Praxis und Fetischismus

http://www.oekonomiekritik.de/311Praxis u Fetischismus.htm

Michael Heinrich

Praxis und Fetischismus. Eine Anmerkung zu den Marxschen Thesen über Feuerbach und ihrer Verwendung
in: Christoph Engemann u.a. (Hrsg.), Gesellschaft als Verkehrung. Perspektiven einer neuen Marx-Lektüre. Festschrift für Helmut Reichelt, Freiburg: ca ira Verlag 2004, S. 249-270.

Der Marxsche Umgang mit den Feuerbachthesen Die Thesen über Feuerbach gehören zweifellos zu den am meisten zitierten Marxschen Texten, die Kenntnis der 11.These darf man inzwischen wohl schon zum bürgerlichen Bildungskanon rechnen. Die Zahl der Abhandlungen, die sich an einer mehr oder weniger ausführlichen Interpretation der Thesen versucht haben, lässt sich kaum noch überblicken.[1] Dabei berufen sich auf die Feuerbachthesen politisch und theoretisch ganz unterschiedlich ausgerichtete Marx-Interpreten: sie wurden sowohl im dogmatischen, als Legitimationsinstanz einer autoritären Parteiherrschaft fungierenden MarxismusLeninismus geschätzt (so wurde zu DDR-Zeiten die 11. These im Foyer der Berliner HumboldtUniversität angeschlagen), als auch in nahezu allen heterodoxen marxistischen Strömungen, die gegen die ML-Dogmatik Sturm liefen.[2] Wenn man die Thesen zum ersten Mal liest, kann man sich ihrer sprachlichen Kraft kaum entziehen. Fast unvermeidlich stellt sich bei der ersten Lektüre der Eindruck ein, einerseits Zeuge eines bedeutenden intellektuellen Ereignisses zu sein, dieses Ereignis andererseits aber auch nicht vollständig zu verstehen: Anscheinend handelt es sich bei den Thesen um etwas Bedeutendes, das jedoch erst noch enthüllt werden muss. Die Thesen über Feuerbach schreien geradezu nach einer erklärenden Interpretation. Dabei wird dann notgedrungen auf Argumente zurückgegriffen, die nicht aus den Thesen selbst stammen. Nicht selten wurde der Marxsche Text dabei zur bloßen Assoziationsfolie der Interpreten. Mit einer Rezeptionsgeschichte der Feuerbachthesen ließe sich wohl ein ganzer Band füllen. Angesichts dieser Rezeptionsfülle wird zwar oft etwas verblüfft auf die Kürze des zugrunde liegenden Textes hingewiesen, nicht mal drei Druckseiten. Ein anderer Aspekt wird aber in aller Regel ignoriert: Marx’ Umgang mit seinen Thesen. Marx hatte die Thesen in einem Notizbuch zwischen Bücherlisten, Adressen, Planentwürfen etc. in Brüssel im Frühjahr 1845, laut den Angaben der MEGA (IV.3, S.490) wahrscheinlich zwischen Mitte April und Anfang Juni niedergeschrieben. Offensichtlich besteht ein Zusammenhang mit dem in etwa derselben Zeit gefassten Plan, eine Kritik der nachhegelschen Philosophie zu verfassen. Diesen Plan setzte Marx ab Herbst 1845 gemeinsam mit Engels in die Tat um: es entstand die Deutsche Ideologie. Bemerkenswert ist allerdings, dass Marx die Thesen über Feuerbach seinem Co-Autor Engels, der bereits damals sein engster Freund und Mitstreiter war, nicht zeigte (dieser war ganz überrascht, als er sie 40 Jahre später im Marxschen Nachlass fand) und auch sonst nirgendwo erwähnte oder direkt benutzte. Zwar lassen sich in der Deutschen Ideologie einzelne Gedanken aus den Thesen wieder finden, doch von einer systematischen Ausarbeitung kann nicht die Rede sein. Selbst der in den Thesen so wichtige Begriff der „Praxis“, auf den sich so viele Interpreten stützen, tritt bereits in der Deutschen Ideologie zurück. All dies lässt wohl nur einen Schluss zu: Marx selbst scheint sein später vieldiskutiertes Dokument überhaupt nicht weiter wichtig genommen zu haben. Allein dies sollte einen zumindest etwas misstrauisch werden lassen, gegenüber den vielen Lobpreisungen der Feuerbachthesen.

Konkrete Kritik oder philosophischer Gründungsakt? Nahezu alle Interpretationen brechen die Feuerbachthesen weitgehend aus ihrem Kontext heraus, und zwar sowohl aus dem Kontext, in dem sie entstanden sind, als auch aus dem Kontext der weiteren Entwicklung des Marxschen Denkens. Zwar wird zur Kenntnis genommen, dass sich die Thesen einer Feuerbachkritik verdanken, der genaue Entstehungskontext dieser Kritik wird in der Regel aber nur sehr oberflächlich gestreift. Die Frage, was Marx von den Feuerbachthesen in der Folge überhaupt beibehalten hat, was weniger wichtiger oder vielleicht sogar revidiert wurde, wird meistens nicht einmal

