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äder port esundheit

Magazin für Mitarbeiter in Bäderbetrieben und Rettungsschwimmer

Foto: Gerd Altmann Shapes AllSilhouettes.com pixelio.de

Facebook und Co.
Soziale Netzwerke als Marketingmittel

Ausgabe 3-2011

Editorial
von Heiko Reckert

Liebe Leser...
rauf sicherlich gewesen: „Gar nichts!“

nach einem ersten Blick auf unser Titelbild werden Sie sich vielleicht wundern, was denn das Thema Facebook in einem Magazin für Mitarbeiter an Bäderbetrieben zu suchen hat. Vor einigen Jahren wäre die Antwort hieDoch haben sich die Rahmenbedingungen in den letzten Jahren rapide geändert. Herkömmliche Marketingwege reichen in einem immer schwierigeren Marktumfeld schon lange nicht mehr aus. Die Informationsbedürfnisse unserer Kunden haben sich geändert. Es wäre falsch anzunehmen, dass Themen wie „Internet“ und „Neue Medien“ zwar in der Gesellschaft an Bedeutung

Impressum
Herausgeber: BSG-Institut zur Aus- und Fortbildung von Bäderpersonal Reckert / Meyer-Bergmann GbR Redaktion: Heiko Reckert (re) (v.i.S.d.P) Kurt Meyer-Bergmann (kmb) Titelbild: Gerd Altmann pixelio.de Fotos : pixelio, Wikipedia und Heiko Reckert Gestaltung: Heiko Reckert, heiko@reckert-online.de Druck: PDF-Format Redaktionsanschrift: Bäder - Sport - Gesundheit Magazin für Mitarbeiter in Bäderbetrieben und Rettungsschwimmer BSG-Institut Auf dem Lay 20 31542 Bad Nenndorf Telefon: 05723 / 91928080 Fax: 05723 / 91928089 Mobil: 0178 / 81 84 288 E-Mail: schwimmmeister@online.de Erscheinungsweise: Erscheint kostenlos 4x jährlich, jeweils Ende März, Juni, September und Dezember. Abonnement Anmeldung: BSG-Magazin-subscribe@yahoogroups.de Abonnement Abmeldung: BSG-Magazin-unsubscribe@yahoogroups.de www.schwimmmeister-schulung.de www.ada-schulung.co.de www.reckert-online.de

gewinnen, diese Entwicklung aber keinen Einfluss auf unser Berufsbild hat. Das Gegenteil ist der Fall. Neue Kommunikationswege bieten Möglichkeiten, beinhalten aber auch Risiken, wie unser Schwerpunkt ab Seite 4 deutlich zeigt. Schreiben Sie uns, was Sie von Facebook und Co. in der Öffentlichkeitsarbeit halten. Gerne auch auf unserer Facebook-Seite unter: http://www.facebook.com/pages/BSG-Institut-zur-Aus-und-Fortbildung-von-B%C3 %A4derpersonal/210585282301338 Dazu passend setzen wir in dieser Ausgabe unsere Serie über Public Relations mit einem Beitrag über elektronische Massenmedien fort. Eine weitere Folge unserer Serie zum Sanitätswesen finden Sie ebenfalls in dieser Ausgabe. Für das Team von Bäder-Sport-Gesundheit wird es in wenigen Tagen wieder erst. Dann beginnt hier in Bad Nenndorf der ausgebuchte Vorbereitungskurs auf die Prüfung zum geprüften Meister für Bäderbetriebe. 15 Fachangestellte werden im April 2012 voraussichtlich den Meisterbrief erhalten. Doch zunächst liegen einige arbeitsreiche aber auch sehr spannenden Wochen vor ihnen. Natürlich wird das BSG-Magazin auch den Meisterkurs 2011/2012 in Wort und Bild begleiten. Nachdem die Nachfrage nach Kursplätzen auch 2011 wieder sehr groß war, haben wir für alle, die 2011 keinen freien Platz mehr ergattern konnten, die Anmeldefrist für 2012/2013 bereits eröffnet. Entsprechende Unterlagen können Sie sich auf unserer Internetseite www.schwimmmeister-schulung.de herunterladen. So, und nun wünsche ich Ihnen einige informative Minuten mit der neuen Ausgabe des BSG-Magazins.

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Edito rial
Lieber Leser Inhaltsverzeichnis 2 3

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Facebook und Co. Grafik: Gerd Altmann_pixelio.de United Breaks Guitars oder die neue Macht der Kunden 10 4

Foto: F. Gopp pixelio.de

FacEBook

und

co.

Bildung
Schwimmbad ABC Teil 5 - E-Learning Serie Public Relations Elektronische Massenmedien in der Bundesrepublik Deutschland 16 12

Wir schauen auf Facebook und andere Netzwerke und stellen die Frage: Kann man diese Dienste als Marketingmittel in der Öffentlichkeitsarbeit einsetzen? Doch wir fragen auch: Wo liegen die Risiken dieser neuen Marketingmittel?

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Magaz in
Erstes Passivhaus-Hallenbad Europas in Lünen schlägt Wellen Buchkritik: Sackmann - Lehrbuch für die Meisterprüfung 24 22

Me diz in
Serie Medizin
Foto: Daniel Labs pixelio.de

Die Funktion der Atmung

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ElEktroniSchE maSSEnmEdiEn
Im 3 Teil unserer Serie über Öffentlichkeitsarbeit stellen wir die elektronische Medienlandschaft in Deutschland vor. TV, Radio, Internet... welche Möglichkeiten bieten mir die unterschiedlichen Meiden für meine PR-ARbeit.

Aus de n Ve rbände n
DLRG Sommerbilanz: 306 Menschen ertrunken 30

B e rufe - S e minare - G e sel l s chaf t

Buchkritik Sackmann
Wir stellen die neue 10. Auflage des Lehrbuchs zur Meisterprüfung Teil 4, Berufs- und Arbeitspädagogik Ausbildung der Ausbilder vor und sagen unseren Lesern, ob der Kauf lohnt.

Der Wert der Mitarbeiter wird unterschätzt Nur jedes dritte Unternehmen setzt auf Burn-Out Prävention Mit dem Chef als Partner ist der Mitarbeiter gesünder Mitarbeiterwissen wird oft zu wenig genutzt

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Redaktionsschluss für die Ausgabe 4-2011 ist am 15. November 2011

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Alexander Klaus pixelio.de

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und Co.
Möglichkeiten, Risiken und Grenzen der sozialen Netzwerke im Bädermarketing Von Heiko Reckert
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Als der Student Mark Zuckerberg am 4. Februar 2004 an der Harvard Universität für die dortigen Studenten ein soziales Netzwerk ins Leben rief, gab er ihm den Namen Facebook. Ein Begriff, den man von der Bedeutung her wohl am ehesten mit dem „Studentischen Jahrbuch“ gleichsetzen kann. Damals ahnte noch keiner, dass Zuckerberg gemeinsam mit den Studenten Eduardo Saverin, Dustin Moskovitz und Chris Hughes ein Gemeinschaftsportal geschaffen hatte, das rund sechs Jahre später jährliche Einnahmen von 2 Mrd Dollar hat. Weltweit sind heute über 710 Millionen Nutzer bei Facebook registriert. Mehr als 20 Millionen Nutzer kommen aus Deutschland. Das heißt also, dass etwa jeder vierte Deutsche bei Facebook ein Konto hat. Facebook hat durch die Angaben seiner Nutzer über Status oder politische Einstellung eine gigantische Datenmenge angesammelt, die durchaus an das Datensammel-Imperium Google heranreicht. Jüngst rechnete „Der Spiegel“ aus, dass jeder Facebooknutzer für das Unternehmen 100 Dollar wert ist, denn mit Nutzerdaten lässt sich Geld machen und Facebook ist gut darin, genau dies zu tun. Darf es sein, dass ein einzelnes Unternehmen so viel über uns weiß? Sollte man gegen das Facebookmonster mit allen Mitteln angehen? Sollte man sein Konto bei Facebook also besser löschen oder gar nicht erst eröffnen? Kritiker sehen dies durchaus so. Schon ein E-Mail-Konto beim Suchmaschinenriesen Google ist für viele Datenschützer unzumutbar (der Autor dieser Zeilen hat ein solches Konto). Facebook ist für sie die Realität gewordene orwellsche Zukunftsvision auf freiwilliger Basis, denn schließlich wird keiner gezwungen, über Facebook zu posten, was er gerade macht oder wie er sich fühlt.

Foto: F. Gopp pixelio.de

Datenschutz über Bord werfen?
Die meisten, die diese Zeilen lesen, werden den Datenschutz über Bord werfen, denn sie sind von den Vorzügen des Dienstes überzeugt. Ständig Kontakt zu Freunden zu halten, die vielleicht inzwischen weit weg wohnen, die man sonst selten oder gar nicht mehr sehen würde, das ist wichtiger, als die Sorge, vielleicht einige Daten über den Tagesablauf oder die eigenen Gefühle preiszugeben. Es wird also trotz datenschutzrechtlicher

Bedenken dabei bleiben, dass rund 25 Prozent der Deutschen bei Facebook registriert sind. Ja, es darf sogar davon ausgegangen werden, dass diese Zahl noch ansteigt. Diese Tatsache lässt jedoch nicht nur Datenschützer aufhorchen, sondern auch Marketingstrategen. Kann man diese gigantische Facebookgemeinde vielleicht für das eigene Marketing sinnvoll nutzen? Ja, man kann, und angesichts der Tatsache, dass schon viele Unternehmen davon Gebrauch machen, muss man dies sogar, um nicht den Anschluss an die Mitbewerber zu verlieren. Wir erinnern und noch daran, was all jenen passiert ist, die in den 90er Jahren standhaft den Siegeszug des Internets ignoriert haben. Sie haben die sich dadurch ergebenden Marketingmöglichkeiten verpasst, bis es zum Teil zu spät

war, noch Fuß im neuen Medium zu fassen.

Generation Y ist dabei
Der überwiegende Teil der jungen Generation ist heute Mitglied in einem sozialen Netzwerk. Felix Holzapfel und Klaus Holzapfel gehen in ihrem Buch „Facebook – Marketing unter Freunden“ davon aus, das 96 Prozent der Generation Y (womit nach allgemeinem Verständnis Menschen gemeint sind, die um bzw. nach 1980 geboren wurden) einem „Social Network“ angehören. Zwei Drittel dieser Nutzer loggen sich nach Angaben der Autoren täglich mindestens ein Mal ein. Weiter gehen die Holzapfels davon aus, dass für diese jüngere Gruppe E-Mail bereits ein Relikt der Vergangenheit sei,

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eines Mediums aus. BITKOM, der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. veröffentlichte im September seine repräsentative Studie zur Mediennutzung und dem Informationsverhalten in der Gesellschaft und kam zu einigen interessanten, wenn auch nicht wirklich überraschenden Ergebnissen. Immer mehr Deutsche sind online. Fast drei Viertel von ihnen nutzen das Internet. Bei den unter 30-jährigen ist fast jeder online, bei den Senioren immerhin 25 Prozent. Bei der Internetnutzung gewinnen neue Geräte an Bedeutung. 24 Prozent der Befragten nutzen Laptops, Tablet-PCs oder PDAs und 18 Prozent Mobiltelefone, um online zu gehen. Die durchschnittliche Onlinezeit beträgt gut zwei Stunden täglich, wobei Männer länger surfen als Frauen und junge Internetnutzer länger als ältere. 85 Prozent der Internetnutzer haben bereits Waren oder Dienstleistungen über das Internet erworben. Der Renner sind dabei Eintrittskarten für Theater, Konzerte und andere Veranstaltungen. Das Internet hilft sowohl privat als auch beruflich. Zwei Drittel der Nutzer pflegen über das Internet Freundschaften, knapp die Hälfte knüpft berufliche Kontakte. Die Bedeutung des Internets als Informationsquelle wächst. Zwar liegen die klassischen Medien im Gesamtergebnis vorne, aber schon die Hälfte der Nutzer informiert sich im Netz. Für Digital Natives (also solche Nutzer, die mit dem Internet groß geworden sind) ist das Internet bereits wichtiger als Zeitungen und Zeitschriften, wenn es um die Informationsbeschaffung geht. Bei der Informationsbeschaffung im Netz sind die Webseiten von TV- und Radio-Sendern sowie von Zeitungen und Zeitschriften besonders beliebt. Etwa die Hälfte der Nutzer greift darauf zurück. Die unter 30-jährigen nutzen verstärkt neue Kanäle, wie soziale Netzwerke oder den Twitter Dienst. Um sich über das Tagesgeschehen und persönliche Interessensgebiete zu informieren, ist das Internet nicht konkurrenzlos. Fast alle Deutschen nutzen den Fernseher (95 Prozent), immerhin 84 Prozent das Radio, 81 Prozent Zeitungen und Zeitschriften aber nur 55 Prozent das Internet. Allerdings ändert sich dieses Verhältnis, wenn man die jüngere Generation anschaut. 80 Prozent der 14bis 29-jährigen informieren sich über das

vielmehr würde die Kommunikation dieser Nutzer vorwiegend über die sozialen Netzwerke ablaufen. Diesem geänderten Kommunikationsverständnis muss man zweifellos auch von Seiten der Badbetreiber entgegen kommen. Schon lange sind die Zeiten vorbei, in denen eine Internetseite, die nur Preise und Öffnungszeiten unseres Bades enthielt, noch ausreichte. Heute suchen Nutzer nach Fotos und am liebsten hätten viele sogar einen virtuellen Rundgang durch das Bad. Und sie möchten sich mit anderen Nutzern austauschen. Das können die bisher in der Öffentlichkeitsarbeit eingesetzten klassischen Medien so gut wie gar nicht bieten und auch herkömmliche Internetdienste sind hier gegenüber sozialen Netzwerken im Nachteil.

