Ideentower // innovativ.anders.

umgesetzt
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... inklusive 100 Ideen für eine kreative Unternehmenskultur

GRATIS!

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Jahrbuch 2006

Ideentower // innovativ.anders.umgesetzt
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Einleitung............................................................................................... 3 Aufhängen jenseits von Nagel und Schraube........................................... 4
Von Christopher Meil Von Christopher Meil Von Oliver Sehorsch Von Oliver Sehorsch 4 5 6 7 8 9

Verschickt doch mal nen Wurstbrief.........................................................5 Wie man Gäste im Hotel behalten kann.................................................. 6 Wohngemeinschaft als Geschäftsmodell.................................................. 7 Tischlein vergrößere dich.........................................................................8
Von Peter Grosskopf Von Oliver Sehorsch

Gründe deinen eigenen Stamm............................................................... 9 Ansichtskarten-Foto-Grußtext-Automat................................................. 10
Von Christopher Meil Von Christopher Meil Von David Jeggle Von Silke Reinhardt 10 11

Gewichtige Hotelpreise......................................................................... 11 Wer sagt denn, dass Barcodes nur Striche und Zahlen sind?.................. 12
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Das zweite ich als neuer Markt................................................................................................... 13
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Der blaue Ozean als Strategie..................................................................................................... 15
Von Oliver Sehorsch Von David Jeggle Von David Jeggle

Customer Innovation - Machen Sie Ihren Kunden zum Innovator Ihres Unternehmens.................. 16 Trauer: Die Idee ist tot! Die Führungskraft hat sie gekillt!............................................................ 18 Wie können Sie ein kreatives Umfeld fördern - 100 Ideen für eine kreative Unternehmenskultur.. 20 Klar, kreativ im Team - aber WIE?................................................................................................ 26
Von David Jeggle Von David Jeggle 26 28 29

Networking beim Lunch - DIE Idee für große Unternehmen/Konzerne.......................................... 28 Steckdose für Unterwegs............................................................................................................ 29
Von Christopher Meil

Ideen spinnen und gewinnen!.................................................................................................... 31 Über uns.................................................................................................................................... 32

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Einleitung
„Eine Idee muß Wirklichkeit werden können oder sie ist eine eitle Seifenblase.“ Berthold Auerbach (1812-82), dt. Schriftsteller

Sie halten das Ideentower-Jahrbuch Nummer 2 in Ihren Händen: Das Beste aus 150 Beiträgen rund um Innovationen aus der ganzen Welt, angereichert mit Methoden und 100 Möglichkeiten, mit denen Sie selbst Ihr Ideenpotential (und das Ihres Teams) steigern können. Entdecken Sie • Querdenker aus aller Welt, wie den Metzger Claus Böbel, dessen Wurstbriefe weltweit verschickt werden oder • mutige Hoteliers, die ihre Zimmerpreise nach dem Gewicht der Gäste berechnen. • • • Produkte, die in der virtuellen Welt reale Gewinne erzielen und

Methoden, wie Sie Kunden zu Innovatoren Ihres Unternehmens machen und Menschen, die in Barcodes nicht nur Striche und Zahlen sehen

Hinter all diesen Innovationen stehen Menschen, die genügend Ausdauer und Mut hatten, ihre Idee über das Konzeptstadium bis hin zum fertigen Produkt zu entwickeln. Neben Ausdauer und Mut brauchen Ideen eine kreative Teamkultur, um nicht im Alltagsgeschäft zu versanden. In diesem Jahr lag unser Fokus daher neben Innovationen aus aller Welt darauf, immer wieder Methoden darzustellen, die Sie persönlich, sowie Ihr Team kreativer & innovativer machen. Auch daraus finden Sie eine Auswahl in unserem Jahrbuch. Wenn Sie dann noch einen Schritt weiter gehen und konkrete Tipps für eine kreative Ideenkultur in Ihrem Team bekommen möchten, schauen Sie doch mal auf die letzte Seite unseres Jahrbuches. Dort finden Sie die Ergebnisse unseres letzten Online-Brainstormings "100 Wege, um die Kreativität des Teams zu fördern". Sollten Sie danach nicht genug haben, schließen sich unseren bis zu 3.900 Lesern pro Monat an und schauen Sie einfach auf www.ideentower.de vorbei. Anfang Dezember 2006 ging unserer 250. Artikel online - dazu kommen ungezählte Kommentare, Links und direkte E-Mails an uns. Darüber freuen wir uns sehr. Wir freuen uns, wenn Sie uns weiterempfehlen: Schicken Sie doch gleich Ihrem Kollegen einen Link oder legen Sie das Jahrbuch in der Kantine aus. Eines garantieren wir Ihnen: Viele Gespräche über neue Ideen - auch für Ihr Unternehmen. Lassen Sie sich inspirieren! 3[32]

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Aufhängen jenseits von Nagel u n d Schraube
Von Christopher Meil

4) Trocknen lassen 5) z.B. Bild mit Magnetrahmen aufhängen oder Zettel per Magnet an die Wand hängen Damit wird die Magnetfarbe zum Ersatz für die klassischen Wand-Befestiger wie Nägel und Schrauben. Das Wirkprinzip: "je größer die Fläche des Befestigungsgegenstand desto stärker die Kraft" eröffnet für findige Querdenker ungeahnte Möglichkeiten. Eine Studie zeigt, was noch möglich ist: Warum nicht einfach Tisch und Stühle an die Wand hängen? Das spart Platz und ist praktisch. Dies ist zwar noch Vision aber ein Regal mit Magnet - Regal Magnetique (2000) von Swen Krause - gibt es schon. Ursprünglich geplant für die mitgelieferte Wandmetallplatte sollte das Magnetregal nach unserem Verständnis auch an einer per Metallpartikelfarbe behandelter Wand halten. Hat jemand von unseren Lesern hier schon Erfahrungen gesammelt? Wir freuen uns über jeden Kommentar. Für alle die, die jetzt nach diesen Zeilen über Magnetfarbe mit schreckverzerrtem Gesicht ihre Hand zum Herzschrittmacher führen, keine Sorge, die Farbe selbst ist nicht magnetisch. Sie enthält lediglich Eisenteilchen, die Magneten anziehen (Prinzip Kühlschranktür) und hat deshalb keinen störenden Einfluss auf Herzschrittmacher oder Computer. Übrigens für Menschen die nicht gerne Streichen, sondern nur Tapezieren, gibt es auch schon eine Lösung: Die erste magnetische Tapete. Links: www.index2005.dk/Members/kydomu/homeObject http://www.magnetfarbe.de/ http://magscapes.com/

Jeder kennt es: das "Anpinnen" von Zetteln und Postkarten per Magnet an die Kühlschranktür. Aber warum eigentlich nur an den Kühlschrank? Wie kann man die geschickte Magnetkraft zum Anbringen noch weiter nutzen? Ganz einfach: Magnetfarbe. Warum nicht jede Wand in der Wohnung zur magnetisierbaren Zone a la Kühlschranktür machen? Eine speziell entwickelte Streichfarbe - die sogenannte MagnetFarbe - enthält Metallpartikel und läßt sich wie normale Wandfarbe auftragen und auch mit anderen Farben wieder überdecken. Somit läßt sich jede streichbare Wand in der gewünschten Farbe für Magnete "haftbar machen". Wie funktioniert das genau? 1) Farbe mit Metallpartikel aufstreichen 2) Trocknen lassen 3) Eigentliche Wandfarbe drüberstreichen

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Verschickt doch mal n e n Wurstbrief
Von Christopher Meil

Die Preise inkl. MwSt und Versand bewegen sich von 5,50 € für einen Salami-Smily bis 12,20 € für eine individuelle Wurstkreation aus Buchstaben und Zahlen. Für den Wurstbrief werden ungekühlt lagerfähige Wurstwaren eingesetzt, bei jedem einzelnen Motiv steht die Haltbarkeit mit dabei. Die Einsatzmöglichkeiten reichen vom "wurstigen" Geburtstagsgruß in Jahreszahl bis hin zur etwas anderen

Sie wollen mal einen besonderen Gruß verschicken? Nicht immer nur Blumen oder Pralinen? Unser neueste Entdeckung: Der "Wurstbrief" . Was ist das? Wurstbrief ist ein Onlineservice zum verschicken von Grußkarten mit essbaren Motiven aus Wurst. Wie funktioniert das genau? Auf wurstbrief.de werden verschiedenste Motive aus Wurst wie z.B. eine Sonnen-Blume aus Salami angeboten. Will man nun seinen persönlichen Wurstgruß auf die Reise schicken sind folgende Schritte zu tun: 1) Wurstmotiv auswählen

Werbeaussendung mit persönlichem Logo oder einer "Extrawurst" in Form einer Wurstkreation nach Kundenwunsch. Als Zusatz gibt es auch eine Speicherfunktion. Hiermit kann ein einmal erstellter Gruß auch ohne Neueingabe immer wieder verschickt werden. Ideentower.de hat das ganze auch mal für Sie getestet und einen "Ideentower" in Wurstform geordert. Sobald der "Wursttower" bei uns eingetroffen ist werden wir ihn Abfilmen und in einem Folgeartikel mit Hintergrundbericht über die Entstehung der Idee veröffentlichen. Link:

