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Willkommen in Korea

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Korea

Die Nationalflagge

Korea: Fakten und Zahlen
Offizieller Name Hauptstadt Fläche Bevölkerung (2009) Politisches System Wirtschaft (2009) Republik Korea (im Allgemeinen als Südkorea bezeichnet) Seoul Koreanische Halbinsel: 223.343 km² Südkorea: 100.210 km² 48,75 Millionen Präsidialsystem Präsident: Lee Myung-bak Bruttoinlandsprodukt (BIP): 833 Milliarden US-Dollar Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf: 17.175 US-Dollar Wachstumsrate Bruttoinlandsprodukt (BIP): 0,2 Prozent Won (1 US-Dollar = 1.277,25 Won) Koreanisch (Schriftsystem: Hangeul)

Taegeukgi
„Taegeukgi“ ist die Bezeichnung für die koreanische Nationalflagge. Sie wurde erstmals 1882 in der Joseon-Zeit (1392-1910) zum nationalen Symbol erhoben und 1948, bei der Gründung der Republik Korea, zur Nationalflagge erklärt. Die koreanische Flagge, die die Harmonie und das Universum symbolisiert, ist weiß. In ihrer Mitte befindet sich ein aus einer roten, oberen Hälfte und einer blauen, unteren Hälfte bestehender Kreis namens Taegeuk, der für Yin und Yang steht. Die vier schwarzen, gleichmäßig angeordneten Trigramme, die sich in den vier Ecken der Flagge befinden, verkörpern Himmel, Erde, Wasser und Feuer. Taegeukgi im 21. Jahrhundert Die Flagge Taegeukgi ist Zeuge der wechselvollen koreanischen Geschichte. Sie entwickelte sich zu einem Symbol des koreanischen Nationalstolzes. Vor der FußballWM 2002 empfanden viele Koreaner Ehrfurcht vor der koreanischen Flagge. Während der Weltmeisterschaft wurde sie jedoch von den Anhängern der koreanischen Nationalmannschaft, den so genannten Red Devils, neu erfunden und zur Ikone eines populären, kulturellen und dynamischen Patriotismus erhoben. Im Juni 2009 wurde innerhalb eines Monats eine riesige koreanische Flagge mit Maßen von 60 x 40 Metern und den Handabdrücken von 17.337 Menschen angefertigt. Sie wurde ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen und wird nun auf dem Nationalfriedhof von Seoul ausgestellt.

Währungseinheit (2009) Sprache

Taegeukgi mit den Red Devils Der Haupteingang des Semiwon (ökologischer Garten) in Yangsu-ri, Gyeonggi-do. Am Tor ist die koreanische Flagge befestigt.

Schriftsystem

Hangeul
angeul ist der Name des koreanischen Alphabets. Es wurde im Jahr 1443 unter der Herrschaft von König Sejong des Großen, dem vierten König des Joseon-Reiches (1392-1910), bekannt gemacht. Hangeul ist ein phonemisches Alphabet, ein bisschen wie das lateinische Alphabet. Es besteht aus 14 Konsonanten und zehn reinen Vokalen, fünf Doppelkonsonanten und elf Diphthongen. Zwei oder mehr dieser Grundzeichen werden in Blöcken zusammengefügt, um Silbeneinheiten zu bilden. Das bleibende Vermächtnis des Hangeul Hangeul ist das weltweit einzige, bis heute erhalten gebliebene Schriftsystem, das bewusst erfunden wurde und sich nicht im Laufe der Zeit entwickelte. Das Hangeul ist einzigartig – nicht nur in seiner Entstehung, sondern auch in der systematischen und wissenschaftlichen Art und Weise, in der die einzelnen Buchstaben geschaffen wurden. Darüber hinaus werden die Vokale immer gleich ausgesprochen. In Anerkennung der Einzigartigkeit und des kulturellen Wertes des Hangeul wurde es 1997 in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Das Hangeul wird oft als ideales Schriftsystem des digitalen Zeitalters empfunden. Dank seiner systematischen und wissenschaftlichen Prinzipien der individuellen Buchstabenanordnung ist das Hangeul bestens für die Anwendung auf Computertastaturen geeignet. Dies ist auch einer der Gründe, warum Korea zu einer der global führenden Nationen auf dem IT-Sektor aufsteigen konnte. Aufgrund seiner einfachen Anwendbarkeit und der Kongruenz zwischen Aussprache und Schriftzeichen wurde das koreanische Alphabet im Jahr 2009 von einer ethnischen Minderheit in Indonesien, dem Stamm Suku Cia-Cia, übernommen, der bislang über kein eigenes Schriftsystem zum Ausdruck seiner Sprache verfügte.
Diverse Produkte mit Abbildungen des koreanischen Alphabets Hangeul

