Das Wort

1. Grundlagen

Der Teil ‚Das Wort’ enthält im Wesentlichen das, was außerhalb der Polonistik und zunehmend auch in der Polonistik als ‚Morphologie’ bezeichnet wird. Sie bildet zusammen mit der Syntax, der hier der Abschnitt ‚Der Satz’ entspricht, die Grammatik im engeren Sinne. Im Teil ‚Das Wort’ wird jedoch auch die lexikalische Wortbildung behandelt, die traditionell meist als eigener Bereich außerhalb der Morphologie und damit der Grammatik angesiedelt wird. Nicht behandelt wird die polnische Lexikologie, die sich mit nicht formal markierten Bedeutungsbeziehungen innerhalb der Vokabel (Polysemie) und zwischen den Vokabeln (Synonymie, Antonymie usw.) beschäftigt. Generell geht es hier um die Kategorien und die regelmäßigen Veränderungen im Bereich zwischen dem Phonem einerseits und dem Satz andererseits, insbesondere um die Prozesse, in denen aus Inhaltswörtern Wortformen werden. Der Teil ‚Das Wort’ ist im Wesentlichen entsprechend den traditionellen Wortarten gegliedert, im ersten Kapitel ‚Grundlagen’ werden Probleme der Unterscheidung von Lexik und Grammatik diskutiert und grundlegende Begriffe erläutert: In der Morphematik (auch: Morphemik) wird mit dem Morphem, der kleinsten bedeutungstragenden Einheit, eine Kategorie behandelt, die unabhängig von der Unterscheidung zwischen Lexik und Grammatik ist. In der Wortartenlehre werden Wörter einerseits unter dem Gesichtpunkt ihrer lexikalischen Eigenschaften, andererseits unter dem Gesichtspunkt ihrer allgemeinsten grammatischen Eigenschaften kategorisiert. Im Abschnitt über Kategorien werden die Kategorien vorgestellt, die dann in den Kapiteln zu den einzelnen Wortarten beschrieben werden. 1.1. Morphematik Morphematik (morfematyka) ist die Lehre von den Morphemen und Allomorphen. Unter Allomorphen verstehen wir minimale Teile grammatischer Wortformen mit mindestens einer Bedeutung bzw. grammatischen Funktion. Wir fassen diejenigen Allomorphe zu einem Morphem zusammen, die a. die gleiche Bedeutung bzw. Funktion haben und b. im Phonembestand und in der Phonemabfolge z.T. übereinstimmen. Nach diesem Verständnis bestehen Wortformen aus aneinander gereihten Allomorphen. Wir sprechen auch dann von Morphemgrenzen, wenn grammatische Wortformen sich sowohl durch das Anfügen eines Morphems als auch durch die Änderung des Stamms unterscheiden.
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1. Grundlagen

Die Kriterien zur Bestimmung des Morphemtyps sind: • gebunden oder ungebunden (an andere Morpheme); czyt- vs. dzis´ • lexikalisch oder grammatisch; grammatisch heißt regelmäßig kombiniert mit tendenziell allen Vertretern einer Wortart; begrenztes Inventar von Oppositionen. czyta- vs. -! -e -m • Verhältnis zwischen lexikalischem Stamm und grammatischen oder Wortbildungsfunktionen: a. flexivisch: der Stamm impliziert nicht die Kategorie, diese ist bei gleichem Stamm veränderbar; zielon -y, zielon -ego, zielon -ych b. derivational: der Stamm impliziert eine Subkategorie, ein Affix eine andere; Aspekt: robic´ (imperfektiv), z- robic´ (perfektiv) • Stellung innerhalb der Wortform bezüglich der Wurzel; prze- czyt- a- !- e- m • referenziell vs. syntaktisch; beziehen sich die Morpheme auf die außersprachliche Wirklichkeit oder haben sie rein sprachinhärente – sprich syntaktische Funktionen.
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Morphem

ungebunden

gebunden

lex. Wurzel a

gramm. Wurzel b lexikalisch grammatisch

Wurzel c

deriv. Affix d

deriv. Affix e

flekt. Affix f

a) ungebundene lexikalische Wurzeln (niezwia±zane rdzenie leksykalne) Hierzu zählen Morpheme, die selbstständig, also ohne weitere Morpheme auftreten können; es handelt sich um die offene Klasse der unflektierbaren Substantive, z.B.: mini ‚Minirock’, kakao, hobby, lobby

1.1. Morphematik

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und alle nichtflektierbaren Wortarten, d.h. Partikeln, Konjunktionen u.v.a. chyba ‚wahrscheinlich’, nawet ‚sogar’, bo ‚denn’, poniewaz˙ ‚weil’ b) ungebundene grammatische Wurzeln (niezwia±zane rdzenie gramatyczne) Dies sind Morpheme, die grammatische Wortformen oder syntaktische Konstruktionen bilden, aber nicht fest an das Bezugswort gebunden sind: • • • • Fragepartikel czy Reflexivpronomen sie± Imperativmarker niech, prosze± Komparationsmarker bardziej, mniej, najbardziej, najmniej.

Eine Zwischenstellung zwischen b) und e) nimmt das grammatische Morphem des Konjunktivs by ein; einerseits ist es nicht fest an das Prädikat gebunden, andererseits lehnt es sich klitisch an ein Wort an. Darüber hinaus erfordert das Morphem eine Personalendung aus der Reihe -m, -s´, -Ø, -s´my, -s´cie, -Ø. c) gebundene lexikalische Wurzeln (niezwia±zane rdzenie leksykalne) Der Teil einer Wortform abzüglich der Affixe und der Endung; tritt in den Wortformen der Wortfamilie auf und bezeichnet den Konzeptbereich. przeczyta!em ! -czytd) derivationale lexikalische Affixe (derywacyjne afiksy leksykalne) Die Affixe, die zur Bildung neuer Wörter (Vokabeln) dienen. Sie bezeichnen keinen eigenen Konzeptbereich. Wortbildungsaffixe bilden offene Klassen und keine geschlossenen Oppositionsreihen; wir unterscheiden nach der Position zur Wurzel bzw. zur Endung: • Präfix (prefiks/przedrostek) steht vor der Wurzel doczyta!em ! do• Suffix (sufiks/przyrostek) steht hinter der Wurzel domisko ‚Riesenhaus’ ! -isk(-o) • Postfix (postfiks) steht hinter der Endung komus´ ! -s´, kogokolwiek ! -kolwiek e) derivationale grammatische Affixe (derywacyjne afiksy gramatyczne) Affixe, die zur Bildung von Formen einer Vokabel dienen. Diese grammatischen Wortformen bilden Oppositionsreihen, in denen eine Subkategorie vom lexikalischen Stamm ohne formale Markierung enthalten ist und andere formal durch ein Affix markiert sind. Derivationale grammatische Affixe verbinden sich regelmä-

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1. Grundlagen

ßig mit tendenziell allen Vertretern einer Wortart. Wir unterscheiden Affixe, die eigenständig Wortformen konstituieren, von denen, die zur Bildung eines grammatischen Stamms auftreten. Die Morpheme sind entweder Träger einer Funktion oder gehen in Konstruktionen ein, die in ihrer Gesamtheit eine Funktion übernehmen. A. Eigenständig • -a±c (Adverbialpartizip der Gleichzeitigkeit) czytaja±c ! -a±c • -wszy/-!szy (Adverbialpartizip der Vorzeitigkeit) przeczytawszy ! -wszy • -c´/-s´c´ (Infinitiv) przeczytac´ ! -c´ • -ej, naj-…-ej (Komparation des Adverbs) lepiej ! -ej, najlepiej ! naj-…-ej • -e (Adverb) dobry ! dobrze B. Stammbildend • -a±c- (Partizip der Gleichzeitigkeit) czytaja±cy ch!opczyk ! -a±c• -n-/-t-/-on- (Partizip Passiv, Unpersönliche Verbform Präteritum) przeczytano ! -n- , zaje±ty ! -t- , mo´wiony ! -on• -ni- (Verbalnomen) przeczytanie ! -ni• -l-/!- (Präteritum, Futur, Konjunktiv) • Aspektaffixe: w-, po-, z-, prze-, u-, na-, wy-, -a(j)-, -ywa(j)-, -wa(j)(Aspekt) z-robic´, prze-czytac´, u-szyc´, rozmy-wa-c´, sprawi-a-c´ • -sz-/-ejsz, naj-…-sz-/-ejsz- (Komparation des Adjektivs) wie±kszy ! -sz-, naj • -Ø/-j (Imperativ) f) flexivische Affixe; Endungen (afiksy fleksyjne; kon´co´wka) Affixe, deren Funktion unabhängig von der Bedeutung des lexikalischen Stammes ist und die im Prinzip innerhalb der gegebenen Paradigmen ausgetauscht werden können; die Endung ist das letzte bzw. einzige flexivische Affix. przeczyta!em ! -e- + -m

1.2. Grundprinzipien der Wortbildung

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g) Weitere Analyseeinheiten In der Morphematik des Verbs spielt der lexikalische Stamm (temat) eine wichtige Rolle: Teil der Wortform abzüglich der flexivischen Affixe. Es handelt sich somit in der Regel um eine Kombination verschiedener Morpheme. przeczyta!em ! przeczyta! In der Konjugation spielen die stammbildenden Einheiten eine wichtige Rolle. Es sind Formeinheiten, denen kombinatorische Funktionen zukommen. • Einheiten im Verbalstamm czytac´ ! -a-, czytaja± ! -aj• Bindevokale zwischen zwei Wurzeln krwiodawca ‚Blutspender’ ! -o1.2. Grundprinzipien der Wortbildung Die Hauptquelle der Bereicherung des Wortschatzes ist die Bildung neuer lexikalischer Einheiten mit Hilfe von Wortbildungsverfahren. Die morphologische Wortbildung besteht in der Zusammenfügung bestimmter Einheiten zu bedeutungshaltigen neuen Elementen. Zu diesen Einheiten zählen die Stämme bereits vorhandener Lexeme und Affixe, also Suffixe und Präfixe. Der Stamm trägt die lexikalische Bedeutung der Worteinheit. Affixe dienen der Bildung neuer Wörter auf der Basis vorhandener Wörter. Das häufigste Verfahren ist die Affigierung (affixale Derivation), bei der einer Wurzel ein Präfix oder ein Suffix oder beides zugleich (Zirkumfix) angefügt wird: bieg-acz ‚Läufer’, prze-pie±kny ‚wunderschön’, u-powszechn-ic´ ‚verbreiten’ Neue Wörter können aber auch auf andere Weise gebildet werden, nämlich durch das Abtrennen bestimmter Elemente des Ausgangsworts. Hier sprechen wir von affixloser oder negativer Derivation: czo!gac´ sie± ‚kriechen’ ! czo!g ‚Panzer’ dz´wigac´ ‚heben’ ! dz´wig ‚Kran’ Neue Wörter entstehen nicht nur auf dem Wege der Derivation, sondern auch durch Komposition, d.h. durch die Verbindung zweier Wurzeln. Das Resultat der Komposition sind zusammengesetzte Ausdrücke, also Komposita: woda – cia±gna±c´ ! wodocia±g ‚Wasserleitung’ rzecz – znac´ ! rzeczoznawca ‚Sachverständiger’
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bereits vorhandenen Ausdrücken mit analoger Struktur spielt. In den negativen Derivaten haben wir es jedoch mit einem Nullformativ zu tun. Das Ausgangswort. nennen wir ‚strukturelle Bedeutung’ (znaczenie strukturalne). Stamm und Formativ stehen in einer bestimmten Wechselbeziehung. biegacz ‚Läufer’ ‚ten. In den folgenden Ausführungen werden die Formative zur besseren Erkennbarkeit mit der Nominativendung Singular Maskulin gezeigt. sondern auch zur Klasse der Nomina agentis (Handlungsausführenden) hin. biegacz ‚Läufer’ ist nicht jeder. Die Substantive domek ‚Häuschen’ und nosek ‚Näschen’ geben nicht nur an. Darüber hinaus kann das Formativ auch weitere Funktionen erfüllen. z. Die Funktion der Zuordnung in eine allgemeine semantische Kategorie nennen wir ‚Bedeutungsfunktion’. In der eigentlichen lexikalischen Bedeutung wird nur ein Teil dieser Möglichkeiten realisiert. nennen wir ‚Formativ’ (formant).: badacz ‚Forscher’ ‚ten.B. dass die Gegenstände klein sind. b) Wortbildungsformation 48 Wortbildungsformationen (formacja s!owotwo´rcza) sind motivierte Ausdrücke. das auf alle Ausdrücke mit verwandter Struktur anwendbar ist. deren Bedeutungen an andere in der Sprache existierende Lexeme anknüpfen. von dem der neue Ausdruck gebildet wird. Seine Grundfunktion der Schaffung neuer Strukturen haben wir als ‚strukturell’ bezeichnet. heißt ‚Wortbildungsbasis’ (podstawa s!owotwo´rcza). Beispielsweise weist das Suffix -acz in den Ausdrücken badacz ‚Forscher’.B. kto´ry biega’ Diese Bedeutung. z. die es in anderen. der läuft.100 1. s!uchacz ‚Hörer’ ‚ten. Eine zentrale Rolle bei der Bildung der Formation spielt das Formativ. Diese Beziehung wird normalerweise in einem bestimmten Schema erfasst. sondern auch dass der Sprecher eine bestimmte emotionale Beziehung zu ihnen hat. biegacz ‚Läufer’ und s!uchacz ‚Hörer’ auf die Zugehörigkeit nicht nur zur Klasse der Substantive. das das neue Wort vom alten unterscheidet. Meist ist das Formativ ein Affix. die sich aus der Struktur des Ausdrucks ergibt. Das Element. kto´ry bada’. weil das neue Lexem hier durch das Fehlen eines Oberflächenelements von dem Ausgangswort unterschieden wird. Entsprechend beinhalten die Ausdrücke domisko ‚Riesenhaus’ und nosisko ‚Riesennase’ eine negative Einstellung des . die den allgemeinen Rahmen für die mögliche Bedeutung der Formation bestimmt. Ihre Bedeutung ergibt sich aus den Einzelteilen. kto´ry s!ucha’. Grundlagen a) Formation und Wortbildungsbasis plus Formativ 47 Die unter dem Aspekt der Wortbildung teilbaren Einheiten mit transparentem Aufbau nennen wir ‚Formation’ (formacja). sondern nur derjenige. Der Stamm bezieht sich auf die Bedeutung des Basislexems und das Formativ auf die Funktion. Einige Formative können pragmatisch markierte Ausdrücke bilden. Sie bildet den Rahmen der möglichen Verwendungen der lexikalischen Einheit. der regelmäßig läuft wie ein Sportler.

Nomina agentis: badacz ‚Forscher’.B. zwijarka ‚Wickelmaschine’ u. z. Zum einen ist die Bedeutung der Ausgangskomponenten zu nennen. Es gibt jedoch auch Formationen. vgl. wiederholt sich in der Gruppe koparka ‚Bagger’. d) Wortbildungskategorie Die gleiche strukturelle Bedeutung können auch Lexeme haben.: ubranie domowe ‚Kleidung. z. sie sind somit produktiv. Dies liegt an der Bedeutung des Wortbildungsformativs -alny. p!ywak ‚Schwimmer’ – kierownik ‚Leiter’.2.ä. So geht die Ausgangsbedeutung von zauwaz˙yc´ ‚bemerken’ in recht genauer Art in die Bedeutung von zauwaz˙alny ‚das-/derjenige. spre±z˙-) + Formativ -arka"="Bezeichnung für eine Maschine. das/den man bemerken kann’ ein. das man paraphrasieren könnte als: ‚eine Beziehung zu Haus oder Garten habend’. Erst der Kontext. Auf die Auswahl wirken sich verschiedene Faktoren aus. deren strukturelle Bedeutung weniger klar ist. an dem Gegenstand die vom Stamm bezeichnete Handlung auszuführen. Die Ausdrücke domowy ‚Haus-’ und ogrodowy ‚Garten-’ lassen sich durch ein recht diffuses Schema erklären. spawarka ‚Schweißgerät’ und spre±z˙arka ‚Kompressor’ das gleiche Schema: Verbstamm (kop-. Solch ein Modell lässt sich vervielfältigen und es können neue Ausdrücke gebildet werden wie kruszarka ‚Brecher’. Das bedeutet. erlaubt eine Präzisierung der Bedeutung. c) Wortbildungstypen Neue Ausdrücke entstehen nach bestimmten Schemata. die im Haus getragen wird’ atmosfera domowa ‚die Atmosphäre. die in einem Haus herrscht oder eine Atmosphäre wie in einem Haus’ k!opoty domowe ‚häusliche Probleme’ 50 49 . bilden ‚Wortbildungstypen’ (typ s!owotwo´rczy). Sie bilden eine Wortbildungskategorie (kategoria s!owotwo´rcza). in den das Adjektiv eingebettet ist. dass bestimmte Affixe in einer gegebenen Epoche neue Ausdrücke bilden können und dass hierzu bestimmte Modelle verwendet werden. das die Möglichkeit angibt.B. biegacz ‚Läufer’ – s´piewak ‚Sänger’.1. sternik ‚Steuermann’ – nauczyciel ‚Lehrer’. spaw-. die zu verschiedenen Wortbildungstypen gehören. Produktivität kommt sowohl Formativen als auch Wortbildungsmodellen zu. Grundprinzipien der Wortbildung 101 Sprechers zu den bezeichneten Gegenständen. die aus einer größeren Anzahl von identischen Strukturen abstrahiert wurden. Die Formative -ek und -isko erfüllen hier eine expressive Funktion. die nach einem einheitlichen Schema gebildet sind und durch eine gemeinsame strukturelle Bedeutung verbunden sind. Die Ausdrücke. dore±czyciel ‚Bote’ Je nach außersprachlich bedingtem Bedarf werden bestimmte Wortbildungskategorien durch immer neue Ausdrücke erweitert.

Andere können verschiedene Kategorien realisieren. sondern auch auf anderen wie morphologischen. Gewöhnlich hängt dies mit der Veränderbarkeit der Bedeutungen der einzelnen Formationen zusammen. Wortbildungsregeln sind nämlich bei weitem nicht so allgemein gültig wie Flexionsregeln. wenn man weiß. kann man die entsprechenden Ausdrücke korrekt verwenden. Wielkopolanin). die einander stärker ähneln. während in der Umgangssprache Strukturen mit eher unbestimmter Bedeutung dominieren. z. Eine Voraussetzung ist das Vorhandensein eines entsprechenden Musters. durch die Präferenz für Strukturen mit maximaler Informativität geprägt. Produktiv sind Konstruktionen sowohl mit einer sehr spezifischen Bedeutung als auch solche mit unbestimmter struktureller Bedeutung. -ak.oder polyfunktionales Element handelt. d. sie operieren nicht nur auf der Basis der Wortart des Ausgangslexems. Dies hängt mit den Beschränkungen der Verbindbarkeit der Wortbildungselemente zusammen. deren Verbindbarkeit nicht auf eine Wortart beschränkt ist. die mit exakten Termini operiert. ob es sich um ein mono. f) Spezialisierung der Wortbildungsformative 52 Die Wortbildungsformative sind in unterschiedlichem Grad spezialisiert. Nomina attributiva (ponurak ‚Griesgram’. Dadurch sind einige Wortbildungstrukturen stilistisch beschränkt.B. Eine Beschränkung liegt in der ‚Wortbildungsbasis’ des Formativs. der bei der Produktivität von Formationstypen eine Rolle spielt. das zur Bildung von Nomina agentis (s´piewak ‚Sänger’. Wenn man den Grad der Spezialisierung des Formativs kennt. andere wie das Suffix -ak können an die Stämme von Verben.h. die nur eine Bedeutung haben und von allen Mitgliedern einer Klasse in gleicher Weise gebildet werden. ciemniak ‚Hohlkopf’). Auch die Verbindbarkeit der Formative mit den Stämmen der Ausgangswörter hängt mit der genannten Spezialisierung zusammen. Adjektiven und Substantiven treten. Beispielsweise tritt das Formativ -arka in der Bedeutung . Einige Formative verbinden sich ausschließlich mit Basislexemen einer bestimmten Wortart. lexikalischen und semantischen Merkmalen. Als ‚regulär’ sehen wir solche Formationen an. e) Zur Regelmäßigkeit 51 In der polnischen Wortbildung gibt es kein einziges Modell. Dies kann auch vom Funktionsbereich abhängen.a.102 1. Grundlagen Neben diesen im Grad der semantischen Diffusität sehr verschiedenen Formationen gibt es auch Strukturen. Ein weiterer Faktor. dient. Stadtbewohnern (warszawiak) u. Einige bilden jeweils nur eine Wortbildungskategorie wie -anin. So ist die Wissenschaftssprache. ist der Grad der Regelmäßigkeit ihrer Bildung. Es gibt jedoch auch Formative mit einer einzigen spezialisierten Bedeutung. Amerykanin. p!ywak ‚Schwimmer’). Ein Teil der Modelle verfügt über eine relative Regelmäßigkeit. das total regelmäßig funktioniert. Ländern und Regionen bezeichnet (warszawianin. die meisten sind jedoch unregelmäßig. das Bewohner von Städten.

g) Lexikalisierung (leksykalizacja) Neben den unterschiedlichen Verschiebungen im Wortbildungssystem vollziehen sich auch Veränderungen in der motivierten Lexik. Bei der Verschmelzung des Formativs mit dem Stamm kommt es bisweilen zum Ausfall von lautlichen Elementen des Stamms: barbarzyn´ca ! barbarzyn´stwo ‚Barbarei’ mieszkaniec ! mieszkanka ‚Bewohnerin’ Ein Stamm kann bestimmten lautlichen Alternationen unterliegen: portret ! portrecik ‚kleines Portrait’. Meistens sind sie stilistisch differenziert. Die Stabilität dieser Einheiten hemmt die Möglichkeit. andere werden häufiger oder seltener gebraucht und es tauchen neue Modelle auf. die nach unterschiedlichen Modellen gebildet sind. verhindert die Verbreitung des regelmäßigen Typs wspo´lnos´c´. So werden maskuline Deminutiva nach zwei Mustern gebildet: mit dem Formativ -ek oder -ik (-yk).2. die ur53 . was sich ebenfalls hemmend auf das reguläre Funktionieren des Modells auswirkt. Solche Beispiele finden sich bei der Bildung von weiblichen Personenbezeichnungen aus den entsprechenden männlichen Lexemen. Die feste Position. neue Modelle zu verwenden. die die Lexeme wspo´lnota ‚Gemeinschaft’. cz!owiek ! cz!owieczy ‚menschlich’ Die Unregelmäßigkeiten in den Wortbildungsmodellen sind nicht zuletzt durch die Tradition bedingt. upartos´c´. Die stilistische oder emotionale Markiertheit kann auch durch den Stamm der Formation bedingt sein. der eine gehört allen Stilen an (wywoz˙enie ‚Ausfuhr’. Die Ausdruckseinheiten. upo´r ‚Starrsinn’. dass die Bildung eines stilistisch neutralen Ausdrucks nicht möglich ist. Einige sind gänzlich außer Gebrauch gekommen. verbleiben in der Sprache und sind durch den Usus eindeutig akzeptiert.ä. die trotz der systemischen Korrekheit in der Norm nicht akzeptiert werden.1. Solche Veränderungen betreffen gleichermaßen die Formative. denn nicht alle Vertreter der Kategorie sind mit dieser Markierung kompatibel. die nach einem alten Modell gebildet worden sind. Ihre Wahl hängt gewöhnlich vom Auslaut des Basisstamms ab: dom-ek ‚Häuschen’ vs. im Lexikon des Polnischen einnehmen. walczenie. Im Laufe der Geschichte kam es zu Veränderungen im Bestand der Modelle und auch in ihrer Produktivität. spre±z˙arka ‚Kompressor’) als auch bei desubstantivischen Formationen auf (kartoniarka ‚Kartonagenmaschine’). dass zur Bildung eines Typs mehrere Modelle gebraucht werden. Beschränkungen in der formalen Verbindbarkeit einzelner Formative können bewirken. Das parallele Auftreten von Ausdrücken. wpadka ‚Reinfall’). wirkt sich auf den Gebrauch beider aus. Es kommt vor. Parallele Einheiten. Grundprinzipien der Wortbildung 103 ‚Maschine’ sowohl bei deverbalen (spawarka ‚Schweißgerät’. talerzyk ‚Kuchenteller’. wpadnie±cie ‚Hereinfallen’) während der andere stilistisch beschränkt ist (wywo´zka ‚Abtransport’. walka ‚Kampf’ u.

104 1. Die Veränderungen im Wortschatz beruhen auch auf dem Verschwinden des offensichtlichen Zusammenhangs zwischen den Wortbildungsformationen und den Basiswörtern. heute ist ein Waschbecken gemeint. Grundlagen sprünglich synonym waren. Aus diesem Grund sollte ein Fremdsprachenlerner unbedingt das Wörterbuch zu Rate ziehen. wieczorowy ‚Abend-’). Ihre Bedeutungen stellen nämlich immer eine Realisierung der Ausgangselemente dar. Einige Ableitungstypen entstehen hingegen aus rein syntaktischen Gründen. Zum einen muss ein gewisser Benennungsbedarf befriedigt und der Sprecher mit einem angemessenen Inventar an Ausdrucksmitteln ausgestattet werden. die Verbalsubstantive mit dem Formativ -nie mit deren Hilfe ein Verbalstamm in eine andere Wortart transponiert wird. So bezeichnete miednica ursprünglich ein Gefäß aus Kupfer (= miedz´ ). Schließlich verlieren sie jeglichen Zusammenhang (owocny ‚fruchtbar’. Die Ausdrücke können immer weniger in den gleichen Kontexten eingesetzt werden. . ‚Ich bin müde. dass die unregelmäßigen Bildungen bei weitem überwiegen. zebranie siana ‚Heuernte’. bo chodzi!am przez ca!y dzien´. denn ich bin den ganzen Tag gelaufen.a. Jestem zme±czona chodzeniem przez ca!y dzien´. Nichtlexikalisierte Formationen hingegen können trotz spezifischer Bedeutung auf der Grundlage der strukturellen Bedeutung der entsprechenden semantischen Kategorie zugeordnet werden. Die Ausführungen dienen im Wesentlichen dem passiven Verständnis der entsprechenden Strukturen. pustak ‚etwas Leeres ! Hohlziegel’ pisarz ‚einer. Die von der Lexikalisierung betroffenen Einheiten bewahren die oberflächliche Teilbarkeit im Sinne der Wortbildungsmuster. andere dagegen unterliegen der semantischen Spezialisierung und treten in Abhängigkeit vom Kontext in der eigentlichen Bedeutung des Stamms oder in einer spezialisierten Bedeutung auf. beginnen sich in einem langsamen Prozess semantisch auszudifferenzieren. das aus einem beliebigen Material beschaffen sein kann. wodurch sich die Möglichkeit ergibt. Abend-’. Dazu zählen u. desto eher kommt es zur Auflösung des Zusammenhangs. vgl. die sich in keiner Weise aus den Komponenten ableiten lässt. die die Bedeutung motivieren. vs. den gleichen Sachverhalt durch eine andere syntaktische Konstruktion darzustellen. Der Lerner sollte deshalb keine selbständigen Bildungen vornehmen. Je länger ein Ausdruck ‚lebt’. haben jedoch eine Bedeutung. dann sprechen wir von ‚Lexikalisierung’. zebranie partyjne ‚Parteiversammlung’ Die Eigenarten der polnischen Wortbildung zeigen recht klar. Dieser Prozess kann in unterschiedlichem Maße fortgeschritten sein. abendlich. 2. owocowy ‚Obst-’) oder sie stimmen nur noch in einzelnen Bedeutungen überein (wieczorny ‚1. der schreibt ! einer. der literarische Werke schreibt’ Wortbildungsformationen werden zu verschiedenen Zwecken geschaffen.’ Ein Teil dieser Formationen behält die gleiche Bedeutung. Jestem zme±czona.

die eine inhaltliche Repräsentation des bezeichneten Objekts ermöglicht. Als das vorrangig geeignete Kriterium der Zugehörigkeit eines Wortes zu einer Wortart haben sich die syntaktischen Eigenschaften herausgestellt. syntaktisch weitgehend wie Substantive. Janowa. werden im Folgenden nur Eigenschaften genannt. Funktionswörter nicht. …. on. Demonstrativpronomen wie Adjektiv. auch wenn sie rein konventionell sind. Wortarten 105 1. Diese Termini werden hier wegen ihrer weiten Verbreitung verwendet. Funktionswörter nicht.3. die substantivierten Adjektive wie bia!os´c´ ‚das Weiß’ haben deren lexikalische Bedeutung. Da sie sehr vielfältig sind. aber nicht immer die typischen Flexionsendungen. Genus und die Komparation. nach lexikalischen Kriterien aufgeführt. d.3. Auxiliare). vgl. Diesen Kennzeichen entsprechen im Kern. Partikel. Als morphologische Eigenschaften der Wortarten wird hier die Bildung von oppositiven grammatischen Paradigmen mithilfe grammatischer Morpheme genannt.B. Jerzy. Personalpronomen werden in den meisten älteren Grammatiken und in den Wörterbüchern als Pronomen. …. kot. Zakopane haben ebenfalls die syntaktische Funktion typischer Substantive. In diesen drei Eigenschaften unterscheiden sich sowohl die meisten der einzelnen Wortarten (manche in weniger Eigenschaften). entgegen ihrer syntaktischen Funktion (z.1. So verhalten sich Personalpronomen. Pronominaladverb wie Adverb). die typisch oder einzigartig für eine bestimmte Wortart sind. Heute finden wir das Resultat der Kategorisierung in den entsprechenden Vermerken der Wörterbücher. die sich aus der Verkettung von Wortfügungen ergibt und auf der die Kategorisierung in Satzglieder beruht. Das wichtigste allgemeine Kriterium ist die syntaktische Ordnungsrelation (Überordnung/Unterordnung). sie sind – verkürzt gesagt – syntaktisch Substantive. ty. (andere Flexionsparadigmen) und nicht deren typische semantische Eigenschaft. die Inhaltswörter (Substantive. Inhaltswörter bilden oppositive grammatische Paradigmen. Interjektionen.h.B. Numerus. Wiederum vor allem aus praktischen Gründen werden bestimmte Unterkategorien der Inhaltswörter zu Pronomen und Numeralia zusammengefasst und als Sonderwortarten behandelt. Adjektive z. pragmatische. Adverben. wobei aber verschiedene Kriterien zu verschiedenen Zuordnungen führen können. sklep. Adjektive. die für eine Abgrenzung von Wortarten ausreichen. Konjunktionen. 54 . Substantivierte Adjektive wie s!uz˙a˛cy und viele Eigennamen wie Z"eromski. Personalpronomen syntaktisch wie Substantiv. Verben) und die Funktionswörter (Präpositionen. sie haben aber nicht die morphologischen Eigenschaften typischer Substantive wie matka. student. jedoch nicht vollständig gleiche Kategorien im Sinne von Mengen von Wörtern. haben typischerweise grammatische Morpheme für Kasus. auch Funktionswörter haben einen Inhalt und Inhaltswörter haben Funktionen. als auch die beiden großen Wortartgruppen. morphologische sowie semantische bzw. ja. eine symbolische Bedeutung. Adverben haben typischerweise nur grammatische Morpheme für die Komparation. Inhaltswörter sind satzgliedfähig. Wortarten Den Wortarten (cze±s´ci mowy) werden traditionell drei Arten von Eigenschaften zugeschrieben: syntaktische.

Mit ihnen kann auf Weltausschnitte verwiesen werden und sie sind relevant für den logischen Wahrheitswert einer Aussage. als Adverben und die Auxiliare. die meist flektiert. kakao. die sich jedoch sehr weitgehend überschneiden. dzisiaj. In der folgenden Tabelle sind die genannten Eigenschaften und Wortarten der beiden Wortartgruppen noch einmal zusammengestellt: Inhaltswörter satzgliedfähig (Hauptkriterium) bilden oppositive grammatische Paradigmen autosemantisch Substantive Adjektive Adverben (Voll-)Verben Pronomen Numeralia Mit der Definition der einzelnen Wortarten und der Zuordnung der einzelnen Wörter zu den Wortarten findet ein Abgleich der lexikalischen. als eigene Wortart anzusehen. Wie für die Wortartgruppen gilt also auch für die einzelnen Wortarten. und aus dem gleichen Grund die nicht flektierbaren Pronominaladverben. morphologischer und lexikalischer Eigenschaft verschiedene Mengen. wiederum bei Dominanz der Letzteren. weil sie satzgliedfähig (und autosemantisch) sind. Die Wörter einer Wortart bilden je nach gemeinsamer syntaktischer. Der Abgleich führt u. nicht aber jedem einzelnen Wort zukommen. ohne Kombination mit einem anderen Wort auf etwas zu referieren. morphologischen und syntaktischen Eigenschaften. statt. vgl. Die allgemeinste Inhalts. lexikalische Eigenschaft bezieht sich auf die Fähigkeit.106 1.a. die RestbeFunktionswörter nicht satzgliedfähig (Hauptkriterium) bilden keine oppositiven grammatische Paradigmen nicht autosemantisch Präpositionen Konjunktionen Partikeln Interjektionen Auxiliare . jak. Rousseau. morphologischen und lexikalischen Eigenschaften dem jeweiligen Typ. dazu. Der Überschneidungsbereich bildet das Zentrum der Wortart.und Funktionswörter unterscheidende. die die Endungen von Verben haben und morphologisch gesehen somit ‚Verben’ sind (wenn die satzgliedfähigen Verben davon abgesetzt werden sollen. zu den Substantiven zu rechnen. dass die syntaktischen. Grundlagen abgesehen von den meisten Auxiliaren. können diese als ‚Vollverben’ bezeichnet werden). vgl. indeklinable Substantive. aber nicht satzgliedfähig (und nicht autosemantisch) sind.

durch die Derivation von Abstrakta wie czytanie ‚das Lesen’. Wortarten 107 reiche deren Peripherien. alle lexikalischen Substantive zum einen die gemeinsame lexikalische Eigenschaft ‚Objekt oder als Objekt konzipierte Entität’.B. intensyfikacja ‚Intensivierung’. die einer Wortart durch Transposition angehören. student. kot etc. bezeichnet aber genauso wie czytac´ aktionale Situationen. Die stärksten Diskrepanzen zwischen diesen eigenschaftsbestimmten Mengen bestehen zwischen den syntaktisch und den lexikalisch definierten Teilmengen. z. vor allem aktionale Situationen. czytanie ‚das Lesen’ oder bia!os´c´ ‚das Weiß’. Wörter von einer syntaktischen Wortart in eine andere zu transponieren. zum anderen hat nur ein Teil der Substantive die Funktion. Zu einer anderen Peripherie gehören die Wörter. vgl. bei den Substantiven z. die Kreuzklassifikation in der folgenden Tabelle: . czytanie. Der andere Teil bezeichnet Nicht-Objekte. bia!os´c´. ohne dass dabei eine entsprechende semantische Verändung passiert. Ihre gemeinsamen Eigenschaften sind lexikalisch. vgl.1. in denen sie wegen bestimmter Beschränkungen meist der Peripherie angehören.B.B. Objekte zu bezeichnen.3. Einen weiteren Anlass für das Auseinanderklaffen von syntaktischer und morphologischer Kategorisierung einerseits und lexikalischer andererseits bieten die traditionellen Wortarten der Pronomen und Numeralia. Eigennamen mit adjektivischer Endung. vgl. genauso wie bia!y ‚weiß’. sklep. matka.B. Hinsichtlich ihrer syntaktischen und morphologischen Eigenschaften verteilen sie sich auf mehrere andere Wortarten. bia!os´c´ ‚das Weiß’. vgl. analog entspricht bei bia!os´c´ ‚das Weiß’ der Bedeutung ‚als Objekt konzipierte Eigenschaft’ die Funktion. Mit der Rekategorisierung ergibt sich auch eine Diskrepanz zwischen Bedeutung und Bezeichnungsfunktion: czytanie hat die Bedeutungs-Funktion ‚als Objekt konzipierte Situation’. Zur morphologischen Peripherie der Substantive gehören z. Ein Grund dafür ist die Möglichkeit. So haben also z. cho-dzenie ‚das Gehen’. Eigenschaften zu bezeichnen. und Eigenschaften.

Numerus. dann die Funktionswortarten besprochen. Eigenschaften u. Besonderheiten und des häufig peripheren Status in den ‚echten’ Wortarten enthält auch die vorliegende Grammatik Kapitel über Pronomen und Numeralia. morphologischen und syntaktischen Gemeinsamkeiten bzw.a. Kardinalia sind deklinierte Wörter mit spezifischen Endungen für Kasus.) einem finiten Verb-Prädikat als 1. weil sie u. Bei appellativischen Substantiven etwa entspricht der referenzsemantischen Funktion ein symbolischer Bedeutungscharakter.1. Eigennamen. Pronominalsubstantive gehören zur syntaktischen Peripherie der Substantive. Lexikalisch gesehen bezeichnen Substantive Objekte oder als Objekt konzipierte Entitäten (aktionale Situationen. Genus.108 1. Argument untergeordnet sein kann. der lexikalischen.a.3. Im Folgenden werden zunächst die Inhaltswortarten. Substantive 55 (rzeczowniki) Syntaktisch gesehen ist das Substantiv (Appellativa. 1. . das (u. Personalpronomen sind nicht und Eigennamen zum Teil wie Adjektive flektiert (Peripherie der Wortart). bestimmte Numeralia) ein Inhaltswort.). Grundlagen Grammatisch definierte Wortarten Substantive Pronomen (deiktische / anaphorische Semantik) Personalpronomen (on) Reflexivpronomen (siebie) Interrogativpronomen (kto) Indefinitpronomen (ktos´) Numeralia (Zahl-Semantik) Substantiv-Kardinalia (pie±c´) Kollektivnumeralia (dwoje) Adjektive Possessivpronomen (mój) Demonstrativpronomen (ten) Interrogativpronomen (jaki) Indefinitpronomen (jakis´) Determinative Pronomen (wszelki) Ordinalia (pia±ty) Adjektiv-Kardinalia (jeden) Adverben Temporaladverben (dzisiaj) Lokaladverben (tutaj) Interrogativpronomen (jak) Zugehörigkeit der Pronomen und Numeralia zu den grammatisch definierten Wortarten (mit Beispiel) Aufgrund der klassischen Grammatikgliederungen.a schwer mit Attributen zu verwenden sind. Morphologisch gesehen sind Substantive deklinierte Wörter mit spezifischen Endungen für Kasus. Personalpronomen.

dobrze.h. siedem kotów.5. Konjunktionen (spo´jniki) und Auxiliare (s!owa posi!kowe). sind aber nur morphologisch ‚Verben’. Aspekt. 1.4. Phasenauxiliare) markieren zusammen mit nicht finiten Wortformen von Inhaltswörtern (Adjektiven. Auxiliare (Kopulae wie byc´. Funktionswörter gliedern sich in grammatische und pragmatische Wörter: Die grammatischen Wörter sind Präpositionen (przyimki). Morphologisch ist das Adjektiv ein dekliniertes Wort mit spezifischen Endungen für Kasus. Morphologisch verfügen Adverben in der Regel über Komparationsparadigmen. entweder als Begleiter verschiedenartiger Konstituenten und regierendes Wort eines Substantivs (Präpositionen) oder als Begleiter gleichartiger Konstituenten (Konjunktionen). Wortarten 109 d.h.1. Adjektive (przymiotniki) Syntaktisch gesehen ist das Adjektiv ein Wort. Verben (czasowniki) Syntaktisch ist ein (Voll-)Verb ein Inhaltswort. das im einfachen Satz ohne Unterordnung unter ein Inhaltswort (d. Numerus. Substantiven. Adverben (przys!o´wki) Das Adverb ist syntaktisch ein Wort. Diatheseauxiliare.h. Modus. Bei Substantiv-Kardinalia besteht sie in der Zählung von Objekten.2. Die pragmatischen Wörter sind Funktionswörter ohne satzgliedrelationale. Modalauxiliare. das einem Substantiv ohne Begleiter untergeordnet sein kann und dem ein Verb nicht übergeordnet sein kann. des Sich-Vorstellens der Entität. also Pronominaladverben wie teraz. 1. dies gilt jedoch nicht für Pronominaladverben. d. jak. Lexikalisch sind Adverben in aller Regel entweder transponierte Adjektive wie tanio. das einem Verb untergeordnet und nicht dessen erstes Argument sein kann. tutaj. Genus und Numerus. Genus verbi. Die grammatischen Wörter sind Funktionswörter für Relationen zwischen Satzgliedern oder Teilsätzen. 1. vgl. 1. Morphologisch gesehen verfügen Verben über paradigmatische Oppositionen für Tempus. Adjektive bezeichnen Eigenschaften oder als Eigenschaft konzipierte Entitäten. Genus und grammatischen Morphemen für die Komparation. gehören jedoch nicht zur Wortart Verb. Auxiliare wie móc verfügen meist über paradigmatische Oppositionen der Vollverben.3.3. in Prädikatsfunktion) und dabei ohne Auxiliar auftreten kann.3. für den logischen Wahrheitswert nicht relevante 59 58 57 56 .3. die Möglichkeit der Repräsentation. bei Eigennamen besteht diese Möglichkeit nicht.3. mit pragmatischer und ohne semantische. Person. … oder Pronomen. po polsku. Temporalauxiliare. Bei den Pronominalsubstantiven entspricht der referenzsemantischen Funktion eine deiktische und/oder anaphorische lexikalische Bedeutung. Vollverben bezeichnen aktionale Situationen (="Vorgänge und Zustände).3. Infinitiven) das Prädikat des Elementarsatzes.

dlatego ‚deshalb’ und Partikel wie wie˛c 2. ist als weitere klassische. Partikeln sind syntaktische Wörter mit pragmatischer Relation zur gegebenen oder zu anderen Äußerungen. w kon´cu ‚letzendlich’) haben. sondern semantische Funktion).1. moz˙e ‚vielleicht’. Insbesondere Wörter ohne Flexion können mehreren Wortarten angehören. 1. Zur Beschreibung von Kategorien der Morphologie Lexikalischer und grammatischer Status 60 Während die lexikalischen Morpheme. wprawdzie ‚tatsächlich’. mit ihnen werden expressive Akte vollzogen. die von Lexikalischem zu Grammatischem verlaufen. z. Grundlagen Funktion. Die daraus resultierenden Übergangsphänomene manifestieren sich in den Schwierigkeiten bei der Anwendung des Begriffs der Regelmäßigkeit bzw. ‚denn. In der Kategorie werden Einheiten verschiedener Wortarten mit gemeinsamer syntaktischer einschließlich textlinguistischer Funktion zusammengefasst. Die Grenzziehung zwischen Beiden ist aber problematisch. Adverben mit anaphorischer oder taxischer Funktion wie potem ‚dann’. Das Funktionswort nie ‚nicht’ steht außerhalb der Wortarten (traditionell wird es zu den Partikeln gezählt. Interjektionen bilden immer eine autonome Äußerung. Kategorien 1. was eigentlich als grammatisch regelmäßig angesehen werden kann. wie dies bei pragmatische Formeln wie czes´c´. dzie˛kuje. wird Grammatisches vor allem unter dem Gesichtspunkt sprachlicher Regelmäßigkeit betrachtet. brr oder eine lautmalende (‚onomatopoetische’) Form. Konnektive Funktion können darüber hinaus auch Formeln (po pierwsze ‚erstens’.4. dass sich lexikographi- . ‚denn’. chyba ‚wahrscheinlich’. wie˛c 1. weil’. ist oczywis´cie Partikel ‚offensichtlich’ oder Interjektion ‚Sicher! (als Antwort)’. Sie sind für Einstellungen. oj. vgl. das die Substantive und Adjektive aufgrund ihrer gemeinsamen morphologischen Eigenschaften umfasst (unter angelsächsischem Einfluss wird in der Germanistik gelegentlich ‚Nomen’ (<"‚noun’) auch für ‚Substantiv’ gebraucht. vgl. Stämme und Bedeutungen einmalige oder zumindest eher individuelle Einheiten darstellen. der Grammatizität. oczywis´cie ‚natürlich’. Neben den erwähnten Wortarten der Pronomen und Numeralia. ciach. es hat jedoch keine pragmatische.4. bzz und sie haben dann meist keinen Bezug zu anderen Äußerungen. Sie verbinden Elemente eines Textes ab Satzgröße (‚transphrastische Funktion’) und tragen dadurch zu dessen Kohärenz bei. als Minimum gehören dazu Konjunktionen wie bo. bestimmte illokutive Akte oder die Realisierung pragmatischer Maximen relevant. Das Problem.B. Sie können eine affektive expressive Funktion haben. aber heute nur noch selten beachtete Wortart das Nomen zu erwähnen. Als neuere Wortart ist die Kategorie der Konnektoren zu nennen. ist die sichtbare Folge der sprachlichen Entwicklungsprozesse.110 1. vgl. die ihre Konstitution gemeinsamen lexikalischen Eigenschaften verdanken. tak der Fall ist. was sich auch daran erkennen lässt.

z. lexikalische Wortbildung) und grammatische (Flexion. Aber aus der traditionellen Grammatik ist lange bekannt. in transparenten Funktionswörtern wie jednym s!owem ‚mit einem Wort’. die zur (lexikalischen) Wortbildung und solche. Mit der Unterscheidung von Affixen in solche. als seien die Morpheme eindeutig in lexikalische (Wurzeln. !adny ‚schön’ > !adnie ‚schön’. Grammatische Einheiten entstehen in der Regel in einem kontinuierlichen Übergang aus lexikalischen Einheiten. z. bei denen der sprachlichen Einheit nicht problemlos der lexikalische oder der grammatische Status zugeschrieben werden kann. (logic)-e. und ebenso eindeutig gehört die Ableitung von smaz˙-alnia ‚Grillstube’ aus smaz˙yc´ ‚braten’ zur Wortbildung. zwiedzac´ von zwiedzic´ ‘besichtigen’. … Mit der Ersetzung des einen Flexionsparadigmas durch das andere wird also ein neues Wort gebildet. analog zur Ableitung (Derivation) des Wortes studentka ‚Studentin’ von student ‚Student’. Zwar sind Flexionsaffixe eindeutig grammatische Affixe. Wenn man sagt. das die Bedeutung ‚Logiker’ hat. … durch ein Flexionsparadigma einer anderen Deklination. Bei der Bildung von Aspektpartnern wird ein neues Wort abgeleitet. als Bestandteil eines anderen grammatische Funktion haben können. Das Gleiche gilt für die Bildung des Passivs mit sie˛: budowac´ ‚bauen’ > buduje sie˛ ‚wird gebaut’. Der Übergang von Lexikalischem zu Grammatischem zeigt sich z. zbudowac´ von budowac´ ‘bauen’. Formenbildung gehören.B. polski ‚polnisch’ > po polsku ‚auf polnisch’ wird ebenfalls ein neues Wort gebildet.4. einen Überblick bei Diewald 1997. dabei wird aber ein Affix mit grammatischer und nicht mit lexikalischer Funktion angefügt. Daher gibt es in jeder lebenden Sprache neben Einheiten mit einem deutlich ausgeprägten lexikalischen oder grammatischen Charakter eine große Anzahl von Einheiten. Formenbildung) aufzuteilen. also (logik)-a.B. Aspekt-Präfix). . dass per Wortbildung aus logika ‚Logik’ das Wort logik ‚Logiker(in)’ abgeleitet wird. (logik)-owi. Das dazu verwendete Mittel (Formativ) ist aber ein Paradigma von Flexionsaffixen. die als Bestandteil eines Wortes lexikalische. vgl.in przepisac´ ‚abschreiben’ (lexikalisch) und in przeczytac´ ‚lesen’ (grammatisch. (logik)-i. dann besteht der Ableitungsvorgang in folgendem: Ersetzt wird das Flexionsparadigma einer Deklination. in denen grammatische bzw. also von Morphemen mit grammatischer Funktion. die zur (grammatischen) Flexion bzw. (logik)-a. Ähnliche Zwischeneffekte ergeben die (selteneren) Degrammatikalisierungen. odkrywac´ von odkryc´ ‚entdecken’. Dem ist jedoch keineswegs so. aber lexikalisch nichts geändert.B. Lehmann 1995 ist ein Standardwerk).1. wird der Eindruck erweckt. Dieser Prozess wird als Grammatikalisierung bezeichnet (vgl. also (logik)-Ø. w rezultacie ‚schließlich’ oder auch in Morphemen. lexikalische Eigenschaften eher schwach ausgebildet sind. dass ein Affixparadigma zugleich der Wortbildung und der Formenbildung dienen kann. prze. Bei der Ableitung von Adverbien aus Adjektiven. Kategorien 111 sche Beschreibungen (Wörterbücher und Vorarbeiten dazu) mit grammatographischen großflächig überschneiden.

je nach Funktion und Kontext des Wortes. Mit diesem Begriff wird üblicherweise der grammatische Status von Flexionsparadigmen defi- . Auffassung u. Ein Morphem oder eine Morphemkombination kann eine lexikalische. 2.a. Dagegen führt die Präfigierung mit po. in denen ein Präfix in ein und demselben Wort. grammatische oder lexikalische Funktion hat. und zur Bildung von Wörtern mit anderer lexikalischer Bedeutung wie in na-jechac´ ‚auf (etwas) auffahren’ verwendet werden kann. aber eben darüber hinaus eine Reihe anderer. Bei der Affigierung können sich lexikalische und grammatische Prozesse überschneiden. wie es bei der Derivation von ipf.112 1. Da dem Unterschied zwischen lexikalischen und grammatischen Funktionen nicht immer formale Unterschiede entsprechen. Die Verschränkung von Wort. dass ein und dasselbe Präfix zur Bildung von grammatischen Aspektpartnern. Es ist nicht nur so.u.in podzielic´ ‚aufteilen’ kann einerseits eine grammatische ohne eine lexikalische Funktion haben und andererseits eine lexikalische. Daher soll zunächst eine Definition von ‚grammatischer Funktion’ im Sinne von ‚Funktion mit grammatischem Status’ gefunden werden. das Beispiel podzielic´: Als Derivat von dzielic´ ‚teilen’ ist podzielic´ ‚aufteilen’ dessen Aspektpartner. zur neuen lexikalischen Bedeutung von podzielic´ ‚(die Meinung. sie überlappen sich vielmehr. napisac´ zu ipf.ä. vgl. is´c´ ‚gehen’ > pf. Aus der geschilderten Situation können folgende Konsequenzen gezogen werden: 1. mit der gemeinsamen Standardbedeutung ‚zer-. Grundlagen Soweit die Bildung neuer Wörter ohne Änderung der lexikalischen Bedeutung. ist die Unterscheidung zwischen lexikalischem und grammatischem Status anhand der Funktionen zu definieren. eine grammatische oder eine lexikalische und grammatische Funktion besitzen. pisac´ ‚schreiben’. aufteilen’.und Formbildung ist noch enger. von den anderen grammatischen Affixen und auch von klassifikatorischen Kategorien wie der des Genus des Substantivs erfasst wird.) teilen’. Es können aber auch neue Wörter mit geänderter lexikalischer Bedeutung gebildet werden und gleichzeitig kann die grammatische Funktion sich ändern. verbunden mit einer grammatischen. Immerhin könnte dann die affixale Veränderung bei napisac´ als Formbildung. mit der die Gemeinsamkeit der Funktion von Flexionsmorphemen. budowac´ ‚bauen’ > pf. Es gibt jedoch auch genügend Fälle. Die Veränderung ist rein grammatisch. Das Präfix po. in diesem Fall mit dem Aspektpartner podzielac´. Wortbildung und Formenbildung sind daher keine komplementären Bereiche. Vgl. überqueren’ geschieht. przebudowac´ ‚umbauen’ oder ipf. Zu den so definierten ‚Funktionen mit grammatischem Status’ gehören alle Bedeutungen der grammatischen Kategorien. Obligatorische und fakultative Kategorien 61 Das am weitesten verbreitete Kriterium grammatischer Kategorien ist die Obligatheit. przejs´c´ ‚über (etwas) hinübergehen. pf. die einen angemessenen Platz in der Morphologie brauchen. bei najechac´ als lexikalische Wortbildung angesehen werden.

indem sie die Kongruenz mit Substantivendungen anzeigen. In der vorliegenden Grammatik werden grammatische Funktionen so definiert. Kategorien 113 niert. die aufgrund einer allgemeinen Regel für beliebige Wörter einer Wortart vorausgesagt werden können. wenn man ein Verb bzw. Grammatische Funktionskategorien enthalten morphologische oder syntaktische Funktionskategorien. Als syntaktisch bezeichnen wir Funktionskategorien von Kombinationen von Wortformen. weil es bei sehr vielen Substantiven keine obligatorisch verwendeten Morpheme gibt.u. Man kann kein Verb verwenden. ohne dass damit nicht auch ein Aspekt spezifiziert würde. s. die in der Tat obligatorisch zu realisieren sind. die das Genus festlegen. in dem Sinne verstanden. Der Aspekt z. vgl. Die Numerusendungen der Adjektive erfüllen eine rein syntaktische Funktion. dass die obligatorischen Funktionen eingeschlossen sind. so dass er entsprechend dem Kriterium der syntaktischen Funktion keine grammatische Kategorie wäre. dann wäre bei diesem Obligatheits-Begriff das Genus der Substantive keine grammatische Kategorie. Adjektiv benutzt. Dieser Terminus kann jedoch verschieden interpretiert werden. 12). bei dem kein aspektuelles Morphem den Aspekt markiert. Das ist zum Beispiel beim Aspekt der Fall. Danach ist eine Bedeutung grammatisch in einer Sprache L. Dieser Begriff der Obligatheit ist sehr eng. Lehmann (1995. weil sie nicht obligatorisch mit dem Verb verwendet werden. denn man muss sie nicht spezifizieren. Eine weniger enge Definition erwähnt Ch. die Morpheme der Adverbialpartizipien wären nicht grammatisch. dann sind viele in der Grammatik-Literatur als grammatisch angesehene Morpheme nicht obligatorisch. wenn ein Wort verwendet wird. dass Morpheme zwangsweise verwendet werden müssen. Adverbialpartizipien oder abgeleiteten Adverbien wie mocno ‚stark.B. denn er wurde ausgehend von Deklinationen und Konjugationen entwickelt.B.1. hat demgegenüber aber keine im konventionellen Sinne syntaktische Funktion. kräftig’ nicht grammatisch. jedoch auch nicht obligatorische wie die des adjektivischen Partizips oder des Adverbialpartizips erfasst werden. wenn der Sprecher nicht wählen kann. die aufgrund einer allgemeinen Regel für beliebige Wörter einer Wortart und für Kombinationen von Wortarten vorausgesagt werden können. Bei den Aspektpartnern gibt es immer ein Partnerverb. die aufgrund einer allgemeinen Regel für Kombinationen . Wenn das Genus des Substantivs nicht als Funktion der Flexionsmorpheme. im Paar odkrywac´ – odkryc´ ‚entdecken’ ist Letzteres – obwohl nicht durch Affix markiert – ein Verb des pf. Wird er z.). Als grammatisch bezeichnen wir Funktionskategorien. sondern seines Stammes gesehen wird (was die Regel ist. Aspekts. die solche Funktionen von Wortformen und Kombinationen von Wortformen enthalten.4. Ein geläufiges Kriterium der Grammatizität ist die (morpho-)syntaktische Funktion einer Einheit. Auch z.B. Als morphologisch bezeichnen wir oppositive grammatische Funktionskategorien von Wortformen. Aber auch damit wären die Funktionen von adjektivischen Partizipien. polscy studenci ‚polnische Studenten’. ob er sie unspezifiziert lässt.

Anders gesagt: Die Bedeutungen.114 1. und diese Voraussage ist für Substantive oder Adjektive nicht zulässig. die Tempora. Die Definition dessen. Die Definition soll in dieser Form gelten. Aber auch bezüglich anderer Affixe als Endungen besteht Voraussagbarkeit: Bezüglich eines beliebigen Verbs kann vorausgesagt werden. dass es einem Aspekt angehört. die das Kriterium der Obligatheit erfüllen und über deren grammatischen Status kein Zweifel besteht. d.B. als auch syntaktische Funktion haben. Mit dem vorliegenden Begriff der grammatischen Funktion wird nicht nur die Grammatizität von flexivischen und bestimmten derivationalen ‚grammatischen Kategorien’ erfasst. so kann vorausgesagt werden. kosztowac´ ‚kosten’ keine Ableitung von Aspektpartnern. Grundlagen von Wortarten vorausgesagt werden können. dass bei der Anwendung der Regel Spielraum für Ausnahmen gelassen werden muss. drzwi ‚Tür’. dass es die Derivationsbasis für ein Adverbialpartizip sein kann.h. woda ‚Wasser’. Substantive bestimmter lexikogrammtischer Kategorien wie die Stoffnamen (z˙elazo ‚Eisen’. die zu den traditionellen grammatischen Kategorien gehören. sind nur eine Untermenge der grammatischen Funktionen. und damit grammatischer. dass es z. Betrachten wir einige Beispiele. die traditionell zu den ‚grammatischen Kategorien’ gezählt werden. ‚Regelgegründet’ bedeutet. die obligatorischen grammatischen Kategorien angehören: Flexionsmorpheme sind formal und funktional obligatorisch. wino ‚Wein’) erlauben keine Pluralbildung oder stative Verben wie znaczyc´ ‚bedeuten’. das Genus des kongruierenden Adjektivs determiniert. Ausnahmen im Einzelfall stören nicht die auf einer Regel basierende Voraussagbarkeit. Die Funktionskategorien können dementsprechend vorausgesagt werden: Für ein beliebiges Adjektiv gilt die Voraussage.B. geht im Umfang (in der Extension) deutlich über die Menge der Funktionen hinaus. (b) Die Ausnahme beruht auf einer sprachhistorisch begründeten Norm. Mit dem Verb muss eine der Bedeutungen des Aspekts realisiert werden. was morphologische Funktionskategorien sind. er ist funktional obligatorisch. Ausnahmen gibt es bereits bei den Kategorien. wobei zwei Arten der Ausnahmen unterschieden werden können: (a) Die Ausnahme ist semantisch begründet. z. wie sie hier definiert wurden.h. Ein Morphem für das Adverbialpartizip hingegen ist weder formal noch funktional obligatorisch. nosze ‚Trage’. Funktion. mit einem Substantiv muss eine Endung aus einem bestimmten Paradigma mit den entsprechenden Funktionen realisiert werden. das Ausnahmen zulässt. Wird ein Substantiv gebraucht. Auch hier gilt: Eine sprachliche Einheit kann sowohl morphologische. Für ein beliebiges Verb kann jedoch vorausgesagt werden. sondern auch die der ad- . Flexionsmorpheme sind immer Affixe mit morphologischer. mit einem Verb muss weder die Funktion noch die Form des Adverbialpartizips realisiert werden. Mit der Definition sind zunächst einmal jene grammatischen Funktionen erfasst. als Prinzip. dass mit ihm die Kategorien Kasus. Numerus und Genus realisiert werden. dass es eine Genusfunktion ausübt. Pluralwörter wie fusy ‚Fusseln’. vgl. d.

nicht aber mit allen Verben.o. der auch die grammatische Funktion ‚maskulinpersonal’ trägt. Flexionsmorpheme. wie smaz˙alnia ‚Grillstube’. die nicht aufgrund einer allgemeinen Regel für beliebige Wörter einer Wortart vorausgesagt werden können. die wie erörtert je nach Funktion und Umgebung sowohl grammatischen als auch lexikalischen Status haben können. die eine oder mehrere lexikalische Funktionen haben. Dem muss auch die Klassifizierung von Form-Funktions-Einheiten. dass es zu einem beliebigen Verb ein Derivat gibt mit der Bedeutung ‚Räumlichkeit. längstens bekannt und wurde oben im Zusammenhang mit der lexikalischen und zugleich grammatischen Aspekt-Präfigierung. Man kann also nicht anhand einer allgemeinen Regel voraussagen. Die Funktionskategorien sind eben morphologisch und damit grammatisch. Deshalb ist die Funktion dieses Affixes als lexikalische zu klassifizieren. Dies ist hinsichtlich eines lexikalischen Stammes wie dem von me˛z˙czyzna ‚Mann’. {-alnia}. Das Suffix {-alnia} wird nur mit einigen semantisch geeigneten Verben kombiniert. Man kann demgegenüber anhand einer allgemeinen Regel voraussagen. denn Wörter wie *pisalnia ‚Schreibzimmer’ gibt es nicht.B. Aspekts gibt. budowac´ > zbudowac´ ‚bauen’ und po.1. die eine oder mehrere grammatische Funktionen haben. Verb auch die Kombination mit der Funktion des ipf. Da hier die gegenseitige Ausschließung des lexikalischen und grammatischen Status nur bezüglich der Funktionen angesetzt wird. sypialnia ‚Schlafzimmer’.in podzielic´ ‚teilen’ erläutert. sei es in verschiedenen Wörtern (najechac´ und na-pisac´). sei es in ein und demselben Wort wie das erwähnte po. von Morphemen und Stämmen in lexikalische und grammatische Rechnung tragen. Zu den lexikalischen Funktionen gehören neben den Funktionen der Wurzeln von Inhaltswörtern die von Stämmen und von Wortbildungsaffixen.in podzielic´ oder sie˛ wie in otwierac´ sie˛ (sie können hinsichtlich des Status ‚ambivalent’ genannt wer- . Es gibt damit Affixe. dass Formen von Morphemen und Morphemkomplexen zugleich lexikalische und grammatische Funktionen zugeordnet sein können. z. Als lexikalisch bezeichnen wir Funktionskategorien von Wortformen. dass es im Polnischen zu einem beliebigen pf. Das Gegenstück zum grammatischen Status von Affixfunktionen ist der lexikalische.4. auch wenn mit den Affixen Wörter gebildet werden. vgl. Kategorien 115 jektivischen Partizipien oder Adverbialpartizipien und der lexiko-grammatischen Kategorien wie ‚Stoffname’ oder ‚Transitivität’. Grammatisch: Morpheme. oder dass es zu einem transitiven Aktiv-Verb auch die Passiv-Funktion gibt. in der der vom motivierenden Wort genannte Vorgang stattfindet’. s. Folgende Bezeichnungen für Morpheme sollen hinsichtlich ihres Status gelten: Lexikalisch: Morpheme. ist die oben besprochene Tatsache berücksichtigt.

przebudowawszy. neue Wörter oder nur neue Wortformen entstehen. weil diese neben der lexikalischen Bedeutung fast immer auch grammatische Funktionen haben.116 1. mit der Flexion (fleksja) die Veränderung im grammatischen Affixbestand eines Wortes. Wortbildung und Flexion 62 Die traditionelle polonistische Grammatikschreibung unterscheidet nur Flexion als zur Grammatik gehörigen Bereich und Wortbildung. budowac´ > zbudowac´ ‚bauen’. Nach diesem Verständnis wird in der Wortbildung (s!owotwórstwo) die Bildung von Wörtern aus anderen Wörtern rekonstruiert. wie die polnische Akademiegrammatik von 1998. Und wenn man den Aspekt als ‚nichtflexivische’ grammatische Kategorie auffasst. ist nicht alleine auf die Polonistik beschränkt. przebudowywac´. der Wörter budowac´.B. vgl. Diminutiva und Ordinalia auch Komparativa umfasst.schreiben’. budowac´ sie˛.a. dann handelt es sich um grammatische Wortbildung und damit auch um grammatische Derivation. In den Wörterbüchern jedenfalls bilden z. die lexikalische Funktion haben. also durch das Anfügen grammatischer Affixe. zbudowany und przebudowa(X). nur die Flexion ist ausgeschlossen.a. pisac´ > napisac´ . Wortbildung erstreckt sich hier tendenziell auf die Affigierung insgesamt. Aber es gibt sehr verschiedene Ansichten darüber. Aspektpartner eigene Lemmata (= Stichwörter). ob z. zbudowac´. mit der Bildung von Aspektpartnern. Bei lexikalischen Stämmen müssen wir definitorisch anders verfahren.‚bau-’ den lexikalischen Stamm u. Als lexikalischen Stamm haben wir die Summe der Allomorphe der Wortform(en) eines Inhaltswortes bezeichnet.‚umbau-’ den lexikalischen Stamm u. Dieses weitergehende Verständnis von Wortbildung. wie die russische Akademiegrammatik von 1980. ohne dass damit an der grammatischen Natur etwa des Aspekts gezweifelt würde. Grundlagen den). so dass aus dieser Sicht zwischen ihnen Wortbildungsbeziehungen bestehen. Grammatische Morpheme werden in den Grammatiken üblicherweise in Form von zwei verschiedenen Arten von Kategorien beschrieben: . also die Wortform ohne die Morpheme. der Wörter przebudowac´. teilweise auch im ursprünglichen Sinne ‚allgemeiner Begriff/allgemeine Bedeutung’.B. die nur grammatische Funktion haben. Sie werden sowohl im Rahmen der (lexikalischen) Wortbildung als auch in der Morphologie beschrieben. In den älteren polnischen Grammatiken werden daher Affigierungen wie die Bildung des Aspekts oder der Adverbien meistens der Wortbildung zugerechnet. oder teilweise als zur Wortbildung gehörend. das neben der Bildung von Possessiva. Demnach bildet budowa(X). Traditionelle Kategorienbildung in der Morphologie 63 Der Ausdruck ‚Kategorie’ wird in der neueren linguistischen Literatur meist im Sinne von ‚Menge’ gebraucht.

Der Ausdruck grammatische Kategorie wurde im Laufe der Zeit für alle möglichen Kategorien in den grammatischen Beschreibungen verwendet. als Deklinationen der Substantive. . verstanden als Form-Funktionskategorie. Wenn nötig. Es ergibt sich folgendes Bild der traditionellen Kategorisierung grammatischer Morpheme: • Grammatische Suffixe. bezeichnen.u. Um der Vieldeutigkeit dieses Ausdrucks zu entgehen.). Ein zentrales Problem ist die Auswahl der als ‚grammatisch’ bezeichneten Kategorien. (a) kann man als formorientierte Beschreibung. ob es sich jeweils um die Formen mit bestimmten Funktionen oder die Funktionen. geht. die bestimmte Funktionen wie ‚Singular’ oder ‚Präteritum’ markieren.h. die zu Formenparadigmen führt. Grammatische Morpheme wie die des adjektivischen Partizips und Adverbialpartizips oder diejenigen. (b) als Mengen grammatischer Bedeutungen wie Numerus oder Tempus. wird heute. (a) und (b) beziehen sich auf das gleiche sprachliche Material. verwendet. werden vom traditionellen System der grammatischen Kategorien nicht erfasst. wie man mit den Kategorien umgehen soll. die zwar als grammatisch angesehen werden. die zu Funktionskategorien führt. die nicht immer zu den grammatischen Kategorien gerechnet werden. (b) als funktionsorientierte Beschreibung. Formenkategorien (Menge von Formen) und Form-Funktionskategorien (Menge von Form-Funktionseinheiten) unterschieden werden. die morphologische Funktion haben. Sie alle haben grammatische Funktionen. dem Kontext überlassen. der Ausdruck ‚morphologische Kategorie’ (kategoria morfologiczna) für ‚grammatische Kategorie im engeren Sinne’. denen bestimmte Formenparadigmen entsprechen. deren formale Entsprechung aber schwer oder gar nicht als Flexion angesehen werden kann. bilden aber den Kern der hier als morpho-grammatisch bezeichneten Kategorien (s. d.1. sind Affixe für den Komparativ und Elativ/Superlativ. denen bestimmte Formen entsprechen.4. Damit verbunden ist das Problem. s. Das gleiche gilt für die lexiko-grammatischen Kategorien der Transitivität der Verben oder der Homogenität (‚Zählbarkeit’) der Substantive. pie˛kny > pie˛knie ‚schön’. die Adjektive zu Adverbien machen. bilden aber keine ‚grammatischen Kategorien’. Adjektive und der Konjugationen der Verben. Kategorien 117 (a) als Flexionsparadigmen. Grundsätzlich müssen also erst einmal Funktionskategorien (Menge von Funktionen). Beim Gebrauch der Termini für die morphologischen Kategorien wird der Unterscheidung. so auch hier. Diese gehören zu den grammatischen Kategorien. Sie sind nicht die einzigen Kategorien. wird explizit von einem ‚Formenparadigma’ oder der ‚Funktionskategorie des Aspekts’ oder ‚grammatischen bzw. die in der vorliegenden Grammatik alle Form-Funktionskategorien mit morphologischen oder syntaktischen Funktionen sind. vgl. morphologischen Bedeutungen’ gesprochen.

die Kategorien der Morphologie entsprechend ihrem morphogrammatischen Typ einschließlich der Stärke ihrer Grammatizität zu systematisieren und sie als morpho-grammatische Kategorien zu bezeichnen. grammatisch derivationaler. Sie hat also eine funktionale und eine formale Dimension. czytany.wärmer’. przeczytawszy. • Affixe. Antwort JA: grammatischer Status der Funktionskategorie. zrobiony ‚gemacht’. po niemiecku ‚auf deutsch’. • Grammatische Suffixe. najcieplejszy . die Affixe für pf. vgl. czytaja±cy ‚lesend’. przeczytany ‚gelesen’. und ipf. wobei die funktionale Dimension Vorrang hat. adjektivische Partizipien. czytaja±c ‚lesend’. vgl. deren grammatischer Status zweifelhaft ist. ob und inwieweit die Kategorie eine Implikation der Wortart im folgendem Sinne ist: ‚Wenn ein Wort der Wortart W gebraucht wird. kann die funktionale Struktur des Kategorientyps – flexivischer. Die Unterscheidung der verschiedenen morpho-grammatischen Kategorientypen beruht auf der Art der Träger der grammatischen Funktion. wie diese die grammatische Opposition bilden und wie die Opposition markiert wird. sind Affixe der Adverbableitung. grammatisch klassifikatorischer und erweiterter morphologischer Typ – mit folgenden Fragen ermittelt werden: . vgl. sind die Affixe für pf. Entsprechend der obigen Definition des grammatischen Status (‚die Kategorie kann ausgehend von der Wortart vorausgesagt werden’) kann zur Feststellung des grammatischen Status der Funktion eines Morphems oder einer Morphemkombination die Frage formuliert werden.118 1. vgl. !adnie ‚schön’. Adverbialpartizipien. Grundlagen cieplej ‚wärmer’. die nicht zu den grammatischen Kategorien gerechnet werden. Aspektpartnern. wenn beide nicht kongruieren sollten. Die Typen morpho-grammatischer Kategorien 64 Wir schlagen vor. pisac´ > napisac´ ‚schreiben’. najcieplej ‚am wärmsten’. bity.am wärmsten’ und Präfixe zur Bildung von pf. Die Feststellung des grammatischen Status vorausgesetzt. kann dann auch die Funktionskategorie K als Teil beliebiger Wortformen von W realisiert werden?’ Antwort NEIN: lexikalischer Status der Funktionskategorie. cieplejszy . zbity ‚geschlagen’. der Art. robiony. und ipf. ciep!o ‚warm’.

1. be˛de˛ czyta!(a) ‚ich werde lesen’. markiert. d.4. der Gebrauch eines gebundenen Morphems (ausnahmsweise auch mehrerer Morpheme) mit grammatischer Funktion synthetisch oder analytisch ist. Derartige grammatische Wortformen. impliziert der lexikalische Stamm eines Verbs eine bestimmte Aspektbedeutung oder der lexikalische Stamm eines Substantivs ein bestimmtes Genus ‚Kann die implizierte funktionale Subkategorie durch ein grammatisches Morphem geändert werden?’ JA: ! derivationale Kategorie z. die aus mindestens zwei Wortformen bestehen. bestimmte formale Arten der Markierung.B. kann das feminine Genus eines Substantivs wie kobieta nicht durch ein grammatisches Morphem geändert werden JA: ! flexivische Kategorie z. in der Regel in Kombination mit grammatischen Affixen. Aspekt eines Verbs wie otworzyc´ durch ein Suffix geändert werden NEIN: ! klassifikatorische Kategorie z. muss mit einem Substantiv ein Kasus realisiert werden NEIN: ! erweiterte morphologische Kategorie z. Wir können dementsprechend von synthetischer und analytischer grammatischer Markierung sprechen. werden als analytisch (auch: periphrastisch) bezeichnet. Analytische Markierungen ergeben im Polnischen Wortformen morphologischer oder erweiterter morphologischer Kategorien. aber keineswegs gesetzmäßig. Kategorien 119 ‚Impliziert der lexikalische Stamm der Wörter aus der Wortart {W} eine bestimmte funktionale Subkategorie der grammatischen Kategorie {K}?’ NEIN: z. ob die Markierung. das Futur be˛de˛ czytac´ bzw. Ist die Markierung Bestandteil einer aus nur einem Wort bestehenden Wortform. muss mit einem Verb nicht eine bestimmte epistemische Modalität realisiert werden Ermittlung der funktionalen Struktur der morpho-grammatischen Kategorientypen Diesen funktionalen Kriterien der Kategorientypen entsprechen per Default.B.B. wird diese als synthetisch bezeichnet.h. . impliziert der lexikalische Stamm eines Substantivs nicht eine bestimmte Kasusbedeutung oder ein Verb nicht eine bestimmte Modalbedeutung ‚Ist die grammatische Funktionskategorie obligatorisch?’ JA: z. Der zentrale Unterschied ist dabei.B. Nicht selten werden grammatische Funktionen aber durch zusätzliche Funktionswörter.kann der pf.B.B. vgl.

120 1. be˛de˛ otwiera!(a) ‚ich werde öffnen’ – otwieram ‚ich öffne’). Die analytische Markierung in morphologischen Kategorien ist als Ausnahme zu werten.B. meist einem Morphem außerhalb der synthetischen oder analytischen Wortform. zeigt (im Prinzip) an. Ihre Funktion gehört zur entsprechenden morphologischen Kategorie (vgl. Eine andere Ausnahme mit formaler Ersatzfunktion sind Suppletiva. Die Möglichkeit. Grundlagen Funktionx Stammx Affixx Funktiony [Funktionsworty "(Stammx) Affixy] Schema der analytischen Markierung Analytische grammatische Wortformen wie das ipf. Sie sind Bestandteile von Flexionsparadigmen und bilden keine eigenen grammatischen Paradigmen. die Opposition der Tempus-Funktionen in be˛de˛ otwierac´ bzw. Analytische Wortformen können als ein Ersatz in morpohologischen Paradigmen angesehen werden. daneben kann es wie in profesor przysz!a. das nicht Träger dieser Funktion ist. der Träger der Funktion ‚transitiv’ ist. wobei es der Stamm des Verbs ist. So wird das Genus des Substantivs in m!ody me˛z˙czyzna durch die Flexion des kongruierenden Adjektivs angezeigt. der Plural ludzie zum Singular cz!owiek oder mówic´ als Aspektpartner zu powiedziec´ ‚sagen’. dass das Verb transitiv ist. Synthetische und analytische Markierungen sind direkte Markierungen. Bei Suppletiva werden Wortformen mit einer anderen Wurzel als der des Ausgangsparadigmas verwendet. da das markierende Morphem ein Bestandteil der markierten Wortform ist. ein Verb mit Passiv-Morphemen zu versehen. Bei einer indirekten Markierung wird die grammatische Funktion von einem Morphem angezeigt. profesor przyszed! durch die Flexion des Verbs angezeigt werden. wie z. Der oben gezeigten funktional begründeten Unterscheidung von Typen entsprechen auf der formalen Seite folgende Markierungsarten: morpho-grammatische Markierungsarten synthetisch: flexivisch synthetisch: derivational synthetisch: klassifikatorisch analytisch Träger der grammatischen Bedeutung Affixe Stamm oder Affix Stamm Funktionswort Markierung der grammatischen Opposition Affix-Substitution Affix-Addition indirekte Markierung analytisch Beispiel pan-Ø : pan-a : pan-u : … zakryc´ : zakry-wa-c´ (m!ody) me˛z˙czyzna moz˙na otworzy-c´ . Futur werden von den meisten Autoren zur Flexion gezählt.

desto höher ist sein Grammatizitätsgrad. während die Flexion sich rechts anschließt. hinzu. m!od-. das von unten (lexikalische Ebene) nach oben zu lesen ist: morpho-grammatischer Typ Gebrauchseinheiten Produkt der Markierung markierende Einheit erweiterte Wortform moz˙na / zaczyna czytac´. Mit der Erweiterung morphologischer Kategorien schließlich kommen andere Wörter. m!odsz-(…) + Flexionsaffix derivationale Kategorie klassifikatorische Kategorie lexikalischer Stamm (von Vokabeln / von Lexemen) czyta(j)-. Präposition flexivische Kategorie grammatischer Stamm czytaja˛c. Je weiter in einer synthetischen Wortform ein Morphem vom lexikalischen Stamm entfernt ist. prozie. m!odziez˙-. domek- + grammatisches Derivationsaffix + andere Morpheme lexikalische Wortbildung Wurzel {dom}.1. Die Derivationsmorpheme sind in der Regel die nächsten Nachbarn des lexikalischen Stammes.4. o prozie erweiterte morphologische Kategorie flektierte Wortform czytam. czytaja±c-(…). be˛dzie czytac´. naczytac´ sie˛. {m!od}. {t!¥ta} + lexikalische Morphem(e) Position der morpho-grammatischen Markierungen und Kategorien (plus Wortbildung) . dom-. Funktionswörter. przeczyta(j)-. Kategorien 121 Die Markierungen sind im Hinblick auf ihre lokale Position in der Wortform gestuft: die grammatische Klassifikation bezieht sich auf den Stamm selbst (er wird indirekt markiert und kann aus einer Wurzel allein bestehen oder lexikalische Wortbildungsmorpheme enthalten). m!oda + Auxiliar. Diese Positionierung ist im folgenden Schema abgebildet.

die keine strengen oppositiven Paradigmen bilden.B. z. Zu diesen gehören neben den morphologischen Kategorien solche mit schwächerer Grammatizität: die morphologischen Transpositionskategorien (z.B.B. z. z.B.1 lexiko-semantische Kategorien. Das Verhältnis zwischen den morpho-grammatischen Kategorien untereinander entspricht der Struktur konzentrisch angeordneter Flächen. Damit soll jedoch kein prinzipiell neues Kategoriensystem für die Morphologie aufgestellt werden. Morpho-grammatische Kategorien 2. in/transitive Verben 3. deren grammatische Funktionen die Wortart nicht verändern. Sie gehören neben den derivationalen Kategorien wie dem Aspekt und dem klassifikatorischen Genus des Substantivs zu den morphologischen Kategorien (2). Partizipien).1 derivationale Kategorien. Die morphologischen Kategorien sind wiederum das Zentrum der morpho-grammatischen Kategorien (3). die lexiko-grammatischen Kategorien (z. in dem geläufige Einteilungen definitorisch fundiert und soweit es geht in terminologischer Kontinuität fortgeführt werden können. z. Aspekt 2. Kasus 2.2 klassifikatorische Kategorie.B. Modalphrasen System der morpho-grammatischen Kategorien grammatische Derivation grammatische Klassifikation erweiterte morphologische Kategorien . Grundlagen Mit den genannten Arten der funktionalen Struktur und der morpho-grammatischen Markierung werden die Typen morpho-grammatischer Kategorien ermittelt.B. flexivische Kategorien z. und die erweiterten morphologischen Kategorien (z. Vielmehr soll ausgehend von der traditionellen Kategorienlehre ein einigermaßen konsistentes Kategoriensystem formuliert werden. Genus des Substantivs 3.B. Das Verhältnis der Kategorientypen ist im folgenden Diagramm abgebildet: Art der Kategorie 3.B. Partizip 3. ModalPhrasen wie moz˙na zakryc´).2 Transpositionskategorien.3 Erweiterte morphologische Kategorien. deren Funktion lexikalisch fundiert ist. Im inneren Zentrum befinden sich die – maximal grammatischen – Flexionskategorien (1). z. welche die Wortart verändern. Die morphologische Grammatizität nimmt in dieser Anordnung von innen nach außen ab. Diese enthalten prinzipiell synthetische Wortformen. in/transitive Verben).122 1. Morphologische Kategorien Flexion 1.B.

des Numerus. Kasus Tempus.B. Der ipf. Kasus Genus. Person.4. Funktion(en)x. Aspekt wird von der lexikalischen Bedeutung von odkryc´ ‚entdecken’ impliziert. Modus. Ersatzweise kann die Markierung analytisch – durch Funktionswort und Affix – geschehen.1. Morphologisches Paradigma Substantiv-Flexion Adjektiv-Flexion Verb-Flexion Teilparadigmen (Träger der grammatischen Funktionen) Substantiv-Deklinationen Adjektiv-Deklinationen Verb-Konjugationen Die Flexionen im Polnischen Der Infinitiv ist in die Verbflexion aufzunehmen. des Tempus. Numerus. Die morphologischen Kategorien Die flexivischen Kategorien Bei den flexivischen Kategorien entspricht dem Austausch der Funktionen typischerweise die Substitution von grammatischen Morphemen. Typisch für flexivische Affixe ist. Infinitiv . in Opposition dazu steht der ipf. weil er funktional in Opposition zu den anderen flexivischen Kategorien steht. markiert durch das Suffix in odkrywac´. z. die des Akkusativs der Adjektive. Die derivationalen morphologischen Kategorien Der pf.2.4. As66 Morphologische Kategorien Numerus. … (Stammz)+Affixy 65 Allgemeines Schema der flexivischen Kategorien Da die flexivischen Kategorien unten näher behandelt werden. zählen wir in der folgenden Tabelle nur die Kategorien und ihre Bedeutungen auf. durch verschiedene Endungen ausgedrückt werden. Die markierenden Morpheme sind formal und funktional obligatorisch. und dass umgekehrt die Funktionen. des Genus. Kategorien 123 1. Aspekt. Es gibt jedoch auch Ausnahmen: das Flexionssuffix {-!-} hat nur die Tempusbedeutung ‚präterital’. des Modus. Numerus. Seine Funktion ist die Markierung der Abwesenheit der anderen flexivischen Funktionen des Verbs – der Person. die im Polnischen entsprechend der Definition flexivisch sind. dass sie mehrere grammatische Funktionen verschiedener grammatischer Kategorien zugleich markieren können. … (Stammz)+Affixx Funktion(en)y.

z. hier verändert das Präfix z. Funktionx lexikalischer Stammx Funktiony (lexikalischerStammx)+Affixy Allgemeines Schema der derivationalen Kategorien Derivationale Strukturen entsprechen zwei verschiedenen Arten von derivationalen grammatischen Kategorien. Beim Genus verbi entspricht dem Stamm ohne derivationales Affix das Aktiv. Das liegt daran. Im Unterschied dazu gibt es beim Aspekt eine Überkreuzbeziehung zwischen Stämmen und Affixen: Träger sowohl des pf. und ipf. zu adjektivischen Partizipien. Aspekts impliziert und dass durch das Suffix diese Funktion in eine oppositive Funktion verändert wird. Aspekts sind sowohl Stämme als auch Affixe. Bei Verben wie budowac´ ‚bauen’ ist es umgekehrt. dem Derivationsaffix das Passiv. dass der lexikalische Stamm von Verben wie odkryc´ ‚entdecken’ die Funktion des pf. -wa-. Es ist aufgrund einer allgemeinen Regel voraussagbar. den Stamm in eine andere Wortart zu überführen. dass der Stamm des pf. die der Transpostionskategorien.die ipf. Grundlagen pekt ist eine semantische Implikation des lexikalischen Stammes von budowac´´ ‚bauen’. Verbs mit einem Suffix kombiniert werden kann. es ist Träger der Funktion ‚verändere das perfektive Verb zu einem imperfektiven Verb’. Träger von grammatischen Funktionen ist auch das grammatische Affix. bilden die grammatischen Funktionen eine morphologische (im engeren Sinne grammatische) Kategorie. Lexikalische Stämme sind also Träger grammatischer Aspektfunktionen. die von Verben zu Adjektiven transponiert sind oder den zu Adverben transponierten Adverbialpartizipien. Adverbialpartizipien. welches zu einem Derivat mit der Funktion ‚imperfektiv’ führt. Die vom Derivationsaffix getragenen grammatischen Funktionen der morphologischen Kategorien wie des Aspekts stehen in Opposition zu grammatischen Funktionen von Stämmen innerhalb derselben Wortart. Aspekts. Beim synthetischen Kompara- . Nur wenn die Opposition innerhalb derselben Wortart verbleibt. Im Polnischen gibt es drei derivationale morphologische Kategorien: – der Aspekt des Verbs mit pf. die ja auch in den anderen Formen der Komparation auftritt.B.B. Es sind also bei den derivationalen morpho-grammatischen Kategorien morphologische Kategorien und Transpositionskategorien zu unterscheiden. Aspekts. besteht darin. -ywa-. In der Komparation ist nicht die Adjektiv-Endung der Träger der Positiv-Funktion. Stammfunktion in die Funktion des pf. Komparativ und Elativ/Superlativ. als auch des ipf. -a-} ist. – das Genus verbi mit Aktiv und Passiv. Bei der aspektuellen oder der Passiv-Affigierung sowie der Komparation findet kein Wechsel der Wortart statt.124 1. – die Komparation mit Positiv. mit dem von einem Stamm ein Derivat abgleitet wird. Das Suffix ist die derivationale Markierung des ipf. Aspekt. und dass das Suffix eine Variante von {-iwa-. Aspekts. im Unterschied z.

muss man festgestellt haben. profesor ‚Professor’ usw. bei den maskulin-personalen Substantiven ist dies schwieriger. zwierz‚Tier’ das neutrale Genus fest. entsprechend steht mit dziewczyn. Die Indeklinabilia wie kakao könnten dann als Ausnahmen angesehen werden. zumindest bei den unbelebten Substantiven. Klassifikatorisch sind Regeln. Denn ehe man die Frage stellen kann: Welches Genus indiziert das Endungsparadigma des Substantivs N.Krüppel’. wyjs´ci. bei der Elativ-Funktion ist es das Affix {naj-}. s´cian. von stó! ‚Tisch’. und diese Information entnimmt man der lexikalischen Bedeutung. Funktionx lexikalischer Stammx Funktiony lexikalischer Stammy 67 Allgemeines Schema klassifikatorischer Kategorien Neben den kongruierenden Adjektiven indizieren bei den unbelebten Substantiven auch die Endungsparadigmen das jeweilige Genus des Substantivs. ob nicht die Endungen selbst als Träger der Genusfunktionen der Substantive angesehen werden sollten.‚Vater’. ob die Regel ‚Bestimme das Genus eines unbelebten Substantivs anhand des .‚Tisch’. silnik. Träger der grammatischen Funktion ist prinzipiell der lexikalische Stamm: Haben wir den Stamm ojciec.‚Ausgang’. s´ciana ‚Wand’. hierzu Lehmann 2001). Ausgehend von Kempgen (1981) oder praktischen Grammatiken kann man die Frage stellen.‚Motor’. Die klassifikatorischen Funktionsoppositionen werden also nicht durch austauschbare oder anfügbare Affix-Paradigmen wie bei flexivischen oder derivationalen Paradigmen markiert. hier sind Ausnahmen wie me˛z˙czyzna ‚Mann’ recht zahlreich. kakao ‚Kakao’ oder me˛z˙czyzna ‚Mann’ (s. Aber auch eine Beschränkung auf unbelebte Substantive macht deren Endungen nicht zu vollgültigen Indikatoren des Genus. maskulin-personal ist. dass die grammatische Funktions-Kategorie durch allgemeine. So indizieren die Endungen von kongruierenden Adjektiven die Genuszugehörigkeit von Substantiven. me˛z˙czyzn. Diese grammatischen Funktionen der Stämme bilden untereinander Oppositionen.‚Mann’. Wenn man wissen will. ganz zu schweigen von semi-ambigenen Bezeichnungen wie boa ‚Boa’. so steht das maskuline Genus fest. okno ‚Fenster’. bzw. ob das Substantiv belebt. kaleka . bei denen syntagmatisch verbundene Einheiten K die Kategorienzugehörigkeit einer anderen Einheit indizieren. grubos´c´.‚Mädchen’.‚Fenster’. Die klassifikatorische morphologische Kategorie Genus des Substantivs Dieser morpho-grammatische Typ ist dadurch gekennzeichnet. {-ejsz-} Träger der grammatischen Funktion. für die Wortart geltende klassifikatorische Regeln vorausgesagt wird. stó!. deren Träger wiederum der lexikalische Stamm ist.Dicke’ das feminine Genus und mit okn. doktor ‚Doktor’. Hier entscheidet die lexikalische Bedeutung über das Genus. Kategorien 125 tiv der Adjektive ist das Suffix {-sz-} bzw.‚Wand’.1. sierota ‚Waise’.4..

so dass die einfachste Regel zur Feststellung des Genus von Substantiven die geltende normative Regel ist. Sie haben aber nicht die Funktion des Trägers der Genusfunktion bei Substantiven. weil diese einer bestimmten Wortart angehören. diese hat bei Substantiven der lexikalische Stamm. Klassifikatorisch sind auch die lexiko-grammatischen Kategorien. Wenn das Affix eine solche transpositive Funktion hat. Die anderen morpho-grammatischen Kategorien Die Transpositionskategorien 68 Die morpho-grammatischen Transpositionskategorien umfassen die Adjektiv-Partizipien. bei den morphologischen klassifikatorischen Kategorien nicht. seien es Pronomina oder die Endungen von Präterita. ob das Substantiv maskulin-personal.3. belebt oder unbelebt ist und die Regel anwendbar ist oder nicht.4. so wie andere kontextuelle Wortformen. über die unten mehr gesagt wird. Endungen haben bei den unbelebten Substantiven ebenfalls eine Funktion als eine Art ‚Klassifikatoren’.126 1. 1.) vorausgesagt werden kann. während die Voraussagbarkeit des Genus anhand der lexikalischen Bedeutung (des lexikalischen Sexus / natürlichen Geschlechts) nur in beschränktem Maße besteht (wobei die Voraussage durch kongruierende Adjektive u. Bei ihnen kann die grammatische Subkategorie ausgehend von der lexikalischen Bedeutung vorausgesagt werden. die deadjektivischen Adverben und die Ordinalnumeralia. weil sie weitgehend vollständig durch indirekte Markierung (durch kongruierende Adjektive u. die Adverbialpartizipien. als durch Auslautformen oder Deklinationsparadigmen). Erst diese gibt darüber Auskunft. in deutlich größeren Umfang möglich ist. Die oder eine grammatische Funktion des Derivationsaffixes zeigt an. Dort wird auch begründet.a. dass der Stamm in eine andere grammatische Wortart überführt ist. muss man erst einmal die lexikalische Bedeutung dieser Wörter kennen. Zusammenfassend gesagt: Die Kategorie Genus des Substantivs ist eine morphologische Kategorie. also die Kongruenz mit dem Adjektiv. warum das Genus mit allen seinen Subkategorien (auch den maskulin-personalen und den nicht maskulin-personalen Substantiven mit deren Subkategorien der maskulin-belebten und maskulin-nicht belebten Substantive) nicht zu den lexiko-grammatischen Kategorien zugerechnet wird.a. Grundlagen Endungsparadigmas’ anwendbar ist. . dann gehört die Kategorie nicht zu den morphologischen Kategorien. Man kommt ohne die lexikalische Bedeutung also auch hier nicht aus.

‚buchsprachlich’. grubo ‚dick’. da die Möglichkeit. vgl. sowie Affixe der Ableitung von substantivierten Verben (Nominalisierungen. zbicie ‚das Schlagen’ nicht zur grammatischen Wortbildung gerechnet. nomina actionis). bilden erweiterte Wortformen selbstständige analytische morpho-grammatische Kategorien. ‚Lesen’. pia˛ty ‚fünfter’ Ordinalnumeralia von Substantiv (Kardinalnumeralia) zu Adjektiv Traditionell werden die Affixe der Ableitung von Beziehungsadjektiven. 2. ksia˛z˙kowy 1. ‚Lesung’. ‚Buch-’. rzeczowniki ods!owne. hamburski ‚Hamburger’. czytanie. Erweiterte morphologische Kategorien Während die flexivischen analytischen Wortformen Bestandteil von morphologischen Kategorien sind.1. po polsku ‚auf polnisch’ Suffixe vgl. trzeci ‚dritter’. miejski ‚Stadt-’. vgl. bicie 1. 2. ‚Schlagen’. ‚Läuten’. silnie ‚stark’. 2. ausgehend von der Wortart im Polnischen jeweils prinzipiell vorausgesagt werden kann. robienie. Kategorien 127 Kategorie der Transponate Adjektiv-Partizip Adverbialpartizip deadjektivische Adverben Wortartwechsel von Verb zu Adjektiv von Verb zu Adverb von Adjektiv zu Adverb Träger der Transpositionsfunktion Paradigma der Partizipialsuffixe Paradigma der Suffixe des Adverbialpartizips Affix/ analytische Wortform vgl. Lexikalischen Status haben jedoch die mit diesen Derivaten sehr oft verbundenen metonymischen und anderen sekundären Bedeutungen. Deren Transpositionsfunktion ist grammatisch.4. czytanie 1. przeczytanie ‚das Lesen’. diese Derivate abzuleiten. Ihre Wortformen werden nach folgenden Schemata gebildet: Funktionx Stamm x otworzyFunktiony ModAuxy"[(Stammx)Infinitivy] moz˙-esz otworzy-c´ trzeba otworzy-c´ … Analytische Markierung durch Modalauxiliar in erweiterten Wortformen . bicie. zrobienie ‚das Machen’. vgl.

Grundlagen Funktionx Stamm x otwierapisa- Funktiony Phas. stimmen mit bestimmten Aspektfunktionen überein. ‚Er hat ihn zurechtgewiesen. kon´czy!a sie± ubierac´ ‚sie hörte auf sich anzuziehen’. Manche der Wörter dieser Paradigmen haben nur in bestimmten Verwendungen eine grammatische Funktion. von der Wortart Substantiv kann vorausgesagt werden. die Modalauxiliare markieren das Satzprädikat u.).) der Modalität an und markieren das Satzprädikat. telische und nicht telische Verben. sie verfügen auch sonst über eine ausgeprägte Grammatizität.128 1.’ • Die Modalauxilare. ergänzen diese und differenzieren sie syntagmatisch. ‚Er schlief ohne Pyjama / auf dem Sofa.u. Sie bestehen aus .’ Spa! bez piz˙amy / na kanapie. • die Phasenverben. transitive und intransitive Verben. moz˙e (pisac´) ’er/sie/es kann (schreiben)’./ Zwróci! na niego uwage˛. Ausgehend z. vgl.B. So hat das Verb kon´czyc´ nur in Verbindung mit einem Infinitiv. Zwróci! mu uwage˛. Lexiko-grammatische Kategorien 69 Hierzu gehören geläufige Kategorien wie Stoffnamen. zaczyna pisac´ ‚er/sie/es fängt an zu schreiben’. denn sie haben fast immer eine syntaktische Funktion (die Präpositionen regieren Kasus. Auch byc´ ‚sein’ kann ebenfalls Auxiliar oder Vollverb sein.Verby" [(Stammx)Infinitivy] zacze˛-!-a otwiera-c´ skon´czy-!-a pisa-c´ … Analytische Markierung durch Phasenverb in erweiterten Wortformen Die analytische Markierung von Kasusfunktionen durch Präpositionen in Präpositionalphrasen (na kanapie ‚auf dem Sofa’) geschieht auf analoge Weise. kon´czyc´ lekcje˛ ‚die Stunde beenden’. Regiert es ein substantivisches Objekt. vgl. grammatische Funktion. dass sie mit Präpositionalphrasen auftreten können. sondern schon auf der morphologischen Ebene beschrieben. zacze˛!a mówic´ ‚sie begann zu sprechen’. / Er hat ihn beachtet. persönliche und unpersönliche Verben. vgl. vgl. • Die Präpositionen gehören zur Peripherie der Kategorie der Kasusfunktionen. Zusammengesetzte Phasenausdrücke wie zacze˛!a mo´wic´ ‚sie begann zu sprechen’ oder Präpositionalphrasen wie do je˛zyko´w ‚zu den Sprachen’ werden also nicht erst auf der syntaktischen. wolno (palic´) ‚man darf (rauchen)’ gehören der funktional-semantischen Kategorie (s. einem Verb (Auxiliare). konczyc´ pisac´ ‚aufhören zu schreiben’. trzeba (otworzyc´) ‚man muss (öffnen)’.a. dann ist es Vollverb. Die erweiterten Kategorien sind nicht nur voraussagbar mit einem Substantiv (Präpositionen) bzw. vgl. Die analytischen Kategorien mit Präpositionen und Auxiliaren haben grammatische Funktionen auf der morphologischen Ebene.

4. • die Transitivität mit den transitiven – intransitiven Verben (mit – ohne Passiv. obwohl auch sie Träger von grammatischen Funktionen sind. Problematisch ist die Zuordnung einiger Subkategorien des Genus der Substantive. intransitive nicht. die als von einer Person nicht beeinflussbar dargestellt werden. was für Individuativa nicht gilt. als auch aufgrund der lexikalischen Bedeutung für ein beliebiges Wort der betreffenden Wortart vorausgesagt werden kann. v. so dass bei deren Teilung oder Verlängerung das Verb weiterhin verwendet werden kann. bei unpersönlichen gibt es nur die 3. rzeczowniki materia!owe) wie glina ‚der Ton’. czytac´ ‚lesen’ – brakuje mi czasu ‚mir fehlt die Zeit’. • die Telizität mit den telischen und nicht telischen Verben (czasowniki teliczne – nieteliczne. genauer Wortstämmen. während telische Verben Situationen mit innerer Grenze bezeichnen. sie bezeichnen Situationen mit – ohne logisches Objekt. weil hier das Genus nicht anhand der lexikalischen Bedeutung vorausgesagt werden kann. vgl.B. otworzyc´-otwierac´ ‚öffnen’. die atelischen Verben bezeichnen als lexikalische Einheiten Situationen ohne innere Grenze. der transitiven und intransitiven Verben werden nicht als morphologische (grammatische) Kategorie angesehen. Bei den unbelebten Substantiven aller Genera besteht kein Zweifel über die Zuordnung zu den morphologischen Kategorien. vgl. Mengen dieser Art werden in manchen slavistischen Grammatiken als ‚lexiko-grammatische Paradigmen’ aufgeführt. ausführlich Lehmann 2001): Eine Kategorie. tendenziell mit – ohne paarigen Aspektpartner). metal ‚das Metall’. Sie gehören zum klassifikatorischen Kategorientyp. Person Singular (neutrum).a. odkryc´ ‚entdecken’ – spac´ ‚schlafen’). Dazu gehören u.B. Kategorien 129 Mengen von Wörtern. Die lexiko-grammatischen Kategorien können von den morphologischen klassifikatorischen Kategieren anhand folgender Definition abgegrenzt werden (vgl. Kontinuativa bezeichnen homogene Objekte. kommen mit einem direkten Objekt vor und können prinzipiell das Passiv bilden. zamieszkac´ ‚bewohnen’.a. Naturerscheinungen und innere Vorgänge beim Menschen. • die persönlichen – unpersönlichen Verben (czasowniki osobowe – nieosobowe). die unpersönlichen Verben beziehen sich auf Vorgänge. Die Mengen z. deren Funktionen sowohl aufgrund der klassifikatorischen Markierung. bei persönlichen Verben können die Personalendungen verändert werden. mit bestimmten grammatischen und lexikalischen Gemeinsamkeiten.: • die Kategorie-Homogenität mit den Individuativa wie student oder sto´! und den Kontinuativa (auch: Stoffnamen. vgl.1. transitive Verben z. ist eine lexiko-grammatische Kategorie. s´nieg ‚der Schnee’. Bei den belebten Feminina und den maskulin-personalen Substantiven hingegen stimmt die Klassifizierung durch das kongruierende Adjektiv (m!oda . deren Teile oder Vermehrung mit dem gleichen Substantiv benannt werden können. powietrze ‚die Luft’.

Tänze (walc ‚Walzer’. verbreitet sich die maskulin-belebte Funktion auch auf Substantive. sowie auf hinsichtlich des natürlichen Geschlechts (Sexus) sprachlich nicht unterschiedene Arten von Tieren wie Insekten (mól ‚Motte’. – Adverb. pies ‚Hund’. komar ‚Mücke’) Schmetterlinge (motyl ‚Schmetterling’. Angesichts dieser Situation rechnen wir den ganzen Komplex zu den morphologischen klassifikatorischen Kategorien. d.130 1. Adj. bei der die Übereinstimmung zwischen grammatischer Funktion und lexikalischer Bedeutungskomponente verloren geht: Neben den Tiernamen mit maskulin-belebter lexikalischer Bedeutung wie byk ‚Bulle’. Grundlagen kobieta. – Adjektiv. mit denen keine belebten Objekte bezeichnet werden: für Automarken (mercedes. andererseits solche Kategorien. m!ody ojciec) mit der lexikalischen Bedeutung (dem natürlichen Geschlecht/Sexus) tendenziell überein. in lexikalischen Stämmen.h. fiat). V – Verb): Lexikogrammatische Kategorien u. wobei diese mit der obersten Tabellenzeile den morphologischen und den anderen morpho-grammatischen Kategorien zugeordnet werden. m!ody poeta. die deren Funktionen oder Formen in einem bestimmten Format. . mit der untersten Tabellenzeile dem Kategorientyp (Abkürzungen für die Wortarten: N – Substantiv. In der folgenden Tabelle wird eine Übersicht über die morpho-grammatischen Kategorien gegeben. bielinek ‚Kohlweißling’) usw. usw. Adv.a.a. polonez ‚Polonaise’) u. Homogenität N Transitivität V Un-/Persönliche V telische – nicht telische V Transpositionskategorien AdjektivPartizipien Adj Adverbialpartizipien Adv Deadjektivische Adverben Adv Ordinalnumerale Adj Klassifikatorische Kategorien Flexivische Kategorien Derivationale Kategorien Erweiterte morphologische Kategorien Erweiterte morphologische Kategorien Präpositionalphrasen N Modalphrasen V Phasenausdrücke V Morphologische Kategorien Genus N Genus Adj V Numerus N Adj V Kasus N Adj Person V Tempus V Modus V Infinitiv V Aspekt V Diathese V Komparation Adj Tabelle der morpho-grammatischen Kategorien Korrespondierende Kategorien: Kategoriale Korrespondenzen Korrespondierende Kategorien sind einerseits die morphologischen Kategorien und die morphologischen Transpositionskategorien. Besonders bei den maskulin-belebten Substantiven gibt es aber Tendenzen zur Ausweitung der Kategorie.

So gehören zur funktional-semantischen Kategorie der Temporalität neben den Tempora auch temporale Adverbien wie dzis´.u. Präpositionen und Konjunktionen wie przed ‚vor’. Sie werden auch im vorliegenden Abschnitt nur erwähnt mit dem Ziel. Ohnehin gibt es nicht zu jeder morphologischen oder morpho-grammatischen Transpositionskategorie korrespondierende Kategorien aller Formate. Für die Definition solcher Kategorien und die Klassifikation der Einheiten wird nur die funktionale Seite herangezogen.1. Dieser Ort ist die dem Format der Kategorienelemente entsprechende Sprachebene: Die obige Aufzählung verläuft vom Format lexikalischer Stamm (Ebene der Lexik) über die Formate Wortform (Morphologie). Die Satz. dzisiaj ‚heute’..und Textfunktionen werden an dieser Stelle nicht weiter erwähnt.). Diese anderen korrespondierenden sind im Wesentlichen: – die lexiko-grammatischen Kategorien. in der viele dieser Kategorien keinen klassischen Gegenstand bilden. Im Zentrum befindet sich meist eine morphologische Kategorie. zum Tempus keine korrespondierende lexiko-grammatische Kategorie. Substantive wie rok ‚Jahr’ und Adjektive wie m!ody ‚jung’. Funktional-semantische Kategorien Als funktional-semantische Kategorien werden Mengen von sprachlichen Form-FunktionsEinheiten aus den Inventaren verschiedener Ebenen und Paradigmen bezeichnet.a. eine ausführlichere Behandlung findet sich im Kapitel zum Kasus und zu den Verbkategorien. Funktional-semantische Kategorien haben eine gestufte innere Struktur.B. in denen sich neben einer morpholo70 . d. deren Bedeutungen ein und derselben semantischen oder pragmatischen Kategorie angehören. in der Temporalität die Kategorie Tempus. So gibt es z. ‚wenn’. Im Folgenden wird kurz auf Kategorien eingegangen. Das entspricht der gegenwärtigen Grammatikforschung und -schreibung. Sätzen u. deren Zentrum von morphologischen und von morpho-grammatischen Transpositionskategorien gebildet wird. enthalten. – die Kategorien der Satz. die weder auf ein Format noch auf einen grammatischen oder lexikalischen Status festgelegt sind.4. – die erweiterten morphologischen Kategorien. Korrespondierende Kategorien werden im weiteren Text des Teils ‚Das Wort’ in verschiedenem Umfang behandelt.B. Kategorien 131 Wortformen. kiedy ‚als’. diesen Kategorien einen systematischen Ort zuzuweisen. z.und Textfunktionen der morphologischen und der morpho-grammatischen Transpositionskategorien.h. in aller Regel mindestens ein Zentrum und eine oder mehrere Peripherien. Elementarsatz (Syntax) und Text (Textlinguistik) hin zu den funktional-semantischen Kategorien. – diejenigen funktional-semantischen Kategorien (s.

zawsze ‚immer’ oder nagle ‚plötzlich’ zu dieser Kategorie.B. auch Adverben wie cze˛sto ‚oft’. Bei semantischen Kasusrollen bilden die Kasusendungen mit ihren Funktionen einen Kern der funktional-semantischen Kategorie. wolno ‚man darf’.132 1. Grundlagen gischen Kategorie als Zentrum auch die entsprechenden erweiterten morphologischen Kategorien befinden. die Präpositionen die wichtigste Peripherie. moz˙na ‚man kann’. Ein Zentrum der Modalität ist der Modus. Eine wichtige Peripherie sind Modalauxiliare wie trzeba ‚man muss’. Daneben gehören z. kon´czyc´ ‚enden’) eine wichtige Peripherie. Bei der Aspektualität bildet der Aspekt das Zentrum und die Phasenverben (zaczynac´ ‚beginnen’. Beispiele für Korrespondenzkategorien finden sich in den folgenden Tabellenzeilen (ohne syntaktische und textlinguistische Kategorien): lexiko-grammatische Kategorien Telizität Transitivität Argumentbedeutungen Graduierbarkeit morphologische Kategorien Tempus Aspekt Modus Genus verbi Kasus Komparation Phasenausdrücke Modalphrasen – Präpositionalphrasen – erweiterte morphologische Kategorien funktional-semantische Kategorien Temporalität Aspektualität Modalität Diathese semantische Kasusrollen Komparativität Ausgewählte morphologische und korrespondierende Kategorien .

Appellativa Die eine Klasse bilden die Appellativa – auch Gattungsnamen (nazwy pospolite) genannt. das der Hörer eindeutig identifizieren kann. was ein typisches samocho´d ‚Auto’ ist. Orthografie. dass nicht die Klasse der Häuser an sich gemeint ist. Die zentrale Eigenschaft von Appellativa ist ihre Fähigkeit. der Sprecher hat keinen einzelnen. ‚Ein eigenes Haus ist immer eine gute Investition. als auch auf konkrete Einzelobjekte zu beziehen. die sich in Semantik. sondern einen allgemeinen Prototypen vor Augen. Lexikalisch-grammatische Kategorien des Substantivs In der Wortart der Substantive (rzeczowniki) lassen sich neben den Personalpronomen zwei Subkategorien ausmachen. Dies können wir an dem typischen Appellativum dom demonstrieren: es kann einmal auf die Klasse der Häuser und somit auf alle denkbaren Häuser referieren. Beide Kategorien sind sehr groß und offen für neue Mitglieder. konkreten Repräsentanten der Kategorie.B. die ständig hinzukommen: Appellativa wie samocho´d und Eigennamen wie Kowalski. sich sowohl auf Kategorien von Objekten. Possessivpronomen oder im Deutschen den bestimmten Artikel der: Sprzedalis´my w zesz!ym roku swo´j dom.2. sondern ein einzelnes. ‚Wir haben im vorigen Jahr das Haus verkauft. Er kann mit dem gleichen Substantiv aber auch ein bestimmtes Haus meinen.’ Hier weiß der Hörer. Ihnen entspricht eine überindividuell gleich abgespeicherte Bedeutung. wenn der Sprecher zwar einen konkreten Repräsentan72 71 . Hierzu gehören typische Substantive wie dom ‚Haus’. Substantive 2. In der konkreten Kommunikation wird die Referenz dann mit Hilfe anderer sprachlicher Mittel und der Einwirkung der Sprechsituation näher festgelegt.1. 2. mi!os´c´ ‚Liebe’ und cz!owiek ‚Mensch’.1.’ Sprzedalis´my dom w zesz!ym roku. So haben alle Polnisch Sprechenden eine in etwa übereinstimmende Vorstellung davon.’ In diesem Satz ist vom Haus als solchem die Rede. ‚Wir haben im vorigen Jahr unser Haus verkauft. wie in diesem Satz: W!asny dom zawsze jest dobra± inwestycja±. das er in der Situation eindeutig identifizieren kann. Morphologie und auch Syntax unterscheiden. Eine noch andere Art der Referenz des Substantivs dom liegt vor.1. In diesem Falle benutzt er manchmal zusätzlich zeigende Wörter wie z. die mit Hilfe einer beschreibenden Paraphrase (="Explikation) explizit gemacht werden kann.

dass ihnen eine überindividuell gleich abgespeicherte Bedeutung fehlt. Eigennamen können sich nicht auf Klassen oder nichtidentifizierbare Objekte beziehen. der Flussname Odra aus vorslawischer Zeit. Bezug auf ganze Kategorie. ‚Wir haben ein neues Haus gekauft. z.B. sie unterliegen den in dieser Grammatik dargestellten Regeln der Aussprache.a. auf verschiedene Art zu referieren. Aus diesem Grunde weichen Eigennamen häufig von den Appellativa insofern ab.134 2.o. Während erstere mehrere Möglichkeiten haben (s. So stammt z. je nachdem welche Erfahrung er mit Menschen dieses Namens gemacht hat.B. b) morphologische Abweichungen. Eigennamen 73 Die andere offene Subkategorie der Substantive in jeder Sprache bilden die Eigennamen (nazwy w!asne). deutsche) Ortsnamen werden nicht flektiert: . Substantive ten im Auge hat. lässt sich darstellen als: Name eines polnischen Mannes. auf identifizierbares Einzelobjekt.2. a) orthografische Abweichungen. 2. Sie unterscheiden sich von den Appellativa dadurch. Morphologie und Syntax. In diesem Falle handelt es sich um einen neuen Gegenstand (im Deutschen steht der unbestimmte Artikel ein). Assoziationen zu dem Personennamen Jerzy Kowalski. d.’ Appellativa haben also die Möglichkeit.h. sich morphologisch anders verhalten und gewissen syntaktischen Restriktionen unterliegen. Die einzige überindividuelle Vorstellung. HOLBEX Ltd. die mit einem solchen Namen verbunden ist. ist der Eigenname typischerweise nur in Referenz auf konkrete Einzelobjekte verwendbar. als sie eine besondere Schreibweise bzw. Diese Merkmale sind aber sehr viel abstrakter als die semantischen Komponenten. die mit Hilfe einer beschreibenden Paraphrase (="Explikation) erfasst werden kann. Appellativa verhalten sich sprachlich im Prinzip regulär. • nur Großbuchstaben: ORBIS • seltene Buchstaben: Violetta. die man einem samocho´d zuschreiben kann. Ein zentraler Unterschied zwischen Appellativa und Eigennamen liegt in den Referenzfunktionen. Kupilis´my nowy dom. In diesem Sinne hat jeder Muttersprachler des Polnischen unterschiedliche Vorstellungen bzw. Die meisten Eigennamen werden groß geschrieben. Orthografie. Eigennamen entstehen auf verschiedensten Wegen und sind ganz unterschiedlichen Alters. vor allem bei ausländischen Namen • abweichende Aussprache: Zimmermann [‘t⁄s¥m™rmÅn] statt ["i…]. weil er in der gegebenen Sprechsituation das erste Mal von ihm hört. der Hörer diesen aber nicht eindeutig identifizieren kann.1. Es handelt sich in der Regel um in der jeweiligen Gemeinschaft unikale Einheiten.: • einige (u. auf nichtidentifizierbares Objekt). Aussprache haben.

Strutyn´ska • Tiernamen (Hund. mit denen sie eine neue Einheit bilden. ‚DAEWOO ist zum Spiel mit dem Rest der Welt bereit. Lexikalisch-grammatische Kategorien des Substantivs 135 By!em w Bonn. grammatische Kategorien wie der Plural: ORBIS ! *ORBISY.’ • die weiblichen Familiennamen außer denen auf -ska bzw. Ba±k.’ • syntaktische Abweichungen im Prädikatsnomen: Jestem studentem.T.U.ä. Kowalski. Uniwersytet Warszawski. Kleszczyn´ski. Katze etc. Piotr Kowalski ! *Piotrzy Kowalscy • Besonderheiten im Genus DAEWOO zdecydowa!a sie± na mecz z reszta± s´wiata. das besondere des polnischen Vornamensystem liegt in der großen Spannbreite von Koseformen. Wiedza Powszechna. ‚Ich bin Student’ aber: Jestem Piotr Kowalski. Die wichtigsten sind: a) Namen belebter Einzelwesen: • Vornamen (imie±).1. aber: *w Bonnie ‚Ich war in Bonn. Mruczek b) Namen von Personengruppen und Institutionen (Firmen u. Einige Namen sind zusammengesetzt aus einem ursprünglichen Eigennamen und einem Appellativum. ‚Ich habe Ma!gorzata Sztop getroffen. PSL (Polskie Stronnictwo Ludowe) ‚Polnische Volkspartei’ .. Misio. Piotr – Piotrus´ • Nachnamen (nazwisko).’ Im Polnischen gibt es die gleichen Typen von Eigennamen wie im Deutschen. deren Gebrauch z. obligatorisch ist Joanna – Asia. ‚Ich bin Piotr Kowalski. Sie werden nach der Kategorie des benannten Objekts klassifiziert. ORBIS.2.’ • es fehlen u. -cka werden nicht flektiert: Spotka!em Ma!gorzate± Sztop.) Bank S#l$ski.) Burek.

