N° 1 | Februar 2012

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Aus den LandesteiLen …

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36. Jahrgang • N° 1 | Februar 2012 • Bozen · innsbruck · Kronmetz · Weyarn

mitteilungsblatt der schützen der alpenregion

Bestand hat nur der Wandel ...
haben sich unsere Zeitungsmacher gedacht. Sie haben Bewährtes übernommen und Neues erdacht. Damit unser Mitteilungsblatt in neuem Glanz erstrahlt, noch kurzweiliger wird und doch die Fülle an Informationen über schützenrelevante Themen aus ganz Tirol und Oberbayern hinaus in die entlegensten Winkel unserer gemeinsamen Alpenheimat transportieren kann. Sie ist gut geworden, unsere alte, neue Zeitung. Bestand hat nur der Wandel. Auch wenn es um unsere Heimat geht. Mit neuen Mitteln Altes bewahren. Aufgeschlossen sein. Aber im Herzen und im Kopf treu dem guten alten Brauch. Das wollen wir uns vornehmen für ein ereignisreiches Schützenjahr, meint euer LKdt. Mjr. Elmar Thaler

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dAchVerBANd „tiroler schützen“ GeGrÜNdet

Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier ein eindrucksvolles Bekenntnis
von Günther Mairhofer ST. PAULS - Weit über 2.000 Personen, darunter rund 1.700 Schützen und viele Jugendliche, wohnten der Gedenkfeier für Sepp Kerschbaumer und seine Mitstreiter am 8. Dezember 2011 bei. Aus allen Landesteilen waren sie gekommen, um die Tiroler Freiheitskämpfer der 1960er Jahre zu würdigen, aber auch um ein klares Bekenntnis zu deren Zielen, heute – 47 Jahre nach Sepp Kerschbaumers Tod – abzulegen.

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JuNGSchÜtZeN Bei der eröFFNuNG der yoG in innsBruck

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Berichte der Bayerischen GeBirGsschützenkompanien

ie diesjährige Gedenkfeier, die vom Südtiroler Schützenbund und vom Südtiroler Heimatbund gemeinsam organisiert wurde, begann mit der Meldung der angetretenen Formationen durch den Bozner Bez.-Mjr. Siegfried Barbieri an den LKdt. des SSB, Mjr. Elmar Thaler, welcher gemeinsam mit den beiden LKdt. Mjr. Fritz Tiefenthaler (BTSK) und Mjr. Paolo Dalprà (WTSB) die Front abschritt. Die Musikkapelle St. Michael-Eppan begleitete anschließend die Schützen durch die Gassen von St. Pauls zur Pfarrkirche, dem „Dom auf dem Lande“. Pater Reinald Romaner OFM begann seine Predigt mit einem Auszug aus dem Eröffnungslied der Schubert-Messe: „Wohin soll ich mich wenden?“. Alle Anwesenden sollten es laut Romaner so machen wie Sepp Kerschbaumer, der als Antwort auf diese Frage Zuflucht im Gebet beim Herrgott suchte. Zudem mahnte er alle Gläubigen,

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die tiroler Schützenzeitung: Vor 35 Jahren ...
... wurde, durch das besondere Engagement von Dr. Michl und Dr. Toni Ebner, Dr. Hans Auer und Sepp Wengermayer, die Tiroler Schützenzeitung, welche 1847 das erste Mal erschien, in der uns bekannten Form neu aufgelegt. wie negative Meinungen sind gefragt. Diese sollten allerdings die max. Anzahl von 1.500 Anschlägen (inkl. Leerzeichen) nicht übersteigen. zweckmäßig ist, solche in Briefmarken-größe (und meistens ist dafür nicht mehr Platz) abzudrucken. Für die Mitgliedskompanien des BTSK ist es allerdings möglich, über die Bataillonsverant Kompanie- und Bataillonsverantausführ wortlichen ausführlichere Beiträge (inkl. der dazugehörigen Fotos) auf die gemeinsame Homepage www. tiroler-schuetzen. at (Organisation → Viertel → Bataillon → Kompanie) zu stellen und damit Öf einer breiteren Öfzugäng fentlichkeit zugänglich zu machen. Kleine Bilder aus dem Internet und schlecht gescannte Vorlagen sind für den Druck nicht geeignet. Sie würden außerdem das Gesamtbild der Zeitung beeinträchtigen. Für die Wiederga Wiedergabe der Bilder benötigen wir eine Auflösung von 300 dpi. Die Auflösung bezieht sich auf die wiederzugebende Bildgröße. Wer damit nichts Anfangen kann: Als Faustregel gilt, dass Bilder unter 500 KB definitiv zu klein sind und nicht abgedruckt werden können.

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ie erste, vom Theologen David Schönherr (damals in Form eines Büchleins für die Rocktasche) herausgebrachte Schützenzeitung, erschien in der neuen Form ab 1977 22 Jahre lang als Schwarzweiß-Ausgabe und ab dem Jahr 1999 (der erste Leitartikel stand im Zeichen der Trauer um die Toten des Lawinenunglücks im Paznauntal) erstmals durchgehend in Farbe.

Das 35-Jahr-Jubiläum

scheint ein günstiger Zeitpunkt, der Tiroler Schützenzeitung ein neues, zeitgemäßes Layout zu verleihen. Es wurde viel nachgedacht, diskutiert, probiert und wieder verworfen. Wir hoffen, dass diese erste, neugestaltete Ausgabe unseres Mitteilungsblattes, die Zustimmng aller Leserinnen und Leser erfährt.

Fotoqualität

Das neue Layout

bedingt allerdings einige wichtige Regeln, die eingehalten werden müssen. Die TSZ ist aus Kostengründen auf einen Umfang von 32 Seiten beschränkt. Deshalb ist es wichtig, dass die eingesandten Artikel aktuell und von allgemeinem Interesse für alle (!) Schützen der Alpenregion sind. Es macht wenig Sinn, Berichte über eine „normale“ Fronleichnamsprozession, ein Kompanietörggelen oder ein Preiswatten einzusenden. Solche Artikel können wir nicht berücksichtigen. Allgemeine Kompanieberichte (z.B. Jahreshauptversammlungen, Jahrtage, allgemeine Kompanieaktivitäten usw.) werden nun zum Teil in einer übersichtlichen, gut lesbaren Kurzform wiedergegeben.

Umfang der Artikel

Redaktionsschluss

Pro & Contra • Leserbriefe

Wir haben eine neue Rubrik „Pro & Contra“ eingeführt. Hierzu sind Themenvorschläge jederzeit willkommen, da eine verstärkte Meinungsbildung und die Betrachtungsweise von verschiedenen Standpunkten für jeden Leser interessant sind. Dasselbe gilt auch für Leserbriefe - positive

- Kompanieberichte max. 1.500 Anschläge (inkl. Leerzeichen) (Langjährige Mitglieder immer als eigenen Beitrag schicken) - Bezirks- bzw. Bataillonsberichte max. 1.700 Anschläge (inkl. Leerzeichen) - Marketenderinnen & Jungschützen max. 1.500 Anschläge (inkl. Leerzeichen) - Totengedenken (Unbedingt das Sterbedatum angeben) max. 500 Anschläge (inkl. Leerzeichen) - Gratulationen max. 500 Anschläge (inkl. Leerzeichen) Bei den Gratulationen danken wir im voraus für das Verständnis, dass aus Platzgründen nur Jubilare ab dem 60. Lebensjahr berücksichtigt werden können. - Bei den Schützenhochzeiten werden in Zukunft nur mehr die Namen des Brautpaares, das Hochzeitsdatum und die Stammkompanie angegeben. Auf Fotos muss leider verzichtet werden, da es nicht

ist jeweils der letzte Tag der Monate Februar, April, Juni, August, Oktober und Dezember. Bei allen Artikeln immer die Namen der Verfasser angeben. Diese bitten wir um Verständnis, wenn Beiträge sinngemäß gekürzt werden. Aus Aktualitätsgründen werden Berichte über Ereignisse, die schon längere Zeit zurückliegen nicht berücksichtigt. Konstruktive Kritik sowie Verbesserungsvorschläge sind immer willkommen. An dieser Stelle auch ein aufrichtiger Dank allen, die uns durch ihre Mitarbeit während des ganzen Jahres unterstützen.
Mjr. Günther Mairhofer (SSB) presse@schuetzen.com Hptm. Hans Baur (BGSK) baur-hans@t-online.de Lt. Klaus Leitner (BTSK) zeitung@tiroler-schuetzen.at

Sepp Kerschbaumer, der Anführer des BAS, starb am 7. 12. 1964 im Gefängnis von Verona.

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Forsetzung von Seite 1

vor allem in schwierigen Situationen, zum Durchhalten. Er selbst sei zum Beispiel seit 1981 Mitglied der Schützenkompanie Bozen und habe in diesen 30 Jahren sehr viele Höhen und Tiefen miterlebt. Trotzdem, oder gerade deswegen, bleibe er seiner Kompanie treu.

Ruf nach Wien

Nach der hl. Messe wurde zum Friedhof marschiert, wo Roland Lang, der Obmann des Südtiroler Heimatbundes, alle Anwesenden begrüßte. Er erinnerte unter anderem an die Abtrennung Süd-Tirols vom Vaterland Österreich im September 1919. „Heute, 50 Jahre nach der Feuernacht, geht unser Ruf nach Wien: Setzt euch für den österreichischen Pass für uns Süd-Tiroler ein“, so Lang abschließend.

Neben Sepp Kerschbaumer wurde in St. Pauls auch seiner verstorbenen Mitstreiter Franz Höfler, Toni Gostner, Luis Amplatz, Jörg Klotz und Kurt Welser gedacht.

Kampf um Tirols Freiheit

Die Historikerin Dr. Margareth Lun, Fahnenpatin der Schützenkompanie „Sepp Kerschbaumer“ Eppan und Ehrenkranzträgerin des SSB, hielt anschließend die Gedenkrede. Sie erläuterte dabei den Unterschied zwischen den Tiroler Freiheitskämpfern der 1960er Jahre und anderen Untergruppen jener Zeit, wie etwa die Roten Brigaden oder die RAF. „Unsere Freiheitskämpfer lassen sich nicht in ein Rechts-Links-Schema pressen, sondern sie haben rein patriotische Motive verfolgt.

