Versuch

über die

Transscendentalphilosophie
mit einem

A n h a n g
über die

symbolische Erkenntniß
und

A n m e r k u n g e n
von

S a l o m o n

M a i m o n ,

aus Litthauen in Polen.

Dextrum Scylla latus, laevum implacata Charybdis Obsidet. — — — VIRGIL. AEN. LIB. III, v. 420

B e r l i n ,
bei Christian Friedrich Voß und Sohn. 1790.
Herausgegeben von Andreas Berger nach der Originalausgabe von 1789[!]. Diese digitale Edition entstand im Rahmen eines „virtuellen Readers“ zu einem Seminar am Philosophischen Seminar der Universität Tübingen im Wintersemester 2003/04, „Salomon Maimon – zwischen Kant und Fichte“, Leitung: Prof. Dr. Manfred Frank. Mitarbeit bei der Texterfassung: Johanna Spindler. © für diese Bearbeitung: Andreas Berger, Tübingen, Oktober 2003 (Version A 1.1β). Kostenloser Vertrieb über eine Seminar-Homepage auf dem „tübinger internet seminar server (tiss)“, erreichbar über http://tiss.zdv.uni-tuebingen/, Menüpunkt „Seminare“. Nichtkommerzielle Weitergabe ganz oder in Teilen (insbesondere zu Lehr- und Forschungszwecken) gestattet unter der unbedingten Voraussetzung der Unentgeltlichkeit und der exakten Quellenangabe (z. B. durch Beifügung diese Seite), sowie vorbehaltlich eines möglichen Widerrufs dieser Erlaubnis durch den Herausgeber, der von einer solchen Nutzung unbedingt und in jedem Falle (per E-Mail über die genannte Homepage) in Kenntnis zu setzen ist. Vorsicht beim Druck: Wegen der Vorbemerkungen besteht eine Divergenz zwischen faktischer und nomineller Seitenzahl! Die gewünschte erste bzw. letzte Druckseite innerhalb des Textkorpus (d. h. ab S. 1) errechnet sich jeweils durch Addition von Vier zur nominellen Seitenzahl.

II

Anmerkungen zur Textgestalt und Editionsprinzipien:
Der Textgestalt der vorliegenden Edition liegt die Originalausgabe von Maimons Versuch über die Transscendentalphilosophie von 17891 zugrunde. Die Paginierung dieser Originalausgabe (einschließlich der dort nur vereinzelt, nämlich bei Bogenwechseln auftretenden Kustoden) ist hier im Text beim Seitenwechsel mit der jeweils neuen Seitenzahl in eckigen Klammern wiedergegeben. Dabei erscheint zur besseren Orientierung in der Kopfzeile der einzelnen Seiten innen ebenfalls in eckigen Klammern die Seitenzahl der ersten dort jeweils von ihrem Beginn an erfaßten Seite des Originals. Die falsche Paginierung der Originalausgabe ab S. 400 ist durch eine der falschen Seitenzahl vorangestellte Korrektur in serifenloser Schrift berichtigt. Das hier in der Folge abgedruckte Inhaltsverzeichnis des Originals (S. 7) verweist nur auf dessen Paginierung; auf eine aktualisierende Ergänzung um die neuen Seitenzahlen wurde verzichtet, da das (überdies vollständigere) textexterne pdfInhaltsverzeichnis-System (Funktion „Lesezeichen“) unmittelbar mit den Referenzseiten verlinkt ist und damit die Funktion der eigentlichen Orientierungshilfe ganz übernommen hat. In Orthographie und Interpunktion folgt die Edition getreu der Vorlage, auf Modernisierungen und Normalisierungen wurde bewußt verzichtet. Dennoch repräsentiert die vorliegende Fassung keine diplomatische Textwiedergabe im wirklich strengen Sinne; eine solche soll vielmehr die an gleicher Stelle wie diese Datei(en) erhältliche Frakturversion des Textes bieten. Gleichwohl wurde versucht, die Eingriffe in den Text auch hier auf ein möglichst geringes Maß zu begrenzen: In der vorliegenden Fassung wurden abweichend vom Originaltext lediglich 1) die im originalen Druckfehlerverzeichnis auf S. 441/445f. des Originals genannten, in ihrem Charakter ganz verschiedenartigen Textfehler bereinigt, sowie darüber hinaus 2) nur mehr eine Reihe absolut eindeutiger Druckversehen (reine Satzfehler) emendiert. Im Zweifelsfall wurde dabei jedoch stets dem originalen buchstäblichen Wortlaut der Vorzug gegeben. Ein Verzeichnis der genannten Eingriffe folgt im Anschluß. Nicht verzeichnet ist dort allerdings die ebenfalls vorgenommene Normalisierung einiger rein typographisch bedingter Besonderheiten des Fraktursatzes:

1

Die Nennung des Jahres 1790 auf dem Titelblatt markiert eine zeitgenössisch nicht ungebräuchliche Vordatierung v.a. von Büchern, die wie der Versuch zur Herbstmesse - hier im Jahr 1789 - erschienen sind.

III Erstens unterscheidet diese Ausgabe zwischen „I“ und „J“, was im originalen Fraktursatz aus technischen Gründen – die Originalschrift verfügt nur über eine einzige Letter J für beides – typographisch bedingt nicht möglich war. Die Befunde sind hierbei jedoch durchgängig eindeutig, so daß auf ein Verzeichnis der Änderungen verzichtet werden konnte. Zweitens werden alle großen Umlaute „Ae“ und „Ue“ im Fraktursatz (Oe tritt im Gesamttext nicht auf) durchgängig als „Ä“ und „Ü“ wiedergegeben, da der Verzicht auf sie ebenfalls rein typographisch bedingt war: Im Originalsatz besitzen auch die kleingeschriebene Umlaute keine Punkte, sondern kleine „e“-s als Umlautzeichen, was sich in den Versalien so fortsetzt. Ausnahme sind die aus der Antiqua gesetzte Textabschnitte, in denen auch die ‚normale‘ Schreibung möglich war, so daß eine Ausschreibung mit dem „e“ z. B. in lateinischen Zitaten als intentional zu werten ist und dementsprechend beibehalten wurde. Und drittens wird die ganz spezifische Fraktur-Zeichenkombination „rund-r“-„c“ („£$.“ – für „et cetera“) durchgehend in der heute üblichen (und an den genannten Stellen mit Antiquasatz auch im Original gepflegten) Schreibweise als „etc.“ notiert.. Auch die verschiedenen Formen der Hervorhebung innerhalb der Edition (Sperrung, Fettsatz, Kursivierung, Schriftwechsel) korrespondieren getreu mit den Hervorhebungen des Originaltextes, wobei Schrift mit Serifen hier (Times New Roman) Fraktur im Original, serifenlose Schrift (Frutiger 45) eine sogenannte Englische Antiqua (eine vor allem zur Schreibung von Fremdwörtern zeitgenössisch sehr gebräuchliche Antiqua mit zur Fraktur analoger Differenzierung zwischen langem „s“ und „Schluß-s“) signalisiert. Eine Ausnahme bilden die Ziffern im Text. Da der Text hier changiert und die Schriftzuordnung dementsprechend nicht immer eindeutig möglich ist, wurde zugunsten einer Trennung zwischen Zahlen in rein technischer (Seiten- und Paragraphenzahlen, Aufzählungen etc.) und Zahlen in substantiell der Argumentation zuzurechnender Verwendung (mathematische Beispiele etc.) unterschieden: Erstere sind hier nun aus der Times, zweitere aus der Frutiger gesetzt. Die in den Text eingestreuten Grafiken der Vorlage (dort auf S. [231], [234] und [395], hier S. 112, 114 und 187) sind in maßstabsgetreuer Nachzeichnung der Originale wiedergegeben, was freilich bedeutet, daß sie nicht als exakte Umsetzungen der im Text gemachten Angaben zu interpretieren sind, sondern aufgrund ihrer verzerrten Größenverhältnissen wie offenkundig schon im Original als bloßes Skizzen. Auch die von Maimon angeführten Formeln sind in Originalgröße und -abstand zum Text belassen worden.

IV

Verzeichnis der berichtigten Druckversehen
[Zueignung 1. Seite:] alle nübrigen > allen übrigen; [Zueignung: 3. Seite] Eischaft > Eigenschaft; [20] Bestimmnng > Bestimmung, [20] Assaciation > Association; [21] bes Bestimmbaren > des Bestimmbaren; [21] sucessiver > succesive; [22] nnd > und [30] sinnnliche > sinnliche; [46] Einbildnngskraft > Einbildungskraft; [47] durch durch > durch; [50] intuiven > intuitiven; [67] Line > Linie; [68] welechs > welches;[76] Bedigung > Bedingung; [80] vermäge > vermöge; [87] [Fußnote] unnedlichen>unendlichen; [98] Synthesisist > Synthesis ist; [97] noumnea > noumena; [98] mitandern > mit andern; [101] determinatum: Im Original Silbentrennung (nach „deter-“) ohne Trennstrich; [106] Vernuft > Vernunft; [132] sind woraus > sind, woraus: Komma im Original zwar nicht gedruckt, jedoch entsprechender Leerraum vorhanden; [147] die Form die Verbindung > die Form, die Verbindung: Komma im Original zwar nicht gedruckt, jedoch entsprechender Leerraum vorhanden; [169] Er-Erkenntniß > Erkenntniß; [174] denienigen > denjenigen; [197] Realitat > Realität; [222] ansser > ausser; [239] Paragraphenorduung > Paragraphenordnung; [259] twas > etwas; [260] Bedingnngen > Bedingungen; [266] vorjetzt > vor jetzt; [283] Ueberflüssiiges > Überflüssiges; [330] jenseit > jenseits; [330] Hauptentzweck > Hauptendzweck; [342] Anschaung > Anschauung; [349] Bestantheile > Bestandtheile; [350] Arithmeitik > Arithmetik; [357] brstimmte > bestimmte; [394] besonderu > besondern; [395] Qantität > Quantität; [411/407] Allgemeinheii > Allgemeinheit; [413/409] Realiiäten > Realitäten; [427/423] Verschiedenhet > Verschiedenheit; [429/425] definireu > definiren; [445/441] [Druckfehlerverzeichnis, erste Zeile] Seite 2. Zeile 12 > Seite. 2 Zeile 22.; [446/442] [Druckfehlerverzeichnis, viertletzte Zeile] 365 > 363.

Grundsätzlich nicht normalisiert wurden Konsonantenverdopplungen (vor allem das „ss“) infolge von Silbentrennung, da vor allem das genannte kleine Doppel-„s“ insgesamt uneinheitlich auftritt, das heißt mitunter auch im Binnenraum einer Zeile, alternierend zum dort häufigeren „ß“. Denn auf diese Weise kann in der Vielzahl der Fälle von keiner gesicherten Autorschreibweise gesprochen werden, die als Entscheidungs- und Rechtfertigungsgrundlage für eine solche Normalisierung heranzuziehen wäre.

© für diese Bearbeitung: Andreas Berger. Oktober 2003 (Version A 1. III. „Salomon Maimon – zwischen Kant und Fichte“ im Wintersemester 2003/04. AEN. . laevum implacata Charybdis Obsidet. Manfred Frank. aus Litthauen in Polen. — — — VIRGIL. Dextrum Scylla latus.[-] -1- Versuch über die Transscendentalphilosophie mit einem A n h a n g über die symbolische Erkenntniß und A n m e r k u n g e n von S a l o m o n M a i m o n . im Rahmen der Vorbereitung zu einem Seminar am Philosophischen Seminar der Universität Tübingen. bei Christian Friedrich Voß und Sohn. 420 B e r l i n . Dr. v.1). LIB. 1790. Leitung: Prof. Tübingen. Nach der Originalausgabe von 1789 (das originale Titelblatt datiert die Schrift vor) herausgegeben von Andreas Berger. Mitarbeit bei der Texterfassung: Johanna Spindler.

etc.-2- [-] An Seine Majestät den König von Polen. Großherzog von Litthauen. etc. .

sondern den Endzweck selbst bestimmen muß. In den neuern Zeiten haben die Menschen einsehen gelernt. Wenn es wahr ist. müssen den Stempel der Vernunft haben. ja öfters [/] eine halbe Welt zu Zeugen hat. die sein erhabner Stand von ihm zu fordern scheint. Der Wille war immer der oberste Gesetzgeber. und wobei er eine ganze Nation. die ich in diesem Werke angestellt habe. weil. zu bestimmen und festzusetzen. Politik. und andern wichtigern Geschäften nachgesetzt werden muß. ehe dieses geschehen ist. Der von dem ehrenvollsten und schwersten Geschäfte. Königlichen Majestät zu legen wage. als die Vernunft selbst seyn kann. und so noch selbst in Seinen Erholungen. die bloß die Befriedigung der Wißbegierde zum Endzweck hat. in den Armen der Musen. nichts vernünftiges im Menschenleben vorgenommen werden kann. sondern sie muß allen übrigen Geschäften vorgehen. daß der freie Wille nichts anders.[-] -3- Sire! Die Menschen haben von jeher die Herrschaft der Vernunft über sich anerkannt. Menschen glücklich zu machen. die Bedingungen ihres Gebrauchs und ihre Gränzen. Sie haben ihr aber bloß eine richterliche. und sich ihrem Zepter freiwillig unterworfen. wenn sie von irgend einem Gebrauch seyn sollen. nicht eine gesetzgebende. erst diese Gesetze selbst durch Untersuchung über die [/] Natur der Vernunft. ja selbst des Geschmacks. und die daher aufgeschoben. und Feierstunden groß bleibt! Verbindet Er mit dem stillen Bewußtseyn eigner Würde. Macht zuerkannt. im Schooße der Wissenschaften ausruht. Es ist also ein wichtiges Geschäft. als aus den Beschäftigungen erkennen kann. daß man die innere Würde eines Mannes in hohen Posten mit weit größerer Zuverläßigkeit aus der Art. das ich jetzt zu den Füßen des Throns Ewr. und daß diese daher nicht bloß das Verhältniß der Mittel zum Endzweck. ehe man die Gesetze der Vernunft auf diese Gegenstände anwendet. wie hoch müssen wir dann nicht das Verdienst eines Regenten würdigen. Die Grundsätze der Moral. in Beziehung auf den Willen bestimmen. das Ihm dies unaufhörliche . Dieses ist die Untersuchung. Dies ist keine einzelne Spekulation. wie er seine Muße verwendet. die Vernunft sollte nur die Verhältnisse der Dinge zu einander.

die zwar dem zagenden Despoten verdächtig sind. beizubringen. Königl. der sie geduldet. wenn diese erste Frucht meiner geringen Talente nicht ganz unwürdig gefunden würde. und sie zu überzeugen. denen ihr erhab-[/]ner Monarch nur einen geringen Theil Seiner kostbaren Zeit schenken kann: zumal da sie sich von Ihm nicht nur Schutz und Nachsicht. mit dem hohen Beifall Ewr. unter dem Zepter Ewr. . seine Untersuchungen zu den Füßen der Majestät niederzulegen. Ich würde mich glücklich schätzen. durch Aufklärung und Rechtschaffenheit immer würdiger zu machen. wie feurig muß Ihm dann nicht jedes Herz zufliegen. sondern auch Leitung und Belehrung versprechen dürfen. Und führte mich gleich mein Schicksal in die Preußischen Staaten. und befördert. Es ist mein Stolz. und bewogen mich. weil Er ihren Einfluß auf den Staat kennt. Doppelt glücklich wäre ich. Ihm wenigstens in dem erreichbaren Grade ähnlich zu werden. daß sie die menschliche Natur veredeln. Majestät um die Wissenschaften immer heilig und unvergeßlich. nicht nützlich gewesen sind. als ihr unveräußerliches Geburtsrecht eher gönnen. als mißgönnen wird. daß es ihnen weder an Fähigkeit. die sie unter der weisen Regierung Ewr. so blieben mir doch selbst in der Entfernung [/] die glücklichen Bemühungen Ewr. Der jene erhabnen Vorzüge in so vollem Maaß besitzt. den edlen Polen eine vortheilhafte Meinung von meiner Nation. unter welcher sie lebt. Königlichen Majestät genießet. in dem Lande eines Regenten geboren zu seyn. Majestät diese Versuche über einige Gegenstände der Transscendentalphilosophie in tiefster Unterthänigkeit zuzueignen. noch an gutem Willen. Königlichen Majestät beehrt zu werden. sondern bloß an einer zweckmäßigen Richtung ihrer Kräfte gemangelt hat. sich der Achtung der Nation. meine Nation zugleich auf ihre wahren Vortheile aufmerksam zu machen. Königl. und sie darum Seinen Kindern. Ewr. von denen aber der gute Landesvater nichts fürchtet. wenn ich dadurch etwas dazu beitragen können. und die Wohlthaten zu verdienen. und ihr Muth und Eifer zu dem Bestreben einzuflößen. Der die Wissenschaften schützt. wenn es mir ge-[/]lingen sollte. und dem bescheidnen Wahrheitsforscher Muth giebt. die den Glanz des Thrones mildert. und unserm Geist die Ausdehnung und Freiheit geben. — Es ist mein Stolz. wenn sie dem Staat.-4- [-] Ringen nach Vollkommenheit gewähren muß. nemlich den unter ihrem Schutze lebenden Juden. wie muß Sein Beispiel dann nicht alle Seine Unterthanen auffordern. und ihre ganze Kraft auf die Wissenschaften zu richten. noch überdem die liebenswürdige Eigenschaft der Popularität. weil Er weiß. Majestät geboren zu seyn.

unterthänigster Knecht. S a lo mo n M a i mo n. Majestät verharre ich zeitlebens Ewr. Königl. Majestät Berlin. 1789. .[-] -5Mit den wärmsten Wünschen für die Erhaltung und Glückseligkeit Ewr. im December.

LIB. Floriferis ut apes in saltibus omnia limant. inque Tuis nunc Fixa pedum pono pressis vestigia signis: Non ita certandi cupidus. perpetua semper dignissima vita. Tuisque ex. — LUCRET. Inclute. o G…ae gentis decus. Omnia nos itidem depascimur aurea dicta. quam propter amorem Quod TE imitari aveo. ac fortis equi vis? TU Pater et rerum Inventor! TU patria nobis Suppeditas praecepta. illustrans commoda vitae.-6- [-] AD KANTIUM. E tenebris tantis tam clarum extollere lumen Qui primus potuisti. chartis. Aurea. [Inhalt/] . III. TE sequor. quid enim contendat hirundo [/] Cycnis? aut quidnam tremulis facere artubus hoedi Consimile in cursu possint.

objektive. s. D r it t e r A b s c h n it t . subjektive. logisch und transscendental. Verstandsideen. Materie. metaphysische. Form der Erkenntniß. E r s t e r A b s c h n it t . s. Beantwortung der Frage: quid juris? Beantwortung der Frage: quid facti? Zweifel über dieselbe. Gegensetzung. Das Bestimmbare und die Bestimmung. 1 12 27 75 84 98 [/] Seite S e c h s t e r A b s c h n i t t . u. Ding. S i e b e n t e r A b s c h n it t . Realität. Idealismus. N e u n t e r A b s c h n it t . K u r z e Ü b e r s i c ht d e s g a n z e n W e r k e s . Dualismus. Form des Verstandes. Negation. u. Sinnlichkeit. Subjekt und Prädikat. w. oder Kategorien. Z e h n t e r A b s c h n it t . Z w e it e r A b s c h n it t . Vernunftideen. logische. Schemata. Größe. Wahrheit.[-] -7- Inhalt. Grund. 110 120 124 145 155 167 . Zeit und Raum. Einerleiheit. Wechsel. etc. s. Verschiedenheit. Form der Sinnlichkeit. V i e r t e r A b s c h n i t t . w. Veränderung. Nothwendig. Einbildungskraft. A c h t e r A b s c h n it t . Über das Ich. Möglich. Materialismus. Folge. Seite Ei n l e it u n g . F ü n f t e r A b s c h n it t . w. u. Verstandsbegriffe a priori.

A n m e r k u ng e n u nd E r l ä u t e r u n g e n e t c .-8M e i n e O nt o lo g i e . Ü b e r s y m b o l i s c h e E r k e n nt n i ß u nd p h i l o s o p h i s c he S p r a c h e . [-] 239 263 333 .

Es ist nicht schwer.[1] -9- [1] Einleitung. ausser ihrem mittelbaren Nutzen im menschlichen Leben. Auch die Verächter des Denkens. folglich ist das Bestreben eines denkenden Wesens: nicht nur überhaupt zu denken. müssen diese Wahrheit eingestehn. in so fern sie auf Principia a priori beruhen. Die Mathematik bestimmt ihre Gegenstände a priori. einen unmittelbaren Nutzen. in so fern sie menschliche Triebe sind. ergo sum) im D e n k e n besteht: so folgt hieraus ganz natürlich. zu denken. doch subjektiv begränzt. so viel an ihm ist. das man (alle äussere Hindernisse abgerechnet) nicht überschreiten. Man kann daher den W i s s e n s c ha ft e n. Nun giebt es aber nur zwei eigentlich so genannte Wissenschaften. sondern dieses Maximum im Denken zu erreichen. so viel an ihm ist. Alle menschliche Beschäftigungen sind. zu beweisen: daß alle menschlichen Triebe. durch Konstruktion. und die P h i lo s o p h i e . In allen übrigen Gegenständen menschlicher Erkenntniß aber ist nur so viel Wissenschaft. Es giebt also hier ein Maximum. anzutreffen. [2] Da aber unser denkendes Wesen eingeschränkt ist. sich in dem einzigen Triebe zu denken auflösen lassen. nämlich die M a t he m a t i k . folglich bringt darin das Denkungsvermögen sowohl die F o r m. so ist dieser Trieb. als diese darin enthalten sind. daß jedes Wesen sich bestrebt. bloß ein mehr oder weniger Denken. obwohl nicht objektiv. wohl aber von demselben durch eigene Nachlässigkeit zurück bleiben kann. indem sie diese Denkungsvermögen beschäftigen. Wenn es wahr ist. als solche. nicht absprechen. und das Daseyn eines denkenden Wesens (nach dem Kartesianischen identischen Satz: cogito. sein D a s e yn zu ver- längern. als die . wenn sie nur genau auf sich selbst aufmerksam seyn wollen. daß jedes denkende Wesen sich bestreben muß. ich erspare aber dieses bis zu einer andern Gelegenheit.

das Prädikat aber dadurch. daß es etwas Wechselndes sey. sondern das Subjekt ist dadurch bestimmt. denn die Gegenstände sind zwar bestimmt. weil man sie in Zeit und Raum. Die Frage ist also. Der Satz aber: der Schnee ist weiß. Diese ist also eine Wissenschaft. nicht durch besondre Bedingungen der Erfahrung a posteriori bestimmt sind: wodurch sich die Transscendentalphilosophie sowol von der L o g i k .) bestimmt. und heißt alsdann die Transscendentalphilosophie. d. die O b j e k t e aber. als verknüpft. Die Sätze der Logik sind a n a l yt i s c h e (deren Prinzip der Satz des Widerspruchs ist). als das Prädikat (weiß) Gegenstände der Erfahrung sind. die sich auf durch Erfahrung bestimmte Gegenstände bezieht. Die Sätze der [5] transscendentalen Philosophie aber sind zwar auch s y nt he t i s c h e Sätze. ehe sie durch einen Verstandsbegrif zu Erfahrungssätzen gemacht werden) Association der Ideen. ihr Prinzip ist aber nicht Erfahrung (Wahrnehmung). und sie auch selbst beantwortet. die der Physik sind s ynt h e t i s c he a posteriori (das Subjekt wird mit dem Prädikate darum in einem Satze verknüpft. oder eine Ding ist mit sich selbst einerlei. möglich? Der große Kant hat diese Frage in seiner Kritik der reinen Vernunft aufgeworfen. Hingegen dieser Satz: alles Wechselnde (Accidenz) ist mit etwas Beharrlichem in der Zeit (Substanz) nothwendig verknüpft. welche durch Bedingungen a priori. gehört zur Naturlehre. weil das Subjekt und das Prädikat keine unbestimmte. Ich will es mit Beispielen erläutern.. weil sowohl das Subjekt (Schnee). indem er zeigt: daß die Philosophie t r a n s s c e nd e nt a l seyn muß. die sich auf Gegenstände bezieht. worauf diese a n g e w a nd t werden soll. müssen von irgend anders woher gegeben werden. als von der N a t u r l e hr e unterscheidet. Auch gehört er nicht zur Physik. d. die sich auf einen unbestimmten Gegenstand überhaupt. als eine r e i n e E r k e n nt n iß a priori. das zwar bestimmbar. daß es etwas Beharrliches in der Zeit. so wenig a priori als a posteriori. h. aber nur durch Bestimmungen a priori (der Zeit. Er gehört also zur transscendentalen Philosophie. wahrnimmt): ihr Prinzip ist (als bloße Wahrnehmungen. So ist es aber nicht mit der Philosophie beschaffen: in derselben bringt der Verstand bloß die F o r m seines Denkens aus sich [3] selbst heraus. gehört zur Logik: denn hier bedeutet A ein Ding überhaupt. wenn sie von irgend einem Gebrauch seyn soll. gehört nicht zur Logik. die eine Form a priori ist. aber doch durch keine Bedingung.10 - [3] M a t e r i e seines Denkens aus sich selbst heraus. sondern vielmehr umgekehrt: sie sind P r i n z i p i e n oder . sie muß sich a priori auf Gegenstände überhaupt beziehen können. Gegenstände überhaupt sind. Der Satz: A ist A. [4] bestimmt ist: daher gilt er auch von jedem Dinge ohne Unterschied. wie ist P h i l o s o p h i e . h.

wie es in der Abhandlung selbst gezeigt werden soll. gelten. folglich weit entfernt. sondern nur dieser besondern Konstruktion beruhet. so muß etwas Anderes nothwendig gegeben werden. er kann aber dennoch nur ein b e s o nd r e r S a t z seyn. A. daß in den b e s o nd e r n Fällen. Nun könnte man wieder sagen: es ist wahr. die nicht bloß eine zufällige. dennoch nur von der geraden Linie. sondern eine Erfahrung. indem wir voraussetzen. von den schon gemachten. nicht aber von Erfahrung überhaupt. d. ist. indem er eine Bedingung der Erfahrung ist. mehr. weil alsdann der Satz so ausgedrückt werden müßte: e i n i g e Gegenstände der Erfahrung sind von der Beschaffenheit. gelten? Hierauf dient zur Antwort: diese Voraussetzung ist unmöglich. i. der Satz: eine gerade Linie ist die kürzeste zwischen zwei Punkten. einen solchen Satz von der Erfahrung abzuleiten. so kann auch ein auf die Art herausgebrachter Satz nur so weit. B. wenn der eine gesetzt wird. nur von dieser besondern. wo wir diesen Satz bemerken. gebraucht werden. s e yn muß. Z. u. daß wir diesen allgemeinen Satz durch die I n d u k t io n herausgebracht haben. der Satz ist an sich a priori schon vor den besondern Erfahrungen allgemein. gilt.11 - n o t h w e n d i g e B e d i n g u ng e n z u r E r f a hr u n g . Da aber unsre Induktion niemals vollständig seyn kann. h. nicht a priori von den noch zu machenden Erfahrungen. h. Wir machen aber aus diesen besondern Sätzen einen a l lg e m e i n e n S a t z : daß. B. nicht aber allgemein von allen zu konstruirenden Objekten. was in der Wahrnehmung bloß i s t . B. das Feuer erwärmt den Körper. auch das Andere. als diese zu-[6]reicht. daß er sich auch durch eine vollständige Induktion bestätigen wird. Nun möchte man zwar glauben. Wir gelangen zu ihnen auf folgende Weise: Zuförderst setzen wir das Faktum als unbezweifelt voraus: daß wir eine Menge Erfahrungssätze haben.[6] . leiten wir vielmehr Erfahrung von demselben her. daß. der Magnet zieht das Eisen an. gesetzt wird. objektive Verknüpfung. wenn das Eine. auch der andre nothwendig . weil wir ohne denselben gar keine Erfahrungen (subjektive Wahrnehmungen auf Objekte bezogen) haben können. h. So könnte auch der Satz: wenn etwas in der Erfahrung gegeben wird. d. d. subjektive Verknüpfung zwischen Subjekt und Prädikat. solche. d. So wie z. Bei genauer Untersuchung finden wir aber. dgl. ob er gleich objektiv ist. er nicht bloß eine Wahrnehmung. weil dieser Satz nicht auf Bedingungen einer Konstruktion über-[7]haupt. wodurch dasjenige. sondern eine nothwendige Verknüpfung zwischen den in Wahrnehmung gegebenen Subjekten und Prädikaten enthalten. nothwendig gesetzt werden muß. daß es sich mit einem transscendentalen allgemeinen Satze ganz anders verhält: nämlich.

[9] Mein Vorhaben in diesem Versuche ist: d ie w i c ht i g s t e n W a h r h e it e n aus dieser Wissenschaft vorzutragen. worauf sich dieser Satz nicht bezieht. so könnte die Schwierigkeit dadurch nicht gehoben werden. folglich auch alle begleiten muß. Woraus wir sehen: daß die Sätze der Transscendentalphilosophie sich erstlich auf bestimmte Objekte (nicht. (Denn wären diese einige im Satze selbst unbestimmt. müßten also in der Wahrnehmung gegeben werden.) beziehen: denn sie müssen entweder allgemeine Sätze seyn. h. so hätten wir gar kein Kriterium.12 - [8] gesetzt werden muß. Besonders lege ich dem denkenden Leser folgende Anmerkungen zur Prüfung vor. daß sie einerlei sind. Eine vo l l s t ä n d i g e I d e e der Transscendentalphilosophie (obschon nicht die ganze Wissenschaft selbst) liefert uns der große Ka nt in seinem unsterblichen Werke der Kritik der reinen Vernunft. gehören. und die noch zurückgebliebne Schwierigkeit in Ansehung der letztern. Drittens: den Zweifel in Ansehung der Frage: Quid facti. Viertens: die von mir gegebnen . Erstlich: den Unterschied zwischen bloßer Erkenntniß a priori.) dieses finden wir aber wirklich an der Zeit. zweitens auf a priori bestimmte Objekte (nicht. und von allen. Nun aber ist der Verstand (als das Vermögen der Regeln) nicht zu-[8]gleich das Vermögen der Anschauungen. zu erläutern. er bezieht sich also auf etwas a priori allgemeines. Zweitens: meine Herleitung des Ursprungs der synthetischen Sätze aus der Unvollständigkeit unserer Erkenntniß. dgl. wir könnten also von dem Satze gar keinen Gebrauch machen). folglich kann sich der Satz oder die Regel nicht auf besondre Bestimmungen der Wahrnehmungen beziehn. sondern auf Wahrnehmungen überhaupt: wir müssen also in den Wahrnehmungen etwas allgemeines a priori aufsuchen. worin H u m e ’ s Einwurf unauflöslich zu seyn scheint. unterschieden werden. auf Anschauungen. entspringen. Jener Satz wird nun also auf die Art ausgedrückt: das Vorhergehende bestimmt das Folgende in der Zeit. worauf sich der Satz bezieht. nämlich die Zeit. (denn wäre dieses Allgemeine selbst eine Bestimmung a posteriori. daß diese besondern Fälle unter den einigen. oder sie sind gar keine. aber (wie der unparteiische Leser bemerken wird) ich schreibe ihn nicht ab: ich suche ihn. so viel in meinem Vermögen ist. auf einen Gegenstand überhaupt.) müßten durch Vergleichung ihrer mit den im Satze ausgedrückten Bestimmungen. wie die der Physik. die eine allgemeine Form oder Bedingung aller Wahrnehmungen ist. zuweilen aber mache ich auch Anmerkungen über denselben. und der reinen Erkenntniß a priori. Ich folge zwar dem genannten scharfsinnigen Philosophen. wie die der Logik. und Beurtheilung. woran wir erkennen könnten. Die Bedingungen.. die besondern Erfahrungen (das Feuer erwärmt den Körper u.) d. wodurch diese einige Gegenstände bestimmt.

Ich habe mich bemüht (welches ich auch durch mein Motto habe anzeigen wollen). ausser dem Stil und der Ordnung. und wer meine Lage kennt. mögen Andere entscheiden. durch das Reduziren der Anschauungen auf ihre Elemente. die von mir Verstandsideen genannt worden sind. so viel an mir war. Was meinen Stil und Vortrag anbetrift. daß derselbe (weil ich kein Deutscher von Geburt bin. wenn mich nicht einige gelehrte Männer. denen ich es zum Durchlesen gegeben habe. so gestehe ich selbst. Übrigens soll es nur ein Versuch seyn.[10] . versichert hätten. entweder mich zu vertheidigen. Ein Tadel über meinen Stil wäre also nicht nur unbillig. auszuweichen. noch etwas gegen die Sache selbst einzuwenden haben: so werde ich immer bereit seyn. Sollte ein Recensent. und für Leser. als auch in solchem Stil abgefaßt seyn würde: welches dann einen Progressum in infinitum geben müßte. oder meinen Irrthum einzugestehn. und mich auch in schriftlichen Aufsätzen nicht geübt habe) sehr mangelhaft ist. schreibe ich auch nicht. und Erklärung der Möglichkeit einer Metaphysik überhaupt. Wie weit ich übrigens Kantianer. Auch wollte ich dies Werk nicht durch den Druck bekannt machen.13 - Winke zur Beantwortung der Frage: quid juris. Antikantianer. Mein Hauptbewegungsgrund ist bloß Beförderung der Erkenntniß der Wahr-[11]heit. wird selbst einsehn. die auf den Stil mehr als auf die Sache selbst sehen. daß ich auf sonst nichts in der Welt Prätension machen könne. den Schwierigkeiten dieser entgegengesetzten Systeme. oder keines [10] von beiden. beides zugleich. daß ich bei den Mängeln meines Vortrags dennoch verständlich bin. den ich in der Folge ganz neu umzuarbeiten gesonnen bin. bin: überlasse ich der Beurtheilung des denkenden Lesers. Die übrigen Anmerkungen wird der Leser selbst an ihrem Orte finden. weil meine Vertheidigung dawider vermuthlich nicht anders. sondern auch ganz unnütz. . weil ich meine Schwäche darin selbst eingestanden habe. wie weit es mir hierin gelungen ist.

oder das w a s am Gegenstande der Erkenntniß erkannt werden soll. etwas Gegebnes. wodurch er erkannt und von allen übrigen unterschieden wird. h. Nun ist aber unsre Art. als in einem besondren Gegenstande gegründet. Ein eingeschränktes Erkenntnißvermögen. diese: daß wir das Mannigfaltige darin in Z e it u n d R a u m ordnen. Die Form hingegen (in so fern sie im Erkenntnißvermögen in Beziehung auf diese Art Gegenstände gegründet ist) ist das Allgemeine. erfordert zwei Stücke: 1) M a t e r ie . Form des Verstandes. sondern auch alle noch wahrzunehmenden Gegenstände diese Formen haben müssen. Die Wahrnehmung . B. Form der Sinnlichkeit. daß nicht nur die sinnlichen Gegenstände. Z. — F o r m d e r S i n n l i c h k e it ist daher die Art des Erkenntnißvermögens in Beziehung auf sinnliche Gegenstände. es wird dem Erkenntniß-Vermögen die rothe Farbe gegeben (es heißt darum g e g e b e n . Diese sind die Formen. nach einer von ihm selbst vorgeschriebnen Art. das einer Klasse von Gegenständen zugehören kann.14 - [12] [12] Erster Abschnitt. die wir in diesen Formen schon wahrgenommen haben. Die Materie ist das Besondre im Gegenstande. als andre sinnliche Gegenstände wahrzunehmen. oder (welches dasselbe ist) auf Gegenstände des Verstandes. d. Form der Erkenntniß. sondern es sich dabei bloß leidend verhält). Form d e s V e r s t a nd e s ist seine Wirkungsart in Beziehung auf Ge[13]genstände überhaupt. oder das w o fü r es erkannt werden soll. hervorbringen kann. Und so sind wir also a priori überzeugt. sondern in unserm Erkenntnißvermögen in Beziehung auf alle sinnliche Gegenstände ohne Unterschied. Dieses ist also Materie des wahrgenommnen Gegenstandes. Man sieht auch hieraus. sondern daß sie schon vorher (als allgemeine Bedingungen dieser Wahrnehmung) in uns waren. Denn diese Arten das Mannigfaltige zu ordnen. daß n i c ht e r s t bei der Wahrnehmung der Gegenstände diese Formen i n u n s e nt s p r i n g e n (weil sie sonst in den be-[14]sondern Gegenständen gegründet. sind nicht in der rothen Farbe. 2) F o r m. weil dieses Vermögen es nicht aus sich selbst. so wohl die rothe Farbe. Zeit und Raum. und folglich keine allgemeine Formen. seyn würden). Materie..

Also erstlich von den Formen der Sinnlichkeit oder von Zeit und Raum. nur ihrer Quantität. wodurch das Mannigfaltige der Erfahrungsbe-[15]griffe zusammen genommen wird. denn sie sind keine Bestandtheile der Erfahrungsbegriffe: d. Was sind also Raum und Zeit? Herr K a nt behauptet. und so ist es auch mit den Formen des Verstandes. denn sie enthalten kein Mannigfaltiges. in Verknüpfung mit den Formen des Verstandes. nicht aber ihrer Qualität nach. Die Theile derselben sind nicht vo r ihnen. s. daß diese besondern Formen unsrer Sinnlichkeit in den allge-[16]meinen Formen unsers Denkens überhaupt. B. gelben Farbe. und folglich auch kein Bewußtseyn. u. Sind sie aber völlig verschieden. sondern i n ihnen möglich. s. wodurch diese Verknüpfung möglich ist. daß sie die Formen unsrer Sinnlichkeit sind.15 - selbst ist also ein Erkennen dieser allgemeinen Formen in besondern Gegenständen. R a u m u n d Z e i t . selbst dieser Verschiedenheit . dieses Mannigfaltige wird aber bloß darum in einem Begriffe zusammen genommen.[15] . w. es giebt abermal kein Vergleichen. Z. nicht aber Zeit und Raum. Undurchdringlichkeit. ausser ihrer Verknüpfung betrachtet. und hierin bin ich mit ihm völlig einerley Meinung. Ich füge bloß hinzu. ihren Grund haben. Denn die Bedingung unsers Denkens (Bewußtseyns) überhaupt. in Beziehung auf die ihnen zum Grunde liegende Materie der Sinnlichkeit selbst. Sind also A und B völlig einerley. so fehlet hier die Einheit. nicht die Bestandtheile selbst. h. Sie sind aber auch keine Erfahrungsbegriffe selbst (Einheit im Mannigfaltigen der Erfahrung). Wir wollen hier von den Formen der Sinnlichkeit an sich handeln. die gelbe Farbe. sie sind nicht das Mannigfaltige. welche das Mannigfaltige in dem Golde ausmachen. sondern die Einheiten. können sie als Vielheit betrachtet werden. Die Undurchdringlichkeit. sondern bloß die Bande derselben. wie es in der Folge gezeigt werden soll. so fehlet hier das Mannigfaltige. u. im folgenden Abschnitt aber werden wir diese. und folglich kein Bewußtseyn (auch der Einerleyheit nicht). weil es in Zeit und Raum zusammen ist. Es giebt daher kein Vergleichen. sind von der Erfahrung abstrahirte Begriffe. folglich sind Zeit und Raum. Raum und Zeit sind keine von den Erfahrungen abstrahirten Begriffe. w. an sich. ist Einheit im Mannigfaltigen. aus ungleichartigen Theilen bestehendes in sich. betrachten. das Gold ist ein Erfahrungsbegrif von der Ausdehnung.

möglich sind. vorstellen (weil die Beziehung des Auseinanderseyns eine untheilbare Einheit ist). obschon sie subjective betrachtet. sondern die Hebung derselben). ausser einander. Nun könnte man zwar denken. c b. h. seine verschiednen Beziehungen (c a. daß Bewegung. eine Einheit oder Beziehung der Objecte aufeinander ist. sondern vielmehr umgekehrt. so müssen wir sie in einerlei Ort vorstellen. Bey genauer Überlegung aber finden wir. nemlich sie werden hier auch nicht in eben denselben Objekten vereiniget. nicht aber außer einander gedacht werden können. nämlich die Setzung der einen macht die Hebung der andern in eben denselben Objekten nothwendig. doch objective bloß ein Mangel der Einerleyheit ist. und ferner ein drittes c annehmen. Zeit ist das Vorhergehen und Folgen der Objekte auf einander (das Zugleichseyn ist keine Bestimmung der Zeit. das sich von a nach b bewegt. vorstellen. weil ohnedies die Vorstellung der Hebung der andern (als einer bloßen Negation) unmöglich wäre. die außer einander sind: a und b. das heißt in einerlei Zeitpunkt.. wodurch Einheit im Mannigfaltigen der sinnlichen Gegenstände und dadurch diese selbst als Objecte unsers Bewußtseyns.) bloß in einer Zeitfolge. und daß beide zu diesem Behuf nothwendig sind. Dieser Raum ist also (als Einheit im Mannigfalti- . so müssen wir sie uns zugleich. und die letztern setzen die ersten voraus. Raum ist das Auseinanderseyn der Objekte (in einerlei Ort seyn. c aber d. die Vorstellung der Verschiedenheit der Dinge überhaupt ist das Auseinanderseyn überhaupt oder der Raum. Ich bemerke noch. Laßt [18] uns zwei Dinge setzen. Sollen wir uns also Dinge im Raum. Raum und Zeit sind also diese besondern Formen.16 - [17] nicht. das heißt. Ich werde mich hierüber näher erklären. weil sie Veränderung des Orts in einer Zeitfolge ist. (weil wir sie uns sonst in eben demselben Zeitpunkt vorstellen müßten). indem die Verschiedenheit. aber nicht daß die Setzung der einen die Setzung der andern nothwendig macht. daß jede dieser Formen an sich nicht hinreichend. weil Beziehungen (als Begriffe) bloß in einer Zeitfolge. sondern vielmehr die Hebung desselben). Raum und Zeit in eben denselben Objekten vereinigen muß. ist keine Bestimmung des Raums. Folg-[17]lich macht die Setzung der einen die Setzung der andern überhaupt nothwendig. daß es sich doch nicht so verhält. Sollen wir uns Dinge in einer Zeitfolge auf einander vorstellen. Hier wird a und b zugleich (ohne Zeitfolge) in Raum (außer einander) vorgestellt. Raum und Zeit sind so wohl Begriffe als Anschauungen. nicht aber im Raum vorgestellt werden. Die sinnliche Vorstellung der Verschiedenheit der bestimmten Dinge ist das Auseinanderseyn derselben. Sie kann also nicht objektive Gültigkeit haben.

so hätten wir bloß einen Begrif. aber nicht eine Anschauung des Raumes. gl. Die Synthesis der Einbildungskraft hingegen ist nur in so fern thätiger Art. kann ein Dreieck entstehen. von dieser Art. Z. daß sie die kürzeste seyn soll. Ja so gar die Einbildungskraft (als Erdichtungsvermögen. Hingegen ist die Synthesis des Erdichtungsvermögens ganz freiwillig. doch regelmäßig seyn. Gäbe es nur eine einförmige Anschauung. die einen objektiven Grund (des Bestimmbaren und der Bestimmung) hat und die daher Folgen haben muß. sondern sie unter einander ordnet und verknüpft. und hierin ist auch sein Verfahren nicht bloß willkührlich. Die Vorstellung der Beziehung eines sinnlichen Objekts auf verschiedne sinnliche Objekte zugleich. Er nimmt nicht bloß die Objekte (wie sie von irgend einem Grund gegeben seyn mögen) auf. so hätten wird keinen Begrif und folglich auch keine Anschauung (weil diese jene voraussetzt) vom Raume. so ziehet alsbald die Einbildungskraft zur Genugthuung dieser Forderung eine gerade Linie. . indem dieser [20] ganz thätig ist. ob zwar nicht regelverständig. Wenn dieser zur Ziehung einer Linie zwischen zwei Punkten die Regel vorschreibt.17 - gen) ein Begrif. Die Gültigkeit der Grundsätze von diesen Erdichtungen beruhet lediglich auf der Möglichkeit ihrer Hervorbringung. Und so ist es auch mit der Zeit. d. Gäbe es hingegen lauter verschiedenartige Anschauungen. als sie die Gegenstände nicht bloß auf einmal. aber keine andere. woraus die Gegenstände der Mathematik entspringen (der Unterschied zwischen der absoluten und relativen Betrachtungsart ist bloß subjektiv. absolute Bewegung. Gegenstände a priori zu bestimmen) stehet hier dem Verstande zu Dienste. das heißt. Ich will mich hierüber näher erklären. ist Raum als Anschauung.[19] . als absolut sich vorstellt. bei ihm gilt nur diejenige Synthesis als Objekt. Raum [19] als Anschauung (wie auch Zeit) ist also ein ens imaginarium. sondern er steht dabei erstlich auf einen objektiven Grund. aus 3 Linien deren zwei zusammen größer als die dritte sind. denn er entsteht dadurch. und ändert nichts im Gegenstande selbst). u. u. ist absoluter Ort. daß die Einbildungskraft dasjenige was nur in Beziehung auf etwas anders ist. sondern er ordnet und verknüpft sie unter einander. E. dergl. daß dieses auf eine bestimmte Art (nach dem Gesetz der Association) von ihr bewerkstelligt wird. und kann daher. Dieses Erdichtungsvermögen ist gleichsam ein Mittelding zwischen der eigentlich sogenannten Einbildungskraft und dem Verstande. aus 2 Linien kann keine Figur entstehen. Ja die Einbildungskraft bestimmt sogar diese ihre Erdichtungen auf mannichfaltige Art. sie ist aber hierin leidend. und dann auch auf Vermehrung seiner Thätigkeit.

nicht aber von demselben hervorgebracht) seyn. entweder nothwendig (dem Verstande gegeben. u. diesen beliebigen Raum herauszubringen. vom Verstande selbst nach einem objektiven Grunde hervorgebracht. aber nicht nach einem objektiven Gesetze. zum Gegenstande. h. und bringe durch successive Synthesis von der-[22]gleichen Einheiten zu einander. hervorgebracht seyn: oder auch freywillig. Die reine Arithmetik hat die Zahl. eine größere Zeit hervor. sie setzen einander voraus. und als Anschauungen betrachtet. oder willkührlich vom [21] Verstande selbst. d.18 - [21] Eine Synthesis überhaupt.. woraus (durch successive Synthesis solcher Einheiten zu einander) eine willkührliche (so wohl in Beziehung auf diese angenommene Einheit.und spitzwinklichtes Dreieck ist eine vom Verstande (nach dem Gesetze des Bestimmens) gedachte Vielheit. um durch successive Synthesis desselben. Ein recht. Wiederum will man eine bestimmte Zeit denken. h. Und so ist es auch mit dem Raume. Das Gegebene (reale in der Empfindung) ist eine Einheit von der ersten Art. so ist diese Synthesis bloß willkührlich. dergl. weil sonst das Wesen der Zeit ganz zerstört werden muß. Ein Dreieck z. so muß man. d. Hieraus erhellet der Unterschied zwischen Zeit und Raum als Begriffe. in so fern sie Quanta sind. deren Form die reine Zeit als Begrif ist. bei denen die Vorstellung des Ganzen erst durch die Vorstellung der Theile möglich wird. denn Synthesis von der Beziehung des Vorhergehenden und des Folgenden auf einander kann nie vom Verstande getrennet. gehören zur zweiten Art. im zweiten verhält es sich gerade umgekehrt. solche Größen sind. so kann es nur durch die Entstehung eines bestimmten Raumes. durch die Bewegung des Zeigers an einer Uhr. Diese successive Synthesis aber setzt die Vorstellung der Zeit voraus. Zeit und Raum als Anschauungen. und dieses Mannichfaltige. ist Einheit im Mannichfaltigen. sondern als Anschauung. denn da sie extensive d. Ein bestimmter (eingeschränkter) Raum kann willkührlich als eine Einheit angenommen werden. um einen bestimmten Raum sich vorstellen zu können immer einen andern bestimmten Raum als eine Einheit annehmen. ist eine vom Verstande (nach dem Gesetze des Bestimmbaren und der Bestimmung) hervorgebrachte Einheit. hat den reinen Raum nicht als Begrif.stumpf. Nehme ich hingegen eine bestimmte Zeit (Dauer) als eine Einheit an. als in Betracht der immer möglichen Fortsetzung dieser Synthesis) Vielheit entspringt. Im erstern Falle schließen sie sich einander aus. h. geschehn. zum Gegenstande. Es kann aber diese Ein- heit. wie ich schon bemerkt habe. h. B. Zeit und Raum als Begriffe (des Auseinanderseyns und der Folge) enthalten eine als Differenziale derselben nothwendige Einheit im Mannichfaltigen. Die reine Geometrie hingegen. d. gedacht werden. In der Differenzialrechnung wird der Raum als Begrif abstrahirt von aller Quan- .

noch eine andere Zeit und einen andern Raum annehmen. Die durch Gegenstände bestimmten Zeitpunkte können mit den Kategorien selbst (Ursache und Würkung) verglichen werden. und Folgen ohne die Stellen eines jeden zu bestimmen) kann [24] also mit gedachter logischer Form verglichen werden (beide sind Beziehungen der Dinge auf einander).[23] . diese müssen wiederum durch die Gegenstände die sie ausfüllen. Es müßen in ihr zwei von einander unterschiedne Punkte (das Vorhergehende und das Folgende) angenommen werden.19 - [23]tität. weil ihre in Raum und Zeit unterschiedene Theile. von a und b und dann von b und c entspringen wird? so bedenkt man nicht. also um Zeit und Raum selbst als Anschauung zu bestimmen. daß es obschon keine Anschauung. Uns so wie die Kategorien ohne Zeitbestimmung keine Bedeutung. seiner Anschauung bestimmt betrachtet. Ich setze zwei Punkte a und b. es ist noch keine Anschauung. bestimmt werden. außer seinem Verhältniß zu b) so wird dadurch auch b bestimmt. auch von jenen behauptet werden kann. aber doch durch verschiedne Arten der Qualität. die auseinander sind. jeder dieser Punkte ist noch kein Raum. Die Zeit ist eine Form. und daß daher. Ich glaube behaupten zu können. das heißt eine Art Gegenstände auf einander zu beziehen. warum Zeit und Raum Anschauungen seyn sollen. man müßte. Bestimme ich hingegen a (durch etwas anders. Außer diesem Begriffe weiß ich auch nicht. hier ist also keine Einheit im Mannigfaltigen des Raums. dadurch wird a und b bloß durch dieses Verhältniß zu einander bestimmt. doch das Element ei[25]ner Anschauung seyn kann. daß. wir wissen aber noch nicht was a an sich und b an sich seyn mögen. h. sondern bloß ihre Beziehung auf einander. und folglich keinen Gebrauch haben können. so daß die Anschauung des Raums aus dem Auseinanderseyn. Eine Anschauung wird bloß darum als eine Einheit betrachtet. Und so ist es auch mit dem Raume. Diese logische Form. und diese ohne bestimmte Gegenstände keine Bedeutung haben. was von diesen mit Recht. Ich nehme zum Beispiel die Kategorie der U r s a c h e . so können auch die Zeitbestimmungen ohne die Kategorien von Substanz und Accidenz. Hier finde ich erstlich die Form der hypothetischen Urtheile: wenn etwas a gesetzt wird. auf bestimmte Gegenstände applicirt. so muß etwas anders b nothwendig gesetzt werden. wenn man von Beziehungen und Verhält- . Die reine Zeit (das Vorhergehen. daß die Vorstellungen von Raum und Zeit mit den reinen Verstandsbegriffen oder Ka t e g o r i e e n einerlei Grad der Realität haben. in Ansehung eines Begrifs einerlei sind. wenn man außer dem Punkt b noch einen Punkt c annimmt. Wird man sagen. heißt Kategorie. sondern eine absolute Einheit desselben d.

Um also verschiedne Zeiteinheiten in einer Anschauung zusammen nehmen zu können. Raum und Zeit können also nur empirische Anschauungen (als Prädikate derselben) nicht aber reine Anschauungen heißen. dieses nur so viel heißt: sie sind verschieden voneinander (weil ein Begrif nichts außer einem andern Begrif in Zeit und Raum seyn kann). sondern bloß die Hebung derselben). in Ansehung der Zeit. Dies erfordert außer der Perception jedes in der Zeit gegebenen an sich. welches aber unmöglich ist. Und so ist es auch mit der Zeit. nichts. Verschiedne Beziehungen dieser Art lassen sich gar nicht denken. nicht verschieden von einander. Diese wird durch das Vorhergehen und das Folgen gedacht (das Zugleichseyn ist keine Zeitbestimmung. müßte man bei der jetzigen Zeiteinheit. . der Zeit nach verschiednen Gegebnen in eine Vorstellung). noch [26] eine Reproduktion des vorhergehenden gegebenen. die vorhergehende reproduciren. (Zusammennehmung des dem Begrif nach einerlei. Folglich ist Zeit auch keine Anschauung. abstrahirt von den Gegenständen.20 - [26] nissen sagt. daß sie auseinander sind. sondern bloß ihre Beziehung auf einander stellt die Zeit vor. folglich kann aus ihrer Zusammenrechnung keine Anschauung des Raums entstehn.. Nun sind aber diese zwei Beziehungen. Der vorhergehende sowohl als der folgende Zeitpunkt sind. an sich. bei Wahrnehmung des jetzigen (vermöge ihrer Einerleiheit nach dem Gesetz der Association).

da diese in der Mathematik selbst noch vielen Schwierigkeiten unterworfen sind: so möchte es scheinen. was ausser dem Bewußtseyn ist. V o r st e l l u n g . von aller sowohl extensiven als intensiven Quantität abstrahiret werden*). son-[30]dern blos die bestimmte Art des Bewußtseyns. h. Das Bewußtseyn entsteht durch eine Thätigkeit des Denkvermögens. oder als das Differenzial einer Ausdehnung gedacht werden. durch deren successives Hinzuthun zu sich selbst. Jede sinnliche Vorstellung an sich betrachtet. und ihre Verschiedenheit bestünde nur in ihrer Größe. so verstehe ich nicht unter diesem Etwas. sieht man aus der Mathematik. als wollte ich etwas Dun-[28]kles durch etwas noch Dunkleres erläutern. nothwendig verschiedne Einheiten voraussetzen. daß in der That diese Begriffe zur Philosophie gehören. die man aber niemals erreichen kann. ist dasjenige. und daß der große L e i b n i t z durch sein System der Monadologie auf die Erfindung der Differenzial-Rechnung gerathen ist. Schemata. Einbildungskraft. nach Verschiedenheit ihrer Differenziale. als Qualität. dasjenige. weit sonderbarer.21 - [27] Zweyter Abschnitt. gedacht werden. Sie entstehen durch einen steten Regressus oder Verminderung des Bewußtseyns einer Anschauung bis ins Unendliche. Sie muß ferner ohne allen endlichen Grad der Qualität aber doch als das Differenzial eines endlichen Grades. reine Verstandsbegriffe a priori. von dem primitiven Bewußtseyn *) Es ist mir nicht unbekannt. doch nicht als eine eine Größe (quantitas) betrachtet. oder Kategorien. welches doch Niemand zugeben wird. was man gegen die Einführung der mathematischen Begriffe vom Unendlichen in der Philosophie einwenden kann. h. abstrahirt von Quantität ist. sondern bestimmte Einheiten. Verstand. Sinnlichkeit. Sie sind aber sowohl in der Mathematik als Philosophie bloße Ideen. folglich geben sinnliche Vorstellungen an sich. der Handlung selbst. Die Vorstellung der rothen Farbe z. Daß es aber verschiedne Einheiten (die nicht willkührlich angenommen werden) geben kann. Beantwortung der Frage quid facti. welches sich widerspricht. B. sondern die Entstehungsart der Objekte. Wenn ich sage: ich bin mir etwas bewußt. muß ohne alle [28] endliche Ausdehnung. und bey verschiednen Vorstellungen. welchen man sich immer nähern. die keine Objekte.[27] . auch keine bloße willkührliche. was zum Bewußtseyn dieser Vorstellung [29] nothwendig. sie sind bloß Gränzbegriffe. d. als Qualität. vorstellen: d. aber doch nicht als ein mathematischer. von da sie in die Mathematik übertragen worden sind. hernach eine willkührliche endliche Größe entspringt. **) Die sind so wie ihre Differenziale keine absolute. Man muß aber diese Einheiten in verschiednen Objekten verschieden annehmen: denn sonst wären alle Dinge eins und eben dasselbe Ding. Zweifel über dieselbe. verschieden ist. Auch ist etwas Großes (quantum). Das Wort. . indem die inkommensurablen Größen. noch kein Bewußtseyn**). Ich getraue mir aber zu behaupten. als bloße Differenziale betrachtet. verhält sich dieses Vermögen blos leidend. sondern als ein physischer Punkt. Diese endliche Ausdehnung oder endlicher Grad. wie auch die Differenziale. Beantwortung der Frage quid juris. Besonders. Bey Aufnahme der einzelnen sinnlichen Vorstellungen aber. muß.

dessen Geschäft ist es. (d. oder sie durch reine Verstandsbegriffe zu reellen Objekten des Verstandes zu machen. so müssen wir doch dieselbe darin d e nk e n . denn in der That ist dieses keine Vorstellung.22 - [31] gebraucht. Es sind aber doch (obwohl nicht in Ansehung unsers Bewußtseyns) an sich mehrere Vorstellungen. wodurch erst eine Anschauung möglich wird. sondern bloß nach den Newtonischen allgemeinen Gesetzen der Natur. Dieses geschiehet nicht durch Vergleichung dieser sinnlichen Vorstellungen. d. sondern vielmehr Darstellung. sondern sich immer zu der folgenden gesellt. weil die Vergleichung eine Bedingung der Einheit im Mannichfaltigen. welche seine Objekte sind. was nicht gegenwärtig ist. verleitet hier zu einem Irrthum.. sondern gesellet sich immer zu den folgen-[31]den. wenn er zum Bewußtseyn verschiedner Objekte schon gelangt ist. h. (denn die Einbildungskraft vergleicht nicht). das Verhältniß der aus ihnen entspringenden sinnlichen Objekte heraus. . h. h. bis der Grad. wir sind uns dabey keiner Vergleichung bewußt. wie es in der Folge gezeigt werden soll. So wie z. Diese reinen Verstandsbegriffe werden von ihrem Erfinder dem Aristoteles K a t e g o r ie n genannt. geschieht. obschon sie dunkel in uns vorgehen muß. als existirend vorstellen. oder einer Synthesis überhaupt. ist) so wie es nachher durch den Verstand. Die Einartigkeit ist daher nothwendig. bey einer beschleunigten Bewegung die vorhergehende Geschwindigkeit nicht verschwindet. Das Bewußtseyn entstehet erst. weil Zeit an sich ins Unendliche theilbar ist. so verschwindet auch die erste sinnliche Vorstellung nicht. wenn die Einbildungskraft m e hr e r e einartige sinnliche Vorstellungen zusammen nimmt. weil sonst keine Verknüpfung in einem einzigen Bewußtseyn statt finden könnte. Die Sinnlichkeit also liefert die Differenziale zu einem bestimmten Bewußt-[32]seyn. die Einbildungskraft bringt aus diesen ein endliches (bestimmtes) Objekt der Anschauung heraus. was vorher nicht da war. und daraus eine einzelne Anschauung bildet. der zu Bewußtseyn nöthig ist. daß nämlich keine Wirkung ohne eine ihr entgegengesetzte Wirkung von selbst vernichtet werden kann. sie nach ihren Formen (der Folge in Zeit und Raum) ordnet. d. denn obwohl wir bey ihnen keine Zeitfrage w a hr n e h m e n. Endlich kommt der Verstand hinzu. verschiedne schon gegebene sinnliche Objekte (Anschauungen) durch reine Begriffe a priori auf einander zu beziehen. der Verstand bringt aus dem Verhältnisse dieser verschiedenen Differenziale. ein bloßes Gegenwärtigmachen dessen. erreicht wird. und durch die Einsicht in ihre Einerleiheit. woraus eine immer vermehrte Geschwindigkeit entsteht. B.

als das Verhältniß ihrer Räume. wodurch das Verhältniß des Mannichfaltigen in der Anschauung bestimmt wird. so kann er sich kein Objekt denken. oder die Art seines Differentials macht es zu einem besondern Objekt. d. sage: r o t h ist von g r ü n verschieden. als Formen a priori. h. obgleich nicht ein einzelnes Dreieck. denkt. Z. sondern bloß als entstehend d. daß er ein Größen-Verhältniß zwischen zwo seiner Seiten (die Lage derselben wird gegeben. als bloß dadurch. und die Verhältnisse verschiedner Objekte entspringen aus den Verhältnissen ihrer Entstehungsregeln.23 Diese Differenziale der Objekte sind die sogenannte Noumena. Der Ver-[stand][33]stand kann kein Objekt (ausser den Formen der Urtheile. oder auch nach der meinigen. der Verstand denkt ein bestimmtes. wodurch auch die Lage und Größe der dritten Seite bestimmt wird. h. oder ihrer Differentialen. Diese Regel wird vom Verstande nicht fließend. (denn sonst bleibt die Kantische Frage quid juris übrig). Erstlich: eine entweder a priori oder auch a posteriori gegeben Anschauung. B. so wird der reine Verstandsbegrif der Verschiedenheit nicht als Verhältniß der sinnlichen Qualitäten. d y = 0 u. folglich kann er kein Objekt als schon entstanden. Ich werde mich hierüber näher erklären. sondern auf einmal gedacht. daß er die Regel oder die Art seiner Entstehung angiebt: denn nur dadurch kann das Mannichfaltige desselben unter der Einheit der Regel gebracht werden.. ist. zweitens. daß das Objekt nicht anders als fliessend gedacht werden kann.[33] . sondern entweder nach der Kantischen Theorie. w. fließend denken. Diese Regel wird vom Verstande auf einmal gedacht. Die besondere Regel des Entstehens eines Objekts. da aber diese Regel bloß das Allgemeine (nach jeder willkührlich angenommenen Einheit) Verhältniß der Seiten enthält: so bleibt dadurch die Größe der Seiten . eine vom Verstande gedachte Regel. betrachtet. ihre Verhältnisse aber sind nicht = 0. Einheit im Mannichfaltigen hervorzubringen. Die Anschauung selbst hingegen (wenn sie a posteriori ist) oder die besondere Bestimmung der Regel in [34] derselben (wenn sie a priori ist) macht. Ein Objekt erfordert zwei Stücke. die keine Objekte sind) anders als fliessend denken. Denn da das Geschäft des Verstandes nichts anders als D e nk e n. d x = 0. sondern können in den aus ihnen entspringenden Anschauungen bestimmt angegeben werden. die daraus ent- springende Objekte selbst aber sind die Phänomena. und daher unveränderlich). B. Das Differenzial eines jeden Objekts an sich ist in Ansehung der Anschauung = 0. als Verhältniß ihrer Differenzialen. Diese Noumena sind Vernunftideen. Wenn ich z. die als Prinzipien zur Erklärung der Entstehung der Objekte. dadurch. nach gewissen Verstandsregeln dienen. s. die Vernunftideen a priori sind.

d. wo man nicht dieses Verhältniß. sondern eine andere Linie durch dieses Verhältniß ausgedruckt werden muß. und die der Anschauung nothwendig anhängt. h. B.. oder zur Erklärung ihrer Entstehungsart gehet die Bewegung eines Punkts. fließend gedacht werden. d. von jeder krummen Linie behauptet: daß die Subtangente: y = d x : d y und folglich Subtangente = ydx so ist dieses in dy keiner Construktion genau richtig. erfordert: in der Anschauung gehet die Linie der Bewegung eines Punkts in derselben voraus. d. Hingegen kann das Anschauungs-Vermögen (das zwar r e g e l m ä ß i g . die außereinander sind) erfordert. sondern als schon entstanden denken. sondern als entstehend.24 - [35] (nach einer bestimmten Einheit) noch unbestimmt. sondern ein allgemeines Verhältniß oder Funktion ist: so ist das Verhältniß der Objekte und die daraus zu ziehenden Folgen niemals genau richtig. es muß sich daher seine Objekte nicht entstehend. aber nicht [35] r e g e l v e r s t ä nd i g ist) keine Regel oder Einheit im Mannichfaltigen. h. weil in der That nicht die Subtangente. wird bloß das Bewußtseyn der Apprehen-[36]sion (der Zusammennehmung von Theilen. oder desselben Verhältnisses in verschiedenen Construktionen verschieden seyn. Ja sogar wenn das Verhältniß kein bestimmtes Zahlen-Verhältniß. Folglich muß dieses Dreieck vom Verstande in Ansehung jeder möglichen Konstruktion niemals als schon entstanden. hingegen zum Begreifen einer Linie wird die Sacherklärung. wo man nicht Δ x : Δ y zu d x d y macht. zum Begriffe einer Linie. Zur Anschauung einer Linie. die Erklärung der Entstehungsart derselben. d. Dinge überhaupt so auf einander zu beziehen. h. und das andere als das Folgende in Zeit und Raum vorgestellt wird. die Einbildungskraft hat eine Verbindung durch Bestimmung des Zugleichseyns und der Folge in Zeit und Raum. In der Construktion dieses Dreiecks aber kann sie nicht anders als bestimmt dargestellt werden. so muß er sie in Gedanken ziehen. ausser in Beziehung auf ihre Differenziale. Die Sinnlichkeit also hat gar keine Verbindung. die erstere aber nicht ausgedruckt werden kann. ohne doch zu bestimmen. im Begriffe hingegen ist es gerade umgekehrt. die Form der Einbildungskraft ist. h. . Wen man z. daß das eine als das Vorhergehende. h. die in der Regel nicht enthalten war. dem Begriffe der Linie voraus. das nur in der Anschauung gedacht werden kann. es ist hier also eine Bestimmung. d. sondern das Mannichfaltige selbst vorstellen. ohne doch die Gegenstände in Ansehung dieser zu bestimmen. diese kann mit Beibehaltung eben derselben Regel. Soll der Verstand eine Linie denken. auf ihre Elemente beziehet. soll man aber in der Anschauung eine Linie darstellen. so muß man sie sich als schon gezogen vorstellen.

u. daher der Satz: Eine Ursache muß eine Wirkung haben. B. sind einerlei. sondern die D e f i n it io n s e l b s t i s t . [38] Der Verstand hingegen hat eine Verknüpfung durch Formen a priori. Reine Begriffe. und b folgen muß. weil ein Begrif nichts anders als Einheit in der Mannichfaltigkeit ist. Inhärenz. Dependenz.) ich bemerke aber noch. meiner Erklärung zufolge (solche. Weil aber diese keine Anschauungen sind. Ursache ist ein Etwas von der Art. Abschnitt III. sondern auch seiner Materie nach vom Verstande gedacht wird.25 - welches das Vorhergehende und welches das Folgende sey. denn er ist ein in der Anschauung gedachtes Verhältniß. h. ihre Essentia realis dennoch zweifelhaft bleibt. S. das Mannichfaltige kann aber nur alsdann als eine Einheit gedacht werden. wenn auch [37] a priori. oder wo Materie und Form einerlei. B. so daß wenn wir in der Erfahrung (Wahrnehmung) finden. etwas anders gesetzt werden muß. w. ihre Bedeutung. enthalten) können nichts anders als Verhältniß-Begriffe seyn. daß. nicht nur identisch. Es gehet hier so wie mit allen willkührlich angenommenen Begriffen. daß es [39] eine von einer Linie begränzte Figur von der Art. wodurch er bestimmt wird. ich beziehe Gegenstände auf einander durch eine bestimmte Form der Urtheile (Dependenz. daß es nicht Gegenstände überhaupt. wodurch ihre Essentia nominalis bestimmt wird. nicht aber umgekehrt gedacht werden. d. daß die Dinge in Ansehung ihrer (des Vorhergehens und des Folgens) bestimmt sind. dieses bloß zufällig ist. wenn es gesetzt wird. so bekommen sie nur durch eine allgemeine Regel in der Form der Anschauungen (der Zeit) worauf sie sich beziehen. der Verstand denkt den willkührlich angenommenen Begrif eines Zirkels nach dieser Regel. so heißt dies so viel. sind ihre wechselseitigen Beziehungen auf einander in dem gemeinschaftlichen Begrif von Dependenz auch bestimmt. die Anschauung kann also auch ohne dieses Verhältniß. daß nämlich a Ursache und b Wirkung ist. h. und durch eine allgemeine Regel in der Form der Anschauungen. d. s. z. sage: a ist Ursache und b Wirkung. sey. die keine Anschauung. B. Hingegen ein absoluter Begrif wird nur einseitig in einer Einheit gedacht. wenn seine Bestandtheile entweder wechselseitig oder zum wenigsten einseitig zugleich gedacht werden müssen. daß nämlich a nothwendig vorhergehen. bis man es in der Anschauung dargestellt hat. ja sogar die Möglichkeit derselben unbegreiflich ist. Im ersten Fall entspringt daraus ein Verhältniß-Begrif. der Begrif von Ursache und sein Verhältniß zur Wirkung. Z. schon in der Definition e nt ha lt e n . und folglich durch einen einzigen Actus des Verstandes hervorgebracht werden. sondern bestimmte Gegenstände a und b sind. Also wenn ich z.[37] . daß alle Linien die von einem gegebe- . folglich nicht wahrgenommen werden können. ein solcher. der nicht bloß seiner Form.

h. nicht aber umgekehrt. und alsdann bekommt der Zirkel eine Essentia realis. folglich ist x sowohl an sich als ein unbestimmter Theil der Direktrize. und x W i r k u n g [41] vor. ein anderes Etwas gesetzt werden muß.[40] das Prädikat aber ist zwar an sich unbestimmt. so wird dadurch auch y bestimmt. die objektive Realität derselben aber kann nur durch die Anwendung auf bestimmte Gegenstände der Anschauung dargethan werden. aber bestimmt. einander gleich sind. in Ansehung der angenommenen Ursache. (als die Form der hypothetischen Ur-[41]theile in der Logik) begriffen werden: Ursache und Wirkung aber können ohne Beziehung auf bestimmte Gegenstände nicht begriffen werden. d. wenn man diese nämlich willkührlich bestimmt. eine andere Anschauung b gesetzt werden muß. . dieser Begrif bekömmt also dadurch seine Realität. und durch dieselbe. und kann also willkührlich gesetzt werden. (wenn dieses bestimmt wird) unbestimmt. sondern auch in Ansehung der bestimmten Wirkung. oder variabel. daß wenn sie gesetzt wird. als in Ansehung des Prädikats unbestimmt. wo y eine Funktion von x und bestimmten Größen ist: y stelle hier U r s a c h e . oder mit andern Worten: jeder mögliche Gegenstand ohne Unterschied kann Ursache von etwas seyn. Wird aber x bestimmt. wo ebendasselbe y mehrere Werte x giebt (d.. so kann nicht mehr jedes. So ist hier auch der Fall: Man denkt (durch die Form der hypothetischen Urtheile) ein E t w a s von der Art. Dieses Verfahren aber ist bloß willkührlich. Es bleibt aber noch zweifelhaft. Dependenz kann also ohne Beziehung auf bestimmte Gegenstände. Nun aber kann diese Bestimmung der Wirkung durch die Ursache nicht materialiter (wie *) Um dieses durch eine Analogie zu erläutern. in Ansehung des Subjekts hingegen und durch dasselbe bestimmt.) Man vergleiche die Form der hypothetischen Urtheile überhaupt mit dem Ausdrucke dieser krummen Linie. Der Begrif von Ursache ist an sich unbestimmt. sowohl x als y sind an sich unbestimmt. die Verstandsregel der hypothetischen Urtheile beziehet sich bloß auf bestimmbare. h. daß wenn es gesetzt wird. sondern ein bestimmtes Ding Wirkung seyn*). das Subjekt ist sowohl an sich. nicht aber auf bestimmte Gegenstände. Die Form der hypothetischen Urtheile ist bloß der Begrif von der Dependenz des Prädikats vom Subjekt. als durch y. um einen ihrer Endpunkt dargestellt hat. wenn die krumme Linie in mehrere Punkte von ihrer Direktrize durchschnitten wird.26 - [40] nen Punkt in derselben zu dieser Linie können gezogen werden. ob auch diese Bedingungen möglich sind. hingegen ist y zwar an sich als eine unbestimmte Ordinate. Ich werde mich deutlicher erklären. so stelle man sich vor: eine krumme Linie. bis man es in der Anschauung durch Bewegung einer Linie. der Begrif von Wirkung hingegen ist zwar an sich auch unbestimmt. dieses ist die Essentia nominalis eines Zirkels. Hat man aber die Ursache schon willkührlich angenommen. unbestimmt. man kann die Möglichkeit dessen aus bloßen Begriffen nicht einsehen: nun findet der Verstand (was er nämlich selbst darin zum Behuf der Erfahrungssätze hinein gebracht hat) eine gegebene Anschauung a von der Art. und dies nicht nur an sich. wird aber durch x (wenn diese bestimmt wird) bestimmt.

und diese Begriffe haben eine wechselseitige Beziehung von ganz verschiedener Art auf einander. B. sowohl die Formen der *) Ich verstehe darunter die empirische Konstruktion. daß Erfahrung an sich möglich ist. **) D. in Ansehung dieser Gegenstände gemeinschaftlicher Form (der Zeit) und ihrer besondern Bestimmungen in derselben (der eine als vorhergehend. daß sie einerlei sind. daß er möglich ist. welche durch dieses Postulat. . von den Gegenständen selbst. folglich diese Linie in allen ihren möglichen Positionen mit dem Begrif des Zirkels (seinen Bedingungen) einerlei ist. Die reine Konstruktion in der Einbildungskraft hingegen. weil eine Linie. und man findet. sondern zeigt bloß. sondern sie machen dieselbe möglich. die sich um einen ihrer Endpunkte bewegt. daß eine gerade Linie die kürzeste zwischen zweien Punkten ist. nämlich Erfahrung macht diese Begriffe nicht erst möglich. daß die gerade Linie die kürzeste ist. Die Konstruktion eines Zirkels z. d. Bestimmungen von etwas a priori. wodurch dasjenige. Die Erfahrung (Anschauung) zeigt. (eine Linie die sich um einen ihrer Endpunkte bewegt) nun vergleicht man diese Anschauung mit dem willkührlich angenommenen Begrif. und der andere als folgend) angenommen werden.**) (die Formen und Kategorien) begriffen wird. was sich unmittelbar auf einen Gegenstand beziehet. nach der Definition bewerkstelligt wird. zeigt nicht bloß. h. diese giebt nur etwas was absolut vorgestellt wird. (weil diese ohne das erstere nicht gedacht werden können.27 - wenn ich sage. ein Verhältniß-Begrif. in einer jeden ihrer möglichen Positionen mit sich selbst einerlei ist. h. sondern zeigt bloß daß sie an sich möglich sind: diese Begriffe aber zeigen nicht nur.) Erfahrung also. ein rothes Ding ist die Ursache eines grünen u. was an sich nicht begriffen werden kann. Das Materielle der Anschauung. oder praktisches Corollarium. wie ist es begreiflich: daß Verstandsbegriffe a priori wie die von Ursache und Wirkung. (durch Bewegung einer Linie um einen ih-[43]rer Endpunkte) macht nicht erst den Begriff desselben möglich. dgl. wird analytisch bewiesen. So ist es auch mit der Konstrukzion der mathematischen Begriffe*). sondern diese Bestimmungen müssen [42] formaliter. denn alsdann entstehet die Frage: quid juris? d. Diese Einerleiheit giebt nicht die Erfahrung. Daß ein Zirkel (eine Figur von der Art. h. denn alsdann sind diese Begriffe von Ursache und Wirkung. aber sie macht nicht. sondern sie macht sie erst möglich.) angenommen werden. daß die Figur möglich sey. macht [44] das Formelle derselben d. nämlich eine Anschauung wird gegeben. und vermittelst dieses. einen Zirkel zu beschreiben. h. Bestimmungen von etwas a posteriori abgeben können. einander gleich sind) möglich ist.[42] . daß alle Linien. die von einem gegebenen Punkt in derselben zu ihrer Gränze gezogen werden können.

