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Narodna in univerzitetna knjiziiica | vLjuljljani

115 2 < 2 J

L. W . Berezin

Kroatien, Slavonien, Dalmatien
und das

Militärgrenzland.

Deutach bearbeitet

D

R

J. P .

J O R D A N .

Wien, 1880.
Administration der „Weckstimmen für das katholische Volk'-.
Selbstverlag von Dr. .1. V. Jordan.

P. wirtschaftlicher und eonuneivieller. deren Gegenwart durch ruhmeswürdigen Widerstand gegen äussere Gewalt und innere Bedräugniss die Achtung der zeitgenössischen Welt sich erzwingt. die staatlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen und Zustände zu schöpfen. Berezin's Buch genauer anzusehen und fand er nicht blos jenes Urtheil vollkommen bestätigt. Kautiftzgafge *. Administration der „Weckstimmen". Jordan. polltischen und socialen Eigenart zu verstehen und ihre Wesenheit richtig und geistvoll aufzufassen. so dass in der That eine solche Arbeit über kein einziges der verschiedenen slavischen Völker existirt und ähnliche Darstellungen kaum noch über die grossen CuUurnationen der Deutschen. nachdem der verehrte Autor uns hiezu freundlichst die Erlaubnis» ortheilt. aufgemuntert durch die werkthätige Hilfe Eines der e d e l s t e n k r o a t i s c h e n P a t r i o t e n . politischer. Grätige Bestellungen bitten wir mittelst Correspondcnz-Karte zu machen und zu gestatten. Interessantes und Wichtiges in geographischer.. Von Vorarbeiten für ein solches Unternehmen war se bätverständlich nirgends eine Spur. und muss man diese Leistung umso höher würdigen. historischer. tür unsere Pflicht. VI. Wien. Ii •i hl ! !i i i\ •1 i 1 Dr." sagte „Obzor" (Nr. 132) in seiner kurzen Anzeige dieses Werkes und fügte hinzu: „wie es ganz besonders wünschenswerte wäre. dass wir bei Zusendung des Werkes den Betrag mittelst Postnachnahme erheben können. statistischer. . Auf dieses Werk nun laden wir zur gefälligen S u b s c r i p t i o n hiemit ganz ergebenst ein. indem wir die ersten drei Bogen als Probe der Darstellungsweise unseres Autors den Interessenten vorlegen. Das ganze Werk wird in zwei Bänden circa 44 Bogen Text geben. sein). J. und in dieser würdigen Ausstattung im Snbscriprioeawege 5 tl. welche in Westeuropa der russischen Sprache ganz oder theilweise unkundig doch ein lebendiges Interesse für eine Nation haben. Englander und Franzosen zu finden sein dürften. dieses ausgezeichnete Werk durch eine Bearbeitung in deutscher Sprache auch allen jenen gebildeten Kreisen zugänglich zu machen.Einladung! „Ein Werk von solchem Inhalt gibt es (über unser Land) weder in kroatischer noch in einer anderen Sprache. als das Material für eine so detaillirte Skizze in unseren Ländern nur durch eisernen Fleiss und eine ganz ausserordentliche Liebe zur Sache zusammengebracht werden konnte. liteiarischer. die magere einheimische Literatur und die noch spärlicher niessenden Quellen ausländischen Schriftthums boten dem Verfasser kaum das nackte Knochengerippe für seine Arbeit. Durch einen mehrjährigen Autenthalt im Lande wusste er an Ort und Stelle und unmittelbar aus dem Born des Volkslebens." Diese Worte veranlassten den Unterzeichneten. deren Vergangenheit die herrlichsten Trophäen eines siegreichen Kampf» s gegen den Erbfeind der Christenheit und unsere (ivilisation aufweist. überhaupt cultureller Beziehung gibt. 3ondern in dem Werke auch eine sorgfältig bearbeitete Zusammenstellung alles Dessen. was es über die genannten Länder Wissenswertes. deren Zukunft endlich durch die Verheissung einer mit opferfreudiger Begeisterung angestrtbten welthistorischen Bedeutung verherrlicht erscheint. Und das ist ihm wunderbar gelungen! Wir aber hielten e«. dass dasselbe sich in jeder (kroatischen) Büchersammlung vorfinle. Das Werk ist wirklich eine w a h r e K u h r a e s h a l l c d e r k r o a t i s c h e n N a t i o n . um die Nation in ihrer wirtschaftlichen. kosten (der spätere Ladenpreis wird (i ti.

als nach der Breite. Der Umfang des kroatisch-slavonischen Territoriums. Diese beiden südslavischen Provinzen Oesterreich . wo die st reirische und ungarische Grenze mit der kroatischen zusamnienstösst. und dieselben unter dieser Form bald darauf zu Kroatien geschlagen.Ungarns haben eine bedeutend grössere Aurdehnung nach der Länge. zu IStrien. So kamen im Anfang dieses Jahrhunderts einige der quarnerisehen Inseln. während die längste ideelle Breitelinie von der Stadl grenze von K a l l stadt bis nach S redist e. früher gleichfalls eine GrenzConnnunität. In einigen Gebieten der kroatischen Militärgrenze wurde 1878 die Civilverwaltung eingeführt. ) . die bis dahin in administrativer Beziehung mit Kroatien vereinigt waren. Dadurch wurde die Territorial-*"irenze Kroatiens-Slavonions bedeutend erweitert.24 österreichische Quadratmeilen umfassen. So reicht die längste Linie von der Stadt Fiume bis zur Mündung der Save in die Donau nahe (iö Meilen. nämlich Cherso (Kres) und Veglia (Kerk). der Mur. gleichwie das gegenseitige Territorial-Verhältniss der beiden Länder. die Stadt Sissek aber erhielt in ihrem ganzen Gebiete Civilverwaltung und kam zum Agramer Comitat Die Seestadt Zeng endlich. KroatienB e r e z i u . wurde unter Einführung der Civilverwaltung dem Administrativ-! layon des Obergespans von Fiume zugewiesen. Ungarn einverleibt.Geographisch-statistische Skizze Kroatien-Slavoniens. Januar 1861 wurde der unter dem Namen Mur-Insel (Medjumurje) bekannte schmale Laudstreifen zwischen der Drave und ihrem Nebenflüsse. kaum :iö Meilen misst. nachdem er seit 1854 einen Theil Kroatiens gebildet. so dass die beiden Länder jetzt 402. Kroatien". unterlag unter dem Einflüsse der historischen Ereignisse zu verschiedenen Zeiten mehr oder weniger bedeutsamen Veränderungen. Zu gleicher Zeit kam der östliche Theil von Syrmieii mit den Städten lllok und Ituma zu Slavonien. Die Warazdiner Grenze wurde dabei in das Belovarer Comitat verwandelt. Lud durch das kaiserliche Rescript vom 22.

I. im südöstlichen Theile von lstrien baut sich am Meeresufer ihr höchster Punkt in der Ucku (Monte Maggiore) reliefartig auf Dann in's Meer verlaufend bilden die julischen Alpen die quarne'rischen und einige kleinere Inseln in der Nähe von Zaia. Krain und Steiermark. kann man die genannten drei Gebirgszüge als den innern. im Westen: lstrien. denen wir einige ziffernlässige Daten über die Ortsbevölkerung anschliessen werden. Gehen wir nun in das Detail ein. Der m i t t l e r e Z u g hat seine Hauptbedeutung darin. wenden sich die julisehen Alpen gegen Südosten und durchschneiden in dieser Richtung durch lstrien ziehend die Halbinsel bis zum Meeresgestade. A) Topographische EigentMmlichkeiten Kroatien-Slayoniens. Die Üykladen-Inseln. das die Alpen mit dem Gebirgssysieine der Balkanhalbinsel verbindet. während der dritte eine nordöstliche Richtung einhält. der mit den Seealpen bei Nizza beginnt und dann Norditalien. danken sichtlich ihre Entstehung einem Krater Die julisehen Alpen nun. Corsica und Sardinien umspannt. begegnen wir im Archipel. lstrien. Sicilien. Albanien. von denen der eine durch Krain und lstrien. die bekanntlich gleichfalls in einer cvklonischen Linie liegen. 1. Von ihrem Höhenpunkte ('nka(Nanos) in Krain ausgehend. welche gewissermasseii als das Kettenglied dienen. dass er . theilen sich in Krain in drei Hauptgebirgszüge. Gebirge. Dabei liegt es nahe. die jonischen Inseln. Die juliseben Alpen also als Theil eines durch einen einzigen Krater entstandenen Kreises angenommen. D e r i n n e r e Z w e i g . im Osten: Bosnien. so müssen wir zu dem Schlüsse kommen. Einem ähnlichen Cyklus. Thäler. anzunehmen. wenn auch in kleineren Dhnensioren. Verfolgen wir mit Aufmerksamkeit die Richtung. den mittleren und den äusseren Zweig bezeichnen. in welcher das Hauptsystem der Alpengebirge im Süden Europas sich ausdehnt. Nach dieser allgemeinen Skizze der geographischen Lage der beiden Länder gehen wir jetzt an die Betrachtung ihrer topographischen Eigentümlichkeiten und klimatischen Verhältnisse. Ebenen. Kroatien mit der kroatischen Militärgrenze. Dahnatien.Slavonien liegt zwischen dem 46° 32' 20" — 44° 20' 28" nördlicher Breite und 12° 15' 25" — 18° 20 15" östlicher Länge nach dem Pariser Meridian Ihre Grenzen bilden im Norden: Ungarn. im Süden das kroatisch-slavonische (Militär-)Grenzland und das adriatisehe Meer. 2. der andere längs der adriatischen Küste sich hinzieht. dass sie in ihrem grossen Massenzuge einen Kreis beschreiben. dass diese ausgedehnte Gebirgskette mit ihrer abgerundeten Gestalt durch einen einzigen grossen Krater gebildet worden ist.

M . M . der Velobit und die Kapela.092 K l . von denen der eine südlich zwischen der Kulpa und dem adriatischen Meere. der Kiek int Norden des Oguliner Regiments der kroatischen Militärgrenze. Delnice :>4. eine bedeutende Höhe: die höchsten Punkte sind hier: der Bitoraj (4264 Fuss). F . F . Bei der „Tränke" 37. sich hinzieht. dem Grenzpunkte zwischen Oesterreich. Die ersten beiden liegen im südöstlichen Theile des kroatischen Litorale. 2865 F. Mrzla Vodica 16 445 K l . 6383 Klafter von Fiume entfernt. der andere in südöstlicher Richtung zwischen der Save und ihrem Nebenflüsse. wo er den Meerbusen von Fiume. . F. M . 2297 F. Vodenjak (Gipfelpunkt) 27. M . . E . E . so nimmt derselbe zwischen der Kulpa und dem adriatisehen Meere. dem Schneeberge in Krain. im Alterthum als das „liburnische Meer" bekannt. Wegen der letzteren Bezeichnung heisst. Montenegro und Bosnien.7!). 2786 F . je nach seinen localen Verhältnissen. Charso. 1022 F. Dadurch ist die Louisenstrasse in gewisser Beziehung eine wichtige geographische Linie mit sicheren Messungen geworden. F . M . 2439 F. welche das adriatische Meer und seine Küste von dem Flussbette der Donau und somit vom schwarzen Meere scheidet. Und da es sonst unmöglich gewesen wäre. dann durch das kroatische Litorale. Kntf. Die genaueren Messungen der Meereshöhe des Karstes dankt mau lediglich dem Baue der Louisenstrasse von Fiume nach Karlstadt. E . . M . der Kulpa. Auf einigen dieser Kelsen auslaufet' liegt die Stadt Fiume. Vuknic 47. der Kiek (5210 F. E . In seinen südöstlichen Theilen erreicht der Karst. Kras) zieht durch Krain und lstrien.! K l . 2483 F . beginnt mit seinem höchsten Punkte. Plandisrje (Lagerplatz auf dem Gipfel) 39.360 K l . Heleneustrasse 43.. Fuss Meereshöhe. 171)0 F. und senkt sich in einzelnen Ausläufen bis i n s Meer. Tin ein paar Worte über diesen mittleren Gebirgsrücken zusagen. verschiedene Namen an. Der mittlere Rücken der jütischen Alpen. Dorf Vuceiiik 41. M . M . Malavoda 22. Jelenje 12. Wir Führen demzufolge einige Punkte an. . die genaue Scheidelinie zwischen den beiden grossen Gobirgssysteinen der Alpen und dos Balkans festzustellen.758 K l . 2077 F. dieser Theil auch der „liburnische Karst". .270 1 1 . Kamenjak 8684 K l . wo er sich in zwei Theile theilt.. längs der Küste nach dem „triplex Contiuium". die erste Meile 986^ das Ende der Grobniker Ebene. so wurde die eben genannte Louisenstrass von den slaviseheu Gelehrten als die nördliche Grenze des Gebirgsstockes auf der Balkanhalbinsel angenommen. Der Karst (ital. F. M . Skrad 32. .273 K l .). M. 1672 F. Mobile 50. bildet.040 K l . unter dem Gresammtnamen „Primorsko-Brdo" (Seealpen) bekannt. M . M . 1445 F. Oseich 15 050 K l . Meereshöhe.860 K l E .(i8t K l . F . . Die drei wichtigsten Züge sind der Karst. die Viseviea (4397 F. kroat.059 K l .gewisserniassen die natürliche Wand bildet. Die Kreuzung zur Ravnagora 29.011 K l . 2275 F . Der Anfang der Louisenstrasse hat I i / . 1810 F . .). E . 1337 F. M . E .575 K l . 1875 F. M. 2667 F.

Doi' Karst unterscheidet sich in geographischer und geologischer Beziehung wesentlich von den Alpen.und Sandgeschiebe. die anderen treten aus Sandstein hervor und bringen einen Niederschlag aus demselben mit sieh. M . künstliche Cisternen versorgen das Ortsbedürfniss mit Regenwasser. M . welche nicht selten auf dem kroatischen Litorale . . warum die dortigen Gebirgsquellen oft in sehr bedeutender Ausdehnung einen unterirdischen Lauf haben. Thatsächlich besteht dieses Gebirge aus Kalkfelsen. Karlstadt 70.741 K l . wo die Vegetation beginnt. dann sich in den unterirdischen Höhlungen sammeln und hierauf in Gestalt von unterirdischen Bächen in tiefer gelegene Höhlen hinabfallen. M . . 844 F . E „ 717 F . 354 F . Trep&l 67 794 E l . Unter diesen Thalungen zieht sich eine lange Reihe unterirdischer Höhlen. und sind diese Gebirgsscbicbten so unregelmässig gegen und unter einander gelagert. 740 F . Da. um sich dann irfs Meer' zu giessen. 63. . kennen wir auch die Ursachen. oder durch die Kalklager in die niederu Schiehlen hinabsinken. Die gewöhnliche Folge ist.707 K l . Wenn sie dann in diesem ihren unterirdischen Laut' auf irgendein llinderniss Stessen.K l . ihr Wasser ist trübe und nicht selten mit Infusorien von bläulicher oder blassgelber Farbe verunreinigt. M . die einen kommen aus Kalklagern und geben ein klares und gesundes Wasser. Und darum ist auch ihre gewöhnliche Temperatur gleichmässig und ohne Ausnahme 8 !)". in den höheren Theilen des Karstes gibt es gar kein fliessendes Wasser. E . weiche übrigens sehr häutig zuerst in ziemlich geringer Ausdehnung kleine Thalungen bilden. entweder durch die Felsenklüfte hindurchdringen. Der Karst am Meeresgestade stellt eine ganz nackte felsige Oberfläche dar. . In den Mittelsehichton der Karstfelsen gibt es eine grosse Anzahl muldenförmiger Thal er und kesselartiger Räume. die von allen Seiten sozusagen hermetisch verschlossen sind. das übrigens auch trinkbar ist. sobald sie am Karstboden sich absetzen. dass es geradezu unmöglich wird. Her Name selbst ist inzwischen zur Bezeichnung einer unfruchtbaren und wilden Gebirgsgegend geworden. Auf diese Weise erzeugen die atmosphärischen Niederschläge auf der Oberfläche des Karstbodens keine Flüsse. E . die einzelnen Schichtungen auseinander zu halten. E .909 K l . 709 F . dass die starken Regengüsse. dass diese Niederschläge. 629 F . Severin 50. ja nicht einmal Bäche. dann aber plötzlich im Boden verschwinden und tiefer unten ebenso plötzlich wieder ans dem Karstboden hervortreten. . Yukova-Gorica 58. die Professor Lorenz im Jahre 1859 im Karst durchgeführt hat. so treten sie alsbald in Gestalt von Quellen wieder auf der Oberfläche hervor. Diese Quellen sind von zweierlei A r t . F . Nach den geologischen und geognostischen Untersuchungen. Kreide. Netretie.711 K l . Das Vorhandensein solcher unterirdischer Quellen beweist unter Anderin die Tbatsache. welche sieh allmälig nach den itiedern Gebieten des Karstes herabsenken. M . F . dabei aber mit einander vielfach in directer Verbindung stehen. zeigen sich auch zahlreiche Quellen. M .

Die Kapela ist im Ganzen reich an Waldbestand und Quellen. den Velebit und die Kapela. wenn in den obere. So bildet man denn auch bei den Quellen. . Die Kapela.. Der Velebit zieht sich in einer Ausdehnung von 18 Meilen längs (UM adriatischen Küste hin. mit anderen Worten. man sieht. ihr höchster Punkt.. den nordwestlichen Gebirgsstoek die grosse. der Vaganer Gipfel 5568 F. so z.. und bildet in seinen südöstlichen Theilen gleichsam die Grenzscheide zwischen Dalmatien und dm. hat 1850 F . auf dein östlichen Abhang findet man auch Steinkohle. Der Velebit zählt einige ziemlich hohe Punkte: Dm.. die Bora. dem Kiek. HÖ33 F. 1200 F. wenn sie sich in's Meer ergiessen. Die grosse Kapela hat eine Länge von 5 Meilen. im Gegeiltheil. selbst im Sommer eine Temperatur von 7 — 8 " R. dass diese Wässer ausserordentlich rasch iiiessen und nur selten auf der Oberfläche des Bodens hervortreten. Ihre mittlere Höhe betragt 3200 F. der „heilige Berg" (Sveto Brdo) 5547 F . die kleine Gorica 3916 F . durchbricht und die Hafenstadt Zeug mit Karlstadt verbindet.Vratnik ist. Die kleine Kapela bat eine Länge von 6 Meilen und eine mittlere Höhe von 2000 F . und den südöstlichen die kleine Kapela. hier wütben die gewaltigen nordöstlichen Stürme. in. die Bjelolasica. der Ranjac 5376 F. Die Plesevica streift von dem südlichen Ufer der Plitvicer Seen in südöstlicher Richtung bis zu dem Quellengebiet der Zennanja. die Ostaria. geht vom Kiek gegen Südosten und reicht bis zu den Plitvicer Seen und den Quellen des Flusses Korana. die l'losovica 5232 F. da bemerkt man erst nach Verlauf von zwei bis drei Tagen eine kräftige Zunahme des Wassers bei allen in den untern Gegenden des Karst-vorhandenen Quellen. u. Als eonstituirende Elemente des Velebit erscheinen Hallstädter Kalk und Reibler Schichten. Von seinem höchsten Punkte. welche die Kapela. dass sie denselben Wärmegrad behalten. von dem hohen Funkt der Ostaria ein Zweig in ostsüdöstlicher. Werfuer Schiefer.. dient zwischen den Ortschaften Jezerani und Modrus als Grenzlinie und theilt den östlichen Gebirgsrücken in zwei Theile . dagegen bedeckt seinen östlichen Abhang massige Waldung und beginnt daselbst das Gebiet der Vegetation.. Kaprotiner Kalk und Kreide. theilt sich der Karst in zwei Hauptzüge. Als eine A r t Fortsetzung der Kapela bildet sie d e Grenzlinie zwischen der kroatischen Militärgrenze und Bosnien. Gebieten des Karst ein stärkeres Regenwetter eintritt. ein anderer in nordwestlicher Richtung.. steinige Oberfläche .niedergelien. in den Karstquellen keine Erhöhung des Wasserstandes herbeiführen. Von diesen Gebirgsrücken ziehen sich einzelne Zweige in's Innere des Landes. Man muss eben annehmen. wie sie ihn in den obern Regionen hatten. B . Der westliche Abhang des Velobit bat eine nackte.kroatischen Militärgrenze. Ihre westlichen Abhänge sind 1 . A. . Die Josefinenstrasse. und erreicht eine mittlere Höhe von 3000 F . ihre höchsten Punkte sind der Selischer Gipfel Mi IS F.

