USA bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges

Zäsuren in der Geschichte der USA Amerikanischer Bürgerkrieg erster wichtiger Einschnitt (1861 – 1865) Erster Weltkrieg (Beitritt 1917) verursacht keine so großen Schäden wie in Europa, beendet aber aufgrund seines extremen Nationalismus eine innenpolitische und ökonomische Reformperiode

Die Verfassung der USA „Checks and Balances“ – mehrere Institutionen kontrollieren sich gegenseitig; das Volk bestimmt in periodisch wiederkehrenden Wahlen die Zusammensetzung dieser Institutionen neu Bill of Rights: - freie Religionsausübung, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit, Meinungsfreiheit und Petitionsrecht - Wahlrecht ursprünglich an Besitz gebunden, wurde allerdings aufgehoben - Farbigen erhalten nach dem Bürgerkrieg überall Wahlrecht; im Süden jedoch stark eingeschränkt - allgemeines Frauenwahlrecht 1920; in einigen Bezirken auf regionaler Ebene schon früher Zunächst Staatenbund mit einigen nationalen Institutionen; besitzen zunächst wenig Handhabe Macht der Zentralbehörden (Präsident, Senat, Repräsentantenhaus, Oberstes Bundesgericht) steigt in der Reformperiode vor dem Ersten Weltkrieg und während des New Deal in den 1930ern

-

Auf dem Weg zur Weltmacht Außenpolitik bis Ende des 19. Jahrhunderts von der Monroe-Doktrin bestimmt „Manifest Destiny“ schlägt in Imperialismus um; Selbst –und Sendungsbewusstsein Amerikas hoch Expansion (Kuba, Hawaii, Phillipinen) führt zu stärkerer Verwicklung in weltpolitische Angelegenheiten; Interventionen, Handelsbeziehungen in China und Japan, Aufrüstung

Interventionismus vs. Isolationismus 1917 Eingreifen in den Ersten Weltkrieg ein; wirtschaftliche, weltpolitische und ideologische Gründe Nach Sieg der Alliierten Gründung des Völkerbundes Ablehnung der Einmischung in Europa → Isolationismus Anschließend weitgehend Innenpolitische Debatten Ende der 1930er Jahre Aufrüstung aufgrund der Bedrohung durch Japan und den italienischen/deutschen Faschismus; beim Ausbruch des WW2 hofft man sich herauszuhalten

Voraussetzungen und Rahmenbedingungen der Industrialisierung
Einwanderung Größte Bevölkerungsbewegung in der Geschichte; bis zum Beginn maßgebliche Beeinflussung der amerikanischen Gesellschaft; im 19. Jahrhundert Millionen Einwanderer auf der Suche nach einem besseren Leben Viele mittellose Einwanderer; Go West; erhofften Verhältnisse bleiben aus; Homestead Act Melting Pot: - hohe integrative Leistung; nach einer Generation verschmelzen den Gruppen; neuer Menschentypus („der Amerikaner“); weißer angelsächsischer Protestant bleibt das Ideal

-

-

Salad Bowl: - viele Elemente unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen werden vermischt, bleiben jedoch weiterhin gut erkennbar; skeptischere Bewertung der integrativen Leistung - ethnische Gruppen (weiße Protestanten, Katholiken (Iren, Italiener), Juden, Asiaten, Farbige) bleiben unter sich und existieren nebeneinander - mögliche Erklärung für die hohe Affinität zu Symbolen in der amerikanischen Gesellschaft; Hissen der Flagge, Hymne, Bedeutung der Werte und der Freiheit schaffen Gemeinschaftsgefühl zwischen den verschiedenen Subkulturen Einwanderungsbeschränkungen regeln die Zahlen der Einwanderer Chinese Exclusion Act (1882); illegale Einwanderung blieb bestehen 1891 werden Mittellose, Geisteskranke, Vorbestrafte, Behinderte und Menschen mit ansteckenden Krankheiten ausgeschlossen 1921 Quotengesetze (2% der 1890 in den USA lebenden Landsleute) Anfang der 1930er Jahre starke Restriktionen; erhebliche Folgen v.a. für europäische Jude

