FREISPRUCH FÜR ARIUS

Bildnis aus dem 3.Jahrhundert. Nikolaus von Antiochien und Arius. Man sehe das Kreuz!

FREISPRUCH FÜR DIE TEMPLER

Vorwort Vorweg. Ich bin praktizierender Christ, habe Theologie studiert, glaube an das apostolische Glaubensbekenntnis und die Gemeinschaft der Gläubigen, auch wenn letzteres für mich etwas Anderes bedeutet, als die normale übliche Kirche. Ich gehe davon aus, dass die Bibel zu hundert Prozent Gottes Wort ist, und das der christliche Glaube unverfälscht wieder zu geben ist. Wer also so Johannes in seiner Offenbarung nur ein einziges Jota verändert der ist des Todes. Genau aber, weil ich dieser Meinung bin, so mache ich mir große Sorgen um meine Brüder und Schwestern die den Konzilen von Nicäe (325 n.Chr.) und Konstantinopel (375 n.Chr.) sowie der Drittes Konzil in Konstantinopel (681 n.Chr.) glauben schenkten. Denn wenn ich Jesus richtig verstehe, so erklärt er zweifelsfrei, dass es sich bei ihm im Sinne der Sohn Gottesschaft genauso um Gottes Sohn handelt wie bei Dir. Auch Du bist von Gott geschaffen. Und sollte diese Interpretation so stimmen, was zahlreiche Bibelstellen belegen, so stände Jesus heute, ohne es zu wollen, zwischen uns und Gott, dann hätte das Dritte Konzil von Konstantinopel, welches die Dreifaltigkeit zum Dogma erhob, Jesus letztendlich anstatt zum Messias zum eigenen Antichristen werden lassen.
Johannes 10, 27-33 28 Denn meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie; und sie folgen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben; und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie mir aus meiner 29 Hand reißen. Der Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer denn alles; und niemand kann sie aus 30 meines Vaters Hand reißen. Ich und der Vater sind eins. Da hoben die Juden abermals Steine auf, daß sie ihn steinigten. Jesus antwortete ihnen: Viel gute Werke habe ich euch erzeigt von meinem Vater; um welches Werk unter ihnen steinigt ihr mich? 33 Die Juden antworteten ihm und sprachen: Um des guten Werks willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gotteslästerung willen und daß du ein Mensch bist und machst dich selbst zu Gott. Jesus antwortete ihnen: Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: "Ich habe gesagt: Ihr seid Götter"?So er die Götter nennt, zu welchen das Wort geschah, und die Schrift kann doch nicht gebrochen werden, precht ihr denn zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: "Du lästerst Gott", darum daß ich sage: Ich bin Gottes Sohn? Tue ich nicht die Werke meines Vaters, so 38 glaubet mir nicht; tue ich sie aber, glaubet doch den Werken, wollt ihr mir nicht glauben, auf daß ihr 39 erkennet und glaubet, daß der Vater in mir ist und ich in ihm. Sie suchten abermals ihn zu greifen; aber er entging ihnen aus ihren Händen und zog hin wieder jenseit des Jordans an den Ort, da Johannes zuvor getauft hatte, und blieb allda.
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Aber sehen sie selbst.

DIE TEMPLER PROZESSE
Wenn ich anfangs gesagt habe, ich bin praktizierender Christ so möchte ich nunmehr ein wenig mehr über meine Arbeit erzählen. Vor vielen Jahren, lange schon nach meiner Bibelschule auf Schloss Klaus und einer jahrelangen Tätigkeit als christlicher Popmusiker gründete ich auf Basis meines Zweitstudiums, der Informatik, eine Firma die sich Global Business Network nannte. In meine Firmenräumlichkeiten kam eines Tages ein älterer Herr, der heute leider schon verstorben ist und stellte sich als Consul Karl Mani Winter, den Großmeister des Templer Ritterordens vor. Er bat uns darum, ob wir für seine Organisation die EDV kostenlos machen könnten und er würde uns in das Geheimnis um die Templer einweihen. Ich stieg darauf ein. Von meinem Grossvater hatte ich immer nur gehört, dass er Hugenotte wäre, sein Geschlecht auf das Jahr 1247 zurück zu führen ist und das die Hugenotten Templer gewesen wären. Nicht aber, was das bedeutete.
Sind Hugenotten wirklich Templer? Nachdem mich viele Menschen in der Vergangenheit schon gefragt haben, was eigentlich die Hugenotten mit den Templern zu tun haben (als ich dieses in meinem Buch von „Templern, Freimaurern und Illuminaten, der Weg vom heiligen Gral zur CWU“ so einfach lapidar behauptete ging ich noch davon aus, dass dieses sowieso klar ist, ebenso wie ich nunmehr fast fälschlich davon ausging, nicht viel zu den Templern erklären zu müssen, da ja ein jeder die Prozessakten lesen kann): Eine Organisation wird unter Verfolgung vielleicht ihren Namen wechseln. Niemals aber wird die Symbolsprache vollkommen verschwinden. Die Geschichte der Arianer ist auch die Geschichte des Tatzenkreuzes.

