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Weblogs – ein neues Kommunikationsmedium in der Bildungswissenschaft

Beschreibung, Umsetzung und Reflexion einer eigenen Weblogidee

Hausarbeit zum Modul 1 Gestaltung und Entwicklung von neuen Medien Modulbetreuung: Prof. Dr. Theo Bastiaens

angefertigt im MA Bildung und Medien – eEducation

an der FernUniversität in Hagen

von Doris Lidl Hauffstr.4 73333 Gingen Matr.-Nr. 7234201

Themenstellung am 4.7.2011 Vorgelegt am 17.8.2011

1 EINLEITUNG ................................................................................................ 3 2 WEBLOGS IN DER BILDUNGSWISSENSCHAFT .................................. 4
2.1. Funktionen und Motive von Weblogs............................................................................... 4 2.2. Konzept und Instruktionsdesign von Weblogs ................................................................ 6

3 DAS WEBLOG (NEW) PEACEMAKERS ON THE BLOG ...................... 9
3.1. Thema .................................................................................................................................. 9 3.1.1. Eigene Motivation ......................................................................................................... 9 3.1.2. Ziele der Streitschlichter-Ausbildung ......................................................................... 10 3.2. Funktionen und Motive von (new) PEACEMAKERs on the blog .............................. 10 3.3. Konzept und Instruktionsdesign von (new) PEACEMAKERs on the blog ................ 11 3.4. Aufbau und Funktionalität von ( new) PEACEMAKERs on the blog........................ 13 3.4.1. Kategorien ................................................................................................................... 14 3.4.2. Bilder und Videos........................................................................................................ 14 3.4.3. Text.............................................................................................................................. 15

4 REFLEXION ................................................................................................ 15
A 1 Layout / Menue ................................................................................................................. 19 A 2 Kategorien ......................................................................................................................... 19 A 3 Links .................................................................................................................................. 20 A 4 Termine ............................................................................................................................. 21 A 5 RSS-Feeds.......................................................................................................................... 21 A 6 Bilder und Texte ............................................................................................................... 22 A 7 Veränderungen im Weblog.............................................................................................. 23 A 8 Kommentare ..................................................................................................................... 26

6 LITERATURVERZEICHNIS..................................................................... 28 7 ERKLÄRUNG .............................................................................................. 33

1 Einleitung
„Immer

gleich den PC hochfahren und dann Kwick, Facebook und YouTube gleichzeitig“, so

beschreibt eine 12 jährige Schülerin ihre Mediennutzungsgewohnheiten. Medien sind inzwischen selbstverständliche Alltagsbegleiter vieler junger Menschen geworden. Wie auch in der realen Welt, so steht auch bei der Mediennutzung Jugendlicher die Kommunikation im Mittelpunkt. Sie unterhalten sich auch im Netz direkt oder indirekt, in offenen oder geschlossenen Räumen, z.B. neben den Instant-Messengern wie ICQ oder MSN in zunehmendem Maß auch in sozialen Netzwerken wie SchülerVZ oder Facebook (vgl. Antes / Schmid 2011). Mit dem Web 2.0 haben sich die technischen Möglichkeiten für einen interaktiven Austausch im Internet sehr verändert. Es ergeben sich Chancen für neue soziale Netzwerkbildungen, die Nutzer können nach eigenen Präferenzen Inhalte platzieren. Ob und wie die Potentiale genutzt werden, ist im Wesentlichen von den soziokulturellen Kontexten und individuellen Ressourcen abhängig (vgl. Ketter / Niesyto 2008). So existieren in Deutschland bei einer Onlinenutzung Jugendlicher von 95% erhebliche Nutzungsunterschiede. Im Netz reproduzieren sich soziale Ungleichheiten: Vor allem in bildungsbenachteiligten Milieus besteht die Nutzung der Web 2.0 Angebote vorwiegend aus rezeptiven Tätigkeiten (vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest 2010 / Wagner & Eggert 2010). Auch wenn man davon ausgeht, dass die intensive Nutzung von sozialen Netzwerken bereits den Übergang zu aktiver Mediengestaltung darstellt, bleiben dennoch viele Gestaltungspotentiale ungenutzt (vgl. Antes / Schmid 2011). Die Abwertung von Medienpräferenzen Jugendlicher in Verbindung mit fehlenden medienpädagogischen Kompetenzen der Lehrkräfte verstärken die Benachteiligung (vgl. Ketter / Niesyto 2008). Diese Gegebenheiten verweisen auf medienpädagogischen Handlungsbedarf. Die vorhandenen Ressourcen junger Menschen müssen für den Lehr- und Lernerfolg förderlich eingesetzt und gleichzeitig Jugendlichen bildungsbenachteiligter Milieus geeignete Zugänge zur aktiven und reflektierten Mediennutzung eröffnet werden. In vorliegender Hausarbeit soll deshalb dargestellt werden, wie und mit welchem Nutzen das neue Kommunikationsmedium Weblog in den Lehr-Lernkontext integriert werden kann. Nach theoretischen Erläuterungen wird das Konzept des Weblogs „(new) PEACEMAKERs on the blog“ sowie dessen Umsetzung mit der Software Wordpress dargelegt und reflektiert. Mit

