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Willkommen in meinem Kopf

INHALTSVERZEICHNIS
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Kapitel Null ___________________________ 5 Zeichen _____________________________ 6 Roboter Robert _______________________ 7 Beziehungswahn _____________________ 15 Tollkühne Piloten über Peru _____________ 16 Ich träume doch nur ___________________ 18 The Time and Space Society ____________ 20 Eintrittskarten in die Welt der Illusionen _____ 21 Reise zur dunklen Seite des Mondes ______ 24 Jeder Mann hat einen Zauberstab _________ 39 Das zerrissene Buch __________________ 48 UFOs ______________________________ 51 Mathematik macht was sie will ____________ 59 Kapitän Picard _______________________ 62 Außerirdische Ärzte ___________________ 64 Deutschlands bester Freund Psychopath ___ 69 Die Judenbuche ______________________ 76 Agent der Allmächtigen_________________ 80 Klick_______________________________ 82 Rocky-Horror-Picture-Show _____________ 85 Walfische und der 7. Sinn _______________ 87 Per Anhalter durch die Galaxis ___________ 89 X-mal Deutschland ____________________ 91 Ein Osterfeuer, oder die Hütte des Grauens _ 97 Pilles homöopathische Apotheke ________ 101 Tod? _____________________________ 110 2

Liebesflammen _____________________ 111 Trommeln, Blut und Blödsinn ___________ 114 Materilisation _______________________ 116 Ariel Ultra, ich wasche meinen Kopf ______ 118 Mehr Luft __________________________ 119 Wie schreibt man „Schreiben“? _________ 120 Teufelsbrück, die Schule der Gestaltung ___ 122 Die Seekarten des Hamburger Himmels ___ 124 Wölfe im Krankenhaus und Geister im Hinterkopf126 Pass auf! __________________________ 128 Ein persönliches Gespräch mit dem Zufall _ 129 Iß einen Vogel, und du wirst ein Vogel ____ 131 Eine neue Liebe und ein schwarzer Hund __ 133 Der schöne Weg zur Bücherei im Bauch___ 134 Emotion ___________________________ 135 Alles läuft nach Plan __________________ 138 Alles verläuft wirklich nach Plan__________ 142 Gemälde des Glücks _________________ 146 Trinke eine Acht _____________________ 150 Lebendige Buchstaben________________ 151 Haut ______________________________ 153 Ein magisches Baby__________________ 155 Au! _______________________________ 162 Ein englischer Anker__________________ 164 Schmetterling und Federvieh ___________ 166 Pinkelbecken _______________________ 167 Als die Zeit stehen blieb _______________ 169 Metall und Herzblut ___________________ 170 3

Schuld ____________________________ 173 Die Geheimnisse von Horneburg ________ 177 Phantasie? _________________________ 179 Das Geisterschiff ____________________ 182 ABC ______________________________ 184 Wuff! _____________________________ 186 T.S.S. RE-Members __________________ 187 Spinnenpost________________________ 188 Christusmörder Krückeberg ____________ 224 007 ______________________________ 227 Wie der Teufel zufällig religiös wurde _____ 230 Nebelscherben______________________ 232 Die Rückkehr des Roboters Robert ______ 238

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haben sich verwandelt. das für immer Gültigkeit besitzt? Nichts. und nichts als die Wahrheit. die durch die Zeit reisen kann. Gelesen wird. Die Kapitel meiner Erzählung sind nicht chronologisch geordnet. Kein Buch über die Wirklichkeit oder die Wahrheit. welches das Zerbrechen der linearen Zeit erzeugt. wie ein gesungenes oder geflüstertes Wort. Nur meine Erinnerungen an die Wirklichkeit. seiner Wut oder Zuversicht. Etwas Gedrucktes kann ich nicht rückgängig machen. Auch jene Menschen. Es steht dort für immer und ewig. und heute andere Menschen sind. daß „Willkommen in meinem Kopf“ gelesen wird. Ich wünsche mir. Kann etwas gesagt oder geschrieben werden. Die Namen der meisten handelnden Personen in diesem Buch habe ich geändert. Auch dann. mit dem Wissen vom Wandel der Welt. Ein Kung-Fu Lehrer sprach einst zu mir: „Ich würde gerne ein Buch schreiben. Alles auf dieser Welt ist einem stetigen Wandel unterzogen. wenn ich meine Meinung ändere. weil sie sich verwandeln. Fürst Claas vom Mars im April 1996 5 . Mit seiner Müdigkeit oder Heiterkeit. Das ist mir aber zu gefährlich.Kapitel Null Das Letzte zu Beginn: Dies ist der Versuch einer neuen Ordnung: Oben befindet sich unten.“ Worin liegt der Unterschied zwischen dem gesprochenen und dem geschriebenen Wort? Gefühle verwandeln sich. Eben. denn im Mittelpunkt der Geschichten befindet sich eine geheime Organisation. Es verwandelt sich mit dem Gemüt des Erzählenden. deren Namen ich nicht veränderte. der äußere Rand ist der Kern. Ich wollte jenes Gefühl zu Papier bringen. die Wahrheit. Die Wahrheit.

Und dann sind da noch Tausende. machst einen Schritt nach links und siehst. einen Brief schreiben solltest. mit außerirdischen Rauhaardackeln zu kommunizieren oder die Inkarnation Jesus Christus' zu sein. einer Serie von Zufällen. Darin stand. Eine Sekunde nach diesem Gedanken fährt ein gelber Postbus an dir vorbei. der Bus wäre ein „Zeichen“ gewesen? Oder. wenn du in der Zeitung einen Artikel über das Fasten gelesen hast. und die Schlußfolgerung. Menschen. Du spazierst durch eine Fußgängerzone und achtest nicht auf die Geschäfte. daß es sich nur um Zufälle handelt. von gelben Autos verfolgt zu werden. die glauben. wie entscheidest du dich. ob du einer Freundin. Im Schaufenster klebt das große Reklameschild „Super Schnellreinigung“. 6 . weil du so in Gedanken bist. die du lange nicht gesehen hast. es sei „die phantastische Superreinigung für Körper und Seele“. Auf dem steht der Slogan: „Schreib mal wieder!“. dich bei einem kirchlichen Fastenseminar anzumelden? Was ist „Beziehungswahn“? Was ist „Zufall“? Was ist ein „mystisches Zeichen“? Es gibt die tollsten Formen des Wahnsinns. Entschließt du dich nun. daß ja alles so dreckig ist in dir drin und trittst fast in einen Haufen Hundekot. Menschen. daß du dich schlapp fühlst. die glauben. Rauhaardackel seien Außerirdische und würden mit ihnen sprechen. weil du das Gefühl hattest. Jeder dieser Menschen hat einen Grund für das. und warum. was er glaubt. Und ob du nicht wirklich fasten solltest? Du redest dir ein. daß du dich direkt neben einer Schnellreinigung befindest. die glauben. von denen der „Beziehungswahnsinnige“ nicht mehr glauben kann. die Wiedergeburt von Jesus Christus zu sein. Schreibst du dann den Brief an deine Freundin. wenn du die Straße entlang gehst und überlegst.Zeichen Was machst du. folgt meist erst nach einer Reihe von Ereignissen. alle gelben Autos würden sie verfolgen.

Als ich ihn fragte. Er glaubte ernsthaft. der die Gläubigen segnen will. waren einige Tage vergangen.Roboter Robert Klappe 1 Ich hatte einen Freund namens Robert. Ich traf ihn im „Tropical Brasil“ auf der Reeperbahn. Er war verrückt geworden. soviel Geld zu verdienen. Robert spielte Gitarre und sang. Es war ein warmer Sommerabend. wollte er sich gerne ein Kartenspiel von mir ausleihen: Das „Dakini-Orakel“. Als er ging. Die Bilder sind aus Photocollagen gemacht. während wir durch die Straßen des Karolinenviertels in Hamburg schlenderten. gaben uns ein paar Bier aus. hatte riesige 7 . wie es dazu gekommen sei. Ich sei auch einer. aber müßte meine Kräfte noch entdecken. hätte auch Tarotkarten befragt und auf seine Intuition gehört. Robert wippte hektisch hin und her. ist im „Dakini-Orakel“ etwa ein Haustürschlüssel. die in einem Restaurant draußen saßen. Wir gingen zum Spritzenplatz in Altona. um in die Zukunft oder ins eigene Unterbewußtsein sehen zu können. war er ein Vorbild für mich. daß er eine schöne Wohnung bezahlen konnte und immer genug zu Essen hatte. Er sprach mit zitternder Stimme: „Da! Schon wieder ein Zeichen!“ Auf der Litfaßsäule klebte ein Kinoplakat: „V . Im „Tropical“ war immer tolle Live-Musik. Da blieb er ein paar Meter vor einer Litfaßsäule stehen. Nachts hatte mich Robert dann noch besucht. Wir kauften uns Haschisch von dem verdienten Geld und einige Leute. Jesus zu sein. Ich war gerne dort. er wäre den „Zeichen“ gefolgt. Au weia! Wer hatte ihm das angetan? Wie war das nur passiert? Als Robert noch nicht den Verstand verloren hatte. Ich spielte dazu auf meinen Bongos. Ich gab ihm nicht nur das Spiel mit. Manchmal war er schon ein bißchen komisch: Er erzählte.Die Außerirdischen kommen“. Ich wollte so leben wie er. Dies erzählte er mir. So etwas wie die Karte „Der Einsiedler“ im Tarot. Robert war Straßenmusiker und schaffte es. behauptete er. der im Weltraum fliegt. Wenn die Musiker Lust auf eine Session hatten. sondern auch etwas zu rauchen: Eine Mischung aus Stechapfel. Einmal nahm er mich mit zum Musikmachen. Tollkirsche und Marihuana. durfte ich am Schlagzeug mitspielen. Bedeutungsvoll hob er die Arme wie ein amerikanischer Fernsehpriester. er sei ein großer weißer Magier. Als ich Robert das nächste Mal sah. Das ist eine Art Tarotspiel.

wimmerte Robert. Sie schien älter als er zu sein. wenn Robert nicht einen so irren Blick gehabt und so merkwürdig hektische Bewegungen gemacht hätte. daß du Jesus Christus gewesen bist und jetzt wieder da bist?“. sagte er.“ Dann erzählte er weiter. Wir setzten uns in einem kleinen Raum. der versucht. ich kann das nicht mehr hören. fragte mich die Inkarnation von Jesus Christus. drückte meinen Arm und flüsterte: „Du mußt mir glauben. Dann machte Jesus Christus wieder diese geheimnisvollen hektischen Verrenkungen. herrschte ihn die 30-jährige Frau an. schrie Robert. Sie hielten nicht. „und wir werden die Welt regieren. daß er nicht nur Jesus. bei der er seit drei Tagen übernachtete. Wenn ich zuviel darüber spreche.“ „Hau jetzt ab“. Robert hatte sich einen Besen genommen und dann Dreck. stand auf und nahm sich ein großes Schwert. nein. Wie jemand. Als der Hund aus dem Zimmer war.Pupillen und einen irren Blick. Auf jeden Fall steckte er die beiden Speerhälften immer wieder zusammen. der gar nicht vorhanden war. Ich weiß nicht mehr. „Hau endlich ab. und es ginge ihm sehr gut. Eigentlich hätte es ganz gemütlich sein können. Nun kam endlich die Freundin von Robert herein. legte es neben sich und schaute mich an. Er rückte näher zu mir. geh weg“. Der war in der Mitte durchgebrochen. in dem ein Hochbett stand. Er hatte sich einen Holzspeer genommen. auf ein Sofa. verliere ich Kraft. Marga und Ghandy ebenfalls. Du spinnst! Du nervst! Du bist nicht Jesus!“ „Ich bin ans Kreuz gegangen“. „Du bist meine Königin“. Ein paar Tage später begegnete ich ihm wieder im Karolinenviertel. von der einen Ecke des Zimmers in die andere gefegt und den Hund dabei angeschrien: „Ich hasse Hunde. Meine Freundin Marga und unser Hund Ghandy waren auch dabei. sich blitzartig in verschiedene Yogastellungen zu bringen. „Woher weißt du sicher. Ich schätze Robert auf damals ca. 21 und sie auf 30 Jahre alt. Dann nahm Robert uns mit in die Wohnung einer Freundin. Nun kam der Hund von Roberts Freundin herein. Nur Robert kläffte er an und schnappte nach ihm. Er würde jetzt keine Drogen mehr nehmen. Er war zu allen friedlich und freundlich. Er erzählte mir seine Jesusgeschichte und die Sache mit dem „Zeichen“ auf der Litfaßsäule geschah. und zeigte uns eine kleine Schürfwunde an seinem Unterarm. Er hielt es in der Hand. ja ich bin auch ein Hund. fragte ich ihn. das zur Dekoration an einer Wand des Raumes lehnte. machte Robert wieder diese merkwürdigen Bewegungen. der irgendwo im Zimmer herumlag. ob er überhaupt Leim dazu hatte. Daß ich auch ein König bin. sondern auch ein König sei. du mußt mir glauben. setzte sich wieder hin. „Hast du nicht etwas Haschisch dabei?“. Robert versuchte ihn zu reparieren. Dann setzte er sich im Schneidersitz auf den Fußboden. „Ich 8 .

Ihre Tante arbeitete in einem Reisebüro und hatte ihr für die Ferien eine Pension in Tossa del Mar empfohlen.“ Robert nahm sich das Schwert. du bist krank. „brauchtest du kein Schwert“.“ Gütiger Himmel. argumentierte die Frau. Mutter. Auch ein bißchen Alfred Hitchkocks Norman Bates. Ich fand. Ghandy und ich verabschiedeten uns und gingen hinaus. Als ich mit Marga zusammen Jesus-Robert besuchte. Ich lebte damals von der Sozialhilfe und hätte mir kaum so einen Urlaub leisten können.bin ans Kreuz gegangen. fuchtelte damit herum und kletterte so bewaffnet auf das Hochbett. Der Bus 9 . das war ein großartiges Experiment gegen Eifersucht und langweilige Beziehungen. Deswegen brauchst du doch nicht traurig zu sein.“ Woraufhin seine Mutter antwortete: „Du kannst mich mal ganz kräftig am Arsch lecken. wurde mir sehr mulmig zumute. Das war der Beginn einer merkwürdigen Verstrickung meines Lebens mit dem Namen Robert. Robert sagte immer wieder: „Ja. haut ab!“. Diana wollte nicht alleine fahren und zahlte mir die gesamten Kosten für die Reise und die Übernachtungen. nachdem dieser aus der Psychiatrie entlassen worden war. wie ich mit Marga schlief. schrie Robert. Gleichzeitig hatte ich mir angeschaut wie sie mit Jörg. Klappe 2 Ein Jahr später lebte ich mit meiner Freundin Diana in Finkenwerder. beschwichtigte der Sanyassin sie: „Aber das ist doch nur Sex und Spaß. lernte ich seine entsetzliche. Als die Frau zum Telefon ging. aber wenn ich gerade mit Dünnschiß geschissen habe. Für dieses Abenteuer hatten wir alle Matratzen in unser Wohnzimmer geschafft und uns so ein angemessenes Nachtlager errichtet.“ Nachdem wir über die französisch-spanische Grenze gefahren waren. „Wenn du jetzt nicht gehst“. „Laßt mich in Ruhe. „Dann werde ich kämpfen! Ich will nicht mehr leiden! Ruf doch die Polizei. hörte Diana endlich auf zu Schluchzen. manisch-depressive Mutter kennen. einem „Sanyassin“ (Baghwan-Jünger) bumste. und ich bin auch krank. Auf der Busfahrt nach Spanien weinte Diana fast die ganze Zeit bitterlich. mit Schwertern und geheimnisvollen Zeichen. Marga. drohte die Frau. wir sind krank. ich will nicht mehr leiden“. Als Diana am besagten Abend ihren ersten hysterischen Anfall bekam. „rufe ich die Polizei. ruf sie doch!“ „Wenn du wirklich Jesus wärest“. Sie hatte in der Nacht zuvor zugesehen.

Was dann kam. Auf dem Grab eines alten irischen Königs. Danach sei er zu einer Kirche gegangen. kein kleiner Kreis. Nach etwa einer Viertelstunde hörte ich sie schreien und klagen. die auf einem heiligen Ort der Kraft erbaut worden sei. Da kam ein riesiger Hund bellend auf sie zugelaufen.hielt. Sie rannte panisch so unglücklich den Hügel hinunter. mit den Worten. Tränenüberströmt humpelte sie in die Kneipe hinein. Robert Rubin. wie er mit zwei Anderen in der Kneipe deutsch sprach und fragte ihn. daß sie an einer besonders steilen Stelle stürzte und sich fürchterlich den Fuß verstauchte. Ich ging zu einem großen. jungen Mann. Er sagte mir. der vielleicht ein wenig älter war als ich mit meinen 20 Jahren. Dann rauchten wir mehrere Joints zusammen. brach ein ordentliches Stück ab und sagte. Ich hörte. er heiße Robert. Und der weiße Punkt im Schwarzen. Er holte ein großes „Piece“ Haschisch aus der Tasche. Diana wollte einen Augenblick spazieren gehen. sondern ein Blitz. Wir bekamen ein anderes Zimmer. Kleine Pause. Endlich in unserem Zimmer angekommen. In der Kneipe hing über dem Tresen die große Puppe einer fliegenden Hexe auf einem Besen. Als wir in Tossa angekommen waren und einen ansteigenden Weg hinauf zu unserer Pension wandern mußten.. Ich fand eine Kneipe namens „Systema“. zwischen dem Schwarzen und dem Weißen. wie der schwarze Punkt im Weißen.DM in Peseten in die Hand drückte. wie er seine „Erleuchtung“ in Irland erlangt habe. war kein rundes „S“. war unglaublich: Er behauptete. Das chinesische Universalsymbol für die Wechselwirkung der Gegensätze. Er erzählte. Ich fragte ihn nach seinem Namen. sondern ein Viereck. Der Hund hatte sie glücklicherweise nicht zerfleischt. ob er mir etwas zu rauchen verkaufen könnte. ich könne gewiß ein wenig Kleingeld gebrauchen. Gegen Abend ging ich in die kleine Altstadt von Tossa. Weil das Dach dieser Kirche eingefallen 10 . Ich ging in die für die Busreisenden bestimmte Touristenkneipe und trank zwei Bier. Es brach zusammen. er sei in Tossa. Sie war einen Hügel hinaufspaziert und hatte da oben ein verschnörkeltes Standbild der heiligen Mutter Gottes Maria gefunden. Dort kniete Diana nieder und betete für einen schönen Urlaub oder etwas Ähnliches. wobei er mir ein Bier nach dem anderen ausgab und mir obendrauf noch fast 100. schlanken. trug ich sie auf meinem Rücken. Diana konnte und wollte nicht mitkommen. Auch sonst war die Dekoration mit Sternchen und Monden überall ein bißchen „magisch“. um mir eine Botschaft zu überbringen. Aber die Linie in der Mitte. und zeigte mir eine tätowierte „R“-Rune auf seinem Arm. Das Schild draußen an der Tür war ein Yin & Yang Zeichen. das könne ich behalten. warf ich sie auf das Bett.

in Andorra sei der „Heilige Gral“. Alles. wo ich als Decksmann arbeitete. Robert Rubin erzählte mir. Gewiß hatte Robert noch mehr wichtige Botschaften für mich. die zu ihm sprach: „Geh mit 10.ist.) Robert Rubin selbst ist die Inkarnation eines großen ägyptischen Pharaos und ich natürlich auch. Bald zeigte er mir Diamanten und eine teure Uhr. Diese riesige Kristallpyramide ist nun mittlerweile unter der Erde bis zu den Pyrenäen gewandert und befindet sich dort ziemlich genau unter Andorra. (Blablabla. mich an all die verwirrenden Dinge zu erinnern.. Dort habe er zusätzlich zu seiner Erleuchtung alle Schlüssel der Magie erhalten.DM ins Kasino zum Black Jack. um damit zu prahlen. daß es ihm zur Zeit finanziell so gut ginge. Ein riesiges Durcheinander an geheimnisvollen Botschaften. Das bedeutet. daß ich mich exakt zur Zeit seiner „Erleuchtung“ in diesem Land aufgehalten hatte. Natürlich fanden wir heraus. Wenn ich mich anstrenge und versuche. Nur begab ich mich damals zu keiner Kirche und keinem Königsgrab. die er in Andorra gekauft hatte. Ich befand mich in einem Hafen auf dem Kümo (Küstenmotorschiff) meines Vaters. Dann holte er einen komischen Gegenstand aus seiner Hosentasche: Einen kleinen Stab aus weißem Holz. Nur für eine Nacht blieb das Schiff in Irland. an die ich mich aber nicht mehr erinnern kann. damit mir ebenfalls der große Blitz in den Kopf einschlagen könne. um unsere große Schuld zu bezahlen.. Ich erzählte ihm. und das einzige. aber wir müssen arbeiten und arbeiten.DM gewonnen. Als Augen dienten zwei kleine Metallkugeln. was ich dort erlebte. daß ich auch einmal in Irland gewesen sei.000. weil er kürzlich eine Stimme gehört hätte. hörte sich aufregend an. war in einen Pub zu gehen und drei Guinness zu trinken.“ Diesem Rat war er gefolgt und hatte sogleich 30. 11 . Ich müsse mich nun auch zu genau dieser Kirche mit dem eingefallenen Dach begeben. Unter der großen Pyramide von Gizeh hat sich zur Zeit ihrer Erbauung eine ebenso große Pyramide aus Kristall befunden. die nach seinen Aussagen wichtige Informationen für mich darstellten. könne die kosmische Kraft aus dem Universum nun wieder durch diesen Ort hindurchfließen. dann fallen mir noch die folgenden Dinge ein: Deutschland ist das „auserwählte“ Land. was er mir erzählte. R. etwa so lang wie sein Mittelfinger. Ein Ende dieses Stabes war geschnitzt in der Form eines Eulenkopfes.R.

„Du bist mein Bruder“. Ich weiß nicht. Nun gingen 12 . Neben dem Treppenaufgang hingen zur Dekoration zwei große Schwerter in der Form eines Kreuzes. das müsse ich unbedingt gesehen haben. und mit mir zusammen mit seinem Auto nach Andorra zu fahren. fühlte ich. weißes Haus.“ Da schritt er durch die Eingangshalle und nahm die zwei großen Schwerter von der Wand.“ Mittlerweile war ich total besoffen und bekifft. wenn ich ihn finden wolle. Er drückte mir eins der Schwerter in die Hand. „Ich hätte gerne Andorra gesehen. Daß ihm Katzen nicht lange in die Augen schauen könnten. Die Pension war ein großes. Du bist Baldur und es ist Baldur. denn. Ich konnte mich kaum noch auf den Beinen halten. ob er etwas Geld wechseln könnte. der sich etwas verwundert über ihn zeigte.“ So sprach er mit deutlicher Erregung in der Stimme und starrte mich mit echten wirren Jesus-Robert-Augen an. Ich habe dich umgebracht. das ich sein Bruder sei und fragte. sein Schicksal unheimlich hart sei. mich bald in der Pension zu besuchen. Ich hielt mich gerade in der Eingangshalle auf.“ Ich wußte wirklich nicht. kurz mit dem Pensionsbesitzer.R.“ „Warum nicht?“. erklärte er bedeutungsvoll. Seine riesigen Pupillen leuchteten mich an. „Als du mir zum Abschied einen Kuß gegeben hast. so daß man von der Terrasse aus über die Altstadt bis zum Mittelmeer blicken konnte. was noch alles.R. daß du nicht mit mir fährst“. das fette Piece und das Geld gab ich ihm besoffen einen Kuß auf die Wange. daß das der Kuß einer Schlange war und ich weiß noch nicht. und torkelte in Schlangenlinien zurück in die Pension. Jetzt mußt du wieder zum Leben erweckt werden. Von der Eingangshalle aus führte eine gewundene Treppe hinauf zu den Gästezimmern. „und ich habe dich einmal umgebracht. Zwei Tage nachdem ich Robert begegnet war. Er versprach mir. kam er zu Besuch. ob du nur vom Teufel besessen bist oder der Teufel selbst. Dann redete R. Daß er fast ein schwarzer Magier geworden wäre. So standen wir uns bewaffnet gegenüber. aber jetzt ist die Zeit gekommen. dessen Seele von Psylocibinpilzen aufgefressen worden sei.sprach beschwörend: „Die weiße Eule! Ich habe sie immer dabei! Sie schaut dich immer an. irgendwie hängten wir Gott sei dank die Schwerter wieder an die Wand. ich ihn nicht suchen dürfe. fragte ich verdutzt. der wieder erweckt werden muß. Drogen und Alkohol seinem Körper nichts anhaben könnten. Er erzählte immer weiter: Von einem Freund. sagte ich. mit Worten zu kämpfen und nicht mit dem Schwert. erklärte ihm. R. auch wenn diese Schwerter wie für unsere Hände geschaffen sind. Für das ganze Bier. sagte: „Danke schön“. an einem Hang gelegen. egal wie du sie drehst und wendest. „Schade. was passierte. als er durch die Tür trat und rief: „Ich werde nicht mit dir nach Andorra fahren.

aber hüte dich vor der Kabbala. wie du wohl heißt. sie hätte mich schon mehrmals gesehen und sich nie getraut. Zurück aus Polen. „Ich bin Claas“. fand ich so merkwürdig. Ich schickte es nach Deutschland an eine Zeitschrift namens „Abrahadabra“. einen Joint zu rauchen. die sich dazugesellt hatte. „Ich bin Nini“. haben wir gesagt: Guck mal. in Stade. 13 . Stade ist eine norddeutsche Kleinstadt zwischen Hamburg und Cuxhaven. daß ich in meiner Freizeit die Robert-Zufälle in ein kleines Büchlein schrieb. Daß mich Nini „Robby“ getauft hatte. sagte ich und fand sie sehr süß. wollte ich von der „Abrahadabra“-Redaktion wissen. Ein Mädchen sprach mich an. dein Name müßte Robert sein. Dort tanzte ich in der Disco „Mülltonne“. Dann gab er noch ein paar zusammenhangslose gute Tips wie: „Du kannst tun. Wenn du in der Nähe warst. Beide hatten sich anscheinend zuviel mit esoterischen Dingen beschäftigt und zu viele Drogen genommen. „Als ich dich ein paar Mal gesehen habe und dich nicht ansprechen mochte.“ Nun hatte ich zwei wahnsinnige Roberts mit großen Pupillen und einem Schwert in der Hand kennengelernt. Beide glaubten. (der grafischen Darstellung der Kabbala. Robert und ich hinaus auf die Terrasse. Robert gab schon wieder erleuchtete Weisheiten zum besten: Er wußte. dahinten geht Robby. hab ich mir zusammen mit meiner Freundin Alexa überlegt.“ Manchmal nennt mich Nini heute noch Robby. daß Franco und Hitler die besten Freunde Satans gewesen seien und zeigte mir ein Geldstück aus der Zeit Francos. Klappe 3 Einige Monate später. wer ich bin und wie ich heiße. der jüdischen „Geheimlehre“) abgebildet war. als der Jesus-Robert aus dem Karoviertel. Einen Monat später arbeitete ich auf einer Werft in Polen. Du hast großes Glück. Dort setzten wir uns in die Sonne und beschlossen. Du bist das Lieblingskind deiner Mutter. begegnete mir der nächste Robert-Zufall. riß es auf. im Auftrag Gottes zu handeln.Diana. auf dem die untere Hälfte des „Lebensbaumes“. und warf enttäuscht mein Büchlein in den Müll. Wahrscheinlich hoffte ein polnischer Postangestellter. Geld in dem Paket zu finden. auf dem Kümo meines Vaters. sagte sie. mich zu fragen. was du willst. daß dich der Tod nicht als Krüppel zurückläßt. Allerdings schien sich der Tossa-Robert noch wesentlich wohler zu fühlen. Da meinten wir. aber paß auf. „Welche Geschichte?“ Sie war nie angekommen. ob man meine Robert-Geschichte drucken wolle.

Mit den Collagen wollte ich das Buch „Liber AL vel Legis“ illustrieren.Klappe 4 Einige Wochen später bekam ich Post von meinem Cousin Matthias. Herr Kleinhempel. Von einem Pakt mit dem Teufel. Dieses Buch wurde Crowley 1904 von einer außerirdischen Intelligenz. In dem Brief schrieb ich ihm meine Idee. das „Liber AL vel Legis“ als Theaterstück zu inszenieren und die Dias für das Bühnenbild zu benutzen. Ich fand meine Illustrationen sehr gelungen. daß ich umsonst tolle Diaaufnahmen von Tarotkarten-Collagen bekam. Wilson ist ein ganz anderer. er erinnere sich an den Brief und die Dias. oder ein Schwert in die Hand nehmen und verrückt werden. Aber ich erwarte nicht. schickte ich zusammen mit meinen 30 besten Dias und einem freundlichen Brief an Robert A. Ein Schlagzeuger war schon lange gefunden. Wilson. Teilweise hatte ich die Karten so zusammengefügt. Ich dachte: „Wau. Ja. das zur Zeit mit Tom Waits geprobt wurde. als der Schriftsteller der IlluminatusTrilogie. Falls er nicht daran interessiert sei. handelte vom „Freischütz“. Dieser Robert A. Nur ihre Namen haben sie gemeinsam. Wilson. bat ich ihn natürlich. Ich brauche noch Arbeit für einen Lehrling. Wilson. daß die Collagen aussahen wie Gemälde und nicht wie Bilder. Der TheaterWilson ist darauf spezialisiert. Das Stück. Sollte ich besser doch damit rechnen? 14 . Heute habe ich zwei Freunde. Nach langem Warten in der Rezeption kam endlich der persönliche Assistent von Wilson. was ein paar gute Diaaufnahmen kosten würden. Dort hatte ich gefragt. diktiert. Die Bewerbungsunterlagen für das Musiktheaterprojekt. mir die Dias zurückzuschicken. Der Chef. Er schrieb mir. Es hieß „Der schwarze Reiter“. Dinge von mir in den Müll werfen. antwortete mir: „Das kostet dich gar nichts.“ So kam es. Regie führte Robert A. Herr Wilson hatte sie. Bühnenbilder mit Licht zu gestalten. daß sie nur. weil sie diesen Namen haben. der hat doch die Illuminatus-Trilogie geschrieben und interessiert sich stark für Aleister Crowley!“ Ich hatte eine Zeitlang in einem Fotoatelier als DekoAssistent gearbeitet. in Hamburg würde für ein Musiktheaterprojekt ein Drummer gesucht. die auch Robert heißen. die sich aus mehreren einzelnen Karten zusammensetzen. fuhr ich zum Thalia Theater nach Hamburg. Als ich nach einem Monat keine Antwort bekam. ohne sie anzuschauen. die sich selbst „Aiwass“ nannte. eine Kassette mit eigenem Schlagzeugspiel und ein kurzer Lebenslauf. Robert A. Die Musik dafür komponierte Tom Waits. gleich nach dem Lesen des Briefes in den Müll geworfen.

Nehmen wir weiter an. zu folgen. den Synchronizitäten. das Tarotspiel. 2 ist hier also ein Meteorit eingeschlagen. Es gibt keine objektive Synchronizität. Wenn sie denken: „Ich glaub. eine bestimmte Stelle auf dem Mond wird zum erstenmal photographiert. Der steckt die tollsten Synchronizitäten locker weg und lebt weiter. diesen Synchronizitäten zu folgen. Beim zweiten Photographieren derselben Stelle ist ein neuer Mondkrater zu sehen. die unter Beziehungswahn leiden. 1 und Photo Nr. es sei für das persönliche Glück förderlich. 2 wird diese Stelle des Mondes das erstemal auf Video aufgenommen. zwanzig Jahre nach Photo Nr.B. sie wäre einfach ein Gipfel der Unwahrscheinlichkeit. Ein solcher Mensch ist z. ich geh jetzt meine Freundin besuchen“. die Runen und was es sonst noch alles gibt. Alle Orakel. 15 . Falls doch. die scheinbar keinen guten oder schlechten Rat beinhalten. und neben ihnen steht eine Mutti mit Kind. mein Vater. Erich. Wenn man ein sensibles Kerlchen ist. vergißt man sie schnell und mißt ihnen keine Bedeutung bei. sondern schlicht und einfach wahnsinnig machen. die sie wahrnehmen. wie genau in den neu geformten Krater ein weiterer Meteorit einschlägt. nicht in diesem Sinne materiellen Synchronizitäten sind ausschließlich gedanklich und hängen nur mit unserer Aufmerksamkeit zusammen. Diese Synchronizität hätte nichts mit Gedanken zu tun. beruhen auf Synchronizitäten und der Annahme.Beziehungswahn Synchronizitäten entstehen immer im Kopf. Zwischen Photo Nr. als wäre nichts gewesen. und das Kind fragt leise: „Darf ich ein Eis?“. nimmt man die meisten „Zufälle“ gar nicht wahr. Menschen. Wenn man kein sensibles Kerlchen ist. und die Mutti ruft laut und genervt: „Nein!“ Dann geht der Beziehungswahnsinnige nicht seine Freundin besuchen. sind meist dem Zwang ausgesetzt. oder? Nehmen wir an. Es wird gefilmt. Zwei Meteorite schlagen in einem Zeitabstand von 20 Jahren an genau der gleichen Stelle ein. Alle anderen. das I-Ging. Es gibt aber genauso viele Synchronizitäten.

Der Pilot hatte seine Flasche dabei und soff immer noch. Nach zehn Minuten Panik gelang es den Seeleuten. erzählte Erich. ohne vorher irgend etwas an seinem Flugzeug zu kontrollieren. Sie flogen zunächst zum Hafen. ich und ein Getränkegroßhändler von einem Clever-Vertreter in ein nobles Restaurant einladen lassen. die hier im Restaurant gerade im Hintergrund spielt. die gerne alleiniger Bierlieferant für ein Restaurantschiff sein wollte. das er in Peru erlebt hatte: Er war in ein kleines Flugzeug gestiegen. Die. wo das kleine Flugzeug stand. Während des Fluges merkte er. klappte zusammen und war eingeschlafen. während Erich und sein Kumpel photografierten. Nach der Schilderung von „Herrn Clever“ mußte er mehrmals schreien und hätte sich vor Angst fast in die Hose gemacht. und der Betrunkene startete die Maschine. Sie wollten einfach nur das Land von oben sehen. „Herr Clever“ erzählte von einem Abenteuer. Dann steuerte der Pilot auf das offene Meer zu. um von einem Ort in den Anden zum nächsten zu gelangen. Ja. hatten sich Erich. aber nach dem dritten oder vierten Bier begannen besonders „Herr Clever“ und Erich langsam aufzutauen. Ich hatte mir kürzlich die Haare geschnitten und mir zum Essen einen Schlips umgebunden. Sie stiegen ein. wo sie einige Sturzflüge auf ihren Kümo machten. Alles war schön eklig steif. wenn der Pilot in der letzten Sekunde das Flugzeug über einen Berggipfel zog. aber die beiden Seemänner waren mutig und jung.“ Erich verkauft heute kein Clever auf 16 . sie auf einen Flug mitzunehmen. Der Pilot war schon ziemlich betrunken. den Piloten zu wecken und zurückzufliegen. Erich hatte selbst ein haarsträubendes Abenteuer mit einem Piloten in Peru erlebt und erzählte nun seine Geschichte: Er war als Seemann in Peru und hatte beim Landgang zusammen mit seinem Freund einen Piloten kennengelernt und diesen überredet. „Ich habe zu diesen Dias passende Musik gesucht und zusätzlich auf das Tonband mit der Musik die Geschichte erzählt. daß sich der Pilot kaum für die Berge vor und unter ihm interessierte. aber das ist ja die Musik. das ist genau original die Musik von meinem Diavortrag. Ja das ist ja wirklich witzig. „Von den Photos habe ich einen ganz tollen Diavortrag gemacht“. meine Mutter. Ja das ist ja witzig. Sie gingen zu der Piste. sondern den Playboy las.Tollkühne Piloten über Peru Um Verhandlungen mit der Brauerei Clever zu führen. welches Erich bald eröffnen würde.

seinem Schiff. 17 . er ist in dieser Hinsicht vollkommen unsensibel und hat sich für andere Brauereien entschieden.

für die ich das erstemal die Robert-Geschichte aufgeschrieben hatte.“ „Entschuldigung. daß sie einen schwer zu reparierenden Riß im Bewußtsein des Betroffenen hinterlassen. die ihre Entdeckungen nur einem Traum oder einem Zufall zu verdanken haben. das hab ich doch gerade geträumt.“ Nicht das Mädchen.“ „Ist da nicht das Nagelstudio?“ „Was. daß der Fingernagel meines Ringfingers eine kleine Verletzung hatte. Die Hand hielt eine Pinzette und entfernte damit ein kleines Stück vom Nagellack der Frauenhand und versuchte.“ „Wie bitte?“ „Nein. daneben meine Hand. Dann war meine Hand plötzlich die Frauenhand. jene Zeitschrift über Magie. sich räusperte und fragte. „Hier ist Claas.“ „Tschüs. Da war eine Frauenhand mit rotlackierten Fingernägeln. Ich torkelte schlaftrunken an den Apparat und nahm ab. Genauso gibt es Synchronizitäten. sondern die Frau. Das begriff ich erst.Ich träume doch nur Ist es überhaupt jemals gut. Es gibt genügend berühmte Erfinder. „Baphomet“ war das Idol der Tempelritter. Ich sah den Ärmel eines weißen Kittels. Am Nagelbett fehlte ein Stückchen Fingernagel. Das wußte ich aber damals nicht. als einige Wochen später ein Herr anrief. Jetzt erschien eine Arzthand. Als ich gerade ein paar Wochen in eine neue Wohnung am Fischmarkt 11 in Stade gezogen war. hier ist nicht das Nagelstudio. die die Wohnung vor ihr mietete. mit diesem Lack meine Verletzung zu reparieren. sich von Synchronizitäten leiten zu lassen? Natürlich. auf Wiederhören. hatte ich einen seltsamen Traum. hatte hier ein kleines Nagelstudio betrieben. Nun sah ich. ob ich nur Nagelpflege machen würde oder auch Beinhaar-Entfernung. wieso Nagelstudio. Dann wieder nicht. Ich träumte nur von Händen.) Ich 18 . die mich interessierten. Einen Riß in seinem Bewußtsein über die Reihenfolge von Ursache und Wirkung. willst du die haben und übersetzen für die AHA?“ (Die AHA ist die „Abrahadabra“. Ein paar Tage vor meinem Nagelstudio-Traumerlebnis bekam ich Post von Peter-Robert König aus der Schweiz. Da klingelte das Telefon. Peter schickte mir verschiedene Kopien aus Büchern und von Artikeln über „Baphomet“. das vor mir in der Wohnung lebte. Am Ende seines Briefes schrieb er: „Ich habe noch einen Artikel von Michael Paul Bertiaux über Lycanthropic Sex Magick. die nichts weltbewegendes zur Folge haben. Außer.

Dann sah ich.“ 19 . Dort. um dort Karten zu spielen und Karpfen zu fischen. eine Hütte bei Karpfenteichen. Aber außen. wo der Waldrand an die Auewiesen grenzt. und ein unheimlicher Wind kam auf. wie in meinem Traum. der aber gleich darauf wieder verschwunden war. „Onkel Otfried“. der immer näher kam. herumlaufen. silbernen Löffel bewaffnet. lehnte mich mit meinem Rücken dagegen und dachte: „Gott sei dank. aber er solle mir den Artikel schicken. folgt später. Ich schloß die Tür. Die Sonne ging unter. ich würde in der Marsch. wo meine Eltern wohnen. ich wisse nicht. hier bin ich erst einmal in Sicherheit. In diesem Wald steht in Wirklichkeit. Wohin sollte ich fliehen? Ich war nur mit einem verbogenen. was „Lycanthropic“ bedeutet. Der Himmel bewölkte sich bedrohlich schnell. Kühe und Plantagen von Obstbäumen.“ Dann erwachte ich. In meinem Traum floh ich in eben diese Hütte. In meinem Traum war alles wie in der Wirklichkeit: Grüne Wiesen. Zwei Tage später bekam ich wieder Post von Peter. Ich lief nicht in den Ort zu meinem Elternhaus. daß mein roter Futon in der Hütte lag. Für einen kurzen Moment sah ich einen der Freunde meines Opas. auf der Rückseite des Briefumschlages stand geschrieben: „Lycanthropic = Werwolf. Er hatte mir zum Übersetzen Crowleys „Konx Om Pax“ geschickt und nicht den Artikel über „Lycanthropic Sex Magick“. Da hörte ich den Atem eines Werwolfes. Diese Hütte hat mein Opa mit Freunden zusammen ausgebaut. im urzeitlichen Elbstromtal bei Horneburg. sondern von der Marsch hinauf auf die Geest in den Wald. In der folgenden Nacht träumte ich.schrieb Peter.

Irgendwann hatte ich angefangen. so und nicht anders geschieht. Ein echter Robby Roboter. 20 . Z. Nicht von einem Tag auf den anderen.“ bin.B. sondern ganz langsam aber sicher. REMembers. Werde ich mich eines Tages erinnern.The Time and Space Society Irgendwann hatte ich angefangen zu glauben. So sah es jedenfalls aus.S. denn wenn es irgendwo auf der Welt keine Zufälle gibt. dann in der Time and Space Society.S. aber das soll der Leser an dieser Stelle noch nicht wissen. daß ich Mitglied in der geheimen „T. daß sie einfach alles konnte. ein großer genialer Plan stand. Diese große Macht telefonierte mit mir in meinen Träumen und hielt mich an ihren Fäden wie eine Marionette. auch ich durch diese Verbindung verteufelt mächtig sei. Ich wurde beziehungswahnsinnig. zu glauben. daß dies und jenes genau dann. obwohl diese große Macht der Puppenspieler ist und ich die Marionette.) Der Vertrag ist ein DIN-A4 großes Dokument mit der Überschrift T. daß in Remembers das Wort Member enthalten ist. Es ist natürlich kein Zufall. daß hinter allen Synchronizitäten die ich erlebte. eine große Macht würde die Fäden meines Lebens in der Hand halten. der „Time and Space Society?“ Werde ich mich an meinen Eintritt und den danach erhaltenen goldenen Zufallsvertrag erinnern? (Natürlich werde ich mich eines Tages erinnern. daß. vor und zurück durch die Zeit reisen.S. um dafür zu sorgen. Trotzdem glaubte ich.S. und darunter steht meine Mitgliedsnummer „Member 372“. Diese große Kraft war so allwissend und gewaltig.

weil man sich so ein Kartenspiel nicht selber kaufen dürfe. es geschenkt bekommen zu haben. Wir kamen auf das Tarotspiel zu sprechen. Jemand schenkte ihr das Kartenspiel und das „Buch Thoth“. nie wieder irgend 21 . Jemand anderes behauptete. daß sie Glück hätte. bot ihm sein Vorgesetzter einige Zeit später an. Der Friedhofsgärtner bedankte sich und übernachtete in diesem Haus mit einer Freundin. das an der Wand hing. in den der Geist fahren und durch den der Geist sprechen sollte. Als sie mir die bunten Bilder zeigte. daß ihn ein Mann auf einem Bild. daß er sich schwor. mit viel Gelächter und Rausch. das er sich schüttelte und wehrte und vom Stuhl fiel. daß in den folgenden zwei Wochen niemand außer Swantje das Spiel berühren dürfe. war ich vollkommen entzückt. Der Geist war darüber ärgerlich und verschwand. Sie wurde 19 Jahre alt. In jener Nacht hatte er immer wieder das Gefühl.Eintrittskarten in die Welt der Illusionen Das erste mal sah ich die Tarotkarten von Aleister Crowley auf einer Geburtstagsparty bei meiner Freundin Swantje in Finkenwerder. Er selbst wollte Verwandte besuchen. übernachtete dort. Bei dieser Beschwörung saß er mit mehreren Leuten um einen Tisch. haargenau. woraufhin der Gärtner an Geister denken mußte und uns folgende Geschichte erzählte: Während seiner Zeit bei der Bundeswehr sprach ihn ein Vorgesetzter mit den Worten: „Du bist eine Herausforderung“ an und überredete ihn. beobachte. Am nächsten Morgen unterhielt ich mich beim Frühstück mit Swantje und jemandem. was der Friedhofsgärtner mit seiner Freundin getrieben hatte. zwei Tage in dessen schönem Haus zu verbringen. Auch der Vorgesetzte war sehr wütend. Ein Partygast erzählte ihr. Er glaubte fast. Darüber war der gute Mann so entsetzt. Er war derjenige. der in der besagten Nacht über hundert Kilometer weit weg gewesen ist. Als der Friedhofsgärtner dann merkte. ich selbst war damals 17. Wer nicht mehr nach Hause kommen konnte. war er dermaßen entsetzt. daß tatsächlich etwas in ihn eindrang. um Urlaub zu machen. an einer Geisterbeschwörung teilzunehmen. er hätte gesehen. in dem Crowley die Bedeutung der Karten erklärt. Wir feierten schön Geburtstag. der als Gärtner auf einem Friedhof in Hamburg arbeitete. wie sich die Augen bewegten. Obwohl der Friedhofsgärtner so kläglich versagt hatte. Zurück in der Kaserne erzählte ihm der Hausbesitzer.

was meine Eltern schweren Herzens bezahlten. Somit waren die ersten zwei Tarotgebote. Daß meine Freunde die Karten in den ersten zwei Wochen nicht anfassen sollten. welche Karten gezogen werden. was im entferntesten mit Geistern oder Leuten. die oft bei uns war. die sich mit Geistern beschäftigen zu tun hat. war ich überaus glücklich. wenn er auf dem Friedhof ist. Mein Bett stand in einem winzigen Zimmer für 100 DM Miete im Monat.B. als sei etwas Unsichtbares zugegen. In die Trinkstraße kamen viele Besucher. genannt „die Gräfin“. das hatte nun wirklich nichts mit Tarotkarten zu tun. Damals beeindruckte mich an der Geschichte des Friedhofsgärtners nicht sonderlich. was er so beängstigend fand. von der Schulpflicht befreit. Ich glaubte. daß diese Geistwesen und unsichtbaren Kräfte tatsächlich existieren: Ich hätte das einfach nur toll und aufregend gefunden aber gewiß nicht zum fürchten. Z. obwohl noch keine 18 Jahre alt. wie ich wohl nie etwas gehaßt habe. Ich trampte zurück nach Stade. Die meisten waren arbeitslos. gebrochen: Das Gebot „Andere dürfen sie nicht anfassen“ und „Man darf sie sich nicht kaufen“. Ich wollte gerne selbst ein Abenteuer mit Geistern erleben. Ich haßte die Schule. Warum erzählte er uns diese Geschichte. Mein Klassenlehrer und der Direktor behaupteten. fühlt er. Das war reine Verleumdung.etwas zu tun. Er bekommt dann eine Gänsehaut. wo wir doch nur über Tarotkarten sprachen? Vielleicht. weil es viele Menschen so empfinden.) Durch glückliche Zufälle war ich. nicht zur Schule gehen zu müssen. muß tief ein. wo ich in einer WG mit drei Frauen & einem Mann in der Trinkstraße 7 wohnte. (Sie wünschten sich. daß wieder etwas Unsichtbares in ihn eindringen will. Gleich am Tag nach Swantjes Geburtstag kaufte ich mir in einem Bio. wovor man sich hüten müsse. nahm ich nicht so eng. ich sei der Haschverkäufer auf dem Schulhof. Ich konnte nicht nachvollziehen. daß Geister etwas gruseliges sein sollten. daß sie als Kind ein rosa Kaninchen 22 . hieß Isabell. Manchmal. Sie war blond und redete unheimlich viel. Wenn mich damals jemand davon überzeugt hätte. von denen ich gehört hatte. wie alle guten Eltern. wenn sie die Karten befragen. Eine Frau. ausnahmslos Haschraucher. daß ich als junger Mensch noch bei ihnen wohnen würde. Dieses Unsichtbare sorgt dafür.und Esoterikladen das Tarotspiel zusammen mit dem „Buch Thoth“.und ausatmen und sich gut zureden. Mit dieser Freiheit.

die ich konsumierte. Bald entdeckte ich. Hieraus bastelte ich. in den Rauschzuständen auf große. Wir „erweiterten unser Bewußtsein“ und philosophierten bis zum umfallen. Ich begab mich allein auf die Entdeckungsreise. dessen Bild ich im Buch Thoth gefunden hatte. einen Lebensbaum. Der vorherige Bewohner. daß ich durch das Tarotspiel weise und mächtig werden würde. ein paar Tage bevor ich in dieses Zimmer zog. Alle qualmten wie die Schlote. 23 . Richtig für die Tarotkarten interessieren konnte sich keiner meiner Mitbewohner. sollte proportional meine Weisheit wachsen. Vor den Stein legte ich ein Stück roten Samt. „Der Kaiser“. einen Findling. Mit der Menge der Drogen. Von Anfang an glaubte ich. Für ein paar Sekunden bewegte sich der Lebensbaum. die Karten darauf und den Lederlebensbaum daneben. Da hörte ich einen unglaublich dunklen. Die Leute meinten. Baghwan-Jünger Alok. Ich war in ein größeres Zimmer umgezogen und machte darin eine Ecke nur für die Tarotkarten zurecht. in Spiegelschrift: „Ab jetzt beginnt die Kunst“ an die Wand meiner kleinen Kammer. als würde er atmen. schrieb ich. Ich glaubte. Der Lebensbaum besteht aus den Zahlen von 1 bis 10. der Kraft und große Macht geschenkt bekommt und sich dafür nur ein Kartenspiel zu kaufen braucht. daß ich fast nichts dafür zu tun brauchte. um danach stumpf Fernsehen zu gucken. Ich bekam am ganzen Körper eine Gänsehaut. die durch 22 Pfade verbunden sind. innere Reisen zu gehen und gewaltige mystische Einsichten zu erlangen. Auf dem Sperrmüll hatte ich einen großen Karton mit alten Stoff.und Lederresten gefunden. Es wurde nicht Hasch geraucht. indem ich Streifen und Kreise aus Rind. Als wenn ich ahnte. Diese Pfade sind den 22 Trümpfen des Tarotspiels zugeordnet. hatte einen großen Stein. Daß ich ein Auserwählter der Götter sei. vibrierenden Ton.hatte. daß ich zwei Pfade auf dem Lederlebensbaum vergessen hatte: Den Pfad zwischen 7 und 9. sie sei von einem LSD-Trip nicht runtergekommen. zurückgelassen.und Schlangenleder auf ein weißes Stück Leder klebte. daß mit den Karten ein neues Kapitel meines Lebens beginnen würde. und den zwischen 8 und 9. Ich glaubte. Eine Art Landkarte des Universums. „Die Sonne“.

und du bist dran“ zusammen. Als Isabell und ich abreisten. wurde ich von einem neuen „Nein. bot er uns an. an sie denken. wir sollten unsere Rucksäcke nehmen und zu Fuß über die Grenze gehen. Während er sich auszog. treu bleiben. meiner festen Freundin. Wir haben aber nie zusammen geschlafen. den Lastwagen zu verlassen. Im Bus auf der Rückfahrt vom Theater. wenn ich die Hose aus. Die Gräfin wollte bleiben. Ich konnte Isabell nie dazu bewegen. fragte ich Judith.zog sie wieder an . daß „Judith“ in der Namensforschung „Die. während Mickey sie stöhnend und wichsend befummelte und ihre Hand nahm. der sich mit „Salut je suis Mickey“ vorstellte.oder anzog. ein Schlafsack. Judith und ich waren seit einer Schul-Theaterfahrt ein verliebtes Paar. Vor unserer Reise hatte ich ein paar Mal bei ihr übernachtet. und ich wollte Judith. aber es nicht tut. Ansonsten befanden sich in meinem Rucksack nur 300 Mark. Es wurde alles supereklig. In jener Zeit hatte ich begonnen. meine Bongos und natürlich das Buch Thoth mit dem Kartenspiel. Es regnete. Gleich nach dem Joghurtessen haben wir zusammen geschlafen. den ich als Gürtel trug. Die erste Nacht der Tramptour war ein reiner Alptraum. Das Stück im Schauspielhaus hieß „Verlorene Zeit“. Ich wollte raus. schenkte sie mir einen schönen. einige Klamotten. Als es endlich Morgen wurde. Immer. daß alle Zeit. auch im Lastwagen zu übernachten. schwarzen Schal. Die Gräfin hatte keine Lust. Er 24 . um ihre Fingernägel in sein eigenes Fleisch zu drücken. Ich glaubte. Sie erzählte mir. Er stank entsetzlich. So mußte ich wenigstens immer dann. So nahm ich einen großen Sack Körner und eine alte Kaffeemühle zum Getreidemahlen mit. Nein!“ der Gräfin hellwach. Mickey stoppte an der französischen Grenze. verlorene Zeit ist. Es ging darum. in der man zusammen Sex haben könnte. In der Trinkstraße war der Kühlschrank leer. Die Gräfin faßte das Abenteuer später mit den Worten „Eine kleine Mickey-Mouse zog sich mal die Hose aus . wenn ich vor Müdigkeit doch beinahe eingeschlafen war. viel Getreide zu essen. Irgendwo in Belgien nahm uns ein Lastwagenfahrer mit. So mußte ich auch bleiben. um dann ein lautes „Mickey stop it“. ob sie noch einen Joghurt zu Hause hätte.Reise zur dunklen Seite des Mondes Im Sommer 1984 trampte ich zusammen mit der Gräfin nach Südfrankreich und Spanien. die ihrem Mann den Kopf abschlug“ bedeutet. oder sonstwas zu brüllen. befahl Mickey. ich müßte sie beschützen.

Der Franzose drohte. Sie lachte andauernd. Wir sollten einen Mensch namens Lehel von jemandem grüßen. Das erste Ziel unserer Reise hieß „Plan de la tour“. und wie wir zurück zur Autobahn kommen konnten. Der nächste Mensch. Es tat in den Augen weh. Nahe der Mittelmeer-küste bog er von der Autobahn ab. Mit einem irre breiten Mund und diesem wahnsinnigen Gesichtsausdruck. Die „Farm“ trug den Namen „Les Cloudiniers“. wo wir waren. die kannst du jetzt essen. Ich wollte sie nicht allein lassen.“ Sehr freundlich. er solle sofort aufhören. wo er verschiedene süße Früchte in eine Kiste packte. der uns mitnahm. wie der Mensch hieß. Damals hatte ich noch nie LSD genommen. lebte er dort für einige Zeit. Wir fuhren in einen Hafen zu einer Lagerhalle. er sei heroinabhängig gewesen. Wir mußten herausfinden. zwei Kilometer außerhalb des Dorfes. Er stieg aus und deutete mir mitzukommen. Als wir dann sahen. Der ekligefranzösische-Zigaretten-rauchende-Lastwagenfahrer-Arsch hauchte schleimig „Adieu“ und fuhr. das. Weil sie fürchtete. Dort wollte er „was erledigen“. Isabell lachte. Amore“ wimmerte er. auf der anderen Seite zu warten. ließ sie einen LSD-Trip unter einem Kissen auf Mickeys Beifahrersitz liegen. Dann würde alles in Ordnung gehen und w ir könnten eine zeitlang bleiben. Ich ließ die süßen Früchte stehen und ging zum Führerhaus des Lasters. man würde uns an der Grenze bestimmt filzen. Wir räumten unsere Rucksäcke nach draußen. daß etwas nicht stimmte. um zu entziehen. Maxime. fährt er ohne uns weiter. wenn Isabell sich nicht von ihm ficken läßt. Der Fixer hatte dort Kerzen gegossen und 25 . Ich folgte ihm in die Halle. als Wirklichkeit zu empfinden. Isabell hatte eine Adresse. So männlich wie ich konnte. Der Franzose versuchte gerade. Nach frühestens einer Minute kam mir der Gedanke. befahl ich. Nun gingen wir zur Heckklappe seines Lasters. was man nicht hören. Sie nannte den Ort eine „Farm“. von dem wir grüßen sollten. Sie schien noch weniger als ich.hatte keine Lust auf die Grenzkontrolle mit uns und versprach. Als seine Freundin sich totspritzte. der Trip ist weg“. aber sehen mußte. muß ziemlich normal gewesen sein. Ein Lachen. Die Gräfin wollte wirklich weiter mit ihm fahren. denn ich kann mich nicht so recht an ihn erinnern. Er wolle mir etwas zeigen. „Die Früchte sind für dich. Er öffnete sie und stellte die Kiste auf die Ladefläche. dachte ich. Isabell erzählte. sagte sie immer nur „Oh scheiße. ekligefranzösische-Zigaretten-rauchender-Lastwagenfahrer-Arsch. was geschah. Ich weiß nicht mehr. daß Mickey nicht in Frankreich auf uns gewartet hatte. die Gräfin zu vergewaltigen. und aß. Ein kleines Nest in der Nähe von St. „Amore. Aber der Übernächste war wieder so ein stinkender.

Als wir „Les Cloudiniers“ erreichten. einem schwarzen Bart und sonnengebräunter Haut. Wir gingen einen Sandweg hinauf zu einem weißen Gebäude. weiße Sachen. An einer Seite hatte es große Fenster mit Rundbögen. Eigentlich mochte ich ihn ganz gerne. als auch im oberen Geschoß befanden sich riesige Steinbacköfen. Lehel war nicht da. daß sie nicht wollte. Von dort aus konnte man wieder nach draußen gehen. Um das Hauptgebäude herum lagen einige kleinere. den ich vom kerzengießenden Fixer grüßen wollte. „Salut“ sagte ich schüchtern und fragte nach Lehel. Wir betraten einen großen Raum. Kerzen aus farbigem Wachs. schwarze Dogge. mußte ich ihm immer wieder erklären. Ein Plumpsklo stand auf dem Hof. Alles war so schweigsam. Als ich ihm die Grüße ausrichtete und darum bat. Wir warteten auf Lehel. 26 . langen Haaren. hatte etwas Bauch. Haare und Bart wie Baghwan. An dem gewaltigen. die eine kleine Steintreppe verband. und ein etwa 30-jähriger Franzose mit dunklen. Der Fußboden der oberen Hälfte lag in Höhe eines riesigen Tisches. Vor dem Hauptgebäude lag eine riesige. sagte er „oui“ und brachte uns in ein kleines Nebenhaus. Lehel trug weite. herrschte eine eigenartige Stille. In der hinteren Ecke der unteren Ebene führte eine Treppe hinab in einen weiteren Raum. Nur die Insekten surrten und zirpten in den trockenen Hügeln. alle recht phantasievoll gebaut. Mit Herzklopfen gingen wir durch die Tür. die nicht mit Ton. ein vielleicht 60-jähriger Ungar mit einem grauen Bart. Eine alte Ungarin. Fließend Wasser gab es nur im Hauptgebäude. der auf der unteren Hälfte stand. einige Tage bleiben zu dürfen. in der Form kleiner Blumentöpfe. Lag es an der Hitze? Isabell konnte eh kein Wort Französisch. Sie bellte nicht und sie rührte sich nicht. Sie schienen überhaupt keine Lust zu haben zu sprechen. Sie schaute uns an. Sowohl im unteren. Die Sonne brannte. der Isabell permanent ficken wollte. Aber da er nicht auf Isabells Geräusche und Körpersprache reagierte. Überall roch es nach Lavendel.verkauft. Keine Menschenseele war zu sehen. Der 50 Jahre alte Ungar war der dritte Mensch auf dieser Reise. wo wir schlafen konnten. runden Tisch saßen drei Menschen und schauten uns schweigend an. sondern mit wachsdurchtränktem Sand umhüllt waren. da das Gebäude schräg in einen Hügel hinein gebaut war. Er sollte bald wiederkommen. Seine Augen schauten uns gütig und wohlwollend an. fast arabisch aussah. der in zwei Ebenen unterteilt war. welches sehr südländisch. Aus einem Haus ragte ein Turm mit einem japanisch ausschauenden Dach.

Aber sie fegte ab und an die Backstube. war für uns. Ich war glücklich. Wenn er heftig abgehustet hatte. wenn er einatmete. damit wir bleiben könnten. sagte der Alte. brachte der Kuh im Garten etwas Wasser und wanderte dann auf einen Hügel. weil er mit freiem Oberkörper herumlief. Der Mohnkuchen war superlecker. So strich ich die Wände eines der kleineren Gebäude und sang: „Wer ich bin. die auf dem Boden saß. Den ganzen Nachtspaziergang über blieben die Tiere bei mir. und wer ich war. das den Kopf auf eine Hand stützt. „Il est joli“. Er gab mir einen Beutel weiße Kalkfarbe. die er gemalt hatte. nackten Frau. Ich wollte noch nicht fort. Nach einer Woche wollte Isabell weiter nach Spanien. ob er nicht etwas Arbeit für uns hätte. ohne dafür zu bezahlen. Also fragte ich Lehel. um mit erhobenen Armen die Sonne zu begrüßen. Lehel fuhr mit seinem kleinen Bus in die Stadt und verkaufte ihn an die Bäckereien. zog sich die Haut zwischen seinen Rippen nach innen. Er war Bildhauer und arbeitete an einer lebensgroßen. Das konnte man sehen. In einer Vollmondnacht konnte ich nicht schlafen. Zum Wohnen. modellierte ich ein kleines Teufelchen. die wir dort blieben.“ Isabell hatte keine Lust zu arbeiten. Nun zeigte er mir mindestens 20 Photos von Bildern. Was übrig blieb. Ich ging spazieren. der auch zu den Cloudiniers gehörte. Er lud uns einmal in den zwei Wochen. dann ein wenig die Straße entlang und schließlich einen schmalen Weg die Hügel hinauf. wer ich bin. Nie entfernten sie sich mehr als einige Meter. ist doch so egal. einen Eimer Wasser. von dem sich jeder bedienen konnte. zum Kiffen ein. Essen und Trinken. Jeden Morgen stand der Ungar kurz vor Sonnenaufgang auf. und wer ich war. Den backte die alte Ungarin. und eine Rolle zum Malen. als würde es angestrengt nachdenken. Immer. steckte er sich gleich eine starke Zigarette an.. als ich fertig modelliert hatte. Den Sandweg vom Hof hinunter..Er hatte eine scheußliche Lungenkrankheit. Der Franzose mit dem schwarzen Bart verkaufte kleine Parfümflaschen aus Ton auf den Touristenmärkten. Als ich den Hof verließ. Sonst war ich immer breit von Mohnkuchen und Rotwein. Isabell und ich gaben Lehel jeden Tag etwas Geld. Immer das gleiche Motiv: Jesus am Kreuz mit weinenden und betenden Menschen davor. Zum Trinken stand ein Kanister Rotwein beim großen Kamin. 27 . da unser Geld langsam zur Neige ging. Als er mir etwas Lehm gab. folgte mir die große schwarze Dogge und ein schwarzweiß gefleckter Hund.

die an die Pyrenäen angrenzen. Als wir weiterfuhren. oder von anderen Menschen erzählt bekommen. Ein schönes Gefühl. ob ich noch einen Schnaps und einen Wein wolle. essen und trinken. Ein Jahr zuvor war ich schon einmal dort gewesen. Als hätte ich vor dieser Nacht nur etwas über den Mond gelesen. Der junge Mann fragte mich. daß wir nach Port Bou wollten. Ich war mir todsicher. runder Stein am Himmel hängt. Ich wußte schon immer. Als wir Richtung Spanien abreisten. bei ihm arbeiten und dafür bei ihm wohnen. Nun stand auf dem nächsten Straßenschild. Ein kleines spanischen Örtchen am Mittelmeer. „Ihr seid da! Ihr müßt aussteigen. Mit mir die Hunde. Zu Hunden hatte ich nie einen Draht. Damals schliefen wir auf dem Dach eines Hauses. Mitten in der Nacht wurden wir geweckt. Aber in diesem Moment erkannte ich es. blieben auch sie stehen. Mein Französich muß miserabel gewesen sein.Hielt ich. durften Isabell und ich im Bus schlafen. daß dort oben ein großer. „Oui“ sagte ich. ich könne jederzeit zurückkommen. Das Mondlicht zauberte allerlei Gestalten in die Büsche. Für wenige Erlebnisse fällt es mir so schwer.“ Wir bedankten und verabschiedeten uns. einen Kilometer vor Andorra befanden. daß der Mond eine Kugel ist. daß wir uns mitten in den Pyrenäen. Seine Freundin schaute mir tief in die Augen und schüttelte den Kopf. In dieser Nacht fühlte ich zwischen den Tieren und mir eine Verbindung. Ein vollkommen fremdartiges Gefühl. Worte zu finden. Ich hielt inne und betrachtete den Mond. mit meinem Cousin Matthias und seinem Freund Oliver. um nach Port Bou zu kommen. sagte Lehel. Endlich ging die Sonne auf. Es war irre kalt und finster. mußte man vom Strand aus eine Viertelstunde zu Fuß 28 . Um dorthin zu gelangen. Wir brauchten den ganzen Tag. Es stand in den trockenen Hügeln. Als hätte ich das nie zuvor gewußt. Plötzlich erkannte ich: Der Mond ist eine Kugel. Darüber freute ich mich sehr. Sie fuhren bis in die Pyrenäen. Einsiedler und gekreuzigte Heilande. Das klingt albern. direkt an der französischem Grenze. Wir wurden bald von einem französischen Pärchen in einem Kleinbus mitgenommen. Er war begeistert: Ich müsse im Leben immer zu allem „Ja“ sagen. Ich begriff. Unterwegs luden sie uns zum Essen ein. Regungslos starrten sie auf die silberne Scheibe. unseren Fahrern erklärt zu haben.

Es gab nur zwei kleine Zimmer. Er war ca. eine Griechin. Äußerst verwirrend. Wer sich nichts kaufen konnte. die er in Port Bou getroffen hatte. Alkoholiker. Mit uns waren es dann 15. schliefen mindestens 13 „Freaks“ auf Antonios Haus. zwei Mädchen aus der Schweiz. Mußten doch ein wenig Kunst und Kultur sehen. Davor ein kleiner Schuppen. Im anderen nur Spiegel. traurige und glückliche Verrückte und schließlich auch die Gräfin und ich. in dem es fließend Wasser und einen Schlauch zum Duschen gab. Der Haschverkäufer unter den Dachbewohnern wurde „der Schwiegervater“ genannt. Wir fuhren ins Dali Museum nach Figueras. hatten wir genug von Sonne. Sie waren mit dem Auto vorgefahren. Wir übernachteten in einem Sonnenblumenfeld. 40 Jahre alt. Als zwei Wochen vergangen waren. der in einem Strandcafé von Port Bou kellnerte. Maria. Seinen rechten Arm schmückte ein tätowierter Davidstern. daß er heroinabhängig gewesen sei. Sieben andere Urlauber „wohnten“ mit uns auf dem Haus. In Wirklichkeit waren es über fünf. feierte er pausenlos ihr Wiedersehen. Er hatte nichts gegen die vielen Menschen auf seinem Haus. Eine irre schöne Fahrt. mich höchstens eine Stunde darin aufgehalten zu haben. Antonio besaß mittlerweile eine eigene Kneipe am Marktplatz.gehen. wie Matthias und Oliver damals diesen Schlafplatz fanden. damit Antonios Boxfreunde trainieren konnten. das würde bedeuten. Das einzige. Am dritten Abend saß die ganze Dachfamilie am Strand an einem Feuer. Außer ihnen lebten auf dem Haus Jolli und Conni. Als ich mit Isabell in Port Bou ankam. Feist und faul lebte man vor sich hin. die aus Dortmund kam. daß wir auf dem Weg nach Hause jeden Pfennig zum Tanken benötigten. der aussah. Der Schwiegervater erhob sich und 29 . ein großer bulliger und ein kleiner schleimiger. Als ich ankam und sie in einer Kneipe traf. und ich auch dort schlafen konnte. war es eben so. Fast alle tranken in seiner Kneipe Kaffee und Bier. Im einen stand ein Herd und ein Tisch. durfte an seinen ewig neuen Joints ziehen. wie ein Heiligenbild von Jesus. Nach dem Museumsbesuch ging es weiter mit dem Auto quer durch die Pyrenäen bis an den Atlantik. Michael aus Süddeutschland. einem ehemaligen Berufsboxer. Mit einigen alten Knastbrüdern. Hanteln und Gewichte. daß sie ihre Nächte auf dem Dach verbrachten. und ich mit dem Zug nachgereist. Dahinter Ställe voller Ziegen. Suff und Rauch. Er erzählte uns. Zwei Marokkaner. Drinnen lebte niemand. Ich weiß nicht. waren Knoblauchzehen und eine Flasche Pernod. näherten sich uns. Ich erinnere mich. Es gehörte Antonio. Dort fiel ich in ein „Zeitloch“: Ich war der festen Überzeugung. was wir noch zu essen und zu trinken hatten.

ein Brettspiel. Sie hätten schon öfters am Strand schlafende „Freaks“ mit einer Pistole am Hals geweckt und ihnen alles genommen. vor denen die Ärzte immer warnen. Nein. Der Bullige. Nun spielte ich am Strand mit einem Freak. aufstand. erkannte ich. Als ein kleiner Pakistani. Ich hätte unmöglich der einzige sein können.“ Schweißausbruch. 30 . weil ich LSD genommen habe. die beiden seien Arschlöcher. als würde ich im Kino sitzen. der einen riesen Koffer bei sich hatte. der aussah wie ein Pirat. Der Schwiegervater gab mehrere Batida de Coco aus. Ich verlor. Darum wußte ich auch. das ich nicht kannte. Noch war ich trippig.brüllte ihnen entgegen: „Verpißt euch! Haut ab! Na los. daß ich LSD genommen hatte. Hassan. So schnell er konnte. sah ich Wurzeln von Bäumen. gab Hassan dem Schleimigen ein Zeichen. der direkt vor mir stand. die mir trotzdem das Blech wegfliegen ließ. Gemeinsam flüchteten sie mit ihrer Beute Richtung Strand. er solle über die Straße huschen. mit diversen Totenkopftatoos auf seinen Armen meinen ersten LSDTrip: Ein kleines Stück Löschpapier mit einem Pink Panther darauf. die uns ausrauben wollen. Gegen Abend saß ich im Städtchen mit einigen Dachbewohnern in einem Straßencafé. Eine viertel Stunde später ging ich schwimmen. redete mit dem Schleimigen und deutete auf uns. Ich erkannte auf der anderen Straßenseite die beiden Marokkaner. Raus aus dem Wasser. der das beobachtete. Panik. um zur Toilette zu gehen. daß das alles reine Einbildung war. So nahm jeder zwei Drittel. Jetzt legte ich mir Tarotkarten. lief er über die Straße zu Hassan zurück. es schimmerte bunt und schien zu atmen. Bestimmt eine dieser LSDHalluzinationen. Ich hatte alles angeschaut. wo gerade „Der weiße Hai“ im Fernsehen lief. Überall war die Welt ein wenig transparent geworden. Der Marokkaner schlängelte sich zwischen ihnen hindurch und griff den riesen Koffer. Sonst hätten die anderen im Café das ja auch gesehen. Ich begab mich in Antonios Bar. Etwa 15 Menschen saßen im Straßencafé. „Ich muß nur darum jetzt an den weißen Hai denken. Vier Tage später verkaufte mir jemand ohne Zähne. Was ich auch sah. daß das ganze Universum ein Kartenspiel ist. Jemand anderes hatte ein „Paper“ mit einem Donald Duck erstanden. Schaute ich auf den Boden. Eine lächerliche Dosis. Ich wußte ja. Die Menschen um mich herum sind Schauspieler. Wir teilten die beiden Papierchen mit noch einer Person. Schwiegervater erklärte. Das konnte nicht wirklich passiert sein. wird’s bald?“ Sie kuschten und verschwanden in der Dunkelheit. Als ich aufblickte.

