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Gottlob Frege

Begriffsschrift
und andere Aufsätze
Zweite Auflage
Mit E. Husserls und H. Scholz' Anmerkungen
herausgegeben von
Ignacio Angelelli
1993
Georg OllIlS Verlag
Hildesheim · Zürich · N ew Y ork
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Das Werk ist urheberrechtlich geschützt.
Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen
des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung
des Verlages unzulässig und strafbar.
Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen,
Übersetzungen, Mikroverfilmungen
und die Einspeicherung und Verarbeitung in
elektronischen Systemen.
4. Nachdruck der 2. Auflage 1964
© by Georg Olms AG, Hildesheim 1964
Printed in Germany
Herstellung: Weihert-Druck GmbH, Darmstadt
ISBN 3-487-00623-5
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VERZEICHNIS
IV Vorbemerkung
V Begriffsschrift
89 Anwendungen der Begriffsschrift
93 Über den Briefwechsel Leibnizens und Huygens mit Papin
97 Über den Zweck der Begriffsschrift
106 über die wissenschaftliche Berechtigung einer Begriffsschrift
115 Anhang I: H. Scholz' Anmerkungen zur "Begriffsschrift"
117 Anhang 11: E. Husserls Anmerkungen zur "Begriffsschrift"
122 Textkritische Bemerkungen
Vorbemerkung
In diesem Band erscheint Freges "Begriffsschrift" (1. Auf I.
Halle 1879) erstmalig zusammen mit_vier kleineren die
systematisch oder chronologisch eng damit verbunden sind.
Die Seitenzählung des vorliegenden Bandes fällt mit der-
jenigen der Originalauflagen nur bei den Seiten der Begriffsschrift
zusammen, die mit arabischen Ziffern numeriert sind. In allen
anderen Fällen ist durch eingeklammerte Ziffern auf die Seiten-
zählung der Originalauflagen hingewiesen.
Einige Verbesserungen zum Text der "Begriffsschrift" und zu
den "Anwendungen der Begriffsschrift" (siehe Textkritische Be-
merkungen) ferner eine Anmerkung zur Seite 24 der "Begriffs-
schrift" wurden vom Herausgeber angefügt.
Die "Begriffsschrift" war kein "Nebenprodukt" in Freges
Laufbahn - wie E. Abbe in seinem Gutachten zur Ernennung
Freges zum Professor schrieb (Friedrich Stier: Ernst Abbes
akademische Tätigkeit an der Universität Jena, Jenaer Reden und
Schriften, Heft 3, Jena, 1955, S. 26-28) sondern ein bahnbrechen-
des Werk, dessen neue Veröffentlichung seit langem gewünscht
wurde.
Ich möchte vor allem Herrn Professor Bochenski für seine
freundliche Hilfe danken. Auch bin ich Frau E. Scholz verpflichtet,
für die liebenswürdige Erlaubnis, die im Anhang I enthaltenen
Anmerkungen von Herrn Professor H. Scholz zu veröffentlichen.
Ebenso danke ich besonders dem Direktor des Husserl-Archivs,
Herrn Prof. H. L. Van Breda, daß ich in sein Archiv Einsicht
nehmen konnte und Auszüge aus den Anmerkungen Husserls zur
"Begriffsschrift" und seiner Korrespondenz mit Frege für den
vorliegenden Band verwerten durfte. Ebenso bin ich Herrn Dr.
R. Boehnl verpflichtet,der die Übertragung in Kurrentschrift des auf
S. 7 der "Begriffsschrift" eingelegten Blattes besorgt hat. Herrn
Professor G. Uschmann, Universität Jena, bin ich für seine inten-
sive Unterstützung meiner Arbeit sehr verbunden.
Ignacio Angelelli / Fribourg, 1963.
BEG RIFFSSCHRIFT,
EINE DER ARITHMETISCHEN NACHGEBILDETE
FORlIELSPRA.CHE
DES REINEN DENKENS.
VON
DR. GOTTLOB F R E G E ~
PRIVATliOCENTEN DER MATHEMATIK AN DER UNIVERSITÄT JENA.
HALLE AIS.
VERLAG VON LOUIS NEBERT.
1879.
Vorwort.
Das Erkennen einer wissenschaftlichen Wahrheit durch-
läuft in der Regel mehre Stufen der Sicherheit. Zuerst viel-
leicht aus einer ungenügenden Zahl von Einzelfällen elTathen,
wird der allgemeine Satz nach und nach sicherer befestigt, in-
dem er durch Schlussketten mit andern Wahrheiten Verbindung
erhält, sei es dass aus ihm Folgerungen abgeleitet werden, die
auf andere Weise Bestätigung finden, sei es dass er umgekehrt
als Folge schon feststehender Sätze erkannt wird. Es kann
daher einerseits nach dem Wege gefragt werden, auf dem ein
Satz allmählich errungen wurde, andrerseits nach der Weise,
wie er nun schliesslich am festesten zu begründen ist. Erstere
Frage muss möglicherweise in Bezug auf verschiedene Menschen
verschieden beantwortet werden, letztere ist bestimmter, und ihre
Beantwortung hängt mit dem innern Wesen des betrachteten
Satzes zusammen. Die festeste Beweisführung ist offenbar die
rein IQgische, welche, von der besondern Beschaffenheit der Dinge
absehend, sich allein auf die Gesetze gründet, auf denen alle
Erkenntnis beruht. Wir theilen danach alle Wahrheiten, die einer
Begründung bedürfen, in zwei Arten, indem der Beweis bei den
einen rein logisch vorgehen kann, bei den andern sich auf
Erfahrungsthats&chen stützen muss. Es ist aber wohl vereinbar,
dass ein Satz zu der ersteren Art gehört und doch ohne Sinnes-
thätigkeit nie in einem menschlichen Geiste zum Bewilsstsein
kommen könnte. *) Also nicht die psychologische Entstehungs-
weise, sondern die vollkommenste Art der Beweisführung liegt
*) Da ohne Sinneswahrnehmung keine geistige Entwickelung bei
den UDS bekannten Wesen möglich ist, 80 gilt das Letztere von allen
Urtheilen.
x
[IV]
der Eintheilung zu Grunde. Indem ich mir nun die Frage
vorlegte, ZU welcher dieser heiden Arten die arithmetischen "
l.irtheile gehörten, musste ich zunächst versuchen, wie weit man
in der Arithmetik durch Schlüsse allein gelangen könnte, nur
gestützt auf die Gesetze des Denkens, die über allen Besonder-
heiten erhaben sind. Der Gang war hierbei dieser, dass ich'
zuerst den Begriff der Anordnung in einer Reihe auf die lo-
gische Folge zurückzuführen suchte, um von hier aus zum
Zahlbegriff fortzuschreiten. Damit sich hierbei nicht unbe-
merkt etwas Anschauliches eindrängen könnte, musste Alles auf
die Lückenlosigkeit der Schlusskette ankommen. Indem ich
diese Forderung auf das strengste zu erfüllen trachtete, fand
ich ein Hindernis in der Unzulänglichkeit der Sprache, die bei
aller entstehenden Schwerfälligkeit des Ausdruckes doch, je
verwickelter die Beziehungen wurden, desto weniger die Ge-
nauigkeit erreichen liess, welche mein Zweck verlangte. Aus
diesem Bedürfnisse ging der Gedanke der vorliegenden Begriffs-
schrift hervor. Sie soll also .zunächst dazu dienen, die Bün-
digkeit einer Schlusskette auf die sicherste Weise zu prüfen
und jede Voraussetzung, die sich unbemerkt einschleichen will,
anzuzeigen, damit letztere auf ihren Ursprung untei·sucht werden
könne. Deshalb ist auf den Ausdruck alles dessen verzichtet
worden, was für die Schluss(olge ohne Bedeutung ist. Icb
habe das, worauf allein es mir ankam, in § 3 als begrifflichen
Inhalt bezeichnet. Diese Erklärung muss daher immer im
Sinne behalten werden, wenn man das Wesen meiner Formel-
sprache richtig auffassen will. Hieraus ergab sich aueh der
Name "Begriffsschrift". Da ich mich fürs erste auf den Aus-
druck solcher Beziehungen beschränkt habe, die von der be-
sonderen Beschaffenheit der Dinge unabhängig sind, so konnte
ich auch den Ausdruck "Formelsprache des reinen Denkens"
gebrauchen. Die Nachbildung der arithmetischen Formelsprache,
die ich auf dem Titel angedeutet habe, bezieht sich mehr auf
die Gl·undgcdanken als die Einzelgestaltung. Jene Bestrebungen,
durch Auffassung des Begriffs als Summe seiner Merkmale
eine künstliche Aehnlichkeit herzustellen, haben mir dabei
durchaus fern gelegen. Am unmittelbarsten berührt sich meine
Formelsprache mit der arithmetischen in der Verwendungsweise
der Buchstaben.
[V ] XI
Das Verhältnis meiner Begriffsschrift zu der Sprache des
Lebens glaube ich am deutlichsten machen zu können, wenn
ich es mit dem des Mikroskops zum Auge vergleiche. Das
Letztere hat durch den Umfang-- seiner Anwendbarkeit, durch
die Beweglichkeit, mit der es sich den verschiedensten Um-
ständen anzuschmiegen weiss, eine grosse Ueberlegenheit vor
dem Mikroskop. Als optischer Appa·rat betraclttet, zeigt es
freilich viele Unvollkommenheiten, die_ nur in Folge seinel-
innigen Verbindung mit dem geistigen Leben gewöhnlich un-
beachtet bleiben. Sobald aber wissenschaftliche Zwecke grosse
Anforderungen an die Schärfe der Unterscheidung stellen, zeigt
sich das Auge als' ungenügend. Das Mikroskop hingegen ist
gerade solchen Zwecken auf das vollkommenste angepasst, aber
eben dadurch für alle andern unbrauchbar.
So ist diese Begriffsschrift ein für bestimmte wissen-
schaftliche Zwecke ersonnenes Hilfsmittel, das man nicht des-
halb verurtheilen darf, weil es für andere nichts taugt. Wenn
sie diesen Zwecken einigermassen entspricht, so möge man
immerhin neue Wahrheiten in meiner Schrift vermissen. Ich
würde mich darüber mit dem Bewusstsein trösten, dass auch
eine Weiterbildung der Methode die Wissenschaft fördert. Hält
es doch Ba co für vorzüglicher ein Mittel zu erfinden, durch
welches Alles leicht gefunden werden kann, als Einzelnes zu
entdecken, und haben doch alle grossen wissenschaftlichen
Fortschritte der neuel'an Zeit ihren Ursprung in einer Ver-
besserung der Methode gehabt.
Auch Leibniz hat die Vortheile einer angemessenen Be-
zeichnungsweise erkannt, vielleicht überschätzt. Sein Gedanke
einer allgemeinen Charakteristik, eines calculus philosophicus
oder ratiocinator*) war zu riesenhaft, als dass der Versuch
ihn zu verwirklichen über die biossen Vorbereitungen hätte
hinausgelangen können. Die Begeisterung, welche seinen Ur-
heber bei der Erwägung ergl·HI, welch' unermessliche Ver-
mehrung der geistigen Kraft der Menschheit aus einer die
Sachen selbst tl'effenden Bezeichnungsweise entspringen wUrde,
lieRs ihn die Schwierigkeiten zu gering schätzen, die einem
*) Siehe hierüber: Trendelenburg , Historische Beiträge zur Philo-
sophie 3, B3nd.
XII
[VI ]
solchen Unternehmen entgegenstehen. Wenn aber auch -tjies
hohe Ziel mit Einem Anlaufe nicht erreicht werden kann, so
braucht man doch an einer langsamen, schrittweisen Annäherung
nicht zu verzweifeln. Wenn eine Aufgabe in ihrer vollen All-
gemeinheit unlösbar scheint, so beschränke man sie vorläufig;
dann wird vielleicht durch allmähliche Erweiterung ihre Be-
wältigung gelingen. Man kann in den arithmetischen, geo-
metrischen, chemischen Zeichen Verwirklichungen des Leibnizi-
schen Gedankens für tjinzelne Gebiete sehen. Die hier vor-
geschlagene Begriffsschrift fUgt diesen ein neues hinzu und
zwar das in der gelegene, welches allen andem benach-
bart ist. Von hier aus lässt sich daher mit der grössten Aus-
sicht auf Erfolg eine Ausfl1llung der der bestehenden
Formelsprachen, eine Verbindung ihrer bisher getrennten Ge-
biete zu dem Bereiche einer einzigen und eine Ausdehnung
auf Gebiete ins Werk setzen, die bisher einer solchen er-
mangelten.
Ich verspreche mir überall da eine erfolgreiche Anwendung
meiner Begriffsschrift, wo ein besonderer Werth auf die Bl1ndig-
keit der Beweisff1hrung gelegt werden muss, wie bei der Grund-
legung der Differential- und IntegraJrechnung.
Noch leichter scheint es mir zu sein, das Gebiet dieser
Formelsprache auf Geometrie auszudehnen. Es ml1ssten nur
fltr die hier vorkommenden ·anschaulichen Verhältnisse noch
einige Zeichen hinzugefügt werden. Auf diese Weise würde
man eine Art von analysis situs erhalten.
Der Uebergang zu der reinen Bewegungslehre und weiter
zur Mechanik und Physik möchte sich hier anschliessen. In
den letzteren Gebieten, wo neben der Denknothwendigkeit die
Naturnotbwendigkeit sich geltend macht, ist am ehesten eine
Weiterentwickelung der Bezeichnungsweise mit dem Fortschl"eiten
der Erkenntnis vorauszusehen. Deshalb braucht man aber
nicht zu warten, bis die Möglichkeit solcher Umformungen &US-
erscheint.
Wenn es eine Aufgabe der Philo80phie ist, die HeITschaft
des Wortes über den menschlichen Geist zu brechen, indem sie
die rräuschungen aufdeckt, dio durch den Sprachgebrauch über
die Beziehungen der Begriffe oft fast unvermeidlich entstehen,
indem sie den Gedanken von demjenigen befreit, womit ihn
r
L
~
1
.,
1
[VII]
XIII
allein die Beschaffenheit des sprachlichen Ausdrucksmittels be-
haftet, so wird meine Begriffsschrift, fllr diese Zwecke weiter
ausgebildet, den Philosophen ein brauchbares Werkzeug werden
können. Freilich giebt auch sie, wie es bei einem äussem
Darstellungsmittel wohl nicht anders möglich ist, den Gedanken
nicht rein wieder; aber einerseits kann man diese Abweichungen
auf das Unvermeidliche und Unschädliche beschränken, andrer-
seits ist schon dadurch, das8 sie ganz andrer Art sind als die
der Sprache eigenthtlmlichen, ein Schutz gegen eine einseitige
Beeinflussung durch eines diesel
w
Ausdrucksmittel gegeben.
Schon das Erfinden dieser Begriffsschrift hat die Logik,
wie mir scheint, gefördert. Ich hoffe, dass die Logiker, wenn
sie sich durch den ersten Eindruck des Fremdartigen nicht
zurückschrecken lassen, den Neuerungen, zu denen ich durch
eine der Sache selbst innewohnende Nothwendigkei* getrieben
,vurde, ihre Zustimmune: nicht verweigern werden. Diese Ab-
weichungen Vom Hergebrachten finden ihre Rechtfertigung darin,
dass die Logik sich bisher immer noch zu eng an Sprache
und Grammatik angeschlossen hat. Insbesondere glaube ich,
dass die Ersetzung der Begriffe Subject und Praedicat durch
Argument und Ji'unction sich auf die Dauer bewähren wird. Man
erkennt leicht, wie die Auffassung eines Inhalts als Function
eines Argumentes begriffbildend wirkt. Es möchte ferner der
Nachweis des Zusammenhanges zwischen den Bedeutungen der
Wörter: wenn, und, nicht, oder, es giebt, einige, alle u. s. w ..
Beachtung verdienen.
Im Besondern sei nur noch Folgendes erwähnt.
Die in § 6 ausgesprochene Beschränkung auf eine einzige
Schlu8sweise wird dadurch gerechtfertigt, dass bei der Grund-
legung einer solchen Begriffsschrift die Urbestandtheile 80 ein-
fach wie möglich genommen werden mUssen, wenn Ueber-
sichtlichkeit und Ordnung geschaffen werden sollen. Dies
8chliesst nicht aus, dass später Uebergänge von mehren Ur-
theilen zu einem neuen, die bei dieser einzigen Schlussweise
nur in mittelbaret
w
Weise möglich sind, der Abkürzung wegen
in unmlttelbare verwandelt werden. In der That möchte sich
dies bei einer spätern Anwendung empfehlen. Dadurch wUrden
dann weitere Schlu88weisen entstehen.
XIV
[VIII]
Nachtteäglicb habe ich bemerkt, dass die Formeln (31) und
( 41) in die einzige
~ (Tla = a)
zusammengezogen werden können, wodurch noch einige Verein-
fachungen möglich werden.
Die Arithmetik, wie ich im Anfange bemerkt habe, ist der
Ausgangspunkt des Gedankenganges gewesen, der mich zu
meiner Begriftsschrift geleitet hat. Auf diese Wissenschaft
denke ich sie daher auch zuerst anzuwenden, indem ich ihre
Begriffe weiter zu zergliedern und ihre Sätze tiefer zu be-
grl1nden suche. V orläufig habe ich im dritten Abschnitte einiges
von dem mitgetheilt, was sich in dieser Richtung bewegt. Die
weite}Oe Velfolgung des angedeuteten Weges, die Beleuchtung
der Begriffe der Zahl, der Grösse u. s. w. sollen den Gegen-
stand fernerer Untersuchungen bilden, mit denen ich unmittel-
bar Daeh dieser Schrift hervortreten \verde.
Jena, den 18. December 1878.
I n haI t.
I. Erklärung der BeBeichnungen.
§ 1. Buchstaben und andere Zeichen . . .
Das Urth eil.
§ 2. Beurtheilbarkeit eines Inhalts. Inhaltsstrich , Urtheils8trich
Seite
I
§ 3. Subject und Prädicat. Begrifflicher Inhalt. . . . . . .. 2
§ 4. Allgemeine, besondere; verneinende; kategorische t hypothe-
tische, disjunctive; apodiktische, assertorische, problematische
Urtheile . • • • • . . . . . . •. ...... 4
Die Bedingtheit.
§ 5. Wen n. Bedingungsstrich . . . . . • . • .
§ 6. Der Schluss. Die Aristotelischen Schlussweisen .
Die Verneinung.
§ 7. Verneinungsstrich. Oder, 'entweder - oder, und, aber, und
5
7
nicht, weder - noch . . • • . . . . .. . • . .. t 0
Die Inhaltsgleichheit.
§ 8. Nothwendigkeit eines Zeichens fUr die Inhaltsgleichheit, E i n ~
flihrung eines solchen. . . . . . . . . . . . .. 13
Die Funetion.
§ 9. Erklärung der Wörter "Function" und "Argument". Functionen
mehrer Argumente. Arguments8tellen. Subject, Object. . . 15
§ 10. Gebrauch der Buchstaben als Functionszeichen. "A hat die
Eigenschaft 4J." "B steht in der qJ-Beziehung zu A." "B ist
Ergebnis einer Anwendung des Verfabrens qJ auf den Gegen-
stand A." Das FunctioDszeichen als Argument CI • • • • • 18
Die Allgemeinheit.
§ 11. Deutsche Buchstaben. Die Höhlung des Inhalts8triches. Er-
XVI
[X]
Belte
setzbarkeit der deutschen Buchstaben. Gebiet derßdlben.
Lateinische Buchstaben . . . . . . . . . . . . . . . 19
§ 12. Es giebt einige Dinge, die nicht -. Es gibt kein -. Es
giebt einige -. Jedes. Alle. Ursächliche Zusammenhänge.
Kein. Einige nicht. Einige. Es ist möglich, dass -. Tafel
der logischen Gegensätze • . . .' . . . . . . .• 22
11. Darstellung und Ableitung einiger Urthelle des
reinen Denkens.
§ 13. Nutzen der ableitenden Darstellungsweise · . . • . . . . 25
§ 14. Die ersten beiden Grundgesetze der Bedingtheit .. . 26
§ 15. Folgerungen aus ihnen . . . . . . . .. . . . . . . . 29
§ 16. Das dritte Grundgesetz der Bedingtheit und Folgerungen . . 35
§ 17. Das erste Grundgesetz der Vemeinung und Folgerungen . . 43
§ 18. Das zweite Grundgesetz der Vemeinung und Folgerungen . 44
§ 19. Das dtitte Grundgesetz der Vemeinung und Folgerungen .. . 47
§ 20. Das erste Grundgesetz der Inhaltsgleichheit und Folgerung . 50
§ 21. Das zweite Grundgesetz der Inhaltsgleichheit und Folgerungen 50
§ 22. Das Grundgesetz der Allgemeinheit und Folgerungen . . . 51
III. Einiges aus einer allgemeinen Beihenlehre.
§ 23. Einleitende Bemerkungen . . . . . . . . • . . . . . 55
§ 24. Die Vererbung. Verdoppelung des Urtheilsstriches. Kleine
griechische Buchstaben . . . . . 55
§ 25. Folgerungen . . . . . . . . . .. . . . . . . . 58
§ 26. Das Aufeinanderfolgen in einer Reihe· . . . . . 60
§ 27. Folgerungen . . • . . . ~ . . .. .•. 62
§ 28. Weitere Folgerungen. . . . . . • . 68
§ 29. "z gehört der mit x anfangenden f-Reihe an." Erklärung und
Folgerungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 t
§ 30. Weitere Folgerungen . . . . . . . . . . • . . . . . 73
§ 31. Eindeutigkeit eines Verfahrens. Erklärung und Folgerungen. 77
I. Erklärung der Bezeichnungen.
§ 1. Die in der allgemeinen Grössenlehre gebräuchlichen
Zeichen zerfallen in zwei Arten. Die erstere umfasst die Buch-
staben, von denen jeder entweder eine unbestimmt gelassene Zahl
oder eine unbestimmt gelassene Fnnction vertritt. Diese U ß-
-bestimmtheit macht es möglich die Buchstaben zum Ausdrucke dcr
Allgemeingiltigkeit von Sätzen zu verwenden wie in
(a + b) c = ac + bc.
Die andere Art umfasst solche Zeichen wie +, -, \/" 0, 1, 2,
von denen jedes seine eigenthümliche Bedeutung hat.
Diesen Grundgedanken der Unterscheidung zweier Arten von
Zeichen, der in der Grössenlehre leider nicht rein durchgeführt
ist *), nehme ich auf, um ihn für das umfassendere Gebiet des
reinen Denkens überhaupt nutzbar zu machen. Alle Zeichen, die
ich anwende, theile ich daher ein in solche, unter denen man sich
Verschiedenes vorstellen kann, und in solche die einen gtmz be-
stimmten Sinn haben. Die erstern sind die BuchstalJen, und diese
sollen hauptsächlich zum Ausdrucke der Allgemeinheit dienen.
Bei aller Unbestimmtheit muss aber daran festgehalten werden,
dass ein Buchstabe die Bedeutung, welche man ihm einmal gegeben
hat, in demselben Zusammenhange beibehält.
nas UrtheiL
§ 2. Ein Ui-theil werde immer mit Hilfe des Zeichens
ausgedrUckt, welches links von dem Zeichen oder ,der Zeichen-
verbindung steht, die den Inhalt des Urtheils angiebt. Wenn man
den kleinen senkrechten Strich am linken Ende des wagerechten
*) Man denke an I, log, sin, Lim.
Fr e g e t ForweI.vrache.
2
fortlässt, so soll dies das Urtheil in eine blosse Vorstellungsver
bindung vel·wandelu, VOll welcher der Schreibeude nicht ausdrückt,
ob er ihr Wahrheit zuerkenne oder nicht. Bedeute z. B.
I A*)
dss Urtheil: "die ungleichnamigen Magnetpole ziehen sich an";
dann wird
--A
nicht dies Ul-theil ausdrücken, sondern lediglich die Vorstellung
von der gegenseitigen Anziehung der ungleich namigen Magnet.pole
in dem Leser hervorrufen sollen, etwa um Folgerungen dal-aus zu
ziehen und an diesen die Richtigkeit des Gedankens zu prilfen.
Wir unJSchreiben in diesem Falle durch die Worte ."de1· Umstand,
dass" oder "der Satz, dass".
Nicht jeder Inhalt kann durch das vor sein Zeichen gesetzte
I ein Urtheil wel-den, z. B. nicht die Vorstellung "Haus'''.
Wir unterscheiden daher beu,rtheilbare und unbeurtheilbare In-
hä.lte **).
Der 1IJagerechte Strich, aus dem das Zeichen I gebildet
ist, verbindet die darauf folgenden Zeichen zu einen/' Ganzen, und
auf dies Ganze bezieht sich die Bejahung, welche durch den, senk-
rechten Strich am linken Ende des wagerechten ausgedrückt wird.
Es möge der wagerechte Strich Inhaltsstrich, der senkrechte
Urlheilsj,"lrich heissen. Der Inhaltsstl·ich diene auch sonst dazu,
irgendwelche Zeichen zu dem Ganzen der dal·auf folgenden Zeichen.
in Beziehung zu setzen. Was auf den lnhaltsstrich folgt,
immer einen beurtheilbarell, Inhalt haben.
§ 3. (Eine Unterscheidung von Subject und Prädicat findet
bei meinei" eines Urtbeils nicht statt. Um dies zu
l-eehtfertigen, bemerke ich, dass die Inhalte von zwei Ul"theilen in
doppelter Weise verschieden sein können: erstens 80, dass die
gerungen, die aus dem einen in Verbindung mit bestimmten andern
*) Ich bediene mich der g:ros&en griechischen Buchstaben als A b-
kürzungen, denen der Leser einen passenden Sinn unterlegen möge, wenn
ich sie nich t beson <1e1"8 erkläre.
* ... ) Dagegen wäre der Umstand, dass es Häuser (oder ein Haus)
giebt (vgl. § 12), ein beurtheilbarer Inhalt. Von diesem ist aber die
Vorstellung "Haus" nur ein l'heil. Man könnte in dem Sa.tze: "das H&us
des Priamus war von Holz" a.n die Stelle von "Haus" nicht " Umstand,
dass es ein Haus giebt" einsetzen. - Ein Beispiel anderer Art fUr einen
unbeut"theilbalren Inhalt siehe lJei Formel 81.
3
gezogen werden können, immer auch aus dem zweiten in Ver-
bindung mit denselben andern Urtheilen folgen; zweitens so, dass
dies nicht der F:lll ist. Die beiden Sätze: "bei Plataeae siegten
die Übel" die Perser" und "bei Plataeae wurden die
Perser von den Griechen besiegt" unterscheiden sich in der erstern
Weise. Wenn man nun auch eine geringe Verschiedenheit des
Sinnes el"kennen kann, so ist doch die U ebereinstimmung über-
wiegend. Ich nenne nun denjenigen Thei! des Inhaltes, der in
beiden ist, den begrifflichen Inhalt. Da nur dieser für
die Begriffsschrift von Bedeutung ist, so braucht sie keinen Unter-
schied zwischen Sätzen zu die denselben begrift"li'Chen Inhalt
haben. Wenll man sagt: "Subject ist der Begrift", von dem das Urtheil
handelt", so passt dies auch auf das Object. Man kann daher nur
sagen: "Subject ist der Begriff, VOll dem hauptsächlich das Urtheil
handelt." Die Stelle des Subjects in der Wortreihe hat für die
Sprache die Bedeutung einer ausgezeichneten Stelle, an die man
dasjenige bringt, worauf man die Aufmerksamkeit des Hörers be-.
sonders hinlenken will. (Siehe auch § 9). Dies kann beispiels-
weise den Zweck haben, eine Beziehung dieses Crtheils zu anderll
anzudeuten, und dadurch dem Hörel- die Auffassung des ganzen
7.ussmmenhanges zu erleichtern. Alle Erscheinungen nun in der
Sprache, die nur aus der Wechselwirkung des Sprechenden und
des Hörenden hervorgehen, indem der Sprechende z. B. auf die
des Hörenden Rücksicht nimmt und diese schon vor
dem Aussprechen eines Satzes auf die richtige Fährte zu bringen
sucht, haben in meiner Formelsprache nichts Entsprechendes, weil
im U rtheile hier nur das in Betracht kommt, was auf die möglichen,
l?olgerungen. Einfiuss hat. Alles, was für eine richtige Schluss-
folge nöthig ist, wird voll ausgedrückt; was aber nicht nöthig ist,
wird meistens auch nicht angedeutet; nichts wird dem Errathen
überlassen. Hierin folge ich ganz dem Beispiel der mathematischen
Formelspra.che, bei deI' man Subject und Prädicat auch nur gewalt-
samerweise unterscheiden kann. Es lässt sich e·ine Sprache
denken, in welcher der Satz: "Archimedes kam bei der Eroberung
VOll Syrakus um" in folgender Weise ausgedrückt würde: "der
gewaltsame Tod des Archimedes bei der Eroberung von Syrakus
ist eine Thats&che". Hier kann man zwar auch, wenD man will,
Subject und Prädicat unterscheiden, aber das Subject enthält den
ganzen Inhult, und das Prädicat hat nur den Zweck, diesen als
Urtheil hinzustellen. Eine solche Sprache wurde nur .ein einziges
.Prädicat für alle Urtheile haben, nämlich, "ist eine Thatsache"
Man sieht, dass im gewöhnlichen Sinne von Subject und Pl'ädicat
hier keine Rede sein kann. Eine solche Sprache ist unsere Be-
griffsschrift und das Zeichen I· ist ihr gemeinsames Prädicat
für alle Urtheile.
Bei dem ersten Entwurfe einer Formelsprache liess ich mich
dw"ch das Beispiel der Sprache verleiten, die Urtheile aus Subject
und Prädicat ?,usamnlCDzusetzen. Ich überzeugte mich aber bald,
dass dies meinem besondern Zwecke hinderlich war und nur zu un-
nützen Weitläufigkeiten fUlIl"te.
§ 4. Die folgenden Bemerkungen sollen die Bedeutung der
Unterscheidungen, welche man in Bezug auf Urtheile macht, fUr
unsere Zwecke erlä.utern.
Man untel"scheidet al/gemeine und besondere Ul"theile: dies
ist eigentlich kein Unterschied der Urtheile, sondern der Inhalte.
Mun sol/le sagen: "ein Urtheil von al/gemeinem InhalteU, "ein Ur-
theil von besonderm InhalteH. Diese Eigenschaften kommen näm-
lich deß) Inhalte auch zu, wenn er nicht als Urtheil hingestellt wird,
sondern als Satz. (Siehe § 2).
Dasselbe gilt von der Vernein ung. In einem indirecten Beweise
sagt man z. B.: "gesetzt, die Strecken AB und ClJ wären nicht
gleich." Hier enthält der Inhalt, dass die Strecken AB und CD
nicht gleich seien, eine Verneinung, aber dieser Inhalt, obgleich der
Beurtheilung fähig, wird doch nicht als Urtheil aufgestellt. Es
haftet also die Verneinung am Inhalte, einerlei ob dieser als U rtbeil
auftrete oder nicht. Ich halte es daher für angemessener, die
Verneinung als ein eines beurt heilbaren Inhalts anzusehen.
Die Unterscheidung der Urtheile in kategorische, hypothetische
und disj unctive scheint mir nur grammatische Bedeutung zu
haben. *).
Das apodiktische U rtheil unterscheidet sich vom
dadurch, dass das Bestehen allgemeiner Urtheile angedeutet wird,
aus denen der Satz geschlossen werden kann, während bei den
assertorischen solche Andeutung fehlt. Wenn ich einen Satz
als nothwendig bezeichne, so gebe ich dadurch einen Wink über
meine U rtheilsgründe. Da aber hierdurch der begriff liche Inhalt
*) Die Begründung wird aus der ganzen Schrift hel·vorgeben.
t
5
des Urtheils nicht berlJ,hrt wird, so hat die Form des apodiktischen,
Ur/heils für uns keine Bedeutung.
Wenn ein Satz als möglich hingestellt wird, so enthält sieb
der Sprechende entweder des Urtheils, indem er andeutet, dass
ihm keine Gesetze bekannt seien, aus denen die Verneinung folgen
würde; oder er sagt, dass die Verneinung des Satzes in ihrer
Allgemein heit falsch sei. Im letzteren Falle haben wir ein par-
I lcullit· bejahendes. Urtheil *) nach der gewöhnlichen Bezeichnung.
"Es ist möglich, dass die Erde einmal mit einem andern Welt-
körper zusamnlenstösst" ist ein Beispiel fUr den ersten, und "eine
Erkältung kaun den Tod zur Folge haben" ist eins fUr den
zweiten Fall.
Die Bedi ngth eit.
§ 5. Wenn A und B beurtheilbare **) Inhalte bedeuten, so
giebt es folgende vier Möglichkeiten:
1) A wird bejaht und B wird bejaht;
2) A wird bejaht und B wird verneint;
3) A wird verneint und B wird bejaht;
4) A wird verneint und B wird
I A
I_
B
bedeutet nun das Urtheil, dass die dritte dieser hlöglicll,keite'll,
nicht stattfinde;t sondern eine der drei andern. Wenn
-o:---A,
I_
B
verneint wird, so besagt dies demnach, dass die dritte Möglichkeit
stattfinde, dass also A verneint und B bejaht werde •
.. -\.U8 den Fällen, in denen
LA
B
bejaht wird, heben wir folgende hervor:
1) A muss bejaht werden. Dann ist der Inhalt von B ganz
gleichgiltig. Z. B. I A bedeute: 3 x. 7 21, B bedeute den
U IDstand , dass die Sonne scheint." Es sind hier nur die beiden
ersten der genannten vier Fälle möglich. Ein ·ufslchlieher Zu-
.) Siehe § 12 .
•• ) § 2.
6
sammenhang zwischen heiden Inhalten braucht nicht vorhanden
zu sein.
2) B ist zu verneinen. Dann ist der Inhalt von A gleich-
giltig. Z. B. B b"deute den Umstand, dass ein Perpetuum mobile
möglich sei, A. den Umstand, dass die Welt unendlich sei. Hier
ist nur der zweite und viel-te der vier FAlle möglich. Ein nr-
sächlicher Zusammenhang zwischen A und B bl·aucht nicht zu
bestehen.
3) Man kann das Urtheil
I A
I_
B
fällen, ohne zu wi$sen, ob A und B zu bejahen oder zu verneinen
sind. Es bedeute z. B. B den Umstand, dass der lt'lond in Qua-
dratur steht, A den Umstand, dass er als Halbkl'eis erscheint. In
diesem Falle kanll man

mit Hilfe des "wenn" übersetzen: "wenn der Mond in
Quadratur steht, so erscheint als Halbkreis". Die ursächliche
Verknüpfung, die in dem WOl-te "wenn" liegt, wird jedoch durch
unsel-e Zeichen nicht ausgedrUckt, obgleich ein U rtheil dieser Art
nur auf GI-und einer solchen gefallt wel-den kann. Denn diese
VerknUpfung ist etwas Allgemeines, dieses aber kommt hier noch
nicht zum Ausdrucke (Siehe § 12).
Der senkt-echte Strich, welcher die heiden. wagerechten ver-
bindet, heisse Bedingungsstrich. Der links vom Bedingungsstriche
befindliche Thei! des oberen wagreehten Striches ist deI" Inhalts-
sb-ich für die eben erklärte Hedeutung der Zeichen verbindung

an diesem wh-d jedes Zeichen angebracht, das sich auf' den Ge-
sammtinhalt aes Ausdruckes beziehen 8011. Der zwischen A und
dem Bedingungsstriche liegende Thei! des wagerechten Striches
ist der Inhaltsstrich von A. Der wagerechte Strich linka von B
ist der Inhaltsstrich VOll B.
Hiernach ist leicht zu erkennen, dass
I
-B
r

7
den Fall leugnet, wo A verneint, Bund r bejaht wUrden. Man
muss dies aus
--:---A
1_
0
und r
ebenso zusammengesetzt denken, wie
--:----A
I_
B
aus A und B. Zunächst haben wir daher die Verneinung des
Falles, wo
--A.
I_
B
vel-neint, und r bejaht wird. Die Verueinung von
--:----A
I_
B
bedeutet aber, dass A verneint nnd B bejaht wird_ Hiet-aus er-
giebt sieh, was oben angegeben ist. Wenn eine ursächliche Ver-
knl1p{ung vorliegt, 80 kann ma.n auch sagen: "A ist die 'noth-
wendige Folge von Bund r"; oder : »wenn dIe U mstinde Bund
r eintreten, so tritt auch A ein".
Nicht minder erkennt mau, dass
I r
I A
I_
B
den Fall leugnet, wo B bejaht wird, A und r aber verneint
werden. Wenn man einen ursächlichen ZusammenhaDg zwischen
A und B voraussetzt, kann man übersetzen: "wenn A die noth-
wendige Folge von B 'ist, so kann geschlossen werden, dass r
stattfindet. "
§ 6. Aus der in § 5 gegebenen Erklärung geht hervor, dass
aus den beiden Urtheilen
das neue Urtheil
I I A und I --- B
-B
I A
folgt. Von den vier oben aufgezihlten Fällen ist der dritte durch
t-r=;
,
der zweite und vierte aber durch
I B
ausgeschlosseD, sodass nur der erste übrig bleibt.
8
Man könnte diesen Schluss etwa so schreiben:
I-,-A
I-
B
I B
I A..
Dies würde umständlich werden, wenn an den Stellen von A und
B lange Ausdrücke ständen, weil jeder VOll ihnen doppelt zu
scht-eiben wäre. Deshalb brauche ich folgende Abkttrzung. Jedes
Urtheil, welches im Zusammenhange einer Beweisfl1hrung vorkommt,
wird dUI-ch eine Nummer bezeichnet, die da., wo dies Urtbeil zum
CI'sten Male vorkommt, rechts daneben gesetzt wird. Es sei nun
beispielsweise das Urtheil
I-....,...-A
I_
B
- oder ein solches, das I .... A. als besondern enthält -
-B
d'urch X bezeichnet worden. Dann schtOeibe ich den Scbluss so:
I
B
(X):
I
A. •
llierbei ist es dem Leser überlassen, sich aus "'1 --Bund 1 .... --A
das Urtheil

I_
B
zusammenzusetzen und zuzusehen, ob es mit dem angeführten
U rtheile X stimmt.
Wenn beispielsweise das Urth.eil I B durch XX bezeichnet
ist, .so schreibe ich denselben Sclliuss auch so:
(XX) ::
I ---
I_
B
1--A ·
lIierbei zeigt das doppelte Kolon 3D, dass hier au f andere Weise
als oben aU8 den beiden hingeschriebenen Urtheilen das durch XX
nur angeführte I B gebildet werden müsse.
Wäre noch etwa das Urtheil I r dureh XXX bezeichnet
worden, so w11l'de ich die beiden U rtheile
I
(XXX): :
(XX): :
noch kUrzer so schreiben:
I
(XX, XXX)::
I
I
A.
-B
r
A
1_
0
I
I A
-0
r
.A
.
9
In der Logik zAhlt mau nach Aristoteles eine ganze Reihe
v.on Schlu8sarten auf; ich bediene mich nur dieser einen -
wenigstens in allen Fällen, wo aus mehr als einem einzigen Ur ..
tbeile ein neues abgeleitet wird -. Man kann nlmlich die Wahr-
heit, die in einer andern Sehlu88art liegt, in einem Ul·theile aus-
sprechen in der Form: wenD M gilt, und wenn N gilt) so gilt
auch A, in Zeichen:
I -----1--'-'_-
N

Aus diesem und I N und I M folgt dann I A
wie oben. So kann ein Schluss nach irgend einer Sehlusart
ä.uf nOBern Fall znrückgefflhrt werden. Da e8 sonaeh möglich ist,
mit einer einzigen Schlus8weise auszukommen, 80 ist es ein Gebot
der U ebersiehtliehkeit, dies auch zu thuD. Hierzu kommt, dass
andernfalls auch kein Grund wäre, bei den Aristotelischen S.chluss-
weisen stehen zu bleiben, sondern dass man ius Unbestimmte
hinein immer Doch neue hinzufügen könnte: aus jedem in einer
Formel ausgedrUckten Urtheile in den §§ 13 bis 22 könnte eine
besondere Schlussart gemacht werden. Es soll mit dieser Be-
schrdnkung auf eine einzige Schluss,veise J"edoch kelnesnJegs ein
psychologischer Satz ausgesprochen ,,'erden I sondern nu,. eine
Formfrage im Sinne der grössten ZnJeckmässigkeit entschieden
..
10
1IJerden. Einige von den Urtbeilen, die an die Stelle von Aristo-
telischen Schlu8sarten treten, werden in § 22 No. 69, 62, 65
aufgeführt werden.
Die Verneinung.
§ 7. Wenn an der untern Seite des Inhaltsstriches ein kleiner
senkrechter Strich angebracht wird, so soll damit der Umstand
ausgedrückt werden, dass der Inhalt nicht stattlinde. 80 be-
deutet z. B.
I A
"A findet nicht statt". Ich nenne diesen kleinen senkrechten
Strich den Jrerneinungssfrich. Der rechts vom VerneinungBstriche
befindliche Thei! des wagerechten Striches ist der Inhaltsstrieh von
A, der links vom Verneinungsstriche befindliche Thei! dagegen ist
der Inhalt88tloich deI- Verneinung von A.. Ohne den Urtheilsstl'ich
wird hier 80 wenig wie anderswo in der Begriffsschrift ein Urtheil
gefAllt.
--,- A
fordert nur dazu auf, die Vorstellung zu bilden, dasa A nicht
stattfinde, ohne auszudrUcken, ob diese Vorstellung wahr sei.
Wir betrachten jetzt· einige Fälle, in denen die Zeichen der
Bedingtheit und der Verneinung mit einander verbunden sind.
~ A
B
bedeutet: "der Fall, wo H ·zu bejahen und die Verneinung von A
zu verneinen ist, findet nicht statt"; mit sndern Worten: "die
Möglichkeit heide, A und B, zu bejahen besteht nicht"; oder "A
und B schlie8sen einandel" aus". Es bleiben also nur folgende
drei Fälle übrig:
A wird bejaht und B wird verneint;
.4 wird verneint und B wird bejaht;
A wird verneint und B wird verneint.
Nach dem Vorhergehenden ist leicht anzugeben, welche Bedeu-
tung jeder der drei Theile des wagerechten Striches vor A hat.
Es bedeutet
LA
,B
I
~ d e r Fall, wo A verneint und die Verneinung von B bejaht whad,
11
-
besteht nicht"; oder " heide, A und B, können nicht veleneint
werden". Es bleiben nur folgende Möglichkeiten übrig:
A wird bejaht und B wird bejaht;
A wird bejaht und B wird verneint;
A wird verneint und B wird bejaht.
A und B erschöpfen zusammen die ganze Möglichkeit. Die Wörter
"oder" und ,.,entweder - oder" werden nun lD zweifacher Weise
gebraucht:
"A. oder If'
bedeutet erstens nur dasselbe wie
I A
-,-B,
also dass aU8ser A und B nichts denkbar ist. Z. B.: wenn eine
Gasmasse erwä.1'mt wird, so vermehrt 8 j ~ h ihr Volumen oder ihre
Spannung. Zweitens vereinigt der Allsdruck
"A oder DU
die Bedeutungen von
--=-'-=1- A und von
-0
I A
-B
I
in sich, sodass also erstens aU8ser A und B kein Drittes möglich
ist, und dass zweitens A und B sich aU8schliessen. Von den
viel" Möglichkeiten bleiben dann Dur die folgenden heiden be-
stehen:
A wird bejaht und B wird verneint;
A wird verneint und B wird beJaht.
Von den heiden Gebrauchsweisen des Ausdl·uckes "A oder ..
n" ist die erstere, bei der das Zussmmenbestehell von A und B
nicht ausgeschlossen ist, die wichtigere, und wir 1IJerde'll das Wort
"oder" in dieser Bedeutung gebrauchen. Vielleicht ist es an-
gemessen zwischen "oder" und "entweder - oder" den U nter-
schied zu machen, dass nur das Letztere die Nebenbedeutung des
sieh gegenseitig Aus8chliessens hat. Man kann dann
I A
-,-0
übersetzen durch nA oder BtM
e
Ebenso hat
I A
-,-0
,r
die Bedeutung von ;,A oder B oder r
u
.•
12
bedeutet:
.. I IA
-B
wird verneint", oder "der }'all, wo A und B beide bejaht werden,
tritt ein". Die drei Möglichkeiten, welche bei
I ' A
-B
bestehen blieben, sind dagegen ausgeschlossen. Demnach kann mall
I, I ' A
-B
übersetzen: "beide, A und B, sind Thatsacben". Man sieht auch
Jeieht; dass
i ~ I A
-B
r
durch " .. 4 und Bund r" wiedergegeben werden kann. Will man
"entweder A oder B" mit der Nebenbedeutung des sich Aus-
schliessens in Zeichen darstellen, 80 muss man
- ~ - A "
1.-B ausdrUcken. Dies giebt:
- I ~ I ' A
-B
A
-,-B
'T'I
A
oder auch ~ - I - B
1
1 A.
-B-
"
I
, A
und
-B
Statt, wie hier geschehen, das "und" durch die Zeichen der
Bedingtheit und der Verneinung auszudrUcken, könnte man auch
umgekehrt die Bedingtheit durch ein Zeichen fÜl- "und" und das
Zeichen der Verneinung darstellen. Man könnte etwa
{ ~
als Zeichen für den Gesam mtin halt von rund .J einfUhren
und dann
13
dureh
wiedergeben. Ich habe die andere Weise gewählt, weil der
Schluss mir bei dieser einfacher ausgedrückt zu werden schien.
Der Unterschied zwischen "und" und "aber" ist von der Art, dass
er in dieser Begriffsschl-ift nicht ausgedrückt wh·d. Der Sprechende
gebraucht "aber", wenn er einen Wink geben will, dass das Fol-
gende von dem verschieden sei, was' man zunä.chst vermuthen
könnte.
"I A
-0
bedeutet: "VOll den vier Möglichkeiten tritt die dritte, llämHch dass
A verneint und B bejaht werde, ein. Man kann daher übersetzen:
,,0 und (aber) nicht .4 findet statt".
Ebenso kann man die Zeichenverbind.nng
übersetzen.
I , I ' B
-l-A
I-n--B
I ~ - l - A
bedeutet: "der Fall, wo A und B heide verneint werden, tritt ein".
Man kann daher übersetzen:
"weder A noch B ist eine Thatsache".
Die Wörter: "oder", "und", "weder - noch" kommen hier
selbstverständlich nur insofern in Betracht, als sie beurtheilbarp
Inhalte verbinden.
Die I nh altsgleich hei t.
§ 8. Die Inhaltsgleichheit unterscheidet sich dadurch von
der Bedingtheit und Verneinung, dass sie sich auf Namen, llicht
auf Inbalte bezieht. Während SOllst die Zeichen lediglich Ver-
treter ihl·es Inhaltes sind, sodass] jede Verbindung, in welche
sie treten, nur eine Beziehung ihrer Inhalte zum Ausdrucke bringt,
kehren sie plötzlich ihr eignes Selbst hervor, sobald sie durch
14
das Zrichen der Inhaltsgleicbheit verbunden werden; denn es wird
dadurch der Umstand bezeichnet, dass zwei Namen denselben
Inhalt haben. So ist denn mit deI" Einführung eines Zeichens der
Inhaltsgleichheit nothwendig die Zwiespältigkeit in der Bedeutung
aller Zeichen gegeben, indem dieselben bald für ihren Inhalt, bald
fÜI" sicb selber stehen. Dies el'weckt zunächst den Anschein, als
ob es sich hier um etwas handle, was dem Ausdrucke allein, nieh?
dem Denken angehöre, und als ob man gar nicht verschiedener
Zeichen für denselben Inhalt und also auch keines Zeichens für
die Inhaltsgleichheit bedürfe. Um die Nichtigkeit dieses Seheines
klar zu legen, wähle ich folgendes Beispiel aus der Geometrie.
Auf einer Kreislinie liege ein fester Punkt A, um den sieh ein
Strahl drehe. Wenn deI" Letztere einen DUI"chmesser bildet, nennen
'Nil· das dem A entgegengesetzte Ende desselben den zu dieser Lage
g:eflörigen Punkt B. Dann nenDen wir ferner denjenigen Schnittpunkt
beidet" :Linien den zu deI" jedesmaligen Lage des Strahles gehörigen
Punkt B, welcher sieh aus der Regel ergiebt, dass stetigen Lagen-
inderungen des Strahles immer stetige Lagenänderungeu von B
entsprechen sollen. Der Name B bedeutet also so lange etwas
Unbestimmtes, als noch nicht die zugehörige Lage des Strahles
angegeben ist. Man kann nun fragen: welcher Punkt gehört der
Lage des Strahles an, in der er zum Durchmesser senkrecht steht?
Die Antwort wird sein: der Punkt A. Der Name B bat also in
diesem Falle denselben Inhalt wie deli Name A; und dO'ch könnte
mau nicht von vornherein nur Einen Namen brauchen, weil erst
durch die Antwort die Rechtfertigung dafür gegeben ist. Derselbe
Pnnkt ist in doppelter Weise bestimmt:
1) unmittelbar durch die Anschauung',
2) als Punkt B, welcher dem zum Durchmesser senkrechten
Strahle zugehört.
Jeder dieser beiden Bestimmullgsweisen entspricht ein be-
sonderer Name. Die Nothwendigkeit eines 'Zeichens der Inhalts-
gleichheit beruht also auf Folgendem: Inhalt kann auf
verschiedene Weisen völlig bestimnlt werden; dass aber in einem
besondern Falle durch zwei Bestinlmungs7Veisen wirklicb Dasselbe
gegeben werde, ist der Inhalt eines Urtheils. Bevor dics erfolgt
ist, müssen den heiden Bestimmullgsweisen entsprechend zwei ver-
schiedene Namen dem dadul"ch Bestimmten verliehen werden. Das
Urtheil aber bedarf zn seinem Ausdrucke Zeichens deI" In-
(
15
haltsgleichheit, welches jene heiden Namen verbindet. Hieräus
geht hervor, dass die verschiedenen Namen fUr denselben Inhalt
nicht immer blos eine gleichgiltige FOl-msache sind, sondern dass
sie das Wesen der Sache selbst betreffen, wenn sie mit vel·-
schiedenen Bestimmungsweiseh zusammenhängen. In diesem Falle
ist das Urtbeil, welches die Inhaltsgleichheit zum Gegenstande hat,
im kantischen Sinne ein synthetisches. Ein mehr äusserer Grund
zur Einführung eines Zeichens der Inhaltsgleichheit liegt darin,
dass es zuweilen zweckmässig ist, an der Stelle eines weitlä.ufigen
Ausdrucks eine Abkürzung einzuführen. Dann hat man die
Gleichheit des Inhalts der Abkürzung und der ursprünglichen
Form auszudrUcken.
Es bedeute nun
I (A = B) :
das Zeichen A und das Zeicllen, B haben denselben hegrifflichen
sodass man überall (l,n die Stelle von ABsetzen, kann und
umgekehrt.
Die F 11 n c ti 0 n.
§ 9. Denken wir den Umstand, dass Wasserstoft-gas leichter
als Kohleosäuregas ist, in unserer Formelsprache ausgedl-ückt, so
können wir an die Stelle des ZeicheDs für das
Zeichen für Sauerstoffgas oder das für Stickstotrgas einsetzen.
Hierdurch ändert sieh der Sinn in der Weise, dass "Sauerstoffgss"
oder "Stickstoffgas" in die Beziehungen eintritt, in denen zuvor
"Wasserstoffgas" stand. Indem man einell A usdl'uck in dieser
Weise veränderlich denkt, zerfällt derselbe in einen bleibenden
Bestandtheil, der die Gesammtheit der BeziehuDgen dal"stellt, und
in das Zeichen, welches d ureh andere ersetzbar gedacht wird, und
welches den Gegenstand bedeutet, der in diesen Beziehungen sich
befindet. Den ersteren BestandtheiI nenne ich FunctioD, den
letzteren ihr Argument. Diese Unterscheidung hat mit dem be-
gl-ifflichen Inhalte nichts zu thnn, sondern ist allein Sache deI"
Auffassung. Während in der vorhin angedeuteten Betrachtungs-
weise "W &8.serstoft"gss" das Argument, ,,leichter als Kohlensäuregas
zu sein" die Function wal", können wir denselben begrifflichen
Inhalt auch in der Weise auffassen, das8 "KohleD8äuregas" Ar ..
gument, "schwerer als WasserstoWgas zu sein" FunctioD wu"d. Wir
r
t
I
16
brauchen dann nur ,,KoblensAuregss" durch andere Vorstellungen,
wie "SalzsäUregas", "Ammoniakgas" ersetzbar zu denken.
,,Der Umstand, dass Kohleosäuregss schwerer als W &8serstoff-
.
gas 18 ..
und
"der Umstand. dass Kohlensäul"egas schwerer als Sauerstoff-
gas ist"
sind dieselbe Function mit verschiedenen Argumenten, wenn man
"Wasserstoffgas" und "Sauerstoffgas" als Argumente betrachtet;
sie sind dagegen verschiedene Functionen desselben Arguments,
wenn man "Kohleusäuregas" als dieses ansieht.
Es diene noch als Beispiel "der Umstand, dass der Massen-
mittelpunkt des Sonnensystems keine Beschleunigung hat, falls
nur innere Kräfte im Sonnensysteme wirken". Hier kommt "Sonnen-
system" an zwei Stellen VOI". Wir können dies daher in ver-
schiedener Weise als Function des Argumentes "Sonnensystem"
auffassen, jenachdem wir "Sonnensystem" an der oder an
der zweiten oder an beiden Stellen durch Anderes - im letzten
Falle aber heide Male durch Dasselbe - el"setzbar denken. Diese
drei Functionen sind sä.mmtlich verschieden. Dasselbe zeigt der
Satz, dass Oato den Cato töd tete. Wenn wir hier "Oato" Rn der
ersten Stelle ersetzbar denken, 80 ist "den Cato zu tödten" die
Function; denken wir "Oato" an der Stelle ersetzbar, so
ist "von Cato getödtet zu werden" die Function; denken wir
endlich "Oato" an bei den Stellen ersetzbar, so ist "sich selbst zu
tödten" die FUDction.
Wir drUcken jetzt die Sache allgemein aus:
Wenn in eineIn Ausdrucke, dessen lnhalt nicht beurtheilbar
zu sein braucht, ein einfaches oder zusammengesetztes Zeichen an
einer oder an mehrt!n Stellen vorkommt, und 1IJir denken es an
allen oder einigen dieser Stellen durch Anderes, überall aber durch
IJasselbe ersetzbar, so nennen wir den hierbei unveränderlich er-
scheinenden Theil des Ausdruckes Function, den ersetzbaren ihr
Argument.
Da demnach etwas als Argument und zugleich an solchen
Stellen in der Function vOl"kommen kann, wo es nicht ersetzbar
gedacht wird, so untp.l"scheiden wir in der Function die Arguments-
stellen von den übrigen.
17
Es möge hier vor einer Tluschung gewarnt werden, zu
welcher der Sprachgebrauch leicht Veranlassung giebt. Wenn
man die beiden Sitze:
»die Zahl 20 ist als Summe von vier Quadratzahlen darstellbar"
und
"jede positive ganze Zahl ist als Summe von vier Quadrat-
zahlen darstellbar"
vergleicht, so scheint es möglich zu sein, "als Summe von vier
Quadratzahlen darstellbar zu sein" als Function aufzufassen, die
einmal als Argument "die Zahl 20", das andre Mal "jede positive
ganze Zahl" hat. Die Irrigkeit dieser Auifassung erkennt man
durch die Bemerkung, dass "die Zahl 20" und "jede positive
ganze Zahl" nicht Begriffe gleichen Ranges sind. Was von der
Zahl 20 ausgesagt wird, kann nicht in demselben Sinne von "jede
positive ganze Zahl", allerdings aber unter Umständen von jeder
positiven ganzen Zahl ausgesagt werden. Der Ausdruck "jede
positive ganze Zahl" giebt nicht wie "die Zahl 20" fUr sich allein
eine selbständige Vorstellung, sondern bekommt erst durch den
Zusammenhang des Satzes einen Sinn.
FUr uns haben die verschiedenen Weisen, wie derselbe be-·
griff'liche Inhalt als Function dieses oder jenes Arguments auf-
gefasst werden kann, keine Wichtigkeit, solange Function und
Argument völlig bestimmt sind. WenD aber das Argument un-
bestimmt wird wie in dem UrtheUe: "du kannst als .!.rgument für
""als Summe von vier Quadratzahlen darstellbar zu sein"" eine
beliebige positive ganze Zahl nehmen: der Satz bleibt immer
richtig", so gewinnt die Unterscheidung von Function und· Argu-
ment· eine inhaltliche Bedeutung. Es kann auch umgekehrt das
Argument bestimmt, die Function aber unbestimmt sein. In heiden
Fällen wird durch den Gegensatz des Bestimmten und Unbestimll,ten
oder des mehr und minder Bestimmten das Ganze dem Inhalte
nach und nicht nur in der Auffassung in Function und Argument
zerlegt.
Wenn man in einer Function ein bis dahin als unersetzbar
angesehenes Zeichen *) an einigen oder allen Stellen, ",0 es vor-
kommt, ersetzbar denkt, so erhält man durch diese Auffassvngs-
.) Es kann auch ein schon vorher ersetzbar gedachtes Zeichen an
solchen Stellen, wo es bisher als bleibend angesehen wurde, jetzt eben-
falls als ersetzbar aufgefasst werden.
18
weise eine Function, die ausser den bisherigen noch ein Argument
hat. Auf diese Weise entstehen Funetionen, von zwei und mehr
Argumenten. So· kann z. B. "der Umstand, dass Wasserstoffgas
leichter als Kohlensäuregas ist" als Function der bei den Argumente
"Wasserstotfgas" und "Kohlensäuregas" aufgefasst werden.
Das Subject ist in dem. Sinne des Sprechenden gewöhnlich
das hauptsächliche Argument; das nächst wichtige erscheint oft
als Object. Die Sprache hat durch die Wahl zwischen Formen
und Wörtern, wie
Activum - Passivum,
schwerer - leichter,
geben - empfangen
die Freiheit, nach Belieben diesen oder jenen ßestandtheil des
Satzes als hauptsächliches Argument erscheinen zu lassen, eine
Freiheit, die jedoch durch den Mangel An Wörtern beschränkt ist.
§ 10. Um eine unbestimmte }'unction des Argumentes A aus-
zudrücA en, lassen mit· A in Klammern eingeschlossen auf einen
Buchstaben folgen, z. B.:
~ (A) •
Ebenso bedeutet
lP (A, B).
eine Function der beiden Argumente A und B, die nicht näher
bestimmt ist. Hierbei vertreten die Stellen von A und B in der
Klammer die Stellen, melehe .4 und B in der Junction einnehmen,
einerlei ob dies einzelne, oder für A sowobl wie für B mehre sind.
Daher ist
lP (A, B) von 'P (B, A)
im Allgemeinen t'er schieden °
Dieseln entsprechend werden unbestimmte Functionen mehretO
Argumente ausgedrückt.
Man kann 1 tP (A)
leBen: "A hat die Eigenschaft tP".
I lJI ( .. 4, B)
mag übersetzt werden durch ,,0 steht in der P'-Beziehung zu A"
odelo ,,0 ist Ergebnis einer Anwendung des V crfahreus 1[1 auf den
Gegenstand A".
Da in dem Ausdrucke
tP (A)
das Zeichen ffJ &n einer Stelle vorkommt, und da wir es clUloch
19
andere Zeichen 1Jl, X ersetzt denken können - wodurch dJ\nn
,
andere FUDctionen des Argumentes A ausgedrückt wUrden -,
,C"o kann man rp (A) als eine FU'Ilction des Argumentes auf-
jassen. Man sicht hieran besonders klar, dass der Functions-
begriff der Analysis, dem ich mich im Allgemeinen angeschlossen
habe, weit beschrAnkter ist als der hier entwickelte.
Die Allgemeinheit.
§ 11. In dem Ausdrucke eines U rtheils kann man die rechts
von 1--- stehende Verbindung von Zeichen immer als Function
eines der darin vorkommenden Zeichen ansehen. man an
die Stelle dieses Argumentes einen deutschen Buchstaben, und
giebt man dem lnhaltsstriche eine Höhlung, in der dieser selbe
Buchstabe steht, wie in
tP (a) ,
so bedeutet dies das Urtheil, dass jene Function eine Thatsache
sei, nJas man auch als ihr Argu1nent ansehen möge. Da ein als
Functionszeichen wie tP in tP (A) gebrauchter Buchstabe selbst als
Argument einer Function angesehen werden kann, so kann an die
Stelle desselben in dem Sinne 'I der eben festgesetzt ist, ein
deutscher Buchstabe treten. Die Bedeutung deutschen Buch-
staben ist nur den selbstverständlichen Beschränkungen unter-
worfen, dass dabei die Beurtheilbarkeit (§ 2) einer auf einen
Inhaltsstl·ich folgenden Zeichenverbiudung unberührt bleiben muss,
und dass, wenn der deutsche als FunctioDszeichen auf-
tritt, diesem Umstande Rechnung werde. Alle übrigen
Bedingungen, denen das unterworfen setn muss, tlJas 1Jn die Stelle
eines deutschen Buchstaben gesetzt werden darf, sind in das Ur-
Iheil aufzunehmen. Aus einem solchen Urtheile kann man daher
immer eine beliebige Menge von Urtheilen mit tlJeniger allgemeinem
Inhalte herleiten, indem man jedes Mal an die Stelle des deutschen
Buchstaben etwas Anderes einsetzt, wobei dann die Höhlung im
Inhaltsstriche wiedel·- verschwindet. Der links von der Höhlung
betindliche wagerechte Stlich in
rp (a)
ist der Inhaltsstrich dafür, dass tP (a) gelte, was man auch an die
Stelle von a setzen möge) der rechts von der Höhlung befindliche
20
ist der Inhaltsstrich von 4> (a), wobei an die Stelle von a etwas
Bestimmtes eingesetzt gedacht werden muss.
Nach dem, was oben über die Bedeutung des Urtheilsstriches
gesagt worden, ist leicht zu sehen, was ein Ausdruck wie
a
-,,-,- X (a)
bedeutet. Dieser kann als Theil in einem Urtheile vorkommen
wie
--I --:---- A
(1
-,,-,- X (a) •
1-, X(a) ,
Es ist einleuchtend, dass man aus diesen U rtheilen nicht wie aus
(1
1-,,-,- rp (a)
durch Einsetzen von etwas Bestimmten an die Stelle von a weniger
allgemeine Urtheile ableiten kann. Durch X (a) wird
verneint, dass X (a) immer eine Thatsache sei, was man auch an
die Stelle von a setzen möge. Hiermit ist keineswegs geleugnet,
dass man fUr a eine Bedeutung LI angeben könne, sodass X (LI)
eine Tbatssehe sei.
I A

