gewalt und Irreführung standen. Vier wichtige Symbole, leider falsch belegt. Wie wichtig es doch ist, Symbole richtig zu belegen.

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VOM HEILIGEN GRAL ZUM BAPHOMET
Symbolik spricht eine mächtige Sprache und das ein Marterpfahl kein schönes Symbol für den Weltfrieden ist, dass war den Menschen um 1118 schon klar. Das Kreuz war ein Mahnmahl. Erschwerend kam dazu, dass die Menschheit durch das über 1000 Jahre lange Warten auf die Wiederkunft des Herrn Jesus Christus langsam müde geworden waren. Krankheiten wie die Pest, Ruhr, etc. plagten sie. Man begann zu zweifeln. Wie erleichtert Hugo de Payen 1116 auf seine Rettungsmission in das Heilige Land gewesen sein muss, als er bei Grabungen am Tempel Salomo das Turiner Leichentuch fand. Für ihn der Gral, der Beweis, dass Jesus lebt. Nicht nur ein Becher eines xbeliebigen Landgasthauses. Und um zu zeigen, dass er verstanden hatte so schenkte Gott ihm einen Schöpfungsgedanken und er schuf einen Stein, mit einer glatten und einer rauen Gesichtshälfte: den Baphomet. Und er sah diesen Stein an. Rau hatte er ausgesehen, als er zu Jesus gekommen war, glatt wollte er morgen sein. Vom rauen zum glatten Stein werden. Ein Eckstein, den der Baumeister verworfen hat. Wie sollte er ahnen, dass gerade dieser Wunsch 200 Jahre später das Todesurteil für seine Brüder besiegeln würde.

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KREUZZÜGE

Es ist bedauerlich. Kaum gelingt einem Menschen der Beweis der Liebe so gibt es einen anderen, für den bedeutet das selbe Zeichen Macht. (Es kommt immer nur darauf an, was man in Symbole hineinliest) Eine jede Kraft hat eben eine Gegenkraft. Unverständlich, warum sich die Welt nie wirklich im Gleichgewicht (Kraft und Gegenkraft wären dann gleichgroß) stabilisiert. Im Fall Hugo de Payens war seine Gegenkraft der Papst in Rom. Zwar war er bereit, den Orden der armen Ritter Salomos, den Templer Ritterorden, anzuerkennen (er beauftragte Bernhard von Clairvaux mit der Schaffung von Ordensregeln) und ihnen auch Ländereien zur Verwaltung an zu vertrauen, er forderte aber auch Tribut. Und der Preis war hoch. 4 Kreuzzüge lang, befahl man den Templern die Schlachten an zu führen. Dar hierfür das Bildnis eines Mannes, der Frieden und nicht das Schwert gepredigt hatte namens Jesus von Nazareth ungeeignet war, führte dies zu einer weiteren Erfindung eines Symbols. Die Lanze, die Jesus durchbohrt hatte und unbesiegbar macht. Schade, dass hiermit die große Chance auf den Weltfrieden wieder in unerreichbare Ferne gerückt worden war. Das große Gräuel in der Kirche.
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REICHTUM

Bereits der erste Kreuzzug hatte den Templern gezeigt: Mit Krieg verdient man Geld. War der Orden der armen Ritter Salomons ursprünglich einmal als Sozialorden christlicher Natur geplant gewesen, so spaltete er sich nunmehr in eine kriegsbereite, geldgierige Horde und einen geistlichen Orden. Und obwohl der Orden mit der Schaffung der ersten Sozialbank, das Symbol der beiden Reiter auf einem Pferd und der Hilfe an den Armen sehr viel Gutes tat, so erwirtschaftete der andere Teil mit Krieg und Begleitung von Kaufleuten in das Heilige Land ein unsagbares Vermögen. Was wiederum an der Glaubhaftigkeit ihrer Werke zweifeln ließ. Letztendlich fühlten sich die Templer stark genug und sie installierten einen Gegenpapst. Hochmut kommt vor dem Fall.
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FREITAG DER DREIZEHNTE

Das mussten die Templer am eigenen Leib erfahren. Das Gegenpapsttum in Avignon erregte begreiflicher Weise höchste Erzürnung in Rom. Immerhin saß in Rom ein von der Kurie gewählter Vertreter der Kirche. Auch eine Aufforderung des Papstes an Jack de Molay in diesem gottverdammten Jahr 1307, doch den Templer Ritterorden mit den Johannitern zusammen zu legen führte nur zur Verhöhnung. Und somit war das Ende besiegelt. Die ehemaligen Schutztruppen Roms, später abgelöst vom Opus Dei waren in Ungnade gefallen. In einer einzigen Nacht, Freitag, den 13.10.1307 wurde Jack de Molay mit 6000 weiteren Templern verhaftet und in einem Hexenprozess, trotz besseren Wissens durch die Kirche als Teufelsanbeter bezeichnet (als Grundlage hierfür diente die Behauptung, dass der Baphomet den Teufel symbolisiere) zum Tod durch Verbrennung verurteilt. Ein Massenmord im Rahmen der Kirche.
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DER OPUS DIE

Jahrhunderte waren die Templer die Wächter der katholischen Kirche gewesen und immer dann, wenn die Kirche in Not vor dem herannahenden Islam kam orderte der Papst in Frankreich Streitkräfte. Nun war dieser Schutz vorbei. Ein weiteres Problem war, dass mit den Templern auch das Turiner Leichentuch gegangen war, nicht nur die Schätze, die Jack de Molay bereits in weiser Voraussicht vorzeitig in Sicherheit bringen hatte lassen. Mit den Templern war aber auch die Triebkraft zur Errichtung des Reiches Gottes in dieser Welt verschwunden und die Gläubigen begannen aufs Neuerliche zu zweifeln. Was blieb dem Papst daher anderes übrig als eine neue templer-ähnliche Gruppierung zu gründen. Man gab ihr den Namen OPUS DEI. Der OPUS DEI bekam, um sich bekannt zu machen als erstes die Aufgabe der Hexenverbrennung. Tausende von Menschen brannten lichterloh. Ob Opus Dei wirklich so anders agiert wie Jack de Molay und seine Vorgänger, dieses traue ich mich zu bezweifeln. Jedenfalls schützt er die römisch - katholische Kirche perfekt vor dem Katholischen (allgemein Christlichen), versetzt die Kirche in Angst, behindert die Ökumene und verhindert die Rückkehr der Templer. Bleibt nur zu fragen, ob Angst wirklich eine gute Triebkraft für den Glauben ist.
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NEUZEIT TEMPLER

Wenn Du mich besiegst, werde ich mächtiger werden, als Du Dir das nur im Entferntesten vorstellen kannst.
George Lucas

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DAS SYMBOL DES TATZENKREUZES
Lernt aus der Geschichte. Ein Rat Sokrates, der auch vom Papst hätte berücksichtigt werden müssen. Wie einst ein Kreuz auf Golgatha so nun ein Feuer auf der Seine. Und wie George Lucas in seinem Templer Epos Krieg der Sterne Teil IV Jack de Molay (hier: Obi Wan Kinobi) sagen läßt: Wenn du mich tötest, so werde ich mächtiger werden, als du dir das nur im Entferntesten vorstellen kannst. Das Feuer, welches in der Nacht des 13.10.1307 zu lodern begann und welches wie die Kirche behauptet das Ende des Templer Ritterordens besiegelte, war der Start für eine viel größere Bewegung:

Humanismus
Aus einem kleinen Teil der Kirche war eine Weltanschauung geworden. Aus einem Ordensabzeichen (Templerkreuz) das zweitmächtigste Symbol der gesamten Geschichte.

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DIE ARTUSSAGE

Ein Teil des zerschlagenen Ordens begab sich nach England und Irland und lebten dort als freie Maurer. Durch die Erfahrungen beim Bau von achteckigen Kathedralen hatten sie ja ausreichend Erfahrung sammeln können. Der Baphomet, bis dato ein Gebetsstein zur Selbsterkenntnis, lebte als Spruch weiter. Man sagte: VOM RAUEN ZUM GLATTEN STEIN WERDEN Kommt ihnen das bekannt vor (Freimaurer) ? Nicht erst 1770, sondern schon 1370 (hier die erste historische Erwähnung) die große Erkenntnis. Um der Welt aber ein Lebenszeichen zu setzen, entsandte man eine Sage in die Ferne: Sie handelt von einem jungen Ritter namens Parzival, der auf der Suche nach dem heiligen Gral ist. Er kommt an den Hof des weisen Königs Artus der ihm einen Becher als Geschenk anbietet, welches Parzival ablehnt. Als er wieder weiter gezogen ist, erkennt er, dass dieser Becher der Gral gewesen wäre. Hatten die Templer endlich verstanden, welch großes Werk sie in den Händen gehalten hatten?

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EINE NEUE THEOLOGIE
Heute wirft die römisch katholische Kirche den Templern vor, eine vollkommen andere Theologie gehabt zu haben. Und im Entferntesten stimmt das auch: Der Gruß Gott Vater, Jesus Christus, Heiliger Geist und wir, lässt darauf schließen, dass der Stammorden die eigenen Werke für deutlich wichtiger erachtete. Ansonsten wird im Prozessprotokoll des Jahres 1307 von theologischen Verirrungen (außer dem Baphomet) aber nichts erwähnt. Es ist anzunehmen, das neugnostische Elemente sich erst bei dem Versuch eine neue Kirche zu entwickeln heraus kristallisierten. Wir wollen dennoch auch zu diesem Thema Stellung beziehen:
1.) Maria Magdalena soll die Frau Jesus Christi gewesen sein und mit ihm Kinder gehabt haben: Auch wenn die Reihenfolge der Erwähnung der Frauen, die nach der Auferstehung an Jesu Grab treten diese Spekulation zulässt, (richtig müsste es nach jüdischer Lehre heißen: Maria Mutter Gottes, Maria Magdalena und ...) so sagt das nicht mit Sicherheit, dass Maria Magdalena seine Frau gewesen ist. Nur, dass sie in der Nachfolgebewegung eine wichtige Rolle gespielt hat. Auch andere Argumente wie: Ein Rabbi musste verheiratet sein, oder wie Paulus sagt: Ein Priester sei seiner Frau ein guter Mann und seinen Kindern ein guter Vater

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sind nicht bindend. Paulus war (im Gegensatz zu Petrus) nicht verheiratet. (es gibt aber auch keinen Grund, warum Jesus nicht verheiratet gewesen sein sollte)

2.) Das Weltreich Märowingen wurde von den Kindern Jesus
Christi gegründet: Das ein zerschlagener Orden um einen Weiterbestand zu sichern, etwas besonderes an sich haben muss ist klar.Es ist schon schwer genug, anerkannte Orden aufrecht zu erhalten. Das zeigt die Unzahl von Reliquien, die weltweit heute im Einsatz sind. (die Späne des Kreuzes bilden errechnet ein 3000 m hohes Kreuz). Der Urheber der Sage um Märowingen dürfte der Christusorden in Spanien sein, der seine Chance nur noch in direkter Christusnachfolge sah. Ob Jesus übrigens Kinder gehabt hat ist vollkommen ungeklärt: Sollte sich Paulus wirklich erlaubt haben, an der Ehelosigkeit Jesus Christus Kritik zu üben? Ansonsten hatten die Templer ein rein katholisches Theologieverständnis, wie uns die Ordensregeln des Bernhard von Clairvoux zeigen.

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DIE GESCHICHTE DER NEUZEIT

Katholisch Evangelisch Freimauerer Illuminaten Nationalisten Kommunisten

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DER CHRISTUSORDEN

Petrus fragte einmal: Wie oft soll ich meinem Bruder vergeben 7 mal. Jesus antwortete: Nein. 7 x 77 mal (Zahl der Fülle, also immer) Und die Templer nahmen ihr Motto: Gott Vater, Jesus Christus, Heiliger Geist und wir sehr ernst. Wer nämlich mehr über die Theologie der Templer wissen möchte,braucht nur ab 1343 nach Spanien und Portugal zu schauen. Ein großer Teil des Templer Ritterordens war von Frankreich aus südlich gewandert und ließen sich in dem Gebiet zwischen Spanien und Portugal nieder. Sie waren trotz den Erlebnissen immer noch Papst verbunden und suchten die Fehler mehr bei sich. Typisch, der Chlärus. Daher stellten Sie 1342 einen neuerlichen Antrag auf Ordenszulassung. Liebe deine Feinde, einmal wörtlich genommen. Obwohl der Papst die Nahestellung des Christusordens zum gerade erst aufgelassenen Templer Ritterorden sicher kannte, war er bereit den neuen Orden anzuerkennen. Es war allerdings schon ein neuer Papst, den der Fluch den Jack de Molays bei seiner Verbrennung gegen Papst Clemens VIII und König Phillip den Schönen ausgesprochen hatte (innerhalb eines Jahres sollt ihr mir folgen und auch sterben), hatte sich bewahrheitet. Es ist wohl nicht gut, unschuldig Blut zu vergießen.
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DER CHRISTUSORDEN EROBERT DIE WELT

Von Spanien aus entwickelte sich der Christusorden zum reinen Forscherorden. Man brachte neue Leistungen in den Bereichen Schiffbau (Heinrich der Seefahrer entwickelte die erste Karavelle), Medizin, Erdkunde und 1492 Geografie (Christof Columbus entdeckt Amerika). Was auffällt, ist das Naheverhältnis des Christusordens und des Spanischen Königshauses. Wahrscheinlich der Vorläufer auf die später von Gegnern behauptete Weltverschwörung. Zum ersten Mal dachten die Templer Erdglobal.

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DIE HUGENOTTEN

Eine dritte Gruppe, die im französischen Untergrund verblieben war, sah in der Zerschlagung des Templer Ritterordens sogar eine große Chance. Schon lange hatte man gemerkt, dass in den späteren Jahrhunderten entstandene Sonderlehren der römischkatholischen Kirche (Zölibat, Maria als Himmelskönigin, Heiligenkult, etc.) sich vom urchristlichen Verständnis entfernt hatten. Man hatte sich nur einfach lange nicht getraut, Rom offen zu kritisieren. Und so hatte sich in Frankreich unter den Templern bereits die erste Weg von Rom Bewegung gebildet (Schlussendlich ein Gegenpapst in Avignon, welcher zur Ordensauflösung führte). Ein neuer Glaubensweg hatte begonnen:

Der Grundprotestantismus.
Jesus, ein Leib und viele Glieder.
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AMERIKA
DIE ENTDECKUNG DER NEUEN WELT

Schon immer war die Frage für den Templer offen geblieben, ob die Erde eine Scheibe wäre. Ob ein Schiff das ans Ende der Welt führe über einen Wasserfall in das unbekannte Nichts stürzen würde. Doch mit den alten Schiffen hatte man sich an eine so weite Reise nicht getraut. Eine gewaltige Wende in dieser Thematik ergab sich, als Heinrich der Seefahrer, selbst Mitglied des Christusordens 1450 einen ganz neuen Schiffstyp baute, die Karavelle, die 4 mal so schnell fuhr wie voran gegangene Schiffe unterwegs waren. Selbst wenn am Ende der Welt ein Wasserfall wäre, so würde die Geschwindigkeit des Schiffes dazu ausreichen, gegen die Triebkraft anzukämpfen. Man würde den Sog wieder verlassen können. Das ermutigte Christoph Columbus, einen Ordensbruder, 1460 dazu ein Ansuchen auf 3 Schiffe zu stellen, um nach dem Land hinter dem Horizont, Indien und damit einem kürzeren Seeweg zu suchen und schließlich 1482 erlaubt man ihm dieses auch. Christoph Columbus war nämlich der Erste gewesen, der die Menschen davon überzeugen konnte, dass die Erde ein Kugel sei. Und als er 1492 schließlich sogar einen neuen, noch dazu goldreichen Kontinent entdeckte, da hatte sich die gesamte Welt verändert.

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AUSWANDERN ALS NEUE CHANCE
Nur ein toter Roter ist ein guter Roter. General Custer

Es war nicht leicht, nach Amerika auszuwandern. Überall hausten angebliche „Wilde“ und überfielen die „friedlichen“ Einwanderer. Dabei hatte die spanische Krone diesen nur zugesichert, dass ein jeder ein kleines Stück Land (das übrigens niemals der spanischen Krone, sondern Indianerstämmen gehörte) erhalten würde und das es absolute Religionsfreiheit gebe. Trotz der Gefahren ermutigte es damals folglich viele Menschen, die in Europa in Ungnade gefallen waren, ihr Glück in der neuen Welt zu suchen. Sektenprediger, Kriminelle, aber auch die geistig aufgeklärten Templer, die für ihre Anschauungen, die Erde sei eine Kugel und die Sonne drehe sich um die Erde immer noch als gefährliche Ketzer verfolgt wurden. Wie im heutigen Israel, in welchem die Briten den Zionisten ein Land geschenkt haben, das eigentlich den Palistinänsern gehört (ist es nicht immer einfacher Sachen zu verschenken, die einem eigentlich gar nicht gehören?) und womit der ewige Krieg besiegelt ist, so kämpften auch die Indianer um ihr Land. „Gute“ Soldaten, wie General Custer („nur ein toter Roter ist ein guter Roter“) besiegelten letztendlich den Untergang der stolzen Präriebevölkerung. (Karl Mey, selbst Templer, schrieb darüber 36 seiner 72 Bände). Den Rest erledigte der Alkohol. Eine vielleicht nicht gar rühmliche Tat, die sich hier die Europäer leisteten. Ob man ähnliche Massaker in Israel nicht verhindern könnte???

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DIE BOSTON TEA PARTY
Irgendwann wünscht sich ein jeder Mensch Unabhängigkeit, vor allem dann wenn man Gold gefunden hat. Und was dieser amerikanische Kontinent in großem Überfluss hergab, waren Bodenschätze. Selbstverständlich einmal wieder im Besitz anderer (der Indianer), aber wen störte dieses schon. Dies führte in den folgenden Jahren dazu, dass sich nicht nur die Spanier für den neuen Kontinent interessierten, sondern auch Briten und Franzosen, Deutsche und Österreicher (Maximilian von Österreich in Mexiko) folgten. An Europa war für die Goldschürfrechte nicht viel, nur ein Tribut zu bezahlen. Und der eigentliche Eigentümer ging wieder einmal leer aus, versteht sich. Da aber Reichtum blind macht, dass hatten die Templer am eigenen Leib erfahren müssen, so kam es immer wieder zu Spannungen und schließlich einer offenen Frage: Für was brauchen wir Europa. Eine Form von Tribut war es, dass die neuen Kolonien Lebensmittel aus Europa beziehen mussten und damit laufend abhängig blieben. Im Jahr 1884 letztendlich reichte es den neuen Kolonien und sie stürmten in Boston ein britisches Handelsschiff und warfen alle Waren (Tee) in das Meer (muss eine Menge kalter Tee gewesen sein). Damit war die Unabhängigkeit von Europa erklärt, erreicht wurde sie erst sehr viel später.
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GOLDMINEN UND SKLAVEREI
Die amerikanischen Auswanderer waren große Anhänger von T E A M work (Toll ein anderer macht es). Daher, man weiß übrigens nicht genau wer, kam jemand auf die gewaltige Idee Afrikaner als billige Arbeitskräfte einzufangen und nach Amerika zu verschiffen. Die mussten dort für wenig Brot und etwas Spiele oft Tag und Nacht schuften um das Gold aus dem Felsen zu hauen (selbstverständlich unbezahlt). Warum man dafür übrigens nicht Indianer nahm, erscheint mir bis heute fragwürdig, aber vielleicht waren einfach nicht mehr genug vorhanden. Die Templer, die den Entwicklungen Jahrzehnte lang zugeschaut hatten und kräftig dagegen gepredigt hatten, erkannten nun, dass die neue Gesellschaft Amerika scheitern würde. Sie fragten sich nämlich wie eine drei Klassengesellschaft (Fast dem indischen Kastenwesen vergleichbar) Die guten Weißen - die billigen Afrikaner und die besoffenen Indianer (diese hatte man inzwischen in Reservate (ähnlich späteren Konzentrationslagern untergebracht) wirklich funktionieren sollte. Hatte sich bis dahin die Feindschaft gegen die Europäer gerichtet, so begann nun in Amerika ein Konflikt zwischen den Sklaverei verachtenden Nordstaaten und den sklavenreichen Südstaaten zu entbrennen. Dieser endete letztendlich im Krieg.

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BÜRGERKRIEG
Als Kain den Abel erschlug Der amerikanische Bürgerkrieg entwickelte sich als reine Schlacht um die Menschlichkeit. Beide Seiten, der Norden und der Süden argumentierten damit, dass der andere unmenschlich wäre, der Norden, weil er der Meinung war, dass man Menschen nicht wie Tiere halten konnte (mich verwundernd da es zur selben Zeit den meisten Druck gegen die Indianer gab), der Süden, weil er der Meinung war, das unterentwickelte Menschen, wie die Afrikaner ohne die Hilfe der Weißen nicht überleben könnten.(Zumindest nicht in Amerika) Diese Anschauung hat sich übrigens bis heute erhalten. Komisch nur, dass die Afrikaner und die Indianer Jahrtausende in Frieden miteinander gelebt haben, bevor der Weiße kam. Es ist aber auch verwunderlich, dass der schwarze Mann den Weißen, wen er ihn sieht als einen Gott sieht, während soviel ich weiß noch niemals ein Weißer einen Schwarzen als einen Gott betrachtete. Das größte Rätsel für mich aber ist, wie ein Krieg um die Menschlichkeit, so wie der amerikanische Bürgerkrieg oder der Konflikt in Irland, angeblich beides auch Glaubenskriege, mit so viel Blutvergießen geführt werden kann. Wahrscheinlich ein bisschen falsch verstanden, dass: Du sollst Deine(n) Bruder/Schwester lieben wie dich selbst
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DIE UNABHÄNGIGKEITSERKLÄRUNG Den Krieg beendeten schließlich die Templer. Nicht, dass Sie wieder einmal große Truppen für einen Kreuzzug gestellt hätten, vielmehr verwendeten sie die alten Erfahrungen der Kriegsführung um den Nordstaaten als militärische Berater zur Seite zu stehen. Und mit den Templern gelang es den Nordstaaten schließlich siegreich zu bleiben. Die Sklaven waren frei. Die Südstaaten vernichtet. Die amerikanische Wirtschaft musste neu beginnen. Dennoch war man glücklich (wahrscheinlich über das Ende des Blutvergießens). Was aber viel wesentlicher war: Es entstand das erste Dokument der Menschlichkeit. Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung.

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Im Kongress, 4ter Juli, 1776. Eine Erklärung durch die Repräsentanten der Vereinigten Staaten von Amerika, im General - Kongress versammelt zur Unabhängigkeit.
Wenn es im Lauf menschlicher Geschichte für ein Volk nötig wird die politischen Bande, wodurch es mit einem andern Volk verknüpft gewesen ist, zu trennen, und unter den Völkern eine abgesonderte und gleiche Stelle einzunehmen, wozu selbiges die Gesetze der Natur und des Gottes der Natur berechtigen, so erfordern Anstand und Achtung für die Meinungen des menschlichen Geschlechtes, dass es die Ursachen anzeige, wodurch es zur Trennung getrieben wurde. Wir halten die Wahrheit, dass alle Menschen gleichwertig erschaffen worden sind, für vorauszusetzen und dass sie der Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet hat, wozu das Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit gehören. Dass zur Sicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, welche ihre gerechte Gewalt von der Einwilligung der Regierten herleiten; dass sobald eine Regierungsform diesen Zweck nicht mehr erfüllt, es das Recht des Volkes ist sie zu verändern oder abzuschaffen, und eine neue Regierung einzusetzen, die auf solche Grundsätze beruht, und deren Macht und Gewalt solcher Gestalt gebildet ist, als ihnen zur Erhaltung ihrer Sicherheit und Glückseligkeit als notwendig dünkt. Zwar gebietet die Klugheit, dass die vor langer Zeit her eingeführte Regierungen nicht um leichter und vergänglicher Ursachen willen verändert werden sollten; und die Erfahrung hat von jeher gezeigt, dass Menschen, so lang das Übel noch zu ertragen ist, lieber leiden und dulden sollten, als sich durch Umstürze solcher Regierungsformen zu entledigen, es muss aber möglich sein, sich selbst Recht und Hilfe zu verschaffen. Wenn eine lange Reihe von Misshandlungen und gewaltsamen Eingriffen gegen das Volk, einen Anschlag nahe legt, so ist es unser Recht, ja unsere Pflicht, so eine Regierung abzuwerfen , und sich für ihre künftige Sicherheit eine Neue zu verschaffen. Dies war die Weise, wie die Kolonien ihre Leiden geduldig ertrugen; Jetzt aber ist die Notwendigkeit geschaffen, welche uns zwingt das bestehende Regierungssystem zu verändern. Die Geschichte des jetzigen Königs von Großbritannien ist eine Geschichte von wiederholten Ungerechtigkeiten und gewaltsamen Eingriffen, welche alle die Errichtung einer absoluten Tyrannei über unsere Welt zum Endzweck haben. Um dies zu beweisen, wollen wir der unparteiischen Welt folgende Fakten vorlegen: Er hat seine Einstimmung zu Heil bringenden und zum öffentlichen Wohl nötigen Gesetzen versagt. Er hat seinen Gouverneurs verboten, Gesetze von unverzüglicher und dringender Wichtigkeit heraus zu geben, und seine Gouverneurs aufgefordert, sie so lange

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hinaus zu zögern, bis sie seine Einstimmung erhalten würden; oder ihre Kraft und Gültigkeit auf unbestimmte Zeit aufgeschoben. Er hat sich aus Bequemlichkeit heraus geweigert andere Gesetze zu bekräftigen. Er hat gesetzgebende Körperschaften an ungewöhnlichen, unbequemen und entfernten Plätzen zusammen berufen, zu dem einzigen Zweck, Versammlungen unmöglich zu machen. Er hat die Häuser der Repräsentanten zu wiederholten Male aufgelöst. Er hat Wahlen von neuen Repräsentantenhäusern abgelehnt. Somit wurde die gesetzgebende Gewalt unmöglich; mittlerweile ist der Staat äußerlichen Gefahren und innerlichen Zerrüttungen ausgesetzt. Er hat die Bevölkerung dieser Staaten daran zu hindern versucht Ausländern zu essen zu geben und Transportwege für Personen unmöglich gemacht.. Er hat die Schaffung von unabhängigen Gerichten untersagt und ausschließlich von ihm persönlich eingesetzte Richter akzeptiert. Er hat eine Menge neuer Ämter errichtet, und einen Schwarm von Beamten hierher geschickt, um unsere Leute zu plagen, und das Mark ihres Vermögens zu verzehren. Er hat unsere Armee dazu gezwungen Kriege zu führen. Er hat sich bemüht die Armee außerhalb der Staatsgesetze zu stellen. Er hat gemeinsam mit anderen versucht, uns eine vollkommen neue Gesetzgebung zu geben, die nicht mit unseren Repräsentanten besprochen war. Er hat versucht große Truppen bei uns zu installieren: Um solche durch ein Schein-Verhör vor Bestrafung zu schützen für einige Mordtaten, die sie an den Einwohnern dieser Staaten begehen würden: Um unsere Handlung mit allen Teilen der Welt abzuschneiden: Um Taxen auf uns zu legen, ohne unsere Einwilligung. Um uns in vielen Fällen der Wohltat eines Verhörs durch eine Jury zu berauben: Uns nach England zu verschiffen um uns einem Gericht zu übergeben: Um das freie System englischer Gesetze in einer benachbarten Provinz abzuschaffen, eine willkürliche Regierung darin einzusetzen, und deren Grenzen auszudehnen, um selbige zu gleicher Zeit zu einem Exempel sowohl als auch zu einem geschickten Werkzeug zu machen, dieselbe absolute Regierung in diese Kolonien einzuführen: Uns unsere Freiheitsbriefe zu entziehen, unsere kostbarsten Gesetze abzuschaffen, und die Form unserer Regierungen von Grund auf zu ändern: Unsere eigenen Gesetzgebungen aufzuheben, und sich selbst als uneingeschränkter Herrscher zu erklären.

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Er hat uns letztendlich den Krieg erklärt, unsere Seen und unsere Küsten geplündert, die Städte verbrannt, und unser Volk ums Leben gebracht. Zur Zeit ist er damit beschäftigt große Armeen von Söldnern zu entsenden, um seine Werke des Todes und der Zerstörung sowie der Tyrannei zu vollenden, die bereits mit solchen Umständen von Grausamkeit und Treulosigkeit angefangen worden sind. Er hat unsere auf der hohen See gefangenen Mitbürger gezwungen die Waffen gegen unser Land zu erheben, um die Freunde dieser Henker zu werden, oder von ihren Händen den Tod zu erhalten. Er hat uns gezwungen, gegen unsere Freunde die Indianer weitere Kriege zu führen. Auf jeder Stufe dieser Drangsale haben wir in den demütigsten Ausdrücken um Hilfe und Erleichterung gefleht: Unsere wiederholten Bittschriften sind nur durch wiederholte Beleidigungen beantwortet worden. Ein Fürst, dessen Charakter so sehr die Merkmale eines Tyrannen trägt, ist unfähig der Regent eines freien Volkes zu sein. Auch haben wir es nicht an unserer Achtsamkeit gegen unsere Britische Brüder ermangeln lassen: Wir haben ihnen von Zeit zu Zeit Warnungen erteilt von den Versuchen ihrer Gesetzgebung eine unverantwortliche Gerichtsbarkeit über uns auszudehnen. Wir haben ihnen die Umstände unserer Auswanderung und unserer Niederlassung allhier zu Gemüte geführt. Wir haben uns zu ihrer angebornen Gerechtigkeit und Großmut gewandt, und sie bei den Banden unserer gemeinschaftlichen Verwandtschaft beschworen, diese gewaltsamen Eingriffe zu missbilligen, welche unsere Verknüpfung und unsern Verkehr mit einander unvermeidlich unterbrechen würden. Auch sie sind gegen die Stimme der Gerechtigkeit und Blutsfreundschaft taub gewesen. Wir müssen uns deshalb der Notwendigkeit bedienen, unsere Abtrennung anzukündigen, und sie, wie den Rest des menschlichen Geschlechts, im Krieg für Feinde, im Frieden für Freunde, zu halten. Indem wir, deshalb, die Repräsentanten der Vereinigten Staaten von Amerika, im General - Kongress versammelt, uns wegen der Redlichkeit unserer Gesinnungen auf den allerhöchsten Richter der Welt berufen, so Verkündigen wir hiermit feierlich, und Erklären, im Namen und aus Macht der guten Leute dieser Kolonien, dass diese Vereinigten Kolonien Freie und unabhängige Staaten sind, und von Rechtswegen sein sollen; dass sie von aller Pflicht und Treuergebenheit gegen die Britische Krone frei- und los gesprochen sind, und dass alle Politische Verbindung zwischen ihnen und dem Staat von Großbritannien hiermit gänzlich aufgehoben sind, und aufgehoben sein sollen; und wir als Freie und Unabhängige Staaten Macht und Gewalt haben, Krieg zu führen, Frieden und Allianzen zu schließen, Außenhandel zu errichten, und alles zu tun, was Unabhängigen Staaten von Rechtswegen zukommt. Und zur Behauptung und Unterstützung dieser Erklärung verpfänden wir, mit festem Vertrauen auf den Schutz der Göttlichen Vorsehung, uns unter einander unser Leben, unser Vermögen und unser geheiligtes Ehrenwort.

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EUROPAS GEISTIGE STRÖME In Europa begann zur selben Zeit eine neue Epoche. Durch die Entdeckung, dass die Erde eine Kugel sei, begannen viele Menschen daran zu zweifeln, dass das von der Kirche gelehrte Weltbild richtig ist. Hatte diese nicht immer behauptet, die Erde sei eine Scheibe, darüber gewölbt das Firmament und an den Rändern wären Wasserfälle über die man stürzte, wenn man sich ihnen zu sehr nähern würde. Menschen die anderes behauptet hattet waren wegen Hexerei angeklagt und verbrannt worden. Nun aber entschloss man sich zu forschen. Und es waren viele, die forschten. Anfangs noch gehindert von der Kirche und zum Widerruf aufgefordert (Und sie dreht sich doch ... Galileo Galilei) später dann still geduldet. Was aber viel schlimmer war: Wie um das Jahr tausend begannen die Menschen den Glauben wieder zu verlieren. Wenn die Lehren der Kirche nicht richtig waren, wie konnte dann der Glaube den sie verbreiteten richtig sein. Es war wieder einmal die Zeit für große Männer: Die Templer.
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AUF DER SUCHE NACH DEM GRAL

Jahrhunderte war die Frage um den Heiligen Gral nun verstummt. Die Kirche hatte glücklich ihre Reliquien, die Hugenotten und andere protestantische Strömungen (etliche Ketzer (Andersgläubige) hatten sich nach der Entdeckung Amerikas dorthin auf den Weg gemacht um dort ihren Glauben zu leben) ihre Glaubensgrundsätze. Jetzt aber, in der großen Krise der Zeit, in der man daran zweifelte, ob Gott wirklich real oder nur Erfindung Roms wäre, um eine unbeschreibliche Macht aus zu üben, erinnerte man sich daran, dass es eine Bewegung gegeben hatte, die durch Forschung versucht hatte, Christus und Gott zu beweisen. Plötzlich war die Religion der Templer wieder gefragt, fragte sich ein jeder, nach dem Heiligen Gral. Erstmalig in der Geschichte wurde zum Lesen der Bibel die historisch kritische Methode angewandt, gefragt, ob Jesus wirklich gelebt hatte und wer er gewesen war. Das Turiner Leichentuch (der Gral der Templer) erhielt wieder seine Bedeutung.

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ABLASSHANDEL Der Glaube hatte der katholischen Kirche Jahrhunderte nicht nur religiöse, sondern auch weltliche Macht ermöglicht. Da viele Kaiser- und Königshäuser der römisch katholischen Bewegung beigetreten waren und sich aus Gründen dessen, dass das Volk sie dadurch leichter anerkannte auch von Rom krönen ließen, hatte der Papst auch in der Politik an Einfluss gewonnen. Die Aufklärung aber zeigte der katholischen Kirche, dass das Papsttum ohne besonderen Aufwand nicht haltbar war, denn zu dem forschenden Volk außerhalb der Kirche kamen nun auch Kritiker der Königshäuser und Forscher innerhalb der Kirche dazu. Calvin zum Beispiel. Oder Zwingli. Sie predigten ohne Unterlass die Fehler, die Rom in den letzten 1500 Jahren, seid dem Tod Jesus Christus gemacht hatten. Und das Volk hörte auf Sie.
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Erstmalig kam es dadurch auch zu der Frage, ob die König und Kaiser den wirklich von Gott eingesetzt worden waren oder ob das Volk einem Schwindel auferlegen war. Die Knechtschaft der Monarchie drückte in vielen Staaten sehr. Um seine Macht zu präsentieren, entschloss sich der Papst zum Bau eines eigenen Staates in Rom (heutiger Vatikan). Rom war deshalb interessant, weil der Sage nach dort sowohl Paulus als auch Petrus regiert hatten. Dort war die Kirche entstanden (Der Sage nach wurde dort Petrus Kopf nach unten gekreuzigt (ob dem so war, ist bis heute nicht nachweisbar)). Zur Finanzierung aber führte er eine Erleichterung für die Menschen im Glauben ein. Die Aussage, man müsste als Mensch nicht nach der Bibel leben, sondern man müsste nur einen Schuldschein (Ablass) erwerben und man wäre seine Schuld los, wich der Ohrenbeichte (über die hatte der Papst zuvor Jahrhunderte lang seine Macht aufgebaut). Die Menschen waren begeistert, hatte doch von nun an ein schlechtes Leben keinerlei Relevanz für das Seelenheil. War nur noch eine finanzielle Frage. Ein Reicher konnte folglich leben wie er wollte und war immer noch ein guter gläubiger Mann. Ein
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Armer aber von Grund auf der Hölle (die mittelalterliche Lehre besagte, dass böse Menschen nach dem Tod in einen Raum kommen, in welchem Sie über dem Feuer gebraten werden) verfallen. Der Versuch die Macht der Kirche durch die Gründung eines Staates zu retten, hatte den Glauben nun völlig ad absurdum geführt. Armer Christus von Nazareth.

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MARTIN LUTHER

Es war um das Jahr 1547 als sich in Deutschland ein Benediktinermönch mit der Frage des irdischen Jesus von Nazareth auseinandersetzte. Es war ein Mann, der seinen Glauben über alles schätzte, als Grundlage hierfür aber ausschließlich die Bibel gelten ließ. So begutachtete Luther die katholische Kirche am geschriebenen Wort (Bibel) und nicht an der Lehre der Kirche. Und als er die Bibel vollkommen studiert und über die Kirche lange genug nachgedacht hatte, da kamen ihm 95 Fragen die er dem Papst unbedingt hätte stellen wollen. Da kamen ihm Erkenntnisse die ihn vom graden Weg der Kirche wegführten. z.B.
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Das Reich Gottes ist mitten unter Euch, ist es nicht folglich Teil dieser Welt. Wer in mir bleibt ist ein neuer Mensch und gerettet, gerettet alleine 2.) aus Gnade. Der Gemeindeleiter sei seiner Frau ein gut Mann und seinen Kindern 3.) ein gerechter Vater 1.)

Die Sage besagt, dass er eine große Liste anfertigte und die 95 Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg anschlug, so dass es das ganze Volk lesen könne (Wittenberg war zu dieser Zeit die bekannteste Universitätsstadt für Theologiestudien), in Wahrheit aber war Luther dort Theologieprofessor und schrieb einen Brief an Rom. Die Fragen die er stellte, hatten eine gewaltige Relevanz. So stellte er Fragen, die in der heutigen Zeit in der katholischen Kirche wieder neu aufkeimen. Rom war entsetzt. Hatte sich doch wirklich ein kleiner Theologieprofessor getraut, die Grundmauern der römisch-katholischen Kirche zu erschüttern. Hatte Luther, so später er selbst, die Thesen geschrieben um die Kirche zur Reformation (Erneuerung) aufzurufen und ihr damit eine neue Berechtigung zu verschaffen, so führte eine unüberlegte Handlung des Papstes zur Katastrophe. Er bannte Luther und hätte dieser nicht verkleidet als Junker Jörg Zuflucht auf der Wattburg gesucht, so hätte man ihn höchstwahrscheinlich verbrannt. So aber führte die Entscheidung des Papstes zur ersten großen Kirchenspaltung, zu Bauernkriegen und zum endgültigen Auflodern der Aufklärung und des Humanismus.
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Aus Liebe zur Wahrheit und in dem Bestreben, diese zu ergründen, soll in Wittenberg unter dem Vorsitz des ehrwürdigen Vaters Martin Luther, Magisters der freien Künste und der heiligen Theologie sowie deren ordentlicher Professor daselbst, über die folgenden Sätze disputiert werden. Deshalb bittet er die, die nicht anwesend sein und mündlich mit uns debattieren können, dieses in Abwesenheit schriftlich zu tun. Im Namen unseres Herrn Jesu Christi, Amen. 1. Da unser Herr und Meister Jesus Christus spricht: "Tut Buße" usw. (Matth. 4,17), hat er gewollt, dass das ganze Leben der Gläubigen Buße sein soll. 2. Dieses Wort kann nicht von der Buße als Sakrament - d. h. von der Beichte und Genugtuung -, die durch das priesterliche Amt verwaltet wird, verstanden werden. 3. Es bezieht sich nicht nur auf eine innere Buße, ja eine solche wäre gar keine, wenn sie nicht nach außen mancherlei Werke zur Abtötung des Fleisches bewirkte. 4. Daher bleibt die Strafe, solange der Hass gegen sich selbst - das ist die wahre Herzensbuße - bestehen bleibt, also bis zum Eingang ins Himmelreich. 5. Der Papst will und kann keine Strafen erlassen, außer solchen, die er auf Grund seiner eigenen Entscheidung oder der der kirchlichen Satzungen auferlegt hat. 6. Der Papst kann eine Schuld nur dadurch erlassen, dass er sie als von Gott erlassen erklärt und bezeugt, natürlich kann er sie in den ihm vorbehaltenen Fällen erlassen; wollte man das gering achten, bliebe die Schuld ganz und gar bestehen. 7. Gott erlässt überhaupt keinem die Schuld, ohne ihn zugleich demütig in allem dem Priester, seinem Stellvertreter, zu unterwerfen. 8. Die kirchlichen Bestimmungen über die Buße sind nur für die Lebenden verbindlich, den Sterbenden darf demgemäß nichts auferlegt werden. 9. Daher handelt der Heilige Geist, der durch den Papst wirkt, uns gegenüber gut, wenn er in seinen Erlassen immer den Fall des Todes und der höchsten Not ausnimmt. 10. Unwissend und schlecht handeln diejenigen Priester, die den Sterbenden kirchliche Bußen für das Fegefeuer aufsparen. 11. Die Meinung, dass eine kirchliche Bußstrafe in eine Fegefeuerstrafe umgewandelt werden könne, ist ein Unkraut, das offenbar gesät worden ist, während die Bischöfe schliefen. 12. Früher wurden die kirchlichen Bußstrafen nicht nach, sondern vor der Absolution auferlegt, gleichsam als Prüfstein für die Aufrichtigkeit der Reue. 13. Die Sterbenden werden durch den Tod von allem gelöst, und für die kirchlichen Satzungen sind sie schon tot, weil sie von Rechts wegen davon befreit sind.