Jemand rief. Das war alles. wobei es manchmal so klang. Sie hatte sich von dem Typen mit den diversen Totenkopftatoos gleich vier Trips gekauft und alle auf einmal geschluckt. was ich gesehen hatte.Als der kleine Pakistani von der Toilette zurückkam. glaubte ich.Schwupp . Als gehöre sie nicht zu mir. ich antwortete: „Ja. schaute in den Himmel. um die Marokkaner zu finden. Jetzt war es an der Zeit paranoid zu werden. Ich hatte die Gräfin schon zwei Tage nicht gesehen. Das „Ja“ hallte mehrmals durch die Polizeistation. daß sich seine Stimme überschlug. „Ich. den ein Polizist fest am Kragen hielt. wo und wer ich bin. trank Bier. Man hatte ihn in der Hosentasche des Diebes gefunden. Zielstrebig bewegten wir uns zur Polizeiwache. Einige Leute aus dem Café folgten uns. Man fragte mich auf spanisch: „Ist er das?“. Er stammte aus seinem Koffer. Der Pakistani schaute mich an. wozu die Gräfin. quer durch meinen Kopf. „Wo ist mein Koffer. Vor dem Polizeigebäude erzählte ich zwei Polizisten. Schließlich liefen vier mit Pistolen in den Händen den Strand entlang. Das letzte Mal ging sie in Hassans Armen neben mir die Straße entlang.“ Meine Stimme hörte sich ganz eigenartig an. in das ich nicht hineinsehen konnte. Der Pakistani fuchtelte vor meinen Augen vollkommen außer sich mit einem Kamm herum. machte er ein Mordsgeschrei.“ Aus den Augen des Diebes strömte ein irrer Haß. wer hat ihn gesehen?“ schrie er in gebrochenem Englisch. Nun stand ich draußen im Eingang des Polizeigebäudes. Er war so aufgeregt. Hassan hatte ihr auf den Arsch gehauen und „bon material“ gesagt. Sie erzählte ganz genau. Drinnen zitterte direkt vor mir der kleine Marokkaner. Es war ja sowieso alles ein Traum. ihn zu beruhigen. .wurde der Dieb in ein Zimmer gezogen. Es war inzwischen dunkel geworden. Nach 10 Minuten hatten die Polizisten den kleinen Marokkaner gefangen. ich solle zur Wache kommen. Er beschimpfte mich. Da die Anderen auf seine Aufregung reagierten und versuchten. es könne sich in diesem Fall um keine Halluzination handeln.“ Der arme Pakistani! Das passierte alles wirklich! Hassan lief irgendwo da draußen rum und war sauer auf mich. als wäre ich ein Gespenst oder geisteskrank oder beides. rauchte und fragte mich. 31 . mit einem wahnsinnigen Gesichtsausdruck lachte. wie immer. Die liegt ganz dicht beim Strand. griff mit einer furchtbar feuchten Hand nach meiner und zog an mir. I need my passport. oh no. „Where is my passport. Den ganzen Weg dorthin ließ er meine Hand nicht los und schimpfte. was man an Diebesgut sichergestellt hatte. Ich hörte klatschende Ohrfeigen und ein lautes Wehgeschrei. als würde er weinen. was ich beobachtet hatte. Ich setzte mich draußen vor die nächste Kneipe. Ich stand auf und folgte ihm.

als die Gräfin lebendig von ihrer Reise nach ich-weiß-nicht-wo zurückkehrte. Hassan hatte eine Pistole und wollte sie ficken. Wenn die Ziegen hinterm Haus meckerten. Wenn ein großer Dampfer auf dem Mittelmeer tutete. glaubte ich. seit ich von zu Hause ausgezogen war. Manchmal wollte sie. sie hätten meine Gedanken gelesen und würden darüber lachen. Da stürzte die Gräfin so unglücklich auf den Boden. Hassans bester Freund saß wegen mir im Knast. verrückt zu werden. Er war nicht der eigentliche Erzeuger. der ihr nicht gehörte.Hassan war der vierte Mann. Die Isabell ist aber ein schrecklich dummes. Mein ganzes Leben lang hatten sie mich beeinflußt und gelenkt. ein „freier“ Mensch zu sein. Ich war doch verantwortlich für sie. nicht gefickt zu werden. nicht die Wurzel dieser Stimmen. Im Sinne von „Vorsicht!“. Jetzt konnte ich sie hören. spätestens. Sie war verrückt geworden. „Jawohl!“ oder „Genau!“. Es war mir unmöglich. Mutter und Bruder in mir. Aber am schlimmsten waren die Stimmen im Kopf. Alle behindert. Sie schrie entsetzlich. mußten sie kommentierten: „Das sind aber primitive Leute. wieviel Macht sie über mich hatten. Nicht zum Aushalten! Alles. die ich noch hatte. Ich verlor die letzten hundert Mark. der unbedingt die Gräfin ficken wollte. Sie war ein paar Jahre älter als ich. meine Oma und meine Mutter auf mich ein. was mich daran hinderte. mit denen du dich hier abgibst. Guck dir diese Leute an. Oder sie wurden mir geklaut. wirklich alles was ich tat oder dachte. Sie lebte und überlebte die nächsten Wochen zwischen uns in ihrer eigenen Welt. Ich glaubte. Sie stieg in einen Schlafsack. auch das wäre ein Kommentar zu meinen Gedanken. Die waren nervenzerreißend: Tagelang redeten mein älterer Bruder. Er hatte nur das zerstört. der mir auf dieser Reise begegnete. Isabell war bei Hassan. daß sie sich das Nasenbein brach. daß ihr nichts passierte. Der Schlafsackbesitzer zerrte sie wieder heraus. Seit meiner frühesten Kindheit wohnten Oma. Schrecklich. Jetzt kämpften sie. ordinäres Mädchen. glaubte ich. daß ich ihr helfe. Jetzt fühlte ich. Niemand konnte mehr mit ihr kommunizieren. Die Mauer zwischen meinem Bewußtsein und meinem Unterbewußtsein. Schmarotzer!“ 32 . sie klar und deutlich zu hören. In der Nacht saß ich wach auf dem Dach. Ununterbrochen fühlte ich mich trippig. Wirklich allerhöchste Zeit. Die sind ja alle faul. Manchmal wollte sie das nicht. ich müßte ein Held sein und mich darum kümmern. Der Trip hatte eine Mauer niedergerissen. Bald sah sie aus wie Frankenstein. auf sie aufzupassen. Doch hatte ich geglaubt.

in den nächsten Tagen zu Fuß nach Cadaqués zu wandern. machten ein Feuer und aßen gemeinsam. So heiter. ich müsse Hassan erstechen. Er wußte nicht. was er mit seinen Mundwinkeln anstellen sollte. Das war schön. wie ich konnte. fragte ich: „Hassan! Everything's allright? You feel good?“. etwa 45 Kilometer südlich von Port Bou. Michael und ich unser Erschnorrtes zusammen. und klopfte ihm auf die Schulter. mußte ich schnorren. Hassan ins Gesicht zu lachen. fürchtet er sich vor dir. Au. Schwiegervaters Knastbrüder rieten mir. daß ich versuchte. ein paar Tomaten und Brot. 33 . sie würde es doch nicht brauchen. zog sie mehrmals auseinander und wieder zusammen. sofort auf die Wunde zu pissen. was ich tat. Michael konnte toll auf seiner Gitarre Flamenco spielen. Wenn du ihm zeigst. In einem Gemüseladen stand Hassan plötzlich hinter mir. um sich zu schützen. Als ich mit meinen Tomaten den Laden verließ. Michael und ich beschlossen. das sie bei sich trug. Ich glaubte. Bis auf den Knochen schnitt ich mir in meinen linken Mittelfinger. Psycho! Norman Bates. Jetzt war Schluß mit Bongospielen. Er schaute mich durch seine dunkle Sonnenbrille an und verzog keine Miene.“ Gut. dem Schwiegervater zu glauben. hantierte ich zugekifft mit einem scharfen Messer und einem harten Stück Brot. bis er schließlich „Yes. Seit ich mein letztes Geld verloren hatte. Kurz bevor wir losziehen wollten. nahm mich zur Brust und sprach: „Der ist nur aufgeblasen. Hassan wieder zu begegnen. Es war nicht schwierig. Wenn ich ihn auf meinen Bongos begleitete.Das war grauenhaft. jeden Tag von anderen Menschen ein paar Peseten geschenkt zu bekommen. Maria. Viele Leute waren in Port Bou nur auf der Durchreise. der das mitbekam. Dann kauften wir Wein und Reis. everything's allright“ hervorstieß. Ein dickes Mädchen verkaufte mir ein Messer. Gesegnet sei der heilige Schwiegervater! Ich schaffte es. Alfred Hitchkock. war ich glücklich. Aah! Ein ekelhaftes Gefühl. daß Du keine Angst vor ihm hast. Beinahe wäre mein Herz stehen geblieben. Der Schwiegervater. Immer noch hatte ich große Angst. Sie sagte. Ein Städtchen an der Küste. Ich konnte es nicht abstellen. Manchmal schmissen Conni. fühlte ich mich wie ein todesmutiger Held.

Als wir gegen Abend nach Cadaqués aufbrachen. aber ihr werdet euch verlaufen. legten wir uns ein paar Meter von der Straße entfernt ins Gras. Endlich wanderten wir durch die Dunkelheit. sondern gingen. was einem dann gerade bis zum Hals stand. Ich wußte. Als wir müde wurden. Wir bekamen Wein und Brot. vollgeschissene. Machte einen ziemlich verwirrten und verbitterten Eindruck. Wie in der unglaubwürdigsten Touristenreklame. Ihr Gesicht war zu diesem irren Lachen eingefroren. in dem Salvador Dali wohnte. trank aber keinen Alkohol. Wir übernachteten auf einer von „Freaks“ besetzten kleinen Insel. alte Villa. wofür die unterschiedlichen Gebote gut sein sollten. Auf Antonios Haus war alles beim alten. klatschen im Flamencotakt und tanzten sogar dazu. Kamen erst nach über einer Stunde an. traten unsere Sachen mit den Füßen und riefen Schimpfwörter. Wir sangen: „Dingdigidingangundoindindigedingintschigedoin“ und kicherten viel. Seit ich mir Tarotkarten legte. wegen der Seeigel. sagte uns einer der unzähligen Verrückten: „Die Straße da hinauf und dann rechts runter. Sie hatte Geburtstag. Im Ort lief uns der Schwiegervater über den Weg. Man hatte uns in Port Bou von dieser Insel erzählt. die vor einer Kneipe saßen. Kurz vor Cadaques sahen wir im angrenzenden Dörfchen Portlligat das Haus. Als wir in Cadaqués nach dem Weg fragten. Nachmittags saßen wir auf der Straße. daß im Islam mehrere Frauen erlaubt aber Saufen verboten ist. Er war mit einer Mofa gekommen. Ich wollte herausfinden. Dorthin konnte man zu Fuß durchs Wasser gehen. Michael machte Musik.“ Wir verliefen uns wie Blöde. Vom 34 . Einige Spanier. Wir wanderten zurück nach Port Bou. da wir so unsere Sachen über unseren Köpfen tragen konnten. Wir schwammen nicht. Ihr könnt in einer Viertelstunde da sein. ganz dicht an der Küste. interessierte ich mich für Religionen. um Haschisch einzukaufen. Man gab mir auch einen Schnaps und ein Pflaster für meine eiternde Wunde. Die Schuhe mußte man anbehalten. Sie tat mir so leid. Hatte viel Speed und LSD genommen. Am nächsten Tag führte unser Weg durch ein Fischerdorf. Keine Lust. 30 Drogenjünger vegetierten dort vor sich hin. So hatte ich ein paar Wochen lang in Stade drei Freundinnen. uns von seinen Joints mitrauchen zu lassen. Auf der Insel gibt es eine zugemüllte. Michael spielte Gitarre. Da kamen zwei Polizisten. Ein riesiges Ei und ein Kamel aus Gips standen auf dem Dach. sah ich Isabell in einem Strandcafé sitzen.

mir läuft schon die Soße aus der Fotze. Als ich nun mit Luftblasen im Kopf in einer Kneipe saß. Wir gingen zusammen die Strandpromenade entlang. sie hätte eine Filzlaus in ihren Augenbrauen gefunden. das Parasitengift könnte nicht alle Filzläuse umbringen. So hatte ich beschlossen. wo der Strand von der felsigen steilen Küste unterbrochen wird und die Klippen direkt ins Meer ragen. daß man. Ich suchte mir ein stilles Plätzchen und schaute nach. wofür das gut sein sollte. er sei in mich verliebt. Dann zwickte es wieder. war etwa zwei Jahre älter als ich und sagte.“ „Oh ich auch“. Betrachtet man das Phänomen der Projektion. an mir herumzufummeln. daß eine Sekunde nachdem ich diesen Entschluß faßte. sprachen mich zwei junge Frauen an. Wie schade. Meeresrauschen. „Ich habe Sackratten. wenn man erleuchtet werden will. Ich schnorrte mir Geld. was ich brauchte. das mir ihr Messer verkauft hatte. So nahe waren wir uns gar nicht gekommen. bis ich zurück bei Judith sein würde. O. Ich mußte herausfinden. So wird man wahnsinnig. Er hieß Lood. als ich mit Isabell auf die Reise ging. Hier führt ein Weg hinauf zum Friedhof von Port Bou. Da lief mir die 35 . die ganz gut aussah. die unbedingt die Gräfin ficken wollten. Mittlerweile waren fast sechs Wochen vergangen. Ich fühlte ihre Titten auf meinem Rücken. Die Punkige behauptete am nächsten Tag. Ob ich Lust hätte. „Ich möchte nur rauchen und reden und Tequila trinken.K. Sackratten! Matrosen am Mast! Erstmal ein Bier trinken! Puh. Das war peinlich. Da ich fürchtete. Es wurde dunkel.Hinduismus und Buddhismus wußte ich. In dieser Bucht baggerte mich ein Holländer an. wird deutlich. stöhnte die Dicke. nicht zu ficken und nicht zu wichsen. denn es gab eine kleine Bucht. Ich ging den Strand entlang und beschloß: „Das muß jetzt ein Ende haben! Ich will ficken!“ Ich schwöre. bis dahin. nicht ficken und nicht onanieren darf. und ihre ziemlich punkige Freundin. warum mir auf dieser Reise vier verschiedene Männer begegneten. Die beiden Mädchen fingen an. Ich legte mich auf den Bauch auf eine Bank.?“ Er gab mir seine Adresse. Die Punkige drückte einen Finger auf mein Arschloch und lechzte: „Oh ich bin ja so geil. Es waren das dicke Mädchen. Und noch einmal. ging in die Apotheke und erklärte dem angeekelten Spanier auf deutsch und mit Körpersprache.“ Abrupt war die Massage vorbei. Immer noch enthaltsam. Nach über einem Monat sexueller Enthaltsamkeit war ich allein deswegen schon nicht mehr ganz bei Sinnen. Eine grauenvolle Vorstellung. gerne. Ja. mir etwas in die Eier zwickte. falls ich mal nach Holland kommen sollte. in der alle Dachbewohner nackt badeten. Ich hatte keinerlei Erfahrung mit Männern. von ihnen massiert zu werden. lieh ich mir Rasierzeug und entfernte meine Schamhaare.

Sie war immer noch voll auf LSD. Als ich sie da so liegen sah. liefen wir im Mondschein.“ Endlich! Wunderbar! Wir verabredeten uns am Abend im Strandcafé. Sie hatte keine Lust mehr. die steil in die nächste Bucht hinabfällt. mit mir zurück nach Deutschland zu kommen. In Avignon. fragte sie gequält. Als es soweit war. Maria und den anderen. Der Mond am Himmel schaute mich fragend an. Aber sie wollte nicht. Drinnen sind die Urnen der Verstorbenen. Zwei Frauen hatte ich gefunden. fühlte mich schuldig und verantwortlich für die Gräfin und fuhr schweren Herzens Richtung Heimat. Aber wasch dir den Schwanz. fingen unzählige Mücken an. Auch für die Gräfin wäre ein Platz im Auto gewesen. mein Mädchen zu stechen. Meine Güte. mußte ich an den kleinen Engel mit Pfeil und Bogen denken. der auf der Tarotkarte „Die Liebenden“ abgebildet ist.notgeile Punkfrau wieder über den Weg. der in einem ockerfarbenen Mercedes saß und das Fenster heruntergekurbelt 36 . an Sex zu denken. Um ihre Augen herum. die nach Süddeutschland fuhren und bereit waren. hielt sich für eine mächtige Zauberin und nahm die Welt ganz anders wahr. wo genau sich die beiden Frauen von mir trennten. Immer ins Gesicht. Sie jammerte und wehrte sich vergeblich. Ich weiß nicht mehr. roten Beulen. Nein. „Hast du ein Tuch. damit ich nicht noch mehr gestochen werde?“. Die Sterne! Der Mond! Die Punkfrau konnte kaum noch aus den Augen schauen. Als wir den steinigen Weg nach oben stiegen. Ich gab ihr den langen. da steh ich drauf. So verabschiedete ich mich von Michael.“ „Gut. viereckiges Haus aus Lehm. Auch ihm sind die Augen verbunden. das ich mir vor die Augen binden kann. als wir Sterblichen um sie herum. Es gab einen phantastischen Blick übers Meer. Nein. sah ich verdreckt aus! Wer sollte mich so mitnehmen? Einen spießig aussehenden Typen mit Halbglatze und Schlips. Ich hatte keine Lust. Auf jedenfall stand ich schließlich allein in Süddeutschland auf einer Autobahnraststätte. dann können wir ja heute Abend was geiles machen. Richtung Friedhof. machten wir Zwischenhalt und sahen viele bunte Menschen. den Judith mir bei der Abreise geschenkt hatte. Das Objekt meiner Begierde legte sich auf den Rücken. Ich hielt es nicht mehr aus und holte mir auf Klo einen runter. „Hast du die Viecher noch?“ „Nein. In den nächsten Tagen konnte ich Isabell nicht dazu überreden. Wir halfen uns gegenseitig auf das Dach. schwarzen Schal. Es steht direkt an einer Klippe. geil wie die Schweine. mir einen runter zu holen. Nein. Sie waren zugeschwollen von großen. Der Friedhof ist ein zwei Meter hohes. seufzte und schlief ein. mich mitzunehmen. wo gerade ein Theaterfestival stattfand.

gegeben. fragte ich hoffnungslos: „Fahren Sie Richtung Norddeutschland? Würden Sie mich bitte mitnehmen?“ „Ja. Niemandem konnte ich plausibel erklären. Langsam begann ich. Aber was sollte ich daraus lernen? Treu sein? Nicht treu sein? Nie meine Sexualität unterdrücken? Und immer wieder die gleiche Frage: Wer zum Teufel hatte diese Lektion organisiert? Die T.S. Als Judith kam und mich küßte. Vielleicht hatte die „Time & Space Society“ in Port Bou den Sender für meine Fernsteuerung in mein Kleinhirn oder meine Gedärme gepflanzt. Mußte ich nun begreifen.S. für alles verantwortlich?.hatte. Isabell mit zurück nach Hause zu bringen. mit der wir unsere Umwelt beeinflussen oder gar lenken. macht es sich zu einfach: Die anständigsten fleißigsten Ottonormalverbraucher werden bei Zeiten beziehungswahnsinnig! Nach meiner Reise mit der Gräfin hatte ich eine winzige Ahnung vom Z usammenhang zwischen meinem inneren Erleben und der „Wirklichkeit“. dessen Urne im Friedhofshäuschen auf den Klippen steht.“ Er war Leiter einer Volkshochschule und hatte etwas Koks und Haschisch dabei.?“ Mein innerer Dinosaurier? Beide zusammen? 37 . ich war ein typisches LSD-Opfer. die Filzläuse und das mystische Erlebnis auf dem Friedhofsdach. klar. steig ein. Die Einwilligung für diesen Eingriff hatte ich durch meine Unterschrift beim Eintritt in die T. sah ich für einen Moment das Paradies. Das hatte ich verstanden. die so wahnsinnig geil auf die Gräfin waren. warum ich es nicht geschafft hatte.S. Oder.S. sondern die T. Wer aber Beziehungswahn einfach nur zu vielen Drogen in die Schuhe schiebt. heißt Sexualität. meine Umwelt so zu betrachten. als wäre ich ihr Mittelpunkt. Endlich kam ich in der Trinkstraße 7 an. daß mein Unterbewußtsein die Synchronizitäten erzeugte? Oder war nicht ich. Ich berichtete ihm von meiner Reise zur dunklen Seite des Mondes. meine Keuschheit.S. Da waren die Männer. Benjamin mußte sich in Port Bou vor den Nazis verstecken und war dort einsam und traurig gestorben. Er erzählte mir von einem Dichter namens Benjamin. Die stärkste Kraft.S.

So tief. die Möglichkeit eines Zufalls in Betracht zu ziehen: 38 . daß ich nicht mehr in der Lage war. So deutlich. daß mein Hirn einen Riß bekam. in deren Verlauf mir das Wechselspiel von Geilheit und Wirklichkeit vor Augen geführt wurde. weil ich eine Botschaft darin suchte? Ich sollte mich in eine weitere Kette von Ereignissen verstricken.War alles reiner Zufall und ich verrückt geworden.

Bevor ich aber so schwul wurde. daß ich bisexuell empfand und diese Gefühle ausleben wollte. Eine chronische Nebenhodenentzündung mußte ich mir holen. dort wohnen und für ihn arbeiten. Bildhauer und Maler. Ich hatte keinen Pfennig. Tomm Graf von Weichenfeld zu besuchen. um einen Freund. 39 . Eines Abends hatte er mich in ein Billighotel abgeschleppt. Ich nahm mir vor. Von der Erinnerung. Man hatte kein Erbarmen. über Freiburg zu trampen. Tomm kannte ich aus der Hamburger Schwulendisco „Front“. weil ich nacheinander an drei unfähige Urologen. Der Moment. hatte die „Farm“ aber verpachtet. Das Hauptgebäude war nun ein Austellungsraum für Töpfer. mußten meinen Eiern scheußliche Dinge passieren. bis das Geld alle war. wie Lehel es versprochen hatte. Die Strecke schaffte ich an einem Tag. die ich Jesus-Robert zu rauchen gegeben hatte. daß ich mit einem Minirock bekleidet ins „Front“ spazierte. bestand aus einer Überdosis Nachtschattengewächse. Entweder hatte ich mich total verändert. Zwar wohnte er noch da. mußte umgerechnet 15. kam ich nicht los. Neben dem großen Kanister Rotwein stand eine Preistafel. Wollte so gerne. jeden Tag 15 Mark zu zahlen und solange zu bleiben. Wer auf der Farm übernachten und frühstücken wollte. Jene Mischung. bevor er den Verstand verlor.Jeder Mann hat einen Zauberstab Als 20-jähriger trampte ich zum dritten Mal zu den „Cloudiniers“. in dem ich diese Einsicht zulassen konnte. um vom Graf von Weichenfeld zu lernen. Das zweite Mal war eine große Enttäuschung.DM bezahlen. Ins „Front“ wurde ich durch verschiedene Umstände getrieben: Zunächst einmal mußte ich begreifen. Er erinnerte sich nicht an mich. Mit Selbsterkenntnis im Schwanz trampte ich dann zusammen mit Marga und unserem Hund Ghandy nach Holland. Die war chronisch geworden. sowie einen Sexualprofessor geraten war. Ich beschloß. ich sei körperlich gesund und meine Schmerzen psychisch. Auf eine unbegreifliche Art und Weise romantisch. Dort entjungferte mich Lood in seinem Hochbett. während Marga auf dem Fußboden saß und weinte. wie glücklich ich in den Tagen meines ersten Besuches gewesen bin. was Romantik bedeutet. oder der Alkohol Lehels Gehirn zersetzt. Bei meiner dritten Reise hatte ich 500 Mark in der Tasche. Alle erzählten sie mir.

glaubte aber immer noch. ging er schwer geknickt wieder fort. weil ich so oft vom „Kinosymptom“ befallen war: Dem Gefühl. Vielleicht. Am Morgen. stellte er mit einem schwer zu deutenden Lächeln fest: „Sie sind homosexuell.“ Nie war ich der mutigste Mensch der Welt. um keine Schmerzen in meinem linken Hoden zu haben. Zeigen sie den anderen Menschen ihre Homosexualität und leben sie sie aus.Wenn es einen psychischen Grund für meine Schmerzen gegeben hätte. aber mein Schmerz befähigte mich nun zu wundersamen Schritten: Geschminkt und im Minirock tanzte ich in der „Mülltonne“. Sie kam zusammen mit einem Türken. und davon. Dr. Ich berichtete dem Prof. Ich lief mit meinem Röckchen. Nur jedes zweite Mal spritzte sie sich das Zeug. nicht wirklich an jenem Ort zu sein. Sie war heroinabhänging und erzeugte überall Brandlöcher. was die anderen Urologen erzählt hatten. (wo sie ein weiteres Brandloch hinterließ) aber ich wolle bald los nach Südfrankreich trampen. Schulz im sexualmedizinischen Forschungszentrum der Uniklinik Eppendorf in Hamburg besorgte. der unbedingt mit ihr schlafen wollte. besuchte mich Ines Brand. (wie bei allen ordentlichen Psychopathen) bei meiner Mutter zu suchen gewesen. Sonst hat sie es sich immer durch 40 . dann wäre dieser vielleicht. roten Sommerschuhen. den man gerade sieht oder hört. von meinem Schmerz. Ich wohnte damals. Andauernd fielen ihr die Zigaretten aus der Hand. die mir durch eine befreundete Ärztin einen Termin bei Prof. Seltsamerweise fürchtete ich nicht. oder unter seinen Füßen spürt. gut rasiert und mit blaugeschminkten Augen durch Horneburg. rotgefärbten langen Haaren. daß ich unbedingt gefickt werden müßte. Verstecken Sie das nicht. Nachdem ich sieben Minuten geredet hatte. Ines war todmüde. Als sie mich als ihren Freund verkaufte. tierisch auf die Fresse zu bekommen. in einer zum Partykeller umgebauten Garage. Ich sagte ihr. Dr. auch durch die Kleinstädte Buxtehude und Stade. Ich trampte so zurechtgemacht nach Hamburg oder fuhr mit der Bahn. einem echten Dorf. zu meiner größten Frustration. Auf meiner dritten Reise zu den Claudiniers hatte ich zwar eine Hose an. als ich gerade meine Sachen gepackt hatte und aufbrechen wollte. wieder bei meinen Eltern. Das paßte gut zu ihrem Namen. (selbstgenäht aus abgeschnittenen Jeans). sie könne gerne auf meiner Matratze pennen. wo mich alle nur als Weiberheld und Herzensbrecher kannten. während er genüßlich an seiner Pfeife zog. Sie gab eine fette „Line“ Heroin aus. einer schwarzweiß gestreiften Strumpfhose. Ihr Schmerz ist rein psychosomatisch. Sie war es dann auch.

der mir erzählte. Von dort aus nahm mich dann ein grauhaariger Kettenraucher in einem Porsche mit. der wollte. verregneten Nacht auf einem Parkplatzgrünstreifen. Alles war noch drin. daß mir eine Tragetasche fehlte. der mich mitnahm war ein fetter Lastwagenfahrer. Wir rauchten noch einen Joint zusammen. Alle die ich kennengelernt habe. die ich außer meinem Rucksack bei mir hatte. ließ ich für immer die Finger davon. die „Ausschweifung“ und die „Enttäuschung“ gezogen. daß ich ihm einen blase. 41 . ob ich losfahren soll oder nicht. Auf der Raststätte kaufte ich zwei „Holsten“. merkte ich. brauchte ich noch drei Autos. Ich blätterte darin rum.die Nase gezogen. Ich erklärte ihm. das sei Yoga. der mich von ganzem Herzen liebte. Mir wurde nie übel vom Heroin. Ich glaubte. daß wenn man angesoffen und breit von Hasch und Heroin mit einem fremden Mann im Auto fickt. mich zur nächsten Autobahnraststätte zu bringen. ab. Außerdem hielt ich es für die einzige Medizin gegen meinen Schmerz. um zur „Farm“ zu gelangen. Als Ines einige Monate später starb. Ich blieb drei Tage bei Tomm. Er hielt an der nächsten Raststätte und fickte mich im Auto. Ich trampte zurück zur letzten Raststätte und fand tatsächlich meine Tasche am Straßenrand. Er setzte mich an der französischen Grenze in dem Ort. die mich durchfließe. der mich mitnahm. dann gab ich ihr einen Kuß und sagte „mach's gut“. schüttete das Bier in mich rein und hielt den Daumen in die Sonne. man bald einen Heiligenschein bekommen würde. der „Weil“ heißt. hatte in seinem offenen Handschuhfach lauter Schwulenpornos liegen. mußten nach einer Nase kotzen. außer meinem Tarotkartenspiel.und Tantraenergie. Es war ja schließlich gut für mein linkes Ei. er könne durch seine geistigen Kräfte Krebs heilen und sei Mitbegründer der „Partei des neuen Bewußtseins“. Der nächste. weil ich daran zweifle. Als ich nach dem Fick meine Zigaretten suchte. Der erste Mensch. Nach einer scheußlichen. Auf jedes Auto mußte ich fünf Stunden warten.“ Mitten in der Nacht kam ich in Freiburg an. Auf der Fahrt in seinem Auto zitterte ich am ganzen Körper. So habe ich es auch tatsächlich empfunden. Ich tat das natürlich. Mein jüngerer Bruder war so lieb. Für meine Reise hatte ich Zuhause den „Fehlschlag“. Aber das wollte ich nicht wahrhaben. Ich sagte mir: „Die Karten zieh ich jetzt nur.

Sie wüßten einen Schlafplatz für mich. Von dort aus hätte ich die beste Chance weiterzukommen. holte seinen Schwanz raus und begann bei voller Fahrt zu onanieren. und morgen weiterreisen wolle. An einer Stelle. dürfe nicht länger dort bleiben. Ich half ihm so gut ich konnte. Ich konnte nicht für 15. daß man mir schon nach zehn Minuten zu verstehen gab. Weinend und fluchend stolperte ich diese schreckliche Straße entlang. Ich mußte kacken. Der junge Mann hatte kurze dunkle Haare und lachte viel. Ich schleppte mich in eine Metrostation und stieg in die nächste Bahn. links von mir laut hupende Lastwagen oder rasende Franzosen. fragten mich die beiden. an den Arsch. saß ein Tramperhasser erster Güte. Ursprünglich für seine Schwester. Obwohl ich stank wie die Pest und aussah wie ein Tier. Das tat wirklich unendlich gut! Als mein Wohltäter seinen Eltern erzählte. Was für eine Erleichterung! Der Mann. das mich mitnahm. sahen aus wie Totenköpfe. wo gerade eine heiße Badewanne eingelassen war. Die „Farm“ war nicht mehr an Künstler. war todmüde und hatte unterwegs geheult. Er warf mich auf der Autobahn heraus. wo ich am besten aussteigen sollte. mit der Metro bis zur nächsten Autobahnausfahrt zu fahren. faßte mir sofort.Vollkommen fertig kam ich bei den Cloudiniers an. So nahm er mich mit zu ein paar Freunden. wo es ein kleines Zimmer mit einem Bett für mich gab. sondern an einige Privatleute vermietet. Man hatte mich bis ins Zentrum mitgenommen. Als ich nun Richtung Paris trampte. Die Lichter der Autos. ob ich mich nicht erst einmal ausruhen. die auf mich zukamen. Mir taten die Füße so weh. Die junge Frau aus der Metro kam zu Besuch. Die freundlichsten Menschen auf dieser Reise traf ich in Paris. Draußen war es schon dunkel. hatte Blasen an den Füßen. Hier fragte ich einen jungen Mann und eine junge Frau. Wir saßen zu 42 . sollte. und mir geraten. Im vierten Auto. hatte ich Halluzinationen vor Verzweiflung und Müdigkeit. schließlich war das gut für mein Ei.. waren sie dagegen. Er nahm mich mit in die Wohnung seiner Eltern. Rechts von mir die riesige Betonwand. mich dort schlafen zu lassen. um nach Deutschland trampen zu können. der mich von dort aus mitnahm. an der es kaum einen Seitenstreifen gibt. Die Autobahn verläuft direkt an einem durch Beton begradigten Berghang. daß er mich gar nicht richtig kannte. Endlich erreichte ich eine Raststätte. aber man schickte mich sofort hinein.DM am Tag dort schlafen und frühstücken und sah derart durchgeknallt aus. ich könne. nachdem ich eingestiegen war.

Drei geile Homos an drei Tagen. Was für eine Reise zur dunklen Seite des Universums! So viele notgeile Homos. Alles auf einmal! Aber. sehr gelassen und ruhig. Es sei denn. Als ich „Nein. den sie mit mir hatten. Dr. Konnte auch nicht glauben. daß mein Unterbewußtsein soetwas hätte erzeugen können. Das waren keine psychosomatischen Schmerzen! In Wahrheit war ich die Inkarnation der Pest! Erstens hatte ich eine Geschlechtskrankheit. Schulz erzählte. die brannte. philosophierten über Außerirdische. die ausgerechnet mich mitnehmen mußten! Der erste. als ich nach Freiburg trampte. ob ich Lust auf Sex mit Männern hätte. organisiert! Die hatte auch dafür gesorgt. unterbrochen von den drei Nächten. Die drei Autofahrer und mein lieber Freund in Freiburg mußten für den Spaß. das wußte ich nicht. Zweitens hatte ich einen Hefepilz und drittens die Krätze. redete er nicht weiter über Sex und setzte mich freundlich dort ab. Als er mich fragte.fünft bis spät in die Nacht zusammen. und nicht weniger. daß diese Serie von schwulen Autofahrern „Zufall“ gewesen sei? Das konnte ich nicht. daß mir Prof. aber den Ärzten glaubte. Am folgenden Abend war ich zurück in Horneburg. fragte er nur. Irgendwelche Bakterien in meinem Schwanz waren dafür verantwortlich. 1000 Mal bin ich zuvor getrampt. daß ich so verseucht durch die Gegend laufen konnte. daß ich ganz normal bisexuell sei. und ich ihm erklärte. Es tat immer noch weh. Der dritte. Nur ein einziges Mal hatte mich ein Autofahrer angebaggert. rauchten eine Menge Gras und tranken eine Flasche Gin. ihr Immunsystem funktionierte ausgezeichnet. Sex mit Männern sei die einzige Medizin gegen meinen Schmerz.S. auf meinem Weg von dort nach Paris. als ich von Freiburg zu den Cloudiniers fuhr. Das hatte die T. danke“ sagte. lachten. Nicht mehr. die ich mit Tomm in Freiburg verbrachte. ich sei körperlich gesund und hätte nur einen Vogel! 43 . ob ich Durst hätte. Der zweite.S. wo ich wollte. mit Leid und Weh bezahlen. Wie sollte ich glauben. Wie schrecklich vernebelt bin ich gewesen.

Auf Wiedersehen. der mich betrog. der mit mir schlafen wollte. ich solle schleunigst den Krankenschein abgeben. meine Eier wehtaten und ich gewiß das gleiche hätte wie sie. Er sagte: „Hosen runter!“. war der erste Arzt. daß mich Diana an die Hand nahm und mit mir ins Krankenhaus fuhr. Die holte ich mir später von einem Mädchen. Die Symptome kämen wohl aus meinem Kopf. Diese Ärzte waren die sadistischsten Arschlöcher. Als ich aufstand. So etwas müßte man auf dem Röntgenbild sehen. Wenige Tage später ging ich zusammen mit Diana in ein pakistanisches Restaurant in Hamburg essen. Die Ärzte waren sich da sicher. manchmal.“ „Ziehen sie sich wieder an. Er röntgte meinen Bauchraum und meine Eier und sprach: „Alles ist vollkommen in Ordnung. Dr. natürlich sagen können: „Siehst du? Sex mit Mädchen ist nicht gut für dich!“ An jenem Abend war ich artig auf der Suche nach einem Schwanz. Zweimal wichste ich für ihn in einen Plastikbecher. Nun ging ich zum Urologen Dr. Diesmal erzählte er mir erst am nächsten Tag. Hier hätte der Prof. alles sei vollkommen in Ordnung. Ich erzählte ihm. das ich in der „Mülltonne“ kennenlernte. Er hatte bei Diana einen Hefepilz gefunden. Dr. wie er tat. Als ich zwei Wochen später wieder zu ihm ging. Das erstemal sagte er mir zehn Minuten nach dieser Prozedur. faßte meine Eier an.“ Ich hatte also einen Vogel. wobei er mir einen Stab in den Penis schob. Chambertin. die mir je begegnet sind. der schlechteste Urologe der Welt. Aber da war kein Mann.“ Nun ging ich wieder zu Dr. Das ist psychisch. Schließlich kam ich zu ihm mit Bakterien und Pilzen. Die Krätze hatte ich allerdings damals noch nicht. der wirklich keinen Bock mehr auf mich hatte. hatte ich solche Schmerzen und war so bleich. Das müssen wohl vernarbte Nervenenden sein. bekam er erneut eine Spermaprobe und machte einen Abstrich. Dafür haben wir jetzt keine Zeit. Der Urologe dort war super genervt. faßte meine Eier an und sagte: „Wovor haben sie denn Angst? Vor Krebs? Da ist nichts. Schulz war nur halb so erleuchtet. Auch Prof. Chambertin.“ Eine Woche später bekam ich eine Postkarte mit der Mahnung.Dr. schaute mir in die Augen und fragte: „Nehmen sie Drogen?“ „Ja. es seien keine Krankheitserreger zu finden. Dorn in Hamburg. unmöglich sei alles vollkommen in Ordnung. und ihm sagte. Das 44 . daß ich mit Diana geschlafen hatte. Zweimal machte er einen schmerzhaften Abstrich. und er erzählte mir. die Schmerzen kämen nur aus meinem Kopf.

daß ihr ein Vorderzahn fehlte und sie ein paar rote Punkte auf dem Arsch und ihren Oberschenkeln hatte. herum.Krätze-Mädchen sagte mir. begann sie zu zittern und zu schluchzen: „Ich kann nichts dafür! Ich bin spielsüchtig! Oh es tut mir leid!“ Sie hatte dem jungen Mann 1000 Mark gestohlen und den Frauen diverse Klamotten. langhaariger Mann und z wei Frauen bei mir. Auf einem Bauernhof in Buchholz. wo sie das Geld verdienen sollte. Was für ein goldiges Mädchen! „An die halt dich mal!“ Eigentlich war sie ganz hübsch. „Was machst du denn?“ „Ach. das Geld abarbeiten. Andrice hatte. Die hatte sie im Badezimmerschrank gefunden. außer. ich. sie könne bei einen Freund. ihr Name sei Andrice Gustar. die ich nicht kannte. Meine Mutter war ganz verzückt von ihr. daß wir da sind. stöhnte sie: „Ach Gott. Am darauffolgenden Tag fuhren meine Mutter. geputzt. manchmal kann ich mich einfach nicht beherrschen!“ Ein wenig später mußte ich und ging ins Bad. Außerdem ein „Knecht“. der kuschte. als sie aufgestanden war. das käme von einer MilchprodukteAllergie. meine Milchprodukte-Allergie juckt so doll. der auf dem Hof half.“ Wir gingen in den Partykeller. „Ist Andrice bei dir?“ „Ja. Milben und all so'n ekliges Zeugs. Sie kommandierte laut schreiend ihren Sohn. Als ich sah.“ „Psst. Jakutin hilft gegen Filz.“ Abends klingelten ein junger. die kaum sehen und hören konnte. Als Andrice die drei sah. saß auf dem Pott und hatte eine Flasche Jakutin in der Hand. Er schien ein 45 . Meine Oma auch. das seit dem Umbau das Garagentor ersetzt. Sie hatte vergessen abzuschließen. die die saubere Andrice so in ihr Herz geschlossen hatte. Es ist alles in Ordnung. der bestohlene Mann und das verlogene Biest gemeinsam dorthin. Weil ich Yoghurt gegessen habe. den Warzenmann. Das Jakutin hilft zwar nicht gegen die Allergie.und Kopfläuse. ein kleines verstörtes Mädchen und eine bestialisch nach Pisse stinkende Oma. der Hilfe braucht. Sie suchte einen Schlafplatz. führ uns einfach zu ihr. Der Langhaarige hatte ein enorm großes Herz. das große Fenster. Die beiden Frauen beschimpften sie. Da lebte ein 50 Jahre alter bärtiger Mann mit einer widerlichen Warze auf seiner langen Nase. Sie erzählte mir. Ich nahm sie mit in den Partykeller zu meinen Eltern. Sie schmierte sich die Beine damit ein. sag nicht. aber gegen das Jucken. wie sie einen Yoghurt aß und sie daran erinnerte. das ganze Zimmer gestaubsaugt und überall gewischt. Er sagte. weil er den Hof erben wollte.

und wir anderen fuhren zurück. Abends kam sie mit dem Zug aus Buchholz zurück und schlief bei mir.“ Daß man die Ursache meiner Schmerzen auch unter einem Mikroskop erkennen konnte. Wie der uns dann erleuchtete. Mittags bemerkte meine Mutter. und wir könnten zusammen Musik machen. Seit einiger Zeit gesucht wegen Diebstahls und Betrug. schlief ich mit der süßen Dunja. und überall diese kleinen roten Punkte auftauchten. Dann juckt´s nun mal überall. Nie wieder habe ich etwas von ihr gehört.S. dachte ich. Ich konnte mir nicht vorstellen. Dieses Spiel wollte sie sich bald von ihrer Mutter ausborgen und mir zeigen. Die hätte aus Indien ein Tarotspiel mitgebracht. erklärt hatte. was ich Andrice noch glauben sollte. Wir riefen die Polizei. jetzt muß ich aber schnell wieder gefickt werden. Wir küßten uns. Dr. auch das sei psychosomatisch. Ihre Mutter sei Heilpraktikerin und könne mir bestimmt helfen. sondern Susanne Rüger. daß sie immer nur log. Als ihr bald darauf die Muschi juckte und sie auch rote Punkte auf ihren Beinen bekam. denn er glaubte. sie würde Saxophon spielen. Als ich in Südfrankreich mit einem brennenden Schwanz und pikenden Eiern an der Straße stand. Mein Bruder hatte keinen Walkman mehr. keine Schmerzen mehr zu haben. Als mein Arsch und meine Beine anfingen zu jucken. gingen wir zusammen zu einem Urologen in Buxtehude. Ich wußte nicht. erst nach meinem Frankreichtrip offenbaren: Nach Hause zurückgekehrt. will ich 46 .großes Herz für Psychopathen zu haben. Sie hatte mir erzählt. Romantisch fickte ich ihr den Arsch. wollte mir die T. damit meine psychosomatischen Schmerzen weggehen. wie mir der Prof.S. Am nächsten Vormittag begleitete ich sie zum Bahnhof. daß die Schecks und das Bargeld aus ihrer Handtasche fehlten. wie in den bekannten Kartensätzen. Sie wollte wieder zur Arbeit fahren. meine Mutter wäre meine Ehefrau. „Bis nachher!“ Sie kam nie wieder. Sie hieß nicht Andrice Gustar. in dem es viermal so viele Karten gäbe. Andrice sollte sich um seine Mutter kümmern. Die Beamten konnten das Mädchen schnell identifizieren. glaubte ich. Obwohl ich das ja besser nicht sollte. Sie blieb. „Ich bin eben fertig mit den Nerven.

gleich erzählen. die berichtet. Möchte aber zunächst eine Geschichte einfügen. was mich mit Dunja verbindet: 47 .

Da fürchtete ich. Alle vollständig wiederhergestellt: 48 . daß ich mit ihr spazieren ging. in den Horneburger Kuhwiesen zwischen Apfelbäumen im „Alten Land“ nach Psylocybin Pilzen zu suchen. In einer Jackentasche fühlte ich mein kleines Tagebuch. meine Freunde. Jetzt riß ich jedes Blatt in acht Stücke. der zwischen der Wiese und einer schmalen Straße wuchs. Erst 20 Seiten hatte ich in dieses Tagebuch geschrieben. Oder verwandelte mich in einen Embryo.“ Wenn im elterlichen Garten das Laub eingesammelt werden mußte. Tiere oder Pflanzen. Dieses Bewußtsein beschränkt sich nicht auf Menschen. Sah freundliche und unfreundliche Bäume. Erkannte. Alles ist von Bewußtsein durchdrungen.Das zerrissene Buch Es wurde Herbst. Erste Einblicke in die Psylocybin-Realität erhielt ich als 16-jähriger: Ich sah. weiß. Oder die Lampe. Wie es zu solch einer Tagebucheintragung kommen konnte. und mich in die Psychiatrie sperren. wie keine andere Droge. zerknüllte sie. Nun lief ich wieder auf Pilzsuche durch die Wiesen. oder wer auch immer. meine Eltern. Eines Tages holte sie aus einer Schublade in ihrem Zimmer die zwanzig von mir vernichteten Tagebuchseiten hervor. Darin stand. daß das Wohnzimmersofa sich seiner Existenz bewußt ist. die auch in Horneburg großgeworden ist. daß er der Apfel ist. Daß ich die Welt retten und den Erdball regieren würde und ungeheuerlich wichtig sei. Komischerweise waren wir uns nie über den Weg gelaufen. Diese halluzinogenen Pilze veränderten mein Bewußtsein. und steckte die Schnitzel in einen Brombeerstrauch. Ein Vierteljahr später lernte ich Dunja kennen. grünhäutigen Doppel aus dem UFO beobachtet wird. glückliche und unglückliche Kühe. Die Pilze zeigten mir. in den ich hineinbeiße. daß ich ein bisexueller Außerirdischer bin. freute sich die Schubkarre. die ich klar und deutlich denken hörte: „Ich bin die Lampe. wird der Leser bald erfahren. Nur wenige „Psylos“ habe ich an jenem Tag gefunden. Jetzt freundeten wir uns an und schliefen und lachten zusammen. wie mir am ganzen Körper Haare wuchsen. Zeit. daß der Apfel. der von seinem großköpfigen. könnten es lesen.

daß sie die Papierschnipsel. daß sie den Impuls verspürte. Sie mußte an jenem regnerischen Tag dort spazieren gegangen sein. Das sollten Dunja und ich gemeinsam herausfinden. dieses Papier aus dem Busch zu ziehen und vollständig alle Schnipsel fand. Seltsam ist es. erklärte mir der Arzt aus Buxtehude. „Wieso erst in einer Woche? Herr Dr.“ Er machte noch Abstriche aus Penis. daß es mein Tagebuch war. Mein Name stand nicht in dem Buch. sondern auch. daß sie nicht schnell die Geduld verlor. Ich wußte es ja nicht. Dorn und der Arzt vom Krankenhaus in Hamburg konnten mir immer sofort oder spätestens am nächsten Tag sagen. wußte sie nicht. was sie zuvor gefunden und rekonstruiert hatte. Chambertin und Herr Dr. als sie versuchte. in den ich das zerstörte Buch gesteckt hatte.Sorgfältig geglättet und mit Tesafilm geklebt.“ „Das geht nicht“. Dann wisse er. Die Buchstaben wären verwaschen gewesen. das ist die Krätze.“ Es wuchsen Bakterien und Pilze. und sagte. Wieso war ich zuvor immer zu so grausam schlechten Ärzten gelaufen? 49 . ob dort Bakterien oder Pilze wachsen. kennenlernten. und nicht schon vorher. entdeckte. die Seiten zu rekonstruieren. die ich tief in den piksigen Busch geschoben hatte. ob ich krank bin oder nicht. beim weisen Urologen in Buxtehude: Der Herr Dr. Kleine Milben die unter der Haut langkriechen. „Ich muß die Abstriche in eine Nährlösung legen und dann eine Woche abwarten. Das wurde ihr erst einige Wochen später klar. Merkwürdig ist. Dunja war an dem Brombeerstrauch vorbeigekommen. Daß ich als wandelnde Inkarnation der Pest durch die Gegend schwebte. hätte sie das Buch nur einen Tag später entdeckt. wir sollen in einer Woche wiederkommen. Als Dunja mich kennenlernte. Ein Rätsel ist. Sehr wundersam ist nicht nur. After und Vagina. warum mir Schwanz und Eier schmerzten und Dunja die Muschi juckte. warum wir uns drei Monate nachdem sie das Buch entdeckte. daß sie am richtigen Tag am richtigen Ort spazieren ging. an dem ich Pilze gesucht hatte. lächelte uns an und sprach: „Ja. haha. stand nicht in meinem Tagebuch.

50 . Mich zum Säufer machen.Saßen in der Chefetage der T. aber niemals zugelassen. Nicht doll. Daß sie zu Monstern mutieren sollten. die mich verrückt machen wollten? Was sollte das? Wo hatte die schreckliche Eiergeschichte begonnen? Das erstemal hat's gepikt in Tossa del Mar.S.S. Hab mich nicht drum gekümmert. Mir das Gehirn wegpusten.S. daß die Schmerzen nur eine Zeit verreist waren.S. Das hätte die T. Nach zwei Tagen war's vorbei. Wäre ich in Spanien zum Arzt gegangen. Konnte doch nicht wissen. fiese Sadisten. gewiß wäre alles ganz anders gekommen.

Nach zwei Minuten beschleunigten die UFOs so.UFOs An dem Tag. Sie wohnten in einem Haus ganz dicht am Elbdeich. Lichter. ist heute alles befestigt. Man kann direkt über einen sandigen. Nach etwa einem Kilometer. eines der 51 . den wir elbabwärts auf dem Deich gelaufen waren. Auf beiden Seiten der Straße stehen Tankstellen. wo das Ufer mit Steinen befestigt ist. Besonders. In etwa 15 Metern Abstand von uns flogen sie nun über dem Wasser. helle Töne. Sabine und Andreas. landete 30 Meter vor uns. wie wir den Deich entlanggingen. Als wir auf den Deich gestiegen und fünf Schritte in Richtung unserer Wohnung spaziert waren. Sie schillerten. sieht man nichts als Stahl und häßliche Industrieanlagen. als Diana und ich aus Tossa zurückkehrten. Finkenwerder ist genau wie das chinesische Yin und Yang Zeichen. Dort wird der Deich flach. Schaut man auf die Landseite. Jetzt flogen sie direkt auf uns zu und wendeten über unseren Köpfen. daß wir nicht mehr mit ihnen Schritt halten konnten. grüne Wiesen und Fachwerkhäuser. Wir folgten ihnen eilig aber rannten nicht. wie sich kleine Kinder Raumschiffe vorstellen: Elliptisch. Auf dem Parkplatz. hielt Diana fest an der Hand. tanzten fröhlich durch die Luft und machten heitere. besuchten wir gegen 21°° Uhr zwei Freunde. dicke Rohre. zog sie hinter mir her. Ich ging schneller. Schornsteine. als würden sie uns folgen. wo damals noch Gras und Schotter war. Dann beschleunigten sie. Es war. augenförmig. Zwei UFOs. als hätten sie gesagt: „Kommt mit! Wir fliegen ein Stückchen vor!“ Sie hüpften auf und ab wie Delphine. als wären sie aus Glas. eine scharfe Linkskurve. etwa so groß wie zwei VW-Busse. Blickt man über die Elbe. Gegen 23°° Uhr machten Diana und ich uns wieder auf den Heimweg. direkt am Elbufer. die parallel zum Deich verläuft. Wir folgten ihnen. In den ersten Sekunden war es. sieht man Apfelbäume. Mein Herz hüpfte unsagbar glücklich und aufgeregt. grünen Parkplatz an die Elbe gehen.) Als wir den Platz erreichten. Sie bewegten sich so schnell. Wir rauchten einen kleinen Grasjoint und erzählten von unseren Erlebnissen in Tossa. zeigte Diana geradeaus in den Himmel und schrie: „Da!“ Wir sahen zwei UFOs. Kabelstränge und Dampf. macht die Straße. wenn man auf dem Deich entlanggeht. mit blauen und roten Lichtern drumherum. (Mittlerweile ist ein zweiter Schutzdeich gebaut worden. die genauso aussahen.

Sie hielten lange Schwerter in ihren Händen. sondern ein gigantischer Halloween-Kürbis. Jetzt erschienen vor uns acht sehr arabisch aussehende Gestalten. bekam ich plötzlich das Gefühl. ich müsse etwas hinterlassen. weiße Gewänder mit Kapuzen. Die Spitzen der Klingen berührten den Boden vor ihren Füßen. um ihre Hüften schwarze Gürtel über den Gewändern. Die Griffe der Schwerter vor ihren Brüsten. in der es ein Bulleye gab. Im Gehen zog ich meine Jacke aus und ließ sie auf den Boden fallen. Ich wußte. Ich begriff aber nicht. und nicht der Kürbis. mir würde jemand eine Videokassette in den Kopf schieben: Vor meinen Augen stand kein Raumschiff mehr. leuchtete orangenes Licht. Ich dachte. Um ihre Köpfe. sondern stolperte hinter mir her. Ich hörte auf. Sie blieb nicht stehen. Wollten mich die Außerirdischen prüfen. So groß wie ein Einfamilienhaus. Das Andere entschwand mit fröhlichen. trugen sie schmale. das auch aus 52 . Ich holte meinen Schlüsselbund und mein Portemonnaie aus meinen Hosentaschen und warf sie auf den Boden. Die Zähne im Mund spitze Zacken. Nicht so rund wie ein normaler Kürbis. bevor ich fortfliege. Sie trugen lange. und aus den zwei Fenstern an der Seitenwand des Häuschens. Die zwei Viererreihen hatten soviel Abstand voneinander. sie mit sanfter Gewalt hinter mir herzuziehen und ließ sie los. schwarze Stirnbänder. Als ich nun Diana. sondern um einen Film in meinem Kopf handelte. Jetzt erschien h inter dem Totenkopf-Kürbis ein Holzschiff auf der Elbe. daß es sich bei dem Kürbis um kein Hologramm. Auf dem Deck des Schiffes stand ein kleines Bootshäuschen in dem acht Leute bequem um einen Tisch hätten sitzen können. über den Kapuzen. ob ich Angst zeigen würde? Diana ängstigte sich fast zu Tode. Sie bildeten eine kleine Allee in Richtung Riesenkürbis in zwei geraden Viererreihen. Eher geformt wie ein Totenkopf. daß wir gerade bequem zwischen ihnen hindurchgehen konnten. Heraus leuchtete gespenstisch das orange Licht einer Riesenkerze.50 Meter vom Anderen entfernt. Jeder 1. Ich empfand keinerlei Furcht vor den acht „Arabern“ oder dem Halloween-Kürbis. Aus der leicht geöffneten Tür. Augen und Nasenlöcher dreieckig.Raumschiffe. daß dort an der Elbe das Raumschiff stand. Ihre Gesichter lagen im Schatten. hellen Tönen in den Himmel. die von einer Heidenangst geschüttelt wurde. Das Gleiche. hinter mir herzog und auf das UFO zuging.

Ich fand im Dunkeln meine Jacke. Auf der Elbinsel. Wir setzten uns in die Küche. Diana zitterte vor Angst. Dort. kleiner und undeutlicher. Manchmal hörte man ein dunkles Quietschen oder Summen. daß ich noch einmal nach draußen gehe. die Geräusche der Industrieanlagen. Da war nur Wasser. UFOs! Wirklich. aber sie ängstigten mich nicht. einen halben Kilometer gegenüber. Die UFOs sollen sofort zurückkommen! Sofort! Das konnte nicht alles gewesen sein! Nein! Wohin war das Raumschiff verschwunden? Der Kürbis! Das Holzschiff! Die Araber! Wie konnten sie sich einfach in Luft auflösen? Es war bald Mitternacht. heulten wie immer die nächtlich arbeitenden Industrieanlagen. Die vielen Lichter an den Schornsteinen leuchteten wie die Dekoration eines Science Fiction-Films. meinen Schlüssel und mein Portemonnaie wieder. Wir tranken Wein. Diana wollte auf keinen Fall. Ganz langsam kamen wir zur Ruhe. was ich sah. Aber mit jedem Schritt wurde das. Ich war vollkommen von den Socken. was geschehen war. aus dem Gläserklingen und Gelächter kam. Meine Freundin zeigte auf das Schiff und rief: „Da ist 'ne Bar!“ Nun lief ich schneller auf das Boot und den Kürbis zu. schwamm ein alter Bagger. ehrlich UFOs! 53 . Jetzt stand ich am Ufer. Versuchten zu verstehen. hörte ich die Töne auch. Jetzt hörte ich Gelächter und Gläserklingen. Vorbei. wo Diana und ich eben noch ein kleines Hausboot gesehen hatten. Auf dem Weg nach Hause erklangen in Dianas Ohren immer wieder tiefe. Alles war verschwunden. Sie hatten mich nicht mitgenommen. summende und dröhnende Töne. Nichts als Wasser.dem Kürbis schien. Als wir in unsere Wohnung kamen.

Sie schienen großartige telepathische Kräfte zu besitzen. dasselbe gesehen und gehört. 54 . das „Liber AL vel Legis“. hatte mich aber nur oberflächlich damit beschäftigt. daß wir teilweise etwas Unterschiedliches erlebt hatten. daß diese Wahrnehmungen nur aus meinem Kopf heraus auf den Parkplatz projiziert worden sein könnten. beschrieben sie in gleicher Größe. daß ich UFOs sah. für Sex und Drogen. daß mir die acht Gestalten durchsichtig erschienen. Der Kürbis machte den Eindruck. Wenn man das Erlebnis auf „Wunschdenken“ und „Halluzinationen“ zurückführen will. Um meine nur Blaue und Rote. hörten die selben Töne. Aber: Diana erschienen keine Araber mit langen Schwertern. sondern sie rief: „Da!“ Das schließt die Möglichkeit aus. nur der Parkplatz. etwas „fester“ zu sein als die Gestalten. wie wir die Flugapparate wahrnahmen. Jetzt war ich an schwerem UFO-Fieber erkrankt. die ganze Zeit das gelandete Raumschiff. Tantra. denn sie ist katholisch aufgewachsen. weil Diana es gesagt hatte und ich sie auch sehen „wollte“. Warum? Das konnten wir nicht begreifen. wo ich den Kürbis sah. Obwohl ich dieses komische „Videogefühl“ hatte. Auch kein Halloweenkürbis. Sie rief nicht: „Da sind UFOs!“. Wünschte mir so unerträglich stark. Wir beide haben zwei UFOs gesehen. Ich hatte nicht ein einziges Buch von Erich von Däniken oder anderen UFO-Autoren gelesen. Ich begeisterte mich für Meditation. hätte Diana etwas anderes sehen müssen: Ihr wären ein paar Engel mit Flügeln erschienen. Ich weiß. Yoga. Auch die Flugbewegungen nahmen wir nicht unterschiedlich wahr. Das wäre der Einwand eines typischen Roboters gewesen. wo ich die Araber sah. Außerirdische Astronauten fand ich interessant. Reinkarnation. obwohl sie klar und deutlich zu erkennen waren. Für sie war dort. Tarot. Aber: Um Dianas Raumschiffe herum blinkten grüne Lichter. hielt ich die Gestalten und den Kürbis für Hologramme. Diana entdeckte die beiden Raumschiffe zuerst. Mußte das Erlebte sofort jedem erzählen. zog ich nicht in Betracht. Auch eine schwebende Jungfrau Maria hätte ihr gefallen. mußten wir feststellen.Als wir nun miteinander sprachen. Die Möglichkeit. die Diana auch hätte sehen müssen. die Außerirdischen mögen zurückkommen und mich mitnehmen. Dort. Die „Vision“ von der „Bar“ auf dem Schiff haben wir beide wieder gleich erlebt. I-Ging. Die UFOnauten schienen Einfluß darauf zu haben.

wenn ich nur dieses eine Buch verstehen würde. Auf dem Cover der „Liber AL“Ausgabe des Sphinx-Verlages ist eine ägyptische Grabesstélé abgebildet.Diana wollte. fing er an. Werding wohnte allein in einem kleinen Häuschen. die geflügelte Kugel auf dem „Liber AL“ sei die Darstellung eines Raumschiffes. ihn zu besuchen. 55 . das ihm 1904 ein Gesandter des ägyptischen Falkengottes diktiert hatte. Wie ich schon erwähnt habe. Dieser Mensch war Hans Werding. In dem Artikel gab es ein Photo von Hans neben verschiedenen Hieroglyphen. Ihr größter Alptraum war. Daß es sich bei dieser Kugel um ein Raumschiff handeln könnte. Hierauf ist unter anderem der falkenköpfige Gott Horus auf einem Thron zu erkennen. er könne mir dann ein Modell der Flugmaschine zeigen. Er muß damals zwischen 40 und 50 Jahre alt gewesen sein. in den Hieroglyphen die Bauanleitung für seine Flugmaschine zu entdecken. Lange glaubte ich. Hans wohnte in Wiepenkathen. Das Liber AL nahm ich mit. daß ich mich für ägyptische Hieroglyphen interessierte. Als er zurückgesegelt war. Eine geflügelte Kugel schwebt über ihm. Vor einigen Jahren hatte er seine Firma verkauft und sich von seiner Frau getrennt. die er in Büchern gefunden und von zu Hause mitgenommen hatte. die UFOs könnten zurückkehren. Er lud mich ein. Im Text stand. daß Herr Werding den exakten Bauplan einer Jahrtausende alten Flugmaschine entdeckt habe. machte einen sehr „geerdeten“ und „ordentlichen“ Eindruck. die Grundrisse seien identisch. Meine Mutter. die Erleuchtung erlangen zu können. um Hans zu fragen. die wußte. Ich rief ihn an. Er vermutete. war grauhaarig. in dessen Garten ein mannshohes Modell seiner Flugmaschine stand. es hätte schon vor vielen tausend Jahren einen regen Flugverkehr zwischen den Kontinenten gegeben. Auch keine Neue. Jenes Buch. ist nicht meine Idee. zwei Kilometer von Stade entfernt. Doch einen Menschen gab es. Dort verglich er die Grundrisse einiger alter Tempelanlagen mit Plänen ägyptischer Tempel. der mir vor meinem UFO-Erlebnis erklärt hatte. Hans kam zu dem Ergebnis. die diese Hieroglyphe mit einer außerirdischen Flugmaschine identifizieren. ob er etwas in den Hieroglyphen auf dem Cover lesen könne. Wirkte keineswegs wie ein „verrückter Professor“. einem kleinen Dorf. übte Crowleys „Liber AL“ eine wahnsinnige Faszination auf mich aus. So fuhr ich nach Wiepenkathen. Es gibt unzählige UFO-Bücher. Damals hatte ich diese Bücher aber nicht gelesen. Dann war er nach Südamerika gesegelt. hatte mich in Finkenwerder besucht und mir einen Zeitungsartikel aus dem Stader Tageblatt mitgebracht. daß ich niemandem davon erzähle.

die Hans mir damals versuchte zu erklären. indem ich gleichzeitig die andere Hand zurückziehe. mit der ich die Faust drehe während mein Schlag trifft. wenn ich dabei auch einen Schritt in Schlagrichtung gehe und die Hüfte drehe. und nun die Arme an den Körper zieht. werden zusätzlich jene Kräfte genutzt. um die Maschine zu bauen und bis zum Mars fliegen zu können. k lingen sie zusammenhangslos und verrückt. die gleichzeitig die Flügel sind. hat dies einen Katapulteffekt. Weitere Energie wird freigesetzt. die Energie wird verstärkt. Ich erinnere noch einige Dinge. Er gehörte zu den Überskeptischen. Trotzdem war er sehr freundlich zu mir und vertraute mir seine Träume an: Er bräuchte nur eine Million Mark. einen so „irdischen“ Mann wie Hans etwas derartiges sagen zu hören. Diese Flügel sind innen hohl. Sie sind geformt wie lange Kuhhörner. Dadurch. Die Flügeldüsen können an den Flugkörper angelegt werden. als seine Flugmaschine. An ihren Spitzen befinden sich Öffnungen. Durch diese Flügel schießt brennendes Gas. bei dem verschiedene Kräfte zusammen wirken und sich so zu einer größeren addieren: Bei einem Karateschlag stoße ich mit einer Hand nach vorne. entsteht ein enormer Druck. die wahnsinnig geworden ist. Wenn die Flugmaschine also beim Verlassen der Atmosphäre die Düsenflügel an den Flugkörper legt. die für alles immer Beweise sehen wollen und meinem Vater ähnlich sind. wenn er mit seinem ebenso gebogenen Segel gegen den Wind kreuzt. daß ich es nicht fassen konnte. Hier gibt es den Effekt. Außerdem hatte ich die Ausstrahlung einer Spinne.Die Technik dieser Maschine könnte man mit dem „KaratePrinzip“ vergleichen. den man bei einer Pirouettendrehenden Eiskunstläuferin beobachten kann: Wenn sie sich mit ausgestreckten Armen dreht. wenn ich beim Zuschlagen stark ausatme. war es nicht einfach für ihn. welches Hans aus Alkohol gewinnen will. Als ich Hans nach meinem UFO-Erlebnis wieder besuchte. Er erzählte so unglaubliche Sachen. mir zu glauben. Noch eine Kraft liegt in der Schraubbewegung. Einfach hintereinander aufgezählt. Meine Raumschiffe sahen enttäuschend anders aus. Genauso addieren sich in Hans' Flugmaschine verschiedene Kräfte zu einer Größeren: Die Maschine hat vier Flügel wie ein Hubschrauber. wirbelt sie immer schneller um die eigene Achse. daß sich die Antriebsdüsen. Eine zusätzliche Kraft entsteht. Aber für Hans beruhten alle seine Theorien auf überprüfbaren Fakten: 56 . kontinuierlich verengen. der sich ein Seemann auf einem Segelschiff bedient. Natürlich würde Hans' Flugmaschine in Aktion rotieren: Das Prinzip eines Propellers. Auf Grund der gebogenen „Kuhhornform“. leicht Verbitterten.

aber alles andere als ein Nazi ist. die Grabesstélé auf dem „Liber AL“ könne ein Schlüssel sein. Teilweise aber auch Menschen. Ich riet ihm. Er berichtete. weil er sich in einem Raumschiff befindet. Mein Freund rief die Auskunft an und bekam sogar eine Telefonnummer. niemand wisse. die direkt mit diesen Astronauten in Verbindung standen. weil sie eine Mischung aus Plattdeutsch und Berlinerisch sprachen. Es seien diverse noch nicht geöffnete Kammern in der großen Pyramide entdeckt worden. Hans machte dieselbe Entdeckung parallel zu den japanischen Wissenschaftlern. Das erinnert an den genialen Erfinder Daniel Düsentrieb. er hätte sich mit einem selbstgebauten Rednerpult in die Innenstadt von Stade gestellt und laut seine Gedanken kundgetan.Die ägyptischen Pharaonen waren außerirdische Astronauten. die er unter dieser Nummer erreichte. Er spekulierte. Ich habe einen Freund. Auch ein riesiger Hohlraum unterhalb der Sphinx. Wir könnten uns mit denn alten ägyptischen Pharaonen unterhalten. 1987 hätte ein japanisches Expertenteam die Pyramiden und das Erdreich drumherum „geröntgt“. zeigte er mir eine von ihm gezeichnete Flugmaschine in Gestalt einer Svastika. mit hochkomplizierten Meßgeräten. Aus den vier Enden sollte Feuer sprühen und das ganze Objekt sich im Fluge drehen. Danach sei er in die Nähe von Bremen gezogen und hätte dort eine eigene „Düsenantriebskraft“-Firma gegründet. Einem riesigen Hohlraum unter der Sphinx. „Ich habe die Unterwelt entdeckt!“. Die Japaner vor Ort in Ägypten. 1995 besuchte ich einen Diavortrag von Erich von Däniken. Auch Moses war ein Pharao. Aber die Stimme. Hans allein mit einer Landkarte und einem Lexikon in seinem Häuschen in Wiepenkathen. Neben der Flugmaschine hatte Hans in den Hieroglyphen auch eine Landkarte der „Unterwelt“ gefunden. er solle die Auskunft anrufen und nach der „Düsenantriebskraft“-Firma Hans Werding in der Nähe von Bremen fragen. Eine Freundin erzählte mir. um die Tür in die Unterwelt zu öffnen. Man müsse sie nur an einen bestimmten Platz in einen Tempel nahe der Sphinx stellen. das Hakenkreuz. sagte ihm. erzählte er stolz. Mit dem könnte er sich toll über so eine Flugmaschine unterhalten. der ziemlich verrückt auf die Svastika. Jesus Christus ist darum unsterblich. Dann würde sich vielleicht eine Tür öffnen. mit dem er vor und zurück durch die Zeit reisen kann. Den Kontakt zu Hans habe ich leider verloren. wo Hans 57 . Als ich ihn besuchte. abfährt.

