Willkommen in meinem Kopf

INHALTSVERZEICHNIS
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Kapitel Null ___________________________ 5 Zeichen _____________________________ 6 Roboter Robert _______________________ 7 Beziehungswahn _____________________ 15 Tollkühne Piloten über Peru _____________ 16 Ich träume doch nur ___________________ 18 The Time and Space Society ____________ 20 Eintrittskarten in die Welt der Illusionen _____ 21 Reise zur dunklen Seite des Mondes ______ 24 Jeder Mann hat einen Zauberstab _________ 39 Das zerrissene Buch __________________ 48 UFOs ______________________________ 51 Mathematik macht was sie will ____________ 59 Kapitän Picard _______________________ 62 Außerirdische Ärzte ___________________ 64 Deutschlands bester Freund Psychopath ___ 69 Die Judenbuche ______________________ 76 Agent der Allmächtigen_________________ 80 Klick_______________________________ 82 Rocky-Horror-Picture-Show _____________ 85 Walfische und der 7. Sinn _______________ 87 Per Anhalter durch die Galaxis ___________ 89 X-mal Deutschland ____________________ 91 Ein Osterfeuer, oder die Hütte des Grauens _ 97 Pilles homöopathische Apotheke ________ 101 Tod? _____________________________ 110 2

Liebesflammen _____________________ 111 Trommeln, Blut und Blödsinn ___________ 114 Materilisation _______________________ 116 Ariel Ultra, ich wasche meinen Kopf ______ 118 Mehr Luft __________________________ 119 Wie schreibt man „Schreiben“? _________ 120 Teufelsbrück, die Schule der Gestaltung ___ 122 Die Seekarten des Hamburger Himmels ___ 124 Wölfe im Krankenhaus und Geister im Hinterkopf126 Pass auf! __________________________ 128 Ein persönliches Gespräch mit dem Zufall _ 129 Iß einen Vogel, und du wirst ein Vogel ____ 131 Eine neue Liebe und ein schwarzer Hund __ 133 Der schöne Weg zur Bücherei im Bauch___ 134 Emotion ___________________________ 135 Alles läuft nach Plan __________________ 138 Alles verläuft wirklich nach Plan__________ 142 Gemälde des Glücks _________________ 146 Trinke eine Acht _____________________ 150 Lebendige Buchstaben________________ 151 Haut ______________________________ 153 Ein magisches Baby__________________ 155 Au! _______________________________ 162 Ein englischer Anker__________________ 164 Schmetterling und Federvieh ___________ 166 Pinkelbecken _______________________ 167 Als die Zeit stehen blieb _______________ 169 Metall und Herzblut ___________________ 170 3

Schuld ____________________________ 173 Die Geheimnisse von Horneburg ________ 177 Phantasie? _________________________ 179 Das Geisterschiff ____________________ 182 ABC ______________________________ 184 Wuff! _____________________________ 186 T.S.S. RE-Members __________________ 187 Spinnenpost________________________ 188 Christusmörder Krückeberg ____________ 224 007 ______________________________ 227 Wie der Teufel zufällig religiös wurde _____ 230 Nebelscherben______________________ 232 Die Rückkehr des Roboters Robert ______ 238

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Die Wahrheit. Ich wünsche mir. welches das Zerbrechen der linearen Zeit erzeugt. weil sie sich verwandeln. Fürst Claas vom Mars im April 1996 5 . wenn ich meine Meinung ändere. Eben. Ein Kung-Fu Lehrer sprach einst zu mir: „Ich würde gerne ein Buch schreiben. Es verwandelt sich mit dem Gemüt des Erzählenden. Auch dann. und nichts als die Wahrheit. wie ein gesungenes oder geflüstertes Wort.Kapitel Null Das Letzte zu Beginn: Dies ist der Versuch einer neuen Ordnung: Oben befindet sich unten. Kein Buch über die Wirklichkeit oder die Wahrheit.“ Worin liegt der Unterschied zwischen dem gesprochenen und dem geschriebenen Wort? Gefühle verwandeln sich. Alles auf dieser Welt ist einem stetigen Wandel unterzogen. deren Namen ich nicht veränderte. seiner Wut oder Zuversicht. die durch die Zeit reisen kann. Die Namen der meisten handelnden Personen in diesem Buch habe ich geändert. Das ist mir aber zu gefährlich. denn im Mittelpunkt der Geschichten befindet sich eine geheime Organisation. Kann etwas gesagt oder geschrieben werden. Gelesen wird. Etwas Gedrucktes kann ich nicht rückgängig machen. die Wahrheit. Auch jene Menschen. daß „Willkommen in meinem Kopf“ gelesen wird. Nur meine Erinnerungen an die Wirklichkeit. haben sich verwandelt. Es steht dort für immer und ewig. Mit seiner Müdigkeit oder Heiterkeit. das für immer Gültigkeit besitzt? Nichts. Ich wollte jenes Gefühl zu Papier bringen. Die Kapitel meiner Erzählung sind nicht chronologisch geordnet. und heute andere Menschen sind. mit dem Wissen vom Wandel der Welt. der äußere Rand ist der Kern.

Und dann sind da noch Tausende. Rauhaardackel seien Außerirdische und würden mit ihnen sprechen. Jeder dieser Menschen hat einen Grund für das. einer Serie von Zufällen. wenn du die Straße entlang gehst und überlegst. von gelben Autos verfolgt zu werden. es sei „die phantastische Superreinigung für Körper und Seele“. Du spazierst durch eine Fußgängerzone und achtest nicht auf die Geschäfte. die Wiedergeburt von Jesus Christus zu sein. die glauben. was er glaubt. der Bus wäre ein „Zeichen“ gewesen? Oder. Auf dem steht der Slogan: „Schreib mal wieder!“. Darin stand. alle gelben Autos würden sie verfolgen. die du lange nicht gesehen hast. und warum. 6 . von denen der „Beziehungswahnsinnige“ nicht mehr glauben kann. Im Schaufenster klebt das große Reklameschild „Super Schnellreinigung“. Menschen. wenn du in der Zeitung einen Artikel über das Fasten gelesen hast. machst einen Schritt nach links und siehst. und die Schlußfolgerung. mit außerirdischen Rauhaardackeln zu kommunizieren oder die Inkarnation Jesus Christus' zu sein. ob du einer Freundin. Entschließt du dich nun. weil du das Gefühl hattest. daß es sich nur um Zufälle handelt. dich bei einem kirchlichen Fastenseminar anzumelden? Was ist „Beziehungswahn“? Was ist „Zufall“? Was ist ein „mystisches Zeichen“? Es gibt die tollsten Formen des Wahnsinns. Eine Sekunde nach diesem Gedanken fährt ein gelber Postbus an dir vorbei. wie entscheidest du dich. die glauben. Menschen. Schreibst du dann den Brief an deine Freundin. daß du dich schlapp fühlst. einen Brief schreiben solltest. folgt meist erst nach einer Reihe von Ereignissen. daß du dich direkt neben einer Schnellreinigung befindest. daß ja alles so dreckig ist in dir drin und trittst fast in einen Haufen Hundekot. die glauben. Und ob du nicht wirklich fasten solltest? Du redest dir ein. weil du so in Gedanken bist.Zeichen Was machst du.

der im Weltraum fliegt. die in einem Restaurant draußen saßen. Im „Tropical“ war immer tolle Live-Musik. Jesus zu sein. Robert spielte Gitarre und sang. Da blieb er ein paar Meter vor einer Litfaßsäule stehen. Ich sei auch einer. er sei ein großer weißer Magier. waren einige Tage vergangen. Au weia! Wer hatte ihm das angetan? Wie war das nur passiert? Als Robert noch nicht den Verstand verloren hatte. wollte er sich gerne ein Kartenspiel von mir ausleihen: Das „Dakini-Orakel“. daß er eine schöne Wohnung bezahlen konnte und immer genug zu Essen hatte. hatte riesige 7 . der die Gläubigen segnen will. Er glaubte ernsthaft. während wir durch die Straßen des Karolinenviertels in Hamburg schlenderten. Ich traf ihn im „Tropical Brasil“ auf der Reeperbahn. Wir kauften uns Haschisch von dem verdienten Geld und einige Leute. Wenn die Musiker Lust auf eine Session hatten. war er ein Vorbild für mich. Dies erzählte er mir. Manchmal war er schon ein bißchen komisch: Er erzählte. Er war verrückt geworden.Roboter Robert Klappe 1 Ich hatte einen Freund namens Robert. Als er ging. Ich war gerne dort. er wäre den „Zeichen“ gefolgt. hätte auch Tarotkarten befragt und auf seine Intuition gehört. Das ist eine Art Tarotspiel. Einmal nahm er mich mit zum Musikmachen. Als ich Robert das nächste Mal sah. Tollkirsche und Marihuana. Robert wippte hektisch hin und her. Als ich ihn fragte. Bedeutungsvoll hob er die Arme wie ein amerikanischer Fernsehpriester. wie es dazu gekommen sei. Die Bilder sind aus Photocollagen gemacht. Robert war Straßenmusiker und schaffte es. durfte ich am Schlagzeug mitspielen. ist im „Dakini-Orakel“ etwa ein Haustürschlüssel. soviel Geld zu verdienen. aber müßte meine Kräfte noch entdecken.Die Außerirdischen kommen“. Er sprach mit zitternder Stimme: „Da! Schon wieder ein Zeichen!“ Auf der Litfaßsäule klebte ein Kinoplakat: „V . sondern auch etwas zu rauchen: Eine Mischung aus Stechapfel. behauptete er. Wir gingen zum Spritzenplatz in Altona. Ich wollte so leben wie er. um in die Zukunft oder ins eigene Unterbewußtsein sehen zu können. Es war ein warmer Sommerabend. So etwas wie die Karte „Der Einsiedler“ im Tarot. Ich spielte dazu auf meinen Bongos. Nachts hatte mich Robert dann noch besucht. gaben uns ein paar Bier aus. Ich gab ihm nicht nur das Spiel mit.

der versucht. legte es neben sich und schaute mich an. Er hielt es in der Hand. machte Robert wieder diese merkwürdigen Bewegungen. Ein paar Tage später begegnete ich ihm wieder im Karolinenviertel. „Du bist meine Königin“. drückte meinen Arm und flüsterte: „Du mußt mir glauben. Meine Freundin Marga und unser Hund Ghandy waren auch dabei. verliere ich Kraft.Pupillen und einen irren Blick. Er hatte sich einen Holzspeer genommen. Dann machte Jesus Christus wieder diese geheimnisvollen hektischen Verrenkungen. Nun kam endlich die Freundin von Robert herein. herrschte ihn die 30-jährige Frau an. sondern auch ein König sei. fragte mich die Inkarnation von Jesus Christus. Als der Hund aus dem Zimmer war. bei der er seit drei Tagen übernachtete. und es ginge ihm sehr gut. Robert hatte sich einen Besen genommen und dann Dreck.“ Dann erzählte er weiter. „Woher weißt du sicher. „Hau endlich ab. das zur Dekoration an einer Wand des Raumes lehnte. ja ich bin auch ein Hund. Daß ich auch ein König bin. daß du Jesus Christus gewesen bist und jetzt wieder da bist?“. der irgendwo im Zimmer herumlag. Er war zu allen friedlich und freundlich. Er rückte näher zu mir. Dann nahm Robert uns mit in die Wohnung einer Freundin. stand auf und nahm sich ein großes Schwert. Dann setzte er sich im Schneidersitz auf den Fußboden. Sie hielten nicht. setzte sich wieder hin. sagte er. Du spinnst! Du nervst! Du bist nicht Jesus!“ „Ich bin ans Kreuz gegangen“. 21 und sie auf 30 Jahre alt. Auf jeden Fall steckte er die beiden Speerhälften immer wieder zusammen. Wenn ich zuviel darüber spreche. Ich schätze Robert auf damals ca. von der einen Ecke des Zimmers in die andere gefegt und den Hund dabei angeschrien: „Ich hasse Hunde. „Ich 8 . auf ein Sofa. geh weg“. Nur Robert kläffte er an und schnappte nach ihm. nein. „Hast du nicht etwas Haschisch dabei?“. Sie schien älter als er zu sein. Ich weiß nicht mehr. in dem ein Hochbett stand. ich kann das nicht mehr hören. wenn Robert nicht einen so irren Blick gehabt und so merkwürdig hektische Bewegungen gemacht hätte. Robert versuchte ihn zu reparieren. Wir setzten uns in einem kleinen Raum. Marga und Ghandy ebenfalls. daß er nicht nur Jesus. Eigentlich hätte es ganz gemütlich sein können.“ „Hau jetzt ab“. Nun kam der Hund von Roberts Freundin herein. fragte ich ihn. sich blitzartig in verschiedene Yogastellungen zu bringen. Der war in der Mitte durchgebrochen. Er erzählte mir seine Jesusgeschichte und die Sache mit dem „Zeichen“ auf der Litfaßsäule geschah. ob er überhaupt Leim dazu hatte. der gar nicht vorhanden war. schrie Robert. und zeigte uns eine kleine Schürfwunde an seinem Unterarm. du mußt mir glauben. wimmerte Robert. „und wir werden die Welt regieren. Wie jemand. Er würde jetzt keine Drogen mehr nehmen.

„Wenn du jetzt nicht gehst“. Diana wollte nicht alleine fahren und zahlte mir die gesamten Kosten für die Reise und die Übernachtungen. Für dieses Abenteuer hatten wir alle Matratzen in unser Wohnzimmer geschafft und uns so ein angemessenes Nachtlager errichtet. drohte die Frau. nachdem dieser aus der Psychiatrie entlassen worden war. Als ich mit Marga zusammen Jesus-Robert besuchte. wurde mir sehr mulmig zumute. aber wenn ich gerade mit Dünnschiß geschissen habe. lernte ich seine entsetzliche. du bist krank. Auf der Busfahrt nach Spanien weinte Diana fast die ganze Zeit bitterlich. wie ich mit Marga schlief. mit Schwertern und geheimnisvollen Zeichen. Ihre Tante arbeitete in einem Reisebüro und hatte ihr für die Ferien eine Pension in Tossa del Mar empfohlen.“ Woraufhin seine Mutter antwortete: „Du kannst mich mal ganz kräftig am Arsch lecken. Als Diana am besagten Abend ihren ersten hysterischen Anfall bekam. Klappe 2 Ein Jahr später lebte ich mit meiner Freundin Diana in Finkenwerder. haut ab!“. Ich lebte damals von der Sozialhilfe und hätte mir kaum so einen Urlaub leisten können. Ghandy und ich verabschiedeten uns und gingen hinaus. Ich fand. Mutter. einem „Sanyassin“ (Baghwan-Jünger) bumste. manisch-depressive Mutter kennen. wir sind krank. fuchtelte damit herum und kletterte so bewaffnet auf das Hochbett. „Laßt mich in Ruhe. schrie Robert. beschwichtigte der Sanyassin sie: „Aber das ist doch nur Sex und Spaß.“ Nachdem wir über die französisch-spanische Grenze gefahren waren. „brauchtest du kein Schwert“. ich will nicht mehr leiden“. Robert sagte immer wieder: „Ja.bin ans Kreuz gegangen. Der Bus 9 .“ Robert nahm sich das Schwert. Deswegen brauchst du doch nicht traurig zu sein. Das war der Beginn einer merkwürdigen Verstrickung meines Lebens mit dem Namen Robert. das war ein großartiges Experiment gegen Eifersucht und langweilige Beziehungen. Marga. und ich bin auch krank. Sie hatte in der Nacht zuvor zugesehen. hörte Diana endlich auf zu Schluchzen. ruf sie doch!“ „Wenn du wirklich Jesus wärest“. Auch ein bißchen Alfred Hitchkocks Norman Bates.“ Gütiger Himmel. „rufe ich die Polizei. Gleichzeitig hatte ich mir angeschaut wie sie mit Jörg. „Dann werde ich kämpfen! Ich will nicht mehr leiden! Ruf doch die Polizei. argumentierte die Frau. Als die Frau zum Telefon ging.

schlanken. Dann rauchten wir mehrere Joints zusammen. Ich hörte. Ich fand eine Kneipe namens „Systema“. war unglaublich: Er behauptete. brach ein ordentliches Stück ab und sagte. war kein rundes „S“. daß sie an einer besonders steilen Stelle stürzte und sich fürchterlich den Fuß verstauchte. das könne ich behalten. Robert Rubin. Gegen Abend ging ich in die kleine Altstadt von Tossa. Wir bekamen ein anderes Zimmer. er sei in Tossa. Auch sonst war die Dekoration mit Sternchen und Monden überall ein bißchen „magisch“. Ich fragte ihn nach seinem Namen. Nach etwa einer Viertelstunde hörte ich sie schreien und klagen. Der Hund hatte sie glücklicherweise nicht zerfleischt. Diana konnte und wollte nicht mitkommen. Danach sei er zu einer Kirche gegangen. kein kleiner Kreis.hielt.. zwischen dem Schwarzen und dem Weißen. Sie rannte panisch so unglücklich den Hügel hinunter. In der Kneipe hing über dem Tresen die große Puppe einer fliegenden Hexe auf einem Besen. Als wir in Tossa angekommen waren und einen ansteigenden Weg hinauf zu unserer Pension wandern mußten. Diana wollte einen Augenblick spazieren gehen. jungen Mann. Aber die Linie in der Mitte. Was dann kam. Da kam ein riesiger Hund bellend auf sie zugelaufen. mit den Worten. Tränenüberströmt humpelte sie in die Kneipe hinein. Ich ging zu einem großen. er heiße Robert. ich könne gewiß ein wenig Kleingeld gebrauchen. Das Schild draußen an der Tür war ein Yin & Yang Zeichen. Er sagte mir. Endlich in unserem Zimmer angekommen.DM in Peseten in die Hand drückte. um mir eine Botschaft zu überbringen. Und der weiße Punkt im Schwarzen. ob er mir etwas zu rauchen verkaufen könnte. Das chinesische Universalsymbol für die Wechselwirkung der Gegensätze. Er erzählte. und zeigte mir eine tätowierte „R“-Rune auf seinem Arm. Weil das Dach dieser Kirche eingefallen 10 . Sie war einen Hügel hinaufspaziert und hatte da oben ein verschnörkeltes Standbild der heiligen Mutter Gottes Maria gefunden. wie der schwarze Punkt im Weißen. Ich ging in die für die Busreisenden bestimmte Touristenkneipe und trank zwei Bier. Kleine Pause. Er holte ein großes „Piece“ Haschisch aus der Tasche. wie er seine „Erleuchtung“ in Irland erlangt habe. wie er mit zwei Anderen in der Kneipe deutsch sprach und fragte ihn. warf ich sie auf das Bett. sondern ein Blitz. Dort kniete Diana nieder und betete für einen schönen Urlaub oder etwas Ähnliches. Es brach zusammen. wobei er mir ein Bier nach dem anderen ausgab und mir obendrauf noch fast 100. der vielleicht ein wenig älter war als ich mit meinen 20 Jahren. sondern ein Viereck. trug ich sie auf meinem Rücken. Auf dem Grab eines alten irischen Königs. die auf einem heiligen Ort der Kraft erbaut worden sei.

daß ich auch einmal in Irland gewesen sei. hörte sich aufregend an. Wenn ich mich anstrenge und versuche. wo ich als Decksmann arbeitete.. 11 .. die er in Andorra gekauft hatte. Nur begab ich mich damals zu keiner Kirche und keinem Königsgrab. und das einzige. was er mir erzählte. die nach seinen Aussagen wichtige Informationen für mich darstellten.000. Dort habe er zusätzlich zu seiner Erleuchtung alle Schlüssel der Magie erhalten. Unter der großen Pyramide von Gizeh hat sich zur Zeit ihrer Erbauung eine ebenso große Pyramide aus Kristall befunden. Dann holte er einen komischen Gegenstand aus seiner Hosentasche: Einen kleinen Stab aus weißem Holz.“ Diesem Rat war er gefolgt und hatte sogleich 30. aber wir müssen arbeiten und arbeiten. an die ich mich aber nicht mehr erinnern kann. die zu ihm sprach: „Geh mit 10. Ich müsse mich nun auch zu genau dieser Kirche mit dem eingefallenen Dach begeben. Nur für eine Nacht blieb das Schiff in Irland. daß es ihm zur Zeit finanziell so gut ginge. Diese riesige Kristallpyramide ist nun mittlerweile unter der Erde bis zu den Pyrenäen gewandert und befindet sich dort ziemlich genau unter Andorra.ist. Ich erzählte ihm. könne die kosmische Kraft aus dem Universum nun wieder durch diesen Ort hindurchfließen. um damit zu prahlen.DM ins Kasino zum Black Jack. Bald zeigte er mir Diamanten und eine teure Uhr. Als Augen dienten zwei kleine Metallkugeln. Ich befand mich in einem Hafen auf dem Kümo (Küstenmotorschiff) meines Vaters. weil er kürzlich eine Stimme gehört hätte. Das bedeutet. daß ich mich exakt zur Zeit seiner „Erleuchtung“ in diesem Land aufgehalten hatte. Robert Rubin erzählte mir. R. Ein Ende dieses Stabes war geschnitzt in der Form eines Eulenkopfes.DM gewonnen. Ein riesiges Durcheinander an geheimnisvollen Botschaften. Gewiß hatte Robert noch mehr wichtige Botschaften für mich. Natürlich fanden wir heraus.R. etwa so lang wie sein Mittelfinger. dann fallen mir noch die folgenden Dinge ein: Deutschland ist das „auserwählte“ Land. was ich dort erlebte.) Robert Rubin selbst ist die Inkarnation eines großen ägyptischen Pharaos und ich natürlich auch. Alles. war in einen Pub zu gehen und drei Guinness zu trinken. (Blablabla. damit mir ebenfalls der große Blitz in den Kopf einschlagen könne. um unsere große Schuld zu bezahlen. in Andorra sei der „Heilige Gral“. mich an all die verwirrenden Dinge zu erinnern.

denn. „und ich habe dich einmal umgebracht. Von der Eingangshalle aus führte eine gewundene Treppe hinauf zu den Gästezimmern. und torkelte in Schlangenlinien zurück in die Pension. Du bist Baldur und es ist Baldur. an einem Hang gelegen. mit Worten zu kämpfen und nicht mit dem Schwert. Für das ganze Bier. Jetzt mußt du wieder zum Leben erweckt werden. das ich sein Bruder sei und fragte. Ich hielt mich gerade in der Eingangshalle auf. „Du bist mein Bruder“. Dann redete R.R. weißes Haus. fragte ich verdutzt. Er erzählte immer weiter: Von einem Freund. Daß er fast ein schwarzer Magier geworden wäre. das müsse ich unbedingt gesehen haben. kurz mit dem Pensionsbesitzer. R. und mit mir zusammen mit seinem Auto nach Andorra zu fahren.“ So sprach er mit deutlicher Erregung in der Stimme und starrte mich mit echten wirren Jesus-Robert-Augen an. sagte ich. aber jetzt ist die Zeit gekommen. Neben dem Treppenaufgang hingen zur Dekoration zwei große Schwerter in der Form eines Kreuzes. „Als du mir zum Abschied einen Kuß gegeben hast. irgendwie hängten wir Gott sei dank die Schwerter wieder an die Wand. daß das der Kuß einer Schlange war und ich weiß noch nicht. sein Schicksal unheimlich hart sei. Die Pension war ein großes. sagte: „Danke schön“. der wieder erweckt werden muß. kam er zu Besuch. fühlte ich. ob er etwas Geld wechseln könnte. was passierte.sprach beschwörend: „Die weiße Eule! Ich habe sie immer dabei! Sie schaut dich immer an. daß du nicht mit mir fährst“.“ Ich wußte wirklich nicht. Nun gingen 12 . ich ihn nicht suchen dürfe.“ Da schritt er durch die Eingangshalle und nahm die zwei großen Schwerter von der Wand. Er versprach mir. auch wenn diese Schwerter wie für unsere Hände geschaffen sind. der sich etwas verwundert über ihn zeigte. ob du nur vom Teufel besessen bist oder der Teufel selbst. als er durch die Tür trat und rief: „Ich werde nicht mit dir nach Andorra fahren. was noch alles. Ich konnte mich kaum noch auf den Beinen halten. So standen wir uns bewaffnet gegenüber. Zwei Tage nachdem ich Robert begegnet war. „Ich hätte gerne Andorra gesehen. Ich habe dich umgebracht. wenn ich ihn finden wolle. egal wie du sie drehst und wendest.“ Mittlerweile war ich total besoffen und bekifft.“ „Warum nicht?“. mich bald in der Pension zu besuchen. Drogen und Alkohol seinem Körper nichts anhaben könnten. Seine riesigen Pupillen leuchteten mich an. Er drückte mir eins der Schwerter in die Hand. das fette Piece und das Geld gab ich ihm besoffen einen Kuß auf die Wange. erklärte er bedeutungsvoll. „Schade.R. dessen Seele von Psylocibinpilzen aufgefressen worden sei. Daß ihm Katzen nicht lange in die Augen schauen könnten. so daß man von der Terrasse aus über die Altstadt bis zum Mittelmeer blicken konnte. erklärte ihm. Ich weiß nicht.

Daß mich Nini „Robby“ getauft hatte. was du willst. 13 .“ Manchmal nennt mich Nini heute noch Robby. „Welche Geschichte?“ Sie war nie angekommen. fand ich so merkwürdig. Einen Monat später arbeitete ich auf einer Werft in Polen. aber paß auf. Da meinten wir. der jüdischen „Geheimlehre“) abgebildet war. Beide hatten sich anscheinend zuviel mit esoterischen Dingen beschäftigt und zu viele Drogen genommen. Zurück aus Polen.“ Nun hatte ich zwei wahnsinnige Roberts mit großen Pupillen und einem Schwert in der Hand kennengelernt. riß es auf. auf dem die untere Hälfte des „Lebensbaumes“. Robert und ich hinaus auf die Terrasse. sagte ich und fand sie sehr süß. ob man meine Robert-Geschichte drucken wolle. wer ich bin und wie ich heiße. (der grafischen Darstellung der Kabbala. Du bist das Lieblingskind deiner Mutter. haben wir gesagt: Guck mal. „Ich bin Nini“. wie du wohl heißt. daß ich in meiner Freizeit die Robert-Zufälle in ein kleines Büchlein schrieb. daß dich der Tod nicht als Krüppel zurückläßt. hab ich mir zusammen mit meiner Freundin Alexa überlegt. Geld in dem Paket zu finden. als der Jesus-Robert aus dem Karoviertel. in Stade. wollte ich von der „Abrahadabra“-Redaktion wissen. „Als ich dich ein paar Mal gesehen habe und dich nicht ansprechen mochte. Stade ist eine norddeutsche Kleinstadt zwischen Hamburg und Cuxhaven. mich zu fragen. Robert gab schon wieder erleuchtete Weisheiten zum besten: Er wußte. Dann gab er noch ein paar zusammenhangslose gute Tips wie: „Du kannst tun. aber hüte dich vor der Kabbala. einen Joint zu rauchen. die sich dazugesellt hatte. Dort tanzte ich in der Disco „Mülltonne“. Ich schickte es nach Deutschland an eine Zeitschrift namens „Abrahadabra“. Beide glaubten. im Auftrag Gottes zu handeln. begegnete mir der nächste Robert-Zufall. Allerdings schien sich der Tossa-Robert noch wesentlich wohler zu fühlen. sagte sie. daß Franco und Hitler die besten Freunde Satans gewesen seien und zeigte mir ein Geldstück aus der Zeit Francos. sie hätte mich schon mehrmals gesehen und sich nie getraut. dahinten geht Robby. Ein Mädchen sprach mich an. Wahrscheinlich hoffte ein polnischer Postangestellter. Wenn du in der Nähe warst. auf dem Kümo meines Vaters.Diana. dein Name müßte Robert sein. Du hast großes Glück. und warf enttäuscht mein Büchlein in den Müll. Dort setzten wir uns in die Sonne und beschlossen. Klappe 3 Einige Monate später. „Ich bin Claas“.

Mit den Collagen wollte ich das Buch „Liber AL vel Legis“ illustrieren. Teilweise hatte ich die Karten so zusammengefügt. Von einem Pakt mit dem Teufel. Ich brauche noch Arbeit für einen Lehrling. oder ein Schwert in die Hand nehmen und verrückt werden. in Hamburg würde für ein Musiktheaterprojekt ein Drummer gesucht. die sich selbst „Aiwass“ nannte. In dem Brief schrieb ich ihm meine Idee. ohne sie anzuschauen. er erinnere sich an den Brief und die Dias. Als ich nach einem Monat keine Antwort bekam. antwortete mir: „Das kostet dich gar nichts. bat ich ihn natürlich. Robert A. Dort hatte ich gefragt. Dieses Buch wurde Crowley 1904 von einer außerirdischen Intelligenz. Wilson ist ein ganz anderer. Regie führte Robert A. Dieser Robert A. daß sie nur. das zur Zeit mit Tom Waits geprobt wurde. weil sie diesen Namen haben. Herr Wilson hatte sie. Ich dachte: „Wau. Sollte ich besser doch damit rechnen? 14 . Nach langem Warten in der Rezeption kam endlich der persönliche Assistent von Wilson. Er schrieb mir. die auch Robert heißen. mir die Dias zurückzuschicken. der hat doch die Illuminatus-Trilogie geschrieben und interessiert sich stark für Aleister Crowley!“ Ich hatte eine Zeitlang in einem Fotoatelier als DekoAssistent gearbeitet. die sich aus mehreren einzelnen Karten zusammensetzen. handelte vom „Freischütz“. Wilson. schickte ich zusammen mit meinen 30 besten Dias und einem freundlichen Brief an Robert A. Die Bewerbungsunterlagen für das Musiktheaterprojekt. als der Schriftsteller der IlluminatusTrilogie. Die Musik dafür komponierte Tom Waits. gleich nach dem Lesen des Briefes in den Müll geworfen. Ich fand meine Illustrationen sehr gelungen.Klappe 4 Einige Wochen später bekam ich Post von meinem Cousin Matthias. Ein Schlagzeuger war schon lange gefunden. daß die Collagen aussahen wie Gemälde und nicht wie Bilder. Der Chef. das „Liber AL vel Legis“ als Theaterstück zu inszenieren und die Dias für das Bühnenbild zu benutzen. Falls er nicht daran interessiert sei. Das Stück. was ein paar gute Diaaufnahmen kosten würden. daß ich umsonst tolle Diaaufnahmen von Tarotkarten-Collagen bekam. Ja.“ So kam es. fuhr ich zum Thalia Theater nach Hamburg. Herr Kleinhempel. Der TheaterWilson ist darauf spezialisiert. Nur ihre Namen haben sie gemeinsam. Heute habe ich zwei Freunde. Wilson. Aber ich erwarte nicht. Es hieß „Der schwarze Reiter“. Bühnenbilder mit Licht zu gestalten. eine Kassette mit eigenem Schlagzeugspiel und ein kurzer Lebenslauf. diktiert. Dinge von mir in den Müll werfen. Wilson.

Erich. 2 ist hier also ein Meteorit eingeschlagen.Beziehungswahn Synchronizitäten entstehen immer im Kopf. und die Mutti ruft laut und genervt: „Nein!“ Dann geht der Beziehungswahnsinnige nicht seine Freundin besuchen. Ein solcher Mensch ist z. nimmt man die meisten „Zufälle“ gar nicht wahr. Menschen. Der steckt die tollsten Synchronizitäten locker weg und lebt weiter. beruhen auf Synchronizitäten und der Annahme. als wäre nichts gewesen. zwanzig Jahre nach Photo Nr. oder? Nehmen wir an. den Synchronizitäten. Zwischen Photo Nr. mein Vater. Es gibt aber genauso viele Synchronizitäten. 1 und Photo Nr. und neben ihnen steht eine Mutti mit Kind. die sie wahrnehmen. 2 wird diese Stelle des Mondes das erstemal auf Video aufgenommen.B. das Tarotspiel. ich geh jetzt meine Freundin besuchen“. Wenn man kein sensibles Kerlchen ist. 15 . wie genau in den neu geformten Krater ein weiterer Meteorit einschlägt. Wenn man ein sensibles Kerlchen ist. Falls doch. Beim zweiten Photographieren derselben Stelle ist ein neuer Mondkrater zu sehen. Alle Orakel. Diese Synchronizität hätte nichts mit Gedanken zu tun. diesen Synchronizitäten zu folgen. Es wird gefilmt. Alle anderen. sie wäre einfach ein Gipfel der Unwahrscheinlichkeit. die unter Beziehungswahn leiden. die Runen und was es sonst noch alles gibt. Nehmen wir weiter an. eine bestimmte Stelle auf dem Mond wird zum erstenmal photographiert. es sei für das persönliche Glück förderlich. die scheinbar keinen guten oder schlechten Rat beinhalten. Zwei Meteorite schlagen in einem Zeitabstand von 20 Jahren an genau der gleichen Stelle ein. nicht in diesem Sinne materiellen Synchronizitäten sind ausschließlich gedanklich und hängen nur mit unserer Aufmerksamkeit zusammen. Wenn sie denken: „Ich glaub. das I-Ging. sondern schlicht und einfach wahnsinnig machen. sind meist dem Zwang ausgesetzt. Es gibt keine objektive Synchronizität. vergißt man sie schnell und mißt ihnen keine Bedeutung bei. und das Kind fragt leise: „Darf ich ein Eis?“. zu folgen.

aber die beiden Seemänner waren mutig und jung. Ja das ist ja wirklich witzig.Tollkühne Piloten über Peru Um Verhandlungen mit der Brauerei Clever zu führen. daß sich der Pilot kaum für die Berge vor und unter ihm interessierte. wo das kleine Flugzeug stand. das ist genau original die Musik von meinem Diavortrag. die hier im Restaurant gerade im Hintergrund spielt. Nach zehn Minuten Panik gelang es den Seeleuten. Sie gingen zu der Piste. Dann steuerte der Pilot auf das offene Meer zu. hatten sich Erich. Sie wollten einfach nur das Land von oben sehen. Die. Während des Fluges merkte er. ich und ein Getränkegroßhändler von einem Clever-Vertreter in ein nobles Restaurant einladen lassen. welches Erich bald eröffnen würde. die gerne alleiniger Bierlieferant für ein Restaurantschiff sein wollte. um von einem Ort in den Anden zum nächsten zu gelangen. Ich hatte mir kürzlich die Haare geschnitten und mir zum Essen einen Schlips umgebunden. Nach der Schilderung von „Herrn Clever“ mußte er mehrmals schreien und hätte sich vor Angst fast in die Hose gemacht. aber das ist ja die Musik. „Ich habe zu diesen Dias passende Musik gesucht und zusätzlich auf das Tonband mit der Musik die Geschichte erzählt. „Von den Photos habe ich einen ganz tollen Diavortrag gemacht“. ohne vorher irgend etwas an seinem Flugzeug zu kontrollieren. Alles war schön eklig steif. klappte zusammen und war eingeschlafen. Sie stiegen ein. Ja das ist ja witzig. „Herr Clever“ erzählte von einem Abenteuer. wenn der Pilot in der letzten Sekunde das Flugzeug über einen Berggipfel zog. meine Mutter. erzählte Erich. den Piloten zu wecken und zurückzufliegen. wo sie einige Sturzflüge auf ihren Kümo machten. sondern den Playboy las. aber nach dem dritten oder vierten Bier begannen besonders „Herr Clever“ und Erich langsam aufzutauen. Erich hatte selbst ein haarsträubendes Abenteuer mit einem Piloten in Peru erlebt und erzählte nun seine Geschichte: Er war als Seemann in Peru und hatte beim Landgang zusammen mit seinem Freund einen Piloten kennengelernt und diesen überredet. und der Betrunkene startete die Maschine.“ Erich verkauft heute kein Clever auf 16 . Sie flogen zunächst zum Hafen. Der Pilot war schon ziemlich betrunken. Der Pilot hatte seine Flasche dabei und soff immer noch. sie auf einen Flug mitzunehmen. das er in Peru erlebt hatte: Er war in ein kleines Flugzeug gestiegen. Ja. während Erich und sein Kumpel photografierten.

seinem Schiff. 17 . er ist in dieser Hinsicht vollkommen unsensibel und hat sich für andere Brauereien entschieden.

Peter schickte mir verschiedene Kopien aus Büchern und von Artikeln über „Baphomet“. daß der Fingernagel meines Ringfingers eine kleine Verletzung hatte.“ Nicht das Mädchen. Ich sah den Ärmel eines weißen Kittels. Das wußte ich aber damals nicht. Genauso gibt es Synchronizitäten. als einige Wochen später ein Herr anrief. daß sie einen schwer zu reparierenden Riß im Bewußtsein des Betroffenen hinterlassen.) Ich 18 . sich räusperte und fragte. Am Ende seines Briefes schrieb er: „Ich habe noch einen Artikel von Michael Paul Bertiaux über Lycanthropic Sex Magick. mit diesem Lack meine Verletzung zu reparieren.Ich träume doch nur Ist es überhaupt jemals gut. Ein paar Tage vor meinem Nagelstudio-Traumerlebnis bekam ich Post von Peter-Robert König aus der Schweiz. Außer. Einen Riß in seinem Bewußtsein über die Reihenfolge von Ursache und Wirkung.“ „Ist da nicht das Nagelstudio?“ „Was. die nichts weltbewegendes zur Folge haben.“ „Tschüs. die mich interessierten. Das begriff ich erst. hier ist nicht das Nagelstudio. hatte ich einen seltsamen Traum. Dann wieder nicht. das vor mir in der Wohnung lebte. Die Hand hielt eine Pinzette und entfernte damit ein kleines Stück vom Nagellack der Frauenhand und versuchte. Ich torkelte schlaftrunken an den Apparat und nahm ab.“ „Entschuldigung.“ „Wie bitte?“ „Nein. ob ich nur Nagelpflege machen würde oder auch Beinhaar-Entfernung. Als ich gerade ein paar Wochen in eine neue Wohnung am Fischmarkt 11 in Stade gezogen war. Ich träumte nur von Händen. Nun sah ich. Am Nagelbett fehlte ein Stückchen Fingernagel. das hab ich doch gerade geträumt. jene Zeitschrift über Magie. Da war eine Frauenhand mit rotlackierten Fingernägeln. die die Wohnung vor ihr mietete. „Baphomet“ war das Idol der Tempelritter. daneben meine Hand. die ihre Entdeckungen nur einem Traum oder einem Zufall zu verdanken haben. sich von Synchronizitäten leiten zu lassen? Natürlich. Dann war meine Hand plötzlich die Frauenhand. hatte hier ein kleines Nagelstudio betrieben. Da klingelte das Telefon. Es gibt genügend berühmte Erfinder. „Hier ist Claas. auf Wiederhören. für die ich das erstemal die Robert-Geschichte aufgeschrieben hatte. sondern die Frau. wieso Nagelstudio. Jetzt erschien eine Arzthand. willst du die haben und übersetzen für die AHA?“ (Die AHA ist die „Abrahadabra“.

wo meine Eltern wohnen. Kühe und Plantagen von Obstbäumen. Er hatte mir zum Übersetzen Crowleys „Konx Om Pax“ geschickt und nicht den Artikel über „Lycanthropic Sex Magick“. Zwei Tage später bekam ich wieder Post von Peter. ich wisse nicht. aber er solle mir den Artikel schicken. was „Lycanthropic“ bedeutet. In meinem Traum floh ich in eben diese Hütte. auf der Rückseite des Briefumschlages stand geschrieben: „Lycanthropic = Werwolf. Ich lief nicht in den Ort zu meinem Elternhaus. der immer näher kam. Diese Hütte hat mein Opa mit Freunden zusammen ausgebaut. herumlaufen.“ 19 . lehnte mich mit meinem Rücken dagegen und dachte: „Gott sei dank. im urzeitlichen Elbstromtal bei Horneburg.schrieb Peter. Dort. und ein unheimlicher Wind kam auf. „Onkel Otfried“. Der Himmel bewölkte sich bedrohlich schnell. um dort Karten zu spielen und Karpfen zu fischen. Für einen kurzen Moment sah ich einen der Freunde meines Opas. In meinem Traum war alles wie in der Wirklichkeit: Grüne Wiesen. der aber gleich darauf wieder verschwunden war. eine Hütte bei Karpfenteichen.“ Dann erwachte ich. Aber außen. wie in meinem Traum. daß mein roter Futon in der Hütte lag. Ich schloß die Tür. silbernen Löffel bewaffnet. sondern von der Marsch hinauf auf die Geest in den Wald. In der folgenden Nacht träumte ich. Dann sah ich. In diesem Wald steht in Wirklichkeit. ich würde in der Marsch. wo der Waldrand an die Auewiesen grenzt. Da hörte ich den Atem eines Werwolfes. hier bin ich erst einmal in Sicherheit. Wohin sollte ich fliehen? Ich war nur mit einem verbogenen. folgt später. Die Sonne ging unter.

und darunter steht meine Mitgliedsnummer „Member 372“.S. Diese große Kraft war so allwissend und gewaltig. Es ist natürlich kein Zufall. daß sie einfach alles konnte. So sah es jedenfalls aus.S. Z. denn wenn es irgendwo auf der Welt keine Zufälle gibt. ein großer genialer Plan stand. Ein echter Robby Roboter.“ bin. daß.B. obwohl diese große Macht der Puppenspieler ist und ich die Marionette.S. Ich wurde beziehungswahnsinnig. Werde ich mich eines Tages erinnern. daß dies und jenes genau dann. REMembers.) Der Vertrag ist ein DIN-A4 großes Dokument mit der Überschrift T.The Time and Space Society Irgendwann hatte ich angefangen zu glauben. so und nicht anders geschieht. eine große Macht würde die Fäden meines Lebens in der Hand halten. Trotzdem glaubte ich. sondern ganz langsam aber sicher. Diese große Macht telefonierte mit mir in meinen Träumen und hielt mich an ihren Fäden wie eine Marionette. der „Time and Space Society?“ Werde ich mich an meinen Eintritt und den danach erhaltenen goldenen Zufallsvertrag erinnern? (Natürlich werde ich mich eines Tages erinnern. daß hinter allen Synchronizitäten die ich erlebte. Nicht von einem Tag auf den anderen. um dafür zu sorgen. 20 . vor und zurück durch die Zeit reisen.S. Irgendwann hatte ich angefangen. zu glauben. daß in Remembers das Wort Member enthalten ist. auch ich durch diese Verbindung verteufelt mächtig sei. aber das soll der Leser an dieser Stelle noch nicht wissen. dann in der Time and Space Society. daß ich Mitglied in der geheimen „T.

Eintrittskarten in die Welt der Illusionen Das erste mal sah ich die Tarotkarten von Aleister Crowley auf einer Geburtstagsparty bei meiner Freundin Swantje in Finkenwerder. um Urlaub zu machen. ich selbst war damals 17. In jener Nacht hatte er immer wieder das Gefühl. zwei Tage in dessen schönem Haus zu verbringen. das an der Wand hing. daß sie Glück hätte. Bei dieser Beschwörung saß er mit mehreren Leuten um einen Tisch. weil man sich so ein Kartenspiel nicht selber kaufen dürfe. Als sie mir die bunten Bilder zeigte. beobachte. Er glaubte fast. übernachtete dort. Wer nicht mehr nach Hause kommen konnte. daß er sich schwor. Jemand anderes behauptete. Obwohl der Friedhofsgärtner so kläglich versagt hatte. Der Geist war darüber ärgerlich und verschwand. mit viel Gelächter und Rausch. der als Gärtner auf einem Friedhof in Hamburg arbeitete. Darüber war der gute Mann so entsetzt. Er war derjenige. daß tatsächlich etwas in ihn eindrang. nie wieder irgend 21 . haargenau. was der Friedhofsgärtner mit seiner Freundin getrieben hatte. Am nächsten Morgen unterhielt ich mich beim Frühstück mit Swantje und jemandem. Auch der Vorgesetzte war sehr wütend. woraufhin der Gärtner an Geister denken mußte und uns folgende Geschichte erzählte: Während seiner Zeit bei der Bundeswehr sprach ihn ein Vorgesetzter mit den Worten: „Du bist eine Herausforderung“ an und überredete ihn. in dem Crowley die Bedeutung der Karten erklärt. Ein Partygast erzählte ihr. Sie wurde 19 Jahre alt. er hätte gesehen. Jemand schenkte ihr das Kartenspiel und das „Buch Thoth“. war er dermaßen entsetzt. Er selbst wollte Verwandte besuchen. wie sich die Augen bewegten. Zurück in der Kaserne erzählte ihm der Hausbesitzer. daß in den folgenden zwei Wochen niemand außer Swantje das Spiel berühren dürfe. das er sich schüttelte und wehrte und vom Stuhl fiel. es geschenkt bekommen zu haben. Wir feierten schön Geburtstag. Wir kamen auf das Tarotspiel zu sprechen. Der Friedhofsgärtner bedankte sich und übernachtete in diesem Haus mit einer Freundin. an einer Geisterbeschwörung teilzunehmen. in den der Geist fahren und durch den der Geist sprechen sollte. war ich vollkommen entzückt. Als der Friedhofsgärtner dann merkte. daß ihn ein Mann auf einem Bild. der in der besagten Nacht über hundert Kilometer weit weg gewesen ist. bot ihm sein Vorgesetzter einige Zeit später an.

welche Karten gezogen werden. daß diese Geistwesen und unsichtbaren Kräfte tatsächlich existieren: Ich hätte das einfach nur toll und aufregend gefunden aber gewiß nicht zum fürchten. von der Schulpflicht befreit. Er bekommt dann eine Gänsehaut.und ausatmen und sich gut zureden. daß ich als junger Mensch noch bei ihnen wohnen würde. nahm ich nicht so eng. Manchmal. Z. gebrochen: Das Gebot „Andere dürfen sie nicht anfassen“ und „Man darf sie sich nicht kaufen“. genannt „die Gräfin“. was im entferntesten mit Geistern oder Leuten. Ich glaubte. war ich überaus glücklich. fühlt er. Mein Bett stand in einem winzigen Zimmer für 100 DM Miete im Monat. wie alle guten Eltern. die oft bei uns war. Ich trampte zurück nach Stade. Ich wollte gerne selbst ein Abenteuer mit Geistern erleben. Gleich am Tag nach Swantjes Geburtstag kaufte ich mir in einem Bio. Eine Frau. daß sie als Kind ein rosa Kaninchen 22 . Sie war blond und redete unheimlich viel. Daß meine Freunde die Karten in den ersten zwei Wochen nicht anfassen sollten.B. Mein Klassenlehrer und der Direktor behaupteten. hieß Isabell. Ich haßte die Schule. die sich mit Geistern beschäftigen zu tun hat. Mit dieser Freiheit. wovor man sich hüten müsse. Somit waren die ersten zwei Tarotgebote. Das war reine Verleumdung. muß tief ein.) Durch glückliche Zufälle war ich. Ich konnte nicht nachvollziehen. ausnahmslos Haschraucher. was er so beängstigend fand. daß wieder etwas Unsichtbares in ihn eindringen will. was meine Eltern schweren Herzens bezahlten. wie ich wohl nie etwas gehaßt habe. nicht zur Schule gehen zu müssen. ich sei der Haschverkäufer auf dem Schulhof. das hatte nun wirklich nichts mit Tarotkarten zu tun. Damals beeindruckte mich an der Geschichte des Friedhofsgärtners nicht sonderlich. daß Geister etwas gruseliges sein sollten. Die meisten waren arbeitslos. In die Trinkstraße kamen viele Besucher. wo ich in einer WG mit drei Frauen & einem Mann in der Trinkstraße 7 wohnte. wenn sie die Karten befragen. als sei etwas Unsichtbares zugegen. von denen ich gehört hatte.und Esoterikladen das Tarotspiel zusammen mit dem „Buch Thoth“. wo wir doch nur über Tarotkarten sprachen? Vielleicht. wenn er auf dem Friedhof ist. obwohl noch keine 18 Jahre alt. (Sie wünschten sich. Dieses Unsichtbare sorgt dafür. Wenn mich damals jemand davon überzeugt hätte. weil es viele Menschen so empfinden.etwas zu tun. Warum erzählte er uns diese Geschichte.

daß ich fast nichts dafür zu tun brauchte. in Spiegelschrift: „Ab jetzt beginnt die Kunst“ an die Wand meiner kleinen Kammer. Alle qualmten wie die Schlote. die ich konsumierte. Ich glaubte. Bald entdeckte ich. die Karten darauf und den Lederlebensbaum daneben. Es wurde nicht Hasch geraucht. daß ich durch das Tarotspiel weise und mächtig werden würde. schrieb ich. indem ich Streifen und Kreise aus Rind. Vor den Stein legte ich ein Stück roten Samt. Hieraus bastelte ich. Als wenn ich ahnte. zurückgelassen. ein paar Tage bevor ich in dieses Zimmer zog. Richtig für die Tarotkarten interessieren konnte sich keiner meiner Mitbewohner. Wir „erweiterten unser Bewußtsein“ und philosophierten bis zum umfallen. Ich bekam am ganzen Körper eine Gänsehaut. Für ein paar Sekunden bewegte sich der Lebensbaum. dessen Bild ich im Buch Thoth gefunden hatte. einen Findling. Auf dem Sperrmüll hatte ich einen großen Karton mit alten Stoff. daß mit den Karten ein neues Kapitel meines Lebens beginnen würde.und Lederresten gefunden. sie sei von einem LSD-Trip nicht runtergekommen. Der Lebensbaum besteht aus den Zahlen von 1 bis 10. Der vorherige Bewohner. innere Reisen zu gehen und gewaltige mystische Einsichten zu erlangen. 23 . Diese Pfade sind den 22 Trümpfen des Tarotspiels zugeordnet.und Schlangenleder auf ein weißes Stück Leder klebte. Baghwan-Jünger Alok. Ich glaubte. Eine Art Landkarte des Universums. als würde er atmen. Ich begab mich allein auf die Entdeckungsreise. „Der Kaiser“. hatte einen großen Stein. und den zwischen 8 und 9. um danach stumpf Fernsehen zu gucken. Von Anfang an glaubte ich. Die Leute meinten. vibrierenden Ton. sollte proportional meine Weisheit wachsen.hatte. Da hörte ich einen unglaublich dunklen. „Die Sonne“. Ich war in ein größeres Zimmer umgezogen und machte darin eine Ecke nur für die Tarotkarten zurecht. daß ich zwei Pfade auf dem Lederlebensbaum vergessen hatte: Den Pfad zwischen 7 und 9. der Kraft und große Macht geschenkt bekommt und sich dafür nur ein Kartenspiel zu kaufen braucht. einen Lebensbaum. Mit der Menge der Drogen. die durch 22 Pfade verbunden sind. Daß ich ein Auserwählter der Götter sei. in den Rauschzuständen auf große.

verlorene Zeit ist. um ihre Fingernägel in sein eigenes Fleisch zu drücken. den ich als Gürtel trug. fragte ich Judith. die ihrem Mann den Kopf abschlug“ bedeutet. So mußte ich wenigstens immer dann. bot er uns an. der sich mit „Salut je suis Mickey“ vorstellte. Die Gräfin faßte das Abenteuer später mit den Worten „Eine kleine Mickey-Mouse zog sich mal die Hose aus . schwarzen Schal. an sie denken. Die Gräfin wollte bleiben. Ich konnte Isabell nie dazu bewegen. Ansonsten befanden sich in meinem Rucksack nur 300 Mark. einige Klamotten. ein Schlafsack. meine Bongos und natürlich das Buch Thoth mit dem Kartenspiel.und du bist dran“ zusammen. So mußte ich auch bleiben. Vor unserer Reise hatte ich ein paar Mal bei ihr übernachtet. meiner festen Freundin. Irgendwo in Belgien nahm uns ein Lastwagenfahrer mit. Er 24 . daß „Judith“ in der Namensforschung „Die.oder anzog. wir sollten unsere Rucksäcke nehmen und zu Fuß über die Grenze gehen. treu bleiben. und ich wollte Judith. Gleich nach dem Joghurtessen haben wir zusammen geschlafen. Ich wollte raus. Es wurde alles supereklig. wenn ich vor Müdigkeit doch beinahe eingeschlafen war. in der man zusammen Sex haben könnte. wurde ich von einem neuen „Nein. Sie erzählte mir.zog sie wieder an . befahl Mickey. Als es endlich Morgen wurde. Es ging darum. während Mickey sie stöhnend und wichsend befummelte und ihre Hand nahm. So nahm ich einen großen Sack Körner und eine alte Kaffeemühle zum Getreidemahlen mit. Die erste Nacht der Tramptour war ein reiner Alptraum. daß alle Zeit. schenkte sie mir einen schönen. Nein!“ der Gräfin hellwach.Reise zur dunklen Seite des Mondes Im Sommer 1984 trampte ich zusammen mit der Gräfin nach Südfrankreich und Spanien. In jener Zeit hatte ich begonnen. Mickey stoppte an der französischen Grenze. Die Gräfin hatte keine Lust. um dann ein lautes „Mickey stop it“. In der Trinkstraße war der Kühlschrank leer. Er stank entsetzlich. Judith und ich waren seit einer Schul-Theaterfahrt ein verliebtes Paar. Im Bus auf der Rückfahrt vom Theater. aber es nicht tut. Während er sich auszog. Als Isabell und ich abreisten. oder sonstwas zu brüllen. ob sie noch einen Joghurt zu Hause hätte. ich müßte sie beschützen. Wir haben aber nie zusammen geschlafen. wenn ich die Hose aus. Ich glaubte. auch im Lastwagen zu übernachten. viel Getreide zu essen. Das Stück im Schauspielhaus hieß „Verlorene Zeit“. den Lastwagen zu verlassen. Immer. Es regnete.

dachte ich. Nach frühestens einer Minute kam mir der Gedanke. Die Gräfin wollte wirklich weiter mit ihm fahren. Sie schien noch weniger als ich.“ Sehr freundlich. Ich wollte sie nicht allein lassen. Ich folgte ihm in die Halle. und wie wir zurück zur Autobahn kommen konnten. Ein kleines Nest in der Nähe von St. Wir fuhren in einen Hafen zu einer Lagerhalle. muß ziemlich normal gewesen sein. Sie nannte den Ort eine „Farm“. Dort wollte er „was erledigen“. Aber der Übernächste war wieder so ein stinkender. „Die Früchte sind für dich. man würde uns an der Grenze bestimmt filzen. lebte er dort für einige Zeit. ekligefranzösische-Zigaretten-rauchender-Lastwagenfahrer-Arsch. Mit einem irre breiten Mund und diesem wahnsinnigen Gesichtsausdruck. befahl ich. Das erste Ziel unserer Reise hieß „Plan de la tour“. Der Franzose drohte. Er stieg aus und deutete mir mitzukommen. Der nächste Mensch. und aß. Isabell hatte eine Adresse. Wir räumten unsere Rucksäcke nach draußen. Wir sollten einen Mensch namens Lehel von jemandem grüßen. wo er verschiedene süße Früchte in eine Kiste packte. Isabell erzählte. daß etwas nicht stimmte. Er wolle mir etwas zeigen. wenn Isabell sich nicht von ihm ficken läßt. Ein Lachen. die Gräfin zu vergewaltigen. er solle sofort aufhören. er sei heroinabhängig gewesen. Als wir dann sahen. Er öffnete sie und stellte die Kiste auf die Ladefläche.hatte keine Lust auf die Grenzkontrolle mit uns und versprach. der Trip ist weg“. „Amore. von dem wir grüßen sollten. aber sehen mußte. zwei Kilometer außerhalb des Dorfes. Die „Farm“ trug den Namen „Les Cloudiniers“. Weil sie fürchtete. was man nicht hören. fährt er ohne uns weiter. wie der Mensch hieß. auf der anderen Seite zu warten. Wir mußten herausfinden. denn ich kann mich nicht so recht an ihn erinnern. Nun gingen wir zur Heckklappe seines Lasters. ließ sie einen LSD-Trip unter einem Kissen auf Mickeys Beifahrersitz liegen. Damals hatte ich noch nie LSD genommen. wo wir waren. als Wirklichkeit zu empfinden. Sie lachte andauernd. Ich weiß nicht mehr. Nahe der Mittelmeer-küste bog er von der Autobahn ab. um zu entziehen. der uns mitnahm. daß Mickey nicht in Frankreich auf uns gewartet hatte. Maxime. was geschah. die kannst du jetzt essen. sagte sie immer nur „Oh scheiße. Der ekligefranzösische-Zigaretten-rauchende-Lastwagenfahrer-Arsch hauchte schleimig „Adieu“ und fuhr. Der Fixer hatte dort Kerzen gegossen und 25 . So männlich wie ich konnte. Amore“ wimmerte er. Dann würde alles in Ordnung gehen und w ir könnten eine zeitlang bleiben. das. Es tat in den Augen weh. Der Franzose versuchte gerade. Ich ließ die süßen Früchte stehen und ging zum Führerhaus des Lasters. Als seine Freundin sich totspritzte. Isabell lachte.

einem schwarzen Bart und sonnengebräunter Haut. runden Tisch saßen drei Menschen und schauten uns schweigend an. Nur die Insekten surrten und zirpten in den trockenen Hügeln. An dem gewaltigen. Lehel war nicht da. Überall roch es nach Lavendel. daß sie nicht wollte. hatte etwas Bauch. weiße Sachen. Aber da er nicht auf Isabells Geräusche und Körpersprache reagierte. Sowohl im unteren. der Isabell permanent ficken wollte.verkauft. Seine Augen schauten uns gütig und wohlwollend an. Kerzen aus farbigem Wachs. wo wir schlafen konnten. Lehel trug weite. herrschte eine eigenartige Stille. der auf der unteren Hälfte stand. Sie bellte nicht und sie rührte sich nicht. Lag es an der Hitze? Isabell konnte eh kein Wort Französisch. Wir gingen einen Sandweg hinauf zu einem weißen Gebäude. ein vielleicht 60-jähriger Ungar mit einem grauen Bart. Als wir „Les Cloudiniers“ erreichten. Eine alte Ungarin. Sie schienen überhaupt keine Lust zu haben zu sprechen. Aus einem Haus ragte ein Turm mit einem japanisch ausschauenden Dach. Wir betraten einen großen Raum. in der Form kleiner Blumentöpfe. Der 50 Jahre alte Ungar war der dritte Mensch auf dieser Reise. welches sehr südländisch. Fließend Wasser gab es nur im Hauptgebäude. In der hinteren Ecke der unteren Ebene führte eine Treppe hinab in einen weiteren Raum. Keine Menschenseele war zu sehen. Sie schaute uns an. Mit Herzklopfen gingen wir durch die Tür. da das Gebäude schräg in einen Hügel hinein gebaut war. die eine kleine Steintreppe verband. einige Tage bleiben zu dürfen. den ich vom kerzengießenden Fixer grüßen wollte. als auch im oberen Geschoß befanden sich riesige Steinbacköfen. und ein etwa 30-jähriger Franzose mit dunklen. Von dort aus konnte man wieder nach draußen gehen. die nicht mit Ton. mußte ich ihm immer wieder erklären. Er sollte bald wiederkommen. Als ich ihm die Grüße ausrichtete und darum bat. sondern mit wachsdurchtränktem Sand umhüllt waren. Der Fußboden der oberen Hälfte lag in Höhe eines riesigen Tisches. Um das Hauptgebäude herum lagen einige kleinere. Eigentlich mochte ich ihn ganz gerne. 26 . Ein Plumpsklo stand auf dem Hof. der in zwei Ebenen unterteilt war. langen Haaren. „Salut“ sagte ich schüchtern und fragte nach Lehel. Vor dem Hauptgebäude lag eine riesige. Wir warteten auf Lehel. Alles war so schweigsam. alle recht phantasievoll gebaut. schwarze Dogge. Die Sonne brannte. Haare und Bart wie Baghwan. An einer Seite hatte es große Fenster mit Rundbögen. sagte er „oui“ und brachte uns in ein kleines Nebenhaus. fast arabisch aussah.

Den Sandweg vom Hof hinunter. Lehel fuhr mit seinem kleinen Bus in die Stadt und verkaufte ihn an die Bäckereien. Nie entfernten sie sich mehr als einige Meter. die wir dort blieben. von dem sich jeder bedienen konnte. da unser Geld langsam zur Neige ging. So strich ich die Wände eines der kleineren Gebäude und sang: „Wer ich bin. Wenn er heftig abgehustet hatte. Essen und Trinken. Ich war glücklich. Den ganzen Nachtspaziergang über blieben die Tiere bei mir. sagte der Alte. einen Eimer Wasser. als würde es angestrengt nachdenken. der auch zu den Cloudiniers gehörte. die auf dem Boden saß. wenn er einatmete. „Il est joli“. Aber sie fegte ab und an die Backstube. Immer das gleiche Motiv: Jesus am Kreuz mit weinenden und betenden Menschen davor. In einer Vollmondnacht konnte ich nicht schlafen.. als ich fertig modelliert hatte. und wer ich war. Als ich den Hof verließ. und eine Rolle zum Malen. Ich ging spazieren. Isabell und ich gaben Lehel jeden Tag etwas Geld. damit wir bleiben könnten. Der Franzose mit dem schwarzen Bart verkaufte kleine Parfümflaschen aus Ton auf den Touristenmärkten. Zum Trinken stand ein Kanister Rotwein beim großen Kamin. Das konnte man sehen. Er lud uns einmal in den zwei Wochen. Sonst war ich immer breit von Mohnkuchen und Rotwein. Er gab mir einen Beutel weiße Kalkfarbe. wer ich bin. Also fragte ich Lehel. Nun zeigte er mir mindestens 20 Photos von Bildern. um mit erhobenen Armen die Sonne zu begrüßen. war für uns. die er gemalt hatte. steckte er sich gleich eine starke Zigarette an. Nach einer Woche wollte Isabell weiter nach Spanien. zog sich die Haut zwischen seinen Rippen nach innen.“ Isabell hatte keine Lust zu arbeiten. Als er mir etwas Lehm gab. Immer. nackten Frau. weil er mit freiem Oberkörper herumlief. ob er nicht etwas Arbeit für uns hätte. brachte der Kuh im Garten etwas Wasser und wanderte dann auf einen Hügel. und wer ich war.. dann ein wenig die Straße entlang und schließlich einen schmalen Weg die Hügel hinauf. Den backte die alte Ungarin. Er war Bildhauer und arbeitete an einer lebensgroßen. Ich wollte noch nicht fort. folgte mir die große schwarze Dogge und ein schwarzweiß gefleckter Hund. Der Mohnkuchen war superlecker. ohne dafür zu bezahlen. ist doch so egal. modellierte ich ein kleines Teufelchen. Zum Wohnen. Was übrig blieb.Er hatte eine scheußliche Lungenkrankheit. das den Kopf auf eine Hand stützt. zum Kiffen ein. Jeden Morgen stand der Ungar kurz vor Sonnenaufgang auf. 27 .

Es war irre kalt und finster. ob ich noch einen Schnaps und einen Wein wolle. Als hätte ich das nie zuvor gewußt. Unterwegs luden sie uns zum Essen ein. Einsiedler und gekreuzigte Heilande. Ich begriff. um nach Port Bou zu kommen. Ein Jahr zuvor war ich schon einmal dort gewesen. Worte zu finden. Als wir weiterfuhren. runder Stein am Himmel hängt. Das Mondlicht zauberte allerlei Gestalten in die Büsche. „Oui“ sagte ich. Ich hielt inne und betrachtete den Mond. Ein vollkommen fremdartiges Gefühl. daß dort oben ein großer. Wir wurden bald von einem französischen Pärchen in einem Kleinbus mitgenommen. Wir brauchten den ganzen Tag. Sie fuhren bis in die Pyrenäen. daß der Mond eine Kugel ist. Zu Hunden hatte ich nie einen Draht. In dieser Nacht fühlte ich zwischen den Tieren und mir eine Verbindung. oder von anderen Menschen erzählt bekommen. mit meinem Cousin Matthias und seinem Freund Oliver. Ich war mir todsicher. daß wir uns mitten in den Pyrenäen. Mein Französich muß miserabel gewesen sein. Seine Freundin schaute mir tief in die Augen und schüttelte den Kopf. einen Kilometer vor Andorra befanden. Aber in diesem Moment erkannte ich es. Endlich ging die Sonne auf. daß wir nach Port Bou wollten. Nun stand auf dem nächsten Straßenschild. „Ihr seid da! Ihr müßt aussteigen. Es stand in den trockenen Hügeln. Das klingt albern. blieben auch sie stehen. Mit mir die Hunde. ich könne jederzeit zurückkommen. bei ihm arbeiten und dafür bei ihm wohnen. direkt an der französischem Grenze. Als hätte ich vor dieser Nacht nur etwas über den Mond gelesen. Für wenige Erlebnisse fällt es mir so schwer. Er war begeistert: Ich müsse im Leben immer zu allem „Ja“ sagen. essen und trinken. Um dorthin zu gelangen. Darüber freute ich mich sehr. Als wir Richtung Spanien abreisten. Mitten in der Nacht wurden wir geweckt. sagte Lehel.“ Wir bedankten und verabschiedeten uns. Der junge Mann fragte mich. Damals schliefen wir auf dem Dach eines Hauses.Hielt ich. unseren Fahrern erklärt zu haben. Ein kleines spanischen Örtchen am Mittelmeer. mußte man vom Strand aus eine Viertelstunde zu Fuß 28 . die an die Pyrenäen angrenzen. durften Isabell und ich im Bus schlafen. Ein schönes Gefühl. Ich wußte schon immer. Plötzlich erkannte ich: Der Mond ist eine Kugel. Regungslos starrten sie auf die silberne Scheibe.