Diese Begriffe und Urtheile aber . es hilft nicht. d. ein Dreieck konstruiret werden kann. Aber wie ist diese Urtheil begreiflich.und dann ein schiefwinkliges Dreieck in die Anschauung bringen. Eben so ist es auch mit den Urtheilen. sondern bloß vermittelst der Kategorien auf einen Gegenstand beziehen. gl. sie werden nicht erst dunkel. Aber wie sollen wir uns dieses Vergleichen begreiflich machen? Es kann nicht wahrend der Vorstellung r o t h und der Vorstellung g r ü n vor sich gehen. ein Dreieck ist entweder recht. sammt ihren Bestimmungsbegriffen (Kategorien) und ihren Grundsätzen a priori. Man kann daher mit Recht behaupten. dergl. obschon sie nur durch Veranlassung der Erfahrung zum Vorschein (Bewußtseyn) kommen. da sich diese Prädikate einander ausschließen. Daß aus dreien Linien. wenn [45] man uns sagt: die Einbildungskraft reproducirt bei der letztern die erste Vorstellung. mehr. Bei den disjunktiven Urtheilen ist es noch auffallender. begreiflich. so muß man erst ein recht. ja so gar die Natur der Urtheile und ihre Möglichkeit. woraus alsdann dieses Urtheil entspringt.oder schief-winklicht.28 - [45] Anschauungen mit allen ihren möglichen Beziehungen und Verhältnissen als auch die reinen Verstandsbegriffe oder Formen des Denkens. daß nämlich der Verstand alle möglichen Begriffe und Urtheile schon vor seinem Bewußtseyn von demselben in sich haben muß. anzutreffen seyn: man siehet hieraus die geheimnisvolle Natur unsers Denkens. sondern es ist schon an sich möglich u. (welche [46] nicht bloß Anlagen sind. z. sondern sie müssen im Verstande schon a priori. und doch sollen beide zugleich in eben dem Subjekte möglich gedacht werden? Die Erfahrung kann also die Möglichkeit solcher Begriffe und Urtheile nicht begreiflich machen. die sich nicht unmittelbar.. urtheilt: roth ist von grün unterschieden. deren zwei zusammen größer als die dritte sind. aber diese macht es nicht erst möglich. Fähigkeiten u. und dann grün vor. der Erfahrung und ihren Gesetzen ununterworfen. soll dieses Urtheil erst durch die Anschauung möglich werden. giebt die Anschauung. denn Anlagen. Dieses zeigen (außer dem Vorgetragenen) nicht nur die Formen des Denkens. so stellt man sich erst in der Anschauung roth. hernach vergleicht man beide untereinander. daß alle Verstandsbegriffe demselben angeboren sind. wie einige glauben mögten. sind die zur Wirklichkeit kommenden Gegenstände selbst nur im schwächern Grade. sie können doch nicht in eine Vorstellung zusammen fließen. sie müßen also an sich vor aller Erfahrung möglich seyn. wie es mit den sinnlichen Vorstellungen der Fall ist. so fände doch aus eben dem Grunde keine Vergleichung statt. Wenn man z. und dann deutlich wahrgenommen. und wäre es auch möglich. B. ist aus der Erfahrung unbegreiflich. B.

und dadurch zum Bewußtseyn der selben verhilft. um dieses einzusehen. Man kann sich über solche wichtige Begriffe. muß ich eine besondere Figur konstruiren. Diese besondern Figuren aber sind nur durch den allgemeinen Begrif von Figur überhaupt möglich. h. (welches nicht blos sagen will. B. Also nicht Erfahrung macht erst diese Begriffe möglich. 2 ) F o r m d e s D e n k e n s . daß die willkührlich angenommene Begriffe möglich sind.29 - sind untheilbare Einheiten). So ist hier auch derselbe Fall. B. ohne die das . Eine Figur (beschränkter Raum) ist an sich möglich. woraus die Ausdehnung der Luft. oder etwas gegebenes (Anschauung) wodurch diese allgemeine Regeln oder Bedingungen auf ein bestimmtes Objekt des Denkens angewendet werden. einen Zirkel. 1 ) M a t e r i e d e s D e nk e n s . weil sie ohne denselben nicht gedacht werden können. weil sie allgemein sind). und über ihren rechtmäßigen Gebrauch nicht weitläuftig genug erklären. gl. nicht aber umgekehrt. Anschauung blos die Data. Wir finden darin etwas. etwas anders (durch das Vorige) nothwendig bestimmtes B gesetzt werden muß. ohne welches wir von ihnen keinen Gebrauch machen können. (denn diese können kein Objekt bestimmen. daß wenn etwas bestimmtes A willkührlich gesezt wird. Die Begriffe sind in so weit blos problematisch. Eben diese wechselseitige Beziehung ist zwischen jedem allgemeinen Begrif. sondern man erkennt bloß ihre Möglichkeit durch dieselbe: hingegen diese Begriffe machen erst Erfahrungsurtheile möglich. worauf sie angewendet werden. dgl. diese allgemeinen Regeln oder Bedingungen selbst. Ich habe. nichts aber zu ihrer Realität beiträgt. h. wie die Kategorien sind. als etwas durch die Wärme nothwendig bestimmtes folgen muß: alsdann sehen wir erst ein. und dem besondern. weil eine Figur auch ohne diese besondere Bestimmung möglich ist. mich bemühet. weil diese ohne jene nicht gedacht werden können. der darunter enthalten ist. Nun aber erlangen wir Erfahrungsurtheile. so muß die Ausdehnung der Luft nothwendig darauf folgen). d. so viel in meinen Vermögen [48] war. die Wärme dehnt unsre Luft aus u. die Wärme gehet vorher und die Ausdehnung der Luft folgt. es erfordert also zwei Stücke. sondern wenn die Wärme vorher gehet. z. d. ein Dreieck u. liefert. eben darum. sondern auch alle Begriffe und Urtheile überhaupt: weil wie schon erwähnt worden. eine bloße Wahrnehmung. Ein Objekt des Denkens ist ein vom Verstande. z. ich will es jetzt noch umständlicher thun.[47] . nach allgemeinen Regeln oder Bedingungen hervorgebrachter Begrif eines Gegenstandes. nämlich die Wärme wird als etwas Bestimmtes assertorisch (willkührlich) gegeben. was mit [47] dem willkührlich angenommen Begrif einerlei ist. d. dieselbe zu erläutern. Die Begriffe von Ursache und Wirkung enthalten die Bedingung.

denn da die Anschauung a posteriori von irgend etwas außer mir. h. die von einem bestimmten Punkte in derselben (Mittelpunkt) zu ihrer Gränze (Peripherie) gezogen werden können. oder sie können auch derselben vorausgehen. nicht aber a priori von mir selbst entsprungen ist. ob wir sie durch eine Anschauung auch assertorisch . daß alle Linien. Z. wir wissen nicht. Nun können die Begriffe mit der Anschauung zugleich entstehen. und will ich der Materie eine Form geben und daraus ein Objekt des Denkens machen. das Geradeseyn). d. die sich a priori konstruiren.. Der Begrif einer gerade Linie erfordert zwei Stücke. d. Das gehet aber nur da an. daß es eine Figur von der Art seyn soll. d. eine Verstandsregel. und in diesem Falle sind sie bloß symbolisch. Richtung). einander gleich sind: hier haben wir bloß eine Namenerklärung. und nehmen seine objektive Realität bloß problematisch an. ob diese Regel oder Bedingung auch in Erfüllung gebracht werden könne oder nicht. das Allgemeine im Besondern zu finden. welches bei den mathematischen Begriffen. und dadurch objektive Realität bekommen oder nicht? Ich will dieses mit Beispielen erläu[tern][49]tern. Sollte sie nicht erfüllt werden können. können diese symbolischen Begriffe auch anschauend gemacht werden. h. so kann ich ihr keine Entstehungsregel mehr vorschreiben. [50] wo die Synthesis des symbolischen Objekts der Synthesis des intuitiven vorausgehet. der Verstand bildet den Begrif eines Zirkels dadurch. Wir lassen es also dahin gestellt seyn. der Fall ist. erstens.30 - [49] Gegebene zwar ein Objekt (der Anschauung) aber kein Objekt des Denkens seyn kann: denn D e n k e n ist urtheilen. so ist mein Verfahren offenbar unrechtmäßig. h. in einer reinen Anschauung darstellen lassen. zweitens. wo die Anschauung so wie die Regel selbst a priori ist. Nun giebt es aber auch Fälle. d. B. h. hier entstehet der Begrif mit der Anschauung zugleich. Die Realität der Synthesis des Ausdrucks (Gerade mit Linie) oder die symbolische Realität beruhet auf der Realität der Synthesis des Begrifs selbst (die möglichste Verbindung zwischen Materie und Form). wonach diese Anschauung gedacht wird (Einerleiheit der Richtung. so wird dieser hier mit Worten ausgedruckte Begrif keine objektive Realität haben: die Synthesis desselben würde nur in Worten. alsdann laß ich eine Anschauung a priori einer Regel a priori gemäß entstehen: ist aber die Anschauung a posteriori. h. Form. Materie oder Anschauung (Linie. um zu sehen. Von diesen ist also die Frage quid juris. d. nicht aber in der Sache selbst anzutreffen seyn. oder das Besondere dem Allgemeinen zu subsummiren. ihre objektive Realität ist bloß problematisch. aber noch keine Sacherklärung. denn das Ziehen dieser Linie ist gleich vom Anfange an dieser Regel unterworfen. wir wissen die Bedeutung der Regel oder Bedingung des Zirkels. daß er ihm die Regel oder die Bedingung vorschreibt.

Durch dieses Verfahren ist der Verstand vermögend. wie z. die b nicht hat. sondern bloß auf ihre Form a priori. . welche die Gegenstände bestimmen. kann der Regel a priori nicht subsumirt werden). Und so ist es auch mit b. oder vielmehr mit ihr zugleich. was für eine Art Rechtens ist es. weil jenes eine materielle Bestimmung hat. ist der objektive Gebrauch dieses Begrifs rechtmäßig oder nicht? — und ist er es. welche a posteriori gegeben wird. so könnte man zwar bestimmte Gegenstände an sich anschauen. h. Veränderung der Beziehung im Raum? Ja. so begreife ich nicht: warum [51] nicht auch Bewegung. der Begrif der Ursache. Nun finden wir Begriffe oder Regeln. Wie [52] können wir also denselben rechtmäßig machen? Die Antwort hierauf oder die Deduktion ist diese: wir wenden diese Begriffe nicht auf die Materie der Anschauung unmittelbar. d. a ist die Ursache von b. so könnte man zwar Gegenstände *) Wenn Zeit und Raum Formen der Sinnlichkeit a priori sind. Eine Linie kann nicht anders.31 - machen können oder nicht. sondern b e s t i m mt e Gegenstände zu e r k e n n e n. sondern nach besondern Bestimmungen ihrer Form (das Vorhergehen und das Folgen in der Zeit) bestimmt: d. Wenn ich also sage. h. keinesweges aber dieselben d e n k e n. daß die Vorstellung des Raums nur durch die der Bewegung. so ist nicht a und b ihrer Materie oder Inhalt nach. möglich sey. als durch Bewegung eines Punkts gedacht werden. denselben in eine Anschauung a priori (durch Bewegung einer Linie um einen ihrer Endpunkte) zu bringen. nicht nur Gegenstände überhaupt zu [53] denken. Es verhält sich also hier das vorhergehende zum folgenden wie der Antecedens zum Consequens in einem hypothetischen Urtheile. die dieses nicht hat.[51] . so ist er gewiß in Ansehung der Materie der Anschauung. d. unrechtmäßig. die die Formen der Urtheile überhaupt sind. sie würden bloß Gegenstände des Anschauens. worunter er gehört: denn da derselbe sich auf a posteriori gegebene Objekte der Anschauung bezieht. B. nicht aber des Verstandes: Wären hingegen keine Anschauungen. Die Frage ist also quid juris. Wären keine Begriffe a priori. oder wenn a gesetzt wird. (denn dieses. sondern weil es eine formelle Bestimmung (das Vorhergehen) hat. in so fern es etwas a posteriori ist. so muß etwas anderes b apodiktisch gesetzt werden. h. h. Seine Bedeutung ist diese: Wenn etwas bestimmtes a assertorisch gesetzt wird. d. muß nothwendig auch b gesetzt werden. es wird nicht durch eine materielle sondern formelle Bestimmung (das Folgen) ihrer beiden gemeinschaftlichen Form (der Zeit) zu einem bestimmten von a verschiedenen Gegenstand. (die Zeit) und vermittelst derselben auf die Anschauung selbst an. dadurch bekömmt der Begrif des Zirkels eine objektive Realität. ich glaube sogar. a ist nicht darum a und nicht b. Zum Glück für diesen Begrif hat E u c l i d e s *) [51] wirklich eine Methode erfunden. welcher die Form der hypothetischen Urtheile in Beziehung auf einen bestimmten Gegenstand ist.

daß. die sich der Verstand zur Bildung einer gewissen Linie vorschreibt: (das G e r a d e s e y n. Wir begreifen nicht. Im ersten Falle also hätten wir keinen Verstand. wenn es gesetzt wird. weil allgemeinen Begriffe oder Regeln a priori und besondere Gegenstände der Anschauung a posteriori ganz heterogen sind. wenn das erste gesetzt wird. und das Folgende mit Wirkung)? Hierauf dient zur Antwort: wir sehen zwar den Grund dieser Übereinstimmung nicht ein. so hätten wir zwar die Bestandtheile zur Beurtheilung (allgemeine Begriffe. hätten aber keine Form der Anschauung a priori. Man s. die Möglichkeit derselben beweisen. in diesem Urtheile: die gerade Linie ist die kürzeste zwischen zweien Punkten. wie so diese beide in einem Subjekt zusammen seyn müssen. Aber wir könnten alsdann keine Gegenstände erkennen. Will man aber fragen: was bestimmt doch das Beurtheilungsvermögen. [55] und das k ü r z e s t e ) . B. genug. ist eine apodiktisch erkannte Übereinstimmung zwischen zweien Regeln. wenn a vorhergehet. etwas anderes zugleich gesetzt werden muß. Eine Erkenntniß a priori ist. h. und besondere Gegenstände. nicht zu einer reinen. wir sind aber deswegen nichts desto weniger vom facto selbst überzeugt. eine allgemeine Erkenntniß. die Folge nach einer Regel mit der Verstandsregel selbst. die in besondern Gegenständen in concreto anzutreffen sind.32 - [54] im Allgemeinen denken. da das Faktum durch die Anschauung synthetisch gewiß ist. im zweiten aber. (so daß.. sondern bloß. daß es etwas von der Art sey. kein Beurtheilungsvermögen: und hätten wir auch beide. Wir haben mehrere Beispiele dieser Art: z. sondern bloß zu einer Erkenntniß a priori machen. So ist hier auch der Fall. das Beurtheilungsvermögen alsdann zwischen ihnen das Verhältniß von Ursache und Wirkung denkt) und jedes besondere Glied der Verstandsregel übereinstimmend zu denken (das Vorhergehende mit Ursache. aber nicht umgekehrt. und b folgt. durch eine Deduktion diese Übereinstimmung analytisch erklären. Ich will mich über den Unterschied dieser beiden Erkenntnißarten näher erklären. wir hätten aber alsdann keine Begriffe von be s t i m mt e n Gegenständen: das eine würde nämlich dadurch gedacht werden. daß wir die Möglichkeit dieser Übereinstimmung (in so fern sie beide a priori sind) einsehen. — wir wollten nicht durch Beantwortung der Frage quid juris. es alsdann auch gesetzt werden muß. wir hätten aber alsdann kein Mittel an der Hand. hinten die kurze Übersicht. angeben. ob etwas Besonderes diesen allgemeinen Begrif enthält. das andere aber von der Art: daß. oder wir wollten diese Erkenntniß. Nun aber sind durch diese Deduktion alle Schwierigkeiten auf einmal gehoben. die die Form oder Bedingung aller . dieses auf eine rechtmäßige Weise zu verrichten. d. worauf allgemeine Be-[54]griffe applicirt werden können).

R e i n ist das jenige. aber nicht umgekehrt. Zeit und Raum. Einerleiheit. setzt keine besondere. sondern bloß ein b e s t i m m b a r e s Objekt gedacht. Reine Sätze sind nur diejenigen. Einerleiheit. ist a priori und zugleich rein. sondern bloß gedachte Verhältnisse zwischen gegebenen Vorstellungen. aber deswegen doch nicht rein. ohne warten zu dürfen. das Bewußtseyn dieser aber. weil er aus einem reinen Begrif a priori (Ursache. sie sind keine Einheiten wodurch das Mannichfaltige der Anschauungen verknüpft wird. abstrahirt von demselben betrachtet. oder auch allenfalls wenn er die Bedingung eines besondern Objekts ist. Verschiedenheit. aber doch nicht rein: ich erkenne die Möglichkeit eines Zirkels aus mir selbst. ich niemals gewiß seyn kann). obschon a priori gegeben ist) zum Grunde liegen muß. sondern die mir von irgend anders woher. und umgekehrt. sondern selbst ein M a n n i c hf a lt i- . Alles was rein ist. Sätze a priori sind solche. ob diese rein sind oder nicht). B. Substanz. folglich denselben vorausgehen muß. wenn er gegeben werden soll. Alle Verhältnißbegriffe [57] z.[56] . Das Bewußtseyn aller Anschauungen überhaupt setzt das Bewußtseyn von Zeit und Raum voraus. wenn er die Bedingung das Denkens aller Objekte überhaupt. d. sondern eine [56] Anschauung überhaupt voraus. aber nicht rein. kein besonderes Objekt aber eine Bedingung desselben ist. weil ihm eine Anschauung (die ich nicht aus mir selbst nach einer Regel herausgebracht habe. indem Ursache ohne Wirkung. wenn sie die Form oder Bedingung aller besondern Anschauungen. obschon a priori (vor jeder besondern sinnlichen Vorstellung) dennoch nicht rein: (weil sie selbst aus sinnlichen Vorstellungen entspringen). die aus den Begriffen nothwendig durch des Satz des Widerspruchs folgen (ohne darauf zu sehen. keine besondere. sind a priori und zugleich rein. Dieser Satz hingegen: jede Wirkung hat ihre Ursache. a ist dem non a entgegengesetzt. Verschiedenheit. Z. Ursache u. was bloß ein Produkt des Verstandes (nicht der Sinnlichkeit) ist. B. daß er mir in der Erfahrung gegeben werde. Alle mathematischen Begriffe sind a priori. dergl. zum Bewußtseyn der Einerleiheit oder Gegensetzung ist kein besonderer sondern ein Gegenstand überhaupt nöthig. Ein Begrif ist a priori. nicht gedacht werden kann) nothwendig folgt. deren Bedingung aber keine besondere Erkenntniß ist. Daher sind die Vorstellungen von Zeit und Raum. Gegensetzung: a ist mit a einerlei. die aus reinen Begriffen folgen: alle mathematischen Sätze sind a priori. aber wiederum eine Bedingung derselben ist. hier wird unter a kein be s t i m m t e s . Z. denn sie sind keine gegebene Vorstellungen selbst. ist zugleich a priori. (wovon. h. Eine Anschauung ist a priori. B. So ist es auch mit den Sätzen. Ein Zirkel ist also ein Begrif a priori.33 - besondern ist.

a ist auch formaliter unmöglich: weil die Regel selbst nicht begreiflich gemacht werden kann. nicht aber von der zweiten Art. und zugleich Formen aller übrigen Anschauungen. dessen Bedeutung schon bekannt ist. welches durch E i n h e it [58] verknüpft ist. Zweitens die genetische Erklärung eines Begrifs. Nach der erstern Art-Erklärung der Möglichkeit. ist der Begrif von Farbe z. so ist hier die Frage: quid juris? von der Erklärung der Möglichkeit. Man sehe den Vten Abschnitt. nicht . hat dieser Begrif zwar eine Bedeutung. weil hier kein Objekt (bestimmte Zahl) gegeben werden kann. denn wenn ich schon die Bedeutung dieses Satzes: eine gerade Linie ist die kürzeste zwischen zweien Punkten. Eine Wurzel von 2 hat eine Bedeutung. Die Erklärung der Möglichkeit eines Objekts oder einer Synthesis überhaupt. die in mir selbst a priori seyn muß. Erstlich die Erklärung der Bedeutung einer Regel oder Bedingung. weil ihm die Entstehungsart dieser Anschauungen. sondern weil ihm auch die Bedeutung dieses Symbols nicht erklärt werden kann. Hier wird die Regel oder Bedingung zur Hervorbringung eines Objekts begreiflich. (indem sie eine Widerspruch enthält). daß ein von ihm selbst gedachter Verhältnißbegrif (das nothwendige Zusammenseyn beider Prädikate) in einem gegebenen Objekte angetroffen werden muß? Er kann im Objekt nur dasjenige mit Gewißheit annehmen. für einen Blindgebornen etwas nicht Mögliches: nicht bloß.34 ges. sondern die Form oder die Regel eines besondern Gegenstandes. man kann ihnen eine Bedeutung in der Anschauung geben. daß der Verstand mit apodiktischer Gewißheit ausmachen kann. einsehe (durch Konstruiren einer geraden Linie) so weiß ich doch nicht. die Zahl 2 entspringt) und ist daher formaliter möglich. Die Möglichkeit der mathematischen Grundsätze ist bloß von der erstern Art. denn. (eine Zahl. wie ich zu demselben gelangt bin. (die nothwendige Verknüpfung zwischen dem Geradeseyn und die kürzeste seyn) angiebt. aus deren Produkt mit sich selbst. wie es begreiflich. d. h. nach einer von ihm selbst vorgeschriebenen Regel hervorgebracht hat). Zum Beschluß diese Abschnitts will ich noch etwas über die Möglichkeit synthetischer Sätze [58] a priori hinzufügen. ganz unauflöslich. Denn da dieses Verhältniß keine bloße allgemeine Form.. Für einen Sehenden aber. weil man ihm die Entstehungsart derselben nicht erklären kann. (indem er das Objekt selbst. Sie ist aber materialiter nicht möglich. B. kann zweierlei Bedeutung haben. in diesem Sinne genommen. man verlangt einen bloß symbolischen Begrif intuitiv zu machen. h. d. was er selbst darin hineingelegt [60] hat. er kann ihm materialiter intuitiv gemacht werden. aber seine Möglichkeit ist bloß problematisch. und doch ist das Objekt an sich [59] (aus Mangel an Materie) nicht möglich .

in Ansehung der Form. Also angenommen. Ich kann also nicht anders denken. so werden wir finden. so bleibt doch die Möglichkeit desselben unerklärbar. daß die Frage quid juris? mit der wichtigem Frage die alle Philosophen von jeher beschäftigt hat. das wahre Wesen einer geraden Linie einsehen. alsdann dieser synthetische Satz analytisch folgen wird. aber wir werden alsdann keine synthetischen Sätze ha-[62]ben.35 - aber was in demselben von anders woher gekommen ist. h. daß sie auch dem Symbol als Objekt betrachtet.[61] . Vermöge des Facti könnten wir dergleichen Sätzen allenfalls den höchsten Grad der Wahrscheinlichkeit. so daß. denn da die Eigenschaften aus dem Wesen. ausgedehnt werden. und darin werde ich leicht mit ihm einig werden. quid juris? d. einen innern Grund haben muß. Alsdann fällt die Frage: quid juris? gänzlich weg. g e d a c h t . kehrt die Frage immer wieder. nämlich . D. a ist dem non a entgegengesetzt. (weil ein Verhältniß bloß gedacht. Bei synthetischen Sätzen hingegen (es mögen mathematische oder physische Sätze seyn). müssen wir annehmen. obschon sie in einer Anschauung ihre Bedeutung erhält. welche an sich nicht gegeben werden kann. Um dies zu können. nicht aber angeschaut werden kann). in Ansehung ihrer Materie (die in einer Anschauung gegeben werden muß). weil die [61] Sätze Regeln der Denkbarkeit der Dinge überhaupt sind. wie die Sätze der Identität und des Widerspruchs: a ist mit a einerlei. obschon das Faktum unbezweifelt ist. Durch diese Voraussetzung wird zwar die Evidenz der Mathematik gerettet. h. daß Zeit und Raum Anschauungen a priori sind: so sind sie doch nur A n s c ha u u ng e n. ohne auf ihre Materie zu sehen. in Ansehung seiner Eigenschaften. nicht aber die Wahrheit und Rechtmäßigkeit seines Gebrauchs. nicht aber B e g r i f f e a priori: sie machen uns nur die Glieder des Verhältnisses. und vermittelst derselben das Verhältniß selbst anschauend. zukommen muß. Wollen wir die Sache genauer betrachten. daß die (in Ansehung unserer) synthetische Verknüpfung zwischen dem Subjekt und dem Prädikat. so muß sie gegeben und gedacht zugleich seyn: g e g e b e n . die Form muß von der Beschaffenheit seyn. wenn wir z. und sie darnach definiren könnten. so ist die Möglichkeit dieser Folge unbegreiflich. nur in Ansehung unsers eingeschränkten Verstandes annimmt. B. Dieses kann überhaupt auf jedes Wesen. sondern bloß synthetisch. nicht nach dem Satze der Identität (wie es mit den wesentlichen Stücken der Fall ist) analytisch folgen. keinesweges aber eine apodiktische Gewißheit beilegen. Es bleibt also die Frage übrig: wie sind synthetische Sätze in der Mathematik möglich? oder: wodurch gelangen wir zu ihrer Evidenz? Soll eine Erkenntniß wahr seyn. als daß auch Herr K a nt die Realität der synthetischen Sätze.

hingegen nach dem Leibnitz-Wolfischen System. sie mögen auch a priori seyn. mit was für einem Recht wir einen Verstandsbegrif (der Nothwendigkeit) mit Bestimmungen einer Anschauung (der Zeitfolge) verknüpfen? Herr K a n t sucht zwar dieser Schwierigkeit dadurch auszuweichen. die in Verbindung mit den erstern das Bewußtseyn besonderer Objekte liefern) so nennen wir die erstere Seele. mit Recht beilegen. einerlei ist. durch Annehmung eines Intelligens begreiflich. so fände diese Frage nicht statt. B. daß er annimmt: Zeit und Raum. so kommen wir durch die . wie schon gezeigt worden. nicht aber gedachtes. den Begrif der Nothwendigkeit. doch mit Verstandsbegriffen heterogen sind. d. Da es sich aber nicht so verhält. daß Formen a priori mit gegebenen Dingen a posteriori übereinstimmen sollen? und die zweite Frage wird auf folgende reducirt: Wie ist die Entstehung der Materie als etwas bloß gegebenes. sie kann also leicht aufgelöst werden.36 - [63] die Erklärung der Gemeinschaft zwischen Seele und Körper. Denn da sowohl wir selbst.. Wie kann nämlich der Verstand etwas was nicht in seiner Macht ist (die gegebenen Objekte) dennoch seiner Macht (den Regeln) unterwerfen? Nach dem Kantischen System. 1 ) Die Formen. fliessen beide aus einerlei Erkenntnißquelle: (ihr Un-[64]terschied besteht nur in Graden der Vollständigkeit dieser Erkenntniß). oder die uns a posteriori gegebene Vorstellung von besondern Objekten. als die Dinge ausser uns (in so fern wir uns ihrer bewußt sind) nichts anders als unsere Vorstellungen selbst seyn können. die a priori ist. und ihre mögliche Bestimmungen sind in uns Vorstellungen a priori. sondern die Regeln oder Bedingungen unterworfenen Objekte ihn von irgend anders woher gegeben werden müssen. ist. Anschauungen. Die Frage von der Erklärung [63] der Vereinigung der Seele und des Körpers. da sie doch so heterogen sind? Könnte unser Verstand aus sich selbst. ohne daß von ihm irgend anders woher etwas gegeben zu werden brauchte. diese Frage unauflöslich. die letztere aber Körper. die Vorstellung von den allgemeinen Arten unserer Operationen. daher können wir der bestimmten Folge in der Zeit. wie ich gezeigt habe. (nämlich Modifikationen derselben. h. daß nämlich Sinnlichkeit und Verstand zwei ganz verschiedene Quellen unserer Erkenntniß sind. wird also auf folgende Frage reducirt: Wie ist es begreiflich. die in uns a priori seyn müssen. oder auch mit dieser. der auch a priori ist. den Begrif von Ursache vor. d. Ich nehme z. Da aber. die Nothwendigkeit der Folge von b auf a. wodurch sie erkannt werden). die Erklärung von Entstehung der Welt (ihrer Materie nach) von einem Intelligenz. 2 ) die Materie. nach den von ihm selbst vorgeschriebenen Regeln oder Bedingungen Objekte hervorbringen. diese aber füglich in zwei Hauptklassen eingetheilt werden. Nach dem Kantischen System ist es unbegreiflich. h. so ergiebt sich die Schwierigkeit von selbst.

wie ich glaube. dergl. Und gesetzt. Ka nt führt diesen Satz: eine gerade Linie ist die kürzeste zwischen zweien Punkten.[65] . Laßt uns aber sehen: Wo l f definirt eine gerade Linie: eine Linie deren Theile dem Ganzen ähnlich sind (vermuthlich. noch mehr. nur auf eine eingeschränkte Art. und so können wir mit allem Fug diese den Verstandsregeln unterwerfen. Unser Verstand ist eben derselbe. zwischen denselben Punkten vergleichen will. ich wollte nur die Möglichkeit meiner Behauptung zeigen. Ich setze also zwei Linien. w. woran man eine Linie erkennen und von andern unterscheiden kann). analytisch zu beweisen. daß wir doch zuletzt auf alle diese zum Grunde liegenden synthetischen Sätze gerathen sollten. die Lage der Figuren verändert in ihrer Größe nichts. ich erkläre mich selbst in der Folge. die mit ihr *) Mein Vorhaben ist hier bloß.) bewiesen hat: daß die zwei Linien zusammen genommen (Seiten des Δ) größer seyn müssen als die dritte. eine gerade Linie zu verlängern. Ich will [66] also versuchen. Satz 20. Z. von Beziehungen und Verhältnissen der Dinge (der Ideen) hervorbringt. (wenn sie ausgeführt werden wird) die größte Schwierigkeit dieser Art heben. und da Linien abstrahirt von aller Größe. sondern ein aus andern Sätzen analytisch abgeleiteter Satz ist. und wird. deren Theile einerlei Richtung haben. will ich jetzt durch folgendes Beispiel erläutern. Hieraus entspringt in der Anschauung ein Dreieck. so behaupte ich dennoch. Eben dieses kann auch vom Verhältniß dieser einen Linie mit mehrern. s. an. nur durch ihre Lage verschieden seyn können. B. so heißt eine gerade Linie so viel: als e i n e (der Lage nach) Linie. weil die Richtung das einzige ist. die ich mit e i n e r . und eine nicht gerade (krumme) so viel als mehrere Linien (die durch ein ihnen gemeinschaftliches Gesetz.][65] sind. Ja. ich es auch mit diesen so machen kann. die aus dem Begrif analytisch folgen. zu zeigen: daß nach gedachter Definition von gerader Linie. B. diesen Satz: daß nämlich e i n e Linie (zwischen zweien Punkten) kürzer seyn muß als mehrere (zwischen denselben Punkten). bei dem die Formen zugleich selbst Objekte des Denkens [sind.37 - Voraussetzung doch nicht viel weiter: hingegen nach dem Leibnitz-Wolfischen System sind Zeit und Raum obgleich undeutliche jedoch Verstandsbegriffe von den Beziehungen und Verhältnissen der Dinge überhaupt. daß ich auch im vorgelegten Fall die Anwendung derselben nicht machen könnte. . kein Axioma. Wir nehmen an (zum wenigsten als Idee) einen unendlichen Verstand. wovon E u c l i d e s (Buch I. Was ich vorher von den synthetischen Sätzen behauptet habe: daß sie nämlich ihr Daseyn aus der Unvollständigkeit unserer Begriffe herleiten. oder der aus sich alle mögliche Arten. daß. Hr. u. als einen synthetischen Satz a priori z. als eine einzige Linie gedacht werden)*). (welches ich jetzt dahin gestellt seyn lasse). und dieses bloß durch einige Axiomen und Postulate. der [66] Satz: Eine gerade Linie u. Diese Idee ist erhaben. gesetzt. so gut als ich jenen für synthetisch ausgegebenen Satz durch meine Definition analytisch gemacht [67] habe. daß ich mit dieser von W o l f abgeborgten Definition nicht zufrieden bin.

c. Denn um eine gerade Linie als Objekt hervorzubringen. zwischen eben den zweien Punkten a. daß a c < a b + b c. weil sie eben durch solche Verhältnisse erst zu Objekten werden. das Innere (Dinge an sich) dem Äussern (Verhältniß zu andern Dingen) voraus. Laß uns setzen z. leicht bewiesen werden. so werden wir hier ein Beispiel haben. (denn daß sie gerade seyn soll. Ich sage also: die Linie a c muß kürzer als die drei Linien a d. weil das Geradeseyn eine Anschauung. h. daß sie die kürzeste zwischen zweien Punkten seyn soll. Hier gehet nicht. so viel ich weiß) nicht annehmen. folglich außer seinem Gebiete ist) welches in der That ein Reflektionsbegrif ist (Verhältniß der Verschiedenheit in Absicht der Größe) und welches bei Größen rein betrachtet vor ihrer Anwendung [69] auf Anschauungen. Folglich a c < a b + b e +e c: nun ist aber: b e < b d + d e folglich a c < a b + b d + d e + e c.. (denn keine andere giebt es nicht.38 - [67] zwischen eben den Punkten enthalten sind. nicht aber sie durch das Denken desselben erst hervorbringen) zur Regel der Hervorbringung eines Objekts machen kann. e c zusammengenommen seyn. d e. denkt der Verstand die Regel. d. denn die Geometrie liefert uns . nicht das Verhältniß selbst wird in einer Anschauung dargestellt. so ist der Satz analytisch. in einer Anschauung dargestellt werden. per substitutionem) bewiesen. ohne ein gedachtes Verhältniß giebt es gar kein Objekt der Größe (in der reinen Arithmetik. Q. Freilich muß die Einheit oder Mehrheit der Linien (ihrer Lage nach) konstruiret. obschon die Gegenstände der Vergleichung gegebene Anschauungen sind. Denn aus vorigem Satze erhellet. e c. h. D. E. [68] Hier ist eben der Fall: eine gerade Linie ist so wie eine nicht gerade Linie (viele Linien unter einer Einheit gebracht) in einer Anschauung gegeben. sondern hält er eine gerade Linie für einen bloß durch Anschauung bestimmten Begrif. wie bey andern Objekten. enthalten. auch nicht anders zu vermuthen war. wie der Verstand einen Reflektionsbegrif (der eigentlich zwischen schon gegebenen Objekten gedacht werden soll. weil immer eine geradlinigte Figur die in Dreiecke aufgelöset werden [67] kann. entstehen wird. So wie wenn ich sage: Das R o t h in a ist mit dem R o t h in b einerlei. Ka nt die Wolfische Definition von einer geraden Linie. sondern vielmehr umgekehrt. b c = b e + e c. d e. aber nichts destoweniger ist das Verhältniß selbst (daß die erstere kürzer als die letztere ist) analytisch (durch den Satz der Identität und des Widerspruchs. die Linie a c ist mit dreien Linien a d. d. Will Hr. ohne welches diese gar keine Bedeutung hätten: aber das heißt nur: die Glieder der Vergleichung (die Gegenstände). B. kann er nicht zur Regel machen.

in Ansehung der Deduktion der Kategorien von großer Wichtigkeit ist. folglich setzt es schon Linien voraus. daraus folgen. Ihre Bedeutung ist diese: Woher weiß man bei der Wahrnehmung der Folge von b auf a. Die Eigenschaft aber. so wenig als von allen andern sinnlichen Anschauungen etwas anders folgen kann. von keinem bestimmten. Bei genauer Überlegung aber findet sich gerade das Gegentheil: nämlich daß das Geradeseyn oder die Einerleiheit der Richtung der Theile. bloß der Kürze hal-[70]ber. dahingegen die Folge von eben demselben b auf c (welche gleichfalls möglich ist) zufällig ist? Herr K a nt bemerkt zwar (und das mit Recht) daß die Beantwortung dieser Frage bloß auf die Beurtheilungskraft ankomme. daß diese Folge nothwendig sey. weil man in demselben das Merkmal oder das Bild wahrnimmt. fängt gleich mit der Entstehung an. Den . worüber sich weiter keine Regeln geben lassen. so wird man finden. und ist zugleich ein inneres Verhältniß. sondern bloß in so fern sie die kürzeste ist. beruhet lediglich darauf. Es scheint ein Paradoxon zu seyn. Ich kommen nun zu der Frage: Quid facti? — Herr Ka nt erwähnt dieselbe bloß im Vorbeigehen. gebraucht werden. was sie sind. daß sie die kürzeste sei. Man bedient sich des Ausdrucks: g e r a d e L i n i e . Aber sollen wir es darauf ankommen lassen. nämlich Figuren die durch ihre Lagen schon bestimmt sind). hier sey das Geradeseyn eine innere Bestimmung (Verhältniß der Theile unter einander) und die kürzeste seye eine äußere Bestimmung. stützen können. nicht in so fern sie gerade. Das Geradeseyn ist gleichsam ein Bild oder das Merkmal dieses Verhältnißbegriffes: daher kann es auch nicht als ein Verstandsbegrif um irgend eine Folge daraus zu ziehen. die Entstehung derselben schon voraussetzt. keine unbeträchtliche Rolle in der Erfindungskraft spielen muß). Und so auch alle Sätze die von allen Dingen ohne Unterschied (auch von dem Nichts) gelten. so werden wir nichts festes haben. wie ich glaube.39 - Objekte vor ihrer Subsumirung unter der Kategorie von Größe. richtig sind. Man mag alle Sätze der geraden Linie durchgehen. als daß sie das sind. Daher taugt auch diese Definition der geraden Linie nichts. d. (welche Ahndung. Daß man diesen Satz aber. daß dieselben. Die Wolfische Erklärung kann dieser Schwierigkeit nicht ausweichen. worauf wir uns bei Bestimmung der Realität der Kategorien und ihrer vollständigen Aufzählung. (das aber doch bloß klar aber nicht deutlich gemacht werden kann) und daher diese Wahrheit schon zum Voraus ahndet.[70] . weil sie auch symbolisch. da man gemeiniglich glauben mögte. weil die Ähnlichkeit der Theile mit dem Ganzen bloß in der Richtung seyn muß. sondern Gegenständen überhaupt. [71] da sie doch wie ich dafür halte. schon vor seinem Beweise durchs bloße Anschauen erkennet. h. Laßt uns also sehen.

welches nicht bloß die Wahrnehmung der Folge zweier Erscheinungen in der Zeit sondern die Nothwendigkeit dieser Folge bedeutet. (die Nothwendigkeit ausdrücken) und wenn ich sage: dieser Begrif ist von der Erfahrung hergenommen. weil nämlich Erfahrung erst dadurch möglich wird: so kann ihm D a v i d H u m e (oder sein Stellvertreter) dieses alles gerne zugeben.. Er wird sagen: der Begrif von Ursache ist nicht in der Natur unsers Denkens überhaupt. ein anderes Ding b nothwendig auch gesetzt werden muß? Sie ist keine Form der möglichen Dinge (wie die Form der kategorischen Urtheile. daß nämlich wenn ein Ding a gesetzt wird. das auf dem Satz des Widerspruchs beruhet ein jedes Subjekt A hat entweder a oder non a zum Prädikat) denn da treffen wir [72] dieselbe nirgends an. Wir haben sie also vermuthlich von ihrem Gebrauche bei wirklichen Gegenständen abstrahirt. ich bediene mich zwar bei dieser Gelegenheit desselben Ausdrucks. was man die Erwartung ähnlicher Fälle bei den Thieren nennt. und wenn auch Hr. und wenn man schon einen kategorischen Satz auch hypothetisch ausdrücken kann. die Prädikate werden vom Subjekt. nicht ob wir sie mit Recht gebrauchen können. dessen sich andere bedienen. allein ich verstehe darunter bloß die von mir oft wahrgenom-[73]mene Folge der Erwärmung des Steins auf die Gegenwart des Feuers. B. außer Zweifel setzen. daß wir sie nämlich bei wirklichen Gegenständen gebrauchen.40 - [72] Begrif von Ursache leitet Hr. Ja. aber kein Verstandesurtheil: es ist eben das. ehe wir ihr als einer Form des Denkens in der Logik Realität beilegen. welches die Beantwortung der Frage: quid juris? ist. Es ist bloß eine Association der Wahrnehmungen. Kant bewiesen hat. Man könnte aber die Frage aufwerfen: wie ist doch die Logik selbst auf diese seltsame Form gerathen. so ist nur dadurch der Ausdruck. das Feuer erwärmt (macht warm) den Stein. die Eigenschaften vom Wesen. in welchem Herr K a nt dieses Wort gebraucht) gegründet. die eine (durch Gewohnheiten entstandene) subjektive Nothwendigkeit enthält. so verstehe ich darunter bloße Wahrnehmung. folglich giebt es auch keine eigene Erfahrungssätze. und in die Logik übertragen. wird man sagen. nicht aber die Nothwendigkeit dieser Folge. nicht aber die Form des Urtheils selbst hypothetisch. und die man fälschlich für . sondern ob auch das Faktum wahr sey. daß wir diese Formen nicht von der Erfahrung haben abstrahiren können. kategorisch ausgesagt. Wir sagen z. auch nicht in der Erfahrung in der Sinne. so daß er auch in der symbolischen Erkenntniß statt fände. die Realität ihres Gebrauchs selbst. Hierauf aber würde D a v i d H u m e antworten: es ist nicht wahr. Ka nt aus der Form der hypothetischen Urtheile in der Logik her. oder das Principium exclusi tertii. wir müssen daher. das Faktum ist unbezweifelt. daß ich hier eine nothwendige Folge wahrnehme.

Man siehet hieraus. die von aller Materie abstrahirt. oder der Gebrauch ihrer Formen selbst zweifelhaft ist. (in so fern das Faktum.) kein sicheres Merkmal von der Realität dieser Formen abgeben kann. die besondere Gegenstände bestimmen. ganz wegbleiben müssen.[74] . wenn sie das erstemal diese Wahrneh[74]mung haben. Um also das Faktum selbst wider D a v i d H u m e zu beweisen. von der Logik. und daß solche Begriffe. sogleich urtheilen: das Feuer ist die Ursache von der Erwärmung des Steins. . daß die Logik. müßte man zeigen können: daß auch Kinder.41 - eine objektive Nothwendigkeit ausgiebt. welches sich aber schwerlich thun lassen wird.

denken. B. Die materielle Vollständigkeit eines Begrifs. Ich glaube daß ein offenbarer Unterschied ist. welche unter jeden zwei Linien schon vollendet ist (die Linien A und B werden nicht deswegen mehr gleich weil ihnen C auch gleich gedacht wird) sondern den Stoff desselben. Die Gleichheit der Linien in diesem Beispiel ist eine Bedingung (Bestimmung ihres Verhältnisses unter einander). dem ein Objekt entspricht. zwischen der Totalität der Bedingungen. s.. folglich auch seine formelle Vollständigkeit (der Einheit im Mannichfaltigen). weil man immer nur eine endliche Anzahl Linien. son-[76]dern blos eine Verstandsidee. eine unendliche Anzahl Linien die einander gleich sind. w. und diesen nicht ohne den der Gattung. s. kann in der Anschauung nicht gegeben werden. denn ich mag so viel gleiche Linien denken als ich will. so lange ich ihre Anzahl endlich setze. die einander gleich sind.42 - [75] [75] Dritter Abschnitt. u. die diesen Bedingungen subsumirt werden. Vernunftideen. daß alle Linien die aus einem gegebenen Punkte in einer Ebene gezogen werden können. Z. nicht den [77] Begriff eines Individuums ohne den Begrif der Art. Es ist also kein Verstandsbegrif. ich kann jede beliebige Anzahl Linien dieser Bedingung subsumiren. Seine materielle Vollständigkeit (des Mannichfaltigen) aber. hingegen kann ich z. denke ich noch dadurch keinen Cirkel. ist eine Verstandsidee. ziehen kann. gezogen werden sollen. woraus (durch Verknüpfung ihrer Endpunkte) der Begrif des Zirkels hervorgebracht werden soll. Hier ist die Denk- . in so fern diese Vollständigkeit in der Anschauung nicht gegeben werden kann. Wird aber die Allheit der Linien mit als Bedingung gedacht. und folglich auch dieses Begrifs selbst. und der Totalität der Anschauungen selbst. Die Möglichkeit dieser Regel. B. Verstandsideen. Denke ich also. und folglich ein Gränzbegrif. so betrift diese Allheit nicht die Bedingung als die Form des Begrifs. die Bedingung selbst aber bleibt immer eben dieselbe. wodurch ein Objekt der Anschauung gedacht wird. u. einander gleich seyn sollen. w. bis ins Unendliche nähern kann. kann in der Anschauung (durch Bewegung einer Linie um den gegebenen Punkt) gezeigt werden. der Verstand schreibt sich eine Regel oder Bedingung vor: daß aus einem gegebenen Punkte. wozu man sich immer in der Anschauung durch sukzeßives Hinzufügen dergleichen Linien. so ist hier wiederum keine Vielheit der Bedingungen.

wodurch dieser Begrif keine Idee seyn wird. nach dieser Regel gezogen habe. weil sonst dieses Verhältniß nicht genau seyn kann. Diese Ideen sind zur Erweiterung des Verstandsgebrauchs unentbehrlich. als die Anzahl der Glieder nicht vollendet ist. so daß wir sie mit ihren Urbilden vergleichen müßten. Bedenkt man aber. ist. + der andern Linie c b. die dritte c d aber mit der einen c a einen spitzen Winkel a c d macht. die von jedem Punkte der Peripherie auf den Diameter perpendikular gefällt wird. wir treffen die vollständige Bedingung in keinem Paare dieser Begriffe. daß die vom Endpunkte der erstern d. die Mittelproportional-Linie ist. c d. ist sie auch nicht die der Aufgabe genugthuende Reihe. Wenn ich z. Nun könnte man zwar sagen: daß es nicht nöthig sey in der Definition des Cirkels alle Linien. so gehört dies mit zur Bedingung. und den andern Theil e c. Die Reihe wodurch man eine irrationale Wurzel ausdruckt. so daß zwei der-[79]selben c a. sondern in allen zusammen. Der Umfang dieses Gebrauchs stehet immer mit dem Grade der erlangten Vollständigkeit. daß die mathematischen Begriffe keine Kopien von irgend [78] Etwas sind. dgl. darf zu dieser Absicht nirgends aufhören. beurtheilt werden. weil sonst die Bedingung (daß ihr Werth der verlangten Wurzel gleich seyn soll) nicht erfüllt werden wird. zwischen den dadurch abgeschnittenen Theilen des Diameters. so kann ich mit Gewißheit folgern. nach entgegengesetzter Richtung vom gegebenen Punkte in eine Linie a b zusammen laufen. So ist . sondern bloß daß jede Linie die ich darin ziehe. sondern bloß 3 derselben einander gleich zu setzen. ansehen. gleich zu setzen. die aus dem Mittelpunkt gezogen werden. Wollen wir also z. aus dem Begrif eines Zirkels diesen Satz als eine Folge herleiten. in gleichem Verhältniß. und wenn diese All unendlich ist. so ist es eine Vernunftidee. und so lange. B. c b. In einer geometrischen Reihe ist die Bedingung durch das Verhältniß zweier aufeinander folgenden Glieder vollendet. so müssen wir nothwendig des Zirkel als schon vollendet. drei Linien c a. Sollen wir aber daraus die Ausmessung der Zirkelfläche.[78] . u. c b. oder ihr Verhältniß zu einem Quadrat herleiten. der schon gezogenen gleich seyn soll. die der Verstand aus sich selbst a priori hervorbringt: so kann ihre Vollständigkeit bloß relativ in Ansehung der aus ihnen zu ziehenden Folgen. welche aus dem Mittelpunkt gezogen werden. um dadurch ihre Vollständigkeit zu bestimmen: sondern selbst Urbilder. B. auf der letztern gezogene Perpendikularlinie d e.43 - barkeit des Individuums durch die Denkbarkeit aller allgemeinen Begriffe bedingt. daß jede Linie. soll diese Reihe aber einer gegebenen Summe gleich seyn. die Mittelproportionallinie zwischen den durch sie abgeschnittenen Theil a e. so braucht man in der Definition des Zirkels nicht alle Linien.

Linie. B. Z. je mehr man gerade Theile darin bemerkt. nichts destoweniger richtig. Richtung einiger Theile. heißt eine V e r nu n ft I d e e . dieses setzt eine Ursache f und dieses die seinige e. vollständig. und dies ist eine Vernunftidee. nicht aber die Einerleiheit der Richtung aller Theile: und so sind auch die Asymptoten einer krummen Linie ihrer Regel nach. Z. ist auf eine gegebene Linie angewendet. unendlich seyn muß. s. Einheit giebt. um desto richtiger. Hier erhält f gleichsam die erste Dignität von dem Begrif Ursache in Ansehung der Wirkung g. So ist es auch mit allen reinen Verstandsbegriffen beschaffen. kann in einer Anschauung gegeben werden. B. ohne welche wir keine Anschauung haben können. Die formelle Vollständigkeit eines Begrifs hingegen. worauf es nach einer Regel folgen muß. dieser Grundsatz: eine gerade Linie ist die kürzeste zwischen zweien Punkten. h. sie haben mit dem Grade ihrer materiellen Vollständigkeit einerlei Grad der Richtigkeit in der Anwendung. nämlich einer Linie. doch vermöge dieser Form a priori in einer Folge von Zeit und Raum. Wir wissen z. in Ansehung ihrer Darstellung aber. s. wodurch die Einbildungskraft verschiedene sinnliche Vorstellungen auf einander beziehet. Diese Begriffe. der Begrif von Folge in Zeit und Raum. Die subjektive Ordnung (in Ansehung unseres Bewußtseyns) aller GemüthsOperationen ist diese: . w. Diese sind Formen. Es setzt also eine unendliche Dignität von Ursache in Ansehung g voraus. wie man sie völlig konstruiren muß. w. immer unvollständig. u. und die Einerleiheit dieser Richtung.44 - [80] es auch mit dem Begrif einer geraden Linie. was ist. Ich will mich darüber noch deutlicher erklären. [setzt][81] setzt etwas voraus. B. Hier dringt der Verstand abermal auf die materielle Totalität. so bleiben sie bloße Ideen. oder vielmehr Verstandsideen. sie brauchen nur zu ihrer materiel-[80]len Vollständigkeit eine beständige Wiederholung eben dieser Regeln. ins Unendliche. d.. Man begreift die Art. begreiflich gemacht werden können. und ihrem Mannichfaltigen. weil ihre Regeln durch dasjenige was immer in der Anschauung gegeben wird. Eben so ist es auch mit den Begriffen oder Anschauungen die zur Synthesis der Einbildungskraft dienen. von dem Begriffe (oder dem daraus folgenden Urtheile) von Ursache. ohne sie doch völlig konstruiren zu können. oder er betrachtet diejenige Anschauung. Laßt uns also setzen: eine Ding g. sind ihrer materiellen Unvollständigkeit ungeachtet. u. e die zweite. indem es Ursache von Ursache ist. Da aber diese Wiederholung ihren Bedingungen nach. deren sämmtliche Theile einerlei Richtung haben. wo die Einbildungskraft keine Folge bemerkt.

wo- [83]durch sie in einer einzigen Anschauung gebracht werden können. Der Verstand unterwirft also nicht Etwas a posteriori gegebenes. Vorstellung einer Einheit im Mannichfaltigen entstehet. Verknüpfung mehrerer derselben in einer Vorstellung haben. h. 2 ) Verstandsbegriffe. h. h. denn sonst könnten wir keine Anschauung d. und so auch mit allen übrigen Verstandsbegriffen). deren Gebrauch schon erklärt worden ist. d. 2 ) Anschauung. seinen Regeln a priori. die Frage: quid juris? auf eine völlig befriedigende Weise zu beantworten). wie ich glaube. wenn ein rother Punkt vorhergehet. wird erfordert 1) Verstands-Ideen. wir lebten alsdann in einem beständigen Träume. bei der Folge dieser Punkte muß immer etwas mit sich selbst einerlei bleiben. kann kein anderer als rother Punkt in derselben Anschauung folgen. die einzige Art ist. das Unendlichkleine jeder sinnlichen Anschauung und ihrer Formen. aber doch ein Bewußtseyn entspringt. 4) Vernunftideen. keine Anschauung. S u b s t a n z . er läßt es vielmehr diesen Regeln gemäß entstehen (welches. welche für die Sinne und die Einbildungskraft gehören. welches den Stoff zur Erklärung der Entstehungsart der Objekte liefert. sonsten könnten sie nicht in einer Anschauung zusammen genommen werden. h.45 - 1 ) Sinnlichkeit. d. zur Anschauung der rothen Farbe. Totalität der Verstandsbegriffe. Diese drei Operationen sind die Bedingungen der Anschauungen selbst. d. Ordnung der einartigen sinnlichen Vorstellungen unter ihren Formen a priori (Zeit und Raum) woraus zwar kein Denken. U r s a c he . ist hingegen diese: 1 ) Verstandsideen. die die vorigen immer begleiten. Vorstellung eines jeden rothen Punkts an sich (abstrahirt von aller Quantität. 2) Verstandsbegriffe. B. und die bei ihrer Veranlassung zum Vorschein (Bewußtseyn) kommen. 3) Verstandsbegriffe (Kategorien) woraus ein Denken. aber doch den Stoff dazu liefert). und 3) Vernunftideen. Für den Verstand und die Vernunft giebt es also keine Sinnlichkeit. sondern bloß Ideen und Begriffe. Z. [82] Die objektive Ordnung an sich betrachtet.[82] . . ( E i n a r t ig k e it derselben. 3) Vernunftideen: die Totalität der Verstandsbegriffe. (welche zwar nicht das Bewußtseyn selbst.

Man kann sie mit einem algebraischen Ausdruck. als in diesen verschiedenen Arten der Synthesis. Hingegen kann das recht oder schiefwinklichtseyn nicht ohne Dreieck überhaupt gedacht werden. In der allgemeinen Logik werden die Formen des Denkens in Beziehung auf einen Gegenstand überhaupt (a priori oder a posteriori). so ist jeder zugleich Subjekt und Prädikat in Beziehung auf den andern. daß der eine Bestandtheil derselben ohne eine Beziehung auf den andern. die ohne Anwendung auf einen bestimmten Gegenstand der Anschauung an sich betrachtet. Subjekt und Prädikat. und der aus dieser [85] Synthesis entsprungene Begrif. als in einer andern Synthesis. Das Bestimmbare und die Bestimmung. Hier ist also Dreieck Subjekt.oder s c h i e f w i n k l i c h t s e y n . das nur durch Bestimmung . in Betrachtung gezogen. betrachtet. B. ohne Beziehung auf das r e c ht .oder schiefwinklichtseyn aber Prädikat. In jener wird daher Subjekt von Prädikat durch keine Bedingung unterschieden. das recht. in der transcendentalen aber in Beziehung auf a priori bestimmte Gegenstände. Ursache und Wirkung und dergl. Daß bei *) Diese Art Synthesis ist bei einem endlichen Verstande. vergleichen. Es ist ferner zu bemerken. der andere aber nicht ohne Beziehung auf den erstern gedacht werden kann. disjunktive gedacht werden. und der letzte Prädikat. ein Dreieck oder ein Raum in dreien Linien eingeschlossen. in so fern sie einander durch Verschiedenheit (nicht durch Gegensetzung) ausschließen. so wohl an sich. eine bloße Form.. kann sowohl an sich. Z. Wenn eine Synthesis von der Art ist. Sie ist nichts anders als die objektive Möglichkeit einer Synthesis überhaupt. kein Objekt bestimmt.*). und umgekehrt. ist. ein Relationsbegrif wie z. wo x eine Funktion von y. ein absoluter Begrif. h. B. und bloß die positiven.46 - [84] [84] Vierter Abschnitt. Kann aber keiner von beiden ohne Beziehung auf den andern gedacht werden. welche nicht in einem Objekt in Beziehung auf eben dasselbe denkende Subjekt zu gleicher Zeit gedacht werden können. d. so heißt der erste Subjekt dieser Synthesis. in dieser hingegen werden sie durch eine Bedingung a priori unterschieden: diese Bedingung also suche ich hier festzusetzen. daß weil hier von einer objektiven Synthesis (wo der Grund dieser Synthesis in den Objekten liegt) die Rede ist: so werden die negativen Prädikate oder Bestimmungen (die zwar einen Begrif aber kein Objekt bestimmen) davon ausgeschlossen. und der daraus entspringende [86] Begrif.

und durch Beziehung auf alle mögliche Verhältnisse. Es ist aber doch ein Unterschied zwischen diesen beiden Abstrakten. die A und B an sich nicht hatten. y eine Funktion von z u. Urtheile von der Möglichkeit der Dinge. den es mit diesem zugleich hat an den neuen Folgen. jeder eingestehen. [87] wird man nicht so leicht zugeben. dadurch wird ihm jedes Ding an sich völlig bestimmt. hingegen B kein reeller Begrif ist. obschon durch sein Hinzukommen zu A ein neuer reeller Begrif (der neue Folgen hat) entspringt. Aus diesen bloß möglichen Verhältnissen entspringt ein nothwendiges Verhältniß von x zu z u. als Objekt. denn wenn ich in der Synthesis A B. folglich müssen diese neuen Folgen ihren Grund bloß in der Synthesis haben. A C. denn ausser dem Antheil. woran dieses keinen Antheil hat. denkt. Das Erstere kann ohne das Letztere (als an sich möglich) das Letztere aber kann nicht (als nothwendige Folge des Ersteren) ohne das Erstere gedacht werden. bestimmt. obschon es nicht in der Anschauung als ein solches (abstrahirt von A B) dargestellt werden kann. die Möglichkeit der neuen Folgen. wie ich glaube. was nur in Beziehung auf dasselbe. Schlußsätze von der Nothwendigkeit der Dinge. so muß C an sich be-[89]trachtet kein reeller Begrif seyn. indem A. . die aber in einer einseitigen Synthesis sind. so muß ich auch B als von A getrennt. a l s O b j e k t . Man wird sagen: das Prädikat (in so fern es Prädikat und nicht Subjekt seyn kann). ohne dieses besondere Subjekt gedacht werden. die Syntheses A C. s. so daß daraus zwei verschiedene Syntheses. x ist durch [87] diese neue Funktion mehr bestimmt als zuvor. Bei einem endlichen Verstande hingegen ist das Subjekt. Daß er alle mögliche Real-Verhältnisse zwischen den Ideen. weil sonst diese Synthesis keinen Grund haben würde. dieses ist aber bloß in der symbolischen Erkenntniß möglich: denn in der Anschauung muß ich nothwendig A B zusammen betrachten. betrachte. Bei dem unendlichen Verstande ist Subjekt. was daraus nothwendig folgt. was bloß als möglich gedacht wird. aus dem vorigen hergeleitet. z. wird mir. doch ein reeller Begrif (der Folgen hat) ist. bei dem Letzteren sind Begriffe auch Urtheile von der Möglichkeit der Dinge. B. und B Prädikat dieser Synthesis. B C. sondern was bloß an sich g e g e b e n wird. Daß aber dasselbe Prädikat nur einem Subjekte zukommen kann und dasselbe Subjekt nur ein Prädikat haben kann. zweitens. A als von B getrennt. statt. folglich findet bei einem endlichen Verstande nur die erste Art Synthesis. hingegen müßen Folgen haben. findet die zweite Art statt: denn dieser denkt alle mögliche Dinge dadurch. als Principien derselben. Laßt uns also setzen: zwei Subjekte A und B die ein gemeinschaftliches Prädikat C haben. B C. gedacht wird. so hat es noch dazu. Bei dem ersteren sind die Begriffe. völlig bestimmt. w.[87] . entspringen: sollen also diese beiden Syntheses reell (nicht bloß symbolisch) seyn. die andere durch ihr Verhältniß zur Ersteren. nicht das was an sich g e d a c h t . h.47 - dem absoluten Begrif dasselbe Subjekt unter verschiedenen Prädikaten disjunktive gedacht werden kann. kann zwar nicht ohne irgend ein Subjekt überhaupt. s. erstlich: die ihm eigene. ferner: da die Synthesis A C von der B C der einen dieser Größen. er muß als ein solcher keine Folgen haben. d. Laßt uns setzen. Ich will mich also darüber näher erklären: Ein abstrakter Begrif macht natürlicherweise einen andern ab-[88]strakten Begrif nothwendig. A ist also hier Subjekt. bei einem unendlichen Verstande hingegen. das Subjekt enthält also mehr Realität als das Prädikat. und die Urtheile. und Prädikat. wohl aber. und Prädikat. betrachten. x ist eine Funktion von y. w.

d. denn nur daraus erkennen wir. zum Theil aber einerlei. die nicht schon aus A und B an sich entspringen. die Hebung des Andern. Ich frage also: wo liegt hier der Grund der Verschiedenheit? Es kann nicht im Prädikat C seyn. keine neue Folgen. h. der Grund von diesem Etwas seyn. wenn A der Grund von Etwas ist. zugleich B. der Grund von diesem Etwas. mir zugeben. weil C nothwendig in beider Synthesis mit sich selbst einerlei ist. sondern eine besondere Form sey.. es doch dieselbe voraussetzt. denn was heißt einen Grund in der [90] Verbindung haben. sondern reelle Synthesis wird dadurch er-[91]kannt. der Grund von diesem Etwas seyn. daß Verschiedenseyn nicht (ganz oder zum Theil) Gegensetzung. daß. sondern bloß ein Reflektionsbegrif. um etwas von A Verschiedenes zu denken. Oder noch anders: Eine nicht bloß symbolische. und alsdann ist nicht A. sondern bloß zum Theil verschieden. nicht aber umgekehrt. indem das. daß. da aber jeder dieser Theile an sich. oder. daß verschiedene Gründe nicht einerlei Folgen haben können.48 - [90] unterschieden ist: so müssen auch die Folgen der Ersteren von den Folgen der Letzteren unterschieden seyn. ist. . d. angegeben werden können). daß man den einen Theil derselben auch ohne den andern (an sich). oder die Hebung des Grunds. wie ich hoffe. in A und B an sich angetroffen werden soll. Will man sagen. wodurch wir eine besondere Art Verhältniß denken) und die Synthesis wäre also nicht reell. B C. Sind sie aber nicht völlig. als daß beide Antheil daran haben? Oder noch kürzer: jeder wird. sondern bloß das. so ist gewiß. wodurch der Begrif des Objekts synthetisch erweitert würde. wenn es schon nicht Gegensetzung selbst ist. was verschieden ist. folglich muß er auch ohne sie. muß man vorher A heben. h. so müßten die Folgen selbst auch schon in A und B an sich angetroffen werden. (indem aus A C. nur in so fern es mit A einerlei ist. wenn wir ihn nicht durch verschiedene Syntheses in der Anschauung wirklich darstellen. auch nicht in A und B an sich. als ein abstrakter Begrif in keiner Anschauung dargestellt werden kann: so können wir nicht wissen. ob der Eine derselben an sich gedacht werden kann. ist die Setzung des Einen. sich einander nothwendig ausschließt. daß keine dieser Syntheses zu seiner Denkbarkeit nothwendig sey. anders. Es kann auch nicht in der Verbindung von Subjekt und Prädikat liegen. denn sind sie völlig verschieden. denken kann. so kann. (weil das Verschiedenseyn keine neue Bestimmung. so muß man doch gestehen. was bei ihnen einerlei ist. denn. an sich. nicht B. wenn A ein Grund (Bedingung) von Etwas ist: so kann nicht zugleich non A. wenn der Grund der Verschiedenheit (als Bestimmung) der Folgen. und dann dieses Etwas an seine Stelle setzen.

die die Natur einer Bestimmung nicht einsehen. die Farbe kein Prädikat (Bestimmung) sowohl vom Körper überhaupt. so ist auch im letztern. wegen ihres Zugleichseyns in Zeit und Raum (die Vermuthung eines inneren Grun-[93]des. Das Verfahren des Verstandes bei Bildung der Begriffe ist seinem Verfahren im Urtheilen entgegengesetzt. Bei Begriffen ist Sub- . Figur kein unmittelbares Prädikat des Körpers. Härte und dergl. welches er durch Weglassung der Bestimmungen dem Allgemeinen subsumirt: daher müßen auch die Benennungen von Subjekt und Prädikat in beiden verwechselt werden. und man wird finden. als von irgend einem besondern Körper: denn wovon soll sie eine Bestimmung seyn? etwa von der Ausdehnung. sondern der Form desselben. daß man mir diese Behauptung durch irgend eine Induktion umstoßen wird. kömmt das Prädikat Figur zu. Bei Bildung der Begriffe. eine zweien Bestimmbaren gemeinschaftliche Bestimmung. Die Nothwendigkeit dieser Synthesis wird also auf dem andern Theil einer jeden beruhen. nicht aber eine Synthesis des Verstandes: man kann so wenig einen rothen Körper als eine s ü ß e Linie denken. auch an sich gedacht werden kann. Schwere. wider die Voraussetzung. Undurchdringlichkeit. Im ersten Falle handelt er synthetisch. dergl.49 - gedacht werden können. Wenn man z. der nicht ohne den Ersten (an sich) gedacht werden kann. einwenden wollte. Denn man betrachte nur diese Beispiele genauer. was in verschiedener Synthesis dargestellt wird. ist und bleibt bloß eine Vermuthung — nämlich in Ansehung unsrer. analytisch. nämlich des Raums ist. als Dinge des Verstandes ansehen. daß in Ansehung des unendlichen Verstandes die assertorisch-synthetischen Sätze apodiktisch. so wird sich finden. im zweiten aber.? — Das können nur diejenigen glauben. Ich glaube auch nicht.[92] . er denkt erst das Besondre. obschon man gestehen muß. B. Die Zusammennehmung dieser Qualitäten ist bloß eine Synthesis der Einbildungskraft. daß im ersteren. was mit ihnen in irgend einer Synthesis verknüpft ist. und die Dinge der Einbildungskraft. im Urtheilen hingegen ist es umgekehrt. daß das. Wollte man noch daran zweifeln. obschon nicht in Ansehung ihrer Darstellung in einer Anschauung) zur Genüge erhellen wird. Nehmen wir also an. woraus ihre Unabhängigkeit von aller Synthesis überhaupt (in Ansehung ihrer Folgen. daß nichts. B. so wird diese Bestimmung zum Bestimmbaren (weil sie in verschiedener Synthesis gedacht werden kann) und auch umgekehrt. fängt er vom Allgemeinen an und gelangt durchs Bestimmen zum Besondern. so betrachte man nur allgemeine Begriffe in Ansehung ihrer Folgen. den mindesten Antheil an ihren [92] Folgen hat. jedem Körper als Subjekt. so wie die apodiktischsynthetischen Sätze analytisch seyn müssen —). roth kann verschiedenen Körpern zukommen u. eine bestimmte Farbe z.

so heißt dies so viel. oder ein äußeres. u. mehr. Weil aber [96] die Zeit die Form der Anschauungen ist und also verschiedene Vorstellungen nicht zugleich gedacht werden können. (und weil es ein Gegenstand der Erfahrung ist. sage: ein Dreieck kann rechtwincklicht seyn. und dergl. . so können diese verschie- *) Dieses gilt von einem absoluten Begrif. denn in der That ist Begrif und Urtheil einerlei. als der besondere Gegenstand. heißen seine Accidenzen. Beim Urtheilen ist es umgekehrt. Folglich enthält die bloße Form (wenn etwas überhaupt gesetzt wird. wodurch etwas anderes bestimmt wird. bestimmt aber heißt nicht blos g e s e t z t sondern b e s t i m m t g e s e t z t . Die Begriffe von Subjekt und Prädikat. die Einerleiheit der Richtung der Theile. die bloße Form der hypothetischen Urtheile. In einer Synthesis von Anschauung und Begrif kann so wohl die Anschauung als der Begrif Subjekt oder Prädikat seyn. bestimmt. w. Nachdem ich also festgesetzt habe: daß eine Bestimmung nicht ohne das Bestimmbare gedacht werden kann. B. so ist es nichts anders. als wenn man ihn wirklich in verschiedener Synthesis gegeben denkt): so heißt er Substanz. so muß etwas anders überhaupt gesetzt werden): noch nicht den Begrif von Ursache. [95] und dieses entweder ein inneres. so entstehet mit diesem Urtheile zugleich der Begrif von Ursache: denn wie schon gezeigt worden. seine verschiedenen Bestimmungen aber. Wenn ich z. [95] Z. und Prädikat das Besondere. nämlich. ist das Perpendikularseyn ein äußeres Verhältniß nämlich in Beziehung auf eine andere Linie und dergl. d. in dem Begriffe einer Perpendikularlinie aber. denn Ursache ist etwas. als ein Verhältniß seyn kann*). Wenn man nämlich einen Gegenstand der Erfahrung (Anschauung) in verschiedener Synthesis denken kann. so wird hier der allgemeine Verhältniß-Begrif von Ursache durch einen besondern Gegenstand. Wenn ich sage: das Feuer erwärmt den Stein. B. d. so kann man nicht anders überzeugt seyn. worauf er angewendet wird. enthält noch nicht den Begrif von Ursache. denn die Bestimmung eines relativen Begrifs. So auch wenn ich sage A ist Ursache von B. ein Mensch ist ein Thier. eine Anschauung. das Feuer. ist das Prädikat gerade ein inneres Verhältnis. liefern uns die Begriffe von S u b s t a nz und A c c i d e nz . daß eine Bestimmung in Ansehung unseres Bewußtseyns nichts anders. Es geschiehet bei diesem Urtheile eine Wiedererinnerung des Begrifs. womit er in Synthesis gedacht wird. Z. daß man ihn in verschiedener Synthesis denken kann.50 - [94] jekt das Allgemeine. ist nichts anderes. so folgt von selbst.. B. der Begrif Mensch entstehet dadurch daß ich den Begrif von Thier näher bestimme. als daß ich durch diese Operation den Begrif eines rechtwinklichten Dreiecks [94] denke: — und wenn ich sage. h. h. ohne sie auf bestimmte Gegenstände anzuwenden. s. auf Gegenstände der Erfahrung angewendet. in dem Begriff einer geraden Linie. aber nur der Benennung nach.

So ist es aber nicht mit den Objekten a priori (noumena). nicht Anschauungen) anwenden kann. folglich kann ich mit Recht Linie als etwas Gegebenes. in allen aber muß das Subjekt mit sich selbst einerlei seyn. nicht [aber][97] aber etwas gedachtes. etwas (obschon a priori) Gegebenes. Denn man bedenke nur.51 - denen Syntheses nicht anders als aufeinander folgend in der Zeit gedacht werden. ohne Anschauungen nicht einsehen können. In dem Begrif einer geraden Linie z. nicht aber denselben erkennen. gedacht werden kann. die Accidenzen aber etwas wechselndes. nicht aber umgekehrt. weil nämlich das Erstere ohne das Letztere. . ohne Verhältnißbestimmung des Geradeseyns. woraus man siehet. die Substanz muß nothwendig etwas beharrliches in der Zeit seyn. daß man die Begriffe von Substanz und Accidenz keinesweges auf Dinge die nicht in der Zeit existiren (Dinge an sich. wie es möglich ist. daß Raum mit allen seinen möglichen Bestimmungen. h. so können wir auch durch sie blos einen Gegenstand denken. d. von diesen haben die reinen Verstandsbegriffe gar keine Bedeutung: denn außerdem daß wir die Möglichkeit der bloßen Form der synthetischen Urtheile. Formen der Sinnlichkeit und zugleich Anschauungen selbst sind. denn alsdann werden sie gar keine Bedeutung haben. h. Dieses geschiehet nur durch die Merkmale des beharrlichen und wechselnden Daseyns in der Zeit. ist Linie das Subjekt. Denn ich weiß gar nicht. denken. und Geradeseyn das Prädikat. d. daß ich mir doch diese Begriffe durch Beispiele aus der Mathematik (deren Gegenstände a priori sind) erläutern kann. daß ein Ding an sich oder durch ein ander Ding gedacht werden soll. Man muß nicht einwenden. B.[97] .

der sowohl an sich als disjunctive mit andern (außer der wirklich gedachten) Bestimmungen gedacht werden kann. h. die an sich ohne etwas dadurch Bestimmbares. daß das Prädikat dem Subjekte als die Bestimmung der Bestimmbaren zukommen kann. ohne objektive Realität seyn würde. ist von der erstern Art.p r o b l e m a t i s c h M ö g l i c h e n u nd U n mö g l i c h e n . die das Substratum dieser Synthesis ist. s. indem der erstere . keiner von den Theilen der Synthesis kann ohne den andern gedacht werden. wovon jedes an sich gedacht werden kann. sie sind nur materialiter verschieden. Nimmt man aber mehrere Dinge. indem diese letztere wechselseitig ist. Möglich. w. in der Synthesis einer geraden Linie. [100] (Idee) Z. Diese Synthesis ist also von der Synthesis der Verhältnißbegriffe verschieden. und bedeutet alsdann eine positiv erkannte Synthesis.52 - [98] [98] Fünfter Abschnitt. die Asymptoten einer krummen Linie sind von der letztern Art. In diesem Falle ist die Synthesis des endlichen und des unendlichen Verstandes formaliter einerlei. der Begrif eines Dreiecks. B. willkührlich zusammen. 4) Dem W i r k l i c h e n : dieses bedeutet wiederum entweder Abwesenheit einer zufälligen (reiner Begrif) oder einer wesentlichen Materie. abstrahirt vom Körper womit ihn die Einbildungskraft in Zeit und Raum (durch Zugleichseyn) verknüpft. 2) d e m fo r m e l l e n N i c ht s o d e r d e m f o r m a l i t e r . Die Bestimmung aber kann ohne zum wenigsten (siehe Abschnitt 3. B.. wie z. Grund. Z. Diese Synthesis ist einseitig. d. jeder derselben ist Bestimmbares (durch den andern) und Bestimmung (des andern) zugleich. Folge. Ein möglich Ding wird 1) dem f o r m a l i t e r . B. u. als mit einer andern Bestimmung ( s c h i e f ) gedacht werden: hingegen ist das Geradeseyn. nicht gedacht werden kann. ohne welche diese eine bloße subjektive Form. Ursache und Wirkung. Ding. und bedeutet alsdann die Abwesenheit des Widerspruchs. sie kann sowohl an sich. 3) Dem m a t e r i e l l e n N i c ht s : dann bedeutet es eine gegebene Anschauung. Das Bestimmbare ist derjenige Theil derselben. so ist diese Synthesis formaliter problematisch und diesem Möglichen entgegengesetzt.) etwas Bestimmbares über-[99]haupt an sich nicht gedacht werden. ist Linie das Bestimmbare.p o s it i v e r k a n nt e n U n m ö g l i c h e n entgegengesetzt. die Bestimmung. Nothwendig.