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14. Ist die Haltung eines Sterbenden und die Liebe (Gott gegenüber) unvollkommen, so bringt ihm das notwendig große Furcht, und diese ist um so größer, je geringer jene ist. 15. Diese Furcht und dieser Schrecken genügen für sich allein - um von anderem zu schweigen -, die Pein des Fegefeuers auszumachen; denn sie kommen dem Grauen der Verzweiflung ganz nahe. 16. Es scheinen sich demnach Hölle, Fegefeuer und Himmel in der gleichen Weise zu unterscheiden wie Verzweiflung, annähernde Verzweiflung und Sicherheit. 17. Offenbar haben die Seelen im Fegefeuer die Mehrung der Liebe genauso nötig wie eine Minderung des Grauens. 18. Offenbar ist es auch weder durch Vernunft- noch Schriftgründe erwiesen, dass sie sich außerhalb des Zustandes befinden, in dem sie Verdienste erwerben können oder in dem die Liebe zunehmen kann. 19. Offenbar ist auch dieses nicht erwiesen, dass sie - wenigstens nicht alle - ihrer Seligkeit sicher und gewiss sind, wenngleich wir ihrer völlig sicher sind. 20. Daher meint der Papst mit dem vollkommenen Erlass aller Strafen nicht einfach den Erlass sämtlicher Strafen, sondern nur derjenigen, die er selbst auferlegt hat. 21. Deshalb irren jene Ablassprediger, die sagen, dass durch die Ablässe des Papstes der Mensch von jeder Strafe frei und los werde. 22. Vielmehr erlässt er den Seelen im Fegefeuer keine einzige Strafe, die sie nach den kirchlichen Satzungen in diesem Leben hätten abbüßen müssen. 23. Wenn überhaupt irgendwem irgendein Erlass aller Strafen gewährt werden kann, dann gewiss allein den Vollkommensten, das heißt aber, ganz wenigen. 24. Deswegen wird zwangsläufig ein Großteil des Volkes durch jenes in Bausch und Bogen und großsprecherisch gegebene Versprechen des Straferlasses getäuscht. 25. Die gleiche Macht, die der Papst bezüglich des Fegefeuers im allgemeinen hat, besitzt jeder Bischof und jeder Seelsorger in seinem Bistum bzw. seinem Pfarrbezirk im besonderen. 26. Der Papst handelt sehr richtig, den Seelen (im Fegefeuer) die Vergebung nicht auf Grund seiner - ihm dafür nicht zur Verfügung stehenden - Schlüsselgewalt, sondern auf dem Wege der Fürbitte zuzuwenden. 27. Menschenlehre verkündigen die, die sagen, dass die Seele (aus dem Fegefeuer) empor fliegen würde, sobald das Geld im Kasten klingt. 28. Gewiss, sobald das Geld im Kasten klingt, können Gewinn und Habgier wachsen, aber die Fürbitte der Kirche steht allein auf dem Willen Gottes.

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29. Wer weiß denn, ob alle Seelen im Fegefeuer losgekauft werden wollen, wie es beispielsweise beim heiligen Severin und Paschalis nicht der Fall gewesen sein soll. 30. Keiner ist der Echtheit seiner Reue gewiss, viel weniger, ob er völligen Erlass (der Sündenstrafe) erlangt hat. 31. So selten einer in rechter Weise Buße tut, so selten kauft einer in der rechten Weise Ablass, nämlich außerordentlich selten. 32. Wer glaubt, durch einen Ablassbrief seines Heils gewiss sein zu können, wird auf ewig mit seinen Lehrmeistern verdammt werden. 33. Nicht genug kann man sich vor denen hüten, die den Ablass des Papstes jene unschätzbare Gabe Gottes nennen, durch die der Mensch mit Gott versöhnt werde. 34. Jene Ablassgnaden beziehen sich nämlich nur auf die von Menschen festgesetzten Strafen der sakramentalen Genugtuung. 35. Nicht christlich predigen die, die lehren, dass für die, die Seelen (aus dem Fegefeuer) loskaufen oder Beichtbriefe erwerben, Reue nicht nötig sei. 36. Jeder Christ, der wirklich bereut, hat Anspruch auf völligen Erlass von Strafe und Schuld, auch ohne Ablassbrief. 37. Jeder wahre Christ, sei er lebendig oder tot, hat Anteil an allen Gütern Christi und der Kirche, von Gott ihm auch ohne Ablassbrief gegeben. 38. Doch dürfen der Erlass und der Anteil (an den genannten Gütern), die der Papst vermittelt, keineswegs gering geachtet werden, weil sie - wie ich schon sagte - die Erklärung der göttlichen Vergebung darstellen. 39. Auch den meist gelehrten Theologen dürfte es sehr schwer fallen, vor dem Volk zugleich die Fülle der Ablässe und die Aufrichtigkeit der Reue zu rühmen. 40. Aufrichtige Reue begehrt und liebt die Strafe. Die Fülle der Ablässe aber macht gleichgültig und lehrt sie hassen, wenigstens legt sie das nahe. 41. Nur mit Vorsicht darf der apostolische Ablass gepredigt werden, damit das Volk nicht fälschlicherweise meint, er sei anderen guten Werken der Liebe vorzuziehen. 42. Man soll die Christen lehren: Die Meinung des Papstes ist es nicht, dass der Erwerb von Ablass in irgendeiner Weise mit Werken der Barmherzigkeit zu vergleichen sei. 43. Man soll den Christen lehren: Dem Armen zu geben oder dem Bedürftigen zu leihen ist besser, als Ablass zu kaufen. 44. Denn durch ein Werk der Liebe wächst die Liebe und wird der Mensch besser, aber durch Ablass wird er nicht besser, sondern nur teilweise von der Strafe befreit.

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45. Man soll die Christen lehren: Wer einen Bedürftigen sieht, ihn übergeht und statt dessen für den Ablass gibt, kauft nicht den Ablass des Papstes, sondern handelt sich den Zorn Gottes ein. 46. Man soll die Christen lehren: Die, die nicht im Überfluss leben, sollen das Lebensnotwendige für ihr Hauswesen behalten und keinesfalls für den Ablass verschwenden. 47. Man soll die Christen lehren: Der Kauf von Ablass ist eine freiwillige Angelegenheit, nicht geboten. 48. Man soll die Christen lehren: Der Papst hat bei der Erteilung von Ablass ein für ihn dargebrachtes Gebet nötiger und wünscht es deshalb auch mehr als zur Verfügung gestelltes Geld. 49. Man soll die Christen lehren: Der Ablass des Papstes ist nützlich, wenn man nicht sein Vertrauen darauf setzt, aber sehr schädlich, falls man darüber die Furcht Gottes fahren lässt. 50. Man soll die Christen lehren: Wenn der Papst die Erpressungsmethoden der Ablassprediger wüsste, sähe er lieber die Peterskirche in Asche sinken, als dass sie mit Haut, Fleisch und Knochen seiner Schafe erbaut würde. 51. Man soll die Christen lehren: Der Papst wäre, wie es seine Pflicht ist, bereit wenn nötig -, die Peterskirche zu verkaufen, um von seinem Gelde einem großen Teil jener zu geben, denen gewisse Ablassprediger das Geld aus der Tasche holen. 52. Auf Grund eines Ablassbriefes das Heil zu erwarten ist eitel, auch wenn der (Ablass-)Kommissar, ja der Papst selbst ihre Seelen dafür verpfändeten. 53. Die anordnen, dass um der Ablasspredigt willen das Wort Gottes in den umliegenden Kirchen völlig zum Schweigen komme, sind Feinde Christi und des Papstes. 54. Dem Wort Gottes geschieht Unrecht, wenn in ein und derselben Predigt auf den Ablass die gleiche oder längere Zeit verwendet wird als für jenes. 55. Die Meinung des Papstes ist unbedingt die: Wenn der Ablass - als das Geringste - mit einer Glocke, einer Prozession und einem Gottesdienst gefeiert wird, sollte das Evangelium - als das Höchste - mit hundert Glocken, hundert Prozessionen und hundert Gottesdiensten gepredigt werden. 56. Der Schatz der Kirche, aus dem der Papst den Ablass austeilt, ist bei dem Volke Christi weder genügend genannt noch bekannt. 57. Offenbar besteht er nicht in zeitlichen Gütern, denn die würden viele von den Predigern nicht so leicht mit vollen Händen austeilen, sondern bloß sammeln. 58. Er besteht aber auch nicht aus den Verdiensten Christi und der Heiligen, weil diese dauernd ohne den Papst Gnade für den inwendigen Menschen sowie Kreuz, Tod und Hölle für den äußeren bewirken.

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59. Der heilige Laurentius hat gesagt, dass der Schatz der Kirche ihre Armen seien, aber die Verwendung dieses Begriffes entsprach der Auffassung seiner Zeit. 60. Wohlbegründet sagen wird, dass die Schlüssel der Kirche - die ihr durch das Verdienst Christi geschenkt sind - jenen Schatz darstellen. 61. Selbstverständlich genügt die Gewalt des Papstes allein zum Erlass von Strafen und zur Vergebung in besondern, ihm vorbehaltenen Fällen. 62. Der wahre Schatz der Kirche ist das allerheiligste Evangelium von der Herrlichkeit und Gnade Gottes. 63. Dieser ist zu Recht allgemein verhasst, weil er aus Ersten Letzte macht. 64. Der Schatz des Ablasses jedoch ist zu Recht außerordentlich beliebt, weil er aus Letzten Erste macht. 65. Also ist der Schatz des Evangeliums das Netz, mit dem man einst die Besitzer von Reichtum fing. 66. Der Schatz des Ablasses ist das Netz, mit dem man jetzt den Reichtum von Besitzenden fängt. 67. Der Ablass, den die Ablassprediger lautstark als außerordentliche Gnaden anpreisen, kann tatsächlich dafür gelten, was das gute Geschäft anbelangt. 68. Doch sind sie, verglichen mit der Gnade Gottes und der Verehrung des Kreuzes, in der Tat ganz geringfügig. 69. Die Bischöfe und Pfarrer sind gehalten, die Kommissare des apostolischen Ablasses mit aller Ehrerbietung zuzulassen. 70. Aber noch mehr sind sie gehalten, Augen und Ohren anzustrengen, dass jene nicht anstelle des päpstlichen Auftrags ihre eigenen Phantastereien predigen. 71. Wer gegen die Wahrheit des apostolischen Ablasses spricht, der sei verworfen und verflucht. 72. Aber wer gegen die Zügellosigkeit und Frechheit der Worte der Ablassprediger auftritt, der sei gesegnet. 73. Wie der Papst zu Recht seinen Bannstrahl gegen diejenigen schleudert, die hinsichtlich des Ablassgeschäftes auf mannigfache Weise Betrug ersinnen, 74. So will er viel mehr den Bannstrahl gegen diejenigen schleudern, die unter dem Vorwand des Ablasses auf Betrug hinsichtlich der heiligen Liebe und Wahrheit sinnen. 75. Es ist irrsinnig zu meinen, dass der päpstliche Ablass mächtig genug sei, einen Menschen los zu sprechen, auch wenn er - was ja unmöglich ist - der Gottesmutter Gewalt angetan hätte.

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76. Wir behaupten dagegen, dass der päpstliche Ablass auch nicht die geringste lässliche Sünde wegnehmen kann, was deren Schuld betrifft. 77. Wenn es heißt, auch der heilige Petrus könnte, wenn er jetzt Papst wäre, keine größeren Gnaden austeilen, so ist das eine Lästerung des heiligen Petrus und des Papstes. 78. Wir behaupten dagegen, dass dieser wie jeder beliebige Papst größere hat, nämlich das Evangelium, "Geisteskräfte und Gaben, gesund zu machen" usw., wie es 1. Kor. 12 heißt. 79. Es ist Gotteslästerung zu sagen, dass das (in den Kirchen) an hervorragender Stelle errichtete (Ablass-) Kreuz, das mit dem päpstlichen Wappen versehen ist, dem Kreuz Christi gleichkäme. 80. Bischöfe, Pfarrer und Theologen, die dulden, dass man dem Volk solche Predigt bietet, werden dafür Rechenschaft ablegen müssen. 81. Diese freche Ablasspredigt macht es auch gelehrten Männern nicht leicht, das Ansehen des Papstes vor böswilliger Kritik oder sogar vor spitzfindigen Fragen der Laien zu schützen. 82. Zum Beispiel: Warum räumt der Papst nicht das Fegefeuer aus um der heiligsten Liebe und höchsten Not der Seelen willen - als aus einem wirklich triftigen Grund -, da er doch unzählige Seelen loskauft um des unheilvollen Geldes zum Bau einer Kirche willen - als aus einem sehr fadenscheinigen Grund -? 83. Oder: Warum bleiben die Totenmessen sowie Jahrfeiern für die Verstorbenen bestehen, und warum gibt er (der Papst) nicht die Stiftungen, die dafür gemacht worden sind, zurück oder gestattet ihre Rückgabe,wenn es schon ein Unrecht ist, für die Losgekauften zu beten? 84. Oder: Was ist das für eine neue Frömmigkeit vor Gott und dem Papst, daß sie einem Gottlosen und Feinde erlauben, für sein Geld eine fromme und von Gott geliebte Seele loszukaufen; doch um der eigenen Not dieser frommen und geliebten Seele willen erlösen sie diese nicht aus frei geschenkter Liebe? 85. Oder: Warum werden die kirchlichen Bußsatzungen, die "tatsächlich und durch Nichtgebrauch" an sich längst abgeschafft und tot sind, doch noch immer durch die Gewährung von Ablass mit Geld abgelöst, als wären sie höchst lebendig? 86. Oder: Warum baut der Papst, der heute reicher ist als der reichste Crassus, nicht wenigstens die eine Kirche St. Peter lieber von seinem eigenen Geld als dem der armen Gläubigen? 87. Oder: Was erlässt der Papst oder woran gibt er denen Anteil, die durch vollkommene Reue ein Anrecht haben auf völligen Erlass und völlige Teilhabe? 88. Oder: Was könnte der Kirche Besseres geschehen, als wenn der Papst, wie er es (jetzt) einmal tut, hundertmal am Tage jedem Gläubigen diesen Erlass
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und diese Teilhabe zukommen ließe? 89. Wieso sucht der Papst durch den Ablass das Heil der Seelen mehr als das Geld; warum hebt er früher gewährte Briefe und Ablässe jetzt auf, die doch ebenso wirksam sind? 90. Diese äußerst peinlichen Einwände der Laien nur mit Gewalt zu unterdrücken und nicht durch vernünftige Gegenargumente zu beseitigen heißt, die Kirche und den Papst dem Gelächter der Feinde auszusetzen und die Christenheit unglücklich zu machen. 91. Wenn daher der Ablass dem Geiste und der Auffassung des Papstes gemäß gepredigt würde, lösten sich diese (Einwände) alle ohne weiteres auf, ja es gäbe sie überhaupt nicht. 92. Darum weg mit allen jenen Propheten, die den Christen predigen: "Friede, Friede", und ist doch kein Friede. 93. Wohl möge es gehen allen den Propheten, die den Christen predigen: "Kreuz, Kreuz", und ist doch kein Kreuz. 94. Man soll die Christen ermutigen, dass sie ihrem Haupt Christus durch Strafen, Tod und Hölle nachzufolgen trachten 95. und dass die lieber darauf trauen, durch viele Trübsale ins Himmelreich einzugehen, als sich in falscher geistlicher Sicherheit zu beruhigen.

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FREIMAURER

Jahrhunderte hatten die Templer in Irland, Schottland und England ihre Gottesdienste geheim in Bauhütten fortgesetzt. Immer in der Hoffnung, dass die Kirche ihren Weg wieder begradigen und eine Rückkehr in den Schoss der Kirche ermöglichen würde. Erst die Einstellung und das Verhalten auf die Korrekturversuche eines Martin Luthers (der immerhin aus einem alten Hugenottengeschlecht hervorgegangen war) die Lehre der Kirche zu beeinflussen und sein Scheitern zeigten ihnen die Aussichtslosigkeit ihrer Hoffnung. So entschloss man sich, nun gleichfalls eine politische Gegenkraft gegen Rom zu bauen (röm.kath. und Vatikan, evangelisch Augsburger Bekenntnis und Freimaurer). Es sollte eine Bewegung werden, die die Menschen dazu anregte, an sich selber zu arbeiten, wie einst der Baphomet vom rauen zum glatten Stein zu werden.
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Der Gedanke selber ein besserer Mensch zu werden und damit das Reich Gottes auf dieser Welt zu errichten, sollte die Treibkraft hierfür sein. 1.) Liebe deinen Nächsten (auch deine Feinde) wie dich selbst, (aber liebe dich) 2.) Liebe Gott den Herrn, der alles gemacht hat sollten den Menschen auszeichnen. Als Grundlage das Markusevangelium dienen. (Später kam auch eine Gruppe hinzu, die Johannes wichtiger nahm). Das ganze musste geheim geschehen, da die Mitglieder sonst in höchster Gefahr standen, von Rom oder Rom nahen Machthabern ermordet zu werden. Nicht aber zu geheim, damit die Bewegung auch neue Mitglieder begeistern können würde (das wird heute vielerorts falsch gemacht, heute ist man zu geheim zu gedeckt). Die ersten Logen der Freimaurer waren geschaffen.

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ILLUMINATEN

Die Logen begannen zu wachsen. Und überall wo etwas wächst, da gibt es Probleme. Die Probleme der neuen Freimaurerbewegung (die übrigens bis 1770 so geheim geführt wurde, dass erst zu diesem Zeitpunkt die Ersterwähnung stattfindet und da überraschender Weise eine Johannes Loge) waren, dass der Gedanke auch durchwegs wohlhabende Menschen anzog. Auch diese waren bereit, sich dem Gedanken an sich selbst zu arbeiten und eine besserer Mensch zu werden sehr aufgeschlossen. Das erregte oftmals das Gemüt der weniger reichen Logenbrüder. (Es gab übrigens auch
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schon damals Logenschwestern (ist auch logisch, die Templer waren ein gemischter Orden mit dem Recht zu heiraten, dies hat die Johannesmaurerei nur lange Zeit vergessen). Zwar war man bereit zu helfen, aber der wirkliche Ausgleich (dass alle Menschen gleich sind) wurde dadurch auch nicht erreicht. Daher dauerte es nicht lange, bis in den Logen erste Zweifel über die Richtigkeit des Ansatzes und der Lehre der Freimaurer auftauchten. Viele sahen plötzlich das Problem der Errichtung des Reiches Gottes im Geld (sagte auch schon Jesus Christus zum Thema der Feind des Menschen ist der Mammon). Viel wichtiger als an sich selbst zu arbeiten, wäre es, dass Geld abzuschaffen. Eine neue Gruppe war geschaffen. Zielsetzung: Das ganze Geld der Welt auf sich zu einen um es in der Folge abzuschaffen. Ein guter aber gar unmöglicher (im Sinne von nicht durchführbarer) Gedanke.

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ROSENKREUZER UND ELESTER CRAWLEY

Das Geheimgesellschaften einen eigenen Reiz ausüben, dass merkten auch bald einige Geistliche der katholischen Kirche. Da diese Kirche zu jenem Zeitpunkt durch die Spannungen mit Luther am Zerbrechen war, entschloss man sich eine katholische Gegenbewegung zu den Freimaurern zu schaffen. Zu diesem Zweck erfand man einen Mann, der angeblich schon im 1300 Jahrhundert als Mönch gelebt haben sollte, namens Christian Rosenkreutz und ein Verfechter der geheimen Wissenschaften gewesen war. Er soll sich sowohl mit der Astrologie, als auch einer Reihe Grenzwissenschaften wie Magie und Okkultismus beschäftigt haben. (das dieser Mann nie gelebt hat ist hierbei unrelevant) Die Entwicklung der Rosenkreutzer schreitet sehr schnell voran, weil eine jede Form von Esotherik aufgenommen wird, die sich anbietet. So fand Elestha Krawly Anfang des 18. Jahrhunderts auch einen guten Nährboden für seine schwarzmagische Sekte OTO (Ordo Templis Orientes). Sie hat ein einziges Gesetz: TUE WAS DU WILLST, DAS IST DAS EINZIGE GEBOT Dementsprechend verhalten sich diese Menschen in weiterer Folge dann auch. Bedauerlicherweise beruft er sich hierbei, genauso wie die anderen Rosenkreutzergruppierungen auf die Templer und hat sich den klingenden Namen Ordo Templis Orientes zugelegt. Vorsicht: Der OTO ist kein Templer sondern ein Rosenkreutzer Orden
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BNEI BRIT

Der Gedanke durch die Arbeit an sich selbst die Welt zu verbessern, fand auch in jüdischen Bereichen hohen Anklang. Da die Freimaurer aber eine überzeugt christliche Organisation sind, entschloss man sich, eine jüdische Ergänzungsorganisation zu schaffen. Auch hier steht das Ziel der Errichtung eines weltweiten Friedensreiches im Fordergrund. Die Lehre: Der Messias wäre nicht gekommen, weil die Welt nicht darauf vorbereitet gewesen wäre. Gott würde uns aber eine zweite Chance geben. Daher sollte sich ein jeder Mensch auf seine Ankunft vorbereiten. Entspricht im übertragenen Sinn dem selben, was uns die Freimaurer lehren. Daher wird die Bnei Brit auch von etlichen Freimaurerorganisation als Freimaurerbewegung anerkannt.

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DER WELTLICHE ORDEN

Es dauerte von 1337 bis 1670, dass sich die Templer neu formierten. Nicht das Sie jemals wirklich aufgehört hätten zu existieren, Sie lebten ja in ihren Kindern, wie Freimaurer, Illuminaten, Rosenkreutzern und Bnei Brit weiter, es war aber nie mehr wieder der selbe Orden. So häuften sich in den einzelnen Gruppierungen immer wieder Stimmen, die daran erinnerten, dass der Templer Ritterorden früher für Gott gekämpft hätte und in der heutigen Zeit nur noch an sich selbst arbeiten würden. Die gesellschaftspolitischen Aufgaben wie der Schutz der Kirche oder der Aufbau der Sozialbank etc. fehlten vielen der Brüder und Schwestern sehr. So entschloss man sich 1670 den OTS (den Ordo Templis Salomonis) in Frankreich neu zu gründen. Er sollte sich für den Kampf mit dem geistigen Schwert gegen die Ungerechtigkeit der Welt einsetzen, auf das physische Schwert aber verzichten. Es sollte aber bis 1805 dauern, bis dieser Orden neuerlich seine Anerkennung fand.
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MARIE ANTOINETTE
Nicht das diese Frau jemals etwas mit der Bewegung der Templer oder Freimaurer zu tun gehabt hätte, ansonsten wären uns Aussprüche wie „Madam das Volk hat kein Brot.“ „Na dann sollen Sie halt Kuchen essen.“ wohl erspart geblieben. Und doch spielt gerade diese absolutistische Herrscherin für die Templer eine wichtige Rolle. Es hatte sich in den europäischen Herrscherhäusern nämlich eingebürgert, die Länder direkt von der Krone aus zu regieren. Zwar gab es noch andere Adelige, nur hatten diese seid Ludwig XIV. wahrlich nichts mehr zu sagen. Repräsentantenhäuser und Abgeordnete waren in der Folge nur noch klingende Namen. In Frankreich begonnen verbreitete sich der Absolutismus auf ganz Europa (der spätere Untergang der Monarchien). So kam es aber, dass auch immer mehr Adelige den neu entstehenden Organisationen, wie Freimaurerei oder Illuminaten beitraten um sich selbst wieder Einfluss zu sichern. Marie Antoinette war eine sehr herrschsüchtige Dame. 1770 reichte es dann vollkommen. Nach einer langen Hungersnot rief Robers Pierre mit den Worten „Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit“ die Freimaurerrevolution aus. Marie Antoinette wurde verhaftet und hingerichtet. Frankreich war nunmehr die erste Republik.
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NAPOLEON BONAPARTE

Wer glaubt, dass es in Frankreich durch die Revolution wirklich besser geworden wäre, der irrt. Zwar hatte man nunmehr kein Königshaus mehr, dafür aber den selben Hunger. Und viele Menschen erhofften die Rückkehr der Monarchie. Das war der Nährboden, der einen kleinen korsischen General (1.58 m Körpergröße) dazu veranlasste nach dem Thron zu greifen. Da er selbst aber aus keiner adeligen Familie gekommen war, wusste Napoleon Bonaparte, dass er die Unterstützung von einflussreichen Gruppen benötigen würde. Hierfür boten sich Gruppen wie Freimaurer, Illuminaten oder die inzwischen schon lange im Untergrund arbeiteten Templer an. Der OTS war inzwischen bei allen großen Obidienzen wie Grant Orient oder Johannesmaurerei anerkannt und Napoleon wusste, dass würde er mit der Hilfe der Templer putschen, auch mit der Unterstützung etlicher Freimaurer rechnen dürfte. Im Jahr 1778 erfolgte der Putsch. Und Napoleon gewann. Als Dank für die Hilfe der Templer schenkte er dem neu erstandenem Orden als ersten Orden die weltliche Anerkennung. So war aus dem Schutzorden der katholischen Kirche nunmehr ein Orden zur Weltverbesserung geworden.
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KIRCHLICHE VERWEIGERUNG Viele werden sich nun Fragen, warum ein weltlich anerkannter geistlicher Orden nicht einfach nach Rom pilgert und sich mit dem Papst versöhnt. Vielleicht hält man die Templer auch für, wenn angesichts des bren-nenden Großmeisters und 6000 verbrannter Brüder und Schwestern auch verständlich, nachtragend. So ist dem aber nicht. Seid 1805, seid der Anerkennung durch Napoleon versucht der Orden immer und immer wieder, sich mit der katholischen Kirche zu versöhnen. (Wie oft soll ich vergeben: 7 mal. Nein 7 mal 77 mal.) Trotz der inzwischen wechselnden 12 Päpste und der Tatsache, dass Dokumente aufgetaucht sind, dass Clemens VIII. die Templer niemals auflösen wollte, sondern dies nur auf Druck Phillips des Schönen erfolgte, hat sich bis heute aber noch keiner gefunden, der groß genug gewesen wäre, Frieden zu schließen. (Und das macht in unseren Augen das Unrecht nur um so größer) Das noch deutlich schlimmere ist: Die katholische Kirche leugnet die Existenz des Templer Ritterordens beharrlich. Angeblich sind wir seid 1307 nicht mehr existent. Gott sei es gedankt. Ich weiß das besser.

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DIE TREIBKRAFT DER TEMPLER
DIE AUFGABE DER TEMPLER: DIE WELT EIN STÜCK BESSER ZU HINTERLASSEN, ALS WIR SIE VORGEFUNDEN HABEN

Zeit der Geschichte stand der Templer in dem besonderen Spannungsfeld zwischen Bewahrung und Veränderung. Schon zu Zeiten, in welchem der alte Orden noch den Schutz der katholischen Kirche übernahm, war er trotzdem immer aufs Neue darauf ausgerichtet zu forschen und Gott besser kennen zu lernen. So es die Bibel gläubigen Menschen vorschreibt: Christus ähnlicher zu werden. Jesus Christus ist für die Templer der Anfang und das Ende aller Zeiten, der gesamte Gezeitenbogen und in ihm wächst oder zerfällt die Welt. Jesus war als Christus (König) in sein Reich gekommen um das Böse in die Schranken zu weisen, nicht um das Böse zu vernichten, denn wer Schlecht nicht kennt, kann Gut auch nicht kennen lernen. Daher seine Aussage: Was nennt ihr mich gut. Christus sagte uns aber auch, dass sein Reich Mitten unter uns wäre und mit Johannes begonnen hätte. Schauen wir uns heute die Welt an, dann fragt man sich, woran man das erkennt. Daher ist es die Aufgabe des Templers, die Welt ein Stück besser zu hinterlassen als er sie vorgefunden hat.

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YINGDAS EWIGE YING-YANG

Das ewige Ying - Yang, die ewige Streitfrage und doch deren Gleichgewicht, ist die Frage auf welchem Weg das Ziel der Weltverbesserung und der Errichtung des Friedensreiches erfolgen soll. Das Spannungsfeld in dem der Templer lebt reicht von der Frage ob Religion und ein wenig Politik oder Politik und ein wenig Religion ihn zum Ziel führen wird. Früher in alten Tagen glaubte man, dass das Schwert zum Ziel führen kann. Das führte auch Ritter wie Hitler und Stalin ins Verderben, die Erinnerung an das Alte. Der normale Templer weiß heute aber, dass der Kampf ausschließlich mit dem geistigen Schwert zu gewinnen ist. Man muss den Menschen dazu bringen für Frieden und Toleranz, für ein Miteinander anstatt ein Gegeneinander einzutreten. Denn nur dann, wenn der Mensch es lernt, was es heißt, LIEBE DEINEN NÄCHSTEN WIE DICH SELBST, (ABER LIEBE DICH, WAS IN DER HEUTIGEN ZEIT WOHL AUCH NICHT SO SELBSTVERSTÄNDLICH IST) wenn Liebe die Welt erfüllt, kann diese dauerhaft zur Ruhe kommen. Wir laden einen jeden ein, daran mit zu wirken.
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ZWISCHEN RELIGION UND WELTVERBESSERUNG Immer wieder die selbe Frage. Opfere ich mein Wissen der Politik und versuche noch einmal ein Gleichgewicht auf dieser Welt herzustellen? Oder widme ich mein Leben rein der Religion und warte auf die Wiederkehr dessen der uns einst gemacht hat. Der Druck Amerikas und damit der Illuminaten (die Freimaurer haben dieses Land schon vor 15 Jahren verloren) wächst und erreicht die gesamte Erde. Und doch gibt es einen streifen Hoffnung der eine bessere Zeit verkündet. Was sich wohl andere Templer dachten als sie die Weiche stellen mussten. Wären wir Freimaurer, so wäre die Entscheidung klar: Du sollst kein Teil dieser Welt sein, bedeutet: Du sollst Dich nicht in Politik und in die Kirche einmischen. Uns Templern ist dies nicht so klar und daher vertreten wir die verschiedensten Strömungen.

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RELIGIÖSE STRÖMUNGEN DER NEUZEIT
Ich habe mich lange mit den anderen Templerbewegungen beschäftigt. „Wieso andere Templerbewegungen“, wird mich vielleicht der eine oder andere fragen, „ist es denn nicht ein Orden“. Im Prinzip schon. Das Problem ist, dass die katholische Kirche seid dem Jahr 1307 laufend behauptet hat, dass es den Templer Ritterorden nicht mehr gibt. In ihrer absoluten Überheblichkeit hat Rom sich entschlossen einen Ausschluss (Templer sind kein Teil der katholischen Kirche mehr) mit der Auflösung eines Ordens zu verwechseln. Trotzdem war und blieb der Templer Ritterorden ein Mythos, ein Orden den viele bewunderten und auf den viele gerne zurück blickten. (Besser wäre gewesen nach vorne zu blicken, aber ...) Das führte dazu, dass etliche geschickte Strategen , die ein ganz anderes Gedankengut verkaufen wollten, sich den Namen Templer ausliehen. In der Freimaurerei heißen die Hochgrade Templergrade, auch von dort nimmt die eine oder andere Templerbewegung ihren Namen her. In der Illuminatenpyramide sind die Templergrade bis heute vorgesehen. Mir bleibt nun die Aufgabe, einige der Bewegungen vorzustellen und zu begründen, warum es sich hierbei um echte Templer handeln kann, oder nicht. Möge Gott mir vergeben, wenn ich dabei jemanden Unrecht tue.

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Guttempler
Entstanden in Deutschland sind die Guttempler eine Organisation die auf dem Boden der evangelischen Kirche, steht. Als Vorbild sehen sie das Pferd mit den beiden Reitern, welches bedeutet, dass sie ihren Ritterorden rein nach dem Sozialorden ausgerichtet haben. Dennoch kämpfen Sie mit dem geistigen Schwert gegen die Ungerechtigkeit in dieser Welt. Ihr Hauptthema ist Obdachlosenarbeit. Dabei schauen sie nicht auf Rasse oder Herkunft. Es soll kein Mensch auf dieser Welt sagen müssen: Der Menschensohn hat keinen Platz, wo er sein Haupt hinlegen könnte.

Sonnentempler
Es bleibt bis heute fragwürdig, wieso sich diese Organisation die in den 70 er Jahren in Amerika aufkam, überhaupt Templer nannte. Ich möchte auch auf Namen in diesem Buch nicht besonders eingehen. Schaut man sich die Theologie der Sonnentempler an, so erkennt man nur zu deutlich, dass diese weder mit Templern noch mit Freimaurern oder Illuminaten, auch nicht mit Rosenkreuzern oder Hugenotten zu tun haben kann. Die Sonnentempler behaupteten, dass 1987 Jesus Christus zurück kommen würde und bereiteten sich gemeinsam auf einer Farm in Akarnsas darauf vor. Es kam das Jahr 1987 und Jesus Christus kam nicht. Darauf wurde das Tor der Farm für immer geschlossen und man behauptete, Jesus Christus wäre auf dieser Farm, er wolle sich der Welt nur noch nicht zeigen. Als die Sekte begann größere Mengen an Waffen zu kaufen, wurde der CIA auf das bunte Treiben aufmerksam. Man verlangte die Überprüfung der Farm, wurde aber nicht eingelassen. Daher entschloss man sich aus Staatssicherheitsgründen die Farm zu stürmen. Als der CIA die Farm betrat, fand er nur verkohlte Leichen. Alle Sektenmitglieder hatten sich mit Benzin überschüttet und angezündet. Was dieses aber mit den Anschauungen von Templern zu tun haben soll, weiß Ich nicht!

Der OESMTH
Angeblich geht der OESMTH der ökumenische Templer Ritterorden auf die Bewegung zurück, die 1805 von Napoleon Bonaparte neu zugelassen wurde. Wie diese aus Amerika stammende Gruppe diese Behauptung aufstellen konnte erscheint mir allerdings ein Rätsel, da es zur dieser Zeit in Europa nur den OTS, den Ordo Templis Salomonis, gegeben hat. Meine Vorfahren waren bei den Gesprächen dabei und es war keinerlei Rede davon einen ökumenischen Orden, sondern einen weltlichen Orden zu gründen. Dennoch erscheint uns der OESMTH als positive Zeit Erscheinung, fordern sie doch, dass ein jeder Ritter oder Knappe Mitglied einer anerkannten Religionsgemeinschaft (Kirche: röm-kath., evang., bul-orth., etc.) sein muss. Es ist also eine christlich überkonfessionelle Gemeinschaft. Das man zur selben Zeit allerdings darauf verweist, dass man von der UNO, einer von den Templern indizierten Organisation anerkannt worden ist, anstatt sich zu fragen, welche Kirche den Orden anerkennen könnte. Frei nach dem Schema: Wir haben uns selbst anerkannt. Was also ist der OESMTH? Eine Glaubensgemeinschaft oder politische Partei?

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Der OTM
Würde sich der Gründer des Ordo Templis Milites Karl Mikus, wohnhaft in Wien, mit den Ordenssystemen besser ausgekannt haben, so hätte er seinen Orden wohl schwerlich im Bereich der Templer, sondern vielmehr im Bereich der Rosenkreutzer, vielleicht aber auch der Illuminaten angesiedelt. Ich habe selten so einen eindeutigen gnostischen Orden gesehen, wie den OTM. Das zentrale Verständnis ist die Suche nach Grenzwissenschaften und Esoterik. Eben Dinge zu erfahren, die über das reine rationale Denken hinausgehen. Dazu dienen Vorträge über UFOs (Was schaut man sich die VRIL an wiederum eine Nähe zu den Illuminaten bedeuten kann) , Atlantis, u.v.a. Für meine Person sehr spannend, da ich mich aus Interessengründen manchmal selbst mit solchen Thematiken befasse, wohl aber schwerlich geeignet als Forschungsziel eines Templer Ritterordens. (Es stimmt zwar, dass die Templer immer schon gerne geforscht haben, aber in Richtung christlicher Mystik und nicht Richtung Esoterik). Wer sich also für Grenzwissenschaften interessiert, der ist dort beim Ordo templis Milites gut aufgehoben.

Der ARBEITSWELTORDEN
Der ursprünglich aus Deutschland stammende Orden ist eine soziale Gemeinschaft, die sich dem Gedanken der Illuminaten, dass nur ein jeder zehnte auf der Welt wirklich arbeiten braucht verschließt. Der Orden, auch ordo templis laborate, der ausführende oder arbeitende Templer Ritterorden hat wohl die Grundlage für HARTZ 4, welches zur Zeit Deutschland saniert geliefert. In Österreich schuf diese Bewegung im Zeitraum von Juni 2003 bis Dezember 2005 durch die Projekte Arbeitswelt und Christlicher Bauverein auf Berufung des Paragraphen 34 der Menschenrechtscharta von 1947 der Vereinten Nationen (Das Recht auf Arbeit für alle) an die 3000 neuen Arbeitsplätze, wurde aber als staatsfeindlich eingestuft und mit der Hilfe des Schutzverbandes gegen den unlauteren Wettbewerb (einer Schutzgeldmafia, die Unternehmen davor schützt, dass andere einfach billiger sind und damit der Kaufkraft von Menschen großen Schaden zufügt, folglich gegen die eigenen „Schützlinge“ agiert) zum aufgeben gezwungen. Ihr Leitsatz: Christus hat erst die Menschen wirtschaftlich abgesichert und sie dann erst zu Menschenfischern gemacht. Ist sicherlich als templerischer Grundgedanke ein zu stufen.

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DER POLITISCHE STRÖMUNGEN DER NEUZEIT

In der Neuzeit spielen Lobbies für Politiker eine immer wichtigere Rolle. Niemand wählt heute einen Menschen wegen seiner Leistung, oder dem was er den Menschen verspricht, sondern vielmehr deshalb, weil ihm andere sagen, dass dieser Mensch gut, oder gefährlich ist. Um dieses zu machen, braucht der Politiker Parteien im Vordergrund im Hintergrund aber Bündnissysteme. Daher haben sich auch etliche Templergruppierungen das Ziel gesteckt, politische Systeme aus dem Hintergrund zu unterstützen.