Der ä u s s e r e G e b i r g s z u g der julischen Alpen verfolgt eine nordöstliche Richtung. Es ist das eine langt Reibe von Bergen.steinig. welche das Thal der Lika von dem der Gä'Cka trenn! und zwischen den Orten Buuic und Vrhovina eine Höhe von 3000 F. deren höchster Punkt kaum 600 F. b) Der mittlere Gebirgsrücken der juliseben Alpen zwischen der Save und der Kulpa zieht sich von dem Städtchen Sichelburg (Suniberk) durch Kroatien und führt den Namen Gorjanica (deutsch : llornweissi. trennt und 2800 F. haben eine Länge von sechs Meilen. und der östlichen Kapela und Plesevica ziehen sich einige Gebirgszüge h i n .und Kastanienwälder und seine Ausläufer sind mit Weinbergen besetzt. die Okicer und Vukornericer Berge. erreicht. Zwischen dein westlichen Gebirgsrücken. häufig mit Obst. 3. au vielen Stellen sehr sorgfältig Cultivirt. sind mit Wäldern bedeckt.). die östlichen dagegen mit Wald bedeckt Ihre mittlere Höhe erreicht 3 100 F. welche unter verschiedenen Benennungen und in verschiedenen Richtungen zwischen den Flüssen Drave und Save sich ausdehnen und mit der Fruska-Gora in Syrmien abschliessen. und die nackte Plesevica (5217 F. beträgt.n o r d ö s t l i c h e Gebirgszug der julischen Alpen überschreitet in (hu. welche das Korbavor Thal von der Lika.) zu seinem höchsten Punkte Auch von diesem Gebirgsrücken laufen zwei Zweige aus. den Namen Petrova-Gora mit einer mittlem Höhe von 800 F. so die Vrbacka Staza. dann die Kamenita Gorica. Die einzelnen Namen und Züge. Mit Wald bedeckt. sind folgende: Dm. dann nähert er sich mit einer nordwestlichen Wendung allniälig der Drave zu und schliesst bei dem Städtchen Sauritsch in Steiermark ab. die eine zwischen der Korana und Glina.). hat er den 1 [eiligen Berg „Sveta-Gora" (37'l6 F. in nordwestlicher Richtung.und Weingärten besetzt. Petrova-Gora und die Zriniberge sind reich mit Wald bedeckt und von tiefen aber engen Thälern durchschnitten. Die höchsten Punkte sind: Der O/eblin (5244 F. mal dem höchsten Gipfel Petrovie. Der nordöstliche Gebirgszug reicht bis zur Save und Kulpa. dem Velebit. Dieser kleine 1 1 . zuerst den Landstrich zwischen den Quellen der Krapinica und Bednja. Auf dem Okicer Berge stehen Buchen. die andere zwischen der Glina und Ina in nordöstlicher Richtung. beginnen bei der Mündung der Kulpa in die Save. Sein höchster Gipfel Vrauova Glava (der Rabenkopf) hat 1508 F. von dein nahe gelegenen Marktorte Samöbor. mittlen Höhe hat. Der nordwestliche Gebirgszug trägt da.Nähe des Städtchens Rohitsch die steierisch-kroatische Grenze und durchzieht dann in verschiedenen Richtungen Kroatien. Der erste Gebirgszug mit nordwestlicher Richtung führt seinen Namen von der Bergveste Okic und lüess früher der Samoborer Berg. Weiter ziehen sich von den Plitvicer Seen zwei Gebirgsketten. Die Vukornericer Berge. wo er sich der Kulpa nähert. führt den Namen Znniberge und hat eine mittlere Höhe von 900 F.

in den Thälern findet man einige schöne serbische Klöster. . Nach dieser orographischen Darstellung Kroatiens wollen wir die julischen Alpen nach ihren Namen und Zügen noch in Slavonien betrachten.).Tipfei im Crveni-Öot (1098 F.). Von der Stadt Yukovar längs dem Drautiusse dehnt sich in südöstlicher Richtung die Fruska-Gora aus.). ein Gebiet von 17 • M e i l e n . aufweist Vom Kalnik endlieh. als ihrem höchsten Gipfel. mit Weingärten und W a l dungen bedeckt. eine mittlere Höhe von 800 F . und seinen höchsten (.) nahe dem Städtchen I'regrada. bildet eine Art natürliche Grenze zwischen Kroatien und Steiermark. welches. Der höchste Gipfel Leist Sljeme [First] (3276 F. und endet bei der Einmündung der Lonja in die Orljava. Von den Quellen der Lonja und der Krapina. und Glogovnica. eine mittlere Höhe von 1200 F. Von den Quellen der Ilova in südöstlicher Richtung zwischen diesem Flusse und der Orljava finden wir das Orljavacr Gebirge: von demselben trennt sich gegenO s t e n hin ein Gebirgszug unter verschiedenen Namen. erlangt unter dem Namen Dilska-Gora in der Spitze Lipovira eine Höhe von 1320 F . also von Westen nach Osten zieht die lvancica mit dem Gipfelpunkte gleichen Namens (3855 F.) Von den Quellen der Krapinira und Bednja bis zu den Quellen dir Lonja. Zwischen den südöstlichen Theilen dieser zwei Gebirgszüge liegt diu. und der Krapinica auf der einen und der Sutla auf der anderen Seite zieht sich vom Norden gegen Südwesten in der Richtung nach der Saveebene hin die Kostelska-Gora in einer Länge von 3 Meilen mit der Kuna-Gora (1703 F.) Die unteren Ausläufer dieses Gebirges sind mit Weingärten und Obstwaldungen besetzt. das bei dein Städtchen Sused am linken Saveufer endet. Bei den Quellen des Flüsschens Vuka und Lonca wendet sich dieser Gebirgszug von Osten nach Südwesten.Pozoganor Thalkessel.Gebirgszug ist nur 5 Meilen lang. zwischen der Glogovnica und der Ilova befindet sich der grosse. in südöstlicher Richtung. Von der lvancica zwischen der Krapina. dann zwischen den Flüssen Lonja. welche an der Mündung der Theiss in die Donau hei dem Städtchen Stari-Slankamen endet. der weisse Berg mit dem „Petersgipfel" (2496 F.). und Ilova das Moslaviner-Gebirge aus. führt den Namen Matzelberg und hat zu seinein höchsten Punkte den „heiligen Augustin" (1648 F.) Als Verbindungszug zwischen der lvancica und dem Kalnik zieht sich das Toplitzer Gebirge in einer Gesammtlänge von 3 Meilen hin. in südwestlicher Richtung dehnt sich in einer Länge von 5 Meilen das Agramer Gebirge hin. Von den Quellen des Lönjafiusses in nordöstlicher Richtung an (hon rechten Ufer der Bednja dehnt sich in einer Länge von 5 Meilen der Kalnik aus mit der gleichnamigen Spitze (12084 F. in der Richtung von Nordwesten nach Südosten dehnt sich anfangs zwischen den Flüssen Lonja. \) Meilen lange Gebirgszug des „Bilo" mit einer mittleren Höhe von 900 F . Der Gebirgszug hat eine Länge von 12 Meilen. Von den Quellen der Lonja. die Krndija (Haufen) und der Kreutzberg (Krstovi Vrh). als: Papuk (30:8 F.

bis zur Stadl Sissek. Ihre mittlere Höhe misst 340 . Sie zieht sich. 2. welcher bei besserer und rationellerer Bearbeitung noch weit ergiebiger werden könnte. der Plesevica und der Kamenita-Gorica mit einer mittleren Höhe von 2200 F . . Es theilt sich in das obere Zagorje. Das Gestade der Adria ist hoch und felsig. Das Thal Z a g o r j e in einem Flächenraum von 25 • M e i l e n und rings von hohen Gebirgen umgeben . auf dem rechten Eier der Drave gegen Westen bis an die steierische Grenze und hat einen Umfang von 148 • M e i l e n . engt sieb aber weiterhin immer mehr zusammen. Meilen. Meerbusen. Diese Ebene hat Anfangs eine ansehnliche Breite. Das O t o e a c e r Thal zwischen dem Velebit und der kleinen Kapela. es heisst auch das Gatker Thal.'Mio F . Die wichtigsten derselben sind: E h e n e u : l . Podravjha genannt. . dm' VrbaökaStaza und den Ausläufern der Plesevica. Pokupje genannt. der Pakra und der Orljava. auf beiden Ufern des Saveünsses Und streckt sich auf kroatischem Gebiete von der Mündung der Sulla. 3. 1 1 II. von welchem es durchflössen ist. sie bildet nahezu ein Dreieck in einer Länge von : Meilen > T h ä l e r : 1. Das adriatische Meer bespült von Südwesten her Kroatien und das kroatische Militärgrenzland in einer Ausdehnung von 18'/* österr. am linken Ufer der Kulpa zwischen Karlstadl und Jaska.'i Meilen und bildet dort das sogenannte Turopolje. Buchten. im Nordosten von der lvancica ist dieses Thal ausserordentlich fruchtbar und erscheint als eine der malerischesten Gegenden von Kroatien. Das Thal hat eine mittlere Höhe von 1500 F. Das L i k a n e r Thal /wischen dem Velebit. sie liegt.. 2. einen ausgezeichneten fruchtbaren Boden. Flüsse. das in einer Breite von 500 F. Das K o r b a v e r Thal zwischen der Vrbacka-Staza. Die D r a u . — eine ausserordentlich malerische und fruchtbare Landschaft. ein enges Thal zwischen der Plesevica und der Kamenita-Gorica. 4. im Westen vom Kostelgebirge. unter dem Namen der „ k r o a t i s c h e n S c h w e i z " bekannt ist.E b e n e oder P o s a v i n a . von dem Flüsschen Gacka. Canäle. es hat einen sehr sandigen Boden. es hat eine Ausdehnung von 4 Meilen Länge und eine Meile Breite und eine mittlere Höhe von 1800 F . längs desselben . und dann das reich gesegnete Uiiter-Zagorien. Ausserdem gibt es noch in Slavonien drei Thäler.In Kroatien und Slavonien gibt es auch sehr viele Ebenen und Thäler.T h a l . einen sehr heissen Sommer und stürmischen Herbst und Winter. 3. 5. Die S a v e . nämlich im Süden vom Agramer.T h a l . Das K o r e n i c a . in der Nähe von Agrani hat sie eine Länge von (i Meilen und eine Breite von .E b e n e . Das K u l p a . von der Stadt Essek beginnend. das an der Ilova. ihre mittlere Höhe ist 480 bis 288 E.

wo sie einige Bäche und Flüsschen (der grösste von ihnen ist die aus der VrbackaStaza kommende Jadova) aufnimmt und verschwindet dann nach einem nordwestlichen Lauf nahe bei dem Lipovo-Polje unterhalb Kozinje in dem Berge Velebit. Bächen und Flüssen.die Ebene der Lika. Als natürliche Zugänge dienen dem Quarnero drei Canäle. die in die Adria lallen. B. lihurnicum". östlich Kroatien angrenzt. nämlich: 1. wo der südöstliche Sirocco tobt. Die Schifffahrt auf diesem Meerbusen ist mit Gefahren verbunden. von welcher er auch der Fiumaner Meerbusen genannt wird. gewinnt sie bereits einen geregelten Lauf. die Bora. Die G ä c k a entspringt bei dem Dorf Lesce am Fuss* des 1 1 1 1 1 1 . namentlich da. wie z. Die L i k a hat ihren Ursprung in der Zapolka oberhalb dem Dorfe Medak. an welchen nördlich lstrien. Porto Re (Kraljevica) und Zeug (Senj). E r hat einen Fiächenraum von 14—16 • M e i l e n und zeigt die Gestalt eines Sees. Der Canale de la Morlacca zwischen Veglja und Arbo (Rah) auf der einen und Kroatien und dem Grenzland auf der andern Seite. und endlich ("anale di Maltenipo zwischen Veglja und dem kroatischen Festland. etwa I Kilometer von Fiume entfernt. die natürliche Grenze zwischen den beiden grossen Wasserbecken des adriatischen und des Schwarzen Meeres bilden. sowie im Herbst. dio oft tief in das Festland hineingehen. in einer Meereshöhe von 900 F. Die R j e c i n a im Karst an der steirisehen Grenze lau Stertz entspringend. 8. W i r bemerkten oben. namentlich: Martisuica. Von dieser Stelle ab tiiesst das Wasser ausserordentlich schnell und ist. sie fällt nahe bei Fiume in\s Meer. die kaum eine halbe geographische Meile breit sind . durchströmt weiten. wo sich Thäler gegen den Karst öffnen. dass die julischen Alpen die Wasserscheide. weht. Am Ostufer desselben liegt die Stadt Fiume (Rjeka). di« grösstentheils ebne speciellen Namen bald hervortreten. sie heisseu : Farazina zwischen dem Festland von lstrien und der Insel Cherso. Die vielen Buchten des ad riatischen Gestades sind ausgezeichnete Ankerplätze für die Schiffe. Der Meerbusen des Quarnero führte im Altertrum den Namen „Sinus lianalieus" oder „Man . 2.findet sieh eine bedeutende Zahl von Meerbusen und kleineren Buchten. unter den Namen „Fiuinara oder Fiumera" bekannt. Buceari (Bakar). Sie bilden zunächst drei grössere Flüsse. im Winter 9—15 Tage hindurch ohne Unterbrechung ein mächtiger und eisiger Nordostwind.. weiter Kaisole oder Ganale di Mozzo zwischen Cherso und Veglja. während im Süden und Westen die beiden grossen Inseln Cherso (Krs) und Veglja (Krk) ihn einschliessen. Denigemäss Miellen sich auch die jenes Gebiet durchschneidenden Flüsse in zwei Categorien: in die gegen Westen zum adriatischen Meere und die gegen Osten zum Schwarzen Meere strömenden. Zu den l ä s t e r e n gehören: a) die endlose Zahl von Quellen. bald wieder verschwinden.

w. welcher bald iu's Meer lallt. Die K a r a s i c a entspringt in der Drave-Ebene. so bei Warazdin kaum 400 F.. Dm Fluss hat während seines Laufes an verschiedenen Orten auch verschiedene Namen. b) Die Flüsse. die Vuka stellenweise aus. Breite und Tiefe des Stromes sind in dieser langen Ausdehnung sehr verschieden. desgleichen verschiedene Breiten.. d. Auch die Drave hat verschiedene Tiefen von 8—20 F. mit verschiedenen Löcalnanien. Das rechte Ufer der Donau ist sehr steil abfallend. die Freite wechselt von 2100 -3500 F. Die D r a v e kommt.. welche sich gegen die Stadt Fssek hinzieht. W sie sieh in zwei Anne theilt. dann aber bis zu ihrer Mündung in die Drave parallel mit dieser. Von dem Städtchen Szarvas ab. Georgen etwa in einer stunde Entfernung von der Seestadt /eng tritt alsdann aus dem Velebit ein einziger grosser Fluss hervor. Nahe bei dem Dorfe St.Berges Koren. bei dem Städtchen Friedau (Ormuz) aus Steiermark und bildet in ihrem Lauf von l'J Meilen bis zu ihrer Mündung in die Donau die Scheidegrenze zwischen Kroatien und Slavonien und Ungarn. der sogenannten „Podravina" und zwar aus der Vereinigung des Vueiner Baches. sie lliesst parallel mit dieser Letzteren und Scheidet die sandige Thailing zwischen Djakoväi' und Vukovar von der sumpfreichen Niederung. Die V u k a entspringt im Pozoganor Gebirge und mündet lau Vukovar in die Donau. So heisst er von Kopreinic bis zu dem Stadtchen Molva die Kopreinica oder Koprivnira u. Die D o n a u . die im Trakostjauer See entspringt. in ihrem nordöstlichen Lauf das Toplitzer Gebirge VOli der lvancica scheidet und bei dem Städtchen Legrad in die Drave fällt. sie tliossl von ihrem Ursprünge bis zur Stadt Kopreinic in nordöstlicher Richtung. wahrend das linke niedrig und sumpfreieh ist. sind: 1. Die Hauptzuflüsse der Drave sind auf dem rechten Ufer die Bednja. bei welchem die Drave in die Dirnau fallt. von Syrmien (Srem)... Der eine ttiesst nach O Norden längs dein . Im Sommer trockne!.Drenovi Klanjac". mit der Uagavica. wahrend sie bei Fssek an looo F. i. Sie fliessl nordwestlich in der Richtung gegen die Stadt Otacac. Weiter die B i s t r a . dann durch die (iusieer Ebene in der RiChtUTlg gegen Kompolje. welche ihr Wasser dem Schwarzen Meere zubringen. Der andere Arm Hlessi nach Nordwesten und verschwindet gleichfalls im Velebitberge. wo er versinkt. misst. Die Karasica nimmt bei Valpo auf der rechten Seite die kleine Vucica auf und fällt dann nach kurzem Lauf bei dein Städtchen Petrijevac in die Drave. Zweifelsohne haben s i c h hier die beiden früher genannten Arme in einer unterirdischen Ibilde zu einem einzigen Flussbett vereinigt. s. 2. 3. Alle diese Nebenflüsse - . der bei Vucin aus dem Crni Vrh kommt. die Tiefe von •lo 60 F. bildet die Letztere bis Kamenica die natürliche Grenze des östlichen Theiles von Slavonien.

von Jasenovac bis zu ihrer Mündung scheidet sie das Grenzland von Bosnien. die K r a p i n a . welche Heide die im Norden und Westen von den Goricer Gebirgen umsäumte Sumpfebene durchmessen. Der Fluss ist in seinem ganzen 7 Meilen langen Lauf von schwer zugänglichen Gebirgen um- geben und nimmt schon in den obem Gebieten links die Krapinfoa. 4. Das Wassergebiet der Lonja mit ihren Nebenflüssen mnfasst einen Flächonraiini von Iii) QM* Die I l o v a kommt aus dein Nordosten von Kroatien und mündet nicht weit von dem Einfluss der Lonja in die Save. Bei starken Regengüssen überschwemmen die Lonja und Ilova mehrere Meilen weit die Save Ebenen. ihre Uebersrhwennuungeu kehren fast alljährlich wieder. welches er durchströmt. der in der Lonja-Ebene entspringt. Der grosse St r ü g . Das Sumpflaml. nicht hoch und nicht steil. dann zu dem Städtchen Poljana in der Richtung von Norden nach Süden fliesst. macht daselbst eine scharfe Wendung nach Osten und behält dann die östliche Richtung bis zu ihrer Mündung in die Donau bei. ist von Wäldern und Forsten umgeben. An 1 1 Nebenflüssen nimmt sie am linken Ufer auf: Die Sutla. die in dem Matzelgobirge entspringt und längs der steirisrh-kroatisrben Grenze hinfliesst. Die Lonja hat auf der linken Seite zwei Zuflüsse. die Bjela und die Pakra. ein kleiner Nebenfluss. Die Save-Ufer sind lehmig. Sit nimmt folgende Flüsse auf: Von links die T o p Ii c a . welche in dem südlichen Abhang der lvancica entspringt.. betritt hierauf das Grenzland und fällt nahe bei denn Dorf* Kobasa in die Save. fliesst zuerst bis zum Städtchen Jasenovac in südöstlicher Richtung. dagegen ist ihre Freite sehr verschieden : 1 an der steirischen Grenze 300 F. die U l o g o vica und Cazin a. welche 1 ihre Quellen im Pozeganer Gebirge haben. und unterhalb Semlin 2000 F. Die Save durchschneide! in der Nähe des Städtchens Kann dir steirisch-kroatische Grenze. Von Sissek bis Jasenovac bildet diese)' Fluss die Scheidelinie zwischen Kroatien und dem Militärgrenzland . welche in dem Gebirgspass zwischen der lvancica und drm Kalnik entspringt. dann die ausserordentlich fruchtbare Ebene von Zagorien bewässert und bei Sused in die Save mündet. fliesst parallel mit der Save und mündet bei Gracliska in dieselbe. welche das Kesselland von l'ozega 1 bewässern. Der B o s u t fliesst Anfangs bis zur Stadt Vinkovce .der Drave treten zur Zeil längerer Regengüsse aus ihren Ufern aus und übersehweinmen das Land. Die O r l j a v a entspringt gleichfalls in den Pozeganer Gebirgen. bin Jasenovac 600 F. Von der steirischkroatischen Grenzt bis zu ihrer Mündung bei Semlin hat die Save eine Fänge von !)() Meilen. Alle diese Nebenflüsse durchströmen Ebenen.. nimmt dann die Zahlreichen Wässer auf. In gleicher Weise wechselt ihr« Tiefe von 7 /»-—20 F. welche von sehr unzugänglichen Gebirgen umgeben sind. dann die L o n j a auf. weiterhin Sermion und die Racka vom Fürstenthum Serbien. bei Agram 400 F. weiter aber sieh nach Osten wendet und nach längerem Lauf parallel mi! der Sa\e endlich in diese mündet.