Wir erkennen das Wirkliche bloß durch [102] seine Causal-Verknüpfung mit andern Dingen. 4) Dem N o t hw e nd i g e n : und dieses entweder formaliter. wenn die Synthesis nicht in der Anschauung nothwendig ist. oder materialiter. d. das erstere ist dasjenige dessen Begrif keinen Widerspruch enthält. denn da seine Determinationen nichts anders als seine besondern Arten von Vermögen oder Causal-Verknüpfung mit andern Dingen ist. u. daß auch umgekehrt.[101] .. nicht aber in Aqua forti u. B. Das letztere setzt zwar das erstere voraus. z. daß nämlich jedes wirkliche ein Ens omni modo determinatum seyn muß. dergl. ein Ens omni modo determinatum. Das Wirkliche ist nicht. m. nicht aber umgekehrt gedacht werden kann.53 - dieselbe nur zum Theil intuitiv machen kann. dergl. dergl. 2 ) einen objektiven Grund der Möglichkeit. z. daß das Subjekt auch ohne das Prädikat. woher ich überzeugt seyn kann. Dieses alles kann ich aber nicht a priori sondern bloß a posteriori aus der Erfahrung wissen. in diesem Urtheile: die gerade Linie ist die kürzeste zwischen zweien Punkten. B. das übrige ist bloß symbolisch: der letztere hingegen stellet sich das Ganze intuitiv vor. wie einige Philosophien vorgeben. B. daß das positiv Mögliche mehr Realität enthält. und das darin gedachte Verhältniß. daß jedes wirkliche ein Ens omni modo determinatum ist. omni modo determinatum ist. dergl. in Aqua regis auflösbar ist. das Gold z. Ja. es ist sogar zu zweifeln. denn wenn ich schon zugeben wollte. wodurch die Synthesis nicht bloß willkührlich. Ein rechtwinkligtes Δ von bestimmter Größe (das gewiß ein Ens omni modo determinatum ist) ist deswegen doch nicht wirklich. sondern im Objekt selbst gegründet ist. auch nicht der Relation. [101] dem Begrif zum Grunde liegende Anschauung. es erfordert aber auch noch etwas außerdem: 1 ) eine. und also mich nur durch eine ins unendliche gehende Erfahrung (das aber unmöglich . 3) eine Definitio realis oder die Erklärung der Entstehungsart desselben. daß ein wirkliches Ding. Nun möchte ich gerne wissen. Ein Ding ist also entweder bloß ne g a t i v oder auch p o s it i v möglich. ein jedes Ens omni modo determinatum wirklich seyn muß. so wie z. das heißt. wie ich schon gezeigt. m. wenn nämlich die Synthesis nicht nach dem Gesetz der Identität. eine gerade Linie u. Die gerade Linie kann hier wieder zum Beispiele dienen. B. Man sieht hieraus. darin besteht. als das bloß negativ Mögliche. der. durch sein Wirken oder Leiden. u. wenn nicht einen und eben demselben Subjekt ein Prädikat beigelegt und zugleich nicht beigelegt wird (ohne auf den Inhalt des Subjekts und Prädikats zu sehn). ob selbst der erste Satz seine Richtigkeit hat. so folgt doch nicht daraus. h. daß es im Feuer schmelzbar ist.

s. sich von demselben einen solchen Begrif machen muß. sondern bloß dem Grad nach. vorzügliche Schwere. will dreierlei sagen. 1 ) es muß nicht positiv unmöglich seyn. Z. d. nicht aber das Ding selbst ist. daß diese als Eigenschaften aus dem Wesen nothwendig folgen müssen. unterschieden. d. aber nicht nach Gesetzen des Verstandes (des Bestimmbaren und der Bestimmung). das Gold ist eine wahrgenommene Synthesis der gelben Farbe.54 - [103] ist) davon überzeugen. h. Der Satz: alles wirkliche ist möglich. der das innere Wesen des Goldes kennt. Ein rechtwinklichtes Δ von bestimmter Größe in einer Construktion gebracht. dergl. u. weil sie einander in Zeit und Raum begleiten. Das bloß mögliche also. entweder der materiellen oder der formellen Vollständigkeit. h. aber immer wird doch diese Synthesis in Ansehung unserer eine bloße Synthesis der Einbildungskraft bleiben. daß ein Verstand. ist das erdichtete. B. Die Synthesis dieser macht bei uns den Begrif von Gold aus.. 2) es muß in Ansehung unserer auch nicht positiv möglich seyn. dergl. vorzüglichen Schwere. ist Ding und Begrif eine Dinges [104] zugleich. eine nicht wahrgenommene sondern ganz willkührliche Synthesis. daß die Synthesis der Einbildungskraft einen innern Grund haben muß. so ist ein ens omni modo determinatum bloß eine Idee. d. Ich gebe gerne zu. Die Wirklichkeit erfordert also eine andere Definition: nämlich das Wirkliche ist dasjenige. B. die grüne Farbe. weil diese Merkmale nicht im Verhältniß von Subjekt und Prädikat (das Bestimmbare und seine Bestimmung) sind. dessen Eigenschaften sind gelbe Farbe. dergl. Das Ding Gold ist ein unbekanntes Wesen. was diesem wirklichen entgegengesetzt ist. h. dahingegen ein Δ überhaupt bloß der Begrif eines Dinges. D i n g a n s i c h. die Synthesis der Einbildungskraft muß von uns nicht . d. er ist also bloß wegen seiner materiellen Unvollständigkeit vom Dinge selbst unterschieden. vorzügliche Schwere u. Härte u. sondern bloß der Einbildungskraft wahrnehme. h. sondern sie werden bloß darum zusammengenommen. Es ist hier keine Synthesis des Verstandes. worinnen ich zwar eine Synthesis. Der Begrif eines Dings kann vom Dinge selbst bloß in Ansehung der Vollständigkeit unterschieden seyn. z. indem sie ohne einander gedacht wer[103]den können. der wenig öftern Begleitung in Zeit und Raum oder minder Stärke der Vorstellungen selbst . Es ist vom wirklichen nicht der Art. oder es muß keinen Widerspruch enthalten. weil ihm zu seiner Darstellung in einer Anschauung noch Bestimmungen fehlen. B e g r i f e i n e s D i n g s . dieser Begrif ist vom Dinge selbst bloß wegen seiner formellen Unvollständigkeit (Mangel der Einsicht in der objektiven Verknüpfung dieser Eigenschaften) unterschieden u. w.

als Schlußsatz gedacht wird. sie muß an sich in einer Synthesis des Verstandes ihren Grund haben. das als Obersatz von dem gegebenen Urtheil. Die erste Art Mat erie lle n N i c ht s . durch Bewegung einer Linie um einen ihrer Endpunkte) ausfündig gemacht hat. h. B. und in diesem Falle hat der Satz: alles Wirkliche ist möglich. der Zirkel aber das Gegründete: dieser Grund ist aber noch zu Entstehung des Gegründeten (des Objekts) unzureichend. bis der Verstand wiederum seinen Grund (die Regel oder Bedingung zur Gleichheit der Linien. sondern eine reelle Synthesis der Einbildungskraft in Zeit und Raum ist. wonach ein Objekt vorgestellet werden kann. dies ist also bloß ein synthetisches Urtheil. Der Verstand schreibt sich eine Regel oder Bedingung vor. Grund in weiterer Bedeutung ist bloß das Subjekt als Bedingung des Urtheils gedacht. 4) Dem . Wirklich. zureichender Grund aber bloß eine Vernunftidee. dergl. Z. Grund einer Erkenntniß (eines Urtheils) in der engsten Bedeutung ist ein allgemeines Urtheil. und erhellet aus dem schon angeführten. 3) es muß auch an sich positiv möglich seyn. zu der man sich immer nähern. aus einem gegebenen Punkte eine unendliche Anzahl Linien zu ziehen. die einander gleich seyn sollen. Grund ist also ein Verstandsbegrif.[105] . gesetzt. Der Satz: das unmögliche kann nicht wirklich seyn. (wodurch der Gebrauch der Vernunft erweitert wird) die man aber niemals erreichen kann. [105] das sich widersprechende aber ist nur so in Beziehung auf einander) sondern die Bedeutung ist diese: jeder dieser Theile muß sich selbst nicht widersprechen. G r u nd e i n e s O b j e k t s : ist eine Regel oder Bedingung.55 - begriffen werden können. d. wenn man sagt: eine goldene viereckigte Kugel u. 3) D e m N o t h w e n d i g e n. Das Objekt selbst ist das darin Gegründete. wodurch dieser ein analytischer Satz wird. weil jeder derselben an sich vorgestellt werden kann. B. 2 ) D e m p r o b l e m a t i s c he n : in so fern die Synthesis des Wirklichen (ob schon keine Synthesis des Verstandes) nicht ganz willkührlich. wird 1 ) dem f o r m a l i t e r p o s it i v e r k a n nt e n U n mö g l i c h e n entgegengesetzt. seine Richtigkeit. die Bestandtheile einer wirklichen Synthesis dürfen sich nicht widersprechen (denn diese können sich nicht widersprechen. wonach (durch Verbindung der Endpunkte) ein Zirkel dar-[106]gestellt werden soll. Die Gleichheit der Linien ist hier Grund. heißt nicht so viel. wie z. Das Nothwendige ist allem diesen entgegen.

oder. denn sagen: ein Ding ist Ursache seiner selbst. es hat in der . und doch müssen sie (in Ansehung des Subjekts des Denkens) zusammengedacht werden. so giebt es hier gar keinen Grund oder Ursache. wenn zwei Parallellinien von einer [108] dritten geschnitten werden. d. h. Ferner wird Grund bloß von der Erkenntniß. nämlich: daß ein Ding sich selbst gleich ist. Wenn die Urtheile den Begriffen vorausgehen. das Vorhergehende a die Ursache von dem Folgenden b sey. es bedeutet. Es ist also ein Irrthum. wenn die Urtheile Verhältnisse. jede Ursache hat eine Wirkung. und das vorhergehende Urtheil der G r u n d dieses neuen Urtheils. so u. so heißt es: ich suche die Ursache davon. Hier ist also der Antecedens die B e d i n g u ng zum Consequens in diesem neuen Urtheil. sondern bloß. der Andetecens ist die Bedingung zum Consequens. Betrift diese neue Erkenntniß nicht die Denkbarkeit überhaupt. die Wechselwinkel einander gleich sind. die zweite durch w e n n ausgedrückt. Dieses Urtheil findet also nicht statt bei Dingen an sich. dieses ist eine neue Erkenntniß: der Grund derselben ist eine schon erlangte Erkenntniß. sondern es ist bloß die B e d i n g u n g desselben. Ich will es mit Beispielen erläutern: die Summe der Winkel eines Dreiecks ist zweien rechten gleich. B. indem sie einander wechselsweise erklären. ausdrücken: so sind sie subjektiv-analytische. d. s. so muß b darauf nothwendig folgen. wie in diesem Urtheile z. w e n n eine Linie gerade ist. daß wenn a vorhergeht. eine gerade Linie ist die kürzeste zwischen zwei Punkten. wo a nicht als Bedingung bestimmt ist. eine vorher erlangte Erkenntniß als Bedingung einer neuen Erkenntniß betrachtet. als: es hat keine Ursache. w e i l jedes Ding mit sich selbst einerlei ist. Ein Dreieck ist ein Dreieck. wenn a vorhergeht. Man müßte sich eigentlich so ausdrücken: Was ist der Grund oder die Ursache. und objektiv-synthetische Urtheile. welches die Existenz dieser Objekte betrift. [109] b darauf folgen muß? die Antwort hierauf würde seyn: es ist so nothwendig. w. Die Definitionen der Mathematik sind Bedingungen. Suche ich hingegen den Grund zu diesem Urtheil: wenn a vorhergeht. sondern die Art des Daseyns der Objekte. die gerade Linie ist die kürzeste zwischen zween Punkten.. diese Synthesis ist nicht analytisch (objektive betrachtet) weil Ursache mit Wirkung nicht einerlei ist. heißt so viel sagen. wenn man sagt: daß in diesem hypothetischen Urtheil. Finde ich also diesen Grund oder diese Ursache in keiner schon erlangten Erkenntniß.56 - [107] Grund wird durch w e i l . B. nicht aber vom Daseyn eines Dinges gebraucht. wie schon erwähnt worden. U r s a c h e giebt es hier gar nicht. h. so heißt dieser Grund U r s a c he . welche Definitionen der Begriffe sind (wie alle reinen Urtheile a priori nach meiner Erklärung). z. und daß. aber nicht Gründe [107] (in engster Bedeutung) der Sätze. so muß b darauf nothwendig folgen.

Es ist also sonderbar. indem wir den Grund unsers Urtheils zu wissen glauben. es giebt kein allgemeines Urtheil. daß die gerade Linie die kürzeste zwischen zwei Punkten ist? und man antwortete: weil sie eine gerade Linie ist. So wie wenn man fragte: Was ist der Grund. d. oder keine Ursache. d. h.[110] . oder genauer zu reden: dieses Urtheil hat in der That keinen Grund. dadurch daß wir ihn im Subjekte desselben setzen. wovon dieses als von einer vorhergehenden Erkenntniß abgeleitet werden könnte. h. daß. der Grund des Prädikats ist im Subjekte selbst. daß wir diesen Grund nicht wissen. .57 - That keinen Grund. wir dadurch eben anzeigen.

aber doch nicht auf (durch Bedingungen) bestimmte sondern bloß auf bestimmbare Dinge. s. nach der Baumgartenschen Definition (wenn in a etwas ist. zu verschiedenen Zeiten. Einerleiheit und Verschiedenheit. so muß wiederum a von b verschieden seyn. h. logisch und transscendental. d. Dieser Erklärung zufolge. Denn wenn a zwei Merkmale b α hat. Von einem Begriffe können wir gewiß seyn. b = α. Gegensetzung. die Kategorien hingegen beziehen sich auf durch Bedingungen bestimmte Dinge. denn sonst wären sie nicht bloß verschieden. sondern bedeutet bloß den Mangel der Einerleiheit. w. und alsdann hieße es: man vergleicht nicht zwei Gegenstände. wenn man [112] b = a annimmt. sind Verhältnißbegriffe. Verschiedenheit. was in b nicht ist). Einerleiheit und Gegensetzung. beziehen sich auf ein Ding überhaupt: a ist mit a Einerlei. Realität. diese Zeitverschiedenheit macht also das Ding in gewissem Betracht von sich selbst verschieden. deren jeder ohne den andern nicht gedacht werden kann. h. obschon der actus der Beziehung der . das letzte aber wenn man setzt n a = α b. sondern entgegengesetzt. Das erste folgt. a ist dem non a entgegengesetzt. Es können auch keine Gegenstände völlig verschieden seyn. daß er völlig mit sich selbst einerlei ist. nicht aber von einem Gegenstand: (ein Begrif mit einer ihm zum Grund gelegten Anschauung): denn ausser der gedachten Verschiedenheit der Zeit. so betrachtet man es wenigstens zweimal.58 - [110] [110] Sechster Abschnitt. h.. ins Unendliche. kann er auch in Ansehung des Begrifs selbst verschieden seyn. oder a muß eine unendliche Anzahl Merkmale enthalten. ohne zugleich auch in gewissem Betracht einerlei zu seyn. ähnlich seyn. Verschiedenheit beziehet sich zwar nicht auf ein Ding überhaupt. so ist dies nur in gewissem Be-[111]tracht. Der Gebrauch dieser Begriffe ist allgemeiner als der Gebrauch der Kategorien. u. oder der objektiven Einheit. Negation. d. Verschiedenheit etc. Wenn man auch sagt: ein Ding ist mit sich selbst einerlei. Einerleiheit. wir können uns im Urtheile irren. werden alle Dinge einerlei und bloß der Größe nach verschieden d. Einerleiheit. Wenn man sagt a und b sind einerlei. sondern einen Gegenstand mit Nichts. in einem andern Betracht hingegen muß man sie nothwendig (in so fern es mehrere Dinge sind) als verschieden denken. Eigentlich ist Verschiedenheit keine besondere Form. untereinander.

Wir machen auch diese Formen zu Objekten des Denkens selbst. sondern bloß die Form. Wir können diese Begriffe nur von den Formen der Anschauungen.[113] . Zeit und Raum) kann man eben so wenig sagen. Es ist also ungereimt gesagt. und denken Realität und Negation als wären es Dinge an sich die uns gegeben sind. G e g e n s e t z u ng . sondern sie erklären sich einander vielmehr. Diese werden von den allgemeinen logischen Funktionen der Bejahung und Verneinung abgeleitet. (die Ingredienzien der Definition von Größe) und diese wiederum ohne einander. so können die Korrelata niemals einander entgegengesetzt seyn: d. (als das Gemeinschaftliche dieser beiden Extremen in Beziehung auf einander). dessen sich auf einander beziehende Glieder oder Extrema. sie sind allgemeine Formen des Denkens. daß sie einerlei. in so fern sie nämlich in einerlei Zeit und Raum sind.59 - Objekte auf einander immer eine subjektive Einheit des Bewußtseyns ist. von ihren Differenzialen. als daß sie verschieden sind. (denn hier ist die Kantische Frage: quid juris? ganz unauflöslich). können nicht ohne einander begriffen werden. oder auch von Anschauungen bloß. Realität und Negation sind. Von Anschauungen an sich (abstrahirt von ihren Formen a priori. als sagte man: der Begrif von größer oder kleiner ist dem Begrif von Größe überhaupt entgegengesetzt. oder nach meiner Erklärungsart. das eine hebt das andere nicht auf. so wenig als Größe überhaupt ohne größer und kleiner. geschiehet. so heißt: Realität ist der Negation entgegengesetzt. und ohne Größe überhaupt gedacht werden können. oder nicht. wie ich oben gezeigt habe. Gegensetzung. so ist es so viel. und vermittelst dieser. Aber in der That lassen sich diese wie alle Verhältnißbegriffe überhaupt ohne Zirkel nicht definiren. so viel. ob sie einerlei oder verschieden sind. Realität und Negation (als die Extrema selbst). da doch dieser ohne jenen nicht gedacht werden kann. vermittelst ihrer Formen. . Verstehet man aber unter Negation nicht bloß Hebung der Realität sondern den Begrif von Hebung überhaupt. So ist hier auch Gegensetzung das Gemeinschaftliche beider Korrelate Realität und Negation. denn da Negation das Korrelatum der Realität ist. wodurch der Verstand Einheit ins Mannichfaltige bringt. oder die Art ihrer Beziehung auf einander ausdrucken. Wenn man also sagt: Negation ist der Realität entgegengesetzt. (wie man gewöhnlich zu thun pflegt) Realität und Negation sind einander entgegen-[114]gesetzt. die uns über die Materie oder den Inhalt der Urtheile (Subjekt und Prädikat) nicht belehren. h. als sagte man: Wirkung ist der Ursache entgegengesetzt. Nur von Begriffen [oder][113] oder Ideen a priori kann man also urtheilen. wo es nicht in Ansehung ihrer Differenziale oder Elemente. ist auch ein Verhältnißbegrif. von den Anschauungen selbst gebrauchen. weil Größe überhaupt das Gemeinschaftliche beider Korrelate (größer und kleiner) ist.

und vom Prädikat an sich. Im zweiten Falle sind sie also eben die logische Beziehungen. worin sie sich von allen übrigen Verstandesprodukten unterschieden: nämlich bei diesem letztern gegen die Begriffe dem Urtheile voraus. h. in so fern das eine mit dem Subjekt des Denkens unter der Form der Bejahung. so bestimme ich die allgemeine Form der Verneinung durch Ursache. sondern bloß von Etwas auf das Subjekt des Denkens. und dies auf zweierlei Weise: entweder. das andere aber unter der Form der Verneinung gedacht wird. Im ersten Falle sind sie die zwei allgemeinsten Formen der Urtheile. B. in Ansehung meiner aber. d. dergl. oder die Form durch die Kopula zu bestimmen. muß man erst von Subjekt an sich. Wenn ich z. die selbst wiederum durch Beziehungen erklärt werden u. d. oder Arten der Beziehungen der Objekte [116] auf einander. h. welches eine Beziehung der Bejahung zwischen Substanz und Accidenzen ist. indem sie Arten der Beziehungen der Formen auf einander sind. sind einander nicht bloß entgegengesetzt. h. Ich werde mich darüber näher erklären. sondern eine von derselben verschiedene Setzung. bei den erstern hingegen. u. d. bekömmt man erst durchs Urtheilen Begriffe von Subjekt und Prädikat. ausmachen.. h. die Materie gehet der Form voraus. oder indem sie das Allgemeine. sondern bloß von den transscendentalen Objekten. daß a nicht Ursache von b ist. Außer diesem kann man noch aus andern Gründen nicht sagen: die logische Realität ist der logischen Negation entgegengesetzt: denn diese Formen oder Handlungen des Bejahens und Verneinens selbst. denn die Logik unterschiedet ihre Objekte nicht.. ist das positive Denken. als transscendental (etwas und nichts). Begriffe [115] erlangen. die Form gehet der Materie voraus. wenn ich sage: a ist nicht Ursache von b. aber nicht der Objekte auf einander. sage: a ist Ursache von b. sie entstehen beide zugleich. d. ja sie sind sogar Formen der Formen selbst. Eine Realität in diesem Sinne ist also ein Etwas. so heißt es so viel: ich bestimme die allgemeine Form der Bejahung durch Ursache. Man kann es auch nicht von den Objekten der logischen Gegensetzung behaupten. m. h. ein Verhältniß dieser Dinge zu meinem Denkungsvermögen.60 - [115] und dies ist eben die Natur solcher Verhältnißbegriffe. dergl. Realität und Negation sind sowohl logisch (Bejahung und Verneinung). wie wenn ich sage: einer Substanz kommen Accidenzen zu. oder genauer zu reden. welches in Ansehung des Sub- . und wenn ich sage: a ist nicht Ursache von b. das durch die Formen auf verschiedene Arten bestimmt wird. um zu urtheilen oder die Beziehungen und Verhältnisse dieser Dinge einzusehen. die Setzung des einen ist nicht bloß die Hebung des andern. d.. so lasse ich dadurch das Verhältniß der Objekte zu einander unbestimmt.

hebe. weil ich eben durch diese Negation. sie producirt ein Objekt. als entgegengesetzt. 2) Daß man die transscendentale Realität als Etwas an sich außer der Vorstellungskraft ansiehet. eine transscendentale Realität. Die transscendentale Negation aber ist ein Etwas. so kann darunter nicht die logische. wie ich schon gezeigt habe. so wie der von der Bejahung. so entspringt daraus kein Objekt. Aus Mangel der Unterscheidung dieser beiden Arten der Realität und Negation.61 - jekts der logischen Bejahung. die bloß verschieden sind. Sage ich hingegen: a ist nicht b. Eine logische Realität ist sowohl eine subjektive als objektive Synthesis oder Beziehung der Ob-[118]jekte auf einander. als mit der Vorstellungskraft in Beziehung der logischen Negation gebracht werden kann. man vergleicht das was in Beziehung auf der Vorstellungskraft der Form der Bejahung . welches gar keinen Sinn hat. die letztere hingegen ist unfruchtbar. ein [117] Etwas. betrachtet hat.[117] . Der Begrif von der Handlung der Verneinung ist. (ein rechtwinklichtes Dreieck). was der Beziehung der Verneinung subsumirt wird. was sowohl mit der transscendentalen Realität.: der Begrif der Einerleiheit ist mit a einerlei. da sie doch bloß eine besondere Beziehung von Etwas überhaupt auf das Subjekt des Denkens ist. und subsumirt sie alsdann der Form der logischen Verneinung (Entgegensetzung). sondern die transscendentale Realität und Negation verstanden werden. oder kann seyn rechtwinklicht) so entspringt daraus ein neuer Begrif a b. und es hieße dann so viel. Wollte man aber sagen: die logische Realität und Negation sind einander entgegengesetzt. . Wenn ich sage: a ist. Die transscendentale Realität ist ein Etwas. daß man nämlich diese logischen [119] Formen. so würde ein Bestandtheil der Materie des Urtheils (Entgegensetzung) zugleich die Form desselben seyn. Die erstere ist daher fruchtbar. Das Minimum einer transscendentalen Realität ist. die Beziehung der Objekte auf einander. denn da die logische Verneinung nichts anders als Entgegensetzung ist. B. die transscendentale Negation aber eine Vernunftidee. eine Verstandsidee. mit dem was der Form der Verneinung. ein Negations-Ding aber. oder kann seyn b (ein Dreieck ist. d. so würde dieses gar keine Bedeutung haben. und wenn man sagt: Realität und Negation sind einander entgegengesetzt. h. als sagte man z. d. was mit der Vorstellungskraft in Beziehung der logischen Realität gebracht werden kann. subsumirt wird. Hingegen ist die logische Negation bloß eine subjektive Beziehung auf einander. sind zwei wichtige Irrthümer entstanden: 1 ) Der vorgedachte Irrthum. h.

sondern bloß vermittelst jener wahrgenommen werden kann. 2) die Vergleichung derselben mit einer andern mit ihr gleichartigen Anschauung. sinnliche Vorstellungen gegeben werden. diese aber sind ihrer Natur nach extensive Größen. das rechte und das linke u. die verschiedene Grade der [122] Wärme und Kälte. folglich müssen die Anschauungen selbst diesen Formen gemäß extensive Größen seyn. dergl. wie z. B. Nun sind die Formen der Anschauung Zeit und Raum. die letzte eine intensive Größe. Ihre Zusammennehmung in einer Anschauung macht den Begrif der extensiven Größe aus. Größe ist entweder Vielheit als Einheit. . u. 3) Die Zusammennehmung derselben in einer Anschauung.. folglich hat es eine intensive Größe. indem diese und ihre Verhältnisse. (weil man bei ihnen eine Zusammennehmung verschiedener gleichartiger Vorstellungen wahrnimmt: in der Zeit. wird erfordert 1 ) daß verschiedene (der Formen der Anschauung nach). die Einheit aber (durch Abstrahiren) gedacht: bei einer intensiven hingegen ist es umgekehrt. nicht an sich unmittelbar. Größe. Die intensive Größe ist bei Quanta das Differential der extensiven. die Vergleichung derselben mit einer andern bestimmten Röthe bringt den Begrif der intensiven Größe oder des Grades hervor. Hingegen eine bestimmte Röthe ist eine einzelne Anschauung. 2) Die Zusammennehmung derselben in einem Begrif. Die extensive Größe ist gleichsam das Schema der intensiven Größe.). Zwei Tropfen Wasser sind der Anschauung nach (ihrer Beziehung in Raum oder ihrem Ort nach) verschieden. Um sich von einer extensiven Größe einen Begrif zu machen. und diese wiederum das Integral von jener. Z. das Vorhergehende und das Folgende.: sie wird als eine Einheit gegeben und durchs Vergleichen als Vielheit gedacht. wird erfordert: 1 ) eine sinnliche Anschauung. durch das Steigen und Fallen des Thermometers. Außerdem aber kann auch das Materiale (reelle) mit einer andern gleichartigen (ohne auf die Form zu sehen) verglichen werden. B.62 - [120] [120] Siebenter Abschnitt. im Raume. dergl. oder Einheit als Vielheit gedacht. gleichartige (dem Begrif nach). Um sich aber von einer intensiven Größe einen Begrif zu machen. [121] dem Begrif nach aber gleichartig. So wie zum Beispiel. Die erste ist eine extensive. Bei einer extensiven Größe wird die Vielheit gegeben.

als spitzwinklicht seyn. [123] in Vergleichung mit den noch möglichen hinzukommenden sich einander ausschließenden Bestimmungen gedacht. Hingegen ist ein Dreieck überhaupt eine innere Einheit.stumpf. hier sind ein recht.und spitzwinklichtes Dreieck ist eine innere (ohne Vergleichung mit etwas anderm) Vielheit.stumpf. die Vielheit ist in ihm bloß potenzialiter. aber findet man im Gegenstande selbst keine Vielheit: man muß ihn mit einem andern Gegenstand der Wärme vergleichen. drei. denn das k a n n s e y n muß sowohl mit recht. weil das Denken der einen das Denken der übrigen ausschließt. Eine Linie von bestimmter Größe enthält eine innere Vielheit: denn wenn man z.ein stumpf. die zweite aber mit der intensiven verglichen werden. Zoll ziehen. zwei. d. Ein recht.etc. Die erste Vielheit kann mit der extensiven. . Hingegen wenn ich sage: ein Dreieck kann sowohl recht. um dieses wahrzunehmen.63 - wenn ich sage: ein recht. folglich können sie nicht zugleich gedacht werden: die Einheit wird bloß duch Abstraktion gedacht. eine Vielheit. B.ein spitzwinklichtes Dreieck sind Dreiecke. weil das eine das andere ausschließt. so ist hier eine Einheit (Dreieck). so muß man erstlich eine Linie von eins. etc. in Beziehung auf die Wirklichkeit aber müssen sie als eine Vielheit gedacht werden. und wird äußerlich.als spitzwinklicht auf einmal gedacht werden. h. etc.[123] . Bei einem bestimmten Grad Wärme z. B.stumpf. eine Linie von 1 0 Zoll ziehen will.

Diese Synthesis ist also zum wenigsten einseitig nothwendig. weil der eine ihrer Bestandtheile ohne den andern nicht gedacht werden kann. Dieses kann entweder einseitig. und wird aus der logischen [126] Funktion in disjunktiven Urtheilen hergeleitet. wie bei der Synthesis des Subjekts und Prädikats (Bestimmbaren und Bestimmung) eines absoluten Begrifs. so kann doch das Geradeseyn nicht ohne Linie gedacht werden. Eine Synthesis ist nur darum möglich. wie bei der Synthesis der Korrelaten eines Verhältnißbegrifs seyn.und schiefwinklicht kann nicht zu gleicher Zeit. denn ihre verschiedene Bestimmungen (das Vorhergehende und das Folgende) wechseln . w. unabhängig von der Zeit. da hingegen in einer [125] geraden Linie. obschon sie verschieden sind. und können also ohne einander nicht vorgestellt werden. und können also ohne einander nicht gedacht werden. Diese Synthesis (daß eine Ursache eine Wirkung hat. oder genauer zu reden. Im Reiche der Möglichkeit sind beide unabhängig von einander zu aller Zeit. und umgekehrt) ist also wechselseitig nothwendig: sie müssen zu gleicher Zeit (ohne Zeitfolge) gedacht werden: hingegen ein Dreieck recht. eine Synthesis des Verstandes anzutreffen ist. Die Zeit selbst wird nicht verändert. können in keiner Synthesis mit einander gedacht werden. sondern in einer Zeitfolge gedacht werden. Das Vorhergehende und das Folgende in der Zeit selbst sind Korrelate derselben. das aber doch nicht anders als in einer Zeitfolge (ihres Schema’s) wahrgenommen werden kann. deren jeder an sich gedacht werden kann. erklären sich einander. Denn obschon Linie an sich gedacht werden kann. u. Zwei Vorstellungen oder Begriffe. oder die Synthesis eben desselben Bestimmbaren mit verschiedenen sich einander ausschließenden Bestimmungen in einer Zeitfolge. weil jeder derselben an sich gedacht werden kann. Wechsel heißt Folge der Bestimmungen auf einander in der Zeit: Veränderung ist die Beziehung des Bestimmbaren auf diese sich auf einander folgenden Bestimmungen. Ursache und Wirkung. oder wechselseitig. denn sie sind nur was sie sind in Beziehung auf einander. s. Wechsel.64 - [124] [124] Achter Abschnitt.. also kann das Geradeseyn nur durch diese Synthesis gedacht werden. Veränderung. Das Schwarze und ein Zirkel können in keiner objektiven Synthesis (schwarzer Zirkel) gedacht werden.

Nicht das Vorhergehende an sich. entspringt. h. (gefroren) so könnte ich es auch umgekehrt thun. was nach subjektiven Gesetzen meiner Vorstellungsart unbestimmt ist. so müssen diese Wahrnehmungen. wechselnden Bestimmungen in einer Synthesis wahrgenommen werden. das Dreieck. so kann ich es mir in eben der Zeit auch umgekehrt vorstellen. eine Wahrnehmung von etwas. h. wie schon gezeigt worden. das Wasser ist erst fließend. so wird kein Unterschied zwischen einer bloß möglichen subjektiven und einer wirklichen objektiven Synthesis seyn. in welcher dieser Wechsel wahrgenommen wird) weil Zeit ohne beide nicht gedacht werden kann. Die Bestimmung der Erscheinungen (welche vorhergehen. Soll ich nicht nur eine Veränderung als bloß möglich (z. h. u. nicht in denselben materialiter gedacht werden. sondern nach einer Verstandsregel bestimmt seyn. das in der Zeit beharrlich ist. Wechsel der Bestimmungen vorzustellen. und welche darauf folgen soll) muß. dergl. und [128] dann fest. haben. woraus das Urtheil: ein Körper (seiner Form nach als beschränkter Raum) kann sowohl dreieckicht als rund in einer Zeitfolge auf einander gedacht werden. und dieses muß mit verschiedenen in der Zeit auf einander folgenden d. das das. das eine mal recht. welche Objekte der Sinnlichkeit und der Einbildungskraft sind. denn sonst bleibt die Frage: quid juris? übrig. es muß nicht auf jede mögliche Erscheinung jede andere mögliche Erscheinung. Denn so wie ich mir vorstellen kann: ein Körper vorher dreieckicht und nachher rund. die ich nach subjektiven Gesetzen meiner Vorstellungsart verknüpfen werde. sondern auf jede mögliche eine unter allen übrigen möglichen Erscheinungen nothwendig folgen. Soll ich also Erfahrung haben. h. d. nicht aber daß er es wirklich sey. in Ansehung ihrer Folge nicht unbestimmt. (Substanz) von der Art. Sollen aber diese verschiedene [127] Syntheses in Ansehung der Zeitfolge (was vorhergehen und was folgen soll) willkührlich seyn. mehr. denn sonst müßte man eine andere Zeit annehmen. woraus folgt: daß um eine Veränderung. h. sondern ihre Beziehung auf einander stellet die Zeit vor. so muß etwas gegeben seyn. auch nicht das Folgende an sich.[127] . ich werde aber keine Erfahrung d. wie kann man etwas a posteriori . so werde ich mir eben den beschränkten Raum in zweien verschiedenen Zuständen (eben dasselbe Bestimmbare mit zweien verschiedenen Bestimmungen) in einer Zeitfolge denken. daß es an sich ohne Beziehung auf irgend eine Bestimmung vorgestellt werden kann.das andre mal schiefwinklicht) sondern als gegeben mir vorstellen. Ich werde also bloß Wahrnehmungen in einer Zeitfolge auf einander haben. bestimme. und wenn ich z. wahrnehmen sollte. d. daß ein dreieckigter Körper rund geworden sey. und so wie ich mir vorstellen kann. d.65 - nicht. etwas Bestimmbares mit verschiedenen Bestimmungen in einer Zeitfolge verknüpft werden muß. B. B.

so lange nämlich beide ihre Bewegung behalten: stoßen sie aber auf einander: so daß ihre Bewegung aufhört. welcher keine Anschauung gegeben werden kann. d. h. Das Bewußtseyn überhaupt beruhet auf Einheit im Mannichfaltigen. dergl. wie in dem vorher angeführten Beispiel.. die verschiedenen Zustände des Wassers an sich betrachtet auch bloß subjektive sind. weil sie in verschiedenen Objekten einander nicht heben. sind die obersten (allgemeinsten) Formen des Denkens: denn da sich der Gebrauch der eigentlich so genannten Kategorien bloß auf Gegenstände der Erfahrung erstreckt (objektive Realität der subjektiven Wahrnehmung) so erstreckt sich der Gebrauch dieser Reflektionsbegriffe nicht nur auf Gegenstände der Erfahrung. so ist sie bloß subjektiv. welches der Verstand durch irgend einen Begrif (die Einheit der Einerleiheit) auf einander bezieht. worin die verschiedenen Syntheses des Dreiecks bloß subjektive. worüber sich ferner keine Regel angeben läßt). nicht entgegengesetzt. auf die Kälte folgenden Festigkeit des Wassers ist eine Nothwendigkeit damit verknüpft. der keine Anschauung als Materie subsumirt werden kann. woraus ich urtheile: die Wärme macht (ist Ursache) das Wasser fließend. hingegen bei wirklicher Wahrnehmung der auf die Wärme folgenden Flüssigkeit. Die entgegengesetzte Richtung in der Bewegung zweier Körper ist bloß verschieden. sondern auf die besondere Bestimmung des Folgens überhaupt) wahrnehme. denn es ist blos Negation mit Negation. Hieraus folgt ein allgemeines Naturgesetz in Ansehung der Gegenstände der Erfahrung. .66 - [129] gegebenes (die materielle Bestimmung der Erscheinungen) einer Verstandsregel a priori (der Nothwendigkeit der Folge) kongruirend voraussetzen? sondern bloß formaliter. entgegengesetzt ist. h. (daß diese Wahrnehmung selbst richtig ist. alsdann urtheile ich: daß die Folge dieser Gegenstände auf einan-[der][129]der objektiv ist: (weil in Ansehung meines Subjekts diese Folge nicht nothwendig sondern bloß möglich ist) wo aber nicht. muß auf etwas Vorhergehendes nothwendig folgen. sondern ist bloß ein Spiel der Einbildungskraft. oder die Beantwortung der Frage: quid facti? beruhet lediglich auf der Beurtheilungskraft. so ist hier abermals keine Gegensetzung. diese Einheit ist bloß subjektiv. Die Reflektions-Begriffe Einerleiheit und Verschie-[130]denheit*). sondern auch auf Gegenstände der Wahrnehmung selbst. d. wenn ich etwas vorhergehen und etwas darauf nothwendig folgen (ohne auf ihre Materie zu sehen. Alles was geschiehet (objektive wirklich). weil einer Realität nur eine Negation. Hierüber will ich mich näher erklären. sonst (wenn es bloß darauf zufällig folgt) geschieht es nicht objektive wirklich. können wir keine Gegenstände der Erfahrung. die Kälte macht dasselbe fest u. und folglich keine Erfahrung (objektive Verbindung derselben) haben. Also ohne den Begrif von Ursache auf Gegenstände der Wahrnehmung angewendet. oder es muß etwas gegeben werden. es muß etwas Mannichfaltiges gegeben werden. welches vom Ver*) Gegensetzung ist bloß eine logische Form.

wodurch sie zu dieser Beziehung geschickt werden. entweder ist die Einheit im Mannichfaltigen objektiv. Hätte ich beständig die Vorstellung roth z. (Einheit im Mannigfaltigen) aber auch Verschiedenheit. wodurch sie in einer Anschauung zusammen genommen werden können. B. auch b gegeben ist. Dieses ist freilich so in Ansehung unseres Bewußtseyns. Zwei Objekte a und b werden jedes an sich gegeben. wodurch ich zum Bewußtseyn einer jeden an sich gelange. so könnte ich niemals zum Bewußtseyn derselben gelangen. wird mit eine andere z. und dies wiederum auf zweierlei Art: entweder die Objekte werden dadurch bloß in Ansehung des Subjekts zusammen. (einzelner sinnlichen Anschauungen) sind Verschiedenheit und Einerleiheit. zwei Dreiecke gegeben (sie sind durch Verschiedenheit der Bestimmungen zwei und nicht eins) ich beziehe sie auf einander. einerlei sind woraus [133] der Begrif von Dreieck überhaupt entspringt. so habe ich auch von [132] dieser an sich noch kein Bewußtseyn: beziehe ich aber (durch Einheit der Verschiedenheit) beide auf einander. oder an sich als eine Einheit gedacht. h. so habe ich noch kein Bewußtseyn von derselben. so bemerke ich alsdann daß roth von grün verschieden ist. Es sind mir z. Die Formen der Begriffe überhaupt sind Einerleiheit. hier sollen aber die Objekte erst durch diese Einerleiheit entspringen. ohne irgend eine andere Vorstellung zu haben. (daß demselben Subjekt dem a gegeben. d. (weil der Verstand mehrere Formen oder Arten der Beziehung der Dinge aufeinander hat. doch ohne Bewußtseyn von dieser Einerleiheit. d. h. d. wodurch das Mannichfaltige als ein solches gedacht wird. sondern auch in den Objekten anzutreffen seyn). Die Formen der Wahrnehmungen überhaupt. oder subjektiv. h. g r ü n gegeben. der Zeit . das Außereinanderseyn in Zeit und Raum nothwendig. es muß etwas in den gegebenen Objekten anzutreffen seyn. ohne den Begrif der Einerleiheit der einzelnen sinnlichen Vorstellungen. h. B.67 - stande als ein Mannichfaltiges (durch Ein-[131]heit der Verschiedenheit) gedacht wird: d. kann ich auch zu keinem Bewußtseyn einer jeden einzelnen Anschauung gelangen. Z. folglich muß der Grund dieser besondern Beziehung nicht in dem Subjekt allein. B. weil dieses Bewußtseyn die Gegenwart der Objekte voraussetzt. und bemerke daß sie beide Dreiecke. (ich spreche hier als ein Leibnitzianer. aber wie ich schon oben gezeigt habe. Die Verschiedenheit der Wahrnehmungen macht die Formen unserer Sinnlichkeit. wie die Einerleiheit. Zum Bewußtseyn derselben wird erfordert: 1) subjektive Einheit des Bewußtseyns. 2) Objektive Einheit. wie die Verschiedenheit. gegeben ist. sonst könnte keine Beziehung der gegebenen Objekte statt finden). Laßt uns also sehen. B. B.[131] . was aus diesen Formen oder Bedingungen unseres Bewußtseyns nothwendig folgen muß. Wenn mir eine Wahrnehmung r o t h z.

sie muß ihn nicht aus den Augen lassen. aber nicht umgekehrt. Wenn wir also Dinge. die Einbildungskraft die eine Nachäfferin des Verstandes ist. unsere Vorstellungsart (Beschaffenheit unsers Gemüths) die Vorstellung selbst bestimmt. (weil. h. kann auch formaliter nicht anders als verschieden gedacht werden: denn obschon die Form der Materie vorausgehet. die in der Anschauung einerlei sind. gebraucht werden kann. oder das Bewußtseyn der Form setzt die Materie voraus. h. wahrnehmen. man sich gezwungen sieht. h. die einerlei sind in einer Folge von Zeit und Raum vorzustellen. das Wasser. B. Jeder kann es an sich selbst wahrnehmen. so kann ich nur die Zeit durch Verschiedenheit der Lage des Zeigers z. die einen objektiven Grund haben müssen. wir zum Bewußtseyn der Form nicht gelangen können): das Außereinanderseyn in Zeit und Raum. verliert sie hingegen denselben aus dem Gesicht. B. hat in der Verschiedenheit der Dinge seinen Grund. Wenn die Einbildungskraft sich eine Reihe Dinge. Der Begrif von ve r s c h i e d e n s e yn ist allgemeiner. d. die . nun aber existiren Zeit und Raum bloß in der Wahrnehmung. die dem Begrif nach einerlei sind. als der des a u ß e r e i n a n d e r s e yn . wie z. obschon wir zuweilen kein Mittel haben. Dieser Verstandsbegrif ist also die Richtschnur der Einbildungskraft.68 - [134] und Raum als allgemeine unbestimmte Reflektionsbegriffe. so geräth sie auf Erdichtungen. d. Das Original (das Objektive) bestimmt also die Kopie (das Subjektive) in Ansehung des [135] Daseyns nothwendig. h. muß in der Anschauung in Zeit oder Raum wahrgenommen werden. dennoch im Raume vorstellen. dieselben auf Dinge.. So ist es auch mit der Zeit. so ist ihr Gebrauch alsdann transscendent. das Original als durch die Kopie zu erkennen. diese Vorstellung ist transscendent. d. was materialiter als verschieden gegeben wird. daß um Dinge. aber nicht umgekehrt. wenn ich z. wenn ihr Verfahren rechtmäßig seyn soll. B. h. alles was verschieden ist. oder das letztere ist ein Schema des erstern und durch dieselbe a priori bestimmt: d. jenes aber der reale Grund von dieser. das verschieden ist. sie überträgt ihre Form von einer reellen Materie auf eine eingebildete (wo der Verstand keine Verschiedenheit bemerkt). betrachtet). weil dieser bloß von Anschauungen. wie man die Kategorie aus einer bestimmten Zeitfolge erkennt. so geschieht es nur in Beziehung auf etwas. Diese ist also der idealische Grund von jenem. die keiner Verstandsregel mehr unterworfen sind. stellet darum die Dinge a und b außer einander in [134] Zeit und Raum vor. h. da sind sie auch nicht. folglich wo sie nicht wahrgenommen werden. in einer Folge von Zeit und Raum vorstellt. jener aber auch von Begriffen. so ist es doch in Ansehung unseres Bewußtseyns umgekehrt. d. einige Stunden geschlafen habe. ohne daß uns etwas Bestimmtes gegeben wird. d. weil der Verstand sie als verschieden denkt.

h. aus welchem Grunde sie auch beim Subsumiren der Objekte. welches in Ansehung des Verstands Einerleiheit in Verschiedenheit ist. und der Begrif der Veränderung muß gänzlich aufhören eine Bedeutung zu haben. ich hätte also keinen Begrif der Verschiedenheit. h. vorstellen. vorstellen könne. ich hätte nur eine Vorstellung. jede Veränderung muß stetig seyn. so setzen sie doch Verstandsformen und diese wiederum etwas Objektives (Materie) voraus. Dieses setzt erstlich den Begrif des Beharrlichen (Substanz) und dann des Wechselnden (Accidenz) voraus: ferner setzt es die Nothwendigkeit der Folge der Bestimmungen auf einander (Ursache und Wirkung) voraus. Nun ist Erfahrung die Wahrnehmung eben desselben Beharrlichen mit verschiedenen in der Zeit wechselnden Bestimmungen verknüpft. daß es derselbe Gegenstand sey. der verändert wird. h.69 - verschieden sind. durch die Beziehung desselben auf etwas veränderliches. Die Frage: quid juris? fällt hier weg. muß diese Verschiedenheit so klein als möglich angenommen werden. d. Daher um einen Gegenstand zugleich als einerlei und verschieden von sich selbst. Gesetzt wiederum. (wodurch die Vorstellung von Zeitfolge entspringt). weil diese Formen Bedingungen der Wahrnehmungen sind. ich hätte lauter verschiedene Vorstellungen (d. so kann man nicht mehr sagen. verändernd und dauernd in der Zeit vorstellen zu können. so daß man von ihr sagen könnte. sondern es ist warm geworden. sondern nur mit solchen die . [137] d. folglich auch keine Vorstellung der Zeitfolge. [136] Der Begrif der Stetigkeit in Zeit und Raum wird auch von der Stetigkeit der Verschiedenheit der Dinge abgeleitet. ist nicht genug die Substanz mit jeden in der Zeit wechselnden Bestimmungen überhaupt verknüpft. worin der Gegenstand mit sich selbst einerlei ist. d. zu beziehen. oder mit andern Worten. sie sey mit sich selbst in verschiedenen Zeitpunkten einerlei) so hätte ich wiederum kein Bewußtseyn. ohne welches diese Vorstellung unmöglich ist. ohne es auf etwas von einander verschiedenes zu beziehen: z. Denn man kann sich keine Dauer. ohne die Bestimmung einiger Zeit. Also ob schon Zeit und Raum Formen unserer Sinnlichkeit sind.[136] . h. B. unter ihren Formen Zeit und Raum wegfallen muß. keine derselben dauerte einige Zeit. wahrzunehmen. die Substanz auf ihre Accidenzen. Folglich ist zum Bewußtseyn nothwendig in Ansehung der Sinnlichkeit Dauer einiger Zeit. so daß man sich nur dadurch die Zeit. Man kann nicht sagen: das kalte Wasser ist süß geworden. die mit sich selbst (ohne bestimmte Dauer) einerlei bliebe. um eine Erfahrung zu machen. denn wenn sie es nicht ist. Denn gesetzt. die Unveränderlichkeit von etwas. h. so könnte ich zu keinem Bewußtseyn von derselben gelangen. so wie man sich nichts als einerlei mit sich selbst denken kann. sondern ein ganz anderer Gegenstand. d.

Dieser ist also nicht wie man gemeiniglich annimmt. h. muß dieses Ausschließen ein Minimum seyn. daß etwas plötzlich (ohne Stetigkeit) geschieht. weil der allgemeine Begrif Mensch bei beiden ei-[140]nerlei ist: und sollten wir vor uns den Peter und darauf den Paul an seiner Stelle erblicken. sondern wir glauben vielmehr daß es verschiedene Dinge sind. weil ohne Folge überhaupt. ist also bestimmt. Wahrnehmung desselben Beharrlichen mit verschiedenen in der Zeit wechselnden Bestimmungen verknüpft. und nur verändert worden sey. oder diese setzt jene voraus. so kann es nicht anders als durch Wechsel dieser Bestimmungen in Zeit vorgestellt werden. Nun aber muß eine Bestimmung etwas positives seyn. kann nichts anders als etwas Negatives seyn. so können wir uns nicht bereden. h. daß das Wasser kalt und darauf daß es süß sey. Nimmt man diese sich ausschließende Synthesis ja wahr. d. enthält zwar eine subjektive Folge der Bestimmungen. auf einmal Riese würde. so würden wir nicht urtheilen: Peter ist Paul gewor- . (wenn sie nämlich in der Anschauung wahrgenommen werden soll. indem sie sich in eben dasselbe Subjekt einander ausschließen: um aber die [138] Einerleiheit mit sich selbst zu erhalten. hingegen kann dasselbe Wasser nicht zugleich warm und kalt seyn. oder auch ohne bestimmte Folge.70 - [138] sich auf einander beziehen. daß es dasselbe Ding. um also [139] diesen Widerspruch zu heben und folglich Erfahrung möglich zu machen. h. Wenn wir bemerken. ein Erfahrungssatz. weil eine negative Bestimmung bloß logisch ist) und doch soll die folgende Bestimmung der vorhergehenden entgegengesetzt seyn. zugleich seyn können. d. bloß von der Erfahrung abstrahirt. sondern ein Satz a priori. und doch sind diese beide entgegengesetzte Qualitäten zur Erfahrung nothwendig. weil beide Bestimmungen sich im Objekt vereinigen. (die Ähnlichkeit thut hier wo die Verschiedenheit so groß ist. was aber etwas positivem entgegengesetzt ist. wenn ein kleines Kind z.. die vorhergehende Bestimmung ist Ursache der folgenden. und dieses ist der so genannte S a t z d e r S t e t ig k e it . In diesem Falle haben wir also Erfahrung. daß Peter und Paul eben derselbe Mensch sey. Diese Bestimmungen sind auch zugleich positiv. ihre Gegensetzung muß ein Minimum seyn. B. Die Art des Wechselns die zur Erfahrung nothwendig ist. aber noch keine objektive. Die Wahrnehmung. d. d. nichts zur Sache) so wenig als wir glauben können. weil die darin bemerkte Gegensetzung (welche zur Erfahrung nothwendig ist) die kleinste mögliche ist. keine Erfahrung möglich ist. daß sie sich am wenigsten Abbruch thun. wodurch Erfahrung erst möglich gemacht wird. müssen sie im Objekte so vereinigt werden. h.

Denn was verstehet man sonst in der Naturlehre unter dem Worte Ursache? als die Entwickelung einer Erscheinung und Auflösung derselben. Die Vorstellungen der Seele. B. so daß man zwischen ihr und der vorhergehenden Erscheinung die gesuchte Stetigkeit finde. und beruhet auf die Frage de commercio animi et corporis. so nehme ich zu einem andern Bestimmbaren meine Zuflucht. so wie das vorige von nothwendiger Folge. sondern in der Analogie zwischen körperlichen Bewegungen und Empfindungen gesucht werden. so daß ich mich dabei aufzuhalten nicht nöthig habe. so urtheilen wir. aber diese muß nicht in Verknüpfung der jetzigen mit der vorhergehenden Vorstellung. oder das Feuer erwärmt [141] den Stein u. als die vorhergehende. Jeder kann sich dieses durch unzählige Beispiele selbst erläutern. Dieses leitet uns die Ursache dieser Erscheinung. deren Bestimmung sich nicht mit der vorhergehenden Bestimmung eben derselben Erscheinung. finden wir nämlich eine Erscheinung. geschehen. sondern daß sie (in verschiedenen Bestimmbaren) zugleich . die ununterbrochen nach dem Gesetz der Association gehen. wenn ich sage: der Vater ist Ursache des Sohnes (versteht sich mit Entwickelung des ganzen Prozesses). ob nicht die Objekte an sich. Daraus entspringt der Unterschied zwischen Ursache in sich selbst oder ausser sich haben. indem wir sie auch in umgekehrter Ordnung vorstellen können. um sie dadurch zu Erfahrungen zu machen. Finde ich diese Stetigkeit in der Folge der Bestimmungen von eben demselben Bestimmbaren nicht. sind von der ersten Art.71 - den. d. daß diese Succeßion bloß willkührlich sey. h. woran wir es erkennen. so wie in unserm Subjekte. sondern mit der einer andern in Stetigkeit bringen läßt. und suche diese Stetigkeit zwischen beider auf einander folgende Bestimmungen: wie z. folglich zu jeder Zeit nur eine Art Folge wirklich seyn können): so können wir nicht wissen. so muß doch diese umgekehrte Folge der Succeßion zu einer andern Zeit. so gehören sie zur letztern Art: es ist noch immer Stetigkeit darin anzutreffen. Dieses letztere giebt uns die Vorstellung vom nothwendigen Zugleichseyn. daß die Bestimmungen nicht auf einander (in eben demselben Bestimmbaren) folgen.[141] . dgl. das Stetige in derselben aufzusuchen und die Lücken unserer Wahrnehmungen auszufüllen. Hier haben wir aber [142] ein Merkmal. werden sie aber durch eine äussere Empfindung unterbrochen. und Paul hat seine Stelle (ohne zu wissen wie) eingenommen. auf einander folgen. Denn da die Vorstellungen immer succeßiv sind (sollten wir auch finden. sondern Peter ist verschwunden.

daß wenn b gedacht werden soll. und beweise es auf folgende Art: Eine Bestimmung überhaupt ist etwas. Warum müssen sie aber zugleich in dieser Synthesis gedacht werden. daß es nicht zwei sich nicht ausschliessende Bestimmungen zu gleicher Zeit haben kann. d. h. [143] c ist entweder eine mittelbare oder eine unmittelbare Bestimmung von A. d.) folglich kann ich A b an sich und A c an sich denken. daß eine Substanz auch nicht zwei verschiedene Accidenzen zugleich haben kann. Nun aber behaupte ich auch. Hieraus folgt. b und c. was an sich nicht gedacht werden kann. [144] (es kann nicht in der Erfahrung gebracht werden). da sie doch keine Bestimmungen von einander sind? Folglich ist dieses Synthesis ganz willkührlich. Hieraus folgt. Im ersten Falle hat A in der That nur eine Bestimmung b. Bestimmungen von einander abgeben. sondern beide sind Bestimmungen von A unmittelbar. daß ein Bestimmbares (Subjekt) zwei sich einander ausschliessende Bestimmungen (Prädikate) wovon das eine eine Realität und das andere die Negation desselben ist. (und wie schon erwähnt worden.72 - [143] sind. im zweiten aber können b und c jedes ohne das andere gedacht werden (sonst müßten sie. und dieses hinwiederum von A. Laßt uns also annehmen. wider die Voraussetzung. wie schon bewiesen worden. oder c ist keine Bestimmung von b. sondern bloß als Bestimmung in Beziehung auf das Bestimmbare. so ist die erstere eine Accidenz der letztern. ein bestimmbares A hat zwei Bestimmungen zugleich. (aus der Natur der Bestimmung). Seite 88.) gezeigt: daß auch umgekehrt eine und dieselbe Bestimmung nicht verschiedenen Bestimmbaren zukommen kann. das bestimmbare A kann nicht zwei Bestimmungen b. so muß die Substanz mit jeder derselben succeßiv vorgestellt werden. und dieses auch nur eine c. h. Ich habe schon (im 4ten Abschnitt. Woher entstehet also die nothwendige Synthesis aller dreien a b c? Es ist wahr. [Neun-] . nicht aber zwei sich nicht ausschliessende Bestimmungen in einer Zeitfolge. c zugleich haben. nach dem Gesetz der Stetigkeit) in einer Folge der Zeit auf einander haben kann.. Denn kann die eine Accidenz ohne die andere nicht gedacht werden. entweder ist c eine Bestimmung von b. es mit A in Synthesi gedacht werden muß. und so ist es auch mit c. folglich können sie nicht zugleich in derselben Substanz wahrgenommen werden. kann eine jede derselben ohne die andere gedacht werden. nicht aber unmittelbar der Substanz.

so viel als nichts denken bedeutet. Man siehet hieraus. sie vielmehr unter der Form der Verschiedenheit zu subsumiren. und alsdann wird der Gedanke. denn es ist ein Zeichen und kein Zeichen zugleich. Wahrheit und Falschheit kann erstlich nicht von Gedanken. Der Unterschied beider [147] Arten des Widerspruchs bestehet darin. der Satz des Widerspruchs das oberste Kriterium derselben ist: denn obschon in diesem Falle im Objekt selbst kein Widerspruch anzutreffen ist. als einander zugehörend). sage. oder er ist keiner. subjektive. daher ist diese Synthesis nothwendig. das Zeichen aber in Beziehung auf denselben ist im letzteren Falle falsch. aber auch kein falscher. Ein rechtwinkligtes Dreieck z. ein Dreieck ist von einem Zirkel verschieden. in so fern er etwas materialiter Mannigfaltiges enthält. so findet er sich doch darin in Beziehung auf das Subjekt des Denkens. in so fern er sich auf etwas (eine gedachte Einheit) beziehen soll. oder die reelle Verknüpfung zwischen Subjekt und Prädikat. von Ausdruck als Ausdruck (in Beziehung auf den Gedanken) gebraucht werden. sondern er ist entweder ein Begrif. Zirkel). kann keine Bestimmung von Dreieck abgeben. . hingegen ist dieser Ausdruck.73 - Neunter Abschnitt. da sie an sich vorstellbar ist. weil ich bei diesem Ausdruck gar nichts denke: denn die schwarze Farbe. und die Einheit desselben oder die reelle Verknüpfung zwischen Subjekt und Prädikat (Bestimmbares und Bestimmung) einsehe. logische. worauf er sich nicht beziehen kann.[145] [145] . sondern von Zeichen als Zeichen. und ist also w a hr : denn das Rechtwinkligtseyn ist ein Verhältniß im Dreieck. falsch. das also an sich nicht gedacht werden kann. die doch zu jedem Begrif. die Verbindung beider. daß auch in diesem Falle. ein viereckigter Zirkel. ist ein wahrer Begrif. wenn ich z. folglich fehlet mir hier die Einheit der Inhärenz. B. Folglich hat dieser Ausdruck eine Bedeutung. ich brauche nur. objektive. metaphysische. anstatt daß ich sie unter der Form der Bestimmung subsumire. In Ansehung des Gedankens an sich betrachtet giebt es keinen wahren und falschen Begrif. die Theile der Materie (Viereck. das rechtwinkligt-seyn aber als seine Bestimmung wirklich denke. weil ich bei diesem Ausdruck das Dreieck. wo Falschheit in Ansehung des Begrifs. als etwas Bestimmbares. erforderlich ist: folglich ist der Begrif an sich bloß problematisch. B. Wahrheit. so ist bloß die Form. können dieselben bleiben. Hingegen ist ein [146] schwarzes Dreieck kein wahrer Begrif. auch falsch.

im Gebrauch der Worte als leere Töne. nicht aber das Prinzip. ein Theil ist größer als das Ganze. nicht nur deswegen. aber nicht Wahrheit selbst. h. sondern auch absolut. Freilich werden diese Folgen sowol als ihre Prinzipien von keinem praktischen Gebrauch seyn.: unter Voraussetzung.. hingegen ein schwarzes Dreieck kann unter keiner Form subsumirt werden. Alle Sätze (auch die metaphysisch falschen) könnten als Prinzipium der logischen Wahrheit gebraucht werden.74 - [148] wahr seyn. d. die von jenen Folgen verschieden sind. sowol als aus dem gegengesetzten Axioma Folgen. Hätte Euklides an-[149]statt seiner metaphysisch wahren Axiomen falsche angenommen. sondern dieser Summe plus der Hälfte derselben gleich ist: so wird daraus nothwendig folgen. aber ich betrachte auch hier bloß ihren Gebrauch im Denken. daß ihm ein Gedanke entspreche. sondern es ist ein Denken oder kein Denken. Bestimmungen der Figur. nicht aber das andere (Schwarze). was die Philosophen mit ihrem Unterschied zwischen Wahrheit im Reden und Wahrheit im Denken haben wollen? Im Reden an sich. Wahrheit bloß den Gang des Verstandes. den Gesetzen des Denkens gemäß. so würde ich daraus. weil. auch nicht das Resultat. d. d. daß diese falschen Sätze wahr sind. Figur. wozu er zuletzt gelangt ist. Die aus der Verknüpfung herausgebrachten Resultate sind Produkte der Wahrheit. so muß dieses und dieses daraus folgen. Logische Wahrheit ist die Verknüpfung der Objekte des Denkens (Begriffe). herleiten. daß dem Aus-[148]druck kein Gedanke entspricht. und man doch vorgiebt. meiner Erklärung zufolge. die sich einander heben. aber nicht Wahrheit selbst. giebt es auch keine Wahrheit. wovon er ausgegangen. den Gesetzen der Verstandes gemäß. Zwar . daß dem Ausdruck ein Gedanke entspreche. giebt es gewiß keine Wahrheit. im zweiten hingegen ist nur das eine (Dreieck). Nehm ich an. Ich nehme z. und dgl. B. Die Axiomata (in so fern sie durch keine Verknüpfung herausgebracht worden sind. h. Falschheit aber das Gegentheil. daß er nicht deswegen ein kleineres oder schlechteres Werk der Welt hinterlassen hätte. Im ersten Falle sind beide. was wir von ihm noch jetzt haben. d. Nun mögte ich gern wissen. Wahrheit ist also die besondere Beziehung des erstern auf das letztere. oder seine gesetzmäßige Art zu denken bedeutet. h. sondern dreimal so groß ist. als der an der Peripherie. im Denken an sich ohne alle Zeichen. an: daß der äussere Winkel eines Dreiecks nicht der Summe der beiden gegenüberstehenden inneren Winkel. als dasjenige. denn sonst wäre es ein leerer Ton.) sind die Elemente der Wahrheit. daß der Winkel am Mittelpunkt des Zirkels nicht zweimal (wie er wirklich ist). weil man aus falschen Prinzipen zufälliger Weise Wahrheiten herausbringen kann. h. eine Bestimmung vom Subjekt. so bin ich doch sicher.

obschon nicht bestimmte Gegenstände beziehen. ohne welchen sie auch im Denken keinen Gebrauch haben werden. Diese Behauptung befördert nicht nur das Interesse der Vernunft. Eine von irgend einem besondern denkenden Wesen erkannte Wahrheit ist in so fern bloß eine subjektive Wahrheit: wird sie aber von demselben so erkannt. Die Beziehung dieser Wahrheit auf bestimmte Gegenstände ist bloß zufällig. ein. daß sie auch von jedem denkenden Wesen überhaupt. und durch dasselbe begriffen werden. wie auch die der categorisch-hypothemisch und disjunktiven Sätze. was darunter subsumirt wird. Unsere sinnlichen Anschauungen z. so kann ich unter a und b nicht bloß Objekte des Denkens überhaupt. [151] weil sie sich nothwendig auf bestimmbare. als ein Thaler ist. so ist sie eine objektive Wahrheit. die ganz andere Formen der Anschauungen. einen Groschen dafür bezahlen sollte. sondern bestimmbare denken. Logische Wahrheit ist bloß der Satz des Widerspruchs.[150] . und alles. folglich haben diese Formen selbst. daß ich nach dieser Voraussetzung meinem Gläubiger. oder a ist Bedingung von b. wenn ich sage. wo es keine wichtige Folge hat. metaphysische Wahrheit. als ihre entgegengesetzten Wahrheiten. h. dem ich einen Thaler schuldig bin. und durch dieselben begriffen werden. was darunter subsumirt wird. Ich theile daher lieber die Sätze in reelle und nicht reelle. der Unterschied zwischen den reellen und nicht reellen (in Ansehung des Denkens) wird bloß darin [150] bestehen. daß nämlich die letztern zum wenigsten einen reellen Satz erfordern. unsern Eifer in Beibringung der Wahrheit und Benehmung des Irrthums in etwas mäßigen sollen: denn es kann allerdings Falschheiten geben. weil sie von jedem Gegenstand überhaupt gelten. denn ein Objectum logicum kann von einem Objecto logico d. von sich selbst nicht verschieden seyn. bloß subjektive . oder der davon abgeleitete Satz der Identität und alles. weil diesem zufolge ein Groschen noch mehr. dieses thut aber im Gebrauch des Verstandes nichts. statt der wahren und falschen. in so fern es ein solches ist. nämlich den Satz des Widerspruchs. sondern sie hat auch zu ihrem Gebrauch in der Moral ihren Nutzen. daß wir nämlich in solchen Fällen. So ist es auch . bloß subjektiv. dafür erkannt werden muß. B.75 - würde es der Richter nicht zugeben. dem a als Subjekt kommt b als Prädikat zu. Soll ich a von b als verschieden denken. in so fern sie gewissen Formen gemäß sind. obschon sie in uns a priori sind. denn es kann immer denkende Wesen geben. haben. als wir. die einem gewissen Menschen viel nützlicher sind. Subjektive und objektive Wahrheit. indem sie uns neue Aussichten zu ihrem Gebrauch eröfnet (daß wir zum Beispiel eine neue Mathematik erfinden könnten). hingegen ist die Form der Verschiedenheit. sind.

zu bestimmen. nothwendig enthalten seyn muß. was er doch unter dem Ausdruck: denkendes Wesen verstehe. niemand seinen Zweifel so weit treiben kann. der vorgegeben habe. wir haben noch nie einen Menschen angetroffen. denn indem er sagt: vielleicht giebt es denkende Wesen mit ganz andern Formen als die unsrigen. denn wenn ich z. jemanden einen mathematischen Satz dadurch bewiesen habe.. der allgemeine. in so fern sie denkende Wesen sind. Mit dem zweiten hat es auch keine Gefahr. so muß er [153] doch gestehen. wenn er sich selbst nicht widersprechen will. und so ist es auch mit den Formen unsers Denkens beschaffen. in einer Synthesis) denken kann. gewisse objektive Wahrheiten zuzugeben. denn es kann immer denkende Wesen [152] geben (problematisch).76 - [152] Realität. B. d. Die Geschichte aller Zeiten und Länder. was dieses Gemeinschaftliche sey. aber vielleicht giebt es Wesen. Erscheinungen (wenn sie welche haben) verknüpfen. daß er einen Widerspruch (Dinge die sich einander [154] widersprechen. objektive Wahrheit. etwas mit uns gemein haben müssen. und er mir sagte: es folgt ganz richtig aus der Form unsers gemeinschaftlichen Denkens. in so fern es ein solches ist. so ist dieses allein schon hinreichend. daß näm- . daß wir in der That kein Kriterium der objektiven Wahrheit haben. folglich ist dasjenige. die durch ganz andere Formen. und so bald er sich darüber erklärt haben wird. die Realität der objektiven Wahrheit zu beweisen. So wie in jedem besondern Begrif. Ich will freilich nicht auf mich nehmen. Es ist aber zu bemerken. besonders die Geschichte der Künste und Wissenschaften. daß im ersten Falle. daß dieses Gemeinschaftliche bloß im Subsumiren des Mannichfaltigen unter einer Einheit überhaupt bestehe. das muß vielmehr mein Gegner thun. was von irgend einem denkenden Wesen. und sie dadurch zu Gegenständen des Verstandes machen. so wird er sich auch gezwungen sehen. so würde ich freilich nichts mehr mit ihm zu thun haben. h. er muß bestimmen. Gesetzt. so würde ich ihm antworten: daß mein Satz in der That nur für uns beide. die diese Form nicht haben. so werden wir finden. daß diese denkenden Wesen. nicht aber für solche Wesen gelte. daß dieser Zweifel unserm Denken gar keinen Abbruch thun kann. für Wahrheit erkannt wird. Es scheint. worunter er gehört. zeigt uns vielmehr das Gegentheil. so muß auch hier in jeder subjektiven Wahrheit etwas objektives enthalten seyn. dieses Mannichfaltigen und diese Einheit mag von der unsrigen noch so sehr verschieden seyn. Wollen wir aber die Sache genauer erwägen. daß ich das Gegentheil auf einen Widerspruch reduzirte. Sollte er aber gar behaupten: daß die Form seines Denkens von der meinigen verschieden sey.

77 lich Menschen immer einander belehret.. . woraus die gemeinschaftliche Form ihres Denkens nothwendig folgen muß. und von gewissen Wahrheiten überzeugt haben.