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Der ORDO TEMPLIS SALOMONIS
Ein ganz spannendes Kapitel der Templer Geschichte ist der Ordo Templis Salomonis. Von ihm gehen alle heute aktiven Templer-gruppierungen aus. Es ist der Orden der 1805 von Napoleon Bonarparte neu zu gelassen wurde (auch wenn ich bis heute der Meinung bin, dass die Anerkennung eines evangelischen Landesbischofs oder des Papstes in Rom für einen ursprünglich christlichen Orden deutlich wesentlicher gewesen wäre). Der Ordo templis salomonis kämpft nun seid über 200 Jahren für die Menschlichkeit und den Weltfrieden. Um dieses zu bewerkstelligen übernehmen sie manchmal Aufgaben von Botschaften (Coopertion Consul), derer Länder, in einzelnen Staaten nicht vertreten sind. Andere Aufgaben sind der Aufbau einer Sozialbank, von sozialen Hilfswerken und der Kontakt zu den Kindern des Templer Ritterordens. So ist der OTS für viele Menschen eine zentrale Ansprechstelle.

Die CHRISTLICH HUMANISTISCHE WIRTSCHAFTSUNION
Die bereits 1810 aus dem OTS hervorgegangene Partei und somit eine der ersten Parteien der Welt, zeichnet sich nun seid fast 200 Jahren durch die Tatsache aus, unseres Wissens nach noch nirgends auf der Welt kandidiert zu haben. Ganz offensichtlich handelt es sich um eine den Templern nahe stehende politische Gruppierung, die auf das Gelingen anderer Parteien Einfluss nimmt, selbst aber nicht augenscheinlich werden möchte. So taucht sie meist dort auf, wo größere Veränderungen in einzelnen Staaten in der Geschichte notwendig wurden. (1848 als Liberale Partei in Wien, 1923 im Aufbaubereich der NSDAP in Österreich, 1933 im Aufbau der Kommunistischen Partei in Russland, etc.) Sie war die Partei der Französischen Revolution genauso, wie die der liberalen ungarischen Adeligen, die 1912 versuchten die Monarchie zu retten. Vom Ansatz her, könnte man sie für eine illuminierte, also auf globalisierende Gruppierung halten. Ich möchte im zweiten Teil dieses Buches aber noch genauer auf diese Partei eingehen und hier nicht zu viel vorwegnehmen.

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DIE THULE Die Templer Humanistische Union für Liberale Entwicklung war bis 1933 ein Teil der Obidienz Grant Orient, bevor sie aus Gründen der Unterstützung des Hitler Systems ausgeschlossen wurden. Das Ziel der Thule war die Errichtung eines Weltfriedensreiches, der Ansatz hierzu galt wie folgt: Würde man die ganze Welt erobern und neu gerecht verteilen, dann hätte ein jeder Mensch seinen Platz und man könnte Frieden halten. (Man sah damals nämlich die Problematik in den Bereichen der Heimatlosen (Zigeuner, Juden, etc.), diejenigen die kein Land hatten). Bis heute arbeitet die Thule im Untergrund weiter. Sie ist aber gespalten und eine jede Komturei vertritt seine eigene Auffassung. Besonders stark ist die THULE heute noch in Bulgarien, Spanien und Ostdeutschland.

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TEMPLERN VON ILLUMINATEN UND TEMPLERN
Aufmerksame Leser haben inzwischen erfahren, dass sich Templer und Illuminaten rein vom Ansatz her nicht verstehen können. Wir wollen aber auch noch einmal erklären warum

ILLUMINATEN
Die Illuminaten nehmen, genauso wie die Templer die Bibel sehr ernst. So wissen Sie, das Jesus gesagt hat, dass der Mamon (das Geld) der Feind des Menschen ist. Der einfachste Weg wäre es folglich, das Geld einfach abzu-schaffen. Das könnte auf zwei Varianten passieren. a) Alle Herrscher dieser Welt würden Illuminaten (das war der Ansatz der letzten Jahrhunderte, daher die Unterstützung des Absolutismus) b) Nur noch wenige Menschen auf dieser Welt hätten das gesamte Kapital Da aber das Geld sich im Umlauf befindet und jeder Mensch ein Geld braucht (um Essen zu kaufen, Miete zu zahlen, etc.) und Klein- und Mittelunternehmer auch leben wollen, so wird dieser Ansatz wohl zu keinem Ziel führen.

Die Globalisierung
Der Wunsch auf Globalisierung den der Illuminat hegt, hat nichts damit zu tun, dass sich Menschen näher rücken sollen. Vielmehr erscheint es den Illuminaten einfacher, auf wenige Regierungen Einfluss zu nehmen. Außerdem erlauben internationale Konzerne, die in vielen Staaten arbeiten auch die Verdrängung von Handwerk und Klein- und Mittelunternehmen. Verhasst sind den Freunden der Globalisierung vor allem Freimaurerlogen. Diese sind von Anbeginn an Vertretungen von Handwerkern. Und diese sind in einem System der Globalisierung einfach nicht vorgesehen. Die Vernetzung durch das Internet und der Wunsch auf ein Vereintes Europa kommen den Illuminaten natürlich entgegen. Eine Weltarmee (die NATO) ist ebenfalls bereits vorbereitet.
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Rekordarbeitslosigkeit
Um möglichst schnell möglichst viel Geld horten zu können, ergreifen die Illuminaten Maßnahmen zur Förderung der Arbeitslosigkeit. Würde es nach ihnen gehen, so würde es vollkommen ausreichen, wenn ein jeder zehnte einer Arbeit nachgehen würde. Angeblich will der Mensch ja auch gar nicht arbeiten. Der Rest der Menschheit hätte Freizeit und wäre in der weiteren Folge leichter kontrollierbar. Vernünftige Freizeitbeschäftigungen würden außerdem das Leben genießbar machen. Die Folge dieser Maßnahme wäre das die Geldumlaufgeschwindigkeit zum erliegen käme und man es dann sehr leicht abschaffen könnte. Bleibt sich nur zu fragen was dann käme: ??? Tauschhandel ???

Illuminaten: Das Problem des Ansatzes
Menschlich gedacht wäre der Ansatz einer Freizeitgesellschaft vielleicht gar nicht so verwerflich. Es würde ganz bestimmt zur Familienpolitik und damit zur Arterhaltung beitragen, wenn der Mann laufend für seine Frau Zeit hätte. Psychisch aber, hätte es katastrophale Folgen. Der Mann hätte nämlich nichts mehr worauf er stolz sein könnte, die Frau nichts für das sie ihren Mann loben könnte. Vielleicht aber wäre dieses Manko im Bereich Kunst wieder lösbar. Das noch größere Problem dieses Ansatzes ist allerdings die Tatsache, dass bei einem System in welchem nur einer von 10 Personen arbeitet, auch nur einer von 10 Personen über eine Kaufkraft verfügt. Das wiederum führt in der Folge zweifellos zum Erliegen der Wirtschaft, aber auch der Industrie. Die Frage folglich: Wie belohnt man in einem solchen System die Industrie? Dem Templer ist daher ein Ansatz wie dieser unverständlich.

Das ILLUMINATEN-PARADIES
Das Utopia der Illuminaten wurde wohl Anfang der 60 er Jahre in dem Film die Zeitmaschine beschrieben. In diesem Film leben Elois und Mordoks nebeneinander und Elois haben laufend Freizeit. Damit diese nicht unruhig werden, haelt man sie ihr
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ganzes Leben auf der Stufe von Kindern. Kein Schulsystem, kein Lernzwang. Sondern immerwährendes Spielen. Von Zeit zu Zeit fangen die Mordoks einen Eloi ein und bringen ihn zur Zwangsarbeit. Da der Eloi auf Stufe eines erwachsenen Kindes lebt, wehrt er sich auch nicht, sondern hält dieses für normal. Für seine Arbeit wird er in der Folge weder belohnt noch gescholten und wenn er bei seiner Arbeit stirbt, so wird wieder ein neuer Eloi gefangen. Ich könnte mir vorstellen, dass sich ein Illuminat sein Paradies genau so vorstellt. Ob ich dies aber auch will?

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DIE TEMPLER
Sind die Soldaten Gottes. Im Gegensatz zu den Freimaurern, die das Ziel in der Veränderung des Menschen sehen (Wir sollen vom rauen zum glatten Stein werden) sich aber die Einmischung in Kirche und Politik verbitten, möchte der Templer diese Systeme durch seine geistige Kraft verändern (Wir sprechen von dem Kampf mit dem geistigen Schwert) So sind die Templer und die Illuminaten von außen her, manchmal schwer zu unterscheiden. Trotzdem gibt es einige Punkte, die uns über unser Gegenüber Aufschluss geben. Während Illuminaten aus Gründen des Aufbaus eines eigenen christlichen Systems (Scientology) jede Form von Kirche ablehnen, wird der Templer immer ein praktizierender Christ sein (Nicht Moslem oder Jude).

Europa der Völker
Auf Europa bezogen, spricht sich auch ein Templer, so wie ein Illuminat für die Globalisierung aus. Möchte der Illuminat aber einen europäischen Einheitsbrei (Sprache Esparanto für alle, ein einziges Staatsgebiet), so wünscht sich der Templer ein Europa der Völker. Ein jeder Staat, soll darauf schauen, dass es gerade seinem Volk gut geht, selbstverständlich aber in der Toleranz zu den Nachbarstaaten. Das Volk ist die zentrale Einheit, wobei ein Volk aus Stammvolk und Zuwanderern besteht (keine Arisierung). Jeder der etwas zum Gelingen eines Volkes beitragen möchte, gehört auch diesem Volk an, jeder der das nicht möchte, muss nach einem anderen Volk suchen. Ein Volk hat ein Stammgebiet (der Österreicher Österreich, der Bulgare Bulgarien, der Amerikaner Amerika). Hätte ein jeder sein eigenes Land, so bräuchte niemand auf dieser Welt zu leiden. Wichtig ist nur das sich die Staaten gegenseitig unterstützen.

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Der neue Mensch
Das Kernstück des Ansatzes des Templers ist der neue Mensch. Er sollte tolerant und nicht faschistisch sein, dass heißt, er soll zwar an sein Volk glauben, dabei aber wissen, dass alle anderen Völker genau gleich viel wert sind, wie sein eigenes. Der neue Mensch ist ein Familienmensch, die Geburtenzahl ist allerdings auf 2 Kinder reguliert. Das Oberhaupt der Familie ist die Frau (das kommt aus der Bibel: Der Mann wird Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen). Betreffs seines Glaubens wäre es dem Templer aus Friedensgründen am liebsten jeder Mensch wäre Christ. Der häufigste Auslöser für Kriege ist nämlich der Streit um den Glauben. Trotzdem tritt der Templer für die allgemeine Religionsfreiheit ein. Vielleicht wird der eine oder andere sagen: Dann wäre es gescheiter, keinen Glauben zu haben. Und die Templer geben zu, dass dies eine zweischneidige Sache ist. Ohne Glaube gebe es vielleicht weniger Streit, dafür stünde der Mensch vor dem totalen Werteverfall. Daher sind die Templer für ein tolerantes Christentum (bedeutet übrigens auch Toleranz gegenüber anderen Religionen. Eine jeder Form von Fanatismus ist falsch).

Heimat für Heimatlose
Das große Problem des Templers ist es, dass es Völker gibt, die selbst kein Land haben, sich in den anderen Staaten auch nicht einordnen wollen. So sind Zigeuner (ursprünglich stammten Roma und Sinti aus Indien, wollen dorthin aber nicht zurück) und Zionisten (das sind jüdische Fanatiker, die um das Gebiet Palästina kämpfen, nicht welche, die der Religion Jude angehören), die beiden großen Probleme des Ansatzes der Templer. Die Zigeuner nämlich lassen sich in allen Ländern der Erde nieder und bilden dort, anstatt sich zu integrieren, eine eigene Regierung. (Sie haben einen eigenen Präsidenten, einen eigenen Geheimdienst, ein eigenes Gesetz, ein eigenes Ehe Buch, etc.)
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Die Zionisten wiederum glauben, dass Israel ihr Herkunftsland ist und sie zum auserwählten Volk gehören und beanspruchen deshalb weite Landstriche Palästinas, sodass für die Palästinenser kaum ein Platz bleibt. (Uri Avnery, Gnesset Abgeordneter und selbst Jude hat mir in einem Interview für das Wiener FORVM Magazin 1993 folgende Antwort gegeben: Wir haben kein Problem mit den Palästinensern nur mit den Zionisten). Der dritte Problemfaktor ist momentan der islamische Fundamentalismus, der aus den eigenen Staaten ausgezogen ist, um die ganze Welt Islam zu gestalten. (Hierbei kommt es aber nur darauf an, dass sich die einzelnen Religionen tolerieren lernen). Die Welt ist groß genug. Gebt jedem Volk sein eigenes Land und lasst ihnen ihren Glauben und wir werden viel zum Frieden beitragen.

Das Paradies der Templer
Das der Mensch nie wirklich gleich sein wird, so wie dies der Sozialismus häufig in der Geschichte gefordert hat, um dann selber ein wenig gleicher zu sein, ist klar. Es wird immer reichere und ärmere Menschen geben. Das ist aber auch nicht so schlimm, wenn der Reichere bereit ist, mit dem Ärmeren zu teilen, ihm zu helfen, wenn dieser in Not ist. Das Paradies des Templers ist eine Welt, in der der Mensch miteinander statt gegeneinander lebt. In der jeder alles was er braucht hat (und niemand braucht wirklich ein Privatflugzeug, einen Ferrari oder ein eigenes Haus). Eine Welt in der der Mensch gelernt hat, mit dem zufrieden zu sein, was er sein Eigen nennt. Eine Welt in der jeder eine Arbeit hat und kein Unterschied gemacht wird, zwischen der Wertigkeit von Berufen (die Hausfrau ist im Weltbild des Templers genauso viel wert, wie ein Generaldirektor, nämlich einfach ein arbeitender Mensch). Daher schaut der Templer nach Möglichkeiten, wie er dem Menschen ein Grundgehalt ermöglichen kann und zusätzlich ein Einkommen, welches für jede Arbeit nach Stunden bezahlt wird (Der Mensch soll das selbe verdienen ob er als Hausfrau oder als Generaldirektor agiert) Denn nur so würde aus einem Beruf eine Berufung.
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Die Grundlage ist Politik
Sieben Jahrhunderte hat es der Templer probiert, dem Menschen auf religiösem Weg seine Art des Denkens beizubringen. Gehindert hat ihn daran immer wieder der Glaube der katholischen Kirche, welche zwar auf dieser Welt Macht ausüben möchte, die Worte „Mein Reich ist mitten unter euch“ aber nicht ernst nimmt. Sie verlagert das Reich Gottes in eine andere Welt und erreicht so den Status als Wegführer dorthin, so wie Moses in der Wüste, ohne jemals wirklich Konsequenzen für ihr eigenes Leben tragen zu müssen. Da der Weg, ich brauche nur an eine bessere Zukunft zu glauben und werde dabei von einem Gott geführt aber deutlich einfacher ist, (nicht sinnvoller, sondern einfacher), als mein Kreuz auf uns zu nehmen und Christus (dem König) zu folgen, so bleibt ein jeder Aufruf zum Miteinander bis zum heutigen Tag ungehört. Dieses erkennend entschloss sich der Templer Ritter Orden 1810, nach seiner Neuanerkennung, dass nicht mehr der Glaube, sondern die Politik die vorrangige Stellung in unserem Glaubensleben haben soll. Unterstützt von den Freimaurern, die zur selben Zeit erklären, dass der Mensch vom rauen zum glatten Stein werden soll (sprich an sich arbeiten um ein bessere Mensch zu werden, übrigens ebenfalls unabhängig von der Institution Kirche), führen wir in Christi Namen unseren Krieg um die Seelen dieser Welt. Möge der bessere Gewinnen: Die katholische Kirche oder Jesus Christus.

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Forschung als Fortschritt
Der Templer hat schon immer in der Geschichte versucht, die Zusammenhänge der Welt zu verstehen. Schon in den Jahren 1118 bis 1307 gehörten Medizin, Physik etc. zum täglichen Leben des Templers. Dieser Forscherdrang kommt aus einem tiefen Glauben, der uns lehrt, dass alles von Gott gemacht wurde. Wenn Gott uns aber diese Welt geschenkt hat, so sollten wir auch versuchen, dass was uns Gott geschenkt hat zu begreifen und zu erhalten. So war der Templer die Triebkraft bei der Erforschung unserer Erde (es gelang der Beweis, dass die Erde keine Scheibe ist, Entdeckung Amerikas, etc.) und bei der Erforschung des Menschen (Leonardo da Vinci, etc.). Bei der Entdeckung des Weltraums (Steven Hawkins, etc.) und bei der Errichtung von Systemen (Hitler, Stalin, etc.) Möge es den Templer noch viele Male gelingen, die Welt in Erstaunen zu versetzen.

Die soziale Revolution
Man wirft den Templern häufig vor, dass Sie nur im Bereich Kriegsführung und der Politik tätig wären. Betrachtet man aber die christlich karitative Sozialarbeit der Templer, so kann man ohne Neid sagen, dass sie auch in diesem Bereich eine maßgebliche Rolle gespielt haben. War es im Frühmittelalter üblich, dass ein Orden finanziell auf Gewinn ausgerichtet war (Bau von Klöstern, Kirchen, etc.) so ist gerade dieser Punkt den Templern nicht vor zu werfen. Die Templer investierten lieber in Hospize (Krankenhäuser))) und Krankenpflege, Armenarbeit und Obdachlosenarbeit. Außerdem gründeten sie die erste Sozialbank, die Minderbemittelten Gelder für das tägliche Leben zur Verfügung stellten, ohne jemals damit zu rechnen, diese Gelder irgendwann zurück zu erhalten. So sind die Templer wohl auch als die Gründer der modernen Sozialarbeit zu betrachten.
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HENRY DUMAS: DAS ROTE KREUZ

Es war im Jahr 1812, als Henry Dumas, ein Schweizer Kaufmann auf dem großen Schlachtfeld von Waterloo, umringt von tausenden Toten der französischen Armee stand. Napoleon hatte seine größte Schlacht verloren. Der Weltfrieden war wieder einmal in unerreichbare Ferne gerückt. Und die Menschen, die an ihn geglaubt hatten, standen nun vor den Trümmern ihrer Träume. In dieser Situation stand Dumas, der selbst Anhänger Napoleons war davor, zu überlegen, wie man die Toten und Verwundeten möglichst rasch in medizinische Betreuung bringen könnte. Es war der Tag der Gründung des ersten Rettungsdienstes. Obwohl er in diesem Moment den Templern, denen er in den Krieg gefolgt war, die ärgsten Vorwürfe hätte machen können, ist es trotzdem überraschend, in welchem Zeichen er seinen Rettungsdienst gegründet hat. Ein Rotes Kreuz auf weißen Hintergrund in der Mitte mit einer Fläche versehen (nicht in einem Punkt zusammen laufend und darin unterscheidet sich das Templer vom Malteserkreuz). Die vereinfachte Form des Templerkreuzes, sollte in der Zukunft das Zeichen für Lebensrettung sein.

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RÖM.SOZIALARBEIT IN DER RÖM.-KATH.KIRCHE:

DIE CARITAS
Und hier zeigt sich wieder einmal, wie unehrlich die katholische Kirche ist. Selbst wenn Sie die sozialen Aktivitäten des Frühmittelalters rein als Ordenstätigkeit und nicht als Sozialverein betrachten möchten, das Rote Kreuz hat niemals die Form eines Ordens aufgewiesen. Es ist mit Sicherheit die älteste Sozialorganisation privater Hand der Welt, gegründet von einem Templer. Wie kann man in der Folge dann zu folgenden Aussagen kommen: 1.) Die Templer sind eine Mord brennende Sekte, die noch nie etwas für den Menschen getan hat. 2.) Die Caritas ist die älteste Sozialorganisation der Welt (die Caritas wurde 1912 als Versorgungsverein für uneheliche Kinder der katholischen Priester gegründet) 3.) Der Templer Ritterorden existiert seid 1307 nicht mehr Mit all diesen Aussagen macht es die katholische Kirche den Templern schwer, Toleranz zu üben. Möchte man folglich, wie dies Papst Johannes Paul II. 1982 gesagt hat, allen Christen die Möglichkeit zum Gespräch und zur Rückkehr zur katholischen Kirche ermöglichen, so sind solche Aussagen fehlplaziert. Die Templer sind in der Folge einer Korrektur solcher Lehrmeinungen sicherlich zu einem jeden Gespräch bereit.
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ORDO TEMPLIS LABORATE
Einen besonderen Ansatz des Glaubens viel 1992 erstmalig in Hamburg einem Teil des Guttemplerordens auf. Beim einträglichen Studium der Bibel stieß man auf die Berufungsgeschichte des Petrus, der Jünger der nach der Legende der katholischen Kirche zum ersten Papst wurde. In dieser Geschichte beruft Jesus den Petrus, der gerade in der Nacht auf dem See Genezereth fischen gewesen ist, erst zu dem Zeitpunkt zum Menschenfischer, als er ihn durch ein Wunder (einen außergewöhnlich großen Fischfang) zu einem wohlhabenden und anerkannten Mann gemacht hat. Der Arbeitsweltorden leitet davon ab, dass Gott die Menschen erst beruft, nachdem diese mit Sicherheit wissen von was sie leben sollen. Um den Menschen eine Glaubensgewissheit zu geben, bemühen Sie sich darum, dem Menschen wirtschaftlich weiter zu helfen. Unternehmen mit Aufträgen zu fördern (In Österreich passiert im Projekt: Global Business Network) und Unselbständigen Arbeit zu verschaffen (In Deutschland sichtbar durch die Entwicklung von Hartz IV, in Österreich passiert durch die gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung Arbeitswelt). Man sieht hierbei wieder deutlich den Unterschied in den einzelnen Ansätzen. Während nämlich in Österreich die Illuminaten mit Hilfe des Schutzverbandes für unlauteren Wettbewerb die Arbeitsbeschaffungsfabrik abdrehte, erklärte die katholische Kirche, dass jemand der den Menschen bei der Arbeitssuche hilft und dies als religiöses Motiv betrachtet, für sie eine Sekte ist. Man fragt sich folglich: Wer kümmert sich nun wirklich um das Soziale des Menschen.

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HILFSWERK DAS TEMPLER HILFSWERK
So wie die Caritas eine Ansammlung von Werken zur Finanzierung der katholischen Kirche ist, so gibt es auch auf Seiten der Templer ein Netzwerk in welchem alle Templer Projekte zusammengefasst sind: Das Templer Hilfswerk
Dieses Hilfswerk wird geleitet von einem Großritter und einem Ritterrat und dient der Planung des weiteren organisierten Vorgehens im Bereich der Sozialarbeit für die Zukunft, sowie die Erhaltung von bereits bestehenden Sozialprojekten. Derzeit ist es eine Ansammlung von weltweit ca. 1200 Vereinen und vereinsartigen Strukturen, die sich um die Thematiken Friedensarbeit (Cooperation Consul, etc.) , Inlandsarbeit (Obdachlose, Alleinerziehende Mütter und Väter, Mindestpensionisten, etc.) und Auslandsarbeit (Osthilfe, Afrika Aufbau, etc.) kümmern. Der Schwerpunkt der Projekte bezieht sich in der Folge aber auf die einzelnen Herkunftsländer (Österreicher für Österreich, Kinderhilfe, etc.)

SOWEIT ZUM VERSTÄNDNIS DER RIVALITÄT IN DER CHRISTLICHEN LANDSCHAFT UND DEN WELTLICHEN SYSTEMEN.

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DIE ZEITEN WECHSELN
Obwohl Europa in den letzten 1000 Jahren alle Arten von Politik und die diversesten Strukturen (Monarchie, Diktatur, Demokratie, etc.) aufgewiesen hat, haben es die Templer immer und immer wieder geschafft, sich an die einzelnen Systeme an zu passen. Nicht ausschließlich deshalb, weil der Orden laufend seine Gestalt verändert, nein, seine Ideologie ist zeitlos. Es ist immer wieder die Liebe zu unserem absoluten Vorbild Jesus Christus, die Liebe zu unserem Nächsten (ob Freund oder Feind - das Geheimnis ist die Toleranz und Akzeptanz des anders Seins des Nächsten) und die Liebe zu Gott (der alles gemacht hat). Aber nicht immer ist ein Templer ein überzeugter Christ (wir finden dies schade und hoffen, dass er sich zu Jesus Christus bekehren möge, wissen aber das Zwangsevangelisation sinnlos ist), er ist aber mit Sicherheit ein überzeugter Mensch, der sich auf der Suche befindet. Und weil wir auch unsere Feinde lieben, so haben wir in allen Zeiten unsere Berechtigung.

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ABSOLUTISMUS ABSOLUTISMUS
Es ist jetzt ungefähr zweihundert Jahre her, dass der Mensch sich nicht selbst gehörte. In Amerika war Sklaverei angesagt, in Europa Leibeigenschaft. Irgendwo saßen Kaiser, Könige, Barone, Grafen und Edle, die das sagen hatten. Und das normale Volk, das hatte zu arbeiten. Heiraten war überhaupt nur über die Dispense des jeweiligen Machthabers möglich. Das Gefälle zwischen Arm und Reich erkannte man daran, dass während einer noch nicht einmal etwas zu essen hatte (Madam das Volk hat kein Brot) der andere im Luxus lebte (ja dann sollen Sie halt Kuchen essen). Freie Tage oder Feiertage waren für das gemeine Fußvolk unbekannt. Weihnachten war man glücklich, wenn man in die Kirche gehen durfte. Es gab kein 14. Monatsgehalt, ja manchmal noch nicht einmal ein Gehalt. Die Kirche hatte sich auf die Seite der Reichen gestellt und predigten dem Menschen, dass sie der Obrigkeit Untertan sein sollten und dass eine jede Regierung von Gott eingesetzt würde. Dafür wurde die Kirche von den Adeligen gut bezahlt. In einer Zeit wie dieser zündelten die Templer und lehrten dem Menschen, dass er ein freies Individuum sei und selber denken solle. Ich bin überrascht, wie gerne sich mancher Angestellter heute einem neuen Absolutismus unterordnet. Wenn ich nämlich auf meinem Weg zur Förderung unserer Sozialprojekte durch Wien marschiere, ist die häufigste Negation für eine Spende: Der Chef ist nicht da. Auf genaueres Hinterfragen ist es den Mitarbeitern meist selbst verboten, aus deren eigenen Brieftasche eine Spende zu geben. (moderne Leibeigenschaft???) Es erinnert mich an die finstersten Zeiten des Absolutismus.
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FREIHEIT, GLEICHHEIT, BRÜDERLICHKEIT
Die Templer versuchten schon relativ früh, es dem Menschen zu sagen: Hey, du bist frei. Der Wunschtraum, dass ein jeder Mensch seine eigenen Entscheidungen für die eigene Person treffen dürfte, nicht der Punkt seiner Obrigkeit kein Gehör zu schenken, trieb Freimaurer und Templer zum Kampf um die Freiheit. So wanderte man schließlich 1832 organisiert durch die CWU Fahnen schwingend durch Paris und forderte Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Freiheit: Alle Menschen sollten frei sein, für ihr Leben selbst Entscheidungen zu treffen. Gleichheit: Alle Menschen sollten vor dem Gesetz die gleichen Rechte und Pflichten erhalten Brüderlichkeit: So wie Christus es beschrieben hatte, ein Punkt der Hoffnung. Die Menschen sollten miteinander statt gegeneinander leben. Schade nur, dass dies bis heute nur bis zum: Der Chef ist nicht da und Ich muss ausschließlich auf mich selber schauen reicht. Manchmal denke ich mir, die Menschen werden es wohl nie verstehen.
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REVOLUTIONSJAHR 1848
Paris war ein voller Erfolg. Die Menschen dort erhielten das Recht selber zu denken. Und sie dachten für die ganze Welt. So kamen auch in anderen Teilen dieser Welt Menschen darauf, dass Gott sie mit einem Gehirn ausgestattet hatte. Das sie dafür fähig waren, für sich selbst Entscheidungen zu treffen. Aufstände in London, Berlin, Wien, Moskau führten in der Folge zur Abschaffung der Erbfolge (Bis dahin war der Nachfolger eines Adeligen immer sein nächster Verwandter) und zur ersten Demokratie. Parteien wurden populär und in den Ländern entstanden Häuser (Oberhaus, Unterhaus) die gewählt wurden. Erstmals nur von den Herren der Schöpfung, ab 1918 auch von den Frauen. Es ist erstaunlich, wie sehr der Kampf der Templer für das Einzelindividuum heute dadurch mit den Füssen getreten wird, dass niemand zur Wahl geht. Ich kenne niemand den ich wählen kann und gehe folglich nicht zur Wahl: Ist immer eine Stimme für die stimmstärkste Partei und gegen die Demokratie.
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DER ERSTE WELTKRIEG
Der erste Weltkrieg war vorprogrammiert. Durch die Unruhen des Jahres 1848 aufgeweckt, begannen nicht nur Parteien zu denken, sondern auch ganze Völker. Besonders in Österreich, welches damals ein Zusammenschluss von 8 Staaten war (Slowakei, Tschechien, Ungarn, Kroatien, Slowenien, Österreich, Bayern, Italien) begann es zu brodeln. In Ungarn entstand eine Gruppierung liberaler Adeliger, die sich von der von Franz Josefs absolutistisch geführten Doppelmonarchie verabschie-den wollten. Anführer war Graf Heujosch, mit dem Kaiserin Elizabeth zusätzlich noch ein Verhältnis anfing. So war das Haus Österreich vom Familienchaos der Habsburger gezeichnet. Erzherzog Rudolf wäre wohl in der Lage gewesen, als Nachfolger Franz Josefs die Monarchie noch zu retten. Franz Josef aber, der die Gefahr durch seinen eigenen Sohn sah, ließ ihn in Mayerling töten. Und so kam es, wie es kommen musste. Letztendlich ermordete ein Serbe in Sarajevo Erzherzog Ferdinand. Der österreichische Thron war verwaist. Und Franz Josef eröffnete den ersten Weltkrieg.

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ÖSTERREICH ALS KLEINSTAAT
7 Jahre lang tobte der Krieg der Europa vollkommen verändern sollte. 23 Staaten und Völker opferten letztendlich ihre Bürger um in Europa die Freiheit zu erreichen. Die Monarchien purzelten und gingen sie nicht während des Krieges verloren, so war dies das Erste, was nach dem Krieg geschah. Und jeden Tag, an dem gekämpft wurde, hofften die Templer, dass der Mensch nun mündig und zur persönlichen Beziehung mit Gott fähig werden würde. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit hatte die Welt in eine große Unruhe versetzt, aber nach dem Krieg würde die Welt neu geordnet sein. Man hoffte auf ein Europa der Stände, sollte aber enttäuscht werden (im Sinne von sich täuschen). Der nahezu freie Mensch war nämlich nicht in der Lage frei zu sein. Statt Gott nunmehr die Ehre zu geben, suchte man nach neuen Führern. Und die Zionisten verstanden es geschickt, eine neue Regierung an die Stelle des alten Systems zu stellen. Statt Leibeigenschaft verknechteten sich nun die Menschen mit der Macht des Geldes.
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TEMPLER IN KUNST UND KULTUR
Ein gutes Buch besteht selten rein aus Information (es sei den es handelt sich um ein reines Lexikon), sondern es ist auch die Sicht und das Weltbild des Autors, welches einen Roman prägt. Grosse Männer haben in allen Zeiten Bücher verfasst. Manche unter ihrem Namen, wie Goethe, Schiller, etc. andere Autoren sind uns in Wahrheit unbekannt z.B. Shakespear, Christian Rosenkreuz. Es kommt aber oft auch nicht darauf an, ob ein Werk wirklich von dem Autor geschrieben wurde, der hierfür mit seinem Signum zeichnet, sondern manchmal macht gerade die Herkunft aus einer Schule die Spannung aus. In der bildenden Kunst geht man davon aus, dass Leornardo da Vinci über seine eigene Kunstakademie verfügte. Andere sagen, die Paulusbriefe wären von einer ganzen Expertenkommission und nicht nur von Paulus geschrieben. Wir wissen es nicht. Ganz sicher wissen wir, das die Templer seid 1712 über eine eigene Schreibwerkstatt verfügen, in welcher sich auch eine Menge berühmter Männer befanden. Das FORVM, die Schreibwerkstatt für Dichter und Denker.
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JULES VERNE
Für mich besonders auffallend, dieser Science Fiction Autor. Nicht nur, weil mir die Romane wie in 80 Tagen um die Erde oder die Reise zum Mittelpunkt der Erde aus Spannungsgründen ausgezeichnet gefallen haben, so schrieb dieser Mann mit Werken wie Kapitän Hattaras oder 80000 Meilen unter dem Meer auch einige Werke die eindeutig als gesellschaftskritisch ein zu ordnen sind. Seine wissenschaftliche Komponente (er sah die Entdeckung des 4 Jupitermondes voraus, wusste, dass der Mensch eines Tages auf dem Mond stehen werde,...) hat außerdem viel zur Entwicklung der Menschheit beigetragen. Ich möchte kein Werk dieses großen Mannes jemals missen.

KARL MARX
Anfangs wohl nur als gesellschaftskritischer Roman verstanden trug Karl Marx mit seinen Werken das Kapital und das kommunistische Manifest zur Weltverbesserung bei. Trotzdem ist Karl Marx wohl der meist missverstandene Autor dieser Welt. Obwohl er offen bekannte, dass er sein Wissen aus der Bibel bezogen und nur in seine Zeit übertragen hatte, verboten seine Anhänger das Lesen der Bibel. Damit stehen seine Werke im luftleeren Raum dar. Um sie aber richtig verstehen zu können, bräuchte man ein umfangreiches Fachwissen über den Inhalt der Bibel. Ich empfehle folglich einem jeden Freund von Karl Marx die Bibel zumindest einmal gelesen zu haben.

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KARL MEY
Wie selbstverständlich verweißt der deutsche Autor Karl Mey in den Anfängen des Nationalismus in Deutschland auf die Gleichheit des Menschen. Sein Indianerhäuptling Winnetou glaubt zwar nicht an Jesus Christus, aber er sieht in Manitu den selben Gott wie der überzeugte Christ Kara Ben Nemsi. Ein jedes Volk, Rote und Weiße haben bei Karl Mey gute und schlechte Menschen hervorgebracht. Weiters sind seine Werke eine harte Kritik an der Landnahme durch die Europäer. Die Indianer sind hierbei bei ihm meistens bereit, mit dem weißen Mann sein Land zu teilen. So sind die Winnetou Romane ein deutliches Zeichen der Menschlichkeit. Karl Mey hat aber auch eine prophetische Linie. So lässt er einige seiner Romane in den moslimen Gebieten Kurdistans (der heutigen Türkei) spielen. Dort leben Moslems, die Christen nur deshalb hassen, weil sie Christen sind. Wer sich die Entwicklung der letzten Jahre anschaut weiß, Karl Mey hatte recht.

LEO TOLSTOI
Kein anderer Autor hat sich auf der Welt jemals mehr mit den Auswirkungen des Krieges auseinandergesetzt. In Krieg und Frieden zeigt er wie leicht Menschen und Familien in einem Krieg auf der Strecke bleiben können. Damit gibt er eine deutliche Warnung vor dem Krieg. Schade dass bis heute niemand darauf hört.

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IAN FLEMMING
Der Autor Ian Flemming, der selbst Zeit seines Lebens beim MI6 (Auslandsgeheimdienst Grossbritaniens) gearbeitet hat, zeigt uns mit seiner Figur James Bond, dass es sich immer lohnt, für den Frieden und die Gerechtigkeit zu kämpfen. Er zeigt uns aber auch die Gefahren, die in so einem Leben brodeln (so lässt er James Bonds Frau gleich nach der Hochzeit sterben). Vergangenheitsbewältigung und dennoch Vorschlag einer Lebenshaltung. Habt doch Mut für Eure Ideale zu kämpfen.

GEORGE LUCAS
Der Autor des Wohl außergewöhnlichsten Templer Epos. In seinen 9 Werken über den Krieg der Sterne nimmt George Lucas sowohl die Ideologie der Templer als auch der Illuminaten unter die Lupe. Es geht um den Endkampf, Hamagedon. In diesem Kampf treten Imperiumstruppen, die hierbei die SS verkörpern sollen, gegen eine kleine Schar von Jedi Rittern (hierbei ist Ben Kinobi wohl eine Reinkarnation von Jack de Moley) an. Im vierten Teil des Neunteilers besiegt Darth Vader (der Anführer der Imperiumstruppen) Ben Kinobi. Der gibt letztendlich aber eine außergewöhnliche Weisheit weiter: Wenn du mich besiegst, werde ich mächtiger Werden, als du dir das nur im Entferntesten vorstellen kannst. Interessant auch, dass Darth Vader (der Illuminat) einstmals ein Schüler von Ben Kenobi (dem Templer) gewesen ist. Letztendlich gelingt es, Darth Vader aus den Fängen des Bösen zu befreien und die Welt lebt wieder in Eintracht und Frieden.
Vielleicht ein guter Weg um unsere Welt zu befrieden??? Sollten die Illuminaten Templer werden?
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MAGAZIN DAS FORVM MAGAZIN
Die Schreibwerkstatt stellte Ende des letzten Jahrhunderts letztendlich fest, dass es in unseren Reihen zu viele denkende Menschen gibt, die etwas zu sagen haben. Daher erschienen ab diesem Zeitpunkt nicht nur Romane und Sachbücher, sondern es sollte auch eine Literaturzeitung für den interkulturellen Austausch geschaffen werden. Heute befinden sich diese Plattformen online unter www.onlinereport (.at,.de,.com,.ch, etc.) meist geführt als Obdachlosenzeitungen, Gedankenplattformen oder technische Magazine (je nachdem wohin der Herausgeber tendiert)

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DIE SCHWARZEN KAPITEL DES TEMPLER RITTERORDENS
Keine Bewegung ist Fehlerlos, sondern erlebt Höhen und Tiefen

Oftmals wirft man den Templern vor, sie wären blutrünstig. Und manchmal hat das in der Geschichte leider gestimmt. Keine Gesellschaft der Welt, die ein Alter von an die 1000 Jahre erreicht hat, war immer korrekt. Die Kirche hat ihre Kreuzzüge und Hexenverbrennungen. Die Templer ihre politische Entgleisung. Da uns der Vorwurf nach der Veröffentlichung dieses Buches mit Sicherheit sowieso erreicht, so wollen wir zu der schwarzen Zeit unseres Ordens Stellung beziehen. Kreuzzüge Es stimmt, dass daran auch Templer beteiligt gewesen sind. Der Befehl kam aber von Rom. Auch waren es deutlich mehr Truppen, die da in Bewegung waren als nur die Templer. In der Zeit der Maximalausdeh-nung der katholischen Zeiten hatte der Templer Ritterorden ca. 8000 Mitglieder weltweit. Das hätte ganz sicher nicht für einen ganzen Kreuzzug ausgereicht. Adolf Hitler ein Templer Auch wenn ich auf diese Frage gerne mit NEIN antworten würde, so wäre dieses gelogen. Adolf Hitler war Mitglied der THULE einer freimaurernahen Loge die sich im 26. Bezirk traf. Vom Mittelalter abgeschaut, glaubten deren Mitglieder mit Waffengewalt Frieden schaffen zu können. Da Adolf Hitler (In Krieg der Sterne: Darth Vader) durch seine Verführung zum Antichristen wurde, möchte ich hierzu länger Stellung beziehen:

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ADOLF HITLER:

DAS WELTFRIEDENSREICH

Kein anderer Templer ist so umstritten wie Adolf Hitler, Mitglied der THULE Bewegung. Thule, welches heute oftmals irrtümlich mit einer Stadt in Verbindung gebracht wird, war die Abkürzung für TEMPLER - HUMANISTISCHE UNION FÜR LIBERALE ENTWICKLUNG. Sie war eine monarchistische Gemeinschaft, die sich regelmäßig im 26. Wiener Gemeindebezirk, dem heutigen Mödling, traf, vom wieder Erstarken der Monarchie träumte und den Grund für den Untergang der Donaumonarchie alleinig in der Ermordung Thronfolger Rudolfs in Mayerling wahrnahm. Verantwortlich hierfür machte man Kaiser Franz Josef, der die liberalen Einflüsse der ungarischen Adeligen nicht zulassen hatte wollen. Vertreter dieser Gruppe waren: Otto Behaghel: Später Mitbegründer des RAD (Reich Arbeitsdienstes) Graf Stauffenberg: Der später aus Enttäuschung, dass das Projekt gescheitert war, Hitlerattentäter wurde
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Seiss Inquart: Späterer Reichskanzler Österreichs Adolf Schickelgruber: Auch besser bekannt, als Adolf Hitler Josef Dschugaschvili Der Welt besser bekannt als Josef Stalin, und ein persönlicher Freund Hitlers (Beide lebten zu dieser Zeit als Obdachlose in der Wiener Meldemannstrasse, Stalin im Exil und Hitler als arbeitsloser Maler) Oskar Schindler Der später mit Behaghel nach Posen ging um die Pläne der deutschen Wirtschaft zu durchkreuzen. Diese sechs Männer träumten von einer Welt der Völker, welche dadurch entstehen könnte, die ganze Welt zu erobern und neu zu verteilen. Die spätere Judenfeindlichkeit war zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt. Hitler war selbst Halbjude. In Wahrheit war es der erste Versuch, Templergedanken in dieser Welt umzusetzen.