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Praxis und Fetischismus http://www. zur vollen Entfaltung zu bringen. 10) überlassen. aber der Deutschen Ideologie. Es wurde schon oft betont. die der von Engels eingeleiteten „Verweltanschaulichung“ des Marxschen Denkens kritisch gegenüberstehen. Im Vorwort von Zur Kritik der politischen Ökonomie schreibt Marx rückblickend. die unmittelbar nach den Thesen entstanden ist. Indem man unterstellt. „mit unserm ehemaligen philosophischen Gewissen abzurechnen“ und als dies erreicht war. was dann Generationen marxistischer Theoretiker auf unterschiedlichste Weise versucht haben. der Marxschen Philosophie (oder auch Philosophiekritik) oder der materialistischen Geschichtsauffassung entnommen werden können. um etwas ein für allemal Gültiges zu handeln. aus dem die Grundlagen der Marxschen Erkenntnistheorie.htm gestellt. das weit über die konkrete Kritik. Bereits bei Engels findet sich eine derartige überhöhte Auffassung der Thesen. wie Engels die Thesen präsentierte. die dort formuliert wird. Auch viele Autoren. Hier geht es mir nicht um eine erneute Kritik an dem dabei entstandenen „weltanschaulichen Marxismus“.3. sie hätten es „der nagenden Kritik der Mäuse“ (MEW 13. die als etwas Umfassendes. These: während es bei Marx hieß.die ‚Abrechnung’. auf die er sich wie gesagt nie mehr bezieht. Die Frage. Eine solche Möglichkeit auch nur in Betracht zu ziehen.de/311Praxis u Fetischismus. Von vornherein wird mit der Engelsschen Charakterisierung ausgeschlossen. haben diese Einordnung der Thesen ganz selbstverständlich akzeptiert. das einen strikten Gegensatz zwischen „interpretieren“ und „verändern“ nahe legt. keine grundsätzlichen Fragen mehr offen lassendes und in seinem Kern zeitloses Gebäude aufgefasst wird. Die Einschätzung dürfte aber wohl auch für die Feuerbachthesen Gültigkeit besitzen. Damit ist es nur noch ein kleiner Schritt zu dem weit verbreiteten Interpretationsverfahren. dass bereits in den Schriften des späten Engels ein Prozess beginnt. um von vornherein in den Feuerbachthesen etwas ganz Allgemeines zu sehen. dass das Manuskript nicht gedruckt wurde. erscheint sowohl den Vertretern eines dogmatischen weltanschaulichen Marxismus als auch den meisten ihrer Kritiker geradezu als ungehörig. hinausreicht. welches dann.[3] Bei Marx finden wir eine von Engels deutlich unterschiedenen Einschätzung. dass Abrechnung mit dem Alten und Gründungsakt des Neuen zusammenfallen. aus den Thesen extrahiert werden soll. sondern auch mit Rücksicht auf sozialdemokratische Spießbürger) die 4. Zwar wurde schon häufig darauf verwiesen. oder zumindest stark eingeschränkt wird. als er sie 1888 erstmals im Anhang zu seiner Schrift Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie veröffentlichte. Was aber von den Interpreten unbeanstandet blieb und vielfach unkritisch übernommen wurde.oekonomiekritik. dass die „Abrechnung“ zugleich den „genialen Keim“ des Neuen enthält. So fügte er in die 11. worin der geniale Keim der neuen Weltanschauung niedergelegt ist“ (MEW 21. oder entschärfte (wohl nicht nur wegen der preußischen Zensur. wird aber von Labica und vielen anderen nicht einmal gestellt. die durch die spätere Entwicklung der Kritik der politischen Ökonomie eventuell überholt. ob die „Abrechnung“ denn tatsächlich zugleich der „geniale Keim“ ist. ist der Boden bereitet. als „das erste Dokument. In seinem den Feuerbachthesen gewidmeten Buch stellte Georges Labica die Marxsche Charakterisierung der Deutschen Ideologie (die er auf die Feuerbachthesen ausdehnt) und die oben angeführte Engelssche Einschätzung unkritisch in eine Reihe: „In den Thesen über Feuerbach ist ein Ereignis von beträchtlicher Bedeutung niedergelegt. 2 de 11 29/07/2011 12:41 . habe es ihnen auch nichts mehr ausgemacht. 534). Als Gründungsdokument sind die Thesen aber allenfalls zu vervollständigen. doch müsste dies erst gezeigt und nicht schon zur Voraussetzung des ganzen Interpretationsverfahrens gemacht werden. Es geht um die Einordnung der Feuerbachthesen als „genialem Keim“ dieses umfassenden und zeitlosen Gebäudes: die Thesen werden zum Ausdruck eines philosophischen Gründungsaktes erklärt. der die Marxsche Kritik in „Weltanschauung“ transformiert. der ‚geniale Keim’“ (Labica 1987. Häufig werden die Thesen über Feuerbach als ein geradezu zeitloser Text behandelt. das lediglich keimhaft Angelegte gilt es. keine einzige der Thesen wurde von Engels ohne Veränderung wiedergegeben. die Familie müsse „theoretisch kritisiert und praktisch umgewälzt werden“ (MEW 3. dass Engels durch seine redaktionelle Bearbeitung die Thesen in bestimmter Weise akzentuierte. Für die meisten Interpreten scheint es sich bei den Feuerbachthesen. die Familie müsse „theoretisch u. Feuerbach beiseite lassend. war die Art. es sei ihm und Engels 1845 darum gegangen. dass es sich bei den Feuerbachthesen um eine vorübergehende Konzeption handeln könnte. These erst jenes „aber“ ein. Es ist zwar durchaus denkbar. 20) redigierte Engels. zwar nicht der Feuerbachthesen. praktisch vernichtet werden“ (MEGA IV. 264). die Feuerbachkritik bloß noch zum Anlass für die Formulierung des Neuen zu nehmen. 7).

vom empirischen. aus den knappen Formulierungen der Feuerbachthesen den grundsätzlichen Unterschied zwischen einem „Feuerbachschen“ und einem „Marxschen“ Materialismus herauszuarbeiten.1/252). in der sie sich mit den Junghegelianern um Bruno Bauer auseinander setzten. der F'sche 'Mensch' ist von Gott abgeleitet. Marx und Engels hätten ihn auch einfach als inkonsequent betrachten und ihm vorwerfen können. die Marx und Engels eventuell bekannt waren.[4] Dasselbe gilt für die im November 1844 abgeschlossene Heilige Familie. die dabei im Vordergrund stehen.de/311Praxis u Fetischismus. Stirner kritisierte an Feuerbach. dass sich Feuerbach nicht so offen zum Kommunismus bekannt habe. der konkrete Entstehungskontext wird aber weitgehend ausgeblendet. Dies erklärt. Wie weit dieser konkrete Bezug der Kritik in der vorherrschenden 3 de 11 29/07/2011 12:41 . warum sie nach der gerade erschienenen Heiligen Familie.3. Doch ist damit noch lange nicht die Ablehnung seiner vorher von Marx und Engels so hoch geschätzten theoretischen Positionen erklärt. „Empirismus und Materialismus“ soll jetzt die Perspektive sein.Praxis und Fetischismus http://www. Auf Engels’ Einladung an einer noch zu gründenden kommunistischen Zeitschrift mitzuarbeiten. im April/Mai 1845. Auch der Feuerbachsche Mensch wird jetzt als Abstraktion erkannt. gleich wieder eine Abrechnung mit der nachhegelschen Philosophie folgen lassen wollen: jetzt muss sowohl Feuerbach als auch dessen Kritiker Stirner (mit ihm beschäftigt sich der weitaus größte Teil der Deutschen Ideologie) in die Kritik einbezogen werden. zum Menschen zu kommen. Diese Kritik fiel bei Engels. dass Marx und Engels von Feuerbachs politischer Haltung enttäuscht waren. dass er aus seinen theoretischen Grundlagen nicht die richtigen politischen Folgerungen zieht. Wir müssen vom Ich. F. solange er nicht an dem empirischen Menschen seine Basis hat. wenn unsre Gedanken und namentlich unser 'Mensch' etwas Wahres sein sollen“ (III. antwortete Feuerbach ausweichend. Auch hier wird Feuerbach noch in den höchsten Tönen gelobt. sondern uns von da aus zu 'dem Menschen' zu erheben. Stirners Feuerbachkritik wird von Marx und Engels offensichtlich als treffend empfunden. wenn er 'den Menschen' Feuerbachs wenigstens des Wesens des Christenthums verwirft. die es zu erläutern gilt. Viel wichtiger als die Enttäuschung über Feuerbachs politische Zurückhaltung scheint für Marx und Engels die Feuerbachkritik Max Stirners gewesen zu sein.November 1844 sogleich an Marx weiterleitete. MEGA IV. Was war passiert? Wenn diesem Problem überhaupt nachgegangen wird. sind die Rolle von Abstraktionen und die Bedeutung des „Wesens des Menschen“.[6] Und die Punkte. der sie in einem Brief vom 19. leibhaftigen Individuum ausgehen um nicht wie Stirn. 475ff). Dies alles kann aber nur belegen. Kurz wir müssen vom Empirismus und Materialismus ausgehen. wird meistens nicht einmal als Frage aufgeworfen. eine Abstraktion vom wirklichen individuellen Menschen sei. Es geht somit in den Feuerbachthesen und der Deutschen Ideologie zunächst einmal um die Kritik an ganz bestimmten Positionen. ist der Umgekehrte. ist von Gott auf den 'Menschen' gekommen und so ist 'der Mensch' allerdings noch mit einem theologischen Heiligenschein der Abstraktion bekränzt. und in Briefen an Dritte. Warum es überhaupt zu dieser Feuerbachkritik kam. Die Thesen werden als extrem kurz gefasste Resultate verstanden. wie dies Marx und Engels erwartet hatten. Einen theoretischen Ausweg bietet anscheinend nur der Bezug auf den „empirischen Menschen“ an. auf fruchtbaren Boden: „St.oekonomiekritik. und nicht bloß aus einer Verärgerung über seine politische Haltung.htm Der Entstehungskontext der Feuerbachthesen Ein Großteil der interpretatorischen Anstrengungen richtet sich darauf. hat Recht. warum sich die Einschätzung der Feuerbachschen Philosophie bei Marx und Engels in einer extrem kurzen Zeitspanne so grundlegend veränderte. dann wird meistens hervorgehoben. 'Der Mensch' ist immer eine Spukgestalt. Ihre fundamentale theoretische Kritik muss von einem Zweifel an den theoretischen Grundlagen herrühren. die in den Feuerbachthesen und der Deutschen Ideologie zentral werden. der ja auch schon weg von den Hegelschen Abstraktionen und hin zum „wirklichen Menschen“ wollte. Der wahre Weg. In den Ökonomisch-philosophischen Manuskripten von 1844 wurde Feuerbach von Marx noch außerordentlich hoch geschätzt. hat sich die Einschätzung Feuerbachs aber grundlegend geändert. die in dessen im Oktober 1844 ausgelieferten Buch Der Einzige und sein Eigentum enthalten war. In diesem Brief klingen schon eine ganze Reihe von Themen an. äußerte er sich den kommunistischen Bestrebungen gegenüber deutlich reserviert (vgl.[5] Nur ein halbes Jahr später. dessen eigene Konzeption kann sie aber nicht überzeugen. drin stecken zu bleiben. dass dessen Vorstellung vom „Wesen des Menschen“ immer noch „theologisch“ beschränkt.