tliesst Anfangs in nordöstlicher Richtung. die O d r a . Auf der rechten Seite fallen in die K u l p a : Die D o b r a . Die K u l p a (Huna): in Krain am Kusse des Schneeberges entsprungen. fliesst dann nach Norden in der Richtung gegen Karlstadt und parallel mit dem Flusse Dobra und vereinigt sich darauf mit der Korana unweit von deren Mündung. Meilen und fällt bei Sissek in die Save. bei Sichelbürg entsprungen. bei Sissek in die Kulpa mündet. Maja und Andere auf und mündet bei dem Dorfe Rrkisevine in die Kulpa. der aber bei hohem Wasserstande die ganze Umgegend überschwemmt. verschwindet bei dem Städtchen Ogulin. Bei demselben Orte Crna nimmt der Bosut auf seinem linken Ufer auch noch einen kleinen Nebeulluss lue. hat sie einen südöstlichen Lauf.zu Tage. der Save verbunden. im südlichen Kroatien bei dem Dorfe Verbovsko entsprungen. im Turopalje entsprungen. Ihre Breite misst von 100. verschwindet dann. dann von dem Dorfe Sunja ab parallel mit der Save. geht dann durch ein enges Thal in der Richtung gegen Kallstadt und mündet bei Mahicno in die Kulpa. die. D i e S u n j a entspringt in demselben Gebirge. wendet sieb nordöstlich. mit. ein kleiner Fluss. kommt aber bei Popovoseio wiedei. Glinica. Die (IM na entspringt nicht weit von der Stadt. Daun fliesst sie nordöstlich. Der Bosut ist auch durch einen Canal. bildet von Sadilovae bis Stürbe die Grenze zwischen Bosnien und dem Grenzland. Sluin. Alle diese Nebenflüsschen sind voller Windungen und Krümmungen.200 F . umspannt d a s Dorf Doljna Glina. entspringt hei dem gleichnamigen Dorfe nicht weit von der Stadt Sluin. Von der Stadl Brod au nimmt der Savefluss bis zu seiner Mündung eine Menge kleiner Nebenflüsse auf. Die M r e z n i c a . durchmesst sie Kroatien in einer Ausdehnung von L. niinint dann eine südöstliche Richtung und mündet bei Bosut in die Save. nimmt kurz vor ihrer Mündung noeh die kleinen Zuflüsse Kladiisnica. einen kleinen Mach in der Nähe des Vorigen. in welche sie endlich mündet. Die K o r a n a kommt aus den Plitvicer Seen. Die U n a entspringt im Osten des Likaner Regiments in der Nähe des Dorfes Serb und bildet in einiger Ausdehnung die Grenzlinie zwischen dem kroatischen Grenzland und Bosnien und durchschneidet dann in streng nordöstlicher Richtung das bosnische Gebiet. hat dabei einen parallelen Lauf mit der Mreznica und fällt bei Karlstadt in die Kulpa. tritt aber bei dem Urno Vrelo (schwarze Quelle) wieder zu Tage und nimmt eine Reihe von Bächen auf. der von dem Dorfe Crna nach Zupanje führt.. mit südöstlichem Kauf: den Letovanifc. Von den Zuflüssen zur Save auf ihrem rechten Ufer sind die wichtigsten : 1.nordöstlich. Die P e t r i n j a kommt aus dem Zrini-Gebirge und mündet nach einem Lauf von 5 Meilen bei der Stadt Petrinja in die Kulpa. welche die dortigen sumpfigen Niederungen durchschneiden und durch allerlei ('anale mit einander verbunden sind. Von dem Städtchen Topola bis zur Stadt . auf. Sie hat am linken Ufer folgende Zuflüsse: die K u p C i n a .

Jasenovac. Das S t u b i c e r Mineralbad.und Personenpost herzustellen. Lieber die 4 1 . Sümpfe. Trotzdem sind verschiedene derselben selbst gegenwärtig noch chemisch nicht analysirt. während die Anderen in weiter Kerne vorüberzogen. Damit begann auch der Zulluss von Kurgästen in Kroatien und Slavonien und heute fährt man auch dort schon nach den Bädern. nicht so sehr wegen der Kur. dass sie zu wenig für die Bequemlichkeit ihrer Gäste sorgen . aus gerechter Besorgniss. grössere Auslagen auf Reconstructionen zai verwenden.Eisenbahnen. einige derselben waren schon zur Römerzeit berühmt. es werden sogar musikalische und Tanzsoir. Von dem Städtchen Novi abwärts bis zu ihrer Einmündung in die Save ist die Una in einer Längenausdehnung von 8 Meilen schiffbar. Kroatien und Slavonien sind sehr reich an Mineralquellen. Man begann von den diesen Quellen zunächst gelegenen Eisenbahnstationen regelmässigen Verbindungen vermittelst der Fahr. Auch den Besitzern der Mineralquellen in jenen Gegenden kann man darüber keinen Vorwurf machen. Dasselbe liegt 2() Kilometer \on Agram und ' / Kilometer von der Poststrasse mit lernt in dem Dürft Dolnja Stubica in dem grossen Thale von Unter-Zagorien. Tiefe. auf der anderen Seite der Mangel alba' guten Vorrichtungen und jedes Lebenscomforts Überhaupt. sich der dortige Bewohner nur in der äusserston Noth zu einer Wasserkur. in dessen Nähe sie mündet. 1 1 1 Die wichtigsten Mineralbäder Kroatiens-Slavöniens sind: 1. Die Ortsbewohner kennen aus persönlicher Erfahrung die Heilkraft derselben und benützen sie deshalb vielfach gegen ihre Krankheiten.'en und andere Unterhaltungen arrangirt. Breite und 15 F. als vielmehr um die Sommersaison daselbst zuzubringen und von dem monotonen Beben in irgendeinem verlassenen Winkt ! der sinlslavischen Welt Zerstreuung zu suchen. Mineralquellen. Die Hauptursache dieser Vernachlässigung ist auf der einen Stute der Mangel guter Communicationsmittel. allerdings nur für kleine und dach gehende Barken. Die Una hat stellenweise 300 F. III. nur zu häufig reichen die Erträgnisse der Anstalten nicht zur Bedeckung der nothwendigen Kosten aus und überdies entschliesst sich keiner der Besitzer dieser Quellen. von denen die Einen freilich nur die Grenze der betreffenden Provinzen berührten. dass angesichts der elenden Commünicationen sein Unternehmen auch in der günstigsten Lage keim Besucher in grösserei Zahl herbeiführen werde. bildet die Una abermals die Grenzscheide zwischen dem kroatischen Grenzlande und Bosnien. Wirklich findet man bereits in den dortigen Bädern eine Art Comfört. trug dennoch zur Verbesserung der Lage einiger dieser Mineralquellen bei. Uebrigens entschliesst. Der Bau dm. Seen.

Die Quellen gehören zu den stärkend auflösenden Gewässern. das sogenannte Volksbad. dieses Gebäude auf der einen Seite an den grossen Hof der Anstalt und geht auf der anderen Stute nach einem grünen Wiesenplatz. Heute ist das Bad ein Eigenthtim der Baronin Rauch. Stubica bietet im Ganzen wenig Comfort und bat demnach auch wenig Besucher. Im Anfang dieses Jahrhunderts überging die Quelle in das Eigenthum des Agramer Bischofs Maximilian Yrhovac. Von mehreren Mineralquellen sind nur zwei in Benützung. der zugleich auch Director ist. kohlensaures Natron 0. der Haüptagitator des in jenem Jahre in Kroatien ausgebrochenen Bauernaufstandes.366.101. die heute noch in derselben Gestalt vorhanden sind. Das Thal ist gut geschützt gegen den Wind und bat ein gesundes Klima. wie dieser Sommer zu kalt für die K u r sei. in welchem ein umfangreiches Bassin mit Mineralwasser. wie er angekündigte Kingäste erwarte u. mit :\ Facaden. kohlensaure Magnesia 0.410. ihm eifrigst aus einander zu setzen. welche mit dem Kalk und der Magnesia ein Bikarbonat bildet. schwefelsaures Kali 0.400. Das Mineralbad K r a p i n a hat seinen Namen von der anderthalb Stunden Weges entfernten Bezirksstadt Krapina. kohlensaurer Kalk 1.4N5.und Buchenwaldungen und auf den sonnigen Lagen. .029. Alaunerde 0. So hatte Anfangs Februar 1573 Mathias Gubac. Auf den (iebirgshängen stehen schöne Eichen. wie die Saison noch nicht begonnen. die freie Kohlensäure demnach 0. das sich gegen Süden nach dem malerischen Thale von Ober-Zagorien öffnet. separirte Gabinete für Wannenbäder und ein gemeinsames Badebassin in gothischer Form für 30 Personen. 2. Nicht weit von diesem Hause steht ein einstöckiges Gebäude. dass in 10. doch stosst man in der Landesgeschichte hie und da auf die Erwähnung dieses Ortes. sich befindet. so gilt die Saison für eine glänzende. Es enthält 24 saiibere /immer. Wenn ein Gutsbesitzer aus der Provinz aus langer Weile nach Stubica kommt um zu sehen. welcher daselbst ansehnliche Baulichkeiten aufführte. ob unter den angekommenen Kurgästen nicht etwa ein Bekannter ist. Kieselerde 0. Kommen im Lauf eines Sommers 20 Gäste.Zeit der Entdeckung dieser Mineralquelle fehlen die Nachrichten.0" C.379. Lauge Reiben von Weinbergen senken sich au . so beeilt sich der Badearzt. In sehr primitivein Zustande.427. Die Temperatur ist 07.000 Gewichtsth eilen Wasser enthalten w a r : Chlornatrium 0.513. stösst. in dem Dorfe Stubica die Haufen der Meuterer versammelt und schlug auch seine Residenz daselbst auf.260. schwefelsaure Magnesia 0. dgl. der Gemahn des gewesenen Bauns. E s liegt an dem Bache Toplica in einem von Bergen umschlossenen Thale. schwefelsaurer Kalk 0. Das Bade-Efablissement ist ein zweistöckiges Gebäude aus Stein von sehr einfacher Construction.870. Die Quantität Kohlensäure. wo das Holz ausgehauen ist.156. sind Reben angepflanzt. beträgt 0. schwefelsaures Natron 0. Eine Analyse von Seite der geologischen Reichsanstalt aus dem Jahre 1856 ergab.

:•»'). an der Frontseite dieses Gebäudes befindet sich eine gedeckte Galerie. das nicht blös an Ort und Stelle gebraucht. Krapina hat drei Mineralquellen. Es ist eine Schwefelquelle mit einer Temperatur von 35 17" II. der Station der Wien-Triester Eisenbahn. Es hat ein eisenhaltiges Wasser mit einer Temperatur von 25—35° R. Das Bad W a r a z d i n . das Wasser ist schwefel-eisenhaitig und seiner Natur nach identisch mit den Mineralwässern von Gasteili. ein alkalisch-muriatisches Wasser.den Abhängen der Berge herab und geben der (legend einen besonderen Heiz. . und bewährt seine Heilkraft aus schliesslich in Frauenkrankheiten. Das K a m e n e r Mineralwasser nahebei Karistadt. ist vier Wegstunden von der Bahnstation Üakaturn auf der Linie Pragerhof-Keresztur-Barcs entfernt und war schon zur Römerzeit unter dem Namen „Thermae Jassae" bekannt Aus jener Zeit haben sich noch Iiis zur Stunde viele Denkmäler und Inschriften erhalten. ist ein Besitzthum des Oralen Nugent. Zu diesem melancholischen Platz nehmen die Frauen im äussersteu Nothfall. Das Bad von S u t i n s k o in dem Gebirgsdorfe gleichen Namens. Ueber den Quellen seihst sind sechs Gesellschafts-Bassins errichtet. ein Herr Badel. ausserdem wird das Wasser auch mittelst Bohren von den Quellen in separate Cabinete mit Wannenbaderii geleitet. wie das Sutihsker (s. in dem einen befinden sieh fast mir Gastzimmer. nahe an der Eisenbahnlinie Agram-Karlstadt. 4.T e p l i t z in einem malerischen Thale des nördlichen Kroatien in der Nähe der Comitatsstadt Warazdiu gelegen. ein Säuerling. In der Nabe liegt Apatovec. zwei Stunden Weges von Agram. liegt zwei Stunden entfernt von dem Bade Krapina gegen Südwesten und gehört einem Herrn Bitter. hat dieselben Eigenschaften. Das Bad L e s c o an der nördlichen Grenze d e s Sluiuer Regiments. Das Wasser mit einer Temperatur von 29° Ii. Das Krapina-Bad ist zwei Stunden von Stubica und 5'/a Stunden von Pöltschach. Im zwölften Jahrhundert gehörte das Mineralbad dem kroatischen Banns Alexis. Wildbad und Töplitz in Bobinen. Plombiores. Seine Temperatur ist 26—35° R. 5. eine natürlich-alkalinische Salzquelle. 3. Die Anstalt hat zwei massive Gebäude zu zwei Stockwerken. wenn sie besonders gern Mütter zu werden wünschen. Der gegenwärtige Besitzer des Bades Krapina. Die J a n i n i c e r Mineralquelle im Dorfe Jamhica. 7. welcher es dem Agramer Donicapitel schenkte. Die ganze Anlage ist: jedoch noch sehr primitiv. Nr. im Untersteck ein grosser Tanzsaal und ein sehr geräumiger Speisesaal. entfernt. (i. in dem anderen sind im Oberstock Wohnzimmer. welcher nur zum inneren Gebrauch dient. hat bedeutende Summen darauf verwendet dasselbe in gehörigen Stand zu bringen. sondern auch in bedeutender Quantität nach allen Provinzen des Reiches verführt wird. Es istfteilsam namentlich gegen Podagra und alle Arien von Rheumatismus.

dass.us erbaut. Das Mineralbad D a r u v a r im östlichen Theile von Slavonien. später nannte man sie nach dem Dorf Ppdborje. nach der nahen Stadt Daruvar so benannt. ist im ersten Banalregimeiit gelegen. Das Miiieralbad T o p u s k o . Scropheln und allen Hautkrankheiten. das Lipiker Wasser untersucht und gefunden. so genannt von dem Dorfe gleichen Namens. Die dortigen Schlammbäder sind weit und breit bekannt. Das Daruvaror Schlammbad ist wegen seiner heilenden Kraft bekannt. Das „St. Bei dem Landvolke heissen sie auch jetzt noch so. wenn sie die ganze K u r durchmachen. Die Bäder bestehen schon seit vielen Jahrhunderten. denn die Localität ist von allen Seiten mit ziemlich hohen Bergen umgeben. Antonionbad" in seinem ziemlich primitiven Zustande ist für das Volk bestimmt. eine halbe Stunde Weges von der Stadt Pakrac am rechten Ufer des PakraFlüsschen." Ks hat drei Quellen mit Schwefel-Eisen wassei' und einer Temperatur von 45 bis 49 R. von moderner Construction. welche um das Dorf Lipik herum ausgegraben werden. Auch diese Quelle liegt in einem rings von Hügeln umkränzten Thale. welche mit den Karlshader gleichen Charakter haben. in einem malerischen Thal gelegen. welches von drei Stuten mit Bergen umgeben. ihre Temperatur ist 32 -37" II. Das Wasser wird von der Quelle in ein separates Bassin von 12 Fuss Breite geleitet. welche sich jedoch in sehr primitivem Zustande befanden. 9. bietet immerhin einigen Comfort und ist doshalb für die Wohlhabenderen Krähken berechnet. h). Im Jahre 1870 hat Dr. der Präsident einer pathologischChemischen Gesellschaft in Wien. ihre Wünsche jedesmal erfüllt werden. Ks umfasste damals zwei Übicationen für 80 Personen.Ihre Zuflucht und versichert man. Später wurden neue Kraiikenwohnuiigeii und ein Ga. Heller. das „Johännesbad" dagegen-. so dass das Etablissement heute schon einigen Comfort bietet. u 1 . Daruvar hat fünf Quellen. sich nach Westen gegen die Savo-Ebeno öffnet. Das Rad gehört dem Grafen Jankovic. dadurch gegen alle scharfe Windströmungen geschüzt und hat namentlich im Herbst stets eine warme Temperatur. wo es abgekühlt und dann mittelst selbstständig consfruirteii Röhren je nach Bedarf in die separaten Wannen abgelassen wird. dann Natron und Kali enthält und zu den alkalinischen Jodwässern gehört: staue Temperatur ist 51 Ks bewährt seine Heilkraft bei Syphilis. Bei den Römern hiess die Quelle „Aquae Balissae. Im Jahre 1867 brachte der Yukovarcr Bürgin' Anton Knoll das Bad an sich. Das Mineralbad L i p i k bei dem Dorfe gleichen Namens. 8. dass es etwas Brom.stha. Wahrscheinlich war auch dieses Lad schon den Kölnern bekannt. wie die römischen Münzen und andere Gegenstände aus römischer Zeit glauben lassen. Zur Römerzeit Messen sie „Thermae Jasorvenses". Man kann diese Bäder bis in den Spätherbst hinein gebrauchen.