Den Freiheitskämpfern, die wir heute ehren, ging es um die Würde. Um die Würde des Menschen und um die Grundwerte menschlichen Seins, ihres Schutzes und ihrer Wahrung in der eigenen Heimat. Es ging ihnen um Tirol“, so Margareth Lun. Danach spannte sie einen Bogen in die heutige Zeit. Sie zeigt sich erstaunt, wie leichtfertig es sich der Staat auch heute noch mache, über die Anliegen seiner Bürger, und vor allem seiner Minderheiten hinweg zu regieren. Abschließend rief sie dazu auf, den Blick nach vorne zu wer„Zeigen wir auf, dass wir mündige Bürger sind! Die Einhaltung von Minderheitenrechten kann und darf nicht von Staates Gnaden abhängen. Erst kürzlich hat der ehemalige österreichische Justizminister Harald Ofner betont, dass das Recht auf Ausübung der Selbstbestimmung heute nicht mehr mit Hochverrat geahndet werden darf, sondern dass es ein selbstverständliches Recht in einem geeinten Europa ist. Unser Anliegen ist es, unser Land, unsere Heimat weiterzubringen. Und unser Weg muss ein gemeinsamer mit Nord- und Ost-Tirol sein. Es gilt, diese historische Chance zu nutzen. Denn Nibelungentreue, liebe Landsleute, ist hier bei Gott fehl am Platze. Eine moralische Verpflichtung, mit dem sinkenden Boot unterzugehen, gibt es weder aus historischen und schon gar nicht aus realpolitischen Gründen“, so die klaren Worte von Frau Dr. Lun bei der Gedenkfeier in St. Pauls.

fen. Dabei dürfe es aber nicht verabsäumt werden, vorher aufzuräumen. Dazu gehöre auch, einen endgültigen Schlussstrich unter den Faschismus zu ziehen und sich nicht nur halbherzig von den faschistischen Relikten - von den Ortsnamen bis zu den einschlägigen Bauwerken - zu trennen. „Wir sind moralisch verpflichtet, endlich eine dauerhafte, saubere Lösung zu finden, wo sich nicht die Faschisten eingeladen fühlen, Kränze niederzulegen und wo nicht immer wieder italienische Identität mit faschistischem Gedankengut vermischt wird“, so Lun in ihrer patriotischen Rede.

Ehrensalve & Kranzniederlegung

Die Schützenkompanie „Sepp Kerschbaumer“ Eppan unter Hptm. Michael Wenter feuerte eine Ehrensalve ab, die Musikkapelle St. Michael-Eppan spielte das Lied vom „Guten Kameraden“ und am ehemaligen Grab Kerschbaumers (heute liegt Sepp Kerschbaumer in Frangart, in seinem Heimatdorf begraben) wurde ein Kranz niedergelegt. Abgeschlossen wurde die sehr würdige Gedenkfeier traditionsgemäß mit der Tiroler Landeshymne. Viel Prominenz aus Schützenkreisen und dem volkstumspolitischen Lager war auch heuer wieder in St. Pauls anwesend. Aus der Politik waren die Abgeordneten zum Südtiroler Landtag Martha Stocker, Eva Klotz, Ulli Mair, Sigmar Stocker und Sven Knoll gekommen. Zudem wohnte der Bgm. von Eppan, Wilfried Trettl, der Feier bei. n

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Drei Tiroler Schützenbünde vereint.

20.000 Tiroler Schützen unter einem Verband
Landeskommandant Elmar Thaler für ein Jahr an der Spitze
LKdt. Elmar Thaler, Hermann Huber, LKdt. Paolo Dalprà und LKdt. Mag. Fritz Tiefenthaler (v.l.) freuen sich über die Vereinigung.
Brixen

von Efrem Oberlechner

tiroler Schützen vereint

Ein historischer Tag: Am 26. November 2011 haben die Delegierten der drei Schützenbünde von Nord-, Süd- und Welsch-Tirol den Verband „Tiroler Schützen“ in Brixen ins Leben gerufen. Der neue Verband baut auf den Gesamttiroler Schützenbund auf. Über Monate wurde in einer Arbeitsgruppe über die neue Vereinigung debattiert und ein gemeinsamer Nenner gefunden. Die „Tiroler Schützen“ mit Sitz in Bozen werden die Schützen aller getrennten Landesteile einander näher bringen und sie wollen laut neuem Statut die Landeseinheit Tirols erreichen, sowie die Tiroler Schützenbräuche pflegen, welche auf dem christlichen Glauben ausgerichtet sind. Der neue Verband ermöglicht ein noch engeres Zusammenrücken der Schützen nördlich und südlich des Brenners. Mitglieder der neuen Organisation werden der BTSK, der SSB und der WSB sein. An dessen Spitze steht ein Neunergremium, welches aus den drei LKdt. Fritz Tiefenthaler, Elmar Thaler und Paolo Dalprà, ihren Stellvertretern und den drei Bundesgeschäftsführern zusammengesetzt ist.

Landesausschuss, dem eine gewichtige Rolle zufallen wird. Die drei Bundesleitungen mit jeweils 19 Mitgliedern werden darin vertreten sein und künftig für das Schützenwesen Tirols mit voller Kraft eintreten. Es war die Neugründung ein wichtiger Schritt zum gemeinsamen Tiroler Schützenbund weiterhin oberstes Ziel. Die Landeseinheit kann dies ermöglichen, daraufhin arbeitet der Verband „Tiroler Schützen“ hin. n

Jährlicher Führungswechsel

Jedes Jahr wird ein anderer LKdt. die Führung übernehmen. Ganz neu ist auch der

Die Gründungsversammlung der „Tiroler Schützen“.

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Innsbruck

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von Patric Niederbacher

Be Part of It

Jungschützen eröffnen Olympische Jugendwinterspiele
Im Rahmen der Eröffnung zu den 1. Olympischen Jugend-Winterspielen haben Tiroler Jungschützen die Athleten und Fahnen der Nationen beim Einzug begleiten dürfen. Bereits zum dritten Mal fungiert Innsbruck als Gastgeber bei Olympischen Winterspielen. Be part of it! – sei ein Teil davon – ist das Motto dieser Jugendspiele und wir sind ein Teil davon.

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iele Wochen der Vorbereitung, zahlreiche Besprechungen und Proben waren notwendig und nun ist die Eröffnung im Bergiselstadion auch schon wieder Geschichte. 100 Tiroler Jungschützen und Jungmarketenderinnen unter der Führung

von LJS-Betr. Mjr. Patric Niederbacher und seinem Team wurde die besondere Ehre zuteil, beim Einmarsch der Nationen die Nationentafeln zu tragen. Es ist etwas ganz Besonderes, bei einer Eröffnungsfeier von internationaler Bedeutung teilnehmen zu

Nicht alle Tafelträger wussten, wo das Land dessen Tafel sie trugen auch wirklich liegt. Aber zuhause wird sicher im Atlas oder Internet nachgeforscht.

dürfen und gleichzeitig das Bild von Tirol, das in die Welt hinaus geht, mit prägen zu können. Mit Sicherheit ist dies für jeden Teilnehmer ein besonderes Erlebnis, das auch mit Stolz erfüllt. Am Sonntag, den 22. Jänner 2012, nach der spektakulären Schlussfeier in der MariaTheresien-Straße in Innsbruck, erlosch die Olympische Flamme. Es war ein Fest der Jugend und des Sportes. Aber der Blick geht bereits nach Lillehammer in Norwegen, wo die 2. Olympischen Jugendwinterspiele 2016 stattfinden werden. n
Nicht ohne Stolz tragen die jungen Leute die Nationentafeln und begleiten die Fahnenträger ins Stadion. Baon-JS-Betr. Maria Luise Feichter (l., Innsbruck) und LJSBetr. Mjr. Patric Niederbacher wachen über einen geordneten Ablauf.

Olympisches Feuer am Bergisel

Zum 1. Mal in der Geschichte brannten drei Olympische Flammen gleichzeitig. Es war eine spektakuläre Eröffnung - eine gelungene Kombination aus Tradition und Moderne. Es waren Festspiele der Farben, Klänge und weltweiter Sympathie. Die Jungschützen waren ein Teil davon!

(Fotos: Angela Röck)

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Vahrn/LANA

Die österreichische Staatsbürgerschaft - eine ideelle Anbindung ans Vaterland.

von Matthias Hofer

Grundlehrgang für neumitglieder
An den beiden letzten Samstagen im November 2011 fanden die zwei Grundlehrgänge für Neumitglieder des Südtiroler Schützenbundes statt. Insgesamt über 200 Neumitglieder trafen sich im Haus Voitsberg in Vahrn und im Raiffeisenhaus in Lana, um sich über die Grundzüge des Schützenwesens zu informieren. n interessanten, kurzweilig gestalteten Vorträgen gingen die einzelnen Referenten auf die verschiedenen Bereiche ein, die im Schützenwesen eine wichtige Rolle spielen. Günther Obwegs und Wolfram Klotz erklärten die Gelöbnisformel. Wer etwas gelobt, der schwört, und wer etwas schwört, der setzt sich ein Ziel, waren die Kernaussagen ihrer Präsentationen. Pfarrer Arthur Schmitt sowie P. Christoph Waldner referierten über Schützen und Glaube und gingen in der anschließenden regen Diskussion auf die Fragen und Überlegungen der Seminarteilnehmer ein. Dass die Neumitglieder wissen, welche Waffen Schützen tragen und wie sie gepflegt werden, wann
Innsbruck

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eine Ehrensalve geschossen werden darf und welche Dienstgrade es gibt, dafür sorgte Mjr. Florian Krezdorn, der Referent für Ausbildung und Ausrüstung im SSB. Die Historikerin Margareth Lun hingegen ließ in einem spannenden Referat mit 100 Bildern die 1000-jährige Geschichte Tirols Revue passieren, bevor BGf. Mjr. Günther Ploner den Aufbau des Schützenbundes erläuterte und anhand von Bildern aufzeigte, welche Ausstrahlung man durch das Tragen der Tracht bewirkt. Wie Volkstumspoli-

tik – ein Herzensanliegen des Südtiroler Schützenbundes – gemacht wird, warum es sie braucht und was jeder Einzelne dafür tun kann, darüber referierten schließlich LKdt. Mjr. Elmar Thaler sowie Mjr. Efrem Oberlechner, der Referent für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit im SSB. Im Anschluss an das Seminar hatten die Neumitglieder die Möglichkeit, sich bei Unterhaltungsmusik und einem Abendessen näher kennenzulernen und ihre Gedanken auszutauschen. Der SSB hat mit diesem Seminar einmal mehr bewiesen, dass ihm der Nachwuchs der Schützenkompanien am Herzen liegt und freut sich über das große Interesse der Teilnehmer. n