136 2. Londyn. Bonn. Zag!e±bie Ruhry • Städtenamen und andere Siedlungsnamen Warszawa.2. Niemcy. Moskwa. d. al. Pomorska 55 80-952 Gdan´sk Polska • Gewässernamen Odra. ‚Ich habe mir einen Fiat gekauft. Substantivische Wortbildungsformationen 74 Die gängigste Art der Schaffung neuer Substantive ist die suffixale Derivation. Sehr viel seltener treten die suffixlose Derivation. Beskidy d) Ereignisnamen powstanie listopadowe ‚Novemberaufstand’. Produktbezeichnungen wie in Kupi!em sobie fiata. in denen wiederum spezifische Formationen erfasst werden können. bitwa pod Grunwaldem ‚Schlacht bei Grunwald’. Pa!ac Kultury i Nauki. Ma!opolska. Titel von künstlerischen Werken bilden einen Zwischenbereich Pan Tadeusz). rozbiory Polski ‚die Teilungen Polens’ e) Gegenstandsnamen (nur Namen von Einzelobjekten!. Plätze etc. die Präfigierung oder die Komposition auf. Wis!a. Adressen werden wie in Deutschland geschrieben ulica Che!mska. Pomorzanin (Zug) 2.’ zählt man zu den Appellativa. Kaszuby. hotel Hevelius. einordnen. Unabhängig von ihrer Entstehung können wir alle substantivischen Derivate auf der Basis ihrer strukturellen Bedeutung in wenige Gruppen. Mazury. aleja Kos´ciuszki. Wortbildungskategorien. Szwajcaria. druga wojna s´ w iatowa ‚der zweite Weltkrieg’.h. Gesondert behandelt . Mokoto´w • Straßennamen und Namen anderer Objekte in der Stadt (Häuser. Rena • Bergnamen Tatry.%Ujazdowskie 18/16 Adresse: Piotr Kowalski ul. &aba. Babia Go´ra.). Dar M!odziez˙y (Schiff). Morze Ba!tyckie. Parks. Go´ry S#wie±tokrzyskie. Narew. W!ochy • Landschaftsnamen (manchmal pluralisch) Wielkopolska. Substantive c) Geographische Namen • Ländernamen (manchmal pluralisch) Polska.

sprechen wir vom Formativ -acja. Nomina actionis ‚ucieczka’ (nazwy czynnos´ci) Hierbei handelt es sich um die Bildung von Substantiven.2. den die sprachliche Tradition auf die Stabilisierung der Ausdrücke bestimmter Struktur innerhalb des Wortschatzes spielt. nämlich die Nomina actionis und die Nomina essendi. In den folgenden Abschnitten werden die jeweiligen Wortbildungsmorpheme immer gemeinsam mit einer Endung notiert.a. Zu den produktiven Wortbildungsmodellen zählen: das Muster mit dem Formativ -acja.plus Endung -a’ zu verstehen ist. mit dem Formativ -ka oder dem Nullformativ. die im Polnischen mit den entsprechenden Verben verbunden sind. was als verkürzte Redeweise für ‚Formativ -acj. festzustellen. von den Verben auf -fikow(ac´) ist die Bildung fast regelmäßig. -enie) und -cie. da die hier verwendeten Modelle häufig eine Reichweite haben. das zur Verwaltungssprache zu rechnen ist. 76 75 . ekranizowac´ ! ekranizacja ‚Verfilmung’. 3) die Bedeutungsveränderungen der einzelnen Formationen und 4) den Einfluss. die beide eher in der Fach. 2) die Beziehung zwischen den Formativen mit gemeinsamer Funktion. während alle anderen Wortbildungskategorien zu den Konkreta zählen. mistyfikowac´ ! mistyfikacja ‚Mystifizierung’ In der Norm verbindet sich das Formativ -acja nicht mit genuin polnischen Verben. intensyfikowac´ ! intensyfikacja ‚Intensivierung’. die über eine einzelne Kategorie hinausgeht. orientowac´ sie± ! orientacja ‚Orientierung’ Im heutigen Polnischen ist es bisweilen schwierig.2. damit zusammen.B. z. die ausgehend von einem Verb eine Handlung bezeichnen.2. dass die Bildung mit -acja einfach ist und auf keine formalen Hindernisse stößt. Substantivische Wortbildungsformationen 137 werden präfixale Derivate und Komposita. Typ ‚orientacja’ Das Formativ -acja wurde von einer Reihe entlehnter Lexeme abstrahiert. Neutral und stilistisch nicht markiert sind die grammatischen Formationen des Verbalsubstantivs aus einem Verb mit dem Formativ -nie (-anie. 2. pasteryzowac´ ! pasteryzacja ‚Pasteurisierung’. welche Lexeme entlehnt und welche auf polnischer Basis neu gebildet worden sind.und Umgangssprache auftreten und schließlich das umgangssprachlich gefärbte Muster mit -anina. Bei der Beschreibung der Wortbildung des Substantivs und der anderen Wortarten muss man auf folgende Punkte achten: 1) den Grad der Regelmäßigkeit der betreffenden Formation. In der Wortbildung des Substantivs unterscheiden wir zwei Gruppen mit abstrakter Bedeutung. Die Wahl hängt wesentlich von stilistischen Faktoren ab. Dies hängt u. bisweilen auch von Bedeutungsaspekten. elektryfikowac´ ! elektryfikacja ‚Elektrifizierung’. Der Realisierung dieser Wortbildungskategorie dienen mehrere Modelle.1.

Dies gilt nicht für Ausdrücke mit terminologischem Charakter. da sie mit einer spezifischen Bedeutung gekoppelt sind. In syntaktischer Hinsicht unterscheiden sich beide Lexemtypen nicht. die durch ein Lehnwort motiviert sind. przeprac´ ! przepierka ‚kleine Wäsche’. Die Bildungen auf -acja treten vorwiegend in den Bereichen Kunst und Wissenschaft sowie zunehmend in der technischen Terminologie auf. ob er sich auf eine aktuell verlaufende Handlung oder die Handlung in ihrer Allgemeinheit beziehen möchte. przesiadac´ sie± ! przesiadka ‚Umsteigen’ Einige Ausdrücke dieses Typs gehören zum Slang. Daneben gibt es recht viele Lexeme dieses Typs im expressiven Wortschatz der Umgangssprache. klasyfikacja ‚Klassifikation’ – klasyfikowanie ‚Klassifizierung’ Für welches Lexem sich der Sprecher entscheidet. koordynacja ‚Koordination’ – koordynowanie ‚Koordinieren’.138 2. sowohl -acja als auch das regelmäßige -nie aufweisen. emigracja ‚Emigration’ – emigrowanie ‚Emigrieren’. Im Allgemeinen werden die stilistisch markierten Lexeme durch die entsprechenden unmarkierten regelmäßig gebildeten Lexeme ersetzt. Typ ‚ucieczka’ 77 Das Formativ -ka wird seit alters her zur Bildung von Nomina actionis gebraucht und ein Großteil dieser Einheiten gehört heute zum stilneutralen Grundwortschatz des Polnischen wie ucieczka ‚Flucht’. In der Umgangssprache ist dies eher der Fall: . zlot ‚Treffen’ Die größte Produktivität entfaltet dieser Typ in der Fachterminologie der Technik und des Sports. bieg ‚Lauf’. przejaz˙dz˙ka ‚Spazierfahrt’. Ähnlich wie die regelmäßig gebildeten Nomina actionis treffen sie auf keine formal bedingten Beschränkungen. hängt davon ab. Typ ‚bieg’ 78 Unter den unregelmäßigen Formationen stellt die Nullderivation den produktivsten Typ dar. ubaw ‚Spaß’ In der jeweiligen Fachterminologie sind diese Nomina actionis nicht durch die regelmäßig gebildeten Formen austauschbar. Substantive Im Prinzip können alle Einheiten. wywro´cic´ sie± ! wywrotka ‚Kippwagen’. Es gibt präfigierte und präfixlose Substantive: cia±g ‚Zug’. up!yw ‚Abfluss’. przechadzka ‚Spaziergang’ Im heutigen Polnisch ist seine Produktivität jedoch auf die Umgangssprache und fachsprachliche Varietäten beschränkt. andere zur Fachsprache. So bezeichnet obro´bka ‚Bearbeitung’ und obrabianie ‚Bearbeiten’.

2. Die Formationen haben expressiven Charakter. -ba: pros´ba ‚Bitte’. odprawa ‚Abfertigung’ 2. upadek ‚Fall’.2. -ek: poste±pek ‚Tat’. Durchgesetzt haben sich dagegen gegenüber dem regelmäßigen Typ folgende Lexeme: przelew ‚Vergießen/Überweisung’.2. Es versprachlicht chaotisch verlaufende und sich wiederholende Handlungen. strzelanina ‚Schießerei’.und Hergelaufe’.2. Am produktivsten sind die beiden folgenden Wortbildungstypen mit den Formanten -os´c´ und -stwo. bieganina ‚Hin. rozlew ‚Überfließen’. Substantivische Wortbildungsformationen 139 ubaw%=%ubawienie sie± Nicht alle Vertreter des Typs ‚bieg’ werden von der Sprachpflege gutgeheißen. deren strukturelle Bedeutung sich in der Explikation ‚etwas oder jemand Sein’ fassen lässt. Alle Formationen der Wortbildungskategorie Nomina actionis können neben der Hauptbedeutung sekundäre Bedeutungen enthalten. die morphologisch zerlegbar sind. krza±tanina ‚Geschäftigkeit’. aber gemeinsame semantische Merkmale haben. aber heutzutage unproduktive Formative enthalten. Die übrigen Modelle sind sehr viel seltener. enthalten meist eine negative Beurteilung durch den Sprecher. Typ ‚sk!onnos´c´’ Das Formativ -os´c´ dient der Bildung von substantivischen Eigenschaftsbezeichnungen aus Adjektiven. wyjazd ‚Abfahrt’ Typ ‚bieganina’ Das Formativ -anina sticht unter den Nomina actionis durch eine spezifische Semantik hervor. Sie treten typischerweise in der Umgangssprache auf und werden in den anderen funktionalen Stilen durch die regelmäßige Formation ersetzt. ‚upadek’ oder ‚namowa’ Im Wortschatz des Polnischen finden sich Nomina actionis. wylew ‚Ausguss’. 82 81 80 79 . die formal unterschiedlich gebildet sind. groz´ba ‚Drohung’. tupanina ‚Getrampel’ Das Formativ verbindet sich mit nichttransitiven und gleichzeitig imperfektiven Verben auf -ac´. nagranie ‚das Aufnehmen’ oder ‚das Aufgenommene’ Unproduktive Typen wie ‚pros´ba’. Nullformativ: namowa ‚Zureden’. Nomina essendi ‚sk!onnos´c´’ Zur Wortbildungskategorie der Nomina essendi (nazwy cech) zählen Formationen.

ciep!o statt *ciep!os´c´ ‚Wärme’.B. keine Bildung von: ojcowski ‚väterlich’. Substantive sk!onny ! sk!onnos´c´ ‚Neigung’. dem das besagte Merkmal zukommt. pracowity ! pracowitos´c´ ‚Fleiß’ Es handelt sich um Qualitätsadjektive. die sich aus der Struktur ergibt. bohaterstwo – bycie bohaterem ‚Heldenhaftigkeit’ – bohaterska postawa ‚Heldenmut’ Es gibt nur wenige Lexeme dieses Typs. drewniany ‚hölzern’ Adjektive dieses Typs können nur dann als Basis für eine Bildung mit -os´c´ dienen. Häufig können sie den Gegenstand bezeichnen. rzadkos´c´ ‚Seltenheit"="eine Sache. die nicht immer von der Norm akzeptiert werden.140 2. pustka statt *pustos´c´ ‚Leere’. Neben den desubstantivischen sind die deverbalen Adjektive von der Bildung eines Nomen essendi ausgeschlossen wie we±drowny ‚Wander-’. die durch den Bezug zu einem Substantiv oder zu einem Substantiv und gleichzeitig einem Adjektiv motiviert sind. nicht um Beziehungsadjektive. können die Substantive mit -os´c´ weitere Komponenten aufweisen. die von Adjektiven abgeleitet sind: lenistwo ‚Faulheit’. !akomstwo ‚Naschhaftigkeit’ . wenn im Laufe der Übertragung der Bedeutung quasi eine Qualität entsteht: papierowos´c´ postaci ‚Künstlichkeit der Figur’ (z. Es gibt eine große Anzahl von individuellen Bildungen. smutek statt *smutos´c´ ‚Traurigkeit’ Neben der Bedeutungskomponente. wiejski ‚dörflich’.als auch aus syntaktischen Gründen verwendet. Sie erfreuen sich einer großen Produktivität und werden sowohl aus Benennungs. vor allem die Bildungen mit -os´ciowy zu unterbinden. Trotz der genannten Einschränkungen werden die Formationen mit -os´c´ ziemlich regelmäßig gebildet. Beziehungsadjektive bezeichnen eine Eigenschaft in Beziehung zu einem anderen Gegenstand. nach heute unproduktivem Muster gebildete Nomina essendi gibt. Wenn es bereits ältere. bia!y ! bia!os´ c ´ ‚Weiße’. zdrowie statt *zdrowos´c´ ‚Gesundheit’. in der Literatur) Einen häufigen Gebrauch dieser von der Norm nicht immer akzeptierten Bildung bei ursprünglich reinen Beziehungsadjektiven findet man vor allem bei Termini aus den Bereichen der Wissenschaft und der Technik. die sonderbar ist’ Typ ‚lenistwo’ 83 Das Formativ -stwo (-ctwo) bildet Nomina essendi. osobliwos´c´ ‚Sonderbarkeit"="eine Sache. die ihrerseits wiederum von Substantiven abgeleitet sind. die selten ist’. nämlich die Existenz eines Zustandes oder einer Haltung auf der Grundlage des Besitzens des durch das Adjektiv genannten Merkmals. Das Formativ -os´c´ verbindet sich demnach nicht mit adjektivischen Stämmen. setzen sich die regulären Bildungen nicht durch: dobroc´ statt *dobros´c´ ‚Güte’. Die Sprachpflege versucht.

die gleichzeitig zwei Kategorien angehören. aber ebenso zahlreich sind Lexeme. Substantivische Wortbildungsformationen 141 Bei den neueren Bildungen handelt es sich meist um die Bezeichnung von Trägern bestimmter Merkmale (Nomina attributiva): rutyniarz ! rutyniarstwo ‚Routiniertheit’. gleichzeitig Nomen essendi und Nomen actionis: kres´larstwo ‚Zeichnerberuf’ – ‚Zeichnen’ Bezeichnung eines Kollektivs: pi!karstwo ‚Fußball’ – ‚Fußballer’ Diese Polyfunktionalität ergibt sich aus der Möglichkeit.ä. pamia±tkarstwo ‚Andenkenindustrie’ Das Suffix -stwo ist durch eine recht breit gefächerte Polysemie gekennzeichnet. Insofern ist -stwo auch polysemer als -os´´c´. -actwo und -alnictwo auftreten. -cz oder -t. z. kres´larz ! kres´larstwo ‚Zeichnerberuf’ – ‚Zeichnen’ . zwycie±zca ! zwycie±stwo ‚Sieg’. die auf die Konsonanten -k-. !upiez˙ca ! !upiestwo ‚Plünderung’ In Verbindung mit Stämmen. Sportdisziplinen.2. Stanis!awostwo ‚Stanis!aw und seine Frau’ Bei der Verschmelzung des Suffixes -stwo mit dem Stamm der Basis kommt es oft zur Verkürzung.auslauten. -arstwo.und -rz. Kunstbereichen u. Industriezweigen.kommt es zu Lautalternationen. Dabei ist -ostwo auf die Bezeichnung von Ehepaaren spezialisiert (vgl. -an´stwo. ryzykant ! ryzykanctwo ‚Waghalsigkeit’ oder von Berufen: fryzjer ! fryzjerstwo ‚Friseurberuf’. Nomina collectiva). pro´z˙niak ! pro´z˙niactwo ‚Müßiggang’ In den Stämmen auf -n.2. pi!karstwo ‚Fußball’. edytor ! edytorstwo ‚Herausgeberschaft’ In Verbindung damit hat sich das Formativ -stwo inzwischen spezialisiert auf Bezeichnungen von Berufen. stryjostwo ‚Onkel und Tante’. chuligan ! chuligan´stwo ‚Rowdytum’. sich mit Substantiven unterschiedlicher Struktur und Herkunft zu verbinden. finden wir die Form -ctwo. Einige Bildungen gehören ausschließlich zu den Nomina essendi. zbieracz ! zbieractwo ‚Sammeln’. hutnik ! hutnictwo. hutnictwo ‚Hüttenwesen’.B. Das Formativ des Typs ‚lenistwo’ kann auch in den erweiterten Morphen -ostwo.

Z"eromski ! z˙eromszczyzna. Es bildet deadjektivische Derivate. Erscheinungen aus der Medizin. Norwid ! norwidyzm. meist negativer oder ironischer Art. Diese Nomina essendi werden meist von Substantiven fremder Herkunft gebildet. die Länder bezeichnen. die nur selten in der Funktion eines typischen Nomens essendi auftreten und meist eine sehr spezielle Bedeutung haben. enthalten die Derivate auf -izna eine emotionale Färbung.142 2. ‚das Französische’ Typ ‚krzywica’ 86 Ferner gibt es Nomina essendi. francuszczyzna ‚die französische Kultur’. angielszczyzna ‚die englische Kultur’. die für die in der Basis genannte Person typisch sind. krzywica ‚Rachitis’. Im Wesentlichen handelt es sich um die Bezeichnung für verschiedene geistige Richtungen in den Gebieten Philosophie. die in der Mehrheit der europäischen Sprachen vorhanden sind. Einige dieser Formationen bezeichnen geistige Strömungen. cukrzyca ‚Zuckerkrankheit’ . Towian´ski ! towian´szczyzna Die Personennamen sind dabei adjektivischen Baus. Hegel ! heglista ‚Hegelianer’ ! heglizm ‚Hegelianismus’ Typ ‚dostojewszczyzna’ 85 Das Wortbildungsaffix -izna (-yzna) ist heutzutage nur noch schwach produktiv. Es hat sich herauskristallisiert aus einer ganzen Reihe von entlehnten Ausdrücken mit diesem Formativ. Towian´ski ! towianizm Die Mehrheit der Ausdrücke auf -izm ist durch Substantive mit den Affix -ista oder -ik oder anderen motiviert. Dostojewski ! dostojewszczyzna. Im Gegensatz zu den semantisch ähnlichen Konkurrenten auf -izm.ä. Hier wären die Formationen mit -ica (-yca) zu nennen. ‚das Englische’. Gesellschaft. Hier wird die Gesamtheit der Eigenschaften einer auf einem bestimmten Territorium verbreiteten Kultur oder auch die entsprechende Sprache benannt. Substantive Typ ‚komunizm’ 84 Das Formativ -izm (-yzm) gehört ebenfalls zu den produktiven Suffixen zur Bildung von Nomina essendi. Haltungen und Ansichten. die semantisch stärker spezialisiert sind. die im Hinblick auf die emotionale Einstellung des Sprechers unmarkiert sind. die auf der Basis von Adjektiven oder Substantiven manchmal auch Verben gebildet sind und Krankheiten bezeichnen. Kunst oder für Haltungen bzw. Psychologie u. können aber auch von genuin polnischen Lexemen vor allem von Eigennamen gebildet werden. Anders ist die Bedeutung bei der Verbindung mit Stämmen.

wykonawca ‚Ausführender’.2. der eine bestimmte Handlung ausführt’ zu tun. biegacz ‚Läufer’. trzepaczka ‚Teppichklopfer’ rysownik ‚Zeichner’. -stwo und -izm. nazwy wykonawco´w zawodo´w) Bei dieser Kategorie haben wir es mit der strukturellen Bedeutung ‚derjenige. Sie konkurrieren teilweise miteinander. Eine ähnliche Regel gilt für die Suffixe -os´c´ und -stwo . wynalazca ‚Erfinder’ imad!o ‚Schraubstock’. -aczka und -nik.3. -d!o für Nomina instrumenti. zme±czenie ‚Müdigkeit’ Der Verwendungsbereich sämtlicher Nomina essendi ist durch die jeweilige semantische Spezialisierung bedingt.2. Typ ‚s!uchacz’ Das Formativ -acz bildet Nomina agentis von imperfektiven Verben auf -ac´. powie±kszalnik ‚Vergrößerer’ Andere Formative gehören nur einer Wortbildungskategorie an: -ca für Nomina agentis. elitarnos´c´ – elitaryzm ‚Elitarität’ Austauschbarkeit ist nur dann gegeben. wahad!o ‚Pendel’ Keiner dieser Wortbildungstypen fungiert regelmäßig. Nomina agentis und Berufsbezeichnungen ‚biegacz’ (nazwy wykonawco´w czynnos´ci. dramatycznos´c´ – dramatyzm ‚Dramatik’. Einige bilden belebte und gleichzeitig unbelebte Nomina agentis (auch zu bezeichnen als Nomina instrumenti): dazu zählen -acz. Sie treten in allen funktionalen Stilen des Polnischen auf. powielacz ‚Kopierer’ praczka ‚Wäscherin’. Eine stilistische Beschränkung ist außer bei den schriftsprachlichen Formationen auf -izm nicht festzustellen. wenn die jeweiligen Formationen nicht semantisch spezialisiert sind. biegac´ ! biegacz ‚Läufer’ 89 88 87 . Substantivische Wortbildungsformationen 143 Typ ‚opanowanie’ Dieser Typ von Nomina essendi bezieht sich auf Handlungen.2. Zur Bildung von Nomina agentis und von Berufsbezeichnungen werden verschiedene Formative verwendet. zuchwa!os´c´ ‚Frechheit als Eigenschaft’ – zuchwalstwo ‚Frechheit als Tat’ 2. zacofanie ‚Zurückgezogenheit’. Die produktivsten Affixe sind -os´c´. die sich in ihrer Polyfunktionalität und der Produktivität stark unterscheiden. s!uchac´ ! s!uchacz ‚Hörer’. Er ist durch das Partizip Passiv motiviert (beherrschen ! beherrscht sein ! Beherrschung) opanowanie ‚Beherrschung’. Einige Formationen auf -os´c´ und -izm sind semantisch identisch und damit austauschbar. metaforycznos´c´ – metaforyzm ‚Metaphorizität’.

oblatywacz ‚Testflieger’ Sehr selten sind Formationen dieses Typs bei der Bezeichnung einer Person. spawacz ‚Schweißer’. Es entstehen auch Berufsbezeichnungen. k!amca ‚Lügner’. pracownik ‚Arbeiter’. gracz ‚Spieler’. stalownia ! stalownik ‚Stahlarbeiter’. Es bildet Lexeme vor allem aus Verben auf -owac´. obron´ca ‚Verteidiger’. Es fügt sich an unterschiedliche Verben.144 2. rzeczoznawca ‚Sachverständiger’. wzdychacz ‚Seufzender. Sehnsüchtiger' Typ ‚pracownik’ 90 Dieses Formativ hat eine sehr viel geringere Produktivität als -acz. wydawca ‚Herausgeber’. Substantive Sehr selten sind Bildungen mit Verben anderer Struktur. Es tritt fast nur an Verben auf -ic´ (-yc´): krzewic´ ! krzewiciel ‚Verkünder’. rysownik ‚Zeichner’ Es verbindet sich auch mit substantivischen und adjektivischen Stämmen. krzykacz ‚Schreiende‘.B. . mit Verben auf -ic´: palic´ ! palacz ‚Raucher’ (auch: ‚Heizer’) Diese Formationen bezeichnen Personen. zawiadowca ‚Stationsvorsteher’. dostarczyc´ ! dostarczyciel ‚Lieferant’ Andere Verben sind sehr selten. kierownik ‚Leiter’. odste±pca ‚Abtrünniger’ Häufiger kommt es in Komposita vor. zleceniodawca ‚Auftraggeber’ Typ ‚nauczyciel’ 92 Das Formativ -iciel (-yciel) formt wie -ca ausschließlich Nomina agentis. Es kann sich auch um den Beruf der Person handeln. die die Handlung gerade aktuell ausführt. tritt heute jedoch nur noch selten auf. zleceniobiorca ‚Beauftragter’. z. litera ! liternik ‚Schriftkünstler’ Das Formativ kann in den Morphen -alnik und -ownik auftreten. die die angegebene Handlung regelmäßig ausüben und durch diese quasi kategorisiert werden. Typ ‚k!amca’ 91 Das Suffix -ca ist spezialisiert auf die Bildung von Nomina agentis. pocieszacz ‚Tröster’. kierowca ‚Leiter’.

vor allem in Sportdisziplinen. nauczyciel ‚ten. pisarz ‚Schriftsteller’. 95 94 93 . Substantivische Wortbildungsformationen 145 mys´ l ec´ ! mys´ l iciel ‚Denker’. stoczniowiec%=%pracownik przemys!u stoczniowego ‚Werftarbeiter’ Typ ‚szeregowy’ Neben den rein substantivischen Nomina agentis gibt es die substantivierten Adjektive auf owy. gemeint sein. Die Mehrheit der Formationen auf -owiec haben eine doppelte Motivation: durch Substantive und Adjektive auf -owy: nauka – naukowy – naukowiec ‚Wissenschaftler’ Diese Formationen sind oft synonym zu Umschreibung der Art pracownik przemys!u. saneczkarz ‚Schlittenfahrer’ Typ ‚naukowiec’ Wie -arz kann -owiec sowohl Berufe als auch Nomina attributiva bilden. nudziarz ‚Langweiler’. tyczkarz ‚Stabhochspringer’. truc´ ! truciciel ‚Giftmörder’ Einige der Derivate stehen nur in formaler Beziehung zu dem ursprünglichen Verb. Beide sind im heutigen Polnisch sehr produktiv. die Ausführende bestimmter Berufe bezeichnen. futrzarz ‚Kürschner’. das Derivat sich jedoch semantisch auf das imperfektive Verb auf -ac´ bezieht. die auf einem Substantiv. das den zentralen Gegenstand der beruflichen Tätigkeit benennt. kioskarz ‚Kioskverkäufer’ Außerdem können Spezialisten auf einem bestimmten Gebiet. dojarz ‚Melker’ Im Wesentlichen kommt es zur Bildung von Nomen. Typ ‚pisarz’ Dieses Suffix zählt zu den hoch produktiven und polyfunktionalen Elementen. beruhen. dies ist der Fall. Bei der Bildung von deverbalen Nomina agentis taucht es nicht sehr häufig auf. Meist handelt es sich um desubstantivische Derivate. motylkarz ‚Schmetterlingsschwimmer’. wenn dieses perfektiv ist.2. kto´ry oskarz˙a’ ‚Kläger’ -iciel wird als Wortbildungsaffix sehr selten verwendet und die entsprechenden Derivate sind auf nichtumgangssprachliche funktionale Stile beschränkt.2. kto´ry naucza’ ‚Lehrer’. kres´larz ‚Zeichner’. windziarz ‚Liftboy’. oskarz˙yciel ‚ten. naftowiec%=%pracownik przemys!u naftowego ‚Arbeiter der Ölindustrie’. z˙ a bka ‚Brustschwimmen’ ! z˙ a bkarz ‚Brustschwimmer’. Neben Nomina agentis kann es Nomina attributiva (Träger von Eigenschaften) bilden. okazic´ ! okaziciel ‚Inhaber’.

demonstrowac´ ! demonstrator ‚Vorführer’. szablista ‚Säbelfechter’. . Es verbindet sich mit entlehnten und als genuin polnisch empfundenen Ausdrücken. Typ ‚rowerzysta’ 96 Der Bezeichnung von Berufen. instalowac´ ! instalator ‚Installateur’ Die angegebene Vielfalt von Möglichkeiten zur Bildung von Nomina agentis ist durch äußere Faktoren bedingt. mit dem eine Handlung ausgeführt wird.2. 2. Neben den Formativen -acz und -nik. das inzwischen als Wortbildungsaffix fungiert. tauchen neue Formative auf. Es bildet im Wesentlichen Bezeichnungen für Maschinen. Da die typischen Formative im Prinzip auf deverbale Stämme beschränkt sind. gibt es spezialisierte Affixe. Typ ‚informator’ 97 Entlehnte Verben bilden Nomina agentis gewöhnlich mit dem Element -ator. piecowy ‚Heizer’. Genuin polnische Stämme sind ausgeschlossen. So existiert die Notwendigkeit. grzbiecista ‚Rückenschwimmer’. Substantive z˙o!nierz szeregowy ! szeregowy ‚Gemeiner (Soldat)’ Sehr produktiv ist -owy bei Berufsbezeichnungen. informowac´ ! informator ‚Auskunftsperson/Wegweiser’. Nomina instrumenti ‚kruszarka’ 98 Bei den Nomina instrumenti (nazwy narze±dzi) geht es um das Werkzeug oder Mittel. dz´wigowy ‚Kranführer’. So erweitern sich die sprachlichen Möglichkeiten zur Bildung immer neuer Nomina agentis. Typ ‚kruszarka’ 99 Das Formativ -arka gehört zu den Affixen mit der stärksten Spezialisierung auf Nomina instrumenti. diese Wortbildungskategorie ständig weiter aufzufüllen. wagowy ‚Waagemeister’ Das Suffix ist in der Fachterminologie für Berufsbezeichnungen verschiedener Industriezweige sehr beliebt. die direkt von Substantiven abgeleitet sind. die sich auch mit desubstantivischen und deadjektivischen Stämmen verbinden können. wieloboista ‚Mehrkämpfer’ Am häufigsten tritt -ista jedoch in Nomina attributiva auf.146 2. Die Basis sind meist Verben verschiedenen Typs.4. die sowohl Nomina agentis als auch Nomina instrumenti bilden. rowerzysta ‚Radfahrer’. Handlungsausführenden sowie Spezialisten verschiedener Art dient das entlehnte Suffix -ista.

Werkzeuge. Es handelt sich dann meist um Derivate. Diese finden sich vor allem in der technischen Terminologie. zmywac´ ! zmywarka ‚Spülmaschine’ Seltener kommen Bildungen mit desubstantivischen Stämmen vor. Substantivische Wortbildungsformationen 147 kruszyc´ ! kruszarka ‚Brecher’. jarzyny ! jarzyniak ‚Gemüsemesser’ 102 101 100 . kopaczka ‚Gräberin/Roder’. cerowac´ ! cerowaczka ‚Frau. spre±z˙ac´ ! spre±z˙arka ‚Kompressor’. die von den entsprechenden maskulinen Substantiven auf -acz abgeleitet sind und durch das zusätzliche Formativ -ka gebildet sind. die durch unvollendete Verben auf -ac´ motiviert sind. pakowaczka ‚Packerin/Packmaschine’ Die Mehrheit der Formationen auf -aczka hat die personale Bedeutung. biegacz ! biegaczka ‚Läuferin’. pisac´ ! pisak ‚Filzstift’. badacz ! badaczka ‚Forscherin’ Daneben gibt es direkt von Verben abgeleitete Ausdrücke. wia±zad!o ‚Band’ Typ ‚pisak’ Dieses Suffix tritt in der gleichen Funktionen wie -d!o auf. przecinaczka ‚Säge’ Das Affix -aczka tritt auch bei Bezeichnungen von Frauen auf. ist jedoch wesentlich produktiver. karton ! kartoniarka ‚Kartoniermaschine’ Typ ‚!adowaczka’ Das Formativ -aczka wird heute zusehends verdrängt durch -arka. Es verbindet sich mit deverbalen und desubstantivischen Stämmen. mieszad!o ‚Mischgerät’. drut ! druciarka ‚Drahtmaschine’. Wir haben es ausschließlich mit deverbalen Formationen zu tun. die sich mit Stopfen beschäftigt’ Typ ‚wahad!o’ Das Formativ -d!o dient der Bildung von Substantiven für einfache Werkzeuge oder für Bestandteile größerer Maschinen. prac´ ! praczka ‚Wäscherin’.2. die die Trägerin einer typischerweise von Frauen ausgeführten Tätigkeit bezeichnen. s!uchacz ! s!uchaczka ‚Hörerin’. cedzic´ ! cedzak ‚Durchschlag’. wahad!o ‚Pendel’.2. Einige dieser Lexeme sind polysem und beziehen sich auf Frauen oder auf Maschinen bzw. die eine bestimmte Tätigkeit ausüben. Wir finden es in einigen Formationen. !adowaczka ‚Lademaschine’.

Außerdem fehlt es an spezialisierten Formativen. okleic´/oklejac´ ! okleina ‚Furnier’ Typ ‚dorobek’ 106 Unter den älteren Bildungen der genannten Wortbildungskategorie finden sich Lexeme mit dem Formativ -ek. ihre Grundlage bilden. wstawiac´ ! wstawka ‚Einsatz’. wk!adac´ ! wk!adka ‚Einlage’. die durch eine bestimmte Handlung geschaffen werden (effizierte Objekte) oder einer Handlung unterliegen (affizierte Objekte) bzw.6. wypiekac´ ! wypiek ‚Gebäck’ 2. wycinac´ ! wycinanka ‚Scherenschnitt’. Substantive Als Formativ zur Bildung von Nomina agentis hat es seine Produktivität verloren.2. Die häufigsten sind -ka und -ina. Jedoch bedient sich auch die Allgemeinsprache der aufgeführten Wortbildungsverfahren. die semantische Spezialisierung . dorobek ‚Ertrag’. s´piewak ‚Sänger’. Typ ‚wk!adka’ 104 Das Formativ -ka bildet Resultatssubstantive von transitiven Verben.5. p!ywak ‚Schwimmer’. 2. dac´ ! danie ‚Gericht (Essen)’. Es handelt sich um Bildungen mit -nie. mroz˙ony ! mroz˙onka ‚Tiefkühlware’ Typ ‚tkanina’ 105 Das Formativ -ina bildet Resultatssubstantive von Partizipien oder anderer Verbformen. dopisek ‚Anmerkung’ Meistens entstehen die Nomina obiecti durch semantische Verschiebungen bei Vertretern der Kategorie der Nomina actionis. Nomina attributiva ‚g!upiec’ 107 Die Wortbildungskategorie der Nomina attributiva (nazwy nosicieli cech) ist sehr differenziert im Hinblick auf die Anzahl der verwendeten Modelle. oft von deren Partizip Passiv. Zur Bildung von Bezeichnungen für Gegenstände. Nomina obiecti ‚wk!adka’ 103 (nazwy przedmioto´w czynnos´ci) Im Gegensatz zu den Wortbildungskategorien unter 74 – 102 enthält diese Kategorie weniger Elemente. Die entsprechenden Lexeme gehören einer älteren Wortschatzschicht des Polnischen an. -cie oder dem Nullformativ. zadrasna±c´ ! zadras´nie±cie ‚Kratzer’. pijak ‚Trinker’ Neue Einheiten der Wortbildungskategorie der Nomina instrumenti entstehen vor allem im Bereich der Terminologie der Technik. das heute nicht mehr produktiv ist. tkac´ – tkany ! tkanina ‚Stoff’.148 2.2. werden polyfunktionale Formative verwendet.

Typ ‚g!upiec’ Das Formativ -ec. ideowy ! ideowiec ‚Idealist’ Unter den zweifach motivierten Bildungen befinden sich viele Derivate. Substantivische Wortbildungsformationen 149 der Formative und ihre stilistische Färbung. Die strukturelle Bedeutung lässt sich in der Explikation ‚derjenige oder dasjenige. cz!owiek jaskiniowy ! jaskiniowec ‚Höhlenbewohner’ Die Substantive mit dem Formativ -(owi)ec bilden eine Reihe semantischer Gruppen: • Personen. die aufgrund ihrer Ansichten oder ihrer Anhängerschaft von einer bestimmten Richtung charakterisiert werden.2. Lenin ! leninowiec ‚Leninanhänger’ • Personen eines bestimmten Berufs oder Ausführende einer Handlung (="Nomina agentis) nauka – naukowy ! naukowiec ‚Wissenschaftler’ Unter den unbelebten Substantiven mit dem Formativ -(owi)ec unterscheiden wir folgende Gruppen: • Schiffe drobnicowiec ‚Frachtschiff’ • Flugzeuge odrzutowiec ‚Düsenflugzeug’. AZS (Akademickie Zrzeszenie Sportowe) ! azetesowiec • Personen. Es kann sich um qualitative Merkmale auf der Basis von Qualitätsadjektiven oder um Beziehungen zu anderen Entitäten handeln. zuchwa!y ! zuchwalec ‚dreister Kerl’. galeriowiec ‚Haus mit Außengalerie’ 108 . Keiner der Wortbildungstypen funktioniert regelmäßig. die durch ihre Mitgliedschaft in einer gesellschaftlichen Organisation charakterisiert werden Partia ludowa ! ludowiec. die aus Adjektiven und Substantiven zusammengesetzte Ausdrücke ersetzen. Es sind Bezeichnungen belebter wie unbelebter Einheiten. s´mig!owiec ‚Hubschrauber’ • Gebäude biurowiec ‚Bürogebäude’. die durch eine bestimmte Eigenschaft charakterisiert werden.2. samolot odrzutowy ! odrzutowiec ‚Düsenflugzeug’. g!upi ! g!upiec ‚Dummkopf’. das manchmal zu -owiec erweitert wird. s´wiatowy ! s´wiatowiec ‚Mann von Welt’. Es bildet sowohl belebte als auch nichtbelebte Lexeme. ist ein sehr produktives Affix. der/das eine bestimmte Eigenschaft hat’ fassen. die durch Adjektive oder gleichzeitig durch desubstantivische Adjektive und Substantive motiviert sind.

Dies gilt für substantivische Stämme auf -izm. drewniak ‚Holzpantoffel’. Substantive mit dem Suffix -owiec sind stilistisch unmarkiert. dass den Substantiven auf -izm Adjektive mit einer anderen Struktur entsprechen. Trotz der hohen Produktivität gibt es Stämme. powies´c´ produkcyjna ! produkcyjniak ‚Produktionsroman’. mit denen sich dieses Formativ nicht verbinden kann. Die Wortbildungsbasis bilden dabei ausschließlich Adjektive.h.150 2. • Ironie: waz˙niak ‚Wichtigtuer’ • Abneigung: ponurak ‚Griesgram’ • Scherz: starszak ‚Kind. . d. das als Bindeglied zwischen den Formationen auf -owiec und den entsprechenden Ausgangssubstantiven dient. Es dient im Wesentlichen der Derivation von Beziehungsadjektiven. Nicht vorkommen können Adjektive auf -owy. Die Bezeichnungen unbelebter Einheiten ersetzen feste Wortfügungen aus Adjektiv und Substantiv. optymizm ! optymista ‚Optimist’ Der Ausschluss des Formativs -owiec aus diesem Bereich hängt damit zusammen. pesymizm ! pesymista ‚Pessimist’. Substantive • Vertreter einer Gattung (Botanik und Zoologie) lasecznikowiec ‚Bakterie’. dom poprawczy ! poprawczak ‚Besserungsanstalt’ Belebte wie unbelebte Nomina attributiva auf -ak gehören der Umgangssprache an. das zur Gruppe der älteren im Kindergarten oder der Krippe gehört’ Bei der Bildung von unbelebten Nomina attributiva kann sich -ak auch mit substantivischen Stämmen verbinden. Diese haben nicht das Formativ -owy. sie kommen in allen schriftlichen und mündlichen Stilen vor. Sie enthalten immer eine bestimmte emotionale Bewertung. waciak ‚Wattejacke’ Typ ‚kresko´wka’ 110 Das Formativ -ka ist bei der Bildung von Nomina attributiva ebenso produktiv wie das Suffix -owiec. Sie bilden Nomina attributiva mit dem ebenfalls entlehnten Suffix -ista. Typ ‚ponurak’ 109 Wie -owiec bildet das Suffix -ak sowohl belebte als auch unbelebte Nomina attributiva. hauptsächlich solche auf -ny. kre±gowiec ‚Wirbeltier’ In diese Klassifikation lassen sich nicht alle Nomina mit -ec einordnen.

kosztorysowiec – kosztorysiarz ‚Spezialist für Kostenvoranschläge’ 111 . proces poszlakowy ! poszlako´wka ‚Indizienprozess’ Die Verwendung des Suffixes -ka statt -owiec ist meist bedingt durch die stilistische Markierung. Folglich sind sie auch umgangssprachlich markiert. Stare Miasto ! Staro´wka ‚Altstadt’ Maskuline Substantive sind recht selten. die ersterem eigen ist. Da viele der betreffenden Derivate auf Adjektive mit dem Suffix -owy zurückgehen. Sie haben expressiven Charakter und gehören der Umgangssprache an. spryciarz ‚schlauer Kopf’ Die Nomina attributiva mit dem Formanten -arz werden nur von Substantiven gebildet. wenn sie mit Berufsbezeichnungen auf -owiec konkurrieren. szko!a wieczorowa ! wieczoro´wka ‚Abendschule’. der gerne und häufig Kaffee trinkt’.2. Diese enthalten fast immer ein Substantiv femininen oder neutralen Genus. Nomina attributiva mit diesem Suffix charakterisieren eine Person im Hinblick auf ihre Neigungen: kawiarz ‚jemand. pocztowiec – poczciarz ‚Postangestellter’. zupa kartoflana ! kartoflanka ‚Kartoffelsuppe’. szcze±s´ciarz ‚Glückspilz’. Substantivische Wortbildungsformationen 151 blaszanka ‚Blechbüchse’. ubranio´wka%="we!na ubraniowa – we!na na ubranie ‚Anzugsstoff’ Typ ‚szcze±s´ciarz’ In der Bildung von Nomina attributiva ist das Formativ -arz weniger produktiv als in der Bildung von Berufsbezeichnungen (s. Einige Substantive benennen einfach nur eine Eigenschaft der jeweiligen Person. droz˙dz˙o´wka ‚Hefegebäck’. 74 – 80 ). dom agronoma ! agronomo´wka ‚Haus des Agronomen’ Bisweilen sind die Formationen auf -ka (-o´ w ka) durch ein Adjektiv und ein Substantiv motiviert. narze±dziowiec – narze±dziarz ‚Werkzeugmacher’. Die Lexeme gehören der Umgangssprache oder sozial begrenzten Stilen des Polnischen an. kann das Formativ die Gestalt -o´wka annehmen und sich an substantivische Stämme anfügen.2. film kreskowy ! kresko´ w ka ‚Zeichentrickfilm’. auto wys´cigowe ! wys´cigo´wka ‚Rennwagen’. narciarka ‚Schirmmütze’ Wie -owiec dient es dem Ersatz von festen Wortfügungen aus zwei Elementen. Diese Bedeutung kommt jedoch nicht allen Vertretern dieses Wortbildungstyps zu.

Substantive Typ ‚karierowicz’ 112 Das Formativ -owicz bildet auf der Basis von Substantiven Personenbezeichnungen. s´mia!ek ‚Draufgänger’. meist scherzhafte. Hier wird die Bildung mit dem parallelen Suffix -owiec vorgezogen. urlopowicz ‚Urlauber’ Die Derivate mit -owicz unterscheiden sich von denen mit -arz nicht nur durch die Aktualität des zugeschriebenen Merkmals. wa±sacz ‚Mann mit Schnurrbart’. das in Formationen mit substantivischem Stamm vorkommt. okrutnik ‚grausamer Mensch’. Wir finden es nur noch in älteren Ausdrücken wie weso!ek ‚Spaßvogel’. die folgende Komponenten enthalten: • übertriebene Vorlieben oder Neigungen. umgangssprachliche Ausdrücke (selten stilistisch neutral) plaz˙owicz ‚Strandbesucher’. Unproduktive Typen 114 Ein inzwischen nicht mehr produktives Formativ zur Bildung von Nomina attributiva ist das Suffix -ek. brodacz ‚Mann mit Bart’ . brzuchacz ‚Fettwanst’. dzia!kowiec – dzia!kowicz ‚Kleingärtner’ Die Lexeme sind synonym: das erste ist stilistisch neutral. Während erstere der gesamtpolnischen Umgangssprache angehören. das aus Adjektiven auf -ny Nomina attributiva bildet. in der sich die Person gerade befindet. nieszcze±s´nik ‚Pechvogel’. zählen die Bildungen mit -arz eher zu den sozial begrenzten Schichten des Lexikons. Typ ‚nieszcze±s´nik’ 113 Recht geringe Produktivität ist dem Suffix -ik eigen. go´wniarz ‚Scheißer’ Der scherzhafte Charakter des Formativs -owicz macht den Gebrauch der entsprechenden Derivate im öffentlichen Bereich des Polnischen unmöglich. bezwstydnik ‚schamloser Mensch’ Auf ein Adjektiv anderer Struktur geht das Lexem m!odzik ‚Jugendlicher’ zurück. sondern auch durch die Gebrauchssphäre. das zweite umgangssprachlich gefärbt. hier liegt eine expressive Bewertung vor karierowicz ‚Karrierist’.152 2. !ysek ‚Glatzkopf’ Ähnliches gilt für das Formativ -acz. majsterkowicz ‚Bastelfritze’ • Merkmale einer Situation.

oddzia! wysy!kowy ! w ysy!kownia ‚Versandabteilung’ Von dieser Struktur wurde -ownia abgeleitet. die auf eine Handlung hinweisen.2. Die Mehrheit der Nomina loci gehört in den Bereich der technischen Fachterminologie. przychodnia ‚Ambulanz’. -arnia und -ownia auf. gaz ! gazownia ‚Gaswerk’. das auf offene Räume spezialisiert ist. -arnia und -ownia). mleko ! mleczarnia ‚Molkerei’. Es verbindet sich mit Verben auf -owac´ pracowac´ ! pracownia ‚Arbeitsstätte’.7. mebel ! meblarnia ‚Möbelfabrik’. das geschlossene Räumlichkeiten bezeichnet und zum anderen -isko (-ysko). poradnia ‚Beratungsstelle’. baranina ‚Hammelfleisch’. ciep!o ! ciep!ownia ‚Heizanlage’.2. rozlewnia ‚Abfüllanlage’. Die Kategorie verfügt über zwei spezialisierte Suffixe: zum einen das Formativ -nia (erweiterte Varianten: -alnia. cukier ! cukrownia ‚Zuckerfabrik’ Das Formativ -nia tritt nur selten mit anderen Verbstämmen auf. wo!owina ‚Rindfleisch’ 2. spawac´ ! spawalnia ‚Schweißwerkstatt’. portiernia ‚Pförtnerloge’ Das Suffix -alnia tritt bei deverbalen Nomina loci auf. ciele±cina ‚Kalbsfleisch’. Substantivische Wortbildungsformationen 153 Die Beschränkungen hinsichtlich der Produktivität sind eng mit der semantischen Spezialisierung verbunden. lakierowac´ ! lakierownia ‚Lackierwerkstatt’ oder von Adjektiven auf -owy: hala montaz˙owa ! montaz˙ o wnia ‚Montagehalle’. przymierzac´ ! przymierzalnia ‚Umkleidekabine’ jadac´ ! jadalnia ‚Speisesaal’ prac´ ! pralnia ‚Wäscherei’ -arnia bildet desubstantivische Formationen. zajezdnia ‚Depot’. die in der Bezeichnung einer Person aufgrund bestimmter Teile des Körpers besteht. das aufgrund der Bedeutung ‚Fleisch von’ eine sehr kleine Gruppe von Lexemen umfasst. Ein paralleler Fall liegt in den Formationen mit dem Suffix -ina vor. Typ ‚pracownia’ Das Formativ -nia tritt seltener als seine erweiterten Varianten -alnia.2. in der sich ein bestimmter Gegenstand befindet oder in dem eine Tätigkeit stattfindet’. terpentyna ! terpentyniarnia ‚Terpentinfabrik’ Viele dieser Nomina loci sind durch die entsprechenden Nomina agentis auf -arz motiviert. 116 115 . Nomina loci ‚pracownia’ Die strukturelle Bedeutung der Wortbildungskategorie der Nomina loci (nazwy miejsc) können wir beschreiben als ‚Räumlichkeit. das der Bildung von desubstantivischen Formationen dient.

-ina und -(n)ica. Bei der Verbindung eines Stammes mit dem Suffix -arnia kommt es zu morphonologischen Alternationen. in denen der im Stamm genannte Gegenstand hergestellt. ciemnica ‚Dunkelzelle’. ro´wnina ‚Ebene’. kartoflisko ‚Kartoffelacker’ Dies sind abkürzungsähnliche Bildungen.154 2. es wird vermieden. Typ ‚lotnisko’ 117 Das Suffix -isko (erweitert auch -owisko und -nisko) bildet Bezeichnungen für Räumlichkeiten. narciarnia ‚Skilager’. verkauft oder aufbewahrt wird. Substantive s´lusarz ! s´lusarnia ‚Schlosserei’. usypisko ‚Aufschüttung = ein aufgeschütteter Ort /das Aufgeschüttete’ Unproduktive Typen 118 Zu den inzwischen unproduktiven Typen im Bereich der Nomina loci zählen -nik. ka±pielisko ‚Badeort/-anstalt’. Ihre Basis bilden entweder Verben !owisko ‚Fanggründe’. kres´ l ic´ ! kres´ l arnia ‚Zeichenwerkstatt’. kwiaciarnia ‚Blumenladen’. grzybowisko ‚Ort. palic´ ! palarnia ‚Raucherraum’ Zu diesen Bildungen kommt es aus phonetischen Gründen. die normalerweise mit -alnia gebildet werden. cies´nina ‚Meerenge’. powielac´ ! powielarnia ‚Vervielfältigungsstelle’. stolarz ! stolarnia ‚Tischlerei’ Meist handelt es sich um Bezeichnungen für Werkstätten oder Betriebe. lotnisko ‚Flughafen’. die sich durch eine starke semantische Differenzierung auszeichnen. kurnik ‚Hühnerstall’. rozlewisko ‚Hochwassergebiet’. den Laut -laus dem Stamm zu wiederholen. letnisko ‚Sommerfrische’. Diese Räumlichkeiten sind durch etwas besetzt. lodowisko ‚Eisbahn’. s´mietnik ‚Müllhalde’. ksie±g arnia ‚Buchhandlung’. die nach außen offen sind. narze±dziarnia ‚Werkzeugkammer’ Bildungen mit -arnia finden wir manchmal auch bei Ableitungen von Verben. für etwas bestimmt oder es findet in ihnen eine bestimmte Tätigkeit statt. Die deverbalen Derivate kommen bisweilen in die Nähe von Nomina obiecti. wysypisko ‚Halde’ oder Adjektive wczasowisko ‚Ferienanlage’ oder – das ist die häufigste Variante – Substantive. wo Pilze wachsen’. dzwonnica ‚Glockenturm’ . aber feste Umrisse aufweisen.

-ostwo. rycerstwo ‚Ritterstand’. Staszkowie ‚Staszek und seine Frau’ Diese Bildungen sind in der Umgangssprache sehr beliebt.2. Es gibt jedoch recht viele Lexeme. Rycerstwo ruszy!o do walki. -owie und weitere Elemente. ‚Die Ritter zogen in den Kampf. Berufsangehörige. Kollektive oder Gesamtheiten von im Stamm genannten Personen bzw. Stasiowie ‚Stas´ und seine Frau’. Typ ‚rycerstwo’ Das Formativ -stwo tritt in Ausdrücken auf für Gruppen.8. die unter dem Aspekt der Wortbildung teilbar sind und ein Formativ für Nomina collectiva aufweisen.2. das auch als Marker des Plurals männlich-persönlicher Substantive fungiert. wujostwo ‚Onkel und Tante’. die auch in anderen Kategorien wirken. ziemian´ s two ‚die Gutsbesitzer’. Adamostwo ‚Adam und seine Frau’ Diese Formationen fallen in den Bereich inoffizieller Kommunikation. Adamowie ‚Adam und seine Frau’.’ Typ ‚Adamowie’ Auch das Formativ -owie. 83 ). ptactwo ‚Vögel’ Einige dieser Ausdrücke sind gleichzeitig Nomina attributiva. Verwandte und Eigennamen auf. ‚Onkel und Tante sind gekommen. Im Hinblick auf die Syntax verhalten sie sich anders als die anderen genannten Lexeme. Hier treten Bezeichnungen für Titelträger. denn es liegt pluralische Kongruenz vor. 121 120 119 . mieszczan´stwo ‚Bürgerlichkeit’ Die Kollektiva mit diesem Suffix haben keinen Plural.’ Von den Nomina collectiva zu unterscheiden ist das formal ähnliche Personalpronomen pan´stwo. Als Basis sind nur Eigennamen einschließlich der Kosenamen möglich. Es handelt sich um -stwo (-ctwo). mieszczan´ s two ‚Bürgertum’. Die erweiterte Variante auf -ostwo hat sich auf die Bezeichnung von Ehepaaren spezialisiert (vgl. marsza!kostwo ‚der Marschall und seine Frau’. profesorostwo ‚der Professor und seine Frau’. Tieren. Nomina collectiva ‚rycerstwo’ Die Wortbildungskategorie der Nomina collectiva (nazwy zbiorowe) ist nicht sehr produktiv. Substantivische Wortbildungsformationen 155 2.2. kann Ehepaare bezeichnen. Wujostwo przyszli. Die mit ihnen kongruierenden Ausdrücke stehen immer im Singular.

warszawiak – warszawianin ‚Warschauer’. paryz˙anin ‚Pariser’. Wieden´ ! wieden´czyk ‚Wiener’. Die Wahl des Formativs ist häufig durch die Struktur des – oft ausländischen – Ausgangsworts bedingt. Japonia ! Japon´czyk ‚Japaner’. Chiny ! Chin´czyk ‚Chinese’. -an´czyk) verbindet sich im Wesentlichen mit Ländernamen. Dörfern. Ländern. Amerykanin ‚Amerikaner’ Sowohl -czyk als auch -anin taucht in offiziellem Gebrauch auf. Typ ‚warszawianin’ 124 Das Formativ -anin tritt häufiger bei Bewohnern von Städten und Regionen auf.2. Londyn ! londyn´czyk ‚Londoner’. Pomorzanin ‚Pomoraner’. Provinzen. von Städten. d. Rosjanin ‚Russe’.156 2. Sofia ! s ofijczyk ‚Sofioter’ Die Stammerweiterung ist durch die formale Verschmelzung von Stamm und Formativ bedingt. krakowiak – krakowianin ‚Krakauer’ Seine Derivationsbasis bilden polnische Ortsnamen. S#la±sk ! S#la±zak ‚Schlesier’. wie Regionen. Substantive 2. warszawianin ‚Warschauer’. Daneben haben sich einige andere Bildungen erhalten. das . Typ ‚warszawiak’ 125 Die Bildungen dieses Typs haben umgangssprachlichen Charakter und konkurrieren oft mit den neutralen Bildungen auf -czyk oder -anin. Chile ! Chilijczyk ‚Chilene’.und Ländernamen.9. Herkunftsbezeichnungen ‚Chin´czyk’ 122 (nazwy ods´rodowiskowe) Zu dieser Wortbildungskategorie zählen die Bezeichnungen von Bewohnern verschiedener Territorien.h. Wielkopolanin ‚Großpole’ Es gibt aber auch einige Nationalitätsbezeichnungen. und von Angehörigen bestimmter Völker. Sie werden gebildet durch geografische Namen und die spezialisierten Suffixe -anin und -czyk sowie das polyfunktionale -ak. Typ ‚Chin´czyk’ 123 Das Formativ -czyk (Erweiterungen: -ijczyk. Austria ! Austriak ‚Österreicher’ Das parallele Auftreten beider Formative und das Fehlen eindeutiger Unterschiede in der Semantik und der Verbindbarkeit haben nicht zuletzt formale Gründe. Pakistan ! Pakistan´czyk ‚Pakistani’ Daneben können auch Bewohner bestimmter nichtpolnischer Städte bezeichnet werden. Die jeweilige Bezeichnung wird von eigens zu diesem Zwecke konstituierten Kommissionen festgelegt.

der die Unregelmäßigkeit der Bildungen in diesem Bereich bewirkt. weil diese Verbindung zum Formativ -o´wka führt. Rusin ‚Rusine’. Francuz ‚Franzose’. p!ywak ! p!ywaczka ‚Schwimmerin’. So ist sporto´wka ‚Sportlerin’ recht stark abwertend. das – eher typisch für unbelebte Nomina attributiva wie z˙aglo´wka ‚Segelboot’ – emotional markierte Bezeichnungen bildet.2. Die wichtigsten Formativa sind -ka und -ini (-yni). Das einzige neutrale Lexem dieser Reihe ist cyrko´wka ‚Zirkusartistin’. Ausnahmen bilden lediglich einige sehr alte Bildungen. badacz ! badaczka ‚Forscherin’. Ein weiterer Faktor.2. wynalazca ! wynalazczyni ‚Erfinderin’. Nicht in die Kategorie gehören weibliche Personenbezeichnungen. Nomina feminativa ‚nauczycielka’ Zur Wortbildungskategorie der Nomina feminativa (nazwy z˙en´skie pochodne od me±skich) zählen Bezeichnungen für Frauen. 126 . ist die sprachliche Tradition. ironische oder abwertende Färbung mit aus. Norweg ‚Norweger’.2. bo´g ! bogini ‚Göttin’. odkrywca ! odkrywczyni ‚Entdeckerin’. Bewohnerinnen von Orten und Ländern u. pisarz ! pisarka ‚Schriftstellerin’. Das Formativ -ka verbindet sich mit substantivischen maskulinen Stämmen verschiedener Struktur. Szwed ‚Schwede’ 2. Nicht alle Herkunftsbezeichnungen werden mit den genannten Formativen gebildet. -(owi)ec und -log. so drückt man eine scherzhafte. Bezieht man sich mit einem solchen Substantiv auf eine Frau. Anglik ‚Engländer’. Trägerinnen von Eigenschaften. 210– 214). Es handelt sich um Ausführende von Tätigkeiten oder Berufen. die durch die entsprechenden Substantive maskulinen Genus motiviert sind (vgl. egoista ! egoistka ‚Egoistin’ Nicht möglich ist die Bildung von Nomina feminativa bei Substantiven auf -ca. Substantive auf -ca bilden die Lexeme ausschließlich mit dem Suffix -ini. Nomina feminativa sind durch eine hohe Produktivität gekennzeichnet. nauczyciel ! nauczycielka ‚Lehrerin’. Substantivische Wortbildungsformationen 157 nur einige Formative zulässt und andere ausschließt. mistrz ! mistrzyni ‚Meisterin’ Substantive auf -(owi)ec sind recht selten Basis für Nomina feminativa.10. die direkt von einem Stamm abgeleitet sind. So gibt es eine ganze Reihe von Lexemen mit anderer Struktur. Ukrainiec ‚Ukrainer’.ä. zbobywca ! zdobywczyni ‚Gewinnerin/Eroberin’ Das Affix -ini ist auf diese Stämme beschränkt. also nicht auf eine männliche Bezeichnung zurückgehen wie praczka ‚Wäscherin’. Litwin ‚Litauer’. die sich schon vor langer Zeit im Wortschatz des Polnischen etabliert haben.

spo!eczniczka/spo!ecznica ‚Gesellschafterin’. mit deren Stämmen sich die Affixe -ka oder -a (mit der Alternation k : c) verbinden. dass die Formationen auf -nica in vielen Fällen nicht Personen. z!os´nik ! z!os´nica ‚Hausdrachen’ In dieser Gruppe gibt es eine Reihe von Dubletten. diablica ‚Teufelin’. wygnaniec ! wygnanka ‚Vertriebene’ Häufiger als -ka tritt in diesen Fällen -ica auf. Außerdem tritt es in negativ bewertenden Substantiven auf. ‚Warschauerin’. warszawianin ! warszawianka. Substantive Relativ regelmäßig ist die Ableitungsbeziehung bei männlichen Personenbezeichnungen auf -ec. zwolennik ! zwolenniczka ‚Anhängerin’. sondern Gegenstände bezeichnen und sich dann in der Kernbedeutung unterscheiden. Psychologin nicht äquivalent! Gewisse Unregelmäßigkeiten finden sich in der Ableitung von Substantiven auf -nik. rysownica ‚Zeichenbrett’ – rysowniczka ‚Zeichnerin’ Das Formativ -ica kommt nur selten in neutralen Nomina feminativa vor. pracowniczka/pracownica ‚Arbeiterin’. psycholoz˙ka/psychlogini ‚Psychologin’ Diese Bildungen sind durch die expressive Färbung den deutschen Formen Philologin bzw. powierniczka/powiernica ‚Vertraute’ Bei dem aktiven Gebrauch der Lexeme ist zu berücksichtigen. ulubieniec ! ulubienica ‚Liebling’. über deren jeweiligen Gebrauch nur der Usus entscheidet. Dazu zählen Ausdrücke. . siostrzeniec ! siostrzenica ‚Nichte’ In diesen Formationen wird der maskuline Formant -ec durch einen femininen ausgetauscht. czytelnik ! czytelniczka ‚Leserin’. mieszkaniec ! mieszkanka ‚Bewohnerin’. da es kein neutrales Formativ gibt.158 2. Durch einen ähnlichen Austausch entstehen Nomina feminativa auf der Basis von Substantiven mit dem Suffix -anin. die von Substantiven auf -ec abgeleitet sind. !otrzyca ‚Schelmin’ Neutral ist das Suffix dagegen bei Bezeichnungen weiblicher Tiere. straz˙nica ‚Wache’ – straz˙niczka ‚Aufseherin’. Entsprechende Bildungen mit -ka oder -ini haben eine stark scherzhafte Färbung und sind auf die Umgangssprache beschränkt. kierownica ‚Steuerrad’ – kierowniczka ‚Leiterin’. robotnik ! robotnica ‚Arbeiterin’. filoloz˙ka/filologini ‚Philologin’. republikanin ! republikanka ‚Republikanerin’ Von den Substantiven auf -log werden keine neutralen femininen Pendants gebildet.

127 . Allen diesen Lexemen ist die expressive Färbung gemein. niedz´wiedz´ ! niedz´wiedzica ‚Bärin’. hypokoristische (Koseformen) und augmentative (Vergrößerungen) Lexeme.11.2. Sie gelten als veraltet. denn Deminutiva und Augmentativa werden meist dazu gebraucht. der der Sprecher mit Sympathie begegnet. Nomina expressiva ‚kobietka’ (nazwy ekspresywne) Zu dieser Klasse zählen wir einige Wortbildungsmodelle. Nowak gesprochen. eine positive oder negative Einstellung zur Entität auszudrücken. Daneben kann man sich auch auf andere Eigenschaften der Entität wie Größe beziehen. kobiecina dagegen drückt Mitleid gegenüber dieser Frau aus. die gewöhnlich als einzelne Kategorien angesehen werden.2. Baryczka ! Baryczkowa – Baryczko´wna Die Formative -ina und -anka verbinden sich gewöhnlich mit Substantiven auf -a. domisko ‚Riesenhaus’ Auch in diesem Fall ist von einer emotionalen Bewertung auszugehen. Die inzwischen veralteten Elemente -owa und -o´wna verbinden sich mit Stämmen mit konsonantischem und vokalischem Auslaut. ‚Ich habe mit Frau Prof. wilk ! wilczyca ‚Wölfin’ Zu den Nomina feminativa zählen wir gleichermaßen Nachnamen von Frauen: Nachnamen von Ehefrauen auf -owa oder -ina und von Töchtern auf -o´wna oder -anka. domek ‚Häuschen’. Behält eine Frau den unveränderten Namen des Mannes bei. profesor ! profesorowa – profesoro´ w na. Porozmawia!em z profesor Nowak. Moniuszko ! Moniuszkowa – Moniuszko´wna. dies gilt vor allem für die Namen der Töchter. so dass sie in der Tat einer Wortbildungskategorie zugerechnet werden können. Gegenstand oder Erscheinung). dann wird dieser indeklinabel.2. Es handelt sich um deminutive (Verkleinerungen). aptekarz ! aptekarzowa – aptekarzo´wna. Zare±ba ! Zare±bina – Zare±bianka. Die Formative informieren über die emotionale Haltung des Sprechers gegenüber der versprachlichten Entität (Person. Nowak ! Nowakowa – Nowako´wna. kobietka ist eine Frau. wojewoda ! wojewodzina – wojewodzianka Wenn diese Bildungen auch heute noch auftreten. Grundsätzlich werden die weiblich markierten Nachnamen mit Ausnahme der adjektivischen immer seltener verwendet.’ 2. Substantivische Wortbildungsformationen 159 lew ! lwica ‚Löwin’. Kulesza ! Kuleszyna – Kuleszanka Mit dem gleichen Wortbildungsmodell wurden früher auch Bezeichnungen für die Ehefrauen und Töchter der Vertreter bestimmter Berufe abgeleitet. dann in scherzhaften Kontexten.

und Tierbezeichnungen haben immer expressive Funktion. Der Gebrauch eines Deminutivums signalisiert eine emotionale Einstellung nicht nur zum genannten Gegenstand. nett bei so einem Regenwetter zu Haus zu sitzen. Auf die Wahl des Wortbildungsformativs wirkt sich das Genus der substantivischen Basis aus. stolik ‚kleiner Tisch’. jedoch lassen sich Tendenzen zur Verteilung auf verschiedene Stämme beobachten. dzionek ‚Tag’ Die Verkleinerungsformen von Personen. grejpfrut ! grejpfrucik ‚Pampelmuse’ Unter älteren Formationen mit einem Stammauslaut auf -t findet sich neben -ik das Suffix -ek. ko!o ! ko´!ko ‚kleiner Ring’ Für maskuline Substantive stehen zwei Formative zur Verfügung: -ik (-yk) und -ek. torebka ‚Tasche’. Das Formativ -ik (-yk) verbindet sich mit Stämmen. kwiatek ‚Blume’. die auf cz. Mi!o siedziec´ w domku. pa!ac ! pa!acyk ‚(kleiner) Palast’ Mit dem Suffix -ik lassen sich auch Deminutiva von Stämmen auf ursprünglich -t bilden. wiersz ! wierszyk ‚(kleines) Gedicht’. Diese Funktion ist den deutschen Deminutiva fremd. da sie sich bezüglich ihrer Größe überhaupt nicht charakterisieren lassen. kiedy na dworze taka ulewa. daszek ‚Schutzdach’ Die weitaus meisten Deminutiva können jedoch in Abhängigkeit vom Kontext auch eine expressive Bedeutungskomponente aufweisen. no´z˙ ! noz˙yk ‚(kleines) Messer’. s!oneczko ‚Sonne’.160 2.’ Einige der auf nichtbelebte Dinge bezogenen Substantive haben ausschließlich expressive Funktion. Es handelt sich ausschließlich um Gegenstände. kotek ‚kleiner Kater’. Substantive Deminutiva und Hypokoristika ‚kroczek’ 128 Nur ein ganz kleiner Teil der Deminutiva bezeichnet in neutraler Weise kleine Gegenstände ohne jegliche emotionale Markierung. sz. grosz ! grosik ‚Groschen’ (mit der Alternation sz : s´). ‚Es ist doch richtig.U. drzewo ! drzewko ‚Bäumchen’. Feminine Substantive werden mit Hilfe des Suffix -ka und neutrale mit -ko gebildet.’ Kupi!am bardzo pie±kny p!aszczyk. mostek ‚Steg’ . z˙ (rz) oder c auslauten. zupa ! zupka ‚Suppe’. g!owa ! g!o´wka ‚Köpfchen’. sondern kann u. Ihr Funktionsbereich ist nicht klar voneinander abgegrenzt. die allgemeine Stimmung des Sprechers wie gute Laune anzeigen. ‚Ich habe mir einen richtig schönen Mantel gekauft. aparat ! aparacik ‚kleiner Apparat’. talerz ! talerzyk ‚Kuchenteller’. klucz ! kluczyk ‚(kleiner) Schlüssel’.

g. obcas ! obcasik ‚kleiner Absatz’ vs. kommt es immer zu Veränderungen des auslautenden Konsonanten. -ca. las ! lasek ‚kleiner Wald’ vs. -iciel. krok ! kroczek ‚(kleiner) Schritt’. ch oder – wenn ein Vokal vorausgeht – auf r auslauten. piero´g ! pieroz˙ek ‚Pirogge’. noga ! no´z˙ka ‚Beinchen’.2. denn viele dieser Ausdrücke werden spontan für bestimmte Zwecke gebildet. -ista und zum anderen für Abstrakta. o : o´. g. s´piewak ! s´piewaczka ‚kleiner Sänger’. mucha ! muszka ‚kleine Fliege’. ogon ! ogonek ‚Schwänzchen’ In den Stämmen. Wenn ein Deminutivum von einem Abstraktum gebildet wird.2.h. auch wenn nicht alle Lexeme ihre Bildung zulassen. ch. Dies gilt zum einen für Ausdrücke auf -ec. telewizor ! telewizorek ‚(kleiner) Fernseher’. orzech ! orzeszek ‚(kleine) Nuss’. So treten die Suffixe -ik und -ek bisweilen bei völlig analog strukturierten Stämmen auf. wird die Variante -(rz)yk gebraucht. Daher kann man sagen. teatr ! teatrzyk ‚kleines Theater’.U. Substantivische Wortbildungsformationen 161 Das Formativ -ek bildet Deminutiva von Substantiven. sa!ata ‚Salat (Pflanze)’ – sa!atka ‚Gemüsesalat’. sie treten auch in anderen Wortbildungskategorien auf. wa± s ! wa±sik ‚kleiner Schnurrbart’. d. wiatr ! wietrzyk ‚Windhauch’ (auch wiaterek) Bezüglich der Verbindbarkeit mit anderen Stämmen lassen sich kaum Regeln formulieren. Nicht zu den Deminutiva gehören: m!ynek ‚Kaffeemühle’. cukierek ‚Bonbon’ Es ist zu beachten. g : z˙. semantisch sehr weit auseinander entwickelt haben. ser ! serek ‚Käse’ Wenn vor dem r ein anderer Konsonant steht. die sich mit -ik verbinden. die auf die Konsonanten k. nos ! nosek ‚Näschen’. ko!o ! ko´!ko/ko´!eczko ‚kleiner Ring’ Nicht alle Deminutiva und Koseformen sind in den Wörterbüchern verzeichnet. dass sich die einander ähnlichen Lexeme u. pisanie ! pisanko ‚albernes Geschreibe’ Die Suffixe. Bei Ausdrücken mit den Suffixen -ka und -ko kommt es zu folgenden Alternationen: k : cz. sind polyfunktional. die der Funktion der Bildung von Verkleinerungsformen dienen. teoria ! teoryjka ‚lächerliche Theorie’. Das Suffix -ek hingegen bewirkt solche Veränderungen nur bei den Velaren k. z˙elazo ‚Eisen’ – z˙elazko ‚Bügeleisen’ . entstehen Formationen mit stark ironischer oder scherzhafter Färbung. ch : sz. dass Deminutiva recht regulär zu bilden sind. robota ! robo´tka ‚kleine Arbeit’.

domeczek ‚Häuschen’. czerwone domisko ‚rotes Riesenhaus’. Unter den erweiterten Suffixen ist das Formativ -a±tko auf die Bezeichnung von jungen Lebewesen einer Klasse spezialisiert. sie werden oft spontan gebildet. -ulo. Augmentativa werden im Wesentlichen durch die Formative -isko (-ysko) oder -id!o (-yd!o) gebildet. Augmentativa und Pejorativa ‚domisko’ 129 Im Gegensatz zu den Formationen der Deminutiva und Hypokoristika sind die Augmentativa (Vergrößerungsformen) niemals neutrale Bezeichnungen. -cio. Bogus!aw ! Bogus´. -unia. kwiatuszek ‚Blümchen’. -ula. palto ! palcisko ‚Riesenmantel’ Dabei kommt es zum Wechsel im Genus. die in drei Genera realisiert werden. -uszek verwendet. -iczek. lampeczka ‚Lämpchen’. die eine Beziehung des Widerwillens oder der Verachtung im Hinblick auf die Entität ausdrückt. -is´. -unio.h. Henryk ! Henrys´. Typ ‚domisko’ 130 Das Formativ -isko (-ysko) bildet Augmentativa von Substantiven aller drei Genera. Tieren und konkreten Gegenständen. die kongruierenden Elemente stehen im Neutrum. czarne palcisko ‚schwarzer Riesenmantel’ Zu den Ausgangslexemen zählen Bezeichnungen von Personen. Das Formativ -isko tritt nicht an abstrakte Lexeme und an Deminutiva. Dafür werden die Suffixe -eczek. Anna ! Anusia/Anula. Die Formationen haben meist einen wenig stabilen Charakter. poczciwy . dziadek ! dziadunio Die Verwendung dieser Koseformen ist durch die menschliche Nähe zum Angesprochenen bestimmt. d. ro´z˙yczka ‚Röslein’. -cia. ko´!eczko ‚kleiner Ring’. dom ! domisko ‚Riesenhaus’. kurcza±tko ‚Küken’. serduszko ‚kleines Herz’ Diese Ausdrücke haben eine ständige oder kontextabhängige hypokoristische Funktion. paczuszka ‚Päckchen’. weshalb man sie bisweilen nicht im Wörterbuch findet.h. Sie bezeichnen große Entitäten einer Kategorie. die Hypokoristika von Eigennamen und Verwandtschaftsbezeichnungen bilden. wobei immer eine negative expressive Färbung vorliegt. Substantive Durch den Verlust der deminutiven Bedeutung in vielen Lexemen bilden sich sekundäre Verkleinerungen. In bestimmten Kontexten. kochany ‚geliebter’. Diese Formative treten in verschiedenen Genera auf und bewirken meist eine Kürzung des Stamms: -us´.162 2. lwia±tko ‚Junglöwe’ Sehr reich ist der Bestand an Formativen. d. babka ! babcia/babunia/babusia. pokoiczek ‚winziges Zimmer’. vor allem in Verbindung mit den Adjektiven dobry ‚guter’.

cie±z˙aro´wka ! cie±z˙aro´wa ‚Riesen-LKW’ Dieses Ableitungsverfahren kann von Alternationen des Auslauts auf -ch begleitet sein. weitschweifige Filme oder Bücher angewendet. dass es Augmentativa von Bezeichnungen für literarische Werke und andere Kunstwerke bildet. Typ ‚filmid!o’ Das Formativ -id!o (-yd!o) ist durch die Spezialisierung gekennzeichnet. ciastko ! ciacho ‚leckerer riesiger Kuchen’. dobre psisko ‚braver Hund’.B. Andere Typen Augmentativa werden auch mit Hilfe anderer Formationen gebildet. Das Anfügen des Suffixes -id!o kann Alternationen im Stamm bewirken. Substantivische Wortbildungsformationen 163 ‚lieber’ u. wiersz ! wierszyd!o ‚erbärmliches Gedicht’ Das einzige Lexem.ä. sondern seine allgemeine Einstellung zur Wirklichkeit als nonchalant oder als herablassend markiert. filmid!o ‚lausiger Film’. Die Formationen mit -id!o bringen eine negative Beurteilung durch den Sprecher. besonders unter der städtischen Jugend sehr verbreitet. sztuka ! sztuczyd!o ‚Machwerk’. Dieser Derivationstyp ist in der Umgangssprache. die nicht nur die Beziehung des Sprechers zum versprachlichten Gegenstand ausdrückt. kie!basa ! kie!bacha ‚Riesenwurst’ Diese Formationen haben insofern einen spezifischen Charakter. powies´c´ ! powies´cid!o ‚Schundroman’. sondern von einem Verb abgeleitet ist. szpilka ! szpila ‚große Nadel’.2. als in ihnen neben der augmentativen Bedeutung eine besondere Färbung vorliegt. Sie enthalten das semantische Element einer gewissen Nachsicht. Nur wenige haben sich fest im Wortschatz des Polnischen als scherzhafte Ausdrücke etabliert wie z. ciacho ‚leckerer riesiger Kuchen’.2. Viele dieser Ausdrücke gelten als vulgär. 132 131 . kochane ch!opaczysko ‚geliebter Lausbengel’. Meist handelt es sich um einzelne Ausdrücke aus diesem Bereich. Zum einen durch die Nullsuffigierung. das nicht von einem Substantiv. poczciwe kobiecisko ‚nette Frau’ In den Stämmen der mit -isko affigierten Substantive kommt es zu Alternationen. verlieren die Augmentativa ihre negative Färbung und stellen ein Signal für die positive Einstellung des Sprechers dar. seine ablehnende Haltung gegenüber dem versprachlichten Gegenstand zum Ausdruck. Meist werden sie auf langatmige. stellt czytad!o ‚Buch aus der Unterhaltungsliteratur’ dar..

also keine neuen Bedeutungskomponenten hinzukommen. mi!a kobiecina ‚nette kleine Frau’ Die Bildung der entsprechenden Formationen ist mit lautlichen Alternationen verbunden. urze±dnik ! urze±dniczyna ‚kleiner mieser Beamter’. haben dagegen eine scherzhafte oder ironische Färbung. der Geringschätzung oder gar der Verachtung entsteht. Es bildet Derivate mit folgender Bedeutung: Eine Person oder ein Gegenstand werden hinsichtlich ihrer bzw. die die Bedeutung des adjektivischen Stammes verstärken. g!upi urze±dniczyna ‚blöder Beamter’. seiner Gewöhnlichkeit oder Minderwertigkeit bewertet. So gehören nur diejenigen Derivate von Adjektiven den Pejorativa an. wodurch die Färbung des Mitleids. niedba!y ! niedbaluch ‚schlampiger Kerl’ Die Adjektive. die eine neutral bewertete Eigenschaft ausdrücken. z. Es gilt: maskulin-personale Substantive behalten dieses Genus. Eines der häufigsten Formative ist das Suffix -ina (-yna). ma!y ! maluch ‚Kleiner (Fiat 126)’. die sämtlich das neutrale Genus aufweisen.164 2. ch!opak ! ch!opczyna ‚armer kleiner Junge’. szefica ‚Bossin’ oder -al bei nos ! nochal ‚Zinken’ (Nase) Einige dieser Ausdrücke haben einen scherzhaften Charakter. die eine im Allgemeinen als negativ bewertete Eigenschaft ausdrücken. Als Stamm dienen Substantive aller drei Genera. straszna mies´cina ‚schreckliches Kaff’. als auch auf die Art der Expressivität eine eigene Gruppe dar. aktorzyca ‚Schmierenschauspielerin’. Expressive deadjektivische Bildungen ‚maluch’ 134 Die deadjektivischen Derivate stellen sowohl in Bezug auf den Wortbildungstyp. Es sind im Prinzip attributive Formationen. Substantive Pejorativa ‚kobiecina’ 133 Die übrigen Vertreter dieser Wortbildungkategorie bilden Lexeme mit unterschiedlichen Typen der negativen Bewertung (Pejorativa). kobieta ! kobiecina ‚arme kleine Frau’ Im Gegensatz zu den Formationen auf -isko. haben die Formationen dieses Typs kein einheitliches Genus.B. miasto ! mies´ c ina ‚elendes Nest’. Die Ausdrücke mit pejorativer Bedeutungskomponente können Suffixe mit geringer Produktivität enthalten. alle anderen sind feminin. wodurch die Markierung mehr oder weniger im Rahmen der Ausgangsbedeutung verbleibt. porza±dny ! porza±dnis´ ‚ordnungsliebender Mensch’ . -ica (-yca) bei Nomina feminativa.

Krysia ! Krysia±tko Das Formativ -a±tko verbindet sich hauptsächlich mit den Stämmen von Substantiven. t!usty ! t!us´cioch/t!us´ciocha ‚Fettwanst’. tygrys ! tygrysia±tko ‚Tigerjunges’ Diese Formationen sind nicht emotional neutral. ciele± ! ciela±tko ‚Kalb’.2. lew ! lwia±tko ‚Löwenjunges’. dziki ! dzikus ‚Wilder’. Bildungen dieses Typs gehören heute eher in den Bereich der Schriftsprache. also Adjektive. chytry ! chytrus ‚Geizkragen’. -t. die nicht von Substantiven abgleitet sind. -ocha) verbinden sich mit Stämmen auf -!-. grubaska ‚dicke Frau’ Bezeichnungen von jungen Lebewesen ‚s!onia±tko’ Die Bezeichnungen von jungen Lebewesen des Typs s!onia±tko ‚Elefantenkind’ werden unter der Rubrik der Nomina expressiva behandelt. niedba!y ! niedbaluch/niedbalucha ‚schlampiger Kerl/Schlampe’ Die Formationen auf -is´ haben eine eher ironische und diejenigen auf -uch und -och eine verächtliche Färbung. jagnie± ! jagnia±tko ‚Lamm’ Im heutigen Polnischen ist der Typ auf -e± jedoch nicht mehr produktiv. stary ! staruch/starucha ‚alter Knacker/alte Schachtel’. uparty ! uparciuch/uparciucha ‚sturer Kopf’.a. gruby ! grubas ‚dicker Kerl’ Die entsprechenden femininen Lexeme werden mit Hilfe des Suffixes -ka gebildet.u. dowcipny ! dowcipnis´ ‚Witzbold’ Die Suffixe -uch und -och (-ucha. 135 . chytruska ‚Geizkragen (Frau)’. da ihr Formativ -a±tko auch gleichzeitig Hypokoristika von weiblichen Vornamen bildet. Es handelt sich ursprünglich um deminutive Ableitungen von Bezeichnungen für Jungtiere auf -e±. In diesem Zusammenhang beginnen sie auch die hypokoristische Komponente abzubauen. pie±kny ! pie±knis´ ‚Schönling’.2. prosie± ! prosia±tko ‚Ferkel’. Substantivische Wortbildungsformationen 165 Als Wortbildungsbasis fungieren Qualitätsadjektive. Zosia ! Zosia±tko. Das Suffix -is´ ist das Pendant zum weiblichen Suffix -isia und wird von Adjektiven auf -ny gebildet. die Tiere bezeichnen und bildet aus ihnen Bezeichnungen für die entsprechenden Jungtiere. Die Formative -us und -as treten auch in verschiedenen deadjektivischen Derivaten auf. s!on´ ! s!onia±tko ‚Elefantenkind’. während sich in der Umgangssprache die Bildungen auf -a±tko durchsetzen. denn sie sind immer mit dem Ausdruck einer gewissen Zärtlichkeit verbunden. -r-.

podsekretarz ‚Untersekretär’. Präfigierte Substantive ‚nadinspektor’ 136 (rzeczowniki prefiksalne) Die Präfigierung von Substantiven ist im Polnischen sehr selten. benennen sie eine höhere Position in der Hierarchie. Eigenschaften usw. wiceminister ‚Vizeminister’ Weniger häufig trifft man Formationen mit dem Präfix przed-. podinspektor ‚Unterinspektor’. Substantive In der Gruppe der Bezeichnungen für junge Lebewesen gibt es einige umgangssprachliche Bildungen auf -ak oder -ek. nie!ad ‚Unordnung’. das eine niedrigere Position in der Hierarchie oder eine Unterordnung bezeichnet.tritt in zwei Formationstypen auf.2. nadprodukcja ‚Überproduktion’. nieprzyjaciel ‚Feind’ In ähnlicher Funktion treten Präfixe fremder Abstammung auf wie anty. nadcis´ n ienie ‚Überdruck’.166 2. kociak ‚Kätzchen’. Das Lexem bleibt ein Ausdruck für Handlungen.12. Fügt man an ein Substantiv ein Präfix an. so ändert sich nichts an der Zugehörigkeit des Ausgangslexems zu einer semantischen Klasse.oder kontr-.auf. les´niczy ! nadles´niczy ‚Oberförster’. psiak ‚Hündchen’ 2. cielak ‚Kalb’. kontratak ‚Gegenangriff’.und super. antypowies´c´ ‚Antiroman’. superforteca ‚fliegende Festung’ Das Antonym zu nad. wieprzak/wieprzek ‚Ferkel’. nadwaga ‚Übergewicht’ In der gleichen Funktion treten die entlehnten Präfixe arcy. Sie kommen meist bei Lehnwörtern vor. wicedyrektor ‚Vizedirektor’. podtyp ‚Untertyp’ Eine ähnliche Funktion erfüllt das entlehnte Präfix wice-. arcydzie!o ‚Meisterwerk’. podzbio´ r ‚Untermenge’. kontrnatarcie ‚Gegenangriff’ Das Formativ nad. przedbieg ‚Vorlauf’ . In der letzten Zeit sind unter dem Einfluss anderer Sprachen einige neue Präfixe hinzugekommen.ist das Präfix pod-. Das häufigste Präfix mit dieser Funktion ist nie-. Das Präfix modifiziert nur die Bedeutung des Stamms. In Verbindung mit Substantiven. die Ausführende bestimmter Berufe bezeichnen. das auf das Fehlen oder das Gegenteil des im Stamm Genannten hinweist. inspektor ! nadinspektor ‚Oberinspektor’ In abstrakten Substantiven wird die Überschreitung einer gewissen Norm hinsichtlich des durch das Ausgangssubstantiv ausgedrückten Zustands bezeichnet.

Das entscheidende Merkmal der Komposita ist das Vorhandensein von zwei Wurzeln. da hier ganz andere Wortbildungsverfahren vorliegen als in den vorher genannten Kategorien. bezdroz˙e ‚unwegsame Gegend’. 138 137 . dass das genannte Merkmal gemeinsam mit einem anderen auftritt. das das Nichtausreichen oder den geringen Grad des Genannten bezeichnet. Wir unterscheiden zwei Grundtypen von Komposita: a) auf syntaktischen Verbindungen beruhende. przedwios´ n ie ‚Vorfrühling’. die durch die in der Präpositionalphrase genannten Merkmale charakterisiert werden. vor allem im Bereich der Fachterminologie. Formative dieser Gruppe sind -ek. -ka oder -e. Sie werden gesondert behandelt. niedorozwo´j ‚Unterentwicklung’. die zum Teil noch nicht in die Gesamtsprache eingedrungen sind und sich nur im Usus gefestigt haben. nadburcie ‚Schanzkleid um das Schiffsdeck’. pod g!owa± ! podg!o´wek ‚Keilkissen’. bez ludzi ! bezludzie ‚Einöde’. b) eigentliche Komposita. -nik.2. gehören im Hinblick auf die strukturelle Bedeutung zu den unter 74 bis 136 aufgeführten Wortbildungskategorien. naroz˙nik ‚Eckhaus’. Somit zählen sie zu den Nomina attributiva. deren Wortbildungsstamm durch die Verbindung zwischen einer Präposition und einem Substantiv entsteht. a) Syntaktische Komposita (rzeczowniki pochodne od wyraz˙en´ syntaktycznych) Es handelt sich um Formationen. Die Komposition erfreut sich im heutigen Polnischen großer Produktivität. unterscheiden sich jedoch in ihrer Semantik. podgo´ r ze ‚Vorgebirgsland’.vor.13.2. niedowaga ‚Untergewicht’ Zu den recht produktiven Formativen zählt das Präfix wspo´!-. die auf dem Wege der Komposition entstehen. Deshalb sind bei weitem nicht alle Komposita in den Wörterbüchern verzeichnet. Komposita (rzeczowniki z!oz˙one) Wortbildungsformationen. da die Bedeutung des Stamms sehr stark verändert wird. wspo´!mieszkaniec ‚Mitbewohner’ 2. Sie bezeichnen Gegenstände. Es versprachlicht.2. Als Basis für diese Formationen können Phrasen mit verschiedenen Präpositionen und Substantiven auftreten. wspo´!autor ‚Koautor’. Substantivische Wortbildungsformationen 167 Eine weitere semantische Spezialisierung liegt in dem Formativ niedo. na ramieniu ! naramiennik ‚Achselklappe’ Unter formalen Gesichtspunkten nähern sie sich den präfigierten Substantiven an. Der große Benennungsbedarf führt zur Abkehr von traditionellen Kompositionsmustern und zur Entstehung immer neuer Formationen.

d!ugopis ‚Kugelschreiber’ Das zweite Glied verweist auf die Handlung.oder ein Substantivstamm. Die Wortbildungsbasis des zweiten Gliedes des Kompositums ist entweder ein Verbal. . Neben diesem Morphem tritt gleichzeitig die Nullaffigierung oder ein weiteres Suffix auf. krwiodawca ‚Blutspender’. die als solche auch selbständig vorkommen kann. Bisweilen tritt als zweites Glied eine Form auf. Adverben oder Numeralia auftreten. krwiodawca ‚Blutspender’ um Nomina obiecti drzeworyt ‚Holzschnitt’ oder um Nomina actionis. b) Eigentliche Komposita 139 Formationen dieser Art beruhen auf zwei autosemantischen Stämmen. die durch die Person oder den Gegenstand. Diese beiden Elemente werden mit dem Interfix -o. zarzecze ‚Land jenseits des Flusses’ Diese Ausdrücke gehören zum allen funktionalen Stilen gemeinsamen Wortschatz des Polnischen. den das Kompositum bezeichnet. mro´wkojad ‚Ameisenbär.168 2.miteinander verbunden. winobranie ‚Weinlese’ Unter semantischen Gesichtspunkten handelt es sich um belebte und unbelebte Nomina agentis. drogowskaz ‚Wegweiser’. winobranie ‚Weinlese’ Typ ‚d!ugopis’ Adverbialstamm + o + Verbalstamm 141 Dieser Typ bildet meist Nomina agentis oder Nomina instrumenti. dalekowidz ‚Weitsichtiger’. Das erste Glied ist eine nähere Bestimmung dieser Handlung. Abweichungen von der Grundstruktur sind relativ selten. piorunochron ‚Blitzableiter’. im ersten Glied können auch Stämme anderer Wortarten wie Adjektive. Substantive mie±dzywojnie ‚Zeit zwischen den Weltkriegen’. ausgeführt wird. Typ ‚mro´wkojad’ Substantivstamm + o + Verbalstamm 140 In den Formationen dieses Typs verweist das zweite Glied auf eine Handlung und das erste auf das Objekt dieser Handlung. Aus der Beziehung beider Glieder zueinander ergibt sich die strukturelle Bedeutung. Dieser Typ ist nicht besonders produktiv.

denn die beiden Glieder werden nicht durch das Interfix -o. einen Gegenstand oder einen Begriff. in denen das erste Glied das zweite näher bestimmt: ksie±gozbio´r ‚Büchersammlung’. Typ ‚dziesie±ciolecie’ Numeralstamm + o + Substantivstamm In diesen Formationen ist das erste Glied ein Numerale – Kardinale. Ordinale oder Kollektivum. Substantivische Wortbildungsformationen 169 Typ ‚dusigrosz’ Verbalstamm + o + Substantivstamm Dieser Kompositionstyp ist heute nur schwach produktiv. Dieser Effekt entsteht durch die Charakterisierung einer Person.2. in denen beide Glieder gleichberechtigt sind. die zu den Nomina attributiva zählen.verbunden. bawidamek ‚Salonlöwe’ Von den anderen Komposita weicht dieser Typ in formaler Hinsicht ab. cudzoziemiec ‚Ausländer’ b) Formationen. czarnoziem ‚Schwarzerde’. sondern durch -i-/-y-.2. dusigrosz ‚Geizhals’. czworono´g ‚Vierbeiner’ 145 144 143 142 . dziesie±ciolecie ‚Jahrzehnt/zehnjähriges Jubiläum’. seltener eines Gegenstandes auf der Grundlage der Neigung zu der im ersten Glied genannten Tätigkeit. Die Mehrheit der Lexeme dieser Gruppe gehört zu den expressiven Ausdrücken und weist eine scherzhafte Färbung auf. Typ ‚meblos´cianka’ Substantivstamm + o + Substantivstamm Im Hinblick auf die Beziehung zwischen den beteiligten Gliedern lassen sich zwei Typen unterscheiden. als auch bloße Stämme wie czarno-ziem enthalten. Typ ‚cudzoziemiec’ Adjektivstamm + o + Substantivstamm Bei den Komposita dieses Typs kann man zwei Grundtypen feststellen: a) Formationen. Dieses bestimmt das zweite Glied näher oder bezeichnet mit ihm zusammen den Träger eines bestimmten Merkmals. Hier bezeichnet das zweite Glied eine Person. die auf das im zweiten Glied genannte Objekt gerichtet ist. insbesondere in der Fachterminologie. gwiazdozbio´r ‚Sternbild’ Zum anderen solche. Zum einen solche. in denen beide Glieder gleichberechtigt nebeneinander stehen: meblos´cianka ‚Wandschrank/Schrankwand’ Beide Typen sind heute recht produktiv. ca!okszta!t ‚Gesamtgestalt’ Das zweite Glied kann sowohl eine potenziell selbstständige Einheit wie ca!o-kszta!t. die durch das erste Glied näher bestimmt werden.

die ihre Aussprache erleichtern.170 2. Substantive In den Formationen mit Numeralia tritt nicht immer das Interfix -o. 2. Buchstabentyp ‚ONZ’ 148 Die Buchstabentypen (literowce) sind charakterisiert durch die Aussprache jedes einzelnen Buchstabens entsprechend der Buchstabenlautung im Alphabet. c´wierc´fina! ‚Viertelfinale’ Einige Numeralia haben die Form des Genitivs oder eine spezifische Form. po´!etat ‚halbe Planstelle’. die bei der Deklination des Kompositums mitflektiert: Bia!ystok – do Bia!egostoku ‚nach Bia!ystok’ oder nicht mitflektiert: Wielkanoc – od Wielkanocy ‚seit Ostern’. dwuszereg ‚Zweierreihe’. Abkürzungen 147 Als Abkürzungen (skro´towce) werden Lexeme bezeichnet.14. UW Uniwersytet Warszawski Ausdrücke dieser Art.auf. aus deren Anfangsbuchstaben oder -silben neue zusammengesetzte Ausdrücke entstanden sind. die Institutionen bezeichnen. Nach diesen Modifikationen können wir die Abkürzungen unterteilen. tro´jskok ‚Dreisprung’ Typ ‚Wielkanoc’ Zusammenrückung (zrost) 146 Zu den Zusammenrückungen zählen Substantive. In einem heute sehr produktiven Typ entsteht die Formation durch die alleinige Kombination der beiden Glieder. Die Zusammenrückung ist von einer syntaktischen Fügung durch den Akzent zu unterscheiden. sind im heutigen Polnisch recht häufig. Das erste Glied enthält eine auf die syntaktische Beziehung hinweisende Flexionsendung. stulecie ‚Jahrhundert/Hundertjahrfeier’. Bia!ystok – bia!y stok ‚weißer Abhang’ Die Zusammenrückung ist im heutigen Polnisch nicht produktiv. die aus der Verkürzung einzelner Ausdrücke entstanden sind.2. In der mündlichen Rede unterliegen die Abkürzungen bestimmten Modifikationen. ONZ [o™nz™t] Organizacja Narodo´w Zjednoczonych ‚Die Vereinten Nationen’ PKS [p™kÅ™s] Pan´stwowa Komunikacja Samochodowa ‚Staatlicher Busverkehr’ BMW [b™™mvu] ‚BMW’ . die keine formalen Kompositionsmittel aufweisen.

2. z!oz˙eniowce) befinden sich die Anfangssilben der Lexeme. da sich unter den Buchstaben immer ein Vokal befindet.3. Die Einteilung in verschiedene Klassen ergibt sich aus dem Vergleich der Paradigmen.und dem Lauttyp dar (skro´towce mieszane). die die Entität bezeichnen. Dies ist möglich. der ein Substantiv in verschiedenen syntaktischen Umgebungen unterliegt. Deklinationen 171 Lauttyp ‚PAN’ In diesen Abkürzungen werden die einzelnen Buchstaben nicht entsprechend der Nennform im Alphabet ausgesprochen. Die Flektionsformen der Substantive hängen von ihrer Zugehörigkeit zu den einzelnen Deklinationsklassen ab. Deklinationen Unter Deklination (deklinacja) verstehen wir die formale Veränderung. Wir unterscheiden sieben Kasus: Nominativ (Mianownik) Genitiv (Dope!niacz) Dativ (Celownik) Akkusativ (Biernik) Instrumental (Narze˛dnik) Präpositiv (Miejscownik) Vokativ (Wo!acz) Beim Numerus stehen sich Singular (liczba pojedyncza) und Plural (liczba mnoga) gegenüber. der Gesamtheit der Flektionsformen eines Substantivs. sondern als Lautverbindung wie bei einem gewöhnlichen Lexem (g!oskowce).h. PAN [pÅn] Polska Akademia Nauk ‚Polnische Akademie der Wissenschaften’ GUS [gus] G!o´wny Urza±d Statystyczny ‚Zentralamt für Statistik’ NATO [nÅtC] ‚NATO’ Silbentyp ‚Pafawag’ In den Silbenabkürzungen (sylabowce. Die Substantive des Polnischen werden nach Kasus und Numerus flektiert.3. d. 152 151 150 149 . CPLiA [t‡s™p™l#jÅ] Centrala Przemys!u Ludowego i Artystycznego ‚Verband des Kunsthandwerks’ 2. Pafawag [pÅfÅvÅk] Pan´stwowa Fabryka Wagono´w ‚Staatliche Waggonfabrik’ Mischtyp ‚CPLiA’ Dieser Typ stellt eine Kombination aus dem Buchstaben.

von denen die erste mit einem Rahmen versehen als ein regelmäßiges typisches Paradigma anzusehen ist. Dazu zählen sz. häufigen und regelmäßigen Paradigmen genannt. während andere ganz unterschiedliche Formen haben.172 2. Schraffiert werden Formen. Eine Tabelle enthält immer mehrere Vokabeln. worek ‚Sack’ Mit historisch palatalisiert ist gemeint. sehr seltene werden später eigens als solche aufgeführt.B. In Relation dazu lassen sich die Deklinationsklassen in einander ähnliche und in einander völlig verschiedene einteilen. das sich nur in einem Kasus unterscheidet.B. Am oberen Ende sind die Klassen mit maximal verschiedenenen Paradigmen und am unteren diejenigen mit einem Paradigma. Die Deklinationsklasse hängt mit dem Genus des Substantivs zusammen. . Es gibt drei Stammauslauttypen: • Stammauslaut auf nichtpalatalen Konsonanten. Substantive Dabei ist zu sehen.B. von vielen Klassen lässt sich eindeutig auf das Genus schließen. cz. dass sich diese Stämme morphologisch genauso verhalten wie die palatalen. In dieser Grammatik gehen wir von folgender Ordnung aus: Substantiv feminin neutral nicht-feminin maskulin maskulin-personal maskulin-nichtpersonal nichtpersonal-unbelebt nichtpersonal-belebt Neben der ausschlaggebenden Zuordnung in die Deklinationsklassen nach dem syntaktischsemantisch definierten Genus wirken phonologische Gesichtspunkte bei der Auswahl der Form der jeweiligen Endung. aber nicht umgekehrt. Bei der Darstellung der Deklinationsklassen werden zu Beginn die typischen. so´l ‚Salz’ • Stammauslaut auf g. dass manche Klassen sich in vielen Kasus-Numerusformen decken. durch die sich die einzelnen Klassen unterscheiden. dz. ge±s´ ‚Gans’. k. unproduktive bzw. z. weil sie früher einmal palatalisiert waren. c. z. auf die der Lerner besonders achten sollte. z˙. erhalten wir eine Hierarchie. dz˙ und l. z. rzecz ‚Sache’. Wenn wir die Anzahl der Kasus ansehen. kot ‚Kater’ • Stammauslaut auf palatelen oder historisch palatalisierten Konsonanten.

1. Deklinationen 173 Vokabel 1 Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ Vokabel 2 Vokabel 3 2.3. Deklination der femininen Substantive (odmiana rzeczowniko´w z˙enskich) Anders als das maskuline Genus zeigt das feminine keine semantisch-syntaktisch bestimmte Deklinationsklassenbildung.2.3. nichtpalatalen Konsonanten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. Wir unterscheiden lediglich drei formale Typen an femininen Deklinationsklassen: • mit der Endung -a im Nominativ Singular • mit der Endung -i im Nominativ Singular (Einzelfälle) • mit der Endung -Ø im Nominativ Singular a) Feminine Substantive auf -a (‚barwa’) Wie bei den anderen Genera nimmt ein Stamm unterschiedliche Endungen an in Abhängigkeit davon. barwa barwy barwie barwe± barwa± barwie Farbe g!owa g!owy ´g!owie g!owe± g!owa± g!owie Kopf tas´ma tas´my tas´mie tas´me± tas´ma± tas´mie Band baza bazy bazie baze± baza± bazie Base klasa klasy klasie klase± klasa± klasie Klasse !za !zy !zie !ze± !za± !zie Träne 154 153 . Auslaut auf nichtpalatalisierten bzw. ob der Auslaut palatalisiert ist oder nicht.

tas´ma – tas´mie n : ni. baza – bazie . kobieta kobiety kobiecie kobiete± kobiecie kobieto! Frau kole±da kole±dy kole±dzie kole±de± kole±da± kole±dzie kole±do! Weihnachtslied pszczo!a pszczo!y pszczole pszczo!e± pszczo!a± pszczole pszczo!o! Biene ko!dra ko!dry ko!drze ko!dre± ko!dra± ko!drze ko!dro! Bettdecke zmiana zmiany zmianie zmiane± zmiana± zmianie zmiano! Veränderung Instrumental kobieta± Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ kobiety kobiet kobietom kobiety kobietach kobiety! kole±dy kole±d kole±dom kole±dy kole±dami kole±dach kole±dy! pszczo!y pszczo´! pszczo!om pszczo!y pszczo!ami pszczo!ach pszczo!y! ko!dry ko!der ko!drom ko!dry ko!drami ko!drach ko!dry! zmiany zmian zmianom zmiany zmianami zmianach zmiany! Instrumental kobietami Im Dativ und im Präpositiv Singular kommt es zu einer Reihe von konsonantischen Alternationen. Substantive Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv barwy barw barwom barwy barwami barwach g!owy g!o´w g!owom g!owy g!owami g!owach tas´my tas´m tas´mom tas´my tas´mami tas´mach bazy baz bazom bazy bazami bazach klasy klas klasom klasy klasami klasach !zy !ez !zom !zy !zami !zach Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ dt.174 2. sondern in orthografischer Schreibung angeführt. zmiana – zmianie s : si. klasa – klasie z : zi. • • • • m : mi. Diese werden aus Gründen der Anschaulichkeit nicht in phonetischer oder phonologischer.

ulica ulicy ulicy ulice± ulica± ulicy Straße te±cza te±czy te±czy te±cze± te±cza± te±czy Regenbogen cisza ciszy ciszy cisze± cisza± ciszy Stille wiez˙a wiez˙y wiez˙y wiez˙e± wiez˙a± wiez˙y Turm fala fali fali fale± fala± fali Welle . bieda – biedzie ! : l. kobieta – kobiecie d : dzi. apteka – aptece g : dz. !za – !ez. pszczo!a – pszczole r : rz. ko!dra – ko!der Substantive auf -g und -k Sie haben im Genitiv Singular sowie im Nominativ und Akkusativ Plural statt eines -y ein -i. g!owa – g!o´w.2. g!owa – g!owie t : ci. noga – no´g • e : Ø. mucha – musze Außerdem gibt es Vokalalternationen: • o : o´. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. Deklinationen 175 • • • • • • • • w : wi. ko!dra – ko!drze k : c. apteka apteki aptece apteke± apteka± aptece Apotheke noga nogi nodze noge± noga± nodze Bein/Fuß 156 155 Plural apteki aptek aptekom apteki aptekami aptekach nogi no´g nogom nogi nogami nogach Auslaut auf historisch palatalen Konsonanten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. noga – nodze ch : sz.3.

Nur nach -l tritt die Endung -i auf. -sz. -z˙ (=%rz) die Endung -y. -cz. Substantive Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv ulice ulic ulicom ulice ulicami ulicach te±cze te±cz te±czom te±cze te±czami te±czach wiez˙e wiez˙ wiez˙om wiez˙e wiez˙ami wiez˙ach fale fal falom fale falami falach In dieser Deklinationssubklasse kommt es zu keinen Alternationen. chwila – chwili ‚Moment’. ziemia ziemi ziemi zimie± ziemi ziemio! Erde armia armii armii armie± armia± armii armio! Armee lekcja lekcji lekcji lekcje± lekcja± lekcji lekcjo! Lektion Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ ziemie ziem ziemiom ziemie ziemiach ziemie! armie armii armiom armie armiami armiach armie! lekcje lekcji lekcjom lekcje lekcjami lekcjach lekcje! szyje szyj szyjom szyje szyjami szyjach szyje! ciocie cioc´ ciociom ciocie ciociami ciociach ciocie! szyja szyi szyi szyje± szyja± szyi szyjo! Hals ciocia cioci cioci ciocie± ciocia± cioci ciociu! Tante Instrumental ziemia± Instrumental ziemiami . fala – fali ‚Welle’. Im Genitiv und im Präpositiv Singular erscheint nach den Konsonanten -c.176 2. cebula – cebuli ‚Zwiebel’ 157 56 Auslaut auf palatalisierten Konsonanten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ dt.

bleibt die Schreibung mit j in allen Kasus erhalten. szyja – szyi ‚Hals’. Arabia – Arabii ‚Arabien’. armia – armii ‚Armee’.Statue’ Wenn der Laut j am Auslaut eines Stamms entlehnter Wörter nach den Konsonanten s. historia – historii ‚Geschichte’ b) Feminine Substantive auf -i (‚gospodyni’) Diese Klasse ist bei weitem nicht so verbreitet wie diejenige auf -a. Dania – Danii ‚Dänemark’.2. sesja – sesji ‚Sitzung’ Nach anderen Konsonanten wird der gleiche Halbvokal als i geschrieben. Deklinationen 177 Die Unterschiede der Formen im Genitiv. 159 . lekcja – lekcji ‚Lektion’.3. gospodyni gospodyni gospodyni gospodynie± gospodynia± gospodyni gospodyni! Gastgeberin pani pani pani pania± pania± pani pani Frau Plural gospodynie gospodyn´ gospodyniom gospodynie gospodyniami gospodyniach gospodynie! panie pan´ paniom panie paniami paniach panie! 158 c) Feminine Substantive auf -Ø (‚kolej’) Die weitaus meisten Vertreter dieser recht großen Klasse gehören zu den Stämmen mit Auslaut auf palatale Konsonanten. statua – statui . Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. Dativ und Präpositiv Singular sind hier eher orthografisch als real lautlich bedingt. Sie enthält nur eine Handvoll Substantive und das Personalpronomen pani. die sich nach Vokalen mit dem j verbindet. c und z auftritt. aleja – alei ‚Allee’ Ähnlich werden entlehnte Substantive wie idea ‚Idee’ flektiert: idea – idei ‚Idee’. Überall tritt hier die Endung des Lauts -i auf.

pore±cz pore±czy pore±czy pore±cz pore±cza± pore±czy – Lehne m!odziez˙ m!odziez˙y m!odziez˙y m!odziez˙ m!odziez˙a± m!odziez˙y m!odziez˙y! Jugend noc nocy nocy noc noca± nocy nocy! Nacht so´l soli soli so´l sola± soli – Salz .178 2. Substantive Auslaut auf palatalen Konsonanten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv dt. kolej kolei kolei kolej kolei Bahn d!on´ d!oni d!oni d!on´ d!onia± d!oni Handfläche ga!a±z´ ga!e˛zi ga!e±zi ga!a±z´ ga!e˛zia± ga!e±zi Ast Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv koleje kolei kolejom koleje kolejach d!onie d!oni d!oniom d!onie d!oniami d!oniach ga!±e±zie ga!e±zi ga!e±ziom ga!e±zie ga!e˛ziami ga!e±ziach nici nici niciom nici nic´mi niciach wsie wsi wsiom wsie wsiami wsiach nic´ nici nici nic´ nicia± nici Faden wies´ wsi wsi wies´ wsia± wsi Dorf Instrumental koleja± Instrumental kolejami Auslaut auf historisch palatalisierten Konsonanten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt.

-mi -ach -y. -i) Die überwiegende Mehrheit der femininen Substantive hat im Nominativ Singular die Endung -a. -i. -e Fett gedruckt sind die zentralen. ziemia ‚Erde’ Ca. Genitiv Singular -y. g!owa ‚Kopf’. -e -Ø. praca – pracy ‚Arbeit’. -y . diejenigen auf einen palatalen Konsonanten oder auf -l. -Ø. -i. -y -om -y. -e±. unabhängig von der Palatalität des Stammkonsonanten. -y. -i -e. Plural -y. -i. -i. g!owa – g!owy ‚Kopf’. noga – nogi ‚Bein’. fala – fali ‚Welle’. -i -y. -y. häufigsten Endungen. -e -ami. re±ka – re±ki ‚Hand’ . -i. Deklinationen 179 Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv pore±cze pore±czy pore±czom pore±cze pore±czami pore±czach noce nocy nocom noce nocami nocach sole soli solom sole solami solach 160 d) Übersicht zu den Endungen der regulären femininen Deklinationsklassen Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ -o.2. -i Substantive auf einen nicht palatalen oder historisch palatalisierten Auslaut nehmen die Endung -y. praca ‚Arbeit’. -k nehmen -i. Nominativ Singular -a (-Ø.3. -i. 20% aller femininen Substantive lauten hingegen auf einen palatalen oder historisch palatalisierten Konsonanten aus (Endung -Ø). -u. -Ø -a± -e. -g. ziemia – ziemi ‚Erde’.-i -o. -i ist auf einige wenige Einzelfälle beschränkt wie bogini ‚Göttin’.

-i Die Formen des Präpositivs fallen mit dem Dativ Singular zusammen. (-u. noc – noc ‚Nacht’. -y. re±ka – re±ka± ‚Hand’. -y. ciocia – cioci ‚Tante’. z˙ona – z˙ono! ‚Ehefrau’. te±cza – te±czy ‚Regenbogen’ Akkusativ Singular -e± (-Ø) Alle Substantive mit dem Nominativ Singular auf -a bzw. -i) Alle Substantive auf -a mit Ausnahme der Mehrheit der palatalen Stämme verfügen über die Vokativendung -o. das von Alternationen des Auslauts begleitet ist. wies´ – wies´ ‚Dorf’ Instrumental Singular -a± Alle Feminina ohne Ausnahme haben die Endung -a±. kobieta – kobiecie ‚Frau’. Substantive Dativ Singular -e. szosa – szosie ‚Chaussee’. noga – nodze ‚Bein’. -i weisen die Endung -e± auf. noga – nodze ‚Bein’ Bei den palatalen und historisch palatalisierten Stämmen ist die Endung identisch mit dem Genitiv Singular: erstere haben -i. ziemia – ziemio! ‚Erde’ Die Mehrheit der palatalen Stämme. -i Nichtpalatale Stämme haben das Morphem -e. also auch -Ø. ciocia – ciociu! ‚Tante’. -y. noc – noca± ‚Nacht’ Präpositiv Singular -e. zweitere -y. ciocia – cioci ‚Tante’. gospodyni – gospodynie± ‚Gastgeberin’ Bei den Substantiven auf -Ø ist der Akkusativ Singular gleich dem Nominativ. besonders die Koseformen von weiblichen Vornamen. dziewczyna – dziewczyno! ‚Mädchen’. mamusia – mamusiu! ‚Mutti’. kobieta – kobiecie ‚Frau’. haben statt dessen -u. szko!a – szko!e± ‚Schule’. te±cza – te±czy ‚Regenbogen’ Vokativ Singular -o.180 2. re±ka – re±ke± ‚Hand’. Kasia – Kasiu! ‚Kasia’. szosa – szosie ‚Chaussee’. matka – matko! ‚Mutter’. Marysia – Marysiu! ‚Marysia’ .

noc – nocy ‚Nächte’ Die Endung -i kommt außerdem bei palatalen Substantiven mit dem Suffix -nia und in einigen Lehnwörtern vor. pani – pani! ‚Frau’ Nominativ Plural -y. . g!owa – g!o´w ‚Köpfe’. cukiernia – cukierni ‚Konditoreien’. d!on´ – d!onie ‚Handflächen’. pralnia – pralni ‚Wäschereien’. ziemia – ziemie ‚Länder’. Substantive auf -i nehmen die Endung -i. sodass zwei Endungen möglich sind. siostra – siostry ‚Schwestern’ Feminina auf palatalen und historisch palatalisierten Stamm nehmen -e. brew – brwi ‚Augenbrauen’ Bei einigen wenigen Substantiven kommt es zu Schwankungen. gospodynia – gospodynie ‚Gastgeberinnen’. g!owa – g!owy ‚Köpfe’.2. apteka – apteki ‚Apotheken’ Bei den Substantiven auf -Ø treten die Endungen -e und -y bzw. historia – historii ‚Geschichten’. !o´dz´ – !odzie ‚Boote’. -y. -i auf. lekcja – lekcji ‚Lektionen’ Dativ Plural -om Der Dativ Plural hat bei allen drei Genera die Form -om. Deklinationen 181 Bei den Feminina auf -Ø hat der Vokativ die Form -i bzw. !za – !ez ‚Tränen’ Bei den im Nominativ Singular endungslosen Wörtern tritt -y oder -i auf. re±ka – ra±k ‚Hände’. m!odziez˙ – m!odziez˙y! ‚Jugend’. nic´ – nici ‚Fäden’. -i. mysz – myszy ‚Mäuse’. postac´ – postacie oder postaci ‚Gestalt’ Genitiv Plural -Ø. Dabei kommt es zu diversen Stammalternationen. -i.3. noga – no´g ‚Füße’. -y Die überwiegende Mehrheit der Substantive hat im Genitiv Plural die Nullendung -Ø. -e Substantive auf nichtpalatalisierten Stammauslaut haben -y. rzecz – rzeczy ‚Sachen’. droga – drogi ‚Wege’. praca – prace ‚Arbeiten’ Feminina auf -g oder -k haben hingegen -i. pore±cz – pore±czy ‚Lehnen’.

kobieta – kobietach ‚Frauen’. kos´c´ – kos´c´mi ‚Knochen’. -i.3.182 2. nic´ – niciach ‚Fäden’ Vokativ Plural -y. -i. siostra – siostry! ‚Schwestern’. -e Diese Formen sind identisch mit dem Nominativ Plural.2. gospodyni – gospodynie! ‚Gastgeberinnen’ 2. Nicht-feminine Deklination: Deklination der neutralen Substantive 161 (odmiana rzeczowniko´w nijakich) Bei den neutralen Substantiven unterscheiden wir keine syntaktisch-semantisch bedingten Subgenera. -e Der Vokativ ist mit dem Nominativ identisch. nic´ – nici ‚Fäden’ Instrumental Plural -ami (-mi) Die Form lautet für alle Klassen -ami. kobieta – kobietami ‚Frauen’. ziemia – ziemie ‚Länder’. Einige wenige Ausnahmen bilden die Substantive mit der verkürzten Variante -mi. g!owa – g!owy ‚Köpfe’. nic´ – nic´mi ‚Fäden’ Präpositiv Plural -ach Es tritt ausnahmslos -ach auf. Die regelmäßigen Typen sind: • Nominativ Singular -o (nichtpalatale Stämme) • Nominativ Singular -e (palatale oder historisch palatalisierte Stämme) 162 a) Neutrale Substantive auf -o (‚drzewo’) Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv dt. gospodyni – gospodynie ‚Gastgeberinnen’. sondern ausschließlich Stammtypen. drzewo drzewa drzewu drzewo drzewie Baum gniazdo gniazda gniazdu gniazdo gniazdem gniez´dzie Nest mie±so mie±sa mie±su mie±so mie±sem mie±sie Fleisch b!oto b!ota b!otu b!oto b!otem b!ocie Schmutz okno okna oknu okno oknem oknie Fenster miasto miasta miastu miasto miastem mies´cie Stadt Instrumental drzewem . Substantive Akkusativ Plural -y.

das ohne Alternationen im Stamm auftritt. -g. Daneben haben auch die Substantive mit weichem Stamm ein -u. miasto – mies´cie ‚Stadt’. Im Präpositiv kommt es bei palatalem oder historisch palatalalisiertem Auslaut zu Alternationen. gniazdo – gniez´dzie ‚Nest’ Substantive mit dem Stamm -k. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt.3.2. oder -ch haben im Präpositiv ein -u. Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv jab!ko jab!ka jab!ku jab!ko jab!kiem jab!ku Apfel jab!ka jab!ek jab!kom jab!ka jab!kami jab!kach echo echa echu echo echem echu Echo Plural echa ech echom echa echami echach radia (radio´w) radiom radia radiami radiach radio radia radiu radio radiem radiu Radio . Deklinationen 183 Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv drzewa drzew drzewom drzewa drzewami drzewach gniazda gniazd gniazdom gniazda gniazdami gniazdach mie±sa mie±s mie±som mie±sa mie±sami mie±sach b!ota b!ot b!otom b!ota b!otami b!otach okna okien oknom okna oknami oknach miasta miast miastom miasta miastami miastach In den neutralen Deklinationsklassen fallen in beiden Numera grundsätzlich Nominativ und Akkusativ zusammen. drzewo – drzewie ‚Baum’.