bedeutet, dass der Fall, wo bejaht und A verneint
wird, nicht eintritt. Hiermit ist aber keineswegs verneint, dass
der Fall, wo X(LI) bejaht und A verneint wird, eintrete; dann,
wie wir eben sahen, kann X(A) bejaht und doch ver-
neint werden. Also auch hier kann man nicht etwas Beliebiges
an. die Stelle von a setzen, ohne die Richtigkeit des Urtheils zu
gefährden. Dies erklärt, weshalb die Höhlung mit dem hinein-
geschriebenen deutschen Buchstaben nötbig ist: sie grenzt das
Gebiet ab, auf welches sich die durch den Buchstaben bezeich-
nete Allgemeinheit bezieht. Nur innerhalb seines Gebietes hält
der deutsche Buchstabe seine Bedeutung fest; in einem Urtheile
kann derselbe deutsche Buchstabe in verschiedenen Gebieten vor-
kommen, ohne dass die Bedeutung, die man ihm etwa in dem
einen beilegt, sieh auf die l1bl'igen miterstreckt. Das Gebiet eines
deutschen Buchstaben kann das eines andern eiDschliessen, wie
das Beispiel
21
A(a)
e)
zeigt. In diesem Falle müssen sie verschieden gewlhlt werden;
man dUrfte nicht statt e a setzen. Es ist natflrlich gestattet, einen
deutschen Buchstaben f1berall in seinem Gebiete durch einen be-
stimmten andern zu ersetzen, wenn nur an Stellen, wo vorher
verschiedene Buchstaben standen, auch nachher verschiedene stehen.
Dies ist ohne Einfluss auf den Inhalt. Andere Ersetzungen sind
nur dann erlaubt, wenn die Höhlung unmittelbar auf den Ur-
tAeilsstrich folgt, sodass der Inhalt des ganzen Urtheils das Gebiet
des deutschen Buchstaben a.usmacht. Weil dieser Fall demnach
ein ausgezeichneter ist, will ich fUr ihn folgende AbkUrzung ein-
fUhren. Ein lateinischer Buchstabe habe als Gebiet immer den
Inhalt des ganzen Urtheils, ohne dass dies durch eine Höhlung
im Inhaltsstrich bezeichnet wird. Wenn ein lateinischer Buchstabe
in einem Ausdrucke vorkommt, dem kein Urtheilsstrich vorher-
geht, so ist dieser A usd-ruck sinnlos. Ein lateinischer Buchstabe
darf immer durch einen deutschen, der noch nicht im Urtheile
vorkom,nt, erst:tzt werden, wobei die Hö-hlung unmittelbar nach
dem Urtheilsstriche anzubringen ist. Z. B. kann man statt
I X(a)
setzen
X(a) ,
wenn a nur an den Argumentsstellen in X (a) vorkommt.
Auch ist einleuchtend, dass man aus
I I (a)
-A
ableiten kann
I tP (a)
---A,
wenn A ein Ausdruck ist, in welchem a nicht vorkommt, und
wenn a in iP (a) nur an den Argumentsstellen steht. Wenn
tP (a) verneint wird, 80 muss man eine Bedeutung für a an-
geben können, sodass iP (a) verneint wird. Wenn also (a)
verneint und A bejaht würde, so müsste man eine Bedeutufg für
a angeben können, sodass A bejaht und iP (a) verneint würde.
Dies kan·n man aber wegen
22
I I (a)
-A .
nicht; denn dies bedeutet, dass, was auch a sein möge, der Fall,
wo tP (a) verneint und A bejaht würde, ausgeschlossen sei. Daher
kann man nicht (a) verneinen und A bejahen; d. b.:

L..----A •
Ebenso kann man aus
I
--0
folgern
I I
---B,
wenn a in A und B nicht vorkommt und tP (a) nur an den Argu-
mentsstellen a enthAlt. Dieser Fall kann aut' den vorigen zurück-
geführt werden, da man statt
aetzen und
wieder in
I

--B
I ..... (a)
1
1
I I A
-B
I I (Cl)
I I I A.
-9
I

,---B
verwandeln kann. Aehnliches gilt, wenn noch mehr Bedingungs-
striche vorhanden sind.
§ 12. Wir betrachten jetzt einige Verbindungen von Zeichen.
1-,
23
bedeutet, dass man etwfts, z. L1, finden könne, sodass X(Ll) ver-
neint werde. l\Ian kann daher übersetzen: "es giebt einige Dinge,
die nicht die Eigenschaft X haben."
Hiervon abweichend ist der Sinn von
X(a).
Dies bedeutet: auch a scin mag ,X(a) ist immer zu ver-
neinen '\ oder: "etwas, was die Eigenschaft X habe, giebt es nicht";
oder, wenn wir etwas, was die Eigenschaft X bat, ein X nennen:
"es giebt kein X".
wh"d verneint durch
·
Man kann es daher übersetzen: "es giebt ,A.'s ". *)
P(a)
I_X(Q)
bedeutet: "was man auch an die Stelle von a setzen möge, der
Fall, dass P( a) verneint und X (a) bejaht werden müsste, kommt
nicht vor". Da ist es also möglich, dass bei einigen Bedeutungen,
die man dem a geben kann,
P(tt) zu bejahen und X(a) zu bejahen, bei andel'n
P(tt) zu bejahen und X(a) zu verneinen, bei noch andern
P(a) zu verneinen und X(a) zu verneinen wäre.
Man kann daher übersetzen: "wenn etwas die Eigenschaft X hat,
so hat es auch die Eigenschaft P", oder "jedes X ist ein pu.,
oder "alle X's sind P's".
Dies ist die Art, wie ursächliche Zusammenhänge ausgedrückt
",erden.
P(Il)
- 'P(a)
bedeutet: "dem a kann keine solche Bedeutung gegeben werden,
dass P(a) und qJ(a) heide bejaht werden könnten". Man kann
*) Dies ist 80 zu verstehen, dass es den Fall ,.es giebt ein AM mit-
umfasst. 'Venn z. B. A (x) den Ulllstand bedeutet, dass :c ein IIaus ist,
80 heisst
A «1)
"es giebt Häuser oder mindeatens Ein V gl. § 2, Anln. 2.
24
daher übersetzen: "was die Eigenschaft 'P hat, hat nicht die
Eigenschaft P", oder "kein 'P ist ein P'.
P(a)
-...4(a)
verneint P(a) und kann daher wiedergegeben werden
-A(a)
durch: "einige A's sind nicht P's ".
J P(a)
-M(a)
leugnet, dass kein Mein P Bei, und bedeutet daher: "einige *)
M's sind P's"; oder: "es ist möglich, dass ein Mein P sei ".
So ergiebt sich die Tafel der logischen Gegensätze:

1- X(a)
contrir
P(a)
1- X(a)
8

S
U
0
0 u
b


b

a
a
I 1
t

t
-<,"

e
0
e

r (ja

r
n n
-, P(a) tr- ••

con ar
I-x(a) -X(a)
*) Das Wort "einige" ist hier immer 80 zu verstehen, dass es den
Fa.ll "ein" mit umfasst. Weitläufiger wUrde man sagen: "einige oder
Inindesteos doch ein".
[** Sollte offenbar "subcontrir" sein. Anm. d. Hrsgs.]
11. Darstellung und A.bleitung einiger Urtheile
des reinen Denkens.
§ 13. Einige GrundsAtze des Denkeus sind schon im ersten
Abschnitte herangezogen worden, um in Regeln fUr die Anwendung
unserer Zeichen verwandelt zu werden. Diese Regeln und die
Gesetze, deren Abbilder sie sind, können in der Begriffsschrift
deshalb nicht ausgedrUckt werden, weil sie ihr zu Grunde liegen.
In diesem Abschnitte sollen nun einige Urtheile des reinen DenkenB,
bei denen dies möglich ist, in Zeichen dargestellt werden. Es liegt
nahe, die zusammengesetzteren dieser Urtheile aus einfacheren
abzuleiten, nicht um sie gewisser zu machen, was meistens UD-
nöthig wäre, sondern um die Beziehungen der Urtheile zu einander
hervortreten zu lassen. Es ist offenbar nicht dasselbe, ob man blos
die Gesetze kennt, oder ob man auch weiss, wie die einen dureh
die andern schon mitgegeben sind. Auf diese Weise gelangt man zu
einer kleinen Anzahl von Gesetzen, in welchen, wenn man die
in den Regeln enthaltenen hinzunimmt, der Inhalt aller, obschon
unentwickelt, eingeschlossen ist. Und auch dies ist ein Nutzen der
ableitenden Darstellungsweise , dass sie jenen Kern kennen lehrt.
Da man bei der unübersehbaren Menge der aufstellbaren Gesetze
nieht alle aufzählen kann, 80 ist V ollstindigkeit nicht anders als
durch Aufsuchung derer zu erreichen, die der Kraft nach alle in
sich schliessen. Nun muss freilich zugestanden werden, dass die
ZurUekfllhrung nicht nur in dieser einen Weise möglich ist. naher
werden dUl·ch eine solche Darstellungsweise nicht alle Beziehungen
der Gesetze des Denkens klar gelegt. Es giebt vielleicht noch
eine andere Reihe von Urtheilen, aus denen ebenfalls, mit Hin-
zunahme der in den Regeln enthaltenen, alle Denkgesetze ab-
geleitet werden können. Immerhin ist mit der bier gegebenen
26
Zurückführungsweise eine solche Menge von Beziehungen dargelegt,
dass jede andere Ableitung sehr dadurch erleichtert wird.
Die Zahl der Sätze, die in der folgenden Darstellung den
Kern bilden, ist neUD. Von diesen bedürfen drei, die Formeln 1,
2 und 8, zu ihrem Ausdrucke, abgesehen von Buchstaben, nur des
Zeichens der Bedingtheit; drei, die Formeln 28, 31 und 41, ent-
halten dazu noch das Zeichen der Verneinung, zwei, die Formeln
52 und 54, das der Inhaltsgleichheit, und in einem, Formel 58,
kommt die Höhlung des Inhaltsstriches zur Verwendung.
Die folgende Ableitung wUrde den Leser ermüden, wollte er
sie in allen Einzelheiten verfolgen; sie hat nur den Zweck, die
Antwort für jede Frage über die Abfolge eines Gesetzes bereit
zu halten.
§ 14.
I
I I :
a (1.
besagt: "der Fall, wo a verneint, b bejaht und a bejaht wird, ist
ausgeschlossen". Dies leuchtet ein, da a nicht zugleich verneint
und bejaht werden kann. Man kann das lJrtheil auch so in
Worten ausdrücken: "wenn eid Satz a gilt, 80 gilt er auch, falls
ein beliebiger Satz b gilt". Es bedeute z. B. a den Satz, dass die
Summe der Winkel im Dreiecke ABC zwei Rechte betrage;
b den Satz, dass der Winkel ABC ein Rechter sei.
Danl} erhalten wir das Urtheil: "wenn die Summe der Winkel
im Dreiecke ABC zwei Rechte beträgt, so gilt dies auch für den
Fall, dass der Winkel ABC ein Rechter ist".
Die 1 rechts von I a ist die Nummer dieser FOl·mel.
I_
b
bedeutet: "der Fall wo
a
I--.---r-------r- a
1- c
h
1_· c
L
It
!J
1--- C
(2.
verneint und
bejaht wird, findet nicht statt".
I a
_C
I - ~
\ a
-b
c
27
bedeutet aber den Umstand, dass der Fall, wo a verneint, b bejaht,
und c bejaht wird, ausgeschlossen sei. Die Verneinung von
I a
_c
1---,--- b
I- c
sagt, da88 -..,.-, - a verneint und
-c
I b bejaht werde.
-c
Die Ver-
neinung von --:---- a aber bedeutet, dass a verneint, c bejaht
I- c
werde. Die Verneinung von
~ :
l_
c
bedeutet also, dass a verneint, c bejaht, --b bejaht werde.
I- c
Die Bejahung von
I bund c zieht aber die Bejahung von
-c
b nach sich. Daher hat die Verneinung von
28

I_
c
die Verneinung, VOD a und die Bejahung von b und von c zur
Folge. Diesen Fall schliesst die Bejahung von
-:----""""":"-"-a
f_
b
I---C
grade aus. Es kann also der Fall, wo
verneint und
I a
-b
I---C
I_
b
-......-----:---- a
I_
b

bejaht wird, nicht stattfinden, und dies behauptet das Urtheil
I
a
I_
c
b
f- c
a
I_
b
c •
Für den Fall, dass ursächliche VerknUpfungen vorliegen, kann
man dies auch 80 ausdrUcken:
i,wenD ein Satz (a) die nothwendige Folge VOD zwei Sitzen
(b und c) ist ( 1_: ), und wenn der eine von ihnen (b)
wieder die nothwendige Folge des andern (c) ist, 80 ist der
Satz (a) die nothwendige Folge dieses (c) allein.
29
Es bedeute z. B.
c, dass in einer Zahlenreihe Z jedes
als das vorangehende sei;
nacllfolgende Glied grösser
b, dass ein Glied M grösser als L
a, daas das Glied N grö8ser als L
sei · ,
sei.
Dann erhalten wir folgendes Urlheil:
a
b
"wenn aus den SAtzen, dass in der Zahlenreihe Z jedes fol-
gende Glied grösser als das vorangehen de ist, und dass das
Glied M grösser als List, geschlossen werden kann, dass
das Glied N grösser als L ist, und wenD aus dem Satze, dass ,
in der Zahlenreihe Z jedes nachfolgende Glied grösser als
das vorangehende ist, folgt, dass M grösser als List, 80 kann
der Satz, dass 1Y grösser als L ist, aus dem Satze geschlossen
werden, dass jedes nachfolgende Glied in der Zahlenreihe Z
grösser als das vorangehende ist".
§ 15.
2
(1) :
--..,----,--- a
I- c
'---b
I- c
I a
-b
I---C
- ~ a
I_
b
I ..... - ~ - - : - - a
I-c
1---:--- b
I- c
1--:----:--- a
I_
b
I---C
l-
I-
1-
a
c
b
c
a
b
c
a
I_
b (3.
Die 2 links bedeutet, dass rechts davon die Formel (2) steht.
Der Schluss, welcher den Uebergang von (2) und (1) zu (S) be-
wirkt, ist nach § 6 abgekUrzt ausgedrUckt. AusfUhrlich w11rde
er 80 geschrieben werden:
30
I
I
1
I I
I
I
I
2
I
l-
I-
I
-
,-
I-
,-
a
c
b
c
a
b
c
a
b
a
c
b
c
a
I_
b
c
a
l-c
--b
,-C
a
I_
b
l-
I-
I
I
-
c
a
c
b
c
a
b
c
a
I_
b
(3.
Um Dun den Satz (1) in der verwickelteren Gestalt, in der
er hier erscheint, leichter erkennbar zu machen, dient die kleine
Tabelle unter der 1. Sie besagt, daaa man in ~ :
f
I
t
f
l
j
!
I
i
I
(
I
r
t
f
~
I
I
I
!
I
!
·1
I
an die Stelle von a und
- - - r ~ - - = - - a
I- c
'-..,....--b
I- c
~ :
I a
-b
an die Stelle von h aetzeD möge.
(2) :
a
b
c
s
~ ~
I- c
I a
-b
I_-C
I a
!-b
I I
l-
I-
1-
a
c
b
c
a
b
c
a
'-b
1-1 ' - : - - - - : - - ~ ~ - a
I- c
-=---b
I-c
I a
I_b
--c
I---=---a
I- b
Die Tabelle unter der (2) bedeutet, daas man in
31
(4.
I I 1_:
I b an die Stellen von a, b, c die rechts
- C davoD stehenden AusdrUcke setzen
i
a möge, wodurch man erhAlt
-b
--c
32
I
l-
I-
1-
~ ~
1-
L=
1-
L=
a
c
b
c
a
b
a
b
c
a
b
a
c
b
c
a
b
c
a
1- b.
Man sieht leicht, wie bierauB und aUB (3) (4) folgt.
4
(1): :
a a
I_
b
b c
I a
L
l-
I
-
L=
c
b
c
a
b
a
b
c
I a
-b
l---rTT :
I ~ b
I-
c
'----- a
I_
b (6.
33
Die Bedeutung des doppelten Kolon ist in § 6 erkllrt.
Beispiel zu (6). Es sei
a der Umstand, dass das StUck Eisen E magnetisch werde;
b der Umstand, dass durch den Draht D ein galvanischer
Strom lIiesse;
c der Umst.and, dass der SchlUssel T niedergedrückt werde.
Wir erhalten dann das Urtheil:
"wenn der Satz gilt, dass E magnetisch wird, sobald durch D
ein galvanischer Strom fliesst;
wenn ferner der Satz gilt, dasa ein galvanischer Strom durch
]) fliesst, sobald T niedergedrtlckt wird:
so wird E magDetisch, wenn T niedergedrtlckt wird."
Man kann (5) bei Voraussetzung urslehlicher Zusammenhinge
so ausdrflcken:
"wenn beine hinreiehende Bedingung tur a, wenn c eine
hinreiehende Bedingung für b ist, so ist c eine hinreichende
Bedingung fUr a."
ö
(5):
a a
I_
d
b
I_
d
b a
I-b
I
I - - : - - ~ L - :
t - ~ - b
I'-
d
'----:--- a
I_
b
l-
I-
1-
a
d
b
d
c
tJ
11
c
(6.
34
5
I
-c:
b
,-C
a
I_
b
(6) :
a
I
a
I- c
d
~ :
c
b
a
I_
b (7.
Dieser Satz unterscheidet sich von (5) nur dadurch, dass an die
Stelle der einen Bedingung, c, zwei, c und d, getreten sind.
Beispiel zu (7). Es bedeute
d den Umstand, dass der Kolben K einer Luftpumpe von seiner
äussersten Lage links in seine lusserste Lage rechts bewegt werde;
c den Umstand, dass der Hahn H in der Stellung I sich befinde;
b den Umstand, daaa di6 Dichtigkeit D der Luft im Reei-
pienten der Luftpumpe auf die IDLlfte gebracht werde;
a den Umstand, dass die Höhe H des Standes eines mit dem
Raume des Reeipienten in Verbindung stehenden Barometers auf
die Hilfte herabsinke.
DanD erhalten wir das Urtheil:
"wenn der Satz gilt, dass die Höhe H des Barometer-
standes auf die HAlf te hel"absinkt, sobald die Diehtigkeit D der
Luft auf die HAlf te gebraeht wird;
wenn ferner der Satz gilt, dass die Luftdichtigkeit D auf
die Hälfte gebracht wird, wenn der Kolben K aus der lusser-
sten Lage links in die äusserste Lage rechts bewegt wird, und
wenn der Hahn H sieh in der Stellung I befindet:
so folgt,
dass die Höhe H des Barometerstandes auf die Hälfte herab-
sinkt, wenn der Kolben K aus der äU8sersten Lage links in
die iusserste Lage rechts bewegt wird, während der Hahn H
sieh in der Stellung I befindet ".
35
§ 16.
I
a
I_
d
b
----a
I_
b
d (8.
TT a bedeutet, dass der Fall, wo a verneint, bund d
~ - : aber bejaht werden, nicht stattfinde;
I 1_ a bedeutet duselbe, und (8) sagt, dass der
~ d Fall, wo ~ a verneint und ~ a
b -d - b
b d
bejaht werde, ausgeschlossen sei. Dies kann auch so ausgesprochen
werden: n wenD ein Satz die Folge von zwei Bedingungen ist, 80
ist deren Reihenfolge gleiehgiltig".
a
5
I- c
b
I-c
a
I_
b
(8) :
a a
I- c
I
a
I-c
a
b b
I- c
I_
b
b
d a
I- c
I_
b
(9.
Dieser Satz unterscheidet sich Dur unwesentlich von (6).
~ ~ ' -
36
8
I
b
alb
~ : b e
b
~ ~
(9) :
b b I
a
1_
0
b
~ ~
e
c
b
I_
e
I ~ :
d
'-d
e
{lO.
1
I
b
alb
~ :
b c
(9) :
b b
I- c
I
a
'-b
c b
a
b
I- c {li.
Diese Formel kanD man 80 Übersetzen: "wenn der Satz, dass 11
oder nicht c stattfinde, eine hinreichende Bedingung fUr a ist,
80 ist b allein eine hinreichende Bedingung fUr a."
8
I
~ :
die
a
I_
b
c
(6) :
r'
I
a --c=a
-c
b
b
c d
i
1_-
1-
a
c
b
d
a
b
c-
d
37
(12.
Die Sitze (12) bis (17) und (22) zeigen, wie bei mehreu
Bedingungen die Reihenfolge abgeändert werden kann.
12 I a
l-
(12) :
a
,a
I
-C
c tl
tI
1_:
c
tl
I
I-
c
b
d
a
11
c
d
t_:
d
b
a
I_.
b
c
d
L
a
c
tl
b
e
~
a
b
c
tI
e
(13.
(14:.
38
a
c e
d
12
(6):
a
b
c e
8
a
(16) :
e
a
I-c
b
d
c
d
c
d
e
c
d
e
(16.
(16.
c tl
d c
~ ~ - " ! " - - a
I-ob
I--C
---tl
6
a
~ - a
I-ob
b c
c d
(16) :
c d
d c
1-4
e a
I- b
I--C
9
(18):
a a
I- c
b a
I_
b
c b
I-c
I
I

I
I
a
d ,-
b
I'
a
b I-
,-
I-
,-
l-
I-
1-
c
d

b
tl
C
tl
a
b
C
a
d
b
c
tl
a
b
c
I ~ ~ ~ - a
I-c
I---.,--a
1-6
I---b
I- c
l-
I-
,-
a
c
d
a
b
b
c
d
30
(17.
(18.
(19.
40
,.---.-
Dieser Satz ist von (7.) Dur unwes6ntlieh verschieden.
19
(18) :
a a
I- c
d
11 a
I- b
c b
I-c
d
d e
9
a b
11 c
c tl
(19) :
b b
I-d
c b
I-c
d c
I_d
I
I
I
I
l-
I-
,-
l-
I-
1-
b
I-tl
b
I-c
c
I_tl
a
c
tl
a
b
b
c
d
a
c
d
e
a
b
b
c
d
e
a
b
I-c
c
I-tl
a
L:
(20.
(21.
16
(5) :
a -
b
c f
b c
c d
d e
(2i) :
a
1-
I_
c
-b
-d
-e
~ ~
e
,-
.-
I
I
I
'-
I-
-
1-
-
-
-
a
c
b
d
e
tJ
b
c
d
e
• I
a
I_
c
.-
b
-
-
tl
e
I
-
I
I
,_
-
,-
-
.-
LI. - - . , . . . . . . ~ - - . - - , - - - - r - tJ
.. I_
b
t--e
I----C
1 ___ ,-tI
I_
e
I
I ~ :
--c
1·------tI
f
tJ
11
c
d
e
f
41
42
C e
d c
e 4
Le
f
(12) : .
b c
c b
d a
I_
c
(6) :
(J
I_li
c
tl

b --a
I_c
c d
1
(8) :
dia
t.I

b
c
tl

tJ
(23.
1--
1

I_
c
I ----;-- t.I
I- c
a
I_
b
c
d
a
I-c
'----4
{16.

I_
b
I --a
(26.
r
f
~
f
I
[
I
f
r
f
26
I
~ :
b
~ :
I_
b
a
(1)
. .
. .
I
a
I_
a
Man kann nicht (zugleich) a bejahen und
§ 17.
I
I
I b
-1- a
I--:----a
I-b
43
(27.
a verneinen I
(i8.
I I b verneint und I a bejaht wird,
-,-0 -b
bedeutet: "der Fall, wo
findet nicht Btatt". Die Verneinung von I t b bedeutet, daaa
-1- a
-J- a bejaht und -1- b verneint wird; d. h. dass a verneint und
b bejaht wird. Dieser Fall wird durch I 0 ausgeaeblouen.
-b
Dieaea Uriheil begrtlndet den Uebergang vom modus ponens zum
motllu tollma. Es bedeute z. B.
b den Satz, dass der Mensch M lebe;
a den Satz, dass M: athme.
DaDD haben wir das Urtheil:
"wenn aUI dem Umstande, dus M lebt, sein Athmen geschlos-
len werden kann, 80 kaDD aus dem Umstande, dass er nicht
athmet, lein Tod geschlo888n werden."
28 I I t b
-.-a
I a
_b
(6)
.

tJ
I I b
I
I I:;

-r
G
b
L:
a
I- b
c
{ ~ 9 .
Wenn bund c hinreichende Bedingungen ftlr a sind, 80 k.anll
aus der Vemeinung von a und der Bejahung der einen Bedingung
(c) die Verneinung der .ndem Bedingung geschlossen werden.
29 I I ~ :
C
tJ
I-b
c
(10)
a
I ' b
I
I ' b
-,-tJ -,-tl
C C
b tJ
-r=:
d b
e c (30.
§ 18.
I
a
'ira
(31.
lTa bedeutet die VerneinuDg der Verneinung, mithin die Bejahung
von a. EI kanD also nicht a verneint und (zugleich) ""'iT a bejaht
werden. Duplex negatio af/lrmat. Die Verneinung der Verneiaung
ist Bejahung.
31
alb
(7) :
tJ b
b ,...11
C -.-tI
d ---tl
,-. b
(28) ::
b I,-b
.... 1 ~ - - b
t,-tI
---,,- tI
1-. b
I 1
1
,':
'-rb
I
L . ~
1--:--tI
1-, b
(32.
(33.
r
f
t
~
!
!
r
l
r
I
[
45
Wenn ti oder b stattfindet, -80 findet b oder a statt.
33
~ :
I- b
I
(5) :
ah=!
"&
• b

I-I a
c
a
I-I b
lJ---a
I- b
"&
C (34.
Wenn das Eintreten des Umstandes c beim Wegfall des Hindel-ungs-
grundes b das Stattfinden VOR a zur Folge hat, 80 kann aus dem
Niebtstattfinden von a beim Eintreten von c auf das Eintreten des
Hinderungsgrundes b geschlossen werden.
34
(12) :
a b
b -,-a
1
bl-Ib
(34) :
ela
I
b
I-I a
c
a
i-I b
c
~ :
, a
a
I-b
"&
c (35.
I
a
I-b
I
a
I
b
1-. a
a (86.
46
Der Fall, wo b verneint, -,-a bejaht und a bejaht wird, tritt nicht
ein. Kan kann dies so aussprechen: "wenn a eintritt, so findet
eins von beiden, a oder b, statt."
36
I
b
ale
,-, c
c
(9)
.
.
bl
b
I-I C
I
a
I- c
a
b
I_I c
(37.
Wenn a die nothwendige Folge davon ist, dass b oder c ein-
tritt, so ist a die nothwendige Folge von c allein. Es bedeute z. B.
b den Umstand, dass der erste }t'actor eines Products P 0 wird;
c den Umstand, dass der zweite Factol- von P 0 wird;
a den Umstand, dasß das Product P 0 wird_
Dann haben wir das Urtheil:
"wenn das Product P 0 wird, falls der ente oder der zweite
Factor 0 wird, 80 kann aus dem Vel-schwinden des zweiten
Factors das Verschwinden des Productes geschlossen werden."
36
(8) :
a b
h -I-a
d a
(2) :
a b
b a
C -,-a
(S5) :
a b
b a
C
---:--a
1-, a
I " - ~ - b
l-a
I
I---a
I a
1..------,--- b
I- a
I
I - ~ - a
I-I a
I I - - : - - ~ - - a
---:--a
I- a
I
I b
(38.
(39.
(40.
,
i .
§ 19.
I '1' a
-a
Die Bejahung von a verneint die Vemeinung von a.
27
(41):
a I-=----a
I_
a
(40) :
bl "_:
I a
I- a
I,. I a
-a
I I ~ _ :
f- a

47
(41.
(4:2.
(43 .
Wenn nor die Wahl zwischen a und a ist, 80 findet a statt.
Man hat z. B. zwei Fälle zu unterscheiden, welche die ganze
Möglichkeit erschöpfen. Indem mau den ersten verfolgt, gelangt
man zu dem Ergebnisse, dass a stattfindet; desgleieheD, wenn man
den zweiten verfolgt. Dann gilt der Satz a.
43
I
a
a
I_i a
(21):
I
a
a
I-c
bl a
tl -,- a
c
,-. a
(44:
(6)
a a
I
-a
a
'-c
a
,-c
a
1-. c
b c
1-, a
c a
,-, c
c
1-: a
a
,-. c
(45.
(33)
48
. - - - - ~ - - a
I - - - ~ - a
I-I C (46.
Wenn a gilt, sowohl falls c eintritt, als auch falls c nicht ein-
tritt, 80 gilt a. Ein anderer Ausdruck· ist: "wenn a oder c
eintritt, und wenn das Eintreten von c azur nothwendigen Folge
hat, 80 findet a statt."
46 a
a
I-c
a
L.c
(21 )
'-c:
I
a
a
I
~
L:
)
b a
tJ
I-b
tl
-J-C
c b
b
1-, c
(47.
Man kann dieBen Satz 80 ausspreehen: "wenn sowohl c ala auch
b eine hinreichende Bedingung flr a ist, und wenn b oder c
stattfindet, 80 gilt der Satz a." Dieses U rtheil wird angewendet,
wo bei einem Beweise zwei Fille zu unteraeheiden lind. Wo
mehre Fille vorkommen, kann man immer auf zwei zurtlckgehen,
indem man einen von den Flllen als den enten, die Gesammtheit
der tlbrigen als den zweiten Fall ansieht. Den letzteren kann
man wieder in zwei Fälle zerlegen und hiermit so lange fortfahren,
als Doch Zerlegungen mögüch sind.
47 I a
--a
l-c
I---:---G
I-b
·-----:--b
I- c
J
(23)
b
c
d
e f1
I a
-c
I a
-b
I b
-,-c
I
~
l-
I-
L
I
49
a
d
a
r,
a
b
b
c
d (48.
Wenn d eine hinreichende Bedingung dafür ist, das8 b oder c
stattfindet, und wenn sowohl b als auch c eine hinreichende
Bedingung fUr a ist, 80 ist d eine hinreichende Bedingung für a.
J4Jin Beispiel d"er Anwendung bietet die Ableitung von Formel (101).
47
(12) :
b a
I- c
c a
I- b
d b
I-c

(17)
b a
I-b
c a
1-" c
d b
,-. c
(18) :
I a
-c
I---,--a
_I" b
I b
-,-c
I ..... ~ ~ - - a
---,.-a
I- b
----:--a
I- c
----b
1-, c
.....-1 - - : - - ~ - - a
--b
1-. c
I----,-a
I- b
----a
I- c
(49.
(50.
50
a a I
b
I-c
I
b a
I-b
c a
I- c
§ 20.
I
l-
I
a
b
c
d
1-"
a
b
1-
a"
c
d
...-1
I-{(c)
'--(c=d)
(51 .
(52.
Der Fall, wo der Inhalt von c gleich dem Inhalt von d ist, wo
f (c) bejaht und f (d) verneint wird, findet nicht statt. Dieser
Satz drtlckt aus, dass man tlberall statt c d setzen könne, wenn
c = d ist. In (c) kann c auch an an"dern als den Arguments-
stellen vOl"kommen. naher kann c auch noch in f (d) enthalten
sein.
52
(8) :
a f(d)
b {(cl
tl (c = d)
"'-1 --,---,-- f (d)
I-(c)
I--{C= d)
-I --:--:---f (d)
I-(c= d)
'--f(c)
§ 21. I (c = c) •
Der Inhalt von c ist gleich dem Inhalte von c.
54 I (c = c)
(63) :
[(A) I (A - c)
(9) :
b (d = c)
c (c - d)
a {(cl
I-red)
(52) : :
I
I I (d = c)
-(c=d)
I
(c)
-[(tl)
,--(c=d)

l-f(d)
--(d c)
(53.
(54.
(55.
(56.
die
c d
§ 22.
1-
---,--,--( (c)
I-red)
--Ce = d).
I f(c)

51
(57.
(58.
f (a) bedeutet, dass f (Cl) stattfinde, was man auch unter a
verstehen möge. Wenn daher wird, 80 kanu
f (c) nicht verneint werden. Dies dl"flckt unser Satz aus. (1
kann bier nur an den Arguments8tellen von f vorkommen, weil
diese Funetion auch aU8serhalb des Gebietes von Cl im Unbeile
vorkommt.
58
(A) I L{(A)
c b g (A)
(30)
a f(b)
c 9 (h)
b
I-
u
(a)
Beispiel. Es bedeute
t---r---r-f (h)
L_"-=-u(b)
......:.... I {(al
-g (Q)
.-1 ((a)
-g (0.)
f(b)
-------g (h)
(59.
b einen Vogel Strau8s, nämlir.h ein einzelnes zu dieser Art
gehörendes Thiel·;
9 (A) "A. ist ein Vogel";
(A) "A. kann lliegen".
nanD haben wir das Unheil:
"wenn dieser Strau88 ein Vogel ist und nicht lIiegen kann, so
ist date.na zu 8chliessen, dass einige Vögel *) nicht Biegen können."
Man sieht, wie dieses Urtheil eine Schlu8sart ersetzt, nlm-
lieh Felapton oder Fesapo, zwischen denen hier kein Unterschied
gemacht wird, weil die Hervorhebung eine! Subjects wegfallt.
58 I f(b)
1 {(A) I_g (b)
c b
(12) :
-g(A) h(b)
h(A)
-g (a)
h (a)
.) § 12, 2. Anm.
52
a feh)
b 9 (h) .
c h (b)
a
[(al d
---
1-
0
(a)
h (0.)
58
(9) :
b /1 (c)
c
58
((A.) --[(A)
'-g(A)
c x
(8) :
a fex)
b 9 (x)
d
1-
0
(0.)
I
f(b)
'-h (b)
g (b)
"
-,-"
((a)
I-g (0.)
I
{(cl

I a

a
'-{(Cl
.-1 f (x)
l-g (x)

1_
0
(0.)
.-1 f (x)
h (a)
«a)
I_
g
(0.)
,----g(x)
(60.
(61 .
(62.
Dieses U rtheil ersetzt die Sehlussweise Barbal-a in dem Falle, dass
der Untersatz (g (x» einen besondern Inhalt bat.
62 I I {(:cl
I {(al
(24) :
a ((x)

I_g(a)
c g (x)
b m
I
-0 (0.)
,----g(x)
I a ((:x)
-___ f (0.)
'-0 (a)
I----m
,-----g(x) (63.
53
I
({x)
62

f (Cl)
t-. g (Q)
g (x)
(18) :
I
(x)
a ((x)
1- n (1/)
b
Cl
{(al Cl
[Ca)

I-g (a)

I- g (a)
c g (x)
g (x)
d h (1/)
I- h (y) (04.
64
I
(x)
ylX
I- h (x)
Cl
((a)
I_
g
(Cl)
9 (x)
I- h (x)
(61):
(x) I
((x)
a
I- h (x)
1- h (x)
Cl
(Ca)
Cl
{(al


I_
g
(a)
I- g (a)
((A) g(A)
Cl
g (a)
1- h(A)

1- k (a)
c
(65.
Hier kommt Q in zwei Gebieten vor, ohne dass dies eine beson-
dere Beziehung andeutete. In dem einen Gebiete könnte man
statt a ,twa e schreiben. Dieses Urtheil ersetzt die Schlu8s-
weise Barllara fUr den Fall, dass der Untersatz g(a)
1- h(a)
einen allgemeinen Inhalt hat. Der Leser, der sieh in die Ab-
leitungsart der Begriffsschrift hineingedacht hat, wird im Stande
sein, auch die Urtheile herzuleiten, welche den andern
weisen entsprechen. Hier mögen diese als Beispiele genügen.
54
65
I
(8):
a
I ((x)
I
-h (x)
b
&1
(4)
'--'"
1_, (0,)
&1
d g (a)
"'-"
1_0" (4)
58
(7) :
a f (c)
b
c b
fez)
I-
h
(x) .
"
f (4) -'--'"
1-
0
(4)
"
, (a)
'--'"
I_
h
(o,)
[(x)
I-h (x)
&1
g (a) -"'-"
I- h (a)
&1
1(4)
'--'"
1-
0
(4)
1--:----.( (cl
(4)
I
I
{(cl
-b
= b]
(66.
d (a») = b]

(57) : :
({A) A
c
d b
I
(67.
I
{(cl
-b
1--[(-!.-- f <0,») = b] {6B.
In. Einiges aus einer allgemeinen Reihenlehre.
§ 23. Die folgenden Ableitungen sollen eine allgemeine Vor-
stellung von der Handhabung dieser Begriffsschrift geben, wenn
sie auch vielleicht nicht hinreichen, deren Nutzen ganz erkennen
zu lassen. Dieser würde erst bei verwickelteren Sitzen deutlich
hervortreten. Ausserdem sieht man an diesem Beispiele, wie das
von jedem durch die Sinne oder selbst durch eine Anscbauung
apriori gegebenen Inhalte absehende reine Denken allein ans dem
Inhalte, welcher seiner eigenen Beschaffenheit entspr.ingt, Urlheile
hervorzubringen vermag, die auf den ersten Blick nur auf Grund
irgendeiner Anschauung möglieh zu sein scheinen. Man kann dies
mit der Verdichtung vel-gleichen, mittels deren es gelungen isi,
die dem kindlichen Bewusstsein als' Nichts erscheinende Luft in
eine sichtbare tropfen bildende Fltlssigkeit zu verwandeln. Die im
Folgenden entwickelten Sitze Uber Reihen übertreffen an All-
gemeinheit beiweitem alle Ahnlichen , welche aus irgendeiner An-
schauung von Reihen abgeleitet werden können. Wenn man es
daher fUr angemessener halten möchte, eine anschauliebe Vor-
stellung von Reihe zu Grunde zu legen, so vergesse man nicht,
dass die so gewonnenen SAtze, welche etwa gleichen Wortlaut mit
den hier gegebenen hAtten, doch lange nicht ebensoviel als diese
besagen würden, weil sie nur in dem Gebiete eben der An-
sehauung Giltigkeit hätten, auf welche sie gegründet wären.
§ 24. ' J - I l - ~ I F (a) I Ö ( F (a) I
- f(b, a) = I
1--- F (b) a f (d, a)
(ß9.
56
Dieser Satz unterscheidet sich von den bisllel" betrachteten U1'-
theilen dad urch , dass Zeichen darin vorkommen, die vorher
nicht erklärt worden sind; er giebt selber diese Erklärung. Er
sagt nicht: "die rechte Seite der Gleichung hat denselben Inhalt
wie die linke"; sondern: "sie soll denselben Inhalt haben". Dieser
Satz ist daher kein Urtheil und folglich auch kein syntl,etisches
Urtlleil, um mich des kantischen Ausdrucks zu bedienen. Ich be-
merke dies, weil Kant alle Urtheile der Mathematik für synthetische
hält. Wäre nun (69) ein synthetisches Urtheil, so wären es
auch die dnraus abgeleiteten Sätze. Man kann aber die durch die-
sen Satz eingeführten Bezeichnungen und dabeI- ibn selbst als
ihre Erklärung entbehren: nichts folgt aus ihm, was nicht auch
ohne ihn erschlossen werden könnte. Solche El-kläl·ungen haben
nur den Zweck, durch Festsetzung einer AbkUrzung eine äusser-
liche Erleichterung herbeizuführen. Ausserdem dienen sie dazu
eine besondere Verbindung von Zeichen aus der Fülle der mög-
lichsn hervorzuheben, um daran einen festern .A .. nhalt für die Vor-
stellung zu gewinnen. Wenn nun auch die genannte Erleichterung
bei der geringen Zahl der hier aufgeführten Urtheile kaum merk-
lich ist, so habe ich doch des Beispiels wegen diese Formel auf-
genommen.
Obgleich (69) ursprünglich kein Urtheil ist, so verwandelt es
sich doch sofort in ein solches; denn nachdem die deI-
neuen Zeichen einmal festgesetzt ist, BO gilt sie nunmehr, und es
gilt daher auch Formel (69) als Urtheil, aber als analytisches,
weil es, was in die neuen Zeichen hineingelegt war, nur wieder
hervortreten lässt. Diese Doppelseitigkeit der Formel ist durch
die Verdoppelung des Urtheilsstrichs angedeutet. In Bezug auf
die folgenden Ableitungen kann also (69) als gewöhnliches Urtheil
bellandelt werden.
Die kleinen griechischen Buchstaben, die llier zuerst V01--
konl1nen, vertreten keinen selbständigen Inhalt, wie die deutschell
und lateinischen. Bei ihnen ist nur die Gleichheit und Ver-
schiedenheit zu beachten, sodass man an die Stellen von a und d
beliebige andere kleine griechische Buchstaben setzen kann, wenn
nur die Stellen, die vorher von gleichen Buchstaben eingenommen
waren, auch wieder von gleicllell eingenommen werden, und
wenn verschiedene Buchstaben nicht durch gleiche ersetzt werden.
JJiese Gleichheit oder Verschiedenheit der griechischen Buchstaben
57
hat aber nur innerhalb der Fortnel Bedeutu'1,g, fO,r die sie If)ie
hier für
o' ( F (a)
l (Co, a)
besonders eingeführt 1IJorden sind. Sie-dienen dem Z",ecke, dass
aus der abgekürzten Form
6( F (a)
l (Co, a)
Jederzeit die ausführliche
I F(Q)
-f(b, a)
. F (b)
unzweideutig wiederhergestellt werden könne. Es bedeutet z. B.
den Ausdruck
während
a ( F (Ö)
1 (Co, a)

L-f(a, b)
r_--F(b) ,
a (F (a)
1 {(ö, a)
keinen Sinn hat. Man sieht, dass der ausführliche A usdrllck, wie
verwickelt auch die Functionen Fund f sein mögen, immer mit
Sicherheit wiedel-gefunden werden kann, abgesehen von der gleich-
giltigen Wahl der deutschen Buchstaben. Es kann
I f<r, LI)
dUlwch "LI ist Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens f auf
1"''', oder durch "r der Gegenstand einer Anwendung des
Verfahrens f, deren Ergebnis LI ist", oder durch "Li steht in der
'"- Beziehung zu P', oder durch "r steht in der umgekehrten
f- Beziehung zu L1-' wiedergegeben werden, welche Ausdrücke als
gleichbedeutend gelten sollen_
58
O( F (a)
1 f«(j, a)
mag übersetzt werden: "der Umstand, daas die Eigenschaft F sich
in der {-Reihe vererbt.
u
Diesen Ausdruck kann vielleicht fol-
gendes Beispiel annehmbar machen. Es bedeute
A (M, N) den Umstand, dass N ein Kind von Mist;
(P) den Umstand, dass P ein Mensch ist. DanD ist
a( I I(a)
I oder - d (d Q)
o A (0, a) .li (b)
der Umstand, dass jedes Kind eines Menschen wieder ein Mensch
ist, oder dass die Eigenschaft, Mensch zu seiD, sich vererbt. Man
sieht übrigens, dass die Wiedergabe in Worten schwielig und
selbst unmöglich werden kann, wenn an die Stellen von Fund
f sehr verwickelte Functionen treten. In Worten wUrde demnacll
der Satz (69) 80 ausgedrtlekt werden können:
"Wenn aus dem Satze, dass b die Eigenschaft F hal,allge-
mein, tVas auch b sein mag, geschlossen ",erden kann, dass
J-edes Ergebnis einer AntIJendung des Verfahrens f auf b die
Eigenschaft F habe, /
so sage ich:
""die Eigenschaft F "ererbt sich in der f-Reihe.
n
"
§ 25.
69

I F (Q») d F (a) 1
I- 1- (b,a) -I (
F (b) a (d', a)
(<<8) :
a b
((I"') I F (a)
. -(r,a)
. F(r)
d( F(a)
b I
. a {(d, a)
c z
(19) :
-....-- ]1' (4)
I-,«x, a)
I---F(x)
6( F (a)
1---- f«(j, a)
(70.
Cl •
F(y)
b F (4)