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Ein vo Mod m ko el au rea nis f dem ch en Lauf Alp ste ha g m be t H it ein an ge em K ul i l nsp eidu irie ngs rt w stü urd ck, d as e

Mitglieder des Stammes Suku Cia-Cia beim Hangeul-Studium

Koreanische Küche
Ernährung
enschen auf der ganzen Welt interessieren sich für gesunde Ernährung. Mit gesunder Ernährung ist eine Diät gemeint, die zu mindestens 80 Prozent aus Gemüse und zu höchstens 20 Prozent aus Fleisch besteht. Die mediterrane Küche ist die weltweit populärste gesundheitsbewusste Diät. Viele Menschen wissen jedoch nicht, dass die koreanische Küche viel mit der Mittelmeerküche gemeinsam hat. In vielen koreanischen Gemüsegerichten wird Perillaöl verwendet, das mindestens ebenso gesund ist wie Olivenöl, während fermentierte koreanische Lebensmittel wie Kimchi und Doenjang (koreanische Sojabohnenpaste) nicht nur großartig schmecken, sondern auch sehr gesund und nahrhaft sind. Untersuchungen zufolge beugen sie vielen Krankheiten vor und haben eine krebsbekämpfende Wirkung. K i m c h i K i m c h i i s t K o re a s b e r ü h m t e s t e s fe r m e n t i e r t e s Nahrungsmittel und das wichtigste Element der koreanischen Ernährung. Der einzigartige Geschmack des Kimchi rührt von der Kombination aus Kohl und verschiedenen Gewürzen her. Bibimbap Bibimbap ist ein beliebtes Gericht, das scharfe, rote Chilipaste mit gedünstetem Reis und Gemüse kombiniert, um eine angenehme Harmonie zu erzielen. Die Mischung aus Gemüse und Wurzeln, die im Bibimbap verarbeitet wird – und es gibt viele Arten Bibimbap, die man probieren kann – verleiht dem Gericht ein farbenfrohes Aussehen und einen besonderen Geschmack. Makgeolli Makgeolli ist ein traditioneller koreanischer fermentierter Schnaps, der lange zu den bevorzugten alkoholischen Getränken der Koreaner zählte. Der Makgeolli, der aus mit Hefe versetztem, fermentierten Reis besteht, ist reich an Proteinen, Vitamin-B-Komplexen und Milchsäurebakterien, die alle eine effektive Rolle darin spielen, schädliche Bakterien innerhalb des Verdauungstrakts zu bekämpfen und Müdigkeit zu vertreiben.

M

Makgeolli

Bibimbap

Meju sind in Ziegelform gepresste, getrocknete, fermentierte Sojabohnen, die verwendet werden, um Doenjang (koreanische Sojabohnenpaste) herzustellen Kimchi

Globalisierung

G20-Gipfeltreffen

Internationale Beziehungen
A
ls Reaktion auf die globalen Entwicklungen des 21. Jahrhunderts bemüht sich Korea aktiv um die Bildung enger Partnerschaften mit anderen Nationen. Nachdem das Jahr 2010 zum Ausgangsjahr erklärt worden war, um verstärkt für das Land Korea als Marke zu werben („Nation Branding“), bemüht sich Korea um eine weitere Aufwertung seines Image auf der Weltbühne. Dem OECD DAC beitreten Im November 2009 wurde Korea von den Mitgliedsstaaten einstimmig zum 24. Mitglied des OECD Development Assistant Commitee (DAC) gewählt. Dieser Schritt machte Korea zum ersten Land, das von einem der Nehmerländer zu einem der Geberländer der Gruppe avancierte. Die erste Unterstützung, die Korea nach seinem Beitritt zum OECD DAC gewährte, war die Gründung eines Fonds von zehn Millionen US-Dollar sowie die Entsendung einer Delegation zur Friedenssicherung (PKO), um Haiti beim Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben zu unterstützen, das die Insel im Januar 2010 heimsuchte. Seitdem hat Korea zwei Millionen USDollar für Chile zur Verfügung gestellt, das im Februar 2010 ebenfalls von einem Erdbeben schwer getroffen wurde.
„World Friends Korea“ in Haiti

G20-Gipfeltreffen Nach ihrem Treffen Ende September 2009 in Pittsburgh gaben die G20-Staaten bekannt, dass sie ihr fünftes G20-Treffen im November 2010 in Korea abhalten würden. Dies war eine bedeutende Entscheidung, da sie Korea zur ersten aufstrebenden Nation macht, die Gastgeber eines G20-Treffens wird. Damit wird dem Land globale Anerkennung für seine führende Rolle unter den industriellen Schwellenländern gezollt und Koreas außergewöhnliches Geschick bei der frühen Überwindung der Finanzkrise von 1997 betont. Intensiv unterstützt durch die enge Zusammenarbeit zwischen der koreanischen Regierung und privaten Experten bereitet sich Korea nun auf die Ausrichtung dieser internationalen Konferenz in Kooperation mit den G20-Staaten vor.