-e. -e -a -u -o. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv dt.184 2. pole pola polu pole polu Feld serce serca sercu serce sercem sercu Herz zboz˙e zboz˙a zboz˙u zboz˙e zboz˙em zboz˙u Getreide Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv pola po´l polom pola polach serca serc sercom serca sercami sercach zboz˙a zbo´z˙ zboz˙om zboz˙a zboz˙ami zboz˙ach zdje±cia zdje±c´ zdje±ciom zdje±cia zdje±ciami zdje±ciach dania dan´ daniom dania daniami daniach zdje±cie zdje±cia zdje±ciu zdje±cie zdje±ciem zdje˛ciu Aufnahme danie dania daniu danie daniem daniu Gericht Instrumental polem Instrumental polami 164 c) Übersicht zu den Endungen der regulären neutralen Deklinationsklassen Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ -o. -y -om -a -ami -ach -a Fett gedruckt sind die zentralen. Nominativ Singular -o. . -e Plural -a -Ø. -u -o. häufigsten Endungen. -i. Substantive 163 b) Neutrale Substantive auf -e (‚pole’) Substantive auf -e unterscheiden sich von denjenigen auf -o im Präpositiv Singular. -e Im Nominativ der regulären Substantive tritt nach nichtpalatalen Konsonanten -o und nach den anderen -e auf. -em -e.

-e und Akkusativ Plural -a Der Akkusativ fällt sowohl im Singular als auch im Plural mit dem Nominativ zusammen. Akkusativ Singular -o. Instrumental Singular -em und Instrumental Plural -ami Alle Neutra haben -em und -ami. Genitiv Plural -Ø (-i. serce – serc ‚Herz’ In einigen Substantiven mit palatalem oder historisch palatalisiertem Auslaut tritt -i oder -y auf. narze±dzie – narze±dzi ‚Werkzeug’. unabhängig von der Semantik der Vokabel.2. Genitiv Singular -a Alle Neutra haben -a. nare±cze – nare±czy ‚Arm voll’ Im Genitiv Plural kommt es zu Stammalternationen: • Ø : e jab!ko – jab!ek ‚Apfel’.3. Wir unterscheiden zwei Typen: 165 . -y) Hier steht gewöhnlich eine Nullendung: pole – po´l ‚Feld’. okno – okien ‚Fenster’ • o : o´ pole – po´l ‚Felder’. ko!o – ko´! ‚Räder’ • e± : a± s´wie±to – s´wia±t ‚Feiertag’ Dativ Singular -u und Dativ Plural -om Alle Neutra haben im Dativ Singular -u und im Plural -om. d) Unregelmäßige neutrale Substantive (nieregularne rzeczowniki nijakie) Neutrale Substantive auf -e± (‚imie±’) Die Substantive auf -e± erweitern bei der Flexion ihren Stamm. Deklinationen 185 Nominativ Plural -a Der Nominativ Plural ist immer -a.

Substantive 166 Typ ‚imie±’ Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. . jagnie± ‚Lamm’. brzemie± ‚Last’.186 2. ciele± ciele±cia ciele±ciu ciele± ciele±ciem ciele±ciu ciele± Kalb szczenie± szczenie±cia szczenie±ciu szczenie± szczenie±ciem szczenie±ciu szczenie± Welpe ciele±ta ciela±t ciele±tom ciele±ta ciele±tami ciele±tach ciele±ta! Plural szczenie±ta szczenia±t szczenie±tom szczenie±ta szczenie±tami szczenie±tach szczenie±ta! Nach diesem Muster flektieren die zum Teil veralteten Substantive: zwierze± ‚Tier’. z´rebie± ‚Fohlen’. als der Singular überhaupt nicht flektiert und der Genitiv Plural die maskuline Form -o´w annimmt. kurcze± ‚Huhn’. bydle± ‚Vieh’. dziewcze± ‚Mädchen’. strzemie± ‚Steigbügel’. imie± imienia imieniu imie± imieniem imieniu Name ramie± ramienia ramieniu ramie± ramieniem ramieniu Schulter imiona imion imionom imiona imionami imionach Plural ramiona ramion ramionom ramiona ramionami ramionach Nach diesem Muster flektieren: znamie± ‚Banner’. koz´le± ‚Zicklein’ 168 Neutrale Substantive auf -um Einige Substantive lateinischer Herkunft auf -um haben insofern ein spezifisches Paradigma. plemie± ‚Volksstamm’. siemie± ‚Samen’ 167 Typ ‚ciele±’ Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. ciemie± ‚Scheitel’.

2. oko oka oku oko okiem oku oko! Auge ucho ucha uchu ucho uchem uchu ucho! Ohr Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ oczy oczu oczom oczy oczami/oczyma oczach oczy! uszy uszu uszom uszy uszami uszach uszy! dzieci dzieci dzieciom dzieci dziec´mi dzieciach dzieci! dziecko dziecka dziecku dziecko dzieckiem dziecku dziecko! Kind . Deklinationen 187 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. muzeum muzeum muzeum muzeum muzeum muzeum Museum stypendium stypendium stypendium stypendium stypendium stypendium Stipendium muzea muzeo´w muzeom muzea Plural stypendia stypendio´w stypendiom stypendia stypendiami stypendiach muzeami muzeach Weitere unregelmäßige Einzelfälle Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt.3.

. student studenta studentowi studenta studencie Student ch!op ch!opa ch!opu ch!opa ch!opem ch!opie Bauer Francuz Francuza Francuzowi Francuza Francuzem Francuzie Franzose Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ studenci studento´w studentom studento´w studentach studenci ch!opi ch!opo´w ch!opom ch!opo´w ch!opami ch!opach ch!opi Francuzi Francuzo´w Francuzom Francuzo´w Francuzami Francuzach Francuzi blondyni blondyno´w blondynom blondyno´w blondynami blondynach blondyni genera!owie genera!o´w genera!om genera!o´w genera!ami genera!ach genera!owie blondyn blondyna blondynowi blondyna blondynem blondynie Blonder genera! genera!a genera!owi genera!a genera!em generale General Instrumental studentem Instrumental studentami Diese Deklinationsklasse ist gekennzeichnet a) durch eine spezifische Endung im Nominativ Plural: -i oder -owie und b) den Zusammenfall von Akkusativ und Genitiv sowohl im Singular als auch im Plural (nichtpersonal-belebt nur im Singular!). poeta 170 typisch maskuline Grundform (‚student’) Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv/ Vokativ dt.B. Substantive 2.3.188 2. die im Singular mit der femininen Deklination auf Vokal und im Plural mit dem Typus student zusammenfällt. z. Nicht-feminine Deklination: Deklination der maskulinen Substantive 169 (odmiana rzeczowniko´w me±skich) a) Maskulin-personal Bei der maskulin-personalen Deklination (odmiana me±sko-osobowa) unterscheiden wir zwei recht unterschiedliche Subtypen: • die typisch maskuline Grundform wie student • die sogenannte Mischform.3.

Polak – Polacy etc. Bei den Substantiven auf -o handelt es sich um Familiennamen des Typs Kos´ciuszko oder Koseformen wie wujcio ‚Onkel’. 171 .2. sogenannte Mischform (‚poeta’) Eine Gruppe maskulin-personaler Substantive hat im Nominativ Singular ein -a oder ein -o und flektiert im Singular wie feminine Substantive auf -a. aktor aktora aktorowi aktora aktorem aktorze Schauspieler Polak Polaka Polakowi Polaka Polakiem Polaku Pole Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ aktorzy aktoro´w aktorom aktoro´w aktorami aktorach aktorzy! Polacy Polako´w Polakom Polako´w Polakami Polakach Polacy! biolodzy biologo´w biologom biologo´w biologami biologach biolodzy! Czesi Czecho´w Czechom Czecho´w Czechami Czechach Czesi! biolog biologa biologowi biologa biologiem biologu Biologe Czech Czecha Czechowi Czecha Czechem Czechu Tscheche Im Nominativ Plural kommt es zu einer Reihe von Alternationen: student – studenci.3. aktor – aktorzy. Deklinationen 189 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv/ Vokativ dt.

Als sicherer Marker des maskulin-personalen Subgenus fungiert durchgehend der Akkusativ Plural. poeta hat im Singular die gleichen Formen wie eine Gruppe femininer Substantive. Substantive Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt.190 2. von denen poeta der häufigste ist. b) Maskulin-nichtpersonal: belebt (me±sko-nieosobowy: z˙ywotny) 172 Auslaut auf nichtpalatalen Konsonanten (‚owad’) . poeta poety poecie poete± poeta± poecie poeto! Dichter kierowca kierowcy kierowcy kierowce± kierowca± kierowcy kierowco! Leiter Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ poeci poeto´w poetom poeto´w poetami poetach poeci! kierowcy kierowco´w kierowcom kierowco´w kierowcami kierowcach kierowcy! Kos´ciuszkowie Kos´ciuszko´w Kos´ciuszkom Kos´ciuszko´w Kos´ciuszkami Kos´ciuszkach Kos´ciuszkowie! Kos´ciuszko Kos´ciuszki Kos´ciuszce Kos´ciuszke± Kos´ciuszka± Kos´ciuszce Kos´ciuszko! Kos´ciuszko Angeführt sind vier verschiedene Typen.

Auslaut auf palatalen oder historisch palatalisierten Konsonanten (‚paw’) Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv/ Vokativ dt.2. dass der Akkusativ Singular nicht mit dem Nominativ.3. In einigen wenigen Fällen kann im Dativ statt -owi die Endung -u auftreten wie im Fall kotu. owad owada owadowi owada owadzie/ Insekt ptak ptaka ptakowi ptaka ptakiem ptaku! Vogel kot kota kotu kota kotem kocie! Katze Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ owady owado´w owadom owady owadach owady! ptaki ptako´w ptakom ptaki ptakami ptakach ptaki! koty koto´w kotom koty kotami kotach koty! tygrysy tygryso´w tygrysom tygrysy tygrysami tygrysach tygrysy! barany barano´w baranom barany baranami baranach barany! tygrys tygrysa tygrysowi tygrysa tygrysem tygrysie! Tiger baran barana baranowi barana baranem baranie! Hammel Instrumental owadem Instrumental owadami Nichtpersonal-belebte Substantive zeichnen sich dadurch aus. paw pawia pawiowi pawia pawiem pawiu Pfau karp karpia karpiowi karpia karpiem karpiu Karpfen wieprz wieprza wieprzowi wieprza wieprzem wieprzu Schwein kon´ konia koniowi konia koniem koniu Pferd !abe±dz´ !abe±dzia !abe±dziowi !abe±dzia !abe±dziem !abe±dziu Schwan 173 . sondern mit dem Genitiv Singular zusammenfällt. Deklinationen 191 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv/ Vokativ dt.

192 2. ‚Diese furchtbaren Waschlappen konnten einfach nichts. was eine Eigenschaft der maskulin-personalen Deklination ist. sondern maskulin-belebte oder feminine Kongruenz. . ‚Der furchtbare Waschlappen konnte einfach nichts. Substantive Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ Sonderfälle 174 pawie pawi pawiom pawie pawiami pawiach pawie! karpie karpi karpiom karpie karpiami karpiach karpie! wieprze wieprzo´w/wieprzy wieprzom wieprze wieprzami wieprzach wieprze! konie koni koniom konie kon´mi koniach konie! !abe±dzie !abe±dzi !abe±dziom !abe±dzie !abe±dziami !abe±dziach !abe˛dzie! Pejorative Lexeme wie oferma ‚Waschlappen’ bilden eine spezifische Gruppe. und von Nominativ und Akkusativ Plural. was eine Eigenschaft der maskulin-nichtpersonalen Deklination ist. Te straszne ofermy nic nie umia!y. oferma ofermy ofermie oferme± oferma± ofermie ofermo! Waschlappen Plural ofermy oferm/ofermów ofermom ofermy/ofermów ofermami ofermach ofermy! niemowlak ‚Säugling’ sticht heraus durch den Zusammenfall von Genitiv und Akkusativ Plural.’ Ta straszna oferma nic nie umia!. denn sie bewirken beim Adjektiv und Verb trotz des möglichen Bezugs auf männliche Referenten nicht die maskulin-personale.’ Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt.

niemowlak niemowlaka niemowlakowi niemowlaka niemowlakiem niemowlaku niemowlaku! Säugling Plural niemowlaki niemowlaków niemowlakom niemowlaków/niemowlaki niemowlakami niemowlakach niemowlaki! c) Maskulin-nichtpersonal: unbelebt (me±sko-nieosobowy: niez˙ywotny) Auslaut auf nichtpalatalen Konsonanten Auslaut nicht auf -g.2. -k. -ch (‚sklep’) Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. sklep sklepu sklepowi sklep sklepem sklepie Laden nerw nerwu nerwowi nerw nerwem nerwie Nerv klub klubu klubowi klub klubem klubie Klub Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv sklepy sklepo´w sklepom sklepy sklepach nerwy nerwo´w nerwom nerwy nerwami nerwach kluby klubo´w klubom kluby klubami klubach atomy atomo´w atomom atomy atomami atomach akcenty akcento´w akcentom akcenty akcentami akcentach sady sado´w sadom sady sadami sadach atom atomu atomowi atom atomem atomie Atom akcent akcentu akcentowi akcent akcentem akcencie Akzent sad sadu sadowi sad sadem sadzie Garten 175 Instrumental sklepami .3. Deklinationen 193 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt.

plan – planie ! : l. sad – sadzie s : si. artyku! – artykule r : rz. Alle Substantive mit nichtpalatalem Auslaut. -k -ch. k. sondern ein -u. dass bei den Substantiven des maskulin-unbelebten Genus der Nominativ und der Akkusativ im Singular wie im Plural identisch sind (anders nichtpersonal-belebt und maskulin-personal).194 2. klub – klubie m : mi. . atom – atomie t : ci. ukrop – ukropie b : bi. adres – adresie z : zi. -ch (‚kajak’) 176 Substantive dieses Genus mit dem Auslaut g. sodass keine Alternationen des Stamms auftreten. akcent – akcencie d : dzi. Substantive Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv dt. bar – barze Auslaut auf -g. rozkaz – rozkazie n : ni.. haben im Präpositiv Singular die Endung -e. adres adresu adresowi adres adresie Adresse rozkaz rozkazu rozkazowi rozkaz rozkazem rozkazie Befehl plan planu planowi plan planem planie Plan Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv adresy adreso´w adresom adresy adresach rozkazy rozkazo´w rozkazom rozkazy rozkazami rozkazach plany plano´w planom plany planami planach artyku!y artyku!o´w artyku!om artyku!y artyku!ami artyku!ach bary baro´w barom bary barami barach artyku! artyku!u artyku!owi artyku! artyku!em artykule Artikel bar baru barowi bar barem barze Bar Instrumental adresem Instrumental adresami Aus den Paradigmen wird klar. oder ch haben im Präpositiv kein -e.k. außer Auslaut auf -g. welche folgende Alternationen begleitet: • • • • • • • • • • p : pi.

-z˙. -c. -u s. piec pieca piecowi piec piecu Ofen mosia±dz mosia±dzu mosia±dzowi mosia±dz mosia±dzem mosia±dzu Messing klucz klucza kluczowi klucz kluczem kluczu Schlüssel kosz kosza koszowi kosz koszem koszu Korb pieprz pieprzu pieprzowi pieprz pieprzem pieprzu Pfeffer bagaz˙ bagaz˙u bagaz˙owi bagaz˙ bagaz˙em bagaz˙u Gepäck 177 Instrumental piecem . -dz) oder auf -l endet. -z´. -cz. 185. kajak kajaka kajakowi kajak kajakiem kajaku Kajak brzeg brzegu brzegowi brzeg brzegiem brzegu Ufer Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv kajaki kajako´w kajakom kajaki kajakami kajakach brzegi brzego´w brzegom brzegi brzegami brzegach orzechy orzecho´w orzechom orzechy orzechami orzechach orzech orzecha orzechowi orzech orzechem orzechu Nuss In der Flexion der Substantive auf -k und -g treten die Varianten -ki und -gi auf vor dem Instrumental Singular -em (kajakiem – brzegiem) und im Nominativ Plural (kajaki. -dz´. Zum Genitiv Singular auf -a vs. -c´. brzegi). Auslaut auf palatalen oder historisch palatalisierten Konsonanten (‚piec’) Zu dieser Gruppe zählen wir alle Substantive. -n´.2. Deklinationen 195 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. -j ) oder auf historisch palatalisierte Konsonanten (-sz.3. -rz. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv dt. deren Stamm auf palatale (-s´.

So hat der Stamm im Nominativ Singular eine andere Gestalt als in den anderen Formen.196 2. Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv lis´c´ lis´cia lis´ciowi lis´c´ lis´ciem lis´ciu Blatt lis´cie lis´ci lis´ciom lis´cie lis´c´mi lis´ciach grzebien´ grzebienia grzebieniowi grzebien´ grzebieniem grzebieniu Kamm Plural grzebienie grzebieni grzebieniom grzebienie grzebieniami grzebieniach kraje krajo´w krajom kraje krajami krajach cele celo´w celom cele celami celach kraj kraju krajowi kraj krajem kraju Land cel celu celowi cel celem celu Ziel kosze koszy/koszo´w koszom kosze koszami koszach bagaz˙e bagaz˙y bagaz˙om bagaz˙e bagaz˙ami bagaz˙ach d) Vokalalternationen in den Substantivstämmen 178 (wymiany samog!oskowe w tematach rzeczowniko´w) Neben den konsonantischen Alternationen finden sich bei allen Deklinationsklassen der Substantive bisweilen Veränderungen des Vokals im Stamm. Die häufigsten Alternationen sind: •e:Ø • o´ : o • a± : e± . Substantive Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv piece pieco´w piecom piece piecami piecach klucze kluczy kluczom klucze kluczami kluczach Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt.

Deklinationen 197 Alternationen des Typs e : Ø (bewegliches e – e ruchome) Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv/ Vokativ dt. sto´! sto!u sto!owi sto´! sto!em stole Tisch pro´g progu progowi pro´g progiem progu Schwelle ma±z˙ me±z˙a me±z˙owi me±z˙a me±z˙em me±z˙u Ehemann za±b ze±ba ze±bowi za±b ze±bem ze±bie Zahn go!a±b go!e±bia go!e±biowi go!e±bia go!e±biem go!e±biu Taube 180 . kotek kotka kotkowi kotka kotku Kätzchen majster majstra majstrowi majstra majstrem majstrze Meister pies psa psu psa psem psie Hund Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ kotki kotko´w kotkom kotki kotkach kotki majstrowie majstro´w majstrom majstro´w majstrami majstrach majstrowie psy pso´w psom psy psami psach psy sny sno´w snom sny snami snach mchy mcho´w mchom mchy machami mchach sen snu snowi sen snem s´nie Schlaf mech mchu mchowi mech mchem mchu Moos 179 Instrumental kotkiem Instrumental kotkami Hier tritt der Vokal e nur im Nominativ Singular bzw. Alternationen des Typs o´ : o und a± : e± Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv/ Vokativ dt.3. In den anderen Kasusformen verflüchtigt er sich. beim maskulin-unbelebten Genus auch im Akkusativ Singular auf.2.

198 2. o´ : e 181 sto!y sto!o´w sto!om sto!y sto!ami sto!ach progi progo´w progom progi progami progach me±z˙owie me±z˙o´w me±z˙om me±z˙o´w me±z˙ami me±z˙ach me˛z˙owie! ze±by ze±bo´w ze±bom ze±by ze±bami ze±bach go!e±bie go!e±bi go!e±biom go!e±bie go!e±biami go!e±biach go!e˛bie! Diese Alternationen treten im Präpositiv Singular und bisweilen im Nominativ Plural beim maskulin-personalen Genus auf. Substantive Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ Seltene Alternationen des Typs a : e. o : e. s´wiat s´wiata s´wiatu s´wiat s´wiatem s´wiecie Welt sa±siad sa±siada sa±siadowi sa±siada sa±siadem sa±siedzie Nachbar Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv s´wiaty s´wiato´w s´wiatom s´wiaty s´wiatami s´wiatach sa±siedzi sa±siado´w sa±siadom sa±siado´w sa±siadami sa±siadach anio!y/anieli/ anio!owie anio!o´w anio!om anio!y/ anio!o´w anio!ami anio!ach popio!y popio!o´w popio!om popio!y popio!ami popio!ach anio! anio!a anio!owi anio!a anio!em aniele Engel popio´! popio!u popio!owi popio´! popio!em popiele Asche . Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt.

-a± -e. -y -Ø. -mi -ach -i. Es handelt sich entweder um Nachnamen wie Feleszko oder um Koseformen des Typs Kazio. Kos´ciuszko – Kos´ciuszki ‚Kos´ciuszko’ Dativ Singular -owi (-u. -e. -e -ami. -i. Daneben gibt es einige maskulinpersonale Substantive auf -a wie poeta ‚Dichter’. m!otek – m!otka ‚Hammer’. poeta – poety ‚Dichter’. Nominativ Singular: -Ø (-a-. z. In der Regel tritt die erstgenannte Endung auf. -y.2. Tendenziell gibt es eine semantisch motivierte Einteilung in Substantive mit einer ‚gestalthaften’ und ‚nichtgestalthaften’ Semantik. -e. -i. -y -om -o´w. -u. strach – strachu ‚Angst’ -i bzw. -u. cies´la – cies´li ‚Zimmermann’. -i.B. Fettgedruckt sind die typischen und häufigsten Endungen. -y -owi. -u. wujcio. -y -e. -o Plural -i. -u. student ‚Student’. -e. aber -u hält sich in einer ganzen Reihe von Lexemen aus den ältesten Schichten des Wortschatzes. -i. -o. -i. -owie -o´w. -y. weil auf Eigennamen beschränkt. -e. -a -a. sind Substantive auf -o. -e± -em. -y. -y) Die Mehrheit der maskulinen Substantive weisen die Endung -a auf. Genitiv Singular -a (-u. -y treten in den sogenannten Mischklassen mit Nominativ Singular auf -a und -o in Erscheinung: me±z˙czyzna – me±z˙czyzny ‚Mann’. Tadzio. Deklinationen 199 e) Übersicht zu den Endungen der regulären maskulinen Deklinationsklassen Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ -Ø. kolega ‚Kollege/Freund’ etc. -y) Der Dativ hat bei den Nichtmischformen im Singular zwei Konkurrenzformen: -owi und selten -u. -owie 182 Die Tabelle und die folgenden Kommentare enthalten die zentralen Endungen der maskulinen Deklinationsklassen. s´wiat ‚Welt’. Recht selten dagegen. -i.3. -o) Der Nominativ Singular ist meist durch eine Ø-Endung an einem konsonantischen Stammauslaut angegeben. Es sind oft einsilbige Wörter des maskulin-belebten oder maskulin-personalen Subgenus: . -a. Letztere erhalten oft die Endung -u. -i.

pies – psu ‚Hund’. die auslauten auf: • einen palatalen Konsonanten. orze! – orle ‚Adler’ -u finden wir bei Substantiven. Die Endungen -e. ch!op – ch!opu ‚Bauer’. piec – piecu ‚Ofen’. sto´! – sto´! ‚Tisch’. -e tritt in Substantiven mit nichtpalatalem Auslaut außer nach -g. -k. ma±z˙ – me±z˙u ‚Ehemann’. pro´g – progu ‚Schwelle’. rokiem. Vor diesem Morphem kommt es bei -k und -g zur Alternation: progiem. dach – dachu ‚Dach’. -y) -e und -u sind die Endungen aller maskulinen Deklinationsklassen mit Ausnahme der Mischtypen. aber sto!em. bisweilen auch des Stammvokals begleitet: kot – kocie ‚Katze’. brat – bratu ‚Bruder’. -a (-e±) Bei maskulin-unbelebten Substantiven fallen diese Endungen mit dem Nominativ und bei maskulin-belebten bzw. sa±siad – sa±siadem ‚Nachbar’. rok – rokiem ‚Jahr’. cies´la – cies´li ‚Zimmermann’ Akkusativ Singular -Ø. -y tauchen bei Substantiven des so genannten gemischten Typs auf: poeta – poecie ‚Dichter’. nos – nosie ‚Nase’. -ch rok – roku ‚Jahr’. Instrumental Singular -em (-a±) Der Instrumental hat in der überwiegenden Mehrheit die Endung -em. kot – kotu ‚Katze’ Als einzige Ausnahme aus dem maskulin-unbelebten Genus ist s´wiat – s´wiatu ‚Welt’ zu nennen. -personalen mit dem Genitiv zusammen. lis´c´ – lis´ciu ‚Blatt’. -u (-i. Bo´g – Bogu ‚Gott’. lekarz – lekarzu ‚Arzt’. Neben diesem regelhaften Vorkommen gibt es einige Ausnahmen: . kierowca – kierowcy ‚Leiter’. -ch auf und wird von Alternationen des auslautenden Konsonanten. kon´ – koniu ‚Pferd’ • einen historisch palatalisierten Konsonanten. poeta – poeta± ‚Dichter’ Präpositiv Singular -e. kwiat – kwiecie ‚Blume’.200 2. Substantive ojciec – ojcu ‚Vater’. -i. • -g. diabe! – diab!u ‚Teufel’. poko´j – pokoju ‚Zimmer’. pies – psa ‚Hund’. -k. student – studenta ‚Student’ -e± tritt bei den sogenannten Mischtypen des maskulin-personalen Subgenus auf: kierowca – kierowce± ‚Fahrer’. Nur die Substantive des sogenannten Mischtyps wie poeta nehmen -a± an. pan – panu ‚Herr’.

cel – cele ‚Ziele’ Maskulin-personale Substantive verfügen über die Endungen -i. mo´wca – mo´wco! ‚Redner’ Nominativ Plural -y. -y tritt an maskulin-belebte und unbelebte Substantive auf einen nichtpalatalen Konsonanten außer -g und -k. -u (-o) Bei allen Substantiven außer den sog. przechodzien´ – przechodnie ‚Passanten’. bagaz˙ – bagaz˙e ‚Gepäckstücke’. die mit dem Suffix -ec gebildeten Substantive: Bo´g – Boz˙e! ‚Gott’. Deklinationen 201 dom – domu ‚Haus’. konik – koniki ‚Pferdchen’) kot – koty ‚Katzen’. towarzysz – towarzysze ‚Genossen’. Norweg – Norwedzy ‚Norweger’. dyrektor – dyrektorzy ‚Direktoren’ -e ist Stämmen mit palatalem oder historisch palatalisiertem Auslaut eigen. klucz – klucze ‚Schlüssel’. orzech – orzechy ‚Nüsse’. -y. Oder nach r: aktor – aktorzy ‚Schauspieler’. Palatale und historisch palatalisierte Stämme verbinden sich mit -e. Polak – Polacy ‚Polen’. pan – panu ‚Herr’. Ausnahmen sind u. Diese haben die Endung -i (pro´g – progi ‚Schwellen’.a. da±b – de±by ‚Eichen’. syn – synu ‚Sohn’ Vokativ Singular -e. student – studenci ‚Studenten’. Niemiec – Niemcy ‚Deutsche’. -e (-owie) Der Nominativ Plural weist eine ganze Reihe von Formen auf. pan – panie! ‚Herr’ -o als die für Feminina typische Vokativendung finden wir bei den Mischformen kierowca – kierowco! ‚Fahrer’. -i. krawiec – krawcy ‚Schneider’. pies – psy ‚Hund’. lokaj – lokaje ‚Lakaien’. g!upiec – g!upcze! ‚Dummkopf’. ch!opiec – ch!opcze! ‚Junge’. anio! – anieli ‚Engel’ -y tritt bei Stämmen auf -g und -k auf. stomatolog – stomatolodzy ‚Zahnärzte’ Außerdem taucht es nach dem Suffix -ec auf: ch!opiec – ch!opcy ‚Jungen’. sa±siad – sa±siedzi ‚Nachbarn’. Mischformen ist der Vokativ mit dem Präpositiv identisch. Die Endung -i verbindet sich mit nichtpalatalen Stämmen und bewirkt Alternationen. W!och – W!osi ‚Italiener’. wobei es zu Alternationen kommt. -e und -owie. nauczyciel – nauczyciele ‚Lehrer’.3.2. ch!op – ch!opi ‚Bauern’. kraj – kraje ‚Länder’. stolarz – stolarze .

Tokarz – Tokarzowie ‚die Tokarzs’. siostrzeniec – siostrzen´cy ‚Neffen’ • einige Familiennamen Nowak – Nowakowie ‚die Nowaks’. wuj – wujowie ‚Onkel’. krawiec – krawco´w ‚Schneider’. pan – panowie ‚Herren’. ogro´d – ogrodo´w ‚Gärten’ • vielen Stammauslauten auf historisch palatalisierten Konsonanten.202 2. widelec – widelco´w ‚Gabeln’ • einigen Stammauslauten auf palatalen Konsonanten. -y) Die typische Endung -o´w tritt auf bei: • allen nichtpalatalen Stammauslauten. aber: brat – bracia ‚Brüder’. dzien´ – dni ‚Tage’ -y ist recht häufig bei Stämmen mit historisch palatalem Konsonanten. profesor – profesorowie ‚Professoren’. genera! – genera!owie ‚Generäle’. Sienkiewicz – Sienkiewiczowie ‚die Sienkiewicz’s’. ojciec – ojcowie ‚Väter’. Serb – Serbowie ‚Serben’. kraj – krajo´w ‚Länder’ Die Endung -i verbindet sich mit Stämmen auf palatalen Auslaut. ch!opiec – ch!opco´w ‚Jungen’. Pers – Persowie ‚Perser’ • einige Titel. Roman – Romanowie ‚die Romans’. minister – ministrowie ‚Minister’. Substantive ‚Tischler’. Ste±pien´ – Ste±pieniowie ‚die Ste±piens’. uczen´ – uczniowie ‚Schüler’. pos!ugacz – pos!ugacze ‚Diener’. obywatel – obywatele ‚Bürger’. gos´c´ – gos´ci ‚Gäste’. dziadek – dziadkowie ‚Großväter’. lekarz – lekarze ‚Ärzte’ Die Endung -owie tritt in verschiedenen semantischen Gruppen aus dem maskulinpersonalen Subgenus auf: • einige Verwandtschaftsbezeichnungen syn – synowie ‚Söhne’. palec – palco´w ‚Finger’. uczen´ – ucznio´w ‚Schüler’. lis´c´ – lis´ci ‚Blätter’. sa±siad – sa±siado´w ‚Nachbarn’. Brun – Brunowie ‚die Bruns’ • einige Vornamen Tadeusz – Tadeuszowie ‚die Tadeuszs’. kon´ – koni ‚Pferde’. Mongo! – Mongo!owie ‚Mongolen’. .ä. wie±zien´ – wie±z´niowie ‚Häftlinge’. p!ot – p!oto´w ‚Zäune’. Belg – Belgowie ‚Belgier’. wuj – wujo´w ‚Onkel’. las – laso´w ‚Wälder’. Berufe u. s´wiadek – s´wiadkowie ‚Zeugen’ Genitiv Plural -o´w (-i. kro´l – kro´lowie ‚Könige’. wo´dz – wodzowie ‚Führer’. Jan – Janowie ‚die Jans’ • einige Nationalitätenbezeichnungen Arab – Arabowie ‚Araber’.

-e . pienia±dze – pienie±dzmi ‚Geld’ Präpositiv Plural -ach In allen drei Genera verwenden wir die Endung -ach. -o´w Der Akkusativ Plural ist mit dem Nominativ Plural identisch. in dem er mit dem Genitiv Plural zusammenfällt. pisarz – pisarzy ‚Schriftsteller’. kon´ – kon´mi ‚Pferde’. kon´ – koniom ‚Pferde’. aber: palec – palco´w ‚Finger’. Nur wenige Substantive auf palatalisierten Konsonanten stehen mit der verkürzten Endung -mi.3. z.2. We±gry – We±grzech ‚Ungarn’. pienia±dz – pienie±dzy ‚Geld’. ch!opiec – ch!opcom ‚Jungen’. Nur einige wenige Ländernamen haben die Variante -ech. widelec – widelco´w ‚Gabeln’ Dativ Plural -om Alle Deklinationsklassen des Polnischen unabhängig vom Genus nehmen im Dativ Plural die Endung -om an. klucz – kluczy ‚Schlüssel’. pies – psach ‚Hunde’. sto´! – sto!y ‚Tische’. außer beim maskulinpersonalen Genus. przyjaciele – przyjaciele! ‚Freunde’.B. kon´ – koniach ‚Pferde’. gos´c´ – gos´ciom ‚Gäste’. poko´j – pokoje ‚Zimmer’. -y. panowie – panowie! ‚Herren’ . profesor – profesorach ‚Professoren’. pan – panom ‚Herren’. -y. nauczyciel – nauczycieli ‚Lehrer’. profesor – profesoro´w ‚Professoren’ Instrumental Plural -ami (-mi) Alle Deklinationsklassen des Polnischen unabhängig vom Genus nehmen im Instrumental Plural -ami an. -e (-owie) Die Vokativformen der maskulinen Deklinationsklassen sind identisch mit dem Nominativ Plural. lis´c´ – lis´ciom ‚Blätter’ Akkusativ Plural -i. tysia±c – tysie±cy ‚Tausende’. w Niemczech ‚in Deutschland’. uczen´ – uczniom ‚Schüler’. sa±siad – sa±siadom ‚Nachbarn’. W!ochy – W!oszech ‚Italien’ (aber: Czechy – Czechach! ‚Tschechien’) Vokativ Plural -i. gos´c´ – gos´c´mi ‚Gäste’. Deklinationen 203 z˙o!nierz – z˙o!nierzy ‚Soldaten’. lis´c´ – lis´c´mi ‚Blätter’. zaja±c – zaje±cy ‚Hasen’. ch!opcy – ch!opcy! ‚Jungen’.

204 2. ojciec ojca ojcu ojca ojcu ojcze! Vater orze! or!a or!owi or!a or!em orle orle! Adler kwiecien´ kwietnia kwietniowi kwiecien´ kwietniem kwietniu kwietniu! April ojcowie ojco´w ojcom ojco´w ojcami ojcach ojcowie! Plural or!y or!o´w or!om or!y or!ami or!ach or!y! Instrumental ojcem Ganz besondere Paradigmen haben die Vokabeln brat ‚Bruder’ und ksia±dz ‚Priester’. Einige Substantive weisen zwei recht unterschiedliche Stämme im Nominativ Singular einerseits und den anderen Kasus andererseits auf. . die nicht alle in einer Grammatik behandelt werden können. In diesem Abschnitt werden einige irreguläre Substantive genannt. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. Substantive f) Unregelmäßige maskuline Substantive 183 (nieregularne rzeczowniki me±skie) Die oben dargestellten Deklinationstypen erfassen die große Mehrheit aller maskulinen Substantive. brat brata bratu brata bratem bracie bracie! Bruder ksia±dz ksie±dza ksie±dzu ksie±dza ksie±dzem ksie±dzu ksie±z˙e! Priester bracia braci braciom braci brac´mi braciach bracia! Plural ksie±z˙a ksie±z˙y ksie±z˙om ksie±z˙y ksie±z˙mi ksie±z˙ach ksie±z˙a! Irreguläre Stammveränderungen finden wir auch bei przyjaciel ‚Freund’ und tydzien´ ‚Woche’. Daneben gibt es aber viele Ausnahmen und Abweichungen. Bestehen bei der Zuweisung des Paradigmas weiterhin Probleme. ist ein Wörterbuch zu konsultieren. die relativ häufig vorkommen und von daher wichtig sind. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ dt.

2. Deklinationen 205 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. Cygan – Cyganie ‚Zigeuner’ Die Substantive rok ‚Jahr’ und cz!owiek ‚Mensch’ bilden den Plural suppletiv. d. .h.aus. przyjaciel przyjaciela przyjacielowi przyjaciela przyjacielem przyjacielu przyjacielu! Freund tydzien´ tygodnia tygodniowi tydzien´ tygodniem tygodniu tygodniu! Woche przyjaciele przyjacio´! przyjacio!om przyjacio´! przyjacio´!mi przyjacio!ach przyjaciele! Plural tygodnie tygodni tygodniom tygodnie tygodniami tygodniach tygodnie! Personenbezeichnungen auf -anin bilden eine relativ große Gruppe von Substantiven.3. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ dt. Hiszpan – Hiszpanie ‚Spanier’. Dabei fällt im Plural die Lautfolge -in.und Pluralstämme aus. sie haben im Plural einen gänzlich anderen Stamm. chrzes´cijanin chrzes´cijanina chrzes´cijaninowi chrzes´cijanina chrzes´cijaninie chrzes´cijaninie! Christ Amerykanin Amerykanina Amerykaninowi Amerykanina Amerykaninem Amerykaninie Amerykaninie! Amerikaner chrzes´cijanie chrzes´cijan chrzes´cijanom chrzes´cijan chrzes´cijanami chrzes´cijanach chrzes´cijanie! Plural Amerykanie Amerykano´w Amerykanom Amerykano´w Amerykanami Amerykanach Amerykanie! Instrumental chrzes´cijaninem Einige Substantive auf -an haben im Plural eine ähnliche Deklination. Sie zeichnen sich durch zwei verschiedene Singular.

Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. die wie se±dzia ‚Richter’ oder ausländische Familiennamen wie Linde eine gemischt adjektivisch-substantivische Deklination aufweisen. Substantive Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. me±z˙czyzna me±z˙czyzny me±z˙czyz´nie me±z˙czyzne± me±z˙czyzna± me±z˙czyz´nie me±z˙czyzno! Mann Plural me±z˙czyz´ni me±z˙czyzn me±z˙czyznom me±z˙czyzn me±z˙czyznami me±z˙czyznach me±z˙czyz´ni! Ein weiterer Sonderfall liegt bei Substantiven vor. Es gehört zur Klasse der feminin-maskulinen Mischformen. nämlich den Genitiv Plural: statt -o´w steht -Ø. rok roku rokowi rok rokiem roku roku Jahr cz!owiek cz!owieka cz!owiekowi cz!owieka cz!owiekiem cz!owieku cz!owieku! Mensch lata lat latom lata latami latach lata! Plural ludzie ludzi ludziom ludzi ludz´mi ludziach ludzie! Eine besondere Deklination weist auch das maskulin-personale Substantiv me±z˙czyzna auf.206 2. der Plural der maskulin-personalen Deklination. Der Singular entspricht der Adjektiv-. weist aber auch im Plural eine mit den Feminina zusammenfallende Forme auf. .

Dazu zählen auch einige Städtenamen. Numerales. sportowa odziez˙ ‚Sportkleidung’. Grammatische Kategorien des Substantivs 207 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. Tokio. Genus Das Genus (rodzaj) ist eine grammatische Kategorie des Substantivs (im traditionellen Sinne). So bestimmt das Genus des Substantivs. Delacroix. Für die anderen Wortarten ist das Genus flexivisch. Pronomens.1.2. Bonn. sportowy styl ‚sportlicher Stil’. mit dem sie kongruieren.4. d. Oslo 2.4.h. ob das Adjektiv im Nominativ Singular die Endung -y. Bei der Kongruenz geht es um die Form der ein Substantiv begleitenden Lexeme wie Adjektive. Dumas. Adjektivs und Verbs. -a oder -e annimmt: nowy samocho´d ‚ein neues Auto’ – bia!a s´ciana ‚eine weiße Wand’ – pie±kne miasto ‚eine schöne Stadt’ 184 .4. Pronomen. Verdun. d. Numeralia und Verben. se±dzia se±dziego se±dziemu se±dziego se±dzia± se±dzi se±dzio! Richter Linde Lindego Lindemu Lindego Lindem Lindem Linde! Linde Plural se±dziowie se±dzio´w se±dziom se±dzio´w se±dziami se±dziach se±dziowie! Lindowie Lindo´w Lindom Lindo´w Lindami Lindach Lindowie! Schließlich sei auf solche fremden Namen hingewiesen. die aufgrund ihres vom Polnischen stark abweichenden Lautbestands nicht flektiert werden. Honululu. ko!o sportowe ‚Sportkreis’ Das Genus unterteilt die Substantive in verschiedene Typen von Kongruenzklassen.h. Grammatische Kategorien des Substantivs 2. der Stamm des Lexems impliziert die Kategorie und diese ist bei gleichem Stamm nicht veränderbar (Sonderfälle: pejorative Verschiebung eines maskulinpersonalen Substantivs ins maskulin-belebte: rzemies´lniki statt rzemies´lnicy wie in t e przekle˛te rzemies´lniki ‚die verdammten Handwerker’). sie passen sich dem jeweiligen Substantiv an. Bei Substantiven und Personalpronomen ist Genus eine klassifizierende grammatische Kategorie.

’ Singular tego ch!opca Widze˛ tego psa ten stó! to miasto te ksia˛z˙ke˛ Plural tych ch!opców te psy te sto!y te miasta te ksia˛z˙ki maskulin-personal maskulin-nichtpersonal-belebt maskulin-nichtpersonal-unbelebt neutral feminin (vgl. gospodyni ‚Gastgeberin’ c) neutrum.B. Der Testsatz lautet Widze± ten X ‚Ich sehe dieses X. z. s´ciana ‚Wand’. sto´! ‚Tisch’. 1998. Polak ‚Pole’.208 2. aktor ‚Schauspieler’ Substantiv feminin neutral nicht-feminin maskulin maskulin-personal maskulin-nichtpersonal nichtpersonal-unbelebt nichtpersonal-belebt Als zentrales Kriterium für die Bestimmung der Genera werden in der Polonistik traditionell die Formen des Akkusativs herangezogen.B. dom ‚Haus’ b) maskulin-belebt. sto´! ‚Tisch’ b) feminin. pole ‚Feld’ Das maskuline Genus unterscheidet weitere Subgenera (vgl. pies ‚Hund’. Substantive Es gibt drei Grundgenera: a) maskulin. pies ‚Hund’. z. pore±cz ‚Lehne’. auch 152): • maskulin-nichtpersonal a) maskulin-unbelebt.) . kobieta ‚Frau’. 210f. Gramatyka wspo´!czesnego je±zyka polskiego. Morfologia. karaluch ‚Kakerlake’ • maskulin-personal.B. ch!opiec ‚Junge’. z. drzewo ‚Baum’. niemowle± ‚Säugling’.

ch!opiec ‚Junge’. das natürliche Geschlecht des vom Substantiv bezeichneten Referenten.’ (Akkusativ) To jest noga tego sto!u. vgl. die weibliche Lebewesen bezeichnen. ‚Das ist das Bein dieses Tischs’. d. ‚Das ist der Hut dieses Jungen. sind maskulin. To sa± kapelusze tych ch!opco´w.h. Widze± ten sto´!. ‚Das sind Beine dieser Tische. kot ‚Kater’. die nicht absolut wirken.’ An der Zuweisung des Genus sind morphologische und semantische Eigenschaften beteiligt. drzewo ‚Baum’. sierota (maskulin) ‚Waise’ • Substantive.’ Widze± te psy. sonst ist der Akkusativ gleich dem Nominativ. sondern sich gegenseitig aufheben können. sind feminin. ‚Ich sehe diese Tische. sto´! ‚Tisch’. die männliche Lebewesen bezeichnen. ‚Ich sehe diesen Tisch. kobieta ‚Frau’.’ Widze± tych ch!opco´w. pole ‚Feld’ Gleichzeitig gilt das semantische Prinzip: • Substantive.: To jest kapelusz tego ch!opca. profesor (deklinabel) ‚Professor’. vgl. . d.’ Der Zusammenfall des Akkusativs mit dem Genitiv tritt im Plural nur bei den maskulinpersonalen Substantiven auf. Bei den Deklinationsklassen handelt es sich um den reinen Formenbestand eines Substantivs.’ Widze± te sto!y. (Genitiv) ‚Das sind Hüte dieser Jungen. gospodyni ‚Gastgeberin’ • Substantive aus den neutralen Deklinationsklassen sind neutrum.2.4. (Akkusativ) ‚Ich sehe diese Jungen. pore±cz ‚Lehne’. pies ‚Hund’. me±z˙czyzna ‚Mann’. poeta ‚Dichter’ • Substantive aus den femininen Deklinationsklassen sind feminin. Das morphologische Prinzip: • Substantive aus den maskulinen Deklinationsklassen sind maskulin. ‚Ich sehe diese Hunde.h. Grammatische Kategorien des Substantivs 209 Das Merkmal ‚Synkretismus (Zusammenfall) der Endungen des Akkusativs und des Genitivs im Singular’ erfasst die maskulin-personalen und die maskulin-belebten Substantive. die eng interagieren: a) Deklinationsklassen der Substantive.’ To sa± nogi tych sto!o´w. semantische Merkmale finden keine Berücksichtigung. Die Zuordnung zu den drei Grundgenera geschieht aufgrund von folgenden Regeln. pies ‚Hund’ und sto´! ‚Tisch’.’ (Genitiv) Widze± tego ch!opca. s´ciana ‚Wand’. ch!opiec ‚Junge’. ch!opiec ‚Junge’. die Menge der verschiedenen Flexionsformen eines Substantivs b) Sexus. niemowle± ‚Säugling’. ‚Ich sehe diesen Jungen. pies ‚Hund’.

‚Ich habe mir einen neuen Mercedes gekauft. Differenzierung der maskulinen Substantive im Genitiv Singular -a vs. sind hier zwei Endungen vertreten. ‚Janek/Magda ist ein armes Waisenkind. Die Gestalthaftigkeit ergibt sich aus der Individuierung oder Abgegrenztheit aus einer Masse. die überwiegende Mehrheit der Substantive des maskulin-unbelebten Genus bezeichnet unbelebte Gegenstände. -u 185 Die maskulinen Substantive teilen sich in die Subgenera ‚maskulin-personal’. 2. Rozmawia!em z nasza± nowa± profesor / z naszym nowym profesorem. d.4. das eng mit der semantischen Komponente ‚Tier’ korreliert. Hier gilt das semantische Prinzip. ‚Ich habe Walzer getanzt. bei weiblichen Berufsbezeichnungen des Typs profesor ‚Professorin’ (indeklinabel) oder bei den Substantiven des Genus communes.’ Tan´czy!em walca. Substantive mit gestalthafter Semantik haben tendenziell die Endung -a. sierota (feminin) ‚Waise’ In fast allen Fällen kann man von der Deklinationsklasse auf das Genus schließen. kilof – kilofa ‚Spitzhacke’ . Während Substantive des maskulin-personalen und des maskulin-belebten Subgenus immer die Endung -a haben (Ausnahmen wo!-u ‚Ochse’ und bawo!-u ‚Bison’). gibt es semantische und formale Motivierungstendenzen. Magda jest biedna± sierota±. -u nicht eindeutig umrissenen semantischen Klassen von Substantiven zuzuordnen ist. bei denen das Genus bei gleicher Form wechseln kann.h. Im letztgenannten Genus gibt es eine weitere Aufteilung. auf den sich das Substantiv bezieht.’ Einige Substantive des maskulin-belebten Genus. die sich an der Form des Genitiv Singular festmacht: -a vs. die es erlauben. Gestaltlosigkeit (postaciowos´c – bezpostaciowos´c´) des Gegenstandes.B.210 2. dzieciak ‚Kind’ u. profesor (indeklinabel) ‚Professorin’. Das wichtigste semantische Merkmal ist die Gestalthaftigkeit bzw. Es gibt jedoch einige Ausnahmen: zu diesem Genus gehören auch Automarken und Tänze. Janek jest biednym sierota±. s´wider – s´widra ‚Bohrer’. gewisse Faustregeln abzuleiten. Obwohl der Gebrauch von -a bzw. z. -u. die gestaltlosen -u. dziewczyna ‚Mädchen’. Kupi!em sobie nowego mercedesa. ‚maskulinbelebt’ und ‚maskulin-unbelebt’ auf. ‚Ich habe mit unserer neuen Professorin / unserem neuen Professor gesprochen.’ Die Bezeichnungen der maskulinen Subgenera ‚personal’. In einigen Sonderfällen liegt jedoch eine andere Beziehung zwischen Deklinationsklasse und Genus vor. Substantive kobieta ‚Frau’. Dies erklärt die Genitivform -a von Bezeichnungen für • Werkzeuge m!ot – m!ota ‚Hammer’.a. ‚belebt’ und ‚unbelebt’ beziehen sich auf die Tatsache. dass sie eng mit diesen semantischen Merkmalen korrelieren. nauczycielka ‚Lehrerin’. haben personale Bedeutung wie niemowlak ‚Säugling’.2.

h. wstyd – wstydu ‚Schande’. wapien´ – wapnia ‚Kalk (vgl. bo´l – bolu ‚Schmerz’ • Kollektiva pu!k – pu!ku ‚Regiment’. metr – metra ‚Meter’.2. oddzia! – oddzia!u ‚Abteilung’ In diesen semantischen Feldern hält sich die Endung -u. sejm – sejmu ‚Sejm’. numer – numeru ‚Nummer’. Steht wider Erwarten die Endung -a. Szczecin – Szczecina.B. dramat – dramatu ‚Drama’. sondern von morphologischen Eigenschaften ab. grudzien´ – grudnia ‚Dezember’ • Maße hektar – hektara ‚Hektar’. hängt nicht von semantischen. liegt meist eine andere Bedeutung vor. Grammatische Kategorien des Substantivs 211 • Monate marzec – marca ‚März’. t!um – t!umu ‚Menschenmenge’. Die Endung -a tritt auf bei derivierten Substantiven mit einem Suffix. smutek – smutku ‚Trauer’. piero´g – pieroga ‚Pirogge’. Torun´ – Torunia. litr – litra ‚Liter’. skoczek – skoczka ‚Springer’. akcent – akcentu ‚Akzent’ 187 186 . teatr – teatru ‚Theater’. sok – soku ‚Saft’. krupnik – krupniku ‚Graupensuppe’. odsetek – odsetka ‚Prozent’ (vgl. d. z˙al – z˙alu ‚Bedauern’. cukier – cukru ‚Zucker’ • Abstrakta rozum – rozumu ‚Verstand’. Poznan´ – Poznania.4. strach – stracha ‚Vogelscheuche’ Die andere Motivierungstendenz ist formal. kotlet – kotleta ‚Kotelett’ Substantive mit gestaltloser Semantik tendieren zu -u: • Substanzen budyn´ – budyniu ‚Pudding’. pasztet – pasztetu ‚Pastete’. Krako´w – Krakowa. naro´d – narodu ‚Volk’. las – lasu ‚Wald’. strach – strachu ‚Angst’ vs. das auch bei belebten Substantiven vorkommt: u!amek – u!amka ‚Bruch’. die Verteilung von -a/-u. mio´d – miodu ‚Honig’. gniew – gniewu ‚Wut’. kotek – kotka ‚Katze’). kilogram – kilograma ‚Kilogramm’ • die meisten polnischen Städtenamen Gdan´sk – Gdan´ska. lokal – lokalu ‚Räumlichkeit’. Die Endung -u haben: • viele Lehnwörter tekst – tekstu ‚Text’. jelen´ – jelenia ‚Hirsch’) Zu beachten sind Deminutiva wie do!ek – do!ka ‚Kuhle’ trotz do´! – do!u ‚Grube’ und daszek – daszka ‚Schutzdach’ trotz dach – dachu ‚Dach’. Wroc!aw – Wroc!awia. Radom – Radomia (aber: Bia!ystok – Bia!egostoku) • ‚individuierte’ Lebensmittel wie z.

PSL – PSL-u Polskie Stronnictwo Ludowe ‚Polnische Volkspartei’ 2. Substantive • deverbale Substantive mit Nullsuffix. zbio´r – zbioru ‚Sammlung’. Die Numerusform des Adjektivs und Verbs kongruiert mit dem Numerus des Substantivs. dziewczyna ‚Mädchen’. Rzym – Rzymu ‚Rom’. . Irak – Iraku. dz´wig – dz´wigu ‚Fahrstuhl’. Londyn – Londynu. dazu gehören alle Gegenstände und Lebewesen mit fest umrissenen Grenzen. Entitäten ohne feste Grenzen wie Abstrakta. 257– 272. miasta Irregulärer Numerus: meist nichtzählbar (niepoliczalny). außerdem zweigeteilte Gegenstände. Tybet – Tybetu. Pakistan – Pakistanu. sto´! ‚Tisch’. ok!ad – ok!adu ‚Belag’. kann aber auch auf eine Menge von Gegenständen bezogen werden. Pronomens. korkocia±g – korkocia±gu ‚Korkenzieher’ • viele Ländernamen Egipt – Egiptu. skok – skoku ‚Sprung’. Während der Plural eine Menge von mehr als ‚eins’ bezeichnet. Luksemburg – Luksemburga) • viele Namen ausländischer Städte Madryt – Madrytu. Iran – Iranu. Berlin – Berlina) • flektierende Abkürzungen PAN – PAN-u Polska Akademia Nauk ‚Polnische Akademie der Wissenschaften’. Wietnam – Wietnamu (aber: Izrael – Izraela. dziewczyny. Lyon – Lyonu. Frankfurt – Frankfurtu (aber: Paryz˙ – Paryz˙a. Adjektivs und Verbs. Er bezeichnet zwar in der Regel einen einzelnen Gegenstand. napo´j – napoju ‚Getränk’. miasto ‚Stadt’! sto!y. b) Numerus und Substantivtypen Die Substantive lassen sich in Bezug auf ihr Verhalten im Numerus nach zwei Merkmalen einteilen: Regulärer Numerus: zählbar (policzalny).212 2. Kollektiva und Substanzen. Wie im Deutschen gibt es zwei Subkategorien: a) Singular (liczba pojedyncza) b) Plural (liczba mnoga) Nur beim Substantiv hat der Numerus eine semantische Funktion. Weitere Ausdrucksmittel zu Mengenangaben s. Numerus 188 a) Allgemeines Der Numerus (liczba) ist eine flexivische Kategorie des Substantivs. ist der Singular semantisch unmarkiert. bohomaz – bohomazu ‚mieses Bild’. bei Verb und Adjektiv handelt es sich um syntaktische Kongruenz.4. auch Komposita posto´j – postoju ‚Halt’.3.

Wieloryb jest ssakiem. usta ‚Mund’. spoko´j ‚Ruhe’. ‚Zange’. Kollektiva. bei Substanzbezeichnungen: Angabe der Sorte. ‚Im Laden werden verschiedene Weine (="Weinsorten) verkauft. drzwi ‚Tür’. ‚Der Wal ist ein Säugetier. obce±gi. W sklepie sprzedaje sie± ro´z˙ne wina (=%ro´z˙ne gatunki wina).’ b) Substantive im Plural ohne Singular (Pluralia tantum) • zählbar. Substanzen me±ty/fusy ‚Bodensatz’ Als Formen mit defektivem Plural lassen sich auch die Personalpronomen ansehen. d. noz˙yczki ‚Schere’. Abstrakta.%=%Wieloryby sa± ssakami. sie bezeichnen einzelne Gegenstände. Wypi!em trzy piwa (=%trzy butelki/szklanki piwa).4. pogarda ‚Verachtung’. die als aus zwei Teilen bestehend aufgefasst werden (im Deutschen oft regulärer Singular!) okulary ‚Brille’.h. Krzyszstof Najderek • der Plural hat eine andere Bedeutung. listowie ‚Laub’."="Wale sind Säugetiere. sanie ‚Schlitten’ Bei genauer Angabe der Menge werden obligatorisch die Kollektivnumeralia wie dwoje verwendet. sondern vielmehr ‚der Sprecher"+"der Hörer’ oder ‚der Sprecher"+"X’. drzwi ‚Tür’ a) Substantive im Singular mit defektivem Plural: • der Plural fehlt (singularia tantum).2. Eigennamen mi!os´c´ ‚Liebe’. Zamo´wi!em u stolarza dwoje nowych drzwi do mojego domku weekendowego. ‚Ich habe drei Bier (="drei Flaschen/Gläser) getrunken. Plural in allgemeinen Kontexten neutralisiert werden. z˙elazo ‚Eisen’. ‚Ich habe beim Tischler zwei neue Türen für mein Wochenendhaus bestellt. Grammatische Kategorien des Substantivs 213 mi!os´c´ ‚Liebe’. abgefüllten Menge. woda ‚Wasser’.’ • nichtzählbar.’ . Ähnliches gilt für die Pluralformen von Familiennamen wie Kowalscy ‚Herr Kowalski und seine Familie’. pogarda ‚Verachtung’. Diese Fälle zeigen. c) Neutralisierung Wie im Deutschen kann die Opposition von Singular vs. denn my ‚wir’ bedeutet nicht ‚der Sprecher"+"der Sprecher’.’ Auch: Angabe einer abgepackten bzw. in solchen Fällen sind beide Subkategorien gegeneinander austauschbar. dass der Singular semantisch unmarkiert ist: er kann auch die pluralische Bedeutung abdecken.

B. Bei den Funktionen der Kasus lassen sich zwei Arten unterscheiden: • rein grammatische: Ein Kasus kann eine Relation zwischen zwei Elementen anzeigen. ‚Ich sehe __. /To sa˛ __.4 Kasus 189 Die Kategorie Kasus (przypadek) gehört zu den zentralen morphologischen Kategorien des Substantivs.’ Akkusativ (Biernik): Widze˛ __. die Bezeichnung des Instruments durch den Instrumental: wbijac´ gwo´z´dz´ m!otkiem ‚einen Nagel mit einem Hammer einschlagen’ Nominativ 190 Der Nominativ (mianownik) ist ein rein grammatischer Kasus. dem keinerlei Bedeutung eigen ist. wieder ins Kino zu gehen. die hier mit den entsprechenden Testsätzen aufgelistet sind: Nominativ (Mianownik): To jest __.214 2. Im Wesentlichen dient der Kasus dazu.’ Es handelt sich um generelle Aussagen nicht über einzelne Vertreter einer Klasse. Das Polnische hat sieben Kasus.’ Instrumental (Narze˛dnik): W!adam __. ‚Das ist/sind __.’ Vokativ (Wo!acz): Zmien´ sie˛. ‚Torun´ hat dem Touristen/Touristen eine Menge zu bieten.’ . M!odzi ludzie znowu zacze˛li chodzic´ do kina. ‚Ich beherrsche __. ‚Es gibt kein __. z. Adjektiven. ‚Junge Leute haben angefangen. ‚Ich spreche über __. ‚Ich habe nichts gegen __. __!’ Alle Kasus außer Vokativ und Nominativ können sowohl mit als auch ohne Präpositionen stehen. Pronomen. Titel’.’ Dativ (Celownik): Nic nie mam przeciw __. Numeralia und Partizipien eigen. ‚Ich bin Lehrer.’ Genitiv (Dope!niacz): Nie ma __.4.’ Präpositiv (Miejscownik): Mo´wie˛ o __. sondern über die ganze Klasse selbst. zeigt der Gebrauch des Instrumentals nach der Kopula das Prädikatsnomen an: Jestem nauczycielem. die rein relationeller Art ist.’ • semantische: In einzelnen Fällen kann der Kasus eine konkrete Bedeutung haben. Sie ist den Substantiven. Der polnische Terminus stellt eine direkte Übersetzung des lateinischen nominativus von nomen dar: von miano ‚Name. wie z. Substantive Torun´ ma turys´cie/turystom duz˙o do zaoferowania. 2. die Beziehungen nominaler Elemente im Satz anzuzeigen.B. Seine Funktion besteht im Anzeigen des grammatischen Subjekts des Satzes. __! ‚Änder dich.

Gaz jest. ‚Der Hund ist seinem Eigentümer weggelaufen. ‚Ich habe mir ein neues Wörterbuch gekauft. a) Merkmal der Entität: syn kolejarza ‚der Sohn des Eisenbahners’ b) das Ganze.’ Zimno mi. 4 ksia˛z˙ki ‚vier Bücher’. ‚Es gibt Gas. Grammatische Kategorien des Substantivs 215 Genitiv In seiner grammatischen Funktion signalisiert der Genitiv (dope!niacz) primär den Gebrauch eines Substantivs in der Funktion einer abhängigen Nominalgruppe. Pies uciek! w!as´cicielowi. das der Entität im attribuierten Substantiv zukommt. 1730 czo!go´w ‚1730 Panzer’ Daneben kann der Genitiv auch gewisse semantische Funktionen haben. Im Deutschen verwenden wir hier dagegen den Nominativ. Dativ Der Dativ (celownik) zeigt als grammatischer Kasus das indirekte Objekt an. Kupi!em sobie nowy s!ownik. denn die Kasse ist leer. u. Bei verneinten Verben hingegen erfüllt er die gleiche Funktion wie der Akkusativ oder in bestimmten Konstruktionen auch des Nominativs: Jeszcze nie kupi!em sobie nowego s!ownika. Nach den Numeralen 2 bis 4 steht der Nominativ Plural.’) Eine weitere obligatorische Gebrauchsbedingung des Genitivs besteht in der Verwendung nach Numeralen. ‚Mir ist kalt.’ 192 191 .’ (vs. wenn das betreffende Substantiv nach einem anderen Substantiv steht.’) Gazu nie ma do tej pory.) ‚Es gibt bis jetzt kein Gas.) ‚Ich habe mir noch kein neues Wörterbuch gekauft. (vs. Im Sinne dieses Merkmals. ist der Terminus ‚dope!niacz’ zu verstehen: dope!niac´ ‚hinzufügen’. bo w kasie pusto.4.’ (vs. (vs. In unpersönlichen Konstruktionen mit Verben des psychischen Erlebens bezeichnet der Dativ den Träger des Erlebnisprozesses. ab 5 der Genitiv Plural.2. das zusätzlich genannt wird.a. Das vom Genitiv begleitete Substantiv kann dann eine Art Merkmal im weiteren Sinne ausdrücken. von dem das erstgenannte Substantiv ein Teil benennt: drzwi mieszkania ‚die Wohnungstür’ c) Subjekt einer Handlung: krzyk dziecka ‚der Schrei des Kindes’ d) Objekt einer Handlung: zabo´jstwo ksie˛dza Popie!uszki ‚der Mord an Pfarrer Popie!uszko’.

’ In seiner semantischen Funktion tritt die Bezeichnung – wie der Name schon sagt – für ein Instrument und ein Hilfsmittel im weiteren Sinne auf (narze˛dzie ‚Instrument’).’ Podsekretarzem stanu zostaje Radek Sikorski. ‚Stellvertretender Staatsekretär wird Radek"Sikorski. ‚Ich habe ganze Nächte nicht geschlafen. Diese bestimmen seine Funktionen. Spo!eczen´stwo poprze prezydenta.’ Außerdem kann der Instrumental wie auch der Akkusativ in adverbiellen Bestimmungen auftreten. Otworzy! mieszkanie !omem.’ . Substantive In bestimmten Kontexten kann der Dativ eine semantische Funktion erfüllen.’ Der Terminus ‚biernik’ ist auf einer anderen Basis gebildet als der lateinische. der keinerlei eigene Bedeutung annehmen kann. ‚Er öffnete die Wohnung mit einem Brecheisen.’ Akkusativ 193 Der Akkusativ (biernik) ist ein rein grammatischer Kasus. W akademiku w pokoju studenckim trwa impreza. wie der erste Mensch entstand. Daher auch der polnische Terminus ‚celownik’ von cel ‚Ziel’. Seine syntaktische Funktion besteht im Anzeigen des direkten Objekts.’ Daneben kann er auch adverbielle Bestimmungen versprachlichen.216 2. ‚Im Wohnheim im Studentenzimmer läuft eine Party. Berlin jest stolica˛ Niemiec. Nie spa!em ca!a˛ noc. also eine Bedeutung haben. Er geht auf das Wort bierny zurück. ‚Heute werde ich euch davon erzählen. jak powsta! pierwszy cz!owiek. Instrumental 194 In einer seiner grammatischen Funktionen signalisiert der Instrumental (narze˛dnik) das Prädikatsnomen bei Kopulae. ‚Berlin ist die Hauptstadt Deutschlands. auf die die Handlung des Verbs gerichtet ist.’ Präpositiv 195 Der Präpositiv (miejscownik) tritt ausschließlich nach Präpositionen auf. das soviel wie ‚passiv’ bedeutet und auch tatsächlich die entsprechende grammatische Kategorie bezeichnet: ‚strona bierna’ ‚Passiv’. Dann markiert er die Entität. ‚Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Nie spa!em ca!ymi nocami. Dzisiaj opowiem wam. ‚Die Gesellschaft wird den Präsidenten unterstützen.

B. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 2. als er im Gegensatz zu allen anderen Kasus keine syntaktischen Beziehungen zwischen nominalen Elementen des Satzes anzeigt.’ Jurek to zdolny student.’ Ziemia jest okra±g!a.5. ‚Diese Frau ist meine Tante. poczekaj! ‚Marek. ‚Die Erde ist rund. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 217 Po chwili wycia˛gne±li narciarza wodnego na brzeg. ‚Wo!acz’ geht auf das Verb wo!ac´ ‚rufen’ zurück.5. be±dzie) tritt hingegen der Instrumental auf: Ta pani jest moja± ciotka±. zum Zuhören zu bewegen.’ In der Umgangssprache wird die Form des Nominativs auch oft statt des Vokativs verwendet: Marek. Panie doktorze. ‚Jurek ist ein begabter Student. Der Vokativ tritt bei der direkten Anrede an einen Hörer auf. Das Nomen im Vokativ steht immer außerhalb jeglicher Satzstruktur und ist somit von anderen Nomen völlig isoliert. Seine Funktion ist somit auch eine andere.’ Der Terminus ‚miejscownik’ rührt daher. warte!’ Wojtek. Aus diesem Grunde tritt er zumeist bei Eigennamen und Personenbezeichnungen auf. in denen der Präpositiv vorkommt. ‚Jurek ist ein begabter Student. bring die Bücher!’ Magda.’ Kon´ biegnie. Kasus und Präpositionen a) Syntaktische Funktionen des Nominativs Der Nominativ erfüllt meistens die Rolle des Subjekts: Stach p!ywa.’ Jurek jest zdolnym studentem. ‚Stach schwimmt. ‚Diese Frau ist meine Tante.2.1. mach dir keine Sorgen!’ Der Nominativ kann auch prädikative Funktion ausüben in zusammengesetzten Prädikaten mit der Kopula to: Ta pani to moja ciotka. ‚Dann haben sie den Wasserskiläufer ans Ufer gezogen.5. eine lokativische Bedeutung haben. mein Ellbogen tut mir sehr weh. bardzo boli mnie !okiec´.’ 2.’ Bei der Kopula jest (by!. Vokativ Der Vokativ (wo!acz) fällt aus dem Kasussystem insofern heraus. ‚Herr Doktor. nie martw sie±! ‚Magda. um ihn z. ‚Das Pferd läuft. dass die meisten Präpositionalkonstruktionen.’ 197 196 . przynies´ ksia±z˙ki! ‚Wojtek.

‚Ich habe genug Zeitungen gelesen. ‚Ich habe Suppe gegessen. s´ciany budynku ‚Wände eines Gebäudes’ • Bezeichnung des logischen Subjekts oder des Objekts einer Handlung bei von Verben abgeleiteten Substantiven . in Konstruktionen mit der Bedeutung einer nur teilweisen. er bildet das Pendant zum Akkusativ in den nicht verneinten Sätzen: Czytam ksia±z˙ke±. b) Syntaktische Funktionen des Genitivs 198 ohne Präposition Der präpositionslose Genitiv kann bei 1) Verben.’ Lubie± sport. ‚Ich mag Sport nicht. ‚Ich habe Tee getrunken.218 2. 2) Substantiven und 3) Numeralia auftreten.’ Mam czas.auf: Zbiera!em grzyby. – Nazbiera!em grzybo´w. Der präpositionslose Genitiv bei Verben tritt in folgenden Funktionen auf: • Genitiv der Negation drückt das direkte Objekt bei verneinten Verben aus.’ Zapomnia!em re±kawiczek. ‚Ich sehne mich nach Freiheit. 1.’ Kupi!em chleba ‚Ich habe Brot gekauft. ‚Ich will Verständnis.’ S!ucham muzyki. Substantive Hinweis: beim Adjektiv erfüllt der Nominativ meist prädikative Funktion in zusammengesetzten Prädikaten.’ • Der Genitiv tritt als direktes Objekt in der Funktion des Partitivs auf. ‚Ich höre Musik.’ Genitiv fakultativ: Zjad!em zupy.’ Die partitive Funktion tritt besonders oft bei Verben des perfektiven Aspekts mit dem Präfix na. – Nie czytam ksia±z˙ki. ‚Ich lese kein Buch. pi!ka Jurka ‚der Ball von Jurek’. torebka siostry ‚die Tasche der Schwester’ • Angabe eines Teiles einer geteilten Ganzheit talerz zupy ‚ein Teller Suppe’.’ 2. – Naczyta!em sie± gazet.’ • Im Gegensatz zum Deutschen regieren einige Verben den Genitiv als direktes Objekt: Chce± zrozumienia. – Nie mam czasu. ‚Ich habe genug Pilze gesammelt. nicht vollständigen Involvierung des Gegenstandes bei der Handlung: Genitiv obligatorisch: Napi!em sie± herbaty. ‚Ich habe die Handschuhe vergessen. ‚Ich habe keine Zeit. p!aszcz ojca ‚Vaters Mantel’. Der präpositionslose Genitiv bei Substantiven tritt in folgenden Funktionen auf: • Genitivus possessivus: Anzeige des Besitzes.’ Czyta!em gazety. szklanka mleka ‚ein Glas Milch’. – Nie lubie± sportu. kawa!ek chleba ‚ein Stück Brot’.’ Pragne± wolnos´ci.

jedzenie jab!ek (=%jab!ka sa± jedzone) ‚das Essen der Äpfel’ 3.5. Der präpositionslose Genitiv bei Numeralia Bei Kardinalia ab 5 aufwärts und bei Kollektivzahlwörtern wie dwoje stehen die Substantive im Genitiv Plural: szes´c´ krzese! ‚sechs Stühle’. adlativ. ablativ • In Verbindung mit der Präposition od nach Verben der Bewegung bezeichnet der Genitiv. auf den die Bewegung gerichtet ist. dwanas´cie miesie±cy ‚zwölf Monate’. dojechac´ do granicy ‚an die Grenze kommen’. troje dzieci ‚drei Kinder’. dwoje drzwi ‚zwei Türen’ Bei Bruchzahlen steht der Genitiv Singular: po´! bochenka ‚ein halber Laib (Brot)’. dwie trzecie litra ‚zwei Drittel Liter’. wbiec do szko!y ‚in die Schule hineinlaufen’ In dieser Konstruktion treten auch Ortsnamen auf – Dörfer. po´!tora roku ‚anderthalb Jahre’ mit Präposition Mit Präposition bildet der Genitiv Konstruktionen dieser Bedeutungen: 1. przyp!yna±c´ do brzegu ‚am Ufer anlegen’ • das Innere einer Räumlichkeit als Zielpunkt der Ortsveränderung eines Gegenstandes (illativ) przyjechac´ do domu ‚nach Hause kommen’. wro´cic´ do kraju ‚ins Land zurückkommen’ 2. Kontinente: przyjechac´ do Wo´lki ‚nach Wólka kommen’. odpowiedz´ ucznia (=%uczen´ odpowiada) ‚Antwort eines Schülers’ vs. pie±c´ lat ‚fünf Jahre’.2. do Polski ‚nach Polen’. dass sich etwas von einem Gegenstand wegbewegt: odejs´c´ od okna ‚vom Fenster weggehen’. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 219 rz˙enie konia (=%kon´ rz˙y) ‚Wiehern eines Pferdes’. przyjs´c´ do tablicy ‚an die Tafel kommen’. räumliche Grenze der Handlung. podejs´c´ do okna ‚ans Fenster gehen’. egzaminowanie studento´w (=%studenci sa± egzaminowani) ‚das Prüfen der Studenten’. Städte. in Verbindung mit der Präposition do nach Verben: • Ort. wejs´c´ do pokoju ‚ins Zimmer hineingehen’. do Warszawy ‚nach Warschau’. odp!yna±c´ od brzegu ‚vom Ufer fortschwimmen’ 199 . Länder. do Europy ‚nach Europa’.

‚Wir verbrachten die Feiertage bei den Großeltern.’ • Eine ähnliche Bedeutung hat die Verbindung des Genitivs mit der Präposition ws´ro´d: Dom sta! ws´ro´d drzew. pochodzic´ z Krakowa ‚aus Krakau stammen’ 3. Mieszka!em u siostry.’ Spe±dzalis´my s´wie±ta u dziadko´w. In der gleichen Funktion tritt u in den Ausdrücken u do!u ‚unten’ und u go´ry ‚oben’ auf. Substantive • In Verbindung mit der Präposition z bildet der Genitiv Konstruktionen. Bewegung aus der Mitte eines Gegenstandes: wyjs´c´ z domu ‚aus dem Haus herausgehen’. Doko!a/woko´! domu ros!y drzewa. herstammt. wyjechac´ z miasta ‚aus der Stadt herausfahren’. ‚Meine Frau arbeitet bei einem Gärtner.’ Jutro musze± byc´ u dentysty. von dem etwas ausgeht. temporal • In Verbindung mit den Präpositionen za/podczas ‚während’ bildet der Genitiv Konstruktionen. die die gegenwärtigen Umstände einer verlaufenden Handlung angeben. ‚Um das Haus herum wuchsen Bäume. ‚Am Weg entlang standen Gaslaternen. ‚Das Haus stand mitten unter Bäumen. des Besuchs. ‚Wir aßen Krapfen bei Blikle. auf ganzer Breite’ und w poprzek ‚quer’ vor: Wzd!uz˙ ulicy sta!y latarnie gazowe. lokativ • In Verbindung mit den Präpositionen dooko!a/doko!a und woko´! benennt der Genitiv einen Ort von allen Seiten eines in der Mitte befindlichen Punktes. ‚Ich habe bei meiner Schwester gewohnt.’ Jedlis´my pa±czki u Bliklego.’ Z"ona pracuje u ogrodnika.’ Bylis´my na imieninach u Kowalskiego. ‚Quer durch das Zimmer lag ein Läufer. die einen Ort bezeichen.’ Buty sa± u szewca.a. • Die Präposition u + Genitiv von Personenbezeichnungen bilden Ausdrücke des Wohnorts.’ • Die Relation ‚unterhalb vom Gegenstand’ wird durch die Kombination u + Genitiv ausgedrückt.220 2. Za panowania pierwszych Piasto´w powstawa!y nowe grody. wszerz ‚senkrecht zur Länge.’ Nocowa!em u kolegi. des Aufenthaltsorts.’ Nie rozmawiaj podczas kon- . ‚Die Schuhe sind beim Schuster. ‚Wir waren auf der Namenstagsfeier bei Kowalski. ‚Unter der Herrschaft der ersten Piasten entstanden neue Burgen.’ W poprzek pokoju lez˙a! chodnik. des Arbeitsplatzes u. sich entfernt. ‚Morgen muss ich beim Zahnarzt sein.’ 4. ‚Ich habe bei einem Freund übernachtet.’ • Ebenfalls eine lokative Bedeutung liegt in den Verbindungen mit wzd!uz˙ ‚parallel zu einem länglich geformten Objekt’.

od und dla. ‚Der Arzt hat Sprechstunde von fünf bis sieben Uhr.’ .2. Da±b ros´nie wolniej od topoli. komparativ • Die Konstruktion od + Genitiv tritt nach Formen des Komparativs des Adjektivs und Adverbs auf: Ojciec jest starszy od matki ‚Der Vater ist älter als die Mutter’. Indirektes Objekt • Der Genitiv bildet indirekte Objekte mit den Präpositionen do. krztusic´ sie± od kaszlu ‚sich beim Husten verschlucken’.5. kausal • Angabe des Grundes bei Kombination des Genitivs mit der Präposition z und od. Jestem najstarszy z braci. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 221 certu.’ Do zobaczenia! Do widzenia! ‚Auf Wiedersehen !’ 5. oddac´ krew dla chorego dziecka ‚für ein krankes Kind Blut spenden’ 8. ‚Jerzy war im Aufstand verwundet worden. Vor allem auch in gängigen Abschiedsformeln Lekarz przyjmuje od pia±tej do sio´dmej. pracowac´ dla zdobycia s!awy ‚arbeiten für den Ruhm’. pe±kac´ ze s´miechu ‚sich tot lachen’. ‚Eine Eiche wächst langsamer als eine Pappel. dostac´ list od siostry ‚einen Brief von der Schwester bekommen’. 7. grac´ w tenisa dla rozrywki ‚zum Spaß Tennis spielen’ 6. zanosic´ sie± od p!aczu ‚schluchzen’ Diese Bedeutung ist in den Ausdrücken dlaczego? ‚warum’ und dlatego ‚darum’ erstarrt. ‚Ich bin der älteste von meinen Brüdern. final • In der Kombination Genitiv + dla erhalten wir eine Konstruktion mit Angabe des Zieles. napisac´ do rodzico´w ‚an die Eltern schreiben’.’ Nach dem Superlativ tritt der Genitiv Plural auf. ‚Rede nicht während des Konzertes.’ • In Verbindung mit den Präpositionen od und do bildet der Genitiv Konstruktionen mit terminativer Bedeutung.’ Jerzy by! ranny w czasie powstania. rozchorowac´ sie± z przeme±czenia ‚aus Überanstrengung erkranken’.

Substantive 9. etwas nicht betrifft. list z Ameryki ‚ein Brief aus Amerika’. kwiatki z w!asnego ogro´dka ‚Blumen aus dem eigenen Garten’ • mit der Präposition z Attribute des Materials. wiersz z cyklu ‚Pejzaz˙e’ ‚ein Gedicht aus der Reihe ‚Landschaften’’. Zamiast Kowalskiego pojedzie do Krakowa Nowak. myd!o do prania ‚Seife zum Waschen’. ‚Wir fahren ohne Kinder zu Besuch. verwenden wir die Konstruktion pro´cz/opro´cz ‚außer’ + Genitiv: Wszyscy byli w teatrze opro´cz Zosi. das Nichtvorhandensein von etwas wird mit Hilfe der Konstruktion bez + Genitiv ausgedrückt. Pojedziemy z wizyta± bez dzieci. okulary od s!on´ca ‚Sonnenbrille’. in denen etwas bzw.’ Zjad!em ca!y obiad opro´cz deseru. attributiv • Der Genitiv bildet mit den Präpositionen dla. kluczyki od samochodu ‚Autoschlüssel’ • mit der Präposition z Attribute der Herkunft zabytek z XVI wieku ‚ein Denkmal aus dem 16. chustka do nosa ‚Taschentuch’. Jh.’.’ • In Situationen. ‚Statt eines Fernsehers habe ich mir ein Radio gekauft. guzik od koszuli ‚Hemdknopf’. ‚Statt Kowalski fährt Nowak nach Krakau. sweter z owczej we!ny ‚ein Pullover aus Schurwolle’. wia±zanka z bia!ych ro´z ‚ein Strauß aus weißen Rosen’˙ • mit der Präposition u Attribute der Zugehörigkeit zu einem größeren Ganzen. Opro´cz telewizora kupi!em sobie takz˙e radio. jemand anders ersetzt wird. tritt die Konstruktion zamiast ‚statt’ + Genitiv auf.222 2. do und od Präpositionalattribute mit finaler Bedeutung. . ‚Ich habe das ganze Mittagessen bis auf den Nachtisch aufgegessen. ‚Außer einem Fernseher habe ich mir auch ein Radio gekauft. szczoteczka do ze±bo´w ‚Zahnbürste’.’ Zamiast telewizora kupi!em sobie radio. powies´c´ dla m!odziez˙y ‚Jugendroman’.’ 10. einzelne Bestandteile. ‚Alle waren im Theater außer Zosia. dass die Handlung des Prädikats jemanden bzw.’ Diese Konstruktion kann wie im Deutschen auch das Gegenteil bedeuten (kompletiv).’ Wenn wir anzeigen. dzbanek z gliny ‚eine Kanne aus Ton’. jemand durch etwas anderes bzw. gramatyka dla cudzoziemco´w ‚Grammatik für Ausländer’. aus dem der Gegenstand besteht bzw. abessiv • Das Fehlen.

5.’ In Verbindung mit der Präposition przeciw bildet der Dativ die Beziehung der Gegnerschaft gegen etwas bzw. radzic´ ‚raten’. falbanki u re±kawo´w ‚Rüschen an den Ärmeln’ c) Syntaktische Funktionen des Dativs ohne Präposition Der präpositionslose Dativ tritt in der Funktion des indirekten Objekts auf und bezeichnet meist eine Person bzw. przys!uchiwac´ sie± ‚zuhören’. schaden pomo´c ‚helfen’. obiecywac´ ‚versprechen’ + Dativ • Verben des Lenkens der Wahrnehmungssinne przygla±dac´ sie± ‚ansehen’. den die Handlung des Prädikats gerichtet ist. das Lenken der Sinne auf etwas oder die Folge einer Handlung. przypatrywac´ sie± ‚betrachten’. zio´!ka przeciw gora±czce ‚Kräuter gegen Fieber’. auf die bzw. szczepienia przeciw cholerze ‚Impfungen gegen Cholera’ 201 200 . poz˙yczyc´ ‚leihen’. skierowac´ wzrok ku niebu ‚den Blick himmelwärts richten’. Poz˙ar szerzy! sie± ku przeraz˙eniu t!umu. sie bezeichnet die Bewegungsrichtung im Raum. przeszkadzac´ ‚stören’ + Dativ • Verben des Sagens mo´wic´ ‚sprechen’. palce u ra±k ‚Finger’. pokazywac´ ‚zeigen’ + Dativ mit Präposition Mit Präposition tritt der Dativ recht selten auf. Der präpositionslose Dativ verbindet sich mit Verben der folgenden Bedeutungen: • Verben des Gebens und Nehmens dac´ ‚geben’. walczyc´ przeciw najez´dz´cy ‚gegen den Angreifer kämpfen’. kierowac´ sie± ku wyjs´ciu ‚sich zum Ausgang wenden’. die jemandem nützen bzw. opowiadac´ ‚erzählen’. ‚Der Brand breitete sich zum Schrecken der Menge aus.2. Die Konstruktion ku%+"Dativ hat buchsprachlichen Charakter. zabrac´ ‚wegnehmen’. ukras´c´ ‚stehlen’ + Dativ • Verben von Handlungen. szkodzic´ ‚schaden’. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 223 palce u no´g ‚Zehen’. wysta±pic´ w dyskusji przeciw referentowi ‚in der Diskussion gegen den Referenten auftreten’ Er bildet auch Konstruktionen mit der Bedeutung der Absicherung vor einer Gefahr. einen Gegenstand. jemanden.

Adverbielle Bestimmungen des Ortes • adlativ.’ Sypie± so´l.’ Otwieram okno.’ Ola lubi koty.’ To potrwa ca!y tydzien´. na stadion ‚in das Stadion’. – Ola nie lubi koto´w. die zu der Kombination do + Genitiv synonym sind.’ Außerdem kann der präpositionslose Akkusativ die Funktion einer adverbiellen Bestimmung des Maßes annehmen. Adverbielle Bestimmungen 1. ‚Ich sehe ein Haus. na !a±ke± ‚auf die Wiese’ . na dworzec ‚zum Bahnhof’. ‚Die Briefmarke hat 5.’ – Wo´z jest cia±gnie±ty przez konia.000 gekostet. ‚Ola liest ein Buch. 204 I. na pole ‚aufs Feld’.’ Mieszkalis´my tam trzy lata.224 2. das die Funktion des direkten Objekts ausübt.’ Nie spa!em ca!a± noc. ‚Warte einen Moment.’ Przejechalis´my trzy kilometry. In Kombination mit der Präposition na bildet der Akkusativ Konstruktionen. ‚Wir sind drei Kilometer gefahren. ‚Ola mag Katzen.’ 203 mit Präposition In Verbindung mit Präpositionen bildet der Akkusativ verschiedene Konstruktionen mit sehr unterschiedlichen Funktionen. ‚Das wird eine ganze Woche dauern. ‚Ich öffne das Fenster. Poczekaj chwile±. – Ola nie czyta ksia±z˙ki. Substantive d) Syntaktische Funktionen des Akkusativs 202 ohne Präposition Der präpositionslose Akkusativ zeigt in erster Linie das direkte Objekt an. do biura ‚zum Büro’). Widze± dom.’ Znaczek kosztowa! pie±c´ tysie±cy. ‚Ich streue Salz. ‚Ein Pferd zieht den Wagen. Während sich do + Genitiv auf Örtlichkeiten innerhalb geschlossener Räumlichkeiten bezieht (do domu ‚nach Haus’. ‚Wir haben dort drei Jahre gewohnt. ‚Der Wagen wird von einem Pferd gezogen. in dessen Richtung die Bewegung geht. przyjs´c´ na cmentarz ‚auf den Friedhof kommen’.’ Nach Verneinung des Verbs wird der Akkusativ durch den Genitiv ersetzt. liegt bei na%+"Akkusativ meist eine nach außen offene Örtlichkeit ohne konkrete Begrenzungen vor. Kon´ cia±gnie wo´z.’ Bei der Umsetzung eines aktivischen Satzes ins Passiv wird das im Akkusativ stehende Nomen.’ – ‚Ola mag keine Katzen. ‚Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. zum grammatischen Subjekt im Nominativ. Ola czyta kia±z˙ke±. es wird der Ort bezeichnet.’ – ‚Ola liest kein Buch.

aber pojechac´ do Pragi (Hauptstadt Tschechiens) Weiterhin bildet der Akkusativ mit folgenden Präpositionen Konstruktionen mit adlativer Bedeutung.5. na Pomorze. meinen wir nicht die Reise bis nach Krakau. schowac´ sie± za szafe± ‚sich hinter dem Schrank verstecken’ mie±dzy: samocho´d wjecha! mie±dzy drzewa ‚das Auto fuhr zwischen den Bäume hindurch’ pod: pies wszed! pod sto´! ‚der Hund ging unter den Tisch’ Die Konstruktion pod%+"Akkusativ drückt nicht nur eine unterhalb eines Gegenstandes befindliche oder durch etwas verdeckte Örtlichkeit aus. auf der Landstraße. udac´ sie± w inna± strone± ‚sich in eine andere Richtung begeben’. na Rugie± Auch bei Landesteilen und Stadtteilen: pojechac´ na Mazowsze.2. Wenn wir sagen Jedziemy na Krako´w ‚Wir fahren in Richtung Krakau’. przechodzic´ przez ulice± ‚über die Straße gehen’. z. nad: jechac´ nad morze ‚an die See’. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 225 Die Konstruktion na%+"Akkusativ wird ebenfalls bei Namen von Inseln und Halbinseln verwendet. leciec´ na Krete±. es wird die Richtung einer Bewegung angezeigt. po´js´c´ nad rzeke± ‚an den Fluss gehen’ w: zejs´c´ w do´! ‚nach unten kommen’. przeskoczyc´ przez p!ot ‚über den Zaun springen’ Bei der Verbindung der Präposition na%+"Akkusativ von Städtenamen wird nicht eine auf die Stadt als Ziel der Reise gerichtete Bewegung verstanden.’ • perlativ. Die . patrzec´ w niebo ‚in den Himmel schauen’ przed: wyjs´c´ przed dom ‚vor das Haus hinausgehen’ za: s!on´ce zasz!o za chmury ‚die Sonne versteckte sich hinter den Wolken’. is´c´ przez las ‚durch den Wald gehen’. na Sycylie±. Diese Bedeutung liegt in der Konstruktion przez + Akkusativ vor. jechac´ przez most ‚über die Brücke fahren’. nad jezioro ‚an den See’. sondern die Richtung der räumlich verstandenen Fahrt. jechac´ na Mokoto´w. sondern auch eine Örtlichkeit in der Nähe eines Gegenstandes: Wyjedziemy do znajomych pod Warszawe± ‚Wir fahren zu den Bekannten in der Nähe von Warschau. Sie antwortet auf die Frage kto´re±dy? ‚auf welchem Wege’. Der Endpunkt der Reise kann auf dem Wege nach oder auch hinter Krakau liegen. wygla±dac´ przez okno ‚zum Fenster herausschauen’.B. na Prage± (Warschauer Stadtteil). sondern die Fahrt in diese Richtung.

Mit der Präposition za tritt die Bedeutung einer zeitlichen Begrenzung auf.’ Przez nieuwage± wsiad!em do innego tramwaju. po: ide± po pieczywo ‚ich gehe Backwaren holen’. ‚Posen liegt westlich von Warschau. is´c´ na ryby ‚angeln gehen’. Poznan´ lez˙y na zacho´d od Warszawy. przyjde± za trzy godziny ‚ich komme in drei Stunden’ 3.226 2. Adverbielle Bestimmungen des Ziels Der Akkusativ wird in Konstruktionen verwendet. w niedziele± ‚am Sonntag’ In der Verbindung mit der Präposition na bei Substantiven des Zeitmaßes wird ein Termin versprachlicht. praca be±dzie gotowa na czwartek ‚die Arbeit wird am Donnerstag fertig sein’. wyjez˙dz˙am na dwa lata ‚ich fahre für zwei Jahre weg’. Spo´z´nilis´my sie± przez Kowalskiego. mature± zdaje± za dwa lata ‚in zwei Jahren mache ich Abitur’. jechac´ na wscho´d ‚nach Osten fahren’. w jakim celu? ‚mit welchem Ziel?’ antworten. po gazete± do kiosku ‚zum Kiosk eine Zeitung kaufen’. Adverbielle Bestimmungen des Grundes In der Konstruktion przez%+"Akkusativ können in kausaler Bedeutung sowohl Personenbezeichnungen als auch Abstrakta auftreten. n a przedstawienie ‚in die Vorstellung (gehen)’ 4. Adverbielle Bestimmungen der Zeit Der Akkusativ der Bezeichnungen für die Wochentage bildet mit der Präposition w adverbielle Bestimmungen der Zeit.’ Przez ciebie nie posz!am do teatru. ‚Wir haben uns wegen Kowalski verspätet. umo´wi!em sie± na godzine± dziewia±ta± ‚ich habe mich für 9 Uhr verabredet’. we czwartek ‚am Donnerstag’. is´c´ na spacer ‚spazierengehen’. Substantive Verbindung na%+"Akkusativ von den Bezeichnungen der Himmelsrichtungen können perlative und auch lokale adverbielle Bestimmungen bilden. die auf die Fragen po co? ‚wozu?’ bzw.’ 2.’ Zgubi!em parasol przez roztargnienie.’ . w poniedzia!ek ‚am Montag’. ‚Deinetwegen bin ich nicht ins Theater gegangen. ‚Ich habe meinen Regenschirm aus Zerstreutheit verloren. zaprosic´ kogos´ na kawe± ‚jdn zu einer Tasse Kaffee einladen’. od!oz˙ymy to na jutro ‚wir verschieben das auf morgen‘. ‚Aus Versehen bin ich in eine andere Straßenbahn eingestiegen. po papierosy ‚Zigaretten holen’ na: jechac´ na polowanie ‚jagen fahren’. is´c na grzyby ‚Pilze suchen (gehen)’. na koncert ‚ins Konzert (gehen)’.

po + Akkusativ (limitativ) woda sie±ga po kolana ‚das Wasser steht bis zu den Knien’. Indirektes Objekt In Konstruktionen mit Präpositionen kann der Akkusativ auch die Rolle des indirekten Objekts einnehmen. k!o´cic´ sie± o pi!ke± ‚sich um den Ball streiten’. ‚Wir haben je 100 Z!oty beigesteuert. prosic´ o herbate± ‚um Tee bitten’ Nach Verben des Kampfes. patrzec´ przez palce ‚durch die Finger sehen’. chustka na g!owe± ‚Kopftuch’. sprzeczac´ sie± o trase± wycieczki ‚sich um die Reiseroute streiten’ In Verbindung mit der Präposition na: patrzec´ na obraz ‚auf ein Bild schauen’. Adverbielle Bestimmungen der Art und Weise mo´wic´ przez nos ‚durch die Nase sprechen’. czekac´ na tramwaj ‚auf die Straßenbahn warten’ In Verbindung mit der Präposition za: dzie±kowac´ za z˙yczenia ‚für die Wünsche danken’. bic´ sie± o dziewczyne± ‚sich um ein Mädchen prügeln’.und Klaviersonate’ 206 205 .2.ä. od Tatr po Ba!tyk ‚von der Tatra bis zur Ostsee’ po"+"Akkusativ (distributiv. ‚Ich habe 20 Groschen pro Ei bezahlt.’ II. rozmawiac´ przez telefon ‚telefonieren’. umiec´ na pamie±c´ ‚auswendig können’ 6.5. Attribute Als Attribut kommt der Akkusativ in folgenden Präpositionalkonstruktionen vor: na"+"Akkusativ (final) lekarstwo na kaszel ‚ein Mittel gegen Husten’. buty o dwa numery za duz˙e ‚Schuhe um zwei Nummern zu groß’. kupic´ d!ugopis za dziesie±c´ z!otych ‚einen Kugelschreiber für 10 Z!oty kaufen’ III. pytac´ o zdrowie ‚nach der Gesundheit fragen’. Adverbielle Bestimmungen des Maßes o"+"Akkusativ spo´z´ni! sie± o godzine± ‚er hat sich um eine Stunde verspätet’. garnek na mleko ‚Milchtopf’. tkwic´ po uszy w d!ugach ‚bis zu den Ohren in Schulden stecken’. mit Numeralia) P!aci!em za jajka po dwadzies´cia groszy. patrzec´ przez ro´z˙owe okulary ‚durch eine rosa Brille sehen’. sonata na skrzypce i fortepian ‚Violin. Streits u. In Verbindung mit o tritt er als ein Objekt von Verben des Fragens und Bittens auf. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 227 5. siatka na zakupy ‚Einkaufsnetz’.: walczyc´ o wolnos´c´ ‚für die Freiheit kämpfen’.’ Z!oz˙ylis´my sie± po sto z!otych.

zeszyt w linie ‚Schreibheft mit Linien’. • instrumentell. bezeichnet den Umstand der Bewegung. mit deren Hilfe die Handlung des Prädikats realisiert wird. (distributiv) bilety po sto z!otych ‚Karten zu je 100 Z!oty’ w%+"Akkusativ materia! w kratke± ‚karierter Stoff’. Angabe des Grundes: martwic´ sie± z!a± wiadomos´cia± ‚sich wegen einer schlechten Nachricht sorgen’. ‚Jan ist mein Sohn’. po kolana ‚bis an die Knie’. Jan jest moim synem. noca± ‚in der Nacht’. uderzac´ m!otkiem ‚hämmern’. is´c´ ulica± ‚die Straße entlang gehen’. der auf die Frage kto´re±dy? ‚auf welchem Wege’ antwortet. .228 2. z. jechac´ rowerem ‚Rad fahren’. Einige Formen des Instrumentals werden bereits als Adverben angesehen: wieczorem ‚abends’. er markiert das Prädikatsnomen in zusammengesetzten nominalen Prädikaten. Maria jest nauczycielka±. p!yna±c´ !o´dka± ‚rudern’. ‚Maria ist Lehrerin’. kopac´ !opata± ‚schaufeln’. tymczasem ‚inzwischen’. dniem ‚am Tage’. jechac´ szosa± ‚die Straße entlang fahren’ p!yna±c´ kana!em ‚durch den Kanal schwimmen’ • temporal. leciec´ samolotem ‚mit dem Flugzeug fliegen’ • perlativ. jesienia± ‚im Herbst’.B. wycierac´ sie± re±cznikiem ‚sich mit einem Handtuch abtrocknen’ Bei Verben der Bewegung steht der Instrumental auch bei den Bezeichnungen des Fortbewegungsmittels. polewac´ woda± ‚besprengen’. zima± ‚im Winter’. bezeichnet die zeitlichen Umstände. cieszyc´ sie± z˙yciem ‚das Leben genießen’ • Angabe der Art und Weise. bezeichnet das Werkzeug oder Mittel. suknia w kwiaty ‚Kleid mit Blumen’ e) Syntaktische Funktionen des Instrumentals 207 ohne Präposition Der präpositionslose Instrumental erfüllt im Satz folgende Funktionen: • prädikativ. czasami ‚manchmal’. • kausal. Substantive po"+"Akkusativ (limitativ) woda po pas ‚Wasser bis an die Hüften’. im Allgemeinen handelt es sich um historisch erstarrte Formen.

‚Danzig liegt am Meer.2. kierowac´ fabryka± ‚eine Fabrik leiten’ mit Präposition I. ‚Über der Stadt lagert Nebel. ‚Unter dem Eis floss ein kleiner Fluß.’ Nad polana± kra±z˙y! soko´!. p!ywac´ z˙abka± ‚brustschwimmen’ • direktes Objekt. ‚Hinter dem Fenster regnet es. mo´wic´ grubym g!osem ‚mit kräftiger Stimme sprechen’.5. ‚Der Schirm steht hinter dem Schrank. Pod lodem p!yne±!a rzeczka.’ Parasol stoi za szafa±. spac´ pod ko!dra± ‚unter der Decke schlafen’. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 229 is´c´ wolnym krokiem ‚langsame Schritte machen’. ‚Über der Lichtung kreiste ein Falke. is´c´ pod parasolem ‚unter dem Schirm gehen’ 208 . Za oknem pada deszcz.’ nad%+"Instrumental lokalisiert einen Gegenstand oder eine Handlung an einem Ort.’ Gdan´sk lez˙y nad morzem.’ Prezenty lez˙a!y pod choinka±.’ za%+%Instrumental lokalisiert einen Gegenstand oder eine Handlung auf der Rückseite eines anderen Gegenstandes. ‚Vor dem Haus wuchsen Bäume. rza±dzic´ pan´stwem ‚den Staat regieren’.’ pod%+"Instrumental lokalisiert einen Gegenstand oder eine Handlung unterhalb eines anderen Gegenstandes.’ Diese Konstruktionen können auch einen Ort bezeichnen. der von etwas bedeckt ist. ‚Die Katze schlief unter dem Sessel. der höher gelegen ist als der vom Nomen im Instrumental bezeichnete Gegenstand.’ Kot spa! pod fotelem. ‚Warschau liegt an der Weichsel. ‚Die Geschenke lagen unter dem Weihnachtsbaum. in dieser Funktion tritt der Instrumental nur bei einer recht kleinen Gruppe von Verben auf.’ Die Verbindung der Präposition nad mit dem Instrumental von Gewässerbezeichnungen ist synonym mit der Konstruktion w pobliz˙u%+"Genitiv. Przed domem ros!y drzewa. Warszawa lez˙y nad Wis!a±. Nad miastem unosi sie± mg!a. patrzec´ nieprzyjaznym wzrokiem ‚unfreundlich ansehen’. Adverbielle Bestimmungen • Adverbielle Bestimmungen des Ortes przed%+"Instrumental lokalisiert einen Gegenstand auf der Vorderseite eines anderen.

po´js´c´ z wizyta± ‚zu Besuch gehen’ • Adverbielle Bestimmungen des Umstands Witalis´my sie± z rados´cia±.230 2. Poza dozorca± nikt wie±cej tu nie mieszka. ‚Kasia geht mit einer Tasche einkaufen. ‚Die Soldaten marschierten mit Gesang. ‚Zwischen dem Feld und der Wiese verläuft ein Weg.’ Wojsko maszerowa!o ze s´piewem.’ • Adverbielle Bestimmungen der Zeit przed%+%Instrumental bedeutet so viel wie ‚früher als’. przed s´wie±tami ‚vor dem Fest’. Ulica± szed! uczen´ z tornistrem na plecach. ‚Wir begrüßten uns mit Freude. die synonym sind zu opro´cz + Genitiv. • Ausdrücke. pod Warszawa± ‚in der Nähe von Krakau/Warschau wohnen’ mie± d zy%+%Instrumental a%+%Instrumental oder mie± d zy%+%Instrumental"+"Plural bestimmen einen Ort in der Mitte zweier Objekte: Fotel stoi mie±dzy sto!em a telewizorem. Indirektes Objekt przed + Instrumental . ‚Der Sessel steht zwischen dem Tisch und dem Fernseher. die einen Gegenstand bezeichnen.’ Mie±dzy polem a !a±ka± biegnie droga. den jemand besitzt oder bei sich trägt.’ II. ‚Ich komme zwischen 7 und 8 Uhr nach Hause. Substantive Die Verbindung pod%+%Instrumental kann – zumeist bei Ortsnamen auch in der Bedeutung w pobliz˙u%+%Genitiv auftreten. ‚Außer dem Hausmeister wohnt hier keiner.’ poza + Instrumental bildet Konstruktionen.’ Mie±dzy drzewami sta! zamek. ‚Zwischen den Bäumen stand eine Burg.’ In diesen Konstruktionen können neben Personenbezeichnungen auch Tierbezeichnungen auftreten.’ z"+"Instrumental können auch bilden: • Adverbielle Bestimmungen des Ziels (final) przyjs´c´ z pomoca ± ‚zu Hilfe kommen’. przed wojna± ‚vor dem Krieg’. ‚Ein Schüler mit einem Ranzen auf dem Rücken ging die Straße entlang. mieszkac´ pod Krakowem.’ Kasia idzie z siatka± na zakupy. przed up!ywem trzech lat ‚vor Ablauf von drei Jahren’ mie±dzy%+%Instrumental"+"a%+%Instrumental Wro´ce± do domu mie±dzy sio´dma± a o´sma±.

‚Ich gehe mit einer Freundin spazieren. ‚Ich sprach mit meinem Vater. die eine begleitende Person bezeichnen.’. ‚Man sieht die Ähnlichkeit zwischen Vater und Sohn. kawa ze s´mietanka± ‚Kaffee mit Sahne’ oder ein Merkmal: dziewczyna z niebieskimi oczami ‚ein Mädchen mit blauen Augen’ Mit anderen Präpositionen werden Attribute gebildet. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 231 wysta±pic´ przed publicznos´cia± ‚vor Publikum auftreten’. Attribute z + Instrumental bezeichnet ein begleitendes Element bzw.’ Mie±dzy pos!ami powsta!a ro´z˙nica zdan´. ‚Ich spielte Tennis mit einem Freund. zastanawiac´ sie± nad przysz!os´cia± ‚über die Zukunft nachdenken’ pod + Instrumental byc´ pod czyja±s´ opieka± ‚unter jemandes Schutz stehen’. ‚Zwischen den Abgeordneten entstand eine Meinungsverschiedenheit.5. Ide± na spacer z kolez˙anka±.2.’ z + Instrumental bildet • Ausdrücke. pracowac´ nad soba± ‚an sich arbeiten’.’ ‚Gra!em w tenisa z kolega±. powtarzac´ za lektorem ‚nach dem Lektor nachsprechen’ nad + Instrumental siedziec´ nad ksia±z˙ka± ‚über dem Buch sitzen’. Es treten folgende Funktionen auf: 209 . deszcz ze s´niegiem ‚Regen mit Schnee’. die semantisch den adverbiellen Bestimmungen entsprechen.’ III. z˙yc´ pod rza±dami ‚unter der Regierung leben’ mie±dzy + Instrumental%+a%+Instrumental oder mie±dzy + Instrumental"+"Plural Widac´ podobien´stwo mie±dzy ojcem a synem. schowac´ sie± przed deszczem ‚sich vor dem Regen schützen’ za + Instrumental te±sknic´ za rodzicami ‚die Eltern vermissen’. einen Bestandteil: torba z jab!kami ‚Tasche mit Äpfeln’. die an der Handlung mitbeteiligt ist. f) Syntaktische Funktionen des Präpositivs Der Präpositiv wird im heutigen Polnisch – daher sein Name – nur mit Präpositionen gebraucht. Rozmawia!em z ojcem. nad robota± ‚über der Arbeit sitzen’.

miec´ zame±t w g!owie ‚verwirrt sein’ na + Präpositiv bezieht sich auf die Lage einer Person bzw. wchodzic´ po schodach ‚die Treppe hinaufgehen’.’ gerichtet: is´c´ ‚gehen’. na s´lizgawce ‚auf der Eisbahn’. przebywac´ w Warszawie ‚sich in Warschau aufhalten’ auch über Gegenstände.’. Adverbielle Bestimmungen • Adverbielle Bestimmungen des Orts (lokal) w/we + Präpositiv bezeichnet gewöhnlich die Lage eines Gegenstandes im Innern einer Räumlichkeit. auf der eine Bewegung in eine oder verschiedene Richtungen stattfindet. siedziec´ na krzes´le ‚auf dem Stuhl sitzen’. mieszkac´ na wsi ‚auf dem Lande wohnen’. po ulicach ‚auf den Straßen’. na przystanku ‚an der Haltestelle’. zajmowac´ poko´j w hotelu ‚ein Zimmer in einem Hotel haben’. mieszkac´ przy ulicy Sienkiewicza ‚in der Sienkiewicz-Straße wohnen’ po + Präpositiv bezieht sich auf eine Örtlichkeit. ‚Die Wolken zogen am Himmel vorüber. na cmentarzu ‚auf dem Friedhof’ oder auf der Oberfläche von etwas: Ksia±z˙ka lez˙y na stole. ‚Das Buch liegt auf dem Tisch. schodzic´ ‚heruntergehen’. kupowac´ przy stoisku ‚bei dem Verkaufsstand kaufen’. byc´ w pokoju ‚im Zimmer sein’. eines Gegenstandes in einer offenen Räumlichkeit czekac´ na dworcu ‚auf dem Bahnhof warten’. pisac´ na papierze ‚auf dem Papier schreiben’ przy + Präpositiv bezeichnet die räumliche Nähe zwischen der Handlung und dem Gegenstand. Per!y rozsypa!y sie± po pod!odze. ungerichtet: Chmury p!yne±!y po niebie. ‚Die Perlen haben sich auf dem Fußboden zerstreut. die sich an verborgenen Orten befinden: trzymac´ dokumenty w szufladzie ‚Dokumente in der Schublade aufbewahren’. Substantive I. miec´ w sercu ‚im Herzen haben’. zatrzymac´ sie± przy poczcie ‚bei der Post anhalten’. mieszkac´ w starym domu ‚in einem alten Haus wohnen’. byc´ na stadionie ‚im Stadion sein’. miec´ pienia±dze w kieszeni ‚Geld in der Tasche haben’ auch metaphorisch: przechowywac´ cos´ w pamie±ci ‚etwas im Gedächtnis bewahren’.232 2. po drabinie ‚die Leiter hinaufklettern’ . der von dem Substantiv im Präpositiv versprachlicht wird.’ Chodzilis´my po Warszawie ‚Wir sind in Warschau herumgegangen. po mies´ c ie ‚in der Stadt’.’.

Po obiedzie poszlis´my na spacer. ‚Er ist im Juli geboren. We±drowalis´my po wsiach. ‚Nach dem Krieg hat man Warschau aus den Trümmern wiederaufgebaut.’ Po wojnie odbudowano Warszawe± z gruzo´w.’ Kowalski wyjecha! we wrzes´niu. die etwas mit Zeit zu tun haben: o po´!nocy ‚um Mitternacht’.2. wenn die Bewegung bzw. po go´rach ‚durch die Berge’. ‚Ich bin nach sieben Unterrichtsstunden aus der Schule zurüchgekehrt. listopada ‚am 11. w lecie ‚im Sommer’ und mit anderen Substantiven zur Bezeichnung von Zeiträumen: w m!odos´ci ‚im Jugendalter’. w czasie wojny ‚in der Kriegszeit’. ‚Ich gehe nach dir zur Zahnärztin hinein. o dwunastej w po!udnie ‚um zwölf Uhr mittags’ und anderen Substantiven.’ Wro´ci!em ze szko!y po siedmiu lekcjach. Chodzilis´my po sklepach.’ mit den Bezeichnungen für Jahreszeiten: w zimie ‚im Winter’. w dniu 11. der einer Handlung vorausgeht. na pocza±tku lipca ‚Anfang Juli’ o + Präpositiv in Verbindung mit dem Substantiv godzina ‚Stunde’ und den Ordinalzahlwörtern. na jesieni ‚im Herbst’. ‚Kowalski ist im September ausgereist. o godzinie o´smej ‚um acht Uhr’. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 233 Diese Konstruktion wird ebenfalls verwendet. ‚Nach dem Mittagessen sind wir spazieren gegangen. w roku 1918 ‚im Jahre 1918’ na + Präpositiv tritt sehr viel seltener auf als die Präposition w/we. November’.5. ‚Wir wanderten durch die Dörfer. die Handlung viele verschiedene Örtlichkeiten erfasst. o s´wicie ‚beim Anbruch des Tages’ po + Präpositiv bezeichnet den Zeitraum.’ • Adverbielle Bestimmungen des Umstands przy + Präpositiv . o dwudziestej drugiej ‚um zweiundzwanzig Uhr’. ‚Wir bummelten durch Geschäften.’.’ • Adverbielle Bestimmungen der Zeit (temporal) w/we + Präpositiv in Verbindungen mit den Monatsnamen: Urodzi! sie± w lipcu.’ po + Präpositiv in Verbindung mit Personenbezeichnungen benennt die Reihenfolge einer Handlung Wejde± do dentystki po tobie.

s!uz˙yc´ w wojsku ‚beim Militär dienen’. na rowerze ‚Rad fahren’. Attribute w + Präpositiv bezeichnet Merkmale. Objekte o + Präpositiv nach Verben des Sagens und Denkens bezeichnet das Thema der Aussage. grac´ na gitarze ‚Gitarre spielen’ Den adverbiellen Bestimmungen des Umstandes bzw. an der jemand teilnimmt: uczestniczyc´ w obradach ‚an einer Sitzung teilnehmen’. der Art und Weise kommen präpositionale Ausdrücke mit Substantiven nahe. pantofle na obcasie ‚Schuhe mit Absätzen’. polec przy zdobywaniu Monte Cassino ‚bei der Eroberung von Monte Casino fallen’ • Adverbielle Bestimmungen der Art und Weise na + Präpositiv chodzic´ na palcach ‚auf Zehenspitzen gehen’. Gedankens: mo´wic´ o sa±siadach ‚über Nachbarn sprechen’. grac´ w orkiestrze ‚im Orchester spielen’. jez´dz´ic´ na nartach ‚Ski fahren’. Gespräches u. pani w czarnym p!aszczu ‚eine Frau im schwarzen Mantel’.234 2. des Textes bzw.ä. zakochac´ sie± przy pierwszym spotkaniu ‚sich beim ersten Treffen verlieben’. byc´ w harcerstwie ‚bei den Pfadfindern sein’ II. me±z˙czyzna w kapeluszu ‚ein Mann mit Hut’. walczyc´ w powstaniu ‚in dem Aufstand kämpfen’ auch bei Institutionen und Personengruppen: s´piewac´ w cho´rze ‚im Chor singen’. mys´lec´ o dzieciach ‚an Kinder denken’. die mit dem Aussehen wie z. opowiadac´ o podro´z˙y ‚von der Reise erzählen’. marzyc´ o samochodzie ‚von einem Wagen träumen’ na + Präpositiv znac´ sie± na malarstwie ‚sich mit Malerei auskennen’ III. fotel na biegunach ‚Schaukelstuhl’. ch!opak w okularach ‚ein Junge mit Brille’. Substantive rozmawiac´ przy obiedzie ‚beim Mittagessen reden’. . die eine Handlung bezeichnen.B. Kleidung zusammenhängen. jajka na boczku ‚Eier mit Speck’ o + Präpositiv benennt das Thema eines Buches. s´piewac´ przy akompaniamencie fortepianu ‚mit Klavierbegleitung singen’. staruszka w z˙a!obie ‚eine Oma in Trauer’ na + Präpositiv bezeichnet Merkmale von Gegenständen.

bajka o kro´lu ‚ein Märchen über einen König’ Wenn es um Eigenschaften von Menschen geht. Der Sexus ist das sprachlich relevante Geschlecht der Referenten. (Folgende Darstellung beruht auf Weiss 1991a-c. substancja o temperaturze wrzenia ‚eine Substanz mit der Siedetemperatur’. auf die man sich mit Substantiven bezieht. rozmowa o teatrze ‚eine Unterhaltung über das Theater’. männlich Generell gilt. dziewczyna o z!otych w!osach ‚ein Mädchen mit goldenem Haar’. nimmt diese Konstruktion buchsprachliche Färbung an.2.2. Beim natürlichen Geschlecht handelt es sich im Gegensatz dazu um eine rein semantische Kategorie. In der Regel ist das Geschlecht der Personen.5. die eng miteinander interagieren: • Genera • Deklinationsklassen • Sexus Genus und Deklination sind auf der morphologisch. die relevant wird.’ In bestimmten Kontexten kommt es zur Neutralisierung: 211 210 . tkanina o szerokos´ci 2 metro´w ‚ein Stoff mit der Breite von 2 Metern’ 2. von Bedeutung. wenn der Sprecher über Menschen spricht. cz!owiek o go!e±bim sercu ‚ein Mensch mit gutem Herzen’ Im heutigen Polnischen tritt sie im wissenschaftlichen Stil auf zur Bezeichnung von Merkmalen oder Maßen einer Substanz.5. ksia±z˙ka o zwierze±tach ‚ein Buch über Tiere’. über die man spricht. Genus und Sexus (rodzaj gramatyczny i rodzaj naturalny) In dem Bereich der Substantive sind mehrere Ebenen zu unterscheiden. pierwiastek o cie±z˙arze atomowym ‚ein Element mit dem Atomgewicht’. ‚Ich habe mit deiner Schwester gesprochen. morpho-syntaktischen Ebene angesiedelt.) a) Natürliches Geschlecht: weiblich vs. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 235 piosenka o mi!os´ci ‚ein Lied über die Liebe’. Im Polnischen kann der Sprecher Sexus auf vier Arten versprachlichen: • weiblich • männlich • gemischte Gruppe: weiblich und männlich • Sonderfälle Besonderheiten in der Kongruenz gibt es im Bereich der Numeralia.bzw. dass auf weibliche Personen mit Hilfe femininer Substantive verwiesen wird: Rozmawia!em z twoja± siostra±.

desto häufiger gibt es Ableitungen. das gleiche gilt für das Prädikatsnomen. wenn das Geschlecht keine große Rolle spielt. kobieta ‚Frau’ – me±z˙czyzna ‚Mann’.236 2. mecenas ‚Mäzen’ – *mecenaska. stark umgangsprachlich. ‚Meine Mutter ist Leiterin eines kleinen Unternehmens. Außerdem: Je höher das gesellschaftliche Prestige des bezeichneten Berufs. 126. um das Geschlecht einer Person zum Ausdruck zu bringen: Eigene Lexeme Das Geschlecht wird durch verschiedene Lexeme ausgedrückt. ‚Die Studenten sind mit dem Seminar nicht zufrieden. kobieta-murarz ‚Maurerin’. Rosjanin – Rosjanka ‚Russe – Russin’ • Berufsbezeichnungen. tritt immer die maskuline Form auf. babcia ‚Großmutter’ – dziadek ‚Großvater’ Komposita Bei einigen Berufsbezeichnungen können die Lexeme kobieta oder pani vorangestellt werden. psycholoz˙ka. ‚Torun´ hat den Touristen viel zu bieten. • Nationalität: Niemiec – Niemka ‚Deutscher – Deutsche’.’ Es gibt folgende Mittel im Substantivbereich.’ Moja mama jest kierownikiem ma!ego przedsie±biorstwa.’ • Im Plural tritt ebenfalls häufig die maskuline Form auf. Ableitung durch Suffixe Wie im Deutschen können viele Personenbezeichnungen durch Suffixe weibliche Ableitungen bilden. Vor Gebrauch sollte ein Lexikon konsultiert werden! • einige Nachnamen. die einem Sprecher zur Verfügung stehen. fryzjer ‚Frisör’ – fryzjerka ‚Frisöse’. folgende Nachnamen haben auch feminine Formen: . Studenci nie sa± zadowoleni z seminarium. weibliche Formen werden hier nicht so regelmäßig gebildet wie im Deutschen! Es gelten folgende Beschränkungen: je stärker der Beruf als typischer Frauenberuf angesehen wird. Torun´ ma turystom duz˙o do zaoferowania. wuj ‚Onkel’ vs. pani profesor ‚Professorin’. Achtung: Einige der weiblichen Formen gelten als abwertend bzw. desto häufiger ist das Fehlen eines weiblichen Pendants: minister ‚Minister’ – *ministerka. Substantive • In allgemeinen Aussagen. s. grundsätzlich haben Ehefrauen die gleichen Nachnamen wie ihre Ehemänner. profesorka. ciocia ‚Tante’. pan Nowak – pani Nowak.