Einige der Teilnehmer am Grundlehrgang für Neumitglieder des Südtiroler Schützenbundes.

von Dr. Margareth Lun

österreichische Staatsbürgerschaft für Süd-Tirol
Zu einer gut besuchten Podiumsdiskussion über die doppelte Staatsbürgerschaft für Süd-Tiroler hatten der BTSK und der SSB am 30. November 2011 gemeinsam geladen. Richard Theiner sowie den LAbg. Hans Heiss (Grüne) und Sven Knoll (Südtiroler Freiheit) war nicht nur das Podium prominent besetzt, sondern auch im Publikum fanden sich zahlreiche Politiker. Nach der Begrüßung durch den LKdt. des BTSK, Fritz Tiefenthaler, führten die Journalisten Moritz Windegger und Peter Nindler (Tiroler Tageszeitung) gekonnt durch den Abend. Für Dr. Wendelin Weingartner

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it dem NR-Abg. Stefan Prähauser (SPÖ), dem früheren BR-Präs. Helmut Kritzinger (ÖVP), Alt-LHptm. Wendelin Weingartner, dem SVP-Obm.

Im Bild (von links) Stefan Prähauser, Helmut Kritzinger, Wendelin Weingartner, Moritz Windegger, Peter Nindler, Richard Theiner, Hans Heiss und Sven Knoll.

bringt die doppelte Staatsbürgerschaft nichts im materiellen, sehr wohl aber im ideellen Sinn. Wer sie verliehen bekomme, müsse allein Österreich entscheiden und nicht Italien; es brauche dazu auch keine diplomatischen Rückfragen. Unerwartet klar äußerte sich Richard Theiner zur doppelten Staatsbürgerschaft: „Die SVP hält am Ziel fest, die doppelte Staatsbürgerschaft für die Süd-Tiroler zu erlangen“, so Theiner. Hans Heiss würde aus persönlichen Gründen die österreichische Staatsbürgerschaft beantragen, könne sie als Grünen-Vertreter aber nicht befürworten, da er eine Spaltung der Süd-Tiroler Gesellschaft in zwei Klassen befürchte. NR-Abg. Stefan Prähauser bekannte, dass er sich zu diesem Thema noch keine Meinung gebildet hatte. Sven Knoll findet es bedenklich, dass Italien mit der „Identitätskarte“ jemandem seine „Identität“ vorschreiben will. Jeder müsse das Recht haben, selbst seine Identität zu bestimmen. Helmut Kritzinger meinte ebenso wie Weingartner, dass, wenn man die österreichische Staatsbürgerschaft anstrebt, auch der Gesamttiroler Gedanken ernst genommen und auf eine engere Verbindung hingearbeitet werden müsse. n

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die österreichische staatsbürgerschaft für Süd-tiroler?
Der Hintergrund: Seit 1363 gehört Tirol zu Österreich, nach der Trennung im Jahr 1919 wurde ein Teil davon abgetrennt und Italien zugeschlagen. Nach zähem Ringen und dem unermüdlichen Einsatz Österreichs erhielt Süd-Tirol durch das Pariser Abkommen 1946 die Grundlage für eine weitreichende Autonomie gelegt. Dieses Land südlich des Brenners ist heute eine erfolgreiche Region. Und trotzdem – oder vielleicht genau deshalb - wurde in den vergangenen Jahren der Ruf nach einer engeren Bindung an das alte Vaterland wieder laut. Wenn es nach dem Wunsch vieler Süd-Tiroler geht, soll sich dies auch durch die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an Süd-Tiroler ausdrücken. Ein Herzensanliegen oder längst überholt?
Hermann Pittl, Hptm. der Kompanie Mils: „Das Vaterland Österreich könnte ein Zeichen setzen“.

– Der Vorschlag zur Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft und die damit verbundene Ausstellung eines österr. Reisepasses für Südtiroler finde ich genial. Mich wundert, dass dieser Vorschlag nicht schon vor Jahren oder Jahrzehnten gemacht wurde. Mit der Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft könnte das Vaterland Österreich ein Zeichen setzen, welches die Jahrhunderte lange Zusammengehörigkeit von Österreich und Tirol zum Ausdruck bringen würde. Die seinerzeitige Aberkennung der österreichischen Staatsbürgerschaft durch Italien, gegen den Willen der Südtiroler, könnte Österreich mit der Verleihung der österr. Staatsbürgerschaft aus Eigenem, ohne eine andere Macht fragen zu müssen, wieder gut machen. Ich bin der Meinung, dass Österreich eine völkerrechtliche und auch eine moralische Verpflichtung hat, den Südtirolern das reale Gefühl zu geben, noch immer ein Vaterland zu haben. Alle rechtlichen Bedenken halte ich für lösbar. Es gibt in Europa genügend Beispiele dafür, dass eine derartige Doppelstaatsbürgerschaft funktionieren kann. In ehemaligen deutschen Gebieten im heutigen Polen (z.B. Schlesien) leben tausende Polen mit deutscher Abstammung, denen Deutschland das Recht auf einen deutschen Reisepass zuerkannt hat. Nicht nur als Schütze, sondern auch als überzeugter Tiroler hoffe ich, dass der österreichische Reisepass für Südtiroler Realität wird und unsere verantwortlichen Politiker in dieser Angelegenheit ihre Meinung ändern werden. n

Brigitte Foppa, Vorsitzende der Grünen Partei Süd-Tirols: „Einfache, doppelte, dreifache Staatsbürgerschaften sind Dinge von gestern“.

– An und für sich wäre gegen eine doppelte Staatsbürgerschaft für alle SüdtirolerInnen, die eine solche beantragen, nichts einzuwenden und auch unter uns Grünen gibt es durchaus Befürworter. Ich selber habe überhaupt keine Beziehung zu Österreich und habe auch kein Interesse an der österreichischen Staatsbürgerschaft, aber ich würde es natürlich zulassen, wenn andere eine solche erhalten möchten – übrigens eine interessante Option auch für manche ItalienerInnen und vor allem für MigrantInnen! Allerdings glaube ich, dass die Zeit der Nationalstaaten ebenso vorbei ist wie jene der Einzelinteressen. Langfristig wird nur bestehen, wer bereit ist, sich wirtschaftlich wie kulturell einem größeren Ganzen zu öffnen. Ich setze auf internationale Solidarität statt nationalistische Abschottung, auf Kooperation statt Konkurrenz, auf europäischen Geist statt auf lokale Kleinkrämerei. Folglich wäre ich für eine europäische Staatsbürgerschaft. Sie würde uns alle ein Stück weit den Blick öffnen und uns weg führen von provinzieller Engstirnigkeit und Abgrenzungswahn. Und sie würde helfen, das ganze Getue um Fahnen, Hymnen und Symbole endlich zu überwinden. Solschenizyn sagt, die Rettung der Welt bestehe darin, dass alle alles angeht. Die derzeitige Krise und die Erkenntnis, dass auch Europa nur bestehen kann, wenn alle zusammenhalten, gibt dieser Aussage ein weiteres Mal recht. Einfache, doppelte, dreifache Staatsbürgerschaften sind, in dieser Perspektive, Dinge von gestern. n

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unsere Leser meinen ...
Mit großer dankbarkeit
Liebe Schützenkameraden! Mit größter Erkenntlichkeit möchte ich jedem Mitglied der „Sepp Innerkofler“ Standschützenkompanie Wörgl für die so ehrenvolle Nominierung zum Ehrenoffizier, mit der ich nun Teil eurer Kompanie bin – Kamerad unter Kameraden - meine größte Dankbarkeit aussprechen. Nach dem Kampf für Südtirol während der dramatischen Jahre, die das stolze Volk Tirols erleben musste, konnte niemand voraussehen, dass auch ich einmal meinen Einzug bei den Schützen halten werde. Den Schützen der Tiroler Berge, von mir seit jeher mit Überzeugung und Begeisterung bewundert und gepriesen - denn ihr Schützen seid die Vertreter der Stetigkeit und Fortdauer der Tiroler Tradition von Generation zu Generation, vor allem seit den heroischen Zeiten Andreas Hofers.

Fragwürdige Kranzniederlegungen
Der Tag der Streitkräfte am 4. November ist zum wiederholten Male für fragwürdige Kranzniederlegungen bei den Beinhäusern, sowie beim sogenannten Siegesdenkmal und beim Kapuzinerwastl missbraucht worden. Solche Aktionen dienen nur dazu, den ethnischen Unfrieden zu schüren. Mit solchen Leuten werden wir uns schwer tun, eine zukunftsorientierte Politik für Südtirol in die Wege zu leiten. Es ist nur zu hoffen, dass solche Personen die Minderheit in Südtirol darstellen. Es muss doch endlich jeder verstehen, dass wir in Südtirol viel besser dastehen als im restlichen Italien. Weiters sollten wir gemeinsam (und da meine ich alle drei Sprachgruppen) für ein unabhängiges Südtirol ohne Italien eintreten. Hptm. Walter Frick, Kompanie Mölten