in den Vordergrund (vgl. Medienkonsumenten treten aus ihrer passiven Rolle als Konsumenten heraus und beteiligen sich aktiv an der Medienproduktion. Röll 2008). Was sind nun Weblogs.0 neben Podcasts und Wikis oft Erwähnung (2004. 9). S. Die Funktionalität eines Weblogs ähnelt der eines Content-Management-Systems mit vereinfachter Installation und Handhabung (vgl. Weblogs sind für viele Verwendungen offen.dem ausbildungsbegleitend geführten Blog erweitern angehende Streitschlichter1 ihre Medienkompetenz und gewinnen in authentischer Lernumgebung neue Perspektiven auf das Thema Cybermobbing. Funktionen und Motive von Weblogs Weblogs sind regelmäßig aktualisierte Webseiten und dienen der Publikation von Hypertextjournalen.1. die mit Plattformen. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für beiderlei Geschlecht. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. sie ermöglichen individuelle und kollektive Kommunikationsformen. 2. Röll 2005). S. die bidirektionale und die interpersonale Kommunikation (vgl. Die ursprüngliche Bedeutung des „Webloggens“ liegt beim „Sammeln und Annotieren von Links“ (Schmidt 2006. Das bedeutet. laut Burg die „communicative avantgarde of social software“. welche Funktionen haben sie und wie können sie im Bildungskontext genutzt werden? 2 Weblogs in der Bildungswissenschaft Weblogs. Übertragen auf den hier thematisierten bildungswissenschaftlichen Kontext ergibt sich in der Konsequenz. 1 . Selbstrepräsentation und Eigenproduktivität in Zusammenhang stehen. Kießling 2008). 13). Kerres 2006). sondern der Lerner den Content erstellt. Röll 2005). Lernen findet ubiquitär statt und wird zur Performanz (vgl. zeichnen aber darüber hinaus auch für eine veränderte Wahrnehmung und Nutzung des Internets. wie beispielsweise Wordpress. Zum Betreiben von Weblogs stehen viele Programme als freie Software zur Verfügung. finden im Zusammenhang mit Web 2. Dabei rücken alle Tätigkeiten. Netzwerken. Röll 2008). Die einzelnen Beiträge erscheinen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge (vgl. Weblogs stellen softwaretechnische Innovationen dar. Zur Installation genügen ein Webserver mit PHP und MySQL-Datenbank (vgl. dass nicht der Lehrer. So ergeben sich die dezentrale Form des Austauschs.

Durch das Geflecht von Beiträgen. Sie sind gekennzeichnet durch personenbezogene Reflexion. den Themenanwalt und den Vernetzer (vgl. Röll 2008. 2005). o Ein Weblog fungiert als Lerntagebuch. Durch das Bloggen stabilisiert der Autor seine persönliche Zugehörigkeit. Röll 2005). institutionalisierten Kontexten zum Einsatz. Außerdem ermöglicht die Trackback-Funktion das Benachrichtigen der Autoren über sich aufeinander beziehende Artikel (vgl. erhalten die Gelegenheit. eng verbundene Gemeinschaften verlieren dadurch weiter an Bedeutung. den Autor. Räumlich begrenzte. Nach Zerfaß und Boelter zeigen sich beim Bloggen verschiedene Verhaltenstypen. Die Einbindung von RSS-Feeds fördert die Individualisierung und Personalisierung von Kommunikation (vgl. sich zu äußern (vgl. vor allem die Verlinkung zu anderen Quellen. Röll 2008). locker verbundene. Kommentaren und Verlinkungen auf andere Blogs entstehen soziale Netzwerke. Neben privaten Blogs.Die Kommunikation mit den Lesern wird durch verschiedene technische Blogfunktionen unterstützt. kommen Blogs auch zunehmend in formellen. den Erzähler. So ist die Kommentarfunktion zu erwähnen. disperse Netzwerke gewinnen an Reichweite und Einfluss (vgl. den Kommentator. Schmidt 2006). so gibt es den Beobachter. Authentizität und Kollaboration. 95). Der Autor erfindet sich selbst in seinen Erzählungen. mit der Leser Kommentare zu veröffentlichten Artikeln verfassen können.). Röll 2008). der Lernprozess wird selbstgesteuert dokumentiert und reflektiert. S. deren Stimme von traditionellen Medien nie veröffentlicht worden wäre. Content– sowie diskursorientierte Weblogs motivieren zu selbstgesteuertem. kollaborativem und situiertem Lernen im sozialen Kontext und erfüllen folgende Funktionen (vgl. die Kommentare sowie die Integration in einen Blogroll wichtig (vgl. Identität. Für die Beziehungsgestaltung sind. Bastiaens / Schrader / Deimann 2009. Weblogs ermöglichen die Präsentation des eigenen Selbst. die beispielsweise als persönliche Tagebücher oder Publikationsorgane außerhalb formelle Lernkontexte geführt werden. Menschen. Weblogs vermitteln zwischen interpersoneller und massenmedialer Kommunikation. Sie fördern das „Lernen des Lernens“ (vgl. soziale Netzwerke werden aufgebaut und gepflegt. ebd. Der Nutzer kann darin über gelesene Artikel oder über eigene Reflexionen schreiben. . Pullich 2007): o Weblogs dienen als Wissensmanagement-Werkzeug. neben der inhaltlichen Dimension.