Von den genannten Mineralquellen sind am berühmteste)!: K r a pina und Yarazdin-Teplitz in Kroatien. Im Anfang des Winters ist das Borezin. 2 . die wärmere Zeit tritt schon im März ein. namentlich im Üctober. der s c h w a r z e See (Konjsko i Urno Jezero). die orographischen Verhältnisse und seihst die Vegetationskraft des Landes muss natürlich auch auf das Klima desselben wesentlichen Kintluss üben. Der Herbst ist trübe und reich an Regen. Die geographische Lage. vier Meilen lang und drei Meilen breit. Man zählt ihrer gewöhnlich 7. in Wirklichkeit sind ihrer aber 13. welches sich längs dem linken Ufer des Kaveflusses. Zinn Schlüsse sei noch des grossen Sumpflandes erwähnt. 2. staffeiförmig einer oberhalb des andern gelegen. in Slavonien etwas später. In klimatischer Beziehung kann man die beiden Länder in drei Zonen eintheden. Lipik und Daruvar in Slavonien und Topusko in der kroatischen Grenze. Die P l i t w i c e r Seen. wo starke Niederschläge herabgehen. die nördliche Zone. In den Sem» werden viel Forellen gefangen. und 3. Kio. Die klimatischen Verhältnisse sind nun folgende: In der nördlichen Zone ist das Frühjahr sehr angenehm. 2. Lonjsko Polje. nur sind sie kleiner und trocknen zur Sommerszeit regelmässig aus. Der T r a k o s t j a n e r See im Nordwesten von Kroatien. die mittlere Zone oder das kroatische Flachgebirge.11. 1. Der Sommer ist heiss und trocken. die sogenannte LonjaEbene. welche von Höhen zu 3 bis 7 Klaftern herabstürzen. so gäbe das den fruchtbarsten Theil von Kroatien. in einem von den Matzelbergen gebildeten Thale gelegen. B) Die klimatischen Verhältnisse Kroatiens und Slavoniens. sie trocknen in wasserarmen Jahren meist aus. die südliche Zone oder das kroatische Litorale. Wenn diese Ebene trocken gelegt würde. das Ländergebiet zwischen der Drave und Save mit dem Nebenflüsse der Kulpa. Die Mineralquelle L a s i n j a in der Nähe von Topusko hat dieselben Eigenschaften wie Jamnica. von der Stadt Sissek angefangen bis zur Einmündung der Lonja ausdehnt. Uebrigens findet man dergleichen Sümpfe auch in anderen Gegenden des Landes. Aus dem untersten See entspringt die Korana.' in einer ausserordentlich malerischen Gegend am Tusso des südöstlichen Abhanges der kleinen Kapela. Es ist das 1. bilden sie eine lange Reihe von Wasserfällen. der P f e r d e . die sich merklich von einander unterscheiden. Ottocae liegt noch 3.itien. das ist das Ländei gebiet zwischen der K u l p a und dem Seealpen-Gebirgsstock. der Mangel an Regen wird durch den reichen Thau ersetzt. S e e n linden sich wenig im Lande. In der Nähe der Stadt.und 4.

die Mandel und der Pfirsich nur zur Noth reifen und der Lorbeer nicht zur Reife gelangen kann. der Adel und die Geistlichkeit. Die mittlere Jahrestemperatur wechselt von 12 bis 14 R. den Sonnner beinahe das halbe Jahr hindurch aushalfen. der Tod Kaiser Josef II. December 1777 erliess die österreichische Verwaltung eine Verordnung. In der mittleren Zone ist das Frühjahr kühl und reich an Regen. während dagegen in der Umgebung der Stadt Zeng. dass dort zu dieser Jahreszeit fortwährend Südwestwind. aber sehr lieiss. aber schon 1785 entschloss sich tue Regierung jene Vorschrift theilweise abzuändern. diese Volkszählung zu Ende zu bringen. In der südlichen Zone wird das Klima um so rauber.Winter bricht der nordöstliche Luftstrom. und verschiedene andere U m stände gestatteten der Regierung nicht. vo. Der Winter beginnt mit Filde Octobor und dauert beinahe .ein halbes Jahr. Im . Fiume abwärts bis zu dem Städtchen Novi.Jahrestemperatur wechselt je nach den Loeal Verhältnissen /. A m 17. So sehen wir im kroatischen Litorale. und rührt diese Feuchtigkeit davon her. Die Hitze ist unerträglich. 0 0 0 C) Statistische Skizze von Kroatien und Slavonien. ein gewaltiger.n.Wetter feucht. Die mittlere Jahrestemperatur schwankt je nach der Lage zwischen 11 und 12 II. weht. Die privilegirten Classen des Landes jedoch. Indess die Tiirkenkrioge. sie demgeniäss in jener legislativen Massregel einen directen Eingriff der Regierung in ihre (des . die Bevölkerung Kroatiens und Slavoniens mit Steuern zu heiligen. welche die Manipulation bei der Durchführung der Volkszählung in ganz Oesterreich regulirte. die Olive. Die mittlere . eine Volkszählung in Kroatien und Slavonien durchzuführen. der Sirocco. als das Land weiter gegen Süden liegt. der Herbst neblich und feucht. suchten hinter diesem Beschluss des ungarischen Reichstages lediglich einen Versuch der Regierung. welcher Regen mitbringt. und da. der Sommer von kurzer Dauer. namentlich in Slavonien. die Bora. kaum vier Meilen südlich von Novi. Auf dem ungarischen Reichstage von 1791 wurde unter Anderem auch festgesetzt. der Pfirsich und der Lorbeer werden unter freiem Himmel vollkommen reif. dann kommt reichlicher Schneefall. die Bora. ja selbts manchesmal das ganze Jahr hindurch liegen. durch die Gebirgspässe hindurch nach dem Meere zu und bläst dann in den Buchten und Meerbusen mit verdoppelter Kraft. kalter und trockener Wind. zu dieser Jahreszeit weht.wischen 9 und 10 R. es fällt sehr viel Schnee und dieser bleibt in den Gebirgen und den Gebirgsschluchten bis in den Spätsommer. weiter gegen Süden hinab hört dann diese südliche Vegetation vollständig auf.

352 Seelen. October 1<SÖ7 schritt man auch in Kroatien und Slavonien an die Durchführung der Volkszählung. Pozega 70.Adels und der Geistlichkeit) Rechte und Privilegien erblickten. welche eine Landesbevölkerung von 1. Fiutne 90. "welcher das Gesetz vom 17.062 in Slavonien. December 1809 wurde die Conscription im Jahre LS70 durchgeführt und ergab für laude Länder eine Gesannntbevölkerung von 1.086. i i i e r sei nur bemerkt.348. Verovitica 174. sich der Volkszählung zu unterwerfen. welches damals am Centraiismus festhielt. dass die Bevölkerung von Kroatien und Slavonien 88l. Darauf wurde im ungarischen Reichstage von 1802 neuerdings die Frage wegen der Volkszählung aufgeworfen. Novine" geschöpften o* . Nach Niederwerfung der ungarischen Revolution beschloss das österreichische Gouvernement. Denn jenes Gesetz von 1777 zeigte nur zu laut die N o t wendigkeit verschiedener Ergänzungen und Abänderungen. Diese Conscription ergab. und am 31. Bei der neuen administrativen Zerthoilung Kroatiens und Slavoniens im Jahre 1875 endlich ward eine Volkszählung durchgeführt. dass zwischen den voranstehenden. sie zu verhindern. Die Volkszählung fand 1850 statt..089. welches den Adel und die Geistlichkeit von der Pflicht entband. Dieselben sind nach den kirchlichen Schematismen zusammengestellt. Nach dem gedachten Gesetze sollte nun jedes sechste Jahr eint neue Volkszählung stattfinden. dass das Comitat Varazdin am dichtesten.Sf) Seelen erreichte. December 1777 zu Grunde gelegt werden sollte.160. März 1857 erschien desfalls ein neues Gesetz. Kreuz 77.752.271.709 Seelen ergab. und zwar 555. jedoch mit Ausschluss des Adels und der Geistlichkeit. 1 1 Diese Bevölkerung aber vertheilte sich auf die acht Gomitate f o l g e n d e r m a ß e n : Agram 247. man brachte endlich diesbezüglich ein Gesetz zu Stande. im Abschnitt von den Kirchen bringen. Die statistischen Daten über die Bevölkerung Kroatiens und Slavoniens betreff der Confession werden wir weiter unten.neuerdings durch das ganze Reich eine Volkszählung durchzuführen.8. brachte jedoch nicht die gewünschten Resultate.459.022. so leisteten sie energischen Widerstand gegen die bezeichnete Anordnung und erreichten auch vollständig ihren Zweck. Varazdin 160.085 Seelen. mit landesfürstlichen Steuern belegt. Daraus geht hervor. Syrniien 110.. dennoch kam die nächste in Kroatien erst 1870 zu Stande.Nar. Darum griff die österreichische Regierung bald darauf mit allem Ernst d i e Frage der Volkszählung wieder auf: am 23. Und in der That wurde nun 1805 in den beiden Provinzen eine Conscription in diesem Sinne durchgeführt und auf Grund der auf diesem Wege erlangten statistischen Daten auch wirklich die gesanuute Bevölkerung der beiden Länder.823 in Kroatien und 326.810. Belovar 149. aus der halholficiellen Zeitung . Nach der Verordnung vom 31. Pozega am dünnsten bevölkert ist. wenn auch freilich erst im Jahre 1834.

Nach der Nationalität endlieh ergeben sieh nachstellende Ziffern: Kroato-Serbeu 1. weil die Kroaten ununterbrochen im Kampfe gegen den äusseren Feind standen. brachten sie auch ihre e i g e n t ü m l i c h e Gemeindeverfassung mit.000. Zur Erledigung der dem ganzen Geschlechte gemeinsamen A n gelegenheiten wurden Versammlungen (Zbor. Auf diesen Versammlungen wurden gewöhnlich die Dorfältesten. welche aus den Abgesandten aller Gemeinden zusammengesetzt waren. welche aus einigen Amtsbezirken bestehend. Deutsche 31. welche das Territorium eines einzelnen Geschlechtes bildeten. „Züpen" genannt. - Die administrative Organisation Kroatiens und Slavoniens.700. . Gegenstände von geringer Wichtigkeit wurden gewöhnlich unter dem Schatten einer L i n d e erledigt. die Italiener auf dem Litorale. u. dass die Gemeindeverfassung in den kroatischen Gebieten sich ausserordentlich langsam entwickelte. stand der Ober. wurde das Territorium eines jeden Geschlechtes in administrativer Beziehung in Genieindebezirke. welche auf diese Weise gewissermassen das nöthwendige Zugehör eines jeden kroatischen Dorfes bildete. an der Spitze der Verwaltung aller Zupen. Cechen und Slovaken vorzugsweise in Slavonien. Magyaren. Viece) abgehalten.) In jedem Gemeindebezirk gab es mehrere Dörfer. wahrscheinlich deshalb. Von diesen wohnen die Deutschen. Jahrhundert von Norden her in das jetzt von ihnen bewohnte Territoriuni einwanderten. dann aus ihrer Mitte die „Zupane" und aus diesen der (iross-Zupan gewählt. die sich auf das Princip der Familie gründeten. Jedes kroatische Geschlecht erhielt und behielt auch in der neuen Heimat seine besondere innere Verfassung. dienten bekanntlich auch zur Grundlage der E i n t e i l u n g des kroatischen Volkes in die 12 Geschlechter. Slovenen 2000 und andere Nationalitäten 2000. [Tebrigens mag nicht übersehen werden.000. Glavar) verwaltet wurden. bereits den Namen „Züpanieu" . sondern selbstständiger Kreise. die Slovenen längs der Grenze von Krain und Steiermark. Guter dem Einfluss der historischen Ereignisse unterlag diese Art der Gemeindeverfassung im Laufe der Zeit merklichen Formveränderungen. Die kroatischen Gemeinden. welche der Leitung von „Zupanen" unterstanden. /. So waren zur Zeit des Constantin Porphyrogeneta die Zupane nicht mehr die Chefs der „Zupen". eingeteilt.Magyaren 12. Italiener 2()oo.. Öecho-Slovaken &000.statistischen Daten und den Angaben der Kirchenschematismen über die Ziffer der Bevölkerung nicht unwesentliche Differenzen bestehen. Als die Kroaten im VII.032. welche von Dorfältesten (Staresina.oder Gross-Zupan (Veliki Zupan.

geführt. Nach unserer Meinung ist von dem Worte „Zupa" die Bezeichnung des „Zupans" und aus dieser wieder das Wort „Zupanija" hervorgegangen. welches die kroatische Nation an ihre alte innere Organisation band. Einige historische Daten sollen uns vor Allem die unumgänglich notwendige Erläuterung über die E i g e n t ü m l i c h k e i t e n der gegenwärtigen Verwaltungsorganisation bieten. welche die kroatische Bureaucratie durchzumachen hatte. im Anfang des gegenwärtigen Jahrbunderls zerriss dasselbe gänzlich. A) Das österreichische Vcnvaltungssystem und sein Eintiuss auf die administrative Organisation Kroatiens und Slavoniens. W i r werden bei Gelegenheit der Darstellung des administrativen Organismus die verschiedenen Phasen berühren. Die politischen Ereignisse. dass man sich durchaus nicht wundern darf. „Richter und Herr". Denn durch die Gewalt der Verhältnisse war die kroatische Beamtenschaft gezwungen. Gegen Ende des X V I . wenn aus seiner Mitte keine besonderen Administrationstalente hervorgingen. begann die österreichische Regierung. daraus sei später das abgekürzte „Sudhan" oder •„Sudpan" und endlich „Zupan" geworden. Nach einer anderen Ansicht über die Entstellung des Wortes „Zupan" hätte ursprünglich der Leiter eines Gemeindebezirkes (hui Namen „Sudji-ban". den politischen Strebungen . welche das historische Leben der Bevölkerung von Kroatien und Slavonien bildeten.angenommen hatten. mussten notwendigerweise auch ihren unmittelbaren Eintiuss auf den administrativen Organismus dieser Provinzen üben. Natürlich niusste unter dem Eintiuss dieser historischen Ereignisse das Kettenglied auch immer und immer schwächer werden. Jahrhunderts schon. als die Ungarn sich zu selbstständigen Herren der Osthälfte des österreichischen Kaiserstaates aufwarfen. U n d in der That zeigte sich das historische Leben des einheimischen Beamtenstandes in seiner äusseren Stellung in solcher Gestalt. (V V) Im Laufe der Zeit erhielten die Territorien der „Zupanien" eine bedeutende Ausdehnung. Die natürliche Folge davon war. Die häutigen Wechsel und Aenderungen der Regierungssysteme in Oesterreich mussten sich bcgreihMcherniassen zu allermeist an dem Stande der Bureaucratie geltend machen. h. d. bald den Deutschen als Wegweiser bei ihren politischen Aspirationen ZU dienen. dem Nachfolger Maxmiliaifs I L . unter Kaiser Rudolf I L . jeder Zeit nur bald den Ungarn. ibuch auswärtige Ereignisse dazu gedrängt. dass die einheimische Beamtenschaft bis in die neueste Zeit hinein ausserhalb ihrer Amtssphäre gar kein Ansehen genoss und kein Gewicht unter der Bevölkerung haben konnte.

freiwillig in eine nähere Verbindung mit den Kroaten. führten den Titel „Räthe". eine politische Einigung zwischen Kroatien und Ungarn herzustellen. welches auch in Ungarn als solche galt. Kurz vor seinem Tode widerrief er alle Anordnungen. Unter ihm sehen wir Personen deutscher Abkunft in verschiedene Administrativämter Kroatiens eintreten. Der Thronerbe Maria Theresia's. Aber diese Concession war nur von kurzer Dauer. Diese Kanzlei verwaltete unmittelbar in beiden Königreichen alle Agenden. Um dieser germanisirenden Politik Josefs II. den Kultus. säumten die Ungarn nicht mehr. dem politischen Auftreten der Kroaten sich wohlwollender zuzuneigen.der Ungarn ihren besonderen Sehnt/ zum Sehaden der Kroaten offen zu zeigen. erzeugte. Auf . dass die Kaiserin infolge politischer Erwägungen gezwungen war. befolgte das Centralisationssysteni im Geiste des Deutschthums. höchst unzufrieden über das Verwaltungssystem Josefs I L . Juli 1707 wurde in Agram ein Consilium Locumtenentiale Regulin Croaticum (königl. sab. während die Finanzen und das Kriegswesen in unmittelbarer Abhängigkeif vom österreichischen Ministerium standen. dass seine gernianisirende Politik nur eine grössere Gährung der Gemüther zwischen den zwei mächtigsten Elementen in der Osthälfte seines Reiches. schon 1779 ward dieser Statthaltereirath aufgehoben und seine Agenden an den ungarischen Statthaltereirath in Ofen übergeben. worauf jedoch sein Nachfolger Leopold IL wieder öffentlich seinen Schutz und seine Sympathien den Ungarn zum Nachtheil der Kroaten zuwendete. Diese Einrichtung blieb aufrecht bis zu Maria Theresia. kroatischer Statthaltereirath) errichtet. welcher die innere Verwaltung des Königreichs Kroatien zu führen hatte. An der Spitze dieser Kanzlei stand der „Hofkanzler". welcher auch das Staatssiegel Ungarns führte. fing er an. So wurde die Caneellaria A n i k a Hungarica (ungarische Hofkanzlei) in Wien errichtet. welche die innere Verwaltung. Josef I L . fassten die Kroaten durch die Umstände gedrängt den Wunsch. als Amtssprache in Kroatien wurde das Lateinische anerkannt. den Kroaten Concessionen zu machen: am 7. Als nun Josef II. er hatte zwei Vizekanzler und die Mitglieder der Kanzlei. so wirkte doch die grosse Entfernung Ofens von Kroatien und die feindselige Stimmung der Mitglieder des ungarischen Statthaltereirathes gegen Kroatien und alles Kroatische ausserordentlich ungünstig auf die innere Administration des Landes. Durch diese Rücksichtsnahme seitens der österreichischen Regierung erinuthigt. entgegen zu wirken. die Schulen und die Justiz betrafen. zwischen den Ungarn und den Kroaten. In gleicher Weise traten auch die Ungarn. Obgleich der Banus von Kroatien das Recht erhielt. welche als eine A r t Vermittlung zwischen Wien und den Königreichen Ungarn und Kroatien diente. im ungarischen Statthaltereirath seine Stimme abzugeben. bis 12 an der Zahl. Unter ihr sehen wir. die er zur Vernichtung der historischen Rechte des Königreichs Kroatien getroffen. gegen die Kroaten mit grösserer Kühnheit aufzutreten.

Das nationale Princip. Veliki sudac (Ordinarius Judex Nobiliuni). Mali sudac (Districtualis Judex Nobiliuni). das unter dein Namen . welches auf dem' Gebietsumfange von Kroatien und Slavonien durch den für die Kroaten glücklichen Ausgang der ungarischen Revolutionsbewegung 4 . die heftigsten V e r t e i d i g e r der politischen Prätensionen Ungarns. Varaädiner und Pozeganer Comitate und Syrmien ein Comitat Fiume. dass noch 1777 die Seeküste von Kroatien unter dem Titel „Litorale ungaricum" mit Ungarn vereinigt war.es. Jetzt wurden die beiden Königreiche in administrativer'Beziehting in sechs Conütate eingeteilt: Agram. und zu ihrer Assistenz wurden aus Ungarn Beamte in's Land gesetzt..Grund dos Artikels 58 des Pressburger Landtags vom Jahre 17!)() wurde die. dessen Zweck und Aufgabe darauf hinausging. Die Mitglieder des Verwaltungspersonals erhielten auch andere Titel. errichtet worden war. Jedes Comitat wurde in Kreise (Processus) mal diese in Bezirke (Districtus) eingeteilt. Kurz nach <hu. auch das Territorialgebiet derselben theilweise geändert: man errichtete neben dem Agramer. die Stadt Fiume mit Bttccari und Porto Rö ein besonderes Guberniuni bildete und von einem der ungarischen Regierung unmittelbar unterstehenden Gouverneur verwaltet wurde. nämlich: „Obergespair' für den Chef des Comitat. Der Wahrheit gemäss sei hier erwähnt. Auch Kroatien und Slavonien behielt zwar seine frühere administrative Kiutheilung in sechs Coniitate. Der Zeitraum von 1826 bis 1-848 bildet die Periode der gtössteu Uebermarht des Magyarenthums in Kroatien und . December 1851 ein kaiserliches Patent veröffentlicht. bei diesen aber der Alözolgabirö. Auf solche Weise verloren Kroatien und Slavonien allmälig ihre alte Verfassung und wurden „Partes adnexae" Ungarns. Yeröcze: sie biesseu „Värmegyo" und der Supremus Conies oder Obergespan erhielt den Titel: „Füispan" (Veliki zupan). blieb Letzterem die ganze innere Verwaltung von Kroatien und Slavonien untergeordnet. Varazdin. Pozega. an der Spitze jener stand der Föszolgabiro. Bansko Vjece. „Oberstuhlrichter" für den des Kreises und „Bezirksvorstand" für den Bezirk. Die einzigen Administratoren Kroatiens waren damals seine Magnaten.Slavonien. Das berüchtigte Verwaltungssystem. Synnien. die Magyaren von Leib und Seele waren. war diametral entgegengesetzt dem politischen Geiste der österreichischen Völker. N u r das kroatische Litorale behielt seine alte Verfassung.Cont r a Ii s m u s ' bekannt. das Deutschtum im ganzen Umfange des österreichischen Kaiesrstaates herrschend zu machen. gesammte innere Administration Kroatien-Slavoniens an den angarischen Statthaltereirath tibergeben. Esseker. aber sie wurden jetzt „Gespanschaften" genannt. Und nachdem infolge der Ereignisse der Jahre 1848 und 184!) zwischen Ungarn und Kroatien jede politische Verbindung zerrissen und 1850 in Agram ein Banalrath.. Kreuz.Niederwerfung des ungarischen Aufstandes wurde am 31. ihre Assistenten waren die berühmten Esktttt oder Jurassoren.

dass das kroatische A d ministrativorgan in Wien den Titel „Kanzlei" führe. welchem die Führung aller die innere Administration.% sieh so kühn befestigt hatte. Alle Cotnitatsbeainten wurden gewöhnlich durch Wahlen ernannt. konnte dem Eintiuss »los Germanismus nicht so leicht unterworfen werden. denen wieder die alte Bezeichnung Comitate oder „Zupanien" gegeben war. Kreuzt». Unmittelbar nach der Publication dieses Diploms war Kroatien und Slavonien in administrativer Beziehung wieder in sieben Kreise eingetheilt worden. Schmerling war zur Bildung eines neuen Ministeriums berufen und das politische Programm desselben in dem Diplom vom 20. der des Richters 700 ti.ausging. in Wien eine A r t kroatisches Ministerium zu errichten. und jeder hatte Bezirksconimissäre. welche so oll durch Allerhöchste Rescripte und Diplome ihnen zuerkannt. welche nicht wollten. während die Ernennung des Obergespans unmittelbar vom Kaisen. weicher übrigens sehr massig war. Die Chefs der Comitate erhielten den alten Titel „Obergespan" und jeder hatte zwei Vicegespäne. E s waren das die bekannten sieben (ohne Belovar). Dank den lutriguen der Ungarn. die Justiz und den öffentlichen Unterricht betreffenden Agenden anvertraut wurde. Varazdin 10. welche alle drei Jahre in den Coinitatscongregationen vollzogen wurden. Virovitica (Veröcze) 7. Syrmien 0 Bezirke. Fiume 5. der unglückliche Krieg Oesterreichs in Italien und die von Kaiser Napoleon aulgeworfene Nationalitätsfrage hatten die allgemeine Gährung der Gemüther im österreichischen Kaiserstaate nur noch mehr geschärft. Infolge der Petitionen der Kroaten um Bewilligung eines selbstständigen administrativen Organs. Die Bezirke theilten sich in grössere und kleinere. zw. Pozega 7. Das war das Mandat. hier Richter „Mali sudac" hiessen. deren Chefs dort Oberrichter „Veliki sudac". So betrug beispielsweise der Gehalt des Oberrichters 900 tL. Die unausweichliche Folge einer solchen Lage der Dinge war. als Garantie der politischen Selbstständigkeit Kroatiens und Slavoniens dienen könnten. den Cultus. Die genannten Functionäre hatten in administrativer Beziehung keine besonderen Vorrechte : aller Unterschied unter ihnen bestand nur in der Hobe des Gehaltes. Pristavs. dass die Kroaten den Beschluss fassteu persönlich vor dem Kaiser zu erscheinen mit der Petition. mit welchem eine aus den Repräsentanten der Nationalpartei gewählte Deputation im September 1860 sich nach Wien begab. October 1860 dargelegt worden. welches sowohl gegenüber dem österreichischen Ministerium wie der ungarischen Hofkanzlei eine gewisse Selbstständigkeit hätte. Jedes Comitat war wieder in Bezirke eingetheilt worden. Die auswärtigen politischen Ereignisse waren damals der inneren Politik des österreichischen Cabiuetes wenig günstig. zur Seite. denselben Titel . dass ihnen jene Rechte und Privilegien ertheilt werden möchten. u. entscbloss sieb die österreichische Regierung 18(51. während die Finanzen und das Heerwesen Kroatiens und Slavoniens in den Händen der österreichischen Regierung verblieben. hatte Agram 11.