'-"
1- f(x, y)
1_({x,Q)
F(x)
c F (X)
& (F (a)
o ( F (a)
d
(&, a)
(0, a)
a F{y)
F (y)
'-f(X,y)
1- ({X, y)

- {(X, Cl)
(71.
(58) : :
(cr)
F{r)
'-f(x,I')
I
F{y)
1- fex, y)
c
11
F{x)
& (F (a)
(&, a)
(72.
W-etln die Eigenschaft F sich in der f - Reihe vererbt; ",enn
x die Eigenschaft F hat und y Ergebnis AntlJendung des
JT erfahrens f auf x ist: 80 hai y die Eigenschaft F.
72
(2) :
a F{y)
I_f{x,y)
b F(x)
c d( F{a)
(&,a)
I
I
F(y)
,- fex, y)
F{x)
o (F(a)
(0, a)
F(y)
L fex, y)
-1\ F(a)
a f(6, a)
LF(Z)
_1(Ft
a
)
(73.
a f(d, a)
60
72
(8):
a F (y)
'-fex, y)
b F(x)
O( F(a)
d {(tl, a)
I
F(y)
l-f(X, y)
F{x)
tl(F(a)
(tl, a)
F(y)
L{(X' y)
tl( F(a)
{(tl, a)
(74.
F(x)
Wenn x eine Eigenschaft F hat, die sich in der (-Reihe
vererbt, so hat J·edes Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens
f auf x die Eigenschaft F.
69 I F (a) I O( F (a) I
I __ = {(tl, a)
(52):
c
'-. {(b, tt)
'--F(b)
<J'( F(a)
d r
. a f{o, a)
(l) r
Ö( F Ca)
-I !(tl, a»

I-{(b, a)
I--F(b)
(75 ..
Wenn aus dem Satze, dass b die Eigenschaft F hat, tvas
auch b sein ,nag, geschlossen tlJerden kann, dass J·edes Ergebnis
eine Alltvendung des Verfahrens f auf b die Eigenschaft F habe,
so vererbt sich die .Eigenschaft F in der (-Reihe.
§ 26.
-....;.....-
11-
la lJ (y)
,-",-, (a)
-fex, a)
d( (a)
'----- {(d', a)
(76.
Dies ist die Erklärung der r.echts stehenden Zeichenverbindung
61
"
p f (x", Y fJ)· In Betreff der Verdoppelung des Uitheilsstriches
und der griechischen Buchstaben vel'weise ich auf § 24. Es ginge
nicht an, statt des oben stehenden Ausdrucks einfach
:x
11 f(x, y)
zu schreiben, weil bei ei ner ausführlich hingeschriebenen Function
von X' und y diese Buchstaben auch noch ausserhalb der Argu-
mentsstellen vorkommen könnten, wobei dann nicht zu ersehen
wäre, welche Stellen als Al'gumentsstellen anznsehenwären. Die
Letzteren mUssen also als solche gekennzeichnet werden. Dies
geschieht hier durch die Indices rund {J. Man muss diese ver-
schieden wAhlen in Anbetracht des Falles, dass die beiden Argumente
einandel' gleich wären. Wir nehmen griechische Buchstaben hierzu,
damit ,vir eine gewisse Auswahl haben, um fUr den Fall, das8
l (x
r
, IIp)
einen ähnlich gebauten Ausdruck in sich 8chlösse, die Bezeichnung
der Argumentsstellen des eingeschlossenen Ausdrucks von denen
des einschliessenden verschieden wählen zu können. Die Gleich-
heit und Verschiedenheit der griechischen Buchstaben hat hier
nur Bedeutung innerhalb des Ausdruckes
l ((zr' IIp) ;
aU8serhaib können dieselben vorkommen, ohne dass hierdurch
irgendeine Beziehung zu diesen angedeutet wUrde.
Wir übersetzen
~ f (x
rl
!I p)
durch ,;y folgt in der (-Reibe auf x", eine Ausdrucksweise, die
freilich nur möglich ist, solange die Function f bestimmt ist. In
Worten wird demnach (76) ~ t w a so ausgesprochen werden können:
Wenn aus den heiden Sätzen, dass J·edes Ergebnis einer An-
1IJendung des Verfahrens f auf x die Eigenschaft F habe, 'Und
dass die Eigenschaft F sich in der (-Reihe vererbe, ~ a s o,u,ch
F sein mag, geschlossen ",erden kann, dass 11 d i ~ Eigenschaft
F habe,
so sage ich:
62
"y folgt in der I-Reihe auf Xli; oder: "x geht in der r- Reihe
dem 11 vorher
tt
• *)
§ 27.
76
(68) :
a


l-r (x, a) - "(( )
== fJ xi" Y fJ

'---l (0, a) J
f(/') --------r(y)

I-fex, a)
1--o!1'---r-:'/-a--
F
(y)
(a)
l-f(X, a)
real
·---l (0, a)
b (x", Yp)
c F
&( F (a)
(0, a)
f (x Y 8)
fJ i".
(77.
Hier sind nach § 10 F (y), Ji (a), F (a) als verschiedene Functionen
des Al·gumeJlts Fanzusehen. (77) bedeutet:
Wetl1l, y in der {-Reihe auf x folgt; "'mn die Eigenschaft F
sich in der [-Reihe (vererbt; 1IJenn jedes Ergebnis einer An-
",endung des Verfahrens (auf x die Eigenschaft F hat: so hat
11 die Eigenschaft F.
77 F (y)

(17) :
I-fex, a)
0'( F (a)
.------1 .
a (0, a)
------ (Xl" Yp)
*) Um die AllgemeiDheit des hierdurch gegebenen Begriffs des Auf-
eioaDderfolgens in einer Reihe deutlicher zu machen, erinnere ich an
einige Möglichkeiten. Es ist hierunter nicht nur eine lolche Aneinander-
reihung begriffeD, wie die Perlen auf einer Schnur zeigen, sondern auch
eine Verzweigung wie beim Stammbaum, eine Vereinigung mebrer
Zweige, sowie ein lingartigea InsicbzurUcklaufen.
a F(y)
b
I--(x, a)
&( F (a)
c {(o, a)
d 1 {(X,., Yp)
(2) :
a .. F (y)
L {(x", Yp)
b
1--(x,Q)
c 1( Ji' (y)
a f«(l, a)
(5) :
a
I {(x", Yp)
L O(F(a)
{(o, a)
b (a)
Lf(x, a)
Ö( F(a)
{(o, a)
c F(x)
(74) : :
yla
I -- F (11)
1- { (x", Y p)

I-fex, Q)
I
I
I
O( F (a)
{(o, a)
I I F(y)
I 1- f (X,., Yp)
L 1(1?(a)
a {(ö, a)
}l (a)
I-f(x, a)
{}'( F (a)
{(o, a)
1 F (y)
{(x", Yp)
O( F (a)
[(0, a)
-a--F(x)
-"'-' ----:--, - F (a)
a)
Ö( F (a)
{(o,a)
----F(x)
I F(y)
1-1 {(x", y p)
d( F (a)
{(o, a)
F(x)
63
(78.
(79.
(80.
(81.
64
Da in (74.) y nur in I F (y) vorkommt, 80 kann bei der
-f(x, y) .
Ersetzung des y durch den deutschen Buchstaben a die Höhlung
diesem Ausdrucke nach § 11 unmittelbar vorhet-geben. Man
kann (81) übersetzen:
Wenn x eine Eigenschaft F hat, die sich in der (-Reihe ver-
erbt, und wenn y in der f - Reihe auf x folgt, so hat y die
Eigenschaft F. *)
Es sei beispielsweise F die Eigenschaft, ein Haufe Bohnen
zu sein; es sei das Verfahl·en f die Vermin{lerung eines Haufens
Bohnen um eine Bohne, so dass
f (a, b)
den Umstand bedeute, dass b alle Bohnen des Haufens a auaser
einer und sonst nichts enthalte. Dann würde man durch un8ern
Satz zu dem Ergebnisse gelangen, dass eine einzige oder selbst
gar keine Bohne ein Haufe Bohnen sei, wenn die Eigenschaft,
ein Haufe zu sein, !sich in der f- Reihe vererbt. Dies ist jedoch
nicht allgemein der Fall, weil es gewisse z giebt, bei denen wegen
der Unbestimmtheit des Begriffes "Haufe" F (z) unbeurthcilbar ist.
81
(18)
a --F(y)

I_} {(.x", Yp)
d( F (a)
1-- {(ö, a)
r---F(x)
--I F (y)
--} f(x", yp)
I_} { y p)
0' ( F (a)
b f (ö, a)
c F (x)
d a
--a
d( F (a)
f(ö,a)
,----F(x)
I--a
• ) Hierauf beruht die Bernonllische InductioD.
(82 .
82
F(r) I g(1)
-her) ,
a hex)
(36) : :
bl 9 (x)
a h (x)
81
(8) :
a
I
F(y)
1--) f(x
y
, y p)
b
O(F(a)
~ (Co, a)
d F(x)
g{y)
1-1 - - : - - - r - - t ~ T I __ . h (y)
-) (x
Y
' Yp)
h (x)
---1 1_, h (a)
-- [ g(a)
a I(ö, a)
9 (x)
I - - - - r - ~ I h (x)
,
- hex)
9 (y)
1-1 --:---'---111_, h (y)
} {(X'Y' Yp)
h (x)
--- f 1_, h (a)
[
9 (a)
a f(&, a)
F(y)
1- L {(x", Y{I>
fJ
d (F (a)
~ (d, a)
F(x)
I
F(y)
1-L {(x", y fJ)
P
F(x)
° (F(a)
~ {Co, a)
65
(83.
(84.
66
77
(12) :
a F(y)
b F(a)
l-/(x,o,)
Ö( F (a) _
c I
a f(ö, a)
d t {(zr' Y{l)
(19) :
b -r-F(y)
l- 6( F(a)
- {(f1, a)
c I F (Cl)
-f(X,Cl)
d t {(zr Y{l)
F (z)
a 1-(II,z)
1-.,.--,----.----- F (y)
--- F (a)
-(x, a)
d( F (a)
I .
----a f (6, a)
1-----t {(zr' Y{l)
F (y)
- d ( F (a)
I-I
a (6, a)
I
" .--:--- F (Cl)
I_f(x, a)
1-----t {(zr Y {l)
I I I
CI

,-
t
F (z)
(y, z)
1-= {
6
-I
(
F(a)
-
1-
-
a (d,a)
F(a)
fex, a)
1- {(zr Y{l)
F(z)
fJ( F (a)
1-- {(f1, a
)
-I
-
f {f}, z)
d( F (a)
{(f1, a)
F(y)
(73) : :
"l
z
x 11
I
-
I f1( F(a)
- {(f1, a)
1---,.---;--.-...,--- F (z).
1- I I I I )
-f(y, z
&( F(a)
1----- ,
a f(6,a)
I F(a)
-fez, Cl)
(85.
{S6.
1-----t {(zr' YfJ) (87.
67
Die Ableitung diesel Satzes wird in Worten etwa folgender-
massen lauten:
a) Es folge 11 in der (-Reihe auf X;
(J) es habe jedes ErgebDis einer Anwendung des Verfahrens f
auf x die Eigenschaft Ji';
r) es vererbe sich die Eigenschaft F in der (-Reihe.
Äus diesen Voraussetzungen folgt nach (85):
6) y hat die Eigenschaft F. '
E) Es sei z Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens f auf y.
t)ann folgt aus (]), (d), (E) Dach (72):
z hat die Eigenschaft F.
Daher:
Wenn z Ergebnis einer A.n",endung des Verfahrens f auf
einen Gegenstand y ist, der in. der (-Reihe auf x folgt, und
wenn i'edes Ergebnis einer AntIJendung des Verfahrens f auf
x eine Eigenschaft F hat, die sich in der F-Reihe ",·ererbl, so
hat z diese Eigenschaft F.
87
(15) :
a F(z)
b f(y, z)
O( F (a)
c f(6,a)
d
'-f(X, Cl)
e t f(x
r
, 1If1)
--I F (z)
l_
fCJJ
, z)
d( F (a)
f(6,a}
F{Q)
I-f{x, Q)
1--__ t f(x'Y' 1If1)
F (z)
1-1( F(a)
a ((d",a)

'-fex, a)
I-____ } f(X'Y' IIp}
------f(y, z) (88 •.
68
§ 28. ___ (y)

I-f(x, a)
76 I-
&( tJ {al
((o,a)
(52) :
f{r) r
I
c
(y)
(a)
I-f(x, a)
° ( (a)
r ! {(o, a)
d P {(:er' Y p) ,
(5) :
a
t {(x
r
, Y{J)
!, (y)
b
(n)
-f (x, a)
°
{(o,a)
63

x 11
g(n f (:e, 1)
&( (a)
ml
a f(6,a)
(90) :
elf (x, y)
-
I
f {(x
r
, Y{J)
I
tj (y)
(a)
_I fex, (1)
°
! {(o, a)
I
t {(X
r
' Y{J)
-!,
-c
I (Y)

_I {(x, n)
d (
{(o, a)
c
(y) *)

-fex} (1)
O( (a)
I---! {(o, a)
I------f(z, y)
I I ({x
r
, Y{J)
-fex, y)
*) In Bezug auf die Höhlung mit siehe 5 11.
{89.
(90.
(91.
69
Es möge hier die Ableitung des Satzes (91) in Worten folgen.
Aus dem Satze:
a) "jedes Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens f
auf x hat die Eigenschaft
kann, was auch sein mag, geschlossen werden:-
jedes- Ergebnis einer Anwendung des Verfabrens f auf
x hat die Eigenschaft
Daher kann auch aus dem Satze (a) und dem Satze, dass die
Eigenschaft sich in der f- Reibe vererbt, was auch sein mag,
geschlossen werden:
jedes Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens f auf
x hat die Eigenschaft
Daher gilt nach (90) der Satz:
Jedes Ergebnis einer .A.ntIJendung eines- Verfahre'J'!-S ( auf
einen Gegenstand x folgt in der (-Reihe auf dies x.
91
(53) :
r(A) I }r(A", Yfl)
-fex, y)
c x
tI z
60
Cl
(er) r(y)

g(I') I
a (6, a)
her) r(4)
-f(X,4)
b \J
(90) :
I
I I t fix", Y fl)
-f(x,1/J
1
1
r(Zr' Yfl)
-(x, y)

I -

I_f(x, «)
«J
V(fJ,a)
(y)
_
a (ö, a)

I_f(x, «)
(92.
70
c Ji,--- (y)
L d(
{(d, a)

Cl)
,.---:--- t{(z", Yp)
I,! (Y)
-1(
a (6, a)

1_- fex, Cl)
93
ylz
1-----:---- t {(zr' zp)

L d( iY(a)
(7) -:
r
a .ft !(Xy' zp)
b -! L
6( il (a)
{(d, a)
r(Q)
-fex, Cl)
c t y p)
d [(Y, z)
(88) : :
I

{(d, a)

-fex, Cl)
-

'-'"
1-
CI
'-"'f_
t {(zr' :p)
t {(zr' Yp)
(y, z)

d(
{(IJ, a)

fex, tl)
r
p fex,,, 11 {J)
I----f(y, z)

{(zr' zp)
} {(xr' 11/1)
z)
(8) :
(93.
(94.
(96.
a t f(x
y
, zp)
b t f(xy> Yp)
d ((II,·z)
1 ~ ~ f ( X Y ' 2p)
-f(y, z)
r
7i {(x", 11 p)
71
(96.
Jedes Ergebnis. einer Atuvendung des Verlahrens I aul einen
Gegenstand) der in der I-Reihe aul x folgt, folgt in der (-Reihe
auf x.
96
zla
11 b
(76) :
F(I')lt f(xy,F
p
)
Die Eigenschaft,
sich in der f- Reihe.
97
(84) :
F(I')
t f(;e
y
, F
p
)
X
Y
y z
I
1 (t f(xy, ap)
a {(d,a) (97.
in der (-Reihe auf x zu folgen, vererbt
1 (7 f(xy• ap)
I
a{(o,a) -:
I
I t f (xy> 2p)
.-1- f (Yy' zp)
t f(xy> Yp)
(98.
Wenn y in der (-Reihe auf x und llJenn z in der "-Reihe
auf 11 [olgt, so folgt z in der f;..Relhe auf x.
S 29.
-(( I (z - x) ) - " J
11 " J = ~ f(x", z{J)
.. -. p r (zr' Z fI) {J (99.
Ich verweise bier .auf das bei den Formeln (69) und (76) über
die EinfnhruDg neuer Zeichen Gesagte. Es mag
"
p I (xi" %p)
durch "z gehört der mit x anfangenden {-Reihe an", oder durch
"x gehört der mit zendenden f - Reihe an" übersetzt werden.
DanD lautet (99) in Worten 80:
72
Wenn z dasselbe wie x ist, oder auf x in der (-Reihe (olgt,
so sage ich:
,,z, gehört der mit x anfangenden (-Reihe anti; oder: "X
gehört der mit Z endenden {- Reihe an tt.
99. I (( 1_.
(57) :
(er) rl I- (z = x)
c (z = x) I " (
I
-, p ( xi" zp)
-, t [(x,,_ zfJ) "
d L.. ( \ 7i [(x", zfJ)
p ( zi" ZfJI
(4:8) :
b (z = z) I
c f [(x", ZfJ)
d !. (Xi" ZfJ)
fJ
a '1 [(x,,_ VfJ)
_I [(z, v)
(96, 92)
y z x Z
z v z x
y v
I
_I
_I
L
t [(x", VfJ)
(z, v)
!. f (x
r
, Z{J)
fJ
t [(x", VfJ)
(z, v)
t [ (x", Z fJ)
t [(x". VfJ)
f (z, 11)
(z =x)
1 t [ (x", vfJ)
- (z,. v)
I--!" (zr' zfJ)
fJ
Die Ableitung von (102) mag hier in Worten folgen.
(100.
(101.
Wenn z dasselbe wie z ist, 80 folgt nach (92) jedes Ergebnis
einer Anwendung des Verfahrens f auf z in der (-Reihe .ufx.
Wenn z in der (-Reihe auf x folgt, so folgt nach (96) jedes
Ergebnis einer Anwendung von f auf z in der (-Reihe auf z.
AU8 diesen heiden Sätzen folgt nach (100):
e) In Betreif des letzten Schlus8es siehe § 6.
73
Wenn z der r,nit.x anfang.enden {-Reihe angehört, 80 folgt
J·edes Ergebnis einer AnftJendung des Verfahrens f auf % in
der f - Reihe auf x.
100
(19) :
b (z = x)
c -, 7 {(x", Z{J)
d .! f (X'Y' Z (J)
{J
a (x.- z)
(55) :.:
:1:
§ 30.
99
(52) :
(r) r
C I Z=Z
-, t {(x", z{l)
d ~ f (x", ZfI)
fJ
(37) :
a 1- {(xr' z{l)
b (z = x)
c t {(x
r
, z/I)
I I (z - x)
'-r t { (x", z{J)
-=----- f {(x", Z {J)
I - - - ~ ~ - ( x = z)
,-, t {(x", z{J)
..:-.-.- !- ( (x)" % {J)
{l
~ - - : - - I - ( x = z)
-(z=x)
I I ; {(r", z{J)
- t {(x", z{J)
{lOS.
(104.
{t05.
(106.
WtJI in der {-Reihe auf x {olgt, gehört der mit x anfan-
genden f ~ Reihe an.
74
106
0
xl z
Z v
(7) :
a !. f (zr' v {J)
{J
b t {(zr' vfl)
c f (y, v)
d 2: (zr' Y {J)
f1
(102) : :
xlz
% y
I
I
L -1 {(Zr' vfl)
f (y, v)
7 {(Zr' lIpl
I t {(Zr' vfJ)
-(y,'v)
.--2:. !(zr' lIfJ)
fJ
I -1 {(Zr' vfJ)
-(y, v)
I __ ~ f (Zr' Y fJ)
fJ
Hier folge die Ableitung von (lOB) in Worten.
(107.
(108.
Wenn y der mit z anfaongenden (-Reihe angehört, 80 folgt nach
(102) jedes Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens { auf 11
in der f- Reihe auf z.
Nach (106) gehört dann jedes Ergebnis einer A.nwendung
des VerfahreDs f auf Y der mit z anfangenden f- Reihe an.
naher:
Wenn y der mit z anfangenden (-Reihe angehört, so gehört
Jedes ErgebnOis einer An1lJendu'lg des Verfahr81is f auf y der
Illit z anfangenden f- Reihe an.
lOB
v a
z x
y b
(75) :.
F(r) /7 {(.1"r' r fl)
1 (7 {(x"/' afl)
a «ö, a)
I
Die Eigenschaft, der mit x anfangenden {-Reihe
hören, vererbt sich in der f - Reihe.
109.
an zug e-
109
(78) :
./tlF) ![(xr,lp)
{J
x
11
11
m
108
(25) :
a 1- {(Zr' Vp)
C f (Y, v)
d j {(Zr' Y{J)
r
b -, -(j (v
r
, ZfJ)
I
CI
'-'
I
I
r
1 {(x
r
, ap)
a (0, a)
r
f(x
y
, mp)
fJ
r .
-1 !(Yr' mfJ)
1
I 7i {(x
r
, (J.p)
-(1/, Q)
I f {(zr' vp)
-(y, v)
r
vv ((zr' Y p)
fJ
! l(zr' VfJ)
{J
-,- t {(r'r' z{J)
(y, v)
! {(zr' Yp)
fJ
ist die Ableitung von (111) in Worten.
75
(110.
(111.
Wenn y der mit z anfangenden (-Reihe angehört, so gehört
nach (108) jedes Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens
f auf y der mit z anfangenden f- Reihe an.
Daher gehört dann jedes Ergebnis einer Anwendung des Ver-
fabrens f auf 11 mit z anfangenden (-Reihe an, oder geht
in der f -Reihe dem z vorbel
w

Also:
Wenn 11 der mit z anfangenden f- Reihe angehört, so gehört
jedes Ergebnis einer des "·er(ahrens f auf y der
mit z anfangenden {-Reihe an, oder geht in der {-Reihe dem
z vorher.
76
105
(11) :
a f {(Xr' Zp)
b (z = x)
c -, t {(x
r
zp)
(7) :
t 1- {(xr' zp)
I (z = x)
1_. t {(xr' zp)
I I f {(x
r
zp)
-(z =x)
a 1- {(xr' zp)1 .-----:------:---:-- {(xr' zp)
b (z = x) r
r -. P [(zr' xfJ)
c -. 7i {(zr' xfJ)
} {(zr xp)
d f {(zr' xp) (z = x)
(l04) : :
=1=
'1
-. P ({zr' x{l)
xp)
1- {(x
r
zp)
r
-. 1 {(z", :e{l)
1 {(Zr xp)
Folgendes ist die Ableitung dieser Formel in Worten.
EI gehöre x der mit z anfangenden {-Reihe an.
(112.
{113.
(114:.
Dann ist Dach (104) Z dasaelbe wie x; oder z rolgt in der
{- Reihe auf z.
Wenn z d ... elbe wie x ist, 80 gehört nach (112) z der mit .x
anCangenden {-Reihe an.
77
Aus den letzten beiden Sätzen folgt: z gehört der mit x an-
fangenden f-Reihe an; oder x folgt in der auf z.
Daher:
Wenn x der mit z anfangenden {-Reihe angehört, so gehört
z der mit x anfangenden {- Reihe an; oder x {olgt in der
f-Reihe auf z.
§ 31.
Ich 11 bersetze
°
I ((0, E)
E
durch "der Umstand, dass das Verfahren (eindeutig ist". Dann
kann (115) so wiedergegeben werden:
Wenn aus dem Umstande, dass e Ergebnis einer An1lJendung
des Verfahrens ( auf bist, 1IJas auch b sein 1nag, geschlossen
1IJerden kann, dass JOedes Ergebnis eine1· Anwendung des Ver-
{ahrens ( auf b dasselbe 1IJie e sei,
so sage ich:
"das 17 erfahren f ist eindeutigtl.
(68) :
f(r) (a = I)
-f(b, a)
·--f(b, p)
Ö
b I {(o, e)
E
c x
a e
(9) :
*) 5 24.
x)
I-f(b, a)
'--f(b, x)
o
-=------ 1 f( Ö, e)
E
(116.
78
r
b

4 (_

---'--'- a == X)
'-/(b, a)
I_(y, (1)
I (h, X) (y, X)
0
(}'
c
I (ö, E)
I (6, e)
E
E
a =x)
I_(y, a)

'-(1/, (1)
{(y, x)
(y, x)

'-f(b, a)
((b, x) (117.
(58) : :
a b
I
(a=x)
f(r) (4 = X)
'-(r, a)
I -{(y, a)
{(V, X)
cly
(er, x)
d
I (ö, E)
E
(118.
(19) :

I r (a = x)
b
I_f(y, a)
-f{JI, a)
{(1/, x)
c ({g, x)
&
.1
d I (.1, e)
I (tl, E)
E
E
a
(a = x)
, (a =x)
'-(1/, a)
-(y, a)
(a = x)
(119. -f(Y, (1)
(58) : :
f(r)l' (r- x)
-I
(a = x)
I
I-(y, a) -leg, I')
c a {(y, x)
4
I f(o, E)
E
(120.
(20) :
b (a = x)
c f{y) a)
d f(Y, x)
<1
e I /(0, E)
E
Z f(x
r
, ap) a
p
(112) ::
z I (l
122
ala
(19) :
I
I
I
b J {(x". Q,> I
-(1/, a) -
C {(1/, x)
6
d 1 (6, e)
E
a !{(x
r
mfl)
{J
mp)
(110) : :
I {(x
r
, ap)
-f(Y, a)
f(y, x}
Ö
I f(ö, E)
E
I i {('?:r; ap)
-Ca = x)
I i"{(X
r
• ap)
-(li, a)
(1/, x)
6
I (d,
E
i {(xr • o.p)
-[(1/, 0)
'--({11, x)
Ö
'--- I {(11, E)
E
-
!, (x", mfll
p
1- {(Y
Y
' mp)
f(y, x)
d
I ({tl, e)
E
1: (zr' mfl)
(J
-1 f(yy. fltp)
CI
"-"-, 1 {(x". 0. p)
-f(y, a)
79
(121.
(122.
(li3.
80
---I ---jf(X",mp)
1
-- pr ('lI" mfJ)
--f(y,x)
Ö
I I(O,E)
E
(124.
Es folge in Worten die Ableitung der Formeln (122) und (124).
Es sei x Ergebnis einer Anwendung des eindeutigen Vele-
fahreDs I auf y.
Dann ist nach (120) jedes Ergebnis einer Anwendung des
Verfahrens I auf 'I dasselbe wie x.
Daher gehört nach (112) jedes Ergebnis einer Anwendung
des Verfahrens I auf y der mit x anfangenden f - R ~ i b e an.
Also:
Wenn x Ergebnis einer Amvendung des eindeutigen Ver-
{ahrens { auf y ist, so gehört jedes Ergebnis einer An",en-
dung des Verfahrens { auf y der mit x anfangenden I-Reihe
an. (Formel 122.)
Es folge m In der (-Reihe auf y. Dann ergiebt sich aus (110):
wenn jedes Ergebnis ein6l' Anwendung des VerfalweD8 f auf
fJ der mit x anfangenden {-Reihe angehört, 80 gehiStet m der
mit x anfangenden {-Reihe an.
Dies mit (122) verbunden zeigt,
dus, wenn x Ergebnis einer Anwendung des eindeutigen Ver-
fahrens f auf y ist; m der mit x anfangenden {-Reihe angehört.
Also:
Wenn x Ergebnis einer An",endung des eindeutigen Verfahrens
I auf y ist, und ",enn m in der {-Reihe auf y folgt, so ge-
hört _m der mit x anlangende/I. (-Reihe ane (Fol-mel 124).
124
(20) :
1-: f(x
y
, mfJ)
-)f(yy,mfJ)
I--(Y, x)
6
---1(6, E)
E
b if(X
y
, m{J) 1--1 Jf(my, xfJl
c m{J) -, '5 f(xy, mfJ)
d x) f fÜly. m{J)
e I (6, 8) f(y, X)
E Ö
a !'(m
y
, xp)
fJ
-, m{J)
I (6, )
E
1---....,..------,--- r(m", Xp)
(J
- t f(x
y
• mp)
81
!f(X'Y' mfJ)
{J (125.
(114) : :

7
--I zfJ)
(J
-, jf(X". mp)
1--jf(yy. m{J)
'--f{y,x)
Ö
1(0, E)
E
Hier folgt die Ableitung dieser Formel in Worten.
(126.
Es sei x Ergebnis Anwendung des eindeutigen Verfahrens
f auf y.
82
Es folge m in der (- Reihe auf y.
Dann gehört nach (124)' m der mit x anfangenden (-Reihe an.
Folglich gehört nach (114) ;c der mit m anfangen<len f- Reihe
an; oder m folgt in der (-Reihe auf x.
Dies kann man auch ausdrücken:
x gehört der mit m anfangenden (-Reihe an, oder geht in
der f- Reihe dem m voran.
Daher:
Wenn m in der (-Reihe auf Y (olgt, und 1venn das 1-"erfahren
( eindeutig ist, so gellört Jeedes Ergebnis einer Anwendung des
Verfahrens f auf y der nlit manfangenden f-Reihe an, oder
geht in der (-Reihe dem m vorher.
126
.!((ffl
y
' xp)
I
ß
- ~ [ ( X y , m{J)
j[(yy, mp)
f(y, x)
0
I (Co, E)
E
(12)
a/
! ((my, x{J) I
ß
l{(ffl
y
' xp)
ß
-. f [(xy' mp) -. i [(xy' 11Ip)
t[(yy, mp)
f(y, x)
b
j[(yy, mp)
c ((y, x)
cf Ö
d I ((0, E) I ((0, 8)
E E (.127e
(51) :
r
a .! (my, xp) I
ß
-, i f(x
r
, mp) .
--f(y, x)
c i f(Yr' mp)
0'
d I f(&, s)
s
(111) : :
zlm
v x
I
In Worten lautet (l29) 80:
I
83
.!f(m
y
, xfJ)
fJ
t f(x
r
, mp)
f(y, x)
LI (my, Y{J)
fJ
-I
t f(Yr' mp)
&
I f(&, s)
s
1. f (my, x fJ)
fJ
-1-
t f(x".
fW, x)
.!,. (m", 11 (J)
fJ
(128.
:! f(m", x{J)
ß
-, t f(x
r
, mp)
f(y, x)
Lf(m", Y{J)
ß
-, i f(Y", mp)
Ö
I (0, 8)
e
(129.
Wenn das Verfahren f ist, und ",enn 11 der mit m
anfangenden {-Reihe angehört, oder in der (-Reihe dem m
vorhergeht, so gehört jedes Ergebnis einer An1lJendung des
J7erfahrens f aUf 11 der mit manfangenden f=Reihe an, oder
geht in der f- Reihe dem m vorher.
84
129
x/a
y b
I
(75) : :
ap)
ß
r
- p{(a", mp)
a)
bp)
-, mp)
o
I red', E)
E
F(r) -; ((mr,r{J)
-. j((rr' m{J)
In Worten lautet (131) so:
I
_.1f(m
r
, ap)
0' ß
~ -. i ((ar' ni{J)
f(O', a)
0'
- I (0', s)
E
85
(131.
We'll,n das Verfahren { eindeutig ist, so vererbt sich die
Eigenschaft, der mit m anfangenden {-Reibe anzugehören,
oder in der {-Reihe dem m vorherzugehen, in der {-Reihe.
131
I
(9) :
0'
~ -. j ((a
rl
m{J)
{(O', a)
ö
- I (Co, E)
S
86
ö
c I f(d', E)
a 1/tP
'7f (Y", mfJ)
t {( :Z:y' 1/ fI)
} {(:Z:y' mfl)
I
I
I
-,
-1
!f(m
y
, YfJ}
{J
t {(1/", mfl)
t {(:Z:y, 1/ fI)
Y"
1 f(xy,mp)
Ö
I {(ö, s)
Lf(m
r
, YfJ)
ß
t {(1/y, mfl)
j {(:Z:Y' 1/ fI)
t {(:Z:y, mfl)
-'Lf(m
r
, afJ)
6 ß
-, t {(ay, mtP
{(6, a) (132.
(83) : : ----------------------
g(r) !{(m
y
, rfl)
fJ
.... J 1/fI)
h(r) t{<r",mfl)
In Worten lautet dieaer Satz 80:
-, t {(Yy' mfl)
1--t {(:Z:y, rlfI'
1---f {(:z:", mtP
ö
I {(o, E)
(133.
Wenn das Verfahren f eindeutig ist, und ",enn m tmd 11 in
87
der {-Reihe auf x folgen, so gehört y der mit manfangenden
f- Reihe an, oder geht in der f- Reihe dem m vorher.
Ich lasse hier eine Tafel folgen, aus deI- .zu ersehen ist, sn
welchen Stellen von einer Formel zur Ableitung einer andern
Gebrauch gemacht ist. Man kann sich ihrer bedienen, um die
Verwendungsweisen einer Formel nachzusehen. Auch ist daraus
die Häufigkeit der Anwendung einer Formel Z11 erkennen .
. Rechts vom Striche steht immer die Ziffer der Formel, bei
deren Ableitung die links bezeichnete verwendet ist.
1 3 7 67 12 16 21 44 44 45 59
1 5 7 94 12 24 21 47 45 46 60 93
1 11 7 107 12 35 22 23 46 47 61 65
1 24 7 113 12 49 23 48 47 48 62 63
1 26 8 9 12 60 24 25 47 49 62 64
1 27 8 10 12 85 24 63. 48 101 63 91
1 36 8 12 12 127 25 111 49 50 64 65
2 3 8 17 13 14 26 27 50 51 65 66
2 4 8 26 14 15 27 42 51 128 66
2 39 8 38 15 88 28 29 52 53 67 68
2 73 8 53 16 17 28 33 52 57 68 70
2 79 8 62 16 18 29 30 52 89 68 77
3 4 8 66 16 22 30 59 52 105 68 116
4 5 8 74 17 50 31 32 52 75 69 70
5 6 8 84 17 78 32 33 53 55 69 75
5 7 8 96 18 19 33 34 53 92 70 71
5 9 9 10 18 20 33 46 54 55 71 72
5 12 9 11 18 23 34 35 55 56 72 73
5 14 9 19 18 51 34 36 55 104 72 74
5 16 9 21 18 64 35 40 56 57 73 87
5 18 9 37 18 82 36 37 57 68 74 81
5 22 9 56 19 20 36 38 57 100 75 97
5 25 9 61 19 21 36 83 58 59 75 109
5 29 9 117 19 71 37 106 58 60 75 131
5 34 9 130 19 86 38 39 58 61 76 77
5 45 9 132 19 103 39 40 58 62 76 89
5 80 10 30 19 119 40 43 58 67 77 78
5 90 11 112
191123
41 42 58 72 77 85
6 7 12 13 20 121 42 43 58 118 78 79
7 32 12 15 20 I 125 43 44 58 120 78 110
88
79 80 89 90 98 106 107 114 126 124 125
80 81 90 91 99 100 107 108 115 116 125 126
81 82 90 93 99 105 108 109 116 117 126 127
81 84 91 92 100 101 108 111 117 118 127 128
82 83 92 102 100 103 109 110 118 119 128 129
83 133 93 94 101 102 110 124 119 120 129 130
84 98 94 95 102 108 111 129 120 121 130 131
85 86 95 96 103 104 112
113 . 121 122 131 132
86 87
1
96 97 104 114 112 122 122 123 132 133
87 88 96 102 105 106 113 114 123 124 133
88 95 97 98 105 112
AnwendungeD der Begrijfssehrift. •
Es sollen im Folgenden einige Beispiele gegeben werden, wie
mit Hilfe meiner Begriffsschrift arithmetische und geometrische
Verhältnisse ausgedrückt werden können.
Es mag dabei hervorgehoben werden, dass die verwendeten
Zeichen nicht für jeden einzelnen Fall be S 0 nd er s erfunden sind,
_sondern so allgemeine Bedeutungen haben, dass sie zur Wieder-
gabe sehr verschiedener Beziehungen hinreichen.
Es bedeute:
.AB OD
die Congruenz der beiden Punktepaare AB und ODe
Dann kann man den Umstand, dass der Punkt D in der durch
die Punkte Bund 0 bestimmten Geraden liege, so ausdrücken:

= 91)

