Dienstag, 22.

November 2011

LANDAUER ZEITUNG / VILSTALER ZEITUNG

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MARKT SIMBACH
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Nächste Probe für das Krippenspiel
Haunersdorf. Die nächste Probe für das Krippenspiel der Kinder findet wegen des Christkindlmarktes erst am 3. Dezember statt. Dazu treffen sich die sprechenden Akteure um 18 Uhr bei passablem Wetter gleich am Kirchplatz. Bei schlechtem Wetter findet die Probe im Jugendheim statt. Professor Klaus Bucher (l.) äußerte sich zu den gesundheitlichen Auswirkungen. Ulrich Weiner (r.) berichtete für die negativen Auswirkungen des Tetra-Funks. Viele interessierte Zuhörer waren zur Informationsveranstaltung gekommen. (Fotos: Hargasser)

Tetra-Funk:

Von den Schützen
Pischelsdorf. Am 11. Schießabend der Saison wurden von den Hubertusschützen folgende Ergebnisse auf Jahresmeisterschaft erzielt: Schülerklasse männlich: Andreas Tafelmaier 133 Ringe; Damenklasse: Andrea Theimer 176 und Christine Brunner 167 Ringe; Schützenklasse: Herbert Ziegler 180, Josef Wittmann 174 und Rudi Theimer 170 Ringe. Auf Gauebene gab es einen Sieg und eine Niederlage für die Hubertusschützen. Pischelsdorf I hatte die 2. Mannschaft der Schlossschützen Schönau zu Gast. In der Besetzung Anita Ziegler 375, Herbert Ziegler 374, Kathrin Tafelmaier 357 und Stefan Huber 348 Ringe gewann man diesen Vergleich klar mit 1 454:1 395 Ringen. Heimrecht hatte auch die 3. Mannschaft der Hubertusschützen gegen die ebenfalls 3. Garnitur der Sulzbachschützen Emmersdorf. Mit 1 332:1 341 Ringen musste man hier dem Gegner die Punkte überlassen. Für Pischelsdorf schossen: Tobias Brunner 344, Sandra Hannecker 337, Alois Brunner 326 und Christine Wieser 325 Ringe. Nächster Schießabend der Hubertusschützen ist am Freitag, 25. November. Beginn ist um 19 Uhr. An diesem Abend findet auch die Gauherbstversammlung des Schützengaues Rottal bei den Hubertusschützen statt. Beginn dieser Veranstaltung ist um 20 Uhr.