Das Hugenottenkreuz. Ein Tatzenkreuz mit einer Fläche in der Mitte. Kommt ihnen das bekannt vor?

Das Templerkreuz

So war ich sehr froh darüber, nun ein wenig mehr über unsere Familie erfahren zu können. Und Consul Winter hatte viel zu berichten. So erfuhr ich, dass man Jaques de Molay, den letzten römisch katholischen Templergrossmeister

(übrigens eine falsche Aussage, wenn man genauer forscht, war er Grosskomtur) mit 6000 Ordensbrüder am 13.Oktober 1307 verhaftet hatte und nach Inquestitionsprozessen im Jahr 1314 n.Chr. hinrichtete. Die Templer hatten sich 1118 n.Chr. bei Grabungen am Tempel Salomos in Jerusalem gebildet, hatten durch Bernhard von Clairvox 1128 Ordensregeln erhalten und waren bis 1307 n.Chr. eine tragende Säule der römisch-katholischen Kirche. Was also hatte dazu geführt, dass man sie plötzlich 1307 n.Chr. so plötzlich verhaftete und aburteilte? Ich entschloss mich folglich der Sache auf den Grund zu gehen.

GRUNDLAGENFORSCHUNG
Für einen Theologen ist es sicher nicht so schwierig, an die Information zu kommen, um zu erkennen, welche die Grundlagen eines Prozesses der Inquestition gewesen sind. Da die meisten Dokumente allerdings unter Verschluss des Vatikans liegen sind sie für einen Bibelschüler fast unerreichbar. Gott sei dank konnte mir Consul Karl Mani Winter, der einer Templer Akademie in Hainburg betrieb hierbei hilfreich zur Seite stehen. Ich begann folglich wieder zu studieren. (Mein Erststudium ist an und für sich Informatik) Und als Theologiestudent lernte ich mir letztlich eine neue Art des Denkens an. (Heute habe mein Studium als Mag. templ. und Senator fertig). Meine Doktorarbeit ist allgemein bekannt: „Von Templern, Freimaurern und Illuminaten – Der Weg vom Heiligen Gral zur CWU“ Während meines Studiums erfuhr ich, dass man den Templern grundsätzlich drei Anklagepunkte vorgeworfen hatte:
1.) Sie hätten das Kreuz besudelt 2.) Sie hätten sich mit dem Islam arrangiert 3.) Sie wären Häretiker gewesen

Irgendetwas kam mir von Anfang an, an diesen Vorwürfen komisch vor. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht all zu viel über den Islam, dass sie aber keine Teufelsanbeter sind, war mir schon bekannt.

Noch dazu kam der Punkt, dass man mir während meiner Bibelschule immer erklärt hatte, dass der Islam eine ganz andere Religion wäre. Nun hörte ich ein Orden der sich selbst „Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels in Jerusalem“ benannt hat, sollte sich mit anderen Religionen arrangieren. Wie sollte das gehen?

