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Von: "Hans-Jörg Dümmler" <hj.duemmler@gmx.de> An: poststelle@fa-stuttgart1.bwl.de Kopie: Betreff:

Von:

"Hans-Jörg Dümmler" <hj.duemmler@gmx.de>

An: poststelle@fa-stuttgart1.bwl.de

Kopie:

Betreff:

Absetzbarkeit von Spenden; Gemeinnützigkeit des Vereins Respect21?

Datum:

12.10.2011 14:58:28

Sehr geehrtes Finanzamt Stuttgart,

ich wende mich an Sie mit zwei Fragen bezüglich Absetzbarkeit von Spenden und zur Gemeinnützigkeit des neu gegründeten Vereins Respect21.

Auf meine Frage, ob die Fördermitgliedschaft (siehe Beleg 1) im Verein Respect21 steuerlich absetzbar sei, erhielt ich vom Vorstand, Achim Zepter, die Antwort "dass nicht alle Finanzämter dies anerkennen" (siehe Beleg 2). Ist es korrekt und gestattet, Spenden an nicht oder noch nicht gemeinnützige Vereine und Einrichtungen in der Einkommensteuererklärung anzugeben? Da ich gerne und viel für allerlei gute Zwecke spende, würde ich gerne Spenden an (noch) nicht als gemeinnützig anerkannte Organisationen - wenigstens teilweise - steuerlich absetzen können.

Meine zweite Frage bezieht sich auf die Gemeinnützigkeit von Vereinen. Wem und nach welchen Kriterien wird die Gemeinnützigkeit zuerkannt? Gibt es eine Möglichkeit, seine Bedenken äußern zu können? In der letzten Zeit haben sich einige Bürger kritisch zu Respect21 geäußert. Hier vier der Gründe:

1. Schwammige Zielsetzung:

Respect21 entstand und agierte bisher ausschließlich im Konfliktfeld des Bahnprojekts Stuttgart 21 (S21) (siehe Beleg 3), und in allen Selbstdarstellungen bezieht sich Respect21 auf S21 (siehe Beleg 4 und 5) Respect21 hat sich "das Werben für Meinungsfreiheit, Toleranz und gegenseitigen Respekt in den verschiedenen Bereichen des Lebens" zum Ziel gesetzt (siehe Beleg 6) - zweifellos ein erstrebenswertes Ziel. Warum aber muss beim Streit um S21 um Meinungsfreiheit geworben werden? Unser Rechtssystem garantiert freie Meinungsäußerung wovon S21-Befürworter als auch S21-Gegner ungehindert und regen Gebrauch machen. Toleranz und Respekt sind ebenfalls allgemein anerkannte Grundpfeiler unserer Gesellschaft, für die nicht noch geworben werden müssen.

2. Parteiigkeit:

Beide Vorstände (siehe Beleg 7 und 8) sowie die Mehrheit der Mitglieder rekrutierten sich aus dem harten Kern der S21-Befürworter. Wenn sich in einem Streit aber eine Partei selbst zur moralischen Instanz aufschwingt, wird es kaum gelingen, dass die Gegenseite sie anerkennt und es so zu einer Befriedung kommt.

3. Diskrepanz Handeln vs. Ziele

Vor der Gründung von Respect21 erlangte die 2. Vorsitzende, Jennifer Roth, traurige Berühmtheit bei der

Zerstörung von Kunstwerken am Bauzaun (siehe Beleg 9 und 10). Auch nach der Gründung verunglimpfte Jennifer Roth und Gründungsmitglied Stefan Kaufmann im Kurznachrichtendienst Twitter Andersdenkende als würdelos und niveaulos (siehe Beleg 11 und 12). Auf der Respect21-Facebook-Seite (siehe Beleg 13) sowie dem Gästebuch (siehe Beleg 14) wurde mehr als die Hälfte der Kommentare gelöscht (siehe Beleg 15), die kritisch aber - mit wenigen Ausnahmen - nicht beleidigend waren.

4. Konzeptlos

Ihre Ziele will Respect21 "zum Beispiel mit Informationsständen auf der Strasse und bei Veranstaltungen, sowie über Publikationen im Internet" (siehe Beleg 16) erreichen. Buttons, T-Shirts und Taschen mit der Aufschrift "Respect21" wurden hergestellt und verteilt (siehe Beleg 17), womit allenfalls für den Verein selbst, nicht aber für die Sache geworben wird. Vorstand Achim Zepter bezeichnet sich selbst als Streetworker (siehe Beleg 18). Das Agieren selbsternannter Streetworker ohne jegliche psychologische Grundkenntnisse ist zwar gut gemeint, mitunter aber auch kontraproduktiv. Professionelle Konfliktberatung

oder entsprechende Schulungen, wie z.B. Rollenspiele, um Verständnis für sein Gegenüber zu entwickeln, wie sie in diesem Themenbereich häufig eingesetzt wird, sieht Respect21 nicht vor. Respect21 beschränkt sich allein auf das Werben (siehe Beleg 19).

So sehr ich auch für Meinungsfreiheit, Toleranz und gegenseitigen Respekt eintrete, so sehr fürchte ich, dass der Verein Respect21 diesen Zielen eher abträglich ist. Einige sehen in Respect21 gar den Versuch eines Überstreifens eines Denkmäntelchens, das es erlaubt, das eigene intolerante Verhalten gegenüber Andersdenkenden beibehalten zu können und dabei nach außen den Schein von Anstand zu wahren. Ich würde es daher begrüßen, wenn ausschließlich Vereine die Gemeinnützigkeit zugesprochen bekommen, die zweifelsohne gemeinnützig sind.

Im Voraus herzlichen Dank für die Beantwortung meiner beiden Fragen.

Mit freundlichen Grüßen,

Hans-Jörg Dümmler

Belege:

Beleg 1: http://respect21.de/Respect21/Unterstutzung.html Beleg 2: http://p.twimg.com/AbQKkjDCQAAlKEk.png Beleg 3: http://respect21.de/Respect21/Aktuell/Aktuell.html Beleg 4: http://respect21.de/Respect21/Verein.html Beleg 5: S.3: http://www.stefan-kaufmann.de/uploads/media/Brief_aus_Berlin_2011-17.pdf Beleg 6: Satzung §2 (1): http://www.scribd.com/doc/68004039/Respect21-Satzung-neu Beleg 7: Achim Zepter auf Facebook: http://de-de.facebook.com/azepter Beleg 8: Jennifer Roth auf Twitter: http://twitter.com/#!/provomieze Beleg 9: http://www.oldblog.de/?p=1504 Beleg 10: http://vimeo.com/25777324 (Jennifer Roth ist die schwarzgekleidete, blonde Frau) Beleg 11: http://twitter.com/#!/PROvomieze/status/119523557360406529 Beleg 12: http://twitter.com/#!/StefanKaufmann/status/123055275224727552 Beleg 13: http://www.facebook.com/pages/Respect21/144306828982771 Beleg 14: http://respect21.de/Respect21/Gastebuch.html Beleg 15: http://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=180149895398464&id=144306828982771 Beleg 16: Satzung §2 (4): http://www.scribd.com/doc/68004039/Respect21-Satzung-neu Beleg 17: http://www.facebook.com/photo.php?fbid=254034127973993&set=o.144306828982771&type=1 Beleg 18: http://respect21.de/Respect21/Verein.html Beleg 19: http://respect21.de/Respect21/Aktuell/Archiv.html

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