die aktiv und selbstgesteuert Wissen erarbeiten und miteinander teilen (vgl. Evaluative Maßnahmen sollten summativ oder formativ durchgeführt werden (vgl. Auch wenn neue Medien viele Potentiale besitzen. damit Weblogs lernförderlich eingesetzt werden können? 2. de Witt 2005). Im Mittelpunkt stehen dabei nicht didaktische Entscheidungen. Implementation und Evaluation (vgl. Konzept und Instruktionsdesign von Weblogs Den Einsatz neuer Kommunikations-und Informationstechnologien bezeichnet man als ELearning. Dabei gilt es grundsätzlich zu klären. Durch die verschiedenen Funktionen eines Weblogs ergeben sich beim Einsatz im LehrLernkontext. ausgeführt. für welche Zielgruppe das Angebot erstellt wird. Danach stellt sich die Frage. sondern vielmehr die Lernenden. o Als Diskursmedium kann ein Weblog den Austausch zwischen den Teilnehmern eines Kurses fördern. zahlreiche Potentiale.o In einem E-Portfolio sammelt der Weblogautor über einen größeren Zeitraum seine Lernresultate. Welche Anforderungen und Aufgaben ergeben sich nun für die Bildungswissenschaft. . Didaktische Entscheidungen stehen am Anfang und klären. ob damit pädagogische Ziele erreicht werden. Kerres 2001). Bastiaens et al. o Weblogs fördern die Medienkompetenz. de Witt 2005). entsteht kollaboratives und nachhaltiges Lernen erst durch sinnvolle didaktische Gestaltung. die zuvor mit traditionellem Unterricht nicht oder nur schwer zu verwirklichen gewesen wären (vgl. Ebenso müssen Bildungsziele und -inhalte festgeschrieben werden (vgl. Euler / Seufert 2005). wie schon unter 2.2. Konzeption.1. Akbari / Schmidt / Spannagel 2008). Erfolgreiches E-Learning ergibt sich aus dem Prozess der mediendidaktischen Planung. aber auch Anforderungen. die Teilnehmer können den Umgang mit dem Internet und seinen Funktionen einüben (vgl. mit welchem Lernwerkzeug die Inhalte umgesetzt werden können. 2009). Während der Implementation erfolgt die Qualitätssicherung der didaktischen Konzepte und dem Aufbau von Lehrkompetenz und Lernkultur. Inhalte werden mediendidaktisch aufbereitet und mediengerecht gestaltet.

. Kommunikative Angebote sowie eine begleitende Betreuung unterstützen den Lernprozess. Der Lerner kann Weblogs zu organisatorischen oder informativen Zwecken nutzen aber sich auch durch die Erstellung eigener Beiträge einbringen (vgl. Der Lernende erhält Raum für selbstgesteuerte. Die Blogbindung kann durch abonnierte RSS-Feeds erhöht werden. Bei dem nachfolgend thematisierten Weblog steht das Lernen in Gruppen im Vordergrund. sich mit Problemen intensiv auseinanderzusetzen. Über das Bereitstellen von Informationen hinaus müssen Kooperationsstrukturen zur Verfügung gestellt werden. Bastiaens et al. Diese veranlassen den Lernenden dazu. Die Lernenden nehmen an Kommunikationsprozessen teil und gestalten durch den Austausch und die Reflexion mit anderen Teilnehmern das Lernarrangement mit. einfach zugängliche und themenrelevante Inhalte sowie authentische Aufgabenstellungen einzubauen. de Witt 2005). 2009). Durch die verschiedenen Blogfunktionen erhalten auch Personen außerhalb der Lerngruppe die Möglichkeit. sich am Lernprozess zu beteiligen. Die Beiträge sind aktuell und erscheinen für alle Teilnehmer gleichzeitig. Die grundsätzliche Bereitschaft und Motivation eigenständig zu schreiben. dem gleichen Zweck dient die Aufforderung an die Lehrenden. der Lehrende übernimmt die Rolle des Coachs und ist vorwiegend zur Moderation und Betreuung eingesetzt. Aufzeichnungen. muss die soziale Interaktion zusätzlich sozial begründet und motiviert sein (vgl. Reinmann 2011a). Über die Blogroll und die Linkliste können themenrelevante Blogs verfolgt und zusätzliches Lernmaterial akquiriert werden. Oestermeier / Panke 2006). Die Rolle des Lehrenden und des Lerners verändert sich dabei grundlegend. kollaborative und individuelle Lernprozesse. Entscheidend ist dabei. Erlebnisberichte oder auch Videos können dabei sogenannte Ankerreize setzen (vgl. eingetroffene Beiträge zu moderieren. Kerres / Jechle 2000). die beim Übertragen in institutionalisierte Bildungskontexte verloren gehen und durch entsprechend selbst organisierte Lernszenarien gefördert werden müssen (vgl. wobei die Rolle des Lehrenden je nach Ausrichtung des Lernszenarios wechselt. e-teaching@org 2010). Er wählt explorative Lernformen und unterstützt den Lerner bei seinen Aktivitäten (vgl. sowie der Blog als geschützter Rahmen zum Explorieren stellen wichtige Nutzungsanreize dar. Betreuung dient der Lernerfolgskontrolle sowie der Beratung bei Lernproblemen und Motivationsdefiziten (vgl.Da ein Weblog zunächst nur die technische Infrastruktur zur Verfügung stellt.