STUDIUM DES ISLAMS
Was eigentlich liegt näher, um über einen Glauben etwas zu erfahren, als mit den Menschen des Glaubens, über den man mehr wissen will zu unterhalten und sie einfach zu fragen um letztendlich vergleichende Schriftanalyse zu betreiben. Denn: Sich mit einem anderen Glauben zu beschäftigen um zu wissen, was ein anderer Mensch glaubt, ändert doch noch nicht den eigenen Glauben, oder? Und so erfuhr ich vom Islam, dass Jesus im Koran vorkam, dort Isa heißt und einer der höchsten Propheten ist. Nur Mohammed ist höher. Sollte sich also der Islam aus dem Christentum entwickelt haben. Warum warf man ihm dann heute von kirchlicher Seite vor, er wäre mit dem Teufel im Bunde und ihr Gott Allah könne niemals der selbe sein, wie unser Gott. Es wären im Islam auch über 100 Stellen versteckt, die zum Mord an Andersgläubigen aufrufen. (Ehrliche Aussage: Diese habe ich nie gefunden). Noch dazu kam, dass einer meiner bis dahin bevorzugten amerikanischen Fernsehpastoren, Billy Graham, in Amerika eine Arbeit namens Ba-Koran herausgab und die Behauptung aufstellte, dass der christliche Glauben und der Islam die selben Wurzeln hatte. Dies löste einen weltweiten Aufschrei aus. Ich entschloss mich letztendlich, den Koran zu lesen und im Bezug auf Jesus hat er mich immer interessiert.
Sure 5,75 Der Messias, Sohn der Maria, ist nur ein Gesandter.

Letztendlich wurde mir klar, was mit dem Islam geschehen war: Die Imame lehren heute ganz etwas Anderes, als die Schriften wirklich

besagen. Der Ursprungsislam ist eine christliche Religion, die Jesus zwar als den Messias nicht aber als Gott sieht. (So wie die Zeugen Jehovas) Und als mir dieses bewusst wurde, wurde mir erstmals klar, was man bei den Templerprozessen als Häretik gesehen hatte. Die Templer hatten Jesus nicht als Sohn Gottes gesehen. Sie hatten die Dreieinigkeit abgelehnt. Zu diesem Zeitpunkt war es allerdings noch nicht mehr, als eine Vermutung.

NEUZEITARIANER
Das dies für eine mittelalterliche Kirche ein Graus gewesen sein musste, wenn aus ihrem geliebten Jesus plötzlich nur noch ein Gesandter geworden war, sprich ein Mensch, wenn auch ohne Fehler, der für sie am Kreuz gestorben war, war verständlich. Warum hatten sich die Templer eigentlich auf das waghalsige Abenteuer eingelassen, den Glauben völlig zu verändern um einen Frieden mit dem Islam zu erzielen? Oder lagen diesbezüglich tiefere Wurzeln? Ich ging damals noch davon aus, dass die ursprüngliche christliche Lehre die der Dreieinigkeit ist. Später sollte ich erkennen, wie sehr ich mich hierbei getäuscht hatte. Zwar hatte ich schon während meiner Bibelschulzeit einige Male an der Dreieinigkeit gezweifelt, dann nämlich wenn ich las, dass Jesus zu seinem Vater gebetet hatte, er möge doch den Kelch an ihm vorüber gehen lassen, oder Jesus sich vom Vater am Kreuz verlassen gefühlt hatte und ich erinnere mich, dass ich diese Frage auch mehrfach schon gestellt hatte, (auch wenn man mir darauf nur als Antwort gab, dass ist halt so, deshalb wäre es ein Glaube) letztendlich aber hatte ich mich mit der Erklärung zufrieden gegeben, dass anscheinend nur ich diese Glaubensproblem hätte und entschloss mich, es mir wie das römische Triumphierat vorzustellen, in welchem auch einer nicht wusste, was der andere Tat. Ein göttlicher Sauhaufen eben. Diesmal aber hatte ich mich entschlossen, meine Bibel so lange zu studieren, bis ich hierauf eine Antwort finden würde. Und dann wurde mir bewusst, dass die einzige Stelle, die man mir jemals als Beweis angeboten hatte, ganz etwas Anderes besagt.