• Berufsbezeichnungen. Diese Formen haben keine amtliche Geltung und werden nur umgangssprachlich verwendet.2. je nachdem.’ 213 212 . betrifft auf Konsonant auslautende Nachnamen.’ Achtung: die genannten Personenbezeichnungen können nicht im Plural auftreten. *Rozmawia!em z naszymi profesor. Wir finden die Alternationen feminin : maskulin-belebt. ‚Ich habe mit Frau Nowak gesprochen. ‚Marian und Mariola haben sich verspätet. wechseln sie ihr Genus. Es gilt die feste Regel: Wenn sich in der Gruppe mindestens ein Mann befindet. veraltete -o´wna die Tochter. wenn über Gruppen gesprochen wird. Rozmawia!em z nasza± profesor. Marian i Mariola spo´z´nili sie±. mit Hilfe der Affixe -owa und -o´wna können Nachnamen gebildet werden. Die Lexeme nehmen dabei gänzlich das feminine Genus an. -owa bezeichnet die Ehefrau und das sehr seltene. dass es nicht deklinierbar ist. b) Personenbezeichnungen mit doppeltem Genus und Sexus Hierbei handelt es sich oft um expressiv gefärbte Lexeme. pan Kowalski – pani Kowalska. Hierbei handelt es sich um offizielle Nachnamen.belebt) – Ta oferma wszystko przekre±ci!a! (fem. pan Kubicki – pani Kubicka. Rozmawia!em z pania± Nowak. ist die maskulin-personale Form obligatorisch. Indeklinabilität Neben der eben genannten Ableitung kann ein feminines Nomen von einem maskulinen dadurch unterschieden werden. ob sie sich auf eine Frau oder auf einen Mann beziehen. welche sprachlichen Mittel verwendet werden. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 237 a) auf -ski und -cki. Ten oferma wszystko przekre±ci!! (mask.): Rozmawia!em z naszymi paniami profesor. pan Nowak – pani Nowakowa – panna Nowako´wna (auch -ina/-yna). denen sowohl Männer als auch Frauen angehören. besonders bei gesellschaftlich angesehenen Berufen. ‚Ich habe mit unserer Professorin gesprochen.’ • Nachnamen.o.5. b) auf Konsonant.) – Te ofermy wszystko przekre±ci!y! (mask. sie sind defektiv.) ‚Diese Trantüte hat alles versaut! – Diese Trantüten haben alles versaut!’ c) Natürliches Geschlecht: gemischte Gruppen Hier geht es darum. Hier ist eine explizite Ausdrucksweise mit Hilfe des Lexems pani notwendig (s.

Substantive Unter den Personalpronomen gibt es das spezialisierte Pronomen pan´´stwo + maskulinpersonales Verb: Kiedy pan´stwo wro´cili z Ameryki? ‚Wann sind Sie aus Amerika zurückgekommen?’ Eine Besonderheit gibt es im Bereich der Numeralia. ‚Der Säugling schrie laut auf. ‚Der arme Teufel wusste nicht. ‚Es sind zwei Studenten gekommen.’ • Ableitungen mit dem Augmentativsuffix -(i)sko.’ (nur Frauen) Przysz!o dwoje studento´w. rein weibliche und gemischte Gruppen unterscheiden.238 2. chuchro ‚schwaches Geschöpf’. przedszkolak ‚Kindergartenkind’.B. a) Neutra. nastolatek ‚Jugendlicher’. popychad!o ‚Aschenbrödel’ b) Maskulin-belebt. babsztyl ‚Frauenzimmer’ Wspo´!czesne nastolatki nie lubia± rock ‚n roll’a. z´rebie± ‚Fohlen’ Niemowle± g!os´no zakrzycza!o. Typ ‚domisko’ Biedaczysko nie wiedzia!o co robic´. niemowlak ‚Säugling’. z. das Lexem erhält dadurch eine stark pejorative Bedeutung.’ • pejorative Bezeichnungen. Te rzemies´lniki by ca!y dzien´ tylko spa!y! ‚Diese Handwerker möchten den ganzen Tag nur schlafen!’ . was er tun sollte. ‚Die heutigen Jugendlichen mögen keinen Rock’n Roll. z.’ c) maskulin-belebte Endung statt maskulin-personal. alle maskulin-personalen Personenbezeichnungen können in emotionalen Kontexten nach maskulin-belebten Muster dekliniert werden.’ (Mann und Frau) d) Sonderfälle 214 In einigen Fällen fehlt die übliche Übereinstimmung zwischen grammatischem Genus und semantischem Sexus. die rein männliche.B.’ (nur Männer) Przysz!y dwie studentki. dziecko ‚Kind’. Bei gemischten Gruppen treten die Kollektivzahlwörter auf: Przyszli dwaj studenci. diese Personenbezeichnungen benennen meist Kinder und Jugendliche (sonst: maskulin-belebt zumeist Tiere). ‚Es sind zwei Studenten gekommen. einige wenige Personenbezeichnungen zur Bezeichnung von • Nichterwachsenen. dziewcze± ‚Mädel’. ‚Es sind zwei Studentinnen gekommen.’ (nur Männer) Przysz!o dwo´ch studento´w. ‚Es sind zwei Studenten gekommen.

ä. Solche Adjektive verhalten sich im Hinblick auf die Komparation regulär. sie benötigen dafür ganz spezifische Kontexte. Diese Adjektive sind nicht so leicht steigerbar. Sie sind per Wortbildungsverfahren von anderen Wortarten abgeleitet: • von Substantiven samocho´d ! samochodowy ‚Auto-’. wysoki – niski ‚hoch – tief’. als die grammatische Kategorie der Komparation hier unterschiedlich funktioniert. Lexikalisch-grammatische Kategorien der Adjektive Bei den Adjektiven (przymiotniki) kann man zunächst einmal zwei große Gruppen unterscheiden. Hierbei handelt es sich um eine semantische Veränderung: die Einführung der Vergleichsskala bewirkt eine 215 . die zwar auch auf zwei entgegengesetzte Pole bezogen sind.1. z˙ywy ‚lebendig’.3. g!uchy ‚taub’ o. we±drowac´ ! we±drowny ‚Wander-’ Sie bezeichnen meist eine Eigenschaft im Sinne ‚etwas mit X zu tun habend’. samochodowy Y heißt soviel wie ‚Y hat etwas mit Auto zu tun’.ä. sodass viele Wörter sich in die andere Kategorie ausweiten können. s´lepy ‚blind’. ma!y ‚klein’. sondern im Kontext erschlossen wird. Zu den ursprünglichen Adjektiven zählen die Qualitätsadjektive. zum einen die ursprünglichen und zum anderen die aus anderen Wortarten transponierten Adjektive.und Beziehungsadjektiven oder zwischen gradier. noc ! nocny ‚Nacht-’ • von Verben mylic´ sie± ! mylny ‚fälschlich’. z. rybak ! rybacki ‚Fischer-’. Sie sind nicht primär von anderen Wortarten abgeleitet und bezeichnen ein gradierbares Merkmal. wobei die Skala zwischen diesen beiden Möglichkeiten aber keinen festen Bedeutungsbestandteil bildet. In die zweite große Gruppe gehen die Beziehungsadjektive ein. Es gibt aber auch andere Qualitätsadjektive.und nichtgradierbaren Adjektiven ist nicht stabil. Die Grenze zwischen Qualitäts. Gradierbar heißt soviel. dass das Merkmal auf eine Skala bezogen wird. weso!y ‚fröhlich’ u. d. Der Bezug auf die Skala bildet bei diesen Adjektiven einen festen Bestandteil der Bedeutung. die eine Normalmitte und zwei extreme Pole aufweist. also Wörter des Typs duz˙y ‚groß’. Adjektive 3. domys´lac´ sie± ! domys´lny ‚scharfsichtig’. dobry – z!y ‚gut – schlecht’. martwy ‚tot’. Diese Unterscheidung ist für die Verwendung insofern zentral. dessen Größe den Normalwert eines typischen Hauses übersteigt. Adjektive für räumliche Dimensionen und Bewertungen bilden antonymische Paare wie duz˙y – ma!y ‚groß – klein’.B.h. ein großes Haus ist ein Haus.

1. Die semantische Spezialisierung ist eng mit den grammatischen Eigenschaften des Stamms verbunden.2. Zu den transponierten Adjektiven gehören neben den Beziehungsadjektiven auch die per regulärer Transposition gebildeten Partizipien (czytaja±cy). jaki und czyj – Indefinitpronomen: kto´rys´. – Interrogativ-Relativpronomen: kto´ry. die durch Verben motiviert sind. ‚Die papierenste (=!künstlichste) Gestalt des Stücks ist die Hauptfigur’.2. die traditionellerweise zu anderen Wortarten gezählt werden.240 3. pewien u.und Determinativpronomen ten. Geht das Beziehungsadjektiv papierowy in ein Qualitätsadjektiv über. interesuja±cy ‚interessant’ .a. handelt es sich um Bezeichnungen von Eigenschaften. jakis´. Zur syntaktisch definierten Wortart der Adjektive zählen eine Reihe weiterer Vokabeln. Deverbale Adjektive 217 (przymiotniki odczasownikowe) Bei den Formationen. Adjektive semantische Verschiebung. • Numeralia: Ordinalia: pierwszy. Daher sind die Derivate am sinnvollsten nach diesen formalen Kriterien einzuteilen. Wir unterscheiden: a) Stämme mit einer Wortbildungsbasis • deverbal – von Verben abgeleitet • desubstantivisch – von Substantiven abgeleitet • deadjektivisch – von Adjektiven abgeleitet b) Stämme mit mehr als einer Wortbildungsbasis 3. Adjektivische Wortbildungsformationen 216 Bei der Wortbildung der Adjektive sind nicht so viele verschiedene Bildungsmodelle und Bedeutungsfunktionen festzustellen wie beim Substantiv. sondern vielmehr ‚künstlich’: Najbardziej papierowa± postacia± w tej sztuce jest g!o´wny bohater. z˙aden u. kaz˙dy. Der Unterschied zwischen beiden Kategorien ist bisweilen nur schwer zu erfassen. drugi etc. Aus praktischen Überlegungen heraus werden sie auch in dieser Grammatik an anderer Stelle behandelt: • Pronomen: – Possessivpronomen: mo´j.a. two´j u. – Demonstrativ. die im Zusammenhang mit der entsprechenden Handlung stehen und sich den Partizipien nähern. 3. bedeutet es nicht mehr ‚aus dem Material Papier bestehend’.a. Auch sie sind nicht komparierbar. weil viele Partizipien der kontextuellen oder ständigen Adjektivierung unterliegen.

s!yna±c´ ! s!ynny ‚berühmt’. Die adjektivischen Derivate werden in der Regel nur von transitiven Verben gebildet. zalez˙ec´ ! zalez˙ny ‚abhängig’ 218 . Typ ‚mylny’ Das Formativ -ny bildet Derivate zweierlei Bedeutungen: • die Eigenschaft wird dem Handlungsträger zugeschrieben. kto´re cze±sto p"acze’ – weinerliches Kind p!acza±ce dziecko ‚takie.oder Zustandsbezeichnung. Adjektivische Wortbildungsformationen 241 Ein semantischer Unterschied besteht manchmal darin. Ist die Basis eine Prozess. kto´ry we±druje ‚Zugvogel’. Der Gegenstand bzw. Adjektive lassen diese im Gegensatz zu Partizipien nicht zu. der Person im Hinblick auf verschiedene Relationen zur zugrundeliegenden Handlung zugeschrieben. dass das Adjektiv ein ständiges und das Partizip ein vorübergehendes. Fähigkeit. sind die Derivate in Bezug auf das Genus verbi neutral. p!aczliwe dziecko ‚takie. cz!owiek domys´lny – cz!owiek. unterliegt ihr ständig oder hat diese Neigung bzw. P!acza±ce przed chwila± dziecko juz˙ sie± uspokoi!o. najemny pracownik – pracownik. Die mit dem Formativ -ny gebildeten deverbalen Derivate sind in dieser Hinsicht am wenigsten semantisch festgelegt und unterliegen am ehesten einer Bedeutungsveränderung. kto´ry zosta! umo´wiony ‚Vertragstermin’ So gibt es eine Beziehung zur grammatischen Kategorie des Genus verbi. kto´ry sie± domys´la ‚scharfsinnig’ we±drowny ptak – ptak. kto´ry we±druje ‚Zugvogel’ mylny napis – napis. kto´ry myli ‚falsche Aufschrift’ • die Eigenschaft wird demjenigen zugeschrieben. ‚Das Kind.a. in der Kombinierbarkeit mit adverbiellen Bestimmungen der Zeit. Es gibt jedoch einige intransitive Wortbildungsbasen: we±drowny ptak – ptak. die Person führt die Handlung ständig aus. das eben geweint hat. Enger spezialisiert sind die Formative -liwy und -alny. auf den die Handlung gerichtet ist. kto´ry zosta! naje±ty ‚Lohnarbeiter’ umowny termin – termin. kto´re p"acze w danym momencie’ – weinendes Kind Der Gebrauch der beiden sprachlichen Einheiten unterscheidet sich u. hat sich wieder beruhigt. nur momentan vorhandenes Merkmal benennt.’ Die vom deverbalen Adjektiv bezeichnete Eigenschaft wird dem Gegenstand bzw.3.2. Die einzelnen Formative sind in unterschiedlichem Maße auf den Ausdruck dieser Relationen spezialisiert.

Typ ‚zmywalny’ 221 Unter den adjektivischen Wortbildungsformativen ist -alny das am weitesten spezialisierte. seinen Erweiterungen -awczy. wykonawczy ‚Ausführungs-’. kto´rego !atwo jest pobudzic´ ‚erregbar’ Die Basis für die Bildungen auf -liwy wird vor allem von Verben gestellt. auf den die Handlung übergeht (passivisch). kierowniczy ‚Leitungs-’ Einige dieser Formationen sind sowohl durch ein Verb als auch ein Substantiv motiviert.242 3. kto´ry wykonuje/zespo´! wykonawco´w ‚Ausführungsgremium’ Einige dieser Derivate bilden eine besondere Gruppe. zmywalny – taki. können auch mit dem Formativ -czy bzw. normy za!adowcze – dotycza±ce za!adowania ‚Ladenormen’ Typ ‚p"aczliwy’ 220 Das Formativ -liwy bildet Bezeichnungen von Eigenschaften. zadania wydobywcze – zwia±zane z wydobyciem ‚Förderaufgaben’. zugeschrieben werden. kto´ry !atwo podejrzewa ‚argwöhnisch’ Einige haben eine passivische Orientierung: draz˙liwy – taki. kto´ry !atwo uste±puje ‚nachgiebig’ podejrzliwy – ten. kto´rego !atwo jest (roz)draz˙nic´ ‚reizbar’ pobudliwy – taki. ostrzegawczy ‚warnend’. p!aczliwy – taki. zespo´! wykonawczy – zespo´!. kto´ry moz˙na przyswoic´ ‚aufnehmbar’ Diese Adjektive sind zumeist Attribute zu nichtbelebten Substantiven. Sie werden im Wesentlichen von transitiven Verben gebildet. kto´ry moz˙na zmyc´ ‚waschbar’ przyswajalny – taki. Es geht in Formationen ein. die dem Handlungsträger zugeschrieben werden. Adjektive Typ ‚oz˙ywczy’ 219 Adjektive zur Bezeichnungen von Eigenschaften. die einem Gegenstand im Hinblick auf die Neigung. potenzielle Merkmale zuschreiben. weil sie unmittelbar von einem Nomen actionis abgeleitet sind. die zugrundeliegende Handlung auszuführen. mieszkalny – taki. die Zustände oder mentale Aktivitäten des Menschen bezeichnen. w kto´rym moz˙na mieszkac´ ‚bewohnbar’ . Intransitive sind selten. oz˙ y wczy ‚belebend’. die einem Gegenstand. -niczy gebildet werden. kto´ry cze±sto p!acze ‚weinerlich’ uste±pliwy – ten.

-en´ski. -owaty. Desubstantivische Adjektive Unter den abgeleiteten Adjektiven bilden die desubstantivischen Adjektive (przymiotniki odrzeczownikowe) die größte. Sie werden auch Beziehungsadjektive genannt. Es handelt sich um Derivate von Verben. -in´ski. aber auch in der Standardsprache sind sie weit verbreitet. Nur das Formativ -alny ist auf potenziell passivische Bildungen beschränkt. Die Verwendung der einzelnen Suffixe überschneidet sich teilweise. -ijski. Die übrigen Affixe können tendenziell sowohl in passivischen als auch aktivischen Bildungen auftreten. die Gegenständen zukommen im Hinblick auf eine allgemeine Beziehung zu anderen Gegenständen. was mit Auto zu tun hat’ – sichert die extreme Popularität dieser Adjektive. -Ø (mit den Erweiterungen -czy. -yjski). -an´ski. -iczny). -arski. 3. die sich nach einem Zustandswechsel ergeben haben. Typ ‚osiwia"y’ An der Grenze zu den deverbalen Adjektiven befinden sich bestimmte Formen auf -!(y). Die Bedeutungen der deverbalen Formationen sind im Großen und Ganzen nicht sehr stabil. szyba samochodowa – nalez˙a±ca do samochodu ‚Autoscheibe’ kurs samochodowy – kurs prowadzenia samochodu ‚Fahrschulkurs’ warsztat samochodowy – warsztat. osiwia!y ‚ergraut’. Adjektivische Wortbildungsformationen 243 Die Formationen mit dem Suffix -alny sind heute sehr produktiv. die Prozesse bezeichnen.2. -ny (mit den Erweiterungen -yjny. -ski (mit den Erweiterungen -owski.3. Besonders häufig treten sie im Fachwortschatz auf. die auch die Form des Präteritums bilden.2. -owy verbindet sich im Prinzip 224 223 222 . gdzie sa± naprawiane samochody ‚Autowerkstatt’ Diese abkürzende Nennung eines ganzen Konzepts – im Sinne ‚alles. iczy). os´lep!y ‚erblindet’ Sie benennen Eigenschaften oder Zustände. Als Formative treten auf: -owy. Die ausgedrückten Beziehungen können verschiedener Art sein und werden oft erst in der Kombination mit dem attribuierten Substantiv präzisiert.2. Sie bezeichnen Merkmale. Typ ‚samochodowy’ Das Formativ -owy gehört heute zu den produktivsten Wortbildungsaffixen des Polnischen. oniemia!y ‚sprachlos’. differenzierteste und produktivste Gruppe. og!uch!y ‚taub geworden’. Den Formationen entsprechen im Deutschen oft Komposita. jedes hat jedoch auch einen spezifischen Verwendungsbereich.

auf -nik (nehmen -i). Mit seiner Hilfe werden hauptsächlich Adjektive von zwei Basen gebildet: • maskulinen Personenbezeichnungen • Ortsnamen Zur ersten Gruppe gehören vorwiegend Substantive auf -arz und -ak: kres´larz ! kres´larski ‚Zeichner-’. die von Eigennamen gebildet werden. pi!karz ! pi!karski ‚Fußballer-’. przysz!a Andrzejowa ‚Andrzejs Frau ist gekommen’ Typ ‚pi"karski’ 225 Das Formativ -ski zeichnet sich durch hohe Produktivität aus. -owos´c´ enden. . student ! studencki ‚Studenten-’. powielaczowy ‚Kopierer-’. die auf -k. lodowcowy ‚Gletscher-’. szybowcowy ‚Segelflug-’. naiwniak ! naiwniacki ‚Naivling-’. sa±siad ! sa±siedzki ‚Nachbar-’ An der Morphemgrenze können noch weitere Alternationen vorkommen. haben eine stilistische Markierung. Wenn die Elemente -acz. Adjektive mit allen Typen von Substantivstämmen. !o´dz´ Piotrowa ‚die katholische Kirche’. rybak ! rybacki ‚Fischer-’. p!ywak ! p!ywacki ‚Schwimmer-’ Unter den Wortbildungsbasen nichtpolnischer Herkunft finden sich auch andere Stämme: inwestor ! inwestorski ‚Investoren-’. poradnikowy ‚Ratgeber-’. -t und -d auslauten. Es hat die Morphe -owski. dope!niaczowy ‚Genitiv-’. -ijski. -nik. partyzant ! partyzancki ‚Partisanen-’ Bei der Anfügung von -ski an Stämme. mocarstwo ! mocarstwowy ‚Macht-’ Formationen des Typs osobowos´ciowy kommen vor.von der Sprachpflege nicht gutgeheißen. werden aber aufgrund der Wiederholung der Lautfolge -ow. student ! studencki ‚Studenten-’ d ! dz. rybak ! rybacki ‚Fischer-’ t ! c. kommt es zu Alternationen. -in´ski. -stwo und -owos´c´. -arz (=!Nomina agentis) oder -stwo. silnikowy ‚Motor-’ Derivate mit dem Suffix -owy. -owiec. profesor ! profesorski ‚Professoren-’. -en´ski. können sie ein Adjektiv auf -owy bilden. Besonders stark ist das Verbindungsverbot bei Stämmen auf -arz (die adjektivischen Derivate nehmen -ski an). -owiec. Es gibt aber einige – in der Praxis nicht immer berücksichtigte – Beschränkungen in der Verbindbarkeit mit bestimmten Stammtypen. Die einzigen Ausnahmen bei -stwo sind: pan´stwo ! pan´stwowy ‚staatlich’. -arski. k ! c.244 3. -an´ski. gelten somit als schlechter Stil. -yjski. die auf -acz. -nik bei unbelebten Substantiven auftreten.

aluzja ! aluzyjny ‚anspielend’ Das Suffix -iczny wird bei Stämmen auf -logia. In der nicht erweiterten Form erfüllt es die Funktion. -grafia und -izm (-yzm) verwendet.2. aus Nachnamen. -yjny. PAN ! panowski ‚der polnischen Akademie der Wissenschaften’ mistrz ! mistrzowski ‚meisterhaft’. Adjektivische Wortbildungsformationen 245 Paryz˙ ! paryski. Ryga ! ryski. aus Abkürzungen und einigen anderen. dyskusja ! dyskusyjny ‚Diskussions-’. auf -iczny oder auf -ijny. kopalnia ! kopalniany ‚Gruben-’. noc ! nocny ‚Nacht-’ In neueren Bildungen wird meist das erweiterte Morph -any gebraucht. Belgia ! belgijski. Olkusz ! olkuski Ortsnamen können ein entsprechendes Beziehungsadjektiv ausschließlich mit dem Suffix -ski bzw. elementarny ‚elementar’. Kuba ! kuban´ s ki. entlehnte Adjektive ins Polnische einzupassen. 226 . deren substantivische Basis auf -acja. aktualny ‚aktuell’. Che!mno ! che!min´ski. Sienkiewicz ! Sienkiewiczowski ONZ ! oenzetowski ‚UNO-’.3. Paryz˙ ! paryski. Krosno ! kros´nien´ski. abstrakcja ! abstrakcyjny ‚abstrakt’. -zja auslautet. seinen Erweiterungen bilden. -iczny kann es auch nicht entlehnte Beziehungsadjektive bilden. romantyzm ! romantyczny ‚romantisch’ Substantive auf -ia bilden die Basis für verschiedene Formationen. -sja. ziemia ! ziemny ‚Erd-’. kawiarnia ! kawiarniany ‚Cafe´-’. Warszawa ! warszawski. Rosja ! rosyjski Die Auswahl des jeweiligen Allomorphs hängt nur zum Teil von der lautlichen Struktur des Ortsnamens ab und ist daher nicht unbedingt an feste Regeln gebunden. Die belegten Bildungen sind bereits sehr alt: pole ! polny ‚Feld-’. -cja. wirtuoz ! wirtuozowski ‚virtuos’ Typ ‚nocny’ Das Formativ -ny tritt heute nur relativ selten bei genuin slavischen Basen auf. uczelnia ! uczelniany ‚Hochschul-’ Die größte Produktivität entfaltet das Suffix unter entlehnten Substantiven. dokumentacja ! dokumentacyjny ‚Dokumentations-’. popularny ‚populär’. dekabrysta ! dekabrystowski Kopernik ! Kopernikowski. geologia ! geologiczny ‚geologisch’. punktualny ‚pünktlich’ Mit den erweiterten Allomorphen -ijny. marksista ! marksistowski. Das Formativ -owski ist spezialisiert auf die Bildung aus Personenbezeichnungen auf -ista. Das Suffix -ijny (-yjny) tritt regulär in Adjektiven auf.

Adjektive chemia ! chemiczny ‚chemisch’. obro´bka ! obro´bczy/ obro´bkowy ‚Bearbeitungs-’ Eine weitere große Gruppe unter den Adjektiven auf -y bilden diejenigen. marksizm ! marksistowski ‚marxistisch’ komunizm ! komunistyczny ‚kommunistisch’ Typ ‚tajemniczy’ 227 Das Element -y (genauer: Ø-Suffix) formt Adjektive aus Substantiven mit dem Auslaut -k oder -c. miednica ! miedniczy/miednicowy ‚Becken-’ (anatomisch).246 3. kto´re wykonuje ameba ‚amöbenhafte Bewegungen’. wo sie eine expressive Färbung aufweisen. ros´liny malwowate ‚malvenhafte Pflanzen’ . Es handelt sich um Bezeichnungen von Merkmalen. wo sie keine expressive. Bei anderen Substantiven kann parallel das Suffix -owy gebraucht werden. wykonawczy ‚Ausführungs-’ – wykonywac´/wykonawca Substantive auf -ca und -ec können Adjektive auschließlich mit dem Suffix -y bilden. osiedleniec ! osiedlen´czy ‚Siedler-’. tajemnica ! tajemniczy ‚geheimnisvoll’. ruchy amebowate – ruchy. je±zykoznawca ! je±zykoznawczy ‚sprachwissenschaftlich’ Formationen dieses Typs sind gleichzeitig durch das entsprechende Verb und das Nomen agentis motiviert. familia ! familijny ‚familiär’ In der Bildung von Beziehungsadjektiven aus Substantiven mit den Suffixen -izm und -ista konkurriert das Formativ -czny mit -owski. podobne do tych. beczu!kowata postac´ – postac´ przypominaja±ca beczu!ke± ‚fassförmige Figur’ haczykowaty nos – nos. podobny do haczyka ‚Hakennase’ Die Formationen dieses Typs treten recht häufig in der Umgangssprache auf. urze± d nik ! urze± d niczy ‚Beamten-’. cha!upniczy ‚Heim-’ Typ ‚beczu"kowaty’ 228 Einen stark spezialisierten Typ stellen die Adjektive auf -owaty dar. die die Ähnlichkeit des attribuierten Gegenstands zu dem in der Wortbildungsbasis genannten Gegenstand ausdrücken. die durch Nomina agentis auf -nik und gleichzeitig durch Abstrakta auf -stwo motiviert sind. Andererseits sind sie auch in der Fachterminologie verbreitet. sondern fachsprachliche Färbung aufweisen. nadawczy ‚Sende-/Sender-’ – nadawac´/nadawca. obuwniczy ‚Schuh-’.

samochodowy ‚irgendwie mit Auto zusammenhängend’. chustka matki. Stasiowe ubranie ‚Stanislaws Kleidung’ Diese Bildungen sind selten und haben eine archaische Färbung. aber mit Hilfe verschiedener Suffixe gebildet sind. ubranie Stasia Die Adjektive mit den Suffixen -asty.3.2. p!aszcz ojca. Adjektivische Wortbildungsformationen 247 Konkurrenz der Suffixe Im Lexikon des Polnischen gibt es viele adjektivische Wortbildungsformationen. nicht spezifizierte Beziehung zu dem in der substantivischen Basis genannten Gegenstand. prace polowe ‚Feldarbeiten’. matczyna chustka ‚Mutters Tuch’. kuchnia polowa ‚Feldküche’ In der Kombination können sie nicht ausgetauscht werden. -ski (-owski) und -owy können bei Personenbezeichnungen als Basis eine Besitzrelation ausdrücken. Diese formal ähnlichen Wörter haben dabei bisweilen eine ganz andere Bedeutung: owocowy sad ‚Obstgarten’. Besitzrelationen werden gewöhnlich mit dem Genitiv ausgedrückt. owocny wysi!ek ‚fruchtbare Bemühung’ bisweilen unterscheiden sie sich aber nur in der Verbindbarkeit mit den einzelnen Substantiven bei gleicher Bedeutung: mysz polna ‚Feldmaus’. Zur aktiven Verwendung ist unbedingt ein Wörterbuch zu konsultieren. Daneben gibt es feine Bedeutungsunterschiede zwischen den Konkurrenzformen. owocny trud ‚fruchtbare Arbeit’. targ rybny ‚Fischmarkt’. ojcowski p!aszcz ‚Vaters Mantel’. rybny ‚mit Fisch zu tun habend’ gospodarstwo rybne ‚Fischereiwirtschaft’. -aty und -isty charakterisieren meist einen Gegendstand bezüglich des Besitzens dessen. rybia !uska ‚Fischschuppe’ vs. 230 229 . kwiat polny ‚Feldblume’ vs. in denen die semantische Beziehung zum Ausgangsgegenstand weiter präzisiert ist. owocowy kompot ‚Fruchtkompott’ vs. Die Adjektive mit den Suffixen -iny (-yny). die zwar von der gleichen Basis. rybi ‚zum Fisch gehörend’ rybi ogon ‚Fischschwanz’. zupa rybna ‚Fischsuppe’ Derlei Konkurrenzformen gibt es im Polnischen recht viele. Semantische Präzisierungen Die Mehrheit der Beziehungsadjektive bezeichnet eine Eigenschaft im Hinblick auf eine ganz allgemeine. was von dem Substantiv bezeichnet wird. Daneben gibt es auch Adjektive. -i.

a) Adjektive der Intensivierung Typ ‚malutki’ 232 Der Bildung von Adjektiven der Intensivierung dienen die Suffixe -utki. der Blätter hat’ ‚Laubbaum’. -sien´ki und -us´ki. malutki kotek ‚winzige Katze’. die eine Intensivierung oder Abschwächung der genannten Eigenschaft oder eine antonymische Beziehung ausdrücken. teren go´rzysty ‚ein Gebiet. we!niana kurtka ‚Wolljacke’. miejsca staz˙owe ‚Praktikumsplätze’ Vor allem in der Presse und im offiziellen Stil verbreitet ist die Verwendung von Beziehungsadjektiven statt der entsprechenden substantivischen Attribute. poziomki ogrodowe ‚Erdbeeren aus dem Garten’ Einige dieser Bildungen beziehen sich auf die Zielbestimmung des Gegenstandes – meist Suffix -owy: tas´ma magnetofonowa ‚Tonband’. cz!owiek brodaty – ‚ein Mann.3. malusien´ki. die sich in etwa wiedergeben lässt als ‚der Sprecher ist gegenüber X positiv eingestellt’ oder als ‚der Sprecher gibt zu erkennen. dann drückt es ein hohes Ausmaß der genannten Eigenschaft aus. prawa pracownicze – prawa pracowniko´w ‚Arbeiterrechte’. der einen Bart hat’. das Berge hat’ ‚bergiges Terrain’ Viele Bildungen auf -owy und -any drücken die Relation der Herkunft aus. Das Suffix -utki kann darüber hinaus auch in nicht expressiver Bedeutung auftreten. tkanina ubraniowa ‚Bekleidungsstoff’. wa±ziutki pasek ‚ein sehr enger Gürtel’ . dass er sich gut fühlt’. Adjektive drzewo lis´ciaste – ‚ein Baum. Die Wortbildungsbasis wird hierbei ausschließlich von Qualitätsadjektiven gebildet. Ihr Stamm zeigt auf die Materie. wycieczka autokarowa – wycieczka autokarem ‚Bustour’. ma!y ! malutki.2. wo er herkommt. -uten´ki. aus der der attribuierte Gegenstand hergestellt worden ist oder auf den Ort. Deadjektivische Adjektive 231 (przymiotniki odprzymiotnikowe) Bei der Derivation von Adjektiven entstehen Bildungen. malus´ki ‚winzig + niedlich’ Diese Suffixe enthalten eine expressive Komponente. maluten´ki.248 3. leczenie uzdrowiskowe – leczenie w uzdrowisku ‚Kurbehandlung’ 3. -uchny. maluchny. kierowca samochodowy – kierowca samochodu ‚Autofahrer’.

grubawy ‚dicklich’. przyd!ugi ‚zu lang’. !ysawy ‚leicht kahl’ Das Formativ -awy verbindet sich auch mit substantivischen Stämmen von Bezeichnungen chemischer Elemente. Sie verbinden sich mit Stämmen sowohl entlehnter als auch slavischer Wörter.und ekstra-. 234 233 . Das Formativ zeichnet sich durch eine große Produktivität aus und kann mit praktisch allen Qualitätsadjektiven verbunden werden. nad. bia!awy ‚weißlich’. ultrakro´tki ‚Ultrakurz-’. Die Bildungen gehören im Großen und Ganzen der Umgangssprache an. superdoskona!y ‚superperfekt’. -owy und -awy können chemische Verbindungen unterscheiden. ultra. super-. brudnawy ‚schmuddelig’. ‚zu eng’. die eine als negativ bewertete Eigenschaft bezeichnen. Sie bezeichnen die Überschreitung einer für den näher bestimmten Gegenstand angenommenen Norm. arcyzabawny ‚urkomisch’. Dagegen gehören die Bildungen mit przy.2.eher der Umgangssprache an.kommt meist in der Fachsprache vor. przemi!y ‚allerliebst’.sind meist buchsprachlich markiert. arcykomiczny ‚urkomisch’ Die Derivate mit prze. ekstramocny ‚extrastark’ b) Adjektive der Abschwächung Typ ‚grubawy’ Das wichtigste Formativ zur Bildung von Adjektiven. nad. przezabawny ‚sehr unterhaltsam’. Hier wird zum Ausdruck gebracht. g!upi ! g!upiutki ‚Dummerchen’ ne±dzny ! ne±dzniutki ‚miserabel’ Typ ‚przepie±kny’ Intensivierte Adjektive können gleichermaßen mit folgenden Präfixen gebildet werden: prze-. Kommt es trotzdem zu einer solchen Verbindung.3.gibt es noch eine Reihe weiterer auch im Deutschen bekannter Präfixe: hiper-. hiperpoprawny ‚hyperkorrekt’. nadczu!y ‚überempfindlich’ Neben arcy. Mitleid oder auch Ironie. ist das Suffix -awy. przyciasny ‚zu eng’. przy-. die die Abschwächung des genannten Merkmals ausdrücken. liegt eine spezifische Markierung der Einstellung des Sprechers zum genannten Gegenstand vor: es handelt sich um Nachsicht. dass das Merkmal in einem nur geringem Maße ausgebildet ist: grubawy ‚ein klein wenig dick’ oder ‚dicklich’.und arcy-. gorzkawy ‚etwas bitter’. im Sinne von ‚zu lang’. Adjektivische Wortbildungsformationen 249 Diese Formative verbinden sich in der Regel nicht mit Adjektiven.

-ny. Adjektivkomposita 237 Im Gegensatz zu den Adjektivtypen aus 217 bis 236 gehen in die Komposita (przymiotniki z"oz˙one) mindestens zwei Wurzeln ein.4. -ski. aber fast klein’ oder niem!ody heißt nicht unbedingt ‚alt’. duz˙ y ! nieduz˙ y ‚nicht groß’. . a) Syntaktische Komposita 238 (przymiotniki pochodne od wyraz˙en´ syntaktycznych) Diese Klasse von Adjektiven stellt im heutigen Polnisch eine sehr produktive Klasse dar. niedotarty ‚nicht eingefahren (Auto)’ c) Antonymische Adjektive Typ ‚nieduz˙y’ 236 Adjektive können durch die Anfügung des Präfixes nie. nieg!upi ‚nicht dumm’.250 3. die im Hinblick auf die in die Wortbildungsformation eingehenden Stämme bestimmt werden. m!ody ! niem!ody ‚nicht jung’ Im Gegensatz zu den echten lexikalischen Antonymen drücken diese Adjektive eher eine Abschwächung des genannten Merkmals aus und nicht unbedingt das Gegenteil. Zu den häufigsten Formativen zählen -owy. Adjektive siarka ! kwas siarkowy/siarkawy ‚Schwefelsäure/schwefelige Säure’ Es handelt sich um Bezeichnungen für Eigenschaften von chemischen Verbindungen. nieduz˙y heißt soviel wie ‚nicht ganz klein. niedomyty ‚nicht fertig gewaschen’. Welches dieser Suffixe zum Tragen kommt. weisen sie eine spezifischere Semantik als desubstantivische Adjektive auf. podczerwony ‚Infrarot-’. brzydki ! niebrzydki ‚nicht hässlich’. -i(-y) und diejenigen. die Derivate von Substantiven bilden. denn da sie in ihrer Struktur eine Präposition enthalten. Diese Bildungen sind jedoch sehr selten.sind ursprünglich eher von Verben abgeleitet. Wie bei Substantiven lassen sich auch unter Adjektiven zwei Strukturtypen unterscheiden. wird meist durch die Form des nichtsuffigierten desubstantivischen Adjektivs festgelegt. przedwczesny ‚verfrüht’ Die Bildungen mit niedo.2. niedokwas´ny ‚untersäuert’. die das in der Wortbildungsbasis genannte Element enthalten. niedookres´lony ‚unterspezifiziert’. 3. Adjektive dieses Typs dienen oft euphemistischen Zwecken. niedorozwinie±ty ‚unterentwickelt’. sondern ‚noch nicht ganz alt’.in eine Art Antonym überführt werden. Typ ‚przedwczesny’ 235 Weiterhin kann eine Abschwächung des Merkmals durch Präfixe versprachlicht werden.

dog!e±bny ‚tiefgründig’. ods´ r odkowy ‚zentrifugal’. nadpoziomowy ‚über Normal’. naskalny ‚auf Felsen vorkommmend’ • nad nadziemny ‚überirdisch’. przedpotopowy ‚vorsintflutlich’ • przy przydomowy ‚beim Haus’. oddolny ‚von unten kommend’ • po pourazowy ‚Unfall-’. podziemny ‚unterirdisch’ • ponad ponadplanowy ‚außerplanmäßig’. zamiejscowy ‚auswärtig’ . ponaddz´wie±kowy ‚Ultraschall-’ • poza pozaszkolny ‚außerschulisch’. przedma!z˙en´ski ‚vorehelich’. mie±dzak!adowy ‚zwischenbetrieblich’ • na naziemny ‚Boden-’.3. nadwodny ‚Wasser-’ • od odautorski ‚vom Verfasser’. Adjektivische Wortbildungsformationen 251 pan´ski ! bezpan´ski ‚herrenlos’. przeciwalkoholowy ‚Antialkoholiker-’ • przed przedwojenny ‚Vorkiegs-’. • pod podmiejski ‚Vororts-’. bezprawny ‚rechtlos’. przybiblioteczny ‚bei der Bibiothek’ • za zagraniczny ‚ausländisch’. domie±s´niowy ‚intramuskulär’ • mie±dzy mie±dzynarodowy ‚international’. bezdeszczowy ‚regenlos’ • do docelowy ‚Ziel-’. miejscowy ! zamiejscowy ‚auswärtig’ Es kommen verschiedene Präpositionen vor: • bez bezpan´ski ‚herrenlos’. pokontrolny ‚nach der Kontrolle’. podbramkowy ‚Tor-’ (Fußball). pozaustawowy ‚außergesetzlich’ • przeciw przeciwlotniczy ‚Flugabwehr-’. wojenny ! przedwojenny ‚Vorkriegs-’.2.

czas-o-ch!on-ny ‚zeitraubend’ Im zweiten Teilglied kann – ähnlich wie bei den substantivischen Kompositionen – ein selbstständiges Element auftreten. Das Element -o. die diesen Typen bilden können. czasoch!onny – derjenige. Typ ‚czasoch"onny’ Substantivstamm!+!o!+!Verbalstamm 240 Das erste Teilglied bestimmt das zweite näher. chwastobo´jczy ‚Unkrautvernichtungs-’ • chronic´ ciep!ochronny ‚Wärmedämm-’. w!o´knodajny ‚faserspendend’ • tworzyc´ chorobotwo´rczy ‚krankheitserregend’. indem es auf den Gegenstand hinweist. der Zeit raubt ‚zeitraubend’ Dieser Typ gehört zu den produktiven Bildungen. ch!onny ‚raubend’.252 3. naftopochodny ‚Ölderivat-’. krwiotwo´rczy ‚blutbildend’ • rodzic´ kruszcorodny ‚erzhervorbringend’ • bic´ owadobo´jczy ‚Insektenvertilgungs-’. Gewöhnlich tritt das Interfix -o. ist recht stark begrenzt.hat hier einen spezifischen Charakter: es kann entweder als Teil des Adverbs oder als Interfix angesehen werden. we± glopochodny ‚Kohlederivat-’. Der Kreis von Verben. Adjektive b) Eigentliche Komposita 239 Eigentliche Komposita (z"oz˙enia w"as´ciwe) enthalten zwei volllexikalische Wurzeln. kwasoodporny – odporny na kwas ‚säurebeständig’ Die Bedeutung des Kompositums hängt vom grammatischen Charakter der Basis und der enthaltenen Wechselbeziehung ab. Adjektive diesen Typs treten vor allem in der Fachsprache recht häufig auf. cichobiez˙ny ‚geräuscharm’ . deren zweites Glied von einem Verb abgeleitet wurde: pochodny ‚abgeleitet’. rdzochronny ‚Rostschutz-’ Daneben treten recht häufig Adjektive auf. die in den Fachsprachen besonders häufig auftreten. auf den die im Verbalstamm genannte Handlung gerichtet ist. Es sind meist: • dawac´ z˙yciodajny ‚lebendsspendend’.in Kombination mit einem Suffix auf. pracoch!onny ‚arbeitsaufwendig’ Typ ‚cichobiez˙ny’ Adverb + Verbalstamm 241 Auch hier wird das zweite Glied durch das erste näher bestimmt.

In ihrer Gesamtheit fungieren diese Komposita als Ausdruck für: • Besitzverhältnis ‚maja±cy to. na co wskazuja± cz!ony z!oz˙enia’ szaroszeregowy ‚Szare Szeregi = Untergrundorganisation der Pfadfinder im 2. drugoplanowy – znajduja±cy sie± na drugim planie ‚zweitrangig’. Weltkrieg’ • unbestimmte Beziehung. turkusooki ‚mit türkisenen Augen’ Stilistisch neutrale Vertreter sind selten.3. in denen das erste Glied identisch ist. kilkurodzinny – przeznaczony dla kilku rodzin ‚Mehrfamilien-’ Typ ‚d"ugodystansowy’ Adjektivstamm + o + Substantivstamm In diesen Bildungen verweist das erste Glied auf eine Eigenschaft. Sie können aufgrund ihrer Regelmäßigkeit frei gebildet werden. na co wskazuja± cz!ony z!oz˙enia’ kro´tkowe!nisty ‚mit einem kurzen Fell’ • Zugehörigkeit ‚nalez˙a±cy do tego. Semantisch stellen sie eine Art Verkürzung der expliziten Konstruktion mit der entsprechenden Ordinalzahl dar.: jasnow!osy ‚hellblond’. ähnlich den Beziehungsadjektiven d!ugodystansowy ‚Langstrecken-’ choroba wysokocis´nieniowa ‚Bluthochdruck’. Adjektivische Wortbildungsformationen 253 Typ ‚dwupokojowy’ Ordinalzahlstamm + Substantivstamm Adjektive des Typs ‚dwupokojowy’ werden genauso gebildet wie die entsprechenden substantivischen Komposita des Typs ‚dziesie±ciolecie’.B. Typ ‚ptakokszta"tny’ Substantivstamm + o + Substantivstamm Dieser Typ ist im Gegensatz zu den eben genannten im heutigen Polnischen recht selten. dwupokojowy – sk!adaja±cy sie± z dwu pokoi ‚Zweizimmer-’. czteroko!owy – maja±cy cztery ko!a ‚vierrädrig’. ciemnooki ‚dunkeläugig’ 244 243 242 . z. d!ugodystansowy ‚Langstrecken-’ – d!ugoterminowy ‚langfristig’ kro´tkodystansowy ‚Kurzstrecken-’ – kro´tkoterminowy ‚kurzfristig’ ma!okaloryczny ‚kalorienarm’ – ma!oseryjny ‚Kleinserien-’ wielkoseryjny ‚Großserien-’ – wielkop!ytowy ‚Plattenbau-’ Adjektive dieses Typs bilden oft antonyme Paare. ptakokszta!tny ‚vogelähnlich’.2. Er ist entweder in Fachsprachen oder in der Sprache der Schönen Literatur anzutreffen. produkcja wieloseryjna ‚Serienproduktion’ Auf der Grundlage vorhandener Bildungen werden Reihen neuer Adjektive gebildet. die dem Gegenstand aus dem zweiten Glied eigen ist.

die nur dem Adjektiv und einigen Adverben eigen ist. Numerus und Kasus des Adjektivs. ‚Piotr sprach von einem neuen Buch. diese Adjektive werden mit Bindestrich geschrieben 3. Sie gliedert sich in die Subkategorien: • Positiv (stopien´ ro´wny). während im Plural viele Endungen zusammenfallen. Deklinationen der Adjektive 246 Das Adjektiv gehört zu den flektierbaren Wortarten.254 3. najprzyjemniejszy Die Formen des Adjektivs sind im Singular stark nach Genus ausdifferenziert. sodass hier nur noch zwischen maskulin-personal und allen anderen Genera unterschieden wird. Dieses Phänomen bezeichnet man als Kongruenz. meist fachsprachlich • Typ bia!o-czerwony ‚weiß-rot’: beide Glieder sind gleichberechtigt im Sinne von bia!y i czerwony. das sich aus dem Besitz von z. Die Komparation ist eine Kategorie.3. Numerus. przyjemny • Komparativ (stopien´ wyz˙szy). .B.’ Im Gegensatz zum Substantiv ist das Genus somit nicht vom Stamm festgelegt und ist somit flexivisch. dieses übergeordnete Lexem bestimmt Genus. dunklen Augen ergibt. Adjektive Wie bei Typ ‚d"ugodystansowy’ bestimmt das erste Glied das zweite näher. Adjektive treten typischerweise als Attribut eines Substantivs auf. Piotr mo´wi! o nowej ksia±z˙ce. przyjemniejszy • Superlativ (stopien´ najwyz˙szy). Das Kompositum benennt das Merkmal. Kasus und Komparation. • Typ jasnoniebieski ‚hellblau’: das erste Glied bestimmt das zweite näher • Typ historycznoliteracki ‚literaturgeschichtlich’: ist gebildet aus einer attribuierten Form wie historia literatury. Typ ‚jasnoniebieski’ Adjektivstamm + o + Adjektivstamm 245 Dieser Typ weicht in semantischer Hinsicht von den oberen Komposita ab. Es weist folgende grammatische Kategorien auf: Genus.

m!ody m!odego m!odemu m!ody/-ego m!odym m!odym jung duz˙y duz˙ego duz˙emu duz˙y/-ego duz˙ym duz˙ym groß obcy obcego obcemu obcy/-ego obcym obcym fremd wysoki wysokiego wysokiemu wysoki/-iego wysokim wysokim hoch tani taniego taniemu tani/-iego tanim tanim billig 247 Die Adjektive haben im Akkusativ Maskulin Singular je nach Genus des näher bestimmten Substantivs entweder die Form des Nominativs oder des Genitivs. Deklinationen der Adjektive 255 3. Abweichungen gibt es lediglich im Nominativ und Akkusativ. Singular Maskulin Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt.3.1. Widze± duz˙y sto´!. ‚Ich sehe einen großen Tisch.3. ‚Ich sehe einen großen Elefanten. Neutrum Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv m!ode m!odego m!odemu m!ode/-ego m!odym m!odym duz˙e duz˙ego duz˙emu duz˙e/-ego duz˙ym duz˙ym obce obcego obcemu obce/-ego obcym obcym wysokie wysokiego wysokiemu wysokie/-go wysokim wysokim tanie taniego taniemu tanie/-go tanim tanim Die Formen im Neutrum sind weitgehend identisch mit denjenigen im maskulinen Genus.3.’ Im Vokativ ist die Form immer identisch mit dem Nominativ. Feminin Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv m!oda m!odej m!odej m!oda± m!oda± m!odej duz˙a duz˙ej duz˙ej duz˙a± duz˙a± duz˙ej obca obcej obcej obca± obca± obcej wysoka wysokiej wysokiej wysoka± wysoka± wysokiej tania taniej taniej tania± tania± taniej . Widze± duz˙ego s!onia.’ vs.

Präpositiv Vokativ -y. -imi -ych.256 3. -im =!Nom Feminin -a -ej -ej -a± -a± -ej =!Nom Plural Maskulin personal -i.3. -ich -ym. -im -ych.3. Übersicht zu den Endungen der Adjektivdeklination Singular Maskulin personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrum. -im -ym. 249 3. -im =!Nom Neutrum -e -ego -emu -e -ym. -im -ym. -Ø -ego -emu =!Nom/Gen -ym. Adjektive 248 3. -ich -ymi.3. -ich =!Nom =!Nom -e andere -e . -i. Die übrigen Formen sind gleich. Plural Maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv m!odzi m!odych m!odym m!odych m!odymi m!odych duzi duz˙ych duz˙ym duz˙ych duz˙ymi duz˙ych obcy obceych obcym obcych obcymi obcych wysocy wysokich wysokim wysokich wysokimi wysokich tani tanich tanim tanich tanimi tanich nicht Maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv m!ode m!odych m!odym m!ode m!odymi m!odych duz˙e duz˙ych duz˙ym duz˙e duz˙ymi duz˙ych obce obcych obcym obce obcymi obcych wysokie wysokich wysokim wysokie wysokimi wysokich tanie tanich tanim tanie tanimi tanich Im Plural wird nur in den Kasus Nominativ und Akkusativ unterschieden zwischen maskulin-personal und allen anderen Genera. -y -ych.2.

-Ø. ‚Er ist kerngesund. sonst -ym. Bei Stammauslaut auf -k. m!ody. bei Feminina ist die Endung! -a±.’ Ebenfalls eine Ø-Endung haben das Numerale jeden ‚eins’ und das Indefinitpronomen pewien ‚ein gewisser/sicher’. tani. Die Langformen auf -y und -i können hingegen sowohl prädikativ als auch attributiv stehen.’ Jestem goto´w wyjechac´ choc´by jutro. Die feminine Endung ist -a±. gotowy – goto´w ‚fertig’. Bei den femininen Adjektiven taucht unabhängig vom Stammauslaut -a auf. Akkusativ Singular -y. Bei maskulin-personal und maskulin-belebt tritt -ego. -ej Der Dativ Maskulin und Neutrum hat im Singular die Form -emu. -im. Neutra haben durchweg -e. wysoki.3. Feminin -ej. Auch gibt es bei -g bzw.und -g. nach k und g auf. Dativ Singular -emu. Bei diesen kann es außerdem zu Alternationen des Stammvokals kommen: zdrowy – zdro´w ‚gesund’. Instrumental Singular -ym. Genitiv Singular -ego. ciekawy – ciekaw ‚neugierig’.(polskiemu. Bei Neutra ist die Endung identisch mit dem Nominativ (-e). -a± In diesem Kasus tritt sowohl bei Maskulina als auch bei Neutra -ym/-im auf. -k einen Übergang zu -gi. Dazu zählt eine kleine Klasse von Adjektiven.und -ki. -i. drogiej). . !askawy – !askaw ‚liebenswürdig’. bei maskulin-unbelebt dagegen wie im Nominativ -y/-i auf. pe!ny – pe!en ‚voll’. -ej Im Genitiv haben maskuline und neutrale Adjektive die Endung -ego.und -gi. drogiej).steht -im. On jest zdro´w jak ryba. Einige wenige maskuline Adjektive haben im Nominativ die Ø-Endung. -e. -a± Die Endung des Akkusativs hängt bei maskulinen Substantiven vom Subgenus des bestimmten Substantivs ab.-e.schreiben wir -ki. Nach palatalisiertem Stammauslaut und nach -g-/-k. Die Kurzformen auf -Ø sind insofern eingeschränkt verwendbare Dubletten der Langformen. -i.(polskiego.3. die ausschließlich im Prädikat und nicht als Attribut gebraucht werden. Deklinationen der Adjektive 257 Nominativ Singular: -y. ‚Der Garten ist voller Blumen. -a Im Nominativ Singular tritt entweder -y – nach nichtpalatalisierten bzw. ‚Ich bin bereit schon morgen zu fahren.’ Ogro´d jest pe!en kwiato´w. nicht harten Stämmen – oder -i nach palatalisierten Stämmen bzw. feminine die Endung -ej. -ego.

-ej Die Endungen des Präpositivs fallen im Neutrum und Maskulinum mit dem Instrumental zusammen. -y. rodzony – rodzeni ‚geboren’ In Adjektiven mit palatalisiertem Stammauslaut und nach den funktional-palatalisierten Lauten c. -e Der Akkusativ Plural fällt bei maskulin-personal mit dem Genitiv und bei den anderen Genera mit dem Nominativ zusammen. ubogi – ubodzy ‚arm’. Vor diesen Endungen kommt es zu Alternationen des auslautenden Konsonanten. -ich Diese Endung ist für alle Genera gleich: -ych. -imi. Adjektive Präpositiv Singular -ym. duz˙y – duzi ‚groß’). stary – starzy ‚alt’. -y. -im. -imi Der Instrumental Plural hat immer die Endung -ymi. -ich. Die mit den Buchstaben sz und z˙ realisierten Konsonanten unterliegen ebenfalls Alternationen: starszy – starsi ‚ältere’. polski – polscy ‚polnisch’. mi!y – mili ‚lieb’. Feminina haben wie im Genitiv und im Dativ die Form -ej. cichy – cisi ‚ruhig’ Auch Alternationen des Stammvokals sind möglich. -ich Der Präpositiv Plural hat immer die Endung -ych. cz treten diese Alternationen nicht auf (tani – tani ‚billig’. Präpositiv Plural -ych. Instrumental Plural -ymi. weso!y – weseli ‚fröhlich’. -im.258 3. . -im Der Dativ Plural hat immer die Endung -ym. dz. ich Dativ Plural -ym. Nominativ Plural -i. -e Maskulin-personale Adjektive haben -i bzw. -ich. ochoczy – ochoczy ‚bereitwillig’). obcy – obcy ‚fremd’. Genitiv Plural -ych. Alle Adjektive außer den maskulin-personalen haben die Endung -e. cudzy – cudzy ‚fremd’. Akkusativ Plural -ych.

Batorowie • Ortsnamen wie Bia!a Podlaska (Genitiv: Bia!ej Podlaskiej). Jerzowie. Bielecka. Piotr mo´wi! o nowej ksia±z˙ce. w Lubelskiem. Zakopane (Genitiv: Zakopanego). Saloni. les´niczy ‚Förster’.3.4. bratowa. s!uz˙a±cy ‚Diener’. gajowy ‚Forsthüter’.’ Eine kleine Gruppe von Adjektiven hat im Prädikat bei Maskulin Singular eine andere Form als im Attribut: zdrowy – zdro´w ‚gesund’. Substantive. ‚Dieses Auto ist neu. -dzka (bei Frauen). ‚Das Buch ist neu. Im Prädikat steht das Adjektiv gemeinsam mit der Kopula byc´.’ Im Gegensatz zum Deutschen kongruiert das prädikative Adjektiv mit dem Subjekt nach Genus und Numerus: Tamta ksia±z˙ka jest nowa.’ Tamta ksia±z˙ka by!a nowa. Zawadzki. Saloniowie. Batory. ‚Dieses Buch ist neu. Bei neutralen Ortsnamen dieses Typs hat der Präpositiv Singular die Form -em und nicht wie erwartet -ym: w Zakopanem. Wysokie Mazowieckie (Genitiv: Wysokiego Mazowieckiego). Tamta ksia±z˙ka jest nowa.und Nachnamen auf -i.’ Tamten samocho´d jest nowy. les´niczowie. Ähnliche Eigenschaften haben Bezeichnungen von Regionen wie Lubelskie: z Lubelskiego. -cki. ‚Diese Gebäude sind neu.4. -cka. Syntaktische Funktion der Adjektive Adjektive können als Attribut zur näheren Bestimmung eines Substantivs oder als Teil des Prädikats auftreten. Bielecki. !askawy – !askaw ‚liebenswürdig’. Dazu gehören folgende Gruppen: • Nachnamen auf -ski. Orzeszkowa. ciekawy – ciekaw ‚neugierig’.3. Im Plural tritt die Endung -owie auf: Antonowie. Syntaktische Funktion der Adjektive 259 3. 3. Diese Substantive haben oft im Plural die Endung -owie: budowniczowie. synowa • Berufsbezeichnungen des Typs: budowniczy ‚Baumeister’.’ Im Prädikat steht in allen Tempora die Form des Nominativs: Tamta ksia±z˙ka jest nowa. pe!ny – pe!en ‚voll’.’ vs.’ Tamte budynki sa± nowe. s!uz˙a±cy • Vor. aber: gajowi.4. -dzki (bei Männern) und auf -ska. -y: Antoni. Jerzy. ‚Piotr hat von einem neuen Buch geredet. Zawadzka • Weibliche Nachnamen und einige Personenbezeichnungen auf -owa. die wie Adjektive flektieren Einige Substantive werden wie Adjektive dekliniert. ‚Dieses Buch war neu. Kowalska. Diese veralteten Namen bezeichnen die Ehefrau. Janowa. 251 250 . ‚Dieses Buch ist neu. Kowalski. gotowy – goto´w ‚fertig’.

!atwy ! naj!atwiejszy ‚leicht ! leichteste’ Die synthetische Form wird mit -sz. donios!y ! donios´lejszy/najdonios´lejszy ‚schwerwiegend ! schwerwiegender/schwerwiegendste’ Eine Ausnahme bilden einige ähnlich gebaute Adjektive. twardy ! twardszy ‚hart ! härter’.treten bei Adjektiven auf. Die Formen a) Die synthetischen Formen 252 Die eine Formenreihe besteht aus Suffix und einer Kombination aus Suffix und Präfix: • Komparativ: Adjektivstamm + -sz.5. deren Stamm auf eine Konsonantengruppe auslautet. Auslaut: -od-. !adny ! !adniejszy/naj!adniejszy ‚schön ! schöner/schönste’ . !atwy ! !atwiejszy ‚leicht ! leichter’ • Superlativ: naj + Adjektivstamm + -sz. z. ‚Ich bin bereit schon morgen zu fahren. -oki im Nominativ Singular Maskulin wie s!odki. daleki ! dalszy/najdalszy ‚weit ! weiter/weiteste’. prosty ! prostszy ‚einfach ! einfacher’. die trotzdem mit dem Suffix -szstehen.entgegensteht.5.gebildet von Adjektiven mit Stämmen. dies sind Stämme mit einem einzelnen Konsonanten nach einem Vokal.oder + -ejszstary ! starszy ‚alt ! älter’. -eki. 3. Komparation der Adjektive (stopniowanie przymiotniko´w) 3.’ Diese Formen auf -Ø sind auf die Prädikatsfunktion beschränkt. -ar-.1. daleki.’ Ogro´d jest pe!en kwiato´w.nehmen Adjektive auf -ki. ‚Der Garten ist voller Blumen. Adjektive On jest zdro´w jak ryba. szeroki. Hierbei ist jedoch zu beachten. gruby ! grubszy ‚dick ! dicker’ Ebenfalls -sz. stary ! starszy ‚alt ! älter’. deren Auslaut nicht der Verbindung -sz.bei der Komparation ausfällt: s!odki ! s!odszy/najs!odszy ‚süß ! süßer/süßeste’. !atwy ! !atwiejszy/naj!atwiejszy ‚leicht ! leichter/leichteste’.B.260 3. -ok. cze±sty ! cze±stszy ‚häufig ! häufigste’ . können also nicht attributiv verwendet werden.bzw. Die Langformen sind jedoch in beiden Funktionen einsetzbar. -ub-: m!ody ! m!odszy ‚jung ! jünger’. szeroki ! szerszy/najszerszy ‚breit ! breiter/breiteste’ Die synthetischen Formen mit -ejsz.oder + -ejszstary ! najstarszy ‚alt ! älteste’.’ Jestem goto´w wyjechac´ choc´by jutro. dass die Gruppe -ek. ‚Er ist kerngesund.

ma±dry ! me±drszy/ma±drzejszy ‚klug ! klüger’ Die kürzeren Formen wie czystszy gelten als gehobener. bardziej/najbardziej z˙elazny charakter ‚eisernerer/eisernster Charakter. lekki ! lz˙ejszy ‚leicht – leichter’ b) Die analytischen Formen Die analytischen Formen der Komparation sind: • Komparativ: bardziej + flektiertes Adjektiv im Positiv interesuja±cy ! bardziej interesuja±cy ‚interessant ! interessanter’ • Superlativ: najbardziej + flektiertes Adjektiv im Positiv interesuja±cy ! najbardziej interesuja±cy ‚interessant ! interessanteste’ Diese Formenbildung tritt in der Regel bei aus anderen Wortarten rekategorisierten Adjektiven auf. bardziej/najbardziej jedwabiste w!osy ‚seidenere/seidenste Haare’ Außerdem bei adjektivierten Partizipien und einigen deverbalen Adjektiven. Bei der synthetischen Komparation kann es neben den konsonantischen auch zu vokalischen Alternationen kommen: • a : e. t!usty ! t!ustszy/t!us´ciejszy ‚fettig ! fettiger’. die längeren Formen czys´ciejszy als eher umgangssprachlicher Stil. Komparation der Adjektive 261 Einige Adjektive haben parallel beide Formen: czysty ! czystszy/czys´ciejszy ‚sauber ! sauberer’. wa±ski – we±z˙szy ‚eng – enger’ • e : Ø.5. bardziej/najbardziej op!acalny ‚einträglicher/einträglichste’ Im heutigen Polnischen breitet sich die analytische Form auf Kosten der synthetischen aus.3. bardziej/najbardziej poz˙a±dany ‚begehrter/begehrteste’. ge±sty ! ge±stszy/ge±s´ciejszy ‚dicht ! dichter’. dazu zählen die Beziehungsadjektive. bardziej/najbardziej wypocze±ty ‚ausgeruhter/ausgeruhteste’. wenn eine solche nach den oben genannten Regeln gebildet werden kann. bardziej/najbardziej interesuja±cy ‚interessanter/interessanteste’. bardziej/najbardziej opalony ‚stärker/am stärksten sonnengebräunt’. bardziej/najbardziej b!yszcza±cy ‚glänzender/glänzendste’. czerwony – czerwien´szy ‚rot – roter’ • a± : e±. bardziej/najbardziej papierowa postac´ ‚künstlichere/künstlichste Gestalt’. dass die synthetische Form zu benutzen ist. 253 . bia!y – bielszy ‚weiß – weißer’ • o : e. In der Norm gilt jedoch die Regel.

duz˙y/wielki ! wie±kszy/najwie±kszy ‚groß ! größer/ größte’. przero´z˙ny ! najprzero´z˙niejszy ‚verschieden ! verschiedenste’ Einige Adjektive bilden die Komparativformen suppletiv. ma!y ! mniejszy/najmniejszy ‚klein ! kleiner/kleinste’ Einige Adjektive verfügen sowohl über die synthetische als auch die analytische Form. mit Hilfe eines anderen Stamms. Adjektive c) Besonderheiten 254 Als Ausnahme haben einige Qualitätsadjektive zu gelten.h. przyjemny ! mniej przyjemny/najmniej przyjemny ‚angenehm ! weniger angenehm/am wenigsten angenehm’. bardziej/najbardziej chory ‚kränker/kränkeste’. interesuja±cy ! mniej interesuja±cy/najmniej interesuja±cy ‚interessant ! weniger interessant/am wenigsten interessant’ . bardziej/najbardziej p!aski ‚flacher/flachste’. bardziej/najbardziej !ysy ‚kahlköpfiger/kahlköpfigste’. ukochany ! najukochan´szy/najbardziej ukochany ‚geliebt ! am meisten geliebt’. aber in bestimmten Kontexten auf eine solche bezogen werden können. Dazu gehören die sehr häufigen Adjektive dobry. Statt bardziej steht mniej und statt najbardziej steht najmniej.262 3. ‚weniger’ 255 Neben dem Ausdruck der Zunahme der Intensität eines Merkmals im Vergleich zu anderen Einheiten gibt es auch das Antonym: der Ausdruck der Abnahme der Intensität. grzeczny ! grzeczniejszy – bardziej grzeczny/najgrzeczniejszy – najbardziej grzeczny ‚höflich ! höflicher/höflichste’. duz˙y. dobry ! lepszy/najlepszy ‚gut ! besser/beste’. bardziej/najbardziej s´liski ‚glatter/glatteste’. wohl aber einen Superlativ. bardziej/najbardziej gorzki ‚bitterer/bitterste’. z!y. die in ihrer Semantik nicht inhärent auf eine Skala bezogen sind. ma!y. d. op!akany ! najop!akan´szy/najbardziej op!akany ‚kläglich ! kläglichste’. bardziej/najbardziej zielony ‚grüner/grünste’. Dies wird ausschließlich analytisch ausgedrückt. wygodny ! wygodniejszy – bardziej wygodny/najwygodniejszy – najbardziej wygodny ‚bequem ! bequemer/bequemste’ d) ‚mehr’ vs. rozmaity ! najrozmajtszy ‚verschiedenartig ! verschiedenartigste’. bardziej/najbardziej mokry ‚feuchter/feuchteste’. die trotz ihrer Form. die sie für die synthetische Komparation qualifizieren würde. Es handelt sich um Adjektive. die analytische aufweisen. bardziej/najbardziej rudy ‚rothaariger/rothaarigster’ Einige Adjektive haben keinen Komparativ. z!y ! gorszy/najgorszy ‚schlecht ! schlechter/schlechteste’.

3.5. Komparation der Adjektive

263

3.5.2. Die Funktionen Eine charakteristische Eigenschaft der Adjektive und der von ihnen abgeleiteten Adverben ist die grammatische Kategorie der Komparation oder Steigerung. Diese bringt zum Ausdruck, dass das genannte Merkmal bei einem Gegenstand bzw. einer Person im Vergleich zu anderen stärker oder schwächer ausgeprägt ist. Wir unterscheiden drei Subkategorien: • Positiv (stopien´ ro´wny); przyjemny • Komparativ (stopien´ wyz˙szy); przyjemniejszy • Superlativ (stopien´ najwyz˙szy); najprzyjemniejszy Der Positiv ist dabei die unmarkierte Subkategorie; d.h. sie steht in Opposition zu den anderen beiden, indem sie den gleichen Grad der Ausprägung eines Merkmals versprachlicht. Pawe! jest tak samo roztargniony jak Piotr. ‚Pawe" ist genauso zerstreut wie Piotr.’ Komparativ und Superlativ dagegen markieren den unterschiedlichen Grad der Ausprägung des Merkmals unter Hinweis auf eine einzelne bzw. eine Menge von Vergleichsgrößen. Ten obraz jest !adniejszy niz˙ tamten. ‚Dieses Bild ist schöner als das dort.’ Ten obraz jest naj!adniejszy ze wszystkich. ‚Dieses Bild ist das schönste von allen.’ Zur Form des Superlativs ist anzumerken, dass die genannte Funktion vor allem dann vorkommt, wenn die Vergleichsgrößen explizit genannt werden wie in der Formulierung naj!adniejszy ze wszystkich. Fehlt so etwas, liegt oft eine andere Bedeutung vor, die nicht mehr den konkreten Bezug zu einer Vergleichsgruppe enthält, sondern die starke Ausprägung eines Merkmals an sich ausdrückt. Diese als Elativ bezeichnete Funktion ist auch dem deutschen Superlativ nicht fremd; außerdem kann sie mit sehr wiedergegeben werden. To by!o najg!upsze, co mo´g! zrobic´. ‚Das war das Dümmste, was er machen konnte.’ (=!sehr dumm) Zum Ausdruck der absoluten Intensivierung eines Merkmals stehen dem Polnischen noch weitere wortbildende Verfahren zur Verfügung, z.B. malutki, przepie±kny, przyciasny. Die Komparation wird in den einzelnen Grammatiken des Polnischen unterschiedlich beschrieben. Wenn sie von den einen unter Flexion und bei den anderen unter Wortbildung des Adjektivs abgehandelt wird, dann hängt das mit einer Reihe von Irregularitäten zusammen. Einerseits sind die Formen nicht einheitlich; d.h. es gibt synthetische Formen, die mit Hilfe von Präfixen, Suffixen bzw. einer Kombination beider (Zirkumfixe) gebildet werden, und analytische, also mit Hilfe eines eigenständigen Worts gebildete, Formen. Andererseits ist die Kategorie der Komparation insofern nicht so stark grammatisch, als sie nur von einem recht kleinen Teil der Adjektive regulär gebildet wird. Viele Adjektive erlauben überhaupt keine Komparationsformen wie z.B.: *bardziej Warszawski. Auch kommt es zu semantischen Unregelmäßigkeiten bei der Komparation.
256

264

3. Adjektive

Grundsätzlich gesteigert werden können die Qualitätsadjektive, also die ursprünglichen Adjektive. Bei Beziehungsadjektiven und vor allem Partizipien sind Komparativ oder Superlativ nur erschwert zu bilden. Wenn solche Formen trotzdem gebildet werden, liegt eine semantische Verschiebung vor. Najbardziej papierowa± postacia± w tej sztuce jest g!o´wny bohater. ‚Die papierenste (=!künstlichste) Gestalt des Stücks ist die Hauptfigur. Die Steigerung von papierowy ‚papieren’ führt dazu, dass sich die Bedeutung von einer konkreten Materialbezeichnung zu einem abstrakten Merkmal verschiebt. Hierbei handelt es sich um eine Metapher.

4. Numeralia

4.1. Bestand und Wortartenzugehörigkeit Numeralia (liczebniki) bilden eine lexikalisch-semantisch motivierte Kategorie von Ausdrücken. Sie bezeichnen abgezählte und in einigen Fällen ungefähr gezählte Mengen und Größenangaben. Das Polnische verfügt über folgende Subkategorien: • Kardinalia (liczebniki g!o´wne): jeden, dwa etc. • Kollektiva (liczebniki zbiorowe): dwoje, troje etc. • Ordinalia (liczebniki porza±dkowe): pierwszy, drugi etc. • Bruchzahlen (liczebniki u!amkowe): jedna trzecia etc. Unter den Numeralia nehmen die Wörter für eindeutig bestimmte Zahlen den wichtigsten Platz ein. Es gibt aber auch Numeralia mit unbestimmten bzw. relativen Mengenangaben: kilka ‚einige’, kilkanas´cie ‚zig’, kilkadziesia±t ‚11 bis 19’, kilkaset ‚einige hundert’, pare± ‚ein paar’ u.a. Neben diesen semantischen Subkategorien besitzt die Kategorie der Numeralia Subkategorien abhängig von den syntaktischen Eigenschaften und damit ihrer Wortartenzugehörigkeit. Ein besonderes Problem stellen die Kardinalia dar, da sie zwar semantisch einheitlich sind, sich aber syntaktisch ganz unterschiedlich verhalten (s. folgende Tabelle). Ein Teil der Kardinalia weist gleichzeitig Eigenschaften von Adjektiven und von Substantiven auf. Das Zahlwort pie±c´ ‚fünf’ regiert den Genitiv Plural – pie±c´ sto!o´w ‚fünf Tische’. Diese Fähigkeit bringt es in die Nähe der Substantive. Andererseits verändert es seine Gestalt in Abhängigkeit vom Genus des regierten Substantivs; d.h. es kongruiert im Genus: pie±c´ sto!o´w aber pie±ciu me±z˙czyzn ‚fünf Männer’. Kongruenz im Genus ist nun wiederum eine für Adjektive typische Eigenschaft. Beide Phänomene – Rektion und Kongruenz sind den deutschen Numeralia fremd. Das Gleiche gilt für die Flektierbarkeit der Kardinalia nach Kasus: To sa± trzej panowie. – Mo´wimy o trzech panach. In dieser Grammatik gehen wir von folgender Verteilung der Numeralia auf die Wortarten aus:
257

266

4. Numeralia

syntakt. Adjektiv: nichtregierend, kongruierend Kardinalia jeden-jedna-jedno dwa-dwie-dwaj/ dwo´ch/dwu trzy-trzej/trzech cztery-czterej/czterech oba, obie, obaj

syntaktisches Substantiv: regierend kongruierend pie±c´-pie±ciu szes´c´-szes´ciu siedem-siedmiu osiem-os´miu dziewie±c´-dziewie±ciu dziesie±c´-dziesie±ciu jedenas´cie-jedenastu … dwadzies´cia-dwudziestu dwadzies´cia jedendwudziestu jeden … sto-stu dwies´cie-dwustu nicht kongruierend tysia±c, milion

Kollektiva

dwoje, troje, czworo, pie±cioro … pierwszy, pierwsza … drugi, druga … trzeci, trzecia … … dziesia±ty … setny tysie±czny

Ordinalia

Bruchzahlen

po´!tora-po´!torej

jedna druga, dwie trzecie, po´!

Hinweis: In der Tabelle steht der Querstrich ‚-’ für verschiedene Formen eines Wortes und der Schrägstrich ‚/’ für synonyme Varianten ein und derselben Form.

4.2. Kardinalia

267

4.2. Kardinalia Die Kardinalia (liczebniki g!o´wne) zeichnen sich durch eine ganze Reihe von Besonderheiten in Form und Syntax aus, die sie von anderen Adjektiven bzw. Substantiven abheben. Sie verfügen über zwei grammatische Kategorien, die über ihre Form entscheiden: • Genus: jeden-jedna-jedno • Kasus: jeden-jednego-jednemu etc. Dabei gilt tendenziell, dass die Anzahl der verschiedenen Genus- und Kasusformen nach oben hin immer weiter abnimmt; d.h. während jeden drei Genera und sechs Kasus formal unterscheidet, hat trzy noch zwei Genera mit sechs Kasus und schließlich sto nur noch zwei Genus-Kasusformen. In syntaktischer Hinsicht spielen der Kasus und der Numerus des Substantivs eine Rolle, dessen Referenten gezählt werden. Ausschlaggebend ist die syntaktische Funktion der Wortfügung, die mindestens aus Kardinalzahl plus Substantiv besteht; ist die gesamte Fügung nominativisch oder mit Einschränkungen akkusativisch, gelten folgende Regeln für den Kasus des ‚gezählten’ Substantivs: • 1 verändert den Kasus nicht: W pokoju sta! jeden sto´! ‚Ein Tisch stand im Zimmer.’ • 2 – 4 verändern den Kasus nicht, das Substantiv steht im Plural: W pokoju sta!y dwa sto!y, trzy sto!y, cztery sto!y. ‚Zwei, drei, vier Tische standen im Zimmer.’ • ab 5 ist der Genitiv Plural erforderlich: W pokoju sta!o pie±c´ sto!o´w. ‚Fünf Tische standen im Zimmer.’ Besonderheit: Die Kardinalia mit maskulin-personalen Substantiven haben ab der Zahl ‚2’ meist eine besondere Form (auf -u), regieren den Genitiv Plural und kongruieren im Prädikat nicht wie erwartet mit der dritten Person Plural maskulin-personal, sondern mit der dritten Person Singular Neutrum. Przysz!o dwu/dwo´ch pano´w. ‚Es sind 2 Herren gekommen.’ Przysz!o pie±ciu pano´w. ‚Es sind 5 Herren gekommen.’ Przysz!o jedenastu pano´w. ‚Es sind 11 Herren gekommen.’ Przysz!o pie±c´dziesie±ciu pano´w. ‚Es sind 50 Herren gekommen.’ Przysz!o stu pano´w. ‚Es sind 100 Herren gekommen.’ Steht die Fügung insgesamt in einem obliquen Kasus, nehmen sowohl das Zahlwort als auch das folgende Substantiv diesen Kasus an: Mo´wimy o jednym stole, dwu/dwo´ch sto!ach, pie±ciu sto!ach. ‚Wir sprechen über einen, zwei, fünf Tische.’
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268

4. Numeralia

,1’
259

Maskulin Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv jeden jednego jednemu jeden/jednego jednym jednym

Feminin jedna jednej jednej jedna± jedna± jednej

Neutrum jedno jednego jednemu jedno jednym jednym

Das Zahlwort jeden flektiert nach drei Genera und nimmt dabei im Wesentlichen die Endungen des Adjektivs an. ,2’
260

dwa ist die Form in Begleitung von Substantiven des maskulinen Genus außer maskulinpersonal: dwa sto!y, dwa konie ‚zwei Pferde’, dwa okna ‚zwei Fenster’. dwie steht bei feminen Substantiven: dwie panie ‚zwei Damen’, dwie ksia±z˙ki ‚zwei Bücher’. dwaj ist das Zahlwort für Substantive des maskulin-personalen Genus: dwaj panowie ‚zwei Herren’. Die Ausdrücke dwu und dwo´ch sind formale Varianten, die jedoch nicht den Nominativ, sondern den Genitiv Plural regieren. Darüber hinaus steht im Prädikat die dritte Person Singular Neutrum. Tam ida± dwaj koledzy. – Tam idzie dwu/dwo´ch kolego´w. ‚Dort gehen zwei Kollegen.’ Tam szli dwaj koledzy. – Tam sz!o dwu/dwo´ch kolego´w. ‚Dort gingen zwei Kollegen.’ Maskulin personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dwu/dwo´ch dwa dwoma dwaj nichtpersonal dwa dwu/dwo´m dwie dwiema/dwoma dwo´ch/dwu dwa dwoma dwie dwu/dwo´ch dwa Feminin Neutrum

Ein ganz ähnliches Paradigma liegt bei dem Zahlwort obaj-oba-obie ‚beide’ vor:

4.2. Kardinalia

269

Maskulin personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv obu oba obu/oboma obu obaj nichtpersonal oba obu obu

Feminin obie

Neutrum oba

obie obu/oboma/obiema

oba obu/oboma

,3 und 4’ trzy und cztery stehen bei allen Substantiven außer bei maskulin-personalen. Diese haben trzej und czterej: trzy/cztery sto!y ‚drei/vier Tische’, trzej/czterej panowie ‚drei/vier Herren’. Für die maskulin-personalen Substantive gibt es wie bei dem Zahlwort für ‚zwei’ eine formale Variante mit abweichender Syntax: trzech/czterech pano´w przysz!o ‚Es sind drei/vier Herren gekommen.’ In den Kasusformen gibt es keine Unterschiede zwischen maskulin-personal und den anderen Genera. maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv czterech czterema czterech czterej czterech czterem cztery trzech trzema trzech andere Genera cztery trzej trzech trzem trzy andere Genera trzy
261

Im Instrumental gibt es auch die Endung -oma. . maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv .5 bis 10’ 262 Die Zahlwörter von 5 bis 10 haben bei Substantiven aller Genera außer bei maskulinpersonalen im Nominativ und Akkusativ die folgenden Formen: 5 – pie±c´ 6 – szes´c´ 7 – siedem 8 – osiem 9 – dziewie±c´ 10 – dziesie±c´ Maskulin-personale Substantive in Funktion des Subjekts werden von der Genitivform begleitet: przysz!o pie±ciu pano´w. Der Instrumental hat als Variante auch -oma. In allen anderen Kasus tritt ganz unabhängig vom Genus eine einzige Form auf -u auf.11 bis 19’ szes´ciu pano´w szes´ciu pano´w szes´ciu panom szes´ciu pano´w szes´ciu/szes´cioma panami szes´ciu panach andere Genera siedem koto´w siedmiu koto´w siedmiu kotom siedem koto´w siedmiu/siedmioma kotami siedmiu kotach 263 Die Zahlwörter von 11 bis 19 haben bei Substantiven aller Genera außer bei maskulinpersonalen im Nominativ und Akkusativ diese Formen: 11 – jedenas´cie 12 – dwanas´cie 13 – trzynas´cie 14 – czternas´cie 15 – pie±tnas´cie 16 – szesnas´cie 17 – siedemnas´cie 18 – osiemnas´cie 19 – dziewie±tnas´cie Die Formen für maskulin-personale Substantive und die aller obliquen Kasus lauten auf -u aus.270 4. Numeralia . Die gleiche Form tritt im Akkusativ auf.

Die Formen auf -u verbinden sich auch mit maskulinpersonalen Substantiven: dwudziestu ludzi przyjecha!o.50. 70. 80 und 90’ Die Zahlwörter für 50 bis 90 haben im Nominativ und Akkusativ diese Form: Nominativ und Akkusativ 50 60 70 80 90 pie±c´dziesia±t szes´c´dziesia±t siedemdziesia±t osiemdziesia±t dziewie±c´dziesia±t andere Kasus pie±c´dziesie±ciu szes´c´dziesie±ciu siedemdziesie±ciu osiemdziesie±ciu dziewie±c´dziesie±ciu 265 264 . 30 und 40’ Die Zahlwörter für 20 dwadzies´cia. 30 trzydzies´ci und 40 czterdzies´ci haben in den obliquen Kasus die Formen dwudziestu. Kardinalia 271 maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv jedenastu pano´w jedenastu pano´w jedenastu panom jedenastu pano´w jedenastu/jedenastoma panami jedenastu panach andere Genera dwanas´cie koto´w dwunastu koto´w dwunastu kotom dwanas´cie koto´w dwunastu/jedenastoma kotami dwunastu kotach Neben der Alternation der Endung kommt es zu Änderungen im Stamm: 11 – jedenastu 12 – dwunastu 13 – trzynastu 14 – czternastu 15 – pie±tnastu 16 – szesnastu 17 – siedemnastu 18 – osiemnastu 19 – dziewie±tnastu . trzydziestu. czterdziestu (im Instrumental gibt es die Nebenform dwudziestoma).2.20.4. . 60.

das 1525 Menschen an Bord hatte. dwadzies´cia jeden okien. 22 bis 29 (31–39. Numeralia Die Formen auf -u verbinden sich auch mit den maskulin-personalen Substantiven: pie±c´dziesie±ciu z˙o!nierzy maszeruje ‚es marschieren 50 Soldaten’ .272 4. indem andere syntaktische Konstruktionen gewählt werden. 41–49 etc. sodass die Kardinalzahl im Nominativ oder Akkusativ steht. In der Regel wird jedoch die Flexion dieser langen Kardinalia vermieden. W nocy statek z tysia±c pie±c´set dwudziestu/dwudziestoma pie±ciu/pie±cioma osobami znalaz! sie± w niebezpieczen´stwie. 23 …’ 266 Die Zahlwörter 21. das auch bei femininen und neutralen Substantiven auftritt: dwadzies´cia jeden domo´w. znalaz! sie± w niebezpieczen´stwie. ‚In der Nacht geriet ein Schiff in Seenot. die aus zwei oder drei Elementen bestehen. Besteht die Zahl aus mehr als drei Elementen werden nur die letzten beiden Elemente flektiert: ‚mit 1525 Personen’ z tysia±c pie±c´set dwudziestu pie±ciu osobami oder z tysia±c pie±c´set dwudziestoma pie±cioma osobami. ‚In der Nacht geriet ein Schiff mit 1525 Menschen an Bord in Seenot. werden alle flektiert. 22.) sind Zusammensetzungen: Andere Kasus (+maskulin-personal) dwudziestu jeden dwudziestu dwo´ch dwudziestu trzech trzydziestu siedmiu pie±c´dziesie±ciu os´miu stu jeden stu dwo´ch stu dwunastu stu dwudziestu jeden stu dwudziestu trzech Nominativ und Akkusativ 21 22 23 37 58 101 102 112 121 123 dwadzies´cia jeden dwadzies´cia dwa dwadzies´cia trzy trzydzies´ci siedem pie±c´dziesia±t osiem sto jeden sto dwa sto dwanas´cie sto dwadzies´cia jeden sto dwadzies´cia trzy In den Zusammensetzungen.’ . kto´ry mia! tysia±c pie±c´set dwadzies´cia pie±c´ oso´b na pok!adzie.21. Unverändert bleibt nur das Endglied jeden. dwudziestu jeden ch!opco´w.’ statt dessen: W nocy statek. dwadzies´cia jeden kobiet.

Außerdem haben sie Singular.2.pers) stu dwustu trzystu czterystu pie±ciuset szes´ciuset siedmiuset os´miuset dziewie±ciuset 267 In den Kardinalia pie±c´set bis dziewie±c´set verändert sich nur der erste Teil des Worts.und Pluralformen. Männer’. Kardinalia 273 .100 bis 900’ Das Kardinale sto hat in allen obliquen Kasus und bei maskulin-personalen Substantiven die Form stu. widzia!em pie±ciuset sportowco´w ‚ich habe 500 Sportler gesehen’. tysia±c ist ein regelmäßig flektierendes Substantivs des Typs piec und milion des Typs plan (aber: Genitiv Singular auf -a). Weitere Formen: Nominativ und Akkusativ 100 200 300 400 500 600 700 800 900 sto dwies´cie trzysta czterysta pie±c´set szes´c´set siedemset osiemset dziewie±c´set andere Kasus (+mask. an den das unveränderte Morphem -set tritt.4. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv tysia±c tysia±ca tysia±cowi tysia±c tysia±cu milion miliona milionowi milion milionem milionie tysia±ce tysie±cy tysia±com tysia±ce tysia±cami tysia±cach Plural miliony miliono´w milionom miliony milionami milionach 268 Instrumental tysia±cem Die Zählung der Jahrhunderte weicht insofern vom Deutschen ab.1 000 und 1 000 000’ tysia±c und milion gehören zu den echten Substantiven. Sie variieren nicht nach dem Genus des Bezugssubstantivs: tysia±c kobiet. Maskulin-personale Substantive verbinden sich im Subjekt und direkten Objekt mit den Formen auf -stu: c´wiczy!o pie±ciuset sportowco´w ‚es trainierten 500 Sportler’. . als nicht in Hundertern sondern in Tausendern gezählt wird: 1999 tysia±c dziewie±c´set dziewie±c´dziesia±t dziewie±c´ ‚neunzehnhundertneunundneunzig’. . Im Subjekt erfordern sie ein Substantiv im Genitiv Plural: tysia±ce kobiet ‚Tausende von Frauen’. tysia±c me±z˙czyzn ‚1"000 Frauen.

czworo skrzypiec ‚vier Geigen’ Im Gebrauch sind nur die Kollektiva für die Zahlen 1 bis 10 und die unbestimmten Zahlwörter mit kilka-: 2 – dwoje 3 – troje 4 – czworo 5 – pie±cioro 6 – szes´cioro 7 – siedmioro 8 – os´mioro 9 – dziewie±cioro . Numeralia 4. troje spodni ‚drei Hosen’.h. Kollektiva 269 Die Kollektiva (liczebniki zbiorowe) sind semantisch den Kardinalia ähnlich.274 4. Syntaktisch gehören sie zu den Substantiven. d. die den Genitiv Plural regieren: dwoje studento´w ‚zwei Studenten’. czworo studento´w ‚vier Studenten und Studentinnen’ • Zählung von Pluralia tantum. Kollektiva treten auf bei: • Gruppen von Personen unterschiedlichen Geschlechts. dwoje drzwi ‚zwei Türen’. häufig bei Gegenständen. dwoje ludzi ‚zwei Leute (Mann und Frau)’. die aus zwei komplementären Teilen bestehen wie Schere.3.einige’ – kilkoro . Sie werden aber nur sehr eingeschränkt gebraucht und zusehends von den Kardinalia verdrängt.zwischen 11 und 19’ – kilkanas´cioro Die Flexion ist gekennzeichnet durch die Stammerweiterung mit Hilfe von -g-: Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dwoje dwojga dwojgu dwoje dwojgiem dwojgu troje trojga trojgu troje trojgiem trojgu czworo czworga czworgu czworo czworgiem czworgu siedmioro siedmiorga siedmiorgu siedmioro siedmiorgiem siedmiorgu . sie benennen eine Anzahl von Einheiten. Tür oder Hose. pie±cioro drzwi ‚fünf Türen’.

– sto pierwszy 102. – osiemnasty 19. – o´smy 9. – trzeci 4. Sie gehören zur Wortart der Adjektive. sondern ein Element aus einer Menge. – jedenasty 12. – dziewie±tnasty 20. – tysia±c dziewie±c´set trzeci 1914. – trzydziesty 40. – czterechsetny 500. – siedemdziesia±ty 80. wie diese flektieren sie nach Genus und Kasus des Bezugssubstantivs (vgl.4. – osiemdziesia±ty 90. Ordinalia 275 4. – dziewia±ty 10. – szo´sty 7. – tysia±c dziewie±c´set osiemdziesia±ty 270 . – siedemnasty 18. – dwunasty 13. – trzynasty 14. Ordinalia Ordinalia (liczebniki porza±dkowe) bezeichnen nicht eine Anzahl. – dziesia±ty 11. – dwusetny/dwo´chsetny 300. – sio´dmy 8.4. – tysia±c dziewie±c´set czternasty 1982. – szesnasty 17. 101. – siedemsetny 800. – dwudziesty 30. – pierwszy 2. – pie±c´setny 600. – dziewie±c´setny 1000. – dwutysie±czny 5000. – szes´c´dziesia±ty 70. – dziewie±c´dziesia±ty 100. – sto dwunasty 121. 247– 249). – trzechsetny 400. – pie±tnasty 16. – czternasty 15. – szes´c´setny 700. – pie±c´dziesia±ty 60. – sto dwudziesty pierwszy 1903. die durchgezählt wird. – czterdziesty 50. – sto drugi 112. – setny 200. – osiemsetny 900. – pie±ciotysie±czny In mehrgliedrigen Zahlwörtern werden nur die letzten beiden Ziffern dekliniert. – tysie±czny 2000.4. – czwarty 5. – pia±ty 6. – drugi 3. 1.

dwupokojowy ‚Zweizimmer-’ u. 4.6.02 dwie setne In den obliquen Kasus werden beide Elemente dekliniert: pie±c´ setnych ! pie±ciu setnych. Daneben gibt es die nach Kasus unflektierten Formen für ‚ein Halb’ po´! 1/2 – po´! 1 + 1/2 – po´!tora (maskulin und neutrum) – po´!torej (feminin) Diese Bruchzahlen verbinden sich mit dem Genitiv Singular: po´! metra ‚ein halber Meter’. 1/2 jedna druga ‚ein halb’ 1/3 jedna trzecia ‚ein Drittel’ 3/4 trzy czwarte ‚drei Viertel’ 0. Bruchzahlen 271 Die Bruchzahlen (liczebniki u!amkowe) sind zusammengesetzt aus Kardinalia. die im Nenner stehen. trzykroc´ ‚drei mal’.Ä. podwo´jny ‚doppelter’ • Adverben: dwukrotnie ‚zwei mal’. .01 jedna setna 0. die den Zähler bilden. und Ordinalia. dwojaki ‚zweierlei’. pia±tka ‚der Fünfer. pie±ciu setnym. potroic´ ‚verdreifachen’ • Substantive: dwo´jka ‚der Zweier. Numeralia 4.5. die Fünf’ Daneben gibt es eine unbegrenzte Anzahl weiterer Bildungen: • Adjektive: dwukolorowy ‚zweifarbig’.3 trzy dziesia±te 0. po´!torej godziny ‚anderthalb Stunden’.Ä. po´!tora roku ‚anderthalb Jahre’. Ableitungen 272 Von Numeralia kann eine kleine Anzahl halbgrammatischer Ableitungen gebildet werden: • Adjektive: dwukrotny ‚zweimaliger’. trojako ‚auf dreierlei Weise’ • Verben: podwoic´ ‚verdoppeln’. • Substantive: tro´jka±t ‚Dreieck’. die Drei’.276 4. dwudziestolecie ‚zwei Jahrzehnte’. die Zwei’. dwutakt ‚Zweitakter’ u. tro´jka ‚der Dreier.

Personalpronomen enthalten die grammatischen Kategorien Person.B. d. sondern funktionieren typischerweise wie eine Art Zeigegeste. jak ‚wie’).B.5. Sie sind wie im Deutschen als untypische Substantive anzusehen. • Die 2. mo´j ‚mein’) oder Adverben (z. eine Gruppe. zu der auch der Hörer zählt. Person verweist auf den Hörer bzw. Pronomen Die Wortklasse der Pronomen (zaimki) ist nicht syntaktisch oder morphologisch. wird ihnen in dieser Grammatik entsprechend alter Tradition ein eigenes Kapitel eingeräumt.1. Person verweist auf den Sprecher bzw. Da Pronomen von sehr hoher Frequenz sind.h. wenn zwischen erwachsenen Sprechern und Hörern ein distantes persönliches Verhältnis herrscht. eine Gruppe. Einige Personalpronomen lassen sich in Bezug auf das grammatische Genus unterscheiden. Aufgrund ihrer syntaktischen Heterogenität werden sie hier nach den im Kapitel Wortarten dargelegten Prinzipien nicht als eigene Wortart angesehen. Gegenstände oder Sachverhalte verweisen. da sie in der Regel keine adjektivische Attribute haben können (z. Genus und Numerus sowie die nur teilweise als grammatisch anzusehende sogenannte Höflichkeit.1. vom sprachlichen Kontext auf Personen. die auf die Teilnehmer des Gesprächs verweisen.1. *duz˙y ty ‚ein großes du’). sondern lexikalisch-semantisch motiviert. Adjektiven (z. Person verweist auf eine Entität bzw. Somit zählen sie zu den Substantiven (z. man verwendet die Siezform. 273 5. ona und ono.B. • Die 1. Sie benennen nicht direkt. dass sie in Abhängigkeit von der Äußerungssituation bzw. denn die hier zugrundegelegte Definition der Wortarten beruht im Wesentlichen auf dem syntaktischen Prinzip. zu der auch der Sprecher zählt. die nicht am Gespräch teilnehmen. • Die 3. die den 274 . Entitäten.B. Das polnische System der Personalpronomen fällt nur teilweise mit demjenigen des Deutschen zusammen. es sind dies die Formen der dritten Person Singular: on. Ihre Besonderheit liegt darin. Kategorien und Bestand Die Personalpronomen (zaimki osobowe) sind eine kleine Klasse von Substantiven. Personalpronomen 5. Der Gebrauch von ‚Du’ versus ‚Sie’ unterscheidet sich jedoch im Polnischen und Deutschen nicht prinzipiell. ja ‚ich’).

wenn mehr als eine Person angesprochen werden: panowie (mehrere Männer) und panie (mehrere Frauen). maskulin feminin neutrum maskulin-personal nichtmaskulin-personal Singular distant ja pan pani on ona ono oni one Plural distant my panowie panie pan´stwo nah ty wy Das Polnische zeichnet sich durch einen ausgesprochen ausdifferenzierten Pronominalbestand der distanten Formen für die 2. Eine Besonderheit der Personalpronomen pan. . Person nah 1. tritt das Pronomen pan´stwo auf. one). Sprechen wir einen Mann an. es entsprechen. d. Somit verhalten sie sich wie die ihnen homonymen volllexikalischen Substantive. Die Basis dieser Pronomen bildet das ursprüngliche Substantiv pan. gebrauchen wir diese Ausgangsform pan. Pronomen deutschen Formen er. sie. tritt die Form pani auf. Im Plural wird diese Opposition ersetzt durch die Gegenüberstellung maskulin-personaler und nichtmaskulin-personaler Formen (oni. Dem deutschen Sie entsprechen fünf polnische Formen. 2. pani und pan´stwo ist. Co pan robi? Co pani robi? Was machen Sie? (1 Mann) (1 Frau) Co panowie robia±? (mehr als 1 Mann) Co panie robia±? (mehr als 1 Frau) Co pan´stwo robia±? (mindestens 1 Mann + 1 Frau) Die distanten Formen des Singulars kongruieren mit einem Verb in der dritten Person Singular (robi) und diejenigen des Plurals mit einem Verb in der Form der dritten Person Plural (robia±). Handelt es sich um eine Frau. die nach Geschlecht und Anzahl der Angesprochenen differenziert werden.h. Die gleiche Unterscheidung gilt auch für den Plural.278 5. dass sie eine eigene Vokativform aufweisen: Prosze± pana! etc. männlich weiblich männlich!+!weiblich 3. Sind unter den Angesprochenen sowohl Männer wie Frauen. Person aus.

Person nah Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv 2.2. werden sie auch substantivisch dekliniert. Person Singular Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Maskulin on jego/go/niego jemu/mu/niemu jego/go/niego nim nim Neutrum ono jego/go/niego jemu/mu/niemu je/nie nim nim Feminin ona jej/niej jej/niej ja±/nia± nia± niej pan pana panu pana panem panu prosze± pana! Singular pani pani pani pania± pania± pani prosze± pani! panowie pano´w panom pano´w panami panach prosze± pano´w! Plural panie pan´ paniom panie paniami paniach prosze± pan´! pan´stwo pan´stwa pan´stwu pan´stwa pan´stwem pan´stwu prosze± pan´stwa! ja mnie mnie/mi mnie/mie± mna± mnie Singular ty ciebie tobie/ci ciebie/cie± toba± tobie my nas nam nas nami nas Plural wy was wam was wami was 275 . Person distant Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ 3. und 2. Personalpronomen 279 5. 1.5.1. Deklination Da die distanten Pronomen ursprünglich auf Substantive zurückgehen. Die anderen weisen eigene Paradigmen auf.1.

Person Plural Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv maskulin-personal oni ich/nich im/nim ich/nich nimi nich andere Genera one ich/nich im/nim je/nie nimi nich Die Deklinationstabellen zeigen. d. ci und cie± werden hingegen nur enklitisch gebraucht. moz˙e zrobi!am z´le. Po´jde± do niego jutro. vielleicht war es nicht so gut. da wir ja durch die Endung des Verbs wissen. 5.280 5. So fehlt in dem Satz Zreszta". przyjez˙dz˙aja˛c tutaj […] ‚Im übrigen. mi. deren Subjekt nicht durch ein Substantiv ausgedrückt wird. b) Die Formen mit dem Anlaut ni. jemu. ciebie und tobie treten auf. hier unterscheiden sich die nichtmaskulinpersonalen Formen ebenfalls nur im Nominativ und Akkusativ von den maskulin-personalen.3. przypomnij-mi ‚denk an mich’. um wen es sich handelt. Ähnlich gestaltet sich der Plural. Dies ist möglich. Da!em ksia±z˙ke± tobie. In den übrigen Kasus sind seine Formen mit den maskulinen identisch. Die Funktionen 276 a) Die Formen jego. Die Bedingung für das Weglassen des Pronomens ist in folgendem Textfragment sehr gut erkennbar: . z. Pronomen 3. mit dem sie eine akzentuelle Einheit bilden: widze±-go ‚ich sehe ihn’. a nie jemu. ‚Ich habe dir das Buch gegeben. Sie können nicht am Satzanfang stehen. dass ich hergekommen bin […]’ das Pronomen ja (zrobi!am).treten nach Präpositionen auf: do niego.’ Die Formen go. dass das neutrale Pronomen nur im Nominativ und Akkusativ eine eigene Form aufweist.B.h. In vielen Fällen kann das Pronomen wegfallen.1. mu. nicht obligatorisch sind. mie±. dass sie in Sätzen. dla niej. wenn sie den Satzakzent tragen. ‚Ich gehe morgen zu ihm. und nicht ihm.’ c ) Die Personalpronomen im Nominativ unterscheiden sich vom Deutschen wesentlich dadurch. sie können keinen Satzakzent tragen und ‚lehnen’ sich an das vorhergehende Wort an.

panowie. Reflexivpronomen 281 Szczur to godny cz!owieka przeciwnik. mit dem Subjekt identisch ist. und schließlich tritt es als Wortbildungselement auf. Kot widzi siebie w lustrze. Die eigentlich reflexive Grundfunktion besteht darin. 277 . w niego und za niego. hast du geschlafen. Person sowie für Singular und Plural gleich ist. wie z. e) zen´. od niego. Potrafi wiele. anzuzeigen. Die Akademiegrammatik von 1998.’ identischer Referent Siebie markiert hier. wen´ und zan´ sind rein schriftsprachliche Varianten mit einer archaischen Färbung für z niego. Diese Regel betrifft nicht die distanten Pronomen pan.’ Im ersten Satz wird szczur ‚die Ratte’ als Subjekt eingeführt. darunter auch die Funktion der Wortbildung. don´. 508). andererseits gehört es verschiedenen halbgrammatischen Kategorien des Verbs im Bereich der Diathese an. dass der Referent der außersprachlichen Welt. im Satz Gdy ja pracowa!em. W przeciwien´stwie do ludzi. Sie kann vieles. na niego. und 3. 5. weil es sehr verschiedene Funktionen und Status haben kann. das von dem transitiven Verb widziec´ ‚sehen’ gefordert ist. hat der Grammatikschreibung seit jeher Probleme gemacht.’ werden die Personalpronomen immer gesetzt (s. Aus diesem Grund genügt die bloße Form des Verbs. z. Sie hat ein ausgezeichnetes Gedächtnis und eine außergewöhnliche psychische Widerstandskraft.. traditionell als Reflexivpronomen (zaimek zwrotny) bezeichnet. und in den folgenden bleibt sie im Zentrum der Aufmerksamkeit. pani. nan´. panie und pan´stwo. Ma znakomita± pamie±c´ i niezwyk!a± odpornos´c´ psychiczna±. Anders als der Mensch bricht sie niemals zusammen […]. Ihr Gebrauch ist obligatorisch! d) Wollen wir hingegen die Person oder den Gegenstand in einer Gegenüberstellung betonen. dass der Referent eines syntaktischen Objekts identisch ist mit dem Subjekt. das für die 1.5.B. Im Unterschied zum Deutschen weist das Polnische nur ein Pronomen auf. zählt acht Funktionen auf. 2. oden´.2. auf den sich das Akkusativobjekt bezieht.B. I: 1991ff. Sie± hat einerseits pronominale Funktionen. ty spa!es´. ‚Als ich gearbeitet habe.2. do niego. Reflexivpronomen Das Wort sie˛. ‚Die Katze sieht sich im Spiegel. nie za!amuje sie± nigdy […] ‚Die Ratte ist dem Menschen ein angemessener Gegner.

‚Janek hat sich nicht in die Liste eingetragen.’ Goli sie±.’ Akkusativ: Kot widzi siebie w lustrze. ‚Wir rasieren uns. ‚Er rasiert sich.’ Instrumental: Zajmij sie± przede wszystkim soba±.’ Golimy sie±. ‚Wie man sich bettet.’ Dativ: Jak sobie pos´cielesz. ‚Ich habe mich angezogen’.’ Golisz sie±. Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Ø siebie sobie siebie/sie± o sobie Instrumental soba± In der rein reflexiven Funktion können alle Kasusformen des Reflexivpronomens auftreten: Genitiv: Janek nie umies´ci! siebie na lis´cie.’ Umyj sie˛! ‚Wasche dich!’ Ubra!em sie˛.’ Ide˛ sie˛ umyc´. ‚Ich rasiere mich. Das Lexem sie˛ steht im Satz im Prinzip vor dem zugehörigen Verb. ‚Ihr rasiert euch.’ Gola±± sie±. so liegt man.282 5. Achtung: der Gebrauch des Reflexivpronomens ist obligatorisch. tak sie± wys´pisz. ‚Ich bin zur rechten Zeit fertig geworden mit dem Anziehen. kann jedoch nicht am Anfang des Satzes stehen: Nie trzeba sie˛ bac´. ‚Sie rasieren sich. ‚Zuzia spricht am liebsten über sich selbst. ‚Man braucht sich nicht zu fürchten. Das Personalpronomen ist in ähnlichen Kontexten falsch (auch reflexives Possessivpronomen swo´j): *Gole± mnie.’ Das Reflexivpronomen tritt in allen Kasusformen außer dem Nominativ auf.’ Golicie sie±. Pronomen Gole± sie±. ‚Die Katze sieht sich im Spiegel.’ Zda˛z˙y!em sie˛ ubrac´. . ‚Ich gehe mich waschen.’ aber: Boje˛ sie˛. ‚Du rasierst dich. ‚Ich fürchte mich.’ sobie und sie± können daneben auch anders verwendet werden. ‚Beschäftige dich vor allem mit dir selbst!’ Präpositiv: Zuzia najbardziej lubi opowiadac´ o sobie.

dass das Objekt der Handlung mit dem Subjekt identisch ist. die von 280 279 278 . Es handelt sich um eine Handlung. z. ‚Zbigniew baut in Danzig ein Haus. ‚Karl kleidet sich bei einem guten Schneider ein. ‚Marysia zieht sich an und nicht ihre Tochter’ Bei den anderen Verben ist aber unabhängig von Kontrasten o. Die transitiven Verben bic´#+"Akkusativ ‚schlagen’ oder ca!owac´#+"Akkusativ ‚küssen’ in Verbindung mit sie± drücken nicht aus. ‚Karl rasiert sich. Reflexivpronomen 283 5. Karol ubiera sie± u dobrego krawca.’ sie± als Inhaltswort: vermittelt reflexiv Die Verben des Typs golic´ sie± ‚sich rasieren’ können in Verbindung mit der Präpositionalphrase u#+"Genitiv eine andere Bedeutung annehmen: das Substantiv im Genitiv gibt den eigentlichen Handlungsausführenden an. a nie co´rke±.B.’ Marysia czesze sie± u zaprzyjaz´nionego fryzjera. ausschließlich die Form siebie zugelassen: Kot widzi siebie w lustrze. siebie ersetzt werden.’ Dziecko sie± myje.’ Marysia sie± ubiera.2. bei denen sie± steht.’ sie˛ als Inhaltswort: reziprok Das Element sie± kann die Position des direkten Objekts einnehmen und die Bedeutung ‚reziprok’ (="‚gegenseitig’) ausdrücken.5.’ auch: Zbigniew sie± buduje w Gdan´sku.’ Kotka sie± liz˙e.2. Es handelt sich um eine recht kleine Gruppe von Verben. wenn das Pronomen besonders hervorgehoben wird.Ä. Gebrauch von sie± sie± als Inhaltswort: reflexiv Als Inhaltswort tritt sie˛ in der syntaktischen Position des direkten oder indirekten Objekts auf und hat dann eigentlich-reflexive Funktion. ‚Marysia zieht sich an. ‚Das Kind wäscht sich.’ Diese Fälle erlauben auch die Verwendung der wortakzenttragenden Vollform siebie. Karol sie± goli. In dieser Funktion kann es meist durch sobie bzw.: Marysia ubiera siebie. Am häufigsten tritt die Akkusativform sie± auf. wenn das mit dem Objekt Bezeichnete mit dem Handelnden des Subjekts identisch ist. ‚Die Katze leckt sich ab. ‚Marysia lässt sich bei einem befreundeten Frisör die Haare machen. ‚Die Katze sieht sich im Spiegel.1. Alle Verben dieses Typs regieren ein Akkusativobjekt.

’. bac´ sie± ‚sich fürchten’. ohne einen Agens.’ sie± als Wortbildungsformativ 281 Hier hat sie± lexikalische. ‚Der Sand ist verschüttet worden. Zabawki sie˛ psuja˛.284 5. Pies nazywa sie˛ Azor. rozchorowac´ sie± ‚erkranken’. martwic´ sie± ‚sich grämen’. als sie± die Bedeutung nicht zu verändern scheint. Diese Konstruktion trägt insofern auch grammatische Züge.h. In einigen Fällen bewirkt sie± eine Bedeutungsverschiebung im Verb. unproduktive Wortbildungsfunktion. ‚Das Wasser läuft.’ Bei Verben für psychische und physische Zustände des Menschen ist die Bestimmung der Funktion des Pronomens sie˛ problematisch.’. gehen sie in intransitive Verben über und werden sozusagen ‚dekausativ’. psuc´ ‚kaputt machen’. ‚Die Tür öffnet sich. ‚Die Kinder küssen einander.’ Dzieci sie± ca!uja±. dass sich eine bestimmte Aktion vollzieht. Talerz sie˛ st!uk!. spodziewac´ sie± ‚erwarten’.’. Es bildet Reflexivverben. Suknia sie˛ gniecie. sie± modifiziert hier die eigentliche Bedeutung. jemand veranlasst. die sich sonst mit einem Objekt verbinden: otworzyc´ ‚öffnen’. zakochac´ sie± ‚sich verlieben’ . so dass man nicht mehr von Reflexivität sprechen kann.’. z!os´cic´ sie˛ ‚sich ärgern’ Bei vielen Verben ist sie± ein obligatorischer Bestandteil. denerwowac´ sie± ‚sich aufregen’. Piasek sie˛ rozsypa!. Werden die gleichen Verben von sie± begleitet. d. Pronomen mehr als einer Person ausgeführt wird und gegenseitig von einer Person auf die andere gerichtet ist. wyg!upiac´ sie± ‚herumalbern’. Drzwi sie˛ otwieraja˛. Die Grenze zum Passiv mit sie± ist fließend. nazywac´ ‚nennen’. ‚Der Hund heißt Azor.’ Woda sie˛ leje. ‚Der Teller ist zerbrochen. ‚Die Eltern streiten sich. ‚Die Jungen schlagen sich (einander). rozsypac´ ‚verschütten’. uczyc´ ‚lehren’ – uczyc´ sie± ‚lernen’ sie± tritt oft bei Verben auf. ‚Das Kleid knittert. Die Handlung geschieht wie von selbst. ‚Das Spielzeug geht kaputt. Sie haben eine kausative Bedeutung.’. sie werden auch Reflexiva tantum genannt. Ch!opcy sie± bija±. Ein Pendant ohne sie± gibt es nicht. rozp!akac´ sie± ‚in Tränen ausbrechen’.’ Das gleiche gilt für einige intransitive Verben: Rodzice sie± k!o´ca±. cieszyc´ sie± ‚sich freuen’.

In diesen Fällen fungiert sobie nicht als Objekt.’ Owce sie± strzyz˙e raz w roku. Ziewna±!em. ‚Die Schafe werden einmal pro Jahr geschoren.’ Bielizne± sie± pierze w pralni.2. Mo´g!bys´ sobie darowac´ te frazesy.2. Zupa sie˛ gotuje.’ 5. Es bildet synthetische Wortformen. Dieses Verfahren ist schwach grammatikalisiert und der Wortbildung recht nahe. ‚Dieser Stoff wäscht sich gut.’ Außerdem kann ein Verb mit dem Element sie± eine unbeabsichtigte Handlung bezeichnen. ‚Ich habe gegähnt. sondern bildet mit dem Ausgangsverb eine neue Bedeutung: darowac´ cos´ komus´ a) ‚etwas opfern’ b) ‚verzeihen’. den kann man sich schenken. ‚Piotr ist ein Schläger. sie± tritt im Präsens der subjektlosen Form . ‚Die Suppe wird gerade gekocht. radzic´ sobie ‚sich zu helfen wissen’.’ sie± als Funktionswort: Passiv sie± kann bei der Bildung des seltenen Passivs mit sie± auftreten (s. 379– 380). Gebrauch von sobie Die Dativform sobie tritt in vielen Bedeutungsmodifikationen von Verben und Phraseologismen auf. Arguments in ein Dativobjekt (unpersönlich gebrauchte Verben). Es entsteht die Zusatzbedeutung ‚Gewohnheit’.5. ‚Diese Phrasen hättest du dir sparen können. moz˙na sobie darowac´. 382) auf: Zupe± sie± gotuje na wywarze z jarzyn.’ Von solchen Verbindungen mit dem Pronomen sobie gibt es sehr viele: 285 284 283 282 . vs. ‚Die Suppe macht man aus einem Gemüsesud. darowac´ sobie ‚sich etwas schenken’. nichts besonderes. ‚Die Wäsche wäscht man in der Reinigung. Reflexivpronomen 285 sie± als Semi-Funktionswort: ständige Eigenschaft sie± besetzt die Stelle des Objekts und drückt eine Stativierung aus. Piotr sie± bije. ‚Ich musste gähnen.2. eine bestimmte Gruppe von Verben erlaubt eine Deagentivierung durch die Umsetzung des 1.czyta sie±’ (s.Hast du den Film schon gesehen? Ja.’ sie± als Funktionswort: subjektlose Konstruktionen Als Funktionswort hat sie˛ eine grammatische Funktion.’ ! Ziewne±!o mi sie±.’ Ta tkanina dobrze sie± pierze. nic nadzwyczajnego. vgl radzic´ komu ‚jemandem raten’. .’ Widzia!es´ juz˙ ten film? – Tak.