Sie waren mit dem Auto vorgefahren. Fast alle tranken in seiner Kneipe Kaffee und Bier. war es eben so. ein großer bulliger und ein kleiner schleimiger. hatten wir genug von Sonne. Das einzige. einem ehemaligen Berufsboxer. Ich weiß nicht. und ich mit dem Zug nachgereist. Dort fiel ich in ein „Zeitloch“: Ich war der festen Überzeugung. Äußerst verwirrend. Mußten doch ein wenig Kunst und Kultur sehen. mich höchstens eine Stunde darin aufgehalten zu haben. näherten sich uns. Nach dem Museumsbesuch ging es weiter mit dem Auto quer durch die Pyrenäen bis an den Atlantik. daß er heroinabhängig gewesen sei. Als ich ankam und sie in einer Kneipe traf. Es gehörte Antonio. Er war ca. waren Knoblauchzehen und eine Flasche Pernod. Mit einigen alten Knastbrüdern. Wer sich nichts kaufen konnte. Antonio besaß mittlerweile eine eigene Kneipe am Marktplatz. Wir fuhren ins Dali Museum nach Figueras. Seinen rechten Arm schmückte ein tätowierter Davidstern. Ich erinnere mich. Als zwei Wochen vergangen waren. schliefen mindestens 13 „Freaks“ auf Antonios Haus. zwei Mädchen aus der Schweiz. Mit uns waren es dann 15. Drinnen lebte niemand. Alkoholiker. Außer ihnen lebten auf dem Haus Jolli und Conni. das würde bedeuten. Davor ein kleiner Schuppen. Suff und Rauch. Als ich mit Isabell in Port Bou ankam. Dahinter Ställe voller Ziegen. Am dritten Abend saß die ganze Dachfamilie am Strand an einem Feuer. Wir übernachteten in einem Sonnenblumenfeld. was wir noch zu essen und zu trinken hatten. Es gab nur zwei kleine Zimmer. die aus Dortmund kam. Feist und faul lebte man vor sich hin. und ich auch dort schlafen konnte. Michael aus Süddeutschland. Er erzählte uns. damit Antonios Boxfreunde trainieren konnten. die er in Port Bou getroffen hatte. eine Griechin. 40 Jahre alt. daß wir auf dem Weg nach Hause jeden Pfennig zum Tanken benötigten. der in einem Strandcafé von Port Bou kellnerte. durfte an seinen ewig neuen Joints ziehen. Im einen stand ein Herd und ein Tisch. In Wirklichkeit waren es über fünf. der aussah. traurige und glückliche Verrückte und schließlich auch die Gräfin und ich. Er hatte nichts gegen die vielen Menschen auf seinem Haus. Im anderen nur Spiegel. daß sie ihre Nächte auf dem Dach verbrachten. Maria. wie ein Heiligenbild von Jesus. Der Haschverkäufer unter den Dachbewohnern wurde „der Schwiegervater“ genannt. wie Matthias und Oliver damals diesen Schlafplatz fanden. Zwei Marokkaner.gehen. Hanteln und Gewichte. Der Schwiegervater erhob sich und 29 . feierte er pausenlos ihr Wiedersehen. in dem es fließend Wasser und einen Schlauch zum Duschen gab. Sieben andere Urlauber „wohnten“ mit uns auf dem Haus. Eine irre schöne Fahrt.

es schimmerte bunt und schien zu atmen. Wir teilten die beiden Papierchen mit noch einer Person. Schwiegervater erklärte. der aussah wie ein Pirat. redete mit dem Schleimigen und deutete auf uns. Der Bullige. gab Hassan dem Schleimigen ein Zeichen. aufstand. Ich erkannte auf der anderen Straßenseite die beiden Marokkaner. weil ich LSD genommen habe. die uns ausrauben wollen. Jemand anderes hatte ein „Paper“ mit einem Donald Duck erstanden. Ich wußte ja. Jetzt legte ich mir Tarotkarten. als würde ich im Kino sitzen. Der Schwiegervater gab mehrere Batida de Coco aus. sah ich Wurzeln von Bäumen. mit diversen Totenkopftatoos auf seinen Armen meinen ersten LSDTrip: Ein kleines Stück Löschpapier mit einem Pink Panther darauf. Noch war ich trippig. Gegen Abend saß ich im Städtchen mit einigen Dachbewohnern in einem Straßencafé. „Ich muß nur darum jetzt an den weißen Hai denken. das ich nicht kannte. die mir trotzdem das Blech wegfliegen ließ. Eine viertel Stunde später ging ich schwimmen. 30 . Darum wußte ich auch. die beiden seien Arschlöcher. Als ich aufblickte. daß ich LSD genommen hatte. Nun spielte ich am Strand mit einem Freak. Panik. lief er über die Straße zu Hassan zurück. wo gerade „Der weiße Hai“ im Fernsehen lief. Ich hätte unmöglich der einzige sein können. Sonst hätten die anderen im Café das ja auch gesehen. Die Menschen um mich herum sind Schauspieler. Ich verlor. ein Brettspiel. erkannte ich. Das konnte nicht wirklich passiert sein. der einen riesen Koffer bei sich hatte. daß das alles reine Einbildung war. er solle über die Straße huschen. Überall war die Welt ein wenig transparent geworden. Nein. Ich hatte alles angeschaut.“ Schweißausbruch.brüllte ihnen entgegen: „Verpißt euch! Haut ab! Na los. Als ein kleiner Pakistani. der direkt vor mir stand. Was ich auch sah. vor denen die Ärzte immer warnen. Etwa 15 Menschen saßen im Straßencafé. Der Marokkaner schlängelte sich zwischen ihnen hindurch und griff den riesen Koffer. Eine lächerliche Dosis. der das beobachtete. Bestimmt eine dieser LSDHalluzinationen. Vier Tage später verkaufte mir jemand ohne Zähne. So schnell er konnte. um zur Toilette zu gehen. Gemeinsam flüchteten sie mit ihrer Beute Richtung Strand. Ich begab mich in Antonios Bar. wird’s bald?“ Sie kuschten und verschwanden in der Dunkelheit. Sie hätten schon öfters am Strand schlafende „Freaks“ mit einer Pistole am Hals geweckt und ihnen alles genommen. Hassan. Raus aus dem Wasser. Schaute ich auf den Boden. daß das ganze Universum ein Kartenspiel ist. So nahm jeder zwei Drittel.

wurde der Dieb in ein Zimmer gezogen. schaute in den Himmel. als würde er weinen. Einige Leute aus dem Café folgten uns. daß sich seine Stimme überschlug. „Wo ist mein Koffer. Man fragte mich auf spanisch: „Ist er das?“. Man hatte ihn in der Hosentasche des Diebes gefunden. Nach 10 Minuten hatten die Polizisten den kleinen Marokkaner gefangen. griff mit einer furchtbar feuchten Hand nach meiner und zog an mir. rauchte und fragte mich. „Ich. Das letzte Mal ging sie in Hassans Armen neben mir die Straße entlang. Drinnen zitterte direkt vor mir der kleine Marokkaner. oh no. mit einem wahnsinnigen Gesichtsausdruck lachte. Jemand rief. Jetzt war es an der Zeit paranoid zu werden. wo und wer ich bin. Ich setzte mich draußen vor die nächste Kneipe. wozu die Gräfin.Schwupp . Ich stand auf und folgte ihm. Da die Anderen auf seine Aufregung reagierten und versuchten. 31 . Es war inzwischen dunkel geworden. ich solle zur Wache kommen. Das „Ja“ hallte mehrmals durch die Polizeistation. ich antwortete: „Ja. wie immer. als wäre ich ein Gespenst oder geisteskrank oder beides. Die liegt ganz dicht beim Strand. Schließlich liefen vier mit Pistolen in den Händen den Strand entlang. was man an Diebesgut sichergestellt hatte. Ich hatte die Gräfin schon zwei Tage nicht gesehen. I need my passport. Als gehöre sie nicht zu mir. ihn zu beruhigen. machte er ein Mordsgeschrei. wer hat ihn gesehen?“ schrie er in gebrochenem Englisch. . Er war so aufgeregt. Der Pakistani schaute mich an. wobei es manchmal so klang. glaubte ich. Es war ja sowieso alles ein Traum. Sie hatte sich von dem Typen mit den diversen Totenkopftatoos gleich vier Trips gekauft und alle auf einmal geschluckt. Den ganzen Weg dorthin ließ er meine Hand nicht los und schimpfte. den ein Polizist fest am Kragen hielt.Als der kleine Pakistani von der Toilette zurückkam. trank Bier. Vor dem Polizeigebäude erzählte ich zwei Polizisten. es könne sich in diesem Fall um keine Halluzination handeln. „Where is my passport. Das war alles. in das ich nicht hineinsehen konnte.“ Der arme Pakistani! Das passierte alles wirklich! Hassan lief irgendwo da draußen rum und war sauer auf mich. quer durch meinen Kopf. Er stammte aus seinem Koffer. Hassan hatte ihr auf den Arsch gehauen und „bon material“ gesagt. was ich gesehen hatte. Der Pakistani fuchtelte vor meinen Augen vollkommen außer sich mit einem Kamm herum. Ich hörte klatschende Ohrfeigen und ein lautes Wehgeschrei.“ Aus den Augen des Diebes strömte ein irrer Haß. Zielstrebig bewegten wir uns zur Polizeiwache. Sie erzählte ganz genau. um die Marokkaner zu finden. Nun stand ich draußen im Eingang des Polizeigebäudes.“ Meine Stimme hörte sich ganz eigenartig an. Er beschimpfte mich. was ich beobachtet hatte.

„Jawohl!“ oder „Genau!“. Ich glaubte. Jetzt kämpften sie. Er hatte nur das zerstört. glaubte ich. Manchmal wollte sie das nicht. glaubte ich. Im Sinne von „Vorsicht!“. als die Gräfin lebendig von ihrer Reise nach ich-weiß-nicht-wo zurückkehrte. Aber am schlimmsten waren die Stimmen im Kopf. Sie war verrückt geworden. daß ich ihr helfe. Niemand konnte mehr mit ihr kommunizieren. auch das wäre ein Kommentar zu meinen Gedanken. Schmarotzer!“ 32 . Alle behindert. ordinäres Mädchen. ich müßte ein Held sein und mich darum kümmern. Da stürzte die Gräfin so unglücklich auf den Boden. wieviel Macht sie über mich hatten. Seit meiner frühesten Kindheit wohnten Oma. Jetzt fühlte ich. daß sie sich das Nasenbein brach. Bald sah sie aus wie Frankenstein. auf sie aufzupassen. sie hätten meine Gedanken gelesen und würden darüber lachen. der mir auf dieser Reise begegnete. Schrecklich. Sie war ein paar Jahre älter als ich. Der Trip hatte eine Mauer niedergerissen. Die waren nervenzerreißend: Tagelang redeten mein älterer Bruder. der ihr nicht gehörte. was mich daran hinderte. Hassans bester Freund saß wegen mir im Knast. Sie stieg in einen Schlafsack. Er war nicht der eigentliche Erzeuger. Manchmal wollte sie. In der Nacht saß ich wach auf dem Dach. ein „freier“ Mensch zu sein. Ich verlor die letzten hundert Mark. Sie lebte und überlebte die nächsten Wochen zwischen uns in ihrer eigenen Welt. Hassan hatte eine Pistole und wollte sie ficken. die ich noch hatte. Wenn die Ziegen hinterm Haus meckerten. Guck dir diese Leute an. mußten sie kommentierten: „Das sind aber primitive Leute. nicht die Wurzel dieser Stimmen. der unbedingt die Gräfin ficken wollte.Hassan war der vierte Mann. Wenn ein großer Dampfer auf dem Mittelmeer tutete. Ich war doch verantwortlich für sie. spätestens. Nicht zum Aushalten! Alles. Mein ganzes Leben lang hatten sie mich beeinflußt und gelenkt. daß ihr nichts passierte. Doch hatte ich geglaubt. wirklich alles was ich tat oder dachte. mit denen du dich hier abgibst. Mutter und Bruder in mir. Die Mauer zwischen meinem Bewußtsein und meinem Unterbewußtsein. verrückt zu werden. Der Schlafsackbesitzer zerrte sie wieder heraus. sie klar und deutlich zu hören. Es war mir unmöglich. nicht gefickt zu werden. Oder sie wurden mir geklaut. Die Isabell ist aber ein schrecklich dummes. Isabell war bei Hassan. seit ich von zu Hause ausgezogen war. Ununterbrochen fühlte ich mich trippig. Die sind ja alle faul. meine Oma und meine Mutter auf mich ein. Sie schrie entsetzlich. Wirklich allerhöchste Zeit. Jetzt konnte ich sie hören.

mußte ich schnorren. Der Schwiegervater. Hassan ins Gesicht zu lachen. Psycho! Norman Bates. Es war nicht schwierig. das sie bei sich trug. Wenn ich ihn auf meinen Bongos begleitete. wie ich konnte. war ich glücklich. Ein dickes Mädchen verkaufte mir ein Messer. Immer noch hatte ich große Angst. Bis auf den Knochen schnitt ich mir in meinen linken Mittelfinger. Als ich mit meinen Tomaten den Laden verließ. Michael und ich beschlossen. Gesegnet sei der heilige Schwiegervater! Ich schaffte es. Michael konnte toll auf seiner Gitarre Flamenco spielen. Alfred Hitchkock. Kurz bevor wir losziehen wollten. ich müsse Hassan erstechen. Hassan wieder zu begegnen. sofort auf die Wunde zu pissen. 33 . jeden Tag von anderen Menschen ein paar Peseten geschenkt zu bekommen. Maria. Viele Leute waren in Port Bou nur auf der Durchreise. Ein Städtchen an der Küste. Das war schön. Sie sagte. Schwiegervaters Knastbrüder rieten mir. Ich glaubte. nahm mich zur Brust und sprach: „Der ist nur aufgeblasen. Er schaute mich durch seine dunkle Sonnenbrille an und verzog keine Miene. fühlte ich mich wie ein todesmutiger Held. hantierte ich zugekifft mit einem scharfen Messer und einem harten Stück Brot. Beinahe wäre mein Herz stehen geblieben. daß Du keine Angst vor ihm hast. bis er schließlich „Yes. was ich tat. machten ein Feuer und aßen gemeinsam. Er wußte nicht. everything's allright“ hervorstieß. Dann kauften wir Wein und Reis. sie würde es doch nicht brauchen. daß ich versuchte. dem Schwiegervater zu glauben. etwa 45 Kilometer südlich von Port Bou.Das war grauenhaft. und klopfte ihm auf die Schulter. fürchtet er sich vor dir. Wenn du ihm zeigst. Seit ich mein letztes Geld verloren hatte. Au.“ Gut. Jetzt war Schluß mit Bongospielen. der das mitbekam. In einem Gemüseladen stand Hassan plötzlich hinter mir. So heiter. Aah! Ein ekelhaftes Gefühl. Ich konnte es nicht abstellen. Manchmal schmissen Conni. zog sie mehrmals auseinander und wieder zusammen. ein paar Tomaten und Brot. fragte ich: „Hassan! Everything's allright? You feel good?“. um sich zu schützen. Michael und ich unser Erschnorrtes zusammen. was er mit seinen Mundwinkeln anstellen sollte. in den nächsten Tagen zu Fuß nach Cadaqués zu wandern.

Auf der Insel gibt es eine zugemüllte. die vor einer Kneipe saßen. Ihr Gesicht war zu diesem irren Lachen eingefroren. Ihr könnt in einer Viertelstunde da sein. alte Villa. So hatte ich ein paar Wochen lang in Stade drei Freundinnen. Kamen erst nach über einer Stunde an. wegen der Seeigel. Keine Lust. sondern gingen. Wie in der unglaubwürdigsten Touristenreklame. Da kamen zwei Polizisten. Er war mit einer Mofa gekommen. Hatte viel Speed und LSD genommen. Am nächsten Tag führte unser Weg durch ein Fischerdorf. uns von seinen Joints mitrauchen zu lassen. Wir sangen: „Dingdigidingangundoindindigedingintschigedoin“ und kicherten viel. Auf Antonios Haus war alles beim alten. Nachmittags saßen wir auf der Straße. Endlich wanderten wir durch die Dunkelheit.Als wir gegen Abend nach Cadaqués aufbrachen. wofür die unterschiedlichen Gebote gut sein sollten. da wir so unsere Sachen über unseren Köpfen tragen konnten. Ein riesiges Ei und ein Kamel aus Gips standen auf dem Dach. ganz dicht an der Küste.“ Wir verliefen uns wie Blöde. sagte uns einer der unzähligen Verrückten: „Die Straße da hinauf und dann rechts runter. Die Schuhe mußte man anbehalten. daß im Islam mehrere Frauen erlaubt aber Saufen verboten ist. Dorthin konnte man zu Fuß durchs Wasser gehen. Michael machte Musik. aber ihr werdet euch verlaufen. Wir übernachteten auf einer von „Freaks“ besetzten kleinen Insel. Man gab mir auch einen Schnaps und ein Pflaster für meine eiternde Wunde. 30 Drogenjünger vegetierten dort vor sich hin. traten unsere Sachen mit den Füßen und riefen Schimpfwörter. trank aber keinen Alkohol. legten wir uns ein paar Meter von der Straße entfernt ins Gras. Ich wollte herausfinden. Sie hatte Geburtstag. Wir wanderten zurück nach Port Bou. interessierte ich mich für Religionen. vollgeschissene. Man hatte uns in Port Bou von dieser Insel erzählt. Wir schwammen nicht. Sie tat mir so leid. um Haschisch einzukaufen. klatschen im Flamencotakt und tanzten sogar dazu. Seit ich mir Tarotkarten legte. Kurz vor Cadaques sahen wir im angrenzenden Dörfchen Portlligat das Haus. Ich wußte. Wir bekamen Wein und Brot. Vom 34 . was einem dann gerade bis zum Hals stand. Als wir in Cadaqués nach dem Weg fragten. Michael spielte Gitarre. Als wir müde wurden. sah ich Isabell in einem Strandcafé sitzen. Einige Spanier. Machte einen ziemlich verwirrten und verbitterten Eindruck. in dem Salvador Dali wohnte. Im Ort lief uns der Schwiegervater über den Weg.

Es wurde dunkel. Ich legte mich auf den Bauch auf eine Bank. er sei in mich verliebt. So hatte ich beschlossen. Ich hatte keinerlei Erfahrung mit Männern. daß eine Sekunde nachdem ich diesen Entschluß faßte. Wir gingen zusammen die Strandpromenade entlang. mir läuft schon die Soße aus der Fotze.?“ Er gab mir seine Adresse.Hinduismus und Buddhismus wußte ich. Immer noch enthaltsam. Die beiden Mädchen fingen an. stöhnte die Dicke. Wie schade. Da lief mir die 35 . was ich brauchte. Ich fühlte ihre Titten auf meinem Rücken. Hier führt ein Weg hinauf zum Friedhof von Port Bou. als ich mit Isabell auf die Reise ging. So nahe waren wir uns gar nicht gekommen. „Ich habe Sackratten.K.“ Abrupt war die Massage vorbei. lieh ich mir Rasierzeug und entfernte meine Schamhaare. nicht zu ficken und nicht zu wichsen. das mir ihr Messer verkauft hatte. die ganz gut aussah. Es waren das dicke Mädchen. Eine grauenvolle Vorstellung. Ich schnorrte mir Geld. Da ich fürchtete. in der alle Dachbewohner nackt badeten. die unbedingt die Gräfin ficken wollten. wo der Strand von der felsigen steilen Küste unterbrochen wird und die Klippen direkt ins Meer ragen. denn es gab eine kleine Bucht. von ihnen massiert zu werden. So wird man wahnsinnig. nicht ficken und nicht onanieren darf. Ich mußte herausfinden. Dann zwickte es wieder. Das war peinlich. wofür das gut sein sollte. Er hieß Lood. Ob ich Lust hätte. sie hätte eine Filzlaus in ihren Augenbrauen gefunden. und ihre ziemlich punkige Freundin. Nach über einem Monat sexueller Enthaltsamkeit war ich allein deswegen schon nicht mehr ganz bei Sinnen. bis ich zurück bei Judith sein würde. O. falls ich mal nach Holland kommen sollte.“ „Oh ich auch“. ging in die Apotheke und erklärte dem angeekelten Spanier auf deutsch und mit Körpersprache. bis dahin. war etwa zwei Jahre älter als ich und sagte. Betrachtet man das Phänomen der Projektion. In dieser Bucht baggerte mich ein Holländer an. Sackratten! Matrosen am Mast! Erstmal ein Bier trinken! Puh. gerne. mir etwas in die Eier zwickte. Als ich nun mit Luftblasen im Kopf in einer Kneipe saß. Und noch einmal. warum mir auf dieser Reise vier verschiedene Männer begegneten. daß man. Die Punkige behauptete am nächsten Tag. an mir herumzufummeln. Ich ging den Strand entlang und beschloß: „Das muß jetzt ein Ende haben! Ich will ficken!“ Ich schwöre. Ja. Mittlerweile waren fast sechs Wochen vergangen. sprachen mich zwei junge Frauen an. das Parasitengift könnte nicht alle Filzläuse umbringen. Meeresrauschen. wenn man erleuchtet werden will. Die Punkige drückte einen Finger auf mein Arschloch und lechzte: „Oh ich bin ja so geil. wird deutlich. Ich suchte mir ein stilles Plätzchen und schaute nach. „Ich möchte nur rauchen und reden und Tequila trinken.

Sie hatte keine Lust mehr. Immer ins Gesicht. dann können wir ja heute Abend was geiles machen. Es gab einen phantastischen Blick übers Meer. Der Mond am Himmel schaute mich fragend an. der in einem ockerfarbenen Mercedes saß und das Fenster heruntergekurbelt 36 . sah ich verdreckt aus! Wer sollte mich so mitnehmen? Einen spießig aussehenden Typen mit Halbglatze und Schlips. Es steht direkt an einer Klippe. Das Objekt meiner Begierde legte sich auf den Rücken. als wir Sterblichen um sie herum. Maria und den anderen. In den nächsten Tagen konnte ich Isabell nicht dazu überreden. Als wir den steinigen Weg nach oben stiegen. hielt sich für eine mächtige Zauberin und nahm die Welt ganz anders wahr. fühlte mich schuldig und verantwortlich für die Gräfin und fuhr schweren Herzens Richtung Heimat. Nein. Zwei Frauen hatte ich gefunden. mein Mädchen zu stechen. Ich gab ihr den langen. da steh ich drauf. Aber sie wollte nicht. Um ihre Augen herum. der auf der Tarotkarte „Die Liebenden“ abgebildet ist. Der Friedhof ist ein zwei Meter hohes. Ich hielt es nicht mehr aus und holte mir auf Klo einen runter. Drinnen sind die Urnen der Verstorbenen. das ich mir vor die Augen binden kann. „Hast du die Viecher noch?“ „Nein. Nein. Ich weiß nicht mehr. mir einen runter zu holen. So verabschiedete ich mich von Michael. wo genau sich die beiden Frauen von mir trennten. Ich hatte keine Lust.notgeile Punkfrau wieder über den Weg. Wir halfen uns gegenseitig auf das Dach. mich mitzunehmen. fingen unzählige Mücken an. Sie war immer noch voll auf LSD. die steil in die nächste Bucht hinabfällt. seufzte und schlief ein. mit mir zurück nach Deutschland zu kommen. Als es soweit war. an Sex zu denken. geil wie die Schweine. den Judith mir bei der Abreise geschenkt hatte.“ „Gut. Richtung Friedhof. fragte sie gequält. Auch ihm sind die Augen verbunden. liefen wir im Mondschein. Aber wasch dir den Schwanz. Nein. wo gerade ein Theaterfestival stattfand. Auch für die Gräfin wäre ein Platz im Auto gewesen. Auf jedenfall stand ich schließlich allein in Süddeutschland auf einer Autobahnraststätte. die nach Süddeutschland fuhren und bereit waren. schwarzen Schal. machten wir Zwischenhalt und sahen viele bunte Menschen. roten Beulen. In Avignon. Die Sterne! Der Mond! Die Punkfrau konnte kaum noch aus den Augen schauen. „Hast du ein Tuch. mußte ich an den kleinen Engel mit Pfeil und Bogen denken.“ Endlich! Wunderbar! Wir verabredeten uns am Abend im Strandcafé. Sie waren zugeschwollen von großen. Sie jammerte und wehrte sich vergeblich. damit ich nicht noch mehr gestochen werde?“. Meine Güte. viereckiges Haus aus Lehm. Als ich sie da so liegen sah.

gegeben. sah ich für einen Moment das Paradies. Da waren die Männer. klar.S. fragte ich hoffnungslos: „Fahren Sie Richtung Norddeutschland? Würden Sie mich bitte mitnehmen?“ „Ja. Er erzählte mir von einem Dichter namens Benjamin. macht es sich zu einfach: Die anständigsten fleißigsten Ottonormalverbraucher werden bei Zeiten beziehungswahnsinnig! Nach meiner Reise mit der Gräfin hatte ich eine winzige Ahnung vom Z usammenhang zwischen meinem inneren Erleben und der „Wirklichkeit“. dessen Urne im Friedhofshäuschen auf den Klippen steht.S. Als Judith kam und mich küßte. Aber was sollte ich daraus lernen? Treu sein? Nicht treu sein? Nie meine Sexualität unterdrücken? Und immer wieder die gleiche Frage: Wer zum Teufel hatte diese Lektion organisiert? Die T.hatte. daß mein Unterbewußtsein die Synchronizitäten erzeugte? Oder war nicht ich. meine Keuschheit. Oder.?“ Mein innerer Dinosaurier? Beide zusammen? 37 . meine Umwelt so zu betrachten. Wer aber Beziehungswahn einfach nur zu vielen Drogen in die Schuhe schiebt. Das hatte ich verstanden.S. Benjamin mußte sich in Port Bou vor den Nazis verstecken und war dort einsam und traurig gestorben. Endlich kam ich in der Trinkstraße 7 an. Mußte ich nun begreifen. als wäre ich ihr Mittelpunkt. sondern die T. Die Einwilligung für diesen Eingriff hatte ich durch meine Unterschrift beim Eintritt in die T.S. mit der wir unsere Umwelt beeinflussen oder gar lenken. Ich berichtete ihm von meiner Reise zur dunklen Seite des Mondes. Isabell mit zurück nach Hause zu bringen.S. Vielleicht hatte die „Time & Space Society“ in Port Bou den Sender für meine Fernsteuerung in mein Kleinhirn oder meine Gedärme gepflanzt. steig ein. heißt Sexualität. für alles verantwortlich?. Langsam begann ich. die so wahnsinnig geil auf die Gräfin waren. ich war ein typisches LSD-Opfer. die Filzläuse und das mystische Erlebnis auf dem Friedhofsdach.“ Er war Leiter einer Volkshochschule und hatte etwas Koks und Haschisch dabei. Niemandem konnte ich plausibel erklären. Die stärkste Kraft.S. warum ich es nicht geschafft hatte.

daß ich nicht mehr in der Lage war. in deren Verlauf mir das Wechselspiel von Geilheit und Wirklichkeit vor Augen geführt wurde. daß mein Hirn einen Riß bekam. weil ich eine Botschaft darin suchte? Ich sollte mich in eine weitere Kette von Ereignissen verstricken. So deutlich. die Möglichkeit eines Zufalls in Betracht zu ziehen: 38 .War alles reiner Zufall und ich verrückt geworden. So tief.

kam ich nicht los. sowie einen Sexualprofessor geraten war. Bei meiner dritten Reise hatte ich 500 Mark in der Tasche. 39 . Entweder hatte ich mich total verändert. wie Lehel es versprochen hatte. daß ich mit einem Minirock bekleidet ins „Front“ spazierte. weil ich nacheinander an drei unfähige Urologen.DM bezahlen. jeden Tag 15 Mark zu zahlen und solange zu bleiben. daß ich bisexuell empfand und diese Gefühle ausleben wollte. Wer auf der Farm übernachten und frühstücken wollte. Tomm kannte ich aus der Hamburger Schwulendisco „Front“. bevor er den Verstand verlor. Ich hatte keinen Pfennig. Die war chronisch geworden. Er erinnerte sich nicht an mich. Ich beschloß. Man hatte kein Erbarmen. die ich Jesus-Robert zu rauchen gegeben hatte. Zwar wohnte er noch da. hatte die „Farm“ aber verpachtet. Auf eine unbegreifliche Art und Weise romantisch. Die Strecke schaffte ich an einem Tag. Bevor ich aber so schwul wurde. was Romantik bedeutet. ich sei körperlich gesund und meine Schmerzen psychisch. Alle erzählten sie mir. Ich nahm mir vor. Wollte so gerne. bis das Geld alle war. um vom Graf von Weichenfeld zu lernen. Eine chronische Nebenhodenentzündung mußte ich mir holen. in dem ich diese Einsicht zulassen konnte. Das zweite Mal war eine große Enttäuschung. Ins „Front“ wurde ich durch verschiedene Umstände getrieben: Zunächst einmal mußte ich begreifen.Jeder Mann hat einen Zauberstab Als 20-jähriger trampte ich zum dritten Mal zu den „Cloudiniers“. Bildhauer und Maler. mußte umgerechnet 15. Jene Mischung. während Marga auf dem Fußboden saß und weinte. Von der Erinnerung. wie glücklich ich in den Tagen meines ersten Besuches gewesen bin. Eines Abends hatte er mich in ein Billighotel abgeschleppt. mußten meinen Eiern scheußliche Dinge passieren. über Freiburg zu trampen. Neben dem großen Kanister Rotwein stand eine Preistafel. Das Hauptgebäude war nun ein Austellungsraum für Töpfer. bestand aus einer Überdosis Nachtschattengewächse. Dort entjungferte mich Lood in seinem Hochbett. Tomm Graf von Weichenfeld zu besuchen. oder der Alkohol Lehels Gehirn zersetzt. Der Moment. um einen Freund. Mit Selbsterkenntnis im Schwanz trampte ich dann zusammen mit Marga und unserem Hund Ghandy nach Holland. dort wohnen und für ihn arbeiten.

Wenn es einen psychischen Grund für meine Schmerzen gegeben hätte. und davon. als ich gerade meine Sachen gepackt hatte und aufbrechen wollte. zu meiner größten Frustration. Ich berichtete dem Prof. in einer zum Partykeller umgebauten Garage. Vielleicht. einer schwarzweiß gestreiften Strumpfhose. aber mein Schmerz befähigte mich nun zu wundersamen Schritten: Geschminkt und im Minirock tanzte ich in der „Mülltonne“. Zeigen sie den anderen Menschen ihre Homosexualität und leben sie sie aus. Ich trampte so zurechtgemacht nach Hamburg oder fuhr mit der Bahn. dann wäre dieser vielleicht. Als sie mich als ihren Freund verkaufte. Schulz im sexualmedizinischen Forschungszentrum der Uniklinik Eppendorf in Hamburg besorgte. Ich lief mit meinem Röckchen. einem echten Dorf. um keine Schmerzen in meinem linken Hoden zu haben. Nachdem ich sieben Minuten geredet hatte. Sonst hat sie es sich immer durch 40 . (wie bei allen ordentlichen Psychopathen) bei meiner Mutter zu suchen gewesen. Ich wohnte damals. roten Sommerschuhen. auch durch die Kleinstädte Buxtehude und Stade. nicht wirklich an jenem Ort zu sein. Dr. Dr. den man gerade sieht oder hört. Auf meiner dritten Reise zu den Claudiniers hatte ich zwar eine Hose an. Ich sagte ihr. Andauernd fielen ihr die Zigaretten aus der Hand. rotgefärbten langen Haaren. der unbedingt mit ihr schlafen wollte. Seltsamerweise fürchtete ich nicht. gut rasiert und mit blaugeschminkten Augen durch Horneburg. Sie gab eine fette „Line“ Heroin aus. (selbstgenäht aus abgeschnittenen Jeans). Ihr Schmerz ist rein psychosomatisch. Sie war es dann auch. daß ich unbedingt gefickt werden müßte. (wo sie ein weiteres Brandloch hinterließ) aber ich wolle bald los nach Südfrankreich trampen. oder unter seinen Füßen spürt. stellte er mit einem schwer zu deutenden Lächeln fest: „Sie sind homosexuell. die mir durch eine befreundete Ärztin einen Termin bei Prof. was die anderen Urologen erzählt hatten. Ines war todmüde. glaubte aber immer noch. wieder bei meinen Eltern. wo mich alle nur als Weiberheld und Herzensbrecher kannten. tierisch auf die Fresse zu bekommen. Nur jedes zweite Mal spritzte sie sich das Zeug. sie könne gerne auf meiner Matratze pennen. von meinem Schmerz. Sie war heroinabhänging und erzeugte überall Brandlöcher. Sie kam zusammen mit einem Türken. weil ich so oft vom „Kinosymptom“ befallen war: Dem Gefühl. während er genüßlich an seiner Pfeife zog. Das paßte gut zu ihrem Namen. ging er schwer geknickt wieder fort. Am Morgen. besuchte mich Ines Brand. Verstecken Sie das nicht.“ Nie war ich der mutigste Mensch der Welt.

schüttete das Bier in mich rein und hielt den Daumen in die Sonne. die mich durchfließe. 41 . mußten nach einer Nase kotzen. die „Ausschweifung“ und die „Enttäuschung“ gezogen. ließ ich für immer die Finger davon. Alles war noch drin. Ich tat das natürlich. merkte ich. Ich erklärte ihm. Für meine Reise hatte ich Zuhause den „Fehlschlag“. der mich von ganzem Herzen liebte. außer meinem Tarotkartenspiel. Der erste Mensch. verregneten Nacht auf einem Parkplatzgrünstreifen. der mich mitnahm. Auf der Raststätte kaufte ich zwei „Holsten“. Ich glaubte. Ich trampte zurück zur letzten Raststätte und fand tatsächlich meine Tasche am Straßenrand. ob ich losfahren soll oder nicht. Von dort aus nahm mich dann ein grauhaariger Kettenraucher in einem Porsche mit.“ Mitten in der Nacht kam ich in Freiburg an. Ich blätterte darin rum. Mir wurde nie übel vom Heroin. der „Weil“ heißt. Alle die ich kennengelernt habe. Nach einer scheußlichen. daß wenn man angesoffen und breit von Hasch und Heroin mit einem fremden Mann im Auto fickt. Auf der Fahrt in seinem Auto zitterte ich am ganzen Körper. Mein jüngerer Bruder war so lieb. dann gab ich ihr einen Kuß und sagte „mach's gut“. der wollte. Außerdem hielt ich es für die einzige Medizin gegen meinen Schmerz. Aber das wollte ich nicht wahrhaben. das sei Yoga.die Nase gezogen. weil ich daran zweifle. er könne durch seine geistigen Kräfte Krebs heilen und sei Mitbegründer der „Partei des neuen Bewußtseins“. Als ich nach dem Fick meine Zigaretten suchte. brauchte ich noch drei Autos. ab. man bald einen Heiligenschein bekommen würde. Auf jedes Auto mußte ich fünf Stunden warten. Ich sagte mir: „Die Karten zieh ich jetzt nur. Als Ines einige Monate später starb. Wir rauchten noch einen Joint zusammen. hatte in seinem offenen Handschuhfach lauter Schwulenpornos liegen. Er hielt an der nächsten Raststätte und fickte mich im Auto. Er setzte mich an der französischen Grenze in dem Ort. die ich außer meinem Rucksack bei mir hatte. der mir erzählte. um zur „Farm“ zu gelangen. daß ich ihm einen blase.und Tantraenergie. So habe ich es auch tatsächlich empfunden. der mich mitnahm war ein fetter Lastwagenfahrer. Ich blieb drei Tage bei Tomm. daß mir eine Tragetasche fehlte. Es war ja schließlich gut für mein linkes Ei. Der nächste. mich zur nächsten Autobahnraststätte zu bringen.

Als ich nun Richtung Paris trampte. Er warf mich auf der Autobahn heraus. an der es kaum einen Seitenstreifen gibt.DM am Tag dort schlafen und frühstücken und sah derart durchgeknallt aus. Die „Farm“ war nicht mehr an Künstler. Im vierten Auto. Endlich erreichte ich eine Raststätte. Der junge Mann hatte kurze dunkle Haare und lachte viel. wo es ein kleines Zimmer mit einem Bett für mich gab. und mir geraten. Mir taten die Füße so weh. Obwohl ich stank wie die Pest und aussah wie ein Tier. hatte ich Halluzinationen vor Verzweiflung und Müdigkeit. ich könne. wo gerade eine heiße Badewanne eingelassen war. Hier fragte ich einen jungen Mann und eine junge Frau. der mich von dort aus mitnahm. Die freundlichsten Menschen auf dieser Reise traf ich in Paris. Wir saßen zu 42 . ob ich mich nicht erst einmal ausruhen. an den Arsch. Die Autobahn verläuft direkt an einem durch Beton begradigten Berghang. wo ich am besten aussteigen sollte. nachdem ich eingestiegen war. Ursprünglich für seine Schwester. sollte. war todmüde und hatte unterwegs geheult. Sie wüßten einen Schlafplatz für mich. Die Lichter der Autos. faßte mir sofort. fragten mich die beiden. sahen aus wie Totenköpfe. Was für eine Erleichterung! Der Mann. um nach Deutschland trampen zu können. An einer Stelle. Rechts von mir die riesige Betonwand. Ich half ihm so gut ich konnte. Man hatte mich bis ins Zentrum mitgenommen. saß ein Tramperhasser erster Güte. und morgen weiterreisen wolle. dürfe nicht länger dort bleiben. Draußen war es schon dunkel. links von mir laut hupende Lastwagen oder rasende Franzosen. hatte Blasen an den Füßen. Ich mußte kacken. Weinend und fluchend stolperte ich diese schreckliche Straße entlang. das mich mitnahm. daß er mich gar nicht richtig kannte. Das tat wirklich unendlich gut! Als mein Wohltäter seinen Eltern erzählte. Ich konnte nicht für 15. mit der Metro bis zur nächsten Autobahnausfahrt zu fahren. die auf mich zukamen. Von dort aus hätte ich die beste Chance weiterzukommen. aber man schickte mich sofort hinein. daß man mir schon nach zehn Minuten zu verstehen gab. mich dort schlafen zu lassen. Die junge Frau aus der Metro kam zu Besuch. waren sie dagegen. So nahm er mich mit zu ein paar Freunden. Er nahm mich mit in die Wohnung seiner Eltern. schließlich war das gut für mein Ei.. Ich schleppte mich in eine Metrostation und stieg in die nächste Bahn. holte seinen Schwanz raus und begann bei voller Fahrt zu onanieren.Vollkommen fertig kam ich bei den Cloudiniers an. sondern an einige Privatleute vermietet.

die brannte. Nur ein einziges Mal hatte mich ein Autofahrer angebaggert. Dr. Der zweite. Irgendwelche Bakterien in meinem Schwanz waren dafür verantwortlich.S. den sie mit mir hatten. Was für eine Reise zur dunklen Seite des Universums! So viele notgeile Homos. und nicht weniger. auf meinem Weg von dort nach Paris. wo ich wollte. die ausgerechnet mich mitnehmen mußten! Der erste. Der dritte. rauchten eine Menge Gras und tranken eine Flasche Gin. aber den Ärzten glaubte. Sex mit Männern sei die einzige Medizin gegen meinen Schmerz. Wie schrecklich vernebelt bin ich gewesen. fragte er nur. Es tat immer noch weh. Das waren keine psychosomatischen Schmerzen! In Wahrheit war ich die Inkarnation der Pest! Erstens hatte ich eine Geschlechtskrankheit. sehr gelassen und ruhig. Die drei Autofahrer und mein lieber Freund in Freiburg mußten für den Spaß. ob ich Lust auf Sex mit Männern hätte. Am folgenden Abend war ich zurück in Horneburg. daß diese Serie von schwulen Autofahrern „Zufall“ gewesen sei? Das konnte ich nicht. daß ich ganz normal bisexuell sei. Wie sollte ich glauben. ihr Immunsystem funktionierte ausgezeichnet. die ich mit Tomm in Freiburg verbrachte. Drei geile Homos an drei Tagen. ich sei körperlich gesund und hätte nur einen Vogel! 43 . als ich nach Freiburg trampte. philosophierten über Außerirdische. daß ich so verseucht durch die Gegend laufen konnte. als ich von Freiburg zu den Cloudiniers fuhr. Alles auf einmal! Aber. daß mein Unterbewußtsein soetwas hätte erzeugen können. unterbrochen von den drei Nächten. daß mir Prof. danke“ sagte. Als er mich fragte. Als ich „Nein. redete er nicht weiter über Sex und setzte mich freundlich dort ab. Konnte auch nicht glauben. das wußte ich nicht.S. Zweitens hatte ich einen Hefepilz und drittens die Krätze. ob ich Durst hätte. Schulz erzählte. lachten. 1000 Mal bin ich zuvor getrampt. mit Leid und Weh bezahlen.fünft bis spät in die Nacht zusammen. und ich ihm erklärte. Das hatte die T. Es sei denn. Nicht mehr. organisiert! Die hatte auch dafür gesorgt.

Dr. Zweimal wichste ich für ihn in einen Plastikbecher. Das ist psychisch.“ Eine Woche später bekam ich eine Postkarte mit der Mahnung. Schließlich kam ich zu ihm mit Bakterien und Pilzen. Dafür haben wir jetzt keine Zeit.Dr. faßte meine Eier an.“ Nun ging ich wieder zu Dr. die Schmerzen kämen nur aus meinem Kopf. natürlich sagen können: „Siehst du? Sex mit Mädchen ist nicht gut für dich!“ An jenem Abend war ich artig auf der Suche nach einem Schwanz. wobei er mir einen Stab in den Penis schob. der mich betrog. Der Urologe dort war super genervt. faßte meine Eier an und sagte: „Wovor haben sie denn Angst? Vor Krebs? Da ist nichts. Als ich aufstand.“ „Ziehen sie sich wieder an. es seien keine Krankheitserreger zu finden. Er sagte: „Hosen runter!“. Diese Ärzte waren die sadistischsten Arschlöcher. die mir je begegnet sind. der wirklich keinen Bock mehr auf mich hatte. Aber da war kein Mann. Auf Wiedersehen. Wenige Tage später ging ich zusammen mit Diana in ein pakistanisches Restaurant in Hamburg essen. Auch Prof. Dorn in Hamburg. Chambertin. Die holte ich mir später von einem Mädchen. Schulz war nur halb so erleuchtet. und ihm sagte. Die Krätze hatte ich allerdings damals noch nicht. der schlechteste Urologe der Welt. und er erzählte mir. Hier hätte der Prof. Die Symptome kämen wohl aus meinem Kopf. Chambertin. Die Ärzte waren sich da sicher. So etwas müßte man auf dem Röntgenbild sehen. Er hatte bei Diana einen Hefepilz gefunden. ich solle schleunigst den Krankenschein abgeben. Er röntgte meinen Bauchraum und meine Eier und sprach: „Alles ist vollkommen in Ordnung. unmöglich sei alles vollkommen in Ordnung. Ich erzählte ihm.“ Ich hatte also einen Vogel. Das müssen wohl vernarbte Nervenenden sein. bekam er erneut eine Spermaprobe und machte einen Abstrich. schaute mir in die Augen und fragte: „Nehmen sie Drogen?“ „Ja. daß mich Diana an die Hand nahm und mit mir ins Krankenhaus fuhr. Zweimal machte er einen schmerzhaften Abstrich. meine Eier wehtaten und ich gewiß das gleiche hätte wie sie. wie er tat. der mit mir schlafen wollte. Diesmal erzählte er mir erst am nächsten Tag. Nun ging ich zum Urologen Dr. daß ich mit Diana geschlafen hatte. war der erste Arzt. das ich in der „Mülltonne“ kennenlernte. Das 44 . manchmal. Dr. alles sei vollkommen in Ordnung. Als ich zwei Wochen später wieder zu ihm ging. Das erstemal sagte er mir zehn Minuten nach dieser Prozedur. hatte ich solche Schmerzen und war so bleich.

Weil ich Yoghurt gegessen habe. Auf einem Bauernhof in Buchholz. Milben und all so'n ekliges Zeugs. die kaum sehen und hören konnte. saß auf dem Pott und hatte eine Flasche Jakutin in der Hand. die die saubere Andrice so in ihr Herz geschlossen hatte. Als Andrice die drei sah. der kuschte. wie sie einen Yoghurt aß und sie daran erinnerte. Als ich sah. Sie erzählte mir. Sie suchte einen Schlafplatz. ein kleines verstörtes Mädchen und eine bestialisch nach Pisse stinkende Oma. Ich nahm sie mit in den Partykeller zu meinen Eltern. als sie aufgestanden war. daß wir da sind. meine Milchprodukte-Allergie juckt so doll.“ Abends klingelten ein junger. ich. daß ihr ein Vorderzahn fehlte und sie ein paar rote Punkte auf dem Arsch und ihren Oberschenkeln hatte. „Was machst du denn?“ „Ach. geputzt. Außerdem ein „Knecht“. sie könne bei einen Freund. den Warzenmann. der Hilfe braucht. „Ist Andrice bei dir?“ „Ja. außer. Sie schmierte sich die Beine damit ein. aber gegen das Jucken. Sie kommandierte laut schreiend ihren Sohn. führ uns einfach zu ihr. Jakutin hilft gegen Filz. Was für ein goldiges Mädchen! „An die halt dich mal!“ Eigentlich war sie ganz hübsch. langhaariger Mann und z wei Frauen bei mir. begann sie zu zittern und zu schluchzen: „Ich kann nichts dafür! Ich bin spielsüchtig! Oh es tut mir leid!“ Sie hatte dem jungen Mann 1000 Mark gestohlen und den Frauen diverse Klamotten. das große Fenster. das Geld abarbeiten. weil er den Hof erben wollte. Meine Mutter war ganz verzückt von ihr. Da lebte ein 50 Jahre alter bärtiger Mann mit einer widerlichen Warze auf seiner langen Nase. Er sagte.“ Wir gingen in den Partykeller. Das Jakutin hilft zwar nicht gegen die Allergie. wo sie das Geld verdienen sollte. das käme von einer MilchprodukteAllergie. der bestohlene Mann und das verlogene Biest gemeinsam dorthin. Sie hatte vergessen abzuschließen. das ganze Zimmer gestaubsaugt und überall gewischt. stöhnte sie: „Ach Gott.“ „Psst. Andrice hatte. Es ist alles in Ordnung. Meine Oma auch. Am darauffolgenden Tag fuhren meine Mutter. Die hatte sie im Badezimmerschrank gefunden. herum. das seit dem Umbau das Garagentor ersetzt. der auf dem Hof half. Die beiden Frauen beschimpften sie. sag nicht. Der Langhaarige hatte ein enorm großes Herz. ihr Name sei Andrice Gustar.Krätze-Mädchen sagte mir. Er schien ein 45 . manchmal kann ich mich einfach nicht beherrschen!“ Ein wenig später mußte ich und ging ins Bad. die ich nicht kannte.und Kopfläuse.

dachte ich. Am nächsten Vormittag begleitete ich sie zum Bahnhof.“ Daß man die Ursache meiner Schmerzen auch unter einem Mikroskop erkennen konnte. Dann juckt´s nun mal überall. Die hätte aus Indien ein Tarotspiel mitgebracht. daß sie immer nur log. keine Schmerzen mehr zu haben. glaubte ich. schlief ich mit der süßen Dunja. Dieses Spiel wollte sie sich bald von ihrer Mutter ausborgen und mir zeigen. gingen wir zusammen zu einem Urologen in Buxtehude. will ich 46 . erklärt hatte. Sie hieß nicht Andrice Gustar. Obwohl ich das ja besser nicht sollte. wie in den bekannten Kartensätzen. Wir küßten uns. erst nach meinem Frankreichtrip offenbaren: Nach Hause zurückgekehrt. denn er glaubte. auch das sei psychosomatisch. „Ich bin eben fertig mit den Nerven. damit meine psychosomatischen Schmerzen weggehen. Ich konnte mir nicht vorstellen. „Bis nachher!“ Sie kam nie wieder. Sie blieb. Die Beamten konnten das Mädchen schnell identifizieren. sondern Susanne Rüger. jetzt muß ich aber schnell wieder gefickt werden. Als mein Arsch und meine Beine anfingen zu jucken. Als ihr bald darauf die Muschi juckte und sie auch rote Punkte auf ihren Beinen bekam. und überall diese kleinen roten Punkte auftauchten. Mein Bruder hatte keinen Walkman mehr. Nie wieder habe ich etwas von ihr gehört. Romantisch fickte ich ihr den Arsch. Dr. Sie wollte wieder zur Arbeit fahren. Sie hatte mir erzählt.S. Andrice sollte sich um seine Mutter kümmern. sie würde Saxophon spielen. daß die Schecks und das Bargeld aus ihrer Handtasche fehlten. Ich wußte nicht. und wir könnten zusammen Musik machen. in dem es viermal so viele Karten gäbe. Wir riefen die Polizei. wollte mir die T. Abends kam sie mit dem Zug aus Buchholz zurück und schlief bei mir. was ich Andrice noch glauben sollte. Seit einiger Zeit gesucht wegen Diebstahls und Betrug. Als ich in Südfrankreich mit einem brennenden Schwanz und pikenden Eiern an der Straße stand. und wir anderen fuhren zurück.großes Herz für Psychopathen zu haben. wie mir der Prof. Wie der uns dann erleuchtete. Ihre Mutter sei Heilpraktikerin und könne mir bestimmt helfen. Mittags bemerkte meine Mutter. meine Mutter wäre meine Ehefrau.S.

gleich erzählen. die berichtet. was mich mit Dunja verbindet: 47 . Möchte aber zunächst eine Geschichte einfügen.

Alles ist von Bewußtsein durchdrungen. der von seinem großköpfigen. glückliche und unglückliche Kühe. und steckte die Schnitzel in einen Brombeerstrauch. Komischerweise waren wir uns nie über den Weg gelaufen. daß ich mit ihr spazieren ging. daß er der Apfel ist. freute sich die Schubkarre. der zwischen der Wiese und einer schmalen Straße wuchs. in den Horneburger Kuhwiesen zwischen Apfelbäumen im „Alten Land“ nach Psylocybin Pilzen zu suchen. In einer Jackentasche fühlte ich mein kleines Tagebuch. grünhäutigen Doppel aus dem UFO beobachtet wird. wird der Leser bald erfahren. Zeit. Diese halluzinogenen Pilze veränderten mein Bewußtsein. Tiere oder Pflanzen. daß der Apfel. in den ich hineinbeiße. Daß ich die Welt retten und den Erdball regieren würde und ungeheuerlich wichtig sei. Eines Tages holte sie aus einer Schublade in ihrem Zimmer die zwanzig von mir vernichteten Tagebuchseiten hervor. Jetzt freundeten wir uns an und schliefen und lachten zusammen. Wie es zu solch einer Tagebucheintragung kommen konnte. weiß. Nur wenige „Psylos“ habe ich an jenem Tag gefunden. Nun lief ich wieder auf Pilzsuche durch die Wiesen. Sah freundliche und unfreundliche Bäume. meine Freunde. daß das Wohnzimmersofa sich seiner Existenz bewußt ist. die auch in Horneburg großgeworden ist. Erst 20 Seiten hatte ich in dieses Tagebuch geschrieben. könnten es lesen. Oder die Lampe. oder wer auch immer. Erste Einblicke in die Psylocybin-Realität erhielt ich als 16-jähriger: Ich sah. Erkannte.“ Wenn im elterlichen Garten das Laub eingesammelt werden mußte. Die Pilze zeigten mir. Dieses Bewußtsein beschränkt sich nicht auf Menschen. Ein Vierteljahr später lernte ich Dunja kennen. Da fürchtete ich. Jetzt riß ich jedes Blatt in acht Stücke. meine Eltern. und mich in die Psychiatrie sperren.Das zerrissene Buch Es wurde Herbst. Oder verwandelte mich in einen Embryo. zerknüllte sie. wie mir am ganzen Körper Haare wuchsen. die ich klar und deutlich denken hörte: „Ich bin die Lampe. daß ich ein bisexueller Außerirdischer bin. Darin stand. Alle vollständig wiederhergestellt: 48 . wie keine andere Droge.

Seltsam ist es.“ Er machte noch Abstriche aus Penis. hätte sie das Buch nur einen Tag später entdeckt. daß sie die Papierschnipsel. in den ich das zerstörte Buch gesteckt hatte. entdeckte. ob dort Bakterien oder Pilze wachsen. After und Vagina. Das sollten Dunja und ich gemeinsam herausfinden. als sie versuchte. Die Buchstaben wären verwaschen gewesen. Mein Name stand nicht in dem Buch. sondern auch. daß sie am richtigen Tag am richtigen Ort spazieren ging. Chambertin und Herr Dr. die Seiten zu rekonstruieren. Sie mußte an jenem regnerischen Tag dort spazieren gegangen sein. lächelte uns an und sprach: „Ja. daß sie den Impuls verspürte. Sehr wundersam ist nicht nur.“ Es wuchsen Bakterien und Pilze. stand nicht in meinem Tagebuch. und sagte. ob ich krank bin oder nicht. kennenlernten. Dann wisse er. Kleine Milben die unter der Haut langkriechen. was sie zuvor gefunden und rekonstruiert hatte. wir sollen in einer Woche wiederkommen. Das wurde ihr erst einige Wochen später klar. „Ich muß die Abstriche in eine Nährlösung legen und dann eine Woche abwarten. beim weisen Urologen in Buxtehude: Der Herr Dr. Als Dunja mich kennenlernte. „Wieso erst in einer Woche? Herr Dr. an dem ich Pilze gesucht hatte. haha. Ich wußte es ja nicht.Sorgfältig geglättet und mit Tesafilm geklebt. daß sie nicht schnell die Geduld verlor. und nicht schon vorher. warum wir uns drei Monate nachdem sie das Buch entdeckte. Daß ich als wandelnde Inkarnation der Pest durch die Gegend schwebte. warum mir Schwanz und Eier schmerzten und Dunja die Muschi juckte. Dunja war an dem Brombeerstrauch vorbeigekommen. Merkwürdig ist. erklärte mir der Arzt aus Buxtehude.“ „Das geht nicht“. daß es mein Tagebuch war. Dorn und der Arzt vom Krankenhaus in Hamburg konnten mir immer sofort oder spätestens am nächsten Tag sagen. die ich tief in den piksigen Busch geschoben hatte. das ist die Krätze. Ein Rätsel ist. dieses Papier aus dem Busch zu ziehen und vollständig alle Schnipsel fand. Wieso war ich zuvor immer zu so grausam schlechten Ärzten gelaufen? 49 . wußte sie nicht.

Mich zum Säufer machen.S. fiese Sadisten. die mich verrückt machen wollten? Was sollte das? Wo hatte die schreckliche Eiergeschichte begonnen? Das erstemal hat's gepikt in Tossa del Mar.S. Mir das Gehirn wegpusten. Konnte doch nicht wissen.Saßen in der Chefetage der T. Das hätte die T. daß die Schmerzen nur eine Zeit verreist waren. Nicht doll. aber niemals zugelassen. Wäre ich in Spanien zum Arzt gegangen. Nach zwei Tagen war's vorbei. Hab mich nicht drum gekümmert. gewiß wäre alles ganz anders gekommen.S.S. Daß sie zu Monstern mutieren sollten. 50 .

Wir folgten ihnen. Blickt man über die Elbe. als würden sie uns folgen. als hätten sie gesagt: „Kommt mit! Wir fliegen ein Stückchen vor!“ Sie hüpften auf und ab wie Delphine.UFOs An dem Tag. Gegen 23°° Uhr machten Diana und ich uns wieder auf den Heimweg. direkt am Elbufer. Auf beiden Seiten der Straße stehen Tankstellen. Lichter. die genauso aussahen. Sabine und Andreas. grüne Wiesen und Fachwerkhäuser. wenn man auf dem Deich entlanggeht. ist heute alles befestigt. zeigte Diana geradeaus in den Himmel und schrie: „Da!“ Wir sahen zwei UFOs. als wären sie aus Glas. mit blauen und roten Lichtern drumherum. zog sie hinter mir her. Als wir auf den Deich gestiegen und fünf Schritte in Richtung unserer Wohnung spaziert waren. Nach zwei Minuten beschleunigten die UFOs so. wo das Ufer mit Steinen befestigt ist. die parallel zum Deich verläuft. Sie schillerten. Ich ging schneller. Besonders. Finkenwerder ist genau wie das chinesische Yin und Yang Zeichen. dicke Rohre. Nach etwa einem Kilometer.) Als wir den Platz erreichten. Wir folgten ihnen eilig aber rannten nicht. Man kann direkt über einen sandigen. grünen Parkplatz an die Elbe gehen. sieht man Apfelbäume. wie wir den Deich entlanggingen. Zwei UFOs. Schaut man auf die Landseite. als Diana und ich aus Tossa zurückkehrten. (Mittlerweile ist ein zweiter Schutzdeich gebaut worden. Sie bewegten sich so schnell. Sie wohnten in einem Haus ganz dicht am Elbdeich. Jetzt flogen sie direkt auf uns zu und wendeten über unseren Köpfen. In den ersten Sekunden war es. Kabelstränge und Dampf. eines der 51 . eine scharfe Linkskurve. Es war. Schornsteine. hielt Diana fest an der Hand. augenförmig. Auf dem Parkplatz. helle Töne. macht die Straße. wie sich kleine Kinder Raumschiffe vorstellen: Elliptisch. Dort wird der Deich flach. In etwa 15 Metern Abstand von uns flogen sie nun über dem Wasser. besuchten wir gegen 21°° Uhr zwei Freunde. Dann beschleunigten sie. daß wir nicht mehr mit ihnen Schritt halten konnten. etwa so groß wie zwei VW-Busse. tanzten fröhlich durch die Luft und machten heitere. landete 30 Meter vor uns. Mein Herz hüpfte unsagbar glücklich und aufgeregt. Wir rauchten einen kleinen Grasjoint und erzählten von unseren Erlebnissen in Tossa. sieht man nichts als Stahl und häßliche Industrieanlagen. wo damals noch Gras und Schotter war. den wir elbabwärts auf dem Deich gelaufen waren.

Eher geformt wie ein Totenkopf. Sie bildeten eine kleine Allee in Richtung Riesenkürbis in zwei geraden Viererreihen. Die zwei Viererreihen hatten soviel Abstand voneinander. Ich begriff aber nicht. das auch aus 52 . Das Andere entschwand mit fröhlichen. Die Griffe der Schwerter vor ihren Brüsten. Ihre Gesichter lagen im Schatten. Im Gehen zog ich meine Jacke aus und ließ sie auf den Boden fallen. daß es sich bei dem Kürbis um kein Hologramm. sondern stolperte hinter mir her. ich müsse etwas hinterlassen. Ich dachte. So groß wie ein Einfamilienhaus. und nicht der Kürbis. daß dort an der Elbe das Raumschiff stand. daß wir gerade bequem zwischen ihnen hindurchgehen konnten. um ihre Hüften schwarze Gürtel über den Gewändern. leuchtete orangenes Licht. ob ich Angst zeigen würde? Diana ängstigte sich fast zu Tode. Ich hörte auf. Als ich nun Diana. Die Spitzen der Klingen berührten den Boden vor ihren Füßen. weiße Gewänder mit Kapuzen. Sie blieb nicht stehen. Die Zähne im Mund spitze Zacken. sondern um einen Film in meinem Kopf handelte. Augen und Nasenlöcher dreieckig.Raumschiffe. Um ihre Köpfe. sie mit sanfter Gewalt hinter mir herzuziehen und ließ sie los. schwarze Stirnbänder. Auf dem Deck des Schiffes stand ein kleines Bootshäuschen in dem acht Leute bequem um einen Tisch hätten sitzen können. Nicht so rund wie ein normaler Kürbis. Jeder 1. hellen Tönen in den Himmel. sondern ein gigantischer Halloween-Kürbis. Ich empfand keinerlei Furcht vor den acht „Arabern“ oder dem Halloween-Kürbis. Sie hielten lange Schwerter in ihren Händen. bevor ich fortfliege. Sie trugen lange. die von einer Heidenangst geschüttelt wurde. Wollten mich die Außerirdischen prüfen. Aus der leicht geöffneten Tür. hinter mir herzog und auf das UFO zuging. mir würde jemand eine Videokassette in den Kopf schieben: Vor meinen Augen stand kein Raumschiff mehr. Das Gleiche. trugen sie schmale. Jetzt erschienen vor uns acht sehr arabisch aussehende Gestalten. Heraus leuchtete gespenstisch das orange Licht einer Riesenkerze. und aus den zwei Fenstern an der Seitenwand des Häuschens. Jetzt erschien h inter dem Totenkopf-Kürbis ein Holzschiff auf der Elbe. Ich holte meinen Schlüsselbund und mein Portemonnaie aus meinen Hosentaschen und warf sie auf den Boden.50 Meter vom Anderen entfernt. Ich wußte. in der es ein Bulleye gab. bekam ich plötzlich das Gefühl. über den Kapuzen.

Alles war verschwunden. daß ich noch einmal nach draußen gehe. UFOs! Wirklich. wo Diana und ich eben noch ein kleines Hausboot gesehen hatten. aber sie ängstigten mich nicht.dem Kürbis schien. kleiner und undeutlicher. Ganz langsam kamen wir zur Ruhe. Aber mit jedem Schritt wurde das. Jetzt hörte ich Gelächter und Gläserklingen. Manchmal hörte man ein dunkles Quietschen oder Summen. Wir setzten uns in die Küche. einen halben Kilometer gegenüber. Jetzt stand ich am Ufer. Als wir in unsere Wohnung kamen. Diana zitterte vor Angst. meinen Schlüssel und mein Portemonnaie wieder. Meine Freundin zeigte auf das Schiff und rief: „Da ist 'ne Bar!“ Nun lief ich schneller auf das Boot und den Kürbis zu. aus dem Gläserklingen und Gelächter kam. Ich fand im Dunkeln meine Jacke. was ich sah. Die UFOs sollen sofort zurückkommen! Sofort! Das konnte nicht alles gewesen sein! Nein! Wohin war das Raumschiff verschwunden? Der Kürbis! Das Holzschiff! Die Araber! Wie konnten sie sich einfach in Luft auflösen? Es war bald Mitternacht. Ich war vollkommen von den Socken. was geschehen war. Versuchten zu verstehen. Diana wollte auf keinen Fall. Sie hatten mich nicht mitgenommen. ehrlich UFOs! 53 . Die vielen Lichter an den Schornsteinen leuchteten wie die Dekoration eines Science Fiction-Films. Dort. Wir tranken Wein. heulten wie immer die nächtlich arbeitenden Industrieanlagen. summende und dröhnende Töne. Auf dem Weg nach Hause erklangen in Dianas Ohren immer wieder tiefe. die Geräusche der Industrieanlagen. schwamm ein alter Bagger. Da war nur Wasser. hörte ich die Töne auch. Nichts als Wasser. Auf der Elbinsel. Vorbei.

Aber: Diana erschienen keine Araber mit langen Schwertern. Die „Vision“ von der „Bar“ auf dem Schiff haben wir beide wieder gleich erlebt. sondern sie rief: „Da!“ Das schließt die Möglichkeit aus.Als wir nun miteinander sprachen. Sie rief nicht: „Da sind UFOs!“. denn sie ist katholisch aufgewachsen. die Diana auch hätte sehen müssen. Warum? Das konnten wir nicht begreifen. 54 . das „Liber AL vel Legis“. Tantra. hätte Diana etwas anderes sehen müssen: Ihr wären ein paar Engel mit Flügeln erschienen. Ich weiß. Tarot. Für sie war dort. daß ich UFOs sah. Yoga. Um meine nur Blaue und Rote. wie wir die Flugapparate wahrnahmen. Die UFOnauten schienen Einfluß darauf zu haben. wo ich den Kürbis sah. hatte mich aber nur oberflächlich damit beschäftigt. Ich begeisterte mich für Meditation. mußten wir feststellen. Wünschte mir so unerträglich stark. Mußte das Erlebte sofort jedem erzählen. etwas „fester“ zu sein als die Gestalten. Wenn man das Erlebnis auf „Wunschdenken“ und „Halluzinationen“ zurückführen will. hielt ich die Gestalten und den Kürbis für Hologramme. Das wäre der Einwand eines typischen Roboters gewesen. Auch die Flugbewegungen nahmen wir nicht unterschiedlich wahr. für Sex und Drogen. Diana entdeckte die beiden Raumschiffe zuerst. I-Ging. Obwohl ich dieses komische „Videogefühl“ hatte. wo ich die Araber sah. nur der Parkplatz. Der Kürbis machte den Eindruck. zog ich nicht in Betracht. Reinkarnation. die Außerirdischen mögen zurückkommen und mich mitnehmen. daß wir teilweise etwas Unterschiedliches erlebt hatten. Auch eine schwebende Jungfrau Maria hätte ihr gefallen. die ganze Zeit das gelandete Raumschiff. Außerirdische Astronauten fand ich interessant. Ich hatte nicht ein einziges Buch von Erich von Däniken oder anderen UFO-Autoren gelesen. daß mir die acht Gestalten durchsichtig erschienen. Die Möglichkeit. daß diese Wahrnehmungen nur aus meinem Kopf heraus auf den Parkplatz projiziert worden sein könnten. obwohl sie klar und deutlich zu erkennen waren. dasselbe gesehen und gehört. weil Diana es gesagt hatte und ich sie auch sehen „wollte“. Jetzt war ich an schwerem UFO-Fieber erkrankt. beschrieben sie in gleicher Größe. Dort. Wir beide haben zwei UFOs gesehen. Auch kein Halloweenkürbis. hörten die selben Töne. Sie schienen großartige telepathische Kräfte zu besitzen. Aber: Um Dianas Raumschiffe herum blinkten grüne Lichter.

Meine Mutter. Als er zurückgesegelt war. Hans kam zu dem Ergebnis. in dessen Garten ein mannshohes Modell seiner Flugmaschine stand. einem kleinen Dorf. Das Liber AL nahm ich mit. daß ich mich für ägyptische Hieroglyphen interessierte. wenn ich nur dieses eine Buch verstehen würde. Eine geflügelte Kugel schwebt über ihm. es hätte schon vor vielen tausend Jahren einen regen Flugverkehr zwischen den Kontinenten gegeben. Wie ich schon erwähnt habe. in den Hieroglyphen die Bauanleitung für seine Flugmaschine zu entdecken. Ich rief ihn an. Dann war er nach Südamerika gesegelt. Dort verglich er die Grundrisse einiger alter Tempelanlagen mit Plänen ägyptischer Tempel. machte einen sehr „geerdeten“ und „ordentlichen“ Eindruck. war grauhaarig. um Hans zu fragen. Er lud mich ein. die er in Büchern gefunden und von zu Hause mitgenommen hatte. die geflügelte Kugel auf dem „Liber AL“ sei die Darstellung eines Raumschiffes. der mir vor meinem UFO-Erlebnis erklärt hatte. Er vermutete. Auf dem Cover der „Liber AL“Ausgabe des Sphinx-Verlages ist eine ägyptische Grabesstélé abgebildet. Werding wohnte allein in einem kleinen Häuschen. So fuhr ich nach Wiepenkathen. Im Text stand. daß Herr Werding den exakten Bauplan einer Jahrtausende alten Flugmaschine entdeckt habe. 55 . die UFOs könnten zurückkehren. daß ich niemandem davon erzähle. Hierauf ist unter anderem der falkenköpfige Gott Horus auf einem Thron zu erkennen. die Erleuchtung erlangen zu können. Auch keine Neue. hatte mich in Finkenwerder besucht und mir einen Zeitungsartikel aus dem Stader Tageblatt mitgebracht. das ihm 1904 ein Gesandter des ägyptischen Falkengottes diktiert hatte. Es gibt unzählige UFO-Bücher. die Grundrisse seien identisch. In dem Artikel gab es ein Photo von Hans neben verschiedenen Hieroglyphen. Er muß damals zwischen 40 und 50 Jahre alt gewesen sein. er könne mir dann ein Modell der Flugmaschine zeigen. Dieser Mensch war Hans Werding. Jenes Buch. Wirkte keineswegs wie ein „verrückter Professor“.Diana wollte. Hans wohnte in Wiepenkathen. fing er an. Vor einigen Jahren hatte er seine Firma verkauft und sich von seiner Frau getrennt. Damals hatte ich diese Bücher aber nicht gelesen. Daß es sich bei dieser Kugel um ein Raumschiff handeln könnte. Lange glaubte ich. die diese Hieroglyphe mit einer außerirdischen Flugmaschine identifizieren. die wußte. ihn zu besuchen. übte Crowleys „Liber AL“ eine wahnsinnige Faszination auf mich aus. ob er etwas in den Hieroglyphen auf dem Cover lesen könne. Doch einen Menschen gab es. Ihr größter Alptraum war. zwei Kilometer von Stade entfernt. ist nicht meine Idee.

mir zu glauben. welches Hans aus Alkohol gewinnen will. Trotzdem war er sehr freundlich zu mir und vertraute mir seine Träume an: Er bräuchte nur eine Million Mark. Die Flügeldüsen können an den Flugkörper angelegt werden. einen so „irdischen“ Mann wie Hans etwas derartiges sagen zu hören. wirbelt sie immer schneller um die eigene Achse. daß sich die Antriebsdüsen. wenn ich beim Zuschlagen stark ausatme. der sich ein Seemann auf einem Segelschiff bedient. Außerdem hatte ich die Ausstrahlung einer Spinne. werden zusätzlich jene Kräfte genutzt. k lingen sie zusammenhangslos und verrückt. bei dem verschiedene Kräfte zusammen wirken und sich so zu einer größeren addieren: Bei einem Karateschlag stoße ich mit einer Hand nach vorne. Dadurch.Die Technik dieser Maschine könnte man mit dem „KaratePrinzip“ vergleichen. Wenn die Flugmaschine also beim Verlassen der Atmosphäre die Düsenflügel an den Flugkörper legt. Weitere Energie wird freigesetzt. als seine Flugmaschine. Meine Raumschiffe sahen enttäuschend anders aus. Er erzählte so unglaubliche Sachen. die Energie wird verstärkt. indem ich gleichzeitig die andere Hand zurückziehe. Einfach hintereinander aufgezählt. Ich erinnere noch einige Dinge. Hier gibt es den Effekt. die für alles immer Beweise sehen wollen und meinem Vater ähnlich sind. und nun die Arme an den Körper zieht. Eine zusätzliche Kraft entsteht. Natürlich würde Hans' Flugmaschine in Aktion rotieren: Das Prinzip eines Propellers. daß ich es nicht fassen konnte. die wahnsinnig geworden ist. Sie sind geformt wie lange Kuhhörner. entsteht ein enormer Druck. wenn er mit seinem ebenso gebogenen Segel gegen den Wind kreuzt. kontinuierlich verengen. hat dies einen Katapulteffekt. An ihren Spitzen befinden sich Öffnungen. Diese Flügel sind innen hohl. Als ich Hans nach meinem UFO-Erlebnis wieder besuchte. Aber für Hans beruhten alle seine Theorien auf überprüfbaren Fakten: 56 . die Hans mir damals versuchte zu erklären. war es nicht einfach für ihn. Genauso addieren sich in Hans' Flugmaschine verschiedene Kräfte zu einer Größeren: Die Maschine hat vier Flügel wie ein Hubschrauber. leicht Verbitterten. wenn ich dabei auch einen Schritt in Schlagrichtung gehe und die Hüfte drehe. den man bei einer Pirouettendrehenden Eiskunstläuferin beobachten kann: Wenn sie sich mit ausgestreckten Armen dreht. Durch diese Flügel schießt brennendes Gas. Noch eine Kraft liegt in der Schraubbewegung. Er gehörte zu den Überskeptischen. die gleichzeitig die Flügel sind. Auf Grund der gebogenen „Kuhhornform“. mit der ich die Faust drehe während mein Schlag trifft. um die Maschine zu bauen und bis zum Mars fliegen zu können.

das Hakenkreuz. Hans allein mit einer Landkarte und einem Lexikon in seinem Häuschen in Wiepenkathen. um die Tür in die Unterwelt zu öffnen. Er spekulierte. Mein Freund rief die Auskunft an und bekam sogar eine Telefonnummer. Ich habe einen Freund. Den Kontakt zu Hans habe ich leider verloren. mit hochkomplizierten Meßgeräten. zeigte er mir eine von ihm gezeichnete Flugmaschine in Gestalt einer Svastika. Auch Moses war ein Pharao. Als ich ihn besuchte. er hätte sich mit einem selbstgebauten Rednerpult in die Innenstadt von Stade gestellt und laut seine Gedanken kundgetan. mit dem er vor und zurück durch die Zeit reisen kann. die er unter dieser Nummer erreichte.Die ägyptischen Pharaonen waren außerirdische Astronauten. aber alles andere als ein Nazi ist. der ziemlich verrückt auf die Svastika. Das erinnert an den genialen Erfinder Daniel Düsentrieb. weil er sich in einem Raumschiff befindet. die direkt mit diesen Astronauten in Verbindung standen. Einem riesigen Hohlraum unter der Sphinx. Eine Freundin erzählte mir. wo Hans 57 . Aus den vier Enden sollte Feuer sprühen und das ganze Objekt sich im Fluge drehen. Danach sei er in die Nähe von Bremen gezogen und hätte dort eine eigene „Düsenantriebskraft“-Firma gegründet. 1995 besuchte ich einen Diavortrag von Erich von Däniken. Hans machte dieselbe Entdeckung parallel zu den japanischen Wissenschaftlern. erzählte er stolz. die Grabesstélé auf dem „Liber AL“ könne ein Schlüssel sein. Wir könnten uns mit denn alten ägyptischen Pharaonen unterhalten. Teilweise aber auch Menschen. Dann würde sich vielleicht eine Tür öffnen. weil sie eine Mischung aus Plattdeutsch und Berlinerisch sprachen. Die Japaner vor Ort in Ägypten. Man müsse sie nur an einen bestimmten Platz in einen Tempel nahe der Sphinx stellen. Er berichtete. sagte ihm. niemand wisse. abfährt. Jesus Christus ist darum unsterblich. Mit dem könnte er sich toll über so eine Flugmaschine unterhalten. Auch ein riesiger Hohlraum unterhalb der Sphinx. Neben der Flugmaschine hatte Hans in den Hieroglyphen auch eine Landkarte der „Unterwelt“ gefunden. Es seien diverse noch nicht geöffnete Kammern in der großen Pyramide entdeckt worden. Aber die Stimme. „Ich habe die Unterwelt entdeckt!“. er solle die Auskunft anrufen und nach der „Düsenantriebskraft“-Firma Hans Werding in der Nähe von Bremen fragen. 1987 hätte ein japanisches Expertenteam die Pyramiden und das Erdreich drumherum „geröntgt“. Ich riet ihm.

die Diana und mir in Finkenwerder erschienen sind. auch genannt „The Book of the Law“ oder „Das Buch des Gesetzes“. Die T.S.Werding sei. die Gott mit Feuer. Diese Flugmaschinen haben optisch und akustisch nichts mit den UFOs gemein. Rauch und Donner vom Himmel fahren sahen. Nach meinem UFO-Erlebnis gab es nur noch zwei Dinge für die es sich zu leben lohnte: Außerirdische und das „Liber AL vel Legis“.S. er wäre einfach verschwunden und nicht mehr aufzufinden. daß Hans mir zur rechten Zeit den Zusammenhang zwischen dem „Liber AL“ und den UFOnauten gezeigt hatte. Das feurige Hakenkreuz und Werdings Flugmaschine erinnern an die Vision des Propheten Ezechiel oder anderer biblischer Propheten. hatte aber dafür gesorgt. 58 .