Bürgerinitiative „Aktion Gesunde Umwelt e.V.“ lud zu Informationsveranstaltung
Simbach. Der Ausbau des TetraFunks wird auch Simbach und die umliegenden Gemeinden nicht außen vor lassen. Viele Bürger sehen dies mit Sorge. Ist der Tetra-BOSFunk Fortschritt oder Gesundheitsgefährdung? Die Bürgerinitiative „Aktion Gesunde Umwelt e.V.“ suchte Antworten auf diese Fragen und hat darum den Münchner Physikprofessor Klaus Buchner und ExFunktechniker Ulrich Weiner zu einem entsprechenden Referat eingeladen. Wie groß das Interesse der Bürger aus Simbach und Umgebung an diesem Thema ist, bewies die große Zahl der Anwesenden, die der erste Vorsitzende der Bürgerinitiative Josef Reichl im „Alten Kino“ begrüßen konnte. Auch die Bürgermeister von Simbach und Arnstorf, Herbert Sporrer und Alfons Sittinger waren unter den Zuhörern. Ulrich Weiner, ehemaliger Funktechniker, übernahm den ersten Part und stellte die Technik und Wirkung des Tetra-Funks vor. Weiner, inzwischen elektrosensibel, trug bei der Veranstaltung in Simbach einen Strahlenschutzanzug. Gleich zu Beginn seiner Ausführungen machte er deutlich, dass es keinen wichtigeren Funk gäbe als den Rettungs- und Polizeifunk. „Wir wollen, das diese das Beste kriegen und nicht einfach irgendetwas“, verwahrte er sich von vornherein gegen mögliche Vorwürfe der Technikfeindlichkeit. Der ehemalige Funktechniker berichtete dann von seinen eigenen leidvollen Erfahrungen und den negativen Auswirkungen des digitalen TetraBOS-Funks auf seine Gesundheit. Er habe sich schon als Schüler für die Funktechnik begeistert und bereits mit 20 Jahren einen mittelständischen Betrieb geleitet. Doch dann habe er immer häufiger unter Kopfschmerzen gelitten. Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten haben sich dazu gesellt. „Wenn ich nicht mit dem Handy telefonierte, waren die Beschwerden weg“, erinnerte sich Weiner. Schließlich habe er massive Herzrhythmus- und Sehstörungen bekommen, die einen totalen Zusammenbruch nach sich zogen. Schließlich habe sich die jahrelange Strahlenbelastung als Ursache herausgestellt. „Ohne meinen Schutzanzug, der die Strahlung reflektiert, bekomme ich in bewohnten Gebieten schon nach kurzer Zeit gesundheitliche Probleme“, machte der Ex-Funker deutlich. Zum Tetra-System führte er aus, es sei ursprünglich gar nicht als flächendeckend arbeitendes Netz entwickelt worden, sondern speziell für Taxis und Fuhrunternehmen. Beim TetraFunk finde die Kommunikation im Gegensatz zum normalen Funk nicht auf direktem Weg zwischen den einzelnen Teilnehmern, sondern über ein Netz aus Basisstationen statt. Die Basisstationen senden 24 Stunden täglich mit voller Leistung. Die Strahlenbelastung ist darum auch vorhanden, wenn keine einzige Organisation funkt. Er könne auch in den Bereichen Kommunikation, Reparatur und Wartung sowie Versorgungs- und Abhörsicherheit gegenüber dem Analog-Funk keine Vorteile erkennen. „Tetra wurde bereits geknackt“, wusste Weiner. In den Niederlanden, in England und Dänemark bereite der Tetra-Funk den Sicherheitsbehörden bis heute große Probleme. Behauptungen, alles funktioniere bestens, seien seiner Meinung nach grob fahrlässig. Der Digitalfunk funktioniere nicht, er versage im Großeinsatz und er werde zudem sehr, sehr teuer. Es gäbe weit bessere Lösungen, war sich Ulrich Weiner sicher und nannte dazu u.a. Tetra 2000. Professor Dr. Klaus Buchner sprach die gesundheitliche Gefährdung durch Strahlung von Funkmasten an. Erste Reaktionen seien Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Schwindel, Depressionen, Hormonstörungen und Impotenz kämen hinzu. Wenn diese Beschwerden, wie so oft abwertend behauptet wird, nur psychischer Natur wären, dürften eigentlich keine Tiere betroffen sein. Dem sei aber nicht so. „Auch Kühe haben Kopfweh“, meinte Professor Buchner und machte deutlich, dass auch Tiere von den Funkwellen beeinträchtigt werden. Anhand von Fotos dokumentierte er, dass bei Tieren genetische Defekte und Missbildungen vorkommen. Sogar Bäume, die in Funkturmnähe wachsen, weisen sichtbare Strahlenschäden auf, betonte er. Dass starke Funkstrahlungen Gehirnzellen töteten, hätten Wissenschaftler laut Buchner an Rattenhirnen nachgewiesen. „Während man früher mit der Funkstrahlung vorsichtiger umgegangen ist, lässt man heute die gesundheitlichen Risiken fast völlig außer Acht“, mahnte Buchner an, selbst die Warnungen der Wissenschaft würden ignoriert. Grenzwerte seien zudem oft nur Durchschnittswerte mit wenig Aussagekraft. Zur Frage, ob TetraStrahlung Krebs verursache, meinte Professor Buchner, dass dazu noch keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen. Es gebe Studien, die das Krebsrisiko belegen und solche, die zu einer gegenteiligen Auffassung kommen. Die WHO allerdings habe im Mai dieses Jahres vor Mikrowellen gewarnt und sie als krebserregend eingestuft. Unsere Sicherheitskräfte brauchen den besten Funk und das sei sicher nicht Tetra, stellte Professor Buchner abschließend fest. In der anschließenden regen Diskussion trugen einige Bürger ihre Sorgen und Bedenken aber auch ihren Ärger vor. Ingrid Kürzinger vom Landesverband Diagnose Funk forderte die Anwesenden auf, ein Moratorium beim Ausbau des TetraFunks zu unterstützen.

Fortschritt oder Gesundheitsgefährdung?