Weltexporte 2009
Im Zeitraum von Januar bis Oktober 2009 belegte Korea Rang 9 unter den Exportnationen. Korea exportierte 11,4 Milliarden USDollar weniger als Belgien, das Rang 8 belegte, und 2,6 Milliarden US-Dollar mehr als Großbritannien, das der weltweit zehntgrößte Exporteur ist.

Wachstum

Milliarden US-Dollar

1.000 900 800 400 300 200

957,5 909,4 853,0 465,4

391,2

350,8

330,6

305,4

294,0

291,4

a d Chin utschlan De

USA

h en elgien de Japan rankreic B erlan Itali F Nied

a n Kore ritannie b Groß

Automobile, die auf die Verschiffung für den Export warten

Ein Schiff, das mit einer oberirdischen Konstruktionsmethode gebaut wurde

LCD-Bildschirme

Wirtschaft
B
asierend auf den Daten zum Bruttoinlandsprodukt, die im März 2010 von den 30 OECD-Mitgliedsstaaten erhoben wurden, verzeichnete Korea im Jahr 2009 nach Polen und Australien das dritthöchste Wirtschaftswachstum. Prognosen zufolge wird Korea 2010 sogar das höchste Wirtschaftswachstum unter allen OECDStaaten erreichen. Trotz der Wirtschaftsrezession, die 2009 die ganze Welt erschütterte, erzielte Korea einen Handelsüberschuss von 41 Milliarden US-Dollar und stieg zur weltweit neuntgrößten Exportnation auf. Seit 2009 hat Korea den größten Marktanteil beim Schiffbau und bei den LCD-Bildschirmen. Beim Zubehör für die schnurlose Kommunikation stand Korea auf Platz 2, bei den Halbleitern auf Platz 3, bei der Petrochemie und der Automobilindustrie auf Platz 5 sowie bei der Stahlindustrie auf Platz 6. Darüber hinaus verschaffte sich Korea 2009 Zugang zum Exportmarkt für Atomkraftwerke. IT-Industrie Korea gilt als eine der führenden IT-Nationen. Aufbauend auf seinem Hochgeschwindigkeitsinternet-Netzwerk ist Koreas Standard im Bereich der Informationstechnologie extrem hoch. Darüber hinaus ist das Land auf vielen Gebieten der ITIndustrie sehr wettbewerbsfähig, einschließlich des Gebietes der Halbleiter, Handys und LCDs/ PDPs. Gleichzeitig entwickelt sich eine große Anzahl von IT-Dienstleistungen wie Spiele, Unterhaltung, Webdienste, IT-Outsourcing, Content-Dienste und IT-Consulting in unterschiedliche Richtungen weiter. Automobile Koreanische Automobile steigern ihren Markenwiedererkennungswert auf internationalen Märkten, indem sie wettbewerbsfähiger werden, was Qualität, Technologie und Design angeht. In jüngster Zeit rüstet sich Korea durch die Entwicklung von Hybridfahrzeugen und Elektroautos für das Zeitalter der umweltfreundlichen Fahrzeuge. Atomenergie Ende 2009 schloss Korea einen Vertrag mit den Vereinten Arabischen Emiraten über den Bau eines Atomkraftwerks in dem Land des Mittleren Ostens ab. Der Auftrag hat einen Wert von 20 Milliarden US-Dollar und ist der größte EinzelprojektAuftrag, der jemals in der Geschichte erteilt wurde. Korea hat nun das Spektrum seiner zukünftigen strategischen Exportgüter um die Atomenergie erweitert. Langfristig plant Korea den Bau von 20 Prozent der weltweit neu entstehenden Atomkraftmeiler, um so bis zum Jahr 2030 zu einem der drei größten Exporteure der Welt für Atomkraftwerke aufzusteigen.