-

Westexpansion „Frontier“-Mythos bestimmt die Westexpansion Indianer/Ureinwohner werden verdrängt/besiegt/abgeschlachtet Landgesellschaften machen Profit; Eisenbahngesellschaften sichern sich Land Westexpansion erschließt Rohstoffe und vergrößert den Binnenmarkt 1890 offiziell abgeschlossen

Voraussetzungen für wirtschaftliche Expansion Hohes Bevölkerungswachstum durch Einwanderung und hohe Geburtenraten (vor dem Bürgerkrieg: 31 Mio. Menschen ; 1900: 76 Mio. → mehr als verdoppelt) Durch die hohe Mobilität und die Westwanderung (Frontier) herrscht in den wachsenden Industriestädten hoher Bedarf an Arbeitskräften; hohe Löhne um Arbeiter anzuwerben führen zu großer technischer Innovation, da Arbeitgeber versuchen Arbeiter durch Maschinen zu ersetzen, dies schafft wiederrum Arbeitsplätze Reichlich primäre Energiequellen (Wasserkraft schon im 18. Jahrhundert, Kohle im 19. Jahrhundert, seit den 1860er Jahren große Ölvorkommen) Eisenbahnbau; Erschließung; Industriezweig; Motor und Schwungrad der Industrialisierung Stahl wird zum Massenprodukt, Kupfer wird für E-Industrie benötigt → Ausbeutung der Ressourcen, dessen ökologische Folgen erst im 20. Jahrhundert deutlich werden Großer Binnenmarkt, nach Außen durch Schutzzölle abgesichert; Europäisches Kapital konnte hingegen ungehindert investiert werden Wirtschaftsliberalismus Im Nordosten entstehen Wirtschaftszentren (industrielles Dreieck); um die großen Seen reichhaltige Erzvorkommen, Maschinenbaubranche siedelt sich an → Fahrzeugbau (Detroit); gleichzeitig Elektrifizierung und Ausbau des Nahverkehrs, Verstädterung (Urbanisierung)

-

American Dream Umfasst Wünsche und Zukunftserwartungen Nicht Herkunft oder Geburt, sondern individuelle Leistung bestimmt den Platz in der Gesellschaft (nicht hundertprozentig verwirklicht, allerdings stets Grundkonsens der Amerikaner) Im 20. Jahrhundert entwickelt sich die Faszination für die stetig wachsende Konsumgesellschaft Demokratisches Gegenmodell zu den totalitären Regimes in Europa (1930er) Grundsätzlicher Optimismus (bis heute auffällig) Vom Tellerwäscher zum Millionär wie z.B. Andrew Carnegie oder John Davison Rockefeller Rassismus und Rassentrennung ebenso ein Teil der amerikanischen Gesellschaft

Der freie Markt und seine Folgen
Großkonzerne; Tycoon; Bossismus Innerhalb weniger Jahrzehnte bildet sich nach dem Bürgerkrieg eine „big business economy“ heraus Horizontale Konzentration: Produktion eines Produktes vollständig in einer Hand; dadurch erhöhen sich der Marktanteil sowie der Einfluss auf die Preisbildung Vertikale Konzentration: Produktionslinie komplett kontrollieren; Preise können knapp kalkuliert und Verluste eines Produktionszweiges durch einen anderen ausgeglichen werden Verstärkung des Konzentrationsprozesses durch Kartelle (Zusammenschlüsse zur Preisabsprache, um den Markt zu ordnen oder zu kontrollieren) Der Trust ist eine weitere Möglichkeit der Monopolbildung; Zusammenschluss mehrerer Kapitalgesellschaften und einem zentralen Management Beispielhaft dafür ist die Karriere Rockefellers; seine Standard Oil Company fungierte als horizontaler und vertikaler Konzern und verdrängte durch Preiskriege alle Konkurrenten; 1882 werden alle Kleinunternehmen im Standard Oil Trust zusammengeschlossen, der damit 90 Prozent der Ölindustrie beherrschte und vom beginnenden Boom der Automobilindustrie profitierte Neue Unternehmer wie diese werden Tycoon genannt; sie berufen sich auf demokratische und liberale Ideale, leben jedoch eher wie Adelige; Spenden und Stiftungen dieser Großunternehmer sind in den USA bis heute ein wichtiger Bestandteil als Ersatz für staatliche soziale Einrichtungen In den Städten entsteht mit dem Bossismus eine nicht-demokratische Machtverteilung; wenige Bosse beherrschen durch Korruption, Bestechung und Schmiergeldzahlungen alle Bereiche der Politik und setzen die Gewaltenteilung außer Kraft; möglich wird dies z.B. durch den mangelnden Sinn für das republikanische System der Einwanderer