Sie werden deinen Namen verehren. seitdem mir die Fernsteuerung implantiert wurde. Mitglieder der T. Die glückliche Zeit in Finkenwerder wohnten wir im Erdgeschoß eines dreistöckigen Reihenhauses. Solche Synchronizitäten brachten mich aus der Fassung. Die Zahl 418 taucht zweimal darin auf: Im 46sten Vers des ersten Kapitels heißt es: „Nichts ist ein geheimer Schlüssel dieses Gesetzes. Als ich aber nicht aufhören konnte. Für jeden sterblichen Erdling etwas vollkommen unwichtiges. um in die Wohnung zu gelangen: Einen für die Außentür und einen direkt für die Wohnung. Ich konnte mir kaum noch vorstellen. und ewig im Himmel Ausschau nach UFOs hielt. Achtzig. den Wohnungsschlüssel eine „18“. ich nenne es Acht.S.B. die Zahl des Menschen. 418 war z. Natürlich ist mir die Zahl 418.“ Im 78sten Vers des zweiten Kapitels: „Erhebe dich! Denn es gibt keinen wie dich unter den Menschen oder Göttern! Erhebe dich. viereckig.S. Das unheilige Buch besteht aus drei Kapiteln von insgesamt 220 Versen. 59 . o mein Prophet.“ Oh! Ah! Ich wohnte im „Haus 418“. und den Namen deines Hauses 418.S. die von Außerirdischen ferngesteuert werden. die Crowleys „Buch des Gesetzes“ lieben.Mathematik macht was sie will Ich habe Diana ganz wahnsinnig geliebt. Ein und sechzig nennen es die Juden.S. etwas Banales zu tun wie Brötchen kaufen oder das Badezimmer sauber machen. unsere Herzen auseinander. ständig „Das Buch des Gesetzes“ zu zitieren. Vierhundert und achtzehn. deine Statur soll die Sterne übersteigen. Den Außenschlüssel kennzeichnete eine gravierte „400“. immer besonders aufgefallen. Wer schaut sich die Herstellungsnummern auf seinem Schlüsselbund an und zählt sie dann zusammen? Menschen. meine Statur würde bald die Sterne übersteigen. Ihr werdet euch noch alle wundern. und Menschen. mystisch wundervoll. die Nummer meines ersten Fluges nach England. Man benötigte zwei Schlüssel. riß die T. Das ergibt zusammen 418.

der ursprünglich jüdischen Geheimlehre. bezeichnete seinen Schreiber darin auch als „Beast“. ist ein Zitat aus dem 13. in denen ein Antichrist. Offenbarungen und Rätsel. der ihm „Das Buch des Gesetzes“ diktiert hatte. Gottes Geheimnisse zu ergründen. die Schrecken und Wirren unserer Zeit zu überstehen und uns zudem noch in höhere Intelligenzen verwandeln. wer Verstand hat.“ Aleister Crowley bestand darauf. nicht mit einem „K“ oder einem „C“. Jeder Buchstabe ist von vornherein ein Zahlensymbol. Wer kennt nicht die Horrorfilme. Ha. Crowley brachte den Menschen durch die Niederschrift dieses Buches ein großes magisches Wort: „Abrahadabra“. Das einzige. Die Zahlen eines Wortes werden dann addiert. was das Zeug hält? Die 666 erhielt ihren Einzug in die Gemüter einer größeren Gemeinde durch die griechische Kabbala: Die „Apokalypse“. Das Buch des Gesetzes ist geschrieben und verborgen. Im Liber AL steht geschrieben: „Abrahadabra! Der Lohn des Ra-Hoor-Khuit. Diese Zauberformel soll uns helfen. und seine Zahl ist Sechshundert sechs und sechzig.“ Und: „Das Ende der Worte ist das Wort Abrahadabra. das letzte Kapitel des neuen Testaments. Mit einem „H“ in der Mitte. Aum.“ 60 . das dem Horrorfilm-begeisterten Menschen hieraus geläufig ist. So hat jeder hebräische oder griechische Name automatisch eine Namenszahl. der die Zahl 666 auf seinem Arsch tätowiert hat. versuchen. wurde ursprünglich auf griechisch verfaßt. besteht zwischen ihnen eine mystische Verbindung. mordet und meuchelt.Im Liber AL gibt es viele kabbalistische Andeutungen. Ergeben verschiedene Worte die gleiche Zahl. Der Gesandte des Falkenköpfigen Gottes. Kapitel: „Hier ist Weisheit. denn es ist eines Menschen Zahl. indem sie die Buchstaben ihrer heiligen Schriften durch Zahlen ersetzen. die Zahl seines Namens in hebräischen Buchstaben sei 666. der überlege die Zahl des Tieres. In der griechischen und hebräischen Schrift ist es nicht nötig. die Buchstaben durch Zahlen zu ersetzen. Die Schüler der Kabbala.

. erzählte ich meinem Lehrer. Das macht mein Implantat.S. Liebe unter Willen. steht auf meinem Mitgliedsausweis: 1418 / 93.“ „Thelema“ ergibt in der griechischen Kabbala 93.S. Als ich 1993 anfing. Auch das griechische Wort „Agape“. arbeitet Zeitmaschinen. mit modernen Raumschiff- Es gibt keinen Gefallen. was auf griechisch „Wille“ bedeutet. Fing-Schun Kung-Fu zu trainieren. den geneigten Leser nicht mit Zahlen und fremden Worten zu erschlagen. so ist seine Zahl 418. Ich hoffe. Weil ich im Jahre 93 in die Kung-Fu-Organisation eingetreten bin.S.S. denen die Organisation das Liber AL ins Gehirn gefickt hat.“ 418 und 93 sind heilige Zahlen für Mitglieder der T. Darum die beiden am häufigsten aus dem Liber AL zitierten Sprüche: „Liebe ist das Gesetz.“ Und: „Es gibt kein Gesetz außer tu was du willst. den die T. Ich kann nicht anders. addiert sich zu 93. was „Liebe“ bedeutet. daß ich viele Zusammenhänge zwischen dieser Kampfkunst und dem ägyptischen falkenköpfigen Kriegsgott sehen würde. Was sagt uns das? Die T. Der dazugehörige Vers im Liber AL lautet: „Das Wort des Gesetzes ist Thelema. seinen Mitgliedern nicht gerne tun würde. um seine Mitglieder verrückt zu machen. die das außerirdische Oberkommando ausläßt. Ich war ausgerechnet das 1418ste Mitglied.S.S. Es gibt keine Gelegenheit.Schreibt man „Abrahadabra“ in hebräischen Buchstaben. 61 . Ein ebenso wichtiges magisches Wort des Buches ist „Thelema“.

Frohen Mutes begann ich zu rechnen: E R I C H H O F F M A N N 5+ 90+ 9+ 3+ 8+ 8+ 60+ 6+ 6+ 40+ 1+ 50+ 50 336 = 62 . ihn auf Hebräisch überzeugen zu können. Meinem Vater bereitete allein dieses Verhalten großes Kopfzerbrechen. daß in dieser Numerologie eine geheime Ordnung enthalten ist. einen Sinn macht“. hoffte ich. Da ich nicht glaubte. dann wird er verstehen.Kapitän Picard Auch wenn ich auf dem Kümo meines Vaters arbeitete. und wenn dieses Wort den Zahlwert seines Namens hat. benutzte ich das lateinische Alphabet. „Wenn ich ein Wort finde. Er machte sich Sorgen um meine geistige Gesundheit. „Wie kann man nur Zahlen mit Buchstaben gleichsetzen und dann Worte ausrechnen! Das darf doch wohl nicht wahr sein! Was für einen Sinn soll das haben? Das werde ich nie verstehen!“ Sowas mußte ich mir anhören. müßte er erkennen. was ich tue. Er wird verstehen. folgendermaßen durchnumeriert: A 1 N B 2 O C 3 P D 4 Q E 5 R F 6 S G 7 T H 8 U I 9 V J K L M 10 20 30 40 W X Y Z 50 60 70 80 90 100 200 300 400 500 600 700 800 Ä = AE Ö = OE Ü = UE Nun dachte ich. daß das. Wenn „KAPITÄN“ die gleiche Zahl wie „ERICH HOFFMANN“ hätte. daß in der Kabbala eine Struktur verborgen ist. mit dem sich Erich identifizieren kann. Erich könnte sich mit dem Wort „KAPITÄN“ identifizieren. rechnete ich in meiner Freizeit die Zahlwerte verschiedener Worte aus.

aber das ist ja meine Zahl! MEINE ZAHL! Oh!“ CLAAS HOFFMANN ergibt genauso 356 wie KAPITAEN: C L A A S H O F F M A N N 3+ 30+ 1+ 1+ 100 8+ 60+ 6+ 6+ 40+ 1+ 50+ 50 356 + = So hatte ich nur mir selbst bewiesen.K A P I T A E N 20+ 1+ 70+ 9+ 200 1+ 5+ 50= 356 + „So ein Mist. Hat nicht die gleiche Zahl. daß ich eigentlich Raumschiffkapitän bin. Eine blöde Differenz von 20!“. schimpfte ich. „Aber. 63 .

Capsikum. Diese Lichtblitze hatte ein ägyptischer Gott über mich ausgegossen. da hat es rot und grün auf dem Papier geblitzt. brannte und stach es auch in meiner heiligen Rosette.S. Unten auf der ersten Seite des Buches. hielt mir einen Küchenmixer ins Gehirn. Nach dieser Nacht aus Piken in Eiern und After und bunten Lichtern. Das wußte ich damals noch nicht. Ein anderes Licht als das. Damit ich wirklich etwas Intensives erleben durfte. und ich hab Raumschiffe gesehen und Gestalten mit langen Schwertern und einen Totenkopfkürbis. „Khu“ mit „Astralkörper“. intensiv.“ Die Homöopathin holte eines ihrer vielen Bücher aus dem Schrank und las mir vor: „Caps. zerrte mich die T. Verwirrt wie nichts Gutes torkelte ich in die Praxis und plapperte in ihre offenen Ohren: „Meine Eier und mein Arschloch piksen und brennen.. bunt. Symptome: Brennende und stechende Schmerzen in Hoden und After nach Samenerguß. Verehret darum das Khabs und sehet mein Licht über euch ausgegossen. was einem vor den Augen flattert.“ Hier blitzten kleine rote und grüne Lichter auf dem Papier. Ich setzte mich in die Küche und las im Liber AL. Abends hatte ich toll mit Diana gefickt. Klar und deutlich.Außerirdische Ärzte Wenige Tage nach dem UFO-Erlebnis fühlte ich einen stechenden Schmerz in meinem linken Hoden.S. Sie helfen mir mit Lichtblitzen! Ein Wunder! Sie retten meine Eier! Danke! Danke! Heilig! Heilig! 64 .S. Wirklich. wenn man übermüdet oder bekifft ist. steht geschrieben: „Das Khabs ist in dem Khu. die mich danach plagten. und als ich Khabs gelesen hab. wenn ich abgespritzt habe.S. das erstemal in meinem Leben zu einer Homöopathin: Gabriela Pimienta. nicht einschlafen. konnte aber wegen den Schmerzen. nicht das Khu in dem Khabs.“ Die T. Es war deutlich. mexikanischer roter Pfeffer. genannt Gaby. „Khabs“ kann man in etwa mit „Seele“ übersetzen.

Glaubte ich. ich hatte solche Angst. Fiebrig überlegte ich: „Wenn Capsikum ein Verstärker ist. chronischer Entzündung. stand. sie sei eine Königin.Nachdem ich Capsikum drei Wochen eingenommen hatte. Das Buch sagte aber auch.“ Ich las mir alles. Ich war böse auf Gott. brauche ich dann einen Verstärker für den Verstärker? Vielleicht muß noch eine Medizin hinzugefügt werden?“ Ich fragte Gaby. Für meinen nächsten Besuch in Gabys Praxis nahmen meine Hoden eine purpurrote Färbung an. Erinnern wir uns an die Wiedergeburt von Jesus. daß es das richtige Mittel für mich war. Gabriela war von der Synchronizität „Khabs = Caps = Capsikum“ so fasziniert. daß sie mit diesem Mittel experimentierte. Es linderte nicht im geringsten meinen Schmerz. wurde ich irre. War sofort erschlagen von meiner Fähigkeit. Bei mir funktionierte Capsikum nicht. das verbranntes Tier heißt. mir fliegen die Eier weg. weil doch nach dem „Buch des Gesetzes“ der erwählte Priester und Apostel des unendlichen Raumes das Tier ist. konnte durchaus bedeuten. ob es ein Mittel gäbe. Es funktionierte: Die von ihr ausgesuchte Medizin „schlug an“. Jene Medizin. das Tier heißt. die richtige Medizin für ihren Patienten gefunden zu haben. Das Mittel schlug aber nicht an. einmal durch die Hölle zu meiner Seele zu gelangen. den Straßenmusikanten Robert. es gibt ein Mittel. Sie bezeichnete Capsikum als einen hervorragenden Verstärker. in dem sie sich todsicher gewesen sei. überall Synchronizitäten zu finden: Tierkohle wird normalerweise gegen Verstopfung genommen. die mir helfen sollte. Die Schmerzen waren nicht fortgegangen. und in naher Zukunft würden sie gemeinsam die Welt regieren. Homöopathie hatte ich nicht verstanden. Mein Herzschlag war der eines schlechten Reaggae-Songs. Das Stechen zog in Rückgrat und Beine. daß es dir helfen kann. Oh Gott. Ich kaufte es mir in der Apotheke. der seiner großen Liebe erzählte. Daß es mir nach der Einnahme dieses Medikaments zunächst schlechter ging als zuvor. „Ja. Carbo Animalis. 65 . Jetzt gab sie dem Kranken zusätzlich ein paar Tropfen Capsikum. durch. Begeistert erzählte sie von einem Fall. was in ihrem Buch über verbranntes Tier. purpurner Verfärbung und unregelmäßigem Herzschlag. Nahm es einige Tage lang. Carbo Animalis helfe ebenfalls bei Krebs. Ich glaube nicht.

Auch ich sollte bald so weit sein. Gabriela Pimienta war ganz verzückt von mir. Sie lud Diana, Sabine und mich zu ihr nach Hause auf einen Kaffee ein. Sabine ist jenes Mädchen, das Diana und ich, bevor wir auf dem Heimweg die UFOs sahen, besucht hatten. Ohne Sabine wäre ich nie bei Gabriela gelandet. Sie war es, die mich zu ihr geschleppt hatte. Sie verehrte die Homöopathin wie eine heilige Meisterin. Glaubte ihr jedes Wort. Meinte, sie sei die einzige, die mir helfen könne. Gaby offenbarte Diana und mir feierlich, daß ich gerade auf dem Weg der Einweihung in die großen Geheimnisse der Schöpfung sei. Dabei tat sie so, als hätte sie ihre schon hinter sich. Sie warnte, Diana müsse auf mich aufpassen und dafür sorgen, daß ich nicht vergesse, etwas zu essen. Ich hätte große Fähigkeiten in der Homöopathie. Die Mittel gegen Aids und Krebs könne ich finden. Vielleicht sogar die universale Medizin. Die Meisterin hatte einen superfetten Freund, Jochen. Der schob einen UFO-Film. Hatte alle Bücher von Erich von Däniken gelesen und strebte danach, Kaiser von Deutschland zu werden. Gabriela sollte seine Kaiserin sein. Durch einen Putsch wollten sie an die Macht kommen. Dazu benötigten sie die Tarnkappe aus der Siegfriedsage. Leider gab es nur eine wage Vermutung, wo sich diese Tarnkappe in Süddeutschland befinden könnte. Auch grübelten sie darüber nach, wo die Bundeslade, das Heiligtum der Juden, versteckt gehalten wird. Die wollten sie an sich reißen, weil sie so wertvoll ist. Alles was mit Macht zusammen hängt, übte größte Anziehung auf den dicken Jochen und die auch nicht schlanke Gaby aus. Nun witterten sie in mir ein Medium, das ihnen helfen könnte, ihre Ziele zu verwirklichen. Daß mich starke Schmerzen quälten und ich mich ohnmächtig fühlte, hinderte sie nicht, an meine übersinnlichen Kräfte zu glauben. Jochen grinste mich an und schleimte: „Einer muß ja Jesus gewesen sein. Einer muß ja damals diese ganzen Versprechen gemacht haben. Nun wollen wir mal sehen, ob er sie auch halten kann.“ Gaby schaute mich beschwörend an und nickte bedeutungsvoll. Sie behauptete, sie wäre meine Mutter Maria gewesen. Damals, vor 2000 Jahren. Wenig später besuchten mich die beiden in Finkenwerder. Sie ermunterten mich, auf einer Landkarte durch kabbalisieren und intuitives erfassen die „Tarnkappe“ zu finden. Sollte auch nach der Bundeslade suchen. Außerdem lechzte Gaby danach, die reichste Frau der Welt zu werden, indem ich ihr die universale Medizin verrate. Wenigstens das Mittel gegen Aids.

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Wenn einen die anderen für einen Gott halten, kann es schnell passieren, daß man sich selbst für einen hält. Aber was die beiden von mir verlangten, konnte ich nicht aus dem Ärmel schütteln. Ich versagte auf ganzer Linie. Sie blieben geduldig und glaubten weiter an meine Mission. Manchmal plapperte Gabriela meine Gedanken nach. Sie tat dann so, als wäre sie selbst darauf gekommen. Eine 180-GradWendung erhielt ihre Meinung vom außerirdischen Erbmaterial: Sie quasselte: „Ja, wir sind die Götter, die von einem anderen Planeten auf die Erde kamen. Leider machten einige von uns den Fehler, mit Erdlingen Kinder zu zeugen.“ Ich entgegnete, das sei überhaupt kein Fehler gewesen, sondern Absicht. Vollkommen in Ordnung. Durch die Vermischung von außerirdischem mit urmenschlichem Blut ist der intelligente Mensch entstanden. Die UFO-Literaur ist vollgeknallt mit dieser Philosophie. Ich glaubte aber, das sei meine Idee und eine neue. Gabriela war hin und weg von meinen Worten. Sie behauptete fortan das Gegenteil ihrer vorherigen Ansicht. Ja, sie hätten die Erdlinge „genetisch überzeugt“. Manchmal würde sie mit Jochen zusammen durch die Stadt laufen und zu sich selber sagen: „Die haben wir gut hinbekommen, die Menschen.“ Das waren die reichsten Verrückten, die mir je begegnet sind. Keine bekifften Straßenmusiker oder durchgeknallte Tramper ohne Geld. Gaby unterhielt eine gutgehende Praxis an der Alster. Jochen arbeitete gerade an der Fertigstellung eines HomöopatieComputerprogramms, das man mittlerweile kaufen kann. Es ist nach Krankheitssymptomen und homöopathischen Medikamenten geordnet. Wenn man eine Krankheit eingibt, erscheinen alle Mittel, die dieser zugeordnet sind. Das ganze funktioniert auch umgekehrt. Nicht im geringsten bezweifelte Gabriela, daß Außerirdische mit mir in Kontakt getreten sind. Für sie war es auch klar, daß ich die Reinkarnation Aleister Crowleys bin. Als sie mich besuchte, und ein Crowley-Photo an der Wand hängen sah, rief sie begeistert zu Jochen: „Guck mal, ist das nicht erstaunlich. Er hat die gleichen Augen. Claas hat sogar ähnliche Gesichtszüge wie in seinem vorherigen Leben.“ Alles was mir die Homöopathin erzähle, fraß sich tief in mein Gehirn. Sagte sie mir doch, was ich hören wollte. Bin ich nicht der Erschaffer meiner eigenen Welt? Sogar dafür verantwortlich, was mir andere Menschen erzählen und was ich mir davon merke?

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„Hahaha“, lacht die T.S.S.. „Du glaubst nur hier selbst etwas zu erschaffen. Wir sind die Schöpfer deines Universums. Oder hast du vielleicht uns erschaffen?“ Bin ich verantwortlich für das, was die T.S.S. mir antut, weil ich Mitglied bin? Konnte die Homöopathin etwas dafür, daß mich die T.S.S. zu ihr führte? Nur dann, wenn sie selbst Mitglied ist? Manchmal tat sie so, als wäre sie eins. Dann erklärte sie: „Wir sind Außerirdische unter den Erdlingen. Wir werden hier immer wiedergeboren. Jetzt erinnern wir uns langsam. Begegnen uns, um Informationen auszutauschen. Informationen, die wir für unseren Auftrag benötigen“ Ich war die Inkarnation von Crowley und Christus und hatte den Auftrag, erst die Medizin gegen Aids und dann die universale Medizin zu finden. Es läßt sich nicht vermeiden, daß man dann bald zusammen mit seiner Königin die Erde regieren wird. Wie aber wird man Militärdiktator, der schrecklichste, den es je gegeben hat? Ein entsetzlicher Diktator, der seinen Feinden vor Furcht die Gedärme schlottern läßt? Auch das sollte für mich kein Problem sein.

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Deutschlands bester Freund Psychopath
Die Personalkennziffer meines Musterungsbescheides war 11101. Der 48ste Vers des ersten Kapitels vom „Buch des Gesetzes“ lautet: „Mein Prophet ist ein Narr mit seinem Eins Eins Eins, sind sie nicht der Ochse und keins nach dem Buch?“ Der Tarot-Trumpf „der Narr“ symbolisiert entweder einen überspannten, wahnsinnigen Menschen, oder genau sein Gegenteil: Einen heiteren, jungen Mann, dessen Leben mit dem „Tao“ fließt. Ein Erleuchteter. Dieser Karte ist der hebräische Buchstabe Aleph zugeordnet, der einem Hakenkreuz ähnelt. So wie wir beim Aufsagen unseres Alphabetes nicht nur „Y“ von uns geben, sondern „YPSELON“, sprechen die Juden beim Aufsagen ihres Alphabetes nicht nur „A“, sondern „ALEPH“. Im Gegensatz zu unserem „YPSELON“ steckt in den hebräischen Buchstaben eine Bedeutung: „Aleph“ heißt „Ochse“, geschrieben „A-L-P“. Ein „P“ am Ende eines Wortes zählt in der Kabbala als 800. Am Anfang oder in der Mitte als 80. Schummelt man, und zählt das „P“ vom hebräischen Ochsen als 80, ergibt „A-L-P“ = 111. (A=1, L=30, P=80). „Mein Prophet ist ein Narr mit seinem Eins Eins Eins, sind sie nicht der Ochse und keins nach dem Buch?“ Ich schrieb dem Kreiswehrersatzamt einen fünfseitigen Brief, in dem ich erklärte, daß die Außerirdischen schon 1904 meine Personalkennziffer gekannt hätten. Als Beweis für die außerirdischen Zeitreisenden zitierte ich den entsprechenden Vers aus dem Liber AL und kopierte außerdem einige Seiten der Originalhandschrift Aleister Crowleys. Im Liber AL wird mehrfach darauf hingewiesen, daß das Buch immer zusammen mit Crowleys Handschrift veröffentlicht werden muß. In verschiedenen Worten seiner Sauklaue hatte ich meinen Namen erkannt, diese Stellen markiert, und dem Kreiswehrersatzamt geschickt. Mein Schreiben war keine Kriegsdienstverweigerung. Im Gegenteil: Ich behauptete, ich wolle Militärdiktator werden, Deutschland wiedervereinigen und das politische System der BRD verändern. Schon einmal hatte ich dem Kreiswehrersatzamt auf einen Musterungsbescheid geantwortet. Die Beamten verhielten sich jedoch, als hätten sie mein erstes Schreiben nie erhalten:

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Die gelandete Außerirdische bekam Kinder von den Urmenschen. Dieses Blut strömt durch unsere Adern. Ich hätte nicht die Zeit. Ich erklärte. Die erste fand ich 18-jährig.“ Der Musterungsbescheid. Crowley auch. Dieses Doppel ist eine kleine grünhäutige Frau mit einem enorm großen Kopf. starb auf der Erde und wurde wiedergeboren. Der Bund ließ mich in Ruhe. die je zu einer Musterung gehen mußte. Unverzüglich muß ihm das Oberkommando der Bundeswehr übertragen werden. als ich selbst noch genau dieses Doppel war. Eine „Lam“ landete auf der Erde. hätten die große Aufgabe. Hitler gehorchte meinen Befehlen. Claas Hoffmann. Sofort. flüchtete ich nach Berlin. damals wohnhaft in Hamburg-Othmarschen. Mann und Frau sind vor dem Gesetz gleich. bin ich mit meinem UFO eine Zeitschleife geflogen. Darum werde ich auch nicht kommen. die Regierung und den Verteidigungsminister zu informieren: Claas Hoffmann ist im Besitz wichtiger außerirdischer militärischer Informationen. war bereits die dritte Aufforderung meines Vaterlandes. Aus meinem Militärdiktator-Brief konnten die Beamten phantastische Neuigkeiten erfahren. Sie. mir die Tore zur Bundesregierung zu öffnen. Ich informierte sie darüber. daß es mich zweimal zur gleichen Zeit gab. die Beamten vom Kreiswehrersatzamt. ihm zu dienen. nachdem ich das fürchterliche Papier erhalten hatte. Mein Name lautete „Lam“. Sein Reden vom arischen Blut der Herrenrasse bezog sich auf das außerirdische Blut. auf den ich antwortete. Ich kenne keine Frau in der BRD. das in den Menschen fließt.„Sehr geehrte Damen und Herren. Bin eine Inkarnation dieser außerirdischen Frau. daß es auserwählt worden sei. um mich dort beim Einwohnermeldeamt eintragen zu lassen. Das Kreiswehrersatzamt mußte nun zur Kenntnis nehmen. So. daß ich über ein außerirdisches Doppel verfüge. ich wolle Militärdiktator werden. immer wieder befördert zu werden und so ganz nach oben zu kommen. 70 . eine normale militärische Laufbahn einzuschlagen. Hochachtungsvoll. bis ich zwei Jahre später nach Finkenwerder zog. und meine Kinder dann auch wieder Kinder bekamen und so weiter. die andere umkreiste den Planeten weiter in ihrem UFO. in meinem Briefkasten. In der Steinzeit. da mich ja in der Steinzeit die Urmenschen gefickt hatten. meine Wenigkeit sei das geheime Oberhaupt der NSDAP gewesen.

Insofern können sie durch das Ignorieren meines Briefes überhaupt nichts verändern.Um der Sachen den richtigen Pepp zu geben. Damit werdet ihr die Völker vernichten und keines soll vor euch bestehen. So toll. Nur den direkten Funkkontakt und die militärischen Informationen besaß ich nicht wirklich. Die Zukunft steht fest. die nicht zu kämpfen wagen.und SA-Runen malte ich auf den Brief und brachte ihn zur Post. Egal.“ „Ich werde euch eine Kriegsmaschine geben. sondern spielen: Verachtet alle Narren. wie Deutschland wiedervereinigt ist und ich Diktator bin. von meinem Doppel aus dem UFO beobachtete zu werden und für die genetische Zusammensetzung der Menschheit verantwortlich zu sein.“ „Wir haben nichts mit den Ausgestoßenen und den Untauglichen: Laßt sie sterben in ihrer Trübsal: Denn sie fühlen nicht. Mein außerirdisches Doppel ist mit dem Raumschiff in die Zukunft geflogen und hat gesehen. Die Personalkennziffer zusammen mit meinem Namen in der Originalhandschrift von 1904 war schließlich Beweis genug. Mitleid ist das Laster der Könige: Tretet nieder die Unglücklichen und die Schwachen: Dies ist das Gesetz der Starken: Dies ist unser Gesetz und die Freude der Welt. SS. daß ihnen dieses Verhalten noch einmal verzeihen wird.“ „Ich bin der Kriegsgott der Vierziger: Die Achtziger verbergen sich vor mir und sind gedemütigt. Des Schreibmaschinenschreibens war ich nicht mächtig. Ich war mir sicher. die mir am faschistischsten und brutalsten vorkamen: „Verachtet auch alle Feiglinge: Berufssoldaten. 71 . daß sie bald ganz genau tun würden. Meine Mutter tippte das Hirngespinst für mich ab. was ich von ihnen verlange. zitierte ich zu guter Letzt die Verse des Kriegsgottes Horus aus dem Liber AL. Ich will euch zu Sieg und Freude bringen: Ich will im Kampf bei euren Waffen sein und ihr werdet Lust zu töten haben. Keine Antwort auf meinen Brief! So eine Frechheit! Ich antwortete.“ Ehrlich und wahrhaftig glaubte ich. Ich erhielt einen neuen Musterungsbescheid. daß meine Geschichte „ganz nach oben kommt“. daß beim Kreiswehrersatzamt Nazis sitzen. Einige Hakenkreuze. die die Zitate aus dem „Buch des Gesetzes“ und meine Behauptungen toll finden. daß sie sich darum kümmern würden. da es ja sonnenklar sei.

beispielsweise durch Stiche in die Hoden. Schlief auf einer Matratze neben meinem Schlagzeug.“ Die „Kaaba“ ist das Heiligtum der Moslems in Mekka. Die letzten beiden mit der Mitteilung. Als die Beziehung mit Diana zerbrach. erleuchtetes Gehirn war es aber sonnenklar. Diese „Car-Bar“ war nun mein Schreibhaus. Ich bekam fünf weitere Musterungsbescheide. ohne eine Mark in der Tasche oder eine extra Unterhose. Spiegelmagie. sich Ihrer Aufgabe zu 72 . Meine Mutter ließ ich die weiteren Ergüsse nicht mehr abtippen. hatte ich noch in Finkenwerder verfaßt. Zweifelte für Sekunden an der Allmacht m eines außerirdischen Doppels. Je mehr mich das Kreiswehrersatzamt bedrohte. in der jetzt eine Bar stand. In der ehemaligen Garage gab es jetzt einen Kamin und eine Bar. aus dem die Briefe an das Stader Kreiswehrersatzamt gezaubert wurden. imitieren: „Sehr geehrte Damen und Herren. desto stärker bedrohte ich die Beamten. die sie mir machten. wenn ich nicht zum besagten Termin erschiene. Dieser Partykeller war ein ebenso heiliger Raum wie das Haus 418 in Finkenwerder. Wenn Sie auf dieses Schreiben nicht reagieren und meinen Anordnungen Folge leisten. die ihre Schreiben für mich darstellten. Für mein außerirdisches. Ein Liber AL-Vers lautet: „Richte bei deiner Kaaba (arab. Wollte die Gewalt. daß „Kaaba“ nur „Car-Bar“ bedeuten konnte: Eine ehemalige Garage. Sehr gemütlich. Von dort weiter nach Gent und Brüssel. Es ist vollkommen aussichtslos. daß man mich mit den Feldjägern abholen würde. sie würde sich darum kümmern. Ihnen außerirdische Kriegsmethoden am eigenen Leibe zu demonstrieren. Übernahm in Teilen ihre Formulierungen. gleiche Rechte wie eine Frau zu besitzen. Dies ist die letzte Aufforderung. daß ein Psychologe mich irgendwo einsperrt. zu Lood nach Holland getrampt.Das Schreiben. dann nach Hannover und Berlin. Sie sollten genau die Angst. sehe ich mich leider gezwungen. zurückbekommen. war ich durchgeknallt. Am Ende der dreiwöchigen Irrfahrt war ich bei meinen Eltern gelandet.=Würfel) ein Schreibhaus ein. Fürchtete. alles muß gut gemacht werden und nach Geschäftsgebrauch. Nie bekam ich eine Antwort auf meine für Deutschland und die ganze Menschheit so wichtigen Briefe.

kam ein freundlicher Staatsdiener in mein Elternhaus. daß die Grenzen Deutschlands von Ägypten bis Brasilien reichen. um ein schreckliches Blutvergießen zu vermeiden. Wenn ein Mann mit einem Trenchcoat am Haus vorbeiging. in dem ich erklärt hatte. Alle fürchten sich ganz schrecklich vor mir. Sie beschließen. um die Bevölkerung vom außerirdischen Blut der Deutschen und ihres neuen außerirdischen Herrschers zu unterrichten. oh mein Volk. machte ich einen Gruß zum Himmel. Einen phantastischen Plan: Da im Kreiswehrersatzamt und in allen höheren Stellen der Bundeswehr größenwahnsinnige Nazis sitzen. war ihre Antwort. und ich die außerirdischen Waffen nur zur Verteidigung einsetzen wolle. wissen Sie vielleicht ob ihr Sohn das alles ernst meint? Oder will der sich nur einen Spaß mit uns erlauben?“ „Ich denke. Der Hammer ist: In jedem Mensch fließt außerirdisches Blut! Nicht nur in den Deutschen! Dann würde ich behaupten. Du. die bei Bundeswehr und Regierung etwas zu sagen haben. was für ekelhafte NaziArschlöcher in den Kreiswehrersatzämter sitzen. Lam sitzt im unschlagbaren 73 . damit die begriffen. Die Geheimdienste der BRD und DDR treffen sich. die sich alle die Wiedervereinigung Deutschlands wünschen und gerne einen Militärdiktator hätten. Ich war nicht da. in der Sie. Meine Mutter öffnete die Tür. handelte es sich um jemanden vom CIA. mein außerirdisches Doppel im Raumschiff hätte mir vergewissert.widersetzen. Ich hatte einen Plan. mir die Tore zur Bundesregierung geöffnet haben. daß die Soldaten in Deutschland überflüssig seien. Das Oberkommando der Bundeswehr wird auf mich übertragen. widerliche Faschisten sind. werden meine Briefe an die Bundesregierung weitergeleitet. Deutschland kampflos wiederzuvereinigen. sehr geehrte Damen und Herren. daß ich gerade gefilmt werde. Flog ein Hubschrauber in der Nähe des Hauses. daß alle Leute. erhebe Dich und erwache!“ Nach meinem dritten Brief. Endlich kommt an den Tag. Als mächtigster Mann der Welt trete ich nun vor die Kameras. erzählte sie mir beim Abendbrot. daß ich weiß. er meint das ernst“. Jetzt war ich höchstgradig beziehungswahnsinnig. Jetzt wird die Katze aus dem Sack gelassen: Alle erfahren mit schreckgeweiteten Augen und Ohren. Mein außerirdisches Doppel hat die Zukunft bereits gesehen. FBI und KGB und supergeheimen UFO-Geheimdiensten der Bundeswehr. „Sagen Sie.

ob ich die unendliche Geschichte von Michael Ende kenne. auch ich lange ungläubig war. Er sagte freundlich. Dann gab sie mir einen Termin beim Psychologen Dr. in dem ich noch einmal betonte. sind sie nicht der Ochse und keins nach dem Buch?“ 74 . Ich dürfe mir gerne einen Termin selber aussuchen. Gähnende Leere. Ich suchte mir einen Termin aus. meine Geduld sei nun zu Ende. Bevor ich hinging. Man untersuchte mich nicht körperlich. Das Militär kann sofort abgeschafft werden. Der Mann am Telefon schien nicht eingeschüchtert zu sein. Die UFOnauten brauchten mit ihrer SuperUFOtechnik nur demjenigen. rief ein Beamter an. Ich ging ans Telefon. aber sie würden mich dazu zwingen. „Mein Prophet ist ein Narr mit seinem Eins Eins Eins. daß die Staatsdiener mir glaubten. Daß ich durchaus Verständnis für ihren Unglauben hätte. daß ich alle außerirdischen Waffen nur zur Verteidigung einsetzen wolle. Zuvieluck im Stader Krankenhaus. Als Claas vom Mars betrat ich in feuerroten Klamotten das Kreiswehrersatzamt. Die Außerirdischen würden mit Sicherheit dafür sorgen. Dann noch ein paar Akten aus den Schränken werfen. Oder ihm in die Eier piken. der meine Schreiben bearbeitete.Superraumschiff und garantiert uneingeschränkten totalen Schutz vor Aggressoren. Wie ich mich freue. Die Hausnummer dieses Krankenhauses ist 111. die meine schriftstellerische Begabung lobte und fragte. daß sie als Beamte so viel Spaß verstehen. aber mich so ungern mit Gewalt holen würden. damit die synaptischen Schaltstellen in meinem Nervensystem gelockert werden und die Neuprogrammierung meines Biocomputers möglich war. Was für ein genialer Plan! Nachdem ich auf die fünfte Aufforderung des Kreiswehrersatzamtes geantwortet hatte. mit einer unsichtbaren Hand am Schlips zu ziehen. wenn ich nur kommen wolle. schrieb ich einen letzten Brief. Die UFOnauten mir leider in Eier und Arschloch piken mußten. es würde mir widerstreben. Ich mußte 5 Minuten mit einer älteren Psychologin reden. daß sie schon zweimal einen definitiv letzten Musterungsbescheid abgeschickt hätten. Gewalt anzuwenden.

Zuvieluck war köstlich amüsiert. 75 .Herr Dr.

so aufgeregt. Verließ 76 . Es bleibt vollkommen offen. Ein Alptraum mit grau gefärbtem Haar. Kaufte mir Haschisch. weißgepudertem Gesicht und grell orangem Lippenstift. das er ersticken mußte. Die Rauchzeichen eines Indianers sagten. „Claas. Er hängt sich daraufhin an einer Buche auf. das ist eine zweistündige Arbeit! Ich möchte. befahl Frau Nonnemann in ihrem schneidigsten Ton. Gestern hat die Schlange mit dem Schrubber die Küche gewischt und danach auf dem Mistkäfer im Bett soviel Zahnpasta ausgedrückt. Drei DIN-A4 Seiten. Jetzt lief ich auf den Schulhof in die Raucherecke. daß du dich wieder hinsetzt und alles noch einmal gründlich durchsiehst“. Was ist der Unterschied zwischen Analverkehr und analysieren? Der Papst auf dem Klo holt sich munter einen runter . „ Und so weiter. Nach einer Stunde erhob ich mich von meinem Platz. Dieser andere Deutschlehrer des gleichen Gymnasiums war der Überzeugung. Damals hatte er mich für ein Vierteljahr von der Schule beurlaubt. ob er ein Mörder ist oder nicht. Wir mußten einen Aufsatz über die „Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff schreiben. weil er jemanden umgebracht hat. Zuvieluck erinnerte sich gut. antwortete ich. Gegen meine Gewohnheit in sauberer Schrift. als würde es um mein Leben gehen. Ohne Rechtschreibfehler. Er kannte mich noch als 16jährigen. daß bald ein noch schrecklicherer Krieg als der vorherige ausbrechen würde. daß nicht entschieden werden kann... ließ den Aufsatz auf dem Tisch liegen und wollte das Klassenzimmer verlassen. Vielleicht bleibe ich dann“. Für Frau Nonnemann war die Sache klar: Der Erhängte hat sich darum das Leben genommen. Darin wird ein Mensch des Mordes verdächtigt. „Sie können versuchen mich festzuhalten und die Tür abschließen.Die Judenbuche Dr. Vor der Deutscharbeit sprach ich einen anderen Lehrer auf die Problematik der Geschichte an. Deutschunterricht gab es bei der schrecklichen Frau Nonnemann. Eine lebendige Leiche. So begann mein Aufsatz über die „Judenbuche“: „Das kann teuer werden! Teurer als Hackfleisch im Supermarkt. ob der Erhängte unschuldig verdächtigt wurde oder nicht. daß die wichtigste Aussage von Annette von Droste-Hülshoff ist.

Wollen mich nicht sterben lassen. an die Wand geschraubt. Ich fühlte mich. Habe Arme und Beine. Grauhaarige Ärzte drumherum. mein Klassenlehrer. Drehe mich. die nicht weit vom Gymnasium wohnte. Oh! Oh man! Besorgt schaute mich die Freundin an: „Was ist los mit dir?“ „Ich. Geben mir Spritzen. die meine Schultern und Hüftknochen durchbohren. Schwer beeindruckt von meiner Vision schlich ich zur Schule zurück. Alles ist weit und frei und schön. Silkes Zimmer. Ich schreie. Man hatte 77 . Der Alptraum zerreißt. Habe keine Beine und keine Arme. und einige seiner Kollegen gelesen... kreisender Sterne. Wie unvorstellbar schrecklich! Schreie! Werfe den Kopf hin und her. FÜHLTE MICH. Besuchte eine Freundin. seufzte ich und blickte unsicher in ihrem Zimmer umher. Bin mit glänzenden Metallstangen. Sie kochte einen Tee.das Schulgelände. Frieden! Unendlichkeit! Im Bruchteil einer Sekunde verwandelt sich alles in nervenzerreißenden Schrecken: Ein Krankenhaus. Auf ihrem Bett baute ich einen Joint. etwas unsagbar Schönes . Silke. ich habe gerade etwas. Langsam ließ die Wirkung des Haschisch nach. Wosch! Was für ein Zeug! Ich fliege ins Weltall. Oh! Ein Wunder! Werde gezogen. Den Aufsatz hatten mittlerweile der Direktor. und gleich darauf etwas unendlich Schreckliches gesehen“. Durch einen gewaltigen Tunnel bunter.

ab welchem Alter ein menschliches Wesen ein Sexualleben führen darf. Kurt Zuvieluck erzählte bei meinem nächsten Besuch die wunderbare Geschichte. daß ich einmal in der Woche mit ihm reden müsse. die sofort zur Schule geeilt war. Das möchten sie doch auch gerne. Nur der Psychologe glaubte mir. die man sich vorstellen kann. auch heutzutage sind die meisten Eltern so. die schrecklichste Psychose. wie seinem Kameraden ein Stück Schädeldecke und ein bißchen Gehirn weggefetzt wurde. Er stehe auf meiner Seite. Glaubte. Weder die Pädagogen noch meine Mutter waren von dieser Tatsache zu überzeugen. oder?“ Nun hatte ich Kurt wirklich in mein Herz geschlossen. wofür das Gehirn überhaupt gut ist. begeistert. liebevolle Eltern. Dr. daß man so etwas Schreckliches nur schreiben könne. schleppte man mich auf der Stelle ins Krankenhaus. daß es zuckte. Sein Kamerad überlebte. Die Pädagogen waren einhellig der Meinung. wenn man tablettenabhängig ist. werde ich Psychologe oder Neurologe. warum er als Neurologe und Psychiater tätig war: Im zweiten Weltkrieg kämpfte Kurt in Rußland an der Front. eine Erklärung für mein tragisches Verhalten gefunden zu haben.meine Mutter benachrichtigt. Herr Hoffmann. Weder hatte irgend jemand bei mir Tabletten gefunden. Mußte mit ansehen. mein Aufsatz gefalle ihm gut. Hatten aber bei der Frage. noch hatte ich bis dahin jemals Tabletten zur Berauschung genommen. rief ihn mein Vater an: „Herr Dr. Zuvieluck an. Ein guter Tausch. riechen! Einfach alles! Obwohl ihm ein Stück Hirn fehlte! Kurt schwor sich: „Wenn ich den Krieg überlebe.“ Innerhalb des Vierteljahres. sehen. hören. Ich denke. Werde herausfinden. in dem ich wöchentlich den Psychologen besuchen mußte. Konnte sprechen. Gab mir das Gefühl. als er meine Briefe an die Bundeswehr las: „Du hast dich ja überhaupt nicht verändert! Dir sitzt ja immer noch der Schalk im Nacken!“ 78 . Zuvieluck! Mein Sohn schläft in einer Woche mit drei verschiedenen Mädchen! Was soll ich nur tun?“ „Gar nichts. Dafür brauchte ich nicht zur Schule zu gehen. Meine Eltern sind kreative. Zuvieluck starrte entsetzt auf das offenliegende Hirn. Kurt mußte herzlich lachen. Das ist die Regel. Als ich das Gymnasium „Athenaeum“ erreichte. Außer dem Loch im Kopf hatte er keinen Schaden genommen. Die geschockten Erwachsenen riefen sofort bei Dr. Es wurde beschlossen.

Wies ihn auf meine Personalkennziffer hin. Zeigte ihm die Stellen aus dem Liber AL. die Aktenschränke im Kreiswehrersatzamt mit unsichtbaren Kräften umkippen. wenn nötig. ob es einen Fachausdruck für diese Krankheit gäbe. Vielleicht „Beziehungswahn“? Kurt runzelte die Stirn und grübelte. nur weil ihm eine Serie merkwürdiger Zufälle widerfährt? Warum hatte ich ernsthaft daran geglaubt. Das darfst du nicht jedem erzählen. Das ist eine Serie von sehr merkwürdigen Zufällen. daß nicht alles Spaß gewesen sei. die Außerirdischen würden.“ Ein großer Psychologe! Trotzdem: Kann ein Mensch den Verstand verlieren. Fragte ihn. in denen ich meinen Namen lesen konnte. den Beamten am Schlips ziehen und ihnen in die Eier piken? 79 .Ich erklärte ihm ehrlich. Schließlich sagte er: „Das ist keine Krankheit.

daß wenn ich auf dem Papier die Zuordnungen der Karten zu den Pfaden verändern würde. der der Karte „Ausgleich“ zugeordnet ist. in denen die Zahlen von 1 bis 10 stehen. Die Apfelsine war die Darstellung einer auf. was übersetzt „Zahlen“ bedeutet. Befehle auszuführen. ob die Sonne gerecht sei. aber im mystischen Sinne auch mit „Lichter“ übersetzt werden könnte. Ich überlegte mir. Glaubte. Gleichzeitig eine Darstellung des vollkommenen Menschen. In den älteren TarotDecks heißt der „Ausgleich“ „Gerechtigkeit“. dadurch auch in der Welt um mich herum etwas in Bewegung gesetzt wird. wenn ich die Plätze der Gerechtigkeit und der Sonne miteinander vertausche? Ich hatte den Kopf auf einen Arm gestützt.oder untergehenden Sonne. was ich nicht hätte miteinander verbinden können. als auf diesem Planeten stationierter außerirdischer Soldat. die Hand unter dem Kinn. Somit lagen also die Gerechtigkeit und die Sonne vor mir auf dem Tisch in einer Obstschale. ist mir weggeflogen: Der Lebensbaum ist das mystische Weltbild der Kabbalisten. Nun war die Vernetzung meiner Hirnwindungen derart.S. so. daß ich 80 . da sie ja für Hitler genauso wie für einen Juden scheint.Agent der Allmächtigen Ferngesteuert wandelte ich auf der Erdoberfläche. und blickte leicht an meinem Arm herunter. daß die Außerirdischen allmächtig seien. usw. bekam auch der letzte heile Teil meiner Schüssel einen Sprung. im UFO einfach alles zu? Wirklich davon überzeugt. daß es nichts gab. was auf Deutsch „Ochsentreibstock“ bedeutet. Glaubte. Der Lebensbaum besteht aus zehn Kreisen. Überlegte. Ich hatte immer noch den Kopf auf meinen Arm gestützt. Ich saß an meinem Küchentisch und dachte über die Tarotkarten „Ausgleich“ und „Die Sonne“ nach. Warum traute ich dem Oberkommando der T. Die Banane war die Darstellung eines Ochsentreibstocks. Diese zehn Lichter sind durch 22 Pfade miteinander verbunden und diesen Pfaden sind wiederum die 22 Trümpfe das Tarotkartenspiels zugeordnet. Das letzte Blech was ich noch hatte.S. für einen Reichen genauso wie für einen Armen. wurde ich nach einer Serie von Synchronizitäten in Finkenwerder: Als ich eines Nachmittags an meinem wahnsinnig magisch aufgeladenen Küchentisch saß und eine neue Welt erschaffen wollte. Was wäre also. Diese stellen die Emanationen Gottes dar und werden „Sephiroth“ genannt. heißt Lamed. Der hebräische Buchstabe. ob die Sonne gerecht ist oder nicht. Eine Art Landkarte des Universums. Am anderen Ende des Küchentisches stand ein Obstkorb mit Bananen und Apfelsinen.

stand an der Wand. Nur eine halbe Minute später schaute ich wieder nach unten an meinem Arm herunter und fand auf mein Handgelenk geklebt. Sie konnten auch schrecklich grausam sein.S. seit ich in dem Haus wohnte. woraufhin der Radiosprecher.mein Handgelenk sehen konnte. Da klebte. 81 . alles ist mein Spiegel“. wie kommt der denn dahin?“ Ich zog den Aufkleber ab und klebte ihn neben mich auf den Tisch. Dies ist die Zahl des Trumpfes „Gerechtigkeit“ in den alten Kartensätzen. Als wir von unserem kurzen Spaziergang zurückgekehrt waren. Den Radiosprecher hypnotisieren. auf dem stand „Maroc“. In diesem Moment machte Diana die Küchentür auf und kam herein. Auch erschrocken und aufgeregt. Im Treppenhaus hing seit einem halben Jahr ein Schild: „Das Spielen von Kindern und das Abstellen von Fahrrädern im Treppenhaus ist verboten. eine Viertelstunde spazieren zu gehen. „Das ist ja merkwürdig. Das erste mal. jemand Unsichtbares. dort. fest aufgedrückt. Ich sagte: „Ich halt das nicht mehr aus. ohne. Ich träumte nicht. mir Aufkleber aufs Handgelenk drücken. Unsichtbar. Stützte wieder den Kopf auf meinen Arm und schaute mir die Obstschale an. Wenn es sein mußte sogar gegen mich. sagte: „Mach das Radio aus. fest aufgedrückt ein Aufkleber von einer Banane. den Aufkleber von einer Apfelsine.S. im UFO ist. der ein großer Witzbold war. wo eben noch das Schild hing. daß ich es spürte. mach das Radio aus!“ Wir beschlossen. Meine Gedanken lesen. Kinderfahrräder herbeizaubern.“ Ich riß es von der Wand und warf es in den Mülleimer. die Außerirdischen würden mich ständig beobachten. Weil im Zimmer nebenan das Radio lief und ich nichts hören wollte. Obwohl ja mein außerirdisches Doppel das wahrhaftige Oberkommando der T. stand ich auf mit den Worten: „Ich mach das Radio aus“. Ich war froh darüber. auf dem stand „1*1 Danone“. ein Kinderfahrrad. Sie könnten irgendwie alles. In „1*1“ las ich eine „XI“. So glaubte ich also. welche Numerierung die beiden Haustürschlüssel erhalten sollten. Es mußte jemand bei mir sein. Dafür sorgen.

Das Buch war falsch gebunden. besuchte mich mein Freund und damaliger Arbeitskollege Torsten Klick. Zwischen den Seiten 304 und 305 befinden sich die Seiten von 353 bis 368. wenn man ein Wort eingab. Klitoris und Klicken. sondern eben solche. Zu meiner großen Verwunderung existierte diese Seite nicht. die für mich und mein „spirituelles Streben“ eine Bedeutung hatten.“ hat den Zahlwert 352. „Bild Gottes“). meinen Namen einzugeben. was als erstes auf Seite 356 stehen würde. Bei Michael hatte ich das erste mal die kabbalistische Berechnung von Worten anhand des lateinischen Alphabetes kennengelernt. Nach dem Druck ist beim Buchbinden dieses Dudens den Machern ein Fehler unterlaufen: Zwischen Seite 352 und Seite 369 ist eine Lücke. wie ich behaupte. Da standen nicht Worte wie „Hut“ oder „Heizung“.S.N.I.S. „Guck doch mal auf welcher Seite Klick oder Klicken steht“. oder ob die T. es würde sie in diesem Duden gar nicht geben. von der ich eben noch Torsten erzählt hatte. So schrieb er „Claas“ und daraufhin erschienen unter anderem die Worte „Kirche“. Auf dieser Seite standen unter anderem die Worte Kleopatra.S. Welche Worte bei „Claas Hoffmann“. Ich erzählte ihm von meinem Besuch bei Michael D. mein Wörterbuch der deutschen Rechtschreibung ist ein beruhigender Beweis für die Existenz der allmächtigen T.S. Michael hatte seinen Computer so mit „Deutscher Kabbala“ programmiert.I. erschienen. sagte Torsten. Diese Worte ergeben alle 221.: Als ich in Stade am Fischmarkt wohnte und auf dem Feuerschiff als Barkeeper und Kellner arbeitete. Auf Seite 352 steht unter anderem das Wort „Kirche“ welches ja die gleiche Zahl wie „Claas“ oder „Leere“ hat. Alle diese Worte ergeben 135. Wahrlich ein Spiegel meiner Seele. Meinen Duden? Ja. 82 . „Leere“ und „Imagodei“ (Lat. erinnere ich nicht. tatsächlich so allgegenwärtig und mächtig ist.N.R. daß immer dann. heißt „T.S. bin. Auch die Zahl 352 hatte für mich eine Bedeutung.“ „T.Klick Wenn in mir einmal Zweifel aufkommen. Das fand ich großartig. brauche ich nur meine Mitgliedsurkunde hervorzuholen. 356.C. Dann schrieb er „Hoffmann“ und es erschienen unter anderem die Worte „Orgien“ und „Koran“. Eschner in Bergen an der Dumme.S. oder meinen Duden. andere Worte mit dem gleichen Zahlwert erschienen. Meine Band. Da war ich aber platt. Wieder zu Hause schaute ich dann in meinem Duden nach. All dies erzählte ich Torsten Klick und zeigte ihm meinen Duden.C. ob ich tatsächlich legitimes und verteufelt wichtiges Mitglied der T.R. die Seite meiner Namenszahl. Die Seiten fehlen. Ich bat ihn. in der ich singe und Schlagzeug spiele. Ich schlug zu meiner Verblüffung sofort Seite 356 auf.

) Mein Patenonkel mußte die Idee haben. daß fälschlicherweise die Seiten von 353 bis 368 zwischen die Seiten 304 und 305 gebunden wurden. damit mir diese DudenSynchronizität passieren konnte? Der Lektor des Dudens mußte dafür sorgen. der Lektor mußte dafür sorgen. bzw. Der Verlag mußte dafür sorgen. mir einen Duden und kein anderes Buch zu schenken. daß auf Seite 356 klicken. auf Seite 352 Kirche und auf Seite 305 Hoffmannstropfen steht. sondern von der T. Für wie viele verschiedene Dinge mußte die T. in meinem Duden nach der Seite meiner Namenszahl zu suchen. diese Maschine. Ich mußte Klick von meinen Kabbalistischen Abenteuern erzählen und er mußte mich fragen.S. Eschner besuchen und er mir sein Computerprogramm mit dieser deutschen Kabbala zeigen.S.S. Ich mußte Michael D. Er mußte genau diesen Duden aus diesem Verlag kaufen. mußte entschieden werden. Derjenige. wie Koran geschrieben wird. daß das Wort mit einem „K“ beginnt. Wenn ich mich recht erinnere.S. Damit ich aber überhaupt an der deutschen Kabbala interessiert sein konnte. hatte ich diesen Duden zusammen mit einem Geldschein von meinem Patenonkel zur Konfirmation bekommen. mußten Worte die gleiche Zahl wie Claas oder Hoffmann haben. Das alphabetische Register des Buches beginnt erst auf Seite 11. Nehmen wir an. (Das Wort Konfirmand steht auf Seite 366. Das 83 . auf welcher Seite „ Klicken“ steht. Leere und Imagodei. all dies ist kein Zufall. Ich mußte die Idee haben. organisiert. denn dann hätte das Wort eine andere Zahl gehabt. daß für das Vorwort des Verlages und für die Erklärungen der im Duden verwendeten Abkürzungen genau 10 Seiten benötigt wurden.Also: Zwischen den Seiten 304 und 305 befinden sich die fehlenden Seiten. daß die Schriftgröße und der Seitenumbruch des Buches sich so gestalteten. daß diese Neuauflage rechtzeitig vor meiner Konfirmation erschien. Als also im Wörterbuch der deutschen Rechtschreibung festgelegt wurde. und nicht mit einem „C“. der das Buch gebunden hat. Koran. sorgen. in denen sich meine Seele und mein spirituelles Streben spiegeln konnte: Kirche. Auf Seite 305 stehen unter anderem die Worte Hoffmannstropfen. Hofmann und Hoden. mußte dafür sorgen.

S.S. Als meine Eltern mir meinen Namen gaben. es gibt ja auch Leute.) Will ich nun diese Ereigniskette auf eine Linie schreiben. Der Lektor oder Layouter der Neuauflage des Dudens von 1977 aus dem Prisma Verlag sorgt für die Schriftgröße und dadurch für die Seitenzahlen des Buches. was der T. Eschner schreibt ein Programm für deutsche Kabbala. Kirche und Koran geschrieben werden. Michael D. (Der männliche Vorname Klas steht in meinem mystischen Duden auf Seite 354. Zugegeben. organisiert und beeinflußt wurde. Die Buchbinderei macht die richtigen Fehler. Gibt es etwas. die von der T. Meine Eltern geben mir einen Namen. ich wiederhole mich.S. Die Ereigniskette.gleiche gilt für Kirche. mußten sie dafür sorgen. wo Klicken steht. wie Leere. daß ich mit zwei „A“ und einem „C“ geschrieben werde. Er fragt mich. Ich besuche ihn und lerne seine Arbeit kennen.S. um die Tatsachen zu realisieren. Klick wird mein Arbeitskollege und hört mir bei meinen Ausführungen über Zahlen und Worte zu. Mein Patenonkel sucht und findet für meine Konfirmation dieses Geschenk. reicht bis zurück zur Festsetzung der Rechtschreibung der deutschen Sprache. ergibt sich folgendes: In der deutschen Rechtschreibung wird festgesetzt. aber ich muß es mir einfach selbst noch einmal sagen. Ich beginne mich für Kabbalistik zu interessieren. die Klas heißen. nicht möglich wäre? 84 .

Schmerz. saß an meinem Küchentisch und betrachtete die Tarot-Trümpfe des Crowley Tarot-Decks. Hatte die falschen Bücher gelesen. wollte mein linkes Ei nicht in den Hodensack wandern. um Lam die schmerzfreie Neuprogrammierung meines Biocomputers zu ermöglichen.“ Es geschah also alles nur zu meinem Besten. Ich empfand die Trümpfe als meinen vollkommenen Spiegel. Es fluppte immer schmerzhaft zwischen Bauch und Sack hin und her. mein Sternzeichen im chinesischen Horoskop. daß ich bald der erleuchtetste Mann im Universum sein würde. Das war ein Horrortrip. ich wäre ein goldenes Gerippe. Eine Zeitlang ging es mir wieder wahnsinnig gut. Drogen. Wußte. Es schmerzte fast ausschließlich in meinem linken Hoden. in denen man Gestalten erkennen kann. besonders LSD. Keins über UFOEntführungen mit schmerzhaften Experimenten an den Geschlechtsteilen. Da bekam ich schlagartig die Schmerzen in unbekannter Intensität. Trauma. wenn das alles auch mit LSD ging. Nun. Der Schock. Schlaf und Stimuli-Entzug. Als nur für mich und diesem Moment gemalt: Auf der Karte „Der Teufel“ steht eine Ziege. Ich glaubte. Hoffte dann. Trotzdem war ich auf unbeschreibliche Art und Weise froh. Nur alles mögliche über Erleuchtung und Bewußtseinserweiterung. Oder die richtigen. Für fünf Minuten.Rocky-Horror-Picture-Show Die Schmerzen in Hoden und After brannten und stachen nur einige Wochen immer dann. Die Außerirdischen wollten also meinen Biocomputer neu programmieren. Nahm einen LSD-Trip. fünf Stunden oder Tage. es würde einen direkten Zusammenhang zwischen den UFOs und meinen Schmerzen geben. Das Trauma. erigierter Penis mit zwei durchsichtigen Hoden. Eierschmerzen waren ein Trauma. Manchmal ging es mir eine Woche blendend. Solange. bis mir der Arzt genügend Hormonspritzen in den Arsch gejagt hatte. Fühlte mich wie ein junger Superfickergott. Hinter dieser Ziege befindet sich ein riesiger. sind in der Lage. die synaptischen Schaltstellen des Nervensystems zu lösen und somit eine Neuprogrammierung des Biocomputers Gehirn zu ermöglichen. In einem dieser Bücher wurde Timothy Leary zitiert: „Schock. Als ich ein kleiner Junge war. brauchte ich ja nicht diese scheiß Schmerzen zu haben. geheilt zu sein. Der Schmerz. Danach kamen sie vollkommen unvorhersehbar aus heiterem Himmel. Glaubte. wenn ich abgespritzt hatte. Ich betrachtete den Teufel 85 .

daß du meine Mutter bist. die Außerirdischen hatten mich an ihren Fäden wie eine Marionette. Innerhalb dieser Fäden ist die gleiche Frauengestalt zu erkennen.und sah. daß sich die Gestalten im linken Hoden (für den Betrachter der Rechte) zu streiten und zu quälen scheinen. Ohne jegliche Vorankündigung ging mir im wahrsten Sinne des Wortes das Licht aus. Spazierte fröhlich und guter Dinge mit Diana und zwei Freunden in den Stadtpark. ich blätterte in der Karte. In dieser Zeit erlebte ich etwas. ich möchte. Ich hatte schlagartig so starke Schmerzen. auf LSD kann man wirklich seinen Biocomputer umprogrammieren. etwas Unfaßbares sehen zu dürfen. Waren nach zehn Minuten fast ganz vergangen. die in den Himmel führen. daß ich auf Pille war. Wir setzten uns an einen Tisch. die synaptischen Schaltstellen in meinem Nervensystem zu lösen? 86 . und diese Fäden waren alle an meinem Becken befestigt. Es war ganz scheiße schwierig dieses neue Programm. Auf der Karte „Der Gehängte“ ist ein überkopf angenagelter. der keine Geschlechtsteile hat und so vorzüglich meinen absoluten Alptraum darstellte. daß ich bestimmt Hodenkrebs hätte. behauptete er. Irgendein Idiot aus der Finkenwerder Kifferszene kam zu Besuch. Auch beim Betrachten der Karte „Tod“ empfand ich ein Grauen Gleichzeitig so etwas wie das Glück. es nicht zu überleben. Langsam ließen die Schmerzen nach. an dessen Becken „wirbelnde Fäden“ befestigt sind. Ja. das man wohl getrost als Todeserlebnis bezeichnen kann. nackter Mann abgebildet. Pfui Teufel. Mir wurde schwarz vor Augen. daß ich sicher war. wenn ich wiedergeboren werde. Auf der Karte ist ein Sensenmann abgebildet. Dann sah ich wieder die Anderen und wimmerte: „Ich muß sterben. Wollte lieber meine letzte Zigarette rauchen als mein letztes Eis essen. „Du hast Hodenkrebs“ wieder von der Festplatte zu löschen. obwohl er wußte. Als ich ihm von meinem Schmerz erzählte. die auch auf der Karte „Der Stern“ abgebildet ist. Vor dem Konzert gingen wir in ein Café und wollten ein Eis essen. Warum folterten mich die Außerirdischen? Gab es denn wirklich keine andere Möglichkeit. während die Gestalten im anderen feiern und frohlocken. Diana. wo wir ein Reaggae-Konzert hören wollten.“ Ich stöhnte. vom Hals bis zu den Füßen.