2) Persönlicher Grußtext und Empfänger eingeben www.wurstbrief.de 3) Absender eintragen und Versandtermin festlegen 4) Bezahlung (per Vorkasse oder Kreditkarte) & Bestellung

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Wie man Gäste im Hotel behalten kann
Von Oliver Sehorsch in New York gibt es einen Nachmittagskaffee mit Harfenmusik, das Affinia Garden (New York) bietet Massage und geführte Meditation in ihrer Serenity Lounge an. Ideentower-Chance: Diese Hotels haben es geschafft den Umsatz pro Gast anzuheben. Gäste, welche oft nur einen oder zwei Tage in einer ihnen unbekannten Stadt sind, haben die Angebote genutzt. Ausserdem wurden auch Gäste ausserhalb des Hotels eingeladen, die Angebote zu nutzen. Quellen: The New York Times (Beilage der Süddeutschen Zeitung, 27.03.06) Bild: Ulrike Strauss

Im Hotel wird übernachtet und man verbringt dort in der Regel nicht seinen Abend. Viele Hotelmanager wissen, dass ihre Lobby, ihre Bars und Aufenthaltsräume nur als Durchgangswege betrachtet werden. Wie kann man nun Gäste den ganzen Tag im Hotel behalten? Das Four Seasons Hotel In Miami zeigt jeden Dienstag auf der Dachterasse ein Humphrey Bogart MiniFestival, das Renaissance Hotel in New Orleans bietet Weinverkostungen an und das Crown Plaza in Köln stellt Künstlern ihre Räume als Ausstellungsfläche und für Vernissagen zur Verfügung. Und das hat Charme. Nicht nur Hotelgäste in Köln schauten sich im Sommer Ausstellungen und Vernissagen an auch Passanten und Anwohner nutzen die Gelegenheit in angenehmer Atmosphäre einen Sekt oder eine Tasse Kaffee zu trinken. Es gibt noch weitere Beispiele die zeigen, wie man seine Gäste im Hotel behalten kann: Im Ritz Carlton 6[32]

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W o h n g emeinschaft a l s G es c h ä f t smodell
Von Oliver Sehorsch

meter 499 Euro. Dazu kommen zehn Prozent Nebenkosten. Die Nachfrage nach Zimmern ist riesig. Pro Tag gibt es bis zu zehn Anfragen. Aus diesem Grund will Klaus noch größer werden. Im Düsseldorfer Stadtteil Derendorf hat er jetzt 2.000 Quadratmeter Wohnfläche für 1,4 Millionen Euro gekauft. Sein Trick: Er kauft und mietet für seine Wohngemeinschaft keine Wohnungen, sondern Büroräume. Die sind nur halb so teuer, stehen oft leer und sind häufig in bester Lage angesiedelt. Klaus' Wohnkonzept entspricht einer gewerblichen Nutzung. Jeder mietet bei ihm nur sein Zimmer. In der Miete enthalten sind Internet- und Telefonanschluss. Für seine Mitbewohner hat Klaus einen Koch engagiert, das kostet jeden noch mal 99 Euro im Monat. Um die Sauberkeit kümmert sich eine Putzfrau, die Getränke kommen aus dem Automaten. Auf Wunsch stellt Klaus auch Bett oder Schrank in die Zimmer. „Im Durchschnitt bleiben die Leute 4,2 bis 4,8 Monate hier“, erklärt Kumpel Manfred. Geld verdiene er mit der Riesenwohngemeinschaft noch nicht, sagt Klaus, die Mieteinnahmen seien ein „Null-Null-Geschäft“. Aber: „Wir planen langfristig mit unserem Bewirtschaftungskonzept leerstehende Immobilien wieder attraktiv zu machen. Dann wollen wir mit Gewinn verkaufen oder sonstwie an der Wertsteigerung partizipieren“. Ideentower Chance: Hier zeigt sich einmal wieder, dass bestehende Konzepte Potenzial beinhalten. Die leerstehenden Büroräume werden zweckentfremdet und später zu einem höheren Preis wieder verkauft. Also: bestehende Konzepte überdenken und andere Nutzungsmöglichkeiten finden! Quelle und Foto: WDR Fernsehen, 08.05.06, Von Mathias Rauck

„Die Wohngemeinschaften der 70er Jahre zeichneten sich häufig aus durch ihre Kritik am Establishment und Diskussionen über Kommunismus, Kapitalismus und schmutziges Geschirr. Heute lebt das Establishment selbst in solchen Wohngemeinschaften. Die angeblich größte davon befindet sich in Düsseldorf. Gründer der 35 Mitbewohner zählenden Riesenwohngemeinschaft in Düsseldorf ist Klaus Moskop. „Ich glaube, dass Wohngemeinschaften in Zukunft ein Ersatz für die Großfamilie sein werden. In so einer großen Community ist immer jemand am Start“, ist Klaus überzeugt. Die Räume der Wohngemeinschaft verteilen sich auf drei Gebäude. Hier fing alles an. „Ich musste diese sexy Immobilie haben“, schwärmt Klaus. Als er per Inserat nach Mitbewohnern suchte, sei die Resonanz riesig gewesen und so entstand folgerichtig auch eine riesige WG. Ein Zimmer mit zehn Quadratmetern kostet 299 Euro, 20 Quadratmeter kosten 399 Euro, 30 Quadra-

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Ti s c h l e i n vergrößere dich
Von Peter Grosskopf

Manchmal muss das Runde ins Eckige! Fragen Sie sich warum etwas nicht geht, um es ändern zu können. Machen Sie sich frei von dem Gedanken „Das geht aber nicht, weil es vor 10 Jahren auch nicht ging“ ... Ideentower-Bewertung: Nicht jeder hat eine Riesenwohnung, in der er für den „Worst-Case“ immer einen Riesentisch stehen haben kann. Der Tisch der Tischlerei Schulz bietet eine Lösung, adaptiv für jede Situation. Die Lösung für einen runden Tisch ist absolut innovativ und neu (und wird wohl auch patentiert)! Von mir 4 Punkte dafür! Link: http://www.tischlerbetrieb.de/ Quelle:

Jeder kennt das Problem: Da veranstaltet man ein lustiges Treffen am Abend mit Freunden, doch plötzlich kommen mehr Leute als erwartet! In einer solchen Situation wünscht man sich doch einen Tisch, der sich vergrößern lässt und dabei auch noch gut aussieht. Und wäre es doch super, wenn der Tisch auch noch rund wäre ... Ich bin froh auch mal ein Produkt aus „deutschen Landen“ präsentieren zu können! Für obiges Problem hat die Tischlerei Schulz aus Kerken Abhilfe geschaffen: Einen runden Esstisch, der sich in der Größe verändern lässt. Wie es funktioniert entnehmen Sie der Animation http://www.tischlerbetrieb.de/produkte/tischleinreck .htm Oder den Bildern. Ideentower-Chance:

Rheinische Post

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Gründe deinen eig e n e n Stamm
Von Oliver Sehorsch

Jeder Anteil ermächtigt den Käufer zu einem, zwei oder drei Jahren Mitgliedschaft. Nomaden können insgesamt 7 Tage zu 210 USD, Jäger 14 Tage 420 USD und Krieger 21 Tage zu 630 USD auf der Insel verbringen. Sobald 5000 Personen sich eingeschrieben haben wird über den Namen der Insel, die benötigte Infrastruktur und über die umweltfreundliche Nutzung der Insel entschieden. Ideentower Chance: Jeder Geschäftsmann wird hier viele Ideen finden, die man verwirklichen kann: Angebote fürs Handwerk, Tourismus, Energietechnik etc. Außerdem schafft man es so, Inseln auf der einen Seite kollektiv zu bewirtschaften und andererseits den Massentourismus einzudämmen.

Tribewanted sucht für eine eigene Insel auf den Fijies 5000 Personen um einen eigenen Stamm zu gründen. Jeder kann hierbei mitmachen. Was auf den ersten Blick wie die Gründung einer großen Hippie-Kommune aussieht, ist sehr professionell aufgezogen. Das ist das lebendig gewordene „Siedler“-Spiel.

Link: http://www.tribewanted.com Quelle: http://www.springwise.com

Um als Stammesmitglied zugelassen zu werden, kann man verschiedene Anteile erwerben. Hierzu kann man aus den folgenden Stammes-Hierarchien auswählen: Nomaden, Jäger und Krieger.