Genus und Numerus kongruierenden Wörtern. przyw!aszczac´ sobie ‚sich anmaßen’.a.3. . zugeordnet wird. uzurpowac´ sobie ‚usurpieren’.286 5. zaplanowac´ sobie ‚vorhaben’.1. In einigen Verbindungen erfüllt sobie eine expressive Funktion (z. powetowac´ sobie ‚sich schadlos halten’ Diese Bedeutung wird auch als Dativus commodi (Dativ des Vorteils) bezeichnet. indem einer Einheit eine andere als Besitz u. Ausdruck des Missfallens): Idz´ sobie! ‚Lass mich in Ruhe!’ Jak sobie chcesz. d.’ 5. z˙artowac´ sobie ‚rumscherzen’ u. Possessivpronomen 5. ‚Piotr nahm seinen Hut. Sie sind zur Wortart der Adjektive zu zählen. ‚Wie du willst.ä. Piotr wzia˛! swój kapelusz.B.’ Beziehung der Possessivität Das Paradigma der Possessivpronomen spiegelt in wesentlichen Teilen dasjenige der Personalpronomen wider.h. da es nicht durch ein Substantiv ersetzbar ist: *on bra! komus´ do serca. Das Element sobie kann fakultativ auch bei Verben auftreten. die überhaupt nicht den Dativ regieren. Sie zeigen auf eine Zuordnungsbeziehung. przypominac´ sobie ‚sich erinnern’. der Nutznießer der Handlung steht im Dativ. Pronomen !amac´ sobie g!owe± (nad czyms´) ‚sich über etwas den Kopf zerbrechen’ brac´ sobie do serca ‚sich etwas zu Herzen nehmen’ Moz˙na sobie je±zyk po!amac´ ‚Man kann sich die Zunge abbrechen’ In diesen Wendungen spielt sobie eine wichtige semantische Rolle. lekcewaz˙yc´ sobie ‚geringachten’. Diese Bedeutung kann nur mithilfe des Reflexivpronomens ausgedrückt werden. marzyc´ sobie ‚sich erträumen’ kpic´ sobie ‚sich nichts machen aus’. postanowic´ sobie ‚sich entschließen’. Kategorien und Bestand 286 Possessivpronomen (zaimki dzierz˙awcze) gehören zu den mit den Substantiven in Kasus. Es handelt sich um solche Verben wie przyswajac´ sobie ‚sich aneignen’. Eine kleinere Gruppe von Verben nimmt auch das Element sobie fakultativ an. hat aber nicht die Bedeutung des Dativs des Vorteils: wyobraz˙ac´ sobie ‚sich vorstellen’.3.

’ vs. ‚Ich habe meinen Hut genommen. Person. ‚Er hat seinen Hut genommen. (Die mit * gekennzeichneten Possessiva sind nicht flektierbar).5. Es treten die Formen pana. wird obligatorisch die reflexive Form swo´j verwendet vgl. pana*/ distant pan´ski jego* männlich Singular weiblich mój twój pani* jej* swój männlich Plural weiblich nasz wasz pan´stwa* 3. Von den homonymen Genitivformen der Nomen und Personalpronomen sind sie durch ihre Wortstellung unterschieden. Czy wzia±!es´ swo´j kapelusz? ‚Hast du deinen Hut genommen?’ Wzia±!em swo´j kapelusz. . pan´ski. Possessivpronomen 287 Numerus Person 1. das dem Reflexivum sie± entspricht. ob der Besitzende mit dem Subjekt identisch ist oder nicht. Eine weitere Besonderheit liegt in dem Zusammenfall der Genera in der 3. Es kann sich auf die Formen aller Personen und Numeri beziehen und wird gebraucht. Person Plural: oni/one ! ich. pani. Ist dies der Fall. Das Possessivum ist normalerweise vorangestellt und das Substantiv nachgestellt. also der sogenannten Höflichkeitsform für die 2.’ Im Gegensatz zu den Personalpronomen fallen die Formen für Maskulin und Neutrum zusammen: on/ono ! jego.’ Achtung: Handelt es sich um ein Possessivpronomen in Objektposition.3. familiär 2. wenn es einen Gegenstand bestimmt.: Wzia±! swo´j kapelusz. In diesen Fällen ist also das Subjekt der Besitzer des bestimmten Objekts. ‚Ich habe das in Ihrem (mindestens zwei Männer) Buch gelesen. der dem Referenten des grammatischen Subjekts in einem Besitzverhältnis zugeordnet wird. Eine Besonderheit des Possessivsystems ist das reflexive Possessivpronomen swo´j. Wie auch bei den Personalpronomen finden wir hier eine Ausdifferenzierung der distanten. Czy to jest pana samocho´d? ‚Ist das Ihr Auto?’ Czy to jest samocho´d pana? ‚Ist das das Auto des Herrn?’ Besonderheit: Die Formen pan´ und pano´ w sind sehr selten und werden meist hinter das Bezugsnomen gestellt: Czyta!em o tym w ksia±z˙ce pano´w. pan´stwa auf. muss der Sprecher immer berücksichtigen.

feminin und neutrum: mo´j.’ Generell gilt. sie verändern ihre Form weder nach Genus noch Kasus.’ Czy to jest pana kapelusz? ‚Ist das Ihr Hut?’ Die Deklination stimmt in großen Teilen mit derjenigen der Adjektive überein. und 2. Pronomen Wzia±! jego kapelusz.288 5. ‚Das sind ihre Töchter. To jest jego kapelusz.’ 5. Die Pronomen der 3.’ – nicht seinen eigenen Das gilt für alle Personen. Die Pluralformen sind nasz ‚unser’ und wasz ‚euer’. pani. twoje ‚dein’ bzw. Folgende Tabellen zeigen die Deklination der Possessiva mo´j. moja. dass im Polnischen Possessiva seltener verwendet werden als im Deutschen.3. pan´ski. und 2. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Maskulin two´j twojego (twego) twojemu (twemu) twojego (twego) two´j twoim (twym) twoim (twym) twoje (twe) Neutrum twoje (twe) Feminin twoja (twa) twojej (twej) twojej (twej) twoja± (twa±) twoja± (twa±) twojej (twej) .’ Spotka!em sie± z jego co´rka±. des Interrogativpronomens czyj und Negationspronomens niczyj. Person und die distanten der zweiten Person pana. d. ‚Gestern habe ich meine Mutter angerufen. pan´skie ‚Ihr’ (Mann).2. ‚Das ist sein Hut. moje ‚mein’ und two´j. und pan´stwa hingegen sind indeklinabel (oben mit * versehen). Das sog. Deklination 287 Den Formen der 1.’ To sa± ich co´rki. Alle diese Formen werden durch sämtliche Kasus dekliniert. twoja. Oft wird der Besitzbezug auch durch den Kontext klar: Wczoraj zadzwoni!em do matki.] ‚Ich habe mein Auto verkauft. [nur umgangssprachlich: Sprzeda!em mo´j samocho´d. Pronomen der Höflichkeit pan´ski wird genau wie ein Adjektiv dekliniert. also auch für die 1. ‚Er hat dessen Hut genommen. ‚Ich habe mich mit seiner Tochter getroffen. swo´j. pan´ska. Person entsprechen im Singular die Possessivpronomen für die drei Genera maskulin. two´j.h.: Sprzeda!em swo´j samocho´d.

5. Die Paradigmen der pluralischen Pronomen nasz und wasz: Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv naszych naszymi naszych Maskulin nasz naszego naszemu naszego. gibt es neben den Vollformen auch zusammengezogene (in Klammern angegeben). Während die Vollformen stilistisch unmarkiert sind. Possessivpronomen 289 Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Maskulin-personal twoi twoich (twych) twoim (twym) twoich (twych) twoimi (twymi) twoich (twych) Nichtmaskulin-personal twoje (twe) twoich (twych) twoim (twym) twoje (twe) twoimi (twymi) twoich (twych) Wie die Tabellen zeigen. sind die Kurzformen buchsprachlich gefärbt. nasz naszym naszym Maskulin-personal nasi naszych naszym nasze nasze Neutrum nasze Feminin nasza naszej naszej nasza± nasza± naszej andere Genera nasze .3.

odka±d ‚seit wann’. adverbial: • Art und Weise: jak ‚wie’ • Zeit: kiedy ‚wann’. Pronomen 5. 5. 5. Ile kobiet by!o na zebraniu? ‚Wieviele Frauen waren auf der Versammlung?’ Ilu me±z˙czyzn by!o na zebraniu? ‚Wieviele Männer waren auf der Versammlung?’ (wie kto bzw. ile ‚wieviel’ b) Eigenschaften. Nominativ Plural bei Maskulin-personal kto´rzy. Sie werden gebraucht.4. kto´ry wird wie ein Adjektiv mit hart auslautendem Stamm flektiert. cos´. zum anderen von Relativpronomen. Formal lassen sich substantivische. dopo´ki ‚bis wann’ . Funktion als Interrogativpronomen 290 Interrogativpronomen (zaimki pytajne) sind eine rein lexikalisch-semantisch bestimmte Kategorie.1. auch nikt =#Negationspronomen) Das adjektivische Pronomen jaki wird wie taki (="Demonstrativpronomen) und czyj wie mo´j (="Possessivpronomen) dekliniert. co ‚was’ und ile/ilu ‚wieviel’ haben folgende Flexionsformen: Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv kto kto kogo komu kogo kim kim co co czego czemu co czym czym ile ilu/iloma ilu ile ile ilu ilu ilu ilu ilu ile ist die nicht-maskulin-personale und ilu die maskulin-personale Form (tyle hat die gleiche Deklination). Deklination 289 Die substantivischen Pronomen kto ‚wer’. Interrogativ-Relativpronomen 288 Die Klasse der Interrogativ-Relativpronomen (zaimki pytajno-wzgle±dne) lässt sich in zwei verschiedenen Funktionen verwenden: zum einen in der Funktion von Interrogativ-. Er kann fragen nach: a) Personen. ihm dieses fehlende Element zu nennen. wenn der Sprecher ein Element der Situation nicht kennt und den Hörer auffordert.4. czyj ‚wessen’ c) Umstände.4. ktokolwiek bzw. Gegenständen und Mengen. adjektivische und adverbiale Elemente unterscheiden. co ‚was’. adjektivisch: kto´ry/jaki ‚welcher’. cokolwiek =#Indefinitpronomen.2. co auch ktos´.290 5. substantivisch: kto ‚wer’.

‚Wer sucht. ska±d ‚von wo’. 293 . In diesem Falle dienen sie als Bindeglied zwischen zwei Sätzen (s.’ 5. Funktion als Relativpronomen Fast alle Interrogativpronomen treten auch als Relativpronomen (zaimki wzgle±dne) auf. tam-gdzie. Indefinitpronomen Indefinitpronomen (zaimki nieokres´lone) sind eine lexikalisch-semantisch bestimmte Kategorie. Sie drückt eine negativ bewertende Verwunderung aus. Indefinitpronomen 291 • Ort: gdzie ‚wo’.’ Zgubi!em te± ksia±z˙ke±. taki-jaki. ‚Ich habe gemacht. Das Pronomen trägt in diesen Fällen immer die Satzintonation. doka±d ‚wohin’ • Grund: dlaczego ‚warum’. Pronomen mit Abtönungspartikel -z˙ An alle Interrogativpronomen kann die umgangssprachliche expressive verstärkende Abtönungspartikel -z˙ angehängt werden (bei Auslaut auf Konsonant -z˙e). Indefinit sind solche Einheiten. kto´re±dy ‚wohin’.5. ‚Das ist das. wo schöne Blumen blühen. tak-jak. czemu ‚wieso’ (umgangssprachlich) 5. Bestimmtheitsstatus der Personen.’ Jaki ojciec. ten-kto´ry. Im untergeordneten Satz verfügen sie über Satzgliedstatus. tyle-ile Kto szuka. 568). Korrelate im Hauptsatz auf.4. ‚Ich habe das Buch verloren. ‚Ich habe soviele Brötchen gekauft. aber nicht der Hörer oder keiner von beiden in dem besprochenen Weltausschnitt konkret identifizieren kann.’ Po´jdziemy tam.’ Kupi!em tyle bu!ek. ‚Wie der Vater. czego potrzebuje±. ten-kto. die der Sprecher. Sie weisen z.4. wie du mir gesagt hast. Mit Indefinitpronomen wird der Bekanntheits. ten znajdzie.’ To jest to. was du mir geraten hast.5. das du mir geschenkt hast.bzw.5.’ Zrobi!em tak. to-co.4. jak mi radzi!es´. gdzie rosna± pie˛kne kwiaty. A z kimz˙e tak d!ugo rozmawia!es´? ‚Mit wem hast du denn so lange gesprochen?’ Doka±dz˙e pe±dzisz? ‚Wo willst du denn so schnell hin?’ A gdziez˙ ty by!es´? ‚Wo warst du denn?’ 292 291 5. ‚Wir gehen dorthin.3. Gegenstände und Umstände angegeben. kto´ra± ty mi podarowa!es´. der findet. ile kaza!as´. so der Sohn. taki syn.T. was ich brauche.

der Gegenstand oder der Umstand weder dem Hörer noch dem Sprecher selbst bekannt sind (. co ba±dz´. doka±ds´. kto´re±dykolwiek.2.’ 5. ska±dkolwiek. Reihe um ktokolwiek 295 Diese Formen geben an.5. ‚Es ist jemand in die Wohnung eingebrochen. jaki(s´)kolwiek. ilekolwiek • adjektivisch: kto´rykolwiek. denk immer an die Zukunft!’ Daneben gibt es die seltenen Formen ba±dz´ und -kolwiek ba±dz´ mit gleicher Bedeutung: kto ba±dz´. dass die Person. wir werden dir helfen. Po!o´z˙ to gdzie ba±dz´! ‚Leg das irgendwo hin!’ 5. Kiedys´ by! bardzo bogaty. kiedys´. cokolwiek. Pronomen Wie bei den Interrogativpronomen gibt es substantivische. be±dziemy ci pomagac´. nie byle co ‚nicht irgendetwas’ . nie byle kto ‚nicht irgendjemand’. jakis´. Sie werden in konditionalen Kontexten verwendet. 5. cos´.1. ‚Wie du auch verfährst. byle co ‚was auch immer’.jemand’). pomys´l zawsze o przysz!os´ci. • substantivisch: ktokolwiek. ‚Er war mal sehr reich. ‚Was du auch beschließt.’ • adjektivisch: kto´rys´. czyjs´ Szukam jakiegos´ lekarza. • substantivisch: ktos´. Reihe um byle kto 296 Diese Reihe enthält eine meist negativ bewertende Komponente im Sinne ‚jeder xbeliebige’. iles´ Ktos´ w!ama! sie± do mieszkania.’ Jakkolwiek posta˛pisz.irgendjemand’). czyjkolwiek • adverbial: jakkolwiek. Reihe um ktos´ 294 Ausdrücke wie ktos´ geben an. gdzies´.’ • adverbial jakos´. ‚Ich suche einen Arzt. dem Gegenstand oder dem Umstand keinen spezifischen Vertreter vor Augen hat (. adjektivische und adverbiale Indefinitpronomen. dass der Sprecher von der Person. doka±dkolwiek Cokolwiek postanowisz. gdziekolwiek.5.3.5. kiedykolwiek. gdzie ba±dz´. • substantivisch: byle kto ‚jeder x-beliebige’. Es kann sich sowohl um real existierende als auch nicht existierende Einheiten handeln.292 5. In der Negation dagegen kommt eine positive Bewertung zum Ausdruck (umgangssprachlich). kto´re±dys´. ska±d(e)s´ (auch ska±dsis´).

Rozmawia!am dzis´ o tym z jedna˛˛ pania˛. dessen Identität dem Sprecher bekannt ist. nie byle jak ‚nicht irgendwie’ Piotr nie zadaje sie± z byle kim. ‚Du hast hier nicht ordentlich aufgeräumt.’ 298 297 . niekiedy ‚manchmal’ Niekto´rzy nie lubia± telewizji. Reihe um nieco Sie steht für eine kleine Menge von etwas.’ 5. ‚Er legt seine Sachen immer was weiß ich wohin.’ Inny ‚der andere/ein anderer’: Powia! inny wiatr.’ Niejeden nie da!by sobie rady.’ Jeden ‚ein’ gibt in seiner unbetonten Form (wenn betont liegt ein Numerale vor) eine dem Hörer unbekannte Person oder einen Gegenstand an. • substantivisch: nieco ‚ein bisschen’ • adjektivisch: niekto´re/niekto´rzy ‚manche/einige’.5. Indefinitpronomen 293 • adjektivisch: byle jaki ‚jeder x-beliebige’.einige’).5. niejaki ‚ein gewisser’. ‚Piotr gibt sich nicht mit jedem x-beliebigen ab.5. ‚Manche mögen kein Fernsehen. nie byle jaki ‚nicht von Pappe’ • adverbial: byle gdzie ‚egal wo’. ‚So mancher hätte sich nicht zu helfen gewusst. einen Gegenstand.4. nie byle gdzie ‚nicht irgendwo’.’ Pogodzi! sie± niejako z taka± sytuacja±.5. Spezielle Pronomen pewien. ‚Es wehte ein anderer Wind. byle jak ‚egal wie’.’ On zawsze k!adzie rzeczy byle gdzie.’ 5.’ Posprza±ta!as´ tu byle jak.’ byle kann auch alleine stehen: Cieszy!a sie± byle drobnostka±. Pewien dyplomata spowodowa! wypadek samochodowy. ‚Sie freute sich über jedwede Kleinigkeit. ‚Er hat sich gewissermaßen mit dieser Situation abgefunden. ‚Ich sprach heute darüber mit einer Frau. jeden. inny Pewien ‚ein gewisser’: es geht um eine real existierende Person bzw. niejeden ‚manch einer’ • adverbial: niejako ‚gewissermaßen’. über den der Sprecher im weiteren Verlauf noch etwas erzählen möchte.5. ‚Ein gewisser Diplomat hat einen Autounfall verursacht. Die Reihe ist weniger produktiv und zum Teil lexikalisiert (.

5. Es sind dies Elemente.und Determinativpronomen (zaimki wskazuja±ce i upowszechniaja±ce) sind eine lexikalisch-semantisch bestimmte Kategorie.h.6. taki czy owaki ‚der eine oder andere’ (umgangssprachlich): obwohl aus zwei Demonstrativpronomen zusammengesetzt bezeichnet sie eine nicht identifizierbare Gruppe von Elementen. die sowohl der Hörer als auch der Sprecher in dem besprochenen Weltausschnitt konkret identifizieren können. sie zeigen auf eine Person. Demonstrativpronomen 300 Demonstrativpronomen (zaimki wskazuja±ce) haben zeigende Funktion. bald gesagt werden wird. ten tym tym Maskulin ten tego temu to Neutrum to Feminin ta tej tej te± ta± tej .294 5. ‚Dieser und jener erzählte etwas. Es handelt sich um eine recht heterogene Gruppe von Pronomen.’ 5. raz owak.6. ‚Erst so und dann wieder so. Sie können sie entweder in der Situation.und Determinativpronomen Demonstrativ. a) adjektivisch • ten ‚dieser’ in der Nähe des Sprechers • tamten ‚jener/der dort’ vom Sprecher etwas weiter entfernt • taki ‚solch ein’ • o´w (buchspr. was vorher gesagt worden ist bzw. Pronomen 5. d. identifizieren. Demonstrativ.1.6. Ten i o´w cos´ powiedzia!. in der die Unterhaltung stattfindet oder in dem. Spezielle pronominale Kombinationen 299 Kombinationen aus Pronomen können eine andere Bedeutung annehmen: ten i o´w ‚dieser und jener’.) ‚jener’ 301 ten – tamten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv tego. einen Gegenstand oder eine Eigenschaft.’ Raz tak. 5.

5.). Demonstrativ. taki takim takim Maskulin-personal tacy takich takim takie Maskulin taki takiego takiemu takie Neutrum takie Feminin taka takiej takiej taka± taka± takiej andere Genera takie 302 ten und tamten können auch als Pro-Formen des Substantivs verwendet werden (o´w nicht). taki Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv takich takimi takich takiego.’ . In der Umgangssprache wird statt te± in Anlehnung an die Adjektivdeklination häufig ta± verwendet (Wezme± ta± czarna± sukienke±.und Determinativpronomen 295 Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Maskulin-personal ci tych tym tych tymi tych andere Genera te te Achtung: die Form te± feminin Sg. tamta wird hingegen auch in der Schriftsprache wie ein regelmäßiges Adjektiv flektiert: Wezme± tamta± czarna± sukienke±.6. Poszed! po rade± do profesora – ten wskaza! mu odpowiednia± lekture±. ‚Er holte sich Rat beim Professor. ‚Ich nehme das schwarze Kleid dort. Der gab ihm die entsprechenden Lektürehinweise.’). Akkusativ weicht von der entsprechenden Adjektivform ab! (Wezme± te± czarna± sukienke±.

‚Er wollte sie um jeden Preis retten. Determinativpronomen (zaimki upowszechniaja±ce) a) Quantifizierende Pronomen 303 Quantifizierende Pronomen (zaimki kwantyfikuja±ce) geben den Umfang einer bestimmten Menge an. ‚Alle Rechte vorbehalten.’ Chcia! ja± za wszelka± cene± ratowac´. Pronomen b) adverbial teraz ‚jetzt’. Sie können auf die einzelnen Elemente verweisen oder auf die Gesamtmenge.’ • Adverbial: zawsze ‚immer’. auch Abstrakta. ‚Ich war die ganze Zeit in meinem Zimmer.2. • Substantivisch: wszystko ‚alles’: Gesamtheit aller Dinge und Angelegenheiten in einem bestimmten Kontext Janek jest zdolny do wszystkiego. o´wdzie ‚hier’. nur bei Substantiven für nichtzählbare Stoffe Wyla!o mi sie± wszystko mleko. ‚Wir haben schon das ganze Brot aufgegessen.296 5. bei Substantiven für zählbare Dinge. ‚Mir ist die ganze Milch ausgelaufen.’ Wtedy o nim tak nie mys´la!em. auch im Sinne ‚jeder nur mögliche’ Wszelkie prawa zastrzez˙one.’ 5. wtedy ‚damals’.’ • Substantivisch und adjektivisch: kaz˙dy ‚jeder’: bezieht sich auf die einzelnen Mitglieder einer bestimmten. ‚Jeder von uns hat die Pflicht zu helfen. ‚Janek ist zu allem fähig. ‚Man war hier und dort. also nicht identifizierbaren Menge. wsze±dzie ‚überall’ . also identifizierbaren Menge Kaz˙dy z nas ma obowia±zek pomo´c. ‚Damals habe ich nicht so über ihn gedacht. tu ‚hier’. ‚Ich habe jetzt keine Zeit. oto ‚dies’ Nie mam teraz czasu. Zjedlis´my juz ca!y chleb. zewsza±d ‚von überall’. te±dy ‚hierlang’.’ Bywa!o sie± tu i o´wdzie. tak ‚so’.’ • Adjektivisch: wszystek ‚ganz’: die Vollständigkeit einer Masse.6.’ wszelki ‚jeglicher’: bezieht sich auf beliebige mögliche Mitglieder einer unbestimmten.’ By!em ca!y czas w swoim pokoju.’ ca!y ‚ganz’: Vollständigkeit bei Gegenständen. tam ‚dort’.

z˙aden wie ein Adjektiv. niczyj ‚niemandes’ • adverbial: nigdzie ‚nirgends’.’ Deklination (vgl.’ sam hat mehrere Funktionen in Abhängigkeit von dem Lexem. nijak ‚auf keine Weise’. co 289) Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv nikt nikt nikogo nikomu nikogo nikim nikim nic nic niczego niczemu nic niczym niczym 304 niczyj wird wie das Possessivpronomen mo´j dekliniert.’ • adverbial Zachowuja± sie± tak samo. ‚Er hielt direkt an der Tür inne. ‚Es war kein Telefon dort.’ Achtung: Das ähnlich aussehende Pronomen nijako und seine Derivate haben eine andere Bedeutung. ‚Er kam nie zu spät. 305 . ‚Ich brauche niemandes Hilfe. Die Bildung mit ni. ‚Ich fühle mich nicht besonders.und Determinativpronomen 297 b) Negativpronomen Mit Hilfe der Negativpronomen (zaimki przecza±ce) werden Elemente einer Situation verneint.5. ‚Den Kuchen habe ich selbst gemacht. mit Interrogativpronomen kto. ‚Sie verhalten sich gleich. das es begleitet. z˙aden ‚keiner’ • adjektivisch: z˙aden ‚kein’.6.’ Nigdy sie± nie spo´z´nia!.ist nur begrenzt regelmäßig. nigdy ‚nie’.’ Nie potrzebuje± niczyjej pomocy. Czuje± sie± nijako. c) Pronomen sam • substantivisch To ciasto zrobi!em sam. Demonstrativ. • substantivisch: nikt ‚niemand’. znika±d ‚von nirgendwoher’ Tam nie by!o z˙adnego telefonu. nic ‚nichts’.’ • adjektivisch Zatrzyma! sie± przy samych drzwiach.

Pronomen • expressive Hervorhebung.’ Przyszed! w sama± pore±.) ‚derselbe/der gleiche’ Studiowali na tym samym uniwersytecie.’ Kupi!y takie same sukienki. meist ‚genau’ Zatrzyma! sie± przy samych drzwiach. ‚Er kam genau zur rechten Zeit.’ . ‚Du widersprichst dir selbst. ‚Sie haben die gleichen Kleider gekauft.’ Rozmawia z samym prezydentem. oft ‚selbst’ To ciasto zrobi!em sam. ‚Sie haben an derselben Universität studiert.’ • Präzisierung. ‚Er ist ganz allein auf der Welt.’ Sam sobie przeczysz. ‚Den Kuchen habe ich selbst gemacht. ‚Er spricht mit dem Präsidenten persönlich.298 5.’ Zostaw mnie sama±! ‚Lass mich allein!’ • Identifikation (in Kombinationen ten sam u. ‚Er hielt direkt an der Tür inne.’ • Bedeutung ‚allein’ Zosta! sam na s´wiecie.a.

auf das sie sich beziehen. Sie nehmen insofern eine Zwitterposition ein. eine erweiterte Worform. andere grammatische Kategorien des Verbs.B.6. als sie an der Oberfläche wie Verben aussehen. bisweilen allen Verbtypen verbindbar (im Falle der Kopula mit allen Typen von Substantiven und allen typischen Adjektiven). Wir unterscheiden folgende Typen von Auxiliaren: • • • • • Kopulae Tempusalauxiliare Diathese-Tempus-Aspekt-Auxiliare Modalauxiliare Phasenauxiliare 306 Extrem polyfunktional ist byc´. ‚Dieses Buch gibt es im Buchladen. byc´). Sie sind autosemantisch. Syntaktisch sind sie auch dadurch charakterisiert. Vollverben können als eigenständiges Prädikat auftreten und Satzglieder unterordnen. es kann in folgenden syntaktischen bzw. Es handelt sich um Funktionswörter. die gemeinsam mit einem Inhaltswort in einem Prädikat auftreten. Argumentstelle für ein solches Inhaltswort – meist ein Verb – und eröffnen darüber hinaus keine eigenen Stellen (Kopulae haben zwei Leerstellen). Auxiliare In Bezug auf den syntaktischen Status lassen sich Verben und Auxiliare (wyrazy posi!kowe) unterscheiden. meist dem Infinitiv oder dem Partizip Passiv. dass sie sich bei Passivtransformationen nicht formal ändern und dass sie nicht unabhängig vom Vollverb durch Adverbien modifiziert werden können. Auxiliare tragen typischerweise die Tempus. semantischen Verwendungen auftreten: • Vollverb: Existenzbehauptung Ta ksia±z˙ka jest w ksie±garni. Sie selbst haben den syntaktischen Status eines Funktionswortes und sind mit einer großen Anzahl. Auxiliare sind eigenständige Wörter. haben referenzielle Funktion.und Modusmarkierung bzw. die bisher entweder kaum beachtet verstreut in verschiedenen Kapiteln behandelt worden sind. weiter. d. Sie transportieren die Argumentstruktur des Vollverbs. Diese Wortart stellt im Verglaich zur traditionellen Grammatikschreibung eine Neuerung dar. Sie haben keine referenzielle Funktion.h. Auxiliare haben eine Leerstelle bzw. Ein Verb kann je nach Bedeutung verschiedenen Status haben (z. Der Übergang vom Vollverb zum Auxiliar ist vor allem im Bereich der Modalität fließend.’ . aber wie ein Affix fungieren. Auxiliare hingegen bilden mit einer anderen Form.

’ – By!o widac´ plame±.’ – Trzeba by!o poczekac´.’ Andere Strukturen stehen ebenfalls mit der Nullkopula im Präsens. ‚Jan ist Student.h. ‚Man muss warten. Auxiliare • Kopula: Tempus und Modus Jan jest studentem. ‚Und das ist der neueste Roman dieses Autors.). Sie haben selbst keine lexikalische Bedeutung.300 6. 6. d.’ • Tempusalauxiliar: Futur Be±dziemy czekac´ na swoja± kolejke±. (falsch: *´Jest widac´ plame±. moz˙na. ‚Diese Sache ist zu erledigen. ‚Es ist schrecklich daran zu denken. ‚Es ist ein Fleck zu sehen.1.) • der unabhängige Infinitiv Widac´ plame±. Kopulae 307 Kopulae (!a±czniki) dienen dazu. – Be±dzie widac´ plame±. Jan jest zdolnym nauczycielem. (falsch: *Trzeba jest poczekac´. czas Strach pomys´lec´. szkoda. im Satz steht nichts und eine Form von byc´ ist auch nicht einsetzbar. Czas wracac´ do domu. ‚Es ist Zeit nach Hause zu gehen. – Trzeba be±dzie poczekac´.’ • Modalauxiliar Ta sprawa jest do za!atwienia. ‚Wir werden warten müssen. erlauben jedoch die Setzung von byc´: . Trzeba poczekac´. ausschließlich die prädikativen Kategorien ‚Tempus’ und ‚Modus’ bei einem adjektivischen oder substantivischen Prädikat auszudrücken. bis wir an der Reihe sind.) • prädikative Substantive wie strach.’ Zur Konjugation von byc´ 373. während in den anderen Tempora die Kopula byc´ auftritt: • die subjektlosen Modalauxiliare trzeba.’ • Demonstrativum oto (schriftsprachlich) A oto najnowsza powies´c´ tego pisarza.’ • Diathese-Tempus-Aspekt-Auxiliar Ser Mozzarella jest wyrabiany z mleka krowiego. ‚Mozzarella wird aus Kuhmilch hergestellt.’ (falsch: *Strach jest pomys´lec´. Folgende Fälle haben im Präsens Null. Die zentrale Kopula ist byc´. ‚Jan ist ein fähiger Lehrer’ Bei einigen Prädikatstypen tritt die Kopula als syntaktische Null auf.

‚Herr Nowak ist Arzt. ‚Es ist besser.’. sondern im Nominativ. diese relativ schwach grammatikalisierte. ‚Ich habe das schon lange geschrieben. beide Formen sind in Gebrauch. ‚Am besten man geht jetzt.’ aber: Pan Nowak jest lekarzem. diese sind vorwiegend buchsprachlich markiert: stanowic´. Tempusalauxiliare (wyrazy posi!kowe temporalne) Das Tempus ‚Futur’ und einige ‚Resultativkonstruktionen’ werden mit Hilfe der Temporalbegleiter byc´ bzw. ‚Sauerstoff ist ein wichtiger Bestandteil der Luft. Verbindet sich dieses Futurauxiliar mit einem Modalauxiliar ist nur die Form auf -l (be±dziemy musieli) zugelassen. Dieser Zustand hält bis zum Redemoment an. miec´ gebildet. • Futur von byc´ + Präteritumstamm auf -!/-l oder + Infinitiv (be±dzie czeka!/be±dzie czekac´). bis wir an der Reihe sind.’ 6.’ Eine weitere Kopula des Polnischen ist das polyfunktionale Wort to. Es ist eine Art des Perfekts.’ Sytuacja firmy przedstawia sie± korzystnie. Im Gegensatz zur Kopula byc´ steht das Prädikatsnomen nicht im Instrumental. ‚Wir werden warten. wobei kein semantischer Unterschied feststellbar ist. die sich an der Grenze zum Vollverb befinden.’ • Angaben der Uhrzeit Kto´ra (jest) godzina? Szo´sta. der auf einen Zustandswechsel zurückgeht. zrobic´ und einigen anderen (umgangssprachlich). Möglich mit den Verben napisac´. Tempusalauxiliare 301 • Adverben im Prädikat Przyjemnie (jest) tu siedziec´.’ • miec´ + Partizip Passiv perfektiver Verben.2. da nur mit wenigen Verben gebildete.6. Tlen stanowi istotny sk!adnik powietrza. Das Objekt ist ein Gegenstand. Mam to juz˙ dawno napisane.’ Be±dziemy musieli za!atwic´ to inaczej. przedstawiac´ sie±. Pan Nowak to lekarz. der sich im Besitz der durch das Subjekt versprachlichten Person befindet.’ 308 . Konstruktion drückt einen Zustand aus. ‚Wir werden das anders erledigen müssen. ‚Es ist angenehm hier zu sitzen. Die partizipiale Form auf -l ist in der Wortfolge festgelegt: byc´ + Verb. ‚Die Lage der Firma stellt sich günstig dar. ‚Wieviel Uhr ist es? Sechs.’ Daneben gibt es einige Lexeme. Be±dziemy czekac´/czekali na swoja± kolej. Najlepiej to wyjs´c´.2. Lepiej (jest) skon´czyc´ te± rozmowe±. dieses Gespräch zu beenden.

‚Das Haus ist aus Ziegel gebaut. Fähigkeit u.4. es tritt in allen drei Tempora auf Dom jest zbudowany z ceg!y. Möglichkeit aufgrund von Erlaubnis. Gelegenheit.’ • bywac´ + Partizip Passiv (X bywa (z)budowany) Domy bywaja± budowane z drewna. Formal sind alle Lexeme der zentralen Modalauxiliare durch drei Merkmale gekennzeichnet: • obligatorische und alleinige Infinitivrektion. • miec´ ‚sollen’ Wie±c co mam robic´? ‚Was soll ich denn tun?’ . ‚Häuser werden bisweilen aus Holz gebaut. Notwendigkeit versprachlicht werden können. Das erste Argument des Vollverbs wird als Subjekt im Nominativ realisiert. Wir unterscheiden zwei syntaktische Typen von Modalauxiliaren: Der Typ NNominativ + AUXmod + VInfinitiv Das Modalauxiliar steht mit einem Verb im Infinitiv. Modalauxiliare 310 Modalauxiliare (wyrazy posi!kowe modalne) sind polyfunktionale Ausdrücke der Möglichkeit und Notwendigkeit der Realisierung eines Sachverhalts. fließend. die einen Infinitiv regieren. • byc´ + Partizip Passiv (X jest (z)budowany) byc´ verbindet sich mit Verben sowohl des pf. zostac´ und bywac´ auf. ist die Grenze zu Vollverben. Die Bedeutung ist abstrakt. als auch des ipf.3.’ 6. die vom infiniten Verb besetzt wird. Auxiliare 6. Sie haben somit modale und keine referenzielle Funktion. z. • kein Aspektpartner. Da Modalauxiliare das Resultat eines schrittweisen Grammatikalisierungsprozesses sind. sodass recht verschiedene Arten von Möglichkeit bzw. • kein Imperativ. ‚Das Haus wurde vor fünf Jahren gebaut. Aspekts.B. Es treten byc´. 380). Modalauxiliare eröffnen nur eine Argumentstelle.302 6.a.’ • zostac´ + Partizip Passiv Perfektiv (X zosta! zbudowany) Dom zosta! zbudowany pie±c´ lat temu. Diathese-Tempus-Aspekt-Auxiliare 309 (wyrazy posi!kowe diatetyczne) Das Passiv wird mit einem Auxiliar in Kombination mit dem Partizip Passiv gebildet (s. Sie eröffnen keine Leerstellen für nominale Argumente. sondern transportieren die Argumentstruktur des infiniten Verbs weiter. Es gibt typische und weniger typische Modalauxiliare.

Diese Auxiliare erlauben nur Verben mit humanem ersten Argument und können nicht im Passiv auftreten. ‚Meine Mutter wurde krank und ich musste einen Arzt suchen. Person 2. ‚Obst muss man vor dem Verzehr waschen. ‚Man muss sich mit den Tatsachen arrangieren. Person 3. Modalauxiliare 303 • móc ‚können’ Nie moge± mu tego powiedziec´! ‚Das kann ich ihm nicht sagen.4.6.’ Eine besondere Flexion hat das Auxiliar powinien ‚sollte’: Präsens Singular Maskulin 1. • trzeba ‚man muss/soll’ Trzeba sie± pogodzic´ z faktami. Person powinnis´my powinnis´cie powinni andere Genera powinnys´my powinnys´cie powinny powinienem powinienes´ powinien Feminin powinnam powinnas´ powinna powinno Neutrum 311 . Person 2.’ • powinien ‚sollte’ Córka powinna ufac´ ojcu.’ Der Typ NNull + AUXmod + VInfinitiv Das erste Argument des Vollverbs wird als Null realisiert. beim Essen zu singen.’ • nalez˙y ‚man muss/soll’ Nalez˙y myc ´owoce przed spoz˙yciem.’ • musiec´ ‚müssen’ Matka mi zachorowa!a i musia!em szukac´ doktora. Person 3. ‚Es gehört sich nicht. ‚Eine Tochter sollte ihrem Vater vertrauen.’ • moz˙na ‚man kann’ Jak moz˙na mówic´ takie rzeczy! ‚Wie kann man nur sowas sagen!’ • wypada ‚man muss/soll’ (in seltenen Fällen kann auch ein Substantiv im Dativ auftreten) Nie wypada s´piewac´ przy jedzeniu. Person Präsens Plural Maskulin-personal 1.

Person 3. Person 3. Person 312 andere Genera powinnys´my by!y powinnys´cie by!y powinny by!y powinnis´my byli powinnis´cie byli powinni byli miec´ Präsens Singular Maskulin 1. Person mielis´my mielis´cie mieli andere Genera mia!ys´my mia!ys´cie mia!y . Person 2. Person 3.304 6. Person mia!em mia!es´ mia! Feminin mia!am mia!as´ mia!a mia!o Neutrum Präteritum Plural Maskulin-personal 1. Person powinienem by! powinienes´ by! powinien by! Feminin powinnam by!a powinnas´ by!a powinna by!a powinno by!o Neutrum Präteritum Plural (selten) Maskulin-personal 1. Person 3. Person 3. Person mamy macie maja± andere Genera mamy macie maja± mam masz ma Feminin mam masz ma ma Neutrum Präteritum Singular Maskulin 1. Person 2. Person 2. Person 2. Person Präsens Plural Maskulin-personal 1. Person 2. Person 3. Person 2. Auxiliare Präteritum Singular (selten) Maskulin 1.

Person Futur Singular Maskulin 1. Person 3.4. Person mog!em mog!es´ mo´g! Feminin mog!am mog!as´ mog!a mog!o Neutrum Präteritum Plural Maskulin-personal 1. Person 3. Person Futur Plural Maskulin-personal 1.6. Person 3. Person 3. Person 2. Person 3. Person 2. Person 2. Person 3. Person Präsens Plural Maskulin-personal 1. Person 2. Person moz˙emy moz˙ecie moga± andere Genera moz˙emy moz˙ecie moga± moge± moz˙esz moz˙e Feminin moge± moz˙esz moz˙e moz˙e Neutrum 313 Präteritum Singular Maskulin 1. Person 2. Modalauxiliare 305 móc Präsens Singular Maskulin 1. Person 2. Person be±dziemy mogli be±dziecie mogli be±da± mogli andere Genera be±dziemy mog!y be±dziecie mog!y be±da± mog!y be±de± mo´g! be±dziesz mo´g! be±dzie mo´g! Feminin be±de± mog!a be±dziesz mog!a be±dzie mog!a be±dzie mog!o Neutrum moglis´my moglis´cie mogli andere Genera mog!ys´my mog!ys´cie mog!y .

Person 3. Person Futur Plural Maskulin-personal 1. Person 3. Person 3. Person 2. Person 2. Person musia!em musia!es´ musia! Feminin musia!am musia!as´ musia!a musia!o Neutrum Präteritum Plural Maskulin-personal 1. Person 2. Person be±dziemy mogli be±dziecie mogli be±da± mogli andere Genera be±dziemy mog!y be±dziecie mog!y be±da± mog!y be±de± mo´g! be±dziesz mo´g! be±dzie mo´g! Feminin be±de± mog!a be±dziesz mog!a be±dzie mog!a be±dzie mog!o Neutrum musielis´my musielis´cie musiali andere Genera musia!ys´my musia!ys´cie musia!y . Person Präsens Plural Maskulin-personal 1. Person 3. Person 2. Person musimy musicie musza± andere Genera musimy musicie musza± musze± musisz musi Feminin musze± musisz musi musi Neutrum Präteritum Singular Maskulin 1. Person 2. Person 2.306 6. Auxiliare 314 musiec´ Präsens Singular Maskulin 1. Person Futur Singular Maskulin 1. Person 3. Person 3.

• zacza±c´/zaczynac´ ‚beginnen’ (als Auxiliar mit Infinitiv oder als Vollverb mit Akkusativobjekt) Piotr zacza±! pracowac´. ‚Die Sache ist zu erledigen.’ • przestac´/przestawac´ ‚aufhören’ (nur mit Infinitiv) Rzemies´lnicy przestali pracowac´. sondern einem deverbalen Substantiv stehen. = Piotr zas´piewa!.h. Die gleiche Bedeutung kann auch mit einem Präfix ausgedrückt werden. juristische Fachsprache). ‚Das wird man machen müssen.’ 315 6.6.’ Daneben können die Auxiliare byc´ und miec´ auch in Verbindung mit einem deverbalen Substantiv im Genitiv plus Präposition do Möglichkeit und Notwendigkeit ausdrücken. In diesem Falle liegen keine Auxiliare. wszcza±c´ + Substantiv (veraltet. d.5.5. ‚Ich habe etwas zu erledigen. ‚Das musste man machen.’ • kon´czyc´/skon´czyc´ oder zakon´czyc´ ‚beenden’ (als Auxiliar mit Infinitiv oder als Vollverb mit Akkusativobjekt) Rzemies´lnicy skon´czyli tynkowac´ dom/tynkowanie domu. nur mit bestimmten Verben erlaubt. ‚Das müsste man machen. Phasenauxiliare Phasenauxiliare (wyrazy posi!kowe fazowe) bezeichnen den Beginn oder das Ende von aktionalen Situationen. Mam cos´ do za!atwienia. Piotr zacza±! s´piewac´. Diese Konstruktion ist stark phraseologisch gebunden. die mit zacza±c´ synonym sind: ja±c´ und pocza±c´ + Verb im Infinitiv. ‚Das muss man machen. 316 .’ Ta sprawa jest do za!atwienia. ‚Piotr hat begonnen zu arbeiten. die nicht mit einem infinitivischen Verb.’ Die meisten Phasenauxiliare haben syntaktische Homonyme.’ – Piotr zacza±! prace±. ‚Die Handwerker haben das Haus fertig verputzt.’ • Präteritum: Trzeba by!o to zrobic´.’ • Futur: Trzeba be±dzie to zrobic´. sondern Vollverben vor.’ • Konjunktiv: Trzeba by to by!o zrobic´. Phasenauxiliare 307 moz˙na und trzeba bilden folgende Tempus-Modusformen: • Präsens: Trzeba to zrobic´.’ Weitere Vollverben. ‚Piotr begann zu singen. ‚Die Handwerker haben aufgehört zu arbeiten. ‚Piotr hat die Arbeit begonnen.

Notwendigkeiten oder des Wollens ausdrücken. Die Modalverben treten mit einem infinitivischen Verb auf und fungieren als grammatisches Wort in erweiterten Wortformen. können. • epistemische Modalität (modalnos´c´ epistemiczna): die Handlung wird bewertet im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihrer Realisierung Kowalski könnte der Mörder gewesen sein. d. • deontische Modalität (modalnos´c´ deontyczna): Erlaubnis. möchten. sie zählen prinzipiell nicht zu den Autosemantika. Aus diesem Grunde werden sie trotz ihrer typisch ver- . Standard Klaus braucht nicht zu kommen. – Studenci musza± brac´ udzia! w c´wiczeniach. Auxiliare 6.6. Gebot oder Verbot bedingen eine Handlung Im Flur darf man nicht spielen. – Drzwi sa± zamknie±te. was zu drei grundlegenden Modalitätstypen führt: • dynamische Modalität (modalnos´c´ dynamiczna): objektive Bedingungen ermöglichen oder erzwingen eine Handlung Die Tür ist zu. er will vs. wollen Diese extrem häufig auftretenden Wörter zeichnen sich durch drei Merkmale aus: • modale Semantik: Ausdruck der Möglichkeit. sollen.h. er läuft • sie verbinden sich mit einem Infinitiv ohne zu: er will arbeiten vs. – List musia! nie dojs´c´. Die Studenten müssen an den Übungen teilnehmen. sondern zu den Synsemantika. er arbeitet. indem sie verschiedene Arten von Möglichkeiten.308 6. deshalb müssen wir den Hausmeister rufen. Die Modalverben sind semantisch miteinander verbunden. Umgangssprache: Klaus brauch nicht kommen. Da ihre Bedeutungen und Verwendungen ausgesprochen komplex sind und sich erhebliche Unterschiede zum Polnischen ergeben. – Morderca± mo´g! byc´ Kowalski. werden sie in diesem Abschnitt ausnahmsweise kontrastiv deutsch ! polnisch beschrieben. In den konkreten Bedeutungen werden Möglichkeit und Notwendigkeit mit weiteren semantischen Komponenten angereichert. er beabsichtigt zu arbeiten Einen Sonderfall stellt das Verb (nicht) brauchen dar. dlatego musimy zawo!ac´ dozorce±. dürfen. saloppen Umgangssprache aufweist. Exkurs: Wiedergabe deutscher Modalverben 317 (odpowiedniki niemieckich czasowniko´w modalnych) Im Deutschen bilden die sogenannten Modalverben eine geschlossene Klasse. müssen. Diese Ausführungen stellen innerhalb der vorliegenden Grammatik eine Ausnahme dar. Der Brief muss nicht angekommen sein. mögen. – Nie wolno grac´ na korytarzu. Die Klasse der Modalverben umfasst folgende acht Verben: (nicht) brauchen. Notwendigkeit und des Wollens • spezifische Flexion: er kann. da es die genannten Merkmale nur in der schnell gesprochenen.

2. (nicht) brauchen – nie musiec´/nie potrzebowac´ Brauchen nimmt unter den deutschen Modalverben eine Sonderstellung ein. – Nie lubie± pso´w. Darüber hinaus finden sich funktionale Alternationen. moz˙na. Ich mag keine Hunde. Moz˙na wejs´c´. Dem entsprechen im Polnischen ebenfalls mo´c. 6.1. Du brauchst morgen nicht zu kommen. Du darfst keinen Wodka trinken. Darf ich Sie um Feuer bitten? – Czy moge˛/moz˙na/wolno prosic´ o ogien´? 319 318 . einige Modalverben erlauben nämlich die Verbindung mit einem Objektsatz oder einem substantivischen Objekt. die den Wortartstatus der Modalverben ändern. – Man kann hineingehen. ‚deontisch’ und ‚epistemisch’ können einige von ihnen Bedeutungen aus anderen funktionalsemantischen Feldern wie Temporalität und Konditionalität ausdrücken. Anders als im Deutschen gibt es nicht nur persönliche. Die polnischen Modalauxiliare haben weder eigene Formen noch eine spezifische Syntax. Moz˙emy wejs´c´.6. eine nichtmodale Bedeutung hat: Ich will. Exkurs: Wiedergabe deutscher Modalverben 309 balen Morphologie nicht zur Wortart der Verben gezählt: sie sind Auxiliare. – Przy gora±czce nie moz˙na pic´ alkoholu.U. – Nie wolno ci pic´ wo´dki. moz˙na oder wolno. – Wir können hineingehen.6. dass sie sich in der Regel mit allen Typen von Verben verbinden können. – Nie musisz przychodzic´ jutro. Modalverben zeichnen sich durch eine ausgespochene Polyfunktionalität aus. – Chce±. z˙ebys´ jutro przyszed!. das u. Wir übersetzen mit nie musiec´ oder mit nie potrzebowac´. – Nie moz˙esz pic´ wo´dki.6. vs. In der direkten Anrede in Form einer Frage bittet der Sprecher auf sehr höfliche Weise um eine Erlaubnis. Ihr grammatischer Charakter bedingt. da es nur in seiner verneinten Form als ein solches anzusehen ist und sich auch formal anders verhält. Es wird anstelle von müssen in verneinten Sätzen benutzt. Neben den Modalitätstypen ‚dynamisch’. dass du morgen kommst. Bei Fieber darf man keinen Alkohol trinken./Nie potrzebujesz przychodzic´. 6. oder das spezifischere wolno. Im Polnischen steht entweder das allgemein eine Möglichkeit ausdrückende mo´c bzw.6. dürfen – wolno/mo´c/moz˙na dürfen 1: Mit dem deontischen Modalverb dürfen wird eine Erlaubnis ausgedrückt. in diesem Falle liegt ein Vollverb vor. sondern auch unpersönliche Modalauxiliare.

Die gleiche semantische Funktion hat das unpersönliche Auxiliar moz˙na.310 6. – Umiem p!ywac´. – Rzeczywis´cie moz˙na na nim polegac´. Besteht die Möglichkeit zur Handlungsausführung aus einer auf Handlungswissen beruhenden Fähigkeit.6. eine mögliche Paraphrase ist ‚ich halte es für möglich. sind also keine Übersetzungsäquivalente von dürfte 2. Ich kann da auch mit keinem Rat helfen. musiec´ und die Modalpartikeln chyba. 6. Ich kann schwimmen. dass’. Sprechen wir jedoch von dem Vermögen. – Powinien zaraz przyjs´c´. Gewöhnlich tritt das Verb mo´c auf. dass die Handlung real ist. die Partikel moz˙e oder explizite Mittel wie przypuszczam. Man kann sich wirklich auf ihn verlassen. Er konnte die Aufgabe nicht lösen. – Moz˙e poszed! do domu. Als Äquivalente fungieren powinien. kann als 50 zu 50 angesehen werden. Er könnte nach Hause gegangen sein. eine bestimmte Handlung einmalig auszuführen. gebrauchen wir auch das Verb potrafic´ ‚in der Lage sein’. Im Polnischen haben wir mo´c. – Przypuszczam. dass dies oder jenes geschehen ist. mit Sicherheit anzunehmen. Er dürfte nach Hause gegangen sein. können 2: Die epistemische Verwendung – oft im Konjunktiv II – ähnelt derjenigen des Modalverbs mögen. – Mo´g! po´js´c´ do domu. . treten verschiedene Umschreibungen auf. Es kann sich um objektive Bedingungen oder um eine Erlaubnis handeln. Man kann 20 Kg Gepäck ins Flugzeug nehmen. steht im Polnischen umiec´. – Moz˙na zabrac´ do samolotu 20 kg bagaz˙u. – Nie moge± nic na to poradzic´. können – mo´c/moz˙na 320 können 1 drückt ganz allgemein eine Möglichkeit zur Ausführung der Handlung aus. – Podro´z˙ny moz˙e zabrac´ do samolotu 20 kg bagaz˙u. Da das Polnische kein spezielles Modalverb für diese Funktion zur Verfügung hat. Auxiliare dürfte 2: Der epistemische Gebrauch ist nur im Konjuktiv II möglich und bringt eine Vermutung zum Ausdruck. zapewne. deren Sicherheitsgrad dem konditionalen Gebrauch von müssen entspricht: der Sprecher ist aufgrund bestimmter Indizien veranlasst. Mit ihm wird der Handlungsträger ausgeblendet. Die Wahrscheinlichkeit. Er dürfte gleich kommen. na pewno. – Nie potrafi! rozwia˛zac´ zadania. z˙e poszed! do domu. Weder wolno noch moz˙na können epistemisch verwendet werden. z˙e poszed! do domu. Die Passagiere können 20 kg Gepäck ins Flugzeug nehmen.3./Chyba/pewno/przypuszczalnie/prawdopodobnie poszed! do domu. – Przypuszczam.

im Polnischen: lubic´. 6. im Polnischen steht mo´c. . In dieser Verwendung tritt im Polnischen die Konditionalform von chciec´ auf: chcia!bym. moz˙liwe. mögen – lubic´/mo´c mögen 1: Der Handelnde hat eine positive Einstellung zur Ausführung der Handlung oder zu einem Gegenstand.6. Im Polnischen wird dies meist nicht durch ein eigenes Verb ausgedrückt. – Nie lubie± pso´w. mögen 4 benutzen wir. was in einem bestimmten Kontext normalerweise immer eintritt.6. z˙eby zdja±! buty.6. – Moz˙e jest chory. niczego nie dotrzymuje. – Mo´g! miec´ 50 lat.4. sondern nur durch die Konjunktion z˙eby. Diese Bedeutung ist nicht modal. Ich mag Zugfahren. Ich möchte lieber nach Polen fahren. Exkurs: Wiedergabe deutscher Modalverben 311 6. eine mögliche Paraphrase ist ‚gerne haben’. – Lubie˛ jez´dzic´ pocia˛giem. Er mochte 50 Jahre alt sein. Diese als ‚obwohl’ zu paraphrasierende Bedeutung ist ebenfalls nur in bestimmten syntaktischen Kontexten möglich. 322 321 . In Fragesätzen. wenn etwas nicht eintritt. in diesem Falle ist es synonym zu können 2. Dieser ist jedoch höflich abgemildert. die als Angebot verstanden werden. die von einem Verb des Aufforderns regiert werden.5. kann im Polnischen ausnahmsweise das Futur stehen: Möchtest du einen Tee? – Napijesz sie± herbaty? Wenn wir etwas vergleichen. mögen 3 tritt vor allem in abhängigen Sätzen auf. möchten – chcia!by/wolec´ Möchten (dieses Infinit-Konstrukt steht für das Paradigma möchte. – Poproszono go.) ist ein Ausdruck des Wollens.. – Wola!bym raczej pojechac´ do Polski. Übersetzungsäquivalent: Er mag vieles versprechen – er wird doch nichts zustande bringen. sondern mit einem ganz konkreten Wunsch. z˙e jest chory. gebrauchen wir das Verb wolec´. mögen 2: Das Modalverb mögen kann auch eine subjektive Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Realisierung audrücken. – Moz˙liwe.. Ich mag keine Hunde. – Mimo z˙e tak duz˙o obiecuje. Man bat ihn. Er mag krank sein.6. indem wir eine einmalige Handlung ‚lieber’ als eine andere ausführen ‚möchten’. möchtest. er möge doch seine Schuhe ausziehen. Im Unterschied zu mögen haben wir es nicht mit einer allgemeinen Vorliebe für etwas zu tun. moz˙e.

– Powinien zaraz wro´cic´. musiec´ steht auch bei der Missbilligung von Handlungen wie in: Sie müssen aber auch immer widersprechen! – Pan(i) zawsze musi sie± sprzeczac´! Außerdem gibt es die unpersönlichen Modalverben trzeba. Auxiliare 6. – Przypuszczam. – Dzisiaj Maria musi zostac´ w domu. z˙e poszed! do domu. liegt eine Vermutung mit einem geringeren Grad an Überzeugtheit vor. – Das Urteil ist gefällt. – Diesen Ausdruck muss man zu den Numeralia zählen. – Na pewno go nie widzia!a. ob der Ausführende will oder nicht. dass Peter kommt. zapewne auf. dass jemand will. trzeba sie± pogodzic´ z faktami. An der versprachlichten Situation Peter soll kommen sind drei Instanzen beteiligt: ‚Jemand äußert. müssen 2: In seiner epistemischen Verwendung signalisiert dieses Modalverb. nalez˙y und wypada. man muss sich mit den Fakten arrangieren. Dabei steht dem Handelnden immer noch offen. miec´ bringt hier – ohne die Be- . Wyrok zapad!. Er müsste nach Hause gegangen sein.’ Bei der Wiedergabe von sollen 1 tritt im Polnischen die Form miec´#+#Infinitiv auf.312 6. Während trzeba stilistisch unmarkiert ist. Wir haben es mit einem unumstößlichen Zwang zu tun. sollen – miec´/powinien 324 sollen 1 drückt eine im Vergleich zu müssen abgeschwächte Verpflichtung aus.’ Ten wyraz nalez˙y/wypada zaliczyc´ do liczebniko´w. zu sagen ‚Ich soll. sind nalez˙y und das seltene wypada vor allem in der Schriftsprache vertreten. Er muss gleich zurückkommen. das direkte Äquivalent ist musiec´: Maria muss heute zu Hause bleiben. In diesem Falle verfährt das Polnische explizit (s. 6.7. 319). aber ich kann nicht oder ich will nicht. In ihnen bleibt die ausführende Person unausgedrückt. dass der Sprecher aufgrund bestimmter Indizien zu bestimmten Schlussfolgerungen gekommen ist (starke Vermutung). Sie muss ihn nicht gesehen haben. Als Äquivalente treten powinien.6.’ Es geht in der Regel um die Übertragung eines fremden Wollens auf den Handlungsausführenden. – Chyba/pewno/przypuszczalnie/prawdopodobnie poszed! do domu. musiec´ und die Modalpartikeln na pewno. – Matka mi zachorowa!a i musia!em szukac´ lekarza.6. müssen – musiec´/trzeba 323 müssen 1 drückt eine strikte Notwendigkeit aus. Es spielt im Gegensatz zur Modalität des Sollens keine Rolle.6. Tritt das epistemische Modalverb müssen im Konjunktiv II auf. Meine Mutter wurde krank und ich musste einen Arzt suchen. – Musia!a go nie widziec´.

to zostaniemy w domu. dass er das. Sollte es regnen. diese an die epistemische Modalität angrenzende Bedeutung besteht darin. – Powinienes´ po´js´c´ do lekarza. was er gerade erzählt. polnisch miec´. – " ia! jeszcze wiele przecierpiec´. In diesem Falle steht im Polnischen nicht miec´. die sollen 1 recht ähnlich ist. . – Gdyby posiedzenie trwa!o/mia!o trwac´ d!uz˙ej. sollen 3 als Daseinszweck eines in der Regel von Menschenhand hergestellten Gegenstandes. zanim wyzdrowia!. Keiner sollte etwas von diesen Dingen wissen. Auch hier handelt es sich um eine abgeschwächte Verpflichtung. sollen 6 zum Ausdruck des Hörensagens. Im Polnischen stehen miec´. Wenn es regnet. Du solltest endlich zum Arzt gehen. sollte 4 ist nicht modal. musia!bym zadzwonic´ do z˙ony. Er sollte noch viel leiden. – Ten program ma u!atwic´ ksie±gowanie. du sollst Sport treiben. im Polnischen miec´. vom Hörensagen weiß. – O tych sprawach nie powinien nikt wiedziec´. z˙e masz uprawiac´ sport.6. sondern drückt Nachzeitigkeit in der Vergangenheit aus. also nicht selbst erlebt hat. beide oder mo´wia±. Sowohl im Deutschen als auch im Polnischen ist diese halbgrammatische Tempus-AspektKonstruktion selten. bleiben wir zu Hause. dass es eine Äußerung wie Ich will. – Gdyby mia!o padac´. dass der Sprecher mit Hilfe von sollen markiert. Exkurs: Wiedergabe deutscher Modalverben 313 teiligung des Sprechers zu markieren – zum Ausdruck. müsste ich meine Frau anrufen. – Jes´li spadnie deszcz. dann …’. sondern powinien. Der Arzt sagt. Im Polnischen steht meist gdyby + mia!. dass Peter kommt gegeben hat oder geben wird.6. vs. to zostaniemy w domu. jedoch unabhängig von jeglichen Äußerungen Anderer. podobno bzw. sollte 5 steht für den Ausdruck der Konditionalität. dass der Sprecher die Realisierung der genannten Bedingung für eher unwahrscheinlich hält im Sinne ‚sollte wider Erwarten p eintreten. Sollte die Sitzung länger dauern. Wie soll ich das denn machen? – Ale jak mam to zrobic´? sollte 2: In der Konjunktivform mit präsentischem Charakter sollte (Du solltest endlich zum Arzt gehen) kann eine besondere Bedeutung auftreten. – Lekarz mo´wi. bleiben wir zu Hause. man findet sie hauptsächlich in literarischen Texten. Das Programm soll die Buchhaltung erleichtern. bevor er gesund wurde. In einem Konditionalsatz verwendet. bringt es zum Ausdruck. das auch der Sprecher mitträgt. Es geht um eine Art von Verhaltensgebot.

prawdopodobnie mo´c. dass diese nicht glaubwürdig ist: Der Angeklagte will zur Tatzeit in der Bar gewesen sein. sollen 7 steht in abhängigen Sätzen nach Verben des Aufforderns. z˙e by! wczoraj w barze. z˙e jest bogata. Er dürfte gleich kommen. . (nie) potrzebowac´ wolno/mo´c/moz˙na powinien.6. – Samocho´d nie chce zapalic´. chyba. Das Gesagte wird als Zitat der handelnden Person gekennzeichnet. die jedoch nicht einsetzt (selten). potrafic´ können 1 Wir können 20 kg Gepäck mitnehmen. Du darfst keinen Wodka trinken. moz˙na. – Podobno ma byc´ bogata. (nie) musiec´. Ich will in Polen studieren. Im Polnischen verwenden wir chciec´. – Mo´wia±. wollen 3. wollen 2. Das Auto will nicht anspringen.6. – Podobno jest bogata. Im Polnischen verwenden wir explizite Verben des Behauptens. chciec´ kann so nicht gebraucht werden. Auxiliare Sie soll reich sein. 6. Der Polizist sagte. z˙eby sie± zatrzyma!. woraus man in der Regel ableitet. polnisch chciec´. – Policjant powiedzia! mu. Dieses Modalverb bringt wie möchten eine innere Einstellung des Handelnden zum Ausdruck. In diesen Fällen steht im Polnischen z˙eby + Konditional oder z˙eby + mia!. umiec´. – Ma byc´ bogata. Übersichtstabelle zu den wichtigsten Äquivalenten 326 deutsches Modalverb (nicht) brauchen dürfen 1 dürfte 2 Beispiele polnische Äquivalente Du brauchst nicht zu kommen. – Oskarz˙ony utrzymuje/twierdzi. pewno przypuszczalnie.8. – Chce˛ studiowac´ w Polsce. wollen – chciec´ 325 wollen 1. Der Handlungsträger steht unmittelbar vor der Handlung. Der Angeklagte will gestern in der Bar gewesen sein. Im Gegensatz zu möchten ist der Wunsch zur Durchführung der Handlung zu einem Entschluss geworden. 6. er solle stehen bleiben.9.314 6.

be˛dziesz. mo´wia± z˙eby sollen 1 sollte 2 sollen 3 sollte 4 sollte 5 sollen 6 sollen 7 Du sollst mehr Sport treiben. trzeba. nalez˙y musiec´. wypada. Man bat ihn. Das Auto will nicht anspringen. Wir müssen einen Arzt holen. bis er gesund wurde. Er mochte 50 Jahre alt sein.6. Der Polizist sagte. wolec´ lubic´ mo´c. chyba. przypuszczalnie. prawdopodob-nie. moz˙liwe z˙eby +Konjunktiv mimo z˙e müssen 1 müssen 2 musiec´. powinien. er wird doch nichts halten. przypuszczam. Sie soll reich sein. Er sollte noch viel leiden. Er mag vieles versprechen. Ich mag keine Hunde. z˙e miec´ powinien miec´ miec´ gdyby mia! miec´. wollen 1 wollen 2 wollen 3 chciec´ utrzymywac´. pewno. Das Programm soll die Buchhaltung erleichtern. Maria will im Kino gewesen sein. moz˙e. podobno. moz˙e möchten mögen 1 mögen 2 mögen 3 mögen 4 chcia!by. Exkurs: Wiedergabe deutscher Modalverben 315 können 2 Er könnte nach Hause gegangen sein. er solle stehen bleiben. er möge doch seine Schuhe ausziehen. Ich möchte einen Hund kaufen. zapewne. twierdzic´ chciec´ . Der Brief muss nicht angekommen sein.6. bleiben wir zu Hause. Du solltest mehr Sport treiben. Ich will in Polen studieren. Sollte es regnen. mo´c.

1. Derivation von Verben 327 Verben sind meist von anderen Verben abgeleitet (deverbale Derivation). Es ist klar.B. sie können sich aber auch nur in der grammatischen Funktion unterscheiden.7. desubstantivische Derivation). Wortbildung der Verben (s!owotwórstwo czasowników) 7. lexikalische (powszechny (pisac´ ‚schreiben’ >) ‚allgemein’ >) podpisa´c ‚unterupowszechnic´ schreiben’ ‚verbreiten’ (is´c´ ‚gehen’ >) wyjs´c´ ‚hinausgehen’ (biegac´ ‚laufen’ >) wybiegac´ sie˛ ‚sich müde laufen’ desubstantivische (film ‚Film’>) filmowac´ ‚filmen’ deverbale grammatische (podpisac´-) podpisywac´ ‚unterschreiben’ (wyjs´c´-) wychodzic´ ‚hinausgehen’ (upowszechnic´ –) upowszechniac´ ‚verbreiten’ (filmowac´ –) sfilmowac ‚filmen’ (witac´ –) powitac´ ‚begrüßen’ (pracowac´ –) popracowac´ [12 godzin] ‚[12 Std. als die sie motivierenden Wörter. z.a.1. . Die deverbalen Derivate dagegen können eine andere lexikalische Bedeutung haben.] arbeiten’ Neben eindeutigen Derivationen mit neuer lexikalischer Bedeutung (is´c´ ‚gehen’ > wyjs´c´ ‚hinausgehen’) oder rein grammatischer Veränderung unter Beibehaltung der lexikalischen Bedeutung (witac´ – powitac´ ‚begrüßen’. popracowac´ [12 godzin] ‚[12 Std.] arbeiten’. die als Übergangsfälle zwischen lexikalischer und grammatischer Derivation anzusehen sind. Verb-Derivate deadjektivische u.1. teilweise auch von Adjektiven oder Substantiven (deadjektivische. Verben 7. Desubstantivische und deadjektivische Derivate besitzen immer eine andere lexikalische Bedeutung. wyjs´c´ – wychodzic´ ‚hinausgehen’) gibt es auch eine Reihe von Derivat-Typen. dass die Grenze zwischen lexikalischen und grammatischen Derivaten je nach Theorie verschiedenen angesetzt wird.

Beispiel gotowac´: • Aspektpartner (grammatische Derivate): gotowac´ 1. > rozgotowac´ ‚zerkochen’. In der Tabelle oben bilden die Derivate ein Kontinuum von lexikalischen (links) zu grammatischen Derivaten. ‚bringen. z. abkochen’.7. Wortbildung der Verben 317 In dieser Grammatik werden periphere Aspektpartner als eher grammatische Derivate unterschieden von lexikalischen Derivaten. Ein Verb und seine lexikalischen Derivate sind verschiedene Verb-Vokabeln.h. Da ein großer Teil der Präfixe neben den mehr oder weniger grammatischen Funktionen auch eine räumliche sowie andere Funktion haben kann. wygotowac´. von Simplizia) abgeleiteten Aspektpartner. Vokabeln sind von einem motivierenden Wort meist in einer bestimmten Bedeutung abgeleitet. bescheren’ (übertragene Bedeutung) – zgotowac´ • lexikalische Derivate zu gotowac´ 1. im Beispiel unten gotowac´ 2. ist rozgotowac´ von gotowac´ in der 1.: gotowac´ 1. rozgotowac´. > zagotowac´ > zagotowywac´). Von einem grammatischen Derivat kann in einer Reihe von Fällen ein weiteres grammatisches Derivat abgeleitet sein (vgl.: gotowac´ 1. ‚kochen’ – ugotowac´ gotowac´ 2. die Derivate mit gleicher lexikalischer Bedeutung) bilden ein Verballexem der VerbVokabel.1. Ein Verb kann die Basis für sehr viele lexikalische und grammatische Derivate sein. gotowac´ 1. bildet also eine neue Vokabel. die Präfigierung kann lexikalisch oder grammatisch sein. ‚zum Kochen bringen’ – zagotowac´ (– zagotowywac´) gotowac´ 3. – ugotowac´. – zagotowac´ – zagotowywac´. z. wie gotowac´. ergibt sich die Tatsache. sowie die Aspektpartner ugotowac´. Auf der grammatischen Seite stehen den peripheren Aspektpartnern die Standardpartner gegenüber. Ein Verb mit seinen Aspektpartnern gehört zu ein und derselben Verb-Vokabel. Sie bilden eine Wortfamilie (auch: ‚Wortnest’). > wygotowac´ ‚aus-.B. die Kombination Präfigierung + sie˛ ist nur lexikalisch. Zur Vokabel gotowac´ gehören die Bedeutungen gotowac´ 1. zgotowac´. das obige Beispiel ist ein Ausschnitt aus der Wortfamilie mit dem Basiswort gotowac´. Grammatische Derivate sind die von lexikalischen Derivaten oder von nicht derivierten Verben (d. > zagotowac´ 2. Ein Verb in einer bestimmten Bedeutung und sein(e) Aspektpartner (das Derivat bzw.B. Bedeutung abgeleitet. Zu lexikalischen Derivaten" werden meist Aspektpartner gebildet. zagotowac´. ‚einkochen’. Die Verteilung von lexikalischer und grammatischer Derivation ist je nach Art der Derivation verschieden: Die Suffigierung ist praktisch immer grammatisch. gotowac´ 1. wobei die mit lokaler Präfix-Funktion am ausgeprägtesten lexikalisch sind. 328 . oder: gotowac´ 2.–3. zagotowywac´. auch für mehrere grammatische Derivate.

Daneben gibt es weitere ganz andere Definitionen des Terminus ‚Aktionsart’. Als formal-funktionale Kategorie wurde sie in der strukturalistischen Slavistik. aber auch keine relativ regelmäßigen Ableitungen wie die durch Suffigierung mit {-wa-. -a}. Entsprechend einer lange verbreiteten Ansicht wurden neben – genaugenommen zwischen – dem grammatischen Aspekt und der lexikalischen Derivation so genannte Aktionsarten angenommen (rodzaj czynnos´ci). . -a-} abgeleiteten ‚Verbformen’. In diesem Sinne wird der Begriff der Aktionsart vor allem dann gebraucht. napisac´´ ‚schreiben’). vor allem die ‚resultativen’. zu na-: – lokale Bedeutung: na-rzucic´ (cos´ na cos´) ‚etwas auf etwas werfen’ – nicht lokale Bedeutung (so genannte kumulative Aktionsart’): na-kupic´ (> nakupowac´ [prezento´w]) ‚eine Menge [Geschenke zusammen-]kaufen’ – grammatische Funktion na-pisac´ pf. Sie sind keine lexikalischen Derivate wie narzucic´ ‚werfen auf’ oder zajechac´ ‚ankommen’). funktional orientierte Darstellung führt dazu. ausgehend von einer Arbeit zu den polnischen ‚Aktionsarten’ (Agrell 1908) verbreitet. teilweise auch als Derivate ohne eigenen Aspektpartner. die auf irgendeine Weise zwischen diesen Polen angesiedelt sind. Dies betrifft vor allem präfigierte Derivate wie napisac´ (pf. In der angelsächsischen Literatur wird der Terminus ‚Aktionsart’ vor allem in diesem Sinne verstanden. Um Entsprechungen mit früheren Beschreibungen erkennen zu lassen.318 7. Aspektpartner sind bei dieser Konzeption nur die durch Suffigierung mit {-wa-. vgl. Diese Konzeption ist in der Polonistik nicht heimisch geworden. dass einige Typen von Aktionsart-Verben bei den lexikalischen Derivaten beschrieben werden (‚lexikalische Aktionsarten’. gehen die Meinungen auseinander. nicht lokalen Bedeutungen bestimmt. Sie wurden meist als Gruppen von Derivaten mit bestimmten. wird jeweils der oder einer der üblichen Aktionsarttermini angeführt. als auch eine grammatische aspektuelle Funktion haben kann. Verben dass ein Präfix sowohl eine lexikalische lokale und lexikalische nicht lokale. was hier als Lexikalische Aktionale Funktion und als aspektuelle Satzfunktionen bezeichnet wird. werden hier zu den normalen oder auch zu den mehr oder weniger peripheren grammatischen Aspektpartnern gezählt (‚grammatische Aktionsarten’. Vgl. zu pisac´´ ‚schreiben’) oder zaproponowac´ (pf. Es gibt dann beträchtliche Probleme mit den Verben. Entsprechend den notwendigen Differenzierungen der Ebenen entspricht diesem Begriff das. wenn man eine scharfe Grenze ziehen will zwischen einem als Flexion verstandenen Aspekt und lexikalischen Derivaten. vgl. Zwei Traditionslinien sind besonders weit voneinander entfernt: Als funktionale Kategorie wurden die Aktionsarten von der indogermanistischen Lehre vom Verb begründet. Die hier bevorzugte. zu proponowac´ ‚anbieten’). Andere Typen von Aktionsart-Verben. nakupic´ ‚(ein)kaufen’). welche Derivate als Aspektpartner zu gelten haben. ‚schreiben’ (so genannte resultative Aktionsart) 329 Darüber.

Auch die Verben mit ingressiver und egressiver Funktion wurden als Aktionsart-Verben angesehen. dass die grammatische Aspekt-Derivation das Ergebnis eines längerdauernden. auch jetzt noch vor sich gehenden Grammatikalisierungprozesses ist. dolac´ ‚(zu)gießen’. dokupic´ ‚hinzukaufen’. ‚Ende’) in entsprechenden Kontexten reine Aspektfunktion sein kann. doczytac´ ‚zu Ende lesen’. dopic´ ‚leer trinken’ • die betreffende Handlung wird zusätzlich. Teilweise ergeben sich aber auch nicht oder schwer rekonstruierbare Bedeutungen. gar kochen’. dostroic´ ‚(ab)stimmen’. doz˙yc´ ‚etwas (noch) erleben’ • die betreffende Handlung wird bis zu Ende geführt. passend zusammenstellen’.B. Im Verlaufe dieses Prozesses verlieren Präfixe mit ursprünglich lokaler Bedeutung bei bestimmten Verben diese konkrete Semantik und werden zu Derivaten mit verschiedenen Graden der Grammatikalisiertheit. komplementär ausgeführt. Diese grammatische Aspektfunktion. weil die Präfixe stark polysem und allgemeine Bedeutungen oft schwer zu fassen sind. z. Außerdem gibt es für die einzelnen Verben eine beträchtliche Zahl von Präfixen mit verschiedener Bedeutung (die unten meist nicht aufgeführt werden können). Wortbildung der Verben 319 Die Existenz dieser Zwischen-Typen deverbaler Derivate ist ein Reflex der Tatsache. wird hier nicht aufgeführt.u. Eingehendere Informationen zum Aspekt sind im entsprechenden Kapitel zu finden. dass.7. obwohl ihre spezifische Funktion (‚Anfang’. mithilfe der meisten Präfixe auch Aspektpartner abgeleitet werden können. Verb. z. wie erwähnt. Sein ipf. dieses ist hier angegeben. an etwas anpassen: dopasowac´ ‚anpassen. Die Grenze zwischen lexikalischer und grammatischer Derivation wird im Abschnitt über den Aspekt durch eine operationalisierende Definition des Aspektpartners gesetzt. dojechac´ ‚beim Fahren oder Reiten ans Ziel kommen’. dosypac´´ ‚hinzu-. Schließlich kompliziert sich das Bild dadurch.1. Aspektpartner wird durch Suffigierung davon abgeleitet. 7. do• die betreffende Handlung erreicht eine räumliche oder zeitliche Grenze: dobiec ‚beim Laufen das Ziel erreichen’.) Verben wie mo´´wic´ ‚sich (mit jemandem) unterhalten’ genutzt (> pomo´wic´ ). Durch die Präfigierung wird meistens die Bedeutung des motivierenden Verbs nur modifiziert. das als Aktionsart-Präfix gilt. auf das hier nicht jeweils verwiesen wird. die ein Präfix neben seiner lexikalischen Funktion haben kann. vollschütten’ • etwas auf etwas anwenden. dogotowac´´ ‚zu Ende. Das Präfix po-.2 Wichtige lexikalische Präfixe und deren Funktionen Die Wortbildung der Verben beruht vor allem auf der Präfigierung und trifft insofern auf eine Reihe von Schwierigkeiten. s. Auch mit der lexikalischen Präfigierung entsteht ein pf. Die Funktionen der Präfixe können daher nicht vollständig aufgeführt werden. doro´wnac´ ‚(jdm. wird inzwischen für die Bildung von Aspektpartnern auch zu (atelischen.B.1.) gleichkommen’ 330 .

B. z. nadgnic´ ‚anfaulen’ o-/ob(e)• mit der betreffenden Handlung etwas von verschiedenen Seiten umgeben. nicht ganz durchbrechen’.B. saturative Aktionsart): napracowac´ sie˛ ‚sich müde arbeiten. obcia˛c´ ‚ab-.B. z. berauben’. abarbeiten’. obe-schna˛c´ ‚abtrocknen. . nazbierac´ ‚viel sammeln’. nadgryz´c´ ‚anbeißen. pflücken’. trocken werden’. oberwac´ ‚abreißen. -nagen’. obostrzyc´ ‚verschärfen’. oborac´ ‚umpflügen’.B. naprodukowac´ ‚viel produzieren’ • die betreffende Handlung wird bis zur (Über-)Sättigung durchgeführt (sog. z. obmarzna˛c´ ‚sich mit Reif. ob.B. nad!amac´ ‚an-. nadsypac´ ‚über das Maß.B. opadac´ ‚fallen’ • etwas von etwas abtrennen. genaue Regeln über die Anwendung der Varianten gibt es nicht. z.auch in der gleichen Position auf. -geben’ • die betreffende Handlung anfangen. nadjechac´ ‚angefahren kommen’. nad!oz˙ y c´ ‚hinzulegen. nadp!yna˛c´ ‚heranschwimmen’.B.B. omawiac´ ‚erörtern’ – obmawiac´ ‚verleumden’.B. nadleciec´ ‚herangeflogen kommen’ • den betreffenden Bestand verringern oder vergrößeren. ob!upac´ ‚abschälen’. z. nakleic´ ‚aufkleben’. obe. o. Verben na• die betreffende Handlung wird in Richtung auf die Oberfläche eines Gegenstands ausgeführt. z. osuna±c´ ‚ab. belagern’ • sich nach unten bewegen. nachodzic´ sie˛ ‚sich müde gehen’. beschneiden’. otoczyc´ ‚umgeben. z.treten nebeneinander in der gleichen Funktion.erscheint regelmäßig vor Vokalen. hinzuschütten’. ob!owic´ sie˛ ‚sich eine goldene Nase verdienen’ o. abziehen.320 7.tritt vor einigen Konsonantenkombinationen auf. z. oszukac´ ‚betrügen’ – obszukac´ ‚durchsuchen’. z. nadpic´ ‚ein wenig abtrinken’.B.und ob(e).und ob. name˛czyc´ sie˛ ‚sich abplagen’ nad• sich räumlich (oder zeitlich) annähern. z. nicht vor b. (nieder)sinken’. p. vor einigen Konsonanten oft. narwac´ ‚viel pflücken’. z.heruntersinken. opakowac´ ‚verpacken’. einer dünnen Eisschicht bedecken’.B. nakres´lic´ ‚aufzeichnen’ • die betreffende Handlung wird intensiv durchgeführt. ogrodzic´ ‚umzäunen’. Manchmal entsprechen den beiden präfixalen Formen verschiedene Bedeutungen. ob!amac´ ‚abreißen’ • mit der betreffenden Handlung etwas im Übermaß tun’.B.B. z. opic´ sie˛ ‚sich betrinken’. okleic´/obkleic´ ‚bekleben’. z. obe-drzec´ ‚abreißen. owina˛c´/obwina˛c´ ‚umwickeln’.

z. z. podprowadzic´ ‚heranführen’ . Wortbildung der Verben 321 od(e)• ‚sich entfernen’. z. odcierpiec´ ‚verbüßen’ • die betreffende Handlung nach einem Vorbild ausführen. odkroic´ ‚abschneiden’. beantwortet. z.B. z.B. odjechac´ ‚wegfahren’. podpisac´ ‚unterschreiben’.B. pope˛kac´ (buty) ‚an mehreren Stellen platzen (Schuhe)’ • die betreffende Handlung wird mit geringem Intensitätsgrad wiederholt. odk!onic´ sie˛ ‚Gruß erwidern’. odpisac´ ‚abschreiben’ po• die betreffende Handlung ist auf mehrere Beteiligte verteilt (sog.7.ist sonst vor allem ein grammatisches Aspektpräfix mit verschiedenenen Funktionen. ods!onic´ ‚enthüllen’ odkryc´´ ‚ab-. odbudowac´ ‚wiederaufbauen. odwapnic´ ‚entkalken’ • die betreffende Handlung wird wiederholt. vergelten’ • die betreffende Handlung erfolgreich zuende bringen. odpe˛dzic´ ‚wegjagen’ • ‚etwas entfernen’. odpisac´ ‚Brief beantworten’. Po. podkopac´ ‚untergraben’. ablegen’. restaurieren’ odzyskac´´ ‚(zu)rückgewinnen’. odrysowac´ ‚abzeichnen’. pobudzic´ ‚(mehrere Personen) aufwecken’. aufdecken’.B. pop!akiwac´ ‚wiederholt leise weinen’ Diese Derivate werden besonders von ipf. podmyc´ ‚unterhöhlen’ • die betreffende Bewegung wird von unten nach oben ausgeführt. z. odcia˛c´ ‚abtrennen’. podskoczyc´ ‚hochspringen’ • mit der betreffenden Bewegung nähert sich das Subjekt einem Ort. odratowac´ ‚(vor dem Tod) retten’.B. podp!yna˛c´ ‚heranschwimmen’. odgrzac´ ‚aufwärmen’ • die betreffende Handlung wird von einer anderen Person erwidert.B. distributive Aktionsart). Verben gebildet.B. odpruc´ ‚(Genähtes) (ab)trennen’. nie von pf. odp!acic´ ‚heimzahlen. pozmywac´ (talerze) ‚(Teller) abwaschen’. pouciekac´ ‚nacheinander weglaufen’. z. häufig unter Rückführung in den ursprünglichen Zustand.B.B. Derivaten fast regelhaft.B. pod• die betreffende Handlung wird unterhalb eines Gegenstands ausgeführt. odp!yna˛c´ ‚fortschwimmen. powybiegac´ ‚hinauslaufen (mehrere Personen)’.B. z.1. podnies´c´ ‚hochklappen’. z. pobolewac´ ‚kränkeln’. z. podbiec ‚heranlaufen’. z.

u. przykleic´ ‚ankleben’.B. przes!odzic´ ‚zu stark süßen’ • mit der betreffenden Handlung wird etwas verloren. z. przed!oz˙yc´ ‚unterbreiten’. przybic´ ‚anschlagen. attenuative Aktionsart). przyciemnic´ ‚ein wenig dunkler machen. przejechac´ ‚durchfahren.B. auch przy.B.B. przecia˛c´ ‚durchschneiden’. prze!adowac´ ‚überladen’. przes´wietlic´ ‚durchleuchten’ • mit der betreffenden Handlung werden Richtung oder Ort gewechselt. dämpfen’ (S. z. Verben • die betreffende Handlung erreicht nur teilweise das Ziel (sog.B. podpatrzyc´ ‚heimlich beobachten’.B.B. przedstawic´ ‚vorstellen’. meist in veränderter Form durchgeführt. durchdrungen. z. -nageln’. przywie˛dna˛c´ ‚ein wenig welken’.B. z. przedrukowac´ ‚nachdrucken’. przyszyc´ ‚annähen’ • die betreffende Handlung wird nur teilweise ausgeführt. prze• die betreffende Handlung durchläuft einen bestimmten Abschnitt. verschwendet. przepic´ ‚vertrinken’ • das betreffende Denken oder Tun bezieht sich auf etwas Bevorstehendes. przebiec ‚durchlaufen’.in Kombination mit Suffix.) . podleczyc´ ‚weitgehend gesund machen’. z. z.B. -reisen’ przeleciec´ ‚vorüberfliegen’ • mit der Handlung wird etwas durchgeteilt. pode-schna˛c´ ‚ein wenig trocken werden’. umschreiben’ • die betreffende Handlung wird mit übermäßiger Intensität realisiert. z.322 7.B.B. z. z.B. przy• die betreffende Handlung erreicht den Sprecher oder eine vorerwähnte Person als Ziel. z. przepisac´ ‚ab-.B. z. podsuszyc´ ‚ein wenig trocknen’. przesadzic´ ‚umpflanzen’ • die betreffende Handlung wird erneut.B. przybyc´ ‚eintreffen’ • mit der betreffenden Handlung wird etwas zu einer Ganzheit verbunden. przesuna˛c´ ‚verschieben’. przenies´c´ ‚irgendwohin tragen’. przebic´ ‚durchschlagen’. przebudowac´ ‚umbauen’. poduczyc´ ‚einige Kenntnisse beibringen’ • die betreffende Handlung wird verborgen gehalten. przepowiedziec´ ‚voraussagen’ przed• Die betreffende Handlung wird jemandem gegenüber gemacht. z.auf. z. przyprowadzic´ ‚herbeiführen’. z. pods!uchac´ ‚lauschen’ Beim Zusammentreffen einiger Konsonanten tritt das Präfix in der Variante pode. przeczuc´ ‚vorausahnen’. przegrac´ ‚verlieren’. przewidziec´ ‚voraussehen’. przycichna˛c´ ‚ein wenig ruhiger werden’.

B. z. Wortbildung der Verben 323 roz• die betreffende Handlung wird in verschiedene Richtungen ausgeführt. wleciec´ ‚hineinfliegen’. rozmys´lic´ sie˛ ‚sich es anders überlegen’ • mit der betreffenden Handlung werden Umfang oder Intensität von etwas vergrößert. vergießen’ • mit der betreffenden Handlung wird etwas zerkleinert. rozgryz´c´ ‚zernagen.B. rozkupic´ ‚aufkaufen’ • mit der betreffenden Handlung wird die Wirkung einer anderen rückgängig gemacht.7. uprowadzic´ ‚wegführen’. w• mit der betreffenden Handlung bewegt sich jemand in etwas hinein oder wird in etwas bewegt. wybiec ‚hinaus-/herauslaufen’. z. z. z. -beißen’ • mit der betreffenden Handlung wird der Bestand an etwas erschöpft.B. verbreiten’. wbic´ ‚(etwas) einschlagen’. wyrzucic´ ‚hinaus-/herauswerfen’ . rozkwitna˛c´ ‚aufblühen’ Bei der Kombination von Konsonanten tritt die Variante roze. usuna˛c´ ‚entfernen’. rozszerzyc´ ‚erweitern expandieren’ • mit der Handlung setzt ein Vorgang ein. s. u• mit der betreffenden Handlung wird etwas entfernt. wp!yna"c´ ‚hineinschwimmen’. z. rozdac´ ‚ver-. roze-s´miac´ sie˛ ‚in Gelächer ausbrechen’. z. zertrümmern’. z. roz!adowac´ ‚abladen’. wepchna˛c´ ‚hineinstopfen’. z. wejs´c´ ‚hineingehen’.auf. rozmnoz˙yc´ ‚vermehren’. wy• mit der betreffenden Handlung bewegt sich jemand bzw.B. wczytac´ sie˛ ‚sich einlesen’.B.B. roznies´c´ ‚umherreichen. ucia˛c´ ‚abschneiden’. z. vgl.B.B. ujs´c´ ‚weggehen’ • mit der betreffenden Handlung wird ein gewünschtes Ziel erreicht. rozlac´ ‚verschütten.B.auf. rozkruszyc´ ‚zerbröckeln. sich zerstreuen’. austeilen’. uko!ysac´ ‚in den Schlaf wiegen’. auch übertragen: wliczyc´ ‚zählen zu’ • die betreffende Handlung wird intensiver oder ist intensiv. zerstückelt. wird etwas bewegt von innen nach außen.1. z. rozbudowac´ ‚ausbauen’.B.B. z. wyjechac´ ‚hinaus-/herausfahren’. wpatrzyc´ sie˛ ‚anstarren’ Bei der Kombination von Konsonanten tritt die Variante we. rozbiec sie˛ ‚auseinanderlaufen.

z. zejs´c´ sie˛ ‚zusammenkommen’. zabudowac´ ‚zu-. z. zacia˛c´ ‚verletzen’ 7. z. zsypac´ ‚zusammenschütten’. bebauen’. zeskoczyc´ ‚abspringen’. zmyc´ ‚abwaschen’. za• mit dem betreffenden Vorgang wird eine Grenze erreicht.B. das vor allem zur Bildung ipf. ausschlafen’. unzugänglich gemacht. vgl. grywac´ ‚wiederholt spielen’. chadzac´ ‚wiederholt gehen’.324 7. zapracowac´ sie˛ ‚sich überarbeiten’.B. zbiec ‚hinunter-/herunterlaufen’. zbiec sie˛ ‚zusammenrennen’ • mit der betreffenden Handlung bewegt sich jemand bzw. wird etwas bewegt von oben nach unten.B. zajs´c´ ‚ankommen.steht ze-. außer vor Vokalen und stimmhaften Konsonanten sowie s.ohne und mit Präfix 331 Dieses Suffix..B. zabiec (komus´ droge˛) ‚jemandem den Weg versperren’. z. unproduktiv). zejs´c´ sie˛ ‚zusammenkommen’. zagrzebac´ ‚vergraben’ • mit dem betreffenden Vorgang wird eine Grenze überschritten. z.B. wyspac´´ sie˛ ‚lange schlafen. zamurowac´ ‚zumauern’. zestawic´ ‚zusammenstellen’. (Da die Funktion der Wiederho- .3 Lexikalisches Suffix -ywa-. z. ausleiden’ z• mit der betreffenden Handlung geschieht das Zusammenfügen zu einer Ganzheit oder das Zusammengehen oder Zusammenbringen an einen Ort. Verben • (mit sie˛) die betreffende Handlung wird bis zur Sättigung oder Übersättigung durchgeführt. vorbeischauen’ • mit dem betreffenden Vorgang wird ein Hindernis errichtet.B. z. -a. zetrzec´ ‚abwischen. siadywac´ ‚sich wiederholt setzen’. dass die betreffende Handlung regelmäßig oder oft wiederholt wird (so genannte iterative Aktionsart. ausradieren’. z. zeskoczyc´ ‚hinunter-/herunterspringen’ • mit der betreffenden Handlung geschieht das (Sich-) Entfernen von einem Ort.B. wybiegac´ sie˛ ‚sich müde laufen.B. auslaufen’. zasiedziec´ sie˛ ‚sich festsetzen’ • mit dem betreffenden Vorgang wird ein Teil erfasst zadrapac´ ‚aufkratzen’. zajechac´ ‚ankommen. zjechac´ ‚hinunter-/herunterfahren’. pisywac´ ‚wiederholt schreiben’. zagrodzic´ (komus´ przejs´cie) ‚jemandem den Weg versperren’ • mit dem betreffenden Vorgang wird etwas be-. Aspektpartner verwendet wird. z. zugedeckt. wycierpiec´ sie˛ ‚ausstehen. widywac´ ‚wiederholt sehen’. vorbei-. zdrapac´ ‚abkratzen’. sz und h. zestawic´´ ‚herunterstellen’. Bei einem nicht präfigierten Verb besagt es. zetrzec´ ‚abreiben’. vorfahren’.1. zuwachsen’. znikna˛c´ ‚verschwinden’ Statt z. czytywac´ ‚wiederholt lesen’.B. zarosna˛c´ ‚be-. kann auch lexikalische Funktion haben. ab-. mawiac´ ‚wiederholt sprechen’.

1. z. s´widrowac´ ‚bohren’. 332 . chorowac´ ‚krank sein’. plaz˙owac´ ‚Zeit am Strand verbringen’.1. bei denen das vom motivierenden Substantiv Bezeichnete Resultat ist.und Suffigierung abgeleitet werden: -(ni)ec´. z. mit unproduktivem -na˛c´: chudna˛c´ ‚mager(er) werden’. siwiec´ ‚ergrauen’. können die Derivate vom Typ pisywac´ auch als Teil-Synonyme zu den motivierenden imperfektiven Verben gelten. bei denen der Beteiligte die betreffende Eigenschaft erhält. pi!owac´ ‚sägen’.B. in der Variante -niec´: ge˛stniec´ ‚dicht(er) werden’. deadjektivisch z. z. Wortbildung der Verben 325 lung einerseits und des Parallelvorgangs andererseits auch Funktionen des imperfektiven Aspekts sind. ciemniec´ ‚düster sein’. Die Verben sind immer ipf.B. kucharzyc´ ‚Koch sein’. ska˛pic´ ‚geizig sein’ • für Handlungen. seltener von Substantiven. 7. srebrzyc´ sie˛ ‚silbern sein’.) In Verbindung mit przy. z. wagarowac´ ‚die Schule schwänzen’ (< wagary ‚Schulschwänzen’) Dieser Wortbildungstyp ist sehr produktiv. perfektive Aspektpartner sind meist nicht vorhanden.B.B. abschwächen’. vgl. asfaltowac´ ‚asphaltieren’ • für Handlungen.B. z.B.: w oddali ciemnia! las ‚in der Ferne zeichnete sich ein düsterer Wald ab’. Teils liegen beide Formen vor: rzedniec´/rzedna˛c´ ‚sich verziehen.begleitet die betreffende Handlung eine andere Handlung. -na˛c´ werden verwendet für Vorgänge. paczkowac´ ‚(ab)packen’. -owac´.B. Bei der Verb-Ableitung von Adjektiven für Farben und ähnlichen Eigenschaften kann die Komponente des Zustandswechsels fehlen. Vorsitzender sein’. bielec´ ‚weiß sein’. s´lepna˛c´ ‚erblinden’. przygrywac´ ‚begleiten (musikalisch)’. ma˛drzec´ ‚klüger werden’. filmowac´ ‚(ver)filmen’. bei denen jemand das vom motivierenden Substantiv oder (selten) Adjektiv Bezeichnete darstellt. przys´piewywac´ ‚mit Gesang begleiten’. bei denen das vom motivierenden Substantiv Bezeichnete Instrument oder Material ist. z.B. Entsprechende Ableitungen sind auch von Substantiven möglich. gorzkniec´ ‚bitter werden’. z. -ic´/-yc´ • für Situationen. kolegowac´ sie˛ ‚Kollege sein’. przytupywac´ ‚mit dem Fuß den Takt angeben’. prezesowac´ ‚präsidieren. z. dziwaczec´ ‚ein Sonderling werden’. sekretarzowac´ ‚Sekretär sein’. können Verben durch Suffigierung allein oder durch gleichzeitige Prä.4 Deadjektivische und desubstantivische Derivation Von Adjektiven.7. z. Selten von Substantiven. liniowac´ ‚linieren’ • für Handlungen.B. bei denen das vom motivierenden Substantiv Bezeichnete auf andere Weise beteiligt ist.B. Auch diese Derivate sind imperfektive Verben.

… -ic´/-yc´ werden von Adjektiven oder Substantiven abgeleitet und referieren auf das Entfernen der vom motivierenden Stamm bezeichneten Erscheinung. den Ereignis-Lexemen (auch: telische Lexeme). deren wichtigste sich in der Funktion ‚beobachtbarer Zustandswechsel’ unterscheiden. z. Sie gehören zur Kategorie der aktionalen (‚aktionsartlichen’) Funktionen. Die Funktionen der Phasengestalt und ihre Subkategorien werden hier. Verben mit od. z.B. p!akac´ ‚weinen’. • Gilt die lexikalische Beschreibung für genau eine Phase zwischen zwei Stadien.B. der Episodizität. die auch als ‚Aktionalität’ bezeichnet wird und die eine Subkategorie der ‚Aspektualität’. zalesic´ ‚mit Wald bedecken’. Typen von Verballexemen (lexikalisch-grammatische Aktionalitäten) 333 Die lexikalischen Bedeutungen der polnischen Verben besitzen Komponenten.B. die Ableitung wird von Adjektiven vorgenommen.… -ic´/-yc´ hat meist die Funktion ‚etwas zu etwas machen’. d. Da die lexikalische Bedeutung allen Aspektpartnern eines Verballexems gemeinsam ist.2. das Einphasigkeit vermittelt.h. soweit sie Komponenten der lexikalischen Bedeutung des Verbs sind.1. den Verlauf-Lexemen. zmyc´ – zmywac´ ‚auswaschen’. die mit Komponenten der Aspektfunktionen übereinstimmen – die Phasengestalt der Situation.326 7. die Einphasigkeit der Situation des Auswaschens wird durch die Funktion des imper- .2. Die Lexikalische Aktionale Funktion eines Lexems ist an der Beschreibung der lexikalischen Bedeutung zu erkennen: • Gilt die lexikalische Beschreibung für eine beliebige Phase einer Situation. ods´niez˙yc´ ‚vom Schnee befreien’. uintensywnic´ ‚intensivieren’. polepszyc´ ‚schöner machen’. die Verben mit za. der Menge der aspektuellen Funktionen ist (neben der anderen Subkategorie der Aspektualität. ist ihnen auch die Lexikalische Aktionale Funktion gemeinsam. dann hat das Lexem Ereignis-Funktion.bezeichnen das Bedecken mit der vom motivierenden Wort bezeichneten Erscheinung. den Verlauf-Ereignis-Lexemen und den stativen Lexemen. Verben Die präfixal-suffixale Derivation mit u-/po. vgl.‚hinzu-’) werden von Substantiven abgeleitet. als Lexikalische Aktionale Funktionen bezeichnet. Lexikalisch-grammatische Subkategorien des Verbs 7. 7. Verben mit -za (und do. Diese Kategorien besitzen Subkategorien. vgl. zab!ocic´ ‚beschmutzen’. im Derivat pop!akac´ ist die Eigenschaft der Mehrphasigkeit der Situation des Weinens überlagert durch die Funktion des perfektivierenden Affixes. z. dann hat das Lexem Verlaufsfunktion. Damit sind die Lexikalischen Aktionalen Funktionen auch die gemeinsamen Merkmale von Lexemtypen. der temporalen Definitheit).

auf jeweils nur eine Bedeutung des Verbs. Lexikalisch-grammatische Subkategorien des Verbs 327 fektivierende Suffixes überlagert. wenn es die Aspektfunktion ‚episodischer Verlauf’ hat. wenn den Argumenten eine bestimmte morphologische oder syntaktische Form zugeordnet wird. dass du in Polen studierst. Wir sprechen von Rektion. przeszkadzac´ + Dativ – stören + Akkusativ Die meisten polnischen Verben sind transitiv (przechodni). d. Sie können im Prinzip ein Partizip Passiv bilden. d. ‚Ich will. z˙ebys´ studiowa! w Polsce. zwei. die diese Leerstellen besetzen: gegenständlich vs.2. ein-.h. wiedziec´ ‚wissen’.7.’ Die Grundklassifikation der Rektionsmodelle beruht auf folgenden Eigenschaften der Verben: • Anzahl der eröffneten Leerstellen: null-.2. dann hat das Lexem stative Funktion. denn verschiedene Bedeutungen können sich in der Rektion niederschlagen.’ (Akkusativ) operowac´ 2: Autor zre±cznie operuje metafora±.h. Rektionsmodelle Rektionsmodelle (modele !a±czliwos´ci) basieren auf den vor allem Verben eigenen Argumentstrukturen (struktury argumentowe). 334 .ä. Entsprechend eröffnet das Verb czytac´ zwei Argumentstellen. Typischerweise wird der Kasus des gebundenen Worts festgelegt. und eines für das Leseobjekt (Buch o. Leerstellen für andere Einheiten zu eröffnen und damit diese an sich zu binden. 7.’ chciec´ + Nebensatz mit z˙eby: Chce±. • Gilt die lexikalische Beschreibung für die ganze Situation ohne jeweils ein Stadium davor und danach. ‚Der Arzt operiert den Kranken. Darunter verstehen wir hier die Fähigkeit sprachlicher Einheiten. propositional.’ (Instrumental) Außerdem kann ein und dieselbe Bedeutung mehr als ein Rektionsmuster aufweisen: chciec´ + Verb im Infinitiv: Chce˛ studiowac´ w Polsce. sie regieren ein direktes Objekt im Akkusativ bzw. ‚Der Autor geht geschickt mit der Metapher um.2. Argumente versprachlichen Partizipanten (Teilnehmer) des durch ein Prädikat ausgedrückten Sachverhalts. im Genitiv nach Verneinung. Die folgende Liste ausgewählter Rektionsmodelle bezieht sich auf einzelne Lexeme.). vgl. ‚Ich will in Polen studieren. Dabei ist zu beachten. Der durch das Verb czytac´ ‚lesen’ ausgedrückte Sachverhalt hat zwei Partizipanten: eines für den Leser. die vom Verb dargestellte Situation ist dann mehrphasig.und drei-stellig • Art der sprachlichen Ausdrücke. operowac´ 1: Lekarz operuje chorego. dass oft keine syntaktische Äquivalenz zum Deutschen vorliegt.

’ .’ b!yska ‚es blitzt’ – S!on´ce b!yska zza chmur. ‚Aus Norden wehte ein starker Wirbelsturm. die ausschließlich in der dritten Person Singular auftreten und weder Subjekt noch Objekt haben. a) Null-stellige Verben 335 Dies sind Verben. ‚Es donnert die Schlacht. Die Person ist kein aktiv Handelnder.’ Swe±dzi mnie. grzmi ‚es donnert’ – Grzmi bitwa. von denen jedoch nur das erste gegenständlich ist. ‚Es weht. das Verb zapomniec´ hat gleichfalls zwei Argumente. erleidet etwas. die in allen Bedeutungen null-stellig sind. Diese Verben werden auch als unpersönlich gebrauchte persönliche Verben bezeichnet. ‚Die Sonne blitzt hinter den Wolken hervor. Boli mnie w kolanie. müssen diejenigen abgesondert werden. für die dies nur in einer Bedeutung zutrifft.’ Ebenfalls subjektlos sind die Verben. Ihnen entsprechen im Deutschen meist Verben mit dem semantisch leeren Subjekt es. durch Verben oder ganze Sätze.’ – Wia! silny wicher z po´!nocy. die ihrerseits wieder als Prädikate funktionieren. Die folgenden Listen von Rektionsmodellen stellen jeweils eine Auswahl von Verben dar. dnieje ‚es wird Tag’ s´wita ‚es wird Tag’ zmierzcha sie± ‚es dämmert’ s´ciemnia sie± ‚es wird dunkel’ ozie±bia sie± ‚es kühlt sich ab’ pada ‚es regnet/schneit’ cia±gnie ‚es zieht’ Von den Verben. In Asystent zapomnia! odebrac´ wynik ‚Der Assistent vergaß das Ergebnis abzuholen’ ist die Stelle des ersten Arguments besetzt durch das Substantiv asystent. ‚Ich bin dessen überdrüssig. Dieser Handlungsträger kann im Dativ als Objekt auftreten. propositionale Argumente. sondern empfindet bzw. die körperliche und psychische Empfindungen bzw. sind also nicht vollständig. Meist handelt es sich um Verben für Witterungen und Veränderungen in der Natur. Leiden versprachlichen. Verben Gegenständliche Argumente werden typischerweise durch Substantive realisiert. ‚Es juckt mich. Null-stellige Verben sind nicht passivierbar. ‚Ich habe Schmerzen im Knie. ‚Ich habe ein Stechen in der Seite.’ Sprzykrzy!o mi sie±.’ K!uje mnie w boku. Das Verb czytac´ in Piotr czyta ksia±z˙ke± hat zwei gegenständliche Argumente: Piotr und ksia±z˙ka. also solche. das zweite hingegen propositional sein kann.328 7. die des zweiten durch ein Verb im Infinitiv (odebrac´).’ Wieje.

Lexikalisch-grammatische Subkategorien des Verbs 329 Ulz˙y!o mi.7. ‚Mir dreht sich der Kopf.’ Szumi mi w uszach. aber kein Objekt.2.’ Mdli mnie.’ Kre±ci mi sie± w g!owie. Es handelt sich um eine offene Klasse. Diese Verben sind nicht passivierbar. ‚Mir ist schlecht. Sie entstammen verschiedener semantischer Gruppen.’ b) Ein-stellige Verben mit gegenständlichem Argument Verben dieses Typs haben ein Subjekt. ‚Mir dröhnt der Kopf. ‚Ich war erleichtert. aus der nur einige zentrale Untergruppen aufgeführt werden: • unkontrollierte Vorgänge chudna±c´ ‚abnehmen (an Gewicht)’ oddychac´ ‚atmen’ tona±c´ ‚ertrinken’ drgac´ ‚zittern’ marzna±c´ ‚frieren’ chorowac´ ‚krank sein’ kwitna±c´ ‚blühen’ gnic´ ‚faulen’ kichac´ ‚niesen’ • Existenz istniec´ ‚existieren’ wyste±powac´ ‚auftreten’ pojawiac´ sie± ‚erscheinen’ zachodzic´ ‚vorkommen’ • Hervorbringung von Lauten chrapac´ ‚schnarchen’ gwizdac´ ‚pfeifen’ ha!asowac´ ‚lärmen’ beczec´ ‚blöken’ mruczec´ ‚brummeln’ piszczec´ ‚piepsen’ wyc´ ‚heulen’ warczec´ ‚knurren’ brze±czec´ ‚klirren’ brzmiec´ ‚klingen’ 336 .

Verben mit präpositionalem oder gegenständlichem Argument Einige ein-stellige Verben erlauben bei gleicher Bedeutung beide Arten von Argument. przytrafic´ sie± ‚sich ereignen’ zdarzyc´ sie± ‚vorkommen’ przyja±c´ sie± ‚sich einbürgern’ utrzec´ sie± ‚üblich werden’ wystarczyc´ ‚ausreichen’ op!acac´ sie± ‚sich lohnen’ c) Zwei-stellige Verben 337 mit zwei gegenständlichen Argumenten • Verben mit Genitivobjekt bronic´ wolnos´ci ‚die Freiheit verteidigen’ dokonywac´ cudo´w ‚Wunder vollbringen’ dopilnowac´ budowy ‚den Bau überwachen’ dostarczac´ rozrywek ‚Spaß machen’ dotrzymywac´ s!owa ‚Wort halten’ dotykac´ rany ‚die Wunde berühren’ doznawac´ upokorzen´ ‚Demütigung erfahren’ nabierac´ dos´wiadczenia ‚Erfahrung sammeln’ naduz˙ywac´ alkoholu ‚zu viel Alkohol trinken’ pilnowac´ dziecka ‚ein Kind betreuen’ pos!uchac´ rad ‚Ratschläge befolgen’ poz˙a±dac´ z˙ony bliz´niego swego ‚deines Nächsten Frau begehren’ pro´bowac´ wina ‚Wein probieren’ przestrzegac´ przepiso´w ‚die Vorschriften einhalten’ unikac´ niebezpieczen´stw ‚Gefahren vermeiden’ uz˙ywac´ z˙ycia ‚das Leben genießen’ wys!uchac´ skarg ‚Beschwerden anhören’ zaz˙ywac´ swobody ‚die Freiheit genießen’ z˙a!owac´ pienie±dzy ‚mit Geld geizen’ do + Genitiv da±z˙yc´ do czegos´ ‚nach etwas streben’ dochodzic´ do czegos´ ‚etwas erreichen’ doprowadzic´ do czegos´ ‚zu etwas führen’ dopuszczac´ do czegos´ ‚etwas zulassen’ .330 7.