Die T. die Gott mit Feuer. er wäre einfach verschwunden und nicht mehr aufzufinden. Rauch und Donner vom Himmel fahren sahen. Das feurige Hakenkreuz und Werdings Flugmaschine erinnern an die Vision des Propheten Ezechiel oder anderer biblischer Propheten. auch genannt „The Book of the Law“ oder „Das Buch des Gesetzes“. Diese Flugmaschinen haben optisch und akustisch nichts mit den UFOs gemein.S. 58 . daß Hans mir zur rechten Zeit den Zusammenhang zwischen dem „Liber AL“ und den UFOnauten gezeigt hatte. die Diana und mir in Finkenwerder erschienen sind. Nach meinem UFO-Erlebnis gab es nur noch zwei Dinge für die es sich zu leben lohnte: Außerirdische und das „Liber AL vel Legis“.Werding sei. hatte aber dafür gesorgt.S.

o mein Prophet. und ewig im Himmel Ausschau nach UFOs hielt. immer besonders aufgefallen.B. und Menschen. die Zahl des Menschen. Ich konnte mir kaum noch vorstellen. Das ergibt zusammen 418. 418 war z. den Wohnungsschlüssel eine „18“. Die glückliche Zeit in Finkenwerder wohnten wir im Erdgeschoß eines dreistöckigen Reihenhauses. die von Außerirdischen ferngesteuert werden. etwas Banales zu tun wie Brötchen kaufen oder das Badezimmer sauber machen. um in die Wohnung zu gelangen: Einen für die Außentür und einen direkt für die Wohnung. mystisch wundervoll.S. riß die T. ständig „Das Buch des Gesetzes“ zu zitieren. 59 . Den Außenschlüssel kennzeichnete eine gravierte „400“. Vierhundert und achtzehn. Solche Synchronizitäten brachten mich aus der Fassung.Mathematik macht was sie will Ich habe Diana ganz wahnsinnig geliebt. und den Namen deines Hauses 418. Als ich aber nicht aufhören konnte. die Nummer meines ersten Fluges nach England. Natürlich ist mir die Zahl 418. Die Zahl 418 taucht zweimal darin auf: Im 46sten Vers des ersten Kapitels heißt es: „Nichts ist ein geheimer Schlüssel dieses Gesetzes.S.S. Für jeden sterblichen Erdling etwas vollkommen unwichtiges. Sie werden deinen Namen verehren. viereckig.“ Oh! Ah! Ich wohnte im „Haus 418“.S. die Crowleys „Buch des Gesetzes“ lieben. deine Statur soll die Sterne übersteigen. meine Statur würde bald die Sterne übersteigen. Das unheilige Buch besteht aus drei Kapiteln von insgesamt 220 Versen. Man benötigte zwei Schlüssel.“ Im 78sten Vers des zweiten Kapitels: „Erhebe dich! Denn es gibt keinen wie dich unter den Menschen oder Göttern! Erhebe dich. Ihr werdet euch noch alle wundern. unsere Herzen auseinander. seitdem mir die Fernsteuerung implantiert wurde. Ein und sechzig nennen es die Juden. Mitglieder der T. Wer schaut sich die Herstellungsnummern auf seinem Schlüsselbund an und zählt sie dann zusammen? Menschen. Achtzig. ich nenne es Acht.

Ha. versuchen. besteht zwischen ihnen eine mystische Verbindung. Ergeben verschiedene Worte die gleiche Zahl. mordet und meuchelt. So hat jeder hebräische oder griechische Name automatisch eine Namenszahl. Aum. Kapitel: „Hier ist Weisheit. das dem Horrorfilm-begeisterten Menschen hieraus geläufig ist. der überlege die Zahl des Tieres.“ Aleister Crowley bestand darauf. Crowley brachte den Menschen durch die Niederschrift dieses Buches ein großes magisches Wort: „Abrahadabra“. und seine Zahl ist Sechshundert sechs und sechzig. denn es ist eines Menschen Zahl. Der Gesandte des Falkenköpfigen Gottes.Im Liber AL gibt es viele kabbalistische Andeutungen.“ Und: „Das Ende der Worte ist das Wort Abrahadabra. Das Buch des Gesetzes ist geschrieben und verborgen. was das Zeug hält? Die 666 erhielt ihren Einzug in die Gemüter einer größeren Gemeinde durch die griechische Kabbala: Die „Apokalypse“. bezeichnete seinen Schreiber darin auch als „Beast“. Die Schüler der Kabbala. die Buchstaben durch Zahlen zu ersetzen. Jeder Buchstabe ist von vornherein ein Zahlensymbol. indem sie die Buchstaben ihrer heiligen Schriften durch Zahlen ersetzen. Offenbarungen und Rätsel. die Schrecken und Wirren unserer Zeit zu überstehen und uns zudem noch in höhere Intelligenzen verwandeln. die Zahl seines Namens in hebräischen Buchstaben sei 666. Das einzige. Diese Zauberformel soll uns helfen. wer Verstand hat. nicht mit einem „K“ oder einem „C“. der ihm „Das Buch des Gesetzes“ diktiert hatte. Gottes Geheimnisse zu ergründen. Mit einem „H“ in der Mitte. Wer kennt nicht die Horrorfilme. in denen ein Antichrist. der ursprünglich jüdischen Geheimlehre. Die Zahlen eines Wortes werden dann addiert. ist ein Zitat aus dem 13. wurde ursprünglich auf griechisch verfaßt. In der griechischen und hebräischen Schrift ist es nicht nötig.“ 60 . Im Liber AL steht geschrieben: „Abrahadabra! Der Lohn des Ra-Hoor-Khuit. das letzte Kapitel des neuen Testaments. der die Zahl 666 auf seinem Arsch tätowiert hat.

“ 418 und 93 sind heilige Zahlen für Mitglieder der T. Als ich 1993 anfing.S. so ist seine Zahl 418. Ich hoffe. Was sagt uns das? Die T. arbeitet Zeitmaschinen. daß ich viele Zusammenhänge zwischen dieser Kampfkunst und dem ägyptischen falkenköpfigen Kriegsgott sehen würde. den die T. erzählte ich meinem Lehrer. Auch das griechische Wort „Agape“. steht auf meinem Mitgliedsausweis: 1418 / 93. Liebe unter Willen. Weil ich im Jahre 93 in die Kung-Fu-Organisation eingetreten bin. was auf griechisch „Wille“ bedeutet. Darum die beiden am häufigsten aus dem Liber AL zitierten Sprüche: „Liebe ist das Gesetz.. den geneigten Leser nicht mit Zahlen und fremden Worten zu erschlagen. mit modernen Raumschiff- Es gibt keinen Gefallen. Fing-Schun Kung-Fu zu trainieren. Das macht mein Implantat.“ „Thelema“ ergibt in der griechischen Kabbala 93. denen die Organisation das Liber AL ins Gehirn gefickt hat. die das außerirdische Oberkommando ausläßt. Es gibt keine Gelegenheit.Schreibt man „Abrahadabra“ in hebräischen Buchstaben. addiert sich zu 93. was „Liebe“ bedeutet.“ Und: „Es gibt kein Gesetz außer tu was du willst. Ich kann nicht anders.S. Der dazugehörige Vers im Liber AL lautet: „Das Wort des Gesetzes ist Thelema. 61 . seinen Mitgliedern nicht gerne tun würde.S.S. um seine Mitglieder verrückt zu machen. Ich war ausgerechnet das 1418ste Mitglied.S. Ein ebenso wichtiges magisches Wort des Buches ist „Thelema“.S.

und wenn dieses Wort den Zahlwert seines Namens hat. mit dem sich Erich identifizieren kann. daß das. Er machte sich Sorgen um meine geistige Gesundheit. Da ich nicht glaubte. Er wird verstehen. benutzte ich das lateinische Alphabet.Kapitän Picard Auch wenn ich auf dem Kümo meines Vaters arbeitete. hoffte ich. einen Sinn macht“. folgendermaßen durchnumeriert: A 1 N B 2 O C 3 P D 4 Q E 5 R F 6 S G 7 T H 8 U I 9 V J K L M 10 20 30 40 W X Y Z 50 60 70 80 90 100 200 300 400 500 600 700 800 Ä = AE Ö = OE Ü = UE Nun dachte ich. „Wie kann man nur Zahlen mit Buchstaben gleichsetzen und dann Worte ausrechnen! Das darf doch wohl nicht wahr sein! Was für einen Sinn soll das haben? Das werde ich nie verstehen!“ Sowas mußte ich mir anhören. daß in dieser Numerologie eine geheime Ordnung enthalten ist. müßte er erkennen. „Wenn ich ein Wort finde. dann wird er verstehen. Meinem Vater bereitete allein dieses Verhalten großes Kopfzerbrechen. Wenn „KAPITÄN“ die gleiche Zahl wie „ERICH HOFFMANN“ hätte. rechnete ich in meiner Freizeit die Zahlwerte verschiedener Worte aus. daß in der Kabbala eine Struktur verborgen ist. ihn auf Hebräisch überzeugen zu können. Erich könnte sich mit dem Wort „KAPITÄN“ identifizieren. was ich tue. Frohen Mutes begann ich zu rechnen: E R I C H H O F F M A N N 5+ 90+ 9+ 3+ 8+ 8+ 60+ 6+ 6+ 40+ 1+ 50+ 50 336 = 62 .

63 . Eine blöde Differenz von 20!“. Hat nicht die gleiche Zahl. daß ich eigentlich Raumschiffkapitän bin. aber das ist ja meine Zahl! MEINE ZAHL! Oh!“ CLAAS HOFFMANN ergibt genauso 356 wie KAPITAEN: C L A A S H O F F M A N N 3+ 30+ 1+ 1+ 100 8+ 60+ 6+ 6+ 40+ 1+ 50+ 50 356 + = So hatte ich nur mir selbst bewiesen.K A P I T A E N 20+ 1+ 70+ 9+ 200 1+ 5+ 50= 356 + „So ein Mist. schimpfte ich. „Aber.

hielt mir einen Küchenmixer ins Gehirn. zerrte mich die T. Ich setzte mich in die Küche und las im Liber AL. Verehret darum das Khabs und sehet mein Licht über euch ausgegossen.“ Hier blitzten kleine rote und grüne Lichter auf dem Papier.S. Damit ich wirklich etwas Intensives erleben durfte. Klar und deutlich. „Khu“ mit „Astralkörper“. Sie helfen mir mit Lichtblitzen! Ein Wunder! Sie retten meine Eier! Danke! Danke! Heilig! Heilig! 64 . genannt Gaby. Nach dieser Nacht aus Piken in Eiern und After und bunten Lichtern. nicht das Khu in dem Khabs. Unten auf der ersten Seite des Buches.S..S.Capsikum. und ich hab Raumschiffe gesehen und Gestalten mit langen Schwertern und einen Totenkopfkürbis. und als ich Khabs gelesen hab.“ Die T. „Khabs“ kann man in etwa mit „Seele“ übersetzen. da hat es rot und grün auf dem Papier geblitzt.Außerirdische Ärzte Wenige Tage nach dem UFO-Erlebnis fühlte ich einen stechenden Schmerz in meinem linken Hoden. konnte aber wegen den Schmerzen. das erstemal in meinem Leben zu einer Homöopathin: Gabriela Pimienta. Es war deutlich. intensiv. Abends hatte ich toll mit Diana gefickt. bunt. die mich danach plagten. Diese Lichtblitze hatte ein ägyptischer Gott über mich ausgegossen. Symptome: Brennende und stechende Schmerzen in Hoden und After nach Samenerguß. Wirklich. Das wußte ich damals noch nicht.“ Die Homöopathin holte eines ihrer vielen Bücher aus dem Schrank und las mir vor: „Caps. wenn man übermüdet oder bekifft ist. brannte und stach es auch in meiner heiligen Rosette.S. was einem vor den Augen flattert. nicht einschlafen. mexikanischer roter Pfeffer. Verwirrt wie nichts Gutes torkelte ich in die Praxis und plapperte in ihre offenen Ohren: „Meine Eier und mein Arschloch piksen und brennen. wenn ich abgespritzt habe. Ein anderes Licht als das. steht geschrieben: „Das Khabs ist in dem Khu.

Glaubte ich. Bei mir funktionierte Capsikum nicht. „Ja. daß sie mit diesem Mittel experimentierte. das verbranntes Tier heißt. Das Mittel schlug aber nicht an. Für meinen nächsten Besuch in Gabys Praxis nahmen meine Hoden eine purpurrote Färbung an. weil doch nach dem „Buch des Gesetzes“ der erwählte Priester und Apostel des unendlichen Raumes das Tier ist. und in naher Zukunft würden sie gemeinsam die Welt regieren. konnte durchaus bedeuten. Daß es mir nach der Einnahme dieses Medikaments zunächst schlechter ging als zuvor. Begeistert erzählte sie von einem Fall. das Tier heißt. Fiebrig überlegte ich: „Wenn Capsikum ein Verstärker ist. Homöopathie hatte ich nicht verstanden. Oh Gott. Jetzt gab sie dem Kranken zusätzlich ein paar Tropfen Capsikum. daß es das richtige Mittel für mich war. ich hatte solche Angst. Nahm es einige Tage lang. ob es ein Mittel gäbe. den Straßenmusikanten Robert. Es linderte nicht im geringsten meinen Schmerz. Carbo Animalis.“ Ich las mir alles. Ich kaufte es mir in der Apotheke. Das Buch sagte aber auch. der seiner großen Liebe erzählte. Sie bezeichnete Capsikum als einen hervorragenden Verstärker. wurde ich irre.Nachdem ich Capsikum drei Wochen eingenommen hatte. daß es dir helfen kann. mir fliegen die Eier weg. 65 . was in ihrem Buch über verbranntes Tier. brauche ich dann einen Verstärker für den Verstärker? Vielleicht muß noch eine Medizin hinzugefügt werden?“ Ich fragte Gaby. chronischer Entzündung. in dem sie sich todsicher gewesen sei. durch. Gabriela war von der Synchronizität „Khabs = Caps = Capsikum“ so fasziniert. Carbo Animalis helfe ebenfalls bei Krebs. Ich glaube nicht. sie sei eine Königin. einmal durch die Hölle zu meiner Seele zu gelangen. Es funktionierte: Die von ihr ausgesuchte Medizin „schlug an“. Jene Medizin. Die Schmerzen waren nicht fortgegangen. purpurner Verfärbung und unregelmäßigem Herzschlag. es gibt ein Mittel. Das Stechen zog in Rückgrat und Beine. Ich war böse auf Gott. stand. die richtige Medizin für ihren Patienten gefunden zu haben. die mir helfen sollte. überall Synchronizitäten zu finden: Tierkohle wird normalerweise gegen Verstopfung genommen. Mein Herzschlag war der eines schlechten Reaggae-Songs. War sofort erschlagen von meiner Fähigkeit. Erinnern wir uns an die Wiedergeburt von Jesus.

Auch ich sollte bald so weit sein. Gabriela Pimienta war ganz verzückt von mir. Sie lud Diana, Sabine und mich zu ihr nach Hause auf einen Kaffee ein. Sabine ist jenes Mädchen, das Diana und ich, bevor wir auf dem Heimweg die UFOs sahen, besucht hatten. Ohne Sabine wäre ich nie bei Gabriela gelandet. Sie war es, die mich zu ihr geschleppt hatte. Sie verehrte die Homöopathin wie eine heilige Meisterin. Glaubte ihr jedes Wort. Meinte, sie sei die einzige, die mir helfen könne. Gaby offenbarte Diana und mir feierlich, daß ich gerade auf dem Weg der Einweihung in die großen Geheimnisse der Schöpfung sei. Dabei tat sie so, als hätte sie ihre schon hinter sich. Sie warnte, Diana müsse auf mich aufpassen und dafür sorgen, daß ich nicht vergesse, etwas zu essen. Ich hätte große Fähigkeiten in der Homöopathie. Die Mittel gegen Aids und Krebs könne ich finden. Vielleicht sogar die universale Medizin. Die Meisterin hatte einen superfetten Freund, Jochen. Der schob einen UFO-Film. Hatte alle Bücher von Erich von Däniken gelesen und strebte danach, Kaiser von Deutschland zu werden. Gabriela sollte seine Kaiserin sein. Durch einen Putsch wollten sie an die Macht kommen. Dazu benötigten sie die Tarnkappe aus der Siegfriedsage. Leider gab es nur eine wage Vermutung, wo sich diese Tarnkappe in Süddeutschland befinden könnte. Auch grübelten sie darüber nach, wo die Bundeslade, das Heiligtum der Juden, versteckt gehalten wird. Die wollten sie an sich reißen, weil sie so wertvoll ist. Alles was mit Macht zusammen hängt, übte größte Anziehung auf den dicken Jochen und die auch nicht schlanke Gaby aus. Nun witterten sie in mir ein Medium, das ihnen helfen könnte, ihre Ziele zu verwirklichen. Daß mich starke Schmerzen quälten und ich mich ohnmächtig fühlte, hinderte sie nicht, an meine übersinnlichen Kräfte zu glauben. Jochen grinste mich an und schleimte: „Einer muß ja Jesus gewesen sein. Einer muß ja damals diese ganzen Versprechen gemacht haben. Nun wollen wir mal sehen, ob er sie auch halten kann.“ Gaby schaute mich beschwörend an und nickte bedeutungsvoll. Sie behauptete, sie wäre meine Mutter Maria gewesen. Damals, vor 2000 Jahren. Wenig später besuchten mich die beiden in Finkenwerder. Sie ermunterten mich, auf einer Landkarte durch kabbalisieren und intuitives erfassen die „Tarnkappe“ zu finden. Sollte auch nach der Bundeslade suchen. Außerdem lechzte Gaby danach, die reichste Frau der Welt zu werden, indem ich ihr die universale Medizin verrate. Wenigstens das Mittel gegen Aids.

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Wenn einen die anderen für einen Gott halten, kann es schnell passieren, daß man sich selbst für einen hält. Aber was die beiden von mir verlangten, konnte ich nicht aus dem Ärmel schütteln. Ich versagte auf ganzer Linie. Sie blieben geduldig und glaubten weiter an meine Mission. Manchmal plapperte Gabriela meine Gedanken nach. Sie tat dann so, als wäre sie selbst darauf gekommen. Eine 180-GradWendung erhielt ihre Meinung vom außerirdischen Erbmaterial: Sie quasselte: „Ja, wir sind die Götter, die von einem anderen Planeten auf die Erde kamen. Leider machten einige von uns den Fehler, mit Erdlingen Kinder zu zeugen.“ Ich entgegnete, das sei überhaupt kein Fehler gewesen, sondern Absicht. Vollkommen in Ordnung. Durch die Vermischung von außerirdischem mit urmenschlichem Blut ist der intelligente Mensch entstanden. Die UFO-Literaur ist vollgeknallt mit dieser Philosophie. Ich glaubte aber, das sei meine Idee und eine neue. Gabriela war hin und weg von meinen Worten. Sie behauptete fortan das Gegenteil ihrer vorherigen Ansicht. Ja, sie hätten die Erdlinge „genetisch überzeugt“. Manchmal würde sie mit Jochen zusammen durch die Stadt laufen und zu sich selber sagen: „Die haben wir gut hinbekommen, die Menschen.“ Das waren die reichsten Verrückten, die mir je begegnet sind. Keine bekifften Straßenmusiker oder durchgeknallte Tramper ohne Geld. Gaby unterhielt eine gutgehende Praxis an der Alster. Jochen arbeitete gerade an der Fertigstellung eines HomöopatieComputerprogramms, das man mittlerweile kaufen kann. Es ist nach Krankheitssymptomen und homöopathischen Medikamenten geordnet. Wenn man eine Krankheit eingibt, erscheinen alle Mittel, die dieser zugeordnet sind. Das ganze funktioniert auch umgekehrt. Nicht im geringsten bezweifelte Gabriela, daß Außerirdische mit mir in Kontakt getreten sind. Für sie war es auch klar, daß ich die Reinkarnation Aleister Crowleys bin. Als sie mich besuchte, und ein Crowley-Photo an der Wand hängen sah, rief sie begeistert zu Jochen: „Guck mal, ist das nicht erstaunlich. Er hat die gleichen Augen. Claas hat sogar ähnliche Gesichtszüge wie in seinem vorherigen Leben.“ Alles was mir die Homöopathin erzähle, fraß sich tief in mein Gehirn. Sagte sie mir doch, was ich hören wollte. Bin ich nicht der Erschaffer meiner eigenen Welt? Sogar dafür verantwortlich, was mir andere Menschen erzählen und was ich mir davon merke?

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„Hahaha“, lacht die T.S.S.. „Du glaubst nur hier selbst etwas zu erschaffen. Wir sind die Schöpfer deines Universums. Oder hast du vielleicht uns erschaffen?“ Bin ich verantwortlich für das, was die T.S.S. mir antut, weil ich Mitglied bin? Konnte die Homöopathin etwas dafür, daß mich die T.S.S. zu ihr führte? Nur dann, wenn sie selbst Mitglied ist? Manchmal tat sie so, als wäre sie eins. Dann erklärte sie: „Wir sind Außerirdische unter den Erdlingen. Wir werden hier immer wiedergeboren. Jetzt erinnern wir uns langsam. Begegnen uns, um Informationen auszutauschen. Informationen, die wir für unseren Auftrag benötigen“ Ich war die Inkarnation von Crowley und Christus und hatte den Auftrag, erst die Medizin gegen Aids und dann die universale Medizin zu finden. Es läßt sich nicht vermeiden, daß man dann bald zusammen mit seiner Königin die Erde regieren wird. Wie aber wird man Militärdiktator, der schrecklichste, den es je gegeben hat? Ein entsetzlicher Diktator, der seinen Feinden vor Furcht die Gedärme schlottern läßt? Auch das sollte für mich kein Problem sein.

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Deutschlands bester Freund Psychopath
Die Personalkennziffer meines Musterungsbescheides war 11101. Der 48ste Vers des ersten Kapitels vom „Buch des Gesetzes“ lautet: „Mein Prophet ist ein Narr mit seinem Eins Eins Eins, sind sie nicht der Ochse und keins nach dem Buch?“ Der Tarot-Trumpf „der Narr“ symbolisiert entweder einen überspannten, wahnsinnigen Menschen, oder genau sein Gegenteil: Einen heiteren, jungen Mann, dessen Leben mit dem „Tao“ fließt. Ein Erleuchteter. Dieser Karte ist der hebräische Buchstabe Aleph zugeordnet, der einem Hakenkreuz ähnelt. So wie wir beim Aufsagen unseres Alphabetes nicht nur „Y“ von uns geben, sondern „YPSELON“, sprechen die Juden beim Aufsagen ihres Alphabetes nicht nur „A“, sondern „ALEPH“. Im Gegensatz zu unserem „YPSELON“ steckt in den hebräischen Buchstaben eine Bedeutung: „Aleph“ heißt „Ochse“, geschrieben „A-L-P“. Ein „P“ am Ende eines Wortes zählt in der Kabbala als 800. Am Anfang oder in der Mitte als 80. Schummelt man, und zählt das „P“ vom hebräischen Ochsen als 80, ergibt „A-L-P“ = 111. (A=1, L=30, P=80). „Mein Prophet ist ein Narr mit seinem Eins Eins Eins, sind sie nicht der Ochse und keins nach dem Buch?“ Ich schrieb dem Kreiswehrersatzamt einen fünfseitigen Brief, in dem ich erklärte, daß die Außerirdischen schon 1904 meine Personalkennziffer gekannt hätten. Als Beweis für die außerirdischen Zeitreisenden zitierte ich den entsprechenden Vers aus dem Liber AL und kopierte außerdem einige Seiten der Originalhandschrift Aleister Crowleys. Im Liber AL wird mehrfach darauf hingewiesen, daß das Buch immer zusammen mit Crowleys Handschrift veröffentlicht werden muß. In verschiedenen Worten seiner Sauklaue hatte ich meinen Namen erkannt, diese Stellen markiert, und dem Kreiswehrersatzamt geschickt. Mein Schreiben war keine Kriegsdienstverweigerung. Im Gegenteil: Ich behauptete, ich wolle Militärdiktator werden, Deutschland wiedervereinigen und das politische System der BRD verändern. Schon einmal hatte ich dem Kreiswehrersatzamt auf einen Musterungsbescheid geantwortet. Die Beamten verhielten sich jedoch, als hätten sie mein erstes Schreiben nie erhalten:

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eine normale militärische Laufbahn einzuschlagen. Dieses Blut strömt durch unsere Adern. So. die Regierung und den Verteidigungsminister zu informieren: Claas Hoffmann ist im Besitz wichtiger außerirdischer militärischer Informationen. Ich informierte sie darüber. die andere umkreiste den Planeten weiter in ihrem UFO. immer wieder befördert zu werden und so ganz nach oben zu kommen. Mein Name lautete „Lam“. nachdem ich das fürchterliche Papier erhalten hatte. war bereits die dritte Aufforderung meines Vaterlandes. die je zu einer Musterung gehen mußte. um mich dort beim Einwohnermeldeamt eintragen zu lassen. flüchtete ich nach Berlin. und meine Kinder dann auch wieder Kinder bekamen und so weiter. Ich kenne keine Frau in der BRD. in meinem Briefkasten.„Sehr geehrte Damen und Herren. 70 . Unverzüglich muß ihm das Oberkommando der Bundeswehr übertragen werden. meine Wenigkeit sei das geheime Oberhaupt der NSDAP gewesen. bin ich mit meinem UFO eine Zeitschleife geflogen. Die erste fand ich 18-jährig. das in den Menschen fließt. Bin eine Inkarnation dieser außerirdischen Frau. mir die Tore zur Bundesregierung zu öffnen. Hochachtungsvoll. Hitler gehorchte meinen Befehlen. Mann und Frau sind vor dem Gesetz gleich.“ Der Musterungsbescheid. die Beamten vom Kreiswehrersatzamt. ich wolle Militärdiktator werden. Dieses Doppel ist eine kleine grünhäutige Frau mit einem enorm großen Kopf. starb auf der Erde und wurde wiedergeboren. auf den ich antwortete. Aus meinem Militärdiktator-Brief konnten die Beamten phantastische Neuigkeiten erfahren. Der Bund ließ mich in Ruhe. daß es mich zweimal zur gleichen Zeit gab. Claas Hoffmann. Darum werde ich auch nicht kommen. damals wohnhaft in Hamburg-Othmarschen. Sein Reden vom arischen Blut der Herrenrasse bezog sich auf das außerirdische Blut. Die gelandete Außerirdische bekam Kinder von den Urmenschen. Sie. Crowley auch. bis ich zwei Jahre später nach Finkenwerder zog. ihm zu dienen. Ich erklärte. Eine „Lam“ landete auf der Erde. In der Steinzeit. daß es auserwählt worden sei. hätten die große Aufgabe. als ich selbst noch genau dieses Doppel war. da mich ja in der Steinzeit die Urmenschen gefickt hatten. daß ich über ein außerirdisches Doppel verfüge. Das Kreiswehrersatzamt mußte nun zur Kenntnis nehmen. Ich hätte nicht die Zeit. Sofort.

Keine Antwort auf meinen Brief! So eine Frechheit! Ich antwortete. was ich von ihnen verlange. Mein außerirdisches Doppel ist mit dem Raumschiff in die Zukunft geflogen und hat gesehen. Die Personalkennziffer zusammen mit meinem Namen in der Originalhandschrift von 1904 war schließlich Beweis genug. Insofern können sie durch das Ignorieren meines Briefes überhaupt nichts verändern. daß ihnen dieses Verhalten noch einmal verzeihen wird. Des Schreibmaschinenschreibens war ich nicht mächtig. 71 . Die Zukunft steht fest. von meinem Doppel aus dem UFO beobachtete zu werden und für die genetische Zusammensetzung der Menschheit verantwortlich zu sein. Mitleid ist das Laster der Könige: Tretet nieder die Unglücklichen und die Schwachen: Dies ist das Gesetz der Starken: Dies ist unser Gesetz und die Freude der Welt. da es ja sonnenklar sei. Ich erhielt einen neuen Musterungsbescheid. Meine Mutter tippte das Hirngespinst für mich ab. daß sie bald ganz genau tun würden.“ „Wir haben nichts mit den Ausgestoßenen und den Untauglichen: Laßt sie sterben in ihrer Trübsal: Denn sie fühlen nicht.und SA-Runen malte ich auf den Brief und brachte ihn zur Post.Um der Sachen den richtigen Pepp zu geben. die nicht zu kämpfen wagen. So toll.“ „Ich bin der Kriegsgott der Vierziger: Die Achtziger verbergen sich vor mir und sind gedemütigt. daß beim Kreiswehrersatzamt Nazis sitzen. die die Zitate aus dem „Buch des Gesetzes“ und meine Behauptungen toll finden. die mir am faschistischsten und brutalsten vorkamen: „Verachtet auch alle Feiglinge: Berufssoldaten. Nur den direkten Funkkontakt und die militärischen Informationen besaß ich nicht wirklich. Ich will euch zu Sieg und Freude bringen: Ich will im Kampf bei euren Waffen sein und ihr werdet Lust zu töten haben. wie Deutschland wiedervereinigt ist und ich Diktator bin. daß sie sich darum kümmern würden.“ „Ich werde euch eine Kriegsmaschine geben. Ich war mir sicher. Damit werdet ihr die Völker vernichten und keines soll vor euch bestehen. sondern spielen: Verachtet alle Narren.“ Ehrlich und wahrhaftig glaubte ich. Egal. Einige Hakenkreuze. zitierte ich zu guter Letzt die Verse des Kriegsgottes Horus aus dem Liber AL. SS. daß meine Geschichte „ganz nach oben kommt“.

Diese „Car-Bar“ war nun mein Schreibhaus. alles muß gut gemacht werden und nach Geschäftsgebrauch. zurückbekommen. Dieser Partykeller war ein ebenso heiliger Raum wie das Haus 418 in Finkenwerder. Zweifelte für Sekunden an der Allmacht m eines außerirdischen Doppels. dann nach Hannover und Berlin. Als die Beziehung mit Diana zerbrach. Meine Mutter ließ ich die weiteren Ergüsse nicht mehr abtippen. In der ehemaligen Garage gab es jetzt einen Kamin und eine Bar. hatte ich noch in Finkenwerder verfaßt. Ihnen außerirdische Kriegsmethoden am eigenen Leibe zu demonstrieren. in der jetzt eine Bar stand. Sehr gemütlich. Dies ist die letzte Aufforderung. die sie mir machten. Es ist vollkommen aussichtslos. Für mein außerirdisches. Von dort weiter nach Gent und Brüssel. Spiegelmagie. zu Lood nach Holland getrampt. Nie bekam ich eine Antwort auf meine für Deutschland und die ganze Menschheit so wichtigen Briefe. daß ein Psychologe mich irgendwo einsperrt. Fürchtete. beispielsweise durch Stiche in die Hoden. ohne eine Mark in der Tasche oder eine extra Unterhose. sehe ich mich leider gezwungen.“ Die „Kaaba“ ist das Heiligtum der Moslems in Mekka. Übernahm in Teilen ihre Formulierungen. erleuchtetes Gehirn war es aber sonnenklar. Schlief auf einer Matratze neben meinem Schlagzeug. Am Ende der dreiwöchigen Irrfahrt war ich bei meinen Eltern gelandet. gleiche Rechte wie eine Frau zu besitzen. daß man mich mit den Feldjägern abholen würde. sich Ihrer Aufgabe zu 72 . Die letzten beiden mit der Mitteilung. Wollte die Gewalt. Sie sollten genau die Angst. Wenn Sie auf dieses Schreiben nicht reagieren und meinen Anordnungen Folge leisten.=Würfel) ein Schreibhaus ein.Das Schreiben. Je mehr mich das Kreiswehrersatzamt bedrohte. war ich durchgeknallt. Ich bekam fünf weitere Musterungsbescheide. wenn ich nicht zum besagten Termin erschiene. die ihre Schreiben für mich darstellten. daß „Kaaba“ nur „Car-Bar“ bedeuten konnte: Eine ehemalige Garage. desto stärker bedrohte ich die Beamten. Ein Liber AL-Vers lautet: „Richte bei deiner Kaaba (arab. aus dem die Briefe an das Stader Kreiswehrersatzamt gezaubert wurden. imitieren: „Sehr geehrte Damen und Herren. sie würde sich darum kümmern.

er meint das ernst“. Alle fürchten sich ganz schrecklich vor mir. Wenn ein Mann mit einem Trenchcoat am Haus vorbeiging. kam ein freundlicher Staatsdiener in mein Elternhaus. Jetzt war ich höchstgradig beziehungswahnsinnig. Du. werden meine Briefe an die Bundesregierung weitergeleitet. um die Bevölkerung vom außerirdischen Blut der Deutschen und ihres neuen außerirdischen Herrschers zu unterrichten. machte ich einen Gruß zum Himmel. Ich hatte einen Plan. widerliche Faschisten sind. Deutschland kampflos wiederzuvereinigen. in der Sie.widersetzen. erhebe Dich und erwache!“ Nach meinem dritten Brief. damit die begriffen. Ich war nicht da. FBI und KGB und supergeheimen UFO-Geheimdiensten der Bundeswehr. Mein außerirdisches Doppel hat die Zukunft bereits gesehen. daß alle Leute. Das Oberkommando der Bundeswehr wird auf mich übertragen. Meine Mutter öffnete die Tür. wissen Sie vielleicht ob ihr Sohn das alles ernst meint? Oder will der sich nur einen Spaß mit uns erlauben?“ „Ich denke. Endlich kommt an den Tag. daß die Soldaten in Deutschland überflüssig seien. Sie beschließen. mir die Tore zur Bundesregierung geöffnet haben. daß die Grenzen Deutschlands von Ägypten bis Brasilien reichen. Jetzt wird die Katze aus dem Sack gelassen: Alle erfahren mit schreckgeweiteten Augen und Ohren. Lam sitzt im unschlagbaren 73 . um ein schreckliches Blutvergießen zu vermeiden. sehr geehrte Damen und Herren. Die Geheimdienste der BRD und DDR treffen sich. oh mein Volk. was für ekelhafte NaziArschlöcher in den Kreiswehrersatzämter sitzen. in dem ich erklärt hatte. Als mächtigster Mann der Welt trete ich nun vor die Kameras. Einen phantastischen Plan: Da im Kreiswehrersatzamt und in allen höheren Stellen der Bundeswehr größenwahnsinnige Nazis sitzen. die bei Bundeswehr und Regierung etwas zu sagen haben. die sich alle die Wiedervereinigung Deutschlands wünschen und gerne einen Militärdiktator hätten. handelte es sich um jemanden vom CIA. war ihre Antwort. daß ich gerade gefilmt werde. daß ich weiß. Flog ein Hubschrauber in der Nähe des Hauses. Der Hammer ist: In jedem Mensch fließt außerirdisches Blut! Nicht nur in den Deutschen! Dann würde ich behaupten. erzählte sie mir beim Abendbrot. und ich die außerirdischen Waffen nur zur Verteidigung einsetzen wolle. mein außerirdisches Doppel im Raumschiff hätte mir vergewissert. „Sagen Sie.

Gähnende Leere. daß ich alle außerirdischen Waffen nur zur Verteidigung einsetzen wolle. Dann noch ein paar Akten aus den Schränken werfen. Zuvieluck im Stader Krankenhaus. daß sie als Beamte so viel Spaß verstehen. daß die Staatsdiener mir glaubten. Oder ihm in die Eier piken. mit einer unsichtbaren Hand am Schlips zu ziehen. schrieb ich einen letzten Brief. Gewalt anzuwenden. damit die synaptischen Schaltstellen in meinem Nervensystem gelockert werden und die Neuprogrammierung meines Biocomputers möglich war. aber mich so ungern mit Gewalt holen würden. es würde mir widerstreben. Die UFOnauten mir leider in Eier und Arschloch piken mußten. Er sagte freundlich. aber sie würden mich dazu zwingen. rief ein Beamter an. Der Mann am Telefon schien nicht eingeschüchtert zu sein. Als Claas vom Mars betrat ich in feuerroten Klamotten das Kreiswehrersatzamt. meine Geduld sei nun zu Ende. ob ich die unendliche Geschichte von Michael Ende kenne. Die UFOnauten brauchten mit ihrer SuperUFOtechnik nur demjenigen. die meine schriftstellerische Begabung lobte und fragte. Dann gab sie mir einen Termin beim Psychologen Dr. Ich ging ans Telefon. wenn ich nur kommen wolle. Das Militär kann sofort abgeschafft werden. daß sie schon zweimal einen definitiv letzten Musterungsbescheid abgeschickt hätten. Ich suchte mir einen Termin aus. sind sie nicht der Ochse und keins nach dem Buch?“ 74 . der meine Schreiben bearbeitete. Die Außerirdischen würden mit Sicherheit dafür sorgen. Ich dürfe mir gerne einen Termin selber aussuchen. Wie ich mich freue. Daß ich durchaus Verständnis für ihren Unglauben hätte. in dem ich noch einmal betonte. Was für ein genialer Plan! Nachdem ich auf die fünfte Aufforderung des Kreiswehrersatzamtes geantwortet hatte. auch ich lange ungläubig war. Die Hausnummer dieses Krankenhauses ist 111.Superraumschiff und garantiert uneingeschränkten totalen Schutz vor Aggressoren. Man untersuchte mich nicht körperlich. „Mein Prophet ist ein Narr mit seinem Eins Eins Eins. Bevor ich hinging. Ich mußte 5 Minuten mit einer älteren Psychologin reden.

75 .Herr Dr. Zuvieluck war köstlich amüsiert.

ob der Erhängte unschuldig verdächtigt wurde oder nicht. Für Frau Nonnemann war die Sache klar: Der Erhängte hat sich darum das Leben genommen. „Sie können versuchen mich festzuhalten und die Tür abschließen. Gegen meine Gewohnheit in sauberer Schrift. Drei DIN-A4 Seiten. Damals hatte er mich für ein Vierteljahr von der Schule beurlaubt.. weißgepudertem Gesicht und grell orangem Lippenstift. Er hängt sich daraufhin an einer Buche auf. Es bleibt vollkommen offen. „ Und so weiter. Die Rauchzeichen eines Indianers sagten. weil er jemanden umgebracht hat. daß bald ein noch schrecklicherer Krieg als der vorherige ausbrechen würde. Jetzt lief ich auf den Schulhof in die Raucherecke. daß nicht entschieden werden kann. Deutschunterricht gab es bei der schrecklichen Frau Nonnemann. daß die wichtigste Aussage von Annette von Droste-Hülshoff ist. Vielleicht bleibe ich dann“. daß du dich wieder hinsetzt und alles noch einmal gründlich durchsiehst“. Kaufte mir Haschisch. das ist eine zweistündige Arbeit! Ich möchte. so aufgeregt. Eine lebendige Leiche. So begann mein Aufsatz über die „Judenbuche“: „Das kann teuer werden! Teurer als Hackfleisch im Supermarkt. antwortete ich. Dieser andere Deutschlehrer des gleichen Gymnasiums war der Überzeugung. Darin wird ein Mensch des Mordes verdächtigt. Verließ 76 . als würde es um mein Leben gehen. befahl Frau Nonnemann in ihrem schneidigsten Ton. „Claas. Ohne Rechtschreibfehler. ließ den Aufsatz auf dem Tisch liegen und wollte das Klassenzimmer verlassen. Vor der Deutscharbeit sprach ich einen anderen Lehrer auf die Problematik der Geschichte an. das er ersticken mußte. Gestern hat die Schlange mit dem Schrubber die Küche gewischt und danach auf dem Mistkäfer im Bett soviel Zahnpasta ausgedrückt.. Er kannte mich noch als 16jährigen. Nach einer Stunde erhob ich mich von meinem Platz. Ein Alptraum mit grau gefärbtem Haar. Wir mußten einen Aufsatz über die „Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff schreiben. Zuvieluck erinnerte sich gut. Was ist der Unterschied zwischen Analverkehr und analysieren? Der Papst auf dem Klo holt sich munter einen runter . ob er ein Mörder ist oder nicht.Die Judenbuche Dr.

Schwer beeindruckt von meiner Vision schlich ich zur Schule zurück.das Schulgelände. Drehe mich. Ich schreie. Wosch! Was für ein Zeug! Ich fliege ins Weltall. ich habe gerade etwas. und einige seiner Kollegen gelesen. etwas unsagbar Schönes . die meine Schultern und Hüftknochen durchbohren. Bin mit glänzenden Metallstangen. Durch einen gewaltigen Tunnel bunter. an die Wand geschraubt. Wollen mich nicht sterben lassen. Habe Arme und Beine. Sie kochte einen Tee. Grauhaarige Ärzte drumherum. und gleich darauf etwas unendlich Schreckliches gesehen“. Frieden! Unendlichkeit! Im Bruchteil einer Sekunde verwandelt sich alles in nervenzerreißenden Schrecken: Ein Krankenhaus. Habe keine Beine und keine Arme. Silke. die nicht weit vom Gymnasium wohnte. Man hatte 77 . Wie unvorstellbar schrecklich! Schreie! Werfe den Kopf hin und her. Auf ihrem Bett baute ich einen Joint. Besuchte eine Freundin. Oh! Ein Wunder! Werde gezogen. seufzte ich und blickte unsicher in ihrem Zimmer umher.. Silkes Zimmer. kreisender Sterne. Der Alptraum zerreißt. mein Klassenlehrer. Geben mir Spritzen. Alles ist weit und frei und schön. Oh! Oh man! Besorgt schaute mich die Freundin an: „Was ist los mit dir?“ „Ich. Ich fühlte mich. Den Aufsatz hatten mittlerweile der Direktor. Langsam ließ die Wirkung des Haschisch nach. FÜHLTE MICH..

Es wurde beschlossen. Ich denke. Die Pädagogen waren einhellig der Meinung. Kurt mußte herzlich lachen. noch hatte ich bis dahin jemals Tabletten zur Berauschung genommen. Glaubte. Das ist die Regel.meine Mutter benachrichtigt. werde ich Psychologe oder Neurologe. Werde herausfinden. Gab mir das Gefühl. Sein Kamerad überlebte. liebevolle Eltern. sehen. Zuvieluck an. Kurt Zuvieluck erzählte bei meinem nächsten Besuch die wunderbare Geschichte. Als ich das Gymnasium „Athenaeum“ erreichte. Hatten aber bei der Frage. als er meine Briefe an die Bundeswehr las: „Du hast dich ja überhaupt nicht verändert! Dir sitzt ja immer noch der Schalk im Nacken!“ 78 . oder?“ Nun hatte ich Kurt wirklich in mein Herz geschlossen. daß es zuckte. in dem ich wöchentlich den Psychologen besuchen mußte. wenn man tablettenabhängig ist. auch heutzutage sind die meisten Eltern so. eine Erklärung für mein tragisches Verhalten gefunden zu haben. schleppte man mich auf der Stelle ins Krankenhaus. die schrecklichste Psychose. Ein guter Tausch. Dr. daß ich einmal in der Woche mit ihm reden müsse. hören. ab welchem Alter ein menschliches Wesen ein Sexualleben führen darf. wie seinem Kameraden ein Stück Schädeldecke und ein bißchen Gehirn weggefetzt wurde. die sofort zur Schule geeilt war. daß man so etwas Schreckliches nur schreiben könne. Das möchten sie doch auch gerne. Zuvieluck starrte entsetzt auf das offenliegende Hirn. Weder die Pädagogen noch meine Mutter waren von dieser Tatsache zu überzeugen. Er stehe auf meiner Seite. Mußte mit ansehen. Nur der Psychologe glaubte mir. Konnte sprechen. mein Aufsatz gefalle ihm gut. Weder hatte irgend jemand bei mir Tabletten gefunden. Dafür brauchte ich nicht zur Schule zu gehen. warum er als Neurologe und Psychiater tätig war: Im zweiten Weltkrieg kämpfte Kurt in Rußland an der Front. Meine Eltern sind kreative. Herr Hoffmann. Außer dem Loch im Kopf hatte er keinen Schaden genommen. wofür das Gehirn überhaupt gut ist. Zuvieluck! Mein Sohn schläft in einer Woche mit drei verschiedenen Mädchen! Was soll ich nur tun?“ „Gar nichts. Die geschockten Erwachsenen riefen sofort bei Dr.“ Innerhalb des Vierteljahres. begeistert. rief ihn mein Vater an: „Herr Dr. riechen! Einfach alles! Obwohl ihm ein Stück Hirn fehlte! Kurt schwor sich: „Wenn ich den Krieg überlebe. die man sich vorstellen kann.

“ Ein großer Psychologe! Trotzdem: Kann ein Mensch den Verstand verlieren. ob es einen Fachausdruck für diese Krankheit gäbe. Vielleicht „Beziehungswahn“? Kurt runzelte die Stirn und grübelte. nur weil ihm eine Serie merkwürdiger Zufälle widerfährt? Warum hatte ich ernsthaft daran geglaubt. Das ist eine Serie von sehr merkwürdigen Zufällen. in denen ich meinen Namen lesen konnte. die Außerirdischen würden. daß nicht alles Spaß gewesen sei. Schließlich sagte er: „Das ist keine Krankheit. Fragte ihn. die Aktenschränke im Kreiswehrersatzamt mit unsichtbaren Kräften umkippen. Das darfst du nicht jedem erzählen. wenn nötig. den Beamten am Schlips ziehen und ihnen in die Eier piken? 79 .Ich erklärte ihm ehrlich. Wies ihn auf meine Personalkennziffer hin. Zeigte ihm die Stellen aus dem Liber AL.

Glaubte. In den älteren TarotDecks heißt der „Ausgleich“ „Gerechtigkeit“. Warum traute ich dem Oberkommando der T. Diese zehn Lichter sind durch 22 Pfade miteinander verbunden und diesen Pfaden sind wiederum die 22 Trümpfe das Tarotkartenspiels zugeordnet. Somit lagen also die Gerechtigkeit und die Sonne vor mir auf dem Tisch in einer Obstschale. heißt Lamed. aber im mystischen Sinne auch mit „Lichter“ übersetzt werden könnte. daß ich 80 . und blickte leicht an meinem Arm herunter. der der Karte „Ausgleich“ zugeordnet ist.S. daß die Außerirdischen allmächtig seien. was ich nicht hätte miteinander verbinden können. als auf diesem Planeten stationierter außerirdischer Soldat.oder untergehenden Sonne. im UFO einfach alles zu? Wirklich davon überzeugt. so. daß es nichts gab. Glaubte. Die Apfelsine war die Darstellung einer auf. Der hebräische Buchstabe. Der Lebensbaum besteht aus zehn Kreisen. daß wenn ich auf dem Papier die Zuordnungen der Karten zu den Pfaden verändern würde. Nun war die Vernetzung meiner Hirnwindungen derart. da sie ja für Hitler genauso wie für einen Juden scheint. für einen Reichen genauso wie für einen Armen. Eine Art Landkarte des Universums. ob die Sonne gerecht sei. Das letzte Blech was ich noch hatte. ob die Sonne gerecht ist oder nicht. usw. was übersetzt „Zahlen“ bedeutet. Am anderen Ende des Küchentisches stand ein Obstkorb mit Bananen und Apfelsinen. in denen die Zahlen von 1 bis 10 stehen. Ich hatte immer noch den Kopf auf meinen Arm gestützt. dadurch auch in der Welt um mich herum etwas in Bewegung gesetzt wird.S. wenn ich die Plätze der Gerechtigkeit und der Sonne miteinander vertausche? Ich hatte den Kopf auf einen Arm gestützt. Was wäre also. Diese stellen die Emanationen Gottes dar und werden „Sephiroth“ genannt. wurde ich nach einer Serie von Synchronizitäten in Finkenwerder: Als ich eines Nachmittags an meinem wahnsinnig magisch aufgeladenen Küchentisch saß und eine neue Welt erschaffen wollte. ist mir weggeflogen: Der Lebensbaum ist das mystische Weltbild der Kabbalisten. Gleichzeitig eine Darstellung des vollkommenen Menschen. Ich saß an meinem Küchentisch und dachte über die Tarotkarten „Ausgleich“ und „Die Sonne“ nach. Ich überlegte mir. Befehle auszuführen. Überlegte. bekam auch der letzte heile Teil meiner Schüssel einen Sprung. was auf Deutsch „Ochsentreibstock“ bedeutet. die Hand unter dem Kinn. Die Banane war die Darstellung eines Ochsentreibstocks.Agent der Allmächtigen Ferngesteuert wandelte ich auf der Erdoberfläche.

Nur eine halbe Minute später schaute ich wieder nach unten an meinem Arm herunter und fand auf mein Handgelenk geklebt. Obwohl ja mein außerirdisches Doppel das wahrhaftige Oberkommando der T. fest aufgedrückt ein Aufkleber von einer Banane. Als wir von unserem kurzen Spaziergang zurückgekehrt waren. Es mußte jemand bei mir sein. stand an der Wand. Kinderfahrräder herbeizaubern. Wenn es sein mußte sogar gegen mich. Unsichtbar. auf dem stand „1*1 Danone“. den Aufkleber von einer Apfelsine. Den Radiosprecher hypnotisieren. Ich träumte nicht. fest aufgedrückt.mein Handgelenk sehen konnte. Auch erschrocken und aufgeregt. mach das Radio aus!“ Wir beschlossen. Das erste mal. 81 . im UFO ist. Dies ist die Zahl des Trumpfes „Gerechtigkeit“ in den alten Kartensätzen. daß ich es spürte. welche Numerierung die beiden Haustürschlüssel erhalten sollten. Weil im Zimmer nebenan das Radio lief und ich nichts hören wollte. Im Treppenhaus hing seit einem halben Jahr ein Schild: „Das Spielen von Kindern und das Abstellen von Fahrrädern im Treppenhaus ist verboten. eine Viertelstunde spazieren zu gehen. der ein großer Witzbold war. woraufhin der Radiosprecher. seit ich in dem Haus wohnte. In diesem Moment machte Diana die Küchentür auf und kam herein. Ich war froh darüber. auf dem stand „Maroc“.“ Ich riß es von der Wand und warf es in den Mülleimer. stand ich auf mit den Worten: „Ich mach das Radio aus“.S. dort. Meine Gedanken lesen. mir Aufkleber aufs Handgelenk drücken. In „1*1“ las ich eine „XI“. Dafür sorgen. die Außerirdischen würden mich ständig beobachten. Da klebte. jemand Unsichtbares.S. wie kommt der denn dahin?“ Ich zog den Aufkleber ab und klebte ihn neben mich auf den Tisch. Stützte wieder den Kopf auf meinen Arm und schaute mir die Obstschale an. alles ist mein Spiegel“. Sie könnten irgendwie alles. Ich sagte: „Ich halt das nicht mehr aus. sagte: „Mach das Radio aus. „Das ist ja merkwürdig. ein Kinderfahrrad. So glaubte ich also. ohne. wo eben noch das Schild hing. Sie konnten auch schrecklich grausam sein.

Das fand ich großartig.I. in der ich singe und Schlagzeug spiele. Auf dieser Seite standen unter anderem die Worte Kleopatra.N. meinen Namen einzugeben. So schrieb er „Claas“ und daraufhin erschienen unter anderem die Worte „Kirche“.Klick Wenn in mir einmal Zweifel aufkommen. Dann schrieb er „Hoffmann“ und es erschienen unter anderem die Worte „Orgien“ und „Koran“. Meinen Duden? Ja. Nach dem Druck ist beim Buchbinden dieses Dudens den Machern ein Fehler unterlaufen: Zwischen Seite 352 und Seite 369 ist eine Lücke. wenn man ein Wort eingab. „Leere“ und „Imagodei“ (Lat. es würde sie in diesem Duden gar nicht geben. bin.“ hat den Zahlwert 352.R. von der ich eben noch Torsten erzählt hatte.C. Eschner in Bergen an der Dumme. Wahrlich ein Spiegel meiner Seele. erschienen. andere Worte mit dem gleichen Zahlwert erschienen. Ich schlug zu meiner Verblüffung sofort Seite 356 auf. Meine Band. wie ich behaupte. oder ob die T. Ich erzählte ihm von meinem Besuch bei Michael D. Zu meiner großen Verwunderung existierte diese Seite nicht. Welche Worte bei „Claas Hoffmann“. Zwischen den Seiten 304 und 305 befinden sich die Seiten von 353 bis 368. Klitoris und Klicken. was als erstes auf Seite 356 stehen würde.S. die Seite meiner Namenszahl. besuchte mich mein Freund und damaliger Arbeitskollege Torsten Klick.: Als ich in Stade am Fischmarkt wohnte und auf dem Feuerschiff als Barkeeper und Kellner arbeitete. Ich bat ihn. Das Buch war falsch gebunden. ob ich tatsächlich legitimes und verteufelt wichtiges Mitglied der T.S. Auch die Zahl 352 hatte für mich eine Bedeutung. tatsächlich so allgegenwärtig und mächtig ist. Die Seiten fehlen. oder meinen Duden.S. heißt „T. erinnere ich nicht. Bei Michael hatte ich das erste mal die kabbalistische Berechnung von Worten anhand des lateinischen Alphabetes kennengelernt. brauche ich nur meine Mitgliedsurkunde hervorzuholen.N.S. Diese Worte ergeben alle 221. Da war ich aber platt. die für mich und mein „spirituelles Streben“ eine Bedeutung hatten. Michael hatte seinen Computer so mit „Deutscher Kabbala“ programmiert. „Guck doch mal auf welcher Seite Klick oder Klicken steht“.“ „T. Auf Seite 352 steht unter anderem das Wort „Kirche“ welches ja die gleiche Zahl wie „Claas“ oder „Leere“ hat.S.S. daß immer dann. Da standen nicht Worte wie „Hut“ oder „Heizung“.I. All dies erzählte ich Torsten Klick und zeigte ihm meinen Duden. mein Wörterbuch der deutschen Rechtschreibung ist ein beruhigender Beweis für die Existenz der allmächtigen T. Wieder zu Hause schaute ich dann in meinem Duden nach. 82 . 356.C. sagte Torsten. Alle diese Worte ergeben 135. sondern eben solche.R. „Bild Gottes“).

daß das Wort mit einem „K“ beginnt. der das Buch gebunden hat. Wenn ich mich recht erinnere. organisiert. in meinem Duden nach der Seite meiner Namenszahl zu suchen. Ich mußte Michael D. Der Verlag mußte dafür sorgen. Ich mußte Klick von meinen Kabbalistischen Abenteuern erzählen und er mußte mich fragen. Ich mußte die Idee haben.S. all dies ist kein Zufall.S. bzw. daß für das Vorwort des Verlages und für die Erklärungen der im Duden verwendeten Abkürzungen genau 10 Seiten benötigt wurden. Koran. Leere und Imagodei. wie Koran geschrieben wird. Das alphabetische Register des Buches beginnt erst auf Seite 11. daß auf Seite 356 klicken. mußte dafür sorgen. sorgen. auf Seite 352 Kirche und auf Seite 305 Hoffmannstropfen steht. mußte entschieden werden. Als also im Wörterbuch der deutschen Rechtschreibung festgelegt wurde. Für wie viele verschiedene Dinge mußte die T. daß die Schriftgröße und der Seitenumbruch des Buches sich so gestalteten. daß fälschlicherweise die Seiten von 353 bis 368 zwischen die Seiten 304 und 305 gebunden wurden. Er mußte genau diesen Duden aus diesem Verlag kaufen.S. damit mir diese DudenSynchronizität passieren konnte? Der Lektor des Dudens mußte dafür sorgen. diese Maschine. Nehmen wir an. Eschner besuchen und er mir sein Computerprogramm mit dieser deutschen Kabbala zeigen. (Das Wort Konfirmand steht auf Seite 366. Hofmann und Hoden.Also: Zwischen den Seiten 304 und 305 befinden sich die fehlenden Seiten. Damit ich aber überhaupt an der deutschen Kabbala interessiert sein konnte. und nicht mit einem „C“. hatte ich diesen Duden zusammen mit einem Geldschein von meinem Patenonkel zur Konfirmation bekommen. mußten Worte die gleiche Zahl wie Claas oder Hoffmann haben. Das 83 . sondern von der T. denn dann hätte das Wort eine andere Zahl gehabt. daß diese Neuauflage rechtzeitig vor meiner Konfirmation erschien.S. in denen sich meine Seele und mein spirituelles Streben spiegeln konnte: Kirche.) Mein Patenonkel mußte die Idee haben. mir einen Duden und kein anderes Buch zu schenken. der Lektor mußte dafür sorgen. Derjenige. auf welcher Seite „ Klicken“ steht. Auf Seite 305 stehen unter anderem die Worte Hoffmannstropfen.

es gibt ja auch Leute. Gibt es etwas. ich wiederhole mich. Ich besuche ihn und lerne seine Arbeit kennen. aber ich muß es mir einfach selbst noch einmal sagen. Als meine Eltern mir meinen Namen gaben.S. die von der T.S. ergibt sich folgendes: In der deutschen Rechtschreibung wird festgesetzt. nicht möglich wäre? 84 .S. Zugegeben. die Klas heißen. daß ich mit zwei „A“ und einem „C“ geschrieben werde.) Will ich nun diese Ereigniskette auf eine Linie schreiben. Der Lektor oder Layouter der Neuauflage des Dudens von 1977 aus dem Prisma Verlag sorgt für die Schriftgröße und dadurch für die Seitenzahlen des Buches. organisiert und beeinflußt wurde. Michael D. Klick wird mein Arbeitskollege und hört mir bei meinen Ausführungen über Zahlen und Worte zu. Er fragt mich. Meine Eltern geben mir einen Namen. (Der männliche Vorname Klas steht in meinem mystischen Duden auf Seite 354. wie Leere. wo Klicken steht. um die Tatsachen zu realisieren.gleiche gilt für Kirche. Kirche und Koran geschrieben werden.S. reicht bis zurück zur Festsetzung der Rechtschreibung der deutschen Sprache. mußten sie dafür sorgen. Eschner schreibt ein Programm für deutsche Kabbala. Ich beginne mich für Kabbalistik zu interessieren. Mein Patenonkel sucht und findet für meine Konfirmation dieses Geschenk. Die Buchbinderei macht die richtigen Fehler. Die Ereigniskette. was der T.

Drogen. Schmerz. in denen man Gestalten erkennen kann. fünf Stunden oder Tage. Manchmal ging es mir eine Woche blendend. Hinter dieser Ziege befindet sich ein riesiger. Die Außerirdischen wollten also meinen Biocomputer neu programmieren. bis mir der Arzt genügend Hormonspritzen in den Arsch gejagt hatte. Glaubte. Hoffte dann. Trauma. erigierter Penis mit zwei durchsichtigen Hoden. mein Sternzeichen im chinesischen Horoskop. Danach kamen sie vollkommen unvorhersehbar aus heiterem Himmel. Für fünf Minuten. Oder die richtigen.Rocky-Horror-Picture-Show Die Schmerzen in Hoden und After brannten und stachen nur einige Wochen immer dann. um Lam die schmerzfreie Neuprogrammierung meines Biocomputers zu ermöglichen. Trotzdem war ich auf unbeschreibliche Art und Weise froh. Der Schmerz. wenn das alles auch mit LSD ging. Eierschmerzen waren ein Trauma. In einem dieser Bücher wurde Timothy Leary zitiert: „Schock. wollte mein linkes Ei nicht in den Hodensack wandern. Es fluppte immer schmerzhaft zwischen Bauch und Sack hin und her. Nun. wenn ich abgespritzt hatte. Ich betrachtete den Teufel 85 . Da bekam ich schlagartig die Schmerzen in unbekannter Intensität. Wußte. Fühlte mich wie ein junger Superfickergott. Hatte die falschen Bücher gelesen. Ich glaubte. brauchte ich ja nicht diese scheiß Schmerzen zu haben. daß ich bald der erleuchtetste Mann im Universum sein würde. Als ich ein kleiner Junge war. Nur alles mögliche über Erleuchtung und Bewußtseinserweiterung. Das war ein Horrortrip. ich wäre ein goldenes Gerippe. Schlaf und Stimuli-Entzug. es würde einen direkten Zusammenhang zwischen den UFOs und meinen Schmerzen geben. Als nur für mich und diesem Moment gemalt: Auf der Karte „Der Teufel“ steht eine Ziege. saß an meinem Küchentisch und betrachtete die Tarot-Trümpfe des Crowley Tarot-Decks. Nahm einen LSD-Trip. sind in der Lage. Der Schock.“ Es geschah also alles nur zu meinem Besten. Keins über UFOEntführungen mit schmerzhaften Experimenten an den Geschlechtsteilen. Das Trauma. Es schmerzte fast ausschließlich in meinem linken Hoden. Ich empfand die Trümpfe als meinen vollkommenen Spiegel. Solange. die synaptischen Schaltstellen des Nervensystems zu lösen und somit eine Neuprogrammierung des Biocomputers Gehirn zu ermöglichen. geheilt zu sein. besonders LSD. Eine Zeitlang ging es mir wieder wahnsinnig gut.

Mir wurde schwarz vor Augen. wenn ich wiedergeboren werde. während die Gestalten im anderen feiern und frohlocken. Vor dem Konzert gingen wir in ein Café und wollten ein Eis essen. Auch beim Betrachten der Karte „Tod“ empfand ich ein Grauen Gleichzeitig so etwas wie das Glück. das man wohl getrost als Todeserlebnis bezeichnen kann. Pfui Teufel. etwas Unfaßbares sehen zu dürfen.und sah. daß du meine Mutter bist. behauptete er. daß ich bestimmt Hodenkrebs hätte. daß sich die Gestalten im linken Hoden (für den Betrachter der Rechte) zu streiten und zu quälen scheinen. In dieser Zeit erlebte ich etwas. die Außerirdischen hatten mich an ihren Fäden wie eine Marionette. wo wir ein Reaggae-Konzert hören wollten. nackter Mann abgebildet. daß ich auf Pille war. „Du hast Hodenkrebs“ wieder von der Festplatte zu löschen. Warum folterten mich die Außerirdischen? Gab es denn wirklich keine andere Möglichkeit. Innerhalb dieser Fäden ist die gleiche Frauengestalt zu erkennen. Diana. Wollte lieber meine letzte Zigarette rauchen als mein letztes Eis essen. an dessen Becken „wirbelnde Fäden“ befestigt sind. Ohne jegliche Vorankündigung ging mir im wahrsten Sinne des Wortes das Licht aus. die in den Himmel führen. der keine Geschlechtsteile hat und so vorzüglich meinen absoluten Alptraum darstellte. die auch auf der Karte „Der Stern“ abgebildet ist. Ich hatte schlagartig so starke Schmerzen. Auf der Karte ist ein Sensenmann abgebildet. daß ich sicher war.“ Ich stöhnte. die synaptischen Schaltstellen in meinem Nervensystem zu lösen? 86 . und diese Fäden waren alle an meinem Becken befestigt. Dann sah ich wieder die Anderen und wimmerte: „Ich muß sterben. ich blätterte in der Karte. Es war ganz scheiße schwierig dieses neue Programm. Waren nach zehn Minuten fast ganz vergangen. ich möchte. Langsam ließen die Schmerzen nach. Ja. es nicht zu überleben. auf LSD kann man wirklich seinen Biocomputer umprogrammieren. Wir setzten uns an einen Tisch. Spazierte fröhlich und guter Dinge mit Diana und zwei Freunden in den Stadtpark. Als ich ihm von meinem Schmerz erzählte. Irgendein Idiot aus der Finkenwerder Kifferszene kam zu Besuch. Auf der Karte „Der Gehängte“ ist ein überkopf angenagelter. vom Hals bis zu den Füßen. obwohl er wußte.