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A n s i c h t skarten-Fot o - G r u ßt e x t - A utomat
Von Christopher Meil

Vorschau bekommt und bei Bedarf das Foto erneut schießen lassen kann. Der Automat nimmt Münzgeld und Scheine leider gibt es jedoch kein Rückgeld! Insgesamt aber macht diese persönliche Art der Postkartenproduktion eine Menge Spaß. Was noch bleibt ist das ach so leidige Texten: Das Wetter ist schön, Essen lecker etc. Vielleicht gibt es ja in Zukunft eine Weiterentwicklung bei der passende Textbausteine oder ähnliches hier eine Unterstützung bieten?! Ideentower Chance: Denken Sie darüber nach: Was ist fester Bestandteil jeder Reise oder Aufenthaltes? Was machen alle Urlaubsreisenden immer wieder? Wie kann diese bestehende Verhalten neu und interessanter gestaltet werden? Welche Chancen ergeben sich hieraus? Links: http://www.berlin-tourist-information.de/deutsch/pr esse/meldungen/d_pr_397_cosmocards.html http://www.cosmoproducts.de/

Sie wollen mal eine besondere Postkarte aus dem Urlaub oder der Städtetour verschicken? In Berlin gibt es in den 3 Tourist Info Centern (z.B. Südflügel Brandenburger Tor) einen ca. 2 Meter hohen Postkartendruck-Automat mit Fotofunktion und Grußtexteingabe. Damit ist es möglich, individuelle Ansichtskarten mit eigenem Bild und Grußtext zu erstellen. Der Automat ist quasi eine Kreuzung aus Passfotoautomat, Ansichtskartenständer und Grußtextgenerator. Der Ablauf ist recht simple: 1. Vor den Automaten stellen und Foto schießen lassen (wie bei Passfotoautomat) 2. Motive von Sehenswürdigkeiten auswählen z.B. Brandenburger Tor 3. Grußtext hinzufügen 4. Bezahlen und Kartendruck starten Ergebnis ist eine Karte mit den ausgewählten Sehenswürdigkeiten zusammen mit dem eigenen Bild und Grußtext. Das Schöne ist auch, daß man eine

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Gewichtige Hotelpreise
Von Christopher Meil

belohnen wir ... Wer hier wegen guter Luft und gutem Essen wieder ein paar Kilo zulegt, muss keinen Aufpreis zahlen: Es gilt das Gewicht bei der Anreise!" Aber auch sonst ist das Hotel einfallsreich wenn es um weitere Angebote geht. So gibt es zum Beispiel weitere Specials wie den "Schlau-FriesenTest" - eine zwei-Tages Übernachtung mit Busfahrt zum Bosseln, echte ostfriesische Teezeremonie Karnevalsflucht oder Ostfriesischer Frühling. Schöne Idee wie man durch kreative Preisgestaltung sich abheben kann. Viele weitere Beispiele für phantasievolle Preisfindung wie z.B. - Schuhgröße bestimmt den Übernachtungspreis - Sie bestimmen den Preis - Frühbucher-Rabatte im Hotel wie bei Billig Airlines

Stellen Sie sich vor, Sie kommen spontan in ein Hotel und fragen nach dem Zimmerpreis: Sie: Was kostet hier ein Doppelzimmer die Nacht? Rezeption: Wieviel wiegen Sie? Sie: 80 KG, warum fragen Sie? Rezeption: Dann kostet Ihr Zimmer 40 € die Nacht, bei uns zahlen Sie 50 Cent pro Kilogramm Körpergewicht. So etwas gibt es nicht? Doch das Hotel Ostfriesland bietet sogenannte Pfundspreise an. Wie funktioniert das genau? Entscheidend ist das Gewicht bei der Anreise welches mit 0,50 € pro Kilogramm Lebendgewicht im wahrsten Sinne des Wortes „ins Gewicht“ fällt. Zum Pfundspreis gehört aber auch ein Frühstück, Ostfriesische Teezeremonie und Leihfahrrad. Nach eigener Aussage auf der Webseite steckt hier folgende Intension dahinter: "Schlanke Gäste leben länger und können öfter wiederkommen - das

- Getränke zum Billigtarif an der Schnäppchen-Theke gibt es bei www.best-practice-business.de/blog. Ideentower Chance: Denken Sie darüber nach welche anderen, außergewöhnlichen Maßeinheiten Ihre Preise bestimmen können. Haben Sie Mut und denken Sie verrückt! Warum nicht nach Körpergröße, nach Niederschlagsvolumen, nach Temperatur, nach Verkehrsaufkommen usw. den Preis bestimmen. Quellen: Pfundspreise gesehen bei brandeins Ausgabe 06/ 2006 - "Die Welt in Zahlen" Pfundspreise im Hotel Ostfriesland - Hotelrechnung nach Gewicht

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Wer sagt denn, dass Barcodes nur Striche und Zahlen sind?
Von David Jeggle

Ideentower-Chance: Gibt es in Ihrem Unternehmen Dinge, die einfach so hingenommen werden - die als "Standard" angesehen werden, in denen aber eine Riesenchance zur Differenzierung schläft? Ideentower Bewertung: Sehr clever - etwas so allgemein akzeptiertes so zu verändern und zu einem Markenelement werden zu lassen. Ein weiteres Unterscheidungskriterium in der Welt der me-too-Produkte. Link: http://www.barcoderevolution.com/home/ Quelle: http://www.springwise.com

Barcodes - Nur Striche und Zahlen? Nicht doch! In seinem neuesten Newsletter berichtet Springwise über die japanische Designagentur Design-Barcode. Diese verwandelt langweilige Barcodes in interessante Barcodes mit Markenaussage, wie das Bild des Anbieters links zeigt. Vor Verwendung werden die Barcodes intensiv getestet, damit das Produkt nicht etwa an der Kasse "hängenbleibt".

Haben Sie eine Idee, was endlich noch verändert werden sollte, was seit Ewigkeiten als Standard hingenommen wird? Was lernen wir daraus? 12[32]

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Das zweite ich als n e u e r Markt
Von Silke Reinhardt

kann man selbstdesignte Kleidungsstücke oder Möbel verkaufen, oder, oder, oder….. Und das Schöne daran: das selbst gebastelte Traumleben bietet Konsum, Unterhaltung und sogar Sex auf Knopfdruck (per „Erect“-Taste) und blendet die Probleme des realen Lebens einfach aus. Bereits seit einiger Zeit haben Unternehmen das Potenzial der virtuellen Realitäten erkannt und nutzen Second Life vielfältig: zum Marketing, als neues Kommunikationsmedium oder um individuelle Spielszenarien rund um ihre Marke zu gestalten. Als erstes Unternehmen der Modebranche hat American Apparel vor kurzem seine virtuellen Türen geöffnet und bietet 20 Produkte seiner Kollektion zum Preis von einem US-Dollar (entspricht etwa 250 LindenDollars) nun als digitale Version für Avatare an. Laut Second Life Newsletter machte der Laden am 17. Juni auf Lerappa Island (lesen Sie mal Lerappa rückwärts) auf. Natürlich ist die Aufmachung des Online-Ladens 1:1 zum wirklichen Shopping-Erlebnis inklusive Umkleidekabinen und noch mehr: regelmäßig spielen Bands auf der Online-Bühne im Laden. Und die Verknüpfung mit der realen Welt ist auch schon vollbracht: Wer seinen Online-Avatar mit einem Leibchen von American Apparel ausstattet, bekommt direkt einen Voucher für den Online-Store zum Bestellen von wirklicher Ware. Ähnlich wie Second Life funktioniert das südkoreanische Webportal Cyworld. Wie die Financial Times berichtet, tummeln sich ein Viertel aller Südkoreaner tagtäglich auf Cyworld, dem erfolgreichsten Community-Portal der Welt. 92% der südkoreanischen Twens unterhalten demnach eine "Minihompy", die darüber informiert, wer sie sind, welche Interessen sie haben, welche Musik sie hören... Wer mit ihnen reden will, braucht sie nicht mehr persönlich anspre-

Das zweite Ich in Form der virtuellen Identität eines Avatars macht derzeit zahlreiche Online-User süchtig. Im Onlineportal Second Life sind gleichzeitig tausende Spieler online, die ihre virtuelle 3-D Welt gestalten. Seit Second Life 2003 gestartet ist, hat sich die Zahl seiner "Bewohner" immens gesteigert: heute sind es weltweit rund 321.000 Mitglieder, die ihren Alltag gegen eine andere Wirklichkeit eintauschen. Betritt man die virtuelle Welt, kann sich jeder sein Traumleben selber basteln: ob Augenfarbe, Beinform oder Nasenlänge, roter Pulli oder edles Abendkleid, Villa oder Reihenhäuschen: das ganze Leben liegt in der eigenen Hand. In Form Ihres persönlichen Avatars suchen Sie sich Ihre Freunde neu aus, machen sich selbständig und verdienen Geld, fliehen auf eine Trauminsel oder lernen zu fliegen. Ein Markt der Möglichkeiten sozusagen und eine Bühne für denjenigen, der sie zu nutzen versteht. Man knüpft Kontakte und handelt miteinander, beispielsweise