-

-

Die Lage der arbeitenden Bevölkerung Dem steigenden Wohlstand steht Ende des 19. Jahrhunderts die Armut und das Elend der Arbeiterschaft gegenüber; noch größere Unterschiede als in Europa Mangelnde Unterkünfte für stetig steigende Zahlen von Einwanderern; Unterbringung in Lagerhäusern, Baracken oder Mietskasernen; schlechte Hygieneverhältnisse und Gefahr durch Feuer Tägliche Arbeitszeiten von zehn Stunden oder mehr, jedoch nicht ausreichende Löhne Frauen und Kinder müssen ebenfalls arbeiten

-

1900 arbeiten 30% der arbeitsfähigen Frauen; 1910 knapp 2 Mio. Kinder und Jugendliche berufstätig Erst 1912 gab es erste Versuche die Kinderarbeit einzuschränken Mangelnde Sicherheitsvorkehrungen vor allem in der Schwerindustrie Keine Sozialgesetzgebung wie sie sich im späten 19. Jahrhundert in Europa entwickelte Sozialleistungen für Kranke und Arbeitsunfähige vollständig in Händen privater oder kirchlicher Organisationen, die in Krisenzeiten allerdings völlig überlastet waren Gewerkschaften spielten nie eine derartig große Rolle wie in Europa; Knights of Labor oder American Federation of Labor (AFL) sind wenige bedeutsame Beispiele Arbeiterbewegungen schwächer als in Europa und nicht ideologisch geprägt; wesentlich gewalttätigere Auseinandersetzungen Individualismus und Vertrauen auf die eigenen Chancen durch Leistung hemmen die Bewegungen

Politische und gesellschaftliche Reformbemühungen Progressive Movement: Politiker, Journalisten, Sozialreformer, Verwaltungsfachleute, Ärzte, Wissenschaftler, Unternehmer und Intellektuelle verfolgen vielfältige Reforminteressen - gegen Kinderarbeit, bessere Wohn –und Arbeitsverhältnisse, Einrichtung neuer Siedlungen, Krankenhäuser, Kindergärten, staatlicher Schulen und Verbesserung des Trinkwassers; Einkommenssteuer für die Reichen (1913 geringe Abgabe der Reichen beschlossen) - viele Mitglieder stammen aus religiösen Gruppen → moralische Aspekte fließen ein - große Erfolge auf regionaler Ebene, scheiterten jedoch meist mittelfristig - schufen ein größeres Problembewusstsein Sherman Antitrust Act (1890) verbietet Trusts, Kartelle, Absprachen Bestimmungen lassen sich bspw. Durch Holding-Gesellschaften leicht umgehen Roosevelt leitet 44 Antitrust-Verfahren ein und hat mehr Erfolg als Versuche zuvor; unter anderem der Standard Oil Trust wird zerschlagen

Konsumgesellschaft Phase der Prosperität nach dem Ersten Weltkrieg; hohe Wachstumsraten, nahezu Vollbeschäftigung, scheinbar unaufhaltsamer Fortschritt und wachsender Wohlstand Durch Konsumentenkredite wurde die Industrie angekurbelt; Haushaltsgegenstände hielten Einzug in jeden amerikanischen Haushalt; Verschuldung der privaten Haushalte schien kein Problem zu sein Bauboom und verbesserte Kommunikation Das Auto als Symbol für den American Way of Life Traktoren führen zu vermehrter Konzentration in der Landwirtschaft Elektrifizierung schafft nach dem Ursprung in der Industrie völlig neuen Markt durch die Haushalte Missverhältnis zwischen Stadt –und Landgebieten bei der Nutzung von Strom

Veränderung der Produktionsbedingungen Fordismus / Taylorismus Fließbandarbeit, Standardisierung der Arbeitsabläufe, Bewertung der Arbeitskräfte nach ihren ökonomischen Wert, wenige Spezialisten, viele angelernte ungebildete Arbeiter, Rationalisierung Faszination und Ängste vor Technisierung der Gesellschaft