„Setz Dich. denk an was. lachte er mich an. und sagte nur: „Wenn du möchtest. der guckte reichlich düster. Nun. Er bedankte sich und fragte. Ein Schnurrbart rief mich. Ein entzückender Zufall. der vor ein paar Tagen aus Ostberlin geflohen war. Zwei Tische weiter saß ein Typ. Das fühlte sich schön an. der Hardy hieß. Als Marga und ich ein paar Monate in Berlin wohnten. Das stand im Vorwort des Buches. sie solle ihm einen Sekt bringen und sagen. einem alten Opa. tipp auf ein Wort und zeig es mir! „. wie man es befragt. erhob ich mich und torkelte durch die Party. Da kam mir die Idee. Ich rief die Bedienung. Marga feierte in der Talstraße. ich solle mich zu ihm setzen. warum. du bist doch der Kartenleger aus dem BaghwanCafé. Als er vorbei war. Dann gab er vier Hefeweizen aus. Mann. Nasenspitze an Nasenspitze. Das war mir selbst einmal passiert. Ich wußte aber nicht.Walfische und der 7. Wir redeten über Gott und die Welt. Ganz ohne zu wissen. und drückte ihm die losen Blätter in die Hand. Auch das Liber AL kann man als Orakel benutzen. hatte lange. wieviele Sekunden dieser Film dauerte. und noch jemandem in einem Straßencafé in der Sonne. wo mich ein Hippiemädchen ansprach: „Hey. Ich lag besoffen mit ihr auf dem Teppich. mit Tigerhose. Fand ich lustig. Das änderte sich auf einer Party. der Typ im Baghwan-Café hatte Geburtstag.“ Es war ein bezaubernder Zufall passiert: Eines Abends war ich mit Freunden im Baghwan-Café. „Misch die Seiten durcheinander. Sinn Wir gingen in den Park. Er aber schwieg und schaute finster drein. Springerstiefeln und Irokesenschnitt lief ich allein durch den Stadtteil Wedding. Ecke Reeperbahn. in der sich ein Liber AL befand und riß alle Seiten von Crowleys Handschrift heraus. Im echt gestylten Punkoutfit. er habe heute Geburtstag. der vom Krieg erzählte. Als er mir das Wort vor die Nase hielt. holte das Tarotspiel aus der Tasche und setzte mich zu ihm. die sich leise unterhielten. mein Freund war echt hin und weg. Ich ging zu meiner Jacke. Bei ihm waren fünf junge Menschen. Weiß nicht. Ich kannte ihn nicht und natürlich hatte ich auch nicht Geburtstag. woher ich das wisse. Wir tranken und lachten. Dann eierte ich zum nächstbesten Partygast. alles um uns herum in einen Walfischkörper und Wasser. Ich tat geheimnisvoll. las ich in Crowleys Sauklaue „Fahr!“ und lallte laut in Hardys Ohren: „Fahr!“. glatte Haare und Ränder unter den Augen. lege ich dir auch die Karten“. Der 87 . Da verwandelte sich ihr Kopf in das Auge eines Pottwals. du hast heute Geburtstag“. Er trank mit einem jungen Mann.

in gewissem Sinne Angestellte der Außerirdischen. Einige dieser farbigen Wolken aus Lichtblitzchen sah ich so deutlich. daß ich verrückt geworden war. daß ich das Liber AL als Orakel benutzte. Danach lief ich für Wochen bescheuert durch die Gegend und tat nichts. um dann mit seinem Astralkörper durch die Welt zu fliegen. wird das Töten von Walen streng verboten. Die. Ein großartiger Treffer. und das Geld. Delphine gehören zur Familie der Wale. in die Erforschung der Kommunikation mit außerirdischen Pottwalen gesteckt. Schade. deren Aufträge ich ausführte.stotterte schwer beeindruckt: „Ich hab gefragt: Soll ich Führerschein machen und als Fahrer arbeiten?“. Ich glaubte. Das war das erste Mal. ohne vorher das Liber AL zu befragen. ob Marga und ich vielleicht Pottwale in unseren vorherigen Leben gewesen seien und ob die Seelen der Außerirdischen sich auch in Pottwalkörpern wohl fühlen. 88 . die Walfische sind gute Freunde. Keine bunten Wolken aus Licht. die von Delphinen Botschaften „gechannelt“ bekommen. Ich überlegte. Apropos Walfische: Einige Wochen zuvor hatte ich in einer esoterischen Zeitschrift von Leuten gelesen. Ich erblickte am Himmel über Finkenwerder riesige Walfisch-Astralkörper. die ich an bunten Lichtern in der Luft erkannte. Wenn ich Militärdiktator des Erdballs bin. sie anderen Menschen zeigen zu können. daß ich glaubte. sahen nur. können das Walfische erst recht. was zuvor für die Rüstung ausgegeben wurde. es war ganz wunderbar. denen ich die fliegenden Pottwale zeigte. Wenn ein weiser Yogi seinen Körper verlassen kann.

du willst weglaufen von Zuhause? Das finde ich gut. saß ein etwa 30-jähriger. Neben der Gangschaltung lagen einige Schlagzeugstöcke. Mein Fahrer kam gerade von einem Konzert. Als sie selbst schlafen gegangen waren. wen liebst du?“ Unter die Worte klebte ich ein Stück Spiegelfolie. Beim Schließen der Außentür war mir. schauten in mein Zimmer und glaubten. Wollte streßfrei mit meiner Freundin schlafen und in Ruhe Hasch rauchen. alles wäre in Ordnung. ob ich auch friedlich schlief. das mich mitnahm. lachte mein Fahrer. du bist von Zuhause weggelaufen? Was suchst du denn? Was willst du denn finden auf deiner Reise?“ „Ich weiß nicht. wen suchst du. Da siehst du mal was anderes. Weil sie häufig. von dort aus nach Korbach bei Kassel zu trampen. Fand das Leben und meine Eltern unendlich grausam. Ich wollte nicht zur Schule gehen. legte ich ein Blatt Papier auf mein Bett. um nach Hamburg zu kommen. als ich weglaufen wollte. Wenn morgens um 1°° Uhr ein 15-jähriger aus einem Dorf nach Hamburg trampt: Wie wahrscheinlich ist es. in der man verzerrt sein Gesicht sehen konnte. Habe ich früher auch gemacht. der in der selben Nacht von zu Hause weggelaufen war. noch einmal in mein Zimmer guckten. fröhlicher Mann mit Bart und einer runden Brille. dann machen die sich nicht so viele Sorgen“. An jenem Abend hatten meine Eltern Freunde besucht. legte ich mich. und ich suche den Sinn des Lebens. in Hamburg bei seinem Cousin treffen. was kommt. angezogen ins Bett. von Zuhause wegzulaufen? Er brachte mich bis zur Autobahnauffahrt und wünschte mir viel Glück. Wir hatten uns vorgenommen. als wäre ich im Land der Träume. der ihn mitnimmt. ihn ermutigt. als hätte ich einen ohrenbetäubenden Krach gemacht. Da leuchtete eine Sternschnuppe und plötzlich wußte ich.Per Anhalter durch die Galaxis 15-jährig lief ich das erstemal von zu Hause fort. das ich je gesehen habe: Schöne Ledersitze.“ „Siehst du die Sterne dort oben? Die drehen sich alle 89 . Da lebte eine Freundin von Stefan. „So. „So. Dann wollten wir weitersehen. finde ich sehr gut. Ich hörte überhaupt kein Motorengeräusch. kamen spät zurück. wenn ich zu Bett gegangen war. In dem Auto. Ein verschnörkeltes Armaturenbrett aus Mahagoni. Enorm viel Platz. daß der erste Mensch. Darauf stand: „Wohin willst du. Ich wollte mich mit meinem Freund Stefan Gerul. Jetzt lief ich auf die Straße und schaute in den Himmel. Dort hielt das luxuriöseste Auto. die Sterne beobachten mich. am Tag. Nun stand ich also morgens um 1°° Uhr in Horneburg an der B73 und hielt meinen Daumen raus. ich suche mich selbst. Aber du kannst ruhig ab und zu eine Postkarte nach Hause schicken. Tat so. Dann schlich ich aus dem Haus.

“ „Weil sie sich lieben! Die Sterne drehen sich umeinander. die Sterne würden mich beobachten. weil sie sich lieben! Das ist der Sinn des Lebens.“ Ist das nicht wundersam? Als ich aus dem Haus gelaufen war.umeinander. drehen sich die Sterne umeinander?“ „Ich weiß es nicht. 90 . hatte ich eine Sternschnuppe gesehen und geglaubt. Warum glaubst du.

geistesgestörten Faschisten ein Makel sein? Ein 91 . daß sie immer nett zu mir waren. weil ich der Enkel von Bodo Roffmann bin. In meiner „Verweigerung“ betonte ich. den Krieg verloren zu haben. Die tapferen Krieger sollten mit einem Lied auf den Lippen marschieren.Hokuspokus . In Meppen ist eine Militärschule nach ihm benannt. Er selbst beherrschte unzählige andere Instrumente.und Soldatenliedern veröffentlicht. wenn ein schwuler. Bombenbauer und Entschärfer. und er nach mehreren Jahren russischer Kriegsgefangenschaft abgemagert und ohne Zähne zurückkehrte. Wie könnte das für einen konsequenten. die immer noch traurig sind. Skurrilerweise haben sie scheinbar ihre Gedanken von Blut und deutscher Abstammung so verinnerlicht. war Feuerwerker. Leider konnte er mich nicht lange unterrichten. Das traf Adolf unendlich tief in Mark und Bein. Dafür sind sie zu alt. drogensüchtiger Verrückter darum in Ordnung ist. Nun fristete er bis die Bundeswehr gegründet wurde ein trauriges Leben als Vertreter von „Klosterfrau Melissengeist“. Sein Herz und sein Lebenssinn waren gebrochen. Oder. dazu Pfeifen und Zigarren. gibt es einige Leute. denn Opa rauchte 80 Zigaretten am Tag. (Meine Mutter mußte nach ihrer Heirat nur einen Buchstaben ändern. Im Freundeskreis meiner Oma (nicht der Frau von Adolf. „Die Fanfare“.) Denkt man das Nazigedankengut konsequent zu Ende. stolz auf Opa zu sein. das „R“ gegen ein „H“ vertauschen. die ihn tot glaubte. die „Adolf Hoffmann Schule“. „Die Fanfare“ kann man heute noch kaufen. der so hart für sein Vaterland gekämpft hatte. Der Vater meines Vaters hieß Adolf Hoffmann. Als dann aber die Bundeswehr ins Leben und Sterben gerufen wurde. gedacht als Gesangsbuch für die Soldaten der Bundeswehr. konnte ohne Jägermeister und Amselfelder nicht leben und hat sich damals totgetrunken. genannt „Der eiserne Gustav“. Als ich fünf oder sechs Jahre alt war. eine Beziehung mit einem Engländer hinter sich. weil in seinen Adern deutsches Blut fließt. die hat sich umgebracht. Er hat ein Buch mit Volks. Adolf H. Als der Krieg verloren war. hatte seine Frau. Mein Opa war übrigens sehr musikalisch. brachte mir Opa das Spielen auf der Melodika bei. ein Oberstleutnant bei den Nazis. löst es sich in seine Einzelteile auf und verschwindet. wenn ein Deutscher einen Schwarzafrikaner oder eine Jüdin liebt.wieder als Oberstleutnant ein.X-mal Deutschland Die ganze Geschichte mit den Hakenkreuzen in meiner „Verweigerung“ besteht aus vielen kleinen merkwürdigen Ereignissen vor und nach dem Besuch beim Psychiater im Krankenhaus 111. Z.B. setzte man ihn . Das sind keine Skinheads. sondern der Mutter meiner Mutter).

„Onkel Theo“ und „Onkel Heinrich“ klopften uns auf die Schulter. wo oben eine Kirche steht. scheinen derart konsequente Nazis zu sein. daß sie gar keine mehr sind. andere trugen große Flaggen. was seiner Liebe nicht würdig ist. ging ich Silvester um ein Uhr morgens zusammen mit meinem Cousin „Onkel Otfried“ besuchen.“ „Oh. etwas zu lieben.reines arisches Herz ist ja gar nicht in der Lage. deren Dach eingefallen ist. Als ich an den Burgmauern langspazierte. 92 . „Onkel Walther“. Man drückte uns sofort eine Zigarre und ein Glas Sekt in die Hand. die mit Pudeln oder Hühnern ficken. weil sie alles. Es gibt nun einmal unzählige „reinrassige arische Deutsche“. wo Oma mit ihren Freunden feierte. Heinrich fragte mich. Anarchisten oder Kommunisten sind oder hundert andere Eigenschaften besitzen. 14-jährig. nicht einem langen Gespräch mit einem Juden oder Eskimo verdanken. sich einen grünen Irokesenschnitt zu verpassen. überkam mich ich eine seltsame Vision. Alle trugen schwarze Kleidung. nich. friedlich und schweigend.“ In Tossa hatte Diana von einem Spanier einen Trip geschenkt bekommen. Einige hielten sich an den Händen. dann sah ich eine große Demonstration. um erleuchtet zu werden. Einige hundert Menschen gingen schweigend nebeneinander. Es gibt tausend Punks. Diese waren entweder rot. strahlten sie doch so etwas wie Glück und Zufriedenheit aus. Genau wie bei der Irischen Kirche. Obwohl die Menschen alle traurig zu sein schienen. Aber das innere Bild leuchtete klarer als ein „normaler“ Gedanke. die „undeutsch“ sind. „Wie alt bist du denn jetzt?“ „Vierzehn. Erst fühlte ich mich wie ein alter Ritter. die ihren Entschluß. sondern diesen Entschluß frei aus ihren deutschen Herzen getroffen haben. den haben wir uns geteilt und sind nachts auf der alten Burg rumgelaufen. mit einem weißen Kreis und einem schwarzen Hakenkreuz darin. In der Nacht träumte ich noch einmal ganz deutlich von dieser Demonstration. was Theo? Aber da wolln wir nich drüber reden. im Hintergrund tönte Marschmusik. Mensch du. Diese Vision war keine Halluzination. Sogar so etwas wie mich. oder schwarz. mit einem weißen „A“ in einem Kreis. Ich sah das alles nicht wirklich auf der Burg. ha ha. Du liebst einen Juden. Die Herrenrasse macht keine Fehler. daß sie gemeinsam und ohne Feindschaft demonstrieren konnten. was Horneburger Blut hat. Das ganze Nazigedankengut ist absurd. mit vierzehn wollten wir auch schon den Krieg gewinnen. zu der ich laut Robert Rubin pilgern mußte. Anarchie und Faschismus gingen Hand in Hand. Nun. und du bist deutsch? Dann kann da nichts Falsches dran sein. in Ordnung finden. die besagten alten Horneburger. Sie waren dankbar.

und ich todunglücklich in Holland und Belgien herumirrte. der Synchronizitäten und Drogenexperimente. was sie für eine politische Einstellung hatten. Ein Jahr lang hauste ich dort. Aus der Familie meiner Mutter kommt auch englisches Blut in unsere Familie. egal wie ich aussah und welche Ansichten ich pflegte. Mein Opa Adolf stammt aus dem deutschsprachigen Polen. nahmen mich mehrere junge. Bei solch einem Nationalitätengemisch . wer der Vater ihres Kindes war. Der Vater meiner Oma mütterlicherseits war ein uneheliches Kind. Ein Runen-Orakel trug ich bei mir. Er tönte: „Prost! Wir brauchen endlich wieder ein großes deutsches Reich! Das wäre das beste für Europa!“ Warum war so jemand freundlich zu mir. sie wollten bald den Geburtstag von Rudolf Hess feiern. Wir knobelten um „Roten“ und Bier. Die Hautfarbe ihres Sohnes schien ein winziges bißchen dunkler zu sein als die anderer deutscher Kinder. Gewiß war ich das Gegenteil eines ordentlichen Deutschen. passierten mir ganz merkwürdige Begegnungen mit jungen Nazis. wohnte ich in Oxstedt. etwas dicklicher Skinhead. Das fanden sie großartig. Nie wieder Roten mit Bier! Manchmal kam auch ein großer. Sie erzählten. Niemals verriet sie. Sie hatte viel mit Zigeunern zu tun. In Eindhoven gab mir ein Holländer ein Bier aus. als er hörte. Arbeitete und schlief in einer Dorfkneipe mit Festhalle. sie waren total nett zu mir. daß ich aus Deutschland kam. Habe in meinem ganzen Leben nie so viel gesoffen wie da. schnorrte ich in einer gewaltigen Kathedrale von den christlichen Touristen mit den großen Herzen. meine Oma war seine Cousine zweiten Grades. Seine Mutter Pferdehändlerin. Abends kamen immer die gleichen alten Bauern und Alkoholiker. die ein paar Freaks gemietet und den Laden dann „Café Vibes“ getauft hatten. obwohl mich klebrige lange Haare und zerrissene Hosen schmückten. als sie erfuhren. einem kleinen Kuhdorf neun Kilometer von Cuxhaven entfernt. Als ich dann mit dem Kleingeld in der Tasche eine Kneipe aufsuchte. Das sollten nicht die einzigen Skinheads bleiben. Unser Logo war das „Apfelmännchen“ aus der Mandelbrootmenge. die friedlich mit mir umgingen: Nach meinem Besuch im Krankenhaus 111 und vielen Monaten des Wahnsinns. Für diese jungen Skins reichte es. In Gent angekommen. Ich bin überhaupt nicht deutsch. ein Pentagramm meine Jacke zierte? Weil ich deutsch bin. belgische Skinheads begeistert in ihre Runde auf. wie ich deutsch sprach. Und egal. Auf 93 . daß ich deutsch sprach.Wie konnten meine beiden Großväter trotzdem begeisterte Nazis werden? Auf meiner Tramptour aus Liebeskummer hielt ich. meinen Daumen Richtung Belgien in die Luft.Als es aus mit Diana war. Das war wirklich nicht zu fassen. Eindhoven verlassend.

K.der Glatze eine Spinne tätowiert. Die hätten fast gekotzt. Nicht ein einziges Mal spürte ich Aggressionen. stieß mit ihm an und trank. Die Songs gingen entweder „Oi Oi Oi“ oder „I still believe in Anarchy“. aber ich weiß nicht. Ich wollte Feierabend machen und mit ein paar Freunden nach Cuxhaven in den „Laden“ gehen. ich hab echt kein Bock auf dich. standen auch im „Laden“. Nur Bier trinken. Ich holte zwei Einbecker. Ein paar neue Freunde. aber ich glaube an Deutschland. oder einfach Leute. bis sie mir das gemeinsame Biertrinken mit Oldie verzeihen konnten. Wer weiß. Wer kann das verstehen? Der Skin in der Kneipe wurde „Oldie“ genannt. das waren harte Autonome. „Na klar. politisch links oder autonom zu sein. durfte aber so viel saufen und essen wie ich wollte und hatte einen Platz zum Pennen. Oldie fragte. Den verunstaltete außerdem häufig eine aufgeplatzte Lippe oder eine andere Verletzung. Ein Autonomen-Mädchen schnauzte mich im Laden an: „Ey. ob man dich da reinlassen wird. die ich in Oxstedt kennengelernt hatte.11.“ drauf und seine Gedanken schienen in erster Linie aus Traurigkeit und Bier zu bestehen. Er nahm mir genau diesen Sampler noch mal auf Kassette auf. Das ist so eine Art Alternativdisco. wo die Leute tanzen gehen. Eines Abends saß Oldie bei mir am Tresen. mich vor ihm zu fürchten. Am 11. Wir tauschten unsere Musikkenntnisse aus. daß die Mauer zwischen BRD und DDR „gefallen“ war. als sie mich zusammen mit dem Skin Biertrinken sahen. Er trug T-Shirts mit „Skins rule O. Einmal brachte er zwei seiner „Ich bin stolz ein Deutscher zu sein“-Kumpels mit.“ Der Türsteher ließ ihn rein. denn ich hatte ihn verloren. drogenabhängige. die kein Bock auf eine „normale“. kommerzielle Disco haben. Er runzelte die Stirn und dachte so doll nach. Mit einigen von ihnen hatte ich ein paarmal im leeren Saal des „Café Vibes“ Musik gemacht. In mein Gehirn sickerte die Nachricht. deutsche Anarchisten. Auf den Armen „Stolz ein Deutscher zu sein“.“ In Oxstedt las ich keine Zeitung. die meinen. Früher hatte ich in meiner Plattensamlung einen Punk-&Oi-Sampler. du Glatzenfreund“ Das hörte sich so an. Nie hatte ich Grund. Auf der Scheibe waren Bands wie „Exploited“ oder „The four Skins“. Bekam für die Arbeit in der Kneipe kein Geld. als wenn sie „Judenfreund“ gesagt hätte. Interessiert fragte ich einen von ihnen: „Warum gibt es schwule. Schließlich antwortete er erschöpft: „Ich weiß es nicht. Die wollten sich nicht prügeln. schaute fast nie Fernsehen. ob er mitkommen dürfe. sah ich dann doch mal Fernsehen. daß es weh tat. vielleicht würde Oldie nicht rufen: „Stop! 94 . die diese Gedanken und Eigenschaften nicht von Juden oder Türken ins Gehirn gepflanzt bekommen haben?“ Der stolze Deutsche dachte nach. Einen Monat lang besuchten sie mich nicht mehr.

holte er seine Zähne raus. nichts auf die Fresse zu kriegen. Kam von Diana. Die Musik war laut und finster. „hoffentlich wird der nicht aggressiv. ob ich bei einer Session mitspielen will. „Scheiße“. daß Oldie auf die Fresse gekriegt hat. Eine echte Herausforderung für die Astrologen. Vielleicht. Schade. Nicht weit weg von meinem Geburtsort. streckte den anderen mit geballter Faust in die Luft und grölte „Oi Oi Oi“. Oldie mußte mal pissen. Die U-Bahn kam. der am gleichen Tag und im gleichen Jahr wie ich geboren ist. haute mir mit reichlich Schwung auf den Oberarm und lallte:“Ey Alter. was sie davon halten sollten. Oldie auch. Unten auf dem Bahnsteig stand ein Skin mit weißen Schnürsenkeln. Dann ging er gerade auf mich zu. rotgefärbten Rastahaaren Arm in Arm mit einem Bilderbuchskinhead! Als die Show vorbei war. Die Mitglieder von „Scarlet Woman“ kicherten nach dem Auftritt. den ich kenne. das Publikum war zufrieden und zuckte.“ Als ich unten angekommen war. schwebte ich weggetreten an den Tresen. das 95 . nimm 'n Schluck. Vielleicht aber doch. Zum Ende des Konzerts schrien die Musiker zu mir rüber. Einmal „Scarlet Woman“ aus Stade. würden einige seiner Skin-Kollegen mir mit einem Baseballschläger das Gesicht zu Brei hauen wollen. legte einen Arm um meinen Hals. Das waren Freunde. Wir stiegen ein.Das ist mein Freund!“. Ich grölte mit „Oi Oi Oi“. hätte er sich so dermaßen gewundert. dachte ich. was irgendwie gruftig. wenn eine Band im Saal spielte. War schlecht gelaunt. dann trommelte der Band-Drummer wieder und ich sang Verse aus dem Liber AL. Von Pompfe und ein paar anderen Punks. setzten uns auf gegenüberliegende Plätze. „Guck mal. Ein Hippie mit langen. Spielte einen Song lang Schlagzeug. Noch ein komisches Skinhead-Erlebnis: Fuhr die Rolltreppe runter zur U-Bahn Altona. Alter. Dort bekam er auf die Fresse. kennst mich noch? Ich hab nichts gegen euch.“ Als ich von seinem Bier trank. wollte Marga besuchen.“ Ich hatte ihn noch nie gesehen. „Hier. weiß nicht mehr warum. und ich weiß. daß das unendlich unwahrscheinlich ist. Da kämpfte sich Oldie auf die Bühne. punkig oder freakig aussah. daß sie diese Einlage echt gruftig fanden. Niemand fragte mich offen. Zum Konzert kamen auch meine neuen Autonomen-Kumpels und alles aus der Umgebung. Manchmal erwachte der stupide Alltag im „Vibes“ zu buntem Leben. daß er sich auf seine Glatzenspinne ein Anarchie-A tätowiert hätte. die düstere Gruftmusik machten. Wie sollte man auch düsterer eine Endzeitstimmung verbreiten? Die Zuschauer wußten überhaupt nicht. glotzte er mich stumpf an und hielt sich an seiner Dose Bier fest. Pompfe ist der einzige Mensch. Klar. ob ich vielleicht geisteskrank geworden bin. Die Autonomen mußten kotzen.

Ich erinnere mich nur an ein einziges mal. Dort lernten 120 Studenten aus 35 verschiedenen Ländern. Ich besuchte sie später auf Island. das ich gerade trank.waren die Bullen. wirklich wütend geworden bin. weil jemand faschistische Scheiße von sich gab. Das fand ich so saudumm von ihr. zog lange Fäden. die Säue. Sein Gebiß. Trotzdem blieb sie meine Freundin. die ich in England auf einer anthroposophischen Schule kennengelernt hatte. Das passierte mir mit der Isländerin Sigrun. 96 . „Die haben selber Schuld. wir sind nämlich die Guten! Wir beschützen die Leute wirklich! Nicht die Bullen!“ Das Bier. Die mochte Sigrun nicht. war so zähflüssig und schleimig. daß niemand sie mag“ plapperte sie in schlechtem Englisch. Weißt du. daß mir richtig schlecht wurde vor Wut. drei Viertel davon bestand aus Speichel. Auch sie kam für drei Wochen in mein Vaterland. wir Skins. daß ich wette. daß ich. Unter ihnen auch Schwarzafrikaner.

das durch die Wiesen flog. oder die Hütte des Grauens Sigrun war zur Osterzeit 92 bei mir. sach ma weißt du wer ich bin. Um ihr Horneburger Kultur zu zeigen. Es zischte. Sah so aus wie meine Cousins und ich uns Gespenster vorstellten.“ Heinrich saß in einem Sessel. Walther. daß Heinrich neben der Psychiaterin im Kreiswehrersatzamt saß. gingen wir rein in die Hütte. schaute in Sigruns Augen und lallte: „Du denkst doch. großen Bruder. Theo. Fand ich lustig. Als ich mit Sigrun am Feuer stand.Ein Osterfeuer. Mensch Junge. Du. War schon seit über 10 Jahren nicht mehr dort gewesen. Das war ein echtes.. und ließen sich vollaufen. Einmal erschufen wir zusammen „Geister“. daß ich bei Heinrich auf dem Schoß gesessen hatte. Der aufsteigende Dampf wurde vom Feuerschein erleuchtet. die ums Feuer standen. es langsam zusammenfiel und abkühlte. Erinnerte mich an meine Kindheit. Das brannte im Wald vor der Hütte. in die ich mich in meinem Werwolftraum gerettet hatte. Den Raum schmückten alte Fotos und ein Adolf Hitler-Holzschnitt. etwa sieben Jahre alt. nich? Du has bei mir aufm Schoß gesessn. Die Leute. all die alten Freunde meines Opas. ging ich mit ihr zum Osterfeuer. daß ich ne alte Nazisau bin. ich werde meinem Opa immer ähnlicher. Da waren nun Onkel Otfried. Dann trank ich eine Flasche Bier und lag unterm Tisch. Aber nicht daran. tranken Schnaps und aßen belegte Brote mit Ei. Wie wir uns über die besoffenen Erwachsenen lustig gemacht haben. Heinrich arbeitete beim 97 . wieso machst du sowas? Dein Opa mochte dich immer am liebsten von all seinen Enkelkindern. als dein Opa dich mal mit zu mir gebracht hat. Dazu holten wir mit einer Schaufel ein Stück Glut aus dem Feuer. weißt du gar nicht richtig. In der Hütte war ich das erste mal in meinem Leben betrunken. „Das is ne ganz ne seute Deern die du da hast. was du alles geschrieben hast an die Bundeswehr. sie versteht kein Deutsch. Wie meine Cousins und ich ums Feuer getobt sind. du mußt Englisch mit ihr reden.“ Ich erinnerte mich. Mensch Claas du. weißes Gespenst. nicht? Kannst du ruhig zugeben! Du hast Hasch gehabt! Aber jetzt bist du ja wieder ganz normal. gaben mir Schnaps und lachten.“ Nun schaute Heinrich mir tief in die Augen: „Du hast doch Hasch gehabt. Die fröhlichen Männer und ihre Frauen waren ganz verzückt von meiner Isländerin. Ich weiß das. zehn Meter von den Flammen entfernt. daß ich nicht mit den Feldjägern abgeholt wurde. denkst du doch. Der mochte dich viel lieber als deinen intellektuellen. Heinrich hatte meinen Arsch gerettet. sondern. das wir dann in einen Graben warfen. kannst du ruhig zugeben!“ „Heinrich. Er hatte dafür gesorgt. Wir wohnten bei meinen Eltern. Auf einem Schränkchen thronte eine Kaiser Wilhelm-Büste. Heinrich.

“ Zu Heinrich und einigen anderen Beamten hatte ich das gesagt. Ich würde dann wissen. ihn aber nicht erkannt. jeder müsse eine Karte ziehen. der eine Wiedervereinigung in den nächsten Jahren für möglich hielt. Wundervoll. Die Antennen aus meinem Bauch erspürten all diese deutschen. wie er da unter dem Hitlerholzschnitt saß und mich fragte. was ich ahnte und nicht begriff. ich bin schwul. junge. Das war nur die halbe Wahrheit. Wir rauchten einen Joint und bumsten im Stehen. holte die Tarotkarten und sang. hatte ich selbst diese Karten am häufigsten gezogen. Die Hütte hatte zuvor an einem 98 . Egal wie. Das war auf Omas 75sten Geburtstag. Ich war doch gar nicht total paranoid. die Hütte bei den Karpfenteichen wäre von meinem Opa zusammen mit seinen Freunden gebaut worden. Ein ganzes Jahr vegetarisch gelebt. Ich hatte SS und SA und Hakenkreuzrunen in meine Briefe gemalt. hatte ich wieder das Rauchen und Trinken angefangen. als ich die Wahrheit über ihre Herkunft erfuhr. Die Party ein echter Knaller! Erst eine Woche zuvor. mußte ich ausdrücken. Zur Zeit meiner „Verweigerung“ habe ich etwas gefühlt. ob ich „Hasch gehabt hätte“.Kreiswehrersatzamt. Begriff erst beim Osterfeuer. mein außerirdisches Doppel sei in die Zukunft geflogen und hätte das gesehen. Über eine Holzbrücke gelangten wir auf die kleine Insel im Karpfenteich. Das wunderte mich. Meine ersten Worte. Was die Hütte betrifft: Mit der sollte es noch spukiger werden. Alte Nazis im Kreiswehrersatzamt. Ich ging mit Sigrun nach draußen. Ich glaubte. Bei Oma gab es Kassler und Schnaps und ne Zigarre. zwei Jahre lang kein Schweinefleisch gegessen. Die am häufigsten gezogenen Karten waren der „Ritter der Kelche“ und die „Ausschweifung“. mir Karten zu legen. Deutschland war wiedervereinigt. Das zog mir echt die Schuhe aus. daß Heinrich einmal eine Tarotkarte aus meiner Hand gezogen hatte. daß er es war. Hatte die brutalsten und aggressivsten Verse aus dem Liber AL zitiert. Aber Heinrich mochte mich ja leiden. das ich nicht verstand. Junge. nach einem Jahr Pause. nationalsozialistischen Gruselgespenster. Mein Unterbewußtsein sprach: „Erkenne es jetzt: Alle Menschen sind gleich. Zeitsprung. Nun brannten die Asylbewerberheime und immer mehr Rechtsradikale verbreiteten Furcht und Schrecken. Jetzt erinnere ich mich auch. Omas Partygäste spielten gerne mit. Hat auch ein Arzt festgestellt. als ich in feuerroten Klamotten mit feuerroten Augen das Dienstgebäude betrat. gab es noch keine Massenflucht und keinen bekannten Politiker. Breit wie zwei Nilpferde stand ich vom Tisch auf. was für ein Mensch er ist. waren: „Ich glaube. Als ich behauptet hatte. ein Vierteljahr davon sogar ohne Milch und Käse. Tat es durch meine Briefe an das Kreiswehrersatzamt.“ Als ich anfing. Das.

Wenn sie nicht mehr konnten.anderen Ort gestanden und einem anderen Zweck gedient. Wie ihr die gebaut habt und so. Früher war das die Adolf Hitler-Brücke. oder griechisch. Darunter steht in außerordentlich deutscher Schrift „Preußen“. der aussieht. Ich finde diese Geschichte schrecklich. Wir rissen die alten Bezüge von den „Deutsches Haus“ Bänken ab und zogen roten Stoff darauf.“ „Die haben wir nicht gebaut. Da unten in Horneburg in der Nähe von der Auebrücke. Sie übernachteten in Holzhütten. über seine Ansichten nachzudenken. daß es mir immer schwer fiel. einem „Übergangslager“. t inkt und raucht gerne. Otfried wußte. Heute hängt in einer dieser Hütten ein Adolf Hitler-Holzschnitt. das wäre doch schade. nicht mehr zahlen konnte. daß auch Polen für meinen Vater arbeiteten und behauptete. wie Theo das Land. Die stand vorher in dem Arbeitslager für jüdische Mädchen. machte gerade das Restaurant „Deutsches Haus“ in Stade dicht.“ Die jüdischen Mädchen vom KZ Horneburg. es als etwas zu begreifen. Konnte Otfried das nicht sehen? Konnte Heinrich das nicht sehen? Was war das nur für eine absurde Folge von schrecklichen Synchronizitäten! Das dritte Reich war so furchtbar. mußten in einer Leuchstoffröhrenfabrik arbeiten. auf der die Hütte heute steht. bekommen hatte. da ist es schlimm. Sie war in einige Teile zerlegt und an ihren jetzigen Platz gebracht worden.“ Was sollte ich dazu noch sagen? Ich wollte auf ein anderes Thema kommen. kamen sie nach Ausschwitz. daß Ausländer in Deutschland leben. Erich kaufte billig die Kücheneinrichtung und die Sitzbänke. „Otfried. wenn r bei uns keine Ausländer wären. 16- 99 . Otfried mochte es nicht. während er neuen Stoff auf eine Sitzbank zog: „In den polnisch besetzten Gebieten sieht es ganz ordentlich aus. „Onkel Otfried“ hat sie mir erzählt. Otfrieds Auto schmückt ein Aufkleber mit so einem komischen Adler.“ Mir blieb die Spucke weg. dann sollen die Leute eben deutsch essen gehen. dann könntest du bei uns nie chinesisch essen gehen. Er ist nicht der Schlankeste. „Otfried. erzähl doch mal was von der Hütte. den sie sich immer aus seiner Bäckerei holte. oder italienisch. Sie beglich die Sahnetorten-Schuld mit diesem schönen Stückchen Erde. Ich überlegte mir etwas. oder?“ „Na und. Aber in den russisch besetzten Gebieten. Ißt. Er ist Polsterer und Sattelmacher: Als mein Vater das Feuerschiff in ein Restaurantschiff umbauen ließ. das es tatsächlich gegeben hat. Otfried erzählte weiter. sondern Otfried beim polstern helfen. Ich sollte dann drei Tage nicht auf der Werft arbeiten. als hätte ihm jemand die Flügel ausgefranst. weil eine gefräßige Frau den Kuchen. Im dritten Reich hätte ich keine Minute überlebt. Ich wurde ganz blaß. das ihn dazu bringen könnte.

was die offensichtliche Tatsache einer intensiven Betreuung betraf. Der verkaufte auch Bücher. Ich lief in den nächsten Antiquitätenladen.“ Als Mitglied der T. die mir bei einem großangelegten Selbsterfahrungsseminar die Anleitung zur Selbsterkenntnis gaben? Wollte ich wirklich große Macht? Wollte ich wirklich. Ich besorgte mir Haschisch von dem Geld. konnte ich mich wirklich nicht beschweren. Zu Jeder Synchronizität gehört außer einem Gedanken und einem Ereignis auch eine Motivation. War genauso oft beziehungswahnsinnig wie aufmerksam und intelligent. daß mir keine Synchronizitäten passierten.S. auf Wiedersehen. Darüber. Wenn ich aufgrund einer Synchronizität eine bestimmte Handlung begehe.“ „O. Entschuldigung. Aber ich interpretierte die Synchronizitäten genauso oft falsch wie richtig. konnte ich mit den Leistungen dieser Organisation wirklich zufrieden sein. denn dadurch kommt Schmerz. Lange habe ich geglaubt. seinen Lebensweg zu verändern. Niemals sollte man eine Synchronizität für eine Handlung verantwortlich machen. Hatte es nur in seinem Schrank stehen. die man auf Grund des erlebten „Zufalls“ tut.“ Der nächste Antiquitätenladen gehörte einem Deutschen. Was wollten die Außerirdischen von mir? Waren das Psychologen. Im Liber AL heißt es: „Weil ich der unendliche Raum und die unendlichen Sterne darin bin.. für alte Nazibücher könne man von Antiquitätenhändlern ganz gut Geld bekommen. Ein innerer Motor. weil ihre Eltern und Großeltern im KZ umgekommen sind.DM dafür. wenn die Zigeunerin auch Bücher verkauft hätte? Mit Recht hätte sie mir eine antike Vase an den Kopf geworfen. „Kaufen sie auch Bücher?“ „Nein. Was wäre geschehen. Ohne den Willen zu einer Tat wird selbst der tollste „Zufall“ niemanden dazu veranlassen. steht mein geheimer oder den anderen bekannter Wille hinter der Tat. Ein PunkFreund aus Buxtehude hatte mir erzählt. Der gehörte einer Zigeunerin. tuet ihr desgleichen.S. danke schön. Gab mir 60. der diese Gedanken vorantreibt..K. weil er es kurios fand.jährig klaute ich eine Ausgabe von „Mein Kampf“ aus dem Bücherschrank meines älteren Bruders. daß sich alle vor mir fürchten? Sollte ich das erkennen? Mir selbst eingestehen. Bindet nichts! Machet keinen Unterschied unter euch zwischen irgendeiner Sache und irgendeiner anderen Sache. das „Böse“ wäre nur ein Traum. Mein Bruder war aktiv in einer Amnestie International-Gruppe. Ganz und gar kein Verehrer dieses Buches. daß mein Bild von mir „Ich bin lieb“ unvollständig ist? 100 .

Ich wollte die Medizin gegen Aids finden. Die von mir zusammengezauberten Mischungen gegen Krebs und Aids unterschieden sich nur in einem einzigen Bestandteil. um diese Krankheiten zu heilen. Das 101 . Die Motivation hinter dem Gedanken ist die Furcht vor Krankheiten. nicht infiziert zu sein. Zwei HIV -Tests beruhigten mich. weil ich fürchtete.S. die Außerirdischen hätten mir diese Zusammenstellung übermittelt. ich solle die homöopathischen Mittel suchen. Drei Mal glaubte ich. außer. die man zusammenmischen muß. selbst infiziert zu sein.S. Zuviel Haschisch hätte meinen Geist vernebelt. schlug mir die T.Pilles homöopathische Apotheke Die universale Medizin zu finden. daß anstelle von Cantaris (Spanische Fliege) C IV. Rezepte. hatte sie mich als Medium und Jesus verworfen. Dank Gabriela verkündete mir aber ein Säuseln in den Ohren. Die Psychologen der Organisation verstehen keinen Spaß. Dreimal wurde ich verrückt. Die Medizin gegen Krebs suchte ich. haarsträubende „Zufälle“ um die Ohren. Bei meiner Suche. Als ich glaubte. wenn es um die Selbsterkenntnis ihrer Mitglieder geht. Dreimal war ich sicher. die Medizin gegen Aids zu finden. gleichzeitig der Wille. die anderen sechs Tage der Woche die beschriebene Mischung (drei mal täglich fünf Tropfen). jetzt Echinacea (Sonnenhutwurzel) C IV genommen wird. entstanden aus Besessenheit: Die Aids Medizin: Eine Mischung in gleichen Mengenanteilen aus: Capsikum (Mexikanischer roter Pfeffer) LM XVIII Carboanimalis (Verbranntes Tier) LM XVIII Glyzaria Glabra (Süßholz) LM XVIII China (Chinarindenbaum) LM XVIII Cantaris (Spanische Fliege) C IV Für eine Heilung muß der Kranke einen Tag die Woche einmal nur fünf Tropfen Sulfur (Schwefel) LM XVIII nehmen. erfolgreich das Gesuchte gefunden zu haben. unglaubliche Lebensretter zu sein. weil allein das Wort Hodenkrebs mein Hirn schon marterte. scheint ein edles Ziel zu sein. Vor allem die Urologen. Ein Gott im weißen Kittel versicherte mir. und es euphorisch Gabriela verkündete. daß ich nicht an Hodenkrebs erkrankt war. der große. nimmt der Kranke genau die gleichen Mittel in genau der gleichen Dosierung. die ganze Welt durch eine sensationelle Entdeckung zu erschüttern und zehntausend Ärzte in den Selbstmord zu treiben. Um Krebs zu heilen. meinte sie. alle Krankenhäuser überflüssig und alle Ärzte arbeitslos zu machen.

Die ganze Geschichte ist schon vier Jahre her. traf ich ihn wieder. Mein nächstes Wunder hieß Stefan aus Hannover. Er saß ganz betrübt in einer Ecke und tanzte nicht. mich in der Trinkstraße 7 zu besuchen. Er läuft immer noch durch die Gegend. in der „Mülltonne“. Stefan schrieb mir seine Adresse auf einen kleinen Zettel. hatte sich die Mittel gekauft. Nun zeigte ich ihm die Ausgabe der Zeitschrift „Abrahadabra“. sie zusammengemischt und eingenommen. Endlich! Der lebendige Beweis für mein Telefon zu den Außerirdischen! Ich beschwor ihn. Er hatte einen HIV -Test gemacht. Den hab ich auf einer Party in Hamburg kennengelernt. in die Apotheke gelaufen.ohne einen Beweis für die Richtigkeit der Rezeptur. Aber Daniel lebt. zwei Monate später.erste Mal durch Daniel.. in der Stader Fußgängerzone. wurde mir bunt vor Augen vor Glück. als würde ich einen Brief schreiben. er hätte nicht mehr lange zu leben. Ich war so glücklich. „Hey. du bist doch Claas! Kennst du mich noch? Du hast mir das Leben gerettet!“ „Wie? Wieso?“ „Ich bin Stefan! Du hast mir auf der Party die Medizin gegen Aids aufgeschrieben!“ Er war. wollte ich wissen. Am folgenden Tag fühlte er sich hundeelend. Er behauptete: „Es geht mir viel besser! Ich kann mein Essen wieder verdauen. die es auf der Welt gibt. „Was bedrückt dich?“. nicht zu kiffen und keinen Kaffee zu trinken während er die Medikamente nimmt. Gottseidank war ich an diesem Heiligabend besoffen. die Medizin zu nehmen. Nach einem Monat ließ er sich wieder auf HIV testen. in Stade. Das Ergebnis war „negativ“. und alles mit Tintenkiller wieder wegmachen. Er kam. zog sich weiter Drogen rein und hörte auf. Homöopathische Mittel wirken nicht. Das feierte man ganz groß. Es ist so. in einem Jahr sei es aus mit ihm. Als er mir dann über den Weg lief. in der ich die Medizinmischungen mittlerweile veröffentlicht hatte. So ein verfluchter Mist! Erst Wochen später begegneten wir uns wieder. Manchmal lacht er sogar. . Weihnachten. genau wie Daniel. was ich ihm geraten hatte und begegnete ihm drei Wochen lang nicht. Ich wußte nicht. Daniel besorgte sich alle Mittel in einer Apotheke und mischte sie zusammen. Damals hieß es. Ich schrieb ihm mein Rezept auf und mahnte ihn. Ich feierte Weihnachten. Stefan war mein 102 . Mit allen Drogen. Ihn quälte ein bösartiges Geschwür im Magen. Zufällig. sonst hätte ich für den Rest meines Lebens ein geistesgestörtes Lachen von mir gegeben. Er konnte sein Essen nicht richtig verdauen. Zunächst erkannte ich ihn nicht. Es hieß. wenn ich ihn sehe. Nun suchte ich einen Zettel und einen Stift und schrieb ihm die außerirdische Aids-Mischung auf. wenn man Kaffee trinkt und Drogen nimmt. daß er tatsächlich befolgte. Am nächsten Tag hatte ich seine Adresse verloren. Das Ergebnis war „positiv“. Habe kaum noch Schmerzen!“ Fünf Tage später wurde er Vater.

daß ich verrückt geworden bin. Es mußte alles Blödsinn sein. detailliert seine Heilungsgeschichte aufzuschreiben und der AHA-Redaktion zu schicken.S. Jetzt war er gar nicht mehr verzweifelt. daß du mit Außerirdischen in Kontakt bist!“ Was organisierte die T. kaufte das Zeug und wollte noch lange leben. Das würde ja 103 . Er bat mich: „Laß und die ganze Sache vergessen. daß der erste HIV -Test ein falsches Ergebnis geliefert hatte. Weihnachten kannte er das neue Testergebnis erst kurze Zeit. Erst war ich Lebensretter. Weihnachten war er noch ganz verzückt vor Glück. Konnte es nicht leiden. Gottseidank war das Ergebnis des zweiten HIV -Tests richtig. für krank im Kopf gehalten zu werden. die wollten. andere HIV-Infizierte würden den Artikel in der „Abrahadabra“ lesen und das große Experiment machen. warum und wieso und woher. daß er HIV-Negativ ist.? Ich will mich an diesen Alptraum nie wieder erinnern müssen. Hatte es schwarz auf weiß. O.S. Als ich von Außerirdischen erzählte.Beweis.K. Stefan hielt überhaupt nichts von Außerirdischen. Ich erklärte. „So ein Quatsch!“ Als ich ihm auf der Party die Medizinmischung aufschrieb. An diesem heiligen Abend war ich noch sein Lebensretter. War doch 100 mal wahrscheinlicher. Ich klammerte mich an die Hoffnung. fürchtete ich. Darum hatte er sich die Medizinmischung besorgt. war er total verzweifelt. man könnte mich für verrückt halten. Hatte kein dickes Fell mehr. Aus lauter Verzweiflung konnte er dann nicht mehr klar denken. Für ihn existierten keine UFOs. nahm die Medizin und war negativ. Eindringlich bat ich ihn. daß ich zusammen mit den Außerirdischen die Welt durch eine Aids-Medizin verändern würde. war ich ein Spinner. war ich zu unsicher. eine Außerirdische namens Lam hätte mir die Medizinmischung übermittelt. Niemand wollte meine Mischung weiter untersuchen. Bitte laß mich damit in Ruhe! Es kann einfach nicht wahr sein. Konnte sich unmöglich vorstellen. für ein unbegreifliches Durcheinander? Wieso erst ein phantastisches Wunder. Ich schrieb einen Brief an die DHU (Deutsche Homöopathische Union) und an einen Heilpraktiker in Buxtehude. Fragte mich nicht. dann doch kein Wunder? Alles soll Zufall gewesen sein? Nein! Er war positiv. War ich größenwahnsinnig geworden? Waren die Außerirdischen fiese Sadisten. Er ging einfach in die Apotheke. Ein alberner Zufall. Wenn ein anderer unglücklicher Kranker die Mischung nehmen würde und nichts passiert?. oder ich könnte gar erkennen. Ich hatte einen großen Riß im Kopf. Zum weinen. Jetzt nicht mehr. der ihn in Ruhe lassen sollte. daß ich durchdrehe? Wenn ich nüchtern war. daß ich als Beweis dienen soll. Um mich an eine AidsSelbsthilfegruppe in Hamburg zu wenden und ihnen von den homöopathischen Mitteln zu erzählen .

“ Ich kaufte die Mittel. telefonierte mit Bernhard und machte einen Termin aus. UFOs halluzinierend. Vorher hatte ich dem Heilpraktiker Rudolf Korn einen Brief bezüglich der Aids-Medizin geschrieben. erfuhr ich seine Adresse. um mir zu zeigen. verursachen die Mittel nichts in der betreffenden Person. Schlägt 104 . Eineinhalb Jahre später hörte ich. an dem wir zusammen Rudolf besuchen konnten. dann bringe mir den doch in die Praxis. Nichts geschah. schaute man in die Fenster von Bernhards Wohnung und umgekehrt. sein Bruder. hätte einen HIV -Patienten. „Elektroakkupunkturgerät“. Wenn man aus dem Praxisfenster sah. Aber wenn du jemanden kennst. Von diesem Gegenstand aus führt ein Kabel zu einem Kasten. die die Mittel auf das infizierte Blut haben. Man hält einen zylinderförmigen Metallgegenstand in einer Hand. Bernhard. „Schade“. Rudolf kannte ich vom Fing-Schun Kung Fu und vertraute ihm. der auch als Heilpraktiker arbeitete. daß ein Bekannter. stimmt etwas nicht. sagte Rudolf nach einem späteren Fing-Schun Training. Von diesem Behälter geht ein weiteres Kabel aus. Aus diesem Kasten führt ein anderes Kabel zu einem durchsichtigen Behälter.bedeuten. Hatte keinen Mut. Auf Pille hängen geblieben. HIV-Positiv ist. Wir könnten Blut von diesem Menschen besorgen und dann in einem Hochfrequenz-Meßgerät die Wirkung. Nun hält der Arzt jenen mit diesem Behälter verbundenen Metallstift an einen Akkupunkturpunkt des Patienten. Er wohnte direkt gegenüber von Rudolfs Praxis in der Glückstädter Straße. Ist der Ausschlag zu hoch. besitzt man eine normale. Ich faßte mir ein Herz. Erst als ich ihn anrief und mit ihm den Termin ausmachte. daß ich auf dem richtigen Weg bin! War ich aufgeregt! Hab vergessen. damit ich ihn abholen konnte. Wenn nichts passiert. Am Kasten befindet sich eine Anzeige mit Zeiger und Zahlenskala. So ein Glück in der Glückstädter Straße! Die Außerirdischen organisierten diese Synchronizität. feststellen. gesunde Schwingung. Beim nächsten Training bedankte er sich für den Brief und erzählte. An einem Freitagvormittag holte ich Bernhard ab. Ich glaube. Hält man den zylindrischen Metallgegenstand in der Hand und der Zeiger bewegt sich zur Mitte der Zahlenskala. wie das Hochfrequenz-Meßgerät richtig heißt. Der Patient seines Bruders kam nicht mehr in dessen Praxis. ich lebe in einer ganz einsamen. das in einem kleinen Metallstifft endet. verdrehten Realität. rief ihn an und erzählte ihm von meinem Medizintraum. Nie zuvor war ich bei ihm gewesen. kaufe die Medikamente und wir untersuchen die Wirkung an dem Hochfrequenz-Meßgerät. Wir hatten uns immer nur bei Freunden oder auf Partys getroffen. Dann kann man in den durchsichtigen Behälter verschiedene Mittel tun. Ich bekam keine Post von AHA-Lesern. „Da kriegen wir kein Aids-Blut her.

sich dann von Rudolf Blut abnehmen lassen würde.S. daß er keinen weiteren HIV -Test machen will. er aber kurz darauf nichts mit Wundern zu tun haben will. daß Rudolf dem HIV -Infizierten versicherte: „Die beiden Mittel sind 100% richtig! Die sind gut für dich! „ Wie wundervoll! Viele Jahre sammelte Rudolf Erfahrung als Heilpraktiker. daß Bernhard gegenüber von Rudolf in der Glückstädterstraße wohnt. Nun verabredeten wir. Sinkt der Zeiger deutlich herab.der Zeiger höher aus. Rudolf legte die Mittel in den durchsichtigen Behälter und drückte den Metallstifft an einen Finger von Bernhards freier Hand. warum es die T. Jeder Mensch braucht ein anderes Mittel. um Bernhard oder mir einen Gefallen zu tun. sondern findet die eine. Bei den ersten drei Medizinen passierte nichts. ließ sich kein Blut für einen neuen HIV -Test abnehmen. dann war sie zufällig unter meinen zufällig zusammengemischten Mitteln. zu wissen. als hätte er mit dem Meßgerät festgestellt. daß Homöopathie kein HIV besiegen kann. Kann nicht begreifen. Homöopathie ist individualistisch. erst dafür sorgt. Ein guter Homöopath. die richtig ist. Als Rudolf aber Glyzaria Glabra (Süßholz) und Carbo Animalis (Tierkohle) in den Behälter tat. Bernhard nahm für einen Monat die beiden Mittel. Bernhard überlegte es sich schließlich anders. Dann gingen wir wieder zusammen zu Rudolf und testeten erneut ihre Wirkung mit dem Meßgerät. ist das Mittel schlecht für diesen Menschen. meine Medizinmischung habe ihn gerettet. der große Heiler zu sein. Ich weiß nicht ob ich nun selbst geheilt bin. warum die T. Vom „klassischen“ homöopathischen Standpunkt aus können die Mittel nicht allen HIV -Positiven helfen. ist das richtige Mittel gefunden.S. dann aber Bernhard telepathisch so beeinflußt. der nach der klassischen Methode arbeitet. Ich begreife es nicht. daß ich unter keiner schweren Geisteskrankheit leide. noch lange zu leben. Kann einfach nicht begreifen. daß Stefan mir verkündet. als sich der Gefahr auszusetzen. Bernhard hielt den kleinen Metallzylinder in der Hand.S. Wenn in Bernhards Fall Carbo Animalis die richtige Medizin für ihn ist. Er hat es mir nicht erklärt. vermischt nie verschiedene Substanzen. Vielleicht will er lieber hoffen. organisiert. Warum? Ich weiß es nicht.S. und Rudolf dieses Blut zu einem HIV -Test schickt. Es gab nur noch einen deutlichen Ausschlag beim Carbo Animalis. Gebannt starrten wir auf die Anzeige. Das hat er nicht gesagt. daß Bernhard dieses Mittel noch einen Monat nehmen sollte. Es war. Er ging nicht wieder zu Rudolf. 105 . fiel der Zeiger so rapide herab. von diesem Wahn.

die mir das Rezept diktierte. beeinflussen.Wieso glaubte ich überhaupt. auch bei Aidskranken auftreten. ALLES. IMMER ALLES als Synchronizität empfand. laut Gabrielas homöopathischem Buch u. Nie hatte ich das Wort auf diesem Trumpf erblickt. daß die Fieberschübe. Die Tarotkarten benutzte ich seit zwei Jahren. Krebs als Symptom. Ein Symptom von Cantaris sind z. las auch in der Zeitung von der Behandlung Krebskranker damit. Wie konnte ich dann behaupten. was ich sehe oder höre. Außerirdische hätten mir die Aids-Medizin-Mischung übermittelt? Nie hörte ich in einer tiefen Trance eine Stimme im Kopf. von meinen mir unbekannten Fähigkeiten erzählt hätte: Ich wäre nie auf diesen Film gekommen. verwirrter Suche nach der Wundermedizin plötzlich glauben. außer beim Capsikum. 106 . Glyzaria Glabra: Hörte im Radio. JEDE Information die ich bekomme. wie schon beschrieben. eine außerirdische Macht würde ALLES. Carboanimalis: Hat. sie glaube. Echinachea: Habe in einer Zeitung gelesen. gegen die Chinarindenbaum gegeben wird. a. wie ich an die einzelnen Bestandteile kam. in denen ich die Mischung zusammenstellte. Cantaris: Pimienta erzählte mir. daß das Mittel stark imunsystemstärkend sei. Die anderen Bestandteile fand ich so: Sulfur: Die Homöopathin Christa Tezner-Sünder verschrieb mir das einmal und erzählte von der reinigenden. und man es Krebskranken nach der Chemotherapie geben würde. Glaubte. wenn sie nicht in mir den großen Wunderretter erblickt hätte und mir.B. Chinarindenbaum: Gabriela Pimienta sagte mir. feurigen Wirkung. Wäre ich nie zu Gabriela Pimienta gegangen. während ich weggetreten vor Angst und Schmerz um mein Leben fürchtete. Hautausschläge. Der HIVirus wurde oft als eine neue Krebsart beschrieben. Als ich es entdeckte. was um mich herum geschieht. Außerirdische hätten etwas damit zu tun? Weil ich in den acht Wochen. war nicht außerirdisch. Wie konnte ich aber nach etwa achtwöchiger. ich hätte sie auch gefunden? Ich entdeckte das Wort ABRACADABRA auf dem blauen Dach des Tarottrumpfes „Der Wagen“ geschrieben. Die Art und Weise. war mir. „Spanische Fliege“ könne einigen Aidskranken helfen. daß einige Aidskranke angeblich mit Süßholz geheilt wurden. wie im Kapitel „Außerirdische Ärzte“ beschrieben.

Schwefel und Salz. Auch alle anderen „Thelemiten“ (das heißt. Menschen. Sie gab mir drei winzige Kügelchen mit dem homöopathisch bearbeiteten Gift einer australischen Schlange. Er gestand mir ehrlich. Aber sie erzählte. Ich fragte Christa. durch die amputierte Gliedmaßen wieder nachwachsen. nicht wie ich. gegen irgendeine langweilige Geschlechtskrankheit. Damit ich begreife. Wie es kam. hatten dieses Wort auf der Tarotkarte noch nie entdeckt. Lachesis. auch nach der universalen Medizin suchte. Aleister Crowley schreibt im „Buch Thoth“. heilt einen Menschen.S. Ging zur Homöopathin Christa Tetzner-Sünder. der sich. das wahre Wort der Macht würde ABRAHADABRA lauten. soeben dort hingezaubert worden. Hokuspokus . Oft wird die Wirkung eines homöopathischen Mittels um so stärker. Nun muß ich noch erzählen. die Blinde wieder sehen läßt. davon wußte sie nichts. daß es vielleicht in einem teuren Labor nicht möglich wäre. in Bergen an der Dumme. damit ich es finden konnte.als sei es von der T. der unter Kopfschmerzen leidet. Eschner in Bergen an der Dumme. die die Lehren Crowleys verstehen wollen). desto höher sie potenziert. wissen. daß ich es für möglich hielt. Kann einfach keine Antibiotika vertragen. daß das Schlangengift so winzig klein in den Kügelchen enthalten ist. dieses Gift in den Kügelchen nachzuweisen. und nicht ABRAHADABRA stand. Mein Hals war von dem Medikament zugeschwollen. die sich teilweise schon 10 oder 15 Jahre mit Magick. Ich glaubte nun. er hätte es noch nie gesehen. Es war verwunderlich. Tarot usw. sondern bereits seit 20 Jahren. Mit „homöopathisch bearbeitet“ meine ich. Jetzt besuchte ich Michael D. Quecksilber und Thuja. Ich zeigte ihm die Tarotkarte und das daraufgeschriebene Wort.nach einem Tag war mein Hals wunderbar gesund. beschäftigten. Die Medizin. die sich länger mit den Lehren Crowleys beschäftigen. denn Crowley hatte verkündet. daß meine Medizinmischung richtig ist. Schwer beeindruckend. In der Homöopathie gilt der Grundsatz: „Gleiches wird mit gleichem geheilt. ob Hahnemann.“ Die Substanz. wie ich die Universale Medizin getestet habe. die universale Medizin bestehe aus Quecksilber. daß 107 . Nein.S. der Erfinder der Homöopathie. erst zwei Jahre mit Crowley beschäftigte. Pikste bei jedem Schlucken. von der ein gesunder Mensch Kopfschmerzen bekommt. ABRACADABRA sei so lange verborgen gewesen. Menschen. daß er von den drei Grundsäulen der Homöopathie gesprochen hätte: Schwefel. diese Medizin entdeckt zu haben: Mußte ganz ätzende Antibiotika schlucken. Nein. das heißt verdünnt ist. daß dort ABRACADABRA.

Seine universale Medizin besteht ganz real aus dem Verzehr einer Mischung von Vaginalsäften und Sperma. daß das Symbol alle zehn Zahlen berührt. Das sind typische Beziehungswahnsinnige und Magier. daß Crowley wissentlich oder unwissentlich ins „Buch Thoth“ eine homöopathische Universalmedizin geschrieben hatte? Hahnemanns drei Grundsäulen der Homöopathie und Crowleys universale Medizin unterscheiden sich nur in einem Bestandteil: Hahnemann sagte Thuja. Trägheit und Steifheit ist. Eine. Dummheit. Tamas ist Dunkelheit. Was mir Christa erzählte. und eine. das Kreuz unter dem Kreis auf den Zahlen 6 . daß viele Krankheiten. inspirierte mich höchstgradig. aggressive. die zerstörerisch nach Innen wirkt. Ruhelosigkeit. Tod und Verwandtes. das heißt Lebensbaum. Feuer. Trägheit. Nach Crowley repräsentieren Schwefel. Konnte es nicht sein. Quecksilber und Thuja die drei Grundtypen von Krankheit: Eine aufbrausende. gegen die Thuja hilft.das symbolisch gemeint ist. Ich erzählte Christa von Crowleys universaler Medizin. Nervosität. die totaler Stillstand. so groß. Gedankengänge für 108 .6. wie ein kabbalistischer Lebensbaum. Ruhelosigkeit und Beulen. nach außen gehende. Quecksilber und Salz die drei hinduistischen „Gunas“: Sattwas. Thuja = Lebensbaum = kabbalistischer Lebensbaum = Das Venus-Symbol = Die Kaiserin = Salz. Sattwas ist Ruhe. Durchsichtigkeit und Gleichgewicht. Es gibt auch einen symbolischen Zusammenhang zwischen Salz und Lebensbaum: Das Element Salz ist im Tarot der Karte „die Kaiserin“ zugeordnet. Aufregung. sieht man. sozusagen ein Magen. Rajas ist Energie. Wenn man ein Venus-Symbol. Crowley schreibt. Klarheit. Der Kreis des Frauen-Symbols liegt auf den Zahlen 1 . Sie erklärte mir. Zur Kaiserin wiederum gehört auch der Planet Venus. der sich selber auffrißt. Antrieb. eine Qualität. Rajas und Tamas. Es ist nicht ganz ein Element. eine Energieform oder ein Potential. das heißt Natrium Chloratum. Nach Hahnemann repräsentieren Schwefel. und Crowley sagte Salz. Faulheit. das Wort „Guna“ sei unübersetzbar.10. oder umgekehrt. Strahlkraft. auch mit Salz behandelt werden können. auf die 10 Zahlen des Baumes legt. Intelligenz.

hat man sich trotzdem vorher gefreut. Hahnemann hat sich ausdrücklich gegen das Mischen von verschiedenen Medizinen ausgesprochen. Atemnot und Angstzustände. Alles für die Wissenschaft. oder Blau und Rot. Jede Krankheit hat ihre eigene Farbe. Alles. Kein Wunder! Wie traurig! 109 . oder nur Blau. Um diese Farbe zu bekommen. ein Wunder für möglich zu halten. Läßt sich die Farbenlehre auf die Gesetze der homöopathischen Medizin übertragen (in Hesses „Glasperlenspiel“ wäre dies ohne weiteres Realität). was wir sehen. oder Blau und Gelb. oder Rot und Gelb.In der klassischen Homöopathie werden nie verschiedene Mittel zusammen gemischt. Gelb oder Rot. Mein kurzsichtiges Auge wurde nicht scharf. Kriegte Herzklopfen. sehen wir schwarz. kann aus den drei Grundfarben Blau. Kein Wunder geschah. und ein blauer Lichtstrahl ergeben. nach dem Motto: „Einer wird schon treffen. Ein roter. Immerhin war ich in der Lage. Hier liegt der Vergleich mit Farben nicht fern: Mischt man zwei Farben. Mein Körper nimmt sich dann jeweils soviel Rot. Christa nennt das Verschreiben mehrerer Mittel gleichzeitig eine Schrotflinten-Methode. Gelb oder Blau. wie er gerade braucht. freut man sich. ist es möglich.“ Gabriela Pimienta behauptete. oder nur Rot. wo kein Blau. entsteht eine neue. daß unser Körper selbst schlau genug ist. die man kaufen kann. Ich nehme von jeder Farbe gleichviel zu mir. Nun hoffte ich. Gelb und Rot zusammengemischt werden. oder nur Gelb. aus drei verschiedenen Mitteln die richtige Medizin gegen jede denkbare Krankheit zu erhalten. LM XXX. weißes Licht. zwei zusammengemischte Mittel eine neue Medizin ergeben. Rot und Gelb. Dort. Wenn man ein Wunder für möglich hält. Wenn das Wunder nicht eintritt. ein gelber. Der Rest wird ausgeschieden. Ich besorgte mir Quecksilber. zusammenzumischen. sich die Farbe. oder eine Farbmischung ist. daß sich verschiedene Mittel gegenseitig verändern und beeinflussen. die er benötigt. wenn sich alle drei an einer Stelle treffen. brauche ich entweder Blau. Schwefel und Salz in der höchsten Potenz.

“ Nie zuvor und nie später hörte ich Sigrun etwas im Schlaf sprechen. die Inkarnation von egal wem zu sein? Lüge ich mir was vor? Ich bin mir doch jetzt ganz sicher. du bist doch sowas von besoffen und breit! Wen wundert´s da. daß ich am nächsten Morgen einen Kater haben und mir gar nicht mehr sicher sein würde. die Inkarnation von irgendwem zu sein. Ich bin die Inkarnation von Aleister Crowley. war mir fremd. Las sie im Schlaf meine Gedanken? Ich schrieb ihre Worte auf die Pappschachtel meines Tarotspiels. Schaute verträumt auf das Tarotspiel auf dem Fußboden. In meinem Kopf war es duselig vom Osterfeuerschnaps. 110 . Meine Güte. Bestimmt nicht.Tod? Sigrun lag tief schlafend neben mir. Setzte mich aufs Bett und baute einen Joint. Ich bin die Inkarnation von Aleister Crowley. Ich weiß es! Wußte aber auch. wenn du dir sicher bist. Da drehte sich Sigrun ein wenig im Schlaf und sprach laut und deutlich: „This was only possible until there was a dead body. Schmeckte gut. Dieses Gefühl. wenn ich wieder nüchtern war. diese Gewißheit ü ber mein vorheriges Leben. Es würde verschwinden. Ich weiß es. Todsicher. seit sie bei mir in Deutschland zu Besuch war. Über Inkarnation hatten wir vielleicht einmal in der anthroposophischen Schule gesprochen. Nicht duselig genug. Ich war mir sicher. Ich weiß es.

als ich sie das erstemal sah. daß ich mich fühlte wie auf Pille. bastelte verschiedene Dinge aus Styropor und stellte fest. Stereoanlagen. den man sich selber aussuchen durfte. Ein Kuß wie ein Strudel. Das tat mir so leid..Liebesflammen Von meiner Spanienreise ohne die Gräfin zurückgekehrt. Es verschlug mir den Atem. Bücher ohne Seiten. Jetzt. fühlte ich mich wochenlang wie auf LSD. in meinem Zimmer in der Trinkstraße. so schön fand ich sie. Maria blieb bei mir. nicht duschte. Nichts schien wirklich zu sein. Licht. Sie waren von Port Bou aus nach Stade getrampt! Supersüß! Jolli war in mich verliebt. Judith liebte ich immer noch. vom Schnorren lebte. wie es sein würde. küßten wir uns. Nie küßten wir uns in Spanien. Jolli schaute traurig zu. Nach der Arbeit kehrte ich ermüdet in die Kiffer-WG zurück. dem Wahnsinn und dem Tode zuzwinkernden Eifersuchtsanfall. Ich wollte in Hamburg eine Fachhochschule für Grafik und Design besuchen. daß es für ausnahmslos alles auf der Welt Attrappen gibt. Ich war verliebt in Maria. Später gab es zusätzlich Unterricht in der Schule. Zwei Monate vor meinem 18. Eine gewaltige Wandlung der Lebensumstände nach meiner Reise zur dunklen Seite des Mondes. Im Kaufhaus Mohr. drei Tage die Woche. Maria nur mitgekommen. wo mich die Hitze weckte. Helles licht. Wie schlecht kannte ich mich selbst! Hatte mir nicht eine Minute vorgestellt. ich unter Sternen einschlief. Bücher und Stereoanlagen. Dort zog ich Schaufensterpuppen an und aus. Geburtstag. nur ab und an ins Meer sprang. 111 . Brötchen aus Gummi. Jetzt atmeten meine Lungen in einer Welt aus Plastikpuppen. Vier verwirrende Tage vergingen so. daß ich Judith in die Arme nahm und ihr sagte. nie fummelten wir oder schliefen zusammen. Maria bekam einen derart heftigen. in einem Kaufhaus als Dekorateur zu arbeiten. Ohne Eifersucht bräuchte man keine universale Medizin. Von dem Moment an. Zwei Tage später trampte sie zurück in die Schweiz. Maria und Jolli lagen in meinem Bett. Kein Wunder. In den ersten Monaten absolvierte man ein Praktikum in einem Betrieb. sei aber jetzt mit Maria zusammen. vibrierenden. Morgens ging es im geschäftseigenen Bus mit sieben Verkäuferinnen zusammen ins 10 Kilometer entfernte Dollern. Für Brötchen. ich hätte sie lieb. die nur aus einer dünnen Plastikscheibe bestehen.

alles was ich hatte. die nichts lieber tun. wenn man Sex haben könnte. worüber wir gesprochen hätten.und Weinladen. doch etwas trübte mein Glück: Egal. Zum Ritter der Kelche schreibt Crowley im Buch Thoth: „Er neigt zu einer schlechten Handhabung all seiner Angelegenheiten. und seine Karriere wird . die Ausschweifung oder den Mond. daß Synchronizität eine Realität und keine Theorie ist. Ich suchte etwas für sie im Contor. und es nicht tut.Bald darauf hatte Judith Geburtstag. das ich aufklappte.und Filmplakaten.“ Zur Ausschweifung schreibt er „Äußerer Glanz und innere Fäulnis“ und zum Mond: „Dies ist die Schwelle des Lebens und die Schwelle des Todes. Wir brachen am Ende der Woche das Fasten auf einem Hippifestival mit Bier. als Antwort erhielt ich den Ritter der Kelche. Aus jener Seite. Mit Maria teilte ich mein Zimmer. alles ist Gift und Betörung.außer es stehen ihm wundersame Glücksfälle zur Seite . Nicht die wohltätige. Eine großartige Leistung für zwei kleine Kiffer. Wollte mich reinigen. Das war Liebe. nicht über das 112 . Alles ist zweifelhaft. einem Buch. Pizza und einem Joint.“ Ich hatte Angst. sondern der schreckliche Wahnsinn von schädlichen Drogen. Es gab nichts Trauriges. die ich aufschlug. leuchtete mir das „Verlorene Zeit“Plakat entgegen. Wir rissen uns furchtbar zusammen und fasteten gemeinsam eine Woche. Ohne Rauch und Alk. Glücklich und verliebt krabbelten wir ins Bett. Mußte unbedingt aufhören zu saufen und zu kiffen. alles ist geheimnisvoll. Jenes. sonnenhafte Berauschung des Dionysos. als zu träumen und sich treiben lassen. Das erste Buch. In diesem Moment erfaßte ich. Angst um meinen Verstand. Nur Wasser und Tee trinken und Glaubersalz essen. Immer. Von innen. als Judith und ich uns fanden. Bioanbau und Ökosocken klingt. ist das verlorene Zeit. was ich die Tarotkarten fragte. Zwei Jahre später arbeitete Judith dort als Verkäuferin. Der Mißbrauch von Stimulation und Narkotika kann seine Katastrophe beschleunigen. Maria war überaus offen für alles was nach Grünkernen. Sein mentaler „Bürgerkrieg“ endet oft in Schizophrenie und melancholischem Wahnsinn. füllten Abbildungen von Theater. das in riesengroß das Schauspielhaus schmückte. Wieder zu Hause überfiel uns eine mystische Vision. Der Contor verwandelte sich in einen Buchladen aus der Unendlichen Geschichte.eine ununterbrochene Aufzeichnung von Fehlschlägen und Unglücksfällen sein.