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chen, sondern geht ins Web. Das soziale Netzwerk verlagert sich mehr und mehr auf virtuelle Räume. Nach Angaben der Financial Times wird die südkoreanische Webpage pro Tag 600 Millionen Mal aufgerufen und ihr Erlös beläuft sich auf rund 90 Millionen Dollar pro Jahr. Woher diese Summe stammt? Das Anlegen einer eigenen "Minihompy" ist kostenlos. Wer aber "in" sein will, inszeniert sich natürlich eine perfekte persönliche Welt, die das Ich auch visuell widerspiegelt. Ein farbiger Hintergrund der Seite kostet beispielsweise 1 $ pro Woche. Die Nutzer können sich zudem ihr persönliches Interieur selbst gestalten und sich, ähnlich wie bei Second Life, ihr eigenes Haus bauen und einrichten. 80 % der Erlöse stammen aus dem Erwerb digitaler Produkte, so Financial Times. In Kürze wird auch eine deutsche Version des Spiels auf den Markt kommen. Die Deutsche Telekom hat den Trend erkannt und wird noch in diesem Jahr eine Kopie des südkoreanischen Webportals Cyworld für den deutschen Telekommunikationsmarkt anbieten. Was kostet die (virtuelle Welt)? Diese Frage hat sich der blogrolle-Blogger Georg Pagenstedt aus Kleinmachnow gestellt und dafür viele, viele Antworten gefunden. In der informativen Aufstellung “Second Life in Dollar”, sortiert nach Höhe der Beträge, informiert er uns. Anbei eine Auswahl aus der Aufstellung: - 589.224 US-Dollar: Umsatz in Second Life in den letzten 24 Stunden. - 3.500 US-Dollar: Kosten für ein Standard-Event, mit Audio-Streaming für Vortragende und In-WorldEvent-Koordination. - 1.250 US-Dollar: Einmaliger Preis für eine 66.000 m2 Insel. - 500 US-Dollar: Kosten für einen Executive-Avatar (Nachbau des Original-Menschen dauert ca. eine Woche). - 9,95 US-Dollar: Monatliche Gebühr für eine Premium-Mitgliedschaft in Second Life. - 0,004 US-Dollar: Preis eines Linden Dollars. Ideentower Chance: Die Grenze zwischen realem Leben und Spiel verschwimmt immer weiter: die virtuelle Welt wird zum Medium der unbegrenzten Möglichkeiten und zur neuen Droge des 21. Jahrhunderts. Sie trägt ein erhebliches, noch wenig erkanntes Potenzial für Unternehmen. Die inszenierte Realität ist dem "normalen" Leben um einiges voraus: Man kann ausprobieren, experimentieren und neue Wege beschreiten ohne die Konsequenzen des "normalen" Lebens tragen zu müssen und kann sich komplett von den Problemen des Alltagslebens verabschieden. Die Deutsche Telekom scheint also auf dem richtigen Weg, immerhin hat Second Life bereits 15.000 deutsche Nutzer. Viel versprechend scheint die Option, eine Plattform zu schaffen, die verschiedene Zielgruppen gleichzeitig anspricht und multifunktional für verschiedenste Kommunikationszwecke ausgerichtet ist: für Business (ähnlich openBC), Teens, Twens, Partnersuche, usw. Avatare brauchen nicht nur Kleidung, sie brauchen auch Möbel, Handys, Autos, Bücher, Bildung... Na, schon eine Idee für Ihren Produktauftritt in der virtuellen Welt?

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Der blaue Ozean als Strategie
Von Oliver Sehorsch

dukte werden zur Massenware. Blaue Ozeane sind neue Märkte, die neue Nachfrage erzeugen und höchst profitables Wachstum in Aussicht stellen. Was unterscheidet die Blue Ocean Strategie von den herkömmlichen Unternehmensstrategien? Es bringt mehr Erfolg, neue Märkte (blaue Ozeane) zu entdecken. Oft sind die Unternehmer auf das fixiert, was ihre Wettbewerber tun und beschäftigen sich mit der Frage, ob sie sich innerhalb ihrer Branche als Kostenführer oder Differenzierer positionieren sollen. Innovation soll nicht nur auf der Angebots-(Technologie-Innovation), sondern vor allem auf der Nachfrageseite (Nutzeninnovation) erfolgen. So wirkt man dem enormen Angebotsüberschuss entgegen. Nutzeninnovation ist der wichtigste Bestandteil der Blue Ocean Strategie. Sie schafft gleichzeitig Differenzierung und Kostenführerschaft und damit „Blue Oceans“ ohne Wettbewerb. Der Kunde bekommt einen höheren Nutzen zu vernünftigen Preisen und der Anbieter schafft neue Nachfrage, die das Unternehmen kostengünstig bedienen kann. Die Blue Ocean Strategie bietet Ihnen zum ersten Mal einen kompletten, praktischen Ansatz für Nutzeninnovationen an. Sie sind die Quelle, neue Märkte systematisch zu entdecken." (Management Forum Starnberg) Ideentower Bewertung: Eine sehr gut durchzuführende Strategie, die man im Unternehmen einsetzten kann. Durch die gezielte Analyse des eigenen, bestehenden Geschäfts schafft man einen Überblick was man kann, und die Konzentration auf die zukünftigen Schwerpunkte wird damit leichter gemacht. Genau diese "neuen" Zusatznutzen des eigenen Geschäfts bringt einen aus dem Red Ocean in den Blue Ocean.

Die Blue Ocean Methodology beschreibt den Umstand auch in schrumpfenden Märkten Umsatz zu machen. Hierbei zeigt sie einen einleuchtenden Weg auf: Nicht auf die Red Oceans, also die schon gesättigten Märkte mit immer den selben Vorgehensweisen setzen, sondern in die Blue Oceans vorzustossen. Statt die vorhandene, oft schrumpfende Nachfrage mit der Konkurrenz aufzuteilen, geht es darum, die Nachfrage zu steigern und sich von der Konkurrenz zu lösen. Die beiden Autoren sagen dazu: "Die Konkurrenz läßt sich nur auf eine Weise schlagen: indem man aufhört, es zu versuchen." (W. Chan Kim, Renée Mauborgne) Nur: Wie soll dies gehen? Leichter gesagt als getan denkt man, aber was ist der "Blaue Ozean"? "In den roten Ozeanen versuchen Unternehmen, ihre Konkurrenten zu übertreffen, um sich einen größeren Anteil an der vorhandenen Nachfrage zu sichern. Die Märkte werden immer enger, die Gewinn- und Wachstumschancen sinken und die Pro-

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Customer Innovation - Machen Sie Ihren Kunden zum Innovator Ihres U n t e rnehmens
Von David Jeggle Wer kennt das nicht: Ich kaufe ein neues Produkt und stelle fest, dass ich auf Anhieb mindestens drei Verbesserungsvorschläge hätte. Meistens bleibt es bei diesem Gedanken und beim nächsten Mal kaufe ich eben ein anderes Produkt. Diese fehlende Kommunikation mit dem Kunden haben viele Unternehmen bereits behoben, indem Sie Ihren Innovationsprozess in alle Richtungen geöffnet haben, sei es mit Hilfe von Online Communities, Websites, externen Brainstormings oder Kundenworkshops, um direkt mit den Käufern interagieren zu können. Diese Maßnahmen sind dringend erforderlich, denn nach wie vor gehen Unternehmen mit der Neueinführung eines Produktes oder einer Dienstleistung ein beträchtliches Risiko ein. Flopraten von über 50 % je nach Branche sorgen für hohe Verluste. Unternehmen, die den Innovationsprozess als interaktive Beziehung zum Kunden, den Zulieferern und anderen Institutionen sehen und sich nicht ausschließlich auf Marktanalysen und das interne Innovationspotential verlassen, sind klar im Vorteil und orientieren sich

stets an den aktuellen Bedürfnissen des Marktes. Immer ausgefeilter werden die Methoden der Unternehmen, um vor allem das Know-How und das kreative Potential der Kunden zu nutzen. Mit einer Auswahl an Innovations-Werkzeugen geben Firmen ihren Kunden, aber auch externen Experten, die Möglichkeit, aktiv neue Produkte und Produktvariationen zu schaffen und weiterzuentwickeln. So werden gezielt unternehmensexterne Ressourcen genutzt, um den innovativen Prozess voranzutreiben und mit neuem Input zu füllen. Mit einer Auswahl an Innovations-Werkzeugen geben Firmen ihren Kunden, aber auch externen Experten, die Möglichkeit, aktiv neue Produkte und Produktvariationen zu schaffen und weiterzuentwickeln. So werden gezielt unternehmensexterne Ressourcen genutzt, um den innovativen Prozess voranzutreiben und mit neuem Input zu füllen. Das österreichische Unternehmen Swarowski nutzte als Toolkit zum Beispiel ein Software gestütztes Designwerkzeug, um vom Kunden neue Formen und Motive für das „Crystal Tatoo“ gestaltet zu bekommen. Innerhalb von nur 4 Wochen entstanden so 263 neue, verwertbare Motive. Ein anderes Beispiel liefert die Firma Backtools. Das neueste Rucksackmodel des Münchner Unternehmens wurde von einem Lead User entwickelt, der sich federführend um die Realisierung bemühte und nun stolz sein kann auf DIGGIT, den Rucksack mit integrierter Lawinenschaufel, Ski- und Snowboardtragesystem sowie Protektorfunktion.