Die USA in der Weltwirtschaftskrise
Börsencrash von 1929 Kurse brechen ein und Anleger verkaufen hastig ihre Aktien und verschärfen so die Krise Börsencrash führt zu einer Kettenreaktion und damit zur Weltwirtschaftskrise „Great Depression“ breitet sich global aus und entwickelt sich zur schwersten globalen Wirtschaftskrise die es je gab Zuvor ging man davon aus, dass der Wirtschaftsboom weiterginge Aktienkäufe auf Kredit; Konsum wird „auf Pump“ hochgehalten Die seit 1921 bestehende Krise der Landwirtschaft verstärkt die Probleme Isolationistische Außenpolitik der USA verhindert in den 1920er Jahren die Entwicklung eines stabilen und belastbaren Welthandelssystems Von 1929 bis 1933 achtfache Arbeitslosenzahl Vertrauen in Unternehmer und Bankiers zerstört

Folgen der Weltwirtschaftskrise Soziale Folgen gravierend aufgrund eines fehlenden Sozialsystems Private und kirchliche Organisationen können die Last nicht im Geringsten tragen Entsolidarisierung der Gesellschaft Demonstrationen, „Hungermärsche“, Zunahme der Kriminalität Dust Bowls treiben Hunderttausende in die Städte

Reaktionen der Regierung Man vertrat die Meinung sich bei der Bekämpfung der Krise zurückhalten zu müssen Zoll-Einfuhrgesetze zur Stärkung der einheimischen Wirtschaft; trägt allerdings zur Deflation bei Einschränkung der Einwanderung Reconstruction Finance Corporation liefert Geld für Arbeitsbeschaffung und Rettung von Unternehmen Maßnahmen kommen zu spät und zeigen keine Wirkung Hoover wird nicht wiedergewählt, Franklin D. Roosevelt (Demokrat) wird Präsident Kommunisten und Sozialisten erhalten trotz des massiven Elends kaum Stimmen

Der New Deal und seine Folgen
Erste Phase des New Deal Emergency Banking Act sieht vor, dass nur „sichere“ Banken nach der Überprüfung durch den Staat wieder öffnen dürfen → Vertrauen der Anleger kehrt zurück Glass-Steagall Act trennt Geldanlagegeschäfte vom „normalen“ Bankgeschäft, sodass Verluste einer Bank im Aktiengeschäft nicht direkt den kleinen Sparer treffen können Verantwortung für die nationale Geldpolitik endgültig zentralisiert Börse fortan unter Aufsicht der 1934 geschaffenen Securities and Exchange Commission (SEC)

Weitere Reformprogramme Kürzung der Veteranenpensionen und der Gehälter von Bundesbeamten Aufhebung der Prohibition; Steuereinnahmen Aufwendige Konjunktur –und Arbeitsbeschaffungsprogramme Gründung der National Recovery Administration (NRA), zur Regulierung von Produktion und Preisen und der Verhinderung von unfairem Wettbewerb Public Works Administration (PWA) mit der Vergabe von Aufträgen für Schul –und Straßenbau und andere Infrastrukturmaßnahmen Civilian Conservation Corps (CCC) beschäftigt seit 1933 mehrere hunderttausend Männer in Nationalparks und Wäldern zur Wiederaufforstung und Verbesserung der Infrastruktur Eine sehr erfolgreiche Maßnahme war die Tennessee Valley Authority (TVA); ein Großprojekt das entlang des Tennessee Rivers Staudämme, Schleusen, Kanäle, Elektrizitätswerke, Stromleitungen und chemische Betriebe errichtete und damit die Regionen förderte

Zweite Phase des New Deal Der Oberste Gerichtshof verbot einige Behörden, da diese amerikanische Werte zugunsten eines sozialistischen Staates untergraben würden Rechte der Gewerkschaften als Tarifpartner werden gesichert Weiterer Banking Act bedeutet höhere Versteuerung von hohen Einkommen und Unternehmensgewinnen Mit der Works Progress Administration wurde ein riesiges Arbeitsbeschaffungsprogramm geschaffen das bis 1943 8,5 Millionen Menschen Arbeit gab Der Social Security Act führt eine Alters- und Arbeitsunfähigkeitsrente, eine Arbeitslosen- und Unfallversicherung sowie eine Sozialhilfe für Blinde und notleidende Kinder auf Bundesebene ein Leistungen bleiben gering und die Hälfte der Bevölkerungen haben keinen Zugang zu ihnen Allgemeine Krankenversicherung immer noch nicht vorhanden 1938 legt das Fair Labor Standards Act einen Mindestlohn von 40 Cent pro Stunde und eine maximale Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche fest und verbot die Lohnarbeit von Kindern und 16 Jahren