Samstag, 25. Februar 2012, in Fügen-Hochfügen
Veranstalter: Bund der Tiroler Schützenkompanien, durchführende Kompanie: Fügen-Fügenberg Organisatoren: Josef Hollaus, Tel. (+43) (0)676/834 45 843, Thomas Bielau, Tel. (+43) (0)676/970 44 04 Ort: Hochfügen - Pfaffenbühel Bewerb: Riesentorlauf - 1 Durchgang Teilnahmeberechtigt: Aktive Mitglieder der Kompanien des Dachverbandes JS I: 9-13 Jahre, 1999-2003 JS II: 14-15 Jahre, 1997-1998 Mark.: keine Altersbegrenzung AK V: 63 und älter, 1949 und älter AK IV: 62-53 Jahre, 1950-1959 AK III: 52-42 Jahre, 1960-1970 AK II: 41-31 Jahre, 1971-1981 AK I: 30-23 Jahre, 1982-1989 Allgem. Klasse: 22-16 Jahre, 1990-1996 Gästeklasse: keine Altersbegrenzung Nenngeld: € 15,– Nennungsschluss: schriftlich bis Mittwoch, 22. Februar 2012, 17.00 Uhr an Obm. Thomas Bielau, Tel. (+43) (0)676/970 44 04, E-Mail: thomas@bielau.at Meldungen werden nur per Post und per e-mail angenommen! Zeitplan: Startnummernausgabe: Kompanieweise ab 8.00 Uhr, Hotel „Panorama“, Hochfügen, Start: 11.00 Uhr, Protestzeit: 15 Minuten nach dem letzten Läufer beim Rennkomitee (siehe Startliste); Protestgebühr: € 25,– Siegerehrung: 1 Stunde nach Rennende im Hotel „Panorama“, Hochfügen Hinweis: Für Unfälle wird nicht gehaftet! Es gibt ermäßigte Tageskarten für Rennläufer und Betreuer; diese sind in Hochfügen bei den Liftkassen erhältlich. Für eventuelle Nächtigungen Anfragen bei: Ferienregion Fügen-Kaltenbach, Tel. (+43) (0)5288/622 62-0, E-Mail: info@best-of-zillertal.at www.fuegen.at www.fuegenberg.tirol.gv.at www.best-of-zillertal.at www.hochfuegenski.com www.raiffeisen.at

14. Gesamttiroler schützenschimeisterschaft

„hatmer decht“
Einige in unserem Land glauben immer noch, wir hätten Zukunftsperspektiven bei Italien. Das gilt für mich und viele andere Junge nicht. Müssen wir wirklich die Melkkuh für diejenigen sein, mit denen wir eigentlich nichts gemeinsam haben? Wir lehnen den Staat nicht nur wegen der sich abzeichnenden finanziellen Belastungen ab, für uns spielen andere Werte eine große Rolle. Mag sein, dass es uns noch „gut geht“, wie einige Träumer predigen, wobei diese Worte nun immer weniger fallen. Denken wir an unsere Kinder, die eine lebenswerte und gesicherte Zukunft in einem starken Land haben sollen. Unsere heutige Generation muss und kann in diesem Land für diese Kinder Geschichte schreiben. Was andere Völker schon lange einfordern, müssen wir gemeinsam wollen und durchsetzen: eine Zukunft ohne Italien! Wir möchten am Schluss der brisanten politischen und gesellschaftlichen Entwicklung nicht zu denen gehören, die sagen müssen: „Hatmer decht“, wie es im Volksmund heißt. Denn dann ist es zu spät! Oj. Benjamin Pixner Kompanie „Mjr. Michael Mayr“ Kastelbell

Dr. Franco Bellegrandi, auf dem Bild nach dem großen Landesfestumzug 2009 bei der Heimfahrt nach Wörgl im Zug mit einer Marketenderin und einem Schützengewehr, ist ein großer Freund der Tiroler Schützen und Verfasser vieler Artikel für den Tiroler Schützenkalender.

Ich bin stolz und glücklich, liebe Kameraden der „Sepp Innerkofler“ Standschützenkompanie, dass ich Dank euch einer von euch geworden bin, Soldat unter Soldaten, beseelt von demselben Glauben und derselben Bestrebung. In Zeiten des Opportunismus und Verrates, in Zeiten der Aasgeier, wo der Adler als Symbol des unbesiegten Tirol stolz über euren Waffen und Fahnen, über eure Ehre und Treue, hoch oben über den Gipfeln eurer Berge schwebt, dort wo die Sonne klarer strahlt, fern vom Schatten. Mit Tiroler Schützengruß euer Kamerad Ehrenoffizier Olt. DDr. Graf Franco Bellegrandi

E 28.000,– für sein Brunnenprojekt in Mali wurden Alt-Bischof Stecher als Geburtstagsgeschenk von den Schützen übergeben.

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INNSBRUCK

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cd-VorStelluNG
neue Vermaechtnis-Cd Vermaechtnis-C Die Flamme brennt weiter!
Es ist für ein kleines Volk nicht einfach, einem ihm fremden Staat entgegenzutreten. Trotz An Anfeindungen wurde dieses Projekt weitergemacht, für die vielen Fans im ganzen Land, denen diese Lieder ans Herz gewachsen sind. klin Das fünfte Vermaechtnis-Werk trägt den klingenden Namen „Die Flamme“ und ist wiederum etwas ganz Besonderes. In 13 Liedern werden mit vertrauten Klängen neue Zukunftsperspektiven, Kameradschaft, die Tiroler Geschichte sowie Tiroler Werte besungen. Die neue Silberscheibe ist begrenzt in einem attraktiven Digipack erhältlich und mit einem tollen Beiheft versehen. Ab sofort kann „Vermaechtnis 5 – Die Flamme“ mittels E-Mail unter info@vermaechtnis.at um € 15,– zusätzlich Versandspesen bestellt werden. Videos, Lese- und Hörproben zum neuen Werk gibt es auf der Homepage unter http://vermaechtnis.at/index.php?download5

von Heinz Wieser

dr. reinhold Stecher ein neunziger
Der Großoffizier des Ritterordens vom Heiligen Grabe zu Jerusalem und frühere Oberhirte der Diözese Innsbruck, Bischof Dr. Reinhold Stecher, feierte am 22. Dezember die Vollendung des 90. Lebensjahres.

S

techers großartige Persönlichkeit ist gekennzeichnet von Herzlichkeit, Toleranz und Grundsatztreue sowie von der Liebe zur Heimat.

HERZ-JESU-NOTFONDS

Spenden an Fam. Windegger übergeben
Tisens

m Samstag, dem 3. Dezember 2011 besuchten einige Vorstandsmitglieder des Herz Jesu Notfonds die Marketenderin der Schützenkompanie „Franz Höfler“ Lana, Ramona Windegger, die auch stellvertretend für ihre Geschwister Hubert und Christian die Spende in Höhe von € 4.710,– entgegennahm. Die Marketenderin Ramona und ihre beiden Geschwister haben im August durch einen tragischen Unglücksfall beide Eltern verloren. Der Herz-Jesu-Notfonds hat nun auf Wunsch der drei Vollweisen ein neues Wohnzimmer finanziert, welches den Ansprüchen der Jugendlichen gerecht wird. Im gemütlichen Beisammensein unterstrich der neu gewählte Obmann des Herz Jesu Eduard Graber, Ramona Windegger, Günther Notfonds, Mjr. Günther Morat, dass Morat und Hubert Straudi (v.l.) bei der Spengerade in Notzeiten die Schützen denübergabe. zusammenhalten und einander helfen. Dies sei der wahre Sinn von gelebter Kameradschaft.

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SPENDENKONTO: Herz-Jesu-Notfonds Südtiroler Volksbank, Fil. Bozen, L. Da Vinci IBAN: IT06J0585611601050570013850

Am 19. Dezember 1947 empfing er aus der Hand von Bischof DDr. Paulus Rusch das Sakrament der Priesterweihe und am 25. Jänner 1981 wurde er zum Bischof geweiht. Stechers Beliebtheit im Tiroler Volk ist überall spürbar: seine profilierten Predigten, seine Artikel und Bücher sowie seine Bilder jeweils für einen guten Zweck tragen auch wesentlich dazu bei. Innsbrucks Bischof Dr. Manfred Scheuer nannte Stecher einmal „Brunnenbauer mit Wasserfarben“, der mit seinem Engagement für die Initiative „Wasser für Leben“ die Finanzierung von Brunnenbauprojekten der Caritas in Mali ermöglicht. Beispielhafte Toleranz hat Stecher sowohl in seinem Einsatz für die Flüchtlinge als auch in seinem Kampf gegen den Antisemitismus gezeigt. Bei vielen Feierlichkeiten zu seinem besonderen Geburtstag wurde das Wirken von Alt-Bischof Stecher gewürdigt. Der Jubilar merkte in seiner Bescheidenheit und Herzlichkeit an, dass er sein Leben im Vertrauen auf Christus hat leben dürfen. In einem Interview meinte er in seiner humorvollen Art: „Ich bin nur ein kleiner „Verlängerter“ im Caféhaus des Lebens.“ n

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Eine Artikelserie von Dr. Michael Forcher

N° 1 | Februar 2012

Aus unserer GesChiChte … 1. Teil

Schießstände und Paradeschützen
Die Erfolge der Schützen im Freiheitskampf von 1809 wären ohne die ins 15. Jahrhundert zurückreichende und von Kaiser Maximilian I. im Landlibell von 1511 präzisierte und urkundlich bestätigte Tiroler Wehrverfassung nicht möglich gewesen. Diese verpflichtete die Bevölkerung zur selbständigen Verteidigung der eigenen Landesgrenzen und befreite sie gleichzeitig davon, für das reguläre Heer der Gesamtmonarchie Soldaten stellen zu müssen. in Hauptelement dieses auf dem Milizprinzip funktionierenden Systems der Landesverteidigung war neben den immer wieder erneuerten Zuzugsordnungen für den Ernstfall das Scharfschützen- und Schießstandwesen. Es wurde von Landesfürst und Regierung durch Jahrhunderte hindurch kräftig gefördert, weil damit auf volkstümliche Weise und ohne militärischen Zwang die Zielsicherheit mit dem Stutzen geübt und damit die Wehrfähigkeit der Bevölkerung gestärkt werden konnte. Höhepunkte des Schützenlebens waren die großen „Frei- und Freudenschießen“, die meist zu besonderen Anlässen - Erbhuldigungen, Besuchen, Jubiläen usw. - veranstaltet wurden. Nach dem Ende der bayerischen Herrschaft im Jahr 1814 und der Rückkehr der Tiroler unter das Zepter der Habsburger änderten sich Sinn und Zweck des Schützenwesens von Grund auf. Der Kaiser in Wien dachte nicht daran, die Tiroler - vielleicht aus Dankbarkeit für Treue, Einsatz und Opfer in den vergangenen Kriegszeiten - in irgend einer Weise zu bevorzugen. Im Gegenteil, er nahm ihnen sogar frühere Freiheiten. Von nun an musste auch die Provinz Tirol und Vorarlberg 5.000 Soldaten für das reguläre Militär stellen. Dass sie innerhalb der Armee ein eigenes Regiment bildeten und den ehrenvollen Namen „Kaiserjäger“ führen durften, war wohl nur ein schwacher Trost. Außerdem blieb die Verpflichtung zur allgemeinen Landesverteidigung weiter bestehen. Eine neue, den veränderten Umständen angepasste Wehrverfassung wurde allerdings nie erlassen, und 1839 brachte eine Erklärung des Kaisers, der das Ausrücken der Schützen im Kriegsfall ausdrücklich als freiwillige Leistung erklärte, weitere Unsicherheit. Auch in der neuen Schießstandordnung von 1845 ist von einer Pflicht zum Waffendienst keine Rede mehr. In dem nach den Verboten der Bayernzeit rasch wieder aufblühenden Schießstandwesen sah man in erster Linie ein „volkstümliches Institut“ fern jeder militärischen Organisation, doch sollte damit sehr wohl auch weiterhin die Befähigung zur Landesverteidigung gestärkt werden. Die angesprochene kaiserliche Entschließung von 1839 verschweigt dies auch nicht. Und weil Sinn und Zweck des Scheibenschießens eben nicht nur Unterhaltung und Brauchtum waren, gab die Regierung für die Errichtung und den Betrieb von