Mann. du hast heute Geburtstag“. Ich kannte ihn nicht und natürlich hatte ich auch nicht Geburtstag. der guckte reichlich düster.“ Es war ein bezaubernder Zufall passiert: Eines Abends war ich mit Freunden im Baghwan-Café.Walfische und der 7. ich solle mich zu ihm setzen. Dann eierte ich zum nächstbesten Partygast. „Misch die Seiten durcheinander. lege ich dir auch die Karten“. mein Freund war echt hin und weg. Da kam mir die Idee. holte das Tarotspiel aus der Tasche und setzte mich zu ihm. und drückte ihm die losen Blätter in die Hand. und noch jemandem in einem Straßencafé in der Sonne. Als er mir das Wort vor die Nase hielt. Ich lag besoffen mit ihr auf dem Teppich. du bist doch der Kartenleger aus dem BaghwanCafé. Das änderte sich auf einer Party. einem alten Opa. Das war mir selbst einmal passiert. tipp auf ein Wort und zeig es mir! „. Er trank mit einem jungen Mann. las ich in Crowleys Sauklaue „Fahr!“ und lallte laut in Hardys Ohren: „Fahr!“. Da verwandelte sich ihr Kopf in das Auge eines Pottwals. Nasenspitze an Nasenspitze. Wir tranken und lachten. der vor ein paar Tagen aus Ostberlin geflohen war. alles um uns herum in einen Walfischkörper und Wasser. Springerstiefeln und Irokesenschnitt lief ich allein durch den Stadtteil Wedding. und sagte nur: „Wenn du möchtest. Ganz ohne zu wissen. Ich ging zu meiner Jacke. Ein Schnurrbart rief mich. Er aber schwieg und schaute finster drein. wieviele Sekunden dieser Film dauerte. Als Marga und ich ein paar Monate in Berlin wohnten. woher ich das wisse. Dann gab er vier Hefeweizen aus. der Typ im Baghwan-Café hatte Geburtstag. Ein entzückender Zufall. sie solle ihm einen Sekt bringen und sagen. Weiß nicht. Zwei Tische weiter saß ein Typ. Ich rief die Bedienung. mit Tigerhose. hatte lange. der Hardy hieß. Ich wußte aber nicht. glatte Haare und Ränder unter den Augen. er habe heute Geburtstag. in der sich ein Liber AL befand und riß alle Seiten von Crowleys Handschrift heraus. Wir redeten über Gott und die Welt. Auch das Liber AL kann man als Orakel benutzen. der vom Krieg erzählte. Ecke Reeperbahn. Das fühlte sich schön an. Sinn Wir gingen in den Park. wo mich ein Hippiemädchen ansprach: „Hey. die sich leise unterhielten. Das stand im Vorwort des Buches. denk an was. Marga feierte in der Talstraße. Der 87 . Als er vorbei war. Fand ich lustig. Im echt gestylten Punkoutfit. Er bedankte sich und fragte. Ich tat geheimnisvoll. lachte er mich an. warum. Nun. erhob ich mich und torkelte durch die Party. wie man es befragt. „Setz Dich. Bei ihm waren fünf junge Menschen.

sahen nur. Ich glaubte. Einige dieser farbigen Wolken aus Lichtblitzchen sah ich so deutlich. in gewissem Sinne Angestellte der Außerirdischen. Keine bunten Wolken aus Licht. wird das Töten von Walen streng verboten. Wenn ich Militärdiktator des Erdballs bin. denen ich die fliegenden Pottwale zeigte. daß ich glaubte. Ein großartiger Treffer. um dann mit seinem Astralkörper durch die Welt zu fliegen. Ich überlegte. Das war das erste Mal. Danach lief ich für Wochen bescheuert durch die Gegend und tat nichts. sie anderen Menschen zeigen zu können. Wenn ein weiser Yogi seinen Körper verlassen kann. Delphine gehören zur Familie der Wale. es war ganz wunderbar. und das Geld. 88 . Ich erblickte am Himmel über Finkenwerder riesige Walfisch-Astralkörper. ohne vorher das Liber AL zu befragen. deren Aufträge ich ausführte. Schade. Die. ob Marga und ich vielleicht Pottwale in unseren vorherigen Leben gewesen seien und ob die Seelen der Außerirdischen sich auch in Pottwalkörpern wohl fühlen. daß ich verrückt geworden war. können das Walfische erst recht. in die Erforschung der Kommunikation mit außerirdischen Pottwalen gesteckt. was zuvor für die Rüstung ausgegeben wurde. die von Delphinen Botschaften „gechannelt“ bekommen. Apropos Walfische: Einige Wochen zuvor hatte ich in einer esoterischen Zeitschrift von Leuten gelesen. daß ich das Liber AL als Orakel benutzte.stotterte schwer beeindruckt: „Ich hab gefragt: Soll ich Führerschein machen und als Fahrer arbeiten?“. die Walfische sind gute Freunde. die ich an bunten Lichtern in der Luft erkannte.

Aber du kannst ruhig ab und zu eine Postkarte nach Hause schicken. lachte mein Fahrer. Da lebte eine Freundin von Stefan. von Zuhause wegzulaufen? Er brachte mich bis zur Autobahnauffahrt und wünschte mir viel Glück.Per Anhalter durch die Galaxis 15-jährig lief ich das erstemal von zu Hause fort. Ein verschnörkeltes Armaturenbrett aus Mahagoni. Als sie selbst schlafen gegangen waren. von dort aus nach Korbach bei Kassel zu trampen. Ich wollte mich mit meinem Freund Stefan Gerul. als wäre ich im Land der Träume. Tat so. „So. Dann wollten wir weitersehen. Wenn morgens um 1°° Uhr ein 15-jähriger aus einem Dorf nach Hamburg trampt: Wie wahrscheinlich ist es. schauten in mein Zimmer und glaubten. wenn ich zu Bett gegangen war. Da siehst du mal was anderes. du willst weglaufen von Zuhause? Das finde ich gut. am Tag. daß der erste Mensch. Beim Schließen der Außentür war mir. Nun stand ich also morgens um 1°° Uhr in Horneburg an der B73 und hielt meinen Daumen raus. Weil sie häufig. Jetzt lief ich auf die Straße und schaute in den Himmel. finde ich sehr gut. der ihn mitnimmt. dann machen die sich nicht so viele Sorgen“. In dem Auto. du bist von Zuhause weggelaufen? Was suchst du denn? Was willst du denn finden auf deiner Reise?“ „Ich weiß nicht. Neben der Gangschaltung lagen einige Schlagzeugstöcke. wen suchst du. Dann schlich ich aus dem Haus. und ich suche den Sinn des Lebens. kamen spät zurück. das ich je gesehen habe: Schöne Ledersitze. als ich weglaufen wollte. Mein Fahrer kam gerade von einem Konzert. angezogen ins Bett. ich suche mich selbst. legte ich ein Blatt Papier auf mein Bett. der in der selben Nacht von zu Hause weggelaufen war. die Sterne beobachten mich. Dort hielt das luxuriöseste Auto. Wir hatten uns vorgenommen. als hätte ich einen ohrenbetäubenden Krach gemacht. Darauf stand: „Wohin willst du. Wollte streßfrei mit meiner Freundin schlafen und in Ruhe Hasch rauchen. alles wäre in Ordnung. Fand das Leben und meine Eltern unendlich grausam. ob ich auch friedlich schlief. fröhlicher Mann mit Bart und einer runden Brille. wen liebst du?“ Unter die Worte klebte ich ein Stück Spiegelfolie. saß ein etwa 30-jähriger. Ich hörte überhaupt kein Motorengeräusch. Da leuchtete eine Sternschnuppe und plötzlich wußte ich. was kommt. Ich wollte nicht zur Schule gehen. um nach Hamburg zu kommen. Enorm viel Platz. An jenem Abend hatten meine Eltern Freunde besucht. legte ich mich. „So. in der man verzerrt sein Gesicht sehen konnte. noch einmal in mein Zimmer guckten.“ „Siehst du die Sterne dort oben? Die drehen sich alle 89 . in Hamburg bei seinem Cousin treffen. das mich mitnahm. ihn ermutigt. Habe ich früher auch gemacht.

umeinander. weil sie sich lieben! Das ist der Sinn des Lebens. drehen sich die Sterne umeinander?“ „Ich weiß es nicht. Warum glaubst du.“ „Weil sie sich lieben! Die Sterne drehen sich umeinander. 90 .“ Ist das nicht wundersam? Als ich aus dem Haus gelaufen war. hatte ich eine Sternschnuppe gesehen und geglaubt. die Sterne würden mich beobachten.

die „Adolf Hoffmann Schule“. Als der Krieg verloren war. gedacht als Gesangsbuch für die Soldaten der Bundeswehr. setzte man ihn . Z. Als dann aber die Bundeswehr ins Leben und Sterben gerufen wurde. Dafür sind sie zu alt. Als ich fünf oder sechs Jahre alt war. Er selbst beherrschte unzählige andere Instrumente.wieder als Oberstleutnant ein. den Krieg verloren zu haben. Nun fristete er bis die Bundeswehr gegründet wurde ein trauriges Leben als Vertreter von „Klosterfrau Melissengeist“. Oder. drogensüchtiger Verrückter darum in Ordnung ist. Adolf H. weil ich der Enkel von Bodo Roffmann bin. Das sind keine Skinheads. Die tapferen Krieger sollten mit einem Lied auf den Lippen marschieren. sondern der Mutter meiner Mutter).Hokuspokus . (Meine Mutter mußte nach ihrer Heirat nur einen Buchstaben ändern. der so hart für sein Vaterland gekämpft hatte. brachte mir Opa das Spielen auf der Melodika bei. Mein Opa war übrigens sehr musikalisch.und Soldatenliedern veröffentlicht. war Feuerwerker. löst es sich in seine Einzelteile auf und verschwindet. Leider konnte er mich nicht lange unterrichten. genannt „Der eiserne Gustav“. Er hat ein Buch mit Volks. hatte seine Frau. In meiner „Verweigerung“ betonte ich. die immer noch traurig sind. das „R“ gegen ein „H“ vertauschen. wenn ein Deutscher einen Schwarzafrikaner oder eine Jüdin liebt. Das traf Adolf unendlich tief in Mark und Bein. und er nach mehreren Jahren russischer Kriegsgefangenschaft abgemagert und ohne Zähne zurückkehrte. weil in seinen Adern deutsches Blut fließt. denn Opa rauchte 80 Zigaretten am Tag. konnte ohne Jägermeister und Amselfelder nicht leben und hat sich damals totgetrunken. Wie könnte das für einen konsequenten. In Meppen ist eine Militärschule nach ihm benannt. wenn ein schwuler. Sein Herz und sein Lebenssinn waren gebrochen. gibt es einige Leute.) Denkt man das Nazigedankengut konsequent zu Ende. eine Beziehung mit einem Engländer hinter sich. die ihn tot glaubte. geistesgestörten Faschisten ein Makel sein? Ein 91 .X-mal Deutschland Die ganze Geschichte mit den Hakenkreuzen in meiner „Verweigerung“ besteht aus vielen kleinen merkwürdigen Ereignissen vor und nach dem Besuch beim Psychiater im Krankenhaus 111. ein Oberstleutnant bei den Nazis. die hat sich umgebracht. Im Freundeskreis meiner Oma (nicht der Frau von Adolf. Skurrilerweise haben sie scheinbar ihre Gedanken von Blut und deutscher Abstammung so verinnerlicht. daß sie immer nett zu mir waren.B. dazu Pfeifen und Zigarren. „Die Fanfare“. Der Vater meines Vaters hieß Adolf Hoffmann. „Die Fanfare“ kann man heute noch kaufen. stolz auf Opa zu sein. Bombenbauer und Entschärfer.

friedlich und schweigend.“ „Oh. was Theo? Aber da wolln wir nich drüber reden. ha ha. „Onkel Theo“ und „Onkel Heinrich“ klopften uns auf die Schulter. in Ordnung finden. Mensch du. Es gibt nun einmal unzählige „reinrassige arische Deutsche“. etwas zu lieben. mit einem weißen „A“ in einem Kreis. was seiner Liebe nicht würdig ist. strahlten sie doch so etwas wie Glück und Zufriedenheit aus. weil sie alles. die „undeutsch“ sind. Das ganze Nazigedankengut ist absurd. im Hintergrund tönte Marschmusik. Du liebst einen Juden. mit einem weißen Kreis und einem schwarzen Hakenkreuz darin. Diese waren entweder rot. zu der ich laut Robert Rubin pilgern mußte. nich. sich einen grünen Irokesenschnitt zu verpassen. was Horneburger Blut hat. die ihren Entschluß. Einige hielten sich an den Händen. um erleuchtet zu werden. andere trugen große Flaggen. „Wie alt bist du denn jetzt?“ „Vierzehn. Diese Vision war keine Halluzination. die mit Pudeln oder Hühnern ficken. dann sah ich eine große Demonstration. Die Herrenrasse macht keine Fehler. Als ich an den Burgmauern langspazierte. Obwohl die Menschen alle traurig zu sein schienen. den haben wir uns geteilt und sind nachts auf der alten Burg rumgelaufen. Alle trugen schwarze Kleidung. mit vierzehn wollten wir auch schon den Krieg gewinnen. „Onkel Walther“. scheinen derart konsequente Nazis zu sein. Man drückte uns sofort eine Zigarre und ein Glas Sekt in die Hand. und du bist deutsch? Dann kann da nichts Falsches dran sein. Sogar so etwas wie mich. ging ich Silvester um ein Uhr morgens zusammen mit meinem Cousin „Onkel Otfried“ besuchen. Nun.reines arisches Herz ist ja gar nicht in der Lage. wo oben eine Kirche steht. Einige hundert Menschen gingen schweigend nebeneinander. Heinrich fragte mich. oder schwarz. Sie waren dankbar. 92 . Anarchie und Faschismus gingen Hand in Hand. daß sie gemeinsam und ohne Feindschaft demonstrieren konnten. 14-jährig. überkam mich ich eine seltsame Vision. deren Dach eingefallen ist. Es gibt tausend Punks. die besagten alten Horneburger. Anarchisten oder Kommunisten sind oder hundert andere Eigenschaften besitzen. Erst fühlte ich mich wie ein alter Ritter. daß sie gar keine mehr sind. Genau wie bei der Irischen Kirche. nicht einem langen Gespräch mit einem Juden oder Eskimo verdanken. In der Nacht träumte ich noch einmal ganz deutlich von dieser Demonstration. Aber das innere Bild leuchtete klarer als ein „normaler“ Gedanke.“ In Tossa hatte Diana von einem Spanier einen Trip geschenkt bekommen. wo Oma mit ihren Freunden feierte. Ich sah das alles nicht wirklich auf der Burg. sondern diesen Entschluß frei aus ihren deutschen Herzen getroffen haben.

wohnte ich in Oxstedt. Und egal. Wir knobelten um „Roten“ und Bier. wie ich deutsch sprach. Ein Runen-Orakel trug ich bei mir. wer der Vater ihres Kindes war. Das fanden sie großartig. belgische Skinheads begeistert in ihre Runde auf. sie waren total nett zu mir. Für diese jungen Skins reichte es. Das war wirklich nicht zu fassen. ein Pentagramm meine Jacke zierte? Weil ich deutsch bin. als er hörte. als sie erfuhren. daß ich deutsch sprach. Als ich dann mit dem Kleingeld in der Tasche eine Kneipe aufsuchte. Arbeitete und schlief in einer Dorfkneipe mit Festhalle.Wie konnten meine beiden Großväter trotzdem begeisterte Nazis werden? Auf meiner Tramptour aus Liebeskummer hielt ich. Der Vater meiner Oma mütterlicherseits war ein uneheliches Kind. Seine Mutter Pferdehändlerin. der Synchronizitäten und Drogenexperimente. obwohl mich klebrige lange Haare und zerrissene Hosen schmückten. passierten mir ganz merkwürdige Begegnungen mit jungen Nazis. Mein Opa Adolf stammt aus dem deutschsprachigen Polen. Bei solch einem Nationalitätengemisch . Nie wieder Roten mit Bier! Manchmal kam auch ein großer. nahmen mich mehrere junge. Niemals verriet sie. Auf 93 . die ein paar Freaks gemietet und den Laden dann „Café Vibes“ getauft hatten. Eindhoven verlassend. Habe in meinem ganzen Leben nie so viel gesoffen wie da. meinen Daumen Richtung Belgien in die Luft. daß ich aus Deutschland kam. die friedlich mit mir umgingen: Nach meinem Besuch im Krankenhaus 111 und vielen Monaten des Wahnsinns. Gewiß war ich das Gegenteil eines ordentlichen Deutschen. In Gent angekommen. Die Hautfarbe ihres Sohnes schien ein winziges bißchen dunkler zu sein als die anderer deutscher Kinder. Aus der Familie meiner Mutter kommt auch englisches Blut in unsere Familie.Als es aus mit Diana war. Sie hatte viel mit Zigeunern zu tun. und ich todunglücklich in Holland und Belgien herumirrte. sie wollten bald den Geburtstag von Rudolf Hess feiern. meine Oma war seine Cousine zweiten Grades. Ein Jahr lang hauste ich dort. Ich bin überhaupt nicht deutsch. In Eindhoven gab mir ein Holländer ein Bier aus. Unser Logo war das „Apfelmännchen“ aus der Mandelbrootmenge. Sie erzählten. was sie für eine politische Einstellung hatten. einem kleinen Kuhdorf neun Kilometer von Cuxhaven entfernt. schnorrte ich in einer gewaltigen Kathedrale von den christlichen Touristen mit den großen Herzen. Er tönte: „Prost! Wir brauchen endlich wieder ein großes deutsches Reich! Das wäre das beste für Europa!“ Warum war so jemand freundlich zu mir. Das sollten nicht die einzigen Skinheads bleiben. Abends kamen immer die gleichen alten Bauern und Alkoholiker. etwas dicklicher Skinhead. egal wie ich aussah und welche Ansichten ich pflegte.

als sie mich zusammen mit dem Skin Biertrinken sahen. daß es weh tat. Früher hatte ich in meiner Plattensamlung einen Punk-&Oi-Sampler. Er nahm mir genau diesen Sampler noch mal auf Kassette auf. Das ist so eine Art Alternativdisco. denn ich hatte ihn verloren. ich hab echt kein Bock auf dich. Oldie fragte. politisch links oder autonom zu sein. stieß mit ihm an und trank. Auf der Scheibe waren Bands wie „Exploited“ oder „The four Skins“.11. oder einfach Leute. Am 11. als wenn sie „Judenfreund“ gesagt hätte.“ Der Türsteher ließ ihn rein. aber ich glaube an Deutschland. Ich holte zwei Einbecker. durfte aber so viel saufen und essen wie ich wollte und hatte einen Platz zum Pennen. standen auch im „Laden“. Ich wollte Feierabend machen und mit ein paar Freunden nach Cuxhaven in den „Laden“ gehen.K. Mit einigen von ihnen hatte ich ein paarmal im leeren Saal des „Café Vibes“ Musik gemacht. vielleicht würde Oldie nicht rufen: „Stop! 94 .der Glatze eine Spinne tätowiert. Einen Monat lang besuchten sie mich nicht mehr. drogenabhängige. Einmal brachte er zwei seiner „Ich bin stolz ein Deutscher zu sein“-Kumpels mit. Den verunstaltete außerdem häufig eine aufgeplatzte Lippe oder eine andere Verletzung. Ein Autonomen-Mädchen schnauzte mich im Laden an: „Ey. ob man dich da reinlassen wird. schaute fast nie Fernsehen. kommerzielle Disco haben. daß die Mauer zwischen BRD und DDR „gefallen“ war. du Glatzenfreund“ Das hörte sich so an. mich vor ihm zu fürchten. Bekam für die Arbeit in der Kneipe kein Geld. die diese Gedanken und Eigenschaften nicht von Juden oder Türken ins Gehirn gepflanzt bekommen haben?“ Der stolze Deutsche dachte nach. Die Songs gingen entweder „Oi Oi Oi“ oder „I still believe in Anarchy“. aber ich weiß nicht. Wer kann das verstehen? Der Skin in der Kneipe wurde „Oldie“ genannt. das waren harte Autonome. Er runzelte die Stirn und dachte so doll nach. Nie hatte ich Grund. „Na klar. Die wollten sich nicht prügeln. ob er mitkommen dürfe. Ein paar neue Freunde. Nur Bier trinken. Nicht ein einziges Mal spürte ich Aggressionen. deutsche Anarchisten. In mein Gehirn sickerte die Nachricht. bis sie mir das gemeinsame Biertrinken mit Oldie verzeihen konnten. Auf den Armen „Stolz ein Deutscher zu sein“. sah ich dann doch mal Fernsehen. Schließlich antwortete er erschöpft: „Ich weiß es nicht. Interessiert fragte ich einen von ihnen: „Warum gibt es schwule.“ In Oxstedt las ich keine Zeitung. wo die Leute tanzen gehen. Wer weiß. die ich in Oxstedt kennengelernt hatte.“ drauf und seine Gedanken schienen in erster Linie aus Traurigkeit und Bier zu bestehen. Er trug T-Shirts mit „Skins rule O. die meinen. die kein Bock auf eine „normale“. Eines Abends saß Oldie bei mir am Tresen. Wir tauschten unsere Musikkenntnisse aus. Die hätten fast gekotzt.

Alter. ob ich vielleicht geisteskrank geworden bin. Da kämpfte sich Oldie auf die Bühne. rotgefärbten Rastahaaren Arm in Arm mit einem Bilderbuchskinhead! Als die Show vorbei war. schwebte ich weggetreten an den Tresen. Einmal „Scarlet Woman“ aus Stade.“ Als ich unten angekommen war. das 95 . Manchmal erwachte der stupide Alltag im „Vibes“ zu buntem Leben. haute mir mit reichlich Schwung auf den Oberarm und lallte:“Ey Alter. weiß nicht mehr warum. daß er sich auf seine Glatzenspinne ein Anarchie-A tätowiert hätte. punkig oder freakig aussah. streckte den anderen mit geballter Faust in die Luft und grölte „Oi Oi Oi“. Die Autonomen mußten kotzen. Ein Hippie mit langen.Das ist mein Freund!“. Noch ein komisches Skinhead-Erlebnis: Fuhr die Rolltreppe runter zur U-Bahn Altona. Schade. würden einige seiner Skin-Kollegen mir mit einem Baseballschläger das Gesicht zu Brei hauen wollen. Dann ging er gerade auf mich zu. „Guck mal. Kam von Diana. was irgendwie gruftig. Niemand fragte mich offen. das Publikum war zufrieden und zuckte.“ Ich hatte ihn noch nie gesehen. Die U-Bahn kam. daß Oldie auf die Fresse gekriegt hat. daß das unendlich unwahrscheinlich ist. glotzte er mich stumpf an und hielt sich an seiner Dose Bier fest. Zum Ende des Konzerts schrien die Musiker zu mir rüber. holte er seine Zähne raus. nimm 'n Schluck. dann trommelte der Band-Drummer wieder und ich sang Verse aus dem Liber AL. Wie sollte man auch düsterer eine Endzeitstimmung verbreiten? Die Zuschauer wußten überhaupt nicht. den ich kenne. nichts auf die Fresse zu kriegen. legte einen Arm um meinen Hals. setzten uns auf gegenüberliegende Plätze. Ich grölte mit „Oi Oi Oi“. Unten auf dem Bahnsteig stand ein Skin mit weißen Schnürsenkeln. Oldie auch. dachte ich. Vielleicht aber doch. Oldie mußte mal pissen. Die Mitglieder von „Scarlet Woman“ kicherten nach dem Auftritt. „Hier. „Scheiße“. Dort bekam er auf die Fresse. „hoffentlich wird der nicht aggressiv. Die Musik war laut und finster. Von Pompfe und ein paar anderen Punks. wenn eine Band im Saal spielte. Zum Konzert kamen auch meine neuen Autonomen-Kumpels und alles aus der Umgebung. wollte Marga besuchen. hätte er sich so dermaßen gewundert.“ Als ich von seinem Bier trank. kennst mich noch? Ich hab nichts gegen euch. die düstere Gruftmusik machten. ob ich bei einer Session mitspielen will. daß sie diese Einlage echt gruftig fanden. Pompfe ist der einzige Mensch. und ich weiß. War schlecht gelaunt. Nicht weit weg von meinem Geburtsort. Vielleicht. Eine echte Herausforderung für die Astrologen. Das waren Freunde. der am gleichen Tag und im gleichen Jahr wie ich geboren ist. Wir stiegen ein. was sie davon halten sollten. Klar. Spielte einen Song lang Schlagzeug.

war so zähflüssig und schleimig. drei Viertel davon bestand aus Speichel. 96 . Unter ihnen auch Schwarzafrikaner. wir Skins. wir sind nämlich die Guten! Wir beschützen die Leute wirklich! Nicht die Bullen!“ Das Bier. Trotzdem blieb sie meine Freundin. „Die haben selber Schuld. daß niemand sie mag“ plapperte sie in schlechtem Englisch. Das passierte mir mit der Isländerin Sigrun. Ich besuchte sie später auf Island.waren die Bullen. Auch sie kam für drei Wochen in mein Vaterland. zog lange Fäden. wirklich wütend geworden bin. das ich gerade trank. daß ich wette. Sein Gebiß. daß mir richtig schlecht wurde vor Wut. Weißt du. Ich erinnere mich nur an ein einziges mal. die ich in England auf einer anthroposophischen Schule kennengelernt hatte. Die mochte Sigrun nicht. Dort lernten 120 Studenten aus 35 verschiedenen Ländern. die Säue. weil jemand faschistische Scheiße von sich gab. Das fand ich so saudumm von ihr. daß ich.

Wie wir uns über die besoffenen Erwachsenen lustig gemacht haben. Dann trank ich eine Flasche Bier und lag unterm Tisch. weißes Gespenst. Du. Der aufsteigende Dampf wurde vom Feuerschein erleuchtet.Ein Osterfeuer. Das war ein echtes. Wir wohnten bei meinen Eltern. daß Heinrich neben der Psychiaterin im Kreiswehrersatzamt saß. nich? Du has bei mir aufm Schoß gesessn. Wie meine Cousins und ich ums Feuer getobt sind. nicht? Kannst du ruhig zugeben! Du hast Hasch gehabt! Aber jetzt bist du ja wieder ganz normal. denkst du doch. Fand ich lustig. wieso machst du sowas? Dein Opa mochte dich immer am liebsten von all seinen Enkelkindern. es langsam zusammenfiel und abkühlte.“ Nun schaute Heinrich mir tief in die Augen: „Du hast doch Hasch gehabt. das wir dann in einen Graben warfen. daß ich nicht mit den Feldjägern abgeholt wurde. gingen wir rein in die Hütte. kannst du ruhig zugeben!“ „Heinrich. Theo. die ums Feuer standen. Heinrich. etwa sieben Jahre alt. Ich weiß das. in die ich mich in meinem Werwolftraum gerettet hatte. schaute in Sigruns Augen und lallte: „Du denkst doch. Die Leute.. ging ich mit ihr zum Osterfeuer. Aber nicht daran. was du alles geschrieben hast an die Bundeswehr. Der mochte dich viel lieber als deinen intellektuellen. Die fröhlichen Männer und ihre Frauen waren ganz verzückt von meiner Isländerin. Mensch Junge. als dein Opa dich mal mit zu mir gebracht hat. ich werde meinem Opa immer ähnlicher. und ließen sich vollaufen. Dazu holten wir mit einer Schaufel ein Stück Glut aus dem Feuer. all die alten Freunde meines Opas. Sah so aus wie meine Cousins und ich uns Gespenster vorstellten. oder die Hütte des Grauens Sigrun war zur Osterzeit 92 bei mir. daß ich bei Heinrich auf dem Schoß gesessen hatte. sach ma weißt du wer ich bin. daß ich ne alte Nazisau bin. gaben mir Schnaps und lachten. Er hatte dafür gesorgt. Den Raum schmückten alte Fotos und ein Adolf Hitler-Holzschnitt. Da waren nun Onkel Otfried. sondern. Das brannte im Wald vor der Hütte. In der Hütte war ich das erste mal in meinem Leben betrunken. Einmal erschufen wir zusammen „Geister“. Heinrich hatte meinen Arsch gerettet. War schon seit über 10 Jahren nicht mehr dort gewesen.“ Heinrich saß in einem Sessel. Mensch Claas du. zehn Meter von den Flammen entfernt. tranken Schnaps und aßen belegte Brote mit Ei. sie versteht kein Deutsch. Heinrich arbeitete beim 97 . Auf einem Schränkchen thronte eine Kaiser Wilhelm-Büste. Es zischte. das durch die Wiesen flog. großen Bruder. weißt du gar nicht richtig. Um ihr Horneburger Kultur zu zeigen. Erinnerte mich an meine Kindheit. Walther. du mußt Englisch mit ihr reden. Als ich mit Sigrun am Feuer stand. „Das is ne ganz ne seute Deern die du da hast.“ Ich erinnerte mich.

daß er es war. das ich nicht verstand. Das zog mir echt die Schuhe aus. mußte ich ausdrücken. waren: „Ich glaube. nach einem Jahr Pause. Das wunderte mich. Hat auch ein Arzt festgestellt. Mein Unterbewußtsein sprach: „Erkenne es jetzt: Alle Menschen sind gleich. Wundervoll.Kreiswehrersatzamt. zwei Jahre lang kein Schweinefleisch gegessen. hatte ich wieder das Rauchen und Trinken angefangen. die Hütte bei den Karpfenteichen wäre von meinem Opa zusammen mit seinen Freunden gebaut worden. der eine Wiedervereinigung in den nächsten Jahren für möglich hielt. Ich war doch gar nicht total paranoid. Die Antennen aus meinem Bauch erspürten all diese deutschen. Die am häufigsten gezogenen Karten waren der „Ritter der Kelche“ und die „Ausschweifung“. Aber Heinrich mochte mich ja leiden.“ Als ich anfing. ob ich „Hasch gehabt hätte“. Ich würde dann wissen. als ich in feuerroten Klamotten mit feuerroten Augen das Dienstgebäude betrat. Deutschland war wiedervereinigt. Ein ganzes Jahr vegetarisch gelebt. Egal wie. gab es noch keine Massenflucht und keinen bekannten Politiker. nationalsozialistischen Gruselgespenster. Ich glaubte. Zur Zeit meiner „Verweigerung“ habe ich etwas gefühlt. Junge. Über eine Holzbrücke gelangten wir auf die kleine Insel im Karpfenteich. Breit wie zwei Nilpferde stand ich vom Tisch auf. Ich ging mit Sigrun nach draußen. mein außerirdisches Doppel sei in die Zukunft geflogen und hätte das gesehen. ihn aber nicht erkannt. Tat es durch meine Briefe an das Kreiswehrersatzamt. ich bin schwul. Ich hatte SS und SA und Hakenkreuzrunen in meine Briefe gemalt. Meine ersten Worte. Die Hütte hatte zuvor an einem 98 . was ich ahnte und nicht begriff. Die Party ein echter Knaller! Erst eine Woche zuvor. Begriff erst beim Osterfeuer. Alte Nazis im Kreiswehrersatzamt. Was die Hütte betrifft: Mit der sollte es noch spukiger werden. ein Vierteljahr davon sogar ohne Milch und Käse. wie er da unter dem Hitlerholzschnitt saß und mich fragte. Wir rauchten einen Joint und bumsten im Stehen. Hatte die brutalsten und aggressivsten Verse aus dem Liber AL zitiert. Nun brannten die Asylbewerberheime und immer mehr Rechtsradikale verbreiteten Furcht und Schrecken. junge. daß Heinrich einmal eine Tarotkarte aus meiner Hand gezogen hatte. jeder müsse eine Karte ziehen. Als ich behauptet hatte. hatte ich selbst diese Karten am häufigsten gezogen. Omas Partygäste spielten gerne mit. was für ein Mensch er ist. Jetzt erinnere ich mich auch. mir Karten zu legen. Zeitsprung. als ich die Wahrheit über ihre Herkunft erfuhr. Das. Bei Oma gab es Kassler und Schnaps und ne Zigarre.“ Zu Heinrich und einigen anderen Beamten hatte ich das gesagt. Das war nur die halbe Wahrheit. holte die Tarotkarten und sang. Das war auf Omas 75sten Geburtstag.

machte gerade das Restaurant „Deutsches Haus“ in Stade dicht. Aber in den russisch besetzten Gebieten. mußten in einer Leuchstoffröhrenfabrik arbeiten. Sie übernachteten in Holzhütten. dann sollen die Leute eben deutsch essen gehen. den sie sich immer aus seiner Bäckerei holte. während er neuen Stoff auf eine Sitzbank zog: „In den polnisch besetzten Gebieten sieht es ganz ordentlich aus. Otfried erzählte weiter. das ihn dazu bringen könnte. Früher war das die Adolf Hitler-Brücke. der aussieht. es als etwas zu begreifen. Otfrieds Auto schmückt ein Aufkleber mit so einem komischen Adler.“ „Die haben wir nicht gebaut. weil eine gefräßige Frau den Kuchen. daß Ausländer in Deutschland leben. das es tatsächlich gegeben hat. Ißt. Wie ihr die gebaut habt und so. wenn r bei uns keine Ausländer wären. das wäre doch schade. Er ist Polsterer und Sattelmacher: Als mein Vater das Feuerschiff in ein Restaurantschiff umbauen ließ. Wir rissen die alten Bezüge von den „Deutsches Haus“ Bänken ab und zogen roten Stoff darauf. Otfried wußte. Sie war in einige Teile zerlegt und an ihren jetzigen Platz gebracht worden. Ich überlegte mir etwas.“ Die jüdischen Mädchen vom KZ Horneburg. dann könntest du bei uns nie chinesisch essen gehen. daß es mir immer schwer fiel. oder italienisch. Erich kaufte billig die Kücheneinrichtung und die Sitzbänke. oder griechisch. oder?“ „Na und. Darunter steht in außerordentlich deutscher Schrift „Preußen“. Die stand vorher in dem Arbeitslager für jüdische Mädchen. Otfried mochte es nicht. 16- 99 . auf der die Hütte heute steht. „Onkel Otfried“ hat sie mir erzählt. kamen sie nach Ausschwitz. Da unten in Horneburg in der Nähe von der Auebrücke. wie Theo das Land. Er ist nicht der Schlankeste.“ Mir blieb die Spucke weg.anderen Ort gestanden und einem anderen Zweck gedient.“ Was sollte ich dazu noch sagen? Ich wollte auf ein anderes Thema kommen. sondern Otfried beim polstern helfen. nicht mehr zahlen konnte. einem „Übergangslager“. Heute hängt in einer dieser Hütten ein Adolf Hitler-Holzschnitt. erzähl doch mal was von der Hütte. bekommen hatte. Sie beglich die Sahnetorten-Schuld mit diesem schönen Stückchen Erde. über seine Ansichten nachzudenken. als hätte ihm jemand die Flügel ausgefranst. daß auch Polen für meinen Vater arbeiteten und behauptete. Konnte Otfried das nicht sehen? Konnte Heinrich das nicht sehen? Was war das nur für eine absurde Folge von schrecklichen Synchronizitäten! Das dritte Reich war so furchtbar. „Otfried. da ist es schlimm. Ich finde diese Geschichte schrecklich. Wenn sie nicht mehr konnten. t inkt und raucht gerne. „Otfried. Ich sollte dann drei Tage nicht auf der Werft arbeiten. Ich wurde ganz blaß. Im dritten Reich hätte ich keine Minute überlebt.

Hatte es nur in seinem Schrank stehen. denn dadurch kommt Schmerz. Bindet nichts! Machet keinen Unterschied unter euch zwischen irgendeiner Sache und irgendeiner anderen Sache. Der verkaufte auch Bücher. der diese Gedanken vorantreibt.“ Der nächste Antiquitätenladen gehörte einem Deutschen.jährig klaute ich eine Ausgabe von „Mein Kampf“ aus dem Bücherschrank meines älteren Bruders.“ „O..S. War genauso oft beziehungswahnsinnig wie aufmerksam und intelligent. das „Böse“ wäre nur ein Traum..S. konnte ich mit den Leistungen dieser Organisation wirklich zufrieden sein. konnte ich mich wirklich nicht beschweren. Niemals sollte man eine Synchronizität für eine Handlung verantwortlich machen. „Kaufen sie auch Bücher?“ „Nein. was die offensichtliche Tatsache einer intensiven Betreuung betraf. danke schön. steht mein geheimer oder den anderen bekannter Wille hinter der Tat. Was wollten die Außerirdischen von mir? Waren das Psychologen. weil ihre Eltern und Großeltern im KZ umgekommen sind. Ohne den Willen zu einer Tat wird selbst der tollste „Zufall“ niemanden dazu veranlassen. Aber ich interpretierte die Synchronizitäten genauso oft falsch wie richtig. Entschuldigung. Ich lief in den nächsten Antiquitätenladen. Darüber. Was wäre geschehen. daß mir keine Synchronizitäten passierten. Lange habe ich geglaubt.DM dafür.K. tuet ihr desgleichen. die man auf Grund des erlebten „Zufalls“ tut. daß mein Bild von mir „Ich bin lieb“ unvollständig ist? 100 . auf Wiedersehen. für alte Nazibücher könne man von Antiquitätenhändlern ganz gut Geld bekommen. Ganz und gar kein Verehrer dieses Buches.“ Als Mitglied der T. daß sich alle vor mir fürchten? Sollte ich das erkennen? Mir selbst eingestehen. weil er es kurios fand. Der gehörte einer Zigeunerin. wenn die Zigeunerin auch Bücher verkauft hätte? Mit Recht hätte sie mir eine antike Vase an den Kopf geworfen. Mein Bruder war aktiv in einer Amnestie International-Gruppe. Zu Jeder Synchronizität gehört außer einem Gedanken und einem Ereignis auch eine Motivation. Wenn ich aufgrund einer Synchronizität eine bestimmte Handlung begehe. Ein innerer Motor. seinen Lebensweg zu verändern. Ich besorgte mir Haschisch von dem Geld. die mir bei einem großangelegten Selbsterfahrungsseminar die Anleitung zur Selbsterkenntnis gaben? Wollte ich wirklich große Macht? Wollte ich wirklich. Gab mir 60. Im Liber AL heißt es: „Weil ich der unendliche Raum und die unendlichen Sterne darin bin. Ein PunkFreund aus Buxtehude hatte mir erzählt.

die Außerirdischen hätten mir diese Zusammenstellung übermittelt. Zwei HIV -Tests beruhigten mich. Die Psychologen der Organisation verstehen keinen Spaß. daß anstelle von Cantaris (Spanische Fliege) C IV. Die Motivation hinter dem Gedanken ist die Furcht vor Krankheiten. Dreimal war ich sicher. Dreimal wurde ich verrückt. und es euphorisch Gabriela verkündete. Ich wollte die Medizin gegen Aids finden. Ein Gott im weißen Kittel versicherte mir. Dank Gabriela verkündete mir aber ein Säuseln in den Ohren. nimmt der Kranke genau die gleichen Mittel in genau der gleichen Dosierung. gleichzeitig der Wille. die man zusammenmischen muß. außer. erfolgreich das Gesuchte gefunden zu haben. weil ich fürchtete. die Medizin gegen Aids zu finden. Bei meiner Suche. die anderen sechs Tage der Woche die beschriebene Mischung (drei mal täglich fünf Tropfen). selbst infiziert zu sein. meinte sie. schlug mir die T. Die Medizin gegen Krebs suchte ich. Um Krebs zu heilen. nicht infiziert zu sein. Die von mir zusammengezauberten Mischungen gegen Krebs und Aids unterschieden sich nur in einem einzigen Bestandteil. weil allein das Wort Hodenkrebs mein Hirn schon marterte. Vor allem die Urologen. unglaubliche Lebensretter zu sein. ich solle die homöopathischen Mittel suchen.Pilles homöopathische Apotheke Die universale Medizin zu finden. hatte sie mich als Medium und Jesus verworfen. Zuviel Haschisch hätte meinen Geist vernebelt. haarsträubende „Zufälle“ um die Ohren.S. die ganze Welt durch eine sensationelle Entdeckung zu erschüttern und zehntausend Ärzte in den Selbstmord zu treiben. wenn es um die Selbsterkenntnis ihrer Mitglieder geht.S. Das 101 . um diese Krankheiten zu heilen. entstanden aus Besessenheit: Die Aids Medizin: Eine Mischung in gleichen Mengenanteilen aus: Capsikum (Mexikanischer roter Pfeffer) LM XVIII Carboanimalis (Verbranntes Tier) LM XVIII Glyzaria Glabra (Süßholz) LM XVIII China (Chinarindenbaum) LM XVIII Cantaris (Spanische Fliege) C IV Für eine Heilung muß der Kranke einen Tag die Woche einmal nur fünf Tropfen Sulfur (Schwefel) LM XVIII nehmen. daß ich nicht an Hodenkrebs erkrankt war. der große. alle Krankenhäuser überflüssig und alle Ärzte arbeitslos zu machen. scheint ein edles Ziel zu sein. Drei Mal glaubte ich. Als ich glaubte. Rezepte. jetzt Echinacea (Sonnenhutwurzel) C IV genommen wird.

die es auf der Welt gibt. Gottseidank war ich an diesem Heiligabend besoffen. Er konnte sein Essen nicht richtig verdauen. daß er tatsächlich befolgte. sie zusammengemischt und eingenommen. Nun zeigte ich ihm die Ausgabe der Zeitschrift „Abrahadabra“. Das Ergebnis war „negativ“. Zufällig. du bist doch Claas! Kennst du mich noch? Du hast mir das Leben gerettet!“ „Wie? Wieso?“ „Ich bin Stefan! Du hast mir auf der Party die Medizin gegen Aids aufgeschrieben!“ Er war. Zunächst erkannte ich ihn nicht. Daniel besorgte sich alle Mittel in einer Apotheke und mischte sie zusammen. in einem Jahr sei es aus mit ihm. wurde mir bunt vor Augen vor Glück. in die Apotheke gelaufen. in der Stader Fußgängerzone. wenn man Kaffee trinkt und Drogen nimmt. nicht zu kiffen und keinen Kaffee zu trinken während er die Medikamente nimmt. zog sich weiter Drogen rein und hörte auf. sonst hätte ich für den Rest meines Lebens ein geistesgestörtes Lachen von mir gegeben. Habe kaum noch Schmerzen!“ Fünf Tage später wurde er Vater.ohne einen Beweis für die Richtigkeit der Rezeptur. Er saß ganz betrübt in einer Ecke und tanzte nicht. zwei Monate später. in der ich die Medizinmischungen mittlerweile veröffentlicht hatte. Aber Daniel lebt. Das Ergebnis war „positiv“. Am folgenden Tag fühlte er sich hundeelend. Nun suchte ich einen Zettel und einen Stift und schrieb ihm die außerirdische Aids-Mischung auf.erste Mal durch Daniel. „Was bedrückt dich?“. Das feierte man ganz groß. Die ganze Geschichte ist schon vier Jahre her. Es ist so. Mein nächstes Wunder hieß Stefan aus Hannover. Homöopathische Mittel wirken nicht. die Medizin zu nehmen. wenn ich ihn sehe. wollte ich wissen. als würde ich einen Brief schreiben. hatte sich die Mittel gekauft.. Ich feierte Weihnachten. Den hab ich auf einer Party in Hamburg kennengelernt. Er behauptete: „Es geht mir viel besser! Ich kann mein Essen wieder verdauen. Er kam. Er läuft immer noch durch die Gegend. mich in der Trinkstraße 7 zu besuchen. Als er mir dann über den Weg lief. Stefan war mein 102 . Manchmal lacht er sogar. Am nächsten Tag hatte ich seine Adresse verloren. Nach einem Monat ließ er sich wieder auf HIV testen. in der „Mülltonne“. Stefan schrieb mir seine Adresse auf einen kleinen Zettel. Er hatte einen HIV -Test gemacht. Ihn quälte ein bösartiges Geschwür im Magen. Weihnachten. traf ich ihn wieder. Mit allen Drogen. er hätte nicht mehr lange zu leben. Damals hieß es. was ich ihm geraten hatte und begegnete ihm drei Wochen lang nicht. genau wie Daniel. . Ich wußte nicht. So ein verfluchter Mist! Erst Wochen später begegneten wir uns wieder. Endlich! Der lebendige Beweis für mein Telefon zu den Außerirdischen! Ich beschwor ihn. in Stade. und alles mit Tintenkiller wieder wegmachen. Ich war so glücklich. Es hieß. Ich schrieb ihm mein Rezept auf und mahnte ihn. „Hey.

Zum weinen. Jetzt nicht mehr. War doch 100 mal wahrscheinlicher. „So ein Quatsch!“ Als ich ihm auf der Party die Medizinmischung aufschrieb. Ich erklärte. Konnte sich unmöglich vorstellen. Ein alberner Zufall. andere HIV-Infizierte würden den Artikel in der „Abrahadabra“ lesen und das große Experiment machen. fürchtete ich. Weihnachten kannte er das neue Testergebnis erst kurze Zeit. oder ich könnte gar erkennen. Ich klammerte mich an die Hoffnung. für krank im Kopf gehalten zu werden. Bitte laß mich damit in Ruhe! Es kann einfach nicht wahr sein. war er total verzweifelt. daß ich zusammen mit den Außerirdischen die Welt durch eine Aids-Medizin verändern würde. daß er HIV-Negativ ist. Hatte es schwarz auf weiß.Beweis. Für ihn existierten keine UFOs. man könnte mich für verrückt halten. Um mich an eine AidsSelbsthilfegruppe in Hamburg zu wenden und ihnen von den homöopathischen Mitteln zu erzählen . die wollten. Weihnachten war er noch ganz verzückt vor Glück.S. dann doch kein Wunder? Alles soll Zufall gewesen sein? Nein! Er war positiv. War ich größenwahnsinnig geworden? Waren die Außerirdischen fiese Sadisten. daß du mit Außerirdischen in Kontakt bist!“ Was organisierte die T.K. Darum hatte er sich die Medizinmischung besorgt. Er bat mich: „Laß und die ganze Sache vergessen. daß ich verrückt geworden bin. Eindringlich bat ich ihn. Hatte kein dickes Fell mehr. Gottseidank war das Ergebnis des zweiten HIV -Tests richtig. Er ging einfach in die Apotheke. Ich schrieb einen Brief an die DHU (Deutsche Homöopathische Union) und an einen Heilpraktiker in Buxtehude. Erst war ich Lebensretter. Wenn ein anderer unglücklicher Kranker die Mischung nehmen würde und nichts passiert?. eine Außerirdische namens Lam hätte mir die Medizinmischung übermittelt. daß ich als Beweis dienen soll. warum und wieso und woher. O. detailliert seine Heilungsgeschichte aufzuschreiben und der AHA-Redaktion zu schicken. nahm die Medizin und war negativ. Als ich von Außerirdischen erzählte. An diesem heiligen Abend war ich noch sein Lebensretter. daß ich durchdrehe? Wenn ich nüchtern war.? Ich will mich an diesen Alptraum nie wieder erinnern müssen. Fragte mich nicht. kaufte das Zeug und wollte noch lange leben. daß der erste HIV -Test ein falsches Ergebnis geliefert hatte. für ein unbegreifliches Durcheinander? Wieso erst ein phantastisches Wunder. der ihn in Ruhe lassen sollte.S. Niemand wollte meine Mischung weiter untersuchen. war ich zu unsicher. Jetzt war er gar nicht mehr verzweifelt. Es mußte alles Blödsinn sein. Stefan hielt überhaupt nichts von Außerirdischen. Das würde ja 103 . Konnte es nicht leiden. Aus lauter Verzweiflung konnte er dann nicht mehr klar denken. Ich hatte einen großen Riß im Kopf. war ich ein Spinner.

Wir hatten uns immer nur bei Freunden oder auf Partys getroffen. Rudolf kannte ich vom Fing-Schun Kung Fu und vertraute ihm. Von diesem Behälter geht ein weiteres Kabel aus. verursachen die Mittel nichts in der betreffenden Person. Eineinhalb Jahre später hörte ich. sagte Rudolf nach einem späteren Fing-Schun Training. Aber wenn du jemanden kennst. Wir könnten Blut von diesem Menschen besorgen und dann in einem Hochfrequenz-Meßgerät die Wirkung. Nun hält der Arzt jenen mit diesem Behälter verbundenen Metallstift an einen Akkupunkturpunkt des Patienten. Der Patient seines Bruders kam nicht mehr in dessen Praxis. schaute man in die Fenster von Bernhards Wohnung und umgekehrt. daß ein Bekannter. An einem Freitagvormittag holte ich Bernhard ab. Von diesem Gegenstand aus führt ein Kabel zu einem Kasten. UFOs halluzinierend. besitzt man eine normale. erfuhr ich seine Adresse. telefonierte mit Bernhard und machte einen Termin aus. an dem wir zusammen Rudolf besuchen konnten. „Da kriegen wir kein Aids-Blut her. Nichts geschah. das in einem kleinen Metallstifft endet. der auch als Heilpraktiker arbeitete. Schlägt 104 . Auf Pille hängen geblieben. Am Kasten befindet sich eine Anzeige mit Zeiger und Zahlenskala. kaufe die Medikamente und wir untersuchen die Wirkung an dem Hochfrequenz-Meßgerät.“ Ich kaufte die Mittel. hätte einen HIV -Patienten. Hatte keinen Mut. wie das Hochfrequenz-Meßgerät richtig heißt. Bernhard. Ich faßte mir ein Herz. Man hält einen zylinderförmigen Metallgegenstand in einer Hand. Hält man den zylindrischen Metallgegenstand in der Hand und der Zeiger bewegt sich zur Mitte der Zahlenskala. daß ich auf dem richtigen Weg bin! War ich aufgeregt! Hab vergessen. Erst als ich ihn anrief und mit ihm den Termin ausmachte. „Schade“.bedeuten. feststellen. Dann kann man in den durchsichtigen Behälter verschiedene Mittel tun. um mir zu zeigen. ich lebe in einer ganz einsamen. Wenn nichts passiert. Vorher hatte ich dem Heilpraktiker Rudolf Korn einen Brief bezüglich der Aids-Medizin geschrieben. gesunde Schwingung. Ich bekam keine Post von AHA-Lesern. verdrehten Realität. Aus diesem Kasten führt ein anderes Kabel zu einem durchsichtigen Behälter. damit ich ihn abholen konnte. Wenn man aus dem Praxisfenster sah. sein Bruder. Ich glaube. „Elektroakkupunkturgerät“. dann bringe mir den doch in die Praxis. So ein Glück in der Glückstädter Straße! Die Außerirdischen organisierten diese Synchronizität. Er wohnte direkt gegenüber von Rudolfs Praxis in der Glückstädter Straße. Nie zuvor war ich bei ihm gewesen. Beim nächsten Training bedankte er sich für den Brief und erzählte. stimmt etwas nicht. rief ihn an und erzählte ihm von meinem Medizintraum. HIV-Positiv ist. Ist der Ausschlag zu hoch. die die Mittel auf das infizierte Blut haben.

als sich der Gefahr auszusetzen. vermischt nie verschiedene Substanzen. Bernhard überlegte es sich schließlich anders. daß Homöopathie kein HIV besiegen kann. sondern findet die eine. daß er keinen weiteren HIV -Test machen will. 105 . fiel der Zeiger so rapide herab. Homöopathie ist individualistisch. und Rudolf dieses Blut zu einem HIV -Test schickt. sich dann von Rudolf Blut abnehmen lassen würde. Er hat es mir nicht erklärt. organisiert. erst dafür sorgt. Bernhard nahm für einen Monat die beiden Mittel. Rudolf legte die Mittel in den durchsichtigen Behälter und drückte den Metallstifft an einen Finger von Bernhards freier Hand.S. Ein guter Homöopath. warum die T.S. Es gab nur noch einen deutlichen Ausschlag beim Carbo Animalis. Jeder Mensch braucht ein anderes Mittel. Kann nicht begreifen. Es war. Er ging nicht wieder zu Rudolf. Vielleicht will er lieber hoffen. der nach der klassischen Methode arbeitet. ließ sich kein Blut für einen neuen HIV -Test abnehmen.S. er aber kurz darauf nichts mit Wundern zu tun haben will. Ich weiß nicht ob ich nun selbst geheilt bin. meine Medizinmischung habe ihn gerettet. daß Bernhard dieses Mittel noch einen Monat nehmen sollte. ist das Mittel schlecht für diesen Menschen. Warum? Ich weiß es nicht. Wenn in Bernhards Fall Carbo Animalis die richtige Medizin für ihn ist. als hätte er mit dem Meßgerät festgestellt. Nun verabredeten wir.S. warum es die T. dann war sie zufällig unter meinen zufällig zusammengemischten Mitteln. zu wissen. von diesem Wahn.der Zeiger höher aus. daß Bernhard gegenüber von Rudolf in der Glückstädterstraße wohnt. ist das richtige Mittel gefunden. um Bernhard oder mir einen Gefallen zu tun. Dann gingen wir wieder zusammen zu Rudolf und testeten erneut ihre Wirkung mit dem Meßgerät. daß ich unter keiner schweren Geisteskrankheit leide. Gebannt starrten wir auf die Anzeige. Vom „klassischen“ homöopathischen Standpunkt aus können die Mittel nicht allen HIV -Positiven helfen. Bei den ersten drei Medizinen passierte nichts. Als Rudolf aber Glyzaria Glabra (Süßholz) und Carbo Animalis (Tierkohle) in den Behälter tat. Das hat er nicht gesagt. Sinkt der Zeiger deutlich herab. dann aber Bernhard telepathisch so beeinflußt. Bernhard hielt den kleinen Metallzylinder in der Hand. noch lange zu leben. Kann einfach nicht begreifen. Ich begreife es nicht. daß Stefan mir verkündet. der große Heiler zu sein. daß Rudolf dem HIV -Infizierten versicherte: „Die beiden Mittel sind 100% richtig! Die sind gut für dich! „ Wie wundervoll! Viele Jahre sammelte Rudolf Erfahrung als Heilpraktiker. die richtig ist.

sie glaube. Außerirdische hätten etwas damit zu tun? Weil ich in den acht Wochen. Die Tarotkarten benutzte ich seit zwei Jahren. außer beim Capsikum. gegen die Chinarindenbaum gegeben wird. während ich weggetreten vor Angst und Schmerz um mein Leben fürchtete. Der HIVirus wurde oft als eine neue Krebsart beschrieben.Wieso glaubte ich überhaupt. daß das Mittel stark imunsystemstärkend sei. Nie hatte ich das Wort auf diesem Trumpf erblickt. ALLES. Glyzaria Glabra: Hörte im Radio. was um mich herum geschieht. daß einige Aidskranke angeblich mit Süßholz geheilt wurden. Wie konnte ich dann behaupten. Cantaris: Pimienta erzählte mir. war nicht außerirdisch. von meinen mir unbekannten Fähigkeiten erzählt hätte: Ich wäre nie auf diesen Film gekommen. Die anderen Bestandteile fand ich so: Sulfur: Die Homöopathin Christa Tezner-Sünder verschrieb mir das einmal und erzählte von der reinigenden. Wäre ich nie zu Gabriela Pimienta gegangen. eine außerirdische Macht würde ALLES. wenn sie nicht in mir den großen Wunderretter erblickt hätte und mir. auch bei Aidskranken auftreten. wie im Kapitel „Außerirdische Ärzte“ beschrieben.B. a. feurigen Wirkung. war mir. was ich sehe oder höre. ich hätte sie auch gefunden? Ich entdeckte das Wort ABRACADABRA auf dem blauen Dach des Tarottrumpfes „Der Wagen“ geschrieben. 106 . Hautausschläge. beeinflussen. verwirrter Suche nach der Wundermedizin plötzlich glauben. Glaubte. Außerirdische hätten mir die Aids-Medizin-Mischung übermittelt? Nie hörte ich in einer tiefen Trance eine Stimme im Kopf. und man es Krebskranken nach der Chemotherapie geben würde. Die Art und Weise. Krebs als Symptom. las auch in der Zeitung von der Behandlung Krebskranker damit. JEDE Information die ich bekomme. IMMER ALLES als Synchronizität empfand. Als ich es entdeckte. Carboanimalis: Hat. Wie konnte ich aber nach etwa achtwöchiger. daß die Fieberschübe. Echinachea: Habe in einer Zeitung gelesen. Chinarindenbaum: Gabriela Pimienta sagte mir. „Spanische Fliege“ könne einigen Aidskranken helfen. laut Gabrielas homöopathischem Buch u. Ein Symptom von Cantaris sind z. in denen ich die Mischung zusammenstellte. wie schon beschrieben. die mir das Rezept diktierte. wie ich an die einzelnen Bestandteile kam.

Tarot usw. Kann einfach keine Antibiotika vertragen. Menschen. Hokuspokus . daß dort ABRACADABRA. ob Hahnemann. daß es vielleicht in einem teuren Labor nicht möglich wäre. Mein Hals war von dem Medikament zugeschwollen. nicht wie ich. er hätte es noch nie gesehen. Schwer beeindruckend. das wahre Wort der Macht würde ABRAHADABRA lauten. Aleister Crowley schreibt im „Buch Thoth“. der sich. soeben dort hingezaubert worden.“ Die Substanz. ABRACADABRA sei so lange verborgen gewesen. In der Homöopathie gilt der Grundsatz: „Gleiches wird mit gleichem geheilt. gegen irgendeine langweilige Geschlechtskrankheit. die Blinde wieder sehen läßt. Nein. beschäftigten. daß das Schlangengift so winzig klein in den Kügelchen enthalten ist. Ich zeigte ihm die Tarotkarte und das daraufgeschriebene Wort. Mit „homöopathisch bearbeitet“ meine ich. hatten dieses Wort auf der Tarotkarte noch nie entdeckt. auch nach der universalen Medizin suchte. diese Medizin entdeckt zu haben: Mußte ganz ätzende Antibiotika schlucken. Sie gab mir drei winzige Kügelchen mit dem homöopathisch bearbeiteten Gift einer australischen Schlange. Schwefel und Salz. daß meine Medizinmischung richtig ist. Ich fragte Christa. und nicht ABRAHADABRA stand. Nun muß ich noch erzählen. Aber sie erzählte. die universale Medizin bestehe aus Quecksilber. die sich teilweise schon 10 oder 15 Jahre mit Magick. Ging zur Homöopathin Christa Tetzner-Sünder. Auch alle anderen „Thelemiten“ (das heißt. wie ich die Universale Medizin getestet habe. Oft wird die Wirkung eines homöopathischen Mittels um so stärker. Er gestand mir ehrlich. die sich länger mit den Lehren Crowleys beschäftigen. Eschner in Bergen an der Dumme. Damit ich begreife.S. Die Medizin. Pikste bei jedem Schlucken. Nein. in Bergen an der Dumme.als sei es von der T. Ich glaubte nun. Es war verwunderlich.nach einem Tag war mein Hals wunderbar gesund. der unter Kopfschmerzen leidet. Quecksilber und Thuja. dieses Gift in den Kügelchen nachzuweisen. denn Crowley hatte verkündet. damit ich es finden konnte. daß er von den drei Grundsäulen der Homöopathie gesprochen hätte: Schwefel. sondern bereits seit 20 Jahren. daß ich es für möglich hielt. von der ein gesunder Mensch Kopfschmerzen bekommt. desto höher sie potenziert. Lachesis. Jetzt besuchte ich Michael D. wissen. heilt einen Menschen. daß 107 . erst zwei Jahre mit Crowley beschäftigte. der Erfinder der Homöopathie. Wie es kam. davon wußte sie nichts. die die Lehren Crowleys verstehen wollen).S. Menschen. das heißt verdünnt ist. durch die amputierte Gliedmaßen wieder nachwachsen.

Es ist nicht ganz ein Element. Quecksilber und Salz die drei hinduistischen „Gunas“: Sattwas. Thuja = Lebensbaum = kabbalistischer Lebensbaum = Das Venus-Symbol = Die Kaiserin = Salz. inspirierte mich höchstgradig. daß viele Krankheiten. Nach Crowley repräsentieren Schwefel. auch mit Salz behandelt werden können. Intelligenz. sieht man. Durchsichtigkeit und Gleichgewicht. das heißt Lebensbaum. und Crowley sagte Salz. der sich selber auffrißt. Rajas ist Energie. Seine universale Medizin besteht ganz real aus dem Verzehr einer Mischung von Vaginalsäften und Sperma. Nervosität. daß Crowley wissentlich oder unwissentlich ins „Buch Thoth“ eine homöopathische Universalmedizin geschrieben hatte? Hahnemanns drei Grundsäulen der Homöopathie und Crowleys universale Medizin unterscheiden sich nur in einem Bestandteil: Hahnemann sagte Thuja.das symbolisch gemeint ist. Das sind typische Beziehungswahnsinnige und Magier. Strahlkraft. nach außen gehende. Dummheit. Konnte es nicht sein.6. die totaler Stillstand. daß das Symbol alle zehn Zahlen berührt. Wenn man ein Venus-Symbol. das heißt Natrium Chloratum. das Wort „Guna“ sei unübersetzbar. Gedankengänge für 108 . Feuer. Nach Hahnemann repräsentieren Schwefel. Tamas ist Dunkelheit. wie ein kabbalistischer Lebensbaum. eine Qualität. Faulheit. Ich erzählte Christa von Crowleys universaler Medizin. Trägheit. eine Energieform oder ein Potential. Klarheit. aggressive. Ruhelosigkeit. oder umgekehrt. Sie erklärte mir. und eine. Antrieb. Sattwas ist Ruhe. sozusagen ein Magen. das Kreuz unter dem Kreis auf den Zahlen 6 . Ruhelosigkeit und Beulen. Was mir Christa erzählte. Es gibt auch einen symbolischen Zusammenhang zwischen Salz und Lebensbaum: Das Element Salz ist im Tarot der Karte „die Kaiserin“ zugeordnet. gegen die Thuja hilft. die zerstörerisch nach Innen wirkt. Quecksilber und Thuja die drei Grundtypen von Krankheit: Eine aufbrausende. Tod und Verwandtes. Crowley schreibt. Zur Kaiserin wiederum gehört auch der Planet Venus. Rajas und Tamas.10. Eine. Der Kreis des Frauen-Symbols liegt auf den Zahlen 1 . Aufregung. auf die 10 Zahlen des Baumes legt. so groß. Trägheit und Steifheit ist.

zwei zusammengemischte Mittel eine neue Medizin ergeben. ein gelber. wo kein Blau. ist es möglich. zusammenzumischen. oder eine Farbmischung ist. Hier liegt der Vergleich mit Farben nicht fern: Mischt man zwei Farben. Wenn man ein Wunder für möglich hält. Atemnot und Angstzustände. Kein Wunder! Wie traurig! 109 . Jede Krankheit hat ihre eigene Farbe. die man kaufen kann. Mein Körper nimmt sich dann jeweils soviel Rot. brauche ich entweder Blau. Nun hoffte ich. wie er gerade braucht. Ich nehme von jeder Farbe gleichviel zu mir. oder Blau und Rot. Wenn das Wunder nicht eintritt. oder nur Gelb. Alles für die Wissenschaft. Schwefel und Salz in der höchsten Potenz. sich die Farbe. oder Rot und Gelb. LM XXX. Der Rest wird ausgeschieden. Dort. weißes Licht. Gelb und Rot zusammengemischt werden. nach dem Motto: „Einer wird schon treffen. Ein roter. und ein blauer Lichtstrahl ergeben. Christa nennt das Verschreiben mehrerer Mittel gleichzeitig eine Schrotflinten-Methode. die er benötigt. daß unser Körper selbst schlau genug ist. Läßt sich die Farbenlehre auf die Gesetze der homöopathischen Medizin übertragen (in Hesses „Glasperlenspiel“ wäre dies ohne weiteres Realität). Immerhin war ich in der Lage. entsteht eine neue. sehen wir schwarz. daß sich verschiedene Mittel gegenseitig verändern und beeinflussen. freut man sich. Alles. Mein kurzsichtiges Auge wurde nicht scharf. Um diese Farbe zu bekommen. oder nur Rot. Kein Wunder geschah.“ Gabriela Pimienta behauptete. aus drei verschiedenen Mitteln die richtige Medizin gegen jede denkbare Krankheit zu erhalten. Gelb oder Rot. oder nur Blau. was wir sehen. Rot und Gelb. ein Wunder für möglich zu halten. Ich besorgte mir Quecksilber. kann aus den drei Grundfarben Blau. Kriegte Herzklopfen. oder Blau und Gelb. hat man sich trotzdem vorher gefreut. Hahnemann hat sich ausdrücklich gegen das Mischen von verschiedenen Medizinen ausgesprochen. Gelb oder Blau.In der klassischen Homöopathie werden nie verschiedene Mittel zusammen gemischt. wenn sich alle drei an einer Stelle treffen.

Da drehte sich Sigrun ein wenig im Schlaf und sprach laut und deutlich: „This was only possible until there was a dead body. wenn du dir sicher bist. Las sie im Schlaf meine Gedanken? Ich schrieb ihre Worte auf die Pappschachtel meines Tarotspiels. 110 . Ich bin die Inkarnation von Aleister Crowley. Schaute verträumt auf das Tarotspiel auf dem Fußboden.Tod? Sigrun lag tief schlafend neben mir. wenn ich wieder nüchtern war. Nicht duselig genug. Es würde verschwinden. Über Inkarnation hatten wir vielleicht einmal in der anthroposophischen Schule gesprochen. Setzte mich aufs Bett und baute einen Joint. Ich war mir sicher. Ich weiß es. Todsicher. die Inkarnation von irgendwem zu sein. In meinem Kopf war es duselig vom Osterfeuerschnaps. Schmeckte gut. daß ich am nächsten Morgen einen Kater haben und mir gar nicht mehr sicher sein würde. Ich weiß es! Wußte aber auch. Dieses Gefühl. Ich weiß es. Ich bin die Inkarnation von Aleister Crowley. seit sie bei mir in Deutschland zu Besuch war. diese Gewißheit ü ber mein vorheriges Leben. Meine Güte. war mir fremd. Bestimmt nicht. du bist doch sowas von besoffen und breit! Wen wundert´s da.“ Nie zuvor und nie später hörte ich Sigrun etwas im Schlaf sprechen. die Inkarnation von egal wem zu sein? Lüge ich mir was vor? Ich bin mir doch jetzt ganz sicher.

Helles licht. bastelte verschiedene Dinge aus Styropor und stellte fest. Zwei Monate vor meinem 18. nur ab und an ins Meer sprang.. Später gab es zusätzlich Unterricht in der Schule. Jolli schaute traurig zu. Brötchen aus Gummi. nicht duschte. daß ich Judith in die Arme nahm und ihr sagte. wie es sein würde. Stereoanlagen. Für Brötchen. Morgens ging es im geschäftseigenen Bus mit sieben Verkäuferinnen zusammen ins 10 Kilometer entfernte Dollern. ich hätte sie lieb. vibrierenden. Maria bekam einen derart heftigen. drei Tage die Woche. Ich wollte in Hamburg eine Fachhochschule für Grafik und Design besuchen. Bücher und Stereoanlagen. Judith liebte ich immer noch. nie fummelten wir oder schliefen zusammen. daß es für ausnahmslos alles auf der Welt Attrappen gibt. Nach der Arbeit kehrte ich ermüdet in die Kiffer-WG zurück. Jetzt atmeten meine Lungen in einer Welt aus Plastikpuppen. Maria und Jolli lagen in meinem Bett. Zwei Tage später trampte sie zurück in die Schweiz. Licht. Es verschlug mir den Atem. als ich sie das erstemal sah. Das tat mir so leid. Eine gewaltige Wandlung der Lebensumstände nach meiner Reise zur dunklen Seite des Mondes.Liebesflammen Von meiner Spanienreise ohne die Gräfin zurückgekehrt. Von dem Moment an. dem Wahnsinn und dem Tode zuzwinkernden Eifersuchtsanfall. Wie schlecht kannte ich mich selbst! Hatte mir nicht eine Minute vorgestellt. in meinem Zimmer in der Trinkstraße. In den ersten Monaten absolvierte man ein Praktikum in einem Betrieb. wo mich die Hitze weckte. so schön fand ich sie. sei aber jetzt mit Maria zusammen. Maria blieb bei mir. den man sich selber aussuchen durfte. in einem Kaufhaus als Dekorateur zu arbeiten. Vier verwirrende Tage vergingen so. Maria nur mitgekommen. Ein Kuß wie ein Strudel. Ich war verliebt in Maria. Nie küßten wir uns in Spanien. die nur aus einer dünnen Plastikscheibe bestehen. Sie waren von Port Bou aus nach Stade getrampt! Supersüß! Jolli war in mich verliebt. Geburtstag. küßten wir uns. Ohne Eifersucht bräuchte man keine universale Medizin. daß ich mich fühlte wie auf Pille. Dort zog ich Schaufensterpuppen an und aus. vom Schnorren lebte. Im Kaufhaus Mohr. Nichts schien wirklich zu sein. fühlte ich mich wochenlang wie auf LSD. Jetzt. 111 . Kein Wunder. ich unter Sternen einschlief. Bücher ohne Seiten.

alles ist geheimnisvoll. Pizza und einem Joint. als zu träumen und sich treiben lassen. Wir brachen am Ende der Woche das Fasten auf einem Hippifestival mit Bier. ist das verlorene Zeit. als Judith und ich uns fanden. Von innen. wenn man Sex haben könnte. Bioanbau und Ökosocken klingt. leuchtete mir das „Verlorene Zeit“Plakat entgegen.Bald darauf hatte Judith Geburtstag. alles was ich hatte. Immer. Ohne Rauch und Alk. Das erste Buch. sonnenhafte Berauschung des Dionysos. nicht über das 112 . das in riesengroß das Schauspielhaus schmückte.“ Zur Ausschweifung schreibt er „Äußerer Glanz und innere Fäulnis“ und zum Mond: „Dies ist die Schwelle des Lebens und die Schwelle des Todes. die nichts lieber tun. und seine Karriere wird .und Filmplakaten. Wieder zu Hause überfiel uns eine mystische Vision. Jenes. einem Buch.eine ununterbrochene Aufzeichnung von Fehlschlägen und Unglücksfällen sein. und es nicht tut. Eine großartige Leistung für zwei kleine Kiffer. Aus jener Seite. Das war Liebe. Mußte unbedingt aufhören zu saufen und zu kiffen. die Ausschweifung oder den Mond. das ich aufklappte.“ Ich hatte Angst. Alles ist zweifelhaft. Wollte mich reinigen.und Weinladen. Zum Ritter der Kelche schreibt Crowley im Buch Thoth: „Er neigt zu einer schlechten Handhabung all seiner Angelegenheiten. Ich suchte etwas für sie im Contor. doch etwas trübte mein Glück: Egal. Der Contor verwandelte sich in einen Buchladen aus der Unendlichen Geschichte. In diesem Moment erfaßte ich. was ich die Tarotkarten fragte. Wir rissen uns furchtbar zusammen und fasteten gemeinsam eine Woche. füllten Abbildungen von Theater. als Antwort erhielt ich den Ritter der Kelche. Glücklich und verliebt krabbelten wir ins Bett. Es gab nichts Trauriges. Maria war überaus offen für alles was nach Grünkernen. Nicht die wohltätige. Nur Wasser und Tee trinken und Glaubersalz essen. Mit Maria teilte ich mein Zimmer. worüber wir gesprochen hätten. Sein mentaler „Bürgerkrieg“ endet oft in Schizophrenie und melancholischem Wahnsinn. sondern der schreckliche Wahnsinn von schädlichen Drogen. daß Synchronizität eine Realität und keine Theorie ist.außer es stehen ihm wundersame Glücksfälle zur Seite . alles ist Gift und Betörung. Der Mißbrauch von Stimulation und Narkotika kann seine Katastrophe beschleunigen. die ich aufschlug. Angst um meinen Verstand. Zwei Jahre später arbeitete Judith dort als Verkäuferin.