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Mit der Open-Source-Software wurde die Entwicklung von Open Innovation auf die Spitze getrieben. Die Idee der „offenen“ Software: der freie Austausch von Wissen und Gedanken im Internet und die gemeinsame Weiterentwicklung von Produkten im Rahmen eigener Organisationsregeln und „Gesetze“. Auf diese Art sind Produkte wie Linux, der Appache-Web-Server, das Öko-Auto OSCars und diverse Computerspiele entstanden. Auch wenn sich mit dem Internet ganz neue Wege der Kommunikation und auch der Zusammenarbeit mit Kunden und Spezialisten aufgetan haben, so darf man nicht außer acht lassen, dass nach neuesten Studien etwa 58% der Erwachsenen in Deutschland das Internet nutzen und von diesen 36,7 Millionen zum Beispiel nur etwa 6,7 Millionen die Gruppe der Rentner ausmacht. Die Frage ist, wie kann ich die gewünschte Zielgruppe erreichen und welche potentiellen Ideengeber klammere ich mit OnlineAktionen womöglich ganz aus? Hinzu kommt, dass die meisten Internetnutzer das Netz nur als schnelle Informationsquelle verwenden, um mal eben zu schauen, in welchem Kino der neue Blockbuster gezeigt wird. Somit besteht die breite Masse der Webuser aus Randnutzern (30%) und Selektivnutzern (19%). Hingegen liegt die Prozentzahl derer, die das Internet täglich, routiniert und versiert nutzen nur bei 17 %. Diese Zahlen machen deutlich, dass Online-Werkzeuge nur einen Teil von Open Innovation ausmachen und der direkte Kontakt mit dem Kunden, etwa in Kundenworkshops unerlässlich ist. Open Innovation eröffnet Unternehmen den freien Zugang zu externen Quellen, die in ihrer Gesamtheit einen klaren Wettbewerbsvorteil ermöglichen. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass bewusst und gezielt mit den zur Verfügung stehenden Werkzeugen umgegangen wird und nicht die reine Kostenersparnis im Vordergrund steht. Weiterlesen? Unter diesen Links gibt es mehr Informationen zu Open Innovation: www.openinnovation.com und www.opensourcejahrbuch.de. Den Avenue-Innovationsletter können Sie auf www.avenue.de abonnieren. Quelle: Avenue Innovationsletter, David Jeggle & Gabriele Schmidle

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Trauer: Die Idee ist tot! Die Führungskraft hat sie gekillt!
Von David Jeggle

Die Wirtschaftswoche beleuchtet in einer 7teiligen Serie das Thema Kreativität von vielen Seiten - in der Ausgabe Nr. 40 z.B. werden Regeln für Führungskräfte aufgestellt, wie man aus Mitarbeitern kreative Höchstleistung herausholt. Auf dieser Basis möchte ich die Bedeutung der Führungskraft beleuchten: Zeit für kreatives Denken schaffen Haben die Mitarbeiter Zeit für kreative Eigenleistung? Einzelne Kreativ-Workshops sind ein Anfang aber nicht die Lösung. Schaffen Sie eine Kultur, die die kreative Ideenfindung Usus werden lässt. Arbeiten Ihre Mitarbeiter objektiv mit einer 130% Auslastung? Wo ist da Raum für neue Ideen und Zukunftsdenken? Fehlertoleranz Werden in Ihrem Team keine Fehler gemacht? Dann sollten Sie überlegen, ob Ihre Mitarbeiter nicht bereit sind ein Risiko einzugehen und Fehler um jeden Preis vermieden werden denn damit werden leider aber auch Innovationen vermieden. BMW z.B. kürte in einem Werk "Den Fehler des Monats" um aufzuzeigen, daß Fehler passieren, aber nur so Innovationen entwickelt werden können. Diese Initiative wird jedoch im Netz kritisch diskutiert. Kreative Leistung anerkennen

Wie stehen Sie zu folgenden Aussagen: - Ich will keine Kreativität, ich will Innovationen! - Wir haben doch ein Vorschlagswesen, das reicht! - Bei uns werden keine Fehler gemacht! - Hat der Meier nix zu tun, entwickelt der doch ernsthaft Ideen für die andere Abteilung! In meiner täglichen Praxis erlebe ich immer wieder Teams, die von profesionellem Brainstorming und wertschätzendem Umgang von Ideen reden, dann aber eher eine muntere Diskussionsrunde durchführen, bzw. jede etwas neuartigere Idee sofort im Keim ersticken. Besonders Führungskräften kommt hier die entscheidende Rolle zu, wie sie Ideen fördern und fordern können.

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Ideentower // innovativ.anders.umgesetzt
D.h. nicht, daß ein ausgeklügeltes Bonussystem hinter Ideen hängen muss - aber, d.h. der Mitarbeiter soll wissen, daß seine Ideen anerkannt werden. Sätze wie: "Ideen können Sie gerne haben, aber bitte in der Freizeit und achten Sie darauf, daß Ihr Tagesgesschäft nicht darunter leidet!", fördern keine kreative Kultur. In Teams, die Innovationen hervorbringen, beobachten wir häufig Führungskräfte, die zum einen selbst ständig neue Ideen entwickeln und ihr Geschäftsmodell in Frage stellen, zum anderen aber auch die Ideen der Mitarbeiter wertschätzen und nicht in einer Art diktatorischem Führungsstil um jeden Preis ihre Idee durchdrücken wollen. Es darf keine Barrieren kennen: Abteilungsübergreifende Ideensitzungen sollten unbürokratisch möglich sein. Konkurrenzdruck vermeiden Wenn Mitarbeiter untereinander in starker Konkurrenz stehen, wird der einzelne Mitarbeiter kaum Interesse haben, den Kollegen beim Ideenfinden zu unterstützen. Konformitätsdruck vermeiden Transparenz schaffen Was passiert mit Ideen? Verlaufen sie im Sande? Schaffen Sie Transparenz über Ideen und zeigen Sie Wertschätzung. Gestalten Sie Ideenprozesse Damit Ideen nicht ins Stolpern kommen, sollten Sie gemeinsam einen Ideenprozess besprechen. Wo sind welche Absprachen notwendig? Wie kann nach der Umsetzung einer Idee die Erfahrung für neue Projekte genutzt werden? Warum wird mit Ideen so umgegangen, warum verhalten sich Führungskräfte in dieser Weise? Scott Berkun führt in seinem englischsprachigen Blog zahlreiche Gründe auf: Die Idee oder der Wert der Idee wird nicht verstanden Haben Angst vor den Veränderungen, die diese Idee auslösen wird Möchten Risiko und Fehler vermeiden, weil Druck von oben kommt Lehnen sowieso jede Idee ab, die nicht von ihnen selbst kommt Sehen nicht, wie die Idee Ihnen zu einer Beförderung verhelfen sollte In vielen Unternehmen sitzen Mitarbeiter, die geradezu vor Kreativität sprudeln. Diese Kreativität setzen sie aber lieber für ihre Hobbies und im privaten Umfeld ein. Warum: Ideen werden in Unternehmen oftmals mit Füßen getreten - und warum sollte man mehrmals auf die heiße Herdplatte fassen, wenn "business as usual" reicht. Wie können Sie Ihre Mitarbeiter zu kreativen Höchstleistungen anspornen? Ich freue mich über Ihre Anregungen und Erfahrungen als Kommentar oder email an david.jeggle@ideentower.de Links: http://ideentower.blogs.com/ideentower/2005/11/wi e_man_groe_id.html http://www.wiwo.de/pswiwo?fn=ww2&sfn=deep_li nk&wert=kreativitaet http://www.org-portal.org/portal/artikel.php?did=6 62 http://www.mwonline.de/db/topics/themenentry.php 3?to_parebene=Fehler+des+Monats&db=17 http://www.scottberkun.com/blog/?p=304

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http://www.ideentower.de

Wie können Sie ein kreatives Umfeld fördern - 100 Ideen für eine kreative U n t e r n e hmenskultur

"Wie können wir eine Kultur schaffen, in der Ideen entwickeln Spaß macht und Mitarbeiter sich voll einbringen?" Wir haben für Sie über diese Fragen nachgedacht, voila, hier sind unsere Ideen zur Fragestellung: Raumstruktur & Einrichtung 1. Raum mit Lichtdusche zur Depressionsvermeidung und Stimmungsaufhellung im Winter und damit auch aktivere Mitarbeiter für Kreativität 2. Anziehsauna zur Gesundheitsfördernung und gleichzeitig Kurzklimawechsel für neue Impulse 3. Magnetische Wände oder Wände mit PostIt’s/großen Abreißblöcken, so dass überall Ideen notiert werden können 4. Hörbar: Raum mit Entspannungsmöglichkeit und klassischer Musik, die kreativfördernd wirkt

Spätestens seit Reinhold Sprenger mit seinem Bestseller mit dem "Mythos Motivation" aufgeräumt hat, ist eines klar: Der Mitarbeiter kann nicht mehr nur durch Prämien, Urlaub und Geschenke motiviert werden, seine Kreativität bleibt dabei auf der Strecke. Ein Arbeitsumfeld und Rahmenbedingungen, welche die Arbeitsmoral und das Mitdenken des einzelnen Mitarbeiters fördern, sind wesentlich nachhaltigere Motivationsspritzen. Für das Innovative Unternehmen gilt es deshalb neben zielgerichteten Innovationsprozessen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Kreativität und Ideenfindung unterstützen. In erster Linie geht es darum, ein Klima zu schaffen, in dem Ideen offen aufgenommen und barrierefrei weiterentwickelt werden, in dem Arbeit daher Spaß macht und neue Anregungen verschafft.