Fazit des New Deal Krise konnte eingegrenzt allerdings nicht beendet werden Weiterhin hohe Arbeitslosenzahlen Erst die Rüstungskonjunktur die mit dem WW2 einsetzte beendete die Große Depression Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gaben vielen Amerikanern Hoffung Gewerkschaften wurden immer stärker Schritt in Richtung Sozialstaat; Einfluss der nationalen Institutionen vergrößert Trotz Erschütterungen überstand das amerikanische System die Krise ohne Probleme Wohingegen die Demokratien in Europa scheiterten und sich zu faschistischen und autoritären Staaten entwickelten

Wichtige zu klärende Begriffe:
Monroe-Doktrin: Verzicht auf außenpolitische Einmischung; kein Dulden von europäischer Einmischung in Amerika; Kolonialabsichten eines Staates auf Gebiete der westlichen Hemisphäre werden als feindselige Handlung verstanden und geahndet Homestead Act: Verteilung von Land im Westen Amerikas; nach 5 Jahren der Bewirtschaftung wird das Land zum Eigentum des Landwirtes; oftmals von Landgesellschaften und Großkonzernen ausgenutzt Wirtschaftsliberalismus: Wirtschaft die sich ohne Einmischung des Staates selbst steuert; Freier Markt; keine Restriktionen und freie Entfaltung des Marktes Andrew Carnegie: stieg aus ärmlichen Verhältnissen zum Großindustriellen in der Eisen- und Stahlbranche auf; Ende des 19. Jahrhundert einer der reichsten Männer seiner Zeit John Davison Rockefeller: stieg aus ärmlichen Verhältnissen zum Ölmagnat auf; Inhaber und Gründer der Standard Oil Company

Wichtige Jahreszahlen
1862 – Homestead Act Ab 1865 – Aufstieg der USA zur Wirtschaftsgroßmacht 1869 – Erste transkontinentale Eisenbahnverbindung (Chicago – San Francisco) 1869 – Knights of Labor wird gegründet und entwickelt sich zu einer nationales Bewegung 1870 –Rockefeller gründet Standard Oil Company (1882 Bildung des Trusts; 1911 Zerschlagung) 1870 bis 1900 – Urbanisierung; Wohn- und Arbeitsbedingungen verschlechtern sich 1871 – Die New York Times deckt das korrupte System von William Tweed in New York auf 1882 – Verbot der chinesischen Einwanderung 1890 – Offizielles Ende der Besiedlung des Westens 1890 – Sherman Antitrust Act Seit Ende der 1890er – Progressive Movement 1901 – United Steel Corporation ist der zeitweilig größte Konzern der Welt 1902 – Präsident Theodore Roosevelt geht erstmals gerichtlich gegen einen Großkonzern vor 1907 – Roosevelt proklamiert den Umweltschutz als nationales Ziel 1911 – Frederick W. Taylor veröffentlicht sein Buch „The Principles of Scientific Management“ 1917 – Nach dem Eintritt in den WW1 werden die Gewerkschaften erstmals als Partner akzeptiert 1924 – Verschärfung der Quotenregelung für Einwanderer 1928 – Aktienkurse steigen dramatisch; Wirtschaft boomt 1929 – 24./29. Oktober; Black Thursday; Zusammenbruch der New Yorker Börse 1930 – Smoot-Hawley-Tariff; Anhebung der Zölle von über 20.000 Produkten auf Rekordniveau 1931 – James Truslow Adams führt den Begriff „American Dream“ in „The Epic of America“ ein 1932/33 – Arbeitslosenquote erreicht Höchststand von 25% 1933 – Londoner Weltwirtschaftskonferenz scheitert; Franklin D. Roosevelt Präsid.; New Deal (1) 1935 – Zweite Phase des New Deal (2); Social Security Act 1936 – Wiederwahl Roosevelts zum Präsidenten 1938 – Kinderarbeit wird in fast allen Wirtschaftszweigen verboten