Nach dem Ende der Bayernzeit (1814) orientieren sich die Tiroler Schützen neu
Schießstätten beträchtliche Summen aus und finanzierte für die steigende Zahl von Schießwettbewerben ansehnliche Preise. 1814 wurden in ganz Tirol und Vorarlberg wieder an die 100 Schießstände in Betrieb genommen. 1845 waren es rund 150 und ihre Zahl sollte rasch weiter steigen. Die bei den Schießständen „einrollierten“, d.h. eingeschriebenen Schützen, die Standes- oder Standschützen, waren in ihrer Schützengesellschaft lose organisiert. Sie trugen in ganz Tirol den gleichen braunen oder grauen Schützenrock. Auch bei Aufmärschen kannten sie kein militärisches Reglement und trugen das Gewehr über die Achsel gelegt. Entscheidend für die weitere Entwicklung des Tiroler Schützenwesens waren aber nicht die Standschützen, sondern die Schützenkompanien, die nach 1814 zum Aufmarsch vor hohen Besuchern und sonstigen Anlässen und zur Verschönerung von Prozessionen und kirchlichen Festen in vielen Gerichten und größeren Gemeinden - vielfach auf Initiative eines in den Freiheitskämpfen bewährten Kommandanten - gegründet wurden. Paradoxer Weise unterzogen sie sich in diesen Kompanien freiwillig jenem militärischen Drill, den die Tiroler so sehr hassten, wenn er vom Staat gefordert wurde. Jetzt wurde marschiert und exerziert, wurde das Kommandieren und das Salvenschießen geübt. Ihren Stutzen trugen diese „Paradeschützen“, die sich anfangs auch die

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Paradeschützen beim Begräbnis von Andreas Hofer (1823). Voran zieht eine der neu gebildeten Musikkapellen. Auch der später wieder abgekommene Schellenbaum ist zu erkennen (Tafelbild im Tiroler Volkskunstmuseum).

Die Frankfurter Allgemeine – die deutsche gesellschaftspolitische Zeitung berichtet öfters über Südtirol

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Tirol/Frankkfurt

„Los von Rom“ in der FAZ
Auf Seite zehn widmete die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16. Dezember 2011 einen beachtenswerten Artikel zur aktuellen Lage in Süd-Tirol.

von Günther Mairhofer

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Scheibenschützen am Schießstand von St. Gertraudi im Unterinntal. Um 1820 entstandene Gouache von Karl v. Lutterotti, im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum.

Bezeichnung „Schönwetterschützen“ gefallen lassen mussten, auf Art des damaligen Militärs am Riemen über die Schulter mit der Mündung nach oben. Und sie rückten auch nicht in ihrem gewöhnlichen Werktagsgewand oder im einfachen Schützenrock aus, sondern trugen des schöneren Bildes wegen als einheitliche Kleidung ihre Festtagstracht. Schon früher hatten dies ehrgeizige Hauptleute für ihre Kompanie angestrebt, aber selten erreicht. Jetzt wurden von Gericht zu Gericht, ja oft von Ort zu Ort verschiedene „Schützenuniformen“ geschaffen, wobei meist die traditionelle Tracht der jeweiligen Talschaft als Vorbild diente. Oft genug wurden auch in Anlehnung an den Prunk militärischer Paradeuniformen oder aus Gründen persönlicher Eitelkeiten neue Akzente gesetzt. Der Unterschied zwischen den Schützengesellschaften der Schießstände und den neuen Schützenkompanien verwischte sich rasch, weil viele Männer, ja oft gerade die wichtigsten Persönlichkeiten bei beiden als Mitglieder tätig waren. Viele Kompanien ließen sich sogar geschlossen an einem Schießstand einschreiben. Bald schon gehörte zu vielen Schützenkompanien eine Musikkapelle, deren Mitglieder dieselbe einheitliche Tracht erhielten. Während früher die Wehrmannschaften nur von

Trommlern und Schwegelpfeifern begleitet wurden, kam es unter dem Einfluss der im 18. Jahrhundert bekannt und beliebt gewordenen „türkischen“ Militärmusik zur Zusammenstellung ähnlicher Kapellen auch bei den Paradeschützen. Große Trommeln, Tschinellen und der Schellenbaum waren typische türkische Instrumente, die nun auch bei den Schützen Einzug hielten, soweit man sie irgendwie anschaffen konnte. Anfänglich musste man sich wohl mit dem begnügen, was eben da war. So zogen bei einem Aufmarsch der Höttinger Schützen im Jahre 1813 zehn Musikanten in eher zufälliger Besetzung voran: zwei Violinen, ein „Violon“, eine Flöte, eine Klarinette, zwei Trompeten, zwei Posaunen und eine kleine Trommel. Vom Lehrer und Organisten des Dorfes wurde diese Musikergruppe 1819 neu organisiert und - weil lauter, zum Marschieren geeigneter und mehr der Mode entsprechend - ganz auf Blasinstrumente umgestellt. Mit ihren 25 Mann erregte die neue Kapelle viel Aufsehen. 1829 war sie schon auf 34 Mann angewachsen. Der Schellenbaum verschwindet im Übrigen sehr bald wieder aus den Blasmusikkapellen, wie er sich ja auch - im Unterschied zu Deutschland - in der österreichischen Militärmusik nicht durchgesetzt hat. n

ie FAZ ist eine überregionale deutsche Tageszeitung. Die verkaufte Auflage beträgt 360.677 Exemplare (!) und sie hat die höchste Auslandsverbreitung aller deutschen Zeitungen (!), sieht man von Boulevardzeitungen ab. Im über 7000 Zeichen umfassenden Bericht heißt es u.a.: „ In der Zukunftsfrage plädieren die „deutschen“ Oppositionsparteien – Freiheitliche (fünf Sitze), Süd-Tiroler Freiheit (zwei Sitze) und Union für Südtirol (ein Sitz) – für einen „Freistaat Südtirol“ oder für „Rückkehr zum Vaterland Österreich“; jedenfalls verbindet sie trotz Nuancen in der politischen Betrachtung und gelegentlicher Reibereien zwischen Personen das „Los von Rom“. Hinter derartige Forderungen stellt sich ein großer Teil der – parteipolitisch neutralen – Schützen“.

Das nächste Mal: Die Erbhuldigungsfeier von 1838 und ihre Bedeutung für die weitere Entwicklung des Tiroler Schützenwesens.

Der Schlusssatz: „Und wenn die SVP in diesem politischen Gärungsprozess nicht mehr zu bieten hat als die Proklamation der „Vollautonomie“, womit sie eingesteht, dass es sich im stets gepriesenen „Modell Südtirol“ allenfalls um eine Halb- oder Teilautonomie handelt, so dürfte sie womöglich ein „blaues Wunder“ erleben“. Der Artikel in der FAZ ist in voller Länge auf der Homepage des Südtiroler Schützenbundes (www.schuetzen.com/ referate/bildung) abrufbar. n

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von Josef Kaser Brixen

N° 1 | Februar 2012

Aus den BeziRken & BataiLLOnen …
von Josef Kaser ach einer abendlichen Stadtführung durch Brüssel lud Herbert Dorfmann zu einem gemeinsamen Abendessen ein. Bez.-Mjr Helmut Oberhauser bedankte sich im Namen aller und sah es als Ehre, als Schütze in Brüssel zu sein. Am nächsten Tag besuchten wir in Tracht das EuregioBüro. Die Österreich- und Tiroler Fahne im Büro zeigte uns die Wichtigkeit dieses Sitzes für Gesamttirol. „Nur wenige Besucher zeigen sich so interessiert wie die Schützen“, freute sich Vesna Caminades aus Jenesien, die in der EU für Südtirol zuständig ist. Bez.-Mjr. Helmut Oberhauser überreichte ihr den Tiroler Schützenkalender. Am Nachmittag erstattete Mjr. Oberhauser vor dem Europa-Parlament Herbert Dorfmann und dem Tiroler EU-Parlamentarier Richard Seeber Meldung; in einem Sitzungssaal wurden an Dorfmann Fragen zur Europäischen Union gestellt. Auf der Rückfahrt wurde der Kölner Dom, dieses außergewöhnliche Bauwerk der Gotik, in dem die erste Krönungsmesse der deutschen Könige nach ihrer Krönung in Aachen gehalten wurde, besichtigt. n viele Standschützen, Tirol zu verteidigen. Ihre heldenhaften Taten bleiben wichtige Ereignisse für Tirol. Mit einem Lichtbild von Sepp Innerkofler beendete der Verfasser von vielen Büchern und Ehrenoffizier von verschiedenen Kompanien den Vortrag. In der anschließenden Diskussion konnten die Besucher noch nähere Informationen zu einigen Ausführungen erhalten. Als kleines Gastgeschenk überreichte Bez.-Mjr. Helmut Oberhauser den Referenten das Buch von Heinrich Oberleiter „Es gibt immer einen Weg“. n

Besuch des europa-Parlaments
50 Schützen und Marketenderinnen fuhren Anfang November auf Einladung von EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann nach Brüssel. In seiner Begrüßung sagte Kulturreferent Lt. Josef Kaser, wenn Schützen in den Norden des deutschen Sprachraumes fahren, gehört ein Besuch der großen Kunststädte dazu. Auf der Anreise besuchten wir die Stadt Aachen, Lieblingspfalz des ersten deutschen Kaisers, Karl des Großen.