läuft auf die Forderung hinaus.h. dass bereits ein verändertes Bewusstsein der Menschen über sich selbst und ihre Verhältnisse die entscheidende Weltveränderung sei bzw.. Fast wie eine Erläuterung der 11..These demonstrieren. in erster Linie gemeint gewesen. Die junghegelianischen Ideologen sind trotz ihrer angeblich ‚welterschütternden’ Phrasen die größten Konservativen. Jenseits eines solchen Gebrauchs gab die 11. 20f) Diese Sätze boten Anlass zu vielfältigen Reflexionen über Individuum. die in der 11. Begreifen und verändernder Praxis etc. sondern die konzentrierte Kritik an der junghegelianischen Kritikstrategie. sagt der Dritte. als er.die bestehende Wirklichkeit wird zusammenbrechen. sondern auf Weltveränderung an. sie sich aus dem Kopf schlagen. These liest sich in der Deutschen Ideologie die folgende Charakterisierung der Junghegelianer: „Da nach ihrer Phantasie die Verhältnisse der Menschen. folgert er.These eine durchaus positiv gemeinte Charakterisierung des menschlichen Wesens 4 de 11 29/07/2011 12:41 . These: „Aber das menschliche Wesen ist kein dem einzelnen Individuum innewohnendes Abstractum. sagt der Andere. Da Marx letzteres für naiv hält.. dass das allzu viel mit der 11. es kömmt drauf an sie zu verändern. über das Verhältnis von Interpretation. lässt sich diese These auch als Zusammenfassung einer ganz konkreten Kritik am junghegelianischen Verständnis von Kritik und Veränderung auffassen.These einen ganz allgemeine und grundlegende Aussage vermuten (auf die Marx in späteren Zeiten aber seltsamerweise nie wieder zurückgekommen wäre: auch nur entfernt vergleichbare Äußerungen finden sich später nicht). Entgegen der Mehrheit der Interpreten. Marx spricht dort zwar ganz allgemein über „die“ Philosophen. ihre Fesseln und Schranken Produkte ihres Bewußtseins sind. Diese Forderung das Bewußtsein zu verändern. menschliches Wesen und gesellschaftliche Verhältnisse. die dem Wesen des Menschen entsprechen.These zu tun hat. ihr ganzes Tun und Treiben. so stellen die Junghegelianer konsequenterweise das moralische Postulat an sie. Abrechnung mit der Wesensphilosophie Wichtig sind die Feuerbachthesen also vor allem als Dokument der von Marx erwähnten Abrechnung. Dabei kamen sicher auch eine Reihe interessanter Überlegungen zum Vorschein. oder ob sich bei Marx in dieser 6. zu ihr führen würde.. es käme doch nicht auf Interpretation.3. dass Marx genau diese junghegelianische Auffassung von Kritik und Veränderung im Sinn hatte. Heftig umstritten sind beispielsweise die bekannten Sätze aus der 6.oekonomiekritik.. vorgeworfen und mit Marxscher Autorität im Rücken behauptet. wie gerade angedeutet. dann ist es auch verständlich.Praxis und Fetischismus http://www. sagt der Eine. Befreien wir sie von den Hirngespinsten. Zu berücksichtigen ist allerdings.de/311Praxis u Fetischismus. von dem. Rebellieren wir gegen diese Herrschaft der Gedanken. „Praxisferne“ etc. das von der Mehrheit der Interpreten in ihn hinein gelegt wurde. und .“ (MEGA IV.htm Rezeption der Feuerbachthesen verloren ging. wurde ihnen sehr schnell „bloße Interpretation“. aphoristisch verkürzt.“ (MEW 3. Umstritten war in der Vergangenheit vor allem die Frage. ob hier eine grundsätzliche Kritik an der Vorstellung eines menschlichen Wesens formuliert wird. ihr gegenwärtiges Bewußtsein mit dem menschlichen. In seiner Wirklichkeit ist es das ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse. d. warum Marx nach dem schnellen Verschwinden der Junghegelianer nie wieder auf diesen Satz zurückgekommen ist. nur lässt sich bezweifeln. allerdings einer. Materialismus und Weltveränderung. es vermittels einer anderen Interpretation anzuerkennen. Es scheint mir daher sehr plausibel. sehr konkreten Abrechnung. die bloße Bewusstseinsveränderung laufe auf eine Anerkennung des Bestehenden hinaus. lässt sich gut an der berühmten 11. das Bestehende anders zu interpretieren. 20) Und in der Vorrede zur Deutschen Ideologie heißt es über die Junghegelianer: „Die Menschen haben sich bisher stets falsche Vorstellungen über sich selbst gemacht. 13) Marx wirft den Junghegelianern vor. kritischen oder egoistischen Bewußtsein zu vertauschen und dadurch ihre Schranken zu beseitigen. waren aber wohl seine junghegelianischen Kontrahenten. was sie sind oder sein sollen. These aber auch Anlass zu einer Fülle gelehrter Reflexionen über Philosophie.“ Wenn sich hinter dieser Satz eben nicht die große Reflexion auf das grundsätzliche Verhältnis von Philosophie und Revolution verbirgt. das nur anders interpretiert werde. wie sie etwa von Louis Althusser vor allem im Hinblick auf die Deutschen Ideologie behauptet wird. Sie hat in der Geschichte des Marxismus nicht nur sehr häufig als Argumentationsersatz gegenüber missliebigen Theorien gedient: statt sich mit solchen Theorien gründlich auseinandersetzen. sie würden glauben.. formulierte: „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretirt. diese Einbildungen mit Gedanken vertauschen. dass aufgrund der gedrängten Formulierungen diese Abrechnung in den Feuerbachthesen nicht immer ganz eindeutig ausfällt. Diese unschuldigen und kindlichen Phantasien bilden den Kern der neuern junghegelschen Philosophie“ (MEW 3. Die Ausgeburten ihres Kopfes sind ihnen über den Kopf gewachsen. sich kritisch zu ihnen verhalten. Lehren wir sie.

