Schm Umstrittene erzbetäuber

in ab können Deutschland sofortzugelassen auf Cannabis Fertigarzneimittel Cannabis-Basis
ist verschafft, seitJulierhältlich Linderung das Präparat, MS-Patienten werden. erstes Ein
annabis ist eine Droge. Seinen medessen Ruf alsRauschmittel, ja Einsatz sinnlos, gedizinischer f?ihrlichsei, hat es aber längst schon Sowirkt Cannabis verloren - zumindest bei A,rzten,die (THC) behandeln,etwa Patien- Tetrahydrocannabinol istdas Schwerkranke der Molekül wichtigste chemische ten mit Iftebs im Endstadium.Bereits Rezeptoren Es Hanfpflanze.aktiviert 2008fordertenbei einer Anhörung des des einige Ver- im Gehirn Menschen. Gesundheitsausschusses bände, Iftanken den Zugang zu dem Rezeptoren angeregt, Werden diese natürlichen oder synthetisch herge- löstdasunterschiedlichste aus, Effekte Tetrahyd- etwaEuphorie, stellten Hanf-Haupnnrirkstoff EntHunger, Angst, (THC)zu erleichtern. Darocannabinol oderSchmerzhemmung. spannung runter befanden sich die Gesellschaft sogar eigenes ein DerKörper besiEt für Palliatirrmedizin,die Schmerzhga Mithi Endocannabinoid-System. lfe niedergeund die fubeitsgemeinschaft produziert selbst er vonEnzymen lassenerfuzte in der VersorgungHIVan Moleküle, sich dieentsprechendie Infizierter. binden. denRezeptoren werden,sonderndie nur verschrieben erstattenauch die Kosten.BisKassen her mussten Patientenfuzneien mit meist selbstbezahCannabis-Extrakt len - mehrereHundert Euroim Monat. ungeklärt, ,,Wardie Kostenübernahme konnte auch der Medizinerin Regress genommen werden", erläutert ProLeiter der 's fessorIoachim Nadstawek, am Schmerzambulanz Universitätskli- t nikum Bonn. Dem Vorsitzendendes € Berufsverbandesder Arzte und Psy- : in chologischenPsychotherapeuten S ist der Schmerz-und Palliatirrmedizin S s schreckt q genau schonpassiert.,,Da das man vor einer Verordnungschon zu- g rück." Und die Situation trieb immer { € die wiederPatienten, sich die teureBe- 3 F x handlungnicht leistenkonnten,in die .= Illegalität- Ioint statt Tablette. s ; \ der Einerder Mediziner, den Sinneswandel der Politiker deshalbbegri.ißt, s Hartung,Di- ,P ist Professor'Hans-Peter
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Jetzt gibt die Regierungdem Drängen nach.Durch eineAnderungdesBetäukönnen Medikabungsmittelgesetzes mente auf Cannabis-Basis sofernsie erhalten- hinftig nicht eine Zulassung
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zeigen, sichsolche dass Forschungen im Bindungsstellen anderswo auch an befinden beispielsweise Körper des lmmunsystems. denZellen