Sportliche Erfolge

Kim Yu-na, Goldmedaillengewinnerin bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver

Die zäh kämpfende koreanische Nationalmannschaft bei der FIFA Fußball-WM 2010 in Südafrika

Sport
und weltweit praktiziert wird. Korea hat sich jedoch auch in anderen Sportarten einen Namen gemacht. Dank der er folgreichen Gastgeberschaft der Olympischen Sommerspiele 1988 und der FIFA Fußball-WM 2002 hat Korea den Zuschlag für die Athletik-Weltmeisterschaften 2011 erhalten. 2010 wird in Korea auch das Formel-1-Rennen stattfinden, eines der drei weltweit wichtigsten Sportgroßereignisse. Falls Korea auch als Austragungsort für die Olympischen Winterspiele 2018 in PyeongChang ausgewählt werden sollte, wird es eines der wenigen Länder sein, das alle vier größten Sportveranstaltungen der Welt ausgetragen hat. Olympische Winterspiele Vancouver 2010 Im Februar 2010 stand Vancouver 16 Tage lang im Mittelpunkt des internationalen Interesses, als dort die Olympischen Winterspiele stattfanden. Koreas Eiskunstläuferin Kim Yu-na errang die Goldmedaille im Eiskunstlauf. Darüber hinaus gewann Korea Gold im Eisschnelllauf über 10.000 Meter. Es war das erste Mal, dass ein asiatischer
Koreanische Goldmedailllengewinner bei den Olympischen Winterspielen 2010.

D

ie Kampfsportart Taekwondo ist die bekannteste und einzige offiziell anerkannte Sportart, die in Korea entstand

Athlet in dieser Disziplin siegte. Beim Abschluss der Olympischen Spiele von Vancouver hatte Korea 14 Medaillen gewonnen (sechs Goldmedaillen, sechs Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen), womit Korea in der Gesamtwertung Rang 5 belegte. FIFA Fußball-WM 2010 in Südafrika Bei der FIFA Fußball-WM 2010 in Südafrika gelang es der koreanischen Nationalmannschaft, in der unter anderem die britischen Premier-League-Spieler Park Ji-sung und Lee Chung-yong spielen, sich für das Achtelfinale zu qualifizieren. Die Spieler waren stolz, die koreanische Flagge auf ihrem Trikot zu tragen, w ä h re n d d a s Te a m vo m offiziellen Fanclub der Nationalmannschaft, den Red Devils, unterstützt wurde. Als junger und dynamischer Sport zählt der Fußball heute zu den populärsten Sportarten Koreas.

Umweltfreundliche Energie
Grünes Wachstum
m Rahmen der internationalen Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels setzen sich die Länder mit internationalen Bestimmungen und Vereinbarungen auseinander, um gegen den Hauptverursacher des Klimawandels, Kohlendioxidemissionen, vorzugehen. Gleichzeitig halten sie Gipfeltreffen wie die Klimakonferenz der Vereinten Nationen 2009 im dänischen Kopenhagen ab. Korea hat sich entschlossen, nicht nur auf Wärmeenergie zu setzen, sondern auch auf Solar-, Wind-, Gezeiten- und Wasserenergie, um eine alternative Lösung für seine Energieprobleme zu finden. Atomenergie Korea treibt seit 2009 Initiativen zum Grünen Wachstum aktiv voran und hat sich selbst das Ziel gesetzt, bis 2020 seine CO2-Emissionen um 30 Prozent zurückzufahren. Als Land, das keine Ölvorkommen hat und Energiequellen im Wert von mehr als 50 Milliarden US-Dollar importiert, benötigt Korea die Atomenergie als Brückentechnologie, um dieses Ziel zu erreichen. Die zunehmende Notwendigkeit, sich weniger auf den Import und die Verwendung von Petroleum zu verlassen und verstärkt auf die Atomenergie zu setzen, ist ein globaler Trend und nicht ein Phänomen, das man nur in Korea findet. Nach dem Abschluss eines Abkommens mit den Vereinten Arabischen Emiraten im Dezember 2009 über den Bau eines Atomkraftwerks in dem Land des Mittleren Ostens verfolgt Korea auch Geschäftsabschlüsse mit anderen Ländern, während es gleichzeitig intensive Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der hochentwickelten Atomtechnologie der vierten Generation betreibt. Sonstiges Korea hat Ende 2009 Hybridtaxis eingeführt und plant in der nahen Zukunft die Nutzung von Hybridbussen. Innerhalb des nächsten Jahrzehnts soll der Großteil des Fuhrparks des öffentlichen Nahverkehrs durch umweltfreundliche Fahrzeuge ersetzt werden. Es besteht auch ein wachsendes gesellschaftliches Interesse am Konzept des „passiven Hauses“, einem Projekt mit Häusern, die sehr wenig Energie für die Beheizung oder Kühlung von Innenflächen benötigen. Nach der Rückforderung von 40.000 Hektar Land an der Westküste Koreas entsteht gegenwärtig am SaemangeumUferdamm ein Zentrum für die Erschließung grüner Energie.