November 1844 an: es soll „vom empirischen.de/311Praxis u Fetischismus. Aber das menschliche Wesen ist kein dem einzelnen Individuum innewohnendes Abstractum. These dient „Praxis“ dann zu der immer wieder gern zitierten programmatischen Formulierung: 5 de 11 29/07/2011 12:41 . In der 8. weg von einem über die Gattung bestimmten menschlichen Wesen hin zu einem durch das „ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse“ bestimmten Wesen (vgl. Fn. heißt aber noch lange nicht.htm finden lässt. 167). er würde auf die Kritik dieses wirklichen Wesens nicht eingehen. Marx dechiffriert hier.. In jedem Fall hat sich Marx in der Folge nirgendwo auf seine angeblich neue Auffassung des menschlichen Wesens mehr bezogen. ist der reale Grund dessen. In den Feuerbachthesen wird dann „Praxis“ zum Zentralbegriff der eigenen Konzeption. Sève 1972. In seiner Wirklichkeit ist es das ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse. was in der Deutschen Ideologie an die Stelle der früheren „Philosophie des Menschen“ getreten ist: ein empirischer Materialismus. was sie apotheosiert und bekämpft haben“ (MEW 3. Louis Althusser (1961. Er sieht in der 6. anknüpfen möchte. der von Marx in der Folge ebenfalls überwunden wird.[7] Die Existenz eines solchen Bruches zu akzeptieren. der auf die Kritik dieses wirklichen Wesens nicht eingeht. wie im folgenden skizziert werden soll. sondern den gesamten Anfang der These: „Feuerbach löst das religiöse Wesen in das menschliche Wesen auf. wenn man nicht nur die beiden oben wiedergegebenen Sätze zur Kenntnis nimmt. Kapitalien und sozialen Verkehrsformen.und Verkehrsverhältnisse entstanden sind und dort als völlig plausibel gelten. vom „Empirismus und Materialismus“ ausgegangen werden. die in einer bestimmten Gesellschaft. Letzteres wurde etwa von Lucien Sève behauptet. deutete Engels bereits in seinem oben zitierten Brief vom 19. ob Marx tatsächlich an das „Wesen des Menschen“. auch die von Althusser gelieferte Interpretation dieses Bruches zu akzeptieren (was einem aber gerade in der deutschen Debatte sehr schnell vorgeworfen wird). die jedes Individuum und jede Generation als etwas Gegebenes vorfindet. sondern auch. ist daher gezwungen. nur in höchst eingeschränktem Maße mit dem „genialen Keim“ von etwas Neuem. etwa MEW 3: 48. scheint mir in der Deutschen Ideologie ziemlich deutlich ausgesprochen worden zu sein.“ (MEGA IV. als „idealistische Geschichtsanschauung“ kritisiert hatte. sondern unterstellt dies einfach. dass er nicht klar genug sieht. 67f. dass er diesen Bruch zugleich als Einschnitt zwischen Ideologie und Wissenschaft begreift. aus denen dann alles erklärt werden soll. insbes. leibhaftigen Individuum“. was sich die Philosophen als 'Substanz' und 'Wesen des Menschen' vorgestellt. These eine theoretische Umwälzung am Werk. Feuerbach. 1964) hat sehr nachdrücklich vertreten. Sève zitiert diese Stelle zwar auch. Nachdem Marx die ständige Suche nach Kategorien und Ideen. Sieht man wie Sève und andere in einer solchen Dechiffrierung die Begründung einer Marxschen Auffassung vom „Wesen des Menschen“. schreibt er: „Diese Summe von Produktionskräften. und damit auch seine eigenen Schriften aus dem Jahr 1844 implizit kritisiert. Fn 23). 38). in insgesamt sechs der elf Thesen taucht „Praxis“ oder „praktisch“ auf. er stellt nicht einmal die Frage. eine „Vorstellung“ der „Philosophen“ (zu dieser Zeit für Marx fast schon ein Schimpfwort). Dass es Marx nicht um eine alternative Füllung des Begriffs „menschliches Wesen“ geht. mit bestimmten Produktions. Denn das entscheidend Neue der Feuerbachthesen und der Deutschen Ideologie wird von Marx schließlich wieder aufgegeben. die Rede vom „Wesen des Menschen“ als eine Hypostasierung von Vorstellungen über den Menschen. aber. die im Mittelpunkt vieler Debatten stehen. dann könnte man auch Feuerbachs Dechiffrierung der Vorstellung Gottes als das idealisiertes Wesen des Menschen zur Neubegründung der Religion erklären. dass Marx in der Deutschen Ideologie einen Bruch mit der Vorstellung eines „menschlichen Wesens“ vollzieht. Marx wirft ihm vielmehr vor. wie auch an anderen Stellen (vgl. doch übergeht er die abschätzige Rede vom „Wesen des Menschen“.3. 6 und 82. Problematisch an der Althusserschen Auffassung ist nicht nur.oekonomiekritik. 20f) Feuerbach wird hier nicht vorgeworfen. Was den Abstraktionen Feuerbachs und anderer entgegengesetzt werden soll. er würde nicht auf das wirkliche Wesen eingehen. Gegenüber einer solchen Interpretation sollte man zumindest etwas stutzen.Praxis und Fetischismus http://www. Der Empirismus der Feuerbachthesen und der Deutschen Ideologie Bei dem Bruch von 1845 haben wir es zwar mit einer „Abrechnung“ mit dem früheren philosophischen Gewissen zu tun..