5. Querdenkräume mit abfallenden oder aufsteigenden Böden für andere Perspektiven 6. abwechselnde Raumböden für Sinneserfahrung (Holz, Sand, Kiesel, Gummi, Styropor, etc.) 7. Räume mit unterschiedlichen Düften, welche die jeweilige Tätigkeit unterstützen z.B. Zimt und Co für Kreativworkshops, Pfefferminze für hohe Konzentration auf eine Sache etc. 8. Räume mit unterschiedlichen Farben, welche die jeweilige Tätigkeit unterstützen z.B. bunt für Kreativworkshops, sanft für hohe Konzentration auf eine Sache etc. 9. Auch herumlaufen in der Firma ist normal und wird durch freie verteilte Arbeitsplätze gefördert

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10. Ungewöhnliche Arbeitsorte: Mitarbeiter können auch mal z.B. von einem Schiff aus arbeiten oder einen Arbeitsaufenthalt in Alaska machen 11. Mitarbeiter können immer wieder neue Büromöbel und Arbeitswelten ausprobieren und zusammen mit Spezialisten wie Architekten, Möbeldesigner konzipieren 12. Naturarbeitsplätze: Im Sommer bei gutem Wetter gibt es Arbeitsplätze im Garten, inklusive Pflanzenpatenschaften für Mitarbeiter 13. Ausgerollter Ideenteppich: In den Fluren wird Teppich ausgerollt auf dem die Ideen der Mitarbeiter stehen. Mit Spezialstift können weitere Ideen dazugeschrieben werden 14. Laserlampen in Büros werfen Reizwörter oder verrückte Ideen auf die Wände 15. Mitarbeiter haben Uhr mit Empfänger, Punkt 12:00 wird neue Ideen anderer Mitarbeiter auf die Uhr geschickt 16. Mitarbeiter haben zu Hause Zweierarbeitsplatz und können dort zusammen mit Kollegen arbeiten, auch im Austausch jede Woche bei einem anderen Kollegen zu Hause 17. Inspirierende Objekte auf den Fluren des Unternehmens aufstellen (interaktive Kunstwerke, technisch ausgefallene Objekte, wie z. B. ein Stück Raumkapsel oder Rätselhaftes, dessen Sinn erraten werden soll) 18. Beschreibbare Schreibtischunterlage mit Ideen der Mitarbeiter darauf, die jeden Tag zu einem anderen Kollegen wandert 19. Fenster wird mit ablösbaren Klebefolien für einen Tag eingefärbt, um die Blickfarbe für einen Tag zu wechseln („Heute ist die Welt so grün“) 20. Mobiler Bürobus: Bus mit voll ausgestatteten Büros fährt zu einem schönen Ort, somit können Mitarbeiter mal an einem Tag von wo anders aus, aus anderer Umgebung heraus arbeiten 21. Wechselnder Desktophintergrund mit Beschreibungen interessanter Ideen und Erfindungen zur Inspiration (Quellen Ideentower, best-practice-business.de/blog) 22. Musik im Eingang zur Begrüßung: jeden Monat eine andere Stilrichtung mit Vorstellung (Schild) was für eine Richtung diesmal gespielt wird 23. Wandernde Stechuhr, durch Platzwechsel wird der monotone Alltagsblickwinkel aufgehoben 24. Rutschbahnen verbinden die Stockwerke miteinander 25. Wechselnde Bürogemeinschaften; Jedes Quartal sitzt man mit einem anderen Kollegen zusammen und kann sich somit über andere Dinge austauschen 26. In Kantine keine einzelnen Tische, sondern nur ein/mehrere ganz große Tische 27. Kantine offen für Mitarbeiter anderer Unternehmen 28. "Ideentower" als Anwendung im Intranet

einrichten → Mitarbeiter bloggen über innovative Ideen 29. Jeder darf sein Büro selbst einrichten

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30. Schwarzes Brett vor der Kantine: Jeder darf Projektideen offen ausschreiben → Umgehung des Dienstweges 31. Ein Ideenbuch für die ganze Abteilung - jeder kann einfach Ideen notieren 32. M & M-Spender im Meeting-Raum - für jede Idee darf man einmal ziehen und sich eine "Belohnung" abholen! 33. Schlafräume/Kammern → höhere Energie nach dem Mittagessen 34. An einem zentralen Punkt eine Top-ExpressoCappuccino-Maschine aufstellen, das wird dann zum zentralen Austauschpunkt, auch für Nichtraucher! 35. Türgriffe sind verkehrt herum – also für öffnen nach oben ziehen – montiert. Dadurch entsteht ein Umdenkprozess und die Alltagsroutine wird unterbrochen Aktionen zur Ideenfindung, Transfer und Kommunikation 36. Einmal im Jahr gibt es den verkehrtherum Tag: alle Bilschrischimre und andere drehbare gebenstände werden auf den Kopf gestellt und es wurd versucht trotzdem gut zu arbeeiten (während ich diese Idee schreibe habe ich meienen Monaitor auf den Kopf gestellt, Ideen kann man doch noch verstehen oder, also geht doch) 37. Auf die Hauspostmappen sind inspirierende Zitate oder Beispiele von Innovationen gedruckt, an die zu Ihrer Zeit niemand geglaubt hat 38. Dankes Post-It verteilen, Hilft jemanden einem Kollegen kann er dafür ein Dankes Post-It oder eine Dankes Postkarte geben. Die Mitarbeiter mit den meisten Karten/ Post-It’s erhalten ein zusätzliches Dankeschön von der Firma 39. Bildrätsel des Tages: Mitarbeiter müssen ein Motiv auf einem Bild erraten z.B. Teetasse wird aus verrückter Perspektive fotografiert 40. Energizer (z.B. Zong-Pao-Boing, Platzwechsel) werden gefördert und fürs Spielen belohnt 41. Jede Woche gibt es einen anderen Kaffee: Starbucksfantasie zum Vorbild, das gleich für Teetrinker nur mit Tee. 42. Toilettenpapier mit Reizwörter und alten Erfindungen bedrucken 43. Auf die Spiegel in den Toiletten werden Ideen der Mitarbeiter geschrieben 44. Es werden Ideen gefördert, wie Alltagsdinge mal anders gemacht werden können z.B. Teekochen mit dem Bunsenbrenner. 45. Verrückte Stempel auf die interne und externe Post regen zum nachdenken an z.B. Sprüche wie "Wie schmeckt eigentlich Vanille-Eis mit Forelleblau?" 46. Engagement für externe Veranstaltungen z.B. Mitorganisation von Webmontagen oder Barcamps wird gefördert. Bedingung: anschließend wird den Kollegen darüber erzählt, die nicht dabei sein konnten oder noch besser im Firmenradio darüber berichtet 47. Engagement der Mitarbeiter auch bei externen Veranstaltungen wie Vorträgen bei Management Circle, Euroforum, Rahmenveranstaltungen auf Messe, etc. wird aktiv unterstützt und gefördert

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48. Spaziergänge, um über etwas nachzudenken sind erlaubt bzw. erwünscht 49. Jeder Mitarbeiter hat einmal im Jahr einen Wunsch frei etwas Verrücktes zu machen, was er schon immer mal machen wollte z.B. Trompetespielen auf der Domplatte in Köln 50. Vorträge und Diskussionen mit interessanten Personen: Es werden z.B. ungewöhnliche Künstler eingeladen, die von sich erzählen und denen man Fragen stellen kann → Mitarbeiter bekommen neue Impulse 51. Jedem Mitarbeiter wird persönlich von der Geschäftsführung zum Geburtstag gratuliert 52. Job Rotation I: Möglichkeit Perspektive zu wechseln und externe Arbeitserfahrungen als Inspiration für die eigene Arbeit zu nutzen, z.B. Klemptner oder Arbeit in Sozialprojekten für zwei Wochen 53. Job-Rotation II: Forschungsteams setzen sich aus Mitarbeitern unterschiedlichster Abteilung zusammen und werden für das Forschungsprojekt freigestellt 54. Job-Rotation III: Temporärer Wechsel der Arbeitsstellen möglich z.B. Jemand aus dem Controlling kann auch bei gleichem Gehalt 3 Monate in der Strategie mitarbeiten 55. Aktivpausen im Angebot z.B. erholsame Pause mit Yoga 56. Night-Day: Einen Tag im Jahr arbeiten alle nachts 57. Jeden Tag wird um eine andere Uhrzeit zur Arbeit gegangen (Raus aus der Routine) 58. Jeden Tag Taxifahrt gemeinsam mit Kollegen aber immer anderer Kollege, um bewusst Hierarchie übergreifend (z.B. Geschäftsführer mit Pförtner) andere Kollegen kennen zu lernen 59. Graffiti-Künstler erklärt während der Taxifahrt, wie man Graffiti liest um neue Impulse bei der Fahrt durch die Stadt zu bekommen 60. Jeder Mitarbeiter darf einmal im Monat etwas Hausarbeit mitbringen. Es wird z.B. gemeinsam gebügelt 61. Jeder darf im Jogginganzug zur Arbeit kommen 62. Mit Rakete zum Mond oder zur Raumstation fliegen. Unterwegs werden mit Notebook Erlebnisse für andere Mitarbeiter gebloggt und auf Mond/ Raumstation Brainstorming 63. Ideen Adventskalender-Aktion: Hinter jedem Türchen ein Reizwort, das für ein Brainstorming mit gewünschter Fragestellung angewendet wird. Am Ende gibt es eine Überraschung 64. Von Top- Ideen werden Modelle gebaut und in den Abteilungen herumgereicht so kann jeder mal die Ideen auch anfassen und haptisch erleben 65. Hauspost wird ab und zu durch nicht-Hauspost Mitarbeiter verteilt, um andere Kollegen kennen zu lernen 66. Kreativ-Pause: Entspannungsmobil http://www.dreams-on-wheels.be -