I

Generator für Windenergie in Daekwanryeong in Gangwon-do Saemangeum-Uferdamm

ARP1400, der koreanische Atomreaktor, der in die Vereinten Arabischen Emirate exportiert werden soll

Atomkraftwerk

Grüne Bewegung

Ökologie und Umweltschutz
as 21. Jahrhundert ist das Zeitalter der Umwelt. Während man sich auf einen globalen Konsens gegen die Umweltzerstörung einigt, entwickeln die Menschen ein verstärktes Interesse an Umwelt und Ökologie, wobei das Thema der nachhaltigen Entwicklung mit jedem Tag an Bedeutung gewinnt. Korea ist entschlossen, die Umwelt zu schützen. In der Tat ist der Umweltschutz ein integraler Bestandteil von Koreas nationaler Entwicklung. Ramsar-Konvention über Feuchtgebiete 2008 hielt Korea die Jahreshauptversammlung der Ramsar-Konvention über Feuchtgebiete ab, die so genannte „Umweltolympiade“. Durch die Aufnahme der Wattenmeere von Gochang und Buan in die Liste der Ramsar-Gebiete im Februar 2010 ist Korea nun mit insgesamt 14 Feuchtgebieten im Verzeichnis vertreten, darunter auch dem UpoMoor in Changwon und der Suncheon-Bucht. Die Wattenmeere an der Westküste der koreanischen Halbinsel gehören zu den fünf größten der Welt und aufgrund ihrer Biodiversität wird ihre Bewahrung als sehr wichtig erachtet. Expo 2012 in Yeosu Korea Unter dem Motto „Lebendiger Ozean und Küste“ veranstaltet Yeosu, eine Hafenstadt an der südlichen Spitze der koreanischen Halbinsel, vom 12. Mai bis zum 12. August 2012 die EXPO 2012. Als Teil der globalen Bemühungen, durch internationale Kooperation dem Klimawandel zu begegnen und die Vielfalt der Ressourcen und nachhaltigen Aktivitäten zu schützen, ist es das Ziel der EXPO 2012, die Standards für die nachhaltige Nutzung von Meeresressourcen zu heben. Diese steht im Einklang mit den Kampagnen der koreanischen Regierung für ein grünes Wachstum unter dem Einsatz von möglichst wenig Kohlendioxid.

D

Upo-Moor in Changwon, Teil der kommentierten Liste der Ramsar-Gebiete Wattenmeer an der Suncheon-Bucht, Teil der kommentierten Liste der Ramsar-Gebiete

Insel Baekdo, Yeosu

Vogelperspektive auf den koreanischen Pavillon für die EXPO 2012 in Yeosu, Korea

Lebendige Geschichte
Hunminjeongeum und Donguibogam

Welterbe
I
m August 2010 waren 911 Stätten im Welterbeverzeichnis der UNESCO verzeichnet. Korea ist in der Liste mit neun Kultur- und einer Naturerbestätte vertreten Es besitzt auch sieben Güter des UNESCOWeltdokumentenerbes und acht Güter des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit. (Stand vom Sommer 2010) Königliche Gräber aus der Joseon-Zeit Die 40 Gräber der 27 Könige des Joseon-Reiches (und ihrer Gemahlinnen), die mehr als 500 Jahre über die koreanische Halbinsel herrschten, verkörpern Koreas jahrhundertealte Geschichte des Konfuzianismus. Die Festung Hwaseong Hwaseong, die „brillante Festung“, wurde Ende des 18. Jahrhunderts von König Jeongjo erbaut, um die sterblichen Überreste seines Vaters, Kronprinz Sado, zu ehren und zu verwahren. Dieser wurde ermordet, nachdem er von seinem eigenen Vater lebendig in einer Reistruhe eingeschlossen worden war. Die Festung wurde nach streng wissenschaftlichen Prinzipien erbaut, nachdem man sowohl östliche als auch westliche Lehren des militärischen Bauwesens zu Rate gezogen hatte. Die Lagerhallen Janggyeongpanjeon im Tempel Haeinsa Diese Lagerhallen beherbergen die 81.258 hölzernen Druckstöcke, mit denen der berühmte buddhistische Kanon Tripitaka Koreana gedruckt wurde. Die Lagerhallen wurden in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen (Lagerhallen: Weltkulturerbe der UNESCO/ Druckstöcke der Tripitaka Koreana und diverse buddhistische Schriften: Weltdokumentenerbe der UNESCO). Unter Berücksichtigung von Ventilation, Feuchtigkeitsschutz und Temperaturregelung kommen in den Hallen verschiedene ausgeklügelte Konservierungsmethoden zum Einsatz, die die hölzernen Druckstöcke über Jahrhunderte bewahrt haben. Von der UNESCO