RUND UM EICHENDORF

Lob und Dank des Bürgermeisters Max Schadenfroh an Hilfsorganisationen
Eichendorf. (suz) Einen Teil seines Rechenschaftsberichtes hatte Bürgermeister Max Schadenfroh bei der Bürgerversammlung am Sonntag den Hilfsorganisationen der Großgemeinde gewidmet. Genaue Rechenschaft legte der Rathauschef über die 14 Feuerwehren der Großgemeinde mit ihren 548 aktiven Feuerwehrmännern und den insgesamt 16 Einsatzfahrzeugen ab. Für den Neubau des Gerätehauses in Prunn gab die Gemeinde heuer bisher insgesamt etwa 150 000 Euro aus, wobei aber 40 000 Euro staatliche Zuschüsse erwartet werden. Respekt und Anerkennung zollte Bürgermeister Max Schadenfroh dem Prunner Kommandanten Christian Greiner und seinem Team, die das komplette Feuerwehrhaus in vielen Arbeitsstunden in Eigenregie erbaut hatten, während die Gemeinde nur die Materialkosten übernommen hatte. Ebenso galt ein Dank dem Adldorfer Kommandanten Walter Zinner und dem Wasserwachtsvorsitzenden Werner Meier, die derzeit zusammen mit ihrer Mannschaft den Anbau des Gerätehauses in Adldorf bewerkstelligen. Die Materialkosten liegen hierfür für die Gemeinde bei etwa 120 000 Euro, wobei die Gemeinde auch für den Anbau in Adldorf nur die Materialkosten übernimmt und die Wehrmänner und die Wasserwachtler die Arbeiten in Eigenregie meistern. Großes Lob und Dank des Bürgermeisters galt an dieser Stelle allen Einsatzkräften der 14 Freiwilligen Feuerwehren für ihren unentgeltlichen Einsatz rund um die Uhr zur Sicherheit und zum Wohle ihrer Mitmenschen. Besonderes Lob erntete auch das Team des First Responders (Helfer vor Ort), die im Jahr 2011 bereits zu 196 Notfällen gerufen worden waren. Seit ihrer Einführung im Mai 2005 können die Ersthelfer bereits 1 086 Einsätze verzeichnen, betonte Schadenfroh und bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement. Kurz stellte der Bürgermeister das neue Einsatzfahrzeug des First Responders vor, das am vergangenen Wochenende eingeweiht worden war. Ein letztes Kapitel in der Feuerwehrgeschichte 2011 der Gemeinde war die Ernennung von Kaplan Alexander Aulinger zum Feuerwehrseelsorger der Großgemeinde Eichendorf und Schadenfroh betonte, dass dies „ein Glücksgriff für alle Einsatzkräfte war.“

14 aktive Feuerwehren

Training der D1-Junioren
Aufhausen. Die D 1-Junioren des Sportclubs treffen sich heute, Dienstag, von 17 bis 18.30 Uhr in der Realschul-Turnhalle in Landau zum Training. Am Samstag, 26. November, ist von 12.15 bis 13.45 Uhr Hallentraining der Gymnasiumshalle. Am Sonntag, 27. November, beteiligt sich die D 1 beim Hallenturnier in Teisnach. Nähere Info (Treffpunkt/Abfahrt/Beginn) gibt Trainer Roland Breuherr am Samstag beim Training bekannt.

r Veranstaltungskalender
Simbach. Gemütlichkeitskegler: Kegelabend ist heute, Dienstag, um 19 Uhr im Gasthaus Wiese. Simbach. Frauenbund: Heute, Dienstag, wird für den Weihnachtsbasar (Freitag, 25. November) gebastelt. Die Mitglieder treffen sich zu den Vorbereitungsarbeiten um 14 Uhr bzw. um 19 Uhr im Pfarrsaal. Simbach. Damengymnastikverein: Heute, Dienstag, ist von 16.30 bis 17.30 Uhr Seniorengymnastik unter Leitung von Annemarie Goerres. Ebenfalls heute findet um 19 Uhr in der Schulturnhalle „StepAerobic“ unter Leitung von Sylvia Seligo statt. Simbach. Koronargruppe: Heute, Dienstag, therapeutischer Übungsabend von 17.30 bis 19 Uhr in der Turnhalle der Volksschule. Leitung: Michaela Hölzl, Betreuungsarzt: Dr. Anton Wartner.

Verkauf von Kränzen für die Lebenshilfe
Enzerweis. Heute, Dienstag, ab 14 Uhr, und morgen, Mittwoch, ab 15 Uhr werden die Kränze und gebastelten Gegenstände für die Lebenshilfe in Enzerweis im Gasthaus Dullinger verkauft.

Nikolausdienst
Aufhausen. Der Pfarrgemeinderat, in Zusammenarbeit mit der Landjugend, organisiert für Montag, 5. Dezember, wieder einen Nikolausdienst. Gegangen wird im Einzugsbereich der Pfarrei Aufhausen, mit Rengersdorf, Prunn und Einöden. Wer an diesem Tag einen hl. Mann benötigt, soll sich bei Andrea Poppenwimmer, Telefon 1009, melden.

Stammtisch der Theaterfreunde
Malgersdorf. Die Theaterfreunde treffen sich am Mittwoch, 23. November, um 20 Uhr in der Pizzeria Kaprioli zum Stammtisch.

Lob und Dank des Bürgermeisters galt bei der Bürgerversammlung den Hilfsorganisationen für ihren ehrenamtlich geleisteten Dienst. (Foto: Zinner)