I Juni 1869 Wurde in gleicher Weise der Stattm haltereirath in Agram geschlossen und traten an seine Stelle ebendaselbst drei Vei-waltungsabtbeiluugen. denn die Kroaten wurden kraft deinen eingetretenen Verhältnisse gezwungen. sein Stellvertreter hiess „Vice-PIofkänzler". welche der höhern Administration von Kroatien und Slavonien gegeben wurde. wurde der in Wien neu errichteten kroatischen Hogierungsinstitution der Name eines .. Im Uebrigen blieb die alte administrative Fintheilung des Landes aufrecht. Jänner 1862 dasselbe in eine „königlieh dalmatinisch-kroatisch-slavonische Holkanzlei" umgetauft. für Justiz.Hof-Dicasterium" (I)ieasteriuni Aulieuni) verliehen.Ilofräthe". 3. Alle drei Abtheilungen zusammen bildeten die kroatische Regierung. Ganz natürlich . welche nun die Bezeichnung erhielt: „kroatisch-slavonisch-dabnatiuische autonome Landesregierung". die für das Innere und die Finanzen. die Kanzleirätho endlich (im Ganzen drei Mann) waren . Jänner 1809 die Geschäftsstücke aus der kroatischen Hofkanzlei in Wien übergeben. wollen wir nur in allgemeinen Zügen die äussere Form eharakterisiren. Der Chef der Kanzlei trug den Namen . N u r wurde noch das Kroatische als die Amtssprache in den beiden Ländern ausdrücklich anerkannt..königlieber Hofkänzler". Der Letztere war gewissorniassen die zweite Instanz in allen die kroatische Hofkanzlei in Wien betreffenden Angelegenheiten. die sieben Mitglieder dos Statthaltereirathes hatten den Titel „ R ä t h e ' . Aber plötzlich trat in Oesterreich ein neues Regierungssystein ein : der I) u a I i s m u s. Ohne in die Prinripien weiter einzugehen. December 1868 wurde in Pest ein kroatisches Ministerium errichtet. . Das österreichische Kaiserreich zerfiel in politisch-administrativer Beziehung in zwei selbstständige Staaten: Cisleithanien und Transleithanien. sein Vizepräsident war „Hofrath" . Kraft des kaiserlichen Reseripts vom s. Jede Abtheilung war in ihrem "Wirkungskreise ganz selbstständig und unabhängig von den ändern und erhielt den Titel : „königlich kroatisehslavonisch-dalmatinische Regierungssection". 2. Auch wurde in Kraft des kaiserlichen Reseripts vom 2. Zum Präsidenten des Statthaltereirathes wurde der Banns designirt. dessen administratives Personal aus einem Präsidenten und vier Hofräthen bestand. worauf die Letztere geschlossen wurde. welchen das gleiche ungarische Organ in Wien trug. für Cultus und Unterricht. nämlich: 1.also. welchem laut dem kaiserlichen Rescript vom 31. Kroatien und Slavonien kamen zu Transleithanien. März lsti2 der oben bereits genannte Banalrath zu Agram in den „königlich dalmatinisch-kroatisch-slavonischen Statthaltereirath" umgeändert. auf welchen die Einigung zwischen den Kroaten und Ungarn beruhte. Indess wurde denn doch sehr bald nach Eröffnung dieses Dieasteriunis auf Grund des kaiserlichen Reseripts vom 22. 1868 mit den Ungarn über Feststellung von staatsrechtlichen Beziehungen /wischen Kroatien und Slavonien auf der einen und Ungarn auf der andern Seite in Verhandlung zu treten..

Seljee. MaruSevac. Pokupsko. St. Dol veliki. Georger und Kreuzer Grenzregiments die Civilverwaltung eingeführt. Ivanec. Draganic und Rjecica. Gerovo-Hrieb. Buccari und Kotar. Kriz. Budinstina und Mace. Stubica dolnja. Starilaz. der Amtssitz des Vicegespans der ersteren ist Fiume. Rakovpotok. Smrika. 3. lirastina und Moravce. Lokve. Divljaki. Banija. Radovec. die Gemeinden: Prezid. Grobnik-Pasae. Endlich sind in die Agramer Vicegespanschaft. Mai 1875 in Kraft trat. Auf Grund des Gesetzes vom 15. Zur dritten endlich. Mrzlavodica. Vidovec. Das A g r a m e r Comitat zerfällt in die vier Vicegespanschaften Karlstadt. allein in der administrativen Eintheilung eines jeden Comitats speciell wurden einzelne Abänd erungen eingefüh rt. Kukuljanovo. Vinica. Kupcina. Kupinec. Klenovnik. Zavrsje. Fuzina. deren Vicegespan in Karlstadt residirt. Podvrh und Samobor. Cabar. Zur ersteren. Hreljin. zur dritten. Bribir und Novi. Jacob. Bistra. Juni 1871 wurde in dem Gebiete des ehemaligen St. Stupnik. Belgrad. Desinec. Lic. Topolovec und Kutina. Krasic. Sv. Brod-Moravice. November 1874. Plesce. Crnik. Zelina. Zur Klanjecer. Novo Öice. Sv. Ravnagora. sind zugewiesen die • Gemeinden: Krapina. Cvetkovic. Korn.Auf Grund des kaiserlichen Reseripts vom 8. Biskupec. Podsteue. Zur Fiumaner Vicegespanschaft gehören die politischen Gemeinden: Jelenje. Der Delnieer Vieegespannsehäft sind einverleibt. 2. Popovec. Drvenik. Stubica gornja. Grizani. Kuzel. mit dem Amtssitz im Orte. Pregrada und Hum. Dugoselo. Domagovic. rechnet man die Gemeinden : Odra. des der zweiten das Dorf Delnice. Yrbovsko und Hajdini. Jaska. 1. Podhum. Petrovina. Bistrica. und 21. Malricno. Lekenik und Kravarsko. . Stenjevec. Das F i u m a n er Comitat wurde in zwei Vicegespanschaften. Sungeri. Sesvete. in die von Fiume und die von Delnice getrennt. deren Amtssitz in Agram sich befindet. Mrkopalj. Das V a r a M i n e r Comitat hat die Vicegespanschaften KrapinaTöplitz und Varazilin. Moravice. gehören die Gemeinden: Trgovistje veliko. Klanjee. Sissek und Agram. Kraljevec. Sela. das Gebiet selbst aber erhielt den Namen Belovarer Comitat. Sola. Brod. mit dem Amtssitz in der Stadt Krapina. Martinska ves. Gorica velika. Crkvenica. Desinic. Zur zweiten. Skrljevo. Orle. Mihovljan. gehören die Gemeinden: Bednja. Oborovo. Die früheren acht Comitate blieben nach derselben allerdings aufrecht. JaBabet und Toplice (Töplitz). Petrinanec. die Gemeinden zugewiesen : Berdovec. deren Vicegespan in dem Orte Jaska amtirt. Praputnik. Ivan. Trstje. St. Bedenica. Delnice. Janmica. das mit dem 31. Jelena. Demnach zerfällt jetzt Kroatien und Slavonien in acht Zupanien oder Comitate. zählen die Gemeinden : Vivodina. zur zweiten. deren Vicegespan in der Stadt Sissek residirt. Crnilug. Krasica. Zlobin. Gjurmanovec. gehören die Gemeinden : Ozalj. mit dem Amtssitze in Varazdin. erhielten nun Kroatien und Slavonien eine neue administrative Organisation. Zlatar. Jaska.

mit dem Amtssitze in der Stadt Pak rar. Jazak. Caznia. Indija. Vojakovac. Pitomaca. Garesnica. Berek. Zur ersten. Dubrava und Preeec. Opatovac. Trojstvo. zählen die Gemeinden: Gjurgjevac. Petrijevci. mit dem Amtssitze in der Stadt Belovar. gehören die Gemeinden : Orahovica. 8. Novigrad. 5. mit dem Amtssitze in der Stadt Virovitica. Zur ersten. Öerevij und Kamenica. Gudovac. Bastaj veliki. Valpovo-Kotar. Zur zweiten. Veliki Mihaljevci. Koska. Popovaöa. Die neue Eintheilung nach der Verordnung vom 5. Indem wir so in Kürze die politischen Ereignisse zusammengestellt haben. fallen die Gemeinden: Kukuljevce. Kriz. mit dem Amtssitze in der Stadt Pozega. Kriz. Sotin. Suhopolje. Brestovac. Das P o z e g a n e r Comitat theilt sich in zwei Vicegespanschaften Pakrae und Pozega. Tenja. Kloster. Drnje. Drenovac. Ferdinandovac. Semeljce und Vuka. Bielobrdo und Dalj (Dalja). Ludina. Miholjac dolnji. Pleternica. Bektez und Rusevo. Erdevik. Brestac. Bukovec. Hereegovae. Trpinja. mit dem Amtssitze in der Stadt Ruma. Zur ersten. Tovarnik. Valpovo Trg (Valpö). Zur ersten mit dem Amtssitz in der Stadt Koprivnica (Kopreinitz). Kloster Ivanic. bald die andere äussere Form ange- . Nasice. mit dem Amtssitze in der Stadt Vukovar. Ruma. Vukovlje und Uljanik. Pakrac-Kotar und Pakrac Markt. gehören die Genieinden: Ljubeseiea. gehören die Gemeinden : Ludbreg. Vukovar. Retfalu. Das Comitat S y r m i e n zerfällt in zwei Vicegespanschaften: Vukovar und Ruma. Grgurevce. Zur zweiten. Drenje. Vrbovee. Petar. Februar 1875 geben wir in der Vorrede. Djakovo-Trg (Djakovär). Djakovo. Sid. Bizovac. Kalinovac. Gabos. Veliki Grdjevac und Grubisnopolje. gehören die Gemeinden: Spisic-Bukovica. (lern Amtssitze in der Stadt. Lukac. Krusedol. Viroyitica. unter deren Eintiuss die administrative Gestaltung Kroatiens und Slavoniens bald die eine. mit dem Amtssitz in der Stadt (Kreuz) Krizevac. Das K r e u z e r Comitat zerfällt in zwei Vicegespanschaften Kopreinitz und Kreuz. Das V i r o v i t i c e r Comitat hat drei Vicegespanschaften: Virovitica (Veröeze). Putinci. Gahna. Daruvar Marktort. gehören die Gemeinden : Crnik. Irig (Iregh). Sv. gehören die Genieinden: Borovo. Zur anderen. Djakovo und Osiek. Djakovo-Kotar. Severin. Raven. Budrovae. Zur zweiten. gehören die Gemeinden : Ivanska. Sudovee. gehören die Gemeinden: Moslavina. Buc und Orljavac. Sokolovac. 7. Sv. Rasinja. Radinci Veliki. mit dem Amtssitze im Ort*. Slatina und Miholjac Gornji. Zur dritten. Sljivosevci. Virje und Molve. Gjelekovec. Levanska-Varos. Kaptol (Kapitel). Ilok und Susak. Fericanci. Nustar. Rakovec. gehören die Gemeinden : Daruvar-Kotar (Bezirk). Berkasovo. Vucin. ö.4. Das B e l o v a r e r Comitat hat*zwei Vicegespanschaften: Bolovar und K r i z . Ivan. mit. Öepih. Zur zweiten. sein Siegel und seine Flagge. Raea. mit dem Amtssitze in Fssek. Farkasevac. Zur ersten. hat sein Wappen. Jedes Comitat. Kapela.

Aber er hatte trotzdem keineswegs seine alte Bedeutung verloren. In den ältesten Zeiten wurden alle wichtigen Angelegenheiten. die Diplome der kroatischen Vojevodeu Trpimir. Grossen historischen Werth hat in dieser Beziehung der Befehl des Mathias Corvinus zu Händen des kroatischen Banus Ivan Tuz. dass diese häufigen Umgestaltungen. nationale Landtage einzuberufen. welche damals „Sobor" hiessen. A . 11(12 wurde üben. B. Im Verlaufe der Zeit gewannen die kroatischen Landtage eine bald grössere. von den ihr gehörigen Ländereien die Einkünfte einzuheben. solch wiederholter Zusammenbruch dos Verwaltungsbaues nur allzusehr die Bedeutung der Administrativgewalt im Laude untergraben haben. mit ihrem Hegierungsorganisinus näher bekannt zu werden. Der kroatische Minister. B) Der kroatische Landtag. Der kroatische König Zvonimir berief 1087 den Landtag nach Knin (im heutigen Dalrnatien). welcher neue Regierungsansichten verbreitete und ein neues Venvalt ungssystem ein füb rte. vollkommen kitact vor. Drzislav u. unter Anderem. Zur Erledigung der zwischen Kroatien und Ungarn gemeinsamen . bald wieder kleinere Geltung. Jahrhunderts unter dem Könige Mathias Corvinus von Ungarn der kroatische Landtag.1. da ging schon Alles wieder in Trümmer und ein neuer Repräsentant der Regierungsgewalt erschien. wohl seine Deputaten unter dem Titel „Oratores Regni" auf die ungarischen Landtage sendete. dass der kroatische Landtag nach Bihac (im heutigen Dalmatien) einberufen winde. Der Viceban. um das Recht der Kirche von Spalato. also aus einer Zeit. so z. So heisst es in dem Diplom des Vojevoden Drzislav vom Jahre 836. So sehen wir. Der Banus. wo es noch gai? keine Magyaren in Europa gab. welche die kroatische Nation betrafen.nommen. müssen wir hervorheben. auf dem kroatischen Landtage erledigt. Thatsärhlich baffe oft die Bevölkerung kaum angefangen. haben sich historische Denkmäler noch bis in die Gegenwart erhalten . dass gegen Ende des X V . Betreff der Zusammenberufung der nationalen Landtage. dabei aber behielten sich die Kroaten das Recht. Die innere Organisation der Agramer Sectionen. Der Hofrath. zu bestätigen.gegenseitige Einverständigung zwischen den Kroatcui und Ungarn ein politisch-staatliches Bündniss zwischen dem Königreich Kroatien und Ungarn errichtet. je nachdem sich die äusseren Beziehungen Kroatiens zu Ungarn freier oder enger gestalteten. welcher damals die Benennung „Congregatio Generalis" führte. er solle den „Sobor" zusammenberufen und den Türken den Krieg erklären. Im .

B.Angelegenheiten fuhren die Kroaten fort ihre Oratöres Regni an den ungarischen Landtag altzuordnen. Jahrhunderts.. dessen Grundlage der Aristokratismus bildete. das ist in der Periode der grössten Uebermacht des Magyarenthums in Kroatien. W i r wollen über dieselbe. lieber seine Banuswürde nieder. auch die des kroatischen Landesbudgets nicht ausgenommen. Und als hierauf der König die Banuswürde dem österreichischen E r z herzog Mathias ertheilte. so namentlich Wurde der Agramer Landtag unter ihm sehr selten einberufen. am Landtage theilzunebmen. war es. als an die Stelle der kroatischen Sprache im Lande das Latein eingeführt wurde. jene Persönlichkeiten. Die Wahlen der Deputaten wurden ganz nach dem feudalen ungarischen Gesetze. Dennoch traten aber auch da Fälle ein. dass er unter keiner Bedingung mit einer solchen Ernennung seiner Baue sich einverstehen könne. Der kroatische Landtag erhielt nun den T i t e l : „Congregatio Generalis Statuum et ordinum regnorum Dalmatiae. als Rudolf II. dass der Agramer Landtag wenigstens theilweise seine alte Organisation zurückerhielt. König Rudolf I L musste sich. Prälaten. Erst den neuesten politischen Ereignissen. welche doch durch alle möglichen Diplome und Rescripte in feierlichster Weise bestätigt Waren. vollzogen. . welche durch personelle Banalschreiben (literae Banales) eingeladen wurden. so z. war es zu danken. B . s. welche durch ihre amtliche Stellung den Adelsrang behaupteten wie z. die Obergcspäno u. durch die Türken bedrängt. Wohl wurde der kroatische Landtag immer noch in der früheren Weise nach Agram einberufen. deutsche Regimenter in die kroatischen Festungen in Garnison legen wollte. welcher zuerst die historischen Rechte der Kroaten beschränkte . Auf diese Weise wurde der kroatische Landtag zu einer Art Section des ungarischen Parlamentes hinabgedrückt. weil die Wahl dos Bauns ein unveräusserliches Recht des kroatischen Landtages bilde. namentlich seit Ende des X V I . welcher inzwischen schon eine grössere Bedeutung erlangte als der kroatische. dazu verstehen. da legte der kroatische Banus Erdelyi. Aber erst im Anfange dieses Jahrhunderts. Alle Fragen. da er dieser gesetzwidrigen Verfügung des Königs sich nicht widersetzen konnte. den Landtag einzuberufen und die Wiederwahl Erdelyi's gutzuheissen. allein dennoch verlor er schon merklich immer mehr von seiner Unabhängigkeit betrelf seiner Existenz. wie wir oben angedeutet . wurden die eonstitutionellen Kochte des Königreiches. sowie über den Wirkungskreis des Landtages noch Einiges beibringen. wurden zu ihrer definitiven Erledigung dem ungarischen Landtage vorgelegt. da erklärte der kroatische Landtag. So besassen das Kocht zu Deputaten gewählt zu worden n u r : 1. w. zu einem todten Buchstaben herabgehracht. Croatiae et Slavoniae" und verlor seine ganze frühere Bedeutung. der einheimische Adel und 2. wo er seine Stimme erhob. Kaiser Leopold I.