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rektor der NeurologischenKlinik der ,,Cannabis Heinrich HeineUniversität Düsseldorf. als Medizinkann können ,,Multiple-Sklerose-Patienten gegen Spastik nur unzureichend ihre oft vielen Patienten behandelt werden",sägtder MS-Expermehr Lebenste. Die bisherverfügbaren Medikamente hätten starkeNebenwirkungen: Die qualitätschenken" Konsumenten werdenmüde,verlieren die Standfestigkeit ihrer Beineund die Hans-Pet"ll""t".""ä Kontrolle über ihre Blase. Viele setzen Direktor Neurologischen der die Mittel raschab. ,,Mehrals 50 ProKlinik Heinrichder zent der MS-Kranken versuchen mit es Heine-U niversität Düsseldorf alternativen Therapien", weiß der Arzt aus Untersuchungen. Einigen seiner Patientenbringe daserstezugelassene Arzneimittel auf Cannabis-Basis vielIeichtein StückLebensqualität zurück. Das Spray,das Hanf-Wirkstoffe durch die Mundschleimhautin den Körper transportiert,kann Schmerzenbei Spastiken lindern. parategeht Grotenhermen, aber auch seinemfuztkollegenNadstawek nicht Gannabis-Extrakt abernicht nur weit genug.Beidewünschensich zusoll bei multipler Sklerosehelfen. Auch mindesteineErweiterung individuum chronische Schmerzen, ausgelöst etwa ell zuzubereitende Rezepturen, difdie durch Tumore,soll er verringernsowie ferenziertere Dosierungen ermöglicht. bei Aids- und lftebspatienten den Appetit anregenund eine drastische Ge- Dochden Konsumvon nicht standardiwichtsabnahme verhindern.Dr. Franjo siert verarbeitetem Cannabis-Extrakt Grotenhermen, Vorstandsvorsitzender zu medizinischenZweckenebenfalls der Arbeitsgemeinschaft Cannabisals neu zu regeln steht in Deutschland Medizin,wertet die aktuellenVerände- nicht zur Debatte.Bei Fertigarzneimitrungendeshalbnur alskleinenSchritt: teln bleiben Verordnungenauf die in Teil die der Zulassung festgeschriebenen Krank,,Derallergrößte der Menschen, von Cannabisals fuznei profitieren heitenbeschränkt, zudemist die Dosis könnten, wird noch Iahre auf Medika- THC pro Einnahmeeinheit genaudefimentewarten." Der neueGesetzestext niert.BeiCannabis-Zigaretten dagegen mit seinerBeschräinkung Fertigprä- hängt der Wirkstoffgehaltvon der Zuauf

sammensetzung Ioints und derfut des desHanforoduktsab.Ausnahmegenehmigungenerteilte die zuständige Bundesopiumstellebisher relativ wenige. Für den Konsumvon Hanfblütenetwa sindesderzeitnicht einmal50. Dabei ist die Suchtgefahr,die viele Skeptiker fugument gegenden theals rapeutischenEinsatz von Cannabis und cannabishaltigen Arzneienanftihren, auch bei gängigen Schmerzmitteln hoch.,,Untersuchungen zeigensogar, dassdas Abhängigkeitspotenzial von Cannabis deutlichgeringerist", erklärt Grotenherrnen. Und ein Forscherteam in den USAversuchtderzeit,dem Hanfprodukt jegliche Rauschwirkungzu nehmen.Ein weiterermöglicher Vorteil von Cannabis: körperliche Schwere Nebenwirkungen wie Magenprobleme scheinen seltenaufzutreten. Wehren müssen sich Verfechter der Cannabis-fuzneien gegen Voraber den wurl die Studienlage dürftig. Das sei trifft für einigeKrankheitsfelder der in Tat zu.,,FürMS gab es erstin den letzten Iahren gute Untersuchungen, die mich überzeugt haben",sagtetwaHartung. Generell seienBetäubungsmittel ohnehinimmer Mittel letzterWahl, die zum Einsatzkommen, wenn alles andereerfolglosgebliebenist. Dieseletzte Option sollte man Schwerkranken nicht verwehren. Rotherbt Juta
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Sihrationin Deutschland:Rück-und Ausblick
Seit 1998können Nztein Deutschlandihren Patientenden CannabisWirkstoffTHc (auchDronabinol genannt)auf einem Betäubungsmittelrezeptverschreiben. THC jedoch arzneimittelrechtlichnicht Da zugelassen müssendie Kassen Kostennicht übernehmen. ist, die Darüberhinaus erteilt die Bundesopiumstelle 2007Ausnahmeseit genehmigungen die medizinischeVerrryendung Cannabis. für von Die Hürden ftir einen positiven Bescheid sind allerdingshoch. Durchdie kürzlichin Kraftgetretene Gesezesäinderung nun die ist Zulassung von Fertigarzneimittelnauf Cannabis-Basis möglich. Das hat zur Folge,dassdie Kassen Therapiebezahlen. die Wie schnellnach dem Sprayfth Multiple-Sklerose-Patienten weitereMedikamenteauf den Markt kommen, lässtsich aber nicht sagen.

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