Ende der „alten“ Medien?
Doch wie verhält es sich mit den „alten“ Medien. Sind Zeitungen und Zeitschriften überflüssig, kann man sich völlig auf das neue Medium Internet stürzen und dort vorwiegend auf die sozialen Netzwerke? Dazu einige Zahlen. Die Zahl der Zeitungsleser sinkt seit Jahren kontinuierlich, die der Netzwerknutzer hingegen steigt. Die Langzeitstudie Mediennutzung von ARD/ZDF ergab bereits im Frühjahr 2005, dass im Vorjahr, bei einer Gesamtnutzung tagesaktueller Medien von 600 Minuten pro Tag, die Tageszeitungen mit 28 Min. gegenüber dem Internet (44 Minuten) schon beträchtlich ins Hintertreffen geraten waren. Das war wohlgemerkt vor sechs Jahren. Allerdings sagt die reine Nutzungszeit nicht alles über den Erfolg

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Bild : Gerd Altmann AllSilhouettes.com pixelio.de

Internet. Nur 74 Prozent nutzen dazu die Zeitung. Die komplette Studie ist kostenfrei abrufbar unter http://www.bitkom.org/de/publikationen/38338_68888.aspx. Die Schlussfolgerung aus den oben genannten Fakten muss also sein, dass nicht allein der Bericht in der Tageszeitung der optimale Weg ist, auf eine Veranstaltung aufmerksam zu machen. Vielmehr kann das Einrichten einer Veranstaltungsseite im Rahmen des eigenen Internetangebotes und bei einem sozialen Netzwerk, abhängig von der Zielgruppe, mindestens genauso zum Erfolg beitragen. Allein auf Internet und soziale Netzwerke darf man sich bei seinen Marketingprojekten aber auch nicht verlassen. Den Zeitungen bleibt übrigens trotz schwindender Nutzungszeit und Leserschaft ein Vorteil, sie sind für viele Nutzer noch glaubwürdiger als andere Medien. Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber auch, dass viele Zeitungen ihr Angebot zu einem gewissen Teil auch im

Internet verbreiten und das dieses Angebot, wie oben beschrieben, ein wichtiger Anlaufpunkt für die Nutzer ist. So werden einige der in der gedruckten Auflage schwindenden Leser über das Medium Internet wieder zurückgewonnen. Was für die Zeitungen durchaus nicht nur positiv ist, denn lieber ist den Konzernen natürlich ein Printleser, kann uns als Unternehmen, das eine Veranstaltung ankündigen möchte, natürlich egal sein. Die Hauptsache ist, wir erreichen den Leser (Rezipienten), das Medium, gedruckte Zeitung, Internet oder IPad-Angebot ist dann zweitrangig.

Zielgruppe im Auge behalten
Vor einer zweckmäßigen Öffentlichkeitsarbeit muss man sich also zunächst darüber klar werden, wie sich die Zielgruppe zusammensetzt, denn die Zahlen oben zeigen, dass der Weg über soziale Netzwerke nicht in jedem Fall der Königsweg ist. Der Aquafitnesskurs zum Beispiel, der nur in seltenen Fällen von der Generation Y besucht wird, sondern eher von

älteren Teilnehmern, bleibt möglicherweise bei Facebook völlig unbeachtet. So haben nach einer Studie des statistischen Bundesamtes, die im September 2011 publiziert wurde, 42 Prozent der 55- bis 74-jährigen noch nie das Internet genutzt. Die oben angesprochene BITCOM-Studie geht davon aus, dass 30 Prozent der 50- bis 64-jährigen und sogar 73 Prozent der über 65-jährigen das Internet gar nicht nutzen. All diese Zahlen zeigen, dass ein Medium allein heute für eine effektive Öffentlichkeitsarbeit und ein erfolgreiches Marketing nicht mehr ausreicht, sondern vielmehr der Medienmix, abhängig von der Zielgruppe den Erfolg ausmacht. Jedes neue Massenmedium (siehe unseren Beitrag ab Seite 16) führte nicht zu einem Ersatz der bisher genutzten Medien, sondern zu einer Ergänzung. Zum Teil wurde das neue Medium allerdings in seiner Frühzeit eher als Kopie, denn als Erweiterung verstanden und genutzt. Gerade in der Anfangszeit des Internets war dies der Fall. Damals wurden Informationen aus der Zeitung 1zu1 von der gedruckten Ausgabe ins Internet übernommen.

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Die neuen Möglichkeiten des Mediums wurden dabei nicht genutzt. Eine Zeitung, so wie sie gedruckt ist, ins Internet zu bringen, ist etwa so, als würde mann über das Fernsehen nur Ton übertragen und dabei nur ein Testbild senden. Leider ist dies in einigen Bereichen heute noch der Fall. Doch wie muss der Medienmix für unser Bad aussehen und welchen Anteil darf und müssen dabei Facebook und andere Netzwerke haben? Das hängt, wie oben beschrieben, natürlich von dem Zielpublikum ab. Da sich dies aber abhängig von der beworbenen Aktion ändert, macht es Sinn, sich ständig alle Kommunikationswege offen zu halten. Zwar ist eine eigene Facebookseite bzw. ein entsprechendes Firmenangebot mit wenigen Mausklicks erstellt. Dann geht es jedoch darum, für diese Seite auch Nutzer zu finden, die über einen Klick auf die Schaltfläche „gefällt mir“ zeigen, dass sie die Facebook Firmenseite gut finden. 173.146 Nutzer finden z.B., während ich diese Zeilen schreibe, das Angebot von Spiegel Online gut wohingegen nur 12 Personen das Hallenbad Hagen a.T.W. gut finden. Doch wie gewinnt man „Fans“ für seine Seite? Im Prinzip dadurch, dass man Inhalte auf die Seiten stellt, die für Nutzer einen Mehrwert bieten. Gewinnspiele und die Links auf lustige Videos können z.B. einen Anreiz bieten, auf die Seite zu kommen. Ab einer gewissen Fangemeindegröße fällt es leichter, neue Seitenbesuche zu generieren, denn über Facebook sind all diese Nutzer ja untereinander verbunden. Was der eine mag, wird vielleicht auch dem anderen gefallen, denn er sieht nun dass Nutzer X nun Y mag. So verbreitet sich die eigene Werbebotschaft quasi von selbst wie eine Lawine durch Facebook. Dies funktioniert übrigens bei anderen Netzwerken ähnlich. die einen solchen Button einsetzten bald empfindliche Strafen drohen. Unabhängig von der Auslegung der Datenschutzbestimmungen im Bezug auf den „Gefällt mir“ Button bleibt aber auf jeden Fall die Interaktivität des Netzwerks und die enge Verknüpfung seiner Mitglieder als großer Pluspunkt bestehen. ne Person durch den geschickten Einsatz des richtigen Internetdienstes auch größere Organisationen empfindlich schädigen, wie es der Beitrag auf Seite 10 zeigt.

Fazit
Insbesondere soziale Netzwerke sind also beides, Chance und Risiko für den Unternehmer. Sie sind ein Kommunikationsmittel, das heute schon eine riesige Nutzerzahl aufweist und das in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen wird. Mit dem Einsatz dieses Netzwerks zur Kundengewinnung lässt sich mit wenig Aufwand eine riesige Zahl an Empfängern erreichen. Gleichzeitig begibt man sich allerdings bis zu einem gewissen Punkt in die Hand der Betreiber eines solches Dienstes. Man ist abhängig von deren Geschäftsbedingungen und Regeln. Zudem öffnet man sich mit der Teilnahme an einem solchen Dienst auch den Kritikmöglichkeiten der anderen Nutzer diesen Dienstes. Letzteres kann allerdings

Die Macht der Kunden
Da man andere Nutzer quasi als Multiplikatoren nutzen kann, ist es auf diesem Wege mit geringem finanziellen Aufwand möglich, einen großen und vor allem am Thema interessierten Kundenkreis anzusprechen. Allerdings macht man sich durch diese Öffnung hin natürlich auch angreifbar. Die Macht der Kunden hat durch das Internet deutlich zugenommen. Beschwerte sich früher ein beleidigter Badegast über den rücksichtslosen Kraulschwimmer beim Meister und unternahm dieser dann nach

Bild : Gerd Altmann AllSilhouettes.com pixelio.de

Verstoß gegen deutsches Recht
Insbesondere der auf vielen Internetseiten eingebaut „gefällt mir“ Button, mit dem man anderen Nutzern zeigen kann, dass man eine besuchte Internetseite besonders mag, ist allerdings zurzeit in Verruf geraten. Deutsche Rechtsexperten warnen vor dem Einsatz des Buttons, denn er verstößt ihrer Meinung nach gegen deutsche Datenschutzbestimmungen. Somit könnte Seitenbetreibern,

Meinung des Gastes nicht genug, so folgte höchstens ein Leserbrief in der lokalen Zeitung. Der wurde sehr wahrscheinlich nur gekürzt bzw. entschärft abgedruckt und der Schaden für unser Unternehmen hielt sich in Grenzen. Das ist heute anders. Im Internet kann jeder Empfänger auch zu einem Sender werden, der eine ähnlich große Rezipientenzahl ansprechen kann wie Zeitungen oder das Fernsehen. So kann eine einzel-

auch durchaus ohne eine eigene Teilnahme der Fall sein. Die aktuelle Entwicklung zeigt aber, dass dies ein Risiko ist, das man eingehen sollte, denn die Möglichkeiten für Öffentlichkeitsarbeit bzw. Marketing sind immens und könnten in einer für die Badbetreiber schwierigen Marktlage einen Ausweg darstellen.

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United Breaks Guitars ... oder die neue Macht der Kunden

Foto: Pressebild www.davecarrollmusic.com/

wie er fast ein Jahr lang vergeblich versuchte, den Schaden von der Fluggesellschaft ersetzt zu bekommen. CBS berichtete ebenfalls darüber und interviewte Carroll und andere Passagiere des Fluges, die ebenfalls Zeuge waren, wie seine 3.500 Dollar teure Gitarre von Angestellten der Gepäckabfertigung durch die Luft geworfen wurde. Nach den Berichten in den Medien meldete sich United Airlines bei Carroll. United Airlines gab bekannt, dass sie das Video künftig gern als Material für die Schulung der eigenen Mitarbeiter verwenden wolle, um eine bessere Unternehmenskultur in diesem Bereich und eine Verbesserung des Service zu erreichen. Carrol lehnte eine nach dem Erfolg des Videos angebotene Entschädigung ab, dies mache nun auch keinen Unterschied mehr. United Airlines solle das Geld an eine wohltätige Einrichtung ihrer Wahl spenden. Die Times berichtete, dass $3000 an das Thelonious Monk Institute of Jazz gespendet wurden. Infolge des durch die Fernsehberichte erreichten Bekanntheitsgrades der Geschichte,

(re/Wikipedia) "United Breaks Guitars" ist ein Song des kanadischen Musikers David Carroll und seiner Band Sons of Maxwell. Er schildert, wie er die Zerstörung seiner Gitarre während einer Flugreise mit United Airlines selbst mit ansehen musste. Der Refrain des Songs lautet I should have flown with someone else, or gone by car, because United breaks guitars (Ich hätte mit einer anderen Fluggesellschaft fliegen oder mit dem Auto fahren sollen, weil United Gitarren zerbricht). Das Video zum Song wurde am 6. Juli 2009 bei YouTube veröffentlicht.

