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Archiv » 2011 » 16. Juni » Meinung

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Wie man die Wähler verhöhnt
Christian Bommarius

A R C H I V

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Stichwort: Autor: Ressort: von bis
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Es gibt Wahlen ohne Demokratie, aber keine Demokratie ohne Wahlen. Die Wahl zum Bundestag ist nicht nur die wichtigste Form der politischen Willensbildung des Volkes auf Bundesebene, sie ist der Grundvorgang des Verfassungslebens, auf dem alle andere Staatsgewalt aufbaut. Alle staatlichen Aufgaben und Befugnisse müssen sich letztlich auf  das Staatsvolk zurückführen lassen, so verlangt es  das Demokratieprinzip, und es verlangt auch, dass diese Legitimation alle paar Jahre durch Wahlen neu vergeben wird. Wahlen sind also die Conditio sine qua non, die Bedingung, ohne die Demokratie nicht gedacht werden kann. Entsprechend ist das Gesetz, nach dem sich die Wahl vollzieht, das Fundament des demokratischen Systems. Fehlt das Fundament, bricht das System zusammen. In wenigen Tagen, am 30 . Juni, droht der deutschen Demokratie der Zusammenbruch. Denn ab diesem Tag hat Deutschland kein verfassungsgemäßes Bundeswahlgesetz mehr. Das  Bundesverfassungsgericht hat vor drei Jahren wesentliche Teile des Gesetzes für verfassungswidrig  erklärt und den Bundestag bis spätestens 30. Juni  2011 zur Neuregelung verpflichtet. Aber was kümmert es die Politik, wenn das höchste deutsche  Gericht ihr befiehlt, das Fundament des Systems zu sanieren? Offensichtlich nicht mehr als die Eiche, wenn ein Schwein sich an ihr kratzt. Deutschland steht vor einer Staatskrise, einem politischen Fukushima, dessen Folge- und Langzeitschäden, sollte es soweit kommen, nicht  abzusehen sind. Niemanden würde es überraschen,  wenn die sieche schwarz-gelbe Bundesregierung in den nächsten Wochen oder Monaten das Zeitliche 

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segnen würde, Die dann fällige vorgezogene Neuwahl  Geschichte würde vielleicht mit einer Überraschung, in jedem  Markt- & Fall aber in einer Katastrophe enden. Weil das Mediaservice Wahlgesetz verfassungswidrig ist, würden die  Kontakt Impressum Karlsruher Richter einer Anfechtung der Wahl in Datenschutzerklärung jedem Falle stattgeben, die Bundestagswahl also für  Berliner Verlag ungültig erklären. Infolgedessen gäbe es auch keinen  Bundestag, der ein neues, verfassungsgemäßes  Wahlgesetz beschließen könnte. Für diesen Fall hat  der ehemalige Präsident des  Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier,  schon vor einigen Wochen prophezeit: "Deutschland

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Lust auf Erdbeeren? Eine kleine Ausszeit mit großem Genuss  bietet derzeit die Spreewald

wäre politisch lahmgelegt." Das wäre ein Skandal?  Nein, das ist schon heute ein Skandal! Hier geht es keineswegs um einen nonchalanten Umgang des Parlaments mit einem Karlsruher Urteil, nicht um einen Fall frivoler Arbeitsverweigerung oder Kompetenzversagens der Volksvertreter. Die Weigerung vor allem der Fraktionen von Union und FDP, das Wahlrecht in der vorgegebenen Zeit zu reformieren, ist ein gezielter Anschlag auf die Verfassung dieses Landes, eine bewusste Missachtung des Bundesverfassungsgerichts und nicht zuletzt - eine Verhöhnung der Wähler.

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Das neue Ostkreuz Schon 2009 wurde ihnen zugemutet, einen Bundestag mittels des verfassungswidrigen Wahlgesetzes zu wählen. Ein Jahr zuvor hatte das  Bundesverfassungsgericht das geltende Wahlverfahren für "widersinnig", "willkürlich" und  verfassungswidrig erklärt. Es führte nämlich zu dem  bizarren Ergebnis, dass ein Mehr an Stimmen einen Abzug von Mandaten bedeuten konnte. Dennoch erlaubten die Richter, dass der nächste Bundestag  noch einmal nach dem verfassungswidrigen Wahlrecht gewählt wurde, und gaben dem Parlament  drei Jahre Zeit für eine Neuregelung. Das war eine  erstaunlich lange Zeit, wenn man weiß, dass der  Parlamentarische Rat, der 1948/49 neben dem Grundgesetz auch das Wahlgesetz für die erste  Bundestagswahl schuf, dafür nur acht Monate  benötigte. Und doch hat die Zeit dem Parlament nicht gereicht. Sie hat nicht gereicht, obwohl die Grünen bereits vor  der Bundestagswahl 2009 einen Gesetzentwurf vorgelegt haben, der allen Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts entsprach. Sie hat nicht gereicht, weil insbesondere die Union die Abschaffung der Überhangmandate fürchtet, die das  von Karlsruhe beklagte Ergebnis verhindern würde.  Sie hat nicht gereicht, weil die Union, die derzeit über sämtliche 24 Überhangmandate verfügt, hofft,  mit Hilfe dieser verfassungsrechtlich bedenklichen Mandate nach der nächsten Bundestagswahl doch  noch irgendeine Mehrheit zu erringen, die ihr der Mehrheitswille der Bevölkerung verweigert. Mit  anderen Worten: Das Fundament der Demokratie wird dem machtpolitischen Kalkül geopfert. Mag sein, dass Union und FDP demnächst doch noch  einen Wahlgesetzentwurf vorlegen, den das Parlament verabschiedet. Damit wäre der Super-Gau vielleicht vermieden. Aber der Gau - die Brüskierung  des Bundesverfassungsgerichts und die Verhöhnung  der Wähler - ist bereits unwiderruflich eingetreten. -----------------------------Die Union hofft, mit Hilfe verfassungsrechtlich bedenklicher Überhangmandate nach der nächsten  Bundestagswahl doch noch irgendeine Mehrheit zu erringen, die ihr der Mehrheitswille der Bevölkerung  verweigert. Designsale bei BoConcept Nur zweimal im Jahr gibt es bei BoConcept
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