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Die Schützen in Brüssel: (1. Reihe in der Mitte, v.l.) Bez.-Fhr. Martin Federspieler, Hptm. Sepp Kirchler, Kulturreferent Lt. Josef Kaser, Obm.-Stv. des Gesamttiroler Schützenbundes Mjr. Franz Landi, EU-Parlamentarier Dr. Herbert Dorfmann, Bez.-Mjr. Helmut Oberhauser und der Tiroler EU-Parlamentarier Dr. Richard Seeber (Foto: Jutta Obertegger)
Brixen

von Helmut Oberhauser

„die entstehung der tiroler Schützen“
Im Rahmen von „500 Jahre Landlibell“ hat der Schützenbezirk Brixen zusammen mit der Kompanie „Peter Mayr“ Brixen einen Vortrag mit dem Titel „Entstehung der Tiroler Schützen“ organisiert. Als Referent konnte Senatsrat Prof. Dr. Franz Heinz von Hye aus Innsbruck gewonnen werden. ranz Heinz von Hye machte einen geschichtlichen Streifzug über die Entstehung der Tiroler Schützen, den er mit interessanten Lichtbildern zu verdeutlichen versuchte. Bereits 1499 gab es Kämpfe zwischen Graubünden und den Vinschgauern und auch im Westen Tirols kämpften die Unterinntaler gegen die Bayern. Wegen militärischen Missorganisationen kam es immer wieder zu Niederlagen - das Tiroler Landlibell entsteht daher 1511. Auch die Religion spielte immer eine große Rolle. Erfolge gab es nur mit Gottes Segen, so entstanden die feierlichen Prozessionen mit Teilnahme der Schützen und so entstand auch das Herz-Jesu-Gelöbnis 1796. Hye ging anschließend auf die Freiheitskriege um 1809 ein. Andreas Hofer war ein „illegaler“ Landeskommandant, da es in Tirol zum damaligen Zeitpunkt diese Funktion nicht gab. Im I. Weltkrieg um 1918 versuchten

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Etwa 70 Interessierte folgten der Einladung in die Cusanus Akademie Brixen.

22. Treffen der Alpenregion der Schützen
am 2. und 3. Juni 2012 in Vielgereuth/Folgaria (Welschtirol)

www.alpenregionstreffen.com

Beinhaus Burgeis – Vortäuschung falscher tatsachen

Aus den BeziRken & BataiLLOnen …

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Bruneck/St. Georgen

von Erich Kirchler

zukunftsmodelle für Süd-tirol
Mit der Frage nach dem besten Zukunftsmodell für unser Land beschäftigte sich der Schützenbezirk Pustertal am 4. November im Vereinshaus von St. Georgen. achdem Olt. Juri Oberlechner die rund 400 Interessierten begrüßt hatte, eröffnete Moderator Reinhard Weger die Diskussionsrunde. Alle deutschsprachigen Parteien, der SSB sowie der ASGB waren am Podium vertreten. Für LAbg. Martha Stocker (SVP) sei der Ausbau der Autonomie durch mehr Kompetenzen und ein Bewusstsein zur Europaregion Tirol die Herausforderung. LAbg. Ulli Mair von den Freiheitlichen regte an, endlich vom Recht auf Selbstbestimmung Gebrauch zu

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Tony Tschenett, Haymo Laner, Martha Stocker, Ulli Mair, Sven Knoll, Andreas Pöder und Hans Heiss (v.l.).
Mals

machen. Der Freistaat sei eine Lösung, mit der alle leben könnten. Auf die Bedenken, eine Loslösung von Italien könnte nicht realistisch sei, entgegnete der LAbg. Sven Knoll (Südtiroler Freiheit), die Geschichte habe immer wieder gezeigt, dass vieles möglich sei, was für unmöglich gehalten worden war. Dass der Staat in Zukunft eine minderheitenfreundlichere Politik führen werde, glaubt Hans Heiss, LAbg. der Grünen. Der Fortbestand der jetzigen Autonomie würde zwangsläufig bedeuten, mit dem maroden Staat unterzugehen, erklärte Andreas Pöder, LAbg. der BürgerUnion. Tony Tschenett, Vorsitzender des ASGB gab zu bedenken, dass Süd-Tirol von Italien als Melkkuh gesehen werde. Durch eine volle Unabhängigkeit könnten Arbeitsplätze und Wohlstand gesichert werden. Für Bez.-Mjr. Haymo Laner ist die Tiroler Einheit nicht nur eine Herzensangelegenheit und das Fundament für das Fortbestehen unserer Werte, sondern vor allem die einzige gerechte Lösung. Die Diskussion endete mit interessanten Fragen aus dem Publikum sowie mit einer Probeabstimmung im Saal, bei der sich die beiden Möglichkeiten Freistaat Süd-Tirol und Rückgliederung an Österreich die Waage hielten, während fast niemand einen Verbleib bei Italien wünschte. n

von Margareth Lun

„aktion Beinhaus“ - Bedarf einer baldigen lösung
Zu einer Informationsveranstaltung unter dem Motto „Vergessen ja, vergeben nein!“ hatten am 1. Dezember 2011 die Vinschger Schützen in das Kulturhaus von Mals geladen, um über das Beinhaus in Burgeis zu diskutieren. Über 300 Anwesende bewiesen das große Interesse der Bevölkerung an diesem Thema inleitend gingen die Historikerin Dr. Margareth Lun, der Kulturreferent des SSB Günther Morat und Pater Christoph Waldner OT in Impulsreferaten auf die historischen Hintergründe der Ossarien in Oberitalien, auf den Missbrauch der faschistischen Relikte in Süd-Tirol sowie auf die Frage der Pietät ein, bevor Harald Stauder als Moderator die Podiumsdiskussion eröffnete. KAbg. Karl Zeller, die LAbg. Hans Heiss, Sven Knoll, Sepp Noggler und Donato Seppi sowie Bez.-Mjr. Peter Kaserer erläuterten ihre Positionen und gingen auf mögliche Lösungsvorschläge ein. Wie erwartet, war für Donato Seppi das weitere Bestehen des Ossariums ebenso selbstverständlich wie die weitere Nutzung zu politischen Zwecken. Karl Zeller erläuterte die rechtlichen Voraussetzungen und erklärte, dass alle nationalistischen Denkmäler in Staatsbesitz seien und das Land dafür keine Zuständigkeit hätte. Peter Kaserer betonte, dass ein einseitiger Friede keine Lösung sein könne, da eine Seite still sei, und die andere darüber triumphiere. Pietät ja, aber nicht auf Kosten der Duldung von faschistischen Relikten, die immer noch politisch instrumentalisiert werden, so Kaserer. Peppi Stecher meinte, dass das Beinhaus besonders dann immer wieder ins Bewusstsein rücke, wenn dort irgendwelche Aktionen gesetzt würden. Sven Knoll sieht die Tafeln ebenso wie ein eventueller musealer oder kirchlicher Überbau - Pater Christoph Waldner hatte eine Totenkapelle über dem Ossarium vorgeschlagen - als Ausdruck der Hilfslosigkeit und des fehlenden Mutes. Man könne den Gefallenen nur Würde erweisen, wenn man ihre Gebeine mit allen militärischen Ehren im Kriegerfriedhof in Spondinig beisetzen würde; dann könne auch das Beinhaus geschleift werden. Dieselbe Meinung vertrat auch Sepp Noggler: „Das Beinhaus gehört weg“, so der Alt-Bgm. von Mals. Für eine Beihaltung des Beinhauses als geschichtliches Dokument in Stein sprachen sich hingegen der Historiker Hans Heiss sowie Karl Zeller aus, wobei beide die Meinung vertraten, dass die Umbettung der Gebeine in geweihte Erde eine gute Lösung sei, die das Problem entschärfen würde. Anschließend nutzten zahlreiche Zuhörer aus dem Publikum die Möglichkeit, Fragen an die anwesenden Politiker zu stellen. Besonders aufhorchen ließ die Stellungnahme von Hans Duffek, der erläuterte, dass die Umbettung von sterblichen Überresten in die Heimatgemeinden der Betroffenen oder in andere Friedhöfe in Italien große Tradition habe und dass das Schwarze Kreuz auch heute immer noch mit solchen Aktionen betraut würde. n

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Lans

N° 1 | Februar 2012

Aus den BeziRken & BataiLLOnen …
von Florian Schapfl
Ehrenberg

Bataillonsschießen „sonnenburg“
Im neu umgebauten elektronischen Schießstand der Kompanie Lans, der dabei auch seine Feuertaufe erlebte, nahmen vom 3. bis 7. November alle 14 Kompanien des Bataillons teil.