Josef Stalin: Übrigens zur selben Zeit ein Mitglied der selben Bewegung

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ZEIT DES AUFBAUS
Wer heute sagt, die NSDAP wäre ausschließlich durch die Arisierung von jüdischem Kapital groß geworden, der lügt. Bis 1933 (Wannseetreffen) war das Ziel der DAP (erst später NSDAP) niemals die Verfolgung der Juden. (Das kam erst durch Goering und Goebels, Männer der deutschen Wirtschaft, die billige Arbeitskräfte wollten.) Um Arbeit ging es den sechs Männern der Thule aber schon immer. Europa hatte sich verändert. War Österreich bis 1918 ein Grosstaat gewesen, Von Prag bis Triest, von Bregenz bis Godolo so war es nun plötzlich ein Kleinstaat. Die Wirtschaft resignierte und auch Staaten, die bis dahin gut mit der österreichischen Wirtschaft gefahren waren (Frankreich, England, etc.) standen plötzlich vor dem Nichts. Noch dazu kam es in Amerika zur großen Flaute an der Börse (Nichts desto trotz ausgelöst durch den Untergang des einzigen unsinkbaren Schiffes, der Titanic, welche Großkapitalisten mit in den Abgrund nahm). Europa lag in einer großen Wirtschaftskrise. Und Österreich war sicher, dass so ein kleines Land alleine nicht überlebensfähig wäre. 80% der Weltbevölkerung hatte in diesem Jahr 1933 keine Arbeit und niemand wollte regieren. In einer Zeit wie dieser trat ein Mann auf und erklärte, er hätte für alle Menschen Arbeit und seine Mannschaft, die THULE bot mit der Gründung des RAD Abhilfe. Man stellte in Schönbrunn Schlosswachen auf, entsandte Menschen zum Pilze sammeln und Holzklauben in die Wälder. Sammelte Geld und unterstützte die Wirtschaft. Entwickelte Wirtschaftskonzepte. So wie später der ARBEITSWELTORDEN auch. Und dadurch, dass einer Hoffnung ausstrahlte, begann sich Europa zu erholen. Schade, dass diese Arbeit ein jähes Ende nahm.

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DER PUTSCH

Man sagt heute, Hitler habe einen Putsch versucht und wenn man es genau nimmt, so waren dies sogar zwei. Um die Forderungen der THULE besser in der Politik durch zu setzen, hatte man 1923 eine Partei gegründet. Durch die großen Erfolge im Bereich Arbeitsschaffung war diese Partei auch sehr stark geworden. Eine Mehrheit erhielt sie aber nicht. So waren verschiedene im wahrsten Sinn des Wortes notwendige Veränderungen nicht möglich. Und da Schutzbund (Sozialdemokraten) und Heimwehr (christlich Demokratische) Kräfte alles andere zu tun hatten, als Österreich zu sanieren (z.B. Aufeinander zu schießen) so war in der Politik auch niemand da, der sich um diese Veränderungen hätte kümmern können. 1927 war es dann soweit. Die Anhänger der DAP marschierten aus Protest der Regierungslaschheit auf Wien. Nicht um die Regierung abzusetzen, sondern als Protestmarsch.(Verstoß gegen das Versammlungsrecht). Die Versammlung wurde als Illegal aufgelöst und Hitler für 5 Jahre inhaftiert. (Die Zeit der Illegalen) In dieser Zeit kam der Wechsel von der THULE zur Deutschen Wirtschaft und sein weltberühmtes Buch: Mein Kampf.

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DAS WANNSEETREFFEN Die deutsche Wirtschaft war eine illuminierte Gruppe, die sich das Ziel gesetzt hatte durch den ausschließlichen Vertrieb der deutschen Produkte überall auf der Welt Deutschland eine wirtschaftliche Vormachtstellung zu verschaffen. Die Mitglieder dieser Loge besuchten Hitler regelmäßig während seiner Gefängniszeit und versprachen ihm, ihn aus dem Gefängnis zu holen und politisch zu unterstützen. Und so ward aus dem Templer Hitler eine Marionette. (Das meint George Lucas, wenn er den jungen Jedi Ritter Anakin Skywalker zu Darth Vader werden lässt) Während Hitler sich 1933 noch über die neue Freiheit freute und sich am Obersalzberg erholte, trafen sich Göring, Goebels und Himmler mit etlichen ihnen nahe stehenden Soldaten der Finsternis und beschlossen die Zukunft Europas. Die Investition in die Waffenindustrie, den 2. Weltkrieg und die Nürnberger Rassengesetze. Aus einer friedlichen Operation des Templer Ritterordens war eine gefährliche Bombe der Weltverschwörung geworden.

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RETTUNGSVERSUCHE
Die Templer hatten die Bombe Hitler gebaut und letztendlich durch ungeschickte politische Entscheidungen der Soziallisten, Deutschnationalen und Christlich Sozialen in Österreich ihren Einfluss verloren. Nun sprach eine andere Macht. Nur wie sollte man das den Menschen erklären. Für diese war Hitler immer noch Hitler. Den Wechsel der Berater hatte niemand gemerkt. Die neue Gangart auch nicht. Und so kam es wie es kommen musste. Man folgte diesem Mann blind. Das Propagandaminister Goebels und Hermann Göring auch noch ausgezeichnete Redner waren, verschärfte die Situation. Es blieb den Templern schließlich nichts anderes übrig, als den Widerstand gegen das ursprünglich eigene System aufzubauen. Wäre es gelungen, so wie es Stauffenberg und andere versuchten, Hitler zu töten, dann wäre wohl der Holocaust verhindert worden. Die Menschen aber sahen den Mann der ihnen 1923 Arbeit gebracht hatte. Und diesen Menschen wollte man schützen. Und Hitler dem gefiel die Macht, über die er plötzlich verfügte.

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DER UNTERGANG
So kam es wie es kommen musste. Die Rüstungsindustrie begann auf vollen Touren zu laufen. Statt Autobahnen wurden plötzlich ausschließlich Waffen produziert. Und was kann man mit Waffen schon anderes anfangen, als Krieg zu führen. Zur selben Zeit erschienen die ersten Aufkleber des Judensterns auf den Geschäften. Wer Jude war, war plötzlich Mensch zweiter Klasse. Und Menschen die zu wenig zum Leben hatten, plünderten die ersten Läden. Es wird oft behauptet, dass Deutschland versucht haben soll, die Juden in andere Länder zu transferieren. Sie aus Deutschland raus zu schmeißen. Das ist aber gelogen. Deutschland brauchte die Juden. Wie hätte man sonst jemals so günstige Arbeitskräfte erlangen sollen. Und während die Zionisten in Deutschland arbeiteten und die Kriegsmaschine am Leben erhielten, begannen an der Front die ersten Kämpfe. Das Deutschland seinen Arbeitern absichtlich zu wenig zu essen gegeben hätte, ist übrigens Unsinn. Deutschland hätte von starken Menschen die ihre Arbeit gut verrichten hätten können mehr gehabt. Tatsache ist, dass dem Illuminaten der Mensch nichts zählt. Er ist ein reiner Theoretiker. Folglich kam man letztendlich auf den Schluss, dass Leute die nicht arbeiten auch nicht essen brauchen. Denn dann blieben mehr Kalorien für die arbeitende Bevölkerung. Was darauf passierte kann man aus zahlreichen Filmen ersehen. (Gaskammern) Man weiß aber auch, dass die Templer die ganzen Jahre weltweit auf dieses Problem hinwiesen. (Soll mir jemand erzählen, man hätte weltweit nichts von Anschlägen auf Hitler erfahren oder ein Geheimdienst wäre nicht in der Lage, solche Zeichen zu lesen; man wollte nicht helfen; alle Hitler Attentate wurden ausschließlich von ehemaligen NS Mitarbeitern verübt). Oskar Schindler, ein Grundnationaler der DAP kam schließlich auf die Idee sich in Posen ein eigenes KZ zum Schutz der Zionisten zu errichten. Behaghel als Versorgungsoffizier von Posen half ihm dabei. Wir wissen nicht was geschehen wäre, wenn Deutschland gewonnen hätte. Und ebenso können wir nicht garantieren, dass so etwas nicht
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noch einmal passiert. Die Templer sind vorbereitet und warnen mit dem Zeichen des violetten Punktes (Das Zeichen des Heiligen Grals aus besseren Tagen, vor dem Imperium). Wird es uns gelingen, den Frieden zu erhalten?

DIE WOLFSREDE
Das undemokratisch geführte Systeme, die rein nur auf Eroberung ausgerichtet sind nicht von langem Bestand sind, kann man aus der Geschichte immer wieder ersehen (Karl der Grosse, Ludwig XIV., Adolf Hitler, etc.)
Das Aggressionen Gegenaggressionen auslösen, dass durften die Illuminaten gerade im zweiten Weltkrieg lernen. Letztendlich griffen die Templer von Russland (Stalin) und von Amerika (Eisenhower) Europa an und das entgleiste Deutschland kam zur Ruhe. In den letzten Tagen des Krieges aber, als alles für die Illuminaten verloren war, setzte Hermann Goering noch den letzten giftigen Pfeil. Er rief die Hitlerjugend zusammen, die übrigens zum Grossteil zu diesem Zeitpunkt in Kampfeinsatz zum Schutze Deutschlands eingesetzt war und teilte ihnen mit, dass der Krieg verloren war. Er erwähnte noch einmal die alten Werte Hitlers aus der Templerzeit, diejenigen die man schon lange vergessen hatte und rief dazu auf, weiter an diese Ideale zu glauben und den Kampf zu vollenden. Bis heute hat er es damit geschafft, gute Werte des Weltfriedens mit seinem Kampf um das Geld für die Öffentlichkeit untrennbar zu verbinden. Für die Welt ist der Gedanke der Judenverfolgung (Göring war nie in der Lage zwischen Juden und Zionisten zu unterscheiden) und der Gedanke der Friedensbewegung der DAP eins. Für den Templer nicht, denn er weiß was damals an Hoffnung verloren ging.

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NACHKRIEGSÜBERLEGUNGEN
Der zweite Weltkrieg war zu Ende. Wie in Krieg der Sterne Teil VI (die Rückkehr der Jedi Ritter) hatte das Gute (Verbände der amerikanischen Freimaurer und der russischen Templer) gesiegt. In Wien und Berlin traf man sich jetzt und überlegte, wie der Wiederaufbau Europas erfolgen könnte. Da ein Krieg eine Menge Geld fordert, war ein jeder darauf scharf, möglichst viel an Beute für sein Land mitnehmen zu können (man bemerke: Das Wort Kriegsbeute beinhaltet das selbe Wort wie bei einem Bankraub nämlich Beute. Sonderbar!) Erschwerend kam die Situation dazu, dass die verbleibenden Juden (die die man nicht als „unnütz entsorgt“ hatte) ihr Eigentum in Europa zurückforderten. Meist waren es amerikanische Juden, die mit den in Mitleidenschaft geratenen Familien wenig oder gar nichts zu tun hatten. Dennoch: Den Deutschen gehörte das arisierte Gebiet bestimmt auch nicht. Da außer den Bodenschätzen nach einem lang und hart geführten Krieg nicht wirklich viel an Beute übrig geblieben war, (das meiste war zerstört und zerbombt, große Kunstschätze für immer verloren) entschloss man sich die Bodenschätze zu Rauben. Man blieb erst einmal hier. Österreich wurde in vier Besatzungszonen unterteilt und niemand sah, dass die DAP mit den Verbrechen des deutschen Reiches (Österreich war selbst 1933 von den Illuminaten überlaufen worden) niemals etwas zu tun gehabt hatte. So wurde das Land der Templer nicht befreit, sondern nur von anderen neuerlichen Räubern besetzt. Die noch dazu auf österreichischem Boden einen neuerlichen Krieg begannen.
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DER KALTE KRIEG

Obwohl die Anschauungen die Eisenhower und Stalin hatten, beide aus dem Templergedanken des 11. Jahrhunderts stammten, so wurde man sich schon bald bewusst, dass man sich hier in Europa gegenseitig störte. Geld verdirbt bekanntlich den Charakter. Und so begann schon nach kurzer Zeit ein jeder dem anderen zu misstrauen. Dazu kam der Punkt, das Frankreich und England, beide auf der Seite der Amerikaner stehend auch noch einen Teil des großen Kuchens erben wollten. Es begann die Zeit der vier im Jeep. Bedauerlicherweise hat niemand jemals den Roman Die Drei Musketiere ernst genommen. Statt einer für alle, alle für einen begann man ihn Berlin mit dem Maurerbau. Und diese Mauer steht, wenn auch schon lange abgerissen noch heute in unseren Herzen. Bis heute sieht der Westen den Osten und der Osten den Westen als schlecht an. Und bis heute sagt der eine über den anderen, dass dieser noch nicht einmal Wasser und Strom hat. Zwei Gedanken kamen aus dem selben Haus, dem der Templer. Der Humanismus Amerikas und der Kommunismus Stalins. Bleibt eine Frage: Warum vertrauen sich Brüder und Schwestern nicht?
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SPIONAGE UND GEGENSPIONAGE
Was man wohl erwartet hat, wenn der Westen Spione in den Osten und der Osten in den Westen schickte. Was man wohl für große Entdeckungen machen konnte, die man bei ein wenig Vertrauen auf diplomatischen Weg nicht auch erfahren hätte können. Ob wirklich eines der beiden Systeme so verrückt gewesen wäre, das andere System zu zerstören? Sie brauchten sich doch dafür, den Menschen zu erklären, wie gut es ihnen ging und wie schlecht den anderen (Was übrigens auch schon wieder krank ist, weil es dem Menschen am Besten ginge, wenn es allen gut geht. Kann man denn nur dann erleben wie gut es einem geht, wenn es einem anderen schlechter geht?) Jedenfalls entsandte ein jeder Block seine Informanten. Diese sollten berichten, was sich auf der anderen Seite der Mauer tat und oftmals waren die Informationen einfach falsch. Statt Staatsbesuche und gegenseitiger Austausch nutzten die Organisationen CIA und KGB die politisch unstabile Lage aus um selbst reich zu werden. Keines der beiden Systeme überlegte, dass es dem CIA und dem KGB nur dann etwas brächte, wenn es ihnen gelingen würde, den kalten Krieg aufrecht zu halten. Um selbst jemand zu sein, braucht ein Geheimdienst einen Krieg. Und den schuf man sich. So kehrte nach dem zweiten Weltkrieg anstatt eines Friedens, den zwei artverwandte humanistische Weltorganisationen hätten schaffen können jahrelanger Wirtschafts- und Spionagekrieg ein. Schade für die vergebene Chance.

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RUFMORD Es ist erstaunlich, was man einem anderen Land alles nachsagen kann, wenn man dem eigenen Bürgern verbietet, über die Grenzen zu schauen. Ich habe das seltene Glück, dass ich selbst in Deutschland und Österreich aufgewachsen bin und beruflich in Bereichen wie Journalismus, EDV und Ministerien zu tun gehabt habe und eine Frau geheiratet habe, die in der Ostpresselandschaft gearbeitet hat. So haben meine Frau und ich uns auch darüber unterhalten, wie das Leben im Osten und im Westen zu Zeiten des kalten Krieges verlaufen ist. Ein jeder von uns sagt, dass die Leben im Osten als auch im Westen vor dem Ende des kalten Krieges leichter gewesen sind. Im Osten hatte zwar ein jeder nicht viel, aber sie hatten alle Wohnung und Arbeit, was heute nicht mehr so selbstverständlich ist. Im Westen hatten manche große Reichtümer. Andere aber hatten weder Wohnung noch Arbeit (Obdachlose). Das Ostsystem war wirtschaftlich letztendlich nicht mehr haltbar. Komisch aber, das das Westsystem, welches illuminiert beeinflusst war, genauso zusammenbricht. Es gibt kein perfektes System, vielleicht aber einen perfekten Konsens.

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AUF DEM WEG ZU FRIEDEN Es war im Jahr 1947 als sich Vertreter der amerikanischen Freimaurerei, der Illuminaten und der östlichen Templer in einem Bilderberger Hotel in Bilderberg trafen. Die Lage war ernst, war doch in beiden Teilen der Welt eine Regierung an die Macht gekommen, die den alleinigen Führungsanspruch für sich erhob. Jeder wollte der mächtigste Mann dieser Erde sein. Komisch, dass immer die dümmsten Menschen Politiker werden wollen. Nicht diejenigen, die die Welt reparieren und das Volk regieren wollen, sondern diejenigen die ihren Machtrausch ausleben wollen. Ob diese wohl wissen, dass das Wort Politos Volk bedeutet?? Der kalte Krieg gaukelte in diesem gottverdammten Jahr beiden Parteien vor, dass sie den kalten Krieg gewonnen hätten und der andere für den Moment zu schwach wäre, sich zu wehren (Wofür hat man den gut bezahlte aber eigeninteressierte Spione und teure aber nicht werte Militärberater). So entschloss man sich erstmalig seid dem Jahr 1337 die Kinder des Templer Ritterordens wieder an einen Tisch zu versammeln. 144 an der Zahl (Ob deshalb in Österreich dies die Telefonnummer der Rettung ist?) Die erste Bilderberger Konferenz hatte begonnen.
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WAS SIND BILDERBERGER
Die Friedenskonferenz der Bilderberger 1947 war ein durchschlagender Erfolg. Stand davor das Kräftesystem zwischen Ost und West noch auf der Kippe, waren auf beiden Seiten die Vorbereitungen auf Krieg merklich spürbar, so entschied diese Konferenz, rein dadurch, dass man die Standpunkte des anderen besser kennen lernte, über den Frieden auf der Welt. Man entschloss sich folglich dazu, ab diesem Jahr einmal im Jahr ein Treffen der mächtigsten Männer der einzelnen Organisationen zu gründen, welche über den Frieden und die Annaehrung beraten sollte. Aus diesen Treffen sind mehrfach schon gute Baustücke entstanden: 1.) Der Club of Rom Ein Club der Wissenschaftler, der sich Gedanken über die Umwelt und das Leben miteinander macht. 2.) Das Werk 1984 des Autors George Orwell Welches die Welt zum Nachdenken anregte. 3.) Die Charta of Human Rights Die der Welt Spielregeln mit auf den Weg gibt, wie der Mensch miteinander statt gegeneinander leben kann, vertreten durch die UNO. (United Nation Organisation) So ist die Bilderbergerkonferenz zweifelsfrei als nicht gefährlich, sondern als notwendig (im Sinne des Not Wendens) zu betrachten.

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NACHWORT Auch heute kämpfen die Templer für den Weltfrieden, das Recht auf Arbeit für alle und das Miteinander anstatt des Gegeneinanders. Wir haben zu diesem Zweck eine neue Partei gegründet. Die AKTION MENSCHENRECHTE FÜR ÖSTERREICH, wie immer getragen von der Christlich Humanistischen Wirtschaft Union, plant die Durchsetzung der Menschenrechte (von Templern beschlossen bei der Bilderbergerkonferenz 1947). Auch heute ist unser Gegner stark. Die DEUTSCHE WIRTSCHAFT macht derzeit wieder große Schlagzeilen und hat in den letzten Monaten unsere Welt deutlich gewandelt. Der Einfluss der Illuminaten aus Brüssel verschärft noch die Situation. Wir Templer kämpfen für Frieden und Gerechtigkeit, für ein Miteinander anstatt des Gegeneinanders und für einen Glauben an den Menschen. ABER: ALLEINE DA KÖNNEN WIR NUR VERLIEREN, GEMEINSAM ABER SIND WIR STARK

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DIE MENSCHENRECHTE DES JESUS VON NAZARETH

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VORWORT
Soweit zum politischen Ansatz der Menschenrechte. Es gibt aber auch einen deutlich älteren und religiösen Ansatz, den Ansatz des Glaubens. Ist das alte Testament noch geprägt vom Gedanken der Rache, Auge um Auge, Zahn um Zahn, so spricht Jesus der Nazoräer, erstmalig von einer Liebe und einem Miteinander ohne Gegenleistungen. Sein Leben und seine Werke sind geprägt davon, dass Jesus Wege suchte gleiches nicht mit gleichem und Ungerechtigkeiten nicht mit Strafe zu beantworten. Dabei, betrachtet man seine Gesetzgebung als wohl rechtmäßiger König des Landes Israel, so merkt man, dass die Toleranz zur Andersartigkeit aus seinen Worten spricht. Zugegeben, auch er hat diese Lebenshaltung erst gelernt und so manche seiner Reden lässt eher auf faschistisch jüdisches Gedankengut schließen, in seiner Bergpredigt aber löst er diese Bedenken auf. Ein guter Grund sich zu fragen: Wer war dieser Mann?

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KÖNIG JESUS: VOM KÖNIG DER KEIN KÖNIG SEIN WOLLTE Seit Jahrhunderten streiten die Menschen darüber, wer dieser Mann, der dereinst in Israel gelebt hat, das zeigt uns das Turiner Leichentuch, wirklich gewesen ist. Die einen suchen sein Grab, um zu beweisen: Jesus ist tot, die anderen suchen nach dem heiligen Gral, dem Becher des letzten Abendmahls, der unendliches Leben schenken soll, die dritten verehren ihn als gekreuzigten Gott der für ihre Sünden gestorben ist (Schade nur, dass niemand sich daran erinnern kann, dass Jesus meinte: nehme dein Kreuz auf Dich und folge mir nach) So ist Jesus die bis heute meist umstrittene Person. Prophet wie es die Moslems sagen, Erzengel, wie es die Zeugen meinen, oder Mensch gewordener Gott, wie es die anderen Christen behaupten? Als Grundlage unseres Wissens über Jesus von Nazareth, König der Juden (I.N.R.I.) dient uns das neue Testament (die Bibel) und an genau dieser möchte ich mich in diesem Werk orientieren.

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DIE AUSGANGSSITUATION
Wir schreiben dass Jahr null. In Israel herrschen seid 52 Jahren (sprich einem halben Jahrhundert die Römer). Der alte Tempelbereich ist zerstört, nur noch Teile sind in Betrieb und so dienen im Tempel auch nur noch die Pharisäer und Sadduzäer, römerfreundliche Priester die sich mit der Regierung arrangieren. Im Land brodelt es, denn das Joch, dass die Römer den Israeliten auferlegen ist hart. Hohe Steuern und wenn einer diese nicht bezahlen kann, so wird er als Sklave nach Rom verkauft oder gekreuzigt. Religiös motivierte Freiheitsorganisation durchziehen das Land und überlegen, wie man den Feind am Besten treffen kann, ihn dazu bewegt, Israel endlich zu verlassen. Die Römer sind aber nicht das einzige Problem. Ein fremder König, Herodes, der Große, sitzt auf Geheiß des römischen Kaisers Augustus auf dem Thron Davids. Man hat ihn dort hingesetzt, in der Hoffnung, dass die Israeliten dann ihren Glauben an das Königshaus Davids vergessen würden. Nur Herodes ist bei Gott kein guter König. Teure Feste auf Basis neuerlicher Steuern erschweren den Menschen noch zusätzlich das Leben. Zuletzt verlangt dann noch der Tempel seinen Tribut. Zahlen, Zahlen, Zahlen. So tauchen immer mehr Menschen in die Wüste ab. In Qumran bildet sich eine gedeckte Gemeinschaft und die Verwandten der Maria leben auch bei ihnen. Um fest zu stellen, wie viele Menschen sich der Steuerlast entziehen, ordnet Quirinius, der römische Stadthalter, um das Jahr null eine Volkszählung an. In dieser Zeit wird Maria von Josef schwanger. Eine harte Zeit für Königskinder.
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DAS VERSPRECHEN
Das ganze alte Testament ist immer und immer wieder damit beschäftigt, auf einen kommenden Erlöser, einen Retter, einen Messias hin zu weisen. Einen kommenden König, der das Leiden dieser Welt beenden wird. Über die Jahrtausende hinweg entwickelte sich aber der Glaube, dass wenn er kommen würde, er alles richten würde und wir erlöst wären (fast wie in einem Märchen). Niemand stellte sich darauf ein, dass das Erscheinen des Messias erst der Beginn eines langen Weges hin zum Frieden sein würde. Niemand erkannte, dass es bei dem Weg Jesu auch um uns geht. Gläubige und Geistliche die auf den Umstand hinwiesen, wurden in der Geschichte gejagt, verfolgt, gefoltert, verspottet u.a. Und so stehen wir heute 2000 Jahre nach dem Erscheinen des Messias noch genauso weit entfernt und harren der Erfüllung der Worte:

Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit Dir! Fürchte Dich nicht, Maria, Du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und sollst ihm den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
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DER STAMMBAUM JESU
Wer das neue Testament aufschlägt, der stößt gleich am Anfang des Matthäusevangeliums auf den Stammbaum Jesu. Dieser lautet so:
Dies ist das Buch von der Geschichte Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams. Abraham zeugt Isaak. Isaak zeugt Jakob. Jakob zeugte Juda und seine Brüder. Juda zeugt Perez und Serach mit der Tamer. Perez zeugte Hezron, Hezron zeugte Ram.Ram zeugte Amminadab. Amminadab zeugte Nachschon. Nachschon zeugte Salmon. Salmon zeugte Boas mit der Rahab. Boas zeugte Obed mit der Rut. Obed zeugte Isai. Isai zeugte den König David. David zeugte Salomo mit der Frau des Uria. Salomo zeugte Rehabeam. Rehabeam zeugte Abija. Abija zeugte Asa. Asa zeugte Joschafat. Joschafat zeugte Joram. Joram zeugte Usija. Usija zeugte Jotam. Jotam zeugte Ahas. Ahas zeugte Hiskia. Hiskia zeugte Manasse. Manasse zeugte Josia. Josia zeugte Jojachin und seine Brüder um die Zeit der babylonischen Gefangenschaft. Nach der babylonischen Gefangenschaft zeugte Jojachin Schealtiel. Schealtiel zeugte Serubbabel. Serubbabel zeugte Abihud. Abihud zeugte Elijakim. Elijakim zeugte Asor. Asor zeugte Zadok. Zadok zeugte Achim. Achim zeugte Eliud. Eliud zeugte Eleasar. Eleasar zeugte Mattan. Mattan zeugte Jakob. Jakob zeugte Josef, den Mann der Maria von der geboren ist Jesus, der da heißt Christus. ??? JOSEF ZEUGTE NICHT JESUS ???

Fast eine Seite Stammbaum um zu erklären, dass Jesus nicht Josefs Sohn, sondern der Sohn des heiligen Geistes ist, gezeugt durch den Erzengel Gabriel? Und was fangen wir mit der Information an, wer Josef wirklich war? In der weiteren Lebensgeschichte des Jesus spielt Josef kaum noch eine entscheidende Rolle. Oder doch? War es wirklich so unwichtig, dass Jesus in einem Königshaus zur Welt gekommen war. Zählte Josef in seinem Leben wirklich so wenig und war Josef nun Zimmermann, Tischler oder Zeltmacher (wie viele behaupten). Wir werden es nie wirklich genau wissen. Daher habe ich für dieses Buch die Form des Romans gewählt. Es soll ein Werk über einen König sein, der sich entschloss ein normaler Mensch zu sein. Nicht anzweifelnd, dass Jesus ein Ebenbild Gottes und ein Licht in dieser Welt ist. Nicht bezweifelnd, dass er durch unsere Schuld starb und auferstand. Und dennoch eine ganz andere Geschichte.

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ES BEGANN IN DUNKLER NACHT
Kalt muss es in dieser Nacht gewesen sein und unruhig, als Josef und Maria in der Weihnachtsnacht (ob es wohl der 24. Dezember oder der 6. Jänner gewesen ist) des Jahres 0 in Bethlehem eintrafen. Sie waren auf der Flucht. Denn was Maria unter ihrem Herzen trug, hatte das Recht, sich wahrlich der König der Juden zu nennen. Bethlehem war Königsstadt, die Geburtsstadt des Königs David, dem Geschlecht Israels welches bis 52 vor Christus, vor dem Einmarsch der Römer das Land Israel in Ruhe und Frieden regiert hatte. Die Menschen sehnten sich nach der Herrschaft des Hauses David und Josef lebte hier. Er war hier geboren und aufgewachsen, nachdem man seine Familie aus Jerusalem vertrieben hatte. Oft noch erzählt ihm sein Großvater als Kind von dem schönen Palast, den man bewohnt hatte und in welchem nun der Stadthalter untergebracht war. Oft davon, wie man früher zusammengehalten hatte. Heute da schaute jeder nur noch auf sich, versuchte schlichtweg einfach zu überleben. Überfielen Räuber einen Kaufmann auf offener Strasse, so war es in diesen Tagen besser an ihm vorbei zu reiten. Egal ob dieser blutete oder halbtot war. Sonst riskierte man einen Ärger mit den Römern. Nicht erst einmal war hierauf jemand unschuldig hingerichtet worden. (Später die Basis für ein Gleichnis Jesu:
Ein Schriftgelehrter stand auf und fragte: Herr wer ist mein Nächster? Jesus antwortete: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und liessen ihn halbtot liegen. Es traf sich, dass ein Priester die selbe Strasse hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber. Desgleichen auch ein Levit; als er zu der Stelle kam, ging er vorüber; Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn; und ging zu ihm und goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, so will ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. Wer von diesen Dreien, meinst du, ist der Nächste gewesen dem, der unter die Räuber gefallen war?
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Er sprach: Der der Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: Dann gehe hin und tue genauso. )

Man erzählte Josef auch davon, wie die Männer früher in Raststätten beieinander gesessen waren und über Gott gesprochen hatten. Gott war ein wichtiger Teil der Gesellschaft gewesen. Priester und Tempeldiener hatten anders als in diesen Tagen von ihrem Glauben erzählt. Heute war der Tempel nur noch ein reines Geschäft. Man kaufte halt, Tauben, Lämmer, Ziegen, damit es die Nachbarn sahen. Nicht wirklich um Gott zu dienen. Denn Gott war tot. Das war man sich sicher. Josef war immer anders gewesen. Er hatte es schon als Kind traurig empfunden, dass die Menschen den Glauben verloren hatten. Oft wanderte er die drei Tagesmärsche rauf nach Jerusalem zum Tempel um bei Gott zu sein. Und bei einem seiner Besuche traf er dann auch auf Maria seine spätere Frau. Josef war froh sein Heimatdorf erreicht zu haben. Draußen lag der Schnee und seine Frau war hochschwanger. Hier bei seinen Verwandten würde man ihn aufnehmen. Seit seine Frau nämlich schwanger geworden war waren die Römer unaufhaltbar hinter Josefs Familie her, so groß war die Angst vor einem neuen König. Zwar war das Haus Davids schon lange besiegt. Doch wovor sich die Römer immer noch fürchteten, war der Glaube an einen Messias. Dieser würde kommen und das alte System wieder herstellen. Wie viele falsche Messiasse hatte man inzwischen gekreuzigt. Das Kind Josefs aber, war eine besondere Gefahr. Aufgefallen war das Problem, als Quirinius 12 Monate zuvor eine Volkszählung veranlasst hatte. Alle Menschen mussten nach Jerusalem kommen, um über ihre Familienverhältnisse zu berichten. So würde man eine geeignete Steuer für jeden Einzelnen ermitteln. Stand und Beruf und Herkunft waren hierfür maßgeblich. Und da fiel es zum ersten Male auf. Josef aus dem Hause Davids hatte Maria die Tochter eines Leviten, der höchsten Kaste der Tempeldiener geheiratet. Wenn aus dieser Familie ein Kind entspringen würde, so würde es die Welt als Priesterkönig verehren. Ein Mensch geboren dafür Messias zu sein. Man hatte zwar Maria und Josef vor Problemen gewarnt, aber sie wissen selbst, wo die Liebe hinfällt.

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Josef war froh seinen Heimatort erreicht zu haben. Er hoffte, dass seine Frau hier sein Kind in Ruhe zur Welt bringen könnte. Zacharias der Mann von Marias Schwester hatte ihnen geraten den Tempelbezirk Qumran, von wo aus er die Essener leitete und wo sie die letzten Monate Unterkunft gefunden hatten zu verlassen. Zwar lag dieser Ort mitten in der Wüste und Römerüberfälle waren Dank der Festung welche die Zeloten dorthin gebaut hatten, auch eher schwierig, Elisabeth aber Zacharias Frau war selbst schwanger und er befürchtete sie würde sich wohl zu sehr aufregen. So versprach Zacharias nichts zu sagen, bat Josef aber nach Bethlehem weiter zu ziehen. In diesem kleinen Ort, mitten in der Steinwüste könnte man sicher in Ruhe leben.

EIN GESPRÄCH IM HAUSE DAVIDS
Eigentlich hätte sich Josef über einen herzlichen Empfang in seinem Elternhaus gefreut. Doch angesichts der großen Gefahr die Josef durch seine Anwesenheit über seine Familie brachte, konnte er froh sein, wenn man ihn stillschweigend in einem Stall unterbrachte. Von Jerusalem her hatte man inzwischen erfahren, dass weise Männer aus dem Morgenland König Herodes darauf hingewiesen hatten, dass Maria schwanger war, so dass nur wenig Zeit verbleiben würde, bis mit römischen Truppen in Bethlehem zu rechnen wäre. Am Abend lud man Josef dann folglich zu einem Familienrat. Sein Vater Jakob erhob das Wort: „Josef, du weißt, dass wir Dich alle lieben und uns über die Schwangerschaft Deiner Frau herzlich freuen. Dennoch zwingen uns Umstände dazu, Dich zu warnen. Herodes hat, weiß der Teufel wie, erfahren, dass Maria schwanger ist, sodass Ihr auch hier nicht wirklich sicher seid. Trotz unserem großen Glaubens an Gott und unsere jahrhunderte langen Erfahrungen glauben wir, dass es besser wäre, wenn ihr weiterzieht. Geht nach Ägypten. Nahe Kairo lebt der Onkel Mördok Deiner Frau als Priester. Dort seid ihr von den Ägyptern beschützt. Möge Gott mit Euch sein.“ Dann sprach man noch einige Stunden über den Weg und das Ziel und plante den Aufbruch für den nächsten Morgen. Spätabends kehrte Josef zurück in den Stall.
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Als Josef den Raum verlassen hatte, erhob Jakob noch einmal das Wort und sprach zu den Männern: „Wir werden das Leben des jungen Jesus beobachten. Sendet einen Boten zu Zacharias und sagt ihm, dass aus dem Haus Bethlehem ein König erstanden ist. Er soll uns mit seinen Zeloten hierbei helfen“, dann ging man für diesen Abend schlafen. Eine große Überraschung erlebte Josef, als er zurück in den Stall kam. Maria hatte inzwischen Jesus alleine geboren und er war Vater geworden. So sollte sich bewahrheiten, was schon in der Bibel geschrieben steht: Siehe, eine junge Frau, wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns

NAZORÄER- ESSENER UND ZELOTEN
Wer in meinen Erzählungen bisher genau aufgepasst hat, der steht jetzt vor einem großen Rätsel. Zuerst erzählte ich, dass Zacharias der Chef der Essener in Qumran gewesen wäre. Diese sind uns wegen den Schriftrollen am toten Meer (zu besichtigen im Holly Land Museum in Jerusalem) wohl allen bekannt. Nunmehr sandte Jakob Boten zu Zacharias wegen den Zeloten. Diese kennen wir von Menschen wie Judas Iskariot (Soldaten die sich um die Befreiung Israels bemühten) Ich fühle mich folglich verpflichtet diesen Knoten auf zu lösen. Die Nazoräer waren nämlich wie in späteren Zeiten der Templer Ritterorden in eine kämpfende (die Zeloten) und eine geistige Gruppe (die Essener) unterteilt. Der Leiter dieser Organisation (sprich Abt) war Zacharias (der Vater von Maria). Wenn man dem Orden beitrat, so entschloss man sich, ob man den kämpfenden Truppen oder dem geistlichen Orden angehören wollte. Je nach dem bekam man seine Aufgaben zugewiesen. Das Ziel dieser Ordensgemeinschaft, war der unendliche Traum, dass Reich Gottes auf dieser Welt zu errichten und Israel von allem Bösen (dazu zählten auch die Römer, da sie den Tempel geschändet hatten, nicht ausschließlich wegen den Steuern) zu befreien. Der erste kämpfende Orden.

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EIN KINDERMORD IN BETHLEHEM
Zu der selben Zeit in welcher Josef um das Leben seines Sohnes kämpfte, spielten sich in Jerusalem furchtbare Dinge ab. Es war erst wenige Tage her, als drei Weise aus dem Morgenland, drei Astrologen und ihrer Arbeit wohl nicht wirklich gewachsen, an den Hof des Herodes, des Grossen, gekommen waren und dort nach der Geburt eines neuen Königs gefragt hatten. Sie behaupteten dieses Erreignis in den Sternen gesehen zu haben. Und das beunruhigte Herodes. Herodes war nämlich Syrier und mit dem Glauben der Israeliten nicht wirklich vertraut. Daher glaubte er viel mehr an Astrologie und Maggie als an Gott und Dinge die man in den Sternen sah, waren für ihn fast bindend. Er rief daher nach seinen jüdischen Beratern und fragte, wo ein neuer König geboren worden sein könnte. Er selber hatte nämlich zu dieser Zeit noch keine Kinder. Letztendlich halfen ihm die Pharisäer, der ihm mitteilten, dass es sich wohl um ein Ereignis in Bethlehem, im Hause Davis handeln müsse. Denn es stehe geschrieben: Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll. Herodes überlegte nicht lange, dann meinte er: „Wenn das alte Haus Israel wirklich so ein Problem darstellt, so reitet und bringt alle männlichen Kinder unter 2 Jahren um. So ist dies das Ende des Hauses Israel.“ Und so geschah es, wie es geschrieben steht: In Rama hat man ein Geschrei gehört, viel Weinen und Wehklagen; Rahel beweint ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen. Josef aber war bereits in der Nacht aus Bethlehem geflohen.