7.2. Lexikalisch-grammatische Subkategorien des Verbs

331

dzwonic´ do kogos´ ‚jemanden anrufen’ nalez˙ec´ do czegos´/kogos´ ‚zu etwas/jemandem gehören’ odzywac´ sie± do kogos´ ‚jemanden anreden’ pasowac´ do czegos´ ‚zu etwas passen’ przemawiac´ do kogos´ ‚jemanden ansprechen’ te±sknic´ do czegos´ ‚sich nach etwas sehnen’ zmierzac´ do czegos´ ‚sich in Richtung auf etwas/jemanden bewegen’ z + Genitiv korzystac´ z czegos´ ‚etwas gebrauchen’ • Verben mit Dativobjekt ufac´ komus´ ,jemandem vertrauen’ ulegac´ czemus´ ‚etwas unterliegen’ • Verben mit Akkusativobjekt czytac´ cos´ ‚etwas lesen’ witac´ kogos´ ‚jemanden begrüßen’ z˙egnac´ kogos´ ‚jemanden verabschieden’ miec´ cos´ ‚etwas haben’ jes´c´ cos´ ‚etwas essen’ • Verben mit Instrumentalobjekt handlowac´ czyms´ ‚mit etwas handeln’ kierowac´ czyms´ ‚etwas leiten’ kiwac´ g!owa± ‚mit dem Kopf nicken’ rza±dzic´ czyms´ (krajem) ‚etwas regieren (Land)’ w!adac´ czyms´ ‚etwas beherrschen’ zajmowac´ sie± czyms´ ‚sich mit etwas beschäftigen’ witac´ sie± z kims´ ‚sich begrüßen’ • Verben mit Präpositionalobjekt siedziec´ w czyms´ ‚in etwas sitzen’ stac´ na czyms´ ‚auf etwas stehen’ lez˙ec´ w czyms´ ‚in etwas liegen’ mit einem gegenständlichen und einem propositionalen Argument Zu dieser Gruppe zählen zunächst die Verben mit obligatorischer und alleiniger Infinitivrektion. Sie drücken unterschiedliche Zusatzaspekte der versprachlichten Handlung aus. zdo!ac´ ‚schaffen’

332

7. Verben

potrafic´ ‚vermögen’ usi!owac´ ‚sich bemühen’ s´miec´ ‚wagen’ zamierzac´ ‚beabsichtigen’ raczyc´ (ironisch) ‚geruhen’ Viele Verben erlauben hingegen bei gleicher Bedeutung ein gegenständliches und ein weiteres Argument, das bei gleicher Bedeutung sowohl von einem verbalen Element, als auch – elliptisch – von einem Substantiv realisiert werden kann. a) Verben des Wünschens chciec´ cos´ zrobic´ / chciec´ nowego samochodu ‚etwas machen wollen / ein neues Auto wollen’ pragna±c´ cos´ zrobic´ / pragna±c´ zmian ‚etwas zu tun wünschen / Veränderungen wünschen’ b) Verben des Sagens im weiteren Sinne: powtarzac´ cos´ ‚etwas wiederholen’ propagowac´ cos´ ‚etwas propagieren’ szeptac´ cos´ ‚etwas flüstern’ wyg!aszac´ cos´ ‚etwas aufsagen’ wyk!adac´ cos´ ‚etwas vortragen’ wyraz˙ac´ cos´ ‚etwas ausdrücken’ krzyczec´‚ z˙e ‚schreien, dass’ zabraniac´ czegos´/cos´ / zabraniac´, z˙e ‚etwas verbieten/verbieten, dass’ wo!ac´‚ z˙e ‚rufen, dass’ stwierdzac´‚ z˙e ‚feststellen, dass’ zeznawac´‚ z˙e ‚aussagen, dass’ c) Verben für mentale Prozesse: Die mentalen Verben können nach der Form des propositionalen Arguments eingeteilt werden. • Akkusativobjekt oder Objektsatz przeczuwac´ cos´ / przeczuwac´‚ z˙e ‚etwas ahnen / ahnen, dass’ przewidywac´ cos´ / przewidywac´, z˙e ‚etwas vorhersehen / vorhersehen, dass’ rozumiec´ cos´/ rozumiec´, z˙e ‚etwas verstehen / verstehen, dass’ rozwaz˙yc´ cos´ / rozwaz˙yc´ czy ‚etwas abwägen / abwägen, dass’ oczekiwac´ czegos´/cos´ / oczekiwac´, z˙e ‚etwas erwarten / erwarten, dass’ przypominac´ sobie cos´ / przypominac´ sobie, z˙e ‚sich an etwas erinnern / sich daran erinnern, dass’

7.2. Lexikalisch-grammatische Subkategorien des Verbs

333

• Objektsatz wierzyc´‚ z˙e ‚glauben, dass’ sa±dzic´‚ z˙e ‚meinen, dass’ utrzymywac´‚ z˙e ‚behaupten, dass’ • Sonstige domys´lac´ sie± czegos´ / domys´lac´ sie±‚ z˙e ‚etwas vermuten / vermuten, dass’ mys´lec´ o czyms´ / mys´lec´‚ z˙e ‚an etwas denken / denken, dass’ marzyc´ o czyms´ / marzyc´‚ z˙e ‚von etwas träumen / träumen, dass’ d) Drei-stellige Verben mit gegenständlichen Argumenten Unter diesen Verben gibt es sehr viele verschiedene Typen, die sich durch die Kombination der einzelnen Kasus ergeben. Um nur einige zu nennen: Subjekt im Nominativ plus: • Genitiv- + Dativobjekt zazdros´cic´ komus´ czegos´ ‚jemanden um etwas beneiden’ • Genitiv- + Präpositionalobjekt wymagac´ czegos´ od kogos´ ‚etwas von jemandem fordern’ bronic´ kogos´ przed kims´ ‚jemanden vor jemandem verteidigen’ • Dativ- + Akkusativobjekt dawac´ komus´ cos´ ‚jemandem etwas geben’ poz˙yczyc´ komus´ cos´ ‚jemandem etwas leihen’ • Dativ- + Instrumentalobjekt imponowac´ komus´ czyms´ ‚jemandem mit etwas imponieren’ • Dativ- + Präpositionalobjekt dzie±kowac´ komus´ za cos´ ‚jemandem für etwas danken’ • Akkusativ- + Instrumentalobjekt zarazac´ kogos´ czyms´ ‚jemanden mit etwas anstecken’ straszyc´ kogos´ czyms´ ‚jemanden mit etwas erschrecken’ • Akkusativ- + Präpositionalobjekt dostac´ cos´ od kogos´ ‚von jemandem etwas bekommen’ budowac´ cos´ z czegos´ ‚etwas aus etwas bauen’ zapraszac´ kogos´ na cos´ ‚jemanden zu etwas einladen’ • Instrumental- + Präpositionalobjekt
338

334

7. Verben

bronic´ sie± czyms´ przed kims´ ‚sich vor jemandem mit etwas verteidigen’ mit gegenständlichen und propositionalen Argumenten grozic´, z˙e/komus´ czyms´ ‚drohen, dass/jemandem mit etwas drohen’ pomagac´ komus´ cos´ zrobic´ ‚jemandem helfen etwas zu tun’ przeszkadzac´ komus´ w czyms´ ‚jemanden stören bei etwas’ Verben des Sagens: Sie verfügen in der Regel über ein menschliches Subjekt und ein propositionales Argument in Objektposition. Die Rektionsmodelle lassen sich nach der formalen Realisierung des bei der Äußerung Angesprochenen klassifizieren. Der Angesprochene kann im Dativ, Akkusativ oder in einer Präpositionalkonstruktion realisiert sein. Oder er fehlt ganz. • Dativobjekt + Akkusativobjekt/Objektsatz mit z˙e powiedziec´ komus´ cos´ / powiedziec´´‚ z˙e ‚jemandem etwas sagen / sagen, dass’ meldowac´ komus´ cos´ / meldowac´‚ z˙e ‚jemandem etwas melden / melden, dass’ og!aszac´ komus´ cos´ / og!aszac´‚ z˙e ‚jemandem verkünden / verkünden, dass’ t!umaczyc´ komus´ cos´ / t!umaczyc´‚ z˙e ‚jemandem etwas erklären / erklären, dass’ wmawiac´ komus´ cos´ / wmawiac´‚ z˙e ‚jemandem etwas einreden / einreden, dass’ przyrzekac´ komus´ cos´ /przyrzekac´‚ z˙e ‚jemandem etwas zusagen / zusagen, dass’ • Dativobjekt + Infinitiv/Akkusativobjekt/Objektsatz polecac´ komus´ robic´/cos´/‚ z˙eby ‚jemandem etwas empfehlen/empfehlen, dass’ obiecywac´ komus´ robic´/cos´/‚ z˙e ‚jemandem versprechen, etwas zu tun/etwas versprechen/ versprechen, dass’ przysie±gac´ komus´ robic´/cos´/‚ z˙e ‚jemandem schwören, etwas zu tun/etwas schwören/schwören, dass’ radzic´ komus´ robic´/cos´/‚ z˙eby ‚jemandem raten, etwas zu tun/etwas raten/raten, dass’ • Dativobjekt + Objektsatz mit z˙e odpowiedziec´ komus´‚ z˙e ‚jemandem antworten, dass’ • Akkusativobjekt + Objektsatz prosic´ kogos´ o cos´ / prosic´‚ z˙eby ‚jemanden um etwas bitten / bitten etwas zu tun’ przekonywac´ kogos´ o czyms´ / przekonywac´, z˙e ‚jemanden von etwas überzeugen’ pytac´ kogos´ o cos´ /pytac´, czy ‚jemanden nach etwas fragen / fragen, ob’ • Instrumentalobjekt mit z dyskutowac´ z kims´ o czyms´ ‚mit jemandem über etwas diskutieren’ naradzac´ sie z kims´ ‚sich mit jemandem beraten’ k!o´cic´ sie± z kims´ o cos´ ‚sich mit jemandem über etwas streiten’

7.3. Der Bestand der grammatischen Kategorien des Verbs

335

sprzeczac´ sie± z kims´ o cos´ ‚sich mit jemandem über etwas streiten’ • Präpositionalphrase upominac´ sie± u kogos´ o cos´ ‚jemanden zu etwas ermahnen’ zamawiac´ u kogos´ cos´ ‚bei jemandem bestellen’ zwracac´ sie± do kogos´ ‚sich an jemanden wenden’ z˙artowac´ z kogos´ ‚sich über jemanden lustig machen’

7.3. Der Bestand der grammatischen Kategorien des Verbs 7.3.1. Die grammatischen Kategorien Die Formen des polnischen Verbs gehören zu folgenden Kategorien: a) Flexivisch • • • • • • • Genus Verbi: Aktiv und Passiv, Tempus: Präsens, Präteritum und Futur, Modus: Indikativ, Imperativ und Konjunktiv, Person: erste, zweite und dritte, Numerus: Singular und Plural, bedingt – Höflichkeit: distant und familiär, Infinitiv.
339

b) Derivational • Aspekt: perfektiv und imperfektiv, • Partizip, • Adverbialpartizip. Den einzelnen Tempora, Modi, grammatischen Personen und Numeri entsprechen in verschiedener Kombination gemeinsame Morpheme, es sind Morpheme mit synkreter Funktion wie die Deklinationsformen. Z.B. hat die Endung -m von czytam die grammatischen Funktionen des Tempus (,präsentisch’ bei ipf. Verben), des Modus (Indikativ), der 1. Pers. und des Numerus (Singular). Deswegen werden auch die Form-Funktions-Paradigmen nicht entsprechend dem Bestand der grammatischen Kategorien aufgezählt, sondern entsprechend der jeweiligen Funktionskombination. Die drei letztgenannten Kategorien sind Transpositionskategorien und bilden jeweils grammatische Oppositionen nicht innerhalb der Kategorie Verb, sondern mit der Kategorie Verb, die Partizipien bilden also die Opposition Verb – Adjektiv, die Adverbialpartizipien die Opposition Verb – Adverb.

336

7. Verben

7.3.2. Partizipien, Adverbialpartizipien
340

Mit den Formen dieser grammatischen Kategorien werden neue grammatische Stämme gebildet. Insofern sind es Kategorien der Wortart Verb. Mit der Bildung der neuen Stämme werden die Wörter in eine andere Wortart transponiert (es handelt sich um Transpositonskategorien): Verb und • Affixe der Partizipien > Adjektive • Affixe der Adverbialpartizipien > Adverben. Die so gebildeten Adjektive, Adverben bzw. Substantive werden mit ihren lexikalischgrammatischen Eigenschaften und den entsprechenden Endungen im Kapitel dieser neuen Wortart dargestellt.

7.4. Konjugationen der Verben und kombinatorische Formtypen der Verbstämme a) Ansätze zur Beschreibung der Konjugationen
341

Die Vielzahl an Konjugationsformen des polnischen Verbs ist in der Polonistik auf verschiedene Arten behandelt worden. Im Hinblick auf die Klassifizierung der formalen Eigenschaften von Verben sind im Wesentlichen drei Ansätze zu unterscheiden. In vielen älteren Grammatiken und Wörterbüchern findet sich häufig die Klassifikation Szobers (1923). Den Ausgangspunkt bilden zwei Stämme des Verbs: zum einen der Präteritalstamm, der im Infinitiv, Präteritum, analytischen Futur, im Partizip Passiv und im Adverbialpartizip der Vorzeitigkeit auftritt; zum anderen der Präsenstamm, der im Präsens, Imperativ, Partizip Aktiv und dem Adverbialpartizip der Gleichzeitigkeit auftritt. Auf der Basis der stammbildenden Suffixe kommt Szober zu sechs Verbgruppen wie z.B. die Verben auf -a- (z.B. brac´ ), auf -e-/-a- (z.B. cierpiec´ ), auf -i- (z.B. bronic´ ), auf -na±- (z.B. zamkna±c´) und zwei Typen atematischer Verben (z.B. dac´, pas´c´). Diese Gruppen werden dann mit den Konjugationsendungen des Präsens kombiniert; Szober unterscheidet dabei vier Typen von Konjugationsparadigmen, den eigentlichen Konjugationen: 1. -e±, -esz, -e; 2. -e±, -isz, -i; 3. -am, -asz, -a; 4. -em, -esz, -e. Aus der Kombination der beiden Merkmale – Präteritalstamm und Präsensendung – ergeben sich dreizehn Verbtypen. Die Mehrheit der Wörterbücher verwendet einen weiteren Ansatz, der von Tokarski (20013) entwickelt wurde. Anders als Szober geht Tokarski nicht von verschiedenen Endungsparadigmen, sprich Konjugationen aus, sondern von einem einheitlichen Paradigma und Unterschieden in den Verbstämmen; d.h. die Unterscheidung -e±, -esz versus -e±, -isz spielt keine Rolle. Die Verben werden klassifiziert auf der Grundlage von den Stämmen: Präsens, Präteritum, Imperativ und Partizip Passiv. Im Gegensatz zu Szober berücksichtigt Tokarski auch die Alternationen zwischen den Personen im Präsens wie in czytam – czytasz – czytaja±. Auf der Basis der Stammreihen kommt Tokarski auf 11 Konjugationsklassen mit einigen weiteren Subtypen.

7.4. Konjugationen der Verben und kombinatorische Formtypen der Verbstämme

337

Eine Art Kompromiss zwischen Szober und Tokarski bei gleichzeitiger Differenzierung bietet Laskowski (Akademiegrammatik 19982). Laskowski kehrt zu den auf unterschiedlichen Endungen im Präsens basierenden Konjugationsklassen zurück, wobei er jedoch Szobers vier auf drei Konjugationen reduziert. Diese bilden die Basis der Klassifikation. Der Beschreibung Tokarskis ähnelt wiederum die Idee der Einteilung der Verben nach Stammalternationen. Diese zweite Klassifikationsebene bilden die Paare von Stammalternationen wie -owa- : -uj- in kupowac´ und kupuje. In der Kombination beider Merkmale kommt Laskowski zu einer Einteilung, die sich in der Extension zu großen Teilen mit derjenigen Tokarskis deckt. b) Die angewandten Prinzipien der Klassifizierung der Verben Das Polnische zeichnet sich durch eine ausgesprochene Formenvielfalt im Bereich der Verben aus. Es existiert eine kleine Gruppe grundlegender Konjugationstypen, die über 80"% der polnischen Verben erfassen. Andere Flexionsmuster sind seltener, einige gar auf ein einziges Verb beschränkt. Unter diesen haben einige Verben eine extrem hohe Frequenz; daher werden in der folgenden Auflistung sowohl die vorherrschenden Grundtypen, als auch unikale Muster häufiger Verben aufgeführt. (In Zweifelsfällen sollte das Wörterbuch der Flexionsformen der polnischen Verben von Me±dak (1997) konsultiert werden.) Bei der Einteilung der polnischen Verben gehen wir von folgenden Prinzipien aus: • Die Konjugation wird bestimmt durch die Form der Personalendung. • Basis der weiteren Subklassifizierung ist die Art und Anzahl der Alternationen der Stämme des Infinitivs, Präsens und Präteritums. • Die Vielzahl der Subtypen wird nach dem Prinzip der Relevanz des jeweiligen Musters hierarchisiert. Hierbei ist die Häufigkeit und die Produktivität des Musters gemeint. Als Basis dienen die Häufigkeitsangaben zu den Flexionsmustern aus Saloni (1988). Die Hierarchie wird durch die Umrandung des Paradigmas gekennzeichnet:
342

! HAUPTTYP: sehr häufiges und produktives Flexionsmuster; ein solcher Typ umfasst jeweils mindestens 5"% aller Verben des Polnischen. ! NEBENTYP mittlerer Häufigkeit: umfasst jeweils zwischen 3 und 5"% aller Verben des Polnischen.

Auf sie gilt es besonders zu achten. DAC$ ‚geben’ betrifft gleichermaßen oddac´ ‚abgeben’. 25"% aller polnischen Verben. Das Paradigma enthält folgende Formen: Präsens.4. Ps. die das Partizip Passiv bevorzugt. in denen nichterwartete bzw. Sie umfasst ca. 2. zadac´ ‚aufgeben’ etc. also nicht für einen Einzelfall stehen. Singular 1. Ps.h. Die Paradigmen der Einzelfälle stehen gleichzeitig für alle Ableitungen des aufgeführten Verbs. (Die Alternationen wurden der Gramatyka wspo´!czesnego je±zyka polskiego (19982) entnommen. Verben ! SELTENER TYP (weniger als 3"%) und EINZELFÄLLE häufig verwendeter Verben (kursiv gesetzt) Innerhalb der Paradigmen werden diejenigen Felder schraffiert. Die Verbformen entsprechen jeweils der 3. Präteritum. Person in den folgenden Tabellen nicht eigens aufgeführt. -m -sz -Ø Plural -my -cie -a± Fast alle Verben dieser Konjugation entsprechen dem Typ CZYTAC#. Einige der aufgeführten -no/-to-Formen sind selten oder nur in speziellen Kontexten gebräuchlich. Imperativ und die unpersönliche -no-/ -to-Form (entgegen der Tradition.1. 3. d. die für einen Typ.) Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird die distante 2. Plural: pan pisze – panowie pisza± ‚Sie schreiben’.338 7. das jedoch auf die transitiven Verben beschränkt ist). . Ps. Person Singular bzw. unregelmäßige Formen erscheinen. Unter den Paradigmen. werden die charakteristischen morphonologischen Alternationen aufgeführt. 7. Konjugation -m/-sz 343 Die Konjugation -m/-sz zeichnet sich durch eine hohe Regelmäßigkeit aus.

czytali andere czyta!y 344 Dieser Typ weist keine morphonologischen Alternationen auf. rozumieli andere rozumia!y 345 Neben dem Haupttyp gibt es drei auf -ec´ auslautende Verben.-pers. 1. rozumia!o Unpersönliche Form rozumiano Pl. rozumiesz 3. die im Infinitiv. s´miec´ hat einen regulären Imperativ in der Verneinung: nie s´miej! Traditionell wird diese Verbklasse als die vierte Konjugation bezeichnet. *rozumiej! (potenziell) *rozumiejcie! (potenziell) Pl. mask. c) unregelmäßige Einzelfälle In der Konjugation -m/-sz finden sich folgende individuell flektierende Verben von großer Häufigkeit: 346 . Präsens und z. rozumia!a neutr. rozumie Imperativ 2. 1. Ps. s´miec´ ‚wagen’. czytamy czytacie czytaja± Präteritum Sg. czytam 2. rozumiem 2.-pers. rozumiemy rozumiecie rozumieja± Präteritum Sg. umiec´ ‚aufgrund von Übung können’.1. im Präteritum vom Haupttyp CZYTAC# abweichen: rozumiec´ ‚verstehen’. czyta! fem.4. Ps.7. czyta Imperativ 2. Alternation: e : a (rozumiec´ – rozumia!).T. mask. b) Seltener Typ ROZUMIEC# ‚verstehen’ Präsens Sg. czyta!o Unpersönliche Form czytano Pl. czytaj czytajcie Pl. rozumia! fem. mask. Konjugation -m/-sz 339 a) Haupttyp CZYTAC# ‚lesen’ Präsens Sg. czyta!a neutr. czytasz 3. mask.

340

7. Verben

DAC$ ‚geben’ Präsens Sg. 1. dam 2. dasz 3. da Imperativ 2. Ps. daj! dajcie! Pl. damy dacie dadza± Präteritum Sg. mask. da! fem. da!a neutr. da!o Unpersönliche Form dano Pl. mask.-pers. dali andere da!y

Die Besonderheit liegt hier ausschließlich in der 3. Person Plural dadza±. MIEC$ ‚haben’ Präsens Sg. 1. mam 2. masz 3. ma Imperativ 2. Ps. miej! miejcie! Pl. mamy macie maja± Präteritum Sg. mask. mia! fem. mia!a neutr. mia!o Unpersönliche Form miano Pl. mask.-pers. mieli andere mia!y

Das extrem häufige Verb zeichnet sich durch die folgenden Stammalternationen aus: miec´ – ma – maja± – mia!. WIEDZIEC$ ‚wissen’ Präsens Sg. 1. wiem 2. wiesz 3. wie Imperativ 2. Ps. wiedz! wiedzcie! Pl. wiemy wiecie wiedza± Präteritum Sg. mask. wiedzia! fem. wiedzia!a neutr. wiedzia!o Unpersönliche Form wiedziano Pl. mask.-pers. wiedzieli andere wiedzia!y

Auch wiedziec´ enthält eine ganze Reihe von Alternationen, sodass wir vier Stämme erhalten: wiedziec´– wie – wiedza± – wiedzia!.

7.4.2. Konjugation -e±/-isz

341

JES$C# ‚essen’ Präsens Sg. 1. jem 2. jesz 3. je Imperativ 2. Ps. jedz! jedzcie! Pl. jemy jecie jedza± Präteritum Sg. mask. jad! fem. jad!a neutr. jad!o Unpersönliche Form jedzono Pl. mask.-pers. jedli andere jad!y

jes´c´ weist im Präsens eine gewisse Ähnlichkeit zu wiedziec´ auf. 7.4.2. Konjugation -e±/-isz Die Konjugation -e±/-isz ist weniger einheitlich als -m/-sz. So sind zwei Haupttypen zu unterscheiden und einige Typen mit mittlerer bzw. geringer Häufigkeit. Darüber hinaus finden sich recht verschiedene Alternationen der Stämme. Ungefähr 25"% aller Verben gehören in diese Konjugation. Singular 1. Ps. 2. Ps. 3. Ps. a) Haupttypen MO#WIC# ‚sprechen’ Präsens Sg. 1. mo´wie± 2. mo´wisz 3. mo´wi Imperativ 2. Ps. mo´w! mo´wcie! Pl. mo´wimy mo´wicie mo´wia± Präteritum Sg. mask. mo´wi! fem. mo´wi!a neutr. mo´wi!o Unpersönliche Form mo´wiono Pl. mask.-pers. mo´wili andere mo´wi!y
348 347

Plural -imy -icie -a±

-e± -isz -i

Der wichtigste Typ ist MO#WIC#: er wird gemeinsam mit Typ PROSIC# von ca. 16% aller Verben realisiert und ist produktiv.

342

7. Verben

UCZYC# ‚lehren’ Präsens Sg. 1. ucze± 2. uczysz 3. uczy Imperativ 2. Ps. ucz! uczcie! Pl. uczymy uczycie ucza± Präteritum Sg. mask. uczy! fem. uczy!a neutr. uczy!o Unpersönliche Form uczono Pl. mask.-pers. uczyli andere uczy!y

Etwas seltener ist der ebenfalls regelmäßige Typ mit dem Infinitiv auf -yc´ statt auf -ic´. Sowohl beim Typ MO#WIC# als auch UCZYC# kann es zu Alternationen des Vokals im Stamm o : o´ kommen; also zrobic´ – zro´b! ‚mach!’, tworzyc´ – two´rz! ‚schaffe!’. b) Nebentyp
349

PROSIC# ‚bitten’ Präsens Sg. 1. prosze± 2. prosisz 3. prosi Imperativ 2. Ps. pros´! pros´cie! Pl. prosimy prosicie prosza± Präteritum Sg. mask. prosi! fem. prosi!a neutr. prosi!o Unpersönliche Form proszono Pl. mask.-pers. prosili andere prosi!y

PROSIC# ist ein produktiver und auch recht häufiger Nebentyp mit der Alternation des Stammkonsonanten: s´ : sz (prosic´ – prosze±), z´ : z˙ (grozic´ – groz˙e±), c´ : c (kopcic´ – kopce±) , dz´ : dz. (chodzic´ – chodza±). c) Seltene Typen
350

Die unproduktiven Typen S$YSZEC# und SIEDZIEC# sind unter den Verben nur mit ca. 1,6% vertreten. Darunter sind jedoch einige recht häufig auftretende Verben.

7.4.2. Konjugation -e±/-isz

343

S$YSZEC# ‚hören’ Präsens Sg. 1. s!ysze± 2. s!yszysz 3. s!yszy Imperativ 2. Ps. s!ysz! s!yszcie! Pl. s!yszymy s!yszycie s!ysza± Präteritum Sg. mask. s!ysza! fem. s!ysza!a neutr. s!ysza!o Unpersönliche Form s!yszano Pl. mask.-pers. s!yszeli andere s!ysza!y

351

Verben des Typs S$YSZEC# unterscheiden sich von den Haupttypen durch einen Infinitiv auf -ec´ und einige abweichenden Präteritalformen. Alternation: e : a (s!yszec´ – s!ysza!). SIEDZIEC# ‚sitzen’ Präsens Sg. 1. siedze± 2. siedzisz 3. siedzi Imperativ 2. Ps. siedz´! siedz´cie! Pl. siedzimy siedzicie siedza± Präteritum Sg. mask. siedzia! fem. siedzia!a neutr. siedzia!o Unpersönliche Form siedziano Pl. mask.-pers. siedzieli andere siedzia!y
352

Neben dem obligatorischen Stammablaut e : a wie bei S$YSZEC# kommt es bei Verben dieses Typs zur Alternation ‚palatal’ ! ‚nichtpalatal’: dz´ : dz (siedziec´ – siedze±), c´ : c (leciec´ – lece± ‚fliegen’), s´ : sz (musiec´ – musze± ‚müssen’), n : n´ (wspomniec´ – wspomne± ‚sich erinnern’) (vgl. PROSIC#). d) Einzelfälle STAC$ ‚stehen’ Präsens Sg. 1. stoje± 2. stoisz 3. stoi Imperativ 2. Ps. sto´j! sto´jcie! Pl. stoimy stoicie stoja± Präteritum Sg. mask. sta! fem. sta!a neutr. sta!o Unpersönliche Form *stano (potenziell) Pl. mask.-pers. stali andere sta!y
353

344

7. Verben

Das Verb stac´ weist im Präsens und im Imperativ abweichende Formen auf.; genauso: bac´ sie± ‚sich fürchten’ mit regulärer Form bano sie±. SPAC$ ‚schlafen’ Präsens Sg. 1. s´pie± 2. s´pisz 3. s´pi Imperativ 2. Ps. s´pij! s´pijcie! Pl. s´pimy s´picie s´pia± Präteritum Sg. mask. spa! fem. spa!a neutr. spa!o Unpersönliche Form spano Pl. mask.-pers. spali andere spa!y

7.4.3. Konjugation -e±/-esz
354

Zur Konjugation -e±/-esz zählen rund 50% aller Verben des Polnischen. Diese Klasse weist die größte Heterogenität unter den drei Konjugationen auf. Neben den regelmäßigen und produktiven Verben auf -owac´ bzw. -ywac´, die den großen Teil dieser Klasse ausmachen, finden sich sehr viele Verben mit einsilbigem Infinitiv. Diese sind ausgesprochen unregelmäßig. Singular 1. Ps. 2. Ps. 3. Ps. a) Haupttypen Die Typen KUPOWAC# und POKAZYWAC# bilden das Gros der Klasse. Beide Typen unterscheiden sich nur marginal. -e± -esz -e Plural -emy -ecie -a±

7.4.3. Konjugation -e±/-esz

345

KUPOWAC# ‚kaufen’ Präsens Sg. 1. kupuje± 2. kupujesz 3. kupuje Imperativ 2. Ps. kupuj! kupujcie! Pl. kupujemy kupujecie kupuja± Präteritum Sg. mask. kupowa! fem. kupowa!a neutr. kupowa!o Unpersönliche Form kupowano Pl. mask.-pers. kupowali andere kupowa!y

355

Dieser extrem häufige Typ (ca. 25% aller Verben) ist ganz regelmäßig; sein Erkennungsmerkmal ist die Alternation von Infinitiv- und Präsensstamm: -owa- ! -uj-; kupowac´ – kupuje. POKAZYWAC# ‚zeigen’ Präsens Sg. 1. pokazuje± 2. pokazujesz 3. pokazuje Imperativ 2. Ps. pokazuj! pokazujcie! Pl. pokazujemy pokazujecie pokazuja± Präteritum Sg. mask. pokazywa! fem. pokazywa!a neutr. pokazywa!o Unpersönliche Form pokazywano Pl. mask.-pers. pokazywali andere pokazywa!y
356

Gleichermaßen regelmäßig funktioniert der Typ POKAZYWAC#; hier liegt die Alternation ywa- ! -uj- vor. Entsprechend funktionieren die Verben auf -iwac´ wie wyszukiwac´: wyszukiwac´ – wyszukuje ‚heraussuchen’. Achtung: Verben der Typen KUPOWAC# und POKAZYWAC# sind von den Verben zu unterscheiden, in denen die Lautfolge -owa- bzw. -ywa- zur Wurzel gehört: uz˙ywac´ – uz˙ywam ‚gebrauchen’, nazywac´ – nazywam ‚nennen’. b) Nebentypen Die Nebentypen weisen eine geringe Ähnlichkeit zu den Haupttypen auf. Auch untereinander sind sie recht verschieden.

346

7. Verben

357

PISAC# ‚schreiben’ Präsens Sg. 1. pisze± 2. piszesz 3. pisze Imperativ 2. Ps. pisz! piszcie! Pl. piszemy piszecie pisza± Präteritum Sg. mask. pisa! fem. pisa!a neutr. pisa!o Unpersönliche Form pisano Pl. mask.-pers. pisali andere pisa!y

PISAC# gehört zu den Typen mittlerer Häufigkeit (ca. 4 %). Der Typ ist nicht produktiv. Alternationen: s : sz (pisac´ – pisze), zd : z˙dz˙ (gwizdac´ – gwiz˙dz˙e ‚pfeifen’), z : z˙ (mazac´ – maz˙e ‚schmieren’), r : rz (orac´ – orze ‚pflügen’).
358

MDLEC# ‚in Ohnmacht fallen’ Pl. 1. mdleje± 2. mdlejesz 3. mdleje Imperativ 2. Ps. (nie) mdlej! (nie) mdlejcie! mdlejemy mdlejecie mdleja± Präteritum Sg. mask. mdla! fem. mdla!a neutr. mdla!o Unpersönliche Form *mdlano (potenziell) Pl. mask.-pers. mdleli andere mdla!y

Bei diesem Typ gilt zu beachten, dass in den meisten Präteritalformen und in der unpersönlichen Form der Stamm mdla- auftritt (s. seltener Typ S#MIAC# SIE±). Alternation: e : a (mdlec´ – mdla!).
359

CIA±GNA±C# ‚ziehen’ Präsens Sg. 1. cia±gne± 2. cia±gniesz 3. cia±gnie Imperativ 2. Ps. cia±gnij! cia±gnijcie! Pl. cia±gniemy cia±gniecie cia±gna± Präteritum Sg. mask. cia±gna±! fem. cia±gne±!a neutr. cia±gne±!o Unpersönliche Form cia±gnie˛to Pl. mask.-pers. cia±gneli andere cia±gne±!y

Hier ist zu beachten, dass Verben des Typs CIA±GNA±C# im Imperativ statt des Ø-Suffixes ein -ij haben; cia±gna±c´ – cia±gnij!. Einige Verben dieses Typs haben jedoch regulär ein ØSuffix: suna±c´ – sun´! ‚gleiten’ (s. seltener Typ MOKNA±C#). Alternationen: a± : e± (cia±gna±c´ – cia±gne±!a), n : n´ (cia±gna±c´ – cia±gnie).

rwij! rwijcie! Pl. rwa! fem. rwa!o Unpersönliche Form rwano Pl. mokniesz 3. moknie Imperativ 2. Konjugation -e±/-esz 347 c) Seltene Typen und Einzelfälle RWAC# ‚reißen’ Präsens Sg. ferner ist das Imperativmorphem -ij zu beachten. s´miejemy sie± smiejecie sie± s´mieja± sie± Präteritum Sg. Bisweilen sind zwei Formen erlaubt: chryp! – chrypna±! ‚heiser werden’. Ps. rwiemy rwiecie rwa± Präteritum Sg. mask. s´mieje sie± Imperativ 2. s´mia! sie± fem. rwe± 2. .ausfällt: mokna±c´ – mo´k!. 1. MOKNA±C# ‚nass werden’ Präsens Sg. mokli andere mok!y 361 Diese Verben auf -na±c´ unterscheiden sich vom Typ CIA±GNA±C# durch die Präteritalformen. Alle Vertreter dieses Typs weisen das Imperativsuffix -ij auf. rwa!a neutr. s´miej sie±! s´miejcie sie±! Pl.B. rwac´ – rwiesz.-pers.-pers. s´miejesz sie± 3. mo´k! fem. 1. mok!a neutr. Ps. s´miali sie± andere s´mia!y sie± 362 Im Gegensatz zum Typ MDLEC# alternieren hier die Vokale a : e (s´miac´ sie± – smieje sie±).7. s´mia!o sie± Unpersönliche Form s´miano sie± Pl. mok!o Unpersönliche Form *moknie±to (potenziell) Pl. Ps. mask. in denen das Element -na±. mokniemy mokniecie mokna± Präteritum Sg. s´mia!a sie± neutr. s´mieje± sie± 2. rwali andere rwa!y 360 Dieser nur eine Handvoll Verben umfassende Typ zeigt die Alternation: z.3. mask. 1. (nie) moknij! (nie) moknijcie! Pl. rwie Imperativ 2.-pers. mask. rwiesz 3. mask. mokne± 2.4. mask. S#MIAC# SIE± ‚lachen’ Präsens Sg.

kradli andere krad!y Bei den Verben dieses Typs besteht eine Opposition zwischen dem Infinitiv und allen anderen Formen. Ps. kradniemy kradniecie kradna± Präteritum Sg. kradne± 2. myje Imperativ 2. Andere Verben dieses Typs: biec – biegnie/biegna± ‚laufen’. Ps. 365 WYJA±C# ‚herausnehmen’ Präsens Sg. Andere individuelle Bildungen sind: cia±c´ – tnie/tna± ‚schneiden’. mask. 1. krad! fem. myje± 2.-pers. wyje±li andere wyje˛!y Das Kennzeichen dieses Typs ist das Erscheinen eines nasalen Lautes im Präsens und im Imperativ. mask. krad!o Unpersönliche Form (u-)kradziono Pl. krad!a neutr.-pers. mask. mask. my!a neutr. myli andere my!y 364 KRAS#C# ‚stehlen’ Präsens Sg. wyje±!a neutr. . 1. kradnij! kradnijcie! Pl. wyjmiemy wyjmiecie wyjma± Präteritum Sg. uciec – ucieknie/ uciek! ‚fliehen’. wyjmie Imperativ 2.348 7. myjesz 3. kradniesz 3. wyjme± 2. kla±c´ – klnie/ klna± ‚fluchen’. 1. wyjmiesz 3. wyjmij! wyjmijcie! Pl. my! fem. myjemy myjecie myja± Präteritum Sg. mask. Ps.-pers. wyje±!o Unpersönliche Form wyje˛to Pl. Verben 363 MYC# ‚waschen’ Präsens Sg. my!o Unpersönliche Form *myto (potenziell) Pl. wyja±! fem. myj! myjcie! Pl. mask. kradnie Imperativ 2.

niesiesz 3. trzemy trzecie tra± Präteritum Sg. Ps. nios!o Unpersönliche Form niesiono Pl. mask. niose± 2. Ähnlich: wiez´c´ ‚transportieren’. tarli andere tar!y 367 Auch hier kommt es teilweise zu ganz individuellen Formen. mask. NIES$C$ ‚tragen’ Präsens Sg. mask. bierzesz 3. bra!o Unpersönliche Form brano Pl.3. bierz! bierzcie! Pl.-pers. biore± 2. niesie Imperativ 2. bra! fem. 1. spezifisch ist vor allem der Wechsel trzec´ – tre± – tar!. trze Imperativ 2.-pers. tar! fem.7. bierze Imperativ 2. tre± 2. brali andere bra!y 366 Neben der Alternation des Konsonanten kommt es zu einer Änderung in der Wurzel: brac´ – biore±. tar!a neutr.4. bra!a neutr. mask. mask. trzyj! trzyjcie! Pl. 1. . nio´s! fem.-pers. TRZEC$ ‚reiben’ Präsens Sg. 1. Konjugation -e±/-esz 349 BRAC# ‚nehmen’ Präsens Sg. Ps. mask. nies´! nies´cie! Pl. nies´li andere nios!y 368 Das Verb nies´c´ zeichnet sich durch eine extrem hohe Unregelmäßigkeit aus. niesiemy niesiecie niosa± Präteritum Sg. trzesz 3. nios!a neutr. bierzemy bierzecie biora± Präteritum Sg. Ps. tar!o Unpersönliche Form *tarto (potenziell) Pl.

piek! fem. mask. . strzygli andere strzyg!y 370 PIEC ‚backen’ Präsens Sg. mask.-pers. strzyz˙esz 3.-pers. strzyg!o Unpersönliche Form – Pl. 1. piek!a neutr. piecze Imperativ 2.-pers. piecz! pieczcie! Pl. chce± 2. piekli andere piek!y 371 CHCIEC$ ‚wollen’ Präsens Sg. – – Pl. chcia!o Unpersönliche Form chciano Pl. piek!o Unpersönliche Form pieczono Pl. chciej! chciejcie! Pl. chcia!a neutr. strzyg!a neutr. pieczemy pieczecie pieka± Präteritum Sg. chce Imperativ 2. mask. strzyz˙emy strzyz˙ecie strzyga± Präteritum Sg. mask. mask. chcemy chcecie chca± Präteritum Sg. chcieli andere chcia!y Hier finden wir die Besonderheit chciec´ – chce. pieke± 2. strzyz˙e Imperativ 2. Ps. chcia! fem. mask. chcesz 3. Ps. strzyg! fem. pieczesz 3. Ps. strzyge± 2. 1.350 7. 1. Verben 369 STRZYC ‚scheren’ Präsens Sg.

2. In der folgenden Tabelle wird gezeigt. by!o Unpersönliche Form Futur Sg. by!a neutr. jestem 2. be±dziemy be±dziecie be±da± Pl. by! fem. be±de± be±dziesz be±dzie Pl. als in den Präteritalformen ein suppletiver Stamm aufftritt: is´c´ – szed!/sz!a.-pers. Ps. sz!a neutr. idziesz 3. mask. 2. Aufgrund seiner ausgesprochenen Unregelmäßigkeit wird ein erweitertes Paradigma aufgeführt. idziemy idziecie ida± Präteritum Sg.5. 1.3. 7.4. Verteilung der Verben auf die Konjugationen Auf der Basis des Auslauts des Infinitivs können wir einige Hypothesen über die Konjugationszugehörigkeit eines Verbs machen. jest Imperativ 1.4. 3. ba±dz´! 3.7. 1. 7. niech be±dzie ba±dz´my ba±dz´cie! niech beda± Pl. Außerhalb der Konjugationen: Der Einzelfall BYC" ‚sein’ byc´ kann Vollverb oder als Auxiliar Teil analytischer Verbformen sein. jestes´my jestes´cie sa± Präteritum Sg. idz´! idz´cie! Pl. ide± 2. welcher Auslaut eines Infinitivs tendenziell in welcher Konjugation auftritt. byli andere by!y 373 Wir finden Formen mit fünf verschiedenen Stämmen: byc´ – jest – sa± – be±dzie – ba±dz´. mask. szli andere sz!y 372 Das Verb is´c´ ist insofern gänzlich unregelmäßig.4.-pers. mask. sz!o Unpersönliche Form – Pl. szed! fem. jestes´ 3. 374 . idzie Imperativ 2. Präsens Sg. Konjugation -e±/-esz 351 IS$C$ ‚gehen’ Präsens Sg. mask. 1.4. ja manchmal lässt sich die Klasse eindeutig am Auslaut erkennen.

ä. Sie bildet somit die Schnittstelle zwischen der Wort. Der grundlegende Begriff ist die Argumentstruktur.). dawac´ wyszukiwac´ pokazywac´ rysowac´ zacza±c´. ähnliche Lautverbindungen können in der Wurzel oder im Suffix auftreten: also chowac´ ! chowam (-m/-sz-Konjugation) im Gegensatz zu rysowac´ ! rysuje± (-e±/-esz-Konjugation). Der durch das Verb czytac´ ‚lesen’ ausgedrückte Sachverhalt hat zwei Partizipanten: einen für den Leser.und der Satzebene. und eine für das. 7. kwitna±c´. biec.352 7. wlec. Als Diathese bezeichnen wir hier die Umsetzung der Argumentstruktur in syntaktische Satzglieder und den referenziellen Bezug der Argumente.5. znalez´c´ dac´.e±/-isz -e±/-esz piec. trza±s´c´. mies´cic´. trzec´. strzyc. przyja±c´. spas´c´. umiec´. cia±c´ zasna±c´. Entsprechend eröffnet das Verb czytac´ zwei Argumentstellen: eine für denjenigen. Werden die semantischen Argumente wie im Lexikoneintrag vorgesehen umge- . was gelesen wird. Argumente versprachlichen Partizipanten (Teilnehmer) des durch ein Prädikat ausgedrückten Sachverhalts. mlec´. Genus verbi und Diathese 7. Diathese 375 Das Genus verbi (strona) gehört in die funktional-semantische Kategorie der Diathese (diateza). sia±s´c´ wiez´c´. dostac´. ihrer syntaktischen Realisierung und ihrer Referenz. bronic´ waz˙yc´ Die Tabelle unterscheidet nicht zwischen den verschiedenen Morphemgrenzen. kroic´. Verben Auslaut -c -ac´ -awac´ -iwac´ -ywac´´ -owac´ -a±c´ -na±c´ -ec´ -ic´ -yc´ -s´c´ -z´c´ -m/-sz . Es geht also um das Verhältnis der lexikalisch vorgegeben Argumentstellen eines Prädikators.5. der liest. und einen für das Leseobjekt (Buch o. jechac´. s´miac´ sie˛ dostawac´. mo´c s!ac´. mina±c´ mdlec´. posy!ac´ stac´ kiwac´ uz˙ywac´ chowac´ miec´. chciec´ pic´ z˙yc´ ples´c´.1. wzia±c´. wiedziec´ krzyczec´ jez´dzic´. uciec.

Unmarkierte aktivische Diathese: czyta (X.7. Das Zentrum der Diathese bilden diejenigen Elemente. Dies ist der Fall bei der Form czytano. sprechen wir von unmarkierter. Hier zeigt sie± an.5. die Hierarchie bleibt als solche unangetastet. Markierte aktivische Diathese: czyta (X. Genus verbi und Diathese 353 setzt. andernfalls von markierter Diathese. Y) X czyta Y Syntax: Referenz: Subjekt Objekt X und Y sind verschieden Eine besondere Form der aktivischen Diathese ist die Unterdrückung eines Arguments unter Beibehaltung der Hierarchisierung. die das 1. d. Im unmarkierten Aktiv wird die Hierarchie der Argumente direkt in die syntaktische Strukturen umgesetzt. Argument syntaktisch nicht realisiert. myje (X. Y) czytano Syntax: Referenz: Ø Objekt X und Y sind verschieden Ein anderer Fall liegt vor bei dziecko sie± myje ‚das Kind wäscht sich’. dass der Referent des ersten Arguments X identisch ist mit demjenigen des zweiten Arguments Y (="reflexiv).h. Y) X myje sie± Syntax: Referenz: Subjekt Objekt X und Y sind identisch . die das Prädikat eines Satzes bilden.

354 7.’ Ten ch!opczyk lubi bic´ inne dzieci. Y) Y jest czytany przez X Syntax: Referenz: Subjekt fakultatives Objekt X und Y sind identisch Die Hauptunterscheidung der sprachlichen Verfahren der Diathese liegt in der Opposition ‚subjekthaltig’ vs. Auf der Prädikatsseite entspricht dem die Unterscheidung von Typen mit variabler und invarianter grammatischer Person. ‚ständige Eigenschaft. Es entsteht die Zusatzbedeutung ‚Gewohnheit’ bzw. Reziprozität mit Gebrauch des Reflexivpronomens. Subjekthaltige Diathese 376 Es ist ein Subjekt vorhanden und das Prädikat kann in der Regel bezüglich der grammatischen Person variieren (1. sprechen wir von passivischer Diathese: Passivische Diathese: czyta (X. ob ein Subjekt vorhanden ist oder nicht. ! Gole± sie± co rano. Daneben ist zu unterscheiden. d. ! Nowe lakiery sa± produkowane przez firme± Polifarb. Verben Die Argumente des Verbs können in ihrer syntaktischen Umsetzung aber auch unterschiedlich gewichtet und damit umgruppiert werden.’ • Stativierung durch Weglassen des zweiten Arguments. Folgende Ausdrucksmittel treten auf: • Genus verbi: Aktiv und Passiv. das vorgesehen ist für die Stelle des Objekts.’ • Reflexivität bzw. ‚Die Firma Polifarb produziert moderne Lacke. Letztere sind schwächer grammatikalisiert und tendieren in den Bereich der Wortbildung. Einige Verfahren können regelmäßig auf große Gruppen von Verben angewendet werden. Firma Polifarb produkuje nowoczesne lakiery.’ ! ‚Der Junge schlägt sich gerne. in der Frage. Wird das zweite Argument zum Subjekt erhoben. ein zweitrangiges Argument wird durch siebie oder sie± realisiert (weniger grammatisch).h.’ ! ‚Von der Firma Polifarb werden moderne Lacke produziert. ! Ch!opczyk lubi bic´ sie±. bei letzterem wird ein zweitrangiges Argument auf den Platz des Subjekts gehoben (hoch grammatisch). ‚Der Frisör rasiert mich jeden Morgen. Fryzjer goli mnie co rano.’ . ‚Der Junge schlägt gerne andere Kinder.. ‚subjektlos’. Person). wie regelmäßig das jeweilige Verfahren funktioniert. oder 3. während andere auf wenige Verben beschränkt sind. Dieses Verfahren ist schwach grammatikalisiert und der Wortbildung recht nahe.’ ! ‚Ich rasiere mich jeden Morgen. 2.

‚Dieser Stoff wäscht sich gut. Ziewna±!em. die syntaktische Umsetzung der Argumente des Verbs. ‚Die Stadt wurde von Soldaten verwüstet. ‚Ich habe gegähnt. ‚Ich musste gähnen. • Formen ‚czyta sie±’ und ‚czytano’. eine bestimmte Gruppe von Verben erlaubt eine Deagentivierung durch die Umsetzung des 1.’ Ta tkanina dobrze sie± pierze. das erste Argument verschwindet.’ • unpersönliche und unpersönlich gebrauchte Verben. Es liegt eine Passivkonstruktion vor.’ ! ‚Piotr ist Raucher. da regelmäßig gebildet von allen Verben mit menschlichem ersten Argument. ‚Piotr raucht gerade eine Zigarette.’ Subjektlose Diathese Es ist kein Subjekt vorhanden und das Prädikat ist auf eine bestimmte Wortform festgelegt. Arguments in ein Dativobjekt. wenn ein Verb mindestens zwei Argumentstellen besitzt und nicht das erste Argument als Satzsubjekt im Nominativ auftritt.’ Diathese in nicht-finiten Verbformen Diathese ist auch relevant in nicht-finiten Verbformen. ‚Die Soldaten haben die Stadt verwüstet.’ ! Ziewne±!o mi sie±.’ • 3. sondern das zweite. Partizipien und Adverbialpartizipien bilden. ‚Man hat angeordnet dies zu tun. Gleichzeitig wird diese syntaktische Realisierung regelmäßig am Verb markiert.’ • Passiv (strona bierna) Miasto zosta!o spustoszone przez z˙o!nierzy.’ 379 378 377 .5. Produkowano/produkuje sie± nowe lakiery.7. ! Piotr pali.’ Bryndza jest wytwarzana z mleka owczego. Genus verbi und Diathese 355 Piotr pali papierosa. hoch grammatisch. Genus verbi Das Genus Verbi ist eine morphologische Kategorie des Verbs aus dem Feld der Diathese. ohne dass ein anderes Argument aufgewertet würde.2. 7. Man unterscheidet zwei Subkategorien: • Aktiv (strona czynna) Z%o!nierze spustoszyli miasto. Person Plural mit Null-Subjekt Kazali to zrobic´. So ändern die Suffixe. die Infinitiv. ‚Man produzierte/produziert moderne Lacke.5. ‚Schafskäse wird aus Schafsmilch hergestellt.

Ein Passiv gibt es nur bei transitiven Verben. Argument p!acze (X) Wer? 1. also Verben. Argument Was? 2.’ ! ‚Das Wort wird oft benutzt.’ Dementgegen erlaubt der Passivtyp mit sie± nur Akkusativobjekte: Pralis´my te± tkanine˛. ‚Wir haben diesen Stoff gewaschen.’ Kro´l rza±dzi krajem (Instrumental). zostawac´ bzw. auf das die Handlung übergeht (Patiens). ! To s!owo jest uz˙ywane bardzo cze±sto. ! Ta tkanina dobrze sie± pierze.’ otwiera (X. Passivfähig: otwierac´ – Zdzis!aw otwiera okno. zostac´.’ ! ‚Dieser Stoff wäscht sich gut. ! Kraj jest rza±dzony przez kro´la. Y) Wer? 1.’ Passiv wird als zusammengesetzte Form gebildet mit den Diathese-Tempus-Aspektauxiliaren byc´. ‚Zdzis!aw öffnet das Fenster’ Nicht passivfähig: p!akac´ – Dziecko p!acze. bywac´ und dem Partizip Passiv der Verben oder mit der Partikel sie±. Polacy uz˙ywaja± tego s!owa (Genitiv) bardzo cze±sto. es tritt in allen drei Tempora auf.’ ! ‚Das Land wird vom König regiert. ‚Das Kind weint. Verben Bildung 380 Von beiden ist das Passiv die markierte Subkategorie. .oder Instrumentalobjekt passiviert werden. die mindestens zwei Argumentstellen eröffnen: für den Handelnden (Agens) und dasjenige. Argument Im Unterschied zum Deutschen können auch Verben mit einem Genitiv. ‚Der König regiert das Land. • Typ byc´ + Partizip Passiv (X jest (z)budowany) byc´ verbindet sich mit Verben sowohl des perfektiven als auch des imperfektiven Aspekts. ‚Die Polen benutzen dieses Wort sehr oft.356 7.

Pl. 3.’ Wszyscy byli/sa±/be±da± naraz˙eni na kule i bomby.5. Genus verbi und Diathese 357 Ser mozzarella jest robiony z mleka krowiego. 1.’ Präsens bzw.’ • Typ sie± + finites imperfektives Verb (X sie± buduje) sie± + imperfektives Verb. Pl.’ Aber: *Prezydent be±dzie zostawa! odsunie±ty od w!adzy. 2. 1. Sg. 2. ‚Der Präsident wird seines Amtes enthoben. 3. • Typ bywac´ + Partizip Passiv Imperfektiv (X bywa budowany). Opony bywaja± produkowane z naturalnego kauczuku. seltener Typ. Der Lerner sollte diesen Typ nicht eigenständig bilden! Ta tkanina dobrze sie± pierze. zostaje zbudowany ist recht selten.7.’ Prezydent zostanie odsunie±ty od w!adzy. ‚Der Präsident wurde seines Amtes enthoben. diese Form ist umgangssprachlich und unterliegt starken lexikalischen Restriktionen: nur wenige Verben können sie bilden.’ • Typ zostac´/zostawac´ + Partizip Passiv Perfektiv (X zosta! zbudowany) zostac´/zostawac´ steht nur mit Verben des perfektiven Aspekts. Futur: BYC"-Passiv Sg. Sg. jestem wyb(ie)rany jestes´ wyb(ie)rany jest wyb(ie)rany jestes´my wyb(ie)rani jestes´cie wyb(ie)rani sa± wyb(ie)rani ZOSTAC"-Passiv zostane± wybrany zostaniesz wybrany zostanie wybrany zostaniemy wybrani zostaniecie wybrani zostana± wybrani BYWAC"-Passiv (selten) bywam wybierany bywasz wybierany bywa wybierany bywamy wybierani bywacie wybierani bywaja± wybierani . kein analytisches Futur! Prezydent zosta! odsunie±ty od w!adzy. ‚Dieser Stoff wäscht sich gut. ‚Reifen werden bisweilen aus natürlichem Kautschuk hergestellt. Pl. ‚Alle waren/sind den Kugeln und Bomben ausgesetzt/werden ausgesetzt sein. ‚Mozzarella wird aus Kuhmilch gemacht.

‚Die Tasche wurde gestern abend gestohlen. Argument = Subjekt Aktiv 2. Aktiv: Z%o!nierze spustoszyli miasto. dass dasselbe Verb mit seinen Argumenten syntaktisch auf unterschiedliche Weise realisiert wird. by!em wyb(ie)rany by!es´ wyb(ie)rany by! wyb(ie)rany bylis´my wyb(ie)rani bylis´cie wyb(ie)rani byli wyb(ie)rani ZOSTAC"-Passiv zosta!em wybrany zosta!es´ wybrany zosta! wybrany zostalis´my wybrani zostalis´cie wybrani zostali wybrani BYWAC"-Passiv bywa!em wybierany bywa!es´ wybierany bywa! wybierany bywalis´my wybierani bywalis´cie wybierani bywali wybierani Die Konjunktivformen lauten by!bym wyb(ie)rany. Argument 1. Argument Subjekt Objekt Subjekt Objekt Der Unterschied zwischen den beiden Sätzen ist darin zu sehen. bywa!bym wyb(ie)rany. Das zweite Argument wird aufgewertet. Argument 2. Argument = Objekt 1. Verben Präteritum: BYC"-Passiv Sg. 2. indem es zum Subjekt erhoben wird. Sg. Dies kann der Fall sein. Das für die Stelle des Subjekts vorgesehene Argument wird abgewertet. Pl. wenn er überhaupt nicht bekannt ist. indem es entweder ganz weggelassen wird oder zur Präpositionalphrase degradiert wird. Argument = Subjekt 2. Argument = Objekt Passiv Passiv: Miasto zosta!o spustoszone (przez z˙o!nierzy).358 7. Pl.’ . Argument 2. 1. 3. Grundfunktion 381 Im Passiv wird die Hierarchie der Argumente bei der syntaktischen Umsetzung geändert. Teczka zosta!a ukradziona wczoraj wieczorem. nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit steht bzw. 1. 1. zosta!bym wybrany. Das Passiv wird verwendet. 1. wenn der Handelnde. Pl. das Agens. im Satz ganz wegfällt. Sg. 2.3.

‚Der Passant wurde von der Menge an die Wand gedrückt. ‚Das Haus wurde überschwemmt. wird aber meist weggelassen. Das polnische Passiv ist sehr viel seltener als im Deutschen. Das Patiens steht hierbei wie im Aktivsatz im Akkusativ. bei denen das erste Argument wegfällt. Die Verwendung dieser Formen ergibt sich in der Interaktion von Tempus und Aspekt (s. Das gilt auch für Gruppenbezeichnungen oder Vermenschlichungen: Miasto zosta!o spustoszone przez z˙o!nierzy.3. 7. Ihnen entsprechen im Deutschen entweder passivische Konstruktionen oder Bildungen mit man. ‚Weizen hat man im Frühling gesät. Diese werden dem Passiv meist vorgezogen.’ Formen: • Indikativ + sie±: meist im Präsens. Ukradziono mi teczke±.’ Das Agens kann mit dem Präpositionalobjekt przez#+"Akkusativ oder einem Instrumentalobjekt ausgedrückt werden. Subjektlose Formen ‚czyta sie±’ und ‚czytano’ Die subjektlosen Verbformen sind Bildungen. ‚Man hat mir die Tasche gestohlen. Genus verbi und Diathese 359 In dieser Funktion steht das Passiv in Konkurrenz zu den subjektlosen Verbformen czytano. da es eine schriftsprachliche Färbung trägt. ‚Man hat die Tasche gestohlen.7./Mir wurde die Tasche gestohlen. ‚Fisch isst man mit der Gabel. Präteritum eher selten (fast ausschließlich von imperfektiven Verben) Rybe± je sie± widelcem.’ 382 .’ Pszenice˛ sia!o sie˛ na wiosne˛.’ Ten fakt zosta! potwierdzony przez fizyke±.5. ‚Die Stadt wurde von den Soldaten verwüstet.’ Der Passivtyp willa sie± buduje erlaubt keinen Agensanschluss. Typische Agentes wie Menschen und Tiere können durch przez#+"Akkusativ ausgedrückt werden. ‚Man hat mir die Tasche gestohlen. 427– 435).’ Ukradli mi teczke±.’ Dom zosta! zalany woda±. ‚Diese Tatsache wurde von der Physik bestätigt.’ Handelt es sich um unbewusste. ‚Ich bin von deinem Erfolg nicht überrascht. unbelebte Agentes.5.’ Przechodzien´ zosta! przyparty do muru przez t!um. steht dahingegen das Objekt im Instrumental: Nie jestem zaskoczony twoim sukcesem. Ukradziono teczke±.

6. trwac´ ‚dauern’ u. denen die Bedeutungen von Verb-Vokabeln entsprechen. Verben • -no/-to -Form: Präteritalform (sowohl von perfektiven wie imperfektiven Verben) Chorego przywieziono do szpitala.1.’ Beide Formen treten jedoch nur bei Verben auf. zacza±c´ ! zacze±to ‚beginnen’ ! ‚man begann’. ‚Der Kranke wurde ins Krankenhaus gebracht. przeczyta-n-o.’ Im Gegensatz zum Partizip Passiv können diese Formen von transitiven und intransitiven Verben gebildet werden. Die Verbform czytano wird mit Hilfe der derivationalen grammatischen Suffixe -n-/-t-/-on. mokna±c´ ! moknie±to ‚nass werden’ ! ‚man wurde nass’.6. rozumiec´ ! rozumiano ‚verstehen’ ! ‚man verstand’ • -to bei Infinitivstämmen auf Vokal und auf Nasal kryc´ ! kryto ‚verbergen’ ! ‚man verbarg’. wypiec ! wypieczono ‚backen’ ! ‚man buk’ Zur Funktion der unpersönlichen Formen czyta sie± und czytano s./P!akano. podnies´c´ ! podniesiono ‚heben’ ! ‚man hob’. Chodzi sie±. Das gleiche gilt für einige andere Verben (siwiec´ ‚grau werden’. Der Aspekt (aspekt) 7. ‚Man weint(e). 7.). und des ipf. Aktionale Situationen sind Sachverhalte. wolec´ ‚bevorzugen’ u.ä. Aspekts (aspekt dokonany i niedokonany) entsprechen Eigenschaften aktionaler Situationen. auch 382. P!acze sie±. die ein menschliches Subjekt haben.a./Chodzono.oder -episac´ ! pisano ‚schreiben’ ! ‚man schrieb’. .’. Ausgeschlossen sind Verben wie szczekac´ ‚bellen’. moknie±-t-o Zur Bildung: • -no bei Infinitivstämmem auf -a. Diese werden an den Stamm des Partizips Passiv gehängt. Aspektualität 383 Den Funktionen des pf.plus Genusendung Neutrum Singular auf -o gebildet.360 7. ‚Man läuft/lief herum. s´witac´ ‚dämmern’. cia±gna±c´ ! cia±gnie±to ‚ziehen’ ! ‚man zog’ • -ono bei geschlossenen Infinitivstämmen rozpalic´ ! rozpalono ‚anzünden’ ! ‚man zündete an’.

Sie gehören zur Kategorie der Temporalität und werden im Abschnitt über das Tempus besprochen.7. Die aktionale Gestalt Während die unten behandelten Funktionen der temporalen Definitheit – ‚episodisch’ und ‚nicht episodisch’ – quasi ‚Außenbeziehungen’ der aktionalen Situation betreffen. ohne Temporalität) Nicht alle Funktionen sind für alle Beschreibungsebenen gleich relevant. die die semantische Kategorie Aktionalität und die pragmatische Kategorie der temporalen Definitheit (Episodizität) enthalten. zeigen die Funktionen der aktionalen Gestalt die ‚innere zeitliche Struktur’ der Situation an. zur Kategorie der pragmatischen Definitheit zusammengefasst werden. Die Funktionen dieser Subkategorien treten bei einer Aspektverwendung gleichzeitig auf. Verlauf. Letztere kann zusammen mit einer marginalen Funktion. Aspektrelevante funktionale Kategorien (zentrale Kategorien fett. Sehr wichtig sind die temporalen Funktionen des Aspekts. Die Aspektualität mit den Subkategorien der Aktionalität und temporalen Definitheit sind rein funktionale Kategorien. stative Situation. Der Aspekt ist dagegen eine morphologische Kategorie. Die Funktionskategorie der aktionalen Gestalt umfasst drei Funktionen (Subkategorien): 384 . Der Aspekt 361 Die Funktionen des Aspekts sind Elemente der funktional-semantischen Kategorie Aspektualität. Zur Aktionalität gehören folgende Subkategorien: – die aktionalen Gestalten: Ereignis.6. – die aktionale Häufigkeit. die wir als modale Definitheit bezeichnen.h. In der folgenden Tabelle sind die genannten Begriffe zusammengestellt: Aspektualität Aktionalität pragmatische Definitheit aktionale Gestalt: aktionale Häufigkeit temporale Definitheit modale Ereignis Situationsphasen (= Episodizität) Definitheit Verlauf Zustandswechsel stative Situation aktionale Dauer u. zusammen mit einer Funktion der temporalen (gegebenenfalls modalen) Definitheit. – der aktionale Zustandswechsel. – die aktionalen Phasen (Anfang. d. Diese innere zeitliche Struktur kann am besten als Aufteilbarkeit der Situation in Phasen umschrieben werden. die bestimmten formalen Paradigmen auf der morphologischen Ebene zugeordnet ist. innere Phasen. Ende). Die aktionale Gestalt ist insofern eine ‚Phasenstruktur’. unabhängig von bestimmten formalen Bedingungen und Beschreibungsebenen. – die aktionale Dauer.a.

powiedziec´ ‚sagen’. In dieser Grammatik wird der Begriff Zustandswechsel in einem engeren Sinne gebraucht. Der Begriff Phase ist insofern brauchbarer. für Ereignisse. dann heißt dies. der den der Grenze impliziert. nicht der Begriff der Ganzheitlichkeit verwendet werden kann. tam czytaja˛ ten list ‚guck. vgl.B. … Verlauf: [–o…o…o–]. . In der Polonistik ist als Äquivalent zu den Begriffen Phase und Grenze oder Ganzheitlichkeit der Begriff Zustandswechsel weit verbreitet. die als Abfolge mehrerer Phasen zwischen Vor. juz˙ czyta!em ten list ‚ich habe den Brief schon gelesen’. dass die Situation als Ganzheit aufgefasst wird. pospac´ ‚schlafen’. der sich mit dem Strukturalismus ausgebreitet hat.B. Verben ‚Ereignis’: Aktionale Situation. przeczytac´ ‚lesen’. Über einen solchen Begriff der Ganzheitlichkeit kann insofern der Anschluss an die geistigen Grundlagen der Aspektkategorie hergestellt werden.B. wenn er im Sinne von Phase oder Grenze interpretiert wird. Dem Begriff der Ganzheitlichkeit als Definiens für Ereignisse kann nur der Begriff der Nicht-Ganzheitlichkeit als Definiens für Nicht-Ereignisse gegenübergestellt werden. können die vielen Funktionen der Aspekte besser beschrieben werden und der Anschluss zu den kognitiven Grundlagen der Aspektualität hergestellt werden. z. cze˛sto zamyka!em drzwi ‚ich habe oft die Tür zugemacht’. Aspekts’. znaczyc´ ‚bedeuten’. spac´ ‚schlafen’. Wenn ein Ereignis. Die Unterschiede in den aktionalen Gestalten können in Form von einfachen Schemata und Beispielen der lexikalischen und anderer Beschreibungsebenen verdeutlicht werden: Ereignis = [–o–]. als genau eine Phase konzipiert wird.und Nachstadium konzipiert wird. dort lesen sie den Brief’. so dass u. ‚Stative Situation’: Aktionale Situation. als damit nicht nur der Unterschied zwischen Ereignis und Nicht-Ereignis. wie bei uns. die mehrfach auftreten. z. Doroszewski mo´wi w artykule. przeczyta!em ten list ‚ich habe den Brief gelesen’. punktueller Ereignisse. otworzyc´ ‚öffnen’. verstanden. ‚als sie über … sprachen. Mit dem hier bevorzugten Begiff der Phase. ‚Verlauf’: Aktionale Situation. die am Beginn der Herausbildung der konzeptuellen Kategorie Ereignis steht. zobacz. die ohne Phase konzipiert wird. Abgesehen hiervon wurde Ganzheitlichkeit im Strukturalismus als die ‚Gesamtbedeutung des pf. z˙e … ‚Doroszewski sagt in dem Artikel. die als genau eine Phase zwischen Vor. sondern auch der Unterschied zwischen den Nicht-Ereignissen Verlauf und stativer Situation definiert werden kann. Dies entspricht der Wahrnehmung konkreter. kiedy mowili o ….und Nachstadium konzipiert wird. dass …’ Stärker noch als der Begriff der Phase hat auch der Begriff der Grenze eine gewisse slavistische Tradition und eine Reihe verschiedener Interpretationen.362 7.a. kocha!a ‚liebte’. Der Begriff Zustandswechsel ist nur dann als Grundlagenbegriff geeignet. …’ stative Situation: [---] z. Dies gilt auch für den Begriff der Ganzheitlichkeit.

Da der Verlauf seinerseits als Ereignis darstellbar ist. als für ein entsprechendes Ereignis. dass Überlagerungen nur möglich sind. Solche Phasenprofilierungen können in einer regelmäßigen Wiederholung auftreten und sind dann Bestandteile von nichtepisodischen Situationen (er begann regelmäßig zu …). Ein Ereignis wiederum kann sein: – die ganze Situation. Das kann so vonstatten gehen. deren Anfang und Ende also nicht in ein und dasselbe reale Wahr385 . pomachac´. – der Anfang einer Situation. wenn Situationen von relativ langer Dauer mehrere Situationen von relativ kurzer Dauer enthalten. 3 sec) nicht überschreiten. die ein Ereignis oder ein Verlauf einnimmt und daher fast ausschließlich auf konkrete.h.B. dies ist der Standardfall. Die Phasen selbst unterscheiden sich auch durch ihre Position in der Situation. als ‚durativ’ solche Ereignisse oder Verläufe. In einer Verlaufssituation kann eine innere Phase profiliert werden. Phasenprofilierung. dass der Aspekt sich nicht ändert: eine stative Situation kann mehrfache Verläufe implizieren. vgl. die Gewohnheit zu lesen (wieczorem czytamy ‚abends lesen wir’). die Standardform für ein Ereignis dieser Art ist das pf. Hier wird ein anderer Aspekt verwendet. ‚Antek versuchte die Eimer anzuheben und hob sie schließlich an (schaffte es).B. Verbs gesprochen: Antek unosi! wiadro. Als ‚punktuell’ bezeichnen wir Ereignisse. Verläufe haben immer innere Phasen. wie bei kiedy macha!a … ‚während sie winkte …’. die länger dauern.7. Dauer Die Phasenstruktur in einer aktionalen Situation ist die Grundlage für die Unterscheidung der aktionalen Gestalten. Ereignisse haben diese gerade nicht.6. vgl. z. d. z. kiedy Genowefa pra!a bielizne˛ ‚Antek hob den Eimer hoch. Ein Verlauf kann aber auch mehrfache Ereignisse enthalten. kann auch ein Ereignis mehrere Ereignisse enthalten. – das Ende einer Situation. ale nie podnio´s!.’ Wenn also eine Situation nicht als ganze das Ereignis ausmacht.’ Antek podnosi! wiadra i w kon´cu podnio´s!. hob sie aber nicht an (schaffte es nicht). Prinzipiell kann festgehalten werden. während Genowefa die Wäsche wusch.’ Die aktionale Subkategorie der Dauer bezieht sich auf die reale Zeit. beobachtbare Vorgänge. die den Rahmen eines Beobachtungsintervalls (maximal ca.: Antek podnosi! wiadra. dann wird von der progressiven Funktion des ipf. Der Aspekt 363 Verschiedene aktionale Gestalten können sich überlagern. dann ist der Anfang oder das Ende eines Verlaufs (oder der Anfang einer stativen Situation) profiliert und wird als Ereignis konzipiert. Verb machna˛c´ ‚winken’. ‚Antek versuchte die Eimer anzuheben.

wobei mehrere Ereignisse in diesen Rahmen passen. Trampeln bilden durative Serien von punktuellen. die Vorgänge Platzen und Emigrieren. dass der das Versprechen einlöst: Ty to obieca!es´ pf! ‚Du hast das versprochen!’ Stative Situationen (kocham ja˛ ‚ich liebe sie’) involvieren per definitionem keinen Zustandswechsel. ‚Ich habe die Tür geschlossen. Klingeln. vgl. wenn er sensumotorisch beobachtbar ist. vgl. Blinzeln. also davor. Punktuelle Vorgänge sind in realistischen Darstellungen immer Ereignisse.B. Verläufe wie z.: Zamkna˛!em#pf drzwi. ist die Dauer vom Typ der Partizipanten abhängig.’ Auch hier ist das Nachstadium der Situation ein anderes als das Vorstadium. Bei der Verwendung der Verben im Satz hängt die Dauer meist vom Wissen über die involvierten Sachverhalte ab. zyklische Dynamik 386 Ereignisse und Verläufe unterscheiden sich danach. Konklusive Ereignisse können einen sensumotorisch nicht beobachtbaren ‚Effekt’ haben. Wenn lexikalischen Bedeutungen eine Dauer zugeordnet wird. vgl.h.’ Der Zustand der Gesamtsituation ist nach der dynamischen Phase einer transformativen Situation anders. das Schreiben eines Wortes und das eines Buches.: Jak spa!as´ ipf? ‚Wie hast du geschlafen?’ Von einem Zustandswechsel wird hier nur gesprochen. gleichartigen. die den zeitlichen Rahmen eines Beobachtungsintervalls überschreiten. nacheinander geordneten Erscheinungen. so wird nach dem Versprechen erwartet. handelt es sich um die Dauer von prototypischen Situationen. aber Ereignisse sind keineswegs immer punktuell. Wenn jemand etwas verspricht. . Verläufe mit beobachtbarem Zustandswechsel bezeichnen wir als ‚mutativ’: Chmura powie˛ksza!a ipf sie˛. Verben nehmungsintervall fallen. ‚Das habe ich vergessen. Verläufe sind immer durativ. Zustandswechsel.: Zapomnia!em pf to. vgl. Winken. ‚Die Wolke vergrößerte sich/dehnte sich aus. Ereignisse ohne beobachtbaren Zustandswechsel bezeichnen wir als ‚konklusiv’. ‚Der Ölfleck dehnt sich aus. Z.’ Przeczyta!em pf list.’ Verläufe ohne beobachtbaren Zustandswechsel als ‚dekursiv’. sie können einen sozial relevanten Zustand als Nachstadium infolge der vorausgehenden dynamischen Phase besitzen. Effekt. ‚Ich habe den Brief gelesen.T. d. Ereignisse mit beobachtbarem Zustandswechsel und die entsprechenden Lexeme bezeichnen wir als transformativ.364 7.’ Plama ropy rozszerzaipf sie˛. vgl. ob sie einen beobachtbaren Zustandswechsel involvieren oder nicht.

6.und Nachstadium eine relativ starke Dynamik besitzen und trotzdem keinen Zustandswechsel involvieren. der schießt aufs Tor. von Situationen im inaktuellen Präsens auf andere Zeitstufen und die Nutzung aller Arten von Verben haben zum grammatischen Status der Kategorie der temporalen Definitheit geführt. dass ein Folgezustand resultiert (vgl.’ Matka cze˛sto piecze kurczaka. Kognitive Basis für die Funktion ‚episodische Situation’ ist die Wahrnehmung. das konkrete Beobachten oder Erleben realer Situationen. Der Aspekt 365 Eine Situation kann zwischen Vor. tam idzie Jan. Temporale Definitheit (Episodizität) Konkrete episodische Situationen implizieren.7. Sprachlich entspricht dem ein sog. Lexeme mit punktueller zyklischer Dynamik wie machna˛c´ – machac´ ‚winken’. Die zyklische Dynamik ist in der Regel der lexikalischen Bedeutung inhärent. Boniek strzela do bramki. ‚Jan geht regelmäßig dorthin. dort geht Jan. die wie folgt definiert werden können: 387 . vgl. ‚Guck. bei denen die lexikalische Bedeutung einen Zustandwechsel denotiert. aktuelles Präsens: Patrz. den Eindruck einer beobachtenden Anwesenheit beim Geschehen. podaje do Bon´ka. kle˛kne˛!a"pf ‚sie kniete’). Im Einzelfall kann eine zyklische Situation so unterbrochen werden.’ Lato przejmuje pi!ke˛.’ (In einer Reportage) Solche Fälle stehen in Opposition zu den nicht episodischen Situationen im inaktuellen Präsens: Jan regularnie tam chodzi. die vor dem Eintritt des Nachstadiums wieder rückgängig gemacht werden.’ Die Übertragung solcher Fälle der sprachlichen Wiedergabe direkter Beobachtungen bzw. Umgekehrt und deutlich öfter können Situationen.(und wieder zu-) gemacht. manchmal wird von einer ‚Zwei-WegeHandlung’ gesprochen. ‚Lato nimmt den Ball an. informell gesagt. die Vorstellung dabei zu sein. Es sind Situationen. die eine zyklische Dynamik haben und Veränderungen involvieren. ‚Jetzt brät die Mutter ein Hähnchen.’ Teraz matka piecze kurczaka. als eine der beiden spezifischen Funktionsparameter der grammatischen Kategorie Aspekt. ‚Mutter brät oft Hähnchen. ‚Ich habe die Tür auf. im entsprechenden Satzkontext eine Situation mit zyklischer Dynamik bezeichnen: Otwiera!em"ipf drzwi. Die Kategorie temporale Definitheit (="Episodizität) hat zwei Bedeutungen (Subkategorien). gibt ihn weiter an Boniek. Realität oder Fiktivität des Geschehens sind dabei unerheblich.’ Die hier vorliegende ‚Annullierungsfunktion’ ist eine Variante der allgemeinfaktischen Satzfunktion.

d.h. d. so dass sich der Aspekt im Hinblick auf die Episodizität als Analogon des Artikels erweist. dass die Situation im Diskursuniversum nicht zeitlich zu lokalisieren ist. Nichtepisodische Funktion haben Prädikate mit iterativer. Episodisch sind die Prädikate in (1)–(8) außer in (4). (7) Eli chwyci! wiadra i ruszy! za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛. gdy ty o mnie mys´lisz. (9) – Czy ty mys´lisz o mnie. stativer. kiedy sie˛ nie widzimy? (10) – Mys´le˛ wtedy. nie odwracaja˛c sie˛. Diese Definition der temporalen Definitheit ist der der referenziellen Definitheit analog. sie sind ein Ereignis oder ein Verlauf. der Zeit der Verarbeitung von Wahrnehmungen und sprachlichen Äußerungen. dass die Situation im Diskursuniversum zeitlich zu lokalisieren ist. omnitemporaler oder allgemeinfaktischer Satzfunktion. nach-. (3) – Co powie two´j ma˛z˙? (4) – Jest w pa!acu. ist die aktionale Situation nicht episodisch. S$nisz mi sie˛.366 7. als eine subjektive bzw. der Artikel den des Substantivs. Verben Episodisch: Mit der Äußerung wird signalisiert. Hansen 1996) und kann daher. (2) – Wez´ wiadra i chodz´ ze mna˛ nad rzeke˛. (3) – Was wird dein Mann sagen? .h. Codziennie. (5) – Co powiedza˛ robotnicy? (6) – Pomagasz mi. wie die Definition erkennen lässt. Episodische Situationen haben immer mindestens eine Phase. dass der Hörer die Situation im Diskursuniversum zeitlich lokalisieren kann. pragmatische Lokalisierung charakterisiert werden. gleichzeitig) zu einer bestimmten anderen Situation. nicht episodisch die in (9) und (10). wie die Definitheit des Artikels. Die zeitliche Lokalisierung ist zu verstehen als Herstellung einer bestimmten zeitlichen Relation (vor-. Episodische Situationen sind. Lehmann 1994. Gilt dies nicht. Nicht episodisch: Mit der Äußerung wird signalisiert. Eine aktionale Situation ist also episodisch (oder: temporal definit) dann. (8) – Zme˛z˙nia!es´ – powiedzia!a Genowefa. zu erklären (s. sei es die Sprechsituation (deiktische Lokalisierung) oder eine andere aktionale Situation (taxische Lokalisierung). in einem zeitlichen Zusammenhang lokalisiert. […] ‚(1) Sie stellte die Eimer auf den Boden und strich sich eine Strähne aus der Stirn. wenn der Sprecher anzeigt. (1) Postawi!a wiadra na ziemi i odgarne±!a kosmyk z czo!a. und sie sind per Default einmalig. (2) – Nimm die Eimer und komm mit mir an den Fluss. sie sind Träger von temporaler Kohärenz. Temporale Definitheit ist über die Relation zum psychischen Jetzt. Der Aspekt bedient den Verbbereich.

dass es sich um eine episodische Situation handelt. Ich träume von dir. wenn du an mich denkst. fallen die Zeiten des Sprechens und die des Verstehens und Vorstellens der aktionalen Situation zeitlich zusammen. dass ein bestimmter zeitlicher Zusammenhang der jeweiligen Situation mit einer anderen Situation verstanden wird. (12) oder (13). ‚Pawe! stand daraufhin vom Sessel auf. (7) Eli nahm die Eimer und ging hinter ihr auf dem steinigen Weg her. Pawe! ist gekommen. wie in den zuletzt gebrachten Beispielen. ‚Pawe! trat ins Zimmer und setzte sich sofort in den Sessel’. eine andere aktionale Situation sein. ‚Pawe! blieb sitzen’. ‚Guck mal. Täglich. (8) – Du bist zum Mann geworden – sagte Genowefa ohne sich umzudrehen. (5) – Was werden die Arbeiter sagen? (6) – Dass du mir hilfst.6. Temporale Definitheit besteht hier also darin. außerdem kann auch noch damit das sensumotorische Wahrnehmen zeitlich zusammenfallen.’ (16) Zobacz. ist der Hörer aufgefordert. in der Janek in das Zimmer tritt. dann wird eine Vorstellung der Situation aufgebaut. Das kann eine neue Situation sein. s. Dann ist die Relation deiktisch: (15) Zobacz. (9) – Denkst du an mich. da kommt Pawe!. es kann auch die Fortsetzungssituation der vorangegangenen Situation sein (14): (12) Pawe! wsta! wie˛c z fotela. Dieses Zeitintervall kann. analog zur Definition der Definitheit des Artikels. sie in einen zeitlichen Zusammenhang mit einem in seiner Diskurswelt gegebenen Zeitintervall zu setzen. wenn der Sprecher den Hörer instruiert.’ (13) Pawe! siedzia! dalej. ‚Janek trat ins Zimmer. Der Aspekt 367 (4) – Er ist im Palast. die vom Verb bezeichnete Situation zeitlich relativ zu einer anderen Situation zu lokalisieren. Es kann aber auch die Sprechsituation sein. Pawe! przyszed!. (15) oder (16).’ Wenn der Satz (11) Janek wszed! do pokoju. Anders gesagt: Gibt der Aspekt und sein Kontext zu verstehen. Somit kann. idzie Pawe!. gesagt werden: Eine Situation ist episodisch. ‚Guck mal.’ In einer deiktisch orientierten aktionalen Situation.7. Deiktische temporale Definitheit besteht also darin. dass ein bestimmter zeitlicher Zusammenhang mit der Sprechzeit hergestellt wird. wenn wir uns nicht sehen? (10) – Ich denke an dich. In einem typischen Erzählzusammenhang geht dieser Vorstellung die Vorstellung einer anderen Situation voraus und es folgt die einer anderen Situation.’ gelesen und verarbeitet wird. . (14) Pawe! wszed! do pokoju i natychmiast usiad! w fotelu.

Es ist eine iterative Situation: (22) Genowefa stawia!a wiadra na ziemi i odgarnia!a kosmyk z czo!a. Er kennt eure Sprache.’ (9) – Czy ty mys´lisz o mnie. allgemeinfaktische Funktion des ipf.’ II. […] ‚Von der Diele ging die Treppe ins Obergeschoss. Walczy! w waszej armii. kiedy sie˛ nie widzimy? ‚Denkst du an mich. […]’ (21) – Wszystkim im tak sie˛ tylko wydawa!o. wird die Instruktion. Ich träume von dir. dass der Sprecher in der Armee des Gesprächspartners gekämpft hat (sog. der Verläufe des Denkens an jemanden sind Bestandteil der iterativen Situation. wenn wir uns nicht sehen?’ (10) – Mys´le˛ wtedy. Er hat in eurer Armee gekämpft.’ Bei nicht episodischen Situationen. gdy ty o mnie mys´lisz. Der unbestimmte Artikel ein setzt Individualisiertheit (und damit Zählbarkeit) des Referenten voraus. Auch hier können wir viele Übereinstimmungen mit den Verhältnissen beim deutschen Artikel feststellen. wenn du an mich denkst.368 7. Verben Der zeitliche Zusammenhang. ‚Genowefa stellte (dann immer) den Eimer auf den Boden und strich sich eine Strähne aus der Stirn. b) Die Situation ist für diese Operation nicht geeignet. also ‚abgegrenzte’ Objekte und wird nicht mit . sie wird aber als zeitlich isoliert. die man auch als Sachlagen bezeichnen kann. Hier gibt es wiederum zwei Gründe: I. S$nisz mi sie˛. könnte also definit lokalisiert werden. ‚Das schien allen nur so. Es ist eine stative Situation (also kein Ereignis oder Verlauf): (19) Wiem. Täglich. nicht gegeben.’ Die einzelnen Ereignisse des Hinstellens bzw.’ (20) Z przedpokoju schody prowadzi!y na pie˛tro. Codziennie. Dies kann prinzipiell aus zwei Gründen geschehen: a) Die aktionale Situation hat zwar Ereignis. ‚Pawe! hat gegen 6 Uhr das Zimmer betreten. Zna wasz je˛zyk.’ Hier geht es um das bloße Faktum.oder Verlaufsgestalt. ohne zeitlichen Zusammenhang mit einem Zeitintervall der gegebenen Diskurswelt dargestellt: (18) – To nasz ojciec. ‚Ich denke an dich. kann auch durch die Relationierung mit einer öffentlichen Zeit hergestellt werden: (17) Pawe! wszed! oko!o szo´stej do pokoju. Aspekts). der eine Situation zur Episode macht. ‚Das ist unser Vater. die Situation zeitlich in Zusammenhang mit einer anderen Situation zu bringen. ‚Ich weiß.

der Einmaligkeit oder Mehrmaligkeit von Situationen. Einschränkungen dieser Zusammenhänge zwischen aktionaler Häufigkeit und temporaler Definitheit werden im Abschnitt über die aspektuellen Satzfunktionen erwähnt. Aktionale Häufigkeit Zeitliche Definitheit korreliert eng mit aktionaler Häufigkeit. Der Aspekt 369 homogenen Referenten (Stoffnamen in der Standardbedeutung) kombiniert. mit der allgemeinfaktischen Funktion oder der stativen Funktion. ‚Diese Aussage hat oft der Wahrheit entsprochen. oder ob ein Buch von mehreren Personen gelesen wird. Eine episodische ist per Default eine einmalige Handlung. Oni (prze)czytali te˛ ksia˛z˙ke˛ ‚Sie haben dieses Buch gelesen’. vgl. zählbare Objekte mit dem indefiniten Null-Artikel verwendet werden. das sind pf. Die Ebenen der Aspektbeschreibung Bei der Betrachtung der Funktionen des Aspekts müssen zwei Sachverhalte besonders bedacht werden: 389 388 .B. Im ersten Fall geht es um mehrere Situationen (iterative Funktion). was der nicht episodischen iterativen Verwendung von – zählbaren – Ereignissen und Verläufen entspricht. machac´ ‚winken’. Verben sowie ipf.6. nur sie sind zählbar.’ Folgende allgemeinen Aussagen zur aktionalen Häufigkeit können gemacht werden: Verben mit episodischer Funktion. Im Plural können ‚abgegrenzte’. Stative Situationen werden selten quantifiziert und ergeben in entsprechenden Kontexten in der Regel bizarre Äußerungen. Verben mit nicht episodischer Funktion haben entweder die Funktion ‚mehrmalig’ oder sie vermitteln.6. Bei Stoffnamen wie Mehl wird der indefinite Null-Artikel verwendet.2. im zweiten um mehrere Realisierungen eines Vorgangs in einer Situation. keine aktionale Häufigkeit. Die Häufigkeit der Vorgänge in einer Situation hängt von der Beschaffenheit der Situation ab. vgl. Es können jedoch nur Ereignisse oder Verläufe ein. z. Es ist ein Unterschied. Eine Situation kann auch aus einer Serie von Vorgängen bestehen.: *Ten pogla˛d cze˛sto odpowiada! prawdzie. Verben mit progressiver Funktion.7.oder mehrmalig sein. vgl. Eine feste Beziehung zwischen temporaler Definitheit und Einmaligkeit oder Mehrmaligkeit von Situationen besteht nicht. *ich habe ein Mehl gegessen gegenüber ich habe einen Apfel gegessen. Dem entspricht. dass stative Verben nicht episodisch verwendet werden. die Häufigkeit von Situationen hängt mit der temporalen Definitheit zusammen. ob jemand ein Buch mehrere Male liest. d. vgl. Jan nieraz czyta! te˛ ksia˛z˙ke˛ ‚Jan hat dieses Buch oft gelesen’. ob eine Situation wiederholt wird oder ob es mehrere Realisierungen in einer Situation gibt. Ich habe Äpfel gegessen. haben per Default die Funktion ‚einmalig’. Vgl.h. 7.

zamkna˛c´ – zamykac´ ‚schließen’. morphologischen. ein relativ klar begrenztes Paradigma von Endungsmorphemen. Dabei wird die Konstituenz-Beziehung zwischen den Formaten übereinanderliegender Ebenen abgebildet: So besteht die Wortform des Verbs (Format der morphologischen Ebene) aus dem lexikalischen Stamm (Einheit der lexikalischen Ebene) und den grammatischen Affixen (Einheiten der morphologischen Ebene). die Wortform des Verbs. oder durch Kontext in ihrer Verwendung eingeschränkt oder verändert werden. die in der Wortform oder im Satz beibehalten oder aber verändert werden können. wie z. deren Inhalt bestimmt ist von ihrer Umgebung. sondern die Menge der lexikalischen Stämme der Verben ohne Aspektaffix und Aspektaffixe mit rein grammatischer Funktion. syntaktischen Ebene und der des Textes. Als ‚Formate’ werden hier die Typen von Gebrauchseinheiten im Hinblick auf den Umfang ihrer linearen Bestandteile bezeichnet. vgl. czytac´ – przeczytac´ ‚lesen’. Wichtige temporale Funktionen der Aspekte müssen auf der Ebene des Textes beschrieben werden. Einer Beschreibungsebene gehören ein oder mehrere Formate an.T bereits genannten aspektuellen Termini den entsprechenden Formaten und Funktionskategorien auf den zugehörigen Ebenen zugeordnet. das sind u. -!-.a Aspekt. die Satzfunktionen auf die syntaktische. Als ebenenübergreifende Begriffe werden die Begriffe für aktionale Gestalten und temporale Definitheit verwendet. die kontextabhängig sind.B. Funktionsangaben zum Aspekt unabhängig vom Kontext sind also Defaults (Voreinstellungen).und Tempus-Affixe. zmyc´ – zmywac´ ‚waschen’.B. Für den Aspekt wichtige Formate sind der lexikalische Stamm. die unabhängig von den Ebenen für zentrale Aspektfunktionen verwendet werden und die so den begrifflichen Zusammenhang zwischen den Kategorien auf den verschiedenen Beschreibungsebenen gewährleisten. Im folgenden Schema werden die geläufigsten. Als allgemeiner Bezugsrahmen werden in der vorliegenden Theorie auch solche Begriffe definiert. erfordert ein größeres Format als das des Verbs. für das Tempus oder das Genus verbi. . b) Die Funktionen dieser grammatischen Aspektträger können durch Umgebungsfaktoren. Die Beschreibung von Funktionen der Aspekte. Dementsprechend wird die Beschreibung der Aspektfunktionen auf verschiedenen Ebenen vorgenommen: auf der lexikalischen. z. pisa(c´) + na-. Die grammatischen Funktionen beziehen sich auf die morphologische Ebene. beim Numerus des Substantivs. vgl. usw. deiktische und narrative Textpassagen. das Verb-Prädikat mit seinen Argumenten. -a > napisa!a ‚sie hat geschrieben’.370 7. Ihre Entsprechungen auf den Ebenen sind jeweils Ausprägungen dieser Begriffe. nämlich Morpheme derselben Wortform. z. Verben a) Träger der Aspektfunktionen ist nicht.

stative.B. Ereignisse.B. von der atelischen lexikalischen Bedeutung von wiedziec´ ‚wissen’. Satzfunktion Morphologische Ebene Formate: Vokabel – Derivat Kategorie: Aspekt Lexikalische Ebene Format: lexikalischer Stamm Kategorie: Lexikalische Aktionale Funktion konkret-faktische Funktion summarische. progressive Funktion perfektiver Aspekt imperfektiver Aspekt telische Lexembedeutung atelische oder diffuse Lexembedeutung Aspektkategorien und ihre Formate auf den Ebenen Auf der lexikalischen Ebene werden Ereignisse von der telischen lexikalischen Bedeutung impliziert. z. analog Verläufe. z. s´miac´ sie˛ ‚lachen’. von der atelischen lexikalischen Bedeutung von mo´wic´ ‚sprechen’. z. werden durch die Ableitung von pomo´wic´ ‚(eine Zeit lang) . Futur und Modalitäten Syntaktische (satzsemantische) Ebene Format: Elementarsatz Kategorie: aspekt. exemplarische Funktion iterative. Auf der morphologischen Ebene können Ereignisse durch grammatische Derivation konstituiert werden. und stative Situationen. ‚Verlauf’ ‚stative Situation’ Alle Ebenen temporale Definitheit: ‚episodisch’. allgemeinfaktische. Vorzeitigkeit. Z. nichtepisodischer Hintergrund deiktisches Präteritum.7. przejs´c´ ‚überqueren’ oder uznac´ ‚anerkennen’. Präsens. Parallelismus.6. znaczyc´ ‚bedeuten’. ‚nicht episodisch’ Textlinguistische Ebene Kategorie: aktionale Chronologie Format: Narrative Passage Format: Situative Passage narrative Sequenz. Der Aspekt 371 aktionale Gestalten: ‚Ereignis’.B. der Bedeutung von zamkna˛c´ ‚zumachen’.B. Verläufe und stative Situationen können auch auf der morphologischen und syntaktischen Ebene konstituiert werden. Inzidenz.

auch unter den Termini predel’nost’. ist auszuschließen. die wir in . die wir in einem Gedankenexperiment vornehmen könnten. Die Konstitution einer Ereignis-Funktion kann auch auf der morphologischen und syntaktischen Ebene zugleich geschehen. In der Kombination czyta!a listy im Sinne von ‚las Briefe (indefinit)’ wird demgegenüber kein Ereignis. und ebenso für stative Situationen. Allgemein gesagt impliziert eine telische Situation. mit dem diese Festlegung geschieht. wie bei wiedziec´ ‚wissen’. Wir sagen: es ist eine telische Situation. die durch die lexikalische Bedeutung impliziert sein können. Allgemein gesagt: Eine telische Situation impliziert. dass er die Tür danach noch weiter zumachte. Ein Verb muss nicht auf eine telische oder atelische lexikalische Bedeutung festgelegt sein. boundeness figuriert. dass eine Verlängerung der von diesem Verb bezeichenbaren Situation um eine oder mehrere weitere Phasen. Diese von Verben mit atelischer lexikalischer Bedeutung abgeleiteten Derivate bezeichnen dann atelische Ereignisse. on zamyka drzwi ‚guck. Bei dem telischen Verb zamkna˛c´ ‚zumachen’ ist eine Fortsetzung der Situation sachlogisch prinzipiell ausgeschlossen. dessen lexikalische Bedeutung nicht stativ ist. uznawac´ ‚anerkennen’. Wenn von jemand gesagt wird: er machte die Tür zu. nicht möglich ist. dass er danach noch weiter im Zimmer herumlief. So kann czytac´ ‚lesen’ durch die Kombination mit einem Objekt wie list ‚Brief’ ein Ereignis bezeichnen (czyta!a list ‚las einen Brief’). ‚innere Grenze’. patrz. er schließt gerade die Tür zu’. Eine von einem telischen Verb bezeichnete Situation hat eine echte.Wenn dagegen von jemandem gesagt wird: er lief im Zimmer herum. Betrachten wir nun die Funktionen näher und beginnen mit der Kategorie Telizität. ohne eine andere Situation zu bezeichnen. in der Sache liegende. die lexikalisch. konstituiert werden können. Es würde sich dann nicht mehr um eine Situation handeln. Mit przeczyta!a list ‚las einen Brief’ liegt sowohl ein Derivat mit Ereignis-Funktion als auch ein Kontext mit Ereignis-Funktion vor. mo´wic´ ‚sprechen’. znaczyc´ ‚bedeuten’. vgl. Die Fügung czyta!a list ‚las einen Brief’ bezeichnet ein Ereignis. atelisch und diffus telisch-atelisch. Grenze. dass eine Verlängerung der von diesem Verb bezeichenbaren Situation um eine oder mehrere weitere Phasen.B.a. die in der Literatur u. in kos´cio´! nie uzna! s´lubu ‚die Kirche erkannte die Ehe nicht an (die Anerkennung lag nicht vor)’. oder die syntaktisch konstituiert sein können. würde bei dem telischen usia˛s´c´ ‚sich hinsetzen’ eine Fortsetzung der Situation mit dem Verb sie-dziec´ ‚sitzen’ bezeichnet. sondern aufgrund der Kombination der lexikalischen Bedeutung mit einem bestimmten grammatischen Objekt.372 7. die mit diesem Verb bezeichnet wird. damit morphologisch-syntaktisch. s´miac´ sie˛ ‚lachen’ impliziert sein können. Ähnliches gilt für Verlaufsfunktionen. vgl. zas´miac´ sie˛ ‚(auf)lachen’ die Bedeutungen der unmarkierten atelischen Verben auf bestimmte Weise so verändert. Grenzbezug. es kann erst auf der syntaktischen Ebene einen Kontext erhalten. Verben sprechen’. Sie enthält die Begriffe telisch. dann ist nicht auszuschließen. die aber auch durch Derivation (zamkna˛c´ > zamykac´ ‚schließen’) in Verbindung mit einem entsprechenden Kontext. aber nicht aufgrund der lexikalischen Bedeutung allein. vgl. sondern ein Verlauf bezeichnet. Z.

Auf dieser Ebene stehen sich die pf. Betrachten wir dann das Verb auf der morphologischen Ebene. welche die EreignisFunktion verändern könnten. der progressiven Funktion. Die lexikalische telische Bedeutung bleibt dabei erhalten. Auf der textuellen Ebene werden die Kombinationen von kontextuell spezifizierten Verb-Wortformen ohne und mit aspektbildendem Affix beschrieben.B. weil erst auf dieser Ebene der Satzkontext einbezogen wird. ‚während sie gerade … schließen wollte’. dass es ipf. wie sie nicht durch Umgebungsfaktoren revidiert wird. dem Tempus. zu chodzic´ ‚herumlaufen’: ‚während sie gerade … herumlief’. Verben bestimmte aspektuelle Funktionen haben können. zamykac´ ‚schließen’. dem Genus verbi u. wird unabhängig von Umgebungen. und des ipf. Da ‚per Default’ heißt.7. vgl. zamkna˛c´ – zamykac´ ‚schließen’. Sie äußert sich darin. von zamkna˛c´ ‚schließen’. bezeichnet wird. den Zusammenhang zwischen Verbform und Verbfunktion auflösen würde. Ihr entsprechen deutsche Äquivalente wie ‚sie war dabei … zu schließen’. ist und dass ipf. Die Wirksamkeit der Ereignis. beschrieben. Sehen wir uns also die Umgebungen je nach Ebene an. Auf der morphologischen Ebene werden auch die Möglichkeiten und Beschränkungen der Kombination mit anderen Kategorien der morphologischen Ebene. dass die entsprechende Funktion solange besteht. wäre nun zu schildern.h.). Durch die Suffigierung. aus einer Phase besteht. Die Funktionen des ipf. Über das Verb zamykac´ ‚schließen’ auf der morphologischen Ebene kann nur gesagt werden. d. Ohne Affigierungen behält es seine Ereignis-Funktion und gehört dem Paradigma des pf. es hat ‚perfektiv’ als grammatische Bedeutung.und Verlaufsfunktion ist auf dieser Ebene besonders deutlich beim Erzählen zu erkennen: Da mit einem perfektiven Prädikat wie zamkna˛ ! ‚er machte zu’.6. Ob das imperfektive Verb diese progressive oder eine andere Funktion hat. morphologische Bedeutung (s. expliziert. Mit einer der Satzfunktionen des ipf. z. zamkna˛c´ ‚zumachen’. z. Eine telische Situation impliziert. Es würde sich dann nicht mehr um eine Situation handeln. Aspekts. zu mo´wic´ ‚sprechen’: ‚sie war dabei zu sprechen’. Verben mit gleicher lexikalischer Bedeutung als Aspektpartner gegenüber. welche die Ereignis-Funktion impliziert. Aspekts werden erst auf der syntaktischen Ebene durch Kontexte spezifiziert. Aspekts an. Im Hinblick auf die Funktionsseite stehen sich sehr allgemeine Bedeutungen des pf. wird die ererbte Ereignisfunktion des Verbs zamkna˛c´ ‚schließen’ durch die Verlaufsfunktion ersetzt.B.a.u. Wir haben hier sozusagen eine Null-Umgebung. Die telische lexikalische Bedeutung. dass die Handlung in Richtung auf die Erreichung der lexikalisch gesetzten ‚inneren Grenze’ verläuft. Aspekts gegenüber. also z. und die ipf. dass die Situation per Default ein Ereignis ist.B. vgl. ist erst auf der syntaktischen Ebene entscheidbar. die mit diesem Verb. wozu entsprechende Umgebungen führen können. Der Aspekt 373 einem Gedankenexperiment vornehmen könnten. pomo´wi! ‚er . kommt das Verb in das Paradigma des ipf. Aspekts und erhält dessen allgemeine. Bei einer atelischen lexikalischen Bedeutung in dieser Funktion fehlt die Bewegung hin zu einer ‚inneren’ Grenze.

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7. Verben

sagte’ oder przeczyta! list ‚er las den Brief’ ein Ereignis bezeichnet wird, heißt das für den Hörer oder Leser, dass das, was im nächsten pf. Prädikat genannt wird, eine neue Situation ist, die der vorher genannten folgt. Daher wird eine Abfolge von Prädikaten wie zamkna˛! drzwi i przeczyta! list ‚schloss die Tür und las den Brief’ als Handlungssequenz verstanden. Demgegenüber wird eine Abfolge von ipf. Prädikaten mit (progressiver) Verlaufsfunktion, vgl. kiedy ona juz˙ mo´wi!a o gos´ciu, on jeszcze zamyka! drzwi ‚während sie schon über den Gast sprach, machte er noch die Tür zu’ als zeitlicher Parallelismus verstanden. Gehen wir noch einmal zur lexikalischen Ebene zurück und betrachten atelische Verben wie chodzic´ ‚herumlaufen’ oder mo´wic´ ‚sprechen (mit)’. Ihre atelische lexikalische Bedeutung impliziert einen Verlauf, also eine Situation, die aus mehreren Phasen besteht. Es ist ein atelischer Verlauf, einer, der nicht auf eine bestimmte sachliche ‚Grenze’ hinsteuert, wie wir das bei zamykac´ ‚zumachen’ gesehen haben. Durch Präfigierung mit po- erhält das ipf. mo´wic´ ‚sprechen’ den pf. Aspektpartner pomo´wic´ ‚(eine Zeit lang) sprechen (mit)’. (Wenn mo´wic´ die lexikalische Bedeutung ‚sagen’ hat, ist es telisch und hat einen anderen pf. Aspektpartner, powiedziec´.) Bei pf. Derivaten wie pomo´wic´ ist das Ereignis nicht lexikalisch, sondern grammatisch gesetzt. Die Ereignis-Gestalt ist nicht durch einen abgeschlossenenen Sachverhalt begründet, sondern als eine rein zeitliche zu verstehen. Das ipf. Verb mo´wic´ hat, wie das ipf. zamykac´, eine Reihe potenzieller Funktionen, darunter die progressive, die erst in ihrem Satzkontext, auf der syntaktischen Ebene, spezifiziert werden. Auf der textuellen Ebene spielt dann die Frage, ob das Verb telisch oder atelisch ist, keine wesentliche Rolle mehr, hier steht der Unterschied zwischen den syntaktischen Funktionen des pf. und ipf. Aspekts im Vordergrund. Die Ebenen sind auch wichtig für die Korrelierung von Aspektpartnern und -paaren. Dies zeigt sich deutlich zunächst bei diffuser, telisch-atelischer lexikalischer Bedeutung. Da sie im Hinblick auf die Telizität nicht eindeutig ist, ist erst mit Kontext zu erkennen, ob die dargestellte Situation telisch oder atelisch ist oder diffus bleibt. Wie gesehen, wird mit dem Objekt list in przeczyta! list ‚hat den/einen Brief gelesen’ eine sachliche Grenze geliefert. Ist der Brief gelesen, kann er nicht weiter gelesen werden, so wenig, wie die Tür im Falle von zamkna˛!em weiter geschlossen werden kann. Die dargestellte Situation ist damit telisch. Das diffuse telisch-atelische Verb czytac´ wird mit solchem Kontext, also erst auf der syntaktischen Ebene, ein telisches Prädikat. Erscheint ein Objekt listy mit indefiniter Funktion (czyta! listy ‚las Briefe’), dann wird mit dem Kontext keine sachliche Grenze gesetzt und wir haben es mit einem atelischen Prädikat zu tun. Während diese Konturierung der diffusen Bedeutung des ipf. Verbs czytac´ ‚lesen’ zu einem telischen oder atelischen Prädikat erst auf der syntaktischen Ebene geschieht, kann die Konturierung auch durch Präfigierung, damit auf der morphologischen Ebene, geschehen. Przeczytac´ ist der telische Aspektpartner, poczytac´ der atelische Aspektpartner zu czytac´. Przeczytac´ muss, da es telisch ist, einen entsprechenden, die ‚sachliche Grenze’ bezeichnenden, telischen Kontext haben, z.B. list ‚den Brief’; poczytac´ muss einen atelischen Kontext haben (der auch in der Abwesenheit eines Objekts bestehen kann). Wir ha-

7.6. Der Aspekt

375

ben hier also zu czytac´ ‚lesen’ mit der einen, lexikalisch diffusen, Bedeutung, mehrere Aspektpartner. Die Anwendung des Terminus Aspektpaar ist nicht nur für diffuse ipf. Verblexeme und ihrer pf. Partner auf die syntaktische Ebene zu beschränken. Sie gilt z.B. auch für die gar nicht seltenen Verbvokabeln, bei denen verschiedenen lexikalischen Bedeutungen verschiedene Aspektpartner entsprechen wie dies bei mo´wic´ – pomo´wic´ ‚sprechen (mit)’, mo´´wic´ – powiedziec´ ‚sagen’ der Fall ist. Denn welche lexikalische Bedeutung von mo´wic´ vorliegt, wird ja erst im Satzkontext klar. Damit wird auch erst im Satzkontext klar, mit welchem pf. Aspektpartner das ipf. mo´wic´ ein Aspektpaar bildet. Die Begriffe Ereignis, Verlauf und stative Situation erfassen nur einen Teil der funktionalen Unterschiede zwischen pf. und ipf. Aspekt. Ein anderer Teil betrifft die temporale Definitheit, die Funktionsopposition zwischen episodischen und nicht episodischen Situationen. Ein Verb wie zamkna˛c´ ‚schließen’ (lexikalische Ebene) oder eine Wortfügung wie przeczyta! list ‚er hat den Brief gelesen’ (syntaktische Ebene) vermitteln ein telisches Ereignis. Die genannten Verben sind perfektiv. Bei den imperfektiven Entsprechungen, also zamykac´ ‚schließen’, czyta! list ‚er hat den Brief gelesen’ können ebenfalls telische Ereignisse vermittelt werden, obwohl die Verben nicht pf. sind. Dies kann z.B. dann gegeben sein, wenn die jeweilige Handlung durch den Satzkontext als regelmäßig wiederholt und damit temporal indefinit lokalisiert ist, hier als ‚nicht episodisch’ dargestellt. Gleichgültig, welche Namen man für dieses Phänomen der zeitlichen Definitheit verwendet, es reicht jedenfalls nicht aus, nur Ereignisse und Verläufe zu unterscheiden, um die Opposition zwischen pf. und ipf. Verben zu beschreiben. Ereignisse können von ipf. Verben genauso wie von pf. Verben bezeichnet werden. Der Unterschied zwischen ipf. zamyka!a in der Bedeutung ‚schloss regelmäßig’ und pf. zamkne˛!a besteht nicht in der Ereignis-Gestalt, sondern darin, dass das ipf. Verb mit dieser Funktion eine nicht episodische, d.h. als zeitlich indefinite Situation darstellt, das pf. Verb eine episodische, zeitlich definite. Die Funktionen der temporalen Definitheit sind auf verschiedenen Ebenen anzusetzen: 1. Lexikalische Ebene: Die Explikationen der lexikalischen Bedeutungen implizieren bei den Lexemen mit stativer Bedeutung die Funktion ‚nicht episodisch’, vgl. kochac´ ‚lieben’, wiedziec´ ‚wissen’. Die anderen lexikalischen Bedeutungen implizieren oder enthalten nicht die Funktion ‚episodisch’ bzw. ‚nicht episodisch’. 2. Morphologische Ebene: Der pf. Aspekt impliziert per Default die Funktion ‚episodisch’, vgl. zamkna˛c´ ‚schließen’, przeczytac´ ‚lesen’. Dieser Default kann auf der syntaktischen Ebene aufgehoben werden. 3. Syntaktische Ebene: Hier wird beschrieben, wie die Funktionen ‚episodisch’ bzw. ‚nicht episodisch’ mithilfe des Kontextes konstituiert werden (wenn sie

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7. Verben

nicht von der lexikalischen oder morphologischen Ebene einfach übernommen werden). 4. Text-Ebene: Auf dieser Ebene wird die Konstituierung der temporalen Kohärenz beschrieben, u.a. auf der Basis der Unterscheidung episodischer und nicht episodischer Situationen. Das hinsichtlich der Verteilung und Veränderung der zentralen aspektuellen Funktionen Gesagte kann wie folgt zusammengefasst werden: Die Beschreibung der Funktionen besonders der ipf. Verben wird erst dann durchsichtig, wenn dabei die verschiedenen Ebenen beachtet werden. Verben wie znaczyc´ ‚bedeuten’ haben bereits auf der lexikalischen Ebene stative Funktion, die sie bis zur Textebene beibehalten. Dagegen können Verben wie zamykac´ ‚schließen’ episodische und nicht episodische Ereignisse und Verläufe, auch stative Situationen, bezeichnen. Erst im Satzkontext wird festgelegt, mit welchen aspektuellen Funktionen seine lexikalische Bedeutung ‚schließen’ kombiniert ist. Lexikalische Ebene: Implikation der aktionalen Gestalt (telische lexikalische Bedeutung ! Ereignis-Funktion; atelische lexikalische Bedeutung ! Verlauf- oder stative Funktion; diffuse telisch-atelische lexikalische Bedeutung ! diffuse EreignisVerlaufsfunktion). Morphologische Ebene: Grammatische Derivation von Partner-Verben mit Veränderung der aktionalen Gestalt und/oder der temporalen Definitheit. Syntaktische Ebene: Kontextuelle Spezifizierung von solchen aspektuellen Funktionen, die durch diffuse lexikalische Bedeutungen und/oder die Polyfunktionalität des ipf. Aspekts gegeben sind. Die aspektuelle Derivation führt immer zu einer Revision bestimmter gegebener Default-Funktionen von aspektuell unmarkierten Verben. Revisionen der aspektuellen Funktion sind auch durch den Satzkontext möglich. Neben den genannten Veränderungen auf der morphologischen und syntaktischen Ebene steht natürlich die einfache Übernahme der Funktionen von Einheiten der jeweils tiefer liegenden Ebene auf die nächst höhere, also z.B. die Übernahmen von EreignisFunktionen, die lexikalisch impliziert sind, auf die morphologische Ebene oder von Derivat-Funktionen auf die syntaktische Ebene. Die Übernahme der Funktionen der syntaktischen Ebene und ihre Kombination auf der Text-Ebene führen dann zu bestimmten Funktionskonstellationen, die typisch für Gespräche oder Erzählungen sind. Erst auf dieser Ebene ist in aller Regel erkennbar, worin überhaupt der kommunikative Sinn all der aspektuellen Funktionen der tiefer liegenden Ebenen besteht.

7.6. Der Aspekt

377

7.6.3. Die lexikalische Ebene Verb-Vokabeln und Verb-Lexeme Vokabeln wurden oben definiert als Wort-Typen ohne grammatische Affixe. VerbVokabeln sind damit Verben ohne partnerbildendes Aspektaffix (im Aktiv), wie ipf. pisac´ ‚schreiben’ oder pf. przepisac´ ‚abschreiben’. Sie haben in der Regel mindestens ein potenzielles Affix für mindestens einen Aspektpartner, vgl. napisac´ ‚schreiben’ bzw. przepisywac´ ‚abschreiben’. Der Ausdruck Lexem wird verwendet für die Verbindung der äußeren Form einer Vokabel mit genau einer lexikalischen Bedeutung gebraucht, sei es der einzigen, sei es, bei Polysemie, einer von mehreren Bedeutungen. Die lexikalischen Bedeutungen, besonders von ipf. Verben, können verschiedene Aspektfunktionen haben. Entsprechend den verschiedenen lexikalischen Bedeutungen kann eine Vokabel Lexeme mit verschiedenen Aspektpartnern haben, z.B. gotowac´ 1. > ugotowac´ 2. > zagotowac´ ‚kochen’ ‚zum Kochen bringen’
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Die Beschreibung eines Verb-Lexems enthält demgemäß in der Regel die Angabe des jeweiligen Aspektaffixes, mit dem der Aspektpartner gebildet wird (gegebenenfalls die Angabe mehrerer Affixe), vgl. z.B. das Lexem gotowac´ 2. mit der Angabe zur Bildung des Aspektpartners in der Klammer: gotowac´ ipf. 2. ‚zum Kochen bringen’ (pf. za-)

Genaugenommen müsste nicht, wie meist, von ‚Verbkategorien’, gesprochen werden, sondern von ‚Lexemkategorien’ bzw. ‚aspektrelevanten Kategorien lexikalischer Bedeutungen’. Die Lexemtypen Die zentralen Funktionen der aktionalen Gestalt werden hier, wenn sie Komponenten der lexikalischen Bedeutung des Verbs sind, als Lexikalische Aktionale Funktionen bezeichnet. Die Unterkategorien bildenden peripheren aktionalen Kategorien des Zustandswechsels usw. sind dann Subkategorien der Lexikalischen Aktionalen Funktion. Diese aktionalen Funktionen werden von der Verb-Vokabel auf die derivierten Aspektpartner vererbt. Sie können dort durch die grammatische Funktion des Aspektaffixes überlagert und auf der syntaktischen Ebene durch Kontext modifiziert werden. Verb-Lexeme werden entsprechend ihrer Lexikalischen Aktionalen Funktionen in Lexemtypen kategorisiert. Da die lexikalische Bedeutung allen Aspektpartnern eines Verballexems gemeinsam ist, ist ihnen auch die Lexikalisch Aktionale Funktion gemeinsam. Diese gemeinsamen Merkmale fundieren die Lexemtypen. Die Typen haben bestimmte
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378

7. Verben

lexikalische, morphologische und syntaktische Potenziale, die in verschiedenem Umfang im einzelnen Vorkommen des Lexems realisiert sind. Die Lexemtypen unterscheiden sich zunächst danach, wie die Funktion ‚Ereignis’ (einphasige Situation) im Lexem vertreten ist. Zur Feststellung kann das Auftreten der Ereignisfunktion bei ipf. Verben herangezogen werden, und zwar in solchen Kontexten, in denen die aktionale Gestalt, also die zentrale Lexikalische Aktionale Funktion, nicht durch kontextuelle Einflüsse verändert wird, sondern unverändert in den Satz vererbt wird. Das ist vor allem der Fall bei der iterativen Funktion in neutralem Kontext: (1) Genowefa stawia!a wiadra na ziemi i odgarnia!a kosmyk z czo!a. ‚Genowefa stellte (dann immer) die Eimer auf den Boden und strich sich eine Strähne aus der Stirn.’ Außerdem ist die lexikalische Ereignis-Funktion im historischen Präsens erkennbar. Wenn ein ipf. Verb im historischen Präsens durch ein pf. Verb mit gleicher Bedeutung ersetzt werden kann (durch seinen Aspektpartner), dann hat es offensichtlich ‚Ereignis’- Funktion, denn ein pf. Verb hat immer Ereignis-Funktion. Vgl.: (2) pf. Präteritum: Genowefa postawi!a wiadra na ziemi i odgarne±!a kosmyk z czo!a. ‚Genowefa stellte die Eimer auf den Boden und strich sich eine Strähne aus der Stirn.’ (3) ipf. historisches Präsens: Genowefa stawia wiadra na ziemi i odgarnia kosmyk z czo!a. ‚Genowefa stellt die Eimer auf den Boden und streicht sich eine Strähne aus der Stirn.’ Entsprechend diesem Kriterium gibt es folgende drei aktionalen Haupttypen von Verben (internationale Termini in runden Klammern, (…), Symbolisierung in geraden Klammern, […]): • Ereignis-Lexeme (telische Lexeme), [–o–], z.B. otworzyc´ ‚öffnen’, przeczytac´ ‚lesen’, powiedziec´ ‚sprechen’. • Lexeme ohne Ereignisfunktion (atelische Lexeme), d.h. mit Verlaufsfunktion, [o…o…o], z.B. spac´ ‚schlafen’, patrzyc´ ‚schauen’; oder mit stativer Funktion, [---], z.B. znaczyc´ ‚bedeuten’, wiedziec´ ‚wissen’. • Ereignis-Verlaufslexeme, (aktional diffuse Lexeme), [–(o…)o(…o)–], z.B. czytac´ ‚lesen’, tan´czyc´ ,tanzen’. Die Lexikalische Aktionale Funktion eines Lexems ist, ausgehend von den Definitionen für die aktionalen Gestalten, an der Beschreibung (Explikation) der lexikalischen Bedeutung zu erkennen. Gilt die lexikalische Beschreibung für genau eine Phase zwischen Vor- und Nachstadium einer Situation, dann hat das Lexem Ereignis-Funktion, vgl. zmyc´ – zmywac´ ‚auswaschen’. Die Einphasigkeit der Situation des Auswaschens wird durch die Funktion des

7.6. Der Aspekt

379

imperfektivierenden Suffixes überlagert, wenn es die syntaktische Aspektfunktion ‚episodischer Verlauf’ hat. Die vom Verb dargestellte Situation ist dann mehrphasig, vgl. kiedy zmywa!, … ‚als er am Auswaschen war, …’. Gilt die lexikalische Beschreibung für eine beliebige Phase einer aktionalen Situation, dann hat das Lexem Verlaufsfunktion, vgl. p!akac´ ‚weinen’. Im Derivat pop!akac´ ist die Eigenschaft der Mehrphasigkeit des Weinens überlagert durch die Funktion des perfektivierenden Affixes, das Einphasigkeit vermittelt. Gilt die lexikalische Beschreibung für die gesamte Situation und jeden Zeitintervall der Situation, jedoch nicht für eine Phase (weil die Situation nicht über eine solche verfügt, sondern nur ein Stadium besitzt), dann hat das Lexem stative Funktion, vgl. wiedziec´ ‚wissen’, znaczyc´ ‚bedeuten’. Die Bedeutung der aktional diffusen Lexeme impliziert ein Ereignis und/oder einen Verlauf. Im Satzkontext kann die Bedeutung zu einem Ereignis oder Verlauf konturiert werden, muss aber nicht. Die Explikation der lexikalischen Bedeutung enthält eine inklusive Disjunktion, sie gilt in Abhängigkeit vom Kontext (a) für genau eine Phase, (b) für eine beliebige Phase oder es bleibt unklar, ob (a) oder (b) zutrifft. Eines dieser durchaus zahlreichen Lexeme ist czytac´ ‚lesen’, dessen lexikalisch aktionale Funktion je nach Kontext zu einem Ereignis konturiert werden kann, vgl. czyta! ten list (mit dem Ende des gelesenen Briefs tritt das Ende der aktionalen Situation ein, mit czyta! ten list ‚er hat den Brief gelesen’ kann eine weitere Situationsphase nicht bezeichnet werden, eine Fortsetzung dieser Handlung ist nicht möglich). Oder die lexikalische Bedeutung wird zu einem Verlauf konturiert, vgl. kiedy czyta!, … ‚als er las …’. Die Handlung ist im Fortschreiten, es wird keine Phase bezeichnet, nach der die Fortsetzung dieser Handlung nicht mehr möglich ist. Die Diffusität der Bedeutung kann aber auch auf die syntaktische Ebene vererbt werden und die aktionale Situation kann unkonturiert im Satz erscheinen, vgl. Czy czyta!es´ listy? ‚Hast du (die) Briefe gelesen?’ Weiteres hierzu bei der syntaktischen Beschreibung. Als oberstes Unterscheidungsmerkmal der Lexem-Subtypen wird die Mehrphasigkeit des ipf. Verbs und der beobachtbare Zustandswechsel bei pf. und ipf. Verben herangezogen werden. Dass das ipf. Lexem lexikalisch mehrphasig ist, kann man daran erkennen, dass es in der progressiven Funktion auftreten kann. Vgl.: (4) Verlaufslexem: Kiedy Genowefa stawia!a wiadra na ziemi, odgarnia!a kosmyk z czo!a. ‚Als Genowefa die Eimer auf den Boden stellte, strich sie sich eine Strähne aus der Stirn.’ (5) Statives Lexem: *Kiedy Genowefa wiedzia!a to, odgarnia!a kosmyk z czo!a. ‚Als Genowefa das wusste, strich sie sich eine Strähne aus der Stirn.’ Für die Unterscheidung der atelischen Lexeme in Verlaufslexeme und stative Lexeme ist dieses Kriterium das geeigneteste. Weniger geeignet ist es für die weitere Unterscheidung

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7. Verben

der telischen und der diffusen Lexeme in Subtypen. Die Feststellung der Progressivität hängt bei den telischen Lexemen sehr davon ab, welche Kontexte man findet oder sich einfallen lässt. Daher wird hier dem Merkmal ‚beobachtbarer Zustandswechsel’ (s.o.) der Vorrang eingeräumt, zumal die Korrelation mit der Verwendung in progressiver Funktion hoch ist: Lexeme mit der lexikalischen Funktion ‚beobachtbarer Zustandswechsel’ sind progressionsfreundlich, solche ohne diese Funktion progressionsfeindlich. In der folgenden Tabelle sind für jeden Subtyp beide Kriterien aufgeführt (2. und 3. Spalte), das entscheidende befindet sich jedoch im grundierten Kasten. In Klammern gesetzt ist das mitlaufende Kriterium, das dann zwar ein typisches Merkmal erfasst, jedoch bei der Klassifizierung der einzelnen Verblexeme eine nachgeordnete Rolle spielt. Lexemtyp mit/ohne lexikalische EreignisFunktion telische Lexeme (Ereignis-Lexeme) Lexemsubtyp mit/ohne lexikaName lischen Zustandswechsel + transformative Ereignis-Lexeme (# accomplishment) zamkna˛c´/zamykac´ ‚schließen’ – konklusive Ereignis-Lexeme (# achievement) po-/chwalic´ ‚loben’ (–) dekursive Verlaufslexeme (# activity) po-/spac´ ‚schlafen’ (–) stative Lexeme (# state) znaczyc´ ‚bedeuten’/Ø + transformativ-mutative Lexeme po-/bielec´ ‚weiß(er) werden’ – dekursiv-konklusive Lexeme po-/prze-/czytac´ ‚(durch)lesen’

ipf. mit/ohne progressive Satzfunktion (+)

(–)

atelische Lexeme (Lexeme ohne Ereignisfunktion) diffuse Lexeme (EreignisVerlaufslexeme)

+

– (+/–) (+/–)

Tabelle der Lexemtypen und Lexemsubtypen Diese Typologie entfaltet ihre deskriptive Wirksamkeit in der Kombinatorik. Dies gilt zunächst für die morphologische Kombinatorik, wenn es also darum geht, mit welchen Formen und welchen funktionalen Veränderungen die grammatischen Derivationen verbunden sind und wie sich die Kombination mit den Tempora und dem Genus verbi auswirkt. Sie wirkt sich außerdem kräftig im Gebrauch auf Satzebene aus, nicht nur im Hinblick auf die Verwendbarkeit der progressiven Funktion. So ist die progressive Satzfunktion bei transformativen Lexemen eine ganz andere, als bei konklusiven. Bei den letzteren ist sie wiederum verschieden je nach Subtyp, d.h., je nachdem, ob soziale oder mentale Akte, vgl. mys´la!a ‚dachte’, punktuelle Situationen, vgl. miga!a ‚blinkte’, oder durative Situationen, vgl. chodzi!a ‚ging’, bezeichnet werden.