Über das Ich. so würde daraus niemals ein Ge- . Dualismus etc. ich denke bloß eine Substanz. weil ihr keine Anschauung subsumirt wird. nämlich die Einheit des Bewußtseyns. ist Substanz. und erhalten durch ihre Anwendung auf ein Schema ihren rechtmäßigen Gebrauch. denn diese bekommen bloß durch ihre Beziehung auf bestimmte Gegenstände der Erfahrung. wichtige Untersuchung! Das was unter dem Worte ic h in der Psychologia rationalis verstanden wird. B. d. es wird aber dadurch keine Anschauung als Einheit (Einfach) gedacht. kann keine Anschauung. sonst wäre gar kein Denken möglich. etwas außer mir. denn dieser transscendentale Begrif ist weit entfernt. nicht aber das Subjekt des Denkens selbst. und daher kann ich freilich sagen: ich bin Substanz. denn nur dadurch ist der Gedanke z. Was bin ich? eine nach dem berühmten Delphischen Ausspruch: γνω̃θι σεαυτον. Dreieck möglich. ich kann sie aber keinesweges erkennen. So ist es auch mit der Einheit (Einfachheit) freilich muß der Begrif von Ding überhaupt eine Einheit seyn. [157] Das i c h muß freilich selbst bei verschiedenen Zeiten mit sich selbst einerlei seyn.78 - [155] [155] Zehnter Abschnitt. der Begrif von Ding überhaupt ist beharrlich in der Zeit. nicht aber [156] ein bestimmter Gegenstand (eben darum. ist. Es kann also zwar dadurch ein Gegenstand überhaupt gedacht. ihre Bedeutung. sie sind etwas Angeschauetes oder Gedachtes. (wenn schon a priori) kein Begrif seyn. (weil Zeit ohne Ding nicht gedacht werden kann) das heißt aber.. Es kann also nichts anders. Und so auch mit der Persönlichkeit (Einerleiheit des Bewußtseyns zu verschiedenen Zeiten). ein Individuum zu bestimmen. Idealismus. Ich kann also von diesem i c h keine Kategorie gebrauchen. denn diese sind was sie sind. als die allgemeinste Form des Denkens und Anschauens überhaupt seyn. h. weil ich die Vorstellung von drei Linien auf die des Raums beziehe: hätte ich also die erstere. sondern er bestimmt gar kein Objekt. und ein anderes denkendes Wesen die letztere. Materialismus. oder es muß zu allen Zeiten ein Ding geben. weil es allen Gegenständen gemein ist) erkannt werden. (welches das Wort: i c h ausdrücken soll). die eine Bedingung aller Anschauungen und Begriffe überhaupt. Ich kann also nicht sagen: i c h oder dieses denkende Vermögen überhaupt.

h. meinen Stand nicht in Ansehung der Gegenstände in derselben verändere. so auch wenn ich z. sondern bloß eine subjektive Form unserer Sinnlichkeit. . sind Beharrlichkeit und Wechsel. daß wir keine Psychologia rationalis haben können. Das hat alles seine Richtigkeit. d. die in mir wechseln. dgl. d. muß mein I c h . h. nicht objektiv. oder eine Art. Man siehet hieraus. und so auch umgekehrt. Folglich gilt das subjektive Urtheil: mein Ich muß zu aller Zeit in Ansehung meines Bewußtseyns mit sich selbst einerlei bleiben. diese aber können nur in Beziehung auf einander vorgestellt werden: ich kann nur sagen: daß etwas beharrlich ist in Beziehung auf etwas Wechselndes. sondern eine Vorstellung von mir ist. das mit ihm verknüpft ist. etwas Beharrliches seyn. h. So wie wenn ich z. B. worauf alle seine Vorstellungen sich beziehen müssen. bei dem mein Ich. meine Vorstellungen: ein anderes I c h aber. aber da die Zeit nicht etwas Objektives. es kann aber selbst in Ansehung eines andern Wechselnd seyn.[158] . dieses Urtheil dächte: a ist b. m. sondern diese wie alle seine übrige Vorstellungen müssen sich auf sein Ich beziehen. bei dem diese Vorstellung nicht wie bei mir dasjenige ist.79 - danke entstehen können. daß mein Ich auch in Ansehung eines andern Bewußtseyns mit sich selbst einerlei bleiben muß. wohl aber eine empirische Psychologie. ein [159] Objekt bestimmenden Begrif von ihrem Vorwurf haben. d. weil wir keinen. kann dieses mein Ich als Vorstellung in ihm. In Ansehung der Folge meiner Vorstellungen auf einander. B. die am Ufer als ruhig angesehen werden. ich deswegen sammt dem Schiffe in Ansehung der Gegenstände. die Objekte (Anschauungen) auf einander zu beziehen. sonst wären sie nicht alle. u. meinen Stand verändern kann. ist. oder ein anderes denkendes Wesen. so ist hier auch der Fall. ein anderer aber dieses: b ist c. in Ansehung seines Ichs. in meiner Kajüte im Schiffe unbeweglich [158] bleibe. als wechselnd denken. das sie alle begleitet. so muß zwar mein i c h in Ansehung meiner Vorstellungen. so würde daraus niemals der Schußsatz a ist c entspringen. die besondere Bestimmungen der Objekte in derselben. nicht ich selbst. als beharrlich (Substanz) angesehen werden.

sie beziehen sich auf dasselbe als Prädikate auf ihr Subjekt. u . Wir nehmen daher an. Vorstellungskräfte denken. oder die . so könnte doch deswegen Materie (ihr transscendentales Objekt) existiren. und worauf sie sich als Vorstellungen beziehen. so können auch wir. Der Dualist sagt: die inneren und äusseren Wahrnehmungen sind zu sehr heterogen. Zeit.) anzunehmen. vom transscendentalen Objekt der andern verschieden: existirte keine Materie. die ich mir in der Zeit. Stellen wir uns vor: dieses Etwas existire nicht. d. Der Idealist wird sich so ausdrücken: daß Mannichfaltige als ein solches. Folglich existirt nichts an sich. als verworrene Gedanken von den Beziehungen und Verhältnissen der Dinge zu einander. diese können wir nicht als nach Analogie mit uns selbst. wäre aber keine Vorstellungskraft. h. und dieses Etwas nenne ich mit Recht Materie. so könnten wir keine Vorstellungen von [Dingen][161] Dingen im Raume haben. d. das der letztern Art Wahrnehmungen zum Grunde liegt. die ich im Raume vorstelle. ist etwa Mannichfaltiges: unsere innere so wohl als äußere Wahrnehmungen sind Modifikationen dieses Etwas. aber deswegen könnte doch die Vorstellungskraft existiren. Soll jeder dieser Sektirer sich selbst verstehen. sind nichts anders. daß der transscendentale Gegenstand. M a t e r i a l i s m u s . außer: Materie. oder das Substratum. ausser der Vorstellung. Aber ich möchte doch gern fragen: was zwingt diese alle.80 - [160] I d e a l i s m u s . so muß sich der Materialist folgendermaaßen ausdrücken: ich muß zwar den Unterschied gestehen. so wird doch die Existenz dieses Etwas nicht gehoben. [160] (die Einheit dieses Bewußtseyns in allen diesen Wahrnehmungen) samt diesen Wahrnehmungen selbst nicht existiren: heben wir aber unsere Existenz in Gedanken auf. Die Vorstellungen. um für blos verschiedene Grade oder Modifikationen eben desselben Wesens gehalten zu werden. eben dasselbe sey. die Existenz eines transzendentalen Objekts (vom dem sie doch nicht das mindeste wissen. s . kann nicht existiren: denn dieses ist eine Apprehension der Einheiten. D u a l i s m u s . zwischen den innern Wahrnehmungen. Raum. und den äußern. und daß sie zwei ganz heterogene Arten sind: ich behaupte aber doch. was unabhängig von unserer Vorstellungsart an sich existirt. das Reelle. und was dadurch bestimmt wird. das transscendentale Objekt der einen ist. folglich existiren nur Einheiten außer der Vorstellung. h. w .. das dem erstern zum Grunde liegt.

jeder Theil oder Merkmal derselben aber in Beziehung auf die übrigen das Ganze vorstellt.81 - Modifikationen ihres Bewußtseyns auf etwas ausser demselben zu beziehen (wie schon das Wort Vorstellung anzeigt). dieses zu enträzeln. daß nicht die Zusammennehmung dieser Merkmale in einer einzigen Anschauung. was nicht an sich. ausser der Vorstellungskraft. das alles sei bloß Modifikation der Vorstellungskraft.[162] . vorzüglichen Dichtigkeit und Härte u. nämlich der Materialist verstehet unter Materie das bloß Gegebene. d. Laßt uns also versuchen. Das Gold z. ist bei ihm eine bloße Idee. das an sich durch keine Operation der Vorstellungskraft ist. Ein Objekt des Denkens ist etwas Mannigfaltiges. als das objektive Substratum: [163] (weil wir uns in der That darunter gar nichts vorstellen. Man siehet hieraus. sich auf etwas anderes ausser dieser Anschauung beziehet. so bliebe doch dieser Stof an sich.. dieses ist der Kantischen Transzendentalidealismus und empirische Realismus. nicht jedes deren an sich. z. den wir durchs Denken zu verschiedenen Objekten machen. sie könnte aber alsdann nur Gegenstände im Allgemeinen denken. So ist es auch mit einer bloßen Synthesis der Einbildungskraft beschaffen. sie liefern uns den Stof. Verwirft man aber die Vorstellung eines Gegenstandes. wäre die leztere nicht. sondern bloß in Beziehung auf das andere gedacht werden kann. Übrigens können wir die verschiedenen Arten der Wahrnehmungen nicht läugnen. die Zusammennehmung dieser Eigenschaften in einer Anschauung macht das Wesen des Goldes aus: jede derselben [162] ist ein Merkmal oder Vorstellung desselben.) so kann man alle diese Meinungen leicht vereinigen. B. ein rechtwinkligtes Dreieck u. vielleicht wird es uns glücken. obgleich es nicht durch irgend eine Operation derselben (unserm Bewustseyn nach) hervorgebracht wird. w. Der Idealist aber behauptet. wäre aber dieser Stof nicht. Dasjenige in dem Mannigfaltigen. das Prädikat dieser Synthesis ist ein Merkmal oder Vorstellung dieser Synthesis. und aus ihrer Verschiedenheit blos einen Wortstreit machen. nicht aber besondere Gegenstände erkennen. als eine Einheit betrachtet. Nach dieser Erklärung brauchen wir also kein transzendentales Objekt anzunehmen. Die Objekte im Raume sind in Ansehung ihres Stofs reel. sondern das Ganze dieser Synthesis sich selbst. bestehet aus der Ausdehnung. s. Er behauptet daher. so könnte doch die Form existiren. oder die Vorstellungskraft. er hätte nur diese Form nicht. folglich auch das . der keine Existenz beigelegt werden kann. daß bloß Materie an sich nicht als Modifikation der Vorstellungskraft existirt. h. das Ich selbst. Undurchdringlichkeit. dgl. B. ihrer Form nach aber von derselben abhängig.

so wird jener = ∞. daß er vom Secans geschnitten werden soll u. die Vorstellungskraft selbst aber als Bedingung aller Existenz nothwendig existiren muß. und obschon sie selbst eine bloße Vorstellung ist. so kann es doch in seinen Modifikationen durch eine Näherung zu demselben bis ins Unendliche als Objekt bestimmt gedacht werden. obschon die völlige Erreichung derselben selbst nicht bloß eine Idee ist. Wir haben also nicht nur eine Methode. denn was als ein bestimmtes Objekt gedacht wird. aber ihre völlige Erreichung ist nicht bloß eine Idee (in [165] so fern diese Reihe ins Unendliche fortgesetzt werden muß). wodurch man sich beständig von der Materie entfernet. und je länger . sondern auch eine praktische Regel. was als Objekt gedacht. daß wenn schon es nicht an sich als ein Objekt bestimmt werden kann. gedacht [164] werden kann. indem es ein Objekt und kein Objekt zugleich ist. ein Beispiel dieser Art Idee ist eine irrationale Wurzel. Dieser nimmt immer mit dem Bogen zu. weil ihm die Bedingung fehlt. je allgemeiner die Modifikationen unsres I c h s werden. und doch nicht als ein solches bestimmt.82 - [164] Gegebene keine Existenz an sich hat.) es ist aber zugleich ein reelles Objekt. Auf eine ähnliche Weise verhält es sich auch mit dem Sinus eines Bogens. desto mehr werden wir Substanz (Subjekt unsrer Vorstellungen. nicht das Ich. Wir können sie freilich nicht als ein bestimmtes Objekt denken.. sondern sie enthält eine Unmöglichkeit. desto mehr werden sie unter einander verknüpft. gedacht wird. wird dieser = 90Gr. sondern etwas von demselben verschiedenes ist. wie wir uns zu der Idee I c h immer in der Konstruktion nähern können. und der Form immer nähert. so ist diese doch zugleich das Ding selbst.. wir können uns durch eine unendliche Reihe immer zu derselben nähern. und desto einfacher werden wir dadurch. daß mein I c h zwar eine bloße Idee (in so fern es durch nichts bestimmt. immer als solche mehr Realität erlangen.) und je allgemeiner diese werden. Diese beständige Näherung geschiehet durch eine immerwährende Absonderung und Allgemeinmachung der Begriffe und Urtheile. indem eine irrationale Zahl nie rational werden kann. es ist also das einzige in seiner Art. so behaupte ich mit dem Idealisten. Denn wie ich schon bemerkt habe. Man kann auch den Dualist mit diesen beiden vereinigen. wodurch wir gleichsam in uns selbst gehen. dgl. oder besser. sondern sogar einen Widerspruch enthält. der Sinus eines Bogens zu seyn. aber es hört zugleich auf. Was aber mich anbetrift. weil es seiner Natur nach durch nichts ausser sich selbst bestimmt werden kann. ich füge noch hinzu.

um desto mehr werden wir zu verschiedenen Zeiten mit uns selbst einerlei.83 - die [166] Reihe der auf diese Art verknüpften Vorstellungen wird.[166] . . das heißt: einen desto höheren Grad Persönlichkeit bekommen wir dadurch. und so ist es auch mit allen in der Psichologie abgehandelten Eigenschaften unsres I c h s oder S e e l e .

E mp findu ng ist eine Modifikation des Erkenntnißvermögens. B. Die erstere heißt die Materie. in so fern sie im Leiden gegründet ist. Einige Materien sind hier umständlicher als im Werke selbst. A p r i o r i absolut betrachtet. und alles. oder wo das Objekt bloß durch [169] Verhältniß bestimmt wird. (die wir aber nie erreichen können. Meine Absicht ist hier. was man von demselben als ein solches behaupten kann. ist nach Ka nt eine Erkenntnißart. dieses ist aber eine bloße Idee. zu der wir uns durch Verminderung des Bewußtseyns immer nähern. so daß er dadurch den Statum Controversiae auf einmal übersehen kann. So ganz kurz mag zwar diese Übersicht nicht seyn. die Resultate des Ganzen in angemessener Ordnung dem Leser vor die Augen zu legen. behandelt worden. wie z. . E r s c h e i n u n g ist eine unbestimmte Anschauung. V. das bloß durchs Leiden (ohne Spontanität) in ihm wirklich wird. die vor aller Empfindung im Gemüthe seyn muß. eine Erkenntnißart die der Erkenntniß des Gegenstandes selbst vorhergeht. Doch sind wiederum andere hier entweder gänzlich weggelassen. die Objekte der reinen Arithmetik. Nach mir hingegen ist a priori. h. absolut betrachtet.84 [167] [167] Kurze Übersicht d e s g a n z e n W e r k e s . A n s c ha u u ng ist eine Modifikation des E. oder nur berührt worden. der Begrif eines Gegenstandes überhaupt. weil der Mangel alles Bewußtseyns = 0 und folglich keine Modifikation des Erkenntnißvermögens seyn kann. die letztere aber die Form derselben. das zum Theil durchs Leiden. [168] Kurze Übersicht des ganzen Werkes.. zum Theil aber durchs Handeln in ihr wirklich wird. d.

obschon sie materialiter (in Zeit und Raum) a priori sind. nach mir hingegen. denn das [171] Faktum oder die Wirklichkeit derselben ist Beweis genug von ihrer Möglichkeit. ist r e i n dasjenige. daher so lange wir keine Vorstellung vom Gegenstand haben. weil der Satz der Identität die allgemeinste Form unserer Erkenntniß ist. und dies wiederum auf zweierlei Weise. d. bis ich eine Vorstellung von einer geraden Linie [170] werde erlangt haben. (unter dem Vorwande. so brauche ich nicht erst die Bestimmung mit einander zu vergleichen. wo nichts was zur Empfindung gehöret. Die Grund hiervon liegt darin. denn wenn ich eine anschauende Erkenntniß davon habe. was zur Anschauung. ihr Princip ist der Satz des Widerspruchs (oder der Identität) wenn aber die Erkenntniß der Objekte der Vorstellung des Verhältnisses vorausgehen muß. Hingegen. ich weiß nicht. und wird bloß in der symbolischen Erkenntniß gebraucht. in so fern sie bloß unvollständige Handlung ist. ob ihm diese Form zukomme. Die Möglichkeit eines Begrifs kann zweierlei Bedeutung haben: 1) Die Abwesenheit eines Widerspruchs. 2) Einen reellen Grund der Möglichkeit. Gesetzt ich habe keine Vorstellung von einer geraden Linie. worin nichts. vielleicht auch nein. vielleicht ja. worunter dieses Verhältniß angetroffen wird. R e i n ist nach K a nt dasjenige. d. sondern ich werde mit meiner Antwort sogleich bei der Hand seyn. Hieraus folget. daß eine gerade Linie die kürzeste ist. daß dieses unmöglich sey. ob sie sich nicht widersprechen. h. wir nicht wissen können. a posteriori. so heißt es in diesem Verstande. nur eine Beziehung. daß die Axiomen der Mathematik. aber nicht bloß in der Combina- . entweder es bedeutet die Abwesenheit eines Widerspruchs. sie mögen übrigens beschaffen seyn wie sie wollen. angetroffen wird. wodurch wir diesen bestimmten Gegenstand denken. und jemand fragte mich: kann eine gerade Linie zugleich nicht gerade sein? so werde ich gewiß nicht mein Urtheil verschieben. oder nicht.85 Erkenntniß a priori im engsten Verstande und absolut betrachtet. h. so sind sie formaliter es doch nicht.[170] . was eine gerade Linie sey) bis ich die Vorstellung davon erlangt habe. Fragt er mich hingegen: ist eine gerade Linie die kürzeste? so werde ich antworten: ich weiß nicht. ist also die Erkenntniß eines Verhältnisses zwischen Objekten auch vor die Erkenntniß der Objekte selbst. folglich von allen Gegenständen überhaupt. ist bloß die Form. um zu sehen. gelten muß. angetroffen wird. keine Erkenntniß a priori sind. oder ein Verhältniß (als eine Verstandeshandlung) ist rein.

der auf keinen bestimmten. daß es möglich sey. und die Gleichheit der Sei-[172]ten bloß hinzudenke. denn woran sollte er die Unmöglichkeit erkennen. da er vom Gegenstande keine Vorstellung hat. sondern im Objekte selbst. da es [173] in der That keine giebt? vorzubeugen. oder wenn mir der Ausdruck erlaubt ist. weil sie nämlich auf dem Satz des Widerspruchs beruhen. und so ists auch mit den Urtheilen a priori. h. Hier ist nicht der Fall wie wenn man ihn fragte: ist ein nicht ausgedehnter ausgedehnter Punkt möglich? wo er gar nicht nöthig hat. Ich bemerke aber. indem er einige synthetische Sätze sowohl aus der Mathematik. die Nothwendigkeit der Möglichkeit. sagen. a priori seyn? Um aber die Einwendung die man ihm machen könnte.. und man fragte ihn: ist ein ausgedehnter Punkt möglich oder nicht? so wird er bloß auf die Regeln der Kombination sehend. aber diese Möglichkeit ist doch bloß willkührlich. konstruire ich hingegen ein gleichseitiges Dreieck. jemand hat keinen Begrif von einem Punkte. bei denen der Umkreis eines jeden im Mittelpunkt des andern trift. zu wissen. sondern auch die Begreiflichkeit der Entstehungsart dieses Reellen. ist wohl begreiflich. was ein Punkt ist. sucht Hr. um von der Unmöglichkeit dieses Begriffes überzeugt zu seyn. sondern auf einen Gegenstand überhaupt sich bezieht. daß ich .86 - [172] tion der Symbole. Oder es bedeutet nicht nur. Herr Ka nt wirft die Frage auf: wie sind synthetische Sätze a priori möglich? Die Bedeutung dieser Frage ist diese: daß analytische Sätze a priori möglich sind. daß wenn schon dergleichen Sätze Nothwendigkeit ausdrücken. vermöge zweier gleichen Zirkel. daß sie (objektive) Nothwendigkeit enthalten. Gesetzt. Der Begrif eines gleichseitigen Dreiecks ist. folglich müssen sie auch vor der Vorstellung des bestimmten Gegenstandes im Verstande anzutreffen seyn. nämlich. Ka nt erstlich das Faktum selbst außer Zweifel zu setzen. wie können sie also der Vorstellung vom Gegenstande selbst vorausgehen. es deswegen doch nicht ausgemacht ist. indem ich ein Δ überhaupt konstruire. zwar möglich in voriger Bedeutung. daß das Symbolum realisirt werden kann. die synthetische Sätze hingegen beziehen sich auf einen bestimmten Gegenstand. folglich a priori seyn müssen. als aus der Naturwissenschaft anführt. weil hier der Widerspruch schon in der symbolischen Combination anzutreffen ist. was braucht man nach der Möglichkeit synthetischer Sätze zu forschen. d. so sehe ich dadurch die Nothwendigkeit der Gleichheit der Seiten und folglich auch die Möglichkeit des Begrifs. die Nothwendigkeit ausdrücken.

auch umgekehrt seine Richtigkeit haben. w. ist. gar keine Bedeutung hat. wohl aber die angewendete und die Naturlehre. etwas als wahr anzunehmen. so ist dieser Satz: die gerade Linie u. weil der Grund dieses Urtheils im Objekt liegt. so bleibet hier zum [174] wenigsten das Faktum ungewiß. vor die Gegenstände der Sinne selbst ist. daher ist es bei mir subjektiv zur Nothwendigkeit geworden u. so u. von eben solcher Evidenz. dgl. wie der Satz des Widerspruchs. kann daher rühren. wo es nicht angetroffen wird. ja nicht einmal vor Erkenntniß des Gegenstandes des Urtheils selbst. Wollen wir aber die Sache genauer betrachten. und wenn Herr Kant auch bewiesen hat. w. urtheile. und soll das von mir vorher angegebene Criterium der Sätze a priori. wie ich glaube. ich werde immer behaupten können. Die objektive Nothwendigkeit aber kann nur denjenigen Sätzen beigelegt werden. so werden wir finden. muß denn diese subjektive Nothwendigkeit nicht einen objektiven Grund haben? Hierauf antworte ich. In Ansehung der Evidenz in Wissenschaften müssen wir auf die Allgemeinheit der Sätze Acht haben. daß Raum eine Form a priori ist. und dieses auch . Aber. um die objektive Nothwendigkeit desjenigen zu beweisen. soll es aber nur dazu dienen. daß der Ausdruck: objektive Nothwendigkeit. daß. wenn die Seele einfach ist.. ja freilich muß sie es. s. w. wird auch nicht schlimmer daran seyn. so wie man in jenen Wissenschaften dadurch. auch keine objektive Nothwendigkeit da ist. h.[174] . und ein Faktum das ungewiß ist. die sich auf einen Ge-[175]genstand überhaupt beziehen. so kann es nur nach erlangter Vorstellung des Gegenstandes selbst gefällt werden. aber eben darum. weil ich es immer so wahrgenommen habe. indem Nothwendigkeit immer einen subjektiven Zwang. so ist sie unzerstörbar u. Die reine Mathematik wird zwar durch diese Zweifel nichts verlieren. die objektive Nothwendigkeit enthalten. wenn eine grade Linie die kürzeste ist. daß man das hypothetische absolut macht. aber keine objektive Nothwendigkeit. so kann es auch mit der Metaphysik seyn. d. nicht aber vor allen Gegenständen überhaupt. im Gebrauche dieser Sätze ziemlich gut fortkommt. wo es angetroffen wird. Dieser Satz hat also einen hohen Grad von Wahrscheinlichkeit. wird man sagen. als der Satz: eine grade Linie u. der Satz: alles hat seine Ursache. B. so kö n ne n nicht nur diese hier angeführten bloß subjektiv s e y n . s. materialiter. ist gar kein Faktum.87 - z. Die Metaphysik. als spekulative Wissenschaft. d. weil hier dieses Criterium nicht angetroffen wird. dgl. auch nur in dieser Bedeutung a priori. bedeutet. sondern sie sind es gewiß. h. eine grade Linie ist die kürzeste zwischen zwei Punkten. denn ihre Sätze können aus ihren Axiomen hypothetisch hergeleitet werden. s.

es kommt nur auf den richtigen Gebrauch dieser Sätze an. nun aber kann hier diese Bestimmung des Subjekts aufs Prädikat keinen Einfluß haben. als die der Größe. Ja es liegt schon in den Worten selbst. wird gerade seyn. Wird man sagen: vielleicht gilt dieser Satz nur zwischen zween Punkten von der Entfernung. Sie muß aber auch gerade seyn. man wollte denselben auf irgend einen besondern Fall anwenden. so ist es uns gleich viel. daß auch ihre Hälfte die gerade und kürzeste zwischen a und b seyn wird. die ich schon ins Prädikat gebracht. vielleicht ist die gerade Linie in der doppelten Entfernung nicht . daß es von den Punkten in der Entfernung a b. so kann ich statt b c die a b substituiren. folglich muß dieses Urtheil allgemein seyn. weil sie das Prädikat selbst ist. sich in dessen Gebrauch zu irren. denn wäre a b nicht die kürzeste. denn dadurch. so wäre zweymal a b = a c nicht die kürzeste. a c sey (vermöge der Konstruktion) sowol die gerade als die kürzeste Linie zwischen a und c. So kann man auch umgekehrt beweisen. daß ich die a c in die Hälfte getheilt. daß a b sowol die gerade als kürzeste zwischen a und b ist. durch Construktion. folglich ihre Natur nicht verändert. sowol die gerade als die kürzeste zwischen a und c seyn muß. folglich a c = 2 a b. ich sage also. daß die kürzeste Linie zwischen a und [und][177] und c nicht die gerade a c seyn wird. Denn wenn ich sage. denn gesetzt. weil ein allgemeinerer Satz nicht mehr wahr ist. als ein weniger allgemeiner. er mag an sich mehr oder weniger allgemein seyn. nun aber habe ich angenommen. der Punkt b alsdenn in c kommen muß. d. je weniger läuft man Gefahr. wider die Voraussetzung. Laßt uns setzen. weil das allgemeine im besondern nicht enthalten ist. sondern a d c. habe ich sie deswegen noch nicht aus ihrer Lage verrückt. desto allgemeiner muß das von ihm gefällte Urtheil seyn.. Wenn man einmal von dem Umfange eines Satzes vest überzeugt ist. E i n e g r a d e L i n i e i s t d i e k ü r z e s t e z w i s c h e n z w e e n P u nk t e n. nicht c d b a aber von den Punkten in der dop- pelten größern Entfernung a c gelte. von dieser Art sind die Axiomen in der Mathematik. was liegt daran? da dieser besondre Fall im allgemeinen enthalten ist? Ist er hingegen bloß ein besondrer Satz.88 - [176] nicht an und für sich. die nicht die kürzeste ist. Je weniger Bestimmungen also ein Subjekt annehmen kann. so daß wenn ich den Punkt a in b setze. nicht aber von einer andern Entfernung? Laßt uns also erstlich annehmen. und da die Lage der Linie in ihrer Größe und Beschaffenheit nichts ändert. und [176] man wollte ihn allgemein machen. h. so würde man sich sehr irren. daß nämlich auch in einer kleinern Entfernung die grade Linie die kürzeste sey. nämlich je allgemeiner ein Satz ist. Eine grade Linie kann keine andere Bestimmungen mehr annehmen.

Ich hingegen behaupte. h. . ist kein empirischer Begrif.[178] . weil nämlich die Verschiedenheit allen Dingen zukommt. Die Evidenz der Mathematik kann also fest bleiben. (der Ver[180]schiedenheit) ist er ein Begrif a priori. so [178] widerspreche ich mir selbst.89 - die kürzeste. daß Raum als Anschauung ein Schema oder Bild von der Verschiedenheit der gegebenen Objekte sey. daß R a u m eine Form der Anschauung a priori ist. eine transscendente Vorstellung ohne alle Realität seyn würde (wie. so finden wir immer. wenn ich mir ein gleichartiges Objekt im Raume vorstelle. ohne es auf etwas ungleichartiges zu beziehen). wie sollen wir solche Sätze. So ist auch dieser Satz: 5 + 7 = 12 (das zweite Beispiel der synthetischen Sätze in der Mathematik) allgemein. denn eben darum sind es alle Dinge. daß ich es nicht für unmöglich halte. daß ihr Subjekt entweder gar nicht definirt (wie das Kantische Exempel 7 + 5 = 12) sondern bloß in der Anschauung dargestellt ist. oder schlecht definirt wird. oder alle Dinge von einander verschieden seyn oder gedacht werden müssen. wie das Beispiel: eine gerade Linie ist die kürzeste zwischen zwei Punkten. s. Ich hingegen richte diese Frage folgendermassen ein: Da alle Erkenntniß a priori analytisch seyn muß. der von äussern Erfahrungen abgezogen worden. alle dergleichen Sätze auf diese Art selbst zu entwickeln. wenn wir auch nicht mit Herrn Kant annehmen wollen. genug. daß Raum ein allgemeiner. analytisch machen? oder wie sollen wir das Subjekt definiren. oder damit ich sie als aussereinander mir vorstellen könne. die eine allgemeine Form oder nothwendige Bedingung des Denkens der Dinge überhaupt ist. oder eine subjektive Art diese objektive Verschiedenheit. ohne welche er ein leerer Raum.“ Aber dieses beweiset nur. sondern bloß im Betracht dessen. vorzustellen. was er vorstellt. daß er ein Begrif a priori (nach meiner Erklärung) sey. denn damit gewisse Empfindungen auf etwas ausser mich bezogen werden. Folglich ist Raum an sich betrachtet zwar ein allgemeiner. nicht aber. wie sollen wir es also besser machen? Ich will es nicht über [179] mich nehmen. w. weil Entfernung bloß durch die kürzeste Linie bestimmt werden kann. „ R a u m . weil er nämlich ein einzelner Satz (den die Logiker mit Recht zu den allgemeinen rechnen) ist. um dieser meiner Forderung ein Genüge zu leisten. sagt Kant. aber doch nicht ein Begrif a priori. d. die wegen Mangel unserer Erkenntniß synthetisch sind. dazu muß die Vorstellung des Raumes schon zum Grunde liegen u. daß das Prädikat mit ihm identisch seyn soll? Denn wenn wir alle dergleichen Sätze genau untersuchen. und sich aus dem Satze des Widerspruchs herleiten lassen muß.

so kann auch der Raum nicht anders als endlich vorgestellt werden. oder es kann zum wenigsten bewiesen werden.90 - [181] Zweitens sagt er: „Raum ist eine nothwendige Vorstellung u. in Ansehung des Raumes an sich betrachtet (denn in Ansehung desjenigen. Viertens: „Der Raum ist kein discursiver oder allgemeiner Begrif von Verhältnissen der Dinge überhaupt. er auch in allen noch darzustellenden [181] Anschauungen wahrgenommen werden muß. nicht aber in Ansehung dessen. wie er uns erscheint. Daß aber diese Kopie dem Originale nicht völlig gleich ist. indem dieses Verhältniß unter einzelnen Objekten der Anschauung wahrgenommen wird. und da diese in der Anschauung nicht anders als endlich seyn können. denn hier ist die Verschiedenheit überhaupt von den besondern Verschiedenheiten abstrahirt. den wir aber nicht einsehn können.“ Diese Noth- wendigkeit ist. ist nicht zu verwundern. B. so wenig als man sich zu verwundern hat. giebt. als Anschauung an sich betrachtet. w. w. die mit den verschiedenen Arten von Verschiedenheiten correspondiren.“ Diese apodictische Gewißheit beruhet nach mir bloß auf ihrer Allgemeinheit. nämlich der Verschiedenheit. daß wenn in irgend einer Anschauung dieser Satz wahrgenommen wird. Drittens: „Auf die Nothwendigkeit a priori gründet sich die apodictische Gewißheit aller geometrischen Grundsätze u. wie in diesem Satze: die gerade Linie ist die kürzeste zwischen zwei Punkten u. s. s.“ Der Umfang des Raumes kann niemals größer seyn. Daß man aber den Raum ohne Gegenstände denken kann. dgl. als süß von bitter verschieden ist. Ich bin also darin mit Herrn Ka nt einig. bloß transscendent. d. Diese Allgemeinheit muß freilich einen objektiven Grund haben. daß der Raum. und hat keine objektive Realität. daß keine aufs Papier gezeichnete mathematische Figur ihrem Begriffe völlig gleich kommen kann. oder daß es nicht verschiedene Räume. wie ich schon bemerkt. weil ein einzelner Satz unter die allgemeinen gerechnet wird. als der Umfang der Dinge. was er vorstellt.. bloß subjektive. “Dieses alles hat seine Richtigkeit in Ansehung des Raumes. ist sie gewiß objektiv). [182] Fünftens: „Der Raum wird als eine unendliche Größe vorgestellt. dieser Satz: 5 + 7 = 12. h. diese braucht entweder keinen Beweis. der Satz muß bei einem unendlichen Verstande analytisch seyn. was er vorstellet (der Verschiedenheit sinnlicher Objekte überhaupt). ist. wie z. indem die Dinge auf verschiedene Art verschieden sind. wie ich bemerkt habe. Roth ist von grün auf eine andere Art verschieden.) bloß . (nicht aber als Bild eines Verhältnisses. die ihn erfüllen. Die Vorstellung der Unendlichkeit des Raumes ist also transscendent.

3) daß wir dadurch diese Begriffe selbst. s. sondern bloß subjektive (aus Gewohnheit nothwendig gewordene): so ist und bleibt der Begrif eines hypothetischen Urtheils bloß problematisch. daß diese subjektive Erscheinung einen objektiven Grund haben muß. und also von irgend anders woher. um zum Bewußtseyn derselben zu gelangen. ob sie schon in [183] uns als zwey verschiedene Vermögen vorgestellt werden müssen. daß Sinnlichkeit und Verstand zwey ganz verschiedene Vermögen sind. Die Tafel der logischen Funktionen im Urtheilen. welcher eben darum.91 - eine subjektive Realität hat. In den reinen Wissenschaften a priori. 1) Ist an der Realität der hypothetischen Urtheile zu zweifeln. die uns im Raume erscheinen. u.[183] . ohne irgend eine Beymischung der Sinnlichkeit. so ist sie die kürzeste zwischen zwei [184] Punkten. sie doch von einem unendlichen denkenden Wesen als eine und eben dieselbe Kraft gedacht werden müssen. scheint mir verdächtig zu seyn. so ist dies nur eine besondere Redensart. weil er objektiv ist. 2) das wir auch in Ansehung der Begriffe. mehrentheils unvollständig und in einer Zeitfolge den Gesetzen der Sinnlichkeit gemäß bekommen. und daß die Dinge. Herr Ka nt behauptet. aber ich füge noch hinzu. In Ansehung Herrn Kants Theorie von der Zeit. dergl. wie die Mathematik z. wenn eine Linie gerade ist. könnte ich eben dieselbe Anmerkung machen. Ferner frage ich: was sind assertorische und was apodiktische Urtheile. das unendliche denkende Wesen hingegen denkt alle mögliche Begriffe auf einmal aufs vollständigste. ist. die wir erlangen können. leugnet man also diese. treffen wir sie nirgends an. die hier (da es bloß heißt eine gerade Linie ist u. und daß die Sinnlichkeit bei uns der unvollständige Verstand ist. und folglich auch die der Kategorien. Nun aber treffen wir sie nirgend anderswo als in unsern Urtheilen über Naturgegebenheiten an. B. Wir werden dadurch auf dreierlei Weise afficirt: 1) Daß wir uns der darin enthaltenen Begriffe nicht bewußt sind. wo es etwas zu bedeuten scheint. indem nach mir die Zeit ein Bild der Verschiedenheit der Gemüthszustände überhaupt ist. an der Sinnlichkeit haften müssen. w. per analogiam hat hergeleitet werden müssen. von allen denkenden Wesen auf gleiche Art gedacht werden muß. indem man behauptet. andern denkenden Wesen vielleicht nicht im Raume erscheinen können. wodurch es in der That ein kategorisches Urtheil ist) nichts besonderes bedeutet. so wie auch ihre Verhältnisse unter einander. ich behaupte hingegen. . daß wir in der That keine Erfahrungsurtheile (die objektive Nothwendigkeit ausdrücken) haben. Denn ob ich schon sagen kann. und wodurch werden diese Arten von einander unterschieden? Sind die mathematischen Axiomata (weil wir den Grund ihrer Nothwendigkeit a priori nach meiner Erklärung nicht einsehen). daß.

setzt das Faktum als unbezweifelt voraus. K ’ s und meiner Reduktion dieser Begriffe besteht darin: Hr. Ich bin also mit Hrn.92 - [185] assertorische Urtheile. weil sie nach seiner Voraussetzung wirklich ist. K. d. es ist so wie diese bloß assertorisch. daß wir nämlich Erfahrungssätze (die Nothwendigkeit ausdrücken) haben. dieses hingegen [186] nicht ohne Beziehung auf jenes gedacht werden kann. Ihre Merkmale müssen freilich in der Erfahrung gegeben werden. die sonst durch nichts als dieses Verhältniß bestimmt sind. daß ohne dieselbe Erfahrung unmöglich wäre. daß er zeigt. K. dergl. Man sieht also. wie ich das Wort nehme). nicht a priori (in dem Sinne. folglich haben diese Begriffe objektive Realität. wie sie uns erscheinen unmittelbar. K. z. um die Objekte diesem Begriffe subsumiren zu können. daß wir nämlich Erfahrungssätze haben. nun ist aber Erfahrung möglich. daß diese Begriffe. sondern bloß von den Gränzen der Gegenstände der Erfahrung (Ideen) und vermittelst dieser von den Gegenständen der Erfahrung selbst gelten. was aber nach ihrer Voraussetzung nach dem Satz des Widerspruchs aus denselben hergeleitet wird. so weiß ich wiederum nicht. als die Realität der Axiomen selbst. ein Körper ist schwer u. einig. daß sie nicht wie Hr. Die Begriffe von Substanz und Accidenz sind eben die logischen Begriffe von Subjekt und Prädikat in transscendentaler Bedeutung: nämlich von zwei Dingen. aber seine Realität an sich kann nicht mehr seyn. Ich hingegen bezweifle das Faktum selbst. aus.(Wahrnehmungs-) Urtheil seyn. von Gegenständen der Erfahrung. was ein bloß assertorisches Urtheil seyn mag: es kann kein Erfahrungs. Der Unterschied zwischen Hrn. daß die synthetischen Sätze der Mathematik zwar allgemeine wahre Sätze sind. Ich hingegen behaupte. und beweiset hernach ihre objektive Gültigkeit daraus. aber nicht apodiktisch.. es drückt nur die immer wahrgenommene Begleitung des Prädikats dem Subjekt in Zeit und Raum. Sind aber diese Axiomen (weil sie doch Nothwendigkeit ausdrücken) apodiktisch. daher kann ich ihre objektive Gültigkeit auf diese Art nicht beweisen. auch nicht reine Sätze sind. sondern bloß assertorische Sätze sind. und die darin gegründeten Urtheile bloß von Gegenständen der Erfahrung gelten. h. aber dennoch keine apodiktische. annimmt. denn dieses ist in der That gar kein Urtheil. ist zwar [185] apodiktisch in Ansehung seiner Verknüpfung mit den Axiomen. daß die Logik hier zu keinem Leitfaden dienen kann. ich behaupte nur. daß das eine auch ohne Beziehung auf das andere. B. so giebts in der That keine apodiktisch-kategorische Urtheile. Denn diese Axiomata selbst sind zwar kategorisch. sondern ich .

und nach welcher es gar keine Merkmale giebt. die während der gegebenen Apprehension zugleich ohne Succession wahrgenommen werden. h. so weiß er gar nicht. Nun sage ich. K. wahrgenommen. genug. Diese beiderlei Arten von Succession an sich betrachtet. daß sie während der gegebenen Apprehension. hingegen jener Succession setzen wir das Daseyn des Objekts voraus. ist noch immer die Frage. vor. Daß man dort die Succession bei Vorstellung eines Hauses.[187] . weil auch in dieser. B. hingegen die Bewegung des Schiffes als wirklich. weil das Haus nicht bloß durch diese einzige Succession sondern noch durch andere Merkmale (sie mögen wiederum durch Succession in der Apprehension wahrgenommen werden. auf folgende Weise. B. so wird diese [188] von einer bloß zufälligen Folge nicht unterschieden werden können. wird bloß durch diese einzige successive Apprehension. daß im erstern die Folge nothwendig nach einer Regel. die ihr Daseyn als Objekt zu erkennen geben sollen: daher glauben wir mit dieser das Objekt erst entstanden. folglich. der Folge nach einer Regel. d. man kann also das objektive vom subjektiven nur dadurch unterscheiden. h. das Schiff bewegt sich w i r k l i c h Strom ab. beweißt z. ob sie aber in der That in diesem Verhältnisse unter einander sind. während der einen Succession die andere unmöglich ist. ich leugne das Faktum: denn soll sie darum nothwendig seyn. wodurch die Frage quid juris? (indem man reine Begriffe auf Ideen applicirt) wegfallen muß. Hr. man trift nirgends in der Wahrnehmung eine Folge. im letztern hingegen bloß zufällig ist. die durch die Vernunft in Beziehung auf die ihnen korrespondirenden Anschauungen als Objekte bestimmt sind. und folglich das Haus selbst nicht als durch diese Succession der Bewegung entstanden. was er mit dem Wort wirklich sagen will. die nothwendig nach einer Regel ist. d. die Realität des Begrifs von Ursache oder die Nothwendigkeit von der Folge von b auf a aber nicht umgekehrt. vorstellt: rühret daher. wenn jemand behauptet. Die Apprehension des Mannichfaltigen der Erscheinung ist immer (sie mag sub. vom Boden bis zu seiner Spitze. daß man wahrnimmt. nicht als solche betrachtet werden) als Objekt erkannt wird. weil ich während der Wahrnehmung der einen Folge die andere nicht wahrnehmen kann.93 - beweise bloß die Möglichkeit ihrer ob-[187]jektiven Gültigkeit von Gegenständen nicht der Erfahrung (die in der Anschauung bestimmt sind). [189] sind von einander gar nicht unterschieden.oder objektiv) seyn. und folglich während der Succession entstanden. z. als willkührlich. successiv. sondern ihrer Gränzen. . Die Dinge k ö n n e n also in diesem Verhältniß unter einander stehen. die Bewegung des Schiffes hingegen.

Die Zahl 2 z. Es ist ein Irrthum. c u. Accidenz ist derjenige Theil der Synthesis. wenn man glaubt. Es werden ihm keine reelle Objekte. was a. so kann ich nie wissen. und wenn dieses auch zu ihrem Bewußtseyn. und zugleich das Objekt dieses Verhältnisses. Es giebt also nur zwey Fälle. h. die Wirklichkeit derselben und ihre Bedingungen ist ihnen bloß zufällig. Wir können uns diese Begriffe durch Beispiele aus der reinen Wissenschaften als aus der Mathematik erläutern und kenntlich machen. d. h. ohne alle Bedingung der Anschauung erklärt werden können und müssen. Ich halte nämlich den Verstand bloß für ein Vermögen zu denken. so ist es doch zu ihrer Realität nicht nothwendig. denn wenn ich sage: das Merkmal von a ist b. h. Die Begriffe der Zahlen sind bloße Verhältnisse. was auf die Setzung des vorigen nothwendig folgen (nicht eben in der Zeit) muß. die ohne Bedingungen der Anschauung nicht erklärt werden können. der nicht ohne den andern gedacht werden kann. daß die Dinge (reelle Objekte) ihren Verhältnissen vorausgehn müssen. als der Stoff. worauf er wirken soll. d. Man legt entweder eine Anschauung zum . und der bloß (der Sinnlichkeit) gegeben. d. Prädikat. h. nicht aber vom Verstande gedacht wird. von b. durch einen Zirkel. w. Ursache ist dasjenige. c u. B. reine Begriffe durch urtheilen hervorzubringen. d.. und dies ganz natürlich: denn soll ein Begrif nicht durch einen Zirkel erklärt werde. s. seine Objekte sind bloß logisch und nur durchs Denken werden sie erst zu reellen Objekten. hält die Kategorien oder reine Verstandsbegriffe für bloße Formen des Denkens. er muß irgendeinen Bestand-[191]theil haben. Subjekt dieser Synthesis. b. Dieses giebt aber keine Erklärung. gegeben. so muß er nicht völlig rein seyn. Ich hingegen behaupte: daß die Kategorien als reine Verstandesbegriffe.94 - [190] Hr. B. ist. Substanz z. der auch ohne den andern (wenn gleich auch als Prädikat eines andern) gedacht werden kann. i. Alle mathematische Wahrheiten haben ihre Realität auch vor unserm Bewußtseyn von denselben. s. ist derjenige Theil der Synthesis. wiederum Subjekt aber nicht eines Begriffes. Diese Reinen (die immer paarweise gehen): Verstandesbegriffe und Verhältnisse. die keine reelle Objekte voraussetzen. drückt ein Verhältniß von 2 : 1 aus. wie man einen Begrif oder eine objektive Synthesis (Einheit im Mannichfaltigen) erklären kann. sondern eines Urtheils. erklären sich einander wechselseitig. sie betreffen die Denkbarkeit der Dinge. K. weil diese Verhältnisse die Objekte selbst sind. oder er müßte sich durch eine unendliche Reihe von Prädikaten erklären lassen. Wirkung ist [190] dasjenige. w. folglich gar keinen Gebrauch haben. der sich gar nicht erklären läßt. d. dessen Setzung als Grund zur Setzung eines andern angesehn werden muß.

desto allgemeiner werden die Prädikate des Subjekts vom Urtheile. B. woher weiß ich es? Daher. Dieses giebt einen nicht reinen oder vermischten Begrif. Oder der Verstand denkt bloß eine Regel. selbst keine Erscheinungen sind. Oder anders: die Bestandtheile des Urtheils von der objektiven Synthesis. indem die Elemente der Erscheinungen. die ein Verhältniß zwischen ganz unbestimmten logischen Objekten bestimmt. Fragt man aber.[192] . denn je mehr ich denke oder urtheile. aber auch kein bloßes Ens logicum. was dem Denken vorhergeht. daraus entspringt ein reiner Begrif m it dem Urtheil oder d u r c h dasselbe. Ich sage z. wie es Herr Kant nimt. sondern durch dasselbe hervorgebracht wird. Z. in dessen Erklärung die zum Grunde gelegte Anschauung das Subjekt.) haben. desto weniger stellen sie das Objekt. wodurch die Objekte selbst be-[192]stimmt werden. B. das nicht dem Denken vorausgeht. und daß wir zu diesem Behuf die reinen Verstandesbegriffe auf Erscheinungen appliciren. Es ist ein Gränzbegrif zwischen dem reinen Denken und der Anschauung. weil ich mich immer durchs Denken zu so was nähere. und desto mehr das Subjekt meines . (die gar kein Verstandesobjekt ist). und welches das Element einer besondern Anschauung ist. d. als den Begrif von einem Dinge überhaupt (Ens logicum). die durch keine Bedingung bestimmt wird. in Ansehung des Subjekts im Objekte. so hat das reine Denken kein ander Objekt. daß wir Erfahrungssätze (in dem Sinne. müssen dem Urtheile selbst vorausgehn. es entsteht daraus ein Begrif. Hier müssen die Bestandtheile des Begriffes dem Begriffe selbst. daß diesen Elementen diese Verhältnisse zukommen? so antworte ich: dadurch. sondern das Ens reale. B. Soll aber Objekt des Denkens bloß dasjenige heißen. wodurch erkennt der Verstand. das ich Verstandesidee genannt habe. oder das letzte Subjekt aller meiner Vorstellungen. dieser Begrif ist nicht wie die Einerleyheit eine bloße Form. Das Objekt des angewendeten Denkens hingegen ist zwar auch keine Anschauung. weil er sie selbst durch diese Verhältnisse zu reellen Objekten macht.95 - Grunde.: das I c h oder mein denkendes Wesen ist eine Substanz. wie alle Begriffe ausser den Verhältnissen sind. wor-[auf][193]auf dieser zufolge die reinen Verstandesbegriffe applicirt werden. daß es eine mögliche Synthesis ist. sondern er ist ein reelles Objekt. und die vom Verstande gedachte Regel das Prädikat ist. so läßt sich nach meiner Theorie die Möglichkeit davon oder das quid juris leicht erklären. z. eine gerade Linie. und weil die Erscheinungen selbst sich diesen Verhältnissen immer (bis ins Unendliche) nähern. die der Verstand nach einer Regel denkt. ihrer Synthesis vorausgehn. h. wodurch beide rechtmäßig verbunden werden. Wenn es also nur wahr ist. und je allgemeiner diese sind. Ursach.

Nun wird man sagen. ich komme durchs Denken immer zu einer als Subjekt nähern Bestimmung. folglich faßlicheres. daß die Gegenstände der Metaphysik keine Objekte der Anschauung. weil sie selbst schon aus etwas Bestimmbarem und Bestimmung zusammengesetzt ist. bis zuletzt eine vollkommene Einfachheit daraus entspringt.. so gerathe ich im Anfange des Denkens auf ein mehr besonderes. und denke z. ich nehme also Thier zur Bestimmung von Ding überhaupt. das zwar in Ansehung meines Bewußtseyns eine bloße Idee. bis zuletzt auf das I c h. das selbst Bestimmbares und Bestimmung ist. so sind sie nothwendig eins und eben dasselbe. oder Begriffe durch eine Synthesis hervorbringt. sind.96 - [194] Denkens dar. Ich behaupte nämlich mit Herrn Kant. noch immer Prädikat (des innern Sinnes) ist. daß sie keine absolute Bestimmung ist und seyn kann. dieses ein organisirter Körper. als zu etwas. eben dadurch. weil das I c h das letzte Subjekt ist. In dieser Reihe von verknüpften Urtheilen hat die Vorstellung des I c h s als Objekt immer abgenommen. Prädikat. ein organisirter Körper ist ein Ding. die in irgend einer Erfahrung gegeben werden können. weil ich mich durchs Denken immer zu dieser Einfachheit nähern kann.. indem meine Vorstellungen als meine Prädikate durch dieselbe. dieses alles hat seine Richtigkeit. nimmt man aber beide in ihrer größern Vollständigkeit (wie hier der Fall ist). so ist es doch umgekehrt: denn da das Abstrahiren nicht was leichtes ist. Ich weiche aber von ihm darin ab. Ding überhaupt durch Mensch bestimmt. folglich ein unendlicher Verstand es wirklich denken muß. Das Resultat dieser Theorie ist also dieses. bloß von der Vorstellung des Ichs. nicht aber vom Objekte selbst. Denn obwol man hier durch beständiges Bestimmen sich zum Objekt zu nähern und vom Subjekte zu entfernen scheint. immer genauer verknüpft werden. h. d. die Vorstellung eines Dinges ist vom Dinge selbst bloß durch eine mindere Vollständigkeit unterschieden. und fahre so fort. bis ich zuletzt auf die Gränze zwischen Subjekt und Objekt (die Denkbarkeit eines Objekts überhaupt) gerathen bin. der Mensch ist ein Thier. folglich je allgemeiner die Prädikate werden. an sich aber [195] ein wahres Objekt ist. und so ist es auch. worauf ich gerathe. Eben so kann ich mit Recht sagen: ich bin einfach. und die Vorstellung desselben als Subjekt immer zugenommen. indem er behaup- . ich bin ein Mensch. wenn man synthetisch denkt. Ich nähere mich doch immer zum wahren I c h. B. desto mehr nähern sie sich diesem letzten Sub-[194]jekte. so finde ich. Ich urtheile z. weil das Ich. wie vorhin. betrachte ich aber die Bestimmung genauer. Hierauf antworte ich. Dieses Z u l e t z t trift freilich niemals ein. B. weil man sich zu demselben durch eine bestimmte Reihe immer nähern kann.

um dadurch die Metaphysik als Wissenschaft zu behandeln. ein rechtwinklichtes Dreyeck oder ein Raum . ob sie schon an sich bloße Ideen sind. sind wir im Stande. wodurch sie von der andern unterschieden wird. neue Verhältnisse unter diese (den Größen selbst) zu entdecken. als Objekt unmöglich. Ferner folgt hieraus. Die ontologische Erklärung von Gott ist: E i n W e s e n. welche 2. wenn es auch nur mehrere Realitäten enthält. daß gesetzt dieser Satz in Ansehung eines D i n g e s . das durch einen Begrif gedacht wird. so wird das andere keine besondere Realität. sondern der allgemeine Begrif von Realität überhaupt seyn. Wir haben also aus dem im Dinge angenommenen zwey Realitäten deren 4. Denn wollte man annehmen. eine gerade Linie. ein Wesen annehmen. so ists doch nicht so in Ansehung des B e . muß wiederum aus 2 Stücken bestehen. In Ansehung der Unmöglichkeit eines ontologischen Beweises vom Daseyn Gottes bin ich mit Herrn Kant einerlei Meinung. sondern bloß durch die Intention eben derselben Realität unterschieden seyn können. welches wider die Voraussetzung ist. nämlich das eine ist das beiden Gemeinschaftliche. das aus zwey Realitäten a und b bestehe.[196] . wir müssen also annehmen. daß sie gar keine Objekte sind. B. Ich werde aber beweisen. daß nicht nur dieses. die sie enthalten. das Besondere einer jeden aber muß nothwendig auch eine Realität seyn. Nun ist das Gemeinschaftliche gewiß eine Realität. So wie wir durch Reduktion der Größen auf ihre Differenziale und diese wieder auf ihre Integrale im Stande sind. w. die auf irgend eine Art vom Verstande bestimmt gedacht werden können. ins Unendliche. [197] wodurch sie Realitäten überhaupt sind. daß dieser Begrif niemals als Objekt bestimmt gedacht werden kann. Laßt uns z. in der andern aber eine Negation dieser Realität ist. und bloß eine Idee ist. s. sondern überhaupt ein Wesen. woraus also folgt.[198]g r i f s selbst. neue Verhältnisse unter ihnen zu bestimmen. u. Z. weil es dasjenige ist. Nun könnte man zwar einwenden. und durch Reduktion der Anschauungen auf ihre Elemente. Ich [196] hingegen halte sie für reelle Objekte. daß Dinge überhaupt nicht durch die Anzahl der Realitäten. d a s a l l e mö g l i c h e R e a l it ä t e n e nt hä lt . Jede der beiden Realitäten. ich füge noch folgende Gründe von dieser Unmöglichkeit hinzu. seine Richtigkeit habe. daß es in der einen eine Realität.97 - tet. dennoch durch die aus ihnen entspringenden Anschauungen bestimmt gedacht werden können. daß jede derselben aus 2 Stücken besteht. indem dieser nothwendig eine Synthesis mehrerer Realitäten ist. B. die. das andere aber das jeder derselben Eigene. die in jeder der angenommenen enthalten ist. das beide zu Realitäten macht.

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[199]

in 3 Linien eingeschlossen, rechtwinklicht, welches 3 Realitäten enthält u. dgl. Man bedenke aber, daß hier in der That keine Vielheit der Realitäten anzutreffen ist, weil die Realität eines Begrifs bloß in seiner Synthesis besteht; werden die Bestandtheile derselben getrennt: so bleibt gar keine Realität (als Synthesis) übrig. Ein rechtwinklichtes Δ enthält nicht mehrere Realitäten, als ein Dreyeck überhaupt, d. h. mehrere Einheiten, sondern bloß eine größere Realität oder Einheit. Und wenn wir unser Unvermögen nicht für die objektive Unmöglichkeit ausgeben wollen, so hat diese Idee ihre Richtigkeit, daß alle Begriffe zuletzt auf einen Begrif, und alle Wahrheiten auf eine einzige Wahrheit reducirt werden müssen, zum wenigsten als Ideen kann dieses nicht geleugnet werden, weil wir uns derselben immer nähern. Folglich wenn der Ausdruck: ein Wesen, das alle mögliche Realitäten enthält, eine Bedeutung haben soll; so muß es heissen, ein Wesen, das alle mögliche Grade eben derselben Realität enthält, welches wiederum eine bloße Idee ist, wozu man sich durch succeßive Synthesis immer [199] nähern, die nie aber als ein Objekt gedacht werden kann. G o t t ist entweder das allen möglichen Begriffen zum Grunde liegende, d. h. gegebene; oder der Inbegrif aller möglichen Begriffe oder Realitäten, das mit diesem Gegebenen nothwendig verknüpft ist. Sagt man also, Gott existirt, so ist dieser Satz entweder analytisch oder synthetisch; im ersten Falle bedeutet es so viel, das Gegebene in allen unsern Begriffen, d. h. die damit synthetisch verknüpfte Existenz ist Existenz. Im zweyten aber heißt es so viel, das allerreelleste Wesen oder der Inbegrif aller möglichen Realitäten ist mit Existenz nothwendig verknüpft. In beiden Fällen ists ein Axiom, das keines Beweises nöthig hat. Wir bekommen aber dadurch bloß einen neuen Namen, nicht aber einen neuen Begrif. Denn im ersten Falle heißt es so viel, Existenz ist Existenz; im zweyten aber heißt das, alle Realitäten bloß jede Realität, und will nur soviel sagen, jede Realität (Begrif) muß etwas Gegebenes zur Grundlage haben; daß aber alle Realitäten in einer einzigen Synthesis zusammen kommen können, muß erst bewiesen werden. Denn ob ich schon behaupte, daß alle Begriffe sich zuletzt auf einen einzigen Begrif reduciren lassen müssen, so ist [200] dies nur eine bloße Idee. Wir können also den Begrif, das allerreellste Wesen, niemals als ein Objekt betrachten. Ich habe also nicht nöthig, mit Herrn Kant den ontologischen Beweis dadurch zu zernichten, daß wenn schon Realitäten, als solche im Begriffe sich nicht widersprechen, sie im Dinge selbst ihre Folgen einander heben können. Denn daraus würde bloß folgen, daß aus diesem Begriffe nicht die allervollkommenste Wirkung Gottes (die beste Welt) hervorgebracht werden kann, nicht aber, daß er selbst keine reelle Synthesis hat. Die erste Erklärung von Gott ist

[201]

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eine Definitio realis, die der nominali, Gott ist ein nothwendiges Wesen, korrespondirt, weil die nicht bloß logische, sondern reelle Nothwendigkeit nichts sonst, als das Gegebene, ohne welches nichts gedacht werden kann, ist: die zweyte hingegen ist diejenige, die der Definitio nominalis, Gott ist das vollkommenste Wesen, korrespondirt. Was den kosmologischen Beweis betrift, so ist die Welt nicht in Ansehung ihres Daseyns, sondern in Ansehung der Art des Daseyns zufällig. Das Gesetz der Causalverknüpfung sagt so viel: b, als ein seiner Form nach bestimmtes Ding, setzt nothwendig a, ein anderes seiner Form nach bestimmtes Ding voraus, aber sowohl b als a als [201] bestimmte Formen, setzen nothwendig das Materielle (Gegebene) voraus. Man muß also zu diesen bedingten Formen, das Unbedingte suchen, nicht aber ein unbedingtes Daseyn, das schon als Bedingung jeder dieser Formen gegeben ist, nicht das Gegebene an sich (was im Dinge zur Existenz gehöret) nicht das Gedachte an sich (was zum Wesen gehört) ist nothwendig oder zufällig, sondern bloß ihre Beziehung auf einander in einer Synthesis. Die Zufälligkeit dieser aber, leitet uns bloß, sie in einer unendlichen Reihe aufzulösen, keinesweges aber auf das unbedingte als Objekt. Ich bin darin mit Hrn. K. einig, daß der transscendentale Gegenstand aller Erscheinungen, an sich betrachtet, für uns x ist; ich behaupte aber, daß, wenn man verschiedene Erscheinungen annimmt, man auch verschiedene ihnen korrespondirende Gegenstände anzunehmen gezwungen ist, die, obschon nicht an sich, doch per analogiam mit den ihnen korrespondirenden Erscheinungen bestimmt werden können, so wie ein Blindgeborner, obschon nicht jede Farbe an sich, dennoch die ihr eigenthümliche Strahlenbrechung, durch Linien (die er in der Anschauung des Gefühls konstruiren kann) denken, und diese dadurch zu einem bestimmten Objekt machen kann. Sagt man, daß [202] nur Anschauung mit Anschauung, nicht aber Anschauung mit dem Dinge selbst, eine Analogie habe, so hebt man dadurch ganz den Begrif von Anschauung, d. h. einer Beziehung eines bestimmten Objekts auf ein bestimmtes Subjekt. Doch da das selbst unmöglich zu beweisen ist, daß nämlich die Anschauungen, Wirkungen von etwas ausser uns selbst sind, so müssen wir, wenn wir bloß unserm Bewußtseyn nachgehn wollen, den transscendentalen Idealismus annehmen, daß nämlich diese Anschauungen bloße Modifikationen unseres I c h s sind, die durch ihn selbst so bewirkt werden, als wären sie durch von uns ganz verschiedene Gegenstände bewirkt. Man kann sich diese Illusion auf folgende Weise vorstellen. Die Vorstellung der Objekte der Anschauungen in Zeit und Raum, sind gleichsam die Bilder, die durch das transscendentale Subjekt aller Vorstellungen (das reine Ich, durch seine reine Form a priori

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[203]

gedacht) im Spiegel (das empirische I c h) hervorgebracht werden; sie scheinen aber, als kämen sie von etwas hinter dem Spiegel (von Objekten, die von uns selbst verschieden sind). Das empirische (Materiale) der Anschauungen ist wirklich (so wie die Lichtstrahlen) von etwas außer uns, d. h. (verschieden von uns) gege-[203]ben. Man muß sich aber durch den Ausdruck: außer uns, nicht irre machen lassen, als wäre dieses etwas mit uns im RaumVerhältniß, weil Raum selbst nur eine Form in uns ist, sondern dieses außer uns, bedeutet nur etwas, in dessen Vorstellung wir uns keine Spontanaität bewußt sind. d. h. ein (in Ansehung unseres Bewußtseyns) bloßes Leiden aber keine Thätigkeit in uns. Das Wort: gegeben, welches Hr. K. von der Materie der Anschauung sehr oft gebraucht, bedeutet bei ihm (wie auch bei mir) nicht etwas in uns, das eine Ursache außer uns hat; denn dieses kann nicht unmittelbar wahrgenommen, sondern bloß geschlossen werden. Nun ist aber der Schluß von einer gegebenen Wirkung auf eine bestimmte Ursache stets unsicher, weil die Wirkung aus mehr als einerlei Ursache entspringen kann; dennoch bleibt es in Beziehung der Wahrnehmung auf ihre Ursachen jederzeit zweifelhaft, ob diese innerlich oder äußerlich sey, sondern es bedeutet bloß eine Vorstellung, deren Entstehungsart in uns, uns unbekannt ist. Ein Idealist überhaupt ist derjenige, der zwar das Daseyn äußerer Gegenstände der Sinne nicht geradezu leugnet, (denn wie sollte er es?) sondern bloß nicht einräumt, daß es durch unmit-[204]telbare Wahrnehmung erkannt werde, daraus aber schließt, daß wir ihrer Wirklichkeit durch keine mögliche Erfahrung, je gewiß werden können. Ein transscendentaler Idealist behauptet, daß sowohl die Materie der Anschauungen (das empirische) als ihre Formen (Zeit und Raum) bloß in uns sind, und daß es zwar Dinge außer uns, (Dinge an sich, oder intellektuelle Dinge, die von uns verschieden, oder die nicht wir selbst sind) geben kann, daß wir aber von ihrem Daseyn niemals gewiß seyn können. Diesem ist der transscendentale Realist entgegengesetzt, dieser behauptet das Daseyn an sich außer unserer Vorstellung, und nimmt sowohl die Materie als ihre Form, Zeit und Raum bloß für Arten unserer Anschauung, die außer unserer Anschauungsart in den Dingen selbst nicht anzutreffen sind, und in so weit stimmt er mit dem ersteren überein. Er supponirt aber, (denn mit Gewißheit kann ers nicht behaupten) daß die Materie der Anschauung ihren Grund in den Dingen an sich, wie auch ihre Formen, in Verhältnissen dieser Dinge an sich haben. Nehmen wir nun an, daß kein anschauendes Wesen existirt, so wird nach den ersteren

[205]

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überall nichts existiren, d. h. Bestimmt gesetzt werden können; nach dem letztern hingegen, wir zwar nichts mit [205] Gewißheit, aber doch immer etwas Bestimmtes existiren können. Was mich anbetrift, so nehme ich an, (indem ich aus meiner unmittelbaren Wahrnehmung nicht ausgehen darf) daß sowohl die Materie der Anschauung (das empirische darin) als ihre Form, bloß in mir ist, und in so fern bin ich mit dem erstern einerlei Meinung; ich unterscheide mich aber von demselben darin, daß nämlich dieser unter Materie das, was zur Empfindung gehöret, verstehet, (vom Verhältnisse, worin diese geordnet wird, abstrahirt); ich hingegen halte dafür, daß auch das, was zur Empfindung gehört, wenn es wahrgenommen werden soll, im Verhältnisse geordnet, (obschon ich dieses Verhältniß nicht unmittelbar wahrnehmen kann) seyn muß, und daß Zeit und Raum, die Formen dieses Verhältnisses, in so fern ich dasselbe wahrnehmen kann, ist, und verstehe unter Materie kein Objekt sondern bloß die Ideen, worin zuletzt die Wahrnehmung aufgelöst werden muß. Ich bin also darin mit dem letztern einerlei Meinung, daß die Anschauung sowohl ihrer Materie als ihrer Form nach, einen objektiven Grund hat, weiche aber von ihm darin ab, daß dieser die Objekte als an sich bestimmt, annimmt, ich hingegen sie als bloße Ideen, oder [206] an sich unbestimmte Objekte, die nur durch und in ihrer Wahrnehmung bestimmt (wie etwa die Differentiale durch ihre Integrale) gedacht werden können. Wird meine Anschauungsart vernichtet, so wird es keine Anschauungen, auch keine an sich bestimmte Objekte des Denkens geben; da aber mein Denkungsvermögen noch immer bleiben könnte, so könnte dieses doch immer aus sich selbst Objekte des Denkens, (Ideen die durch das Denken zu bestimmten Objekten werden) hervorbringen, weil ich die Verknüpfung des Denkens nicht nur mit einer besondern Anschauungsart, sondern mit einem Anschauungsvermögen überhaupt für bloß zufällig halte, und glaube daß der Verstand (obschon nicht nach unserm jetzigen Bewußtseyn an sich rein betrachtet), ein Vermögen ist, durch gedachte Verhältnisse, die sich auf ein Objekt überhaupt, (Objectum logicum) beziehen, reelle Objekte zu bestimmen, wie ich mich schon verschiedentlich darüber erklärt habe. Auch könnte ich leicht zeigen, daß dieses System mit dem Leibnitzischen (wenn dieses richtig verstanden wird, aufs genaueste übreinstimmt, indessen halte ich es jetzt für unnöthig. Wir haben hier, (wenn mir der Ausdruck erlaubt ist) eine D r e i e i n i g k e it , G o t t , die [207] W e lt und die menschliche S e e l e , nämlich verstehen wir unter Welt bloß die intellektuelle Welt, d. h. den Inbegrif aller möglichen Objekte, die durch alle mögliche, von einem Verstande gedachten Verhältnisse hervorgebracht werden können, und unter

Hr. weil er unter dem Wort i c h in der rationalen Psychologie das Ding an sich (noumenon) begreift. bin das absolute Subjekt aller meiner möglichen Urtheile. worin Materialisten. . Spinozisten. ja sogar Theisten und Atheisten. dieses Vermögen in so fern es durch das wirkliche Anschauen bestimmt wird. als ein denkendes Wesen. einig bin. K. I c h. (weil sie die Bedingung alles Denkens überhaupt ist). oder nicht. seinen Gesetzen nach angeschauet. weil es hier an einer Anschauung fehlt.. und nach den Gesetzen des Denkens gedacht werden (obschon durch eine Progression in infinitum) kann. angeben können. Hr. sondern [208] die erste Vorstellungsart die wahre. so daß alle diese mögliche Verhältnisse von ihm gedacht werden können. Ich hingegen halte das I c h für eine reine Anschauung a priori die alle unsere Vorstellungen begleitet. der alle diese Verhältnisse wirklich denkt. einen unendlichen Verstand. (wenn diese Herren sich nur selbst verstünden. Freilich ist es bloß ein Focus imaginarius — ! Wie weit ich hierin mit Hrn. selbst. — Versteht man aber unter Welt bloß die Sinnenwelt. weil sie einfach ist. als etwas. überlasse ich zu beurtheilen Hrn. und nicht aus Bosheit gegen einander den Pöbel aufwiegelten) sich vereinigen könnten. und diese Vorstellung von mir selbst kann nicht zum Prädikat irgend [eines][209] eines andern Dinges gebraucht werden.102 - [208] S e e l e . ob wir schon keine Merkmale dieser Anschauung. das von unserm Anschauungsvermögen. (denn sonst weiß ich nicht. also bin ich als denkendes Wesen (Seele) Substanz. K. ja sogar für eine Anschauung a priori. Leibnitzianer. unter Seele hingegen. was ich unter Ens realissimum denken soll). und daher nicht als Bestimmung eines andern Dinges gebraucht werden kann. der sich auf alles mögliche. geleitete Sätze für bloße Paralogismi. Dasjenige. so sind diese drei ein und eben dasselbe Ding. (Denkungsvermögen) daß sich darauf bezieht. folglich nach seinen Principien die Kategorie von Substanz darauf nicht anwendbar ist. Dieses vorausgesetzt. sondern bloß von seiner Einschränkung herrührt. laßt uns nun diese Paralogismos genauer betrachten. K. so sind es freilich drei verschiedene Dinge. den Inhalt nach leere Vorstellung und daher auch alle daraus her. Ich hingegen halte das I c h für eine Anschauung. Idealisten. unter Gott aber. macht dieses zu einem Paralogismus. dessen Vorstellung das absolute Subjekt unserer Urtheile ist. ist Substanz. Da aber diese Vorstellungsart nicht von unserm absoluten Erkenntnißvermögen. so ist diese es nicht. ein Verstand. Hier ist also der Punkt. und jedem denkenden Leser. durchs Denken wirklich bezieht. K. woran man dieses erkennen könnte. unter G o t t aber einen Verstand. hält das I c h als den Gegenstand der Psychologie für eine an sich.

doch noch nicht auf die Objektivität der Beharrlichkeit meiner selbst schließen. ich weiß aber nichts von irgend einer absoluten Veränderung. Ich habe mich aber schon darüber erklärt. so daß die Frage: quid juris? hier nicht statt findet. daß mein Ich dauernd in der Zeit ist? so antworte ich: daran. und daß dieser wiederum seinen Zustand in Ansehung unserer verändert hat. weil ich keine Mannichfaltigkeit darin wahrnehme. und der nicht den Unterschied zwischen der Vorstellung eines Dinges und dem Dinge selbst. (als Gegenstand seiner äußern Anschauung) betrachte. weil es alle meine Vorstellungen in einer Zeit-Reihe begleitet. denn die Veränderung der Relation ist auf beiden Seiten gleich. daß die Identität in meinem eigenen Bewußtseyn unausbleiblich anzutreffen ist. Wenn ich daher noch einen dritten annehme. welches alle Vorstellungen immer begleitet. nicht aber in Ansehung eines andern b. und was von dieser gilt. weil Veränderung überhaupt nur relativ seyn kann. woran erkenne ich. daß es e i n f a c h ist? daran. folglich wo keine Mannichfaltigkeit anzutreffen ist (wie hier der Fall ist) das Ding selbst mit seiner Vorstellung einerlei ist. Woran. mein Zustand sey in Ansehung eines Körpers a beharrlich. wenn ich mich aber aus dem Gesichtspunkt eines andern. so wird er so gut die Veränderung meiner in Ansehung des andern. K. daß ich die Vorstellung oder den Begrif eines Dinges mit dem Dinge selbst für einerlei halte. so weiß ich hier nur so viel. den Hr. weil wir dieses in dem Standpunkte eines Fremden nicht für gültig er-[211]klären können u. Woran erkenne ich. daß es numerisch identisch ist? daran. daß ich sammt dem Körper a meinen Zustand in Ansehung des Körpers b verändert habe. Hr. Fragt man aber ferner. Nun muß ich noch einen Zweifel heben. so erwägt dieser äußere Beobachter mich allererst in der Zeit.103 - folglich kann die Kategorie von Substanz darauf angewendet werden. daß vielleicht dieses alles bloß von unserer Vorstellung von demselben seine Richtigkeit hat. K. muß auch von jenen gelten. macht zwar die Einwendung. Er sagt nämlich. als die Veränderung des andern in Ansehung meiner wahrnehmen. ich gebe zu. w. Das Beharrliche und Veränderliche ist immer nur relativ. nicht aber in Ansehung des derselben zum Grunde liegenden [210] reellen Dinges. denn in der Apprehension ist die Zeit eigentlich nur in mir vorgestellt. weil ich es zu verschiedenen Zeiten als einerlei mit sich selbst erkenne. der uns beide beobachtet. s. und daß sie nur durch die Vollständigkeit des letztern in Ansehung des erstern verschieden seyn können. und der Begrif von einer absoluten Veränderung einen Widerspruch . daß zum wenigsten dieser Fremde in mir als seiner äußern Anschauung keine absolute Veränderung wahrnehmen kann. Ich bemerke aber. Gesetzt. sondern die Wahrheit (Objektivität) der Vorstellung selbst betrift. in Ansehung der Persönlichkeit erregt hat.[210] . er wird also aus dem I c h.

wenn eines derselben a gesetzt wird. h. h. wegen der Frage: quid juris? sondern durch Bestimmung a priori. Dieses geschieht durch die Reflektions-Begriffe. nicht aber des Erkennens. gilt) so erkennen wir. welches nur vermittelst diesem sich auf Objekte beziehen kann.104 - [212] enthält. Objekte auf einander beziehen kann) so muß dieses Verhältniß von der Art seyn. daß es sich auf alle Objekte ohne Unterschied (auch auf die a posteriori) beziehen kann. so kann ich es nur in Beziehung auf meine Zeit behaupten. daß wir nicht nur Objekte durch ein wechselseitiges Verhältniß zu einander denken. Dieses kann aber nicht durch Bestimmungen a posteriori geschehen. d. daß. h. das vom Verstande als Bedingung des Äußern. B. Sie werden zwar durch ihre wechselseitige Bestimmung in diesen Verhältnissen zu reellen Objekten des Denkens. Die Formen des Denkens. und an ihnen erkannt werden können: so müssen die Objekte schon vorher durch irgend Etwas bestimmt gedacht werden. s. in solcher Beziehung auf einander. daß sie auch im Verhältnisse von Ursache und [214] Wirkung zu . Verschiedenheit u. in Verhältniß des maximi der Einerleiheit stehen (hier fällt die Frage: quid juris? weg. Der Verstand denkt z. indem die Zeit die Form der Objekte von denen a posteriori gegebenen. daß a mit b. welches durch die Form des hypothetischen Urtheils ausgedruckt ist. [212] V o n d e n K a t e g o r i e n . und da diese wiederum nichts anders als Verhältnisse der Objekte zu andern Objekten seyn können (indem der Verstand nicht anschauen. indem es sich auf Objekte unmittel-[213]bar bezieht. h. Sollen diese Formen also objektive Realität haben. Wenn ich also sage: ich bin beharrlich. (indem diese Formen bloß zur Verknüpfung nicht aber zur Hervorbringung der Objekte dienen). Objekte. das unmittelbar darauf folgt. gleichsam die Materie von jenem. daß dieses Verhältniß. so. Diese denkt er wiederum in der Form der hypothetischen Urtheile. d. oder. d. w. sondern bloß denken. sollen sie den Objekten beigelegt. Finden wir. gedacht wird) erkennen. die durch das Verhältniß das maximum der Einerleiheit. sondern auch dieselbe in der Wahrnehmung (des inneren Verhältnisses.. das minimum der Verschiedenheit in Beziehung auf einander bestimmt sind. welches dasselbe ist. welches seine Form ist. oder der Urtheile überhaupt sind vom Verstande gedachte Verhältnisse zwischen unbestimmten (logischen) Objekten. Hieraus entspringt der Vortheil. das andere b gesetzt werden muß. d. Einerleiheit.

indem sie eine nothwendige Form derselben. indem dieser kein Objekt bestimmt. daß nämlich das Erstere immer das Vorhergehende. und das Letztere das Folgende in der Zeit ist. und so ist es auch mit allen übrigen Kategorien. daß nicht jeder Bestandtheil derselben an sich gedacht werden kann (denn sonst hätte sie keinen Grund) d. weil diese sich auf Objekte unmittelbar beziehet. die auf dem Gesetz der Association beruhet. nemlich: ohne seine Verknüpfung mit dem andern Theil. und was die Wirkung sey? (weil dieses innere Verhältniß beiden gemein ist). sondern ein und . h. die Beziehung zweier Zustände eines Dinges auf einander. d.[215] . er behauptet. und doch zugleich a priori. 1) Herr Ka nt hält die Kategorien für Bedingungen der Erfahrung. Wären sie hingegen völlig einerlei. unmöglich ist. (denn sonst wäre hier eine bloße Form. und halte daher die logischen Formen mit den Bedingungen ihres Gebrauchs (gegebene Verhältnisse der Objekte unter einander) für Bedingungen der Wahrnehmung selbst: die von Substanz und Accidenz für Bedingungen der Objekte an sich selbst. Wären [216] also diese völlig verschieden. daß wir auch ohne dieselben Wahrnehmungen ha-[215]ben könnten. was die Ursache. und folglich auch keine Vergleichung) möglich. aber doch keine Erfahrung (Nothwendigkeit der Wahrnehmung). wird aus dem Folgenden erhellen. Die Formen der Urtheile. Denn ein Objekt des Denkens oder des Bewußtseyns überhaupt erfordert Einheit im Mannichfaltigen. ich hingegen bezweifle mit Hume die Realität der Erfahrung. Wir müssen uns also zu diesem Behuf nach etwas Anderm umsehen. Ursache und Wirkung der Wahrnehmung der Veränderung. und daß wiederum der andere Bestandtheil desselben auch an sich gedacht werden muß. ist. Wie weit ich also hierin von Herrn Ka nt s Meinung abweiche. d. diese Synthesis setzt aber voraus. aber keine Einheit im Mannichfaltigen (denn es wäre hier keine Reproduktion. Dieses kann durch keinen Reflektions-Begrif geschehen. Ferner: die Wahrnehmung einer Veränderung erfordert wiederum Einheit im Mannichfaltigen. Es bleibt aber noch zu bestimmen übrig. sondern dasselbe schon als bestimmt voraus setzt. (durch ein reelles Verhältniß) sondern auch dieselben von einander durch eine Zeitbestimmung unterscheiden. in so fern sie Subjekt und Prädikat nicht bloß von allen übrigen möglichen Dingen. so wäre hier bloß ein Mannichfaltiges. heißen Kategorien.105 - einander sind. d. h. wir finden aber dazu nichts taugliches a priori als die Zeit. Wir unterscheiden also Ursache von Wirkung durch Zeitbestimmung. aber kein Objekt) und das sind eben die Begriffe von Substanz und Accidenz. so wäre hier kein Mannichfaltiges. h. h. es wären alsdann nicht zwei. daß zum wenigsten ein Bestandtheil des Mannichfaltigen ohne die Einheit.

subsumirt werden muß. die Folge überhaupt ist also Antecedenz. [218] 3) Welches eine Folge des Vorigen ist. und eben das ist. folglich auch keine Wahrnehmung der Veränderung. Hier ist die Folge von a und b auf einander Antecedenz.. d. möglich. h. die Objekte selbst — (d. wodurch bei Wahrnehmung des Gegenwärtigen die Reproduktion des Vergangenen (durch das Gesetz der Association) und folglich auch ihre Vergleichung untereinander möglich wird. Ursache. 2) Nach Herrn Ka nt wird dieser Satz so ausgedrückt: wenn a vorhergehet. Diese Zustände müssen also zum Theil einerlei. so müssen sie selbst in Beziehung auf einander nach einer Regel gedacht werden. was auf Setzung des Ersteren nothwendig gesetzt werden muß. in beiden Fällen wäre hier keine Einheit im Mannichfaltigen. und das innere Verhältniß Consequenz. was hypothetisch gesetzt wird. der Form der hypothetischen Sätze: daß nämlich die Setzung des einen Unbestimmten die Setzung des andern Unbestimmten nothwendig macht. zum Theil aber verschieden seyn. Nach Herrn Ka nt bestimmet die Regel nicht bloß die Form. haben. worunter die Objekte subsumirt werden sollen. und so verhält es sich auch in Ansehung aller übrigen Kategorien. und das Folgende dasjenige. weil diese Verschiedenheit wahrgenom-[217]men werden kann. sondern auch.106 - [217] eben derselbe Zustand. Wirkung). ohne meine Regel hiegegen könnte man nicht einmal eine subjektive Folge wahrnehmen. das Verhältniß. Daher muß diese Verschiedenheit eine unendlich kleine seyn. daß das Vorhergehende dasjenige ist. das der Verstand der Form der hypothetischen Sätze subsumirt. denn sonst wäre es nicht dasselbe Ding. h. nämlich: Blatt. Ein grünes Blatt ist von einem weißen (obschon beide etwas Einerlei. und die Bestimmung dieser Folge nach einer Regel Consequenz. das bloß verändert worden. die in einer Folge nach einer Regel wahrgenommen werden. und dadurch zur Association geschickt sind) verschieden. wie ich schon bemerkt habe. nach einer Regel. d. ja nicht einmal die Vorstellung einer Zeitfolge. so muß b darauf nothwendig folgen. das aber deswegen nicht als das verschiedene Ding selbst betrachtet werden kann. Nach . Nach mir hingegen wird er so ausgedrückt: Wenn a und b auf einander folgen. sondern auch in Ansehung ihrer. sondern ein vom Vorigen völlig verschiednes Ding (wie es bei einer andern Reproduktion der Fall ist). h. nicht bloß die Objekte. Diese Verschiedenheit muß aber ein minimum seyn. wodurch das Ding bloß ein Differential zu einem von dem vorigen verschiedenen Zustande bekommt. Ohne Herrn Ka nt s Regel könnte man nicht eine bloß subjektive (Wahrnehmung) von einer objektiven Folge (Erfahrung) unterscheiden.

d. sich vor dieser unmittelbaren Folge befindet. wir glauben daher den Satz nicht umkehren zu können. Daß wir aber in der That Ursache von Wirkung unterscheiden. dessen Setzung die Setzung von etwas anderem nothwendig macht. h. für W i r k u n g . und folglich erkennbar. wir glauben. da doch diese Begriffe (in so fern sie in der Logik. nach mir hingegen ist nur diese Art Beziehung der Objekte auf einander. h. diese Folge der Objekte. das erst in der Folge diesen Gegenstand der Vergleichung bekommen hat. die vom Daseyn der Objekte abstrahirt. d. . zufälligerweise verknüpft sind. ihren Ursprung haben sollen. d. für dasjenige. h. gar nichts an: diese Folge wird im Verhältnisse von Ursache und Wirkung gedacht.[219] . Die Ursache dieses Irrthums beruhet darauf: wir beziehen die Begriffe von Ursache und Wirkung auf das Daseyn der Objekte. nicht aber der Objekte selbst. als diejenige. h. die durch eine Regel in Ansehung ihres Verhältnisses zu einander bestimmt sind. nicht aber umgekehrt. und alsdann können die Objekte freilich durch diese überflüßigen Bestimmungen (welche bloß a posteriori sind und folglich in der Regel a priori nicht enthalten in dieser Beziehung sind. d. in dessen zufälliger Synthesis das.) sich bloß auf die [220] Art des Daseyns beziehen. d. und bloß die Art des Daseyns nach einer Regel denken sollten. ist Ursache von ihrer möglichen Wahrnehmung. nicht aber die Glieder dieser Beziehung in der Wahrnehmung erkennbar.) an. nach i h m sind also Ursache von Wirkung in der Wahrnehmung verschieden. nicht aber die Objekte selbst in Ansehung desselben.107 - mir hingegen bestimmt die Regel bloß das Verhältniß der Objekte zu einander (das Maximum der Einerleiheit). h. das Daseyn der Ursache mache das Daseyn der Wirkung nothwendig. beruhet lediglich darauf: [219] a) Wir nehmen in den Objekten dieser Beziehung mehr Bestimmungen (die mit den wesentlichen. d. anstatt daß wir das Daseyn der Objekte in einer Folge voraussetzen. worunter sich diese Beziehung findet. für dasjenige.) unterschieden werden. was hernach der eigentliche Gegenstand der Vergleichung ist. weil A auch vor dem Daseyn von B sein Daseyn hatte. worunter diese Beziehung gedacht wird. In der That aber gehet uns das Daseyn von A. das auf Setzung des Erstern nothwendig gesetzt werden muß. für U r s a c h e . drücken wir uns so aus: das Daseyn von A macht das Daseyn von B nothwendig. so müssen sie im Verhältniß des Maximum der Einerleiheit zu einander seyn. wir halten das Objekt. h. das Objekt aber. daher anstatt daß wir uns so ausdrücken sollten: wenn zwei Dinge A und B unmittelbar auf einander folgen. vor dieser unmittelbaren Folge.

obschon die Bewegung a der Bewegung b vorhergegangen. so steht die Tiefe dieses eingedrückten Lochs mit der gegebenen Höhe im Verhältniß. daß wir bloß das Verhältniß von Ursache und Wirkung. was in beyden die größte mögliche Einerleiheit hat). so hätte die Bewegung b darauf nicht minder folgen müssen. folglich ist hier die Ursache (Bedingung der Bewegung b) nie vor der Wirkung gewesen. muß man die Natur der Dinge ausser der Handlung kennen. denn da sich a und b nach der Berührung mit gleichem Grade der Bewegung fortbewegen. hier ging also die [221] Bewegung des a der Bewegung des b voraus. B. und das Loch erst durch seinen Druck rund geworden. und der Körper seine Figur angenommen. betrachten. ein Körper a bewegt sich nach dem Körper b. indem man hier sowol eine Anziehung (die in jedem Punkt der Entfernung aufs neue wirkt. wir sehen einen runden Körper in einem runden Loche. B. ich frage aber: wodurch wird man hier Ursache von Wirkung unterscheiden. weil hier der Grad der Wirkung durch die Größe der Bewegung vor [222] derselben bestimmt wird. sie doch nicht als Ursache vorhergegangen ist. wie als Wirkung. daß die Ursache der Wirkung vorausgehet. sondern auch die Art des Daseyns selbst (das. das Loch schon vorher rund gewesen. z. daß in der That. so muß man ihre gemeinschaftliche Bewegung als Wirkung einer Ursache ausser denselben betrachten. Wir können es also nicht in der Handlung unmittelbar. als einen Stoß nach eben demselben Gesetz annehmen kann? Aus dem allen erhellet. daß die Bewegung des a U r s a c h e (Bedingung der Bewegung von b). und setzt ihn auch in Bewegung. und die Bewegung von b W i r k u n g sey. bis wir . denn wenn die Bewegung a erst bey seiner Berührung von b angefangen hätte. als jetzt. so können wir nicht wissen: ob der Körper schon vorher rund war. sondern bloß mittelbar erkennen. woraus wir abnehmen können. Bedenkt man aber. da sie vor dieser Berührung angefangen hatte. B. Um etwas für Ursache oder für Wirkung in einer Handlung zu erkennen. eine Kugel von einer gegebenen Höhe herunter fällt..108 - [221] Nun möchte man glauben. so kann man hier jeden derselben sowol als Ursache. daß nicht nur das Daseyn der Ursache dem Daseyn der Wirkung vorausgesetzt werden muß. Z. oder umgekehrt. wodurch eine gleichförmige beschleunigte Bewegung entspringt). stoßt ihn an. nicht aber die Glieder dieses Verhältnisses (was Ursache und was Wirkung sey?) an Gegenständen der Erfahrung erkennen können. und ein Loch in den weichen Thon drückt. Im Wirken aber selbst giebt es kein Mittel. denn wenn z. Bey einer beschleunigten Bewegung könnte man zwar glauben. woran man Ursache und Wirkung erkennen und von einander unterscheiden kann. oder vielmehr: da beide in der Berührung einen Körper ausmachen.