Kerres 2003). soll nachfolgend gezeigt werden. Reinmann 2011a). der innerhalb des konstruktivistischen Lernparadigmas anzusiedeln ist. Es entstehen vernetzte Learning communities zur Bereitstellung von Inhalten.Der Lehrende nutzt das Blog als CMS und stellt damit themenrelevante Inhalte und weiterführende Materialien bereit. Die lerntheoretische Begründung finden die geschilderten Anforderungen in konstruktivistischen Ansätzen. jedoch sollten sie mit traditionellen Formen Wissensvermittlung kombiniert werden (vgl. Reinmann 2011a). Die technischen Gegebenheiten ermöglichen neben dem Hauptblog für die Lernenden eigene Blogs anzubieten. erfordert komplexe und authentische Ausgangsprobleme. um den jungen Menschen Kompetenzerfahrungen mit dem Web 2. Kerres / Jechle 2000). 2009). Der Ansatz des situierten Lernens. Zu beachten ist dabei. Lamshed / Berry / Armstrong 2002). welches Maß an Zusammenarbeit erreichbar ist. Kooperatives Lernen ist möglich. denn das Interesse an kooperativen und kommunikativen Lernangeboten ist individuell verschieden (vgl. Er gibt durch die Kommentarfunktion Feedback und beantwortet Rückfragen (vgl. Die konstruktivistische Lerntheorie geht davon aus. Auch der Einsatz von diskurs. der Problemlöseprozess wird artikuliert und reflektiert (vgl. in der das Wissen erworben wurde. Außerdem soll das eigene Verhalten anderen Menschen gegenüber hinterfragt werden. Diese werden durch die Ähnlichkeit mit den Internetstrukturen als besonders geeignet betrachtet. Ein Weblog zur Förderung von Medienkompetenz in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen muss den virtuellen Raum nutzen. auch der Lernprozess wird reflektiert (vgl. es entsteht eine enge Verbindung zu der Situation. der . Wie dies mit dem Weblog „(new) PEACEMAKERs on the blog“ geschehen kann. dass Wissen subjektiv konstruiert wird.0 ohne kommerzielle Nutzungsinteressen zu ermöglichen. Dazu wird im Aufbau auf die virtuellen Ressourcen der Jugendlichen ihre Reflexionsfähigkeit und Identitätsbildung gestärkt.und inhaltsorientierten Gruppenweblogs ist möglich. Bastiaens et al. Wissen soll in mehreren Situationen erworben und multiperspektivisch betrachtet werden können. Der Schwerpunkt liegt hierbei in der Dokumentation der Arbeitsschritte und daraus resultierend im Reflektieren des Entwicklungsfortschrittes der Gruppenarbeit (vgl.

1. Klicksafe 2011). von Schüler zu Schüler Konflikte zu lösen. Es hat sich dabei herausgestellt. Eigene Motivation Bei meiner Tätigkeit als Schulsozialarbeiterin habe ich schon mehrfach eine StreitschlichterAusbildung durchgeführt. Die Schüler sollen in „(new) PEACEMAKERs on the blog“2 durch situiertes und kooperatives Lernen an das Thema Cybermobbing herangeführt werden. 3. Jeffereys-Duden / Duden 2002). um Konflikte außergerichtlich konstruktiv zu lösen. Der Begriff Schlichtung wird hier synonym zu dem der Mediation verwendet und bedeutet Vermittlung zwischen Konfliktparteien durch eine oder zwei unparteiische Personen. durch SMS oder Anrufe) absichtlich beleidigt.hosteurope.wp267. Instant Messenger wie beispielsweise ICQ. Dabei helfen ausgewählte Schüler jüngeren oder gleichaltrigen Schülern beim Lösen von Konflikten.1.de/wordpre/ . durch E-Mails. muss die Ausbildung der Streitschlichter um die entsprechenden Inhalte ergänzt werden. dass eine Ergänzung der 2 Vgl. 3. bloßgestellt oder belästigt. Thema Konfliktschlichtung oder Mediation werden in unserer Gesellschaft immer häufiger eingesetzt. Reichmayr 2005a). Wissen über die Entstehung von Cybermobbing ist aufzubauen wie auch ein respektvoller Umgang miteinander im Internet zu etablieren.1. http://wp1145682.3 Das Weblog (new) PEACEMAKERs on the blog Das Thema meines Weblogs beschäftigt sich mit der Erweiterung und Ergänzung der Ausbildung zum Streitschlichter / zur Streitschlichterin. auch in diesem Zusammenhang eine wichtige Hilfestellung (vgl. Streitigkeiten entstehen in zunehmendem Maß auch durch Cybermobbing. Um diesem Anspruch gerecht zu werden. Dabei werden Schüler im Internet (z. Mit dem Streitschlichter-Programm sollen das Schulklima verbessert und die Lehrer von Alltagskonflikten entlastet werden (vgl. bedroht.webpack. Besonders Schülern aus bildungsfernen Familien sind dafür Grundkenntnisse im Umgang mit neuen Medien zu vermitteln (vgl.B. in sozialen Netzwerken durch Videos auf Portalen) oder per Handy (z. Auch in vielen Schulen hat sich das Streitschlichter-Programm inzwischen fest etabliert. Das Konzept der Streitschlichter bietet mit der Möglichkeit.B.

Röll 2005).und Fremdwahrnehmung.a.2. Bearbeiten und Gestalten eines Blogs als eine Kommunikationsform betrachtet. Die gelernten Inhalte können auch außerhalb des Streitschlichter-Settings angewandt werden und tragen zu einem verbesserten Umgang miteinander bei.3. hinsichtlich der Dimensionen Medienkritik und Mediennutzung verbessern zu helfen ist mir persönlich ein wichtiges Anliegen (vgl.2. dass die Ausbildungsteilnehmer die Möglichkeit haben. sich über das Thema Cybermobbing zu informieren und auszutauschen. Die Lernziele der Ausbildung. Dies ließ sich bislang aus Zeitgründen nicht immer ausreichend verwirklichen. Die Schüler wünschten sich in der Vergangenheit immer wieder bessere Kommunikations. Ziele der Streitschlichter-Ausbildung Durch die Ausbildung zum Streitschlichter und die nachfolgende Anwendung der Schlichtung werden den Schülern soziale Kompetenzen und Konfliktfähigkeit vermittelt. Die verbalen Ausdrucksmöglichkeiten werden besonders im Hinblick auf eigene Gefühle optimiert. Diesem Anliegen wurde nun im Blog Rechnung getragen. denen grundlegende Kompetenzen fehlen. Dadurch. Eine Erweiterung dieser Inhalte zur Prävention von Cybermobbing kann im Blog „(new) PEACEMAKERs on the blog“ gemäß dem Ansatz des situierten Lernens durchgeführt werden (vgl. Funktionen und Motive von (new) PEACEMAKERs on the blog Bei „(new) PEACEMAKERs on the blog“ handelt es sich um ein diskursorientiertes Weblog (vgl. Reichmayr 2005b). Baacke 1998). die für das Führen des Blogs von Bedeutung sind und dort auch verfolgt werden können. die besonders Jugendliche anspricht (vgl. um am Online-Leben teilnehmen zu können.Präsenztreffen zur Festigung der Gruppe angebracht ist. Selbstwertgefühl und Einfühlungsvermögen erfahren eine Aufwertung. Durch das Eröffnen von Handlungsalternativen stellt die Streitschlichter-Ausbildung insgesamt eine wichtige Präventionsmaßnahme dar (vgl.). Ehninger / Perlich / Schuster 2007). 3. Die Medienkompetenz Jugendlicher v. beziehen sich auf die Verbesserung der Selbst. 3. Nicht zuletzt bin ich immer häufiger in Kontakt mit Jugendlichen.und Kontaktmöglichkeiten. aber auch Posts mit .1. 3. Darüber hinaus wird das Führen.