Beruhigten uns nur langsam. 113 . Maria ist es nicht anders ergangen als mir. schwarzen Haaren und einem kleinen Schnurrbart. Ich war in der Vision. südländischer Mann mit langen. Zwei festgebundene. daß sich unsere Erlebnisse nicht voneinander unterschieden: Wir waren auf einem mittelalterlichen Markplatz Südfrankreich. So versuche ich. In einer anderen Zeit.Mittelalter oder Scheiterhaufen. Zum Tode Verurteilte werden verbrannt. befand ich mich nicht in meinem Bett. Wir küßten und bumsten und schmusten. Maria trägt ein weißes Gewand. schreiende Menschen. Heulend und schluchzend kamen wir zurück. Sehen die zwei verbrennen. das Erlebte zu verstehen. Dann ich. Sie steht auf dem Scheiterhaufen. nicht faßbares Erlebnis. Plötzlich sehe ich alles aus der Sicht eines Zuschauers. Da erkenne ich Maria. In einem anderen Land. Jetzt befinden wir uns beide unter der aufgebrachten Menge. Wir weinten. Ohne irgendeine Vorankündigung warf uns die T. Als ich dieses sah. hörte und fühlte. Sie ist ein hübscher. Soldaten in blauen Uniformen stehen auf dem Marktplatz um den Scheiterhaufen herum. Wer wurde verbrannt? Wirklich Maria? Ich? Freunde? Etwas unendlich Trauriges war geschehen. in Vom Scheiterhaufen aus schaue ich auf die Flammen und das gaffende Volk. in eine andere Welt. Warum durchlebten wir etwas Grausames. Wir weinen. Das Feuer. Die Flamen fressen sich an sie heran. Nicht in meinem Bewußtsein. auf denen das Geschehen festgehalten ist. Der Ketzerei angeklagt wurden wir in Frankreich verbrannt. was wir gesehen hatten. Nun erscheinen alte Gemälde. Da sind noch mehr Menschen in weißen Gewändern. Ein tiefes. während wir glücklich zusammen schliefen? Der sexuelle Rausch stieß eine Tür in unsere Vergangenheit auf. In einem anderen Körper. in ein vorheriges Leben als Tempelritter.S. Atemlos erkannten wir.S. Klammerten uns aneinander und erzählten stockend. daß es uns schüttelte.

Dachte ich. Heute bin ich mit Paddy zusammen.Trommeln. freundliche und ermutigende Antworten ziehen konnte. den Finger nähen zu lassen. wo ihr Mann mit einer Band spielte. Etwa ein Drittel des Tarots. gehörten ihrem Mann. Andrea wickelte einen Verband um meinen Finger. Die längste Liebe meines Lebens. Die Rasierklingen waren in Wachspapier verpackt. Die guten Karten legte ich davor. den Gehängten! Meine Hände hatten meinen Plan nicht ausgeführt. Jener Teil. Bis auf den Knochen drang das Metall ins Fleisch meines linken Mittelfingers. Aaaar! Was für ein undenkbar scheußliches Gefühl! Versuchte. Nahm das verbliebene Papier und zerknüllte es. Sie kannte mich noch nicht. Paddy befreite die Trommeln von meinem Blut. Er zeigte Paddy seinen linken 114 . Er fluchte nach der Party wegen den beschmutzten Instrumenten. Saute das schöne Musikinstrument ein mit meinem Blut. Oh nein! Nicht schon wieder dieser Finger! Genau wie in Port Bou! Soviel Blut! Meine Trinkstraßenschwester Andrea wollte mich dazu bewegen. Ein teuflischer Einfall: „Ich werde nur noch die Karten benutzen. aus ihm nur fröhliche. Ich kleckerte alles voll. der davor lag. Wollte gleich mit meinen Trinkstraßenbrüdern und Schwestern zu einer Party fahren und gut aussehen. Mischte mit meiner heilen Hand die guten Karten. die ich mit meinem Blut bespritzte. Schon drei Jahre. Dachte ich. Setzte mich ans Schlagzeug. der durfte auch. das Streben. Dann entdeckte ich drei Congas. eine in Papier eingepackte Rasierklinge zu zerknüllen. sondern das Gegenteil getan: Die guten Karten lagen unter der Pyramide verborgen. Das Schlagzeug und die Congas. Es gab Live-Musik. die ich nicht mochte. Schnell ein Schluck Whiskey! Los. den Turm. suchte ich aus dem Spiel heraus.“ Ging mich rasieren. Wickelte eine aus. Die Verpackung ohne Klinge lag daneben. Wer spielen konnte und wollte. Blut und Blödsinn Ach könnte ich nur gute Karten ziehen! Alles wäre so einfach! Die Karten. schraubte sie auf den Rasierer und schäumte mich ein. bestand aus den Bösen. Zog die Enttäuschung. mit dem sie damals noch zusammen war. Versteckte sie unter einer kleinen Kupferpyramide. damit ich ihn benutzen. Vor einem Vierteljahr besuchten wir zusammen ein Fest. Endlich hörte es auf zu bluten. Setzte mich in mein Zimmer vor die Tarotkarten. die ich mag. Der Schnitt riß auf. Ich wollte nicht. Spielte wie besessen darauf. zur Party. Das Blut durchtränkte den Verband.

in den er sich kurz vorm Konzert geschnitten hatte. begegnete ich meiner Mutter. ob er seine Trommeln blutig spielte. den ich nicht mehr gegangen war. Meine Oma lag dort ein paar Tage. jeder blöde Zufall geht auf unser Konto? 115 . meinte sie. Spinnennetz aus nicht-kausalen Hüte dich. eine Bedeutung hierin zu suchen? Ist das suchen nach einem Sinn hier ein Gedankengang. verzieht ihr Gesicht zu einem undeutbaren Grinsen: Na? Was wollen wir dir damit sagen? Wollen wir dir etwas damit sagen? Ist es Wahnsinn.“ Die T. überall einen Sinn zu suchen.S. vergaß sie ihren Krückstock.S. Für meinen Spaziergang zum Krankenhaus wählte ich einen Weg. rümpft ihre Nase: Gaähn! Was für eine langweilige Anekdote! Was soll daran aufregend sein? Suchst du einen Sinn darin? Glaubst du. Den holte ich ihr nun.S. Die hatte ich ewig nicht gesehen.S. Letzte Woche lief ich zum Krankenhaus 111. „Komisch“.Mittelfinger. Ich konnte nicht erkennen. bevor sie entlassen wurde. Sagte ihr. Den Krückstock dann meiner Oma bringend. „als ich gestern Oma besuchte. daß der Spaziergang Erinnerungen an Frau Nonnemann in mir geweckt hatte. Orangener Lippenstift. da lief eine Frau in einem grellroten Mantel durch die Krankenstation. vor dem du dich hüten solltest? Ein feines Zusammenhängen. seit man mich wegen der Judenbuche bei Frau Nonnemann zum Psychiater geschleppt hatte. Das Gesicht weiß gepudert. Als sie wieder nach Hause fuhr. Graugefärbte Haare. Frau Nonnenmann. Die T.

es gehen mir morgen nicht zwei kaputt. der ich die drei Sticks.“ Lief also mit drei Sticks zu Electric Blue. meine Freundin Paddy. Mein Schlagzeug samt 20 Sticks hatte ich einem Freund geliehen. Hartes Holz mit etwas schwarzem Plastik an ihren Enden. Hauptsache. Kann morgen bei Electric Blue vorspielen. Mein Schlagzeug kannst du noch eine Zeit behalten. Keiner zerbrach. 116 . Allen Ernstes.S.S. Diesen vierten Stick materialisierte die T. Willst du behaupten. ist eine Organisation aus der vierten Dimension. Ich ging hin und ließ mir von lauter Musik und Bier das Hirn zuschütten. was mit zu tun? Ja. Es ist für sie ein leichtes Spiel. und jenen Menschen.S. Wie können sich Wesen aus der vierten Dimension uns mitteilen? Kann sich eine vierdimensionale Intelligenz in unserer dreidimensionalen Welt bemerkbar machen? Die T. Die anderen hatte er gerade verkramt.S. dem das Schlagzeug von Electric Blue gehört. Wenn ich noch zehn Zeugen fände . „Nur weiter so! Ich brauche meine Schlagzeugsticks zurück. Die Sticks sind recht besondere. hat gut geklappt. zeigte.!. Die haben eins im Übungsraum. in denen man Götternamen vibriert und mit einem Stab Pentagramme in die Luft zeichnet.Materilisation Rudy Ruckers Buch Die Wunderwelt der vierten Dimension (Knaur Verlag) las ich mit Begeisterung. Er gab mit den Schlimmen Fingern ein Konzert. Rituale. da hätte die T. Die suchen einen neuen Drummer. „Macht nichts.? Sehr selten vollziehe ich magische Rituale in meiner Wohnung vor meinem Altar. daß er nie derartige Sticks besaß.wer will es mir glauben? Und würde jemand zur gleichen Schlußfolgerung kommen wie ich? Diesen vierten Stick materialisierte die T.S. Nach dem Spielen tat ich die DREI Schlagzeugstöcke in einen Stoffbeutel und fuhr nach Hause. Bin jetzt Electric Blue-Drummer. durch die Zeit zu reisen. Am nächsten Morgen zog ich VIER Sticks aus dem Beutel. „High“. sagte ich ihm nach der Zugabe. Als magischen Stab benutze ich immer einen alten Schlagzeugstock.S. Kaufte sie in Hamburg. nachdem ich sie bekommen hatte. Er bestätigt. die ich hätte versehentlich einstecken können.S.“ Der Drummer der Schlimmen Finger fand nur drei meiner Sticks.S.. Es gibt drei Zeugen für diesen Vorfall. Zeit ist die vierte Dimension. Den Drummer von den Schlimmen Fingern.

Aber keinen dieser Besonderen mit dem schwarzen Plastik am Griff. überreicht wurde.O. (Ich nehme an keinen Logentreffen teil oder zahle Mitgliedsbeiträge. Der falkenköpfige Gott bezeichnet sich im Liber AL als den Herrn des Doppelstabes der Macht. ist.. wenn man so will.. weil ich so intensiv über Rudy Ruckers Wunderwelt der vierten Dimension nachgrübelte. war dies auch darum eine freudige Überraschung.T. in einem Briefwechsel mitgeteilten.S. Der O. Ist er vielleicht Schlagzeuger? Peter-Robert König schickte mir eine Urkunde. Peter schrieb mir. „ gehören. eine Bruderschaft. Wie kann sich ein Wesen aus der VIERTEN Dimension in der DRITTEN bemerkbar machen? Es legt zu DREI Schlagzeugstöcken einen VIERTEN.S. 117 . würde der Liber AL Vers „Ich bin der Herr des doppelstabes der Kraft .) Als mir der vierte Schlagzeugstock von der T.T. Ich erhielt den XI° einfach auf Grund meines.O. Wissens.O. nach der ich den XI° im O.T. zum XI° O. innehabe.

Ariel Ultra. mischte noch einmal und erhielt die Lust. Mußte es schaffen. ich wasche meinen Kopf Ich versuchte. daß heißt auf griechisch Zucker. Konnte schlecht schlafen. gänzlich ohne Drogen zu leben. den Ritter der Kelche oder den Mond. den Fehlschlag. psychosomatische Atemnot. Die Arbeit im Kaufhaus Mohr war ein Alptraum. So lange bis unsere Füße und die Umzugskartons im Wasser standen. 118 . Nach einem Monat war die Schlacht gewonnen. machten mir Angst. weder Alkohol noch Kaffee trinken. Mit Maria zog ich nach Hamburg in die Walderseestraße im Stadtteil Othmarschen. nicht zu rauchen oder zu trinken. Meine Mutter fuhr den Wagen mit Anhänger. nahm ich das Kartenspiel und zog todsicher die Ausschweifung. Wollte ich rauchen oder Alkohol trinken. Schaffte es nicht. Zucker ist extrem weiblich. Aus dem Hahn strömte es gewaltig schnell und der Überlauf der Wanne war verstopft. Als alles ausgeladen und sie wieder gegangen war. Wir küßten uns im neuen Heim. Umzugskartons. keine Zigaretten oder Haschisch rauchen. schwitzte. die ich zog. Marias Nachname ist Sachariadis. Eineinhalb Stunden mußten wir feudeln. den Genuß oder Erfolg. wie oft ich in den ersten Wochen rückfällig wurde. den Magier. fühlte mich verwirrt. Dann bekam ich Angst und Wut. ein guter Grafikdesign Schüler zu sein. Fürchtete. und das Tarotkartenspiel eine Zaubermedizin. es nicht durchzuhalten. Mein Kampf gegen mich selbst begann: Vegetarisch essen. Die Karten. Stühlen und Matratze. Wenn ich mir das vornahm. In der Yin-Yan-Philosophie der Chinesen ist alles auf der Welt entweder männlich oder weiblich. Weiß nicht. nahm mir fest vor. Konnte mich nicht konzentrieren. genau wie das Wasser. zog ich Karten wie Erfolg oder Genuß. Nur einmal Fasten hatte meinen Kopf nicht reingewaschen. stellte Maria das Badewasser an.

? 119 . Es gab ja keinen Grund für mein Erlebnis. Meine Lungen hatten mich dazu gezwungen.S. Während ich graue Plastikfolie von einem Schaufensterpuppen-Podest entfernte. die ich lange nicht gesehen hatte. ohnmächtig zu werden. konnte ich nicht mehr atmen und geriet in Panik. jetzt im Kino zu sterben. wieviel Angst ich fühlte. Nicht schreien. Neben mir redete eine dicke Mutti mit Tochter: „Möchtest du lieber Nougat oder Vanille?“ Sie aßen Eiskonfekt. mich aber nirgends erreichen konnte. mich anzurufen. aus dem Raumschiff stieg. Dann ging der Anfall vorüber. um eine Andersfarbige aufzuziehen. Keiner der Erwachsenen hätte mich ernst genommen.S. Sie fiel mir um den Hals und erzählte aufgeregt. ihr diesen Traum? Auch aus meiner Kindheit erinnere ich einen Erstickungsanfall. Weckte E. bekam ich so starke psychosomatische Atemnot.T. Der Traum sei so real und deutlich gewesen. Zehn fürchterliche Minuten Schweißausbrüche. Sie suchte nach einer Jacke und bemerkte nicht. Es war entsetzlich. daß ich fürchtete.Mehr Luft Das Praktikum im Kaufhaus Mohr beendete ich nach drei Wochen.S. mich nicht bewegen. Wir guckten E. in dem ich gestorben sei. Ich stand dort wie angewurzelt und rang nach Luft. wie elend es mir ging.S.T. sagte: „Guten Tag“. Ich fühlte mich verwirrt und benommen.Der Außerirdische. Fungierte ihre Mutter als Verbindung zwischen ihrem und meinem Unterbewußtsein. die mich schockierte? Erinnerungen an die T. Ihre Tochter traf ich einen Monat später in der Stader Fußgängerzone. Auf einem Geburtstag einer Freundin. Keinem Menschen erzählte ich davon. .T. Als der kleine E. oder schickte die T. eine Erinnerung in mir. so fürchtete ich. daß sie am Morgen danach verzweifelt versucht hätte. Konnte mich Niemandem mitteilen. sie hätte vor einigen Wochen einen schrecklichen Traum durchlebt. Die Mutter einer Freundin. Alle gingen zusammen ins Kino.

“ Frau Dorendorff arbeitete als Illustratorin. die kein Biest weissagen soll: Laß ihn nicht suchen. denn allein dadurch kann er davon abfallen. So sagte ich bald Susanne und nicht Frau Dorendorff. Bald gab sie mir einen Zeitungsartikel über eine Grafikdesignerin. dessen Schriftart ihr nicht gefiel. Laß ihn nicht danach suchen.. mich krank zu schreiben.“ Und: „Dieses Buch soll in alle Sprachen übersetzt werden: aber immer mit dem Original in der Schrift des Biestes. Kurz darauf besuchte mich meine Mutter. denn siehe. die ein Atelier in Horneburg eröffnet hatte. wie ihr übel wurde. entwarf sie Werbekonzepte. fand sie. Schrieb sie „Liebe“.“ „Schön. und es sich nicht vermeiden ließ. Las sie einen Text. Eines meiner verbrannten Gedichte begann mit den Worten „Seine Mutter war für ihn geboren. „Interessant“. sollte der „Haß“ auch zu erkennen sein.“ Das Liber AL wurde Crowley vom Gesandten des falkenköpfigen Gottes geschickt. war aber nicht 120 . Wir verstanden uns prima. Und Abrahadabra. lag auf ihrem Kopiergerät ein Buch über Falken. keine Einkaufsmöglichkeiten gab es in der Stadt . Es wird sein Kind sein und dies seltsam. woher sage ich nicht. Ich zeigte ihr das Buch des Gesetzes.. Sie träumte davon mit Interpretativem Schreiben berühmt zu werden und liebte es. Daß ihr Buchstabenformen so heilig waren. Als ich das erste Mal Susannes Atelier betrat. du o Prophet sollst nicht alle Geheimnisse schauen. die darin verborgen sind. Gedanken und Gefühle auszudrücken. „ Ich zog die Karte Umsicht und besuchte Frau Susanne Dorendorff in ihrem Atelier. verlangte sie. Darin heißt es: „Ändere nicht einmal die Form eines Buchstabens. daß ich einen neuen Praktikumsplatz suchte. denn in der Zufallsgestalt der Buchstaben und ihrer Position zueinander: Darin sind Geheimnisse. erinnerte mich an Crowleys Liber AL. L Schrieb sie „Haß“. „Ich suche einen Praktikumsplatz für eine Grafik-Design-Schule. mit verschiedenen Federn zu zeichnen. der ich erzählte. der den Schlüssel zu allem entdecken soll: Dann ist diese gezogene Linie ein Schlüssel: dann ist dieser quadrierte Kreis in seinem Mißlingen ein Schlüssel ebenso.Wie schreibt man „Schreiben“? Nach dem Erstickungsanfall im Kaufhaus lief ich zu einem Psychiater und bat ihn. Ihr Bruder und sie selbst interessierten sich für diese Vögel. ich suche einen Praktikanten. glaubte ich zu sehen. daß die Form der Buchstaben auch nach „ iebe“ aussah. Die unterschiedliche Gestalt der Buchstaben war ihr Werkzeug. Wenn sie Geld brauchte. zu versuchen: Aber einer kommt nach ihm.

ob sie einige Verse daraus „interpretativ“ schreiben wolle.“ 121 .hypnotisiert wie ich. entgegnete sie geheimnisvoll: „Es ist noch nicht so weit. Auf meine Frage.

Wir bekamen die Nachricht. An Sex dachte ich allerdings von morgens bis abends. gut in der Schule zu sein. wollten mit mir schlafen. Meine Stimmung im Kampf gegen mich selbst verwandelte sich in Triumph und Hochgefühl. drehten sich die Zeitungsüberschriften um meine Gedanken. Wenn ich die Hausaufgaben nicht machen wollte. welches Mädchen ich in der Schule ansah. Ich aß so viel Zwiebeln und Knoblauch. die ich sah. Teufelsbrück. hatten keinen Fernseher.Teufelsbrück. JEDER Mann und JEDE Frau. wo der Fluß an den Jenischpark grenzt. glaubte sie. die Schule der Gestaltung In Othmarschen begann ich. Sie wählten mich zum Klassensprecher. sondern auch. Ich lief von der Haustür aus bis zur Skulptur eines menschengroßen Holzteufels am Elbufer. Jeden Tag sagte ich dem Teufel „Guten Morgen“ und lief zurück. Gleichgültig. zog den Sieg oder die Stärke und machte meine Hausaufgaben. ich mußte an Sex denken. Nicht meine Gedanken um die Zeitungsüberschriften. Man 122 . Zwiebeln. fühlte ich mich trippig. daß wir nicht mehr zur Schule gehen sollten. Überall sah ich Synchronizitäten. Obwohl drogenfrei. Früchten. Ich weiß nicht. neurotisch eifersüchtig war. Man nennt das Elbufer dort. Immer. wenn ich mit einer Frau oder einem Mädchen allein war. ich würde mit ihnen schlafen. Seit unserer ersten Nacht hatte ich mit niemand anderem geschlafen. Eines Tages mußten sich alle Schüler in der Pausenhalle versammeln. Auch übte ich täglich den Sonnengruß. Nicht meine Gedanken als Reflektionen auf Dinge. Wenn in der S-Bahn vor mir jemand die Zeitung aufschlug. Alles. Manchmal überkam mich die Wahnvorstellung. nahm ich das Tarotspiel. Dann mischte ich noch einmal. dynamisches Yoga. Knoblauch und Tarotkarten. Das Kartenspiel half mir nicht nur fit und drogenfrei zu leben. daß in der Schule niemand neben mir sitzen wollte. Wir lebten in unserer Welt aus Kräutertee. zog die Niederlage oder die Vergeblichkeit und wurde wütend. Ansonsten mochten mich meine Mitschüler. Gemüse. Maria und ich hörten kein Radio oder lasen Zeitung. jeden morgen eine Dreiviertelstunde durch den nahegelegenen Jenischpark zu joggen. fest entschlossen. egal wie alt. für die Schule zu arbeiten. egal wie schön oder wie häßlich. Dabei war ich Maria so treu wie Gold. ob Maria von Kind auf krankhaft. ALLES empfand ich als den Spiegel meiner inneren Stimmen. Das Gebäude war renoviert worden.

aber in meinem ganzen Leben noch kein Koks genommen.. mußten alle lachen.“ Während ich weg war. Ich ging zum Hausmeister und sagte. daß ich Koks nehmen würde und sie doch versuchen sollten. ich möchte ein Stück Kreide.“ Im Englischunterricht fragte unser Lehrer. Prrf. Ich hatte auch Vertrauen zu ihm. dicken Eiterfurunkel am Arsch. Unsere Klasse wurde in das Gebäude einer Grundschule versetzt. Der drückte mir einen ganzen Karton in die Hand. Er hatte nun schon wieder einen Beweis dafür.hatte dummerweise giftige PVC-Platten verwendet. weißt du was GEIL ist? HII hihi. Meine Gedanken an Zigaretten und Kaffee. Herr Kolleg. Nach dem Unterricht kam er zu mir und sagte. Ich lebte so gesund wie der vorbildlichste Mensch der Erde und wurde hier vergiftet. Ich wollte nur noch ein großer Yogi und Tarotkartenmeister werden. Ich lief trippig und geil zwischen den Kindern auf dem Schulhof umher. ob wohl jemand vom Hausmeister ein Stück Kreide holen könne. Alkohol. Hahaha. aß ich Pampelmusen. daß ich kokssüchtig sein mußte. „O. mir zu helfen. Eine Ironie des Schicksals. den mir ein Chirurg aufschnitt. Jetzt plagten Schüler Kopfschmerzen oder sie waren an etwas Anderem erkrankt. SEXBESESSEN. Als ich Herrn Kolleg den Karton brachte. Kriegte einen riesen. Er nahm sich ein Stück Kreide und schickte mich mit dem Karton zurück zum Hausmeister.K. aber es hing dort nur für mich. An einer Tür hing ein Plakat: „Das Leben ist ein Traum“. ich gehe. Fleisch und Drogen waren aus meinem Kopf verschwunden. 123 . Ich weiß nicht warum. Wenn meine Mitschüler in den Pausen Kaffe tranken oder Zigaretten rauchten. ich könne ihm wirklich vertrauen und mit ihm über alles reden. erzählte er der Klasse. Vier kleine Kinder liefen hinter mir her und riefen: „Duuu.

Ich hatte den Teufel gewählt. Auf dem Tisch lagen mindestens zehn verschiedene Kartenspiele. „hast du Zeit für mich?“ „Ja. Auf dem Spiegel im Badezimmer klebte ein Schildchen: Sorge dich nicht. Ein etwa 40 Jahre alter Mann. Diana öffnete die Tür. Prof.“ Als sie mir ihre Adresse gab. Nicht in einem Studentenzimmer. alleine zwanzig über das Tarot und 124 . der in der Buchhandlung stattfinden sollte. Was er an der Uni unterrichtete. Sie zeigte mir einen Tarot-Einführungsabend. Ich glaube. du siehst ja richtig fröhlich und gesund aus. Gerd arbeitete im Wohnheim als Studentenberater. Früher sahst du so blaß und traurig aus. „Hallo“. Sie begann zu weinen.Die Seekarten des Hamburger Himmels Maria hatte sich im Esoterik-Buchladen Wrage das monatlich erscheinende Körper. Wir gingen zusammen dort hin. keine Einführung in den Tarot mehr zu benötigen. packte Maria hysterisch meinen Arm und zog mich nach draußen. die Tochter von Gerd. Dann erzählte er jedem ein paar Sätze über deren Bedeutung. Ich bin Diana Krüger. ich habe immer Zeit für dich. rothaariges. egal was ich sagte. Anschließend bat er uns. die wir anziehend finden. Wenige Tage später fuhr ich mit der S-Bahn zur Station Osterstraße und ging von dort aus zum Studentenwohnheim. Geist & Seele-Heftchen besorgt. Als die Veranstaltung zu Ende war. „Bist du nicht Claas? Claas Hoffmann?“ „Ja. weiß ich nicht. blauäugiges Mädchen auf mich zu. sagte ich schüchtern. sondern in einer schönen drei Zimmer Wohnung. Diana lebte hier mit ihrem Vater. im Athenaeum. Herr Krüger erzählte einige allgemeine Dinge über den Aufbau und die Benutzung der Karten. überwiegend Frauen. Ich habe dich in der Schule. immer auf dem Schulhof angeschaut und mochte dich nie ansprechen. kam ein sehr hübsches.“ In der Wohnung roch es nach Duftölen und WeledaHautcreme. „Du mußt zu deinen dunklen Seiten stehen und sie ausleben“. in dem neben neuen Büchern auch immer eine Liste der spirituellen Veranstaltungen in Hamburg zu finden ist. war der Tarot-Fachmann. jeweils eine Karte. „Es ist aus! Es ist aus! Das ist deine nächste Freundin! Mit der wirst du schlafen und mit der wirst du zusammen sein! Uhuhu! Das tut so weh! Tut so weh!“ Sie hörte den ganzen Abend nicht auf zu weinen. lebe! Im Wohnzimmer standen viele esoterische Bücher. riet mir Gerd.“ „Oh. der weise Tarotprofessor. obwohl ich glaubte. aus den Trümpfen heraussuchen. Gerd Krüger. Um einen niedrigen Tisch herum saßen zwischen all den New Age-Büchern 15 Menschen. Ich glaube.

wenn sie aus Dortmund zurückkommen würde. HinduGöttern oder Gottheiten aus anderen Religionen. sieben über das I Ging und andere über RunenOrakel. war Maria außer sich. 125 .die Kabbala. Das Telefon klingelte. Ich liebte sie. Ich war traurig.“ „Oh Gott. Wir redeten über Tarotkarten. aber ich wollte mich nicht von ihr einsperren lassen. „Ich glaube dir nicht. Es war Maria: „Ist SIE bei dir?“ „Ja. Ich war ganz verzückt von Diana und der schönen Atmosphäre. Ich freute mich. daß ich bald meinen Schwanz in diese schreckliche böse Möse stecken würde. und das könnte sie nicht überleben. du weißt ja nicht. Diana besuchte mich. weil sie ja wisse. An den Wänden hingen Bilder von verschiedenen Buddhas. nicht zu mir nach Othmarschen zu kommen. Im Kühlschrank lagen gesunde Sachen aus dem Bioladen. daß ihr euch nur unterhalten habt. Als ich wieder nach Hause kam. wenn sie mich nicht vorher verläßt. Götter und Geister und verstanden uns wunderbar. Alle verschiedenen Kartenspiele oder Spielsteinchen die man als Spiegel der Seele benutzen kann. Ihr habt doch gefickt! Gefickt! Und beim ficken habt ihr vielleicht geredet! Uhuhuhu! Du bringst mich um! Ich halte das nicht aus!“ Sie konnte sich nicht mehr beruhigen und fuhr für einige Tage zu ihren Eltern nach Dortmund. was du mir antust!“ Sie beschloß. sondern wieder in die Trinkstraße nach Stade zu ziehen. nicht allein zu sein und kochte einen Tee.

Dabei hatte sie mich doch verlassen. ihr wären auf der Fahrt ins Krankenhaus Wölfe erschienen. als ihr schlecht wurde. als niemand hinsah. Die Antwort war. aber geglaubt. daß die Welt untergeht. 20 Jahre bevor ich dort einzog. als die beiden nach wenigen Sekunden verschwanden. als wolle ich mit ihr in den dunklen Keller. Von meinen Mitbewohnern wollte sie dann wissen. im Besitz eines Schlüssels zum Sparkassentresor sei.“ Sie mußte mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren werden. die Brandwunden hätte sie sich aus Versehen zugezogen. kommmmm“ rief. daß sie als kleines Mädchen in Griechenland Wölfe sah. Man konnte nur noch das Weiße in ihren Augen sehen. Das Hyperventilieren wäre nur gekommen. In einer Gegend. Maria erzählte mir. wer die alten Leute gewesen sind. die dunkel „AAAMaria. Ich besuchte die Trinkstraße. drei Zigaretten auf ihrem Unterarm aus. als man ihr die Doppelmordgeschichte erzählte. Schon früher hatte sie mir erzählt. tut das viel mehr weh. Vom Hyperventilieren wurde sie am ganzen Körper von Krämpfen geschüttelt. Es müssen Geisterwölfe gewesen sein. indem ich sie packte und so tat. Nun hörte sie oft eine Stimme. sah Maria dort zwei alte Menschen sitzen. Dann hielt sie die Brandwunden vor meine Augen und schrie: „Wenn du mit einer anderen schläfst. Als Maria mit Jolli aus Spanien kam. In dem Haus geschah.. daß ich für alle der Arsch war. Die Bankräuber glaubten ihm nicht. Ich machte ihr dann eine Heidenangst. Gemein. und von meinen Mitbewohnern in mein Zimmer geführt wurde. in der es keine Wölfe gab. Die arme Maria gruselte sich natürlich ungemein. Maria begann zu hyperventilieren und drückte sich. der dort wohnte. ich könnte diesen Weltuntergang verhindern. Ich erklärte dem Arzt. ein Doppelmord. In der Nacht blieb ich an ihrem Krankenbett und rettete sie vor der Psychiatrie. daß der Mensch. daß da keine alten Leute hätten sein können. Sie erschossen ihn und seine Frau. Sie wunderte sich. 126 . Sie hätte gewußt. Sie tat den anderen so leid. als diese Zigaretten.Wölfe im Krankenhaus und Geister im Hinterkopf Maria zog wieder in die Stader WG und war furchtbar elend anzuschauen. und nicht umgekehrt. Ein Irrtum. Zwei Bankräuber vermuteten damals. Auch in der Trinkstraße sah sie Gespenster. weil sie betrunken war und sich fürchtete.

da wären dunkle Gestalten am Fenster gewesen. Sie hörte die unheimlichen Wesen murmeln: „Jetzt haben wir ihn“.Eines Abends flüsterte sie im Bett. Damit war ich gemeint. 127 .

Aus Spaß! Scheiße! Der Flaschenhals schlägt auf meine Vorderzähne. wegen Totschlag verurteilt und auf Bewährung frei. Krachs! Lüder haut mir von vorne auf den Arm. Meine Güte bin ich paranoid! Paddy küßt mich und nimmt ihren Drink. 128 . Neben ihm nehme ich einen Schluck Bier. Neben ihm drehe ich meinen Ellenbogen so. Glas splittert. Am anderen Ende des Tresens steht ein nicht ganz menschliches Wesen. sehe ich den blonden Lüder. wo eben noch der vermeintliche Totschläger stand. Wie nett von ihm. Sieht der fies aus! Hat einen Knast-Schnurrbart und Tatoos. Er beachtet mich nicht. Lüder brüllt mich an. Schlängel mich zu ihm durch um etwas Blödsinniges zu sagen und zu hören. Starrt mich an und macht eine Handbewegung.Pass auf! Stehe in der Mülltonne am Tresen. die in etwa sagt: Komm her. während ich trinke. Igitt. Den kenn ich doch gar nicht. Würde sagen. daß er mich schützt und ich ihn gleichzeitig damit schlagen könnte. so betrunken wie Lüder meistens ist. Eine Ecke Vorderzahn bricht ab. ich hau dir eine rein!. Dort. Kaufe ein Bier für mich und einen Southern Comfort für Paddy. daß ich ein guter Musiker bin. Was hab ich dem getan? Muß an ihm vorbei gehen um Paddy ihren Southern zu bringen. um zwei Uhr morgens in der Tonne.

das Tarot oder das I Ging. N und L. in der Zeitung stand oder in der Tagesschau gesagt wurde. Ich ging davon aus. daß das Programm funktionierte.B. Ich las diesen Buchstabensalat in falscher Rechtschreibung. die nach Betätigung der Enter-Taste zufällig ausgespuckt wurden. daß ich glaubte. Weil ich wußte. Es erschien so etwas wie „ewkfzamuifgfhtvlfrjuruhnjrwetumnmöpzdämlrejgeklutjufodskl“ Kaum zu glauben. Ich erzählte ihm von meiner Idee. E. Am Ende waren in den Computer etwa 40 Zeichen eingegeben.Ein persönliches Gespräch mit dem Zufall In der Trinkstraße zogen oft verschiedene Verrückte ein und aus. schreiben könnte und nicht nur. daß es sich bei meiner Idee um reinen Blödsinn handelte. Günter beobachtete mit wachsender Sorge. ob er für mich in seinem Computer ein Zufallsprogramm schreiben könnte. hätte ich auch das 129 . mischte also willkürlich Englisch. half er mir und schrieb das Programm. daß wir beim Sprechen und Schreiben nicht alle Buchstaben des Alphabetes gleich oft benutzen. Französisch und Deutsch. U. Ich war so dermaßen breit im Kopf. Synchronizitäten zu meinen Gedanken fand. sondern auch mit wissenschaftlichem Interesse verfolgte er meinen psychischen Zustand und schenkte mir ein offenes Ohr. Vor allem die Buchstaben A. setzte ich mich begeistert und erwartungsfroh vor den Bildschirm. wie z. das aus dem Radio kam. Dann sollte auf dem Bildschirm. in falscher Grammatik. daß die so erscheinenden Buchstabenfolgen immer Worte ergeben würden. auch in solch einer Buchstabenfolge Zusammenhänge zu meinen Gedanken zu finden. wie ich zunehmends in jedem Wort. O. Das war außerordentlich lieb von Günter. M. sollte ein Wort mit fünf Buchstaben entstehen. I. die synchron zu den Gedanken des Anwenders verlaufen müßten. Wenn man fünfmal Enter drückte. Auch wenn Günter davon überzeugt war. zufällig ein Buchstabe erscheinen. setzte fehlende Vokale oder Konsonanten selber ein und benutzte zur Entschlüsselung alle mir bekannten Worte aus allen mir bekannten Sprachen. immer wenn man die Enter-Taste drückte. ein Orakel zu erschaffen. was verständlich sprechen bzw. weitere Worte. Ich fragte Günter. Ich wollte das lateinische Alphabet in den Computer eingeben. fügte ich zu den 26 Buchstaben von A bis Z intuitiv noch einige doppelte oder dreifache hinzu. von seinen falschen Freunden „der Gynäkologe“ genannt. wenn man noch öfter die Taste betätigte. Nicht nur mit fürsorglicher Anteilnahme. Für gut zwei Jahre wohnte in diesem Haus auch Günter. und als das Programm geschrieben war. und wenn ich Suaheli gekonnt hätte. sich ausschließlich Symbolen oder Parabeln bediente. aber ich erkannte hieraus.

Dann machten wir das ganze noch einmal. Da jedem Trumpf ein hebräischer Buchstabe zugeordnet ist. hatte ich somit ein zufällig durcheinandergemischtes Alphabet in der Hand. im anthroposophischen Emerson College. ein Arab-Israeli. Ich bat ihn. Woran hatte er gedacht? An den Golfkrieg. Hoffnungen. daß sich im ursprünglichen Programm keine Leerzeichen befanden. das machst du doch nur mit deinen Gedanken. ich habs noch mal gemacht. Wir gingen in sein Zimmer. die er dann gezogen hatte. er wäre dafür verantwortlich gewesen. schreibenden Orakels besessen war. Er hatte daran gedacht. Günter erkannte. wieder von dem Gedanken eines sprechenden bzw. Er schaltete die Kiste ein. stöhnte Günter kopfschüttelnd. Beim Frühstück am nächsten Tag sprach er zu mir: „Du. Ich setzte mich davor. Allerdings würde ich hierfür das hebräische Alphabet verwenden. ich der heilige Computer. wie auch den Koran unterrichtete. Wenn er das Wort Mohrrübe oder Hose gezogen hätte. Auch heute halte ich einen durch ein Zufallsprogramm sprechenden Computer für möglich. daß ich nie wieder meinen Verstand zurückerlangt hätte.benutzt. du willst doch nur etwas darin lesen können! da steht nichts!“. Damit ging ich zu einem der Studenten. So durchschaute ich aber. Ich glaube. drückte immer wieder auf Enter und las: „Hallo Claas. „Oh weh Claas. Gott sei Dank. daß der Text von ihm eingegeben worden war. rechtzeitig. Dinge. ob er eine Schale mit Nüssen auf den Tisch stellen sollte. Ich las meine Wünsche. suche in dir selbst. suchte ich die 22 Trümpfe meines Tarotkartenspiels heraus und mischte sie.“ Hätte Günter nicht bei seinem teuflischen Plan vergessen. was übersetzt hart und knackig heißt. 130 . wäre kein Zusammenhang zu seinen Gedanken erkennbar gewesen. an etwas zu denken und drei oder vier Karten zu ziehen. Willst du auch noch mal an den Bildschirm?“ Klar wollte ich noch mal. die in Emerson die Grundprinzipien der Waldorfpädagogik lernten. es funktioniert doch. Als ich in England. Mazin zog ein Wort. der in Israel sowohl Hebräisch. die mir passiert waren oder Dinge. Mazin. sie würden bald passieren. Ich glaube. daß mir wohl kaum noch zu helfen war. ergaben das hebräische Wort für Panzer. Ängste. Für mich funktionierte es. du hast doch recht. Die Buchstaben. von denen ich mir vorstellte.

In dieser Zeit schrieb ich ein Traumtagebuch. Maiko war Makrobiot. aß ich gerne und irgendwann merkte ich. das zweite aus einem Ausrufezeichen. weil die so Yin sind. Fleisch) und andere superweiblich (z. Am ersten Abend. Das Schiff war noch nicht ent. Es mußte noch einen Tag länger im Hafen bleiben. Dezember 85 fuhr ich zusammen mit meiner Mutter nach Dänemark. Die Ladeluken aus Stahl quietschen.B. den ich je kennengelernt habe.B. Auf einem anständigen Kümo wird morgens. nur bis zum Hals denken würde und sich nicht spirituell weiterentwickeln könne. daß ich zehn Tage mitfahren wollte. und du wirst ein Vogel Ich erinnere nicht. daß ich zehn Tage auf dem Schiff arbeiten wolle. gesoffen und geraucht und eine Menge Kaffee verbraucht.und Körnerfresser. während die anderen Eisbein mit Sauerkraut aßen und ich dafür einige Mandarinen. Ich aß noch nicht einmal Kartoffeln. So konnte ich da nicht bleiben. die nur etwas Yin und etwas Yang sind und wenn man täglich die gleiche Menge Yin-Nahrung wie Yang-Nahrung zu sich nimmt. Das erste Kapitel dieses Buches besteht einzig und allein aus einem großen Fragezeichen. Zucker). und er meinte. Der fanatischste. Alles. nachdem Maria ausgezogen war. wo wir meinen Vater besuchen wollten. Weizen oder Reis) Tahin (Sesammus mit Meersalz) oder Tofu (Soja-Eiweiß) zu essen. Nicht als einziger Mandarinen. das würde auch für mich gelten. In der Makrobiotik ist jedes Lebensmittel entweder männlich oder weiblich. auf die nächste ein großes Ausrufezeichen. Ich hatte gesagt. was Maiko kochte. um etwas Geld zu verdienen. wann und wo ich Maiko Friedrichs kennengelernt habe. Nichtraucher und Nichttrinker überleben. Stahlbürsten kratzen. Die sollte man vermeiden. Sonst nichts. der dort mit seinem Kümo lag. wenn man Kartoffeln ißt. besonders viel Getreide und diese Spezial-Makrobiotik-Sachen wie Miso (fermentiertes Soja. glaubte ich noch. Ich nahm das 131 . Für Maiko war es am besten. Eines Morgens malte ich auf eine Seite des Buches ein großes Fragezeichen. Meine Haut war so dünn. Zwei Tage später gab mir eine Freundin ein englisches Buch der Lügen von Crowley. Am 22. wie die einer Qualle.und beladen. wie ich von süßen Früchten „high“ wurde. weil ich in einem Buch von Rudolf Steiner gelesen hatte. Stahl und Kälte drang durch meine Quallenhaut überall. daß man. wenn man Dinge ißt.und zumachen. Die Farbe stinkt. Er zog schon bald bei mir in Othmarschen ein.Iß einen Vogel. Einige Lebensmittel sind supermännlich (Z. Am weisesten ist es. donnern und krachen beim auf. mittags und abends Fleisch gegessen.

Schmerz. war ich wieder in Hamburg. daß mich alle Männer ficken wollen und alle alten. machte Yoga und meine Joggingrunde durch den Schnee. Da mußte doch jemand in der Wohnung sein. in dem es um spielende Krokodile. 132 . daß ich eigentlich reif für die Klapsmühle war. der das mit mir machte. Allein. dicken. fürchtete mich.12. Endlich war meine Müdigkeit stärker als die Angst. war ich wieder frohen Mutes und ruhig im Kopf. so heftig. mit mir ins Bett zu gehen. Da war jemand bei mir. Nicht zum aushalten! Als ich zurückgekehrt allein bei mir durch die Wohnung irrte. Niemand war da. Mein Herz raste. Mein Vater war traurig und machte sich Sorgen. Liebe und die Ewigkeit ging und fuhr zu ihr. Ich schrieb Diana ein langes buntes Liebesgedicht. meinen Rücken hinunter und bis zu meinen Füßen. Maiko feierte bei seinen Eltern Weihnachten.Tarotspiel und zog zweimal hintereinander den Narren. ich zuckte zusammen. bekam ich schubweise Gänsehaut auf dem ganzen Kopf. Als ich erwachte. atmete unruhig. Dann fuhr ich mit meiner Mutter zurück nach Deutschland. jungen und häßlichen Frauen megageil darauf sind. Auf meiner Fahrt zurück mit der S-Bahn war mein Wahn. Am 24. Ich steckte das Gedicht in ihren Briefkasten.

“ Wenn der arme Gerd damals gewußt hätte. Dann bekamen wir alle eine Schwarzweißkopie der Karte Der Narr aus dem Raider-Waite-Tarot und Buntstifte. Sylvester gaben Maiko und ich eine Party. Gerd wollte uns etwas über die von uns benutzten Farben sagen. die er dann versuchte. Ein Alptraum. Vielleicht hätte ich doch lieber Sekt trinken sollen. sondern in einem Raum extra für solche Seminare. daß ich mit seiner Tochter zusammen war: Er hätte mir jeden Rat gegeben. wie meine dunklen Seiten aussehen. an dem Diana und ich teilnahmen. Ich malte den kleinen Hund neben dem Narren schwarz. an dem ich sie superglücklich entjungferte. um das Feuerwerk zu sehen. wie wir die Karten verstanden. Er gab noch ein TarotSelbsterfahrungswochenende. wie das. als ich ihm das erste Mal begegnete: „Du mußt zu deinen dunklen Seiten stehen und sie ausleben. 20 Leute kamen und zu Mitternacht fuhren wir alle zusammen zum Hafen. Das war nicht in einem Bücherladen. was ich zu hören bekam. Er wußte so viele interessante Dinge und kannte so viele interessante New Age Leute.Eine neue Liebe und ein schwarzer Hund Am nächsten Tag fuhr ich wieder zu Diana. Sie roch unglaublich gut und war zuckersüß. so weise wie möglich zu beantworten. Gerd sagte mir noch einmal genau das gleiche. der seine Tochter ins Verderben reißen wollte. Wir schauten uns Tarotkarten auf Dias an und erzählten uns. Ich sollte für ihn ein Alptraum werden. Das war der Tag. ist zu extrem. Ich war gerne im Studentenwohnheim und unterhielt mich mit Gerd. und wenn er daran gedacht hätte. aber nicht diesen. Wir sollten die Karte ausmalen. Sie war zu Hause. 133 . Alles was zu extrem ist. Oder stellten Gerd Fragen. Um 24:00 Uhr stieß ich mit den anderen mit einem Glas Selterswasser an.

Ich machte zwei Intensivseminare mit. um eine Frage zu stellen. Du steigst hinein. Jetzt kommst du an eine Tür. Ich blätterte in meinem Bauch. Ich sah bei diesem Seminar zwei Frauen von Energieentladungen epileptisch durch den Raum zucken. Yoga bei ihm war super. Eines ging über drei Tage und fand in der Villa Falkenstein statt. springen und beinahe fliegen! Nachdem wir zwei Tage von morgens bis abends Kundalini. Yoghurt und Käse. Jetzt bist du bei dem Baum angelangt. du öffnest sie und betrittst eine gewaltige Bibliothek. Frage ihn.“ Ich schaute mich in der Bibliothek um und den alten Mann an. in seinem mächtigen Stamm ist eine Tür. Eine Treppe führt viele Stufen hinunter in die Wurzeln des Baumes. was auch immer du wissen willst. hinab in den Wurzeln des Baumes. Langsam holte uns Hans Georg zurück. ohne zu wissen. Ich sprach nichts. Als das Seminar begann. Mein Bauch war ein gewaltiges Buch. Unendlich viele Bücher stehen in den hohen Regalen aus dunklem Holz. etwa dort. weisen Mann mit einem langen weißen Bart. Da gelangst du an einen Fluß. Jetzt legst du an und steigst aus. an dessen Ufer ein kleines Boot liegt. Nun siehst du in der Ferne einen großen Baum und gehst darauf zu. Eine Traumreise in Villa Falkenstein sah ich so klar und deutlich wie einen Videofilm. wo mein Nabel ist. Er bot mir an. Du öffnest sie und gehst hinein. Er ist der Bibliothekar. Du gehst durch eine grüne. war der dritte Tag nur noch für seichte Übungen und Traumreisen bestimmt.) Hans Georg war wirklich ein verdammt guter Lehrer. 134 . (Auch ohne Milch. lebte ich schon zwei Monate vollkommen ohne Tierprodukte. Immer tiefer gehst du die Treppe hinab. Hans Georg sprach: „Du gehst über eine grüne Wiese durch Gras und Blumen. Damals wollte ich unbedingt und sofort erleuchtet werden. Jetzt siehst du einen alten. hügelige Landschaft.Der schöne Weg zur Bücherei im Bauch Während eines Abendessens bei Gerd lernte ich den Yogalehrer Hans Georg Schön kennen. legst ab und ruderst an das andere Ufer. was ich fragen wollte. einmal in der Woche zu seinen Yogakursen nach Wedel bei Hamburg zu kommen. Ich öffnete meinen Bauch. Ich öffnete meinen Mund. aber meine Hände griffen zu meinem Bauch.und Hatha-Yoga praktiziert hatten.

Die Außerirdischen würden keinerlei Emotionen empfinden. die ich tippte. In den drei Wochen auf der Insel zelteten wir ein Wochenende am Fuße des Gletschers Sneifelsnjef. Vielleicht sind Traumreisen förderlich für die Wahrnehmung von Synchronizitäten. was er glaubte.“ Das waren die letzten Worte. Er erzählte den Leuten. ohne für mich verständlichen Grund. desto weniger können ihn Synchronizitäten erschüttern. was ich vor dieser Begegnung 135 . Ich glaubte ihm nicht. man do you feel your friend. um Sigrun auf Island zu besuchen. (Ich glaube.N.C. daß sich hier das Herzchakra der Erde befindet. schwang das Pendel in eine bestimmte Richtung. Außerirdische hätten mich entführt und mir Spermaproben entnommen. und in seiner anderen Hand ein Pendel. ob sie eventuell besessen wären oder sonstwie traumatisch vernebelt. sondern auch. Als ich mir selbst das Schreibmaschineschreiben beibrachte. Schwitzhütten.Emotion Vielleicht ist es für einen Menschen mit viel Yogaerfahrung einfacher.R.) Dort fand ein Esotherikfestival statt. hierdurch selbst Gefühle zu erhalten. zu wissen. tibetanische Mönche hätten erkannt. degeneriertes Erbmaterial aufzufrischen. Unter den verschiedenen New Age-Therapeuten befand sich ein Amerikaner ungarischer Abstammung. Nun folgte er seiner Intuition: Wenn sein Unterbewußtsein seine Gedanken für richtig hielt. Hierzu hielt er nur eine Hand desjenigen. Erdheilungsrituale und Ähnliches angeboten. berichtete er mir vor den Ohren einiger erstaunter Zuhörer. bevor ich mich zum Flughafen begab. Ich bekam an diesem Ort häufig starkes Herzklopfen. durch unser Erbmaterial körperlich stärker zu werden.I. Als er meine Hand hielt. Hierzu würden sie sogar das organische Material von irdischen Kühen und Schafen verwenden. Es wurden gemeinsame Traumreisen. und desto seltener nimmt er sie überhaupt war. wer sie in ihren vorherigen Leben gewesen seien. über den er etwas erzählen wollte. Es hieß. Sie würden sich nicht nur erhoffen. Ich schrieb: „Feelings are the best friends of human beings. Synchronizitäten zu verkraften als für andere. fand es aber merkwürdig. aber nicht-kausalen Zusammenhänge oft an die Logik innerhalb eines Traumes erinnert. seien aber intellektuell viel weiter fortgeschritten als wir. Dieses Sperma würden sie benötigen. daß das letzte.. Er sagte dann. der hatte wirklich so einen Namen. da die Logik der offensichtlichen. um ihr eigenes. erfand ich einen Text für meine Band T. Andererseits: Um so stumpfer und unbewußter ein Mensch ist.

die mir vor dem Totenkopfkürbis erschienen waren. Als Falk aufhörte. Ich besuchte sie und erzählte ihr. wie geht’s dir denn?“ Meike interpretierte das so. das in der „Abrahadabra“ veröffentlicht worden war. sprang er Meike an. Sie erzählte. wo niemand sein konnte. daß sie keinerlei Emotionen wie Wut oder Furcht empfand. ob sie sich die Geschichte abholen wolle. Es sei dort jemand entlanggegangen und hätte mit der Tür geknallt. vielleicht mein Unterbewußtsein. sie zu beißen. Als erstes plapperte ich: „Hallo. das ein Freund von ihr. das hast du doch nicht nötig! Du bist doch gar nicht schwarz! Du kannst dich auch in 136 . Ich saß davor und versuchte.“ „Als was?“ schrie Falk sie an. ch begann zu onanieren. Ich wollte gerne. daß Meike mein Märchen Das Spiel und die Spinne lesen würde. Mir war langweilig. gar nicht menschliche Spiralen als Augen. „Gefühle sind die besten Freunde der Menschen. die keine Gefühle kannten und auf der Erde inkarnierten. erzählte mir Meike. woraufhin sie laut in Richtung der Geräusche sprach: „Claas. Als die halbe Stunde um war. als aus Langeweile Cola zu trinken und Chips zu essen. Auch darüber. für eine halbe Stunde allein in einem Zimmer ein Bild anzuschauen. Mensch. Sie sollte mir etwas ganz Ähnliches von gefühllosen.aufgeschrieben hatte. um zu fragen. „Als wir keine Gefühle hatten. Mein Bewußtsein erhielt keine Botschaft. genannt Falk. daß ich in Finkenwerder an der Elbe außerirdische Raumschiffe gesehen hätte. rief ich Meike an.“ So vermuteten nun Falk und Meike. Natürlich erinnerte mich dieser Araber an die Gestalten. Finde ich I besser. und biß ihr ins Kinn. Sie war darüber sehr verwundert. um Meike ein Exemplar meiner Geschichte geben zu können. um Gefühle zu erlernen und zu empfinden. was es mit dem Bild auf sich hatte: Es sollte einen Außerirdischen darstellen. Zuende gefummelt und kopiert. Ich fuhr nach Horneburg in das Haus meiner Eltern. Darauf war ein arabisch aussehender Mensch mit einem weißen Umhang mit Kapuze über seinem Haupt zu sehen. Sie fürchtete. als hätte ich gewußt: Es ging ihr momentan nicht gut. etwas zu empfinden oder zu empfangen. gezeichnet hatte. wo sich gerade niemand aufhielt und benutzte das dortige Kopiergerät. außerirdischen Wesen berichten. Nun bat sie mich. als. als. Nachdem Falk das Bild gezeichnet und ihr gegeben hatte. schwarze. Dieser sehr arabisch aussehende Mensch hatte riesige. Einige Wochen später traf ich in Deutschland die Heilerin Meike. die sich selbst vielleicht als Hexe bezeichnen würde.. ich würde mit einem Dämonen experimentieren und diesen zu ihr schicken. rief Meike: „Das ist ja genau wie damals. gerade hätte sie Schritte und Knacken in ihrem Haus gehört. fühlst du deinen Freund?“ gewesen ist. sie wären in einem früheren Leben Außerirdische gewesen.

weißer Magie selbstverwirklichen!“ Ein merkwürdiger Zufall. Vielleicht mußte sie sich irren. oder aus Lust. da unser erster Song Drinking and Driving war.N.S. weil die T. sah ich im englischen Fernsehen. wo Erich gerade mit seinem Kümo lag. in der ich zunächst Feelings are the best friends of human beings schreibe und mir wenig später von zwei New Age-Therapeuten berichtet wird. oder zum Spaß. sich einen Spaß mit ihr erlaubte. Sie hat sich geirrt. und bald darauf glaubte. Die Synchronizität.. daß in den Straßen eines Newcastler Armenviertels die Hölle los war.C. 137 . in dem ich ebenfalls einen Text für meine Band schrieb.S. Zurück in Deutschland gründete ich mit dem Gitarristen Jan Weber und dem Bassmann Volker Peschel die Band T. Trotzdem ist Meike für mich keine Spinnerin. fuhr ich über meinen Geburtstag nach Newcastle in Nordengland. Natürlich waren die meisten Joydriver betrunken. (wie am Beispiel der Meteroiteneinschläge auf dem Mond beschrieben). ich hätte mit diesem Lied ein späteres Ereignis vorausgesehen. Mir fällt noch ein vergleichbares Erlebnis ein. Den Song Drinking and driving without license in Gods own Mercedes Benz schrieb ich in England. die hochgradig irrational. so gehört dieser Fall gewiß nicht dazu. Aus Langeweile zu onanieren.R. während meines Aufenthalts im anthroposophischen Emerson College. Auf dem Weg dorthin summte noch Drinking and Driving without License in meinen Ohren. Jugendliche ohne Führerschein brachen Autos auf und fuhren mit ihnen in Höchstgeschwindigkeit Einbahnstraßen entlang oder direkt durch die Scheiben verschiedener Einkaufszentren. Wenn es so etwas wie wissenschaftlich nachvollziehbare Synchronizitäten gibt. Joy driving wurde dieser neue englische Zeitvertreib genannt. nachdem bei einer Verfolgungsfahrt ein junger Joydriver ums Leben gekommen war. hat nun weiß Gott nichts mit schwarzer Magie zu tun. Diesen Bandnamen wählten wir. Nachdem wir einige Male geübt hatten. für Außerirdische seien die Gefühle der Menschen begehrenswert. Es kam zu Massenschlägereien zwischen Jugendlichen Arbeitslosen und der Polizei. subjektiv und im Nachhinein konstruiert erscheinen.I. In einer Straße brannten mehrere Häuser. gehört zu jener Sorte von Synchronizitäten. Als ich ankam.

Ich begreife dann für eine Sekunde: Versagen. Sie sind aufregend und beruhigend zugleich. ob ich etwas Falsches getan habe.Alles läuft nach Plan Alle Menschen fragen sich hin und wieder. Projektive Synthetische Geometrie. spricht sogleich telepathisch die Astronautin aus dem All zu mir: „Alles ist richtig. gibt es kein „ich hätte nicht“ oder „was wäre wenn“.S. Dummheit. etwas Falsches zu tun.S.S. Jedes Ereignis wird vor seiner Verwirklichung beim Vorstand beantragt. Es gibt aber auch die Momente. Einen solchen Augenblick erlebte ich während eines Gesprächs mit einer alten Frau.“ Tausend verschiedene Dinge waren notwendig. Die alte Frau heißt Olive Whicher. Für Mitglieder der T. genehmigt oder nicht und dann organisiert. Die Organisation arbeitet optimal und fehlerfrei. usw. in denen ich erkenne: Willensschwäche und verworfene Entschlüsse gehörten zum großen Plan. Wie hätte sich dann alles weiterentwickelt? Wenn Maria nicht im Körper. weil ich mich für die eine oder die andere Möglichkeit entscheiden muß. Meinen Weg zu diesem 138 .S. Es gibt Sekunden. mich an diesen Augenblick zu erinnern. Ich hätte nicht usw. oder überlege. Dabei ist das vollkommen unmöglich.-Mitglied zu sein. verpaßte Gelegenheiten und jeder Schnupfen mußten genau so geschehen. damit ich dieses Gespräch führen konnte. Sie unterrichtet am anthroposophischen Emerson College in Forest Row. immer wieder. Die außerirdische T.S. was passiert wäre. Geist und SeeleHeftchen geblättert hätte: Wir wären nicht zum TarotEinführungsabend gegangen. Südengland. All diese tausend Dinge sind geschehen. Ich hätte Diana nicht kennengelernt und später mit ihr in Finkenwerder die Raumschiffe gesehen. Gemeinheiten und jede Lüge.S. daß alles perfekt funktionierte. in denen ich mir sicher bin: Alle Entscheidungen waren richtig. üble und gute Ficks. und es gelingt mir. in Zusammenarbeit mit den Pottwalen sorgte stets dafür. Dann halte ich es für möglich. wenn sie an einem gewissen Zeitpunkt nicht an einem bestimmten Ort gewesen wären. Zermartere ich mir das Hirn. Solche Augenblicke sind Momente des Glücks. Trotz meiner jahrelangen Mitgliedschaft und regelmäßigen Beitragszahlungen in Form von Herzklopfen vergesse ich die Tatsache. Geschlechtskrankheiten. T. und alles verläuft nach Plan.

der sich einsam fühlte. stellte sie auf einer Party die Veröffentlichung ihrer illustrierten Ausgabe des Buches Die Möwe Jonathan vor. In Susannes eigener Wohnung war nicht genügend Platz dafür. Susanne hatte sich mit meinen Eltern angefreundet. Die Eurythmie ist eine von Rudolf und Marie Steiner entwickelte Bewegungskunst. was Möwen fressen. Sie verstanden sich bestens.B. Erich lag dort mit seinem Kümo. Ein anderer Kapitän. Es passierte in Portsmouth. Ich gestand ihr. was ich gerne annahm. Erich freundete sich mit André an. kam auf sein Schiff und sprach: „Hallo. Bald darauf lernten Erich und meine Mutter Meta auch Leontine kennen. So ist z. Hätte ich im Kaufhaus Mohr nicht meinen psychosomatischen Erstickungsanfall bekommen und dadurch die neue Arbeit bei Susanne begonnen: Nie wäre ich auf der Möwe -Jonathan-Party gelandet. damit Leontine auf dieser Party erschien. Sie wird an Waldorfschulen unterrichtet. Hier lernte ich die Eurythmistin Leontine Leichner kennen. und. Da jedem Buchstaben eine bestimmte Körperfigur zugeordnet ist. den man mit den Armen vor dem Brustkorb bildet. aber zurückverfolgen möchte ich ihn hier nur bis zum Praktikum bei Susanne Dorendorff. Die Möwe -Jonathan-Party fand im Hause einer Freundin von Meta.Gespräch und diesem Zustand zwischen Gut und Böse „Alles ist richtig“ finde ich sehr wundersam. Ein anderes Ereignis war notwendig. Meta stellte Leontine Susanne Dorendorff vor. in die er sich verliebte. von ihr zehn Stunden Eurythmieunterricht zu bekommen. das „O“ ein Kreis. man könnte diese Wahrnehmungen nur für Hoffnungen und Ängste halten. André. Trinken wir ein Bier zusammen? „ So. Als ich nicht mehr bei Susanne arbeitete. Er begann vor meiner Geburt. eine außerirdische Intelligenz würde Kontakt zu mir suchen. Zu essen gab es Muscheln und anderes. 139 . Jeder Buchstabe entspricht in diesem „Ausdruckstanz“ einer Bewegung. ich bin der Kapitän und Eigner von dem Schiff da neben dir. Leontine erzählte mir von der Eurythmie und ihrem anthroposophischen Weltbild. wobei sich die Fingerspitzen berühren. können Worte oder Gedicht „tänzerisch“ dargestellt werden. statt. oder so ähnlich. daß ich fürchtete. Auch nach Beendigung meines Praktikums waren sie häufig mit ihr zusammen. Leontine bot mir an. Der war frisch von seiner Frau geschieden und hatte Leontine kennengelernt. Südengland. meiner Mutter.

brachten sie sich eine gegenseitige Hochachtung entgegen. Ich hatte Krishna-Jünger besucht und mit ihnen diskutiert und gesungen. John Tomson. Von den Kanalinseln transportierte er Kartoffeln nach Portsmouth. Auch verheimlichte ich nicht. Ich wurde aufgefordert. Als ich wieder zu Hause in der Trinkstraße 7 ankam. den Persönlichkeitstest der Scientologen kennengelernt. So fuhren wir zusammen zum Emerson College. was dort benötigt wurde. um ein Foundation Year zu absolvieren?“ fragte er mich. BaghwanMeditationsgruppen besucht und Artikel in der auf Crowley spezialisierten „Abrahadabra“ veröffentlicht. in dem man von allem. Das taten Leontine und meine Trinkstraßenschwester Andrea. Die vielen verschiedenartig geformten Gebäude der Schule begeisterten mich. grüne Landschaft um Forest Row war wie aus meiner Traumreise bei Hans Georg. Die Atmosphäre war toll und John sympathisch. Im Weiteren schrieb ich von Erfahrungen in verschiedenen Yogaschulen und vor allem von meiner Begeisterung für das Crowley-Tarot. Ein Golf stand an Deck seines Schiffes. führte uns über das Schulgelände. „Die Schule möchte ich vorher erst einmal sehen“. war mein Entschluß gefaßt.Da beide ihr Leben den Formen von Buchstaben verschrieben hatten. Forest Row liegt nur eineinhalb Stunden Autofahrt von Portsmouth entfernt. Im seligen Kifferhimmel bekam ich dann Post von der Schule. erwiderte ich. mit einer außerirdischen 140 . daß ich glaubte. mit Sufis Rituale vollführt und mich in indianischen Schwitzhütten gereinigt. Er verschiffte von Portsmouth zu den Inseln Guernsey und Jersey alles. Die hügelige. einen Lebenslauf und etwas über meine Interessen und Erfahrungen zu schreiben und zwei Referenzen besorgen. Eines Tages erzählte Leontine Erich. Ich war nicht begeistert von dieser Idee. Ein Foundation Year ist ein anthroposophisches Grundjahr. Zwei Menschen sollten etwas über meine Person zu Papier bringen. den man mit einem Kran an Land setzen konnte. Im Lebenslauf prahlte ich mit Erfahrungen aus verschiedenen spirituellen Bewegungen. für ein Jahr nach England zu gehen. Susanne als Buchstabenformerin des Interpretativen Schreibens und Leontine als Eurythmistin. Ich arbeitete drei Wochen auf Erichs Kümo. Ein Lehrer mit faszinierend langen Eckzähnen. sie würde einen Ort kennen. der gut für meine Seele sei: Das Emerson College in Forest Row. Erich arbeitete damals als Versorger der Kanalinseln. was mit Rudolf Steiner zu tun hat. „Möchtest du ein Jahr das Emerson College besuchen. etwas erfahren kann. Das ergab sich einfach.

Astronautin in Kontakt zu stehen, und daß ich gerne Crowleys Buch des Gesetzes eurythmisch darstellen wollte. Man gab mir Antwort, die verantwortlichen Lehrer könnten sich nicht vorstellen, daß die Schule der richtige Ort für mich sei. Um ihre Entscheidung zu ändern, dürfe ich aber noch einmal Emerson besuchen und mich mit einigen Lehrern unterhalten, damit sie sich in einem Gespräch ein abschließendes Urteil bilden könnten. Mir wurde angeboten, einen Tag vor Beginn des Foundation Years nach Emerson zu kommen, mit den Lehrern zu reden und dann entweder wieder nach Hause geschickt zu werden oder zu bleiben.