W i r k u ng . nämlich die von beiden auf etwas ausser denselben annehmen. z. diese unveränderte Beziehung von a auf etwas drittes ist Ursache von der veränderten Beziehung von b auf a. Die Natur des Körpers vor der Handlung aber kann bloß durch seinen Zustand vor derselben in Vergleichung mit seinem Zustande nach derselben erkannt werden. nun aber sich einander berühren. sondern sie ist mit derselben identisch. der jetzige Zustand des Ersteren sey U r s a c h e . Man kann also nicht sagen: Die Veränderung der Beziehung von a auf b ist Ursache von der Veränderung der Be-[224]ziehung von b auf a. und dergl. sondern bloß ihrer Beziehungen auf einander gedacht werden kann. der Zustand des andern hingegen durch dieselbe verändert worden ist: so urtheilen wir. alsdann sagen wir. wir sagen also.) die Veränderung eines jeden ist hier nicht Bedingung (Ursache) zur Veränderung des Andern. und dadurch sind wir im Stande. und des Letzteren. die Gegenwirkung abgerechnet). b aber verändert. daß b (auf welcher Art es auch seyn mag) in diese Bewegung geräth — hätten wir . er stößt an den Körper B und setzt ihn auch in Bewegung. der Körper A ist in Bewegung. daß der Begrif von Veränderung nicht als eine innere Modifikation der Dinge. sondern bloß etwas. daß sein Zustand vor der Handlung durch dieselbe nicht verändert. worin das Loch ist. — gesetzt. der unveränderte Zustand von A d. der Erkenntniß der Wirkung vorausgehen muß. h. h. ob der Körper härter. Ursache von Wirkung zu unterscheiden. noch eine andere. in Beziehung auf andere Körper hingegen hat A seinen Zustand nicht verändert (den Verlust seiner Bewegung. woraus sie erkannt wird. In der Handlung selbst aber (das Liegen des runden Körpers in dem runden Loche) kann sowol der eine als der andere Körper.109 - [223] ausmachen können.[223] . Findet sich. als die Materie. Wir müssen ausser der gedachten Beziehung von a auf b und auch umgekehrt. hier haben A und B ihre Beziehung auf einander zugleich verändert (indem sie vorher von einander entfernt waren. woraus erhellet. Ohne die Bewegung von a. Wollen wir die Sache genauer betrachten. seine Bewegung ist Ursache von der Veränderung des Zustandes von B (von Ruhe in Bewegung). B. daß in der That nicht die Ursache. B hingegen verändert. sondern daß bloß das Daseyn eines Objekts Ursache ist von der Erkenntniß des Daseyns eines andern Objektes als Wirkung. so daß a diese Beziehung nicht verändert. oder auch keiner von beiden (wenn sowol der Körper als das Loch schon vorher rund waren) Ursache oder Wirkung seyn. oder umgekehrt. und auch umgekehrt. weil diese mit der Vorigen einerley ist. so werden wir finden. Folglich ist nicht (wie man gemeiniglich glaubt) das Daseyn eines Objekts Ur-[sache][225]sache vom Daseyn eines andern Objekts. d.

obschon die Veränderung von b in Ansehung a (von Bewegung in Ruhe) der Veränderung von b in Ansehung anderer Objekte (von Ruhe in Bewegung) entgegengesetzt ist. (da es in der That willkührlich ist). sondern auch in der Physik. ja sogar in der evidentesten aller Wissenschaften. irgend einem Objekt überhaupt beizulegen.. Ich hingegen dehne die Sphäre der Ideen und der daraus entspringenden Antinomien. das Letztere aber bloß in Ansehung b (von Bewegung in Ruhe) nicht aber in Ansehung anderer Objekte. wir hätten aber alsdann keine Erkenntniß vom Objekte dieser Veränderung (indem diese sowohl auf a als auf andere Objekte bezogen werden könnte). und da es dreierlei Arten Vernunftschlüsse giebt. Ursache. sie dem b viel mehr als den andern Dinge. so eignen wir doch mit Recht die Veränderung nach dem Stoße dem b. aufgelöset werden können. daß sie nicht nur in der Metaphysik. das Daseyn keine Ursache brauche). Nach Herrn Ka nt sind Ideen. Prinzipien der Vernunft. und daß daher die Antinomien eine weit allgemeinere Auflösung erfordern. das Objekt dieser Veränderung b durch Beziehung auf a zu bestimmen. und diese gebenden Grund zu den Antinomien (Widerstreit der Vernunft mich sich selbst) ab. I d e e n . nun aber. die ihrer Natur nach das Unbedingte zu allem Bedingten fordert. nämlich: kategorische. viel weiter aus: indem ich behaupte. seinen Zustand verändert hat. so giebt es auch nothwendig dreierlei Arten Ideen. die nur nach seinem System von der Sinnlichkeit und ihren Formen. . so dient doch die Erstere als Merkmal zur Letz-[226]tern. die nichts anders als die dreierlei vollständige Kategorien (letzte Subjekt. nicht aber dem a zu. daß nämlich a in absoluter Ruhe und b sammt den andern Objekten in Bewegung nach a ist. nun aber sind wir auch im Stande. eher als Bedingung zu ihrer Erkenntniß. h. (indem. weil der Zustand des Erstern so wohl in Ansehung a (von Bewegung in Ruhe) als anderer Objekte (von Ruhe in Bewegung). nämlich der Mathematik anzutreffen sind. hypothetische und disjunktive Vernunftschlüsse. Die Bewegung von b (Veränderung seiner Beziehung auf andere Objekte) könnte auch ohne die Bewegung von a ihr Daseyn haben. ich hätte aber alsdann keinen Grund. und sollen wir auch hier umgekehrt setzen.110 - [226] zwar eine Wahrnehmung von einer Wirkung (Veränderung in der Beziehung von b auf andere Objekte). A n t i n o m i e n . wie schon bemerkt worden ist. d. [227] Weltganze) sind.

vorschreibt. folglich gar keine Zahlen seyn können. und wiederum bestimmte Zahlen in dieselbe verwandeln. führen uns nothwendig auf dergleichen Antinomien ( I ). oder auch umgekehrt. Eine unendliche Zahl kann bei uns (indem unsere Wahrnehmung an der Form der Zeit gebunden ist) nicht anders als durch eine unendliche Succession in der Zeit. die. Wie dies mit den unendlichen konvergirenden Reihen der Fall ist.111 - Diese beruhet nach mir darauf. auch nicht gebrochene. als bloße Idee betrachtet. indem sie nicht ganze. oder durch Hülfe einer Series recurrens) können wir uns denselben immer nähern. 1) Als ein absoluter (durch Sinnlichkeit und ihre Gesetze uneingeschränkter).[228] . und zugleich die Unmöglichkeit dieses zu bewerkstelligen. Von dieser Art sind die irrationalen Wurzeln. und die Objekte desselben in der Physik. wodurch man den successiven Progressus ins Unendliche als ein Objekt betrachtet. dennoch als Objekt betrachtet. Durch unendliche Reihen (nach dem binomischen Lehrsatz. beweiset. Es giebt aber auch Ideen. auf einmal. den Ideen Objekte zu substituiren. Die Auflösung dieser Antinomie ist aber diese. seiner Einschränkung nach. indem sie etwas. hervorgebracht werden. indem sie eine Regel. doch ih-[229]rer Natur nach dieselbe niemals erreichen. Die Theorie des Unendlichen in der Mathematik. Objekte in Ideen aufzulösen. Ich will auch einige Beispiele dieser Art aus der Physik anführen. Bei einem absoluten Verstande hingegen. Daher ist das was der Verstand seiner Einschränkung nach. seiner absoluten Existenz nach ein reelles Objekt. daß nämlich unser Verstand in zweierlei entgegengesetzten Rücksichten betrachtet werden kann und muß. . (die also niemals als vollendet gedacht werden kann). wonach man diese mit Gewißheit finden muß. Ja was noch mehr ist. ohne Zeitfolge. sondern [228] bloß eine Idee. gedacht. Die Vernunft geräth hier in Widerstreit mit sich selbst. daß wir ihren Werth nie genau finden werden. 2) Als unser Verstand. Die vollständige Reihe aller natürlichen Zahlen ist bei uns kein Objekt das in irgend einer Anschauung gegeben werden kann. und doch sind wir a priori überzeugt. das seinen Bedingungen nach niemals als ein Objekt gegeben werden kann. Er kann und muß daher nach zweierlei entgegengesetzten Gesetzen seine Objekte denken. so daß wir diese denselben substituiren könnten. Dieses sind Beispiele von Ideen und den daraus entspringenden Antinomien in der Mathematik. wir sind zuweilen im Stande. obschon sie sich bestimmten Objekten immer nähern. wird der Begrif einer unendlichen Zahl. Hier geräth die Vernunft in eine Antinomie. Wir können ihren Werth aufs genaueste berechnen.

und dennoch uns gezwungen sehen.. auch außer dieser Bewegung. folglich können wir diese bloß subjektive Vorstellung (die zwischen den Dingen gedacht. h. weil die Bewegung nicht durch die wirkliche Theilung begränzt ist. und zugleich als kein Gegenstand der Erfahrung gedacht wird. von A nach B I H F C A G D B dergestalt. so müssen sich alle seine Theile zugleich bewegen. verändert hat. 3) Ein Rad drehet sich um seine Achse auf der gerade Linie A B. h. sondern auch auf einen andern Körper c. B. (Veränderung seiner Beziehung auf b) noch eine andere Bewegung die nicht in b ist. so haben wir hier eine Antinomie. wir legen darum die Bewegung dem a. und doch dürfen wir es nicht. Soll also diese subjektive Vorstellung objektive Gültigkeit haben (ein Objekt bestimmten). Je näher aber ein Theil dem Mittelpunkte [231] kömmt. Da aber so wie a seine Beziehung auf c. dieselbe (zum Behuf der Erfahrung) zu supponiren. B. weil der Begrif der Bewegung bloß relativ gedacht werden kann. aber nicht dem b bei. nicht aber auf c. so auch dieser die seinige auf a verändert hat. und wir also keinen Grund haben. Zugleich aber drehet sich ein im großen Zirkel A H I angenommener . Hier haben wir wieder eine Antinomie. so daß nach völliger U m d r e h u ng die dadurch beschriebene Linie A B dem völligen Umfange des Zirkels gleich ist.112 - [230] 1) Die Bewegung eines Körpers ist die Veränderung seiner Beziehung auf einen andern Körper im Raume. (indem er in eben der Zeit weniger Raum als der entferntere durchläuft). Folglich giebt es eine Geschwindigkeit. weil jener nicht nur seine Beziehung auf b. unendlich klein ist. daß es eine unendlich kleine Bewegung in der Natur giebt. annehmen. nämlich die Vernunft befiehlt uns eine absolute Bewegung anzunehmen. desto kleiner wird seine Geschwindigkeit. D. diese Bewegung vielmehr in dem a als in dem c wirklich zu denken. d. dieser hingegen bloß seine Beziehung auf a. daß alle Theile seines Umfanges nach und nach alle Theile der Linie A B decken. beilegen. so muß [230] man dem einen Körper a z. nicht aber in denselben ist) dem einen Körper nicht mehr als dem andern zuschreiben. so müssen wir noch einen Körper d z. und so ins Unendliche: und da wir doch dadurch niemals die Bewegung als in a wirklich denken können. Woraus folgt. indem eine unendlich kleine Bewegung als Gegenstand. 2) Ein Rad bewegt sich um seine Achse. die omni dabili minor.

und seit der Zeit haben sich die Mathematikverständigen bemüht. §. die Bedingung des Um- . und es ist willkührlich. welcher solches thun soll. weil die Linien nicht Summen von Punkten sind (G. so nähern sie sich dem Kreise. die der kleinere Zirkel C F G beschreibt. dieselbe zu heben. wird es eine Länge auf der Linie bedeckt haben. so will ich sie durch beigefügte Figur erläutern. sondern nur Theile. die seinem Umfange gleich ist. Es entspringt aber hier eine Schwierigkeit nämlich zu erklären. Von den übrigen ähnlichen Bogen fallen zwar alle Punkte nach und nach auf alle Punkte von Linien. Nämlich. indem sich durch jeden Punkt des einen ein Halbmesser ziehen läßt. E. aber es hat auf dieser Länge mit seinen Seiten nicht alles bedeckt. so werden diese Theile zusammenhängen. z. Aristoteles hat diese Schwierigkeit in seinen mechanischen Fragen bemerkt. die der größere A H I beschreibt. Er sagt nämlich: „Es kommt hier auf den Begrif des Wälzens an. beschreibt. besonders da Herr Kästner keine Zeichnung beigefügt hat. daß die Linie C D. etwas dunkel ist. die der A T parallel und gleich sind. nicht zusammenhängen. reguläre Sechsecke. so daß er bey völliger Umdrehung die Linie C D. Herr Hofrath Kästner in seiner Analysis endlicher Größen. daß die Theile dieser Linie. vorstellen. der einen Punkt des andern angiebt. die mit A B parallel und derselben gleich ist. gleich seyn soll? Und doch müssen sie gleich seyn. die nicht zusammenhingen. Wird die Bedingung (597) dazu erfordert. sucht nach dem Galiläus diese Schwierigkeit auf folgende Weise zu heben. indem die Umdrehung beider Zirkel (da sie einen Körper ausmachen) zu gleicher Zeit geschehen muß.) und ähnliche Bogen concentrischer Kreise gleichviel [233] Punkte haben. aber das beweist die Gleichheit nicht. wie es möglich sey. ist es auf seiner Parallele über eben die Länge gegangen. Aber zu gleicher Zeit wird sich ein concentrisches kleineres Vieleck auf einer Parallele mit jener Linie dergestalt wälzen. wenn es sich ganz herumgewälzt hat. welches mit dem äussern Vielecke zugleich geschehen ist. und wenn sich das ganze Vieleck herumgewälzt hat. 5 Erkl. der Linie A B. die Summe dieser Theile macht den Umfang des kleinen Vielecks aus. die um einen Mittelpunkt eines innerhalb des andern verzeichnet sind: Wenn sich nun das äusserste auf einer geraden Linie so wälzt. Wenn man sich solche Vielecke immer von mehr und mehr Seiten [234] vorstellt.113 - kleinerer Zirkel C F G um eben dieselbe Achse von [232] C nach D. 601.[232] . daß seine Seiten eine nach der andern Theile der geraden Linie decken. welche seine Seiten nach einander bedecken. und so läßt sich hierdurch die Schwierigkeit erläutern.“ Da diese Stelle. Man kann sich zur Erläuterung reguläre Vielecke von einer Art. so kann sich unter allen concentrischen Kreisen nur einer wälzen. über welche das äussere auf seiner Linie gegangen ist.

b c. beschreiben. ehe die Seite e f die Linie d H zu decken anfängt. die es dadurch beschreibt. (Zum wenigsten. ehe die Seite E F sie zu decken anfängt. kleiner als der Umfang des größern seyn muß. Die Theile des äussern Polygons A B C u..114 - [235] drehens oder des Wälzens eines Rades erfordert. die das größere Polygon A B C D deckt. daß alle Punkte seiner Peripherie nach und nach alle Punkte der Linie. welche die Differenz zwischen der Summe der Seiten des größern und des kleinern Polygons ist. deren Sehnen einige Theile der Linie sind. die mit der vorigen parallel und derselben gleich ist.) Denn die Linie d H. daß alle Punkte desselben alle Punkte der Linie berühB A B b C c d a G f Ae g F A H E D F G ren. Ist also die Anzahl der Seiten unendlich groß (wie. Dieser Bogen stehet aber mit der Größe der Seiten in geradem. sondern diese Summe plus den Sehnen erwähnter Bogen. indem während der Zeit. indem wir keinen Grund . decken nach und nach die Linie D G [235] stetig. daß der Umfang des kleinern Zirkels plus der Differenz seiner und des größern Anfangs und Endpunkts. c d. als die Linie D G. hingegen die Theile des innern Polygons a b c u. Ein anderer mit der Peripherie concentrischer Kreis beschreibt zwar eine Linie. der Punkt e des Kleineren sich im Bogen e f g bewegt. wenn das Polygon ein Zirkel wird) folglich die Seiten selbst unendlich klein. sondern daß einige derselben. Dieses wird klar. ist in der That kleiner. w. Beispiel Sechsecke.. w. d e u. Ich sage aber. berühren müssen. wir diese Erklärungsart auch nicht nöthig haben. Folglich ist die Linie d H nicht bloß die Summe der Seiten a b. wenn man sich statt der Zirkel regulaire concentrische Polygone. und diese mit ihrer Anzahl im umgekehrten Verhältniß. so ist auch dieser Bogen unendlich klein. Bogen. s. daß die Seite D E des größern die Linie D G zu decken aufhört. so lange man nicht beweisen kann. die das kleinere Poly-[236]gon a b c d durch seine Umwälzung nach und nach deckt. decken die Linie d H nicht stetig. aber doch nicht so. s. daß so lange wir anstatt des Zirkels ein reguläres Polygon von endlicher Anzahl Seiten setzen. s. denkt. z. w.

indem vom Raume nichts anders [238] existiren kann. indem die Vernunft uns (durch die Idee der Theilbarkeit des Raumes ins Unendliche) befiehlt. als aus der Physik. Auch sind diese Antinomien eben so reel. Es ent[237]springt also hier eine wahre Antinomie. und doch demonstriret sie uns zugleich.115 - haben. unendlichemal genommen. unendlich klein seyn. mit der Theilung einer bestimmten Linie niemals aufzuhören. einer endlichen Linie (der Differenz zwischen dem Umfange des größern und kleinern Zirkels) gleich seyn. so können sich doch die angeführten physischen Antinomien. Also auch zugegeben. folglich fangen beide Linien zugleich an. und folglich die Seiten selbst unendlich klein. [239] . und da wiederum zu endigen. und doch sollen diese Sehnen. daß die mathematischen Antinomien sich auch nach Herrn Kants System von der Sinnlichkeit und ihren Formen auflösen lassen. und fordern die Vernunft eben so zu ihrer Auflösung auf. Aber die Kästnerische hebt diese Schwierigkeit eben so wenig. so wird uns die eine Erklärungsart so wenig als die andere nützen. sowol aus der Mathematik. Denn sind die Seiten unendlich klein. und folglich auch ihre Sehnen. die in dem. daß es aber nichts desto weniger auf eine bestimmte Art wirklich seyn kann und ist. d. Ich könnte mehrere dergleichen Beyspiele.[237] . wobey meine Erklärungsart nicht statt finden kann. Setzen wir hingegen die Anzahl der Seiten unendlich groß. was ausser unserer Vorstellungsart wirklich ist. und endigen sich zugleich. Wir müssen also ein wirkliches (nicht bloß mathematisches. sondern nach dem meinigen. sondern bloß als eine Idee gedacht werden kann. denn hier geschiehet die Deckung in jedem Zeitpunkt der Umwälzung nur in einem Punkte der dadurch beschriebenen Linie. so müssen auch die vorgemeldeten Bogen. anführen. nicht nach seinem. als die Kantischen. diese Deckung von der Mitte der Seite anzufangen. da doch die Deckung der Seite auf einmal geschehen muß. h. und daß die daraus entspringenden Antinomien nur nach meiner Art aufgelöset werden können. anzutreffen sind. als was davon in unserer Vorstellung ist: folglich das Unendliche darum niemals als ein schon vollendetes Objekt. Aber für jetzt mögen diese hinreichend seyn. die Möglichkeit der Theilung ins unendliche) Unendliches. daß das Unendliche zwar in Ansehung unserer (des Vermögens. als das Element des Endlichen zugeben. so daß wir zuletzt auf einen unendlich kleinen Theil gerathen. daß wir im vorgelegten Falle auf einen solchen unendlich kleinen Theil wirklich gerathen müssen. auflösen lassen. dasselbe hervorzubringen) eine bloße Idee ist. Aus dem allen erhellet.

Die Materie habe ich hier nach der Baumgartenschen Paragraphenordnung vorgetragen. so macht die Setzung von A die . In der Physik wird sie so ausgedrückt: die Wärme dehnet die Luft aus. die auf Dinge an sich. 1) Die Ontologie ist eine Wissenschaft der allgemeinsten Eigenschaften der Dinge. die Form der hypothetischen Sätze in der Logik wird so ausgedrückt: Wenn ein Ding gesetzt wird. Nach dem bisher Vorgetragenen kann man leicht denken.116 - [239] [239] Meine Ontologie. daß ich mit dem Worte Ontologie einen ganz andern Begrif verknüpfe. [240] M e i n e O n t o l o g i e .. Hier wird das Subjekt (Ding) bloß durch das Prädikat (Verhältniß des Antecendens zum Konsequens) bestimmt. so muß ein andres Ding nothwendig gesetzt werden. sondern bloß auf Erscheinungen anwendbar ist. als den man sonst damit zu verknüpfen pflegt. wäre überflüßig. die zwar nicht einem Dinge überhaupt (das durch keine Bedingung bestimmt wird) aber doch jedem a priori bestimmten Dinge zukommen können. denn zu sagen. und B darauf nach einer [Regel][241] Regel folgt. so wohl von der Logik als von der Naturlehre unterschieden: indem die erstere bloß die Form des Denkens. Z. was schon andere gesagt haben. In der Metaphysik hingegen wird sie so ausgedrückt: Wenn A vorhergeht. oder a posteriori) bestimmten Gegenstand. ohne Beziehung auf irgend einen (a priori. oder der- jenigen. sie kann also von keinem weiten Umfange seyn. hier wird das Subjekt dieses Verhältnisses (Wärme und Luft). Besonders werden hier diejenigen Artikel behandelt. damit man den Unterschied der Behandlungsart leichter einsehen könne. B. worin ich von den Wolffianern oder auch von Herrn Kant abweiche. Dadurch wird sie als ein Theil der Metaphysik. Nämlich: Bey mir ist die Ontologie keine Wissenschaft. die letztere aber sich nur auf einen a posteriori bestimmten Gegenstand beziehet. durch Bedingungen a posteriori bestimmt.

vergleichen. ob es das ganze Subjekt (die Synthesis des Bestimmbaren und der Bestimmung) oder bloß ein Prädikat desselben ist. Ein reeller Gegenstand hingegen hat keinen Grund. Eine Erkenntniß. Z. sondern bloß Bedingung des andern. Ist aber das eine Urtheil kein Grund. in diesem Urtheil. muß man genau Acht haben. muß nach meiner Erklärung vom Grunde so ausgedrückt werden: Nichts (kein Urtheil) was nicht an sich evident ist. so kann die Bedingung mit dem Bedingten verwechselt werden. Wie z. §. sondern in dem Allgemeinen. was eigentlich dieser Grund sey. in Ansehung ihres Verhältnisses zu einander bestimmt sind) die der Metaphysik. ein Urtheil hat einen Grund.[242] . (die durch keine algebraische Gleichung. Grund und Folge können [242] also nicht verwechselt werden. muß so ausgedrückt werden: Kein allgemeines Urtheil ist ohne Folge (ohne das besondere Urtheil. nämlich: als Bedingung. 25. Dieses ist das formelle N i c ht s . Folglich gehört der Begrif oder Satz von Ursache zur Metaphysik. §. sondern bloß eine Bedingung. mit dem veränderlichen (die bloß durch ihr Verhältniß zu einander bestimmt sind).117 - Setzung von B nothwendig. Das Urtheil. Eine Erkenntniß ist Grund einer andern Erkenntniß. §. und auch umgekehrt. denn ein individuelles Urtheil hat in der That keine Folge (was aus ihm folgt. abzuleiten). ohne es von einem an sich evidenten Urtheile. B. Man kann die Objekte der Logik mit den transscendentalen Größen. d. Hier ist das letztere Urtheil. In Ansehung des [243] Grundes in der zweiten Bedeutung. und kann indirekte auch ein Prinzip der positiven werden. eine gerade Linie ist die kürzeste zwischen zweien Punkten. betrachtet werden. gegründet). Der Satz: nichts ohne Grund. daß eine Linie gerade ist. 8. ist nicht in ihm. Grund des erstern. das materielle N i c ht s aber ist das Nichtdenken von etwas Bestimmtem. kann als Bedingung zum Urtheile. Ein bestimmter Gegenstand A ist mit sich selbst einerlei. ein rechtwinklichtes Dreieck ist als ein solches der Grund oder die Bedingung seiner Eigenschaften. ist ohne Grund (darf angenommen werden. das in ihm enthalten ist). B. Hier wird das Subjekt dieses Verhältnisses (von Ursache und Wirkung) durch eine Zeitbestimmung (die Folge nach einer Regel) die a priori ist. 7. in so fern die letztere in der erstern enthalten ist. §. das heißt. §. 18. worin es enthalten ist. warum? weil jeder Gegenstand mit sich selbst einerlei ist. und die der Physik mit den stetigen Größen. 14. und dieser ist Folge von jenem. daß nämlich das Quadrat . Der Satz: nichts ist ohne Folge. Der Satz des Widerspruchs ist das formelle Prinzip aller negativen Urtheile. h. bestimmt. daß sie die kürzeste ist.

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seiner Hypothenuse der Summe der Quadrate der Katheten gleich ist; hier ist nicht Dreieck an sich, nicht das Rechtwinklichtseyn an sich, sondern ihre Synthesis die Bedingung dieser Eigenschaft. Hingegen ist in dem Satze: die gerade Linie ist die kürzeste zwischen zweien Punkten bloß die Bestimmung g e r a d e , die Bedingung dieser Eigenschaft; (denn Linie kann diese Bedingung nicht seyn, weil sie auch Bedingung der entgegengesetzten Eigenschaft ist). Aus Vernachläßigung dieser Distinktion entstand ein Irrthum: daß man nämlich glaubte, eine Wirkung kann Folge verschiedener Ursachen seyn; indem man nicht bemerkte, daß in diesem Falle nicht diese verschiedenen Objekte, sondern etwas ihnen Gemeinschaftliches, der Grund dieser Folge, d. h. die Ursache der gegebenen Wirkung ist, wie ich es in der Folge umständlicher erklären werde. [244] §. 22. Das Bestimmbare ist das Allgemeine, und die Bestimmung, das was aus diesem etwas Besonderes macht. Nun giebt es aber Fälle, wo dieses schwer zu erkennen ist, wie z. B. in dem Begriffe eines gleichseitigen Dreiecks: hier kann ich Dreieck als das Allgemeine (indem es sowohl gleich — als ungleichseitig seyn kann) und die Gleichheit der Seiten als dasjenige, was ihn zum besondern Begrif macht, betrachten: ich kann aber auch umgekehrt die Gleichheit der Seiten als das Allgemeine (in sofern es mehrere gleichseitige Figuren geben kann) und die Anzahl derselben (Dreieck) als das, wodurch es zum besondern Begrif wird, betrachten. Die Frage ist also: kann ich in diesem Falle das Bestimmbare mit dem Bestimmung verwechseln? oder mit andern Worten: giebt es hier kein Merkmal, wodurch ich sie erkennen, und von einander unterscheiden kann? Hierauf antworte ich: es giebt hier zwar kein unmittelbares, sondern bloß ein mittelbares Merkmal, d. h. ich kann sie bloß in Beziehung auf die von diesem Begriffe herzuleitenden Folgen bestimmen. Will ich den Begrif eines gleichseitigen Dreiecks zu diesem Urtheil gebrauchen, daß es nämlich gleiche Winkel hat, so betrachte ich in demselben die Gleichheit der Seiten als [245] das Bestimmbare, und ihre Anzahl als die Bestimmung desselben; denn in der That kann die Gleichheit der Winkel nicht nur Prädikat eines gleichseitigen D r e i e c k s , sondern auch jeder gleichseitigen Figur überhaupt seyn, zum wenigsten in Ansehung der Seiten, die einerlei Richtung haben. Die Anzahl der drei Seiten macht also, daß das, was ohne dieselben bloß s e y n k a n n, hier wirklich i s t . Will ich aber daraus urtheilen, daß jeder seiner Winkel
2 3

eines rechten ist, so ist dieses kein mögliches Prädikat einer andern gleichseitigen Figur, sondern bloß des Dreiecks. Denn sind die Winkel ungleich, so kann nicht jeder derselben
2 3

[246]

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eines rechten d. h. gleich seyn, sind sie aber gleich, so ist es ein reguläres Polygon, wovon bewiesen worden ist, daß die Summe seiner Winkel (wenn angenommen wird, daß die Anzahl der Seiten = n ist = 2n — 4 rechte Winkel, folglich jeder derselben = 2n - 4 -4 =2 rechte n n
2 3

Winkel, und also jedes n einen andern Werth giebt, und nur n = 3 den Werth

geben kann.

Folglich ist in Ansehung dieser Folge nicht die Gleichheit der Seiten, das Bestimmbare, und ihre Anzahl die Bestimmung, sondern umgekehrt; weil nämlich einem Dreiecke überhaupt diese Folge (daß jeder seiner [246] Winkel =
2 3

R ist) zukommen kann, und wenn es gleich-

seitig ist, zukommen muß, und so auch in allen übrigen Fällen. Es giebt noch einen Gesichtspunkt, aus dem man in jedem Objekt (eine Synthesis von Anschauung und Begrif) beurtheilen kann, was darin das Bestimmbare, und was die Bestimmung ist. Nemlich: ist die Anschauung a priori, so ist sie das Bestimmbare, und der Begrif ist die Bestimmung: denn die freywillige Hervorbringung einer Anschauung, einer Regel gemäß, setzt die Möglichkeit der Anschauung an sich (indem was in Verknüpfung möglich ist, auch an sich möglich seyn muß). Z. B. in dem Begriffe einer geraden Linie, ist Linie überhaupt möglich, auch ohne das Geradeseyn, ist folglich hier, das Bestimmbare; hingegen ist das Geradeseyn erst durch Linie möglich u. dgl. Ist aber die Anschauung a posteriori, so ist es umgekehrt, der Begrif ist das Bestimmbare; weil er auch an sich vor seiner Verknüpfung mit der Anschauung a posteriori (durch seine Verknüpfung mit einer Anschauung a priori) gedacht werden kann, die Anschauung hingegen ist seine Bestimmung; weil sie ohne denselben nicht gedacht werden kann, z. B. in dem Begriffe von Ursache, worunter das Feuer als eine Anschau-[247]ung a posteriori subsumirt wird, indem man sagt: das Feuer erwärmt den Stein. Hier ist der Begrif (wenn etwas gesetzt wird, so muß etwas anderes gesetzt werden) das Bestimmbare; weil er auch ohne das Feuer bloß eine Anschauung a priori, nämlich die Zeit (wenn etwas vorhergeht und etwas folgt nach einer Regel) gedacht werden kann, nicht aber umgekehrt u. dgl. indem Feuer ohne denselben bloß angeschauet, nicht aber gedacht (in ein nothwendiges Verhältniß) werden kann. Die Möglichkeit eines Dinges betrift entweder die Form seiner Denkbarkeit, und bedeutet alsdann den Mangel des Widerspruchs, oder die Verbindung von Materie und Form, und bedeutet alsdann eine objektive Realität. Das Urtheil von der objektiven Möglichkeit eines Dinges, begreift vier Urtheile in sich. 1) Mangel der Unmöglichkeit (des Widerspruchs); 2) Mangel der Nothwendigkeit;

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[248]

3) einen positiven Grund der Möglichkeit; 4) Mangel der Wirklichkeit, Z. B. ein Dreieck d. h. ein Raum von drei Linien eingeschlossen, ist möglich: 1) weil die Einschließung von drei Linien, d. h. das Prädikat, dem Begrif von Raum, als dem Subjekt, nicht widerspricht; 2) das Subjekt ist nicht noth-[248]wendig mit dem Prädikat verknüpft; weil es auch an sich oder mit einem andern Prädikat gedacht werden kann; 3) so ist hier ein positiver Grund zu dieser Möglichkeit, und dieses bestehet darin, daß das Prädikat nicht ohne das Subjekt gedacht werden kann; 4) der ganze Begrif kann wiederum als Subjekt in Beziehung auf ein ihm mögliches Prädikat, betrachtet werden, indem man einen recht- oder schiefwinklichtes Dreieck denken kann u. dgl. Man siehet hieraus, daß die Möglichkeit eines jeden Dinges die Möglichkeit sowohl eines allgemeinern, als eines mehr besondern Dinges, voraussetzt; folglich gehört zur vollständigen Möglichkeit eines Dinges sowohl ein Pro- als Regressus der Reihe der subordinirten Dinge, wovon das gegebne ein Glied ist, ins Unendliche: dieses macht die Idee eines unendlichen Verstandes nothwendig. Die Wirklichkeit ist die vollständige Möglichkeit eines Dinges, nach der LeibnitzWolfischen Schule. Nach meiner Theorie hingegen, ist die Wirklichkeit eines Dinges seine Vorstellung in Zeit und Raum. Hieraus folgt 1) daß Möglichkeit und Wirklichkeit ganz unabhängig von einander sind: d. H. nicht alles Mögliche ist wirklich, und auch, nicht alles Wirkliche ist möglich in positiver Be-[249]deutung. Alle Anschauungen, in so fern sie in Zeit und Raum vorgestellet werden, sind wirklich, aber nicht möglich, in so fern wir ihre Entstehungsart nicht einsehen. Alle Begriffe, (ja sollten sie auch omni modo determinata seyn) sind möglich, d. h. wir sehen den Grund der Einheit in ihrem Mannichfaltigen ein, aber nicht wirklich; weil diese Einheit nicht in Zeit und Raum gedacht wird. Eine Synthesis von Begriffen und Anschauungen ist möglich und wirklich zugleich. Nach der ersteren Erklärungsart, von der Wirklichkeit hingegen, setzt sie die Möglichkeit voraus, nicht aber umgekehrt, d. h. alles Wirkliche ist möglich, aber nicht alles Mögliche ist wirklich. Hieraus folgt aber, daß ein unendlicher Verstand, entweder alles als wirklich, oder gar nicht denken muß: denn da dieser alles Mögliche auf einmal denken muß, so muß er z. B. ein Dreieck entweder bloß als omni modo determinatum (recht- oder schiefwinklicht, von bestimmter Größe, u. dgl.) d. h. wirklich, aber nie als bloß möglich (Dreieck überhaupt) oder beide zugleich, einen Widerspruch oder gar nicht denken. Und da das Letztere unmöglich ist, so bleibt nur das Erstere wahr, woraus folgt, daß alles Mögliche, in Ansehung eines unendlichen Verstandes, d. h. objektiv, zugleich wirklich seyn muß. Betrach-[250]ten wir aber die Sache genauer, so finden wir, daß

[251]

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auch damit die Schwierigkeit nicht gehoben wird, weil das Dreyeck überhaupt so gut ein reelles Objekt ist in Ansehung seiner Folgen, als ein Dreyeck omni modo determinatum in Ansehung der seinigen. Da nun zur Vollständigkeit eines Verstandes gehört, nicht bloß ein Wesen als möglich zu denken, sondern auch synthetisch zu urtheilen, d. h. die Eigenschaften auf das Wesen zu beziehen, und sie als Communia oder Propria zu betrachten, so muß ein unendlicher Verstand nicht nur ein Dreyeck omni modo determinatum, sondern auch ein Dreyeck überhaupt (in Ansehung der Communia, daß z. B. die Summa seiner Winkel zweyen rechten gleich sind) denken, weil diejenige Eigenschaft, die allen Dreyecken gemein ist, keine Bestimmung irgend eines besondern, sondern eines Dreyecks überhaupt ist. Nach meiner Erklärung aber ist die Möglichkeit eines Dinges das Gedachte (der Begrif), die Wirklichkeit aber das Gegebene in demselben. Folglich kann diese Schwierigkeit in Ansehung eines unendlichen Verstandes auf eben dieselbe Art, als in Ansehung eines endlichen gehoben werden. Nämlich: So wie ich z. B. sowol ein Dreyeck überhaupt (in Beziehung auf seine Folgen) als [251] ein rechtwinklichtes Dreyeck (in Beziehung auf die seinigen) denken kann, weil ich sie zu verschiedenen Zeiten, folglich mit verschiedenen ihnen zum Grunde liegenden Anschauungen denke; so kann ein unendlicher Verstand sie zwar nicht in verschiedenen Zeiten (weil die Zeit bloß eine Form unsrer Anschauung ist), aber doch in Beziehung auf (nach irgend einer Form) verschiedene Anschauungen denken. Dieses Gegebene, was der unendliche Verstand anschauet, ist entweder ein Objectum reale, und bedeutet etwas, das in demselben gegenwärtig ist, ohne von ihm gedacht zu werden (welches seiner Unendlichkeit nicht widerspricht, indem diese im Vermögen zu denken, alles was nur denkbar ist, bestehet, dieses Gegebne ist aber seiner Natur nach nicht denkbar) oder es ist eine bloße Idee, von der Beziehung des Begriffes, der an sich bloß eine Modifikation des Verstandes ist, auf etwas ausser demselben. Im letztern Falle wird die Wirklichkeit nicht in etwas ausser dem Verstande, sondern bloß in dieser Beziehung bestehen. §. 55. Einheit und Vielheit können, wie alle Relationsbegriffe, nicht ohne einander gedacht werden, sie sind nicht einander entgegengesetzt. Denn die Vielheit hebt nicht die Einheit, weil diese in [252] der Definition von jener als Element (das Materiale darin) nothwendig enthalten seyn muß, und so auch umgekehrt. Es giebt eine innere und äussere Einheit und Vielheit, z. B. der Begrif einer Linie ist eine innere (die Linie an sich betrachtet) Einheit; die verschiednen Beziehungen derselben auf verschiedene Bestimmungen (gerade und krumme Linien) macht sie zu einer äussern

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Vielheit. Hingegen ist jede Synthesis eine innere Vielheit, die Beziehung derselben auf ihr gemeinschaftliches Subjekt oder Prädikat macht sie zu einer äussern Einheit. §. 68. Wahrheit ist das Verhältniß der Übereinstimmung zwischen dem Zeichen und bezeichneten Dinge, und Falschheit des Gegentheils davon. Ein Begrif, ein Urtheil ist an sich betrachtet nicht wahr und nicht falsch; sondern er ist, oder ist nicht. §. 80. Die Nothwendigkeit und Zufälligkeit sind Modifikationen der Urtheile (die den Werth der Copula bestimmen), nicht aber der Dinge selbst. Ist Existenz eine Bestimmung, die zum Begriffe eines Dinges hinzukommen muß (das aber an sich kein Begrif ist, weil sonst wiederum bloß ein Begrif daraus entspringen muß), so kann man nicht sagen, ein Ding existirt nothwendig weil hier kein wahrgenommenes Verhältniß zwi-[253]schen verschiednen Begriffen ausgedrückt wird (indem dieses die Erkenntniß eines jeden an sich voraussetzt), sondern bloß das Verhältniß zwischen einem Begrif, und etwas, was kein Begrif ist, dessen Nothwendigkeit nie apodiktisch, sondern bloß problematisch seyn kann. Ist aber Existenz bloß die Position aller Bestimmungen eines Dinges, so kann wiederum die Setzung dieser Bestimmungen mit den Bestimmungen selbst nicht verglichen und durch ein apodiktisches Urtheil, dessen Modifikation no t hw e n d i g ist, auf einander bezogen werden. Es giebt eine innere und eine äussere Nothwendigkeit, die erstere findet in den analytischen, die letztere aber in den synthetischen Urtheilen Statt. Ein Mensch ist ein Thier. Hier ist eine innere Nothwendigkeit, indem Mensch ohne Thier nicht gedacht werden kann, weil der Begrif von Thier in dem von Mensch enthalten ist. Hingegen dieses Urtheil: Eine gerade Linie ist die kürzeste zwischen zwei Punkten, drückt das Verhältniß der Übereinstimmung zwischen gerade und die kürzeste, aus; ein Verhältniß der Übereinstimmung, nicht aber an sich, d. h. der Identität, sondern bloß das Zusammentreffen in eben dasselbe Subjekt. Von dieser Art Nothwendigkeit ist die Be-[254]ziehung der Affirmation der Eigenschaften eines Wesens auf dasselbe. Ist es wahr, daß der Begrif von Ursache nicht bloß eine subjektive, sondern eine objektive Nothwendigkeit enthält (welches doch zu bezweifeln ist), so giebt es ausser dieser logischen noch eine reelle Nothwendigkeit, die zwar nicht das Daseyn der Dinge überhaupt, sondern ihre Beziehung auf einander im Daseyn betrift. Wenn A vorhergeht, so muß B darauf nothwendig folgen, das heißt so viel, wenn sowol dem A als B Existenz zukommt, so muß diese von der Art seyn, daß A immer vorhergeht und B folgt. Das Veränderliche kann als ein solches nur in Beziehung auf das Unveränderliche, und so auch umgekehrt, gedacht werden.

nicht so aber die Dinge. was man gemeiniglich glaubt): indem die Dinge. die einander entgegengesetzt sind. s. sie ist zwar eine Einheit. Hieraus erhellt. wodurch ein Objekt (Beziehung der Einheit aufs Mannigfaltige) entspringt. Entgegensetzung kann nicht logisch. sind einander an sich nicht entgegengesetzt. u. die aber bloß A und B im Verstande. und hernach nicht berühren. daß die Entgegensetzung die Dinge weniger von einander trennt. die von einander verschieden sind. so ist in ihrer Beziehung auf einander eine Veränderung vorgegangen. A ist nicht – B (oder verschieden von B). und folglich auch den A be-[255]rührt. in diesem Betracht ist sie eine objektive Einheit. Hier ist die Copula [256] i s t eine logische Realität. Soll dieses möglich seyn. s. nicht aber in A an sich oder in B an sich. Die Objekte A und B sind zwar nicht an sich. A muß also nothwendig in dieser Beziehung als unveränderlich betrachtet werden. Die Veränderung ist hier wiederum bloß in der Beziehung von A auf B und C auf B. so haben sich dieser in Ansehung jenes verändert. sondern bloß transscendental gedacht werden. dieses Urtheil giebt uns also ein transscendentales Objekt zu erkennen. w. so. A ist B (einerley. A und C hingegen als unveränderlich betrachten zu können) einen vierten Körper D annehmen. Hier ist eine Entgegensetzung. nicht aber B denselben. daß wenn das eine bestimmt wird. Die logische Negation muß sowol als die Realität an sich begriffen werden.123 - Diese Beziehung kann aber nur in Beziehung auf ein Drittes u. aber bloß transscendental. setzen. w. oder Bestimmung). dadurch auch das andere bestimmt werden muß. in dessen Beziehung dieses möglich ist. sondern bloß ihre Beziehungen auf einander. so muß man noch einen dritten C annehmen. aber doch durch ihre Beziehung auf einander bestimmt. Die logische Realität ist eine objektive. gedacht werden. sie ist eine Einheit. als die Verschiedenheit (das Gegentheil von dem. Die logische Realität und Negation (Bejahung und Verneinung) sind Formen oder Arten von Beziehungen der Dinge auf einander. Es ist merkwürdig. Laßt uns zwey Körper A und B. die Negation aber bloß eine subjektive Einheit. Diese Formen als Objekte betrachtet. nicht aber ausser demselben im Objekte verknüpft. und wenn wir die Veränderung in B als absolut betrachten. . ins Unendliche. sich durch diese Entgegensetzung selbst einander erklären. ins Unendliche. daß sich nicht die Dinge an sich. Hier ist die Copula i s t n i c h t eine logische Negation. die erstlich einander berühren. so ist es bloß die Veränderung seiner Beziehung auf C. die Einheit ist objektiv. verändern. A ist – nicht B.[255] . nur im Objekte sind sie einander entgegengesetzt. so muß man wieder(um B als veränderlich. hernach aber bloß der Körper A den C. so daß sie erstlich alle drey einander berühren. da aber so wie B sich in Ansehung A und C.

Es sind also bloß die wesentlichen Stücke. Die Vielheit der Bestimmungen eines Dings. ich füge nur hinzu. als ein Ganzes ausmachen. sind in Beziehung auf dasselbe keine stätige. d. nicht aber die Eigenschaften mit dem Wesen. h. ist ein Ganzes u. für alle Linien überhaupt. einen Grund haben muß. weil jene keinen Theil. sondern eine untheilbare Größe. die uns [258] die Vernunft befiehlt immer zu suchen und doch nie zu finden. sondern bloß vermittelst einer Beziehung aufs vorige gedacht werden kann. d. sowohl . das doch der Mathematiker wohl einsiehet. d. Die besondern Dinge entspringen durchs Bestimmen. und so ist es auch mit der Konkretion beschaffen. Die Logik abstrahirt von allem Inhalt. daß sie im Verhältnisse des Bestimmbaren. dieser ist 1) die Bestimmbarkeit. viel weniger einen allgemeinen Begrif oder Ausdruck für alle krumme Linien. Ich bin mit dieser Erklärung völlig zufrieden. wir können also nicht unser Vermögen zur Gränze der Allgemeinheit oder Individuellität der Dinge an sich machen. je weiter man darin kommt. w. die nur aus dieser Zusammennehmung hergeleitet werden kann. daß man sagt. was unmittelbar vom Denkungsvermögen bejahet werden kann. man zugleich das Bestimmbare (weil jene ohne dieses nicht gedacht werden kann) zu denken gezwungen ist. h. je allgemeiner werden die Dinge. so würde dadurch. Negation ist Hebung der Realität. Giebt es ein objektiv allgemeines oder individuelles Ding. von ihr kann man also sagen. daß sie der Realität entgegengesetzt ist. einem Zirkel und einer Parabel gemeinschaftliches. nichts erklärt. sich einander heben. Die Begriffe der allgemeinsten und individuellen Dinge sind also bloße Ideen. und der Bestimmungen gegen einander gedacht werden können. indem man die Bestimmung denken will. h. folglich sind darin Subjekt und Prädikat durch keine Bedingung. welches völlig einerley ist mit vielen zusammengenommen. ja sogar für krumme und gerade.. Der gemeine Verstand findet nichts allgemeines. die als Theile eines Ganzen betrachtet werden können. Der Autor sagt: Eines.124 - [257] denn da sie einander entgegengesetzt sind. sondern bloß den Grund von der Betrachtung des Wesens. die materielle Negation hingegen ist das. oder nicht? Die allgemeinen Dinge entspringen durch die Abstraktion. s. es kann darin auch unendlich viele Grade geben. 2) in Ansehung einer Folge. die Theile müssen von der Art seyn. so daß. Die materielle Realität ist dasjenige. an und für sich aber sind sie (in so fern sie nicht wiederum eine Vielheit [259] der Bestimmungen enthalten) absolute Einheiten. weil dieses schon den Be[grif][257]grif von Hebung (logische Negation) voraussetzt. daß dieses Zusammennehmen des vielen in Einem. was nicht unmittelbar.

125 - an sich als in Beziehung auf einander. Ursache und Wirkung. wenn sie in Beziehung von Ursache und Wirkung stehen sollen. gedacht werden kann. u. daß in denselben Fällen nicht das Totum von A Ursache vom Totum B ist. . oder Art. Denn die Beziehung der Folge von B auf A könnte als subjektive Einheit. Nichts ist dem etwas entgegengesetzt u. B. sind ungegründet. die man aus der Erfahrung von der Verschiedenheit zwischen Ursache und Wirkung dage-[261]gen zu machen pflegt. Alles kann seyn. und müssen gleich wegfallen. sondern bloß eine Modifikation des ersteren. ist hier Substanz und Accidenz. Subjekt und Prädikat. sondern bloß als Bestimmung des ersten. Subjekt und Prädikat. die Objekte A und B müßten die größtmögliche Einerleyheit und die kleinstmögliche Verschiedenheit unter einander haben. Es giebt also hier. d. Prädikat aber der andre Theil. dgl. h Beziehung der Accidenz auf die Substanz. Die erstern sind Bedingungen des Urtheils überhaupt. d. dieses setzt aber eine Verknüpfung von etwas Bestimmbarem und seiner Bestimmung. h. denn das Denken erfordert Einheit im Mannichfaltigen. wird hypothetisch unter Voraussetzung des Subjekts gesetzt. dgl. d. so wie beym Verhältniß von Substanz und Accidenz (das Gesetz des Bestimmbaren und der Bestimmung) eine Regel der Verhältniß der Objekte zu einander. durch Bedingungen in Ansehung ihrer Beziehung auf einander. bestimmt. Nichts ist mit Nichts einerlei. Subjekt und Prädikat sind Bedingungen des Denkens eines Objekts überhaupt. ich nehme wahr. Z. wodurch sie in Beziehung von Ursache und Wirkung gesetzt werden. außer der Verknüpfung mit einem andern Theil. Was Antecedenz und Konsequenz in einem hypothetischen Satze ist. Diese ist. der auch an sich. wenn man nur bedenkt. was in der Logik heißt Subjekt und Prädikat. ist auf Gegenstände der Erfahrung angewendet. voraus. ja sogar das N ic ht s . wie in dem Urtheile. daß das Blatt grün ist.[260] . bestimmte Gegenstände. denn da die Zeitfolge eine subjektive Form. diese müßten also nothwendig in beiden einerley seyn (die kleine Veränderung. der nicht an sich. Die letztern sind Bedingungen der Wahrnehmung einer Veränderung. ohne eine ihr zum Grunde liegende objektive Einheit. Ursache von eben derselben Modifikation des letzteren ist. Denn Wahrnehmung heißt Beziehung der Inhärenz einer Vorstellung in einem Objekt. Die Transscendentalphilosophie hingegen. denn das Prädikat im urtheilen. Ohne diese Regel in der Folge könnten wir die Folge selbst nicht wahrnehmen. betrachtet die Formen von Subjekt und Prädikat in Beziehung auf reelle. unmöglich gedacht werden. Hier ist Subjekt derjenige Theil einer Synthesis. Substanz und Accidenz sind Bedingungen der Wahrnehmung eines Objekts [260] überhaupt. abgerechnet). die es durch Verschiedenheit des Objekts gelitten hat. Alle Einwendungen. h.

bestehet also darin. Der Unterschied zwischen dem Gesetze von Ursache. Nach ihm wird dieses Gesetz also ausgedrückt: wenn A und B in der Wahrnehmung als Antecendenz und Konsequenz eines hypothetischen Satzes erkannt werden sollen. wird mit als Folge angesehen. was dem Konsequenz subsumirt wird. das heißt. immer vorhergehen. bezogen werden. welche niemand bezweifeln kann. sondern sie sind Bedingungen der Wahrnehmung überhaupt. oder was dem Antecedenz subsumirt wird. folgen muß). wie bey Herrn Kant. wahrzunehmen haben.. daß wir noch Wahrnehmungen von der Folge der Objekte auf einander. und die Wirkung. so kann sie nicht auf dieselbe unmittelbar. Nach mir hingegen bestimmen sie einander wechselsweise. Wollte man einwenden. aber nicht umgekehrt. so müssen sie unmittelbar auf einander folgen. ist. Die Kategorien sind also bey mir nicht. indem ich die Realität der Erfahrung selbst bezweifle. dasjenige. Nach mir hingegen muß es so ausgedrückt werden: wenn A und B im Verhältniß von Antecedenz und Konsequenz eines hypothetischen Urtheils wahrgenommen werden sollen. und dieses äussere Verhältniß (des Folgens) muß in einem innern Verhältnisse (in der größtmöglichen Einerleyheit) seinen Grund haben. nach Herrn Kants Vorstellungsart und der meinigen. was mit der Folge zugleich ist.126 - [262] die Dinge aufeinander zu beziehen. so antworte ich: dieses geschiehet bloß in Beziehung auf irgend eine Wahrneh-[262]mung. . Nach Herrn Kant bestimmt die Ursache die Wirkung. auch ohne das in der Regel ausgedrückte Verhältniß. oder das. so müßen sie unmittelbar auf einander folgen. Bedingungen der Erfahrung (objektiver Wahrnehmung). sondern bloß vermittelst eines wahrgenommenen Verhältnisses. worin dieses wirklich anzutreffen ist. und dieses Folgen muß nach einer Regel geschehen (daß die Ursache.

überhaupt unsere Vernunft zu gebrauchen. daß die unauflöslichen Schwierigkeiten. und daß also die Hebung jener Schwierigkeiten. Ich ge-[266]traue mir zu behaupten. und die Symbolik selbst (das Zeichensystem) diesem gemäß einrichtete. indem diese bloß in ihrer Sphäre wahrnehmen. als zu den aus diesen verschiedentlich komponirten Begriffen. d. ohne welche sie eine bloße Form ohne objektive Realität seyn würde. [264] [265] Die symbolische Erkenntniß ist von großer Wichtigkeit.127 - Über symbolische Erkenntniß u n d philosophische Sprache. und die wichtigen Streitigkeiten in den Wissenschaften aus Mangel an Einsicht in die Natur der symbolischen Erkenntniß entstanden sind. Die anschauende Erkenntniß allein würde uns zwar auch schon einen Vorzug vor den unvernünftigen Thieren geben. Sie muß aber (wenn sie von irgend einem Gebrauche seyn soll) die anschauende Erkenntniß zum Grunde legen. nur immer das Gegenwärtige. und sind im Stande. ja des Allerentferntesten.[263] [263] . das. so wie jene. und . durch die symbolische Erkenntniß hingegen gelangen wir auch zur Erkenntniß des Abwesenden. bis ins Unendliche. wir könnten doch. was wir vor Augen haben. wenn man die Gränzen der symbolischen Erkenntniß in Ansehung ihres Gebrauchs festsetzte. wahrnehmen. h. ihre verschiednen Arten bestimmte. die Beilegung jener Streitigkeiten bloß dadurch bewerkstelliget werden könne. Durch ihre Hülfe gelangen wir sowol zu den abstrakten. w a s i s t — wir hingegen erkennen. was nothwendig s e y n m u ß : allein dieser Vorzug wäre noch unbeträchtlich. aus s c ho n b e k a n n t e n Wahrheiten ne u e zu erfinden. Ich werde also meine Gedanken über diesen Punkt der Welt vorlegen.

h. w. als die der bezeichneten Sache ist. weil sie auf die Vorstellungen der Sachen führen. könnte zwar als eine Definitio nominalis gelten. — und doch bezeichnen wir dieselbe? Wie ist dieses möglich! da die Zeichen bloß darum Zeichen sind. was in den Ideen enthalten ist. Es fehlt aber hier die Definitio realis. Denn was heißt es: Wir haben keine Ideen oder Vorstellungen eines Objekts. daß der Gebrauch der Zeichen auf dem Gesetze der Association der Ideen beruhet. die dadurch bezeichneten Ideen selbst aber nicht anschauen. Es ist ausgemacht. h. §. dieses zu erläutern. [267] Ü b e r symbolische Erkenntniß u n d philosophische Sprache. als die der bezeichneten Sache. wenn man oft verschiedene Vorstellungen zugleich (genauer in einer unmittelbaren Zeitfolge) gehabt hat. daß wir durch Worte ausdrücken. Was ist symbolische Erkenntniß? Wolff sagt*): wenn unsere Erkenntniß dadurch bestimmt wird. so heißt es s y m b o l i s c h e Erkenntniß. Ich werde mich also bemühen. eine unbestimmte Größe ist.. 460. . d.128 - [267] habe vor jetzt nur die Idee dazu angeben wollen. **) Erfahrungspsychologie. die Erklärung der Art der Möglichkeit. daß die Vorstellung des Zeichens größer seyn soll. d. um mir deren völlige Ausführung auf eine andere Gelegenheit vorzubehalten. s. so werden sie in der Einbildungskraft so unter einander verknüpft.). deren *) Psychologia empir. Da aber dieses o ft . 289. nämlich: wenn die Vorstellung des Zeichens größer. das die Bedingung dieses Gesetzes ist (wenn man oft u. §. oder es durch andere Zeichen vorstellen. Diese Definition erfordert eine Erläuterung. [268] Baumgartens Definition**). daß hernach die eine Vorstellung (wenn sie durch das Objekt abermals hervorgebracht wird) die Reproduktion der andern veranlaßt.

h. d. als die der Zeichen ist. vor. bestimmt ist. nicht aber Bestimmtem. Ich bemerke aber. daß symbolische Erkenntniß eine besondere Art Erkenntniß. gegenwärtig. welche die dadurch bezeichneten Sachen unter einander haben. so sind die Vorstellungen oder Begriffe der Objekte mehrenteils bloß dunkel. B. der Inhärenz verknüpft *) Wenn man in einem Buche liest. ja zuweilen hilft sogar alle Anstrengung nichts. ohne die Vorstellung der Sache. wo die Vorstellung der Sachen bloß schwächer. ihre Verbindungen hingegen klar. . ist ein Objekt der Anschauung. wo die Vorstellung der Sachen gar nicht gegenwärtig. son-[270]dern bey Veranlassung der Anschauungen zum Vorschein gekommene Begriffe a priori. wodurch das Mannigfaltige der Materie verknüpft wird. d. Dieses ist also nach diesen berühmten Männern symbolische Erkenntniß. ja wir können uns sogar durch die Verbindung der Zeichen die Verbindung. so daß es eine Anstrengung des Geistes erfordert. und doch stellen wir uns das Zeichen als Zeichen (als etwas. im letzteren aber ist bloß die Vorstellung des Zeichens. worauf sie sich beziehet. Ich will daher eine andere Erklärung wagen: Ein Objekt der Erkenntniß ist eine vom Verstande gedachte Einheit im Mannigfaltigen. Baumgarten hingegen nimmt auch den Fall. um zur Reproduktion des letzteren bei der Vorstellung des ersteren hinreichend zu seyn. sind Materie. sie leiden also keine Abnahme. das Mannigfaltige ist das Gegebene. ein Dreyeck. so kann es geschehen. und da man sie einmal mit den Worten verknüpft hatte: so bleiben sie. nämlich in Beziehung auf verschiedene Subjekte. verschieden seyn muß. untheilbare Einheiten. die durch die Objekte. um durch deren Veranlassung zum Vorschein zu kommen. oder ein Raum in drey Linien eingeschlossen. Eben derselbe Satz kann sowol intuitiv als symbolisch seyn. sie brauchen nur Anschauungen. vorstellen*).[269] . das sich auf etwas anders beziehet) vor. drey Linien. Raum. Dieser Erklärung zufolge aber wird es bloß durch einen subjektiven Grund bestimmt. bis sie ganz verdunkelt werden. bis zur völligen Zernichtung. um diese Reproduktion zu bewerkstelligen. die Einheit aber die Form. h. denn da man die Ersteren öfter durch Worte ausgedrückt. nur daß [270] Wolff seine Erklärung bloß auf den Fall einschränkt. immer verknüpft in ihrer völligen Stärke. als an sich wahrnimmt: so werden ihre Bilder nach und nach schwächer.129 - Bestimmung nach Verschiedenheit der Subjekte und der Beziehung der Objekte auf dieselbe. das durch eine Einheit. in seiner Definition mit. wir stellen uns das Zeichen als Zeichen von etwas überhaupt Bestimmbarem. vermöge der Association. daß die (zufällige oder willkührliche) Verknüpfung des Zeichens mit dem dadurch bezeichneten Dinge nicht o ft g e nu g vor- [269]gegangen. als die der bezeichneten Sache. Z. sie können vergessen werden. oder die Materie. Begriffe a priori hingegen sind dem Verstande beständig gegenwärtig. h. hingegen sind ihre Verbindungen keine Bilder der Anschauung. oder sprechen hört. Folglich bestimmt diese Erklärung kein Objekt. Im ersten Falle ist die Vorstellung des Zeichens stärker. Bilder der Anschauungen können nach und nach abnehmen. (nach dem Sprachgebrauch) bedeutet. d. oder auch auf eben dasselbe Subjekt zu verschiedenen [271] Zeiten. das Mannigfaltige.

h. Dadurch sind wir im Stande. sondern auch seine Materie an sich und seine Form an sich im Objekt und durch dasselbe anschauend zu erkennen. Ein Objekt symbolischer Erkenntniß ist also: Eine Form. nicht nur das Objekt. selbst als Objekt (aber nicht der Anschauung) betrachtet. Ausser demselben aber können wir die Form nie. sondern bloß durch Zeichen kennbar machen. die noch viel abstrakter. Von dieser Art ist z. in Beziehung auf die absolute Einheit. wie in diesem Beyspiele der Fall ist. sondern sie setzt vielmehr dieselbe voraus (indem keine Synthesis ohne die Einheit der Form gedacht werden kann). zehnmal wiederholt. eine anschauende Erkenntniß habe. ohne daß wir es anschauend erkennen. nur von 10 (obgleich in Beziehung auf eine andere Einheit) eine anschauende Erkenntniß. gedacht werden kann) ein Objekt wird. es sind hier 1000 Soldaten. das heißt die 10 als Einheit betrachtet. als die vorige ist. Wir sehen uns also hier gezwungen. nämlich: da ich von der Zahl 10 durch eine empirische Konstruktion. Es giebt aber noch eine Art Objekte der symbolischen Erkenntniß. an sich reel seyn. sie giebt ihnen aber diese Realität [272] nicht. abermals als Einheit betrachtet. Gesetzt. ein Objekt der Anschauung zu denken. sonst wäre die Verknüpfung selbst unmöglich. oder Art. die Zahl 1000 und alle große Zahlen überhaupt. Wir begreifen ihre Entstehungsart. ich habe hier bloß einen Begrif von der Form oder der Art. B. nicht aber umgekehrt. sondern auch in ihm selbst nicht anschauend erkannt werden kann. und auch von 1000. die Materie aber nur unter der Bedingung. ohne sie doch als schon entstanden. nicht aber von ihm selbst als Objekt eine anschauende Erkenntniß. daß sie selbst ein Objekt. w. von 100 und 1000 aber. Wir können also dergleichen Begriffe nicht durch den Gegenstand. oder der Begriff eines Tausendecks. eben so wie in dem ersten. zehnmal wiederholt u. worin sie angetroffen werden. diese kann ich nicht in eine Anschauung bringen.. sonst aber nicht anschauend erkennen: und doch muß jede derselben. und ich . die 100. wir könne es also nicht anders. nämlich eine Form. dgl. anzuschauen. und es ist daher (wenn es ein Gegenstand der Erkenntniß überhaupt seyn soll) ein Gegenstand symbolischer Erkenntniß.130 - [272] (indem Raum auch ohne die Bestimmung von drey Linien. die nicht nur ausser dem Objekt der Anschauung. Ich habe aber in den beiden letzten Fällen. als durch Zeichen vorstellen. das aus Materie und Form besteht. wie dieser Begrif möglich ist. etwas als ein reelles Objekt zu denken. zum [Bey-][273] Beyspiel durch Anschauung meiner 10 Finger u. denn diese macht bloß ihre Realität anschauend. so habe ich sie auch von 100. bloß eine symbolische Erkenntniß. auch ausser der Verknüpfung. d. s.

[274] ein Zirkel als ein Polygon von unendlich vielen Seiten betrachtet. ihrer Figur nach. sondern an sich erkannt werden. indem ich ihm sagte. als auf dem gemeinen Wege. Euklides beweist zwar nach seiner Art. die auf gleicher Basis und zwischen zwey Parallellinien liegen. die etwas Unmögliches enthält. Denn. nicht aber die der letzteren. oder der Differenzialrechnung. sich demonstriren lassen. einen Begrif machen kann. Daher halte ich auch dafür.“ Ich frage aber: Was thut dieses zur Sache? Wenn man zuweilen in der Algebra auf eine Gleichung geräth. wozu die Möglichkeit des Objekts selbst gar nichts beyträgt. indem man darin auf imaginäre Zahlen geräth. nämlich daß die Realität der ersteren durch Konstruktion dargethan werden kann. einander gleich seyn müssen. welche die Elementargeometrie in Betracht der Evidenz vor andern Wissenschaften hat. die Asymptoten einer krummen Linie u. nämlich: aus der Gleichheit ihrer Entstehungsart. dgl. wie z. deren Summe = 12. daß sie die Anzahl dieser Soldaten ist: so wird er also dieselben zu zählen anfangen. indem er (Versuch über das mathematische Unendliche) behauptet: „Daß die Vorzüge. B. Es giebt freylich dergleichen Zahlen nicht. Ich kann also nicht mit Herrn B e n d a v i d einerley Meynung seyn. daß die geometrischen Sätze weit strenger nach dem Methodo indivisibilium. die Dreyecke mögen. indem man heraus- . daß Dreyecke. sondern bloß seine Form oder Entstehungsart dadurch denken. sondern sie sind bloß das Schema dieser Form oder Entstehungsart. sie auch vor der höheren Geometrie und der Algebra haben muß. dieses wird ihm aber zu nichts helfen. Die Linien. Daher erstreckt sich auch die symbolische Erkenntniß bis auf das Unendliche (qua materia). als Objekt der Anschauung. weil er sich endlich doch bloß von der Entstehungsart der Zahl 1000. denn wenn auch das Objekt möglich wäre. nicht aber von der Zahl selbst. B. noch so verschieden von einander seyn. wenn es aufgegeben wird. zwey Zahlen zu finden. so muß sich dieses in der Auflösung selbst zeigen. an den Dreyecken selbst kann man sie nicht absehen. und deren Produkt = 48 seyn soll. sind nicht als Objekte (weil eine Fläche nicht aus Linien bestehet) zu betrachten.[274] . aber dieses zeigt sich in der Auflösung. indem wir nicht das Objekt. hingegen wird man nach dem Methodo indivisibilium diese Gleichheit aus den Dreyecken selbst unmittelbar bewiesen. wie z.131 - wollte jemanden von der Zahl 1000 dadurch einen Begrif beybringen. die [275] man zu diesem Behuf ziehet. so muß seine Form dennoch nicht durch dasselbe. Diese Gleichheit muß aber erst (durch gewisse Kunstgriffe in Ziehung einiger Nebenlinien) geschlossen werden. obschon wir das Unendliche als Objekt nicht denken können: so thut es doch hier nichts zur Sache.

wenn man die Sache genau betrachtet. wodurch Anschauungen oder Begriffe. Aber dieses im Vorbeygehen. aber. = [276] . B.132 bringt x = 12 – y (das versteht sich) y aber. als die der vorigen. wie auch alle Axiomen der Mathematik. dennoch durch ein Schema vorgestellt werden können. Hyperbel u. zur symbolischen Erkenntniß gehöre. wenn schon diese nicht an sich. nur Formen also.. sondern Objekte der Anschauung selbst sind.12 + 6 . die andern aber bloß durch eine symbolische Erkenntniß verknüpft. wodurch jenes bestimmt wird. und wie soll man an der Evidenz der höheren Geometrie zweifeln. auch die Objekte der gemeinen Geometrie nur durch ein Schema vorgestellt werden können. Versteht Hr. s. nicht um den Gegenstand dadurch zu erkennen. da ihre Resultate mit der. daß nicht alles. Dieser Erklärung zufolge werden alle Erfahrungsbegriffe und Sätze. sondern er muß schon an sich ein Gegenstand der . eine Parabel. in der Definition ausgedrückten. Man findet keine geometrische Figur. von der symbolischen [277] Erkenntniß ausgeschlossen. die ihren. Man siehet zugleich hieraus. man kann so gut eine Ellipse. die in Anschauungen dargestellt werden können. ausgedrückt werden. in so fern sie keine bloße Formen. Hier ist der Gegenstand selbst ein natürliches Zeichen seiner Vorstellung. wo ohnedem schon natürliche Zeichen da sind. etwa darunter die Differenzialgrößen. Bedingungen völlig entspricht. da. und auch umgekehrt. wie auch die algebraischen Formeln ja sogar in jeder Schlußkette (wenn sie etwas lang ist) werden nur jede zwey unmittelbar auf einander folgende Sätze durch eine anschauende. oder Regeln der Entstehungsart der Objekte gehören zur symbolischen Erkenntniß. w. der ein Zeichen dieser Erkenntniß abgeben könnte. als die Elementargeometrie. sondern bloß seine Erkenntniß in uns oder in andern zu erneuern (wenn er selbst abwesend ist). aus der gemeinen Geometrie herausgebrachten. Die höhere Geo-[276]metrie aber hat eben so gut ihre Konstruktion. ausser diesem willkührlichen Zeichen selbst.. kein Gegenstand da. wir bedienen uns aber der willkührlichen Zeichen. daß dergleichen Zahlen unmöglich sind. aufs genaueste übereinstimmen? Soll dieses etwa bloß Zufall seyn? Das wird gewiß kein Mathematiker zugeben. Denn [278] wenn schon der Gegenstand in der Anschauung dargestellt wird: so wird doch deswegen der Begrif nicht in der Anschauung dargestellt. da. wie zum Beyspiel alle Worte. die in der Anschauung nicht dargestellt werden können. Die Theorie der Transscendentalgrößen ist nicht minder evident. als einen Zirkel konstruiren. ja sogar alle Begriffe a priori. wozu man sich der Zeichen bedient. weil man sich auch der willkührlichen Zeichen bedient. hingegen ist bei der symbolischen Erkenntniß der Formen. Von dieser Art sind die Kategorien. wo- raus man siehet. und ihrem Verhältniß unter einander.