Johannes 10, 27-33 28 Denn meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie; und sie folgen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben; und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie mir aus meiner 29 Hand reißen. Der Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer denn alles; und niemand kann sie aus 30 meines Vaters Hand reißen. Ich und der Vater sind eins. Da hoben die Juden abermals Steine auf, dass sie ihn steinigten. Jesus antwortete ihnen: Viel gute Werke habe ich euch erzeigt von meinem Vater; um welches Werk unter ihnen steinigt ihr mich? 33 Die Juden antworteten ihm und sprachen: Um des guten Werks willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gotteslästerung willen und dass du ein Mensch bist und machst dich selbst zu Gott. Jesus antwortete ihnen: Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: "Ich habe gesagt: Ihr seid Götter"?So er die Götter nennt, zu welchen das Wort geschah, und die Schrift kann doch nicht gebrochen werden, precht ihr denn zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: "Du lästerst Gott", darum daß ich sage: Ich bin Gottes Sohn? Tue ich nicht die Werke 38 meines Vaters, so glaubet mir nicht; tue ich sie aber, glaubet doch den Werken, wollt ihr mir nicht 39 glauben, auf daß ihr erkennet und glaubet, daß der Vater in mir ist und ich in ihm. Sie suchten abermals ihn zu greifen; aber er entging ihnen aus ihren Händen und zog hin wieder jenseit des Jordans an den Ort, da Johannes zuvor getauft hatte, und blieb allda.
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Der einzige Beweis für eine Dreieinigkeit war gefallen. Jesus hatte nicht behauptet Gott zu sein.

TIEFE ZWEIFEL
So wie in meiner Jugend, in welcher ich in einen Jungerwachsenenkreis der evangelischen Gemeinde in Mödling ging, war ich wieder einmal froh, etwas hoch Interessantes herausgefunden zu haben. Auf der anderen Seite fragte ich mich: Warum haben das eigentlich nicht schon die zahlreichen anderen Theologen erkannt? Ich erinnere mich, dass ich während einer der Bibelstunden von meinen Mitkreisbesuchern aufs Schärfste korrigiert wurde, als ich ihnen erzählte, dass Jesus von Mördern und Dieben umgeben war. Ich war damals auf die Bibelstelle:
Johannes 12, 6 «Das sagte er aber nicht, weil er ein Herz für die Armen gehabt hätte, sondern weil er ein Dieb war

gestoßen und wunderte mich, wer aller in der Begleitung Jesus war. Jesus hätte doch, wenn er allmächtig gewesen wäre, erkennen müssen, mit was für Menschen er sich umgibt. Warum konnte er die Diebstähle des Judas und den letztlich den Verrat nicht verhindern.

Ich war damals der Sache nicht wirklich nachgegangen, sondern hatte mir einfach nur gedacht: Siehst Du, Jesus hat alle Menschen lieb. Auch die Diebe. Nun aber forschte ich weiter und fand noch einige andere biblische Widersprüche: 1.) Wieso konnte der Teufel Gott in der Wüste eigentlich in Versuchung führen?
Matthäus 4,1 Da ward Jesus vom Geist in die Wüste geführt, auf dass er von dem Teufel versucht würde.

2.) Wie konnte Jesus von sich behaupten nicht gut zu sein?
Markus 10,17-18 17 Und da er hinausgegangen war auf den Weg, lief einer herzu, kniete, vor ihn und fragte ihn: 18 Guter Meister, was soll ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? Aber Jesus sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott

3.) Zu wem hatte Jesus eigentlich gebetet als er im Garten Getsemani saß, so kurz vor der Verhaftung?
Lukas 22, 42 und sprach: Vater, willst du, so nehme diesen Kelch von mir, doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!

4.) Wieso hatte sich Jesus am Kreuz von Gott verlassen gefühlt?
Matthäus 27,46 Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

5.) Warum hatte Gott eigentlich gelogen, als er der Eva versprach, einen Nachkommen der Frau zu schicken?
1.Mose 3,15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

War Gott ein Nachkomme der Frau. Und dann war es endgültig klar: Jesus konnte nicht Gott sein. Aber wie so oft schon befand sich in meiner Umgebung niemand, der mich verstand.