Die Bejahung des
bedeuten:
ml)
Inhalts dieser Formel würde nämlich
aus der Congruenz der Punktepaare BD und mt und aus der Con-
gruenz der Punktepaare OD und kann, was auch sein
mag, geschlossen werden, dass derselbe Punkt wie D Bei;
oder:
man kann gar keinen von D verschiedenen Punkt finden, welcher
mit B und 0 Punktepaare bildete, die mit BD und GD bezgl.
congruent wären ..
Dies ist aber immer dann und nur dann der Fall, wenn D
in der durch Bund 0 bestimmten Geraden liegt.
In ähnlicher Weise kann man ausdrücken, dass ein Punkt in
der durch drei Punkte bestimmten Ebene liege.
Durch
!((x",
{j
habe ich bezeichnet, dass '!I der mit x anfangenden (-Reihe an-
* Siehe Textkritische Bemerkungen. Anm. des Hrgs.
90
[30]
gehöre. Nach dem von mir zu Grunde gelegten allgemeineren Funk-
tionsbegriffe kann man
u+l=v
als Function von u und v betrachten und daher als besondern
Fall von f (u" v) ansehen.· Danach bedeutet dann
! (0" + 1 = ap),
{J
dass a der durch beständige Vermehrung um 1 entstehenden mit
o anfangenden Reihe
0, 1, 2, 3, 4 ...
angehöre, mithin eine positive ganze Zahl sei.
l, (0" + 1 = ap)
{J
ist daher der Ausdruck für den Umstand, dass a eine positive
ganze Zahl sei. Ebenso bedeutet
dass a der Reihe
! (Oy + d = a,,),
{J
0, d, 2 d, 3 d . . .
angehöre, also ein Vielfaches von d sei.
b r
---- 1 7f (0" + b = aj3)
-f (2" + 1 = b #)
1 (b = a)
sügt, dass a durch keine der Zahlen
2, 3, 4 ....
ausser durch sich selber theilbar sei. Fügen wir noch hinzu, dass
a eine positive ganze Zahl sei, so erhalten wir in
b r
I I '-' I 7i (0" + b = ap)
_ r (2" + 1 = b
p
)
f1
~ - ( b = a)
"------l (0" + 1 = a ~ )
f3
Die Bezeichnung des Umstandes, dass a eine Primzahl sei.
[31]
91
Es mag jetzt gezeigt werden, wie die Begriffsschrift den Satz-
der Zahlentheorie wiedergiebt, dass jede positive ganze Zahl als
Summe von vier Quadratzahlen darstellbar ist.
Die Gleichung
30 = a
51
+ 1)1 + eS + gl
drückt nicht aus,
1) dass Q, b, t, 9 ganze Zahlen sein sollen,
2) dass es solche Zahlen giebt.
Durch
1 (30 = Q 51 + b
l
+ e 11 + 9 51)
_! (0" + 1 = 0p)
{J
- - ~ (0)' + 1 = b,D
--_;:;;;;;=:1. (0" + 1 = ep)
{J
o...--__ ! (0" + 1 = ßp)
{J
ist dem erstern Uebelstande abgeholfen; denn dies bedeutet den
Umstand, dass 30 die Summe der Quadrate von 0, b, e, ß sei, und
dass G, b, t, g ganze positive Zahlen seien.
Es muss jetzt noch ausgedruckt werden, dass solche ganzen
Zahlen vorhanden sind. Lassen wir den Verneinungstrich vor dem
Ganzen fort, so erhalten T!ir in
1
I (30 = (11 + b
J
+ e + Si)
-! (0" + 1 = Qp)
(J
'-----!eo" + 1 = bp)
fJ
r
':""'-_-7f (0
7
+ 1 = ep)
I ___ ~ r (0 + 1 = ßR)
fJ " t'
die Vemeinung des Umstandes, dass G, b, t, ß ganze Zahlen
seien, die 30 zur Quadratsumme haben; d. h. dass mindestens eins
von G, b, t, ß keine ganze Zahl sei, oder dass ihre Quadrat-
92 [32]
summe nicht 30 sei. Wenn wir jetzt vor das Ganze die Allge-
meinheitszeichen für Q, b, t, g setzen:
Q beg
(30 = a
l
+ b
l
+ e
l
+ 6
'
)
I f (OJ' + 1 =
_ r (0)' + 1 =
{J
'"--1 (0,. + 1 = eil)
___ ! (Oy + 1 = ßp),
fJ
so wird dadurch der Sinn der Formel verallgemeinert. Sie be ..
zeichnet jetzt den Umstand, dass, was auch Q, b, t, 9 sein mögen,
falls sie positive ganze Zahlen seien, ihre Quadratsumme nicht
30 sein könne; mit andern Worten: dass es nicht vier positive
ga.nze Zahlen gebe, deren Quadratsumme 30 sei. Dies ist nun
gerade das Gegentheil von dem, was wir ausdrücken wollten.
Setzen wir daher vor das Ganze den Verneinungsstrich, so er-
reichen wir unsem Zweck.
(30 = a
l
+ 1)1 + eS + gl)
-! (0" + 1 =
fJ
,r.. (0" + 1 = b,,)
fJ
(0 + 1 = eR)
y "
__ (0" + 1 =
{J
bedeutet demnach den Umstand, dass die Zahl 30 als Summe
von vier Quadratzahlen darstellbar sei. Die Möglichkeit, welche in
der Endung "bar" des Wortes "darstellbar" liegt, wird also durch
zwei Verneinungen ausgedrückt, die sich deshalb nicht einfach aufhe-
ben, weil sie nicht unmittelbar auf einander folgen. Die erste Ver-
Deinung wird allgemein gemacht, wodurch man die Allgemeinheit
[33]
93
der Verneinung, d. h. die Unmöglichkeit erhält. Die verneinte
Unmöglichkeit giebt alsdann die Möglichkeit.
Soll nun der Satz ausgedrückt werden·, dass jede positive ganze
Zahl als Summe VOll vier Quadratzahlen darstellbar sei, so muss
30 durch ein allgemeines Zeichen, etwa a, ersetzt und die Be-
dingung hinzugefügt werden, dass a eine positive ganze Zahl sei:
a b e ß .
I--
t
- - ' - ' ' - ' ' ~ t Ca = a' + b
2
+ e
2
+ g2)
r
- ~ (01' + 1 = aß)
{J
r
"'-----p (0" + 1 = bj3)
"'-----lI (0" + 1 == ep)
----l. (0" + 1 = ßp)
fJ
~ - - - - - - - - ~ (0" + 1 = ap)
fJ
Der Urtheilsstrich vor dem Ganzen stellt diesen Satz als
Behauptung hin.
[29]
Ueber tleD Brielweehsel LeibnizeDs und Duygens mit PapiD'
[Der Vortragende*· lenkte die Aufmerksamkeit der V m-samm.-
Jung auf den vor Kurzem von E. Ger I an d im Auftrage der Kgl.
Akad. in Berlin herausgegebenen Briefwechsel Leibnizens und Huy-
gens mit Papin. Vorausgeschickt ist eine Lebensbeschreibung Pa-
pins, welche die Mythenbildungen , die sich an seinen Namen ge-
knüpft haben, zerstört und seinem Erfindungsgeiste ohne Ueber-
treibungen gerecht wird.]
* Siehe Textl,ritische Bemerkungen. Anm. des Hrgs.
**Nämlich Frege (kurze Einleitung eines Referenten). Anm. des Hrsg.
94
[30]
Das Interesse, welches dieses Buch erregt, beruht vornehmlich
darauf, dass es uns aufs lebhafteste in eine Zeit versetzt, in der
die ersten Keime von so Vielem sich zu regen begannen, was jetzt
in voller Entfaltung unser Leben bereichert und unsere Macht er-
höht. Wir lernen den damaligen Stand der Kenntnisse in viel-
facher Hinsicht kennen und sehen die Schwierigkeiten, mit denen
die Vorkämpfer des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts
zu kämpfen hatten, und gewinnen so einen Massstab für ihre Be-
deutung. Insbesondere lernen wir Leibniz von einer neuen Seite
kennen. Dass er an aJIen zukunftreichen Bestrebungen seiner Zeit
den lebhaftesten, oft thätigen Antheil nahm, das finden wir in dem
Briefwechsel mit Papin auch für das Gebiet der Erfindungen be-
stätigt.
Wie wenig allgemein bekannt noch damals die richtigen Grund-
Sätze der Mechanik waren, sieht man daraus, d$Ss Papin bei der
Berechnung der Nutzwirkung einer Maschine einen Fehler macht,
den Huygens durch den Hinweis auf den Grundsatz berichtigen
muss, dass der Schwerpunkt eines Systetns nicht von selbst stei-
gen könne.
Der Briefwechsel mit Huygens verbreitet sich besonders über
die Ursache der Festigkeit, der Doppelbrechung des Lichtes und
der Gravitation, deren Gesetz von Newton schon aufgestellt war.
Die chemischen Vorstellungen der Zeit werden dadurch ge-
kennzeichnet, dass Leibniz meint, die Weingeist:Bamme könne zur
Lufterneuerung bei Taucherschiffen dienen, was von Papin durch
Versuche widerlegt wird.
Auch die Ansicht Leibnizens von der "frfthern Glut der Erde
ist zu bemerken.
In Bezug auf die damals verbreiteten medicinischen Theorien
spricht sich Papin sehr zweifelnd auS. Er ist gegen die Anwen-
dung stark wirkender Mittel und erwartet viel von der durch Diaet
unterstützten Heilkraft des Organismus. Hierin stimmt ihm Leib-
niz bei. Es dass auch in der Medicin. diese Männer ihrer
Zeit voraus waren. Wie weit Leibniz, der als Philosoph den An-
theil der Vernunft an der Bildung unserer Erkenntnisse so hoch
anschlug, doch von einer Missachtung der Erfahrung entfernt war,
geht daraus hervor, dass er die Erlangung 'weiterer Erfahrungen
für das dringlichste Bedürfnis der Medicin erkannte, und dass er
der Berliner Regierung eine jährliche Sammlung der in den Pro-
vinzen gemachten Erfahrungen empfahl.
[31]
95
Was nun die Erfindungen betrifft, 10 versprach sich Papin vom
TaucherschifI in seiner etwas "Teise mehr, als bisher
in Erfüllung gegangen ist. Er wollte darin die längsten Fahrten
mit grösserer Schnelligkeit und geringerer Gefahr machen können,
als mit gewöhnlichen Schiffen. Er wollte in Kriegszeiten mit ihm
in feindliche Häfen eindringen und die Schiffe zerstören.
Die Ausführung blieb natürlich erheblich dahinter zurück.
Durch einen Schlauch, der mitte1st eines schraubenförmig gewun-
denen Drathes offen gehalten wurde, und dessen Ende an einem
an der Oberfläche schwimmenden Holze befestigt war, holte er
frische Luft herab. Eine Pumpe diente zum Senken und Heben
des Fahrzeugs, Ruder in ledernen Aermeln zur Fortbewegung. Als
ein erster Versuch mislang, hielt Leibniz kräftig seine hohe Mei-
nung vom Erfinder und seinen Glauben an die Ausführbarkeit des
Unternehmens Zweiflern gegenüber aufrecht. Ein zweiter Versuch
gelang, wie es scheint, in befriedigender Y-t
T
eise, wurde aber nicht
weiter verfolgt.
Das grösste Interesse von den Erfindungen Papins erregt die
der Dampfmaschine. Er und Leibniz sahen schon ziemlich alle die
Anwendungen voraus, die jetzt davon gemacht werden. Erwähnt
seien: Holz - und Marmorschneiden, Wasserheben, Kornmahlen,
Dampfschiffe und Dampfwagen. Papin hielt die Erfindung der
Dampfmaschine für wichtiger als die der Umwandlung der Metalle.
Der Ausgangspunkt war wohl die Huygensscbe Pulvermaschine,
in der die Pulvergase einen Kolben hoben und nach ihrem Ent-
weichen einen unvollkommen luftleeren Raum zurückliessen , in
welchen der Kolben durch den äussern Luftdruck wieder herab-
gedrückt wurde. Den Mängeln dieser Maschine suchte Papin da-
durch abzuhelfen, dass er die Luftleere durch Niederschlagung von
Wasserdampf herstellte. Später benutzte er auch den Druck des
Dampfes und scbliesslich diesen allein, indem er den verbrauchten
Dalnpf ins Freie liess.
Bei mangelhafter Bekanntschaft mit der Geschichte dieser Er-
findung wird man geneigt sein, den Umstand, dass die Erwar-
tungen Papins erst nach so langer Zeit in Erfüllung gegangen sind,
damit zu erklären, dass sich erst die theoretischen Ansichten
über Spannung und Niederschlagung des Wasserdampfes hätten
klären, und die einzelnen erfinderischen Gedanken, aus denen
die Erfindung der Dampfmaschine besteht, sich erst im Laufe
vieler Jahrzehnte hätten entwickeln Statt dessen sehen
96 [32]
wir, dass jene theoretischen Ansichten schon damals hinreichende
Klarheit erreicht, und dass fast alle jene Gedanken scholl vor-
handen waren - auch die Selbststeuerung der Maschine, die Be-
nutzung der Wärme des verbrauchten Dampfes und der Verbren-
nungsgase werden in einem Briefe von Leibniz ausgesprochen. Da-
gegen sehen wir mit Bedauern und zugleich mit Bewunderung
die Erfinder jener Zeit im Kampfe mit der Unvollkommenheit der
Werkzeuge. Man gewinnt eine Vorstellung davon, wenn man sich
vor die Aufgabe gestell t denkt, mit Hilfe von Handwerkern , die
nur für die gewöhnlichen Bedürfnisse des Lebens zu arbeiten ge-
,vohnt sind, eine Dampfmaschine zu bauen. Was heute mit un-
sern Werkzeugmaschinen spielend gemacht wird, stellte damals
die Geduld der Erfinder auf die höchste Probe und erwies sich
oft genug als unausführbar. So war es z. B. unmöglich gcnau ge-
arbeitete Dampfcylinder mit luftdicht schliessenden Kolben von der
erforderlichen Grösse zu machen. Dies war der Grund, weshalb
Wasser die Dichtung übernehmen Inusste und der schwimmende
Kolben nur dazu diente, die unmittelbare Berührung des Dampfes
mit dem Wasser auf ein kleines Randgebiet zu beschränken. Ich
glaube, dass die Dampfmaschine schon zu Papins Zeiten einen
hohen Grad der Vollendung erreicht hätte, wenn unsere jetzigen
Hilfsmittel damals zur Verfügung gestanden hätten. Aber freilich
bedurfte es der Anregung, die der Gedanke einer DaDlpfmaschine·
gab, um diese Werkzeuge zu schaffen. Wir werden hierdurch ge-
mahnt, das Verdienst der Männer, die eine Erfindung zuerst im
grösseren Masse nutzbar machten, nicht zu hoch zu schätzen und
auch ihren Vorläufern gerecht zu werden.
Andere Erfindungen Papins seien nur kurz erwähnt.
Bei den Oefen zum Glasschmelzen ., zu metallurgischen und
ähnlichen Zwecken ist der Grundsatz der Luft.druckregelung zu
bemerken, der noch jetzt bei solchen Anlagen befolgt wird. Es
wurde hierbei ein Centrifugalgebläse von Papin angewendet, das
auch zur Lufterneuerung in Bergwerken diente.
Leibniz denkt an ein tragbares Barometer ohne Quecksilber
in der Art einer Pumpe, bei dem man wohl an ein Aneroid zu
denken hat.
In Bezug auf seine Rechenmaschine schätzt sich Leibniz glück-
lich, noch die Ausführung im Grossen erlebt zu haben. Die Schwie-
rigkeiten lagen wohl ähnlich wie bei dem Bau der Dampfmaschine
in der Ungenauigkeit der damaligen Arbeit.
[1] 97
Ueber den Zweck der Begri:ffsschrift."
Ich hatte schon einmal die Ehre, hier über meine Begriffs-
schrift einen Vortrag zu halten. Was mich veranlasst, noch ein-
mal darauf zurückzukommen, ist die Wahrnehmung, dass der
Zweck derselben vielfach verkannt worden ist. Ich ersehe dies
aus mehren Besprechungen, die seitdem über meine Schrift er-
schienen sind. Es mussten daraus schiefe Urtheile hervorgehen.
Unter anderm wird mir vorgeworfen, ich habe die Leistungen
Booles unberücksichtigt gelassen. Diesen Vorwurf erhebt auch
E. Sc h r öde r in der Recension im XXV. Bd. d. Zcitschr. f. Math.
u. Phys. Er kommt bei der Vergleichung nleiner Begrifl'sschrift
mit der booleschen Formelsprache zu dem Ergebnisse, dass die
Letztere in jeder Beziehung vorzuziehen sei. Obwohl mich dies
Urtheil wenig befriedigen kann, so bin ich ihm doch für die
eingehende Besprechung und die sachliche Begründung seiner Ein-
wände dankbar, da sie mir Gelegenheit gieht, durch ihre Wider-
legung die Sache in helleres Licht zu setzen.
In Bezug auf den vorhin erwähnten Vorwurf will ich zunächst
bemerken, dass die boolesche Formelsprache in den meh r als
20 Jahren, die seit ihrer Erfindung verflossen sind, keineswegs
so durchschlagende Erfolge erzielt hat, dass ein Verlassen der
durch sie gelegten Grundlage von vornherein als thöricht erschei-
nen müsste, und dass nur eine Weiterentwickelung in Frage kom-
men könnte. Scheinen doch die Aufgaben, die B 001 e behandelt,
zum grossen Theil erst zu dem Zwecke ersonnen zu sein, um mit-
tels seiner Formeln gelöst zu werden.
Bei jenem Vorwurfe ist aber dies hauptsächlich übersehen,
dass mein Zweck ein anderer als B 001 e s war. Ich wollte nicht
eine abstracte Logik in Formeln darstellen, sondern einen Inhalt
durch geschriebene Zeichen in genauerer und übersichtlicherer
Weise zum Ausdruck bringen, als es durch Worte möglich ist.
* Siehe Textkritische Bemerkungen. Anm. des Hrgs.
98
[2]
Ich wollte in der That nicht einen bIossen "calculus ratiocinator",
sondern eine "lingua characterica" im leibnizischen Sinne schaffen,
wobei ich jene schlussfolgernde Rechnung immerhin als einen noth-
wendigen Bestandtheil einer Begriffsschrift anerkenne. Wenn dies
verkannt wurde, so liegt das vielleicht daran, dass ich in der Aus-
führung das abstract Logische zu sehr in den Vordergrund habe
treten lassen.
Um nun im Einzelnen die Unterschiede der booleschen und
meiner Formelsprache nachzuweisen, gebe ich zunächst eine kurze
Darstellung der ersteren. Es kann nicht darauf ankommen, auf
alle Abweichungen einzugehen, die sich bei B 0 0 I es Vorgängern
und Nachfolgern finden, da diese gegenüber dem tiefgehenden
Unterschiede von meiner Begriffsschrift nicht in Betracht komlnen.
B 001 e unterscheidet primary propositions von secondary pro-
positions. Die Ersteren vergleichen Begriffe ihreIn Umfange nach,
die Letzteren drücken Beziehungen zwischen beurtheilbaren In-
halten aus. Diese Eintheilung ist ungenügend, da die Existential-
urtheile keine Stelle finden. Wir betrachten zunächst die primary
propositions. Die Buchstaben bedeuten hier Umfänge VOll Be-
griffen. Einzeloinge werden als solche nicht bezeichnet, und dies
ist ein bedeutender Mangel der booleschen Formelsprache; denn
selbst, wenn ein Begriff nur ein einziges Ding unter sich fasst,
bleibt immer noch ein grosser Unterschied zwischen ihm und die-
sem Dinge. Die Buchstaben werden nun durch logische Multipli-
cation und Addition mit einander verbunden. Wenn A den Um-
fang des Begriffes "Dreieck", B den des Begriffes "Regelmässig"
hedeutet, so bezeichnet das logische Product
A..B
den Unlfang des Begriffes "Regelmässiges Dreieck". Unter der
logischen Summe
A.+B
ist der Umfang des Begriffes "Dreieck oder regelmässig" zu ver-
stehen 1). Die Ausdrücke "Product" und "Summe" werden durch
das Bestehen folgender Gleichungen gerechtfertigt:
A . B = B . A A(B . G) = (.A. . B) . C
A + B = B + A .A. + (B + C) = (A + B) + 0
A(B + 0) = AB + AC.
Diesen Uebereinstimrnungen mit der algebraischen Multiplication
1) B 0 oIe setzt dabei vora.us, dass die Begriffe A und B sich
aU88chliess6n, was unter Anderen Sc h r öde r nicht thut.
r
I
[3] 99
und Addition stehen aber g r o s s ~ Abweichungen gegenüber. Es
ist logisch:
.A. =.A. . .A. =.A. . .A. . A ,
.A. = .A + A = A + A. + A,
was in der Algebra nicht allgemein gilt. Die Verschiedenheiten
der logischen und mathematischen Rechnung sind so folgenreich,
dass die Auflösung der logischen Gleichungen, mit der sich B 00 I e
hauptsächlich beschäftigt, kaum etwas mit der Auflösung der alge-
braischen gemein hat. Die Unterordnung eines Begriffes untel·
einen anderen kann nun so ausgedruckt werden:
.A. = A . B.
Wenn ..A z. B. den Umfang des Begriffes "Säugethier", B den des
Begriffes "Luftathmend" bedeutet, so sagt die Gleichung: die Um-
fänge der Begriffe "Säugethier" und "Luftathmenrles Säugethier"
sind gleich; d. h.: alle Säugethiere sind luftathmend. Das Fallen
eines Einzelnen unter einen Begriff, das von der Unterordnung
eines Begriffes unter einen andern ganz verschieden ist, hat bei
Boole keinen besondern, streng genommen wohl gar keinen Aus-
druck. Bis hierher findet sich Alles mit nur äusserlichen Ab-
weichungen schon bei Lei b n i z, von dessen hierher gehörenden
Arbeiten B 001 e wohl nichts erfahren hat. Die 0 bezeichnet bei
B 0 0 I eden Umfang eineA Begriffes, unter den nichts fällt, 1 be-
deutet den Umfang eines Begriffes, unter den Alles fällt, wovon
grade die Rede ist (universe of dis c ourse). Man sieht, flass auch
die Bedeutung dieser Zeichen, besonders die der 1, von der arith-
metischen abweicht. Lei b n i z hat dafür "non ens" und "ens".
Ä.B=O
sagt, dass die beiden Begriffe sich ausschliessen wie z. ß. "Qua-
dratwurzel aus 2" und "ganze Zahl". Die Gleichung kanu be-
stehen, ohne dass
.A = 0 oder B = O.
AusseI· der Null bedarf man noch eines Zeichens der Verneinung,
um z. B. den Begriff "Mensch" in den Begriff "Nichtmensch" zu
verwandeln. Die Schriftsteller weichen hier von einander ab.
Sc h r öde r versieht den Buchstaben zu diesem Zwecke mit dem
Index 1. Andere haben noch ein Zeichen für die Verneinung der
Identität. Diese Mannigfaltigkeit der Verneinungszeichen halte
ich nicht für einen Vorzug der booleschen Logik.
Die secondary pro positions - z. B. hypothetische und dis-
junctive Urtheile - führt Boole auf die primOlTY propositions in
sehr gekünstelter Weise zurück. Das Urtheil "wenn x = 2 ist,
100
[4]
so ist x
2
= 4" fasst er so auf: die Classe von Zeitmomenten, in
denen x = 2 ist, ist untergeordnet der Classe von Zeitmomenten,
in denen x
2
= 4 ist. So kommt auch hier die Sache auf die
Vergleichung der Umfänge von Begriffen hinaus; nur werden diese
Begriffe hier näher als Classen von Zeitmomenten bestimmt, in
denen ein Satz wahr ist. Diese Auffassung hat den Nachtheil,
dass die Zeit auch da eingemischt wird, wo sie ganz ans dem
Spiele bleiben müsste. M c C oll erklärt die Ausdrücke von se-
condary propositions unabhängig von denen der primary. Hierdurch
wird die Einmischung der Zeit freilich vermieden, dafür aber auch
jeder Zusammenhang zwischen den beiden Theilen durchschnitten,
in welche die Logik nach B 00 I e zerfällt. Man bewegt sich dann
entweder in primary propositions und gebraucht die Formeln in
dem von B 0 0 I e festgesetzten Sinne; oder man bewegt sich in se-
condary propositions und benutzt die Erklärungen M c Co 11 s.
Jeder Uebergang von der einen Art der Urtheile zu der andern,
der im wirklichen Denken doch oft vorkommt, ist abgeschnitten;
denn man darf nicht in derselben Sache dieselben Zeichen in dop-
pelter Bedeutung gebrauchen.
Ueberblicken wir die boolesche Formelsprache im Ganzen, so
erkennen wir, dass sie eine Einkleidung der abstracten Logik in
das Gewand algebraischer Zeichen ist; zur Wiedergabe eines In-
halts ist sie nicht geeignet, und das ist auch nicht ihr Zweck.
Und dies ist grade meine Absicht. Ich will die wenigen Zeichen,
die ich einführe, mit den schon vorhandenen Zeichen der Mathe-
matik zu einer einzigen Formelsprache verschmelzen. Dabei ent-
sprechen die bestehenden Zeichen ungefähr den Stämmen der
Wortsprache, während die von mir hinzugefügten Zeichen den En-
dungen und Formwörtern zu vergleichen sind, welche die in den
Stämmen liegenden Inhalte in logische Beziehungen setzen.
Hierzu konnte ich die boolesche Bezeichnungsweise nicht brau-
chen; denn es geht nicht an, dass in derselben Formel beispiels-
weise das + Zeichen theils im logischen theils im a.rithmetischen
Sinne vorkomme. Die Analogie zwischen den logischen und arith-
metischen Rechnungsarten, die für B 00 I e werthvoll ist, kann nur
verwirrend wirken, wenn beide in Verbindung mit einander gesetzt
werden. B 0 0 I e s Zeichensprache ist nur denkbar in gänzlicher
Trennung von der Arithmetik.
Ich musste daher andere Zeichen für die logischen Beziehungen
erfinden. Sc h r öde r sagt, mit der booleschen Rechnung mit Be-
[5]
101
griffen habe meine Begriffsschrift fast nichts genIein; wohl aber
mit der booleschen Rechnung mit Urtheilen. In der That, es ist
einer der bedeutendsten Unterschiede meiner Auffassungsweise von
der booleschen und ich kann wohl hinzufügen von der aristote-
lischen, dass ich nicht von den Begriffen, sondern von den Ur-
theilen ausgehe. Dalnit ist aber keineswegs gesagt, dass ich das
Verhältnis der Unterordnung von Begriffen nicht auszudrücken
wüsste.
Vor den Ausdruck eines beurtheilbaren Inhalts wie 2 + 3 = 5
setze ich einen wagerechten Strich, den Inhaltsstrich, der sich durch
grössere Länge vom Minuszeichen unterscheidet:
---2+3=5.
In diesem St.riche denke ich mir den darauf folgenden Inhalt ver-
einigt, damit auf ihn andere Zeichen bezogen werden köunen. Es
wird in
---2+3=5
noch gar kein Urtheil gefällt; man kann daher, ohne sich eIner
Unwahrheit schuldig zu machen, auch schreiben
---4+2=7 ..
Wenn ich einen Inhalt' als richtig behaupten will, so setze ich an
das linke Ende des Inhaltsstriches den .Urtheilsstrich:
I 2 + 3 = 5.
Wie gründlich man doch zuweilen missverstanden wird! Ich meinte
die That des Urtheilens von der Bildung 'des beurtheilbaren In-
halts durch diese Bezeichnungsweise recht deutlich unterscbieden
zU'haben, und Ra bus 1) beschuldigt mich einer Vermischung beider!
Um die Verneinung eines Inhalts auszudrücken, bringe ich
am Inhaltsstriche den Verneinungsstrich an; z. B.:
I 4 + 2 == 7.
Hi.ermit ist die Falschheit dieser Gleichung noch nicht behauptet;
es ist nur ein neuer beurtbeilbarer Inhalt gebildet, der erst durch
den Urtheilsstrich in
I 4+2=7
zu dem Urtheile ,,4 + 2 ist nicht gleich 7" wird.
Wenn man zwei beurtheilbare Inhalte A und B in Beziehung
zu einander setzen will, hat man folgende Fälle zu beachten:
1) Die neuesten Bestrebungen auf dem Gebiete der Logik bei
den Deutschen und die logische Frage. Erlangen 1880.
102 [ ~
1) .A und B,
2) .A. und nicht B,
3) nicht A und B,
4) nicht A. und nicht B.
Ich verstehe nun unter
- ~ - A
I_
B
die Verneinung des dritten Falles. Diese Festsetzung mag zu-
nächst sehr gekünstelt erscheinen. Weshalb ich grade den dritten
Fall herausgreife und grade dessen Verneinung durch ein beson-
deres Zeichen ausdrücke, ist zunächst nicht deutlich. Ein Beispiel
wird jedoch sofort den Grund einleuchten lassen.
I x ~ = 4
l-
x
+
2
=4
Verneint den Fall, dass Xi nicht gleich 4, während doch x + 2 = 4
sei. Man kann es übersetzen: wenn x + 2 = 4 ist, so ist Xl = 4.
Diese Uebersetzung lässt die Wichtigkeit der Beziehung erkennen,
die in unserm Zeichen liegt. Ist doch das hypothetische U rtheil
die F'orm für alle Naturgesetze, für alle ursächlichen Zusammen-
hänge überhaupt. Freilich ist die Wiedergabe durch "wenn" nicht
in allen Fällen dem Sprachgebrauche angemessen, sondern nur,
wenn ein unbestimmter Bestandtheil wie hier x dem Ganzen All-
gemeinheit verleiht. Setzten wir für x 2, so würde man
I 2
2
= 4
1_
2
+ 2 =4
nicht passend übersetzen:
"wenn 2 + ~ = 4 ist,- so ist 2
2
= 4".
Betrach ten wir nun die Ver bindungen von Bedingungs - und
Verneinungsstrich an folgender Zusanlmenstellung!
1) LA Der Fall "nicht 5) 'L' A Der Fall "nicht
.A. und E" wird .A. und B" wird
- B verneint. - B bejaht: Bund
2) - ~ - A Der Fall "A und
B" wird verneint:
--B A und B schlies-
sen einander aus.
3) --,--- A Der Fall "nicht
..A und nicht B ~ '
-, - B wird verneint: .A
oder B.
nicht A.
6) ---:---:-,-.A. Der F'all "A und
B" wird bejaht:
-B A und B.
7) L.4. Der Fall "nicht
A und nicht B"
-.- B wird bejaht: we--
der A noch B.
J.
i
I
[7]
103
4) ----=-, - A. Der Fall "A und
nicht B" wird
-, - B verneint.
8) ---=---,-A Der Fall "A und
nicht B" wird be-
-I B jaht: A und nicht
B.
Wenn wir an den Inhaltsstricheri der links stehenden Ausdrücke
den Verneinungsstrich anbringen, so erhalten wir die rechts da-
neben stehenden. Der links verneinte Fall' wird rechts immer be-
jaht. Der zweite Ausdruck entsteht aus dem ersten dadurch, dass
an die Stelle von.A. das verneinte A tritt. In dem Wortausdrucke
heben sich dann die beiden Verneinungen von A auf. Der dritte
Ausdruck geht aus dem ersten und der vierte aus dem zweiten
dadurch hervor, dass B in das verneinte B verwandelt wird.
Das "oder" im dritten Falle ist das nicht ausschliessende. Das
ausschliessende "oder" kann so ausgedrückt werden:
I L:='I A 'I .A
-B -B
A oder auch B
_11 B _I A.
Ich mache hier halt, um auf eInIge Ausstellungen Sc h r öde r s
zu antworten. Er vergleicht meine Darstellung des ausschliessen-
den ,,.A oder B" mit seiner Schreibweise
ab
l
+ alb = 1
und findet hier wie auch sonst in meiner Begriffsschrift eIne un-
geheure Raumverschwendung. Es ist in der That nicht zu leug-
nen, dass mein Ausdruck mehr Raum einnimmt als der schröder-
sehe, der seinerseits wieder weitläufiger ist als der ursprüngliche
Booles
a + b= 1.
Aber diesem Vorwurfe liegt die Meinung zu Grunde, meine Be-
griffsschrift solle eine Darstellung der abstracten Logik sein. Jene
Formeln sind ja nur leere Schemata. Bei der Anwendung hat
man an der Stelle von .A und B sich ganze Formeln, vielleicht
ausgedehnte Gleichungen, Congruenzen, Projectivitäten zu denken.
Dann sieht die Sache ganz anders aus. Der Nachtheil der Raum-
verschwendung bei der Begriffsschrift verwandelt sich in den Vor-
thei! der Uebersichtlichkeit, der Vortheil der Gedrängtheit bei
B 0 0 I e in den Nachtheil der Unübersichtlichkeit. Die Begriffs-
schrift nutzt die zweifache Ausdehnung der Schreibßäche aus, in-
dem sie die beurtheilbaren Inhalte von oben nach unten auf einan-
der folgen lässt, während jeder von diesen sich von links nach
104
[8]
rechts ausdehnt. So werden die einzelnen Inhalte von einander
deutlich getrennt und doch in ihren logischen Beziehungen leicht
übersehbar. Bei B 0 0 I e entstände eine einzige oft überlange Zeile.
Doch es würde Unrecht seiu, die hieraus entstehenden leicht er-
kenn baren Nachtheile B 0 oIe zur Last zu legen, der nie an eine
solche Verwendung seiner Formeln gedacht hat. Aber ebenso Un-
recht wäre es, die Raumverschwendung im F'alle der bIossen An-
deutung des Inhalts als Fehler der Begriffsschrift anzurechnen.
Mit dem eben Gesagten hängt eine andere Bemerkung Schrö-
der s zusammen, meine Formelsprache huldige der japanesischen
Sitte einer Verticalschrift. Dies sieht in der That so aus, solange
man nur die abstracten logischen Formen darstellt. Wenn man
aber für die einzelnen Buchstaben ganze Formeln, etwa arithmeti-
sche Gleichungen gesetzt denkt, so erkennt man, dass nichts Un-
gewöhnliches hier vorliegt; denn in jeder arithmetischen Ableitung
pflegt man die einzelnen Gleichungen nicht neben einander zu
schreiben, sondern der Uebersichtlichkeit halber von oben nach
unten auf einander folgen zu lassen.
So geht S c h r öde r überall in seiner Beurtheilung von einer
unmittelbaren Vergleichbarkeit der Begriffsschrift mit der leibniz-
booleschen Formelsprache aus, die nicht vorhanden ist. Er meint
am wirksamsten zur Richtigstellung der Ansichten durch die Be-
merkung beizutragen, dass beide Bezeichnungsweisen nicht wesent-
lich verschieden seien, weil man aus der einen in die andere über-
tragen könne. Aber dies beweist nichts. Wenn dasselbe Sach-
gebiet durch zwei Zeichensysteme dargestellt wird, so folgt von
selbst, dass eine Uebertragung oder Umschreibung aus dem einen
in das andere möglich sei. Umgekehrt folgt aus dieser Möglich-
keit nichts weiter als das Vorhandensein eines gemeinsamen Sach-
gebietes; die Zeichensysteme können dabei von Grund auf ver-
schieden sein.
Man kann fragen, ob diese Uebertragung überall ausführbar
sei, oder ob etwa meine Formelsprache ein kleineres Gebiet be-
herrsche .. Schröder sagt, mit der booleschen Rechnung mit Be-
griffen habe ßleine Begriffsschrift fast nichts gemein. Danach
/)
könnte es scheinen, dass sie die Unterordnung von Begriftcn nicht
darzustellen vermöchte. Ein Beispiel wird vom Gegentheile über-
zeugen. Das U rtheil
--I --:---:1:' = 81
I-xI =9
lautet in Worten: wenn Xl = 9 ist, so ist x' = 81. Man kann
[9]
105
nun eine Zahl, deren Quadrat 9 ist, eine Quadratwurzel aus 9 und
eine solche, deren vierte Potenz 81 ist, eine vierte 'ff'r urzel aus
81 nennen und dann übersetzen: alle Quadratwurzeln aus 9 sind
vierte Wurzeln aus 81. Hierin wird der Begriff "Quadratwurzel
aus 9" dem Begriffe "Vierte Wurzel aus 81" untergeordnet. Der
lateinische Buchstabe x hat den Zweck, das ganze Urtheil allge-
mein zu machen in dem Sinne, dass der Inhalt gelten solle, was
man auch für x setzen möge. Es entsteht nämlich auch ein rich-
tiges U rtheil, wenn wir für x beispielsweise 1 setzen:
I 1
4
= 81
1_11 = 9 ;
denn der Fall, wo 1
2
= 9 und 1
4
nicht gleich 81 wäre, ist zu
verneinen, weil 1
2
nicht gleich 9 ist. Es wird zuweilen nöthig,
die Allgemeinheit auf einen Theil des Urtheils zu beschränken.
Dann bediene ich mich der deutschen statt der lateinischen Buch-
staben wie in
I I a x =0
-,-,,-Cl = x
I-al = x,
in Worten: wenn jede Quadratwurzel aus x gleich x selber ist,
so ist x = o. Hier deutet. die Höhlung u.lit dem Cl au, dass die
durch a ausgedrückte Allgemeinheit sich auf den Inhalt dieses
---:---(1 = x
I - a ~ = x
beschränken solle. Ich sehe in dieser Bezeichnungsweise einen der
wichtigsten Bestandtheile meiner Begriffsschrift, durch den sie auch
als blosse Darstellung der logischen Formen einen bedeutenden
Vorsprung vor B 0 oIe s Schreibweise hat. Hierdurch wird an die
Stelle der booleschen Künstelei ein organischer Zusammenhang
zwischen den primary und den secondary propositions gesetzt.
Sc h r öde r erkennt den hierin liegenden Vortheil dadurch an,
dass er den Versuch macht, ibn in die boolesche Formelsprache
einzuführen. Er zeigt jedoch dabei, dass er den Kern der Sache,
nämlich die Abgrenzung des Gebietes, auf das sich die Allgemein-
heit erstrecken soll, nicht erfasst hat. Nach dem schröderschen
Vorschlage würde sich der Unterschied zwischen
---x =0 x=O
I a
-"-"'-,- Cl = x und
l - a ~ = x
t----a = x
'-a
2
=x
nicht deutlich erkennen lassen. Und doch ist dieser so gross, dass
106
Sitzungsberiohte. [10]
das Letztere falsch, das Erstere richtig ist. Ein Uebelstand bei
Sc h r öde r s Vorschlage ist ferner, dass er noch ein Zeicben der
Verneinung nöthig macht.
Es würde zu weit führen, wenn ich auf alle einzelnen Aus-
stellungen Sc h r öde r s antworten wollte. Es mag zunächst ge-
nügen, seine falsche Auffassung des Zwecks der Begriffsschrift be-
richtigt und damit die Untriftigkeit wenigstens eines Theiles seiner
tadelnden Bemerkungen gezeigt zu haben. Hätte er versucht,
einige Formeln des dritten Abschnittes meiner Schrift und die,
welche ich vor einiger Zeit die Ehre hatte Ihnen vorzuführen, in
die, wie er sagt, bessere Schreibweise zu übertragen, so hätte er
an der Schwierigkeit dieses Unternehmens die Irrigkeit seiner
Auffassung 'erkannt.
Immerhin bin ich ihm für die Besprechung meiner Schrift
dankbar.
[4:8J
Heber bie
efue1!
3n ben abfttarttren bel fief)
immer auf'e bel IDlangeI IDlip$
\)erftänbniffe bei unb AUßltid} im eignen
AU nermeiben. if)te Urfad)e in bel Un\)oUfommen-
bel Sl'rad)e. l)enn ber finnlid)en 3eidJen btbürftn mit
nun einmal Unfel't ift 'Oon 9latur
nad) gerid)ttt. :Dir überragen bit
an f 0 I bas fie ben mer{auf
unfertr QJorfteUungfn aunäd)ft lUie bei ben faft allein
btfiimmen. Unb bitft-r mürben tnir Qud) faum ft
rntrinntn fönnen, tutnn nid}t bit aud) einigtrma;en
uon wäre. Sd)on bit meitltn Xbiftt burd)
bit ig feit ber einen &influp auf
tinbrüde: ne fönnen bie einen bit anbtrn fud}tn. Unb
* Siehe Textkritische Bemerkungen. Anm. des Hrgs.
1
i
I
[49] 107
nid)t alltin : fit fönntn auel) umgeftaUtnb auf bit
wirfen. nun btr IDltnfd) in bei n)eitem
IDlapt. würbe unftr
baburd) nod) nid)t bie \)oDe ge\uinnen; tr tuürbe auf
btfdJränft ft"n, unfere geftalten, unfert Stimmt
au tönen l)ermag, ol)ne bie &rfinbung ber BeidJen , bie
gtgcnwärtig mad)tn, ttlal abroeftnb, , \)ieUefdlt
unfinnlid) ift. Sd} ltugne nicbt, "ud} 3eid}en bit
dnen uon
bUbern um fid) falnmt(n fann. mir rönnen biefen
wtiter nad)gtl)en: eine neue QBahrnrl)mung biefe in
mad)t utrfinfen unI) anbtre auftaud)en. ",ir aber baG
3eid]en einet mOtfttUung an bit mir burm eine
erinnert werben, fo fdJaffen lUir bamit eintn
neuen feften IDlitte(l>unft, um ben fiel] morfltUunßtn rammeln.
mon bieren luir UJitberunl tine Ulll 3eid}tn
ber'OorAubringtn. So bringtn wir Sd}ritt für <5d)titt in bie
blnfrt unfeter morfteUungen ein unb bCluegtn barin
nod} I in bellt mir 6innUd)e f e(bft benuftn, um
une 1>on feinem Bmangt AU befreitn. 3tid)tn finb fitt
'Don betfelben roie für bie
bit (irflnbung, ben 9Binb gebraud)en I um gtgen ben mJinb
au fegtln. l)tl'ad)te niemanb bit Beid}tn 1 uon fbrer
Atntdmöjißtn nid}t roenig ab. mJettb wirb
aud) baburd:> niebt bop w.ir nad) hlngtr Uebung
nid)t 3tid}tn mi.rflid)
lUir nid)t laut au fprtd}en braud)en, um AU benltn;
btnn in brnftn wir troebem unb, tt)eun nid)t in
bod) in ober anbtrn 3eid)en.
würben 3eid)tn aud) fd)werlid) a
U1n
begriff-
{id)tn 3nbtm wir nämlid) l)etfd}iebentn aber
l>ingtn baffelbt .3eidJtn gebtn, btatid}ntn roit eigendid)
nid.)t bat tinaelnt 1)ing, fonbtrn @tmeinfanlt,
btn ergriff. Unb biefen gtminnen \\lir ttft baburd], ba; wir
beötid)nen; benn ba er an tim bcbarf er
108
[50]
tiatß anfd,Aldia,tn llJn 311 'ÖnntM.
So trfd)fitfjt bae EinnCict,r bie ®eft Unttnnfid>m.
bie mrrbirnfte ber 3dd)rl1 nid)t trfd}öl'ft.
nlaß inbefftn geni'ltJtn, il)re <l)it
@)"racf)t abfr tr"'tift ficf) \llrnn fldJ bamm
!)alt bett, "or au Sie onnigt
b,r elften 2lnforbffung nicf]t, bit mon in bitfrr
An fit rteDen muö I ber, tinbeutie 3u frt)n. 21111
finb . bie in benen bit nur
\umig tlerfd)itben finb, bit Itiftn linD bod) nict,t gfrid)girtigrß
Sd),",anfungen. mon t'itItn 111(19 nur rinf
",erbtn: QBort bitnt
aUf j8taticbnuag unb tinat'fnen unter bitftn
faUtnbtn @egenftanbta. Ueberf)aul't ift ftin Unterfcbitb awifdJnt
l'tgriff unb 11 fonn ein
Ciinaeht>eftn, fann bit 2Irt btatid)ntn, wie in btln
"baG ift tin Xf)ier /I. fann
ehwn btbtutrn "-,je in btm S·Qßt: i+1 tin M.
<I)ie El)tad)t 1ft nid)t in ber burd} logifd>(' bt-
J bit ber @ranllnatif fd)on formale
btr @ebanfenbewegung \)erbürgff. in
bfnen mirb I finb fo fo loft
unb btl)nbare, fiel) unbeme·rft burd)1I
ftt,ltid)tn fonntn, bie bann bei ber btr notbU>fnWgm
für bie @iUißfeit Übtft1angm
luerben. tr(,ldt fo fint oh3 i.,m
'Oon ,uege.n <5tlbft tht f 0
ftrmgtT C$cf)rifUleUrr wie m'ld)t »irlfad)
'Oon mor41uefcßungfn ilitbrnucb, bit er ",eber untff frintn
nOod> unkr morauefeßungtn btfonbtrn SaGt'
<50 benußt fT inl t 9. eaGt'- trf}Ml
btr (iItmtntf (in ;tbtm litgt btm
9Bjnfel bit gtö;trr efite gtgrnüber) fti0fdJl\)tigtn' bit-
1) flnt nid}i ale rine anbele tft, '0 1ft
fit glticl) bfrffr obtr ffrhrer al' biefe.
[51] 109
2) tin Winfe{ gIeid) einell1 anbern ift, fo ift er nid}t
a(e bitfer.
3) mJenn ein f(einer alä ein anberer ift, fu ift tr nid)t
8Töjtr ale Diefer.
\nirb inbtffen baß Ueberfpringtn biefer nur bei
bffonbtrer I 3uma( fit
gtftßtn fefbfl an Urfl>rünolid)ftit fo nabe au lommen fd)einrn
l
ba; fit wie jtne felbft gebroud)t C&in ftreng
.ireie \)on iYormtn bee Sd)lieUtne ift in ber Spralte eben nid}t
norbanben, fobafj ein lüdtn(ofer lYorroang an ber fprad}lid)en
t10rm non tinent Utberfl'ringen non Slt>ifd)engliebern nid)t au
unterfd>tibtn ift. fallit fogar fagtn, in btr
Sprad)t faft nid)t \)Orfonllnt, hap er btm
ftrtbt, tufil er mit dntt unerträglid)en
bunbtn wärt. (ogifd}tn werbtn burd) bic
<S\)rad)e fart immer nur llngei:ltutet, bem übtrlaffen,
nid)t tigentIid)
IDae gefdJritbene bat \)or t)tnl oefprod)enen m30rtr nUT bit
'Ooraus. 9Jlan fann eintn @ebanftngang
übtrblidtn , eine meränbtrung befürd}ten au lnüffen, unb
il)n. fo Rrünblid.}tr auf feine "rüfen. l)ie 9ltgeln
btr werben hierbei wie rine mid)tfd)nur äuöerlidJ angelegt,
b,,· in btm m!tfen ber felbft feint genügtnbt
U,gt.. fo Itid}t btm
ben, btfonbtre fold}t, bt.t leid}ten btr Q3rlf
btutung entfl>ringtn. mir troöbem in1
mit in ber ncm fo Itfblid) aurtd)t finbtn I
bRafen \uir ben mtlnnid)f"d)en IDlitteln btr 9lod)l'rüfung I bit
un' Qjrbote 1)it I bit räunlHd}f
jlnfdJauung btlllai)rfn unG logifd)en
Sltgt(n n>mig mit (tU"
foldJtn @,bitttn Arioen, in Denfn bie IDlitte( btr
AlS eoeJfagtn 4ßfan.ßtn.. l)irft meoe{n babtn tlud] groje
fDl'btn nidJt nor 3rl.bilmer.n unb ebenf&) roenifl bakn
110
[52]
fit bit 9)latbtmatif 'Oon inlmtr frti tutH
fit bem 3nb,llte flet! äuperlidJ bleiben.
IDlängrl @runb in eintr
gen,iffen unb mtränberlid}ftit ber Sprad]t, bit anbttr$
il,fer unb »ielfeitigen
XaufJlid)ftit ift. Die SpradJt f'lnn in bitftr ()infid)t mit ber
»trgfid)en 'Derben I bit una ticl> beil
utrfd)iebtnfttn 2lufg'lbtn 'lnaupafftn, nid)t genügt. mir fd)affen
fünftLid)e für befonbtre 31Utde, bit fo
genon arbeittn, roit bit ce nid)t »ttlnÖd)le. Unb luoburd)
mirb biefe @enauigftit mögUcf1? fbtn bit
UnutränberUcljfeit ber I bettn IDlangtl f 0
feUig gefdJidt nHld)t. So gtnügt aud) bie nid)t.
btbiarfen tiltt! @anatn »on 8tfct,en, QUa btm itbe
btutigfeit utrbannt ift I befftn ftttnger {ogifd}er btr
nid,t fann.
«<a fragt fief) nun, ob bie Dbr ober bie füt'G
"Uot btn »erbitnen. SDie <!rfteren bitten aunAd)ft ben
, man bei ()eroorbringung 'Oon "ujern Um#
ftänben ift. . fann btfonber! bit
mtrW"nbtfdJaft ber jflnngt au ben fnnern Q30fgängen geltenb
gema"'t werben. Sd)on bie ift für beibc
bie aeitliltt beibt finb g(eid) uergänglid).
bit eine innigere al6
@eftalten unb unb bit menfd)lieJ,e <5timlne in
u.ntnblid)tn »erllHlg aud} ben feinften rolifd)ungen
unb 21bluanblungrn ber @efüb{e gered)t au ,»erben. tlber roie
biefe für anbere .amelie fe"n mögen,
für Die Strenge ber finb fit
engt 2lnfd)ll1itgm ber 3tidJen an bie (ribUd)en
unb ferUfdJtn ber metnunft nitOeidJt grabe
ben biefe non ienen au
GJana anbetG ift <5id)tb\lrt, pnb btfonbtrG bit @ts
(talten befdJaffen. Sie fitlb im fd}Qtf unb
beutUdJ unterfdJicbtn. beG scfd)rie&tntn
[53]
111
wirb aud} fd}arfrr
Unb grabt fo(!f>e mirfung auf bie 9)orfttUllngtn
für bit Strenge erroünfd}t ftt)n. Sie fann
aber nur traielt \utrbtn, mtnn bne unmittelbar bit
SadJe beDeutet.
<iin weiterer btß @tfd)ritbtnen ift bie grÖptre
unb Un'Otränbtrlicbfeit. ift beln
äbnlid), \uie er ftt>n folI, um fo freilicb btm rafts
(ofen unftrtr mirflicbtn @rlhlnfenbt\ntgung. 'Die Sctrift
bittet bie '!llögUd)feit A(tid),dtig gtgenwartig 3u balttn,
unb mrnn wir (lud} nur eintn !leinen l:beil ba\,on in iebtm
faffen fönntn, fo roir bod) eintn
aUtJtnltintn (iinbrud (Uld} "Oln Uebrigen, unb ftebt, \\lann
wir tG braud)en, fofort unferer
ber SdJrfftatid>en auf ber 5rueifnd)
Scbreib'fläd)e fönntn in weit 11lannid}fad)tttr
t-rude inntrer "errotnt'tt werbtn a{ß bloöe
unb morbtrgebtn in bcr ein fad) auegtbebnttn 3tH, unb
erfeid}tert bit btfftn, morauf \uir unfere 21uf*
mtrffamftit gerabt riebttn lUOUtn. ber tntfpridJt ja
aud) bit einfad)r in feiner ber rolannict,faltigfeit
ber (ogifcben burd) bie @eb'lnfrn unter
einanDer nerfnü\>ft finb.
So tinb grabe bit &igenfcbaften, bUtd) fid) bie
Sd)rift non bem \»titer rntftrnt, am meiften
getignet, getuifftn gJlängt{n unftrcr 21n(ase mtnn
tiel) nid)t barum natürlid)e bar!ufteUen,
,,,fe fief} in mit Dtr \lBortfprod}t ßt'ftaUet
bat, fonbern btffen au bic fiel) aua btm
engtn Qlnfd)(uj an btn einen Sinn @tbör" ergeben
fo mirb bemnad) bie Sd)rift bt.ln <rine
fold)e Sd)rift mus, Uln bie moraüg
e
fidJtbaftr
3eid}cn \10n aUen gänolicl) \)crfd>iebt'n
fe\]n. biefe in ber Wortfct,rift faft gar nid)t
<&}eltung fommtn, beDarf faum bet l)ie
112
[54]
ftitige ber auf ber Scbreibtläd)e aum gro,en
btr ber Beilen ab unb iit infofern
gitbt aber fdJon anbere ber Sd)rift, bit iene
befftr ift
eine }8egriffäfcbrift, ba ffe mermittelung
mittelbarbie SadJe fold}e erreicbt fit bie R'ürat,
",t(d)e ben einfad)en in einer Btift unters
aubringen gtflattet. Sold)e 3nl,alte - @leict,ungen ober.
tlnglehtungen - \uetbtn fo, mie fit aue einanbtr folgtn, unter
etnanber gefdJtitben. ®enn awtitn ein britter folgt, trennt
man btn britten buret einen 6trid), ber InU "folg
s
Uet, IJ werben fann, ben beiben erften. 3n bieftr
luirt> bit au)eifad)e ber <5d)reibfläd}e für bit
ift einförmfg
unb faft immer barauf , bop glefd)e meränberungen mit
»orgenomlntn auf gltid)e &rgebniffe füllren.
äft nun freilid) niebt bie ei113ige
in ber \Utnn btr logifcf,e
gang anbrr(S gefct,ief)t, \uirb fe\)n, burd}
iDorte btillnad) ber
für Iogifcbe metfnüpfungen; unb btt-
\)trbitnt fit ben 9lClllltn einer nid)t im
Sinnt. @rabe ift e0 bei btr uon e t b n f 8 .. )
logifdJer bie in
nfUtrer Beit t'on iB 0 0 I e , m. @ r a man n , (5 t. eu 0 n e ,
S dJ r ö b er unb 2lnbern erneuert ift. man 8w4r
bit togifdJtn tjormen obruof)l nid>t gana "oUftänbig; te febft
abtr ber 3tber mtrfud) J an bie (SteDe ber
fad}en I etwa ana(\Jtifa,e
@teid]ungen au feßtn, würbe burd) bie UntlbertidJtfid)ftft,
Sd)roerfäOigfeit, ja mitlbeutigftit ber
mit wenfg geeignet biefe aUf
eintr ift. einer fO·(dJth möc!Jtt tcl)
*) NOfi inelegans sperimeo in abstraetil. Erdm. S. 94.
[55]
113
nertangen. Sie mufj für bie (ogifcf}ttt
einfad}e booen, bie, an baß
roenbige btfd)ränft, unb finb.
tjormtn müffen geeignet fe\]n, fici) Juit einem auf
:snnisfte \}erbinben. "l)obei f o(d)t .fl·ürae erftrebt lutrben,
baö bie ber Sd)reibfläd)c für bit Utbfr$
fid)tlicbfeit ber l)arfteUuug gut lutrben fann.
3tid}en ,",on inbaltlid)rr ftnb \l)cnigtr ",efentlief).
Wenn bie aUoeJnt'inen einmal ftnb I fönnen
jene leid)t nad} gefd)offt'll lvtrben. ee nidJt
geHngt oDer nid)t t'rfd]eint, ritten 'Begriff in feine
311 fann Jnan ftcf) IUit 3eid)rn
begnügtn. "
IDlan mad)t fiel} leid}t unnötl)ige Sornrn tibet bit
ber Un1l1öglid>, f'lgt llhln 1 f{lnn burtl) eine
bie miffenfcf10ft geförbert luerben; benn bit
finbu119 Der bie moUenlHlltß ber \!tt\teren fd)&>lt
»or'lu0. hiefelbe <5cbeinfd)luierigfrit fld) fd}on bei
Der <5prad)e. foß bie ber mernunft luöglid)
S(lnad)t" b\lben; aber \uie fonnte ber IDlenfdJ bie Spr\ld)e fctaffen
ol)nt ßur ber bienen bit
l>l)ufif'lHfd)en ; biefe fönnen nur burd) eine fort:,
gefd)rittrne XedJnif ll'erben, \ueld}e \l'iebtr auf
btr -Renntnip btr fufjt. l)er {öft fiel} in
aUen auf biefelbe meife. in bet
einen fo(d)fn in ber Xed)nif aUf ljolge, unb biefer mad)t
ee mögfid) neUt AU bauen, lnittel0 beTen wiebet bie
gefötbert l»{rb. 1)ie auf unfrrn ergiebt
ftd) t)on felbft.
nun l'erfud)t *) bit matbeluatifd}e
burd) fiir bie {ogifd)en au foba,
batau6 3undd>ft für @ebitt rolatbtmatif eint
fd)rift mie icQ fit ale DargefteUt
*) eine bel ncuf1atbtlbde
be. utnen (Htat a. e., t ts 79.
114
[56]
merwenbung meiner 3tieben auf anbern @tbitttn
roirb baburd) nid)t logifd)tn mtrbäftnifft
itberaU ",ieber, unb bie 3eid)tn für bit befonbtrn
fönntn f 0 gtwählt ltltrbtn, fidJ in btn ber
einfugen. IDlag nun ober nid)t,
jtbtnfnue. bat eine aufd)aulid)e btr 1)tnfformtn fine
über bit V3ebtutung. 9Jlöd)ttn
nudJ ber SadJt einige fd)enftn!
Anhang I
Die Anmerkungen von H. Scholz zur "Begriffsschrift".
H. Scholz schrieb Anmerkungen in sein eigenes Exemplar
der "Begriffsschrift". Dabei handelt es sich zunächst um die Kor ..
rektur der nicht mehr gebräuchlichen deutschen Schreibweise, fer-
ner um sonstige Berichtigungen und eine Anzahl von inhaltlichen
Randbemerkungen. Wir konnten uns auf eine Photoko·pie dieses
Exemplars stützen, welche Prof. Bochenski von Prof. H. Scholz
erhalten hatte.
"Booles rechnende Logik ... ", worauf in den Bemerkungen
zu S. 7 und 55 verwiesen wird, gehört zu Freges Nachlaß, der sich
im "Institut für mathematische Logik und Grundlagenforschung",
Universität Münster, befindet (s. H. Scholz und Friedrich Bach-
mann. Der wissenschaftliche Nachlaß von Gottlob Frege, in:
Actes du Congres international de Philosophie Scientifique, Paris
1935, Actualites scientifiques et industrielles, Paris 1936). Die Aus-
drücke FI und R2 in der Anmerkung l1U S. 7 beziehen sich wahr-
scheinlich auch auf den Nachlaß, doch konnte dies nicht fest-
gestellt werden. Leider war es ebenfalls unmöglich zu entscheiden,
was das "FB", das in den meisten Anmerkungen erscheint, be-
deutet, wahrscheinlich jedoch "Freges Briefe" (von denen sich
die meisten im Nachlaß befinden). Die Besprechung von Schröder,
die in der Anmerkung zu S. 7 erwähnt wird, findet sich in der
"Zeitschrift für Mathematik und Physik", Bd. 25 (1880), Histo-
risch-literarische Abteilung, SS 81-94. Alle Anmerkungen von
Scholz sind handschriftlich am unteren Rand der Seiten angebracht.
Seite V: Hier die Anmerkung zu dem Namen "Begriffs-
schrift" nach Trendelenburg.
Seite 2: FB Anm. 3 "beurt. Inhalt".
2 "Inhaltsstrich" .
Seite 3: FB Anm. 1.
116
Seite 7: Daß der letzte Absatz von § 5 fehlerhaft ist, hat
zuerst Schröder in seiner Recension (S. 88) be-
merkt. V gl. weiter: "Booles rechnende Logik ... "
S. 13, Anm. und die Briefe Fl und R2 des Brief-
wechsels mit Russell. Siehe FB Anm. 4.
Seite 15: FB Anm. 6.
Seite 23: FB Anm. 8.
Seite 54: FB Anm. 7.
Seite 55: Bemerkung zu dieser Def. m "Booles rechnende
Logik ... " (S. 22).
Anhang 11
Husserls Anmerkungen zur "Begriffsschrift".
Im Husserl-Archiv in Löwen befinden sich viele der Schriften
Freges, die Russerl sorgfältig gelesen hat. Alle in diesem Band
enthaltenen "''''erke (mit Ausnahme von "Ueber den Briefwechsel
Leibnizens und Huygens mit Papin") sind dort vorhanden, die
kleineren Schriften in Form von Sonderdrucken.
Das Exemplar der "Begriffsschrift" zeigt auf der rechten
oberen Ecke des Buchdeckels die Widmung: "Ehrerbietig über-
reicht vom Verfasser", und auf dem Titelblatt findet man den
Stempel "Ex libris Edmund Russerl ... " .
Husserls Exemplar der "Begriffsschrift" enthält viele An-
merkungen vom Anfang bis zur Seite 47. Diese sind teilweise in
symbolischer Schrift, teilweise nicht. Die nichtsymbolischen sind
z. B. Hervorhebungen im Vorwort (am rechten oder linken Rand
der Seiten), von denen wir vor allem auf diejenige auf S. VII (zur
Zeile, in der die Worte "Subjekt" und "Prädikat" vorkommen)
aufmerksam machen. Abgesehen vom Vorwort sind das Frage ..
zeichen auf S. 4 (zur Stelle wo die Negation behandelt wird:
Busserl denkt wahrscheinlich an Brentanos "Anerkennung" und
"Verwerfung") und die Hervorhebung der Zeilen 4 und 5 von
unten auf S. 14 bemerkenswert.
J.n Symbolen finden wir z. B. die folgenden Anmerkungen:
S. 5, rechts von L ~ : -(B+,A_)
S. 6, rechts neben der letzten Formel: -(r+ B+ A_)
S. 7, rechts neben der letzten Formel des
Absatz 5: -(B+, A_, r _) ?
Der Zweifel an der Richtigkeit von Freges Interpretation der
letzten Formel des § 5, wurde später, zusammen mi t einigen überleg -
ungenzurmateriellenlmplikation;vonHusserl ausgebautundalsEx-
trablatt aufS. 7 seines Exemplars eingelegt. Wir geben dieses Blatt in
seiner Gesamtheit wieder. Folgende Bemerkungen sind angebracht:
118
I. Zur Tatsache, daß Schröder in seiner Besprechung den Fehler
auf S. 7 der "Begriffsschrift" aufdeckt, wissen wir zumindest,
daß HUBserl in seinem Brief an Frege vom 18. VII. 1891 (Husserl-
Archiv, Löwen) schreibt: "Schröders Kritik Ihrer Begriffsschrift
habe ich noch nicht gelesen" .2. In seiner Kritik des Fregeschen
Fehlers scheint Russerl eine inkorrekte Äquivalenz vorzuschlagen.
Auch Husserls Gegenbeispiel entspricht nicht genau der betreffen-
den Formel Freges. Andererseits ist Busserls Text von "Frege lei-
tet her" an mit anderer Tinte als der Rest, also etwas später, ge-
schrieben. Deshalb haben wir dieses ganze problematische Fragment
mit einer gepunkteten Linie am Rande versehen.
119
EXTRABLATT (eingelegt auf Seite 7 des Husserlschen Exemplars).
FREGE, Erläuterung ad S. 5 u. ff.
Nehmen wir das Urteil: "Wenn B ist, so ist A".
Hier haben wir folgende Möglichkeiten:
B
· ·ht{d kAsein
1st IlIC ann ann A . ht .
mc seIn.
B ist { dann kann nur A sein
nicht aber A nicht sein.
"Wenn B ist, so ist A" = Es ist nicht (B+ und A-) = - (B+, ~ ) .
(Das ist die ältere Brentano'sche Reduktion).
FREGE drückt nun dieses zweite Urteil, welches unter den 4
Möglichkeiten
1) A+B+
2) A+B_
3) A-B+
4) A-B_
die dritte ausschließt, durch das Zeichen aus:
I .... _ ~ __ A
__ B
[Randbemerkung] Frege identifiziert aber nicht "Wenn A, so B"
mit seinem Zeichen. Mir kam es nur hier an auf die Hervorhebung
der Beziehung seiner Bezeichnungen zu der alten Brentano'schen
Reduktion.
Die Quelle dieser Bezeichnung ist wohl folgende:
I A heißt A+
..... _-.-__ A
~ _ B heißt A+ unter der Bedingung B.
Der Vertikalstrich drückt also die Bedingtheit des Seins von Baus.
Das Sein von A
ist bedingt
durch das Sein von B
120
Danach würde das erste Beispiel, wo A = die Gleichheit von 3 X 7
und 21, B = den Umstand, daß die Sonne scheint, bedeutet, so
auszudrücken sein:
daß die Sonne scheint und nicht 3 X 7 = 21 sei, ist ausgeschlossen.
Wenn die Sonne scheint, so ist 3 X 7 = 21.
Das zweite Beispiel: A Umstand, daß die Welt unendlich sei,
B '" daß ein Perpetuum mobile mög-
lich sei,
Daß ein Perpetuum mobile möglich sei} . t hl
und die Welt nicht unendlich sei IS ausgesc ossen.
= Wenn ein Perpetuum mobile möglich ist, so ist die Welt unend-
lich
= Die Welt ist unendlich, falls ein Perpetuum mobile möglich ist.
FREGE BEG[RIFFSSCHRIFT) S. 6.
I ..... - ~ L - - I - _ - _ - _ - _ - = = __ ==-_=;
= wenn r ist, so ist, falls Bist, A.
wenn r ist, so ist nicht B+ und A_.
= es ist nicht r + und nicht nicht B+ und A_.
= - (r +B+A-).
Einfache Herleitung :
Die Bejahung I .. __ --..,.... __ _
A
-
B
Die Verneinung von __ ....-__
A
-
B
- - (r + (
_____ -_--A
'--" __ B
L ~ ) - )
~ ____ r
- - (r + (B+ A-»)
121
[FREGE, BEGR1FFSSCHRIFT, ad S. 7]
t-r-
r
A
t! = -( LB,L_)
Frege leitet her
= - (B+A_r_) was unmöglich folgen kann.
Z.B. Gott ist gerecht, wenn die Menschen, falls sie sündigen, be-
straft werden.
r = daß Gott gerecht sei A = die Menschen sündigen:
B = die Menschen werden bestraft.
Nach Frege:
- (B+A-r _) == es ist wahr, daß Gott ungerecht sei
und die Menschen nicht sündigen
und die Menschen bestraft werden,
was falsch ist. Dagegen folgt nach dem Obigem:
I
Daß Gott ungerecht sei und nicht I
die Menschen bestraft werden und ist nicht.
nicht sündigen
Das kann man wohl herleiten: (daß Gott gerecht sei und die Men-
schen bestraft werden und nicht sündigen) ist nicht
- - (r +B+A_), und das dürfte wohl äquivalent sein mit
= - (r_; - (B+A-)).
122
Textkritische Bemerkungen
J. Begriffsschrift
Der Text der "Begriffsschrift" wurde in verbesserter Form
wiedergegeben. Im folgenden geben wir die entsprechenden
Originaltexte, wobei "Scholz" auf Berichtigungen hinweist, die
von H. Scholz stammen (s. Anhang I).
1. Seite 9 (Scholz): (XX): :
I B
2. Seite 49: 47 a
a
e
a
b
b
c
3. Seite 50:
I
I
(d == c)
(e == a) (55
4. Seite 60 (Scholz): (52):
I
~
b
I
UI
5. Seite 64 (oben): F(x)
/(x,y)
6. Seite 71 (unten) (Scholz) :
"
,...., f (x"' %p)
{J
7. Seite 72 (unten) (Scholz) :
Wenn % dasselbe wie x ist, so folgt nach ...
8. Seite 73: 100
~
...
. . .
. . .
9. Seite 74:
106
10. Seite 79 (Scholz) : (112):: --------
zp
11. Seite 87: 53 55
52 75
· "
Irr-; /(xy,a{J)
• •
• • •
• •
·
11. Anwendungen der Begriffsschrift
123
Dieses Werk - ursprünglich ein Vortrag - erschien in den
"Sitzungsberichte der Jenaischen Gesellschaft für Medizin und
Naturwissenschaft für das Jahr 1879, Jena", Verlag von G. Fischer,
vormals F. Mauke, 1879, S. 29-33 (= Sitzung vom 24. Januar).
Im Separat-Abdruck heißt es: "Sitzung vom 10. Januar". Das
Werk erschien seither in keinem Neudruck.
Einige Verbesserungen, die handschriftlich bereits in einigen
Exemplaren des Separat-Abdruckes angebracht waren, wurden
übernommen. Ursprünglich hieß es dort:
Seite 30 (= Seite 2 des Separat-Abdruckes):
die Bezeich ung. . .
111. Über den Briefwechsel Leibnizena und Huygena mit Papin,
erschien ebenfalls in den "Sitzungsberichte der Jenaischen Gesell-
schaft für Medizin und Naturwissenschaft für das Jahr 1881",
Jena, Verlag von G. Fischer, 1881, S. 29-32 (= Sitzung vom
15. Juli 1881). Davon erschien keine Neuauflage.
IV. Über den Zweck der Begriffsschrift,
erschien ebenfalls in den "Sitzungsberichte der Jenaischen Gesell-
schaft für Medizin und Naturwissenschaft für das Jahr 1882",
124
Jena, Verlag von G. Fischer, 1883, S. 1-10 (= Sitzung vom
27. Januar). Auch ohne Neudruck .
. Die drei oben angeführten Aufsätze können auch als zur
"Jenaische Zeitschrift für Naturwissenschaft" zitiert
werden, da die Sitzungs berichte , in denen sie erschienen, als
Supplemente zu dieser Zeitschrift galten (siehe: Gustav Fischer,
Jena, 1878-1928. Ein Verzeichnis der seit dem 1. Januar 1788
erschienenen Werke und Zeitschriften mit einem systematischen
Sachregister, S. 645-648).
Über Anwendungen der Begriffsschrift: Suppl. zur "Jenaische
Zeitschrift für Naturwissenschaft", 13, (Neue Folge 6), 1879.
Über den Brie/wechsel Leibniuns und Huygens mit Papin:
Suppl. zur "Jenaische Zeitschrift für Naturwissenschaft", 15,
(Neue Folge 8), 1881/1882.
Über den Zweck der Begriffsschrift: Suppl. zur "Jenaische
Zeitschrift für Naturwissenschaft", 16 (Neue Folge 9), 1882/1883.
v. Über die wissenschaftliche Berechtigung einer Begriffs8chrift,
erschien (ohne Neuauflage) in der für Philosophie und
philosophische Kritik", 81, 1882, S.