Die Worte. die Eigenschaften der krummen Linien nach der Methode der Alten zu beweisen. Wie schwer ist es nicht. größere Lasten zu heben. Ich kann nicht umhin. manubrio axis cujusdam versato. id tamen quod desideratur obtineant. Ob die neuern Mathematiker sich darauf so sehr zu gut zu thun haben (ich meine nicht in Ansehung der Nützlichkeit ihrer Erfindungen. weil hier das Zeichen ein Mittel ist. daß es ein offenbarer Unterschied ist: eine Anschauung als Objekt. die aus einer öftern Wiederholung der willkührlichen Verknüpfung des Worts mit der dadurch bezeichneten Sache entsteht. indem jene sich weiter erstreckt als diese. die zur symbolischen Erkenntniß gehören. nos levent. Hofrath Kä s t n e r s Abhandlung: (Unde plures insint radices aequationibus sectiones angulorum definitionibus) eine Stelle her zu setzen. wie schon gezeigt worden ist. der eine gewisse Last ohne Hülfe einer Maschine heben kann. die mit eben so viel Scharfsinn als Witz das was ich gesagt habe. erlernet. Est autem calculis omnibus cum machinis [280] id commune. jener zeigt mehr Stärke als dieser. doch als ein solches vorzustellen. die Reproduktion der andern bewirkt. Begrif erlernet. daß die Reproduktion der einen. Diderotus. digitos fere ab infantia exercitatos habere necesse sit. im eigentlichen Verstande aber gehöret bloß das letztere dazu. Alle andern Worte der Sprache werden durch eine Association. vel eorum inscii quae durante operatione fiunt. musici . aegre ferens quod ad aures chordis artificiose pulsatis demulcendas. Ich glaube. das was an sich kein Objekt der Anschauung ist. und wie leicht hingegen nach der neueren Analysis! Die Alten zeigten freilich in ihren Erfindungen mehr Genie als die Neueren. [279] Die symbolische Erkenntniß hat sogar einen Vorzug vor der anschauenden. in Vergleichung mit demjenigen. ut calculum vel machinam certis legibus tractantes. in so fern die eine Anschauung ein Zeichen der andern abgiebt. Qui hac machina nescius constructionis ejus uteretur. ut labore singula quae agimus perpetuo ante oculos habendi. Jene sind in Vergleichung mit diesen. bestätigt. wie derjenige. aber sie konnten es doch nach ihrer Art nicht so weit darin bringen. aus Hrn. qua idem praestare possit vel ignarus musices. sondern in Ansehung des innern Werths derselben) ist nach dem Vorgetragenen leicht zu entscheiden. Das erstere Verfahren wird gemeinhin auch zur symbolischen Erkenntniß gerechnet. der dieses Hülfsmittel dazu gebraucht. als jener.[279] . mit einer andern Anschauung so zu verknüpfen. machinam excogitavit.133 - Erkenntniß seyn. und: eine Verstandesregel die selbst kein Objekt ist. mit einer Anschauung zu verknüpfen. werden nicht durch Association des Wortes mit dem Gegenstande. wie die Letzteren. sondern mit dem. dieser hingegen ist im Stande. bey Veranlassung des Gegenstandes gedachten.

et omnes fere ingeniosi voluptatum artifices. abhängt. Qvales imprimis illi evadunt qui elementis Geometriae obiter ex recentioris cujusdam scriptoris compendiolo perceptis. daß diese Bemerkung in Ansehung des mathematischen Calculs auch auf den philosophischen Calcul angewendet werden kann. quoniam nec ingenium exercitio quodam ad illam formarunt. credo musicos ut sunt poetae. saepe jocum. is minus mirabitur cur Angli elegantius reputent synthesi aut analysi geometrica uti quam illo. nec copias eruditionis geometricae quibus utitur collegerunt. weil hier der Nutzen des Calculs von der Richtigkeit der Principien wovon er ausgehet. que directrix est calculorum. Hier kann der Calcul völlig richtig seyn. und daher den rechten Künstler von dem unächten zu unterscheiden weiß. der sie nicht verstehet sondern ihn bloß mechanisch treibt. idem etiam algebraicos qui sibi non contemnendi videntur. und doch das dadurch Herausgebrachte entweder von gar keinem Gebrauche. ad algebram quam vocant. außer daß wir den bloßen Calculator für einen Analysten halten werden. Man calculirt nach gewissen Systemen pro forma. aufmerksam zu machen. daß sie in Ansehung des letztern weit wichtiger als in Ansehung des erstern ist. der sich in der Welt ein wenig umgesehen hat. ululatu inuitant. der seine Kunst wohl verstehet. Ich füge bloß hinzu. und dem. vix eum recepturos qui machina probe intellecta luderet. paulo cerebrosiores. den [282] dieser leistet. vulgi tamen oculos horrendis illis signis a + b — x fascinant. Die Vernachlässigung derselben kann hier keine üblen Folgen haben. spectatores machinae talis unde Diderotus suae ideam sumsisse fatetur. neglecta antiquorum lectione. damit wir das suum cuique beobachten. was schadet aber dieses? Im praktischen Gebrauche leistet jener (wenn er nur die Regeln des Calculs.. obschon nicht die Gründe inne hat) denselben Nutzen. Man urtheilt in besondern Fällen über Wahr . prudentioribus abecedarii mathematici. ohne diese Systeme selbst zu verstehen. Ejusmodi machinae cum calculo algebraico similitudinem qui animadvertit.“ So spricht ein Mann. wird mir jeder. non pertingunt. interdum et bilem movent. Mit dem philosophischen Calcul hingegen ist es ganz anders beschaffen. leicht zugestehen. Dort dienet sie bloß dazu. et ad laterna magicae miracula aut muris alpini saltus. et pictores. agnoscet persimiles Allobrogibus illis qui per Germaniae civitates ubi major hominum confluxus est cursitant.134 - [281] elogio omnino non esset ornandus. [281] ad analysin autem ipsam. hoc est calculos litterales utcunque tractare discunt. der die Gründe des Calculs verstehet. um uns auf den Unterschied zwischen demjenigen. Und daß dergleichen philosophische Calculatores sehr häufig sind. oder gar falsch seyn. grassantur. ja ich behaupte sogar.

daß Raum auch an sich. wahrgenommen werden). z. und nicht bloß eine reelle. ich will dir es durch ein Beispiel erläutern: eine goldene Kugel ist eine Synthesis. Ihre Zusammennehmung in einem Begriffe ist die Einheit. ohne die Bestimmung der drei Linien. sondern zugleich die Principien derselben. ihre Bestandtheile (das Mannichfaltige) sind die einzelnen Vorstellungen. Diese mit der runden Figur stehen in gar keiner reellen Synthesis (weil ihre Verknüpfung nicht natürlich.[283] . dergl. in so fern sie zur Erklärung der Entstehungsart dieser Formeln nothwendig sind. Wenn jemand mich fragte: was ist eine Synthesis. diese hingegen nicht ohne jenen gedacht werden können (weil Raum an sich als Subjekt gewisser Prädikate. Ich will dieses selbst durch Beispiele erläutern. oder eine vom Verstande gedachte Einheit im Mannichfaltigen? und ich ihm sagte. Die gelbe Farbe. daß ich selbst keinen richtigen Begrif davon habe. und vorzüglich Schwere. vorzügliche Schwere. nicht bloß Formeln herbetet. B. und zugleich anzeigen. halten. der zweite Erfinder wird. so wird er sich nicht (wie es gemeiniglich geschieht) so ängst-[283]lich an den besondern Ausdrücken des Urhebers. Wenn er nämlich. ohne von diesen Principien den mindesten Begrif zu haben. der Theilbarkeit ins . woran man einen rechten Philosophen von einem bloßen philosophischen Calculator. die in ihr enthalten sind. unterscheiden kann. als wäre er auf seinem eigenen Wege auf eben dieses System gerathen. die gelbe Farbe. Ich glaube aber. indem ich ihm zeige. h. denn eine Synthesis bedeutet nicht bloß eine symbolische. d. oder genauer. weil sie nichts Überflüssiges und zur Erläuterung des Gegenstandes Untaugliches enthalten (wie die physischen) denn sonst verwirrt man vielmehr den Gegenstand. einer philosophischen Maschine. s. w. Raum in drei Linien eingeschlossen. als daß man ihn erläutern sollte.135 - und Falsch. sondern es so vortragen. sind zwar in einer reellen (in so fern sie von uns beständig in Zeit und Raum verknüpft. so daß er bloß durch Veranlassung des ersten Erfinders. sondern bloß willkührlich oder zufällig ist). Diese müssen aber so rein als möglich seyn: in diesem Betrachte weiß ich keine bessere vorzuschlagen. angeben kann. Erläutere ich es aber durch das Beispiel eines Dreiecks. und ihre gesetzmäßige Verknüpfung unter einander. 2) Trägt er ein von einem andern erfundenes System vor. So werde ich ihm dadurch einen sehr unrichtigen Be-[284]grif einer Synthesis beibringen. sondern eine reelle. nicht aber in einer nothwendigen Synthesis. als die aus der Mathematik hergenommenen. über Recht und Unrecht. an seinen besondern Wendungen seiner besondern Ordnung im Vortrage u. sondern eine nothwendige Einheit im Mannichfaltigen. 3) Wenn er das Vorgetragene mit Beispielen zu erläutern weiß. runde Figur u. daß es doch gewisse Kriterien giebt.

sondern durch seine Beziehung auf ein reelles Objekt (der Anschauung) gedachtes Objectum reale. dgl. von dieser sind die allgemeinen Formen. dgl. E i g e n s c h a ft e n u. der ihm diesen Titel beilegt. z. will ich jetzt die verschiedenen Arten derselben angeben. das zwar durch keine Bedingungen a posteriori.136 - [285] Unendliche. als von Wahrheit zu Wahrheit. obschon sie an sich. die Zeichen der irresolubilen Begriffe. 3) Ein. den Weg bahnet. gedacht werden kann. Entweder ist der Atheist ein bloßer Dummkopf. Substanz. die. Die philosophische Symbolik ist hierin von der mathematischen unterschieden.. zum Gegenstand ihrer Erkennt-[287]niß machen. We s e n. oder derjenige. z. 4) Ein N i c ht s . z. Nicht die mathematische Methode also. aus dem Verfahren des Verstandes und der Vernunft. das aber die Mathematiker. B. daß nämlich in dieser. Diese sind keine bloße Objecta logica. den man sich von ihr verspricht. 2) Ein bestimmtes Objektum logicum. 1) Gehört dazu ein un-[286]bestimmtes Objektum logicum. die R e c ht h e it eines Winkels u. die sich derselben bedienen. und können dadurch als etwas Reelles gedacht werden. weil sie so gut zum Fortschritte von Irrthum zu Irrthum. und durch Beispiele erläutert habe. z. die G e r a d h e it einer Linie. das durch keine Bedingung sowol a priori als a posteriori bestimmt wird. woraus Mißverständnisse und ewige Wortstreitigkeiten nothwendig entspringen müssen. Ursache u. getrennet vom Bestimmbaren nicht gedacht werden können (siehe 4ten Abschnitt): so können sie doch durch dasselbe als Bestimmungen gedacht werden. nicht aber die erstern. . B. B. Nachdem ich die Definition der symbolischen Erkenntniß überhaupt festgesetzt. nämlich durch sein Verhältniß zu einem andern Objektum logicum in Beziehung auf das Denkungsvermögen bestimmt wird. aber doch durch Bedingungen a priori. B. welche Bedingungen der Erfahrung sind. beim genauen Lichte betrachtet. dieses Glück haben. Von dieser Art sind alle Bestimmungen. so [285] wie die. oder der Begrif von einem D i n g e (etwas Denkbarem) überhaupt. und durch Zeichen ausdrücken. nicht an sich. nicht aber Linien ohne Raum) alsdann habe ich ihm erst den wahren Begrif einer nothwendigen Synthesis beigebracht. ist ein Dummkopf und schlechter Kerl zugleich. von allen. bei Bildung der mathematischen Begriffe und ihrer Beziehung auf einander. sondern sie machen einen Bestandtheil eines Objecti realis aus. sondern die Entwickelung der Principien der menschlichen Erkenntniß. keinesweges den sonderlichen Nutzen. in jener hingegen nur die letztern. — Die so sehr angepriesene mathematische Methode hat. kann diesen Nutzen leisten. der Allgemeinheit ihres Calculs wegen. dgl. ihrer verschiedenen Beziehungen auf einander. auf einerlei Art verstanden werden.

Der Begrif kann aber nicht konstruirt. das unendlich kleine und das unendlich große substituiren. die nicht theilbar ist (weil sie sonst nicht omni dabili minor seyn wird. Sie thun es um der Allgemeinheit ihres Calculs willen. sie hört also dadurch gänzlich auf. ein Sinus. B. die mehreren andern Zahlen gleich ist. und können es mit Recht thun. der in [288] wenigen Worten mehr sagt. weil ein rechter Winkel keine Ergänzung zu einem rechten Winkel haben kann. den . das einen Widerspruch enthält. den zwey Parallellinien mit einander machen. der kein Sinus ist. wodurch diese Eigenschaft ausgedrückt wird. sind nichts. daß obschon alle dergleichen Formeln n i c ht s bedeuten. der Cosinus abermals unendlich klein. sie dennoch in besondere Arten. daß man darüber ganze Bücher zu lesen nöthig hat. d. und dergleichen Formeln mehr. Eine unendlich kleine Linie (omni dabili minor) ist also eine Linie. sondern: der Winkel ist unendlich klein. z. denn eine Linie ist ihrem Wesen nach theilbar ins Unendliche. um sich dergleichen geheimnißvolle Formeln zu erklären. weil es einen Widerspruch enthält. der Tangens und Cosinus eines rechten Winkels u. Ich bemerke nur. 0 Ich glaube nicht. Die Summe aller natürlichen Zahlen enthält einen Widerspruch. weil eine Summe eine Zahl bedeutet. wenn sie nur in der allgemeinen Formel. Sie sagen nicht (wie es sich in der That verhält): der Winkel. folglich kann ihm die Unendlichkeit nicht widersprechen. wenn sie nämlich irgend eine Eigenschaft von einem Tangens. den zwey Parallellinien mit einander machen u. indem die Theile kleiner als das Ganze seyn müssen). der Tangens unendlich groß. einzutheilen sind. w. aber nicht deswegen.[288] . so daß durch die Eigenschaft der Unendlichkeit des Quanti sein Wesen gänzlich vernichtet wird. d. sondern weil ihm kein Objekt in der Anschauung gegeben werden kann. und die angenom[mene][289]mene Summe nicht die verlangte Summe ist. Man braucht nur einen Kä s t n e r darüber zu lesen. Der Winkel. als in allen diesen Büchern enthalten ist. s. a) Ein Nichts. h. b) Ein Nichts. Cosinus und Winkel überhaupt bewiesen haben: nun wollen sie diese auf diese besondern Arten derselben appliciren. z. B. obschon ich den sonderlichen Nutzen dieser Operation nicht einsehe. der Sinus dieser Ergänzung. folglich ist der Cosinus eines rechten Winkels. in der Anschauung als Objekt dargestellt werden.137 - der Winkel. In dem Begriffe von Linie ist die Endlichkeit nicht enthalten. h. die von einander genau unterschieden werden müssen. dgl. eine Linie zu seyn. von dieser Art ist auch ihr a = ¥ . Der Cosinus eines rechten Winkels enthält einen Widerspruch. folglich ist die Summe aller möglichen Zahlen selbst eine Zahl. eine unendlich kleine Linie enthält einen Widerspruch. eine unendlich große Linie.

sondern bloß e r k a n nt . Ich muß mich also nicht wenig verwundern über Herrn B e n D a v i d . d. wir müssen sie auf einen unendlich kleinen Raum und eine unendlich kleine Zeit reduciren.. Und da Linien durch Bewegung (eines Punktes) entstehen. sie werden nicht dadurch g e d a c ht . von dieser Art sind die Differenzialgrößen. und die Summe aller Zahlen mit dem Tangens eines rechten Winkels in einerley Klasse setzte (da doch. wenn er dadurch entstehet. c) die nicht nur keinen Widerspruch enthalten. und die Verhältnisse dieser Differenziale sind die Verhältnisse dieser Geschwindigkeiten zu einander. sie sind aber deswegen nicht weniger reell. Man kann aber diese bestimmte Quantität nicht durch diese Geschwindigkeit an sich. nämlich durch den Raum. geschnitten wird). erkennen. bis ins Unendliche entfernt. er ist bloß kein Objekt der Anschauung. sie können aber dennoch bloß symbolisch vorgestellt werden. sondern auch reelle Objekte der Anschauung (als Quanta) sind. er nicht nur diese verschiedenen Arten des N i c ht s von einander nicht genau unterscheidet (wie man doch von einer Schrift dieser Art mit Recht erwarten könnte). weil ihnen in der Anschauung eine zufällige Bestimmung inhärirt. enthält auch keinen Widerspruch. die also von ihrem Wesen aus-[290]geschlossen werden muß. während derselben durchgelaufene. durch die Differenzialen werden also die Geschwindigkeiten dieser Linien in jedem Zeitpunkte vorgestellt. die erstere etwas Unmögliches. daß nämlich das unendlich kleine = das unendlich große = 0. der letztere aber bloß . h. sondern bloß durch ihre Wirkung. die zwar unbegreiflich. nun aber gehört die Dauer der Bewegung. Nun ist die Geschwindigkeit in jedem Zeitpunkt ein reelles Objekt (eine bestimmte intensive Größe) ein Quantum von bestimmter Quantität. daß man den Berührungspunkt der Linien. nicht aber unmöglich ist. Die Anschauung trägt also zu ihrer Möglichkeit nichts bey. so daß daraus ein sich beständig veränderndes Zahlenverhältniß entspringen muß. so müssen diese in jedem Zeitpunkte ihrer Bewegung eine andere Geschwindigkeit haben.138 - [290] Parallellinien mit einander machen. nachdem er seinen Hauptsatz angekündigt hatte. Man denkt zwey Linien (die ihre Lage nach bestimmt sind) in einem allgemeinen Funktionsverhältniß. Dahingegen giebt es noch eine Art Objekte symbolischer Erkenntniß. und so ist es auch mit dem Tangens eines rechten Winkels beschaffen (weil er vom Secans in einer unendlichen Entfernung. der (Versuch über das mathematische Unendliche). Raum nicht mit zum Wesen der Geschwindigkeit. wie auch der. die einen gegebenen Winkel einschliessen. Wir [291] müssen also diese von jenen abstrahirt denken. und durch dergleichen Beispiele zu erläutern suchte. den ein Körper mit dieser Geschwindigkeit (wenn sie unverändert bliebe) durchlaufen würde. wie ich oben bemerkt habe.

Der wahre Grund ist aber nicht.139 - etwas Unbegreifliches ist). in Ansehung ihres Endzwecks unter einander vergleichen. die Sprache aber der letztern ab. Aber: W a s l e i c ht z u e r l e r n e n i s t . wie ich schon bemerkt habe. in Bezug auf das dadurch bezeichnete Ding. d. d. f. indem er behauptet. Herr B e n D a v i d sagt ferner. will ich nun auch die verschiedenen Zeichen.[292] . diese hätte ich wahrhaftig hier nicht erwartet. daß diese bloß die Qualität eines Quanti abstrahirt von aller Quantität bedeuten. p f l e g t g e m e i n i g l i c h n i c ht v i e l z u t a u g e n . da er doch selbst den Unterschied zwischen dem nihil negativum und privativum bemerkt hatte. und können daher nicht Zeichen adäquater Begriffe . dgl. durch das Durchlaufen eines bestimmten Raumes zu einer bestimmten Zeit? Nicht doch! Die Größe der Bewegung bestimmt nichts in der Größe der Geschwindigkeit. sondern auch (Seite 100. jene hingegen werden gleich von allen verstanden. weil eine bloße Eigenschaft zu keiner Größe addirt werden kann. daß darum d x + a = a. nicht ohne Erlernung verstanden werden können. Denn die natürlichen Zeichen enthalten entweder zu viel oder zu wenig. sondern einen Menschen von bestimmter Figur und Größe. Ist eine bestimmte Geschwindigkeit die bloße Qualität von Geschwindig-[292]keit überhaupt? Und sollte sie es seyn. Da ich also den Begrif der symbolischen Erkenntniß überhaupt. indem diese von andern. d x keine bloße Eigenschaft eines Quanti. sondern w e i l G r ö ß e n vo n v e r s c h i e d e n e r Ar t n i c ht a d d i r t w e r d e n k ö n n e n. die bildenden Künste geben ein Beyspiel der ersteren. untauglich. h. h. wo nur allgemeine Begriffe zum Grunde gelegt werden.) die Differenzialgrößen dem Schicksal aller Arten von N i c ht s unterwirft. als die verschiedenen Arten derselben bestimmt habe. abstrahirt von allen individuellen Umständen vorstellen. jene haben zwar einen Vorzug vor diesen. als ein Pfund zu einer Elle u. folglich sind sie zum wissenschaftlichen Gebrauche. wie ich gezeigt habe. da aber. deren man sich dabey bedienen kann. sie enthalten zu viel. so muß dieser Grund wegfallen. ausser ihrem Erfinder. wodurch bekömmt sie denn diese Quantität? Durch die Anschauung. der gemalte Mensch stellt nicht den allgemeinen Begrif von Mensch vor.[293] Erstlich kann es natürliche und auch willkührliche Zeichen geben. Sie können das Allgemeine nicht. wie Herr B e n D a v i d sagt: w e i l e i n e E i g e n s c ha ft z u e i n e r G r ö ß e n i c ht a d d i r t w e r d e n k a n n. Man kann so wenig dx zu a addiren. sondern ein Quantum selbst ist.

Ich muß z. bey uns sind und bleiben die Worte bloß willkührliche Zeichen: sie müssen also nothwendig erlernt werden. ist. Die abgeschmackten Irrthümer der heidnischen Mythologie. ja selbst die Mißdeutungen der heiligen Schrift. aber sie können auch r i c ht i g erlernt werden. uns keine genaue Erkenntniß der Gegenstände geben können. B. — So enthalten sie auch von der andern Seite betrachtet wiederum zu wenig. woher anders leiten sie ihren Ursprung. verhüten. als daß ich nöthig hätte. Was aber dergleichen Wörter in der Sprache veranlaßt hat. weil es bezeichnete Dinge. d. werden doch nach der Verschiedenheit ihres Genies auf verschiedene Analogien gerathen. Erstlich muß man eine fremde Sprache auch in Ansehung ihrer primitiven Worte. oder durch Übersetzung in die Muttersprache erlernen. wie Locke mit Recht bemerkt. in Ansehung der Bedeutung derjenigen Wörter. die aber selbst (in Ansehung unsers Bewußtseyns) nicht abgeleitet und zusammengesetzt sind. als Unwissenheit und Faulheit. die keine sinnliche Anschauungen sind. durch Substitution derjenigen. Man wollte [296] oder konnte nicht die Ableitung und Zusammensetzung eines Gegenstandes aus andern bemerken: man . zweytens muß man auch die Muttersprache selbst. da die mehresten Menschen sich an den bloßen sinnlichen Zeichen halten. und daß die daraus abgeleitete und zusammengesetzte. daß auch die primitiven Worte natürliche Zeichen (des Hörba-[295]ren) der Gegenstände waren. auch natürliche Zeichen der aus den vorigen abgeleiteten und zusammengesetzten Begriffe der Gegenstände selbst waren. Wie werden wir z. welche eine Sammlung von. von dieser Art ist die Sprache. Ich will hier nicht die Sprachen ihrem Ursprung nach. die aus den primitiven abgeleitete und zusammengesetzte Gegenstände bedeuten. die die Fähigkeit dazu haben..140 - [294] abgeben. die daraus nothwendig entspringen. entweder durch Vorzeigung des Gegenstandes. und auf keine Analogien denken werden? Und diejenigen. da nichts ohne zureichenden Grund geschiehet. Ich gebe gerne zu. B. sie müssen definirt werden. mich dabey aufzuhalten. die Seele und ihre mannigfaltigen Ver-[294]richtungen sinnlich vorstellen? Wir werden also hier zu entfernten Analogien unsere Zuflucht nehmen müssen! — Aber wodurch werden wir alsdann die Mißverständnisse. betrachten. aus einer geringen Anzahl möglicher Töne. die die Wörter sonst mit sich führen. Die willkührlichen Zeichen hingegen müssen zwar erlernt werden. durch ihre mannigfaltigen Kombinationen entspringenden. weil die dunkeln Vorstellungen. und dieses in doppelter Rücksicht. sondern bloß wie sie bey uns jetzt sind. h. oder zum wenigsten gewisse Bestimmungen derselben geben kann. selbst in meiner Muttersprache M e ns c h durch ve r n ü n ft i g e s T h i e r übersetzen. erlernen. Worten ist. als aus dieser unlauteren Quelle? Dieses ist zu bekannt. die es sind. nichts anders.

) Sehen wir aber auf die Einrichtung der wirklichen Sprachen. daß dasjenige. nennt man ihn schlechtweg M e n s c h u. gehört nicht vor der philosophischen. so müssen wir sie alle mit einer idealischen. was aus diesen beiden zusammengesetzt ist. Sie hat also kein eigenes Wörterbuch. ob ein gewisses Ding heißt Animal. nach dem Endzwecke [298] von Sprache überhaupt beurtheilt werden. Es ist ihr gleich viel. und ein anderes Ratio. dgl. welche Dinge die primitiven. höchstens klaren Vorstellungen erfunden worden sind) diese Form zu erreichen. um dadurch einem jeden derselben ein mit ihm aufs genaueste einstimmendes Zeichen beyzulegen. daß nämlich im ersten Falle das eine Zeichen Ratio durch nale. . so muß auch die Vollkommenheit einer jeden Sprache. die abgeleiteten und zusammengesetzten durch eben dergleichen Zeichen. sondern vor jeder besondern Sprachlehre. daß die Zeichen oder Wörter der Sprache mit den dadurch bezeichneten Dingen aufs genaueste übereinstimmen müssen. und welche die daraus abgeleiteten und zusammengesetzten sind. sie befiehlt bloß. im zweyten aber vernünftiges Thier heißen. als eine allgemeine Sprachlehre sey.[297] . ausgedrückt werden. und daher anstatt einen Menschen v e r nü n ft i g e s . um darauf ihre Sprachlehre als all-[297]gemeine Form anzuwenden. (Die besondere Art. sondern sie bedient sich des Wörterbuchs einer jeden Sprache als Materie. im zweyten aber V e r n u n ft durch t ig e s flektirt wird. daß. wie auch den Grad dieser Ableitung und Zusammensetzung durch Eintheilung der Dinge in genera et species. und da die Vollkommenheit eines jeden Dinges nach seinem Endzwecke beurtheilt werden muß. sie dennoch weit entfernt sind (indem sie nicht von Philosophen nach deutlichen Begriffen. so finden wir. oder das erstere Thier und das andere Vernunft. die primitiven oder irresolubeln Dinge müssen gleichfalls durch primitive oder irresoluble. Sollen wir also in diesem Betracht verschiedene Sprachen unter einander vergleichen. Es wird also im ersten Fall Animal rationale. auch durch eine Zusammensetzung beider Ausdrücke (mit dem Zeichen der Zusammensetzung selbst. 2) untersucht sie ins besondere. welches die Form des Adjektivs ist) bezeichnet werden soll. sondern vom gemeinen Manne nach dunkeln. Denn 1) giebt sie eine Regel für jede Sprache. Hieraus erhellet: Daß die Philosophie im eigentlichen Verstande nichts anders. diese beyden zu verknüpfen.141 - begnügte sich mit einer dunkeln oder höchstens klaren Vorstellung von demselben. obschon sie mehr oder weniger von dieser Form an sich haben. um dadurch den Grad der Vollkommenheit einer jeden. nach dem Grade seiner Näherung zu dieser idealischen Sprache zu bestimmen. l e b e nd i g e s D i n g zu nennen. dem Endzwecke von Sprache überhaupt angemessensten vergleichen.

Da aber diese beide sich auf einander beziehen. deren Objekte a priori bestimmt und vollzählig gemacht werden können. so werden wir erstlich zwei partes orationis haben. aus den primitiven abgeleitete und davon zusammengesetzte Arten durch. Wir wollen z. nämlich Substanz und Accidenz (weil die neun Kategorien. Zu diesem Behuf müssen erstens die Partes Orationis ihrer Anzahl und Qualität nach. B. die verkehrte Ordnung aber ihre entgegengesetzte . wie auch in den daraus zusammengesetzten Arten. wodurch der denkende Leser. (das Objekt jener ist ein Ding überhaupt. ich betrachte aber hier die Vollkommenheit der Sprache bloß als die Vollkommenheit der Zeichen in Beziehung auf die dadurch bezeichneten Gedanken. [300] und sich einander wechselsweise erklären. die Einerleiheit der Buchstaben würde alsdann die Einerleiheit der Beziehungen dieser Begriffe auf einander. lauter Accidenzen sind). die Hauptarten müßten durch primitive. durch Bedingungen a priori bestimmte Dinge sind).142 - [299] Ich will also erstlich einige Hauptbedingungen dieser idealischen Sprache ange- ben. 1) In einer idealischen Sprache müssen die Zeichen.oder Unvollkommenheit der wirklichen Sprachen überhaupt bestimmen. außer Substanz. so werde ich beide erstlich durch ein gemeinschaftliches Zeichen ausdrücken. den Grund dazu abgeben können. mit denselben Buchstaben. Substanz b a nennen werde. um dadurch jeden dieser beiden Hauptbegriffe auf eine besondere Art auszudrücken. diese müßten wider in Unterarten abgetheilt werden. dieses Postulat ist möglich: weil die Logik und die Transscendentalphilosophie. im Stande seyn wird. d. so werde ich Accidenz ab. Wenn ich z. auch verschiedene Sprachen in diesem Betracht unter einander zu vergleichen. (Wörter) mit den dadurch bezeichneten Dingen (Begriffen) aufs genaueste übereinstimmen. als es Formen oder Arten der Dinge auf einander zu beziehen giebt. die Objekte dieser aber. (in Ansehung des Wohlklangs der Töne). wenn er dazu ein Sprachkundiger ist. Zeichen ausgedruckt werden. und mit einander in einem System geordnet werden. nicht aber ihre Vollkommenheit an und für sich. sondern nach Principien a priori bestimmt. nicht [299] von den wirklichen Sprachen abstrahirt. B. nur in umgekehrter Ordnung benennen. h. welche zwei Hauptarten von Begriffen bezeichnen. die darunter enthaltene oder zusammengesetzte Arten durch. und dadurch den Grad der Voll. aus den primitiven abgeleitete und davon zusammengesetzte. Aristoteles Kategorien als die allgemeinsten Formen des Denkens annehmen. hernach aber dieses gemeinschaftliche Zeichen auf zwei verschiedene Arten bestimmen. Es müßte also nicht mehr oder weniger Partes Orationis geben..

sondern sie ist . In dieser idealischen Sprache wird also alles seinen Grund haben. so wie ihre Zeichen in ein System (der Natur gemäß) geordnet? Ich glaube. seyn müßte). Besonders fehlt es in den wirklichen Sprachen an einem Kriterium. Ich werde ferner Substanz (dasjenige. Welches einen berühmten Schriftsteller mit mehrern andern zu der Behauptung verleitet hat. Und so werde ich mit meiner Eintheilung fortfahren. dieses hinwiederum. (nicht wie die huronische) viele Ableitungen und Zusammensetzungen. außer den irresolublen. in die irresolubeln aufgelöst werden können. Dieses wiederum in seine Untergattungen: α) Das unbestimmte allgemeine Ding. alle Zeichen. Eine und dieselbe Präposition muß nicht zugleich verschiedene Beziehungen bedeuten.[301] . woran man die eigentlichen Ausdrücke erkennen. Diese Behauptung ist nicht nur unrichtig (wie ich bald zeigen werde). Das Adjectivum und Adverbium muß anders als Eigenschaft und anders als Zufälligkeit bezeichnet werden. b) Subjectum reale. das a posteriori b a u nennen. was bloß als Subjekt und nicht als Prädikat von irgend etwas gedacht wird) in ihre Unterarten eintheilen. Wie stehet es aber in diesem Betracht mit den wirklichen Sprachen? — Man muß gestehen. Z.143 - Stellung in dieser Beziehung andeuten. und von den uneigentlichen (da es einmal uneigentliche Ausdrücke wegen Mangel an eigentlichen geben muß) unterscheiden kann (wie es doch. dergl. Unsere Sprachen haben zwar. u. We s e n. man doch noch weit entfernt ist. Man wird die Entstehungsart der Begriffe und ihrer Verhältnisse zu einander mit Gewißheit angeben können. β) Das Bestimmte. B. daß der größte Theil Wörter einer jeden Sprache aus uneigentlichen Ausdrücken bestehet. β) a posteriori. so lange es das Bedürfniß zu sprechen erfordert. wenn die Zeichen mit den dadurch bezeichneten Dingen aufs genaueste übereinstimmen sollten. aber ist man damit so weit gegangen. dieses Ideal zu erreichen. α) Subjectum reale a priori. werden so wie die Begriffe. man wird diese Fragen mit Nein beantworten müssen. das Subjectum reale a priori b a i. so [301] werde ich das Bestimmte b a c. a) Subjectum logicum. daß obschon man hierin ziemlich Progressen gemacht hat. sind alle Begriffe. und dadurch die Einsicht der Wahrheit sehr erleichtern. E i g e n s c ha ft . die sie bezeichnen. als man gehen könnte und sollte? sind die Partes orationis genau be-[302]stimmt. — Und da ich das unbestimmte Subjectum logicum b a genannt habe.

was Poesie und was Prose sey. Ich werde mich bemühen. diese von mir aufgeworfene Frage aufzulösen. f a s s e n. der in Ansehung *) Sulzers Theorie der schönen Wissenschaften: Tropen. Dieses wird mir jeder. beweise ich auf folgende Art. sondern nach der Realdefinition. werden Ausdrücke. nach den Merkmalen. in so fern a in beiden einerlei ist) durch eben diesen Ausdruck. und dieses zu beweisen. Laßt uns wieder annehmen. Ja sogar jener setzt diesen voraus. denn laßt uns setzen ein Objekt a b (a durch b bestimmt) dessen eigentlicher Ausdruck x ist. und von den eigentlichen ursprünglichen unterscheiden kann? denn so lange wir diese nicht ausfindig gemacht haben. und dadurch diese zu sehr verdrängen. über die Vernunft triumphiren läßt. ein anderes Objekt a i. sondern der kleinste. daß nicht der größte.144 - [303] auch dem Interesse der Vernunft und der wahren Moralität (die der Empfindelei entgegengesetzt ist) zuwider: indem sie den Materialismus begünstigt. **) Sulzer. wie ich hoffe. Um dieses zu bewerkstelligen. Diese Behauptung aber läßt die Poesie zu weit in das Gebiet der Prose streifen. daß der größte Theil einer jeden Sprache aus Tropen oder uneigentlichen Ausdrücken bestehe. muß ich einige Wahrheiten vorausschicken: 1) Der Gebrauch eines uneigentlichen Ausdrucks muß nicht nur einen subjektiven. so daß wir in diesem [304] Betracht nie mit Gewißheit ausmachen. Ich frage aber hier nicht nach der Nominaldefinition von Tropen. . zu behaupten. das (wegen seiner Ähnlichkeit mit dem vorigen. h. als b e g r e if e n . die beständig ihr Reich zu erweitern und die Vernunft zu verdrängen sucht. angeführt. Prose und Poesie in ihre Rechte einzusetzen. Daß aber [303] auch diese Behauptung an sich unrichtig ist. woraus zugleich erhellen wird. u. d. sondern auch einen objektiven Grund haben. dgl. indem der objektive der Grund der Möglichkeit einer Association überhaupt. und ihre Unterscheidungsmerkmale nach Prinzipien a priori festzusetzen. den Ahriman über den Ormuzd. den Satan über den guten Geist. ich meine die Einbildungskraft. die heterogenen Dingen gemein sind. am angeführten Orte.. auch ohne Beweis zugeben. der subjektive hingegen der Grund der besondern Bestimmung der Reihe dieser Association ist. Was sind Tropen? Man sagt gemeiniglich*): Tropen sind Ausdrücke. 2) Die Ähnlichkeit der Objekte kann diesen Grund nicht abgeben. Die Vernachläßigung dieser Bestimmungsmerkmale hat diesen berühmten Schriftsteller**) mit mehrern andern verleitet. die von ihrer ursprünglichen Bedeutung auf andere Bedeutungen abgeleitet worden sind. hilft uns jene zu nichts. wodurch man die uneigentlichen abgeleiteten Ausdrücke erkennen. Theil der Sprache aus Tropen bestehen kann.

daß diese transscendentalen Ausdrücke ursprünglich und eigentlich zur Bezeichnung der sinnlichen Gegenstände bestimmt.[305] . oder solche. und wodurch seine Erkenntniß bewirkt wird. woraus die von mir angeführte Meinung in Ansehung der Tropen entstanden ist. Ursache und Wirkung u. so können wir auch die daraus entspringenden Tropen nach denselben [306] principiis a priori bestimmen. B. Nun aber giebt es auch außer der objektiven Beziehung der Dinge auf einander (durch Einerleiheit. bezeichnet wird. fa s s e n einen Körper und f a s s e n einen Gedanken u. Ich will mich hierüber näher erklären: In jeder Sprache finden sich transscendentale Ausdrücke. u. daß dieser Ausdruck nicht das ganze Objekt a b. durch Formen unsers Erkenntnißvermögens.) auch subjektive Beziehungen. sondern nur das beiden gemeinschaftliche a (das Bestimmbare. oder genauer. dergl. daß sie nicht in Ansehung des transscenden- . z. voraussetzt). B e w e g u n g des Körpers und des Gemüths. die bei besondern denkenden Individuis einen besondern Grund haben. worunter es subsu-[307]mirt. denn sonst wäre sein Gebrauch von a i ohne Grund. ich meine nicht zufällige. d. als die aus der Logik bestimmten Formen der Erkenntniß in Beziehung auf Gegenstände überhaupt sind. Man schloß daher. der ganzen Art eigne Beziehungen. Er ist also in Ansehung a i sowohl als in Ansehung a b eigentlich. (welches ich doch nie zugeben werde.145 - seiner uneigentlich ist. so folgt doch hieraus nicht. die materiellen und immateriellen Dingen gemein sind. die sich auf Objekte überhaupt beziehen. und da diese Beziehungen nichts anders. daß die sinnlichen Vorstellungen und Begriffe (in Ansehung unsres Bewußtseyns) der Zeit nach eher als die intellektuellen sind. Substanz und Accidenz. sondern wesentliche. und die Gränzen zwischen Prose und Poesie auf genaueste angeben. hernach aber von da zur Bezeichnung der übersinnlichen abgeleitet worden sind. Entgegensetzung. so müssen wir [noth-][305] nothwendig annehmen. h. als z. Ferner weiß man aus der Geschichte der menschlichen Entwickelung. indem die Erkenntniß des besondern Materiellen die Erkenntniß des allgemeinen Formellen. dgl. Hierin müssen wir also den Grund dieser Ableitungen suchen. welches in einem jeden derselben anders bestimmt wird) bedeuten muß. B. dergl. Wir müssen also (wenn anders ein uneigentlicher Ausdruck möglich seyn soll) einen andern Grund seines Gebrauchs aufsuchen. daß es in Ansehung der Geschichte unserer Erkenntniß und ihrer Bezeichnung (der Sprache) damit seine Richtigkeit hätte. daß diese transscendentalen Ausdrücke nicht eben so gut in Ansehung immaterieller Dinge als in Ansehung der materiellen eigentlich seyn sollten. Ich hingegen behaupte: Gesetzt auch. weil er in beiden eben dasselbe a bedeutet.

Adam im Paradiese erstlich eine rothe Kirsche gesehen und sie roth genannt hat. beim Abbrechen der Rede aber ist sie die Einheit der Möglichkeit. dessen Theile (durch irgend eine Ursache) leicht getrennt werden können. A b br e c h e n z. und dann einen rothen Apfel und diesen auch roth genannt. dagegen sie bei Gemüthsbewegungen innere Verhältnisse (der Einerleiheit oder Verschiedenheit) sind. was durch irgend eine Einheit überhaupt mit etwas Anderm verknüpft ist. gedacht werden kann. Dieser Ausdruck ist daher ursprünglich und eigentlich sowol . in Ansehung des Apfels aber uneigentlich und tropisch ist. B. h. nur mit dem Unterschiede. geschiehet dies durchs [309] Feuer. Bewegung bedeutet Wechsel der Bestimmungen in der Zeit. daß bei Bewegung eines Körpers diese Bestimmung selbst sowohl als ihr Wechsel äußere Verhältnisse im Raume sind. und daß der Ausdruck r o t h. daß es nämlich äussere Modifikationen (Beziehung des Körpers auf verschiedene Räume) sind. F l ü c ht ig ist dasjenige. sondern das ihnen Gemeinschaftliche bedeutet. daß sie die Einheit der Wirklichkeit (zugleich seyn in Zeit und Raum) ist. daß bey einem flüssigen Körper diese stetige Folge sowol dem Raume als der Zeit nach. hingegen bey einer fliessenden Rede nur der Zeit nach. B. nämlich: Erhaltung des Daseyns des einen Dinges durch die Zernichtung eines andern Dinges. als verbrennen. mit dem Unterschiede. dann aber eines poetischen Ausdrucks sich bedienet hat. Denn man kann doch nicht sagen. Ich will noch aus mehreren Beyspielen dies einzige aus der hebräischen Sprache anführen. in Ansehung der Kirsche eigentlich. so daß man sie nicht mehr erkennen kann. Das Verbum lka verzehren. bedeutet sowol essen. bey Begriffen hingegen durch innere Bestimmungen. Hier ist eben der Fall. daß deswegen Adam erstlich eines prosaischen. weil in der That der Ausdruck r o t h so wenig die Kirsche als den Apfel. oder des Begrifs.. daß man keinen Zusammenhang unter seinen Theilen bemerkt. Beym Quecksilber z. (eine Blume oder die [308] Rede) heißt im transscendentalen Begrif: Etwas. Ein Gedanke ist flüchtig dadurch. bey sinnlichen Objekten ist diese Verschiedenheit durch Bestimmungen des Raumes. der transscendentale Begrif ist in beyden eben derselbe. Wechsel der Modifikationen in einem und ebendemselben Subjekt. daß wenn z. Die körperliche Bewegung erhält noch eine besondere Bestimmung. B.146 - [308] talen den heterogenen Dingen gemeinschaftlichen Begriffes eigentlich seyn sollten. Bewegung des Gemüths hingegen wird durch innere Modifikationen bestimmt. d. F l i e s s e n bedeutet eine stetige Folge der Theile eines Ganzen auf einander. Nun ist im Abbrechen einer Blume diese Einheit auf eine besondre Art dadurch bestimmt. davon trennen. B e w e g u ng (des Körpers oder des Gemüths) ist in transscendentaler Bedeutung Veränderung. Au s s e r bedeutet verschieden. auf eine besondre Art bestimmt.

in so fern es mit dem vorigen einerley ist. was in verschiedenen Dingen einerley ist. wodurch die Dinge verschieden sind (die besondern Bestimmungen eines jeden) wiederum etwas. als die Wirkungen des Verstandes erstrecken. Ist aber dasjenige. Er bemerkt hernach abermal ein Viereck. Es ist aber zu bemerken. der Ausdruck also: das Feuer verzehrt das Holz. alsdann kann er diese Bestimmung als eine Bestimmung (durchs Vergleichen mit ihrem Begriffe) erkennen.das andre hingegen ein schiefwinklichtes ist). d. die in verschiedenen Arten der Dinge einerley sind). und daß beide in der That ohne einander nicht gedacht werden können. einen Ausdruck für Bewegung überhaupt. ist in dieser Sprache keinesweges figürlich. eine Figur von vier Seiten. Daher findet man in jeder Sprache Ausdrücke für transscendentale Begriffe (solche.[310] . B. daß der Verstand mit dem Witze in gleichem Schritte geht. daß es ein recht. Denn die Flamme wird durch Zernichtung der brennbaren Materie. . man hat z. wird eher. Ich will dieses durch ein Beyspiel erläutern. Diese werden aber durch Vergleichung der Dinge und der Einsicht in ihre Einerleyheit hervorgebracht. so wie die Thiere durch Zernichtung der Nahrungsmittel erhalten. dasjenige also. daß nämlich Verstand und Witz in ihren Wirkungen sich einander entgegengesetzt sind. nannte dieselbe Viereck. als dasjenige. daß hier die Wirkungen des Witzes sich viel weiter. nicht aber für Bewegung des Körpers oder des Gemüths. denn die transscendentalen Ausdrücke bedeuten transscendentale Begriffe. als vom Verzehren der Thiere. das aber in Absicht seiner Winkel von dem vorigen verschieden ist (z. h. sondern die Ursache liegt hier bloß darin. Er muß daher erst den Begrif der besondern Bestimmung auch ausser dem dadurch bestimmten Dinge antreffen. das in jedem dersel-[311]ben mit einem dritten einerley ist. Dieses beweist aber keinesweges die Lockische Behauptung. Er kann es aber noch nicht in Absicht der Winkel bestimmen.147 - von Verbrennen des Feuers. so wird es dadurch gleichfalls erkannt. er nennt also dieses. daß nämlich jede zu erlangende eine schon erlangte Kenntniß voraussetzt. B. Die Erfindung der Sprache verräth ausserordentlich viel Witz und Scharfsinn zugleich. Man siehet also hieraus. welches ein Geschäft [310] des Witzes ist. auch Viereck. ferner setzt es zugleich einen hohen Grad der Abstraktion voraus. Es fehlen aber mehrentheils Ausdrücke für konkrete Begriffe (die vorigen auf besondre Arten bestimmt). weil er noch keinen Begrif von einem rechten oder schiefen Winkel hat. und so ist es auch mit allen vorher angeführten Beyspielen. wodurch sie von einander verschieden sind (in so fern hier keine Vergleichung statt findet) erkannt. Der zum erstenmale ein Viereck bemerkt hat. ohne den man dieses Einerley an sich nicht denken kann.

haben müssen erfunden werden. wodurch sie einander substituirt werden können). diese Synonime müssen daher nach und nach es zu seyn aufhören. der Form nach heterogenen Dingen gemeinschaftliche. sondern dem. diese hingegen mehrere Vergleichungen voraussetzen. d. [312] Nun bin ich auch im Stande. Hingegen hat Verwechselung der Correlata einer relativen Form 1) einen subjektiven Grund (die subjektive Vereinigung beider durch diese Form. müssen also von der Anzahl der Tropen ausgeschlossen werden. er braucht aber zugleich auch diese neuerfundenen Namen. was in beiden einerley ist. ausfindig macht. Ähnliche Dinge. so bleiben beide Theile beynahe immer in gleichem Abstande von einander. wodurch er also den Gebrauch der Worte näher bestimmen lernt. den Ursprung der Synonime. eigen. die von dem vorigen verschieden sind. anzugeben. Ausdrücke. wie folgt: 1) werden die transscendentalen Begriffe bemerkt. und durch transscendentale Ausdrücke benennet. Da aber der andre Theil gleichfalls immer vorwärts gehet. die wegen der Ähnlichkeit der Objekte es sind. dieser ist aber keinem von beiden. 2) werden auch die besondern Bestimmungen derselben bemerkt. als die der konkreten Dinge. können auch keinen gemeinschaftlichen Ausdruck haben (denn dieses hätte alsdann keinen Grund). diese (weil sie mehr Kenntniß erfordern) werden aber nur von dem geringern Theile der ersten Spracherfinder bemerkt. Hieraus erhellet zugleich. daß die Namen der abstrakten eher. aber zugleich einander ausschliessen . die gar keine objektive sowol als subjektive Beziehung auf einander haben. h. die eine objektive Beziehung der Einerleyheit auf einander haben. weil sie als Correlata sich zwar auf einander beziehen. denn Dinge. Dieser Theil der Spracherfinder nähert sich immer (durch Erlangung mehrerer Kenntnisse) dem vorigen. und neue Unterschiede der Dinge. können zwar aus diesem Grunde einen gemeinschaftlichen Ausdruck haben. die wiederum neue Ausdrücke erfordern.. Die eigentlichen Tropen sind transscendentale. weil nämlich jene nur eine einzige Vergleichung. sie sind also in Ansehung seiner Synonime. der andre Theil hingegen behält noch immer die transscendentalen Ausdrücke auch für die besondern Begriffe. und daher von denselben mit Ausdrücken. bezeichnet. [313] Die transscendentalen Ausdrücke. Der Gang der Sprache ist. 2) bedeutet dieser Ausdruck nicht etwas beiden Gemeinschaftliches.148 - [312] und dadurch vom bestimmten Dinge selbst einen deutlichen Begrif erlangen. und was aus ihrer größern oder geringern Anzahl in einer gegebenen Sprache in Absicht auf dieselbe zu schliessen sey. sie werden von dem einen Gliede eines Verhältnisses (das sie ursprünglich und eigentlich bedeuten) auf sein Correlatum abgeleitet.

So ist auch der Ausdruck: d i e g a nz e S t a d t i s t b e s t ü r z t . weil sonst die Bedeutung zwar transscendental. von der Zeit eigentlich. vom Raume aber uneigentlich gebraucht. A b e n d in der deutschen Sprache.149 - müssen. 1) Poesie und Prose (ohne Rücksicht auf das Mechanische der Sprache) werden in Ansehung ihrer Ausdrücke als Zeichen in Beziehung auf die dadurch bezeichneten Dinge dadurch erkannt. nicht aber das demselben ähnlich ist. nicht aber umgekehrt: so ist es natürlich. die Ortsbestimmung aber (z. weil diese Zeitbestimmung auch an sich. von da aber auf den andern abgeleitet worden ist. B. fälschlich so genannten. dürfen nicht ausser aller Beziehung auf einander seyn. worin sich die Sonne vor ihrem Untergang befindet. Hier wird das Wort Stadt von seiner eigentlichen Bedeutung auf etwas. ist ein transscendentaler. dgl. 4) Die Beziehung . denn er bedeutet sowol die Z e it als die G e g e nd . und da die Anzahl dieser relativen Formen bestimmt werden [314] kann: so kann auch die Anzahl der verschiedenen Arten Tropen dadurch bestimmt werden. 3) Diese Beziehung kann nicht die Einerleyheit seyn. u. der letztern hingegen uneigentliche oder abgeleitete Ausdrücke sind. Das Resultat dieser Betrachtung ist also dieses. deren Ausdrücke von einander abgeleitet werden. (die Einwohner) angewandt.) nur in Beziehung auf jene begriffen werden kann. folglich in Ansehung dieser ein Tropus ist. Ja wir können sogar ausmachen. wir müssen also nothwendig annehmen. vor mir. vor der Stadt. aber nicht abgeleitet seyn würde. weil für diese schon ein anderer eigentlicher Ausdruck in der Sprache anzutreffen ist. Sie sind daher wahre Tropen. und von einander unterschieden. denn weil die Zeit vor dem Untergang der Sonne (Aufhören ihres Leuchtens über unserm Horizont) auch an sich ohne Beziehung auf die Gegend begriffen werden kann. erhellet daraus. daß dieser Ausdruck ursprünglich der Zeit beygelegt worden ist. Ausdruck. aber eben darum schliessen sie einander aus). welchen von beiden er eigentlich und welchen er bloß tropisch bedeutet. So wird auch die Proposition vo r . Ich will einige Beyspiele dieser Art Tropen anführen. heterogenen Dingen gemeinschaftlicher. aber keinesweges etwas beiden Gemeinschaftliches (denn diese beziehen sich zwar auf einander und geben wechselsweise Merkmale von einander ab. daß dieser Ausdruck ursprünglich und eigentlich einem derselben zukommt. weil sonst diese Ableitung kei[316]nen Grund haben würde.[314] . von da aber auf die Gegend (wegen ihrer subjektiven Synthesis) abgeleitet wor-[315]den. wodurch ihr Unterschied von den vorigen. daß aber dieser Ausdruck von den Einwohnern uneigentlich ist. daß nämlich die Ausdrücke der erstern eigentlich. 2) Die Dinge. das damit in Beziehung. leicht in die Augen fallen wird.

Ich werde hier seine Gedanken darüber nach dem Lord Monboddo anführen. d. vielmehr die allerabstraktesten Ausdrücke sind. und mit Jourdain ausrufen zu können: [317] Par ma foi. bei solchen die der Verstand aus sich selbst hervorbringt. und nach Gelegenheit einige Anmerkungen hinzufügen. folglich hier nicht in Betrachtung kommen. poetisch zu seyn. das heißt einer solchen. und unter einander geordnet werden. Bischof J. daß bei Objekten des Verstandes. zu denken. Erstlich sagt er: „Alle Dinge in der Natur können in gewisse Klassen gebracht werden. woraus man sowohl den Plan dieses Autors. Scene IV. und in ein System gebracht werden. leicht übersehen wird. als das was meiner Meinung nach davon zu halten sey. Ich glaube durch diese Betrachtung auf eine genugthuende Art die Ehre der Prose gerettet zu haben. *) Le Bourgeois gentil–homme. die transscendentalen Ausdrücke. Dergleichen Betrachtungen veranlaßten einen berühmten Gelehrten des vorigen Jahrhunderts in England. Wilkins. welche bei den Logikern genus und species heißen. 5) Daß die Prose sehr wenige tropische Ausdrücke hat. Die andern Tropen (eigentlicher Figuren). weil. diese Eintheilung und Ordnung in genus und species. nach ihrer Entstehungsart aus einander allgemein bestimmt werden kann. das heißt. sondern vielmehr ganze Redensarten und Wendungen. Apostrophe. il–y–a plus de quarante ans que je dis de la prose sans que j’en susse rien *). h. und da die verschiedenen Arten subjektiver Bedeutung der Dinge auf einander aus der Logik bestimmt und vollzählig gemacht werden können: so können auch alle möglichen Arten von Tropen nach diesem Prinzip a priori bestimmt angegeben. so geschiehet dieses nicht nach einem allgemeinen objektiven.150 - [317] dieser Dinge auf einander muß also eine subjektive Beziehung seyn. als die Personifikation. der bei verschiedenen denkenden Köpfen verschieden seyn kann. Hingegen ist es mit den [318] Objekten a posteriori hierin ganz anders beschaffen: diese können zwar auch in genus und species eingetheilt. die einem gewissen Gemüthszustande eigen sind. aber da wir ihr inneres Wesen nicht kennen.“ — Ich füge hinzu. die in jeder Sprache von geringer Anzahl seyn müssen. auf die Erfindung einer philosophischen Sprache. wie gezeigt worden. . betreffen nicht einzelne Ausdrücke. die dieser Form völlig gemäß seyn soll. sondern bloß nach einem subjektiven Grund.. es bleiben also nur die Verwechselung der Correlata übrig. oder den sogenannten willkührlichen Begriffen. Hyperbel etc. Acte II. weit entfernt tropisch.

das ausmachen. dasselbe einem Dinge von höherer Ordnung unterordnen. sind es. II. denn wir wissen nichts a n s i c h s e l b s t . eine natürliche philosophische. so daß wenn wir die Zeichen verstehen. wir wirklich die Definition der Sache haben: dann ist die Sprache in Wahrheit eine philosophische Sprache. die durch gewisse hörbare oder sichtbare Zeichen ausgedrückt. weil wir nämlich nur durch Vergleichung des Unbekannten mit dem Bekannten zur Erkenntniß des erstern gelangen. Was aber die Allgemeinheit der auf diese Art gebildeten Sprache betrift. Die eigenen Namen bedeuten immer eine allgemeine Eigenschaft. .151 - so daß die darauf gebauete Sprache. 268. welches an allen hebräischen nominibus propriis zu ersehen ist. Drittens. daß die Nomina propria anfänglich appellativa waren. denn die ursprünglichen Wörter jener Sprachen haben gar keine Verbindung mit *) M o n b o d d o über den Ursprung der Sprache. nicht aber bei Dingen a posteriori. h. machen eine verschiedene Rangordnung der Dinge nothwendig. was es mit andern gemein. allgemein seyn muß.“ — Daß die Sprache bloß Zeichen allgemeiner Begriffe ist. h. was wir Sprache nennen. und sind die Zeichen so beschaffen. indem sie zeigen. B. sondern es folgt auch nothwendig aus dem vorhergehenden Satz. durch Vergleichung der Dinge untereinander gebil-[319]det. obschon diese Bedeutung mit der Zeit vergessen worden ist. und was es verschieden hat.“ — E r k e n n e n heißt ein besonderes Ding einem allgemeinen Begriffe subsumiren. Zweitens: „Nur auf diesem Wege (der Eintheilung und Ordnung in genus und species) gelangen wir zur Erkenntniß oder zum Begrif eines Dinges. d. Denn die verschiedenen Systeme der Naturgeschichte z. sagt er*): „Diese Begriffe. indem wir wissen. worin die Sache zu finden ist. welche die Dinge in gehörige Klassen geordnet und eingetheilt haben. was nach dem einem System genus. Sie kann auch die natürliche Sprache heißen. sondern nur B e z i e h u n g s w e i s e . und so auch umgekehrt. Viertens.[319] . zu welcher Art oder Gattung es gehöret. keinesweges aber eine allgemeine Sprache seyn wird. und die unter Philosophen. „Der Unterschied zwischen einer solchen und der gemeinen Sprache ist einleuchtend. d. daß sie eine Beziehung auf die Klasse haben. so habe ich schon [320] bemerkt: daß diese nur bei Dingen a priori erreicht werden kann. wird nicht nur von den Sprachlehrern einstimmig aus der Geschichte der Sprache bestätigt. Folglich kann die nach einem jeden dieser Systeme eingerichtete Sprache nicht allgemein seyn. ist nach dem andern species.

die es als ein Gattungsnamen verloren hat.152 - [321] der Natur der Dinge oder der Klassen. hinzufügen. B. um die Differenz anzuzeigen. oder: d i e s e r M e n s c h e t c. U r s a c h e und W i r k u n g . Ferner. in dieser müßten nicht nur die verschiednen Beziehungen der Subordination der Dinge. daß der Zuhörer ihn mit einem andern verwechseln wird.“ Z. Adelungs Sprachlehre. Ist die Rede von der Gattung. nur mit einer besondern Bestimmung. w e l c h e r g e s t e r n d a w a r . bezeichnet werden. dergl. nur mit verschiedenen Bestimmungen. daß die Partes Orationis und ihre Unterabtheilungen. sondern auch die der Coordination. Davus Horazens Sklav zu *) Hrn. Ja zuweilen ist sogar dieses nicht einmal nöthig. B. . daß ich diesen Grund nicht einsehen kann. s. wie z. wozu sie gehören. Ich will nur z. seyn. 248. nach keinem Princip a priori bestimmt und unter einander geordnet sind. B. Z. wie z. sondern mit eben demselben Worte. die die Verschiedenheit der Stellung der Glieder eben derselben Beziehung andeuten. wenn es nöthig [322] ist. denn die Bedeutung ist hier: d e m B e g r i f M e n s c h a l s S u b j e k t . finde ich auch. d e r M e n s c h .. So wie ich in Ansehung von S u b s t a n z und A c c i d e n z . wie schon bemerkt worden. da doch das dadurch Bezeichnete zur Klasse des durch diesen Bezeichneten gehört: in der philosophischen hingegen müßte das Wort. das Wort M e n s c h hat nichts mit T h i e r gemein. müßten nicht durch verschiedene Wörter bezeichnet werden. den Ar t i k e l in den lebenden Sprachen anführen. B.“ [Ich][321] Ich werde noch einige Mängel der gemeinen in Vergleichung mit der philosophischen Sprache. wo es nicht zu besorgen ist. L i c ht und F i n s t e r n i ß u. Z. a l s P r ä d i k a t z u . „Und was die abgeleiteten betrift.“ Ich muß gestehen. ob sie gleich mit den ursprünglichen Wörtern eine Verbindung haben. so wird er durch ein Pronomen relativum oder demonstrativum bestimmt. einem Substantivo die Selbstständigkeit. wiederzugeben. Nämlich. B. so ist der Artikel gewiß überflüßig. das eigene was T h i e r bedeutet. das den Begrif M e n s c h bedeutet. i s t w i e d e r g e k o m m e n . E t w a s und N i c ht s . so ist es doch keine solche als die Philosophie verlangt. u. weil sie in einerlei Beziehung auf einander stehen. Ist aber die Rede von einem besondern Menschen. w. wozu nützt dieser? Deutschlands philosophischer Sprachforscher*) sagt: „Der Artikel wird gebraucht. bemerkt habe. in diesem Satze: D e r M e n s c h i s t s t e r b l i c h. B. k ö m m t d e r B e g r i f s t e rb l i c h .

sondern einer Art Zeichen überhaupt. (womit er den Horaz meint) aut versus facit. aber wie vielerlei nomina substantiva muß eine philosophische Sprache nicht unterscheiden. von der von dem Bischof erfundenen Sprachen sich einen Begrif zu machen. Ich will dieses durch ein leichtes Beispiel aus der Arithmetik erläutern. Nämlich zum Erfinden eines neuen Satzes. wegen des allen gemeinschaftlichen Begrifs den sie nothwendig haben müssen. das Angeführte sey hinreichend. L e i b n it z ist (wie [324] Wolf sich ausdrückt) pro eo quod ipsi erat ingenii acuminis. wie auch speciosa generalis nennt. z. und so ist es auch mit allen übrigen Abtheilungen beschaffen. Diese ist nicht eben die Erfindung einer philosophischen Sprache. a u s e t w a s (eine Materie) m a c h e n . u. Was für verschiedene Beziehungen bezeichnet nicht in den gemeinen Sprachen eben dieselbe Präposition? z. B. . sehen wir deutlich aus seiner Antwort. a u s e t w a s s c h l i e ß e n. 7 **) Ocius hinc te Ni rapis accedes opera agro nona Sabino. Ich glaube. hat als ein besonderer Redetheil zwar eine besondere [323] Form. auf eine mit dieser ähnlichen Idee gerathen. wodurch sie erkannt und von einander unterschieden werden können. So ist es auch mit den Präpositionen. B. weil sonst die Einerleiheit der Bezeichnung ohne Grund wäre. bezeichnet werden. a u s e i n e m O r t e k o m m e n . und dies so lange. in jeder dieser Beziehungen auf eine andere Art bestimmen.*) und daß dieser ihn wohl verstanden hat. der durch Zeichen ausgedrückt wird. Die philosophische Sprache wird freilich alle diese Beziehungen auch mit eben demselben Worte ausdrücken: nämlich. und ihre Summe das Gesuchte.[323] . Aber sie wird doch zugleich dieses gemeinschaftliche Wort. L. *) Horat. bis man dadurch auf den zu findenden Satz geräth. II. die zum Erfinden in Wissenschaften gebraucht werden können. woran es in der gemeinen Sprache aber mangelt. Satir.**) Ferner laßt uns sehen: wie stehet es mit den Unterabtheilungen? Nomen substantivum z. eine algebraische Gleichung: zweitens. diese Zahlen sind das Gegebene. welche er: Ars characteristica combinatoria. wie ich schon bemerkt habe? Diese verschiedene Arten nominum müßten also durch verschiedene Formen. Es wird aufgegeben die Summe dieser beiden Zahlen 752 und 183 zu finden. diesen Zeichen werden gleichgeltende Zeichen substituirt. B. ich addire erstlich 3 und 2.153 - seinem Herrn sagt: aut insanit h o m o . oder zur Auflösung eines Problems wird erfordert: erstens ein bekannter oder gegebener (hypothetischer) Satz. dergl. so kommt 5 heraus (der Satz 3 + 2 = 5 ist mir in der Anschauung gegeben).

den Gebrauch desjenigen was man auch sonst hat. die dem rechten Winkel entgegen liegt. als des Bischofs. in . h. sondern der Erfindung in den Wissenschaften. Auch ohne die philosophische Sprache können wir richtige Definitionen der Begriffe. ein ihm äquivalentes in der philosophischen aufzusuchen. L e i b n i t z ist daher auf den Gedanken gerathen. Leibnitzens Plan ist weit wichtiger. sondern auch der Qualitäten eingerichtet werden kann. der Plan dieses Letztern ist bloß. Was hilft mir z. ich werde doch ohne Konstruktion und gewisse Kunstgriffe in Ziehung einiger Nebenlinien. Axiomen. sehr von einander verschieden sind. und so in andern Fällen mehr. Er hat aber diese Idee nicht weiter verfolgt. allgemein und nicht bloß zum Gebrauch der Erfindung der Verhältnisse der Quantitäten. aus dem Bekannten das Unbekannte zu finden. oder zum wenigsten haben kann. Hingegen. B. nach unserm Zahlsystem 3 von dieser und 1 von der darauf folgenden Ordnung) ich setze also 3 in dieser und addire 1 zu der folgenden Ordnung. d. und seine Möglichkeit auch begreif-[327]lich. gehet L e i b n it z e n s Plan nicht bloß auf Erleichterung der Entfernung. Es ist aber unbegreiflich. daß obschon Leibnitzens und des Bischofs Idee einige Ähnlichkeit haben (in Ansehung ihres allgemeinen Gebrauchs). worin ich daher 9 setze: woraus das Gesuchte ent-[325]springt 752 + 183 = 935. denn dazu müßte man die Qualitäten. dazu sind ganz andere Hülfsmittel nöthig. wie ich glaube. Man siehet hieraus. Da es aber schwer hält.. zu erleichtern. wodurch Verwirrungen und Wortstreitigkeiten nothwendig entspringen. sondern sie blieb wie sie war eine bloße Idee. daß ich von einer Hypothenuse eine richtige Erklärung habe. Ja er hat nicht einmal die Möglichkeit davon gezeigt. h. bei jedem Worte aus der gemeinen Spra-[326]che. so wie die Quantitäten. ist er möglich. die man Artificia heuristica nennt. dasselbe zu übersetzen. und andere zu lehren. (d. daß diese Methode. Es ist also bloß ein Mittel Wahrheiten auf eine leichte Art zu erlernen. so wäre freilich des Bischofs Erfindung (unter gewisser Einschränkung) hierin von großem Nutzen. sie doch. und daraus nothwendig folgende Sätze haben. Aber so weit dieser Plan sich erstreckt. und seine Vollziehung eben um so viel schwerer.154 - [325] Ferner 8 + 5 = 13. wie er ihn doch hat ausführen wollen. wodurch wir die gemeine Sprache in die philosophische verwandeln. und allgemein zu machen. nicht aber um dadurch neue Wahrheiten zu erfinden. aus dieser Definition den Satz nie herausbringen: daß das Quadrat der Hypothenuse der Summe der Quadrate der Katheten gleich ist. daß sie nämlich die Seite eines rechtwinklichtigen Dreiecks ist. das wir gebrauchen.

denn wir finden nirgends einen Körper. und durch eine immerwährende Näherung zu der Idee einer vollkommenen Sprache haben die Menschen. und doch ist sie reell. oder Characteristica universalis. ist. kein Plan.155 - ihre absolute Einheiten (die irresolubilen) auflösen. nie in Ausübung gebracht werden kann. als wie irgend eine jetzt noch existirende barbarische Sprache. in jener aber ist lauter Ordnung. bis ihn ein anderer Körper aus diesem Zustande herausbringt. — — Alle jetzt existirende ausgebildete Sprachen waren in ihrem Ursprunge so barbarisch. der allerumfassendste Plan. und andere vortrefliche Schriftsteller dazu bey- . lauter Zufall. wenn man mit Vorsatz sich dies angelegen seyn läßt? Was hat nicht ein Lessing. Aber was schwer zu begreifen ist. Newtons Grundsatz in seiner Philosophia universalis: ein Körper bleibt an sich in dem Zustande der Ruhe oder der Bewegung. sie kann nicht aus diesem Grunde in einer Anschauung dargestellt werden. A l l e reinen Begriffe a priori sind eigentlich Ideen. und ein Traum. er kann durch Näherung bis ins Unendliche in der Anschauung dargestellt werden. und wie weit kann man nicht noch darin kommen.“ Ich muß den scharfsinnigen Verfasser dieser Schrift um Verzeihung bitten: eine Idee ist keinesweges ein Traum. ja sogar der Grund der Realität aller unserer Erkenntniß. Von dieser Art ist die Asymptote einer krummen Linie. und dadurch ihr Verhältniß zu einander bestimmen. und obschon der Plan von Erfindung einer philosophischen Sprache. ist deswegen noch nicht unmöglich. wo es heißt: „Eine Characteristica universalis gehört zu den Träumen vortreflicher Köpfe. sie zu ihrem jetzigen Grad der Vollkommenheit gebracht. Ich muß also erstaunen über einen gewissen Ausdruck in P lo u c q u e t s Kalkul. der seinen Zustand immer behält.[328] . und wie ich glaube. ist nichts einander so entgegen gesetzt. als eine Idee (wenn sie anders diesen Namen verdient). In diesem ist keine Ordnung. kann nie aus der Erfahrung bestätigt gefunden werden. und sich ihm immer nähern. Wieland. indem wir sie bloß durch ein Schema in der Anschauung darstellen können. wie Herr K a nt sagt: die [328] Totalität der Bedingungen. ohne es selbst zu wissen. Ein kategorischer Vernunftschluß beruhet lediglich auf einer Idee. und doch ist dieser Grundsatz [329] als Ideal reel. wie ich schon verschiedentlich gezeigt habe. mithin die höchste Bedingung derselben: ihr Gebiet ist das Unendliche. ein Mendelssohn. sie aus diesen Einheiten (und folglich auch aus einander) entstehen lassen. sie ist vielmehr eine göttliche Eingebung zu nennen. Eine Idee von einer Sache. so kann man sich denselben als ein Ideal denken. und mehrere vortrefliche Ideen der reinen Mathematik.

wir können uns aber doch. nicht gezeigt hat. daß er leicht auszuführen seyn wird. zu den aus den vorigen zusammengesetzten Begriffen. Transscendentalphilosophie) vorkommen. u. N o t hw e nd i g k e it . sondern einen. B.. daß der Plan des Bischofs zwar begreiflich und dessen Ausführung möglich ist. und dies auf folgende Weise: Man verfertige ein Wörterbuch. daß er uns aber die Art. 2) schränke ich denselben ferner bloß auf die reinen Wissenschaften a priori (reine Mathematik. reine Philosophie) ein. meine Meynung hierüber zu eröfnen: Ich pflichte nämlich des Bischofs Plan bey. die doch ein Gelehrter lernen muß. einsylbig. und in so fern glaube ich. als irgend anderswo. z. wie ich schon bemerkt habe. indem sein Hauptendzweck E r f i n d e n i n W i s s e ns c h a ft e n ist. — so will ich es wagen. die er aus den logischen Formen [330] herleitet. w. U r s a c h e . und man siehet leicht ein. [332] weil in dieser Spra- . B. nämlich ein Mittel zur Erfindung in Wissenschaften abzugeben. Kr a ft wird keinen besondern. daß er aber von der einen Seite den wichtigsten Nutzen. P r ä d i k a t . je erreichen. die in der Philosophia rationalis (Logik. s. Ein auf diese Art eingerichtetes Wörterbuch kann für Philosophen allgemein werden. aber schränke denselben für jetzt 1) bloß auf Allgemein[331]machung und Erleichterung der Erlernung. auf keine Weise leisten kann: auf der andern Seite er hingegen zu weit ausgedehnt ist. Nachdem ich also sowol Leibnitz. denselben auszuführen. h. wenn wir nur wollen. dgl. daß aber dagegen L e i b n it z e n s Plan von großer Wichtigkeit ist. als die griechische oder die lateinische. W ir k u ng u. gebraucht werden. den man sich von einem so schweren Unternehmen verspricht. aus der Bezeichnung von Substanz und Ursache. M ö g l i c h k e it . und vollzählig darstellt. z. Man verfertige aus diesen zusammengesetzte Namen. F o l g e . S u b j e k t . als auch die Philosophen jenseits des Meeres — penitus toto divisos orbe Britannos — angeführt und gezeigt habe. die doch keine nothwendige allgemeine Klassifikation zulassen. nicht aber der Erfindung in Wissenschaften. derselben bis ins Unendliche immer mehr nähern. worin bloß Benennungen von Begriffen. daß diese Sprache weit leichter zu erlernen seyn wird. indem der Bischof seine allgemeine Sprache auch zum Gebrauch der Bezeichnung der Dinge a posteriori bestimmt. d. zusammengesetzten Namen erhalten. Diese Benennungen müssen so einfach als möglich seyn. Besonders könnte dazu das Kantische System der Kategorien. G r u n d .156 - [330] getragen? Und was nicht ein Kant mit seiner so unrechtmäßig angeklagten eigenen Sprache? Wir werden freylich die höchste Vollkommenheit so wenig hierin.

so will ich mich jetzt bey ihrer Einrichtung nicht länger aufhalten. Da ich aber Willens bin. die verschiedene logische Formen der Urtheile anzeigen werden. vorkommen.157 - che bloß Namen der Formen. [333] . nicht aber der Objekte selbst.[333] . Dieses Wörterbuch wird eigentlich eine Sammlung von Definitionen seyn. die Verbindung mehrerer Worte aus demselben werden Sätze ausmachen. Objekte zu denken. eine auf diese Art von mir verfertigte philosophische Sprache dem gelehrten Publikum zur Prüfung darzulegen. oder Arten.

158 - [333] [333] Anmerkungen u n d Er l ä u t e r u n ge n ü b e r e i n i g e kurz abgefaßte Stellen in dieser Schrift. Propter egestatem linguae. . et rerum novitatem..