United Breaks Guitars ist ein Beispiel dafür, welche Macht Kunden haben, wenn sie die neuen Möglichkeiten des Mediums Internet konsequent nutzen. Über Dienste wie Youtube kann jeder Zuschauer selbst zu Sender werden, mit zum Teil dramatischen Folgen. Im Fall des Musikers David Carrol kam der Stein ins Rollen, als der Sender CNN darüber berichtete und das Video daraufhin nahezu über Nacht zum Hit wurde. Für die Öffentlichkeitsarbeit von United Airlines war dies eine Katastrophe. Carroll erläuterte in dem Lied,

ist die Zugriffszahl des Songs bei YouTube innerhalb kurzer Zeit auf knapp 11 Millionen gestiegen (Stand: September 2011). Taylor Guitars, der Hersteller der beschädigten Gitarre, brachte ebenfalls über YouTube eine Antwort auf die Geschichte, was dazu beitrug dass Carroll tausende Antworten erhielt und eine Welle öffentlicher Unterstützung erfuhr. Es folgten Youtube Reaktionen von United, einem Hersteller von Gitarrenkoffern und von anderen Geschädigten, die sich über andere Fluggesellschaften beschwerten. Carroll, sowohl Mitglied der Gruppe Sons of Maxwell, als auch Solokünstler, hatte drei Songs samt Video angekündigt. Der zweite Teil beschäftigt sich mit weiteren Erfahrungen, die er mit dem Kundenservice von United Airlines gemacht hat, und den ersten Reaktionen der Airline. Im dritten und letzten Teil wird auf eine große Zahl vergleichbarer Vorkommnisse hingewiesen und United Airline aufgefordert, sich zu ändern. David Carroll thematisiert in dem dritten Lied auch die Bedeutung der Ereignisse

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NACHRICHTEN

für ihn und seine Karriere als Musiker. Und diese war durchaus positiv, denn vor seinem Protestsong kannte fast niemand den Kanadischen Musiker bzw. seine Band. Die Auswirkungen auf United waren dagegen weniger positiv. Die Times berichtete dass innerhalb der ersten vier Tage seit das Video auf Youtube veröffentlicht war, der Aktienkurs von United um 10 Prozent fiel, was die Aktionäre rund 180 Millionen Dollar kostete. Da allerdings in diesen Tagen auch die Kurse anderer Fluggesellschaften fielen, ist unklar, wie viel vom Kursrückgang wirklich durch Carrolls Song verursacht wurde. Dennoch zeigt der Fall Carroll die Marktmacht des Einzelnen. Darüber hinaus ist United Breaks Guitars ein gutes Beispiel dafür, wie man durch schnelle Reaktion auf ein solches Medienereignis daran teilhaben kann, denn die Reaktion von Taylor Guitars wurde immerhin auch schon von über 570.000 Nutzern angeklickt. http://www.youtube.com/wa tch?v=n12WFZq2__0&feature =related
Foto: Naddi Gleim pixelio.de

Natürlich erreicht nicht jeder Kundesprotest die Bekanntheit von Carrols Song. So wurde etwa „Only A Northwest Song“ des Künstlers Bing Futch, in dem er auch auf Carrolls Lied eingeht, nur rund 28.000 mal angeklickt, weil er auf Youtube unter dem Titel „United Breaks Guitars - Northwest Breaks Dulcimers“ zu finden ist.

http://www.youtube.com/ watch?v=x50pJe_QvQQ Nicht jeder Kundenversuch, über diesen Weg seinen Protest an die Öffentlichkeit zu bringen ist erfolgreich. Doch eben jene wenigen Fälle, in denen so ein Protest zum Selbstläufer wird sind es, die einen sorgen müssten und dazu antreiben sollten, al-

les zu unternehmen, um die Kundenzufriedenheit sicherzustellen. Dies gilt natürlich nicht nur für Fluggesellschaften, sondern auch und gerade für die Bereiche unserer Arbeit. Egal ob Fluggesellschaft oder Bäderbetrieb. Bleidigte Kunden können durch neue Kommunikationswege das Image eines Betriebs nachhaltig schädigen

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Schwimmbad ABC Teil 5:

E-Learning
haltes ermöglicht wurde. Dadurch konnte der Lern-Prozess individualisiert werden. Im Jahre 1971 startete die NSF (National Science Foundation) in den USA zwei Großprojekte mit dem Ziel, die Effizienz von computergestützter Instruktion für den Unterricht zu beweisen. Zum einen handelte es sich dabei um das Projekt TICCIT (engl.: Time-shared, Interactive, Computer-Controlled Information Television) und zum anderen um das Projekt PLATO (engl.: Programmed Logic for Automated Teaching Operations). Als Fazit dieser beiden Untersuchungen konnte die NSF den computerunterstützten Unterricht als wirksames Hilfsmittel bestätigen. In Deutschland wurden seit 1964 Lehrmaschinen entwickelt, jedoch weder nach Vorstellungen von Skinner/Holland noch nach denen von Crowder. Die Lernprogramme, die in Deutschland entwickelt wurden, dienten der Gruppenschulung. Beispiele für solche Lehrautomaten sind der Geromat III, bei dem drei Lernende die richtige Antwort angeben mussten, um im Lernstoff vorwärts zu kommen, und das Lernprogramm „Bakkalaureus“. An diesem Programm konnten bis zu 64 Personen gleichzeitig lernen, es waren Verzweigungen möglich und drei verschiedene Schwierigkeitsstufen einstellbar. Anfang der 1970er Jahre gab es eine Reihe von Forschungsund Entwicklungsprojekten zum computergestützten Unterricht. Neben dem Einsatz an Schulen entwickelte sich ein weiterer Schwerpunkt: die betriebliche Aus- und Weiterbildung. So wurden beispielsweise interaktive Videos zum Verhaltenstraining für Vertriebsmitarbeiter eingesetzt. 1978 entwickelte die Agentur M.I.T. zusammen mit ihrem Kunden Hertie eines der ersten Computer Based Trainings (CBT) und die dazu passende Hardware „Videomit 2000“. Seit Anfang der 1990er Jahre wurden die Planspiele unter Forschungsaspekten bedeutsam. Seit Ende der 1990er Jahre erfuhr das E-Learning durch die Verbreitung des Internets einen starken Aufschwung. Der Begriff „E-Learning“ hat sich seit Mitte der 1990er Jahre etabliert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat seitdem einige Initiativen ins Leben gerufen. Dazu gehört zum Beispiel die Initiativen „Schulen ans Netz“, „Neue Medien in der Bildung“ und „Notebook-University“.

Unter E-Learning (englisch  electronic learning = „elektronisch unterstütztes Lernen“), auch als E-Lernen (E-Didaktik) bezeichnet, werden – nach einer Definition von Michael Kerres – alle Formen von Lernen verstanden, bei denen elektronische oder digitale Medien für die Präsentation und Distribution von Lernmaterialien und/oder zur Unterstützung zwischenmenschlicher Kommunikation zum Einsatz kommen. Für E-Learning finden sich als Synonyme auch Begriffe wie: Online-Lernen, Telelernen, multimediales Lernen, computergestütztes Lernen u. a.

Geschichte

Die wahrscheinlich erste Lernmaschine wurde 1588 vom italienischen Ingenieur Agostino Ramelli entwickelt, als er für den König von Frankreich ein Leserad erfand. Durch dieses Leserad wurde das Zurückgreifen auf verschiedene Literaturquellen ohne Hin- und Herlaufen ermöglicht. 1866 meldete Halcyon Skinner das erste Patent auf seine Lernmaschine an. Bis 1936 wurden 700 weitere Patentanträge für vergleichbare „Übungsmaschinen“ bestätigt. 1938 entwickelten B. F. Skinner und James G. Holland lineare Lernprogramme nach dem Gesetz der operanten Konditionierung (Skinner-Holland’sches Lernprogramm). Demnach wurden den Lernenden der Lehrstoff in kleinen Schritten (Frames) präsentiert, jeweils gefolgt von Fragen. 1959 erfand Norman Crowder die verzweigten Lernprogramme, bei denen eine fe h l e ra b hängige Darbietung des Lehrin-

Bernd Boscolo pixelio.de

Unter E-Learning versteht man das Lehren und Lernen mittels verschiedener elektronischer Medien. Neben dem Ausdruck E-Learning existieren verschiedenste andere Ausdrücke, wie des computerbasierten Lernens, Onlinelernens, multimedialen Lernens etc. Da die Begriffsbestimmung des E-Learning noch keine

Begriffsbestimmung

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allgemein anerkannte Definition erbracht hat, versuchte man, E-Learning durch verschiedene Facetten zu beschreiben: Multimedialität, Multicodalität, Multimodalität und Interaktivität. Multimedialität  Multimedialität stellt die verschiedenen Möglichkeiten an Medien, durch die Wissen akquiriert werden kann, dar. Verschiedenen Medien können beispielsweise Bücher, Videoplayer, Audioplayer, Computer, Hörbücher, Ebooks (elektronische Bücher), E-Lectures (online gehaltene Vorlesungen) sein. Multicodalität  Unter dem Begriff der Multicodalität ist gemeint, dass die Informationen in den verschiedenen Medien verschieden codiert werden können, welche auch von der Art des Mediums abhängig ist. So lassen sich in Büchern natürlich keine animierten Bilder zeigen. Andere Arten von Codierungen wären Bilder, Texte und im Falle des Computer Hypertexte (Querverweise, vernetzter Text), Animationen und Simulationen. Der Unterschied zwischen Animationen und Simulationen liegt darin, dass bei einer Simulation der Benutzer eine erhöhte Kontrolle über das Geschehen hat. Bei einer Animation handelt es sich im Grunde genommen um animierte Bilder, während es bei einer Simulation möglich ist, beispielsweise verschiedenen virtuelle „Experimente“ in der digitalen Umwelt durchzuführen.

Multimodalität  Unter Multimodalität versteht man die verschiedenen Möglichkeiten, Informationen über die Sinnesmodalitäten aufzunehmen. In der Regel sind dies auditive oder visuelle Sinneseindrücke. Andere Modalitäten wie der Geruchs-, Geschmacks- und der Tastsinn spielen im eLearning bisher keine Rolle. Interaktivität  Als interaktiv wird etwas bezeichnet, wenn es dem Benutzer gestattet wird, verschiedene Steuerungs- und Eingriffsmöglichkeiten auszuüben.

E-Learning und damit verbundene Technik

E-Learning kann auf sehr unterschiedlichen Technologien basieren und in unterschiedlichen didaktischen Szenarien realisiert werden. Häufig diskutiert werden folgende Varianten: Web- und Computerbasierte Trainingsanwendungen Der Ausdruck CBT (Computer Based Training) bezeichnet die Arbeit mit Lernprogrammen (Lernsoftware), die vom Lernenden zeitlich und räumlich flexibel genutzt werden können und bei dem die Lernenden nicht in direktem Kontakt mit dem Lehrenden und anderen Lernenden stehen. Diese Programme können multimediale Lerninhalte (wie z. B.: Animationen oder Videodokumente) beinhalten und werden meist auf CD-ROM

Foto: Dieter Schütz_pixelio.de

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oder DVD vertrieben. Beim CBT handelt es sich um eine in erster Linie nichttutorielle Form des E-Learning, bei dem das Selbststudium im Vordergrund steht und die Kommunikation, wenn überhaupt, auf asynchrone Weise erfolgt. CBT existiert bereits seit den 80er Jahren. Den grundlegenden Baustein netzbasierter Lernangebote bildet das so genannte WBT (Web Based Training) – eine Weiterentwicklung des CBT. Hierbei werden Lerneinheiten nicht auf einem Datenträger verbreitet, sondern von einem Webserver online mittels des Internets oder eines Intranets abgerufen. Die Einbettung ins Netz bietet vielfältige weiterführende Möglichkeiten der Kommunikation und Interaktion des Lernenden mit dem Dozenten/Tutor bzw. seinen Mitlernern. So können Mails, News, Chats und Diskussionsforen mit dem WBT verknüpft und Audio- und Videosignale live gestreamt werden. Eine Weiterentwicklung des WBT hin zu einer kommunikativeren Nutzung ist die Lernplattform. Diese unterstützt unterschiedliche Kommunikationsarten, wie z.B. Chat und Foren, um somit die Nutzer der Lernplattform beim direkten Austausch und Anwenden des gelernten zu fördern (z.B. Babbel (Software)). Videokonferenz/Teleteaching Die Videokonferenz schafft virtuelle Hörsäle, indem sie räumlich verteilte Lernende und Vortragende miteinander kommunizieren lässt. Diese als Teleteaching bezeichnete Variante des E-Learnings ist in erster Linie durch die Übertragung von Bild und Ton gekennzeichnet. Sie ermöglicht eine der Präsenzlehre

ähnliche Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden, die auf verbale Äußerungen ebenso zurückgreifen kann wie auf Gestik und Mimik. Eingeschränkt wird das Teleteaching durch die relativ hohen technischen Anforderungen. Mit zunehmender Bandbreite der Internet-Verbindungen entwickeln sich aus dieser Technologie neue eVideo-Formate.