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DIE BESCHNEIDUNG JESU
Hätte Josef gewusst, was sich zur selben Zeit in Bethlehem abspielte, so wäre er bestimmt auf dem schnellsten Wege nach Ägypten gezogen. So aber wanderte er noch einmal zurück nach Qmran, um sich von den Verwandten seiner Frau für lange Zeit zu verabschieden. Er meinte nämlich, dass es wohl nunmehr auf einen Tag auf oder ab nicht mehr ankäme und außerdem war nach dem 8. Tag der Geburt eines Sohnes nach jüdischer Tradition die Beschneidung fällig. Josef blieb folglich 7 Tage lang noch nahe Jerusalem (was sicherlich ein Glück war, weil ihn genau dort Herodes bestimmt nicht vermutete) und begab sich dann in den Tempel. Im Tempel trafen sich häufig Menschen mit besonderen Begabungen (Seher, Magier (die Juden verehren nämlich die Kabala), etc.) und auch diesmal, waren wieder einige Personen da, die die Zukunft voraussagten. So traf man auf Simeon, einen alten gottesfürchtigen und frommen Mann, der sein Leben lang auf den Trost Israels, den Messias gewartet hatte. Ihm war nämlich das Wort von Gott zu teil geworden, er würde nicht sterben, bevor der den Christus gesehen hätte. Als er Jesus sah, begann er zu sprechen: Herr nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, den du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel. Und zu Maria sprach er: Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Aufstehen für viele in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird - und auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen - damit vieler Herzen Gedanken offenbar werden. Und nach der Beschneidung wanderte Josef mit Maria und Jesus weiter nach Ägypten.

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DIE LEHRJAHRE JESU
Zwölf lange Jahre sollte es dauern, bis endlich die Kunde des Todes des Herodes zu Josef nach Ägypten erklang. Ein Bote des Zacharias hatte ihm die Botschaft überbracht und ihm mitgeteilt: Herodes ist tot, du kannst zurückkommen. Gehe aber nicht nach Bethlehem zurück, denn dort trauert man noch heute über die vielen Kinderleben, die dein Sohn gekostet hat. Glaube mir, man will dich dort nicht sehen. Es war kurz vor dem Paschafest, dass Fest nach welchem sich Josef so lange schon gesehnt hatte. So zog er gleich gegen Jerusalem. Und Jesus der in den Jahren in Ägypten den Talmud studiert hatte, ging mit ihnen. Am Ende der Feiertage aber, wurde es Josef bewusst, dass Jesus in großer Gefahr war. Vielleicht wäre es besser er würde ihn einfach im Tempel aufwachsen lassen, wo niemand wusste wer er war. Dort war es früher üblich Waise aufzunehmen. Er selber wanderte eine Tagesreise weiter hinunter nach Qumran. Die Bibel schreibt hierüber wie folgt:
Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach dem Brauch des Festes. Und als die Tage vorüber waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem und seine Eltern wussten es nicht.(Oder wollten es nicht wissen) Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten und kamen eine Tagesreise weit und ließen ihn unter den Verwandten und Bekannten. Da reute es sie und sie kehrten um nach Jerusalem und suchten ihn. Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. Und alle die ihm zuhörten wunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten.Und als ihn seine Mutter fragte, antwortete er: Weisst du nicht, dass ich sein muss im Haus meines Vaters?

Dies war das erste Mal, dass Jesus davon sprach Geistlicher und nicht König zu werden.

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RÜCKKEHR NACH QUMRAN
Als die Feiertage vorbei waren, zogen Josef, Maria und Jesus mit ihren Verwandten hinunter an das tote Meer. Dort lag die Festung Qumran der Nazoräer, bei welchen Maria aufgewachsen war. Ich habe schon kurz darüber berichtet, dass die Ordensgemeinschaft der Nazoräer, uns besser bekannt als Essener und Zeloten dort unten eine Festung für die Errichtung des Reiches Gottes aufgebaut hatten. Der Gedanke der Essener war es, dass ein jeder Mensch bei geeigneter Toleranz mit einem jeden Menschen in Frieden leben könne und dass Israel das auserwählte Volk wäre. Die Zeloten wiederum wollten in Israel einen Gottesstaat errichten. So war die Weisung, den Kaiser in Rom als Gott zu verehren für fromme Juden einfach nicht tragbar. Immer und immer wieder erhob man sich und versuchte die Römer aus dem Land zu vertreiben. Ein Mensch wie Jesus, der gleichzeitig ein Nazoräer und ein Kind des Hauses Davids war, ein Priesterkönig, so war man sich einig, würde das Volk nun erstmalig dazu beflügeln können sich ganz zu erheben. So bestanden die nächsten Jahre Jesu darinnen, ihn auf seine Führungsposition vor zu bereiten. Man brachte ihm das Kämpfen bei. Man lehrte ihn Wunder zu wirken (in der Anwendung der Kabala waren die Essener nämlich sehr gut). Man lehrte ihm die Schriften. In der Bibel steht geschrieben: und nahm an Weisheit zu.

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DER NAZORÄER Es war Jesu neunzehnter Geburtstag. Anders als andere Glaubensgruppen dieser Zeit gingen die Essener davon aus, dass ein Mann erst mit neunzehn das Mannesalter erreicht hat. Da bot man Jesus an, in den inneren Orden aufgenommen zu werden. Wie bei jeder Ordensgemeinschaft gab es nämlich bei den Nazoräern Ordensgeistliche und einfaches Volk, dass mit ihnen lebte. Jesus war begeistert. Auch wenn der Weg hart war, so wollte er diesen beschreiten. Die Aufnahmeprüfung bestand daraus, 42 Tage alleine in die Wüste zu wandern ohne Nahrung und Brot und damit zu zeigen, dass man genug Gottvertrauen hat, um für Gott auch zu sterben. Danach aus einer Taufe, bei welcher man ganz unter Wasser getaucht wurde, um die Sünden ab zu waschen. Hiernach durfte man das weiße Gewand anlegen und war ein Mann. Und Jesus machte sich daran, Nazoräer zu werden.

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DER TEUFEL IN DIR
Die Erlebnisse des Jesus im Rahmen seiner Prüfung in der Wüste sind in der Bibel gut erzählt. Ich erlaube mir daher, diese einfach wörtlich zu übernehmen. Jesus aber, voll heiligem Geistes, kam zurück vom Jordan und wurde vom Geist in die Wüste geführt und vierzig Tage lang vom Teufel versucht. Und er aß nichts in diesen Tagen, und als sie ein Ende hatten, hungerte ihn. Der Teufel aber sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde. Und Jesus antworte ihm: Es steht geschrieben "Der Mensch lebt nicht von Brot allein." Und der Teufel führte ihn hoch hinauf und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick und sprach zu ihm: Alle diese Macht will ich dir geben und ihre Herrlichkeit; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie dir, wenn ich will. Wenn du mich nun anbetest, so soll sie ganz dein sein. Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben "Du sollst deinen Gott anbeten und ihm alleine dienen". Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hier hinunter; denn es steht geschrieben "Er wird seinen Engeln deinetwegen befehlen, dass sie dich bewahren. Und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einem Stein stößt." Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen." Und als der Teufel alle Versuchungen vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeitlang. Und Jesus kam in der Kraft des heiligen Geistes zurück an den Jordan.
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JOHANNES DER TÄUFER
Am Jordan lebte seid dem fünfzehnten Jahr der Herrschaft Tiberius, als Herodes Landesfürst von Galiläa und Hannas und Kaiaphas zwei Pharisäer die Hohepriester waren, ein frommer Essener am Jordan und taufte die Menschen in der Taufe der Busse und Umkehr. Es war Johannes, der Cousin Jesu, der wie es geschrieben steht: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn und macht seine Steige eben! Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden; und was krumm ist, soll gerade werden, und was uneben ist, soll ebener Weg werden. Und alle Menschen werden den Heiland Gottes sehen Und forderte die Menschen zur Busse auf und wenn ihn jemand fragte, was sie den tun sollten, so meinte er: Wer zwei Hemden hat, der gebe dem der keines hat. Und wer zu essen hat, der tue ebenso. Denn Zöllnern aber sagte er: Fordere nicht mehr, als euch vorgeschrieben ist Denn Soldaten: Tut niemanden Gewalt oder Unrecht und lasst euch genügen an eurem Sold Zu diesem ging Jesus um sich taufen zu lassen. Und als er dort ankam war Johannes überrascht und sprach zu Jesus: Eigentlich solltest du mich, nicht ich dich taufen. Jesus aber meinte: Lass es geschehen, damit alle Menschen die Herrlichkeit Gottes erblicken Und Johannes taufte ihn. Dann erhob er sein Wort: Dass ist Jesus, Gottes Sohn, Sohn des Josefs aus dem Hause Davids und der Maria, der Tochter des Zacharias. Meine Aufgabe ist nun erfüllt und Gott wird mich abberufen. Dieser aber wird euch mit dem Feuer des Geistes taufen. Folget ihm nach. Als er seine Worte vollendet hatte, da kamen Soldaten und nahmen ihn fest. Es sollte der letzte Tag des Schaffens des Johannes gewesen sein.

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KÖNIG UND PRIESTER
Die Worte des Täufers hatten großen Eindruck am Jordan hinterlassen. Man darf nicht vergessen, dass Johannes der Täufer ein Nazoräer, folglich ein Angehöriger einer Glaubensgemeinschaft war, die bereit war, mit dem Schwert um das gelobte Land zu kämpfen. So waren außer den vielen Gläubigen und Zeloten auch viele Pharisäer und Saduzzäer, Soldaten des Kaisers und Herodes, bei ihm am Jordan um darauf zu warten, dass er einen Fehler machen würde. Jesus hatte sich ein bisschen in den Hintergrund zurückgezogen. Er wusste, dass Johannes nach dieser Aussage sterben musste. Zu nahe waren ihm die Truppen Roms. Nur ein paar der Jünger des Johannes, die die ganz nahe bei der Taufstelle gestanden waren und daher Jesus erkannten, kamen zu ihm um mit ihm zu reden. Sie hatten an diesem Tag das erste Mal von seinem Stammbaum erfahren und wollten von ihm wissen, ob er sich mehr als König oder Priester sehen würde. Und hier kam es erstmals zu dem Bekenntnis, dass in späteren Jahren auch Pilatus beeindrucken sollte: "Wisst ihr", meinte Jesus: "Ich bin ein König. Aber mein Reich ist nicht von dieser Welt." Und was er damit gesagt hatte, würden seine Jünger erst viel später verstehen.

DIE ERSTEN TUMULTE
Es waren aber auch beherzte Männer an diesem Tag an dem Jordan. Als diese sahen, dass man Johannes verhaften wollte, griffen sie zu ihren Schwertern. Man war bereit für einen einzigen Mann sein eigenes Leben aufs Spiel zu setzen. Doch Johannes ergriff das letzte Mal das Wort:

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Lasst Eure Schwerter stecken. Es hat keinen Sinn, es sind viel zu viele. Und eines sage ich euch: Wer mit dem Schwert lebt, wird mit dem Schwert umkommen. Dann führte man Johannes ab. Für Jesus aber, hinterließ das Verhalten des Johannes eine bleibende Erinnerung. WER MIT DEM SCHWERT LEBT, WIRD DURCH DAS SCHWERT UMKOMMEN. Das war kein harter Kämpfer, das war ein Mann des Friedens. Und Jesus hatte seine letzte Lektion gelernt.

DIE HINRICHTUNG DES TÄUFERS
Das Herodes den von ihm gefangen genommenen Johannes den Täufer nicht hinrichten wollte, gehört wohl eher in das Reich der Fabeln. Vielmehr fürchtete er sich, dass es einen Volksaufstand geben würde. Johannes war durch seinen Predigtdienst ein landesweit bekannter Mann. So griff Herodes zu einer List. Die Bibel erzählt dies so: Denn Herodes hatte Johannes ergriffen, gefesselt und in das Gefängnis geworfen wegen der Herodias, der Frau seines Bruder Phillipus. Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: Es ist nicht recht, dass du sie hast. Und er hätte ihn gerne getötet, fürchtete sich aber vor dem Volk; denn sie hielten ihn für einen Propheten. Als aber Herodes seinen Geburtstag beging, da tanzte die Tochter des Herodes vor ihnen. Das gefiel dem Herodes gut. Darum versprach er ihr mit einem Eid, er wollte ihr geben, was sie fordern würde. Und wie sie zuvor von ihrer Mutter angestiftet worden war, sprach sie: Gib mir hier auf einer Schale das Haupt Johannes des Täufers! Und der König wurde traurig; doch wegen des Eides und derer, die mit ihm zum Tische saßen, befahl er, es zu geben, und schickte hin und ließ Johannes im Gefängnis enthaupten. Und sein Haupt wurde herein getragen auf einer Schale und dem Mädchen gegeben; und sie brachte es ihrer Mutter. Da kamen seine Jünger und nahmen seinen Leichnam und begruben ihn und sie kamen und verkündeten es Jesus. Ein klarer Fall von biblischer Diplomatie.
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DIE FRAGE DES SEINS
Und Jesus fragte die Jünger des Johannes, die sich inzwischen zu ihm gesellt hatten: Wer meint ihr, wer der Menschensohn sein möchte. Nicht was Johannes über mich gesagt hat. Nicht ob ich ein König bin. Dass meine ich nicht. Vielleicht auch gar nicht, woher ich komme, obwohl ich sage es euch. Mein Vater ist Gott im Himmel. Wir sind alle Gottes Kinder. Ich möchte euch sagen, wie ihr mich selber sehen sollt: Ich bin das Licht der Welt. Wer meinen Gedanken folgt, der wird nicht im Finstern verharren, sondern er erbaut mit mir das Reich Gottes. Ich bin die Wahrheit, denn gelogen wird so oft in dieser Welt. Dies aber macht mich angreifbar. Ich bin der Weg. Wer mir folgt, der findet den Weg zum Vater, so auch ich den Weg zum Vater finde. Und ich bin der Beginn des Reiches Gottes, ein Reich des Friedens für diese Welt. Als er dieses gesagt hatte, machte er eine kurze Pause und wanderte weiter hinein in die Wüste. Die ersten Jünger folgten ihm.

DIE ERSTEN JÜNGER
Die Worte des Täufers hatten Wirkung gezeigt. Jeden Tag kamen weitere Menschen, die dem Priesterkönig folgen wollten. Die meisten in der Hoffnung, dass Jesus das gelobte Land von den Römern befreien würde. Andere, die gehört hatten, was Jesus über sich selber gesagt hatte und in ihm einen großen Propheten sahen. Wieder andere, die hörten, dass die Gemeinschaft Jesu zu wachsen begann und einfach einer stärkeren Lobby angehören wollten. Wenige aber, die verstanden, was Jesus wirklich meinte. Schließlich aber entschloss sich Jesus zur Wahl von zwölf Jüngern, für jeden Stamm Israels einen. Es waren:

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Petrus, genannt Simon Andreas, der Bruder von Simon Jakobus, der Sohn des Zäbidäus Johannes, der Bruder des Jakobus Phillipus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alpäus, und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verriet Ihnen allen gab Jesus das Fachwissen der Essener über den Heiligen Geist und die Kraft böse Geister auszutreiben und zu heilen. Grosse Kämpfer, aber auch große Zweifler.

DIE BOTSCHAFT VOM REICH
Jesus hatte seine ersten Jünger gefunden und somit mit dem Aufbau seines Weltfriedensreichs begonnen. Um seine Jünger besser zu schulen, zog er sich wie so oft schon mit ihnen gemeinsam für einige Tage in die Wüste zurück. Dann begann er zu sprechen: "Seltsam, dass die Menschen es nicht verstehen. Ein jeder schaut auf seinen Vorteil und weil ein jeder auf seinen Vorteil schaut, so kommt diese Welt nie in Frieden. Wie soll es auch Frieden geben, wenn ein jeder die Angst hat, einfach zu wenig zu bekommen. Sollten die Menschen teilen und miteinander leben, so wäre in Wirklichkeit für alle genügend da. Da das der Mensch aber nicht versteht, so verrottet in den Kornkammern Getreide während wiederum andere verhungern. Ich sage euch, ich bin zu euch gekommen, um dem Menschen das Miteinander zu lehren. Den Verzicht auf Reichtum. Die Nächstenliebe. Und würden alle Menschen miteinander leben, so wäre diese Welt in Frieden. Das Paradies. Ein Weltfriedensreich. Lasst uns damit anfangen. BAUT MIT MIR AN GOTTES WELT

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DIE BERGPREDIGT
Es war Jakobus, der Sohn des Zebedäus der Jesus darauf aufmerksam machte, dass ein Reich ein Gesetz braucht, eine Grundregel, nach der alle Menschen leben können. Und so hielt Jesus, seine berühmteste Predigt, Die Bergpredigt: Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden Selig sind die Sanftmütigen, den sie werden das Erdreich besitzen Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind. Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als das man es wegschüttet und lässt von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf den Bergen liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, dass Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.

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Denn wahrlich ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe oder Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. Wer nun eines von den kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. Denn ich sage euch: Wenn Eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, das zu den Alten gesagt ist: "DU SOLLST NICHT TÖTEN", wer aber tötet der soll des Gerichtes schuldig sein Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichtes schuldig. wer aber seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz! der ist des hohen Rates schuldig Wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig Darum: wenn du deine Gabe auf den Altar opferst und dort kommt dir in den Sinn, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass dort vor dem Altar deine Gabe und geh zuerst hin und versöhne dich mit deinem Bruder und dann komm und opfere deine Gabe. Vertrage dich mit deinem Gegner sogleich, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit dich der Gegner nicht dem Richter überantwortet und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen werdest. Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast. Ihr habt gehört, dass gesagt ist: "Du sollst nicht ehebrechen". Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. Wenn dich aber dein rechtes Auge zum Abfall verführt, so reiß es aus und wirf es von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. Wenn dich deine rechte Hand zum Abfall verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fährt.
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Es ist auch gesagt: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, der macht, dass sie die Ehe bricht; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe. Ihr habt weiter gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst keinen falschen Eid schwören und sollt dem Herrn deinen Eid halten. Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron; noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seine Füße; noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs. Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schwören; denn du vermagst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz zu machen. Eure Rede aber sei: Ja, ja ; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel. Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf die eine Wange schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei. Gib dem der dich bittet und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will. Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deine Feinde hassen Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? Und wenn ihr zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht das selbe auch die Heiden? Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.

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Habt acht auf eure Frömmigkeit, dass ihr die nicht übt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden, ihr habt sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du es nicht vor dir ausposaunen lassen, wie es die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, ich sage euch: sie haben ihren Lohn schon erhalten. Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, damit dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gerne in den Synagogen und an Straßenecken stehen und beten, damit sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben den Lohn schon erhalten. Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. Und wenn ihr betet, so sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiss, was ihr bedürft, bevor ihr bittet. Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch auch der Vater vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater die Verfehlungen auch nicht vergeben.
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Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer drein sehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Gesicht, um sich vor den Leuten zu zeigen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit du dich nicht vor den Leuten zeigst mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, der in der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. Das Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. Wenn aber dein Auge finster ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein! Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird an dem einen hängen, und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel unter dem Himmel an; sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt? Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, dass doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird; sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?

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Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat. Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden. Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen? und siehe, ein Balken ist in deinem Auge. Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst. Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben, und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füssen und sich nicht umwenden und euch zerreißen. Bittet so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Wer ist unter euch Menschen, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein bietet? oder wenn er bittet um einen Fisch, eine Schlange biete? Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch geben könnt, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten? Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten. Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind es die auf ihm hineingehen.

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Wie eng ist die Pforte, und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es die ihn finden! Seht euch vor, vor den falschen Priestern, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte; Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum nicht gute Früchte bringen. Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum: an ihren Früchten wirst du sie erkennen. Es werden nicht alle, die zu ihm sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tag: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen bekennen: ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter! Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stiessen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun der Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein, und sein Fall war sehr groß. So lautet das Gesetz. WER OHREN HAT DER HÖRE.

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DIE WICHTIGSTEN GEBOTE
Thomas schaute Jesus groß an. Wie so oft schon fragte er sich, wie man das wohl den Menschen erklären sollte. Ein Gesetz, welches keine Strafen festlegte, sondern nur Konsequenzen für die Zukunft, setzte voraus, dass die Menschen an eine Zukunft glaubten. Und wie viele hatten, seitdem die Römer in Israel einmarschiert waren schon den Glauben verloren. Jesus spürte die Fragen des Thomas. Auch er wusste, wie schwer es war, auch nur einem einzigen Menschen die Wege der Toleranz zu erklären. Wie viele Ehebrecher liefen in Israel herum und Herodes der König lebte selbst im Ehebruch. In seiner eigenen Mannschaft und das wusste Jesus, hatte er einen Dieb. Judas Iskariot, der ihn später verraten würde. Jesus fragte sich, ob unter seinen Jüngern nur ein einziger wäre, der ihn wirklich verstünde. Seinen großen Weg fortsetzen, sein Kreuz auf sich nehmen würde, wenn er so wie Johannes verhaftet und getötet würde. Daher ergriff er noch einmal das Wort: Ich bin zwar der Meinung, dass nicht ein Jota des Gesetzes verändert werden darf, wenn wir die Hoffnung haben wollen, dass jemals das Weltfriedensreich entsteht. Um es den Menschen aber leichter zu erklären sagt ihr wie folgt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst (heute: aber Liebe dich) und Liebe Gott den Herrn, der alles gemacht hat. Denn das sind zwei Gebote, die die Menschen verstehen.
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DER AUFSTAND DES BARABAS
Es war einige Tage später, als Judas Iskariot Jesus alleine reden wollte. Jesus nahm sich auch für ihn Zeit, immerhin war Judas sein Kassier und einer seiner engsten Vertrauten. Als sie alleine waren, meinte Judas: Sie haben Barrabas verhaftet. Er hat einen Anschlag auf Pilatus versucht, als dieser auf dem Weg nach Jerusalem war. Sie werden ihn kreuzigen. Herr, hilf ihm. Sonst kommt der Kampf der Zeloten um Jerusalem zum Erliegen. Dann haben wir verloren. Jesus dachte kurz nach, dann antwortete er: Judas, was habe ich euch gesagt? Wer mit dem Schwert kämpft, wird durch das Schwert umkommen. Das gilt auch für euch Zeloten. Von diesem Tag an suchte Judas nach einem Weg, wie er den Herrn verraten könne.

DIE HOCHZEIT ZU KANAA
Es war an der Zeit, dass Jesus mit seinem öffentlichen Predigtdienst begann. Bis jetzt hatte er sich Zeit genommen, seine Jünger zu lehren und zu schauen, dass man eine geeignete Führungsmannschaft für den Reichsaufbau erlangen würde. Vergebens, wie ihm manche Fragen der Jünger immer wieder zeigten. Judas Iskariot, sein Kassier, war ein unverbesserlicher Kämpfer und Dieb. Wie oft hatte er schon in die Kasse gegriffen um Waffen für die Zeloten zu kaufen. Thomas, ein Zweifler. Petrus, der es wohl noch am Besten begriffen hatte, ein Strohhalm im Wind. Jedes mal wenn es Probleme gab, viel er erneut um. Jesus wusste, dass seine Führungsmannschaft nicht stabil war. Mit großen Zweifeln machte er sich folglich an die von Gott gestellte Aufgabe: Der Welt das Miteinander zu lehren. Am Reich Gottes zu bauen Als Waffen standen ihm hierfür Liebe und Techniken (Wunder) zur Verfügung, die er in Ägypten und später in Qumran gelernt hatte.

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So kam es, dass er und seine Jünger eines Tages bei einer Hochzeit eingeladen waren, bei welchem dem Bräutigam das Geld ausgegangen war. Die Hochzeitsgäste hatten nichts mehr zu trinken. Da ließ sich Jesus 12 Krüge mit Wasser bringen und wandelte diese zu Wein. Es war das erste Zeichen, dass Jesus dem gemeinen Volk gab. Und es sollten noch viele Folgen.

JUDAS EIN WEG OHNE GEWALT
Es war nun schon einige Tage her, seitdem das Gespräch zwischen Jesus und Judas stattgefunden hatte und Judas war immer noch verzweifelt. Barrabas ein gläubiger Zelot und Kinderfreund Jesu aus Qumran sass im Gefängnis und Jesus wollte ihm, so wie zuvor schon Johannes dem Täufer nicht helfen. In Judas bohrte die Frage, ob man Freunde und Brüder wirklich einfach so im Stich lassen könnte. Am liebsten hätte er der kleinen bewaffneten Schar um Jesus gesagt, sie darauf hingewiesen, dass Jesus, wenn er sich für seine Freunde nicht stark machen würde, wohl als Mensch nicht viel wert wäre. Das sein Weg des Friedens, wohl nur eine Show und Jesus wohl eher ein Römerfreund wäre. Wer aber hätte ihm dieses geglaubt? Und so blieb Judas nichts übrig, als abzuwarten.

GOTT MAMMON
Es war an einem der nächsten Tage, als ein Gast der Hochzeit zu Kanaa zu Jesus dem Christus kam. "Ich weiß zwar nicht, wie du den Trick mit dem Austausch des Weines gemacht hast," meinte er lachend, Aber der Wein den du gekauft hast, war sicher sehr teuer. Ich bin ein Freund des Bräutigams und wenn dieser früher mit mir gesprochen hätte, hätte ich ihm geholfen. Er hat sich wohl geniert. Ich komme nun zu dir um dich zu fragen, ob ich mich an den Kosten beteiligen kann. 200 Goldstücke ist mir die Hochzeit schon wert."

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Judas sah sofort her. 200 Goldstücke, dass war der Preis, den Pilatus genannt hatte um Barrabas frei zu geben. Jetzt konnte Jesus nicht nein sagen. Jesus überlegte kurz und dann antwortete er: Auch wenn du es nicht glaubst. Der Wein den wir getrunken haben, der kam von Gott. Dir aber sage ich: Sei vorsichtig mit deinem Geld. Es ist ein schmaler Grad zwischen dem, ein guter gottesfürchtiger Mensch zu sein und Gott Mammon, das Geld zu verehren. Manchmal denke ich: Leichter kommt ein Kamel durch das Nadelöhr (kleines Bei Tor beim Haupttor zu Jerusalem, durch welches man schon schwer zu Fuß kam) als ein Reicher in das Himmelreich. Gehe hin, verschenke alles und folge mir nach Traurig ging der Fremde von dannen. Er hatte etwas Gutes tuen wollen und war nun beschämt. Judas aber schäumte vor Wut.

GLEICHNISSE
Das Ereignis von Kanaan und die Antwort an den Bürgermeister von Kanaan hatten ihre Runde gemacht. Jeden Tag kamen mehr Menschen zu Jesus um zu erfahren, wie ein König so reagieren konnte. Sie waren irritiert, warum Jesus nicht sein Amt anstrebte, eine Revolution vorbereitete, oder Gelder für diese sammelte. Und um zu verstehen, was dieser Mann tat, so kamen Essener, Pharisäer, Sadduzäer, Römer und viele andere aus dem ganzen Land um ihn zu hören. Bis zu 5000 Menschen hatte man schon gezählt. Das war eine grosse Anzahl in dieser einsamen Wüstengegend. Und Jesus wanderte durch das ganze Land, von Ort zu Ort und erzählte seine Geschichten, die er Gleichnisse nannte. Es waren Geschichten, so wie Rätsel, deren tieferen Sinn wohl nur der Verstand, der Jesus richtig gut kannte. Die Geschichten selber aber waren überzeugend. Denn hatte man Sie verstanden, so eröffneten sie einen neuen Blick auf unsere Welt. Ich möchte daher nicht daran vorbei einige von ihnen, die die den Aufbau des Reiches Gottes und die Endschlacht um Hammagedon betreffen in diesem Buch zu erwähnen:

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Vom Himmelreich Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seine Äcker säte. Als aber die Leute schliefen kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. Als nun die Saat wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn das wir hingehen und es ausjäten? Er sprach: nein, damit ihr nicht zugleich den Weizen mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut ausjätet. Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und zu der Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in der Scheune.

Das Gleichnis vom Senfkorn Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte, das ist das kleinste unter den Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als alle Kräuter und wird ein Baum, so dass die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen. Das Gleichnis vom Sauerteig Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter einen halben Zentner Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war. Der Sauerteig ist die Bergpredigt. Das Unkraut das Geld. Und das Himmelreich ist die Welt. Wer Ohren hat der höre.

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DIE FELDPREDIGT
Nachdem so viele Menschen seinem Ruf gefolgt waren, entschloss sich Jesus sein Gesetz auch den normalen Menschen mit zu teilen. Vor 5000 Menschen hielt Jesus noch einmal seine Rede der Seligkeit, erklärte noch einmal wie die Menschen miteinander leben sollten und noch einmal wie man richtig betet. Die Menschen waren begeistert. Überrascht aber waren Sie, als Jesus sie am Ende hieß sich in Gruppen zu 50 Mensch hin zu setzen und ehrlich mitteilte, dass er zum Essen für alle an diesem Tag nur fünf Fische und drei Brote besitze. Dann sandte er seine Jünger aus, um das Essen zu verteilen. Da aber viele unter ihnen selbst Essen mitgebracht hatten und auch dem anderen davon gaben, so wurde ein jeder satt. Und als das Mahl zu Ende war, besaßen die Jünger Jesu 12 Körbe voll Brot und 5 Körbe voll Fisch. Wunder oder Menschlichkeit? Das ist die aktuelle Frage.

EIN BOTE GOTTES
Es war einen Tag später als Jesus mit drei seiner Lieblingsjünger auf einen Berg stieg. Jesus war an diesem Tag sehr still. Die Jünger rätselten was ihren Meister bedrückte, war doch der Erfolg am Vortag wirklich überwältigend gewesen. Doch Jesus begann zu sprechen: Jetzt wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis der Menschensohn sterben muss. Seid aber nicht traurig, wenn es passiert, denn ich werde nicht lange tot sein. Nach drei Tagen schenkt mir Gott ein neues Leben. Ein Leben das ewig besteht. Wie oft hatten die Jünger Jesu Reden über das ewige Leben im Reich unseres gemeinsamen Vaters schon gehört. Es sollte dann kommen, wenn die Welt gelernt hatte miteinander zu leben. Einige unter ihnen waren von seinen Worten überzeugt, wieder andere aber hielten den Tod für die endgültige Endstation. Als sie oben aber angekommen waren, so öffnete sich der Himmel und herab steigen Mose, Abraham und Elia. Und eine Stimme sagte: Seht ihr, sie leben noch. Das aber ist Jesus, mein geliebter Sohn. Der
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auf der Welt wirkt, um mein Reich zu errichten. Ich sage euch, der Endkampf hat bereits begonnen. Vor Schreck hatten sich die Jünger auf die Erde geworfen. Und als sie wieder aufsahen, war alles wie immer. Jesus aber wirkte sehr verklärt.

DIE ERWECKUNG DES LAZARUS
Noch einmal sollte Jesus die Menschenmassen verblüffen. Es war ca. 3 Monate später als Menschen aus Betanien, der zu Qumran am nächstgelegenen Siedlung zu ihm kamen. Dort lebte Lazarus, ein gläubiger Synagogenvorsteher und Freund Jesu. Die Boten aber brachten Jesus schlechte Nachricht. Sein Freund lag im sterben. Man bat Jesus zu kommen und ihn zu heilen. Wie oft hatte man Jesus dabei erlebt, wie er Menschen wieder gesund gemacht hatte. Immer und immer wieder, es war fast so, als ob sich die Natur von Jesus befehlen ließ, wurden Blinde sehend, Lahme gehend, Besessene geheilt u. v. m. Die Wunderheilungen hatten viel zum guten Ruf Jesu beigetragen. Zwar war er nicht der einzige, der in diesen Tagen die Kraft des Heilens verstand, doch eine jede Heilung steigerte auch wieder seine Bekanntheit und trug dazu bei, dass die Menschen seine Worte glaubten. Jesus machte sich auf den Weg nach Betanien. Nur als er dort ankam, fand er nur die traurigen Schwestern des Lazarus. Wärest du da gewesen, so wäre er sicher nicht gestorben, meinte Martha. Dann führte sie Jesus zu Lazarus Grab. Die Leute folgten in tiefer Trauer. Als Jesus dort ankam, überkam ein Lächeln sein Gesicht, dann meinte er: Glaube mir, er schläft nur. Und er befahl den Stein zu entfernen und rief laut nach Lazarus. Und aus dem Grab kam Lazarus lebendig und wusch sich. Die Leute aber erschraken fürchterlich. Maria Magdalena aber, die Jesus seid einiger Zeit begleitete, nahm alles in ihrem Herzen auf.

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MARIA MAGDALENA
Nicht alle Tempeldiener waren wirklich glücklich über die Arbeit des Nazoräers. Seitdem Jesus arbeitete, war der Besuch im Tempel zurückgegangen. Und die Erweckung des Lazarus würde nun noch mehr hierzu beitragen. Alle pilgerten raus zu ihm in die Wüste. So überlegte man aus Neid schon seid einiger Zeit, wie man ihn beseitigen könne. So ergab es sich, als Jesus nun nach Betanien kam, dass man eine Ehebrecherin zu ihm brachte, festgenommen und bereit sie zu steinigen. In der damaligen Zeit war nämlich Geschlechtsverkehr mit jemanden anderen als dem eigenen Ehemann noch mit dem Tod zu bestrafen. Betanien war glaubensgemäß eine sehr umstrittene Gegend. Zu nahe an Jerusalem hatte man hier sowohl Einflüsse der Pharisäer, Saduzzäer, als auch der nahe gelegenen Essener. Als man also hörte, dass Jesus kommen würde, entschlossen sich einige Pharisäer ihn auf eine Probe zu stellen. Man brachte zu ihm die Maria und erklärte, was sie getan hatte. Man wusste nämlich, dass Jesus gegen die Todesstrafe war. Dann fragte man ihn, was man mit ihr tun solle. Jesus dachte kurz nach. Dann hob er einen Stein auf, hielt ihn gerade vor sich hin und meinte: Wer hier ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein. Dann sah er einem jeden tief in die Augen. Die Pharisäer aber räumten langsam den Platz, bis schließlich nur noch Jesus, Maria Magdalena und seine Jünger auf ihm standen. Zu Maria aber sagte er: Ich habe dich gestern schon beim Grab von Lazarus gesehen. Gehe hin und sündige fortan nicht mehr. Maria war so überzeugt, von dem was Jesus getan hatte, dass sie sich entschloss, ein Leben lang bei ihm zu bleiben.

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DIE SALBUNG
Maria war eine vermögende Frau. Zu lange hatte sie ihre Dienste den Römern und Stadt Ältesten angeboten. Und als Jesus am Abend im Haus des Lazzarus essen wollte, nahm sie ein kostbares Öl und wusch seine Haare damit. Dann nahm sie ein Handtuch und wusch ihm die Füße. Judas, der zwar immer gehofft hatte, dass Jesus seine Königswürde annehmen würde, aber wusste dass zur Zeit keine kämpfenden Truppen in der Nähe waren und der vom Weg Jesu viele Menschen zu sammeln, um sie nach Jerusalem zu führen, überzeugt war, versuchte es zu verhindern. Wie sollte man die römischen Truppen hier in Betanien daran hindern, Jesus zu verhaften. Jesus aber beruhigte ihn. "Glaub mir Judas, es war Zeit. Die letzten Tage beginnen. Und das Reich ist nahe." meinte er, "Nun wirst du erleben, was es heißt König eines Friedensreiches zu sein." Und Judas, der Jesus hatte schützen wollen empfand neuerlichen Groll. Hatte ihn Jesus doch vor allen Menschen korrigiert.

EINZUG IN JERUSALEM
Es war drei Tage später als Jesus sich auf den Weg nach Jerusalem machte. Es war Zeit für das Paschamahl, das jüdische Ostern, welches an den Auszug aus Ägypten erinnert und Jesus ritt auf einem jungen Esel vor der Masse her. Die Menschen an den Straßenseiten jubelten ihm zu, hatten sie doch von seiner Salbung vernommen und meinten, dass Jesus nach Jerusalem unterwegs war um seinen Thron zu beanspruchen. Hosanna, dem Sohn Davids, der da kommt in Herrlichkeit rief man Jesus zu. Warf das Gewand vor ihm auf die Strasse, so dass sich sein Tier nicht die Füße stoßen würde und fächerte ihm mit Palmzweigen frische Luft zu. So marschierte Jesus mit an die 15000 Mann auf Jerusalem. Kein Mensch, auch kein Römer hätten an diesem Tag daran gezweifelt.
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Der König von Israel war zurück. Und Israel hatte seinen Messias gefunden.

DIE TEMPELREINIGUNG
So knapp liegen noch heute der Palast des Herodes und der Felsendom früher der Tempel nebeneinander. So wenige Schritte trennen Jesus von seiner Königswürde hin zum Kreuzesweg. Links der Weg als Koenig im Reichtum, mit Macht und Glorie. Rechts der Weg als Märtyrer, bespuckt, geschlagen und verlacht. Und dennoch hat er sich schließlich für den Weg des Märtyrers entschieden. Bis heute zweifelt kein Mensch wirklich daran, dass hätte Jesus den Tempel an diesem Tag nicht betreten, sondern hätte sich mit den Römern arrangiert, ihn alle gerne als König von Israel gesehen hätten. Jesus aber entschloss sich in den Tempel zu gehen. Und in dem Tempel da sah er Dinge, die ihn sein ganzes Leben gestört hatten. In diesem Tempel saßen Händler, die friedlich ihren Geschäften nachgingen. Zwar waren es keine sauberen Geschäfte, denn sie handelten mit dem Glauben andere Menschen, indem sie Geld in Tempelgeld wechselten und Opfertiere verkauften, so dass niemand mehr ein Tier zur Opferung mitbringen musste, es waren aber Händler, friedliche Händler. Und viele Menschen, die die erste Form des Ablasshandels als durchwegs positiv empfanden waren auch dort, um zu opfern. Und viele Priester waren dort um die Opfergaben zu weihen. In diesen Trubel marschiert Jesus, beschimpft die geistlichen Führer Israels als Räuber und zerstört die Geschäfte. Dass ab diesem Tag die Menge nicht mehr aufgestanden wäre um für ihn zu kämpfen ist nicht verwunderlich. Jesus hat den Märtyrertod sichtlich absichtlich provoziert.

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DAS LETZTE ABENDMAHL
Es war am Abend des selben Tages. Die Jünger waren von den Ereignissen des Nachmittags entsetzt. Die Chance Israel zu befreien war geschwunden. Und wie der Aufbau des Reiches nun vor sich gehen sollte, war für jeden Einzelnen ein Rätsel. Irgendwo am Tisch saß Judas, dem nun endgültig klar war, dass sieben Jahre treues Gefolge zu nichts auf der Welt geführt hatten. Barrabas war zwar nicht erfolgreich gewesen, die Menschen aber sprachen über ihn, als den Mann, der versucht hatte Israel zu befreien. Jesus hingegen war nunmehr als der Mann bekannt, der verrückt genug gewesen war, den Tempel zu entweihen. Dessen Friedensbotschaft in Zukunft wohl ungehört bleiben würde, dar er selber zur Gewalt gegriffen hatte. Ein König, den in Zukunft sicher niemand mehr als König würde haben wollen. Da war noch besser Herodes, der den Tempel wenigstens in Ruhe liess. Und Jesus, saß da und tat als wäre nichts geschehen. Irgendwann nahm er das Brot reichte es allen und sprach: Das ist mein Leib der für euch alle gegeben wird. Später den Becher reichte ihn allen und sprach: Das ist mein Blut das für alle vergossen wird. Und Judas erkannte in diesem Moment: Sollte die Idee Jesu nicht untergehen, so musste Jesus sterben Und er ging und sprach mit den Tempel Ältesten und führte diese zu Jesus, denn sie hatten am selben Nachmittag beschlossen, dass er sterben müsse.

DER VERRAT
Wie oft sich Judas über Jesus geärgert haben muss. Der Beiname Iscariot zeichnet einen Anführer der Zeloten aus. Und Judas war sicher sein ganzes Leben bereit, für die Befreiung des gelobten Landes, des auserwählten Volkes zu kämpfen. Bereit für seinen Anführer Jesus, der es ihm gezeigt hatte, wie es möglich war, 15000 Menschen geschlossen zu sammeln, zu sterben. Bereit Jesus zu helfen, den Thron seiner Urgrosseltern zurück zu erhalten.