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Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

4. Nachdruck der 2. Auflage 1964 © by Georg Olms AG, Hildesheim 1964 Printed in Germany Herstellung: Weihert-Druck GmbH, Darmstadt ISBN 3-487-00623-5

VERZEICHNIS
IV Vorbemerkung V Begriffsschrift 89 Anwendungen der Begriffsschrift 93 Über den Briefwechsel Leibnizens und Huygens mit Papin 97 Über den Zweck der Begriffsschrift 106 über die wissenschaftliche Berechtigung einer Begriffsschrift 115 Anhang I: H. Scholz' Anmerkungen zur "Begriffsschrift" 117 Anhang 11: E. Husserls Anmerkungen zur "Begriffsschrift" 122 Textkritische Bemerkungen

Herrn Prof. Die "Begriffsschrift" war kein "Nebenprodukt" in Freges Laufbahn . L. 26-28) sondern ein bahnbrechendes Werk. AufI. Schweiz~ 1963. Ebenso danke ich besonders dem Direktor des Husserl-Archivs. Jena. Einige Verbesserungen zum Text der "Begriffsschrift" und zu den "Anwendungen der Begriffsschrift" (siehe Textkritische Bemerkungen) ferner eine Anmerkung zur Seite 24 der "Begriffsschrift" wurden vom Herausgeber angefügt. Herrn Professor G. Die Seitenzählung des vorliegenden Bandes fällt mit derjenigen der Originalauflagen nur bei den Seiten der Begriffsschrift zusammen. S. Ich möchte vor allem Herrn Professor Bochenski für seine freundliche Hilfe danken. die im Anhang I enthaltenen Anmerkungen von Herrn Professor H. 7 der "Begriffsschrift" eingelegten Blattes besorgt hat. 1955. Auch bin ich Frau E.der die Übertragung in Kurrentschrift des auf S. Universität Jena. für die liebenswürdige Erlaubnis. Boehnl verpflichtet. Ebenso bin ich Herrn Dr. daß ich in sein Archiv Einsicht nehmen konnte und Auszüge aus den Anmerkungen Husserls zur "Begriffsschrift" und seiner Korrespondenz mit Frege für den vorliegenden Band verwerten durfte. H. . Abbe in seinem Gutachten zur Ernennung Freges zum Professor schrieb (Friedrich Stier: Ernst Abbes akademische Tätigkeit an der Universität Jena. R.wie E.Vorbemerkung In diesem Band erscheint Freges "Begriffsschrift" (1. dessen neue Veröffentlichung seit langem gewünscht wurde. In allen anderen Fällen ist durch eingeklammerte Ziffern auf die Seitenzählung der Originalauflagen hingewiesen. bin ich für seine intensive Unterstützung meiner Arbeit sehr verbunden. Halle 1879) erstmalig zusammen mit_vier kleineren Aufsätzen~ die systematisch oder chronologisch eng damit verbunden sind. die mit arabischen Ziffern numeriert sind. Uschmann. Heft 3. Scholz zu veröffentlichen. Van Breda. Scholz verpflichtet. Ignacio Angelelli / Fribourg. Jenaer Reden und Schriften.

1879.CHE DES REINEN DENKENS. EINE DER ARITHMETISCHEN NACHGEBILDETE FORlIELSPRA. VERLAG VON LOUIS NEBERT. VON DR. GOTTLOB FREGE~ PRIVATliOCENTEN DER MATHEMATIK AN DER UNIVERSITÄT JENA. HALLE AIS. .BEG RIFFSSCHRIFT.

.

80 gilt das Letztere von allen Urtheilen. dass ein Satz zu der ersteren Art gehört und doch ohne Sinnesthätigkeit nie in einem menschlichen Geiste zum Bewilsstsein kommen könnte. *) Also nicht die psychologische Entstehungsweise. Zuerst vielleicht aus einer ungenügenden Zahl von Einzelfällen elTathen. Das Erkennen einer wissenschaftlichen Wahrheit durchläuft in der Regel mehre Stufen der Sicherheit. von der besondern Beschaffenheit der Dinge absehend. auf dem ein Satz allmählich errungen wurde. und ihre Beantwortung hängt mit dem innern Wesen des betrachteten Satzes zusammen. welche. wird der allgemeine Satz nach und nach sicherer befestigt. sondern die vollkommenste Art der Beweisführung liegt *) Da ohne Sinneswahrnehmung keine geistige Entwickelung bei den UDS bekannten Wesen möglich ist. Die festeste Beweisführung ist offenbar die rein IQgische. die auf andere Weise Bestätigung finden. indem er durch Schlussketten mit andern Wahrheiten Verbindung erhält. wie er nun schliesslich am festesten zu begründen ist.Vorwort. andrerseits nach der Weise. sich allein auf die Gesetze gründet. indem der Beweis bei den einen rein logisch vorgehen kann. Erstere Frage muss möglicherweise in Bezug auf verschiedene Menschen verschieden beantwortet werden. in zwei Arten. letztere ist bestimmter. sei es dass er umgekehrt als Folge schon feststehender Sätze erkannt wird. auf denen alle Erkenntnis beruht. Wir theilen danach alle Wahrheiten. Es ist aber wohl vereinbar. die einer Begründung bedürfen. sei es dass aus ihm Folgerungen abgeleitet werden. bei den andern sich auf Erfahrungsthats&chen stützen muss. . Es kann daher einerseits nach dem Wege gefragt werden.

zunächst dazu dienen. Aus diesem Bedürfnisse ging der Gedanke der vorliegenden Begriffsschrift hervor. so konnte ich auch den Ausdruck "Formelsprache des reinen Denkens" gebrauchen. in § 3 als begrifflichen Inhalt bezeichnet. die ich auf dem Titel angedeutet habe. fand ich ein Hindernis in der Unzulänglichkeit der Sprache. die Bündigkeit einer Schlusskette auf die sicherste Weise zu prüfen und jede Voraussetzung. nur gestützt auf die Gesetze des Denkens. Indem ich mir nun die Frage vorlegte. Der Gang war hierbei dieser. Die Nachbildung der arithmetischen Formelsprache. musste Alles auf die Lückenlosigkeit der Schlusskette ankommen. die sich unbemerkt einschleichen will. durch Auffassung des Begriffs als Summe seiner Merkmale eine künstliche Aehnlichkeit herzustellen. dass ich' zuerst den Begriff der Anordnung in einer Reihe auf die logische Folge zurückzuführen suchte. die über allen Besonderheiten erhaben sind. Jene Bestrebungen. bezieht sich mehr auf die Gl·undgcdanken als die Einzelgestaltung. Indem ich diese Forderung auf das strengste zu erfüllen trachtete. welche mein Zweck verlangte. . um von hier aus zum Zahlbegriff fortzuschreiten. Deshalb ist auf den Ausdruck alles dessen verzichtet worden.irtheile gehörten. Diese Erklärung muss daher immer im Sinne behalten werden. wenn man das Wesen meiner Formelsprache richtig auffassen will. anzuzeigen. Damit sich hierbei nicht unbemerkt etwas Anschauliches eindrängen könnte. was für die Schluss(olge ohne Bedeutung ist. Hieraus ergab sich aueh der Name "Begriffsschrift". je verwickelter die Beziehungen wurden. worauf allein es mir ankam. die von der besonderen Beschaffenheit der Dinge unabhängig sind. ZU welcher dieser heiden Arten die arithmetischen " l.x [IV] der Eintheilung zu Grunde. Da ich mich fürs erste auf den Ausdruck solcher Beziehungen beschränkt habe. musste ich zunächst versuchen. Icb habe das. Am unmittelbarsten berührt sich meine Formelsprache mit der arithmetischen in der Verwendungsweise der Buchstaben. haben mir dabei durchaus fern gelegen. Sie soll also . damit letztere auf ihren Ursprung untei·sucht werden könne. desto weniger die Genauigkeit erreichen liess. wie weit man in der Arithmetik durch Schlüsse allein gelangen könnte. die bei aller entstehenden Schwerfälligkeit des Ausdruckes doch.

aber eben dadurch für alle andern unbrauchbar.seiner Anwendbarkeit. Wenn sie diesen Zwecken einigermassen entspricht. das man nicht deshalb verurtheilen darf. zeigt es freilich viele Unvollkommenheiten. als Einzelnes zu entdecken. vielleicht überschätzt. eine grosse Ueberlegenheit vor dem Mikroskop. Das Letztere hat durch den Umfang-. weil es für andere nichts taugt. welch' unermessliche Vermehrung der geistigen Kraft der Menschheit aus einer die Sachen selbst tl'effenden Bezeichnungsweise entspringen wUrde. Als optischer Appa·rat betraclttet. und haben doch alle grossen wissenschaftlichen Fortschritte der neuel'an Zeit ihren Ursprung in einer Verbesserung der Methode gehabt.[V ] XI Das Verhältnis meiner Begriffsschrift zu der Sprache des Lebens glaube ich am deutlichsten machen zu können. eines calculus philosophicus oder ratiocinator*) war zu riesenhaft. dass auch eine Weiterbildung der Methode die Wissenschaft fördert. Ich würde mich darüber mit dem Bewusstsein trösten. die_ nur in Folge seinelinnigen Verbindung mit dem geistigen Leben gewöhnlich unbeachtet bleiben. Die Begeisterung. So ist diese Begriffsschrift ein für bestimmte wissenschaftliche Zwecke ersonnenes Hilfsmittel. lieRs ihn die Schwierigkeiten zu gering schätzen. Historische Beiträge zur Philosophie 3. B3nd. . wenn ich es mit dem des Mikroskops zum Auge vergleiche. Sobald aber wissenschaftliche Zwecke grosse Anforderungen an die Schärfe der Unterscheidung stellen. Sein Gedanke einer allgemeinen Charakteristik. durch die Beweglichkeit. Auch Leibniz hat die Vortheile einer angemessenen Bezeichnungsweise erkannt. durch welches Alles leicht gefunden werden kann. so möge man immerhin neue Wahrheiten in meiner Schrift vermissen. zeigt sich das Auge als' ungenügend. Hält es doch Ba co für vorzüglicher ein Mittel zu erfinden. die einem *) Siehe hierüber: Trendelenburg . welche seinen Urheber bei der Erwägung ergl·HI. als dass der Versuch ihn zu verwirklichen über die biossen Vorbereitungen hätte hinausgelangen können. Das Mikroskop hingegen ist gerade solchen Zwecken auf das vollkommenste angepasst. mit der es sich den verschiedensten Umständen anzuschmiegen weiss.

dio durch den Sprachgebrauch über die Beziehungen der Begriffe oft fast unvermeidlich entstehen. Man kann in den arithmetischen.XII [VI ] solchen Unternehmen entgegenstehen. bis die Möglichkeit solcher Umformungen &USge~chlosseIi erscheint. womit ihn . Wenn es eine Aufgabe der Philo80phie ist. welches allen andem benachbart ist. die bisher einer solchen ermangelten. das Gebiet dieser Formelsprache auf Geometrie auszudehnen. ist am ehesten eine Weiterentwickelung der Bezeichnungsweise mit dem Fortschl"eiten der Erkenntnis vorauszusehen. eine Verbindung ihrer bisher getrennten Gebiete zu dem Bereiche einer einzigen und eine Ausdehnung auf Gebiete ins Werk setzen. dann wird vielleicht durch allmähliche Erweiterung ihre Bewältigung gelingen. In den letzteren Gebieten. Wenn eine Aufgabe in ihrer vollen Allgemeinheit unlösbar scheint. Wenn aber auch -tjies hohe Ziel mit Einem Anlaufe nicht erreicht werden kann. Deshalb braucht man aber nicht zu warten. geometrischen. die HeITschaft des Wortes über den menschlichen Geist zu brechen. Noch leichter scheint es mir zu sein. wie bei der Grundlegung der Differential. Ich verspreche mir überall da eine erfolgreiche Anwendung meiner Begriffsschrift. indem sie die rräuschungen aufdeckt. schrittweisen Annäherung nicht zu verzweifeln. so braucht man doch an einer langsamen. Von hier aus lässt sich daher mit der grössten Aussicht auf Erfolg eine Ausfl1llung der Lück~n der bestehenden Formelsprachen.und IntegraJrechnung. Es ml1ssten nur fltr die hier vorkommenden ·anschaulichen Verhältnisse noch einige Zeichen hinzugefügt werden. Auf diese Weise würde man eine Art von analysis situs erhalten. chemischen Zeichen Verwirklichungen des Leibnizischen Gedankens für tjinzelne Gebiete sehen. indem sie den Gedanken von demjenigen befreit. so beschränke man sie vorläufig. wo ein besonderer Werth auf die Bl1ndigkeit der Beweisff1hrung gelegt werden muss. Die hier vorgeschlagene Begriffsschrift fUgt diesen ein neues hinzu und zwar das in der ~Iitte gelegene. wo neben der Denknothwendigkeit die Naturnotbwendigkeit sich geltend macht. Der Uebergang zu der reinen Bewegungslehre und weiter zur Mechanik und Physik möchte sich hier anschliessen.

Beachtung verdienen. nicht. ihre Zustimmune: nicht verweigern werden. wenn sie sich durch den ersten Eindruck des Fremdartigen nicht zurückschrecken lassen. dass die Ersetzung der Begriffe Subject und Praedicat durch Argument und Ji'unction sich auf die Dauer bewähren wird. dass später Uebergänge von mehren Urtheilen zu einem neuen. ein Schutz gegen eine einseitige Beeinflussung durch eines diesel Ausdrucksmittel gegeben. Diese Abweichungen Vom Hergebrachten finden ihre Rechtfertigung darin. w . und. wie die Auffassung eines Inhalts als Function eines Argumentes begriffbildend wirkt. w r L ~ 1 . zu denen ich durch eine der Sache selbst innewohnende Nothwendigkei* getrieben .[VII] XIII allein die Beschaffenheit des sprachlichen Ausdrucksmittels behaftet. den Neuerungen. wie es bei einem äussem Darstellungsmittel wohl nicht anders möglich ist.. das8 sie ganz andrer Art sind als die der Sprache eigenthtlmlichen. alle u. s. den Gedanken nicht rein wieder. einige. den Philosophen ein brauchbares Werkzeug werden können. wie mir scheint. es giebt. Die in § 6 ausgesprochene Beschränkung auf eine einzige Schlu8sweise wird dadurch gerechtfertigt. Ich hoffe. wenn Uebersichtlichkeit und Ordnung geschaffen werden sollen. Schon das Erfinden dieser Begriffsschrift hat die Logik. Insbesondere glaube ich. gefördert. dass die Logiker. Man erkennt leicht. In der That möchte sich dies bei einer spätern Anwendung empfehlen. dass die Logik sich bisher immer noch zu eng an Sprache und Grammatik angeschlossen hat. Freilich giebt auch sie. Dadurch wUrden dann weitere Schlu88weisen entstehen. die bei dieser einzigen Schlussweise nur in mittelbaret Weise möglich sind. aber einerseits kann man diese Abweichungen auf das Unvermeidliche und Unschädliche beschränken. fllr diese Zwecke weiter ausgebildet.vurde. der Abkürzung wegen in unmlttelbare verwandelt werden. dass bei der Grundlegung einer solchen Begriffsschrift die Urbestandtheile 80 einfach wie möglich genommen werden mUssen. andrerseits ist schon dadurch. so wird meine Begriffsschrift. 1 Im Besondern sei nur noch Folgendes erwähnt. Es möchte ferner der Nachweis des Zusammenhanges zwischen den Bedeutungen der Wörter: wenn. Dies 8chliesst nicht aus. oder. w .

indem ich ihre Begriffe weiter zu zergliedern und ihre Sätze tiefer zu begrl1nden suche. s. wie ich im Anfange bemerkt habe. Auf diese Wissenschaft denke ich sie daher auch zuerst anzuwenden. sollen den Gegenstand fernerer Untersuchungen bilden. was sich in dieser Richtung bewegt. Jena.XIV [VIII] Nachtteäglicb habe ich bemerkt. dass die Formeln (31) und ( 41) in die einzige ~ (Tla = a) zusammengezogen werden können. mit denen ich unmittelbar Daeh dieser Schrift hervortreten \verde. Vorläufig habe ich im dritten Abschnitte einiges von dem mitgetheilt. die Beleuchtung der Begriffe der Zahl. Die Arithmetik. w. der Grösse u. wodurch noch einige Vereinfachungen möglich werden. December 1878. den 18. ist der Ausgangspunkt des Gedankenganges gewesen. . Die weite}Oe Velfolgung des angedeuteten Weges. der mich zu meiner Begriftsschrift geleitet hat.

. . § 5. . • • . Die Inhaltsgleichheit. Object. Verneinungsstrich. . disjunctive. . . . . . Allgemeine. . • • • • . . kategorische t hypothetische. Das Urth eil. .oder. . und. . . . . . Der Schluss. Oder. ." Das FunctioDszeichen als Argument CI • • • • • 15 18 Die Allgemeinheit. § 6. § 4. • . Functionen mehrer Argumente. Die Verneinung. . . Ein~ 13 Die Funetion. . Subject und Prädicat. Beurtheilbarkeit eines Inhalts. Die Höhlung des Inhalts8triches. . . • . . Buchstaben und andere Zeichen . . Erklärung der Wörter "Function" und "Argument". § 10. assertorische." "B steht in der qJ-Beziehung zu A. Seite I 2 4 5 7 t0 § 8. . besondere. § 11. und nicht. Die Aristotelischen Schlussweisen . . 'entweder . . problematische Urtheile . . Bedingungsstrich . Begrifflicher Inhalt. . Inhaltsstrich . . Wen n. aber. Deutsche Buchstaben. "A hat die Eigenschaft 4J.. § 9. Arguments8tellen. . Die Bedingtheit.noch . Subject. Er- .. . § 7. § 1. . Urtheils8trich § 3. . .. Gebrauch der Buchstaben als Functionszeichen. I.. Erklärung der BeBeichnungen. verneinende. weder .I n haI t. Nothwendigkeit eines Zeichens fUr die Inhaltsgleichheit. • . § 2. apodiktische. . ." "B ist Ergebnis einer Anwendung des Verfabrens qJ auf den Gegenstand A. • . flihrung eines solchen.. .. . .

Verdoppelung des Urtheilsstriches. . . . . . . . . . . . Das dtitte Grundgesetz der Vemeinung und Folgerungen . 20. . . . . § 29. . Es ist möglich. • . • . . . Tafel der logischen Gegensätze • . . . § 27. .' . . . . . Einiges aus einer allgemeinen Beihenlehre. Folgerungen . . • . . . . Weitere Folgerungen. . . . Erklärung und Folgerungen. § 28. . Die Vererbung. . . . . . . . Gebiet derßdlben. . Es giebt einige Dinge. 17. . . . Einleitende Bemerkungen . . . Kein. § 24. 19 § 12. Eindeutigkeit eines Verfahrens. . . . . Einige nicht. . § 31. Weitere Folgerungen . . . . . Das erste Grundgesetz der Vemeinung und Folgerungen . • . . . . . . Die ersten beiden Grundgesetze der Bedingtheit . . .. . . . Alle. . . Kleine griechische Buchstaben . Es giebt einige -. ~ . . ." Erklärung und Folgerungen . .XVI [X] Belte setzbarkeit der deutschen Buchstaben. . . . . . • . dass -. . 15. . Ursächliche Zusammenhänge. 18. . die nicht -. . . . . Lateinische Buchstaben . § 26. 16. . . . 19. Jedes. . . § 25. . .•. § § § § § § § § § § 14. . . Das Aufeinanderfolgen in einer Reihe· . . . . . . . . Es gibt kein -. . . . Das zweite Grundgesetz der Vemeinung und Folgerungen . . . . Folgerungen . § 30. . Das zweite Grundgesetz der Inhaltsgleichheit und Folgerungen Das Grundgesetz der Allgemeinheit und Folgerungen . . 21. . . . Das erste Grundgesetz der Inhaltsgleichheit und Folgerung . . . . "z gehört der mit x anfangenden f-Reihe an. • 22 11. . Einige. . 25 26 29 35 43 44 47 50 50 51 § 23. . Nutzen der ableitenden Darstellungsweise · . . 22. 55 55 58 60 62 68 7t 73 77 . Folgerungen aus ihnen . . . . . Darstellung und Ableitung einiger Urthelle des reinen Denkens. . . 13. . . Das dritte Grundgesetz der Bedingtheit und Folgerungen . . III.

Lim. log. Wenn man den kleinen senkrechten Strich am linken Ende des wagerechten *) Man denke an I. theile ich daher ein in solche. dass ein Buchstabe die Bedeutung. \/" Diesen Grundgedanken der Unterscheidung zweier Arten von Zeichen.vrache. welches links von dem Zeichen oder . Fr e g e t ForweI. und in solche die einen gtmz bestimmten Sinn haben. die ich anwende. welche man ihm einmal gegeben hat. Die in der allgemeinen Grössenlehre gebräuchlichen Zeichen zerfallen in zwei Arten.der Zeichenverbindung steht. sin. -. die den Inhalt des Urtheils angiebt. unter denen man sich Verschiedenes vorstellen kann. Alle Zeichen. nehme ich auf. Ein Ui-theil werde immer mit Hilfe des Zeichens ausgedrUckt. § 1. von denen jeder entweder eine unbestimmt gelassene Zahl oder eine unbestimmt gelassene Fnnction vertritt. . von denen jedes seine eigenthümliche Bedeutung hat.I. Diese U ß-bestimmtheit macht es möglich die Buchstaben zum Ausdrucke dcr Allgemeingiltigkeit von Sätzen zu verwenden wie in (a + b) c = ac bc. in demselben Zusammenhange beibehält. + +. Bei aller Unbestimmtheit muss aber daran festgehalten werden. Die erstere umfasst die Buchstaben. Die erstern sind die BuchstalJen. 2. Die andere Art umfasst solche Zeichen wie 0. 1. um ihn für das umfassendere Gebiet des reinen Denkens überhaupt nutzbar zu machen. und diese sollen hauptsächlich zum Ausdrucke der Allgemeinheit dienen. Erklärung der Bezeichnungen. der in der Grössenlehre leider nicht rein durchgeführt ist *). nas UrtheiL § 2.

dass die Inhalte von zwei Ul"theilen in doppelter Weise verschieden sein können: erstens 80.2 fortlässt. ob er ihr Wahrheit zuerkenne oder nicht. § 12).) Dagegen wäre der Umstand. die aus dem einen in Verbindung mit bestimmten andern *) Ich bediene mich der g:ros&en griechischen Buchstaben als A b- kürzungen. dass".lng eines Urtbeils nicht statt. Nicht jeder Inhalt kann durch das vor sein Zeichen gesetzte I ein Urtheil wel-den. nicht die Vorstellung "Haus'''. Der Inhaltsstl·ich diene auch sonst dazu. etwa um Folgerungen dal-aus zu ziehen und an diesen die Richtigkeit des Gedankens zu prilfen. Um dies zu l-eehtfertigen. und auf dies Ganze bezieht sich die Bejahung.Ein Beispiel anderer Art fUr einen unbeut"theilbalren Inhalt siehe lJei Formel 81.pole in dem Leser hervorrufen sollen. B. *. Wir unterscheiden daher beu.lte **). Man könnte in dem Sa. dass" oder "der Satz. Von diesem ist aber die Vorstellung "Haus" nur ein l'heil. Wir unJSchreiben in diesem Falle durch die Worte . dass es ein Haus giebt" einsetzen.. verbindet die darauf folgenden Zeichen zu einen/' Ganzen. I A*) dss Urtheil: "die ungleichnamigen Magnetpole ziehen sich an". Was auf den lnhaltsstrich folgt. . in Beziehung zu setzen. . der senkrechte Urlheilsj. senkrechten Strich am linken Ende des wagerechten ausgedrückt wird. irgendwelche Zeichen zu dem Ganzen der dal·auf folgenden Zeichen. § 3. aus dem das Zeichen I gebildet ist. z."de1· Umstand. Der 1IJagerechte Strich.tze: "das H&us des Priamus war von Holz" a. (Eine Unterscheidung von Subject und Prädicat findet bei meinei" Darsd. welche durch den.."lrich heissen. so soll dies das Urtheil in eine blosse Vorstellungsver bindung vel·wandelu.rtheilbare und unbeurtheilbare Inhä. dass die ~"ol­ gerungen. denen der Leser einen passenden Sinn unterlegen möge. dass es Häuser (oder ein Haus) giebt (vgl. Inhalt haben.n die Stelle von "Haus" nicht " Umstand. bemerke ich. wenn ich sie nich t beson <1e1"8 erkläre. VOll welcher der Schreibeude nicht ausdrückt. ein beurtheilbarer Inhalt.~Ul. Bedeute z. dann wird --A nicht dies Ul-theil ausdrücken. Es möge der wagerechte Strich Inhaltsstrich. l1ntS~' immer einen beurtheilbarell. B. sondern lediglich die Vorstellung von der gegenseitigen Anziehung der ungleich namigen Magnet.

weil im U rtheile hier nur das in Betracht kommt. Alle Erscheinungen nun in der Sprache. Es lässt sich e·ine Sprache denken. von dem das Urtheil handelt"." Die Stelle des Subjects in der Wortreihe hat für die Sprache die Bedeutung einer ausgezeichneten Stelle. und das Prädicat hat nur den Zweck. Da nur dieser für die Begriffsschrift von Bedeutung ist. so ist doch die U ebereinstimmung überwiegend. was für eine richtige Schlussfolge nöthig ist. dass dies nicht der F:lll ist. so passt dies auch auf das Object. Einfiuss hat. den begrifflichen Inhalt.3 gezogen werden können. (Siehe auch § 9). Die beiden Sätze: "bei Plataeae siegten die Griec~en Übel" die Perser" und "bei Plataeae wurden die Perser von den Griechen besiegt" unterscheiden sich in der erstern Weise. nichts wird dem Errathen überlassen. was auf die möglichen. Wenn man nun auch eine geringe Verschiedenheit des Sinnes el"kennen kann. Dies kann beispielsweise den Zweck haben. die nur aus der Wechselwirkung des Sprechenden und des Hörenden hervorgehen. bei deI' man Subject und Prädicat auch nur gewaltsamerweise unterscheiden kann. so braucht sie keinen Unterschied zwischen Sätzen zu machell~ die denselben begrift"li'Chen Inhalt haben. Man kann daher nur sagen: "Subject ist der Begriff. wenD man will. wird voll ausgedrückt. der in beiden de~selbe ist. wird meistens auch nicht angedeutet. worauf man die Aufmerksamkeit des Hörers be-. eine Beziehung dieses Crtheils zu anderll anzudeuten. Hierin folge ich ganz dem Beispiel der mathematischen Formelspra. Alles. l?olgerungen. Hier kann man zwar auch. Wenll man sagt: "Subject ist der Begrift". zweitens so. sonders hinlenken will. aber das Subject enthält den ganzen Inhult. haben in meiner Formelsprache nichts Entsprechendes.ussmmenhanges zu erleichtern. indem der Sprechende z. Ich nenne nun denjenigen Thei! des Inhaltes. was aber nicht nöthig ist. und dadurch dem Hörel.che.die Auffassung des ganzen 7. immer auch aus dem zweiten in Verbindung mit denselben andern Urtheilen folgen. in welcher der Satz: "Archimedes kam bei der Eroberung VOll Syrakus um" in folgender Weise ausgedrückt würde: "der gewaltsame Tod des Archimedes bei der Eroberung von Syrakus ist eine Thats&che". VOll dem hauptsächlich das Urtheil handelt. auf die )i~rwal"tungen des Hörenden Rücksicht nimmt und diese schon vor dem Aussprechen eines Satzes auf die richtige Fährte zu bringen sucht. an die man dasjenige bringt. B. Subject und Prädicat unterscheiden. diesen als .

Dasselbe gilt von der Vernein ung.: "gesetzt. Die Unterscheidung der Urtheile in kategorische.Eine solche Sprache wurde nur . die Strecken AB und ClJ wären nicht gleich. Da aber hierdurch der begriffliche Inhalt *) Die Begründung wird aus der ganzen Schrift hel·vorgeben. hypothetische und disj unctive scheint mir nur grammatische Bedeutung zu haben.Prädicat für alle Urtheile haben. Die folgenden Bemerkungen sollen die Bedeutung der Unterscheidungen. sondern der Inhalte. die Urtheile aus Subject und Prädicat ?. dass das Bestehen allgemeiner Urtheile angedeutet wird.usamnlCDzusetzen. Ich überzeugte mich aber bald. Das apodiktische U rtheil unterscheidet sich vom ~dsertorisehen dadurch. welche man in Bezug auf Urtheile macht. wird doch nicht als Urtheil aufgestellt. Es haftet also die Verneinung am Inhalte.utern. einerlei ob dieser als U rtbeil auftrete oder nicht. Man sieht. Eine solche Sprache ist unsere Be- griffsschrift und das Zeichen für alle Urtheile. die Verneinung als ein ~lerkmal eines beurt heilbaren Inhalts anzusehen. (Siehe § 2). während bei den assertorischen ein~ solche Andeutung fehlt. Wenn ich einen Satz als nothwendig bezeichne. *). Diese Eigenschaften kommen nämlich deß) Inhalte auch zu. I· ist ihr gemeinsames Prädicat Bei dem ersten Entwurfe einer Formelsprache liess ich mich dw"ch das Beispiel der Sprache verleiten. In einem indirecten Beweise sagt man z. t . wenn er nicht als Urtheil hingestellt wird. sondern als Satz. so gebe ich dadurch einen Wink über meine U rtheilsgründe." Hier enthält der Inhalt. dass dies meinem besondern Zwecke hinderlich war und nur zu unnützen Weitläufigkeiten fUlIl"te. § 4. Ich halte es daher für angemessener. eine Verneinung. dass die Strecken AB und CD nicht gleich seien. dass im gewöhnlichen Sinne von Subject und Pl'ädicat hier keine Rede sein kann.ein einziges . B. "ein Urtheil von besonderm InhalteH. fUr unsere Zwecke erlä. Mun sol/le sagen: "ein Urtheil von al/gemeinem InhalteU. obgleich der Beurtheilung fähig. nämlich. Man untel"scheidet al/gemeine und besondere Ul"theile: dies ist eigentlich kein Unterschied der Urtheile. aber dieser Inhalt. "ist eine Thatsache" Urtheil hinzustellen. aus denen der Satz geschlossen werden kann.

Im letzteren Falle haben wir ein parI lcullit· bejahendes. dass die dritte Möglichkeit stattfinde. 3) A wird verneint und B wird bejaht. B bedeute den U IDstand . so enthält sieb der Sprechende entweder des Urtheils. "Es ist möglich. so giebt es folgende vier Möglichkeiten: 1) A wird bejaht und B wird bejaht. B. Urtheil *) nach der gewöhnlichen Bezeichnung. dass also A verneint und B bejaht werde• . •• ) § 2. Die Bedi ngth eit. indem er andeutet. I A bedeute: 3 x.t sondern eine der drei andern.keite'll.5 des Urtheils nicht berlJ. Wenn -o:---A. -\. dass die Sonne scheint. § 5. heben wir folgende hervor: 1) A muss bejaht werden. Z. oder er sagt. aus denen die Verneinung folgen würde. Dann ist der Inhalt von B ganz gleichgiltig. Ur/heils für uns keine Bedeutung.U8 den Fällen. so hat die Form des apodiktischen. dass die Verneinung des Satzes in ihrer Allgemein heit falsch sei. nicht stattfinde.. so besagt dies demnach. dass ihm keine Gesetze bekannt seien. I bedeutet nun das Urtheil. . A I_ B dass die dritte dieser hlöglicll. Ein ·ufslchlieher Zu. 4) A wird verneint und B wird v~rneint. Wenn A und B beurtheilbare **) Inhalte bedeuten.hrt wird. 7 ~ 21." Es sind hier nur die beiden ersten der genannten vier Fälle möglich. Wenn ein Satz als möglich hingestellt wird. dass die Erde einmal mit einem andern Weltkörper zusamnlenstösst" ist ein Beispiel fUr den ersten. 2) A wird bejaht und B wird verneint. in denen LA B bejaht wird.) Siehe § 12. und "eine Erkältung kaun den Tod zur Folge haben" ist eins fUr den zweiten Fall. I_ B verneint wird.

obgleich ein Urtheil dieser Art nur auf GI-und einer solchen gefallt wel-den kann. Ein nrsächlicher Zusammenhang zwischen A und B bl·aucht nicht zu bestehen. dass er als Halbkl'eis erscheint. den Umstand. A. 3) Man kann das Urtheil I A I_ B fällen. Dann ist der Inhalt von A gleichgiltig. A den Umstand. ob A und B zu bejahen oder zu verneinen sind. B. Der senkt-echte Strich. dass die Welt unendlich sei.6 sammenhang zwischen heiden Inhalten braucht nicht vorhanden zu sein. Z. Der wagerechte Strich linka von B ist der Inhaltsstrich VOll B. wird jedoch durch unsel-e Zeichen nicht ausgedrUckt. welcher die heiden. dieses aber kommt hier noch nicht zum Ausdrucke (Siehe § 12). ohne zu wi$sen. Hier ist nur der zweite und viel-te der vier FAlle möglich. dass der lt'lond in Quadratur steht. wagerechten verbindet. B b"deute den Umstand. Denn diese VerknUpfung ist etwas Allgemeines. In diesem Falle kanll man • ~~ mit Hilfe des ~"ügeworts "wenn" übersetzen: "wenn der Mond in Quadratur steht. so erscheint el~ als Halbkreis". Der links vom Bedingungsstriche befindliche Thei! des oberen wagreehten Striches ist deI" Inhaltssb-ich für die eben erklärte Hedeutung der Zeichen verbindung L~i an diesem wh-d jedes Zeichen angebracht. dass ein Perpetuum mobile möglich sei. Hiernach ist leicht zu erkennen. das sich auf' den Gesammtinhalt aes Ausdruckes beziehen 8011. B den Umstand. Der zwischen A und dem Bedingungsstriche liegende Thei! des wagerechten Striches ist der Inhaltsstrich von A. 2) B ist zu verneinen. heisse Bedingungsstrich. Die ursächliche Verknüpfung. dass I ~A -B r . die in dem WOl-te "wenn" liegt. Es bedeute z. B.

B r r I -B das neue Urtheil folgt. Nicht minder erkennt mau. dass aus den beiden Urtheilen I A und I --. kann man übersetzen: "wenn A die nothwendige Folge von B 'ist. Bund r bejaht wUrden. B vel-neint. I A Von den vier oben aufgezihlten Fällen ist der dritte durch t-r=. dass stattfindet. 80 kann ma. und bejaht wird. oder : »wenn dIe Umstinde Bund eintreten. Aus der in § 5 gegebenen Erklärung geht hervor. so tritt auch A ein". . was oben angegeben ist. Wenn eine ursächliche Verknl1p{ung vorliegt. I der zweite und vierte aber durch B ausgeschlosseD. dass r I r I A I_ B den Fall leugnet. . Man muss dies aus --:---A und 0 ebenso zusammengesetzt denken. sodass nur der erste übrig bleibt. wo B bejaht wird. Die Verueinung von 1_ r I_ I_ r --:----A I_ B bedeutet aber.n auch sagen: "A ist die 'nothwendige Folge von Bund r". Wenn man einen ursächlichen ZusammenhaDg zwischen A und B voraussetzt.7 den Fall leugnet. dass A verneint nnd B bejaht wird_ Hiet-aus ergiebt sieh. Zunächst haben wir daher die Verneinung des Falles." § 6. wo --A. wie --:----A B aus A und B. so kann geschlossen werden. wo A verneint. A und aber verneint werden.

.-A I.eil I B durch XX bezeichnet ist. • "'1. I_ B zusammenzusetzen und zuzusehen. welches im Zusammenhange einer Beweisfl1hrung vorkommt.A . (X): I B A.~ A. sich aus das Urtheil I~-A. weil jeder VOll ihnen doppelt zu scht-eiben wäre. Deshalb brauche ich folgende Abkttrzung. dass hier au f andere Weise als oben aU8 den beiden hingeschriebenen Urtheilen das durch XX nur angeführte I B gebildet werden müsse.so schreibe ich denselben Sclliuss auch so: I ~A --(XX) :: I_ B · lIierbei zeigt das doppelte Kolon 3D..- I llierbei ist es dem Leser überlassen.. wo dies Urtbeil zum CI'sten Male vorkommt. die da... Wenn beispielsweise das Urth.. rechts daneben gesetzt wird.. ob es mit dem angeführten Urtheile X stimmt... so w11l'de ich die beiden U rtheile 1-. -B Dann schtOeibe ich den Scbluss so: d'urch X bezeichnet worden.A r ..B I I B A. als besondern lt~al1 enthält . wird dUI-ch eine Nummer bezeichnet.. . Wäre noch etwa das Urtheil I dureh XXX bezeichnet worden.. Jedes Urtheil. Bund 1-.. das I ---:.8 Man könnte diesen Schluss etwa so schreiben: I-.. wenn an den Stellen von A und B lange Ausdrücke ständen. Es sei nun beispielsweise das Urtheil I-..-A I_ B - oder ein solches. Dies würde umständlich werden.

A (XX): : noch kUrzer so schreiben: .. wo aus mehr als einem einzigen Ur.. sondern dass man ius Unbestimmte hinein immer Doch neue hinzufügen könnte: aus jedem in einer Formel ausgedrUckten Urtheile in den §§ 13 bis 22 könnte eine besondere Schlussart gemacht werden. Es soll mit dieser Be- schrdnkung auf eine einzige Schluss. in Zeichen: I ---1--'-'_..~ -N • Aus diesem Urt~eile und I N und I M folgt dann I A wie oben. r I 1_ A 0 I . in einem Ul·theile aussprechen in der Form: wenD M gilt.. die in einer andern Sehlu88art liegt.on Schlu8sarten auf. So kann ein Schluss nach irgend einer Sehlusart ä. Man kann nlmlich die Wahrheit. Da e8 sonaeh möglich ist.'erden sondern nu. In der Logik zAhlt mau nach Aristoteles eine ganze Reihe v. dies auch zu thuD. bei den Aristotelischen S. XXX):: 1~-.uf nOBern Fall znrückgefflhrt werden.9 I (XXX): : I -B A. und wenn N gilt) so gilt auch A.. tbeile ein neues abgeleitet wird . eine Formfrage im Sinne der grössten ZnJeckmässigkeit entschieden I . dass andernfalls auch kein Grund wäre. Hierzu kommt. A I I -0 r (XX.4 . mit einer einzigen Schlus8weise auszukommen. 80 ist es ein Gebot der Uebersiehtliehkeit. ich bediene mich nur dieser einen wenigstens in allen Fällen.veise J"edoch kelnesnJegs ein psychologischer Satz ausgesprochen .chlussweisen stehen zu bleiben.

wo A verneint und die Verneinung von B bejaht whad. Der rechts vom VerneinungBstriche befindliche Thei! des wagerechten Striches ist der Inhaltsstrieh von A. die an die Stelle von Aristotelischen Schlu8sarten treten. Wenn an der untern Seite des Inhaltsstriches ein kleiner senkrechter Strich angebracht wird. die Vorstellung zu bilden. Einige von den Urtbeilen. findet nicht statt". in denen die Zeichen der Bedingtheit und der Verneinung mit einander verbunden sind. Die Verneinung. ohne auszudrUcken. . .. 69. Ich nenne diesen kleinen senkrechten Strich den Jrerneinungssfrich. so soll damit der Umstand ausgedrückt werden.. Es bleiben also nur folgende drei Fälle übrig: A wird bejaht und B wird verneint. A wird verneint und B wird verneint. Wir betrachten jetzt· einige Fälle. Nach dem Vorhergehenden ist leicht anzugeben.A fordert nur dazu auf. mit sndern Worten: "die Möglichkeit heide. ~A B bedeutet: "der Fall. Ohne den Urtheilsstl'ich wird hier 80 wenig wie anderswo in der Begriffsschrift ein Urtheil gefAllt. dass der Inhalt nicht stattlinde.10 1IJerden. der links vom Verneinungsstriche befindliche Thei! dagegen ist der Inhalt88tloich deI.B ~der Fall. B. Es bedeutet I LA . werden in § 22 No. welche Bedeutung jeder der drei Theile des wagerechten Striches vor A hat. 65 aufgeführt werden. § 7.4 wird verneint und B wird bejaht. dasa A nicht stattfinde.Verneinung von A. zu bejahen besteht nicht". 80 bedeutet z. wo H ·zu bejahen und die Verneinung von A zu verneinen ist. --. I A "A findet nicht statt". 62. oder "A und B schlie8sen einandel" aus". ob diese Vorstellung wahr sei. A und B.

-0 die Bedeutung von .oder" den U nterschied zu machen. Zweitens vereinigt der Allsdruck "A oder DU die Bedeutungen von --=-'-. und dass zweitens A und B sich aU8schliessen. können nicht veleneint werden".• .11 - besteht nicht". Von den heiden Gebrauchsweisen des Ausdl·uckes "A oder ..-0 übersetzen durch nA oder BtM e Ebenso hat I A -. A wird verneint und B wird beJaht.A und von I A -B I in sich. Es bleiben nur folgende Möglichkeiten übrig: A wird bejaht und B wird bejaht. Man kann dann I A -. sodass also erstens aU8ser A und B kein Drittes möglich ist. bei der das Zussmmenbestehell von A und B nicht ausgeschlossen ist..r r u. die wichtigere. A wird verneint und B wird bejaht.0 =1. A wird bejaht und B wird verneint. A und B erschöpfen zusammen die ganze Möglichkeit. Von den viel" Möglichkeiten bleiben dann Dur die folgenden heiden bestehen: A wird bejaht und B wird verneint.A oder B oder .entweder . oder " heide.. und wir 1IJerde'll das Wort "oder" in dieser Bedeutung gebrauchen. n" ist die erstere. oder If' bedeutet erstens nur dasselbe wie I -. so vermehrt 8j~h ihr Volumen oder ihre Spannung. B.. A und B.: wenn eine Gasmasse erwä. dass nur das Letztere die Nebenbedeutung des sieh gegenseitig Aus8chliessens hat. Vielleicht ist es angemessen zwischen "oder" und "entweder .1'mt wird. Z. A also dass aU8ser A und B nichts denkbar ist.oder" werden nun lD zweifacher Weise gebraucht: "A.-B. Die Wörter "oder" und .

"und" und das Zeichen der Verneinung darstellen. Man könnte etwa {~ als Zeichen und dann für den Gesam mtin halt von rund . Die drei Möglichkeiten. sind Thatsacben". sind dagegen ausgeschlossen. A und B. oder "der }'all. -I~I' A -B A -. dass i~IA -B r durch " ... wo A und B beide bejaht werden. I'A -B Man sieht auch übersetzen: "beide. wie hier geschehen. I IA -B bedeutet: wird verneint". tritt ein". Dies giebt: IB - . -B Demnach kann mall A bestehen blieben. 1 -B- Statt.4 und Bund r" wiedergegeben werden kann.J einfUhren .-B oder auch 'T'I B ~-I1 A A. könnte man auch umgekehrt die Bedingtheit durch ein Zeichen fÜl.. das "und" durch die Zeichen der Bedingtheit und der Verneinung auszudrUcken.B " ausdrUcken. welche bei I' I. Will man "entweder A oder B" mit der Nebenbedeutung des sich AusA und schliessens in Zeichen darstellen. Jeieht.12 . 80 muss man -~-A " 1.

nng I . sodass] jede Verbindung. Man kann daher übersetzen: . wo A und B heide verneint werden. I' übersetzen. dass sie sich auf Namen. tritt ein".0 und (aber) nicht . llicht auf Inbalte bezieht. ein. B -l-A I-n--B I~-l-A bedeutet: "der Fall. weil der Schluss mir bei dieser einfacher ausgedrückt zu werden schien. Ich habe die andere Weise gewählt.13 dureh wiedergeben. Die Inhaltsgleichheit unterscheidet sich dadurch von der Bedingtheit und Verneinung.chst vermuthen könnte. llämHch dass A verneint und B bejaht werde. "weder . dass das Folgende von dem verschieden sei.0 A bedeutet: "VOll den vier Möglichkeiten tritt die dritte. sobald sie durch . "I. Während SOllst die Zeichen lediglich Vertreter ihl·es Inhaltes sind.4 findet statt". Der Unterschied zwischen "und" und "aber" ist von der Art. Ebenso kann man die Zeichenverbind. "und". wenn er einen Wink geben will.noch" kommen hier selbstverständlich nur insofern in Betracht. was' man zunä. Die Wörter: "oder". kehren sie plötzlich ihr eignes Selbst hervor. nur eine Beziehung ihrer Inhalte zum Ausdrucke bringt. Die I nh altsgleich hei t. Der Sprechende gebraucht "aber". dass er in dieser Begriffsschl-ift nicht ausgedrückt wh·d. § 8.. Man kann daher übersetzen: "weder A noch B ist eine Thatsache". als sie beurtheilbarp Inhalte verbinden. in welche sie treten.

müssen den heiden Bestimmullgsweisen entsprechend zwei verschiedene Namen dem dadul"ch Bestimmten verliehen werden. ist der Inhalt eines Urtheils. Auf einer Kreislinie liege ein fester Punkt A. Dann nenDen wir ferner denjenigen Schnittpunkt beidet" :Linien den zu deI" jedesmaligen Lage des Strahles gehörigen Punkt B. Um die Nichtigkeit dieses Seheines klar zu legen. Das Urtheil aber bedarf zn seinem Ausdrucke eine~ Zeichens deI" In- . welcher sieh aus der Regel ergiebt.14 das Zrichen der Inhaltsgleicbheit verbunden werden. Jeder dieser beiden Bestimmullgsweisen entspricht ein besonderer Name. Der Name B bedeutet also so lange etwas Unbestimmtes. denn es wird dadurch der Umstand bezeichnet. welcher dem zum Durchmesser senkrechten Strahle zugehört. und als ob man gar nicht verschiedener Zeichen für denselben Inhalt und also auch keines Zeichens für die Inhaltsgleichheit bedürfe. Wenn deI" Letztere einen DUI"chmesser bildet. und dO'ch könnte mau nicht von vornherein nur Einen Namen brauchen. So ist denn mit deI" Einführung eines Zeichens der Inhaltsgleichheit nothwendig die Zwiespältigkeit in der Bedeutung aller Zeichen gegeben. Der Name B bat also in diesem Falle denselben Inhalt wie deli Name A. als ob es sich hier um etwas handle. was dem Ausdrucke allein. um den sieh ein Strahl drehe. nennen 'Nil· das dem A entgegengesetzte Ende desselben den zu dieser Lage g:eflörigen Punkt B. Bevor dics erfolgt ist. bald fÜI" sicb selber stehen. Die Nothwendigkeit eines 'Zeichens der Inhaltsgleichheit beruht also auf Folgendem: der~elbe Inhalt kann auf verschiedene Weisen völlig bestimnlt werden. wähle ich folgendes Beispiel aus der Geometrie. als noch nicht die zugehörige Lage des Strahles angegeben ist. Dies el'weckt zunächst den Anschein. dass aber in einem besondern Falle durch zwei Bestinlmungs7Veisen wirklicb Dasselbe gegeben werde. Man kann nun fragen: welcher Punkt gehört der Lage des Strahles an. indem dieselben bald für ihren Inhalt. weil erst durch die Antwort die Rechtfertigung dafür gegeben ist. Derselbe Pnnkt ist in doppelter Weise bestimmt: 1) unmittelbar durch die Anschauung'. in der er zum Durchmesser senkrecht steht? Die Antwort wird sein: der Punkt A. nieh? dem Denken angehöre. 2) als Punkt B. dass stetigen Lageninderungen des Strahles immer stetige Lagenänderungeu von B entsprechen sollen. dass zwei Namen denselben Inhalt haben.

zerfällt derselbe in einen bleibenden Bestandtheil. Den ersteren BestandtheiI nenne ich FunctioD. § 9. dass es zuweilen zweckmässig ist. "schwerer als WasserstoWgas zu sein" FunctioD wu"d. B haben denselben hegrifflichen JnJlalt~ sodass man überall (l.ufigen Ausdrucks eine Abkürzung einzuführen. Diese Unterscheidung hat mit dem begl-ifflichen Inhalte nichts zu thnn. Wir .serstoft"gss" das Argument. der die Gesammtheit der BeziehuDgen dal"stellt. welches die Inhaltsgleichheit zum Gegenstande hat. In diesem Falle ist das Urtbeil. welches jene heiden Namen verbindet. kann und umgekehrt. und welches den Gegenstand bedeutet. den letzteren ihr Argument. in denen zuvor "Wasserstoffgas" stand.leichter als Kohlensäuregas zu sein" die Function wal". in unserer Formelsprache ausgedl-ückt. Denken wir den Umstand. können wir denselben begrifflichen Inhalt auch in der Weise auffassen.. der in diesen Beziehungen sich befindet. Dann hat man die Gleichheit des Inhalts der Abkürzung und der ursprünglichen Form auszudrUcken. Indem man einell A usdl'uck in dieser Weise veränderlich denkt. Hierdurch ändert sieh der Sinn in der Weise. . an der Stelle eines weitlä.15 haltsgleichheit. so können wir an die Stelle des ZeicheDs für Wasser~totfgas das Zeichen für Sauerstoffgas oder das für Stickstotrgas einsetzen. Die F 11 n c ti 0 n. dass die verschiedenen Namen fUr denselben Inhalt nicht immer blos eine gleichgiltige FOl-msache sind.n die Stelle von ABsetzen. im kantischen Sinne ein synthetisches. Es bedeute nun ( I (A = B) : das Zeichen A und das Zeicllen. Während in der vorhin angedeuteten Betrachtungsweise "W &8. dass Wasserstoft-gas leichter als Kohleosäuregas ist. und in das Zeichen. Ein mehr äusserer Grund zur Einführung eines Zeichens der Inhaltsgleichheit liegt darin.. das8 "KohleD8äuregas" Ar. wenn sie mit vel·schiedenen Bestimmungsweiseh zusammenhängen. sondern dass sie das Wesen der Sache selbst betreffen. dass "Sauerstoffgss" oder "Stickstoffgas" in die Beziehungen eintritt. sondern ist allein Sache deI" Auffassung. gument. welches d ureh andere ersetzbar gedacht wird. Hieräus geht hervor.

dass Oato den Cato töd tete.l"scheiden wir in der Function die Argumentsstellen von den übrigen. denken wir "Oato" an der ~weitell Stelle ersetzbar. so ist "von Cato getödtet zu werden" die Function. ~ ~.. ein einfaches oder zusammengesetztes Zeichen an einer oder an mehrt!n Stellen vorkommt. wo es nicht ersetzbar gedacht wird. "Ammoniakgas" ersetzbar zu denken. dessen lnhalt nicht beurtheilbar zu sein braucht. Hier kommt "Sonnensystem" an zwei Stellen VOI". dass der Massenmittelpunkt des Sonnensystems keine Beschleunigung hat. und 1IJir denken es an allen oder einigen dieser Stellen durch Anderes.mmtlich verschieden. Diese drei Functionen sind sä. Wir drUcken jetzt die Sache allgemein aus: Wenn in eineIn Ausdrucke.r I t 16 brauchen dann nur .. . Wenn wir hier "Oato" Rn der ersten Stelle ersetzbar denken. so ist "sich selbst zu tödten" die FUDction. so nennen wir den hierbei unveränderlich erscheinenden Theil des Ausdruckes Function.KoblensAuregss" durch andere Vorstellungen. Da demnach etwas als Argument und zugleich an solchen Stellen in der Function vOl"kommen kann. denken wir endlich "Oato" an bei den Stellen ersetzbar. so untp. wie "SalzsäUregas". gas 18. Dasselbe zeigt der Satz. .el"setzbar denken. falls nur innere Kräfte im Sonnensysteme wirken". wenn man "Wasserstoffgas" und "Sauerstoffgas" als Argumente betrachtet. Es diene noch als Beispiel "der Umstand. und "der Umstand. jenachdem wir "Sonnensystem" an der ~rsten oder an der zweiten oder an beiden Stellen durch Anderes .im letzten Falle aber heide Male durch Dasselbe . überall aber durch IJasselbe ersetzbar. dass Kohleosäuregss schwerer als W &8serstoff. dass Kohlensäul"egas schwerer als Sauerstoffgas ist" sind dieselbe Function mit verschiedenen Argumenten. 80 ist "den Cato zu tödten" die Function. Wir können dies daher in verschiedener Weise als Function des Argumentes "Sonnensystem" auffassen. sie sind dagegen verschiedene Functionen desselben Arguments. den ersetzbaren ihr Argument.Der Umstand.. wenn man "Kohleusäuregas" als dieses ansieht.

ten oder des mehr und minder Bestimmten das Ganze dem Inhalte nach und nicht nur in der Auffassung in Function und Argument zerlegt. jetzt ebenfalls als ersetzbar aufgefasst werden. ". WenD aber das Argument unbestimmt wird wie in dem UrtheUe: "du kannst als .rgument für ""als Summe von vier Quadratzahlen darstellbar zu sein"" eine beliebige positive ganze Zahl nehmen: der Satz bleibt immer richtig". so scheint es möglich zu sein. die einmal als Argument "die Zahl 20".) Es kann auch ein schon vorher ersetzbar gedachtes Zeichen an solchen Stellen. dass "die Zahl 20" und "jede positive ganze Zahl" nicht Begriffe gleichen Ranges sind. Es kann auch umgekehrt das Argument bestimmt. In heiden Fällen wird durch den Gegensatz des Bestimmten und Unbestimll. Der Ausdruck "jede positive ganze Zahl" giebt nicht wie "die Zahl 20" fUr sich allein eine selbständige Vorstellung. Wenn man die beiden Sitze: »die Zahl 20 ist als Summe von vier Quadratzahlen darstellbar" und "jede positive ganze Zahl ist als Summe von vier Quadratzahlen darstellbar" vergleicht. so erhält man durch diese Auffassvngs. zu welcher der Sprachgebrauch leicht Veranlassung giebt. wo es bisher als bleibend angesehen wurde. kann nicht in demselben Sinne von "jede positive ganze Zahl". wie derselbe be-· griff'liche Inhalt als Function dieses oder jenes Arguments aufgefasst werden kann. FUr uns haben die verschiedenen Weisen. die Function aber unbestimmt sein. sondern bekommt erst durch den Zusammenhang des Satzes einen Sinn. allerdings aber unter Umständen von jeder positiven ganzen Zahl ausgesagt werden.!. Die Irrigkeit dieser Auifassung erkennt man durch die Bemerkung. das andre Mal "jede positive ganze Zahl" hat.17 Es möge hier vor einer Tluschung gewarnt werden. . Wenn man in einer Function ein bis dahin als unersetzbar angesehenes Zeichen *) an einigen oder allen Stellen. keine Wichtigkeit. "als Summe von vier Quadratzahlen darstellbar zu sein" als Function aufzufassen. solange Function und Argument völlig bestimmt sind. Was von der Zahl 20 ausgesagt wird. ersetzbar denkt. so gewinnt die Unterscheidung von Function und· Argument· eine inhaltliche Bedeutung.0 es vorkommt.

