Liebst Du mich?

Johannes 21,15-23 Das Wort des Auferstandenen an Petrus: 15 Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer! 16 Zum zweiten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! 17 Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Hast du mich lieb? Er gab ihm zu Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich lieb habe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! Was ist „Schafe weiden“? Es gibt einen wunderbaren Aufsatz, den C. H. Spurgeon bereits 1900 veröffentlichte, der zu diesem Thema Stellung nimmt: Schafe weiden oder Böcke belustigen publiziert von http://www.jesusruf.de/ die in einer Anmerkung folgendes sagen: "Erstaunlich, mit welcher Weitsicht der Autor dieses Artikels die Situation der Christenheit in seiner Zeit um 1900 und gleichzeitig auch den Zustand unserer heutigen Gemeinden beschrieben hat. Mit Schafen sind diejenigen gemeint, die den guten Hirten, Jesus Christus, persönlich kennen gelernt haben. Die Böcke sind unerrettete Menschen dieser Welt". Sehr eindrücklich ist in diesem Aufsatz auch der Hinweis auf die Stelle in: Matthäus 5,13: Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden. Zurück zum Schafe weiden... Schaut mal nach unter dem Link: OFM Weidetechnik Hier wird ganz klar erklärt, wie man mit einer Schafherde umgeht und was Weidetechnik alles beinhaltet. Der Hauptaugenmerk liegt hier auf den Milchschafen. Aber sollten wir nicht alle im Endeffekt "Milchschafe" sein, fruchtbar, produzierend?? Erstaunlich, warum Jesus in Bezug auf seine Nachfolger vorzugsweise von Schafen sprach. Er mußte dabei tatsächlich die ganze Weidetechnik im Kopf gehabt haben.

Zitat: "Milchschafe brauchen eine ausgewogene Ernährung. Junges, frisches Gras enthält alle wichtigen Futterkomponenten im richtigen Verhältnis." Auch die geistige Nahrung sollte alle wichtigen Futterkomponenten im richtigen Verhältnis beinhalten. Selbst eine Lehre über Gnade, die nicht im richtigen Verhältnis zur Restnahrung steht, kann für die geistige Gesundheit schädlich sein. Zitat: "Das Weidegras darf weder zu jung noch zu alt sein:

Zu junges Gras hat zu viel Eiweiß und zu wenig Rohfaser. Die Tiere bekommen Durchfall. Zu altes Gras hat zu wenig Eiweiß und viele schwer verdauliche Kohlenhydrate. Die Milchleistung geht zurück und die Lämmer hören auf zu wachsen." Haben wir es nicht selbst oft erlebt? Rohfaserarme geistige Kost, zu junges Gras, neue Trends, auf die es aufzuspringen galt.... Der geistige Durchfall blieb da oft nicht aus. Oder das alte Gras der Gesetzlichkeit. Zu wenig schützende heilende Gnade und schwer verdauliche Lehre. Der natürliche geistige Nahrungsstrom für die Lämmer geht zurück und ihr Wachstum dadurch gestoppt. Zitat: "Achtung! Milchschafe ertragen keine plötzliche Futterumstellung. Sie müssen immer langsam an das neue Futterangebot gewöhnt werden!"

Es unterliegt dem Hirten alles zur rechten Zeit zu bringen: Matthäus 24, 45 Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, um ihnen die Speise zu geben zur rechten Zeit? Zitat: "Vom Frühjahr bis zum Herbst suchen sich die Milchschafe ihr Futter auf der Weide. Dort müssen sie einen Wetterschutz gegen Hitze und Nässe haben; dies kann ein genügend großer fahrbarer Unterstand oder es können große Bäume sein." Der Hirte bietet das rechte Futter an. Davon ernähren sich die Schafe. Gegen schädliche Einflüsse sorgt der Hirte für Schutz. Leider ist es in der Gemeinde Gottes oft anders. Schlecht ernährte Schafe werden manchmal schutzlos der "Hitze" und "Nässe" von Irrlehren und weltlichen Einflüssen ausgesetzt. Hirten haben einfach selbst manchmal keine Handhabe gegen diese Gefahren.

Zitat: "Milchschafe lieben es, wenn sie täglich eine bis zwei Portionen frische Weide erhalten." Psalm 23 beschreibt das Vorgehen des guten Hirten und wie er seine Schafe auf einer grünen Aue weidet und sie zum frischen Wasser führt. Zitat: "Zäune schützen die Milchschafe vor fremden Menschen und Hunden, zugleich verhindern sie, dass die Schafe weglaufen und zu viel frisches Gras fressen können." In den 10 Geboten steht u. a. dass wir nicht des Nächsten Haus begehren sollen. Mit dem Haus Gottes ist das auch nicht anders. Der Hirte /die Ältesten/ die Leiter wachen über ihr Haus. Das Bild des Zaunes könnte man gut so erklären, wie ich es an anderer Stelle gelesen habe: Wer aber seinen Fuß in das Haus seines Nächsten setzen will, tut gut daran, durch die Tür hereinzukommen und nicht über den Zaun zu steigen oder durch das Fenster. Die Türfunktion für sein Haus hat aber der Hausherr. Er ist als Haupt seines Hauses gesetzt. Am Haupt befinden sich Ohren, Augen und Mund — also die Organe, die zusammen mit dem Hirn darüber wachen, was in den Leib hineinkommt und was draußen zubleiben hat. Ein Haupt hat also immer auch eine Tür- bzw. Wächterfunktion. Wer nun an irgendetwas Interesse hat, das des Hausherren Haus zugehört — oder eben auch an irgendwem, der diesem Haus zuzurechnen ist — kann nicht an ihm vorbei. Legal jedenfalls nicht. Auch das Schaf begibt sich in Gefahr, wenn es beschützten Rahmen verlässt. Es wird keinen mehr haben, der liebevoll auf seine Nahrung achtet, wird sich verirren und möglicherweise sterben. Die Frage Jesu an Petrus: "Liebst Du mich?" ist vielschichtig. Unser vornehmster Auftrag als Christen ist es, Jesus zu lieben, mit ganzem Herzen, ganzer Seele und Verstand. Und ich bin total davon überzeugt, dass das das Gesetz der Stunde ist.. Die logische Fortsetzung seiner Liebe zu Jesus würde aber für Petrus sein, des Herrn Schafe zu weiden. Wenn man jemanden liebt weiß man, was ihm auf der Seele brennt, wofür sein Herz schlägt und was ihm wichtig ist. Rührenderweise das Allerwichtigste für Jesus sind die Lämmer! Kinder oder junge Gläubige, es mögen wohl beide gemeint sein. Zum Abschluss noch den 23. Psalm in all seiner Schönheit zum Nachdenken, für alle, die irgendwie in "ihrer" Gemeinde ein eigenes Königreich aufbauen und Schafe durch abstruse Gemeindekonzepte verjagen, Unterhaltung für die Böcke machen und die Lämmer vor den Kopf stoßen:

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln, er weidet mich auf einer grünen Aue, und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele, er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal des Todes fürchte ich kein Unglück, denn Du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch, im Angesicht meiner Feinde; Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein; Gutes, und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und werde bleiben im Hause des Herrn, immerdar. --------------

B. Bergdolt

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