20) Immer wieder wird in der Deutschen Ideologie dieses empirisch Konstatierbare als letzter Grund jeder Erkenntnis betont. Wie sie zu Beginn des Feuerbachkapitels erklären. mit denen wir beginnen. von denen man nur in der Einbildung abstrahieren kann.oekonomiekritik. hat alle feudalen. in dem Begreifen dieser Praxis. die Verhältnisse so anzusehen. Zwar tritt in der Deutschen Ideologie der Begriff Praxis bereits weniger häufig auf. auf ein einfaches Macht.) Alles Ständische und Stehende verdampft. die kapitalistischen Verhältnisse als das zu erkennen.H. so daß ihr damit zugleich im Durchschnitt die Gedanken derer. ihre gegenseitigen Beziehungen mit nüchternen Augen anzusehen. das im Gegensatz zu den philosophisch-abstrakten Konstruktionen der Junghegelianer als Ausgangspunkt und Erklärungsgrund genommen werden soll. und die Menschen sind endlich gezwungen. materialistische Geschichtsauffassung. es sind wirkliche Voraussetzungen.. ihre Aktion“ wie es im weiter oben angeführten Zitat hieß) sehen sie in der je nach Zusammenhang sinnlichen. disponiert damit zugleich über die Mittel zur geistigen Produktion.h. M.. „empirisch konstatierbaren“ Voraussetzungen ausgehen: „Die Voraussetzungen. wollen Marx und Engels in der Deutschen Ideologie wissenschaftlich bereits vollziehen. dem Herrschende und Beherrschte gleichermaßen unterworfen sind. welche die Theorie zum Mysticism veranlassen. ähnlich wie in der 8. idyllischen Verhältnisse zerstört. wurde Marx bald klar. die „Praxis“ wie eine Monstranz vor sich her tragen. konnte man überhaupt versuchen.htm „Alles gesellschaftliche Leben ist wesentlich praktisch.und Manipulationsphänomen reduziert: „Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken.Praxis und Fetischismus http://www. 21) In der Deutschen Ideologie wird vollends deutlich.“ (MEW 3. einzuordnen. „Praxis“ ist aber zunächst einmal nichts weiter als eine Leerformel: sie steht für das Konkrete. was sie sind. Es sind die wirklichen Individuen. [sie. finden ihre rationelle Lösung in der menschlichen Praxis u. Illusionen oder Manipulationen. unverschämte.3. Praxis nicht viel weiterhilft: nach den Feuerbachthesen und der Deutschen 6 de 11 29/07/2011 12:41 . ihre Aktion und ihre materiellen Lebensbedingungen.“ (MEGA IV. These. dass die Verhältnisse unmittelbar durchschaubar werden. d. wie sie sind: „Die Bourgeoisie. die Klasse. Daher können sie auch nur wenig später im Kommunistischen Manifest die Vorstellung vertreten. die die Mittel zur materiellen Produktion zur Verfügung hat. Die Abkehr vom Empirismus Im Unterschied zu vielen Interpreten der Feuerbachthesen. direkte. gesellschaftlichen.] erklärt die Ideenformationen aus der materiellen Praxis“ (MEW 3. sie „erklärt nicht die Praxis aus der Idee.de/311Praxis u Fetischismus. wollen sie von den „wirklichen“. doch hat er noch immer eine zentrale programmatische Funktion. haben Marx und Engels hier noch nicht die geringste Vorstellung. welche die Menschen davon abhalten. 46) Vom Fetischismus.“ (MEW 4. (. So wird etwa die Frage nach den gesellschaftlich herrschenden Bewusstseinsformen. denen die Mittel zur geistigen Produktion abgehen. „Praxeologie“ etc. 38). materielle. Was die wirkliche Entwicklung des Kapitalismus nach ihrer Auffassung bewerkstelligt. materiellen oder auch einfach nur menschlichen „Praxis“. Alle Mysterien.. dass der ständige Verweis auf menschliche. alles Heilige wird entweiht. Nur aufgrund dieser weitgehenden Unbestimmtheit des Praxisbegriffs.[8] was auch zu einer Reihe von extremen Verkürzungen und Fehlschlüssen führt. als man aufgrund der Feuerbachthesen erwarten könnte. sind keine willkürlichen. ja dass die Menschen geradezu gezwungen wären. ihre Lebensstellung.) Sie hat mit einem Wort. wo sie zur Herrschaft gekommen. Sie wollen zu einer von Abstraktionen unverstellten Empirie und diese Empirie („die wirklichen Individuen. die weitere Marxsche Theoriebildung in eine mit den Feuerbachthesen anhebende „Praxisphilosophie“. Empirische. dürre Ausbeutung gesetzt. So heißt es über die eigene. (. welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist. an die Stelle der mit religiösen und politischen Illusionen verhüllten Ausbeutung die offene. sowohl die vorgefundenen wie die durch ihre eigne Aktion erzeugten. keine Dogmen. gegenständliche etc. dass Marx und Engels als Alternative zu den Abstraktionen der Junghegelianer (oder „der Philosophen“) ein streng empirisches Programm verfolgen. und der eben nicht einfach „konstatiert“ werden kann. ist zugleich ihre herrschende geistige Macht. unterworfen sind. Diese Voraussetzungen sind also auf rein empirischem Wege konstatierbar. gegenständlichen.. 464f) Es sind anscheinend nur Vorurteile. Die Klasse. dass mit der Durchsetzung des Kapitalismus die gesellschaftlichen Verhältnisse durchsichtiger werden würden. die „herrschenden Gedanken“. patriarchalischen.“ (MEW 3.