B) von 'P (B.0 ist Ergebnis einer Anwendung des Vcrfahreus 1[1 auf den Gegenstand A". die jedoch durch den Mangel An Wörtern beschränkt ist.: ~ (A) • Ebenso bedeutet lP (A. die ausser den bisherigen noch ein Argument hat.4. eine Freiheit. So· kann z.. melehe . Hierbei vertreten die Stellen von A und B in der Klammer die Stellen. oder für A sowobl wie für B mehre sind. die nicht näher bestimmt ist. nach Belieben diesen oder jenen ßestandtheil des Satzes als hauptsächliches Argument erscheinen zu lassen. B. B). von zwei und mehr Argumenten.0 steht in der P'-Beziehung zu A" odelo . eine Function der beiden Argumente A und B.. Sinne des Sprechenden gewöhnlich das hauptsächliche Argument. B.4 und B in der Junction einnehmen. Man kann 1 tP (A) leBen: "A hat die Eigenschaft tP". das nächst wichtige erscheint oft als Object. Da in dem Ausdrucke tP (A) das Zeichen ffJ &n einer Stelle vorkommt. B) mag übersetzt werden durch . Auf diese Weise entstehen Funetionen. Daher ist lP (A. Um eine unbestimmte }'unction des Argumentes A auszudrücA en.Passivum. schwerer . geben . A) im Allgemeinen t'er schieden ° Dieseln entsprechend werden unbestimmte Functionen mehretO Argumente ausgedrückt. und da wir es clUloch . § 10.empfangen die Freiheit. einerlei ob dies einzelne. Das Subject ist in dem. I lJI (.18 weise eine Function.. dass Wasserstoffgas leichter als Kohlensäuregas ist" als Function der bei den Argumente "Wasserstotfgas" und "Kohlensäuregas" aufgefasst werden. "der Umstand. wie Activum . z.leichter. lassen mit· A in Klammern eingeschlossen auf einen Buchstaben folgen. Die Sprache hat durch die Wahl zwischen Formen und Wörtern.

. X ersetzt denken können . so kann an die Stelle desselben in dem Sinne der eben festgesetzt ist.C"o kann man rp (A) als eine FU'Ilction des Argumentes ~ aufjassen. in der dieser selbe Buchstabe steht. Die Allgemeinheit. so bedeutet dies das Urtheil. und dass. weit beschrAnkter ist als der hier entwickelte. Alle übrigen Bedingungen.stehende Verbindung von Zeichen immer als Function eines der darin vorkommenden Zeichen ansehen. ein deutscher Buchstabe treten. In dem Ausdrucke eines Urtheils kann man die rechts von 1--. sind in das UrIheil aufzunehmen. was man auch an die Stelle von a setzen möge) der rechts von der Höhlung befindliche . dass tP (a) gelte. dem ich mich im Allgemeinen angeschlossen habe. dass jene Function eine Thatsache sei. ~etzt man an die Stelle dieses Argumentes einen deutschen Buchstaben. Da ein als Functionszeichen wie tP in tP (A) gebrauchter Buchstabe selbst als Argument einer Function angesehen werden kann.rp (a) ist der Inhaltsstrich dafür. Der links von der Höhlung betindliche wagerechte Stlich in 'I t-~. Die Bedeutung ~ines deutschen Buchstaben ist nur den selbstverständlichen Beschränkungen unterworfen. wie in .tP (a) . denen das unterworfen setn muss. wobei dann die Höhlung im Inhaltsstriche wiedel·. tlJas 1Jn die Stelle eines deutschen Buchstaben gesetzt werden darf. wenn der deutsche Hueh~tabe als FunctioDszeichen auftritt.19 andere Zeichen 1Jl.----~. . und giebt man dem lnhaltsstriche eine Höhlung.wodurch dJ\nn . Aus einem solchen Urtheile kann man daher immer eine beliebige Menge von Urtheilen mit tlJeniger allgemeinem Inhalte herleiten. andere FUDctionen des Argumentes A ausgedrückt wUrden . dass dabei die Beurtheilbarkeit (§ 2) einer auf einen Inhaltsstl·ich folgenden Zeichenverbiudung unberührt bleiben muss. § 11. diesem Umstande Rechnung getrag~n werde. indem man jedes Mal an die Stelle des deutschen Buchstaben etwas Anderes einsetzt. dass der Functionsbegriff der Analysis.verschwindet. nJas man auch als ihr Argu1nent ansehen möge. Man sicht hieran besonders klar.

was oben über die Bedeutung des Urtheilsstriches gesagt worden. -. was man auch an die Stelle von a setzen möge. Dies erklärt..X(a) . wie wir eben sahen. was ein Ausdruck wie a -. Hiermit ist keineswegs geleugnet. ohne die Richtigkeit des Urtheils zu gefährden. dass man fUr a eine Bedeutung LI angeben könne. sieh auf die l1bl'igen miterstreckt. dass man aus diesen Urtheilen nicht wie aus (1 1-.20 ist der Inhaltsstrich von 4> (a). Das Gebiet eines deutschen Buchstaben kann das eines andern eiDschliessen. Nach dem.rp (a) (1 durch Einsetzen von etwas Bestimmten an die Stelle von a weniger allgemeine Urtheile ableiten kann. die Stelle von a setzen.. nicht eintritt. eintrete.. wobei an die Stelle von a etwas Bestimmtes eingesetzt gedacht werden muss. die man ihm etwa in dem einen beilegt.X (a) • Es ist einleuchtend.-. wo -~-X(a) bejaht und A verneint wird.~. weshalb die Höhlung mit dem hineingeschriebenen deutschen Buchstaben nötbig ist: sie grenzt das Gebiet ab. Also auch hier kann man nicht etwas Beliebiges an.-.: . dann. wie Dieser kann als Theil in einem Urtheile vorkommen --I.. I I_~-x(a) A bedeutet.. Durch h-~.. wie das Beispiel . Nur innerhalb seines Gebietes hält der deutsche Buchstabe seine Bedeutung fest.. dass der Fall. dass der Fall.-. sodass X (LI) eine Tbatssehe sei. ist leicht zu sehen.X (a) wird verneint. ohne dass die Bedeutung. kann X(A) bejaht und doch -~-X(a) verneint werden.X (a) bedeutet..- A 1-. in einem Urtheile kann derselbe deutsche Buchstabe in verschiedenen Gebieten vorkommen. dass X (a) immer eine Thatsache sei. wo X(LI) bejaht und A verneint wird. auf welches sich die durch den Buchstaben bezeichnete Allgemeinheit bezieht. Hiermit ist aber keineswegs verneint..

21 I-~ I-~-B(a. wenn a nur an den Argumentsstellen in X (a) vorkommt. und wenn a in iP (a) nur an den Argumentsstellen steht. einen deutschen Buchstaben f1berall in seinem Gebiete durch einen bestimmten andern zu ersetzen. B. wenn nur an Stellen.nt. sodass A bejaht und iP (a) verneint würde. Z. Wenn also -~-~ (a) verneint und A bejaht würde. Wenn ein lateinischer Buchstabe in einem Ausdrucke vorkommt. wenn A ein Ausdruck ist. man dUrfte nicht statt e a setzen. Dies kan·n man aber wegen .tP (a) ---A. dass man aus I ableiten kann I ~ (a) -A I ~. Ein lateinischer Buchstabe habe als Gebiet immer den Inhalt des ganzen Urtheils. auch nachher verschiedene stehen. dem kein Urtheilsstrich vorhergeht. Weil dieser Fall demnach ein ausgezeichneter ist. so müsste man eine Bedeutufg für a angeben können. der noch nicht im Urtheile vorkom. In diesem Falle müssen sie verschieden gewlhlt werden. e) A(a) zeigt. Wenn -~. will ich fUr ihn folgende AbkUrzung einfUhren.tP (a) verneint wird. Es ist natflrlich gestattet. Ein lateinischer Buchstabe darf immer durch einen deutschen. erst:tzt werden. Auch ist einleuchtend. 80 muss man eine Bedeutung für a angeben können. kann man statt I setzen X(a) t-~. sodass iP (a) verneint wird. Dies ist ohne Einfluss auf den Inhalt.usmacht. in welchem a nicht vorkommt. so ist dieser A usd-ruck sinnlos. ohne dass dies durch eine Höhlung im Inhaltsstrich bezeichnet wird. wo vorher verschiedene Buchstaben standen. wobei die Hö-hlung unmittelbar nach dem Urtheilsstriche anzubringen ist. sodass der Inhalt des ganzen Urtheils das Gebiet des deutschen Buchstaben a. wenn die Höhlung unmittelbar auf den UrtAeilsstrich folgt.X(a) . Andere Ersetzungen sind nur dann erlaubt.

ausgeschlossen sei. wenn noch mehr Bedingungsstriche vorhanden sind. denn dies bedeutet.. wo tP (a) verneint und A bejaht würde. Wir betrachten jetzt einige Verbindungen von Zeichen. was auch a sein möge. der Fall. wenn a in A und B nicht vorkommt und tP (a) nur an den Argumentsstellen a enthAlt..~-X(a) . Daher kann man nicht -~. I I -9 I I~ ~(Cl) ... Aehnliches gilt. da man statt I I_~(a) --B I ~-tP (a) . 1 1 I I A -B aetzen und I wieder in I ~-tP (Cl) I A. b.: I I 'J~-4>(a) L. d. 1-.22 ~ (a) -A .~ (a) verneinen und A bejahen.----A • Ebenso kann man aus I folgern I_~(a) --0 I I ~-~(Cl) ---B.---B verwandeln kann.. dass. nicht. Dieser Fall kann aut' den vorigen zurückgeführt werden. § 12.

Man kann *) Dies ist umfasst." Hiervon abweichend ist der Sinn von I-~-l X(a). Dies bedeutet: . dass P( a) verneint und X (a) bejaht werden müsste. I-~-II P(Il) . die man dem a geben kann. sodass X(Ll) verneint werde. giebt es nicht".u~". die nicht die Eigenschaft X haben.erden. oder "alle X's sind P's". *) I-~-I P(a) I_X(Q) bedeutet: "was man auch an die Stelle von a setzen möge. 2. l\Ian kann daher übersetzen: "es giebt einige Dinge.'P(a) bedeutet: "dem a kann keine solche Bedeutung gegeben werden. kommt nicht vor". dass es den Fall . P(tt) zu bejahen und X(a) zu bejahen. was die Eigenschaft X habe. § 2. wie ursächliche Zusammenhänge ausgedrückt ".. dass man etwfts. dass bei einigen Bedeutungen. was die Eigenschaft X bat. Man kann daher übersetzen: "wenn etwas die Eigenschaft X hat.~was auch a scin mag . der Fall. bei noch andern P(a) zu verneinen und X(a) zu verneinen wäre. . dass :c ein IIaus ist. z.X(a) ist immer zu verneinen '\ oder: "etwas. Da ist es also möglich. 80 heisst zu verstehen. finden könne. 80 t-l-~-l A «1) "es giebt Häuser oder mindeatens Ein Ha. oder. -~-l-A(a) wh"d verneint durch h--~-l-A(a) · Man kann es daher übersetzen: "es giebt . dass P(a) und qJ(a) heide bejaht werden könnten". Dies ist die Art. Vgl. so hat es auch die Eigenschaft P".'s ". oder "jedes X ist ein pu.. A (x) den Ulllstand bedeutet. B~ L1.A. bei andel'n P(tt) zu bejahen und X(a) zu verneinen. ein X nennen: "es giebt kein X".es giebt ein AM mit'Venn z. B. Anln. wenn wir etwas.23 bedeutet.

24
daher übersetzen: "was die Eigenschaft 'P hat, hat nicht die Eigenschaft P", oder "kein 'P ist ein P'.

h-~-I P(a)
-...4(a) verneint -~-,- P(a)
-A(a)

und kann daher wiedergegeben werden

durch: "einige A's sind nicht P's ".

h-~-I P(a) J
-M(a) leugnet, dass kein Mein P Bei, und bedeutet daher: "einige *)

M's sind P's"; oder: "es ist möglich, dass ein Mein P sei ". So ergiebt sich die Tafel der logischen Gegensätze:
-~-P(a)
8
U

1- X(a)
0 0

contrir

-~-l P(a)
S

1- X(a)
u b

b
a

.IJ~

~.

i,,'~
~.

~

Q~

~ .,~

I t

e
r

~~ (ja

-<,"

o~

0

~~.

a 1 t e
r

n

~04

n

-,~-I-I P(a)
-X(a)

contr- •• -J-~-P(a) ar I-x(a)

*) Das Wort "einige" ist hier immer 80 zu verstehen, dass es den Fa.ll "ein" mit umfasst. Weitläufiger wUrde man sagen: "einige oder Inindesteos doch ein".

[** Sollte offenbar "subcontrir" sein. Anm. d. Hrsgs.]

11. Darstellung und A.bleitung einiger Urtheile des reinen Denkens.
Einige GrundsAtze des Denkeus sind schon im ersten Abschnitte herangezogen worden, um in Regeln fUr die Anwendung unserer Zeichen verwandelt zu werden. Diese Regeln und die Gesetze, deren Abbilder sie sind, können in der Begriffsschrift deshalb nicht ausgedrUckt werden, weil sie ihr zu Grunde liegen. In diesem Abschnitte sollen nun einige Urtheile des reinen DenkenB, bei denen dies möglich ist, in Zeichen dargestellt werden. Es liegt nahe, die zusammengesetzteren dieser Urtheile aus einfacheren abzuleiten, nicht um sie gewisser zu machen, was meistens UDnöthig wäre, sondern um die Beziehungen der Urtheile zu einander hervortreten zu lassen. Es ist offenbar nicht dasselbe, ob man blos die Gesetze kennt, oder ob man auch weiss, wie die einen dureh die andern schon mitgegeben sind. Auf diese Weise gelangt man zu einer kleinen Anzahl von Gesetzen, in welchen, wenn man die in den Regeln enthaltenen hinzunimmt, der Inhalt aller, obschon unentwickelt, eingeschlossen ist. Und auch dies ist ein Nutzen der ableitenden Darstellungsweise , dass sie jenen Kern kennen lehrt. Da man bei der unübersehbaren Menge der aufstellbaren Gesetze nieht alle aufzählen kann, 80 ist Vollstindigkeit nicht anders als durch Aufsuchung derer zu erreichen, die der Kraft nach alle in sich schliessen. Nun muss freilich zugestanden werden, dass die ZurUekfllhrung nicht nur in dieser einen Weise möglich ist. naher werden dUl·ch eine solche Darstellungsweise nicht alle Beziehungen der Gesetze des Denkens klar gelegt. Es giebt vielleicht noch eine andere Reihe von Urtheilen, aus denen ebenfalls, mit Hinzunahme der in den Regeln enthaltenen, alle Denkgesetze abgeleitet werden können. Immerhin ist mit der bier gegebenen
§ 13.

26

Zurückführungsweise eine solche Menge von Beziehungen dargelegt, dass jede andere Ableitung sehr dadurch erleichtert wird. Die Zahl der Sätze, die in der folgenden Darstellung den Kern bilden, ist neUD. Von diesen bedürfen drei, die Formeln 1, 2 und 8, zu ihrem Ausdrucke, abgesehen von Buchstaben, nur des Zeichens der Bedingtheit; drei, die Formeln 28, 31 und 41, enthalten dazu noch das Zeichen der Verneinung, zwei, die Formeln 52 und 54, das der Inhaltsgleichheit, und in einem, Formel 58, kommt die Höhlung des Inhaltsstriches zur Verwendung. Die folgende Ableitung wUrde den Leser ermüden, wollte er sie in allen Einzelheiten verfolgen; sie hat nur den Zweck, die Antwort für jede Frage über die Abfolge eines Gesetzes bereit zu halten.
§ 14.

I

I

I :
a

(1.

besagt: "der Fall, wo a verneint, b bejaht und a bejaht wird, ist ausgeschlossen". Dies leuchtet ein, da a nicht zugleich verneint und bejaht werden kann. Man kann das lJrtheil auch so in Worten ausdrücken: "wenn eid Satz a gilt, 80 gilt er auch, falls ein beliebiger Satz b gilt". Es bedeute z. B. a den Satz, dass die Summe der Winkel im Dreiecke ABC zwei Rechte betrage; b den Satz, dass der Winkel ABC ein Rechter sei. Danl} erhalten wir das Urtheil: "wenn die Summe der Winkel im Dreiecke ABC zwei Rechte beträgt, so gilt dies auch für den Fall, dass der Winkel ABC ein Rechter ist". Die 1 rechts von I a ist die Nummer dieser FOl·mel.

I_ b
a

I--.---r-------r-

1- c
1_·

a
h

c
It

L
1---

!J
C

(2.

bedeutet: "der Fall wo

I.b bejaht werde. c bejaht.a verneint und b I b bejaht werde.. findet nicht statt". dass a verneint.a -c aber bedeutet.-.--- I.c sagt.. c bejaht I. dass der Fall.. b bejaht. I bund c zieht aber die Bejahung von -c Daher hat die Verneinung von . \ a c -b bedeutet aber den Umstand.27 I _C a I-~ verneint und bejaht wird.. Die Verneinung von I c a _ 1---. Die Ver- -c neinung von --:---.c Die Bejahung von b nach sich.. und c bejaht wird. Die Verneinung von ~: l_ c bedeutet also. ausgeschlossen sei. . dass a verneint.c werde. da88 -. wo a verneint.

28 ~: I_ c die Verneinung. dass ursächliche VerknUpfungen vorliegen. nicht stattfinden. . Diesen Fall schliesst die Bejahung von -:----""""":"-"-a b f_ I---C grade aus.a I_ b ~_c bejaht wird. VOD a und die Bejahung von b und von c zur Folge.. und wenn der eine von ihnen (b) wieder die nothwendige Folge des andern (c) ist. und dies behauptet das Urtheil I I_ c a fa I_ b c• b c Für den Fall..b a I---C I_ b verneint und -... 80 ist der Satz (a) die nothwendige Folge dieses letz~n (c) allein. wo I. Es kann also der Fall..wenD ein Satz (a) die nothwendige Folge VOD zwei Sitzen (b und c) ist ( 1_: ).-----:---. kann man dies auch 80 ausdrUcken: i.

B. Dann erhalten wir folgendes Urlheil: "wenn aus den SAtzen. dass in einer Zahlenreihe Z jedes nacllfolgende Glied grösser als das vorangehende sei. AusfUhrlich w11rde er 80 geschrieben werden: . Der Schluss. aus dem Satze geschlossen werden. und dass das Glied M grösser als List. ist nach § 6 abgekUrzt ausgedrUckt.c b I. dass ein Glied M grösser als L sei · a.c I---C l. daas das Glied N grö8ser als L sei. folgt.. dass . in der Zahlenreihe Z jedes nachfolgende Glied grösser als das vorangehende ist. b. . § 15. b I_ b Die 2 links bedeutet. geschlossen werden kann. dass jedes nachfolgende Glied in der Zahlenreihe Z grösser als das vorangehende ist". dass das Glied N grösser als L ist. 2 1---:--- 1--:----:--- I.b I_ b c a (3. c. I. 80 kann der Satz. dass 1Y grösser als L ist.c a I.a c I'---b I.b a b -~a I.----. welcher den Uebergang von (2) und (1) zu (S) bewirkt. dass M grösser als List. dass rechts davon die Formel (2) steht. . dass in der Zahlenreihe Z jedes folgende Glied grösser als das vorangehen de ist.--.-~--:--a ..c a I_ b I---C (1) : a --.c a 1.29 Es bedeute z. und wenD aus dem Satze.

. Sie besagt.c I. Um Dun den Satz (1) in der verwickelteren Gestalt.-C a I_ b c I l. dient die kleine Tabelle unter der 1. daaa man in ~: . in der er hier erscheint.c I_ b c b c a 2 I l-c a --b .c I I b a a b I_ b c a (3.30 I 1 I l- I. leichter erkennbar zu machen.- c a b a I.c I a c b I I I- a b I .

c die rechts davoD stehenden AusdrUcke setzen möge.31 ---r~--=-- I. Die Tabelle unter der (2) bedeutet..b (2) : a b f ! I I I ( i r t ~ I I f ~~ Ic 1-1 '-:----:--~~- '-b I c a I.c I_b b I.. daas man in I I I 1_: I b C i.c a an die Stelle von a und ~: I -b a a l.c a -=---b I. b.c a 1.c '-..--b I.c I an die Stelle von h aetzeD möge. wodurch man erhAlt .b --c a an die Stellen von a...b a I_-C I a I ! c a !-b --c I---=---a I ! ·1 I.. s I t l j f I I.b (4.

.c I- a a b L= I (1): : a b c -b a a b I_ b c a l---rTT : I ~b I. wie bierauB und aUB (3) (4) folgt.b.c '----. Man sieht leicht.c a I.32 I l.c b 1.b a a b ~~ c 1.b a L= 1L= I 4 a c b c a b c a 1.a I_ b (6. L c b l.

" ö I--:--~L- : t-~-b I'.and.11 tJ c (6. wenn ferner der Satz gilt. sobald T niedergedrtlckt wird: so wird E magDetisch.a I_ b (5): I a I_ d b I_ d a l. Es sei a der Umstand. wenn c eine hinreiehende Bedingung für b ist. wenn T niedergedrtlckt wird. so ist c eine hinreichende Bedingung fUr a. b der Umstand. dass E magnetisch wird. Beispiel zu (6). dass das StUck Eisen E magnetisch werde. sobald durch D ein galvanischer Strom fliesst. ." Man kann (5) bei Voraussetzung urslehlicher Zusammenhinge so ausdrflcken: "wenn beine hinreiehende Bedingung tur a. Wir erhalten dann das Urtheil: "wenn der Satz gilt.d c a b I.33 Die Bedeutung des doppelten Kolon ist in § 6 erkllrt. dass durch den Draht D Strom lIiesse.d b I. dass der SchlUssel T niedergedrückt werde. dasa ein galvanischer Strom durch ]) fliesst. ein galvanischer c der Umst.d '----:--.b a 1.

wenn ferner der Satz gilt. dass die Luftdichtigkeit D auf die Hälfte gebracht wird. während der Hahn H sieh in der Stellung I befindet ". dass die Höhe H des Standes eines mit dem Raume des Reeipienten in Verbindung stehenden Barometers auf die Hilfte herabsinke. sobald die Diehtigkeit D der Luft auf die HAlfte gebraeht wird. Es bedeute d den Umstand. c den Umstand. Beispiel zu (7). a den Umstand. dass an die Stelle der einen Bedingung. b den Umstand. zwei. dass die Höhe H des Barometerstandes auf die Hälfte herabsinkt. dass der Hahn H in der Stellung I sich befinde. Dieser Satz unterscheidet sich von (5) nur dadurch. dass der Kolben K einer Luftpumpe von seiner äussersten Lage links in seine lusserste Lage rechts bewegt werde.-C Ib I_ b (6) : a a a c d I b c ~: I_ b a (7. c. daaa di6 Dichtigkeit D der Luft im Reeipienten der Luftpumpe auf die IDLlfte gebracht werde. c und d. wenn der Kolben K aus der lussersten Lage links in die äusserste Lage rechts bewegt wird. und wenn der Hahn H sieh in der Stellung I befindet: so folgt. wenn der Kolben K aus der äU8sersten Lage links in die iusserste Lage rechts bewegt wird. . DanD erhalten wir das Urtheil: "wenn der Satz gilt.34 5 I -c: . getreten sind. dass die Höhe H des Barometerstandes auf die HAlfte hel"absinkt.

c a I_ b I a (8) : a I. Dieser Satz unterscheidet sich Dur unwesentlich von (6). 80 ist deren Reihenfolge gleiehgiltig". bund d aber bejaht werden. nicht stattfinde.c a I_ b b I.b b d bejaht werde.c a I_ b a I. und (8) sagt. dass der ~d ~a verneint und ~ a b -d . wo a verneint.c b (9. I I_ d b a ----a I_ b d (8. 5 I. Dies kann auch so ausgesprochen werden: n wenD ein Satz die Folge von zwei Bedingungen ist.c a b d I. I 1_ a bedeutet Fall.c b I. . ausgeschlossen sei.: bedeutet. dass der Fall.35 § 16. wo duselbe. TT a ~.

1 alb b c (9) : b I ~: Ib b c I '-b c I." 8 die I ~: I_ b c a (6) : . eine hinreichende Bedingung fUr a ist. Diese Formel kanD man 80 Übersetzen: "wenn der Satz. dass 11 oder nicht c stattfinde.~~'- r' 36 8 alb b e (9) : b I ~: b ~~ 1_ 0 e b b I a c I_ e b ~~ I~: b d '-d e b a {lO.c a b {li. 80 ist b allein eine hinreichende Bedingung fUr a.

12 I lI- a c b d (12) : a . . wie bei mehreu Bedingungen die Reihenfolge abgeändert werden kann.37 a--c=a -c b b I i 1_- a c b d 1.a -C a 11 c d I t_: d b c tl tI 1_: c tl I_. Die Sitze (12) bis (17) und (22) zeigen.b c d d a c(12. b c d (13. a I L a c tl b ~ e a b c tI e (14:.

c a b d c (6): a d b c c 8 a e d e (16.38 a c e d c e d e (16. (16) : . 12 I.

- 30 a d b I' I-ob I--C a I.b c a ---tl 6 a ~-a d a· (17.c a b I l- a c d c I.6 I.- I.b b c a d (19...c I---.c . I I-ob b tl C b c c d I. .c tl I d c ~~-"!"-- ..d b a e I.b c (18.tl a 1. I~~~-a c 9 I.--a 1.c I---b (18): a b I_ b a I.b I--C I.tl a b C (16) : c d d • 1c 4 a I l.

c e a d 11 c I.- Dieser Satz ist von (7.c c I-tl a b L: a (21.c c I_d b I I.(18) : a I- c d Ia a c d I l..---.b b I.40 . . 19 I l- a c tl a b b .c d e I1- d a b b c d e (20.c c I_tl b (19) : b c d I-d b I. 9 I b c tl a 11 c I-tl b I.) Dur unwes6ntlieh verschieden.

- c f f LI...-tI b c c d d e I----C 1 ___ I_ e I (2i) : I~: --c 1·------tI ._ -f tJ 11 -c .----r.- -d e ... I I .- I.41 16 .b - - tJ -c d e (5) : a - 1b I_ a c '• I .- a I_ c b tl -e -b -d -e I - ~~ e ..--.....--.~--.c I I a b d e I 1.tJ I_ b t--e .

I -~ d c e Le 4 (J f I_li I_~ b c tl c tl ~~ 1--~I-_~ 1 tJ (23. '----4 1 I_ b I (8) : --a dia (26. b c c b I_ c d (6) : I_ c a I ----.42 C e t.c I_ b c d I~--:----.-- t. (12) : . .- a~: b c d a --a I_c I·-~-a a c {16.I I.

J .r ~ I [ I f f f 43 r f 26 b I ~: . -1- -b Dieaea Uriheil begrtlndet den Uebergang vom modus ponens zum motllu tollma. a den Satz. lein Tod geschlo888n werden.a bejaht und .b verneint wird. Die Verneinung von I t -b b bedeutet. B." 28 I I t -. d.b I b verneint und -. Es bedeute z. I. dass der Mensch M lebe. b den Satz. I § 17.b c {~9. h. wo findet nicht Btatt". I I.-a b (6) tJ . 80 kaDD aus dem Umstande. dass M: athme..1 . daaa a . Man kann nicht (zugleich) a bejahen und a verneinen I I b bedeutet: "der Fall.-0 I (i8. Dieser Fall wird durch I 0 ausgeaeblouen. a . sein Athmen geschloslen werden kann. dass er nicht athmet. dass a verneint und b bejaht wird. • I_b a I I b L: -r G b I • I I:. a bejaht wird. ~: I_ b a (1) I_ I a I--:----a -1- a a I (27. DaDD haben wir das Urtheil: "wenn aUI dem Umstande. dus M lebt.

11 b C 1 ~--b ..-tI ---tl d 1-.~ 1-... .ndem Bedingung geschlossen werden. mithin die Bejahung von a.tI -. b (33.-tl ' b tJ b e c § 18. EI kanD also nicht a verneint und (zugleich) ""'iT a bejaht werden.anll aus der Vemeinung von a und der Bejahung der einen Bedingung (c) die Verneinung der . 80 k.-tJ 'b C I I-.-b 1--:--tI L.Wenn bund c hinreichende Bedingungen ftlr a sind...-tI ---. Duplex negatio af/lrmat.-.': '-rb (28) :: (32. 29 I I~: C I. b I I 1 1 . -r=: I C (30. 31 'ira a alb (7) : tJ b ... Die Verneinung der Verneiaung ist Bejahung.b (10) tJ c a b d I-. (31. b I. lTa bedeutet die VerneinuDg der Verneinung. b . t..

-80 findet b oder a statt. Wenn das Eintreten des Umstandes c beim Wegfall des Hindel-ungsgrundes b das Stattfinden VOR a zur Folge hat. 34 I I-I a b i-I b c (12) : a b b -. . I [ ~: II b b ah=! "& (5) : • • I-I a I-I b C lJ---a I.b I a b a (34) : ela I 1-.b "& c a (34.-a c a ~:a . a a (86. 1 I bl-Ib I. I-b "& a c (35.r f t 45 ! r l r ! ~ Wenn 33 ti oder b stattfindet. 80 kann aus dem Niebtstattfinden von a beim Eintreten von c auf das Eintreten des Hinderungsgrundes b geschlossen werden.

Es bedeute z.a I-I a (39. dasß das Product P 0 wird_ Dann haben wir das Urtheil: "wenn das Product P 0 wird. dass b oder c eintritt. Wenn a die nothwendige Folge davon ist. ." 36 I"-~-b I l-a I---a (8) : a b h -I-a I d a (2) : a (38.------. b den Umstand. 80 kann aus dem Vel-schwinden des zweiten Factors das Verschwinden des Productes geschlossen werden. . statt. a b C b a 1. c c b bl I-I C I.b I -. tritt nicht ein.a I I b (40.--.-a b a I-~-a I. i ." ale (9) 36 I b . a oder b. -. (S5) : a b C II--:--~-- a ---:--a ---:--a 1-. a I. . so findet eins von beiden. dass der zweite Factol.-a bejaht und a bejaht wird. dass der erste }t'actor eines Products P 0 wird. a den Umstand. falls der ente oder der zweite Factor 0 wird.von P 0 wird. so ist a die nothwendige Folge von c allein. I . B.. Kan kann dies so aussprechen: "wenn a eintritt.-.46 Der Fall.c I_I c b a a (37. wo b verneint. c den Umstand.

dass a stattfindet. I c . welche die ganze Möglichkeit erschöpfen. Indem mau den ersten verfolgt. B.. 43 I I_i (21): a a a a a c c bl a tl -. (40) : bl "_: I~_: f.a (6) a I Ia a . Dann gilt der Satz a. Man hat z. 80 findet a statt.-c a -a a c a . desgleieheD. I I '1'a ..-. a (44: b '-c 1-. Wenn nor die Wahl zwischen a und a ist.47 § 19.-. gelangt man zu dem Ergebnisse. zwei Fälle zu unterscheiden.a • (43. 27 (41): a I-=----a I_ a I. 1-: a a c c a . wenn man den zweiten verfolgt. Die Bejahung von a verneint die Vemeinung von a. . c 1-.a Ia a (41.-. c (33) (45. I I a -a (4:2.

47 I a l-c I. indem man einen von den Flllen als den enten.----~--a I---~-a (46. die Gesammtheit der tlbrigen als den zweiten Fall ansieht.b ·-----:--b I. 80 findet a statt. als auch falls c nicht eintritt. sowohl falls c eintritt.b b 1-.c J --a I---:---G (23) . und wenn b oder c stattfindet. Den letzteren kann man wieder in zwei Fälle zerlegen und hiermit so lange fortfahren.c a b a b '-c: I I ~ L: I." Dieses Urtheil wird angewendet. Ein anderer Ausdruck· ist: "wenn a oder c eintritt. 80 gilt der Satz a. als Doch Zerlegungen mögüch sind.48 . Wenn a gilt. und wenn das Eintreten von c azur nothwendigen Folge hat. kann man immer auf zwei zurtlckgehen.c (21 ) a a L. wo bei einem Beweise zwei Fille zu unteraeheiden lind. c tJ a ) tl c -J-C (47." I-I C 46 a I. Man kann dieBen Satz 80 ausspreehen: "wenn sowohl c ala auch b eine hinreichende Bedingung flr a ist. Wo mehre Fille vorkommen. 80 gilt a.

..-a c d I. d I b e f1 I. (17) b I. das8 b oder c stattfindet. 47 -c _I" I a I---.r. J4Jin Beispiel d"er Anwendung bietet die Ableitung von Formel (101).-c (12) : b I b I. .b 1-" a ....b b Lc d a (48. I----.c ----b c 1-.c (50.b ----:--a I• b c I.-c ~ I a d a l..c a a I ~~--a ..b .-1 --:--~-. ---. Wenn d eine hinreichende Bedingung dafür ist. (49. c (18) : ----a I..49 b c a -c I I I a -b -.--a b -..-. 80 ist d eine hinreichende Bedingung für a.b I.a c d a c b --b c 1-. und wenn sowohl b als auch c eine hinreichende Bedingung fUr a ist.-a I.

wo der Inhalt von c gleich dem Inhalt von d ist. Dieser Satz drtlckt aus.f (d) 52 I-(c) I .c) I I I I I = c) • c) (54.d) {(cl = (c) I-[(tl) . ..50 a I a I b c I. (52) : : .--(c=d) '---:-~-f(c) I-red) l-f(d) --(d c) (56. wenn c d ist. In (c) kann c auch an an"dern als den Argumentsstellen vOl"kommen.. 54 (63) : [(A) (A .{ C = d) (8) : -I--:--:---f (d) a f(d) d) b {(cl (53.b a I.. '--f(c) tl (c d) I-{(c) '--(c=d) = = I-(c= (c (c § 21. I (d c) -(c=d) = = (55. ~-(d) (52. naher kann c auch noch in f (d) enthalten sein.. findet nicht statt. "'-1.c I b d 1-" b a 1. dass man tlberall statt c d setzen könne. wo f (c) bejaht und f (d) verneint wird.. (9) : b c a (d c) (c .c a I.. .. b I a l..-1 a" c d (51 . Der Fall.c § 20.. Der Inhalt von c ist gleich dem Inhalte von c.

h ein einzelnes zu dieser Art gehörendes Thiel·.. . I {(al (30) ~ a f(b) c 9 (h) .. Anm." Man sieht..f (h) . weil die Hervorhebung eine! Subjects wegfallt. wie dieses Urtheil eine Schlu8sart ersetzt. dass f (Cl) stattfinde. .--( (c) --Ce I-red) f(c) = d).--.-1 L{(A) b g (A) L_"-=-u(b) . nanD haben wir das Unheil: "wenn dieser Strau88 ein Vogel ist und nicht lIiegen kann.g (a) h (a) c b (12) : . (57. {(A)~ 58 1 I {(A) -g(A) h(A) I_ f(b) g (b) h(b) -~ ~f(Cl) . Es bedeute b einen Vogel Strau8s. . kann lliegen". weil diese Funetion auch aU8serhalb des Gebietes von Cl im Unbeile vorkommt.f (a) 1----. -~. nämlir. :. (A) "A.) (58..51 die c d § 22. . 80 kanu f (c) nicht verneint werden. bedeutet. so ist date.) § 12.u (a) (59.. dass einige Vögel *) nicht Biegen können. ~I ((a) .g (0.na zu 8chliessen. 9 (A) "A.. I I-~-f(a. nlmlieh Felapton oder Fesapo. Beispiel. ist ein Vogel".g (Q) ~~. zwischen denen hier kein Unterschied gemacht wird. Dies dl"flckt unser Satz aus. 58 (A) c I t---r---r. Wenn daher -~-f(a) b~jaht wird.) -~! f(b) . (1 kann bier nur an den Arguments8tellen von f vorkommen.g (h) b -~--f(Q) I. was man auch unter a verstehen möge. 2.

52 a b c d --.) (a) (63.-----g(x) .) I . «a) 1. I (c) I_~-{(a) b /1 c (9) : I _~_{(Q) I-~-f(a) a '-{(Cl a (61 . b m .h (b) g (b) ((a) g (0.) h (a) (60.) (62.-1-:---~- c x (8) : l-~--f(a) 1_ 0 (0. dass der Untersatz (g (x» einen besondern Inhalt bat.----g(x) I I I~-{(a) I_g(a) g (x) ((x) I I -___ a c I----m '-0 f ((:x) (0.158 feh) 9 (h) .) -..----g(x) Dieses Urtheil ersetzt die Sehlussweise Barbal-a in dem Falle.0 (0.) .-" " I{(cl f(b) ' .0 (0. h (b) a I [(al 0 (a) h (0.-1--:---:~-- (x) 9 (x) ~-f(a) I_ g (0. 62 (24) : a {(:cl -~ {(al .) I_~ f f (x) g (x) a fex) b d .) .[ ( A ) '-g(A) . 58 ((A.

.h (y) (x) (1/) (04. Hier kommt Q in zwei Gebieten vor. g (Q) g (x) (18) : a ((x) b Cl ~ I c d g (x) h (1/) I- {(al g (a) Cl -~ 1. Der Leser. Dieses Urtheil ersetzt die Schlu8sweise Barllara fUr den Fall.twa e schreiben.h(a) einen allgemeinen Inhalt hat.g (a) g (x) I. dass der Untersatz _~ g(a) 1. welche den andern Schluss~ weisen entsprechen. 64 I Cl -~ ylX II_ g (Cl) I- (x) h (x) ((a) 9 (x) h (x) ((x) h (x) {(al g (a) g (a) k (a) (61): a Cl ~ ((A) c IIg(A) (x) h (x) (Ca) g (a) I -~ Cl 1I_ 1- Cl ~ ~1: 1. In dem einen Gebiete könnte man statt a au~h .n [Ca) I.h(A) (65. Hier mögen diese als Beispiele genügen.53 62 I I_~c ({x) f (Cl) t . der sieh in die Ableitungsart der Begriffsschrift hineingedacht hat. ohne dass dies eine besondere Beziehung andeutete. auch die Urtheile herzuleiten. wird im Stande sein..

») = b] {6B.-. .f <0. ( (cl I-~ (4) (7) : a f (c) b ~/·(Cl) c b d [{~-f (a») I {(cl I.54 65 I -'--'" I.») = b] I 1~-{(4) =b] (67.h (x) I -"'-" &1 d &1 "'-" 1_.. 58 1 .) II[(x) h (x) g (a) h (a) (8): a b &1 '--'" I ((x) .: .h (x) '--'" fez) .f (4) 0 (4) (a) " I_ ..h (o.. " 1..))_b] (57) : : ({A) c A -~-r(4) I.b 1-- {(cl d b [(-!.) &1 '--'" 1- 1(4) 0 (4) (66. I_--[(-~-f(o.. g (a) 1_0" (4) (4) (0.b I--[(_~-{(o.

auf welche sie gegründet wären. welche etwa gleichen Wortlaut mit den hier gegebenen hAtten. welcher seiner eigenen Beschaffenheit entspr. eine anschauliebe Vorstellung von Reihe zu Grunde zu legen. Die im Folgenden entwickelten Sitze Uber Reihen übertreffen an Allgemeinheit beiweitem alle Ahnlichen . . 'J-Il-~ F (a) f(b. die dem kindlichen Bewusstsein als' Nichts erscheinende Luft in eine sichtbare tropfen bildende Fltlssigkeit zu verwandeln.ingt. Dieser würde erst bei verwickelteren Sitzen deutlich hervortreten. Wenn man es daher fUr angemessener halten möchte. so vergesse man nicht. welche aus irgendeiner Anschauung von Reihen abgeleitet werden können. wie das von jedem durch die Sinne oder selbst durch eine Anscbauung apriori gegebenen Inhalte absehende reine Denken allein ans dem Inhalte.F (b) I- I= I Ö ( F (a) a I f (d. Die folgenden Ableitungen sollen eine allgemeine Vorstellung von der Handhabung dieser Begriffsschrift geben. Ausserdem sieht man an diesem Beispiele. deren Nutzen ganz erkennen zu lassen.. § 23. Man kann dies mit der Verdichtung vel-gleichen. Urlheile hervorzubringen vermag.In. a) 1 . dass die so gewonnenen SAtze. mittels deren es gelungen isi. Einiges aus einer allgemeinen Reihenlehre. wenn sie auch vielleicht nicht hinreichen. § 24.. weil sie nur in dem Gebiete eben der Ansehauung Giltigkeit hätten. a) (ß9. doch lange nicht ebensoviel als diese besagen würden. die auf den ersten Blick nur auf Grund irgendeiner Anschauung möglieh zu sein scheinen.

die llier zuerst V01-konl1nen. auch wieder von gleicllell eingenommen werden. aber als analytisches. Dieser Satz ist daher kein Urtheil und folglich auch kein syntl. weil es. nur wieder hervortreten lässt. nhalt für die Vorstellung zu gewinnen. Die kleinen griechischen Buchstaben. so habe ich doch des Beispiels wegen diese Formel aufgenommen. JJiese Gleichheit oder Verschiedenheit der griechischen Buchstaben . und wenn verschiedene Buchstaben nicht durch gleiche ersetzt werden. Ich bemerke dies. weil Kant alle Urtheile der Mathematik für synthetische hält. die vorher nicht erklärt worden sind. In Bezug auf die folgenden Ableitungen kann also (69) als gewöhnliches Urtheil bellandelt werden. sondern: "sie soll denselben Inhalt haben". sodass man an die Stellen von a und d beliebige andere kleine griechische Buchstaben setzen kann. Wenn nun auch die genannte Erleichterung bei der geringen Zahl der hier aufgeführten Urtheile kaum merklich ist. er giebt selber diese Erklärung. BO gilt sie nunmehr. um mich des kantischen Ausdrucks zu bedienen. die vorher von gleichen Buchstaben eingenommen waren.A. Obgleich (69) ursprünglich kein Urtheil ist. denn nachdem die B~deutung deIneuen Zeichen einmal festgesetzt ist.ibn selbst als ihre Erklärung entbehren: nichts folgt aus ihm. Solche El-kläl·ungen haben nur den Zweck. Wäre nun (69) ein synthetisches Urtheil. Man kann aber die durch diesen Satz eingeführten Bezeichnungen und dabeI. dass Zeichen darin vorkommen. so wären es auch die dnraus abgeleiteten Sätze. Bei ihnen ist nur die Gleichheit und Verschiedenheit zu beachten. was in die neuen Zeichen hineingelegt war. Diese Doppelseitigkeit der Formel ist durch die Verdoppelung des Urtheilsstrichs angedeutet. durch Festsetzung einer AbkUrzung eine äusserliche Erleichterung herbeizuführen. wenn nur die Stellen.56 Dieser Satz unterscheidet sich von den bisllel" betrachteten U1'theilen dad urch . und es gilt daher auch Formel (69) als Urtheil. wie die deutschell und lateinischen. Er sagt nicht: "die rechte Seite der Gleichung hat denselben Inhalt wie die linke". um daran einen festern . vertreten keinen selbständigen Inhalt.etisches Urtlleil. Ausserdem dienen sie dazu eine besondere Verbindung von Zeichen aus der Fülle der möglichsn hervorzuheben. was nicht auch ohne ihn erschlossen werden könnte. so verwandelt es sich doch sofort in ein solches.

Man sieht. deren Ergebnis LI ist".Beziehung zu L1-' wiedergegeben werden. Es kann LI) dUlwch "LI ist Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens f auf 1"'''. immer mit Sicherheit wiedel-gefunden werden kann. . . a) keinen Sinn hat.r die sie If)ie hier für l o' ( F (a) (Co.g. dass 6( F l (Co. den Ausdruck während a ( F (Ö) a) ~~--. a 1 I (F (a) {(ö. 1 (Co. fO.-F(a) L-f(a. a) Es bedeutet z. welche Ausdrücke als gleichbedeutend gelten sollen_ f<r. oder durch "r steht in der umgekehrten f.Beziehung zu P'. wie verwickelt auch die Functionen Fund f sein mögen. b) r_--F(b) . oder durch "r i~t der Gegenstand einer Anwendung des Verfahrens f. B. abgesehen von der gleichgiltigen Wahl der deutschen Buchstaben. dass der ausführliche A usdrllck. unzweideutig wiederhergestellt werden könne.57 hat aber nur innerhalb der Fortnel Bedeutu'1. oder durch "Li steht in der '". (a) a) Jederzeit die ausführliche . aus der abgekürzten Form Sie-dienen dem Z". a) besonders eingeführt 1IJorden sind.ecke.~_~a F(Q) I F (b) -f(b.

sich vererbt. daas die Eigenschaft F sich in der {-Reihe vererbt.Id ( F (Q») 1F (b) a I F (a) 1 (d'. a) a b ((I"') _~4 F I . ~ (P) den Umstand.58 1 O( F (a) f«(j. n " § 25. Es bedeute A (M. In Worten wUrde demnacll der Satz (69) 80 ausgedrtlekt werden können: "Wenn aus dem Satze.allgemein. dass b die Eigenschaft F hal. / so sage ich: ""die Eigenschaft F "ererbt sich in der f-Reihe. oder dass die Eigenschaft.]1' (4) b d( I .a) . a) oder ~-~ I - .erden kann. 69 (<<8) : I- [( ~-c-=4 (b. dass J-edes Ergebnis einer AntIJendung des Verfahrens f auf b die Eigenschaft F habe.u Diesen Ausdruck kann vielleicht folgendes Beispiel annehmbar machen. a) mag übersetzt werden: "der Umstand. dass die Wiedergabe in Worten schwielig und selbst unmöglich werden kann. a) 1---. DanD ist a( o I ~(a) A (0. wenn an die Stellen von Fund f sehr verwickelte Functionen treten. Man sieht übrigens. (a) I'-'-:--~~ -.«x.-.. dass N ein Kind von Mist. c z (19) : .a -(r. dass jedes Kind eines Menschen wieder ein Mensch ist.. tVas auch b sein mag.. N) den Umstand. dass P ein Mensch ist.li I(a) d (d Q) (b) der Umstand.a) . geschlossen ".~ 6( F (a) f«(j. Mensch zu seiD. a) I---F(x) {(d. a) (70. F(r) F(a) I-.

y) F{x) o(F(a) ~ (0. y) {(X. a) LF(Z) a _1(Ft ) f(d.enn x die Eigenschaft F hat und y Ergebnis ~iner AntlJendung des JTerfahrens f auf x ist: 80 hai y die Eigenschaft F. ~ o( F(y) y) c d F (X) & (F (a) F(x) F (a) ~ (&.b Cl '-" F (4) 1_({x.y) (0. . a) (73.fex. y) F(a) f(6.fex. y) F{x) F{y) c 11 ~ & (F (a) (&. ".y) F(x) I L F(y) . a) a 1- F (y) ({X.I') 1. a) F{y) '-f(X.Reihe vererbt. W-etln die Eigenschaft F sich in der f . 72 I F(y) . (58) : : (cr) F{r) I '-f(x.a) -1\ a a fex. .f(x.~ d( F{a) (&. a) (2) : a b c F{y) I_f{x. Cl) -~LF(Il) (71. a) (72.Q) • • 1.

dass b die Eigenschaft F hat.. tvas auch b sein . so hat J·edes Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens f auf x die Eigenschaft F. 69 I-I[~-~ I '-.. die sich in der (-Reihe vererbt. Dies ist die Erklärung der r. a) Wenn aus dem Satze. a) I (52): c ~-~-F(Q) -I~I---~. y) d ~ O( F(a) {(tl.Eigenschaft F in der (-Reihe. '----- ~ d( ~ a) (a) {(d'. d <J'( r .. !(tl.. F(x) Wenn x eine Eigenschaft F hat.- ~ la . {(b. tt) -=~(~:) ~ I= O( F (a) {(tl.. so vererbt sich die .-. y) F{x) (8): a b F(x) ~ F (y) tl(F(a) (tl.. dass J·edes Ergebnis eine Alltvendung des Verfahrens f auf b die Eigenschaft F habe.nag.-". ~ (a) lJ (y) 11- -fex. a) '-fex. a) (76.60 72 I F(y) l-f(X.echts stehenden Zeichenverbindung . a) L{(X' ~ F (a) I_ _ F(y) y) tl( F(a) {(tl. a) I--F(b) Ö( F Ca) a» (75 .. § 26. a) (74.. ~-~-F(a) I-{(b. -.a '--F(b) F(a) (l) r f{o... geschlossen tlJerden kann.