soweit deren Diöeesen im Gebietsumfang von Kroatien und Slavonien liegen . Weiter ist zur passiven Wählbarkeit erforderlich. majorenn. 5. Dieses Recht besitzen: 1. 3. <. Grafen und Fürsten). Volksvertreter kann jeder in Kroatien oder Slavonien Geborene werden ohne Unterschied der christlichen Gonfession. fünfzig Gulden oder mehr directe Steuer bezahle {nur die Bewohner des Fiunianer Comitats.Der Agramer Landtag zählt unter seinen Mitgliedern zwei Kategorien : die ständigen und die temporären Mitglieder. Im Falle seiner Erkrankung oder irgend eines anderen Hindernisses. u. selbst wenn sie weniger als die bezeichnete Steuersumme entrichten. 3. welchen die Verwaltung eines Comitates anvertraut ist. werden 51 von den Comitaten und 20 von den Städten und privilegirten Marktorten gewählt. zw. gebührte das Recht des Vorsitzes de jure dem Agramer römisch-katholischen Erzbisehofe. die W ü r d e existirt natürlich schon längst nicht mehr und hat sich bis jetzt nur als Titel erhalten). alle kroatisch-slavonischen Magnaten (Barone. Der Banus war de jure Präsident des Landtages und hatte zwei Stimmen. wenn sie mindestens fünfzehn Gulden directe Steuer entrichten). der Gomes von Turopolje. damals unter dem Namen der kroatisch-slavonischen Landwehr bekannt. sowie der unirte Bischof. der Karlowitzer Patriarch. des Lesens und Schreibens kundig sei. 2. welches ihm die Theilnahme an den Landtagssitzungen unmöglich machte. sowie die Einwohner des Gebietes längs des Kulpaflusses sind schon dann zu Deputirten wählbar. 4. desgleichen Advocaten. unterstand die Nationalmiliz. 2. Die ständigen Mitglieder bilden diejenigen Persönlichkeiten und Functionäre. welche de jure Sitz und Stimme im Landtag haben. Auf Grund des Wahlgesetzes von 1870 beträgt die Zahl dieser Volksrepräsentanten im Landtage 77. Handwerksmeister und Schiffseigner zu Landtagsdeputirten wahlfähig. der Vicebanus. sowie die Bewohner des Bezirkes Turopolje. Ingenieure. alle Obergespäne und diejenigen Persönlichkeiten. welchen dieser Titel durch die kroatischen Landtage zuerkannt worden ist (um im Landtage das Stimmrecht zu üben.. Als „temporäre" Mitglieder des Landtages erscheinen die V o l k s v e r t r e t e r . endlich 4. müssen diese Magnaten majorenn. deren Vollmacht als Deputirte auf die Frist von drei Jahren lautet. und wenn auch dieser nicht . also mindestens 24 Jahre alt. wenn sie auch nur dreissig Gulden. sind Personen des gelehrten. des geistlichen und des Handelsstandes. der Viceeapitän des Königreichs Kroatien (in den Zeiten vor der Errichtung eines stehenden Heeres in der Militärgrenze nämlich. der Macht des Banus und deshalb führte der Banus den Titel „Capitän des Königreichs" und sein Stellvertreter hiess „Viceeapitän". muss mau wenigstens fünf Gulden directe Steuer bezahlen. der Agramer römisch-katholische Erzbischof. also wenigstens 24 Jahre alt sein und irgendeinen Grundbesitz im Lande als Eigenthum haben). die römisch-katholischen und die orthodoxen Bischöfe. dass der Deputirte: 1. U m Wähler zu sein.

dann fährte der dienstälteste Obergespan den Vorsitz. Dabei ist wohl zu bemerken. diesen den Antrag. ist die neueste politische Erfindung der Ungarn. ihre Macht über Kroatien und Slavonien unangetastet aufrecht zu erhalten.anwesend war. die Finanzen. Dom Agramer Landtag unterliegt die Erledigung nur jener Angelegenheiten. II.und Transleithaniens erledigt werden. 1870 übet die Organisation des kroatischen Landtages bildet die Einberufung des Landtages ein unantastbares Recht des Kaisers. welche sie zu dem Zwecke ersonnen haben. I L ISO«) über die Organisation der autonomen Verwaltung die Landesregierung verpflichtet.) Die Vicepräsidenten. Zur Erledigung der zwischen Ungarn auf der einen und Kroatien und Slavonien auf der anderen Seite gemeinsamen Fragen sendet der Agramer Landtag 29 (jetzt 31) Abgeordnete in das Abgeordnetenhaus und zwei Personen in die Magnatentafel des ungarischen Reichstages. die Ooniniunicationen und die Landesverteidigung in die Verwaltung des ungarischen Ministeriums übergegangen. um die Opposition der Kroaten zu schwächen. Im Falle der Auflösung müssen sofort die Neuwahlen ausgeschrieben werden. der Ackerbau. in Pest die Würde eines kroatischen Ministers zu errichten. in denen die gemeinsamen Angelegenheiten Cis. wenn der Kaiser sie sanctionirt. welcher in den oben bezeichneten Angelegenheiten als Vertreter der Interessen der r . bis nicht die neu zusammenberufene Nationalvertretung ihre Aenüer neu besetzt hat. Unter Andern ist nach Gesetz-Art. Aller Wahrscheinlichkeit nach stellten die Ungarn. dass die im Landtage angenommenen Gesetzesvorlagen erst dann in Kraft treten. U n d zwar haben vier kroatische Abgeordnete aus den vom kroatischen Landtage ausgesandten Mitgliedern des ungarischen Abgeordnetenhauses an den I Delegat ionssitzungen theilzunehmen. Infolge Gesetz-Art. der Handel. dem Landtag alljährlich das Landesbudget zur Revision und Genehmigung vorzulegen. Im Uebrigen behalten die Deputirten des aufgelösten Landtages ihre Vollmachten als Functionäre so lange. den Landtag vor dem gesetzlich bestimmten dreijährigeil Termine zu vertagen oder aufzulösen. deren es gewöhnlich zwei gibt. (Jetzt wird der Landtagspräsident und die Vicepräsidenten vom Hause selbst gewählt. Die W ü r d e des kroatischen Ministers mit dem Sitz in Budapest. so dass der neue Landtag spätestens drei Monate nach der Auflösung iles vorigen zusamnienberufeu w erden kann. werden ebenso wie die Secretäre durch die Stimmenmehrheit aus der Mitte der Volksvertreter gewählt. für welches das Budget lautet. und zwar noch vor Beginn des Jahres. welche in die Wirkungssphäre der Autonomie von Kroatien und Slavonien fallen. dem auch das Recht zusteht. Kroatien und Slavonien haben auch das Recht an den Delegationen theilzunehmen. Infolge des 1868 zwischen den Kroaten und den Ungarn zu Stande gekommenen Ausgleiches sind viele der wichtigsten Zweige des staatlichen Lebens Kroatiens und Slavoniens.

welche ihm in den oben bezeichneten Angelegenheiten von Seite des Banns zugestellt werden. Erst im Jahre 180. Uusb wir alle Abänderungen und Nachträge in der Vorred« zusammenstellen werden. Wenn nun aber der kroatische Minister. VI.Militärgewalt. Die ganze Militärverwaltung *i Um nicht zu viele Abänderungen im Texte unseres Herrn Autors machen zu müssen. wie gesagt. in welchem die Zahl der kroatischen Abgeordneten im Verhältniss zur Gesamnitzahl der Mitglieder äusserst unbedeutend erscheint. Man sagt. der j a ein Magyar pur sang ist (war). dass dieser „Vertreter Kroatiens und Slavoniens im Ministerium" nichts anderes ist als eine ungarische Kreatur. sowie ihm auch die Pflicht obliegt. Die Banuswürde ist so alt wie die kroatische Nation seihst. Wenn man aber berücksichtigt. welcher einer der reichsten Grundbesitzer in der Nähe von Agram und zugleich ein glühender Parteigänger der Magyaren ist. er ist gewissermassen der Statthalter des Königs im Lande. Wie er vom Kriegswesen gar keine Kenntnisse hatte. von 1527 und Kraft der kroatischen Landtagsart. Ursprünglich würden die Baue auf den Landtagen gewählt.als diu.kroatisch-slavonischen Bevölkerung wirken könnte. . der kroatische Minister sei der Mittelsmann zwischen dem österreichischen Kaiser und der kroatisch-slavonischen Landesregierung. also das politisch-administrative Fach und das Justizwesen anvertraut. so wurde ihm auch ausschliesslich nur die Civilabtheilung der Landesregierung. nur dem ungarischen Parlament für seine Thätigkeit verantwortlich ist. so begreift es sich sehr wohl. so muss man notwendigerweise zugeben. Der Lebersetzer. *) Als Chef der Adfflinistrativgewalt in Kroatien und Slavonien erscheint der B a n u s . dass bei Expedition der aus Agram ihm zugehenden Schriftstücke nach Wien ihn nur zu leicht die Lust ankommt. Bis in die neueste Zeit stand der Banus da als der Chef sowohl der Civil. 1700 bildet die Bestellung des Banus ein unmittelbares Recht der kaiserlichen Autorität. und die bezeichneten Schriftstücke dem Banus zu übermitteln. dass der kroatische Minister für seine Thätigkeit nicht dem Agramer Landtag. sondern dem gemeinsamen ungarischen Parlamente verantwortlich ist. alle jene Vorlagen und Vorstellungen. endlich auch durch seine Unterschrift die EntSchliessungen des Monarchen zu contrasigniren. Da ist es ganz natürlich. und in diesem Kalle kann er mit Sicherheit auf die Unterstützung des österreichischen Kanzlers rechnen. dem Kaiser zur Allerhöchsten Sanction einzubegleiten. 1741 und L X I . denselben seine eigenen Bemerkungen hinzuzufügen. allein infolge des Reseripts Ferdinand 1. um den Gang der Geschäfte nach Thunlichkeit zu hemmen . dass er hier mit der äussersten Vorsiebt auftreten muss. als ein Beamter des ungarischen Ministeriums. bemerken wir.x geruhte Kaiser Franz Josef aus politischen Rücksichten den Baron Rauch zum Banus von Kroatien und Slavonien zu ernennen.

welche er zu beantworten verpflichtet ist. Diese eigentliche Autonomie beschränkt sich auf die drei Sectionen: 1 I)eres: i n . Der Viceban wie der Hofrath hatten die I V . Die Chefs dieser Abtheilungen heissen Sectionschefs und werden über Vorschlag des Banus vom Kaiser ernannt. Darum bildet auch gegenwärtig noch die Militärverwaltung einen vollkommen selbstständigen Theil der Landesadministration. Rangclasse und haben 3000 11.000 fl. jährlich. Gehalt. Beide Posten sind jetzt aufgelassen. und 1000 Ii. Der Banns ist de jure Mitglied der Magnatentafel des ungarischen Landtages. worauf der Kaiser durch Vermittlung des kroatischen Ministers die Wahl bestätigte. In jeder Section sind zwei Schriftführer von der V I I . welche die sogenannte „autonome kroatische Landesregierung" bilden. wo der Hofrath die Functionen des Banus versah. 700 fl. Rangclasse) mit 1000 fl. W i r haben oben bemerkt. Rangclasse und einen Gehalt von 4000 Ii. Jahressalaire nach Bedarf verwendet. und ist demselben für seine Amtsführung verantwortlich. und zwei Kanzlisten der VIII. Sie stehen in der V I . dann ein Secretär (VIII. 3 . Gehalt.O O f wurde einem speeiell dafür ernannten Militärchef übergelten. wo er den dritthöchsten Platz einnimmt. endlich zwei Kanzleibeamte (IX. Das sind die obern Instanzen der kroatischen Administration. Rangclasse mit 1500 fl. Baron Kaueh's Nachfolger ist Ivan Mazuranie. welcher im Jahre 1873 die Banuswürde übernahm. Der Banus übt das Recht. Bei dmu ausgedehnten Wirkungskreise standen dem Banus zur Oberleitung des regelmässigen Geschäftsganges zur Seite: für die Justizangelegenheiten der Viceban und für politisch-administrative Dinge der Hofrath. Der Letztere verwaltete das Agramer Departement des Innern. Bei Antritt seines Amtes leistet er einen E i d . An ihn haben die Abgeordneten das Recht.. über die in ihren Wirkungskreis fallenden Angelegenheiten Interpellationen zu stellen. Rangclasse) mit 800. In der Banalkanzlei arbeiten zwei Secretäre der VII. Gehalt. Activitätszulage. gebührten ihm looo fl. Zulage. Jahresgehalt. res]). dass die Geschäfte der Landesregierung in drei Sectionen eingetheilt sind. Der Banus contrasignirt die vom Kaiser durch die Vermittlung des kroatischen Ministers empfangenen Schriftstücke und bringt sie zum Vollzug. E r hat das Recht die unteren Verwaltungsposten zu besetzen. In Fällen. und 1200 fl. Sonst winden noch Kanzleibeamte mit 400 fl. Wie sein Vorgänger hat auch er vom Militärwesen keine Kenntniss. Den Vicebanus und den Hofrath hatte der Banus nach eigener Wahl in Vorschlag zu bringen. Rangclasse mit 1000 und xoo 11. der als commandirender General der Armee in Kroatien und Slavonien eingesetzt wurde. dass er die constitutionellen Rechte Kroatiens und Slavoniens unveränderlich aufrecht erhalten werde. infolge des vom Kaiser erhaltenen Befehles den Agramer Landtag zusammen zu berufen. Kroatien. Sein Gehalt beträgt 12. Rangclasse mit Gehalten von 1800 und 1500 11.

den Cultus und Unterricht. Gendarmerie. Die Zahl der Comitatsvertreter hängt sowohl von der Zahl der Städte und Gemeinden des Comitates wie von der Grösse der Bevölkerung desselben ab. welcher auch de jure der Präsident der Congregation ist. haben das Recht einen Vertreter in die Skupstina zu senden. seinen Platz ein. wo die Versammlung stattfindet. welche eine unverzügliche Erledigung er- . Communicationen u. welche de jure zu den Congregationen erscheinen dürfen. Im Falle seiner Krankheit nimmt der Vicegespan des Ortes. das Justizwesen. Finanzen. Die ständigen Comitatsmitglieder. 3. s i n d : die Würdenträger des Comitats. Lehrer. Das Recht. dem Chef des Comitats. Die zur Theilnahme [in den Comitatssitzungen berechtigten Persönlichkeiten sind theilweise ständige. ferner die Doctoren der Rechte und der Mediän. s. Selbstverständlich haben alle diese Persönlichkeiten das Recht. wo keine Congregation abgehalten wird.1. Turopolje. Obergespan. w. Die temporären Mitglieder bilden die Deputaten oder Volksvertreter der Städte und Gemeinden. Städte und Gemeinden. theilweise temporäre Mitglieder. wenn er volljährig und gerichtlich unbeanstandet ist und im Comitat ein unbewegliches Eigenthum besitzt. orthodoxe wie römisch-katholische. sind nach dem 18(18 unter der magyarenfreundlichen Regierung des Baron Rauch zwischen Kroatien und Ungarn abgeschlossenen Ausgleiche an Ungarn überwiesen. 2. bis zu 0000 Seelen senden sie dann zwei. Die Comitatsdeputirten werden auf drei Jahre gewählt. Comitatsmagistrat. In Wirklichkeit kann die Verwaltungsmaschine Kroatiens und Slavoniens jederzeit und ohne Schwierigkeit sistirt und ihre regelmässige Bewegung alsbald zum Stillstande gebracht werden. deren Bevölkerung 3000 Seelen erreicht. unirte wie protestantische. unterliegt. die politisch-administrativen Angelegenheiten. steht unmittelbar dem Comitatsgespan zu. Alle übrigen Angelegenheiten. (!) Der Verwalliingsorganismus der Comitate. bei grösserer Einwohnerzahl drei Deputirte. dann die Geistlichen. das einer Steuer von mindestens ir> ti. Gesetzlich sollen die Generalcongregationen mit ihrem vollen Personalstatus vier Mal im Jahre einberufen werden. Landesvertheidigung. A d vocaten. Wenn aber in der Zwischenzeit. Handel mit dem Telegraphenund Postwesen. Städteorganisation. I. nur den Comitatsversammlungen ihres Wohnortes beizuwohnen. wichtige Fragen auftreten. Fabrikanten und Schiffseigner. Zum Comitats Vertreter kann jeder Einwohner gewählt werden. Die Repräsentativ-Körpersehaft des Comitates ist die Comitatscongregation. Skupstina. die Comitatsversammlung einzuberufen.

Die Congregation untersucht und entscheidet Fragen über die Bedürfnisse des Comitates. Ks ist folgender : 1. wurde der Wirkungskreis der Cnmitatsversammlungen klar bestimmt. Die Beschlüsse einer kleinen Congregation aber müssen sofort der nächsten Generalcongregatton zur Genehmigung unterbreitet werden. über Beihilfe zur Entwicklung der Landwirtschaft und Industrie. welche zwischen den ('omitaten unter einander auftauchen und an welchen sie interessirt ist. s. eine motivirte Erklärung entgegenzustellen. welche in allen die Autonomie des Comitats unmittelbar betreffenden Krügen gewissermasson die zweite legislative Instanz bildet. jene Angelegenheiten. jedoch nur theilweise. über den Bau von Schulen. welche bestimmt. Falls eine solche Verordnung der kroatischen Landesregierung den bestehenden Gesetzen zuwiderläuft. wie nicht minder über die Massregeln. einer solchen Regierangsverfügung. Gefängnissen u. Krankenhäusern. Mit Einem W o r t e : der Ingerenz der Comitatscongregation. die erhaltene Verordnung durchzuführen. Doch haben derlei Verfügungen nur dann Giltigkeit. Die Congregation hat das Recht. 4. so kann auch eine kleine Congregation „Mala skupstina" einberufen werden. zu welchen Erfordernisseu und wie gross die Summen anzuweisen s i n d . welche ihrem Wohnorte gemäss leichter ZU der Sitzung erseheinen können. von Ilungersnotb und epidemischen Krankheiten u. sie möge kommen von wem sie wolle. In dem Comitatsstatut. 2. sie entscheidet über die Herstellung der Communicationen. Oberaufsicht über die Thätigkeit der Gemeindeverwaltung. und solche demnach bis zum llorablaugen der bezüglichen Antwort ad acta zu legen. unterstehen alle das gemeinsame Interesse des ganzen Comitates hol reilenden Angelegenheiten überhaupt. weshalb es ihr unmöglich geworden. Entscheidungen und Beschlüsse zu fassen. so hat die Congregation das Hecht. die zur Abwendung von Ueberschwemmungen und Brandschäden. an welcher nur diejenigen Personen Theil nehmen. das der. an deren Entscheidung nur eine einzelne Gemeinde interessirt sein kann. 5. kroatische Landtag 1870 aufgestellt hatte. dann aber auch. so hat die Congregation das Recht es abzustellen. Die in den ComitatBCöngregationen angenommenen . Der Congregation steht das Recht z u . Alle Verordnungen der kroatischen Landesregierung an die Comitate werden der Localcongrogation mitgctheilt. Verordnungen zu erlassen. w. 3. welche für das ganze Comitat Rechtskraft haben. in welcher Richtung den Comitatsbeamten die Instructionen zur weitern Durchführung der gegebenen Anordnung zu ertheilen sind. wenn sie durch die Section für das Innere bei der Agramer Landesregierung gutgeheissen worden. sie bestimmt nämlich die Höhe derSteuerzusohlage für die ('omitatsoiTordernisse und setzt fest. vom Comitat ergriffen werden sollen.heischen. dgl. Wenn in derselben etwas Ungesetzliches vorkommt. in Fragen.

der Controlor. 1504 ausdrücklich verboten war. £upan. Deshalb führt der Varazdiner Obergespan auch den Titel „erblicher Obergespan". der Obercassierer. Der Obergespan hat nicht das Recht irgendeine Massregel in dem ihm anvertrauten Comitat zu ergreifen. Seine Hauptpüicht in der Congregation besteht darin. Ueberhaupt aber spielt der Obergespan keineswegs eine Actionsrolle in der Congregation. welcher seit alten Zeiten ein sehr ausgedehnter Grundbesitz im Varazdiner Comitat zu eigen gehört. verwaltet den Controlsdienst. zwei Vicenotäre. welcher aus einer ansehnlichen Zahl von Functionären besteht. Obgleich es durch ein Gesetz vom J . er hat zwei Gehilfen. er referirt in den Comitats? Sitzungen über diejenigen Gegenstände. über Aufrechthaltung der Ordnung in den Sitzungen zu wachen. 2. sie haben dasselbe Amt wie der Obernotar. welcher er auch für seine Action vollkommen verantwortlich ist. so behauptete doch die Familie des Grafen Erdody. als entscheidend ein. ohne dass er vorher die Entscheidung der Comitatscongregation angerufen bat. welche der Entscheidung der Congregation unterstehen. dass die beiden Categorien von Mitgliedern in gleicher Anzahl dabei interveniren. 4. Das Ernennungsrecht zu dieser W ü r d e ist ausdrücklich der königlichen Autorität vorbehalten. Kr hat beispielsweise nicht einmal das Recht. als die Ansichten der Mitglieder der Göngregätion sich über einen Gegenstand gar nicht einigen können. führt das Versammlungsprotocoll. Der Vicegespan „Podzupan". Veliki Biljeznik . 3. Veliki Blagajnik. welcher zum Theil aus den Functionären des Comitates und zum Theil aus den Vertretern des Volkes zusammengesetzt ist. mit dem Obergespan an der Spitze. In den Wirkungskreis desselben fallen alle Angelegenheiten. Cassierer.Comitatsmagistrat. der Assistent des Obergespans. seit undenklichen Zeiten bis auf die Gegenwart herab den Ehrentitel eines Obergespans dieses Comitates. der Obernotar. Ebenso wenig hat er das Recht. diese Function steht allein dem „Vicegespan" zu. Der Repräsentant der höchsten politisch-administrativen Gewalt ist gegenwärtig der Obergespan. jedoch mit der ausdrücklichen Bestimmung. die Oesetzentwürfe der Regierung der Congregation zur Discussion zu unterbreiten . 5. welche unmittelbar die Administration des ganzen Comitates betreffen. welcher die Comitatsrassa führt. Zum Personalstatus desselben gehören nachstehende Personen : 1.Beschlussfassungen gelangen durch die Vermittlung des „ Verwaltungsausschusses" zum Vollzug. l'odbiljezniki. kurz zu seinem Ressort gehört die gesammte otfieielle Correspondenz des Coraitats-Ädministrationsaüsschusses. Racunar. Der Obergespan hat einen Jahresgehalt von 3—4000 h\ Als Administrationsorgan im Comitat fungirt (hu. sein Votum tritt nur in dem Falle. . eine Stimme abzugeben .