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ie Sieger wurden auf Kompanieebene in der 15er Serie ermittelt und auf Schützenebene in einer 40er Serie. Auf Kompanieebene war dies für Grinzens eine klare Angelegenheit. Sie gewann mit 638 Ringen vor Sistrans mit 624 und Sellrain mit 591 Ringen. Der Sieger auf Schützenebene wurde in einem Familienduell ermittelt:

„Mit Freude und Wehmut lege ich die Führung in jüngere Hände. Von der Landesführung geht ein starkes Signal und eine große Aufbruchstimmung aus. Diese Stimmung soll auch ein junges, ambitioniertes Team, welches sich heute der Wahl stellt, bis in die Kompanien hinaustragen.“

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Die Kompaniesieger mit Viertel-Kdt. & Obm. BMjr. Christian Meischl, Baon-Kdt. Mjr. Anton Pertl, Martin Kirchmayr (Sellrain - 3. Platz), Manuel Bucher (Grinzens - 1. Platz), Josef Triendl (Sistrans - 2. Platz) und Hptm. Hansjörg Schapfl

Die Siegermannschaft der Kompanie Grinzens

Klaus Bucher (Grinzens) gegen seinen Sohn Manuel, wobei hier der Senior als Sieger hervorging (350 zu 349 R.). Dritter wurde Klaus Pichler (Mutters) mit 342 Ringen. Die Preisverteilung am 11. November nahmen Viertel-Kdt. und Obm. der Komp. Lans BMjr. Christian Meischl gemeinsam mit Baon-Kdt. Mjr. Anton Pertl und Hptm. Hansjörg Schapfl vor. n

o der scheidende Mjr. Wolfram Vindl bei seiner Abschiedsrede. Er ließ Teile seiner ein Vierteljahrhundert langen Amtszeit Revue passieren und erinnerte sich an die Höhepunkte seiner Kommandantschaft wie die Rückführung der Lechtaler Schützen ins Oberinntaler Schützenregiment und die gute Zusammenarbeit mit dem Bataillon. Anschließend wurde Mjr. Herbert Schweißgut aus Reutte einstimmig zum neuen Kommandanten gewählt. Stv. ist Hptm. Wolfgang Santa und die Geschäftsführung übernimmt Lt. Bernhard Steurer aus Vils. Kassierin wurde Anita Lutz aus Weißenbach, JS-Betr. Richard Wolf aus Lechaschau und Internet-Betr. Michael Koch aus Lermoos.

Bataillons- & Bezirksversammlungen
Imsterberg Imst

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ie Neuwahlen der Baon-Führung brachten folgendes Ergebnis: Einstimmig wurde der schon seit 1997 im Amt befindliche Mjr. Franz Kranewitter (Bild) von der Kompanie Nassereith und sein Stv. Hptm. Georg Posch von der Kompanie Imst gewählt. Baon-Kdt. Mjr. Kranewitter kündigte einige Neuerungen an u.a. die Errichtung des neuen Trommelzuges im Bataillon mit über 25 Trommlern und Marketenderinnen. Der musikalische Leiter ist Raimund Degenhart aus Imst. Zum neuen JS-Betr. wurde Stefan Grassl bgewählt. n

Die Führungsspitzen des Schützenbezirkes trafen sich zur Jahreshauptversammlung, zu der Bez.-Mjr. Heini Gstrein zahlreiche Ehrengäste begrüßen konnte. r hob in seinem Bericht u.a. die Leistungen der JS-Betr., welche 380 Kinder betreuen, hervor. Neben Wandertagen und Schießveranstaltungen wurden Bildungsveranstaltungen durchgeführt, um die Tiroler Geschichte mit den Kindern weiter zu tragen. Auch unzählige Stunden in sozialen Diensten, wie Essen auf Rädern u.v.m. wurden geleistet. Der verstorbene Kassier ELt. Rupert Thurner wurde durch den Lt. der Kompanie Imst Rolf Krabichler ersetzt. Im kommenden Jahr wird in Imst das Landesjungschützenschießen mit Teilnehmern aus allen Teilen Tirols sowie das Regimentsund Bezirksfest am 15. Juli abgehalten. n

Mjr. Herbert Schweißgut, BMjr. Fritz Gastl und Mjr. Wolfram Vindl bei der Amtsübergabe (v.l.).

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Mjr. Schweißgut stellte in seinen Antrittsworten das Motto: „Miteinander unterwegs sein“ in den Mittelpunkt. Mjr. Vindl wurde von der Versammlung einstimmig zum Ehrenkommandanten des Bataillons Ehrenberg und der bisherige Fhr. Karl Schonger zum EFhr. ernannt. Mjr. Wolfram Vindl bleibt für die nächsten drei Jahre Reg.-Kdt.Stv. n

Redaktionsschluss für die Ausgabe 2/2012: 29. Feber 2012

N° 1 | Februar 2012

unsere JunGsChützen & MaRketendeRinnen …
Viertel Osttirol

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Viertelmarketenderin legt ihr Amt zurück
Beim Bildungstag der Osttiroler Hauptmänner und Obleute am 5. November 2011 wurde es leider Tatsache: Die überaus eifrige und ideenreiche Viertelmarketenderin Vroni Kraler legte aus beruflichen Gründen ihr Amt zurück.

von Bertl Jordan

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roni Kraler war auf ihre angenehme Art bestrebt, Anliegen „ihrer“ Marketenderinnen in allen Schützengremien zu vertreten, sie betrieb Öffentlichkeitsarbeit für die Marketenderinnen und bemühte sich auch, mit Bildungsveranstaltungen den Mädchen und jungen Frauen manches über das Schützenwesen näher zu bringen. Bereits zum Klassiker wurde das von ihr gestaltete - inzwischen vergriffene - Osttiroler Marketenderinnenbuch, in dem mit wunderschönen Fotos die Trachten aller Osttiroler Schützenmarketenderinnen vorgestellt, Tipps einer Expertin zum Tragen und Pflegen der Tracht gegeben werden und Katharina Lanz, das mutige Mädchen von Spinges, beschrieben wird. Ein anderes Mal lud sie die Marketenderinnen zu einem Frisierkurs ein, bei dem komAldein

petente Friseurinnen zur Tracht passende Frisuren entwarfen. Dann wieder war es ein geselliger Nachmittag beim Qualitätsschnapsproduzenten Kuenz, an dem über jene Flüssigkeit informiert wurde, welche die Marketenderinnen mit Charme und Überredungskunst „an den Mann“ bringen und damit den Kassastand der Kompanien anheben sollen. Bei der Ausstellung „500-Jahre-Tiroler-Landlibell“ gestaltete sie die Marketenderinnen-Vitrinen und kümmerte sich umsichtig um die Versorgung aller Gäste und Teilnehmer bei der Eröffnungsfeier. Neben der Betreuung der Osttiroler Marketenderinnen war Vroni Kraler auch die Kontaktpflege zu ihrer Südtiroler Kollegin aus dem Bezirk Pustertal ein Anliegen. Dies ist nur eine Teilaufzählung von Vronis Aktivitäten und man kann

wohl sagen, dass ihr Ausscheiden allgemein bedauert wird. Es bleibt zu hoffen, dass es der Osttiroler Viertelführung gelingt, bald wieder eine ähnlich tüchtige Marketenderin für das Amt der Viertelmarketenderin zu finden. Die Schützen bedanken sich für die geleistete Arbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute. n Maria Magdalena Amort. Das Schießen wurde dem Freiheitskämpfer Franz Höfler gewidmet, der vor 50 Jahren in italienischer Untersuchungshaft starb. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand vor allem die kameradschaftliche Begegnung. n

von Andrea Pichler

Bezirksschießen süd-tiroler unterland
Rund 20 Jungschützen, Jungmarketenderinnen sowie ihre Freunde kamen am 26. November in den Schießstand nach Aldein, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Die Jungschützen wurden in drei Gruppen eingeteilt. n der Kategorie „Jungschützen 1“ siegte Maria Magdalena Amort (Margreid), in der Klasse „Jungschützen 2“ wurde Pauline Gschnell (Kurtatsch) Erste und in der Kategorie „Freunde“ war Sonia Pedron siegreich. Siegerin der Festscheibe ist ebenfalls

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Olymp. Dorf von Alexander Mitterer

Eine zünftige Rodelpartie

Zufriedene Gesichter beim Jungschützenschießen in Aldein.

Auch heuer machten die Jungschützen wieder eine Rodelpartie von der Nösslachhütte. Nach einer Stärkung ging es mit großem Spaß ins Tal. Mit dieser Rodelpartie klang das Jungschützenjahr verletzungsfrei aus und die Kinder freuen sich schon auf den nächsten Jungschützenabend (siehe Internet: www.schuetzenkompanie-odorf.com).

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Matrei a. Br.

N° 1 | Februar 2012

unsere JunGsChützen & MaRketendeRinnen …
von Rupert Usel

Aktion Friedenslicht
Die Jungschützen der Kompanie Matrei a. Brenner und Umgebung haben am Heiligen Abend die Aktion Friedenslicht unterstützt. ls ein Zeichen der Verbundenheit innerhalb der Kompanie wurden sieben aktive Schützenkameraden, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausrücken können, besucht. Auch elf Witwen von früher aktiven Kameraden wurde in sehr ergreifenden Momenten das Friedenslicht übergeben. Zum Abschluss wurden auch noch unsere vier Fahnenpatinnen besucht und das Licht aus Bethlehem gebracht. Im Namen der Jungschützenkompanie Matrei am Brenner und Umgebung haben die Jungschützenmarketenderinnen Theresa Lener, Lena-Maria Hörtnagl, Carina Weiss, Laura Jenewein und die Jungschützen Daniel Vogelsberger sowie Johannes Lener in Begleitung von JS-Betr. Matthias Hauser und Viertel-JS-Betr. Rupert Usel diese Aktion durchgeführt. Ohne unsere Erwartung wurden seitens der Besuchten
Natters

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Die Jungschützen von Matrei a. Br. und Umgebung brachten mit ihren Betreuern Viertel-JSBetr. Rupert Usel (l.) und JS-Betr. Matthias Hauser (r.) das Friedenslicht.