AUF DER SUCHE NACH ARIUS
Zweifelnd lag ich Tage lang da. Ich hatte zwar inzwischen mein Studium an der Templer Akademie abgeschlossen. Da aber die Templer eine Verpflichtung auf ihr ganzes Leben eingehen, war ich eigentlich verpflichtet meine Glaubenszweifel zu melden. Ich konnte mir schon lebhaft vorstellen, wie Konsul Winter auf diese Aussage hin reagieren würde. Ich hatte ihn einmal auf die Bücher Adolf Holls angesprochen („Jesus in schlechter Gesellschaft“) und das ich in meiner Jugend wohl mit meiner Meinung, dass Jesus nicht gerade den besten Umgang gehabt hätte, nicht alleine da gestanden wäre. Das Ergebnis war niederschmetternd. Er hatte gute drei Wochen hierauf nicht mehr mit mir geredet. Dann hatte er gemeint: „Ich habe wirklich darüber nachgedacht, dich von der Akademie zu verweisen. Aber wir haben viel zu wenige, die sich um den Aufbau des Reiches Gottes kümmern. Lass solchen Blödsinn in Zukunft lieber sein.“ Und nun stand ich da und hatte wahrscheinlich den Grund für die Verurteilung entschlüsselt und war mir sicher, wenn ich ihm dies mitteilen würde, so hätte ich meine Ordensmitgliedschaft verspielt. Verzweifelt begann ich also zu suchen. Ich sprach mit vielen Leuten und erkannte: Auch die Zeugen Jehovas anerkennen Jesus nicht als Gott. Für sie ist er der Erzengel Michael. Warum gerade dieser und nicht ein Anderer ist mir allerdings schleierhaft. Der Islam kennt tausende Engel. So quälte ich mich selbst viele Tage und irgendwann, knapp bevor ich aufgeben wollte, entschloss ich mich einfach mit wildfremden Menschen auf der Strasse über meinen Zweifel zu reden. Und da erst sah ich, wie viele Menschen doch meine Bedenken teilen. Ich habe viele, viele vernünftige Antworten erhalten und letztendlich auch einen Hinweis auf: Arius aus Antiochien. Ich war auf die Geschichte des Bischofs Nikolaus gestoßen.

DAS GLAUBENSBEKENNTNIS
Vielleicht hätte ich schon deutlich früher darüber bewusst nachdenken sollen. Der Mann der mir erklärte, dass mein Glaube wohl gar nicht so neu wäre, war Mihalek. Ein Philosoph und Leiter einer urchristlichen Gemeinschaft. Er empfahl mir, dass ich mir das Glaubensbekenntnis noch einmal bewusst anschauen solle. Und wirklich, als ich es las, wurde mir bewusst, welchen Glauben die Urgemeindenchristen vertreten hatten.
Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch die Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, sitzt er zur rechten Gottes, des allmächtigen Vaters. Von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche (katholische) Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Auferstehung der Toten, und das ewige Leben.

Interessant: Wenn man dieses Glaubensbekenntnis bewusst liest, so findet man heraus, dass der Schöpfer der Erde der allmächtige Gott ist und das von einer Allmacht Jesu keine Rede ist. Dieser ist der von Gott eingesetzte Gesalbte, also König, der über die Menschen richten wird. Nirgends steht aber, dass er jemals auch die Herrschaft über den Himmel erhalten wird. Sondern er sitzt zur rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, der ihn zu uns schicken wird, damit er die richtet, die zu Gott dürfen und diejenigen die nicht zu Gott dürfen und des Todes sind. Die Aufgabe Jesu ist folglich die Rolle des Schafrichters, aber auch des Rechtsanwaltes in der Gerichtsverhandlung, die ein jeder Mensch durch Gott erfahren wird. Und vielen wird er sagen: Ich habe Euch nicht gekannt. Der Kirche war also die Problematik bekannt.