tritt an die Stelle der pauschalen Kritik die Abgrenzung zu deren idealistisch-spekulativem Gebrauch bei Hegel.1. der Einleitung von 1857. in „Praxis“ den Universalschlüssel für alle Probleme zu sehen. Die Überwindung des Empirismus führt nicht zu einem Verzicht auf empirische Kenntnisse und Untersuchungen.Praxis und Fetischismus http://www. worin diese Individuen zu einander stehen. Diese Praxis ist vielmehr selbst ein schwieriger Erklärungsgegenstand. sie als ein „geistig Concretes zu reproduciren“. als ein Gedankenconcretum. sondern zum Verzicht auf die Idee. Die Etappen dieses Prozesses sind zwar nur sehr vage zu bestimmen.oekonomiekritik. auf der Produktion von abstrakten Kategorien und nicht einfach auf der getreuen Übersetzung eines empirisch Beobachteten. Marx hält jetzt einerseits fest. dass dieser Produktionsakt. wenn es gelingt. jetzt weiß Marx. dass sich Marx in der Folge nicht mehr enthusiastisch auf „Praxis“ bezieht. wie sie seit 1857 Gestalt annimmt. dass das Begreifen der gesellschaftlichen Verhältnisse nicht einfach von der „Konstatierung“ von Voraussetzungen und empirischen Fakten ausgehen kann. Erkenntnis bestehe jenseits jeder begrifflichen Konstruktion lediglich in der möglichst genauen Auffassung der Empirie. dass er ohne sie nicht auskommt. des Begreifens ist“.“ (MEGA II. Dies wird bereits in den Grundrissen deutlich. 188) Menschliche Praxis ist keineswegs der transparente Erklärungsgrund. Ein wesentlicher Erkenntnisfortschritt der Grundrisse gegenüber den ökonomischen Schriften der späten 40er (etwa dem Elend der Philosophie oder 7 de 11 29/07/2011 12:41 . sondern drückt die Summe der Beziehungen. sondern der Verarbeitung von Anschauung und Vorstellung in Begriffe“ ist (MEGA II. Die konkrete Wirklichkeit wird erst begriffen. Und die „ökonomisch gegebene Gesellschaftsperiode“ ist etwas anderes als die Individuen und ihre Praxis. Den Ökonomen. sondern dass es die Kritik der politischen Ökonomie. in fact ein Produkt des Denkens. deutlich zu machen. wirft er jetzt ihren Empirismus vor: in ihrem „groben Zugreifen nach und Interesse für den empirisch vorliegenden Stoff“ komme ein „Mangel an theoretischem Sinn für Auffassung der Formunterschiede der ökonomischen Verhältnisse“ zum Ausdruck (MEGA II. 37). der lediglich genau aufgefasst werden muss. dessen Ergebnis schlägt sich aber in einem wieder über weite Strecken programmatischen Text nieder. sondern nur durch die Produktion von Begriffen möglich ist. Die neue Konzeption von Gesellschaft Zusammen mit der Überwindung des Empirismus hat sich auch die Konzeption von Gesellschaft. Nach der Deutschen Ideologie findet bei Marx eine Abkehr von dem dort vertretenen unreflektierten Empirismus statt. Verhältnisse aus. 371 Hervorhebungen im Original). wobei die Erklärung nicht ohne abstrakte begriffliche Konstruktionen auskommt. sondern der ökonomisch gegebnen Gesellschaftsperiode ausgeht“ (MEW 19. In den wenigen Stellen.1. die es höchst fragwürdig macht. Nachdem Marx nun selbst wieder Abstraktionen verwendet. Marx ist sich hier darüber im Klaren. dass die „begriffene Welt“. Zwar ist Begriffsbildung nicht ohne empirische Grundlage möglich.1.htm Ideologie taucht die programmatische Verwendung von „Praxis“ nicht mehr auf. von der Emphase der Feuerbachthesen ist nichts mehr zu spüren. sondern auch den Klassikern wie Smith. und zwar nicht nur den Vulgärökonomen. zu bestreiten. Es geht ihm darum.3. die nicht von dem Menschen. die „konkrete Totalität als Gedankentotalität. die Marx durchaus schätzt. 36).1.1. Es geht ihm nicht mehr darum. In der Heiligen Familie und der Deutschen Ideologie wurden solche Abstraktionen noch ganz generell von einem empirischnominalistischen Standpunkt aus kritisiert. wie Marx in den Feuerbachthesen und der Deutschen Ideologie glaubte. geschieht dies rein umgangssprachlich. Das Begreifen einer Sache beruht auf einem begrifflichen Produktionsakt.2. doch ist es mit einer bloßen Übersetzung von Empirie in Begriffe nicht getan: erst mittels der begrifflichen Darstellung des Zusammenhangs der Kategorien ist die „Reproduction des Concreten im Weg des Denkens möglich“. dass die „Bewegung der Categorien“ der Produktionsakt dieses Gedankenkonkretums darstellt. 384). selbst ist. nicht der Akt „des ausser oder über der Anschauung und Vorstellung denkenden und sich selbst gebärenden Begriffs. den Randglossen zu Wagner. Ganz allgemein hielt Marx bereits in den Grundrissen fest: „Die Gesellschaft besteht nicht aus Individuen. Wie er in seiner letzten Schrift.de/311Praxis u Fetischismus. in denen beispielsweise im Kapital das Wort Praxis benutzt wird. gewandelt. von der Marx ausgeht. der Weg dahin ist die (häufig als einfacher Leitfaden missverstandene) „Methode vom Abstrakten zum Concreten aufzusteigen“ (MEGA II.1. Wichtig ist aber nicht nur. im Hinblick auf das Kapital betont. missverstehe Wagner seine (Marxens) „analytische Methode.

dass Gesellschaft doch auf der „Praxis“ der Menschen beruht. Bereits im Vorwort heißt es. Vor der „Praxis“ der Warenbesitzer sind zunächst die Formbestimmungen der Ware zu analysieren (der Gegenstand des ersten Kapitels). sondern erst im zweiten um die Praxis der Warenbesitzer geht. Im Kapital schlägt sich diese Darstellungsstruktur bereits bei der Behandlung der einfachen Zirkulation nieder. dass von den Personen nur insoweit die Rede ist. Sie realisirt sie. 897ff). 475) ist nun nicht einfach als Lektüre verfehlt. besteht darin. diesen Ebenenwechsel macht Marx mit dem ersten Satz dieses zweiten Kapitels deutlich: „Die Waren können nicht selbst zu Markte gehn und sich nicht selbst austauschen. gerade nicht wissen.de/311Praxis u Fetischismus. sondern des „gewordenen“ Kapitals geht. bei dem die Individuen. Der nahe liegende Einwand von Vertretern einer „praxeologischen“ Auffassung. durch das diese Kategorien reale Wirksamkeit bekommen. erst dann können die Handlungen der Warenbesitzer zum Untersuchungsgegenstand gemacht werden (zweites Kapitel). wenn sie im Tausch ihre Produkte gleichsetzen. Dass es nicht schon im ersten Kapitel des Kapital. die in dem „sie wissen das nicht. 16). wie Marx vor allem in den Grundrissen immer wieder betont. 625. Marx analysiere in den ersten drei Kapiteln des Kapital eine vorkapitalistische „einfache Warenproduktion“ (MEW 25. wenn sich diese Praxis selbst bereits als kategorial bestimmt erweist. vgl. wie sie hier angekündigt wird. sondern muss ihrerseits aus den Gesetzen des Kapitals erklärt werden. hier wissen also die Tauschenden. In der von Engels im „Nachtrag“ zum dritten Band des Kapital formulierten Auffassung. nur entkleidet der historischen Form und der störenden Zufälligkeiten“ (MEW 13. aber sie tun es“ liegt. dass eine solche Darstellung. dann ist es ihr Handeln.Praxis und Fetischismus http://www. dass sie menschliche Arbeit gleichsetzen.htm Lohnarbeit und Kapital) besteht darin. 88) hatte Marx dazu im Fetischabschnitt geschrieben. Dies strukturiert den Aufbau der Darstellung: zunächst müssen die Gesetze des Kapitals begrifflich entwickelt und dargestellt werden.[10] hat durchaus einen richtigen Kern: wenn die Menschen als Personifikation ökonomischer Kategorien gesellschaftlich handeln. Das Problem bei dem Konstrukt „einfache Warenproduktion“ besteht ja nicht in erster Linie darin. was sie tun. Vor allem verfehlt es die Darstellung des Handelns der Individuen als formbestimmtes Handeln. dass Marx die rein marktorientierte Betrachtung. dann wird nicht nur der Gegenstand dieser drei Kapitel verfehlt.[9] Im Kapital wird dieser Sachverhalt von vornherein auf einer allgemeinen Stufe angekündigt. macht sie zu Zwangsgesetzen dem einzelnen Capital gegenüber. ob eine derartige historische Epoche je existierte. insofern es nicht um die Darstellung des „werdenden“. Jetzt hält Marx mehr als einmal fest: „Die Concurrenz exequiert die inneren Gesetze des Capitals. aber überhaupt möglich ist. Allerdings geht es um die begriffliche Reproduktion von Gesellschaft. durchbricht. Und diese begriffliche Produktion kann nicht mit „Praxis“ beginnen. dann müssen zunächst diese Kategorien dargestellt sein.H. sondern auch jene zentrale Pointe der Marxschen Werttheorie.]. Wird nun ein derartiges Produktionsverhältnis als Gegenstand der ersten drei Kapitel des Kapital unterstellt. historisierende Auffassung der Marxschen Darstellung. keineswegs eine selbständige Erklärungsinstanz bildet. erst dann kann es um die Konkurrenz der Einzelkapitalien gehen. heißt zugeben. ohne dass bereits die Handlungen der Personen dargestellt sind.1.[11] Die auf Engels zurückgehende. aber sie erfindet sie nicht. Marx war sich darüber klar geworden. „als die historische [Behandlungsweise. als „sie die Personifikation ökonomischer Kategorien sind“ (MEW 23. setzt sich diese verfehlte Rezeption fort. dass sich die ökonomischen Kategorien entwickeln lassen. weil sie die für die Produktion nötigen Arbeitsquanten kennen würden (MEW 25. daß man sie nicht versteht. M. das Problem ist zunächst einmal die Engelssche Charakterisierung dieser einfachen Warenproduktion: die Warenproduzenten tauschen die Waren zu ihren Werten aus. 907). dass die Konkurrenz der Einzelkapitale. auch 448) Die Konkurrenz der Kapitalien ist aber nichts anderes als die „Praxis“ der einzelnen Kapitalisten und diese Praxis erklärt offenbar gar nichts. Die Voraussetzung dafür. die er bei der bürgerlichen Ökonomie vorfindet. Wir müssen uns also nach ihren Hütern 8 de 11 29/07/2011 12:41 . wie er noch in den 1840er Jahren in Übereinstimmung mit der bürgerlichen Ökonomie annahm. Sie daher einfach aus der Concurrenz erklären zu wollen.“ (MEGA II. aber sie tun es“ (MEW 23. um die im letzten Abschnitt skizzierte Produktion eines „Gedankenkonkretums“. „Sie wissen das nicht. und die alle kapitalistischen Verhältnisse aus dem Marktverhalten der Einzelnen erklären will.2. dass die Kategorien nicht in irgendeinem Ideenreich existieren. die in der „logischen Behandlungsweise“ (gemeint ist die begriffliche Entwicklung) nichts anderes zu sehen glaubt.oekonomiekritik.