hat das Turopolje doch einige Specialrechte. der Comitatsadvocatj Veliki Odvjetnik. der Seidencultur-Inspector. sollen die dortigen Bewohner den Türken in einem Kriege gegen die Ungarn einen Dienst erwiesen und die Türken zur Belohnung dafür den Turopoljern den Adelstand verliehen haben. Nadzornik sviljarst. Iliebei müssen wir des ganz e i g e n t ü m l i c h e n Verhältnisses erwähnen. für das Schreiben eines Recepts 5 kr. welche eine genauere Beachtung verdienen. 8. welcher die Vertretung der Interessen des Comitats in gerichtlichen Angelegenheiten hat. welche im Lauf der Zeit allen Grund und Boden an die Dorfbewohner verkauften . die Regulirung der Flüsse und Bäche u. sind den V i c e g e s p a n e n zur Verwaltung anvertraut.. der selbstständige Bezirk. '. sich befindet.. im Jahre 1225 wurde die ganze Bevölkerung von Turopolje in den Adelstand erhoben und bat auch die Adelsrechte bis auf die heutige Stunde behalten. welche sieb dabei namentlich auf die Ableitung des Namens des Districtes selbst stützen (Turopolje heisst „Türkengebiet"). Lnter der Regierung des ungarisch-kroatischen Königs Bela IV. von welchen wir bereits oben sprachen. welcher das Comitatsarehiv verwaltet. Ljecnik (jedes Comitat hat zwei Bezirksärzte. wann und aus welchem Grunde an die Bewohner jenes Districtes diese W ü r d e verliehen worden war. Agronom . ganz nach seinem persönlichen Ermessen diese Dienstposten zu besetzen. Nach der Ansicht der einen Gelehrten. Die selbstständigen Yiceconiitatskreise. Obgleich dem Agramer Comitat einverleibt. Mjernik . der Ingenieur. sein And ist der Bau der Comraunicationswege und der Staatsgebäude. . 11. w . Kanzleidiener. jeder mit einem Jahresgehalte von 600 tt. für eine Krankenvisite in einer entlegenen Ortschaft 1 — 3 h . und alle drei Jahre wurde zu diesen Aemtern neu gewählt (Comitatsrestauration). der Veterinär. der Comitatsarzt. Seit 1S70 jedoch hat der Banus das Recht. Jahrhundert unter 1 1 . welcher sie von allen Verbindlichkeiten frei sprach.(i. Ausserdem linden sich noch zwei Ansichten v o r : nach der einen wurde den Bewohnern dieses Landesgebietes der Adel im I X . 10. 12. weh her etwa eine Stunde Weges von Agram entfernt liegt. Ljecnik zivine . der Archivar.va. Bis zum Jahre 1870 wurden die Persönlichkeiten für dies* Dienstposten in den Comitatsversammlungen gewählt. in welchem das sogen. Nach der Meinung anderer Gelehrten gehörte in alten Zeiten das ganze Gebiet von Turopolje ungarischen Grafen. Turopolje. 7. s. und auf diese Weise wurden diese letzteren Grundbesitzer und erhielten so den Adelsrang.). Doch herrschen unter den slavischen Gelehrten abweichende Meinungen darüber. Auch müssen diese Comitatsärzte in der Chirurgie bewandert sein). und verschiedenen Nebeneinkünften: so vom Impfen eines jeden Kindes 10 kr.

Alle Turopoljer sind Oeconomen . der an der Spitze der Localverwaltung steht. Je nachdem nun die Gefahr von Seiten des Feindes wuchs. verliehen . W i r kommen nun an die administrative Organisation der S t a d t bevölkerung. welche Kroatien. 1 Mit dem Beginne des JCIII. zusammenberufen wird. in welchen die Stadtbevölkerung die Erlaubniss erhielt.Ludwig L . Die Ortsbevölkerung hatte in einer gewissen Reihenfolge die kriegerischen Obliegenheiten zu prästiren und niusste sich überhaupt immer auf Kriegsfuss halten. Deutsche und Ungarn begannen sieb in den inneren Gegenden dieser . Turopolje „Campus Nobiliuni" zu nennen. F ü r die kriegerischen Heldenthaten. ihre Städte nach dalmatinischem Muster zu organisiren. Jahrhundert unter der Regierung des ungarisch-kroatischen Königs Mathias Corvinus. Auch brachte die allgemeine Gefahr. eine administrative Organisation auf der Basis der Principien des alten römischen Municipalrechtes einzuführen. die am St. dass sie sehr bald in viel nähere Beziehungen zu einander trat. In der alten Zeit wohnten die Obergespäne gewöhnlich in befestigten Plätzen. dem Sohne CarPs des Grossen. im ungarischen wie im kroatischen Landtage zu erscheinen. Jahrhunderts macht sich ein bedeutender Zufiuss von Fremden in Kroatien und Slavonien bemerkbar. der Vicecomes. ein Jeder von ihnen besitzt 20—30 Dessjatin (Joch) Feld. Unter Anderem wurden ihnen Diplome verliehen. und ihr Zupan. Indess wurden im Laufe der Zeit diese Rechte des Turopoljer Obergespans wieder etwas beschränkt. Im Anfang dieses Jahrhunderts fing man an. oder für etwaige andere Dienste. erhielt den Titel „Comes terrestris" mit dem Rechte eines Obergespans. U n d als bei dieser Gelegenheit die Kroaten das innere Leben der dalmatinischen Städte kennen lernten. vergrösserfe sich auch die Zahl der befestigten Städte im Land» bedeutend. welche die Stadtbevölkerung bei der Abwehr der Feinde bewiesen. obgleich ihm das Recht geblieben ist. Zu dem Administrativpersonal von Turopolje g e h ö r e n : der Comes terrestris. Slavonien und Dalmatien von Seite des äussern Feindes bedrohte. so führten sie sehr bald die dalmatinischen Einrichtungen auch bei sich ein und fingen an. nach Anderen erhielten sie denselben im X V . erhielten diese Städte in der Regel bestimmte Privilegien. dem Hauptorte von Turopolje. auf welcher Militärwachen vertheilt waren. die Bevölkerung des ganzen Landes dahin. Alle diese Functionäre werden alljährlich in einer Skupstina gewählt. welche den Namen „Grad" Stadt führten und in Zeiten der Gefahr zum Schutze des ganzen ihnen unterstehenden Territoriums dienten. welche sie der kroatisch-ungarischen Regierung geleistet. Lucastage in Gross-Gorica. ein Secretär und ein Cassier. welche für manche Städte auch noch bis zur Gegenwart herab in Kraft geblieben sind. So untersteht derselbe gegenwärtig vollständig der Autorität des Obergespans von Agram. Diese Städte waren gewöhnlich mit einer dicken Mauer unigeben.

hat sich in einer Redaction aus dem X V . Um dem einen wie dem anderen Uebel abzuhelfen. ihre Deputirten sowohl zu den Congregationen als in die kroatisch-ungarischen Landtage zu senden. fingen die Könige an. das von Agram und das von Zeug. welche in lateinischer. jedoch ohne alles System gruppirt und zusammengestellt waren. Von diesen Statuten haben sich zwei bis in die Gegenwart herab erhalten. überging. sie waren in ihren Geschäften nicht durch die fortwährende zudringliche Controle der reichen Gutsherren behindert. Alle diese Städte hatten ihre besondere Gerichtsverfassung. während in den kroatischen Küstenstrichen fast ausschliesslich italienische Ansiedler sich festsetzten. weil sie von dem grundbesitzeuden Adel unabhängig waren und den Territorialherren keine Frohndienste irgendeiner A r t zu leisten hatten. und das von Fiume. „Königlich" aber wurden die Städte deshalb genannt. welche den königlichen Freistädten ertheilt wurden. Man nannte sie „Freistädte". Gewandter in Handelsgeschäften als die slavischen Einheimischen. sogenannte „königliche Freistädte" zu errichten. Jahrhundert erhalten. Ueber die innere Verwaltung der bezeichneten Städte lagen die näheren Bestimmungen in den besonderen Statuten. gehörte auch das Recht. Ausserdem aber wussten die Einwanderer mit Hilfe des Geldes von der Regierung verschiedene Freibriefe sich zu erwirken. sie wurden eben in das Statut aufgenommen. einerseits durch die Kraftanstrengungen des einheimischen Adels. ihre selbstständige innere Verwaltung. A u f diese Weise verwalteten sich die freien königlichen Städte auf Grund ihrer muuicipalen . welches in italienischer Sprache abgefasst ist. Dieses negative Recht hatte für die Stadtbewohner einen sehr grossen W e r t h . dass die ganze Industrie und der gesanimte Handel im Lande in ihre Hände. brachten es die Fremden alhnälig dahin. weil sie ein Peeuliun. oder X V I . nach welchen sie in dem fremden Lande ganz nach ihren heimischen Sitten und Rechtsgewohnheiten leben durften. das im Jahre 1286 errichtet worden ist. als die des Königs.Provinzen anzusiedeln. die in den Händen der Stadtrepräsentanz l a g . In jenem Jahrhundert wurde die kroatischungarische Regierung gewaltig aufgeregt. andererseits durch die elenden Zustände d e r Landestinauzen. weshalb sie denn auch ausser den landesüblichen Steuern auch noch einen besonderen königlichen Census zu entrichten haften. in welchen alle Reglements des allgemeinen slavischen Rechtes. Das Statut von Vinodol endlich. Dabei zahlten die Städtler ihre Steuern und trugen alle städtischen Lasten. Zu den Privilegien. Letztere genoss Rechte. wie es die Nothwendigkeit mit sich brachte. um seinen Territorialbesitz möglichst auszubreiten und dadurch zu gleicher Zeit die Herrschaft im Lande in seine Hände zu bekommen. Das Deutschthum triuniphirte über die anderen Einwanderer und von da ab begann die allmälige Germanisation der Städtebevölkerung in Kroatien und Slavonien. der Krone bildeten und keine andere Gewalt über sich anerkannten. welche sich von den Rechten des Adelsstandes in Nichts unterschieden.

das 1221 zur königlichen Freistadt erhoben wurde. Wähler sind alle Bürger und übrigen Stadtbewohner. Die Mitglieder des Stadtrath es werden auf drei Jahre gewählt. wie die Congregation für das Comitat. Pozega 1767. Die übrigen Städte Kroatiens und Slavoniens. B . Die Stadtverwaltung bat Überdies noch einige Secretäre. Agram 1242. Die . Advocaten. welche streng darüber zu wachen hat. das Besitzthum der Stadt ganz in seiner Verwaltung.Gesetzesbestimmungen vollkommen selbstständig. sondern das ganze in ihrem Verwaltungsrayon befindliche Gebiet berühren. dem Stadthauptmanne. Mit Einem Worte: der Stadtrath hat für die Stadt dieselbe Bedeutung. Controlore. Diese Administrativ-Organisation der Freistädte blieb in Kroatien und Slavonien bis zu dem Erscheinen der neuen Städteordnung vom 7. welcher in seiner inneren Organisation an die frühere Municipalität erinnert. hatten eine Administrativverfassung. nämlich: Varazdin. Essek (Osjek) 1348. hat in vielen Partien der Stadtverwaltung das Recht. Buccari (Bakar) und Zeug (Senj) hinkamen. In den Institutionen dieser neuen Städteordnung liegt eine vollständige Vermischung der administrativen. sondern steht in engem Zusammenhange mit der Bevölkerungszahl der Stadt selbst. Diese Institutionen unterscheiden den Stadtrath (starjesinstvo) und den Magistrat (poglavarstvo). Wählbar zum Mitgliede ist nur ein Einwohner. September 1850 aufrecht. sudac. in anderen Fragen von grösserem Umfange. welcher irgendein unbewegliches Eigenthum in der Stadt oder in dem zum Rayon der Stadtverwaltung gehörigen Territorium besitzt oder ein Ehrenbürgerrechts-Diplom hat oder 30 Iiis 50 Gulden directe Steuer bezahlt. satnik. Kopreinitz 1356. ganz nach dem Muster der (Dorf-) Gemeinden. desgleichen Alles das. gr. Zur Zeit. Kreutz (Krizevac) 1405. Die Stadtmagistrate bestehen aus dem Bürgermeister. einen Doctor und Ingenieur. muss der Stadtrath sich direct mit der Section des Innern oder der Finanzen in Agram in Verbindung setzen. deren Zahl übrigens nicht bedeutend war. gradski nacelnik. der Stadtrathswahlen wird gewöhnlich eine besondere Commission niedergesetzt. Sie behielten wohl ihre privilegirte Bezeichnung. was unmittelbar die Interessen der Stadt b e r ü h r t . Karlstadt 1306. aus eigener Machtvollkommenheit zu verfügen. welche mindestens fünf Gulden jährliche directe Steuer bezahlen. welcher Chef der städtischen Polizei ist. richterlichen und executiven Gewalt. Alle diese Personen werden auf drei Jahre gewählt. dass die Wahlen in der gesetzlichen Ordnung durchgeführt werden. und zwar in Kroatien und Slavonien zehn solche Städte. die nicht die Stadt allein. allein bezüglich ihrer administrativen Organisation erhielten sie ganz dieselbe Einrichtung wie die Gemeinden. drei bis sechs Stadtrichtern. die Zahl derselben ist nicht durch ein Gesetz bestimmt. Der Stadtrath. Aus der Mitte des Stadtrath es werden die Mitglieder des Stadtmagistrats gewählt. zu denen später noch Fiume (Rjeka). so steht z. dieser ist das Vollzugsorgan des ersteren.

. Die Gehalte im Staatsdienste sind äusserst beschränkt. müssen sie solidarisch zum Stadtrathe stehen. ihren Lebensunterhalt im Staatsdienste zu suchen. zerfällt Kroatien und Slavonien in administrativer Beziehung in Comitate. selbstverständlich. weil ihnen das auch heute noch in Kraft stehende Recht verliehen wurde. und 3. welche die Landbevölkerung treffen. Samobor. als «leren Emanation der Stadtrath dasteht. Dank diesem Verflechten dos Linen mit dem Andern haben die Magistrate auch eine. noch die Hingabe an das Amt oder der Diensteifer die Hauptrolle. „Trgoviste". getheilt werden. Wie oben bemerkt. andererseits sind sie wieder solidarisch mit den Interessen der Stadt verknüpft. obgleich derselbe sich in Oesterreich für den Slaven keineswegs als besonders anziehend darstellt. an bestimmten Tagen des Jahres J a h r m ä r k t e abzuhalten. dass der Magistrat der obersten Regierungsbehörde unbedingt verantwortlich ist. Merkopalj. auf welcher sich der Slave doch noch seine materielle Situation tun wenig aufbessern könnte. „Zupanije". Die Stadtverwaltung wird aus den Fonds der Stadt erhalten. welchem sie ja auch in aller ihrer A m t s t ä t i g k e i t verantwortlieh sind). . Gemeinden und Ihr Wirkungskreis. wird ihm zu einer sehr dornigen Bahn. auf welcher er nur mit der gressten Vorsicht vorwärts kommen kann. Privilegirte Marktorte. die wieder ihrerseits in Kreise. Ravnagora und Verbovsko. Sissek. so dass sie kaum vor Hunger schützen. Auf diese Weise sind in dorn Magistrate alle Functionen der Staatsgewalt. . Dabei ist es.Magistratsrichter amtiren als die Administratoren und Execntoren der vom Stadtrathe gefassten Beschlüsse und haben auch die RichteramtsObliegenheiten. So sind die Mitglieder des Magistrates 1. Executivorgane (und in dieser Hinsieht. II. In Kroatien gibt es sechs „privilegirte Marktorte": Krapina. Denn t a t s ä c h l i c h spielen im österreichischen Staatsdienste keineswegs die Befähigung. die Legislative allein ausgenommen. Kommen wir zunächst zu den Marktorten und ihrer Wirkungssphäre. Sie erhielten jenen Namen.I'odzupanije". Die Stadtbevölkerung trägt übrigens heutzutage auch alle jene Lasten und Obliegenheiten. zweifache Verantwortlichkeit: auf der einen Seite müssen sie den Ausdruck des obersten Staatswillens darstellen. Und das ist begreiflich. mit einander vermischt und durchflochten. Diese Letzteren nun bestehen aus den „pi'ivilegirten Marktorten". Repräsentanten der localen Administration. und aus den Landgemeinden. 2. sind sie Organe der Justizgewalt. Bei der Armuth der Bevölkerung ist dieselbe gezwungen. sondern die politische Richtung des Beamten. Die Beamtenschaft bildet in Kroatien und Slavonien den bedeutendsten Theil der gebildeten Ciasse im Lande. die Dienstcarriere. wie wir schon bemerkten.

Einige grössere Ortschaften. Unter seiner unmittelbaren Einttussnahme ward auch die Bestimmung der übrigen Mitglieder der Gemeindeverwaltung vollzogen. den adeligen Grundbesitzern des Landes. Tajnik. bilden mit einander die (politische) „Gemeinde". so konnten sie doch. sich vor allem Andern in (hu. dass die Landbevölkerung Kroatiens und Slavoniens in unmittelbarer Abhängigkeit von ihren Parteigängern.Auch diese Marktorte haben ihre munieipalen Institutionen — einen »Stadtrath und einen Magistrat.administrativen Organisation der Gemeinden wiederspiegelten. Iregh u. welche nicht weit von einander entfernt liegen. Mehrere kleinere Dörfer. der Starosta (starjesma. denn sie unterscheiden sich in nichts von denen in der Stadt. Obwohl sie nur für ein Jahr gewählt werden durften. Jastrebarsko. aber seine Ernennung stand ganz im Belieben des adeligen Grundherrn.. wenn anders die Gemeinde mit ihrer Amtsführung zufrieden war. verbleibe. und das hatten sie in der That erreicht. stand der Gemeinderichter. zum zweiten Male wieder gewählt w erden. die durch Wahl in denselben geschickt werden. M i t Einem Worte: er stand vollkommen als Hausherr in der Gemeinde da. welche „obemsko starjesinstvo" hiess. dass die Veränderungen in dem Verwaltungssysteme Oesterreichs. Als die Ungarn ihre Macht in der Osthälfte des heutigen Oesterreichs befestigen wollten. die wir schon beschrieben. Biljeznik. wie sie unter dem Einflüsse der politischen Ereignisse nacheinander eintraten. Bis zum Jahre 1848 waren die Dorfgemeinden ganz und vollständig in der Gewalt des herrschenden Grundadels der beiden Provinzen. Gemeindeältester). Und in der That sehen wir. wie z. welche „Gemeinderichter" hiess. Wohl stand an der Spitze der Gemeindeverwaltung eine besondere Persönlichkeit. Infolge* der revolutionären Bewegung der Ungarn wurde im Jahre 1848 den Landgemeinden Kroatiens und Slavoniens nachstehende Organisation gegeben: An der Spitze der Gemeindeverwaltung. welche „privilegirte freie Gemeinden" heissen. der Magistrat aber aus den Amtspersonen des Ortes. Die Gemeindeverwaltung hat gewisserniassen zur Grundlage für die Administrativorganisation des Comitats gedient. richteten sie ihre ganz besondere Aufmerksamkeit darauf. Lieber den Wirkungskreis dieser Municipalinstitutionell brauchen wir nichts zu sagen. haben eine administrative Verwaltung nach dem Muster der freien Märkte. und der Schreiber. R. Der Stadtrath besteht aus Ortseinwohnern. Ausserdem gehörte in den Personalstand der Gemeinde der Notar. und sein Gehilfe. welche die Rolle der Assistenten des Richters spielen. Dabei hatte der Gemeinderichter sowohl administrative als richterliche r . Sudac. A. Bei der Ernennung dieser Gemeindefunetionäre hatte sich die Gemeinde an das Wahlprincip zu halten. Der adelige Grundherr revidirte auch das Gemeindebudget und traf alle möglichen Verfügungen betreff der Gemeindeverwaltung. In den Personalstatus des Magistrats gehören: der Ortsrichter Sudac »und die Gemeinderäthe Staresine (gewöhnlich zwei).