ARIUS
(um 260; † 336 in Konstantinopel) Hatte sich der erste Rat als sehr hilfreich herausgestellt, so entschloss ich mich weiters auch Arius sehr genau an zu sehen. Ich erkannte, dass dieser 260 n.Chr. im Auftrag Bischof Nikolaus versucht hatte, die Kirche von ihrem Abfall vom ursprünglichen Glauben zu bewahren, da man plötzlich auf die Idee gekommen war, dass Jesus auch Gott selber sein könnte. All seine Bemühungen, den ursprünglichen Glauben aber zu bewahren waren gescheitert. Da zu dieser Zeit niemand wirklich die Bibel lesen konnte, hatte man seine Lehren zu einer neuen Lehre erklärt und gemeint, die Aussage das Jesus, Licht, Weg und Wahrheit, der Messias und König des Reiches Gottes wäre, der Erstgeborene einer neuen Schöpfung, würde nicht ausreichen. Dabei bezeichnet sich Jesus selber als ein hundertprozentiges Ebenbild Gottes. Arius erinnerte daran, dass nur wer ohne Fehler gelebt hatte auch für die Ursünde sterben hätte können und das die Kreuzigung zur Vergebung der Sünden nur dann einen Sinn machen würde, wenn Jesus Mensch, also ein Mensch für die Menschen gestorben wäre, er also das letzte Opferlamm sei. Gott habe ihm sein Leben geschenkt und ihn in den Himmel als König der Könige geholt, wo er nun säße und zur rechten Gottes die Aufgabe des endgültigen Richters der Menschen übernommen habe. Bedauerlicherweise aber war es viel interessanter gewesen Jesus zum Gott zu erheben und somit den Priester zum Mittler zwischen Mensch und Gott zu machen (Das ist der Grund, warum der Papst in Rom heute Stellvertreter Gottes auf Erden ist) Letztendlich erhielten die Trinitarier, dann auch die Unterstützung von Kaiser Konstantin, der davon ausging durch die Priester seine Macht sichern zu können. So war es zum Ersten Konzil von Nicäe gekommen (325 n.Chr.) um erstmalig die Dreieinigkeit vor zu schlagen. Noch aber gab sich der arianische Glaube nicht geschlagen. Sprich: Das Urchristentum nicht umbringen lassen.

So wurde die Dreieinigkeit beim Ersten Konzil von Konstantinopel (381 n.Chr.) noch einmal zum Thema. Übrigens: Da sämtliche Konzile die Dreieinigkeit betreffend sich rund um die heutige Stadt Istanbul (Türkei) abspielten und auch Mohammed aus diesem Gebiet stammt, nämlich dem ehemaligen Konstantinopel, erscheint es auch klar, was Mohammed (geb. 570 n.Chr.) mit seinem Koran wirklich gemeint hat. Daher die Sure 5.75: Der Messias, Sohn der Maria, ist nur ein Gesandter. Es war ein Versuch, den ursprünglichen christlichen Glauben wieder her zu stellen. Der große Druck der Arianer, deren Glauben sich auch in den germanischen Gebieten erhalten hatte, führte letztendlich 681 n.Chr. beim Dritten Konzil von Konstantinopel zur Dogmenerhebung. Die Dreifaltigkeit war von da an ein Dogma. Die Grundlage für die spätere militärische Verfolgung der Andersgläubigen. Die Kreuzzüge hatten begonnen.

GRÜNDUNG DES OTS
Letztendlich machte ich mich auf die Suche nach alten Abbildungen von Arius. Ich wollte schauen, wie man ihn dargestellt hatte und ehrlich gesagt hatte ich den Halbmond erwartet. Um so überraschter war ich als ich letztendlich eine Darstellung fand. Ich habe sie als Titelbild genutzt Es zeigt deutlich Arius und Nikolaus von Antiochien. Besonders auffallend ist allerdings das Kreuz auf dem Gewand des Bischofs, ist es doch ein Zeichen, dass in der weiteren Folge immer und immer wieder die Geschichte geprägt hat. Ein rotes gleichschenkeliges Kreuz mit einer Fläche in der Mitte, die vier Himmelsrichtungen und ein Viereck mit der Beschriftung: Gott Vater, Jesus Christus, Heiliger Geist und wir.

Eine Darstellung von Nikolaus von Antiochien und Arius

Das Templerkreuz

Das allgemein bekannte Templerkreuz. Fairerweise muss ich bekennen, dass mich Consul Karl Winter als ich ihm letztlich von meinen Erkenntnissen berichtete aus dem Ordo templis salomonis ausgeschlossen. Immerhin träumte er Zeit seines Lebens von der Wiederanerkennung der Templer durch Rom. Die Papsttreue scheint so manchem Templer Ritterorden auch heute noch in den Kopf zu steigen und deutlich wichtiger, als die Wahrheit. Für mich war dies aber nicht wirklich ein Problem: Einmal ein Ritter, immer ein Ritter. Und so rief ich einfach den Ordo templis laborate, den urchristlichen Templer Ritterorden aus. Und ehrlich gefragt: Hätten nicht auch Sie versucht, die Geschichte zu korrigieren?

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