67. Ideenfindungen im Barfusspark → Inspiration durch sinnliches Erleben 68. Plattform, auf der Mitarbeiter über Fehler erzählen und berichten, wie Ideenprozesse verlaufen

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sind und welche Ideen nicht funktioniert haben (Fehlerkultur, Fehler werden nicht bestraft sondern als Entwicklungsmöglichkeit angesehen) 69. Innovationsreise: Besucht werden innovative Plätze und Einrichtungen wie z.B. Future Store , Bankfiliale Q110, Ars Electronica aber auch interessante Ideenrealisierer wie Metzgermeister Böbel vom Wurstbrief 70. Laborreise: Reise zu verschiedenen Entwicklungsabteilungen und Laboren (wettbewerbsfremder) Firmen und dort Gespräch mit Forscher und Entwicklern über die Art, wie Ideen gefunden wurden 71. Ideenkalender verteilen: Kalender bei denen in jedem Monat eine Idee vorgestellt wird. Darunter Platz, um weitere Einfälle zu notieren, die beim Betrachten der Idee einfallen 72. Assoziationsketten Wettbewerb: einmal die Woche werden zu einem Bürogegenstand Assoziationsketten gebildet. Highscore-Liste mit der Gruppe mit den meisten Assoziationen 73. Creativ-Club einführen, in dem einmal monatlich ein Künstler in die Firma kommt, der gemeinsam mit interessierten Mitarbeitern seine Arbeitstechniken durchgeht und gemeinsam kreativ wird 74. Produktprobleme vereinfacht beschreiben und Schulklassen einladen zur gemeinsamen Ideenfindung zu den Problemen (Kinder haben noch wenig störende Vorannahmen) 75. 76. In der Kantine Frottee - Handtücher verkaufen Fachzeitschriften aus verschiedensten Gebie77. Dem Chef eine Fleischfressende Pflanze beim Weihnachts-Wichteln schenken ;-) 78. Jeder der "Nein, das geht nicht!" sagt, muss einen Euro in die Kaffeekasse werfen 79. Man muss sich etwas trauen: Mit Mitarbeitern über den Grand Canyon Skywalk gehen http://www.grandcanyonskywalk.com/compare.html 80. Im Team kochen, Mitarbeiter sagen, was es gibt, Chef kauft ein, gemeinsam wird geschnibbelt, bei Rotwein werden dann Ideen entwickelt 81. Die Idee des Monats feiern

82. Techniken für Kreativität und Innovation lernen und "Wie wir denken" 83. den Regelmäßig Kunden zu Ideenfindungen einla-

84. Bei einer Problem-/Fragestellung: Alle Teammitglieder für 10 Minuten wegschicken, jeder soll einen Gegenstand zurückbringen, egal was, dann überlegen, wie jeder Gegenstand helfen könnte, das Problem zu lösen (Transferleistung!) 85. Einfach mal mit dem Team spazieren gehen und danach Ideen entwickeln 86. Geben Sie den Mitarbeitern Extra-Zeit, z.B. Freitags von 14-16 Uhr, wo jeder an dem arbeiten kann, was er will - manchmal bringen einen Dinge weiter, von denen man gar nicht denkt, dass sie einen weiter bringen 87. Extra Budget festlegen für Zukunftsprojekte

ten kostenlos verteilen → Weiterbildung & Impulse aus anderen Gebieten

88. Einmal pro Woche: Ideenmittagessen: Chef stellt Essen und große Papiertischdecken, auf der gemalt und notiert werden kann

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89. Einen Tag werden alle Bürotürschilder umgeschrieben: Jeder darf sich eigenen Titel geben z.B. Prinz der Buchhaltung etc. 90. Regelmäßige Lachseminare fördern das gesunde Lachen und die Humorkultur. Wer arbeitet nicht gerne wo viel gelacht wird und es fröhlich zugeht 91. Gemeinsames Onlinespielen von Wissenspielen und Denkübungen im Intranet 92. Yahoo Clever oder Lycos IQ im Intranet: Mitarbeiter können Fragen einstellen andere können zur Lösung beitragen. Die aktivsten und besten Antworten werden belohnt 93. Statt FAQ denken sich die Mitarbeiter eine Liste mit Fragen aus die noch nie gefragt wurden, so entstehen neue Sichtweisen 94. Durchführung von OpenSpace und Barcamp Veranstaltungen auf Firmenebene 95. Informationsaustausch wird gefördert: jeder Mitarbeiter kann im Intranet bloggen, es gibt Foren, Gesprächsrunden, auf dem Gang austauschen wird gefördert und nicht böse angeschaut 96. Singen und Pfeifen bei der Arbeit ist erwünscht 97. Jede Woche gibt es eine Beschreibung eines Kunden wie er mit dem Produkt umgeht 98. Helfen, über den eigenen Schatten zu sprin100. Firma hat eigenen Radiosender in dem die Mitarbeiter über Ihre Ideen berichten, wie sie darauf gekommen sind und was sie dabei gelernt haben

gen → Kommunikationsübungen 99. Regelmäßige Meetings, um Fehler zu bespre-

chen → Fehler des Monats küren

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Klar, kreativ im Team - aber WIE?
Von David Jeggle

sönlichen Erfahrungen und Erinnerungen. Um die optimalen Vorraussetzungen für eine kreative IdeenSession zu schaffen, sind folgende Methoden empfehlenswert:

Kreatives Potential hat jeder. Doch wie schaffe ich es, ein ganzes Team zu kreativen Höhenflügen zu bringen, ohne dass sich die Teilnehmer ständig gegenseitig die Butter vom Brot holen? In seinem neuesten Innovationsletter berichtet unser Partner Avenue über Wege, wie man Hindernisse oder Blockaden innerhalb einer Gruppe verringern kann. Ist ein Team stark hierarchisch in der Zusammensetzung, entsteht unweigerlich der Druck, sich bewähren zu müssen. Sitzt womöglich der dominante Chef mit in der Runde, kommen mitunter Zweifel auf und eigene Ideen werden mitunter nie geäußert. Hinzu kommt das Denken in eingefahrenen Bahnen. Selbstverständliches wird nicht mehr hinterfragt und wagemutige Ideen werden durch demotivierende Sprüche im Keim erstickt. So verfahren die Situation auch erscheinen mag – es gibt einen Ausweg! Ziel ist es, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, um so die Offenheit im Team zu fördern. Oftmals sind besonders die großen Ideen verbunden mit per-

1.Energizer einbauen! Kleine Denkaufgaben und Spiele zwischendrin fördern das laterale Denken und regen die Kommunikation zwischen den Teilnehmern an. Beispiel: Die Übung „Manfred mampft Marmelade“. Es werden drei Kleingruppen gebildet. Jede Gruppe zieht einen Konsonanten. Wurde der Buchstabe L gewählt, muss jedes Wort mit diesem Buchstaben beginnen. Innerhalb von 10 Minuten muss eine kleine Szene entwickelt und vorgetragen werden, z.B. „Laura las lauter lichte Länderromane ..." 2.Reihenfolge beachten! Startet ihr einen Ideenfindungsprozess, solltet ihr zunächst eine sorgfältige Themenanalyse machen. Anschließend folgt die Ideenfindung, die Bewertung und schließlich die Umsetzung der Idee. An dieser Stelle ist es besonders wichtig, die einzelnen Phasen nicht zu vermischen, um einen klaren Prozess einzuhalten. Spielregeln kommunizieren! Es wird niemandem ins Wort gefallen, Ideen sollen aufgegriffen und weiterentwickelt werden, es gibt keine Bewertung und keine Killerphrasen à la „das funktioniert nicht!“, und generell gilt: groß denken! Mit anderen Worten: Spinnen ist Pflicht! (download der Spinnregeln hier)