Wir übersetzen ~ f (xrl !Ip) durch . dass J·edes Ergebnis einer An1IJendung des Verfahrens f auf x die Eigenschaft F habe. griechischen BuchstabenVerdoppelung auf §Uitheilsstriches und der vel'weise ich 24. ~as o. statt des oben stehenden Ausdrucks einfach :x 11 f(x.u.y folgt in der (-Reibe auf x". dass 11 di~ Eigenschaft F habe. geschlossen ". um fUr den Fall.vir eine gewisse Auswahl haben. Man muss diese verschieden wAhlen in Anbetracht des Falles. eine Ausdrucksweise. Die Letzteren mUssen also als solche gekennzeichnet werden. welche Stellen als Al'gumentsstellen anznsehenwären.ch F sein mag.erden kann. die Bezeichnung der Argumentsstellen des eingeschlossenen Ausdrucks von denen des einschliessenden verschieden wählen zu können. aU8serhaib können dieselben vorkommen. wobei dann nicht zu ersehen wäre. Die Gleich- heit und Verschiedenheit der griechischen Buchstaben hat hier nur Bedeutung innerhalb des Ausdruckes l ((zr' IIp) . die freilich nur möglich ist.61 p YfJ)· In Betreff der des " f (x". weil bei ei ner ausführlich hingeschriebenen Function von X' und y diese Buchstaben auch noch ausserhalb der Argumentsstellen vorkommen könnten. damit . dass die beiden Argumente einandel' gleich wären. solange die Function f bestimmt ist. y) zu schreiben. das8 l ( xr . so sage ich: . ohne dass hierdurch irgendeine Beziehung zu diesen angedeutet wUrde. Dies geschieht hier durch die Indices rund {J. In Worten wird demnach (76) ~twa so ausgesprochen werden können: Wenn aus den heiden Sätzen.. 'Und dass die Eigenschaft F sich in der (-Reihe vererbe. IIp) einen ähnlich gebauten Ausdruck in sich 8chlösse. Es ginge nicht an. Wir nehmen griechische Buchstaben hierzu.

oder: "x geht in der dem 11 vorher tt • r. (77) bedeutet: Wetl1l. a) ~( real (0. 77 I~~---+-L--. a) J-------~.-. ."(( == fJ xi" YfJ) (0.~-F (a) l-f(X. sowie ein lingartigea InsicbzurUcklaufen.------1 (17) : 0'( F (a) .. &( F (a) a) ~ (x". F (a) als verschiedene Functionen des Al·gumeJlts Fanzusehen. a) '----~ (0.F (y) ~--F(a) I-fex. eine Vereinigung mebrer Zweige. Ji (a). wie die Perlen auf einer Schnur zeigen. erinnere ich an einige Möglichkeiten.Reihe *) § 27. a) '---l (68) : a ~ f(/') --------r(y) ~( ~(a) . (77.62 "y folgt in der I-Reihe auf Xli.f (x i "Y8) fJ . a) J 1--o!1'---r-:'/-a--F I~-l"(a) (y) . 76 J!~-~(y) I~-~(a) l-r (x. sondern auch eine Verzweigung wie beim Stammbaum. y in der {-Reihe auf x folgt. Es ist hierunter nicht nur eine lolche Aneinanderreihung begriffeD. Yp) c F Hier sind nach § 10 F (y). "'mn die Eigenschaft F sich in der [-Reihe (vererbt.. a . a) Yp) . 1IJenn jedes Ergebnis einer An"..~ (Xl" *) Um die AllgemeiDheit des hierdurch gegebenen Begriffs des Auf- eioaDderfolgens in einer Reihe deutlicher zu machen.. ·---l b I-fex... a) (0.endung des Verfahrens (auf x die Eigenschaft F hat: so hat 11 die Eigenschaft F.

y p) F (a) {(o. .. Yp) ~ O(F(a) {(o. (5) : a ~F(y) L b c F(x) I L~ I 1 F (y) {(x".. Y p) Q) ~---.. a) {}'( F (a) I---~ {(o.. Yp) a) ~--y-F(Q) I--(x.~ {(o. a) F (a) 1. 1{(X. &( ~ {(o. O( F (a) a) (78. a) a) I--~ O( F (a) Ö( F [(0. Yp) I 1.F (11) --~~-F(a) c d (2) : a . a) (79.~ { I-fex.a) ----F(x) (80.. -"'-' ----:--. a) {(ö.Q) L 1(1?(a) a c 1( a Ji' (y) ~ f«(l.F (a) -f(~J a) ---~ (74) : : Ö( F(a) {(o.--:---F (a) -a--F(x) Lf(x. a) F(x) (81. a) }l (a) I-f(x. a) -~..63 a b F(y) I ----:----~--. L~ F (y) I {(x".~ f (X. a) I---~ (a) {(o. (x". yla I I--~ 1-1 d( I F(y) {(x". Yp) I_~ {(x". Yp) I I F(y) b ~-r-F(a) 1--(x.

dass eine einzige oder selbst gar keine Bohne ein Haufe Bohnen sei.. die sich in der (-Reihe vererbt. yp) --I---. *) Es sei beispielsweise F die Eigenschaft. bei denen wegen der Unbestimmtheit des Begriffes "Haufe" F (z) unbeurthcilbar ist..Reihe auf x folgt.~ d( I--a F (y) y p) 0' ( F b c d ~ (a) --a f (ö. dass b alle Bohnen des Haufens a auaser einer und sonst nichts enthalte.--~- I_} {(.x". ein Haufe Bohnen zu sein. a) d( 1-- r---F(x) (18) a --F(y) --} f(x". 81 I--~~-F(y) I_} ~ {(. Ersetzung des y durch den deutschen Buchstaben a die Höhlung diesem Ausdrucke nach § 11 unmittelbar vorhet-geben.. Dies ist jedoch nicht allgemein der Fall.. y) 80 kann bei der .. und wenn y in der f . weil es gewisse z giebt. -f(x. Man kann (81) übersetzen: Wenn x eine Eigenschaft F hat. es sei das Verfahl·en f die Vermin{lerung eines Haufens Bohnen um eine Bohne. so hat y die Eigenschaft F. !sich in der f.a) .64 Da in (74. a) F (x) a f(ö. b) den Umstand bedeute.----F(x) (82 .. so dass f (a. Dann würde man durch un8ern Satz zu dem Ergebnisse gelangen.. wenn die Eigenschaft.Reihe vererbt. Yp) F (a) {(ö. ein Haufe zu sein. .x.-. ---~ F (a) • ) Hierauf beruht die Bernonllische InductioD.) y nur in I F (y) vorkommt..

g{y) --:---r--t~TI .-) f(x y . a) F(x) (8) : a I F(y) y p) I F(y) 1.L {(x". h (a) [ a f(&. . F(y) 1.L {(x". g(a) h (a) a I(ö. Y{I> fJ d (F (a) ~ (d. a) ° ~ (F(a) d F(x) {Co. (36) : : -- [ 1_. b 1. 9 (y) h } {(X'Y' Yp) h (x) --. a) (83. yfJ) P F(x) O(F(a) ~ (Co.f 81 9 (a) 1_. a) I----r-~I 9 (x) h (x) hex) a h (x) bl 9 (x) 1-1 (y) --:---'---111_. a) (84. h (y) __ -) ( x Y' Yp) h (x) a hex) ---1 .65 82 F(r) I 1-1 g(1) -her) .

~ {(f1.F(a) c --~ d I 6 -I ( a ~---.( x . a) d( . z I I I 1----.Cl) . a) I I I I z) 1-= { (y.- (d.F ---.-..-- t F (Cl) -f(X..--.fex.. .a) CI I.----. &( F(a) Cl) -~- I a f(6.o.. 1----- " . a) - - F(a) a F (z) 1-(II.F (Cl) t {(zr Y{l) F (z) l.----.--. I F (a) f (6.F I_~-:-I--. 1----- t {(zr' YfJ) (87..--:--.---.a 1----- (y) (a) .a) F(a) -fez. z) 1~ d( F (a) {(f1.) F (a) _ ~--'----------rl- I-I a (6. (73) : : x 11 "l z 1---. a) t {(zr' Y{l) F (y) d ( F (a) (12) : a F(y) b -~ c I a Ö( F(a) l-/(x. a ) {(zr Y{l) F(z) f {f}.6( F(a) .--.66 77 1-. a) I - .F (z). a) a) (85.-~ {(zr Y{l) 1. a) -~ I_f(x.. ) 1I -f(y. d {(zr' Y{l) (19) : b -r-F(y) t f(ö.F(y) f1( F(a) ~ {(f1.z) t fJ( F (a) I I 1-- ~ {(f1. a) {S6.

r) es vererbe sich die Eigenschaft F in der (-Reihe. 1If1) d -~--F(a) '-f(X. (E) Dach (72): z hat die Eigenschaft F.a) f(x r . Cl) e F(a) a ((d". so hat z diese Eigenschaft F. z) F (z) l_-~ -~ d( F (a) f(6._ _ t f(x'Y' 1If1) (15) : a F(z) b f(y.a} Q) F{Q) I-f{x. (88 •. 1 .a) -~--ß(Q) a) 1-1( F (z) '-fex.endung des Verfahrens f auf einen Gegenstand y ist. Äus diesen Voraussetzungen folgt nach (85): 6) y hat die Eigenschaft F.n". und wenn i'edes Ergebnis einer AntIJendung des Verfahrens f auf x eine Eigenschaft F hat. 87 --I--:--~---=----:-- l_ fCJJ .67 Die Ableitung diesel Satzes wird in Worten etwa folgendermassen lauten: a) Es folge 11 in der (-Reihe auf X. der in. t I -_ _ _ _ } f(X'Y' IIp} z) ------f(y.·ererbl. z) i'---:--:---~-~- c ~ O( F (a) f(6. (J) es habe jedes ErgebDis einer Anwendung des Verfahrens f auf x die Eigenschaft Ji'. der (-Reihe auf x folgt. ' E) Es sei z Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens f auf y. (d). die sich in der F-Reihe ". . t)ann folgt aus (]). Daher: Wenn z Ergebnis einer A.

.68 § 28.a) (90) : elf (x. I_~-I ~ (n) . Y{J) 1_~-tJ (a) _I tj (y) I-f(x. a) ~ (a) d P{(:er' r Yp) ! °( fex. Y{J) (91. 76 _~. y) I ~ I ~ ({xr . c 63 I--T~~-. a) {89. -fex.. °(~(a) ! t ~ {(o..--_ _ _ ~ (y) Ir I-~· ~(a) I-f(x.f ( z . (5) : a b t {(x r .a) {(x. a) a f(6. a) . a) I -c {(Xr ' Y{J) I ~ (Y) -~-~«(1) _I °(~(a) ~ {(o.a) c ~ I I~-~ (a) ~' (y) I I-~ f {(xr . (1) {(o._---. Y{J) I ~ (y) !. n) d ( ~(a) {(o.f (x.. a) I----~ (52) : f{r) &( tJ {al ((o. y) *) In Bezug auf die Höhlung mit siehe 5 11.. y) - I .. a) (90.~ f~ x 11 g(n f (:e. -!. 1) ~ (a) 1-~-1 ~(n) -fex} (y) *) ml &( O( I---! (1) ~ (a) {(o.

Reibe vererbt. «) «J (~(a) ~ V(fJ. y) 1r(Zr' Yfl) .Ergebnis einer Anwendung des Verfabrens f auf x hat die Eigenschaft ~.--(~=%) (92.( x . Yfl) -f(x.ntIJendung eines.Verfahre'J'!-S ( auf einen Gegenstand x folgt in der (-Reihe auf dies x. dass die Eigenschaft ~ sich in der f.4) ~-'----:-I. Yfl) I -fex. 91 (53) : r(A) c x I I t fix". was auch ~ sein mag.1/J 1 I }r(A". Daher gilt nach (90) der Satz: Jedes Ergebnis einer . a) her) ~-I r(4) -f(X.69 Es möge hier die Ableitung des Satzes (91) in Worten folgen.A. a) ~--~(Cl) I_f(x. Daher kann auch aus dem Satze (a) und dem Satze. Aus dem Satze: a) "jedes Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens f auf x hat die Eigenschaft ~" kann. y) tI z . geschlossen werden: jedes Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens f auf x hat die Eigenschaft ~.~ (y) ~-- _ t(~(a) b \J a (ö.a) g(I') &~(a) I a (6. geschlossen werden:jedes. 60 Cl I - -~~-\J(y) ~ I~-~(Cl) (er) r(y) I_f(x. «) (90) : . was auch ~ sein mag.

tl) r p fex. Cl) (93. (8) : . ~(Q) -fex. a) d [(Y. (88) : : FI~ L~ {(zr' zp) } {(xr' 11/1) ~-f(Y..---:--.. a) ~ (y.r(Q) c t {(3. a) ~-~(Q) ~ (Y) 1_..~r' -fex. Yp) {(d. Cl) CI 1.70 c Ji.~ (y) Ld( ~(a) ~ . z) (96.ft !(Xy ' r zp) b -! L ~(z)il 6( ~ y p) • (a) '-'" I t t {(zr' :p) {(zr' Yp) {(d.t{(z".f ( y ...~d( '~(z) ~(a) {(IJ.--. a) ~-. z) (94. 93 ylz 1-----:---- I'!~~(%) t ~ {(zr' zp) Ld( iY(a) {(d. z) ~(a) '-"'f_ fex..! -1( ~(a) a (6. Cl) I.fex. (7) -: a Cl) . a) ~-~{Cl) '_f(~1:. 11{J) I . z) ~1.

I f(. Wenn y in der (-Reihe auf x und llJenn z in der "-Reihe auf 11 [olgt. 11-(( I (z r (zr' " ..a) -: t I Y y z I t .Reihe. S 29. ap) a {(d. vererbt sich in der f. in der (-Reihe auf x zu folgen. so folgt z in der f.a) (97.auf das bei den Formeln (69) und (76) über die EinfnhruDg neuer Zeichen Gesagte. z{J)J Z fI) {J (99.Relhe auf x. -. einer Atuvendung des Verlahrens I aul einen Gegenstand) der in der I-Reihe aul x folgt. DanD lautet (99) in Worten 80: .Reihe an" übersetzt werden. Ich verweise bier ." J = ~ f(x". Jedes Ergebnis. Es mag pI " (xi" %p) durch "z gehört der mit x anfangenden {-Reihe an"..e y .·z) r 7i {(x". p ).Fp) 97 (84) : F(I') X (76) : 1 (t 1(7 t f(x y. z) d ((II.-1- f (xy> 2p) f (Yy' zp) f(xy> Yp) (98. Die Eigenschaft. oder durch "x gehört der mit zendenden f . folgt in der (-Reihe auf x. 11p) (96. F p ) f(x y • ap) a{(o. zp) f(xy> Yp) 1~~f(XY' 2p) -f(y.71 a b t t f(x y . 96 11 zla b I F(I')lt f(xy.x) ..

. gehört der mit x anfangenden (-Reihe anti..72 Wenn z dasselbe wie x ist. oder auf x in der (-Reihe (olgt. 11) (z =x) (101. t[~X"'ZfJ»)=1[(X. (Xi" fJ ZfJ) _I = z) t [(x". Wenn z in der (-Reihe auf x folgt.z. p( 7i [(x".. so folgt nach (96) jedes Ergebnis einer Anwendung von f auf z in der (-Reihe auf z. 92) z z v x Z z x I 1 t [ (x". I (( 1_. v) fJ ~ y v - I--!" (zr' zfJ) Die Ableitung von (102) mag hier in Worten folgen...'ZfJ») I- (57) : (er) r c (z d L. vfJ) (z.--. v) t fJ (xr . so sage ich: . Wenn z dasselbe wie z ist.Reihe an tt.ufx. oder: "X gehört der mit Z endenden {. v) !.. y [(x". VfJ) (z. VfJ) (x". v) '1 (z. t [(x._ zfJ) ( \ zi" ZfJI = x) l ~. (z = I-. t[ Z fJ) t Lf (96. VfJ) (z.. ZfJ) !.._ VfJ) [(z. zfJ) I _I (4:8) : b (z c d a f [(x". I-. 99.. 80 folgt nach (92) jedes Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens f auf z in der (-Reihe . Z{J) [(x".. AU8 diesen heiden Sätzen folgt nach (100): e) In Betreif des letzten Schlus8es siehe § 6.. .. f _I [(x. p ( ( " " x) xi" zp) (100.

:-. z{J) -=----- f {(x".-. (37) : a 1- b (z c t {(xr. WtJI in der {-Reihe auf x {olgt..Reihe auf x.x anfang. t = z) {(x". t {(x". § 30. d 7{(x". z{l) ZfI) Z=Z d ~ f (x". z/I) =x) {(xr' z{l) I I . 100 I I (z .!. gehört der mit x anfangenden f ~ Reihe an. z{J) .enden {-Reihe angehört.: (104.z) = z) -(z=x) {lOS. fJ {t05.-. . z{J) {(x".! f {J ..( (x)" %{J) {l ~--:--I-(x a (x. (X'Y' Z (J) x) I---~~-(x Z{J) . 99 (52) : (r) r C I -. {(r". z{J) -t (106.nit.73 Wenn z der r. :1: (55) :. 80 folgt J·edes Ergebnis einer AnftJendung des Verfahrens f auf % in der f .x) '-r t { (x".. Z {J) (19) : b (z = c -.

fJ Hier folge die Ableitung von (lOB) in Worten. f (zr' {J v{J) I L -1 {(Zr' vfl) 7 I f (y. Nach (106) gehört dann jedes Ergebnis einer A.Reihe an. 80 folgt nach (102) jedes Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens { auf 11 in der f. lOB v a z x y b (75) :.Reihe an. naher: Wenn y der mit z anfangenden (-Reihe angehört. so gehört Jedes ErgebnOis einer An1lJendu'lg des Verfahr81is f auf y der Illit z anfangenden f.( y . a) 109.nwendung des VerfahreDs f auf Y der mit z anfangenden f. -(y. v) {(Zr' lIpl d 2: (zr' Y{J) t {(Zr' vfJ) (107. v) ~ f (Zr' YfJ) (108. . Wenn y der mit z anfaongenden (-Reihe angehört. F(r) /7 {(.--2:. vererbt sich in der f . !(zr' lIfJ) fJ xlz y % I I I_ _ -1 {(Zr' vfJ) . v) !.74 106 Z 0 xl vz (7) : a b c t {(zr' vfl) f f1 (y.1"r' r fl) I 1(7 a {(x"/' afl) «ö. der mit x anfangenden {-Reihe an zug ehören. Die Eigenschaft.Reihe auf z.Reihe.'v) (102) : : .

-(1/. a) ~ f(x y . v) vv (25) : fJ r ((zr' Yp) l(zr' VfJ) {(r'r' z{J) a C 1- {(Zr' Vp) v) r I f (Y.-t ! fJ ! {J (y. oder geht in der f . d j {(Zr' Y{J) -. Wenn y der mit z anfangenden (-Reihe angehört.Reihe dem z vorbel Also: Wenn 11 der mit z anfangenden f. Daher gehört dann jedes Ergebnis einer Anwendung des Verfabrens f auf 11 d~r mit z anfangenden (-Reihe an.Reihe angehört. ap) (0.( y .nllJe1~dung des "·er(ahrens f auf y der mit z anfangenden {-Reihe an. oder geht in der {-Reihe dem w • z vorher. so gehört jedes Ergebnis einer A. (J.-(j (v r . r b .Reihe an. -1 !(Yr' mfJ) I 1 7i {(xr .75 109 (78) : 1(~ a {(x r . mp) .lp) {J I x 11 11 m CI '-' r fJ r . . Q) 108 I I f {(zr' vp) .p) (110. ZfJ) ~"olgendes ist die Ableitung von (111) in Worten. v) {(zr' Yp) (111../tlF) ![(xr. so gehört nach (108) jedes Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens f auf y der mit z anfangenden f.

7i {(zr' xfJ) {(zr' xp) r -.-----:------:---:-.~ {(xr' zp) b (z c = x) r . 1 {(z".{(xr zp) r -. :e{l) 1 {(Zr xp) (114:.elbe wie x ist. {(xr' zp) t (z = x) {(xr' zp) (11) : a f I b (z = x) If {(x r zp) (112. Dann ist Dach (104) Z dasaelbe wie x.x anCangenden {-Reihe an.. Wenn z d.. EI gehöre x der mit z anfangenden {-Reihe an.. 80 gehört nach (112) z der mit . P ({zr' x{l) ~{(Zr xp) (l04) : : {113. .76 105 t {(Xr' Zp) 1I 1_. =1= ~I~--.- 1. (7) : a t . oder z rolgt in der {.( z =x) {(x r zp) 1- {(xr' zp)1 . c -. P [(zr' } xfJ) d f (z = {(zr xp) x) '1 -.Reihe auf z. Folgendes ist die Ableitung dieser Formel in Worten.

Daher: Wenn x der mit z anfangenden {-Reihe angehört.1 f( Ö. oder x {olgt in der f-Reihe auf z. kann (115) so wiedergegeben werden: Dann Wenn aus dem Umstande. dass e Ergebnis einer An1lJendung des Verfahrens ( auf bist. so gehört z der mit x anfangenden {. 1IJas auch b sein 1nag. dass JOedes Ergebnis eine1· Anwendung des Ver{ahrens ( auf b dasselbe 1IJie e sei. so sage ich: "das 17erfahren f ist eindeutigtl. E) durch "der Umstand. p) Ö I-~-~-«(l_ x) I-f(b. c x a e (9) : *) 5 24. . a) '--f(b.77 Aus den letzten beiden Sätzen folgt: z gehört der mit x anfangenden f-Reihe an. (68) : f(r) ~-~-I (a = I) -f(b. § 31. Ich 11 bersetze ° I E ((0. e) E b I {(o. geschlossen 1IJerden kann. oder x folgt in der {-Rei~e auf z. e) E o (116.Reihe an. dass das Verfahren (eindeutig ist". a) ·--f(b. x) -=-----.

a) c ({g. (1) = x) (119. a) {(y. x) (58) : : a b f(r) -~. X) 0 c I (ö. (a -f(Y. I') -I I (a x) I-(y. (}' == X) (1) (y.(4 = '-(r. (a =x) -(y. E E) (118. X) d I (ö. f(r)l' (rc a (58) : : x) -leg.1 d I (. x) I r (a -f{JI. a) ((b. (er. X) E • • 4 ---'--'. a) ~-.( _ a I_(y. (a x) a) . (1) ~-~-«1=x) '-f(b. e) E a -~-(4 =x) I_(y. e) E & I (tl. a) {(y. x) ~-(a=x) '-(1/. a) I (h. x) a) {(1/. E) E a = '-(1/.78 b r ~-~-(a=x) '-/(b. X) I cly (19) : a) x) I~-' (a=x) I -{(y.1. = . E) I (6. x) = 4 E I f(o. x) (117. a) {(V. (20) : . x) b ~-(a=x) I_f(y. E) (120. (y.

. x) 6 I (d. E E) a Z f(x r. 0) '--({11. ap) Ö <1 e I /(0. ala 122 I ~-I i Ö E {(x r • o. a) (1/. a) !. x) ' . E ~") (122. e) E 6 d 1 (6. E -f(Y. 1 (110) : : -f(y.p) -[(1/. ap) p I I i -Ca {('?:r. mp) CI -1 1: (zr' mfl) (J f(yy. x) 1. e) E a !{(xr mfl) {J -~((Yy.> I -(1/.p) "-"-. z I(l I i"{(Xr • ap) -(li. (19) : b E) ~-I J{(x". 0.b (a x) c f{y) a) d f(Y. p f(y.{(YY' mp) d I ({tl. a) (li3. ap) (112) :: =x) (121. x} E) I f(ö. a) f(y. x) = 79 I I ~ {(xr . x) mfll - C {(1/.I {(11. . (x". Q. fltp) {(x"..

Also: Wenn x Ergebnis einer An". so gehört jedes Ergebnis einer An". wenn x Ergebnis einer Anwendung des eindeutigen Verfahrens f auf y ist. .pr ('lI" --f(y.endung des eindeutigen Verfahrens I auf y ist.mp) 1 -. so gehört _m der mit x anlangende/I. (-Reihe ane (Fol-mel 124). und ".enn m in der {-Reihe auf y folgt. Dann ergiebt sich aus (110): wenn jedes Ergebnis ein6l' Anwendung des VerfalweD8 f auf fJ der mit x anfangenden {-Reihe angehört. Dann ist nach (120) jedes Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens I auf 'I dasselbe wie x.E) E (124. Also: Wenn x Ergebnis einer Amvendung des eindeutigen Ver{ahrens { auf y ist. Es folge in Worten die Ableitung der Formeln (122) und (124).) Es folge m In der (-Reihe auf y. m der mit x anfangenden {-Reihe angehört. Daher gehört nach (112) jedes Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens I auf y der mit x anfangenden f-R~ibe an.80 ---I ---jf(X". Dies mit (122) verbunden zeigt. 80 gehiStet m der mit x anfangenden {-Reihe an.endung des Verfahrens { auf y der mit x anfangenden I-Reihe an. dus. (Formel 122.x) Ö mfJ) I I(O. Es sei x Ergebnis einer Anwendung des eindeutigen VelefahreDs I auf y.

x) 6 .1(6. jf(X". E) (126. ) fJ .. f(y.. mp) 1-- jf(yy. . xp) I (6.--.81 124 1-: ~---:--. m{J) 1---. 8) E a !'(my .. Xp) (J f(x y • mp) (125. mfJ) m{J) d ~Y. Hier folgt die Ableitung dieser Formel in Worten...------.--~--~f(m". E) E (20) : b c if(X y .( Y .--- -t (114) : : r(m".....!f(X'Y' mfJ) ~I: --I -.mfJ) I . zfJ) (J 7 -. m{J) Ö E '--f{y.... X) Ö e I (6. mfJ) -)f(yy.~ f(x y .. x) f fÜly. ~f(Xy. m{J) '5 E f(x y . xfJl -. Es sei x Ergebnis ~iner Anwendung des eindeutigen Verfahrens f auf y. ~f(Yy.. {J I~.Jf(m y.x) ~-- 1(0.. m{J) 1--1 ~--:----:---.

und 1venn das 1-"erfahren ( eindeutig ist. x) j[(yy. Dies kann man auch ausdrücken: x gehört der mit m anfangenden (-Reihe an. f [(x y' mp) b t[(yy. E) E (12) a/ ! ß ((my.c der mit m anfangen<len f. .!((ffly ' xp) m{J) j[(yy. Daher: Wenn m in der (-Reihe auf Y (olgt. x) cf d I ((0. Folglich gehört nach (114) .Reihe auf y. oder geht in der (-Reihe dem m vorher. oder m folgt in der (-Reihe auf x. E E) I ((0. Dann gehört nach (124)' m der mit x anfangenden (-Reihe an. mp) f(y. so gellört Jeedes Ergebnis einer Anwendung des Verfahrens f auf y der nlit manfangenden f-Reihe an. mp) -. oder geht in der f.Reihe dem m voran. 8) (. mp) c ((y.127e (51) : .82 Es folge m in der (. i Ö E ß [(x y' 11Ip) f(y. x{J) I l{(ffl y ' xp) -.Reihe an. x) 0 I (Co. 126 I - ß ~[(Xy.

Y{J) ß f(Y". s) s 1. x) i 0' s f(Yr' mp) -I LI (my.enn 11 der mit m anfangenden {-Reihe angehört.! (my..r 83 a . x) Lf(m". zlm v x I :! f(m". mp) I (0. mp) . x) mp~ . f (my. xp) I -. so gehört jedes Ergebnis einer An1lJendung des J7erfahrens f aUf 11 der mit manfangenden f=Reihe an. (m". und ". s) t & fJ f(Yr' mp) I f(&. x fJ) -1- fW.!. xfJ) -~ f(x r .!f(my . Y{J) d I f(&. x) f(y. 11(J) (128. oder in der (-Reihe dem m vorhergeht. 8) e In Worten lautet (l29) 80: (129.Reihe dem m vorher. i c ß . x{J) I -. t fJ f(x r . oder geht in der f. fJ (111) : : t fJ f(x". . mp) f(y. t -. Wenn das Verfahren f ~indeutig ist. i Ö ß f(x r . mp) --f(y.

~f(br' mp) ~--- o E I red'. E) (75) : : .. mp) a) ~f(mr' bp) . ap) r p{(a".84 129 x/a y b I ~-~--~f(mr' ß ~-f(b.

n das Verfahren { eindeutig ist. ap) ~ - -.r{J) -.85 F(r) . a) ö (9) : I S .Reibe anzugehören.1f(mr . in der {-Reihe. E) ((arl m{J) {(O'.. 131 I ~ 0' -. so vererbt sich die Eigenschaft. i ß ((ar' ni{J) f(O'. In Worten lautet (131) so: We'll. j (Co. oder in der {-Reihe dem m vorherzugehen. der mit m anfangenden {. s) E (131. j((rr' m{J) I 0' _. ((mr. a) 0' I (0'.

mtP ---------------------. g(r) !{(m y . YfJ} {J -.f 1-- {(Yy' mfl) {(:Z:y. 1/fI) t Ö Y" 1 f(xy. mfl) {(:Z:y.t ß {(ay. afJ) ~ (83) : : -. s) t {( Lf(mr. ö I {(o. mtP (133. ö c I f(d'. t t 1--. 1/fI) J {(6. und "..mfl) -.~~~-:----1{(my.86 I I I !f(m y .. rlfI' {(:z:". YfJ) -1 :Z:y' 1/fI) t j ß {(1/y. mfJ) I {(ö. 1/tP '7f (Y". E) a t {(1/".. mfl) } {(:Z:y' mfl) t 6 -'Lf(mr. E) In Worten lautet dieaer Satz 80: Wenn das Verfahren f eindeutig ist. rfl) fJ h(r) t{<r".enn m tmd 11 in . a) (132. mfl) {(:Z:Y' 1/fI) {(:Z:y.mp) lT[~{(my.

. bei deren Ableitung die links bezeichnete verwendet ist.Reihe an.87 der {-Reihe auf x folgen. Man kann sich ihrer bedienen. Auch ist daraus die Häufigkeit der Anwendung einer Formel Z11 erkennen . Rechts vom Striche steht immer die Ziffer der Formel. aus deI. sn welchen Stellen von einer Formel zur Ableitung einer andern Gebrauch gemacht ist.zu ersehen ist. 1 1 1 1 1 1 1 2 2 2 2 2 3 4 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 6 7 3 5 11 24 26 27 36 3 4 39 73 79 4 5 6 7 9 12 14 16 18 22 25 29 34 45 80 90 7 32 7 7 7 7 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 9 9 9 9 9 9 9 9 9 9 10 11 12 12 67 94 107 113 9 10 12 17 26 38 53 62 66 74 84 96 10 11 19 21 37 56 61 117 130 132 30 112 13 15 16 24 35 49 60 85 127 14 15 88 17 18 22 50 78 19 20 23 51 18 18 64 18 82 20 19 21 19 71 19 86 19 19 103 19 119 191123 20 121 20 I 125 12 12 12 12 12 12 12 13 14 15 16 16 16 17 17 18 18 18 21 21 22 23 24 24 25 26 27 28 28 29 30 31 32 33 33 34 34 35 36 36 36 37 38 39 40 41 42 43 44 47 23 48 25 63. Ich lasse hier eine Tafel folgen. oder geht in der f.Reihe dem m vorher.. so gehört y der mit manfangenden f. um die Verwendungsweisen einer Formel nachzusehen. 111 27 42 29 33 30 59 32 33 34 46 35 36 40 37 38 83 106 39 40 43 42 43 44 44 45 46 47 47 48 49 50 51 52 52 52 52 52 53 53 54 55 55 56 57 57 58 58 58 58 58 58 58 45 46 47 48 49 101 50 51 128 53 57 89 105 75 55 92 55 56 104 57 59 60 61 62 62 63 64 65 66 67 68 68 68 69 69 70 71 72 72 73 74 75 75 75 76 76 77 77 78 78 93 65 63 64 91 65 66 68 70 77 116 70 75 71 72 73 74 87 81 97 109 131 77 89 78 85 79 110 68 100 59 60 61 62 67 72 118 120 58 .

88 80 79 81 80 82 81 84 81 83 82 133 83 98 84 86 85 87 86 88 87 95 88 89 90 90 91 92 93 94 95 96 96 1 97 90 91 93 92 102 94 95 96 97 102 98 98 99 99 100 100 101 102 103 104 105 105 100 105 101 103 102 108 104 114 106 112 106 107 108 108 109 110 111 112 112 113 107 114 108 115 109 116 111 117 110 118 124 119 129 120 113 . 121 122 122 114 123 126 116 117 118 119 120 121 122 123 124 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 125 126 127 128 129 130 131 132 133 .

dass der Punkt D in der durch die Punkte Bund 0 bestimmten Geraden liege. geschlossen werden. dass '!I der mit x anfangenden (-Reihe an- !((x". In ähnlicher Weise kann man ausdrücken. Es mag dabei hervorgehoben werden. dass die verwendeten Zeichen nicht für jeden einzelnen Fall be S 0 nd er s erfunden sind. so ausdrücken: ~ '-"~(D = 91) 1-(BD~mt) ml) :. . was auch ~ sein mag. des Hrgs. Dies ist aber immer dann und nur dann der Fall. dass ~ derselbe Punkt wie D Bei. 11~ * Siehe Textkritische Bemerkungen..AB ~ OD die Congruenz der beiden Punktepaare AB und ODe Dann kann man den Umstand. wenn D in der durch Bund 0 bestimmten Geraden liegt. Es bedeute: . Anm. Durch {j habe ich bezeichnet. welcher mit B und 0 Punktepaare bildete. congruent wären .-(aD~ Die Bejahung des Inhalts dieser Formel würde nämlich bedeuten: aus der Congruenz der Punktepaare BD und mt und aus der Congruenz der Punktepaare OD und O~ kann. • Es sollen im Folgenden einige Beispiele gegeben werden. die mit BD und GD bezgl.. oder: man kann gar keinen von D verschiedenen Punkt finden. wie mit Hilfe meiner Begriffsschrift arithmetische und geometrische Verhältnisse ausgedrückt werden können. _sondern so allgemeine Bedeutungen haben. dass ein Punkt in der durch drei Punkte bestimmten Ebene liege.AnwendungeD der Begrijfssehrift.-. dass sie zur Wiedergabe sehr verschiedener Beziehungen hinreichen.

3. Fügen wir noch hinzu. 0. (0" + 1 = {J ap) ist daher der Ausdruck für den Umstand. . so erhalten wir in b r (0" b = ap) I I '-' I 7i + _ r (2" f1 ~-(b = +1= a) bp) "------l f3 (0" + 1 = a~) Die Bezeichnung des Umstandes. . 2. 4 .. dass a eine positive ganze Zahl sei. 3. Nach dem von mir zu Grunde gelegten allgemeineren Funktionsbegriffe kann man u+l=v als Function von u und v betrachten und daher als besondern Fall von f (u" v) ansehen.). . angehöre. also ein Vielfaches von d sei. b ---1 r 7f (0" + b = (2" aj3) -f 1 + 1 = b#) (b = a) sügt. l. 1. angehöre.· Danach bedeutet dann !{J (0" + 1 = ap). . dass a eine positive ganze Zahl sei. ausser durch sich selber theilbar sei. . . dass a eine Primzahl sei. mithin eine positive ganze Zahl sei. 4. 2 d. dass a der durch beständige Vermehrung um 1 entstehenden mit o anfangenden Reihe 0. d. . Ebenso bedeutet !{J dass a der Reihe (Oy +d= a. dass a durch keine der Zahlen 2. 3 d .90 [30] gehöre. .

t. b. {J o.=:1.[31] 91 Es mag jetzt gezeigt werden. 1) dass Q. dass mindestens eins von G. t..:. 2) dass es solche Zahlen giebt. so erhalten T!ir in I (30 = (11 bJ e Si) + + + 1 -! (0" + (J 1 = Qp) bp) '-----!eo" + fJ 1 = r ':""'-_-7f (07 + I_ _ _ 1 = = ep) ßR) t' ~r (0 fJ " + 1 die Vemeinung des Umstandes. dass 30 die Summe der Quadrate von 0. ß keine ganze Zahl sei.--_ _ (0" 1 = ep) ! {J (0" 1 = ßp) ist dem erstern Uebelstande abgeholfen. 9 ganze Zahlen sein sollen. und dass G. h. t. b..D --_. g ganze positive Zahlen seien. b.. dass solche ganzen Zahlen vorhanden sind. d. Die Gleichung 30 = a 51 1)1 eS gl drückt nicht aus. e. b. ß ganze Zahlen seien. Lassen wir den Verneinungstrich vor dem Ganzen fort. Durch 1 (30 = Q 51 bl e11 9 51) + + + + + + _! (0" + {J 1 = 1 = 0p) --~ (0)' + + + b. denn dies bedeutet den Umstand... oder dass ihre Quadrat- . Es muss jetzt noch ausgedruckt werden.. die 30 zur Quadratsumme haben. t. wie die Begriffsschrift den Satzder Zahlentheorie wiedergiebt. ß sei. b. dass jede positive ganze Zahl als Summe von vier Quadratzahlen darstellbar ist. dass G.

92 [32] summe nicht 30 sei. was auch Q.. so erreichen wir unsem Zweck. Wenn wir jetzt vor das Ganze die Allgemeinheitszeichen für Q. falls sie positive ganze Zahlen seien. b.) eR) " + + = = ~_ _~. + 1 = (Oy +1= so wird dadurch der Sinn der Formel verallgemeinert. b.r. dass die Zahl 30 als Summe von vier Quadratzahlen darstellbar sei.-_~r (0 fJ~ y (l~) b. zeichnet jetzt den Umstand.. dass. Die Möglichkeit. Die erste VerDeinung wird allgemein gemacht. t. wird also durch zwei Verneinungen ausgedrückt. r (0)' + = b~) '"--1 ___ ! fJ (0. T~~"!'!'-~~:----:--~t (30 = a l + 1 = 1 1 1)1 + eS + gl) -! (0" + fJ ~ . Setzen wir daher vor das Ganze den Verneinungsstrich. 9 sein mögen. wodurch man die Allgemeinheit . g setzen: "'-"~----:-~I~rt Q beg (30 = al + bl + el + 6' ) I f (OJ' + _ {J 1 = 1 (l~) eil) ßp). was wir ausdrücken wollten. (0" fJ :. die sich deshalb nicht einfach aufheben. mit andern Worten: dass es nicht vier positive ga. t.. deren Quadratsumme 30 sei..nze Zahlen gebe. ihre Quadratsumme nicht 30 sein könne.~ (0" {J + 1 = ß~) bedeutet demnach den Umstand. Sie be.. welche in der Endung "bar" des Wortes "darstellbar" liegt. Dies ist nun gerade das Gegentheil von dem. weil sie nicht unmittelbar auf einander folgen.

fJ ~--------~ (0" .--'-''-''~ t Ca = a' b2 e2 + g2) t + 1 + -~ (01' r {J + = aß) r "'-----p (0" + 1 = bj3) "'-----lI (0" 1 = ap) fJ Der Urtheilsstrich vor dem Ganzen stellt diesen Satz als Behauptung hin.] * Siehe Textl. in Berlin herausgegebenen Briefwechsel Leibnizens und Huygens mit Papin. Anm..[33] 93 der Verneinung. dass a eine positive ganze Zahl sei: a b e ß . so muss 30 durch ein allgemeines Zeichen. h. Anm.Jung auf den vor Kurzem von E.. welche die Mythenbildungen . Ger I an d im Auftrage der Kgl.ritische Bemerkungen. Soll nun der Satz ausgedrückt werden·. die Unmöglichkeit erhält. Die verneinte Unmöglichkeit giebt alsdann die Möglichkeit. Vorausgeschickt ist eine Lebensbeschreibung Papins. **Nämlich Frege (kurze Einleitung eines Referenten).l . des Hrgs. I-. des Hrsg. die sich an seinen Namen geknüpft haben.. etwa a. Akad. dass jede positive ganze Zahl als Summe VOll vier Quadratzahlen darstellbar sei. zerstört und seinem Erfindungsgeiste ohne Uebertreibungen gerecht wird. . d. (0" +1 + 1 + == ep) = ßp) [29] Ueber tleD Brielweehsel LeibnizeDs und Duygens mit PapiD' [Der Vortragende*· lenkte die Aufmerksamkeit der V m-samm. ersetzt und die Bedingung hinzugefügt werden.

Auch die Ansicht Leibnizens von der "frfthern Glut der Erde ist zu bemerken. die Weingeist:Bamme könne zur Lufterneuerung bei Taucherschiffen dienen. mit denen die Vorkämpfer des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts zu kämpfen hatten. das finden wir in dem Briefwechsel mit Papin auch für das Gebiet der Erfindungen bestätigt. oft thätigen Antheil nahm. den Huygens durch den Hinweis auf den Grundsatz berichtigen muss. dass der Schwerpunkt eines Systetns nicht von selbst steigen könne. diese Männer ihrer Zeit voraus waren. deren Gesetz von Newton schon aufgestellt war. welches dieses Buch erregt. dass es uns aufs lebhafteste in eine Zeit versetzt. Wie weit Leibniz. und dass er der Berliner Regierung eine jährliche Sammlung der in den Provinzen gemachten Erfahrungen empfahl. was jetzt in voller Entfaltung unser Leben bereichert und unsere Macht erhöht. der Doppelbrechung des Lichtes und der Gravitation. beruht vornehmlich darauf. der als Philosoph den Antheil der Vernunft an der Bildung unserer Erkenntnisse so hoch anschlug. Er ist gegen die Anwendung stark wirkender Mittel und erwartet viel von der durch Diaet unterstützten Heilkraft des Organismus. was von Papin durch Versuche widerlegt wird. Es scheint~ dass auch in der Medicin. sieht man daraus. doch von einer Missachtung der Erfahrung entfernt war. d$Ss Papin bei der Berechnung der Nutzwirkung einer Maschine einen Fehler macht. Die chemischen Vorstellungen der Zeit werden dadurch gekennzeichnet. und gewinnen so einen Massstab für ihre Bedeutung. Wie wenig allgemein bekannt noch damals die richtigen GrundSätze der Mechanik waren. Wir lernen den damaligen Stand der Kenntnisse in vielfacher Hinsicht kennen und sehen die Schwierigkeiten. geht daraus hervor. in der die ersten Keime von so Vielem sich zu regen begannen. Dass er an aJIen zukunftreichen Bestrebungen seiner Zeit den lebhaftesten. Insbesondere lernen wir Leibniz von einer neuen Seite kennen.94 [30] Das Interesse. Hierin stimmt ihm Leibniz bei. . Der Briefwechsel mit Huygens verbreitet sich besonders über die Ursache der Festigkeit. dass Leibniz meint. dass er die Erlangung 'weiterer Erfahrungen für das dringlichste Bedürfnis der Medicin erkannte. In Bezug auf die damals verbreiteten medicinischen Theorien spricht sich Papin sehr zweifelnd auS.

sich erst im Laufe vieler Jahrzehnte hätten entwickeln müss~n. Das grösste Interesse von den Erfindungen Papins erregt die der Dampfmaschine. Er und Leibniz sahen schon ziemlich alle die Anwendungen voraus. Ein zweiter Versuch gelang. damit zu erklären. als bisher in Erfüllung gegangen ist. Erwähnt seien: Holz . dass die Erwartungen Papins erst nach so langer Zeit in Erfüllung gegangen sind. und die einzelnen erfinderischen Gedanken. Ruder in ledernen Aermeln zur Fortbewegung. hielt Leibniz kräftig seine hohe Meinung vom Erfinder und seinen Glauben an die Ausführbarkeit des Unternehmens Zweiflern gegenüber aufrecht. Als ein erster Versuch mislang. indem er den verbrauchten Dalnpf ins Freie liess. den Umstand. der mitte1st eines schraubenförmig gewundenen Drathes offen gehalten wurde. Die Ausführung blieb natürlich erheblich dahinter zurück. dass er die Luftleere durch Niederschlagung von Wasserdampf herstellte. Bei mangelhafter Bekanntschaft mit der Geschichte dieser Erfindung wird man geneigt sein. dass sich erst die theoretischen Ansichten über Spannung und Niederschlagung des Wasserdampfes hätten klären. in welchen der Kolben durch den äussern Luftdruck wieder herabgedrückt wurde. in der die Pulvergase einen Kolben hoben und nach ihrem Entweichen einen unvollkommen luftleeren Raum zurückliessen . 10 versprach sich Papin vom TaucherschifI in seiner etwas saDguinisch~n "Teise mehr. wurde aber nicht weiter verfolgt. Den Mängeln dieser Maschine suchte Papin dadurch abzuhelfen. Durch einen Schlauch. wie es scheint. Dampfschiffe und Dampfwagen.[31] 95 Was nun die Erfindungen betrifft. die jetzt davon gemacht werden. Kornmahlen. aus denen die Erfindung der Dampfmaschine besteht. Er wollte darin die längsten Fahrten mit grösserer Schnelligkeit und geringerer Gefahr machen können. Papin hielt die Erfindung der Dampfmaschine für wichtiger als die der Umwandlung der Metalle. und dessen Ende an einem an der Oberfläche schwimmenden Holze befestigt war.und Marmorschneiden. in befriedigender Y-t eise. Eine Pumpe diente zum Senken und Heben des Fahrzeugs. Wasserheben. Statt dessen sehen T . holte er frische Luft herab. Später benutzte er auch den Druck des Dampfes und scbliesslich diesen allein. Der Ausgangspunkt war wohl die Huygensscbe Pulvermaschine. Er wollte in Kriegszeiten mit ihm in feindliche Häfen eindringen und die Schiffe zerstören. als mit gewöhnlichen Schiffen.

. Bei den Oefen zum Glasschmelzen . Man gewinnt eine Vorstellung davon. um diese Werkzeuge zu schaffen.auch die Selbststeuerung der Maschine. noch die Ausführung im Grossen erlebt zu haben. dass jene theoretischen Ansichten schon damals hinreichende Klarheit erreicht. So war es z. mit Hilfe von Handwerkern . die der Gedanke einer DaDlpfmaschine· gab. zu metallurgischen und ähnlichen Zwecken ist der Grundsatz der Luft.96 [32] wir. bei dem man wohl an ein Aneroid zu denken hat. wenn unsere jetzigen Hilfsmittel damals zur Verfügung gestanden hätten. weshalb Wasser die Dichtung übernehmen Inusste und der schwimmende Kolben nur dazu diente. Dagegen sehen wir mit Bedauern und zugleich mit Bewunderung die Erfinder jener Zeit im Kampfe mit der Unvollkommenheit der Werkzeuge. Leibniz denkt an ein tragbares Barometer ohne Quecksilber in der Art einer Pumpe. die Benutzung der Wärme des verbrauchten Dampfes und der Verbrennungsgase werden in einem Briefe von Leibniz ausgesprochen. unmöglich gcnau gearbeitete Dampfcylinder mit luftdicht schliessenden Kolben von der erforderlichen Grösse zu machen. Was heute mit unsern Werkzeugmaschinen spielend gemacht wird. die unmittelbare Berührung des Dampfes mit dem Wasser auf ein kleines Randgebiet zu beschränken. Ich glaube. stellte damals die Geduld der Erfinder auf die höchste Probe und erwies sich oft genug als unausführbar. das Verdienst der Männer. nicht zu hoch zu schätzen und auch ihren Vorläufern gerecht zu werden. wenn man sich vor die Aufgabe gestell t denkt. der noch jetzt bei solchen Anlagen befolgt wird.vohnt sind. In Bezug auf seine Rechenmaschine schätzt sich Leibniz glücklich. eine Dampfmaschine zu bauen.druckregelung zu bemerken. Es wurde hierbei ein Centrifugalgebläse von Papin angewendet. das auch zur Lufterneuerung in Bergwerken diente. Andere Erfindungen Papins seien nur kurz erwähnt. die nur für die gewöhnlichen Bedürfnisse des Lebens zu arbeiten ge. Die Schwierigkeiten lagen wohl ähnlich wie bei dem Bau der Dampfmaschine in der Ungenauigkeit der damaligen Arbeit. und dass fast alle jene Gedanken scholl vorhanden waren . Wir werden hierdurch gemahnt. dass die Dampfmaschine schon zu Papins Zeiten einen hohen Grad der Vollendung erreicht hätte. die eine Erfindung zuerst im grösseren Masse nutzbar machten. . Aber freilich bedurfte es der Anregung. Dies war der Grund. B.

Er kommt bei der Vergleichung nleiner Begrifl'sschrift mit der booleschen Formelsprache zu dem Ergebnisse. * Siehe Textkritische Bemerkungen. . die seitdem über meine Schrift erschienen sind. In Bezug auf den vorhin erwähnten Vorwurf will ich zunächst bemerken. hier über meine Begriffsschrift einen Vortrag zu halten. des Hrgs. Phys.[1] 97 Ueber den Zweck der Begri:ffsschrift. Ich wollte nicht eine abstracte Logik in Formeln darstellen. Scheinen doch die Aufgaben. die B 001 e behandelt. Bei jenem Vorwurfe ist aber dies hauptsächlich übersehen. Zcitschr. d. zum grossen Theil erst zu dem Zwecke ersonnen zu sein. da sie mir Gelegenheit gieht. dass die boolesche Formelsprache in den meh r als 20 Jahren. u. durch ihre Widerlegung die Sache in helleres Licht zu setzen. noch einmal darauf zurückzukommen. Es mussten daraus schiefe Urtheile hervorgehen. ist die Wahrnehmung. als es durch Worte möglich ist." Ich hatte schon einmal die Ehre. Ich ersehe dies aus mehren Besprechungen. dass der Zweck derselben vielfach verkannt worden ist. Was mich veranlasst. Unter anderm wird mir vorgeworfen. sondern einen Inhalt durch geschriebene Zeichen in genauerer und übersichtlicherer Weise zum Ausdruck bringen. so bin ich ihm doch für die eingehende Besprechung und die sachliche Begründung seiner Einwände dankbar. Sc h r öde r in der Recension im XXV. dass ein Verlassen der durch sie gelegten Grundlage von vornherein als thöricht erscheinen müsste. Anm. Obwohl mich dies Urtheil wenig befriedigen kann. dass die Letztere in jeder Beziehung vorzuziehen sei. keineswegs so durchschlagende Erfolge erzielt hat. Bd. und dass nur eine Weiterentwickelung in Frage kommen könnte. dass mein Zweck ein anderer als B 001 e s war. Diesen Vorwurf erhebt auch E. um mittels seiner Formeln gelöst zu werden. Math. ich habe die Leistungen Booles unberücksichtigt gelassen. f. die seit ihrer Erfindung verflossen sind.

dass ich in der Ausführung das abstract Logische zu sehr in den Vordergrund habe treten lassen. Wenn A den Umfang des Begriffes "Dreieck". B = B . denn selbst.A. Die Ersteren vergleichen Begriffe ihreIn Umfange nach. A A(B . die Letzteren drücken Beziehungen zwischen beurtheilbaren Inhalten aus. B den des Begriffes "Regelmässig" hedeutet. Diesen Uebereinstimrnungen mit der algebraischen Multiplication + + + + + B 0 oIe setzt dabei vora. + (B C) = (A B) 0 A(B 0) = AB + AC. logischen Summe Unter der A. C A + B = B A . so liegt das vielleicht daran. dass die Begriffe A und B sich aU88chliess6n. da diese gegenüber dem tiefgehenden Unterschiede von meiner Begriffsschrift nicht in Betracht komlnen. Diese Eintheilung ist ungenügend. . die sich bei B 0 0 I es Vorgängern und Nachfolgern finden. da die Existentialurtheile keine Stelle finden. Einzeloinge werden als solche nicht bezeichnet. und dies ist ein bedeutender Mangel der booleschen Formelsprache. G) = (. 1) .+B ist der Umfang des Begriffes "Dreieck oder regelmässig" zu verstehen 1). Die Ausdrücke "Product" und "Summe" werden durch das Bestehen folgender Gleichungen gerechtfertigt: A . so bezeichnet das logische Product A. auf alle Abweichungen einzugehen. Die Buchstaben bedeuten hier Umfänge VOll Begriffen.. Es kann nicht darauf ankommen. wenn ein Begriff nur ein einziges Ding unter sich fasst.B den Unlfang des Begriffes "Regelmässiges Dreieck". B) .us. wobei ich jene schlussfolgernde Rechnung immerhin als einen nothwendigen Bestandtheil einer Begriffsschrift anerkenne.A. gebe ich zunächst eine kurze Darstellung der ersteren. sondern eine "lingua characterica" im leibnizischen Sinne schaffen. was unter Anderen Sc h r öde r nicht thut. B 001 e unterscheidet primary propositions von secondary propositions.r I 98 [2] Ich wollte in der That nicht einen bIossen "calculus ratiocinator". Wir betrachten zunächst die primary propositions. bleibt immer noch ein grosser Unterschied zwischen ihm und diesem Dinge. Wenn dies verkannt wurde. Um nun im Einzelnen die Unterschiede der booleschen und meiner Formelsprache nachzuweisen. Die Buchstaben werden nun durch logische Multiplication und Addition mit einander verbunden.