wird der Blog „(new) PEACEMAKERs on the blog“ begleitend zur in Kooperation mit der Pestalozzischule angebotenen Streitschlichter-Ausbildung von den Teilnehmern und Anleitenden geführt. In einem geschützten Rahmen und unter Anleitung lernen die Schüler sich neue Onlinebereiche anzueignen und ihre Nutzung zu reflektieren.3. welche Informationen und persönliche Merkmale sie preisgeben. dass der Schüler sich in einer motivierenden und sein Interesse weckenden Lernumgebung wiederfindet. Das Weblog dient zudem der Reflexion und Strukturierung der Ausbildung. Die Gruppe erhält durch den Blog die Möglichkeit. Nicht zuletzt ergibt sich durch das Schreiben der Beiträge ein Training von Schreib. 3. Innerhalb des Weblogs bedeutet situiertes Lernen (vgl. Der Zugang zum Blog ist passwortgeschützt. Im Mittelpunkt stehen situiertes. Konzept und Instruktionsdesign von (new) PEACEMAKERs on the blog Wie bereits erwähnt. eine breitere Variabilität der Nutzungsweisen aufgezeigt. Die dabei unter den Bloggern entstehende zwischenmenschliche Beziehung verleiht ihm zusätzlich eine personale und interaktive Funktion (vgl. wie situiertes und kooperatives Lernen innerhalb des Weblogs „(new) PEACEMAKERs on the blog“ umgesetzt wird. deren Umgang mit neuen Medien durch „Instant-Nutzung“ gekennzeichnet ist und die die Kommunikationsform des Bloggens bislang nicht oder kaum wahrgenommen haben. Dies bezieht sich vorwiegend auf Aufbau und Gestaltung des Blogs und ist deshalb unter 3. auszuführen. nur Teilnehmer und Leiter der Ausbildung haben Zugang.persönlichen und emotionalen Inhalten einstellen können. Darüber hinaus wird der teilnehmende Streitschlichter mit realitätsnahen Anforderungen konfrontiert und erhält die hierfür nötige Unterstützung: .und Ausdruckskompetenzen. Mit dem Weblog werden Schülern mit formal niedrigem Bildungsniveau. Neben der Erweiterung der Medienkompetenz dient er der Prävention von Cybermobbing. Der folgende Abschnitt erläutert. kooperatives und selbstgesteuertes Lernen. Das Führen des Blogs unterstützt die Schüler somit bei der Identitätsentwicklung und hilft beim Gestalten und Führen von Beziehungen zu anderen. Somit kann sozialen Ausdifferenzierungsprozessen im Netz entgegengewirkt werden. sich zu präsentieren und so das Gruppengefühl zu festigen.4. Mandl / Gruber / Renkl 2002) zunächst. Reinmann 2011a). kann ihm eine propositionale Funktion zugesprochen werden. Sie werden sensibilisiert für mögliche Gefahren und setzen sich damit auseinander.

Ausbildungsverlaufs.o Die Schüler erhalten. Sie sollen zusätzliche Informationen erhalten und über ihre Verantwortung im Internet und Sanktionsmöglichkeiten bei Missbrauch aufgeklärt werden. wird das Thema in verschiedene Teilaufgaben zerlegt (vgl. durch die Punkte „das mag ich gern“ und „das kann ich gut“ die Möglichkeit. das sie erreichen möchten (vgl. müssen die Schüler zunächst das Ziel bestimmen. die von den Schlichtungsgesprächen erstellten Videoaufnahmen zu posten. Der Umgang mit Digitalkamera und Bildbearbeitungsprogramm wird geübt. Jeder beginnt mit drei Sätzen und setzt dann die Geschichte eines Mitschülers als Kommentar mit weiteren drei Sätzen fort. S. Es besteht außerdem die Möglichkeit. Facebook üblich ist. 6) handeln zu können. o „Geschichten über Streit und Versöhnung“: hier kann die Gruppe gemeinsam Geschichten verfassen. gemeinsam verbalisiert und reflektiert werden: o „Bühne frei“ stellt die Schüler vor die Aufgabe. Dillenbourg 1999 / Reinmann 2011a). wie das auch in social communities wie z. o Die Teilnehmer sollen einen Bezug zu den Inhalten der Präsenzausbildung herstellen Auf der Startseite des Blogs erfolgt hierzu die Dokumentation des können. sich selbst darzustellen. Durch die Vorgabe des Themas „Streit und Versöhnung“ kann ein thematischer Bezug zur Streitschlichtung hergestellt werden. bewusst und sinnhaftig“ (Wahl 1991. Problemlöseprozesse können bewusst gemacht. Sie lernen. Dillenbourg 2003). Die Aufnahmen werden in Form einer praktischen Abschlussprüfung durchgeführt und dienen somit als Leistungskontrolle. Um auch in einer herausfordernden Situation wie einer Schlichtung „zielgerichtet. Sie beschreiben ihre Vorlieben und können Fotos hochladen. bei dem mehrere Personen gemeinsam lernen.B. um ein Overskripting zu vermeiden (vgl. in verschiedenen Situationen Wissen zu erwerben und dieses aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten: o Den Schülern wird ein thematischer Zugang zum Thema Cybermobbing eröffnet. ihr eigenes Verhalten und das ihrer Mitschüler beim Posten und Kommentieren von Beiträgen zu reflektieren. . Storch ?). Zur Strukturierung des kooperativen Lernens. Auf eine sequentielle Abfolge bei der Bearbeitung wurde verzichtet. o Unter der Rubrik „das will ich erreichen“ können die Teilnehmer Wünsche und Ziele für sich und die Ausbildung aufschreiben.