Formen des E-Learning
Virtuelle Lehre Virtuelle Lehre bezeichnet Lehre, die vorrangig über das Internet durchgeführt wird und keine signifikanten Anteile von Präsenzlehre umfasst. Zum Spektrum der Darbietungsformen virtueller Lehre zählen web-unterstützte Lehrbuchkurse, Hypertext-Kurse (z.B. mit Lehrtexten, Multimediaelementen, Animationen und Übungen), videobasierte Kurse (z.B. Vortrag samt Foliensatz) oder audiobasierte Kurse bzw. Podcasts. Da bei virtueller Lehre im Unterschied zu Präsenzlehre und „Blended Learning“ wenig Gelegenheit zu direkter Interaktion besteht, nutzen Lehrende und Studierende zur Kommunikation häufig elektronische Medien wie Chatrooms, Diskussionsforen, Voice Mail oder E-Mail. Virtuelle Lehre spielt eine wachsende Rolle im Kontext der Einführung weiterbildender Online-Master-Studiengänge an zahlreichen Hochschulen.

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Foto: Dieter Schütz_pixelio.de

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Blended Learning Wenn die Vorteile von Präsenzveranstaltungen mit denen von E-Learning verknüpft werden, spricht man von Blended Learning (dt. integriertes Lernen). Blended Learning verbindet dabei beide Lernformen in einem gemeinsamen Lehrplan (Curriculum). Blended Learning wird insbesondere dann eingesetzt, wenn neben reiner Wissensvermittlung auch die praktische Umsetzung trainiert werden soll (z. B.: im Arbeitsschutz). Content Sharing Es gibt mittlerweile Webseiten, die es erlauben, Lerneinheiten auszutauschen. Solche Initiativen existieren als kommerzielle oder freie Angebote. Ein Beispiel für eine kommerzielle Initiative ist UNIDOG.DE - hier werden monetäre Anreize zur Aufbereitung von Lehrinhalten gesetzt. Dadurch soll die Qualität der publizierten Mitschriften, Lernkarten oder Zusammenfassungen steigen. Als typisches Beispiel für ein nicht-kommerzielles Forum kann z.B. das Fachschaftsforum für Wirtschaftsingenieurwesen an der Uni Duisburg-Essen dienen (WiING-DU). Schon bei solchen lokalen Initiativen zeigt sich oft ein hoher Bedarf, wie die dokumentierten Zugriffszahlen von WiING-Du beispielhaft zeigen. Learning Communities Personengruppen, die gleiche Ziele und/oder fachlichen Interessen haben, können sich über ein Informations- und Kommunikationssystem eine gemeinsame Wissensbasis aufbauen. Jedes Mitglied dieser Learning Community kann sein eigenes Wissen einbringen und somit wird die Wissensbasis über gemeinsame Lernprozesse erweitert und angepasst. Computer-Supported Cooperative Learning Computer-Supported Cooperative Learning (CSCL) beschreibt Lernansätze, bei denen das kooperative Lernen durch den Einsatz von computergestützten Informations- und Kommunikationssystemen unterstützt wird. Web Based Collaboration Der Begriff Web Based Collaboration beschreibt die Zusammenarbeit an einer Lernaufgabe einer Gruppe von Personen über das Internet. Virtual Classroom (virtuelles Klassenzimmer) Beim Virtual Classroom dient das Internet als Kommunikationsmedium, um geographisch getrennte Schüler und Lehrer miteinander zu verbinden. Das virtuelle Klassenzimmer ermöglicht somit eine synchrone Form des Lernens. Als eine extreme Form wird das Tele-Teaching betrachtet. Whiteboard Ein Whiteboard ist vergleichbar mit einer Tafel oder einem Flipchart. Die Nutzer haben die Möglichkeit, über ein Netzwerk gemeinsam Skizzen zu erstellen und zu betrachten. Dazu stehen sowohl Zeichen-/Mal- als auch Textwerkzeuge zu Verfügung. lungsformen („hybride Lernarrangements“) kann Lernen optimiert werden. Insbesondere Menschen, die lieber den PC und das Internet nutzen als Bücher lesen, können durch E-Learning viele Lerninhalte besser aufnehmen oder bereits bekannte Inhalte ergänzend und interaktiv erarbeiten. Zu weiteren Vorteilen des E-Learning gehören zweifellos die ökonomischen Aspekte. Die Lernenden sind räumlich und zeitlich unabhängig. Die Vermittlung von Lernstoffen kann also unabhängig von der persönlichen Anwesenheit geschehen. Dank PC und Internet ist die Verteilung größerer Informationsaspekte machbar. Gerade diese ökonomischen Vorteile sind nicht zu unterschätzen. Denn „life-long learning“ bedeutet meistens berufsbegleitendes Lernen, und da ist die Flexibilität hinsichtlich Ort und Zeit besonders wichtig. Medien sind nur zu einem geringen Teil für den Lernerfolg ausschlaggebend, deshalb kann nicht per se von effizienterem Lernen durch E-Learning gesprochen werden. Erst wenn eine Vielzahl von Faktoren zusammenkommen, kann E-Learning erfolgreich sein (zu beachten sind etwa Erkenntnisse aus der Mediendidaktik bzw. Medienpädagogik). Auf der Grundlage von Erkenntnissen der Mediendidaktik zeigen sich Vorteile u. a. darin, dass: • Kurse im Gegensatz zu traditionellen Lehrmitteln interaktiv sind, • abstrakte Inhalte mithilfe von Simulationen anschaulich gemacht werden können, • Lernkontrollen individualisiert werden können und Repetitionsaufgaben variieren können, • Kurse an bestimmte Bedürfnisse adaptiert werden können, • zeit- und ortsunabhängig gelernt werden kann, • Dokumentation und Wiederholungen einfacher gehen, • Lernobjekte wieder verwendbar sind, • Audio und Videodokumente leicht einzubinden sind, • ein individuelles Lernen je nach Vorkenntnis (Lerntempo, Reihenfolge der Lerninhalte) möglich ist, • unterschiedliches Vorwissen besser ausgeglichen wird, • Aufnahmekanäle für jeden Lerntyp vorhanden (Lesen, Audio, Video, Animation &c.) sind und dass • keine „Bloßstellung“ vor anderen Teilnehmern bei Wissenslücken erfolgt. Nachteile werden unter anderem darin gesehen, dass: • Lerner erst lernen müssen, mit den verschiedenen Publikationsformen (Medien) umzugehen, • zu wenig Pädagogen im E-Learning-Bereich arbeiten (in weiten Bereichen, aber nicht in allen), • die Technik und die Techniker den Markt bestimmen, • die Präsentation der Lerninhalte oft von technischen und nicht von didaktischen Faktoren bestimmt ist, • die Didaktik beim Erstellen einer E-Learning-Lösung oft nicht berücksichtigt wird, • Bildschirmlernen für fast alle Menschen ermüdender als Lernen vom Papier ist, • Selbstdisziplin und Selbstlernkompetenz nötig sind, • reduzierte soziale Kontakte zu Lehrer/ Trainer und Teilnehmern den Erfahrungsaustausch schwieriger machen und dadurch Fragen oft ungeklärt bleiben, • Erklärungen durch Lehrer/Trainer reduziert sind und das Wissen selbst erarbeitet werden muss sowie dass • das zusätzliche Lernen in der Freizeit oder am Arbeitsplatz als lästig empfunden wird.

Vor- und Nachteile von E-Learning

Noch vor wenigen Jahren galt E-Learning als die Bildungsform des 21. Jahrhunderts. Mittlerweile vermutet man, dass E-Learning die traditionellen Bildungsformen nicht ersetzen kann. Es ist lediglich als eine sinnvolle Unterstützung im Lernprozess zu sehen. Durch Kombination verschiedener medialer Vermitt-

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Serie Public Relations Teil 3:

Elektronische Massenmedien in der Bundesrepublik Deutschland
(re) In der letzten Folge unserer Serie über Öffentlichkeitsarbeit haben wir uns die Printmedien-Landschaft in Deutschland etwas genauer angeschaut. In dieser Folge werden wir uns nun den elektronischen Medien zuwenden, deren jüngster Zweig, das Internet, die Öffentlichkeitsarbeit, auch und gerade im Bereich der Bäder, revolutioniert hat. die im Bereich des Hörfunks. Gab es in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, sieht man einmal von wenigen privaten ausländischen Radiostationen ab, nur den so genannten öffentlich-rechtlichen Rundfunk, so hat sich die Radiolandschaft heute, rund 40 Jahre später, drastisch gewandelt. Wie auch im Fernsehen, sind private Rundfunksender als Konkurrenz zu den öffentlich-rechtlichen Sendern aufgetreten, was diese wiederum dazu anregte, Sendekonzepte zu überarbeiten. Die großen öffentlich-rechtlichen Stationen betreiben mittlerweile nicht wie früher zwei oder drei, sondern oft fünf oder sogar sechs unterschiedliche Sender. Zum Teil, bedingt durch digitale Übertragungswege, sogar noch mehr. In der Regel handelt es sich bei diesen öffentlich-rechtlichen Sendern um landesweite Sender, wie zum Beispiel beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) oder um Sender, die sogar über Ländergrenzen hinweg senden. Bekanntestes Beispiel sind die Sender des Norddeutschen Rundfunks, die im gesamten Norden empfangen werden. Einzige Ausnahme ist hier das Programm NDR 1, das regional in Niedersachsen, Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommern mit unterschiedlichen Inhalten verbreitet wird. Sicherlich unterstützt durch die Einführung lokaler Angebote im Privatfunk,

Lokale, landesweite und bundesweite Radiosender Ähnlich vielfältig, wie die Zeitschriftenlandschaft in Deutschland ist, ist auch

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waren auch die öffentlich-rechtlichen Sender in den 90er Jahren gezwungen, ihre landesweiten Wellen weiter zu lokalisieren, sodass es heute zahlreiche Lokalstudios bei den Öffentlich-rechtlichen gibt. Den drastischsten Umbruch in dieser Hinsicht hat wohl die Radiolandschaft in Nordrhein-Westfalen Anfang der Neunziger Jahre gemacht. Mit der Einführung des Privatfunks in diesem Bundesland sahen sich die öffentlich-rechtlichen Sender vor neue Herausforderungen gestellt. Während zum Beispiel in Niedersachsen schon Jahre früher private Radiosender erlaubt waren, was in den jeweiligen Landesrundfunkgesetzen festgeschrieben ist, gab es in NordrheinWestfalen lange keinen Privatfunk. Anders als in Niedersachsen legten sich die Nordrhein-Westfalen jedoch bei ihrem Privatfunk auf ein lokales Konzept fest. Das heißt, für jede Stadt beziehungsweise für jeden Kreis sollte es einen lokalen Sender geben. Dabei setzten die Nordrhein-Westfalen auf das so genannte „Zwei Säulen Modell“, das die Veranstaltergemeinschaft, die verantwortlich für den Programminhalt ist, streng von der Betriebsgesellschaft trennt. Während die Betriebsgesellschaft gewinnorientiert ist, arbeitet die Veranstaltergemeinschaft gemeinwohlorientiert. Im Rahmen dieser Lokalstationen wird in Nordrhein-Westfalen auch der so genannte Bürgerfunk übertragen. Nach Landesrundfunkgesetz steht den Bürgern 15 % der Rundfunksenderzeit für die Produktion eines eigenen Programms zur Verfügung. Dieses sind im Allgemeinen Programmbeiträge von Rundfunkvereinen aus dem jeweiligen Verbreitungsgebiet des Sen-

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ders. Der Vorteil dieser so genannten 15 % Gruppen ist es, dass sie sich gelegentlich auch einmal 60 Minuten lang mit ein und demselben Thema beschäftigen können. Der Nachteil ist, dass dies meist niemand hört und so hat man vielleicht mit seinem Hallenbad eine sechzigminütige Sendung im Lokalfunk, wird jedoch quasi von der Hörerschaft ignoriert. Dies liegt vor allem daran, dass die 15 % Gruppen ein eher schlechtes Image haben, was in den meisten Fällen auch durchaus begründet ist, denn die Qualität der Rundfunksendungen der Bürgergruppen kann in keinem Fall an den des normalen Lokalfunks heranreichen. In den meisten Kreisen war und ist der Lokalfunk in Nordrhein-Westfalen ein

Erfolgsmodell. Das aus Oberhausen gesendete Rahmenprogramm Radio NRW, dass immer dann, wenn der Lokalsender gerade einmal nicht mit eigenem Programm On Air ist, die Sendeinhalte liefert, ist eine der erfolgreichsten deutschlandweit. Tatsächlich ist der Lokalfunk in Nordrhein-Westfalen so etwas wie die Lokalzeitung ins Radio transferiert. Das heißt, dass sie für uns und unser Bad durchaus interessant ist, denn wir haben die Möglichkeit, dort im Studio einmal interviewt zu werden oder per Telefon Kontakt zum Sender und seinen Hörern aufzunehmen. Im Allgemeinen ist es natürlich deutlich einfacher, das eigene Bad in solchen Sendungen unterzubringen, die einen typisch lokalen Charakter haben. In landesweiten Sendern ist dies in der Regel deutlich schwieriger. Beim Versuch, seine eigenen Inhalte über den Rundfunk zum Empfänger zu bringen, darf man nicht außer Acht lassen, wer die Empfänger sind und in welchem Rahmen die Informationen am besten an den Mann oder die Frau gebracht werden können. Mit anderen Worten: der Sender, den wir vielleicht jeden Morgen hören, ist nicht unbedingt der Sender, über den wir unsere Kunden am besten erreichen können. Ich wohne in Niedersachsen und wenn ich Radio höre, läuft bei mir fast nur der Rocksender Radio 21. Meine Frau und Kinder hingegen schwören auf FFN, keinesfalls darf es Radio Antenne Niedersachsen sein. Will ich jedoch die größte Hörerzahl erreichen, dann müsste ich