Maria ist es nicht anders ergangen als mir.S. schwarzen Haaren und einem kleinen Schnurrbart. Zwei festgebundene. Ich war in der Vision. während wir glücklich zusammen schliefen? Der sexuelle Rausch stieß eine Tür in unsere Vergangenheit auf. Wir weinten. Maria trägt ein weißes Gewand.S. in ein vorheriges Leben als Tempelritter. schreiende Menschen.Mittelalter oder Scheiterhaufen. nicht faßbares Erlebnis. So versuche ich. hörte und fühlte. Ohne irgendeine Vorankündigung warf uns die T. Sie ist ein hübscher. Ein tiefes. In einem anderen Körper. Da sind noch mehr Menschen in weißen Gewändern. Warum durchlebten wir etwas Grausames. Jetzt befinden wir uns beide unter der aufgebrachten Menge. 113 . in eine andere Welt. Zum Tode Verurteilte werden verbrannt. In einem anderen Land. in Vom Scheiterhaufen aus schaue ich auf die Flammen und das gaffende Volk. auf denen das Geschehen festgehalten ist. daß es uns schüttelte. Wer wurde verbrannt? Wirklich Maria? Ich? Freunde? Etwas unendlich Trauriges war geschehen. befand ich mich nicht in meinem Bett. Wir küßten und bumsten und schmusten. Nicht in meinem Bewußtsein. Dann ich. was wir gesehen hatten. südländischer Mann mit langen. Als ich dieses sah. Wir weinen. Heulend und schluchzend kamen wir zurück. daß sich unsere Erlebnisse nicht voneinander unterschieden: Wir waren auf einem mittelalterlichen Markplatz Südfrankreich. Klammerten uns aneinander und erzählten stockend. Nun erscheinen alte Gemälde. Das Feuer. Sehen die zwei verbrennen. das Erlebte zu verstehen. Plötzlich sehe ich alles aus der Sicht eines Zuschauers. Da erkenne ich Maria. Atemlos erkannten wir. In einer anderen Zeit. Soldaten in blauen Uniformen stehen auf dem Marktplatz um den Scheiterhaufen herum. Beruhigten uns nur langsam. Der Ketzerei angeklagt wurden wir in Frankreich verbrannt. Die Flamen fressen sich an sie heran. Sie steht auf dem Scheiterhaufen.

Endlich hörte es auf zu bluten. der davor lag. zur Party. Das Blut durchtränkte den Verband. Setzte mich ans Schlagzeug. Oh nein! Nicht schon wieder dieser Finger! Genau wie in Port Bou! Soviel Blut! Meine Trinkstraßenschwester Andrea wollte mich dazu bewegen. Ich wollte nicht. aus ihm nur fröhliche. das Streben. freundliche und ermutigende Antworten ziehen konnte. schraubte sie auf den Rasierer und schäumte mich ein. die ich mag. Versteckte sie unter einer kleinen Kupferpyramide. eine in Papier eingepackte Rasierklinge zu zerknüllen. Wollte gleich mit meinen Trinkstraßenbrüdern und Schwestern zu einer Party fahren und gut aussehen. Dachte ich. Dann entdeckte ich drei Congas. Heute bin ich mit Paddy zusammen. Paddy befreite die Trommeln von meinem Blut. damit ich ihn benutzen. Nahm das verbliebene Papier und zerknüllte es. Setzte mich in mein Zimmer vor die Tarotkarten. Ich kleckerte alles voll. den Gehängten! Meine Hände hatten meinen Plan nicht ausgeführt. suchte ich aus dem Spiel heraus. den Finger nähen zu lassen. Die guten Karten legte ich davor. Wickelte eine aus. Die längste Liebe meines Lebens. Etwa ein Drittel des Tarots. bestand aus den Bösen. Die Rasierklingen waren in Wachspapier verpackt. Saute das schöne Musikinstrument ein mit meinem Blut. Er fluchte nach der Party wegen den beschmutzten Instrumenten. Sie kannte mich noch nicht. Spielte wie besessen darauf. Es gab Live-Musik. wo ihr Mann mit einer Band spielte. Das Schlagzeug und die Congas. Bis auf den Knochen drang das Metall ins Fleisch meines linken Mittelfingers. Dachte ich. Aaaar! Was für ein undenkbar scheußliches Gefühl! Versuchte. gehörten ihrem Mann. der durfte auch. Er zeigte Paddy seinen linken 114 . Schon drei Jahre. Die Verpackung ohne Klinge lag daneben. Blut und Blödsinn Ach könnte ich nur gute Karten ziehen! Alles wäre so einfach! Die Karten. Zog die Enttäuschung. sondern das Gegenteil getan: Die guten Karten lagen unter der Pyramide verborgen. mit dem sie damals noch zusammen war. Schnell ein Schluck Whiskey! Los.Trommeln. Andrea wickelte einen Verband um meinen Finger. Mischte mit meiner heilen Hand die guten Karten. die ich mit meinem Blut bespritzte. Ein teuflischer Einfall: „Ich werde nur noch die Karten benutzen.“ Ging mich rasieren. Der Schnitt riß auf. den Turm. Vor einem Vierteljahr besuchten wir zusammen ein Fest. Wer spielen konnte und wollte. Jener Teil. die ich nicht mochte.

jeder blöde Zufall geht auf unser Konto? 115 . Spinnennetz aus nicht-kausalen Hüte dich. in den er sich kurz vorm Konzert geschnitten hatte. vor dem du dich hüten solltest? Ein feines Zusammenhängen. ob er seine Trommeln blutig spielte. „Komisch“. den ich nicht mehr gegangen war. eine Bedeutung hierin zu suchen? Ist das suchen nach einem Sinn hier ein Gedankengang. begegnete ich meiner Mutter. Orangener Lippenstift. Als sie wieder nach Hause fuhr. Für meinen Spaziergang zum Krankenhaus wählte ich einen Weg.S. Das Gesicht weiß gepudert. Sagte ihr. meinte sie.S. überall einen Sinn zu suchen.S. verzieht ihr Gesicht zu einem undeutbaren Grinsen: Na? Was wollen wir dir damit sagen? Wollen wir dir etwas damit sagen? Ist es Wahnsinn. bevor sie entlassen wurde.S. Letzte Woche lief ich zum Krankenhaus 111. Die T. daß der Spaziergang Erinnerungen an Frau Nonnemann in mir geweckt hatte. da lief eine Frau in einem grellroten Mantel durch die Krankenstation. Die hatte ich ewig nicht gesehen. seit man mich wegen der Judenbuche bei Frau Nonnemann zum Psychiater geschleppt hatte. vergaß sie ihren Krückstock. „als ich gestern Oma besuchte. Den Krückstock dann meiner Oma bringend.Mittelfinger. Graugefärbte Haare. Ich konnte nicht erkennen.“ Die T. Den holte ich ihr nun. Frau Nonnenmann. rümpft ihre Nase: Gaähn! Was für eine langweilige Anekdote! Was soll daran aufregend sein? Suchst du einen Sinn darin? Glaubst du. Meine Oma lag dort ein paar Tage.

116 . Hauptsache. die ich hätte versehentlich einstecken können. Er gab mit den Schlimmen Fingern ein Konzert.S. Wie können sich Wesen aus der vierten Dimension uns mitteilen? Kann sich eine vierdimensionale Intelligenz in unserer dreidimensionalen Welt bemerkbar machen? Die T.S. Die haben eins im Übungsraum. Die suchen einen neuen Drummer. Rituale.Materilisation Rudy Ruckers Buch Die Wunderwelt der vierten Dimension (Knaur Verlag) las ich mit Begeisterung. Kaufte sie in Hamburg.? Sehr selten vollziehe ich magische Rituale in meiner Wohnung vor meinem Altar.S. Allen Ernstes. da hätte die T. meine Freundin Paddy. Hartes Holz mit etwas schwarzem Plastik an ihren Enden.!. Er bestätigt. in denen man Götternamen vibriert und mit einem Stab Pentagramme in die Luft zeichnet.“ Der Drummer der Schlimmen Finger fand nur drei meiner Sticks.“ Lief also mit drei Sticks zu Electric Blue. nachdem ich sie bekommen hatte. dem das Schlagzeug von Electric Blue gehört. Nach dem Spielen tat ich die DREI Schlagzeugstöcke in einen Stoffbeutel und fuhr nach Hause.S. sagte ich ihm nach der Zugabe. Die Sticks sind recht besondere. was mit zu tun? Ja. es gehen mir morgen nicht zwei kaputt. Kann morgen bei Electric Blue vorspielen. Wenn ich noch zehn Zeugen fände . durch die Zeit zu reisen. „High“. Die anderen hatte er gerade verkramt. Am nächsten Morgen zog ich VIER Sticks aus dem Beutel. Ich ging hin und ließ mir von lauter Musik und Bier das Hirn zuschütten. daß er nie derartige Sticks besaß.S.S.. Als magischen Stab benutze ich immer einen alten Schlagzeugstock. Bin jetzt Electric Blue-Drummer. der ich die drei Sticks. Keiner zerbrach. Willst du behaupten. und jenen Menschen. Diesen vierten Stick materialisierte die T. Zeit ist die vierte Dimension. „Macht nichts. hat gut geklappt. Es ist für sie ein leichtes Spiel.wer will es mir glauben? Und würde jemand zur gleichen Schlußfolgerung kommen wie ich? Diesen vierten Stick materialisierte die T.S. Mein Schlagzeug samt 20 Sticks hatte ich einem Freund geliehen.S. Es gibt drei Zeugen für diesen Vorfall. ist eine Organisation aus der vierten Dimension. zeigte. Den Drummer von den Schlimmen Fingern. Mein Schlagzeug kannst du noch eine Zeit behalten. „Nur weiter so! Ich brauche meine Schlagzeugsticks zurück.

T. zum XI° O.T. innehabe. 117 . ist. in einem Briefwechsel mitgeteilten. Ist er vielleicht Schlagzeuger? Peter-Robert König schickte mir eine Urkunde.O. Der O.) Als mir der vierte Schlagzeugstock von der T.T..S.S. Peter schrieb mir. nach der ich den XI° im O. eine Bruderschaft. (Ich nehme an keinen Logentreffen teil oder zahle Mitgliedsbeiträge. „ gehören. Wissens. Ich erhielt den XI° einfach auf Grund meines. weil ich so intensiv über Rudy Ruckers Wunderwelt der vierten Dimension nachgrübelte.Aber keinen dieser Besonderen mit dem schwarzen Plastik am Griff. Wie kann sich ein Wesen aus der VIERTEN Dimension in der DRITTEN bemerkbar machen? Es legt zu DREI Schlagzeugstöcken einen VIERTEN.O. würde der Liber AL Vers „Ich bin der Herr des doppelstabes der Kraft . Der falkenköpfige Gott bezeichnet sich im Liber AL als den Herrn des Doppelstabes der Macht.. wenn man so will. überreicht wurde.O. war dies auch darum eine freudige Überraschung.

daß heißt auf griechisch Zucker. In der Yin-Yan-Philosophie der Chinesen ist alles auf der Welt entweder männlich oder weiblich. Schaffte es nicht. Fürchtete. Eineinhalb Stunden mußten wir feudeln. Dann bekam ich Angst und Wut. Aus dem Hahn strömte es gewaltig schnell und der Überlauf der Wanne war verstopft. nahm ich das Kartenspiel und zog todsicher die Ausschweifung. Mit Maria zog ich nach Hamburg in die Walderseestraße im Stadtteil Othmarschen. Mein Kampf gegen mich selbst begann: Vegetarisch essen. Die Karten. weder Alkohol noch Kaffee trinken. machten mir Angst. Umzugskartons. Konnte mich nicht konzentrieren. Zucker ist extrem weiblich. nicht zu rauchen oder zu trinken. Die Arbeit im Kaufhaus Mohr war ein Alptraum. Konnte schlecht schlafen. Wir küßten uns im neuen Heim. Weiß nicht. ein guter Grafikdesign Schüler zu sein.Ariel Ultra. stellte Maria das Badewasser an. ich wasche meinen Kopf Ich versuchte. nahm mir fest vor. Stühlen und Matratze. Wenn ich mir das vornahm. wie oft ich in den ersten Wochen rückfällig wurde. keine Zigaretten oder Haschisch rauchen. Meine Mutter fuhr den Wagen mit Anhänger. die ich zog. gänzlich ohne Drogen zu leben. Nach einem Monat war die Schlacht gewonnen. mischte noch einmal und erhielt die Lust. Als alles ausgeladen und sie wieder gegangen war. So lange bis unsere Füße und die Umzugskartons im Wasser standen. es nicht durchzuhalten. 118 . den Ritter der Kelche oder den Mond. Wollte ich rauchen oder Alkohol trinken. psychosomatische Atemnot. schwitzte. Marias Nachname ist Sachariadis. den Magier. fühlte mich verwirrt. Nur einmal Fasten hatte meinen Kopf nicht reingewaschen. zog ich Karten wie Erfolg oder Genuß. den Fehlschlag. Mußte es schaffen. den Genuß oder Erfolg. genau wie das Wasser. und das Tarotkartenspiel eine Zaubermedizin.

Auf einem Geburtstag einer Freundin. so fürchtete ich. Alle gingen zusammen ins Kino. Neben mir redete eine dicke Mutti mit Tochter: „Möchtest du lieber Nougat oder Vanille?“ Sie aßen Eiskonfekt. Es war entsetzlich. bekam ich so starke psychosomatische Atemnot. Ich fühlte mich verwirrt und benommen. ohnmächtig zu werden. Der Traum sei so real und deutlich gewesen.S. wieviel Angst ich fühlte. Sie fiel mir um den Hals und erzählte aufgeregt.S. die ich lange nicht gesehen hatte.Der Außerirdische. Meine Lungen hatten mich dazu gezwungen. Dann ging der Anfall vorüber. Wir guckten E. Sie suchte nach einer Jacke und bemerkte nicht. jetzt im Kino zu sterben. Konnte mich Niemandem mitteilen. sagte: „Guten Tag“. daß ich fürchtete. ihr diesen Traum? Auch aus meiner Kindheit erinnere ich einen Erstickungsanfall. aus dem Raumschiff stieg.? 119 . mich anzurufen. in dem ich gestorben sei.S.Mehr Luft Das Praktikum im Kaufhaus Mohr beendete ich nach drei Wochen. Ich stand dort wie angewurzelt und rang nach Luft. Keiner der Erwachsenen hätte mich ernst genommen. mich aber nirgends erreichen konnte. Während ich graue Plastikfolie von einem Schaufensterpuppen-Podest entfernte. Nicht schreien. sie hätte vor einigen Wochen einen schrecklichen Traum durchlebt.T. daß sie am Morgen danach verzweifelt versucht hätte. oder schickte die T. Die Mutter einer Freundin. Keinem Menschen erzählte ich davon.T. Als der kleine E. . die mich schockierte? Erinnerungen an die T. mich nicht bewegen.S. wie elend es mir ging. konnte ich nicht mehr atmen und geriet in Panik.T. eine Erinnerung in mir. Weckte E. Es gab ja keinen Grund für mein Erlebnis. um eine Andersfarbige aufzuziehen. Fungierte ihre Mutter als Verbindung zwischen ihrem und meinem Unterbewußtsein. Ihre Tochter traf ich einen Monat später in der Stader Fußgängerzone. Zehn fürchterliche Minuten Schweißausbrüche.

war aber nicht 120 . und es sich nicht vermeiden ließ. Die unterschiedliche Gestalt der Buchstaben war ihr Werkzeug. Laß ihn nicht danach suchen.“ Und: „Dieses Buch soll in alle Sprachen übersetzt werden: aber immer mit dem Original in der Schrift des Biestes. Als ich das erste Mal Susannes Atelier betrat. fand sie. keine Einkaufsmöglichkeiten gab es in der Stadt . L Schrieb sie „Haß“. Ich zeigte ihr das Buch des Gesetzes. Es wird sein Kind sein und dies seltsam. „Ich suche einen Praktikumsplatz für eine Grafik-Design-Schule. denn allein dadurch kann er davon abfallen. Ihr Bruder und sie selbst interessierten sich für diese Vögel.“ „Schön. „Interessant“. daß die Form der Buchstaben auch nach „ iebe“ aussah. entwarf sie Werbekonzepte. woher sage ich nicht. erinnerte mich an Crowleys Liber AL. die kein Biest weissagen soll: Laß ihn nicht suchen. denn siehe. zu versuchen: Aber einer kommt nach ihm. du o Prophet sollst nicht alle Geheimnisse schauen. denn in der Zufallsgestalt der Buchstaben und ihrer Position zueinander: Darin sind Geheimnisse.Wie schreibt man „Schreiben“? Nach dem Erstickungsanfall im Kaufhaus lief ich zu einem Psychiater und bat ihn. die ein Atelier in Horneburg eröffnet hatte. dessen Schriftart ihr nicht gefiel. Und Abrahadabra. ich suche einen Praktikanten. sollte der „Haß“ auch zu erkennen sein. wie ihr übel wurde. Bald gab sie mir einen Zeitungsartikel über eine Grafikdesignerin. der den Schlüssel zu allem entdecken soll: Dann ist diese gezogene Linie ein Schlüssel: dann ist dieser quadrierte Kreis in seinem Mißlingen ein Schlüssel ebenso.“ Frau Dorendorff arbeitete als Illustratorin. Schrieb sie „Liebe“. mich krank zu schreiben. lag auf ihrem Kopiergerät ein Buch über Falken. Eines meiner verbrannten Gedichte begann mit den Worten „Seine Mutter war für ihn geboren. verlangte sie. daß ich einen neuen Praktikumsplatz suchte. die darin verborgen sind. Las sie einen Text. Daß ihr Buchstabenformen so heilig waren.“ Das Liber AL wurde Crowley vom Gesandten des falkenköpfigen Gottes geschickt. „ Ich zog die Karte Umsicht und besuchte Frau Susanne Dorendorff in ihrem Atelier. Kurz darauf besuchte mich meine Mutter. glaubte ich zu sehen. Sie träumte davon mit Interpretativem Schreiben berühmt zu werden und liebte es. Wir verstanden uns prima. der ich erzählte. So sagte ich bald Susanne und nicht Frau Dorendorff. Darin heißt es: „Ändere nicht einmal die Form eines Buchstabens... Gedanken und Gefühle auszudrücken. mit verschiedenen Federn zu zeichnen. Wenn sie Geld brauchte.

Auf meine Frage. entgegnete sie geheimnisvoll: „Es ist noch nicht so weit. ob sie einige Verse daraus „interpretativ“ schreiben wolle.“ 121 .hypnotisiert wie ich.

ich würde mit ihnen schlafen. Eines Tages mußten sich alle Schüler in der Pausenhalle versammeln. wenn ich mit einer Frau oder einem Mädchen allein war. zog die Niederlage oder die Vergeblichkeit und wurde wütend. Ich aß so viel Zwiebeln und Knoblauch. nahm ich das Tarotspiel. Teufelsbrück. Ich lief von der Haustür aus bis zur Skulptur eines menschengroßen Holzteufels am Elbufer. neurotisch eifersüchtig war. fühlte ich mich trippig. Obwohl drogenfrei. Wir bekamen die Nachricht. ich mußte an Sex denken. Meine Stimmung im Kampf gegen mich selbst verwandelte sich in Triumph und Hochgefühl. wollten mit mir schlafen. Maria und ich hörten kein Radio oder lasen Zeitung. jeden morgen eine Dreiviertelstunde durch den nahegelegenen Jenischpark zu joggen. ALLES empfand ich als den Spiegel meiner inneren Stimmen. Ich weiß nicht. JEDER Mann und JEDE Frau. sondern auch. die ich sah. egal wie alt.Teufelsbrück. egal wie schön oder wie häßlich. Manchmal überkam mich die Wahnvorstellung. Dabei war ich Maria so treu wie Gold. Immer. für die Schule zu arbeiten. Das Gebäude war renoviert worden. Das Kartenspiel half mir nicht nur fit und drogenfrei zu leben. hatten keinen Fernseher. Zwiebeln. Nicht meine Gedanken um die Zeitungsüberschriften. Knoblauch und Tarotkarten. Seit unserer ersten Nacht hatte ich mit niemand anderem geschlafen. Ansonsten mochten mich meine Mitschüler. Dann mischte ich noch einmal. Sie wählten mich zum Klassensprecher. Wenn ich die Hausaufgaben nicht machen wollte. daß wir nicht mehr zur Schule gehen sollten. welches Mädchen ich in der Schule ansah. Wenn in der S-Bahn vor mir jemand die Zeitung aufschlug. Nicht meine Gedanken als Reflektionen auf Dinge. daß in der Schule niemand neben mir sitzen wollte. glaubte sie. Wir lebten in unserer Welt aus Kräutertee. Man 122 . dynamisches Yoga. Auch übte ich täglich den Sonnengruß. ob Maria von Kind auf krankhaft. die Schule der Gestaltung In Othmarschen begann ich. Überall sah ich Synchronizitäten. An Sex dachte ich allerdings von morgens bis abends. gut in der Schule zu sein. Früchten. Alles. Man nennt das Elbufer dort. drehten sich die Zeitungsüberschriften um meine Gedanken. wo der Fluß an den Jenischpark grenzt. Jeden Tag sagte ich dem Teufel „Guten Morgen“ und lief zurück. fest entschlossen. zog den Sieg oder die Stärke und machte meine Hausaufgaben. Gleichgültig. Gemüse.

Ich lebte so gesund wie der vorbildlichste Mensch der Erde und wurde hier vergiftet. ich möchte ein Stück Kreide. Ich wollte nur noch ein großer Yogi und Tarotkartenmeister werden. 123 .hatte dummerweise giftige PVC-Platten verwendet. An einer Tür hing ein Plakat: „Das Leben ist ein Traum“. Alkohol. Ich ging zum Hausmeister und sagte. den mir ein Chirurg aufschnitt. ich gehe. ob wohl jemand vom Hausmeister ein Stück Kreide holen könne. erzählte er der Klasse. Der drückte mir einen ganzen Karton in die Hand. Ich weiß nicht warum. „O. Er hatte nun schon wieder einen Beweis dafür. daß ich kokssüchtig sein mußte. ich könne ihm wirklich vertrauen und mit ihm über alles reden. Vier kleine Kinder liefen hinter mir her und riefen: „Duuu. Prrf. aß ich Pampelmusen. Meine Gedanken an Zigaretten und Kaffee. Nach dem Unterricht kam er zu mir und sagte. Hahaha. mußten alle lachen. aber in meinem ganzen Leben noch kein Koks genommen. Fleisch und Drogen waren aus meinem Kopf verschwunden. Er nahm sich ein Stück Kreide und schickte mich mit dem Karton zurück zum Hausmeister.K. Ich lief trippig und geil zwischen den Kindern auf dem Schulhof umher. Jetzt plagten Schüler Kopfschmerzen oder sie waren an etwas Anderem erkrankt. Als ich Herrn Kolleg den Karton brachte. mir zu helfen. Eine Ironie des Schicksals.“ Im Englischunterricht fragte unser Lehrer. Herr Kolleg. Unsere Klasse wurde in das Gebäude einer Grundschule versetzt. SEXBESESSEN. dicken Eiterfurunkel am Arsch. daß ich Koks nehmen würde und sie doch versuchen sollten. aber es hing dort nur für mich. weißt du was GEIL ist? HII hihi.“ Während ich weg war.. Ich hatte auch Vertrauen zu ihm. Kriegte einen riesen. Wenn meine Mitschüler in den Pausen Kaffe tranken oder Zigaretten rauchten.

Ein etwa 40 Jahre alter Mann. Diana öffnete die Tür. Ich hatte den Teufel gewählt. die wir anziehend finden. Früher sahst du so blaß und traurig aus. du siehst ja richtig fröhlich und gesund aus. Auf dem Spiegel im Badezimmer klebte ein Schildchen: Sorge dich nicht.“ „Oh. immer auf dem Schulhof angeschaut und mochte dich nie ansprechen. überwiegend Frauen. packte Maria hysterisch meinen Arm und zog mich nach draußen. Prof. Ich bin Diana Krüger. Was er an der Uni unterrichtete. blauäugiges Mädchen auf mich zu. Ich glaube.“ Als sie mir ihre Adresse gab. Als die Veranstaltung zu Ende war. lebe! Im Wohnzimmer standen viele esoterische Bücher. Gerd arbeitete im Wohnheim als Studentenberater. ich habe immer Zeit für dich. „Hallo“. jeweils eine Karte. in dem neben neuen Büchern auch immer eine Liste der spirituellen Veranstaltungen in Hamburg zu finden ist. Geist & Seele-Heftchen besorgt. die Tochter von Gerd. Anschließend bat er uns.Die Seekarten des Hamburger Himmels Maria hatte sich im Esoterik-Buchladen Wrage das monatlich erscheinende Körper. Auf dem Tisch lagen mindestens zehn verschiedene Kartenspiele. sagte ich schüchtern. „hast du Zeit für mich?“ „Ja. Gerd Krüger. der in der Buchhandlung stattfinden sollte. „Bist du nicht Claas? Claas Hoffmann?“ „Ja. Nicht in einem Studentenzimmer. Herr Krüger erzählte einige allgemeine Dinge über den Aufbau und die Benutzung der Karten. der weise Tarotprofessor. Um einen niedrigen Tisch herum saßen zwischen all den New Age-Büchern 15 Menschen. Ich habe dich in der Schule. Diana lebte hier mit ihrem Vater. sondern in einer schönen drei Zimmer Wohnung. Ich glaube. „Es ist aus! Es ist aus! Das ist deine nächste Freundin! Mit der wirst du schlafen und mit der wirst du zusammen sein! Uhuhu! Das tut so weh! Tut so weh!“ Sie hörte den ganzen Abend nicht auf zu weinen. „Du mußt zu deinen dunklen Seiten stehen und sie ausleben“. riet mir Gerd.“ In der Wohnung roch es nach Duftölen und WeledaHautcreme. aus den Trümpfen heraussuchen. kam ein sehr hübsches. weiß ich nicht. keine Einführung in den Tarot mehr zu benötigen. Wir gingen zusammen dort hin. Sie zeigte mir einen Tarot-Einführungsabend. im Athenaeum. egal was ich sagte. alleine zwanzig über das Tarot und 124 . war der Tarot-Fachmann. Sie begann zu weinen. obwohl ich glaubte. Wenige Tage später fuhr ich mit der S-Bahn zur Station Osterstraße und ging von dort aus zum Studentenwohnheim. rothaariges. Dann erzählte er jedem ein paar Sätze über deren Bedeutung.

Ihr habt doch gefickt! Gefickt! Und beim ficken habt ihr vielleicht geredet! Uhuhuhu! Du bringst mich um! Ich halte das nicht aus!“ Sie konnte sich nicht mehr beruhigen und fuhr für einige Tage zu ihren Eltern nach Dortmund. Ich war traurig.“ „Oh Gott. weil sie ja wisse. An den Wänden hingen Bilder von verschiedenen Buddhas. HinduGöttern oder Gottheiten aus anderen Religionen. nicht zu mir nach Othmarschen zu kommen. was du mir antust!“ Sie beschloß. Es war Maria: „Ist SIE bei dir?“ „Ja.die Kabbala. Das Telefon klingelte. aber ich wollte mich nicht von ihr einsperren lassen. war Maria außer sich. wenn sie mich nicht vorher verläßt. Ich war ganz verzückt von Diana und der schönen Atmosphäre. Alle verschiedenen Kartenspiele oder Spielsteinchen die man als Spiegel der Seele benutzen kann. daß ich bald meinen Schwanz in diese schreckliche böse Möse stecken würde. und das könnte sie nicht überleben. „Ich glaube dir nicht. Im Kühlschrank lagen gesunde Sachen aus dem Bioladen. nicht allein zu sein und kochte einen Tee. Ich freute mich. Wir redeten über Tarotkarten. Ich liebte sie. du weißt ja nicht. Diana besuchte mich. 125 . wenn sie aus Dortmund zurückkommen würde. Götter und Geister und verstanden uns wunderbar. sieben über das I Ging und andere über RunenOrakel. Als ich wieder nach Hause kam. daß ihr euch nur unterhalten habt. sondern wieder in die Trinkstraße nach Stade zu ziehen.

Auch in der Trinkstraße sah sie Gespenster. Die Bankräuber glaubten ihm nicht. weil sie betrunken war und sich fürchtete. daß ich für alle der Arsch war. Gemein. und nicht umgekehrt. Das Hyperventilieren wäre nur gekommen. tut das viel mehr weh. als wolle ich mit ihr in den dunklen Keller.Wölfe im Krankenhaus und Geister im Hinterkopf Maria zog wieder in die Stader WG und war furchtbar elend anzuschauen. Von meinen Mitbewohnern wollte sie dann wissen. daß der Mensch. und von meinen Mitbewohnern in mein Zimmer geführt wurde. daß da keine alten Leute hätten sein können. Maria begann zu hyperventilieren und drückte sich. wer die alten Leute gewesen sind. als die beiden nach wenigen Sekunden verschwanden. Dabei hatte sie mich doch verlassen. der dort wohnte. als man ihr die Doppelmordgeschichte erzählte. Sie erschossen ihn und seine Frau. ein Doppelmord. Vom Hyperventilieren wurde sie am ganzen Körper von Krämpfen geschüttelt.. im Besitz eines Schlüssels zum Sparkassentresor sei. als niemand hinsah. Sie wunderte sich. daß sie als kleines Mädchen in Griechenland Wölfe sah. Man konnte nur noch das Weiße in ihren Augen sehen. aber geglaubt. Zwei Bankräuber vermuteten damals. 126 . In einer Gegend. Dann hielt sie die Brandwunden vor meine Augen und schrie: „Wenn du mit einer anderen schläfst. Schon früher hatte sie mir erzählt.“ Sie mußte mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren werden. als diese Zigaretten. Als Maria mit Jolli aus Spanien kam. kommmmm“ rief. Nun hörte sie oft eine Stimme. ich könnte diesen Weltuntergang verhindern. indem ich sie packte und so tat. Ich erklärte dem Arzt. Ich besuchte die Trinkstraße. Die Antwort war. 20 Jahre bevor ich dort einzog. Ein Irrtum. die Brandwunden hätte sie sich aus Versehen zugezogen. Maria erzählte mir. Es müssen Geisterwölfe gewesen sein. Die arme Maria gruselte sich natürlich ungemein. Sie hätte gewußt. Sie tat den anderen so leid. sah Maria dort zwei alte Menschen sitzen. In der Nacht blieb ich an ihrem Krankenbett und rettete sie vor der Psychiatrie. als ihr schlecht wurde. drei Zigaretten auf ihrem Unterarm aus. die dunkel „AAAMaria. Ich machte ihr dann eine Heidenangst. In dem Haus geschah. daß die Welt untergeht. in der es keine Wölfe gab. ihr wären auf der Fahrt ins Krankenhaus Wölfe erschienen.

da wären dunkle Gestalten am Fenster gewesen. 127 .Eines Abends flüsterte sie im Bett. Sie hörte die unheimlichen Wesen murmeln: „Jetzt haben wir ihn“. Damit war ich gemeint.

Glas splittert. so betrunken wie Lüder meistens ist. Am anderen Ende des Tresens steht ein nicht ganz menschliches Wesen. Aus Spaß! Scheiße! Der Flaschenhals schlägt auf meine Vorderzähne. Er beachtet mich nicht. Den kenn ich doch gar nicht. ich hau dir eine rein!. Meine Güte bin ich paranoid! Paddy küßt mich und nimmt ihren Drink. Sieht der fies aus! Hat einen Knast-Schnurrbart und Tatoos. Neben ihm drehe ich meinen Ellenbogen so. um zwei Uhr morgens in der Tonne. Was hab ich dem getan? Muß an ihm vorbei gehen um Paddy ihren Southern zu bringen. sehe ich den blonden Lüder. Starrt mich an und macht eine Handbewegung. Schlängel mich zu ihm durch um etwas Blödsinniges zu sagen und zu hören. Eine Ecke Vorderzahn bricht ab. Dort. wo eben noch der vermeintliche Totschläger stand. Krachs! Lüder haut mir von vorne auf den Arm. Neben ihm nehme ich einen Schluck Bier. wegen Totschlag verurteilt und auf Bewährung frei. Lüder brüllt mich an. Wie nett von ihm. Kaufe ein Bier für mich und einen Southern Comfort für Paddy. daß er mich schützt und ich ihn gleichzeitig damit schlagen könnte. 128 . die in etwa sagt: Komm her. während ich trinke.Pass auf! Stehe in der Mülltonne am Tresen. Würde sagen. Igitt. daß ich ein guter Musiker bin.

was verständlich sprechen bzw. und als das Programm geschrieben war. ob er für mich in seinem Computer ein Zufallsprogramm schreiben könnte. die synchron zu den Gedanken des Anwenders verlaufen müßten. Synchronizitäten zu meinen Gedanken fand. daß wir beim Sprechen und Schreiben nicht alle Buchstaben des Alphabetes gleich oft benutzen. Weil ich wußte. daß das Programm funktionierte. sollte ein Wort mit fünf Buchstaben entstehen.B. ein Orakel zu erschaffen. das Tarot oder das I Ging. M. schreiben könnte und nicht nur. half er mir und schrieb das Programm. I. N und L. wenn man noch öfter die Taste betätigte. aber ich erkannte hieraus. Vor allem die Buchstaben A. die nach Betätigung der Enter-Taste zufällig ausgespuckt wurden. hätte ich auch das 129 . Ich war so dermaßen breit im Kopf. Dann sollte auf dem Bildschirm. von seinen falschen Freunden „der Gynäkologe“ genannt. zufällig ein Buchstabe erscheinen. Für gut zwei Jahre wohnte in diesem Haus auch Günter. wie z. Günter beobachtete mit wachsender Sorge. daß es sich bei meiner Idee um reinen Blödsinn handelte. mischte also willkürlich Englisch. sich ausschließlich Symbolen oder Parabeln bediente. setzte ich mich begeistert und erwartungsfroh vor den Bildschirm. in falscher Grammatik. setzte fehlende Vokale oder Konsonanten selber ein und benutzte zur Entschlüsselung alle mir bekannten Worte aus allen mir bekannten Sprachen. O. Am Ende waren in den Computer etwa 40 Zeichen eingegeben. Ich wollte das lateinische Alphabet in den Computer eingeben. wie ich zunehmends in jedem Wort. Ich erzählte ihm von meiner Idee. Ich las diesen Buchstabensalat in falscher Rechtschreibung. Ich fragte Günter. fügte ich zu den 26 Buchstaben von A bis Z intuitiv noch einige doppelte oder dreifache hinzu. immer wenn man die Enter-Taste drückte. Nicht nur mit fürsorglicher Anteilnahme.Ein persönliches Gespräch mit dem Zufall In der Trinkstraße zogen oft verschiedene Verrückte ein und aus. in der Zeitung stand oder in der Tagesschau gesagt wurde. und wenn ich Suaheli gekonnt hätte. auch in solch einer Buchstabenfolge Zusammenhänge zu meinen Gedanken zu finden. weitere Worte. Auch wenn Günter davon überzeugt war. sondern auch mit wissenschaftlichem Interesse verfolgte er meinen psychischen Zustand und schenkte mir ein offenes Ohr. U. Es erschien so etwas wie „ewkfzamuifgfhtvlfrjuruhnjrwetumnmöpzdämlrejgeklutjufodskl“ Kaum zu glauben. E. daß die so erscheinenden Buchstabenfolgen immer Worte ergeben würden. Ich ging davon aus. daß ich glaubte. Französisch und Deutsch. das aus dem Radio kam. Das war außerordentlich lieb von Günter. Wenn man fünfmal Enter drückte.

es funktioniert doch. Als ich in England. 130 . daß mir wohl kaum noch zu helfen war. sie würden bald passieren. Ich bat ihn. Wenn er das Wort Mohrrübe oder Hose gezogen hätte. Hoffnungen. ein Arab-Israeli. drückte immer wieder auf Enter und las: „Hallo Claas. die in Emerson die Grundprinzipien der Waldorfpädagogik lernten. du hast doch recht. Er hatte daran gedacht. stöhnte Günter kopfschüttelnd. ich habs noch mal gemacht. die er dann gezogen hatte. Damit ging ich zu einem der Studenten. daß der Text von ihm eingegeben worden war. er wäre dafür verantwortlich gewesen. Wir gingen in sein Zimmer. Mazin. Ängste. Willst du auch noch mal an den Bildschirm?“ Klar wollte ich noch mal.“ Hätte Günter nicht bei seinem teuflischen Plan vergessen. daß sich im ursprünglichen Programm keine Leerzeichen befanden. hatte ich somit ein zufällig durcheinandergemischtes Alphabet in der Hand. schreibenden Orakels besessen war. suchte ich die 22 Trümpfe meines Tarotkartenspiels heraus und mischte sie. Günter erkannte. Er schaltete die Kiste ein. von denen ich mir vorstellte. Auch heute halte ich einen durch ein Zufallsprogramm sprechenden Computer für möglich. Dinge. Ich las meine Wünsche. im anthroposophischen Emerson College. daß ich nie wieder meinen Verstand zurückerlangt hätte. Allerdings würde ich hierfür das hebräische Alphabet verwenden. Ich glaube. Da jedem Trumpf ein hebräischer Buchstabe zugeordnet ist. was übersetzt hart und knackig heißt. Ich setzte mich davor. die mir passiert waren oder Dinge. Beim Frühstück am nächsten Tag sprach er zu mir: „Du. Die Buchstaben. Gott sei Dank. rechtzeitig. So durchschaute ich aber. Woran hatte er gedacht? An den Golfkrieg. suche in dir selbst. das machst du doch nur mit deinen Gedanken. Mazin zog ein Wort. ob er eine Schale mit Nüssen auf den Tisch stellen sollte. der in Israel sowohl Hebräisch. ich der heilige Computer. Für mich funktionierte es. wieder von dem Gedanken eines sprechenden bzw. an etwas zu denken und drei oder vier Karten zu ziehen.benutzt. du willst doch nur etwas darin lesen können! da steht nichts!“. wäre kein Zusammenhang zu seinen Gedanken erkennbar gewesen. wie auch den Koran unterrichtete. „Oh weh Claas. ergaben das hebräische Wort für Panzer. Dann machten wir das ganze noch einmal. Ich glaube.

Einige Lebensmittel sind supermännlich (Z. was Maiko kochte. daß man. wenn man Kartoffeln ißt. mittags und abends Fleisch gegessen. Sonst nichts. Die sollte man vermeiden. um etwas Geld zu verdienen. Für Maiko war es am besten. Es mußte noch einen Tag länger im Hafen bleiben. wo wir meinen Vater besuchen wollten. Die Farbe stinkt. Alles. Maiko war Makrobiot. nur bis zum Hals denken würde und sich nicht spirituell weiterentwickeln könne. Stahl und Kälte drang durch meine Quallenhaut überall. wie die einer Qualle. weil die so Yin sind.Iß einen Vogel. der dort mit seinem Kümo lag.B. den ich je kennengelernt habe. nachdem Maria ausgezogen war. Er zog schon bald bei mir in Othmarschen ein. Nicht als einziger Mandarinen. daß ich zehn Tage mitfahren wollte. und du wirst ein Vogel Ich erinnere nicht. wann und wo ich Maiko Friedrichs kennengelernt habe.und beladen. Stahlbürsten kratzen. Die Ladeluken aus Stahl quietschen. Am weisesten ist es.und Körnerfresser. donnern und krachen beim auf. Zucker). Am ersten Abend. Das Schiff war noch nicht ent. Das erste Kapitel dieses Buches besteht einzig und allein aus einem großen Fragezeichen. Der fanatischste. Auf einem anständigen Kümo wird morgens. Am 22. In der Makrobiotik ist jedes Lebensmittel entweder männlich oder weiblich. das würde auch für mich gelten.B. Eines Morgens malte ich auf eine Seite des Buches ein großes Fragezeichen. daß ich zehn Tage auf dem Schiff arbeiten wolle. während die anderen Eisbein mit Sauerkraut aßen und ich dafür einige Mandarinen. Zwei Tage später gab mir eine Freundin ein englisches Buch der Lügen von Crowley. Dezember 85 fuhr ich zusammen mit meiner Mutter nach Dänemark. Fleisch) und andere superweiblich (z.und zumachen. das zweite aus einem Ausrufezeichen. Ich hatte gesagt. auf die nächste ein großes Ausrufezeichen. und er meinte. aß ich gerne und irgendwann merkte ich. Meine Haut war so dünn. die nur etwas Yin und etwas Yang sind und wenn man täglich die gleiche Menge Yin-Nahrung wie Yang-Nahrung zu sich nimmt. besonders viel Getreide und diese Spezial-Makrobiotik-Sachen wie Miso (fermentiertes Soja. weil ich in einem Buch von Rudolf Steiner gelesen hatte. gesoffen und geraucht und eine Menge Kaffee verbraucht. In dieser Zeit schrieb ich ein Traumtagebuch. wie ich von süßen Früchten „high“ wurde. wenn man Dinge ißt. Nichtraucher und Nichttrinker überleben. So konnte ich da nicht bleiben. Weizen oder Reis) Tahin (Sesammus mit Meersalz) oder Tofu (Soja-Eiweiß) zu essen. Ich aß noch nicht einmal Kartoffeln. Ich nahm das 131 . glaubte ich noch.

so heftig. atmete unruhig. Schmerz. Auf meiner Fahrt zurück mit der S-Bahn war mein Wahn. Allein. daß ich eigentlich reif für die Klapsmühle war. fürchtete mich. 132 . daß mich alle Männer ficken wollen und alle alten. Mein Herz raste. jungen und häßlichen Frauen megageil darauf sind. Ich schrieb Diana ein langes buntes Liebesgedicht. Dann fuhr ich mit meiner Mutter zurück nach Deutschland. Maiko feierte bei seinen Eltern Weihnachten. der das mit mir machte. Liebe und die Ewigkeit ging und fuhr zu ihr. Endlich war meine Müdigkeit stärker als die Angst. ich zuckte zusammen. Niemand war da. dicken. machte Yoga und meine Joggingrunde durch den Schnee. Da mußte doch jemand in der Wohnung sein. Nicht zum aushalten! Als ich zurückgekehrt allein bei mir durch die Wohnung irrte.12. war ich wieder in Hamburg. Ich steckte das Gedicht in ihren Briefkasten. in dem es um spielende Krokodile.Tarotspiel und zog zweimal hintereinander den Narren. Am 24. mit mir ins Bett zu gehen. war ich wieder frohen Mutes und ruhig im Kopf. Mein Vater war traurig und machte sich Sorgen. bekam ich schubweise Gänsehaut auf dem ganzen Kopf. Als ich erwachte. meinen Rücken hinunter und bis zu meinen Füßen. Da war jemand bei mir.

“ Wenn der arme Gerd damals gewußt hätte. Sie war zu Hause. Dann bekamen wir alle eine Schwarzweißkopie der Karte Der Narr aus dem Raider-Waite-Tarot und Buntstifte. als ich ihm das erste Mal begegnete: „Du mußt zu deinen dunklen Seiten stehen und sie ausleben. Gerd sagte mir noch einmal genau das gleiche. Sylvester gaben Maiko und ich eine Party. wie meine dunklen Seiten aussehen. Vielleicht hätte ich doch lieber Sekt trinken sollen. 20 Leute kamen und zu Mitternacht fuhren wir alle zusammen zum Hafen. Er gab noch ein TarotSelbsterfahrungswochenende. Alles was zu extrem ist. ist zu extrem. Ich malte den kleinen Hund neben dem Narren schwarz. daß ich mit seiner Tochter zusammen war: Er hätte mir jeden Rat gegeben. und wenn er daran gedacht hätte. Um 24:00 Uhr stieß ich mit den anderen mit einem Glas Selterswasser an. Wir sollten die Karte ausmalen.Eine neue Liebe und ein schwarzer Hund Am nächsten Tag fuhr ich wieder zu Diana. die er dann versuchte. an dem Diana und ich teilnahmen. Er wußte so viele interessante Dinge und kannte so viele interessante New Age Leute. an dem ich sie superglücklich entjungferte. um das Feuerwerk zu sehen. so weise wie möglich zu beantworten. Ein Alptraum. wie das. Oder stellten Gerd Fragen. der seine Tochter ins Verderben reißen wollte. Das war der Tag. wie wir die Karten verstanden. sondern in einem Raum extra für solche Seminare. Gerd wollte uns etwas über die von uns benutzten Farben sagen. Das war nicht in einem Bücherladen. Ich war gerne im Studentenwohnheim und unterhielt mich mit Gerd. was ich zu hören bekam. Ich sollte für ihn ein Alptraum werden. Wir schauten uns Tarotkarten auf Dias an und erzählten uns. 133 . aber nicht diesen. Sie roch unglaublich gut und war zuckersüß.

ohne zu wissen. Du gehst durch eine grüne. hinab in den Wurzeln des Baumes. Ich blätterte in meinem Bauch. wo mein Nabel ist. Jetzt kommst du an eine Tür. Hans Georg sprach: „Du gehst über eine grüne Wiese durch Gras und Blumen. Mein Bauch war ein gewaltiges Buch. an dessen Ufer ein kleines Boot liegt. hügelige Landschaft. (Auch ohne Milch. 134 . Er ist der Bibliothekar.) Hans Georg war wirklich ein verdammt guter Lehrer. Ich öffnete meinen Mund. Ich öffnete meinen Bauch. springen und beinahe fliegen! Nachdem wir zwei Tage von morgens bis abends Kundalini. einmal in der Woche zu seinen Yogakursen nach Wedel bei Hamburg zu kommen. Du steigst hinein. was auch immer du wissen willst. Eine Traumreise in Villa Falkenstein sah ich so klar und deutlich wie einen Videofilm. aber meine Hände griffen zu meinem Bauch. Jetzt legst du an und steigst aus. Ich machte zwei Intensivseminare mit. Frage ihn. in seinem mächtigen Stamm ist eine Tür. Langsam holte uns Hans Georg zurück. Jetzt bist du bei dem Baum angelangt. du öffnest sie und betrittst eine gewaltige Bibliothek. Er bot mir an. Nun siehst du in der Ferne einen großen Baum und gehst darauf zu.“ Ich schaute mich in der Bibliothek um und den alten Mann an. etwa dort. weisen Mann mit einem langen weißen Bart. was ich fragen wollte.und Hatha-Yoga praktiziert hatten. Yoghurt und Käse.Der schöne Weg zur Bücherei im Bauch Während eines Abendessens bei Gerd lernte ich den Yogalehrer Hans Georg Schön kennen. Jetzt siehst du einen alten. war der dritte Tag nur noch für seichte Übungen und Traumreisen bestimmt. Yoga bei ihm war super. um eine Frage zu stellen. Da gelangst du an einen Fluß. Ich sprach nichts. Eine Treppe führt viele Stufen hinunter in die Wurzeln des Baumes. Eines ging über drei Tage und fand in der Villa Falkenstein statt. Als das Seminar begann. lebte ich schon zwei Monate vollkommen ohne Tierprodukte. Damals wollte ich unbedingt und sofort erleuchtet werden. legst ab und ruderst an das andere Ufer. Ich sah bei diesem Seminar zwei Frauen von Energieentladungen epileptisch durch den Raum zucken. Immer tiefer gehst du die Treppe hinab. Du öffnest sie und gehst hinein. Unendlich viele Bücher stehen in den hohen Regalen aus dunklem Holz.

Schwitzhütten. Erdheilungsrituale und Ähnliches angeboten. Als er meine Hand hielt. fand es aber merkwürdig. Es hieß. und desto seltener nimmt er sie überhaupt war. ohne für mich verständlichen Grund.N. Die Außerirdischen würden keinerlei Emotionen empfinden. Hierzu würden sie sogar das organische Material von irdischen Kühen und Schafen verwenden. der hatte wirklich so einen Namen.) Dort fand ein Esotherikfestival statt. zu wissen. man do you feel your friend. über den er etwas erzählen wollte.. um Sigrun auf Island zu besuchen. hierdurch selbst Gefühle zu erhalten. um ihr eigenes.Emotion Vielleicht ist es für einen Menschen mit viel Yogaerfahrung einfacher. In den drei Wochen auf der Insel zelteten wir ein Wochenende am Fuße des Gletschers Sneifelsnjef. Ich schrieb: „Feelings are the best friends of human beings. Er erzählte den Leuten. (Ich glaube. Außerirdische hätten mich entführt und mir Spermaproben entnommen. da die Logik der offensichtlichen. was er glaubte. daß das letzte. Unter den verschiedenen New Age-Therapeuten befand sich ein Amerikaner ungarischer Abstammung. ob sie eventuell besessen wären oder sonstwie traumatisch vernebelt. Ich glaubte ihm nicht. wer sie in ihren vorherigen Leben gewesen seien. seien aber intellektuell viel weiter fortgeschritten als wir. Sie würden sich nicht nur erhoffen.“ Das waren die letzten Worte. Ich bekam an diesem Ort häufig starkes Herzklopfen. was ich vor dieser Begegnung 135 . durch unser Erbmaterial körperlich stärker zu werden. degeneriertes Erbmaterial aufzufrischen. die ich tippte. aber nicht-kausalen Zusammenhänge oft an die Logik innerhalb eines Traumes erinnert. schwang das Pendel in eine bestimmte Richtung.I. Hierzu hielt er nur eine Hand desjenigen. Als ich mir selbst das Schreibmaschineschreiben beibrachte. erfand ich einen Text für meine Band T. desto weniger können ihn Synchronizitäten erschüttern. Er sagte dann. bevor ich mich zum Flughafen begab. Synchronizitäten zu verkraften als für andere. Vielleicht sind Traumreisen förderlich für die Wahrnehmung von Synchronizitäten. berichtete er mir vor den Ohren einiger erstaunter Zuhörer. und in seiner anderen Hand ein Pendel. tibetanische Mönche hätten erkannt. daß sich hier das Herzchakra der Erde befindet. sondern auch. Andererseits: Um so stumpfer und unbewußter ein Mensch ist. Nun folgte er seiner Intuition: Wenn sein Unterbewußtsein seine Gedanken für richtig hielt.R. Dieses Sperma würden sie benötigen. Es wurden gemeinsame Traumreisen.C.

wo niemand sein konnte. ich würde mit einem Dämonen experimentieren und diesen zu ihr schicken. fühlst du deinen Freund?“ gewesen ist. Mein Bewußtsein erhielt keine Botschaft. Finde ich I besser.“ So vermuteten nun Falk und Meike. „Als wir keine Gefühle hatten. Mensch. die mir vor dem Totenkopfkürbis erschienen waren. Ich fuhr nach Horneburg in das Haus meiner Eltern. für eine halbe Stunde allein in einem Zimmer ein Bild anzuschauen. ob sie sich die Geschichte abholen wolle. Als die halbe Stunde um war. wo sich gerade niemand aufhielt und benutzte das dortige Kopiergerät. was es mit dem Bild auf sich hatte: Es sollte einen Außerirdischen darstellen. „Gefühle sind die besten Freunde der Menschen. ch begann zu onanieren. außerirdischen Wesen berichten. rief Meike: „Das ist ja genau wie damals. das ein Freund von ihr. Ich besuchte sie und erzählte ihr. Es sei dort jemand entlanggegangen und hätte mit der Tür geknallt. daß sie keinerlei Emotionen wie Wut oder Furcht empfand. Einige Wochen später traf ich in Deutschland die Heilerin Meike. als aus Langeweile Cola zu trinken und Chips zu essen. etwas zu empfinden oder zu empfangen.. Natürlich erinnerte mich dieser Araber an die Gestalten. gerade hätte sie Schritte und Knacken in ihrem Haus gehört. sie zu beißen. daß ich in Finkenwerder an der Elbe außerirdische Raumschiffe gesehen hätte. Zuende gefummelt und kopiert. als. vielleicht mein Unterbewußtsein. sie wären in einem früheren Leben Außerirdische gewesen.aufgeschrieben hatte. um Meike ein Exemplar meiner Geschichte geben zu können. gar nicht menschliche Spiralen als Augen. und biß ihr ins Kinn. die keine Gefühle kannten und auf der Erde inkarnierten. schwarze. um zu fragen. Nachdem Falk das Bild gezeichnet und ihr gegeben hatte. Sie war darüber sehr verwundert. als hätte ich gewußt: Es ging ihr momentan nicht gut. Darauf war ein arabisch aussehender Mensch mit einem weißen Umhang mit Kapuze über seinem Haupt zu sehen. Ich saß davor und versuchte. daß Meike mein Märchen Das Spiel und die Spinne lesen würde. wie geht’s dir denn?“ Meike interpretierte das so. Als erstes plapperte ich: „Hallo. erzählte mir Meike. rief ich Meike an. Sie erzählte. um Gefühle zu erlernen und zu empfinden. Ich wollte gerne. als. Sie fürchtete. Nun bat sie mich.“ „Als was?“ schrie Falk sie an. Auch darüber. Sie sollte mir etwas ganz Ähnliches von gefühllosen. genannt Falk. das hast du doch nicht nötig! Du bist doch gar nicht schwarz! Du kannst dich auch in 136 . gezeichnet hatte. das in der „Abrahadabra“ veröffentlicht worden war. sprang er Meike an. woraufhin sie laut in Richtung der Geräusche sprach: „Claas. Dieser sehr arabisch aussehende Mensch hatte riesige. die sich selbst vielleicht als Hexe bezeichnen würde. Mir war langweilig. Als Falk aufhörte.

fuhr ich über meinen Geburtstag nach Newcastle in Nordengland.S.weißer Magie selbstverwirklichen!“ Ein merkwürdiger Zufall.R. oder zum Spaß. Aus Langeweile zu onanieren. während meines Aufenthalts im anthroposophischen Emerson College. gehört zu jener Sorte von Synchronizitäten. in dem ich ebenfalls einen Text für meine Band schrieb. subjektiv und im Nachhinein konstruiert erscheinen. Auf dem Weg dorthin summte noch Drinking and Driving without License in meinen Ohren. Jugendliche ohne Führerschein brachen Autos auf und fuhren mit ihnen in Höchstgeschwindigkeit Einbahnstraßen entlang oder direkt durch die Scheiben verschiedener Einkaufszentren. Natürlich waren die meisten Joydriver betrunken. Zurück in Deutschland gründete ich mit dem Gitarristen Jan Weber und dem Bassmann Volker Peschel die Band T. hat nun weiß Gott nichts mit schwarzer Magie zu tun. Trotzdem ist Meike für mich keine Spinnerin. Vielleicht mußte sie sich irren. Mir fällt noch ein vergleichbares Erlebnis ein.I.C.. Diesen Bandnamen wählten wir. Sie hat sich geirrt. Joy driving wurde dieser neue englische Zeitvertreib genannt. sah ich im englischen Fernsehen. nachdem bei einer Verfolgungsfahrt ein junger Joydriver ums Leben gekommen war. da unser erster Song Drinking and Driving war. und bald darauf glaubte.N. In einer Straße brannten mehrere Häuser. daß in den Straßen eines Newcastler Armenviertels die Hölle los war. weil die T. in der ich zunächst Feelings are the best friends of human beings schreibe und mir wenig später von zwei New Age-Therapeuten berichtet wird. Wenn es so etwas wie wissenschaftlich nachvollziehbare Synchronizitäten gibt. Die Synchronizität. ich hätte mit diesem Lied ein späteres Ereignis vorausgesehen. wo Erich gerade mit seinem Kümo lag.S. (wie am Beispiel der Meteroiteneinschläge auf dem Mond beschrieben). Den Song Drinking and driving without license in Gods own Mercedes Benz schrieb ich in England. die hochgradig irrational. Nachdem wir einige Male geübt hatten. Es kam zu Massenschlägereien zwischen Jugendlichen Arbeitslosen und der Polizei. so gehört dieser Fall gewiß nicht dazu. Als ich ankam. oder aus Lust. für Außerirdische seien die Gefühle der Menschen begehrenswert. sich einen Spaß mit ihr erlaubte. 137 .

S. immer wieder. Dann halte ich es für möglich. Die außerirdische T.S. spricht sogleich telepathisch die Astronautin aus dem All zu mir: „Alles ist richtig. T. Es gibt aber auch die Momente.S.Alles läuft nach Plan Alle Menschen fragen sich hin und wieder. Zermartere ich mir das Hirn. Geist und SeeleHeftchen geblättert hätte: Wir wären nicht zum TarotEinführungsabend gegangen. üble und gute Ficks. in denen ich mir sicher bin: Alle Entscheidungen waren richtig. ob ich etwas Falsches getan habe.“ Tausend verschiedene Dinge waren notwendig. Ich hätte nicht usw. was passiert wäre. in Zusammenarbeit mit den Pottwalen sorgte stets dafür.-Mitglied zu sein. etwas Falsches zu tun. und es gelingt mir.S. weil ich mich für die eine oder die andere Möglichkeit entscheiden muß. verpaßte Gelegenheiten und jeder Schnupfen mußten genau so geschehen. Gemeinheiten und jede Lüge. daß alles perfekt funktionierte. Ich begreife dann für eine Sekunde: Versagen. damit ich dieses Gespräch führen konnte. Geschlechtskrankheiten. und alles verläuft nach Plan. gibt es kein „ich hätte nicht“ oder „was wäre wenn“. Meinen Weg zu diesem 138 . Ich hätte Diana nicht kennengelernt und später mit ihr in Finkenwerder die Raumschiffe gesehen. mich an diesen Augenblick zu erinnern. Projektive Synthetische Geometrie. Sie unterrichtet am anthroposophischen Emerson College in Forest Row. Die Organisation arbeitet optimal und fehlerfrei. Solche Augenblicke sind Momente des Glücks. in denen ich erkenne: Willensschwäche und verworfene Entschlüsse gehörten zum großen Plan. Sie sind aufregend und beruhigend zugleich. usw.S. Die alte Frau heißt Olive Whicher. wenn sie an einem gewissen Zeitpunkt nicht an einem bestimmten Ort gewesen wären. Trotz meiner jahrelangen Mitgliedschaft und regelmäßigen Beitragszahlungen in Form von Herzklopfen vergesse ich die Tatsache. Für Mitglieder der T. Jedes Ereignis wird vor seiner Verwirklichung beim Vorstand beantragt.S. oder überlege. Dummheit. Einen solchen Augenblick erlebte ich während eines Gesprächs mit einer alten Frau. Südengland. Es gibt Sekunden. genehmigt oder nicht und dann organisiert. All diese tausend Dinge sind geschehen. Dabei ist das vollkommen unmöglich. Wie hätte sich dann alles weiterentwickelt? Wenn Maria nicht im Körper.

In Susannes eigener Wohnung war nicht genügend Platz dafür. Leontine erzählte mir von der Eurythmie und ihrem anthroposophischen Weltbild. Da jedem Buchstaben eine bestimmte Körperfigur zugeordnet ist. eine außerirdische Intelligenz würde Kontakt zu mir suchen. Auch nach Beendigung meines Praktikums waren sie häufig mit ihr zusammen. Der war frisch von seiner Frau geschieden und hatte Leontine kennengelernt. in die er sich verliebte. den man mit den Armen vor dem Brustkorb bildet. Trinken wir ein Bier zusammen? „ So. Erich freundete sich mit André an. von ihr zehn Stunden Eurythmieunterricht zu bekommen. Bald darauf lernten Erich und meine Mutter Meta auch Leontine kennen. Sie wird an Waldorfschulen unterrichtet. oder so ähnlich. 139 . und. Susanne hatte sich mit meinen Eltern angefreundet. Es passierte in Portsmouth. André. Erich lag dort mit seinem Kümo. Hätte ich im Kaufhaus Mohr nicht meinen psychosomatischen Erstickungsanfall bekommen und dadurch die neue Arbeit bei Susanne begonnen: Nie wäre ich auf der Möwe -Jonathan-Party gelandet. Jeder Buchstabe entspricht in diesem „Ausdruckstanz“ einer Bewegung. Hier lernte ich die Eurythmistin Leontine Leichner kennen. Die Eurythmie ist eine von Rudolf und Marie Steiner entwickelte Bewegungskunst. was ich gerne annahm. Leontine bot mir an. Ich gestand ihr. statt. Ein anderes Ereignis war notwendig. Die Möwe -Jonathan-Party fand im Hause einer Freundin von Meta. Er begann vor meiner Geburt. können Worte oder Gedicht „tänzerisch“ dargestellt werden. Als ich nicht mehr bei Susanne arbeitete. Zu essen gab es Muscheln und anderes. wobei sich die Fingerspitzen berühren. das „O“ ein Kreis. Ein anderer Kapitän. stellte sie auf einer Party die Veröffentlichung ihrer illustrierten Ausgabe des Buches Die Möwe Jonathan vor.B. man könnte diese Wahrnehmungen nur für Hoffnungen und Ängste halten. daß ich fürchtete.Gespräch und diesem Zustand zwischen Gut und Böse „Alles ist richtig“ finde ich sehr wundersam. kam auf sein Schiff und sprach: „Hallo. Südengland. der sich einsam fühlte. ich bin der Kapitän und Eigner von dem Schiff da neben dir. meiner Mutter. damit Leontine auf dieser Party erschien. Sie verstanden sich bestens. aber zurückverfolgen möchte ich ihn hier nur bis zum Praktikum bei Susanne Dorendorff. Meta stellte Leontine Susanne Dorendorff vor. was Möwen fressen. So ist z.

Von den Kanalinseln transportierte er Kartoffeln nach Portsmouth. in dem man von allem. Als ich wieder zu Hause in der Trinkstraße 7 ankam. erwiderte ich. der gut für meine Seele sei: Das Emerson College in Forest Row. Ein Lehrer mit faszinierend langen Eckzähnen. Ich war nicht begeistert von dieser Idee. „Die Schule möchte ich vorher erst einmal sehen“. Zwei Menschen sollten etwas über meine Person zu Papier bringen. etwas erfahren kann. sie würde einen Ort kennen. Erich arbeitete damals als Versorger der Kanalinseln. Die vielen verschiedenartig geformten Gebäude der Schule begeisterten mich. grüne Landschaft um Forest Row war wie aus meiner Traumreise bei Hans Georg. den Persönlichkeitstest der Scientologen kennengelernt. Susanne als Buchstabenformerin des Interpretativen Schreibens und Leontine als Eurythmistin. Forest Row liegt nur eineinhalb Stunden Autofahrt von Portsmouth entfernt. was mit Rudolf Steiner zu tun hat. Ein Foundation Year ist ein anthroposophisches Grundjahr. So fuhren wir zusammen zum Emerson College. „Möchtest du ein Jahr das Emerson College besuchen. Im Weiteren schrieb ich von Erfahrungen in verschiedenen Yogaschulen und vor allem von meiner Begeisterung für das Crowley-Tarot. brachten sie sich eine gegenseitige Hochachtung entgegen. Ich wurde aufgefordert. Im seligen Kifferhimmel bekam ich dann Post von der Schule. Auch verheimlichte ich nicht. Ein Golf stand an Deck seines Schiffes. mit Sufis Rituale vollführt und mich in indianischen Schwitzhütten gereinigt. BaghwanMeditationsgruppen besucht und Artikel in der auf Crowley spezialisierten „Abrahadabra“ veröffentlicht.Da beide ihr Leben den Formen von Buchstaben verschrieben hatten. John Tomson. Im Lebenslauf prahlte ich mit Erfahrungen aus verschiedenen spirituellen Bewegungen. Er verschiffte von Portsmouth zu den Inseln Guernsey und Jersey alles. Die Atmosphäre war toll und John sympathisch. Eines Tages erzählte Leontine Erich. war mein Entschluß gefaßt. Das ergab sich einfach. Die hügelige. um ein Foundation Year zu absolvieren?“ fragte er mich. Ich arbeitete drei Wochen auf Erichs Kümo. daß ich glaubte. den man mit einem Kran an Land setzen konnte. Ich hatte Krishna-Jünger besucht und mit ihnen diskutiert und gesungen. was dort benötigt wurde. führte uns über das Schulgelände. einen Lebenslauf und etwas über meine Interessen und Erfahrungen zu schreiben und zwei Referenzen besorgen. mit einer außerirdischen 140 . für ein Jahr nach England zu gehen. Das taten Leontine und meine Trinkstraßenschwester Andrea.

Astronautin in Kontakt zu stehen, und daß ich gerne Crowleys Buch des Gesetzes eurythmisch darstellen wollte. Man gab mir Antwort, die verantwortlichen Lehrer könnten sich nicht vorstellen, daß die Schule der richtige Ort für mich sei. Um ihre Entscheidung zu ändern, dürfe ich aber noch einmal Emerson besuchen und mich mit einigen Lehrern unterhalten, damit sie sich in einem Gespräch ein abschließendes Urteil bilden könnten. Mir wurde angeboten, einen Tag vor Beginn des Foundation Years nach Emerson zu kommen, mit den Lehrern zu reden und dann entweder wieder nach Hause geschickt zu werden oder zu bleiben.