Und da ich also mein eigner Kommentator bin.159 - [334] Nachdem ich diese Schrift verfertigt hatte. Was das erste anbetrift. und sie aus verschiedenen Gesichtspunkten in verschiedenen Verbindungen zeigt. wenn man sich über dergleichen Materien etwas weitläuftig verbreitet. Was aber das zweite anbetrift. so darf ich mir schmeicheln. so könnte diesem Übel nicht anders. wenn ich mich anders nicht betrüge. wodurch ich dergleichen Stellen erläutert und völlig verständlich gemacht zu haben glaube. fand ich beym Durchsehen derselben einige Stellen. worin ich mich zu weitläuftig. als durch eine völlige Umarbeitung abgeholfen werden. wo ich mich zu kurz gefaßt hatte. Und dann. daß der Schade so groß nicht seyn kann. welches aber (zum wenigsten für jetzt) nicht thunlich seyn möchte. meinen Sinn errathen zu haben. so glaube ich erstlich.[334] . welches. . pro statu rerum — für kein geringes Verdienst eines Autors zu achten ist. so habe ich zu diesem Behuf folgende Anmerkungen verfertigt. wiederum andere.

der Form der hypothetischen Urtheile subsumirt. weil Regeln oder Bedingungen nicht g e g e b e n. h. d. Wir haben nämlich allgemeine Erfahrungssätze (die sich auf Gegenstände der Erfahrung beziehen). die Realität dieses Verhältnisses zu beweisen. Seite 1. d. sie wird auf besondere Gegenstände der Erfahrung nicht anwendbar seyn. h. aber alsdann wird sie gar keinen Gebrauch haben.160 [335] [335] Anmerkungen und Erläuterungen. abstrahirt von den besondern Bestimmungen. Ja sogar ihre Realität an sich wird zweifelhaft seyn. sind zwar (wie es gezeigt werden soll) Formen a priori von Gegenständen der Anschauung a posteriori. nichts aber denselben gemäß aus sich selbst schaffen kann? Soll sich die Philosophie nicht auf reelle. Zeit und Raum an sich. bestimmte Gegenstände der Erfahrung. als auf eine andere Art zu appliciren. nach Regeln oder Bedingungen a priori bestimmt. daß z. h.. Wir werden also nicht nur die Begriffe von Ursache und Wirkung. sondern auf bloß logische Gegenstände beziehen. sondern auch diese Form selbst bezweifeln müssen. D i e M a t h e m a t i k be s t i m mt i hr e G e g e n s t ä nd e vö l l i g a priori etc. sondern bloß g e d a c ht werden können. weil ihre Möglichkeit auf alle Gegenstände ohne Unterschied sich beziehet. h. die Regeln oder Bedingungen selbst sind gewiß a priori. wir subsumiren die besondern Fälle der Erfahrung diesen allgemeinen Sätzen: dadurch sind wir im Stande. Die Formen. Die Gegenstände der Mathematik sind Zeit und Raum. d. so wird sie dadurch in eine Logik verwandelt werden. das Denken der Dinge im Verhältnisse von [Ursache][337] Ursache und Wirkung zu einander keinen Widerspruch enthält. B.) D i e F r a g e i s t a l s o : W i e i s t P h i l o s o p h i e a l s e i n e r e i n e E r k e n nt n iß a priori mö g l i c h ? Nach Kant: W i e i s t M e t a p h ys i k mö g l i c h ? [336] Daß die Philosophie als eine angewendete Erkenntniß möglich ist. Wie ist aber Philosophie als eine reine Erkenntniß a priori (wo der Verstand sowol Materie als Form der Erkenntniß aus sich selbst hervorbringt) möglich? da der Verstand bloß Regeln oder Bedingungen denken. eine bestimmte Form viel mehr auf eine Art Gegenstände. welche wir durch Induktion herausgebracht haben. indem man keinen Grund haben wird. folglich ist die Materie dieser Gegenstände a priori. sie sind aber (in so fern sie selbst Anschauungen sind) Materie von Gegenständen der Mathematik. rationem eorum quae sunt vel fiunt anzugeben. ist noch nicht hinreichend. zu philosophiren. d. ist begreiflich. (Seite 3. Die .

andere Wahrheiten (die vielleicht minder . d. will ich es mit allen seinen Gegnern aufnehmen. (Seite 9. — Es kann sich daher mit [339] den ersteren und mit seiner Art. werde ich hierüber meine Meinung der Welt öffentlich bekannt machen. von der andern Seite hingegen fühlt es in sich einen unwiderstehlichen Trieb. auf etwas. und die Form der a posteriori ausmachen. das Objekt seiner Erkenntniß. dies System für unzulänglich. Diese meine Behauptung zu bestätigen. was sie wollen. und einen Übergang von der sinnlichen zur intelligibeln Welt (welches gewiß. Unser denkendes Wesen (es sey was es wolle) fühlt sich als ein Bürger einer intelligibeln Welt. von der andern Seite betrachtet. daß es auch diesen nie finden wird. ohne welches kein reeller Gegenstand überhaupt gedacht werden kann. Bey genauer Überlegung aber finden wir doch einen Ausweg. sondern auch durch Beziehung derselben auf Zeitbestim[338]mungen der Gegenstände der Erfahrung wird ihr Gebrauch selbst gerechtfertigt. als das Werk des Euklides in seiner Art. Ich halte aber doch. auch nicht auf die a posteriori (wie die der Naturlehre). Es erkennt sich also von der einen Seite auf die sinnliche Welt eingeschränkt. diese Schranken immer zu erweitern. B. nämlich die Philosophie bezieht sich auf einen transscendentalen Gegenstand. w. und da dieser in der Sinnenwelt nicht anzutreffen ist: so müssen wir ihn in einer intelligibeln Welt. h. ja nicht einmal dieses denkende Wesen selbst. wie es in der Folge gezeigt werden soll. weil ohne sie kein reeller Gegenstand überhaupt gedacht werden kann.[338] . nämlich auf Zeit und Raum. auf welche sich diese Ideen beziehen. aufsuchen. zwar ist nicht diese intelligible Welt.161 - Philosophie beziehet sich also nicht auf bloß logische Gegenstände. wichtiger als die Erfindung eines Weges nach Ostindien ist) ausfindig zu machen. s. aber doch weisen ihn selbst die sinnlichen Gegenstände auf die intelligibeln hin. die Form der hypothetischen Urtheile in Gegenständen der Erfahrung. Um alle Mißdeutungen zu vermeiden. und so scheint schon alles erschöpft zu seyn. wodurch nicht nur diese Form an sich objektive Realität bekommt. so kann es doch durch das stete Suchen desselben.). Z u w e i l e n m a c h e i c h a u c h A n m e r k u ng e n u. wir denken sie durch dieselbe. wo der Verstand durch die Formen selbst Gegenstände bestimmt. Gesetzt. h. Das Daseyn der Ideen im Gemüthe zeigt nothwendigerweise irgend einen Gebrauch an. wie der Prediger sagt: D ie S e e l e w i r d n i e vo l l ( b e fr i e d i g t ) . nicht auf die a priori (wie die Mathematik). die die Materie der Gegenstände a priori. Wir finden z. nie befriedigen. dieselbe zu denken. d. Ihre objektive Realität selbst aber beruhet darauf. Ich halte nämlich Kants Kritik der reinen Vernunft für so klassisch und so wenig widerlegbar. die Politiker mögen sagen.

wie auch dieses nie ausser . ob und wie weit ich sie gefunden habe. und dieses Vermögen an sich. was aber die Hauptsache betrift. Die Frage ist aber: wodurch kann man erkennen. und was im Erkenntnißvermögen in Bezie-[341]hung auf demselben seinen Grund hat? Kennten wir den Gegenstand an sich. zum Objekte a u s s e r demselben. ist die Form dieses Gegenstandes. Wir nennen daher mit Recht den Wein an sich. hingegen ist das Gefäß auch ohne den Wein rund. und was er bloß von diesem angenommen hat. Was Materie und was Form der Erkenntniß ist. Ich suche Wahrheit. das man nicht widerlegen kann. was ohne dieselbe bloß als eine Modifikation des Erkenntnißvermögens i n ihm ist (Anschauung). so könnten wir wissen. der Gold gesucht hat. da dieses aber unmöglich ist.. ist eine sehr wichtige Untersuchung. die Form. was jenem an sich eigen ist. die er bloß von dem Gefäße angenommen hat. Die Formen der Sinnlichkeit und des Verstandes sind sich einander gewissermaßen entgegengesetzt.. aber doch wichtig genug und des Suchens würdig sind) finden. wir haben den Wein nie ausser dem Gefäße. was aber nicht im Gegenstande selbst. Aus diesem Gesichtspunkte muß man mein Vorhaben in gegenwärtiger Schrift beurtheilen. B. so bleibt diese Frage unauflöslich. i n demselben gegenwärtig. E s w ir d d e m E r k e n nt n iß ve r mö g e n d i e r o t he F a r b e g e g e b e n u. darüber habe ich schon meine Meinung geäussert. Materie. So wie etwa der Alchimist. überlasse ich andern zu beurtheilen. den Pöbel wider ein System. Die erstere macht dasjenige. w. ist die Materie. (Seite 12). Ich weiche zwar in einzelnen Sätzen von Herrn Kant [340] ab. s. sondern in der Beschaffenheit des besondern Erkenntnißvermögens seinen Grund hat. ausser dem Erkenntnißvermögen. was im Gegenstande an sich. F o r m d e r S i n n l i c h k e it u. daß der Wein in einem runden Gefäße bloß des Gefäßes wegen rund ist. (Seite 13). aufwiegeln — ist meine Sache nicht. denn wäre er seinem Wesen nach rund. so müßte er auch ausser dem Gefäße rund seyn. w. welches sich doch nicht so verhält. was ich nie versprochen habe. Laßt uns aber annehmen. wie er auch ausser dem Gefäße ist. s. Die Form des Verstandes hingegen macht umgekehrt das. was im Gegenstande an sich betrachtet anzutreffen ist. und — Berliner Blau gefunden hat.162 - [340] wichtig. und die runde Figur. Wir wissen z. Die Nominaldefinition dieser Bestandtheile der Erkenntniß könnte so lauten: Dasjenige. und von mir nicht fordern. Declamiren. was ohne dieselbe a u s s e r dem Erkenntnißvermögen ist (das Reelle in der Empfindung). Parteisucht.

aber er b e w e i s t es nicht. weil sie bloß verschiedene Glieder eines Beziehungsbegrifs sind. und daher ohne einander nicht gedacht werden können. [343] (Seite 15). die a posteriori durch Induktion herausgebrachte Allgemeinheit dieser Vorstellungen zu einer Nothwendigkeit a priori zu erheben. Denn wenn das Bewußtseyn der Dinge an sich schon vorher gegangen ist. Wir nehmen z. erkennen. daß Raum nicht nur im rothen. daß diese völlig verschieden sind. ohne zu bestimmen. w. und bemerken zugleich. und der Schwere an sich einen Begrif (durch . Dort erkennen wir die U n mö g l i c h k e it . d. was sie bezeichnen sollen. nicht aber no t hw e nd i g . S i n d s i e a b e r vö l l i g v e r s c h i e d e n u. Und eben so ist es auch mit den Formen des Verstandes. weil wir dieses schon an den bloßen Zeichen. woraus ich also schliesse. (Seite 16). das Bewußtseyn einer jeden einzelnen Anschauung an sich. einen rothen Gegenstand im Raume. Ich verstehe darunter das Bewußtseyn der Verschiedenheit. das Rechte und Linke u. ob der Wein an sich. daß er nie gedacht werden kann. den ich je wahrgenommen [342] habe. Herr Kant s e t z t bloß das Faktum vo r a u s . s. können wir allerdings zum Bewußtseyn ihrer Verschiedenheit gelangen. dgl. daß wir schon vorher von der Dichtigkeit an sich. daß wir sie ohne dieselbe nicht ha b e n k ö n ne n. D e n n s i e e nt h a lt e n k e i n M a n n i g f a lt i g e s u. den ich auch nicht im Raume (oder auch in der Zeit) wahrnehmen werde. s. h. Aber warum auf jeden Gegenstand überhaupt? Vielleicht wird sich noch einst ein Gegenstand finden. Hier erkennen wir bloß. sondern auch in jedem andern sinnlichen Gegenstande.[342] . w. von dem wir überzeugt sind. wie werden wir hier erkennen. B. das mit dem Bewußtseyn der Objekte an sich zugleich entstehet. aber dieses setzt voraus. Wir können also Materie von Form bloß durch die Merkmale der Besonderheit und Allgemeinheit unterscheiden.) machen kein Mannigfaltiges aus. überhaupt gegründet seyn müsse.163 - jenem gesehen. Es ist hier nicht etwa wie mit einem Widerspruche. in Beziehung auf jeden Gegenstand. Ich sehe z. Diese Principien bleiben also nur w a hr s c h e i n l i c h . B. der erste aber bloß im Erkenntnißvermögen. daß wir noch bis jetzt keine Anschauung ohne Zeit und Raum g e h a bt h a be n. ich bemerke. oder nur wegen des Gefäßes rund ist? Hier ist eben der Fall. nicht aber. die Dichtigkeit und die Schwere eines Körpers wahr. daß die letztere im Gegenstande selbst. wenn sie auch völlig verschieden sind. hingegen die rothe Farbe nur in diesem Gegenstande angetroffen wird. Hier erkennen wir bloß n i c ht die Möglichkeit. Die verschiedenen Bestimmungen von Zeit und Raum (das Vorhergehende und das Folgende. Also haben wir keinen Grund. anzutreffen sey.

Die erstere ist also die Form alles Denkens überhaupt (auch des bloß logischen). folglich ein Gegenstand der Transscendentalphilosophie. weil wir diese Bestimmungen als einfach angenommen haben. sondern sie ist zum wenigsten eine Theil-Gegensetzung. ob welche in dem einen sind. (indem ein objectum logicum von einem objectum logicum d. wie schon gezeigt worden. B. D. gelten lassen. die in dem andern nicht sind. w. h. h. So auch die Dinge. Die letztere hingegen ist die [346] Form alles reellen Denkens. so kann auch das durch sie bestimmte A. sind nicht in der Zeit in Beziehung auf einander. D a s Z u g l e i c h s e y n u. Nach Baumgarten (Metaphysik §. das ausser denselben ist. wohl aber in Beziehung auf ein drittes das mit beiden nicht zugleich ist. daß die sinnliche Vorstellung oder Anschauung des . s. (Seite 17). I n e i n e r l e i O r t s e yn i s t k e i n e B e s t i m m u n g d e s R a u m e s u. w. B hingegen nur die eine derselben a. 33. auf einen unbestimmten Gegenstand. Dieser Erklärung zufolge. Wir müssen also nothwendig annehmen. nicht von einander unterschieden seyn). die zugleich sind. Ehe dieses aber geschehen ist. sie sind aber beide im Raume in Beziehung auf ein drittes. h. das letztere aber nicht hat. wenn in dem einen Bestimmungen sind. weil die völlige Verschiedenheit ein Mangel einer objektiven Einheit ist. D i e s i n n l i c h e V o r s t e l l u n g d e r V e r s c h i e d e n h e i t u. b. Die Form der Einerleiheit beziehet sich auf ein objectum logicum d. nicht verschieden seyn kann). daß die Verschiedenheit hier eine besondere Form ist (nicht Gegensetzung). weil jeder Gegenstand überhaupt mit sich selbst einerlei ist. s. von einander unterschieden? (denn wenn sie es nicht sind. die in dem andern nicht sind. können wir von der völligen Verschie-[344]denheit keinen Begrif erlangen. Man kann allenfalls diese Erklärung von Verschiedenheit der Dinge in so fern wir von ihnen deutliche Begriffe haben. so ist A von B durch die Bestimmung b die das erstere hat.) sind Dinge verschieden. Nun behaupte ich. Hier hilft uns die vorige Erklärung zu nichts. um zu sehen.164 - [344] Vergleichung verschiedener dichter und schwerer Körper unter einander) e r l a n g t haben. sind nicht im Raume in Beziehung auf einander. weil wir diese [345] in ihre Bestimmungen nicht auflösen können. ist Verschiedenheit keine besondere Form. Hingegen die der Verschiedenheit beziehet sich bloß auf einen reellen Gegenstand. s. von bloß klaren Begriffen hingegen kann sie nicht gebraucht werden. von sich selbst. (Seite 18). verschieden. w. die Dinge. die in einerlei Ort sind. weil sie bestimmbare Gegenstände voraussetzt. Die Frage ist aber: wodurch sind diese Bestimmungen selbst a. Gesetzt ein Ding A hat zwei Bestimmungen a und b..

Man siehet hieraus. überhaupt. atqui etc. ich stelle mir dasselbe im Raume vor. wenn sie nicht rein vorgestellt werden kann. (wovon nicht jedes an sich aus einartigen Theilen bestehet) so habe ich hier bloß den reinen Begrif von Verschiedenheit. Raum als Anschauung. Raum als Begrif. U nd d i e l e t z t e r n s e t z e n d i e e r s t e r n vo r a u s u. z. dgl.[347] . Bewegung u.165 - Raums in Beziehung auf besondere sinnliche Gegenstände. s. Der U nt e r s c h i e d zw isc he n der a bso lut en und re lat ive n B e t r a c ht u ng s a r t u. h. wenn die Anschauung. nicht aber als Anschauung. (Seite 19). wie es in der folgenden Anmerkung gezeigt werden soll. ich muß diese erst durch einen Schluß heraus bringen (durch Beziehung der Theile auf verschiedene Gegenstände am Ufer. daß nämlich die Wirkungen der Sinnlichkeit. B. es ist bloß eine Idee von der Vollständigkeit der Bedingungen oder von dem Unbedingten [348] dieser Vorstellung. daß obschon Raum als Anschauung eine bloße Form der Sinnlichkeit ist. Stelle ich mir hingegen lauter verschiedenartige Dinge vor. s. einartig ist. wenn wir sie aber als absolut betrachten. es ist also bloß ein subjektives Princip. D.) Diese sinnliche Vorstellung der Verschiedenheit ist also ein Schema [347] des Begrifs der Verschiedenheit.) J a s o g a r d ie E i n b i l d u n g s k r a ft u . h. das Wasser als einen einartigen Körper. Ich nehme z. sind ihrem Wesen nach bloß relativ. ich bemerke im Wasser an sich keine Verschiedenheit der Theile (weil es einartig ist). Einbildung u. w. muß selbst verschiedenartig seyn. h. d. und so ist es auch mit der Zeit beschaffen. obgleich mit minderer . so ändert dies ihre Natur nicht. eben die Wirkung des Verstandes und der Vernunft. nicht aber in eben denselben Gegenständen. Diese Form wird aber nur alsdann sinnlich vorgestellt. indem ich schließe auf folgende Art: Was sich auf verschiedene Gegenstände beziehet. nicht aber sein Schema. s. er doch als Begrif eine Form alles Transscendental-Erkenntnisses überhaupt ist. w. beziehet sie sich hingegen auf verschiedenartige Anschauungen. worauf sie sich beziehet. so kann sie rein vorgestellt werden. B. das sinnliche Schema oder Bild von der Verschiedenheit dieser Dinge ist. w. ausser daß diese sich auch auf Bestimmungen unseres I c h s beziehet. s. w. Nur unter dieser Voraussetzung. Ort. d. das Schema der Verschiedenheit der Dinge überhaupt ist. h. Nämlich Raum. (Seite 18). (ibid. d. die Anschauung des Raums in Beziehung auf alle verschiedene sinnliche Gegenstände überhaupt (welcher eigentlich der leere Raum ist) aber.

Ehe man zum Bewußtseyn dieser Synthesis gelangt. So ist auch das vollständige Bewußtseyn aller Theile der Synthesis und folglich auch der Synthesis selbst. weil wir ihr Daseyn in uns allem bestimmten Bewußtseyn voraus setzen müssen. keine Vorstellung sondern. Wir machen es hier so wie z. Z e it u nd R a u m u. s. diese setzt das Beharrliche und das Wechselnde (Substanz und Accidenz) und diese wiederum. weil sie sich alsdann auf nichts ausser sich selbst beziehet.166 - [349] Vollständigkeit ist. diejenigen. bestimmte Gegenstände. w. d. wovon das Bewußtseyn seinen Anfang nimmt. sie sind die beiden Gränzbegriffe einer Synthesis. [349] Zeit setzt Veränderung voraus. Die andere Art Ideen hingegen kann von uns nie erreicht werden. Ich betrachte aber hier bloß die [350] erste Art Ideen. als das Bewußtseyn der vollständigen Synthesis bloße Ideen sind. kann die Evidenz der Mathematik dargethan werden. sondern eine Darstellung. s. Es ist aber zu bemerken. w. w. h. s. Man kann wiederum die angenommene Vielheit als eine Einheit betrachten. eine Darstellung des (Verstandes) Dings selbst. wie ich in der Folge zeigen werde. ist das Bewußtseyn eines jeden Theils derselben keine Vorstellung.. S o k ö nne n a u c h d i e Z e i t be s t imm u n g e n o h n e d i e K a t e g o r i e n vo n S u b s t a n z u nd A c c i d e nz u. daß so wohl das primitive Bewußtseyn von einem Bestandtheile einer Synthesis ohne ihn auf dieselbe zu beziehen. (der als eine Einheit betrachtet wird) ansehen. h. Man kann die angenommene Einheit als eine Vielheit in Ansehung eines Theils derselben. h. aus deren successivem Hinzufügen zu sich selbst. ( s o w o h l i n B e z i e h u ng a u f d i e s e a n g e no m m e n e E i n h e it . indem ohne Synthesis kein Bewußtseyn möglich ist. nach unserm Zahlensystem. das Bewußtseyn der vollständigen Synthesis aber faßt das Unendliche in sich. w. d. B. sonst aber nicht. Eine Vorstellung im eigentlichen Verstande. D a s Wo r t Vo r s t e l l u ng u. voraus. folglich ist es einem eingeschränkten Erkenntnißvermögen unmöglich. ist die Reproduktion von einem Theil einer Synthesis in Beziehung auf diese Synthesis. s. Wir fangen also mit unserer Erkenntniß der Dinge von der Mitte an und hören wiederum in der Mitte auf. im Rechnen. worin wir nach eben denselben Regeln von der Einheit so wohl vorwärts als rückwärts in Beziehung auf eine ausgedehnte Größe (durch die Decimalbrüche) schreiten. d. (Seite 21). (Seite 30). wir können uns immer eine größere und eine kleinere Einheit . eine andere Vielheit entspringt. a ls in B e t r a c ht der imme r mö g l i c h e n F o r t s e t z u ng d i e s e r S y nt h e s i s u. (Seite 24).

Wenn ich daher sage: d x : d y = a : b so ist die Bedeutung nicht: x abstrahirt von aller Größe verhält sich zu y abstrahirt von aller Größe. s. h. weil sie Grenzbegriffe sind. ist unendlich klein. bis er ein rechter Winkel wird. ohne daß es aufhört zu seyn was es ist. und in diesem Zustand wird der Winkel unendlich klein. 00. h. desto kleiner wird der Winkel. Das zweite hingegen bedeutet jeden Zustand ü be r h a u p t . und das gehet so lange. ein bloß symbolisches unendlich kleines. Ich bemerke ferner. Die absolute Einheit (wie sie in der reinen Arithmetik betrachtet wird) ist eine Idee. der Cosinus eines rechten Winkels u. wir können also dasselbe bloß symbolisch in diesem Zustand betrachten. 1 u. bis sie sich so weit von ihrem Anfangs-Punkte entfernen. d. sondern als kein bestimmtes Quantum. den sie mit einander machen. den zwei Parallellinien mit einander machen. Das absolute erste im Bewußtseyn eines Dinges [351] ist eine bloße Idee. den zwei Parallellinien mit einander machen. als eine Einheit.[351] . wir denken immer eine kleinere Einheit. nämlich ein symbolisches und ein anschauendes unendlich Kleines. Hingegen bedeutet die Differenziale einer Größe. 1. d. die niemals in der Anschauung (deren Formen Zeit und Raum sind. dennoch bezeichnen. w. d. So auch wenn ich sage: der Cosinus eines rechten Winkels ist unendlich klein. ohne Unterschied. s. Ich will es mit Beispielen erläutern. wozu wir durch das unendliche Abnehmen desselben d. w.167 - denken. hier ist unendlich klein nicht so viel als gar kein Quantum. aber er hört gänzlich auf Winkel zu seyn. daß es zweierlei Arten unendlich Kleines giebt. dergl. h. heißt es so viel: je größer ein Winkel wird. worin ein Quantum gerathen kann. sondern es bedeutet jeden Zustand. Daß wir aber diese Zustände. h. so gehen wir auch rückwärts und denken 0. wie u. desto größer wird sein Sinus und desto kleiner sein Cosinus und dies so lange. s.. alsdann ist sein Cosinus unendlich klein. niemals in der Anschauung gelangen. daß sie sich nicht mehr berüh[352]ren können. worin es aber nie gerathen kann. d. h. einen bestimmbaren aber unbestimmten Zustand. dergl. d. weil Nichts zu Nichts kein Größenverhältniß haben . wir denken immer eine größere Einheit. denn nachdem wir bis 10 gezählt haben. sind von der erstern Art. wozu sich ein Quantum immer nähert. Eben so ist hier auch der Fall. er hört gänzlich auf Cosinus zu seyn u. worin sie gerathen kann. w. Der Winkel. geschieht bloß darum. welche ins unendliche theilbar sind) dargestellt werden kann. h. so ist die Bedeutung davon diese: Je weiter zwei Linien von ihren Anfangspunkten zusammen kommen. worin die Quanta niemals gerathen können. Das erstere bedeutet einen Zustand. nicht den Zustand worin die Größe aufhört zu seyn was sie ist. denken wir die 10 als eine Einheit und zählen wiederum 10 solche Einheiten bis 100 u. Denn wenn ich sage: der Winkel.

will ich vor jetzt dahin gestellt seyn lassen). d. weil sie. doch vermehrt werden kann. das unendlich Große sowohl als das unendlich Kleine. in der Anschauung dargestellt werden kann. eine Größe). zu einander. B. wo diese Objekte gar keine Größe haben (ob dieses Verfahren irgend einen Nutzen hat. sondern die Bedeutung ist diese: Man mag x so groß oder so klein annehmen.168 - [353] kann. sondern bloß ein allgemeines Funktionsverhältniß. s. sondern sie ist auch von großem Nutzen. Ich nehme also hier x omni dabili minus an. die absolute Einheit in der reinen Arithmetik. woraus folgen wird d x : d y u. Sie wird aber dennoch als Objekt der reinen Arithmetik selbst betrachtet. Man denkt zwei Größen (Quanta) die nur in Beziehung auf einander. als man immer will (wenn es nur eine Größe überhaupt hat) so folgt immer aus der Gleichung [zwischen][353] zwischen diesen Größen. folglich keine absolute Einheit haben kann) so daß daraus ein dadurch absolut bestimmtes Objekt entstehen soll. Von dieser Art ist z. h. d. sie hat objektive Realität. Das reelle unendlich Kleine hingegen ist zwar eine bloße Form. h. Das symbolische Unendliche ist bloß eine Erfindung der Mathematiker. wie etwa das Verhältniß der Irrationalgrößen ist. w. Wenn sie z. [355] wenn die eine derselben bestimmt wird. nicht aber in Beziehung beider auf ein drittes. die nicht als Objekt konstruirt. das heißt so viel als: sie sind gar keine bestimmte Größen. so wird. denn da diese Größen in einem allgemeinen Funktionsverhältniß zu einander stehen. um dadurch neue Verhältnisse dieser Größen zu entdecken.. h. in Erfindung neuer Wahrheiten. w. obschon nicht vermindert. das in Ansehung des vorigen veränderlich ist. folglich ist auch das omni dabili majus und omni dabili minus. aber nichts desto weniger kann sie selbst als Objekt (nicht bloß als Prädikat einer Anschauung) gedacht werden. d. Diese kann keine Form von irgend einer Anschauung abgeben (indem jede Anschauung ver-[354]möge ihrer Formen Zeit und Raum theilbar ins Unendliche ist. ist daher gewiß. gewisse Sätze von einem Winkel oder Cosinus überhaupt (er mag seyn von welcher Größe er immer will) bewiesen haben. dadurch bekommen auch ihre respektive Zustände ein . B. wovon entweder etwas größeres oder etwas kleineres gedacht werden kann. Diese Betrachtungsart der Größen ist nicht nur rechtmäßig. dadurch auch die andere bestimmt. (eine Größe ist bei mir dasjenige. sie bekommen ein Zahlenverhältniß zu einander. (daß sie Größen überhaupt sind. um dadurch ihren Sätzen Allgemeinheit zu verschaffen. daß x : y u. in Verhältniß stehen. Eben so ist es hier auch. Diese heissen unendlich kleine Größen. Dieses Verhältniß ist aber kein unveränderliches Zahlenverhältniß. h. so wenden sie diese Sätze auch auf diejenigen Fälle an. s. d. weil sie doch ein allgemeines Funktionsverhältniß zu einander haben).

in der Arithmetik der Verstand aus den allgemeinen Verhältnissen von Einheit und Vielheit. D. und da die eine dieser Größen schon bestimmt ist. als bestimmt vorstellen. mehr. allgemeine Verhältnisse zwischen bestimmten Objekten der Anschauung zu d e n k e n. F o l g l i c h m u ß d i e s e s Δ vo m V e r s t a nd e i n A n s e h u ng a l l e r mö g l i c h e n Ko n s t r u k t io ne n n i e m a l s a l s s c ho n e nt s t a n d e n u. Jener aber die Regel oder Entstehungsart derselben zum Gegenstande. s. sondern auch durch Verhältnisse Objekte zu be s t i m m e n . Er kann also mit Recht verschiedene Verhältnisse a priori auf einander beziehen. bestimmte Zahlenverhältnisse heraus bringt. w.[356] . so kann auch dadurch diese dritte bestimmt werden. h. daß eine dieser Größen zu einer dritten in dem Verhältniß dieser respektiven Zustände zu einander stehen muß. heraus. die Verhältnisse dieser Größen selbst heraus bringen. Die Einbil-[357]dungskraft hingegen kann es nicht anders. auf die er nachher andere Verhältnisse beziehet. So wie z. — (Seite 34). und vermittelst dieser auf die Anschauungen selbst. so ist hier auch der Fall. die Vernunftideen von der Entstehungsart dieser Anschauungen sind. die vom Verstande im Verhältnisse von Ursache und Wirkung zu einander gedacht werden. dergl. sondern bloß auf ihre Elemente. weil Qualität allerdings an sich abstrahirt von aller Quantität betrachtet werden kann. Diese Betrachtungsart hat auch ihren Nutzen in Auflösung der Frage: quid juris? indem die reinen Verstandesbegriffe oder Kategorien sich niemals auf die Anschauungen unmittelbar beziehen. nun zeigt sich in der Anschauung. der Verstand denkt das Dreieck in Ansehung seiner Größe unbestimmt. Eben so wie wir in der höhern Mathematik aus den Differenzialen verschiedener Größen. Das metaphysische unendlich Kleine ist reell. diese hat also die bestimmte Anschauung selbst.169 - Zahlenverhältniß zu einander. B. u. Weiter kann ich mich über diese Materie nicht erklären. sondern auf ihre Elemente. . so beziehet sich dieses Urtheil nicht auf Feuer und Wachs als Objekte der Anschauung. Nämlich: ich halte dafür. Wenn man also urtheilt: Feuer schmelzt das Wachs. so bringt auch der Verstand (freilich auf eine dunkle Weise) aus den Realverhältnissen der Differenzialen verschiedener Qualitäten. die Realverhält-[356]nisse dieser Qualitäten selbst. daß der Verstand nicht bloß ein Vermögen hat.

. w. haben bloß einen subjektiven. In dem Begrif von Linie im Verstande ist keine bestimmte Größe enthalten. Erfahrungssätze zu machen. s. B. R e i n e B e g r i f f e u. einander nicht widerspricht. sondern auch daß er einen objektiven Grund hat. s. so erhellet hieraus. keinen Widerspruch enthält.170 (Seite 35). daß der Satz: eine gerade Linie u. und die kürzeste zwischen zweien Punkten seyn. Nur dadurch also. h. w. (Seite 39). zu denken). Objekte und ihre Verhältnisse unter einander zu denken. Wa s e r nä m l i c h s e l b s t d a r i n z u m B e h u f d e r E r f a hr u n g s s ä t z e h i n e i n g e br a c ht h a t u. d. Die Möglichkeit eines synthetischen Satzes kann nur durch seine Wirklichkeit (seinen wirklichen Gebrauch) dargethan werden. aber keinen objektiven Grund (sie sind bloß verschiedene Arten. w. w. [358] (Seite 38). in einer Anschauung darstelle. s. . reelle Gegenstände überhaupt. folglich wenn er sie unter einer bestimmten Größe denken soll. bis zu Ende Seite 37. enthält schon eine bestimmte Größe in sich. w. J a s o g a r d i e M ö g l i c h k e i t d e r s e l b e n u n b e g r e i f l i c h i s t u. daß er nicht bloß keinen Widerspruch enthält. sie als die kürzeste. Eigentlich ist es eine Anmerkung zu S. und nicht die kürzeste seyn. S o l l d e r V e r s t a nd e i n e L i n i e d e n k e n. ob nicht bei genauer Erklärung einer geraden Linie sich zeigen wird. daß der Verstand zu diesen objektiven Formen hinzu thut. 56. ist er im Stande. weil auch: eine gerade Linie seyn. nicht aber diese oder jene bestimmte Gegenstände. Ich habe aber alsdann keinen Grund. s o mu ß m a n s i e s i c h a l s s c h o n g e z o g e n vo r s t e l l e n u. so muß er sie erst durch Hülfe der Einbildungskraft dahin ziehen. Ehe ich z. [359] Die Formen der Urtheile in Beziehung auf bestimmbare nicht aber auf bestimmte Gegenstände. d. vielmehr als anders wirklich zu denken. weil eine gerade Linie seyn. kann ich zwar dieselbe als die kürzeste zwischen zweien Punkten denken. s. Da aber dieser Satz in einer wirklichen Konstruktion gebracht wird. s o [358] muß er sie in G e d a n k e n z i e h e n. folglich bleibt ihr in diesem Betracht nichts mehr zu thun übrig. (Seite 36). das durch ein Versehen hieher gerathen ist. Ja es ist so gar zu zweifeln. S o l l m a n a b e r i n d e r A n s c ha u u ng e i n e L i n i e d a r s t e l l e n . s. deren Gebrauch (Seite 38) erklärt werden soll. eine gerade Linie konstruire. Die Anschauung einer Linie hingegen. ist eine Entwickelung des Begrifs der Formen. in der That einen Widerspruch enthält. h.

s. w. so antworte ich hierauf. daß wir in der That keine völlig reine Erkenntniß haben. s o nd e r n s e l b s t e i n M a n n i c h f a lt i g e s . so ist es nur in Ansehung des Anschauungs. was daraus hergeleitet und dadurch bestimmt wird. Daß es keinen Widerspruch enthält. die dieser Bedingung entspricht. s. s.nicht aber des Denkensvermögens reell. daß der bloße Mangel eines Widerspruchs noch kein Denken eines reellen Objekts [361] giebt. glaube ich. w. wodurch das gleichartige Mannichfaltige zu einer einzigen Anschauung wird. Ja wir haben so gar einen Grund aus der Allgemeinheit der Sätze dieser Art auf ihre Nothwendigkeit zu schließen. bei einem höhern Verstande analytische Sätze seyn müssen. haben wir gar keine reine Erkenntniß. (Seite 58). Dieses wird manchem seltsam genug vorkommen. wird mir jeder zugeben. Sagt man: dieser Erklärung zufolge. w.171 - (Seite 40). Wir erkennen also dadurch. und wenn man sagt: es giebt keine Zahl aus deren Produkt mit sich selbst die Zahl 2 entspringt. w. E i n e Wu r z e l vo n z w e i u. weil der Satz des Widerspruchs bloß ein negatives Kriterium (conditio sine qua non) der Erkenntniß ist. S i e s i n d k e i n e E i n h e it e n. (Seite 57). w o d u r c h d a s M a n n i c h f a l t i g e d e r A n s c ha u u ng v e r k nü p ft w i r d . s. J e d e r mö g l i c h e G e g e n s t a n d k a n n U r s a c h e vo n e t w a s s e y n u. w. R e i n i s t u. daß ich nämlich wider den bekannten metaphysischen Satz: alles Wirkliche ist möglich. S. 189. indem wir annehmen: daß diese bei uns bloß synthetische. Meine Meinung darüber siehe in der kurzen Übersicht. (Seite 58). behaupte: daß wenn schon die Farbe wirklich. so heißt es so viel als: wir finden unter allen möglichen Zahlen keine. daß die Zahl 2 nicht auf . dennoch ihre Möglichkeit bloß problematisch ist. A be r s e i n e M ö g l i c h k e it i s t b l o ß p r o b l e m a t i s c h u. und obschon im vorliegenden Falle das Objekt reell ist. daß zwei eine Wurzel haben soll. Siehe Kritik der reinen Vernunft. Zum Gebrauche unserer Vernunft ist die hypothetische Setzung der Grundsätze hinreichend. weil dasjenige. von eben derselben Art ist. w e l c h e s d u r c h E i n h e it v e r k n ü p ft w i r d u. Diese ist nämlich die Einheit der Apprehension der Einbildungskraft. (Seite 56). s. Zum praktischen Gebrauche sind auch vermischte Grundsätze hinrei-[360]chend. Man bedenke aber. Die Möglichkeit der Farbe als Objekt des Verstandes bleibt daher bloß problematisch. aber wir haben auch diese nicht nöthig.[360] .

nicht Leibnitz. Wo l l e n w i r d i e S a c h e g e n a u e r b e t r a c ht e n u. ausrufen: ein seltsamer Einfall! die Frage: quid juris? auf die Frage: de commercio animi et corporis. wodurch wir berechtigt sind. sie war bei ihnen [363] ein Gegenstand der angewandten. ob man einen haarbreiten Unterschied zwischen den von mir verglichenen Fragen ausfindig machen kann? Übrigens gestehe ich gern. und die Verknüpfung beider bringt dasjenige. daß er so wenig von Seele als von Körper als noumena. dieselbe für reell auszugeben? . hier brauche ich nicht erst (wie bei den irrazionalen Wurzeln) Proben zu machen. aus deren Produkt mit sich selbst. was man diesen oder jenen Gegenstand nennt. (wenn ich nur die Ehre haben sollte. ob diese oder jene Zahl dieser Bedingung entspricht oder nicht. der etwas von der Frage: quid juris? vernommen hat. Wie sollen wir dieses nach den allgemeinen Naturgesetzen (die ebenfalls a posteriori sind) erklären? Die Bedeutung der Frage: quid juris? bei K a nt aber ist diese: wir wissen aus der Erfahrung. von diesen Herren gelesen zu werden. s. w. ist dieses unmöglich. weil aus keinem Produkt einer Zahl mit sich selbst ein Minus entspringen kann. Hingegen [362] . Bei ihnen hatte dieselbe die bloße philosophische Neugierde zum Grunde. den Kopf schüttelnd. – a entspringt. und daher diese nothwendige Verknüpfung eine bloße Illusion. sondern ich bin schon a priori überzeugt. denn es heißt so viel: eine Zahl. daß nicht Aristoteles. braucht nicht deswegen in der That seltsam zu seyn. welches ich mir nicht versprechen darf) wird hier. Was ist also dasjenige a priori. nicht der transscendentalen Philosophie. nicht Kartesius. einen Begrif hat. hervor. daß wir bestimmte Formen des Denkens a priori mit bestimmten Gegenständen a posteriori auf eine nothwendige Art verknüpfen. die auf das genaueste zusammen hängen.172 diese Art entstanden ist. das Bewußtseyn von etwas bloß Gegebenem aber heißt Materie. Er bedenke nur. so daß jede bestimmte Accidenz der einen eine ihr korrespondirende Accidenz der andern immer begleitet. (Seite 62). daß es keine Zahl von dieser Art geben kann.a enthält einen Widerspruch.. zu reduziren! Aber was manchem Professor als seltsam vorkömmt. und daß man nur verschiedene Arten des Bewußtseyns durch diese Namen unterscheidet. Nun möchte ich gerne wissen. [362] Mancher schulgerechte Professor. nämlich das Bewußtseyn der Formen a priori. heißt Seele. bei ihnen war ihre Bedeutung diese: wir erkennen aus der Erfahrung zweierlei tota von Erscheinungen (die nach ihrer Voraussetzung zweierlei Arten Accidenzen von zweierlei Arten Substanzen seyn mußten). sammt ihren respektiven Anhängern diese Frage in diesem Sinne genommen haben. so lange wir aber an den Gegenständen nichts a priori ausfindig machen.

Um also allen Mißdeutungen dieser Art vorzubeugen. und in Ansehung des Denkens ist dasjenige rechtmäßig. aber sie bestimmt doch ein reelles Objekt. Da aber meine Auflösung allgemein ist. aber nicht ein Faktum. das was zu seiner Möglichkeit gehört. sie gehört also nicht zur Transscendentalphilosophie. Mancher Leser wird glauben. das er bloß vo r a u s s e t z t . Hr. so ist es gewiß möglich. das sich auf Gegenstände a priori (der reinen Mathematik) beziehet. [365] (Seite 64). wo wir [364] Formen (Verhältnisse) mit Anschauungen verknüpfen. das Schema zu der Idee eines unendlichen Verstandes ist unser Verstand. sondern ein Faktum. bloß in einer philosophischen Neugierde ihren Grund. Ich frage bloß: was für eine Hypothese muß ich annehmen. hier den Spinozismus zu erblicken. und die Idee auf das Ding selbst oder auf seine Existenz. für nicht so heterogen halte. was den Gesetzen des Denkens oder der Vernunft gemäß ist). die er annimmt. 1) Daß ich anstatt der drei Ideen. eine einzige für hinreichend . womit ich sie verglichen habe. Mein Faktum hingegen ist g e w iß . folglich auch in Beziehung auf Gegenstände der Transscendentalphilosophie gebraucht werden kann. sie hier anzubringen. sie bestimmt zwar kein Objekt der Anschauung. B. Ich weiche also in diesen zwei Hauptstücken von Hrn. Die Realität dieser beruhet bloß auf der Negation oder Einschränkung von jener. die nur die Transscendentalphilosophie betrift. als man gemeiniglich glaubt. und sich auf Gegenstände a priori beziehet. ohne welche diese Idee und ihr Schema selbst unmöglich [366] wären. K a n t s Meinung ab. s. will ich mich hier ein für allemal erklären: daß ich Vorstellung oder Begrif eines Dinges mit dem Dinge selbst. oder was zu seiner Existenz gehört. Eine Idee ist eine Methode. das sich auf Gegenstände a posteriori (weil ich dieses bezweifle). W ir n e h m e n a n u. dessen Schema das Objekt der Anschauung ist z. ohne daß wir es einsehen.173 - Was mich anbetrift. so lege ich auch ein Faktum zum Grunde. und da dieses Faktum unbezweifelt ist. sondern bei mir ist das Ding selbst ausser seiner Vorstellung oder seine Existenz: Complementum possibilitatis d. und wirklich zugleich. w. veranlaßt worden ist. Meine Frage ist aber: wie ist es begreiflich (Quid juris heißt bei mir so viel als quid rationis? weil dasjenige rechtmäßig ist was gesetzmäßig ist. Bei einem unendlichen Verstande ist also das Ding und seine Vorstellung Eins und Ebendasselbe.[364] . und ausser diesem sie bei mir durch die Kantische Frage. h. wodurch es be g r e i f l i c h werden könnte? Meine Frage hat also wie die andere. so glaubte ich berechtigt zu seyn. es ist auch mö g l i c h. einen Übergang von der Vorstellung oder dem Begriffe eines Dinges zum Dinge selbst zu finden. Dieses Schema deutet hier auf die Idee. Ka nt zeigt bloß die M ö g l i c h k e it seines Faktums.

s. sondern bloß in so fern sie durch die Objekte der Anschauung auf mannichfaltige Art. nämlich die Anschauungen bekommen nur dadurch objektive Realität. Nun aber dringt der Verstand (oder nach Hrn. und hieraus beweise ich erst die . daß zwei dieser Linien zusammengenommen größer. eine einzige Idee (eines unendlichen Verstandes) annehme. wie ich ihn hier entworfen habe. die Vernunft) in diesen Begriffen auf die absolute Totalität. deren zwei zusammengenommen größer als die dritte sind. An flamma. Denn diese haben (wie Hr. Der Grundriß dieses Systems also. als diese Begriffe überhaupt. als die dritte sind. so gehört sie doch so gut zum Wesen des Verstandes. sondern bloß diesen: aus drei Linien überhaupt (ohne die Bedingung derselben zu bestimmen) kann ein Δ entstehen. daß sie durch reine Begriffe a priori verknüpft werden. K a nt . was die Sybilla von Horaz divinirt hat: Hunc neque dira venena. daß nur unter der Voraussetzung. H i e r a u s e nt s p r i n g t i n d e r A n s c h a u u ng e i n D r e i e c k u. w.174 - [367] halte (die Idee eines unendlichen Verstandes). Ich unterscheide mich also von Hrn. nec hosticus auferet ensis …. kann ein Δ entstehen. daraus ein Δ entstehen kann. Ka nt bloß darin. zum Grunde meines Beweises gelegt habe. wohl aber für Objekte des Verstandes. die. objektive [367] Realität. Garrulus hunc quando consumet cumque etc. 2) Anstatt daß Herr Ka nt dergleichen Ideen für gar keine Objekte unserer Erkenntniß hält.. objektive Realität für uns bekömmt. weil sie sich zuletzt in dieser Idee auflösen müssen. Ka nt selbst bewiesen hat) nur dadurch. ich sie zwar für keine Objekte der Anschauung. nicht sein Name. [368] Man merke aber. oder zu welcher Strafe man will. daß ich nicht diesen synthetischen Grundsatz: Aus drei Linien. muß geprüft und alsdann entweder gebilligt. (Seite 66). also für jetzt mag dieses hinreichend seyn. ich folglich nicht mit Recht die Voraussetzung selbst zum Grunde ihres Beweises legen kann. wenn schon nicht an sich (unmittelbar) dennoch vermittelst ihres Schema’s (was von ihnen in der Anschauung gegeben ist) als bestimmte Objekte des Denkens von uns erkannt werden. folglich ob schon diese Totalität bei uns unerreichbar ist. die er annimmt. verdammt werden. Man könnte mir hier die Einwendung machen. Und auch umgekehrt. an mari adriatico? Und doch flüstert mir mein Genius zu. daß ich anstatt drei Ideen. Gegen diesen hilft freilich kein Präservativ. und daß ich dieser Idee objektive Realität beilege zwar nicht an sich betrachtet (denn dieses ist wider die Natur einer Idee).

Quemadmodum si duae non concurrentes lineae datos angulos cum tertia quadam efficiant. h. w i e i c h g l a u b e u. als die dritte seyn müssen. prout exigunt status problematis.angulum. aber ich glaube doch. sie auf mannigfaltige Art. als eine Linie zwischen eben denselben zwei Punkten ist. bloß synthetisch durch eine reine Anschauung dargethan werden kann. sowol unter einander als mit den schon gegebenen. und ob schon der Satz selbst. cujus anguli et proinde laterum ratio dantur. schema in triangula vel data vel similia vel rectangula resolvatur. idque vel producendo aliquas ex lineis in Schemate vel subtensam aliter ducendo. den ich zum Grunde gelegt habe. ll. ducendo lineas diagonales. aut sit alicui aequalis. in duo rectangula saepe solvimus dimittendo perpendiculum. um sich dergleichen Vor- . man bisher noch keine allge-[meine][369]meine Methoden hat entdecken können. et sic in caeteris. Es gehört also Genie. et theoremata quae ad ejus solutionem adhibentur. um gewissen Linien zum voraus es anzusehen. daß um den Beweis eines geometrischen Lehrsatzes. aut sint assignatae longitudinis: vel ab insigniori quolibet puncto ducendo lineas aliis parallelas. verknüpfen. und doch dadurch diesen Endzweck entweder gar nicht. so bin ich doch durch diesen meinen Beweis einen Schritt weiter gekommen. wie viel. triangulum saepe complemus specie datum aut alicui [370] simile.175 - Bedingung dieser drei Linien. sagt: „Schemata plerumque sunt construenda. nach meiner Art aber analytisch bestimmt werden. univers. die ohne allen Umschweif zum verlangten Endzweck führen. w. idque saepissime conducendo aliquas ex lineis donec secent alias. sondern es kommt hier bloß auf gewisse Kunstgriffe in Ziehung der sogenannten Vorbereitungslinien an. Vel si quilibet angulus detur. Si triangulum sit obliquo . Si de Figura multilateri agatur.[369] . Es ist bekannt. producimus forte ut concurrentes constituant triangulum. ad hanc metam semper collimando ut. IV. I. Newton in seiner Arithm. die nach Herrn Kant bloß synthetisch in der Anschauung.“ Dieses alles hat seine Richtigkeit. daß nämlich zwei Linien größer. d. s. oder die Auflösung einer Aufgabe zu finden. C. woraus zugleich mein Satz folgt. Nun kann man aber Gott weiß. Sect. oder erst nach vielem Herumirren erreichen. dergleichen ziehen. ut et aliter nonnunquam construendo. vel insigniora puncta conjungendo. (Seite 70). 17. aut perpendiculares. daß nämlich zwei derselben zusammengenommen größer. eine Art Ahndung oder Instinkt dazu. daß man ein Newton seyn muß. daß sie diejenigen sind. resolvimns in triangula. We l c h e A h n d u n g . indem ich die Bedingung der drei Linien.

Newtons Vorschriften zum Erfinden in der Mathematik kommen mir. seine Anwendung auf besondere Gegenstände bloß auf der Erfahrung beruhen. der Ofen in der Stube ist geheizt worden.176 - [371] schriften zu Nutze machen zu können. d. w. sondern absolut: es fällt Schnee. weil wir in der That keine objektive Folge haben. daß sowol b als c [372] müssen auf etwas nach einer Regel folgen (wenn diese Folge objektive Realität haben soll). (Seite 71). Ut canes etc. nicht aber von c auf a objektiv ist? [371] Z. sondern: sie ist warm. sondern selbst der Wahr- .. s. Wird man sagen. weil wir aus öfterer Erfahrung wissen. wodurch wir berechtigt sind. wir bemerken. die Erwärmung der Stubenluft als objektive. wie Klopstoks Vorschriften zur höheren Dichtkunst. wenn man den Gemeinsinn zu Rathe zieht. vor. so ist die Frage: woran erkennen wir. man sagt nicht bei dieser Gelegenheit: es kommt mir vor. sondern sein Gebrauch überhaupt keine objektive Realität haben. daß wir die Folge von b auf a als objektiv erkennen. d. als man sagt: es kommt mir vor. da wir doch erst aus der Erfahrung lernen müssen. h. B. und alsdann wird nicht nur der Gebrauch von dem Begriffe von Ursache in besondern Fällen. Lukrez hat nicht so ganz Unrecht. so werden beide Folgen in der That als objektiv betrachtet. wenn er die Erfinder mit den Spürhunden vergleicht. als wäre (dadurch) die Stube warm. h. man kann also die beiden Folgen mit gleichem Rechte als objektiv oder als subjektiv annehmen. als wenn (in Folge auf das Vorhergehende) Schnee fiele. daß man dieses daran erkennt. ihr die Nothwendigkeit nach einer Regel beyzulegen (weil ohnedas diese Folge nicht objektiv seyn wird). Nach meiner Theorie hingegen (siehe kurze Übersicht des ganzen Werkes) ist der Begrif von Ursache nicht bloß eine Bedingung der Erfahrung. und das Fallen des Schnees als subjektive Folge zu betrachten? Ich glaube. 1) Gesetzt. hingegen das Fallen des Schnees auch demselben zuweilen vorhergehet: so wird der Gebrauch des Satzes von Ursache. das in Beziehung auf a dieser Regel subsumirt werden muß? 2) kann das erste Faktum selbst geleugnet werden. daß darauf die Luft in der Stube warm geworden. sie der Kategorie von Causalität zu subsumiren. es kann alles ein Traum seyn. daß wir nämlich irgend eine Folge als objektiv betrachten. welches eben D a v i d H u m e s Behauptung ist. Wo he r w e iß m a n b e i d e r Wa hr n e h m u n g d e r F o l g e vo n b a u f a u. niemals aber demselben vorhergehet. und daß draussen ein Schnee gefallen ist. daß die Folge von b auf a. daß diese Erwärmung auf das Heizen des Ofens folgt. Diese Frage will zweierlei sagen. so wenig. Was hilft uns die allgemeine Regel a priori. Was für einen Grund haben wir also. ob es b oder c sey.

D i e m a t e r i e l l e V o l l s t ä nd i g k e it u. Ich drücke nämlich den Satz von Ursache so aus: Wenn a vorhergehen und b (in der Wahrnehmung) darauf folgen soll. folglich ist sie bloß eine Vernunftidee von der Gränze der Näherung zu einer Zahl. die niemand in Zweifel ziehen wird. Zweitens bestimmt diese Regel zugleich den Gebrauch desselben. w o d u r c h m a n e i n e i r r a t io n a l e Z a h l a u s d r ü c k t etc. weil das erstere dieser Regel gemäß ist. folglich keine Be-[373]ziehung der Folge zwischen ihnen möglich wäre. folglich mag die Objektivität der Folge immerhin bezweifelt werden. wozu man sich immer näheren. Sie sind also Vernunftideen. so geschieht es nicht unmittelbar. d. die Asymptoten einer krummen Linie keine reelle Objekte. weil sonst bei Wahrnehmung des b keine Reproduktion des a. denn wenn schon sie keine Zahl ist. sondern auch in Ansehung einer reinen Konstruktion. daß es einen Unterschied giebt. w. hier einen Widerspruch zu finden. aber nicht c für Wirkung von a. Unter der Reihe. sie bedeuten etwas.als Vernunftideen. die angegeben werden kann. in der Anschauung dargestellt werden. womit man eine irrationale Zahl ausdrückt. Hingegen sind z. welches eine Folge von a ist. D i e R e i h e . weil man beweisen kann. Und wenn schon ich auch dieses als eine Folge von a betrachte. sie können aber nicht konstruirt. B. sie sind also Verstandesideen. so müssen a und b unter der Regel vom Verhältnisse des Maximum der Einerleyheit mit einander stehen. so ist sie doch eine geometrische Größe. Die erstere ist als Objekt unmöglich. denn sie sind reelle Objekte. hier aber zähle ich die Reihe. (Seite 77). . h. das als Zahlenverhältniß sich beständig ändert. indem ich in voriger Anmerkung eine irrationale Zahl für eine Vernunftidee ausgegeben habe. s.177 - nehmung. ich halte nämlich darum b. die durch Bedingungen a priori bestimmt sind. Die Differenzialgrößen sind von der ersteren Art. sondern durch Beziehung des Zugleichseyns mit jenem. wodurch sie ausgedrückt wird. Sie ist aber deswegen nicht N ic ht s . sondern bloße Gränzbegriffe. zwischen einer irrationalen Z a h l . Mancher Leser wird glauben. so ist erstlich der Begrif im Allgemeinen objektiv in Beziehung auf die wirkliche Wahrnehmung.[373] . weil sie (indem sie bloß durch ein allgemeines Funktionsverhältniß. Man bemerke aber. ausgedrückt werden) abstrahirt von aller Größe betrachtet werden müssen. daß ihr keine ganze und auch keine gebrochene Zahl entsprechen kann. aber das man nie erreichen kann. und der R e i h e . Dieser Erklärung zufolge giebt es in der Mathematik sowol Verstandes. nicht bloß in Ansehung [374] einer empirischen. (Seite 75). das letztere aber nicht. Von dieser Art ist auch eine irrationale Wurzel. wodurch sie ausgedrückt wird. unter die Verstandesideen.

nicht aber an sich. so ist diese Theilung. unmöglich. Die subjektive Ordnung ist also 1) Sinnlichkeit. was der Z e it nach demselben v o r h e r g e h e t . und welche die Materie desselben ausmacht. h. in Beziehung auf ein endliches Wesen. nicht dasjenige ist hier e h e r . indem sie die Allheit der Theile als vollendet und nicht vollendet zugleich vorstellt. sondern was der N a t u r d e r D e n k b a r k e i t nach demselben vo r a u s g e s e t z t werden muß. wodurch sie vorgestellt wird. w. sondern wie eine Linie zu der andern. so daß die Summe wieder eine Zahl wird. ohne Aufhören nach dieser Regel. 4) Vernunftideen. U nd s o s i n d a u c h d i e A s y m p t o t e n e i n e r k r u m m e n L i n i e u. der erste Theil ein Drittheil. folglich bedeutet diese Allheit kein Objekt (nicht einmal eines unendlichen Verstandes). als der ihm vorhergehenden seyn. ist eine Verstandesidee. in n Theile. und der andere ein Viertheil ist. oder Verknüpfung von Formen des Denkens und der Anschauungen. wohl aber als Linie angegeben werden. und nehme den Theil o und addire ihn zu n. Ist ihre Anzahl unendlich. w. Hingegen ist diese Regel auf alle mögliche Theile (die als schon gezogen angenommen werden) angewendet. aber nicht wie eine Zahl zu einer andern. Sind also die Theile unendlich. so soll man nicht ihre Summe addiren. denn in Beziehung auf jeden Theil ins Besondere enthält sie etwas i n p r a k t i. Wenn z. s. ohne welche wir gar kein Bewußtseyn haben. hernach c u. hernach theile man sie wieder in o Theile. Ich verstehe nicht darunter die Ordnung der Z e it . sondern bloß. hernach b. Nämlich die Regel der Asymptoten ist diese: jeder Theil derselben muß der krummen Linie näher. denn die Bedeutung ist diese: ziehe erstlich den Theil a. (Seite 81). 2) Anschauung oder Verknüpfung von Materie und Form der Sinnlichkeit. . s. Diese Regel auf jeden möglichen Theil ins Besondere zu beziehen. 3) Verstandesbegriffe. oder Verknüpfung der Anschauungen durch Formen [377] des Denkens. so daß daraus (auf eine Einheit reduzirt) 7 12 entspringen sollte. sondern die Ordnung der N a t u r . Die Summe aller Theile. daß man beide Linien in eine zusammennehmen soll. eine Vernunftidee. so kann ihre Summe nicht als Zahl.. sondern bloß die Näherung zu einem Objekte. D i e s u b j e k t i v e O r d nu n g etc. als das andere. (Seite 79). oder die Formen des Denkens an sich als Objekte betrachtet. d. B. ihre Anzahl mag endlich oder unendlich seyn.[376]k a b l e s . weil sie etwas Unmögliches enthält.178 - [375] verstehet man nicht die Summe aller Glieder nach irgend einer Einheit. ohne doch dieselbe zu erreichen. und nehme den Theil [375] n. sondern man verstehet bloß darunter folgende Vorschrift: Man theile die Linie. aber nichts u n m ö g l i c h e s . ist immer dem Ganzen gleich.

Wo mag der Grund davon liegen? Will man sagen. keine Anschauung. w. Tisch seyn. nämlich: Subjekt ist derjenige Theil einer Synthesis. B. s. dergl. In der Anschauung aber kann so wenig Winkel an sich (ohne alle Bestimmung) als das Rechtseyn an sich dargestellt werden. (Seite 84). ein Dreyeck u. ob wohl nicht in der Anschauung dargestellt. dennoch durch dieselbe als Objekt (wovon etwas Bestimmtes prädicirt werden . We n n e i n e S y nt he s i s u. wenn ich nicht von jedem ihrer Bestandtheile. Daher so bald der eine derselben als ein abstrakter Begrif möglich ist. w. ein Fenster. hier ist keine Sinnlichkeit. nicht aber an sich als Objekt gedacht werden kann. 3) Vernunftideen. weil nicht nur ein Tisch. als Objekt gedacht werden kann. Z. s. daher er bloß als Bestandtheil einer Synthesis. nämlich daß Winkel an sich. s. aber so kann auch [378] nicht nur ein Viereck. als absolute Substanz. nicht aber ein linigtes Schwarz u. betrachtet werden kann. w. sondern auch ein Cirkel. ohne Beziehung auf den andern Theil. Eine schwarze Linie. (wie man in der That vorgiebt) das A l l g e m e i n e ist Prädikat. denke man sich einen rechten Winkel. viereckigt seyn kann. u. daher er auch an sich. und das B e s o n d e r e Subjekt einer Synthesis? Aber warum ist Viereck allgemeiner als Tisch? etwa darum. (Seite 88). der auch an sich eine Synthesis ausmacht. oder die Vorstellung dieses Erkenntnißvermögens selbst. Der Grund ist also nothwendig der von mir angegebene. E i n a b s t r a k t e r B e g r i f m a c ht na t ü r l i c h e r We i s e e i n e n a nd e r n a b s t r a k t e n B e g r i f no t hw e n d i g u. als dem Schwarz zukommen. sondern nur die Vorstellungen aller möglichen Dinge. der an sich keine Synthesis ausmacht. nämlich von Winkel an sich. nicht aber ein tischichter Viereck. sondern auch eine Thüre. und dem Rechtseyn an sich. s. aber auch Linie kann mehreren Dingen. Zur Erläuterung dieses.179 Die objektive Ordnung (eines uneingeschränkten Erkenntnißvermögens) ist 1) Verstandesideen. oberste Ursache u. zeigt schon der Sprachgebrauch. Daß nicht jeder Theil einer Synthesis zugleich als Subjekt und als Prädikat in Beziehung auf den andern Theil. s. Prädikat aber ist der andere Theil.[378] . einen Begrif hätte. muß auch der an-[379]dere als ein solcher möglich seyn. wodurch diese in einer Einheit der Apperzeption verknüpft werden. und so ist es auch mit dem zweiten Beispiele beschaffen. B. schwarz kann mehreren Dingen zukommen. w. man kann wohl sagen: ein viereckigter Tisch. Z. Es ist aber doch zwischen diesen beiden ein Unterschied. w. 2) Verstandesbegriffe. als der Linie. Von dieser Synthesis könnte ich keinen Begrif haben.

ist das Subjekt W i n k e l. und zeige eben diese Unmöglichkeit. Das erstere ist also Subjekt. doch disjunktive. Hier setze ich die Folgen einerlei. (Seite 93). sondern dem beiden gemeinschaftlichen.“ Hierauf in einer nota ad N. wie schon gezeigt worden. w. B e i B e g r i f f e n i s t S u b j e k t d a s A l l g e m e i n e u. und alsdann ist (meiner Erklärung zufolge) dieses Gemeinschaftliche das Subjekt beider Syntheses. welches das Allgemeine ist. Quae propositio logice expressa haec est: omnis circulus es quaedam linea curva. w. sive norim. mehrere Prädikate haben. Dieses wird (Seite 89) noch weiter ausgeführt. diese Folgen nicht der einen oder der andern Synthesis an sich. Hingegen kann ein Prädikat auch disjunktive nicht mehrere Subjekte haben. dieses Prädikat nur dem einen Subjekt zukommen kann. Der Satz. verum . weil er so wohl recht als schief seyn kann. und ob man [381] schon dagegen protestirte (Briefe über die deutsche Litteratur 217. s. s. weil. U nd w e n n i c h s a g e e i n M e n s c h i s t e i n T h i e r u. das letztere aber Prädikat dieser Synthesis. daher habe ich mich bemühet. so kann es. praeter circulum dari quoque alias curvarum species. scheint paradox zu seyn. sive non norim. sondern auch nicht einmal als Objekt gedacht wird (indem davon nichts Bestimmtes prädicirt werden kann). dadurch daß unter dieser Voraussetzung. (Seite 94). eigen sind. daß nämlich ein Urtheil nur einen Begrif enthält.) so hatte doch Herr P lo u q u e t recht. Im vorigen Beispiele von dem Begriffe eines rechten Winkels. Ich will diese ganze Stelle hersetzen. fand ich eben den Gedanken in Hrn. Denn wenn ich schon gesagt habe. 14): „Intellectio identitatis subjecti et praedicati est affirmatio. sonst könnte ich mich freilich hierin kürzer fassen. daß auch jedes Subjekt nur ein Prädikat haben kann.. w. hingegen r e c h t das Besondere. (Seite 90). den ich hier behaupte. Hingegen das Rechtseyn an sich. sagt er: „omnis circulus est linea curva. s. 14. ihn auf verschiedene Arten darzuthun. Quo pacto id quod intelligitur in subjecto.180 - [380] kann) gedacht wird. P lo u c q u e t ’ s Methodus calculandi in logicis. [380] wider die Voraussetzung. Nachdem ich dieses geschrieben hatte. Er sagt nämlich (n. Im ersten Beweise habe ich die Folgen beider Syntheses verschieden gesetzt und daraus die Unmöglichkeit der Gemeinschaft eines Prädikats in verschiedenen Subjekten gezeigt. O d e r no c h k ü r z e r u. obschon nicht nicht zugleich. nicht nur in der Anschauung nicht dargestellt.

sed ut terminus absolutus. Posterioris autem: linea curva in se non rediens etc. reducitur ad unam notionem. non ut subjectum propositionis. sic orietur haec propositio: linea curva in se rediens etc. sed unius rei. quae vocatur circulus. Resumemus exemplum modo datum: circulus est linea curva. dum legimus vel au[382]dimus hanc propositionem: circulus est quaedam linea curva. nihil aliud est. esse omnem circulum. quam extensione inter se differentes. Ignorantia autem materiae respicit hoc in negotio solam praedicati determinationem. Sic igitur sensus propositionis [383] prioris hic est: linea curva in se rediens etc. Dum enim cogito quid sibi velit haec praepositio: omnis circulus est quaedam linea curva. sive sola mente. est quaedam linea curva. seu omnem circulum esse quandam lineam curvam. Consideretur circulus in se. Haec notio jam constituatur subjectum. quod cogitamus. intelligo me nihil aliud concipere quam hoc judicium: quaedam linea curva est quaedam linea curva. . est linea curva. nos omni lingua et terminorum cognitione esse destitutos. quae haec esto: Linea curva in se rediens. Eodem modo quaedam (quod signum differt a quaedam et aliam innuit notionem) explicatur per: in se non rediens. scilicet notionem cujusdam lineae curvae. Comparetur cum hac propositione alia: parabola linea in se non rediens etc. Linguae insufficientia ponitur in eo. Judicium affirmativum mente conceptum non est intellectio duarum. atque per eandem termini inter se necti soleant tam comprehensione. est linea curva. Ille mentis actus quo circulus concipitur esse quaedam linea curva. quod copula est aequivocatione laboret. quae intellecta non nisi unam exhibet notionem. sensu comprehensivo sumtam. neque propositio affirmativa aliquid aliud est quam expressio unius ejusque rei per diversa signa. Ratio cur in hac re simplicissima difficultates nascantur. quaerenda est ignorantia materiae. est quaedam linea curva. cui addatur suum praedicatum: linea curva. et inde pendente insufficientia linguae. et nobis observari lineam circularem. Manifestum est in propositione posteriori cum signo linea curva jungi aliam notionem. et habebitur notio circuli. sive mediante organo sensorio repraesentatos.[382] . Ponamus. id ipsum hoc casu cogitamus. intra quam datur punctum aequidistans a singulis peripheriae punctis. Sed explicatione et intellectione habetur propositio identica. quam intellectio unius notionis.181 - tamen est quandam lineum curvam. Quod judicium cum extrema identificet. quam in priori. nam curvedo circuli differt a curvedine parabolae. vel infinite multas lineas circulares. adeoque propositio intellecta fit identica et reducitur ad unam notionem.

idem tamen comparatum cum semet ipso non sistit res duas. scilicet lapidis rotundi. sensu exclusivo intellecta. B. Cum autem necessarium sit ut alterutrum cum veritate concordet. Si enim [384] praedicatum exhibet subjecti notionem partialem. oder das Subjekt einer Synthesis durch das von mir angegebene Kriterium zu bestimmen. sive non omnis. adeoque non identificabilis cum subjecto. adeoque tam de circulo quam de parabola rite praedicetur. esse eandem. ipsa hec notio partialis modo determinato inest subjecto.182 - [384] Provideo objectum iri. sive circulus sit omnis curva. Ich wußte aber nicht. setzt voraus: daß ich vom Subjekt des Urtheils Mensch. Nun behaupte ich. Dieses Urtheil z. pronuncians haec verba: hic lapis est rotundus. die reelle Folgen . et sic intelligitur subjectum qua tali modo determinatum. h. durch das Urtheil aber wird dieser klare Begrif (zum wenigsten) zum Theil. cum sit generica. adeoque notio ipsi subjecto modo determinato competens. deutlich. und welcher Prädikat derselben ist. adeoque una menti observatur notio. qui duo termini etiam uno possent exprimi. entweder vom Subjekt einen deutlichen Begrif zu erlangen. quod praedicatum propositionis affirmativae plerumque sit tantum notio partialis subjecti. cum praedicato jungendum est signum quantitatis particularis sensu comprehensivo sumtae. notionem lineae curvae in utraque propositione. Per hanc propositionem actu nihil aliud cogito. der Nutzen davon aber bestehet darin: [385] daß ich vom Thier gewisse Eigenschaften kenne. daß er nämlich eine Synthesis vom Begriffe T h i e r und s o n s t e t w a s ist. oder ich hatte schon vor dem Urtheile einen deutlichen Begrif vom Menschen. omne judicium reduci ad unam notionem. vor dem Urtheil einen bloß klaren Begrif habe. meiner Erklärung zufolge. cum intueor lapidem rotundum. Licet enim judicium dicatur comparatio ideae cum idea. welcher einen Verstandesbegrif oder an sich schon eine Synthesis ausmacht. Sed observandum est. welcher von diesen beiden Bestandtheilen dieser Synthesis Subjekt. d. et in mente omni praedicato addendum esse suum valorem quantitativum. der M e ns c h ist ein T h i e r . E qua explicatione manifestum est. quia hoc modo veritati nihil derogatur.. daß das ganze Geschäft des Urtheilens bloß darin bestehet. Neque obverti potest theoriae huic. sed unam.“ So weit P lo u q u e t . Ex ignorantia materiae accidere potest ut dubitetur num circulus sit omnis linea curva. quod in praedicato qua tali semper intelligatur relatio ad subjectum. licet idem terminus non exprimatur etc. quam unam notionem. an vero quaedam linea curva. ich dieselbe dem Menschen (in so fern er Thier ist) mit Recht zueignen kann.

oder als möglich wahrgenommen worden ist. was folgt aber daraus. B. Das Urtheil ist bloß eine (zum wenigsten Theil-) Definition. seine Winkel den zweien rechten gleich sind). das keine Folgen hat. die schon vor ihrer Entstehung in einem ihrer Bestandtheile angetroffen werden. so erkenne ich bloß das Gold durch dieses Prädikat. Die erste Art der Urtheile erweitert unsre Erkenntniß nicht. ich eigne also diese Folgen schon a priori. damit man seine Folgen einsehen könne. h. nämlich das Subjekt ist das Totum. sage: das G o l d ist gelb. will also so viel sagen: in der Synthesis Mensch. erkenne ich das Erste für das Subjekt. und so lange dieser Zweifel dauert. welches auch ausser dieser Synthesis ein reeller Verstandesbegrif. ist. der Folgen hat. die andern aber bloß mittelbar (indem sie Prädikate der Prädikate sind) beigelegt werden. . für etwas. B.[386] . die er ausser derselben hatte. Es giebt also hier einen Unterschied zwischen einem Urtheile. dieser Synthesis zu. um sie hernach dem Subjekte beizulegen. Z. sondern ich will da-[387]mit so viel sagen: ich erkenne in der Synthesis eines rechtwinklichten Dreieckes Dreieck für das Subjekt. und welcher nur durch diese gegebene Synthesis. Im Ersteren kann das Prädikat ein bloß klares Merkmal. Nun erkenne ich aber. als die in ihr nach ihrer Entstehung (a posteriori) wahrgenommenen. das die B e i l e g u n g d e r F o l g e n zur Absicht hat. Hingegen wenn ich sage: Ein rechtwinklichtes Dreieck ist ein Dreieck. d. nicht aber die Folgen. und die Prädikate sind die verschiedenen Partes der Synthesis. und nur die zweite Art kann dazu (durch Schliessen) etwas beitragen. die Folgen von Thier auch dem Menschen beizulegen. das bloß das E r k e n n e n des Subjekts. wodurch ich schon a priori berechtigt bin.183 - hat. daß das Gold gelb ist? Nichts. nicht aber ausser derselben reelle Folgen hat. ehe ich noch weiß. Ich kann daher mit Recht diejenigen Folgen. B. weil aus gelb selbst (in so fern es eine bloß klare aber undeutliche Vorstellung ist) nichts folgt. die aus T h i e r und s o n s t e t w a s bestehet. daß der Begrif (notio) T h i e r auch ausser der gegebenen Synthesis entweder als wirklich. das auch an sich ausser dieser Synthesis reelle Folgen hat (daß z. In der ersteren Art kann eben dasselbe Subjekt verschiedene Prädikate zugleich haben. kann ich dieser Synthesis keine andere Folgen beilegen. seyn. ihm auch jetzt beilegen. Das Urtheil: der Mensch ist ein [386] Thier. Wenn ich z. ehe ich noch einsehe. In der letzteren Art hingegen kann dem Subjekte nur ein Prädikat unmittelbar. im Letzteren hingegen muß dieses Merkmal selbst deutlich seyn. was aus dieser neuen Synthesis folgen muß. und einem. so definire ich nicht das Subjekt durch das Prädikat (weil die Definition des Subjekts schon in ihm enthalten ist). (a priori). was aus dieser neuen Synthesis folgen muß.

auch ohne Beziehung auf Zeitbestimmungen. weil bei ihnen der Bestimmungsgrund dieser Folgen fehlt. s. d a ß w i r d i e M ö g l i c h k e it u. weil ihre Form (Identität. b. das D i n g a n s i c h aber enthält nichts Gegebenes. das Gold ist vorzüglich dicht. das aber von jenem das mittelbare Prädikat ist. schon bestimmt. von diesem ist wiederum Figur das Unmittelbare. (Seite 97. wie auch umgekehrt. Folgen unmittelbar darthun kann. ist eine Synthesis. Das Feuer. aus dem Begrif zu ziehenden. d.) D e n n a u s s e r d e m . s. w i e e s mö g l i c h i s t . wo dieses Kriterium (Zeitbestimmungen) mangelt. . hier verstehe ich unter Gold alle Bestimmungen desselben ausser der vorzüglichen Dichtigkeit. ich kann sagen: Gold ist gelb. I n e i n e r S ynt h e s i s vo n A n s c ha u u ng u n d B e g r i f k a n n u. ich kann wiederum sagen. folglich kann ich mit Recht das Gegebene als Subjekt denken. nämlich Ursache als das Bestimmbare (Subjekt). w. folglich ist die gelbe Farbe. Das Feuer kann als Subjekt. Ich kann wohl sagen: ein rechtwinklichtes Δ ist ein Δ. jetzt Subjekt u. (Seite 96). und der Begrif von Ursache als sein Prädikat (seine Bestimmung)..184 - [388] das Prädikat eines rechtwinklichten Dreiecks ist unmittelbar Dreieck überhaupt. einsehen. vor ihrer Wirklichkeit oder ihrem Gebrauche in besondern Fällen. das als Subjekt dieses Gedachten betrachtet werden kann. nicht aber umgekehrt u. w. Das Gegebene muß nothwendig auch ohne das Gedachte möglich seyn. w. D e n n i c h w e iß g a r n i c ht . oder durch etwas anders. w. hier verstehe ich unter dem Subjekte Gold die an-[388]dern Bestimmungen ausser der gelben Farbe. u. Bei der letztern Art Urtheile aber gehet dieses nicht an. In der Ersteren kann man Subjekt mit Prädikat verwechseln.) F o lg l i c h k a n n i c h m i t R e c ht L i n i e a l s e t w a s g e g e be n e s u. (Seite 97. w. Z. s. d a ß e i n D i n g a n s i c h o d e r d u r c h e i n a nd e r e s D i n g g e d a c ht w e r d e n s o l l u. a. s. die vorher Prädikat war. folglich gelten sie nicht von Dingen an sich. dgl. Die Begriffe von Subjekt und Prädikat sind zwar durch die Denkbarkeit an sich. B. (Seite 95). als Ursache von der Erwärmung des Steins betrachtet. woran man sie als solche erkennen kann. indem man die Denkbarkeit an sich aus den. Die Möglichkeit der analytischen Sätze können wir a priori. und Feuer als seine Bestimmung (Prädikat) betrachtet werden. in der Letztern aber nicht. denn es wird gegeben. s. Bei Objekten a priori (wie die der Mathematik) braucht man zwar dieses Kriterium nicht. w. s. Aber auch dieses mangelt den Dingen an sich. ehe es gedacht wird. h. Aber sie haben als-[389]dann kein Kriterium.

weil sie sich nicht auf jedes Ding überhaupt. so hat dieser besondere Satz in einem Allgemeinen seinen Grund: nämlich was geschiehet. Und angenommen. sie müssen also von der Anzahl der Bestimmungen ausgeschlossen werden. daß diese Form möglich sey. Die schwarze Farbe. (Seite 101). Ich mag also über den allgemeinen Begrif von Ding überhaupt so lange nachdenken. als vermittelst eines Kriteriums. w. denn wenn ich in einem besondern Falle urtheile. daß ich von irgend einem bestimm-[390]ten Dinge werde behaupten müssen. daß ein Ding Ursache eines andern Dinges seyn soll. . die Zeit und der Ort. die Zeit und der Ort des Dreyeckes aber bringen keine neue Folgen hervor. ist. weil jedes Ding überhaupt mit sich selbst einerlei seyn muß. in der Anschauung davon einen Gebrauch machen. ein Grund zu neuen Folgen (die das Bestimmbare vorher nicht hatte) abgiebt. womit das Δ gezeichnet wird. daß es ausser der Größe und Bestimmungen der Winkel noch andere Bestimmungen annehmen kann? Ich frage aber. folglich kann ich auch hier zum voraus wissen. keine Bestimmung desselben. s. folglich kann ich ihre Möglichkeit bloß durch ihren wirklichen Gebrauch darthun.[392] D. wie ich schon gezeigt habe. als ich will. daß auch b eine Ursache haben wird. B lo ß w e g e n s e i n e r fo r m e l l e n U n vo l l s t ä nd i g k e it u. das mit demselben im Verhältniß von Wirkung überhaupt stehet. sondern auf bestimmte Dinge beziehen. worin es vorgestellt wird. (Seite 104). a ist Ursache von b. die in dem Allgemeinen nicht enthalten sind. s.[390] . Gesetzt. Sollte jemand einwenden. Die synthetischen Sätze hingegen haben kein solches Princip a priori. daß man auch die Möglichkeit synthetischer Sätze a priori einsehen kann. Ich sehe also schon zum voraus. Man bedenke aber. denn nur dasjenige ist Bestimmung. daß in dem besondern Urtheile Bestimmungen anzutreffen. sind eben so wenig Bestimmungen desselben. E i n r e c ht w i n k l i c ht e s Δ vo n be s t i m m t e r G r ö ß e ( d a s g e w iß e i n ens omni modo determinatum i s t ) u. daß wir auch alle materielle Bestimmungen angeben können. was durch sein Hinzukommen zum Bestimmbaren. dieses aber kann ich a priori nicht bestimmen. daß es mit sich selbst einerlei ist. muß (wenn es objektive Realität haben soll) eine Ursache haben. welche? Die schwarze Farbe. sondern daß nur b und nichts anders diese Wirkung seyn kann. so können wir doch nicht anders. h. [391] daß auf a nicht bloß etwas folgen muß. w. Nun möchte man glauben. so werde ich dennoch nie die Möglichkeit herausbringen können.185 - Widerspruch) sich auf ein Ding überhaupt beziehet.

und daß. die Art der Existenz. der Relationsbegrif. (Seite 109).186 (Seite 105). [393] Das Nothwendige ist eine wechselseitige Synthesis. daß ein Ding sich selbst gleich ist. . h. von der Gleichheit der andern beiden Winkel des Dreyeckes mit den andern beiden Winkeln an vorerwähnter Linie. w. ohne es doch je zu erreichen. ein Dreieck ist mit sich selbst einerlei) haben bloß durch den allgemeinen (jedes Ding ist mit sich selbst einerlei) ihre Richtigkeit. Die besondern analytischen Sätze (z. Nämlich. mit der Basis parallel laufenden Linie einerlei ist. E s ha t i n d e r T h a t k e i n e n G r u n d u. ihr Existiren von der Art seyn. D a s N o t hw e nd i g e i s t u. D a ß e i n D i n g s i c h s e l b s t g l e i c h i s t u. weil zur Erklärung der Entstehungsart immer etwas schon Entstandenes (nach dem bekannten Axioma: ex nihilo nihil fit. oder seine Ursache. s. kein Grund von dem besondern Satz a ist Grund oder Ursache von b. Daß wenn a und b existiren. B. zu diesem aber können wir uns immer nähern. Ich habe schon vorher angemerkt. s. (Seite 108). daß der allgemeine Satz: alles hat seinen Grund. Bei den synthetischen Sätzen hingegen ist es gerade umgekehrt. w. das aus Materie und Form bestehet. mit dem mittelsten Winkel an der. in so fern dieses bloß eine einseitige Synthesis ist. Das Mögliche ist ein Objekt. muß daß a vorhergehen und b folgen muß.) vorausgesetzt werden muß. (Seite 106). entgegengesetzt. in so fern dieses gar keine (Verstandes-) Synthesis ist. s. ist ein Grund. (Seite 107). Z u r e i c h e nd e r G r u nd a b e r etc. und dem Wirklichen. B. wie ich schon bemerkt habe.. s. warum der Winkel. der im Drei-[393]ecke der Basis gegenüber ist. D. abgeben kann. w. da hingegen das Wirkliche bloß die Materie. w. We l c h e s d i e E x i s t e nz d i e s e r O b j e k t e be t r i ft u. wie z. keinen Grund. Die Existenz dieser Objekte an sich aber hat. s. Es wird also dem bloß Möglichen. folglich hat dieser besondere Satz (zum wenigsten [394] in Ansehung unseres Bewußtseyns) gar keinen Grund. dies hat in dem allgemeinen Urtheile: das Vorhergehende bestimmt das Folgende (welches eine Bedingung der Erfahrung überhaupt ist) seinen Grund. Der zureichende Grund eines Dinges ist der vollständige Begrif von seiner Entstehungsart. wenn zwei Parallellinien von einer dritten u. das Nothwendige aber bloß die Form ist. ein Grund ist. w.