Festung Hwaseong

Die Vulkaninsel Jeju

anerkannt als „eine der weltweit wichtigsten und vollständigsten Sammlungen buddhistischer Glaubenstexte“ wird die Tripitaka Koreana auch wegen der hohen ästhetischen Standards ihrer handwerklichen Ausführung geschätzt. Die Vulkaninsel Jeju und ihre Lavatunnel Die Insel Jeju beherbergt eine Reihe von parasitären Vulkanen, die weltweit größten Lavatunnel sowie viele seltene Organismen und gefährdete Tierarten. Sie ist von wissenschaftlichem Interesse für das Studium und die Erforschung der Formation von Vulkanen und der Ökologie unsres Planeten. Die Vulkaninsel und ihre Lavatunnel wurden aufgrund ihrer landschaftlichen Schönheit und ihres bio-geologischen Wertes von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt. Weltdokumentenerbe Korea besitzt verschiedene Güter, die im Weltdokumentenerbe der UNESCO verzeichnet sind, darunter auch das Hunminjeongeum, das unter der Herrschaft von König Sejong des Großen während des Joseon-Reiches entstand und die Zielsetzung sowie die korrekte Anwendung von Koreas nationalem Schriftsystem Hangeul beschreibt. Zum koreanischen Weltdokumentenerbe zählen auch das Jikjisimcheyojeol, das 1972 als ältestes, mit Metalllettern gedrucktes Werk der Welt anerkannt wurde sowie das Donguibogam (der medizinische Thesaurus Koreas), das im Juli 2009 in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen wurde und als weltweit ältester medizinischer Führer verzeichnet ist, der für den Gebrauch durch die allgemeine Öffentlichkeit bestimmt war.

Koreas Welterbe
Kulturerbe Lagerhallen Janggyeongpanjeon im Tempel Haeinsa (1995) Jongmyo-Schrein (1995) Seokguram-Grotte und Bulguksa-Tempel (1995) Palastkomplex Changdeokgung (1997) Hwaseong-Festung (1997) Die Dolmenstätten Gochang, Hwasun und Ganghwa (2000) Historische Region Gyeongju (2000) Die königlichen Gräber des Joseon-Reiches (2009) Das Dorf Hahoe in der Stadt Andong und das Dorf Yangdong in der Stadt Gyeongju (2010) Naturerbe Vulkaninsel Jeju und ihre Lavatunnel (2007) Register des Weltdokumentenerbes Das Manuskript des Hunminjeongeum (1997) Das Joseonwangjosillok (1997) Das Seungjeongwonilgi (2001) Buljo Jikjisimcheyojeol (Band II) (2001) Die Druckstöcke der Tripitaka Koreana (2007) Uigwe, die Königlichen Protokolle des JoseonReiches (2007) Donguibogam (2009) Immaterielles kulturelles Erbe Das königliche Ahnenritual am Jongmyo-Schrein und seine Musik (2001) Der epische Gesang Pansori (2003) Das Gangneung-Danoje-Festival (2005) Der Rundtanz Ganggangsullae (2009) Das Namsadangnori (2009) Das Yeongsanjae (2009) Das Jeju-Chilmeoridang-Yeongdeunggut (2009) Cheoyongmu (2009)