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Alles verläuft wirklich nach Plan
Ich weiß nicht mehr wie es kam, daß Erich an seinem Geburtstag zu Hause in Horneburg und nicht auf See war. An diesem 14. September 1990 bestand ich die Führerscheinprüfung. Als ich nach der Prüfungsfahrt zu den Kaffeegästen an Erichs Geburtstagstisch trat und „Nein, ich bin nicht durchgefallen“ sprach, klatschten alle erleichtert, daß ich doch nicht vollkommen behindert bin. Mein Fahrlehrer ist an mir verzweifelt. Er konnte es nicht fassen, daß ein 23 jähriger Mann vor seiner ersten Fahrstunde nicht wußte, wo Gas, Kupplung und Bremse sind, oder wie die Gangschaltung funktioniert. „O Gott“, winselte er nicht nur ein einziges Mal, „warum verstehst du das nicht? Das versteht doch sogar ein Mädchen!“ Vier Tage nach Vaters Geburtstag fuhren Meta, Erich und ich zusammen mit der Autofähre nach England. Dies traf sich so, da Erich wieder zu seinem Kümo mußte, und Meta mit ihm fahren wollte. So brachten sie mich nach Emerson. Da ich noch nicht wußte, ob ich bleiben durfte, warteten sie auf mich, bis ich Bescheid bekommen würde. In meinem ersten Englischschulbuch begann Kapitel Nr. 1 mit „Peter, Paul & Marie“. Ich unterhielt mich nun mit Peter, Paul & Marglie. In Marglies Gesicht gab es einige warzenähnliche Muttermale, die mich ablenkten, ihr zuzuhören und ihre Fragen zu beantworten. Wir saßen zu viert in einem kleinen Raum. Für einen Moment bekam ich das beängstigende Gefühl, ein Geist würde mich bedrängen und flüstern: „Verschwinde hier!“ Dieses Angstgefühl war ähnlich jenem, das mich am einsamen Weihnachtsabend in Othmarschen überfiel. Ich kann nicht sagen, was in mir solch ein Herzklopfen verursachte, als ich da mit den Lehrern saß, die entscheiden sollten, ob ich bleiben durfte oder nicht. Dieses Gruseln und Herzklopfen erlebte ich unabhängig von meiner Angst, man könne mir sagen, ich dürfe nicht bleiben und müsse das Schulgelände verlassen. Peter, Paul & Marglie beschworen mich eindringlich, die Lehren Rudolf Steiners zu studieren, und nicht jene Aleister Crowleys. Ich wollte trotzdem bleiben. „Please have a cup of tea downstairs, we'd like to talk alone for about fifteen minutes“, sagte Marglie. So mußte ich eine Viertelstunde alleine Tee trinken und abwarten, wie sich die Lehrer entscheiden würden. „Allright, you can stay and have your Foundation Year.“ Oh Yea! Ich sagte meinen Eltern, „Vielen Dank, gute Fahrt and good bye“, am 19.09.1990. Ein dickes Mädchen führte mich zu

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dem Haus, in dem ich wohnen sollte, in Zimmer Nr. 19. Der neunzehnte Tarottrumpf ist Die Sonne. Diese Karte symbolisiert Freiheit, Gesundheit, Glück. Alles was man gerne mag: Ich war 100 % glücklich. Das Essen war toll, die Landschaft wunderschön, die Vorlesungen interessant und inspirierend. Alle gingen freundlich miteinander um. Wir waren 120 Studenten aus 35 verschiedenen Nationen. Die Lehrer nahmen sich alle erdenkliche Zeit für ihre Schüler. Sie waren unterschiedlich verbohrt, was die Lehren Steiners angeht. Alle waren überzeugte Anthroposophen, aber einige besaßen auch offene Ohren für andere Weltbilder. Die überzeugteste, härteste von allen Steiner-Jüngern war Olive Whicher. Sie hatte in ihrer Jugend zwar nie Steiner persönlich getroffen, aber Menschen kennengelernt, die Steiner noch begegnet waren. Für sie ist Steiner ein Sehender, ein Wissender, ein Wundertäter, ein Prophet, DER Prophet, den die Menschheit in ihrer derzeitigen Entwicklung dringend benötigt. Wenn man von einem Lehrer der Schule erwarten oder vermuten würde, es könne eine Verbindung zu Aleister Crowley geben: Olive Whicher wäre mit Sicherheit die Letzte. Ich saß in einem kleinen, sonnigen Unterrichtszimmer und zeichnete von Olive auf die Tafel gezogene Linien ab. Dabei bemerkte ich, daß mich bestimmte Formen an die in Crowleys Tarotkarten verwendeten geometrischen Muster erinnerten. Ich fragte Olive, ob sie schon einmal etwas von Aleister Crowley gelesen hätte, z.B. seine „Neapel-Anordnung“, in der er beschreibt, wie das gesamte Universum aus der Abfolge der Zahlen von 1 bis 10 entsteht. „Yes, I have met Aleister Crowley.“ war Olives Antwort. Wann, wie und wo sie Crowley traf, wollte sie nicht erzählen. Sie nahm das Gesagte wieder zurück. An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf das Kapitel Null dieses Buches Hinweisen: Kein Buch über die Wirklichkeit oder die Wahrheit. Nur meine Erinnerungen an die Wirklichkeit. Ich bestehe also nicht darauf, daß Olive je in ihrem Leben Aleister Crowley getroffen hat, oder mir dies erzählte. Ich bestehe nur darauf, daß ich mich daran erinnere, wie sie diese Worte sprach. Nun erzählte Olive, wie sie Lady Frieda Harris kennenlernte, in jener Zeit, in der Harris mit Crowley zusammen das neue TarotDeck gestaltete. Man könnte das Crowley-Tarot genausogut das Harris-Tarot nennen. Crowley hat die Karten nicht gemalt. Aber er schrieb seiner ausführenden Künstlerin vor, welche Symbole und Farben sie in den einzelnen Gemälden verwenden sollte. Innerhalb dieser Vorgaben konnte Harris die Bilder nach ihrem ästhetischem Empfinden gestalten.

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Nicht ein einziges schlechtes Wort sprach Olive über Lady Harris. Im Gegenteil, sie sei eine ausgesprochen charmante und liebenswerte Person gewesen. Manchmal berichtete sie Olive von ihrer Arbeit mit Crowley. Wie gern sie ihn mochte, und daß er ihr leid tat, da er durch sein Asthma so leiden mußte. Ich nahm die Tarotkarten und schaute mit Olive gemeinsam die Bilder an. „Oh! Ich wußte nicht, daß sie so viel übernommen hat. Oh nein, ich wußte nicht, daß sie so viel Projektive Geometrie in ihren Bildern verarbeitet hat!“ murmelte Olive immer wieder und schüttelte den Kopf. 1937 war Olive am Rudolf Steiner House in London zusammen mit George Adams tätig, der Steiner persönlich kennengelernt hatte und Projektive Synthetische Geometrie unterrichte. Diese Geometrie wurde in dem Anthroposophischen Gebäude unterrichtet, da sie versucht, Gesetze, die nach Steiners Wahrnehmung in der spirituellen Welt gelten, sichtbar zu machen. Wenn Olive versuchte, ihren Schülern diese Geometrie näher zu bringen, verwendete sie Begriffe wie Gegenraum, Unendlichkeit in einem Zentrum und Ähnliches. Nach Rudolf Steiner benötigen die Menschen für ihr derzeitiges Bewußtsein den Gedanken, daß sich auch in einem Punkt die Unendlichkeit befindet, im sogenannten Gegenraum. Wenn ein Mensch nur das Bewußtsein hat, nach links, rechts, vorne, hinten, oben und unten sei unendlich viel Raum, entsteht ein Ungleichgewicht. Der Mensch benötigt das Bewußtsein, auch in seinem Zentrum eine Unendlichkeit erblicken zu können. Um dies zu erlangen ist die Projektive Geometrie hilfreich. Nach Rudolf Steiners Wahrnehmung befindet sich dieser Gegenraum auch in der Sonne. In der anthroposophischen Christenheit ist die Sonne die Heimat des Christus, der aber nun als astrales Wesen nicht mehr in der Sonne wohnt, sondern seit Beginn unseres Jahrhunderts astral unter uns auf der Erde wandelt. Um den Menschen zu helfen, sich frei zu entwickeln, wählte Christus die Erde als seine neue Heimat aus. Ich konnte mir furchtbar schlecht Zeichenaufgaben aus der Projektiven Geometrie merken, deren wundersame Gesetzmäßigkeit uns Olive erklärte. Aber, daß Harris viel aus dem von Whicher und Adams Gelernten in die Crowley-Tarotkarten übertrug, konnte ich klar und deutlich erkennen. Olive schenkte mir ihr gerade erschienenes Buch Sonnenraum (Verlag am Goethenaum). Einige Zeichnungen sind identisch mit der Grafiken auf den Tarotkarten.

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Die Linien um Crowleys Priesterin sind im Buch Sonnenraum auf Abbildung Nr. 33. wiederzufinden. Die Grafik des Trumpfes Der Stern ist im Sonnenraum auf Abbildung 23 zu sehen. Das Farbbild Nr. III im Sonnenraum ist auf der Königin der Kelche zu entdecken. Wer sich Olive Whichers Buch anschaut, wird noch andere Beweise für den Einfluß der von Anthroposophen gelehrten Projektiven Geometrie auf den Crowley-Tarot finden. Z.B. in den Karten Der Magier, Die Schnelligkeit und Der Eremit. Es ist ja nicht so, daß ich ähnliche oder identische Linien in die Karten hineininterpretierte. Olive erzählte mir, wie sie Harris unterrichtete, und, daß Harris ihr damals sagte, sie würde das Gelernte für die Tarotkarten verwenden. Dies war der Moment, in dem ich wußte: ALLES IST RICHTIG. Die Auseinandersetzung mit dem Sonnenraum aus dem das Christuswesen kommt, ist für Olive gleichbedeutend mit der Einnahme einer göttlichen Medizin. Da in der Projektiven Geometrie die im Sonnenraum geltenden Gegenraum-Gesetze sichtbar gemacht werden, besitzt für Olive diese Geometrie im Crowleytarot einen erlösenden, heilsamen Einfluß. Die Crowley-Tarotkarten würden anders aussehen, wenn Harris nicht ins Rudolf Steiner House in London gegangen wäre, um dort die Kurse von Olive Whicher und George Adams zu besuchen. Steiner schrieb in seiner Autobiographie, er sei das erstemal in seinem Leben beim Mathematikunterricht in der Schule wirklich glücklich gewesen. Wenn Rudolf Steiner, der Prophet, der erkannte, daß wir nicht auf die Wiederkunft Christus zu warten brauchen, weil Christus schon wieder auf der Erde ist und als astrales Wesen aus dem Sonnen-Gegenraum unter uns wandelt; wenn Steiner nicht erkannt hätte, daß, um Christus zu verstehen, Projektive Geometrie sehr hilfreich ist, dann wäre diese Geometrie nie im Rudolf Steiner House unterrichtet worden. Wenn sich Harris nicht für die Anthroposophie interessiert hätte und sich nicht mit Olive und George angefreundet hätte, dann würde das Tarotspiel Aleister Crowleys, das Tarotspiel des Antichristen 666, in vielen Karten anders aussehen. Das ist keine Spekulation, sondern die wahre Wahrheit. Organisiert von der T.S.S.

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Gemälde des Glücks
Rudolf Steiner war das erstemal glücklich, als er im Mathematikunterricht eine Zeichnung mit einem Geodreieck anfertigte. Wann ich das erstemal glücklich war? Vielleicht in meiner ersten phantastischen Ficknacht, als Vierzehnjähriger mit meiner ersten Freundin. Ich glaube, fast genauso glücklich war ich erst wieder in England, im Warburg Institute, als ich alle Originalgemälde des Crowleytarots in den Händen hielt. Ich konnte es nicht fassen. Es gab diese Bilder wirklich, und ich konnte sie anfassen. Da ich einzelne Pinselstriche erkennen konnte, wußte ich, sie wurden von Menschen gemalt. Die Außerirdischen brachten sie nicht als vollendete Gemälde auf die Erde. Genauso glücklich war ich natürlich, als ich endlich meine offizielle T.S.S.Mitgliedsurkunde in den Händen hielt. Was ist Glück? Für mich sind Synchronizitäten Glück. Es ist das Glück, die Wirkung einer geheimen Ordnung, eines geheimen Planes zu erahnen. Es ist das gewaltigste Glück, wenn aus diesem Erahnen die Gewißheit wird: Diese Ordnung, dieses unsichtbare Netz, ist nicht nur ein Traum, oder der schreckliche Nebel des Beziehungswahns. Glück ist auch die Gewißheit geleitet zu werden. Hierbei spielen Menschen Wegweiser, die keine Ahnung davon haben, diese Wegweiser zu sein. Rimbert, ein Student aus dem Emerson Kollege, der Jahre zuvor auch das Athenaeum in Stade besucht hatte, war der einzige der Studenten in Emerson, den ich zuvor schon einmal gesehen hatte. Er gab mir eines schönen Nachmittags ein Prospekt des Londoner Buchladens Skoob-Books. Eine andere Studentin drückte mir eine Ausgabe des Magazins Okkult Review in die Hand. Sie meinte, ich könne damit mehr anfangen als sie. Der Herausgeber dieser Zeitschrift war die Buchhandlung SkoobBooks. Rimbert erzählte mir, dieser Buchladen würde auch selbst Bücher veröffentlichen. Er riet mir, dort mit meinem Manuskript hinzufahren. Das Manuskript, das ich aus Deutschland mitgebracht hatte, war 220 Seiten dick, auf denen sich je ein Vers des Liber ALs, sowie eine Tarotkartencollage befand. Christopher Johnson, der Besitzer von Skoob-Books, war auf Crowley spezialisiert und fungierte als eine Art Verbindungsmann zwischen Kenneth Grant und anderen Menschen, die etwas von ihm wissen wollten. Kenneth Grant hatte Crowley zu Lebzeiten kennengelernt und gilt für viele

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magisch/Crowley Interessierte als Autorität. Er ist Oberhaupt eines O.T.O.-Zweiges. (O.T.O. = Ordo Templi Orientis, ein ursprünglich freimaurerähnlicher Orden, in dessen höheren Graden Sexualmagie gelehrt wird.) Dieser Grant-O.T.O. ist nicht eigentlich von Grant selbstgegründet. Grant kümmerte sich einfach nicht darum, als er von Karl Germer (dem, nach Crowleys Tod, obersten „O.T.O.-Welt-Chef“), aus dem Orden verstoßen wurde. Grant führte von nun an einfach selbst als höchste O.T.O.-Autorität seinen O.T.O. weiter. (Heute streiten sich die verschiedenen O.T.O.Zweige darüber, ob Germer tatsächlich das Recht und die Position innehatte, irgend jemanden zu verstoßen.) Skoob-Books ist ein phantastischer Buchladen. Dunkel, spukig okkult, mit großen, alten, vollgestopften Regalen, eben so, wie sich ein kleiner Junge einen Okkultbuchladen vorstellt. Ich fragte, wen ich ansprechen müsse, wenn ich ein Buch veröffentlichen wolle und hatte Christopher Johnson direkt vor mir stehen. Seine Augen wurden groß, als ich ihm mein Manuskript zeigte. Er lobte mich, machte mir Mut und strahlte. Er kannte die Projektive Geometrie und war vollends begeistert, als ich ihn auf diese Grafiken in den Tarotgemälden hinwies. Christopher hatte gerade mehrere neue Bücher Grants veröffentlicht und war darum beinahe pleite. Trotzdem glaubte er, mir helfen zu können. Er gab mir Adresse und Telefonnummer vom Verlag Mandrake-Press in Oxford. Dort, so sagte er mir, sei ein auf Crowley spezialisierter Verlag erst kürzlich von einem gewissen Tonie Naylor wieder zum Leben erweckt worden. (Mandrake-Press publizierte Crowley-Bücher schon zu dessen Lebzeiten, war aber damals in den Ruin gestürzt.) Ein Mitstudent, Wolfgang, fuhr mit mir mit seinem Auto von Emerson nach Oxford. Tonie betrieb neben seinem Verlag ein Hotel und wohnte im selben Gebäude wie seine Gäste. Er trug die Haare zu einem Zopf gebunden und eine Brille auf der Nase, öffnete uns die Tür und bat uns freundlich herein. In seinem Wohnzimmer hingen 10 unveröffentlichte Harris Tarot-Gemälde. Da waren ein mir unbekannter Narr, ein Magier, Mond, Ritter der Scheiben, Kaiser und andere. Die Gemälde zeigten unverwechselbar Harris Stil. Sie zählten zu jenen Bildern, mit denen Crowley nicht einverstanden war. Gemälde, nach deren Fertigstellung er Lady Frieda sagte, sie müsse noch einmal von vorne anfangen. Ich war überwältigt. In Naylors Arbeitszimmer hing ein berühmtes Crowley Portrait, ein von Aleister selbst gemaltes Bild und andere faszinierende Werke seiner Zeitgenossen. Naylor zeigte mir Postkarten und Handschriften Crowleys. Ich fühlte mich, als würde ein Arm aus einer 50 Jahre alten Vergangenheit mich berühren.

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Der O.T.O. war der erste nicht von Crowley selbst gegründete Orden, der das Gesetz von Thelema (Tu was du willst) und Crowley selbst als Autorität akzeptierte. (Später distanzierte sich jedoch der Kopf des ursprünglichen O.T.O. von Crowleys Thelema.) Die diversen Absplitterungen des Ordens stehen heute nur selten in freundschaftlicher Korrespondenz. Für Tonie Naylor schien der kalifornische O.T.O. eine Autorität zu sein, der allerdings unter den mir bekannten O.T.O.-Spezialisten wenig Anerkennung findet. Naylor hatte schon selbst versucht, aus den Tarotkarten Collagen zu bilden. Seine Vision war es, eine einzige Collage aus allen Karten zu bilden, die jeden Betrachter sofort überzeugen würde, daß dies die versteckte Botschaft im Crowley-Tarot sei. Er gestand mir, ich sei viel weiter gekommen als er selbst. Wenn ich ihm die eine gewaltige Collage zeigen würde, durch die alle Karten sich zu einem Gesamtgemäde verbinden lassen, dann wollte er mein Buch veröffentlichen. Dann gab er mir den Rat, dem Warburg Institute, (einem Teil der Universitäts Bibliothek Londons), von meiner Arbeit zu schreiben, denn dort befänden sich die original Tarot-Gemälde und vielleicht würde ich ja die Erlaubnis bekommen, sie mir anzusehen. Ich schrieb dem Warburg Institute einen Brief und bekam nach kurzer Zeit eine Besucherkarte zugeschickt, die mir Einlaß gewähren sollte. Als ich nach London fuhr, war ich unheimlich aufgeregt. Den Ort, an dem die Gemälde aufbewahrt werden, hatte ich mir immer als ein spukiges Gewölbe vorgestellt. Bewacht von geheimnisvollen Mönchen in langen Kutten, an einem geheimen, schwer zugänglichen Ort. Dort müßte es eine in mysteriöses Licht getauchte Halle geben, in der die Gemälde in einer festgelegten Reihenfolge an den Wänden hingen. Mitten in London, in der Nähe des Britischen Museums, befindet sich das Warburg Institute. An der Rezeption saß ein dicker Mann hinter einer Glasscheibe. Nachdem er meine Besucherkarte gesehen hatte, ließ er mich hinein. Ich betrat einen Raum, durch dessen Fenster man die Autos und Menschen einer Londoner Straße beobachten konnte. Es war so still, wie es in einer Bibliothek sein sollte. Einige Studenten saßen alleine an den Seiten langer Tische und wälzten in schweren Büchern. An der Eingangstür dieses Raumes saß ein stiller, junger Mann, dem ich erklärte, ich wolle gern die Crowley-Tarotkarten sehen. Er nahm einen Schlüssel aus der Schreibtischschublade und schritt zu einem Schrank in einer Ecke des Raumes. Darin lagen acht dunkelblaue Mappen, in denen sich die Tarotgemälde befanden. Er nahm zwei der blauen Pappschachteln heraus, drückte sie mir

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wieder in den Schrank. Konnte es nicht fassen. all colours. oh tears I feel. die ich schon gesehen hatte. sie in den Händen zu halten.. Für mich waren die Tarotgemälde von Crowley und Harris das Größte und Göttlichste. Immer. schloß den Schrank wieder ab und ging zurück zu seinen Schreibtisch. all colours in the whirls. the five pointed star in the fruit. seven moons.. the cristalls. Zuerst betrachtete ich alle Trümpfe. love. Ich konnte wirklich kaum glauben. wenn ich die Gemälde aus einer der Schutzmappen zu Ende bewundert hatte. the light and the lines and the squares. Da ich aussehen wollte wie ein Student. how could it be done. the light. oh Frieda. Über meinem Kopf schwebte unsichtbar das Unendlichkeitszeichen: Eine liegende Acht. Ich fühlte mich mächtig und gleichzeitig gelenkt wie eine Marionette... der gerade verrückt wird. 149 . the line drawn. Nothing hidden. Ich war so überwältigt. pink whirls.. daß ich Tränen in den Augen bekam und kleine Lichtblitzchen sah. Oh Priestess. oh beauty. und nicht wie jemand. oh beauty.. Oh Magus of green and blue.in die Hand. so easy to be found. ging ich zum Angestellten des Warburg Institutes. Zitterig schlich ich an einen Tisch und öffnete die erste Mappe. Der gab mir dann eine neue Mappe und schloß jene. the lines like the hermit. Mir war schwindelig. daß Menschen so etwas mit ihren Händen machen konnten. this is not man made. and the colour. das je von Menschen erschaffen wurde. nahm ich mir Papier und Stift und schrieb: „The Fool.

und erwartete ein Wunder. In diesen ersten Flowforms floß das Wasser allerdings nicht in Form einer Acht. man dürfe es nicht trinken. sondern nur um die Bewegung. und dieser bald darauf starb. untereinander verbundene Wasserbecken. in dem ein chinesischer Glücksfisch schwamm. Auf diese Art und Weise sollte das Wasser energetisiert und gereinigt werden. was dann passiert. 150 . wenn man unbedingt will. In den Flowform-Brunnen auf dem Schulgelände. Nick. der die Flowforms in Emerson baute. Außer einem komischen Geschmack im Mund geschah mir nichts. sondern nur in einer Spirale.Trinke eine Acht In Emerson gab es Flowforms. für mich eine der brachliegenden Flowforms in seiner Werkstatt in Gang zu setzen. Es geht hierbei nicht um Sauerstoffzufuhr. Das sind Brunnen.) Ich wollte nur davon berichten. daß der Flowform Erfinder für Hitler Flugmaschinen entwickelt hätte. in das es dann auch wieder hineinfloß. damit ich jeden Tag etwas von diesem Wasser trinken könnte. die Hitler-UFOs in Verbindung zu anderen Kapiteln dieses Buches. Ich trank schließlich einen Becher aus einem mit einer Flow-Form verbundenen Teich. Er erzählte mir. weil der Erfinder dieser Flowforms seinem Sohn von solchem Wasser zu trinken gab. Nick weigerte sich beständig. in denen das Wasser immer in Form einer Acht fließt. wurde entweder Wasser aus einem Teich gepumpt. die haargenau wie UFOs aussehen. in dem ich wohnte. oder in den Flowforms floß ein geschlossener Kreis aus nicht mehr sehr sauber aussehendem Regenwasser. war Hausmeister in dem Studentengebäude. Es hieß. bzw. wie besessen ich davon war. die in Betrieb waren. ein Wunder zu erleben. Ich wollte unbedingt wissen. Hier gibt es keine Sychronizität (außer.

das je geschrieben wurde. eine aus Argentinien wollte einen riesigen Teppich weben. daß es überstanden sei. So etwas habe ich auf keiner anderen Schule erlebt und bewundere sie dafür. den anderen die Ergebnisse unserer Arbeit auf einer Bühne vorzuführen. schienen meine Lehrer erleichtert. Für mich war das Liber AL das schönste Buch. mit der sie sich in dieser Zeit beschäftigen wollten.Lebendige Buchstaben Die Lehrer vom Emerson College nahmen sich ganz unglaublich viel Zeit für die einzelnen Studenten. was ich in den drei Projektwochen praktizierte. daß sich dieser Akt auf ein materielles Ziel richtete. speziell mein Philosophie-Lehrer Andrew erfuhren. Ich konnte sie nicht verstehen. daß ich tat. sie hätten keine Zeit oder keine Lust. jemand aus Amerika nahm sich vor. Eine Studentin aus Jugoslawien stellte sich die Aufgabe. Niemals sagten sie. Ich hatte in den drei Wochen das gesamte Buch „getanzt“ und erlebte dies als einen magischen Akt. jeden Tag ein Bild zu malen. nur sollte es eine Verbindung zur Anthroposophie geben. Alle Studenten des Foundation Years sollten sich selbst für drei Wochen eine Aufgabe suchen. was ich tat. Ich dachte nicht: „Ich will das und das 151 . Am Ende der drei Wochen bekamen wir eine Viertelstunde Zeit.“ Die großartige rothaarige Glenn aus England und die deutsche Andrea brachten mir nun das ganze eurythmische Alphabet bei. drei Wochen nicht zu sprechen. aber sie betonten ausdrücklich. redeten er und zwei andere Pädagogen auf mich ein. Schon in meinem ersten Brief an das College schrieb ich: „Ich möchte gerne das Liber AL eurythmisch darstellen. nach verborgenen Kräften und geheimnisvollen Buchstaben. Nach diesem Gespräch war ich den Tränen nahe. die als Eurythmielehrerin an der Schule arbeitete. Als ich am Ende der drei Wochen auf der Bühne „There is no Law beyond do what thou wilt“ und „Love is the Law. zuzuhören. Meine Motivation bestand nur aus der Verwirklichung meines wahren Willens. daß sie nicht wünschten. Zum Ende des Foundation Years wurde mein gutes Verhältnis zu den Lehrern dann leider doch etwas getrübt. Dieser Wille verlangte nach etwas Magischem. love under will“ vorführte. Ich machte weiter. ich sollte das lassen. Aber als die anderen Lehrer. ohne. Sie verboten es mir nicht oder drohten mit einem Schulverweis. stellte sogar eines Nachmittags den Liber AL-Vers: „Every man and every woman is a star“ zusammen mit mir dar. Wir durften uns aussuchen. Crowley sei mit der Anthroposophie nicht zu vereinbaren. Glenn. was wir wollten.

tun. werden von der T.S.S. damit ein bestimmtes Ereignis eintritt. um für die Organisation und Realisierung von Synchronizitäten verwendet zu werden.“ Ich spürte nur. aber auf kein bestimmtes Ziel gerichtet sind. aufgefangen und dann in eine bestimmte Richtung gelenkt. Diese magisch erzeugten Energien. 152 . die als ursprüngliche Motivation nur den Wunsch nach Selbstverwirklichung in sich tragen. daß ich so feinstoffliche Kräfte erfahren konnte.

SEIN Land. Wenn sie ihn etwas fragten. Vor einer Woche gedachte er sich Hamburg anzuschauen und wurde dort auf dem Hauptbahnhof von drei Skinheads attackiert. Mit dem Gelernten wollte er in seine Heimat zurückkehren und dort das Land seiner Väter bewirtschaften. Keiner merkte.“ Auf der anderen Schulter so ein komischer Adler. antwortete er mit Worten wie „Hmm“ oder „Harrr“. woraufhin der Schwarzenhasser aufbrauste und brüllte. Trägt eine Bomberjacke mit dem Aufnäher „Ich bin stolz. Sie lachen oder murmeln. der stolz darauf ist. ein Deutscher zu sein. und englisch spricht. Jemand. Er lernte im Alten Land bei Horneburg auf einem großen Obsthof den Anbau von Äpfeln und Kirschen. ist es eine traurige Geschichte? Er lebte in Südafrika und haßte alle Schwarzen.Haut Ich stehe hinter dem Tresen im Pub des Feuerschiffes. packte er. Zwei Tage später besuchte er eine der ungemütlicheren Stader Kneipen. als würde er die ganze Welt hassen. Früh am Abend. 153 . zwischen den vier Nazis zu sitzen und mit ihnen als stolzer Deutscher zu saufen. ein Deutscher zu sein. Er hat kurze. Ein Mann kommt herein. Die trug er nun als Trophäe. Zieht seine Jacke aus. die Schwarzen seien zuerst dagewesen. Der sanftmütige und gleichzeitig todesmutige Anthroposoph erwiderte. Der Finstermann brummt: „One Beer please!“ Höchst eigenartig. Eine lustige Geschichte. Er schlug einem Skin ein Messer aus der Hand und die anderen beiden in die Flucht. Langsam beruhigte er sich wieder. Oder. als sie sein schmuckes Kleidungsstück erblickten. gelang es ihm. der ihn mit dem Messer bedroht hatte. Schaut. wo er herkommt. es sind erst sieben Gäste da. und nötigten ihn zum Biertrinken. und entriß ihm seine Jacke. Der Antroposoph fragt den merkwürdigen Fremden. der bereits drei Biere intus hat und ein Gespräch sucht. Neben ihm sitzt ein sanftmütiger Anthroposoph. Ich putze Gläser. dunkle Haare und einen schwarzen Vollbart. Die hätten seinen Bruder ermordet und wollten ihm SEIN Land stehlen. Den Skin. er schaut mich mit einem Was-machen-wirjetzt-mit-dem-da?-Blick an. Sie nahmen ihn in den Arm. Vier Nazis begrüßten ihn freudig. Die neuste Rolling Stones CD läuft im Hintergrund. Der Faschist beginnt auf englisch zu erzählen. das Land seiner Väter hätte zuvor Niemandem gehört. daß er der deutschen Sprache nicht mächtig war. Obwohl er kein Deutsch sprach. die ihn für einen Polen hielten. Ich beginne zu zapfen. Das war Affenland. Sieht finster aus. trank ein Bier nach dem anderen und erzählte weiter. Er setzt sich direkt vor mir an den Tresen. Aus einem grünen T-Shirt wachsen zwei von oben bis unten tätowierte Arme.

sondern mit unserem nicht-materiellen Geist. der uns erklären wollte. warum ich nüchtern anders denke als betrunken. das denkt oder fühlt.“ Im Emerson College fragte ich einen Lehrer. Ein Musikinstrument kannst du stimmen oder verstimmen. „Bin ich nicht! Alle Menschen haben außerirdisches Blut und auch in der Zeit. Es ist nicht das Erbmaterial. „Claasbaby. Es ist unsere Seele. Deutschland sei ein fürchterlich ausländerfeindliches Land. unser Geist. 154 . Du bist doch auch ein Faschist. du mit deinem Film vom außerirdischen Blut.Er fand. als noch nicht in allen Menschen außerirdisches Blut floß.“ „Nein!“. Der Lehrer gab mir ein schönes Symbol als Antwort: Der Geist ist der Musikant. Der Alkohol beeinflußt schließlich die Chemie in meinem Hirn.S. Der Geist benutzt das Hirn zum denken. Das Hirn das Musikinstrument. „Haha“. daß wir nicht mit dem Gehirn überlegen. grinst höhnisch die T. waren jene mit dem Sternen-Gen nicht besser als die Urmenschen. denk mal drüber nach.S. schrei ich. Der Musikant benutzt das Instrument zum spielen.

) Ich will mit kleinen Ergänzungen oder Kürzungen die Kapitel aus diesem Märchen. das durch die den Karten zugeordneten hebräischen Buchstaben dort geschrieben stand: Mem.) Ich erinnere mich nicht daran. immer wenn es mit Sex und Drogen gefüttert wird. Synchronizitäten zu erzeugen. wenn ich annehme. Vielleicht kommt es der Wahrheit aber näher. nur die Anweisung bekommen. diese vier Karten aus den zwei Tarotspielen herauszunehmen. Jud. daß eine Zeit der sexuellen Enthaltsamkeit Besessenheit verursachen kann. die die Entstehung von Synchronizitäten fördern oder gar verursachen? Nach meiner Erfahrung ja. daß Synchronizitäten entstehen.S. Ich glaube. Im weiteren schien in meinem Fall eine durch chronischen Schmerz herbeigeführte Bewußtseinsveränderung. Die Anweisungen zur Erschaffung eines magischen Babys erhielt ich in den Tagen zwischen Weihnachten und Sylvester 1987. wie das zu vollbringen sei. Peter Ording zu besuchen. Ain. Synchronizitäten entstehen offensichtlich häufiger nach der Einnahme von psychedelischen Drogen. die die Erschaffung des magischen Babys beschreiben. habe ich in meinem Märchen „Das Spiel und die Spinne“ beschrieben. ich hätte mir das Baby selbst in den Bauch gepflanzt und von der T.Ein magisches Baby Ist es möglich. Was ich in den 155 . Was damals geschah. um ihre Großeltern in St. den Eremiten und noch mal den Teufel. Das soll nicht heißen: Tu dir selber weh. das. („Spiel und Spinne“ wurde in sieben Teilen in der AHA veröffentlicht. In dieser Zeit war ich allein in unserer Wohnung. dann passieren dir die tollsten Zufälle. Ebenfalls scheint eine gewisse Aufladung mit Sexualenergie Synchronizitäten anzuziehen.S. den Teufel. daß es für mich keinen Grund gab. die T. In dieser Reihenfolge legte ich sie vor mich auf den Boden und las das Wort. Stellen wir uns einfach vor. Ain = M A J A Nun bemerkte ich. (Nach der ägyptischen Mythologie wurden die letzten fünf Tage des Jahres vom Gott Thoth erschaffen. hätte mir im Schlaf ein kleines Baby in den Bauch gepflanzt. an welchem dieser fünf Tage das folgende Wundersame geschah: Ich setzte mich in meinem Zimmer auf den Boden und suchte aus zwei verschiedenen Tarotspielen vier Karten heraus: Den Gehängten. bewußt Energien zu erzeugen.S. die Welt um mich herum so beeinflußt.S. hier wiedergeben: Zwischen Weihnachten und Neujahr 87 fuhr Diana fort.

Ich schob die Karten so übereinander. Titel. da ich die Reihenfolge der 22 Trümpfe in zwei Reihen aus jeweils 11 Karten auf den Boden legte. daß der Eremit auf der Sonne lag. wenn man die Karten nicht vorliegen hat oder gar nicht kennt. Ich war mir sicher: Da war jemand Unsichtbares bei mir. Das ist zugegebenermaßen schwer zu imaginieren. die aus elf Paaren bestand. Planeten oder Elemente geschrieben stehen). hielt ihn in die Mitte des Kreises und fragte: „Wer oder was ist Maja?“ Das Pendel begann zu schwingen. Da ich einige Wochen zuvor die Rahmen der Karten abgeschnitten hatte. Ausgeschnitten hatte ich sie. Es war die Nacht. Als hätte jemand meine Hände genommen. Buchstaben. Ich holte einen Glaspendel (geschliffen in Form einer „Diamantenträne“). In dieser Nacht rauchte ich alleine fünf Gramm Haschisch und trank drei Flaschen Rosenthaler Kadarka. in der ich. Den Mond legte ich genau so gedreht zu zwei Dritteln über die Kaiserin. Nun suchte ich aus einem Crowley-Tarot alle Trümpfe heraus und bildete aus ihnen einen Kreis. die mit dem Teufel und dem Buchstaben Ain begann. Diese elf Paare ergaben sich. war ganz von selbst passiert. vor mich legte. schrieb ich deutlich ABRA anstelle von ABBA. und mit den Liebenden und dem Buchstaben Zain endet. die 22 Trümpfe des Tarotspiels zu einer neuen Reihenfolge ordnete. Sternzeichen. (auf denen die zugeordneten Zahlen. den ich. So hatte ich den Namen A B R A M A J A empfangen. Als ich das Wort notieren wollte. dann zum Magier.letzten Minuten getan hatte. und auf ein neues zum Teufel. und es sich so um ein gezinktes Spiel handelte. von ABRA MAJA gelenkt. die Sonne von oben nach unter gedreht. die Bilder sichtbar. bewegte sich Richtung Eremit und zeigte schließlich wieder auf den Teufel. noch einmal zum Magier. In diesen Collagen sah ich folgende Zusammenhänge: Der Mond zusammen mit der Kaiserin: 156 . Jetzt deutete es auf den Gehängten und schwang zurück zum Teufel. Aus dieser Reihenfolge bildete ich eine Kartencollage. Aus dem Pendeln ergaben sich folglich die Buchstaben ABBA MAJA. konnte man wunderbar Collagen bilden. Diese Reihenfolge glaubte ich direkt von ABRA MAJA zu empfangen. um mich die vier Karten heraussuchen zu lassen. da einige Ecken abgeknickt waren. In ABRA MAJAs neuer Ordnung der Trümpfe lagen (die Reihenfolge in zwei Elferreihen gebildet) der Eremit über der Sonne und die Kaiserin über dem Mond. Zuerst Richtung Teufel. der mich lenkte.

Jud und wieder Nun. die Karten zu verbinden. kann aus der Mond-Kaiserin auch Samen tropfen. ein Agent ABRAMAJAs zu sein. Ich hielt das Pendel in die Mitte des Kreises und fragte: „Darf ich einen anderen Menschen töten?“ Das Pendel schwang zum Tod. und die arabische Zahl vom Buchstaben des Mondes 100. gemalt wurden. ABRA MAJA könne nur ein anderes Wort für GOTT sein und beschloß. Die Möglichkeit. Der Wurm in mir hatte mir verraten. daß ich. Aus ihrer Vagina tropft Blut in eine Mond-Schale. Das waren die Buchstaben „Jud“ und „Ain“ und somit ein „Ja“. er mir auch jeden Wunsch erfüllen würde. Um Gott noch besser verstehen zu können. Diese Sonne konnten wir zuvor im Bauch der Mond-Kaiserin erkennen. legte ich die magische Reihenfolge von Ain bis Zain in einen Kreis und nahm mir das Glaspendel. und wieder zum Tod. Ich fragte weiter: „Willst du. Gott zu fragen. Da die Blutstropfen in Form des Buchstabens Jud. sah ich in der Mond-Kaiserin eine Frau. Die Sonne zusammen mit dem Eremiten: Hier repräsentiert der Samen die Sonne und die Sonne den Samen. findet sich in diesem Kartenpaar das Wort „Vier-Hundert-Achtzehn“. Ich war auf die Idee gekommen. und immer mal Psylocibinpilze esse oder LSD?“ Das Pendel schwang zum Eremiten und zum Teufel. daß sie ihre Monatsblutung hat. das Wort Abrahadabra. daß ich Haschisch rauche und Wein trinke. „Darf ich Heroin und Kokain und Speed nehmen?“ „Nein“ „Soll ich Diana treu bleiben?“ „Ja“ 157 . was Gott mir erlaubt. In „NJN“ las ich klar und deutlich „Nein“. Der Eremit trägt in seiner Laterne die Sonne. Oder eine Mischung aus Blut und Samen. wenn ich nur das tun würde. deren Regel nicht sicher und diskret abläuft. Deutlich ist zu erkennen.) Die Verbindung in Grafik und Farbe dieser Collage überzeugte mich vollkommen. der zum Eremiten gehört. und auf dem Eremiten ein Spermatozoon abgebildet ist. Das waren die Buchstaben Nun.Da die arabische Zahl des Buchstabens der Kaiserin 4 ist. zum Eremiten. die Flugnummer nach England und meinen Fing-Schun Pass. (Wir erinnern uns an die Wohnungsschlüssel. Den Mond verkehrt herum zu zwei Dritteln über die Kaiserin gelegt. schien mir von Harris und Crowley beabsichtigt zu sein. was ich darf. und was ich nicht darf. sowie die römische Zahl vom Mond XVIII.

so daß Diana diese noch bis auf 20 cm Abstand als Wärme spüren konnte. was dann passiert. meinst du das mit dem treu sein so. In den Tagen. daß ich sie immer ganz doll lieb haben werde. um mich zu bekehren. spritzte ich meinen Samen in sie hinein. den ich. Ich fand ABRA MAJA sehr zuvorkommend. konnte aus meinen Händen Energie strömen lassen. In der Kartencollage las mein Kleinhirn in direkter Kommunikation mit meiner vibrierenden Großhirnrinde einen sexualmagischen Befehl ABRA MAJAs. unterdrückte ich meinen Orgasmus und behielt meinen Samen. na klaro und logisch hatte ABRA MAJA das genau so gemeint. Nachdem ich die Karten wieder zusammengeschoben hatte und glücklich und geistesgestört durch meine Wohnung schwankte. die ich hatte. Ich spürte irre viel Kraft. Ich setzte mich wieder auf den Fußboden. Morgens klingelten die Mormonen. wie schon in allen Farben ausgeschmückt 158 . wenn meine Freundin blutete. würde Gott bestimmt immer für mich da sein. Obwohl ich mich fühlte wie Supermann. Nachdem meine Freundin das zweite Mal blutete.Das waren die einzigen Probleme. Die Nacht machte ich durch und feierte mich selbst und die Welt nach Leibeskräften. Ich bat ich sie freudig herein. sprachen: „Sie kommen Satan immer näher“ und verließen schleunigst das Haus. legte mir den Kartenkreis zurecht und sprach: „Abra Maja. mußte ich der erste Mensch auf Erden sein. als auf der Erde stationierter außerirdischer Soldat. zeigte ihnen die Collage und erzählte von meiner Erleuchtung. und wer weiß. Sie schauten ängstlich in meine feuerroten Augen. Das Pendel bewegte sich phänomenal zum „J“ und zum „A“. überfiel mich die Sorge. der dieses Ritual vollzog. Nur. auch wenn ich mit jemand anderem ins Bett gehe?“ Aber selbstverständlich. quälten mich nach dem Abspritzen. Ich bekam Yogaunterricht bei Hans Georg und beherrschte das Tao-Yoga der Liebe. Weil ich Satan immer näher kam und den Schlüssel für das geheimste aller geheimen sexualmagischen Rituale besaß. wurde ich krank. Mein Energiekreislauf war geöffnet. ohne Widerspruch ausführte: Über drei Monate schlief ich jeden Tag mit Diana. ich könnte Diana nicht treu bleiben und dann würde ABRA MAJA sauer auf mich werden. daß ich Diana geistig treu bleibe. ich meine. manchmal mehrere Stunden lang. Wenn ich nur brav diese paar Gebote befolgen würde. in denen sie nicht ihre Regel hatte.

abzutreiben. ohne.und ausführlich berichtet. Trotzdem erlebte ich einen absoluten Höhenflug beim Orgasmus. als das Ritual beendet war.“ I 55. das ich gerade ausbrütete. sie sei sich todsicher. Dann war alles unendlich schön. du o Prophet sollst nicht alle Geheimnisse schauen. denn siehe. tatsächlich ein magisches Baby erschaffen zu haben. Was hat das alles mit einem magischen Baby zu tun? Nach den drei Ritual-Monaten war ich. Es gibt einen Grund dafür. ihren Eisprung eine Woche zuvor gespürt zu haben. weiterhin. peinigten mich Schmerzen. er soll sie erkennen. „Ändere nicht einmal die Form eines Buchstabens. womit ich sie schließlich überredete. höllische brennende und stechende Schmerzen in Hoden und After. Sie könne nicht schwanger werden. Wenn dieser aber vorbei war. Nun hörte ich ihre Stimme am Telefon: „Das ist mein Kind. als hätte mein letztes Stündchen geschlagen. daß sie ihre Regel hatte. Die Schmerzen gaben mir die Kraft. nicht abzuspritzen. Du hast damit nichts zu tun“ Wenn ich schon Vater werden sollte. Ich glaubte. Eine Schwangerschaft. Ich empfand eine kosmische Energie. in der ich mich irgendwie schwanger fühlte. Nun lernte ich eine mir noch unbekannte Form des Wahnsinns kennen. Für Diana war es ausgeschlossen. und ich in sie reinspritzte. Diana konnte mich nicht mehr ertragen. und dies nicht nur in meiner Einbildung oder einem durch Schmerz und Drogen entstandenen Wahnsinn: Nach dem Liber AL ist „sein Kind und dies seltsam“ sowie „Das Kind deiner Eingeweide“ jenes Wesen. die darin verborgen sind. Mir erschienen Lichtblitze. Das Kind wurde gezeugt. Ich redete nur noch von Außerirdischen. Nachdem wir einen Monat nicht mehr zusammen waren. unsagbar intensiv.“ 159 . rief sie mich an und verkündete die freudigen Botschaft. warum ich annehmen kann. Raumschiffen und manchmal von meinem Schmerz. Ich heulte wie ein Krokodil und schrieb ihr die bösesten Briefe der Welt. welches „den Schlüssel zu allem finden wird“ und „die Buchstaben erkennt“. Die vollständigen Verse hierzu lauten: I 54. „Das Kind deiner Eingeweide. wieder mit mir zu leben. etwas verwirrt. Sie sagte damals. gelinde ausgedrückt. die fürchterlich weh tat. wenn meine Freundin nicht blutete. durch das Ritual ein magisches Kind in mir erschaffen zu haben. wollte ich auch mit dem Kind zusammen sein. schwanger zu sein.

Dies ergibt sich aus der Übersetzung der Worte ABRA MAJA vom Hebräischen ins Deutsche. Laß ihn nicht danach suchen. für die selbst die phantastischsten Synchronizitäten nichts Aufregendes sind. ebenfalls „ in Beth Resh“ geschrieben. geschrieben „Mem Ain Jud“ heißt „Darm“ „Mé`ajim“ geschrieben „Mem Ain Jud Mem“ heiß auch „Darm“. obwohl nicht alles. denn allein dadurch kann er davon abfallen. heißt auf hebräisch „schwängern“. schüttelte er doch am Ende den Kopf und gab mir das Gefühl. dem sie ihre Aufmerksamkeit länger als zwei Sekunden widmen. der sich alles geduldig und aufmerksam anhörte. der den Schlüssel zu allem entdecken soll: Dann ist diese gezogene Linie ein Schlüssel: dann ist dieser quadrierte Kreis (+) in seinem Mißlingen ein Schlüssel ebenso. Wenn ich jemanden fand. Abscheulich an dieser Geschichte von ABRA MAJA fand ich immer. und einiges. „Erwartet ihn nicht aus dem Osten. Es wird sein Kind sein und dies seltsam. daß ABRA MAJA der Name jenes seltsamen Kindes meiner Eingeweide ist. „Ubar“. denn aus keinem erwarteten Haus kommt dieses Kind. woher sage ich nicht. daß sie nur ein Weniges verstehen. denn in der Zufallsgestallt der Buchstaben und ihrer Position zueinander: Darin sind Geheimnisse die kein Biest erahnen soll: Laß ihn nicht suchen zu versuchen: Aber einer kommt nach ihm. er würde mir nicht glauben oder hätte nichts verstanden. sowie „Eingeweide“ oder „Gedärme“. aber du hast alles im klaren Licht. Wenn dieser Sorte Mensch von einer 160 . unendlich weit ausholen mußte. im dunkeln.I 56.“ Nun gibt es einen meine Großhirnrinde vibrieren lassenden Hinweis darauf. Ich empfing den Namen zwischen Weihnachten und Neujahr 1987 und übersetzte ihn im Oktober 1993: A B R A M A J A Ain Beth Resh Ain Mem Ain Jud Ain „Ibér“. heißt „Embryo“ A oder „Fötus“. Aum! Alle Worte sind heilig und alle Propheten wahr. Am wahnsinnigsten machen mich aber die Menschen. daß ich. Und Abrahadabra. die zweite nehme nicht in Angriff.“ III 47. löse die erste Hälfte der Gleichung. um sie zu erzählen. geschrieben „Ain Beth Resh“. „Dieses Buch soll in alle Sprachen übersetzt werden: aber immer mit dem Original in der Schrift des Biestes. nichts. „Me`i“. noch aus dem Westen. außer.

weil er zu viele Drogen genommen hat. 161 . die mir kein vernünftiger Mensch glaubt.Synchronizität erzählt wird. absichtlich lügt oder sich alles nur einbildet. der diese Synchronizität erlebt haben will. Eine der Geschichten. die sie dann doch so merkwürdig finden. daß sie sich genötigt fühlen. daß derjenige. kommen sie mit schlafwandlerischer Sicherheit zu dem Schluß. länger als zwei Sekunden darüber nachzudenken. ist die Geschichte vom Bergkristall.

sondern ein Chrysopras. spürte plötzlich einen stechenden Schmerz in meiner Muschi! Der zog meine Wirbelsäule hoch und in meine Beine. daß Steine Menschen heilen können. wie Schmerz aus meinem linken Hoden meinen Oberkörper herauf durch meinen Arm in meine Hand und dann in den Kristall fließt. Ein Irrtum. Schmerzen in den Kristall zu leiten. Bergkristalle können Energien. Alles Aberglaube. „Es tut mir leid!“ Und ich erzählte. Ich glaubte gar nicht wirklich daran. diese Steinheilkunde!? Mit der S-Bahn fuhr ich nun ins Karoviertel. Eine hübsche. war nicht im Spiel. Da der Bergkristall meinen Zustand nicht zu bessern vermochte. „Was hast du denn?“ riefen die anderen erschrocken. Die Geschäftsfrau wog mir ein Stück Haschisch ab und ich gesellte mich zu den anderen.“ Ich hielt den Zauberstein in der Hand und stellte mir vor. Tatsächlich befreite mich schließlich ein Heilstein von der chronischen Pein. 162 . stammelte sie beängstigt. Die heilige Hildegard von Bingen schrieb. mich entschuldigen zu müssen. rechnete ich auch nicht damit. sprang auf und schrie ein entsetztes „Aau!“. Jetzt ist er wieder weg“. erstand ich im Esoterikladen Hier & Jetzt in Hamburg-Altona einen kleinen Bergkristall. uh. er helfe bei Besessenheit und diene als Schutz gegen schwarzmagische Angriffe. nicht aber das Weh. Die T. Ich trug ihn ein halbes Jahr in meiner linken Hosentasche und war geheilt.S.Au! Langsam muß ich mich fragen. um mir etwas Haschisch zu kaufen. In der Wohnung meiner Dealerin saßen fünf Kiffer um einen Tisch und philosophierten. Kein Bergkristall. als das unschuldige Mädchen für einige Sekunden meine Symptome bekam. das sich in meine Nerven gefressen hatte. Ein spirituelles Reklameschild erklärte dem Kunden: „Bergkristall macht die Gedanken klar und zieht Schmerzen aus dem Körper. mir unbekannte Frau fragte interessiert: „Was hast du da in der Hand?“ „Einen Bergkristall. ob dieses Buch nicht Willkommen in meinem Ei heißen sollte: Einige Monate nach dem Telefonat mit ABRA MAJA. Sie nahm ihn in die Hand. Eine Linderung spürte ich nicht. ihn negativ aufgeladen zu haben. wie ich seit einer halben Stunde versuchte. „Ich. egal ob positiv oder negativ. Antibiotika konnten zwar Krankheitserreger ermorden.“ „Gibst du mir den mal?“ Ich reichte dem neugierigen Mädchen den wundersamen Quarz. Das gibt’ nicht! War ich platt! Glaubte. aufnehmen und weiterleiten.S. in der Steinheilkunde den Hoden zugeordnet.

Sie schenkte mir den Chrysopras. dich in die Irre zu leiten. ihre Mitglieder in Angst und Schrecken zu versetzen. Wir kümmern uns darum.S. die mich solange an der Möglichkeit. Wir waren nur dafür verantwortlich. zweifeln läßt. Die T.S. Dann wird mir klar: Niemals wäre ich wegen einer einzigen Synchronizität von der Existenz der T. das sich nicht natürlich erklären läßt.. es würde sich um Zufälle handeln. eine Schocktherapie sei immer noch die effektivste Bewußtseinsveränderung. Wenn mich jemand fragt. grinst fiese und gemein die T.. Merkwürdigerweise ist für einige Menschen eine Synchronizität nur dann bemerkenswert. Freude.Im Stader Esoterikgeschäft Stein & Bein arbeitet eine Frau mit großem Herz.S. ein Schutzstein wäre gut für mich. „Blödsinn“.S. fühlte nur. will mein Gegenüber solch eine Begebenheit hören. Die Katze beißt sich in den Schwanz. Du kannst wirklich von Glück reden.“ Wie gruselig! Manchmal bereitet es der T. Die Psychologen in der Chefetage sind der Meinung. daß du krank geworden bist und Wahnsinn von Angesicht zu Angesicht schauen durftest. 163 . Es ist die kontinuierliche Ansammlung von Zufällen. und meine Antwort lautet. Dann behauptet die Organisation. ich sei auf Grund von Synchronizitäten zu diesem Schluß gelangt. Andererseits ist alles. ein solch nettes Mädchen unter deinen Bekannten zu wähnen. oder mit dieser zu kommunizieren. warum ich glaube. bis ich diese Möglichkeit ausschließe. Von meinem Leid wußte sie nichts. pechschwarz und böse zu sein. wenn sie sich nicht natürlich erklären läßt.S. für jene Sorte Mensch sowieso ausgeschlossen und beruht auf Einbildung. überzeugt. muß ihr „Chrysopras“ ins Ohr geflüstert haben. „Das war Zufall.S.S.S. von einer außerirdischen Intelligenz mit magischer Macht umgeben zu sein.

das er gekauft und auf den Namen Gudrun umgetauft hatte. genau dieser Anker war einst auf die Segelyacht des Schlossers gefallen. Tatsächlich kramte er aus großer Unordnung das richtige Stück Metall hervor. eine Botschaft oder ein Zeichen zu erkennen. Das war vielleicht ein Schreck. „Mensch du. Die Ina Dude war jenes Schiff. Weil er aber nicht versuchte. verrücktesten Synchronizitäten locker wegstecken. Der Kümo war so dicht an meine Segelyacht getrieben. Dank hochmodernen Navigationsgeräten konnte diese Stelle auf See genau lokalisiert und der Anker bald von Tauchern wiedergefunden werden. Der Kümo hieß Ina Dude. in dieser Begebenheit einen Sinn. daß sich ein Kümo im Hafen losriß und genau auf meine Segelyacht zutrieb. blieb er davon verschont. Wie im Kapitel Tollkühne Piloten über Peru gezeigt. Leider war ein Schekel.Ein englischer Anker Warum gibt es Menschen. Der Kapitän suchte den einzigen Schlosser der Insel auf und erkundigte sich nach einem Ersatz. ein wichtiges Verbindungsstück zwischen Anker und Kette. während er beiläufig eine Geschichte erzählte: „Vor einigen Jahren war ein so starker Sturm. 164 . daß er den Rest seines Lebens als Penner auf Jersey leben sollte. Ich war damals an Bord. für den er nun ein fehlendes Verbindungsglied kaufte. daß der schwere Anker direkt auf mein Schiff fiel und es kaputt machte. den Anker zu werfen. Alles war ein toller Zufall. Das werd ich nie vergessen. vielleicht wäre er zu der Einsicht gelangt: Die Götter bestimmen seinen Weg. den er verlor und wiederfand. oder mit ihren Mitmenschen nicht mehr kommunizieren können. daß sie ihren Arbeitsplatz verlieren. da sie nur noch Gott finden wollen. um das Schiff zu stoppen.“ Nun mußte Erich sich einige Sekunden versichern. Eines Tages lag er mit seinem Kümo vor der Kanalinsel Jersey und verlor seinen Anker. Der Anker will ihm zeigen. Der Kapitän des Kümos gab den Befehl. die die unglaublichsten. ist Erich einer jener Erdlinge. so ein toller Zufall!“ sagen und weiterleben wie zuvor? Andere wiederum werden durch ein vergleichbares Ereignis derart aus der Bahn geworfen. Hätte sich Erich kurz zuvor Tollkirsche gespritzt und Fliegenpilz geraucht. daß sein Gehirn ordnungsgemäß funktionierte. kaputt gegangen. Genau dieser Anker. Der Schlosser überlegte. ob er vielleicht bei sich zu Hause in der Garage noch ein passendes Teil hätte und fuhr mit Erich zusammen dort hin. die sich von Synchronizitäten nicht beeindrucken lassen.

Als 20jähriger Seemann beobachtete er über dem Mittelmeer eine hellleuchtende Kugel. außer einem. die er gerade in seinem Hinterhof zu Ehren seiner Freundin gab. daß er für einen kurzen Moment einen Zusammenhang zwischen Außerirdischen und Synchronizitäten vermutet hätte. daß es Erich nicht anders erging. Das sei ein Schrotthändler und ein sehr interessanter Mann. 165 . zog ich eine Okkult Review aus der Tasche. das Erich ergatterte. stand eine Geschichte. wo Erich mich mit dem neuen Wagen abholen wollte. Jenem. ich solle unbedingt mal Harry Pounds kennenlernen.) So gingen wir auf die fröhliche Party. erstand Harry alle. Als die englische Leuchtfeuerbehörde sich dazu entschloß. Reiner Zufall. wie jemand am Charing Cross steht und glaubt. überkam mich plötzlich das Gefühl. die ich aufgeschlagen hatte. es wäre doch denkbar. Dämonen und Gespenster. Während er sich in London das Taxi besorgte. schlug sie auf und las darin. frisch bei Skoob-Books gekauft. Seit ich zu den Crowley-Verrückten gehörte. spürte ich einen Draht nach England und fand es wundersam. Nun kamen wir an dessen Haus vorbei. besuchte ich den Regents Park und das Rudolf Steiner House. auf dem Weg zu einem Pub. Ich las. wo mir Harry erzählte. die „The english adventure“ hieß. sondern auch ein englisches Taxi. er könne immer noch ficken. Geister? Dämonen? Was ist das nur für ein nervenzerreißender Geisteszustand? Mit dem Wunsch. die sich in rasender Geschwindigkeit unter der Wolkendecke bewegte und urplötzlich ins Nichts verschwand. Erich erzählte. Auf jener Seite. (Harry war über 60 Jahre alt und seine Freundin 25. Wir waren dann am Charing Cross verabredet. Er kaufte sich nicht nur ein englisches Feuerschiff. mich zu beruhigen. ohne Haschisch zu rauchen. Harry kam mit einem Glas Wein in der Hand heraus und lud uns auf eine Party ein. ihre Ersatzfeuerschiffe zu verkaufen. an diesem Ort würden unsichtbare Kräfte toben. um ihn herum seien überall Hexen. Wäre ihm dieser Kugelblitz eine Minute bevor er den Anker verlor erschienen. Als ich dort wartete. die Tür öffnete sich. An einem Sommerabend spazierten wir gemeinsam durch Portsmouth.

Eine thelemitische Priesterin.S. die das Zeitalter der Maat verkündet. Blöde stieß mein Fuß das Kopfkissen in eine Kerze. Blut mit Sperma zu identifizieren.Schmetterling und Federvieh In der Kindheit verfolgte mich ein sich häufig wiederholender Traum. 20 Jahre älter. Wirklich wahrlich natürlich erklärbar ist die PinkelbeckenGeschichte. die auf dem Teppich stand. organisiert von der T. die ägyptische Göttin der Gerechtigkeit. malte ich die beiden Tiere. In der Sexualmagie stellt Blut die ergänzende Energie zum Sperma dar. Natürlich alles natürlich erklärbar.S. Oder die Geschichte vom verbrannten Kissen: Das blonde Gift Kathrin und ich turnten im Bett. Zum ersten Mal hing über dem Altar das Bild eines Schmetterlings. Die Bilder hängte ich über meinen Altar. von Maggie Ingals. Am nächsten Morgen lag vor der Pyramide. Maat. Aufgeschreckt schlug ich die Flammen aus. ein kleiner Streifen Plastik. eine Kupferpyramide und das Tarotkartenspiel befinden. Er wird im Kapitel Spinnenpost erzählt werden. Am Tag darauf lag Post aus Amerika im Briefkasten. Natürlich alles natürlich erklärbar. Eine Spinne und ein Schmetterling spielen darin eine wichtige Rolle. Es ist meines Erachtens auf einer gewissen Ebene sogar legitim. unter den Bildern.: 166 . Eine Stunde später ging ich mit Paddy schlafen. Trotzdem ist sie eine Synchronizität. auf dem sich verschiedene magische Steine. Noch nie war ein Stück Plastik auf meinen Altar geflogen. um in die Wurzeln meines Unterbewußtseins zu gelangen. Die Verpackung eines Tampons. Nie zuvor hatte Paddy die Schmetterlinge auf den Plastikhülsen ihrer Tampons bemerkt. wird in den Hieroglyphen durch eine Feder symbolisiert. bedruckt mit einem grünen Schmetterling. genannt Soror Nema. Das ganze Zimmer war voller Federn.

nicht mir gab. Unbezahlte Plastiksiebe. sind die ersten vier Ziffern der Feuerschiffsnummer (mit Hamburger Vorwahl) mit jener der Firma Müller (ohne Horneburger Vorwahl) identisch. sondern mit sich spazieren trug. wenn Zigarettenkippen hineingeworfen werden. wo die Rechnung sei. Ich konnte es mir gut vorstellen. damit ich den technischen Vorgang begriff. stotterte Meta. ob sie wisse. Das Problem war: Die Siebe wurden permanent vollgepißt. was Meta in der Eile tat. war aber trotzdem genervt. ich muß noch eben schnell auf dem Schiff anrufen“. zeichnete sie den Tatbestand auf einen Zettel. Die Telefonnummer des Schiffes lautet 050/473664. Während Meta das erklärte. wenn Erich eine Rechnung. aber. daß man eine Null wählen muß. Ich schreib Müller einen kurzen Brief. Ich haßte es. damit ein Freizeichen ertönt. 167 . Ärgerlich fragte ich Meta. an der er aber etwas beanstanden wollte.“ Sie wählte die Nummer des Feuerschiffes und hörte am anderen Ende der Leitung: „Hier ist der automatische Anrufbeantworter der Firma Heiner Müller. Nun erhielt ich eine Mahnung der Firma Heiner Müller. auch nicht im Wareneinsatzbuch.Pinkelbecken Für das Restaurantschiff arbeitete ich zunächst auf der Werft. sagte Meta nicht das erstemal in ihrem Leben. die man auf Männerpinkelbecken legt. mit dem Pissen auf Pinkelbeckensiebe. und warum sich dieses doofe Blatt Papier nicht in meinen Unterlagen befand. wo er die Rechnung hat.“ „Aber. Sie erklärte. Erich wolle die Pinkelbeckensiebe nicht bezahlen. bekamen vom Wasser der Spülung aber nichts ab. mir fällt ein. wie das so abläuft. wenn man die Null für das Freizeichen vergißt. Die Telefonnummer der Firma Müller 05274/5047. Er habe sie wieder aus den Toiletten ausgebaut und der Firma Müller gereinigt zurückgegeben. Die Telefone im Büro sind so geschaltet. Es kam dazu. „Oh. weil die Herrentoiletten bestialisch begannen zu stinken. das kann doch nicht sein“. damit die Toiletten nicht verstopfen. Und ich erinnerte sie: „Frag Erich. Ich konnte die Rechnung nicht finden. Da sich sowohl das Feuerschiffsbüro als auch die Firma Müller in Horneburg befinden und Meta von dort aus nach Hamburg telefonieren wollte. die er bezahlen sollte. Nach Vollendung des Umbaus dann als Tresenkraft und in den letzten eineinhalb Jahren in Form eines Papiertigers: Kassenbuch schreiben. alle Ordner und das Wareneinsatzbuch nach der Rechnung durchforstet zu haben. nachdem man die Plastikgitter eingebaut hatte. Rechnungen den Kontoauszügen zuordnen usw. „was geht denn hier vor? Das ist doch nicht möglich!“ Doch: Alles natürlich natürlich erklärbar. Leider rufen sie außerhalb unserer Bürozeiten an.

Warum passierte ihr das zum ersten Mal. als wir Sekunden zuvor über diese Firma sprachen? Natürlich erklärbar? 168 .

Karsten hatte genügend zu Rauchen dabei. Karsten fuhr sehr langsam. Da geschah es.S.?“ 169 . rauchten.“ Jetzt mußten wir beide lachen. das war. Wie erlebten wohl die Polizisten diese Situation? Stotterte der Fahrer zum Beifahrer: „Was. daß ein Polizeiauto an uns klebte. Wir übersprangen einige Meter Autofahrt. Für bestimmte Dinge. Erschrocken drehte ich mich um und schaute durch das Rückfenster. Darum verwandelte die T. „Das war. fehlte. „Was. ob ich das Gespenst ebenfalls gesehen hätte. und er verkaufte mir ein Piece. die man braucht. hätte er einen Strafzettel bekommen. was war denn das?“ fragte Karsten. um die Nacht in U-Haft zu verbringen und sonstigen Ärger zu bekommen. die sich in Karstens und meinem weiterem Leben ereignen sollten. Als er auf den Parkplatz einbog. Der Motor unserer Rostlaube schwieg. Das Polizeiauto hatte gewendet und bog gerade wieder vom Parkplatz ab. Unser Wagen flog im Bruchteil einer Sekunde auf den Stellplatz. als wolle er wissen. die wir nicht wechseln konnten. Wir liefen zu seinem roten. um von der Parkplatzeinfahrt zum Stellplatz zu gelangen. die Gesetzeshüter ebenfalls. daß hier die Time and Space Society eingriff.Als die Zeit stehen blieb An einem kalten. zu dem wir wollten. wäre eine Übernachtung in UHaft nicht förderlich gewesen. was war denn das?“ Und sein Kollege versuchte sich von seiner Sprachlosigkeit zu befreien: „Das war. Wir fuhren los und bemerkten bald. Dort. und die Zeit. „Oh Scheiße“. wo er jetzt parkte. in der das Polizeiauto auf dem Parkplatz gewendet haben mußte. Was bitte war mit dieser Zeit passiert? Heute weiß ich. verrosteten Kasten-R4. die entscheidenden Sekunden in NICHTS. ha ha. blinkte auch der Polizeiwagen und folgte uns. ungemütlichen Abend kam ich zusammen mit Karsten Weiß aus der Mülltonne. fluchte mein Freund. Unsere Gehirne sollten eine Information verarbeiten. Es fehlte etwas: Eine Minute. ha ha. Oder: Da geschah NICHTS. Die Zeit.S. das war. Karsten wollte seinen Wagen über Nacht woanders hinstellen. Besser gesagt: Da geschah es nicht.

In meiner Kindheit ängstigte mich der Zustand zwischen Wachen und Schlafen ganz besonders. Wie „Robbi“ aus der Kindergeschichte „Robbi. Oder. Die Tür öffnete sich und ein Roboter betrat das Zimmer. Nicht alle Menschen kennen diesen Zustand. als hätte ich Augen im Hinterkopf. Wenn ich träume und mir dessen bewußt werde. faßte mit einem Arm meine Schulter und drehte mich ein Stück auf den Rücken. Die Zimmertür befand sich auf der gegenüberliegenden Seite.S.Metall und Herzblut Mit welchem Sinnesorgan bestimmen wir die Zeit? Wo liegt unser Zeitgefühl? Im Kopf? Im Bauch? Wenn mir in der „Wirklichkeit“ das Zeitgefühl verloren geht. wir glauben aber. der rechten Gehirnhälfte. was hinter mir geschah und daß es kein Mensch war. bereits eine Stunde im Bett zu liegen. Plötzlich konnte ich sehen. zu entspringen scheinen. Der Roboter sah so aus. Eine Tür zu einer anderen Wahrnehmung wird geöffnet. einen viereckigen Unterleib und menschenähnliche Gliedmaßen aus Metall. Mein Gesicht war zur Wand gedreht. aber dennoch etwas vollkommen Fremdartiges wahrnahm. Das Ding schritt an mein Bett. was hinter mir geschah. Wir glauben. wie sich kleine Kinder einen Roboter vorstellen. mir aber Dinge widerfahren. aber nicht willentlich diesen Traum verlassen kann. die Zeit ist wie im Fluge vergangen. daß ich sehen konnte. Wenn ich sicher war. frage ich mich für einen Moment. mich in der „Wirklichkeit“ zu befinden. übermächtiges. sondern auch meinen Geist gefangenhält. Im Zustand zwischen Wachbewußtsein und Schlaf scheint die Zeit am häufigsten ihre bekannten Gesetze zu verlassen. noch nicht eingeschlafen zu sein. doch in Wahrheit sind nur fünf Minuten vergangen. nicht geschlafen zu haben. welches nicht nur meinen Körper. die aus der Phantasie. daß wir uns nicht in der „Wirklichkeit“ befinden. Immer wenn die T. ist dies meist ein aufregendes und intensives Erlebnis. in mein Leben eingreift entsteht ein Riß in der mir bekannten Welt.S. Er besaß einen viereckigen Kopf. Tobbi und das Fliewatüt“. in denen ich in gewissem Sinne mit meiner linken Gehirnhälfte denke und meine. Am beunruhigendsten sind jene Zustände. die ich niemandem zeigen und in die mir niemand folgen konnte: Ich lag im Bett und konnte nicht einschlafen. so daß es mein Gesicht sehen konnte. ob ich träume. der mich besuchte. birgt diese Erfahrung etwas beängstigendes. fühlte ich mich verloren und ausgeliefert. in einer Welt. Wenn wir während eines Traumes erkennen. Ich war entsetzt. Entsetzt darüber. 170 .