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In Jesus sah Judas den Mann der sowohl Priester als auch König war und dem daher alle Israeliten gerne folgen würden. Die grosse Hoffnung des israelitischen Volkes. Nun aber, da er den Tempel geschändet hatte, würden ihn alle Menschen in Israel hassen. Um die Idee, um Jesus nicht zu verlieren, musste Jesus für das Volk sterben. Musste ein Denkmal geschaffen werden, welches einen Märtyrer gerecht werden würde. Mussten Pharisäer und Sadduzäer als die Agenten Roms und Jesus als Glaubensheld neu geschaffen werden. Und das Jesus den Tod besiegt, das wusste Judas ja schon von Lazzarus. Ich glaube also nicht, dass Judas gegen Jesus stand, als er hinging und ihn verriet. Er sah nur einfach keinen anderen Weg.

GEZEMANI
Oft hat man sich gefragt, was in diesem Garten Gezemani wirklich geschah. Jesus bittet seine Jünger mit ihm zu wachen und wie wir wissen, sind es nur mehr zwölf, zwölf von 15000. Das die Tempelwache annimmt, dass Jesus viele Menschen um sich gesammelt hat, merkt man daran, dass sie eine Kohorte mitnehmen um ihn zu verhaften. 1500 Mann gegen einen Mann, denn Jesu Jünger schlafen. Jesus betet in dieser Nacht Sturm, ob es nicht möglich wäre den Kelch an ihm vorüber gehen zu lassen. Tief in ihm selber weiß er aber auch, dass er sterben muss. Ein einziges Ereignis hat alle seine Jünger verjagt oder zu Zweiflern gemacht. Der Aufbauweg eines Friedenskönigs ist beendet. Das Reich Gottes für diese Welt, für den Moment in unerreichbare Ferne gerückt. Jesus weiß aber auch, dass er nichts Böses getan hat und das ein Engel ihm gesagt hat, er werde am dritten Tag auferstehen. So hindert er Petrus, der als Einziger noch zum Schwert greift, daran, einen Kampf an zu zetteln, als die Tempelwache ihn verhaftet. Er fügt sich in sein Schicksal. Tod am Kreuzesstamm. Wie seltsam die Wege Gottes doch manchmal sind. Wenige Stunden zuvor noch Friedenskönig nun einsamer Sektenführer und Arrestant.

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DIE VERLEUGNUNG
Wie verunsichert die Mannschaft des Jesus des Nazoräers gewesen sein muss, sieht man am Beispiel Petrus Simons. In Gezemani noch bereit, das Schwert zu ziehen und für Jesus zu kämpfen, was im Übrigen ebenfalls zu seiner Kreuzigung hätte führen können, folgt er Jesus in den Garten des Palastes des Pilatus. Dort will er während des Prozesses warten. Vielleicht entscheidet Pilatus ja für Jesus, wenn er sieht, wen er da vor sich hat. Doch während Petrus wartet, so kommen einige in den Hof, die früher ebenfalls Anhänger des Jesus gewesen sind. Zeugen, die sich für den Prozess kaufen haben lassen. Und als sie Petrus sehen, so sehen sie den Mann, der dem vermeintlichen Schwindler Jesus geholfen hat. Gilt für ihn denn nicht das selbe. Muss nicht auch er sterben? Und sie verraten Petrus und weisen darauf hin: Er da war auch einer von Ihnen. Und Petrus, der langsam den Glauben verliert, wie er sieht, das Jesu Anhänger gegen ihn aussagen, verleugnet ihn. Drei mal. Dann läuft er über sich selbst entsetzt weg.

DAS VERHÖR
Das Verhör vor Pilatus ging, auch wenn das aus der Bibel nicht ganz klar hervorgeht darauf raus, dass Jesus vorgehabt hätte die Römer zu vertreiben. Pilatus, der selber wusste, wer da vor ihm stand, nämlich der König der Juden, hat dies später auch in einer Inschrift am Kreuz sichtbar gemacht.

INRI- Jesus der Nazzoräer, König der Juden
Ein klares Bekenntnis eines römischen Stadthalters.

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DAS URTEIL
Auch wenn es Pilatus ganz offensichtlich unangenehm gewesen ist, einen König zum Tode zu verurteilen, so war es ihm doch klar, dass er auf die Leitung des Tempels angewiesen war. Nach mehreren Versuchen, die Masse umzustimmen (Geißeln, Ein Verbrechergeschenk (bei welchem Barrabas übrigens frei kam), etc.) gab er schließlich auf. Letztendlich überließ er es den Juden selbst, ihren König zu verurteilen, selbst auf das Problem hin, einen Verbrecher der auf ihn einen Anschlag verübt hatte, Barrabas, wieder frei zu wissen. Wo aber wäre das Christentum heute, wenn man Jesus nicht gekreuzigt hätte?

DIE KREUZIGUNG
Der Tod des Jesus, des Nazzoräers scheint nicht lange angedauert zu haben. Zu sehr hatte das Misstrauen seiner eigenen Brüder und Schwestern ihn geschwächt. Ein kurzer schmerzlicher Tod, nach einem kraftaufwendigen Leben. Die letzten Minuten voller Verzweiflung, dass Gott ihn verlassen hätte. So endet das Leben des weisesten aller Könige, des Königs der Könige. Sein Ende aber war aber erst der Beginn.

DIE AUFERSTEHUNG
Es war am Sonntag in der Früh als Maria Magdalena an das Grab ihres Geliebten Jesu ging. Mit ihr einige Jünger und andere Frauen. Damit man ihr das Grab öffnen würde, hatte sie Salböl und Binden mit, angeblich um den Leichnam ein zu balsamieren. Als aber das Grab offen stand, nahm sie sich allen Mut zusammen und rief Jesus heraus. So hatte sie es bei Lazzarus gesehen. War es Jesus möglich gewesen, Lazzarus zu erwecken, warum sollte dies dann bei ihm selbst nicht auch möglich sein? Und das Wunder geschah. Jesus kam heraus aus seinem Grab und war wieder am Leben.
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Der Glaube hatte ihm geholfen. Wir wissen nicht, wo oder wie Jesus nach seiner Auferstehung weitergelebt hat, manche sagen in Indien oder Frankreich. Tatsache ist, dass er nach seiner Auferstehung niemals mehr gross in Erscheinung trat. Durch seine Auferstehung aber wissen wir: Unsere Bibel ist wahr.

DER MISSIONSBEFEHL
Die Aufgabe eines jeden Christen ist es folglich, die Bergpredigt der ganzen Welt mitzuteilen und den Menschen von Gott zu erzählen. Nicht Jesus zu Gott zu erheben und auf den Gekreuzigten hinzuweisen, sondern jedem Menschen direkt zu sagen: Hey Du bist selbst gefragt. Jesus sandte seine Jünger aus, in der weisen Hoffnung, dass dieses einen Snowball auslösen würde. Moderne Werbestrategie vor 2000 Jahren. Sind auch Sie dazu bereit?

WAS DAS FÜR UNS BEDEUTET
Vielleicht fragt sich der eine oder andere nun: Nun gut, Jesus war also nur ein König, der durch seine große Weisheit auffiel und den Menschen ein Miteinander anstatt dem geldgiergeprägten Gegeneinanders empfahl. Was aber hat das mit den Menschenrechten zu tun?

Man darf nicht vergessen, dass es gerade dieser Mann war, der Hugo de Payen dazu veranlasste, die Templer, die erste Menschenrechtsorganisation zu gründen. Ein wirklicher Christ ist folglich ein Menschenrechtsaktivist.

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MENSCHENRECHTE IN ÖSTERREICH

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VORWORT Am 10. Dezember 1948 trat Österreich der UNO bei und unterschrieb hierbei, wie selbstverständlich die Charta of Human Rights (Menschenrechtskonventionen) die bei der Bilderbergerkonferenz 1947 beschlossen worden waren. Bis heute gelten diese Gesetze nach der Bergpredigt als die höchsten Gesetze der Menschlichkeit, einer eindeutigen Regelung des Miteinanders anstatt Gegeneinanders. Bis heute aber und das sind inzwischen doch über 50 Jahre, wurde dieses Grundgesetz in Österreich nur zum kleinsten Teil erfüllt. Politiker darauf angesprochen, erfährt man, dass es in anderen Teilen der Welt noch viel schlechter ist, was mich zu der Frage herausfordert, ob wir uns wirklich immer nur daran orientieren sollten, wo es vielleicht noch schlechter zugeht um sich selbst als gut zu sehen. Frei nach der Logik: Der andere ist noch viel krimineller als ich. Daher haben wir uns von den Templern dazu entschlossen, Österreich einmal wieder an seine Rechte zu erinnern. Lesen Sie selbst.
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DER WORTLAUT
Bevor wir uns um die Auslegung der einzelnen Artikel (insgesamt 30) und von der Länge her durchaus erfassbar, kümmern wollen, geben wir hiermit den Wortlaut noch einmal allgemein bekannt: Präambel Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet, da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, dass eine Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt, da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen, da es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern, da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern, da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken, da ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist, verkündet die Generalversammlung diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich dieser Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung
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die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten. Artikel 1 Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen. Artikel 2 Jeder hat Anspruch auf die Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand. Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen und internationalen Stellung des Landes oder Gebiets, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist. Artikel 3 Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person. Artikel 4 Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel sind in allen ihren Formen verboten. Artikel 5 Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Straf unterworfen werden. Artikel 6 Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden. Artikel 7 Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese
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Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung. Artikel 8 Jeder hat Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf bei den zuständigen innerstaatlichen Gerichten gegen Handlungen, durch die seine ihm nach der Verfassung oder nach dem Gesetz zustehenden Grundrechte verletzt werden. Artikel 9 Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden. Artikel 10 Jeder hat bei der Feststellung seiner Rechte und Pflichten sowie einer gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Beschuldigung in voller Gleichheit Anspruch auf ein gerechtes und öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht. Artikel 11 1.) Jeder, der wegen einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, hat das Recht, als unschuldig zu gelten, solange seine Schuld nicht in einem öffentlichen Verfahren, in dem er alle für seine Verteidigung notwendigen Garantien gehabt hat, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist. 2.) Niemand darf wegen einer Handlung oder Unterlassung verurteilt werden, die zur Zeit ihrer Begehung nach innerstaatlichem oder internationalem Recht nicht strafbar war. Ebenso darf keine schwere Strafe als die zum Zeitpunkt der Begehung der strafbaren Handlung angedrohte Strafe verhängt werden. Artikel 12 Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beinträchtigungen. Artikel 13 1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen. 2. Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurück zu kehren.
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Artikel 14 1. Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen. 2. Dieses Recht kann nicht in Anspruch genommen werden im Falle einer Strafverfolgung, die tatsächlich auf Grund von Verbrechen nichtpolitischer Art oder auf Grund von Handlungen erfolgt, die gegen die Ziele und Grundsätze der Vereinten Nationen verstoßen. Artikel 15 1. Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit 2. Niemanden darf seine Staatsangehörigkeit willkürlich entzogen noch das Recht versagt werden, seine Staatsangehörigkeit zu wechseln. Artikel 16 1. Heiratsfähige Frauen und Männer haben ohne Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht zu heiraten und eine Familie zu gründen. Sie haben bei der Eheschließung, während der Ehe und bei einer Auflösung gleiche Rechte. 2. Eine Ehe darf nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden. 3. Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat. Artikel 17 1. Jeder hat das Recht, sowohl alleine als auch in Gemeinschaft mit anderen Eigentum innezuhaben. 2. Niemand darf willkürlich seines Eigentums beraubt werden. Artikel 18 Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.

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Artikel 19 Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten. Artikel 20 1. Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen. 2. Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören. Artikel 21 1. Jeder hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichn Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken. 2. Jeder hat das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern in seinem Land. 3. Der Wille des Volkes bildet die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muss durch regelmäßige, unverfälschte, allgemeine und gleiche Wahlen mit geheimer Stimmabgabe in einem gleichwertigen freien Wahlverfahren zum Ausdruck kommen. Artikel 22 Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisationen und der Mittel jedes Staates in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind. Artikel 23 1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit. 2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn und gleiche Arbeit. 3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.

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4. Jeder hat das Recht, zum Schutz seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten. Artikel 24 Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen Urlaub. Artikel 25 1. Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen gewährleistet sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände. 2. Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche wie außereheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz. Artikel 26 1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch, Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muss allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offen stehen. 2. Die Bildung auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muss zum Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein. 3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden sollen. Artikel 27 1. Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben. 2. Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.
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Artikel 28 Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können. Artikel 29 1. Jeder hat Pflichten gegenüber der Gemeinschaft, in der allein die freie und volle Entfaltung seiner Persönlichkeit möglich ist. 2. Jeder ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen. 3. Diese Rechte und Freiheiten dürfen in keinem Fall im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen ausgeübt werden. Artikel 30 Keine Bestimmung dieser Erklärung daf dahin ausgelegt werden, daß sie für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht begründet, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu begehen, welche die Beseitigung der in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten zum Ziel hat.

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GRUNDLAGE Die Grundlage der Charta of Human Rights des Jahres 1947 ist das Wissen, dass der Mensch ohne festgeschriebenen Regeln nicht leben kann. Viel zu oft wurde die Bergpredigt einfach ignoriert. Viel zu oft arbeiteten Menschen gegeneinander. Viel zu oft siegte die Unmenschlichkeit. So entschlossen sich Vertreter der humanistischen Verbände der Freimaurer, Templer und Rosenkreuzer im Jahr 1947 ein Papier zu verfassen, dass allen Menschen Frieden und Miteinander einbringen würde. Die CHARTA OF HUMAN RIGHTS. Sie sollte selbst unpolitisch, überparteilich und interkonfessionell sein. Ihren Wortlaut haben Sie gerade gelesen. Die Frage kann also nur sein: Wie kann man diese Rechte in der heutigen Zeit durchsetzen

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ALLE MESCHEN SIND GLEICH Das Hauptproblem hierbei ist, dass es immer Menschen gibt, die sich als gleicher als andere betrachten. Inländer sind scheinbar besser als Ausländer, Linke (Rechte) besser als Rechte (Linke), Frauen (Männer) besser als Männer (Frauen), etc. Immer wieder entwickeln wir neue Faschismen, die uns daran hindern, den Menschen, der unser Gegenüber darstellt, als gleichwertiges Individuum anzusehen. Wir suchen nach Fehlern, die Gott bei der Schaffung des anderen Menschen in Hautfarbe, Charakter, etc. gemacht haben kann, freuen uns darüber, dass der andere eine andere Sprache spricht, sodass wir uns denken können, dass er minder ist. Dieser da spricht ja noch nicht einmal deutsch. Außerdem weiß fast eine jede Religion mit Sicherheit, dass gerade sie die einzig selig machende ist und die anderen Religionen in das Verderben führen. Sie sehen also: Um jedem Menschen die gleichen Rechte zu ermöglichen, so ist noch viel Gesellschaftspolitisches zu tun.

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FÜR WEN DIE CHARTA GILT Die Charta ist folglich für alle diejenigen gemacht, die unter ihren Faschismen irgendeiner Gruppe gegenüber leiden. Sie klärt den Menschen darüber auf, dass er gleiche Recht hat, gleich ist und dass er sich in unserer Welt frei entfalten kann. Und hierin widerspricht sie wiederum häufig einigen eigen geschaffenen Staatsgesetzen, die aus Zeiten stammen, in der die Menschlichkeit noch nicht geregelt war, (manchmal auch heute noch neu geschaffen werden). In dem Wissen, dass wenn die Charta of Human Rights eingehalten würde, ein Reich Gottes entstehen würde (übrigens kann man dieses von der Bergpredigt auch sagen), kämpften Politiker für weltweit für deren Einhaltung und endeten nicht selten mit ihrer eigenen Ermordung (Martin Luther King, Gandhi, etc.) Trotzdem erscheint es bis heute wertvoll gerade die Einhaltung dieser Rechte zu fordern. Mein Ziel wird es in diesem Buch sein, auf zu zeigen, in welchen Punkten die Menschenrechte in Österreich mit den Füssen getreten werden.

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SICHERHEITSBESTIMMUNGEN
Der wichtigste Punkt um sich an diese Rechte wirklich herantasten zu können, ist die Frage der Rechtssicherheit für Personen die diese Punkte einfordern. Menschen aus aller Herren Länder kommen zur Zeit nach Österreich und erinnern unser Land daran: Hey Leute eure Verfassung, euer Völkerrecht, garantiert die Menschenrechte. Bedauerlicherweise erleben sie aber, dass Österreich zur Zeit eine Menge verfassungsfeindliche Gesetze geschaffen hat (Einschränkung der Religionsfreiheit, Arbeitsverbote, Einschränkung des Asylrechts mittels Ausweisungen, etc.) und sie in diesem Land keine Rechte haben. Besonders bedauerlich ist auch, dass es Volksgruppen in Österreich mit österreichischer Staatsangehörigkeit gibt, für die die Menschenrechte nicht gelten. Obdachlose haben weder das Recht auf Arbeit noch auf soziale Sicherheit. Alleinerziehende Mütter und Väter kein Recht auf soziale Sicherheit. Moslems müssen um eine Moschee bauen zu dürfen, mit einem Widerstand von Regierungsseite rechnen (ÖVP). etc. Es bleibt die Frage, ob man es mit diesem Buch schafft, das Land wieder an seine Grundrechte zu erinnern.

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DU BIST KEIN SKLAVE
Menschen in diesem Land verarmen zusehends und es werden immer mehr Menschen, die nicht über ausreichend Geld verfügen um sich zu kleiden, auf Urlaub zu fahren oder für eine ausreichende Freizeitgestaltung. Eine Umfrage des Renner Instituts des Jahres 2007 (Österreichs letzte Armutsstatistik) hat ergeben, dass ein jeder sechste Mensch an der Armutsgrenze lebt. (1,400.000 Menschen sind hiervon betroffen). Das heißt er verfügt mit seiner Familie über einen Geldbetrag von unter 720,- EURO/Monat bei einem derzeitigen Mietdurchschnitt von EUR 543,-/Monat. Es bleiben folglich für Lebensmittel, Gas/Strom, etc. ein Betrag von EUR 177,-. Die Folge hiervon sind hohe Bankschulden, Überschuldung und letztendlich Versklavung durch den Geldadel. 10 % der Bevölkerung besitzen in Österreich 90 % des gesamten Kapitals. Um diese Situation noch zu verschärfen, sorgen der Verkauf heimischer Industrie an das Ausland (Auslandsversteuerung), Auslandssozialprojekte und ungeregelte Schwarzarbeit für einen permanenten Verlust der Geldumlaufgeschwindigkeit in Österreich (Wo kein Geld ist, kann auch kein Geld fliesen). AKTION MENSCHENRECHTE fordern daher: STOPPT DIE NEUVERSKLAVUNG
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FOLTER Auch wenn die Polizei immer wieder behauptet, dass die bei den in der Presse hochgekommenen Gerüchten von Schlägen bei Verhören von Zuwanderern nur Einzelfälle sind, so dürfen wir nicht vergessen: Manchmal führen diese Foltermaßnahmen bis zum Tod. Wir haben von Menschen gelesen, denen der Mund bei der Ausweisung so stark verklebt wurde, dass sie keine Luft mehr bekamen. Wir haben von Knochenbrüchen, blauen Flecken, etc. in Gefängnissen gehört. Wir haben darüber gelesen, dass manch ein Häftling sich im Gefängnis ohne Hände erhängte (Franz Fuchs). Auch wenn man später keine Erklärung dafür fand, wie. So fordern die Templer: STOPPT DIE VERSTECKTE FOLTER UND TODESSTRAFE.

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RECHTSFÄHIGKEIT
Ein jeder Mensch hat das Gleiche Recht vor dem Gesetz. Bei meiner Arbeit in staatlich anerkannten Psychiatrien habe ich oftmals Menschen gesehen, die dort gegen ihren Willen festgehalten wurden und denen man sogar das Recht auf eine Anhörung nahm. Alten Menschen wurde in Altersheimen das Recht genommen zu entscheiden, ob sie dort leben wollen oder lieber in Würde zu Hause sterben. Patienten wurde nach einem Unfall das Recht genommen, in Würde zu sterben, oder man ließ sie vor einer Operation einfach im unklaren, welche Operation nun durchgeführt würde (Ein typischer Fall ist meine eigene Frau, der man ein tiefes Stück Fleisch aus dem Bein Schnitt, aus Gründen eines Krebsverdachtes der sich in der Folge als falsch herausstellte und gegen ihren ausdrücklichen Willen; ein späteres Einschalten der Patientenanwaltschaft versandete im Nichts). Ich selber erlebte, dass man mich in meiner Abwesenheit wegen Betrugs in einer Sachlage verurteilte, mit der ich nichts zu tun hatte und bei welcher ich in einer späteren Revision beweisen konnte, niemals etwas zu tun gehabt zu haben (ich kannte noch nicht einmal die Person, die sich betrogen fühlte). Musste erleben, dass dieser Mensch von mir Schadenersatz erhielt, ohne mit mir davor geschäftlich zu tun gehabt zu haben, nur weil er am Bezirksgericht Mödling einen rechtsfreundlichen Richter fand. AKTION MENSCHENRECHTE fordern: SICHERT DIE RECHTSSICHERHEIT
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VOR DEM GESETZ GLEICH
In diesem Punkt muss man einmal auf die Frage eingehen, ob wirklich alle Menschen vor dem Gericht gleich sind. Mein Fall gestaltete sich wie folgt: Ein mir unbekannter Betrüger (Gottfried Denner) schaltete in Mödling einen Rechtsanwalt ein, der behauptete ich hätte Herrn Denner einen Auftrag gegeben eine EDV Schule zu gründen. Auch wenn ich ursprünglich aus der EDV gekommen bin, so weiß ich bis heute nicht, was Herr Denner der nicht aus der EDV kam wirklich schulen hätte sollen (wurde vom Gericht aber nicht hinterfragt). Dieser Anwalt reichte hierauf gegen eine mir unbekannte Adresse bei einem für mich nicht zuständigen Bezirksgericht zwei Klagen ein. Eine Schadensersatzklage und erhob bei der Polizei eine Betrugsanzeige. Beide Klagen wurden ohne der Überprüfung, ob eine Meldung meiner Person an dieser Adresse vorlege in meiner Abwesenheit abgehandelt und mein Nichterscheinen bzw. das Nichtbeheben meiner Post an einer mir unbekannten Adresse als Schuldeingeständnis gewertet. Als ich nun zwei Jahre später wirklich etwas von der Polizei brauchte, stellte ich fest, dass gegen mich ein Ergreifungsbefehl lief. Ich wandte mich an das Gericht in Mödling und bekam in der Betrugsanzeige einen Freispruch (ist auch logisch, kannte ich doch Herrn nicht). Im Fall der Schadensersatzklage blieb man aber hart und ich musste letztendlich EUR 3000,- bezahlen. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: BEHANDELT ALLE MENSCHEN IN ÖSTERREICH VOR GERICHT GLEICH
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INNERSTAATLICHER RECHTSBEHELF
Im Jahr 1997 beschuldigte mich ein Journalist des Profils namens Vasek, dass ich gemeinsam mit Ing. Gerhard Pawlikowsky in Österreich Menschen durch Briefbomben verletzen und durch Rohrbomben Zigeuner töten würde. Dazu erfand man noch Kontakte zu zwei Menschen einem Ministerialrat namens Rehak und einem Journalisten namens Gebhard Fiedler. Wir alle sollten als Gruppe gemeinsam die Bajuwarische Befreiungsarmee (BBA) verkörpern. Trotz einer freiheitlichen Anfrage im Parlament, die anfragten, wie ein christlicher Musiker wie ich überhaupt unter den Verdacht bzw. korrekter die Verdächtigung geraten konnte, wurden die Pressestimmen immer lauter. Letztendlich verlor ich auf Basis von Falschanschuldigungen meinen Arbeitsplatz bei der Billa DL, dem EDV Unternehmen des BILLA Konzerns, welcher Angst bekam in die Presse zu geraten. Wenige Monate später wurde Franz Fuchs aus Grallau, den ich mit Sicherheit noch viel weniger kannte, als Briefbomber ausgeforscht und ich forderte meine Rehabilitation. Obwohl offensichtlich in diesem Zusammenhang die Polizei in meine Wohnung eingebrochen war (Hausdurchsuchung, selbstverständlich ohne Ergebnis) und in weiterer Folge Falschaussagen der Polizei auf Basis eines nicht genehmigten großen Lauschangriffs an die Presse gingen) war es nicht möglich eine Rehabilitation zu erhalten. Bis heute kommen immer wieder Fragen, ob ich mit diesem Fall nicht doch etwas zu tun gehabt hätte. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: WEHRT DEM INNERSTAATLICHEN RUFMORD
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KEINE WILLKÜRLICHEN FESTNAHMEN ODER AUSWEISUNGEN Noch schlimmer traf es meinen Bekannten Gerhard Pawlikowsky, den ich durch Intervention des Herrn Klaus Kufner, Journalist beim FORVM Magazin Günter Nennings und Gerhard Oberschlicks, kennen gelernt hatte. Obwohl dieser Mann zu dem Zeitpunkt der rätselhaften Ereignisse 12 facher Gerichtssachverständiger gewesen war und er beteuerte, er habe einen Bekennerbrief von der Presse ausschließlich zur Erstellung eines graphologischen Gutachtens erhalten, nahm man ihn fest und verwahrte ihn 14 Tage lang ohne ausreichender Begründung in Untersuchungshaft. Die Presse erfand in der Zwischenzeit hunderte Möglichkeiten woher Ing. Pawlikowsky und ich uns kennen könnten, rückte uns ins äußerst Rechte Lager und zerstörten den guten Ruf des Gründers des österreichischen Datenschutzgesetzes unter Bruno Kreisky (SPÖ). Es zeigte mir deutlich auf, dass in ÖSTERREICH VERHAFTUNGEN OHNE RECHTSGRUNDLAGE MÖGLICH sind. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: KEINE VERHAFTUNGEN OHNE VORHERIGE ÜBERPRÜFUNG DER BEWEISLAGE.
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RECHT AUF EIN ÖFFENTLICHES VERFAHREN Einen anderen krassen Fall erlebte ich, als ich mit Manfred Golda noch in der evangelischen Studentengemeinde, Schwarzspanierstrasse in Wien arbeitete. Ein von uns betreuter Afrikaner war auf der Strasse wegen Drogenhandels festgenommen und zusammengeschlagen worden, obwohl man bei ihm keine Drogen gefunden hatte. Eine Falschaussage eines Passanten hatte hierzu geführt. Obwohl es Manfred Golda, evangelischer Studentenpfarrer, sofortig bewusst war, dass es sich hierbei nur um eine Denunzierung handeln konnte, war er gegen die Abschiebung machtlos. Was die Lage für Manfred aber noch deutlich schlimmer gestaltete war der Punkt, dass er es nicht schaffte, vor der Abschiebung eine öffentliche Verhandlung zu erreichen. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: KEINE ABSCHIEBUNGEN OHNE VORANGEGANGENE VERHANDLUNG

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UNSCHULDSVERMUTUNG Das in Österreich wohl am Kleinsten geschriebene Wort. Die rechtliche Grundlage wäre der Punkt, dass ein jeder Mensch, solange seine Schuld nicht bewiesen ist, als unschuldig zu gelten hat. Das bedeutet auch, dass unser Staat darauf schauen müsste, dass unsere Presse erst dann über Schuld oder Unschuld eines Menschen entscheidet, wenn dieser bei einer öffentlichen Gerichtsverhandlung als "schuldig" befunden wurde. So aber stehen wir heute vor einem Trümmerfeld, in welchem Menschen zeitungsgemäß vorverurteilt, in welchen Afrikaner nur wegen der Hautfarbe unter den Tatverdacht des Drogenhandels fallen und in denen ein jeder Mensch unter die Bespitzelung von Polizeikräften fallen kann, sodass sein Leben eine große Veränderung nimmt. (Ich zum Beispiel habe nach diesem Ereignis nie wieder ein Konzert als christlicher Musiker geben dürfen und hatte auch meine Arbeit verloren) AKTION MENSCHENRECHTE fordert: KÄMPFT FÜR DIE RECHTSSICHERHEIT UND DIE UNSCHULDSVERMUTUNG
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FRAGE AUF STRAFTAUGLICHKEIT Man sollte aber auch nicht vergessen, dass strafbare Handlungen in den einzelnen Staaten unterschiedlich bestraft werden. So gibt es Länder auf dieser Welt, in welchen Mord mit einer Geldstrafe, andere in welchen Mord mit der Todesstrafe bestraft werden. Auch scheint es so, dass es vielen Ländern auf dieser Welt vollkommen gleichgültig erscheint, wenn ein Mitglied ihres Staates ein Verbrechen in einem anderen Staat verübt hat. Denken wir zum Beispiel darüber nach, ob die Terroristen, die den Anschlag am 9.11.2001 auf die Tween Towers in New York wirklich, würden sie sich heute im Irak aufhalten, bestraft worden wären. Es erscheint daher sinnvoll, die Menschen in den Ländern der Tatverübung nach landesüblichen Recht zu verurteilen. AKTION MENSCHENRECHTE ruft auf: ERMÖGLICHT DEN STRAFVOLLZUG IN ÖSTERREICH

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KEINE EINGRIFFE IN DAS PRIVATLEBEN Es war Ing. Gerhard Pawlikowsky, der 1997 darauf hinwies, dass der große Lauschangriff permanente Datenschutzverletzungen mit sich bringt. Zwar ist es denkbar (bis heute nicht erwiesen), dass man durch das Belauschen von Menschen vielleicht das eine oder andere Verbrechen verhindern könnte, es öffnet aber auch der totalen Kontrolle von Menschen, die unbescholten sind Tür und Tor. Die Aussage man würde dieses Verfahren nur dann einsetzen, wenn dringender Tatverdacht bestände, wurde ja wohl schon an meinem eigenen Fall bewiesen. Verleumdungen meiner Person eines Journalisten gegenüber führte zum Einsetzen des großen Lauschangriffs und verletzte meine Privatsphäre. Das unvermittelte Auftauchen der Polizei an meiner Arbeitsstelle um mich zu verhören (übrigens wieder ohne Grundlage) führte letztendlich zu meiner Entlassung. AKTION MENSCHENRECHTE kämpft dafür: SCHÜTZT DIE PRIVATSPHÄRE

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DAS RECHT AUF FREIEN AUFENTHALT
Es ist sonderbar. Jedes Jahr werden vom Ausland Menschen nach Österreich aufgenommen, die wir in unser Land hineinlassen und ihnen dann das Arbeiten verbieten. Angeblich muss eine Zeit vergehen um zu überprüfen, dass diese Menschen in ihren Ländern nicht straffällig geworden sind, was wiederum bedeutet, dass eine Unschuldsvermutung einer Schuldvermutung gewichen ist. Erstmalig gilt wohl ein jeder Zuwanderer als schuldig. In der Zeit, in welcher auf den Ausgang seines Verfahrens wartet, muss er sich im Hausarrest wenige Meter rund um ein Asylantenheim aufhalten und wird damit seines Rechts auf freien Aufenthalt beraubt. Ergebnis dessen ist, dass es tatsächlich Ballungsräume mit Asylwerbern gibt, die nicht arbeiten und nicht betteln dürfen und die Dank der vielen Tagesfreizeit in der Gruppe auf blöde Ideen kommen. Die Folge hiervon ist das Ansteigen der Kriminalitätsrate. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: STOPPT DIE KÜNSTLICHE KRIMINALISIERUNG

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AUSWANDERN UND WIEDERKEHREN Es hat Zeiten gegeben, da verließen Menschen aus Gründen des Glaubens Österreich, damals in den Anfangstagen des Protestantismus. Viele von den ersten österreichischen Protestanten ließen sich in den Randbereichen der Monarchie, die einstmals viel größer war als heute, nieder z.B. in Siebenbürgen. Durch den EU Beitritt Österreichs sind die alten Bundesländer Österreichs wieder mit dem Kernland verbunden, was dazu führt, dass viele Menschen, die in früheren Generationen Österreicher und Österreicherinnen waren, wieder nach Wien zurückkommen wollen. Komisch, dass wir gerade diesen Altösterreichern das arbeiten verbieten wollen, wir nennen dies Ruhensbestimmungen, während wir dies den Türken und Serben nicht untersagen. AKTION MENSCHENRECHTE ruft auf: BEENDET DIE RUHENSBESTIMMUNGEN

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ASYLRECHT Das unser Asylrecht in sich etwas sonderbar ist, habe ich schon erzählt. Einem jeden Asylanten wird das Arbeiten verboten und dafür ein Geld aus dem Staatstopf zugestanden. Das dies in der Folge zur Wut durch Unternehmer/innen und Steuerzahler/innen führt ist wohl selbstverständlich. Die arbeitende Bevölkerung steht von 8 Uhr früh bis manchmal spät in der Nacht an Maschinen, schuftet auf Baustellen, putzt, hilft in der Küche u. v. m. Zur selben Zeit sehen sie Ausländer/innen in den Parks sitzen, die obwohl sie nichts tun, dafür Geld bekommen. Manch ein Österreicher/in denkt sich wohl darauf, wie gerne er auch ein Ausländer wäre. Wollen wir folglich die neuen Nationalismen aufhalten, so fordert AKTION MENSCHENRECHTE: GEBT ASYLWERBERN DAS ARBEITSRECHT ODER EINEN BESCHÄFTIGUNGSDIENST

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STRAFTATEN VEREITELN DAS ASYLRECHT Allerdings darf man nicht vergessen, dass auch viele in ihren Ländern straffällig gewordene Menschen die Gelegenheit nützen und sich ins Asyl absetzen. Das ist der Grund, warum Österreich vorerst von einer Schuld- anstatt einer Unschuldsvermutung ausgeht. Besser aber wäre, man würde den Strafvollzug für kriminelle Ausländer nach Überprüfung in Österreich selbst durchführen und das Strafausmaß, welches in den einzelnen Staaten vorgesehen wäre bzw. bei kriminellen Handlungen in Österreich das österreichische Strafausmaß, verdoppeln. Dies hätte dann wohl eine geeignete Abschreckungswirkung. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: VERDOPPELT DAS STRAFAUSMASS FÜR KRIMINELLE ASYLWERBER

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FREIE STAATSANGEHÖRIGKEIT Ein weiterer Punkt ist der Punkt, dass die Menschenrechte zusichern, dass ein jeder Mensch die Staatsangehörigkeit haben kann, die er möchte. Meine Frau zum Beispiel lebt nun seit zehn Jahren in Österreich und weil sie sich eine zeitlang hier nicht offiziell aufhalten durfte, hat sie bis heute kein Anrecht auf die Staatsangehörigkeit. Dabei ist sie in ihrem Land (Bulgarien inzwischen ein EU Staat) eine studierte Person und durchwegs erfolgreiche Journalistin. Die Zeit, die sie hier in Österreich verbrachte, hat sie dazu genützt, ausreichend gut Deutsch zu lernen und sich mit der Geschichte Österreichs zu befassen, sodass sie heute bei einem jeden wichtigen Thema mitreden kann. Es bleibt nur die Frage, WARUM SOLCHE MENSCHEN KEINE STAATSBÜRGERSCHAFT ERHALTEN KÖNNEN.