Die königlichen Gräber des Joseon-Reiches

Korea besuchen

Tourismus
A
uf die Frage hin, was sie an Korea am meisten beeindruckt, zählen die ausländischen Touristen an allererster Stelle das dynamische Nachtleben auf. Viele Koreabesucher sagen auch, dass die Einkaufszentren und die Straßen voller qualitativ hochwer tiger kunsthandwerklicher Gegenstände und anderer interessanter Waren seien, die alle zu fairen Preisen verkauft werden. und zu einem der Highlights erklärt, das sich Touristen keinesfalls entgehen lassen sollten. „Jump“ ist eine weitere Performance, die ohne Sprache auskommt. Sie hat ein neues Genre der nonverbalen, humoristischen Präsentation von Kampfsportarten hervorgebracht. In ihr wurde die koreanische Kampfkunst Taekwondo mit Elementen der Akrobatik und des Slapstick kombiniert. Eine weitere nonverbale Performance, die sich als Hit bei Koreareisenden erwies, ist die Breaktanzaufführung „The Ballerina in Love with the B-Boy“. Einkaufen Zu den berühmten Einkaufsmeilen Seouls zählen Insadong, Myeong-dong, der Namdaemun-Markt und die Dongdaemun Fashion Town. Insa-dong im Norden Seouls ist ein Stadtteil, in dem Besucher die faszinierende Schönheit und Originalität traditioneller koreanischer Kultur und koreanischen Kunsthandwerks kennen lernen können. Myeong-dong ist ein Einkaufsparadies für Touristen, das eine große Auswahl an Produkten bietet. Der NamdaemunMarkt ist bei Urlaubsreisenden besonders beliebt, da er einen Einblick in das koreanische Alltagsleben gibt. Die Dongdaemun Fashion Town schließlich ist berühmt für preisgünstige Kleidung, die dennoch von hervorragender Qualität ist. Dongdaemun ist auch einzigartig wegen seines Nachtmarkts, der den Besuchern ein ganz besonderes Einkaufserlebnis bietet. Mit rund einer Million ausländischer Mitbürger und rund sieben Millionen Besuchern aus dem Ausland pro Jahr macht sich die Globalisierung in Korea deutlich bemerkbar. Deshalb kann man heutzutage in den jungen, lebendigen Stadtteilen Seouls wie Hongdae oder Shinsa-dong auch viele Menschen aus allen Teilen der Welt antreffen.

Per formances Sie würden es bedauern, wenn Sie es bei einem Besuch in New York oder London versäumten, eine musikalische Performance zu besuchen. Das gleiche gilt nun auch für Korea: Die derzeit berühmteste Show ist eine nonverbale Performance, die sich nur verschiedener Geräusche und der Körpersprache bedient. „Nanta“ ist eine dynamische Aufführung, die den Zuschauer mitreißt und ihn dazu veranlasst, zu Geräuschen, die ihm aus der Küche vertraut sind, mitzuwippen. Tatsächlich wurde „Nanta“ zu einer der zehn „Attraktionen“ Seouls

The Ballerina in Love with the B-Boy

Dongdaemun Fashion Town

Entschleunigung

Traditionelle Erfahrungen
Koreas traditionelle Kultur ist die perfekte Verkörperung des heutigen Trends der Entschleunigung. Dank der traditionellen koreanischen Kultur kann man Lebensfreude und Entspannung erfahren, indem man moderne Annehmlichkeiten hinter sich zurücklässt. Hanok & Templestays Hanok, oder traditionelle koreanische Häuser, sind für ihre umweltfreundliche Bau- und Funktionsweise bekannt. Sie erlauben es den Menschen, viel näher an der Natur zu leben. Menschen anderer Nationen interessieren sich schon lange für das traditionelle koreanische Haus Hanok, und heute kann man koreanische Küche und Kultur auf einzigartige Weise genießen, indem man in einem Hanok übernachtet. Templestays bieten Interessierten die einzigartige Erfahrung, für einen kurzen Zeitraum am Alltag buddhistischer Mönche teilzunehmen. Auch diese Aufenthalte sind bei Koreareisenden sehr beliebt. Weit entfernt von der Hektik des Alltagslebens können Gäste in der Stille des Tempels innere Ruhe erlangen. Durchschnittlich 20.000 internationale Besucher bewerben sich jedes Jahr, um an einem Templestay teilzunehmen, was ihn zu einer der populärsten Aktivitäten ausländischer Touristen macht. Einige Tempel bieten auch Sonderprogramme wie Besichtigungstouren, Lektionen über den Umweltschutz oder Einführungen in das Taekwondo an. Olle- und Dulle-Pfad Dank des zunehmenden Interesses an einer naturnahen Lebensweise hat der Olle-Pfad, eine wiederhergestellte Wanderroute entlang der Küstenlinie der Insel Jeju, die an Hügeln und Dörfern vorbeiführt, inzwischen so viel Popularität erlangt, dass im Jahr 2009 250.000 Menschen auf der Strecke wanderten. Die atemberaubende Schönheit der Küstenlinie mit ihrem Grün macht den Olle-Pfad zu einem der schönsten Wanderwege der Welt. Der DullePfad ist ein ebenfalls wiederhergestellter Wanderweg, der die Dörfer um den Jiri-Berg, Südkoreas höchsten Berg auf dem koreanischen Festland, miteinander verbindet. Beim Wandern entlang dieses Pfades können Besucher die atemberaubende Natur, Geschichte und Kultur dieses Gebietes aus erster Hand erleben.