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Alles verläuft wirklich nach Plan
Ich weiß nicht mehr wie es kam, daß Erich an seinem Geburtstag zu Hause in Horneburg und nicht auf See war. An diesem 14. September 1990 bestand ich die Führerscheinprüfung. Als ich nach der Prüfungsfahrt zu den Kaffeegästen an Erichs Geburtstagstisch trat und „Nein, ich bin nicht durchgefallen“ sprach, klatschten alle erleichtert, daß ich doch nicht vollkommen behindert bin. Mein Fahrlehrer ist an mir verzweifelt. Er konnte es nicht fassen, daß ein 23 jähriger Mann vor seiner ersten Fahrstunde nicht wußte, wo Gas, Kupplung und Bremse sind, oder wie die Gangschaltung funktioniert. „O Gott“, winselte er nicht nur ein einziges Mal, „warum verstehst du das nicht? Das versteht doch sogar ein Mädchen!“ Vier Tage nach Vaters Geburtstag fuhren Meta, Erich und ich zusammen mit der Autofähre nach England. Dies traf sich so, da Erich wieder zu seinem Kümo mußte, und Meta mit ihm fahren wollte. So brachten sie mich nach Emerson. Da ich noch nicht wußte, ob ich bleiben durfte, warteten sie auf mich, bis ich Bescheid bekommen würde. In meinem ersten Englischschulbuch begann Kapitel Nr. 1 mit „Peter, Paul & Marie“. Ich unterhielt mich nun mit Peter, Paul & Marglie. In Marglies Gesicht gab es einige warzenähnliche Muttermale, die mich ablenkten, ihr zuzuhören und ihre Fragen zu beantworten. Wir saßen zu viert in einem kleinen Raum. Für einen Moment bekam ich das beängstigende Gefühl, ein Geist würde mich bedrängen und flüstern: „Verschwinde hier!“ Dieses Angstgefühl war ähnlich jenem, das mich am einsamen Weihnachtsabend in Othmarschen überfiel. Ich kann nicht sagen, was in mir solch ein Herzklopfen verursachte, als ich da mit den Lehrern saß, die entscheiden sollten, ob ich bleiben durfte oder nicht. Dieses Gruseln und Herzklopfen erlebte ich unabhängig von meiner Angst, man könne mir sagen, ich dürfe nicht bleiben und müsse das Schulgelände verlassen. Peter, Paul & Marglie beschworen mich eindringlich, die Lehren Rudolf Steiners zu studieren, und nicht jene Aleister Crowleys. Ich wollte trotzdem bleiben. „Please have a cup of tea downstairs, we'd like to talk alone for about fifteen minutes“, sagte Marglie. So mußte ich eine Viertelstunde alleine Tee trinken und abwarten, wie sich die Lehrer entscheiden würden. „Allright, you can stay and have your Foundation Year.“ Oh Yea! Ich sagte meinen Eltern, „Vielen Dank, gute Fahrt and good bye“, am 19.09.1990. Ein dickes Mädchen führte mich zu

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dem Haus, in dem ich wohnen sollte, in Zimmer Nr. 19. Der neunzehnte Tarottrumpf ist Die Sonne. Diese Karte symbolisiert Freiheit, Gesundheit, Glück. Alles was man gerne mag: Ich war 100 % glücklich. Das Essen war toll, die Landschaft wunderschön, die Vorlesungen interessant und inspirierend. Alle gingen freundlich miteinander um. Wir waren 120 Studenten aus 35 verschiedenen Nationen. Die Lehrer nahmen sich alle erdenkliche Zeit für ihre Schüler. Sie waren unterschiedlich verbohrt, was die Lehren Steiners angeht. Alle waren überzeugte Anthroposophen, aber einige besaßen auch offene Ohren für andere Weltbilder. Die überzeugteste, härteste von allen Steiner-Jüngern war Olive Whicher. Sie hatte in ihrer Jugend zwar nie Steiner persönlich getroffen, aber Menschen kennengelernt, die Steiner noch begegnet waren. Für sie ist Steiner ein Sehender, ein Wissender, ein Wundertäter, ein Prophet, DER Prophet, den die Menschheit in ihrer derzeitigen Entwicklung dringend benötigt. Wenn man von einem Lehrer der Schule erwarten oder vermuten würde, es könne eine Verbindung zu Aleister Crowley geben: Olive Whicher wäre mit Sicherheit die Letzte. Ich saß in einem kleinen, sonnigen Unterrichtszimmer und zeichnete von Olive auf die Tafel gezogene Linien ab. Dabei bemerkte ich, daß mich bestimmte Formen an die in Crowleys Tarotkarten verwendeten geometrischen Muster erinnerten. Ich fragte Olive, ob sie schon einmal etwas von Aleister Crowley gelesen hätte, z.B. seine „Neapel-Anordnung“, in der er beschreibt, wie das gesamte Universum aus der Abfolge der Zahlen von 1 bis 10 entsteht. „Yes, I have met Aleister Crowley.“ war Olives Antwort. Wann, wie und wo sie Crowley traf, wollte sie nicht erzählen. Sie nahm das Gesagte wieder zurück. An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf das Kapitel Null dieses Buches Hinweisen: Kein Buch über die Wirklichkeit oder die Wahrheit. Nur meine Erinnerungen an die Wirklichkeit. Ich bestehe also nicht darauf, daß Olive je in ihrem Leben Aleister Crowley getroffen hat, oder mir dies erzählte. Ich bestehe nur darauf, daß ich mich daran erinnere, wie sie diese Worte sprach. Nun erzählte Olive, wie sie Lady Frieda Harris kennenlernte, in jener Zeit, in der Harris mit Crowley zusammen das neue TarotDeck gestaltete. Man könnte das Crowley-Tarot genausogut das Harris-Tarot nennen. Crowley hat die Karten nicht gemalt. Aber er schrieb seiner ausführenden Künstlerin vor, welche Symbole und Farben sie in den einzelnen Gemälden verwenden sollte. Innerhalb dieser Vorgaben konnte Harris die Bilder nach ihrem ästhetischem Empfinden gestalten.

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Nicht ein einziges schlechtes Wort sprach Olive über Lady Harris. Im Gegenteil, sie sei eine ausgesprochen charmante und liebenswerte Person gewesen. Manchmal berichtete sie Olive von ihrer Arbeit mit Crowley. Wie gern sie ihn mochte, und daß er ihr leid tat, da er durch sein Asthma so leiden mußte. Ich nahm die Tarotkarten und schaute mit Olive gemeinsam die Bilder an. „Oh! Ich wußte nicht, daß sie so viel übernommen hat. Oh nein, ich wußte nicht, daß sie so viel Projektive Geometrie in ihren Bildern verarbeitet hat!“ murmelte Olive immer wieder und schüttelte den Kopf. 1937 war Olive am Rudolf Steiner House in London zusammen mit George Adams tätig, der Steiner persönlich kennengelernt hatte und Projektive Synthetische Geometrie unterrichte. Diese Geometrie wurde in dem Anthroposophischen Gebäude unterrichtet, da sie versucht, Gesetze, die nach Steiners Wahrnehmung in der spirituellen Welt gelten, sichtbar zu machen. Wenn Olive versuchte, ihren Schülern diese Geometrie näher zu bringen, verwendete sie Begriffe wie Gegenraum, Unendlichkeit in einem Zentrum und Ähnliches. Nach Rudolf Steiner benötigen die Menschen für ihr derzeitiges Bewußtsein den Gedanken, daß sich auch in einem Punkt die Unendlichkeit befindet, im sogenannten Gegenraum. Wenn ein Mensch nur das Bewußtsein hat, nach links, rechts, vorne, hinten, oben und unten sei unendlich viel Raum, entsteht ein Ungleichgewicht. Der Mensch benötigt das Bewußtsein, auch in seinem Zentrum eine Unendlichkeit erblicken zu können. Um dies zu erlangen ist die Projektive Geometrie hilfreich. Nach Rudolf Steiners Wahrnehmung befindet sich dieser Gegenraum auch in der Sonne. In der anthroposophischen Christenheit ist die Sonne die Heimat des Christus, der aber nun als astrales Wesen nicht mehr in der Sonne wohnt, sondern seit Beginn unseres Jahrhunderts astral unter uns auf der Erde wandelt. Um den Menschen zu helfen, sich frei zu entwickeln, wählte Christus die Erde als seine neue Heimat aus. Ich konnte mir furchtbar schlecht Zeichenaufgaben aus der Projektiven Geometrie merken, deren wundersame Gesetzmäßigkeit uns Olive erklärte. Aber, daß Harris viel aus dem von Whicher und Adams Gelernten in die Crowley-Tarotkarten übertrug, konnte ich klar und deutlich erkennen. Olive schenkte mir ihr gerade erschienenes Buch Sonnenraum (Verlag am Goethenaum). Einige Zeichnungen sind identisch mit der Grafiken auf den Tarotkarten.

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Die Linien um Crowleys Priesterin sind im Buch Sonnenraum auf Abbildung Nr. 33. wiederzufinden. Die Grafik des Trumpfes Der Stern ist im Sonnenraum auf Abbildung 23 zu sehen. Das Farbbild Nr. III im Sonnenraum ist auf der Königin der Kelche zu entdecken. Wer sich Olive Whichers Buch anschaut, wird noch andere Beweise für den Einfluß der von Anthroposophen gelehrten Projektiven Geometrie auf den Crowley-Tarot finden. Z.B. in den Karten Der Magier, Die Schnelligkeit und Der Eremit. Es ist ja nicht so, daß ich ähnliche oder identische Linien in die Karten hineininterpretierte. Olive erzählte mir, wie sie Harris unterrichtete, und, daß Harris ihr damals sagte, sie würde das Gelernte für die Tarotkarten verwenden. Dies war der Moment, in dem ich wußte: ALLES IST RICHTIG. Die Auseinandersetzung mit dem Sonnenraum aus dem das Christuswesen kommt, ist für Olive gleichbedeutend mit der Einnahme einer göttlichen Medizin. Da in der Projektiven Geometrie die im Sonnenraum geltenden Gegenraum-Gesetze sichtbar gemacht werden, besitzt für Olive diese Geometrie im Crowleytarot einen erlösenden, heilsamen Einfluß. Die Crowley-Tarotkarten würden anders aussehen, wenn Harris nicht ins Rudolf Steiner House in London gegangen wäre, um dort die Kurse von Olive Whicher und George Adams zu besuchen. Steiner schrieb in seiner Autobiographie, er sei das erstemal in seinem Leben beim Mathematikunterricht in der Schule wirklich glücklich gewesen. Wenn Rudolf Steiner, der Prophet, der erkannte, daß wir nicht auf die Wiederkunft Christus zu warten brauchen, weil Christus schon wieder auf der Erde ist und als astrales Wesen aus dem Sonnen-Gegenraum unter uns wandelt; wenn Steiner nicht erkannt hätte, daß, um Christus zu verstehen, Projektive Geometrie sehr hilfreich ist, dann wäre diese Geometrie nie im Rudolf Steiner House unterrichtet worden. Wenn sich Harris nicht für die Anthroposophie interessiert hätte und sich nicht mit Olive und George angefreundet hätte, dann würde das Tarotspiel Aleister Crowleys, das Tarotspiel des Antichristen 666, in vielen Karten anders aussehen. Das ist keine Spekulation, sondern die wahre Wahrheit. Organisiert von der T.S.S.

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Gemälde des Glücks
Rudolf Steiner war das erstemal glücklich, als er im Mathematikunterricht eine Zeichnung mit einem Geodreieck anfertigte. Wann ich das erstemal glücklich war? Vielleicht in meiner ersten phantastischen Ficknacht, als Vierzehnjähriger mit meiner ersten Freundin. Ich glaube, fast genauso glücklich war ich erst wieder in England, im Warburg Institute, als ich alle Originalgemälde des Crowleytarots in den Händen hielt. Ich konnte es nicht fassen. Es gab diese Bilder wirklich, und ich konnte sie anfassen. Da ich einzelne Pinselstriche erkennen konnte, wußte ich, sie wurden von Menschen gemalt. Die Außerirdischen brachten sie nicht als vollendete Gemälde auf die Erde. Genauso glücklich war ich natürlich, als ich endlich meine offizielle T.S.S.Mitgliedsurkunde in den Händen hielt. Was ist Glück? Für mich sind Synchronizitäten Glück. Es ist das Glück, die Wirkung einer geheimen Ordnung, eines geheimen Planes zu erahnen. Es ist das gewaltigste Glück, wenn aus diesem Erahnen die Gewißheit wird: Diese Ordnung, dieses unsichtbare Netz, ist nicht nur ein Traum, oder der schreckliche Nebel des Beziehungswahns. Glück ist auch die Gewißheit geleitet zu werden. Hierbei spielen Menschen Wegweiser, die keine Ahnung davon haben, diese Wegweiser zu sein. Rimbert, ein Student aus dem Emerson Kollege, der Jahre zuvor auch das Athenaeum in Stade besucht hatte, war der einzige der Studenten in Emerson, den ich zuvor schon einmal gesehen hatte. Er gab mir eines schönen Nachmittags ein Prospekt des Londoner Buchladens Skoob-Books. Eine andere Studentin drückte mir eine Ausgabe des Magazins Okkult Review in die Hand. Sie meinte, ich könne damit mehr anfangen als sie. Der Herausgeber dieser Zeitschrift war die Buchhandlung SkoobBooks. Rimbert erzählte mir, dieser Buchladen würde auch selbst Bücher veröffentlichen. Er riet mir, dort mit meinem Manuskript hinzufahren. Das Manuskript, das ich aus Deutschland mitgebracht hatte, war 220 Seiten dick, auf denen sich je ein Vers des Liber ALs, sowie eine Tarotkartencollage befand. Christopher Johnson, der Besitzer von Skoob-Books, war auf Crowley spezialisiert und fungierte als eine Art Verbindungsmann zwischen Kenneth Grant und anderen Menschen, die etwas von ihm wissen wollten. Kenneth Grant hatte Crowley zu Lebzeiten kennengelernt und gilt für viele

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magisch/Crowley Interessierte als Autorität. Er ist Oberhaupt eines O.T.O.-Zweiges. (O.T.O. = Ordo Templi Orientis, ein ursprünglich freimaurerähnlicher Orden, in dessen höheren Graden Sexualmagie gelehrt wird.) Dieser Grant-O.T.O. ist nicht eigentlich von Grant selbstgegründet. Grant kümmerte sich einfach nicht darum, als er von Karl Germer (dem, nach Crowleys Tod, obersten „O.T.O.-Welt-Chef“), aus dem Orden verstoßen wurde. Grant führte von nun an einfach selbst als höchste O.T.O.-Autorität seinen O.T.O. weiter. (Heute streiten sich die verschiedenen O.T.O.Zweige darüber, ob Germer tatsächlich das Recht und die Position innehatte, irgend jemanden zu verstoßen.) Skoob-Books ist ein phantastischer Buchladen. Dunkel, spukig okkult, mit großen, alten, vollgestopften Regalen, eben so, wie sich ein kleiner Junge einen Okkultbuchladen vorstellt. Ich fragte, wen ich ansprechen müsse, wenn ich ein Buch veröffentlichen wolle und hatte Christopher Johnson direkt vor mir stehen. Seine Augen wurden groß, als ich ihm mein Manuskript zeigte. Er lobte mich, machte mir Mut und strahlte. Er kannte die Projektive Geometrie und war vollends begeistert, als ich ihn auf diese Grafiken in den Tarotgemälden hinwies. Christopher hatte gerade mehrere neue Bücher Grants veröffentlicht und war darum beinahe pleite. Trotzdem glaubte er, mir helfen zu können. Er gab mir Adresse und Telefonnummer vom Verlag Mandrake-Press in Oxford. Dort, so sagte er mir, sei ein auf Crowley spezialisierter Verlag erst kürzlich von einem gewissen Tonie Naylor wieder zum Leben erweckt worden. (Mandrake-Press publizierte Crowley-Bücher schon zu dessen Lebzeiten, war aber damals in den Ruin gestürzt.) Ein Mitstudent, Wolfgang, fuhr mit mir mit seinem Auto von Emerson nach Oxford. Tonie betrieb neben seinem Verlag ein Hotel und wohnte im selben Gebäude wie seine Gäste. Er trug die Haare zu einem Zopf gebunden und eine Brille auf der Nase, öffnete uns die Tür und bat uns freundlich herein. In seinem Wohnzimmer hingen 10 unveröffentlichte Harris Tarot-Gemälde. Da waren ein mir unbekannter Narr, ein Magier, Mond, Ritter der Scheiben, Kaiser und andere. Die Gemälde zeigten unverwechselbar Harris Stil. Sie zählten zu jenen Bildern, mit denen Crowley nicht einverstanden war. Gemälde, nach deren Fertigstellung er Lady Frieda sagte, sie müsse noch einmal von vorne anfangen. Ich war überwältigt. In Naylors Arbeitszimmer hing ein berühmtes Crowley Portrait, ein von Aleister selbst gemaltes Bild und andere faszinierende Werke seiner Zeitgenossen. Naylor zeigte mir Postkarten und Handschriften Crowleys. Ich fühlte mich, als würde ein Arm aus einer 50 Jahre alten Vergangenheit mich berühren.

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Der O.T.O. war der erste nicht von Crowley selbst gegründete Orden, der das Gesetz von Thelema (Tu was du willst) und Crowley selbst als Autorität akzeptierte. (Später distanzierte sich jedoch der Kopf des ursprünglichen O.T.O. von Crowleys Thelema.) Die diversen Absplitterungen des Ordens stehen heute nur selten in freundschaftlicher Korrespondenz. Für Tonie Naylor schien der kalifornische O.T.O. eine Autorität zu sein, der allerdings unter den mir bekannten O.T.O.-Spezialisten wenig Anerkennung findet. Naylor hatte schon selbst versucht, aus den Tarotkarten Collagen zu bilden. Seine Vision war es, eine einzige Collage aus allen Karten zu bilden, die jeden Betrachter sofort überzeugen würde, daß dies die versteckte Botschaft im Crowley-Tarot sei. Er gestand mir, ich sei viel weiter gekommen als er selbst. Wenn ich ihm die eine gewaltige Collage zeigen würde, durch die alle Karten sich zu einem Gesamtgemäde verbinden lassen, dann wollte er mein Buch veröffentlichen. Dann gab er mir den Rat, dem Warburg Institute, (einem Teil der Universitäts Bibliothek Londons), von meiner Arbeit zu schreiben, denn dort befänden sich die original Tarot-Gemälde und vielleicht würde ich ja die Erlaubnis bekommen, sie mir anzusehen. Ich schrieb dem Warburg Institute einen Brief und bekam nach kurzer Zeit eine Besucherkarte zugeschickt, die mir Einlaß gewähren sollte. Als ich nach London fuhr, war ich unheimlich aufgeregt. Den Ort, an dem die Gemälde aufbewahrt werden, hatte ich mir immer als ein spukiges Gewölbe vorgestellt. Bewacht von geheimnisvollen Mönchen in langen Kutten, an einem geheimen, schwer zugänglichen Ort. Dort müßte es eine in mysteriöses Licht getauchte Halle geben, in der die Gemälde in einer festgelegten Reihenfolge an den Wänden hingen. Mitten in London, in der Nähe des Britischen Museums, befindet sich das Warburg Institute. An der Rezeption saß ein dicker Mann hinter einer Glasscheibe. Nachdem er meine Besucherkarte gesehen hatte, ließ er mich hinein. Ich betrat einen Raum, durch dessen Fenster man die Autos und Menschen einer Londoner Straße beobachten konnte. Es war so still, wie es in einer Bibliothek sein sollte. Einige Studenten saßen alleine an den Seiten langer Tische und wälzten in schweren Büchern. An der Eingangstür dieses Raumes saß ein stiller, junger Mann, dem ich erklärte, ich wolle gern die Crowley-Tarotkarten sehen. Er nahm einen Schlüssel aus der Schreibtischschublade und schritt zu einem Schrank in einer Ecke des Raumes. Darin lagen acht dunkelblaue Mappen, in denen sich die Tarotgemälde befanden. Er nahm zwei der blauen Pappschachteln heraus, drückte sie mir

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Über meinem Kopf schwebte unsichtbar das Unendlichkeitszeichen: Eine liegende Acht. Ich konnte wirklich kaum glauben. the five pointed star in the fruit. Da ich aussehen wollte wie ein Student.. 149 . this is not man made. das je von Menschen erschaffen wurde. so easy to be found. the cristalls. Oh Priestess. pink whirls. die ich schon gesehen hatte. Nothing hidden. the light. Zuerst betrachtete ich alle Trümpfe. love.in die Hand. all colours in the whirls... daß Menschen so etwas mit ihren Händen machen konnten.. Konnte es nicht fassen. how could it be done. oh tears I feel. ging ich zum Angestellten des Warburg Institutes. Ich war so überwältigt. Immer. wenn ich die Gemälde aus einer der Schutzmappen zu Ende bewundert hatte. Oh Magus of green and blue. Ich fühlte mich mächtig und gleichzeitig gelenkt wie eine Marionette. Für mich waren die Tarotgemälde von Crowley und Harris das Größte und Göttlichste. der gerade verrückt wird. nahm ich mir Papier und Stift und schrieb: „The Fool. Zitterig schlich ich an einen Tisch und öffnete die erste Mappe. Der gab mir dann eine neue Mappe und schloß jene. Mir war schwindelig. all colours. oh Frieda. the lines like the hermit. wieder in den Schrank. schloß den Schrank wieder ab und ging zurück zu seinen Schreibtisch. and the colour. und nicht wie jemand. the light and the lines and the squares. the line drawn. sie in den Händen zu halten. seven moons.. daß ich Tränen in den Augen bekam und kleine Lichtblitzchen sah.. oh beauty. oh beauty.

sondern nur in einer Spirale. Das sind Brunnen. die in Betrieb waren. in dem ich wohnte. war Hausmeister in dem Studentengebäude. Ich trank schließlich einen Becher aus einem mit einer Flow-Form verbundenen Teich. Hier gibt es keine Sychronizität (außer. wie besessen ich davon war. In diesen ersten Flowforms floß das Wasser allerdings nicht in Form einer Acht. Es geht hierbei nicht um Sauerstoffzufuhr. der die Flowforms in Emerson baute. In den Flowform-Brunnen auf dem Schulgelände. 150 . Nick weigerte sich beständig. wenn man unbedingt will. daß der Flowform Erfinder für Hitler Flugmaschinen entwickelt hätte. in denen das Wasser immer in Form einer Acht fließt. Nick.) Ich wollte nur davon berichten. Es hieß. untereinander verbundene Wasserbecken. und dieser bald darauf starb. in dem ein chinesischer Glücksfisch schwamm. die Hitler-UFOs in Verbindung zu anderen Kapiteln dieses Buches. was dann passiert. und erwartete ein Wunder. Außer einem komischen Geschmack im Mund geschah mir nichts. die haargenau wie UFOs aussehen.Trinke eine Acht In Emerson gab es Flowforms. damit ich jeden Tag etwas von diesem Wasser trinken könnte. Er erzählte mir. Ich wollte unbedingt wissen. oder in den Flowforms floß ein geschlossener Kreis aus nicht mehr sehr sauber aussehendem Regenwasser. weil der Erfinder dieser Flowforms seinem Sohn von solchem Wasser zu trinken gab. sondern nur um die Bewegung. ein Wunder zu erleben. für mich eine der brachliegenden Flowforms in seiner Werkstatt in Gang zu setzen. in das es dann auch wieder hineinfloß. wurde entweder Wasser aus einem Teich gepumpt. bzw. Auf diese Art und Weise sollte das Wasser energetisiert und gereinigt werden. man dürfe es nicht trinken.

mit der sie sich in dieser Zeit beschäftigen wollten. Dieser Wille verlangte nach etwas Magischem. sie hätten keine Zeit oder keine Lust. stellte sogar eines Nachmittags den Liber AL-Vers: „Every man and every woman is a star“ zusammen mit mir dar. Niemals sagten sie. jeden Tag ein Bild zu malen. was ich tat. Wir durften uns aussuchen. Für mich war das Liber AL das schönste Buch. drei Wochen nicht zu sprechen. Alle Studenten des Foundation Years sollten sich selbst für drei Wochen eine Aufgabe suchen. was wir wollten. was ich in den drei Projektwochen praktizierte. love under will“ vorführte. daß sich dieser Akt auf ein materielles Ziel richtete. jemand aus Amerika nahm sich vor. redeten er und zwei andere Pädagogen auf mich ein. Meine Motivation bestand nur aus der Verwirklichung meines wahren Willens. Ich machte weiter. das je geschrieben wurde. nur sollte es eine Verbindung zur Anthroposophie geben. daß sie nicht wünschten. Zum Ende des Foundation Years wurde mein gutes Verhältnis zu den Lehrern dann leider doch etwas getrübt. Am Ende der drei Wochen bekamen wir eine Viertelstunde Zeit. Ich konnte sie nicht verstehen. Nach diesem Gespräch war ich den Tränen nahe. aber sie betonten ausdrücklich. eine aus Argentinien wollte einen riesigen Teppich weben. ich sollte das lassen. schienen meine Lehrer erleichtert. speziell mein Philosophie-Lehrer Andrew erfuhren. Ich dachte nicht: „Ich will das und das 151 .Lebendige Buchstaben Die Lehrer vom Emerson College nahmen sich ganz unglaublich viel Zeit für die einzelnen Studenten. die als Eurythmielehrerin an der Schule arbeitete. Ich hatte in den drei Wochen das gesamte Buch „getanzt“ und erlebte dies als einen magischen Akt. Als ich am Ende der drei Wochen auf der Bühne „There is no Law beyond do what thou wilt“ und „Love is the Law. Glenn. daß es überstanden sei. Eine Studentin aus Jugoslawien stellte sich die Aufgabe. So etwas habe ich auf keiner anderen Schule erlebt und bewundere sie dafür. den anderen die Ergebnisse unserer Arbeit auf einer Bühne vorzuführen. Sie verboten es mir nicht oder drohten mit einem Schulverweis. Aber als die anderen Lehrer. zuzuhören.“ Die großartige rothaarige Glenn aus England und die deutsche Andrea brachten mir nun das ganze eurythmische Alphabet bei. Crowley sei mit der Anthroposophie nicht zu vereinbaren. Schon in meinem ersten Brief an das College schrieb ich: „Ich möchte gerne das Liber AL eurythmisch darstellen. daß ich tat. nach verborgenen Kräften und geheimnisvollen Buchstaben. ohne.

daß ich so feinstoffliche Kräfte erfahren konnte.tun. Diese magisch erzeugten Energien. damit ein bestimmtes Ereignis eintritt.S. um für die Organisation und Realisierung von Synchronizitäten verwendet zu werden. die als ursprüngliche Motivation nur den Wunsch nach Selbstverwirklichung in sich tragen. 152 . aufgefangen und dann in eine bestimmte Richtung gelenkt. werden von der T.“ Ich spürte nur. aber auf kein bestimmtes Ziel gerichtet sind.S.

Ich putze Gläser. der bereits drei Biere intus hat und ein Gespräch sucht. Schaut. Jemand. Er hat kurze. Der Antroposoph fragt den merkwürdigen Fremden. ist es eine traurige Geschichte? Er lebte in Südafrika und haßte alle Schwarzen. die ihn für einen Polen hielten. 153 . packte er. Den Skin. Langsam beruhigte er sich wieder. Vier Nazis begrüßten ihn freudig. trank ein Bier nach dem anderen und erzählte weiter. Der sanftmütige und gleichzeitig todesmutige Anthroposoph erwiderte. ein Deutscher zu sein. Ein Mann kommt herein. Er schlug einem Skin ein Messer aus der Hand und die anderen beiden in die Flucht. dunkle Haare und einen schwarzen Vollbart. woraufhin der Schwarzenhasser aufbrauste und brüllte. und nötigten ihn zum Biertrinken. Die hätten seinen Bruder ermordet und wollten ihm SEIN Land stehlen. wo er herkommt. Zwei Tage später besuchte er eine der ungemütlicheren Stader Kneipen. Neben ihm sitzt ein sanftmütiger Anthroposoph. gelang es ihm. Mit dem Gelernten wollte er in seine Heimat zurückkehren und dort das Land seiner Väter bewirtschaften. Ich beginne zu zapfen. und entriß ihm seine Jacke. Früh am Abend. Obwohl er kein Deutsch sprach. Sie nahmen ihn in den Arm. Er setzt sich direkt vor mir an den Tresen. Sie lachen oder murmeln. ein Deutscher zu sein. die Schwarzen seien zuerst dagewesen. Oder. Aus einem grünen T-Shirt wachsen zwei von oben bis unten tätowierte Arme. zwischen den vier Nazis zu sitzen und mit ihnen als stolzer Deutscher zu saufen. Die neuste Rolling Stones CD läuft im Hintergrund. das Land seiner Väter hätte zuvor Niemandem gehört. Keiner merkte. daß er der deutschen Sprache nicht mächtig war.Haut Ich stehe hinter dem Tresen im Pub des Feuerschiffes. der stolz darauf ist. als würde er die ganze Welt hassen. Eine lustige Geschichte. Vor einer Woche gedachte er sich Hamburg anzuschauen und wurde dort auf dem Hauptbahnhof von drei Skinheads attackiert. und englisch spricht. Wenn sie ihn etwas fragten. antwortete er mit Worten wie „Hmm“ oder „Harrr“. Der Faschist beginnt auf englisch zu erzählen. Zieht seine Jacke aus. er schaut mich mit einem Was-machen-wirjetzt-mit-dem-da?-Blick an. Er lernte im Alten Land bei Horneburg auf einem großen Obsthof den Anbau von Äpfeln und Kirschen. Der Finstermann brummt: „One Beer please!“ Höchst eigenartig.“ Auf der anderen Schulter so ein komischer Adler. es sind erst sieben Gäste da. Sieht finster aus. Die trug er nun als Trophäe. als sie sein schmuckes Kleidungsstück erblickten. der ihn mit dem Messer bedroht hatte. Trägt eine Bomberjacke mit dem Aufnäher „Ich bin stolz. Das war Affenland. SEIN Land.

als noch nicht in allen Menschen außerirdisches Blut floß.S. warum ich nüchtern anders denke als betrunken. schrei ich. „Bin ich nicht! Alle Menschen haben außerirdisches Blut und auch in der Zeit. „Haha“. Das Hirn das Musikinstrument. Ein Musikinstrument kannst du stimmen oder verstimmen. denk mal drüber nach. Es ist nicht das Erbmaterial.S. unser Geist.Er fand. grinst höhnisch die T. Der Geist benutzt das Hirn zum denken. Es ist unsere Seele. sondern mit unserem nicht-materiellen Geist. Deutschland sei ein fürchterlich ausländerfeindliches Land. Der Musikant benutzt das Instrument zum spielen. 154 . Der Lehrer gab mir ein schönes Symbol als Antwort: Der Geist ist der Musikant. der uns erklären wollte. das denkt oder fühlt. waren jene mit dem Sternen-Gen nicht besser als die Urmenschen. Du bist doch auch ein Faschist. daß wir nicht mit dem Gehirn überlegen. Der Alkohol beeinflußt schließlich die Chemie in meinem Hirn.“ Im Emerson College fragte ich einen Lehrer.“ „Nein!“. „Claasbaby. du mit deinem Film vom außerirdischen Blut.

das durch die den Karten zugeordneten hebräischen Buchstaben dort geschrieben stand: Mem. die die Entstehung von Synchronizitäten fördern oder gar verursachen? Nach meiner Erfahrung ja. den Teufel. den Eremiten und noch mal den Teufel. das.Ein magisches Baby Ist es möglich. Peter Ording zu besuchen. habe ich in meinem Märchen „Das Spiel und die Spinne“ beschrieben. wenn ich annehme.S. Vielleicht kommt es der Wahrheit aber näher. Das soll nicht heißen: Tu dir selber weh. dann passieren dir die tollsten Zufälle. nur die Anweisung bekommen. In dieser Zeit war ich allein in unserer Wohnung. wie das zu vollbringen sei. die T. die die Erschaffung des magischen Babys beschreiben. hätte mir im Schlaf ein kleines Baby in den Bauch gepflanzt. daß es für mich keinen Grund gab. Im weiteren schien in meinem Fall eine durch chronischen Schmerz herbeigeführte Bewußtseinsveränderung. immer wenn es mit Sex und Drogen gefüttert wird.S. Synchronizitäten zu erzeugen. ich hätte mir das Baby selbst in den Bauch gepflanzt und von der T. bewußt Energien zu erzeugen. um ihre Großeltern in St. (Nach der ägyptischen Mythologie wurden die letzten fünf Tage des Jahres vom Gott Thoth erschaffen.) Ich erinnere mich nicht daran. Ain. daß eine Zeit der sexuellen Enthaltsamkeit Besessenheit verursachen kann. Stellen wir uns einfach vor. Ebenfalls scheint eine gewisse Aufladung mit Sexualenergie Synchronizitäten anzuziehen.) Ich will mit kleinen Ergänzungen oder Kürzungen die Kapitel aus diesem Märchen. Die Anweisungen zur Erschaffung eines magischen Babys erhielt ich in den Tagen zwischen Weihnachten und Sylvester 1987. hier wiedergeben: Zwischen Weihnachten und Neujahr 87 fuhr Diana fort. die Welt um mich herum so beeinflußt.S.S. („Spiel und Spinne“ wurde in sieben Teilen in der AHA veröffentlicht. an welchem dieser fünf Tage das folgende Wundersame geschah: Ich setzte mich in meinem Zimmer auf den Boden und suchte aus zwei verschiedenen Tarotspielen vier Karten heraus: Den Gehängten. daß Synchronizitäten entstehen. Was damals geschah. Synchronizitäten entstehen offensichtlich häufiger nach der Einnahme von psychedelischen Drogen. Jud. In dieser Reihenfolge legte ich sie vor mich auf den Boden und las das Wort. diese vier Karten aus den zwei Tarotspielen herauszunehmen. Ain = M A J A Nun bemerkte ich. Ich glaube. Was ich in den 155 .

in der ich. Ich holte einen Glaspendel (geschliffen in Form einer „Diamantenträne“). Titel. Als ich das Wort notieren wollte. Ausgeschnitten hatte ich sie. Aus dem Pendeln ergaben sich folglich die Buchstaben ABBA MAJA. Ich war mir sicher: Da war jemand Unsichtbares bei mir. Planeten oder Elemente geschrieben stehen). und mit den Liebenden und dem Buchstaben Zain endet. So hatte ich den Namen A B R A M A J A empfangen. konnte man wunderbar Collagen bilden. Diese elf Paare ergaben sich. die Sonne von oben nach unter gedreht. die mit dem Teufel und dem Buchstaben Ain begann. Zuerst Richtung Teufel. (auf denen die zugeordneten Zahlen. da ich die Reihenfolge der 22 Trümpfe in zwei Reihen aus jeweils 11 Karten auf den Boden legte. In ABRA MAJAs neuer Ordnung der Trümpfe lagen (die Reihenfolge in zwei Elferreihen gebildet) der Eremit über der Sonne und die Kaiserin über dem Mond. und auf ein neues zum Teufel. um mich die vier Karten heraussuchen zu lassen. Jetzt deutete es auf den Gehängten und schwang zurück zum Teufel. der mich lenkte. Aus dieser Reihenfolge bildete ich eine Kartencollage. Ich schob die Karten so übereinander. Den Mond legte ich genau so gedreht zu zwei Dritteln über die Kaiserin. vor mich legte. schrieb ich deutlich ABRA anstelle von ABBA. daß der Eremit auf der Sonne lag. In dieser Nacht rauchte ich alleine fünf Gramm Haschisch und trank drei Flaschen Rosenthaler Kadarka. die aus elf Paaren bestand. dann zum Magier. Sternzeichen. und es sich so um ein gezinktes Spiel handelte. In diesen Collagen sah ich folgende Zusammenhänge: Der Mond zusammen mit der Kaiserin: 156 . von ABRA MAJA gelenkt. Es war die Nacht. war ganz von selbst passiert. die Bilder sichtbar. da einige Ecken abgeknickt waren. Das ist zugegebenermaßen schwer zu imaginieren. noch einmal zum Magier. hielt ihn in die Mitte des Kreises und fragte: „Wer oder was ist Maja?“ Das Pendel begann zu schwingen. Nun suchte ich aus einem Crowley-Tarot alle Trümpfe heraus und bildete aus ihnen einen Kreis. bewegte sich Richtung Eremit und zeigte schließlich wieder auf den Teufel. wenn man die Karten nicht vorliegen hat oder gar nicht kennt. Als hätte jemand meine Hände genommen. Da ich einige Wochen zuvor die Rahmen der Karten abgeschnitten hatte. Diese Reihenfolge glaubte ich direkt von ABRA MAJA zu empfangen. den ich.letzten Minuten getan hatte. die 22 Trümpfe des Tarotspiels zu einer neuen Reihenfolge ordnete. Buchstaben.

Der Eremit trägt in seiner Laterne die Sonne. und die arabische Zahl vom Buchstaben des Mondes 100.) Die Verbindung in Grafik und Farbe dieser Collage überzeugte mich vollkommen. die Flugnummer nach England und meinen Fing-Schun Pass. Den Mond verkehrt herum zu zwei Dritteln über die Kaiserin gelegt. er mir auch jeden Wunsch erfüllen würde. was ich darf. „Darf ich Heroin und Kokain und Speed nehmen?“ „Nein“ „Soll ich Diana treu bleiben?“ „Ja“ 157 . der zum Eremiten gehört. sah ich in der Mond-Kaiserin eine Frau. Ich fragte weiter: „Willst du. findet sich in diesem Kartenpaar das Wort „Vier-Hundert-Achtzehn“. zum Eremiten. Oder eine Mischung aus Blut und Samen. (Wir erinnern uns an die Wohnungsschlüssel. und was ich nicht darf. Aus ihrer Vagina tropft Blut in eine Mond-Schale. daß ich. Jud und wieder Nun. Das waren die Buchstaben „Jud“ und „Ain“ und somit ein „Ja“. schien mir von Harris und Crowley beabsichtigt zu sein. Diese Sonne konnten wir zuvor im Bauch der Mond-Kaiserin erkennen. Die Sonne zusammen mit dem Eremiten: Hier repräsentiert der Samen die Sonne und die Sonne den Samen. Ich hielt das Pendel in die Mitte des Kreises und fragte: „Darf ich einen anderen Menschen töten?“ Das Pendel schwang zum Tod. die Karten zu verbinden. Der Wurm in mir hatte mir verraten. Ich war auf die Idee gekommen. Gott zu fragen. gemalt wurden. Das waren die Buchstaben Nun. ein Agent ABRAMAJAs zu sein.Da die arabische Zahl des Buchstabens der Kaiserin 4 ist. kann aus der Mond-Kaiserin auch Samen tropfen. daß ich Haschisch rauche und Wein trinke. ABRA MAJA könne nur ein anderes Wort für GOTT sein und beschloß. und wieder zum Tod. und immer mal Psylocibinpilze esse oder LSD?“ Das Pendel schwang zum Eremiten und zum Teufel. In „NJN“ las ich klar und deutlich „Nein“. und auf dem Eremiten ein Spermatozoon abgebildet ist. das Wort Abrahadabra. daß sie ihre Monatsblutung hat. sowie die römische Zahl vom Mond XVIII. deren Regel nicht sicher und diskret abläuft. wenn ich nur das tun würde. Deutlich ist zu erkennen. Die Möglichkeit. Um Gott noch besser verstehen zu können. was Gott mir erlaubt. legte ich die magische Reihenfolge von Ain bis Zain in einen Kreis und nahm mir das Glaspendel. Da die Blutstropfen in Form des Buchstabens Jud.

Wenn ich nur brav diese paar Gebote befolgen würde. daß ich sie immer ganz doll lieb haben werde. Nachdem ich die Karten wieder zusammengeschoben hatte und glücklich und geistesgestört durch meine Wohnung schwankte. sprachen: „Sie kommen Satan immer näher“ und verließen schleunigst das Haus. ohne Widerspruch ausführte: Über drei Monate schlief ich jeden Tag mit Diana. meinst du das mit dem treu sein so. der dieses Ritual vollzog.Das waren die einzigen Probleme. die ich hatte. ich könnte Diana nicht treu bleiben und dann würde ABRA MAJA sauer auf mich werden. Nachdem meine Freundin das zweite Mal blutete. und wer weiß. Obwohl ich mich fühlte wie Supermann. was dann passiert. na klaro und logisch hatte ABRA MAJA das genau so gemeint. wie schon in allen Farben ausgeschmückt 158 . als auf der Erde stationierter außerirdischer Soldat. wenn meine Freundin blutete. ich meine. Ich fand ABRA MAJA sehr zuvorkommend. um mich zu bekehren. quälten mich nach dem Abspritzen. konnte aus meinen Händen Energie strömen lassen. so daß Diana diese noch bis auf 20 cm Abstand als Wärme spüren konnte. In den Tagen. Ich spürte irre viel Kraft. Sie schauten ängstlich in meine feuerroten Augen. würde Gott bestimmt immer für mich da sein. wurde ich krank. Nur. legte mir den Kartenkreis zurecht und sprach: „Abra Maja. manchmal mehrere Stunden lang. Ich setzte mich wieder auf den Fußboden. Die Nacht machte ich durch und feierte mich selbst und die Welt nach Leibeskräften. Ich bat ich sie freudig herein. Morgens klingelten die Mormonen. Mein Energiekreislauf war geöffnet. Ich bekam Yogaunterricht bei Hans Georg und beherrschte das Tao-Yoga der Liebe. unterdrückte ich meinen Orgasmus und behielt meinen Samen. mußte ich der erste Mensch auf Erden sein. den ich. In der Kartencollage las mein Kleinhirn in direkter Kommunikation mit meiner vibrierenden Großhirnrinde einen sexualmagischen Befehl ABRA MAJAs. in denen sie nicht ihre Regel hatte. spritzte ich meinen Samen in sie hinein. Das Pendel bewegte sich phänomenal zum „J“ und zum „A“. Weil ich Satan immer näher kam und den Schlüssel für das geheimste aller geheimen sexualmagischen Rituale besaß. zeigte ihnen die Collage und erzählte von meiner Erleuchtung. auch wenn ich mit jemand anderem ins Bett gehe?“ Aber selbstverständlich. daß ich Diana geistig treu bleibe. überfiel mich die Sorge.

Trotzdem erlebte ich einen absoluten Höhenflug beim Orgasmus. rief sie mich an und verkündete die freudigen Botschaft. Dann war alles unendlich schön. die fürchterlich weh tat. unsagbar intensiv. Raumschiffen und manchmal von meinem Schmerz. wenn meine Freundin nicht blutete. Du hast damit nichts zu tun“ Wenn ich schon Vater werden sollte. „Ändere nicht einmal die Form eines Buchstabens.“ I 55. als das Ritual beendet war. wollte ich auch mit dem Kind zusammen sein. wieder mit mir zu leben. warum ich annehmen kann. höllische brennende und stechende Schmerzen in Hoden und After. welches „den Schlüssel zu allem finden wird“ und „die Buchstaben erkennt“. Diana konnte mich nicht mehr ertragen. Ich redete nur noch von Außerirdischen. Nun hörte ich ihre Stimme am Telefon: „Das ist mein Kind. Nun lernte ich eine mir noch unbekannte Form des Wahnsinns kennen. du o Prophet sollst nicht alle Geheimnisse schauen. Sie sagte damals. schwanger zu sein. „Das Kind deiner Eingeweide. Die vollständigen Verse hierzu lauten: I 54. in der ich mich irgendwie schwanger fühlte. das ich gerade ausbrütete. Das Kind wurde gezeugt. abzutreiben. ihren Eisprung eine Woche zuvor gespürt zu haben. Es gibt einen Grund dafür. Ich heulte wie ein Krokodil und schrieb ihr die bösesten Briefe der Welt. Nachdem wir einen Monat nicht mehr zusammen waren.“ 159 . daß sie ihre Regel hatte. als hätte mein letztes Stündchen geschlagen. Wenn dieser aber vorbei war. die darin verborgen sind. sie sei sich todsicher. gelinde ausgedrückt. peinigten mich Schmerzen. Ich glaubte. er soll sie erkennen. Die Schmerzen gaben mir die Kraft. weiterhin. nicht abzuspritzen. Sie könne nicht schwanger werden. denn siehe. und ich in sie reinspritzte.und ausführlich berichtet. und dies nicht nur in meiner Einbildung oder einem durch Schmerz und Drogen entstandenen Wahnsinn: Nach dem Liber AL ist „sein Kind und dies seltsam“ sowie „Das Kind deiner Eingeweide“ jenes Wesen. Mir erschienen Lichtblitze. etwas verwirrt. ohne. Für Diana war es ausgeschlossen. Ich empfand eine kosmische Energie. womit ich sie schließlich überredete. durch das Ritual ein magisches Kind in mir erschaffen zu haben. Was hat das alles mit einem magischen Baby zu tun? Nach den drei Ritual-Monaten war ich. Eine Schwangerschaft. tatsächlich ein magisches Baby erschaffen zu haben.

unendlich weit ausholen mußte. denn in der Zufallsgestallt der Buchstaben und ihrer Position zueinander: Darin sind Geheimnisse die kein Biest erahnen soll: Laß ihn nicht suchen zu versuchen: Aber einer kommt nach ihm. denn aus keinem erwarteten Haus kommt dieses Kind. Es wird sein Kind sein und dies seltsam. Am wahnsinnigsten machen mich aber die Menschen. daß ich. löse die erste Hälfte der Gleichung. Laß ihn nicht danach suchen. denn allein dadurch kann er davon abfallen. Ich empfing den Namen zwischen Weihnachten und Neujahr 1987 und übersetzte ihn im Oktober 1993: A B R A M A J A Ain Beth Resh Ain Mem Ain Jud Ain „Ibér“. Wenn dieser Sorte Mensch von einer 160 . Aum! Alle Worte sind heilig und alle Propheten wahr. „Dieses Buch soll in alle Sprachen übersetzt werden: aber immer mit dem Original in der Schrift des Biestes. Dies ergibt sich aus der Übersetzung der Worte ABRA MAJA vom Hebräischen ins Deutsche. Und Abrahadabra. heißt auf hebräisch „schwängern“. außer.“ Nun gibt es einen meine Großhirnrinde vibrieren lassenden Hinweis darauf. „Me`i“. woher sage ich nicht. „Ubar“. „Erwartet ihn nicht aus dem Osten. schüttelte er doch am Ende den Kopf und gab mir das Gefühl. ebenfalls „ in Beth Resh“ geschrieben. im dunkeln. geschrieben „Mem Ain Jud“ heißt „Darm“ „Mé`ajim“ geschrieben „Mem Ain Jud Mem“ heiß auch „Darm“.I 56. Wenn ich jemanden fand. dem sie ihre Aufmerksamkeit länger als zwei Sekunden widmen. für die selbst die phantastischsten Synchronizitäten nichts Aufregendes sind. und einiges. aber du hast alles im klaren Licht. um sie zu erzählen. der den Schlüssel zu allem entdecken soll: Dann ist diese gezogene Linie ein Schlüssel: dann ist dieser quadrierte Kreis (+) in seinem Mißlingen ein Schlüssel ebenso.“ III 47. daß sie nur ein Weniges verstehen. daß ABRA MAJA der Name jenes seltsamen Kindes meiner Eingeweide ist. noch aus dem Westen. obwohl nicht alles. er würde mir nicht glauben oder hätte nichts verstanden. heißt „Embryo“ A oder „Fötus“. sowie „Eingeweide“ oder „Gedärme“. nichts. die zweite nehme nicht in Angriff. der sich alles geduldig und aufmerksam anhörte. geschrieben „Ain Beth Resh“. Abscheulich an dieser Geschichte von ABRA MAJA fand ich immer.

weil er zu viele Drogen genommen hat. Eine der Geschichten. der diese Synchronizität erlebt haben will.Synchronizität erzählt wird. kommen sie mit schlafwandlerischer Sicherheit zu dem Schluß. daß derjenige. ist die Geschichte vom Bergkristall. die mir kein vernünftiger Mensch glaubt. die sie dann doch so merkwürdig finden. absichtlich lügt oder sich alles nur einbildet. 161 . daß sie sich genötigt fühlen. länger als zwei Sekunden darüber nachzudenken.

Da der Bergkristall meinen Zustand nicht zu bessern vermochte. Jetzt ist er wieder weg“. In der Wohnung meiner Dealerin saßen fünf Kiffer um einen Tisch und philosophierten. „Es tut mir leid!“ Und ich erzählte. Eine hübsche. Alles Aberglaube. Sie nahm ihn in die Hand.S. „Ich. war nicht im Spiel. rechnete ich auch nicht damit. erstand ich im Esoterikladen Hier & Jetzt in Hamburg-Altona einen kleinen Bergkristall. spürte plötzlich einen stechenden Schmerz in meiner Muschi! Der zog meine Wirbelsäule hoch und in meine Beine. in der Steinheilkunde den Hoden zugeordnet. Ich trug ihn ein halbes Jahr in meiner linken Hosentasche und war geheilt. um mir etwas Haschisch zu kaufen. Tatsächlich befreite mich schließlich ein Heilstein von der chronischen Pein. „Was hast du denn?“ riefen die anderen erschrocken. diese Steinheilkunde!? Mit der S-Bahn fuhr ich nun ins Karoviertel. Die T. Antibiotika konnten zwar Krankheitserreger ermorden. wie ich seit einer halben Stunde versuchte. mir unbekannte Frau fragte interessiert: „Was hast du da in der Hand?“ „Einen Bergkristall.S. sprang auf und schrie ein entsetztes „Aau!“. Die Geschäftsfrau wog mir ein Stück Haschisch ab und ich gesellte mich zu den anderen.“ „Gibst du mir den mal?“ Ich reichte dem neugierigen Mädchen den wundersamen Quarz. das sich in meine Nerven gefressen hatte. er helfe bei Besessenheit und diene als Schutz gegen schwarzmagische Angriffe. 162 . Ich glaubte gar nicht wirklich daran. mich entschuldigen zu müssen. ob dieses Buch nicht Willkommen in meinem Ei heißen sollte: Einige Monate nach dem Telefonat mit ABRA MAJA. Schmerzen in den Kristall zu leiten. wie Schmerz aus meinem linken Hoden meinen Oberkörper herauf durch meinen Arm in meine Hand und dann in den Kristall fließt. Ein spirituelles Reklameschild erklärte dem Kunden: „Bergkristall macht die Gedanken klar und zieht Schmerzen aus dem Körper. aufnehmen und weiterleiten. Die heilige Hildegard von Bingen schrieb. ihn negativ aufgeladen zu haben. Bergkristalle können Energien. Ein Irrtum. daß Steine Menschen heilen können.Au! Langsam muß ich mich fragen. uh. Eine Linderung spürte ich nicht. Das gibt’ nicht! War ich platt! Glaubte. als das unschuldige Mädchen für einige Sekunden meine Symptome bekam. stammelte sie beängstigt. Kein Bergkristall.“ Ich hielt den Zauberstein in der Hand und stellte mir vor. egal ob positiv oder negativ. nicht aber das Weh. sondern ein Chrysopras.

zweifeln läßt.S. 163 . Wir waren nur dafür verantwortlich. bis ich diese Möglichkeit ausschließe.S. daß du krank geworden bist und Wahnsinn von Angesicht zu Angesicht schauen durftest.S. eine Schocktherapie sei immer noch die effektivste Bewußtseinsveränderung. ein solch nettes Mädchen unter deinen Bekannten zu wähnen. die mich solange an der Möglichkeit.“ Wie gruselig! Manchmal bereitet es der T. Dann wird mir klar: Niemals wäre ich wegen einer einzigen Synchronizität von der Existenz der T. grinst fiese und gemein die T. überzeugt. Die T. es würde sich um Zufälle handeln. will mein Gegenüber solch eine Begebenheit hören.S.Im Stader Esoterikgeschäft Stein & Bein arbeitet eine Frau mit großem Herz.S. ein Schutzstein wäre gut für mich. warum ich glaube. Freude. oder mit dieser zu kommunizieren. Von meinem Leid wußte sie nichts.S. Wenn mich jemand fragt. muß ihr „Chrysopras“ ins Ohr geflüstert haben. für jene Sorte Mensch sowieso ausgeschlossen und beruht auf Einbildung. ich sei auf Grund von Synchronizitäten zu diesem Schluß gelangt. wenn sie sich nicht natürlich erklären läßt. Dann behauptet die Organisation. Du kannst wirklich von Glück reden. Wir kümmern uns darum. von einer außerirdischen Intelligenz mit magischer Macht umgeben zu sein. „Blödsinn“. dich in die Irre zu leiten. Es ist die kontinuierliche Ansammlung von Zufällen.. Die Psychologen in der Chefetage sind der Meinung. das sich nicht natürlich erklären läßt.S. Die Katze beißt sich in den Schwanz. ihre Mitglieder in Angst und Schrecken zu versetzen. Andererseits ist alles. „Das war Zufall.S. Sie schenkte mir den Chrysopras. fühlte nur. Merkwürdigerweise ist für einige Menschen eine Synchronizität nur dann bemerkenswert.. und meine Antwort lautet. pechschwarz und böse zu sein.

daß sein Gehirn ordnungsgemäß funktionierte. daß der schwere Anker direkt auf mein Schiff fiel und es kaputt machte. Eines Tages lag er mit seinem Kümo vor der Kanalinsel Jersey und verlor seinen Anker. Der Kümo war so dicht an meine Segelyacht getrieben. während er beiläufig eine Geschichte erzählte: „Vor einigen Jahren war ein so starker Sturm. Genau dieser Anker. ob er vielleicht bei sich zu Hause in der Garage noch ein passendes Teil hätte und fuhr mit Erich zusammen dort hin. oder mit ihren Mitmenschen nicht mehr kommunizieren können. „Mensch du. daß sich ein Kümo im Hafen losriß und genau auf meine Segelyacht zutrieb. Leider war ein Schekel. den er verlor und wiederfand. das er gekauft und auf den Namen Gudrun umgetauft hatte. ist Erich einer jener Erdlinge. Der Schlosser überlegte. Weil er aber nicht versuchte. verrücktesten Synchronizitäten locker wegstecken. Wie im Kapitel Tollkühne Piloten über Peru gezeigt. Dank hochmodernen Navigationsgeräten konnte diese Stelle auf See genau lokalisiert und der Anker bald von Tauchern wiedergefunden werden. so ein toller Zufall!“ sagen und weiterleben wie zuvor? Andere wiederum werden durch ein vergleichbares Ereignis derart aus der Bahn geworfen. vielleicht wäre er zu der Einsicht gelangt: Die Götter bestimmen seinen Weg. kaputt gegangen. daß sie ihren Arbeitsplatz verlieren. eine Botschaft oder ein Zeichen zu erkennen. für den er nun ein fehlendes Verbindungsglied kaufte. Die Ina Dude war jenes Schiff.Ein englischer Anker Warum gibt es Menschen. den Anker zu werfen. Der Kümo hieß Ina Dude. Alles war ein toller Zufall. die die unglaublichsten. Das war vielleicht ein Schreck. Der Kapitän des Kümos gab den Befehl. Hätte sich Erich kurz zuvor Tollkirsche gespritzt und Fliegenpilz geraucht. 164 . daß er den Rest seines Lebens als Penner auf Jersey leben sollte. Tatsächlich kramte er aus großer Unordnung das richtige Stück Metall hervor. ein wichtiges Verbindungsstück zwischen Anker und Kette. blieb er davon verschont. Das werd ich nie vergessen. Ich war damals an Bord. Der Anker will ihm zeigen. in dieser Begebenheit einen Sinn. genau dieser Anker war einst auf die Segelyacht des Schlossers gefallen. da sie nur noch Gott finden wollen. Der Kapitän suchte den einzigen Schlosser der Insel auf und erkundigte sich nach einem Ersatz. die sich von Synchronizitäten nicht beeindrucken lassen. um das Schiff zu stoppen.“ Nun mußte Erich sich einige Sekunden versichern.

an diesem Ort würden unsichtbare Kräfte toben. schlug sie auf und las darin. An einem Sommerabend spazierten wir gemeinsam durch Portsmouth. Jenem. Er kaufte sich nicht nur ein englisches Feuerschiff. daß er für einen kurzen Moment einen Zusammenhang zwischen Außerirdischen und Synchronizitäten vermutet hätte. außer einem. erstand Harry alle. es wäre doch denkbar. besuchte ich den Regents Park und das Rudolf Steiner House.) So gingen wir auf die fröhliche Party. Geister? Dämonen? Was ist das nur für ein nervenzerreißender Geisteszustand? Mit dem Wunsch. ich solle unbedingt mal Harry Pounds kennenlernen. ihre Ersatzfeuerschiffe zu verkaufen. daß es Erich nicht anders erging.Als 20jähriger Seemann beobachtete er über dem Mittelmeer eine hellleuchtende Kugel. auf dem Weg zu einem Pub. um ihn herum seien überall Hexen. Nun kamen wir an dessen Haus vorbei. sondern auch ein englisches Taxi. wie jemand am Charing Cross steht und glaubt. spürte ich einen Draht nach England und fand es wundersam. Als die englische Leuchtfeuerbehörde sich dazu entschloß. das Erich ergatterte. 165 . wo mir Harry erzählte. Als ich dort wartete. Erich erzählte. Das sei ein Schrotthändler und ein sehr interessanter Mann. die er gerade in seinem Hinterhof zu Ehren seiner Freundin gab. Auf jener Seite. Harry kam mit einem Glas Wein in der Hand heraus und lud uns auf eine Party ein. Ich las. Wir waren dann am Charing Cross verabredet. die „The english adventure“ hieß. er könne immer noch ficken. zog ich eine Okkult Review aus der Tasche. Seit ich zu den Crowley-Verrückten gehörte. überkam mich plötzlich das Gefühl. stand eine Geschichte. die ich aufgeschlagen hatte. Wäre ihm dieser Kugelblitz eine Minute bevor er den Anker verlor erschienen. die Tür öffnete sich. ohne Haschisch zu rauchen. die sich in rasender Geschwindigkeit unter der Wolkendecke bewegte und urplötzlich ins Nichts verschwand. Reiner Zufall. Dämonen und Gespenster. frisch bei Skoob-Books gekauft. (Harry war über 60 Jahre alt und seine Freundin 25. wo Erich mich mit dem neuen Wagen abholen wollte. mich zu beruhigen. Während er sich in London das Taxi besorgte.

S. Noch nie war ein Stück Plastik auf meinen Altar geflogen. wird in den Hieroglyphen durch eine Feder symbolisiert. Nie zuvor hatte Paddy die Schmetterlinge auf den Plastikhülsen ihrer Tampons bemerkt. Trotzdem ist sie eine Synchronizität. Oder die Geschichte vom verbrannten Kissen: Das blonde Gift Kathrin und ich turnten im Bett. die auf dem Teppich stand. Die Verpackung eines Tampons.Schmetterling und Federvieh In der Kindheit verfolgte mich ein sich häufig wiederholender Traum.: 166 . Am nächsten Morgen lag vor der Pyramide. ein kleiner Streifen Plastik. Aufgeschreckt schlug ich die Flammen aus. Eine Spinne und ein Schmetterling spielen darin eine wichtige Rolle. Maat. malte ich die beiden Tiere. Am Tag darauf lag Post aus Amerika im Briefkasten. die ägyptische Göttin der Gerechtigkeit. Er wird im Kapitel Spinnenpost erzählt werden. eine Kupferpyramide und das Tarotkartenspiel befinden. Eine Stunde später ging ich mit Paddy schlafen. Es ist meines Erachtens auf einer gewissen Ebene sogar legitim. Natürlich alles natürlich erklärbar. von Maggie Ingals. organisiert von der T. Blöde stieß mein Fuß das Kopfkissen in eine Kerze. bedruckt mit einem grünen Schmetterling. unter den Bildern. die das Zeitalter der Maat verkündet. Zum ersten Mal hing über dem Altar das Bild eines Schmetterlings.S. um in die Wurzeln meines Unterbewußtseins zu gelangen. 20 Jahre älter. Blut mit Sperma zu identifizieren. Das ganze Zimmer war voller Federn. genannt Soror Nema. In der Sexualmagie stellt Blut die ergänzende Energie zum Sperma dar. Wirklich wahrlich natürlich erklärbar ist die PinkelbeckenGeschichte. Die Bilder hängte ich über meinen Altar. Eine thelemitische Priesterin. Natürlich alles natürlich erklärbar. auf dem sich verschiedene magische Steine.

an der er aber etwas beanstanden wollte. Nun erhielt ich eine Mahnung der Firma Heiner Müller. Das Problem war: Die Siebe wurden permanent vollgepißt. mit dem Pissen auf Pinkelbeckensiebe. Sie erklärte. Ich schreib Müller einen kurzen Brief. Erich wolle die Pinkelbeckensiebe nicht bezahlen. ich muß noch eben schnell auf dem Schiff anrufen“. nicht mir gab. sondern mit sich spazieren trug. sagte Meta nicht das erstemal in ihrem Leben. Er habe sie wieder aus den Toiletten ausgebaut und der Firma Müller gereinigt zurückgegeben. auch nicht im Wareneinsatzbuch. wenn man die Null für das Freizeichen vergißt. damit die Toiletten nicht verstopfen. war aber trotzdem genervt. Die Telefonnummer der Firma Müller 05274/5047. die er bezahlen sollte.“ „Aber. Die Telefonnummer des Schiffes lautet 050/473664. „was geht denn hier vor? Das ist doch nicht möglich!“ Doch: Alles natürlich natürlich erklärbar. mir fällt ein. wie das so abläuft. nachdem man die Plastikgitter eingebaut hatte. Ich konnte die Rechnung nicht finden. Ich haßte es. aber. damit ich den technischen Vorgang begriff. wo er die Rechnung hat. Nach Vollendung des Umbaus dann als Tresenkraft und in den letzten eineinhalb Jahren in Form eines Papiertigers: Kassenbuch schreiben. 167 . wenn Zigarettenkippen hineingeworfen werden. daß man eine Null wählen muß. alle Ordner und das Wareneinsatzbuch nach der Rechnung durchforstet zu haben. damit ein Freizeichen ertönt. „Oh. Unbezahlte Plastiksiebe. stotterte Meta.Pinkelbecken Für das Restaurantschiff arbeitete ich zunächst auf der Werft. sind die ersten vier Ziffern der Feuerschiffsnummer (mit Hamburger Vorwahl) mit jener der Firma Müller (ohne Horneburger Vorwahl) identisch. die man auf Männerpinkelbecken legt. zeichnete sie den Tatbestand auf einen Zettel. Und ich erinnerte sie: „Frag Erich. und warum sich dieses doofe Blatt Papier nicht in meinen Unterlagen befand. Es kam dazu. Ich konnte es mir gut vorstellen.“ Sie wählte die Nummer des Feuerschiffes und hörte am anderen Ende der Leitung: „Hier ist der automatische Anrufbeantworter der Firma Heiner Müller. weil die Herrentoiletten bestialisch begannen zu stinken. Während Meta das erklärte. wenn Erich eine Rechnung. Die Telefone im Büro sind so geschaltet. Leider rufen sie außerhalb unserer Bürozeiten an. Rechnungen den Kontoauszügen zuordnen usw. ob sie wisse. bekamen vom Wasser der Spülung aber nichts ab. Ärgerlich fragte ich Meta. das kann doch nicht sein“. Da sich sowohl das Feuerschiffsbüro als auch die Firma Müller in Horneburg befinden und Meta von dort aus nach Hamburg telefonieren wollte. was Meta in der Eile tat. wo die Rechnung sei.

Warum passierte ihr das zum ersten Mal. als wir Sekunden zuvor über diese Firma sprachen? Natürlich erklärbar? 168 .

Oder: Da geschah NICHTS. rauchten. ha ha. die entscheidenden Sekunden in NICHTS. die sich in Karstens und meinem weiterem Leben ereignen sollten. zu dem wir wollten. ob ich das Gespenst ebenfalls gesehen hätte. Was bitte war mit dieser Zeit passiert? Heute weiß ich. blinkte auch der Polizeiwagen und folgte uns. hätte er einen Strafzettel bekommen. Das Polizeiauto hatte gewendet und bog gerade wieder vom Parkplatz ab. Unser Wagen flog im Bruchteil einer Sekunde auf den Stellplatz. das war.S. und die Zeit. „Oh Scheiße“. Der Motor unserer Rostlaube schwieg.?“ 169 . um die Nacht in U-Haft zu verbringen und sonstigen Ärger zu bekommen. wäre eine Übernachtung in UHaft nicht förderlich gewesen. Als er auf den Parkplatz einbog. daß ein Polizeiauto an uns klebte. was war denn das?“ Und sein Kollege versuchte sich von seiner Sprachlosigkeit zu befreien: „Das war. ha ha. fehlte. die Gesetzeshüter ebenfalls. Unsere Gehirne sollten eine Information verarbeiten. als wolle er wissen. Für bestimmte Dinge. Darum verwandelte die T. daß hier die Time and Space Society eingriff. die man braucht. Karsten hatte genügend zu Rauchen dabei. Erschrocken drehte ich mich um und schaute durch das Rückfenster. Karsten wollte seinen Wagen über Nacht woanders hinstellen. „Was.S.“ Jetzt mußten wir beide lachen. Es fehlte etwas: Eine Minute. was war denn das?“ fragte Karsten. verrosteten Kasten-R4. „Das war. und er verkaufte mir ein Piece. Wir übersprangen einige Meter Autofahrt. die wir nicht wechseln konnten. das war. um von der Parkplatzeinfahrt zum Stellplatz zu gelangen. Da geschah es. Wir fuhren los und bemerkten bald.Als die Zeit stehen blieb An einem kalten. wo er jetzt parkte. ungemütlichen Abend kam ich zusammen mit Karsten Weiß aus der Mülltonne. Dort. Wir liefen zu seinem roten. Besser gesagt: Da geschah es nicht. Wie erlebten wohl die Polizisten diese Situation? Stotterte der Fahrer zum Beifahrer: „Was. fluchte mein Freund. Die Zeit. Karsten fuhr sehr langsam. in der das Polizeiauto auf dem Parkplatz gewendet haben mußte.

was hinter mir geschah. Eine Tür zu einer anderen Wahrnehmung wird geöffnet. Wir glauben. Die Zimmertür befand sich auf der gegenüberliegenden Seite. birgt diese Erfahrung etwas beängstigendes. mir aber Dinge widerfahren. faßte mit einem Arm meine Schulter und drehte mich ein Stück auf den Rücken. Wenn ich träume und mir dessen bewußt werde. in mein Leben eingreift entsteht ein Riß in der mir bekannten Welt. fühlte ich mich verloren und ausgeliefert. Oder.S. Er besaß einen viereckigen Kopf. Der Roboter sah so aus. Wenn ich sicher war. sondern auch meinen Geist gefangenhält. so daß es mein Gesicht sehen konnte. Mein Gesicht war zur Wand gedreht. ist dies meist ein aufregendes und intensives Erlebnis. zu entspringen scheinen. die ich niemandem zeigen und in die mir niemand folgen konnte: Ich lag im Bett und konnte nicht einschlafen. Das Ding schritt an mein Bett. als hätte ich Augen im Hinterkopf. der mich besuchte. aber nicht willentlich diesen Traum verlassen kann. Ich war entsetzt. doch in Wahrheit sind nur fünf Minuten vergangen.Metall und Herzblut Mit welchem Sinnesorgan bestimmen wir die Zeit? Wo liegt unser Zeitgefühl? Im Kopf? Im Bauch? Wenn mir in der „Wirklichkeit“ das Zeitgefühl verloren geht. mich in der „Wirklichkeit“ zu befinden. daß ich sehen konnte. aber dennoch etwas vollkommen Fremdartiges wahrnahm.S. Entsetzt darüber. nicht geschlafen zu haben. ob ich träume. Nicht alle Menschen kennen diesen Zustand. Tobbi und das Fliewatüt“. Die Tür öffnete sich und ein Roboter betrat das Zimmer. Am beunruhigendsten sind jene Zustände. 170 . Im Zustand zwischen Wachbewußtsein und Schlaf scheint die Zeit am häufigsten ihre bekannten Gesetze zu verlassen. übermächtiges. noch nicht eingeschlafen zu sein. in denen ich in gewissem Sinne mit meiner linken Gehirnhälfte denke und meine. einen viereckigen Unterleib und menschenähnliche Gliedmaßen aus Metall. wie sich kleine Kinder einen Roboter vorstellen. wir glauben aber. Plötzlich konnte ich sehen. Immer wenn die T. In meiner Kindheit ängstigte mich der Zustand zwischen Wachen und Schlafen ganz besonders. Wenn wir während eines Traumes erkennen. der rechten Gehirnhälfte. die Zeit ist wie im Fluge vergangen. was hinter mir geschah und daß es kein Mensch war. daß wir uns nicht in der „Wirklichkeit“ befinden. die aus der Phantasie. bereits eine Stunde im Bett zu liegen. frage ich mich für einen Moment. Wie „Robbi“ aus der Kindergeschichte „Robbi. in einer Welt. welches nicht nur meinen Körper.

was mich an diesem Erlebnis so verwirrte. Was für ein lieber. Maiko kam herein. Das. Beim folgenden Erlebnis hatte ich im Nachhinein die Gewißheit. Einige Laternen hingen an der Außenwand der Hütte. zusammen mit den Robotern. was für ein merkwürdiges Erlebnis. Nun träumte ich eines Nachts. Da wurde mir die Fremdartigkeit des Geschehens bewußt. ihr Brustbereich geformt wie ein Busen. während er weiter in der unverständlichen Sprache fluchte. mir wurde warm ums Herz. Ich war verliebt in sie. Komisch. Ein Roboter. Die Roboter grillten draußen am Wasser. daß es sich um einen Traum handelt? Durch die Fremdartigkeit des Geschehens? N ein. um das Gefühl zu erlangen. Die Körper und Köpfe der Roboter waren oval. Nein! Nein! Ich schüttelte mich und schüttelte mich. Es hörte sich ärgerlich an. der mich liebt und mein Herz. Endlich erwachte ich zum dritten mal. aus glänzendem Metall wie Aluminium oder Chrom. mich in der „Wirklichkeit“ zu befinden. die eine Gartenparty feierten. So ein schöner Ort.Dann krächzte es in einer dunklen. diese Hütte am See im Wald. Die Abenddämmerung setzte ein in der würzig-milden Waldluft. 171 . Ihre Gliedmaßen bestanden aus schwarzem Gummi. Nein! Nicht zu glauben! Es war doch kein Traum? Ein Roboter begrüßte mich freundschaftlich und berührte meinen Arm. Wir drückten uns und hatten uns furchtbar lieb. daß mein Unterbewußtsein mich im Schlaf ein Abenteuer erleben ließ. Wir nahmen uns in die Arme. nahm keine Drogen und ernährte mich makrobiotisch. Wie kam ich darauf? Womit bestimmen wir. dachte ich. Maiko kommt herein. Einer von ihnen schien ein weibliches Wesen zu sein. Dennoch war ich mir sicher. nicht zu träumen. ebenfalls aus Gummi und Chrom. zusammen mit vier oder fünf Robotern. Hände und Gelenke wieder aus Metall. merkwürdiger Roboter. Wieder in meinem Zimmer. Ein schimpfender Roboter. Das mußte ein Traum sein. Da öffnete sich die Tür. Ich setzte mich auf und schaute durch mein Zimmer. ich wäre bei einer gemütlichen Holzhütte an einem sauberen See in einem dichten Wald. An diesem Tag brauchte ich lange. wenn wir in einem Traum zu Bewußtsein gelangen. Dennoch gab es eine unheimliche Verbindung zu meinem „wirklichen“ Leben: Ich wohnte zusammen mit Maiko in Othmarschen. den Raum. Diese Erlebnis war extrem fremdartig. metallischen Stimme etwas in einer fremden Sprache. nicht zu träumen. Das konnte doch nicht die Wirklichkeit sein! Da erwachte ich von neuem. Ich erwachte. war mein Bewußtsein. Dann schubste er mich wieder auf die Seite und verließ. Mit mir zusammen befanden sich dort Maiko und mehrere Roboter. daß für ihn schlägt.