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WECHSEL KANN NICHT UNTERSAGT WERDEN
Ich habe mich daher an das Hauptquartier der UNO in Wien gewandt, welches meint, dass ein Wechsel in Wahrheit gar nicht verhindert werden könnte. Allerdings räumt die UNO ein, dass innerstaatliche Gesetze hier in Österreich immer wieder die bereits durch die Verfassung gewährten Rechte außer Kraft setzen. Die Gesetzgebung in Österreich wird nämlich von keiner Instanz auf Verfassungskonformität überprüft, sondern es steht nur in ganz krassen Einzelfällen der Verfassungsgerichtshof zur Verfügung, der allerdings mehr eine Alibihandlung übernimmt. So setzt dieser Gerichtshof voraus, dass man einen klaren Präsenzfall liefern kann, in welchem beweisbar gegen die Verfassung gehandelt wurde und diese verhält sich zeitweise wie ein Kaugummi. Was gehört nun wirklich international zum Völkerrecht, auf welchem unsere Verfassung beruht? Die Universität Genf, spezialisiert auf das Völkerrecht, sagt: VOR ALLEM DIE CHARTA OF HUMAN RIGHTS 1947 (MENSCHENRECHTSKONVENTIONEN). Dabei sollte es für Österreich als Land der UNO City außer Frage stehen, dass wir die Menschenrechte akzeptieren, pflegen und einhalten. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: SCHAFFT EINE KONTROLLSTELLE FÜR VERFASSUNGSFRAGEN UND HALTET DIE VERFASSUNG EIN
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KEINE HEIRATSVERBOTE Vielleicht stutzt bei diesem Punkt der eine oder andere und meint, es würde in Österreich gar kein Heiratsverbot geben. Und was heterosexuelle Beziehungen betrifft, so ist dieses auch wahr. Nun hat es aber Gott so eingerichtet, dass es Menschen gibt, die an einer Abnormalität leiden: Sie stehen auf Menschen des gleichen Geschlechts. Auch wenn die Aussagen der Kritiker dieser Lebensform sicherlich richtig sind, und wirklich aus so einer Beziehung wohl kaum ein Kind entstehen kann, und die Beziehung daher aus kirchlicher Sicht ungültig ist, so ist diese Neigung nicht weg zu denken. Nun ist die staatliche Verbindung aber eine rein rechtliche Verbindung, sodass wir uns fragen, warum man nicht wenigstens staatlich eine Klärung der Situation herbeiführen könnte. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: BEENDET DAS HEIRATSVERBOT

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KEINE ZWANGSEHEN Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass heute eine große Anzahl an Muslimen Bevölkerung in Österreich lebt. In der Muslimen Welt ist es bis heute üblich Frauen zu verkaufen oder zu bestimmen, wenn das arme Mädchen heiraten muss. In manchen Teilen des Islam gilt bis heute die Vielehe (Harem) als gültige Familienform. Gegen diese Form der Ehen hat sich 1947 die UNO ausgesprochen und auch Österreich ist dazu aufgerufen. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: STOPPT DIE ZWANGS- UND VIELEHE

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FAMILIENSCHUTZ Das Schönste in der Ehe ist die Familie. Viele Menschen glauben heute, und haben auch teilweise keine andere Chance, dass es reicht, Kinder in die Welt zu setzen und diese in Folge in Kindergrippen abzugeben. Parteien wie die Grünen oder die Sozialisten fordern des Ausbau der Ganztagsschule oder der Tageskinderbetreuung durch staatliche Organisationen, ganz dem Versuch Ludwig II. betreffs Liebesentzug vergessend. Ludwig II. wollte nämlich die Grundsprache des Menschen feststellen und isolierte 100 Kinder von ihren Eltern um sie in Stille aufwachsen zu lassen. Alle 100 Kinder starben und man stellte fest: Kindererziehung ohne Vater- und Mutterliebe gehen nicht. AKTION MENSCHENRECHTE fordert daher: GEBT DIE KINDER DEN FAMILIEN

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EIGENTUMSRECHT Das das Eigentum in Österreich nicht hundertprozentig geschützt ist, mussten ich und meine Familie erkennen, als mein Großvater starb und sich eine wildfremde Person als seine zweite Tochter (neben meiner Mutter) ausgab und das Gericht trotz unseres Bedenkens nicht bereit war eine Kontrolle der Angaben durch zu führen. Die wildfremde Person forderte eine kirchliche Beerdigung, obwohl mein Großvater immer gebeten hatte, dass kein Pfarrer an sein Grab kommen sollte. Die selbe Person übernahm sein Privatvermögen. Bis heute ist unklar, wer diese Person überhaupt war. Ganz sicher nicht die Tochter meines Großvaters. Geklärt ist nur: NIEMAND ÜBERPRÜFTE DIE SACHLAGE. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: SICHERT DAS PRIVATEIGENTUM

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KEINE ENTEIGNUNG Wie oft es wohl schon vorkam, dass die Republik Österreich aus Gründen eines Straßenbaus Teile von Grundstücken enteigneten. So geschehen in Deutsch Wagram, als die neue Stadt Umfahrung gebaut wurde. So geschehen in Hainburg, betreffs des Kraftwerkbaus. Würde man alle Fälle zusammenzählen, in denen Grundstücke kostenlos oder zu viel zu geringen Konditionen von Privatpersonen für den Bau öffentlicher Anlagen beschlagnahmt wurden, so käme man sicherlich auf einen Milliardenbetrag. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: KEINE ENTEIGNUNG DURCH DIE ÖFFENTLICHE HAND

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GEDANKEN-, GEWISSEN- UND GLAUBENSFREIHEIT
Besonders die Gedanken-, die Gewissens- und die Religionsfreiheit sind in Österreich in Frage gestellt. Eine der Regierungsparteien (die ÖVP) meint wie selbstverständlich, wenn sie von der Kirche redet, die römisch katholische Kirche. Dabei haben wir in Österreich sieben anerkannte Kirchen und einige staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften. Gemeinschaften wie der Islam sind in Österreich verpönt und erregen Proteste von Regierungsseite, wenn eine Moschee gebaut werden soll. Manches Gedankengut, man mag über Rechtes Gedankengut denken was immer man möchte, ist in Österreich einfach verboten. Bis heute kann nicht ein jeder der einen Antrag auf Zivildienst stellt auch Zivildienst machen, sondern in manchen Bundesländern wird man zur Waffe verpflichtet. Manche Gemeinschaft hat ihr Dasein als Sekte zu fristen und ihre religiösen Handlungen werden nicht als Glaubenshandlungen betrachtet. Straßenmission gilt bei einen Beamten als reine Kunst und nicht als Glaubenskundgebung. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: SCHAFFT DIE GEDANKEN-, GEWISSENS- UND RELIGIONSFREIHEIT
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MEINUNGSFREIHEIT Besonders erschüttert war ich darüber, dass man vor kurzem H.C.Strache, einem österreichischem Nationalratsabgeordneten das Recht auf Versammlung und reine Meinungsfreiheit beschneiden wollte. Auch wir sind nicht glücklich über seine Form des neu gelebten Faschismus, treibt dies doch die Menschen anstatt zusammen auseinander. Wir sehen aber keinen Grund, warum er seine Meinung, auch wenn sie aggressiv und menschenfeindlich ist, nicht äußern sollte. Eine gesunde Demokratie verträgt eine jede Meinung. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: SCHAFFT ENDLICH MEINUNGSFREIHEIT

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RADIOFREIHEIT Im Radio haben wir einen Publikumsrat, damit es eine Instanz gibt, die darauf schaut, dass ein jeder, der den Menschen etwas mit zu teilen hat, hierfür eine Zeit erhält. Dennoch stehen wir in Österreich vor dem Problem, dass die meisten Sender tendenziell behaftet sind. Da zur selben Zeit die Privatsender immer noch aus dem Ausland ausstrahlen müssen und sich daher sehr viel mit ausländischen Themen befassen, gibt es in Österreich keine abgerundete Meinung. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: SCHAFFT UNABHÄNGIGE ÖSTERREICHISCHE SENDER

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VERSAMMLUNGSRECHT Ob wir die Wiking Jugend, als radikale neonazionale Gruppierung wirklich in Österreich haben wollen ist für mich fragwürdig. Ob wir Moslems die unter Umständen einer Al Kaida nahe stehenden Gruppierung, wie die Verhaftung des Chefs der Islamischen Jugend Österreichs vor kurzem gezeigt hat, angehören wirklich wollen, auch dieses müssen wir überlegen. Andererseits, sollte man solchen Gruppen das Recht auf Versammlung untersagen, so arbeiten diese Gruppen im Untergrund und sind folglich unkontrollierbar. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: DIE TOTALE ÖFFNUNG DES VERSAMMLUNGSRECHTS

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KEINE ZWANGSMITGLIEDSCHAFT Kein Mensch darf zu einer Zwangsmitgliedschaft in einem Verein gezwungen werden. Dennoch ist ein jeder Arbeitnehmer/in dazu verpflichtet bei der Arbeiterkammer Mitglied zu sein. Ein jeder Unternehmer verpflichtet Mitglied bei der Wirtschaftskammer zu sein. Kinder werden auf Wunsch der Eltern getauft und zahlen später für die Entscheidung anderer Steuern. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: AUFLÖSUNG VON ZWANGSMITGLIEDSCHAFT UND ABSCHAFFUNG DER KIRCHENSTEUER

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BASISDEMOKRATIE Jeder Mensch hat das aktive und passive Wahlrecht. In Österreich ist dieses an die österreichische Staatsbürger gebunden. Nun gibt es in Österreich Menschen, die sich bereits seit 20 Jahren in Österreich aufhalten ohne österreichischer Staatsbürger geworden zu sein. Sie besitzen aber den Mittelpunkt ihres Interesses hier in Österreich. Obdachlose sind aus Gründen des Mangels an einer Meldeadresse ebenso nicht wahlberechtigt. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: ÖFFNUNG DES AKTIVEN UND PASSIVEN WAHLRECHTS

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RECHT AUF WIRTSCHAFTLICHE, SOZIALE UND KULTURELLE SICHERHEIT
Kein Mensch wird anzweifeln, dass Österreich seit der Habsburgerzeit ein katholisches Kernland verkörpert, mit der Sprache Deutsch als Grundsprache und einer eigenen Kultur wie Nestroy und Raimund. Die wirtschaftliche Absicherung und der Aufbau zu einem der reichsten Länder der Welt erfolgte durch Österreichs Heiratspolitik und Erfinderreichtum. So stammen Dinge wie die Schreibmaschine, die Schiffsschraube, das Auto u. v. m. gerade aus diesem heute zu einem Kleinstaat geschrumpften Land. Heute kommen Menschen aus aller Herren Länder um mit uns in Österreich zu leben. Jedes dieser Völker hat seine eigene Kultur. Jedes Land andere religiöse Anschauungen und für einen jeden Mensch sollte Platz in unserem Land sein. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass unsere Grundkultur hierbei nicht verloren gehen darf. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: MASSNAHMEN ZUR KULTURERHALTUNG SOWIE KOSTENLOSE DEUTSCHKURSE FÜR JEDERMANN

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DAS RECHT AUF ARBEIT Ein wichtiger Punkt der Menschenrechte ist das Recht auf Arbeit. Jeder Mensch der mit uns in Österreich lebt hat das Recht einer geregelten Arbeit nachzugehen, nein, nicht nur das Recht, sogar die Pflicht. Daher ist es die Aufgabe alle Wege danach ab zu suchen, auf welchem Weg neue Arbeitsplätze entstehen könnten. Ich bin sicher, unser Patentamt ist voll mit guten Ideen, die bei einer richtigen Verwertung nicht nur Arbeitsplätze schaffen würden, sondern auch durch die Steigerung von Exporten in den Bereichen Finalproduktion, insbesondere Maschinenbau, Sport und Fitnessgeräte, Medizin und Umweltschutz etc. neue Divisen nach Österreich brächten. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: BAUT ÖSTERREICH ZUM FINALPRODUKTIONSLAND AUS

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DAS RECHT AUF FREIE BERUFSWAHL Das Arbeitsamt bezahlt heute Kurse um durch Fortbildung gegen die fehlenden Positionen in der Wirtschaft einzugreifen. Dabei vergisst es die Wirtschaft zu fragen, welches Personal wirklich gebraucht würde und die arbeitenden Menschen zu befragen, ob sie sich für die gerade ausgebildeten Berufe auch eigneten. Neue Patente bedürfen bestimmter Ausbildungen. So müsste eine Absprache mit den Erfindern erfolgen, welche Fähigkeiten ein Mensch wirklich benötigt um deren Ideen um zu setzen. Weiters müsste eine aktive Wirtschaftsforschung eine Bedarfserhebung vornehmen, in welcher Richtung bestehende Unternehmen in den nächsten Jahren Mitarbeiter suchen werden. Der Bedarf setzt dann das Angebot an neuen Berufen. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: MARKTFORSCHUNG, FINALPRODUKTION UND ZIELGERICHTETE AUSBILDUNGSPROGRAMME

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SCHUTZ VOR ARBEITSLOSIGKEIT In den Menschenrechtskonventionen verpflichtet sich Österreich nämlich dazu alles zum Schutz gegen Arbeitslosigkeit mögliche zu unternehmen. In der Geschichte wurden uns durch Maßnahmen wie Hartz 4, RAD, etc. immer wieder Wege zur Arbeitssuche aufgezeigt. Eine gute Arbeit würde ein Amt leisten, welches anders als das Arbeitsamt nicht die Aufgabe hätte, vorhandenes Personal auf dem bestehenden Arbeitsmarkt unterzubringen, sondern vielmehr die Aufgabe übernehme, neue Berufsgruppen zu suchen, zu definieren und damit neue Berufsbilder zu schaffen. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: EIN AMT ZUR ZUKUNFTSFORSCHUNG

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RECHT AUF GLEICHEN LOHN Ein weiterer schwerer Verstoß gegen die Menschenrechte ist die Tatsache, dass Frauen bis heute für die gleiche Arbeit in der Wirtschaft bis zu einem Drittel weniger bezahlt bekommen. Dabei sollte die Bezahlung eines Menschen doch rein an seiner Leistung gemessen werden. Zwar versuchen feministische Verbände heute ein Mann-Frau Umkehr, es wird nur nicht lange brauchen, so wird man erkennen: Auch ein umgekehrt faschistisches System funktioniert nicht. Um aber diesen Kampf zu beenden, so erscheint es uns notwendig, die Leistungen der Frauen in der Wirtschaft gleichberechtigt zu würdigen, sowie den Beruf der Hausfrau als Berufsbild gelten zu lassen (ebenfalls Anmeldung bei der Gebietskrankenkasse und der Pensionsversicherungsanstalt) AKTION MENSCHENRECHTE fordert: DIE GLEICHBERECHTIGUNG VON MANN UND FRAU

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GERECHTE UND BEFRIEDIGENDE ENTLOHNUNG Ein weiterer Punkt der bei der Arbeit zu überlegen wäre, wäre die Tatsache, dass eine gesunde Wirtschaft nur solange gesund ist, solange die Geldumlaufgeschwindigkeit möglichst hoch ist (genau diese bewirkt nämlich die Steuereinnahmen). Nun ist es aber so, dass der Unternehmer heute seinen Gewinn dadurch zu maximieren versucht, dass er dem Menschen möglichst wenig auszahlt. Ergebnis ist, dass vollberufstätige Menschen heute teilweise an der Armutsgrenze leben. Die Folge für die Wirtschaft ist das Sinken der Kaufkraft und laufend sinkende Einnahmen. Daher fordert AKTION MENSCHENRECHTE:
MASSNAHMEN ZUR GELDUMLAUFGESCHWINDIGKEITSERHÖHUNG

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GEWERKSCHAFTEN

Berufsgewerkschaften sollten sich für ihre Klienten, Mitarbeiter und Betriebe aus den diversen Berufsbereichen einsetzen. Grundsätzlich ist einem jeden Bereich der Aufbau von Gewerkschaften zugelassen. So frage ich mich wo den heute die Arbeitslosengewerkschaft, Obdachlosengewerkschaft, Alleinerziehenden Gewerkschaft, etc. sind die sich für die Interessen der aus der Gesellschaft ausgegliederten kümmert und somit eine Eingliederung wieder ermöglichen würde. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: DIE GRÜNDUNG ERWEITERTER GEWERKSCHAFTEN

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RECHT AUF ERHOLUNG UND FREIZEIT

Die Menschenrechte sehen vor, dass der Mensch auch ein Recht auf Erholung inne hat. Diese ist dazu gut, dass er sein Leben genießt, seine Kräfte neu auftankt um in der Folge wieder ein leistungsstarkes Mitglied der Gesellschaft zu sein. In einer Zeit in der der einzelne Unternehmer nur noch seinen eigenen Vorteil im Auge hat und Arbeitslose in großer Menge zur Verfügung stehen wird versucht, durch die Einschränkung der Freiräume (Ausbeutung) die Leistungsstärke der einzelnen Unternehmen zu erhöhen. Nicht berücksichtigt wird, dass der Mensch keine Maschine, sondern ein hoch kompliziertes Individuum mit eigenen Bedürfnissen ist. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: DAS RECHT AUF ERHOLUNG UND KEINE SONNTAGSARBEIT

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GESUNDER LEBENSSTANDARD

Nur ein zufriedener Organismus ist auch in der Lage Leistungen zum Erhalt der Gesellschaft zu erbringen. Die Basis dessen, dass in den letzten Jahren immer mehr und mehr der Wunsch auftauchte, dass alles billiger und noch billiger werden müsse, führte dazu, dass heute die meisten Lebensmittel nur noch aus reiner Chemie bestehen. Gerade diese aber verträgt der menschliche Organismus nur zum Teil. Die Folge hiervon sind ein Unzahl von Wohlstanderkrankungen und von allgemeiner Schwäche. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: EINEN HÖHEREN QUALITÄTSMASSSTAB IM LEBENSMITTELBEREICH

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MUTTERSCHUTZ Den Frauen hat man heute zu Tage eingeredet, dass es für die Gesellschaft deutlich wichtiger wäre, wenn sie ihre Leistung in der Arbeitswelt einsetzen würden. Kein Mensch denkt daran, dass in der Zukunft unser ganzes Sozialsystem aus Gründen des Mangels an Nachwuchs zusammenbrechen wird. Kinder kommen fast ausschließlich nur noch durch Fremdeinflüsse ins Land, sodass wir in ca. 30 Jahren kaum noch deutsch sprechende Bevölkerung in diesem Land haben werden. Fraglich ist aber, ob die islamischen Kinder in einer derartigen Toleranz erzogen werden, dass sie später für die Pensionen von christlichen Familien aufkommen wollen. Es erscheint uns daher notwendig, darauf hin zu weisen, dass der Mutterschutz für das Erhalten unseres Systems unumgänglich ist. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: EIN UMDENKEN IN DER WERTIGKEIT DES MUTTERSYSTEMS

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RECHT AUF BILDUNG

Das Recht auf Bildung sollte heute zu Tage einer Pflicht auf ständige Fortbildung weichen. Neue Berufsbilder erwarten nämlich neues Know How. So sollte mit Schulungsmaßnahmen nicht erst während der Arbeitslosigkeit begonnen werden, sondern berufsbegleitend zwei Monate im Jahr Bildungsmonate eingeführt werden. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: DIE EINFÜHRUNG VON BILDUNGSURLAUB WÄHREND DEM AUFRECHTEN DIENSTVERHÄLTNIS

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TOLERANZ UND FREUNDSCHAFT ZWISCHEN DEN NATIONEN

Besonders das Kapitel über die Toleranz und Freundschaft zwischen den Völkern sehe ich in Österreich manchmal als sehr klein geschrieben. Ungestraft schimpfen Jörg Haider, H.C.Strache und ihre Mannen im Wahlkampf über Türken, Serben, Rumänen, Bulgaren oder einfach global Ausländer. Dabei darf man nicht übersehen, dass wir ursprünglich in einem Waldgebiet leben, welches sich Füchse, Wölfe und Rehe teilten und später zu einem Vielvölkerstaat wurde. Haben wir nun das Recht, als Frühzuwanderer über die Nachzügler zu schimpfen? Was hierbei aber trotzdem nicht zu vergessen ist: Österreich hat eine eigene Kultur, die gewahrt werden muss. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: FREIE ZUWANDERUNG BEI GLEICHZEITIGER PFLICHTMÄSSIGER KULTURANPASSUNG
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DAS RECHT DER ELTERN AUF BILDUNG

Nicht alle Eltern sind gut. Eltern zu werden muss man lernen. Manchmal glaubt man fasst, dass Eltern nicht wissen, dass sie Eltern geworden sind. Viele Menschen interessieren sich nicht betreffs der Gefahren von Kinderspielzeug. Manche Eltern interessieren sich nicht für den schulischen Werdegang ihrer Sprösslinge. Wieder andere interessieren sich nicht dafür, wie ihre Sprösslinge die Freizeit verbringen. Viele Eltern nehmen sich für die Probleme ihrer Sprösslinge nicht einmal Zeit. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: UNTERRICHTSEINHEITEN ZUR ELTERNBILDUNG

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RECHT AUF KULTUR

Auch wenn wir der Meinung sind, dass es in unserem Raum eine Anpassung an die deutsche Kultur bedarf, so darf man trotzdem nicht vergessen, dass ein jedes Land auch seine eigene Kultur hat. Da man die Menschen am besten beim Studium ihrer Kultur kennen lernen kann, soll auch dieser Tatsache in multikulturellen Feiern Rechnung getragen werden. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: FEIERN ZUM KULTURAUSTAUSCH

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RECHT AUF SCHUTZ GEISTIGEN EIGENTUMS

Viele Unternehmer klagen heute über das Steigen von Einbrüchen und Ladendiebstählen. Sicherlich hängt dieses vor allem damit zusammen, dass es Menschen gibt die nicht arbeiten dürfen, vielleicht aber kommen in einen multikulturellen Raum auch einfach mehr Kriminelle. Daher sollte von Staatswegen, zusätzlich zur Polizeiarbeit eine Truppe zum Schutz von Geschäftsleuten aufgebaut werden. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: SCHÜTZT DIE GESCHÄFTSLEUTE Zur selben Zeit werden Computer mit Viren und Trojanern belagert und die Einheit der Internet Police schaut zu. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: SCHÜTZT GEISTIGES EIGENTUM

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ANSPRUCH AUF SOZIALE UND INTERNATIONALE ORDNUNG

Genauso muss die neue Rolle Österreichs in der EU definiert werden. Nicht nur, dass die Zahlen bei den Verhandlungen vor zehn Jahren falsch waren (sie erinnern sich, dass die FPÖ bei der Übernahme des Finanzministeriums nach der Amtsübergabe durch die SPÖ ganz andere Zahlen vorfand als zuvor behauptet) und bis heute keine Nachverhandlungen mit Brüssel geführt wurden (was zu einer deutlichen Mehrbelastung Österreichs durch Brüssel führt), so ist auch die Frage nach der Rolle in der EU zu stellen. Heute reicht die EU von Groß Britanien bis an die türkische Grenze. Brüssel liegt folglich in Randlage. Sollte man da nicht die Frage nach einer neuen Hauptstadt stellen? AKTION MENSCHENRECHTE fordert: WIEN SOLL EU HAUPTSTADT WERDEN

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PFLICHTEN GEGENÜBER DER GEMEINSCHAFT

Was unsere Pflichten gegenüber der Gemeinschaft betrifft, so ist ein jeder einzelne Mensch dazu verpflichtet, sich nach den Menschenrechts-konventionen zu halten. Denn nur unter der Voraussetzung, dass alle zusammen daran arbeiten, haben wir eine Chance, dieses Ziel auch zu erreichen. Vasil Levski pflegte zu sagen: Alleine kann ich nur verlieren, aber gemeinsam sind wir stark. Todor Schifkov seinerseits sagte wieder: In meinem Land kann sich ein jeder wohlfühlen, der unsere Kultur, unseren Glauben und unsere Hoffnung respektiert.

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ORDNUNG DURCH STAATSGESETZE

Ein wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass viele Staatsgesetze zusätzlich zu den Menschenrechten unseren Staat bestimmen. Nicht alle wurden in der Geschichte darauf überprüft, ob sie auch den Bestimmungen der Menschenrechte entsprechen. Manche von ihnen, wie z.B. das Arbeitsverbot sind richtig menschenfeindlich. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: ÜBERPRÜFUNG DER GESETZE AUF MENSCHENRECHTSKONFORMITÄT

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WERTIGKEIT DER STAATSGESETZE

Denn man darf nicht vergessen, dass ein jedes Menschenrecht im Verfassungsrang steht. Die Grundlage der österreichischen Verfassung ist das Völkerrecht. Die Grundlage des Völkerrechts ist die Charta of Human Rights des Jahres 1947. Die österreichische Verfassung garantiert, alle Punkte des Völkerrechts hundert Prozent einzuhalten. Beschließen wir folglich menschenrechtswidrige Gesetze, so haben wir die Verfassung außer Kraft gesetzt. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: SCHÜTZT DIE ÖSTERREICHISCHE VERFASSUNG

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GRUNDRECHTE SIND BINDEND

Nicht ein Grundrecht darf verletzt werden, weil ansonsten die Verfassung und somit der österreichische Staat verletzt würde. Viel wichtiger noch als die Neutralitätserklärung, die übrigens ebenso wenig verletzt werden darf, ist der Schutz der Menschenrechte in Österreich. AKTION MENSCHENRECHTE fordert daher: SCHÜTZT ÖSTERREICHS GRUNDRECHTE

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VÖLKERRECHT

Das Völkerrecht wurde geschaffen über die Menschenrechte in den einzelnen Staaten und über die Grenzen hinaus nach zu denken. Sie sprechen von Toleranz, Menschlichkeit und Frieden der einzelnen Völker untereinander und in den einzelnen Staaten. Auch hierauf hat sich Österreich verpflichtet. Und auch diese werden durch innerstaatliche Faschismen schwer beeinträchtigt. Das Völkerrecht besteht aus einzelnen Gesetzen, unter anderem auch der Charta of Human Rights des Jahres 1947. In Österreich ist das Völkerrecht Grundlage der Verfassung. AKTION MENSCHENRECHTE fordert: SCHÜTZT DAS VÖLKERRECHT
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DIE ÖSTERREICHISCHE VERFASSUNG

Die Verfassung letztendlich ist die Zusammenfassung aller für Österreich grundsätzlich definierten Grundgesetze. Durch die Verfassung ist der Staat Österreich definiert. Verletzen wir folglich die Verfassung oder auch nur Teile davon, so ist unser Staat in Zukunft nicht mehr definiert. AKTION MENSCHENRECHTE behauptet: DENN DIE DURCHSETZUNG DER MENSCHENRECHTE IST VERFASSUNGSSCHUTZ.
All dies sind Menschenrechte die durch das Völkerrecht in unserer Verfassung verankert sind. Ein Staat ohne Verfassung ist kein Staat. BITTE SCHÜTZT UNSERE VERFASSUNG

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WIE EIN POLITIKER SEIN SOLLTE

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WIE POLITIKER SEIN SOLLTEN
Wer die Bibel ausschließlich für ein Buch über den Mensch gewordenen Gott hält, der in diese Welt gekommen ist, um uns einen Weg in eine andere Welt zu zeigen, der hat die Bibel noch nie bewusst gelesen. Die Bibel ist ein politisches Handbuch für diese Welt, die den Menschen das Miteinander anstatt des Gegeneinanders lehren soll. Jesus spricht mehrfach vom Reich Gottes das mitten unter uns entsteht und dessen König er ist. In dem wir alle König sind. Folglich eine Basisdemokratie. Das Gesetz dieses Reiches aber ist eine grundhumanistische Schrift: DIE BERGPREDIGT

Die Gliederung
Wer nunmehr annimmt, ich werde wie in meinem Buch "Menschenrechte in Österreich" vorerst einmal den gesamten Originaltext der Bergpredigt wiedergeben, der irrt. (Habe ich doch schon im Kapitel über Jesus den Nazoräer getan.) Vielmehr möchte ich mich darauf beschränken, die politische Komponente der Bergpredigt aus zu leuchten und ihnen damit zeigen, wie Jesus der Nazoräer das Zusammenleben verstand. Er beginnt mit Seligpreisungen der Menschen, die seiner Meinung nach eine Eignung für das Himmelreich besitzen. Das Reich Gottes, welches direkt unter uns entstehen sollte und welches mit Johannes dem Täufer begonnen hatte. Wer sich mit Johannes beschäftigt, der weiß, dass Johannes immer nur die Umkehr und das Miteinander predigte und den Reichtum und das Gegeneinander tadelte. Wenn der Mensch das Reich des Johannes folglich erleben will, so muss er selbst umdenken.

Selig sind die geistlich Armen
Wir wollen uns in der Folge einmal anschauen, welche Menschen Jesus als für sein Reich bezeichnete. Wie sollte der optimale Mensch seiner Meinung nach sein? Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.
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Hier beginnt bereits der erste wesentliche Punkt der Änderung. Jahrhunderte diskutierte man darüber, ob Jesus wirklich mit den Worten: Selig sind die Idioten begonnen habe und das hat er sicherlich nicht. Auch dann nicht wenn die Geisteshaltung, die von Kapitalismus und Egomanik geprägt sind, gerade Menschen dieser Geisteshaltung für Idioten erklärt. Es gab in der Geschichte Menschen, denen bewusst geworden war, dass es auf dieser Welt nur eine bestimmte Menge Geldes gibt. So erwähnt Jesus mehrfach den Gott Mammon (das Geld) als den Widersacher des Miteinanders. Weißt darauf hin, dass Brüder (und Schwestern) wegen gerade des Geldes wegen vor Gericht gehen. Erklärt sich nicht bereit, einem Bruder (einer Schwester) zu sagen, dass sie/oder er mit dem anderen teilen soll. Vernachlässigt sogar zeitweise Steuern (die Tempelsteuer zum Beispiel) die man mehrfach bei ihm einfordern muss. Wenn Jesus folglich von den Armen im Geiste spricht, so meint er Menschen, denen Geld einfach nicht so viel bedeuten. Die gerne teilen und wissen, dass würde der Mensch gerecht teilen, für alle Menschen genug vorhanden wäre.

Selig sind die Leid tragen
In der Folge lobt Jesus Menschen, die mit anderen deren Leid tragen. Selig sind, die da Leid tragen. Denn sie werden getröstet werden. Es steht nicht geschrieben, selig sind die da Leiden, sondern selig die da Leid tragen Wer sich folglich um seine Mitmenschen kümmert und für andere da ist, der wird von Jesus lobend erwähnt. Diese Wenigen tragen einen Teil einer Säule seines Reiches. In Wahrheit kann man die gesamten Seligpreisungen als Beschreibung seiner Politiker betrachten. So soll sein Führungspersonal ausschauen. Wenn die Gesellschaft auf solchen Menschen aufgebaut wäre, so hätten wir ein Miteinander anstatt eines Gegeneinanders. Und noch einen positiven Punkt erwähnt Jesus: Wenn wir uns selbst für den anderen einsetzen, so werden wir Freunde finden, die, sollte es uns selbst einmal schlecht gehen, uns selbst wieder trösten. Wir sind folglich in der Folge nicht mehr alleine.
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Das meine ich, wenn ich sage: Lebt ein Miteinander anstatt eines Gegeneinanders. Zum Wiederholen: 1.) Selig die mit anderen teilen 2.) Selig die mit anderen deren Leid tragen. Der typische Sozialarbeiter oder Politiker (Volksvertreter) eben.

Selig sind die Sanftmütigen
Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Erklärung oder Widerspruch. Wie sollten Pazifisten, die ganze Welt erobern? Ich glaube, dass es auch nicht um die Eroberung der ganzen Welt geht, wenn Jesus davon spricht, dass Sanftmütige das Erdreich besitzen sollen. Vielmehr scheint es ihm darum zu gehen, dass weltweit ein Gedanke siegen soll. Es ist der Gedanke, dass der Mensch miteinander anstatt gegeneinander leben soll. Diese Tatsache aber macht in der Folge Grenzen vollkommen überflüssig. Ich habe einmal gesagt, dass Grenzen sinnlose Striche sind, die Menschen auf die Landkarte gezeichnet haben, um besser streiten zu können. Und wirklich handelt es sich, wenn man die Geschichte genau betrachtet um einen der zwei häufigsten Kriegsgründe. Der eine Grund ist die falsch verstandene faschistische Einstellung, meine Religion ist die einzig wahre und die damit verbundene Einstellung, ich muss den anderen davon mit Gewalt überzeugen, der andere Grund Unser Volk hat zu wenig Land und wir müssen daher Land dazu gewinnen Dabei ist bis heute der Erdball zu achtzig Prozent unbewohnt. Beides also keine guten Gründe nicht sanftmütig zu sein.

Selig sind die Rechtfertigen
Selig sind die da hungert und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden Hier spricht Jesus über das Empfinden, dass einem jeden Menschen das widerfahren soll, was er dem anderen zumutet.
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Eine Erklärung für das Miteinander. Leidet der eine Hunger und der andere lebt in Überfluss, obwohl in Wahrheit für beide mehr als genug zu essen da wäre, so widerspricht dies der Gerechtigkeit. Sagt einer über den anderen etwas trotz besseren Wissens, das dem Anderen zum Nachteil gereicht, so widerspricht dies der Gerechtigkeit. In der allgemeinen Gerechtigkeit geht es einem jeden Menschen gut und dies ist nur möglich, weil ein jeder auf seinen anderen schaut. Die Menschenrechte sprechen von der Gleichheit der Menschen, ganz egal der Hautfarbe, Rasse, Geschlecht, Herkunft etc. Stelle ich also, ohne einen Grund die Gleichwertigkeit des anderen in Frage, so widerspricht auch dieses der Gerechtigkeit. Wirklich gerecht ist derjenige, der das Handeln von Menschen unabhängig der Andersartigkeit, rein also aus den Geschehensabläufen und Handlungsweisen beurteilen kann. Dies bedeutet zwar nicht, dass es nicht Tendenzen in Völkern gibt, die einfach daraus beruhen, dass dieses Volk über Jahrhunderte hinweg schlecht behandelt wurde. Bevor Du aber beurteilst, bitte nicht verurteilst, frage Dich, wieso der Andere so handelt. Dann ist der Gerechtigkeit genüge getan.

Selig sind die Barmherzigen
Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen Klar ist nicht alles was in der Geschichte Menschen passiert ist, wirklich dafür förderlich, dass sich die Menschen gegenseitig vertrauen. Klar ist vieles was in der Geschichte passiert ist, ein schweres Verbrechen an der Menschheit. In Amerika wurde die Urbevölkerung einfach aus dem Grund heraus, dass westliche Zuwanderer Land für sich beanspruchten, niedergemetzelt. In Israel erfolgt durch die Siedlungspolitik heute genau dasselbe. Dabei, so hat mir Uri Avnery, selbst Gneset Abgeordneter und später Friedensnobelpreisträger in einem Interview für das FORVM Magazin Wien einmal bestätigt, hätten die Juden und die Palästinenser miteinander überhaupt kein Problem.

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Dennoch würde ich mich als Mensch niemals erdreisten über das Handeln so manches Zionisten oder Auswanderers zu urteilen. Viele von ihnen waren in den eigenen Ländern zuvor verfolgt oder gar vom Tod bedroht. Viele von ihnen sahen für ihre Handlungsweisen vielleicht gar keine andere Chance. Und viele waren in ihrem Leben einfach falsch erzogen worden und litten unter psychischen Schäden. Klar müssen diese Probleme behoben werden. Sollten wir aber in der selben Härte gegen diese Menschen vorgehen, in welcher diese gehandelt haben, oder, so wie dies auch geschieht eine Verfolgung bis in das dritte Glied, folglich gegenüber Menschen fordern, die unbeteiligt waren, so sind wir doch nicht besser, als diese die so handelten. Das meint Jesus, wenn er von Barmherzigkeit spricht.

Selig sind die reinen Herzens sind
Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen So sollte ein jeder Mensch zuerst auf das eigene Handeln schauen, bevor er einen Stein gegen das Handeln eines anderen Menschen wirft. Faschismen, zum Beispiel, sind sicherlich grauenhaft. Und Menschen zu hassen, weil sie anders sind, ist sicherlich falsch. Was hilft es aber, wenn ich Menschen aus Gründen eines anderen Weltverständnisses, eines anderen Glaubens, oder einer anderen Überzeugung für weniger Wert erachte, als mich selbst. Ist der Faschismus, denn Sozialisten gegenüber nationalen Kräften aufbringen, wirklich besser, als der Faschismus, den Nationale früher gegenüber Juden aufbrachten. Ist es wirklich richtig zu sagen, jemand anderer hat ja noch viel schlechter gehandelt als ich selbst. Sage ich damit nicht indirekt, dass auch ich falsch handle? Das sollten wir überlegen, bevor wir den ersten Stein werfen.

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Selig sind die Friedfertigen
Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen Dieser sicherlich bedeutungsvolle Satz hat eine doppelte Bedeutung. Nicht nur, dass es notwendig ist, sich selbst nach Möglichkeit auf keinen Streit ein zu lassen, was übrigens bei der heutigen Art des Denkens des Menschen, davon überzeugt zu sein, selbst recht zu haben, fast unmöglich ist, sondern vielmehr die Aufgabe, auch dort ein zu greifen, wo ich Streitpotential sehe um die Schärfe der Meinungsdifferenzen durch das Einbringen einer Drittmeinung zu mildern, zeichnet den Friedfertigen aus. Ein politisch human denkender Mensch sollte auch ein Friedensbringer sein, alte und immer wieder neu entstehende Gräben helfen, zu schließen.

Selig sind die um der Gerechtigkeit Willen verfolgt werden
Selig sind, die um der Gerechtigkeitswillen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr Eine jede Kraft, die ich im Zeichen der Menschlichkeit setze bewirkt auch eine Gegenkraft. Gibt es doch Menschen, die davon leben, besser zu sein als alle Anderen. Komisch, dass ein jeder von ihnen einen anderen Grund findet, warum er besser ist, als der Andere. So wird auch derjenige, der sich für den Menschen einsetzt, für manchen zum persönlichen Feindbild. Derjenige, der sich für die anderen einsetzt und der Welt erklärt, dass der Mensch zwar verschieden (nicht gleich oder gleichgemacht) aber liebensund lebenswert ist, ist für meine Anschauung besser zu sein, als der Andere nicht akzeptabel. Sonst müsste ich mir eingestehen: ICH HABE EINFACH FALSCH GEHANDELT. Das Ergebnis ist Verfolgung, manchmal, wie man bei Jesus selbst sieht, hin bis zum Tod. Manchmal muss ich mich sogar gegen die eigene Gruppe stellen, damit diese lernen kann. Um folglich Gerecht zu leben, braucht es folglich Zivilcourage. Und das meint Jesus, wenn er sagt: Ein schmaler Pfad führt zum Himmelreich.
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VOM SCHMÄHEN UND VERFOLGEN
Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind. Wer in dieser Gerechtigkeit Politik macht, der wird von manchem Menschen vielleicht verlacht, verspottet oder sogar verleumdet werden, er wird aber auch erfahren, dass viele mehr, die Werke die man tut lieben. Die Dunkelheit ist stark und nur wenige haben die Kraft, sich für den Menschen idealistisch und in Toleranz gegenüber seinen Feinden ein zu setzen. Sein eigenes Ich ein Stück zu verleugnen, um Platz für das Gegenüber zu schaffen. Glücklich aber der Mensch, der dies versteht, ist er doch die Kraft Gottes.

DAS SALZ DER ERDE
Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als das man es wegschüttet und lässt von den Leuten zertreten. In weiterer Folge ermahnt Jesus, dass man von seinen ersten Werken nicht ablassen soll. Hat man sich einmal für den Weg entschieden, für diese Welt, Salz oder Licht zu sein, so wird man viele, viele Gegner haben, die lieber in der Finsternis wandeln. Dennoch meint Jesus, dass ihr das Licht und das Salz seid, oder wie er an einer anderen Stelle sagt: "Ich bin der Weg, das Licht und die Wahrheit" wer "Ohren hat der höre" nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Jesus gibt zu bedenken, dass wenn nicht gerade Ihr, die Ihr diese Zeilen lest und in Eurem Herzen versteht, dieses Salz verkörpert, die Welt ohne Salz wäre.

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Ihr selbst aber, wenn ihr diesen Kampf nicht aufnehmt, zu nichts zu gebrauchen seid und man es wegschüttet und von den Leuten zertreten lässt. SEID IHR DAS SALZ DER ERDE?

DAS LICHT DER WELT
Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf den Bergen liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. So ihr aber diesen Weg folgt, so werdet ihr Politiker sein, deren Licht auf der ganzen Welt leuchtet. Welches die Menschen sehen auf Podeste erheben und loben. Die von den Menschen geachtet, respektiert und geliebt werden werden. Die Liebe, die ihr den Menschen schenkt, wird zu euch zurückkehren. Und sie wird nicht verglühen, sondern in eurem Herzen wachsen. Ich freue mich immer wieder, wenn ich einem Menschen helfen habe können und es glänzen seine Augen vor Freude. Dann glänzen meine Augen auch und ich weiß, Gott hat mir geholfen, etwas Gutes zu tun. Ich liebe es, wenn mich die Menschen lieben. BRAUCHT DEN NICHT EIN JEDER MENSCH LIEBE?

ÜBER DAS GESETZ
Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, dass Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe oder Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht.

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Wer nun eines von den kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so,der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. Wer nun aber Gesetze schafft, der soll daran denken, das Gott dereinst Grundgesetze geschaffen hat. Die zehn Gebote des Mose sollen die Grundlage des Lebens miteinander sein. Sie dienen als Richtlinie, können aber in Wirklichkeit durch die zwei wichtigsten Gebote erklärt werden. Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst und Liebe Gott den Herrn der alles gemacht hat, für die heutige Zeit: Liebe alle Menschen und schütze die Natur als Deinen persönlichen Lebensraum. Die zehn Gebote 1. Gebot Ich bin der Herr Dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, du sollst keine anderen Götter haben neben mir Gott ist die Liebe. Und von der Liebe solltest Du Dich leiten lassen. Nicht vom Gott Mammon, dem reinen Streben nach Geld. Denn wenn Du Geld suchst, so wird Dich das Geld vernichten. Suchst Du aber die Liebe, so kommt das Geld von allein. 2. Gebot Du sollst den Feiertag heiligen So ist es nicht notwendig, dass Du sieben Tage in der Woche nach dem Geld strebst und arbeitest. An sechs Tagen schuf Gott die Welt. Am siebenten Tag aber ruhte er. Möchtest Du strebsamer sein als Gott? Verwechsle dies aber nicht mit: Ich brauche nur in Wahlzeiten zu arbeiten. Ein offenes Ohr sollte auch der siebente Tag behalten. 3. Gebot Du sollst dir kein Bildnis machen. Das heißt nicht, dass Du nicht malen, photographieren oder zeichnen sollst, sondern Du sollst nicht vorverurteilen. Mache ich mir nämlich ein Bild von etwas ohne es geprüft zu haben, so werde ich in Wahrheit nichts Neues erfahren können. Mein Horizont ist somit eingeschränkt. Gehe mit offenen Augen durch die Welt und lerne täglich. 4. Gebot Du sollst nicht stehlen Strebe nicht nach Geld, Habe oder Reichtum, sondern suche Deine Macht darinnen, für Menschen da zu sein und ihnen die Türen zum Reich Gottes zu zeigen. Dann ist Dein Reichtum ewig, und Du brauchst nicht stehlen. Das Geld eines Landes ist beschränkt und nur in einer gewissen Menge
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gedruckt, sonst entsteht Inflation, das Geld verliert an Wert, das Miteinander aber ist unendlich. 5. Gebot Du sollst Vater und Mutter ehren Eine manchmal nicht ganz einfache Aufgabe. Sind mein Vater, sind meine Mutter wirklich ehrbare Menschen? Vergiss aber nie, dass die Generation vor Dir diejenige ist, die die Welt so gestaltet hat, dass wir daran arbeiten können. 6. Gebot Du sollst nicht ehebrechen So mancher Politiker scheiterte schon daran, dass er vergaß, wo seine Familie wohnt, wer seine Frau und wer seine Kinder sind. Präsidenten, Bundeskanzler und Minister waren davon betroffen. Nimm Dir Zeit für deine Familie, damit diese Dich nicht in das Fegefeuer wirft. 7. Gebot Du sollst nicht lügen Lügt nicht ein jeder Politiker, wirst Du vielleicht fragen und in der Regel hast Du mit diesem Vorwurf auch Recht. Was meinst Du wie überrascht die Welt über Politiker ist, die nicht lügen? 8. Gebot Du sollst nicht falsch Zeugnis sprechen, wider deines Nächsten Das tägliche Handwerk der Politik: Die Verleumdung. Würden sämtliche Verleumdungen der Welt zu treffen, so wäre ein Parlament nur noch mit Gittern aus zu statten und die Menschen dort nie mehr zu entlassen (Gefängnisstrafe lebenslänglich). Gott sei Dank aber, bestehen viele Informationen, die Zeitungen übergeben werden nur Gerüchten, Verleumdungen und Rufmord. Ein guter Politiker hat dieses nicht notwendig. 9. u. 10. Gebot Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Hof und alles was sein ist. Die Blumen in Nachbars Garten sind immer schöner als meine eigenen. Darum hat es sich eingebürgert, ursprünglich einmal gegen alle Gedanken der anderen zu sein, um sie ein halbes Jahr später als eigene zu verkaufen. DENKE SELBST UND BLEIBE DEINER LINIE TREU. So sollten die Gesetze des Politikers gelesen sein um gute Gesetze zu schaffen.