171 . mir wurde warm ums Herz. Wie kam ich darauf? Womit bestimmen wir. dachte ich. So ein schöner Ort. merkwürdiger Roboter. Ich war verliebt in sie. Dann schubste er mich wieder auf die Seite und verließ. Ihre Gliedmaßen bestanden aus schwarzem Gummi. ihr Brustbereich geformt wie ein Busen. aus glänzendem Metall wie Aluminium oder Chrom. nicht zu träumen. Beim folgenden Erlebnis hatte ich im Nachhinein die Gewißheit. Nein! Nicht zu glauben! Es war doch kein Traum? Ein Roboter begrüßte mich freundschaftlich und berührte meinen Arm. Dennoch gab es eine unheimliche Verbindung zu meinem „wirklichen“ Leben: Ich wohnte zusammen mit Maiko in Othmarschen. Wir drückten uns und hatten uns furchtbar lieb. um das Gefühl zu erlangen. mich in der „Wirklichkeit“ zu befinden. war mein Bewußtsein. den Raum. Die Körper und Köpfe der Roboter waren oval. Da wurde mir die Fremdartigkeit des Geschehens bewußt. Da öffnete sich die Tür. Ein Roboter. Ich erwachte. Wieder in meinem Zimmer. nicht zu träumen. Einer von ihnen schien ein weibliches Wesen zu sein. Mit mir zusammen befanden sich dort Maiko und mehrere Roboter. zusammen mit den Robotern. Ein schimpfender Roboter. Ich setzte mich auf und schaute durch mein Zimmer. wenn wir in einem Traum zu Bewußtsein gelangen. Nein! Nein! Ich schüttelte mich und schüttelte mich. Dennoch war ich mir sicher. Es hörte sich ärgerlich an. daß es sich um einen Traum handelt? Durch die Fremdartigkeit des Geschehens? N ein. der mich liebt und mein Herz. Was für ein lieber. daß für ihn schlägt. Hände und Gelenke wieder aus Metall. Maiko kam herein. Maiko kommt herein. ebenfalls aus Gummi und Chrom. Einige Laternen hingen an der Außenwand der Hütte. diese Hütte am See im Wald. Das mußte ein Traum sein. Endlich erwachte ich zum dritten mal. was mich an diesem Erlebnis so verwirrte. Komisch.Dann krächzte es in einer dunklen. Diese Erlebnis war extrem fremdartig. die eine Gartenparty feierten. ich wäre bei einer gemütlichen Holzhütte an einem sauberen See in einem dichten Wald. metallischen Stimme etwas in einer fremden Sprache. nahm keine Drogen und ernährte mich makrobiotisch. Die Roboter grillten draußen am Wasser. Die Abenddämmerung setzte ein in der würzig-milden Waldluft. während er weiter in der unverständlichen Sprache fluchte. Wir nahmen uns in die Arme. Das. An diesem Tag brauchte ich lange. was für ein merkwürdiges Erlebnis. Nun träumte ich eines Nachts. daß mein Unterbewußtsein mich im Schlaf ein Abenteuer erleben ließ. Das konnte doch nicht die Wirklichkeit sein! Da erwachte ich von neuem. zusammen mit vier oder fünf Robotern.

die mich entsetzt ansahen und verstummten. endlich bin ich richtig böse! Jaaaaaaa!“ Ich war hungrig und biß mir selbst einen kleinen Zeh und einen kleinen Finger ab.Das. warf ich ihn wieder auf den Boden und ließ ihn verbluten. „Ich will Blut! Jaaaa!“ Jetzt lief ich nackt durch die Straßen Horneburgs. um mir da sicher zu sein. „Endlich bin ich erlöst! Endlich. aber ich brauchte noch eine ganze Weile. Eines Nachts träumte ich. einen jungen Türken. daß es niemand wagte. die Polizei zu rufen. Ich wollte ihn packen und sein Fleisch essen. „da bist du ja endlich richtig böse geworden!“ „Irrer Traum“. sagte Andrea.S. bedient sich die Organisation auch dem Eingreifen in unsere Traumwelten. je nach Geistesschulung. 172 . „Ja. notwendig ist. Meine Haare waren kurz geschnitten und blond gefärbt. endlich bin ich erlöst! Endlich bin ich richtig böse! Wahnsinnig und blutverschmiert rannte ich weiter durch den Schnee. „Ja. an welchem wir auch mit Ereignissen aus der Logik/Unlogik eines Traumes rechnen.S. Darin waren fünf Gäste. Ich trug eine moderne Brille ohne Rahmen. ich wäre von ganzem Herzen böse. Ich jagte ihn durch das ganze Dorf bis zum Ortsausgang. Norbert und Andrea erzählte ich ausführlich meinen Traum. Jetzt packte ich ihn und biß ihm ein dickes Stück Fleisch aus dem Hals. ich bin wach“. schrie er und rannte aus der Kneipe heraus um sein Leben. was Synchronizitäten und Träume miteinander verbindet. Dort flüchtete er in den Wald. Wenn es für die T. lachte Norbert. Ich erwachte in der Trinkstraße 7. Jemand holte Brötchen und wir frühstückten. sondern nur zu Besuch war. Da sah ich Hakan. Sie waren so schockiert. Nun betrat ich eine Kneipe. mit der sich das Geschehen bewegt. biß in mein Brötchen und erwachte im Partykeller meiner Eltern. Es schneite. in einem ihrer Mitglieder einen bestimmten Geisteszustand zu erzeugen. „Nein! Nein!“. Endlich. wo er dicht bei einem steinzeitlichen Hünengrab stolperte und fiel. Wenn wir uns durch einen Tag bewegen. durch welchen dieser Mensch später auf eine Synchronizität aufmerksam werden kann. Ich hinterließ blutige Fußspuren auf den weißen Straßen. auf die der Vollmond schien. faßte mit beiden Händen über mein Gesicht. Schaute mich um. so sind wir entweder Erleuchtete oder Bekloppte. wo ich zur Zeit nicht wohnte. Ein besonders intensiver und merkwürdiger Traum kann uns einen ganzen Tag lang verfolgen und somit unseren Weg beeinflussen. Ich trank einen Schluck Kaffee. Mensch Claas“. ich glaube. ist die unbekannte Gesetzmäßigkeit zwischen Logik und Unlogik.

Schuld
Von wegen endlich richtig böse geworden: Beziehungswahnsinnige fühlen sich oft schuldig für die Mißgeschicke und Unglücke anderer Menschen, obwohl sie in Wahrheit in einer kausalen, logischen Kette von Ereignissen, nichts mit dem zu tun haben können, wofür sie sich verantwortlich fühlen. Natürlich fanden auch in meinem beziehungswahnsinnigen Kopf derartige Schuldgedanken ihren Platz: Eines schönen Abends saß ich neben Maria Sachariadis in der Mülltonne. Sie hatte einen neuen Freund und war guter Dinge. In der Trinkstraße wohnte sie nicht mehr; ich war aber inzwischen wieder dort gelandet. Mein Mitbewohner Fritz trat auf uns zu und grunzte: „Du bist ein Kinderficker!“ Dann schlug er mir gezielt mit der Faust aufs Auge, packe meinen Hals und drückte auf den Kehlkopf. Scheiße, das tat weh. Fritz ließ los, ich war total verdattert. Jetzt drohte er eine Stunde lang, er wolle mit mir vor die Tür gehen und sich mit mir prügeln. Ich hatte genausoviel Angst, Fritz zu verletzen, wie selbst verletzt zu werden und verstand überhaupt nicht, was ich ihm getan haben sollte. Schließlich entschuldigte er sich, nahm mich in den Arm, sprach: „Tut mir Leid, das war nicht in Ordnung von mir“, und gab ein Bier aus. Er behauptete, der Grund seiner Aggression sei, daß er in der vergangenen Nacht sah, wie die schöne, 18jährige Heide in der Morgendämmerung mein Zimmer verließ. Fritz war bekannt dafür, bei Zeiten zum Psychopathen zu werden. Dann wußte er nicht mehr, was er tat. Ich bin mir sicher, es war ihm vollkommen gleichgültig, wer sich um wieviel Uhr in meinem Zimmer oder meinem Bett befand. Wir hatten oft zusammen gelacht, getrunken und geraucht. Ich versuchte, die Sache zu vergessen. Drei Tage später gab es in der WG das abendliche Besäufnis unterm Sternenhimmel am Lagerfeuer im Garten. Fritz war so betrunken, daß er stolperte und in die Flammen fiel. Um sein Gesicht zu schützen, riß er im Sturz einen Arm nach vorne und griff in ein glühendes Stück Holz. Seine Handfläche und seine Finger verwandelten sich in eine einzige Brandblase. Ich dachte: „Das ist die Hand, mit der er mir aufs Auge gehauen und auf den Kehlkopf gedrückt hat.“ Aber ich wußte, daß ich ihn niemals in die Flammen gestoßen oder einem Dämonen befohlen hätte: „Jetzt schubs ihn ins Feuer.“ Zwei Tage darauf bekam Fritz von einem wütenden Menschen, der hinter dem Tresen der Mülltonne arbeitete, ein tierisches blaues Auge gehauen. Weiß nicht mehr, warum sich die beiden stritten. Ich dachte: „Das ist ein viermal so fieser Schlag, wie der, den ich von Fritz bekommen habe.“ Ich wußte, daß ich niemals Fritz aufs

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Auge geschlagen oder zu jemandem gesagt hätte: „Los, hau Fritz eine rein!“ Am übernächsten Tag fuhr die WG zusammen mit Fritzes Bruder auf eine Party nach Berlin. Der gestikulierte dort wild lachend und stieß dabei versehentlich mit seinem Ellenbogen direkt in Fritzes blaues Auge. Ich war beziehungswahnsinnig. Fragte mich, ob das eine gerechte Vergeltung sei. Die Schwellung um sein Auge wuchs an auf die Größe eines Tennisballs. Hatte sich mein heiliger Schutzengel oder Schutzteufel für mich gerächt? Wollten die Psychologen der T.S.S., daß ich mir eingestehe, Fritz nicht wirklich verziehen zu haben? Sollte ich lernen, ehrlich zu sein? Triumphierend „Rache ist süß“ brüllen? Stell dir vor, du hättest schwarzmagische Kräfte: Wie böse wärest du dann? Gibt es jemanden außer Kapitän Jean Luc Picard, der damit umgehen könnte? Wenn ich mich recht erinnere, las ich im Büchlein Experimentelle Magie aus dem Sphinx Verlag folgende zweifelhafte Weisheit: „....aber es gibt keine geglückte magische Operation, die deinem Bruder im Busch kein Unglück bringt.“ Heute glaube ich, dieser Satz stimmt nicht. Es heißt im Buch Abramelin richtig: „Die guten Geister sind stärker als die bösen.“ Aber der Gedanke, immer, wenn ich erfolgreich bin, wird jemand anderes mit Pech geschlagen, spukte lange Zeit in meinem Kopf herum: Ein halbes Jahr fuhr ich jeden Tag schwarz mit der Hamburger U- und S-Bahn. Bevor die Kontrolleure mich ertappten, sollte eine Freundin, Anja, nur wegen Schwarzfahrens ins Gefängnis. Sie war siebenmal erwischt worden. Jetzt war sie reif. Es hieß, wenn nicht innerhalb weniger Stunden mehrere Hundert Mark herbeigeschafft würden, müßte sie ihre Strafe absitzen. Linus, der sie liebte, besorgte das Geld. In meinem beziehungswahnsinnigen Geist rätselte ich nun, ob ich einverstanden gewesen wäre, hätte mich der Teufel gefragt: „Soll Anja an deiner Stelle erwischt werden? Eigentlich müßtest du erwischt werden, so oft, wie du schwarz fährst.“ Jedes ehrenhafte Mitglied der Enterprise-Crew hätte selbstverständlich erschüttert abgelehnt. Letztendlich war das alles Pille-Palle gegen Brunos Selbstmordversuch, für den ich mich verantwortlich fühlte: In der Abrahadabra veröffentlichte Olaf Thorbrügge eine Channeling-Serie, in der der Dämon Paimon durch ihn schrieb. Paimon symbolisierte für mich vielmehr etwas Erlösendes denn etwas Böses. Er verkündete den AHA-Lesern, er komme aus einer

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Mülltonne oder Müllhalde, wo sich alle weggeworfenen und unerwünschten Gedanken befinden. Ich verstand Paimons Botschaft so, daß die verdrängten Gedanken in unser Wesen integriert werden müssen, wenn wir vollständige, freie Menschen sein wollen. So zelebrierte ich das Ritual, mit dem man laut Olaf Paimon rufen kann: Man steckt drei Messer in Form eines Dreiecks in die Erde, ritzt Paimons Zeichen (zwei zackige Wellen und ein „P“) in die Mitte, stellt sich hinein und schreit „Paimon“ in den Himmel. Alle Paimon-Artikel in den AHAs studierte ich aufmerksam, während ich in Oxstedt im Café Vibes wohnte und arbeitete. Da besuchte uns Bruno, ein junger Mann, der vor mir im Vibes gekellnert hatte. Ihn quälten furchtbare Selbstmordgedanken. Er war von einem falschen Freund wegen Drogen bei der Polizei verpfiffen worden. Die Pulsadern wollte er sich jetzt aufschneiden, vorher Tabletten nehmen und dann aus dem vierten Stock springen. Da sich vor nicht allzulanger Zeit mein Freund Michael vor einen fahrenden Zug geworfen hatte, aber, als ich ihn wenige Stunden zuvor auf einer Party beobachtete, er traurig in einer Ecke hockte und schwieg, dachte ich nun bei Bruno: „Wenn jemand soviel davon spricht, dann macht er das nicht.“ Im letzten Artikel von Olaf-Paimon stand „wer die Dunkelheit kennt, fürchtet die Schatten nicht“, und der Ratschlag, sich alle erdenklichen Arten zu sterben vorzustellen. Ich setzte mich mit Bruno in das Wohnzimmer über der Kneipe und gab ihm einige Paimon-Seiten zu lesen. Um Mitternacht fuhren alle Bewohner des Vibes zusammen mit Bruno in den Laden nach Cuxhaven. Auf der Straße vor der Disko verabschiedete er sich: „Ach nein, danke, ich komme nicht mit rein. Ich will nach Hause. Viel Spaß noch!“ Dann tat er genau das, was er angekündigt hatte: Er nahm Schlaftabletten, schnitt sich tief in die Pulsadern, so tief, daß er sogar Nervenbahnen und Sehnen durchtrennte, und sprang aus dem vierten Stock. Er stürzte durch das Glasdach eines Gewächshauses auf den Boden. Fast hätte er einen Mann erschlagen, der sich darin aufhielt und sofort einen Rettungswagen rief. Bruno überlebte. Als ich ihn wiedersah, konnte er eine Hand nicht richtig bewegen und war gezeichnet von Narben und Schmerz. „Warum habe ich das nur getan? Das war wie ein Zwang. Du kannst dir das nicht vorstellen. Ich mußte das tun“, sprach er leise und schaute mich fragend an, als sei er sich nicht sicher, ob ich ihm so etwas Gruseliges glauben würde. Ich dachte still, aber sagte es nicht: „Hätte ich doch an jenem Unglücksabend nur mit ihm geredet, ihn in den Arm genommen und Paimon und die AHAs für mich behalten.“

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Es ist ziemlich harter Tobak, wenn man glaubt, andere Menschen werden deswegen verrückt, weil man selbst nicht verrückt wird. Ich trinke eine Flasche Gift, aber du verreckst daran. Oder du trinkst die Flasche Gift, und ich sterbe dafür. Ich grübelte: „Wieso bin ich nicht verrückt? Ich müßte doch eigentlich durchdrehen, bei den Dingen, die mir passiert sind.“ Etwa ein Jahr, bevor Michael den Tod auf den Schienen fand, verlor er den Verstand. Wenigstens in den Augen seiner Mitmenschen. Er lief mit einem Hitlergruß und „Deutschland“ oder „Heil Hitler“ rufend in Stade über den Pferdemarkt. Gleichzeitig trug er einen Mach meinen Kumpel nicht an-Button an seiner Jacke, auf dem sich ein Schwarzer und ein Weißer umarmen. Als wir noch zusammen das Athenaeum besuchten, schmückte ein Anarchie-A sein Trenchcoat. Michael war überhaupt kein Nazi. Sein Deutschlandtick begann, nachdem ich auf einer Party stolz jedem, der es hören wollte, meine Bundeswehr- Verweigerung vorgelesen hatte. Michael mußte doll darüber lachen. Von nun an zitierte er aus meiner Verweigerung immer wieder. Ohne G rund. Plötzlich und unerwartet. In einer Kneipe machte er den Hitlergruß und grölte: „Deutschlands Grenzen reichen von Ägypten bis nach Brasilien.“ Wenige Wochen vor seinem Tod erzählte er einigen Freunden, ich sei „der Prophet“, und sie sollten mir besser zuhören. Irgend etwas Wahnsinniges hatte ich in ihm ausgelöst. Wenigstens fühlte ich mich schuldig, etwas mit seinem Irrsinn zu tun zu haben. Weil ich nicht verrückt werde, werden die anderen verrückt.

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weil er seine Rüstung nie auszog. in dem so mancher versunken ist. Ich muß in Anwesenheit dieser Tiere teuflisch niesen und kriege feuerrote Augen. Der ehemalige Grund und Boden des Isern Hinnerk ist gewiß ein angemessener Ort. Das „Schloß“ ist ein verwahrlostes. Das Sonntagskind darf beim Heben des Schatzes kein Wort sprechen. Torsten. Vom Isern Hinnerk sind unter anderem folgende ehrenvolle Taten überliefert:: Seine Frau verbrannte er im Backofen. gestanden haben. daß mein Opa väterlicherseits „Der eiserne Gustav“ genannt wurde. Das ist insofern interessant. Bei ihnen hatte ich mir die drei Messer ausgeliehen. er sei von der Burg fortgeritten. Laut Olaf Thorbrügge und seiner Freundin Sigrit liebt Paimon Katzen: Bei 177 . Er soll fürchterlich schlau gewesen sein: Sein berühmtester Trick war. Wie hat er nur die Nonnen geschändet? Er war der Schrecken aller anständigen Kaufleute. Dort befand sich früher ein gefährliches Moor. Seine Verfolger glaubten dann. Mich schüttelt eine scheußliche Katzenallergie. (Als Beziehungswahnsinniger muß ich natürlich daran denken. versteckt haben soll. die er auf der sogenannten Salzstraße überfiel und massakrierte. darunter eine goldene Wiege. Mit Vorliebe vergewaltigte er Nonnen. während er dort in Ruhe verweilte. die Burg des „Isern Hinnerk“. dem eisernen Heinrich. Die goldene Wiege kann nur von einem Sonntagskind zur Sommersonnenwende gefunden werden. war der Horneburger „Schloßpark“.) Die Horneburger setzten ihrem Helden ein bronzenes Denkmal in der Nähe des dorfgrößten Einkaufszentrums. und Volkers kleine weiße Katze Paula sprang mir immer wieder auf den Schoß. als er den umherstreifenden Geist des Ritters erblickte und ihm folgte. Paimon anzurufen. Katja und Bärbel leisteten mehrere Katzen Gesellschaft. seinem Pferd die Hufeisen verkehrt herum anzunageln. in dem Hinnerk einen Schatz. weil er nur darum der Eiserne genannt wurde. Egal wie oft ich sie verscheuchte. an dem ich die drei Messer in die Erde gesteckt und Paimon gerufen hatte.Die Geheimnisse von Horneburg Der Ort. Nach meiner Beschwörung unterm nächtlichen Sternenhimmel. ging ich zurück zu einigen Freunden. dreistöckiges Fachwerkhaus in einer Grünanlage. Volker. bei der rein gar nichts passierte. Nun saß ich dort. die zusammen in Horneburg wohnten. Hier soll einst die „Horneburg“. In der Nähe von Harsefeld liegt ein ausgetrockneter Teich.

man hätte sie früher die Adolf Hitler Brücke genannt und warf Paula hinab in das kalte Wasser. soweit ich konnte. Drei Tage später fuhren wir zusammen zu einer vollgelaufenen Kiesgrube. Nach vier Minuten sprang die klitschnasse Katze auf meinen Schoß. daß ich wenig später in einer Apothekenzeitung las. um dort zu baden. hatte ich nicht. man solle Katzen öfters mal baden. packte ich sie und begab mich mit ihr vor die Tür. Und noch einmal. Jemand hatte die kleine Paula mitgenommen. Um so etwas gemeines wie die Wasserschocktherapie einer solch goldig süßen Katze gegenüber rechtfertigen zu können. 178 . mich fragend. Schnell schwamm sie zurück zu mir. nieste und lies mich in einen Sessel fallen. Als Paula mir zum X-ten mal auf den Schoß gesprungen war. dem ich streng: „Geh bei Fuß“ befohlen hatte. wenn man allergisch auf sie reagiert. Ich lief zur zehn Meter entfernten Aue-Brücke. um ihr den Hals umzudrehen.einer ihrer Paimon Beschwörungen rannten alle Katzen aus der Umgebung laut miauend zum Ort des Geschehens. von der mir Onkel Otfried erzählte. darf ich schreiben. ob ich genügend unerwünschte Gedanken geweckt hätte. Ich packte sie und warf sie in hohem Bogen. Als wir wieder zu den Autos gingen. Dann joggte ich zurück in die Wohnung meiner Freunde. lief sie neben mir wie ein Hund. Nein. in den Badesee. Sie schien in mich verliebt zu sein und ließ nicht von mir.

meinte er. schreiben oder logisch denken dressiert wurden. wenn wir etwas spielten. geheime Tunnelsystem unter den Häusern und Feldern Horneburgs. die Aufgabe. Wenn mein kleiner Bruder uns fragte. der auch als Kaffeemaschine funktionierte. Aus Decken. wir hätten gewiß so etwas im Fernsehen gesehen und nachgespielt. kicherten wir und erklärten es ihm nicht. Unsere Eltern lasen Zeitschriften wie „Spielen und Lernen“ oder „Eltern“. Darin stand. was wir im Fernsehen gucken durften oder nicht. wie wir auf dieses Spiel gekommen waren. Mit Jörg lebte ich tagelang in Phantasiewelten. Als ich Jahre später Jörg an dieses Spiel erinnerte. unverständliche metallische Worte sprachen.1977 Jörg und ich im Garten seiner Eltern ein außerirdisches Raumschiff landen sahen. was wir gerade machten. hieß „Der alte Mann.7. wodurch wir zum lesen. Am verzücktesten waren unsere Mütter. wie am 7. hatten einen Wecker.“ Diese Spiel war ein Geheimspiel. „Raumschiff Enterprise“ und „Die Zeitmaschine“ gehörten nicht dazu. Derjenige. mit der man alles erschaffen oder verändern konnte oder spielten „Der alte Mann in der Zeitmaschine. Seine Eltern hielten sich eine Katze namens Maxi. unsichtbare Hebel bewegte und Geräusche machte. war der Zeitmaschinenpilot. allergisch gewesen zu sein. Ich bin mir sicher. schließlich wieder einstiegen und fortflogen. Jörgs Mutter Meta und die pädagogischen Zeitschriften wußten genau. unter den Apfelbäumen umher gingen. Wir durchstöberten das gewaltige. Im Deutschunterricht erhielt ich. Bücher und Spiele. Wir versteckten uns hinter einem Baum und beobachteten. nicht aber daran. daß es nicht so war. So reisten wir durch Vergangenheit und Zukunft und erlebten haarsträubende Abenteuer. der in die Sitzbank stieg. Wir hatten keine Ahnung. Stühlen und einer hohlen Sitzbank. Wir sollten uns irgend etwas ausdenken.“ Derjenige. Ich erinnere mich an die Katzenscheiße im Sandkasten. war die Zeitmaschine konstruiert. Erde und Früchte sammelten. besaßen eine Zaubertrommel. etwa neun Jahre alt. in der man sich verstecken konnte. durch welche Fernsehsendungen. Maxi verschwand eines Tages spurlos. Ich beschrieb. Das hatte ich nicht im Fernsehen gesehen oder in Büchern gelesen. 179 . Kinder intelligent werden. der auf dem Stuhl saß.Phantasie? Bis zu meinem zwölften Lebensjahr spielte ich jeden Tag mit meinem Freund Jörg. wie roboterähnliche Wesen aus dem Schiff stiegen. eine Phantasiegeschichte zu schreiben. Pflanzen.

Oft. ich hätte mich. die gerade Wäsche im Keller aufhängte. Diana erzählte mir. Nun habe ich im Kapitel „UFOs“ behauptet. bevor ich sie am Himmel schaute. könnte schweigend von draußen herein in mein Zimmer schweben. wo einige Menschen in raumfahrerähnlichen Uniformen auftauchen. sie wäre katholisch aufgewachsen? Es ist das. wenn ich behaupte. Das ist falsch. ich hätte die UFOs gesehen. Schließlich beschrieb ich lang und breit. Ich glaubte. So etwas erzählte ich nicht meinen Eltern. auch Diana hätte nicht auf Grund von Wunschdenken die Raumschiffe erblickt. Sie hätten mich nicht verstehen können. erzählte. als mich unbeschreibliche Panik befiel. Wie ich Diana verstand. Das stimmt ja nach diesen Kindheitserinnerungen offensichtlich nicht. Ob mein Vater mir schon damals von der orange leuchtenden Kugel. nicht mit UFOs beschäftigt (außer dem Gespräch mit Hans Werding). wie sehr ihr Vater sie esoterisch beeinflußte. die er einst als junger Seemann über dem Mittelmeer beobachtete. entwickelte Gerd erst den Sinn für Sex ohne Sünde und den wirklich offenen Zugang zu fremden Religionen. Dann mußte ich all meinen Mut zusammennehmen um ans Fenster zu treten und es zu schließen. die Menschen in den Raumfahreranzügen würden gleich hereinkommen und mich mitnehmen. Diese Kindheitserinnerungen grub ich lange nach dem Finkenwerder UFO-Erlebnis aus meinem Unterbewußtsein wieder aus. weiß ich nicht. Ich muß es noch einmal wiederholen: Ein Mensch mit einem viereckigen Gehirn wird annehmen. löste sich meine Furcht. ich verstand es ja selber nicht. wo sie verschüttet lagen. Ich erinnere mich. weil mich Hans Werding so inspirierte und ich welche sehen wollte. Erst als Oma wieder nach oben kam. Mein Herz hämmerte und ich wagte nicht. Ein Erdling mit einer geglätteten Großhirnrinde wird mich darauf hinweisen. was Diana mir vom religiösen Denken ihrer Eltern erzählte. ihr Vater hätte ihre Mutter nie wie eine Frau 180 .Einmal durfte ich allerdings Jules Vernes „Die geheimnisvolle Insel“ gucken. Richtiger muß es wohl heißen: Ich habe mich vor dem UFO-Erlebnis nicht bewußt mit Außerirdischen beschäftigt. etwa so groß wie mein Kopf. überkam mich die Vorstellung. daß es Blödsinn ist. wenn es draußen dunkel wurde und das Dachfenster meines Kinderzimmers offen stand. Diese Vorstellung entsetzte mich ungemein. eine orange leuchtende Kugel. „Meine“ UFOs sahen vollkommen anders aus als Werdings Flugmaschine. mich zu bewegen. wie ich in der Wohnzimmertür bei meiner Oma stand. Wie konnte ich behaupten. nachdem er sich von seiner Frau getrennt und eine neue Freundin gefunden hatte.

bombardiert mit Esoterik. Nur meine Erinnerungen an die Wirklichkeit. Und für die krankhaft Skeptischen dieser Welt: Hätte Diana sich.betrachtet. Aber dies ist ja kein Buch über die Wirklichkeit oder die Wahrheit. sondern eher wie die Jungfrau Maria. Vielleicht würde Gerd hier widersprechen und mir seine Tochter als lebendigen Gegenbeweis vor Augen führen. eine UFO-Sichtung gewünscht: Sie wäre nicht vor Angst fast gestorben. 181 .

die ich je gesehen habe. während einer Reise nach St. Ohne zu denken. schrie ich eine Mischung aus „Iiiii“ und „Aaaaa“. Nichts. aus der ich nie wieder herauskommen sollte. doch eine halbe Sekunde bevor meine Hand sie zerquetscht hätte. Dann mußte ich mich aufsetzen. weites Meer erkennen. ich würde mich tief in der Erde befinden. bis ich wieder schlafen konnte. Ihr Körper war so groß wie meine Hand und ihre Beine so dick wie meine Finger. daß ich vier Bier trank. Nun erschien im Grabstein ein gespenstischer Mond. Ich wollte nach Hause. die fetteste und ekelhafteste Spinne. der sich ein wenig hin und her bewegte. Keine Spinne. Nachts konnte ich nicht schlafen und lief an Deck dieses Kümos. setzte mich auf und erblickte zu meinem größten Entsetzten an der Wand meiner Koje. Ich saß dort im Schneidersitz auf dem steinigen Boden vor einem grauen Grabstein. Wo begann die Wirklichkeit. wenn ich nur über Bord springen würde. Erich rief durch die Tür. Er schwankte. ganz dicht bei meinem Bein. in dessen Wellen sich das Mondlicht spiegelte. Oft wenn ich auf See alleine draußen war. wo hörte der Traum auf? Nicht weniger unheimlich vollzog sich mein Erwachen wenige Tage später. geisterhaft und transparent. Aus dem Nichts.Das Geisterschiff Eines Nachts träumte ich auf Erichs Kümo. Aus ihm schimmerte ein schwaches Licht. Einsam. Jetzt konnte ich in der unteren Hälfte des Grabsteins ein dunkles. Der Übergang zwischen Traum und Wirklichkeit verlief so unheimlich. Ich wollte mich nicht umbringen. Ich war wach. ließ mich der Gedanke nicht los. Ich gähnte und blinzelte. Der Grabstein selbst verwandelte sich in ein Fenster an der Außenwand der „Ms Gudrun“. die Augen öffnen und vom Grabstein in der Höhle träumen. daß alles vorüber wäre. wollte ich sie erschlagen. Auf einer Reise nach England. das direkt nach Hamburg fuhr. Da saß ich im Schneidersitz auf der Matratze und schaute durch das Fenster auf den Mond und das Meer in der einsamen Nacht. rechts und links vom Grabstein. das Erlebte zu verstehen: Liegend und mit geschlossenen Augen war ich eingeschlafen. weil mir der Gedanke durch den Kopf schoß. Ich wünschte. Die dunkle Höhle verwandelte sich in meine Kajüte und der steinerne Boden in mein Bett. Ich versuchte. um auf die Sterne und das Meer zu schauen. wie jeder normale Mensch. 182 . in einer dunklen Höhle. die bald aussahen wie Gardinen. Petersburg. wie widerlich sich das gleich anfühlen würde. ich würde nur träumen und gleich noch einmal erwachen. Irland und Holland stieg ich in Rotterdam auf ein Schwesterschiff der Gudrun. tauchten Tücher auf. ob ich bald mal zum Frühstück kommen wolle. Dann war da Luft.

daß ich mitsingen konnte. Jetzt hörte ich klar und deutlich wie die Schiffsmaschine „Freude schöner Götterfunken“ spielte. So deutlich. weiß ich nicht. diese musikalische Maschine zu hören. Was mir das Schiff damit sagen wollte. Es war schön.aber die Vorstellung. 183 . spukte durch meinen Kopf. daß es so einfach wäre.

Hatte ich damals eine Chance. Khabskhabskhabskhabskhabskhabskhabs. erst in vier Tagen war ein Termin frei. Arg. das tat weh. Welcher 184 .S. das man sich auf den Rücken klebt. mehr nicht.S. sie zu ignorieren? Unmöglich. kein Implantat ins Ohr geschraubt welches ihm stündlich A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z erzählte. schließlich hatte ihm die T. herausgefunden zu haben. Nach tausend Umdrehungen glaubte ich. das ABC zu verehren.S. die die T. muß ich erklären. Es strahlt Wärme aus. was das ist: Ein Pflaster. Ich schrieb Michael Eschner einen begeisterten Brief. in dem ich ihm mitteilte. die geheime Bedeutung erfaßt zu haben: Khabs ist eine verhüllte Umschreibung des Alphabetes. Sollte dieses Buch einmal ins Japanische übersetzt werden und sollte es dort keine ABCPflaster geben. Michael fand das interessant. Dann würden sie ihr Licht über uns ausschütten. Ein C wird ausgesprochen wie ein K oder ein scharfes S. Was macht man da? Man kauft sich in der Apotheke ein ABC-Pflaster. beim Feuerschiffszumbau. und war ich steif! Der Terminkalender des Knochendoktors platzte aus allen Nähten.S. wodurch ein Wärmegefühl entsteht. ist Khabs phonetisch darin verborgen. Ich schrieb tausende Male das hebräische und das lateinische Alphabet auf Papier oder Pappe oder in den Sand. Khabs = Caps = Capsikum = ein verteufelt scharfes Gewürz = ein homöopathisches Medikament. Verehret darum das ABC und sehet mein Licht über euch ausgegossen. daß die Außerirdischen uns Menschen dazu auffordern. Ich mußte die Botschaft finden! Es mußte eine Botschaft geben! Auf der Werft.ABC Von allen Synchronizitäten. wenn er weh tut. als ich einen Zementsack hob. war gewiß jene mit dem Capsikum die umwerfendste. dachte ich für fünf Minuten nicht ans ABC und verbog mir den Rücken. des ABC. es fördert die Durchblutung. Sage ich: ABCABCABCABCABCABC und spreche das C abwechselnd als K oder als scharfes S. besser gesagt. Verehret darum das Khabs und sehet mein Licht über euch ausgegossen. Ich klebte es auf meine arme Lendenwirbelsäule und las mir die Verpackung durch. Khabs drehte sich in meinem Kopf wie ein Karussell in der Irrenanstalt. für mich organisierte.

durchblutungsfördernd. Arnika-Extrakt: entzündungshemmend. gefäßerweiternd 2.Werbefachmann ist wohl auf die Idee gekommen. Capsikum-Extrakt. erwärmend 185 . dieses Produkt ABC-Pflaster zu nennen? Was ist drauf auf diesem Ding? Zwei Wirkstoffe: 1.

mir den Schädel zu rasieren und nur meinen Hinterkopf zu verschonen.. durch Berlin. so daß schließlich eine hübsche Antenne in den Himmel ragte. daß es der Ozonschicht schadet. Das übriggebliebene Büschel färbte sie blau. Weil sie mit der chemischen Tönung so rumsaute.Wuff! Auf der Suche nach Erleuchtung lief ich ein halbes Jahr ohne Schuhe herum. Hamburg. „ 186 . Eindhoven. schmückte mich in den folgenden Tagen eine blaugrüne Kopfhaut. hatte ihre Freude daran. bei der ich mit Hund und Freundin einige Tage hausen durfte. Ich wußte. St. Minuten später hörten wir im Radio Nachrichten: „Über der Schweiz hat sich ein außergewöhnlich großes Ozonloch gebildet . Die Augenbrauen rasierte die Künstlerin mir jeweils zur Hälfte ab und zeichnete sie mit einem schwarzen Kajal spitz n ach oben. Basel. Tropez. Ihre Freundin sprühte mir dann eine Menge Festigungs-Spray in die blaue Pracht. Eine Schweizerin. Niemals zuvor und nie wieder klebte Haarspray auf meinem Kopf.. Luzern. Amsterdam.

187 .S. der definitive T. wann ich mich erinnerte. RE-Members Weil ich spüre. Auf die Bedeutung der 777 werde ich in diesem. daß du jetzt kurz davor bist. die nach Lektüre der Spinnenpost verrückt werden. möge die Spinnenpost-Seiten überschlagen und zum Kapitel Christusmörder Krückeberg übergehen. mich entschuldigen und eine schnelle Besserung wünschen. Hierfür verfaßte ich den 30 DinA4-Seiten langen Artikel Spinnenpost. der sollte sich ebenso verhalten und mir einfach blauäugig glauben. ist das Ergebnis 777: T S S R E M e m b e r s 200+ 100+ 100+ 90+ 5+ 40+ 5+ 40+ 2+ 5+ 90+ 100= 777 Ich habe mir den Kopf zerbrochen (au). wahnsinnig zu werden und wissen willst.-Mitglied zu sein und wie ich meine Mitgliedsurkunde erhielt. T.-Beweis sei in der Spinnenpost enthalten.S. Auch wenn er für den Leser dieses Buches Wiederholungen beinhaltet. den sterblichen Erdlingen die Existenz der T. auf den folgenden Seiten wiedergegebenen Aufsatz eingehen. Wen Zahlen schwindelig machen.S.S.T.S. dir kurz die Numerologie des lateinischen Alphabetes in Erinnerung zu rufen: A B C D E FGH I J K L M N O P Q R S T 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 200 U V W X Y Z 300 400 500 600 700 800 Schreibt man T. bitte ich dich.S.S. zu beweisen.S.S. Allen. möchte ich ihn hier ungekürzt publizieren. Wer sich nicht dieser Gefahr aussetzen möchte. RE-Members in Zahlen und addiert die einzelnen Werte. bei dem Versuch. möchte ich mein Bedauern darüber aussprechen.S.

Durch den Briefkastenschlitz gelangte er nun ins Haus. so als hätte jemand versucht. Mein Bewußtsein schwebte hinterher. als würde etwas unendlich Schweres heraufkommen. und mein Bewußtsein schwebte aus meinen Körper heraus. Währenddessen war ich bei vollem Bewußtsein und fühlte. Sie verwandelte sich in lose aneinandergeklebtes Papier. ohne daß ich es wollte. Bald war die Müdigkeit größer als die Angst. dunkelbraune Kreuzspinne auf einem schwarzen Hintergrund. Draußen flatterte ein Nachtpfauenauge. Dann flatterte das Nachtpfauenauge vor meiner Zimmertür. Mein persönlicher Weg zu diesem Bewußtsein begann in meiner Kindheit.Spinnenpost Ein außerirdischer Brief an die Menschen Das Leben mit dem Bewußtsein von der Existenz außerirdischer Intelligenz. die Tür wehte auf. Er flog die hölzerne Treppe hoch. weinte und schrie. daß das Ungeheuer mich gelähmt hatte. schloß die Augen und sah nach kurzer Zeit eine riesige. die aus einem Holzrahmen und geriffeltem. aus einem Stapel Zeitungen und einer Tube Uhu eine Tür zu erschaffen. Sie bewegte sich auf mich zu und wieder zurück. Jetzt erhob sich ein gewaltiger Sturm. oder auch nur meinen kleinen Finger rühren. ist weitaus interessanter als sein Gegenteil. undurchsichtigem Glas bestand. und dann würde der Kuckuck kommen. In dieser Zeit erlebte ich in etwa hundert Nächten folgenden seltsamen Traum: Ich ging zu Bett. Dann verschwand das schreckliche Tier. Alles war vorbei. und das flatternde Papier machte einen schrecklichen Lärm. älteren Bruders und legte mich heimlich an sein Fußende. die knarrte und ächzte. die ich durchdrang. Ich schlich in das Zimmer meines schlafenden. die Spinne könnte erscheinen.) Er flog zum Briefkasten. Dann die Treppe herunter zur Haustür. Ich flog durch die geschlossene Tür hindurch aus meinem Zimmer heraus. Eines Nachts fürchtete ich mich wieder schrecklich davor. Der Schmetterling flog in mein Zimmer herein und schrie mit der entsetzlichsten Stimme der Welt: „Kuckuck!“ Plötzlich war ich zurück in meinem Körper. als wäre sie nichts. Ich konnte meine Augen nicht öffnen. konnte mich bewegen. Mitten in der Nacht erwachte 188 . zwischen meinem fünften und siebten Lebensjahr. (Der lateinische Name des mittleren Nachtpfauenauges lautet Saturnia Spine. Hierbei erklang ein unendlich dunkler Ton. und vor allem ein Leben mit dem Bewußtsein der Kommunikation mit außerirdischer Intelligenz. dunkelbrauner Schmetterling mit blauweißen „Augen“ auf den Flügeln. Ein kleiner. der sich bald darauf öffnete. mich lähmen. Ich folgte ihm.

denn während des TraumErlebnisses blieb ich stets bei vollem Bewußtsein. Ich durfte bei ihnen schlafen. Kuckuck“ hörte oder einen Schmetterling. als ich das Bewußtsein erlangte. Sie wollte nicht klingeln. Brüllend und zitternd vor Furcht öffnete ich die Zimmertür. Mein Traum war für mich Realität. öffnete ich die Tür zum Schlafzimmer meiner Eltern. Als eine Freundin meiner Mutter zu Besuch kam. als hätte ich einen Stromschlag bekommen: „ER kommt! ER kommt!“ Mir war keine Spinne erschienen. ich konnte mich bewegen und war mit meinem Geist in meinem Körper. Alles war genau wie immer: Ich lag in meinem Bett im Elternhaus. Vollkommen aufgelöst weckte ich meine Eltern. ganz besonders ein Nachtpfauenauge. Ich schrie. Das Gebell war so laut! Ich konnte es nicht fassen. daß ich eine Gänsehaut bekam. So schnell ich konnte. Dies geschah. Mit Kraft mußte ich sie schließen. Mit Todesangst lief ich den Flur entlang. bis mich endlich die Müdigkeit übermannte. Aber in diesem Fall waren die Nilpferde wohl die persönlichen Begleiter des Briefträgers Kuckuckschmetterling. Sie hörten kein Gebell und blieben im Bett. öffnete sie den Briefkasten und rief leise „Kuckuck“ hindurch.ich durch ein ohrenbetäubenden Gebell. Die ganze Nacht hörte ich von draußen den Lärm der Nilpferde. Meine Angst vor dem Kuckuck war so real. Entsetzt sprang ich auf und fühlte die Tiere an meinen Beinen. genauso wie der Postbote vom Dorf irgendwie mit dem widerlichen Boxer vom Bauernhof klarkommen muß. die Tiere drückten dagegen. Sie schnappten nach der Pyjamahose. sondern in Dänemark auf 189 . vor diesem Erlebnis. um die Kinder nicht zu wecken. Weil ich aber nicht wirklich in Horneburg. in der Erwartung. die Tür zu öffnen. und der Film lief ab. es würde sich doch nur um einen Traum und nicht um etwas Wirkliches handeln. sah. daß mein Bruder nicht erwachte. wenn ich im Wald ein fernes „Kuckuck. wie all zu oft. Sie glaubten mir kein Wort und schauten auch nicht auf den Flur oder in das Zimmer meines Bruders. Drei Nilpferde liefen hinter mir her. Das Zimmer war so voll von den Tieren. Meine chronische Angst vor dem Schlafengehen wurde erst gelindert. daß es schwierig war. Das ganze Zimmer war voller hundsgroßer Nilpferde. Außerirdische Briefträger dürfen sich vor bellenden Nilpferden nicht schrecken lassen. Es gelang mir in Panik. die Spinne erschien. An einem anderen Abend lag ich wieder in meinem Bett und fürchtete mich. als ich den Kuckucks-Traum auf einem Motorboot in Dänemark träumte. den Schmetterling die Treppe hochflattern zu sehen.

Ebenso eigenwillig ist die Deutung des Spinnensymbols. schwere Krankheit symbolisieren. mußte der Kuckuck etwas Unwirkliches sein. Was mich ganz besonders an diesem Traumdeutungsbuch fesselte. So wird ein Schmetterling oft mit einem flatterhaften Liebesleben identifiziert oder symbolisiert die Seele. damit er einen Sinn ergibt und nicht voller Rechtschreibfehler ist. Der Autor ist mir leider entfallen. glaube ich.einem Schiff war. war der Schmetterling als „ein Brief von sehr weit weg“. Flatterndes Papier ist eine „lange. flatterndes Papier würde eine lange. den man von sehr weit weg bekommt“. Der Brief ist das hebräische Alphabet. diesen „Brief von sehr weit weg“ tatsächlich erhalten zu haben. 190 . Von diesem Tag an kam der Schmetterling nie wieder. Diese scheinbar unmögliche und verrückte Behauptung (denn ich lebe ja mehrere tausend Jahre nach der Erschaffung dieses Alphabetes). Heute glaube ich. Um eine unzerstörbare Nachricht auf diesem Planeten zu hinterlassen. Meine Vergangenheit betrachtend. Sie wählten jenes Alphabet. Wie ein Traumdeuter auf die Idee kommt. schwere Krankheit“. Das Motorboot. möchte ich im Folgenden begründen. war auf den Namen Isern Hinnerk getauft. weil die Buchstaben A und B im außerirdischen Brief an die Menschen am Anfang stehen müssen. sondern auch ein Alphabet. entdeckte ich bei einem seiner Freunde ein englisches Traumdeutungsbuch. aus dem später das griechische und dann das lateinische entsprangen. Als ich einen Bekannten in Holland besuchte. Sicher gibt es alternative Deutungsmöglichkeiten. das sich meine Eltern für den Urlaub geliehen hatten. Ich erinnere nicht. und eine Spinne deutet auf eine „tiefe Abhängigkeit von der Mutter“. finde ich faszinierend. Ich blätterte darin und fand interessante Aussagen über die Symbole meines Traumes: Nach diesem Buch bedeutet ein Schmetterling „Ein Brief. wählten die Außerirdischen nicht nur in Stein gehauene Botschaften. die Interpretationen dieses Autors haben ihre Berechtigung. mit welchem Gott nach jüdisch/kabbalistischem Glauben die Welt erschuf: Das hebräische Alphabet. Mann kann sie gewiß als das Streben nach einer Verwandlung und den Übergang in eine höhere Welt deuten. Mein Schmetterling war ja durch den Briefkasten gekommen und hatte die Zimmertür in beschriebenes Papier verwandelt. Unser Alphabet heißt AlphaBet und nicht GammaDelta. ob ich auch nach den Symbolen Treppe und Tür schaute.

die z. ihre Botschaft an die Menschen in einer logischen. der Erde und unsres Sonnensystems ausstatteten. Dies ist das Alphabet mit seinen Zahlwerten: Aleph 1 Cheth 8 Beth 2 Teth 9 Gimmel 3 Jud 10 Daleth 4 Kaph 20 Tzaddi 90 NUN 700 He 5 Lamed 30 Qoph 100 PÉ 800 Vou 6 Mem 40 Resh 200 Zain 7 Nun 50 Shin 300 Samekh Ain(Oin) Pé 60 70 80 Thau 400 KAPH 500 MEM 600 TZADDI ALEPH 900 1000 Wie versuchen wir Menschen. was übersetzt Zahlen heißt. Diese zehn Kreise werden in der Kabbala Sephiroth genannt. Nach 191 . mitgegeben wurden. wenn die Botschaft einer logischen.Die hebräischen Buchstaben symbolisieren immer sowohl Laute wie auch Zahlen. strikten Ordnung zu halten. die Außerirdischen würden ein binäres Zahlensystem verstehen können. die Voyager mit Botschaften bzw. Nun ist der außerirdische Brief an die Menschen verschlüsselt. dachten. konzipierten die irdischen Wissenschaftler in dem Glauben.B. daß die Menschen in einem Zehnersystem denken und rechnen. auf die ich später noch genauer eingehen werde. Im Falle des hebräischen Alphabetes müssen wir davon ausgehen. Die Wissenschaftler. strikten Ordnung folgt. daß die Außerirdischen wußten. Die Grafik des Lebensbaumes besteht aus zehn Kreisen. Wir können davon ausgehen. wobei einigen Buchstaben eine Doppelbedeutung zukommt. daß die Außerirdischen unsere Nachricht nur verstehen könnten. Außerirdischen eine Botschaft zu überbringen? Die Nachrichten. die Einzahl hiervon ist Sephirah. verschlüsselt durch eine Grafik. daß auch die Außerirdischen versucht haben. mit Beschreibungen der Menschen. auf einer mit Gold beschichteten Aluminiumplatte der Raumsonde Voyager oder der Pioneer F. die Lebensbaum genannt wird. in denen die Zahlen von 1 bis 10 geschrieben stehen.

die die Außerirdischen als unzerstörbare Botschaft den Erdlingen hinterlassen haben. da sie in mir das Gefühl einer Kommunikation erzeugte. Dies ist die älteste überlieferte Anordnung der Buchstaben & Zahlen der acht Pfade um Tiphareth. Diesen Pfaden wiederum ist das hebräische Alphabet zugeordnet. miteinander vergleichen. die mit der Sonne verbunden sind. so z. Eine Platinplatte.B. Das Wort Tiphareth bedeutet übersetzt Schönheit. indem sie z. Ich betrachte den Lebensbaum mit dem Alphabet nun so. Die acht Pfade. erlebte ich eine Art Trance. der jüdischen Geheimwissenschaft. die mich zwar gefangenhielt. hatten manchmal. Es gibt verschiedene kabbalistische Schriften. Die 10 Sephiroth sind durch 22 Pfade verbunden. Der Lebensbaum ist. daß die Form des Lebensbaumes und die Anordnung der Buchstaben darauf ein Schlüssel ist. wenn man eine geheime Botschaft entziffern will. wird viel mit den Zahlwerten von Worten gearbeitet: Weil jeder Buchstabe gleichzeitig eine Zahl symbolisiert. der Zahl 6 in der Mitte der Grafik führen. in die diese Symbole eingraviert wurden. aber trotzdem glücklich machte. 6: 192 . Die Kabbalisten versuchen hinter das Geheimnis ihres Gottes zu kommen. eine ähnlich lähmende und mich aus mir heraustragende Eigenschaft wie die Spinne zu Beginn meines Traumes. Wenn ich aber lange genug die acht Pfade um Tiphareth betrachtete. die auf dem Lebensbaum zu Tiphareth. Aleister Crowleys Liber 777. In meinem Unterbewußtsein war die Information gespeichert. die die gleiche Zahl ergeben. in dem Tabellen von Worten mit gleichen Zahlwerten enthalten sind. Wenn ich auf dem Lebensbaum nur Tiphareth und die dorthin führenden acht Pfade untersuche. In der Kabbala. Ich hatte jedoch nie wieder so intensiv wie als Kind das Erlebnis. den man benutzen muß. eine Art „Code“.B. dem Licht Nr. in dem der Lebensbaum eine abstrakte Darstellung des Universums und gleichzeitig eine Darstellung des vollkommenen Menschen ist. mit dem hebräischen Alphabet darauf. wenn ich lange über sie meditierte. hat jedes Wort durch Addition der einzelnen Buchstaben eine Zahl. so betrachte ich in der magischen Tradition der Kabbala alle Pfade. die Darstellung des Jüdisch-kabbalistischen Weltbildes. als wäre er eine mit Gold beschichtete Aluminiumplatte oder eine Platinplatte. Worte. von einer fremden Kraft aus meinem Körper gezogen zu werden.meinem Verständnis kann ich Sephiroth im mystischen Sinne auch mit Lichter übersetzen.

daß es sich bei diesen acht Pfaden um Tiphareth um einen „Code“ oder Schlüssel handeln könnte. und ich untersuche ja Acht Pfade. daß ich nicht nur das L von Lamed zähle. sondern das gesamte Wort Lamed. [Außer daß 74 die Zahl des ausgeschriebenen Buchstaben Lamed ist. Ich 193 .3 Gimmel 7 Zain 30 Lamed 70 Ain 60 Samekh Den hebräischen Buchstaben sind auch die 22 Trümpfe des Tarotkartenspiels und die römischen Ziffern von Null bis XXI zugeordnet. Die römischen und arabischen Zahlen der acht Buchstaben um Tiphareth ergeben zusammen 235 & 74: Gimmel He Jud Nun Samekh Ain Lamed Zain + 235 3 5 10 50 60 70 30 7 + 74 II IV IX XIII XIV XV XI VI 6 50 Nun 5 Hé 10 Jud In Crowleys oder anderen kabbalistischen Schriften habe ich keinen besonderen Hinweis auf die Zahlen 235 und 74 gefunden. Mit ausgeschrieben meine ich hier. In diesen Zahlen findet sich also kein Hinweis darauf. Auf diese Zuordnungen werde ich im weiteren noch genauer eingehen. Seine Trumpfzahl im Crowley-Tarot ist die VIII. Zu Lamed gehört im Tarot der Trumpf Ausgleich.

(Crowley vertauschte die Trumpfzahlen VIII & XI. von hinten nach vorne durchzunumerieren.arbeite aber bei meiner Entschlüsselung des außerirdischen Briefes an die Menschen nicht mit den von Crowley veränderten Zahlwerten. die die Zahlen von 500 bis 1000 repräsentieren). also Aleph die 400 und Tau die 1 zugeben und dann das Alphabet auf den Tiphareth-Code zu übertragen: Aleph Beth 400 Chet 60 300 Teth 50 Gimme Daleth He l 200 Jud 40 Pé 6 100 90 Vou 80 Zain 70 Nun 9 Kaph Lamed Mem 30 20 10 Samek Ain h 8 Tau 1 7 Tzaddi Qoph Resh Shin 5 4 3 2 Der Tiphareth-Code 3 7 30 70 50 5 10 194 . die 22 „normalen“ Buchstaben des hebräischen Alphabetes (das Alphabet ohne die doppelten sechs EndBuchstaben. sowie IV & XVII)] Nun war irgendwo in meinem Unterbewußtsein der Impuls verankert.

195 .60 Die Übertragung der von hinten nach vorne durchnumerierten Reihenfolge des Alphabetes auf den Tiphareth-Code Resh Ain Kaph Zain Chet Tzaddi Mem Teth Die römischen und arabischen Zahlen dieser Buchstaben ergeben zusammen: Resh Tzaddi Mem Teth Chet Zain Kaph Ain + 444 200 90 40 9 8 7 20 70 + 94 XIX XVII XII VIII VII VI X XV In dem Zahlencode. wird die 444 aus den folgenden drei Buchstabengebildet: 4 Qoph 40 Jud 400 Aleph Diese drei Buchstaben ergeben im richtigen System 111. in dem Tau 1 ist und Aleph 400.

111 und 94 können durchaus als ein Hinweis darauf interpretiert werden. weil. Daleth. Auch Lamed. die z. Die Buchstaben stellen nicht nur Laute/Klänge dar. wie zuvor erwähnt. daß es sich bei den besagten acht Pfaden des Lebensbaumes um den TipharethCode handelt.. bei der alphabetischen Reihenfolge „Aleph. Da Gott den Mensch nach seinem Bilde schuf. 94 könnte auch als 93.B. Meines Wissens würde ein frommer Jude niemals die Position der Buchstaben auf dem Lebensbaum verändern. Beth.100 Qoph 10 Jud 1 Aleph In Crowleys Liber 777 steht zur 94 unter anderem die Bedeutung „Fenster. Ich schreibe „plus 1. die 28 196 . Die Zahlen 444 und 94 bzw. Öffnung. also LSD ergibt zusammen 94. Es gibt im hebräischen Alphabet 22 Buchstaben. plus 1. da der Baum auch als das abstrakte Abbild Gottes betrachtet wird. Gimmel. der Narr. Zu Aleph. Daleth. Loch. so bedeutet Pé = Mund und Ain = Auge. Körperteile bezeichnen.. sondern als ausgesprochene/ausgeschriebene Buchstaben auch Worte. der der Schlüssel zu dem außerirdischen Brief an die Menschen ist. der Eins. (z. geschrieben durch 27 verschiedene Zeichen. Die Zahl 111 hat in der magischen Tradition entweder die Bedeutung von Wahnsinn oder Erleuchtung und ist auch eine Zahl der Sonne. Die jüdischen Kabbalisten vertauschen und verschieben zwar die Buchstaben in heiligen Schriften. die Kabbalisten tun dies (meines Wissens) aber nicht mit der Position der Buchstaben auf dem Lebensbaum. denn was sollte man mit einem Auge zwischen den Zähnen und einem Mund in der Augenhöhle. ist der Lebensbaum auch eine abstrakte Darstellung eines vollkommenen Menschen und im magischen Verständnis ist er der Mikrokosmos.B. ob sich ein Sinn in dem so entstandenen neuen Wort finden läßt).. der Narr“. Samekh. gehört die Karte der Narr. immer einen Buchstaben zurück. aus einem Gimmel ein Beth und aus einem Beth ein Aleph. in der Kabbala auch alle Buchstaben mit den Trümpfen der Tarotkarten in Verbindung stehen. Dann wird gelesen. was in der griechischen Kabbala der Zahlenwert des griechischen Wortes Thelema (übersetzt Wille).“ wird dann aus dem Daleth in einem Wort ein Gimmel. Lichtloch“. interpretiert werden..

600.) Diese Zahlen von 500 bis 1000 werden im hebräischen Alphabet durch die Buchstaben Kaph Mem Nun Pé Tzaddi und Aleph dargestellt.70. Zur Erinnerung. N. die Zahlenfolge des Alphabetes ist: 1.800.20. (schreiben sie ein kleines tz ist sein Zahlwert 90. (schreiben sie ein kleines k ist sein Zahlwert 20. also ebenfalls Aleph und es läßt sich nur an der Stellung des Buchstabens erkennen.900.50. 900.300.200. P oder Tz am Anfang oder in der Mitte eines Wortes geschrieben.7. (schreiben sie ein kleines p ist sein Zahlwert 80. (schreiben sie ein kleines m ist sein Zahlwert 40. Um die Zahlen von 1 bis 1000 schreiben zu können. Diese 22 Buchstaben repräsentieren die Zahlen von 1 bis 400. 500. Darum gibt es 27 verschiedene Zeichen für 28 verschiedene Zahlwerte.4. wenn sie am ENDE eines Wortes stehen.) Für eine 700 schreiben sie ein großes N. welche Zahl er repräsentiert. Diese besondere und scheinbar unsinnige Grammatikregel berücksichtigen die jüdischen Schreiber.700. 800.80. 700.6. M.) Für eine 800 schreiben sie ein großes P. repräsentieren die Buchstaben Kaph.600.90. sondern lösten das Problem durch folgende Regel: Für eine 500 schreiben sie ein großes K.30. benötigen sie aber 28.100. 400. (schreiben sie ein kleines n ist sein Zahlwert 50. benötigen die Juden nur 22 Buchstaben. Diese fünf Buchstaben werden nur dann GROß geschrieben. Um eine 500 zu schreiben. Das Zeichen für 1 Aleph ist das gleiche wie jenes für 1000.3. 197 .) Für eine 900 schreiben sie ein großes Tz. die einzelnen Zeichen addiert). 500. Dies bedarf einer Um alle Worte schreiben zu können. 1000 In der hebräischen Literatur wird niemals ein GROßES K.40. Nun benötigten die Juden aber zum Schreiben und Sprechen nur 22 und nicht 27 verschiedene Buchstaben.9.verschiedenen Erläuterung: Zahlwerten entsprechen.5.60. Mem.8.2. Wenn man also kabbalistisch ein Wort ausrechnet (das heißt.) Für eine 600 schreiben sie ein großes M.1000.10. erfanden die Juden keine neuen Buchstaben.

In der Tradition verschiedener magischer Orden wie z. so erhält man 1495. wenn sie am Ende eines Wortes stehen. wie zuvor schon erwähnt. Traditionell werden die Tarottrümpfe mit römischen Ziffern gekennzeichnet. Stehen diese am Anfang oder in der Mitte eines Wortes. Addiert man alle Zahlen der 22 einfachen Buchstaben des hebräischen Alphabetes (1+2+3+4+5. so repräsentieren sie. die Karte XXI ist Die Welt bzw. jedem der hebräischen Buchstaben auch einer der 22 Trümpfe des Tarot zugeordnet. Die Karte O ist Der Narr. die Zahlen Kaph Mem Nun Pé Tzaddi Aleph 20. Wenn man die kleineren Zahlenwerte der END-Buchstaben zusammenrechnet. so ist das Ergebnis 5995. 40. Addiert man dann noch die Zahlen von 500 bis 1000 hinzu. Die vollständige Zuordnung der 22 hebräischen Buchstaben zu den römischen Zahlen von O bis XXI O Aleph VII Cheth I Beth VIII Teth II III IV He XI V Vou XII VI Zain XIII Nun Gimmel Daleth IX Jud X Kaph Lamed Mem 198 . erhält man 281.. Tzaddi und Aleph die Zahlen von 500 bis 1000 nur. 50. Diese 22 Trümpfe sind von O bis XXI und nicht von I bis XXII durchnumeriert. wie bereits oben aufgeführt. rechnet also 1495 + 281. und der ihr zugeordnete Buchstabe Aleph. also Kaph Mem Nun Pé Tzaddi Aleph 20+ 40+ 50+ 80+ 90+ 1..Nun. so ist das Ergebnis 1776. 80. 90 und 1. Pé..B. Addiert man 281 zu den 22 einfachen Buchstaben.. Das Universum und der ihr zugeordnete Buchstabe Thau.+200+300+400). dem Golden Dawn oder dem Argenteum Astrum ist.

logische Zahlenfolge von O bis XXI setzt sich in einer auf den ersten Blick unlogischen Art und Weise fort. schreibt man auch die Buchstaben. XII. Ebenfalls jene von Hé und Tzaddi.XIV XV XVI Pé XVII XVIII XIX Resh XX Shin Samekh Ain XXI Thau Tzaddi Qoph (Zur Erinnerung: Wer mit dem Crowley-Tarot arbeitet. XVII und O Kaph Mem Nun Pé Tzaddi Aleph Wenn man also das Alphabet von der Zahl 1 bis 1000 aufschreibt. daß in diesem Kartendeck die römischen Zahlen der Buchstaben Teth und Lamed vertauscht wurden. an das Ende des Alphabetes. Nun. XIII. wird bemerken. Tzaddi und Aleph gehören die römischen Zahlen X. Mem. Zu jenen End-Buchstaben Kaph. ist sowohl dem ersten wie auch dem letzten Buchstaben (in beiden Fällen Aleph) die römische Null zugeordnet: O Aleph VII Chet XIV Samek I Beth VIII Teth XV Ain II III IV Hé XI Lamed XVIII Qoph V Vou XII Mem XIX Resh VI Zain XIII Nun XX Shin Gimmel Daleth IX Jud XVI Pé X Kaph XVII Tzaddi 199 . Pé. die den Zahlen von 500 bis 1000 entsprechen. Diese Veränderungen werden in diesem Artikel nicht verwendet.) Die kontinuierliche. XVI.

Buchstaben von 1 bis 1000 werden im außerirdischen Brief an die Menschen in vier (Horus geheimes Wort) Siebener-Reihen (Babalon) aufgeschrieben. ist der falkenköpfige Gott des neuen Zeitalters in einem „geheimen vierfachen Wort“ verborgen. einem Buch. So sieht das Alphabet praktisch und viereckig aus: Aleph 1 Cheth 8 Samekh 60 Thau 400 200 . das Crowley 1904 von einer außerirdischen Intelligenz diktiert wurde. Das Siegel von Crowleys „Orden des Silbernen Sterns“ ist ein Siebenstern in dem das Wort „Babalon“ steht. durch welche Gedankenfolge aus dem kabbalistischen Lebensbaum 49 Zahlen hervorkommen. deren Addition 7777 ergibt: Nach dem Liber AL vel Legis. Wir können auch auf Erklärungen durch Horus & Babalon für diese Anordnung verzichten. möchte ich aufzeigen.XXI Tau X Kaph XII Mem XIII Nun XVI Pé XVII Tzaddi O Aleph Nach dieser Einführung in das für meine Beweisführung nötige Grundwissen. Die achtundzwanzig Zahlen bzw.

1776 ist also entweder gleich 1000 + 776 oder 776 + 1 also 777. Ich kenne aus der hebräischen (aramäischen) Sprache zwei Worte. und das Lamm bricht die 7 Siegel vom Buch des Lebens. also Aleph. die Schlange bedeuten: NChSh (Nachasch) und TJTh (Teth) NChSh hat den Zahlenwert 358 und TJTh den Zahlenwert 419. 201 . in ihren kleineren Zahlwerten gezählt werden. immer die gleiche Form hat und zu Aleph auch die Zahl 1 gehört. so daß sie zusammen 281 ergeben. ist also mit der Schlange NChSh identisch. Das hebräische Wort für den Erlöser oder Messias MShICh hat den Zahlenwert 358. Warum ist 1776 gleich 777? Weil 1000.Beth 2 Gimmel 3 Daleth 4 He 5 Vou 6 Zain 7 Teth 9 Jud 10 Kaph 20 Lamed 30 Mem 40 Nun 50 Ain 70 Pé 80 Tzaddi 90 Qoph 100 Resh 200 Shin 300 KAPH 500 MEM 600 NUN 700 PÉ 800 TZADDI 900 ALEPH 1000 Der außerirdische Brief an die Menschen besteht aus vier Siebenerreihen. egal ob am Anfang oder am Ende eines Wortes stehend. warum im außerirdischen Brief die EndBuchstaben. die Zahl 777 ist nach Liber 777 das „flammende Schwert“. Dies ist der Grund. Der Erlöser zusammen mit der Schlange TJTh ergibt also genauso 777 wie die Schlange TJTh zusammen mit der Schlange NChSh. also die Zahlen von 500 bis 1000. Diese beiden Schlangen ergeben zusammen 777: 358 + 419 = 777. denn dann addiert sich der gesamte Brief zu 1776 und in dieser Zahl ist die 777 deutlich sichtbar verborgen.

80. da somit alle 28 Buchstaben auf dem Lebensbaum zusammen 1776 ergeben (und nicht 5995. 50. auf dem X-Pfad zwei KAPHs mit dem Wert 20. XII. 80. Shin und ALEPH 7 50 300 1000 also zusammen 1357. 90 1 die auch diesen Pfaden zugeordneten End-Buchstaben KAPH MEM NUN PÉ TZADDI und ALEPH 500.) Mit der extra XIII sieht der Tiphareth-Code so aus: II VI XI XV 6 IV IX XIII. 40. und da 1000 = 1. (und nicht ein Nun mit dem Zahlwert 50 und ein anderes Nun mit dem Zahlwert 700.) Wir betrachten den Lebensbaum folglich so. 700. 800. Nun. XVI. die zu Tiphareth führen. 600. 1000 in ihren kleineren Zahlwerten 20. dem XVI-Pfad zwei PÉs mit dem Wert 80 und dem XVII-Pfad zwei TZADDIs mit dem Wert 90. ebenfalls 358. XIII 202 . 90 und 1 gelesen werden. Der Lebensbaum wird nun beim Lesen des außerirdischen Briefes an die Menschen so betrachtet. 900. Unter den Pfaden. XIII.Die untersten vier Buchstaben der vier Siebenerreihen des hebräischen Alphabetes sind: Zain. XIII. dem XII-Pfad zwei MEMs mit dem Wert 40. daß auf den Pfaden der Buchstaben X. 40. dem XIII-Pfad zwei NUNs mit dem Wert 50. 50. daß auf dem der O zugeordneten Pfad zwei ALEPHs mit dem Wert 1 stehen. XVII O Kaph Mem Nun Pé Tzaddi und Aleph 20. befindet sich Pfad Nr. auf dem jetzt zwei mal der Buchstabe Nun mit dem Zahlwert 50 steht.

XXI. Ich zähle von links nach rechts und von unten nach oben. XX. X.. XVII. IV. II. Nun werden die Spielsteine auf die ihnen entsprechenden Pfade gelegt. die alle durch meine neue Numerierung der vier Siebenerreihen eine neue Zahl bekommen haben. . Warum? Erkläre ich gleich.XIV Noch einmal zur Erinnerung: Die vollständige Reihenfolge der 28 römischen Zahlen ist O.. Die Spielsteine sind die 28 Buchstaben.. X. XVI & XVII stehen jeweils zweimal auf demselben Feld). sich vorzustellen.. 203 .. III.. XII. auf dessen 22 Feldern 28 Zahlen stehen. (die Zahlen O.. XIII. XVI. O Diese Zahlenreihenfolge übertrage ich nun auf den in vier Siebenerreihen geschriebenen außerirdischen Brief an die Menschen: Ich beginne links unten und ende rechts oben. XIII.. XIX.. I. XII. der Lebensbaum sei ein Spielbrett. ENDE XIII Aleph XX Beth XVI Gimmel XII Daleth VIII Hé IV Vou O Zain ANFANG XVI Cheth XXI Teth XVII Jud XIII Kaph IX Lamed V Mem I Nun XVII Samekh X Ain XVIII Pé XIV Tzaddi X Qoph VI Resh II Shin O Thau XII Kaph XIX Mem XV Nun XI Pé VII Tzaddi III Aleph Vielleicht ist es am anschaulichsten.

Tau Shin den neu 0. der beginnt die vier Siebenerreihen neu durchzunumerieren. Somit stellt sich das beruhigende Gefühl ein. daß diese Zahl der Schlüssel für den Schlüssel zum Brief der Außerirdischen an die Menschen ist. sowie den richtigen Anfang und das richtige Ende gefunden zu haben. daß ich begreife. 1 Kether. Die römischen Zahlen der Pfade von Sephirah Nr. beim Numerieren die richtige Richtung eingeschlagen. 700 repräsentiert. Oder aber. Der zweite Buchstabe ist Nun. Dieses Gefühl wird durch das Bewußtsein verstärkt. der Null. dem Buchstaben. kümmerte ich mich ganz bewußt darum. 0 Nun ist als End-Nun 700. die blitzartige Erleuchtung symbolisiert. an der Spitze des Lebensbaumes. Zain ist 7. Darum habe ich beim Numerieren der vier Siebenerreihen durch die 28 römischen Zahlen bei Zain. Tau 400+ Shin 300= 700. Dies ist für einen Kabbalisten. auf dessen Spielfelder ich die Spielsteine legen werde. nach einer kurzen Beobachtung ersichtlich. der am Ende eines Wortes stehend. folgendermaßen aus: I II Übertrage ich auf diesen Kether-Code nun durchnumerierten Siebenerreihen-Brief. sehen mit dem doppelten End-Buchstaben Aleph. daß sich möglichst viele SIEBENEN in der Krone dieses Lebensbaumes befinden. Der dritte Buchstabe ist in meiner Numerierung Shin. der der 7 entspricht.Weil die Zahl 777 eine Zahl ist. begonnen. der auch mit einem „N“ endet. daß sich in dieser Numerierung die ersten vier Buchstaben zu 358 addieren: 0 I II III Zain Nun Shin Aleph 7+ 50+ 300+ 1 = 358 204 . (übersetzt Krone). also einer 700 geschrieben. Sowohl Zain als auch Nun werden am Ende mit einem „N“. die Außerirdischen und Jesus und die sieben Geißlein haben so oft auf die 777 oder die 77 oder die 7 hingewiesen. so erhalte ich: Nun Zain.

sind die Buchstaben auf den Pfaden um Tiphareth herum die Folgenden: II Shin VI Resh XI Pé XV Nun XIV Tzaddi 6 IV Vou IX Lamed XIII. Aleph Die römischen und arabischen Zahlen dieser Buchstaben ergeben zusammen: Shin Vou Lamed Aleph Kaph Tzaddi Nun Pé Resh + 300 6 30 1 20 90 50 80 200 + XX V XI 0 X XVII XIII XVI XIX 205 . XIII Kaph. mit dem die Botschaft des in vier Siebenerreihen geschriebenen hebräischen Alphabetes entschlüsselt werden kann. Wurden nun nach dieser neuen Numerierung die Spielsteine auf die richtige Art und Weise dem Spielbrett zugeordnet.Die Form des Lebensbaumes und speziell die acht Pfade um Tiphareth herum sind der Code.

der Anhänger der Lehren Aleister Crowleys.) 206 . aus 418 (= ABRAHADABRA)+ 358 + 1000 errechnen. 1776 kann man z.B.777 111 Wird Aleph als 1000 gezählt so erhalten wir 1776. (ABRAHADABRA ist das Wort der Macht der Thelemiten.

also NChSh (Schlange) + 1 oder MShICh (Erlöser) + 1. nachdem ich versucht hatte zu lesen. Ich las keine hebräischen Worte in dem Buchstabenkreis. zähle gut ihren Namen und er wird für dich wie 718 sein. beide in falscher Rechtschreibung: Aleph Lamed Vou Shin Resch Pé Nun Tzaddi A A Er Er L L L l V O Ö ö S S Se se Se R R R r r pe n ts P N P N Pe N Tz Ts Ts Nun N V N Ain O J N und Vou VV 1+30+80= 111. Der 19te Vers des dritten Kapitels des Buches lautet: „Jene Stélé (=„Grabstein“) werden sie die Greuel der Trostlosigkeit nennen. 359 ist auch die Hälfte von 718. 1000+ 700+ 70+ 6 Schreibe ich diese Buchstaben als ausgeschriebene Worte und benutze bei den jeweiligen End-Buchstaben die kleineren Zahlenwerte. zu erklären. 6+6= Erlöser Serpents 207 . muß mir der Leser zunächst glauben.Die Zahl 1776 wird gebildet aus Aleph. ist Aleph A L P 12 was zusammengerechnet 111 + 106 + 130 + 12 = 359 ergibt.“ Interessanterweise ist 718 + 777 = 1495. Dies bezieht sich auf das von Crowley empfangene Liber AL vel Legis. was in diesem Buchstabenkreis steht. 70+10+50= 130. einem End-Nun. die Gesamtsumme des hebräischen Alphabetes ohne die End-Buchstaben. sondern fand ein deutsches und ein englisches Wort. die zusammen 777 & 111 ergeben. 50+6+50= 106. Um etwas sehr Wundersames in den neun Buchstaben um Tiphareth. daß ich die Zahlen 777 & 111 erst errechnete. Ain & Vou. der Zahl der Stélé der Greuel der Trostlosigkeit. und ich schwöre es beim heiligen Geist.