Ein besonders intensiver und merkwürdiger Traum kann uns einen ganzen Tag lang verfolgen und somit unseren Weg beeinflussen. „Nein! Nein!“. „Ja. „da bist du ja endlich richtig böse geworden!“ „Irrer Traum“. endlich bin ich erlöst! Endlich bin ich richtig böse! Wahnsinnig und blutverschmiert rannte ich weiter durch den Schnee. warf ich ihn wieder auf den Boden und ließ ihn verbluten. was Synchronizitäten und Träume miteinander verbindet. Endlich.Das. Nun betrat ich eine Kneipe. an welchem wir auch mit Ereignissen aus der Logik/Unlogik eines Traumes rechnen. Jetzt packte ich ihn und biß ihm ein dickes Stück Fleisch aus dem Hals. Es schneite. Dort flüchtete er in den Wald. „Ja. „Ich will Blut! Jaaaa!“ Jetzt lief ich nackt durch die Straßen Horneburgs. sondern nur zu Besuch war. aber ich brauchte noch eine ganze Weile. Ich trank einen Schluck Kaffee. mit der sich das Geschehen bewegt. ist die unbekannte Gesetzmäßigkeit zwischen Logik und Unlogik. wo ich zur Zeit nicht wohnte. einen jungen Türken. Ich wollte ihn packen und sein Fleisch essen. Schaute mich um. die Polizei zu rufen. so sind wir entweder Erleuchtete oder Bekloppte. Mensch Claas“. ich glaube. 172 . auf die der Vollmond schien. Ich erwachte in der Trinkstraße 7. sagte Andrea. Ich hinterließ blutige Fußspuren auf den weißen Straßen. ich bin wach“. Wenn wir uns durch einen Tag bewegen. endlich bin ich richtig böse! Jaaaaaaa!“ Ich war hungrig und biß mir selbst einen kleinen Zeh und einen kleinen Finger ab. „Endlich bin ich erlöst! Endlich. Meine Haare waren kurz geschnitten und blond gefärbt.S. je nach Geistesschulung. schrie er und rannte aus der Kneipe heraus um sein Leben. Ich jagte ihn durch das ganze Dorf bis zum Ortsausgang. die mich entsetzt ansahen und verstummten. lachte Norbert. durch welchen dieser Mensch später auf eine Synchronizität aufmerksam werden kann. notwendig ist. wo er dicht bei einem steinzeitlichen Hünengrab stolperte und fiel. biß in mein Brötchen und erwachte im Partykeller meiner Eltern. in einem ihrer Mitglieder einen bestimmten Geisteszustand zu erzeugen. Sie waren so schockiert. ich wäre von ganzem Herzen böse. Norbert und Andrea erzählte ich ausführlich meinen Traum. Ich trug eine moderne Brille ohne Rahmen. bedient sich die Organisation auch dem Eingreifen in unsere Traumwelten. Da sah ich Hakan. faßte mit beiden Händen über mein Gesicht. Jemand holte Brötchen und wir frühstückten. um mir da sicher zu sein. Darin waren fünf Gäste. Eines Nachts träumte ich. daß es niemand wagte. Wenn es für die T.S.

Schuld
Von wegen endlich richtig böse geworden: Beziehungswahnsinnige fühlen sich oft schuldig für die Mißgeschicke und Unglücke anderer Menschen, obwohl sie in Wahrheit in einer kausalen, logischen Kette von Ereignissen, nichts mit dem zu tun haben können, wofür sie sich verantwortlich fühlen. Natürlich fanden auch in meinem beziehungswahnsinnigen Kopf derartige Schuldgedanken ihren Platz: Eines schönen Abends saß ich neben Maria Sachariadis in der Mülltonne. Sie hatte einen neuen Freund und war guter Dinge. In der Trinkstraße wohnte sie nicht mehr; ich war aber inzwischen wieder dort gelandet. Mein Mitbewohner Fritz trat auf uns zu und grunzte: „Du bist ein Kinderficker!“ Dann schlug er mir gezielt mit der Faust aufs Auge, packe meinen Hals und drückte auf den Kehlkopf. Scheiße, das tat weh. Fritz ließ los, ich war total verdattert. Jetzt drohte er eine Stunde lang, er wolle mit mir vor die Tür gehen und sich mit mir prügeln. Ich hatte genausoviel Angst, Fritz zu verletzen, wie selbst verletzt zu werden und verstand überhaupt nicht, was ich ihm getan haben sollte. Schließlich entschuldigte er sich, nahm mich in den Arm, sprach: „Tut mir Leid, das war nicht in Ordnung von mir“, und gab ein Bier aus. Er behauptete, der Grund seiner Aggression sei, daß er in der vergangenen Nacht sah, wie die schöne, 18jährige Heide in der Morgendämmerung mein Zimmer verließ. Fritz war bekannt dafür, bei Zeiten zum Psychopathen zu werden. Dann wußte er nicht mehr, was er tat. Ich bin mir sicher, es war ihm vollkommen gleichgültig, wer sich um wieviel Uhr in meinem Zimmer oder meinem Bett befand. Wir hatten oft zusammen gelacht, getrunken und geraucht. Ich versuchte, die Sache zu vergessen. Drei Tage später gab es in der WG das abendliche Besäufnis unterm Sternenhimmel am Lagerfeuer im Garten. Fritz war so betrunken, daß er stolperte und in die Flammen fiel. Um sein Gesicht zu schützen, riß er im Sturz einen Arm nach vorne und griff in ein glühendes Stück Holz. Seine Handfläche und seine Finger verwandelten sich in eine einzige Brandblase. Ich dachte: „Das ist die Hand, mit der er mir aufs Auge gehauen und auf den Kehlkopf gedrückt hat.“ Aber ich wußte, daß ich ihn niemals in die Flammen gestoßen oder einem Dämonen befohlen hätte: „Jetzt schubs ihn ins Feuer.“ Zwei Tage darauf bekam Fritz von einem wütenden Menschen, der hinter dem Tresen der Mülltonne arbeitete, ein tierisches blaues Auge gehauen. Weiß nicht mehr, warum sich die beiden stritten. Ich dachte: „Das ist ein viermal so fieser Schlag, wie der, den ich von Fritz bekommen habe.“ Ich wußte, daß ich niemals Fritz aufs

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Auge geschlagen oder zu jemandem gesagt hätte: „Los, hau Fritz eine rein!“ Am übernächsten Tag fuhr die WG zusammen mit Fritzes Bruder auf eine Party nach Berlin. Der gestikulierte dort wild lachend und stieß dabei versehentlich mit seinem Ellenbogen direkt in Fritzes blaues Auge. Ich war beziehungswahnsinnig. Fragte mich, ob das eine gerechte Vergeltung sei. Die Schwellung um sein Auge wuchs an auf die Größe eines Tennisballs. Hatte sich mein heiliger Schutzengel oder Schutzteufel für mich gerächt? Wollten die Psychologen der T.S.S., daß ich mir eingestehe, Fritz nicht wirklich verziehen zu haben? Sollte ich lernen, ehrlich zu sein? Triumphierend „Rache ist süß“ brüllen? Stell dir vor, du hättest schwarzmagische Kräfte: Wie böse wärest du dann? Gibt es jemanden außer Kapitän Jean Luc Picard, der damit umgehen könnte? Wenn ich mich recht erinnere, las ich im Büchlein Experimentelle Magie aus dem Sphinx Verlag folgende zweifelhafte Weisheit: „....aber es gibt keine geglückte magische Operation, die deinem Bruder im Busch kein Unglück bringt.“ Heute glaube ich, dieser Satz stimmt nicht. Es heißt im Buch Abramelin richtig: „Die guten Geister sind stärker als die bösen.“ Aber der Gedanke, immer, wenn ich erfolgreich bin, wird jemand anderes mit Pech geschlagen, spukte lange Zeit in meinem Kopf herum: Ein halbes Jahr fuhr ich jeden Tag schwarz mit der Hamburger U- und S-Bahn. Bevor die Kontrolleure mich ertappten, sollte eine Freundin, Anja, nur wegen Schwarzfahrens ins Gefängnis. Sie war siebenmal erwischt worden. Jetzt war sie reif. Es hieß, wenn nicht innerhalb weniger Stunden mehrere Hundert Mark herbeigeschafft würden, müßte sie ihre Strafe absitzen. Linus, der sie liebte, besorgte das Geld. In meinem beziehungswahnsinnigen Geist rätselte ich nun, ob ich einverstanden gewesen wäre, hätte mich der Teufel gefragt: „Soll Anja an deiner Stelle erwischt werden? Eigentlich müßtest du erwischt werden, so oft, wie du schwarz fährst.“ Jedes ehrenhafte Mitglied der Enterprise-Crew hätte selbstverständlich erschüttert abgelehnt. Letztendlich war das alles Pille-Palle gegen Brunos Selbstmordversuch, für den ich mich verantwortlich fühlte: In der Abrahadabra veröffentlichte Olaf Thorbrügge eine Channeling-Serie, in der der Dämon Paimon durch ihn schrieb. Paimon symbolisierte für mich vielmehr etwas Erlösendes denn etwas Böses. Er verkündete den AHA-Lesern, er komme aus einer

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Mülltonne oder Müllhalde, wo sich alle weggeworfenen und unerwünschten Gedanken befinden. Ich verstand Paimons Botschaft so, daß die verdrängten Gedanken in unser Wesen integriert werden müssen, wenn wir vollständige, freie Menschen sein wollen. So zelebrierte ich das Ritual, mit dem man laut Olaf Paimon rufen kann: Man steckt drei Messer in Form eines Dreiecks in die Erde, ritzt Paimons Zeichen (zwei zackige Wellen und ein „P“) in die Mitte, stellt sich hinein und schreit „Paimon“ in den Himmel. Alle Paimon-Artikel in den AHAs studierte ich aufmerksam, während ich in Oxstedt im Café Vibes wohnte und arbeitete. Da besuchte uns Bruno, ein junger Mann, der vor mir im Vibes gekellnert hatte. Ihn quälten furchtbare Selbstmordgedanken. Er war von einem falschen Freund wegen Drogen bei der Polizei verpfiffen worden. Die Pulsadern wollte er sich jetzt aufschneiden, vorher Tabletten nehmen und dann aus dem vierten Stock springen. Da sich vor nicht allzulanger Zeit mein Freund Michael vor einen fahrenden Zug geworfen hatte, aber, als ich ihn wenige Stunden zuvor auf einer Party beobachtete, er traurig in einer Ecke hockte und schwieg, dachte ich nun bei Bruno: „Wenn jemand soviel davon spricht, dann macht er das nicht.“ Im letzten Artikel von Olaf-Paimon stand „wer die Dunkelheit kennt, fürchtet die Schatten nicht“, und der Ratschlag, sich alle erdenklichen Arten zu sterben vorzustellen. Ich setzte mich mit Bruno in das Wohnzimmer über der Kneipe und gab ihm einige Paimon-Seiten zu lesen. Um Mitternacht fuhren alle Bewohner des Vibes zusammen mit Bruno in den Laden nach Cuxhaven. Auf der Straße vor der Disko verabschiedete er sich: „Ach nein, danke, ich komme nicht mit rein. Ich will nach Hause. Viel Spaß noch!“ Dann tat er genau das, was er angekündigt hatte: Er nahm Schlaftabletten, schnitt sich tief in die Pulsadern, so tief, daß er sogar Nervenbahnen und Sehnen durchtrennte, und sprang aus dem vierten Stock. Er stürzte durch das Glasdach eines Gewächshauses auf den Boden. Fast hätte er einen Mann erschlagen, der sich darin aufhielt und sofort einen Rettungswagen rief. Bruno überlebte. Als ich ihn wiedersah, konnte er eine Hand nicht richtig bewegen und war gezeichnet von Narben und Schmerz. „Warum habe ich das nur getan? Das war wie ein Zwang. Du kannst dir das nicht vorstellen. Ich mußte das tun“, sprach er leise und schaute mich fragend an, als sei er sich nicht sicher, ob ich ihm so etwas Gruseliges glauben würde. Ich dachte still, aber sagte es nicht: „Hätte ich doch an jenem Unglücksabend nur mit ihm geredet, ihn in den Arm genommen und Paimon und die AHAs für mich behalten.“

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Es ist ziemlich harter Tobak, wenn man glaubt, andere Menschen werden deswegen verrückt, weil man selbst nicht verrückt wird. Ich trinke eine Flasche Gift, aber du verreckst daran. Oder du trinkst die Flasche Gift, und ich sterbe dafür. Ich grübelte: „Wieso bin ich nicht verrückt? Ich müßte doch eigentlich durchdrehen, bei den Dingen, die mir passiert sind.“ Etwa ein Jahr, bevor Michael den Tod auf den Schienen fand, verlor er den Verstand. Wenigstens in den Augen seiner Mitmenschen. Er lief mit einem Hitlergruß und „Deutschland“ oder „Heil Hitler“ rufend in Stade über den Pferdemarkt. Gleichzeitig trug er einen Mach meinen Kumpel nicht an-Button an seiner Jacke, auf dem sich ein Schwarzer und ein Weißer umarmen. Als wir noch zusammen das Athenaeum besuchten, schmückte ein Anarchie-A sein Trenchcoat. Michael war überhaupt kein Nazi. Sein Deutschlandtick begann, nachdem ich auf einer Party stolz jedem, der es hören wollte, meine Bundeswehr- Verweigerung vorgelesen hatte. Michael mußte doll darüber lachen. Von nun an zitierte er aus meiner Verweigerung immer wieder. Ohne G rund. Plötzlich und unerwartet. In einer Kneipe machte er den Hitlergruß und grölte: „Deutschlands Grenzen reichen von Ägypten bis nach Brasilien.“ Wenige Wochen vor seinem Tod erzählte er einigen Freunden, ich sei „der Prophet“, und sie sollten mir besser zuhören. Irgend etwas Wahnsinniges hatte ich in ihm ausgelöst. Wenigstens fühlte ich mich schuldig, etwas mit seinem Irrsinn zu tun zu haben. Weil ich nicht verrückt werde, werden die anderen verrückt.

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weil er seine Rüstung nie auszog. die zusammen in Horneburg wohnten. er sei von der Burg fortgeritten. seinem Pferd die Hufeisen verkehrt herum anzunageln. Mit Vorliebe vergewaltigte er Nonnen. Nun saß ich dort. weil er nur darum der Eiserne genannt wurde. Mich schüttelt eine scheußliche Katzenallergie. bei der rein gar nichts passierte. Er soll fürchterlich schlau gewesen sein: Sein berühmtester Trick war. versteckt haben soll. Hier soll einst die „Horneburg“. in dem so mancher versunken ist. gestanden haben. Katja und Bärbel leisteten mehrere Katzen Gesellschaft. Der ehemalige Grund und Boden des Isern Hinnerk ist gewiß ein angemessener Ort. darunter eine goldene Wiege. Seine Verfolger glaubten dann. war der Horneburger „Schloßpark“. dreistöckiges Fachwerkhaus in einer Grünanlage. an dem ich die drei Messer in die Erde gesteckt und Paimon gerufen hatte. dem eisernen Heinrich. Torsten.) Die Horneburger setzten ihrem Helden ein bronzenes Denkmal in der Nähe des dorfgrößten Einkaufszentrums. daß mein Opa väterlicherseits „Der eiserne Gustav“ genannt wurde. während er dort in Ruhe verweilte. Die goldene Wiege kann nur von einem Sonntagskind zur Sommersonnenwende gefunden werden. ging ich zurück zu einigen Freunden. als er den umherstreifenden Geist des Ritters erblickte und ihm folgte. Das Sonntagskind darf beim Heben des Schatzes kein Wort sprechen.Die Geheimnisse von Horneburg Der Ort. (Als Beziehungswahnsinniger muß ich natürlich daran denken. Das „Schloß“ ist ein verwahrlostes. Laut Olaf Thorbrügge und seiner Freundin Sigrit liebt Paimon Katzen: Bei 177 . Nach meiner Beschwörung unterm nächtlichen Sternenhimmel. Paimon anzurufen. Ich muß in Anwesenheit dieser Tiere teuflisch niesen und kriege feuerrote Augen. Vom Isern Hinnerk sind unter anderem folgende ehrenvolle Taten überliefert:: Seine Frau verbrannte er im Backofen. Dort befand sich früher ein gefährliches Moor. Das ist insofern interessant. in dem Hinnerk einen Schatz. die Burg des „Isern Hinnerk“. Bei ihnen hatte ich mir die drei Messer ausgeliehen. Wie hat er nur die Nonnen geschändet? Er war der Schrecken aller anständigen Kaufleute. In der Nähe von Harsefeld liegt ein ausgetrockneter Teich. die er auf der sogenannten Salzstraße überfiel und massakrierte. und Volkers kleine weiße Katze Paula sprang mir immer wieder auf den Schoß. Egal wie oft ich sie verscheuchte. Volker.

einer ihrer Paimon Beschwörungen rannten alle Katzen aus der Umgebung laut miauend zum Ort des Geschehens. daß ich wenig später in einer Apothekenzeitung las. Nein. nieste und lies mich in einen Sessel fallen. packte ich sie und begab mich mit ihr vor die Tür. Nach vier Minuten sprang die klitschnasse Katze auf meinen Schoß. Ich packte sie und warf sie in hohem Bogen. wenn man allergisch auf sie reagiert. hatte ich nicht. darf ich schreiben. von der mir Onkel Otfried erzählte. Sie schien in mich verliebt zu sein und ließ nicht von mir. um dort zu baden. Schnell schwamm sie zurück zu mir. lief sie neben mir wie ein Hund. in den Badesee. Jemand hatte die kleine Paula mitgenommen. soweit ich konnte. dem ich streng: „Geh bei Fuß“ befohlen hatte. Ich lief zur zehn Meter entfernten Aue-Brücke. man hätte sie früher die Adolf Hitler Brücke genannt und warf Paula hinab in das kalte Wasser. Drei Tage später fuhren wir zusammen zu einer vollgelaufenen Kiesgrube. Als wir wieder zu den Autos gingen. mich fragend. um ihr den Hals umzudrehen. 178 . ob ich genügend unerwünschte Gedanken geweckt hätte. Dann joggte ich zurück in die Wohnung meiner Freunde. man solle Katzen öfters mal baden. Und noch einmal. Als Paula mir zum X-ten mal auf den Schoß gesprungen war. Um so etwas gemeines wie die Wasserschocktherapie einer solch goldig süßen Katze gegenüber rechtfertigen zu können.

Kinder intelligent werden. der auf dem Stuhl saß. Das hatte ich nicht im Fernsehen gesehen oder in Büchern gelesen. wodurch wir zum lesen. was wir im Fernsehen gucken durften oder nicht. was wir gerade machten. geheime Tunnelsystem unter den Häusern und Feldern Horneburgs.Phantasie? Bis zu meinem zwölften Lebensjahr spielte ich jeden Tag mit meinem Freund Jörg. Wenn mein kleiner Bruder uns fragte. Seine Eltern hielten sich eine Katze namens Maxi. allergisch gewesen zu sein. Am verzücktesten waren unsere Mütter. besaßen eine Zaubertrommel. Pflanzen. Wir hatten keine Ahnung. der auch als Kaffeemaschine funktionierte.“ Diese Spiel war ein Geheimspiel. Bücher und Spiele. mit der man alles erschaffen oder verändern konnte oder spielten „Der alte Mann in der Zeitmaschine. Darin stand. wie roboterähnliche Wesen aus dem Schiff stiegen. wenn wir etwas spielten. Im Deutschunterricht erhielt ich. Erde und Früchte sammelten. Wir durchstöberten das gewaltige. hatten einen Wecker. Aus Decken. Ich erinnere mich an die Katzenscheiße im Sandkasten. eine Phantasiegeschichte zu schreiben. Derjenige. „Raumschiff Enterprise“ und „Die Zeitmaschine“ gehörten nicht dazu. Unsere Eltern lasen Zeitschriften wie „Spielen und Lernen“ oder „Eltern“. durch welche Fernsehsendungen. kicherten wir und erklärten es ihm nicht. die Aufgabe. wie wir auf dieses Spiel gekommen waren. Maxi verschwand eines Tages spurlos. Ich bin mir sicher. Stühlen und einer hohlen Sitzbank.7. etwa neun Jahre alt. in der man sich verstecken konnte. hieß „Der alte Mann. Als ich Jahre später Jörg an dieses Spiel erinnerte. war der Zeitmaschinenpilot. schließlich wieder einstiegen und fortflogen. Ich beschrieb.“ Derjenige. daß es nicht so war. nicht aber daran. Wir sollten uns irgend etwas ausdenken. der in die Sitzbank stieg. Wir versteckten uns hinter einem Baum und beobachteten. So reisten wir durch Vergangenheit und Zukunft und erlebten haarsträubende Abenteuer. Mit Jörg lebte ich tagelang in Phantasiewelten. schreiben oder logisch denken dressiert wurden. wie am 7. unter den Apfelbäumen umher gingen. unverständliche metallische Worte sprachen.1977 Jörg und ich im Garten seiner Eltern ein außerirdisches Raumschiff landen sahen. meinte er. Jörgs Mutter Meta und die pädagogischen Zeitschriften wußten genau. 179 . wir hätten gewiß so etwas im Fernsehen gesehen und nachgespielt. war die Zeitmaschine konstruiert. unsichtbare Hebel bewegte und Geräusche machte.

ihr Vater hätte ihre Mutter nie wie eine Frau 180 . Oft.Einmal durfte ich allerdings Jules Vernes „Die geheimnisvolle Insel“ gucken. Wie ich Diana verstand. Ein Erdling mit einer geglätteten Großhirnrinde wird mich darauf hinweisen. Ich glaubte. nachdem er sich von seiner Frau getrennt und eine neue Freundin gefunden hatte. Ich erinnere mich. etwa so groß wie mein Kopf. als mich unbeschreibliche Panik befiel. was Diana mir vom religiösen Denken ihrer Eltern erzählte. Ob mein Vater mir schon damals von der orange leuchtenden Kugel. wenn es draußen dunkel wurde und das Dachfenster meines Kinderzimmers offen stand. ich hätte mich. Nun habe ich im Kapitel „UFOs“ behauptet. wo sie verschüttet lagen. sie wäre katholisch aufgewachsen? Es ist das. auch Diana hätte nicht auf Grund von Wunschdenken die Raumschiffe erblickt. überkam mich die Vorstellung. löste sich meine Furcht. mich zu bewegen. Sie hätten mich nicht verstehen können. So etwas erzählte ich nicht meinen Eltern. nicht mit UFOs beschäftigt (außer dem Gespräch mit Hans Werding). die gerade Wäsche im Keller aufhängte. die Menschen in den Raumfahreranzügen würden gleich hereinkommen und mich mitnehmen. Mein Herz hämmerte und ich wagte nicht. Wie konnte ich behaupten. wie ich in der Wohnzimmertür bei meiner Oma stand. eine orange leuchtende Kugel. ich hätte die UFOs gesehen. Das stimmt ja nach diesen Kindheitserinnerungen offensichtlich nicht. wie sehr ihr Vater sie esoterisch beeinflußte. könnte schweigend von draußen herein in mein Zimmer schweben. bevor ich sie am Himmel schaute. Diana erzählte mir. Schließlich beschrieb ich lang und breit. Diese Kindheitserinnerungen grub ich lange nach dem Finkenwerder UFO-Erlebnis aus meinem Unterbewußtsein wieder aus. weiß ich nicht. Richtiger muß es wohl heißen: Ich habe mich vor dem UFO-Erlebnis nicht bewußt mit Außerirdischen beschäftigt. wo einige Menschen in raumfahrerähnlichen Uniformen auftauchen. „Meine“ UFOs sahen vollkommen anders aus als Werdings Flugmaschine. Diese Vorstellung entsetzte mich ungemein. entwickelte Gerd erst den Sinn für Sex ohne Sünde und den wirklich offenen Zugang zu fremden Religionen. Erst als Oma wieder nach oben kam. Ich muß es noch einmal wiederholen: Ein Mensch mit einem viereckigen Gehirn wird annehmen. wenn ich behaupte. Das ist falsch. die er einst als junger Seemann über dem Mittelmeer beobachtete. erzählte. daß es Blödsinn ist. weil mich Hans Werding so inspirierte und ich welche sehen wollte. Dann mußte ich all meinen Mut zusammennehmen um ans Fenster zu treten und es zu schließen. ich verstand es ja selber nicht.

sondern eher wie die Jungfrau Maria. Nur meine Erinnerungen an die Wirklichkeit. eine UFO-Sichtung gewünscht: Sie wäre nicht vor Angst fast gestorben.betrachtet. 181 . bombardiert mit Esoterik. Und für die krankhaft Skeptischen dieser Welt: Hätte Diana sich. Vielleicht würde Gerd hier widersprechen und mir seine Tochter als lebendigen Gegenbeweis vor Augen führen. Aber dies ist ja kein Buch über die Wirklichkeit oder die Wahrheit.

Oft wenn ich auf See alleine draußen war. Er schwankte. Ohne zu denken. wollte ich sie erschlagen. Ich versuchte. Ich wollte nach Hause. weites Meer erkennen. Einsam. Der Übergang zwischen Traum und Wirklichkeit verlief so unheimlich. die ich je gesehen habe. Irland und Holland stieg ich in Rotterdam auf ein Schwesterschiff der Gudrun. Ich wollte mich nicht umbringen. das Erlebte zu verstehen: Liegend und mit geschlossenen Augen war ich eingeschlafen. Der Grabstein selbst verwandelte sich in ein Fenster an der Außenwand der „Ms Gudrun“. die fetteste und ekelhafteste Spinne. daß alles vorüber wäre. während einer Reise nach St. tauchten Tücher auf. Ich wünschte. wie jeder normale Mensch.Das Geisterschiff Eines Nachts träumte ich auf Erichs Kümo. ganz dicht bei meinem Bein. Nun erschien im Grabstein ein gespenstischer Mond. wenn ich nur über Bord springen würde. Da saß ich im Schneidersitz auf der Matratze und schaute durch das Fenster auf den Mond und das Meer in der einsamen Nacht. ob ich bald mal zum Frühstück kommen wolle. Jetzt konnte ich in der unteren Hälfte des Grabsteins ein dunkles. aus der ich nie wieder herauskommen sollte. Dann mußte ich mich aufsetzen. ließ mich der Gedanke nicht los. Ich war wach. wie widerlich sich das gleich anfühlen würde. Ihr Körper war so groß wie meine Hand und ihre Beine so dick wie meine Finger. die bald aussahen wie Gardinen. Wo begann die Wirklichkeit. wo hörte der Traum auf? Nicht weniger unheimlich vollzog sich mein Erwachen wenige Tage später. Ich saß dort im Schneidersitz auf dem steinigen Boden vor einem grauen Grabstein. Die dunkle Höhle verwandelte sich in meine Kajüte und der steinerne Boden in mein Bett. weil mir der Gedanke durch den Kopf schoß. schrie ich eine Mischung aus „Iiiii“ und „Aaaaa“. Auf einer Reise nach England. Aus ihm schimmerte ein schwaches Licht. um auf die Sterne und das Meer zu schauen. in einer dunklen Höhle. daß ich vier Bier trank. geisterhaft und transparent. die Augen öffnen und vom Grabstein in der Höhle träumen. 182 . das direkt nach Hamburg fuhr. Aus dem Nichts. in dessen Wellen sich das Mondlicht spiegelte. bis ich wieder schlafen konnte. Nichts. Erich rief durch die Tür. Petersburg. setzte mich auf und erblickte zu meinem größten Entsetzten an der Wand meiner Koje. Ich gähnte und blinzelte. ich würde nur träumen und gleich noch einmal erwachen. Keine Spinne. rechts und links vom Grabstein. Dann war da Luft. doch eine halbe Sekunde bevor meine Hand sie zerquetscht hätte. ich würde mich tief in der Erde befinden. Nachts konnte ich nicht schlafen und lief an Deck dieses Kümos. der sich ein wenig hin und her bewegte.

daß ich mitsingen konnte. diese musikalische Maschine zu hören. Was mir das Schiff damit sagen wollte. daß es so einfach wäre. spukte durch meinen Kopf. Jetzt hörte ich klar und deutlich wie die Schiffsmaschine „Freude schöner Götterfunken“ spielte. So deutlich. 183 . Es war schön. weiß ich nicht.aber die Vorstellung.

S. und war ich steif! Der Terminkalender des Knochendoktors platzte aus allen Nähten. Verehret darum das ABC und sehet mein Licht über euch ausgegossen. schließlich hatte ihm die T. Was macht man da? Man kauft sich in der Apotheke ein ABC-Pflaster. dachte ich für fünf Minuten nicht ans ABC und verbog mir den Rücken. Ich schrieb Michael Eschner einen begeisterten Brief. kein Implantat ins Ohr geschraubt welches ihm stündlich A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z erzählte. muß ich erklären. Ich klebte es auf meine arme Lendenwirbelsäule und las mir die Verpackung durch. Nach tausend Umdrehungen glaubte ich. die geheime Bedeutung erfaßt zu haben: Khabs ist eine verhüllte Umschreibung des Alphabetes. Hatte ich damals eine Chance. das tat weh. was das ist: Ein Pflaster.S. daß die Außerirdischen uns Menschen dazu auffordern. mehr nicht. als ich einen Zementsack hob. Khabs = Caps = Capsikum = ein verteufelt scharfes Gewürz = ein homöopathisches Medikament. Michael fand das interessant. das ABC zu verehren. erst in vier Tagen war ein Termin frei. Ich schrieb tausende Male das hebräische und das lateinische Alphabet auf Papier oder Pappe oder in den Sand. besser gesagt. Es strahlt Wärme aus. ist Khabs phonetisch darin verborgen. sie zu ignorieren? Unmöglich. Dann würden sie ihr Licht über uns ausschütten. herausgefunden zu haben. wodurch ein Wärmegefühl entsteht. wenn er weh tut. es fördert die Durchblutung. Ich mußte die Botschaft finden! Es mußte eine Botschaft geben! Auf der Werft.ABC Von allen Synchronizitäten. Arg. Khabskhabskhabskhabskhabskhabskhabs. war gewiß jene mit dem Capsikum die umwerfendste. des ABC. in dem ich ihm mitteilte. Sage ich: ABCABCABCABCABCABC und spreche das C abwechselnd als K oder als scharfes S. Sollte dieses Buch einmal ins Japanische übersetzt werden und sollte es dort keine ABCPflaster geben. beim Feuerschiffszumbau. Verehret darum das Khabs und sehet mein Licht über euch ausgegossen. für mich organisierte. Khabs drehte sich in meinem Kopf wie ein Karussell in der Irrenanstalt. das man sich auf den Rücken klebt.S. Ein C wird ausgesprochen wie ein K oder ein scharfes S. Welcher 184 . die die T.S.

Arnika-Extrakt: entzündungshemmend. erwärmend 185 . gefäßerweiternd 2. dieses Produkt ABC-Pflaster zu nennen? Was ist drauf auf diesem Ding? Zwei Wirkstoffe: 1. durchblutungsfördernd.Werbefachmann ist wohl auf die Idee gekommen. Capsikum-Extrakt.

Hamburg.. schmückte mich in den folgenden Tagen eine blaugrüne Kopfhaut. daß es der Ozonschicht schadet. Ihre Freundin sprühte mir dann eine Menge Festigungs-Spray in die blaue Pracht. Basel. hatte ihre Freude daran. „ 186 . Das übriggebliebene Büschel färbte sie blau. durch Berlin.. Eindhoven. Minuten später hörten wir im Radio Nachrichten: „Über der Schweiz hat sich ein außergewöhnlich großes Ozonloch gebildet . St. Weil sie mit der chemischen Tönung so rumsaute. Ich wußte. Tropez. Die Augenbrauen rasierte die Künstlerin mir jeweils zur Hälfte ab und zeichnete sie mit einem schwarzen Kajal spitz n ach oben. mir den Schädel zu rasieren und nur meinen Hinterkopf zu verschonen. Amsterdam. so daß schließlich eine hübsche Antenne in den Himmel ragte. Luzern. Eine Schweizerin.Wuff! Auf der Suche nach Erleuchtung lief ich ein halbes Jahr ohne Schuhe herum. Niemals zuvor und nie wieder klebte Haarspray auf meinem Kopf. bei der ich mit Hund und Freundin einige Tage hausen durfte.

bei dem Versuch.S. Auch wenn er für den Leser dieses Buches Wiederholungen beinhaltet. Hierfür verfaßte ich den 30 DinA4-Seiten langen Artikel Spinnenpost.-Mitglied zu sein und wie ich meine Mitgliedsurkunde erhielt.S. möchte ich mein Bedauern darüber aussprechen. der definitive T. Auf die Bedeutung der 777 werde ich in diesem. mich entschuldigen und eine schnelle Besserung wünschen. möge die Spinnenpost-Seiten überschlagen und zum Kapitel Christusmörder Krückeberg übergehen.S.T. RE-Members in Zahlen und addiert die einzelnen Werte. auf den folgenden Seiten wiedergegebenen Aufsatz eingehen.S.S. 187 . möchte ich ihn hier ungekürzt publizieren.S. wann ich mich erinnerte.S.-Beweis sei in der Spinnenpost enthalten. den sterblichen Erdlingen die Existenz der T. Wer sich nicht dieser Gefahr aussetzen möchte.S. dir kurz die Numerologie des lateinischen Alphabetes in Erinnerung zu rufen: A B C D E FGH I J K L M N O P Q R S T 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 200 U V W X Y Z 300 400 500 600 700 800 Schreibt man T. daß du jetzt kurz davor bist. ist das Ergebnis 777: T S S R E M e m b e r s 200+ 100+ 100+ 90+ 5+ 40+ 5+ 40+ 2+ 5+ 90+ 100= 777 Ich habe mir den Kopf zerbrochen (au). Allen. T. Wen Zahlen schwindelig machen.S. wahnsinnig zu werden und wissen willst. der sollte sich ebenso verhalten und mir einfach blauäugig glauben. RE-Members Weil ich spüre. zu beweisen. die nach Lektüre der Spinnenpost verrückt werden. bitte ich dich.S.

Jetzt erhob sich ein gewaltiger Sturm. Durch den Briefkastenschlitz gelangte er nun ins Haus. Ein kleiner. und dann würde der Kuckuck kommen. Ich schlich in das Zimmer meines schlafenden. als wäre sie nichts. Der Schmetterling flog in mein Zimmer herein und schrie mit der entsetzlichsten Stimme der Welt: „Kuckuck!“ Plötzlich war ich zurück in meinem Körper. Ich konnte meine Augen nicht öffnen. Ich flog durch die geschlossene Tür hindurch aus meinem Zimmer heraus. Dann flatterte das Nachtpfauenauge vor meiner Zimmertür. die Tür wehte auf. (Der lateinische Name des mittleren Nachtpfauenauges lautet Saturnia Spine.) Er flog zum Briefkasten. weinte und schrie. die Spinne könnte erscheinen. Draußen flatterte ein Nachtpfauenauge. undurchsichtigem Glas bestand. dunkelbrauner Schmetterling mit blauweißen „Augen“ auf den Flügeln. so als hätte jemand versucht. Eines Nachts fürchtete ich mich wieder schrecklich davor. Hierbei erklang ein unendlich dunkler Ton. die knarrte und ächzte. ohne daß ich es wollte. und vor allem ein Leben mit dem Bewußtsein der Kommunikation mit außerirdischer Intelligenz. Dann die Treppe herunter zur Haustür. dunkelbraune Kreuzspinne auf einem schwarzen Hintergrund. mich lähmen. Dann verschwand das schreckliche Tier. und das flatternde Papier machte einen schrecklichen Lärm. Mein Bewußtsein schwebte hinterher. daß das Ungeheuer mich gelähmt hatte. Alles war vorbei. und mein Bewußtsein schwebte aus meinen Körper heraus. die aus einem Holzrahmen und geriffeltem. zwischen meinem fünften und siebten Lebensjahr. Sie bewegte sich auf mich zu und wieder zurück. Er flog die hölzerne Treppe hoch. Ich folgte ihm. ist weitaus interessanter als sein Gegenteil. konnte mich bewegen. Bald war die Müdigkeit größer als die Angst. schloß die Augen und sah nach kurzer Zeit eine riesige. oder auch nur meinen kleinen Finger rühren. der sich bald darauf öffnete. älteren Bruders und legte mich heimlich an sein Fußende. als würde etwas unendlich Schweres heraufkommen. Sie verwandelte sich in lose aneinandergeklebtes Papier. In dieser Zeit erlebte ich in etwa hundert Nächten folgenden seltsamen Traum: Ich ging zu Bett. Mitten in der Nacht erwachte 188 . die ich durchdrang. aus einem Stapel Zeitungen und einer Tube Uhu eine Tür zu erschaffen. Währenddessen war ich bei vollem Bewußtsein und fühlte.Spinnenpost Ein außerirdischer Brief an die Menschen Das Leben mit dem Bewußtsein von der Existenz außerirdischer Intelligenz. Mein persönlicher Weg zu diesem Bewußtsein begann in meiner Kindheit.

Die ganze Nacht hörte ich von draußen den Lärm der Nilpferde. öffnete ich die Tür zum Schlafzimmer meiner Eltern. den Schmetterling die Treppe hochflattern zu sehen. Meine chronische Angst vor dem Schlafengehen wurde erst gelindert. und der Film lief ab. Sie hörten kein Gebell und blieben im Bett. Ich schrie. So schnell ich konnte. Alles war genau wie immer: Ich lag in meinem Bett im Elternhaus. Entsetzt sprang ich auf und fühlte die Tiere an meinen Beinen. genauso wie der Postbote vom Dorf irgendwie mit dem widerlichen Boxer vom Bauernhof klarkommen muß. Kuckuck“ hörte oder einen Schmetterling. bis mich endlich die Müdigkeit übermannte. als hätte ich einen Stromschlag bekommen: „ER kommt! ER kommt!“ Mir war keine Spinne erschienen. Das Gebell war so laut! Ich konnte es nicht fassen. Das Zimmer war so voll von den Tieren. in der Erwartung. Dies geschah. Meine Angst vor dem Kuckuck war so real. sondern in Dänemark auf 189 . es würde sich doch nur um einen Traum und nicht um etwas Wirkliches handeln. ganz besonders ein Nachtpfauenauge. Sie wollte nicht klingeln. Mein Traum war für mich Realität.ich durch ein ohrenbetäubenden Gebell. Drei Nilpferde liefen hinter mir her. Vollkommen aufgelöst weckte ich meine Eltern. Als eine Freundin meiner Mutter zu Besuch kam. sah. vor diesem Erlebnis. Mit Todesangst lief ich den Flur entlang. Sie glaubten mir kein Wort und schauten auch nicht auf den Flur oder in das Zimmer meines Bruders. als ich das Bewußtsein erlangte. Weil ich aber nicht wirklich in Horneburg. die Tiere drückten dagegen. denn während des TraumErlebnisses blieb ich stets bei vollem Bewußtsein. Es gelang mir in Panik. Das ganze Zimmer war voller hundsgroßer Nilpferde. um die Kinder nicht zu wecken. Sie schnappten nach der Pyjamahose. wenn ich im Wald ein fernes „Kuckuck. Brüllend und zitternd vor Furcht öffnete ich die Zimmertür. die Spinne erschien. wie all zu oft. daß mein Bruder nicht erwachte. An einem anderen Abend lag ich wieder in meinem Bett und fürchtete mich. daß ich eine Gänsehaut bekam. die Tür zu öffnen. öffnete sie den Briefkasten und rief leise „Kuckuck“ hindurch. daß es schwierig war. Ich durfte bei ihnen schlafen. ich konnte mich bewegen und war mit meinem Geist in meinem Körper. als ich den Kuckucks-Traum auf einem Motorboot in Dänemark träumte. Außerirdische Briefträger dürfen sich vor bellenden Nilpferden nicht schrecken lassen. Mit Kraft mußte ich sie schließen. Aber in diesem Fall waren die Nilpferde wohl die persönlichen Begleiter des Briefträgers Kuckuckschmetterling.

finde ich faszinierend. Diese scheinbar unmögliche und verrückte Behauptung (denn ich lebe ja mehrere tausend Jahre nach der Erschaffung dieses Alphabetes). möchte ich im Folgenden begründen. war der Schmetterling als „ein Brief von sehr weit weg“. die Interpretationen dieses Autors haben ihre Berechtigung. diesen „Brief von sehr weit weg“ tatsächlich erhalten zu haben. Heute glaube ich. sondern auch ein Alphabet. ob ich auch nach den Symbolen Treppe und Tür schaute. Sicher gibt es alternative Deutungsmöglichkeiten. Ich erinnere nicht. Was mich ganz besonders an diesem Traumdeutungsbuch fesselte. mußte der Kuckuck etwas Unwirkliches sein. war auf den Namen Isern Hinnerk getauft. Mann kann sie gewiß als das Streben nach einer Verwandlung und den Übergang in eine höhere Welt deuten. aus dem später das griechische und dann das lateinische entsprangen. glaube ich. das sich meine Eltern für den Urlaub geliehen hatten. Flatterndes Papier ist eine „lange. Unser Alphabet heißt AlphaBet und nicht GammaDelta. Das Motorboot. und eine Spinne deutet auf eine „tiefe Abhängigkeit von der Mutter“. Der Autor ist mir leider entfallen. Ebenso eigenwillig ist die Deutung des Spinnensymbols. schwere Krankheit symbolisieren. Als ich einen Bekannten in Holland besuchte. schwere Krankheit“. Ich blätterte darin und fand interessante Aussagen über die Symbole meines Traumes: Nach diesem Buch bedeutet ein Schmetterling „Ein Brief. Um eine unzerstörbare Nachricht auf diesem Planeten zu hinterlassen. So wird ein Schmetterling oft mit einem flatterhaften Liebesleben identifiziert oder symbolisiert die Seele. damit er einen Sinn ergibt und nicht voller Rechtschreibfehler ist. Der Brief ist das hebräische Alphabet. Meine Vergangenheit betrachtend. Sie wählten jenes Alphabet. mit welchem Gott nach jüdisch/kabbalistischem Glauben die Welt erschuf: Das hebräische Alphabet. entdeckte ich bei einem seiner Freunde ein englisches Traumdeutungsbuch. wählten die Außerirdischen nicht nur in Stein gehauene Botschaften. weil die Buchstaben A und B im außerirdischen Brief an die Menschen am Anfang stehen müssen. den man von sehr weit weg bekommt“.einem Schiff war. Wie ein Traumdeuter auf die Idee kommt. 190 . flatterndes Papier würde eine lange. Mein Schmetterling war ja durch den Briefkasten gekommen und hatte die Zimmertür in beschriebenes Papier verwandelt. Von diesem Tag an kam der Schmetterling nie wieder.

wenn die Botschaft einer logischen. auf einer mit Gold beschichteten Aluminiumplatte der Raumsonde Voyager oder der Pioneer F. Nach 191 . dachten. mitgegeben wurden. die z. strikten Ordnung zu halten. daß die Außerirdischen unsere Nachricht nur verstehen könnten. die Voyager mit Botschaften bzw. die Lebensbaum genannt wird. Dies ist das Alphabet mit seinen Zahlwerten: Aleph 1 Cheth 8 Beth 2 Teth 9 Gimmel 3 Jud 10 Daleth 4 Kaph 20 Tzaddi 90 NUN 700 He 5 Lamed 30 Qoph 100 PÉ 800 Vou 6 Mem 40 Resh 200 Zain 7 Nun 50 Shin 300 Samekh Ain(Oin) Pé 60 70 80 Thau 400 KAPH 500 MEM 600 TZADDI ALEPH 900 1000 Wie versuchen wir Menschen. in denen die Zahlen von 1 bis 10 geschrieben stehen. mit Beschreibungen der Menschen. die Einzahl hiervon ist Sephirah. Die Wissenschaftler. wobei einigen Buchstaben eine Doppelbedeutung zukommt. Wir können davon ausgehen. die Außerirdischen würden ein binäres Zahlensystem verstehen können. daß auch die Außerirdischen versucht haben. strikten Ordnung folgt. Diese zehn Kreise werden in der Kabbala Sephiroth genannt. verschlüsselt durch eine Grafik. der Erde und unsres Sonnensystems ausstatteten.Die hebräischen Buchstaben symbolisieren immer sowohl Laute wie auch Zahlen. Im Falle des hebräischen Alphabetes müssen wir davon ausgehen. daß die Menschen in einem Zehnersystem denken und rechnen. Die Grafik des Lebensbaumes besteht aus zehn Kreisen. auf die ich später noch genauer eingehen werde.B. Außerirdischen eine Botschaft zu überbringen? Die Nachrichten. ihre Botschaft an die Menschen in einer logischen. daß die Außerirdischen wußten. konzipierten die irdischen Wissenschaftler in dem Glauben. Nun ist der außerirdische Brief an die Menschen verschlüsselt. was übersetzt Zahlen heißt.

Worte.meinem Verständnis kann ich Sephiroth im mystischen Sinne auch mit Lichter übersetzen. Es gibt verschiedene kabbalistische Schriften. die mit der Sonne verbunden sind.B. wenn man eine geheime Botschaft entziffern will. in die diese Symbole eingraviert wurden. von einer fremden Kraft aus meinem Körper gezogen zu werden. in dem Tabellen von Worten mit gleichen Zahlwerten enthalten sind. den man benutzen muß. die die gleiche Zahl ergeben.B. Die acht Pfade. In der Kabbala. Aleister Crowleys Liber 777. der jüdischen Geheimwissenschaft. Der Lebensbaum ist. der Zahl 6 in der Mitte der Grafik führen. daß die Form des Lebensbaumes und die Anordnung der Buchstaben darauf ein Schlüssel ist. Wenn ich aber lange genug die acht Pfade um Tiphareth betrachtete. so z. Diesen Pfaden wiederum ist das hebräische Alphabet zugeordnet. die die Außerirdischen als unzerstörbare Botschaft den Erdlingen hinterlassen haben. aber trotzdem glücklich machte. als wäre er eine mit Gold beschichtete Aluminiumplatte oder eine Platinplatte. eine Art „Code“. in dem der Lebensbaum eine abstrakte Darstellung des Universums und gleichzeitig eine Darstellung des vollkommenen Menschen ist. erlebte ich eine Art Trance. die Darstellung des Jüdisch-kabbalistischen Weltbildes. Ich hatte jedoch nie wieder so intensiv wie als Kind das Erlebnis. Das Wort Tiphareth bedeutet übersetzt Schönheit. da sie in mir das Gefühl einer Kommunikation erzeugte. 6: 192 . Ich betrachte den Lebensbaum mit dem Alphabet nun so. indem sie z. dem Licht Nr. miteinander vergleichen. hatten manchmal. Die 10 Sephiroth sind durch 22 Pfade verbunden. mit dem hebräischen Alphabet darauf. Die Kabbalisten versuchen hinter das Geheimnis ihres Gottes zu kommen. so betrachte ich in der magischen Tradition der Kabbala alle Pfade. In meinem Unterbewußtsein war die Information gespeichert. Eine Platinplatte. die mich zwar gefangenhielt. die auf dem Lebensbaum zu Tiphareth. hat jedes Wort durch Addition der einzelnen Buchstaben eine Zahl. wird viel mit den Zahlwerten von Worten gearbeitet: Weil jeder Buchstabe gleichzeitig eine Zahl symbolisiert. eine ähnlich lähmende und mich aus mir heraustragende Eigenschaft wie die Spinne zu Beginn meines Traumes. Wenn ich auf dem Lebensbaum nur Tiphareth und die dorthin führenden acht Pfade untersuche. Dies ist die älteste überlieferte Anordnung der Buchstaben & Zahlen der acht Pfade um Tiphareth. wenn ich lange über sie meditierte.

sondern das gesamte Wort Lamed. Zu Lamed gehört im Tarot der Trumpf Ausgleich. Die römischen und arabischen Zahlen der acht Buchstaben um Tiphareth ergeben zusammen 235 & 74: Gimmel He Jud Nun Samekh Ain Lamed Zain + 235 3 5 10 50 60 70 30 7 + 74 II IV IX XIII XIV XV XI VI 6 50 Nun 5 Hé 10 Jud In Crowleys oder anderen kabbalistischen Schriften habe ich keinen besonderen Hinweis auf die Zahlen 235 und 74 gefunden. Auf diese Zuordnungen werde ich im weiteren noch genauer eingehen. Ich 193 . Mit ausgeschrieben meine ich hier. In diesen Zahlen findet sich also kein Hinweis darauf.3 Gimmel 7 Zain 30 Lamed 70 Ain 60 Samekh Den hebräischen Buchstaben sind auch die 22 Trümpfe des Tarotkartenspiels und die römischen Ziffern von Null bis XXI zugeordnet. daß ich nicht nur das L von Lamed zähle. daß es sich bei diesen acht Pfaden um Tiphareth um einen „Code“ oder Schlüssel handeln könnte. Seine Trumpfzahl im Crowley-Tarot ist die VIII. und ich untersuche ja Acht Pfade. [Außer daß 74 die Zahl des ausgeschriebenen Buchstaben Lamed ist.

also Aleph die 400 und Tau die 1 zugeben und dann das Alphabet auf den Tiphareth-Code zu übertragen: Aleph Beth 400 Chet 60 300 Teth 50 Gimme Daleth He l 200 Jud 40 Pé 6 100 90 Vou 80 Zain 70 Nun 9 Kaph Lamed Mem 30 20 10 Samek Ain h 8 Tau 1 7 Tzaddi Qoph Resh Shin 5 4 3 2 Der Tiphareth-Code 3 7 30 70 50 5 10 194 . von hinten nach vorne durchzunumerieren. die die Zahlen von 500 bis 1000 repräsentieren).arbeite aber bei meiner Entschlüsselung des außerirdischen Briefes an die Menschen nicht mit den von Crowley veränderten Zahlwerten. die 22 „normalen“ Buchstaben des hebräischen Alphabetes (das Alphabet ohne die doppelten sechs EndBuchstaben. (Crowley vertauschte die Trumpfzahlen VIII & XI. sowie IV & XVII)] Nun war irgendwo in meinem Unterbewußtsein der Impuls verankert.

195 . wird die 444 aus den folgenden drei Buchstabengebildet: 4 Qoph 40 Jud 400 Aleph Diese drei Buchstaben ergeben im richtigen System 111.60 Die Übertragung der von hinten nach vorne durchnumerierten Reihenfolge des Alphabetes auf den Tiphareth-Code Resh Ain Kaph Zain Chet Tzaddi Mem Teth Die römischen und arabischen Zahlen dieser Buchstaben ergeben zusammen: Resh Tzaddi Mem Teth Chet Zain Kaph Ain + 444 200 90 40 9 8 7 20 70 + 94 XIX XVII XII VIII VII VI X XV In dem Zahlencode. in dem Tau 1 ist und Aleph 400.

Auch Lamed. wie zuvor erwähnt. daß es sich bei den besagten acht Pfaden des Lebensbaumes um den TipharethCode handelt.. der der Schlüssel zu dem außerirdischen Brief an die Menschen ist..100 Qoph 10 Jud 1 Aleph In Crowleys Liber 777 steht zur 94 unter anderem die Bedeutung „Fenster. bei der alphabetischen Reihenfolge „Aleph.B. ist der Lebensbaum auch eine abstrakte Darstellung eines vollkommenen Menschen und im magischen Verständnis ist er der Mikrokosmos.. Es gibt im hebräischen Alphabet 22 Buchstaben. der Eins. die Kabbalisten tun dies (meines Wissens) aber nicht mit der Position der Buchstaben auf dem Lebensbaum. interpretiert werden. aus einem Gimmel ein Beth und aus einem Beth ein Aleph. der Narr. Daleth. die 28 196 . Die jüdischen Kabbalisten vertauschen und verschieben zwar die Buchstaben in heiligen Schriften. der Narr“. Meines Wissens würde ein frommer Jude niemals die Position der Buchstaben auf dem Lebensbaum verändern. ob sich ein Sinn in dem so entstandenen neuen Wort finden läßt). Beth. Zu Aleph. Körperteile bezeichnen.. Die Zahlen 444 und 94 bzw.B. Da Gott den Mensch nach seinem Bilde schuf. Dann wird gelesen. geschrieben durch 27 verschiedene Zeichen. sondern als ausgesprochene/ausgeschriebene Buchstaben auch Worte. Loch. die z. Gimmel. Lichtloch“. Die Buchstaben stellen nicht nur Laute/Klänge dar. was in der griechischen Kabbala der Zahlenwert des griechischen Wortes Thelema (übersetzt Wille). Daleth. in der Kabbala auch alle Buchstaben mit den Trümpfen der Tarotkarten in Verbindung stehen. plus 1. Samekh. immer einen Buchstaben zurück. 111 und 94 können durchaus als ein Hinweis darauf interpretiert werden. 94 könnte auch als 93. Die Zahl 111 hat in der magischen Tradition entweder die Bedeutung von Wahnsinn oder Erleuchtung und ist auch eine Zahl der Sonne. Ich schreibe „plus 1. so bedeutet Pé = Mund und Ain = Auge. da der Baum auch als das abstrakte Abbild Gottes betrachtet wird.“ wird dann aus dem Daleth in einem Wort ein Gimmel. weil. Öffnung. (z. also LSD ergibt zusammen 94. denn was sollte man mit einem Auge zwischen den Zähnen und einem Mund in der Augenhöhle. gehört die Karte der Narr.

100.) Diese Zahlen von 500 bis 1000 werden im hebräischen Alphabet durch die Buchstaben Kaph Mem Nun Pé Tzaddi und Aleph dargestellt. Um eine 500 zu schreiben.6. 900. (schreiben sie ein kleines m ist sein Zahlwert 40. 600. welche Zahl er repräsentiert. 400.) Für eine 900 schreiben sie ein großes Tz. Diese 22 Buchstaben repräsentieren die Zahlen von 1 bis 400. Wenn man also kabbalistisch ein Wort ausrechnet (das heißt.2.1000.20. Um die Zahlen von 1 bis 1000 schreiben zu können. erfanden die Juden keine neuen Buchstaben.3. Diese besondere und scheinbar unsinnige Grammatikregel berücksichtigen die jüdischen Schreiber.10. wenn sie am ENDE eines Wortes stehen. (schreiben sie ein kleines k ist sein Zahlwert 20.200. repräsentieren die Buchstaben Kaph. 1000 In der hebräischen Literatur wird niemals ein GROßES K. P oder Tz am Anfang oder in der Mitte eines Wortes geschrieben. benötigen sie aber 28. Nun benötigten die Juden aber zum Schreiben und Sprechen nur 22 und nicht 27 verschiedene Buchstaben.7.800.30.9.5.8.60. 700.) Für eine 600 schreiben sie ein großes M. also ebenfalls Aleph und es läßt sich nur an der Stellung des Buchstabens erkennen.) Für eine 800 schreiben sie ein großes P. Diese fünf Buchstaben werden nur dann GROß geschrieben. Mem.50.900. N. Dies bedarf einer Um alle Worte schreiben zu können. die Zahlenfolge des Alphabetes ist: 1. (schreiben sie ein kleines tz ist sein Zahlwert 90.40.80.600. 800. M. 500. (schreiben sie ein kleines n ist sein Zahlwert 50.300. Zur Erinnerung. 197 . sondern lösten das Problem durch folgende Regel: Für eine 500 schreiben sie ein großes K. die einzelnen Zeichen addiert). (schreiben sie ein kleines p ist sein Zahlwert 80. Darum gibt es 27 verschiedene Zeichen für 28 verschiedene Zahlwerte. Das Zeichen für 1 Aleph ist das gleiche wie jenes für 1000.) Für eine 700 schreiben sie ein großes N. benötigen die Juden nur 22 Buchstaben.700.90.verschiedenen Erläuterung: Zahlwerten entsprechen.70. 500.4.

80. 90 und 1. Wenn man die kleineren Zahlenwerte der END-Buchstaben zusammenrechnet. 40. Pé. Addiert man alle Zahlen der 22 einfachen Buchstaben des hebräischen Alphabetes (1+2+3+4+5. und der ihr zugeordnete Buchstabe Aleph.+200+300+400). so repräsentieren sie. die Zahlen Kaph Mem Nun Pé Tzaddi Aleph 20... 50. erhält man 281.. Diese 22 Trümpfe sind von O bis XXI und nicht von I bis XXII durchnumeriert. Addiert man dann noch die Zahlen von 500 bis 1000 hinzu. so erhält man 1495. die Karte XXI ist Die Welt bzw. Traditionell werden die Tarottrümpfe mit römischen Ziffern gekennzeichnet. wie zuvor schon erwähnt. so ist das Ergebnis 5995.Nun.. Die Karte O ist Der Narr. Das Universum und der ihr zugeordnete Buchstabe Thau. wenn sie am Ende eines Wortes stehen. rechnet also 1495 + 281. Stehen diese am Anfang oder in der Mitte eines Wortes. Die vollständige Zuordnung der 22 hebräischen Buchstaben zu den römischen Zahlen von O bis XXI O Aleph VII Cheth I Beth VIII Teth II III IV He XI V Vou XII VI Zain XIII Nun Gimmel Daleth IX Jud X Kaph Lamed Mem 198 . also Kaph Mem Nun Pé Tzaddi Aleph 20+ 40+ 50+ 80+ 90+ 1. In der Tradition verschiedener magischer Orden wie z. wie bereits oben aufgeführt.B. dem Golden Dawn oder dem Argenteum Astrum ist. jedem der hebräischen Buchstaben auch einer der 22 Trümpfe des Tarot zugeordnet. so ist das Ergebnis 1776. Addiert man 281 zu den 22 einfachen Buchstaben. Tzaddi und Aleph die Zahlen von 500 bis 1000 nur.

XVII und O Kaph Mem Nun Pé Tzaddi Aleph Wenn man also das Alphabet von der Zahl 1 bis 1000 aufschreibt. logische Zahlenfolge von O bis XXI setzt sich in einer auf den ersten Blick unlogischen Art und Weise fort. ist sowohl dem ersten wie auch dem letzten Buchstaben (in beiden Fällen Aleph) die römische Null zugeordnet: O Aleph VII Chet XIV Samek I Beth VIII Teth XV Ain II III IV Hé XI Lamed XVIII Qoph V Vou XII Mem XIX Resh VI Zain XIII Nun XX Shin Gimmel Daleth IX Jud XVI Pé X Kaph XVII Tzaddi 199 . Pé. Diese Veränderungen werden in diesem Artikel nicht verwendet. daß in diesem Kartendeck die römischen Zahlen der Buchstaben Teth und Lamed vertauscht wurden. Mem. die den Zahlen von 500 bis 1000 entsprechen. XVI. Zu jenen End-Buchstaben Kaph. Nun. wird bemerken. XIII.XIV XV XVI Pé XVII XVIII XIX Resh XX Shin Samekh Ain XXI Thau Tzaddi Qoph (Zur Erinnerung: Wer mit dem Crowley-Tarot arbeitet. Ebenfalls jene von Hé und Tzaddi. schreibt man auch die Buchstaben. Tzaddi und Aleph gehören die römischen Zahlen X. XII.) Die kontinuierliche. an das Ende des Alphabetes.

Buchstaben von 1 bis 1000 werden im außerirdischen Brief an die Menschen in vier (Horus geheimes Wort) Siebener-Reihen (Babalon) aufgeschrieben. möchte ich aufzeigen.XXI Tau X Kaph XII Mem XIII Nun XVI Pé XVII Tzaddi O Aleph Nach dieser Einführung in das für meine Beweisführung nötige Grundwissen. Das Siegel von Crowleys „Orden des Silbernen Sterns“ ist ein Siebenstern in dem das Wort „Babalon“ steht. einem Buch. Die achtundzwanzig Zahlen bzw. das Crowley 1904 von einer außerirdischen Intelligenz diktiert wurde. deren Addition 7777 ergibt: Nach dem Liber AL vel Legis. Wir können auch auf Erklärungen durch Horus & Babalon für diese Anordnung verzichten. ist der falkenköpfige Gott des neuen Zeitalters in einem „geheimen vierfachen Wort“ verborgen. durch welche Gedankenfolge aus dem kabbalistischen Lebensbaum 49 Zahlen hervorkommen. So sieht das Alphabet praktisch und viereckig aus: Aleph 1 Cheth 8 Samekh 60 Thau 400 200 .

Diese beiden Schlangen ergeben zusammen 777: 358 + 419 = 777. Dies ist der Grund. in ihren kleineren Zahlwerten gezählt werden. denn dann addiert sich der gesamte Brief zu 1776 und in dieser Zahl ist die 777 deutlich sichtbar verborgen. ist also mit der Schlange NChSh identisch.Beth 2 Gimmel 3 Daleth 4 He 5 Vou 6 Zain 7 Teth 9 Jud 10 Kaph 20 Lamed 30 Mem 40 Nun 50 Ain 70 Pé 80 Tzaddi 90 Qoph 100 Resh 200 Shin 300 KAPH 500 MEM 600 NUN 700 PÉ 800 TZADDI 900 ALEPH 1000 Der außerirdische Brief an die Menschen besteht aus vier Siebenerreihen. also die Zahlen von 500 bis 1000. Warum ist 1776 gleich 777? Weil 1000. Der Erlöser zusammen mit der Schlange TJTh ergibt also genauso 777 wie die Schlange TJTh zusammen mit der Schlange NChSh. egal ob am Anfang oder am Ende eines Wortes stehend. so daß sie zusammen 281 ergeben. die Schlange bedeuten: NChSh (Nachasch) und TJTh (Teth) NChSh hat den Zahlenwert 358 und TJTh den Zahlenwert 419. Das hebräische Wort für den Erlöser oder Messias MShICh hat den Zahlenwert 358. und das Lamm bricht die 7 Siegel vom Buch des Lebens. immer die gleiche Form hat und zu Aleph auch die Zahl 1 gehört. 1776 ist also entweder gleich 1000 + 776 oder 776 + 1 also 777. 201 . Ich kenne aus der hebräischen (aramäischen) Sprache zwei Worte. also Aleph. warum im außerirdischen Brief die EndBuchstaben. die Zahl 777 ist nach Liber 777 das „flammende Schwert“.

XIII.) Mit der extra XIII sieht der Tiphareth-Code so aus: II VI XI XV 6 IV IX XIII. befindet sich Pfad Nr. 90 1 die auch diesen Pfaden zugeordneten End-Buchstaben KAPH MEM NUN PÉ TZADDI und ALEPH 500. Der Lebensbaum wird nun beim Lesen des außerirdischen Briefes an die Menschen so betrachtet. auf dem X-Pfad zwei KAPHs mit dem Wert 20. XIII. daß auf dem der O zugeordneten Pfad zwei ALEPHs mit dem Wert 1 stehen. 80. XVII O Kaph Mem Nun Pé Tzaddi und Aleph 20. 900. dem XII-Pfad zwei MEMs mit dem Wert 40. Nun. da somit alle 28 Buchstaben auf dem Lebensbaum zusammen 1776 ergeben (und nicht 5995. dem XVI-Pfad zwei PÉs mit dem Wert 80 und dem XVII-Pfad zwei TZADDIs mit dem Wert 90. 800. daß auf den Pfaden der Buchstaben X. Unter den Pfaden. 80. 600. 50. dem XIII-Pfad zwei NUNs mit dem Wert 50. 50. 700. (und nicht ein Nun mit dem Zahlwert 50 und ein anderes Nun mit dem Zahlwert 700. 90 und 1 gelesen werden. 1000 in ihren kleineren Zahlwerten 20. XIII 202 .Die untersten vier Buchstaben der vier Siebenerreihen des hebräischen Alphabetes sind: Zain. 40. XII. die zu Tiphareth führen. XVI.) Wir betrachten den Lebensbaum folglich so. und da 1000 = 1. ebenfalls 358. 40. auf dem jetzt zwei mal der Buchstabe Nun mit dem Zahlwert 50 steht. Shin und ALEPH 7 50 300 1000 also zusammen 1357.

XIII. X. die alle durch meine neue Numerierung der vier Siebenerreihen eine neue Zahl bekommen haben.. sich vorzustellen. 203 . Ich zähle von links nach rechts und von unten nach oben. der Lebensbaum sei ein Spielbrett. XVII. XVI & XVII stehen jeweils zweimal auf demselben Feld). XIII. Warum? Erkläre ich gleich. XII. O Diese Zahlenreihenfolge übertrage ich nun auf den in vier Siebenerreihen geschriebenen außerirdischen Brief an die Menschen: Ich beginne links unten und ende rechts oben. . XIX. I. III. Nun werden die Spielsteine auf die ihnen entsprechenden Pfade gelegt.. X.XIV Noch einmal zur Erinnerung: Die vollständige Reihenfolge der 28 römischen Zahlen ist O... ENDE XIII Aleph XX Beth XVI Gimmel XII Daleth VIII Hé IV Vou O Zain ANFANG XVI Cheth XXI Teth XVII Jud XIII Kaph IX Lamed V Mem I Nun XVII Samekh X Ain XVIII Pé XIV Tzaddi X Qoph VI Resh II Shin O Thau XII Kaph XIX Mem XV Nun XI Pé VII Tzaddi III Aleph Vielleicht ist es am anschaulichsten.. XXI.... XX. (die Zahlen O. XVI. XII. II. IV. auf dessen 22 Feldern 28 Zahlen stehen.. Die Spielsteine sind die 28 Buchstaben.

Dies ist für einen Kabbalisten. 0 Nun ist als End-Nun 700. der auch mit einem „N“ endet. (übersetzt Krone). daß diese Zahl der Schlüssel für den Schlüssel zum Brief der Außerirdischen an die Menschen ist. beim Numerieren die richtige Richtung eingeschlagen. Tau Shin den neu 0. Darum habe ich beim Numerieren der vier Siebenerreihen durch die 28 römischen Zahlen bei Zain. Zain ist 7. nach einer kurzen Beobachtung ersichtlich. 700 repräsentiert.Weil die Zahl 777 eine Zahl ist. so erhalte ich: Nun Zain. der Null. sehen mit dem doppelten End-Buchstaben Aleph. Tau 400+ Shin 300= 700. daß sich möglichst viele SIEBENEN in der Krone dieses Lebensbaumes befinden. sowie den richtigen Anfang und das richtige Ende gefunden zu haben. Der dritte Buchstabe ist in meiner Numerierung Shin. daß sich in dieser Numerierung die ersten vier Buchstaben zu 358 addieren: 0 I II III Zain Nun Shin Aleph 7+ 50+ 300+ 1 = 358 204 . die Außerirdischen und Jesus und die sieben Geißlein haben so oft auf die 777 oder die 77 oder die 7 hingewiesen. Der zweite Buchstabe ist Nun. der beginnt die vier Siebenerreihen neu durchzunumerieren. folgendermaßen aus: I II Übertrage ich auf diesen Kether-Code nun durchnumerierten Siebenerreihen-Brief. der am Ende eines Wortes stehend. die blitzartige Erleuchtung symbolisiert. an der Spitze des Lebensbaumes. Somit stellt sich das beruhigende Gefühl ein. Sowohl Zain als auch Nun werden am Ende mit einem „N“. auf dessen Spielfelder ich die Spielsteine legen werde. also einer 700 geschrieben. Oder aber. der der 7 entspricht. Dieses Gefühl wird durch das Bewußtsein verstärkt. Die römischen Zahlen der Pfade von Sephirah Nr. dem Buchstaben. daß ich begreife. begonnen. kümmerte ich mich ganz bewußt darum. 1 Kether.

mit dem die Botschaft des in vier Siebenerreihen geschriebenen hebräischen Alphabetes entschlüsselt werden kann.Die Form des Lebensbaumes und speziell die acht Pfade um Tiphareth herum sind der Code. XIII Kaph. sind die Buchstaben auf den Pfaden um Tiphareth herum die Folgenden: II Shin VI Resh XI Pé XV Nun XIV Tzaddi 6 IV Vou IX Lamed XIII. Wurden nun nach dieser neuen Numerierung die Spielsteine auf die richtige Art und Weise dem Spielbrett zugeordnet. Aleph Die römischen und arabischen Zahlen dieser Buchstaben ergeben zusammen: Shin Vou Lamed Aleph Kaph Tzaddi Nun Pé Resh + 300 6 30 1 20 90 50 80 200 + XX V XI 0 X XVII XIII XVI XIX 205 .