die Aufgaben in beliebiger Reihenfolge zu bearbeiten.4. Aufbau und Funktionalität von ( new) PEACEMAKERs on the blog Das Weblog „(new) PEACEMAKERs on the blog” wurde mit der Software Wordpress erstellt und beinhaltet insgesamt sechs Seiten (vgl. Lernhilfen werden in diesem Fall noch zusätzlich in der Printversion angeboten. Es erfolgt eine Durchmischung der Gruppe bezüglich des Geschlechtes. Die Schüler bauen untereinander vernetzte Wissensstrukturen auf. Genauso können Lernhilfen und soziale Beziehungen in der Gruppe ausgewählt werden. 3. Die Blogger können sich aktiv entweder allein oder in der Gruppe daran beteiligen: sie können über ihre Wünsche und Vorlieben berichten oder kooperativ und kollaborativ mit ihren Mitschülern einen Videoclip über eine Streitschlichtung erstellen oder eine Streitschlichter-Geschichte nach dem Prinzip einer „Knick-Geschichte“ schreiben. Die Zielverhaltensweise des sich gegenseitig Abwechselns und Ergänzens unterstützt die Lernenden dabei. auch in Schlichtungsgesprächen eine produktive Atmosphäre zu entwickeln (vgl. Auf der Startseite finden sich die Einführung in den Blog und eine kurze Vorstellung des Themas. Sie haben Freiraum. Die Schüler kommen in den anderen genannten Bereichen zum Einsatz und können dort ihre Beiträge posten. Die Strukturierung des Blogs ermöglicht die Beschäftigung mit verschiedenen themenrelevanten Threads. Röll 2008). indem zunächst die Lehrkräfte Artikel als Zusammenfassung der jeweiligen Präsenztreffen posten. dass das Lernende Wissen aktiv konstruieren (vgl. Diese erklären und überzeugen. . Eine schrittweise Annäherung an selbstgesteuertes Lernen soll eine Überforderung der Teilnehmer vermeiden.3. 3. Jeffereys-Duden 2008). sozialer Herkunft und Leistungsstärke.). Selbstgesteuertes Lernen bedeutet. Durch die vorgenommene Strukturierung innerhalb der Aufgaben und im Blog insgesamt werden durch die Beziehungen zwischen den Teilnehmenden verbessert. Zu diesem Zweck wird auch der Blog zunächst unter Anleitung der zuständigen Lehrer und Sozialarbeiter geführt. Daneben werden die jeweils aktuellsten Beiträge der Streitschlichter-Treffen und Beiträge zum Thema Cybermobbing in umgekehrt chronologischer Reihenfolge gepostet.Eine Rollenteilung erfolgt. warum die Inhalte wichtig sind und vermitteln die Grundkenntnisse für den Umgang mit dem Blog (vgl. Grow 1991 / 1996). In Teamarbeit schreibt die Gruppe unter der Rubrik „Geschichten über Streit und Versöhnung“.

3. Die Identifikation der Schüler mit dem Blog wird durch das Gruppenbild im Header zusätzlich verstärkt (vgl.Schluss damit!“ ist eingerichtet (vgl. Dort bietet sich für die Schüler in der Rolle der Autoren die Möglichkeit. deshalb erfolgt der Verweis auf Schulhomepages mit entsprechendem Unterpunkt „Streitschlichtung“ zunächst innerhalb der Stadt Eislingen (vgl. der Schiller. A 5).Die weiteren fünf zur Verfügung stehenden Seiten können an der oberen Navigationsleiste abgelesen werden: „das kann ich gut“. Unterstützend werden RSS-Feeds eingesetzt.4. Kategorien Der Blog ist in die Kategorien „Blogeinführung“. Eine Blogroll einzusetzen wäre zwar wünschenswert. A 6). so z. „das will ich erreichen“. Die Bilder beziehen sich auf die geposteten Texte und veranschaulichen diese (vgl. zu „Mobbing .4. Mit Hilfe eines Kalenders mit der Überschrift „Termine“ wird über die nächsten Treffen der Streitschlichter und aktuelle Beiträge informiert (vgl. A 1).B. Auch führen die Teilnehmer keine eigenen Blogs. A 2). „Streitschlichter-Vorstellung“ „Streitschlichter-Treffen“ und „Cybermobbing“ aufgeteilt. Reinmann 2011b). da es zunächst sinnvoll erscheint.1.und Pestalozzischule Eislingen. A 4). den geschützten Rahmen zu erhalten. es konnten jedoch keine aktuellen Streitschlichterblogs gefunden werden. neben Texten auch Fotos oder Videoclips hochzuladen. Verlinkungen bestehen zu beiden an der Ausbildung beteiligten Schulen. Es werden keine Trackbacks verwendet. „Bühne frei“. . Bilder und Videos Der Blog enthält auf der Startseite Bilder und Videoclips von den Präsenztreffen. um die Teilnehmer über neue Posts in den jeweiligen Beiträgen zu informieren (vgl. A 3). A 3). Die Streitschlichter stellen sich dort vor oder werden bei den verschiedenen Übungen und Rollenspielen fotografiert. Diese finden sich am rechten äußeren Rand (vgl. „Geschichten über Streit und Versöhnung“ (vgl. A 1). „das mag ich gern“. Ein Verweis zu anderen themenrelevanten Seiten. 3. Außerdem wird damit die Motivation gefördert (vgl. sodass diese Funktion momentan keinen Sinn machen würde.2.