Die morphologische Ebene Aspektuelle Derivation und Kombination auf der morphologischen Ebene Auf der morphologischen Ebene wird beschrieben. Verbs in Kombination mit mindestens einer anderen grammatischen Bedeutung in derselben Wortform. siedziec´ ‚sitzen’ – können delimitative Derivate abgeleitet werden. ‚X fährt fort zu’. – besteht die Kontrollierbarkeit der Situation durch den Agens. ergibt die 392 . ‚meinen’ (stativ) vs. da stative Lexeme immer und dekursive Lexeme oft Zustände bezeichen. • nur bei dekursiver Bedeutung (lexikalischer Verlaufsbedeutung) wie bei spac´ ‚schlafen’. ‚X hört auf zu’ bzw. Wichtig sind folgende Kombinationen: • Aspekt und Modalität • Aspekt und Diathese • Aspekt und Tempus.4. kann gesagt werden: • stative und progressive Funktion sind unvereinbar. Schwierigkeiten bereitet gelegentlich die Trennung von stativen und dekursiven Lexemen. Äquivalente ergänzt werden. oder eines ipf. vgl. d. 7. Z.h. In dieser Grammatik können nur wichtige und exemplarische Fakten zum Verhalten der Lexeme auf den höheren Ebenen.7. (c) wie und mit welchen Resultaten die Kombination mit anderen morpho-grammatischen bzw.usw. mys´lec´ 1.6. (a) wie und mit welchen Ergebnissen die grammatische Derivation von Aspektpartnern abläuft. Da lexikalische Verlaufsbedeutungen die Phasenstruktur der Situation implizieren. und mit der Präfigierung durch räumlich motivierte Präfixe gearbeitet wird.B. während die nichttransformativen Lexeme das Präfix pobevorzugen. dass bei der Bildung von Aspektpartnern die transformativen Lexeme mit Suffigierung durch -(w)a. Situationen. bei der grammatischen Derivation und im Satzkontext. Diese sind Abstraktionen aus dem Gebrauch eines pf. die aus der Beschreibungsperspektive des Aspekts als komplexe morphologische Aspektfunktionen bezeichnet werden können. die keine innere Veränderung durchlaufen.6. ‚nachdenken’ (dekursiv). – könnte die Explikation durch ‚X beginnt zu …’. Diese komplexen morphologischen Funktionen müssen eigens beschrieben werden. funktionalen Kategorien des Verbs abläuft. ohne dass sich der Lexemtyp ändert. weil es sich dabei nicht immer um die bloße Addition (kompositionale Kombination) von Funktionen handelt. Sie bestehen also aus Komponenten mehrerer grammatischer Bedeutungen. geboten werden. Hieraus ergeben sich Funktionen. Der Aspekt 381 Hinsichtlich der morphologischen Ebene kann als ein Unterscheidungsmerkmal die grobe Tendenz genannt werden. (b) welche Art morphologischer Kategorie mit welchen grammatischen Bedeutungen durch die systematische Derivation konstituiert wird.

bzw. Die Funktion des ipf. Angesetzt werden hier folgende Funktionen: • Morphologische Funktion des pf. z. nicht möglich. mit dem pf. die allen Verben dieses Aspekts per Default zukommt. Im Deutschen werden die entsprechenden Funktionen entweder. Der Träger der Aspektfunktion ist also in zmyc´ – zmywac´ ‚auswaschen’ oder robic´ – zrobic´ ‚machen’ einmal der Stamm und einmal das Affix. vgl. Da die Stämme verschiedene aspektuelle Funktion haben. Die morphologischen Funktionen des Aspekts 393 Die morphologische Funktion eines Aspekts ist diejenige Funktion. Aspekt eine futurische Funktion (napisze˛ ‚ich werde schreiben’). ist Folgendes: Man kann jetzt auf grammatische Weise (fast) alle lexikalischen Stämme und damit lexikalischen Bedeutungen mit (fast) allen aspektuellen Funktionen verwenden. wie im Polnischen. Verben und jedem einzelnen pf.) ‚machen’. Was durch die grammatische Affigierung erreicht wird.382 7. Verben Kombination der Präsens-Futur-Endung mit dem ipf. robic´ (ipf. eine große Rolle. Aspekts"="Lexikalische Aktionale Funktion. Aspekt eine präsentische Funktion (pisze˛ ‚ich schreibe’).) ‚auswaschen’ oder zrobic´ (pf. Dieser spielt freilich auch im Polnischen. erscheint sie dort unter der Bezeichnung ‚konkret-faktische Funktion’. Da in der Wortform ein Aspekt immer in Kombination mit einem Tempus. mit denen das Verhalten der Aspekte im Satz und im Text erklärt werden kann. ergibt sich bei jeder Verwendung ein umfangreicher Komplex aus Aspekt-Diathese-Tempus-Modus-Funktionen. Diese Funktionen sind Hypothesen. Aspektpartnerschaften werden im Prinzip durch Suffigierung und Präfigierung gebildet. Die so abgeleiteten ipf. Verben haben diejenigen aspektuellen Funktionen. zmyc´ (pf. einem Modus und einer Diatheseform auftritt. Stämme haben und umgekehrt. Genau das ist im Deutschen. welche die ipf. Aspekts ist demgegenüber von der lexikalischen Ebene auf die morphologische . Verb als vom Satzkontext unabhängigem Typus. • Morphologische Funktion des ipf. also dem jeweiligen Paradigma der pf. bzw. wie sie nicht durch die Kombination mit bestimmten Kontexten verändert werden. das keinen grammatischen Aspekt hat. Aspekts"="‚Episodisches Ereignis’. ipf. den aspektuell nicht markierten Verben eines bestimmten Aspekts. Da sie Default-Funktionen sind. Die grammatische Derivation beruht also darauf.hat die folgende grammatische Funktion: Es wandelt die aspektuelle Funktion des Stammes in eine oppositive aspektuelle Funktion um. die zugehörigen Derivate des oppositiven Aspekts abgeleitet werden. zusammen mit dem Stamm und dem Affix.) ‚auswaschen’. dass zu den Vokabeln ohne grammatisches Affix. gelten sie nur solange. oder nur noch durch den Kontext.) ‚machen’. durch den lexikalischen Stamm ausgedrückt. Das Affix -(w)a-. Wenn die morphologische Funktion des pf. entstehen durch die Affigierung logischerweise Verben mit verschiedenen Aspekten: zmywac´ (ipf. ipf. Aspekts unverändert auf die Satzebene vererbt wird.

wie es zu den einzelnen Satz. Diese ist für den ipf. Aspekt auch dann nicht formulierbar. aber noch weniger aussagekräftig. dass eine bestimmte Funktion bei jeder Verwendung des ipf. Aspekt also wie folgt definiert wird: ‚nicht-episodisches Ereignis’. Falls damit etwas wie ein Funktionsdefault gemeint ist. dem perfektiven und dem imperfektiven Aspekt. wenn die Funktionsbeschreibung negativ formuliert wird. als die negative. Aspekts ‚episodisches Ereignis’ umfasst. so geht es darum. ist ein ‚Beweis’ nicht ohne weiteres möglich. pf. Verben. also als durch morphologische Umgebung und Kontext veränderbare Ausgangswerte. wenn der ipf. Dazu wurde oben ein Vorschlag gemacht. Der ipf. erscheint uns als das geeignetste. kann festgestellt werden. Verben verschiedenen Aspekts mit gleicher lexikalischer Bedeutung sind Aspektpartner und unterscheiden sich in der Regel durch das Vorhandensein bzw. Eine dritte Art. wenn dieser Ausdruck besagen soll.B. Sofern mit der invarianten Bedeutung eines Aspekts gemeint ist. die zugrunde liegenden lexikalischen und morphologischen Funktionen als Defaults anzusetzen. Der Aspekt 383 vererbt und wird dann auf der Satzebene durch Kontexte in mehrere aspektuelle Satzfunktionen differenziert.h. warum ein bestimmter Aspekt verwendet wird. als Bedeutung. Das formal unmarkierte 394 .6. den eigentlich kommunikativ relevanten Funktionen. Die angesetzten morphologischen Funktionen müssen sich auf mehreren Ebenen bewähren: auf der morphologischen Ebene selbst bei der Beschreibung der funktionalen und formalen Derivation und auf der syntaktischen Ebene bei der Beschreibung der auf Kontextbedingungen zurückzuführenden Satzfunktionen. Die morphologischen Aspektfunktionen sind also keine ‚Invarianten’. die einfachste Ausgangsfunktion zu formulieren. Die funktionalen Veränderungen durch aspektuelle Derivation Der Verbalaspekt (aspekt czasownika) besteht aus zwei grammatischen Subkategorien. im historischen Präsens die Funktion ‚episodisches Ereignis’ haben. bzw. ein Verb mit grammatischem Aspektaffix als ‚aspektuell markiert’. dass die Bedeutung in allen Vorkommen erscheint. das Fehlen von Aspektaffixen. d. Denn im ipf. Aspekts ‚nicht episodisches Ereignis’ als auch die Bedeutung des pf. Aspekt wird dann als ‚merkmallos’ expliziert. Einige Hinweise auf alternative Definitionen der Aspekte seien angefügt. Die morphologischen Funktionen sind in der Abstraktionsstärke vergleichbar mit den so genannten invarianten Aspektbedeutungen. ist zwar korrekt. Aspekts gegeben ist. Diese wiederum sind die Grundlage der Textfunktionen. Präsens können telische Lexeme (="Ereignis-Lexeme) z.und Textfunktionen der Aspekte kommt. Sie enthalten die pf. die sowohl die negativ formulierte Bedeutung des ipf. um die Komplexität der Aspektfunktionen und ihr Verhältnis zu den sprachlichen Formen zu erklären. Meist kann erst auf der Textebene begründet werden. eine ‚Invariante’ zu formulieren. dass die Suche danach bisher ohne Erfolg geblieben ist und bleiben wird. Die vorliegende morphologische Beschreibung soll auf möglichst einfache Weise erklären. Das Verfahren. und ipf.7. Ein Verb ohne grammatisches Aspektaffix wird als ‚aspektuell unmarkiert’ bezeichnet. Da es sich hier um eine theorieabhängige Explikation des polnischen Aspekts als grammatische Kategorie handelt.

) wird die Bedeutung des formal unmarkierten Verbs so verändert. Verben Verb und das formal markierte Derivat bzw. Auch bei den pf. Sie haben aber. dass sich beim Derivat jeweils die morphologische Funktion des pf. Ein Beispiel: Das telische unmarkierte pf. ganz im Gegensatz zu denen der ipf. Diese wird dann mit dem Satzkontext zu den Funktionen der syntaktischen Ebene kombiniert. Im Satz- . dass die morphologische Funktion ‚episodisches Ereignis’ herauskommt. Es wird durch Suffigierung zum ipf. und dieses hat als morphologischer. Aspekts ergibt. dass nur die lexikalische Bedeutung übrig bleibt. die formal markierten Derivate bilden eine Aspektpartnerschaft. zachrapac´ ‚schnarchen’. Der formal markierte Aspektpartner wird per grammatische Derivation vom formal unmarkierten Verb abgeleitet. Verben kann es im Satz dann zu weiteren funktionalen Veränderungen kommen.384 7. Bei der Perfektivierung (odseparowac´ ‚trennen’. In der folgenden Tabelle ist dies jeweils für die Lexemtypen abgebildet: morphologische Funktion des ipf. Aspekts = ‚episodisches Ereignis’ Lexemtyp formale Derivation telisch ‚Ereignis’ < < > > > > zamkna˛c´ ‚schließen’ zapomniec´ ‚vergessen’ odseparowac´ ‚trennen’ podzie˛kowac´ ‚danken’ popracowac´ ‚arbeiten’. kontextuell unabhängiger Typus die Funktion ‚episodisches Ereignis’. Aspekts" =!Lexikalische Aktionale Funktion ‚Ereignis’ zamykac´ ‚schließen’ zapominac´ ‚vergessen’ separowac´ ‚trennen’ dzie˛kowac´ ‚danken’ ‚Verlauf’ pracowac´ ‚arbeiten’ chrapac´ ‚schnarchen’ ‚stative Situation’ znaczyc´ ‚bedeuten’ ‚Verlauf und/oder Ereignis’ czytac´ ‚(durch)lesen’ bielec´ ‚weiß(er) werden’ morphologische Funktion des pf. kontextuell isolierter Typus nur noch die Funktion ‚Ereignis’. przeczytac´ ‚lesen’ usw. ingressiv kein morphologischer Aspektpartner atelisch ‚Verlauf’ oder ‚stative Situation’ diffus ‚Verlauf und/oder Ereignis’ > > po-/prze-/czytac´ ‚(durch)lesen’ pobielec´ ‚weiß(er) werden’ Formale und funktionale Veränderungen durch aspektuelle Derivation Bei der Imperfektivierung (zamykac´ ‚schließen’. zapominac´ ‚vergessen’) wird die Bedeutung des formal unmarkierten Verbs so verändert. Verben. delimitativ. popracowac´ ‚arbeiten’. Ausnahmecharakter. des ipf. Die dabei vonstatten gehenden funktionalen Veränderungen laufen so ab. Verb zamkna˛c´ ‚schließen’ hat als morphologischer. Verb zamykac´ ‚schließen’ gemacht. bzw.

B. czytac´ – przeczytac´ ‚lesen’. die Funktion ‚iterativ’. Im Polnischen wird. Der Aspekt 385 kontext kann das Verb dann leicht die iterative Funktion erhalten. Das aspektuell unmarkierte Verb (d. das Verb ohne 395 . markiert. Das telische unmarkierte ipf. wie zamykac´ ‚schließen’. Als funktionaler Aspektpartner wird hier das Derivat bezeichnet. also die Funktion ‚mehrfach schließen’.h. Das ipf. sondern ein Verb und sein grammatisches Derivat.h. die Profilierung verändert das Verhältnis zwischen den hervorgehobenen und nicht hervorgehobenen Bestandteilen der lexikalischen Verbbedeutung. Verb separowac´ ‚trennen’ hat ebenfalls die Lexikalische Aktionale Funktion ‚Ereignis’. das Schließen ist ein Ereignis. z. Allgemein gesagt verändert die Rekategorisierung nur die Zugehörigkeit zur grammatischen Bedeutungskategorie. mit Wortbildungsmitteln. ‚zum Kochen bringen’ – zagotowac´ pf (– zagotowywac´"pf) Im Fall von zagotowac´ – zagotowywac´ ‚zum Kochen bringen’ ist vom Aspektpartner ein weiterer Aspektpartner abgeleitet.7. Dieses ipf. ‚dabei sein zu schließen’. dann wird die Ereignisfunktion durch die Verlaufsfunktion überlagert. auch im Urslavischen). so dass das Verb als morphologischer Typus die Funktion ‚episodisches Ereignis’ besitzt. Die formalen Veränderungen durch aspektuelle Derivation Die funktionalen Aspektpartner Die Kategorie des Verbalaspekts kann in anderen Sprachen mit Flexionsaffixen. Sie sind Aspektpartner. Insofern bleibt die lexikalische Bedeutung des Verbs bei der grammatischen Derivation unverändert. Mit der Derivation des pf. Verb odseparowac´ ‚trennen’ kommt zur Lexikalischen Aktionalen Funktion ‚Ereignis’ die Funktion ‚episodisch’ hinzu. der Verbalaspekt derivational. die Funktion ‚episodisch’ ist dann kontextuell. Derivat kann daneben auch die progressive Funktion erhalten. das schon erwähnte Beispiel gotowac´#ipf. gotowac´ 1.B. also z. Verb kann im Satzkontext die gleichen Satzfunktionen erhalten.B. so wie in den anderen slavischen Sprachen. wobei die Ereignis-Funktion regelhaft bestehen bleibt. d. im Französischen oder Italienischen.6. teilweise zusammen mit Tempora ausgedrückt werden (z. das sich vom formal unmarkierten Verb nur in der temporalen Definitheit oder durch Rekategorisierung oder Profilierung unterscheidet (sowie durch mit diesen Operationen eventuell involvierte funktionale Veränderungen). vgl. Aspektpartner werden in der Regel von einem Verb in einer lexikalischen bestimmten Bedeutung abgeleitet. Das neue Verb erhält in diesem Kontext außerdem die Funktion ‚nicht episodisch’. ‚kochen’ – ugotowac´ pf gotowac´ 2. Daher stehen in den slavischen Sprachen nicht zwei grammatische Formen eines Verbs in grammatischer Opposition.

In dieser Grammatik wird also die funktionale Seite der Aspektopposition als grundlegend angesehen und die Formen (Affixe) werden nach dem Gesichtspunkt zusammengestellt. gehen die Meinungen z. aber funktional relativ spezifisch ist. Dabei ist er formal im Hinblick auf die Lexeme mit aspektueller Suffigierung stärker grammatikalisiert (es gibt viele formale Varianten. czytac´ ‚lesen’) und das häufigste Partnerverb (zagotowac´. die keine Aspektpartnerschaft mit einem anderen Verb bilden. die nur in bestimmten Kontexten eine Partnerschaft eingehen). d. Verben Aspektpartnerschaften bilden. weil ihre Funktion zwar aspektverändernd. Dabei ist er formal im Hinblick auf die Lexeme mit aspektueller Präfigierung schwächer grammatikalisiert. 2. 4. Die anderen Aspektpartner sind peripher (zagotowywac´. mit welchem präfigierten pf. s. poczytac´). z. zap!akac´ ‚anfangen zu weinen’. aber formal relativ schwach grammatikalisiert. es gibt zum einen eine größere Anzahl an Präfixen und häufig gibt es innerhalb eines Verballexems mehrere Partner mit grammatischen Präfixen. solcher Verben. die eine bestimmte Phasen. 3. Darüber.T.386 7. Verben Aspektaffix) in einer bestimmten Bedeutung und sein Aspektpartner (bzw. zabolec´ ‚anfangen weh zu tun’. poczytac´ ‚eine Zeit lang lesen’. Verb manche ipf.u. Aspektuell reguläre Verballexeme bestehen aus zwei Standard-Partnern.T. Demgegenüber wird in dieser Grammatik von folgenden Eigenschaften des Aspekts im Polnischen ausgegangen: 1. posiedziec´ ‚eine Zeit lang sitzen’ und mit der ingressiven Funktion ‚anfangen zu’. seine Aspektpartner) bilden ein Verballexem.B.. – zagotowac´ – zagotowywac´ ‚zum Kochen bringen’. – ugotowac´ oder gotowac´ ‚kochen’ 2. weit auseinander.gemeinsam ist). przeczytac´). dass die aspektuellen Funktionsoppositionen bedient werden müssen (z. die z. Die Nichtanerkennung dieser oder gar aller präfigierten Verben als Aspektpartner führt zur Annahme einer relativ großen Zahl sogenannter ‚aspektuell defektiver’ Verben. vgl. Zu den peripheren Aspektpartnern gehören vor allem präfigierte Verben.h. gotowac´ 1.oder deliminative Bedeutung haben.B. denen aber immerhin -(w)a. aber komplementäre Funktionen haben. die Opposition .B. sind die Standardpartner das aspektuell unmarkierte Verb (z. Verben mit der delimitativen Funktion ‚eine Zeit lang’. vgl. So werden einige Verben mit aspektuellem Präfix traditionell als ‚Aktionsart’-Verben bezeichnet und oft von der Bildung von Aspektpartnern ausgeschlossen. gotowac´ 2. Er ist funktional stark. relativ spezifische. Enthält ein Lexem mehr als zwei Aspektpartner. die stativen Lexeme bestehen nur aus einem Verb. Dies sind vor allem pf. Peripher sind weiterhin die syntaktischen Partner eines Verbs (solche. Daneben gibt es relativ viele formale Sonderfälle: Suppletiva und Imperfektiva/Perfektiva tantum.

tendenziell für längere Zeiträume. Auch die funktionale Seite ist komplex insofern. beeinflusst werden. Bei den meisten bisher behandelten Aspektpartnern ist die lexikalische Bedeutung des formal nicht markierten Verbs so beschaffen. auch wenn damit eine geringere formale Regelmäßigkeit verbunden ist. vor allem vom lexikalischen Stamm (dem Typ des Verballexems). als die Aspekte relativ viele verschiedene Funktionen haben und diese sehr stark von der Umgebung. Sie können als syntaktische Aspektpartner bezeichnet werden. Wegen der formalen Unregelmäßigkeit der aspektuellen Affigierung gibt es in Me˛dak (1997) ein vollständiges Verzeichnis der Verballexeme mit den zentralen Aspektpartnern (aber ohne die meisten peripheren Aspektpartner). meist mit Präfix prze-. in denen sich Verben nur in einer oder mehreren grammatischen Aspektfunktionen (also in der zeitlichen Definitheit oder durch Rekategorisierung oder Profilierung) erst im für beide Partner gleichen Satzkontext unterscheiden.6. Das ipf. Aus praktischen Gründen sollen in diesem Abschnitt über die funktionalen Aspektpartner auch solche behandelt werden. durch die Interaktion dieser Funktionen mit dem Kontext zustande). Daneben gibt es jedoch Fälle. wie oben gesagt. Mit der Derivation von zamykac´ ‚schließen’ wurde also die Funktion des formal unmarkierten Verbs zamkna˛c´ ‚schließen’ ‚episodisches Ereignis’ zur Funktion ‚Ereignis’ geändert. dann kann eine syntaktische Aspektpartnerschaft mit einem perdurativen Derivat. weil sie mehr als nur die in der Definition erlaubten Funktionsunterschiede aufweisen. Tempus. Viele wichtige Funktionen haben jedoch alle Verben eines Aspekts unabhängig vom Typ des Verballexems gemeinsam. s.u.). Sie können als morphologische Aspektpartner bezeichnet werden. setzt aber einen gemeinsamen Satzkontext voraus. Deren Definition enthält also dieselben Bedingungen. die Funktion ‚Ereignis’ (die Satzfunktionen dieses Verbs. Genus verbi und dem Satzkontext. Damit erhalten auch solche Verben den Status des Aspektpartners. die auf der morphologischen Ebene keine sind. vgl. Die Veränderung beschränkt sich auf die temporale Definitheit und entspricht somit bereits auf der morphologischen Ebene der Definition des funktionalen Aspektpaars. wie ‚iterativ’ oder ‚progressiv’. kommen. Derivat zamykac´ ‚schließen’ besitzt auf der morphologischen Ebene nur die Lexikalische Aktionale Funktion des Lexems.7. Der Aspekt 387 präsentische – futurische Funktion. wie die der morphologischen Aspektpartner. pisze˛ – napisze˛ ‚ich schreibe – ich werde schreiben’. bestehen: . Mit den im nächsten Abschnitt behandelten Typen von Verballexemen werden die jeweils mit dem Lexemtyp verbundenen Arten der Affigierung und die wichtigsten spezifischen Funktionen genannt. dass die aspektuelle Funktion des Derivats nur durch die grammatische Operation der Affigierung zustande kommt. Wenn dekursive Verben im Satz mit einer Zeitangabe kombiniert sind. deren Beschreibung eigentlich die syntaktische Ebene betrifft.

Die ersten drei Variantenpaare des aspektbildenden Suffixes in der obigen Liste sind die häufigen. Verbs können sich mehr oder weniger umfangreiche morphonologische Änderungen ergeben. genauer als Variantenpaar (vgl.– zatykaj. czytac´ – prze-/po-/czytac´ ‚(durch)lesen’). .’ Przebawi! pf tu jedna˛ godzine˛.B. dass mindestens eine Form des Variantenpaares die Phoneme /va/ enthält. Für letztere gilt. Verben mit grammatischem Aspektsuffix (Derivate) strzelac´ opanowywac´ (opanowywa!em. die folgende Beispielliste (eine vollständige Aufzählung gibt Gramatyka wpó!czesnego je˛zyka polskiego 1998:566f). -a-/-aj. daneben gibt es einige andere seltenere Fälle. so dass dann zusätzlich zur derivationalen Opposition Stammalternationen bestehen. Aspektpartnern mindestens durch die Suffixphoneme /va/ oder /a/ unterscheiden.in zatka. die ja auch in zwei der häufigsten Variantenpaare auftauchen. das Variantenpaar des Suffixes bei einem Verb mit einem bestimmten Aspekt. z. oder es tritt zum lexikalischen Stamm hinzu. Verben sich von ihren pf. Verben ohne Aspektaffix strzelic´ opanowac´ zmyc´ kupic´ Suffixvarianten -a(j)-ywa-/ -uj-(w)a(j)-owa-/-ujpf. Im Stamm des ipf.’ Funktionale Aspektpartner sind überwiegend morphologische. ‚Er hat hier eine Stunde verbracht. vgl. Zu den Variantenpaaren vgl. Partner diffuser ipf. Die formale Opposition zwischen zwei durch Suffigierung korrelierten Aspektpartnern kann deshalb auch als Opposition zwischen zwei Formtypen der Verbalstämme bestimmt werden. da sie komplementär sind (vgl. Verben sehen wir nicht als syntaktisch an. syntaktische sind selten und zu den peripheren Aspektpartnern zu zählen. zmywac´ ‚abwaschen’. vgl. dass die auf Suffigierung zurückgehenden ipf. Aspektpartnern durch Suffigierung: 396 Das Suffix tritt in Abhängigkeit von Verbklassen in verschiedenen Varianten auf. strzelac´ ‚schießen’. Pf. In verallgemeinernder Weise kann somit gesagt werden. Jeder Aspektpartner gehört einem bestimmten Formtyp der Verbstämme im Sinne von 341– 342.388 7. für die hier als Beispiel das Variantenpaar von kupowac´ ‚kaufen’ aufgeführt ist. beherrschen’ ‚abwaschen’ ‚kaufen’ Durch Suffigierung abgeleitete Aspektpartner Das Suffix tritt entweder an die Stelle des Stammsuffixes des pf. ‚Er hat hier eine Stunde verbracht.‚zustopfen’). Verben Bawi! ipf tu jedna˛ godzine˛. a) Derivation von ipf. an. opanowuja˛) zmywac´ kupowac´ ‚schießen’ ‚erlernen. Stammes. ipf.

sondern ersetzt ein Suffix des pf. Verben. mi-na˛-c´ – mij-a-c´ ‚vorbeigehen’. vgl. vgl.: 397 imperfektive Verben ohne Aspektaffix robic´ czytac´ pisac´ szyc´ jechac´ mo´wic´ perfektive Verben mit grammatischem Aspektpräfix (gramm. rzuc-i-c´ – rzuc-a-c´ ‚werfen’. Verbs.6. b) Derivation von pf. Das eine oder andere regelmäßige Ableitungverfahren kann jedoch als Behaltensstütze genutzt werden. Aspekts aufgefasst werden. Verbs entspricht aber trotzdem der allgemeinen Suffigierungsregel für ipf. Das gleiche gilt für die anschließend behandelte Präfigierung. also von Verben mit anderer lexikalischen Bedeutung und in der Regel eigenem Aspektpartner. Daneben kann vor allem das Suffix -na˛. dann ist das Derivat Aspektpartner. wie sie bei flexivischen Paradigmen. Bei einigen Formtypen der Verbstämme tritt das Suffix der ipf. Verb mit Suffix mit /(v)a/ < pf. etwa den Personalendungen der Verben. Hat ein Präfix lexikalischen Status. Wenn das Präfix grammatischen Status hat.7. czyta-m – czyta-sz ‚ich lese – du liest’.als Markierung des pf. Die Bildung des ipf. Aspektpartner nicht zum unmarkierten Verb hinzu. ogar-na˛-c´ – ogarni-a-c´ ‚umgeben’ Hier könnte man von einer gegenseitigen Ersetzbarkeit der grammatischen Suffixe sprechen. Aspektpartnern durch Präfigierung Die meisten Präfixe von Verben können im Polnischen lexikalischen oder grammatischen Status haben. Verb ohne solches Suffix. die ebenfalls nicht anhand von Regeln vorausgesagt werden kann. Derivate) z-robic´ prze-czytac´ na-pisac´ u-szyc´ po-jechac´ po-mo´wic ‚machen’ ‚lesen’ ‚schreiben’ ‚nähen’ ‚fahren’ ‚sprechen’ . Formal können diese Typen jedoch im Rahmen der Bildung von Aspektpartnern durch Suffigierung verbleiben: • ipf. Die phonologische Form von suffigierten Aspektpartnern wird aber vom Lernenden nicht selbst abgeleitet. gegeben ist. dann dient es zur Bildung neuer Vokabeln. Der Aspekt 389 Diese sehr allgemeine Regel kann dem Polnisch-Lernenden als Stütze bei der Unterscheidung der Aspektpartner dienen.

durch Präfigierung. Auch im Gefolge dieser lexikalischen Derivation ergibt sich eine grammatische Änderung.) Standardpartner. roz-. dazu die von dieser grammatischen Derivation zu unterscheidende lexikalische Bildung neuer Verb-Vokabeln.B. mit Ereignisfunktion: verschiedene Präfixe Periphere Partner. vgl.390 7.‚anfangen zu …’ Beispiel zamkna˛c´ – zamykac´ ‚schließen’ zapomniec´ – zapominac´ ‚vergessen’ chwalic´ – pochwalic´ ‚loben’ spac´ – pospac´ ‚schlafen’ p!akac´ – po-/za-p!akac´ ‚weinen’ znaczyc´-Ø ‚bedeuten’ bielec´ – pobielec´ ‚weiß(er) werden’ atelische Lexeme (Lexeme ohne Ereignisfunktion) dekursive Verlaufslexeme stative Lexeme diffuse Lexeme (EreignisVerlaufslexeme) transformativmutative Lexeme dekursivkonklusive Lexeme czytac´ – prze(po-)czytac´ ‚(durch)lesen’ Korrelation zwischen Lexem(sub)typen und aspektueller Affigierung .) Standardpartner: mit po. pf. selten: od-. dass ipf. Zunächst kann sehr allgemein gesagt werden.(s-/s´-) am häufigsten.h. oft: za-.) Präfigierung (> pf. Verben Als grammatische Präfixe werden vor allem verwendet: z. (s.h. d. die meistens eigene Aspektpartner haben. przy-. za. wz-. Gramatyka wpó!czesnego je˛zyka polskiego 1998:565) Vgl.und Suffigierung). d. mit Verlaufsfunktion: po. durch Suffigierung markiert sind. z. eine Perfektivierung (Ausnahmen sind minimal. usw. mit gleichzeitiger Prä. prze-.) oder Präfigierung (> pf. po-. verschreiben’ pisac´ > odpisac´ – odpisywac´ ‚abschreiben’. na-. aber doch lockere Korrelationen zwischen der Lexikalischen Aktionalen Funktion und der Art der aspektuellen Affigierung.‚eine Zeit lang. Derivate durch ein grammatisches Suffix. o-.‚eine Zeit lang …’ Periphere Partner: mit za. Lexemtyp telische Lexeme (Ereignis-Lexeme) Lexemsubtyp transformative Ereignis-Lexeme konklusive Ereignis-Lexeme Typische Art der formalen Partnerbildung Suffigierung (> ipf.‚anfangen zu …’ kein morphologischer Partner Präfigierung (> pf. Lexemtypen und Aspektparnerschaft 398 Es gibt keine festen. u-. pisac´ > wypisac´ – wypisywac´ ‚ausschreiben’ pisac´ > przepisac´ – przepisywac´ ‚abschreiben. Verben meist durch ein grammatisches Präfix.) Suffigierung (> ipf. przygrywac´"ipf ‚aufspielen’ < grac´"ipf ‚spielen’. wy-.

vgl. ujrzec´ pf. (beim Lexemtyp der stativen Verben ist das Fehlen eines Partners regulär). amputowac´ ‚amputieren’. poranic´ ‚verletzen’. Der Aspekt 391 Sonderfälle Die oben unter a) – b) gegebenen Beispiele bilden Aspektpartner in regulären Verballexemen. sypiac´´ ‚zu schlafen pflegen’.h. vgl. die irreguläre Aspektpartnerschaften eingehen (d. Funktion). vgl. ‚erblicken’. uczestniczyc´´ ‚teilnehmen’. daneben z˙yc´´ ‚leben’. meist räumlichem Präfix. Verben ohne Aspektpartner (Imperfektiva tantum). miec´ ‚haben’. g) suppletive Aspektpartner: imperfektive Verben brac´ k!as´c´ ogla˛dac´ mo´wic´ widziec´ odchodzic´ wynosic´ perfektive Verben wzia˛c´ po!oz˙yc´ obejrzec´ powiedziec´ zobaczyc´ odejs´c´ wynies´c´ ‚nehmen’ ‚legen’ ‚ansehen’ ‚sagen’ ‚sehen’ ‚weggehen’ ‚hinaustragen’ 399 Die beiden letztgenannten suppletiven Aspektpartner sind Beispiele für die wesentlich größere Zahl von Suppletiva bei den Verben der Fortbewegung mit lexikalischem. kazac´ ‚anweisen’.B. Keine regulären Verballexeme bilden folgende Verbgruppen: c) pf. Partner zranic´. … f) Verben. . ‚vermögen’. e) zweiaspektige Verben (d. padac´ – pas´c´/upas´c´ ‚fallen’. d) ipf. mawiac´´ ‚zu sprechen pflegen’. z. handeln’. awansowac´ ‚befördern’. ‚die Sprache verlieren’. Verben sowohl mit pf. indem z.6.7. synonyme Aspektpartner bestehen). als auch ipf. nicht dem Typus des jeweiligen Verballexems entsprechen. zaniemo´wic´ pf. Verben ohne Aspektpartner (Perfektiva tantum).#zdo!ac´ pf. die Auxiliare byc´ ‚sein’. dzia!ac´ ‚aktiv werden. potrafic´ ‚können’. musiec´ ‚müssen’.B. ranic´ zweiaspektig und pf.h.

wie sie sich einem Beobachter darstellt. stehen im Polnischen zwei ipf. eine Bewegung auszuführen: Janek juz˙ chodzi/p!ywa. der im Deutschen ein Verb entspricht. eines für zielgerichtete und eines für nicht zielgerichtete Bewegungen: Jan idzie do szko!y. – Jan chodzi po lesie. welches Ziel die gehende Person hat. In der Bedeutung ‚Wer kommt da?’ sind Beobachter und Ziel mit dem Sprecher identisch. Verben Verben der Fortbewegung Die so genannten Verben der Fortbewegung (czasowniki ruchu) weisen einige formale und funktionale Besonderheiten auf: 400 1. ‚Jan geht in die Schule’. ‚Jan geht im Wald umher.392 7. wenn die Fortbewegung auf ein Ziel hin bezeichnet wird.’ (in dieser Bedeutung ohne Aspektpartner) . ‚Janek kann schon laufen/schwimmen. Das Ziel muss dabei nicht genannt werden. Kto tam idzie? ‚Wer geht da/kommt da?’ Dies bezeichnet die Fortbewegung. In der Bedeutung ‚Wer geht da?’ muss der Beobachter nicht wissen. Das zielgerichtete Verb wird immer dann verwendet. ‚Jan trägt einen schwarzen Mantel. Jeweils für eine der Arten der Fortbewegung. weil die Wiederholung in der Regel die Rückkehr impliziert. Für Wiederholungen wird prinzipiell das nicht zielgerichtete Verb verwendet.’ Jan chodzi do szko!y. Verben zur Verfügung. Die wichtigsten sind: Typ is´c´ zielgerichtete imperfektive Verben is´c´ jechac´ nies´c´ leciec´ p!yna˛c´ wies´c´ wiez´c´ Typ chodzic´ nicht zielgerichtete imperfektive Verben chodzic´ jez´dzic´ nosic´ latac´ p!ywac´ wodzic´ wozic´ ‚gehen’ ‚fahren’ ‚tragen’ ‚fliegen’ ‚schwimmen’ ‚führen’ ‚(etwas) fahren’. ‚transportieren’ Für bestimmte Funktionen wird jeweils eines der beiden Verben genommen.’ (in dieser Bedeutung ohne Aspektpartner) Jan nosi czarny p!aszcz. Diese Verben werden auch gebraucht für die Fähigkeit oder Gewohnheit. ‚Jan geht zur Schule (ist Schüler)’. der Typ chodzic´ ist in dieser Bedeutung ohne Aspektpartner.

´ Die Unterschiede in der Ableitung sind funktional erklärbar: der Typ I. IIa. das pf. anstelle eines Suffixes wird hier das nicht zielgerichetete Verb als Suppletivum eingesetzt. wp!ywac´ ‚hineinschwimmen’ usw.B./b.a. (zielgerichtetes Verb) IIa. sind.’ Atelisch: Jan szed! Jerozolimska˛. zegarek nie chodzi ‚die Uhr geht nicht’. ‚weg-. dass die nicht zielgerichteten präfigierten Verben in der Regel ipf. pomys´la! o swoich grzechach. is´c´ ipf. kann nicht immer von der Standardfunktion abgeleitet werden und ist im Wörterbuch nachzuschlagen.ä.. is´c´ ipf. fortgehen’. chodzic´ ‚herumgehen’ > pochodzic´ 401 . eigenem ipf. Aspektpartner odchodzic´ ipf. eine Form wie das ipf. Bei ihr stimmt die Stammvariante nicht mit dem Verb jez´dzic´ überein. Ia. und ging mit gesenktem Kopf weiter. ‚Jan ging auf der Jerusalemer Straße. vgl. chodzic´ ipf. Aspektpartner po´js´c´ ‚gehen’ und przyjs´c´ ‚kommen’ mit sekundärem Aspektpartner przychodzic´../b. przenosic´ ‚(irgendwohin) bringen’. abgeleitet von pf. i poszed! dalej z opuszoczna˛ g!owa˛. idzie/chodzi o … ‚es geht um …’. Zu unterscheiden ist die Präfigierung zur Bildung von Aspektpartnern. Der Typ II. einige aber pf. odnosic´ ‚abgeben’. neue Vokabel mit Bedeutungen wie 1. (‚in Pension u. Aspektpartner pochodzic´ ‚eine Zeit lang umhergehen’. die vom jeweiligen präfigierten pf. 2. przychodzic´ ‚kommen’. Letzteres ist der Fall.’ Die Tatsache. 2. is´c´ > wejs´c´ ‚hineingehen’ > wchodzic´. Dass bei den präfigierten ipf. dachte an seine Sünden. przenies´c´. przechodzic´ ca!y dzien´ ‚den ganzen Tag herumlaufen’.: Ia. pop!ywac´ ‚eine Zeit lang schwimmen’. Der Aspekt 393 Welches Verb in idiomatischen Verwendungen gebraucht wird. vgl.6.B. Verben zu II. vgl. z. przyjez˙dz˙ac´ ‚ankommen’. gehen’) und IIb. das ipf. abgeleitet von pf. und die zur Bildung von Vokabeln mithilfe von Präfixen mit räumlicher und davon abgeleiteter übertragener Bedeutung. ponies´c. przenosic´ ‚eine bestimmte Zeitdauer etwas herumtragen’. z. zum oben erwähnten pf. vgl.. ‚gehen/kommen’ (zielgerichtetes Verb) pf. II. kann mit Unterschieden in der Ableitung erklärt werden. wie odchodzic´ (meist suppletive) Formen vorliegen. wenn ein Ziel angegeben ist: Telisch: Jan szed! – poszed! do domu.B. ponosic´ ‚ergreifen’ (z. wenn jemanden der Zorn ergreift). ‚umhergehen’ (nicht zielgerichtetes Verb) pf.7.. Die präfigierten Verben der Fortbewegung verhalten sich hinsichtlich ihrer Aspektfunktionen im Prinzip wie die anderen Verben. Der Typ is´c´ kann telisch und nicht telisch verwendet werden. Ib. ‚Jan ging nach Hause.. z. Verb abgeleitet sind (und nicht durch Präfigierung des Typs chodzic´) zeigt u. > odejs´c´ pf. ponosic´ ‚eine Zeit lang herumtragen’ (Derivat von nosic´ ‚herumtragen’) gegenüber dem ipf.B. wird mit lexikalischen Präfixen mit räumlicher oder davon abgeleiteter übertragener Bedeutung gebildet. das Derivat von nosic´ ‚tragen’ ist.

und solche. Verben ‚eine Zeit lang herumgehen’. die spezifisch sind. wejs´c´ – wchodzic´ ‚hineingehen’ (Imperfektivierung durch Suppletivierung. Hier wird nur das allgemeine Prinzip der Bildung und Verwendung der Verben der Fortbewegung erläutert. die einzelnen Formen und Bedeutungen sind den (ausführlichen) Wörterbüchern zu entnehmen. die zur lexikalischen Wortbildung gehören und in der Terminologie der Wortbildung als ‚Modifikationen’ bekannt sind. die ja über Variabeln für Aspektpartner verfügen. Diathese. ‚Aktionsarten’ 402 Der Ausdruck ‚Aktionsart’ wurde und wird für sehr viele unterschiedliche Phänomene gebraucht. Hinsichtlich der Verwendung der Verben im Infinitiv ist zunächst zu unterscheiden zwischen modalen Kontexten (Infinitiv nach Modalauxiliaren und modalen Inhaltswörtern) und nicht modalen Kontexten (abhängige Infinitive wie in zdecydowa!em sie˛ przyjs´c´ ‚ich habe mich entschieden zu kommen’). grammatisches Präfix mit zeitlicher Funktion). sondern eine zeitliche Bedeutung. die allgemein gelten. In der Slavistik ist er verbreitet als Ausdruck für Derivate. lexikalisches Präfix mit räumlicher oder übertragener Funktion). was in diesem Sinne als ‚Aktionsartverben’ angesehen wird.h. relativ unabhängig von der morphologischen Umgebung in der Wortform sind. 7. insbesondere stative. Lexemtypen.394 7. atelische. grammatisches Präfix). prze. ist in der vorliegenden Grammatik auf das Kapitel zur Worbildung einerseits und die vorangehenden Abschnitte andererseits verteilt. Tempus vorgestellt. Morphologische Kombinatorik: Aspekt mit Imperativ oder mit Modalauxiliar plus Infinitiv 403 Die Bedingungen und Resultate der Kombination eines Aspekts mit einer anderen grammatischen Bedeutung der Kategorien Tempus. chodzic´ – pochodzic´ (Perfektivierung durch Präfigierung. d. Im Westen bezeichnet er sehr oft die Lexikalischen Aktionalen Funktionen bzw.‚eine angegebene Zeit lang’ gebildet und hat keine räumliche oder davon abgeleitete. dass es sich meist um modifikative Derivate ohne Aspektpartner handelt. Zusammenfassend nochmals die Aspektpartner am Beispiel von ‚gehen’: is´c´ – po´js´c´ (Perfektivierung durch Präfigierung. Das besondere ist dabei.5. Infinitiven. Das. also nicht um ‚vollwertige’ Vokabeln. In den letzteren erscheinen die AktionsartVerben als präfigierte Standardpartner und als periphere Aspektpartner. wird mit dem grammatischen Präfixen po. Letztere werden in den Abschnitten über Diathese bzw.‚eine Zeit lang’ bzw. Letztere werden hier nicht behandelt und richten sich zu großen Teilen nach den allgemeinen Gebrauchstendenzen: Telische Situationen werden danach mit pf. die Interaktion mit modalen Funktionen in diesem Abschnitt.6. Modalität können unterteilt werden in solche. und iterative Situa- .

Wünsche. voluntative Funktionen).’ Die ipf. ‚Legen wir uns hier hin und ruhen uns aus. ‚Ruhe du Irre! Wir wollen schlafen!’ Die temporale Regel ‚ipf. um jetzt zu schlafen. Standard ist der pf. Aspekt verwendet: Otwo´rz te drzwi! ‚Öffne die Tür!’ Po!o´z˙ tu re˛ke˛! ‚Leg deine Hand hierher!’ Zostaw tego psa! ‚Lass den Hund in Ruhe!’ Po!o´z˙my sie˛ tu i odpocznijmy. ob das Prädikat bzw.6. s´pijcie"ipf sobie do s´mierci. Otwieraj te drzwi zawsze cicho. Aspekt für Gleichzeitigkeit’ gilt auch für telische (grenzbezogene) Verbalphrasen. Infinitiven wiedergegeben. wariatko! Chcemy spac´ ipf. die imperativische Kontexte haben (daher eine direktive illokutive Funktion bzw. vgl.a. Aspekt. die nicht imperativische modale Kontexte haben (atelische/dynamische. Aspekt stehen.). ‚Ach schlaft doch. z˙eby teraz spac´ ipf. Verben wiedergegeben werden.B.ä. schlaft bis zum Tod. Warum ist man geboren worden. Als allgemeine Defaultregel gilt außerdem.’ – A s´pijcie"ipf sobie. Für gleichzeitige Verläufe wird der ipf. prosze˛! ‚Öffne diese Tür bitte immer leise!’ Ohne Negation a) Temporale Relationen Für nachzeitige Ereignisse wird der pf. Aspekt verwendet: [Nachts schreit jemand herum. Man ruft:] – Cicho. Po co sie˛ by!o rodzic´. Beim Imperativ z. Außerdem ist es wichtig.7. Verben beziehen sich auf den zur Sprechzeit bereits bestehenden Verlauf des Schlafens (gleichzeitiger episodischer Verlauf).’ Je nach Kontext und Intonation können bei den hier besprochenen Aspektverwendungen ohne Negation verschiedene Varianten von Aufforderungen vorliegen. Bitten (natürlich kombiniert mit prosze˛ ‚bitte’ u. epistemische. Der Aspekt 395 tionen werden mit ipf. zacze˛!a pisac´ ‚sie hat angefangen zu schreiben’ / przepisywac´ ‚abzuschreiben’ / otwierac´ ‚aufzumachen’ / … In modalen Kontexten gibt es Funktionsunterschiede zwischen Verben. Befehle u. wariatko! Chcemy pospac´ pf. eine bereits im Verlauf befindliche Handlung fortzusetzen. eine deontische modale Funktion). die hier sonst im pf. und solchen. Pf. Unabhängig von allen Kontexten gilt: Phasenverben werden nur mit ipf. Verben würden auf die Zeit danach bezogen: – Cicho. ‚Ruhe du Irre! Wir wollen schlafen. Infinitiv verwendet. dass iterative Situationen durch ipf. der Satz negiert ist. ebenfalls auf einen gleichzeitigen episodischenVerlauf bezogen: 404 . ist die Aufforderung.

Verben Otwieraj te drzwi. wenn er jemandem etwas erlaubt: Tak. der vom Verb bezeichneten Handlung auf das Öffnen der Tür eingestellt ist oder sein könnte.396 7. Der Sprecher bezieht die Situation. In solchen Kontexten können die Aspekte eine Art ‚modaler Definitheit’ markieren.B.’ Mit pf. folgende Sprechakte zum Ausdruck gebracht werden: – eine Erlaubnis. die handelnde Person. eine erwogene Handlung auszuführen ‚Mach diese Tür ruhig auf!’ Höfliche Einladungen beziehen sich ebenfalls auf die Einstellung des Agens: Niech pan wchodzi.’ Dabei können z. denn es wird mit dem ipf. aber eben nur wenn der Sprecher auf die Einstellung des Agens bezüglich der bezeichneten Handlung ausdrücklich Bezug nehmen will oder diese Einstellung ausdrücklich unterstellt. ‚Mach ruhig weiter mit dem Aufmachen dieser Tür!’ Hier ist ein Lexem mit lexikalischer Ereignis-Funktion für einen episodischen Verlauf verwendet. In solchen Sätzen kann der ipf. die Tür zu öffnen. ‚Du darfst diese Tür aufmachen. Aspekt verwendet werden. als Feststellung über die objektive Möglichkeit verstanden wird: ‚Es ist möglich. Verben wird die Agens-Einstellung nicht vorausgesetzt: Otwo´rz te drzwi! ‚Öffne die Tür!’ . Der Bezug ist jedoch nicht referenziell wie beim Artikel oder temporal wie bei temporaler Definitheit. otwieraj (spokojnie) te drzwi. prosze˛! ‚Bitte kommen Sie herein!’ Ein Satz Moz˙na otwierac´ te drzwi. ‚Öffne diese Tür. das Öffnen der Tür.’ Mit einer Erlaubnis geht der Sprecher davon aus. dass das Agens. auf eine in der Diskurswelt vorausgesetzte Einstellung und insofern liegt eine Definitheit vor. öffne (ruhig) diese Tür. wenn sie vorher eine Frage oder Bitte geäußert hat. wird als Erlaubnis verstanden: ‚Diese Tür darf geöffnet werden. in denen das Ereignis nachzeitig zur Sprechzeit lokalisiert ist.B. Otwieraj te drzwi. b) ‚Modale Definitheit’ 405 Die Verwendung mit imperfektivem Aspekt bei Gleichzeitigkeit wurde in der Entwicklung des Aspektgebrauchs ausgeweitet auf solche Verwendungen mit imperativischem Kontext. aber das Agens. sondern modal. dann. Das geschieht z. während Moz˙na otworzyc´ te drzwi. die handelnde Person. Verb auf eine gegebene Einstellung Bezug genommen.’. Diese Einstellung hat diese Person.’ – die Ermunterung. ‚Ja. auf die Handlung eingestellt ist.

6. d) Verbspezifische idiomatisierte Regeln können zu festen Verwendungen führen. wird der ipf. Verb auch ohne Agenseinstellung (die letztere Verwendung des ipf. fakultativ. Aspekt ist. dass die Handlung ohne Zeitverzug eintritt. Wenn der Agens nicht auf das Ereignis oder den Verlauf eingestellt ist. etwas nicht zu tun. Aspekt: Moz˙esz ja˛ wzia˛c´.’ Czas umierac´´.a. Idz´ ipf! für ‚Geh!’ Wstan´pf i idz´ipf. sondern temporale Definitheit vor. ‚Komm. wie gesagt. vor allem in imperativischen wie Verboten. • eine Bitte. ‚Steh auf und geh!’ Chodz´"ipf. im Kontext von czas ‚es ist an der Zeit’.B.’ Patrz"ipf! und Zobacz"pf! für ‚Schau!’ Wracajmy"ipf! ‚Kehren wir zurück!’ als Aufforderung mit ipf. prosze˛! ‚Qualmt hier bitte nicht!’ Diese Äußerungen können je nach Kontext u. Aspekt obligatorisch: Nie otwierajipf tych drzwi! ‚Mach die Tür (bitte) nicht auf!’ Nie kopc´cie tu. Verben gemacht werden. die Erlaubnis mit pf. Aspekt verwendet: Czas is´c´. wird auf die Einstellung des Agens Bezug genommen. idziemy"ipf do domu. Vgl. ‚Es ist an der Zeit zu gehen. Mit Negation In den allermeisten Kontexten mit Negation. Aspekt wird keine Einstellung vorausgesetzt. die festen Wendungen Chodz´"ipf! für ‚Komm!’. der Sprecher bezieht die imperativische Handlung auf die Sprechzeit.7.’ Mit dem pf. gehen wir nach Hause. ‚Du kannst sie nehmen. c) Wird mit einer imperativischen Äußerung die Erwartung vermittelt. In solchen Fällen ist der ipf. kann diese Verwendung leicht als unhöflich verstanden werden. sein • Verbot einer Handlung. Verbs kann auch dadurch erklärt werden. ‚Es ist Zeit zu sterben’. dass die Bedeutung der Rückkehr prinzipiell eine Agenseinstellung impliziert). hier liegt dann keine modale. vgl. Der Aspekt 397 Die Markierung der Einstellung des Agens durch den ipf. z. Die entsprechenden Äußerungen können also auch mit pf. 408 407 406 .

Aus synthetischer Perspektive (Welche Formen für welche Funktionen?) gilt daher: Wenn der Kontext nicht etwas Gegenläufiges anzeigt. Die syntaktische Ebene 409 Auf der syntaktischen Ebene bilden die morphologischen Funktionen der beiden Aspekte die Grundlage für die Default-Funktionen der Aspekte.: Nie otwo´rz (przypadkiem) tych drzwi! ‚Öffne nicht (aus Versehen) diese Tür!’ Nie zapomnij kupic´ chleba. ‚Du brauchst sie nicht zu überzeugen. der ohnehin den ipf.398 7. eine bereits im Verlauf befindliche Handlung zu beenden.6. darunter mehrmalige Ereignisse. ‚So darf man nicht denken!’ Auch in volitiven (ein Wollen ausdrückenden) Kontexten mit Negation wird der ipf. sowie Verläufe und stative Situationen) mit ipf. ‚Vergiss nicht. ‚Mach die Tür nicht weiter auf.’ Mit dem pf. Verben. sondern wieder zu.’ Nie wolno tak mo´wic´"ipf! ‚So darf man nicht sprechen!’ Nie bluz´nij"ipf! ‚Lästere nicht!’ Nie martw"ipf sie˛! ‚Mach dir keine Sorgen!’ Niech sie± pani nie boi"ipf! ‚Fürchten Sie sich nicht!’ (aber: Niech pan nie pro´buje"ipf otworzyc´"pf ! ‚Sie sollten die Tür nicht aufzumachen versuchen!’) Nie moz˙na tak mys´lec´#ipf. Der Anwendung der Grundregel mit ihren Spezifizierungen oder ihrer Aufhebung entsprechen die kanonischen und nicht kanonischen Satzfunktionen des Aspekts. Aspekt erfordert). Vgl. Kanonische Satzfunktionen 410 Für die in Sätzen und Texten auftretenden Kombinationen der Gestaltfunktionen des Aspekts. Aspekt verwendet: Nie chce˛ otwierac´#ipf tych drzwi. noch: Nie musisz jej przekonywac´"ipf. Eine Warnung setzt das Fehlen der Einstellung des Agens auf den Vorgang voraus. Aspekt wäre die negierte imperativische Äußerung als Warnung aufzufassen. alle anderen Situationen (nichtepisodische. Diese für neutrale Kontexte geltende Grundregel wird durch Kontexte spezifiziert oder sie wird aufgehoben. Vgl. ‚Ich möchte die Tür nicht aufmachen. Brot zu kaufen!’ 7. Verben ausgedrückt. Verben • ein Abraten von einer erwogenen Handlung: ‚Mach die Tür lieber nicht auf!’.6.’ (hier liegt neben der imperativischen Negation ein gleichzeitiger Verlauf vor. der temporalen Definitheit sowie der Funktionen der aktionalen Häufigkeit und teilweise der Funktionen chronologischer Relationen werden vor allem bei praktisch orien- . dann werden episodische/ einmalige Ereignisse mit pf. • eine Aufforderung.

6. (8) – (a) Zme˛z˙nia!es´ – (b) powiedzia!a Genowefa. (5) – Co powiedza˛ robotnicy? (6) – Pomagasz mi. Eine ist dem perfektiven die anderen dem imperfektiven Aspekt zugeordnet. (5) – Was werden die Arbeiter sagen? (6) – Dass du mir hilfst. 3. (3) –Was wird dein Mann sagen? (4) – Er ist im Palast. ohne (c) sich umzudrehen. (9) – Czy ty (a) mys´lisz o mnie. wenn wir uns nicht (b) sehen? . Der Aspekt 399 tierten Beschreibungen fünf kanonische Satzfunktionen angesetzt. 7. Codziennie. (2) – (a) Nimm die Eimer und (b) komm mit mir an den Fluss. (7) Eli (a) nahm die Eimer und (b) ging hinter ihr auf dem steinigen Weg her.oder nachzeitig)’ Beispiele für kanonische Funktionen: perfektiver Aspekt: Beispiel (1. ‚(1) (a) Sie stellte die Eimer auf den Boden (b) und strich sich eine Strähne aus der Stirn. Aspekts ‚episodisches Ereignis’) imperfektiver Aspekt: • progressive Funktion: ‚episodischer Verlauf (immer synchron)’ • iterative Funktion: ‚mehrmalige nichtepisodische Ereignisse oder Verläufe’ • stative Funktion: ‚stative (nichtepisodische) Situation’ • allgemeinfaktische Funktion: ‚nichtepisodisches Ereignis oder Verlauf (ohne Indizierung der Häufigkeit. (9) – (a) Denkst du an mich. 8a-b). 5. (c) S$nisz mi sie˛. (8) – (a) Du bist zum Mann geworden – (b) sagte G. nie (c) odwracaja˛c sie˛.] (1) (a) Postawi!a wiadra na ziemi i (b) odgarne±!a kosmyk z czo!a. progressive (6. (7) Eli (a) chwyci! wiadra i (b) ruszy! za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛. vor. kiedy sie˛ nie (b)widzimy? (10) – (a) Mys´le˛ wtedy. (3) – Co powie two´j ma˛z˙? (4) – Jest w pa!acu. 8c) und iterative (9-10) Funktion des imperfektiven Aspekts: [Genowefa trifft ihren Geliebten Eli. 2a. (2) – (a) Wez´ wiadra i (b) chodz´ ze mna˛ nad rzeke˛.7. perfektiver Aspekt: • konkret-faktische Funktion (="morphologische Funktion des pf. gdy ty o mnie (b) mys´lisz.

‚Sie haben gar nicht gekämpft. Verben (10) – (a) Ich denke an dich. vgl. chronologische Relation.’ (16) – Nawet nie walczyli. ‚Ich weiß. […]’ Allgemeinfaktische Funktion: (15) – To nasz ojciec. In der folgenden Tabelle werden die einzelnen Funktionen der kanonischen Satzfunktionen aufgeführt: perfektiv imperfektiv konkretprogressiv stativ iterativ allgemeinfaktisch faktisch zeitliche episodisch episodisch nicht nicht nicht Definitheit: episodisch episodisch episodisch Gestalt: Ereignis Verlauf unphasisch phasisch phasisch (eine Phase) (mehrere (Ereignis/ (Ereignis/ Phasen) Verlauf) Verlauf) Häufigkeit: einmal einmal Ø mehrmals Ø chronologische alle gleichzeitig alle alle vor-/ Relation: nachzeitig Die Komponenten der kanonischen Satzfunktionen Die kanonischen Funktionen haben aufgrund der Kombination mit Tempus und Genus verbi und mit entsprechenden Kontexten diverse Varianten. Täglich.400 7. der da war und wieder weg ist (Koschmieder 1934: 76).’ (13) Wszystko nas dzieli: [Ty jestes´ m!ody. …] ‚Alles trennt uns: [Du bis jung. ‚Das ist unser Vater. ‚Von meinen Fenstern kann man die Mühle sehen. ich bin alt.’ Stative Funktion: (11) Wiem. dies wird in den Abschnitten zum Tempus und zum Genus verbi angesprochen. Er hat in eurer Armee gekämpft.’ (17) – Wszystkim im tak sie˛ tylko wydawa!o. Er kennt eure Sprache. .: (18) Kto tam wchodzi!"ipf? ‚Wer war da hereingekommen?’ Gefragt wird nach jemandem. aktionale Gestalt. Ich (c) träume von dir.’ (12) Z moich okien widac´ m!yn. wenn du an mich (b) denkst. Bekannt sind insbesondere die resultative Funktion als Variante der konkret-faktischen und ihr Gegenstück. Zna wasz je˛zyk. […] ‚Von der Diele ging die Treppe ins Obergeschoss. aktionale Häufigkeit. einer Variante der allgemein-faktischen Funktion. ja jestem stara. Walczy! w waszej armii. die Funktion des annullierten Resultats.’ Die aspektuellen Satzfunktionen setzen sich aus jeweils einer Funktion der folgenden Kategorien zusammen: zeitliche Definitheit. …]’ (14) Z przedpokoju schody prowadzi!y na pie˛tro. ‚Das schien allen nur so.

B. telischen Verben wird im Satz verändert. nie odwracaja˛c sie˛ ‚sagte G. Z przedpokoju schody prowadzi!y na pie˛tro. Der Zustand bildet jeweils den stativen Rahmen für mehrmalige Ereignisse oder Verläufe. den stativ-iterativen ipf. Pflichten. ohne sich umzudrehen’. Vgl. sondern können auch in Kombination auftreten. – atelisches Verb mit der Lexikalischen Aktionalen Funktion ‚stative Situation’ ! ‚stative Situation’. Aspekt: – telisches Verb: ‚Ereignis’ ! iterative/allgemeinfaktische Funktion.. d. um Gewohnheiten. dass die morphologische Funktion des ipf.h. – atelisches Verb mit der Lexikalischen Aktionalen Funktion ‚Verlauf’ ! progressive/allgemein-faktische/iterative Funktion’ (diffuses. bestimmte Pflichten. die vorkommen (Gewohnheit) oder vermutlich vorkommen (Rechte. vgl.7.’ (c) Kombination kanonischer Funktionen Die kanonischen Funktionen schließen sich gegenseitig nicht prinzipiell aus. wenn es z. Rechte usw. Der Aspekt 401 Kontextbedingungen für die kanonischen Satzfunktionen (a) Neutraler oder spezifizierender Kontext: Die von der morphologischen Ebene ererbten Funktionen werden in den Satz übernommen und meistens variiert. Aspekt: ‚episodisches Ereignis’ ! konkret-faktische Satzfunktion ipf. Aspekts in der Übernahme der Lexikalischen Aktionalen Funktion des Verbs besteht. eine progressive Funktion zu wiederholen (progressiv-iterative Funktion). ‚Aus dem Vorzimmer ging die Treppe ins Obergeschoss. Am häufigsten ist noch die Kombination von ‚stativ plus iterativ’. ‚Ereignis’ ! stative Satzfunktion (besonders bei konklusiven Verben). die Tür zu öffnen’. Aspekt bei otwiera! drzwi im Sinne von ‚er hatte die Gewohnheit. wenngleich das eher selten vorkommt. Ten rezultat potwierdza hipotezy … ‚Dieses Resultat bestätigt die Hypothesen (ist eine Bestätigung für …) ’. die Pflicht/das Recht usw.6. powiedzia!a Genowefa. Neigungen). . Die aktionale Gestalt der Lexikalischen Aktionalen Funktion bleibt in folgenden Fällen erhalten: pf. Es ist auch möglich. (b) Gegenläufiger Kontext: Die von der lexikalischen und morphologischen Ebene ererbte Funktion ‚Ereignis-Gestalt’ bei ipf. vgl. ohne dass der Aspekt geändert wird: ‚Ereignis’ ! progressive telische Satzfunktion (besonders bei transformativen Verben). geht. telischatelisches Verb: analog). Dabei sei daran erinnert.

allgemeinfaktische. <): Lexemtyp telisch transformativ pf. (a) Nicht kanonische Funktionen des pf. im Unterschied zu den umgekehrten Korrelationen. Verben Zwischen Lexemtypen und Satzfunktionen bestehen verschiedene Grade der Affinität. progressive Funktion zamykac´ ‚schließen’ separowac´ ‚trennen’ iterative. konklusiven Verben (die häufig ‚progressionsfeindlich’ sind). In der folgenden Tabelle wird versucht. Aspekts: . Satzfunktionen iterative. die Affinitäten zwischen Lexikalischen Aktionalen Funktionen und Satzfunktionen darzustellen (periphere Aspektpartner bzw. So sind alle ipf. allgemein-faktische progressive. (zachrapac´ ‚schnarchen’< ingressiv) kein Derivat po-/przeczytac´ ‚lesen’< pobielec´ ‚weiß(er) werden’< Affinität zwischen Lexikalischer Aktionaler Funktion und kanonischer Satzfunktionen Nichtkanonische Satzfunktionen 411 Als nicht kanonisch werden hier Satzfunktionen bezeichnet. bei denen kanonische Satzfunktionen eines Aspekts oder relevante Komponenten daraus einem Verb des oppositiven Aspekts zugeordnet sind. also zwischen ipf.402 7. Verben und der progressiven Satzfunktion. allgemein-faktische Ereignisfunktion. stative (progressive) Funktion zapominac´ ‚vergessen’ dzie˛kowac´ ‚danken’ progressive Funktion. allgemein-faktische Ereignisfunktion. Verben außer den stativen praktisch ohne Beschränkung mit der iterativen und der allgemeinfaktischen Funktion vereinbar. Verben und der stativen Satzfunktion eine relativ hohe Affinität. Demgegenüber besteht zwischen transformativen ipf. Funktion czytac´ ‚(durch)lesen’ bielec´ ‚weiß(er) werden’ konklusiv zapomniec´ ‚vergessen’> podzie˛kowac´ ‚danken’< atelisch dekursiv stativ diffus popracowac´ ‚arbeiten’< delimitativ. Satzfunktion: konkret-faktisch zamkna˛c´ ‚schließen’> odseparowac´ ‚trennen’< ipf. iterative Funktion pracowac´ ‚arbeiten’ (chrapac´ ‚schnarchen’) stative Funktion znaczyc´ ‚bedeuten’ iterative. transformativen Verben und der stativen Satzfunktion (wenn diese nicht zugleich mit der iterativen kombiniert ist) und der progressiven Funktion mit ipf. seltenere Funktionen in Klammern. sowie zwischen konklusiven ipf. Richtung der formalen Ableitung: >.

‚Er kann dir jede/so eine Tür öffnen. torba rozrywa#pf/rozerwie#pf sie˛. Dies wurde oben im Zusammenhang mit der Ersetzbarkeit von pf. Der Aspekt 403 Es ist möglich. Aspekts Der ipf. die dem perfektiven Aspekt zugeordnete Satzfunktion mit der Funktion ‚mehrmals’ zu kombinieren. nicht vollständig beschreibbaren. Alle Kombinationen mit pf.’ . Verben mit Präsensendung vor: On ci otworzy kaz˙de/takie drzwi. dass er sich plötzlich umdreht. Aspekt kann auch mit der Funktion ‚episodisches Ereignis’ auftreten. Vgl.’ Wenn ein pf. ‚Sie stellte/stellt die Eimer auf die Erde und strich/streicht sich eine Strähne aus der Stirn. die der Funktion ‚iterativ’ des ipf. er anwortet nicht. Aspekts geändert (exemplarische Satzfunktion: ‚exemplarisches nichtepisodisches Ereignis’). dann wird auch der Default ‚episodisch’ des pf. die dem pf. Wenn dabei die temporale Definitheit bestehen bleibt. ‚Es schien. z˙e on sie± nagle obro´ci. dazu das Beispiel: Postawi!a"pf wiadra na ziemi i odgarne±!a"pf kosmyk z czo!a.’ On zrozumie kaz˙da˛ twoja˛ pros´be˛.7. im historischen Präsens erwähnt. falls du sie äußerst). ‚Was du ihm auch sagst. Verben Einmaligkeit denotieren. Dies ist nur in spezifischen. ‚Wenn in eine Papiertüte ein großer Stein gelegt wird. also ‚einmal’ in ‚mehrmals’ geändert (summarische Satzfunktion: ‚summarisches episodisches Ereignis’): Kilkakrotnie sie˛ obro´ci!"pf. Aspekt sind in folgenden Beispielen möglich: Jes´li wk!ada#ipf/w!oz˙y"pf sie˛ do papierowej torby duz˙y kamien´. Aspekt als kanonische Satzfunktion zugeordnet ist. ‚Er drehte sich mehrmals um. Aspekts. dass pf. Stawia ipf wiadra na ziemi i odgarnia ipf kosmyk z czo!a.’ Die Kombination der konkret-faktischen mit der Funktion ‚Fähigkeit/Können’ (also einer stativen Funktion) kommt bei pf. Aspekt entspricht. wird nur der Häufigkeits-Default des pf. und ipf. ebenfalls mit analoger freier Aspektkombination: Cokolwiek mu mo´wisz#ipf /powiesz pf. telischen (Ereignis-) Lexemen durch ipf.’ Eine ähnliche Bedeutung ist implizit auch im folgenden Satz enthalten. also jener. Kontexten möglich. entgegen der Default-Implikation.’ (b) Konkret-faktische Funktion des ipf.6. on nie odpowiada#ipf/odpowie pf. Wydawa!o sie±. ‚Er versteht jede Bitte von dir (er würde jede Bitte verstehen.’ In den meisten Konditionalsätzen können Verben beider Aspekte stehen. zerreißt sie. Verb jedoch mit einem Satzkontext für ‚mehrmals’ mit ‚nicht episodisch’ kombiniert wird.

bei Tempora und Aspekten sind es . dass morphologische Tempus-Paradigmen hier am besten in Kombination mit diesen beiden anderen Kategorien dargestellt werden. der ipf. Aspekt für Lexeme in Präsensfunktion) oder sind sie unbekannt. denen jeweils grammatische Bedeutungen wie ‚Präsens’. Das Tempus 412 Das Tempus (czas) ist eine flexivische Kategorie und insofern unabhängig von der lexikalischen Bedeutung des Verbs. bei nicht telischer Funktion den ipf. Partner. hängt von vielen Faktoren ab. dann wähle bei telischer Funktion im Satz den pf. also Ereignisse. bei Tempora und Aspekten sind es von einem Verb ausgedrückte aktionale Situationen. Man kann sich den vorgenannten Beispielsatz mit den ipf. dass im Präsens die Aspekt-Opposition aufgehoben ist. umgebungsbedingten Funktionen zugeordnet werden. ob für eine bestimmte Redeabsicht ein pf. Verb verwendet wird. Verläufe und stative Situationen: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH xyz’). Bei telischen Lexemen ist es die Funktion ‚Ereignis’. Polnische Muttersprachler geben für einen Kontext häufig beide Aspektmöglichkeiten an.7.1. 7.B. etwa in Bühnenanweisungen oder Direktreportagen. in Bezug worauf die aktionale Situation zeitlich lokalisiert wird. Für die Beschreibung von zeitlichen Lokalisierungen sind mindestens drei Parameter notwendig: a) die lokalisierte Situation – das. oder ein ipf. Gibt es nicht bestimmte Gründe für die Aspektsetzung (z. Tempusfunktionen in der Kombination mit den Aspekten und den Genera verbi zu beschreiben. Bereits auf der morphologischen Ebene steht es jedoch in so enger Verbindung zu Aspekt und Genus verbi. die nicht selten auch im Widerspruch zueinander stehen. dann kann als generelle Präferenzregel für die Aspektverwendung – gerade auch für Deutschsprachige – Folgendes gelten: Wenn nicht wegen einer bestimmten Satz. Verben Dieser Effekt der Aspektsynonymie beruht darauf. Partner. Die TempusAffixe bilden Paradigmen. Zeitliche Lokalisierung 413 Zeitliche Lokalisierungen werden durch viele verschiedene Faktoren im Text vermittelt.oder Textfunktion ein bestimmter Aspekt gebraucht werden muss.7.404 7. Diese Beziehung wird auf der syntaktischen und textuellen Ebene noch verstärkt. Aspekt Standard. Hier ist es ebenfalls notwendig. b) der zeitliche Lokalisator – das. ‚Futur’ mit ihren einzelnen. so dass bei neutralem Kontext die Lexikalische Aktionale Funktion auftritt. Diese Lexeme weisen bei neutralem episodischem Kontext konkret-faktische Satzfunktion (‚episodisches Ereignis’) auf. im Präsens ist der ipf. Die Frage. 7. im Prädikat zunächst durch bestimmte Kombinationen grammatischer Affixe. Verben auch in anderen Textumgebungen vorstellen. was zeitlich lokalisiert wird.

hier sprechen wir von deiktischer zeitlicher Lokalisierung: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH Sprechzeit’. Es liegen dann Konfigurationen zeitlicher Lokalisierungen vor. die ‚Betrachtzeit’). Numerus. • eine andere aktionale Situation. 7. Die grammatische Kategorie Tempus ist die Menge der einzelnen Tempora.7. Gleichzeitigkeit und Nachzeitigkeit: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH xyz’ Jede dem Text zu entnehmende zeitliche Lokalisierung enthält also eine lokalisierte Situation. Genus. das besonders beim Erzählen relevant ist. Das Tempus 405 • die Sprechzeit (der Sprechzeitintervall. dann sprechen wird von taxischer Lokalisierung: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH anderer aktionaler Situation’. hier sprechen wir von subjektiver Lokalisierung: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH psychischem Jetzt’. 414 .7. Tempus-Morphologie Tempora erscheinen immer mit einem bestimmten Aspekt und Genus Verbi und stehen funktional in enger Wechselbeziehung zu ihnen. wenn man sich in die erzählte Welt hineinversetzt. Bei Tempora sind an der zeitlichen Einordnung einer aktionalen Situation mehrere Lokalisatoren zugleich mit einer entsprechenden chronologischen Relation beteiligt.2. jeweils mit einer exemplarischen Flexionsendung für Person. c) die chronologische Relation: die Art der Relation. • das ‚psychische Jetzt’ (das ‚Jetzt’ in der Diskurswelt. die gröbsten Unterscheidungen sind hier: Vorzeitigkeit.7. der Redemoment). In den Tempus-Paradigmen werden die Funktionen der Verbformen daher jeweils in Kombination mit einem Aspekt und mit Aktiv oder Passiv dargestellt. Lokalisierungskonfigurationen haben in der Regel eine dominante zeitliche Lokalisierung (die dann auch für die Benennung der zeitlichen Funktion herangezogen wird). die zwischen dem lokalisierenden Zeitintervall und dem lokalisierten Zeitintervall besteht. Eine TempusBedeutung ist hier diejenige allgemeine Bedeutung. Die Tempusparadigmen markieren zugleich den Indikativ. die jedes Affix eines TempusParadigmas in Kombination mit einem bestimmten Aspekt und einem bestimmten Genus verbi hat. einen zeitlichen Lokalisator und eine chronologische Relation.

‚Nach Ausbruch der Revolution wird der Präsident abgesetzt und das Parlament aufgelöst. ausführlich zu den Funktionen weiter unten: zostac´-Paradigma (nur pf. Tempus-Paradigmen Teilparadigmen der Tempora im Passiv Die 3. narratives Präteritum Präsens. ipf. pf. Futur Globalpräteritum Futur Aspekte ipf. Präteritum. Verben Tempus-Paradigmen im Aktiv Präsens-Paradigma (synthetisch: X (z)buduje) Präteritum-Paradigma (synthetisch: X (z)budowa!) Futur-Paradigma (analytisch: be˛dzie budowa!/budowac´) Tempus-Paradigmen im Passiv (analytisch) byc´-Paradigma byc´ + pf.’ 3. und pf. Die Übersetzung gibt bei einigen Formen nur eine der möglichen Funktionen wieder. Verb (selten) (X sie± buduje) Tempora Präsens. und pf.’ .): 1. pf.406 7. Globalpräteritum. ipf. ipf. Partizip Passiv (X bywa budowany) sie˛-Paradigma: sie˛ + finites ipf. ‚Die Villa wird gebaut werden. Präsens. Teilparadigma zostanie + Partizip Passiv: Willa zostanie zbudowana. ipf. Präsens Präsens. Futur. Partizip Passiv (X jest (z)budowany) zostac´-Paradigma zosta(wa)c´ + pf. ‚Die Villa wurde gebaut. Futur Globalpräteritum. Person Singular (maskulin) steht für das Paradigma mit allen Personen. Partizip Passiv (X zosta! zbudowany) bywac´-Paradigma (selten) bywac´ + ipf. Teilparadigma zosta! + Partizip Passiv: Willa zosta!a zbudowana. Teilparadigma zostaje + Partizip Passiv Po wybuchu rewolucji prezydent zostaje odsunie±ty od w!adzy a parlament rozwia±zany.’ 2. Numeri und gegebenenfalls Personen und Genera.

be˛dzie + Partizip Passiv: Willa be±dzie zbudowana. im Unterschied zu przeczytam mit Präsensendung und futurischer Funktion. by! + Partizip Passiv: Willa by!a zbudowana trzy lata temu. bei narrativer Lokalisierung einer Textpassage. by! + Partizip Passiv: Willa by!a budowana przez trzy lata. Diese sind meist sehr abstrakte Konstrukte.’ 3. Das System der Funktionen mit der zentralen Opposition zwischen dominanten deiktischen und narrativen Tempusfunktionen ist im Satz. Teilparadigma. ‚Villen wurden gebaut. Letzteres gilt immer. dem dann in der jeweiligen morphologischen und kontextuellen Umgebung bestimmte Funktionsvarianten entsprechen. jest + Partizip Passiv: Willa jest budowana od trzech lat.’ 2. bywa + Partizip Passiv: Wille bywaja˛ budowane. ‚Die Villa wurde vor drei Jahren gebaut. Aspekts ohne weiteren verändernden Kontext.’ ipf. ‚An der Villa wird seit drei Jahren gebaut. jedoch nicht nur.7. ‚Villen werden gebaut.’ 2.und Textkontext zu beschreiben. jest + Partizip Passiv: Willa jest juz˙ zbudowana.’ 2. am ehesten charakterisierbar als ‚grammatisches Funktionspotenzial’. von der hier 415 . Teilparadigma. Teilparadigma. bei czytam die präsentische Funktion der Präsens-Endung in der Umgebung des ipf. z.): 1. Teilparadigma. bei denen der deiktische Bezug nicht dominant ist.’ bywac´-Paradigma (nur ipf. Teilparadigma. Teilparadigma. Genaueres dazu unten.’ 3. byc´-Paradigma: 1. Verben. ‚Die Villa ist schon gebaut. ‚An der Villa wird man drei Jahre lang bauen. in den Hintergrund tritt oder ganz irrelevant ist.h. bywa! + Partizip Passiv: Wille bywa!y budowane. Sie selbst und ihre Varianten lassen sich auf zwei große Gruppen aufteilen: Tempusfunktionen mit Dominanz der deiktischen Lokalisierung (des Bezugs zur Sprechzeit) und solche. Teilparadigma. ‚An der Villa wurde drei Jahre lang gebaut. Die Funktionen eines Tempus bilden eine komplexe Struktur. be˛dzie + Partizip Passiv: Willa be±dzie budowana przez trzy lata. Auf der morphologischen Ebene können nur grammatische Bedeutungen angesetzt werden.B. Teilparadigma. byc´-Paradigma: 1.7. Das Tempus 407 pf. ‚Die Villa wird gebaut werden. Die Tempora und ihre grammatischen Bedeutungen Grammatische Tempusbedeutungen beinhalten prinzipiell eine Relation zur Sprechzeit. d.’ Das sie˛-Paradigma entspricht den Tempus-Paradigmen im Aktiv mit ipf.

Für das Präsens. oder pf.): Die vom Verb bezeichnete aktionale Situation ist zeitlich gleichzeitig zur Sprechzeit lokalisiert (im Sinne einer zumindest partiellen Überschneidung). wird. Die einzelnen Funktionsvarianten werden relativ ausführlich im Abschnitt über die Tempora im Kontext dargestellt. Aspekt verwendet. bestehend aus grammatischen Tempusbedeutungen mit den entsprechenden Formparadigmen. Futur (synthetisches pf. Aspekt und Präsens-Paradigma ! Präsens-Bedeutung pf. Die Tempora im Passiv (in Klammern gesetzte Formtypen sind selten) Präsens (ipf.h. mehr oder weniger periphere. pf. Global-Präteritum ipf. Aspekt und Präsens-Paradigma ! Futur-Bedeutung bestehen als Default-Funktionen unabhängig von Kontexten. Verben nur die Unterscheidung in zentrale und alternative. es sind daher grammatische Bedeutungen. Funktionen abgebildet wird. der ipf. d. Global-Präteritum by! budowany Präsens jest (bywa) budowany (buduje sie˛) zostaje zbudowany Präsens-Perfekt jest zbudowany Futur be±dzie budowany (be˛dzie sie˛ budowa!/budowac´) zostanie zbudowany be±dzie zbudowany pf. bereits auf der morphologischen Ebene. budowa! zbudowa! Präsens buduje Futur be˛dzie budowa! zbuduje Die Tempora im Aktiv ipf. also die Form-Funktions-Kategorien. Die Aspekt-Tempus-Kombinationen: ipf. Denn die Kombination desselben Endungs- .408 7. wobei ein Kriterium für die zentrale Stellung einer Funktion ihr Unterscheidungswert gegenüber anderen Tempora ist. während zur Charakterisierung der grammatischen Tempusbedeutungen im vorliegenden Abschnitt nur Verallgemeinerungen zentraler Funktionen angegeben werden. Formtyp buduje. In den folgenden beiden Tabellen sind die Tempora des Polnischen mit WortformBeispielen aufgeführt. oder analytisches ipf. zosta! zbudowany Präteritum-Plusquamperfekt by! (bywa!) zbudowany (budowa! sie˛) pf. Futur): Die vom Verb bezeichnete aktionale Situation ist zeitlich nach der Sprechzeit lokalisiert. unabhängig von der aktionalen Funktion des Prädikats.

(2) – Co powie two´j ma˛z˙? (3) – Jest w pa!acu. narrativ) lokalisiert. Passiv): Die vom Verb bezeichnete aktionale Situation ist zeitlich bezüglich der Sprechsituation (d. Global-Präteritum (pf. die beiden letztgenannten sind die zentralen taxischen Funktionen. Das Tempus 409 Paradigmas mit dem pf. und zwar je nach Kontext gleichzeitig (narratives Präteritum) bzw.3. für sie ist die dominante Lokalisierung die taxische: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH anderer aktionaler Situation’. zeitlich bezüglich einer anderen. Passiv): Die vom Verb bezeichnete aktionale Situation ist zeitlich dominant bezüglich dem ‚psychischen Jetzt’ (der Verarbeitungszeit.7. (‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH Sprechzeit’). relativer und narrativer Lokalisierung.h. Sie stehen in Opposition zu den deiktischen Funktionen..7. Die Tempora im Kontext Die Tempusfunktionen sind grammatische Verfahren der zeitlichen Lokalisierung von aktionalen Situationen. Präteritum und Plusquamperfekt. und zwar je nach Kontext vor der Sprechzeit (Perfekt) oder gleichzeitig zur Sprechzeit (Präsens). deiktisch) lokalisiert. mit peripheren Ausnahmen (alternativen Funktionen). Passiv gibt es zwei zusätzliche analytische Tempora.7. die auf die Sprechzeit bezogene.. bei denen die deiktische Lokalisierung dominant ist: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH Sprechzeit’. Außerdem ist es. nicht dominant.u. 417 416 . Im pf.. 7. dass die deiktische. Deiktische Tempusfunktionen Bei Verbformen mit deiktischen Tempusfunktionen ist die Lokalisierung in Bezug auf die Sprechzeit dominant.): Die vom Verb bezeichnete aktionale Situation ist zeitlich vor der Sprechzeit lokalisiert. […] (4) – Zme˛z˙nia!es´. d.h. vorerwähnten. der Zeit einer vergegenwärtigenden Vorstellung. Lokalisierung die dominante ist. aktionalen Situation und ist per Default vor der Sprechzeit lokalisiert. (1) – (a) Wez´ wiadra i (b) chodz´ ze mna˛ nad rzeke˛. s. oder ipf. die sich in der zeitlichen Lokalisierung unterscheiden: Präsens-Perfekt (pf. Dieses Tempus entspricht den deutschen Tempora Perfekt. Präteritum-Plusquamperfekt (pf. vorzeitig (Plusquamperfekt). ein Futur. Wir unterscheiden hier die Funktionen mit dominanter deiktischer. Vgl. Aspekt ergibt. Im Weiteren bedeutet ein Ausdruck wie ‚deiktisches Tempus / deiktisches Präteritum / deiktische Tempusfunktion’.

Täglich. Futur. und ipf. ‚Die Beerdigung wird zweitausend kosten. Sie ist die Variante der allgemeinfaktischen Funktion im Futur. wenn du an mich denkst. Futur wird also hierfür und für nicht telische Prädikate verwendet. der pf. Das insgesamt gesehen seltene ipf.’ Czy be˛dziesz spac´? ‚Wirst du schlafen?’ Pogrzeb be˛dzie kosztowa! dwa tysia˛ce. pf. Futur. kiedy sie˛ nie (b) widzimy? (6) – (a) Mys´le˛ wtedy. Verben verwendet: Nieraz be˛dzie otwiera! te drzwi. Verben (5) – Czy ty (a) mys´lisz o mnie. wenn wir uns nicht sehen? (6) – Ich denke an dich. (2) – Was wird dein Mann sagen? (3) – Er ist im Palast. Aspekt mit konkret-faktischer und summarischer Funktion). […] (4) – Du bist zum Mann geworden. gibt es besondere Regeln für allgemeinfaktische telische Prädikate. 5. Verben verwendet. ‚Ich werde warten.’ c) Mit telischen (grenzerreichenden) Prädikaten für einmalige Ereignisse werden pf. Be˛de˛ czeka!. aber hier ist nicht die zeitliche Lokalisierung. Typ zbuduje˛. ‚Er wird die Tür mehrfach öffnen. wenn keine iterative. ‚(1) – (a) Nimm die Eimer und (b) komm mit mir an den Fluss. Verben verwendet: . (c) S$nisz mi sie˛. Für Prädikate mit futurischer Funktion gilt als allgemeine Default-Regel: a) Mit nicht telischen (nicht grenzerreichenden). Aspekt für iterative. gleichzeitig zur Sprechzeit in (3.) Pf. progressive. es sei denn. Ich träume von dir. (Auch die Situationen der Imperative in (1) lokalisieren übrigens die Handlung bezüglich der Sprechzeit. gdy ty o mnie (b) mys´lisz. Typ be˛de˛ budowa!. progressive oder stative Satzfunktion vorliegt.’ Die von den Verben bezeichneten Situationen sind alle in Bezug auf die Sprechzeit lokalisiert: nach der Sprechzeit in (2). davor in (4). Futur Hinsichtlich der Wahl zwischen dem synthetischen pf. nicht iterativen Prädikaten (für stative Situationen und Verläufe) werden ipf. während für den Rest die im Aspekt-Abschnitt genannten aspektuellen Satzfunktionen gelten (ipf. 6).410 7. und dem analytischen ipf. (5) – Denkst du an mich. dass für telische Prädikate. Als generelle Regel zum Futur kann gesagt werden. stative Situationen. sondern die pragmatische Funktion dominant. man will eine bestimmte modale Funktion zum Ausdruck bringen. Aspekt genommen wird. Codziennie.’ b) Für iterative Situationen werden ipf.

nie po´jde˛. die Sprechereinstellung.] – Nie. der zweite Teil profiliert. stative Funktion für Ereignisse verwendet werden. Teils der Beschreibung.’ Wychodze˛ za Ule±. während mit dem ipf. ‚Ich werde einen Kontrabass kaufen. Futur solcher Verben eine entsprechende Unsicherheit markiert wird: Be˛de˛ otwierac´ te drzwi.’ Diese Sprechereinstellungen sind Ableger der zeitlichen Definitheit des pf.7. Prophezeiung usw. progressive.’ gibt der Sprecher zu erkennen. ohne Einschränkung gilt. dass die Illokution (hier: Ankündigung. ‚Ich werde diese Tür wohl (irgendwann mal) öffnen.) besteht. Insofern kann ein ipf. Der Vorzukunft entspricht im Polnischen das pf. Verb in Otworze˛ te drzwi.’ Zaraz wro´ce˛. ich gehe nicht. Verb auch mit telischen Prädikaten ohne iterative. Präsens mit vorfuturischer Funktion (im Deutschen das Perfekt): A teraz s´pij. da die Vorzeitigkeit zur zweiten Situation (zabiore˛) nicht im Rahmen einer narrativen Lokalisierung (s. ‚Sie werden uns alle töten. ipf. Das Tempus 411 Ja wyjde˛.’ Zur Opposition zwischen dem pf. Wenn du gesund geworden bist. die Sicherheit über das Eintreffen des Ereignisses.’ Zbuduje˛ dom.h. dann schätzt er es auch hinsichtlich der Realität des Eintreffens als ‚definitiv’ ein’ wird anstelle des 1. Drohung. Futur mit allgemeinfaktischer. . ‚Ich werde diese Tür öffnen. modaler Funktion: Mit dem pf. bzw. Futur und dem ipf.) unvermindert. dann schätzt er es auch hinsichtlich der Realität des Eintreffens als nicht ‚definitiv’ ein’. d. nehm ich dich zu uns. ‚Ich gehe raus. Futur kann der entsprechende negative Schluss einer nicht mit Sicherheit in der Zukunft gegebenen Situation gezogen werden: ‚Wenn der Sprecher das Ereignis als nicht episodisch. ‚Ich werde ein Haus bauen. ‚Ich komme gleich zurück. Beim ipf. Futurs.7. d. In der Inferenz ‚Wenn der Sprecher das Ereignis als episodisch.’ Zabija˛ nas wszystkich.] – Nein. tato.’ Diese Funktion der vorzeitigen Verbform (wyzdrowiejesz) ist auch deiktisch. der zeitlichen Definitheit. u. Dominant ist die explizit durch Aspekt und Tempus markierte deiktische Lokalisierung ‚Aktionale Situation NACH Sprechzeit’ (futurisch). ‚[– Gehen wir nach Hause.’ Kupie˛ kontrabas. ‚Ich heirate Ula. Papa. die implizite Lokalisierung ‚Aktionale Situation VOR anderer aktionaler Situation’ ist untergeordnet. Versprechen. zabiore˛ cie˛ do nas. ‚Jetzt schlaf aber. zeitlich definit darstellt. zeitlich indefinit darstellt.h. Jak wyzdrowiejesz.’ [– Pojdziemy do domu. die aus der Sicht des Sprechers nicht mit Sicherheit eintreten werden.

Ona powiedzia!a cos´.“ ‚Maria hat gesagt: „Jan kommt nicht/ist nicht gekommen/pflegt nicht zu kommen. Gefühle oder Erfahrungen. Romane benutzen demgegenüber als erzählendes Tempus normalerweise das Präteritum.’ Maria powiedzia!a. also der syntaktischen Unterordnung unter Sprechakt-Verben. z˙e Jan nie przyjdzie. Dies ist unabhängig davon. das in der Regel die Form eines untergeordneten Nebensatzes oder Infinitivs hat. Die für die relative Chronologie verwendeten grammatischen Formen sind deutlich einfacher als im Deutschen. Verben für Gedanken. Diese Art der taxischen Lokalisierung bezeichnen wir als ‚relativ’ (‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH propositionalem Akt’). quasi in der dargestellten Welt befindet. Der Leser rezipiert . in der der Leser oder Hörer die erzählte Situation liest oder hört und verarbeitet. z˙e Jan nie przyjez˙dz˙a. Im Polnischen werden in der indirekten Rede dieselben AspektTempusformen verwendet.ä. ob die Situationen im Präsens oder im Präteritum dargestellt werden. Vgl.’ Narrative Tempusfunktionen 419 Von den relativen Tempusfunktionen sind zu unterscheiden die narrativen. der Konjunktiv verwendet werden soll: Er sagte. tritt.412 7. wenn die aktionale Situation in Bezug auf eine andere aktionale Situation lokalisiert wird.h.“’ Maria powiedzia!a. Solche Akte werden bezeichnet mit Hilfe von Sprechaktverben. sie sei schon gekommen. z. ‚Maria hat gesagt. zu Maria powiedzia!a: „Jan nie przyjdzie/przyjecha!/przyjez˙dz˙a. wenn der Hörer oder Leser sich mit seiner Vorstellung zeitlich ‚gleichauf’ mit der dargestellten Situation.oder Denkakt.’ Maria powiedzia!a. mit dem ein bestimmter Satzinhalt explizit oder implizit verbunden ist (powiedzia!. Eli (a) chwyci! wiadra i ruszy! za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛. die Zeit. Denkakt o. Diese besitzen ein propositionales Argument. wie in der entsprechenden direkten Rede. also dann. ‚Maria hat gesagt. mys´le˛). z˙e Jan nie przyjecha!. Während bei relativer Lokalisierung an die Stelle der Sprechzeit als dominanter Lokalisator ein Sprech-. Bei Direktreportagen wird der Hörer ebenso in die berichtete Welt versetzt wie im historischen Präsens. wobei der zeitliche Lokalisator ein propositionaler Akt ist. Narrative Tempusfunktionen liegen immer dann vor. Verben Relative Tempusfunktionen 418 liegen vor. dass Jan nicht gekommen sei. wenn ein Sprecher über Vergangenheit im Präsens berichtet. ein Sprech. tritt bei der narrativen Lokalisierung an die Stelle der Sprechzeit als dominanter Lokalisator das ‚psychische Jetzt’. d. dass Jan nicht zu kommen pflege. nie odwracaja˛c sie˛. ‚Maria hat gesagt.B. in (Genowefa) postawi!a wiadra na ziemi i odgarne±!a kosmyk z czo!a. dass Jan nicht komme (="kommen werde). wo bei der indirekten Rede.

Aspekt: Dominante Lokalisierung: ‚Aktionale Situation GLEICHZEITIG ZU psychischem Jetzt’ Untergeordnete Lokalisierung bei historischem Präsens: ‚Aktionale Situation VOR Sprechzeit’. wenn man den Inhalt von Erzählungen als Direktreportage liest (im Theater entspricht dem die sogenannte Mauerschau). Im narrativen Präteritum ist die Funktion ‚vorzeitig zur Sprechzeit’ nicht dominant (auch z. Dabei ist das Präteritum durch das ipf.B. das Präteritum hat hier die Funktion ‚vorzeitig (zur Sprechzeit und zum psychischen Jetzt)’. Präsens zu ersetzen: (Genowefa) stawia wiadra na ziemi i odgarnia kosmyk z czo!a. Szenisches Präsens u. Nicht möglich ist eine solche Tempusersetzung. also relativ zur Sprechzeit lokalisiert ist (deutsch: Perfekt). Das Tempus 413 die Textpassage so.). Ona mo´wi cos´. Science Fiction oder utopische Romane werden im narrativen Präteritum erzählt). Ona mo´wi cos´. . dann würde das. Eli chwyta wiadra i rusza za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛. Vorläufige Zusammenfassung zu den narrativen Tempusfunktionen: Narratives Präsens (Varianten: historisches Präsens. dass bei den narrativen Tempusfunktionen des Präteritum und Präsens die aktionale Situation subjektiv gleichzeitig lokalisiert wird. bei Direktreportage: ‚Aktionale Situation GLEICHZEITIG ZU Sprechzeit’.a. als erlebe er es direkt. Direktreportage/Mauer-schau. als ob der Erzähler ‚jetzt’ über etwas Gegenwärtiges spricht und stellt sich das Erzählte so vor. ins Präsens gesetzt. Würde – Zme˛z˙nia!es´. Demgegenüber fällt beim deiktischen Präteritum die subjektive und die deiktische Lokalisierung zusammen. Mit einer kleinen Änderung des verbalen ‚Vorzeichens’ (postawi!a) kann der Rest des Ausschnittes auch als historisches Präsens gelesen werden: (Genowefa) postawi!a wiadra na ziemi i odgarnia kosmyk z czo!a. wenn das Präteritum deiktisch. nie odwracaja˛c sie˛. fast immer ipf. kann man sich klar machen. nehme sie direkt wahr. dominant ist die Lokalisierung ‚gleichzeitig zum psychischen Jetzt’. ganz anders als bei der Umwandlung des narrativen Präteriums in ein historisches Präsens.7. als sehe man sie. Inhaltsangabe von Erzählungen. den Sinn (und den Wahrheitswert) völlig ändern. Der Grund dafür ist. sie wird in der Vorstellung so reproduziert. Eli chwyta wiadra i rusza za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛.7. nie odwracaja˛c sie˛. Dass dies so ist.

oder ipf. die dominante Lokalisierung ‚gleichzeitig zum psychischen Jetzt’ erlaubt auch die Erklärung für eine spezifische Art der taxischen Funktion. die ‚aktionale Chronologie’. als zeitlich parallel. werden als Sequenz. dass der nächste Vorgang als gleichzeitig. ob der nächste Vorgang ein Verlauf ist wie in den Beispielsätzen oben oder ein Ereignis wie mit podnios!a"pf": Genowefa (a) pra!a"ipf bia!a˛ bielizne˛ w Czarnej. Das Ergebnis ist. aufgefasst wird. Die aktionale Chronologie des narrativen Präteritums tritt in . also in aller Regel auf unbewussten Schlüssen. und wenn der nächste Vorgang ebenfalls ein Ereignis ist. d. Handelt es sich um ein Ereignis. so ist er in der Vorstellung noch nicht abgeschlossen. wo sie die temporale Dynamik der Erzählung trägt. Eli (a) chwyci!"pf wiadra i ruszy!"pf za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛. (c) Podnosi!a"ipf je wysoko do s!on´ca. pf. so ist der vorgestellte Vorgang abgeschlossen.h. Beim narrativen Präsens ist diese Chronologie kommunikativ weniger relevant.414 7. Vor Kälte (b) wurden ihre Hände starr. Verben Narratives Präteritum. als aufeinanderfolgende Vorgänge verstanden. ‚Genowefa (a) wusch die weiße Wäsche im Czarna(fluss). Es entsteht die Vorstellung einer Abfolge von Situationen. zur dominanten Lokalisierung bezüglich des psychischen Jetzt und zur nicht dominanten bezüglich der Sprechzeit). Z zimna (b) dre˛twia!yipf jej re˛ce. Aktionale Chronologie 420 Die narrative. Der Rezipient stellt sich jeweils beim Lesen des Elementarsatzes die vom Prädikat dargestellte Situation vor. ‚Genowefa (a) wusch die weiße Wäsche im Czarna(fluss). d.’ Die aktionale Chronologie ist eine zeitliche Lokalisierung. Ist der vorgestellte Vorgang ein Verlauf.h. Sie (c) hielt sie hoch zur Sonne. dann beginnt er nach dem Abschluss des vorher vorgestellten Vorgangs. wenn der nächste Verlauf in die Vorstellung eintritt.’ Durch den Aspekt kann unterschieden werden. die beim narrativen Präteritum aus den Aspektbedeutungen und beim narrativen Präsens aus den Lexikalischen Aktionalen Funktionen gezogen werden. als beim narrativen Präteritum. (c) Podnios!a"pf je wysoko do s!on´ca. Sie ist implizit. Vor Kälte (b) wurden ihre Hände starr. sie beruht auf Inferenzen. Z zimna (b) dre˛twia!y"ipf jej re˛ce. Sie (c) erhob sie hoch zur Sonne. Die Situationen in den Sätzen (Genowefa) postawi!a"pf wiadra na ziemi i odgarne±!a"pf kosmyk z czo!a.: Genowefa (a) pra!a"ipf bia!a˛ bielizne˛ w Czarnej.h. Aspekt: Dominante Lokalisierung: ‚Aktionale Situation GLEICHZEITIG ZU psychischem Jetzt’ Untergeordnete Lokalisierung (Default): ‚Aktionale Situation VOR Sprechzeit’. Vgl. die zusätzlich zu den Lokalisierungen des narrativen Präteritum besteht (d.

weil sie nicht nur mit einer Hauptfunktion des Aspekts – seiner aktionalen Komponente – sondern auch ohne den Aspekt. • die Inzidenz. Die Regeln der aktionalen Chronologie sind Defaults. die dem Text trotz der Konfiguration ipf. die dem enzyklopädischen Wissen über chronologische Zusammenhänge wie Ursache–Wirkung usw.’ Die aktionalen Chronologie-Defaults können von verschiedenen Faktoren außer Kraft gesetzt werden. Verb (d. Verb + ipf. Die mit dem Aspekt ausgedrückte aktionale Chronologie ist das Grundmuster in narrativen Passagen. Daneben gibt es auch ungleichzeitige Relationen: 421 . Die aktionale Chronologie ist auch in den narrativen Verwendungen futurischer Tempora theoretisch denkbar. • der Parallelismus: ipf. Andere narrative Tempusfunktionen Das Rückgrat der narrativen Lokalisierung einer Textpassage ist die aktionale Chronologie mit der Lokalisierung ‚Aktionale Situation GLEICHZEITIG ZU psychischem Jetzt’. pf.h. Aspekt die Lexikalische Aktionale Funktion des Verbs per Default unverändert lässt.Verb + pf.7. vor allem durch die natürliche Chronologie. entnommen wird: Na chwile˛ (a) zatrzymywali sie˛"ipf. Das Tempus 415 drei aspektuellen Konstellationen auf. d. weil die aktionale Chronologie nur bei episodischen Situationen auftritt und stative Situationen per definitionem nicht episodisch sind. dass die zeitlichen Lokalisierungseffekte auch im narrativen (reportierenden.7. historischen. szenischen) Präsens auftreten. Entscheidend für die zeitliche Lokalisierung vermittels der aktionalen Chronologie sind also die aktionalen Gestalten ‚Ereignis’ und ‚Verlauf’ des Prädikats. vgl. und pf. Verb + ipf. als sie den nicht episodischen Hintergrund für episodische Ereignisse und Verläufe bilden können. die in einer Erzählung miteinander kombiniert werden können (vgl. Verb.: Eintritt vor episodischem Hintergrund) Die Konstellationen bezeichnen wir als ‚aktionale Chronologie’. Verb oder ipf. durch nicht sprachliche Faktoren. Eli hob die Eimer an und sie gingen weiter. im folgenden Beispiel eine Sequenz. Eli (b) podnio´s !"pf wiadra i ruszyli dalej. Die nicht episodischen Situationen sind aber für die zeitliche Struktur eines Textes insofern nicht irrelevant. Verb. Die stative Gestalt spielt hierbei keine Rolle. denn die Aspektkombinationen haben keineswegs immer die angegebenen Funktionen.h. Verb + pf. weil der ipf. entspringen. ‚Sie blieben eine Weile stehen. kommt aber dort praktisch nicht vor. Dies wird deutlich daran. nur mit der Lexikalischen Aktionalen Funktion von Verblexemen zum Ausdruck gebracht werden. Beispiele oben): • die Sequenz: pf.

) Globalpräteritums: Mieszkali w kuchni z krowa˛. z˙e wszystkie domy zosta!y zniszczone. dann kann die nachzeitige Situation mit miec´ oder durch ein Futur ausgedrückt werden. dann handelt es sich um eine plusquamperfektische Funktion des (pf. dass alle Häuser zerstört worden waren. wo sie den größten Erfolg ihres Lebens erleben würde. Im Deutschen erscheint typischerweise ein Konjunktiv: Maria przyjecha!a w maju do Warszawy. Micha! zrobi! jej legowisko za drzwiami. Vorgangs. oder ipf. ‚Jan baute eine Villa. narrativ mit dem präteritalen Paradigma von byc´. präsentisch. ‚Sie wohnten in der Küche mit der Kuh. Micha! hatte ihr ein Lager hinter der Tür gemacht. (b) ‚Aktionale Situation NACH psychischem Jetzt’. Sie kommen mit deiktischer (ist) und narrativer (war) Lokalisierung vor. Wenn der Kontext ein narrativpräteritaler ist. die Tür ist/war geschlossen – die Tür ist/war geschlossen worden. kto´ra± obsadzi sadem i gdzie okna be˛da˛ wychodzic´ na cztery strony s´wiata. Wenn der Kontext ein narrativpräteritaler ist. dann hat das vorzeitige Präteritum Perfekt-Funktion. 7.’ Ist das kontextuelle Prädikat. ‚Maria kam im Mai in Warschau an.B.7. vgl. Vorgangs. z.’ Jan budowa! wille˛. Im Polnischen kann Letzteres ebenfalls markiert werden. Verben (a) ‚Aktionale Situation VOR psychischem Jetzt’.4. ‚Nach der Rückkehr stellten wir fest. wo immer Eimer mit Wasser standen. deiktisch mit dem Präsens-Paradigma von byc´.’ Po powrocie stwierdzilis´my. gdzie mia!a przez˙yc´ najwie˛kszy sukces swego z˙ycia. tam gdzie zawsze sta!y wiadra z woda˛. sie können je nach telischer Prädikatsfunktion und Satzkontext Vorgangsoder Zustandspassiv sein. die er mit Obstbäumen umpflanzen würde und in dem die Fenster in die vier Himmelsrichtungen gehen würden’. Eine analoge futurische Verwendung ist auch in einer Direktreportage möglich. in einer Direktreportage. Für jest und für by! kann jeweils auch zosta! stehen: .416 7.und Zustandsfunktion werden im Polnischen wie gesagt kontextuell unterschieden.und Zustandspassiv als temporale Varianten 422 Diese im Polnischen nur kontextuell unterschiedenen Passiv-Typen werden im Deutschen morphologisch markiert.

Plusquamperfektische Funktion: Willa by!a zbudowana w zesz!ym roku.7. Vgl. pocia˛g zaraz rusza"ipf (=#ruszy"pf) ‚der Zug fährt 423 . • Präsens propheticum: alternative. futurische Funktion. Präsens: Typ buduje Beim Präsens werden üblicherweise viele Varianten mit Kombinationen aus folgenden Funktionstypen unterschieden: episodische – nichtepisodische Funktion.: Die Villa [in der wir wohnten] war im vorangegangenen Jahr gebaut worden. das nicht profilierte Nachstadium (Resultat) jedoch gleichzeitig zur Sprechzeit. Vgl. Narrative Lokalisierung Vorgangspassiv (das Vorgangsstadium ist profiliert) Perfekt-Funktion: Willa jest zbudowana w zesz!ym roku. Z. iterativ on buduje wille ‚er baut Villen’) oder atemporal. • Zentrale Variante: Präsentische Funktion (‚Gegenwart’): episodisch (auch: ‚aktuelles Präsens’) oder nicht episodisch (‚inaktuelles Präsens’. byc´-Präterita Die Angaben zur zeitlichen Lokalisierung beziehen sich jeweils auf das profilierte Stadium einer aktionalen Situation. Vgl. liegt im Aktiv bei zbudowa! wille˛ mit der PerfektBedeutung ‚er hat eine Villa gebaut’ das profilierte Stadium vor der Sprechzeit. z. bei telischen Prädikaten mit episodischer Funktion. Ipf. deiktische – narrative Lokalisierung.: Die Villa wurde gebaut [und wir zogen sofort ein]. re˛ka re˛ke˛ myje ‚eine Hand wäscht die andere’). 7. Vgl. z. die zeitlich davor liegende Vorgangsstadium ist nicht profiliert. präsentische – präteritale – futurische Funktion.7.B.: Die Villa war gebaut.B. z. (Narrativ-)präteritale Funktion: Willa by!a zbudowana.: Die Villa ist gebaut.5.B.B.: Die Villa ist voriges Jahr gebaut worden.7. Überblick über die Funktionsvarianten der Tempora im Aktiv In diesem und dem folgenden Abschnitt werden die funktionalen Varianten und alternativen Bedeutungen der einzelnen Typen der Aspekt-Tempus-Genus-verbi-Kombinationen zusammengestellt und um einige in 416– 421 nicht erwähnte Funktionen ergänzt. Vgl. Das Tempus 417 Deiktische Lokalisierung Zustandspassiv (das Nachstadium ist profiliert) Präsens-Funktion: Willa jest zbudowana. (Narrativ-)präteritale Funktion: Willa by!a zbudowana. Im Falle von Passiv Willa jest zbudowana ‚Die Villa ist gebaut’ ohne verändernden Kontext ist es umgekehrt: Das Nachstadium (Resultat) ist profiliert.

o. Piotr przyjedzie jutro wieczorem. ‚Stell dir vor. Verb (konkret-faktische Funktion).’ • Exemplarisches (nicht episodisches) Präsens (durch ipf. Verb ersetzbar). mit alternativer. auch summarische Funktion. Futur: Typ zbuduje 424 • Zentrale Variante: Futurische Funktion (‚Zukunft’): konkret-faktische Funktion. • Performatives Präsens: auf einzelne ‚gefrorene’ Wortformen der 1. ide± wczoraj do banku po pienia±dze i nie moge± nigdzie znalez´c´ karty. Verb ersetzbar).’ Pf. das narrative Präsens der Inhaltsangabe einer Erzählung oder der Zeitungsüberschrift.. präteritaler Funktion – das historische Präsens. z. ‚Wir laden dich zu uns zum Urlaub ein. • Episodisches historisches Präsens (vgl.418 7.B. dass …’.B. Person Präsens beschränkt. wenn wir den Bau des Hauses beenden. ojciec w tych dniach przyjez˙dz˙a"ipf (=#przyjedzie"pf) ‚Vater kommt dieser Tage (zu uns gefahren)’. Zaprosimy cie± do nas na wakacje. ich gehe gestern zur Bank Geld holen und kann nirgendwo meine Karte finden. dominant ist der Bezug zum psychischen Jetzt. Koschmieder 1934: 97ff). kaz˙dy kon´ jez´dz´ca pozna ‚jedes Pferd erkennt den Reiter’. Wyobraz´ sobie. po polsku powie sie˛ zawsze … ‚auf Polnisch sagt man immer …’.’ (durch ipf. s. auch mit modaler Schattierung für atemporale Prädikate. ‚Wenn das Buch nicht innerhalb . als Antekt plötzlich ins Zimmer trat. die Hauptvarianten des narrativen Präsens durch verschiedene nicht dominante Bezüge zur Sprechzeit: mit präsentischer Funktion – Präsens der Direktreportage oder der Mauerschau. Verben gleich los’. besonders häufig in Sprichwörtern und in Verbindung mit dem historischen Präsens. Präsens.h. • Narratives Präsens: episodisch. dt. gdy wtem nagle Antek wpadnie"pf do pokoju.B. Siedzia!em przy biurku i pisa!em list do brata. Verb ersetzbar). die ‚Vergegenwärtigung’ der aktionalen Situation. Jez˙eli ksia˛z˙ka nie znajdzie sie˛ w bibliotece (w cia˛gu trzech dni). z˙e … ‚ich gebe (hiermit) zu. d.B. Äquivalent: Perfekt. zap!acisz kare˛. z. z. przyznam sie˛. ‚Ich saß am Schreibtisch und schrieb einen Brief an meinen Bruder. heute meist ipf.’ • Vorfuturische Funktion (‚Vorzukunft’): nur pf. • Konditionales und hypothetisches Präsens. Übergang zu: • Modales Präsens: on ci otworzy kaz˙de/takie drzwi ‚Er kann dir jede/diese Tür öffnen’ (durch ipf. ohne Bezug zur Sprechzeit: Szenisches Präsens. jak skon´czymy budowe± domu. z. ‚Piotr kommt morgen Abend an.

kiedy wro´ci!a"pf do domu. in erzählenden Kontexten Bezug zu anderer Handlung: Sequenz (pf. & pf. theoretisch auch die progressive Funktion. Parallelismus (ipf. przeczyta!a list dopiero wtedy.’ (durch ipf. war nach Jetzt Hause zurückge(zur Verarbei. Futur: Typ be˛de˛ budowa!/budowac´ • Zentrale Variante: Futurische Funktion (‚Zukunft’): iterative. ist nachhause gekommen/ A. Globalpräteritums (*) typische Kontextbedingung: Vermittlung des wichtigsten zeitlichen Bezugs der Handlung Bezug zur Sprechzeit (= deiktisch) A. auch allgemeinfaktische Funktion bei atelischen Prädikaten).. Die zentralen Funktionen des Globalpräteritums . wro´ci!a do domu (! ‚A.): A. • Modale Zukunft bei telischen Prädikaten (eingeschränkte Sicherheit der Voraussage).7. bo nie spa!a"ipf. Ipf. & ipf. czyta!a gazete˛ B. wirst du eine Strafgebühr bezahlen müssen. ist zuhause’) A. Das Tempus 419 von drei Tagen in der Bibliothek eintrifft. & pf. Globalpräteritum: Typen budowa! und zbudowa! Varianten d.7. Dominante Lokalisierung der aktuellen Situation vorzeitig zur Sprechzeit deutsche Entsprechung 426 425 Perfekt-Funktion (Präteritalform mit deiktischer Lokalisierung) Präteritale Funktion (Präteritalform mit narrativer Lokalisierung) Perfekt A. Inzidenz (ipf. kiedy przyszed! brat. Verb ersetzbar).): A. wro´ci!a do domu i przeczyta!a list. und pf. oder umgekehrt): Czyta!em ksia˛z˙ke˛. A. in erzählenden Kontexten Bezug zu anderer Handlung A. hat geschlafen Präteritum A. pisa! list.kehrt / hatte nicht tungszeit) geschlafen. Ipf. stative. by!a zme˛czona. spa!a. kam nach Hause und las den Brief gleichzeitig zum psychischen Jetzt (zur Verarbeitungszeit) plusquamperfektische Funktion (Präteritalform mit narrativer Lokalisierung) vorzeitig zum Plusquamperfekt psychischen A.