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mich an NDR 1 – Radio Niedersachsen wenden. Dieser „Schnulzensender“ ist nämlich einer der erfolgreichsten Sender deutschlandweit. Gleiches gilt übrigens für das Gegenstück aus Nordrhein-Westfalen (WDR 4). In den bisherigen Veröffentlichungen zum Thema Rundfunk in Deutschland war es unerlässlich, die deutsche Rundfunklandschaft in öffentlich-rechtlichen und Privatfunk zu unterteilen. Obwohl hier natürlich nach wie vor rechtlich ein enormer Unterschied besteht, hat die Frage, ob wir mit einem Privatsender oder mit einem öffentlich-rechtlichen Sender in Kontakt treten für die praktische Arbeit nur noch geringe Bedeutung. Sieht man von diversen Programmen ab, die sehr textlastig berichten, zum Beispiel einige Sendungen auf WDR 5, liegt der Musikanteil bei den meisten Programmen bei 70 % oder mehr. Sagte man früher noch: kein Beitrag über 3 Minuten, so muss man sich heute meistens mit 90 Sekunden zufrieden geben. Einfach ausgedrückt könnte man sagen, dass man entweder viel Sendezeit bei einem Sender bzw einer Sendung bekommt, den/die sowieso keiner hört oder weniger Sendezeit bei einem Sender mit einer höheren Reichweite. Internet-Radio Über Jahrzehnte wurde das Radio auf dem gleichen Weg verbreitet: UKW, Mittelwelle oder Langwelle, also terrestrisch. In Deutschland sendeten die meisten Sender, allein schon wegen der besseren Qualität, über UKW. Die relative Begrenztheit der zur Verfügung stehenden Frequenzen sorgte dafür, dass man in den einzelnen Teilen der Republik auch nur jeweils die dortigen lokalen Sender empfangen konnte. Auf terrestrischem Wege ist dies auch heute noch so. In den achtziger Jahren eroberte jedoch dann das Kabel Deutschland, was dazu führte, dass man plötzlich statt drei oder vier Rundfunksendern rund 30 Sender empfangen konnte. Ich weiß noch, dass sich mir damals eine völlig neue Radiowelt erschloss, den das erste Mal in meinem Leben hörte ich als Westfale einen bayerischen Sender. Es folgte die Verbreitung der Radiosender über den Satelliten (in der Regel Astra), was dazu führte, dass man plötzlich nicht nur deutsche Sender, sondern auch zahlreiche internationale, vor allem europäische Rundfunksender, hören konnte. Mit Beginn des neuen Jahrtausends gewann ein anderer Verbreitungsweg an Bedeutung: das Internet. Heute muss einem klar sein, dass selbst der lokalen Rundfunksender der Universität Dortmund, Eldorado, der über UKW noch nicht einmal fehlerfrei im ganzen Stadtgebiet Dortmunds zu empfangen ist, weltweit über das Internet empfangen werden kann. Gleiches gilt für nahezu alle anderen deutschen Sender. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass nicht nur die herkömmlichen Rundfunksender, die auch über terrestrische bzw. Kabelfrequenzen verfügen, ihr Programm ins Internet stellen, sondern auch solche Sender entstanden sind, die ausschließlich über das Internet senden. Ohne langes Suchen, kann man sich im Internet Listen mit über 15.000 Sendern aus nahezu jedem Land auf dieser Erde herunterladen. Entsprechend gering ist natürlich auch die jeweilige Hörerzahl. In vielen Fällen sind die technischen Möglichkeiten der Sender aber auch gar nicht dafür ausgelegt, große Hörerzahlen mit einem Stream zu bedienen. Darum kann man in den meisten Fällen das Internet Radio als Verbreitungsweg für eine Presseinformation durchaus zweitrangig behandeln. Früher konnte man Internetradiosender ausschließlich am PC empfangen. Heute gibt es eine Vielzahl an Empfangsgeräten. Neben dem herkömmlichen Computer dienen Mobiltelefone, Tablet Computer wie das Ipad und speziell für diese Aufgabe produzierte Internetradios als Empfänger. Die Hürde, um über das Internet zu senden ist rechtlich und wirtschaftliche deutlich geringer, als dies bei terrestrischer Verbreitung der Fall ist. Darum gibt es inzwischen zahlreiche“Wohnzimmersender“, die zum Teil von einem oder zwei Mitarbeitern betrieben werden. Theoretisch wäre es sogar möglich, dass wir bald einen eigenen Bad-Radiosender betreiben. Ein Sender, der ausschließlich auf digitalem Wege, also über DAB und das Internet verbreitet wird, und dabei recht erfolgreich ist, ist der Fußballsender 90elf (http://www.90elf.de/), der freitags und samstags und sonntags die jeweiligen Bundesliga Begegnungen überträgt. Spätestens seit die WDR Fußball-RadioLegende Manfred „Manni“ Breuckmann zum Beginn der Saison 2011/12 seinen Ruhestand beendete und für 90elf tätig wurde, hat sich gezeigt, dass Internetradio nicht zwangsweise von minderer Qualität sein muss. Vergessen darf man dabei aber nicht, das es neben Licht auch ganz viel Schatten in der Landschaft der Internetradios gibt. Die Welt des Podcasts Radio ist ein typisches Nebenbeimedium. Das bedeutet, in der Regel sitzen wir nicht vor dem Rundfunkempfänger und hören gebannt zu, wie es vielleicht noch unsere Großeltern taten, sondern wir machen nebenbei andere Dinge. Lesen, Wäsche bügeln, Handarbeiten oder einfach im Büro arbeiten. Diesem Umstand wurden schon in den achtziger Jahren die TV-Zeitschriften gerecht, indem sie das damals noch mit abgedruckte Rundfunkprogramm immer weiter zusammen kürzten. Die meisten Fernsehzeitschriften erwähnen heute das Radioprogramm gar nicht mehr. Eine Sendung geht in die andere über, ohne dass man sich direkt überlegt, wie denn der Name der Sendung war oder ist. Nur in seltenen Fällen wird es so sein,

Foto: Rainer Sturm pixelio.de

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Foto: WRW pixelio.de

Leben retten will gelernt sein
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BILDUNG
mate bei den öffentlich-rechtlichen Sendern durchaus eine größere Chance. Was die Behandlung tagesaktueller Nachrichten angeht, gleichen sich die einzelnen Sender jedoch immer weiter an. Mehr als eine kurze Meldung über das eigene Bad wird es in den meisten Fällen nicht geben. Außer, es ist zu einer Katastrophe gekommen, wie z.B. einem Todesfall oder sonstigen negativen Ereignissen. Unterteilung der Sender Die Unterteilung der Fernsehsender ist in etwa identisch mit der im Bereich des Radios. Es gibt bundesweite Sender, wie zum Beispiel ARD, ZDF, RTL oder Sat 1. Darüber hinaus gibt es Landessender, die bis auf wenige Ausnahmen öffentlich-rechtlich sind. In einigen Ballungsgebieten gibt es darüber hinaus noch so genannter Stadtsender, einzelne Universitäten, wie zum Beispiel die Universität Dortmund, unterhalten darüber hinaus eigene Fernsehsender, zum Teil in Kooperation mit anderen Sendern. Bundesweite Sender haben zum Teil noch unterschiedliche Regionalprogramme, die zu bestimmten Zeiten regionale Informationen für nur ein Bundesland bieten. Landesweite Sender haben zum Teil noch so genannte Lokalfenster, die auf eine spezielle Region abgestimmt sind. Dies gilt zum Beispiel für die diverse Sendungen auf den dritten Programmen von NDR und WDR. Die Verbreitungwege Die Verbreitungswege dieser einzelnen Sender sind sehr unterschiedlich. Vereinfacht könnte man sagen, je größer ein Sender ist, desto vielfältiger sind auch seine Verbreitungswege. Noch vor 20 Jahren gab es unter den Anbietern ein massives Gerangel um terrestrische Frequenzen. Dies verschaffte in der Anfangsphase des Privatfunks den öffentlich-rechtlichen Anstalten einen gewaltigen Reichweitenvorsprung. RTL plus und Sat 1 waren oft nur über Kabel, nicht aber über die damals noch auf fast jedem Haus befindlichen Antennen, zu empfangen. Heute ist es in aller Regel so, dass die Programme entweder über Kabel oder über Satellit verbreitet werden. Nur noch ein relativ geringer Teil der Haushalte wird über den Nachfolger des analogen terrestrischen Fernsehens, das digitale terrestrische Fernsehen nach DVB-T Standard, beliefert. Die Möglichkeit der digitalen Verbreitung der Programme hat dazu geführt,

Foto: Walter Galan Wikipedia

dass man gezielt das Radio einschal-

tet, weil man zum Beispiel eine spezielle Sendung hören möchte. Und doch gibt es solche Sendungen. Das Zeitzeichen, Echo des Tages oder diverse Sendungen des Deutschlandradios. Es gibt viele interessante Rundfunkbeiträge, doch leider hat man nicht immer die Zeit, sie auch zu hören. Aus der TV-Welt kennen wir den Videorecorder, heute wohl eher der Festplattenrecorder, der es uns ermöglicht, eine Sendung zeitversetzt anzuschauen. Ähnliches gab es für den Rundfunk so gut wie nicht. Wenn auch die Aufnahme auf Kassette oder Mini-Disc durchaus möglich war, so konnte man doch kaum programmierbare Aufnahmegeräte für Rundfunkbeiträge kaufen. Mit dem Siegeszug des Internets haben sich hier für den Rundfunk ganz neue Möglichkeiten ergeben. Podcast heißt das Zauberwort. Das Kofferwort setzt sich aus der Abkürzung POD - playable on demand und Broadcasting zusammen. Eine Podcastepisode, kann über den Computer gestreamt werden und zwar zu einem vom Hörer bestimmten Zeitpunkt. Die Beiträge stehen zum Teil mehrere Wochen oder Monate im Netz und können ständig abgefragt oder heruntergeladen werden. Über den Computer gelangen die Sendungen des Podcasts dann auf den MP3 Spieler und sind somit überall konsumierbar. Inzwischen haben auch viele Fernsehsender diese Möglichkeit eingerichtet und bieten ihre Sendungen bis zu einer Woche nach der TV-Ausstrahlung auch auf ihrer

Seite im Internet an. Dieser Umstand erhöht natürlich die Zuschauerzahlen für die jeweilige Sendung, was insbesondere bei privaten Sendern wichtig ist. In den meisten Fällen sind diese Sendungen aber dann nur als Stream nutzbar, man kann sie aus rechtlichen Gründen nicht auf den eigenen Rechner laden.