3. stellte der geschützte Rahmen. in dem die Jugendlichen sich ausprobieren. einen wichtigen Anreiz zur Nutzung des Blogs dar. ermöglicht der Blog es unter der Rubrik „was ich mir wünsche“ den Schülern. A 1). Die Texte sind entweder kurz gehalten oder regen durch die „Weiterlesen-Funktion“ zum Weiterlesen an (vgl. positiv besetzte Farbgebung geachtet (vgl. 3. eine ausgewählte Schülergruppe einer Werkreal. beschrieben.4. Die beiden Randstreifen sind in einem hellen Gelb gehalten. kombiniert mit Elementen der Jugendsprache geachtet. ihre Medienkompetenz hinsichtlich der Dimensionen Medienkritik und Mediengestaltung zu erweitern.2. Bei der Farbwahl des Blogs wurde auf helle. Zusätzlich wird das Interesse der Leser durch direkte Ansprache optimiert (vgl. So brachte das Thema „Geschichten über Streit und Versöhnung“ die . hatte auch das Bloggen einen eher informellen und nicht institutionellen Charakter. Es war sehr erfreulich zu sehen. Nach dem gleichen Prinzip werden unter „Bühne frei“ selbst erstellte Videoclips hochgeladen. Der Hintergrund der Texte ist weiß. erwähnt. Die Jugendlichen aus meist bildungsfernen Familien erhielten dabei die Gelegenheit. Themenwechsel werden durch entsprechende Topik-Informationen angekündigt.3. Da die Jugendlichen sich freiwillig für die Streitschlichter-Ausbildung melden. Bei manchen Schülern mangelte es zwar an der grundsätzlichen Bereitschaft. 4 Reflexion Das Weblog „(new) PEACEMAKERs on the blog” wurde mit dem Ziel konzipiert.Wie unter 3. Es wird auf einfache Formulierungen. A 6). dass trotz der Freiwilligkeit die Schüler das Weblog mit großem Interesse annahmen und sich rege beteiligten.und einer Pestalozzischule (angehende Streitschlichter) in ihrer Ausbildung zu begleiten. um nicht vom Inhalt abzulenken und das Reizempfinden nicht zu überlasten. Text Die Texte auf der Startseite sind lokal und global kohärent. etwas niederzuschreiben. Reinmann 2011b). Wie unter 2. Fotos mit beschreibenden Texten zum Thema Wünsche und Vorlieben zu posten.

Die Schüler. lernten sich von einer ganz anderen Seite kennen. an den Übungen ernsthaft teilzunehmen. So erfolgte gleich zu Beginn während eines Präsenztreffens eine Einweisung in einigen zum Bloggen nötigen „Basics“. Die Schüler lernten unter Anleitung. eigene Erfahrungen und Gedanken wurden veröffentlicht. Das Weblog förderte somit die soziale Interaktion. Angaben zur eigenen Person zu machen und sie mussten informative Beiträge beurteilen und kommentieren. Jedoch motivierten sich die Schüler mit der Zeit gegenseitig. die Jugendlichen machten sich durch die Verschriftlichung ihre Wünsche und Ziele ganz neu bewusst. wurde dabei an die Ressourcen und Vorlieben der jungen Menschen angeknüpft (vgl. Schnell erlangten sie darin Selbstständigkeit. Beim gegenseitigen Filmen der Streitschlichter-Gespräche bot sich Gelegenheit zu kooperativen Lernen: Dies war ein zusätzlicher Ansporn. Diese realitätsnahen Anforderungen gewährleisteten situiertes Lernen. die sich aus den realen Treffen schon kannten. Auch diente das Weblog der Identitätsbildung.). Ausgehend davon. . Die Beziehungsarbeit wurde dadurch deutlich erleichtert und vertieft. dass die Kommunikation im Internet einen großen Stellenwert einnimmt und bei Jugendlichen sehr beliebt ist.1.1. Die jugendlichen Blogger standen vor der Aufgabe. es war wenig „Filmscheu“ zu beobachten. 1 / 3. A 8). Die Blogbeiträge wurden teilweise als Informationsmaterial genutzt (Termine.Jugendlichen an die Grenzen ihrer Kreativität und sprachlichen Ausdrucksfähigkeit. Die Art des Arbeitens kommt den Anforderungen in sozialen Netzwerken sehr nahe. Durch das kooperative Schreiben konnten sich auch die schwächeren Schüler beteiligen und ihre Ausdruckskompetenzen optimieren (vgl. A 8). Wiederholungen der Präsenztreffen) aber es kamen bei den Seiten „das kann ich gut“ und „das mag ich gern“ auch zu Diskussionen über Hobbies und Vorlieben einzelner Schüler. ein Mailkonto anzulegen sowie den Umgang mit Passwörtern. Es erfolgte eine aktive Auseinandersetzung mit den Posts. Selbstgesteuertes Lernen wurde beim Bloggen schrittweise gefördert. Auch die Beiträge der Mitschüler wurden kritisch kommentiert (vgl. bei Rückfragen und Problemen kamen sie ins Büro der Schulsozialarbeit.