281. 208 .und Englischlehrer brutal erschlagenden Art und Weise gelesen.111. Addiere ich zu der Zahl von Malkuth die Summe der kleineren Zahlen der sechs End-Buchstaben. Die verbleibenden 19 Buchstaben. denn 1776 . was ich aber aufgrund der Vollkommenheit des von mir aufgezeigten Systems und des mathematisch so harmonischen Resultates für ausgeschlossen halte.496= 999 Das absolute Ende der Worte ergibt also 777. also der letzte der Zehn Sephiroth des Lebensbaumes. daß 777+ 718+ 281 gleich 1776 und somit auch 777 ist.“ Das Alphabet ist mindestens so alt.777 = 999. der auch mit dem unschuldigen Erlöser identifiziert werden kann. Sephirah (der 10. so erhält man ebenfalls 999. denn 1495. aramäische Alphabet ist. der 3. 718+ 281= 999 Logisch. 496. oder aus dem Erlöser MShICh und der Schlange TJTh. 777 ergibt sich aus der Addition der beiden Schlangen NChSh und TJTh. dem Narren. Ich finde. es ist ganz gut geworden. Zahl in des Lebensbaumes) MLKVTh. 281. ab. 496 + 281 = 777 Wird 281 aus den Buchstaben Resh. der Zahl der Stélé der Abscheulichkeit der Verwüstung. Mai 3000 vor Christi Geburt. wie alt das hebräische bzw. die Summe der römischen Zahlen dieser neun Buchstaben ist die mystische Zahl von Aleph. so erhalte ich 777. Malkuth (übersetzt Königreich). Es gibt auch keinen Archäologen. Addiere ich zu 718. Der Lebensbaum. Es ist ein schöner Tag und ich habe eben das hebräische Alphabet erfunden. so erhalte ich 999. Der Lebensbaum und die Kabbala sind nach Ansicht einiger Wissenschaftler jüngeren Datums (ca. die nicht zu Tiphareth führen ergeben zusammen 999. so wird dieses Wort ripé' gesprochen und bedeutet Heilung. und erst danach die Buchstaben zusammengerechnet. die Zahl vom Namen der 10. Warum? Malkuth ist der Zehnte. die Wissenschaft der Kabbala an sich und das Alphabet selbst sind gemeinsam „erfunden“ worden und gleich alt. das alte Testament. 1200 nach Christus). Was bedeutet all dies? Ich weiß nicht. wie die jüdische Tora bzw. Zieht man von der Zahl 1495. Pé und Aleph gebildet. die Summe der End-Buchstaben. Erlöser und Schlangen (Serpents) habe ich in meiner unendlichen Willkür. also dem Alphabet ohne die EndBuchstaben. in einer den Deutsch. der ein altes Tagebuch ausgegraben hat. in dem steht: „Heute ist Donnerstag.

da somit die Summe aller 28 Zeichen zusammen 1776 ergibt. genau wie die Reihenfolge des Alphabetes in den vier Siebenerreihen links oben begann und rechts unten endete. will ich beweisen. Die Reihenfolge des Alphabetes beginnt wieder links oben und endet rechts unten. zusammen mit dem hebräischen Alphabet. das eine außerirdische Botschaft an die Menschheit enthält. ein hochgradig komplexes und intelligentes mathematisches System enthalten ist. Aleph 1 Hé 5 Teth 9 Mem 40 Pé 80 Shin 300 Nun 50 Beth 2 Vou 6 Jud 10 Nun 50 Tzaddi 90 Thau 400 Pé 80 Gimmel 3 Zain 7 Kaph 20 Samekh 60 Qoph 100 Kaph 20 Tzaddi 90 Daleth 4 Cheth 8 Lamed 30 Ain 70 Resh 200 Mem 40 Aleph 1 209 . daß im Lebensbaum. Im nächsten Schritt meiner Beweisführung werde ich nun die Reihenfolge der 28 Buchstaben in sieben Vierrerreihen aufschreiben (und nicht wie zuvor in vier Siebenerreihen) Wieder zähle ich die sechs End-Buchstaben nicht als KAPH MEM NUN PE TZADDI ALEPH 500 600 700 800 900 und 1000. sondern als Kaph Mem Nun Pe Tzaddi Aleph 20 40 50 80 90 und 1.Wie zuvor erläutert.

Auf die gleiche Art und Weise werden nun die sieben Viererreihen numeriert. sondern zunächst von unten nach oben verläuft und danach zur rechts daneben liegenden Reihe übergeht. 210 . mit dem einzigen Unterschied. daß nicht die Numerierung zuerst von links nach rechts verläuft und dann zur nächsthöheren Reihe übergeht. Hierbei will ich mich an die gleichen Regeln halten. an die ich mich bei der Numerierung und Übertragung der vier Siebenerreihen auf den Lebensbaum hielt: Die Numerierung durch die Reihenfolge der römischen Zahlen begann links unten und endete rechts oben.Jetzt numeriere ich die Buchstabenreihen wieder durch die Reihenfolge der römischen Zahlen und lege danach die neu durchnumerierten Spielsteine auf das Spielbrett.

Ain XIII Beth XII Vou XI Jud X Nun IX Tzaddi VIII Tau VII Pe XX Gimmel XIX Zain XVIII Kaph XVII Samekh XVI Qoph XV Kaph XIV Tzaddi O Daleth XVII Cheth XVI Lamed XIII Ain XII Resh X Mem XXI Aleph 211 .ENDE VI Aleph V He IV Teth III Mem II Pe I Shin O Nun ANFANG Die Reihenfolge übertragen auf den Tiphareth-Code: II Pé VI Aleph XI Jud XV Kaph XIV Tzaddi IV Teth IX Tzaddi XIII. XIII Beth.

einer 700 gerechnet. Alle drei schrieben ihn unabhängig voneinander auf die gleiche Art und Weise: Q l a s H o ph m n Qoph Lamed Aleph Samekh Hé Vou Pé Mem Nun Mit einem End-Nun. Ich habe drei verschiedene Juden gefragt. wie sie meinen Namen schreiben würden. ist die Zahl meines Namens 1022. einem berühmten englischen Mystiker und Magier. (Sheva gesprochen). In verschiedenen seiner Bücher (Magick. Thoth. Der Zahlenwert dieses Wortes ist 372: Shin Beth Ain 300+ 2+ 70 = 372 Daß ich mit der Kabbala arbeite. daß für ihn 93 eine ganz besondere Zahl darstellt. Und genau wie der Tiphareth-Code aus 9 212 . aber mit einem „normalen“ Nun.Die römischen und arabischen Zahlen dieser Buchstaben ergeben zusammen: Pé Teth Tzaddi Beth Ain Tzaddi Kaph Jud Aleph + 372 80 9 90 2 70 90 20 10 1 + 93 XVI VIII XVII I XV XVII X IX O Was für eine Bedeutung haben die Zahlen 372 & 93 für einen Kabbalisten? Das hebräische WORT Sieben wird Shin-Beth-Ain geschrieben. in gewissem Sinne die „Zahl der Kraft des neuen Zeitalters“.) schreibt er. a. liegt an meinem Interesse an Aleister Crowley (1875-1947). Liber AL vel Legis u. einer 50. ist seine Zahl 372. denn in der griechischen Kabbala ergibt sowohl Thelema (= Wille) wie auch Agape (= Liebe) die Zahl 93. Die Summe der römischen Zahlwerte der Buchstaben meines Namens ist 93.

werden auch meine Namenszahlen aus 9 Buchstaben gebildet: 213 .Zeichen besteht.

Im „372 & 93 Tiphareth“. In S dieser magischen Praxis werden Sexualität und Berauschung als Mittel der Bewußtseinserweiterung erkannt und benutzt. Sexualmagie und Samen erkenne. einem magisches System der „ igillen-Magie“. stehen auch die Buchstaben Pé und Teth nebeneinander. die zusammen entweder 777 & 111 oder 372 & 93 ergeben. geschrieben Teth-Pé-Teth-Pé bedeutet tröpfeln. Das hebräische Wort Taf. Als Beispiel für ein Sigill können wir die Mitte des Lebensbaumes benutzen: Das Sigill meines Bewußtseins in diesem Falle ist der Tiphareth-Code mit den Buchstaben darauf. in dem ich Zos Kia las. den „Schlangen-Erlöser“ zu verstehen oder mich mit dem „Schlangen-Erlöser“ zu vereinen.Qoph Lamed Aleph Samekh Hé Vou Pé Mem Nun + 100 30 1 60 5 6 80 40 50 + 372 XVIII XI O XIV IV V XVI XII XIII 93 So wie ich zuvor versuchte. worin ich einen Hinweis auf Lebensfreude. Ich lese um das „372 & 93 Tiphareth“ im Kreis herum: Tzaddi Ain Tzaddi Kaph Jud Aleph Z O S K I A was für mich ein Hinweis auf Austin Osman Spares „ZosKia“ Kult ist. 214 . geschrieben Teth-Pé bedeutet kleine Kinder und das hebräische Wort Tiftéf. Ich lade dieses Sigill mit meinem Bewußtsein und meinen Handlungen auf. es repräsentiert meinen wahren Willen. versuche ich nun in den Buchstaben des „372 & 93 Tiphareth“ eine Botschaft zu entdecken. in den Buchstaben des „777 & 111 Tiphareth“ etwas zu lesen.

Wir sagen nicht „A.In der Sexualmagie kann das Sigill z. sondern „Aleph. Aleph wird als hebräisches Wort A L P Aleph Lamed Pé geschrieben. also Tropfen kleiner Kinder aufgeladen werden. (Siebenundzwanzig). darum nur A L P und nicht A L E P H. Um den letzten Schritt meiner Beweisführung für die Existenz eines komplexen mathematischen Systems im kabbalistischen Lebensbaum nachvollziehen zu können. Ich schreibe dies. wenn wir ihren Namen nennen. G“. erwarteten sie eher Geister und Astralwesen zu finden.) Daraus ergibt sich. Die mystische Zahl von Aleph mit einem „normalen“ 80-Pé ist 1 + 30 + 80 also 111 Als ein „A“ ist die römische Zahl von Aleph „O“ = Null. als ganze Worte gesprochen. Der römische Zahlwert des ausgeschriebenen Wortes Aleph ist XXVII. (Die Hebräer schreiben fast keine Vokale.B. Gimmel“. als Astronauten. mit Sexualsekreten. denn Aleph Lamed Pé O + XI + XVI = XXVII 215 . daß Aleph in ausgeschriebener Form den Zahlwert 831 hat: Aleph Lamed End-Pé 1+ 30+ 800 = 831 (Dies ist die richtige Zahl von Aleph mit einem 800-End-Pé.und der Sigillenmagie geforscht und gearbeitet wurde. B. der Sexual. Beth. da im Kreis der Menschen um Crowleys Orden des Silbernen Sterns in den Gebieten der Kabbala. Wenn diese Menschen aber Kontakt mit außerirdischer Intelligenz suchten. muß der Leser noch eine letzte Lektion kabbalistischen Grundwissens in sich aufnehmen: Alle hebräischen Buchstaben werden.

Cheth 37 Teth 38 Jud 17 IX-V-III I-V-D 10-6-4 20 Kaph 26 X-XVI K-P 20-800 820 Lamed 26 XI-XII-III L-M-D 30-40-4 74 28 VI-IX-XIII Z-I-N 7-10-700 VII-IX-XXI VIII-IX-XXI Ch-I-Th 8-10 400 418 T-I-Th 9-10-400 419 Arab. 831 Zain Röm. 717 Mem Röm. Beth 31 I-IX-XXI B-I-Th 2-10-400 412 Gimmel 25 II-XII-XI G-M-L 3-40-30 73 Dalleth 35 III-XI-XXI D-L-Th 4-30-400 434 Hé 8 IV-IV H-H 5-5 10 Vou 10 V-V V-V 6-6 12 27 O-XI-XVI A-L-P 1-30-800 Arab.Jeder Buchstabe des Alphabetes hat also neben den einfachen Zahlenwerten auch die folgenden ausgeschriebenen Zahlenwerte: Aleph Röm . 650 Qoph Röm. Nun 31 XIII-V-XIII N-V-N 50-6-700 756 Samekh 36 XIV-XII-X S-M-K Ain 37 XV-IX-XIII O-I-N Pé 20 XVI-IV P-H 80-5 85 Tzaddi 29 XVII-III-IX Tz-D-I 90-4-10 104 33 XII-IX-XII M-I-M 40-10-600 60-40-500 70-10-700 600 780 Arab. Resh 48 Shin 42 Tau 26 XXI-V T-V 400-6 39 XVIII-V-XVI XIX-IX-XX XX-IX-XIII Q-V-P R-I-Sh Sh-I-N 100-6-800 200-10-300 300-10-700 216 .

Arab. 906 510 1010 406 217 .

Die Bedeutung der Zahl 4202 wird im weiteren erklärt werden. addiert und im ersten Fall die Zahlen 777 & 111 erhalten. Aus den neun Buchstaben.In diesem Artikel habe ich zwei verschiedene Buchstabenkombinationen aus jeweils 9 Zeichen. im zweiten Fall die Zahlen 372 & 93. Röm. mathematisches System zu enthalten. errechnet sich so: Arab. PH TITh TzDI BITh OIN TzDI KP IVD 85 419 104 402 780 104 820 20 20 38 29 31 37 29 26 17 218 . 259 ist jedoch genau ein Drittel von 777. Röm ShIN VV LMD KP ALP TzDI NVN PH RISh 1010 12 74 820 831 104 756 85 510 + 4202 + 42 10 26 26 27 29 31 20 48 259 Die Zahlen 4202 & 259 scheinen auf den ersten Blick keinen Hinweis auf ein logisch aufgebautes. die zusammen 372 & 93 ergeben. die zusammen 777 & 111 ergeben. genauso: Arab. die sich auf dem Lebensbaum auf den Pfaden um Tiphareth herum befinden. Jetzt untersuche ich die neun Buchstaben. Diese werde ich nun ausgeschrieben aufschreiben und ihre Zahlwerte als ganze Worte addieren.

Ich kann jedoch eine (etwas willkürliche) Verbindung zwischen der Zahl 7 und der Zahl 254 herstellen. In 357 stehen drei Ziffern in der gleichen Reihenfolge wie in 3575. daß Zain der 7. war das Ergebnis der Addition der arabischen Zahlwerte der beiden TipharethCodes. wobei darauf hingewiesen werden muß. (=7+7). ausgeschrieben in ganzen Buchstaben: „Tiphareth-Code 777“ ist ausgeschrieben 4202 „Tiphareth-Code 372“ ist ausgeschrieben 3575 4202 + 3575 = 7777 Die beiden Tiphareth-Codes ausgeschrieben bestehen aus 49. Auch sah ich. also die Schlange minus 1 oder der Erlöser minus 1. (=7+7+7) Buchstabe des Alphabetes zusammen die Zahl 357 ergeben (Zain = 7. also 1149 addieren. 219 . da 254 die Summe der Addition von 77 + 177 ist. Was mich schließlich vollkommen von der Existenz eines hochgradig intelligenten Systems überzeugte. daß 372 der Zahlwert des ausgeschriebenen hebräischen Wortes für SIEBEN ist. also 7 x 7 Buchstaben: Sh I N V V L M D K P A L P Tz D I N V N P H R I Sh 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 P H T I Th Tz D I B I Th O I N Tz D I K P I V D 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 A L P 47 48 49 SIEBEN mal SIEBEN Zahlen ergeben zusammen Siebentausendsiebenhundertsiebenundsieb zig Diese 49 Buchstaben entstehen durch die Addition der 18 ausgeschriebenen Buchstaben..ALP + 831 + 27 3575 254 Auch die Zahlen 3575 & 254 scheinen auf den ersten Blick keinen Hinweis auf ein System hinter den Zuordnungen zu enthalten. und Shin der 21. zu 777 + 372. Shin = 300). Nun = 50. welche sich als Einfache (Nichtausgeschriebene). Nun der 14.

nicht weil ich ein Antisemit wäre.“ Ich bin in Kontakt mit einer außerirdischen Intelligenz oder mit jener Intelligenz. das ALPHABET. „Nein. als seien die Worte direkt an mich gerichtet und würden sich auf meine Arbeit mit der Kabbala beziehen: „O Prophet! Feindselig lernst du diese Schrift. Das Zeichen des Buchstaben Kaph sieht aus wie ein spiegelverkehrtes „C“. Feindselig lerne ich diese Schrift. das ist unmöglich“. Und wenn ich sage „Nein. Trotzdem habe ich die Arbeit mit der Kabbala immer als Glück erlebt. Wenn das hebräische Alphabet vor 5000 Jahren erfunden wurde. eine Astronautin ist. Ich halte somit meine Namenszahl für einen Hinweis auf das AlephBethKaph. Ich glaube. Ich glaube. da oft ein „K“ wie ein „C“ ausgesprochen wird. dann bin ich selbst mit Blindheit zerfressen. indem sie sich durch ein mathematisch vollkommenes System offenbart. als würde ich mich an die Botschaft und das System darin erinnern. Ebenfalls sein Klang kann dem „C“ entsprechen. Nun laßt einen Schleier vor diesem Schrein sein: Nun laßt das Licht die Menschen verschlingen und sie mit Blindheit zerfressen. bzw. das kann nicht sein“. aber ich bin stärker. Wenn mein Verstand sagt. sondern weil ich oft das Gefühl hatte. Die Zahl 1022 wird 1000. Ich erlebe ein großes Abenteuer und bin froh. die das Alphabet der Juden und die mystische Religion der Kabbala erfunden hat. und nicht als möchte ich das gern. das ABC. Oft habe ich das Bewußtsein. daß diese Intelligenz ein Astronaut. Wegen mir in dir. (Kaph) 2 (Beth) geschrieben. Den folgenden Vers aus dem Liber AL verstehe ich dann so. Denn warum? Weil du der Wissende warst und ich. daß der Erfinder dieses Alphabetes ein Astronaut ist. daß der Urheber des von Crowley empfangenen Liber AL mit dem Erfinder dieses Alphabetes identisch ist. den du nicht kanntest. so scheint sein Erfinder durch Beeinflussung meiner Träume und durch Telepathie mit mir in Verbindung zu stehen. daß ich 220 . erschlägt diese Intelligenz meinen Verstand mit dessen eigenen Waffen: Mit Mathematik. Manchmal empfinde ich die inneren Impulse während der Arbeit mit der Kabbala so. (Aleph) 20.Was habe ich hier entdeckt? Schreibt man meinen Namen korrekt mit einem End-Nun. Ich sehe dich die Hand und die Feder hassen. Diese Intelligenz versucht. als müßte ich die Buchstaben lernen und aufschreiben. mir ihre Existenz zu beweisen. so ist sein Zahlwert 1022.

Im Tarot symbolisiert die der Venus zugeordnete Karte Die Kaiserin „Liebe“. daß ich nicht den Tiger oder den Vogel in mir erweckt habe. dessen Zahl Sieben ist. das Wort. Sephirah.. sondern den Außerirdischen. hat. Zu dieser Karte schreibt Crowley im Buch Thoth: „Wie kann man die Lehre vom Geist mit der Tatsache vereinbaren. dem Planeten Venus zugeordnet. Wenn ich davon ausgehe.) Das Ruach Prinzip ist in der luftigen Sephirah Tiphareth zentriert.alles. Oft wird mit dem Venus-Symbol Liebe assoziiert (mit dem MarsSymbol eher Krieg). im Geiste ertragen kann. bzw. also auch den Tiger oder den Vogel in sich. daß alle Menschen alle Stadien der Evolution in sich erwecken können. nicht auch im eigentlichen Sinne der Atem des Lebens. obwohl der Sonne zugeordnet. Die Zos Kia Philosophie geht davon aus. die 6. der Logos an sich? (. einen verborgenen Zusammenhang mit der Venus. alte Atavismen in sich zu erwecken.“ In Austin Osman Spares Zos Kia Kult versucht der Magier. denn der 6. dann kannst du mehr Freude ertragen. Achat Ruach Elohim Chiim (777) bedeutet Der Geist (nicht Luft) der Götter der Lebenden ist ein Geist? Und ist die Luft. Noch einige kabbalistische Gedanken: Crowleys Wort des Gesetzes „Thelema“ (93) steht auf dem Pfeilköcher des Liebesengels auf der von Crowley gestalteten Tarotkarte Die Liebenden. Buchstabe des Alphabetes Vou ist dem Sternzeichen Stier zugeordnet und Stier wird in der Astrologie von der Venus 221 . sich mit Erdenmenschen paarten. Zain heißt übersetzt Schwert. [Sogar Tiphareth. daß Ru oder Ruach in Wirklichkeit selbst Geist bedeutet. 7 Netzach = Sieg. Im CrowleyTarot steht das Wort „ helema“ noch ein zweites Mal: Auf der T Karte As der Schwerter ist es auf die Klinge des Schwertes geschrieben. so liegt der Gedanke nahe. zu dem der Buchstabe Zain gehört.. daß Außerirdische vor Jahrtausenden das genetische Erbmaterial des Menschen manipulierten. was ich entdecke. das dem Merkur zugehörige Element. Es heißt im Liber AL: „Sei stark oh Mensch. durch eine bestimmte magische Technik.“ Die römischen Zahlen des hebräischen Wortes Tiphareth ergeben zusammen 77: Th P A R Th XXI+ XVI+ O+ XIX+ XXI = 77 Im Lebensbaum ist der Sephirah Nr.

spürte ich den inneren Impuls. Kapitel I.regiert. alle arabischen Zahlen der ausgeschriebenen Buchstaben des Alphabetes zu addieren. daß wir irgendwann alles mit allem verbinden können. Vers 57: „Liebe ist das Gesetz. aber wir sehen hier. 777 und 358 (Erlöser & Schlange): 358+ 358+ 777+ 777+ 7777= 10047 222 . Ich zählte die Zahlen aller 22 einfachen Buchstaben von Aleph (=831) bis Tau (=406) zusammen: 831+ 412+ 73+ 434+ 10+ 12+ 717+ 418+ 419+ 20+ 820+ 74+ 650+ 756+ 600+ 780+ 85+ 104+ 906+ 510+ 1010+ 406= 10047. Die wichtigsten Zahlen dieses Briefes sind zweifellos 7777.] Es heißt im Liber AL vel Legis. Liebe unter Willen“ Und noch eine kabbalistische Entdeckung: Gerade als ich diesen Artikel ausdrucken wollte. Auch diese Zahl fügt sich vollkommen harmonisch in das gesamte kabbalistische System des außerirdischen Briefes an die Menschen.

[NICHTS ist nicht zu verwechseln mit dem hebräischen Buchstaben Ain bzw. Die Addition von 649 und 231 ergibt 880.. aber wenn der Leser das hier Geschriebene nachvollzieht und überprüft. ist 7. Vierhundert und achtzehn. Ein und sechzig nennen es die Juden. sondern eben mit einem Ain und AUGE bedeutet.Nun wollte ich auch noch alle römischen Zahlen der ausgeschriebenen Buchstaben des Alphabetes addieren. Ich zählte die Zahlen aller 22 Buchstaben von Aleph (=27) bis Tau (=26) zusammen: 27+ 31+ 25+ 35+ 8+ 10+ 28+ 37+ 38+ 17+ 26+ 26+ 33+ 31+ 36+ 37+ 20+ 29+ 39+ 48+ 42+ 26= 649 Die einfache Summe aller römischen Zahlen von O bis XXI ist 231 (O+ I+ II+ III+ IV+. Oin. was mir paßt? Vielleicht könnte ich das.] Die Quersumme von NICHTS.“ Das hebräische Wort für „Nichts“ AIN ergibt mit einem 50-Nun geschrieben 61. 61. 223 . sondern tatsächlich ein versiegeltes Buch mit sieben Siegeln gefunden habe und seine Siegel brach.. Kann ich die Zahlen willkürlich so berechnen...XIX+ XX+ XXI= 231) Die Differenz zwischen 649 und 231 ist 418. daß ich das nicht getan habe.. wird er feststellen. ich nenne es Acht.. daß immer etwas dabei herauskommt. Achtzig. der nicht mit einem Aleph am Anfang geschrieben wird. Die Zahlen 418 und 880 haben eine direkte Verbindung zum Liber AL: Der 46ste Vers des ersten Kapitels des Buches lautet: „Nichts ist ein geheimer Schlüssel dieses Gesetzes.

Hier halte ich die scheinbar so psychotische Identifikation mit dem Erlöser für heilsam: Wenn ich mich nicht von dem Gedanken befreien kann. ich mir aber nicht verzeihen kann? Habe ich in der Vergangenheit etwas Böses. sondern das geschlechtslose „Christentum“. so muß ICH mir dafür vergeben. die ich kennenlernte.“ Eine Identifikation mit dem Lamm. mir müsse für vergangene Schandtaten vergeben werden. freudigen Augen. Es ist aber nicht das wahre Christentum. Berichtet mir ein Christ mit leuchtenden. beladen mit Scham und Sühne. das die sieben Siegel des Buches des Lebens bricht.) Kein Mitglied einer christlichen Gemeinde wird widersprechen. so will ich mir selbst vergeben. das letzte Kapitel des neuen Testaments. das Lamm sei mit dem Erlöser identisch. ist in meinen Augen auf einem Irrweg. der glaubt. welches in meiner Gedankenwelt so bedrückend und ungerecht ist. wie ich es verstehe. Ein Mensch. so ist dieser Mensch für mich 224 . aus meiner heutigen Sichtweise nicht. Ich bin das Lamm. Besser ist es. waren meist gefangen in einem religiösen Wahn: „Ich bin Jesus Christus. Das reicht. (Siehe die Apokalypse. wofür ihm nur der Menschensohn vergeben kann. Es ist belastet mit allerlei die Seele bedrückenden Vorurteilen und Glaubensbekenntnissen. schwere Sünden und Schuld auf sich geladen zu haben. einschließlich mich selbst. So spricht Fürst Claas vom Mars: „Ich habe das Buch des Lebens gefunden und seine sieben Siegel gebrochen. Das Wort VERGEBEN benutze ich nur ungern. etwas aus meiner heutigen Sicht Ungerechtes getan. Ich brauche keine unsichtbaren Ziegelsteinen auf meinen Schultern. Jesus hätte ihm seine Sünden vergeben. wenn ich erkläre. beinhaltet eine Identifikation mit dem Sohn Gottes.Christusmörder Krückeberg Die Beziehungswahnsinnigen. der Beschäftigung mit anderen Religionen und dem Praktizieren von Magie.“ Gleichzeitig lästere und sündige ich in den Augen aller anständigen „Christen“ gegen Gott und Jesus durch einen Schrei nach freiem Sexualleben. wenn ein Christus außerhalb meiner selbst mir vergibt. wenn ich erkenne: Aus meiner damaligen Sichtweise waren gewisse Handlungen folgerichtig und gerecht. Was nützt es mir.

Über solche Menschen kann ich mich freuen. großen. Dem alten Pastor begegnete ich noch zu seinen Lebzeiten beim Kaffeetrinken im Hause meiner Oma. grauen Christus behalten. Obwohl der Erlöser für ihre Sünden am Kreuze hing und ihnen vergeben ward. ob er nicht ein neues Kruzifix besorgen und das alte verschwinden lassen dürfe.kein verachtenswerter Idiot. wie Gedankengänge und Ansichten meiner christlichen Mitbürger und Mitbürgerinnen die Seele bedrücken und Irrwege sind. Unter solch einem depressiven Kruzifix mochte er kaum predigen. Sie half im Haushalt und fühlte sich wohl unter solch christlichen Menschen. Sie war groß. Er bescherte diesen armen Menschenkindern durch seinen Opfertod kein freieres und glücklicheres Leben. Eine wunderbare Heldentat vollbrachte dieser Geistliche einst in der nebligen Vergangenheit eines gesegneten Dorfes: Als junger Mann und Hirte der Horneburger Gemeinde war Krückeberg mit dem Pastor des Nachbardorfes Harsefeld befreundet. steht geschrieben: „ iebe ist das L Gesetz. daß ich Haß höher halte als Liebe. Sie sagen dies so. So fragte er seine Harsefelder Gemeindemitglieder. daß ich zum Christusmörder komme: Meine Mutter besuchte in ihren Mädchenjahren häufig den Horneburger Pastor Krückeberg. Die anständigen Harsefelder wollten ihren alten. „Unter dem bin ich getauft worden. der Bibel des Anti-Christen. die mir bleich und trostlos verkünden. unter dem bin ich konfirmiert worden. Nun wird es Zeit. Im Liber AL. Dieser erzählte ihm hin und wieder. häßlichen Christus. wie häßlich er die Christusfigur in der Harsefelder Kirche fände. Jetzt faßte sich Krückeberg ein Herz und beschloß seinem leidenden Kollegen zu helfen: In einer bedeutungsschwangeren Nacht machte er sich zusammen mit seinem Sohn auf zur Harsefelder Kirche und brach in das Gotteshaus ein.“ So und so weiter argumentierten die Bürger für den Verbleib ihres gewohnten. Ich halte es nur für erstrebenswerter.“ Ich bin soweit ein Anti-Christ. Heimlich rissen sie das Götzenbild 225 . Nicht aber über jene. als hätte Jesus umsonst gelitten. leben sie mit dem Bewußtsein. grau. unter dem habe ich geheiratet. so ist mein Verständnis von Anti-Christ nicht dadurch gekennzeichnet. Wenn ich begeistert vom Anti-Christen Aleister Crowley schreibe. Ich kenne Christen mit einer durchweg positiven Lebenseinstellung. tonnenschwere Sünde und Schuld zu tragen. Jesus sei für ihre Sünden gestorben. sich gänzlich von dem Begriff Sünde zu befreien. Liebe unter Willen. traurig und schmucklos.

als die angehenden neuen Gemeindemitglieder gemeinsam feierlich das Glaubensbekenntnis aufsagten. Mein Konfirmationsspruch lautete: „Herr. Der Mann.von der Kirchenwand und beförderten es in das nächste Stück Wald.“ Das hörten aber nur Gott und eventuell die rechts und links von mir stehenden Schäflein. Erst in der vorletzten Unterrichtsstunde des Konfirmationsunterrichts verärgerte mich der Diakon derart. Ein Spaziergänger fand die verkohlten Überreste der Christusfigur. daß ich am liebsten ausgestiegen wäre.“ 226 . weise mir den richtigen Weg. beantwortete meine Frage: „Warum gibt es Vater. daß ich zur Konfirmation in der Kirche. sei die übriggebliebene Hand der zersägten und verbrannten Figur. das er in einem Wandschrank aufbewahrte. Dort zersägten sie den Christus und zündeten ihn an.“ Das fand ich so ungemein doof. ein Stück Holz. Er verplapperte sich in der Schule. Sohn und heiligen Geist? Warum betet Jesus zu seinem Vater und wir zu Jesus?“ mit: „Das ist so. Das mußt du akzeptieren. denn ich wurde trotzdem konfirmiert. Christusmörder schmierte das aufgebrachte Volk an Krückebergs Wohnhaus. Krückebergs Sohn konnte nicht dichthalten. Wahrlich erzählte mir mein Schulfreund Sven. Er durfte nie wieder predigen und bekam eine christliche Schreibtischarbeit zugewiesen. der mir das Evangelium nahebringen wollte. unter anderem eine unverbrannte Hand. Die Harsefelder Gemeinde und das Horneburger Pfarramt waren in ihren Grundfesten erschüttert. Ich glaube nicht an den heiligen Geist. sprach: „Ich glaube nicht an Gott den Vater und seinen Sohn. Ich wollte konfirmiert werden. damit meine Feinde schweigen müssen. in seiner Kindheit habe ihm sein Vater mehrmals vom bösen Christusmörder Krückeberg erzählt und behauptet.

die darfst du nicht öffnen. daß ich zu frühe sexuelle Erfahrungen mache. toll lieber Gott. Da aber die T. wann auch ich zum AntiChristen werde. Im christlichen Sinne habe ich ihnen und meinen Eltern längst vergeben. Gott spricht: „Hallo mein süßes kleines Mädchen! Hier hast du die zwölf Schlüssel für die zwölf Himmelstürchen. ist auch mit Gott und dem Märchen einer Sünde begründet worden. Du darfst jede Tür öffnen und einmal dahinter schauen. Aber die Zwölfte. öffnet 227 . so merkwürdig sich das auch anhören mag. Die Welten hinter den Himmelstüren werden von der ersten bis zur letzten immer schöner.“ „Danke. Ein süßes kleines Mädchen bekommt vom lieben Gott zwölf Schlüssel in die Hand gedrückt. Klingel. Ein Christentum aus freier Nächstenliebe verachte ich nicht.S. Vielleicht schweife ich zu sehr ab. kann sich das kleine Mädchen nicht zusammenreißen. im Gegenteil. Mit vierzehn schlief ich das erste Mal mit einem Mädchen. indem sie Meta eine perverse Metapher erzählte. Es war die Geschichte vom goldenen Finger. warum für meine Mutter das Christentum immer etwas Positives darstellte. daß Herr und Frau Klingel nur mein Bestes wollten. sondern auch ein „christliches“ Märchen. unbedingt zu verhindern. das an meiner jungen Seele je verübt wurde. Synchronizitäten erzeugt. Dr. die mich die Hölle erleben ließ. der Bibel des Anti-Christen. Meine Eltern liefen hilflos und verwirrt zu meinem Hausarzt Dr. möchte ich erneut verdeutlichen. Wir waren unendlich verliebt und von ganzem Herzen glücklich. Schließlich hatte es ein Doktor gesagt. Es war nicht nur die altmodische Betrachtungsweise des Doktors. es müsse etwas Wahres dran sein. Nachdem das süße Mädchen hinter die Elfte geschaut hat.“ Wie wir alle schon ängstlich befürchten. die man sich hätte ausdenken können. das Frau Klingel Meta erzählte. Frau Klingel setzte dem Ganzen die Krone auf. häufig in Verbindung mit dem Liber AL.S. Ihre gutgemeinten Ratschläge waren die übelsten. wie so viele andere Menschen auch.007 Krückeberg war ein sehr angenehmer Mensch. Klingel riet meinen Eltern. Das übelste Verbrechen. Mit dem wahren Christentum hatte das nichts zu tun. Es gibt hier keine Synchronizität im eigentlichen Sinne. Erich nahm das ernst. Ich weiß. Ich bin nicht zornig auf Frau Klingel und ihren verstorbenen Ehemann. der Sexualität und der Freiheit immer wieder aus „christlichen“ Gründen verbrochen wird. Die nahm sie sich zu Herzen und glaubte. Ich würde sonst unerziehbar werden. Sie konnte. Vielleicht ist er einer der Gründe. kaum sehen. was für eine grausame Unterdrückung der Menschlichkeit. um ihr in dieser schwierigen Erziehungsfrage Beistand zu leisten.

ob sie als kleines Mädchen die zwölfte Himmelstür aufgeschlossen und dahinter geschaut hätte. Was das Haschischrauchen anging. nein.K. Da kommt der liebe Gott. du bist der liebe Gott. O. hab ich wirklich nicht. klar. Als sie die Tür wieder schließt. und alles ist wieder gut. das Weibsbild sei eine böse Hexe. holde Frau. und danke noch mal. lieber Gott. das neugeborene Kind zu ermorden. sag mal. Gerade. kommt der liebe Gott herbei und möchte gerne von ihr wissen.. als sie angezündet werden soll. daß sie hinter die zwölfte Himmelstür geschaut hat und auch noch flunkert. wirklich nicht. Grund genug für Gott. „Hallo mein liebes kleines Mädchen. Neun Monate und ein paar Tage später kriegt die arme Frau ein weiteres Kind. kennst du mich noch?“ „Ja. ib bitte.“ „Da. war Dr. es wird sich um einen Mittelfinger gehandelt haben.“ Gott sieht den goldenen Finger. Hallo lieber Gott. daß ich ihnen in den kommenden fünf Jahren nichts aus meinem Leben erzählte. Er erzählte. So sauer ist Gott. Keiner hatte gesehen. G mir mal den Schlüsselbund wieder. lügt die Sünderin. Natürlich habe ich weiter mit meiner Freundin geschlafen und natürlich hatten es meine Eltern erreicht. du hast doch nicht etwa hinter die zwölfte Himmelstür geschaut?“ „Neeeee. die Bestie auf dem Marktplatz zu verbrennen. was mir wichtig war. die ihre Kinder umbringt. meldet sich der liebe Gott erneut: „Hallo. man solle die Droge legalisieren. Wieder kommt der liebe Gott und möchte wissen. hast du damals wirklich nicht hinter die zwölfte Himmelstür geschaut?“ „Neee. nein. Ich gab alles darum.“ „Tschüs lieber Gott. merkt sie.“ Da bringt Gott das neugeborene Kind kurzerhand um. nein.“ „Du. Schließlich glauben die ängstlichen Bürger des Dorfes. Also beschlossen sie. Das ganze passiert noch einmal. Die beeindruckten Bürger lassen sie leben. wie der liebe Gott das tat. hab ich wirklich nicht“. Was soll uns das sagen? Frau Klingel und Meta hatten es messerscharf erfaßt: Ich durfte mit vierzehn Jahren auf keinen Fall ficken. lieber Gott. nein. ein unerziehbares Kind zu sein. nein.“ Als das kleine Mädchen zu einer Frau herangewachsen ist. als hätte er nichts gemerkt. Ich geb's zu. „Tschüs kleines Mädchen. Klingel nicht so konservativ. In der 228 .es ganz heimlich auch die Zwölfte. „Neee. Hab ich gemacht. nein. Und noch einmal. sag doch mal. Ich nehme an. tut aber erstmal so. Dahinter ist alles aus Gold. daß sie einen goldenen Finger hat. „Ja. wie das damals mit der zwölften Himmelstür war. kleines Mädchen.“ „Du.“ Hokuspokus Fidibus zaubert Gott die ermordeten Kinder lebendig wieder herbei. von ihrem Mann begattet wird und ein Kind zur Welt bringt. Goldene Lichtstrahlen berühren einen Finger des Mädchens.

das das Symptom „Glaubt. Jesus Christus zu sein“ hervorruft. Ich hab das Buch mit den sieben Siegel gefunden und seine sieben Siegel gebrochen. 229 . Ich rette die Welt.Homöopathie ist übrigens Haschisch ein Mittel. Ich bin das Lamm.

Keine Tränen. sie könne mich damit beobachten. diese Betrachtungsweise auf Menschen zu übertragen: Ich erreichte es. Svantje schenkte mir das 230 . Ich sprach in Südfrankreich in einer Seilbahn zwischen zwei hohen Gipfeln: „Lieber Teufel. besessen von dem Gedanken: „Du sollst mich nicht mehr ansehen!“ Es war verdammt gut gemacht. das nicht anspringen wollte und sprach: „Lieber Teufel. Dieser geistige Zustand ist brillant von Sartre in seinem Werk Der Ekel beschrieben. nur glubschige Kugeln.“ Der Motor begann sogleich zu laufen.Wie der Teufel zufällig religiös wurde Warum sind Psychosen so häufig religiös geprägt? Warum gibt es die „Jerusalem-Krankheit“. sondern eine glitzernde Flüssigkeit. Es gelang mir. bitte mach. daß das Auto fährt. bitte mach. Ich nannte ihn Teufel. Über Stunden hinweg starrte ich es an. Es gelang mir. sondern Geräusche. dafür feuchte. Kein Lachen. So trommelte ich auf die Kühlerhaube eines Autos. Trotzdem schaffte ich es schließlich. Crowley identifizierte ihn mit Aiwass. der übersetzt Auge heißt. Meine Freundin Kyra hatte es auf dem Flohmarkt erstanden. der nicht sehen konnte. Das kann ich in ganz banalen Dingen erleben. die sich für den Erlöser halten? Oder für den Teufel? Wird ein Mensch durch eine Reihe von Synchronizitäten verrückt und aus diesem Grunde religiös. so ist das für einen Rationalisten purer Zufall. Kein Weinen. Meinen Gott. den ich anbetete. dafür Quietschen. nur Lärm. das Auge als materiellen Gegenstand zu erkennen. keine Augen mehr zu sehen. geht er davon aus. obwohl es nur aus Porzellan und Farbe bestand. seinem heiligen Schutzengel. Das Auge schien einen tatsächlich anzuschauen. In Südfrankreich. Ein Gegenstand. Wirklich täuschend echt. Keine Zungen oder Münder. Wenn ich einen der beiden anrufe und mein Gebet erhört wird. erlebte ich eine gewaltige psychologische Verwandlung dank eines Glasauges. Der Teufel. mir geschenkt und scherzhaft behauptet. gewaltige Macht würde diese Zufälle organisieren. während eines Schüleraustausches. weil das Wort Gott verklebt ist von Unterdrückung und Lüge.“ Die Gondel stoppte und blieb an dieser Stelle für eine Viertelstunde in der Luft hängen. In meinem Herzen rief ich Gott. merkwürdige Dinge. Diese Macht ist dann entweder Gott oder der Teufel. Beziehungswahnsinnige. Im Tarot ist dem Teufel der hebräische Buchstabe Ain zugeordnet. hatte nichts mit einem folternden und mordenden Satan zu tun. keine Worte zu hören. eine nicht-menschliche. Für mich hingegen ein Kontakt mit dem Göttlichen. daß die Seilbahn hier stehenbleibt.

Dadaistische Kunstwerke ohne Bedeutung. Nach einigen Wochen Praktik war es umgekehrt: Es gelang mir manchmal nicht. daß ich gleich darauf alle Menschen als beseelte Wesen erkannte. mit denen Eltern und Lehrer junge Menschen unter Kontrolle halten oder emotional erpressen. Die Symbole. trotzdem tun zu können. Aber der Engel hinter den Karten erreichte mein Innerstes. Als ich es in Südfrankreich las. die Symbole. egal. der mich hätte verstehen können. berührte meine Seele und flüsterte: „Du bist nicht allein. ob meine Mutter schrie oder weinte. Der Ekel-Zustand gab mir als 15jährigen die Freiheit. die Menschen nur in ihrer rein materiellen Form wahrzunehmen. der mich anfangs stärkte und befreite. glaubte ich. Nicht.Buch. die Menschen so zu sehen. begann sich in dem Moment ins extremste Gegenteil zu verwandeln. es wäre nur für mich geschrieben. Der einzige. Der Zustand.“ 231 . was ich wollte. als ich auf Svantjes Geburtstag das Crowley-Tarot erblickte. Anfangs mußte ich mich angestrengt konzentrieren um dieses Bewußtsein herbeizurufen. Meine Fähigkeit. daß sie auch eine Seele besaßen und nicht nur merkwürdige Dinge waren. hatten ihre Bedeutung verloren. versetzte mich nun in seelische Isolation. wäre die Hauptperson aus Sartres Ekel gewesen. mit denen wir kommunizieren. egal ob Lehrer brüllten oder drohten.

Thelema und dem Buch des Gesetzes. Ein thelemitischer Philosoph überlegt. Sie wurde 1984 im Wahren Jakob Nr. geben sich durch ein riesiges Koordinatenkreuz am Himmel zu erkennen. Erst eineinhalb Jahre später beschäftigte ich mich mit dem Biest 666. und Blut floß in die Lunge des Toten ohne Augen. Die Zunge zog und zerrte ihn bis vor die Badewanne. Er hob seinen Kopf.S. Der entsetzte Mensch Daneben packte das schwärzeste Buch mit beiden Händen und zerschlug den Schädel des Verstandes. Er starrte entgeistert auf die Badewanne. ob die Sterne wissen. der Kabbala.S. die sich für den Grund und Boden des Bücherregals entschieden hatte. Da riß sich im Boden der Realität eine Tür auf. NEBELSCHERBEN Ein Kurzroman Der Mensch Daneben stand verwirrt vor einem Bücherregal. Ich gab ihm eine Geschichte. daß sie existieren. und etwas Widerliches grinste im gelben Gewand in den Raum. die ich Nebelscherben getauft hatte. In Geistesgegenwart ließ der Mensch Daneben seine Zunge meterlang aus seinem Mund schnellen. Seine zitternde Hand nahm es zögernd aus dem Regal. Man fragt sich. Das gelbe Gewand färbte sich in der Badewanne rot. Die Buchstaben schrien: „Du mußt dich beeilen!“ Die Badewanne füllte sich in rasender Eile mit Blut. 19 gedruckt. Die Kabbalisten der T. Von wem war er beauftragt und für welche Aufgabe? In seinen Augen flackerte das schwärzeste Buch. die Schläfen schmerzten. Das Biest 666 ist ein blutrünstiger Tiger. Jesus Christus ist sexuell befreit. Trotzdem scheinen all diese Dinge darin aufzutauchen: Das Buch des Gesetzes wird Das schwärzeste Buch genannt. ob der Held der Geschichte ein Kind dieser Erde ist.Nebelscherben Mein erster Schlagzeuglehrer war Mitherausgeber der Stader Alternativzeitung Der wahre Jakob. Das schwärzeste Buch öffnete sich von selbst. Nebelscherben schrieb ich 16-jährig. und eine schwache Glühbirne lachte an der Zimmerdecke. Daneben schlug sich vor die Stirn und stöhnte 232 . Die spitze Zunge bohrte sich in die Augen des gelben Verstandes. der aus dem Käfig auf dem Schiff aus Kalkutta mitten auf dem englischen Kanal ausbricht und ein tigerisches Chaos auslöst. Wind pustete in seinem Kopf.

erwiderte Daneben eingeschüchtert. indem sie auf den Tisch stieg und in den Kaffee pißte. Kurz vor dem ausgebrannten Haus des improvisierten 233 . meinte Daneben überflüssigerweise. „Na. „Ich habe mir gerade Bernhard und Bianca von Walt Disney angesehen und konnte mich mit keiner der handelnden Personen identifizieren“. Die alte Frau im geblümten Kleid an der Theke trank ihren Cola-Pernod aus und ging langsam. meinte Daneben. Wollen Sie mir trotz der steigenden Preise Gesellschaft leisten?“ „Gern“. um sich zu erfrischen. schlug Nathalie vor und nahm Daneben bei der Hand. stand er auf und trug mit Ekel im Gehirn den toten Verstand aus dem Blut zum Fahrstuhl. für die kommenden Stunden gesellschaftsfähig zu bleiben. „Sie verstehen schon. „Komm. „Ich bin Daneben. Da er noch keine Lust hatte. was' los?“ fragte Daneben. denn sie hatte einen Schnupfen. Er taumelte in sein Bett und legte die Füße auf das Kopfkissen. mit schweren Beinen zu Daneben. machte einen Purzelbaum und stand auf. „Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Blümlein. „Warum haben sie sich an den Fensterplatz gesetzt?“ krächzte sie unfreundlich. junger Mann. meinte Daneben. die nächste Kneipe aufzusuchen.“ .“ „Selbstverständlich“. „Du hast bestimmt zu viele Chips gegessen. Nach drei weiteren Pfeifen verabschiedete sich Blümlein. die Geschäfte haben geschlossen und ich bin hungrig. wir besuchen den improvisierten Konrad“. Daneben freute sich.„Das habe ich mir gedacht“. kam die federleichte Nathalie vorbei und betrachtete gelangweilt den Liegenden. „Na. sagte die Alte. Sie haben keine Uhr dabei?“ „Nein!“ rief Daneben erschrocken und rülpste ernsthaft aufrichtig. Erleichtert ging er in sein Zimmer zurück. nach Hause zu gehen. „Ich habe gerade den toten Verstand zum Koordinatenkreuz geschickt“. Dort warf er das entstellte Ding hinein und drückte auf den Knopf zum Koordinatenkreuz. was ihn aber nicht daran hinderte. sagte Blümlein und ließ ihren fetten Hintern auf einen Stuhl fallen. Unterwegs fütterten sie die kreisenden Geier mit dem übriggebliebenen Eiskonfekt aus dem Kino. setzte sich seine Sonnenbrille auf und sprang aus dem Fenster auf die Straße. legte er sich in der Fußgängerzone auf die Straße. Daneben warf ein zwei Mark Stück in die Tasse und machte zwanzig Liegestützen. Er setzte sich an einen Fensterplatz und bestellte bei der nackten Bedienung einen Kaffee. Blümlein zog die Bayrische Alpenpfeife aus ihrem Handtäschchen und stopfte sie anständig mit Regenwürmern. „Ich hoffe. da er nun sicher sein konnte.freiheitlich. Der Asphalt wackelte zwar ein bißchen. „und vergessen sie nicht in den Himmel zu sehen!“ Blümlein vergaß es natürlich. Als es dunkel geworden war. so daß dir der Weg zur Übertragung deines wirklichen Ichs auf die Leinwand versperrt blieb“. dann laß man gut sein“. Da die Gedanken an die schwimmende Leiche ihm starken Kopfdruck bereiteten. klagte Nathalie.

wenigstens Nathalie wurde eine Pause gegönnt. beneidete Konrad. sonst kann ich mich überhaupt nicht mehr hören. „Ich brauche keine Ratschläge. nahm er sich einen dicken Edding und verdeutlichte ihre Linien. Er zertrat die Außenwand des Geschäfts. Am nächsten Morgen stand Daneben früh auf und hatte schon wieder Kopfschmerzen. „Tröste dich nicht“. dachte Konrad. Die linke Hand der federleichten Nathalie ließ er als Mahnmal für die Krise auf dem Arbeitsmarkt herausragen. Daneben war wie immer enttäuscht und ging. warf er ihn in die nächstliegende Schaufensterscheibe.„Ach Blümlein kennt ja nicht einmal die Fußballergebnisse“. den dritten Weltkrieg hinter seinen Augen zu verursachen. als er merkte. denn Daneben hatte immer Recht.“ . Zum Frühstück verspeiste er im Kaufhaus einige Legosteine. Darf ich hier rauchen?“ „Ja. daß Flucht auch keine Lösung ist. Da er noch einen Stein übrigbehalten hatte. rief Daneben. wußte Konrad auszurichten. „Ich habe sie vorhin beim Kirschenpflücken an der Ostsee getroffen und soll dir bestellen. brach die Tür auf und legte sich zum Schlafen auf dem Altar. als Daneben durch den verkohlten Türrahmen trat. Mit so klaren Gesichtern konnte er etwas anfangen. Wie so oft überkamen ihn seine täglichen vierundzwanzig Stunden und versuchten. Das Denken macht so schwindelig.Ja oder nein?“ 234 .Konrads stürzte Nathalie in einen Gully ohne Deckel. „Ich hatte sowieso gestern einen Schluckauf.“ . Er setzte sich auf eine Bank und diskutierte mit ein paar Kaugummis über das Problem: „Menschenrechte für Gummibärchen . „Wie gut. setzte sich seinen Walkman auf und hörte Mozart. Nun hatte er endlich eine Erklärung für seine Verbindungslosigkeit gefunden. „Aber meine Wände neu streichen möchte ich erst übermorgen. „Ich verlange keine Erklärung von dir!“ Konrad konnte jetzt nicht sprechen. „Herzliche Grüße von Blümlein“.“ Da brach Daneben in ein furchtbares Grinsen und Konrad in Tränen aus. Da ihn die Gesichter von einigen Einkäufern verwirrten. daß er vom Neonlicht Haarausfall bekam. wie sich Jesus am Kreuz einen runterholte. Bevor er in die Wirklichkeit der Träume entschwand. sagte Daneben. Er spuckte aus und wanderte bis zur großen Kirche. daß es keine Sicherheit gibt“. konnte er noch beobachten.„Hat die ein Glück“. „Macht nichts“. „Pünktlich wie immer!“ rief Daneben erfreut. „Hätt' ich dich erwartet hätt' ich Kuchen da!“ sang Konrad aus vollem Halse. spottete Daneben. denn die klaren Gesichter hatten ihn schließlich doch gelangweilt. wofür er von einem vorbeischlendernden Polizisten eine zärtliche Umarmung und einen Kuß auf die Wange bekam. Der improvisierte Konrad hatte gerade Nutella mit Bohnen und Eisbein gegessen und für Daneben nichts übriggelassen. mußte Konrad einwenden. Daneben ärgerte sich über das schlechte Wetter und füllte den Gully mit Pflastersteinen. aber nur wenn du Kringelchen pusten kannst“.

entgegnete ein anderes. Überraschend betrat eine durchschnittliche Marionette mit unsichtbaren Fäden das Zimmer. Daneben rief ein Taxi. „Wie ist es dir ergangen?“ „Ich sollte Blut spenden. ein jeder lüftet seinen Hut. ich störe“. komm. Der fette Bauch lacht unbeschwert und heiter. mein Bauch wölbt sich nach außen und besteht aus Beton“. blubberte der Tintenfisch und zuckte noch ein letztes Mal. „Ich habe euch auch etwas mitgebracht. der Aschenbecher schwimmt in Blut. Alle Kaugummis und Daneben waren der Meinung. fiel neben ihm ein riesiger. Musik liegt 235 . „Ja“. „Die alten Menschen in diesem Land hatten viel Zeit und sterben trotzdem mit einer Uhr an der Hand“.“ Er hielt einen stinkenden Camembert in den Händen. und ich verdurste“. in der die wunderschöne Thekla wohnte. Aus deinen Augen scheint ein freier Geist. „Wissen die Sterne. zappelnder Tintenfisch vom Himmel auf den Bürgersteig. erklärte Thekla weise. verbeugte sich und sagte: „Laßt euch nicht weichkriegen!“ Dann ging er zur nächsten Ecke. ins Müsli kippen wir und heut' warmen gelben Eiter.„Das einfache Reflektieren des Lichtes wäre die Wahrheit“. „Wie schön. Einige klatschten und andere pfiffen. „Ich komme von einer Insel aus Zucker und Zimt“.“ Da erbrach sich Daneben und stürzte sich wildgeworden auf Thekla. Da bebte die Straße. Bitte bewege dich nicht und verständige deinen Psychiater. meinte Daneben. und ihre leblosen Körper stürzten die Treppenstufen hinab. „du bist beziehungslos in Benzin. Thekla lag in einem schwarzen Federbett und war überaus begeistert von Danebens Erscheinen. „Du bekommst einen Orden!“ Doch bevor einer der Soldaten mit der Nadel des Ordens zustoßen konnte. daß es noch Musiker gibt“. sprach der leere Kopf der Puppe. behauptete das eine Kaugummi. daß sie existieren?“ fragte Daneben interessiert. und neben ihnen wuchs ein neuer Stadtbrunnen aus der Erde. „Die letzte Erregung in der Ödnis ist die Kunst!“ rief eine im Kinderwagen vorbeifahrende Mutti ihnen zu. erzählte Daneben. Er fuhr gekonnt in die nicht vorhandene Parklücke und schenkte das Taxi einem kleinen blonden Mädchen. rief Daneben aus Leibeskräften: „Ich wurde in Blut geboren!“ Da wurden die Soldaten kreidebleich. daß sie es besser gemacht hätten. Als er vor einer grünen Ampel warten mußte. „Ich liege auf einem Zitronenfalter. um ihre Nase zu streicheln. Daneben stand auf. erzähle mir was Schönes!“ rief sie. „Auf dich haben wir gewartet!“ riefen sie brutal im Chor. Auf der Treppe zum Haus der wunderschönen Thekla standen zwei Soldaten in viel zu großen Uniformen. Frühling in der Stadt. damit die Würmer schwimmen können. erschoß den Fahrer und fuhr drei Kilometer rückwärts bis zur bunten Straße.“ So dichtete Daneben intelligent. lächelte Thekla geschmeidig. „Oh. „Verpass die schöne Sonne nicht. „Ich hoffe. Nun richtete der Camembert sein Wort an Daneben: „Ich bin der objektive Betrachter. um sie zu biegen.

packte den Käse und verschlang ihn mit einem einzigen großen Bissen. daß es im Herbst nur langsam schneit“.“ Da schlug sich Daneben mit der Faust an die Stirn. wohin soll das Kind durch den Nebel gehen? Der Spiegel aus Scherben hängt an einer grauen Wand. Daneben verließ durch die Dachluke die Wohnung. „Isolation ist im Land der Marionetten eine Überlebensfrage“. Nebelschwaden erschienen aus dem Nichts. hielt sich an einer Möwe fest und flog mit ihr über die Stadt bis in den Park. Daneben! Bist du ein Kind dieser Erde?“ Plötzlich flackerte die Sonne. und es schrie aus ihm mit ferner Stimme: „In meinem Kopf weht Nebelwind. Ein Mensch da draußen steht blind daneben. Daneben flossen ein paar Tränen aus den Ohren. bohrte den Kopf in die Erde. der Spiegel aus Scherben. Der Bildschirm kaputt. durch die Wand mit dem Nebelwind in das Totenland. sprichst du mit dir allein. der Spiegel aus Scherben steht grau im Nebelwind. das kleine Kind sucht nach meiner Hand. In deinem Herzen fließt Alkohol. Das Telefon im Nebel. Kreisrund ist dein Gefängnis. Wir wollen durch den Spiegel.“ „Ich verlange einen Anwalt!“ schrie Daneben. das zu sich selber will. Thekla schnitt der Marionette die Fäden ab und warf die klappernde Puppe in den fröhlichen Mülleimer.auf dem Tisch in deinem Zimmer. im Spiegel aus Scherben. „Gut. Kein Gleichklang. Kinderaugen sind nicht blind. „Macht es dir Spaß den improvisierten Konrad tanzen zu sehen?“ fragte die Möwe. „Schluß jetzt! Genug gelacht!“ rief Thekla. Doch der Camembert war nicht zu bremsen: „Zu jedem Menschen den du triffst. und ein riesiges Koordinatenkreuz erschien am Himmel. Da sprang Blümlein durch das hohe Gras und fragte bissig: „He. der über ihnen in einem Baum saß. ich kann nicht sehen wo die Sonne brennt. In meinem Schädel läuft ein kleines Kind. der fragt den Mensch daneben: Wofür lohnt es sich zu sterben? Das Kind steht vor dem Spiegel und wagt nicht ihn zu fragen: Wie lang kann ich wohl meinen Schädel noch ertragen? Der Nebel weint. Das Kind schaut einer an. wünscht du dir nichts mehr. 236 . doch den Weg nicht kennt. sagte Daneben. rief ein Herr mit einem grauen Hut. Hat in der Nacht der Himmel keine Wolken. schwer zu entdecken. Daneben verzerrte sein Gesicht. der steht daneben. als deinen Schädel zu verlassen. der fragt ganz leise: Wofür lohnt es sich zu leben? Da schaut mich einer an. Der Spiegel ist zerbrochen und die Sonne nicht zu sehen.

. Daneben lag noch lange wach. „Manchmal habe ich schwarze Strapse an“. Sie wurden unter höllischem Gelächter vom Tiger und den Kugeln des Maschinengewehrs.im Nebelwind. um ihm eine gute Gutenachtgeschichte vorzulesen. mit der nur geklingelt werden darf. in dem er vorher selber gewesen war und trank drei Fässer Wein . daß ein blutrünstiger Tiger aus dem Käfig auf dem Schiff aus Kalkutta mitten auf dem englischen Kanal ausbrach und ein tigerisches Chaos auslöste. auf das nur der Vollmond schien.oder Schokoladeneis?“ fragte Daneben.“ Sie öffnete das schwärzeste Buch und las: „Es geschah am letzten Freitagabend so um kurz vor halb zehn. woran es liegt. vergewaltigte der fröhliche Tiger sie gierig. brauste das kleine blonde Mädchen mit dem gestohlenen Taxi an. wie an so manchem Abend. doch als er ihr kleines Stimmchen hörte wurde ihm wohler.“ Gerade als der inzwischen aufgetauchte improvisierte Konrad Daneben mit einem Telefonkabel erwürgen wollte. Da stürmte die ganze Mannschaft in panischer Angst auf Deck. „Also“. Er stahl sich heimlich und leise ein Maschinengewehr. begann sie. und die kleine Blonde brachte den erschöpften Daneben ins Bett. ging zu der großen Glocke. und will weiterleben. 237 . noch bevor sie ins Wasser springen konnten. Sie sprangen gemeinsam zum Fenster hinein. wenn das Schiff brennt und läutete noch lauter als die Glocken auf dem Kirchturm im Dorfe zum Gottesdienst. wo immer noch der Asphalt wackelte. Als das Schiff schmierig und krustig vom Blut und nur noch die Schreie der in einer Kajüte gebliebenen Frau des Kapitäns zu hören waren. „Ißt du lieber Vanille. „aber nicht gut zuhören. antwortete das Mädchen. daß endlich was passiert. daß die federleichte Nathalie genauso eine Milz und eine Leber hatte wie die wunderschöne Thekla und hoffte.“ Da war das kleine Mädchen eingeschlafen. Er fragte sich. Es trat Konrad in den Bauch und fluchte: „Nathalie ist ein schöner Name. Daneben betrachtete etwas ängstlich den Boden der Realität.“ Dann warf das kleine blonde Mädchen Daneben auf die Kühlerhaube und fuhr mit ihm verteufelt gut durch die Hölle bis vor Danebens Fenster. denn der Tiger hatte vorher alle Kerzen für die Decksbeleuchtung ausgepustet. sperrte sie in den Käfig. in jeweils tausend Stücke zerfetzt..

daß ich am Computer schreibe. {Wer hat diese Botschaft gesendet? Die Person. Robert Schröder erzählte mir mit ruhiger Stimme eine unverständliche Geschichte: Ein „normaler“ Fernsehsatellit hatte zusätzlich eine geheime militärische Aufgabe. die mir in bewußter Erinnerung sind und mir außergewöhnlich & erzählenswert erscheinen. daß ich „Roboter Robert“ nannte. die nach Paris gezogen ist. wird 238 . konnte der Satellit noch eine Botschaft zur Erde funken. Ich kenne den Mann nicht. die überwacht werden sollte. Sie hat schlechte Laune. Unter diesen Erlebnissen ist ein Kapitel. selbst eine außerirdische Intelligenz?} Wenn diese Botschaft von einem Menschen aufgefangen wurde. Vor einigen Wochen habe ich begonnen. Du bist der einzige Schweizer. Diese Person kann oder konnte sich entmaterialisieren und an einem anderen Ort wieder materialisieren. eine Freundin. und die ist jetzt ganz zerbeult. den ich kenne. weil jemand ihre Ente umgekippt hat. der in Paris lebt. ich habe noch nie einen Telefonanruf aus Paris bekommen. in dem es um eine Serie merkwürdiger Ereignisse geht. Das hat den Satelliten zum Absturz gebracht. Selbst der Ort wo der Satellit abgestürzt ist. Bevor er abstürzte. und daß es sie nervt. Er sollte eine bestimmte Person beobachten. der heißt Robert Schröder. darum könnte ich das meiner Roboter Robert-Geschichte noch hinzufügen. folglich auch nie zuvor einen Anruf eines Schweizers. der mit Zweitnamen Robert heißt. Paddy hört sich gerade eine SpanischSprachkassette an und versucht nachzusprechen. die Robert heißen und verrückt sind oder es werden oder so ähnlich.95 schrieb ich Peter-Robert König folgenden Brief: „Lieber Peter. aber der eigentliche Grund für den Absturz sind Außerirdische. dann ist diese Botschaft unter militärischem Verschluß.6. die auf der Erde überwacht werden sollte. gab ihm meine Telefonnummer. oder eine außerirdische Intelligenz? Wie hängen die Außerirdischen mit dieser überwachten Person zusammen? Ist die Person. Jemand hat einfach ihre Ente umgekippt.Die Rückkehr des Roboters Robert Klappe 5 Am 16. Jetzt hat sie schon aufgegeben und den Kassettenrecorder wieder ausgemacht und „ich kann das nicht“ gesagt. alle erlebten Synchronizitäten aufzuschreiben. Heißt ein kleiner Citroen auf schweizerisch auch „Ente“? Vor sieben Tagen rief mich ein Schweizer aus Paris an. die alle im Zusammenhang mit Menschen stehen.

einen geheimen Auftrag zu haben und Jesus Christus zu sein. länger als ich lebe redet er über das gleiche Thema . Er glaubt. das ist auch darum bemerkenswert. von UFOs Zeichen zu bekommen. die Absturzstelle des Satelliten sei in der Schweiz. Er hatte mich angerufen. die etwas darüber wissen könnten. sondern in der Schweiz aufhalten würde.. weil er hoffte. in dem er mir die Geschichte noch einmal erklärt. Ich traf sie abends in der Mülltonne. oder könne ihm wenigstens Adressen von UFO-Gruppen geben. weil ich dich unter Peter gespeichert habe. „ Soweit mein Brief an Peter. jetzt bin ich AAS Mitglied und bekomme alle zwei Monate die Zeitschrift „Ancient Skies“. der Name Robert scheint Beziehungswahn regelrecht anzuziehen. Ich habe Robert Schröder gebeten. Faszinierend. Sie erzählte mir. Erich von Däniken hab ich zweimal in Stade „live“ bei Dia Vorträgen gesehen. heißt Anne. Der zweite Robert meiner Geschichte behauptet. Meine Freundin. ich würde bereits etwas darüber wissen. selbst Mitglied der AAS zu werden und 48 DM in die Schweiz überwiesen. Du tauchtest in meiner Robert Geschichte bisher noch nicht auf. mir unter anderem mitzuteilen. die nach Paris gezogen ist und Robert Schröder meine Telefonnummer gab. nun unterirdisch bis zu den Pyrenäen gewandert sei. Vor einem Monat kam sie aus Frankreich um ihre Eltern zu besuchen.geheim gehalten. von überirdischen Mächten beauftragt zu sein. Robert Schröder nimmt an. die sich ursprünglich unter der Cheops Pyramide befand. Erich hat wirklich Nerven. weil in meinem Kapitel namens „Roboter Robert“ die erste auftauchende Person mit diesem Namen glaubt. daß sich Robert zur Zeit nicht in Paris. aber immerhin hat der Pariser Satelliten-Robert ja ebenso wie du ein offenes Herz für Außerirdische und kommt aus der Schweiz. 239 . Augenfällig scheint Robert verrückt geworden zu sein. mir einen Brief zu schreiben. Danach habe ich mich entschlossen. Ich fand das ganz prima.. Ich habe ihm drei Adressen von UFO-Buch Autoren gegeben und auch die Adresse der „Ancient Astronaut Society“. die Inkarnation von Christus zu sein und meint. daß eine riesige Pyramide aus Kristall.

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