Quotendruck Ähnlich, wie die Radiolandschaft hat sich in den vergangenen Jahren auch die TV-Welt in Deutschland radikal gewandelt. Dies betrifft die Verbreitungswege genauso, wie die Technik der Empfangsgeräte. Die Revolution im TV-Markt begann 1984, als RTL, damals noch mit dem Zusatz plus, und Sat 1 als private Anbieter auf Sendung gingen. Spielten die Einschaltquoten bis dahin eine eher untergeordnete Rolle, so geht heute der panische Blick des Intendanten morgens als Erstes auf die Einschaltquoten des vergangenen Abends. Entsprechend groß ist der Druck auf einzelne Sendungen, unbedingt erfolgreich zu sein. Zwar können sich auch quotenschwache Sendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zum Teil über einen längeren Zeitraum halten, doch letztendlich können auch ARD und ZDF nicht ohne einen Blick auf die Quoten produzieren und senden. Während private Sender zum Teil schon nach nur einer Folge einer Sendung absetzen, haben weniger erfolgreiche For-

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dass öffentlich-rechtliche, wie auch private Sender dazu übergegangen sind, digitale Spartenkanäle zu schaffen. Zum Teil sind diese kostenlos zu empfangen, wie etwa die Angebote von ARD und ZDF, zum Teil aber auch nur gegen Bezahlung einer Abogebühr, etwa bei den digitalen Angeboten von RTL. Insbesondere kleine Sender werden zum Teil nur digital über Astra verbreitet. Hier gibt es inzwischen eine nahezu unüberschaubare Anzahl an so genannten Special Interest Sendern über Themen wie Angeln, Horoskope oder über das Satelitenfernsehen. Dabei sind, ähnlich wie bei den Internetradios, die Einschaltquoten der diversen Sender natürlich zum Teil verschwindend gering. erst in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch die Einführung der grafischen Oberfläche, mit der Möglichkeit der Verlinkung einzelner Seiten (Hyperlink), eine weite Verbreitung. Von einem Medium für einige wenige technikinteressierte Menschen ist das Internet heute zu einem Medium geworden, das für einen Großteil der Bundesbürger genau so dazugehört, wie Zeitungen, das Fernsehen oder das Radio. Inzwischen können sich viele Bürger wohl eher eine Welt ohne morgendliche Tageszeitung vorstellen, als ohne E-Mail und Chat. Durch das Internet haben Nutzer die Möglichkeit, unterschiedliche Angebote weitaus schneller und umfassender zu vergleichen, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Auch wenn es nach wie vor nicht möglich ist, im volkswirtschaftlichen Sinne eine völlige Preistransparenz zu schaffen, so machen diverse Onlinedienste es doch deutlich einfacher, unter verschiedenen Angeboten das Billigste herauszufinden. Doch das Internet macht nicht nur die Preise, sondern auch die Leistungen der einzelnen Anbieter vergleichbar. Insbesondere bei Wellnessbädern, also solchen mit einem Saunaund/oder Solebereich, geht der Blick von Neukunden oft zuerst ins Internet, um sich dort zu informieren, ob denn die einzelnen Sauna-Räume auch die Erwartungen erfüllen. Manche Hallenbäder haben aus diesem Grund ihren gesamten Innenraum dreidimensional abfotografieren lassen und ermöglichen ihren Besuchern, vor dem Eintritt von zuhause aus, jeden Bereich des Bades einmal um 360° Blickwinkel zu betrachten. Allerdings sind noch nicht alle Bäder in dieser modernen Internetwelt angekommen. Insbesondere bei einfachen Hallenbädern in kommunaler Verwaltung besteht das Internetangebot des Bades häufig nur aus einer Informationsseite, die über das Internetangebot der Stadt aufgerufen werden kann. Negatives Beispiel ist hier leider das Hallenbad der Stadt Bad Nenndorf: http://w w w.badnenndor f.de/ Schwimmbaeder.52.0.html oder das Hallenbad Hemer: http://www.hemer.de/tourismus/sport/ hallenbad/Hallenbad_Hemer.php Positiv kann man hingegen folgende Bäder hervorheben: Topicana Stadthagen http://www.tropicana-stadthagen.de/316.0.html Nettebad Osnabrück http://www.nettebad.de Ein Blick auf diese Seite lohnt sich alle Mal, um Anregungen für das eigene Auftreten im WWW zu erhalten.

Das Internet (von engl.  interconnected network) als jüngstes Massenmedium ist ein weltweites Netzwerk bestehend aus vielen Rechnernetzwerken, durch das Daten ausgetauscht werden. Es ermöglicht die Nutzung von Internetdiensten wie E-Mail, Dateiübertragung, WWW und in letzter Zeit zunehmend auch Telefonie, Radio und Fernsehen. Im Prinzip kann dabei jeder Rechner weltweit mit jedem anderen Rechner verbunden werden. Obwohl das Internet in seiner Urform bereits 1969 geschaffen wurde, erlangte es

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Foto: Bädergesellschaft Lünen

Erstes PassivhausHallenbad Europas in Lünen schlägt Wellen
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(ots) - DBU förderte Projekt mit 125.000 Euro - Hälfte des bisherigen Energieverbrauchs und Kosten gespart Eine Idee ist seit heute Wirklichkeit: Im Beisein zahlreicher Ehrengäste eröffnete das Lippe-Bad in Lünen nach rund dreijähriger Planungsund Bauphase als eines der ersten Passivhaus-Bäder Europas seine Pforten. Die neue Halle, in die auch ein ehemaliges Fernheizwerk integriert wurde, soll zukünftig 50 Prozent weniger Energie als ein normaler Neubau verbrauchen. Dr. Wulf Grimm, Abteilungsleiter Umwelttechnik der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), betonte anlässlich der Eröffnung, das Passivhaus-Bad solle "eine Initialzündung für weitere Bäder sein". In den rund 3.500 Hallenbädern in Deutschland schlummere noch "ein enormes Energieeinsparpotenzial", das durch das Lippe-Bad als "ökologisches Leuchtturmprojekt" geweckt werden solle. Die DBU förderte die Planungsphase mit 125.000 Euro. In Zusammenarbeit mit dem Passivhaus Institut (Darmstadt) hatte die Bädergesellschaft Lünen die Grundlagen zum Konzept entwi-

ckelt. Der Schwerpunkt liegt auf einer verbesserten Wärmedämmung an der Gebäudehülle und einer Dreifach-Verglasung. Dadurch sollen Wärmeverluste verringert und eine höhere Raumluftfeuchte ermöglicht werden. Grimm: "Beides sind entscheidende Voraussetzungen für die hohen Energieeinsparungen." Mit einer optimalen Dämmung könne die Luftfeuchtigkeit höher sein, ohne dass Wasser an der Fassade kondensiere. Das sorge auch für mehr Hygiene. Alle Maßnahmen zusammen genommen sollen jährlich bis zu 193.000 Euro an Energiekosten sparen. Zum Gesamtprojekt gehöre neben dem Neubau auch die Umnutzung eines ehemaligen Fernheizwerkes, das konzeptionell in den Gesamtkomplex integriert worden sei. Es beherbergt ein 25 Meter langes Schwimmbecken und sei gleichwertig wie der Neubau gedämmt. Grimm zeigte sich erfreut: "Hier gelingt nicht nur ein Neubau nach Passivhausstandard. Auch die alte Infrastruktur wird aufgearbeitet und integriert." Für noch folgende Bauprojekte sollen die Ergebnisse aus Lünen aufbereitet werden. Eine Broschüre und Präsentationen auf Fachveranstaltungen seien geplant.

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Immer die richtige Seite
Informationen weltweit griffbereit. Immer gut informiert über Themen rund um die Arbeit an Bäderbetrieben und darüber hinaus Besuchen Sie unsere Internetangebote. http://www.schwimmmeister-schulung.de • Aktuelle Berichte zum Beruf des Fachanstellten und des Meisters • Informationen rund um die Ausbildung zum Meister • Hinweise auf Fortbildungsmöglichkeiten http://www.ada-schulung.co.de • Alle Informationen zur Ausbildereignungs Prüfung und zu den vorbereitenden Seminaren http://schwimmmeister.foren-city.de/ • Forum zum Austausch rund um die Arbeit an Bäderbetrieben • Treffpunkt für Teilnehmer unserer Meisterkurse • Hilfeecke für Computerprobleme (auch außerhalb des Berufes) http://bsg-magazin.blogspot.com/ • Blog mit Themen rund um Beruf Sport und Gesundheit Werden Sie Mitglied der BSG-Magazin Mailingliste mit einer Mail an: • BSG-Magazin-subscribe@yahoogroups.de Besuchen Sie unsere Facebookseiter unter: http://www.facebook.com/pages/BSG-Institut-zurAus-und-Fortbildung-von-B%C3%A4derperson al/210585282301338

MAGAZIN

Buchkritik: Übersichtliches Lehrbuch zur Ausbilderprüfung in neuer Auflage
(re) Eine Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige Ausbildung sind qualifizierte Ausbilder, die Spaß an ihrer Aufgabe haben. Zumindest was die Qualität betrifft, sorgt eine seit dem 1. August 2009 veränderte Prüfung für diese Qualitätssteigerung. Der Ausbilderschein kann nicht mal eben im Vorbeigehen mitgenommen werden. Die Prüfung stellt durchaus hohe Ansprüche an den Anwärter. Der überwiegende Teil der Prüflinge bereitet sich im Rahmen eines Vorbereitungskurses auf diese Prüfung vor, so wie ihn auch das BSG-Institut ab Januar anbietet. Nach langer Prüfung hat sich das BSG-Insittut für diesen AdA-Kurs und für die AdASchulung im Rahmen des Meisterkurses auf ein neues Lehrbuch festgelegt, das so neu gar nicht mehr ist, denn der „Sackmann - das Lehrbuch für die Meisterprüfung Teil IV Beruf und Arbeitspädagogik Ausbildung der Ausbilder“ gibt es aktuell schon in der 40. Auflage. Die 2010 erschienene Publikation beinhaltet natürlich alle Änderungen seit den Änderungen der AusbilderEignungsverordnung im August 2009. Auf rund 300 Seiten stellen die Autoren alles das vor, was für die Prüfung benötigt wird. Die vier Handlungsfelder • Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen • Ausbildung vorbereiten und Einstellung von Auszubildenden durchführen • Ausbildung durchführen • Ausbildung abschließen werden in einzelnen Kapiteln anhand von zahlreichen Beispielen erklärt. Jedes der Handlungsfelder ist nochmals in einzelne Teilkapitel unterteilt, die jeweils mit einem kurzen Selbsttest abschließen. An zahlreichen Stellen wird der Text durch Grafiken, Tabellen und Organigramme erläutert. Dem Buch liegt eine CD mit diversen PDF-Dateien bei, die Bezug auf die im Buch behandelten Themen haben. Findet sich

auf der CD eine Datei, z.B. ein Gesetzestext; der im Buchtext erwähnt wird, ist dies durch ein kleines CD-Symbol in der rechten Spalte gekennzeichnet. Wir haben zwar keine Datei gefunden, die man sich nicht auch kostenlos im Internet herunterladen könnte, die CD erspart aber allemal zeitintensives suchen, so dass man sich ganz auf die Prüfungsvorbereitung konzentrieren kann. Durch sein umfangreiches Stichwortverzeichnis taugt der neue Sackmann aber nicht nur als Lehrbuch, sondern auch als Nachschlagewerk in der täglichen Arbeit mit dem Auszubildenden. Welche Gründe könnte es dafür geben, dass mein Auszubildender seine Ausbildung abbrechen will und wie kann ich dies verhindern? Mein Auszubildender hat Prüfungsangst, wie kann ich ihm helfen? Auf alle diese Fragen findet man die jeweilige, wenn auch nicht immer in die Tiefe gehende, Antwort. Sackmann das Lehrbuch für die Meisterprüfung Teil IV Beruf und Arbeitspädagogik Ausbildung der Ausbilder 40. Auflage 2010 Verlagsanstalt Handwerg GmbH € 18,80 Kann über diese Seite bestellt werden: http://www.schwimmmeister-schulung.de/html/literatur.html

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Geprüfte/r Meister/in für Bäderbetriebe Schon im April 2013 kann der Traum Wirklichkeit sein
In Abstimmung mit der Landesschulbehörde Hannover bieten wir auch 2009 wieder einen Lehrgang zum Erwerb des anerkannten Abschlusses

„Geprüfte/r Meister/in für Bäderbetriebe“ 2012 / 2013
(gem. Verordnung vom 07.07.98) an. Unsere Pluspunkte: • Wir haben ein erfahrenes Lehrteam, das weiß, was Sie wissen müssen und dies zuverlässig vermitteln kann • Wir setzen moderne Techniken ein und schulen Sie auch im Umgang mit diesen • Das Hallenbad befindet sich in unmittelbarer Nähe und kann von den Kursteilnehmern jederzeit genutzt werden • Wir betreuen Sie in kleinen Lerngruppen individuell - natürlich auch am Wochenende und nach Feierabend

Lehrgangszeitraum: 08. Oktober 2012 bis 13. März 2013

BSG-Institut zur Aus- und Fortbildung von Bäderpersonal Auf dem Lay 20 - 31542 Bad Nenndorf Tel.: 05723 / 91928080 Mobil: 0178 / 8184288 www.schwimmmeister-schulung.de

MEDIZIN

Die Funktion der Atmung
(re) Der Frisör will einer Blondine die Haare schneiden und sagt: " Wenn ich Ihnen die Haare schneiden soll, dann müssen Sie aber Ihre Kopfhörer absetzten." "Nein, das geht nicht", erwidert die Blondine. Nach etwa einer halben Stunde reicht es dem Frisör und er reißt ihr die Kopfhörer vom Kopf. Kurz darauf erstickt sie. Als der Frisör an den Kopfhörern horcht, hört er eine beruhigende Stimme sagen: "Atmen sie jetzt ein, atmen sie jetzt aus. Atmen sie jetzt ein...." Gut, dass dies nur ein Witz ist und die Atmung natürlich bei Blondinen, und ebenso bei allen anderen Menschen, nicht etwa durch den Kopfhörer, sondern durch das Atemzentrum im verlängerten Rückenmark gesteuert wird. Im Bereich der Ersten Hilfe geht es in vielen Fällen um den Erhalt der Herzkreislauffunktion. Atmung und Herztätigkeit müssen durch den Ersthelfer ständig sichergestellt werden. Darum wollen wir uns Atmung und Herz zunächst einmal etwas genauer anzuschauen. Um seinen Körperfunktion aufrechtzuerhalten muss jeder Mensch ständig atmen. Dabei nimmt die Einatemluft in der Regel folgenden Weg: • • • • • • • • • Nase bzw. Mund Rachen (Pharynx) Kehlkopf (Larynx) Luftröhre (Trachea) Bifurkation (Abzweigung der Luftröhre in die beiden Hauptbronchien) Bronchienstamm Bronchien Bronchiolen Lungenbläschen (Alveolen)

Strukturen des Kehlkopfs
(1) Schildknorpel (2) Ligamentum cricothyroideum (3) Ringknorpel (4) Luftröhre (Trachea) (A) Koniotomie (B) Tracheotomie

die Luftröhre (1 - 4) und therapeutische Eingriffe (A - B).