sondern in gewisser Hinsicht „Abstraktionen“. sie unterliegen den Fetischismen und Mystifikationen. das von ihm angeleitet wird. als ein vorkritischer Begriff: die Praxis selbst. auf den alles zurückzuführen ist. die Menschen würden von Abstraktionen beherrscht. All dies betätigt sich. Gegenüber den Junghegelianern hatte sich Marx in der Deutschen Ideologie über ihre Auffassung. Praxis ist gerade nicht der transparente Erklärungsgrund. 101) Für die Warenbesitzer steht die „Tat“ am Anfang. die ihnen als ganz natürlich erscheint.h. 838). Dort heißt es dann weiter über die Warenbesitzer: „Im Anfang war die Tat. Die Warenbesitzer folgen in ihren ökonomischen Handlungen (und. kann nicht mehr die Rede sein. 99) Wird nun bereits die Wertformanalyse im ersten Kapitel in der Tradition von Engels „praxeologisch“ aufgefasst. so Marx am Ende des dritten Kapital-Bandes leben in einer „verzauberten.“ (MEW 23. ist Praxis nicht zu gebrauchen. und ob sie für die Darstellung notwendig ist. ohne sich über diese Gesetze im Klaren zu sein. von denen die Junghegelianer sprachen. die Warenbesitzer folgen den Gesetzen der Warennatur.87). Sie haben daher schon gehandelt. wie in den Feuerbachthesen. der der Verteidigung der historisierenden Position einen ausführlichen Aufsatz widmete. Von der zunehmenden Durchschaubarkeit der gesellschaftlichen Verhältnisse. den Warenbesitzern. verkehrten und auf den Kopf gestellten Welt“ (MEW 25.htm umsehen. 159) und die Übergänge von der einfachen Wertform bis zur Geldform „in Gestalt einer handlungstheoretischen oder praxeologischen Rekonstruktion“ begründen will (Haug 2003b. dass dies in gewisser Hinsicht doch zutreffend ist: die Menschen werden davon beherrscht. „der den Arbeitsprodukten anklebt. bleibt unbeantwortet. was sie da eigentlich tun. dann lässt sich kein grundsätzlicher Unterschied mehr zwischen diesen beiden Kapiteln ausmachen: jedes Mal geht es um Geld als Resultat der Tauschpraxis. d. zieht er doch völlig selbstverständlich Argumentationsfiguren aus dem zweiten Kapitel als Beleg für seine „praxeologische“ Auffassung der Wertformanalyse im ersten Kapitel heran (z. 30). Die Gesetze der Warennatur betätigten sich im Naturinstinkt der Warenbesitzer. der Fetischismus. dass man bei Marx in den seit 1857 entstandenen ökonomiekritischen Schriften den enthusiastischen Verweis auf Praxis nicht mehr findet und dass er sich auch nie wieder auf die Feuerbachthesen bezogen hat. wie sich anhand der Lohnform zeigen lässt. Die Herrschaft der Abstraktionen. so wie sie sich empirisch zeigt. weshalb sich die Waren als „sinnlich-übersinnliche“ Dinge (MEW 23. um die es jetzt geht. Es sind also nicht einfach „die Gedanken der Herrschenden“. Der Fetischismus ist in der ökonomischen Struktur der Gesellschaft verankert und wird durch das ökonomische Verhalten. nicht das Denken. ist in Mystifikationen befangen. der als Synonym für das Empirische.de/311Praxis u Fetischismus. die ihnen durch die ökonomische Struktur der Gesellschaft vorgegeben ist. ist kein reines Bewusstseinsphänomen. 9 de 11 29/07/2011 12:41 . bevor sie gedacht haben. „im Naturinstinkt der Warenbesitzer“. Sie handeln von vornherein in einer ganz bestimmten Weise. dieser nicht fassbare Wert aber zugleich eine sinnlich greifbare Existenz im Geld besitzt. so widersinnig sie sich bei näherer Analyse auch zeigen mag. 394). lustig gemacht. Auch er scheint keinerlei Unterschied zwischen den Argumentationsebenen der ersten beiden Kapitel zu sehen. Haug 2003a. 86) erweisen. Bei Klaus Holzkamp. auch beständig reproduziert.“ (MEW 23. sondern zugleich um Wertgegenstände handelt. Vielmehr handelt es sich um einen Fetischismus. sondern selbst ein Erklärungsgegenstand. ohne sich Rechenschaft darüber abzulegen.Praxis und Fetischismus http://www. die im Kommunistischen Manifest unterstellt wurde.oekonomiekritik. wie Marx metaphorisch schreibt. schrumpft das zweite Kapitel zu einer „Erweiterung“ des ersten (Holzkamp 1974. von denen die Menschen beherrscht werden. Daher ist es nicht verwunderlich. Warum und wozu es eine solche Erweiterung gibt. die von den ökonomischen Verhältnissen hervorgebracht werden. wenn auch ganz andere als die. Nicht viel besser sieht es auch bei Wolfgang Fritz Haug aus. Vor dem Hintergrund der Kritik der politischen Ökonomie erweist sich der Praxisbegriff der Feuerbachthesen und der Deutschen Ideologie. einer Rationalität. Die Agenten der kapitalistischen Produktionsweise (und zwar alle: Herrschende und Beherrschte). 427). S. Jetzt muss er zugeben. Um „Praxis“ geht es allerdings erst im zweiten Kapitel des Kapital. Als Universalschlüssel. auch in den ethischen Bewertung dieser Handlungen) einer Rationalität. dass es sich nicht nur um Gebrauchsgegenstände. dass ihre Arbeitsprodukte „Werte“ sind.B. das alle Mystifikationen der Theorie auflösen sollte. wobei der Wert einerseits nirgendwo zu fassen ist. sobald sie als Waren produziert werden“ (MEW 23. beziehen ihre Waren auf Geld als allgemeinen und selbständigen Ausdruck des Werts. Einfach „aus dem zu Kopf zu schlagen“ kann man sich diese Abstraktionen jedenfalls nicht. der die Wertformen als „Praxisformen“ fassen will (Haug 1989.