Die extensive Größe der Seiten hört alsdann gänzlich auf. h. das Besondere in demselben aber hat gar keinen Grund. folglich ist hier die intensive Größe (die Qualität des Quantums) das Differenzial der extensiven. und diese das Integral von jener. folglich enthält der Allgemeine bloß den Grund vom Allgemeinen im besonderen Satze. wenn eine extensive Größe auf ihr Differenzial reducirt wird. Das Verhältniß der Seiten hingegen bleibt immer dasselbe.187 - nämlich der allgemeine Satz hat bloß darum seine Richtigkeit. kann sie dennoch wegen ihrer intensiven Größe in ein extensives Größenverhältniß gedacht werden. daß sie mit sich selbst immer parallel bleibt. dessen eine Seite sich nach den gegenüberstehenden Winkel so bewegt. w. und wird auf ihre Differen-[395]ziale reducirt. Daß die Qualität abstrahirt von aller extensiven Qualität dennoch in einem Verhältnisse der extensiven Quantität gedacht werden könne. (Seite 112). D i e i n t e n s i v e G r ö ß e i s t d a s D i f f e r e n z i a l d e r e xt e n s i v e n u. Folglich wird auch a d und a f wie . D. und das so lange bis das Δ ein unendliches kleines (Differenzial) wird. s. denke man sich ein Δ. wird vielleicht manchem unbegreiflich vorkommen. wird. weil wir ohne denselben keine besondern Sätze dieser Art haben könnten (die wir doch haben). b c einander a e i l n p r t x d c f d h k m o q s u b gleich sind. und das so lang bis sie d f die ich unendlich klein an-[396]nehme. Dieses zu erläutern. weil es nicht das Verhältniß von Zahl zu Zahl in Beziehung auf eben dieselbe Einheit. sondern das Verhältniß von Einheit zu Einheit ist.[395] . Laßt uns also setzen: ein Δ a b c dessen Katheten a b. Laßt uns ferner annehmen: die eine Seite b c bewegt sich nach dem ihr gegenüberstehenden Winkel b a c so daß sie mit sich selbst immer parallel bleibt.

s. w.I d e e u. einen Grad haben. sondern das Verhältniß einer Einheit zu einer andern Einheit. Man könnte aber fragen: was haben die logische Realität und Negation mit den transscendentalen gemein. d. Wer mir aus dieser Verlegenheit heraus helfen wird. h. w. so muß sie doch eine intensive Größe seyn. sondern intensive Größen. Denn sie mag so klein angenommen werden. Was hat dies aber mit der logischen Bejahung gemein? da dieses eine Form. als man immer will. : indem ich beide unendlich klein omni dabili minora. h. die Vorstellung der Theile macht bei ihnen nicht die Vorstellung des Ganzen möglich. S o nd e r n e i n e vo n d e r s e l b e n ve r s c h i e d e n e S e t z u n g u. bleibt immer eben dasselbe. d. . Das Min imu m einer T r a n s s c e n d e nt a l . Realität. z. d. nämlich: = 21 Es ist also nicht ein Verhältniß von Zahl zu Zahl. (siehe Kritik der reinen Vernunft 169).R e a l it ä t ist e ine V e r s t a nd s . und jenes einen Inhalt bedeutet. sondern das Mannichfaltige selbst. [398] D. W ir m a c h e n a u c h d i e s e F o r me n z u O b j e k t e n d e s D e nk e n s s e l b s t . s. (Seite 113). Nun sind aber die logischen Formen Einheiten. Das Verhältniß von a f zu a d oder d f. weil sie keine Theile haben. B. [397] Realität und Negation sind Kategorien. was einer Empfindung überhaupt entspricht. sie werden aus den logischen Formen der B e j a h u n g und V e r ne i n u ng hergeleitet. so daß diese von jenen hergeleitet werden können? da diese eben keine Einheiten.188 - [397] überhaupt das ganze Δ a d f unendlich klein. d i e u n s g e g e b e n s i n d u. eine reelle Synthesis. w. s. die aber bloß subjektiv ist. h. das durch eine Einheit angeschauet oder gedacht werden kann. die sich auf etwas Mannichfaltiges beziehen.. h. (Seite 118). sind. Sie sind also keine extensive. kann ihre Größe bloß durch Vergleichung derselben als Ganze mit andern Ganzen. sondern bloß in so fern sie ihrer Qualität nach (ihrer Lage nach) bestimmt sind. sondern umgekehrt. u n d d e n k e n R e a l it ä t u nd N e g a t io n a l s w ä r e n e s D i n g e a n s i c h . folglich durch keine Zahl in Beziehung auf irgend eine Einheit ausdrückbar angenommen habe. erit mihi magnus Apollo! (Seite 115). sagt Ka nt (Kritik der reinen Vernunft 143) ist im reinen Verstandesbegriffe das. (wenn ich ihn anders verstanden habe) was in jeder Empfindung in so fern sie Empfindung überhaupt ist (nicht das Besondere einer jeden Empfindung) angetroffen werden muß. dieses Verhältniß ist nicht zwischen den Linien in so fern sie ausmeßbar sind. die sich auf etwas Mannichfaltiges beziehen. d f mit d e begriffen werden.

Ich glaube nicht. wenn sie nicht bloß der Form. w. (Dieser Herr L. So ist auch ein logischer Satz oder *) Logic. den Raum bloß als eine Form oder Art sinnliche Dinge in Beziehung auf einander zu denken ihn transscendent macht. Ich fange also auf folgende Weise an. subsumirt werden. s. sie stellet ihn als ein Ding an sich vor. die Wahrheit mit der Münze zu vergleichen. sie sind alsdann nicht im Raume als Anschauung. daß die Einbildungskraft. G l e i c h a r t i g e u. verschieden sind. sondern bloß in demselben als Begrif. (Seite 148). II. dieselbe in eine Einheit der Apprehension zu bringen. Von dieser Art ist z. und der gewiß verdient.) 2 ) D i e Z u s a m m e n s e t z u ng d e r s e l b e n i n e i n e m B e g r i f. Hier gehet die Apperception der Apprehension voraus (nicht wie bei Verknüpfung mehrerer An-[399]schauungen durch die Kategorien). Dieses zu erläutern.“ Ich habe aber schon anderswo**) bemerkt. hätte seine Bescheidenheit es sich nicht ausdrücklich verbeten. daß es an einer unrechten Stelle seyn wird. (ibid. w. denn man muß sie erst unter einander vergleichen. 3 ) D i e Z u s a m m e n n e h m u n g d e r s e l b e n i n e i n e r A n s c h a u u n g u. s.[399] (Seite 120). ein Beförderer des Guten und Edeln. (siehe 1ter Abschnitt). P. d. und dies ist die lo g i s c h e W a hr heit. bestimmt wird. s. L. (Seite 134). wenn ich hier das Wesentliche aus meinem Schreiben an Hrn. so können sie nicht dem Begriffe einer stetigen Größe. B. h. . s.) Ich [400] bin da auf den Gedanken gerathen. 1. und ihre Einerleiheit einsehen. sie mögen a posteriori oder a priori seyn. h. Cap. anstatt dem Verstande gemäß. 505 **) Versuch über die Transscendental-Philosophie. sondern auch der Materie der Anschauung nach. daß ein objectum logicum bloß der Begrif eines Dinges überhaupt ist. §. das durch keine Bedingungen. . w. w. d. ist ein vermögender Mann von biederm Charakter. die Vorstellung des leeren Raumes. der Welt näher bekannt gemacht zu werden. in Berlin hersetze. L o g i s c he W a hr h e it u. sondern bloß dem Begriffe der Zahl. führt er den Satz als Beispiel an: „Ein Δ (eine dreiseitige Figur) hat drei Winkel. ein Liebhaber der Wissenschaften.189 - Wenn sie nicht gleichartig. S o g e r ä t h s i e a u f E r d i c ht u ng e n u. Wo l f *) sagt: Wahrheit ist Übereinstimmung unsers Urtheils mit dem Objekte. die daraus entspringt. ehe man berechtigt ist.

d. weil ich nur ein Dreieck mit drei. Überdem wird durch diese Erklärung nicht die Wahrheit im Denken. ein bestimmtes Objekt zu denken. h. es sey reell. wie fern Wahrheit mit einer Münze zu vergleichen ist. und das Gegentheil wäre falsch. auch nicht von diesen bestimmten Objekten in Beziehung auf jedes denkende Wesen überhaupt. denn. sondern eines bestimmten Objekts ist. be-[stimmt][405/401]stimmt. Und wie soll es auch anders seyn. sind keine Flächen. ist Wahrheit nicht ein nach Gesetzen des Denkens herausgebrachter Satz. indem der nicht das Prädikat eines Dinges überhaupt. h. eine m i r nothwendige Art. Ich hingegen halte sowohl diesen Satz. Die mathematischen Sätze sind also o b j e k t i v wahr. es nützt zur Erkenntniß der Wahrheit und ihrem Gebrauche. sondern die Operation des Denkens selbst. aber nur unter Voraussetzung der Objektivität ihrer Grundsätze (da dieses doch möglich ist). da die Principien keines Dinges das Ding selbst sind. d. Eigentlich zu reden. Ohne dies ist gar kein Denken möglich. das ich wirklich denke. In Ansehung des Denkens aber giebt es hier kein wahres und falsches Denken. oder kein Denken. so können auch die Principien der Wahrheit nicht selbst schon Wahrheit seyn. sondern jedes denkende Wesen überhaupt. weil ihr Gebrauch. Die Principien einer Fläche z. wie die Grundsätze selbst bloß s u bj e k t i v w a hr .“ eine objektive Wahrheit. sondern jedes Objekt mit sich selbst einerlei denken muß. d. so wie ihre Wahrheit selbst. Der Satz ist bloß die Materie oder der Stoff. denn ich denke darum ein Dreieck mit sich selbst einerlei. [406/402] Dieses benimmt aber der Rechtmäßigkeit ihres Gebrauchs nichts. und bedeutet einen allgemeinen Maaßstab.. ein mathematisches Axiom sey o b j e k t i v w a hr . weil nicht nur ich. als alle andre synthetische Sätze für bloß subjektive Wahrheit. Dem zufolge kann man nicht eigentlich sagen. so drücke ich damit Etwas aus. wollen wir sehen. die erstere ist Münze im eigentlichen Verstande. Nachdem ich dieses vorausgeschickt habe.. sonst sind sie. weil es durch besondre Bedingungen a priori bestimmt wird. ich rede wahr. weil man sonst das Ding schon vor seiner Entstehung voraussetzen müßte. wenn ich sage: ein Dreieck hat drei Winkel. s. w. woraus die Form wirklich wird. und der Satz: „Ein Dreieck hat drei Winkel. bloß für uns ist. h. sondern bloß ein Denken. sondern bloß die Wahrheit im Reden. Hingegen ist der Satz: „Ein Dreieck ist mit sich selbst einerlei. woraus dieser Satz herausgebracht wird. sondern bloß. einer Linie. Sie gelten daher nicht von einem Objekt überhaupt.“ ist kein logischer Satz. nicht aber mit mehrern Winkeln denken kann. keine Linien u. Eine Münze ist entweder id e a l i s c h oder r e e l l .190 - [405/401] eine logische Wahrheit nur eine solche. die von einem Dinge überhaupt prädicirt werden kann. wo- . ist Wahrheit. nicht nur ein Dreieck. Ein Dreieck ist also kein logisches Objekt. B.

wo man bei Bestimmung des Zustandes von dem Verhältnisse der Dinge unter einander. und noch ausser diesem einen Werth als Z e i c h e n. so folgt. und als eine solche bleibt sie unveränderlich. sie alsdann gänzlich aufhört. als Etwas. indem der Überschuß des Werths des Gepräges über den reellen Wert eine idealische Münze ist. so kann dadurch nichts bestimmt werden. Die idealische Münze hat also einen [408/404] Vorzug vor der reellen. d. folglich ihr Werth selbst durch einen andern unveränderlichen Maaßstab est bestimmt werden muß. das Verhältniß der Dinge unter einander zu denken. sondern eine bloße Form oder Art. in Ansehung ihres unmittelbaren Gebrauchs. h. vermöge ihres Gepräges. wodurch das Verhältniß der Dinge zu einander bestimmt wird. dazu wird sie aber dadurch geschickt. h. je mehr Begriffe und Sätze a posteriori ihr zum Grunde gelegt werden müssen. an sich aber hat es keinen Werth.191 - durch das Ver-[407/403]hältniß des Werths der Dinge gegen einander bestimmt wird. ist. [409/405] den Zustand des Maaßstabes selbst (der gleichfalls veränderlich ist). Zweitens. d. bis sie gar keinen reellen. einen allgemeinen Maaßstab vom objektiven Werth aller Dinge unter einander abzugeben. hingegen hat diese einen Vorzug vor jener. ein allgemeiner Maaßstab zu seyn. und ist ein bloßes Zeichen. denn erstlich ist sie der Maaßstab. dem Werth des Gepräges völlig gleich ist. Je weniger rein aber eine Wahrheit ist. und hierin ist sie der reellen Münze gleich. Je mehr hingegen diese beiden Werthe von einander differiren. Da nun das Verhältniß der Dinge gegen einander veränderlich ist. Daher kann man auch in der Moral nichts anders zum . bis dieses Differiren ein Maximum wird. d. d. mit in Rechnung bringen muß. nämlich als Vollkommenheit eines denkenden Wesens. und daher die Münze den jedesmaligen Zustand dieses Verhältnisses bestimmen soll. bestimmt werden muß. und da dieser wiederum durch etwas anders. nämlich als Maaßstab des Werths. dieses aber nirgends anzutreffen ist. um desto weniger ist sie auch geschickt. daß. einen reellen Werth. h. um desto näher kömmt die r e e l l e Münze der id e a l i s c h e n . das selbst im Verhältniß mit andern Dingen gedacht werden kann. in Ansehung ihres unmittelbaren Gebrauchs. h. wenn der Werth der Materie einer reellen Münze. das an sich unveränderlich ist. woraus sie besteht. in Ansehung ihres mittelbaren Gebrauchs. h. daß sie kein Objekt. um desto me hr M ü n z e w ir d s i e . so hat sie auch ausser diesem. weil sie alsdann so gut als jedes andre Ding eine veränderliche Waare ist. die letztere hingegen hat auch an sich als Wa a r e einen Werth.[407/403] . eine Münze. und das gehet so lange. Die Wahrheit vereinigt beide Vortheile in sich. sondern bloß den idealischen Werth hat. das einen Werth an sich hat. d. und ist hierin mit der bloß idealischen Münze zu vergleichen. in Ansehung der Materie.

192 - [410/406] Maaßstab und Bestimmung des Werths der Handlungen (ihrer moralischen Güte) zu einander gebrauchen. weit verschieden vom [411/407] reellen Werth der Münze. So lange man bloß bei der anschauenden Erkenntniß bleibt. Bei Erfindung der Wahrheit gehet ein ordentlicher Handel vor. da nämlich der Werth der Münze bloß durch das Gepräge bestimmt wird. dergl. es entsprang aber hieraus eine neue Schwierigkeit. weil es wahr ist. in die Augen fallen wird. sonst aber nicht. wenn die besondre Maxime der Handlungen mit einer allgemeinen Vernunftregel übereinstimmt. den das Gepräge anzeiget.. so hat man dieser Unbequemlichkeit durch Einführung des Geldes abzuhelfen gesucht. so hat man keinen allgemeinen unveränderlichen Maaßstab. h. hingegen hat es diese Unbequemlichkeit. dergl. daß man damit in Erfin- . so will ich ver-[410/406]suchen. daß der Handel auf diese Art zu sehr eingeschränkt war.. denn das Unbekannte wird aus dem Bekannten durch Substitution herausgebracht. ich erspare mir aber die ausführliche Behandlung dieser Materie auf eine andre Gelegenheit. h. Vollkommenheit u. d. obwohl nach meinem eigenen Wege. Vor Erfindung der Münze bestand der Handel in einem unmittelbaren Tausch der Waaren gegen einander. es noch von einer andern Seite zu thun.) daß der Werth. und die seinige missen konnte. (aus Mangel an Materie u. Dadurch wurde die vorige Allgemeinheit des Handels auf eine andere Art eingeschränkt. daß das moralische Gute bloß darum gut ist. h. und wurde allgemeiner. da dieses aber die Unbequemlichkeit hatte. Man hat also hierdurch die erste Schwierigkeit gehoben. daß man immer von der Realität der Gedanken sicher seyn kann. Für jetzt ist es hinlänglich. wenn ich bemerke. Dadurch bekam also der Handel mehr Ausdehnung. oder auch umgekehrt. Ich bin also. ist. d. d. Nachdem ich die Wahrheit mit einer Münze von dieser Seite verglichen habe. indem er nur alsdann Statt finden konnte. auf Ka nt s Princip der Moral gerathen. Vergnügen. So stehen jetzt die Sachen in Ansehung des Handels. weil nämlich eine dergleichen Münze bloß zum einländischen nicht aber zum auswärtigen Handel gebraucht werden kann. durch einen Tausch. Dieses hat zwar den Vortheil. wenn jede der handelnden Personen die Waare des Andern bedurfte. und der Vorzug. den diese vor jener hat. als die reine Vernunft. eine unmittelbare Substitution der Gedanken unter einander. Lassen Sie uns nun sehen. geschieht die Erfindung der Wahrheit durch einen unmittelbaren Tausch. so ist es mit der Zeit dahin gekommen. weil der Werth dieses Etwas selbst bei verschiedenen Subjekten unter verschiedenen Umständen verschieden ist. Mengt man aber noch etwas anders darunter. wie es mit der Wahrheit zugehet. wodurch zugleich der Unterschied zwischen der symbolischen und anschauenden Erkenntniß. ihrer Materie nach.

zusammen seyn. die imaginären Zahlen. Jede Wahrheit oder jeder Satz hat daher zwey Werthe: erstlich. nur die bestimmte Regel. und dann auch in Ansehung der Form. ohne viele Mühe gleichsam mechanisch. sich selbst nach der Sprache der Politiker. oder eine nothwendige Art. so geräth man auf die allerseltsamsten Ideen. dadurch ist man im Stande.[412/408] . es entspringt aber daher [412/408] eine neue Schwierigkeit. die keine Realität haben. nicht weit kommen kann. aus denen man sich hernach nicht herauswickeln kann. wie aus den angeführten Beispielen erhellet. dessen Gebrauch aber sehr viel Behutsamkeit erfordert. indem man dadurch auf Entdekkungen gerathen ist. d. sonst aber ist sie gar keine Form. wie bei einer Münze. [413/409] die Begriffe zu verknüpfen ist: so können wir hier gleichfalls Materie von Form unterscheiden. Dagegen kann sie in Beziehung des Zeichens (der Sprache) auf das dadurch Bezeichnete auch nicht-reell seyn. Diese beiden Werthe können so. ein ihm gleichgültiges Zeichen u. so man darin thut. da Wahrheit überhaupt eine bestimmte Form. h. Tangens. Diese ist zwar in Ansehung des bloßen Denkens immer reel. wenn sie reell ist. Die Wahrheit hat also. Die symbolische Erkenntniß ist also zwar ein vortrefliches Hülfsmittel zur Erfindung der Wahrheit. w. die Materien der Wahrheit sind die Begriffe. Die Mathematik hat zwar durch ihre neuere Analysis viel gewonnen. wie die Münze. wenn sie mit dem Objekte übereinstimmen. dergl. im entgegengesetzten Falle aber sind sie keine Realitäten. man substituirt erstlich die Zeichen statt der bezeichnenden Dinge. d. die als Subjekt und Prädikat in einem Satz verknüpft. Erstlich. d. wovon die Alten nichts wußten. zweitens substituirt man einem jeden Zeichen. aber dadurch sind auch die unbehutsamen Mathematiker auf Schwierigkeiten gerathen. denen kein reeller Gegenstand entspricht. B. besonders wenn sie zu sehr versteckt ist. fragen: ob auch diese idealische Münze realisirt werden kann? Thut man dieses nicht. die Vorstellung der nothwendigen Verbindung derselben macht einen Satz zu einem wahren Satz.193 - dung der Wahrheit. man geräth zuweilen auf symbolische Combinationen oder Formeln. wie z. wodurch mit jeder neuen Formel eine neue Wahrheit entspringt. h. zweierlei Werth. Um dieser abzuhelfen. wie. die nach der Methode der Alten fast unmöglich waren.. Cosinus eines rechten Winkels u. man muß bei jedem Schritte. die allerverborgensten Wahrheiten zu entdecken. wenn man aus reellen Begriffen und synthetischen Grund- . nämlich. bedient man sich der symbolischen Erkenntniß. s. in Ansehung seiner Materie. in der Mathematik. h. und dadurch erst eine Wahrheit werden: Begriffe an sich sind keine Wahrheiten. sondern sie sind bloß Realitäten.

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sätzen (welche doch keine wahre, sondern reelle Sätze genannt werden können, indem sie nicht objektiv nach allgemeinen Gründen des Denkens überhaupt, sondern bloß nach uns unbekannten subjektiven Gründen folgen, und weshalb [414/410] ich sie keine allgemeine wahre, sondern bloß, wegen ihrer Allgemeinheit bei uns, reelle Sätze nenne) neue Sätze herleitet. Sie können aber auch getrennt seyn, wie, wenn man z. B. den Begrif eines Dreiecks, oder diesen synthetischen Grundsatz denkt: Ein Dreyeck hat drei Winkel u. dgl. In dem Begrif des Dreiecks oder in dem vorerwähnten Satze lieget bloß ein materieller Werth, aber auch noch ohne eine nothwendige Form a priori; denkt man hingegen ein Dreieck mit zwei rechten Winkeln, d. h. einen nicht reellen Begrif, und leitet daher nach der nothwendigen Form des Denkens gewisse Folgen: so haben wir eine reelle Form des Denkens, aber ohne Materie; wir können also den dadurch herausgebrachten Satz nirgends gebrauchen, und doch haben wir durch diese Operation wirklich gedacht. Und hierin ist eben die Wahrheit verschieden von der Münze: da nämlich bei dieser die Form an sich, abstrahirt von der Materie, gar keinen Werth hat, und daher bloß als ein verabredetes Zeichen im Lande, nicht aber allgemein gebraucht werden kann; hingegen die Materie ihren Werth allgemein behält, so ist es mit der Wahrheit gerade umgekehrt. Die Form hat einen allgemeinen Werth, in so fern dadurch immer ein reelles Denken hervorgebracht wird, die [415/411] Materie hingegen hat nur bei uns, nicht aber bei jedem denkenden Wesen überhaupt, einen Werth. (Seite 155). N a c h d e m be r ü h mt e n D e l p h i s c h e n A u s s p r u c h u. s. w. Ich hoffe nicht, daß der Leser glauben werde, als wäre es mein Ernst, diesem Ausspruche den Sinn meiner gegenwärtigen Untersuchung beizulegen. Ich weiß es recht wohl, daß dieser Ausspruch moralisch, die gegenwärtige Untersuchung aber metaphysisch ist. (Seite 156). E s m u ß z u a l l e n Z e it e n e i n D i n g g e b e n u. s. w. Folglich auch zu allen meinen Zeiten mein Ich. (Seite 157). D e n n n u r d a d u r c h i s t d e r G e d a n k e , z. B. D r e i e c k , m ö g l i c h etc. Nämlich: ein Gedanke erfordert sowol eine subjektive, als eine objektive (des Bewußtseyns und des Objekts) Einheit. Diese ist aber auch nur in Beziehung auf jene eine Einheit, indem es allerdings denkende Wesen geben kann, die dasjenige, was ich als Bestimmung von etwas anderm, folglich in einer Einheit mit demselben denke, anders denken, woraus man siehet, daß selbst die objektive Einheit die subjektive voraussetzt. [416/412] (Seite 159). D e r M a t e r i a l i s t u. s. w.

[417/413]

- 195 In Ansehung des Erkenntnißvermögens selbst können und müssen alle diese

Sektirer sich vereinigen; sie sind nur in Ansehung des Gegenstandes, der demselben zum Grunde liegt, verschiedener Meinung. Der Materialist kann (von Rechtswegen) nichts mehr behaupten, als daß der Gegenstand (das, was dem materiellen Gegebenen in der Vorstellung zum Grunde liegt) dasjenige ist, was ausser der Vorstellung zur Existenz gehört, oder existirt. Diesen Gegenstand aber zu bestimmen (ob er ein einfacher oder mannigfaltiger ist) darf er nicht wagen. Der Idealist aber glaubt berechtigt zu seyn, den Gegenstand einigermaßen zu bestimmen; nämlich, daß es kein Mannigfaltiges ist, weil das Mannigfaltige bloß durch eine subjektive Einheit als ein solches gedacht werden kann, folglich kann er nur als Einheit (welches hier bloß so viel ist, als Verneinung des Mannigfaltigseyn) gedacht, und durch Analogie mit uns selbst noch weiter bestimmt werden. Der Dualist wählt aus Vorsicht den Mittelweg zwischen diesen beiden. Übrigens glaube ich nicht erst die Anmerkung nöthig zu haben, daß ich hier nicht was diese Herren denken, sondern bloß das, was sie mit Grund denken können, vorgestellt habe. [417/413] (Übersicht. Seite 168). We i l d e r M a ng e l a l l e s B e w u ß t s e yn s u. s. w. Daß aber zum Bewußtseyn Thätigkeit erfordert werde, habe ich schon verschiedentlich gezeigt. (ibid.) An s c h a u u ng u. s. w. Das Gegebne in der Anschauung (Materiale) entstehet durchs Leiden. Die Ordnung derselben nach einer Form aber, durch Thätigkeit. (Seite 169). D i e A x i o m e n d e r M a t he m a t i k u. s. w. Ich meyne die Axiomen, die der Mathematik eigen sind, wie z. B.: eine gerade Linie ist die kürzeste zwischen zwei Punkten u. dgl. Nicht aber diejenigen, die bloß darum in der Mathematik gebraucht werden, weil sie allgemein gültig sind. Wie z. B. das Ganze ist allen seinen Theilen zusammengenommen gleich u. dgl. Denn ein Ganzes ist (Baumgarten, Metaphysik §. 120.) eines, welches völlig einerlei ist mit vielen zusammengenommen, und die zusammengenommen mit einem völlig einerlei sind, sind die Theile desselben; folglich beruht dieses Axiom auf dem Satze des Widerspruchs, und ist also im engsten Verstande a priori. (Seite 171). A be r n i c ht b lo ß i n d e r C o m b i n a t io n d e r S y m b o l e , s o nd e r n i m O b j e k t e s e l b s t u. s. w. [418/414]

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[419/415] D. h. wo diejenigen, die in einer Synthesis gedacht werden, nicht ihren Begriffen

nach sich einander widersprechen, sondern ihre Folgen einander heben. (Seite 174). D e r S a t z : A l l e s h a t s e i n e U r s a c h e , i s t , w i e i c h g l a u b e , vo n e b e n s o l c he r E v i d e n z u. s. w. D. h. an sich, nicht bloß als Bedingung der Erfahrung. Ich bemerke hier ein für allemal, daß ich die von Herrn K a nt genannte objektive Nothwendigkeit (Bedingung einer objektiven Wahrnehmung oder Erfahrung) für eine bloß subjektive Nothwendigkeit halte, und dies aus zweierlei Gründen. 1. Gesetzt, daß eine synthetische Regel überhaupt in den Wahrnehmungen zu ihrer objektiven Realität nothwendig wäre, so ist doch keine bestimmte Regel dazu nothwendig. Wir denken z. B. die Wahrnehmungen a und b durch die Form oder Regel der Causalität, ein anderes denkendes Wesen aber kann eben diese Wahrnehmungen durch eine andere Regel denken, folglich ist diese Regel doch immer nur subjektiv in Beziehung auf bestimmte Wahrnehmungen. 2. Eine synthetische Regel ist überhaupt zur objektiven Realität nicht nothwendig, in Ansehung eines uneingeschränkten durch Sinnlichkeit unafficirten Verstan-[419/415]des. Dieser denkt alle mögliche Objekte nach ihren innern Verhältnissen zu einander, oder nach der Art, wie sie aus einander entstehen, d. h. immer nach einer analytischen Regel; woraus folgt, daß die Formen oder synthetischen Regeln nur bei uns (indem wir wegen unserer Einschränkung sie nicht analytisch machen können), nicht aber an sich eine objektive Nothwendigkeit haben. (Seite 168). E mp f i n d u ng u. s. w. Das Gegebene in der Vorstellung kann bei Herrn K a nt nicht dasjenige darin heissen, das eine Ursache ausser der Vorstellungskraft hat; denn nicht zu gedenken, daß man das D i n g a n s i c h (noumenon) ausser der Vorstellungskraft nicht als Ursache erkennen kann, indem hier das Schema der Zeit fehlt; man kann es auch nicht einmal assertorisch denken, weil die Vorstellungskraft selbst, so gut als das Objekt ausser derselben, Ursache der Vorstellung seyn kann. Das Gegebene kann also nichts anders seyn, als dasjenige in der Vorstellung, dessen Ursache nicht nur, sondern auch dessen Entstehungsart (Essentia realis) in uns, uns unbekannt ist, d. h. von dem wir bloß ein unvollständiges Bewußtseyn haben. Diese Unvollständigkeit des Bewußtseyns aber kann von einem bestimmten Bewußtseyn bis zum völligen [420/416] N i c ht s durch eine abnehmende unendliche Reihe von Graden gedacht werden, folglich ist das bloß Gegebene (dasjenige, was ohne alles Bewußtseyn der Vorstel-

[421/417]

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lungskraft gegenwärtig ist) eine bloße Idee von der Gränze dieser Reihe, zu der (wie etwa zu einer irrationalen Wurzel) man sich immer nähern, die man aber nie erreichen kann. (Ibid.) An s c h a u u ng etc. E r s c h e i n u n g etc. Die Vorstellung der r o t he n F a r b e z. B. bestehet aus der Empfindung dieser besondern sinnlichen Qualität, deren Mannigfaltiges den Formen der Anschauung (Zeit und Raum) nach geordnet ist; sie ist also eine bestimmte empirische Anschauung. Hingegen ist Erscheinung der, von der rothen Farbe und allen andern sinnlichen Vorstellungen abstrahirte, Begrif von einer sinnlichen Vorstellung überhaupt. (Ibid.) A p r i o r i etc. Erkenntniß a priori überhaupt heißt eine Erkenntniß aus Gründen (cognitio philosophica). Das Prädikat wird dem besondern Subjekte darum beigelegt, weil es schon vorher dem Allgemeinen, worin dieses Besondere enthalten, beigelegt worden ist. Z. B. ich urtheile, daß die Summe der Winkel eines rechtwinklichten Dreiecks von gegebener Größe zweien rechten gleich ist; warum? [weil][421/417] weil ich schon vorher weiß, daß die Summe der Winkel eines Dreiecks überhaupt zweien rechten gleich seyn muß. Absolut a priori, erfordert noch eine Bedingung, daß nämlich der letzte Grund des Urtheils oder das allgemeine Urtheil worauf ich alle besondern reduzire, selbst a priori ist. Dieses ist aber nicht möglich, so lange die Bedingung des Urtheils eine besondere Bestimmung des Subjekts ist (indem es eine unendliche Reihe voraussetzt). Die Bedingung muß also der allgemeine Begrif von Ding überhaupt seyn. Es giebt aber kein anderes Urtheil von der Art als das der Identität und des Widerspruchs, wo die Bedingung des Urtheils kein bestimmtes Objekt, sondern eine nothwendige Form ist. (Seite 170). U nd w i r d b l o ß i n d e r s y m b o l i s c h e n E r k e n nt n iß g e br a u c ht etc. Ein Widerspruch kann nur zwischen den Zeichen entgegengesetzter Formen (S e y n und N i c ht s e yn ), nicht aber zwischen den Objekten, oder zwischen diesen und den Formen, Statt finden; folglich wird es bloß von der symbolischen Erkenntniß (siehe Anhang über symbolische Erkenntniß) gebraucht. In dieser kann ich eben sowol sagen: ein Dreieck ist möglich, oder ein Raum kann in drei Linien eingeschlossen werden, als: ein [422/418] Dreieck ist nicht möglich; in beiden Fällen enthält der Satz keinen Widerspruch. In der anschauenden Erkenntniß hingegen kann ich nur das erste sagen; warum? weil ich es wirklich so denke. D. h. diese apodiktische Beziehung der Form auf bestimmte Objekte (welche apodiktische Beziehung eine besondere Bestimmung der Form ist) setzt schon die Möglichkeit der

ins Unendliche voraus. daß sie die kürzeste war). weil sie einem Objekte überhaupt beigelegt werden muß. sondern empirischen Konstruktion (wenn ich eine gerade Linie aufs Papier gezeichnet hatte. indem er zeigt. (Seite 176). daß wenn der Satz von einer gewissen Potenz seine Richtigkeit hat. w. desto mehrere Möglichkeiten denkt es auf einmal. §. d. Aber auch nicht im letzten Gliede (wenn wir diese Idee realisiren wollen). nicht in einer reinen. sie wird darum dem [424/420] besondern Objekte beigeleget. nach meiner Erklärung. D a ß d e r Au s d r u c k . er auch von der nächst höheren Potenz gelten muß (siehe Anfangsgründe Analysis endlicher Größen. denkt bloß Raum in Beziehung auf drei Linien als möglich. denn bei diesem gehet gewiß die Möglichkeit nicht der Wirklichkeit voraus (siehe Seite 249). (Seite 173). findet. möglich sei. D. Dieses setzt abermals ein drittes denkendes Wesen u.. Sagt man: ein Dreieck muß möglich seyn. Objektive Nothwendigkeit kann nur dem Satze des Widerspruchs (in so fern es eine nothwendige Beziehung eines Subjekts überhaupt auf ein Objekt überhaupt bedeutet). ehe ich es wirklich denke? Vermuthlich heißt es so viel: ein anderes denkendes Wesen. das mich als etwas Bestimmbares mit dem Dreiecke als Bestimmung vergleicht. auch das erste in Beziehung auf dasselbe als möglich denkt u. w. nicht aber einem sich auf ein besonderes Objekt beziehenden Satze beigelegt werden. s. oder den Kategorien (in so fern dadurch in Beziehung auf unser Subjekt ein reelles Objekt überhaupt gedacht werden kann). da wir keine Definition derselben. Auf eine ähnliche Art beweißt Herr Hofrath K ä s t ne r den Satz. Dieses setzt aber ein anderes denkendes Wesen b. h. daß es das Dreieck an sich. s. weil ich es sonst nicht denken könnte. so frage ich: was heißt es. Das denkende Wesen a z. We i l i c h e s i m m e r s o w a hr g e n o m m e n h a b e u. daß die reelle Möglichkeit dem [423/419] Denken eines Objekts vorausgehen soll. w. 45). Denn was soll denn die reine Konstruktion einer geraden Linie seyn. fand ich immer. s. B. . s. w. daß jede Potenz der 2 grösser. L a ß t u n s e r s t l i c h a n n e h m e n u.198 - [423/419] Form an sich (Abwesenheit des Widerspruchs) voraus. das ausserdem. ehe ich es wirklich denke. Diese hingegen ist bloß a posteriori. es muß möglich seyn. Je weiter ein Glied dieser Reihe kommt. daß ic h durch die Modifikation D r e i e c k bestimmt. h. o b j e k t i v e N o t hw e nd i g k e i t u. folglich keine Entstehungsregel a priori angeben können? (Seite 175). als ihr Exponent ist. Fordert man also. w. so wird man diese Möglichkeit in keinem Gliede dieser Reihe antreffen. s. Jene Nothwendigkeit ist a priori.

[425/421] (Seite 178). wodurch jedes Objekt von allen andern unterschieden ist. und daß diese beiden nothwendig sind. Ka nt s Theorie abnehmen können) dadurch ge-[425/421]dacht. weil jede Form nichts anders. das Gegebene im Objekte. . die mehreren Objekten gemein ist. sondern in der besondern Beschaffenheit der Vorstellungskraft seinen Grund hat. denn dieses hat gar keine Bedeutung. d. die sie jedem derselben leidet. als diese: 1) Allgemeinheit in Beziehung auf die Objekte. eben dasselbe. kann nicht zur Form (Vorstellungsart). Die Frage ist aber: wodurch wird sie erkannt. das nicht im Objekte. eigen ist. was jeder Vorstellungsart überhaupt. D i e s e r S a t z : 5 + 7 = 12 u. Sie ist keine Form a posteriori. oder bloß in der Vorstellungskraft ihren Grund hat? Ich habe keine andere ausfindig machen können. s. Dieses ist aber bloß eine Bedingung. daß das erste Merkmal bloß eine Conditio sine qua non ist. h. was sie ist. Sie ist keine Form a priori. Z. was nicht mehreren Objekten eigen ist. Von dieser Art ist Raum (wie auch Zeit). B. weil sie keine Bedingung eines Objekts ist. dem sie gegeben wird. w. B. was seinen Grund in einer besondern Vorstellungsart. wodurch es erkannt und von allen übrigen . s.199 - Man könnte die Frage aufwerfen: was ist eine bestimmte Zahl? Sie ist kein Objekt a posteriori (etwas Gegebenes). die Materie (das Gegebene) ist. hat. nämlich: finde ich eine Vorstellung. 2) Besonderheit in Beziehung auf das Subjekt. so erkenne ich daran. oder durch welche Merkmale kann man irgend einer Bestimmung der Vorstellung ansehen. ob sie im Objekte. sondern auf eine Vorstellungskraft überhaupt (entweder als die Materie selbst. sondern unserer Vorstellungsart ist. w. Ferner: die materielle Verschiedenheit der Objekte ist eine nothwendige Bedingung ihrer Wahrnehmung als besondere Objekte für jedes Subjekt ohne Unterschied. A be r d i e s e s b e w e i s e t nu r . z. d a ß R a u m e i n a l l g e m e i n e r u. nicht aber. daß sie keine Bestimmung der Objekte selbst (weil diese bloß dasjenige. seyn kann). Was ist sie denn? (Seite 179). ein Objekt zu denken. Raum ist nicht. und nicht in demjenigen. daß sie dasjenige in der Vorstellung eines Objekts ist. Man siehet hieraus. oder als ihre Bedingung) gehören. zur Form gehört. die Art des Denkens eines Objektes vom Objekte selbst (dem Gegebenen). indem die Abänderung. wodurch dasjenige erkannt wird. als eine Bedingung a priori seyn kann. wodurch Form von Materie. sondern zur Materie (dem Gegebenen) gehören. Es kann aber zu dieser nicht nur in Beziehung auf eine besondere. weil sie bloß eine bestimmte Art ist. wie das Rothe. in Be[426/422]ziehung auf jedes denkende Wesen. in Beziehung auf eben dasselbe Objekt. Eine Form wird (wie weit ich habe aus Hrn. denn sonst wäre sie nicht bloß Materie.

am allerentferntesten vom letzten Subjekt im Objekte. folglich findet sich hier das erste Requisitum. nicht aber für eine Form. mein Subjekt als Substanz zu bestimmen? Man bedenke aber. h.200 - [427/423] unterschieden wird. die aber im Objekte ihren Grund hat. aber nicht wie Herr K a nt für eine bloß subjektive (in Beziehung auf eine besondere Art Subjekte nothwendige). We i l i c h m i c h d u r c h s D e n k e n i m m e r z u s o w a s n ä h e r e u. nämlich das Merkmal einer Form im Gegensatz von Materie. Es fehlet aber hier das zweite Requisitum. Also vor dem Urtheile war mein Ich Mensch durch a z. abstrahirt von unserer Vorstellungsart. mir hingegen immer e t w a s in Beziehung auf irgend ein Subjekt überhaupt. d. daß wenn ich urtheile: Ich bin ein Mensch. was für ein Recht habe ich also. w. B. h. sondern für eine objektive (in Beziehung auf jedes Subjekt überhaupt nothwendige) Form. auf eine individuelle Art bestimmter Mensch (ohne ihn wirklich zu bestimmen). [428/424] Man könnte zwar einwenden.. d. Hingegen in Ansehung desselben als Anschauung (Bild dieser Verschiedenheit). . ich bin ein unbestimmter. nach mir aber als Begrif eine Form aller Objekte überhaupt. Der Unterschied zwischen Herrn Ka nt s Theorie und der meinigen bestehet also darin: Nach Herrn Ka n t ist Raum bloß eine Form der Anschauungen. s. [427/423] Ich halte (da es nicht ausgemacht werden kann) also Raum zwar für eine Form. h. sondern meinem Subjekte näher gekommen. so heißt es nicht. und als Anschauung ein Bild dieser Form. (Seite 193). durch eine unbekannte Bestimmung bestimmt. das Objekt selbst. zwar eine Form. halte ich Raum bloß für einen allgemeinen Begrif. oder das Merkmal der Subjektivität (das doch in Ansehung der Kantischen Theorie von großer Wichtigkeit ist). folglich ist in der That auch das allgemeinste Prädikat im Urtheile von keiner größern Ausdehnung. d. sondern dem transscendentalen Subjekte immer nähere. weil hier das zweite Requisit (das Merkmal der Subjektivität) fehlet. Ihm ist es n i c ht s im Objekte selbst. daß ich mich durchs Denken nicht meinem Subjekte. Aber dieses (nach meiner Hypothese) in Ansehung des Raumes als Begrif (der Verschiedenheit überhaupt). sondern eine Beziehung mehrerer Objekte auf einander ist. Durch die Substitution einer unbekannten Bestimmung der bekannten (obgleich sie sich auf die bekannte beziehet) bin ich also nicht bloß einem transscendentalen. sondern ein. weil es keine Bestimmung im Objekte. als das letzte Subjekt im Urtheile. Durch das Urtheil aber denke ich mich als Mensch durch x. bestimmt wahrgenommen.

das Subjekt von a.? Aber was folgt daraus? Nichts sonst. weil sonst das Subjekt nie die im Objekte wechselnden Bestimmungen in einem Bewußtseyn auf einander beziehen kann. d. s. h. es muß aber doch. ae. weil sonst B zwar Wahrnehmung (subjektive) nicht aber Erfahrung (objektive Wahrnehmung) einer Veränderung haben würde. etwas Beharrliches. zu definiren im Stande seyn werden. sondern als etwas das wiederum durch Prädikate bestimmt wird. I c h be m e r k e a b e r u. ihrem innern Wesen nach. 2) Daß A als das Objekt von B unter diesen verschiedenen Bestimmungen in Ansehung dieses Letztern (in Beziehung auf seine Zeit) etwas (ausser diesen wechselnden Bestimmungen) mit sich selbst einerlei d. setzt die Wahrnehmung der Beharrlichkeit im Subjekte als Objekt betrachtet. Der Unterschied zwischen A und B wird also bloß darin bestehen. folglich beharrlich. U nd a l l e W a hr h e it e n a u f e i n e e i n z i g e W a hr h e it r e d u z i r t w e r d e n m ü s s e n u. daß nämlich jenes sich selbst. Sagt man: vielleicht ist die Einerleiheit des Bewußtseyns des A in Beziehung auf seine Zeit selbst im Bewußtseyn des B in Beziehung auf die seinige veränderlich. Die Wahrnehmung einer Veränderung im Objekte. werden kennen lernen. weil wir die Gegenstände selbst. w. (Seite 211). h. als daß wir diesen Zusammenhang nicht einsehen. [429/425] Von systematischen Wissenschaften wird es mir jeder leicht zugeben. w. und diesem: der Magnet zieht das Eisen. zu verschiedenen Zeiten mit sich selbst einerlei ist. zu einer andern aber die Bestimmung ae hat. dieses hingegen das A nicht als [431/427] das letzte Subjekt. zu einer Zeit die Bestimmung a. und zwischen diesem und dem Pythagoreischen Satze z. alsdann wird sich auch dieser Zusammenhang leicht ergeben. weil sonst das Subjekt die verschiedene Bestimmungen seiner selbst. daß es z. des Magnets u. s. w. . so daß wir diese Gegenstände.[429/425] . ae. Laßt uns annehmen zwei denkende [430/426] Wesen A und B. s. Man wird aber fragen: was für ein Zusammenhang ist zwischen dem Satz: die Luft ist elastisch. als beharrlich.201 - (Seite 198). der Grund davon aber ist. es würde nicht einmal eine subjektive Veränderung wahrnehmen. weil es sonst diese beide verschiedene Vorstellungen auf sich als eben dasselbe Subjekt nicht beziehen würde. B. Aber auch Wahrnehmung der Beharrlichkeit im Objekte. nicht kennen: wenn wir alle Eigenschaften der Luft. betrachtet würde. nicht als verschiedene Bestimmungen des Objekts ansehen kann. So muß man annehmen: 1 daß B als das Objekt dieser verschiedenen Vorstellungen a. ihrem innern Wesen nach. B. Einem jeden derselben muß also Einerleiheit des Bewußtseyns zu verschiedenen Zeiten (in Beziehung auf seine Zeit) beigelegt werden. haben muß.

sondern sie muß auch objektiv (in Ansehung eines dritten C. (Seite 241. verschiedene [433/429] philosophische Systeme. sowohl in Ansehung der Recht. ohne eben dadurch etwas Beharrliches in ihm voraus zu setzen. h. denn sonst müßte die Zeit in beiden einerlei. daß dieses z u g l e i c h keine Zeitbestimmung (denn damit hat die Logik nichts zu schaffen) sondern bloß die objektive Einheit des Bewußtseyns bedeutet.202 - [432/428] zwar nicht das A sondern das letzte Subjekt in demselben als einerlei mit sich selbst. wodurch ein logischer Widerspruch entspringt. sondern in A objektiv vorgegangen ist. was ich bisher vorgetragen habe. denn ein Etwas von a Verschiedenes b zu setzen. Da aber mit diesem eben der Fall ist. muß man vorher a heben. Indirekte aber kann man diesen Satz auf einen Widerspruch reduziren. z. In der Metaphysik aber wird er so ausgedruckt: eben demselben logischen Objekte können nicht durch eben dieselbe Form zwei sich ausschließende Inhalte (a und nicht — a wodurch der Satz zugleich bejahend und unbestimmt wird) beigelegt werden. daß kein Subjekt überhaupt die Veränderung in A absolut denken kann. sich nicht widerspricht. so folgt hieraus. Hier ist kein direkter Widerspruch. In der Logik wird er so ausgedruckt: die entgegengesetzten Formen der Urtheile (Seyn und Nichtseyn) können keine zusammengesetzte Form (der Inhalt mag übrigens seyn was es will. S c h l u ß . d. als beharrlich denken. als auch ihrer Beförderung oder Hinderung des Interesse der Vernunft zu vergleichen. Nach dem. indem Realitäten sich ausschließen. nothwendig. §. .. Die Veränderung der Relation aber. b zu seyn. h. ist nicht die subjektive Einerleiheit des Bewußtseyns von B hinreichend. glaube ich nun im Stande zu seyn.A n m e r k u n g .oder Unrechtmäßigkeit ihrer Ansprüche. betrachtet werden. objektiv seyn. Also um zu urtheilen: daß die Veränderung der Einerleiheit des Bewußtseyns von A nicht bloß in B subjektiv. oder die Veränderung von A in Beziehung auf die Zeit von B macht zugleich die Veränderung B in Beziehung auf die Zeit von A. ja so gar logisch) ausmachen. als mit B. B. aber nicht widersprechen. d. 7). Ferner bemerke ich. wider die Voraussetzung. weil a und zugleich etwas von a verschiedenes. G e hö r t d e r S a t z d e s W i d e r s p r u c h s z u r L o g i k o d e r z u r M e t a p h ys i k ? [432/428] Ich antworte hierauf: er gehört beiden zugleich.

daß wir das Vermögen haben. von den sinnlichen Gegenständen und ihren mannichfaltigen von uns wahrgenommenen Beziehungen auf einander abstrahirt. sind bei ihnen keine reelle. u. welche nichts anders als verschiedene uns mit den Dingen selbst gegebene Arten. so könnten doch deswegen die Objekte (obschon auf eine andere Art. denn wie soll man sie widerlegen? Dadurch. daß die Asymptote. Ferner behaupten sie. Existirten diese Objekte nicht. die die Thiere in einem vorzüglicherm Grade besitzen. die in einer Proportion sind. Aber sie verdienen auch nicht widerlegt zu werden. einander schneiden müssen.. sind lauter InduktionsSätze! Das Interesse der Vernunft muß nach dieser Behauptung gänzlich wegfallen. Diese behaupten: daß die Objekte unsrer Erkenntniß uns a posteriori gegeben. als wir sie denken) existiren. Aber genug hievon! 2) Die empirische Dogmatiker und rationelle Skeptiker. sie mag so weit gezogen werden als man will. das Rothe das Abstraktum eines sinnlichen Dinges. denn sie behaup-[434/430]ten — nichts. zugleich zum Bewußtseyn dieser Formen selbst . u. weil nach ihr die Vernunft selbst gänzlich zernichtet wird. Ich muß gestehen. kurz daß ein Ding nicht zugleich wirklich und nicht wirklich. daß man zeigt. als Objekte zu d e n k e n . sich in Theile.203 1) Die Empiriker. und Erwartung ähnlicher Fälle. sondern auch als Formen in den Objekten zu e r k e n n e n. d. daß ich mir von einer solchen Denkungsart keinen Begrif machen kann. die Dinge zu betrachten. nämlich der rothen Farbe ist. sondern bloß logische Objekte.[434/430] . das eins ist. Diese sind in der That unwiderleglich. Diese wollen kein so wenig materielles als formelles Princip a priori zugeben. sondern bloß vermittelst der Wahrnehmung eines Schema’s oder Merkmals an den Objekten. h. daß ihre Behauptung ungereimt. so daß wir durch das Urtheil: daß diese Formen den Objekten zukommen. möglich und nicht möglich sey. Diese Herren gestehen sich selbst kein größeres Vermögen zu. Existirten wir sammt diesen Formen nicht. sind. nicht bloß diese Formen an sich. dergl. und so wie z. offenbare Widersprüche enthalte? Sie wollen den Satz des Widerspruchs nicht zugeben. die sich in einem Zirkel einander schneiden. als eine Art Instinkt. Dieses E r k e n n e n geschiehet aber nicht durch eine unmittelbare Wahrnehmung. B. Daß jede zwei Linien. aber die Formen derselben in uns a priori sind. Ihnen sind alle unsre (auch die allereinfachsten) Begriffe und (allergemeinsten) Urtheile (selbst der Satz des Widerspruchs nicht ausgenommen) a posteriori. so ist bei ihnen die Einheit das Abstraktum eines Dinges. so könnten wir doch (auf eine [435/431] uns unbekannte Weise) existiren. das sie judicium practicum nennen. Alle von uns so genannten intellektuellen Dinge. die krumme Linie nie berühren kann. dergl.

Die sinnlichen Objekte sind verworrene Vorstellungen von diesen Vernunft-Objekten. daß gewisse Formen gewissen sinnlichen Objekten zukommen? so antworten sie: Allerdings. (ich meine die synthetischen. uns gegebne Objekte durch von uns gedachte Formen zu erkennen. nämlich der Identität und des Widerspruchs. daß dieses das Leibnitzische System (wenn es recht verstanden wird) ist. d. was thut das zur Sache? ich will darüber keine Stimmen sammeln. und daß dieses Vermögen nicht bloß darin bestehet. Wenn die Vernunft ihre Formen von sinnlichen Objekten gebraucht. um der Vernunft. Fragt man die Kantianer: ob wir in der That urtheilen. die aber doch wegen ihrer Allgemeinheit in Beziehung auf uns. die sie vorstellen (daß aber diese Formen diesen Objekten zukommen.204 - [436/432] gelangen. sondern bloß. sondern bloß in so fern sie dieses Merkmal haben. Diese erweitern also den Gebrauch der Vernunft mehr als die vorigen. Fragt man sie ferner: woran erkennen wir dieses? so antworten sie: An einem Merkmal a priori. Fragt man mich: wer sind diese rationelle Dogmatisten? so weiß ich für jetzt keinen zu nennen. den andern Formen hingegen legen sie bloß eine subjektive Realität mit Gewißheit bei. Vollständigkeit und systematische Einheit zu verschaffen. um dadurch etwas in den Objekten zu bestimmen. Dieses ist das Kantische System. in ihrem Gebrauche einschränkt. der sie objektive Realität beilegen. gebrauchen. so ist doch dieses Merkmal von der Beschaffenheit. Diese behaupten: daß so wohl die Formen als die Objekte unsrer Erkenntniß selbst in uns a priori sind. [436/432] 3) Rationelle Dogmatiker und empirische Skeptiker. Aber es sey das Leibnitzische System oder nicht.. wodurch das Interesse der Vernunft auf keine Weise geschmälert wird. sie wollen nur von einer einzigen Form wissen. welches zu bezweifeln ist) so geschieht es nicht unmittelbar. eben die Dienste thun. daß es (weil es eine Form a priori ist) nur mit der Vernunft selbst aufhören kann. Der allgemeinere Gebrauch dieser Formen von den Dingen an sich auch ohne dieses Merkmal. dienet nicht dazu. denn obschon es die Vernunft durch Hinweisung auf dieses Merkmal. daß die Vernunft diese Formen hat oder gebraucht. sondern vermittelst der Vernunft-Objekte. Es ist nicht bloß rechtmäßig. braucht als eine unmittelbare Wahrnehmung kein Merkmal). [437/433] als wenn sie objektive Realität hätten. Auf der andern Seite aber bezweifeln sie das Faktum selbst. das sich nothwendig auf Objekte a posteriori . Ich glaube aber. ausser mich selbst. M e nd e l s s o h n sagt irgendwo: in Ansehung der Wahrheit müssen Stimmen gewogen. h. nicht gezählt werden. Wir können daher diese Formen nicht von den Objekten an sich. sondern es befördert auch das Interesse der Vernunft im höchsten Grade. sondern durch diese Formen die Objekte selbst hervorzubringen.

als die Art. daß das erste bejahet werden muß. als eine andere gemacht hat.205 - beziehet. das schwerer zu fassen ist. wie wir zur Gewißheit des Urtheiles über dieses Zusammenstimmen in besonderen Fällen gelangen. Erziehung und Lebensweise an. so bezweifle ichs. durch die beständige Näherung zu den intellektuellen Objekten. (nicht vermittelst eines Schema’s a priori in den sinnlichen Objekten. Ferner: wenn man sich einmal durch Erziehung und Berufsgeschäfte eine gewisse Denkungsart geläufiger. muß doch in Ansehung derjenigen. auch ohne dergleichen subjektives Merkmal durch ein objektives Merkmal an den Dingen selbst bewerkstelligt werden könne. als jene. obschon diese der Natur der objektiven Vernunft überhaupt angemessener seyn mag. woraus sich wird erklären lassen. als den andern zugetan sind. . Nachdem ich also diese verschiedenen Systeme. worauf sie die Formen unmittelbar beziehen. wie die letzteren) unterbrechen sie den Fortschritt der Vernunft. Das objektive Interesse der Vernunft befindet sich auf jenes. untereinander verglichen habe. diesem nachgesetzt werden. die Formen unserer Erkenntniß aber a priori gegeben sind. Seite. behaupten. als dieses. wie die ersteren. das subjektive hingegen auf dieses. und hemmen ihr Interesse. obschon jenes das objektive Interesse der Vernunft mehr. als ein anderes.[438/434] . sie erklären aber so wenig die Möglichkeit dieses Zusammenstimmens überhaupt. warum gewisse Klassen denkender Subjekte [439/435] gewissen Systemen (wegen eines subjektiven Interesse) mehr. 4) Ein aus dem vorigen zusammengesetztes System: Die demselben zugetan sind. Folglich kann dieses System sich auf keine Art behaupten. des materiellen Interesse. Da ich mich aber hierüber im Werke selbst genugsam erklärt zu haben glaube. auf das zweite aber antworte ich: daß dieses unter Voraussetzung. in Ansehung des objektiven formellen Interesse der Vernunft an sich. Ein System. d. so daß wir (unserm jetzigen Zustande nach) uns demselben beständig nähern. so daß diese mit einander zusammenstimmen. so wird doch die subjektive Vernunft jene dieser vorziehen. Es kommt hier auf Fähigkeit. h. will ich sie auch in Ansehung des subjektiven materiellen Interesse der Vernunft unter einander vergleichen. Dieses System ist den mehresten Wolffianern eigen: durch Setzung der Objekte an sich. die es ohne große Anstrengung nicht fassen können. daß die Objekte uns a posteriori. so will ich mich hier nicht länger dabei aufhalten. Fragt man mich hingegen das erste. oder vermittelst einer Auflösung derselben in eine unendliche Reihe. ohne es je völlig erreichen zu können (wodurch die völlige Gewißheit des Urtheils noch immer zurück gehalten wird). befördert. wodurch dieses Urtheil immer einen höhern Grad der Wahrscheinlichkeit be- [438/434]kommt).

welches bei ihnen nicht immer der Fall seyn möchte. ausser Ka n t s formellem Prinzip. wenn. an keinen Begrif von Recht und Gesetz zu denken ist. weil sie dadurch eine schöne Gelegenheit bekommen. wodurch sie ihre Thätigkeit auf einmal unterbrechen. Ihr subjektives Interesse erfordert. Oder gesetzt. daß sie ihre Deduktionen aus festen Prinzipien. da doch in der That nicht der Gegenstand. s t ö r e t i h r d a s V o lk i n s e i n e r T hä t i g k e it ? V e r w a lt e t e u e r A mt p f l i c ht m ä s s i g ! Die Politiker müssen sich an den Empirismus halten. Und so ist es auch mit den Juristen beschaffen. wenn man ihnen die unerwartete Frage aufwirft: was ist salus populi? und worin bestehet es? (welches doch das allgemein anerkannte Prinzip ihrer Wissenschaft ist).206 - [440/436] das eine gewisse Lebensart an ein gewisses System haben kann. die dieses alles mit Recht zu fordern glaubt. ihre anatomische und physiologische Kenntniß. und wenn man wiederum verlangte. kanonisches Recht u. nachdem sie ihr römisches. nicht zu erwähnen. als an den andern Systemen. in Erklärung aller Lebensverrich-[441/437]tungen aus dem bloßen körperlichen Mechanismus zu detailliren (aus welchem löblichen Grunde sich viele derselben in der That für den Materialismus erklären). den Regeln der Logik gemäß. explicirt haben. in dem entgegengesetzten System (der Spiritualisten). man ihnen die unerwartete Frage: was ist R e c ht überhaupt? aufwürfe. in ihrer Anwendung desselben auf besondere Fälle Schritt vor Schritt den logischen Regeln gemäß zu verfahren. das sie ebenfalls mit ihrer anatomischen und physiologischen Kenntniß unterstützen. da doch. Auf der andern Seite aber finden sie auch eben dasselbe Interesse. sondern das Gesetz der Vernunft selbst ihre Gränze ist. Es wird ihnen übel zu Muthe. sie finden aber dieses mit einer Schwierigkeit verknüpft. Die Theologen z. Die Mediziner befinden sich in diesem Betracht in einer verzweifelten Lage. daß sie diese Kenntnisse im . so werden sie es doch für lächerlich halten. B. daß sie sich über dieses Prinzip selbst vereinigen könnten. völlig herleiten sollten. nämlich in Annehmung einer unendlichen Weisheit und Güte. Der Unterschied bestehet bloß darin. (wenn sie zugleich Philosophen seyn wollen) finden natürlicher Weise mehr subjektives Interesse an dem Wolffischen. Sie würden es sehr seltsam finden. M o s e s u n d Aa r o n (ihr Theologen). nämlich: diese Erklärungsart setzt viel mathematische und mechanische Kenntniß voraus. das die Gegenstände ihres Berufs für eine bloße Idee. nach Herrn K a n t s und meiner Erklärung dieses Worts. w. s. sie machen also ihre subjektiven zu objektiven Gränzen der Vernunft an sich.. Man kann ihnen daher mit gerech-[440/436]tem Unwillen vorwerfen: W a r u m . daß sie dem System der Materialisten beipflichten. Es will ihnen ein System nicht behagen. Sie müssen daher einer Denkungsart nicht gar zu günstig seyn. hält.

daß kein denkender Leser glauben wird. Übrigens hoffe ich. keinesweges aber gewaltsame Eroberungen. wenn sie sich ereignen sollten. und nachdem sie sowol ihre Kräfte. die ich hochschätze. Ich wollte hier überhaupt keine Fakta darstellen. Aber. daß dieser unbegränzt ist. die von den Guten und Weisen dafür gehalten werden. daß sie ihre Zöglinge zum Selbstdenken und Handeln. ein ächtes pädagogisches Prinzip! — Und so ist es auch mit andern Lebensarten beschaffen. dem freien Willen und den Gesetzen der Vernunft gemäß. nicht aber zu auswärtigen Eroberungen hinreichend sind. wodurch sie die ganze Welt zu Kindern machen. Sie findet. als ihre rechtmäßigen Ansprüche untersucht hat. ehe sie sowol ihre Kräfte. nach Gesetzen der Mechanik. schärfen sie ihnen vielmehr die sklavische Nachahmung ein. als ihre Ansprüche genau untersucht hat. Nach Kants System wird die Vernunft zu ihrer Selbsterkenntniß zurück geführt. zu erklären sucht). zueignet). daß diese bloß zur Sicherung ihres Besitzes. [442/438] die sie erziehen und bilden müßten. aber wer sind diese? Diejenigen. daß sie das allgemeine Interesse der Vernunft und der Menschheit ihrem Berufsinteresse vorziehen. daß sie und ihre Wirkungsart nur unter Voraussetzung . sondern bloß dergleichen Fakta. oder ein S t a h l (der selbst alle bloß körperliche Verrichtungen der Seele. Nach Wolffs System also gehet die Vernunft auf Eroberungen aus. aber sie findet zugleich. ich kenne und habe sogar Männer von jeder dieser Klassen zu Freunden. er wird daher entweder ein l a M e t t r ie (der selbst das Empfinden und Denken aus der Organisation. sie kann daher denselben nie auf einmal geniessen. Also anstatt. sondern wankt beständig von der einen Seite zur andern. Männer. Nach meinem Sy-[443/439]stem (oder Nichtsystem) hingegen denkt die Vernunft zwar auf keine auswärtigen Eroberungen. Was soll also der philosophirende Mediziner machen? Er nimmt nach Zeit und Umständen Partei.207 - ersten Falle auf die caussa efficiens. oder er nimmt gar keine Partei. sie ziehen demselben das Vollkommenheitssystem vor. sondern bloß auf Sicherung ihres rechtmäßigen Besitzes.[442/438] . der er eine vollkommene Einsicht in die Beschaffenheit des Körpers beilegt. Den Pädagogen muß natürlicher Weise das Kantische Moralsystem nicht sonderlich behagen. das sie nach Herzenslust nach Zeit und Umständen moduliren. aus der Lage der Sachen begreiflich machen. und von denen ich gewiß überzeugt bin. anführen sollen. könnte man mit Recht fragen: wen soll man doch nachahmen? Die Guten und Weisen. sondern bloß nach und nach bis ins Unendliche: das sind aber bloß rechtmäßige Erwerbungen. daß ich bei Schilderung dieses mannigfaltigen subjektiven Interesse irgend jemand ins Besondere im Sinne hatte. im letzten aber auf die caussa finalis anwenden. findet sie.

wenn man sich nicht dazu gehörig vorbereitet). tho ever so insecurely. ’Tis as if men fancy’d themselves drowning whenever they dare trust to the current of Reason. there is a certain way of Questioning and Doubting which noway suites the Genius of our Age. j am to present you with. Die erstere hingegen fängt vom Besondern an. die eines Plato würdig sind) sagen: „Die Schüler der Weisheit finden keine Ruhe. Die Idee der völligen Erreichung derselben ist die Idee ihrer Vereinigung. There they chuse afterwards to hang. Men love to take party instantly. He who has got hold of an Hypothesis how flight soever is satisfy’d. [445/441] .) beziehen: s i e w a l l e n vo n Kr a ft z u r Kr a ft .und Coordination (als Art und Geschlecht. and with a few Terms of Art give an Account of every thing without trouble. oder als verschiedene Arten eines Geschlechts) stehet. Jede von ihr auf diese Art hervorgebrachte Synthesis macht ein reelles Objekt aus. that in this academick philosophy. und schreitet (durchs Bestimmen) immer mehr zum Besondern (ich verstehe darunter nicht ein Anfangen und Fortschreiten der Zeit. p.208 - [444/440] einer unendlichen Vernunft möglich ist. sondern bloß der Natur nach). they know not whither. e r s c h e i n e n vo r d e r A l l m a c ht i n Z io n . indem sie immer eine der Region angemessene Beschaffenheit bekommt. dieses geschieht in der Zeit. upon the easiest terms. weder in diesem noch in dem künftigen Leben. und in der reinen ätherischen Luft zu ersticken (welches freilich der Fall seyn muß. das mit allen übrigen im Verhältnisse der Sub.“ worauf sie nach ihrer Weise die Worte des Psalmisten (84. [444/440] Sie darf sich also selbst keine andern Gränzen setzen.) belacht mit Recht diese eitle Furcht. rather than trust their strength to hear them above water. und dieses durch lauter unendliche Reihen. Diese Vernunft nähert sich jener bis ins Unendliche. sie braucht auch nicht zu befürchten. und steiget immer (durchs Abstrahiren) zum Allgemeinern (das Besondere bedeutet hier bloß Mangel des Allgemeinen. „You know too. He can presently answer every Objection. they want to be rid of it. the Examination torments’em. oder des verschiedenen Dingen gemeinschaftlichen Begriffes. They can’t bear being kept in suspence. and are ready to catch at the first twig. sich in die höhern Regionen zu versteigen.“ Unsere Talmudisten (die gewiß zuweilen Gedanken geäussert haben.8. Shaftesbury (Characteristiks. They seem hurrying away.. Der Unterschied zwischen beiden (ausser der Unendlichkeit) bestehet darin: die letztere fängt von dem Allgemeinsten an. denn das Besondere im engsten Verstande kann nur nach Erlangung des Allgemeinen Statt finden). 124. 2.

Dinge l. b α l. a l l e n d i e s e n . Konstruktionen l. alle l. h . alle diese l. . a = α b statt = α b. s. wechseltige l. d . schalte ein: i n A n s e h u n g u n s e r e r . a n g e n o m m e n e . werden l. v o m V e r s t a n d e selbst nach einem objektiven Grunde hervor gebracht. n a c h e i n s e i t i g schalte ein z u g l e i c h . 2 5 6 14 21 — 28 34 — 37 — 47 — 53 65 66 69 83 90 104 — 112 — 120 Zeile. d e r L a g e . angenommen l. w. j e d e r . h e b e n . s p i t z w i n k l i c h t e s . schalte ein nach h e v o r g e b r a c h t s e y n : o d e r a u c h f r e i w i l l i g . 22 17 7 4 2 15 7 22 23 6 7 7 12 5 21 4 4 4 24 17 20 2 3 6 nach G e g e n s t ä n d e schalte ein v ö l l i g . z u g l e i c h muß weg.. O b j e k t e . w a h r n e h m e n . Nach a u c h i s t l . D i n g . Nach m u ß a u c h . e t w a s G r o ß e s ( Q u a n t u m ) d o c h n i c h t a l s e i n e G r ö ß e Q u a n t i t ä t . w ü r d e n . spitzwinklichter l. anstatt e i n e G r ö ß e u. schalte ein: a n s i c h . w e c h s e l s e i t i g e . schalte ein: i n d e r s e l b e n A n s c h a u u n g . haben l. der Zahl l. b α. wenn wenn lies w e n n . nach es muß. Wahrnehmung l.209 - [445/441] Verzeichniß der Druckfehler Seite. K o n s t r u k t i o n . zwischen d e r und A n s c h a u u n g schalte ein: F o r m e n . nach rother Punkt. objektive l.

I n t e n t i o n . für Bedingungen l. des Objekts l. S u b j e k t s . d e r W a h r n e h m u n g . c. A T. S p r a c h e n . b e s t i m m t e . s e i n e V o r s t e l l u n g . V e r ä n d e r u n g . d i e s e n o d e r j e n e n G e g e n s t a n d . Insention l. wie viel l. imaginarius. bestimmt l. h. dieses l. in objektiver.. seiner Existenz l. Sprache l. v o m D a s e y n . nach k ö n n e n muß s i e weg. das i n muß weg. d i e s e . ist b l. muß weg. d. l a s s e n m u ß . die andere l. das ebenfalls l. nach o b j e k t i v e s muß i s t weg. d i e s e s . nus l. diese oder jene Substanz l. dieselben l. e i n e s . in s o l c h e r Beziehung. nach j e n e m muß i s t weg. anstatt A F l. herleiten läßt l. u n s . e i n W i d e r s p r u c h . d a s s e l b e imaginarium l. fehlet: v e r s c h i e d e n g e s e t z t . 4 2 11 13 15 21 18 7 16 1 11 — 12 22 8 19 1 6 23 22 22 10 17 14 10 2 11 13 18 11 10 25 17 nach i s t schalte ein b e i Q u a n t a . d e r O b j e k t e . in Beziehung l. Widerspruch l. w i e w e i t . 122 151 157 — 178 197 205 208 212 213 — — — 214 215 220 225 226 232 248 249 260 261 287 303 305 313 320 362 365 365 371 379 Zeile. . d a s a n d e r e . seiner Vorstellung l. Ausdrücke statt B e d e u t u n g e n . d i e e b e n f a l l s . zu Daseyn l. anstatt Bewegung l. s e i n e . diese l. die Objekte l.210 - [446/442] [446/442] Seite. eine l. o d e r a i .