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DU SOLLST NICHT TÖTEN
Ihr habt gehört, das zu den Alten gesagt ist: "DU SOLLST NICHT TÖTEN", wer aber tötet der soll des Gerichtes schuldig sein Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichtes schuldig. wer aber seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz! der ist des hohen Rates schuldig Wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig Darum: wenn du deine Gabe auf den Altar opferst und dort kommt dir in den Sinn, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass dort vor dem Altar deine Gabe und geh zuerst hin und versöhne dich mit deinem Bruder und dann komm und opfere deine Gabe. Vertrage dich mit deinem Gegner sogleich, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit dich der Gegner nicht dem Richter überantwortet und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen werdest. Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast. Streitet mit euren Brüdern und Schwestern nicht, sondern versucht friedliche Wege zu finden. Betrachtet auch Politiker von anderen Parteien als Eure Brüder und Schwestern und redet mit ihnen. Nicht das Gericht sei euer Richtwerk, sondern die Akzeptanz und Toleranz, dass Menschen einfach nicht fehlerfrei sind. Die Fehler aber die gemacht wurden, sprecht offen an, damit der Andere daraus lernen kann. Nicht mit bösen Worten oder Schimpf oder Hohn, sondern sachlich, wie ein Vater, der seinem Sohn etwas erklärt. So wird der andere hören und es wird sich etwas verändern. Alles andere wäre wiederum ein Fehler. Und: Meidet das Gericht, damit ihr nicht gerichtet werdet, so wird euch das Volk lieben. Menschlichkeit und Güte waren schon immer ein Punkt für Bewunderung.

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DU SOLLST NICHT EHEBRECHEN
Ihr habt gehört, dass gesagt ist: "Du sollst nicht ehebrechen". Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. Wenn dich aber dein rechtes Auge zum Abfall verführt, so reiß es aus und wirf es von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. Wenn dich deine rechte Hand zum Abfall verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fährt. Es ist auch gesagt: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, der macht, dass sie die Ehe bricht; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe. Ein häufig gezeigtes Grundübel. Politiker sind mächtig. Und mächtige Menschen sind für Frauen erotisch. So verführen dich hübsche Frauen im Parlament, den Clubs, bei Wahlkampfveranstaltungen, etc. Das Grapschen im Parlament ist weltbekannt. Dazu kommt, dass Du aus Gründen des Einsatzes für den Menschen oft für Frau und Familie nur wenig Zeit erübrigen kannst. Weite Wahlkampfreisen etc. führen Dich von zu Hause fort. Manchmal arbeitest Du bis zu 17 Stunden am Tag. Sei aber immer gedenk: DU SOLLTEST DEM VOLK EIN VORBILD SEIN

KEINEN FALSCHEN EID SCHWÖREN
Ihr habt weiter gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst keinen falschen Eid schwören und sollt dem Herrn deinen Eid halten. Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron; noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seine Füße; noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs.

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Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schwören; denn du vermagst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz zu machen. Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel. Auch wenn es im Politiker Alltag nicht möglich ist, auf Schwüre ganz zu verzichten, immerhin muss man bei einer Angelobung auf die Verfassung schwören etc. so erscheint es doch sinnvoll über Schwüre nach zu denken. Wie oft ist eine eidesstattliche Erklärung nur Mittel zum Zweck, ohne das der Inhalt wirklich berücksichtigt wird. Wie oft schwört ein Politiker im Parlament ohne schlechtes Gewissen auf die Unwahrheit, nur um sich von Vorwürfen frei zu kaufen. Die Wahrheit ist: WENN WIR NICHT LÜGEN (DEINE REDE SEI JA JA, ODER NEIN NEIN) SO IST EIN JEDER SCHWUR ÜBERFLÜSSIG. Und die Menschen sehen, dass Du zu Deinen Worten und Taten stehst.

WER BITTET DEM WIRD GEGEBEN
Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei. Gib dem der dich bittet und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will. Bewegst Du Dich auf dem Boden der Politik, so gibt es immer wieder Menschen, die etwas von Dir brauchen. Schlechtes Gewissen und Unsicherheit treiben diese Menschen manchmal zu den abstrusesten Wegen um auf sich aufmerksam zu machen. Vielleicht flattert Dir eine nicht verständliche Strafanzeige ins Haus. Oder ein Zeitungsbericht eines Journalisten erbost Dich. Oder jemand versucht Dich zu erpressen. Oder ein Bittsteller kommt in Dein Büro. Weis ihn nicht ab, denn alles das sind Formen der Bitte um Hilfe an Dich.

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LIEBT AUCH EURE FEINDE
Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deine Feinde hassen Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? Und wenn ihr zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht das selbe auch die Heiden? Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. Das sagt Jesus nicht deshalb, weil er der Meinung ist, daß wir uns körperlich oder seelisch selbst zerstören sollen, sondern er kennt die Ängste und Zweifel die an manchem nagen, wenn er einem Anderen vertrauen soll. Schlechte Erfahrungen und vergebliche Versuche des Miteinanders haben oft zu einem generellen Hass und einen Mangel an Liebesfähigkeit geführt. Wenn wir nun diesen Hass erwidern, so sieht der andere seine Zweifel bestätigt. Echte Politiker sollten folglich dem Anderen der uns anzweifelt mit der selben Liebe begegnen, wie unseren nächsten Bruder. LIEBT, DAMIT IHR GELIEBT WERDET.

GLAUBT IM VERBORGENEN
Habt acht auf eure Frömmigkeit, dass ihr die nicht übt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden, ihr habt sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Habt acht ihr Gläubigen und Kerzenschlecker, dass ihr Euren Glauben nicht nach Außen, sondern vielmehr nach innen lebt. Nicht wer hunderte Male in die Kirchen rennt um dort in der ersten Reihe zu stehen, ist ein Mann der im Sinne Gottes wandelt, sondern derjenige der im Stillen seinen Willen tut.

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Der Mann oder die Frau, die nie im Leben in die Kirche geht, aber dafür Beiträge für das Miteinander anstatt dem Gegeneinander leistet, gefällt Gott hundert mal mehr, als ein frommer Kirchgeher. Kirchen sind Parteien, in welche bereits Kinder eingeschrieben werden und die politisch gesehen, doch nie für ein politisches Amt kandidieren werden. Ein Zwangsmitgliedsbeitrag, genannt Kirchensteuer, erhält große pompöse Apparate. Es fragt sich, ob dieses Geld für die Hilfe am Nächsten nicht besser angelegt wäre. Wir empfehlen: LEBT EUREN GLAUBEN UND VERWECHSELT IHN NICHT MIT DEM GLAUBEN AN DIE KIRCHE:

ÜBER DAS ALMOSEN GEBEN
Wenn du nun Almosen gibst, sollst du es nicht vor dir ausposaunen lassen, wie es die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, ich sage euch: sie haben ihren Lohn schon erhalten. Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, damit dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird es dir vergelten Das geben im Verborgenen bedeutet nicht, dass Hilfsleistungen an den Dritten nicht werbemäßig abgeschrieben werden dürfen. Falsch wird es dann, wenn ich mich hin stelle und auf die Armut anderer hinweise, um zeigen zu können, wie gut ich bin und das ich helfe. Überlege Dir, dass der Mensch, dem Du geholfen hast, ebenfalls einen Stolz besitzt und versucht einen guten Ruf zu behalten. Er befindet sich nur in Selbstverschuldeter oder auch nicht selbstverschuldeter Not. Mach ihn also nicht klein vor den Menschen, sondern hilf ihm, seinen Stolz zu bewahren.

ÜBER DAS BETEN
Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gerne in den Synagogen und an Straßenecken stehen und beten, damit sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben den Lohn schon erhalten.
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Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. Und wenn ihr betet, so sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr bittet. Es ist nicht notwendig, dass alle Menschen es sehen, dass ihr betet, sondern betet in der Ruhe in Euren vier Wänden. Wer in der Öffentlichkeit betet, der erhält den Lohn von den Menschen, die ihn dabei sehen. Die im Stillen beten erhalten ihren Lohn von Gott. Betet nicht wie die Katholiken hundert mal ihre Stundengebete (Rosenkranz), sondern betet direkt um das was ihr braucht. Dann kann euch Gott helfen. Oder legst DU zuhause, immer und immer die selbe Schalplatte oder CD auf? Betrachtet Gott wie einen von uns, dann wird er Euer Gebet erhören.

ÜBER DIE GEISTESHALTUNG
Und dann zeigt Jesus uns in einem Gebet dem

VATER UNSER
wie wir es heute nennen, in welcher Geisteshaltung SEINE POLITIKER leben sollen. Unser Vater im Himmel! Gott befindet sich über uns um uns und in uns. Er befindet sich in einem jeden Menschen und wird in einer jeden Religion anders genannt. Auch die Astro Physik und die Chemie kennen Gott seid Stephen Hawkings und Isaac Newton. Der Gott des Christentums, des Judentums, des Islam etc. sind ein und der selbe. Auch der Atheist kennt Gott, weil er weiß, daß diese Welt aus Energie gemacht ist. Und Gott ist ein Geist und eine Energieform nicht ein Lebewesen. Er ist der Geist der Gemeinschaft und die Energie des Lebens. Dein Name werde geheiligt. Du sollst den Namen Gottes nicht unbedacht verwenden und in seinem Namen Dinge fordern, die dem Menschen nicht nutzen. So sind das warnen vor einem ungerechten Gott der uns strafen wird genauso sinnlos, wie der Hinweis auf einen liebenden Gott, der all deine Fehler wieder weg macht.
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Wir müssen unser Leben führen, im Vertrauen, dass es die Ursprungsenergie gibt, die unser Leben ermöglicht und den Weiterbestand der Erde sichern wird. Dein Reich komme. Hier auf dieser Welt entstehe das Reich Gottes. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Es soll ein Miteinander anstatt eines Gegeneinanders auf dieser Welt entstehen. Das bedeutet aber auch, dass wir selbst diese Welt erhalten müssen. Gott gab uns den Auftrag uns diese Erde zu Untertan zu machen. Das bedeutet nicht, dass wir sie verknechten sollen, sondern wie ein Gärtner erhalten sollen. Tue bei all dem was Du tust alles in der Überlegung, dass wir nur einen Erdball haben, den wir auf keinen Fall zerstören dürfen. Unser tägliches Brot gib uns heute. Niemand auf dieser Welt soll hungern müssen. Warum versteht der Mensch nicht, dass so viele Ausländer zu uns kommen, weil sie in ihren eigenen Ländern nicht überleben könnten. Nicht aber Geld kann die Hilfe sein, die das Land aus welchem die anderen Menschen kommen lebenswert macht, sondern vielmehr unsere Art des Denkens und die kostenlose Mithilfe (das gemeinsame Leben) in den anderen Staaten. Und vergib uns unsere Schuld, Und wenn wir Fehler machen, so wird man uns vergeben. Es ist nämlich so, dass kein Mensch vor Fehlern gefeit ist. Immer und immer wieder werden uns Dinge passieren, die wir selber nicht für gut halten. Dann macht es keinen Sinn wenn wir Monate über diese Fehler reden, man muss nur gemeinsam überlegen, wie man diese Fehler wieder korrigiert. wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Wie auch wir gerne denen vergeben, die gegen uns Fehler begangen haben. Erwarten wir nämlich, dass andere über unsere Fehler hinweg sehen, so können nicht wir letztendlich anderen ihre Schwächen nachtragen. Jeder Mensch hat das Recht zu lernen. Und führe uns nicht in Versuchung, Und lass uns möglichst wenig Probleme haben (Warum eigentlich? An Problemen können wir wachsen.) Sondern erlöse uns von dem Bösen. Aha. Probleme die Menschen in ihrer Bosheit ausgelöst haben. Eine Warnung davor, dass es auch Menschen gibt, die einfach nicht lernen wollen. Meidet diese Menschen, denn sie bringen nur Unfrieden. Denn dein ist das Reich Denn Gott will ein Weltfriedensreich auf dieser Welt errichten, in welchem
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ein jeder Mensch glücklich leben kann. Viele Versuche hierzu, dieses mit Gewalt auf zu bauen sind schon gescheitert. Lernen wir daraus und versuchen wir es diesmal damit, dem Menschen eine bessere Form des Denkens zu schenken. und die Kraft Und er schenkt uns für den Aufbau die Kraft. Dort wo zwei oder drei in seinem Namen zusammen sind, befindet sich Jesus Mitten unter uns. und die Herrlichkeit Und den Respekt der Menschen die sehen, dass wir Menschen des Friedens und des Miteinanders sind. in Ewigkeit. Für immer. Amen. Gott also möchte, dass sein Reich hier entsteht, ein Weltfriedensreich, in welchem die Menschen Miteinander und nicht gegeneinander leben und welches niemals mehr endet. Keine Grenzen, aber klar abgesteckte Gebiete für ein jedes Volk. Mit Lebensraum auch für Zigeuner, die dringend ein eigenes Land nahe Indien bedürfen. Du aber bist sein Stadthalter Du sollst dieses Weltfriedensreich regieren. Meinst Du nicht, daß dieses nur möglich ist, wenn Du dem Menschen vorzeigst, wie dieses Miteinander ausschaut. Botschafter Du sollst den Menschen von dem weltfriedensreich berichten und ihnen Aufgaben geben mit Dir an diesem Reich zu basteln. Lehrer Der beste Lehrer ist es der den Menschen es vorzeigt und Fehler zuläßt, in dem Wissen, dass man gemeinsam Fehler auch wieder korrigieren kann. Lebt in Toleranz. Trainer. Das heißt aber nicht, dass Du Deine Meinungen nicht offen nach Außen vertreten solltest. Sag es dem Menschen: Gemeinsames Leben macht Dich frei.

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WAS MACHT EINEN GUTEN POLITIKER AUS
1.) Seid nicht geldgierig, sondern setzt euer Geld für den Menschen ein. 2.) Nehmt Euch der Sorgen aller Mitmenschen an. 3.) Lernt den Gedanken des Miteinanders und die Toleranz zu anderen Meinungen. 4.) Urteilt nicht vorschnell, sondern laßt Euch zu jeder Handlung die Grundmotivation erklären. 5.) Übt keine Rache und sucht nicht die Gerechtigkeit hin bis ins dritte Glied. 6.) Schau zuerst auf deine eigenen Fehler, bevor Du den anderen korrigierst. 7.) Sei ein Friedensbringer, nicht ein Unruhestifter. 8.) Stehe zu deinen eigenen Fehlern und versuche nicht hierfür Andere verantwortlich zu machen. 9.) Verstehe, dass Toleranz sich nur dann entfalten kann, wenn für die Meinung eines jeden Menschen Platz geschaffen wird. 10.) Versuche jeden Tag die Welt ein Stück besser zu hinterlassen, als Du sie vorgefunden hast. Dann bist du das Licht, das Salz und die Wahrheit, die Art von Mensch, auf welchem Gott sein Weltfriedensreich errichten möchte. Ein König unter Königen. Ein Politiker des Herrn.

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GRUNDSATZERKLÄRUNG:

MUT ZUR BASISDEMOKRATIE

Daher fordern wir im Sinne unseres geistigen Vaters und Mitbegründers der Menschenrechte KARL MARX

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GRUNDSATZERKLÄRUNG: Mut zur Basisdemokratie Autor: Hans-Georg Peitl
Schon mehrfach haben sich die Templer in den letzten 700 Jahren hinter große Entscheidungen der Geschichte gestellt. Sie half mit als in der französischen Revolution der Schrei nach Freiheit groß wurde, aber auch als Napoleon ein Großfrankreich propagierte. Sie waren mit dabei als Stalin Russland revolutionierte, genauso wie in den Anfangstagen einer Deutschen Arbeiterpartei. Sie sind immer dann aktiv, wenn sich eine große Menge von Menschen in großer Not befinden. Ihre Ziele sind .) der Weltfrieden, .) das Recht auf Arbeit für alle (sprich: Vollbeschäftigung) und .) Basisdemokratrie. Auch heute befindet sich Europa wieder in Not und die TEMPLER bringen mit AKTION MENSCHENRECHTE FÜR ÖSTERREICH eine neue Partei zur Durchsetzung der Menschenrechte. In diesem Zusammenhang wurde ein Grundsatzpapier als Grundlage der Basisdemokratie erarbeitet. Die

GRUNDSATZERKLÄRUNG zur Basisdemokratie

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Das Weltfriedensreich
Jesus hat es uns versprochen, dass sein Reich mitten unter uns beginnt. Viele haben es bis heute versucht zu errichten. Die einen versuchten es mit Waffengewalt und scheiterten kläglich. (Adolf Hitler, Josef Stalin, Napoleon I., etc.) Die anderen versuchten es mit Geist und stießen auf Unverständnis (Jesus Christus, Freimaurer, etc.) Die Dritten versuchten es mit Kontrolle (Wirtschaftskontrolle der Illuminaten, etc.) Wir versuchen es mit Demokratie und Menschlichkeit. Die Grundbasis ist Toleranz und Menschlichkeit. Ob der Mensch es versteht, wissen wir nicht und dennoch erscheint es uns wertvoll, es zumindest nicht unversucht zu lassen.

Toleranz
Das Maßgebliche Grundproblem auf dieser Welt ist, dass der Mensch nicht versteht, dass ein Anderer etwas anders macht, sondern dass er daraus sofort schließt, dass der Andere es schlechter macht. Was ich tue, ist immer richtig. Man hat Versuche gestartet, Betonhäuser nach Afrika zu stellen. Wie konnte man nur so primitiv sein, Lehmhütten zu bauen. Es kam der Winter und es kam der Sommer. Die Lehmhütten, welche man schon seit Jahrhunderten in der gleichen Bauweise gebaut hatte, standen unversehrt dort, wie eh und je. Die Betonbauten hatten, durch die große Hitze und später plötzliche Abkühlung große Risse bekommen. Stillschweigend stand der Baumeister da. Hatte er wirklich richtig entschieden, als er die Afrikaner ausschließlich als Primitive gesehen hatte?

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Der Faschismus
Das teuflische am Faschismus ist oftmals nicht der Punkt, dass ein Mensch einen Anderen wegen seiner Hautfarbe, Religion, Herkunft, etc. als weniger wertvoll erachtet, sondern das Faschismen oft einfach schwer zu erkennen sind. Nun, wird man sagen, wir kennen doch die großen politischen Vertreter dieses Systems. .) Hitler .)Mussolini .) Stalin
In diesen Fällen kann man klar dafür (und das muss in einer Demokratie ebenso möglich sein) oder dagegen sein.

Es gibt aber viel subtilere Faschismen, wie: Feminismus Männer sind schlechtere Frauen. Sport Unser Mannschaft ist die einzige Richtige. Ausländerfeindlichkeit Die Ausländer sind schuld, dass ich keine Arbeit habe, nicht die Wirtschaftskrise Ausgrenzung Die Freiheitlichen sind Nazis, daher rede ich nicht mit Ihnen. Missachtung .) Dieser Mensch ist alt/krank/obdachlos und daher nichts wert. .) Arbeit ist für alle da. .) Obdachlose sollen arbeiten. .) Behinderte Kinder haben keine Lebensberechtigung. etc. Reich/Armgefälle Ich hab mir meinen Reichtum selbst verdient. Hätte sich der andere halt früher angestrengt. ??? Sehen auch Sie diese versteckten Faschismen ??? NUR DER ABBAU VON FASCHISMEN MACHT BASISDEMOKRATIE MÖGLICH
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Europa der hellsten Köpfe
Bedauerlich, dass sich manchmal auch die dümmsten Köpfe Europas aus reiner Eitelkeit das Ziel setzen, Bundeskanzler, Bundespräsident oder Minister zu werden. Es begründet die Vorherrschaft der Egomaniker. Wie schwer fällt es diesen Personen dann, wirkliche Experten zu Rat zu ziehen. (Würde ja auffallen, wenn ein Berater mehr weiß, als sein Minister) So werden Entscheidungen in Europa oft auf Halbinformationen und Unwissenheit getroffen und führen in weiterer Folge zu wirklichen Katastrophen. Noch schlimmer wird es dann, wenn einmal ein guter Vorschlag gemacht wird und er stammt nicht von der eigenen Partei. Da bekommt man sogleich Futterangst, als ob bei einer gut geführten Wirtschaft nicht für alle genug da wäre. Vielleicht einmal ein Punkt um darüber nachzudenken. NUR WER ZUHÖREN LERNT, TRIFFT WEISE ENTSCHEIDUNGEN. Machen Sie mit?

Was ist Österreich ?
Österreich ist eine Ansammlung von Völkern, welche sich in der Geschichte an der Donau und in den Alpen niedergelassen haben. Wie immer man Österreich auch betrachten will, so muss man zur Kenntnis nehmen, dass Österreich einfach kein Stammvolk hat. Ursprünglich befand sich im Gebiet des heutigen Staates nämlich Urwald. So zählten Hasen, Bären, Wölfe, Rehe etc. von Grund auf zur Stammbevölkerung. Später wanderten Germanen, Römer, Awaren oder Kelten zu. Österreich ist historisch folglich ein Zuwanderungsland. Daher erscheint eine Frage nach Deutschstämmigkeit, wie sie einst von der deutschen Wirtschaft gefordert wurde, oder Proteste darüber, dass wir heute einfach zu viele Zuwanderer haben, als vollkommen sinnlos. Auch der in Felix Austria immer wieder aufkeimende nationale Streit, wer hier leben darf, erscheint fragwürdig. ÖSTERREICH IST FÜR ALLE DA
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Unser Vorschlag:

Der Österreicher
Uns erscheint eine eigene Definition des Begriffes Österreicher als sinnvoll. Anstatt der Frage, wo ein Mensch geboren wurde, oder aus welchem Volk seine Urgrosseltern stammen, wäre die Frage, wo der Mensch seinen Hauptlebensinhalt sieht, die viel wesentlichere. Es kann nämlich nicht angehen, dass Menschen in Österreich leben, Österreich aber nur Negatives nachzusagen haben. Diese Menschen zerstören nämlich durch ihre Destruktivität eine aktive Zukunftsplanung. Gedanken wie Österreich ist zu klein, oder was soll aus Österreich schon Gutes kommen, haben wir doch viel zu viele Ausländer, bremsen eine geeignete Zukunftsentwicklung. Denke ich so, wäre es für mich wohl sinnvoller in einem Staat zu leben, der meinen Vorstellungen entspricht; im Übrigen, wären überall nur Völker, die mit ihrer Situation in ihrem eigenen Land zufrieden sind, so brächte das den Weltfrieden. Das heißt nicht, das ich mit allem was in meinem Land passiert, wirklich einverstanden sein muss. Gebe es keine gesunde Kritik, so würde ein Staat im Stillstand verharren und sich ebenfalls nie weiterentwickeln. Der gesunde Kritiker ist es, der die Entwicklung eines Staates ausmacht. Wer in Österreich Negatives sieht und sich eine Veränderung wünscht, der ist herzlich dazu eingeladen, an der Veränderung mitzuwirken. Egal ob er in Österreich geboren wurde oder erst später hier zu zog. Dies bedeutet aktives und passives Wahlrecht für alle, die ihren Lebensmittelpunkt in Österreich haben. Die Frage bleibt, woran ich erkenne, dass jemand seinen Lebensmittelpunkt in Österreich hat. Wir schlagen daher eine Einführung einer Grenze von 80% des Einkommens vor, die nachweislich auch wieder in Österreich ausgegeben ist. Wer seine Miete in Österreich zahlt, hier ein Eigentum erwirbt und hier auch lebt, wird diese Marke leicht erreichen. Sollte er diese Auflage nicht erfüllen wollen, so steht es ihm frei, ein Land zu wählen, in welchem er sich wohler fühlt. Österreich ist, soweit die Person Inhaber eines österreichischen Passes bei Rückgabe desselbigen, gerne dazu bereit, ihm dort beim Start zu helfen. EIN ÖSTERREICHER IST EIN MENSCH, DER SEINEN LEBENSMITTELPUNKT IN ÖSTERREICH SIEHT.

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Das Vereinte Europa
Ist für die AKTION MENSCHENRECHTE ein Lebensraum der verschiedensten Völker, die gleichwertig nebeneinander Leben sollen. Ein jedes Land ist in diesem Lebensraum verpflichtet, auf sein eigenes Staatsgebiet zu schauen, da nur ein Zusammenschluss von starken Staaten auch das Überleben dieses Wirtschaftsgroßraumes sichert. Eine eigene EU Erklärung, nicht aber eine Verfassung oder ein Grundlagenvertrag, die die Spielregeln der Staaten untereinander klärt, sowie eine gemeinsame Verteidigungspolitik sichern Europa gegen den Rest der Welt ab. Es soll dadurch aber kein Europa Staat entstehen. Da ein Vereintes Europa Staaten der verschiedensten religiösen Weltanschauungen miteinander verbindet, sollte in diesem Gebiet Religionsfreiheit bestehen. Es muss aber darauf geachtet werden, dass die Religionsausübung der einzelnen Glaubensrichtungen, nicht die Toleranz einer anderen Glaubensrichtung unmöglich macht. Intolerante religiöse Strömungen, die davon ausgehen die einzig selig machende Kraft zu sein, sollten aus Gründen des Toleranzgedankens verboten werden. So sind in der weiteren Folge auch Radikalismen, wie es in den letzten Jahren so manche Muslime Vereinigung gezeigt hat, leicht zu verhindern. Vorsicht: Nicht der gesamte Islam ist radikal. Die Hauptstadt Europas, sollte aus Gründen der zentralen Lage Wien sein, da die derzeitige Hauptstadt Brüssel für einen Kontrolle des Ostens (Bukarest, Sofia, etc.) wohl ungeeignet scheint. Europas Einheitssprache ist Deutsch, da die meisten Völker Europas, entstanden durch das österreichische Kaiserreich, diese Fremdsprache schon seit Jahrhunderten kennen. Als 1. Fremdsprache scheint sich Englisch an zu bieten, da viele Staaten diese Sprache in der Schule unterrichtet bekommen haben. Um den ehemaligen Osten nicht vor den Kopf zu stoßen, dort wurde in einzelnen Staaten weder Deutsch noch Englisch unterrichtet, ist Russisch als die 2. Fremdsprache zu definieren. Als Kultursprache sollte aber auch auf die Erhaltung der einzelnen Landessprachen geachtet werden. Gratis Deutsch-, Englisch- und Russischkurse sollen zur internationalen Verständigung beitragen.
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Der Staatsaufbau
Wir haben gesagt, dass wir ein Europa der hellsten Köpfe bevorzugen. Das bedeutet aber nicht, dass wir für die Abschaffung von Ministerien sind. Sie sollten nur anders definiert sein. Die Funktion eines Ministeriums sollte die Aufbereitung und die Beschlussfassung diverser Fachfragen sein. Was macht es für einen Sinn, wenn in einem Parlament, noch dazu unter Clubzwang, Menschen Entscheidungen mit tragen, zu Themen, von denen sie in Wahrheit nichts verstehen. Die Anzahl der Ministerien könnte aus Kostengründen dezimiert werden. So würden für uns folgende Ministerien als vollkommen ausreichend erscheinen: .) Finanzministerium Ministerium für finanzielle Entscheidungen, die so genannte Buchhaltung der Republik, sollte auch in Zukunft für die Berechnung des Budgets verantwortlich sein. Weiters würde diesem Amt die Abrechnung der Leistungsstunden von Ministern und Beratern obliegen. Vorstand des Ministeriums wäre ein vom Volk frei wählbarer Finanzminister, der wiederum Mitarbeiter zu Fachausschüssen mit den notwendigen Aufgaben betrauen würde. Bezahlt wird, wie wir später in Grundssatzerklärung festhalten nach Leistungsstunden. .) Wirtschaftsministerium Ministerium für wirtschaftliche Entscheidungen, das Amt für die Wirtschaftsentwicklung und Planung von Vollbeschäftigung in Österreich. Von hier aus erfolgt die Planung von Finalproduktion, und Überprüfung von auswertbaren Patenten, sowie die Entscheidung für Förderungen von Klein- und Mittelunternehmen zum Zwecke der Patentauswertung. Weiters entscheidet dieses Ministerium über die Frage der Logistik und den Transport, sowie den Verkehr auf Österreichs Strassen, Bahnlinien und den Flugverkehr. Vorstand des Ministeriums wäre ein vom Volk frei wählbarer Wirtschaftsminister, die wiederum Mitarbeiter mit notwendigen Aufgaben betrauen würde.
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Bezahlt wird, wie wir später in dieser Grundsatzerklärung festhalten nach Leistungsstunden. .) Sozialministerium Ministerium für soziale Entscheidungen, das Amt für die Sozialentwicklung und Planung von Sozialprojekten für Österreich. Hier erfolgt die Überprüfung von Sozialprojekten, Dokumentation von kirchlichen Sozialprojekten sowie die Überprüfung von Härtefällen. Vorstand des Ministeriums wäre ein vom Volk frei wählbarer Sozialminister, die wiederum Mitarbeiter mit notwendigen Aufgaben betrauen würde. Bezahlt wird, wie wir später in dieser Grundsatzerklärung festhalten nach Leistungsstunden. .) Sicherheitsministerium Ministerium für den Staatsschutz, das Amt für die Sicherung und Bewahrung Österreichs. In diesem Bereich fallen die Informationen der Polizei, der Informationsarbeit , des Grenzschutzes, sowie der Ausgabenkontrolle zusammen. Außerdem übernimmt dieses Amt die Aufgaben der internationalen Kontakte im Bereich Sicherheit. Vorstand des Ministeriums wäre ein vom Volk frei wählbarer Sicherheitsminister, die wiederum Mitarbeiter mit notwendigen Aufgaben betrauen würde. Bezahlt wird, wie wir später in dieser Grundsatzerklärung festhalten nach Leistungsstunden.

.) Bildungsministerium Ministerium für die Bildung, das Amt für Kultur, Unterricht und Kunst in Österreich. In diesen Bereich fällt sowohl das Schulsystem als auch die Kunst- und Kulturförderung, die Kontrolle über kostenlose Sprachkurse und die Bewahrung der österreichisch-deutschen Kultur. Außerdem übernimmt dieses Amt die Angelegenheiten in Fragen Religion.

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Vorstand des Ministeriums wäre ein vom Volk frei wählbarer Bildungsminister, die wiederum Mitarbeiter mit notwendigen Aufgaben betrauen würde. Bezahlt wird, wie wir später in dieser Grundsatzerklärung festhalten nach Leistungsstunden. Aus Repräsentationsgründen erachten wir noch ein Bundeskanzleramt und eine Präsidentschaftskanzlei für notwendig, deren Aufgaben ausschließlich in den Bereich von Staatsbesuchen fallen. Bezahlt wird, wie wir später in dieser Grundsatzerklärung festhalten nach Leistungsstunden.

Wahlen
Es erscheint uns immer wieder fragwürdig, warum man bei Wahlen eine Partei und nicht direkt den Minister wählt. So kennt das Volk vor der Wahl niemals die Anschauungen ihres Repräsentanten. Möchte man dem Volk wirklich ein Recht auf Mitsprache ermöglichen, so sollten Wahlen in Zukunft auf Landesebene und Bundesebene so ausschauen: Jede Wahl werbende Partei hat das Recht, drei Kandidaten pro Amt (Sprich pro Ministerposition oder Landesregierung, wobei die Landesregierung eine eins zu eins Spiegelung der Bundesregierung verkörpern sollte) vorzuschlagen und dem Volk im Wahlkampf zu erklären, warum man gerade diese Menschen für dieses Amt nominiert hat. Das Volk wählt dann Partei unabhängig den Mann/Frau, welche ihm/ihr für die vorgeschlagene Position am Besten erscheint. So würde es erreicht werden, dass in den einzelnen Positionen Fachkräfte sitzen. Leistungsgerechte Bezahlung Warum ein Minister ein fixes Gehalt beziehen soll, egal ob er eine Leistung erbracht hat oder nicht, erscheint uns fragwürdig. Auch in der privaten Wirtschaft gilt die Anzahl der erbrachten Leistungsstunden. Es geht nämlich nicht an, dass ein Ministeramt, so wie heute oftmals getätigt, rein als Repräsentationsamt und nicht als Arbeitsauftrag empfunden wird.
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Daher sind wir für die Schaffung eines gerechten Leistungsschemas, welches in Produktivstunden (dies sind Stunden, in welchen wirklich Entscheidungsfindungen erfolgten) und Aktiv Stunden (dies sind Stunden, in welchen ein Minister zwar tätig, nicht aber Entscheidung findend tätig war) unterscheidet. Die Frage für die Bezahlung: WAS WURDE WIRKLICH GELEISTET Je nach der entsprechenden Leistung und der Aktivität bekäme der Volksvertreter in der Folge viel oder wenig bezahlt. Kontrolle der Tätigkeitsberichte und Gehaltsauszahlung obliegt dem Finanzministerium und der Kontrolle des Rechnungshofes. Unser Parlamentsverständnis Es erscheint fragwürdig, ob ein jeder Abgeordnete wirklich von einem jeden zu diesem Zeitpunkt zu beschließenden Thema etwas versteht. Durch das Unverständnis erfolgt in der Folge aber oft der Clubzwang. Daher erscheint uns die Verlagerung von Entscheidungen in die Ministerien und ein Parlament als Beratungsraum der Parteien als deutlich sinnvoller. Hier sollen freie Veranstaltungen zu Themen stattfinden, die in der nächsten Zeit beschlossen werden sollen. Ein jeder Mensch, der der Meinung ist, zu einem gewissen Thema etwas beitragen zu können, soll hier angehört werden. Ebenfalls soll die Möglichkeit geschaffen werden, durch Petitionen zwingend Themen auf die Tagesordnung bringen zu können. Ein Team von 183 Spezialisten, die von dem Minister einberufen werden, der das Thema eingebracht hat, hört sich die Sprecher an. In der Folge werden die wichtigsten eingebrachten Punkte noch einmal besprochen und zur Grundlage der Entscheidungsfindung herangezogen. So könnte der alte Wunschtraum einer Basisdemokratie endlich Realität werden. Die Bezahlung der Parlamentsarbeit würde über die Anzahl der abgeleisteten Stunden erfolgen.
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Ministerien
Das Ministerium sollte ein Raum der Verhandlung sein. Es gibt keine fixen Positionen, sondern ausschließlich Fachgruppen die sich zur Entscheidungsfindung zu einem Thema zusammenfinden. Wer dieser Fachgruppe angehört, entscheidet der Minister, es dürfen aber maximal 183 Mitglieder sein, da die zwingend vorgeschriebene Volksanhörung im Parlament nicht mehr Sitze fast. Die erarbeitete Fachstudie und ihre Entscheidung wird aus Gründen des Einspruchs der Europakommission vorgelegt, sodass keine Entscheidungen getroffen werden, die ein Europa der Völker gefährden. Die Bezahlung der Mitarbeiter des Ministeriums würde wieder auf der Anzahl der Stunden erfolgen.

Geheimdienst
Der kalte Krieg hat uns gelehrt, dass Geheimdienste Gespräche auf Jahre hinaus lahm legen können. Erst die Bilderbergerkonferenz 1947 öffnete den Friedensverhandlungen von Ost und West die Türe. Wir beantragen daher die Auflösung der Geheimdienste und die Zuordnung der dort amtierenden Beamten zum Ressort Österreicher Kontrolle. Damit der Staat aber dennoch stabil bleibt, sollte eine Informationsstelle Öffentlichkeit eingerichtet werden (gleich dem Pentagon) und dem einzelnen Bürger die Meldepflicht für Ereignisse und Beobachtungen auferlegt werden. Staatsprobleme beginnen normalerweise im Bekanntenkreis. Sozialpolitik ist Staatsangelegenheit Man hat uns oft gesagt, dass die Sozialarbeit Sache des Staates wäre. Dieser Meinung sind auch wir. Daher wollen wir das Sozialministerium als Zentralstelle aller Sozialprojekte fungierend sehen. D.h. Ein Sozialprojekt soll vor der Durchführung dem Ministerium vorgelegt und auf Erfolgsaussichten überprüft werden. Erscheint das Projekt als machbar, erhält der Einreicher die Bewilligung, sowie die Finanzierung für die Durchführung. Ausgenommen wären Sozialprojekte die aus Glaubensgründen durchgeführt werden. Diese benötigen keiner Bewilligung.

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Verteidigungspolitik
Europa entwickelt sich immer mehr zu einem eigenen Staatsgebilde mit einer eigenen Verteidigungspolitik. Die vorherrschende Rolle in diesem Bereich übernimmt schon seid einigen Jahren die NATO. Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass Österreich laut Verfassung mit Deutschland kein militärisches Bündnis haben darf um die Neutralität nicht zu verlieren. Daher erscheint uns die Umwandlung unseres Bundesheeres zu einer Einheit für den Katastropheneinsatz bei gleichzeitigen Abschluss eines Schutzvertrages mit der NATO als sinnvollste Alternative. Den Bereich Grenzkontrolle könnte man in der Folge in das Sicherheitsministerium eingliedern.

Neue Heimat
Wir haben versprochen, dass wir uns auch um die Menschen kümmern wollen, die unser Land angesichts des veränderten Systems verlassen. Das Projekt neue Heimat eingegliedert in das Sozialministerium soll sich mit dem Auffinden von Arbeits- und Wohnmöglichkeiten für die Auswanderer beschäftigen. Niemand soll sagen können, wir hätten ihn im Stich gelassen.

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Nachwort: Ein Welt des Friedens
Noch immer versuchen Illuminaten, den Gedanken der Abschaffung des Geldes, dem Schnöden Gott Mammon, den schon unser Herr Jesus Christus verdammte, abzuschaffen, auch wenn es uns fragwürdig erscheint, warum sie es in den Teilen der Welt, in denen Sie heute maßgeblichen Einfluss haben (Amerika, EU), dies nicht schon einmal versuchten. Noch immer versuchen Freimaurer, ihren Gedanken der Verbesserung des Menschen durch die Arbeit an sich selbst (vom rauen zum glatten Stein werden) umzusetzen, auch wenn niemand auf sie hört. Noch immer versuchen Christen, in der Liebe zum Nächsten zu leben, auch wenn es die Kirchen schon untereinander nicht schaffen. Noch immer versucht der Templer, für seinen Herrn zu kämpfen, auch wenn es ihm sämtliche anderen Weltverbesserer erschweren. Einig sind sich jedoch alle in dem Bereichen der Menschenrechte und der Basisdemokratie. Diese Erklärung soll folglich Grundlage des Lebens des Menschen miteinander und der Freiheit des Einzelnen in Bezug auf den Staat darstellen. EIN POLITIKER HAT EINE MEINUNG, 8.700.000 POLITIKER DIE LÖSUNG.

BITTE HELFEN SIE MIT

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