Dir Gemeindemitglieder hatten nicht bedingungslos das Recht. Nach demselben hat das Land 212 Gemeinden. der eine Anzahl von Jahren in der Gemeinde sich aufgehalten hat. Z u ' d e m W i r kungskreise des Gemeindeausschusses gehören folgende Angelegenheiten. Im kroatischen Landtage von 1870 wurde demzufolge ein Gemeindestatut erlassen. als auch deren Wirkungskreis streng geordnet. das volljährig und unbescholtenen Hofes ist. so schnell als möglich wieder die Summt hereinzubringen. Nach der Zahl der Gemeindebevölkerung und der Ausdehnung ihres Territoriunis kann auch die Zahl «hu. manchmal wächst aber die Zahl auch bis auf 24. Bei der Bestellung der Gemeindevorstände Hessen sie sich ausschliesslich von persönlichem Interesse leiten. Nach Niederwerfung des ungarischen Aufstandes ward es zum unverrückbaren Ziele alles Strebens der österreichischen Regierung. Demgoinäss sieht man auch.Functionen zu üben.Mitglieder des Gemeindeausschusses kleiner oder grösser festgestellt werden. October 1860 zu publiciren. das And eines Gemeinderichters erhielt. geniesst das active Wahlrecht. nur daran dachte. welche denselben im Jahre 1848 gegeben worden war. welche irgendein bewegliches oder unbewegliches Eigenthum in der Gemeinde hatten. welche er zur Erlangung seines Amtes verwendet hatte. ganz willkürlich mit dem Gemeindevennögon zu disponiren. kraft desselben. dass. Aufnahme neuer Mitglieder in die Gemeinde.Regel sehen wir im Gemeindeausschusse 12 Mitglieder. die. so wurde.Schulden kommen zu lassen. lediglich von der Regierung ernannt wurden. Odbor obrinski. ohne bei seimm Auslagen irgendwie sich um die Nothlage der Gemeinde zu kümmern. welches endlich der Gemeinde eine geregelte Organisation gab. ohne sich irgendeine Gesetzesübertretung zu . Als hierauf infolge der politischen Ereignisse das österreichische Cabinet sich g e n ö t i g t sah. Jedes Gemeindemitglied. B. und die. um jeden Preis den Eintiuss des slavischen Elementes in Kroatien und Slavonien zu schwächen. 1. wir bereits oben geschildert halten. dessen Mitglieder aus der Mitte der Gemeinde auf den Zeitraum von drei Jahren gewählt werden. In diesem Statut war sowohl die innere Organisation der Gemeinde im ganzen Gebiete von Kroatien und Slavonien genau bestimmt. Diese neuen Wächter der Ordnung in den ihnen anvertrauten Bezirken verhielten sich begreiflicherweise vollkommen gleichgiltig gegen die Nöthen und Bedürfnisse der Bevölkerung. Daruni säumte er auch nicht. 1 . Das Administrativorgan der Gemeinde ist der Gemeindeausschuss. Ueberhaapt erforderte die administrative Organisation der Gemeinden eine radicale Umgestaltung. Jedermann. in den meisten Fällen Deutsche. wer z. bei den Wahlen ihre Stimme abzugeben. Dieses Recht hatten nur diejenigen Personen. das Diplom vom 20. In dm. in den Gemeinden jene innere Organisation wieder hergestellt. Und t a t s ä c h l i c h sehen wir in der Periode von 1850 bis 1860 die Wahlen der Functionäre der Gemeindeverwaltung ausschliesslich in den Händen der Bezirkshauptleute.

her Gemeindeausschuss muss Sorge dafür tragen. ö. Uebrigens steht der Gemeindeausschuss in seiner ganzen A m t s t ä t i g k e i t unter der unmittelbaren Oberaufsicht. 2. Tajnik. Biljeznik. Mit Einem Wort» : dem Gemeindeausschusse stobt die Erledigung und Entscheidung aller Fragen zu. welche aus der Mitte des Gemeindeausschusses gewählt werden.kann darum bitten. dafür Sorge zu tragen. dass wenigstens ein Theil derselben unter den Pflug kommt. Wald. 1 1 . E r ist bevollmächtigt. Pflanzung derselben not Holz: Auch gehört zu seinen Obliegenheiten: a) das Austrocknen der Sümpfe und Beb) Massregeln zur Entwickelung der Landwirthschaff und der Viehzucht. jede Gemeinde muss selbst für ihre Armen sorgen und kann ihre Versorgung nicht anderen Gemeinden Überlassen. unter Andern werden auf Gemeindekosten erhalten: der Gemeindehirt mal der Gemeindewaldhüter. den Starosta ausgenommen. liegt (bau Ausschusse die Pflicht ob. Zur Bestreitung der Gemeihdeauslagen verwendet der Gemeinde^ ausschuss die Einnahmen aus dem Gemeindevermögen und nimmt im falle der Noth wendigkeit seine Zuflucht zur [Imlage von Steuerzuschlagen auf die Bewohnerschaft. Weiden. Mitwirkung der Gemeinde in Sachen dm. Sie Alle werden auf drei Jahre gewählt und beziehen einen Gehalt. um ihre materiellen Hilfsmittel zu vermehren. wobei er darauf zu sehen hat. die Verwaltung dos Gemeindevermögens. 6. Als Executivorgane der Gemeinde stehen die Functionäre desselben da. des Vicegespans. dass sein Name in das vom GemeindeäUsschusse geführte Gemeinderegister eingetragen werde. das Baarcapital der Gemeinde in Verkehr zu setzen zu dem /wecke. Diese Personen sind: der Gemeinderichter. als: Gebäude. das „Pogiavarstvo' heisst.Oulturontwirkolung überhaupt. dass diese Zuschläge nach den Mitteln eines jeden Gemeindemitgliedes zugemessen werden. Ferner gehört zu den Obliegenheiten Grs (iemeiudeaussehusses 3. die Gewäh- rung von Geldaushilfe an die nothdürftigsten Gemeindeglieder. Ackerboden. Ausfertigung von Heimatscheinen. Im Falle als die Gemeindehutweiaen einen sehr grossen Flächenraum einnehmen. dass die Gemeinde aus ihrem Besitzthume den möglichst grösston Nutzen ziehe. der Starosta. gleichviel ob dasselbe in Haargold oder in unbeweglichem Besitz besteht. Die amtliche Gorrespondenz der Gemeinde mit den Comitatsbohürdon geschieht unter Vermittlung des Vollzugsorgans. und dm' Secretär. der Notar. welche unmittelbar die < remeinde betreffen. Die Aufsicht auf die öffentliche Ordnung und das Sanitätswesen ist der Gemeindepolizei (Rertarstvo) anvertraut. die Aufsicht auf die geregelte Erhebung der landesfürstlichen Angaben. obcinski Sudac. 4.

weil der Banus der Präsident des Gerichtes war. erstens deshalb. weil die Septemviraltafel damals in der Hauptstadt Ungarns sowohl für Ungarn als für Kroatien errichtet wurde. als die höchste Gerichtsinstanz in Ungarn und Kroatien errichtet. weil sie fortwährend unter der unmittelbaren Controle der Ungarn stand. Tabula Banalis. wo es in Kroatien und Slavonien keine Gerichte erster und zweiter Instanz gab. Im Jahre 1715 wurde in der Stadt Ofen das sogenannte Septemvirat. und zwar Coniitatsgerichte. sowie die Banaltafelräthe. Alle Functionäre der Banaltafel: der Vicepräsident. A) Einfluss des ungarisch-deutschen Elementes auf die Gerichts* Verfassung. W i r haben durchaus keine Nachrichten über die Zustände der Justizverwaltung in Kroatien und Slavonien bis in den Anfang des XVIII. die Banaltafel. judiciaria in jedem Comitate. w. Die Ofener Septemviraltafel konnte nicht selbstständig und nicht unparteiisch gegenüber den Kroaten vorgehen. Der Vorstand des Comitatsgeriebtes sollte der vicegespan sein. und dann Stadtgerichte. welcher Vicebanus hiess. „Banaltafel" hiess es. dass ihre oberste Gerichtsinstanz sich in der ungarischen Hauptstadt befinden sollte.Geriehtsinstitutionen in Kroatien und Slavonien. Tabula. Ueberdies . sollte in Agram ein Gericht zweiter Instanz errichtet werden. s. in dieselbe zwei Magnaten und einen Prälaten zu deputiren. weil die höchste Gerichtsinstanz zu einer Zeit in's Leben trat. Assessores. welche dieselbe Function haben sollte wie die Tabula regia in Ofen. wurden durch die Agramer Comitatscougregation gewählt. Aber das Nationalgefühl der Kroaten war dadurch verletzt. die Notare u. Wahrscheinlich hatte das Gerichtswesen bis dahin überhaupt keine geregelte Organisation. im Pressburger Landtag beschlossen : 1. Ausserdem behielt sich die Regierung das Recht vor. Deshalb wurde denn auch schon nach kurzer Zeit. Tabula septemviralis. sechs an der Zahl. Jahrhunderts hinein. deshalb muss man natürlicherweise voraussetzen. ohne in irgendeiner Weise dem Specialbedürfnisse Kroatiens und Slavoniens angepasst zu werden. die Mitglieder. Banski Stol. in Kroatien und Slavonien Gerichte erster Instanz zu errichten. dann aber auch deshalb. 2. Indess diese Einrichtung befriedigte durchaus nicht das bestehende Bedürfnis« und entsprach auch nicht den A n sprüchen im Lande. zu ernennen. dass das persönliche Belieben der massgebenden Gesellschaftsclassen auch in der Gerichtsverwaltung im Lande die Hauptrolle spielte. im Jahre 1723. aber in den Comitatscongregationen gewählt und vom Obergespan bestätigt werden.

so schnell als irgend möglich. Sedmorica. Bei solcher Lage der Dinge konnte' auch die Justizverwaltung in Kroatien und Slavonien keinen regelmässigen Gang einhalten. wenigstens nachMöglichkeit das nationale Element zu schwächen und mindestens die Kroaten fortwährend in Angst zu erhalten in der Hoffnung. Aber das war das Wenigste-.Justiz nur mit solchen Persönlichkeiten besetzt wurden. als dass alle besseren und angeseheneren Posten in eleu. so behielt auch die Agramer Septemviraltafel t a t s ä c h l i c h nur ihre drei Käthe. selbst ihr Wirkungskreis war nicht genau festgestellt. bewilligte sie ihnen die Errichtung einer obersten Gerichtsinstanz in Agram. Die Magyaren verholen auf den schlauen Gedanken. Was war natürlicher. Allerdings fielen in den meisten Angelegenheiten die U r t e i l s s p r ü c h e rasch. nicht immer Unterstützung und Förderung von Seite der österreichischen Regierung. die Lage der slavischen Bevölkerung des Landes zu verbessern. Gemeindegerichte waren im Lande» so gut wie nicht vorhanden. E i n solcher Zustand der Justizverwaltung lässt sich nur dadurch erklären. der Edelmann einem dritten Gerichte.sehr viel Zeit. gewöhnlich eine unzählige Reihe von Jahren hin. weil sie aus sieben Mitgliedern besteben sollte: nämlich drei Vertreter von Kroatien und Slavonien und vier von Dabnatien. B . dass jeden. auf diese Weise ihren Einfluss im Lande zu kräftigem. Diese eben genannte Institution hatte nun lange Zeit hindurch keim» geregelte Organisation. Als demnach 1741 unter dem Einflüsse politischer Ereignisse die österreichische Regierung den Kroaten eine besondere Wohlgeneigtheit zeigen wollte. dass das Land in der hier bezeichneten Zeitperiode in cömpleter Abhänglichkeit von den Magyaren stand.erforderte! bei dem damaligen Mangel an guten Communicationen zwischen Agram und Ofen die Expedition der Gerichtsaeten von der Banal. elie'se aber waren entweder Magyaren oder Parteigenossen derselben. dass das allein sehen begreiflicherweise den (lang der Geriehtsproeedur selbst hemmte.an die Septemviraltafel . ilafür aber zogen sied) die (ierichtsprocesse. die slavische Bevölkerung Kroatiens und Slavoniens zu magyari siren. Wie nun aber Dabnatien auch bis zur heutigen Stunde noch keinen einheitlichen Staatskörper mit Kroatien und Slavonien bildet. Das Ernennungsrecht für die Gerh-htsfunctionäre war <lm kroatischem Bauen Überlassem worden. Und da war es ganz natürlich. elem unvermeidlichen Widerstand von Seiten der Magyaren begegnete. Allerdings fand ihr Bestreben. unterstand der Bauer dem einen. ehe Justizverfassung in den slavischen Provinzen zu einem Wm-kzeug für die Propaganda ihrer politischem Tendenzen zu machen. So z. Trotz alledem befolgten sie dennoch unentwegt ihre magyarische Politik gegenüber den Kroaten. überhaupt herrschte die grösste Unordnung in der Justiz. die' 1 r . Dieselbe erhielt auch in Agram den Namen Septemvirat.Versuch. welche sympathisch zu dem politischen Tendenzen der Magyaren hinneigten und ihre blinden Werkzeuge waren. der Städtler einem andern. w elche Bauern gegen ihre Grundbesitzer erhoben.

Die Grundlage des neuen Rogiorungsprihcips war bekanntlich die Ljeberzeugung. der Banaltafel u. in den amtlichen Acten wurden sie als „Gericht" bezeichnet. dass das Gericht gegen seine Klage unparteiisch sein werde. darauf hinzuweisen. ihre feindselige Stellung gegen seine politischen Anschauungen mit der That zu beweisen V! Alsbald nach der Niederwerfung der letzten ungarischen Revolution (1848) trat Bach mit seinem Schosskinde. in der Mehrzahl der Fälle heftige Parteianhänger der Magyaren. so geschah das nur in den Fällen. so konnte es niemals darauf rechnen. Natürlicherweise trug Bach dafür Sorge. dass die Gerichtsverfassung in dem eben bezeichneten Zeiträume eigentlich nur eine nominelle Bedeutung hatte. dass Wien die Packe] der deutschen Cultur werden sollte.wir wohl sagen. Recht und Gesetzlichkeit im Lande auszurotten. E s genügt. Und t a t s ä c h l i c h konnte eine gleichzeitig mit der administrativen und der richterlichen Gewalt bekleidete Persönlichkeit weniger als irgend Jemand einen unparteiischen Richter abgeben. Umsowettiger konnte man auf solche Unparteilichkeit in dem falle rechnen. welche bei Revision seiner Acten es nicht unterliessen. traten auf ihren Gütercomplexen als unbeschränkte Richter auf. die administrative und richterliche Gewalt in einer einzigen Person zu vereinigen. Früchte zu tragen. w. s..adeligen Grundbesitzer. war nach der Meinung des österreichischen Ministers. eine Versammlung von Personen. Konnte nun wohl ein Kroate auf den günstigen Ausgang seines Proeesses rechnen. wo Einer ihrer Bauern ein ganz besonders wichtiges Vergehen sich hatte zu Schulden kommen lassen. die sich mit dem Gedanken trugen. dem Centraiismus. in diesem Sinne auch in Kroatien und Slavonien die innere Organisation umzugestalten. Auf diese Weise können . U n d wenn auch diese imprövisirten Richter manchmal die Mitwirkung von Gerichtsbehörden in Anspruch nahmen. wenn er wusste. vollkommen unbeschränkt und mit grösstem Erfolge die politischen Tendenzen der Regierung im Lande zu propagiren: so musste selbstverständlich auf der anderen Seite die Unparteilichkeit der Gerichte notwendigerweise darunter schwer leiden. Wenn beispielsweise ein Mitglied der Opposition einen GerichtsDrocess hatte. Das beste Mittel. diesen politischen Plan zu verwirklichen. dass das ganze Gerichtspersonal aus Feinden seiner Nationalität bestand. in Wirklichkeit aber bildete dieses Gericht. Wenn die Vereinigung zweier grundverschiedener Gewalten in Ehler Amtsperson ihm die Möglichkeit bot. wenn der Gerichts- . zumal dort der von den Magyaren ausgestreute Samen schon anfing. wie die der Bezirksgerichte. dass wieder infolge politischer Ereignisse 1771) die Septemviraltafel von Agram wieder nach Pest transferirt und hier zu einer Section des ungarischen höchsten Gerichtshofes degradirt wurde. welche mit ihrem wohlthuenden Glänze die ganze Bevölkerung des österreichischen Kaiserstaat es erleuchten sollte. auf die politische Bühne.

Classification der politischen Processe angesichts jener Justizverfassung präeis erledigt. in welcher die Gerichtsverwaltung Kroatiens und Slavoniens in der Periode von 1850 bis 1860 stand. in den Dörfern die Gemeinderichter zu ernennen. ausschliesslich nur den kroatischen Bauen vorbehalten war. und diese Leute hatten dann wieder ihrerseits das Recht. welche natürlicherweise Parteigänger des Regierungssystems. Dieses letztere Recht erhielten die Bezirksrichter wahrscheinlich zu dem Zwecke. Die Verwalter der Gerichtsgewalt im Lande benahmen sich äusserst feindselig gegen die Bevölkerung.und Cassationshof in Wien erhoben. für den geregelten Gang derselben äusserst ungünstig. musste elie frühere Gerichtsordnung ihr Ende nehmen. Zur dritten Instanz für Kroatien und Slavonien ward der oberste Gerichts. als der Adel seine privilegirte Stellung verlor. Mit dem Jahre 1848. de>s Centraiismus. Dabei darf nicht übersehen werdem. Das Erscheinen jenes Gesetzes war nach unserer Meinung eine Sache von grosser Wichtigkeit. diese elagegen bewies jenen ihre vollste Verachtung. Die! österreichische Regierung hatte sehr wohl die wachsende Zahl der politischen Vergeben in Slavonien und Kroatien unter dem Bach'schen Regime beobachtet und deshalb wurde nun durch jemes Gesotz die frage betreff der. Auf gleiche Weise eignete sich das Justizministerium in Wien das Recht an. Als ein wichtiges Ereigniss in der weiterem Geschichte der kroatischslavonischen Justizverwaltung erschein! das tiesetz über die JurisdictionsNorm von 1853. welches allen diesen Institutionen eine geregelte Organisation gab und jeder ihren Wirkungskreis genau vorzeichnete. sie hatte sich überlebt. dass das Recht. Bach ging in diesem Falle ganz direct auf die Sache los. die ihn bis dahin aus der übrigem Masse der Bevölkerung hervorhob. waren.und den Comitatsgeriehten zu besetzen. elie Stellen in eleu Bezirks. So wurden unter Anderen auch geborne Deutsche zu Bezirksrichtern ernannt. damit sie die Möglichkeit hätten. namentlich wenn der Kläger einmal die U n vorsichtigkeit gehabt. etwa bei Abgeordnetenwahlen hinzuweisen auf die Schlechten Seiten seiner Amtswirksamkeit als Vertreter der politischadministrativen Gewalt. mit der Justiz so schnell als möglich die slavische Bevölkerung Kroatiens und Slavoniens zu gernianisiren. nach seiner eigenen Anschauung die Stellen für die zweite und dritte Instanz zu besetzen. der von Seite der Gemeindemitglieder. namentlich aber von Seite der adeligem Grundbesitzer eingeleiteten Opposition gegen das Deutschthum entgegen zu wirken. ohne dass sie die Sprache des Landes oder seine Sitten kannten. Und so war schon die äussere Stellung. 1 1 . wo die politische Gleichberechtigung der Nationalitäten und Stände in Oesterreich zum Gesetze erhoben wurde'.Präsident einen persönlichen Hass gegen den Kläger hatte. was oft genug vorkomme!] kennte. Unter seinem Schutze ei hielten die Deutschen freien Zutritt in die Landesverwaltung und folglich auch in die GerichtsphVgo.

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