(ABRAHADABRA ist das Wort der Macht der Thelemiten. aus 418 (= ABRAHADABRA)+ 358 + 1000 errechnen.) 206 . 1776 kann man z.B.777 111 Wird Aleph als 1000 gezählt so erhalten wir 1776. der Anhänger der Lehren Aleister Crowleys.

zu erklären. 359 ist auch die Hälfte von 718. die Gesamtsumme des hebräischen Alphabetes ohne die End-Buchstaben. also NChSh (Schlange) + 1 oder MShICh (Erlöser) + 1. 6+6= Erlöser Serpents 207 . ist Aleph A L P 12 was zusammengerechnet 111 + 106 + 130 + 12 = 359 ergibt. 1000+ 700+ 70+ 6 Schreibe ich diese Buchstaben als ausgeschriebene Worte und benutze bei den jeweiligen End-Buchstaben die kleineren Zahlenwerte. daß ich die Zahlen 777 & 111 erst errechnete. und ich schwöre es beim heiligen Geist. Dies bezieht sich auf das von Crowley empfangene Liber AL vel Legis. beide in falscher Rechtschreibung: Aleph Lamed Vou Shin Resch Pé Nun Tzaddi A A Er Er L L L l V O Ö ö S S Se se Se R R R r r pe n ts P N P N Pe N Tz Ts Ts Nun N V N Ain O J N und Vou VV 1+30+80= 111. sondern fand ein deutsches und ein englisches Wort. 70+10+50= 130. muß mir der Leser zunächst glauben. die zusammen 777 & 111 ergeben. Um etwas sehr Wundersames in den neun Buchstaben um Tiphareth. nachdem ich versucht hatte zu lesen.Die Zahl 1776 wird gebildet aus Aleph. zähle gut ihren Namen und er wird für dich wie 718 sein. 50+6+50= 106. Ich las keine hebräischen Worte in dem Buchstabenkreis. einem End-Nun. was in diesem Buchstabenkreis steht. Der 19te Vers des dritten Kapitels des Buches lautet: „Jene Stélé (=„Grabstein“) werden sie die Greuel der Trostlosigkeit nennen. Ain & Vou.“ Interessanterweise ist 718 + 777 = 1495. der Zahl der Stélé der Greuel der Trostlosigkeit.

777 ergibt sich aus der Addition der beiden Schlangen NChSh und TJTh. der ein altes Tagebuch ausgegraben hat. die Zahl vom Namen der 10. 718+ 281= 999 Logisch. oder aus dem Erlöser MShICh und der Schlange TJTh. 496. Addiere ich zu der Zahl von Malkuth die Summe der kleineren Zahlen der sechs End-Buchstaben. so erhält man ebenfalls 999.111.777 = 999. 208 . denn 1776 . Erlöser und Schlangen (Serpents) habe ich in meiner unendlichen Willkür. Der Lebensbaum. ab. Der Lebensbaum und die Kabbala sind nach Ansicht einiger Wissenschaftler jüngeren Datums (ca. und erst danach die Buchstaben zusammengerechnet. Die verbleibenden 19 Buchstaben. so erhalte ich 999. Addiere ich zu 718.und Englischlehrer brutal erschlagenden Art und Weise gelesen. Warum? Malkuth ist der Zehnte. Was bedeutet all dies? Ich weiß nicht. wie alt das hebräische bzw. so erhalte ich 777. 496 + 281 = 777 Wird 281 aus den Buchstaben Resh. denn 1495. Zahl in des Lebensbaumes) MLKVTh. der 3. der auch mit dem unschuldigen Erlöser identifiziert werden kann. Mai 3000 vor Christi Geburt. Pé und Aleph gebildet. 1200 nach Christus). Ich finde. die Summe der römischen Zahlen dieser neun Buchstaben ist die mystische Zahl von Aleph. Zieht man von der Zahl 1495. die Summe der End-Buchstaben. in dem steht: „Heute ist Donnerstag. in einer den Deutsch. also dem Alphabet ohne die EndBuchstaben. Es gibt auch keinen Archäologen. Sephirah (der 10. so wird dieses Wort ripé' gesprochen und bedeutet Heilung. dem Narren. Es ist ein schöner Tag und ich habe eben das hebräische Alphabet erfunden. daß 777+ 718+ 281 gleich 1776 und somit auch 777 ist. es ist ganz gut geworden. Malkuth (übersetzt Königreich). aramäische Alphabet ist. was ich aber aufgrund der Vollkommenheit des von mir aufgezeigten Systems und des mathematisch so harmonischen Resultates für ausgeschlossen halte. 281. das alte Testament. der Zahl der Stélé der Abscheulichkeit der Verwüstung. die Wissenschaft der Kabbala an sich und das Alphabet selbst sind gemeinsam „erfunden“ worden und gleich alt.496= 999 Das absolute Ende der Worte ergibt also 777.“ Das Alphabet ist mindestens so alt. die nicht zu Tiphareth führen ergeben zusammen 999. wie die jüdische Tora bzw. also der letzte der Zehn Sephiroth des Lebensbaumes. 281.

das eine außerirdische Botschaft an die Menschheit enthält. Die Reihenfolge des Alphabetes beginnt wieder links oben und endet rechts unten.Wie zuvor erläutert. Im nächsten Schritt meiner Beweisführung werde ich nun die Reihenfolge der 28 Buchstaben in sieben Vierrerreihen aufschreiben (und nicht wie zuvor in vier Siebenerreihen) Wieder zähle ich die sechs End-Buchstaben nicht als KAPH MEM NUN PE TZADDI ALEPH 500 600 700 800 900 und 1000. zusammen mit dem hebräischen Alphabet. genau wie die Reihenfolge des Alphabetes in den vier Siebenerreihen links oben begann und rechts unten endete. sondern als Kaph Mem Nun Pe Tzaddi Aleph 20 40 50 80 90 und 1. daß im Lebensbaum. da somit die Summe aller 28 Zeichen zusammen 1776 ergibt. will ich beweisen. ein hochgradig komplexes und intelligentes mathematisches System enthalten ist. Aleph 1 Hé 5 Teth 9 Mem 40 Pé 80 Shin 300 Nun 50 Beth 2 Vou 6 Jud 10 Nun 50 Tzaddi 90 Thau 400 Pé 80 Gimmel 3 Zain 7 Kaph 20 Samekh 60 Qoph 100 Kaph 20 Tzaddi 90 Daleth 4 Cheth 8 Lamed 30 Ain 70 Resh 200 Mem 40 Aleph 1 209 .

Auf die gleiche Art und Weise werden nun die sieben Viererreihen numeriert. an die ich mich bei der Numerierung und Übertragung der vier Siebenerreihen auf den Lebensbaum hielt: Die Numerierung durch die Reihenfolge der römischen Zahlen begann links unten und endete rechts oben.Jetzt numeriere ich die Buchstabenreihen wieder durch die Reihenfolge der römischen Zahlen und lege danach die neu durchnumerierten Spielsteine auf das Spielbrett. daß nicht die Numerierung zuerst von links nach rechts verläuft und dann zur nächsthöheren Reihe übergeht. sondern zunächst von unten nach oben verläuft und danach zur rechts daneben liegenden Reihe übergeht. 210 . mit dem einzigen Unterschied. Hierbei will ich mich an die gleichen Regeln halten.

XIII Beth.ENDE VI Aleph V He IV Teth III Mem II Pe I Shin O Nun ANFANG Die Reihenfolge übertragen auf den Tiphareth-Code: II Pé VI Aleph XI Jud XV Kaph XIV Tzaddi IV Teth IX Tzaddi XIII. Ain XIII Beth XII Vou XI Jud X Nun IX Tzaddi VIII Tau VII Pe XX Gimmel XIX Zain XVIII Kaph XVII Samekh XVI Qoph XV Kaph XIV Tzaddi O Daleth XVII Cheth XVI Lamed XIII Ain XII Resh X Mem XXI Aleph 211 .

einer 700 gerechnet. denn in der griechischen Kabbala ergibt sowohl Thelema (= Wille) wie auch Agape (= Liebe) die Zahl 93. einem berühmten englischen Mystiker und Magier. liegt an meinem Interesse an Aleister Crowley (1875-1947). wie sie meinen Namen schreiben würden. Ich habe drei verschiedene Juden gefragt. Der Zahlenwert dieses Wortes ist 372: Shin Beth Ain 300+ 2+ 70 = 372 Daß ich mit der Kabbala arbeite. ist seine Zahl 372.) schreibt er. daß für ihn 93 eine ganz besondere Zahl darstellt. Und genau wie der Tiphareth-Code aus 9 212 . Liber AL vel Legis u. aber mit einem „normalen“ Nun. In verschiedenen seiner Bücher (Magick. Alle drei schrieben ihn unabhängig voneinander auf die gleiche Art und Weise: Q l a s H o ph m n Qoph Lamed Aleph Samekh Hé Vou Pé Mem Nun Mit einem End-Nun.Die römischen und arabischen Zahlen dieser Buchstaben ergeben zusammen: Pé Teth Tzaddi Beth Ain Tzaddi Kaph Jud Aleph + 372 80 9 90 2 70 90 20 10 1 + 93 XVI VIII XVII I XV XVII X IX O Was für eine Bedeutung haben die Zahlen 372 & 93 für einen Kabbalisten? Das hebräische WORT Sieben wird Shin-Beth-Ain geschrieben. ist die Zahl meines Namens 1022. einer 50. (Sheva gesprochen). a. in gewissem Sinne die „Zahl der Kraft des neuen Zeitalters“. Die Summe der römischen Zahlwerte der Buchstaben meines Namens ist 93. Thoth.

Zeichen besteht. werden auch meine Namenszahlen aus 9 Buchstaben gebildet: 213 .

Ich lade dieses Sigill mit meinem Bewußtsein und meinen Handlungen auf. Im „372 & 93 Tiphareth“. stehen auch die Buchstaben Pé und Teth nebeneinander. geschrieben Teth-Pé-Teth-Pé bedeutet tröpfeln. in dem ich Zos Kia las. In S dieser magischen Praxis werden Sexualität und Berauschung als Mittel der Bewußtseinserweiterung erkannt und benutzt. es repräsentiert meinen wahren Willen.Qoph Lamed Aleph Samekh Hé Vou Pé Mem Nun + 100 30 1 60 5 6 80 40 50 + 372 XVIII XI O XIV IV V XVI XII XIII 93 So wie ich zuvor versuchte. Das hebräische Wort Taf. Ich lese um das „372 & 93 Tiphareth“ im Kreis herum: Tzaddi Ain Tzaddi Kaph Jud Aleph Z O S K I A was für mich ein Hinweis auf Austin Osman Spares „ZosKia“ Kult ist. die zusammen entweder 777 & 111 oder 372 & 93 ergeben. 214 . geschrieben Teth-Pé bedeutet kleine Kinder und das hebräische Wort Tiftéf. worin ich einen Hinweis auf Lebensfreude. Als Beispiel für ein Sigill können wir die Mitte des Lebensbaumes benutzen: Das Sigill meines Bewußtseins in diesem Falle ist der Tiphareth-Code mit den Buchstaben darauf. Sexualmagie und Samen erkenne. versuche ich nun in den Buchstaben des „372 & 93 Tiphareth“ eine Botschaft zu entdecken. den „Schlangen-Erlöser“ zu verstehen oder mich mit dem „Schlangen-Erlöser“ zu vereinen. einem magisches System der „ igillen-Magie“. in den Buchstaben des „777 & 111 Tiphareth“ etwas zu lesen.

G“. denn Aleph Lamed Pé O + XI + XVI = XXVII 215 . muß der Leser noch eine letzte Lektion kabbalistischen Grundwissens in sich aufnehmen: Alle hebräischen Buchstaben werden. als Astronauten. mit Sexualsekreten. erwarteten sie eher Geister und Astralwesen zu finden. Beth. als ganze Worte gesprochen. Gimmel“. Wenn diese Menschen aber Kontakt mit außerirdischer Intelligenz suchten. Um den letzten Schritt meiner Beweisführung für die Existenz eines komplexen mathematischen Systems im kabbalistischen Lebensbaum nachvollziehen zu können. sondern „Aleph.und der Sigillenmagie geforscht und gearbeitet wurde. daß Aleph in ausgeschriebener Form den Zahlwert 831 hat: Aleph Lamed End-Pé 1+ 30+ 800 = 831 (Dies ist die richtige Zahl von Aleph mit einem 800-End-Pé. (Die Hebräer schreiben fast keine Vokale. Der römische Zahlwert des ausgeschriebenen Wortes Aleph ist XXVII. Ich schreibe dies. (Siebenundzwanzig).B. wenn wir ihren Namen nennen. Wir sagen nicht „A.In der Sexualmagie kann das Sigill z. B.) Daraus ergibt sich. also Tropfen kleiner Kinder aufgeladen werden. darum nur A L P und nicht A L E P H. der Sexual. Aleph wird als hebräisches Wort A L P Aleph Lamed Pé geschrieben. Die mystische Zahl von Aleph mit einem „normalen“ 80-Pé ist 1 + 30 + 80 also 111 Als ein „A“ ist die römische Zahl von Aleph „O“ = Null. da im Kreis der Menschen um Crowleys Orden des Silbernen Sterns in den Gebieten der Kabbala.

717 Mem Röm. 650 Qoph Röm. Cheth 37 Teth 38 Jud 17 IX-V-III I-V-D 10-6-4 20 Kaph 26 X-XVI K-P 20-800 820 Lamed 26 XI-XII-III L-M-D 30-40-4 74 28 VI-IX-XIII Z-I-N 7-10-700 VII-IX-XXI VIII-IX-XXI Ch-I-Th 8-10 400 418 T-I-Th 9-10-400 419 Arab. Nun 31 XIII-V-XIII N-V-N 50-6-700 756 Samekh 36 XIV-XII-X S-M-K Ain 37 XV-IX-XIII O-I-N Pé 20 XVI-IV P-H 80-5 85 Tzaddi 29 XVII-III-IX Tz-D-I 90-4-10 104 33 XII-IX-XII M-I-M 40-10-600 60-40-500 70-10-700 600 780 Arab. Beth 31 I-IX-XXI B-I-Th 2-10-400 412 Gimmel 25 II-XII-XI G-M-L 3-40-30 73 Dalleth 35 III-XI-XXI D-L-Th 4-30-400 434 Hé 8 IV-IV H-H 5-5 10 Vou 10 V-V V-V 6-6 12 27 O-XI-XVI A-L-P 1-30-800 Arab. Resh 48 Shin 42 Tau 26 XXI-V T-V 400-6 39 XVIII-V-XVI XIX-IX-XX XX-IX-XIII Q-V-P R-I-Sh Sh-I-N 100-6-800 200-10-300 300-10-700 216 . 831 Zain Röm.Jeder Buchstabe des Alphabetes hat also neben den einfachen Zahlenwerten auch die folgenden ausgeschriebenen Zahlenwerte: Aleph Röm .

Arab. 906 510 1010 406 217 .

die zusammen 372 & 93 ergeben. genauso: Arab. mathematisches System zu enthalten. addiert und im ersten Fall die Zahlen 777 & 111 erhalten. Jetzt untersuche ich die neun Buchstaben. PH TITh TzDI BITh OIN TzDI KP IVD 85 419 104 402 780 104 820 20 20 38 29 31 37 29 26 17 218 . Röm. im zweiten Fall die Zahlen 372 & 93. Aus den neun Buchstaben. Die Bedeutung der Zahl 4202 wird im weiteren erklärt werden. 259 ist jedoch genau ein Drittel von 777. die zusammen 777 & 111 ergeben. Diese werde ich nun ausgeschrieben aufschreiben und ihre Zahlwerte als ganze Worte addieren.In diesem Artikel habe ich zwei verschiedene Buchstabenkombinationen aus jeweils 9 Zeichen. Röm ShIN VV LMD KP ALP TzDI NVN PH RISh 1010 12 74 820 831 104 756 85 510 + 4202 + 42 10 26 26 27 29 31 20 48 259 Die Zahlen 4202 & 259 scheinen auf den ersten Blick keinen Hinweis auf ein logisch aufgebautes. die sich auf dem Lebensbaum auf den Pfaden um Tiphareth herum befinden. errechnet sich so: Arab.

219 ..ALP + 831 + 27 3575 254 Auch die Zahlen 3575 & 254 scheinen auf den ersten Blick keinen Hinweis auf ein System hinter den Zuordnungen zu enthalten. also 1149 addieren. daß 372 der Zahlwert des ausgeschriebenen hebräischen Wortes für SIEBEN ist. wobei darauf hingewiesen werden muß. Nun der 14. ausgeschrieben in ganzen Buchstaben: „Tiphareth-Code 777“ ist ausgeschrieben 4202 „Tiphareth-Code 372“ ist ausgeschrieben 3575 4202 + 3575 = 7777 Die beiden Tiphareth-Codes ausgeschrieben bestehen aus 49. Auch sah ich. Was mich schließlich vollkommen von der Existenz eines hochgradig intelligenten Systems überzeugte. Nun = 50. In 357 stehen drei Ziffern in der gleichen Reihenfolge wie in 3575. also 7 x 7 Buchstaben: Sh I N V V L M D K P A L P Tz D I N V N P H R I Sh 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 P H T I Th Tz D I B I Th O I N Tz D I K P I V D 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 A L P 47 48 49 SIEBEN mal SIEBEN Zahlen ergeben zusammen Siebentausendsiebenhundertsiebenundsieb zig Diese 49 Buchstaben entstehen durch die Addition der 18 ausgeschriebenen Buchstaben. war das Ergebnis der Addition der arabischen Zahlwerte der beiden TipharethCodes. daß Zain der 7. (=7+7+7) Buchstabe des Alphabetes zusammen die Zahl 357 ergeben (Zain = 7. zu 777 + 372. da 254 die Summe der Addition von 77 + 177 ist. also die Schlange minus 1 oder der Erlöser minus 1. (=7+7). Shin = 300). Ich kann jedoch eine (etwas willkürliche) Verbindung zwischen der Zahl 7 und der Zahl 254 herstellen. und Shin der 21. welche sich als Einfache (Nichtausgeschriebene).

Ich glaube. aber ich bin stärker. Feindselig lerne ich diese Schrift. Ich erlebe ein großes Abenteuer und bin froh. Diese Intelligenz versucht. Nun laßt einen Schleier vor diesem Schrein sein: Nun laßt das Licht die Menschen verschlingen und sie mit Blindheit zerfressen. Denn warum? Weil du der Wissende warst und ich. Manchmal empfinde ich die inneren Impulse während der Arbeit mit der Kabbala so. (Kaph) 2 (Beth) geschrieben. daß der Urheber des von Crowley empfangenen Liber AL mit dem Erfinder dieses Alphabetes identisch ist. so ist sein Zahlwert 1022. „Nein. Oft habe ich das Bewußtsein. Wenn mein Verstand sagt. Das Zeichen des Buchstaben Kaph sieht aus wie ein spiegelverkehrtes „C“. als würde ich mich an die Botschaft und das System darin erinnern. bzw. Ich sehe dich die Hand und die Feder hassen. und nicht als möchte ich das gern. Wenn das hebräische Alphabet vor 5000 Jahren erfunden wurde. als müßte ich die Buchstaben lernen und aufschreiben. das ALPHABET. erschlägt diese Intelligenz meinen Verstand mit dessen eigenen Waffen: Mit Mathematik. sondern weil ich oft das Gefühl hatte.Was habe ich hier entdeckt? Schreibt man meinen Namen korrekt mit einem End-Nun. mir ihre Existenz zu beweisen. daß der Erfinder dieses Alphabetes ein Astronaut ist. dann bin ich selbst mit Blindheit zerfressen. daß ich 220 . indem sie sich durch ein mathematisch vollkommenes System offenbart. die das Alphabet der Juden und die mystische Religion der Kabbala erfunden hat. das ist unmöglich“. den du nicht kanntest. Wegen mir in dir. Ich glaube. Ebenfalls sein Klang kann dem „C“ entsprechen. als seien die Worte direkt an mich gerichtet und würden sich auf meine Arbeit mit der Kabbala beziehen: „O Prophet! Feindselig lernst du diese Schrift. Ich halte somit meine Namenszahl für einen Hinweis auf das AlephBethKaph. da oft ein „K“ wie ein „C“ ausgesprochen wird. das kann nicht sein“.“ Ich bin in Kontakt mit einer außerirdischen Intelligenz oder mit jener Intelligenz. nicht weil ich ein Antisemit wäre. das ABC. Trotzdem habe ich die Arbeit mit der Kabbala immer als Glück erlebt. so scheint sein Erfinder durch Beeinflussung meiner Träume und durch Telepathie mit mir in Verbindung zu stehen. daß diese Intelligenz ein Astronaut. Die Zahl 1022 wird 1000. eine Astronautin ist. Und wenn ich sage „Nein. (Aleph) 20. Den folgenden Vers aus dem Liber AL verstehe ich dann so.

also auch den Tiger oder den Vogel in sich. der Logos an sich? (. Sephirah. einen verborgenen Zusammenhang mit der Venus. Im Tarot symbolisiert die der Venus zugeordnete Karte Die Kaiserin „Liebe“. Zu dieser Karte schreibt Crowley im Buch Thoth: „Wie kann man die Lehre vom Geist mit der Tatsache vereinbaren. bzw. [Sogar Tiphareth. sich mit Erdenmenschen paarten.. so liegt der Gedanke nahe. Noch einige kabbalistische Gedanken: Crowleys Wort des Gesetzes „Thelema“ (93) steht auf dem Pfeilköcher des Liebesengels auf der von Crowley gestalteten Tarotkarte Die Liebenden. was ich entdecke. Zain heißt übersetzt Schwert. das dem Merkur zugehörige Element. sondern den Außerirdischen. Es heißt im Liber AL: „Sei stark oh Mensch. daß Außerirdische vor Jahrtausenden das genetische Erbmaterial des Menschen manipulierten. alte Atavismen in sich zu erwecken. durch eine bestimmte magische Technik. Im CrowleyTarot steht das Wort „ helema“ noch ein zweites Mal: Auf der T Karte As der Schwerter ist es auf die Klinge des Schwertes geschrieben.) Das Ruach Prinzip ist in der luftigen Sephirah Tiphareth zentriert. das Wort. daß alle Menschen alle Stadien der Evolution in sich erwecken können. dann kannst du mehr Freude ertragen. im Geiste ertragen kann. denn der 6. daß ich nicht den Tiger oder den Vogel in mir erweckt habe. 7 Netzach = Sieg. Achat Ruach Elohim Chiim (777) bedeutet Der Geist (nicht Luft) der Götter der Lebenden ist ein Geist? Und ist die Luft.“ In Austin Osman Spares Zos Kia Kult versucht der Magier. Wenn ich davon ausgehe.“ Die römischen Zahlen des hebräischen Wortes Tiphareth ergeben zusammen 77: Th P A R Th XXI+ XVI+ O+ XIX+ XXI = 77 Im Lebensbaum ist der Sephirah Nr.alles. Oft wird mit dem Venus-Symbol Liebe assoziiert (mit dem MarsSymbol eher Krieg). dem Planeten Venus zugeordnet. Die Zos Kia Philosophie geht davon aus. obwohl der Sonne zugeordnet. hat. dessen Zahl Sieben ist. zu dem der Buchstabe Zain gehört.. daß Ru oder Ruach in Wirklichkeit selbst Geist bedeutet. Buchstabe des Alphabetes Vou ist dem Sternzeichen Stier zugeordnet und Stier wird in der Astrologie von der Venus 221 . die 6. nicht auch im eigentlichen Sinne der Atem des Lebens.

aber wir sehen hier. daß wir irgendwann alles mit allem verbinden können. alle arabischen Zahlen der ausgeschriebenen Buchstaben des Alphabetes zu addieren.regiert. Die wichtigsten Zahlen dieses Briefes sind zweifellos 7777.] Es heißt im Liber AL vel Legis. Kapitel I. Liebe unter Willen“ Und noch eine kabbalistische Entdeckung: Gerade als ich diesen Artikel ausdrucken wollte. Ich zählte die Zahlen aller 22 einfachen Buchstaben von Aleph (=831) bis Tau (=406) zusammen: 831+ 412+ 73+ 434+ 10+ 12+ 717+ 418+ 419+ 20+ 820+ 74+ 650+ 756+ 600+ 780+ 85+ 104+ 906+ 510+ 1010+ 406= 10047. Auch diese Zahl fügt sich vollkommen harmonisch in das gesamte kabbalistische System des außerirdischen Briefes an die Menschen. spürte ich den inneren Impuls. 777 und 358 (Erlöser & Schlange): 358+ 358+ 777+ 777+ 7777= 10047 222 . Vers 57: „Liebe ist das Gesetz.

.. 61. sondern tatsächlich ein versiegeltes Buch mit sieben Siegeln gefunden habe und seine Siegel brach. ich nenne es Acht. Die Addition von 649 und 231 ergibt 880. sondern eben mit einem Ain und AUGE bedeutet.XIX+ XX+ XXI= 231) Die Differenz zwischen 649 und 231 ist 418. Ich zählte die Zahlen aller 22 Buchstaben von Aleph (=27) bis Tau (=26) zusammen: 27+ 31+ 25+ 35+ 8+ 10+ 28+ 37+ 38+ 17+ 26+ 26+ 33+ 31+ 36+ 37+ 20+ 29+ 39+ 48+ 42+ 26= 649 Die einfache Summe aller römischen Zahlen von O bis XXI ist 231 (O+ I+ II+ III+ IV+. Ein und sechzig nennen es die Juden. ist 7. aber wenn der Leser das hier Geschriebene nachvollzieht und überprüft. 223 . [NICHTS ist nicht zu verwechseln mit dem hebräischen Buchstaben Ain bzw..] Die Quersumme von NICHTS. Die Zahlen 418 und 880 haben eine direkte Verbindung zum Liber AL: Der 46ste Vers des ersten Kapitels des Buches lautet: „Nichts ist ein geheimer Schlüssel dieses Gesetzes. Oin.Nun wollte ich auch noch alle römischen Zahlen der ausgeschriebenen Buchstaben des Alphabetes addieren.“ Das hebräische Wort für „Nichts“ AIN ergibt mit einem 50-Nun geschrieben 61. Vierhundert und achtzehn. daß ich das nicht getan habe. der nicht mit einem Aleph am Anfang geschrieben wird. was mir paßt? Vielleicht könnte ich das. wird er feststellen. daß immer etwas dabei herauskommt.... Kann ich die Zahlen willkürlich so berechnen. Achtzig.

so ist dieser Mensch für mich 224 . wofür ihm nur der Menschensohn vergeben kann. waren meist gefangen in einem religiösen Wahn: „Ich bin Jesus Christus. So spricht Fürst Claas vom Mars: „Ich habe das Buch des Lebens gefunden und seine sieben Siegel gebrochen. ich mir aber nicht verzeihen kann? Habe ich in der Vergangenheit etwas Böses. Was nützt es mir. der Beschäftigung mit anderen Religionen und dem Praktizieren von Magie.) Kein Mitglied einer christlichen Gemeinde wird widersprechen. das letzte Kapitel des neuen Testaments. welches in meiner Gedankenwelt so bedrückend und ungerecht ist. beinhaltet eine Identifikation mit dem Sohn Gottes. (Siehe die Apokalypse.Christusmörder Krückeberg Die Beziehungswahnsinnigen. wie ich es verstehe. so will ich mir selbst vergeben. schwere Sünden und Schuld auf sich geladen zu haben. aus meiner heutigen Sichtweise nicht. ist in meinen Augen auf einem Irrweg. Berichtet mir ein Christ mit leuchtenden. einschließlich mich selbst. Ich brauche keine unsichtbaren Ziegelsteinen auf meinen Schultern. wenn ich erkläre. etwas aus meiner heutigen Sicht Ungerechtes getan.“ Gleichzeitig lästere und sündige ich in den Augen aller anständigen „Christen“ gegen Gott und Jesus durch einen Schrei nach freiem Sexualleben. freudigen Augen. Ich bin das Lamm. Das reicht. das die sieben Siegel des Buches des Lebens bricht. Ein Mensch. so muß ICH mir dafür vergeben. die ich kennenlernte. beladen mit Scham und Sühne. der glaubt. das Lamm sei mit dem Erlöser identisch. mir müsse für vergangene Schandtaten vergeben werden. Besser ist es. wenn ich erkenne: Aus meiner damaligen Sichtweise waren gewisse Handlungen folgerichtig und gerecht. wenn ein Christus außerhalb meiner selbst mir vergibt.“ Eine Identifikation mit dem Lamm. Es ist belastet mit allerlei die Seele bedrückenden Vorurteilen und Glaubensbekenntnissen. Jesus hätte ihm seine Sünden vergeben. Das Wort VERGEBEN benutze ich nur ungern. Hier halte ich die scheinbar so psychotische Identifikation mit dem Erlöser für heilsam: Wenn ich mich nicht von dem Gedanken befreien kann. sondern das geschlechtslose „Christentum“. Es ist aber nicht das wahre Christentum.

daß ich zum Christusmörder komme: Meine Mutter besuchte in ihren Mädchenjahren häufig den Horneburger Pastor Krückeberg. Unter solch einem depressiven Kruzifix mochte er kaum predigen. Sie half im Haushalt und fühlte sich wohl unter solch christlichen Menschen. sich gänzlich von dem Begriff Sünde zu befreien. grau. Liebe unter Willen. häßlichen Christus. Nun wird es Zeit.“ So und so weiter argumentierten die Bürger für den Verbleib ihres gewohnten. So fragte er seine Harsefelder Gemeindemitglieder. Nicht aber über jene. wie häßlich er die Christusfigur in der Harsefelder Kirche fände. Sie sagen dies so. Obwohl der Erlöser für ihre Sünden am Kreuze hing und ihnen vergeben ward. Dem alten Pastor begegnete ich noch zu seinen Lebzeiten beim Kaffeetrinken im Hause meiner Oma.“ Ich bin soweit ein Anti-Christ. Jetzt faßte sich Krückeberg ein Herz und beschloß seinem leidenden Kollegen zu helfen: In einer bedeutungsschwangeren Nacht machte er sich zusammen mit seinem Sohn auf zur Harsefelder Kirche und brach in das Gotteshaus ein. Über solche Menschen kann ich mich freuen. Die anständigen Harsefelder wollten ihren alten. Ich kenne Christen mit einer durchweg positiven Lebenseinstellung. steht geschrieben: „ iebe ist das L Gesetz. großen. leben sie mit dem Bewußtsein. Dieser erzählte ihm hin und wieder. der Bibel des Anti-Christen. daß ich Haß höher halte als Liebe. Er bescherte diesen armen Menschenkindern durch seinen Opfertod kein freieres und glücklicheres Leben. Jesus sei für ihre Sünden gestorben. Ich halte es nur für erstrebenswerter. grauen Christus behalten. wie Gedankengänge und Ansichten meiner christlichen Mitbürger und Mitbürgerinnen die Seele bedrücken und Irrwege sind. als hätte Jesus umsonst gelitten. Wenn ich begeistert vom Anti-Christen Aleister Crowley schreibe. so ist mein Verständnis von Anti-Christ nicht dadurch gekennzeichnet. ob er nicht ein neues Kruzifix besorgen und das alte verschwinden lassen dürfe. unter dem bin ich konfirmiert worden. traurig und schmucklos. Sie war groß. unter dem habe ich geheiratet. Heimlich rissen sie das Götzenbild 225 . Eine wunderbare Heldentat vollbrachte dieser Geistliche einst in der nebligen Vergangenheit eines gesegneten Dorfes: Als junger Mann und Hirte der Horneburger Gemeinde war Krückeberg mit dem Pastor des Nachbardorfes Harsefeld befreundet. die mir bleich und trostlos verkünden.kein verachtenswerter Idiot. tonnenschwere Sünde und Schuld zu tragen. „Unter dem bin ich getauft worden. Im Liber AL.

Sohn und heiligen Geist? Warum betet Jesus zu seinem Vater und wir zu Jesus?“ mit: „Das ist so. ein Stück Holz. Der Mann. Er durfte nie wieder predigen und bekam eine christliche Schreibtischarbeit zugewiesen. daß ich am liebsten ausgestiegen wäre. Er verplapperte sich in der Schule. Christusmörder schmierte das aufgebrachte Volk an Krückebergs Wohnhaus. denn ich wurde trotzdem konfirmiert. Die Harsefelder Gemeinde und das Horneburger Pfarramt waren in ihren Grundfesten erschüttert.“ Das fand ich so ungemein doof. beantwortete meine Frage: „Warum gibt es Vater. das er in einem Wandschrank aufbewahrte.von der Kirchenwand und beförderten es in das nächste Stück Wald. als die angehenden neuen Gemeindemitglieder gemeinsam feierlich das Glaubensbekenntnis aufsagten. Erst in der vorletzten Unterrichtsstunde des Konfirmationsunterrichts verärgerte mich der Diakon derart. Dort zersägten sie den Christus und zündeten ihn an. sprach: „Ich glaube nicht an Gott den Vater und seinen Sohn. Das mußt du akzeptieren. Ein Spaziergänger fand die verkohlten Überreste der Christusfigur. Ich wollte konfirmiert werden. damit meine Feinde schweigen müssen. sei die übriggebliebene Hand der zersägten und verbrannten Figur. Mein Konfirmationsspruch lautete: „Herr. unter anderem eine unverbrannte Hand.“ Das hörten aber nur Gott und eventuell die rechts und links von mir stehenden Schäflein. in seiner Kindheit habe ihm sein Vater mehrmals vom bösen Christusmörder Krückeberg erzählt und behauptet. weise mir den richtigen Weg. daß ich zur Konfirmation in der Kirche. Wahrlich erzählte mir mein Schulfreund Sven. Krückebergs Sohn konnte nicht dichthalten. der mir das Evangelium nahebringen wollte. Ich glaube nicht an den heiligen Geist.“ 226 .

möchte ich erneut verdeutlichen. Das übelste Verbrechen. die man sich hätte ausdenken können. öffnet 227 . kaum sehen. Ein süßes kleines Mädchen bekommt vom lieben Gott zwölf Schlüssel in die Hand gedrückt.S. im Gegenteil. Ich weiß. Erich nahm das ernst. Synchronizitäten erzeugt. indem sie Meta eine perverse Metapher erzählte. toll lieber Gott. daß Herr und Frau Klingel nur mein Bestes wollten. Ich würde sonst unerziehbar werden. Frau Klingel setzte dem Ganzen die Krone auf. Wir waren unendlich verliebt und von ganzem Herzen glücklich. der Sexualität und der Freiheit immer wieder aus „christlichen“ Gründen verbrochen wird. das Frau Klingel Meta erzählte. warum für meine Mutter das Christentum immer etwas Positives darstellte. um ihr in dieser schwierigen Erziehungsfrage Beistand zu leisten. es müsse etwas Wahres dran sein. ist auch mit Gott und dem Märchen einer Sünde begründet worden. der Bibel des Anti-Christen. Es war nicht nur die altmodische Betrachtungsweise des Doktors. häufig in Verbindung mit dem Liber AL. Ich bin nicht zornig auf Frau Klingel und ihren verstorbenen Ehemann. Ein Christentum aus freier Nächstenliebe verachte ich nicht. Die nahm sie sich zu Herzen und glaubte.S. so merkwürdig sich das auch anhören mag. Die Welten hinter den Himmelstüren werden von der ersten bis zur letzten immer schöner. Meine Eltern liefen hilflos und verwirrt zu meinem Hausarzt Dr.“ „Danke. die mich die Hölle erleben ließ. Es gibt hier keine Synchronizität im eigentlichen Sinne. Vielleicht ist er einer der Gründe. Nachdem das süße Mädchen hinter die Elfte geschaut hat. wann auch ich zum AntiChristen werde. was für eine grausame Unterdrückung der Menschlichkeit. Im christlichen Sinne habe ich ihnen und meinen Eltern längst vergeben. das an meiner jungen Seele je verübt wurde. Du darfst jede Tür öffnen und einmal dahinter schauen. Vielleicht schweife ich zu sehr ab. Schließlich hatte es ein Doktor gesagt. kann sich das kleine Mädchen nicht zusammenreißen. Es war die Geschichte vom goldenen Finger. Mit vierzehn schlief ich das erste Mal mit einem Mädchen. Dr. Mit dem wahren Christentum hatte das nichts zu tun. Gott spricht: „Hallo mein süßes kleines Mädchen! Hier hast du die zwölf Schlüssel für die zwölf Himmelstürchen. sondern auch ein „christliches“ Märchen. die darfst du nicht öffnen. Da aber die T.“ Wie wir alle schon ängstlich befürchten. wie so viele andere Menschen auch.007 Krückeberg war ein sehr angenehmer Mensch. Klingel. Ihre gutgemeinten Ratschläge waren die übelsten. Sie konnte. Aber die Zwölfte. unbedingt zu verhindern. daß ich zu frühe sexuelle Erfahrungen mache. Klingel riet meinen Eltern.

Wieder kommt der liebe Gott und möchte wissen. was mir wichtig war. Er erzählte. nein.“ „Du. lieber Gott.“ Da bringt Gott das neugeborene Kind kurzerhand um. wie der liebe Gott das tat. nein. Hab ich gemacht. „Ja. nein. man solle die Droge legalisieren. ein unerziehbares Kind zu sein. die Bestie auf dem Marktplatz zu verbrennen.“ Gott sieht den goldenen Finger. Dahinter ist alles aus Gold. und alles ist wieder gut. war Dr. meldet sich der liebe Gott erneut: „Hallo. Und noch einmal. Ich gab alles darum. wie das damals mit der zwölften Himmelstür war. Was das Haschischrauchen anging. Das ganze passiert noch einmal. Klingel nicht so konservativ. kommt der liebe Gott herbei und möchte gerne von ihr wissen. Natürlich habe ich weiter mit meiner Freundin geschlafen und natürlich hatten es meine Eltern erreicht. „Neee.“ „Du. als sie angezündet werden soll. Goldene Lichtstrahlen berühren einen Finger des Mädchens. lieber Gott. kleines Mädchen. du hast doch nicht etwa hinter die zwölfte Himmelstür geschaut?“ „Neeeee. Keiner hatte gesehen. In der 228 . Also beschlossen sie. Ich nehme an. holde Frau. tut aber erstmal so. merkt sie. hab ich wirklich nicht“. Schließlich glauben die ängstlichen Bürger des Dorfes. „Hallo mein liebes kleines Mädchen. es wird sich um einen Mittelfinger gehandelt haben. Grund genug für Gott. sag mal. hab ich wirklich nicht.“ Als das kleine Mädchen zu einer Frau herangewachsen ist. sag doch mal. du bist der liebe Gott. daß ich ihnen in den kommenden fünf Jahren nichts aus meinem Leben erzählte. nein. klar. Als sie die Tür wieder schließt. „Tschüs kleines Mädchen. hast du damals wirklich nicht hinter die zwölfte Himmelstür geschaut?“ „Neee. Gerade. ob sie als kleines Mädchen die zwölfte Himmelstür aufgeschlossen und dahinter geschaut hätte. von ihrem Mann begattet wird und ein Kind zur Welt bringt.. die ihre Kinder umbringt.“ „Da. als hätte er nichts gemerkt.K.“ Hokuspokus Fidibus zaubert Gott die ermordeten Kinder lebendig wieder herbei. kennst du mich noch?“ „Ja. Hallo lieber Gott. lügt die Sünderin. ib bitte. Die beeindruckten Bürger lassen sie leben. Was soll uns das sagen? Frau Klingel und Meta hatten es messerscharf erfaßt: Ich durfte mit vierzehn Jahren auf keinen Fall ficken. das neugeborene Kind zu ermorden. Da kommt der liebe Gott. O.es ganz heimlich auch die Zwölfte.“ „Tschüs lieber Gott. und danke noch mal. So sauer ist Gott. G mir mal den Schlüsselbund wieder. nein. wirklich nicht. nein. das Weibsbild sei eine böse Hexe. Ich geb's zu. daß sie hinter die zwölfte Himmelstür geschaut hat und auch noch flunkert. Neun Monate und ein paar Tage später kriegt die arme Frau ein weiteres Kind. daß sie einen goldenen Finger hat.

Jesus Christus zu sein“ hervorruft. Ich rette die Welt. Ich bin das Lamm. 229 . Ich hab das Buch mit den sieben Siegel gefunden und seine sieben Siegel gebrochen.Homöopathie ist übrigens Haschisch ein Mittel. das das Symptom „Glaubt.

das nicht anspringen wollte und sprach: „Lieber Teufel. In Südfrankreich. dafür Quietschen. eine nicht-menschliche. Crowley identifizierte ihn mit Aiwass.Wie der Teufel zufällig religiös wurde Warum sind Psychosen so häufig religiös geprägt? Warum gibt es die „Jerusalem-Krankheit“. merkwürdige Dinge. sondern Geräusche. diese Betrachtungsweise auf Menschen zu übertragen: Ich erreichte es. nur glubschige Kugeln. Wenn ich einen der beiden anrufe und mein Gebet erhört wird. geht er davon aus. Keine Zungen oder Münder. keine Worte zu hören. So trommelte ich auf die Kühlerhaube eines Autos. so ist das für einen Rationalisten purer Zufall. gewaltige Macht würde diese Zufälle organisieren. Für mich hingegen ein Kontakt mit dem Göttlichen. nur Lärm. Das Auge schien einen tatsächlich anzuschauen. Kein Weinen. Dieser geistige Zustand ist brillant von Sartre in seinem Werk Der Ekel beschrieben. daß das Auto fährt. sie könne mich damit beobachten.“ Die Gondel stoppte und blieb an dieser Stelle für eine Viertelstunde in der Luft hängen. daß die Seilbahn hier stehenbleibt. Trotzdem schaffte ich es schließlich. dafür feuchte. Es gelang mir. Diese Macht ist dann entweder Gott oder der Teufel. den ich anbetete. Im Tarot ist dem Teufel der hebräische Buchstabe Ain zugeordnet. erlebte ich eine gewaltige psychologische Verwandlung dank eines Glasauges. besessen von dem Gedanken: „Du sollst mich nicht mehr ansehen!“ Es war verdammt gut gemacht. Ich sprach in Südfrankreich in einer Seilbahn zwischen zwei hohen Gipfeln: „Lieber Teufel. Ein Gegenstand. der nicht sehen konnte. Meinen Gott.“ Der Motor begann sogleich zu laufen. das Auge als materiellen Gegenstand zu erkennen. seinem heiligen Schutzengel. bitte mach. die sich für den Erlöser halten? Oder für den Teufel? Wird ein Mensch durch eine Reihe von Synchronizitäten verrückt und aus diesem Grunde religiös. mir geschenkt und scherzhaft behauptet. keine Augen mehr zu sehen. Beziehungswahnsinnige. hatte nichts mit einem folternden und mordenden Satan zu tun. während eines Schüleraustausches. Der Teufel. bitte mach. weil das Wort Gott verklebt ist von Unterdrückung und Lüge. Meine Freundin Kyra hatte es auf dem Flohmarkt erstanden. Keine Tränen. Das kann ich in ganz banalen Dingen erleben. Svantje schenkte mir das 230 . In meinem Herzen rief ich Gott. Es gelang mir. Ich nannte ihn Teufel. der übersetzt Auge heißt. Wirklich täuschend echt. sondern eine glitzernde Flüssigkeit. Über Stunden hinweg starrte ich es an. obwohl es nur aus Porzellan und Farbe bestand. Kein Lachen.

die Menschen so zu sehen. was ich wollte. egal. egal ob Lehrer brüllten oder drohten. wäre die Hauptperson aus Sartres Ekel gewesen. die Symbole. der mich hätte verstehen können. Meine Fähigkeit. glaubte ich. Als ich es in Südfrankreich las. Die Symbole. ob meine Mutter schrie oder weinte. Anfangs mußte ich mich angestrengt konzentrieren um dieses Bewußtsein herbeizurufen. Der Ekel-Zustand gab mir als 15jährigen die Freiheit. mit denen Eltern und Lehrer junge Menschen unter Kontrolle halten oder emotional erpressen. versetzte mich nun in seelische Isolation. Aber der Engel hinter den Karten erreichte mein Innerstes. berührte meine Seele und flüsterte: „Du bist nicht allein. begann sich in dem Moment ins extremste Gegenteil zu verwandeln. trotzdem tun zu können. Der einzige. als ich auf Svantjes Geburtstag das Crowley-Tarot erblickte. Dadaistische Kunstwerke ohne Bedeutung. mit denen wir kommunizieren.“ 231 . daß sie auch eine Seele besaßen und nicht nur merkwürdige Dinge waren.Buch. der mich anfangs stärkte und befreite. hatten ihre Bedeutung verloren. Nach einigen Wochen Praktik war es umgekehrt: Es gelang mir manchmal nicht. die Menschen nur in ihrer rein materiellen Form wahrzunehmen. es wäre nur für mich geschrieben. daß ich gleich darauf alle Menschen als beseelte Wesen erkannte. Der Zustand. Nicht.

geben sich durch ein riesiges Koordinatenkreuz am Himmel zu erkennen. die Schläfen schmerzten. NEBELSCHERBEN Ein Kurzroman Der Mensch Daneben stand verwirrt vor einem Bücherregal. Der entsetzte Mensch Daneben packte das schwärzeste Buch mit beiden Händen und zerschlug den Schädel des Verstandes. Daneben schlug sich vor die Stirn und stöhnte 232 . Jesus Christus ist sexuell befreit. Die Zunge zog und zerrte ihn bis vor die Badewanne. Er hob seinen Kopf. Er starrte entgeistert auf die Badewanne. Sie wurde 1984 im Wahren Jakob Nr. der Kabbala. Ein thelemitischer Philosoph überlegt. und Blut floß in die Lunge des Toten ohne Augen.Nebelscherben Mein erster Schlagzeuglehrer war Mitherausgeber der Stader Alternativzeitung Der wahre Jakob. Die Buchstaben schrien: „Du mußt dich beeilen!“ Die Badewanne füllte sich in rasender Eile mit Blut. daß sie existieren. Da riß sich im Boden der Realität eine Tür auf. Nebelscherben schrieb ich 16-jährig.S. Das Biest 666 ist ein blutrünstiger Tiger. Die spitze Zunge bohrte sich in die Augen des gelben Verstandes. Wind pustete in seinem Kopf. ob die Sterne wissen. und etwas Widerliches grinste im gelben Gewand in den Raum. In Geistesgegenwart ließ der Mensch Daneben seine Zunge meterlang aus seinem Mund schnellen. ob der Held der Geschichte ein Kind dieser Erde ist. Thelema und dem Buch des Gesetzes. Die Kabbalisten der T. Von wem war er beauftragt und für welche Aufgabe? In seinen Augen flackerte das schwärzeste Buch. Trotzdem scheinen all diese Dinge darin aufzutauchen: Das Buch des Gesetzes wird Das schwärzeste Buch genannt. 19 gedruckt. Seine zitternde Hand nahm es zögernd aus dem Regal. der aus dem Käfig auf dem Schiff aus Kalkutta mitten auf dem englischen Kanal ausbricht und ein tigerisches Chaos auslöst. Das gelbe Gewand färbte sich in der Badewanne rot. Das schwärzeste Buch öffnete sich von selbst. die sich für den Grund und Boden des Bücherregals entschieden hatte. und eine schwache Glühbirne lachte an der Zimmerdecke. Erst eineinhalb Jahre später beschäftigte ich mich mit dem Biest 666. Man fragt sich.S. die ich Nebelscherben getauft hatte. Ich gab ihm eine Geschichte.

Da er noch keine Lust hatte. legte er sich in der Fußgängerzone auf die Straße. da er nun sicher sein konnte.freiheitlich. meinte Daneben. erwiderte Daneben eingeschüchtert. Blümlein zog die Bayrische Alpenpfeife aus ihrem Handtäschchen und stopfte sie anständig mit Regenwürmern.“ . Dort warf er das entstellte Ding hinein und drückte auf den Knopf zum Koordinatenkreuz. Kurz vor dem ausgebrannten Haus des improvisierten 233 . Als es dunkel geworden war. kam die federleichte Nathalie vorbei und betrachtete gelangweilt den Liegenden. Unterwegs fütterten sie die kreisenden Geier mit dem übriggebliebenen Eiskonfekt aus dem Kino. Wollen Sie mir trotz der steigenden Preise Gesellschaft leisten?“ „Gern“. Erleichtert ging er in sein Zimmer zurück. sagte die Alte. „und vergessen sie nicht in den Himmel zu sehen!“ Blümlein vergaß es natürlich. stand er auf und trug mit Ekel im Gehirn den toten Verstand aus dem Blut zum Fahrstuhl. um sich zu erfrischen. nach Hause zu gehen. Daneben freute sich. was ihn aber nicht daran hinderte. meinte Daneben überflüssigerweise. Der Asphalt wackelte zwar ein bißchen. machte einen Purzelbaum und stand auf. „Na. setzte sich seine Sonnenbrille auf und sprang aus dem Fenster auf die Straße. „Na. „Du hast bestimmt zu viele Chips gegessen. Die alte Frau im geblümten Kleid an der Theke trank ihren Cola-Pernod aus und ging langsam. meinte Daneben. die nächste Kneipe aufzusuchen. Sie haben keine Uhr dabei?“ „Nein!“ rief Daneben erschrocken und rülpste ernsthaft aufrichtig.„Das habe ich mir gedacht“. klagte Nathalie. so daß dir der Weg zur Übertragung deines wirklichen Ichs auf die Leinwand versperrt blieb“. was' los?“ fragte Daneben. „Sie verstehen schon. schlug Nathalie vor und nahm Daneben bei der Hand. dann laß man gut sein“. denn sie hatte einen Schnupfen. „Warum haben sie sich an den Fensterplatz gesetzt?“ krächzte sie unfreundlich. für die kommenden Stunden gesellschaftsfähig zu bleiben. junger Mann. Daneben warf ein zwei Mark Stück in die Tasse und machte zwanzig Liegestützen. Da die Gedanken an die schwimmende Leiche ihm starken Kopfdruck bereiteten. „Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Blümlein. „Komm. „Ich bin Daneben.“ „Selbstverständlich“. indem sie auf den Tisch stieg und in den Kaffee pißte. die Geschäfte haben geschlossen und ich bin hungrig. Nach drei weiteren Pfeifen verabschiedete sich Blümlein. mit schweren Beinen zu Daneben. „Ich habe gerade den toten Verstand zum Koordinatenkreuz geschickt“. sagte Blümlein und ließ ihren fetten Hintern auf einen Stuhl fallen. Er setzte sich an einen Fensterplatz und bestellte bei der nackten Bedienung einen Kaffee. „Ich hoffe. Er taumelte in sein Bett und legte die Füße auf das Kopfkissen. wir besuchen den improvisierten Konrad“. „Ich habe mir gerade Bernhard und Bianca von Walt Disney angesehen und konnte mich mit keiner der handelnden Personen identifizieren“.

aber nur wenn du Kringelchen pusten kannst“. Am nächsten Morgen stand Daneben früh auf und hatte schon wieder Kopfschmerzen. warf er ihn in die nächstliegende Schaufensterscheibe. wofür er von einem vorbeischlendernden Polizisten eine zärtliche Umarmung und einen Kuß auf die Wange bekam. „Pünktlich wie immer!“ rief Daneben erfreut. nahm er sich einen dicken Edding und verdeutlichte ihre Linien. spottete Daneben. wußte Konrad auszurichten. konnte er noch beobachten.Konrads stürzte Nathalie in einen Gully ohne Deckel. denn Daneben hatte immer Recht. Zum Frühstück verspeiste er im Kaufhaus einige Legosteine. brach die Tür auf und legte sich zum Schlafen auf dem Altar.“ Da brach Daneben in ein furchtbares Grinsen und Konrad in Tränen aus. „Ich hatte sowieso gestern einen Schluckauf. „Ich verlange keine Erklärung von dir!“ Konrad konnte jetzt nicht sprechen. Bevor er in die Wirklichkeit der Träume entschwand. Das Denken macht so schwindelig.Ja oder nein?“ 234 . „Ich brauche keine Ratschläge. Er spuckte aus und wanderte bis zur großen Kirche. „Tröste dich nicht“. „Wie gut. Wie so oft überkamen ihn seine täglichen vierundzwanzig Stunden und versuchten. Er zertrat die Außenwand des Geschäfts.„Ach Blümlein kennt ja nicht einmal die Fußballergebnisse“. Er setzte sich auf eine Bank und diskutierte mit ein paar Kaugummis über das Problem: „Menschenrechte für Gummibärchen . „Ich habe sie vorhin beim Kirschenpflücken an der Ostsee getroffen und soll dir bestellen. setzte sich seinen Walkman auf und hörte Mozart. mußte Konrad einwenden. sagte Daneben. Nun hatte er endlich eine Erklärung für seine Verbindungslosigkeit gefunden. „Aber meine Wände neu streichen möchte ich erst übermorgen. Die linke Hand der federleichten Nathalie ließ er als Mahnmal für die Krise auf dem Arbeitsmarkt herausragen. Da er noch einen Stein übrigbehalten hatte. Der improvisierte Konrad hatte gerade Nutella mit Bohnen und Eisbein gegessen und für Daneben nichts übriggelassen. Daneben war wie immer enttäuscht und ging. Darf ich hier rauchen?“ „Ja. Mit so klaren Gesichtern konnte er etwas anfangen. Da ihn die Gesichter von einigen Einkäufern verwirrten. „Hätt' ich dich erwartet hätt' ich Kuchen da!“ sang Konrad aus vollem Halse. daß er vom Neonlicht Haarausfall bekam. daß Flucht auch keine Lösung ist.“ . sonst kann ich mich überhaupt nicht mehr hören. denn die klaren Gesichter hatten ihn schließlich doch gelangweilt. „Macht nichts“. rief Daneben. beneidete Konrad. „Herzliche Grüße von Blümlein“. wenigstens Nathalie wurde eine Pause gegönnt. als er merkte. daß es keine Sicherheit gibt“. als Daneben durch den verkohlten Türrahmen trat.„Hat die ein Glück“. wie sich Jesus am Kreuz einen runterholte.“ . den dritten Weltkrieg hinter seinen Augen zu verursachen. Daneben ärgerte sich über das schlechte Wetter und füllte den Gully mit Pflastersteinen. dachte Konrad.

„Oh. um sie zu biegen. Bitte bewege dich nicht und verständige deinen Psychiater. „Ja“. daß es noch Musiker gibt“. der Aschenbecher schwimmt in Blut. „Wie ist es dir ergangen?“ „Ich sollte Blut spenden. mein Bauch wölbt sich nach außen und besteht aus Beton“. und ich verdurste“. Frühling in der Stadt. erklärte Thekla weise. und ihre leblosen Körper stürzten die Treppenstufen hinab. erzählte Daneben.„Das einfache Reflektieren des Lichtes wäre die Wahrheit“. Als er vor einer grünen Ampel warten mußte. erzähle mir was Schönes!“ rief sie. „Du bekommst einen Orden!“ Doch bevor einer der Soldaten mit der Nadel des Ordens zustoßen konnte. fiel neben ihm ein riesiger. zappelnder Tintenfisch vom Himmel auf den Bürgersteig. Auf der Treppe zum Haus der wunderschönen Thekla standen zwei Soldaten in viel zu großen Uniformen. blubberte der Tintenfisch und zuckte noch ein letztes Mal. Daneben stand auf. meinte Daneben.“ So dichtete Daneben intelligent. ein jeder lüftet seinen Hut. Daneben rief ein Taxi. „Ich liege auf einem Zitronenfalter. Aus deinen Augen scheint ein freier Geist. lächelte Thekla geschmeidig. in der die wunderschöne Thekla wohnte.“ Da erbrach sich Daneben und stürzte sich wildgeworden auf Thekla. um ihre Nase zu streicheln.“ Er hielt einen stinkenden Camembert in den Händen. „Wissen die Sterne. Nun richtete der Camembert sein Wort an Daneben: „Ich bin der objektive Betrachter. sprach der leere Kopf der Puppe. und neben ihnen wuchs ein neuer Stadtbrunnen aus der Erde. ich störe“. Der fette Bauch lacht unbeschwert und heiter. „Wie schön. „Auf dich haben wir gewartet!“ riefen sie brutal im Chor. Thekla lag in einem schwarzen Federbett und war überaus begeistert von Danebens Erscheinen. Überraschend betrat eine durchschnittliche Marionette mit unsichtbaren Fäden das Zimmer. „Ich habe euch auch etwas mitgebracht. „Die alten Menschen in diesem Land hatten viel Zeit und sterben trotzdem mit einer Uhr an der Hand“. behauptete das eine Kaugummi. verbeugte sich und sagte: „Laßt euch nicht weichkriegen!“ Dann ging er zur nächsten Ecke. erschoß den Fahrer und fuhr drei Kilometer rückwärts bis zur bunten Straße. Er fuhr gekonnt in die nicht vorhandene Parklücke und schenkte das Taxi einem kleinen blonden Mädchen. „Verpass die schöne Sonne nicht. Einige klatschten und andere pfiffen. ins Müsli kippen wir und heut' warmen gelben Eiter. daß sie es besser gemacht hätten. entgegnete ein anderes. damit die Würmer schwimmen können. rief Daneben aus Leibeskräften: „Ich wurde in Blut geboren!“ Da wurden die Soldaten kreidebleich. Musik liegt 235 . „du bist beziehungslos in Benzin. Alle Kaugummis und Daneben waren der Meinung. Da bebte die Straße. daß sie existieren?“ fragte Daneben interessiert. „Die letzte Erregung in der Ödnis ist die Kunst!“ rief eine im Kinderwagen vorbeifahrende Mutti ihnen zu. komm. „Ich hoffe. „Ich komme von einer Insel aus Zucker und Zimt“.

das zu sich selber will. sprichst du mit dir allein. „Gut. der Spiegel aus Scherben. 236 .“ Da schlug sich Daneben mit der Faust an die Stirn. Nebelschwaden erschienen aus dem Nichts. und es schrie aus ihm mit ferner Stimme: „In meinem Kopf weht Nebelwind. rief ein Herr mit einem grauen Hut. daß es im Herbst nur langsam schneit“. In deinem Herzen fließt Alkohol. ich kann nicht sehen wo die Sonne brennt. Daneben verließ durch die Dachluke die Wohnung. Der Spiegel ist zerbrochen und die Sonne nicht zu sehen.“ „Ich verlange einen Anwalt!“ schrie Daneben. Ein Mensch da draußen steht blind daneben. der fragt den Mensch daneben: Wofür lohnt es sich zu sterben? Das Kind steht vor dem Spiegel und wagt nicht ihn zu fragen: Wie lang kann ich wohl meinen Schädel noch ertragen? Der Nebel weint. wünscht du dir nichts mehr. Daneben flossen ein paar Tränen aus den Ohren. der über ihnen in einem Baum saß. Thekla schnitt der Marionette die Fäden ab und warf die klappernde Puppe in den fröhlichen Mülleimer. Da sprang Blümlein durch das hohe Gras und fragte bissig: „He. der fragt ganz leise: Wofür lohnt es sich zu leben? Da schaut mich einer an. hielt sich an einer Möwe fest und flog mit ihr über die Stadt bis in den Park. durch die Wand mit dem Nebelwind in das Totenland. „Macht es dir Spaß den improvisierten Konrad tanzen zu sehen?“ fragte die Möwe. doch den Weg nicht kennt. Daneben! Bist du ein Kind dieser Erde?“ Plötzlich flackerte die Sonne. Der Bildschirm kaputt. Das Kind schaut einer an. Doch der Camembert war nicht zu bremsen: „Zu jedem Menschen den du triffst. Hat in der Nacht der Himmel keine Wolken. „Isolation ist im Land der Marionetten eine Überlebensfrage“. Kreisrund ist dein Gefängnis.auf dem Tisch in deinem Zimmer. Kein Gleichklang. bohrte den Kopf in die Erde. Daneben verzerrte sein Gesicht. der steht daneben. Wir wollen durch den Spiegel. als deinen Schädel zu verlassen. sagte Daneben. der Spiegel aus Scherben steht grau im Nebelwind. Kinderaugen sind nicht blind. das kleine Kind sucht nach meiner Hand. „Schluß jetzt! Genug gelacht!“ rief Thekla. schwer zu entdecken. packte den Käse und verschlang ihn mit einem einzigen großen Bissen. im Spiegel aus Scherben. In meinem Schädel läuft ein kleines Kind. wohin soll das Kind durch den Nebel gehen? Der Spiegel aus Scherben hängt an einer grauen Wand. Das Telefon im Nebel. und ein riesiges Koordinatenkreuz erschien am Himmel.

237 .oder Schokoladeneis?“ fragte Daneben. Es trat Konrad in den Bauch und fluchte: „Nathalie ist ein schöner Name. „Ißt du lieber Vanille.“ Gerade als der inzwischen aufgetauchte improvisierte Konrad Daneben mit einem Telefonkabel erwürgen wollte. Da stürmte die ganze Mannschaft in panischer Angst auf Deck. „Also“. und die kleine Blonde brachte den erschöpften Daneben ins Bett. wo immer noch der Asphalt wackelte. in jeweils tausend Stücke zerfetzt. Er fragte sich. Er stahl sich heimlich und leise ein Maschinengewehr. wie an so manchem Abend. „aber nicht gut zuhören. sperrte sie in den Käfig. daß endlich was passiert. Daneben lag noch lange wach. „Manchmal habe ich schwarze Strapse an“. vergewaltigte der fröhliche Tiger sie gierig. Als das Schiff schmierig und krustig vom Blut und nur noch die Schreie der in einer Kajüte gebliebenen Frau des Kapitäns zu hören waren. Daneben betrachtete etwas ängstlich den Boden der Realität. daß ein blutrünstiger Tiger aus dem Käfig auf dem Schiff aus Kalkutta mitten auf dem englischen Kanal ausbrach und ein tigerisches Chaos auslöste. und will weiterleben. Sie sprangen gemeinsam zum Fenster hinein.. Sie wurden unter höllischem Gelächter vom Tiger und den Kugeln des Maschinengewehrs. um ihm eine gute Gutenachtgeschichte vorzulesen.im Nebelwind. in dem er vorher selber gewesen war und trank drei Fässer Wein . denn der Tiger hatte vorher alle Kerzen für die Decksbeleuchtung ausgepustet. wenn das Schiff brennt und läutete noch lauter als die Glocken auf dem Kirchturm im Dorfe zum Gottesdienst. daß die federleichte Nathalie genauso eine Milz und eine Leber hatte wie die wunderschöne Thekla und hoffte. begann sie. woran es liegt. mit der nur geklingelt werden darf.“ Sie öffnete das schwärzeste Buch und las: „Es geschah am letzten Freitagabend so um kurz vor halb zehn. noch bevor sie ins Wasser springen konnten. ging zu der großen Glocke. antwortete das Mädchen. auf das nur der Vollmond schien.“ Da war das kleine Mädchen eingeschlafen. doch als er ihr kleines Stimmchen hörte wurde ihm wohler..“ Dann warf das kleine blonde Mädchen Daneben auf die Kühlerhaube und fuhr mit ihm verteufelt gut durch die Hölle bis vor Danebens Fenster. brauste das kleine blonde Mädchen mit dem gestohlenen Taxi an.

und die ist jetzt ganz zerbeult. die auf der Erde überwacht werden sollte. Jemand hat einfach ihre Ente umgekippt. Bevor er abstürzte. folglich auch nie zuvor einen Anruf eines Schweizers. aber der eigentliche Grund für den Absturz sind Außerirdische. Robert Schröder erzählte mir mit ruhiger Stimme eine unverständliche Geschichte: Ein „normaler“ Fernsehsatellit hatte zusätzlich eine geheime militärische Aufgabe.6. daß ich „Roboter Robert“ nannte. die überwacht werden sollte. ich habe noch nie einen Telefonanruf aus Paris bekommen. Er sollte eine bestimmte Person beobachten. {Wer hat diese Botschaft gesendet? Die Person. der in Paris lebt. konnte der Satellit noch eine Botschaft zur Erde funken. den ich kenne. Diese Person kann oder konnte sich entmaterialisieren und an einem anderen Ort wieder materialisieren. die Robert heißen und verrückt sind oder es werden oder so ähnlich. die mir in bewußter Erinnerung sind und mir außergewöhnlich & erzählenswert erscheinen. und daß es sie nervt. die nach Paris gezogen ist. dann ist diese Botschaft unter militärischem Verschluß. oder eine außerirdische Intelligenz? Wie hängen die Außerirdischen mit dieser überwachten Person zusammen? Ist die Person. Ich kenne den Mann nicht. Heißt ein kleiner Citroen auf schweizerisch auch „Ente“? Vor sieben Tagen rief mich ein Schweizer aus Paris an. wird 238 . darum könnte ich das meiner Roboter Robert-Geschichte noch hinzufügen. Unter diesen Erlebnissen ist ein Kapitel. der mit Zweitnamen Robert heißt. gab ihm meine Telefonnummer. weil jemand ihre Ente umgekippt hat.Die Rückkehr des Roboters Robert Klappe 5 Am 16. alle erlebten Synchronizitäten aufzuschreiben. der heißt Robert Schröder. daß ich am Computer schreibe. Paddy hört sich gerade eine SpanischSprachkassette an und versucht nachzusprechen. Vor einigen Wochen habe ich begonnen. Sie hat schlechte Laune. in dem es um eine Serie merkwürdiger Ereignisse geht. Jetzt hat sie schon aufgegeben und den Kassettenrecorder wieder ausgemacht und „ich kann das nicht“ gesagt. Selbst der Ort wo der Satellit abgestürzt ist. selbst eine außerirdische Intelligenz?} Wenn diese Botschaft von einem Menschen aufgefangen wurde.95 schrieb ich Peter-Robert König folgenden Brief: „Lieber Peter. eine Freundin. die alle im Zusammenhang mit Menschen stehen. Das hat den Satelliten zum Absturz gebracht. Du bist der einzige Schweizer.

Er glaubt. daß sich Robert zur Zeit nicht in Paris. Robert Schröder nimmt an. Er hatte mich angerufen. Der zweite Robert meiner Geschichte behauptet. die nach Paris gezogen ist und Robert Schröder meine Telefonnummer gab. Ich habe Robert Schröder gebeten. Danach habe ich mich entschlossen. weil in meinem Kapitel namens „Roboter Robert“ die erste auftauchende Person mit diesem Namen glaubt. Augenfällig scheint Robert verrückt geworden zu sein.. Ich traf sie abends in der Mülltonne. die Inkarnation von Christus zu sein und meint. die etwas darüber wissen könnten.. aber immerhin hat der Pariser Satelliten-Robert ja ebenso wie du ein offenes Herz für Außerirdische und kommt aus der Schweiz. oder könne ihm wenigstens Adressen von UFO-Gruppen geben. jetzt bin ich AAS Mitglied und bekomme alle zwei Monate die Zeitschrift „Ancient Skies“. mir unter anderem mitzuteilen. die sich ursprünglich unter der Cheops Pyramide befand. „ Soweit mein Brief an Peter. daß eine riesige Pyramide aus Kristall. der Name Robert scheint Beziehungswahn regelrecht anzuziehen. Faszinierend. 239 . Erich hat wirklich Nerven. nun unterirdisch bis zu den Pyrenäen gewandert sei. die Absturzstelle des Satelliten sei in der Schweiz. Erich von Däniken hab ich zweimal in Stade „live“ bei Dia Vorträgen gesehen.geheim gehalten. sondern in der Schweiz aufhalten würde. selbst Mitglied der AAS zu werden und 48 DM in die Schweiz überwiesen. länger als ich lebe redet er über das gleiche Thema . weil ich dich unter Peter gespeichert habe. heißt Anne. Meine Freundin. Vor einem Monat kam sie aus Frankreich um ihre Eltern zu besuchen. Du tauchtest in meiner Robert Geschichte bisher noch nicht auf. von überirdischen Mächten beauftragt zu sein. einen geheimen Auftrag zu haben und Jesus Christus zu sein. mir einen Brief zu schreiben. weil er hoffte. in dem er mir die Geschichte noch einmal erklärt. von UFOs Zeichen zu bekommen. das ist auch darum bemerkenswert. Sie erzählte mir. Ich fand das ganz prima. Ich habe ihm drei Adressen von UFO-Buch Autoren gegeben und auch die Adresse der „Ancient Astronaut Society“. ich würde bereits etwas darüber wissen.