Innenansicht eines Hanok

Templestays

Olle-Pfad

Feste

Boryeong-Schlammfestival

Internationales Maskentanzfestival Andong

Hwacheon-Forellenfestival

Internationale Festivals
Koreas vier Jahreszeiten
„Dies ist das schönste Land, das ich jemals gesehen habe. Die deutliche Abgrenzung der vier Jahreszeiten hier könnte die Verkörperung von Gottes Herz und Seele sein. Die Menschen von Joseon (altertümlicher Name für Korea) verdienen es, in der Herrlichkeit der Natur zu schwelgen.“Dies ist ein Auszug aus den Erinnerungen eines ausländischen Missionars, der das Leben im Königreich Joseon Anfang des 20. Jahrhunderts beschreibt. In Korea werden das ganze Jahr über Festivals veranstaltet, die genauso einzigartig sind wie die Jahreszeit, in der sie stattfinden.

Frühling
Gangneung-Danoje-Festival Dieses Fest namens Dano hat eine Tradition von tausend Jahren und wird am fünften Tag des fünften Monats nach dem Mondkalender gefeiert. Das fünftägige DanoFestival, Koreas ältestes und größtes traditionelles Festival, wurde in die Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen. Im Rahmen des Festes finden Gedenkriten an Gräbern sowie Theaterstücke und Spiele statt, an denen die Besucher teilnehmen können. Mehr als eine Millionen Menschen kommen alljährlich zu dem Ereignis zusammen.

Sommer
Boryeong-Schlammfestival Verschiedene ausländische Medien haben sich lobend über das Festival ausgesprochen. Folgende Dinge waren in der internationalen Presse zu lesen: „Dieses Festival hat alles, was ein Festival ausmacht“ oder „Es ist in der gleichen Liga wie die drei größten Festivals der Welt“ oder „Dies ist einer der Gründe, warum Sie in diesem Jahr keinesfalls auf eine Koreareise verzichten sollten“. Das BoryeongSchlammfestival, das jedes Jahr im Juli stattfindet, zieht alljährlich durchschnittlich 2,2 Millionen Touristen an. Der Schlamm, der aus dem Wattenmeer entlang der 136 Kilometer langen Küste gewonnen wurde, ist weithin für seine positive Wirkung auf die Haut bekannt. So
Gangneung-Danoje-Festival

ist es nicht verwunderlich, dass das Boryeong-Schlammfestival zu den beliebtesten koreanischen Festivals ausländischer Touristen zählt.

Jinju-Namgang-Yudeung-Festival

Herbst
Das Jinju-Namgang-Yudeung-Festival Das Jinju-Namgang-YudeungFestival geht zurück auf das Jahr 1592, als die Bewohner von Jinju Windlichter in den Himmel aufsteigen und Laternen den Fluss Namgang hinunterschwimmen ließen, um die japanischen Invasionen von 159298 zu stören. Dank seiner optischen Ästhetik gewann das Festival bei der Zusammenkunft der Gesellschaft für Internationale Festivals und Events im September 2009 Gold- und Silberauszeichnungen. Alljährlich am 1. Oktober wird Jinjus Fluss Namgang mit leuchtenden, farbenfrohen Lampions erhellt. Das Internationale Maskentanzfestival Andong Andong ist eine Stadt, die für die erfolgreiche Bewahrung traditioneller Kultur berühmt ist. Das bedeutendste Festival der Stadt dreht sich um den Maskentanz, koreanisch Talchum. In der Vergangenheit bedienten sich die Koreaner des traditionellen Maskentanzes in Form eines Theaterstücks, um die bestehenden Hierarchien sowie die Absurdität der herrschenden aristokratischen Ordnung zu verspotten. Heute findet das Internationale Maskentanzfestival Andong alljährlich etwa zwei Wochen lang von Ende September bis Anfang Oktober statt. In den vergangenen drei Jahren wurde es jeweils zum wichtigsten koreanischen Festival erklärt. Heute entwickelt es sich zu einem Treffpunkt für Maskentänzer aus aller Welt, die dort Informationen austauschen und sich über die jeweiligen Ausübungsformen des Maskentanzes in ihrer Kultur unterhalten.

Winter
Das Hwacheon-Forellenfestival Dieses Festival ist einzigartig. Die Teilnehmer nehmen an einem Eisfischen teil, um im Strom Hwacheon eine Forellenart namens „Sancheoneo“ zu fangen. In den Medien von mehr als 15 Ländern wird das Hwacheon-Forellenfestival als Asiens größtes Winterfestival aufgeführt. Das Fischen nach Forellen zwei Meter unter dem Eis ist eine Erfahrung von ökologischem Wert, die die Menschen an die Wichtigkeit des Umweltschutzes erinnern wird.