Die Ausatemluft nimmt genau den gleichen Weg in umgekehrter Reihenfolge. Nachfolgend wollen wir uns die einzelnen Stationen der Atemluft etwas genauer anschauen. Dabei macht es durchaus Sinn, sich auch die entsprechenden Fremdwörter zu merken, denn zum Beispiel den Begriff Larynx für Kehlkopf finden sich irgendwann im weiteren Verlauf dieser Serie beim Laryngoskop wieder. die Nase ist eine paarige, zunächst knorpelige, weiter innen dann knöchernen Öffnung im Schädel. Die Nase hat verschiedene Aufgaben. Die borstenartigen Haare im Nasenvorhof haben die Aufgabe die Atemluft zu reinigen. Der Innenraum der Nase ist mit einer Schleimhaut ausgestattet, die die eingeatmete Luft anfeuchtet und erwärmt. Der Rachen ist das Verbindungsstück zwischen Nase, Mund und Kehlkopf. Es handelt sich dabei um einen Muskelschlauch, der von der Schädelbasis bis zur Luftröhre reicht. Er endet dort, wo sich Luft- und

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Grafik: PhilippN - Wikipedia

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Grundlegendes über Pharynx, Larynx und Trachea
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Grafik: LadyofHats- Wikipedia

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tasten. Unter dem Schildknorpel liegt waagrecht der Ringknorpel, an den sich die Knorpelspangen der Luftröhre anschließen. Der Kehldeckel verschließt den Kehlkopfeingang gegenüber dem Rachen und ist mit dem Schildknorpel verbunden. Die Knorpel werden von verschiedenen Bändern zusammengehalten. Der Kehlkopf ist oben durch eine Membran mit dem Zungenbein verbunden. Zwischen den Stellknorpeln und der Hinterwand des Schildknorpels liegen die Stimmbänder.
Grafik: Louisa Howard- Wikipedia

nur aus zwei, statt drei Lungenlappen. Der linke Hauptbronchus teilt sich in zwei Lappenbronchen, der Rechte in drei. Die Bronchen (ver)teilen sich von dort immer weiter in Bronchiolen an deren Ende die Lungenbläschen (Alveolen) den eigentlichen Gasaustausch ermöglichen. Die Lungenbläschen sind kleine, mit Luft gefüllte Hohlräume, die von einem dichten Kapillarnetz, den Lungenkapillaren, umspannt sind. Hier findet der eigentliche Gasaustausch statt. Durch Diffusion, also den Ausgleich unterschiedlicher Partialdrücke zwischen den Lungenbläschen und den umgebenden Kapillaren, wird Sauerstoff auf der einen Seite und Kohlendioxid auf der anderen Seite ausgetauscht. Ein effektiver Austausch von zwei Gasen über Diffusion kann aber nur dann erfolgen, wenn die Oberfläche entsprechend groß ist. In der Lunge ist dies der Fall. Jede der beiden Lungenseiten hat etwa 300 Millionen Lungenbläschen, was einer Oberfläche von 100 m² entspricht. Rund 7000 Liter Blut fließen durchschnittlich jeden Tag durch die Lunge. Die Bronchen, Bronchiolen, Lugenbläschen und die sie umgebenden Kapillaren bilden zusammen die Lunge. Nach unten wird die Lunge durch das Zwerchfell begrenzt. Jeder Lungenflügel ist von einer Haut, dem Lungenfell umhüllt. Gegenüber dem Lungenfell ist der Brustkopf von innen mit einer weiteren Haut überzogen, dem Rippenfell. Der winzige Spalt zwischen diesen beiden Häuten heißt Pleuraspalt und ist mit einer Flüssigkeit gefüllt (ca 5-10ml). Durch den relativen Unterdruck im Pleuraspalt haftet die Lunge mit dem Lungenfall am Brustkorb mit dem Brustfell fest. Dies bedeutet, dass sie sich bei einer Weitung des Brustkobs ausdehnt, bzw. bei einem Zusammensinken des Brustkorbs wieder zusammenzieht. Dies ist für eine geregelte Atmung unerlässlich, weshalb Beschädigungen des Pleuraspalts zu gefährlichen Störungen der Atmung führen können. Wir haben weiter oben ja bereits etwas über den Gasaustausch in der Lunge erfahren. Nun stellt sich die Frage: Wie kommt die Luft in die Lunge? Hier gibt es mehrere Faktoren. Zunächst einmal spannt sich das glockenförmige Zwerchfell, das die Lunge nach unten zum

Lungenbläschen

Speiseröhre teilen. Auch der Rachen ist mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Der Kehlkopf bildet den Übergang vom Rachen zur Luftröhre. Von außen kann man beim Menschen in der Mitte des Halses den Adamsapfel erkennen. Er entspricht dem mittigen Vorsprung des Schildknorpels, dem größten der drei großen Knorpel des Kehlkopfes. Die beiden anderen Knorpel sind der Ringknorpel und der Kehldeckel (Epiglottis). Daneben gibt es noch zwei kleineren Stellknorpeln. Der Schildknorpel bildet die vordere Wand des Kehlkopfes. Man kann seine Oberkante von außen sehen und erGrafik: Jörg Rittmeister - Wikipedia

Kehlkopf (Larynx)

Die Luftröhre ist ein zwischen 10 und 15 cm langer Schlauch mit 16-20 Hufeisenförmigen Knorpelspangen. Die Knorpelspangen sorgen dafür, dass die Luftröhre durch den Unterdruck, der bei der Einatmung entsteht, nicht zusammenfällt. Auch die Luftröhre ist mit einer Schleimhaut ausgestattet. Sogenannte Kinozilien (Flimmerhärchen) sorgen durch eine geordnete Bewegung dafür, dass Schleim und Staubteilchen abgehustet oder ausgeworfen werden.

Die Luftröhre

Bronchienstamm / Bronchien / Bronchiolen
Die Luftröhre teilt sich in Höhe des 4. bis 5. Brustwirbels in die beiden Hauptbronchen. Dieser Punkt wird als Bifurkation bezeichnet. Da das Herz in die linke Brustkorbhälfte hinein ragt, ist die linke Seite der Lunge kleiner als die rechte Seite. Sie besteht

Lunge (Pulmo)

Funktion der Atmung

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Atemfrequenzen / Minute Erwachsene Jugendliche Kleinkinder Neugeborener / Säugling ca.12x ca. 20x ca. 30x ca. 40x

Atemzugvolumen Erwachsene Jugendliche Kleinkinder Säugling Neugeborener ca. 500 ml ca. 350 ml ca. 150 ml ca. 50 ml ca. 20 ml

Bauchraum abgrenzt an und senkt sich dadurch. Gleichzeitig hebt die Zwischenrippenmuskulatur die Rippen an, was in Kombination mit der Zwerchfellanspannung zu einer Weitung der Lunge führt. Wir erinnern uns: Die Lunge haftet mit dem Lungenfell über den Pleuraspalt am Rippenfell und macht somit die Bewegungen des Rippenfells mit. Durch den entstehenden Unterdruck wird Luft in die Lunge gezogen. Bei besonderer Anstrengung kann durch die Atemhilfsmuskulatur der Brustraum noch weiter vergrößert werden, was zu einem größeren Atemzugvolumen führt. Bei der Ausatmung entspannen sich das Zwerchfell und die Zwischenrippenmuskulatur, der Brustkorb sinkt durch sein Eigengewicht in seine ursprüngliche Form zusammen und drückt dabei die in der Lunge befindliche Luft heraus. Wir atmen aus. Das machen wir als Erwachsene im Ru-

hezustand rund 12 Mal in der Minute. Vergleiche Tabelle oben.

pazität und Residualvolumen nennt man Totalkapazität. Kommen wir zurück zur Blondine beim Frisör. Auch bei ihr wird die Atembewegung vom Atemzentrum im verlängerten Rückenmark gesteuert. Das Atemzentrum bekommt von Nerven an den Lungenbläschen und von Sensoren an den Hals- und Herzaterien Informationen über den Kohlendioxidgehalt im Körper. Die Menge an CO2 ist der vorwiegende Steuerungsmechanismus für die Atemtätigkeit. Zwar wird durch andere Sensoren im Körper auch der Sauerstoffgehalt bestimmt, er ist jedoch bei der Steuerung der Atmung im Normalfall zu vernachlässigen.

Atemzugvolumen

Dabei atmet der Erwachsene bei einem normalen Atemzug rund 500 ml Luft ein. Darüber hinaus kann ein Mensch im Bedarfsfall noch eine größere Menge Luft in den Lungen aufnehmen, dies ist das inspiratorische Reservevolumen, was zwischen 2000 und 3000 ml beträgt. Bei einer maximalen Ausatmung (exspiratorisches Reservevolumen) können nochmals ca. 1000 ml ausgeatmet werden. Die gesamte Einatemreserve und Ausatemreserve nennt man Vitalkapazität. Sie liegt beim Erwachsenen bei ca. 3000 - 4000 ml. Ein gewisser Teil der Luft verbleibt immer in der Lunge und kann auch bei maximaler Ausatmung nicht ausgeatmet werden. Diesen Teil nennt man Residualvolumen. Die Gesamtheit von Vitalka-

Atemsteuerung

Grafik: Patrick J. Lynch, medical illustrator - Wikipedia

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DLRG Sommerbilanz: 306 Menschen ertrunken

Foto: Rainer Sturm pixelio.de

zeitig verzeichneten die Rettungsschwimmer der DLRG in den Sommermonaten zahlreiche lebensrettende Einsätze an den bewachten Badestellen. "Ohne ihren Einsatz wären die tödlichen Badeunfälle deutlich höher. Dies zeigt die Notwendigkeit und den Erfolg des ehrenamtlichen Wasserrettungsdienstes", so Dr. Klaus Wilkens weiter. In Schwimmbädern ertranken acht Menschen, neun weniger als noch im Vorjahr. Insgesamt sind Schwimmbäder, die ebenfalls bewacht sind, sichere Badestellen. Die tödlichen Unfälle in Gartenteichen und privaten Swimmingpools sind ebenfalls deutlich zurückgegangen. Fünf Opfer weist die Statistik der DLRG aus, darunter waren drei Kleinkinder im Alter zwischen einem und vier Jahren. Die Verteilung der tödlichen Wasserunfälle nach Alter zeigt, dass besonders die älteren Menschen über 50 Jahre betroffen sind. 166 Männer und Frauen in den höheren Altersklassen sind 2011 bisher ertrunken, das sind 59%. In den Altersstufen von null bis 15 Jahren ertranken erfreulicherweise nur 17 Kinder und Jugendliche. Kaum Veränderungen zeigt die Statistik nach Geschlecht: Vier von fünf Opfern sind Männer. 244 Männer und 61 Frauen kamen in deutschen Gewässern in den ersten acht Monaten dieses Jahres um. Wie in den Vorjahren führt Bayern die Liste der Bundesländer mit den meisten Todesfällen durch Ertrinken wieder an. 60 Personen starben in bayerischen Gewässern, gefolgt von Niedersachsen mit 45 Opfern, Baden-Württemberg (40) und Nordrhein-Westfalen (36). Mit Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern nehmen drei "neue" Bundesländer mit 20, 16 und 15 Todesfällen die Plätze fünf bis sieben ein. Im Bundesland Bremen ertrank nur eine Person, wenige Opfer gab es auch im Saarland (4), Thüringen (5) und Sachsen-Anhalt (6).