’ Te komputery sa± montowane w Irlandii.’ . ‚inaktuelles Präsens’) Wille sa˛ budowane.o. Verben (*) Gemeinsame nicht dominante Default-Funktionen der Varianten des Präteritum: ‚vor der Sprechzeit’. die Tempus-Paradigmen) verhalten sich jeweils analog.’ (nicht zu verwechseln mit der unpersönlichen aktiven Konstruktion Wille± sie± buduje) unterliegen starken Bildungsbeschränkungen. Vorgestellt werden nur die Paradigmen mit zosta(wa)c´ und byc´.’ • in iterativer und atemporaler Funktion (nichtepisodisch. Sie sind teilsynonym zu jest/by! budowany.’ Ser Mozzarella jest robiony tylko z mleka krowiego.7. nämlich einen sich wiederholenden Vorgang (iterative Funktion) oder einen Zustand (stative Funktion): Wybory bywaja± przek!adane z powodu sporo´w partyjnych.’ / Zupa be˛dzie sie± gotowa!a/gotowac´. sind aber sehr selten.’ Ten budynek jest juz˙ budowany dziesie±c´ lat.’ Niekto´re produkty bywa!y sprowadzane z zagranicy.’ / Zupa sie± gotowa!a.’ Ipf. Das Passiv des Typs Zupa sie± gotuje. Die Typen bywa budowany/bywa! budowany werden ebenfalls selten gebraucht. ‚An dem Gebäude wird schon zehn Jahre gebaut. Die Tempus-Bedeutungen der Formen mit bywac´ und sie˛ (s. Diese werden hier nicht nochmals im Einzelnen aufgeführt. ‚Einige Produkte werden aus dem Ausland eingeführt. ‚Bisweilen werden Wahlen wegen Streitigkeiten der Parteien verschoben.’ oder: ‚An der Villa wird gebaut.6. Darüber hinaus gibt es im Passiv weitere Funktionsvarianten und Tempora. Nur wenige Verben mit einem unbelebten direkten Objekt sind zugelassen. und bezeichnen eine nicht episodische Situation.’ Niekto´re produkty bywaja± sprowadzane z zagranicy. Alle Passiv-Formen sind analytisch. Willa jest budowana. ‚Mozzarella wird nur aus Kuhmilch hergestellt. ‚Die Suppe wird kochen. ‚Die Villa wird gerade gebaut. ‚(Die) Villen werden gebaut. ‚Die Suppe kocht. Präsens: Typ jest budowany 428 Präsentische Funktion mit Vorgangspassiv • in progessiver Funktion (episodisch. 7. ‚aktuelles Präsens’).420 7. ‚Diese Computer werden in Irland montiert. Überblick über die Funktionsvarianten der Tempora im Passiv 427 Die Tempora haben im Passiv prinzipiell die gleichen Funktionen wie im Aktiv. ‚Einige Produkte wurden aus dem Ausland eingeführt. ‚Die Suppe kochte.

Futur: Typ be±dzie budowany • Zentrale Variante: futurische Funktion (iterative. Das Tempus 421 Pf.h. Präsens: Typ zostaje zbudowany Dieser Typ wird nur in der Funktion des narrativen Präsens (Direktreportage.’ Pf.’ • Narrativ-präteritale progressive Funktion: Zur narrativen Vergegenwärtigung eines episodischen Verlaufs: 432 431 430 429 . Do roku 2006 wszystkie oczyszczalnie zostana± zmodernizowane. um möglichst schnell Bericht zu erstatten über den Stand der polnischen Kultur. ‚Der neue Präsident wird im nächsten Jahr gewählt.’ W przysz!ym roku prezydent be±dzie wybrany na pie±c´ lat. ‚Bis zum Jahr 2006 werden alle Kläranlagen modernisiert.’ Marsjanin zostaje wys!any na Ziemie± – a s´cis´lej do Polski – z zadaniem. ‚Der Ball wird ins Aus gespielt. be±dzie zbudowany • Zentrale Variante: futurische Funktion. Inhaltsangabe. d. theoretisch auch die progressive Funktion). Futur: Typen zostanie zbudowany. Ipf. gefällt mir. ‚Ein Marsmensch wird auf die Erde geschickt – genauer: nach Polen –. Urza±d wprowadzi! nowa± ustawe±: od roku 2005 prezydenci miast polskich beda± wybierani co pie±c´ lat.7. by w moz˙liwie kro´tkim czasie sporza±dzic´ raport o stanie kultury polskiej. deiktisch: Willa. Zum ipf. Typ (willa) by!a budowana gibt es folgende zentrale Funktionen: • Perfekt-Funktion (allgemeinfaktisch). historisches Präsens usw. stative. Deutsch Perfekt: ‚Die Villa.’ • Allgemeinfaktische Funktion: Nowy prezydent be±dzie wybierany w przysz!ym roku. podoba mi sie˛. Globalpräteritum: Typ by! budowany Die Formen vom Typ by! budowany haben eine stark buchsprachliche Färbung.) verwendet: Pi!ka zostaje wykopana na out. die dominante Lokalisierung der Situation ist ‚vorzeitig zur Sprechzeit’. ‚Die Regierung hat ein neues Gesetz erlassen: vom Jahre 2005 an werden die Bürgermeister polnischer Städte alle fünf Jahre gewählt. kto´ra by!a budowana na przeciwko. die gegenüber gebaut worden ist.7.’ • vorfuturische Funktion wie im Aktiv. ‚Im nächsten Jahr wird der Präsident für fünf Jahre neu gewählt.’ Ipf.

‚Der Termin der Demonstration ist von der Verwaltung auf Dienstag verschoben worden.’ • Plusquamperfektische iterative oder allgemeinfaktische Funktion. Termin demonstracji administracyjnie zosta! przesunie±ty na wtorek.’ Budz˙et na rok 1999 zosta! uchwalony g!osami koalicji. ‚Die Krankenschwester überprüfte immer die Arztkittel. gefiel mir. deutsch: Die Villa wurde gebaut [und wir zogen sofort ein] bzw./An der Villa wurde gebaut. . Termin demonstracji zosta! przesunie±ty na wtorek. deutsch: Die Villa war gebaut worden. Verben Willa by!a w!as´nie budowana.’ • Perfekt-Funktion (mit kontextbedingtem Vorgangsspassiv). Die nicht profilierte Handlung. Bei Synonymie mit anderen Formen sind sie vorzuziehen.’ Pf. Termin demonstracji zosta! przesunie±ty na wtorek. die zu diesem Zustand geführt hat. ‚Der Haushalt für 1999 wurde mit den Stimmen der Koalition angenommen. ‚Der Termin der Demonstration ist auf Dienstag verschoben. Deutsch: ‚Villen waren (mehrmals) gebaut worden. als Marek geboren wurde.’ Willa. deutsch: Die Villa ist [von der Firma X] gebaut worden. ‚Der Haushalt für 1999 ist mit den Stimmen der Koalition angenommen worden. gdy urodzi! sie± Marek. deutsch Präteritum: ‚Die Villa wurde mehrmals gebaut/Villen wurden gebaut. Wille by!y budowane.422 7.’ • Plusquamperfektische Funktion (analog zum Perfekt mit kontextbedingtem Vorgangspassiv). kto´ra by!a budowana naprzeciwko. Die Villa war gebaut [und stand für unseren Einzug bereit]. die gegenüber gebaut worden war. der zum Sprechzeitpunkt noch relevant ist. liegt vor der Gegenwart. Deutsch Präteritum: ‚Die Villa wurde gerade gebaut. Globalpräteritum: Typ zosta! zbudowany 433 Die Formen dieses zostac´-Paradigmas sind bei weitem die häufigsten für präteritale Funktionen. Deutsch Plusquamperfekt: ‚Die Villa. podoba!a mi sie˛.’ Budz˙et na rok 1999 zosta! uchwalony g!osami koalicji. ‚Der Termin der Demonstration wurde auf Dienstag verschoben.’ Willa by!a budowana.’ • Narrativ-präteritale iterative Funktion.’ • Narrativ-präteritale Funktion (mit kontextbedingtem Vorgangs.’ Piele±gniarka zawsze sprawdza!a fartuchy lekarski. Folgende temporale Funktionen sind für willa zosta!a zbudowana (konkret-faktische Funktion) zu unterscheiden: • Präsentische Funktion (mit kontextbedingtem Zustandspassiv). Deutsch: ‚Eine Villa war schon einmal gebaut worden. deutsch: Die Villa ist gebaut [Sie können sofort einziehen]. Es handelt sich um einen Zustand.oder Zustandspassiv).

Dieser Typ mit deiktischer Lokalisierung steht in Opposition zum Typ by! zbudowany.’ Beides ist konkret-faktisch und analog den entsprechenden Funktionen des zostac´-Paradigmas.’ Pf.’ Po powrocie stwierdzilis´my. Im Deutschen steht das Vorgangspassiv mit ist worden. dass alle Häuser zerstört worden waren.’ (Zustandspassiv). ‚Nach der Rückkehr stellten wir fest. Das Tempus 423 Termin demonstracji zosta! przesunie±ty na wtorek. Präteritum-Plusquamperfekt: Typ by! zbudowany Die pf. Ten budynek by! zbudowany w roku 1956 i potem … ‚Dieses Gebäude wurde 1956 gebaut und dann …’ (Vorgangspassiv) Po powrocie stwierdzilis´my.7. Dort steht es. dass alle Häuser im Jahr 1956 zerstört worden waren. bei dem die narrative Lokalisierung dominiert: Pf. ‚Der Termin der Demonstration war auf Dienstag verschoben worden. • Narrativ-präteritale Funktion. ‚Nach der Rückkehr stellten wir fest. ‚Nach der Rückkehr stellten wir fest. I m Deutschen steht das Zustandspassiv mit ist: Pana samocho´d juz˙ jest zreperowany. z˙e wszystkie domy by!y zniszczone w roku 1956. z˙e wszystkie domy by!y zniszczone. deutsch: Die Villa ist gebaut worden. ‚Ihr Auto ist schon repariert. Pana samocho´d jest zreperowany przez kolege˛. die Villa war gebaut (Zustandspassiv). dass alle Häuser zerstört waren.7.’ • Perfekt-Funktion im Vorgangspassiv. ‚Ihr Auto ist von einem Kollegen repariert worden. deutsch: die Villa war gebaut worden Po powrocie stwierdzilis´my.’ (Vorgangspassiv) 435 434 . deutsch: die Villa wurde gebaut (Vorgangspassiv) bzw. z˙e wszystkie domy zosta!y zniszczone. Stoi tam. • Plusquamperfektische Funktion. Paradigma des Typs willa by!a zbudowana entspricht dem narrativ orientierten zostac´-Paradigma und hat ebenfalls konkret-faktische Funktion. Präsens-Perfekt: Typ jest zbudowany Willa jest zbudowana mit • präsentischer Funktion im Zustandspassiv: deutsch: Die Villa ist gebaut.

‚Maria ist Lehrerin. Maria jest nauczycielka±. d. auch rein syntaktische Funktionen (z. Konditional 438 Der Konditional (tryb przypuszczaja±cy) weist aufgrund seiner Formeigenschaften und seinen Funktionen eine enge Beziehung zur Syntax auf.B.h. by.2.1. Der Indikativ wird durch die Tempora Präsens.8. erfüllt z.424 7.8. Er tritt obligatorisch in jedem Satz auf und stellt dadurch ein konstitutives Merkmal des Satzes dar. 7. infiniten Verbformen stehen.8. napic´ by sie± teraz piwa! ‚Jetzt ein Bier zu trinken. Form Der Konditional kann von ausnahmslos allen Verben – perfektiven wie imperfektiven – gebildet werden. Verben 7. Trzeba by to jeszcze omo´wic´. Die einzelnen Modi bilden eine geschlossene Oppositionsreihe. Somit kann der Konditional auch als Satzkategorie angesehen werden. dass der Sprecher mit ihrer Hilfe die Geltung eines versprachlichten Sachverhalts markiert. in Verbindung mit hypotaktischen Konjunktionen z˙eby. Wir unterscheiden drei Modi: • Indikativ • Konditional • Imperativ Die Subkategorien haben sehr unterschiedliche Formen und Funktionen.’ Ach. Die Konditionalformen der Verben werden gebildet durch das Aneinanderfügen einer ganzen Reihe von Morphemen: an den Stamm kommt das auch für das Prä- . Mit den Modalauxiliaren und Modalpartikeln hat der Modus die Funktion gemein.T. (das) wäre nicht schlecht!’ Die Konditionalformen des Verbs weisen die grammatischen Kategorien Genus. in dem Sinne. Modus 436 Der Modus (tryb) ist eine morphologische Kategorie des Verbs. Er bildet eine grammatische Kategorie nicht nur des Verbs. die die Prädikativität eines Satzes tragen. der Sachverhalt wird als geltend dargestellt. aby. er weist keine spezifische Form auf. Das Konditionalmorphem by kann – ganz im Gegensatz zu den deutschen Konjunktiven – nämlich auch bei Nichtverben bzw. dass jeweils nur eine Subkategorie realisiert werden kann. az˙eby). sondern aller Ausdrücke. ‚Jan ist nach Warschau gefahren.’ Jan pojecha! do Warszawy. Numerus und Person auf.’ 7. Präteritum und Futur realisiert. Darüber hinaus bildet by keine feste grammatische Wortform. Indikativ 437 Der Indikativ (tryb oznajmuja±cy) ist die unmarkierte Subkategorie. ‚Das müsste man noch besprechen.

‚Das müsste man noch besprechen. jakby ‚als ob’.’ Eine formale Besonderheit liegt nach folgenden Konjunktionen vor: aby ‚um zu’. to bym nie przyszed!. Es wird nicht zusammengeschrieben. az˙ e by ‚damit’. choc´by ‚wenn auch’. Person 3. dann folgt die Genusendung. diese bildet jedoch keine feste Einheit und kann in zwei Teile zerlegt werden. Person chodzi!bym chodzi!bys´ chodzi!by Plural maskulin-personal 1. Person chodzilibys´my chodzilibys´cie chodziliby andere Genera chodzi!ybys´my chodzi!ybys´cie chodzi!yby feminin chodzi!abym chodzi!abys´ chodzi!aby chodzi!oby neutrum Plural -s´my -s´cie – Der verbale Konditional hat im Prinzip eine agglutinierte (="angeklebte) Form.7. dann das Morphem by und schließlich die auch für das Präteritum verwendeten Endungen c h o dzi+!+(a)+by+m: Singular 1. chociaz˙by ‚wenn auch’.8.’ jes´li wiedzia!-bym Das Konditionalmorphem einschließlich Personalendung fügt sich enklitisch an das Ende des ersten Worts im Satz an. byleby ‚wenn nur’. Bei anderen – nichtverbalen – Einheiten steht das Morphem by in der Regel hinter dem prädikativen Element. Person -m -s´ – Singular maskulin 1. nie przyszed!bym. gdyby ‚wenn’. Person 3. Person 2. jakz˙eby ‚wie’.Wenn ich eher davon gewusst hätte. Trzeba by to jeszcze omo´wic´. oby ‚wäre doch’. Jes´li wiedzia!bym o tym wczes´niej. Person 2. wäre ich nicht gekommen. Jes´libym o tym wczes´niej wiedzia!. -!-. Modus 425 teritum und Futur verwendete -l. Person 3. Person 2.bzw. z˙eby ‚dass’ . .

wäre ich nicht gekommen.’ Chorego nalez˙y po!oz˙yc´ wygodnie. ‚Wenn du viel Geld hättest und allein wohnen würdest.und Hauptsatz: Bedingungssätze Die wichtigste und häufigste Funktion ist die Verwendung in irrealen Konditionalsätzen. to bym nie przyszed!.aufweisen. wenn es nicht regnen würde. d. dass alle anwesend sind. Es kommt zu keiner Doppelung: es stehen nur das stammbildende -!. gdyby nie pada!o.h. mo´c die Perspektive für den Übergang von der Nichtexistenz zur Existenz. aby wszyscy byli obecni. damit er frei atmen kann.’ Aber: *aby wszystcy byliby obecni.’ Aufgrund seines satzbezogenen Charakters kann sich ein by + Personalendung gleichzeitig auf zwei Verben beziehen. Zwei virtuelle Situationen werden in Abhängigkeit voneinander gesehen.B. Konditional im Neben. könntest du mir helfen. mo´g!bys´ mi pomo´c. z˙eby mo´g! swobodnie oddychac´. die Genusendung und die Personalendung: Konieczne jest. die Situation existiert nicht in der außersprachlichen Wirklichkeit. Der Sprecher markiert.’ Mit Hilfe des Konditionals markiert der Sprecher. ‚Es ist notwendig.426 7. Jes´li mia!bys´ duz˙o pienie±dzy i mieszka! sam. Verben Diese Konjunktionen stehen meist mit einem Verb im Konditional. wird dieses beim Konditional weggelassen. Pojechalibys´my na wycieczke±.h. da sie bereits das Element -by. Im Gegensatz zu dieser impliziten Negation der Existenz eröffnen die Modalauxiliare wie z. ‚Man muss den Kranken bequem hinlegen. sondern als virtuell (kontrafaktisch) anzusehen ist. Die Funktionen des Konditionals differieren in Abhängigkeit vom Vorkommen im Haupt. Wir unterscheiden: • Konditional tritt im Hauptsatz und gleichzeitig im Nebensatz auf. ‚Wenn unsere Pflichten leicht zu erfüllen wären. nie mielibys´my w tym z˙adnej zas!ugi.und Nebensatz. ‚Wenn ich eher davon gewusst hätte. d.’ Funktionen 439 Dem polnischen Konditional entspricht funktional in großen Teilen der deutsche Konjunktiv II. dass beide Situationen virtuell. ‚Wir würden einen Ausflug machen. Jes´libym o tym wiedzia! wczes´niej. • Konditional tritt nur im Nebensatz auf. • Konditional tritt nur im Hauptsatz auf. also nicht real sind. gäbe es keine Verdienste für uns. by + Personalendung braucht nur einmal gesetzt zu werden.’ . Gdyby nasze obowia±zki by!y !atwe do spe!nienia. dass die versprachlichte Situation nicht gilt.

prosic´ ‚bitten’. sa±dzic´ ‚schätzen’. Diese Konstruktion kann in Konkurrenz zum Infinitiv stehen.’ Außerdem: pilnowac´ ‚aufpassen’.’ By!oby szkoda.a. dass du sofort nach Hause kommst. Verben dieser Semantik können einen Objektsatz regieren. dass ein Gastgeber seine Gäste allein lässt. zezwalac´ ‚erlauben’. ‚Schade. Der Konditional ist nicht nur semantisch. jes´li. dass Oma nicht krank wird.’ Dazu zählen u.8. napisac´ ‚schreiben’. • Verben der Willensäußerung"+"z˙eby. Es handelt sich um Verben. jez˙eli.’ – B!agam cie±.a.7. ostrzegac´ ‚warnen’. z˙eby wro´ci! do domu. ‚Ich sagte. mo´wic´ ‚sagen’. wro´c´ do domu! ‚Ich flehe dich an. upominac´ ‚ermahnen’. z˙ebys´ wro´ci! do domu. chciec´ ‚wollen’. • Verben des Typs troszczyc´ sie± ‚sich kümmern’"+"z˙eby Troszcze± sie± o to. Lexikalisch bedingt: In diesem Fall hängt der Gebrauch des Konditionals von einem syntaktisch übergeordneten Verb bzw. • Ausdrücke für Modales und Bewertungen"+"z˙eby (auch z˙e) Nie wypada. z˙eby nic z tego nie wysz!o. komm zurück nach Hause!’ Zu dieser Gruppe gehören die Verben b!agac´ ‚anflehen’. rozkazac´ ‚befehlen’. wenn sie als Willensäußerung verstanden werden. dessen Verb im Konditional – jedoch ohne Doppelung des -by – steht.’ 440 . ‚Ich kümmere mich darum. Konditional im Nebensatz: Subjunktiv Besonderheiten gibt es beim Gebrauch des Konditionals in bestimmten syntaktisch untergeordneten Kontexten. sondern auch syntaktisch gefordert. Modus 427 Das Konditionalelement tritt an die Konjunktionen gdy. wzywac´ ‚auffordern’. pragna±c´ ‚wünschen’. z˙a±dac´ ‚auffordern’ u. zakazywac´ ‚verbieten’. z˙ebys´ od razu przyszed! do domu.’ B!agam. einem anderen prädikativen Element ab. zurück nach Hause zu kommen. ‚Ich will. zapowiedziec´ ‚ankündigen’. z˙eby gospodarz opuszcza! gos´ci. ‚Ich flehe dich an. zabiegac´ ‚sich bemühen’. • Verben des Sagens"+"z˙eby Powiedzia!em. przestrzegac´ ‚ermahnen’. radzic´ ‚raten’. Die markierte Form bezeichnet auch hier eine real nicht existierende Situation. Chce±. die ‚mögliche Welten’ eröffnen. dass nichts herausgekommen ist. og!osic´ ‚bekanntgeben’. zache±cac´ ‚ermuntern’. martwic´ sie± ‚sich sorgen’ u. kazac´ ‚veranlassen’ napominac´ ‚ermahnen’. ‚Es gehört sich nicht.a. z˙eby babcia nie zachorowa!a. dass er nach Hause kommen solle.

Wys!a!em go. – Powiedzia!. die genannte Handlung auszuführen. als ob Maria zögerte. nieprawda ‚es ist nicht wahr’. ‚Es gibt niemanden. bo jest pilniejszy od ciebie. strach ‚es ist schrecklich’.’ • Komparativsätze mit jak. Spojrza! na mnie tak.und Nebensatz vorliegen. der eine explizite oder implizite Negation enthält. Durch Konstruktionen bedingt: Hier ist der Gebrauch des Konditionals nicht durch ein einzelnes Lexem. der ihn nicht verehren würde. Nie ma nikogo. z˙al ‚es ist schade’ u. z˙e przyjdzie. Ja bym tego nie zrobi!. ‚Piotr hätte die Prüfung geschafft. Diese Bedingung wird implizit mitverstanden.’ • Negierte Attributsätze. kto by go nie szanowa!. der ihn nicht verehrt. denn er ist fleißiger als du. sondern durch eine syntaktische Konstruktion bestimmt. dass er komme/käme. ‚Es war. also ob ich etwas vergessen hätte. ‚Es gibt niemanden. Optativ: Wie der deutsche Konjunktiv II kann der polnische Konditional einen Wunsch des Sprechers zum Ausdruck bringen. ‚Er sah mich an.’ Maria jakby sie± zawaha!a. Konditional im Hauptsatz 441 Virtueller Sachverhalt: In semantischer Nähe zum Konditional in Konditionalsätzen steht der Gebrauch in bestimmten Hauptsätzen. • Finalsätze (Nebensätze)"+"z˙eby.’ Dies ist eine zentrale Funktion des Konditionals. kto´ry go nie szanuje.a. ‚Ich hätte das nicht gemacht. Nie ma takiego cz!owieka. die jedoch keine Bedingung für die Existenz des virtuellen Sachverhalts nennen.’ Ähnlich wie im Deutschen ist eine Ersetzung mit dem Indikativ möglich. ‚Ich habe ihn geschickt. Posprza±ta!bys´ poko´j! ‚Wenn du doch mal dein Zimmer aufräumen würdest!’ . Er sagte. jakbym o czyms´ zapomnia!. Im Gegensatz zum Imperativ handelt es sich um eine Äußerung eines Wunsches ohne oder mit direkter Aufforderung an den Hörer.’ Anders als im Deutschen wird der Konditional nicht zur Markierung der indirekten Rede verwendet. wenn verschiedene Subjekte im Haupt. hier steht die konditionale Form im Nebensatz bei einem Hauptsatz. Verben Außerdem: niepodobna ‚es ist unmöglich’. damit er den Wasserhahn in Ordnung bringt. z˙eby naprawi! kran.428 7.’ Piotr by mo´g! zdac´ ten egzamin. diese entsprechen dem deutschen als ob.

Willens.’ Nalez˙a!oby o tym porozmawiac´ obszerniej. ‚Darüber müsste man eingehender sprechen. aby. chce± – chcia!bym ‚ich will’ vs. ‚Ich würde gerne dieses Buch lesen. dann versprachlicht er eine nachdrückliche Aufforderung.3. Wir unterscheiden folgende Imperativformen: • czytaj: 2. ‚ich möchte’. niechby. ‚Ich möchte dieses Thema nicht weiterführen. z˙eby. Der Imperativ ist in allen drei Personen vertreten. Numerus. byleby. Nie chcia!bym kontynuowac´ tego tematu. bodajby und einige andere). Genus und die sogenannte Höflichkeit. Person Plural und Formen der dritten Person. Der Konditional trägt neben anderen sprachlichen Mitteln wie Frage und Modalauxiliare zur Höflichkeit in der Kommunikation bei. Person Singular nah 442 .’ 7. Anders als im Deutschen gibt es eine Imperativform der 1. Z%ebys´ mi dzis´ nie wychodzi! z domu! ‚Dass du mir heute ja nicht rausgehst!’ Pragmatische Verwendungen: Bei den Modalauxiliaren hat der Konditional oft eine semantisch-pragmatische Funktion.8. Imperativ Der Imperativ (tryb rozkazuja±cy) weist folgende morphologische Kategorien auf: Person.7. (das) wäre nicht schlecht!’ • byle + Infinitiv Byle dojechac´ do skrzyz˙owania! ‚Hoffentlich schaffen wir es zur Kreuzung!’ In der zweiten Person kann der Konditional auch als Imperativäquivalent fungieren. napic´ by sie± teraz piwa! ‚Jetzt ein Bier zu trinken.8. Außerdem: veraltet buchsprachlich (oby. Bei den Bedeutungen ‚müssen’ und ‚wollen’ kommt es zu einer Art Abschwächung des Zwangs bzw. Modus 429 Im Optativ tritt das Morphem oft mit einem weiteren Element auf: gdyby. Gdybym/Z%ebym tak mia! duz˙o pienie±dzy! ‚Hätte ich doch viel Geld!’ Niechby sie± wreszcie pogodzili! ‚Würden sie sich doch endlich aussöhnen!’ Oby z˙y! sto lat! ‚Möge er hundert Jahre leben!’ Bodajby wszyscy byli tacy! ‚Wären doch alle so!’ In der optativischen Funktion können auch weitere Formen auftreten (ohne by oder ohne Verb auf -!): • by + Infinitiv Ach.’ Czy mog!aby mi pani poz˙yczyc´ parasolke±? ‚Könnten Sie mir einen Regenschirm leihen?’ Che±tnie przeczyta!bym te± ksia±z˙ke±.

dass jemand eine bestimmte Handlung ausführt. • Aufforderung bzw. Person Singular • niech (X-owie) czytaja±: 3. Sie wird vom Präsensstamm perfektiver wie imperfektiver Verben mit einem derivationalen Ø-Suffix gebildet. Person Singular distant • niech (pan´stwo/panowie/panie) czytaja±: 2. Person Plural distant • niech (X) czyta: 3. Verbot Daj mi prosze± d!ugopis! ‚Gib mir bitte den Kugelschreiber!’ Nie krzycz tak g!os´no! ‚Schrei nicht so laut!’ • Wunsch Niech z˙yje sto lat! ‚Er lebe hoch!’ Typ czytaj – Form und Funktion 443 czytaj bildet die Imperativform der 2. nah 2. Person distant • niech (pan/pani) czyta: 2. Person Plural • prosze± czytac´: 2. Person Singular wird vom Präsensstamm der 3. Person Singular. Er teilt dem Hörer mit. z. Verben • czytajcie: 2. Person Plural.430 7. • Konjugation -m/-sz: die Imperativform der 2. wer der Ausführende der Handlung sein soll und bemüht sich.B. die Ausführung der Handlung durch diese Mitteilung zu bewirken.T. Person Plural nah • czytajmy: 1. Person Plural und der 2. Der Imperativ hat folgende Funktion: Der Sprecher hat den Wunsch. Person Plural Ausführender der Handlung 1. auch explizit markiert durch den Aspekt – verschiedene Sprechakte realisiert werden. Diese Form bildet die Basis für die Formen der 1. Je nach Konstellation in der Äußerungssituation können – z. Person Plural gebildet czytac´ ! oni czytaja± ! czytaj! biegac´ ! oni biegaja± ! biegaj! trzymac´ ! oni trzymaja± ! trzymaj! . distant niech pan/pani czyta! niech X czyta! niech panowie/panie/ pan´stwo czytaja± prosze± czytac´! niech X czytaja±! Singular Plural czytajmy! czytajcie! czytaj! 3.

Person Singular gebildet: pic´ ! on pije ! pij! brac´ ! on bierze ! bierz! prosic´ ! on prosi ! pros´! jechac´ ! on jedzie ! jedz´! gotowac´ ! on gotuje ! gotuj! • Ausnahmen: alle Verben der Typen MOKNA±C#. cia±gna±c´ ! cia±gna± ! cia±gnij! rwac´ ! rwa± ! rwij! kras´c´ ! kradna± ! (nie) kradnij! wyja±c´ ! wyjma± ! wyjmij! wytrzec´ ! wytra± ! wytrzyj! In einigen Fällen kommt es zu der lautlichen Alternation o : o´: robi ! ro´b! pomoz˙e ! pomo´z˙! stoi ! sto´j! Die Imperativformen des Typs czytaj funktionieren wie die Entsprechungen im Deutschen. bierzcie! ‚Nehmt doch!’ . Poczekaj tu! ‚Warte hier!’ Pomo´z˙ mi! ‚Hilf mir!’ Typ czytajcie – Form und Funktion Die Imperativform der 2. Person Singular czytaj.8. RWAC#. Person Singular wird vom Präsensstamm der 3. WYJA±C# sowie einige Vertreter des Typs CIA±GNA±C# haben statt des Nullsuffixes das Morphem -ij/-yj. Person Plural czytajcie wird ganz regelmäßig gebildet durch das Anfügen der Endung -cie an die Imperativform der 2. Nie zapomnijcie parasola! ‚Vergesst nicht den Schirm!’ No. KRAS#C#. trzymaj bierz jedz´ cia±gnij + -cie 444 ! trzymajcie! ! bierzcie! ! jedz´cie! ! cia±gnijcie! Mit der Form czytajcie bringt der Sprecher zum Ausdruck. Es handelt sich um eine Aufforderung an einen einzelnen Angesprochenen.7. dass der Hörer und eine oder weitere Personen die Handlung ausführen sollen. Modus 431 • Konjugationen -e±/-isz und -e±/-esz: die Imperativform 2.

Prosze± zawiadomic´ o tym doktora Kowalskiego! ‚Informieren Sie bitte Doktor Kowalski darüber!’ Der Vorteil gegenüber den Konkurrenzformen niech pan czyta u.h.432 7. eine Handlung gemeinsam mit dem Sprecher auszuführen. der Sprecher schließt sich selbst mit ein. Prosze± mi te± ksia±z˙ke˛ pokazac´! ‚Zeigen Sie mir bitte dieses Buch!’ prosze˛ + Infinitiv ist die häufigste Aufforderungsform. Person Singular verwechselt werden.ä. Prosze± czytac´! ‚Lesen Sie!’ Prosze± siadac´! ‚Setzen Sie sich!’ Im Satz können zwischen beiden Elementen weitere Satzglieder stehen. die an eine oder mehrere Personen gerichtet wird. vgl. zu denen der Sprecher in der Regel in einem Siezverhältnis steht. ist die Unmarkiertheit in den Kategorien Numerus und Genus. Die Form darf nicht mit der formal ähnlichen Indikativform 1. . Typ czytajmy – Form und Funktion 445 Die Imperativform der 1. Person Singular czytaj. ob der Sprecher den oder die Hörer duzt oder siezt. Person Plural czytajmy wird ganz regelmäßig gebildet durch das Anfügen der Endung -my an die Imperativform der 2. Deshalb wird prosze± + Infinitiv diesen in der Regel vorgezogen. Verben Zwischen dem Hörer und dem Sprecher besteht die Relation des Duzens.: czytamy ‚wir lesen’ – czytajmy! ‚Lass/lasst uns lesen!’ mo´wimy ‚wir sprechen’ – mo´wmy ‚Lass/lasst uns sprechen!’ Typ prosze± czytac´ – Form und Funktion 446 Die distante Imperativform der zweiten Person wird gebildet durch den Infinitiv des Verbs und das freie unflektierbare Morphem prosze±. trzymaj bierz jedz´ cia±gnij + -my ! trzymajmy! ! bierzmy! ! jedz´my! ! cia±gnijmy! Bei der ersten Person Plural czytajmy handelt es sich um eine Aufforderung an einen oder mehrere Hörer. Im Deutschen steht hier meist die mit dem Indikativ zusammenfallende Form Gehen wir! oder lassen + Infinitiv: Lass/Lasst uns gehen! Nie mo´wmy o tym! ‚Sprechen wir nicht davon!’ Die Imperativform czytajmy kann unabhängig davon gebraucht werden. d.

sondern an nicht anwesende Personen.8.7. Niech pan spro´buje tego pasztetu! ‚Probieren Sie von der Pastete!’ Niech pani nie wymaga ode mnie. An Stelle von pan´stwo können die anderen distanten Personalpronomen der 2. Person Plural. Person Plural stehen: panowie (nur Männer) und panie (nur Frauen). z˙ebym uwierzy! w to wszystko! ‚Verlangen Sie nicht von mir. Dem Hörer kommt eher die Rolle des 449 448 447 . Niech pan´stwo spro´buja± tego pasztetu! ‚Probieren Sie von der Pastete!’ Niech panie nie wymagaja± ode mnie. dass ich das alles glaube!’ Typ niech (X) czyta und niech (X-owie) czytaja± – Formen und Funktion Mit den Imperativformen der dritten Person nennt der Sprecher eine oder mehrere Personen als Handlungsausführende. wenn die Hörer mindestens eine Frau und einen Mann umfassen. Niech Piotr spro´buje tego pasztetu! ‚Piotr soll von der Pastete probieren!’ Niech nasi profesorowie nie wymagaja± od nas. Ausgeschlossen sind Aufforderungen. Modus 433 Im Gegensatz zu den anderen Imperativformen ist der Verwendungsbereich von prosze± + Infinitiv eingeschränkt: es handelt sich immer um Aufforderungen im engen Sinne. deren Realisierung nicht vom Angesprochenen abhängt: Wygraj samocho´d! ‚Gewinne ein Auto!’ – Aber: *Prosze± wygrac´ samocho´d! ‚Gewinnen Sie bitte ein Auto!’ Typ niech pan czyta – Formen und Funktion Diese zweite distante Imperativform der zweiten Person besteht aus dem unveränderlichen ungebundenen Morphem niech und der regulären Indikativform Präsens perfektiver wie imperfektiver Verben. Für die Aufforderung an eine dritte Person kann eine offene Klasse an Substantiven eingesetzt werden. die nicht an der Kommunikationssituation teilnehmen. dass wir das alles glauben!’ Funktional unterscheiden sich niech X czyta und niech X-owie czytaja± von den Formen der zweiten und ersten Person dadurch. z˙ebys´my uwierzyli w to wszystko! ‚Unsere Professoren sollen nicht von uns verlangen. Das Personalpronomen pan´stwo steht. Sie tritt immer in Kombination mit den distanten Personalpronomen der zweiten Person Singular pan und pani auf. dass die Aufforderung nicht an den Hörer direkt gerichtet ist. z˙ebym uwierzy! w to wszystko! ‚Verlangen Sie nicht von mir. dass ich das alles glaube!’ Typ niech pan´stwo czytaja± – Formen und Funktion Dies ist die distante Imperativform der 2.

Przestan´z˙e s´piewac´! ‚Hör doch auf zu singen!’ Idz´z˙e juz˙ sta±d. Person verweist auf den Hörer bzw. nasz 2. ono. eine Gruppe. panie. zu der auch der Sprecher zählt. ‚Ich rasiere mich. zu der auch der Hörer zählt. Wir unterscheiden drei Subkategorien mit folgenden Funktionen: • Die 1. mój. ona. Verben Mittlers zwischen Sprecher und dem Handlungsausführenden zu. panowie. stör mich nicht!’ Chodz´ no! ‚Komm doch mal!’ 7. im Deutschen meist mit sollen zu übersetzen.’ . Pers. one. – Golisz sie±. – Du rasierst dich. jego. Dadurch wird der Aufforderungscharakter verstärkt (-z˙e) oder abgeschwächt (no) werden. Indikativ stehen können. pan´stwa. • Die 3.und Possessivpronomen: 1. twój. Sie sind funktionale Äquivalente zur Form ‚czytaj’: Niech mnie mama cia±gle nie poucza! ‚Mutter. Person verweist auf den Sprecher bzw. Person 452 Person (osoba) ist eine morphologische Kategorie der Pronomen und des Verbs. pani. pani. pan. Person verweist auf eine Entität bzw. eine Gruppe. ich Im Unterschied zum Deutschen wird die Person bei Reflexiva nicht markiert: Gole± sie±. oni.434 7. Ihre Funktion besteht in der Identifikation der Teilnehmer eines Gesprächsaktes. my. belehre mich doch nicht ständig!’ Abtönung des Imperativs 451 Die Imperativformen können durch die Abtönungspartikeln -z˙e und no modifiziert werden. Entitäten. die nicht am Gespräch teilnehmen. • Die 2. pan´ski. Person findet ihren formalen Ausdruck zum einen in den Personal. Person: on. nie przeszkadzaj mi! ‚Geh doch endlich. Person: ty.9. Person: ja. pan´stwo. jej. die als Subjekt zu einem Imperativ des Typs niech"+"3. pana. Typ niech mama czyta 450 Es gibt eine Reihe von Verwandschaftsbezeichnungen. wasz 3.

‚Zum Dorf ging man durch den Wald.’ Zum anderen wird Person in der Verbalflexion markiert (s. wenn Hörer bzw. a ty przeszkadzasz. ist die dritte Person referenziell nicht festgelegt. Dies ist der Fall. ‚Alle Fluggäste werden gebeten jetzt das Rauchen einzustellen. in denen a) gar kein Referent vorhanden ist (unpersönlich). beim Essen zu singen. ‚Es blitzt. 341– 342): 1. auch 504). ‚Hier spricht Tomasz Kowalski. Person: czytasz 3.9. Sie kann auch auf Gegenstände verweisen.’ Czytelnik nie znajdzie w tym podre±czniku uzasadnien´ o charakterze teoretycznym. ‚Es gehört sich nicht.’ Nie wypada s´piewac´ przy jedzeniu. B!yska sie±. vgl. Person 435 Czy wzia±!es´ swój kapelusz? ‚Hast du deinen Hut genommen?’ Wzia±!em swój kapelusz. In den Sätzen Do miasteczka chodzi!o sie± przez las.’ oder b) die Identität der Teilnehmer des Gesprächaktes offen gelassen werden soll. auf personifizierte Gegenstände beziehen. ‚Der Leser wird in diesem Handbuch keine Beweisführungen theoretischer Art finden. die Sprechaktteilnehmer verweisen. Person: czyta etc.: Lampa wisi nad sto!em. Die indirekte Anrede erklärt die Formenübereinstimmung der distanten zweiten Person mit der dritten Person: das Pronomen pan geht auf das homonyme Substantiv ‚Herr’ zurück.’ können sich die Handlungen je nach Kontext auch auf den Sprecher und/oder den Hörer und/oder dritte Personen beziehen (s.’ &a±ke± zala!o woda±. Dazu gehören Sätze.’ Während sich die erste und die zweite Person auf Personen im eigentlichen Sinne bzw. ‚Die Lampe hängt über dem Tisch. Person: czytam 2. Entsprechend der Defaultfunktion kann die dritte Person in vielen Kontexten auch eindeutig auf den bzw.’ Wszyscy pasaz˙erowie proszeni sa± o zgaszenie papierosów. Sprecher mit Hilfe eines Namens oder einer definiten Beschreibung identifiziert werden: Tu mówi Tomasz Kowalski. . Subjekt und Prädikat kongruieren: Ja czytam. ‚Die Wiese ist überschwemmt worden. ‚Ich habe meinen Hut genommen.7. ‚Ich lese und du störst mich.’ Die dritte Person fungiert als Defaultkategorie des Verbs und wird auch in subjektlosen Sätzen (zdania bezpodmiotowe) verwendet.

magst du etwas Kuchen?’ Die morphologische Kategorie der Person zeigt einige Besonderheiten im Numerus. dritte Personen oder verschiedene Kombinationen aus diesen)’. panowie. 1) das my des Autors: Zum Ausdruck einer als höflich empfundenen Bescheidenheit wird vor allem in wissenschaftlichen Publikationen ja durch die Pluralform my ersetzt: Analize± tekstowa± rozpoczniemy od niemieckich cytatów. Während die dritte Person ein reguläres Verhältnis von Singular und Plural hat: on – oni = eine nicht am Gesprächsakt beteiligte Entität und noch solch eine Entität etc. panie und pan´stwo auf ‚den Hörer und noch jemanden (einen weiteren Hörer. eine dritte Person. my % der Sprecher und noch ein Sprecher my = der Sprecher und jemand anders wy/panowie/panie/pan´stwo: der Hörer und noch jemand Neben den skizzierten zentralen Verwendungsbedingungen weisen die Subkategorien der Person einige Transpositionen auf. Verben Ein weiterer Fall indirekter Anrede sind die syntaktisch integrierten Verwandtschaftsbezeichnungen: Ciociu. bedeutet der Plural der ersten Person nicht eine Vielzahl von gleichen Entitäten: my referiert nicht auf ‚einen Sprecher und noch einen Sprecher etc. wird in der Regel die dritte Person (Singular oder Plural) verwendet.’ Prawdziwych przyjació! poznaje sie± w biedzie. dritte Personen oder verschiedene Kombinationen aus diesen)’. dass Ärzte und Krankenschwestern einzelne Patienten mit der ersten Person Plural anreden: A jak sie± dzisiaj czujemy? ‚Wie fühlen wir uns denn heute?’ 3) Generische Referenz: wenn der Sprecher sich auf eine Klasse in ihrer Gesamtheit bezieht.436 7. eine dritte Personen. In wissenschaftlichen Aussagen oder in Sprichwörtern kann aber auch die zweite Person des Verbs ohne das Pronomen auftreten: W je±zyku polskim rozróz˙niamy siedem form przypadkowych.’ . die Hörer. also eine Verallgemeinerung trifft. Ähnlich beziehen sich die pluralischen Personalpronomen wy. moz˙e ciocia zje ciasteczko? ‚Tante.’ sondern auf ‚einen Sprecher und jemand anders (der Hörer.’ Vgl: ksia±z˙ka – ksia±z˙ki = ein Buch und noch ein Buch etc. weitere Hörer. ‚Im Polnischen unterscheiden wir sieben Kasusformen. ‚Wir beginnen unsere Textanalyse mit deutschen Zitaten. ‚In der Not erkennt man seine Freunde.’ 2) das sprecherexklusive my: vor allem in Krankenhäusern kommt es vor.

plus die regulären Adjektivendungen angehängt (s. Partizip Aktiv Das Partizip Aktiv (imies!o´w przymiotnikowy czynny) wird gebildet aus dem Stamm der 3.10.7. das für die Position des Subjekts vorgesehen ist. Chcemy powracaja±cym u!atwic´ aklimatyzowanie sie± w naszym kraju. die Personalendung wird dabei abgestreift.10. Deklination der Adjektive 247 Musterwort obcy).h.’ 454 453 . 7. sondern mit der Wortart Verb. In bestimmten Fällen wird das Bezugssubstantiv weggelassen.h. Wir unterscheiden Partizip Aktiv und Partizip Passiv. Diese kann aktuell gerade vor sich gehen oder bei nichtepisodischen Ereignissen als gleichzeitig zur Haupthandlung gesehen werden. Wybory bywaja± przerywane z powodu spieraja±cych sie± partii. Numerus und Kasus. An den Stamm wird das derivationale grammatische Affix -a±c. sodass das Partizip auch in anderen Satzgliedpositionen auftreten kann.’ Das Partizip Aktiv baut die Argumenthierarchie des Ausgangsverbs nicht um. mit dem das Partizip kongruiert (dziewczynka p!acze ! p!acza±ca dziewczynka). Adjektiv-Partizipien 437 7. indem es ihnen eine Situation zuschreibt. sie bilden eine grammatische Opposition nicht innerhalb der Wortart Verb. das erste Argument des Verbs. Andererseits bilden sie Stämme von zusammengesetzten Verbformen. d. Die Formen treten meist in attributiver Funktion auf und kongruieren mit dem Bezugssubstantiv in Genus. das Partizip Aktiv charakterisiert Gegenstände oder Personen. czytac´/czytaj-a± ! czytaj#+ a±c + a [dziewczynka ‚lesendes Mädchen’] p!akac´/p!acz-a± ! p!acz + a±c + a [dziewczynka ‚weinendes Mädchen’] biec/biegn-a± ! biegn + a±c + y [pies ‚laufender Hund’] przejez˙dz˙ac´/przejez˙dz˙aj-a± ! przejez˙dz˙aj + a±c + e [auto ‚vorbeifahrendes Auto’] Funktionen des Partizips Aktiv: Das Partizip Aktiv ist eine reine Transpositionskategorie. Person Plural Präsens.1. ‚Wir möchten den Heimkehrern die Eingewöhnung in unser Land erleichtern. Adjektiv-Partizipien Die Adjektiv-Partizipien (imies!owy przymiotnikowe) sind wie die Adverbialpartizipien Transpositionskategorien des Verbs. Die Affixe der Partizipien haben zwei Funktionen: einerseits transponieren sie Verben in die Wortart der Adjektive und etablieren die Opposition Verb vs. bleibt erhalten in der Position des Substantivs.10. Es sind ausschließlich imperfektive Verben möglich. Es handelt sich um eine Substantivierung. ‚Bisweilen werden Wahlen wegen sich streitender Parteien unterbrochen. d. Adjektiv.

Ausgehend von dieser Grundfunktion tritt das Partizip Passiv in zwei Bereichen auf: a) Adjektivfunktion: Attribut zu einem Substantiv. podnies´c´ ! podniesiony. wo es der Kondensation von Sätzen dient. wycia±gna±c´ ! wycia±gnie±ty. kann der konkrete Bezug zu einer aktuell verlaufenden Handlung verloren gehen. Die Ausgangsbasis bildet der Infinitivstamm. das Partizip kann vor. mit Hilfe des Partizips kann ein Relativsatz zu einem Attribut kondensiert werden. ‚Das ist eine Aufgabe. das die Stelle des zweiten Arguments besetzt. kto´ry chce wypracowac´ uniwersalna± klasyfikacje± tematyczna±. oft auf -i-/-yzrobic´ ! zrobiony. Partizip Passiv 455 Das Partizip Passiv (imies!o´w przymiotnikowy bierny) kann nur von transitiven Verben. Das bei weitem häufigste ist -n-. hängt von der Struktur des Verbstamms ab. also von Verben mit einem Argument (einer Leerstelle) für ein Akkusativobjekt.oder -on.438 7.bei geschlossenen Infinitivstämmen.bei offenen Infinitivstämmen auf -a. -t.2. kann nicht jedes polnische Partizip Aktiv mit der entsprechenden deutschen Form übersetzt werden.plus reguläre Adjektivendung angefügt wird. wird aufgewertet und das erste Argument abgewertet. 7. vgl. zapisac´ ! zapisany. an den -n-. Der Satz wird dadurch kürzer und kompakter. d. wypiec ! wypieczony Funktionen des Partizips Passiv: Das Partizip Passiv bewirkt.’ Bei dem Satz mit den Partizipien handelt es sich um einen einfachen Satz.bei offenen Infinitivstämmen auf Nasal und -i-/-ywzia±c´ ! wzie±ty. die an den verrückten Traum des Bibliografen erinnert. es tritt die Alternation e":"a auf.oder nachgestellt werden. 456 . • -n. Das zweite Argument. Sowohl der perfektive wie der imperfektive Aspekt sind vertreten. der eine allumfassende Sachklassifikation erarbeiten will. widziec´ ! widziany • -t. Verben Wenn sich das Partizip semantisch verselbstständigt und zu einem Adjektiv wird. gebildet werden. Welches der drei Affixe genommen wird. Jest to zadanie przypominaja±ce szalony sen bibliografa chca±cego wypracowac´ uniwersalna± klasyfikacje± tematyczna±.: Jest to zadanie. das für die Objektposition vorgesehen ist. tryb przypuszczaja±cy ‚Konditional’ Das Partizip Aktiv kommt besonders häufig in der Schriftsprache vor.h. kryc´ ! kryty • -on. beim zweiten hingegen um einen zusammengesetzten Satz.10. zmokna±c´ ! zmoknie±ty.oder -e-. kto´re przypomina szalony sen bibliografa. dass die Argumente des Verbs in ihrer syntaktischen Umsetzung umgruppiert werden. Wie die Übersetzung zeigt.

11. der gezwungen war alles von vorn zu beginnen. ‚Die Disproportion zwischen dem Gefühl der Verantwortung. Adverbialpartizipien Das Adverbialpartizip (imies!o´w przys!o´wkowy) ist eine Transpositionskategorie des Verbs. vorzeitig) Aktorzy sa± doskonale poprowadzeni i s´wietnie daja± sobie rade± z odtwarzanymi rolami.’ (imperfektiv. byc´ und bywac´ Passivformen (s.’ Partizipialformen im perfektiven Aspekt stehen für eine Situation. die Situation kann vor. raz jeszcze znalaz!em sie± w sytuacji harcerza. gleichzeitig) b) Formbildung des Verbs: das Partizip Passiv bildet mit den Auxiliaren zostac´. Adverbialpartizipien 439 W wieku lat 45.’ 7. zmuszonego zaczynac´ wszystko od pocza±tku. 457 . ‚Die neuen Lacke werden von der Firma Polifarb produziert. die Affixe der Partizipien transponieren Verben in die Wortart der Adverben (Opposition Verb vs. On zosta! przygnieciony do s´ciany przez t!um. ‚Der mit einem fettgedruckten Wort anfangende Absatz symbolisiert genau so ein Wort. Wir unterscheiden Adverbialpartizipien der Gleichzeitigkeit und der Nachzeitigkeit. der Belastung und dem Wesen der angegangenen Probleme ist frappant. die einer anderen zeitlich vorgelagert ist.11. ‚Besonders miese Aussichten haben die Arbeiten der solide ausgebildeten Polonisten.’ Nowe lakiery sa± produkowane przez firme± Polifarb. ‚Im Alter von 45 Jahren war ich wieder in der Situation eines Pfadfinders. 380).h. vorzeitig) Dysproporcja mie±dzy poczuciem odpowiedzialnos´ci.’ (imperfektiv. ‚Er wurde von der Menge an die Wand gedrückt.’ (perfektiv. cie±z˙arem i istotnos´cia± podejmowanych problemów jest uderzaja±ca.’ Zw!aszcza kiepskie szanse maja± dzie!a napisane przez solidnie wykszta!conych polonistów.7. ‚Einige Produkte werden aus dem Ausland eingeführt.oder gleichzeitig sein. Akapit rozpocze±ty wyt!uszczonym s!owem symbolizuje takie w!as´nie s!owo. d. ‚Die Schauspieler sind ausgezeichnet geführt und beherrschen die gespielten Rollen souverän. Der imperfektive Aspekt verhält sich in dieser Hinsicht neutral. Adverb).’ Niekto´re produkty bywaja± sprowadzane z zagranicy.

wird jedoch nicht ausgedrückt: es ist referenzidentisch mit dem Subjekt des Prädikats des Satzes. dass die Adverbialpartizipien zwar schriftsprachlich sind. also das Subjekt. 7.1. zabic´ – zabi! ! zabiwszy przynies´c´ – przynio´s! ! przynio´s!szy. Dabei wird an den Stamm des Präteritums maskulin das Morphem -wszy/-!szy angehängt. mo´wic´ – mo´wia± ! mo´wia±c Die Adverbialpartizipien haben im Prinzip die gleiche Argumentstruktur wie die finiten aktiven Verben.’ Es ist zu beachten. Adverbialpartizip der Gleichzeitigkeit 458 Adverbialpartizipien der Gleichzeitigkeit (imies!o´w przys!o´wkowy wspo´!czesny) werden ausschließlich von imperfektiven Verben gebildet. ‚Ich fiel in einen Schacht hinein. ‚Beim Lesen dieser Artikel vergessen wir bisweilen. Entsprechend der Funktion des imperfektiven Aspekts ist die im Adverbialpartizip genannte Situation zeitlich parallel zu derjenigen des Prädikats. Die versprachlichte Situation ist der im Prädikat genannten zeitlich vorgelagert. Wpad!em w g!a±b ciemnego szybu i. uderzywszy o cos´ twardego.’ Czytaja±c te artyku!y zapominamy chwilami. odkryc´ – odkry! ! odkrywszy. Idac± do domu spotka!em znajomych. dass die Säkularisierung Europas bereits einige Jahrhunderte dauert. schlug gegen etwas Hartes und überschlug mich bewusstlos. aber sehr viel häufiger als die deutschen morphosyntaktischen Äquivalente wie gehend. -wszy tritt an die Stämme.11. lesend verwendet werden. Dabei wird an den Präsensstamm der 3. Die Form -!szy steht bei Präteritalstämmen. przewróci!em sie± nieprzytomny. przeczytac´ – przeczyta! ! przeczytawszy. Adverbialpartizip der Vorzeitigkeit 459 Adverbialpartizipien der Vorzeitigkeit (imies!o´w przys!o´wkowy uprzedni) werden ausschließlich von perfektiven Verben gebildet. czytac´ – czytaja± ! czytaja±c. is´c´ – ida± ! ida±c. przyjs´c´ – przyszed! ! przyszed!szy. z˙e sekularyzacja Europy trwa juz˙ kilka stuleci.440 7. Objekte bleiben in der Regel erhalten. Person Plural das Morphem -a±c angehängt.2. die auf einen Vokal auslauten.11.’ . ‚Beim Nachhausegehen habe ich Bekannte getroffen. Verben 7. przywiez´c´ – przywio´z! ! przywio´z!szy Bezüglich der Argumentstruktur gilt das Gleiche wie für das Adverbialpartizip der Gleichzeitigkeit: das erste Argument wird nicht genannt und ist referenzidentisch mit dem Subjekt des Satzes. Das erste Argument. die auf einen Konsonanten auslauten.

Formen Der Infinitiv wird regelmäßig gebildet durch den Infinitivstamm plus Morphem -c´.7.wird zu -s´-.wird zu -s´-. mo´ w i-c´ ‚sprechen’. Modus und Person. 7.wird zu -s´-. vs. z.’ 7. dass der Konsonant im Stammauslaut einer irregulären Alternation unterliegt. z. Der Infinitiv bildet die grammatische Opposition ‚Infinitiv-Suffix – flexivische Morpheme’ und ist daher eine funktional flexivische Kategorie. z. indem er die syntaktische Realisierung des ersten Arguments beeinflusst. Infinitiv 441 Das Adverbialpartizip der Vorzeitigkeit wird hauptsächlich in der Schrift-. rozumie-c´ ‚verstehen’. weniger in der Umgangssprache gebraucht. Eine Besonderheit besteht darin. wioze±/wio´z! ! wiez´c´ ‚transportieren’ (vgl.12.12. Dagegen unterscheiden wir Infinitiv Aktiv und Passiv. NIES#C# ‚tragen’: niose±/nio´s! ! nies´c´ • -z. pisa-c´ ‚schreiben’ Bei einigen unregelmäßigen Verben aus der Konjugation -e± / -esz kommt es zu Abweichungen.h. Trzeba czytac´ ksia±z˙ki. d.B. Einige weitere unregelmäßige Verben aus der Konjugation -e±/-esz haben statt des Morphems -c´ die Form -c: 461 460 . ‚Janek wird Bücher lesen. kochac´ ‚lieben’ • Infinitiv Passiv. grammatische Wortartfunktionen) gehören. • Infinitiv Aktiv. czyta-c´ ‚lesen’. Der Infinitiv gehört gemeinsam mit den Partizipien und Adverbialpartizipien zu den nichtfiniten Formen des Verbs. er trägt nicht die Merkmale Tempus.B.1. Janek czyta ksia±z˙ki. kupowa-c´ ‚kaufen’. NIES#C#) Als Einzelfall aus der Konjugation -m/-sz hat JES#C$ ‚essen’ ebenfalls diese Form (jad! ! jes´c´).’ Janek be±dzie czytac´ ksia±z˙ki. mit der die Bedeutung des Stamms unabhängig von der grammatischen Formenbildung verwendet werden kann. Infinitiv Der Infinitiv (bezokolicznik) ist die Form des Verbs.B.B. Das erste Argument kann entweder unausgedrückt bleiben oder in Kombination mit Auxiliaren als Subjekt im Nominativ auftreten. ‚Janek liest Bücher.’ vs. Typ KRAS#C# ‚stehlen’: kradne±/krad! ! kras´c´ • -t. plote±/plo´t! ! ples´c´ ‚flechten’ • -s. • -d.12. z. wobei zum Infinitivstamm dessen jeweilige grammatischen Funktionen (Aspekt. ‚Man muss Bücher lesen. byc´ kochanym ‚geliebt werden’ Der Infinitiv ändert die Argumentstruktur des Verbs.wird zu -z´-.

um Zigaretten zu kaufen. legne± ! lec ‚fallen’. In dieser Form wird das erste Argument als reguläres Subjekt im Nominativ realisiert. Verben • Verben mit Auslaut des Präsensstamms auf -k. da er sowohl im Prädikat. ‚Piotr wird hier warten. przysie±gne± ! przysia±c ‚beeiden’ 7. sieke± ! siec ‚mähen’ • Verben mit Auslaut des Präsensstamms auf -g. Im Vergleich zu den finiten Formen des Verbs und auch den Partizipien und Adverbialpartizipien ist der Infinitiv syntaktisch flexibler. syntaktischen Umgebung. d.’ Ein weiterer Auxiliartyp. t!uke±! t!uc ‚zerschlagen’. strzyge± ! strzyc ‚scheren’.12. Trzeba sie± pogodzic´ z faktami. sind die Modalauxiliare. auch Auxiliar MO#C ‚können’: moge± ! mo´c strzege± ! strzec ‚behüten’. Wir unterscheiden subjektneutrale Modalauxiliare. Futur). die das erste Argument des infinitivischen Verbs ‚verschlucken’.2. biegne± ! biec ‚laufen’. Piotr zacza±!/przesta! pracowac´. Piotr be±dzie tu czekac´. z. ‚Pawe! versprach zu kommen. pomoge± ! pomo´c ‚können’. Die Realisierung hängt nicht vom Infinitiv selbst ab. uciekne± ! uciec ‚fliehen’.’ Nie deptac´ trawniko´w! ‚Nicht die Rasenflächen betreten!’ • in anderen Satzgliedpositionen Pawe! obieca! przyjs´c´. • im Prädikat mit einem Auxiliar oder als unabhängiger Infinitiv.B. Funktionen 462 Die Funktionen des Infinitivs lassen sich im Hinblick auf den Zusammenhang zwischen der Satzgliedzugehörigkeit und der Realisierung des ersten Arguments des infinitivischen Verbs klassifizieren. a) Infinitiv im Prädikat: mit Auxiliar oder ungebundenem grammatischen Morphem 463 Der Infinitiv kann sich in Konkurrenz zur Form auf -l mit dem Temporalauxiliar be±dzie verbinden (z.B.h. ‚Man muss sich mit den Fakten arrangieren. als auch im Objekt auftreten kann. mit dem sich der Infinitiv verbindet. ihm entspricht kein syn- . ‚Piotr hat angefangen/aufgehört zu arbeiten. PIEC ‚backen’: pieke± ! piec wloke±! wlec ‚schleppen’.’ Adam poszed! kupic´ papierosy. ‚Adam ist losgegangen. rzekne± (veraltet) ! rzec ‚sagen’. be±dzie czytac´ Tempus und Aspekt. Auch in diesem Fall wird das erste Argument des Verbs als Subjekt im Nominativ ausgedrückt.442 7. sondern von der Konstruktion bzw.’ Außerdem kann der Infinitiv von Phasenauxiliaren begleitet werden. die das Argument neutral als Subjekt im Nominativ umsetzen und subjektdegradierende Auxiliare. Im Gegensatz zu den vorigen Verbindungen ist die Realisierung des ersten Arguments hier jedoch nicht einheitlich.

die das erste Argument als Subjekt umsetzen.12. nalez˙y ‚man muss’ und trzeba ‚man muss’. der Kaufende ist identisch mit dem Losgehenden.’ kontrolliert das erste Argument von po´js´c´ ‚losgehen’. wer oder was gemeint ist.’ Zu den Modalauxiliaren.’ Czy podac´ herbate±? ‚Soll ich Tee bringen?’ Rozejs´c´ sie±! ‚Auseinander!’ Nie deptac´ trawniko´w! ‚Nicht die Rasenflächen betreten!’ Ubic´ piane± z trzech bia!ek. mo´c ‚können’. zählen miec´ ‚sollen’. ‚Man muss arbeiten.’ 465 464 . ‚Adam ist losgegangen.7. Widac´ plame±. wer der Handlungsträger ist. ‚Adam ist losgegangen. Das erste Argument des Verbs taucht an der Oberfläche nicht auf.’ Trzeba pracowac´. hängt von der übergeordneten Einheit ab. 522). Adam soll kommen. • Adverbial Adam poszed! kupic´ papierosy.h. Das erste Argument taucht an der Oberfläche nicht auf. hängt dann vom Kontext ab. nämlich ‚Adam’. In dem Satz Adam poszed! kupic´ papierosy. um Zigaretten zu kaufen. musiec´ ‚müssen’ und powinien ‚sollte’. d. ! Piotr muss arbeiten. Piotr pracuje.’ c) Infinitiv in anderen Satzgliedern Verben im Infinitiv gehen auch in andere Satzglieder ein.h.’ Aber: *Trzeba mi pracowac´. Der unabhängige Infinitiv kommt auch in Befehlen. nicht Jan. ‚Piotr arbeitet. Infinitiv 443 taktisches Satzglied. ‚Drei Eiweiß zu Schaum schlagen. In dem Satz Jan prosi! Adama przyjs´c´ na zebranie ‚Jan bat Adam zur Versammlung zu kommen’ kontrolliert hingegen das zweite Argument von prosic´ ‚bitten’ das nicht ausgedrückte erste Argument von przyjs´c´ ‚kommen’. Zu den ‚verschluckenden’ gehören moz˙na ‚man kann’. ! Piotr musi pracowac´. d. Der Infinitiv geht mit dem grammatischen Morphem prosze± in das Paradigma des Imperativs ein. Dies ist der Fall bei defektiven Verben des Typs widac´ ‚es ist zu sehen’ und in Entscheidungsfragen. ‚Es ist ein Fleck zu sehen. ‚Ich muss arbeiten. Prosze± zaczekac´! ‚Warten Sie bitte hier!’ b) Infinitiv im Prädikat: unabhängiger Infinitiv Der Infinitiv kann in begrenztem Umfang allein das Prädikat eines Hauptsatzes bilden (s. das erste Argument von kupic´ ‚kaufen’. Verboten oder Anleitungen vor. Die Interpretation. um Zigaretten zu kaufen.

czytac´ ! czytanie ‚das Lesen’. -ka. ‚Jeder irrt sich einmal. ‚Mir kam die Idee. czytanie ‚das Lesen’. Verben Ojciec wyszed! do kiosku. ob ich fahre. z˙eby pojechac´ do Zakopanego. z˙eby kupic´ papierosy.’ • Objekt Zdecydowa!em sie± pojechac´ do Warszawy. noszenie ‚das Tragen’ Es handelt sich um die Formen aus einem Verb mit dem Formativ -ni. Deverbativum ‚czytanie’ 466 (rzeczowniki odczasownikowe) Polnische Verben können ganz regulär Substantive bilden. kupic´ ! kupienie ‚das Kaufen’. 7. -anina und dem Nullformativ. in der Regel tritt der Präteritalstamm auf.’ Zastanawiam sie±. ‚Ich überlege. Form 467 Das Morphem -ni-(e) bildet im Prinzip Verbalsubstantive von allen Verben mit Infinitiv auf -ac´ und -ec´. Diese Formen stehen in Konkurrenz zu den Nomina actionis mit den Formationen -acja.auf: chodzic´ ! chodzenie ‚das Gehen’. ‚Ich habe beschlossen nach Warschau zu fahren.444 7. ‚Vater ist zum Kiosk gegangen.1. straszyc´ ! straszenie ‚das Erschrecken’ In diesen Stämmen kommt es zu Alternationen: chodzic´ ! chodzenie ‚das Laufen’. bieganie ‚das Laufen’. Im Deutschen entsprechen sie der Substantivierung durch das + Infinitiv.’ • Attribut Mia!em okazje± z!oz˙yc´ wizyte± ministrowi. czy jechac´. rozumiec´ ! rozumienie ‚das Verstehen’ Bei den Infinitivstämmen i/y (ø) tritt das Suffix -eni. nach Zakopane zu fahren.’ Przysz!o mi do g!owy.13. um Zigaretten zu kaufen. w!oz˙yc´ ! w!oz˙enie ‚das Einfügen’.(-ani-. pisac´ ! pisanie ‚das Schreiben’. mys´lec´ ! mys´lenie ‚das Denken’.bildet man Deverbativa von Verben ohne Stammsuffix wie . nosic´ ! noszenie ‚das Tragen’ Mit Hilfe des erweiterten Formativs -eni. -eni-) und -ci-.13. die ausgehend vom Verb eine Handlung bezeichnen.’ 7.’ • Subjekt Kaz˙demu zdarzy sie± pomylic´. ‚Ich hatte die Gelegenheit dem Minister einen Besuch abzustatten.

ä. denn es gibt keine formalen Gründe. 7. Sie transformieren ein Verb in ein Substantiv.7. -eje bolec´ ! *bolenie • viele unpersönliche Verben brakna±c´ ! *braknienie • Modalauxiliare und einige Verben mit verwandter Semantik: mo´c ‚können’. S!ysza!em. Sie hat heute nur noch die Bedeutung ‚Ziehung’ in Kontexten wie Lotto u. z˙e ktos´ otwiera! drzwi. Funktion Die Deverbativa werden im Wesentlichen zu syntaktischen Zwecken gebildet. die die Bildung von allen Verben behindern würden. wiez´c´ ! wiezienie ‚das Fahren’.13.13. deren Ausgangsverb auf -a±c´. Die ältere Form auf -enie erhält eine engere Bedeutung und hört auf.’ 468 . Auf die Regelmäßigkeit der Bildung der genannten Bezeichnungen wirkt vor allem die Tradition ein. stukna±c´ ! stuknie±cie ‚das Klopfen’ oder deren Wurzel auf einen Konsonanten auslautet: pic´ ! picie ‚das Trinken’. gryz´c´ ! gryzienie ‚das Beißen’ Das Formativ -cie tritt mit einer gewissen Regelmäßigkeit bei Verbalsubstantiven auf. ! S!ysza!em otwieranie drzwi. dass jemand die Tür öffnete. kuc´ ! kucie ‚das Schmieden’ oder deren Stamm veränderlich ist drzec´ – dar! ! darcie ‚das Zerreißen’. musiec´ ‚müssen’.2. Einige Verben auf -na±c´ nehmen das Formativ -enie: pragna±c´ ! pragnienie ‚das Wünschen’. aber in neuerer Zeit kommt es zu einer Bedeutungsunterscheidung beider Einheiten. Dadurch kann ein ganzer Satz in ein substantivisches Satzglied kondensiert werden. Deverbativum ‚czytanie’ 445 nies´c´ ! niesienie ‚das Hintragen’. haben jedoch keinen Plural. trzec´ – tar! ! tarcie ‚das Reiben’. ! Ich hörte das Öffnen der Tür. als reguläres Deverbativum zu fungieren. !akna±c´ ! !aknienie ‚das Lechzen’ Manchmal kommen sie parallel zu den Lexemen auf -cie vor wie in cia±gnie˛cie – cia±gnienie ‚das Ziehen’. -na±c´ auslauten: zacza±c´ ! zacze±cie ‚das Beginnen’. ohne die Bedeutung zu verändern. Von folgenden Elementen lassen sich keine Deverbativa bilden: • einigeVerben auf -ec´. ‚Ich hörte. wolec´ ‚bevorzugen’ Die Deverbativa werden wie Substantive des neutralen Genus dekliniert (Neutrale Substantive auf -e wie danie). potrafic´ ‚vermögen’.

‚Wir möchten den Heimkehrern die Eingewöhnung in unser Land erleichtern.’ Die Deverbativa bewahren in der Regel das Element sie±. z˙e cia!a organiczne gnija±. dass organische Körper verwesen.446 7. ! Bakterien bewirken das Verwesen organischer Körper.’ Sie erlauben eine abstraktere Fassung der vom Verb ausgedrückten Handlung. • gleichzeitig Bieganie jest poz˙yteczne dla zdrowia.a. ! Bakterie powoduja± gnicie cia! organicznych. dass der Sohn von der Schule geflogen ist.’ • nicht gleichzeitig Matka denerwuje sie± wyrzuceniem syna ze szko!y. Verben Bakterie powoduja±. bewahren. die sich auf vorhergehende oder folgende Handlungen beziehen. während sie semantisch die Merkmale des Verbs wie Aspekt und Reflexivität u. ‚Bakterien bewirken. . ‚Mutter regt sich darüber auf. Die von imperfektiven Verben abgeleiteten Formen fungieren als Bezeichnungen aktuell verlaufender Handlungen im Gegensatz zu den perfektiven. ‚Laufen ist nützlich für die Gesundheit. aklimatyzowac´ sie± ! Chcemy powracaja±cym u!atwic´ aklimatyzowanie sie± w naszym kraju.’ Bei den Deverbativa sind die Argumente der Ausgangsverben nicht mehr obligatorisch.

ledwie ‚kaum’. prawie ‚fast’. bei Adjektiven und Adverben die Intensität einer Eigenschaft und bei einigen Pronomen eine emphatische Betonung des Umfangs. a) Adverben des Orts. rankiem ‚früh morgens’. Diese Klassifikation entspricht im Wesentlichen derjenigen der adverbialen Bestimmungen. Adverben Die Adverben (przys!o´wki) gehören zu den nichtflexivischen Wortarten und weisen bis auf die Pronominaladverbien eine morphologische Kategorie auf: die Komparation. zaraz ‚gleich’ c) Adverben der Art und Weise. za m!odu ‚in jungen Jahren’. tak ‚ja’ 469 . dobrze ‚gut’. daleko ‚weit’. sie haben keine bezeichnende. sie geben den Zeitpunkt bzw. sie bezeichnen bei Verben die Intensität einer Handlung. przynajmniej ‚wenigstens’. dopiero ‚erst’. byle jak ‚notdürftig’ d) Adverben des Maßes und der Menge duz˙o ‚viel’. sie modifizieren das Verb im Hinblick auf den Ort der versprachlichten Handlung. jeszcze ‚noch’. sie geben gewisse der Handlung eigene Qualitäten an. Syntaktisch sind Adverben typischerweise auf das Verb bezogen. wiele ‚viel’ e) Adverben des Grades. blisko ‚nah’. tu. tylko ‚nur’. z bliska ‚von nahem’. po´z´no ‚spät’. takz˙e/tez˙ ‚auch’ f) Pronominaladverbien. co dzien´ ‚jeden Tag’. z lekka ‚kaum spürbar’. krzywo ‚schief’. wolno ‚langsam’. z powrotem ‚zurück’ ‚na wznak ‚auf dem Rücken’ b) Adverben der Zeit. juz˙ ‚schon’. zupe!nie ‚völlig’. tam ‚dort’.8. wczes´nie ‚früh’. 8. -raum der Handlung an. sondern verweisende Funktion. ma!o ‚wenig’.1. tutaj ‚hier’. Semantische Subkategorien von Adverben Adverben lassen sich nach semantischen Kriterien klassifizieren.

Es handelt sich ursprünglich um Formen der einfachen Adjektivdeklination: -o Nominativ Singular Neutrum und -e Lokativ Singular Neutrum. -k.B. pochmurno ‚trübe’ Es gelten folgende Tendenzen bei der Bildung von Adverben: • Suffix -o bei Stammauslaut auf palatalisierten oder funktional-palatalisierten Laut tani ! tanio ‚billig’.2. sind synonyme Dubletten heute eher selten: nudnie (selten) vs. nudno ‚langweilig’. -ast. vom Adjektiv zum Adverb bei stary ! staro ‚alt’ vs. wysoki ! wysoko ‚hoch’. welches Adverb mit den Suffixen -o oder -e gebildet wird. kro´tki ! kro´tko ‚kurz’.1. von Adverben abgeleitete Adjektive tutaj ! tutejszy ! *tutejszo ‚hiesig’ d. urze±dowo – urze±dowie ‚amtlich’). im 19. alle echten Beziehungsadjektive rower ! rowerowy ! *rowerowo ‚Fahrrad-’. 8. Ordinalia pie±c´ ! pia±ty ! *pia±to ‚fünfte’ Achtung: Im heutigen Polnisch lassen sich nur tendenzielle Regelmäßigkeiten aufzeigen. badawczy ! badawczo ‚prüfend’ • Suffix -o bei Stammauslaut auf -g. -owat-. Die Motivation ist dabei nicht immer eindeutig. Formen Außer bei solchen primären Adverben wie jeszcze ‚noch’ oder tez˙ ‚auch’ lassen sich im Hinblick auf die morphologische Struktur Beziehungen zu anderen Wortarten feststellen. Adverben 8. gora±cy ! gora±co ‚heiß’. Motiviertheitsbeziehungen mit Adjektiven 470 Durch Adjektive motivierte Adverben werden hauptsächlich auf der Basis von Qualitätsadjektiven mit Hilfe der Suffixe -o oder -e gebildet.2. Deshalb muss das jeweilige Adverb immer auch in einem Wörterbuch nachgeschlagen werden! Während in früheren Sprachzuständen des Polnischen Dubletten recht häufig waren (z. viele von Partizipien abgeleitete Adjektive kochac´ ! kochany ! *kochano ‚geneigt’. -ch drogi ! drogo ‚teuer’. aber gora±co ‚heiß’ c. vom Adverb zum Adjektiv bei blisko ! bliski ‚nah’. Jh.und -ow- .448 8. pochmurnie vs. dobry ! dobrze ‚gut’ Bestimmte Gruppen von Adjektiven und Numeralia weisen keine entsprechenden Adverben auf: a. cichy ! cicho ‚leise’ • Suffix -o nach Suffixen -at-. aber papierowo ‚papieren’ (papierowo blada cera ‚papieren blasse Haut’) b.B. z.

2. -iwy und -liwy dziecinny ! dziecinnie ‚kindlich/kindisch’. Nie wiesz. -(dz)ki und -(c)ki po polsku ‚auf Polnisch’. vgl. sondern semantisch. g!upkowaty ! g!upkowato ‚dümmlich’. daleko – dalece ‚weit’. dokuczliwy ! dokuczliwie ‚lästig’. ‚Du weißt gar nicht wie sehr du dich irrst. Formen 449 popielaty ! popielato ‚grau’. ‚Er kletterte hoch. im gleichen Maße’ hat: Postaraj sie˛ przeci'c´ to równo! ‚Versuche das gerade durchzuschneiden!’ Nie jad!em nic ro´wnie smacznego.’ Das Lexem pilno tritt hingegen nur in prädikativer Funktion auf (pilno komu do czego): Pilno nam by!o do domu. nagla±co ‚dringend’ 471 .8. ‚Wir hatten es eilig.2.’ Mieszkam daleko st'd. -!y. pilno – pilnie ‚dringend’ pilnie ist das mit dem Adjektiv pilny zusammenhängende Adverb in der Funktion einer adverbialen Bestimmung: pilny student ‚der fleißige Student’ ! On pilnie studiowa!. wobei die Form auf -o dem entsprechenden Adjektiv am nächsten steht. nach Hause zu kommen. po ludzku ‚menschlich’.’ Ähnliche Bedeutungsverschiebungen finden sich in den formalen Dubletten daleko – dalece und wysoko – wysoce. twierdza±co ‚bejahend’.’ Zachowa!es´ sie˛ wysoce nietaktownie.2. das die Bedeutung ‚das Gleiche. ‚Ich wohne weit von hier. jak dalece sie˛ mylisz.’ 8. nicht schief’ und steht dem Gradadverb ro´wnie gegenüber. papierowy ! papierowo ‚papieren’ • Suffix -e oft nach abgeleiteten Adjektiven auf -ny.’ Die Dubletten ro´wno und ro´wnie sind nicht syntaktisch geschieden. po niemiecku ‚auf Deutsch’ Die Mehrheit der heutigen Dubletten zeigt bei unterschiedlicher Semantik auch ein unterschiedliches syntaktisches Verhalten: wysoko – wysoce ‚hoch’.’ Wspi'! sie˛ wysoko. ‚Ich habe noch nie etwas so leckeres gegessen. bieg!y ! biegle ‚fließend’. ‚Du hast dich höchst taktlos benommen. aktive und passive Partizipien: gora±co ‚heiß’. aber: pe!ny ! pe!no ‚voll’ • po + Suffix -sku/-(dz)ku/-(c)ku bei Adjektiven auf -ski. prawdziwy ! prawdziwie ‚wahrhaftig’. Das Adverb ro´wno hat die Bedeutung ‚gerade. ‚Er hat fleißig studiert. Motiviertheitsbeziehungen mit Partizipien Auch Partizipien können als Ableitungsbasis für Adverben fungieren. po wariacku ‚verrückt’.

2. als auch Adjektive oder Partizipien bestimmen: Bardzo sie± stara!. d. dass die Konstruktion nicht erweiterbar ist *z naszym powrotem. teils auseinander geschrieben. Es kann sich auf finite Verben beziehen: D!ugo czeka!em.2. Die Kasusform wird heute nicht mehr als solche wahrgenommen.2. lekko zarumieniony ‚leicht errötet’ Adverben des Grades können sich auch auf andere Adverben beziehen: Czuje± sie± bardzo z´le.’ bardzo dobry ‚sehr gut’. 8.’ .3. z daleka ‚von weitem’. ‚Er bemühte sich sehr. Adverben niezro´wnanie ‚unvergleichlich’. Es fungiert typischerweise als adverbiale Bestimmung. erkennt man entweder an der spezifischen Form wie bei od dawna oder daran. z powrotem ‚zurück’ Dass es sich hierbei nicht um reguläre Formen der entsprechenden Ausgangslexeme handelt. Sie werden teils zusammen. od dawna ‚seit altersher’. Motiviertheitsbeziehungen mit Substantiven 473 Einige Adverben sind von erstarrten Kasusformen bestimmter Substantive abgeleitet. es ist einem Nicht-Substantiv untergeordnet. ‚Er lächelte nett und ging weg. wieczorem ‚abends’. po polsku ‚auf Polnisch’.’ oder auf Adverbialpartizipien: Mile sie± us´miechna±wszy poszed!. dass das Adverb im Gegensatz zum Ausgangsnomen nicht erweiterbar ist. razem ‚zusammen’ Auch hier gilt. ‚Ich fühle mich sehr schlecht. wcale ‚ganz und gar’.’ oder auf Infinitive: Umiesz lekko tan´czyc´.4. ‚Du kannst leicht tanzen. otwarcie ‚offen’ 8.5.’ Einige Adverben – es handelt sich um Adverben des Grades – können sowohl Verben.450 8. 8. ‚Ich habe lange gewartet. nieodparcie ‚unbestritten’. die für den heutigen Sprecher kaum noch transparent sind.h. Motiviertheitsbeziehungen mit Präpositionalphrasen 472 Hierbei handelt es sich um Bildungen. Adverben und ihre syntaktische Funktion 474 Das Adverb erfüllt im Satz vorwiegend die Rolle einer näheren Bestimmung der durch das Verb ausgedrückten Handlung. aber nicht von ihm regiert. niespodziewanie ‚unerwartet’.

‚Mir ist kalt. Adjektive gleicher Form in Prädikatsfunktion Einige der Adverben weisen homonyme Formen auf. By!o mi zimno.’ Pilno nam do domu. By!o/jest nam ciep!o. ‚Es ist dunkel hier. ‚Uns war/ist warm.6. ‚Wir müssen dringend nach Hause. Es handelt sich kategorial um Adjektive. In den anderen Tempora tritt wieder die Kopula byc´ auf. ‚Mir war kalt. Sie stammen vorwiegend aus folgenden Bereichen: a) Prädikative aus dem Bereich ‚schwer – leicht’ trudno ‚(es ist) schwierig’ cie±z˙ko ‚(es ist) schwer’ !atwo ‚es ist einfach’ lekko ‚(es ist) leicht’ b) Prädikative mit temporaler Komponente (za) po´z´no ‚es ist (zu) spät’ (za) wczes´nie ‚(es ist) (zu) früh’ pilno ‚(es ist) dringend’ s´pieszno ‚(es ist) dringend’ (za) d!ugo ‚(es ist) (zu) lang’ c) Prädikative der Quantität duz˙o ‚(es ist) viel’ ma!o ‚(es ist) wenig’ wiele ‚(es ist) viel’ niewiele ‚(es ist) nicht viel’ ska±po ‚(es ist) karg’ pe!no ‚(es ist) genug’ dosyc´/dos´c´ ‚(es ist) genug’ d) Prädikative für Gemütszustände 475 .2.’ Einige können im Präsens mit der Nullkopula auftreten und fungieren als alleiniges Prädikat ohne Begleiter (Prädikativ). Diese homonymen Adjektive werden in unpersönlichen Sätzen mit invarianter Person verwendet. sondern mit der Kopula als Prädikat auftreten. muss im Wörterbuch nachgeschlagen werden.8. die nicht als adverbiale Bestimmungen fungieren.’ Ciemno tu.2. die hier aber wegen der Formidentität im Abschnitt Adverb behandelt werden. Formen 451 8.’ Welche dieser Adjektive als Prädikative verwendet werden können.’ neben: Jest mi zimno. Zimno mi.

h. von denen sie abgeleitet sind.452 8. deren Stamm auf -k-. ciep!o ! cieplej ‚wärmer’. cie±z˙ko ! cie±z˙ej ‚schwerer’. z´le ! gorzej ‚schlechter’. wysoko ! wyz˙ej ‚höher’. wygodnie ! wygodniej ‚bequemer’. Formen Synthetische Bildung Der Komparativ wird aus dem Adjektivstamm mit Hilfe des Affixes -ej gebildet.3. ma!o ! mniej ‚weniger’ . obficie ! obficiej ‚üppiger’.vorangestellt wird: wygodniej ! najwygodniej ‚am bequemsten’. wczes´nie ! wczes´niej ‚früher’ Bei Adverben auf -o kommt es zu lautlichen Alternationen. lekko ! lz˙ej ‚leichter’. 8. szeroko ! szerzej ‚weiter’. daleko ! dalej ‚weiter’. Adverben smutno ‚(es ist) traurig zumute’ nudno ‚(es ist) langweilig’ przykro ‚(es ist) unangenehm’ rados´nie ‚ist froh zumute’ e) Prädikative für physische Zustände zimno ‚(es ist) kalt’ duszno ‚(es ist) schwül’ f) Prädikative für äußere Eigenschaften einer Umgebung brudno ‚(es ist) schmutzig’ ciemno ‚(es ist) dunkel’ 8. -ek. indem dem Adverb im Komparativ das Präfix naj. Komparation 476 Wie dieQualitätsadjektive. obficiej ! najobficiej ‚am üppigsten’ Unregelmäßig werden diejenigen Adverben gesteigert.: nisko ! niz˙ej ‚niedriger’.1. wa±sko ! we±ziej ‚enger’. verfügen die entsprechenden Adverben über die grammatische Kategorie der Komparation (stopniowanie). verschiedene Stämme): dobrze ! lepiej ‚besser’.und -okauslautet. grubo ! grubiej ‚dicker’ Der Superlativ wird gebildet. duz˙o ! wie±cej ‚mehr’. ostro ! ostrzej ‚schärfer’. g!e±boko ! g!e±biej ‚tiefer’ Einige Adverben haben suppletive Komparationsformen (d.3.

’ Die komparierten Adverben können von weiteren Gradadverben bestimmt werden: Dzis´ Zosia s´piewa jeszcze / o wiele lepiej niz˙ wczoraj. szeroko ! mniej szeroko ! najmniej szeroko ‚am wenigsten breit’ 8. das das geringe Ausmaß des Vorhandenseins eines Merkmals ausdrückt. Diese Vergleichsgröße wird im Komparativ von der Konjunktion niz˙ begleitet: Dzis´ Zosia s´piewa lepiej niz˙ wczoraj. werden die Formen mniej und najmniej verwendet.’ 477 . ‚Zosia singt besser als Jurek.3.h. dann steht die Vergleichsgröße in der Form z(e) + Genitiv: Zosia s´piewa najlepiej ze wszystkich. szeroko ! bardziej szeroko ! najbardziej szeroko = ! szerzej ‚breiter’ ! najszerzej ‚am breitesten’ Handelt es sich um ein Adverb. also in zwei selbstständigen Wörtern auszudrücken.’ Handelt es sich beim Superlativ um die originale vergleichende Hervorhebung aus einer Klasse.8. d.3.2. Dies geschieht ganz regelmäßig mit Hilfe des ungesteigerten Adverbs und der Funktionswörter bardziej und najbardziej. ‚Zosia singt am besten von allen. Analytische und synthetische Formen sind synonym. die Komparation analytisch. bei der negativen Komparation. ‚Zosia singt heute noch / wesentlich besser als gestern.’ Auch od + Genetiv: Zosia s´piewa lepiej od Jurka. Funktion der gesteigerten Adverben Beim Komparativ und Superlativ ist das Ausmaß der vom Adverb genannten Eigenschaft immer in Relation zu einer Vergleichsgröße gesehen. Komparation 453 Analytische Bildung Im modernen Polnischen ist eine Tendenz zu beobachten. ‚Zosia singt heute besser als gestern.

sondern wird durch das regierende Verb oder das begleitete Substantiv bestimmt.B. die Grundregeln. Präpositionen bilden erweiterte Wortformen von Substantiven. die gemeinsam mit den Kasusformen der regierten Substantive die Relationen zwischen den einzelnen Teilnehmern einer versprachlichten Situation ausdrücken. Ein Teil der primären Präpositionen verbindet sich bei sehr allgemeinen Bedeutungen wie z. ‚räumliche Lage’ tendenziell nur mit bestimmten Substantiven bzw. Einige Präpositionen haben eine klare semantische Bedeutung wie z. also nicht semantisch motivierte Verwendungsweisen finden: lek na bo´l g!owy#=#lek od bo´lu g!owy#=#lek przeciw bo´lowi g!owy ‚Kopfschmerzmittel’ In diesen Fällen hängt der Gebrauch der Präposition nicht von der eigenen Semantik ab.9.B. haben also keinen eigenen Satzgliedstatus. Vgl. Andere wiederum weisen ein sehr weites Gebrauchsspektrum auf. . Präpositionen 478 Präpositionen (przyimki) gehören zu den nichtflexivischen Wortarten. -bedeutungen. opro´cz ‚außer’. zu denen es eine Reihe von Ausnahmen gibt: • geschlossene Räumlichkeit: w budynku ‚im Gebäude’ • offene Räumlichkeit: na stadionie ‚im Stadion’ • offene Landschaft: na Kaszubach ‚in Kaschubien’ • Inselnamen: na Kubie ‚auf Kuba’ • Ländernamen: w Polsce ‚in Polen’ Oder ‚Zeitpunkt’: • Stunde: o pia±tej ‚um fünf’ • Wochentag: w poniedzia!ek ‚am Montag’ • Monat: w czerwcu ‚im Juni’ • Jahr: w roku 1997 ‚im Jahre 1997’ • Jahreszeit: w lecie ‚im Sommer’ • Feiertag: na Wielkanoc ‚zu Ostern’ Präpositionen lassen sich nach ihrem morphologischen Bau und ihrer Verbindbarkeit mit verschiedenen Kasus klassifizieren. die in allen Verwendungsweisen mehr oder weniger stabil bleibt. wobei sich auch rein syntaktische.

1. Die wichtigsten: 480 479 . dobiec do domu ‚zum Haus laufen’ odejs´c´ od sto!u ‚vom Tisch aufstehen’ Andere primäre Präpositionen sind homonym zu Präfixen.2. können u. przystana±c´ przy p!ocie ‚am Zaun innehalten’ zap!acic´ za mieszkanie ‚für die Wohnung bezahlen’ 9. die sich nicht immer aus den Einzelkomponenten ergibt.h. die einsilbig sind und gewöhnlich einen weiten Verwendungskreis haben.1.U. bez + Genitiv ‚ohne’ dla + Genitiv ‚für’ do + Genitiv ‚zu’ ku + Dativ ‚zu’ na + Akkusativ/Präpositiv ‚auf’ nad + Akkusativ/Instrumental ‚über’ o + Akkusativ/Präpositiv ‚über’ od + Genitiv ‚von’ po + Dativ/Akkusativ/Präpositiv/‚in … herum’ pod + Akkusativ/Instrumental ‚unter’. Primäre Präpositionen Zu den primären zählen die Präpositionen. Im Gegensatz zu den primären Präpositionen ist die Verwendung stark semantisch motiviert. auch gemeinsam mit solchen Verben auftreten. Primäre Präpositionen 455 9. sie haben keine gemeinsamen Bedeutungsbestandteile. Die zusammengesetzten Formen weisen eine Bedeutung auf. d.9. Sekundäre Präpositionen Einige Präpositionen sind entweder aus zwei primären Formen oder Formen anderer Wortarten abgeleitet. ‚bei’ przed +"Akkusativ/Instrumental ‚vor’ przez + Akkusativ ‚durch’ przy + Präpositiv ‚bei’ u + Genitiv ‚bei’ w + Akkusativ/Präpositiv ‚in’ z#+ Genitiv/Akkusativ/Instrumental ‚von/mit’ za + Genitiv/Akkusativ/Instrumental ‚hinter/um’ Einige ähneln in der Form und Bedeutung bestimmten Präfixen von Verben.

9.456 9. Präpositionen poprzez + Akkusativ ‚durch’ poza + Akkusativ/Instrumental ‚hinter/außer’ spod + Genitiv ‚aus hervor’ sponad + Genitiv ‚über hinweg’ spoza + Genitiv ‚aus hervor’ sprzed + Genitiv ‚von vor’ znad + Genitiv ‚von her’ zza + Genitiv ‚von her’ Andere sind erstarrte Formen aus anderen Wortarten wie z. z.B. Die Präpositionen unterscheiden sich in Bezug auf die Verbindbarkeit mit verschiedenen Kasus. Präpositionen mit Genitiv bez ohne dla zum einmaligen Zweck/Nutzen von bez umiaru On to zrobi! dla matki/dla pienie˛dzy. laut’ wewna±trz + Genitiv ‚innerhalb’ wzd!uz˙ + Genitiv ‚entlang’ zamiast + Genitiv ‚statt’ u. Verwendung der Präpositionen 481 9.3. w + Akkusativ/Präpositiv ‚in’. dzie±ki + Dativ ‚dank’. • mit zwei Kasus. z. . za + Genitiv/Akkusativ/Instrumental ‚hinter/um’.B. dzie±ki + Dativ ‚dank’ ko!o + Genitiv ‚neben’ mie±dzy + Akkusativ/Instrumental ‚zwischen’ naprzeciwko + Genitiv ‚gegenüber’ obok + Genitiv ‚neben’ oko!o + Genitiv ‚circa’ opro´cz + Genitiv ‚außer’ podczas + Genitiv ‚während’ wed!ug + Genitiv ‚nach. Substantiv mit primärer Präposition.B.a.1. • mit drei Kasus.B. Einige verbinden sich • mit einem Kasus. Sie werden heutzutage nicht mehr als solche empfunden. z.3.

do Gdan´ska. als beim Komparativ oko!o schätzungsweise opro´cz außer. räumlich: Lage neben etwas (Gegenstand. Haus) auch Adverb: daneben od a. zum generellen Zweck c. räumlich: Bewegung von etwas weg b. Land) b. Verwendung der Präpositionen 457 do a. bis zum Zeitpunkt ko!o a. Stadt. räumlich: um etwas herum b.9. räumlich: aus der Gegend von etwas (Stadt) Pawe! poszed! do domu. ausschließlich =#pro´cz podczas zeitlich: während spod a. räumlich: Bewegung von unten hervor b. Bewegung in Richtung auf etwas (Gebäude. in der räumlichen Nähe auch: Adverb ‚ringsherum’ mimo trotz =#pomimo alt auch Akkusativ auch Adverb: an etwas vorbei naoko!o räumlich: um etwas herum =#dooko!a auch Adverb: ringsherum naprzeciwko räumlich: gegenüber obok a. do Polski krem do golenia do dzis´ chodzic´ ko!o dziecka ko!o Opola ko!o po!udnia mimo zakazów mimo drogi naoko!o/dooko!a domu naprzeciwko ulicy obok samochodu obok szko!y odejs´c´ od sto!u od pewnego czasu. pro Einheit e. zeitlich: seit c. od godziny od bo´lu zakre˛tka od s!oika m!odszy od niej oko!o po!udnia oprócz/prócz ksi'z˙ek podczas wakacji spod sto!u spod Krakowa .3. gegen d.

ws´ród ludzi wzd!uz˙ rzeki z Niemiec. u mamy wed!ug przepisu wewna±trz budynku woko´! szko!y Woko´! panuje cisza. wieku za dnia za panowania króla znad morza zza góry wyjrza!o s!on´ce . räumlich: aus einer Gruppe spoza a. sprzed wojny u boku. zeitlich: von auch Instrumental za in dem Zeitraum von auch Instrumental. Qualität: aus c. bei wed!ug laut. räumlich: Bewegung vor etwas weg b. kausal: aus d. räumlich: aus etwas heraus b.458 9. Präpositionen spos´ro´d a. Akkusativ znad räumlich: Bewegung von etwas =#sponad oberhalb her zza räumlich: Bewegung von etwas Hinterem her spos´ród fal spos´ród moich przyjació! spoza gór spoza zasie˛gu wzroku Samocho´d odjecha! sprzed domu. nach Superlativ e. räumlich: Bewegung von etwas weg b. nach #=#pod!ug wewna±trz räumlich: Lage innerhalb von etwas woko´! räumlich: um herum auch Adverb ‚ringsherum’ ws´ro´d räumlich: Lage mitten in etwas wzd!uz˙ räumlich: entlang auch: Adverb ~ i wszerz ‚in die Länge und Breite’ z(e) a. räumlich: hinter etwas hervor b. z dachu z we!ny z mi!os´ci najlepszy ze wszystkich z X. zeitlich: aus der Zeit vor (langer Zeitraum) u an. räumlich: von außerhalb sprzed a. ws´ród drzew.

3. dzie˛ki pracy ku czci.9. Verwendung der Präpositionen 459 9. räumlich: Bewegung in Richtung auf etwas (Gebiet. na pamie±c´ dzie˛ki niemu.3. ku mojemu zdziwieniu. zum generellen Zweck g. in festen Fügungen naprzeciw räumlich: entgegen przeciw gegen wbrew gegen. räumlich: Bewegung über etwas hinweg b. räumlich: Bewegung auf etwas b. Insel. zu einer räumlich offenen Entität c.3. zum Trotz 9. na sto´! na zacho´d na Kaszuby na Kube± na l'd na dwa dni na Wielkanoc 100 km na godzine± rega! na ksia±z˙ki na bo´l g!owy na czysto. Halbinsel.2. weiteres auch: Präpositiv nad a. Stadtteile). Präpositionen mit Akkusativ mie±dzy räumlich: Bewegung zwischen zwei #=#pomie±dzy Entitäten auch: Instrumental na a. przeciw zdrowemu rozs'dkowi wbrew przepisom 482 483 . zeitlich: für einen Zeitraum d.3. Präpositionen mit Dativ dzie±ki dank ku zu. räumlich: Bewegung in die Nähe (Gewässer) auch mit Instrumental rakieta wystrzeli!a nad miasto nad morze pomie˛dzy was Pomie±dzy nami panuje zgoda. Wyszed! jej naprzeciw. gegen h. pro (Einheit) f. zeitlich: zu einem Zeitpunkt (Feiertage) e.

räumlich: an etwas heran b. räumlich: Bewegung über etwas hinweg b. Bewegung in die Nähe von etwas (Stadt) c. ponad si!y poza mur poza miasto przed siebie. zeitlich: eine Zeit lang e. Vergleich: um auch Präpositiv po a. przede mnie przez las przez mur przez deszcz przez noc zrobiony przez . räumlich: Bewegung über etwas hinweg c. über. räumlich: Bewegung nach außen auch Instrumental przed räumlich: Bewegung vor etwas auch Instrumental przez a. zeitlich: gegen auch Instrumental ponad a. pro (zählbarer Einheit) c. Präpositionen o a. Passiv: von (nur przez) o s´ciane± gniewac´ sie± o m!odszy o rok (az˙) po rzeke± po 10 sztuk po lekarza zapas´c´ sie± pod ziemie± pod Warszawe± pod koniec ponad g!owe± ponad miare˛. räumlich: Bewegung bis in die Nähe (Ort) b. Bewegung unter etwas b. räumlich: Bewegung hinter etwas b. räumlich: Bewegung durch etwas =#poprzez b. Ziel: um zu (holen) auch Präpositiv pod a. Vergleich: mehr als auch Instrumental poza a. wegen c. kausal: wegen d.460 9.

räumlich: Lage über etwas b.3. w lewo. ungefährer Zeitpunkt auch mit Akkusativ pod a. räumlich: Bewegung hinter etwas b. räumlich: Lage vor etwas b. Präpositionen mit Instrumental mie±dzy = a. räumlich: Lage in einer Gruppe (spomie±dzy) c. Lage unterhalb von etwas b. für auch Genitiv.3.9. Verwendung der Präpositionen 461 w nur in festen Fügungen (z. zeitlich: vor auch Akkusativ z begleitendes mit auch Genitiv w do´!. w czwartek za ro´g za godzine˛ za kradziez˙ 484 mie˛dzy/pomie˛dzy kuchni' a pokojem mie˛dzy/pomie˛dzy nami mie˛dzy drug' a trzeci' (godzin') nad miastem nad Wis!a± nad ranem pod sto!em pod Warszaw' przed domem przed rokiem z koleg' z ironi' . zeitlich: zwischen auch Akkusativ nad a. Wochentage) auch: Präpositiv za a.B. w ten sposo´b. zeitlich: nach c.4. Instrumental 9. räumlich: Lage in der Nähe von (Stadt) przed a. räumlich: Lage zwischen zwei pomie±dzy Entitäten b. räumlich: Lage in der Nähe von (Gewässer) c.

räumlich: Bewegung innerhalb von etwas b. räumlich: Lage in etwas (Gebiet. Insel). na Mazowszu na Kubie.3. in der Anwesenheit von c. Akkusativ 9. räumlich: Lage hinter etwas b. zeitlich: während za domem krok za krokiem jestem za tym 485 na stole na zachodzie. Präpositionen za a. für auch Genitiv. in einer räumlich offenen Entität auch Akkusativ o a. räumlich: bei. Präpositionen mit Präpositiv na a. po ca!ym kraju po miesi'cu po butelce po uszach przy stole przy ludziach przy s´wie˛cie . zeitlich: nach (Monate) d. jeweils eine (Einheit) e. verschiedenes auch Akkusativ przy a.5. räumlich: an verschiedenen Punkten einer Gruppe c. neben b. räumlich: Lage auf etwas b. bei Inhaltsverben: über b. na l'dzie mo´wimy o gramatyce o drugiej po mies´cie po ludziach. zeitlich: nach c. Zeitpunkt (Stunde) auch Akkusativ po a.462 9.

9. verschiedenes auch Akkusativ w domu w Polsce w lecie. zeitlich: in einem Zeitabschnitt (Jahrenszeiten.3. Jahr) d. räumlich: Lage in etwas c. w stanie . räumlich: Lage innerhalb von etwas b. w 1997 w odro´z˙nieniu. Verwendung der Präpositionen 463 w a. w dniu.

Die gebräuchlichsten Konjunktionen sind in der Liste fett markiert. d. Verwendung in keiner Weise unterscheiden. Sie dienen der Herstellung syntaktischer Beziehungen zwischen einzelnen Wortformen.10. Es gibt recht viele Dubletten. lassen sich nebenordnende (Parataxe) und unterordnende (Hypotaxe) Konjunktionen unterscheiden. die synonym sind. für eine einzige semantische Beziehung stehen oft mehrere Konjunktionen zur Verfügung. Wortfügungen und Sätzen. die sich in ihrer Bedeutung bzw. Konjunktion a aby aczkolwiek albo albowiem ale az˙ az˙eby bo byle chociaz˙ choc´ czy czyli dlatego dopo´ki dopo´ki … dopo´ty stilistische Markierung Ø Ø gehoben Ø gehoben Ø Ø gehoben umgangssprachlich gehoben Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø deutsch und um zu obgleich oder da aber bis um zu denn wenn obwohl obwohl ob das heißt deswegen bis bis . Konjunktionen 486 Konjunktionen (spo´jniki) gehören zu den nichtflexivischen Wortarten. Bezüglich der ausgedrückten syntaktischen Beziehung.h. Darüber hinaus gibt es viele Konjunktionen. aber einen stilistischen Unterschied aufweisen.

10. wenn jedesmal. wenn jedesmal. wenn jedesmal. wenn jedesmal. wenn je – desto andernfalls dass wie als ob sobald obgleich da da als ob jedoch wenn wenn wenn wenn als . wenn jedesmal. Konjunktionen 465 dopo´ki … dota±d dopo´ty … az˙ gdy gdyby gdyz˙ i ilekroc´ ilekroc´ … tyle kroc´ ilekroc´ … tyle razy ilekroc´ … zawsze ile razy … tylekroc´ ile razy … tyle razy ile razy … zawsze im … tym inaczej iz˙ jak jak gdyby jak tylko jakkolwiek jako z˙e jako iz˙ jakoby jednak jes´li jes´liby jez˙eli jez˙eliby kiedy Ø Ø gehoben Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø gehoben Ø Ø Ø gehoben gehoben gehoben Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø bis bis als wenn weil und jedesmal. wenn jedesmal.

466 lecz lub mianowicie mimo iz˙ mimo z˙e mimo to natomiast niby niczym niz˙ oraz podczas gdy podczas kiedy poniewaz˙ po´ki po´ki nie skoro tedy tymczasem wie±c zanim zas´ zatem z˙e z˙eby gehoben gehoben Ø gehoben Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø gehoben Ø Ø Ø Ø Ø gehoben Ø Ø Ø gehoben gehoben Ø Ø jedoch oder und zwar obschon obschon obwohl hingegen als ob wie als sowie während während weil solange bis sobald als dann unterdessen also bevor hingegen daher dass um zu .

dass dieses sehr wohl den Sachverhalt ändert. dass Adverben näher bestimmt oder negiert werden können. nach Pertikeln jedoch nicht: Czy Piotr che±tnie chodzi do do szko!y? ‚Geht Piotr gern zur Schule?’ *Czy Piotr jest chyba w szkole? ‚Ist Piotr vielleicht in der Schule?’ Es gibt folgende Typen von Partikeln: • Abtönungspartikeln • epistemische und evidentiale Partikeln • Gliederungspartikeln Es ist zu berücksichtigen. noch eine abgeschlossene Äußerung bilden. also polysem sein können. sondern bringen zum Ausdruck. So besteht in der Sachlage ein Unterschied. *Piotr nie chyba jest w szkole. Syntaktisch bilden sie Äußerungsglieder. ‚Piotr geht (gerne) in die Schule. Wenn man in einem Satz die Partikel weglässt. es aber nicht sicher weiß.’ Piotr chodzi do szko!y. dass er es aber für möglich hält. ob Piotr gern in die Schule geht oder ob er in die Schule geht. einschätzt. ‚Piotr geht ungern zur Schule. – Piotr che±tnie chodzi do szko!y.’ Piotr nieche±tnie chodzi do szko!y. also das Verhältnis von Hörer und Sprecher. Diese Eigenschaften lassen sich an dem Beispiel chyba ‚wahrscheinlich’ illustrieren. wie der Sprecher den Sachverhalt oder die Gesprächssituation. 487 . chyba unterscheidet sich von einem Adverb wie che±tnie darin. In ihrer Bedeutung beziehen sie sich im Prinzip nicht auf Sachverhalte der außersprachlichen Umwelt. ‚Piotr ist (wahrscheinlich) in der Schule.’ Darüber hinaus kann nach Adverben gefragt. Partikeln Partikeln (partyku!y pragmatyczne) sind eine Wortart von unflektierbaren Wörtern. gibt aber zusätzlich zu verstehen. ‚Piotr ist nicht vielleicht in der Schule. die keine referenzielle Funktion haben und weder ein eigenständiges Satzglied. – Piotr chyba jest w szkole. ändert dies im Gegensatz zu Adverben den Sachverhalt nicht: Piotr jest w szkole. dass dieser Sachverhalt tatsächlich existiert.’ In den ersten beiden Beispielen geht es um ein und denselben Sachverhalt ‚Peter ist in der Schule. dass einzelne Wörter mehrere Funktionen haben.’ Mit chyba ändert der Sprecher daran nichts. Darüber hinaus macht sich der jeweils unterschiedliche syntaktische Status von Partikeln und Adverben darin bemerkbar.11.

nuz˙e. sondern die Quelle.’ Wie±c ska±d pan to wie? ‚Woher wissen Sie das denn?’ Przynajmniej Piotr przyszed!! ‚Wenigstens ist Piotr gekommen. ‚Er war vielleicht früher hier. Im Deutschen stehen angeblich.’ .’ Zosta!em oskarz˙ony.’ Maria widocznie nie mia!a che±ci tu przyjs´c´. Partikeln 11.’ Evidentiale Partikeln (partyku!y imperceptywne) markieren nicht den Grad der Wahrscheinlichkeit.2. Der Sprecher kann die Wahrscheinlichkeit gradieren von ‚vielleicht’ über ‚wahrscheinlich’ zu ‚sicherlich’: moz˙e – prawdopodobnie/chyba – na pewno u. Przestan´z˙e s´piewac´! ‚Hör doch auf zu singen!’ Chodz´ no tutaj! ‚Komm doch mal her!’ – Czy ona jest bardzo stara? – Bo ja wiem – odpar! ch!opak. ‚Kowalski soll (angeblich) gestorben sein.a. bodaj und rzekomo. ‚Maria hatte offensichtlich keine Lust. Abtönungspartikeln 488 Mit Abtönungspartikeln (partyku!y tonuja±ce) kann der Sprecher Aufforderungen abmildern oder verstärken: no.’ Janek widac´ juz˙ nie przyjdzie. angeblich ein Spion des KGB zu sein. niestety ‚leider’. aus der der Sprecher die versprachlichte Information erhalten hat: sie kann z. dass …’ zum Ausdruck. 11. ‚Er war wahrscheinlich nicht hier. nareszcie ‚endlich’. die Sprechsituation als positiv oder negativ bewerten. oczywis´cie ‚natürlich’. Außerdem kann er den versprachlichten Sachverhalt bzw. z˙e jestem rzekomo agentem KGB. ‚Ich wurde beschuldigt. hierher zu kommen.a. ‚Janek kommt offensichtlich nicht mehr. Moz˙e by! tu dawniej. Epistemische und evidentiale Partikeln 489 Epistemische Partikeln (partyku!y epistemiczne) drücken wie einige Modalauxiliare die Wahrscheinlichkeit der Realisierung des in der Prädikation genannten Sachverhalts aus. Eine andere Quelle ist der Augenschein (widac´/widocznie – offensichtlich). ponoc´.B. Kowalski podobno/ponoc´ zmar!. ‚Er war ganz sicher nicht hier. -z˙e. ‚Ist sie sehr alt? – Was weiß ich denn.’ On prawdopodobnie tu nie by!. auf Hörensagen beruhen. wohl oder sollen.’ On na pewno tu nie by!. bodaj ‚wenigstens’. antwortete der Junge. Im Polnischen sind dies: podobno. Diese Partikeln bringen in kompakter Weise so etwas wie ‚Man hat mir erzählt.’ Ale sie˛ zmieni!as´! ‚Du hast dich aber verändert!’ Ales´ sie˛ zmieni!a! ‚Du hast dich aber verändert!’ Weitere Partikeln aus dieser Gruppe sind u.1.468 11.

alez˙. ich habe doch gesagt. czy ty chodzisz do dziewczyn lekkich obyczajo´w? ‚Wacek kommt zur Beichte: Sag mir mal. Przeciez˙ mo´wie±. zu zweiteren znaczy. wissen Sie. innymi s!owami. Gliederungspartikeln Gliederungspartikeln (partyku!y parcelacyjne) dienen dazu. die Äußerungen in ihrer Abfolge zu strukturieren. Zu ersteren zählen no.’ Das Ende eines Redebeitrags kann durch nieprawda?/nieprawdaz˙? markiert sein. Diese Partikeln sind auf die Gliederung entweder des Dialogs oder des Monologs ausgerichtet. Wacku. – Prosze± pani. dass er nicht zu Hause ist. das heißt er kann nicht kommen. Der Sprecher kann mit ihrer Hilfe markieren. eine Paraphrase anführen möchte oder dass er auf eine Antwort von Seiten des Hörers wartet. ‚Piotr ist krank. wie pan.’ Piotr zachorowa!. Die Partikeln a und i schaffen einen sog.3. Musze± sie± widziec´ z Kowalskim! – No. Wacek. dass er ein neues Thema anfängt. gehst du zu den leichten Mädchen?’ A o kto´rej sie± spotkamy? ‚Und wann treffen wir uns?’ – Jest pan tego pewien? – Alez˙ drogi panie.’ Mit den Partikeln a. znaczy nie moz˙e przyjs´c´. wenn mich jemand von den Besitzern sieht?’ 11. Pracuje± w tym banku osiemnas´cie lat. weichen Gesprächseinsatz.3. ‚Sind Sie sicher? – Aber ich bitte Sie. a. Gliederungspartikeln 469 Eine besondere Bedeutung hat die Partikel a nuz˙: sie drückt einerseits eine Möglichkeit aus (epistemisch). aber was ist. andererseits bewertet sie diese als negativ (Abtönung). Ich arbeite seit 18 Jahren in dieser Bank. ale a nuz˙ ktos´ z gospodarzy mnie zobaczy? ‚Ich würde durch den Garten gehen. Poszed!bym przez ogro´d. Ich muss Herrn Kowalski treffen! – Na. – A powiedz mi. inaczej mo´wia±c u. nicht war? 490 .a. dass er Einiges zu erzählen hat. i und alez˙ kann der Gesprächspartner das Gespräch an sich übernehmen und markieren. nieprawda/nieprawdaz˙? ‚Ihr kommt im nächsten Jahr wieder. Wacek poszed! do spowiedzi. z˙e go nie ma w domu. ‚Ich bitte Sie.11. Przyjedziecie znowu w przysz!ym roku.

12. in unmittelbarer Weise emotionale Zustände des Sprechers zum Ausdruck bringen. Dabei verlieren die Komponenten ihre ursprüngliche Bedeutung.1. ojej • Wut: cholera jasna! • Abscheu: brr! u. . 12. o!. och!.2. • Verwunderung: a!. ach!. Interjektionen Interjektionen (wykrzykniki) haben keine lexikalische Bedeutung und können ohne weitere Zusätze eine eigenständige Äußerung bilden. Im Polnischen gibt es salonfähige und vulgäre Flüche: • salonfähig Matko Boska! Do licha! O Boz˙e! O Jezu! • grob und vulgär Cholera jasna! Do cholery! • euphemisierte vulgäre Flüche Kurcze±! Kurcze± pieczone! Kurka wodna! O kurza twarz! Holender! (zu vergleichen mit: Scheibenkleister!) Einem Nicht-Muttersprachler ist vom Gebrauch dieser Flüche abzuraten. 12. Es handelt sich um Satzäquivalente. greift er zum Fluch. Geräusche nachzuahmen. Wenn der Sprecher sich sehr wehgetan hat oder sich über die Maße ärgert. vor allem in spontaner Kommunikation. durch bestimmte Lautkombinationen nichtsprachliche Laute bzw. Boz˙e! • Freude: hura! • Anerkennung: brawo! • Schmerz: oj. Interjektionen in emotiver Funktion 491 Einige Interjektionen können. Sie sind der mündlichen Sprache vorbehalten.a. Interjektionen in lautnachahmender Funktion 492 Einige Interjektionen dienen dazu.

‚Es geht mir um Kowalski – Hmm. ‚Und sie dazu nur hi-hi-hi. ja klar. Interjektionen zur Hörerrückmeldung Einige Interjektionen haben die Funktion zu signalisieren. aha u.12.a.’ Ch!opak hop przez p!ot. ‚Und das Glas in der Hand knack.’ Kaczka chlup do wody! ‚Die Ente sprang – platsch – ins Wasser. A ona na to chi-chi-chi. Sie können Verwunderung oder Zustimmung zum Ausdruck bringen oder als JaAntwort fungieren. Es treten auf tak. kici-kici bei Katzen. vor allem der Nachahmung von Geräuschen können in unflektierbarer Form in einen Satz eingebunden werden und die Funktion des Prädikats übernehmen. tak. ‚Gehst du in die Schule? – Hmm – rief der Junge.3.’ – Chodzi mi o Kowalskiego! – No. ‚Der Junge sprang – hopps – über den Zaun.’ Tak! ‚Ja!’. cip-cip bei Hühnern. Interjektionen zur Hörerrückmeldung 471 • Laute zum Anlocken von Tieren. – Chodzisz do szko!y? – Aha – zawo!a! ch!opak.’ A szklanka trach! w re±ku.’ 12. dass der Hörer dem Sprecher zuhört. no. Nie! ‚Nein!’ 493 . Oczywis´cie.3. tas´-tas´ bei Enten • Nachahmung von Tierlauten Hund: hau hau! Katze: miau! • Nachahmung von anderen Geräuschen be±c! trach! szast-prast! chi-chi-chi! hop! Einige Interjektionen.

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