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3.Die Monatsaufgabe einführen! Um die Offenheit für Neues dauerhaft im Team zu etablieren, soll jeder Teilnehmer einmal im Monat etwas tun, was er bis dato noch nie getan hat. Vielleicht mal eine Motorradzeitschrift lesen, ein Basketballspiel anschauen oder eine exotische Obstsorte probieren. Dies hilft, gedanklich in Bewegung zu bleiben und sich neue Eindrücke von der Welt zu verschaffen. 4.Ideenbuch führen! Ist das Team erstmal im kreativen Fluss, dann sprudeln die Ideen, im Beruf wie im Privaten - und meist hat man die besten Ideen, wenn man sie gerade nicht braucht - beim Aufwachen, im Bad oder beim Sport. Deshalb sollte sich jedes Teammitglied ein Ideenbuch anschaffen, um Geistesblitze jederzeit schriftlich festhalten zu können. Das Ideenbuch kann auch in Form eines leeren Plakats ins Büro gehangen werden, zugänglich für das ganze Team, aber auch für Aussenstehende. Wer weiß, vielleicht kommt der Putzfrau am Abend ein zündender Gedanke? Ziehen alle Teilnehmer an einem Strang, entwickelt sich eine Dynamik, die sich in eine Art „meditativkonzentrierte “Stimmung hochschraubt und bei der alle Beteiligten respektvoll mit den Ideen der Gruppe umgehen – Gruppenspinnen der feinsten Art! Quellen: Avenue Innovationsletter, Gabriele Schmidle Bild: photocase.com

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N e tworking b e i m Lunch DIE Idee für große U n t e rnehmen/ Konzerne
Von David Jeggle Viele Formen des Networkings sind bekannt (OpenBc etc.), Ideentower berichtete auch schon über Airtroduction (Networking auf Geschäftsreise). Jetzt geht Networking in die nächste (clevere) Runde: Menschen aus der Umgebung zum Lunch treffen, neue Restaurants kennen lernen, Kontakte machen (oder nach 30 Minuten wissen, dass es garantiert kein Kontakt wird). Ideentower denkt weiter: Warum nicht eine ähnliche Plattform im Intranet des Unternehmens nutzen. Kampf den immer gleichen Gesichtern am gleichen Tisch. Nicht mehr Controller mit Controller und Buchhalter - sondern: Controller mit Werbung und Vertrieb. Sehen Sie Dinge mal aus der anderen Perspektive und erweitern Sie Ihren

Horizont. Alternativ greifen Sie einfach zum Telefon und rufen Sie jemand aus dem Unternehmen an, den Sie schon lange mal kennen lernen wollten. Nur MUT! Jeder mag Abwechslung. Quellen: http://www.best-practice-business.de/ Bild: aboutpixel.de

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Steckdose für Unterwegs
Von Christopher Meil

An den mobilen Begleiter wie Handy und Co. wird ein Adapter für den Auto-Zigaretten-Anzünder angeschlossen. Dieser wiederum wird mit dem passenden Gegenstück in der Tasche verbunden. Danach wird die Tasche in die Sonne gestellt und die Stromversorgung beginnt. Ein schöner Clou: Sakku gibt es auch mit eingebauten leichtem Akku: Die über die Sonne getankte Energie wird in einen Akku zwischengespeichert. So gibt es auch bei Schlechtwetter oder in der Nacht Strom zum Laden.

Vor kurzem berichteten wir von Plakaten mit Stromanschluss und öffentlichen Ladestationen für Handy&Co. Jetzt haben drei pfiffige Querdenker aus der Schweiz noch weiter gedacht und Sakku entwickelt. Sakku ist eine Tasche aus Segelplane mit Solarpanel zum Laden von Handy, iPod, Handhelds und GPSGeräten und bietet einen ganz besonderen Clou (siehe nachfolgende Beschreibung). Wie ist so eine Power-Tasche nun aufgebaut? Die Tasche wird aus gebrauchten Segeln von Schweizer Segelbooten gefertigt. In die Frontpartie der Tasche ist ein flexibles Solarpanel eingelassen. Als universelle Anschlussschnittstelle findet sich in der Tasche ein Zigarettenanzünder-Modul, wie man es aus Autos kennt. Die Tasche ist modular aufgebaut, so daß sich die einzelnen Bestandteile zum Waschen oder Wechseln herausnehmen lassen. So funktioniert die Stromerzeugung in der Praxis:

Ein paar Einsatzideen gefällig? - mp3-Musikhören mit Solarstrom auf der Beachparty oder im Schwimmbad - GPS-Stromversorgung für Reinhold Messer auf der Himalaya Besteigung - Frische Power für den PDA oder Handheld auf Reisen - Nie mehr Kommunikationsprobleme aufgrund leerem Handy-Akku Das ganze ist rundum umweltorientiert. Neben der Verwendung von Gebrauchtmaterialen und der sauberen Stromerzeugung wird die Möglichkeit angeboten nicht mehr benötigte Solarpanels zurück zu

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geben. Diese sollen in Zukunft dann auf einer Solarwand weiterverwendet werden. Jeder Kunde bekommt mit Kauf Zugang zum SakkuWeblog! Interessant bei Sakku ist auch das Vermarktungskonzept. Die Kommunikationsmassnahmen laufen ausschließlich über das Internet. Neben der Webseite mit Bestellformular für den Sakku-Kauf gibt es auch ein Blog. Das Besondere an diesem Weblog: Jeder Käufer bekommt mit dem Kauf die Möglichkeit in diesem Blog zu schreiben. Wie funktioniert das konkret? Nach dem Kauf der Tasche erhält der Kunde ein Schreiben mit Zugang und Passwort für den Weblog. Hier kann nun jeder Nutzer seine Erlebnisse mit Sakku beschreiben. Ein innovatives und mutiges Konzept. Ideentower bleibt hier für Sie am Ball und berichtet sobald es was neues von den Querdenker aus der Schweiz gibt. Die Taschen gibt es je nach Ausführung für CHF 289 (ca. 183 EUR) oder CHF 369 (ca. 233 EUR) Ideentower-Chance: Mobilität und Umweltschutz sind Megatrends. Denken Sie nach wie Sie mit Ihren Produkten diese Trends bedienen können. Was führen Ihre Kunden immer mit sich? Wie können Sie mit Ihren Produkten Zusatznutzen für die Alltagsbegleiter Ihrer Kunden stiften und auch einen Beitrag für den Umweltschutz leisten? Links: gesehen im namics-weblog http://www.sakku.ch/ sakku-blog

Wie ist die Idee hierzu entstanden? Laut Simon Künzler, einem der Gründer, war die Initialzündung ein Internet-Bericht über flexible Solarpanel. Andreas Fischler ebenfalls aus dem Gründerteam fuhr in seinem Sabbatical mit dem Fahrrad durch die Schweiz. Hierbei entstand dann die Idee zu einer mobilen Ladetasche auf Basis der flexiblen Solarpanel. Zu dritt ging es dann vor drei Jahren mit ersten Tests lost. Mittlerweile sind die gesteckten Verkaufsziele erreicht und für Anfang nächsten Jahres sind weitere Innovationen geplant.

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I d e e n spinnen und gewinnen!

Die Jury, bestehend aus Robert Basic von Weblog Basic Thinking (www.basicthinking.de/blog) und Vladimir Simovic vom Weblog perun (www.perun.net) , wählt aus Ihren Vorschlägen den besten aus. Der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt. Die prämierte Idee und alle weiteren Vorschläge werden ab Januar 2007 in den Weblogs: ideentower (www.ideentower.de) , perun ( w w w. p e r u n . n e t ) , B a s i c Th i n k i n g (www.basicthinking.de/blog) sowie sakku (sakku.kaywa.ch) bekannt gegeben.

Querdenker aufgepasst: Sie sind so richtig warmgelaufen nach den vielen Ideen und Anregungen in unserem Jahrbuch? Dann ist jetzt Ihre Chance selber Ideen zu spinnen und auch noch etwas zu gewinnen! Wie? Ganz einfach: Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf und finden Sie Ideen zur folgenden Frage: Welche weiteren Einsatzmöglichkeiten fallen Ihnen rund um sakku (siehe Bericht Seite 29) und zur mobilen Solartechnologie ein? Denken Sie quer, verrückt und anders. Alle Ideen sind willkommen! Ihre Ideen können Sie über das Formular unter http://gewinnspiel.mygrosskopf.com einreichen. Einsedeschluss ist der 18.12.2006.

Der Gewinner erhält diese sakku Solartasche aus der limitierten Advents-Serie. Sakku – die Tasche mit integriertem Solarpanel – ist ideal um Ipod, Handy, Digicam und Co. unterwegs zu laden und unabhängig von Steckdosen zu sein. Jede Tasche ist ein Unikat im Wert von 230 EUR. Ideentower engagiert sich für diese Aktion und finanziert diesen Preis um damit ein Zeichen für neue mutige Ideen und Ihre Umsetzer zu setzen.

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Über uns
Christopher Meil:
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David Jeggle:
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Oliver Sehorsch:
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Email: sehorsch@gmx.de

Peter Grosskopf:
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Email: peter@grosskopf-online.com

Silke Reinhardt:
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Email: silke_reinhardt@yahoo.de www.avenue.de

Wir wünschen Ihnen ein ideenreiches Jahr 2007!
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