(ots) - Obwohl der Sommer 2011 weitgehend kalt und verregnet war, sind in den ersten acht Monaten 306 Männer und Frauen ertrunken. Zwischen Juni und August kamen 117 Menschen in deutschen Gewässern ums Leben. Im Vergleich mit dem Vorjahr waren es 25 Personen weniger. Diese Zahlen gab die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) heute bekannt. "Das schlechte Wetter hat viele Menschen vom Schwimmen oder Wassersport abgehalten. Die Freibäder beklagen erhebliche Rückgänge bei den Besucherzahlen und auch viele Urlauber an Nord- und Ostsee verzichteten auf ein Bad in den Wellen. Dennoch ist die Zahl der tödlichen Unfälle nach wie vor sehr hoch. Signifikante Rückgänge sind nicht erkennbar. Von einer Entspannung der Sicherheitslage im und am Wasser kann keine Rede sein", kommentierte DLRG-Präsident Dr. Klaus Wilkens die Zwischenbilanz. Die meisten Todesfälle ereigneten sich wieder im Binnenland. In Flüssen, Seen und Kanälen kamen zumeist abseits bewachter Badestellen 253 Menschen ums Leben, das sind 82,7% aller tödlichen Unfälle. Wieder entspannt hat sich die Sicherheitslage an den Küsten von Nord- und Ostsee. 14 Personen verloren im Meer das Leben, neun weniger als vor einem Jahr. Gleich-

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Magazin für Ausbildung, Arbeit und Karriere

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Der Wert der Mitarbeiter wird oft unterschätzt

Foto: S. Hofschlaeger_pixelio.de

Ausgabe 3-2011

BERUF

Der Wert der Mitarbeiter wird unterschätzt
(re) Qualifizierte Mitarbeiter werden inzwischen in vielen Branchen gesucht. Die Zeiten geburtenstarker Jahrgänge, aus denen sich die Chefs die qualifiziertesten Bewerber herauspicken konnten, sind vorbei. Und so ist das Halten qualifizierter Mitarbeiter im Betrieb von besonderer Bedeutung. Allerdings haben noch nicht alle Arbeitgeber den Wert ihre Mitarbeiter erkannt. Zu sorglos gehen viele mit ihren Angestellten um. Unsere Beiträge auf den folgenden Seiten zeigen, dass im Personal ungeahnte Potentiale schlummern, die es zu entdecken gilt. Nicht außer acht lassen darf man dabei aber, dass die Arbeitszufriedenheit nicht nur auf die Produktivität, sondern auch auf die Gesundheit der Angestellten einen direkten Einfluss hat. Unsere Beiträge zeigen, dass der Chef durch seine Auftreten gegenüber den Mitarbeitern einen direkten Einfluss auf deren Krankentage nehmen kann. Viele reagieren erst dann, wenn es um die Gesundheit der Mitarbeiter schon nicht mehr zum Besten steht. So setzt nur jeder dritte Betrieb auf Burn-Out Prävention, wie unser Bericht auf dieser Seite beschreibt. Es gibt also noch viel zu tun, um eine Arbeitsumgebung zu schaffen, die den optimalen Unternehmenserfolg sicherstellt. Wie weit sind Sie mit Ihrem Betrieb noch davon entfernt.

Nur jedes dritte Unternehmen setzt auf Burn-Out Prävention
Bä d e r S p or t G e s und h e it

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wie Stress am Arbeitsplatz, Überbelastung und Überforderung seien bei 79 Prozent der Betroffenen verantwortlich für den Erschöpfungszustand. "Bei knapp 59 Prozent spielen jedoch auch private Gründe eine ganz entscheidende Rolle", erläutert Petra Timm. Über die Studie Die dargestellten Ergebnisse stammen aus einer aktuellen Online-Befragung im Rahmen des Randstad Expertenpanel Personal, das der Personaldienstleister gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Innofact im Mai dieses Jahres durchgeführt hat. Befragt wurden 1561 Personalverantwortliche zu ihren Erfahrungen mit vom Burn-Out betroffenen Arbeitnehmern. Über Randstad Gruppe Deutschland Mit durchschnittlich rund 63.000 Mitarbeitern und 500 Niederlassungen in rund 300 Städten sowie einem Umsatz von rund 1,73 Milliarden Euro(2010) ist die Randstad Gruppe der führen-

Grafik: Gerd Altmann_Shapes_AllSilhouettes.com pixelio.de

(ots) - Ausgebrannt, erschöpft, depressiv. Burn-Out hat sich in Deutschland zu einem echten Volksleiden entwickelt. Kein Wunder, gehören doch Stress und Belastung laut einer Allensbach-Studie zu den Top Gesundheitsbeschwerden der Deutschen. "Burn-Out zieht sich heute über alle Ebenen und Branchen und ist für die Leidtragenden wie für den jeweiligen Arbeitgeber sehr unschön", kommentiert Petra Timm, Sprecherin von Randstad Deutschland. Laut der im aktuellen 'Randstad Expertenpanel Personal' befragten Personalverantwortlichen fallen gut 42 Prozent der Betroffenen zwischen einem und drei Monaten aus, knapp 18 Prozent sind sogar mehr als sechs Monate raus aus dem Job. "Unternehmen müssten daher eigentlich alles tun, um dem Erschöpfungszustand vorzubeugen", so die Sprecherin. Tatsächlich bieten jedoch nur 34 Prozent der befragten Personalverantwortlichen in ihren Betrieben Präventionsprogramme wie Stressmanagement oder Gesundheitsvorsorge an. Immerhin 45 Prozent kümmern sich um die Reintegration ihrer Mitarbeiter nach dem Burn-Out. Auffällig dabei ist: Je größer das Unternehmen, desto mehr Vorbeugungs- und Nachsorgeprogramme gibt es. So bieten beispielsweise 44 Prozent der Firmen mit über 500 Mitarbeitern Präventivmaßnahmen an, bei den Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern sind es lediglich 13 Prozent. Grund für den Burn-Out ist nach Ansicht der Personalverantwortlichen zumeist eine Kombination verschiedener Faktoren. Individuelle berufliche Gründe

de Personaldienstleister in Deutschland. Randstad bietet Unternehmen unterschiedlicher Branchen umfassende Personalservice-Konzepte. Neben der klassischen Zeitarbeit gehören zum Portfolio von Randstad unter anderem die Geschäftsbereiche Professional Services, Personalvermittlung, HR Lösungen und Inhouse Services. Spezialisierung und Weiterentwicklung des Leistungsangebots sind die Eckpfeiler der Randstad Marktstrategie. 'Spezialisierung' steht für konzentriertes Know-how in ausgewählten und zukunftsträchtigen Branchen unter den Stichworten Airport Services, Callflex, Finance, Medical und Energie um damit jederzeit die von Kundenunternehmen gewünschten Qualifikationen anbieten zu können. Mit der Weiterentwicklung des Leistungsangebots setzt sich Randstad deutlich vom Wettbewerb ab. Als Impulsgeber für den Arbeitsmarkt hat Randstad bereits im Jahr 2000 einen flächendeckenden Tarifvertrag mit ver.di abgeschlossen, der als Grundlage für die geltenden tariflichen Regelungen in der gesamten Branche diente. Randstad ist seit über 40 Jahren in Deutschland aktiv und gehört zur niederländischen Randstad Holding nv: mit einem Gesamtumsatz von rund 14,2 Milliarden Euro (Jahr 2010), rund 547.000 Mitarbeitern und 4.200 Niederlassungen in über 40 Ländern, ist Randstad einer der größten Personaldienstleister weltweit. Vorsitzender und Sprecher der Geschäftsführung von Randstad Deutschland ist Eckard Gatzke.

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Fehlzeiten-Report 2011: Mit dem Chef als Partner sind Mitarbeiter gesünder
(ots) - Mehr Einsatz für die Mitarbeiter, mehr Feedback und öfter mal ein Lob für gute Arbeit - das wünschen sich Beschäftigte von ihrer Führungskraft. Dieser Einsatz lohnt sich, bestätigt der aktuell veröffentlichte Fehlzeiten-Report 2011. Danach haben Mitarbeiter, die von ihren Führungskräften gut informiert werden und Anerkennung erfahren, weniger gesundheitliche Beschwerden und identifizieren sich häufiger mit ihrem Unternehmen. Das erhöht auch den Unternehmenserfolg. "Doch viele Chefs verhalten sich nicht entsprechend. Selbst kleine Selbstverständlichkeiten, wie ein Lob bei guter Leistung, erhalten mehr als die Hälfte der Mitarbeiter nicht von ihrem Chef", so Helmut Schröder, Mitherausgeber des Fehlzeiten-Reports 2011, der vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) in Kooperation mit der Universität Bielefeld und der Beuth Hochschule für Technik Berlin publiziert wird. Aber auch die Führungskräfte selbst stehen unter Druck. Vor allem in unteren und mittleren Führungsebenen leiden sie unter starkem Zeitdruck und hoher Arbeitsdichte. So gaben Führungskräfte in einer im Fehlzeiten-Report vorgestellten Befragung an, nur an durchschnittlich 4,8 Tagen im Jahr krank gewesen zu sein. Andere Erhebungen zeigen hingegen, dass Führungskräfte im Gegenzug an 8,3 Tagen trotz Krankheit zur Arbeit gingen und sich bei Krankheit nicht angemessen erholten oder zu früh an ihren Arbeitsplatz zurückkehrten. Der Fehlzeiten-Report informiert außerdem über die Ausfalltage der deutschen Wirtschaft insgesamt: Obwohl der Krankenstand 2010 im Vergleich zum Vorjahr bei 4,8 Prozent stagniert, hat die Zahl der Krankheitstage erneut leicht zugenommen. Ein Trend, der sich auch im ersten Halbjahr 2011 fortsetzt. Im Durchschnitt dauerte 2010 eine Arbeitsunfähigkeit 17,6 Tage. Die Daten basieren auf den Fehlzeiten der mehr als 10 Millionen bei der AOK versicherten Erwerbstätigen. Die meisten Krankheitstage entfielen 2010 auf die Gruppe der Muskel- und Skeletterkrankungen (24,2 Prozent). Darauf folgen akute Verletzungen (12,9 Prozent), Atemwegserkrankungen (12 Prozent) und psychische Erkrankungen (9,3 Prozent). Der Trend der Zunahme psychischer Erkrankungen setzt sich nach wie vor fort: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund dieser Erkrankung um 0,7 Prozentpunkte angestiegen. Insgesamt ist seit 1994 bei den Arbeitsunfähigkeitsfällen ein Anstieg der psychischen Erkrankungen von mehr als 100 Prozent, bei den Arbeitsunfähigkeitstagen um nahezu 90 Prozent zu verzeichnen.

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Mitarbeiterwissen wird oft zu wenig genutzt BGW: Befragungen können helfen, verborgene Potenziale zu entdecken
(ots) - In Mitarbeitern von Unternehmen schlummert ein Wissens- und Erfahrungsschatz, den Betriebe oft kaum nutzen. Sie vergeben damit große Chancen, die Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit ihrer Beschäftigten zu stärken und so ihren Unternehmenserfolg zu fördern. Durch systematische Mitarbeiterbefragungen lassen sich wichtige Informationen gewinnen, um die Arbeitsbedingungen und -abläufe zu optimieren, rät die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). In einer Altenpflegeeinrichtung kommt es immer wieder zu unerwartetem Personalausfall. Der Krankenstand ist hoch, die angespannte Situation führt zu Missstimmung und einem gereizten Umgangston. Darüber beschweren sich Angehörige der Bewohner; der Ruf des Heims leidet. Kurzum: Die ganze Situation ist unbefriedigend. Nur - wo ansetzen, was sind die Ursachen für die latente Dauerkrise? In der Regel bringt es wenig, punktuell im Nebel zu stochern und aufs Geratewohl das eine oder andere zu ändern. Vielmehr sollte systematisch das gesamte Unternehmen einbezogen werden. "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Experten in eigener Sache, viele Betriebe nutzen das zu wenig", berichtet Lars Welk von der BGW. "Neben ihrem fachlichen Wissen haben die Beschäftigten meist eine gute Kenntnis der Arbeitsbedingungen, der Belastungen und Gefährdungen, aber auch der versteckten Potenziale im Betrieb." Diesen Schatz gelte es systematisch zu bergen und zu nutzen. "Häufig ergeben sich daraus wertvolle Hinweise, wo Dinge im Argen liegen - aber auch darauf, was von den Mitarbeitern besonders positiv gesehen und geschätzt wird, was es also zu fördern und auszubauen gilt", erläutert Welk. So könnte eine Mitarbeiterbefragung in der Altenpflegeeinrichtung zum Beispiel aufzeigen, dass zu bestimmten Tageszeiten die Stressbelastung als besonders hoch empfunden wird und dass viele Beschäftigte unter Rückenschmerzen leiden. "Daran kann man ansetzen", so der BGW-Experte, "zum Beispiel die Dienstpläne und Arbeitsabläufe optimieren und ein gezieltes Projekt zur Prävention von Rückenbeschwerden starten." Erfahrungen der BGW zeigen, dass sich durch Mitarbeiterbefragungen die Motivation und Gesundheit der Beschäftigten oft beträchtlich steigern lassen. Sie fühlen sich einbezogen und merken, dass ihre Beteiligung und ihr Wissen positive Veränderungen bewirken. Die Arbeitszufriedenheit, Motivation und Identifikation mit dem Betrieb steigen. Das kann sich auch in der Qualität der geleisteten Arbeit widerspiegeln, die Kundenzufriedenheit erhöhen und somit zu einem Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen werden.

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