Die Gleichung kanu bestehen. den Begriff "Mensch" in den Begriff "Nichtmensch" zu verwandeln. Bis hierher findet sich Alles mit nur äusserlichen Abweichungen schon bei Lei b n i z. dass die beiden Begriffe sich ausschliessen wie z. Es ist logisch: . Die Unterordnung eines Begriffes untel· einen anderen kann nun so ausgedruckt werden: . B. hat bei Boole keinen besondern.A. was in der Algebra nicht allgemein gilt. . hypothetische und disjunctive Urtheile . ß.A. h.z. + A.A. . Die Schriftsteller weichen hier von einander ab.A = 0 oder B = O. wovon grade die Rede ist (universe of dis course). .. Die 0 bezeichnet bei B 0 0 I eden Umfang eineA Begriffes. =. Das Fallen eines Einzelnen unter einen Begriff. AusseI· der Null bedarf man noch eines Zeichens der Verneinung. von der arithmetischen abweicht. . so sagt die Gleichung: die Umfänge der Begriffe "Säugethier" und "Luftathmenrles Säugethier" sind gleich. Lei b n i z hat dafür "non ens" und "ens". d. flass auch die Bedeutung dieser Zeichen. = A . um z. das von der Unterordnung eines Begriffes unter einen andern ganz verschieden ist. unter den nichts fällt.B=O sagt. dass die Auflösung der logischen Gleichungen. unter den Alles fällt. B.A + A = A + A. =.[3] 99 und Addition stehen aber gross~ Abweichungen gegenüber. Die Verschiedenheiten der logischen und mathematischen Rechnung sind so folgenreich. besonders die der 1. kaum etwas mit der Auflösung der algebraischen gemein hat.A. = . B. . 1 bedeutet den Umfang eines Begriffes.: alle Säugethiere sind luftathmend. .A.A. Andere haben noch ein Zeichen für die Verneinung der Identität. mit der sich B 00 I e hauptsächlich beschäftigt. "Quadratwurzel aus 2" und "ganze Zahl".A. ohne dass . . Man sieht. A . von dessen hierher gehörenden Arbeiten B 001 e wohl nichts erfahren hat. Wenn .führt Boole auf die primOlTY propositions in sehr gekünstelter Weise zurück. B den des Begriffes "Luftathmend" bedeutet.A z. Die secondary propositions . Ä. Diese Mannigfaltigkeit der Verneinungszeichen halte ich nicht für einen Vorzug der booleschen Logik. B. streng genommen wohl gar keinen Ausdruck. den Umfang des Begriffes "Säugethier". Sc h r öde r versieht den Buchstaben zu diesem Zwecke mit dem Index 1. Das Urtheil "wenn x = 2 ist.

wo sie ganz ans dem Spiele bleiben müsste. Die Analogie zwischen den logischen und arithmetischen Rechnungsarten. Und dies ist grade meine Absicht. Hierzu konnte ich die boolesche Bezeichnungsweise nicht brauchen. in welche die Logik nach B 00 I e zerfällt. kann nur verwirrend wirken. Diese Auffassung hat den Nachtheil. mit den schon vorhandenen Zeichen der Mathematik zu einer einzigen Formelsprache verschmelzen. Dabei entsprechen die bestehenden Zeichen ungefähr den Stämmen der Wortsprache. die für B 00 I e werthvoll ist.100 [4] so ist x 2 = 4" fasst er so auf: die Classe von Zeitmomenten. der im wirklichen Denken doch oft vorkommt. M c C oll erklärt die Ausdrücke von secondary propositions unabhängig von denen der primary.rithmetischen Sinne vorkomme. Jeder Uebergang von der einen Art der Urtheile zu der andern. ist abgeschnitten. in denen ein Satz wahr ist. so erkennen wir. in denen x = 2 ist. dass sie eine Einkleidung der abstracten Logik in das Gewand algebraischer Zeichen ist. Hierdurch wird die Einmischung der Zeit freilich vermieden. ist untergeordnet der Classe von Zeitmomenten. wenn beide in Verbindung mit einander gesetzt werden. dafür aber auch jeder Zusammenhang zwischen den beiden Theilen durchschnitten. Man bewegt sich dann entweder in primary propositions und gebraucht die Formeln in dem von B 0 0 I e festgesetzten Sinne. welche die in den Stämmen liegenden Inhalte in logische Beziehungen setzen. zur Wiedergabe eines Inhalts ist sie nicht geeignet. denn es geht nicht an. Sc h r öde r sagt. dass in derselben Formel beispielsweise das + Zeichen theils im logischen theils im a. dass die Zeit auch da eingemischt wird. mit der booleschen Rechnung mit Be- . und das ist auch nicht ihr Zweck. nur werden diese Begriffe hier näher als Classen von Zeitmomenten bestimmt. oder man bewegt sich in secondary propositions und benutzt die Erklärungen M c Co 11 s. Ueberblicken wir die boolesche Formelsprache im Ganzen. während die von mir hinzugefügten Zeichen den Endungen und Formwörtern zu vergleichen sind. B 0 0 I e s Zeichensprache ist nur denkbar in gänzlicher Trennung von der Arithmetik. Ich will die wenigen Zeichen. in denen x 2 = 4 ist. denn man darf nicht in derselben Sache dieselben Zeichen in doppelter Bedeutung gebrauchen. So kommt auch hier die Sache auf die Vergleichung der Umfänge von Begriffen hinaus. Ich musste daher andere Zeichen für die logischen Beziehungen erfinden. die ich einführe.

es ist nur ein neuer beurtbeilbarer Inhalt gebildet... Erlangen 1880. z. der sich durch grössere Länge vom Minuszeichen unterscheidet: + ---2+3=5. Wenn man zwei beurtheilbare Inhalte A und B in Beziehung zu einander setzen will.Urtheilsstrich: I 2 + 3 = 5.[5] 101 griffen habe meine Begriffsschrift fast nichts genIein. Dalnit ist aber keineswegs gesagt. bringe ich am Inhaltsstriche den Verneinungsstrich an. Es wird in ---2+3=5 noch gar kein Urtheil gefällt. Wie gründlich man doch zuweilen missverstanden wird! Ich meinte die That des Urtheilens von der Bildung 'des beurtheilbaren Inhalts durch diese Bezeichnungsweise recht deutlich unterscbieden zU'haben.. Vor den Ausdruck eines beurtheilbaren Inhalts wie 2 3= 5 setze ich einen wagerechten Strich. der erst durch den Urtheilsstrich in I 4+2=7 zu dem Urtheile . damit auf ihn andere Zeichen bezogen werden köunen.. Hi. sondern von den Urtheilen ausgehe. Wenn ich einen Inhalt' als richtig behaupten will. hat man folgende Fälle zu beachten: + + 1) Die neuesten Bestrebungen auf dem Gebiete der Logik bei den Deutschen und die logische Frage. In diesem St.: I 4 2 == 7.ermit ist die Falschheit dieser Gleichung noch nicht behauptet. . wohl aber mit der booleschen Rechnung mit Urtheilen. dass ich das Verhältnis der Unterordnung von Begriffen nicht auszudrücken wüsste. und Ra bus 1) beschuldigt mich einer Vermischung beider! Um die Verneinung eines Inhalts auszudrücken. B. den Inhaltsstrich.riche denke ich mir den darauf folgenden Inhalt vereinigt. man kann daher.4 + 2 = 7. so setze ich an das linke Ende des Inhaltsstriches den . es ist einer der bedeutendsten Unterschiede meiner Auffassungsweise von der booleschen und ich kann wohl hinzufügen von der aristotelischen.4 2 ist nicht gleich 7" wird. ohne sich eIner Unwahrheit schuldig zu machen. auch schreiben . In der That. dass ich nicht von den Begriffen.

A -. und nicht B. Ein Beispiel wird jedoch sofort den Grund einleuchten lassen. A..A Der Fall "A und B" wird bejaht: B" wird verneint: .A und nicht B~' A und nicht B" -. und nicht B. während doch x 2= 4 sei. so würde man l. sondern nur. ist zunächst nicht deutlich. nun unter -~-A I_ B die Verneinung des dritten Falles.--.B A und B. die in unserm Zeichen liegt. + LA 'L' L. so ist Xl = 4.A. 3) --. Diese Uebersetzung lässt die Wichtigkeit der Beziehung erkennen. und B" wird B verneint.. 6) ---:---:-. für alle ursächlichen Zusammenhänge überhaupt.B wird bejaht: we-der A noch B. I x~ = 4 x 2 =4 Verneint den Fall. Diese Festsetzung mag zunächst sehr gekünstelt erscheinen. . dass Xi nicht gleich 4. Freilich ist die Wiedergabe durch "wenn" nicht in allen Fällen dem Sprachgebrauche angemessen. Man kann es übersetzen: wenn x 2 = 4 ist. B bejaht: Bund nicht A.so ist 2 2 = 4". Weshalb ich grade den dritten Fall herausgreife und grade dessen Verneinung durch ein besonderes Zeichen ausdrücke.102 [~ 1) 2) 3) nicht 4) nicht Ich verstehe .B A und B schliessen einander aus.-.A.. Betrach ten wir nun die Ver bindungen von Bedingungs . Ist doch das hypothetische U rtheil die F'orm für alle Naturgesetze.A.+ + + I 1_ 2 + 2 =4 22 = 4 nicht passend übersetzen: "wenn 2 ~ = 4 ist. Setzten wir für x 2. . Der F'all "A und 2) -~..A Der Fall "nicht 7) Der Fall "nicht .4. A und B.A und B. und E" wird .und Verneinungsstrich an folgender Zusanlmenstellung! 1) Der Fall "nicht 5) A Der Fall "nicht .A. wenn ein unbestimmter Bestandtheil wie hier x dem Ganzen Allgemeinheit verleiht.B wird verneint: . .. oder B.

Jene Formeln sind ja nur leere Schemata.A und B sich ganze Formeln. während jeder von diesen sich von links nach . um auf eInIge Ausstellungen Sc h r öde r s zu antworten. Aber diesem Vorwurfe liegt die Meinung zu Grunde.. das verneinte A tritt. Der Fall "A und nicht B" wird -.A oder B" mit seiner Schreibweise ab l + alb = 1 und findet hier wie auch sonst in meiner Begriffsschrift eIne ungeheure Raumverschwendung.B verneint.-A Der Fall "A und nicht B" wird be. der seinerseits wieder weitläufiger ist als der ursprüngliche Booles a + b= 1.I B jaht: A und nicht B.[7] 103 4) ----=-. Das "oder" im dritten Falle ist das nicht ausschliessende. 8) ---=---.A. Wenn wir an den Inhaltsstricheri der links stehenden Ausdrücke den Verneinungsstrich anbringen. Er vergleicht meine Darstellung des ausschliessenden . Es ist in der That nicht zu leugnen. Das ausschliessende "oder" kann so ausgedrückt werden: I L:='I A A -B _11 B oder auch 'I-B . so erhalten wir die rechts daneben stehenden. meine Begriffsschrift solle eine Darstellung der abstracten Logik sein.. Dann sieht die Sache ganz anders aus. Der zweite Ausdruck entsteht aus dem ersten dadurch. Der links verneinte Fall' wird rechts immer bejaht.A B _I A. Die Begriffsschrift nutzt die zweifache Ausdehnung der Schreibßäche aus.. der Vortheil der Gedrängtheit bei B 0 0 I e in den Nachtheil der Unübersichtlichkeit. dass an die Stelle von. Projectivitäten zu denken. Bei der Anwendung hat man an der Stelle von . i I Ich mache hier halt. J.. Congruenzen. vielleicht ausgedehnte Gleichungen. Der Nachtheil der Raumverschwendung bei der Begriffsschrift verwandelt sich in den Vorthei! der Uebersichtlichkeit. In dem Wortausdrucke heben sich dann die beiden Verneinungen von A auf.A. dass B in das verneinte B verwandelt wird. Der dritte Ausdruck geht aus dem ersten und der vierte aus dem zweiten dadurch hervor. dass mein Ausdruck mehr Raum einnimmt als der schrödersehe. indem sie die beurtheilbaren Inhalte von oben nach unten auf einander folgen lässt.

meine Formelsprache huldige der japanesischen Sitte einer Verticalschrift. Wenn dasselbe Sachgebiet durch zwei Zeichensysteme dargestellt wird. so erkennt man. Aber dies beweist nichts. die Zeichensysteme können dabei von Grund auf verschieden sein. denn in jeder arithmetischen Ableitung pflegt man die einzelnen Gleichungen nicht neben einander zu schreiben. so folgt von selbst. solange man nur die abstracten logischen Formen darstellt.104 [8] rechts ausdehnt. Das Urtheil --I--:---:1:' = 81 I-xI =9 lautet in Worten: wenn Xl = 9 ist. die nicht vorhanden ist. die hieraus entstehenden leicht erkenn baren Nachtheile B 0 oIe zur Last zu legen. Dies sieht in der That so aus. Bei B 0 0 I e entstände eine einzige oft überlange Zeile. Danach könnte es scheinen. etwa arithmetische Gleichungen gesetzt denkt. Er meint am wirksamsten zur Richtigstellung der Ansichten durch die Bemerkung beizutragen. weil man aus der einen in die andere übertragen könne. So geht S c h r öde r überall in seiner Beurtheilung von einer unmittelbaren Vergleichbarkeit der Begriffsschrift mit der leibnizbooleschen Formelsprache aus. Ein Beispiel wird vom Gegentheile überzeugen. Mit dem eben Gesagten hängt eine andere Bemerkung Schröder s zusammen. Doch es würde Unrecht seiu. der nie an eine solche Verwendung seiner Formeln gedacht hat. mit der booleschen Rechnung mit Begriffen habe ßleine Begriffsschrift fast nichts gemein. dass beide Bezeichnungsweisen nicht wesentlich verschieden seien. die Raumverschwendung im F'alle der bIossen Andeutung des Inhalts als Fehler der Begriffsschrift anzurechnen. oder ob etwa meine Formelsprache ein kleineres Gebiet beherrsche. So werden die einzelnen Inhalte von einander deutlich getrennt und doch in ihren logischen Beziehungen leicht übersehbar. Umgekehrt folgt aus dieser Möglichkeit nichts weiter als das Vorhandensein eines gemeinsamen Sachgebietes. sondern der Uebersichtlichkeit halber von oben nach unten auf einander folgen zu lassen. Man kann fragen. so ist x' = 81. dass eine Uebertragung oder Umschreibung aus dem einen in das andere möglich sei.. Schröder sagt. Wenn man aber für die einzelnen Buchstaben ganze Formeln. Man kann /) . dass sie die Unterordnung von Begriftcn nicht darzustellen vermöchte. dass nichts Ungewöhnliches hier vorliegt. Aber ebenso Unrecht wäre es. ob diese Uebertragung überall ausführbar sei.

. deren Quadrat 9 ist. nämlich die Abgrenzung des Gebietes. die Höhlung u. Hier deutet. Nach dem schröderschen Vorschlage würde sich der Unterschied zwischen . dass er den Versuch macht. Es entsteht nämlich auch ein richtiges U rtheil. denn der Fall. dass er den Kern der Sache. Hierin wird der Begriff "Quadratwurzel aus 9" dem Begriffe "Vierte Wurzel aus 81" untergeordnet. eine Quadratwurzel aus 9 und eine solche.. das ganze Urtheil allgemein zu machen in dem Sinne. durch den sie auch als blosse Darstellung der logischen Formen einen bedeutenden Vorsprung vor B 0 oIe s Schreibweise hat. so ist x = o. die Allgemeinheit auf einen Theil des Urtheils zu beschränken. dass = = I a -"-"'-. ist zu verneinen. ibn in die boolesche Formelsprache einzuführen. Dann bediene ich mich der deutschen statt der lateinischen Buchstaben wie in I I a x =0 -. weil 1 2 nicht gleich 9 ist. Hierdurch wird an die Stelle der booleschen Künstelei ein organischer Zusammenhang zwischen den primary und den secondary propositions gesetzt. was man auch für x setzen möge..Cl x=O . nicht erfasst hat. deren vierte Potenz 81 ist.x =0 t----a = x x und l-a~ x '-a 2 =x nicht deutlich erkennen lassen. auf das sich die Allgemeinheit erstrecken soll.lit dem Cl au. Der lateinische Buchstabe x hat den Zweck. Und doch ist dieser so gross.[9] 105 nun eine Zahl. Ich sehe in dieser Bezeichnungsweise einen der wichtigsten Bestandtheile meiner Begriffsschrift. wenn wir für x beispielsweise 1 setzen: I 1 4 = 81 1_11 = 9 . dass der Inhalt gelten solle. dass die durch a ausgedrückte Allgemeinheit sich auf den Inhalt dieses ---:---(1 = x I-al I-a~=x beschränken solle..-. eine vierte 'ff'r urzel aus 81 nennen und dann übersetzen: alle Quadratwurzeln aus 9 sind vierte Wurzeln aus 81. Sc h r öde r erkennt den hierin liegenden Vortheil dadurch an. wo 1 2 = 9 und 1 4 nicht gleich 81 wäre. Es wird zuweilen nöthig. in Worten: wenn jede Quadratwurzel aus x gleich x selber ist.-Cl = x = x. Er zeigt jedoch dabei.

106

Sitzungsberiohte.

[10]

das Letztere falsch, das Erstere richtig ist. Ein Uebelstand bei Sc h r öde r s Vorschlage ist ferner, dass er noch ein Zeicben der Verneinung nöthig macht. Es würde zu weit führen, wenn ich auf alle einzelnen Ausstellungen Sc h r öde r s antworten wollte. Es mag zunächst genügen, seine falsche Auffassung des Zwecks der Begriffsschrift berichtigt und damit die Untriftigkeit wenigstens eines Theiles seiner tadelnden Bemerkungen gezeigt zu haben. Hätte er versucht, einige Formeln des dritten Abschnittes meiner Schrift und die, welche ich vor einiger Zeit die Ehre hatte Ihnen vorzuführen, in die, wie er sagt, bessere Schreibweise zu übertragen, so hätte er an der Schwierigkeit dieses Unternehmens die Irrigkeit seiner Auffassung 'erkannt. Immerhin bin ich ihm für die Besprechung meiner Schrift
dankbar.

[4:8J

Heber bie "'iffenfc{)"ftli~e ~ere""tiQaIlQ efue1! ~e9riffefc()rfft.·
3n ben abfttarttren ~~ei!en bel ~ifftnfd)aft Ina~t fief) immer auf'e ~eut bel IDlangeI eint~ IDlitte{~ fü~Ibat, IDlip$ \)erftänbniffe bei ~nbtrll unb AUßltid} ~t~{tr im eignen ~enfen AU nermeiben. ~tibt ~aben if)te Urfad)e in bel Un\)oUfommen~eit bel Sl'rad)e. l)enn ber finnlid)en 3eidJen btbürftn mit nun einmal ~um ~tnftn. Unfel't ~ufmetffamftit ift 'Oon 9latur nad) au~en gerid)ttt. :Dir <5innt~tinbrücft überragen bit ~r~ innerung~bi(ber an ~eb9Qftigftit f0 fe~r I bas fie ben mer{auf unfertr QJorfteUungfn aunäd)ft lUie bei ben ~~iertn faft allein btfiimmen. Unb bitft-r Wb~ängigfeit mürben tnir Qud) faum ft rntrinntn fönnen, tutnn nid}t bit ~U;tnweIt aud) einigtrma;en uon un~ a{l~ün9i9 wäre. Sd)on bit meitltn Xbiftt ~aben burd) bit ~äb ig feit ber Drt~t)eränbtrUn9 einen &influp auf i~re Sinnee~ tinbrüde: ne fönnen bie einen ttie~tn, bit anbtrn fud}tn. Unb

* Siehe Textkritische Bemerkungen.

Anm. des Hrgs.

1
i

[49]

107

I

nid)t alltin : fit fönntn auel) umgeftaUtnb auf bit ~inge wirfen. ~itft ~ä~igftit ~at nun btr IDltnfd) in bei n)eitem ßrö~trtm IDlapt. ~ennod) würbe unftr mortltaung~Utr(auf QU~ baburd) nod) nid)t bie \)oDe ~rti~eit ge\uinnen; tr tuürbe auf ba~ btfdJränft ft"n, ll)a~ unfere ~anb geftalten, unfert Stimmt au tönen l)ermag, ol)ne bie gro~e &rfinbung ber BeidJen , bie un~ gtgcnwärtig mad)tn, ttlal abroeftnb, un~dJtbar , \)ieUefdlt unfinnlid) ift. Sd} ltugne nicbt, b'l~ "ud} o~nt 3eid}en bit UB"l)rne~lnun9 tine~ l)inge~ dnen .f(rei~ uon (irinntrung~~ bUbern um fid) falnmt(n fann. ~ber mir rönnen biefen ni~t wtiter nad)gtl)en: eine neue QBahrnrl)mung (ä~t biefe ~ilber in mad)t utrfinfen unI) anbtre auftaud)en. ~tnn ",ir aber baG 3eid]en einet mOtfttUung ~er~orbringtn, an bit mir burm eine ~a~rnef)tnung erinnert werben, fo fdJaffen lUir bamit eintn neuen feften IDlitte(l>unft, um ben fiel] morfltUunßtn rammeln. mon bieren \l'ä~{en luir UJitberunl tine au~, Ulll i~l' 3eid}tn ber'OorAubringtn. So bringtn wir Sd}ritt für <5d)titt in bie blnfrt ~elt unfeter morfteUungen ein unb bCluegtn un~ barin nod} ~e1itben I in bellt mir ba~ 6innUd)e fe(bft benuftn, um une 1>on feinem Bmangt AU befreitn. ~ft 3tid)tn finb fitt bQ~ ~tnftn 'Don betfelben ~ebelltun9 roie für bie SdJifffa~rt bit (irflnbung, ben 9Binb ~u gebraud)en I um gtgen ben mJinb a fegtln. ~e~~alb l)tl'ad)te niemanb bit Beid}tn 1 uon fbrer u Atntdmöjißtn ~a~( ~änst nid}t roenig ab. 2~r mJettb wirb aud) baburd:> niebt ~trminbtrt, bop w.ir nad) hlngtr Uebung nid)t mt~r nöt~i9 ~"ben, ba~ 3tid}tn mi.rflid) ~trl)otaubtin8tn, ba~ lUir nid)t lnt~f laut au fprtd}en braud)en, um AU benltn; btnn in ~orten brnftn wir troebem unb, tt)eun nid)t in ~ofttn, bod) in mat~tmatifd}tn ober anbtrn 3eid)en. U1n begriff~ir würben un~ o~nt 3eid)tn aud) fd)werlid) a {id)tn ~tnfen tt~ebtn. 3nbtm wir nämlid) l)etfd}iebentn aber A~nlid)fn l>ingtn baffelbt .3eidJtn gebtn, btatid}ntn roit eigendid) nid.)t mt~r bat tinaelnt 1)ing, fonbtrn ba~ i~nen @tmeinfanlt, btn ergriff. Unb biefen gtminnen \\lir ttft baburd], ba; wir i~n beötid)nen; benn ba er an tim unanfd]auli~ i~, bcbarf er

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[50]

tiatß anfd,Aldia,tn Ukrtrfter~, llJn un~ trfcf)ti~lt 311 'ÖnntM. So trfd)fitfjt un~ bae EinnCict,r bie ®eft bt'~ Unttnnfid>m. ~itrlnit ~llb bie mrrbirnfte ber 3dd)rl1 nid)t trfd}öl'ft. @~ nlaß inbefftn geni'ltJtn, il)re Unrntbf~rfid)feit bar~ut~lln. <l)it

@)"racf)t abfr tr"'tift ficf) 'll~ nHlngtl~aft, \llrnn t~ fldJ bamm !)alt bett, ~'10 ~fnftn "or ~e~rtrn bttl),,~ren. Sie onnigt f~tln b,r elften 2lnforbffung nicf]t, bit mon in bitfrr ~infidJt

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An fit rteDen muö I ber, tinbeutie 3u frt)n. 21111 gtfä~r(id>ftt" finb . bie ~äne, in benen bit ~tbtutungen bt~ mJerte~ nur \umig tlerfd)itben finb, bit Itiftn linD bod) nict,t gfrid)girtigrß Sd),",anfungen. mon t'itItn ~tifpi~ftn 111(19 nur rinf bur~ ge~tnbf ~rfd}tinUn9 ~ier trwä~nt ",erbtn: ~"fft(bt QBort bitnt aUf j8taticbnuag tint~ ~eßTifftG unb tine~ tinat'fnen unter bitftn faUtnbtn @egenftanbta. Ueberf)aul't ift ftin Unterfcbitb awifdJnt l'tgriff unb ~in3tfntm aU~9tl'rä9t. ,,~a' ~ffrb 11 fonn ein Ciinaeht>eftn, t~ fann au~ bit 2Irt btatid)ntn, wie in btln Sa~: "baG ~ftrb ift tin \)flanoenfreffenbt~ Xf)ier /I. ~ftrb fann tnb'li~ ehwn ~tgriff btbtutrn "-,je in btm S·Qßt: "bi,~ i+1 tin ~fnt M. <I)ie El)tad)t 1ft nid)t in ber ~tife burd} logifd>(' ~fftle bt~tnfd)i J ba~ bit ~eforgung ber @ranllnatif fd)on bi~ formale ~id)tiSffit btr @ebanfenbewegung \)erbürgff. ~it ~ormtn, in bfnen ba~ ~orgern (lu~9tb.rüdt mirb I finb fo ~ielfäftiilt, fo loft unb btl)nbare, ba~ fiel) rei~t morQu~ft,ungtn unbeme·rft burd)1I ftt,ltid)tn fonntn, bie bann bei ber ~u~ö{,lun9 btr notbU>fnWgm ~tbingungen für bie @iUißfeit bt~ Sd)(u~fa~t~ Übtft1angm luerben. ~ieftT tr(,ldt fo fint grÖ~tre ~Ooemtinl)tit oh3 i.,m 'Oon 9ltd)t~ ,uege.n ~ufonlmt. <5tlbft tht f0 gc'l)ifftn~aft" un~ ftrmgtT C$cf)rifUleUrr wie ~ufli~ m'ld)t »irlfad) (tillfcf>ll'tiA'~ 'Oon mor41uefcßungfn ilitbrnucb, bit er ",eber untff frintn <8-Tunb~ fR~tll nOod> unkr ~el1 morauefeßungtn bt~ btfonbtrn SaGt' auf~ fii~rt. <50 benußt fT inl ~e\}jtift bt~ t 9. eaGt'- bt~ trf}Ml ~d)te btr (iItmtntf (in ;tbtm ~Teitdt litgt btm 8,o~rn 9Bjnfel bit gtö;trr efite gtgrnüber) fti0fdJl\)tigtn' bit- a~t: 1) ~mn flnt ~trede nid}i 9rö~,r ale rine anbele tft, 1ft fit glticl) bfrffr obtr ffrhrer al' biefe.

'0

[51]

109
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tin Winfe{ gIeid) einell1 anbern ift, fo ift er nid}t orö~er a(e bitfer. 3) mJenn ein ~infeI f(einer alä ein anberer ift, fu ift tr nid)t 8Töjtr ale Diefer. ~tr ~eftr \nirb inbtffen baß Ueberfpringtn biefer Sä~e nur bei bffonbtrer ~ufmerffamltit OfnHl~r I 3uma ( nH~if fit ~en ~enf* u gtftßtn fefbfl an Urfl>rünolid)ftit fo nabe a lommen fd)einrnl ba; fit wie jtne felbft gebroud)t \nerben~ C&in ftreng abgegren~ttr .ireie \)on iYormtn bee Sd)lieUtne ift in ber Spralte eben nid}t norbanben, fobafj ein lüdtn(ofer lYorroang an ber fprad}lid)en t10rm non tinent Utberfl'ringen non Slt>ifd)engliebern nid)t au unterfd>tibtn ift. ~Jlan fallit fogar fagtn, ba~ ~rfiertr in btr Sprad)t faft nid)t \)Orfonllnt, hap er btm C5prad}gefü~{e ",ibel~ ftrtbt, tufil er mit dntt unerträglid)en ~eitfd)",eifigfeit \)er~ bunbtn wärt. ~ie (ogifd}tn mer~äUniffe werbtn burd) bic <S\)rad)e fart immer nur llngei:ltutet, bem &rrat~en übtrlaffen, nid)t tigentIid) "u~ßebrüdt. IDae gefdJritbene bat \)or t)tnl oefprod)enen m30rtr nUT bit ~4Uer 'Ooraus. 9Jlan fann eintn @ebanftngang me~rm(1(e übtrblidtn , o~nt eine meränbtrung befürd}ten au lnüffen, unb il)n. fo Rrünblid.}tr auf feine ~ünbieftit "rüfen. l)ie 9ltgeln btr ~09if werben hierbei wie rine mid)tfd)nur äuöerlidJ angelegt, b,,· in btm m!tfen ber ~ortfd)rift felbft feint genügtnbt @ewä~f U,gt.. ~ber au~ fo tnt~t~tn Itid}t ~t~lfr btm ~ugt b,~ ~rüfen~ ben, btfonbtre fold}t, bt.t "U~ leid}ten merfd)iebtn~eittn btr Q3rlf btutung tine~ UBortt~ entfl>ringtn. ~a~ mir troöbem in1 \!t~en mit in ber ~ifftnfd}nft ncm fo Itfblid) un~ aurtd)t finbtn I \)tr~ bRafen \uir ben mtlnnid)f"d)en IDlitteln btr 9lod)l'rüfung I bit un' mtifttn~ ~u Qjrbote flt~en. 1)it ~rfa~rung I bit räunlHd}f jlnfdJauung btlllai)rfn unG ~or ~itltn ~tb(ern. ~i( logifd)en Sltgt(n ßtwä~rtn ~in9r9tn n>mig Sd)u~, mit ~tifpiere (tU" foldJtn @,bitttn Arioen, in Denfn bie IDlitte( btr ~qd}~litlfuns AlS eoeJfagtn 4ßfan.ßtn.. l)irft meoe{n babtn tlud] groje ~~UO$ fDl'btn nidJt nor 3rl.bilmer.n brl\),,~rt, unb ebenf&) roenifl bakn 2)

ba~ man bei f~rtr ()eroorbringung 'Oon "ujern Um# ftänben unab~än9ißer ift.110 [52] 9)latbtmatif 'Oon ~t~(trn inlmtr frti ot~Q[ttn. \~ «<a fragt fief) nun.iffen ~tid)~eit unb mtränberlid}ftit ber Sprad]t. ~erfaeuße für befonbtre 31Utde. GJana anbetG ift ba~ <5id)tb\lrt. ~ie~ engt 2lnfd)ll1itgm ber ~örbartn 3tidJen an bie (ribUd)en unb ferUfdJtn ~tbin9unßtn ber metnunft ~at nitOeidJt grabe ben 9lQdJt~til.fer ~ntlUide{ungefäbi9frit unb »ielfeitigen XaufJlid)ftit ift. Die SpradJt f'lnn in bitftr ()infid)t mit ber ~anb »trgfid)en 'Derben I bit una tro~ f~rcr \jä~igfeit. ~ie ~er\1orgebobtntn IDlängrl ~abtn i~rtn @runb in eintr gen. Sie fitlb im ~agenltintn fd}Qtf btgrtn~t unb beutUdJ unterfdJicbtn. bit fo genon arbeittn. . bit anbttr$ ftit~ ~tbinßung il. SDie <!rfteren bitten aunAd)ft ben mOtt~eU . ob bie 3tid)e~1 für'~ Dbr ober bie füt'G "Uot btn ~or~uo »erbitnen. So gtnügt aud) bie ~ortfprad)e nid)t.»erben. ~ann fann btfonber! bit nA~tre mtrW"nbtfdJaft ber jflnngt au ben fnnern Q30fgängen geltenb gema"'t werben. Unb luoburd) mirb biefe @enauigftit mögUcf1? ~urd} fbtn ~ie Starr~tit. ~ir btbiarfen tiltt! @anatn »on 8tfct. biefe non ienen ab~än9igtr au er~Q(ttn. ticl> beil utrfd)iebtnfttn 2lufg'lbtn 'lnaupafftn. bit UnutränberUcljfeit ber ~~eile I bettn IDlangtl ~it ~llnb f0 »itf~ feUig gefdJidt nHld)t. mir fd)affen un~ fünftLid)e ~änbe. nid)t genügt. für Die Strenge ber Ed)lu~fo(gtrungen finb fit o~nt ~ebtutun9.ntnblid)tn ~ie9fjlmfeit »erllHlg aud} ben feinften rolifd)ungen unb 21bluanblungrn ber @efüb{e gered)t au .en. pnb btfonbtrG bit @ts (talten befdJaffen. beibt finb g(eid) uergänglid). unb bit menfd)lieJ.t entf~(~pftn fann.llte flet! äuperlidJ bleiben.e <5timlne in i~ret u. 3n~befonbtrc ~um @elnüt~~ltbtn ~nben bit ~öne eine innigere ~taie~un9 al6 @eftalten unb ~arbtn. Sd)on bie ~orm be~ ~rfd)einenG ift für beibc bie aeitliltt ~o(ge. tlber roie llJert~'OoU biefe mor~üße au~ für anbere . ~iefe ~tftfmmt~tit beG scfd)rie&tntn fit bit ~öbtre . QUa btm itbe mitl~ btutigfeit utrbannt ift I befftn ftttnger {ogifd}er ~urln btr ~Qlt nid. tutH fit bem 3nb.amelie fe"n mögen. roit bit ~anb ce nid)t »ttlnÖd)le.

ln ~aute \'orauoie~en fe~n. ~uc:b ~itrin ift e~ beln ~eRriffe äbnlid). ~(1~ biefe mor~ügt in ber Wortfct. fonbern btffen ~inftiti9feittn au ergan~en. \\lann wir tG braud)en. \10n aUen ~ortfl'rad)tn gänolicl) \)crfd>iebt'n fe\]n. bic fiel) aua btm engtn Qlnfd)(uj an btn einen Sinn bt~ @tbör" ergeben ~aben.on in iebtm ~u9tnblide in'~ ~ugt faffen fönntn. \uie er ftt>n folI. am meiften getignet. mtnn bne 3ti~tn unmittelbar bit SadJe beDeutet. aud} bQ~ ~eatfd)nttt ~ul'ragtn.ue(~t fid) bie Sd)rift non bem morfteUun9~~tr('lufe \»titer rntftrnt.. Uln bie tiAent~ümlid)tn moraüg e fidJtbaftr 3eid}cn au~aunU~tn.er freilicb btm rafts (ofen ~liejen unftrtr mirflicbtn @rlhlnfenbt\ntgung. So tinb grabe bit &igenfcbaften.rift faft gar nid)t ~Ut <&}eltung fommtn. l)ie gtgcn~ 3titten~ wirb ba~in ft\~l'tn. beDarf faum bet ~r\t)ä~nung. 'Die Sctrift bittet bie '!llögUd)feit mie(e~ A(tid). <rine fold)e Sd)rift mus..dtig gtgenwartig 3u balttn. getuifftn gJlängt{n unftrcr 21n(ase ab~u~trfcn. unb bieft~ ftebt. fo mirb bemnad) bie Sd)rift bt. fo ('e~nIten roir bod) eintn aUtJtnltintn (iinbrud (Uld} "Oln Uebrigen.[53] 111 fd}arfrr aue~ 9)orfttUllngtn mu~ für bit Strenge bt~ (5d}(it9tn~ erroünfd}t ftt)n.fe e~ fief} in ~ed)fthnirfun9 mit Dtr \lBortfprod}t ßt'ftaUet bat. fofort ~u unferer ~erfü9ung. unb bie~ erfeid}tert bit ~uffinbuno btfftn. mtnn t~ tiel) nid)t barum ~anbelt. unb mrnn wir (lud} nur eintn !leinen l:beil ba\. bUtd) . <iin weiterer ~or~ug btß @tfd)ritbtnen ift bie grÖptre ~autr unb Un'Otränbtrlicbfeit. um fo unä~nlict. ba~ natürlid)e ~enftn bar!ufteUen. burd) ll)t(~t bie @eb'lnfrn unter einanDer nerfnü\>ft finb. Sie fann aber nur traielt \utrbtn. . ~it ~agtn~ l)tr~Altl1iffe ber SdJrfftatid>en auf ber 5rueifnd) (1u~oebebnttn Scbreib'fläd)e fönntn in weit 11lannid}fad)tttr ~tife ~l1m ~u"" t-rude inntrer ~eaitbungtn "errotnt'tt werbtn a{ß ba~ bloöe ~ol9cn unb morbtrgebtn in bcr ein fad) auegtbebnttn 3tH. ~n ber ~b'lt tntfpridJt ja aud) bit einfad)r 9lei~ung in feiner ~tife ber rolannict. Unb grabt fo(!f>e mirfung auf bie . morauf \uir unfere 21uf* mtrffamftit gerabt riebttn lUOUtn.faltigfeit ber (ogifcben ~t~itl)unstn.

(5 t. ~. ~on ben beiben erften. . tlnglehtungen .t(d)e ben 3n~oU eine~ einfad)en Urt~ti(~ in einer Btift unters aubringen gtflattet. IJ überfe~t werben fann. S.ungen ober.112 [54] ber ~örttr auf ber Scbreibtläd)e ~än9t aum gro.\uetbtn fo. @rabe umgefe~rt ift e0 bei btr uon ~ e t b n f 8 . ~btr. ~~ gitbt aber fdJon anbere ~Itten ber Sd)rift. ~it~ äft nun freilid) burd)au~ niebt bie ei113ige ~eife be~ Sd)lit~tn0 in ber ~Titbmttif. mie fit aue einanbtr folgtn. 94.e @teid]ungen au feßtn. trennt man btn britten buret einen ~ori30nt'1(fn 6trid). 3n bieftr ~eife luirt> bit au)eifad)e ~luäbe~nunß ber <5d)reibfläd}e für bit Ueber. bit iene mort~tUt befftr au~nU~tn. \uirb t~ mtifttn~ nöt~ig fe\)n. @ r a ~ man n . ~ie arit~metifd>t ~orlnelfprad)e ift eine }8egriffäfcbrift. ®enn au~ awtitn ein britter folgt. bop glefd)e meränberungen mit g(tf~en 3a~len »orgenomlntn auf gltid)e &rgebniffe füllren.en ~l)ti{e ~on btr ~änge ber Beilen ab unb iit infofern bebtutung~~ {o~. ba ffe o~ne mermittelung be~ ~(1ute~ un~ mittelbarbie SadJe au~brüdt. 3tber mtrfud) ~ier an bie (SteDe ber tht~ ftitige ~age m. würbe burd) bie UntlbertidJtfid)ftft. bie in nfUtrer Beit t'on iB 0 0 I e . Sold)e 3nl.~d)tlid)feit ~tr\uert~et.alte . Sd)roerfäOigfeit. \Utnn btr logifcf. ~(ä fold}e erreicbt fit bie R'ürat. ber InU "folgs Uet. ~on einer fO·(dJth möc!Jtt tcl) *) NOfi inelegans sperimeo ~GJmonstrandi in abstraetil. ~a fe~(en btillnad) ber 'lrit~lnttifd)tn ~ormrlfl'racbe ~uäbrüde für Iogifcbe metfnüpfungen. ja mitlbeutigftit ber entftt~t1tbrn ~ormefn ~tigtn.) ~errü~renben ~tatid}nun9~U'tife logifdJer ~eaie~ungen. i~n burd} iDorte 'lu~aubrüden. te febft abtr ber ~n~a(t. unb btt~'l(b \)trbitnt fit ben 9lClllltn einer ~egriff0fd)rift nid)t im ~oUtn Sinnt. ~ eu 0 n e. unter etnanber gefdJtitben.~ier @leict. mit wenfg geeignet biefe j8taeid)nung~\ueife aUf ~i(l)un9 eintr lUG~ren ~tßriffefd)rift ift. ~fer ~at man 8w4r bit togifdJtn tjormen obruof)l nid>t gana "oUftänbig.. ~a~ ~o(gern ift ~ier' fe~r einförmfg unb beru~t faft immer barauf .ief)t. J fad}en ~udJftaben ~uabrude ~on ~n~alten I etwa ana(\Jtifa. ". S dJ r ö b er unb 2lnbern erneuert ift.e \Jort~ gang anbrr(S gefct. Erdm.

eine bel atit~mettf~tn ncuf1atbtlbde \J~tlfttlfl't4cf7e be. lnittel0 beTen wiebet bie ~~t)fif gefötbert l»{rb. fann Jnan ftcf) IUit "or{äu~gtn 3eid)rn begnügtn. foba.efentlief). Wenn bie aUoeJnt'inen ~ortnen einmal t)or~(lnbl'n ftnb fönnen jene leid)t nad} ~ebürfnij gefd)offt'll lvtrben. ~tnn ee nidJt geHngt oDer nid)t t1öt~iH t'rfd]eint. an 3a~1 ~luf baß ~lt)tl)& roenbige btfd)ränft. Un1l1öglid>. e. mie icQ fit ale ". aber \uie fonnte ber IDlenfdJ bie Spr\ld)e fctaffen ol)nt ~ernunft? ßur ~rforf~un9 ber 9lah. \ueld}e \l'iebtr auf btr -Renntnip btr 9laturaeft~e fufjt. ~it 3tid}en . "l)obei mu~ fo(d)t .rAeft~e bienen bit l>l)ufif'lHfd)en ~lpl>\lra'e .ünf<:ten~\l)ertr~ DargefteUt I *) !3egtltT'f~dft. ~itft tjormtn müffen geeignet fe\]n. Sie mufj für bie (ogifcf}ttt ~f6ie~unßen einfad}e ~u~brud0l\)eifen booen. bie. ritten 'Begriff in feine (e~ten ~eftanbtbtile 311 3er(e~en.. utnen ~nfnl'. 1)ie ~n. f'lgt llhln 1 f{lnn burtl) eine ~(gTiff~fd)rift bie miffenfcf10ft geförbert luerben. unb biefer mad)t ee mögfid) neUt ~PP'lrate AU bauen. .ue1tbung auf unfrrn ~aa ergiebt ftd) t)on felbft. @an~ hiefelbe <5cbeinfd)luierigfrit er~ebt fld) fd}on bei Der <5prad)e. ~d) ~abt nun l'erfud)t *) bit matbeluatifd}e ~orme{fl'rad)e burd) 3ei~en fiir bie {ogifd)en mer~äftniffe au ergän~tn.on inbaltlid)rr ~ebtutuno ftnb \l)cnigtr ".fl·ürae erftrebt lutrben. ~it'fe foß bie ~nh\)ide{unß ber mernunft luöglid) S(lnad)t" b\lben. (ei~t unb ~d)er ~u be~errfd)tn finb. (Htat a.[55] 113 ~o(gtnbt! nertangen. gefd)rittrne XedJnif ~er'Oorgebracl)t ll'erben. t ts 79. ~in ~ortfd)ritt in bet ~~tJfif ~at einen fo(d)fn in ber Xed)nif aUf ljolge. benn bit ~r$ finbu119 Der ~rfteren fe~t bie moUenlHlltß ber \!tt\teren fd)&>lt »or'lu0. fici) Juit einem ~nf)(llte auf ba~ :snnisfte ~u \}erbinben. batau6 3undd>ft für ba~ @ebitt ~er rolatbtmatif eint ~tgriff~­ fd)rift ~er'Ootgt~e. l)er ~rei~ {öft fiel} in aUen ~äUtn auf biefelbe meife. biefe fönnen nur burd) eine fort:. " IDlan mad)t fiel} leid}t unnötl)ige Sornrn tibet bit ~U0~ fü~rbl1rfcit ber S~ld)e.". baö bie ~\\)eif\ld)e ~uäbe~nung ber Sd)reibfläd)c für bit Utbfr$ fid)tlicbfeit ber l)arfteUuug gut (1u~ßenuGt lutrben fann.

bat eine aufd)aulid)e ~nrfttOun9 btr 1)tnfformtn fine über bit IDlQt~tlnatif ~inQu~rtid)tnbe V3ebtutung. ~ie logifd)tn mtrbäftnifft ft~rtn itberaU ".ieber. jtbtnfnue. ba~ ~e fidJ in btn ma~men ber ~tgriff~fdJrift einfugen.1 ~(l(b nudJ ~~i1ofol'~tn ber SadJt einige ~t(ld)tun9 fd)enftn! . IDlag bit~ nun gtfdJt~tn ober nid)t. 9Jlöd)ttn be~. ~ie [56] merwenbung meiner 3tieben auf anbern @tbitttn roirb baburd) nid)t au~gefd){offen.114 ~'lbe. unb bie 3eid)tn für bit befonbtrn 3n~altt fönntn f0 gtwählt ltltrbtn.

Dabei handelt es sich zunächst um die Kor . Bd. die in der Anmerkung zu S. Alle Anmerkungen von Scholz sind handschriftlich am unteren Rand der Seiten angebracht. Inhalt". bedeutet. H. welche Prof... ferner um sonstige Berichtigungen und eine Anzahl von inhaltlichen Randbemerkungen. Wir konnten uns auf eine Photoko·pie dieses Exemplars stützen. Scholz erhalten hatte. . der sich im "Institut für mathematische Logik und Grundlagenforschung". Historisch-literarische Abteilung. Paris 1935. worauf in den Bemerkungen zu S. in: Actes du Congres international de Philosophie Scientifique. 3 "beurt. findet sich in der "Zeitschrift für Mathematik und Physik". Die Besprechung von Schröder. befindet (s. was das "FB". Scholz und Friedrich Bachmann. rektur der nicht mehr gebräuchlichen deutschen Schreibweise. Scholz schrieb Anmerkungen in sein eigenes Exemplar der "Begriffsschrift". 7 beziehen sich wahrscheinlich auch auf den Nachlaß. Seite 3: FB Anm. Actualites scientifiques et industrielles. wahrscheinlich jedoch "Freges Briefe" (von denen sich die meisten im Nachlaß befinden). Universität Münster. Der wissenschaftliche Nachlaß von Gottlob Frege. H. gehört zu Freges Nachlaß. 25 (1880). Seite 2: FB Anm. Paris 1936). Seite V: Hier die Anmerkung zu dem Namen "Begriffsschrift" nach Trendelenburg. doch konnte dies nicht festgestellt werden. H. "Booles rechnende Logik . 7 erwähnt wird. 2 "Inhaltsstrich" . Bochenski von Prof. SS 81-94. Scholz zur "Begriffsschrift".Anhang I Die Anmerkungen von H. das in den meisten Anmerkungen erscheint. 7 und 55 verwiesen wird. 1. ". Leider war es ebenfalls unmöglich zu entscheiden.. Die Ausdrücke FI und R2 in der Anmerkung l1U S.

Siehe FB Anm. 13. 7. 4. 8. FB Anm. hat zuerst Schröder in seiner Recension (S. Seite Seite Seite Seite 15: 23: 54: 55: . m "Booles rechnende Logik ... Vgl. 6.. " S..116 Seite 7: Daß der letzte Absatz von § 5 fehlerhaft ist. 88) bemerkt. und die Briefe Fl und R2 des Briefwechsels mit Russell. FB Anm. " (S. 22). Anm. FB Anm. Bemerkung zu dieser Def. weiter: "Booles rechnende Logik .

Abgesehen vom Vorwort sind das Frage . 14 bemerkenswert. Wir geben dieses Blatt in seiner Gesamtheit wieder.vonHusserl ausgebautundalsExtrablatt aufS. A_. und auf dem Titelblatt findet man den Stempel "Ex libris Edmund Russerl . " . von denen wir vor allem auf diejenige auf S. rechts von L~ : -(B+. Husserls Exemplar der "Begriffsschrift" enthält viele Anmerkungen vom Anfang bis zur Seite 47..Anhang 11 Husserls Anmerkungen zur "Begriffsschrift". in der die Worte "Subjekt" und "Prädikat" vorkommen) aufmerksam machen. 6. 7. Im Husserl-Archiv in Löwen befinden sich viele der Schriften Freges. die kleineren Schriften in Form von Sonderdrucken. rechts neben der letzten Formel: -(r+ B+ A_) S. VII (zur Zeile. 4 (zur Stelle wo die Negation behandelt wird: Busserl denkt wahrscheinlich an Brentanos "Anerkennung" und "Verwerfung") und die Hervorhebung der Zeilen 4 und 5 von unten auf S.. Das Exemplar der "Begriffsschrift" zeigt auf der rechten oberen Ecke des Buchdeckels die Widmung: "Ehrerbietig überreicht vom Verfasser". zusammen mi t einigen überleg ungenzurmateriellenlmplikation. B. die Russerl sorgfältig gelesen hat. rechts neben der letzten Formel des Absatz 5: -(B+..n Symbolen finden wir z. Hervorhebungen im Vorwort (am rechten oder linken Rand der Seiten). J. Folgende Bemerkungen sind angebracht: . wurde später. Diese sind teilweise in symbolischer Schrift. r _) ? Der Zweifel an der Richtigkeit von Freges Interpretation der letzten Formel des §5. B. die folgenden Anmerkungen: S.A_) S. Die nichtsymbolischen sind z. 7 seines Exemplars eingelegt. Alle in diesem Band enthaltenen "''''erke (mit Ausnahme von "Ueber den Briefwechsel Leibnizens und Huygens mit Papin") sind dort vorhanden. 5. zeichen auf S. teilweise nicht.

Auch Husserls Gegenbeispiel entspricht nicht genau der betreffenden Formel Freges. daß Schröder in seiner Besprechung den Fehler auf S. geschrieben. Deshalb haben wir dieses ganze problematische Fragment mit einer gepunkteten Linie am Rande versehen. . also etwas später. In seiner Kritik des Fregeschen Fehlers scheint Russerl eine inkorrekte Äquivalenz vorzuschlagen. daß HUBserl in seinem Brief an Frege vom 18. wissen wir zumindest.118 I. Löwen) schreibt: "Schröders Kritik Ihrer Begriffsschrift habe ich noch nicht gelesen" . Andererseits ist Busserls Text von "Frege leitet her" an mit anderer Tinte als der Rest. VII. Zur Tatsache. 7 der "Begriffsschrift" aufdeckt. 1891 (HusserlArchiv.2.

FREGE drückt nun dieses zweite Urteil. so ist A" = Es ist nicht (B+ und A-) (Das ist die ältere Brentano'sche Reduktion). FREGE. Nehmen wir das Urteil: "Wenn B ist.. = - (B+.. so ist A". Mir kam es nur hier an auf die Hervorhebung der Beziehung seiner Bezeichnungen zu der alten Brentano'schen Reduktion. ff. . durch das Zeichen aus: I _~__ A .. 5 u. . so B" mit seinem Zeichen. _ _B [Randbemerkung] Frege identifiziert aber nicht "Wenn A... B ist { dann kann nur A sein nicht aber A nicht sein. Erläuterung ad S.-__ A ~_B I heißt A+ unter der Bedingung B. ~). Der Vertikalstrich drückt also die Bedingtheit des Seins von Baus. "Wenn B ist. Das Sein von A ist bedingt durch das Sein von B . Die Quelle dieser Bezeichnung ist wohl folgende: A heißt A+ ._-.119 EXTRABLATT (eingelegt auf Seite 7 des Husserlschen Exemplars).. Hier haben wir folgende Möglichkeiten: · ·ht{dann kAsein B 1st IlIC ann A mcht seIn.. welches unter den 4 Möglichkeiten 1) A+B+ 2) A+B_ 3) A-B+ 4) A-B_ die dritte ausschließt.

wenn r ist. 6. Das zweite Beispiel: A Umstand. falls Bist.(r +B+A-). I .. = es ist nicht r + und nicht nicht B+ und A_.-__ A - B _____. daß die Welt unendlich sei. bedeutet. . B = den Umstand.. = Wenn ein Perpetuum mobile möglich ist. = -~L--I-_-_-_-_-====-_=. falls ein Perpetuum mobile möglich ist. = ... t hl und die Welt nicht unendlich sei IS ausgesc ossen.120 Danach würde das erste Beispiel. __ wenn r ist. - B Die Verneinung von _ _. so ist.. wo A = die Gleichheit von 3 X 7 und 21._ . daß die Sonne scheint... A. so auszudrücken sein: daß die Sonne scheint und nicht 3 X 7 = 21 sei.. ist ausgeschlossen. so ist nicht B+ und A_. Wenn die Sonne scheint. so ist 3 X 7 = 21. Einfache Herleitung : Die Bejahung I __--. so ist die Welt unend= lich Die Welt ist unendlich... B '" daß ein Perpetuum mobile möglich sei.. Daß ein Perpetuum mobile möglich sei} . FREGE BEG[RIFFSSCHRIFT) S. ___ A ..A '--"_ _B ~ - - (r + ( L~)-) ____ r - (r + (B+ A-») .

B.(B+A-)). I Daß Gott ungerecht sei und nicht die Menschen bestraft werden und nicht sündigen I ist nicht. Dagegen folgt nach dem Obigem: Das kann man wohl herleiten: (daß Gott gerecht sei und die Menschen bestraft werden und nicht sündigen) ist nicht . wenn die Menschen..L_) Frege leitet her (B+A_r_) was unmöglich folgen kann. 7] t-r. was falsch ist. falls sie sündigen. daß Gott ungerecht sei und die Menschen nicht sündigen und die Menschen bestraft werden. Nach Frege: r - (B+A-r_) == es ist wahr. BEGR1FFSSCHRIFT. = daß Gott gerecht sei A = die Menschen sündigen: B = die Menschen werden bestraft. Gott ist gerecht.r t! = - = -( A LB. .(r +B+A_). und das dürfte wohl äquivalent sein mit = (r_. ad S. bestraft werden.121 [FREGE. . Z.

die von H. Seite 72 (unten) (Scholz) : Wenn 8. Anhang I)... Seite 9 (Scholz): 2. . Seite 60 (Scholz): ~ I " UI F(x) b 5... Im folgenden geben wir die entsprechenden Originaltexte.122 Textkritische Bemerkungen J.. . .... Scholz stammen (s. 1. .. wobei "Scholz" auf Berichtigungen hinweist. Begriffsschrift Der Text der "Begriffsschrift" wurde in verbesserter Form wiedergegeben. Seite 64 (oben): /(x. Seite 73: . Seite 50: I (52): I I (d == c) (e == a) (55 4. Seite 49: 47 (XX): : I B a a e a b b c 3. .. so folgt nach .y) 6. 100 ~. f (x"' %p) {J % dasselbe wie x ist.. Seite 71 (unten) (Scholz) : 7.

die handschriftlich bereits in einigen Exemplaren des Separat-Abdruckes angebracht waren.. Mauke. Über den Zweck der Begriffsschrift. wurden übernommen. Im Separat-Abdruck heißt es: "Sitzung vom 10. Juli 1881). 29-32 (= Sitzung vom 15. erschien ebenfalls in den "Sitzungsberichte der Jenaischen Gesellschaft für Medizin und Naturwissenschaft für das Jahr 1882". Das Werk erschien seither in keinem Neudruck. Seite 79 (Scholz) : (112):: . 29-33 (= Sitzung vom 24. S. . . Jena". Jena..ursprünglich ein Vortrag . Verlag von G. vormals F. Verlag von G... IV. Ursprünglich hieß es dort: Seite 30 (= Seite 2 des Separat-Abdruckes): die Bezeich ung. Januar).. Fischer. 1881.a{J) 55 75 · • • • • • • • 11.erschien in den "Sitzungsberichte der Jenaischen Gesellschaft für Medizin und Naturwissenschaft für das Jahr 1879. Davon erschien keine Neuauflage. Anwendungen der Begriffsschrift Dieses Werk . erschien ebenfalls in den "Sitzungsberichte der Jenaischen Gesellschaft für Medizin und Naturwissenschaft für das Jahr 1881". .123 9. Über den Briefwechsel Leibnizena und Huygena mit Papin. S.. Januar". 1879. Einige Verbesserungen. Seite 87: 53 52 Irr-." · /(xy. Fischer. Seite 74: 106 10. 111.- zp 11.

1883. S. . 1882. 1879. Januar). Januar 1788 erschienenen Werke und Zeitschriften mit einem systematischen Sachregister. S. 1881/1882. 1882/1883. da die Sitzungs berichte . Über den Zweck der Begriffsschrift: Suppl. Ein Verzeichnis der seit dem 1. Verlag von G. Jena. 1878-1928. Über die wissenschaftliche Berechtigung einer Begriffs8chrift. (Neue Folge 8). v. 81. 15. Auch ohne Neudruck . 645-648). . 1-10 (= Sitzung vom 27. Über Anwendungen der Begriffsschrift: Suppl. in denen sie erschienen.124 Jena. 16 (Neue Folge 9). zur "Jenaische Zeitschrift für Naturwissenschaft". zur "Jenaische Zeitschrift für Naturwissenschaft". zur "Jenaische Zeitschrift für Naturwissenschaft". erschien (ohne Neuauflage) in der "Zeit8c~t für Philosophie und philosophische Kritik". 13. als Supplemente zu dieser Zeitschrift galten (siehe: Gustav Fischer. (Neue Folge 6). 4~56. S.Die drei oben angeführten Aufsätze können auch als zur "Jenaische Zeitschrift für Naturwissenschaft" gehö~ig zitiert werden. Fischer. Über den Brie/wechsel Leibniuns und Huygens mit Papin: Suppl.