17-41. Die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition. 137-164.) (1996): Eine angeschlagene These.B. Klaus (1974): Die historische Methode des wissenschaftlichen Sozialismus und ihre Verkennung durch J. Für Marx. Stirner. Frankfurt/M. Ideologie und ideologische Staatsapparate. [8] „Die empirische Beobachtung muß in jedem einzelnen Fall den Zusammenhang der gesellschaftlichen und politischen Gliederung mit der Produktion empirisch und ohne alle Mystifikation und Spekulation aufweisen. Markovic (1960) oder in dem bereits angeführten Text von Bloch. 73-136. Frankfurt/M. Bloch. machten zuletzt die Beiträge in dem Sammelband Gerhardt (1996) deutlich. Michael (1999): Die Wissenschaft vom Wert. Lucien (1972): Marxismus und Theorie der Persönlichkeit. Korsch. Hamburg 1998. Max (1845): Der Einzige und sein Eigentum. empirisch konstatierbaren und an [1] 10 de 11 29/07/2011 12:41 . Lefèbvre. ihre wahre Begründung den Entdeckungen Feuerbachs. Band 4. „das Erscheinen des Einzigen und sein Eigenthum gab hierzu den äußeren Anstoß“ (Jenny Marx o. 25).): Umrisse eines bewegten Lebens. Haug (1999) im Historisch-kritischen Wörterbuch des Marxismus. die Hochschätzung der Feuerbachthesen bei Korsch (1922.Thesen über Feuerbach. [4] So heißt es zum Beispiel in der nach der Niederschrift der Ökonomisch-philosophischen Manuskripte entstandenen „Vorrede“: „Ausserdem verdankt die Kritik der Nationalökonomie wie die positive Kritik überhaupt. Marxismus und Philosophie. Mihailo (1960): Praxis als Grundkategorie der Erkenntnistheorie.Praxis und Fetischismus http://www. Kommentar.. S. in: Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus. in: ders.oekonomiekritik. in: Das Argument 251. Wolfgang Fritz (2003a): Historisches/Logisches. Ernst (1959): Das Prinzip Hoffnung Kapitel 1-32.“ (MEW 3. Louis (1964): Marxismus und Humanismus. [3] Eine Ausnahme bildet der Kommentar der Sozialistischen Studiengruppen (1981).J. Volker (Hg.2. 47ff). in: Mohr und General.de/311Praxis u Fetischismus. Markovic. in: ders. 1923). 168-194. Althusser. Marx.“ (MEGA I. Haug. 402-420. Erinnerungen an Marx und Engels. in: ders.290). in: Ernst Bloch Gesamtausgabe Band 5. Karl (1923): Marxismus und Philosophie. Hervorhebung im Original) [5] Als Marx 1867 die Heilige Familie durchblättert. S. [6] Dass der Anlass dazu tatsächlich Stirners Buch war.186). Vielfältige Literaturhinweise findet man in dem Stichwort Feuerbach-Thesen von W. 288-334) und das Buch von Labica (1987). 135f). Georges (1987): Karl Marx . Münster. Labica. Wolfgang Fritz (2003b): Wachsende Zweifel an der monetären Werttheorie.. in: ders. geht auch aus einer Äußerung von Marxens Frau Jenny hervor. Haug.J. 424-437. Sozialistische Studiengruppen (1981): Die „Deutsche Ideologie“. 1966. 378-396. Berlin 1983.F. [2] Vgl. erw. Marxismus und Philosophie. Louis (1961): Über den Jungen Marx (Fragen der Theorie). Frankfurt/M. Heinrich. Stuttgart 1981. in: ders. Berlin. schreibt er an Engels. Dialektik der Praxis. [7] Die von Marx und Engels in der Deutschen Ideologie und zum Teil auch noch im Kommunistischen Manifest geübte Kritik trifft die eigenen Texte aus dem Jahre 1844. Korsch.. Gerhardt. u.. 1966. Neuauflage.. Holzkamp. Henri (1958): Probleme des Marxismus. Dass auch in der Gegenwart die Feuerbachthesen als ganz selbstverständlicher Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit Marx gelten. Jenny (o. in: Das Argument 251. vor allem die Ökonomisch-philosophischen Manuskripte und die Mill-Exzerpte bis in deren Formulierungen hinein (vgl. 1977.htm Literatur Althusser. 1-75. Das Argument 84. überarb. Frankfurt/M. Antwort auf Michael Heinrich.. Sève. Es sei hier nur auf zwei der umfänglichsten Auseinandersetzungen hingewiesen: Das den Feuerbachthesen gewidmete Kapitel in Ernst Blochs Prinzip Hoffnung (Bloch 1959. Hamburg 1977. 1965. Frankfurt/M. Frankfurt/M. Feuerbachthese im Foyer der Humboldt-Universität zu Berlin.. Lefebvre (1958. 317. dazu Heinrich 1999. Hamburg. dass „der Feuerbachkultus jetzt sehr humoristisch auf einen wirkt“ (MEW 31. Die 11. 9-44. „Auch die Nebelbildungen im Gehirn der Menschen sind notwendige Sublimate ihres materiellen. Haug. die über die Deutsche Ideologie schrieb. heute. Karl (1922): Der Standpunk der materialistischen Geschichtsauffassung.Bischoff. Frankfurt/M.. Wolfgang Fritz (1999): Feuerbach-Thesen. z.

zwar behielt Marx in der Folge die Einsicht.Praxis und Fetischismus http://www. Kapitel 5. 11 de 11 29/07/2011 12:41 . „Übrigens löst sich in dieser Auffassung der Dinge. doch das ursprüngliche Konzept des „Kapital im Allgemeinen“ ließ sich nicht mehr durchhalten (ausführlicher dazu: Heinrich 1999.htm materielle Voraussetzungen geknüpften Lebensprozesses.oekonomiekritik.3-5. 435). die sich in den Grundrissen herauskristallisiert hatte. [10] Diesen Einwand formulierte explizit z. 167) eingegangen. [11] Diese Darstellungsstruktur findet sich auch im vierten Kapitel: erst nachdem die allgemeinen Formbestimmungen der Kapitalbewegung entwickelt wurden.“ (MEW 3.F. 26).“ (MEW 3. Haug (2003b. wie sie wirklich sind und geschehen sind. wie sich weiter unten noch deutlicher zeigen wird. mit dem Attribut „praxeologisch“ hat er seine Position selbst mehrfach charakterisiert.5). beruhte auf der Entgegensetzung von „Kapital im Allgemeinen“ und „Konkurrenz“. jedes tiefsinnige philosophische Problem ganz einfach in ein empirisches Faktum auf.B. Die Darstellungskonzeption. W. [9] Wie diese Darstellung genau zu fassen ist.de/311Praxis u Fetischismus. dass die Konkurrenz die Gesetze des Kapitals nur ausführt bei. 43). bereitet Marx allerdings noch große Probleme. wird auf den Kapitalisten als „bewusster Träger dieser Bewegung“ (MEW 23.

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