Als Ursache hierfür wird die noch nicht sehr ausgeprägte Fähigkeit zu selbstgesteuertem Lernen vermutet. Eine didaktische Aufbereitung der Inhalte scheint wie unter 2. während der Präsenztreffen weiter diskutiert. Zusätzlich integriert wurden ebenfalls auf Anregung der Schüler Umfragen. die aber durch die geplante weitere Arbeit mit dem Blog optimiert werden kann.beschreiben angezeigt. war der Versuch.2. A 7). Einige Schüler erlangten dabei schnell Selbstständigkeit (vgl. Er dient dann weiterhin als Treffpunkt für die Streitschlichter der beiden Schulen. um so auf etwas spielerische Art die Ausbildungsinhalte abzufragen (vgl. So wurde auch das Thema Cybermobbing. es ergaben sich einige Gelegenheiten. Nach Abschluss der Ausbildung wird der Blog weiter genutzt werden. Als günstig erwies sich. A 6). angeregt durch die Posts. so wünschten sich die Jugendlichen ein eigenes Gruppenbild (statt des zuvor ausgesuchten Comicfigurenbildes) als Header wünschte (vgl.Die Gruppe identifizierte sich stark mit dem Blog. dass die Schüler eigene Wissensstrukturen konstruktiv in die Thematik integrieren konnten. So versuchten sie. Darüber hinaus können sie sich im Sinne einer Supervision bei Problemen bei Schlichtungsfällen direkt an mich wenden. dass. es war „unser“ Blog. wie vermutet. Besonders beliebt waren solche mit inhaltlicher Verbindung zu den Präsenztreffen. Kerres 2003). Ein Zeichen dafür. die Schüler auf unsachgemäße Äußerungen der eigenen oder anderen Personen gegenüber in Posts und Kommentaren hinzuweisen. Das Weblog wurde möglichst einfach strukturiert und übersichtlich gestaltet. die Lernumgebung durch eigene Vorschläge mit zu gestalten (vgl. Es wurde festgestellt. A 7) macht es auch . die damit die während der Ausbildungszeit zustanden gekommenen Beziehungen weiterführen können. Außerdem hofften sie so auf neue Artikel schneller aufmerksam zu werden. Mit dem entsprechenden Plugin wurde dies bewerkstelligt (vgl. die Inhalte in den Präsenztreffen anzureißen und dann zur vertieften Weiterarbeit an den Blog zu verweisen. Das inzwischen eingesetzte Kontaktformular (vgl. Als schwierig aufzunehmen und zu kommentieren stellten sich Beiträge mit noch unbekannten Inhalten dar. Sie wünschten sich durch eine Verlinkung zu Facebook mehr Außenwirkung des Blogs. Beiträge mit Bildern und Videos mehr kommentiert wurden. A 7). A 8). durch neue Anregungen den Blog zu beleben.

Mitverantwortlichkeit und das Entwickeln von Freundschaften zu unterstützen. über den Blog die Streitschlichter kontaktieren. kann kompetent mit Cybermobbingfällen umgehen und weiß bei Bedarf auf Hilfe von außen zurückzugreifen. Der Einsatz des Werkzeugs Weblog ist aus den genannten Gründen sehr geeignet für den Einsatz im der Bildungsarbeit mit Jugendlichen .Medienkompetenz und Schlichtung sind „cool“! . kooperatives und selbstgesteuertes Lernen im Weblog „new PEACEMAKERs on the blog“ optimiert werden kann. Dabei wurde deutlich. dass die Medienkompetenz der Jugendlichen durch situiertes. um den Bezug zu den Posts zu erhöhen. Abschließend ist festzuhalten. dass sich durch das Bloggen sehr wertvolle Impulse für die Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher ergaben. dass es sichere Wege gibt. Außerdem ist der Einsatz eines eigenen Gravatar-Bildes für jeden Streitschlichter geplant. Es wurde eine große Außenwirkung erzielt. Ein respektvoller Umgang im Internet sowie die Themen Internetsicherheit und Datenschutz wurden diskutiert.Streitenden möglich. Die Streitschlichter-Gruppe wird auch weiterhin dadurch gefestigt. neue Medien zu nutzen und zugleich Selbstachtung. Durchsetzungsvermögen. Es wurde gezeigt.

5 Anhang A 1 Layout / Menue3 A 2 Kategorien 3 vgl.de/wordpre/ . http://wp1145682.webpack.hosteurope.wp267.

A 3 Links .

A 4 Termine A 5 RSS-Feeds .

Facebook „Like-Button“ . kombiniert mit Video.A 6 Bilder und Texte Bild mit Bezug zum Präsenztreffen Text mit Jugendsprache.

A 7 Veränderungen im Weblog .

Umfragen .

de/wordpre/?page_id=361 . http://wp1145682.hosteurope.Kontaktformular4 4 Vgl.wp267.webpack.

de/wordpre/?page_id=24 .webpack.wp267.hosteurope.ursprünglicher Header A 8 Kommentare Schülerkommentar auf der Seite „Geschichten über Streit und Versöhnung“. http://wp1145682. vgl.

de/wordpre/?page_id=76 . http://wp1145682.Schülerkommentar auf der Seite „was ich gut kann“ .hosteurope.webpack.wp267. vgl.

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dass ich bisher keine Hausarbeit oder Prüfungsarbeit mit gleichem oder ähnlichem Thema an der FernUniversität oder einer anderen Hochschule eingereicht habe. Ich versichere.7 Erklärung Hiermit erkläre ich. Alle verwendeten Quellen wurden angegeben. dass ich die vorliegende Hausarbeit mit dem Thema „Weblogs . Ort.ein neues Kommunikationsmedium in der Bildungswissenschaft“ ohne fremde Hilfe erstellt habe. Datum. Unterschrift .