Zuwendungen in Form von Süßigkeiten, Keksen und auch Geld gegeben. Die Süßigkeiten wurden unter den Kindern aufgeteilt. Das gesammelte Geld wird auf Beschluss der Kinder unserem heimischen Vinzenz-

verein als Spende zur Verfügung gestellt. Vielen Dank unserer JS-Fahnenpatin Tanja Gassner-Stadler vom Hotel „Krone“ für die kostenlose Verpflegung. n

Js-Leistungsabzeichen erfolgreich bestanden
Nach intensiver Vorbereitung durch die JS-Betr. Hubert Gollner und Josef Falschlunger traten am Sonntag, dem 20. November 2011, sieben Jungschützen und Marketenderinnen der Kompanie Natters zum Wissenstest um das Jungschützenleistungsabzeichen an.

von Herbert Oberacher

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Die erfolgreichen Jungschützen und ihre Betreuer, stehend v.l.: Oj. Hubert Gollner, Helena Wieser, Hptm. Johann Mair, Simon Sonn, Lt. Ing. Thomas Zangerl (Sistrans), Regina Penz, Oj. Josef Falschlunger sitzend v.l.: Markus Mair, Mathias Mair, David Schimana, Marian Draschl

er schriftliche Test wurde in Anwesenheit von Baon-JS-Betr. Lt. Ing. Thomas Zangerl (Kompanie Sistrans) und Hptm. Hans Mair absolviert und von allen in hervorragender Manier bestanden. Das Goldene Leistungsabzeichen erhielten Regina Penz, Mathias Mair und Simon Sonn (ab dem 14. Lebensjahr). Mit dem Silbernen Leistungsabzeichen (bis zum 14. Lebensjahr) wurden Helena Wieser und David Schimana ausgezeichnet. Das Bronzene Leistungsabzeichen (bis zum 12. Lebensjahr) erlangten Marian Draschl und Markus Mair. Mit den Jungschützen freuten sich die Kompanieverantwortlichen zu diesem großen Erfolg. n

Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien
Oberaudorf

Bayerische Gebirgsschützen

Bundesgeneralversammlung in oberaudorf

von Ludwig Brunschmid

Am 18. März 2012 treffen sich die Vertreter der 47 Kompanien des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien zu ihrer Bundesgeneralversammlung in Oberaudorf. Die schriftlich überlieferte Geschichte von Oberaudorf beginnt mit der ersten urkundlichen Erwähnung als Urdorf im Jahre 780. Besiedelungsspuren in der Gemarkung Audorf reichen aber zurück bis in die Bronze- und Urnenfelderzeit. Durch zahlreiche Funde wird belegt, dass Oberaudorf in der Römerzeit an einer wichtigen Verkehrsader lag. Da sich von hier aus der - besonders für den Salzhandel - bedeutende Handelsweg Inntal kontrollieren ließ, wurde das Dorf mit seiner Grenzfeste Auerburg mehrmals Schauplatz im blutigen Grenzkonflikt zwischen Bayern und Österreich.

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iese auf einem nach Süden schroffen Felsen thronende Festung beherrschte das Tal. Nach dem Erbfolgekrieg von 1743 wurde sie als Bedingung des Friedensvertrages von Tiroler Bergknappen 1745 geschleift. Der Luftkurort Oberaudorf liegt in einer herrlichen Landschaft des Inntals eingebettet zwischen dem Kaisergebirge, dem Brünnstein und dem Wendelstein. Die Gemeinde dehnt sich über eine sehr vielfältige und reizvolle Landschaft aus, die von der breiten Ebene des Inntals über

sanfte Hügel bis zu felsig-alpin ausgeprägten Bergmassiven reicht. Neben zahlreichen, teilweise markant erhabenen Weilern wird die Gemeinde vor allem durch die zwei größeren Ortschaften Oberaudorf und Niederaudorf geprägt. Oberaudorf besteht in seiner Ortsmitte aus historisch gewachsenen Strukturen. Das belebte Zentrum ist durchaus urban ausgeprägt. Gemütliche Gasthäuser und Kaffees laden zum Verweilen ein. Niederaudorf ist ein typisch oberbayerisches Dorf. Die ländliche Dorfidylle ist hier noch erlebbar. Besonders

stolz ist man in Niederaudorf, dass der Ort im Jahre 2010 mit einer Goldmedaille im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet wurde. Durch die gemeinsame Vergangenheit im „Gericht Auerburg“ ist von alters her ein Drittel der Audorfer Gebirgsschützen in Kiefersfelden beheimatet. Kiefersfelden ist die südlichste Gemeinde des Landkreises Rosenheim und liegt unmittelbar an der Grenze zu Tirol. Durch die Lage am Inn war der Ort stets mit der Innschifffahrt befasst. Eine Rarität sind die „Kieferer Ritterspiele“ mit ihrer einzigartigen barocken Drehkulissenbühne von 1833. Sie wurden 1618 gegründet und sind das älteste Volkstheater Deutschlands. 1832 verließ der Wittelsbacher Prinz Otto nach dem Ort Kiefersfelden seine bayerische Heimat, um in Griechenland König zu werden. Patriotische Bürger errichteten an dieser Stelle eine neugotische Kapelle. Diese wurde am 19. Juni 1836 im Beisein der Audorfer und weiterer Gebirgsschützenkompanien feierlich eingeweiht.

Berichte aus Bayern

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N° 1 | Februar 2012

Die Kompanie

Die Audorfer Gebirgsschützenkompanie ist seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert urkundlich nachweisbar. 1479 erfolgte die erste bekannte allgemeine Aufforderung zur „Musterung“ in Audorf. Am 27. August 1950 traten die Audorfer Gebirgsschützen bei der Heimkehrer-Wallfahrt in RottachEgern erstmals nach über 90 Jahren auf: mit vier Mann und geliehener Fahne. Mangels Fahrzeug wurde die Wegstrecke bis Bayrischzell zu Fuß zurückgelegt, der Rest mit dem Bus. Die offizielle Wiedergründung
Gotzing

der Kompanie erfolgte am 8. Juli 1952. Es war die erste Wiedergründung einer Kompanie im InnChiemgau. 1957 wurde auf dem Au Schlossberg – dort wo einst die Auerburg stand – die erste Kompaniefahne geweiht. Gründungshauptmann war Lorenz Sterr, 1972 folgte Edgar Dvorak und seit 1992 steht Ludwig Brunschmid an der Spitze der Kompanie. Die Audorfer richteten zweimal die Bundesgeneralversammlung und den Patronatstag aus, viermal das Adventsingen und einmal die Zusammenkunft der Landeskommandanten der Alpenre-

gion. Einmal veranstalteten sie das Bataillonsfest des Inn-Chiemgaues, zweimal das Bataillons- und dreimal das Marketenderinnenschießen. Im Museum im Burgtor in Oberaudorf gibt es eine Abteilung Gebirgsschützen, ebenso eine im Museumsturm auf dem Thierberg bei Kufstein. Dort stellt die Thierberger Kompanie im Zuge der Aktion „Einst Feinde, heute Freunde“ einen entsprechenden Raum zur Verfügung. Am 29. Juli 2012 feiert die Kompanie das 60-jährige Wiedergründungsjubiläum, verbunden mit dem 28. Bataillonsfest des Gebirgsschützenbataillons Inn-Chiemgau. n

adventsingen in Neukirchen

von Martin Haberfellner

Wie es seit Jahrzehnten „der Brauch ist“, haben sich die Bayerischen Gebirgsschützen am 8. Dezember, dem katholischen Hochfest Mariae Empfängnis, zu ihrem Adventsingen getroffen.

D

ie Kompanie Gotzing richtete das Adventsingen 2011 aus Anlass ihres 50-jährigen Bestehens aus. Stattgefunden hat das besinnliche Ereignis in der Katholischen Pfarrkirche St. Dionysius in Neukirchen. In dem beschaulichen Raum der barocken Kirche gotischen Ursprungs konnte sich die adventliche Musik zur größtmöglichen Wirkung entfalten. Nach der Begrüßung durch LHptm. Karl Steininger und Diakon Frater Sebastian Hildebrandt boten das

LHptm. Karl Steininger, Gau-Hptm. Thomas Simon, Jochen Langer und Beni Eisenburg.

Bläserquartett Probst, die Reichersdorfer Sänger, die Familienmusik Zwickl, die Neukirchener Sängerinnen und schließlich Maria Weinzierl als Solistin an der Harfe ein anspruchsvolles Programm altbayerischer geistlicher Volksmusik. Beni Eisenburg sprach die verbindenden Texte - erklärend, einfühlsam, zum Nachdenken anregend. Den Interpreten gelang es in hervorragender Weise, das Publikum mit ihren Melodien aus der Hektik und dem Trubel der immer weniger „staaden Zeit“ herauszuholen und auf den Advent einzustimmen. Anschließend gab es beim Wirt für die aktiven Sänger und Musikanten noch den gebührenden Applaus. Diesen Rahmen nutzten LHptm. Karl Steininger und die Kuratoriumsmitglieder Beni Eisenburg und Gau-Hptm. Thomas Simon, dem um die alpenländische Volksmusik hochverdienten Jochen Langer aus Unterwössen die Kiem-Pauli-Medaille zu überreichen. n

Bonn

Bayerische Repräsentanten
Der Tag der Wiedervereinigung wurde am 3. Oktober 2011 in Bonn gefeiert. Alle 16 Bundesländer waren vertreten.

D

en Bayerischen Gebirgsschützen wurde die große Ehre zuteil, den Freistaat Bayern zu repräsentieren. Mehr als 100 Gebirgsschützen, Musik- und Spielmannszug der Kompanie Beuerberg-Herrnhausen rückten unter dem Kommando von GauHptm. Michael Bromberger und Hptm. Franz Zimma aus. Auf der Ländermeile-

Adenauerallee stand das große Bayernzelt. Ministerpräsident Horst Seehofer empfing dort die Kompanie und man reihte sich in die Festparade der Bundesländer ein. Der Besuch der alten Bundeshauptstadt war für die Teilnehmer ein schönes Erlebnis, der Dank von LHptm. Karl Steininger galt der Kompanie Beuerberg-Herrnhausen. n

Vor dem Palais Schaumburg - ehemaliger Sitz des Bundeskanzlers - MP Horst Seehofer im Gespräch mit dem Beuerberger Tambourmajor Peter Melf.

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Berichte aus Bayern

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Unterwössen

Reichersbeuern

Bataillonsschießen
148 Schützen und Marketenderinnen in 34 Mannschaften ermittelten auf dem Schießstand in Unterwössen ihre Besten. ptm. Georg Haslberger von der gastgebenden GSK Unterwössen-Achental hatte mit seiner Kompanie das Schießen bestens vorbereitet. Sieger bei den Einzelschützen wurde Georg Winkler, GSK Neubeuern. Bei den Senioren siegte Franz Bals, GSK Bernau. Beste Marketenderin war Gabi Haslberger von der GSK Wössen-Achental. Den Mannschaftswettbewerb gewann die zweite Mannschaft der GSK WössenAchental (Josef Gasteiger, Konrad Loider, Carl Hirz sen., Oskar Landenhammer). Bernd Selke von der GSK Reichenhall erhielt aus der Hand des 1. Bgm. Hans Haslreiter die von der Gemeinde Unterwössen gestiftete Ehrenscheibe. n

Gerhard Rehme wird ehrenhauptmann
Beim Gedenkgottesdienst am Jahrtag der GSK Reichersbeuern erinnerte der Pfarrer Ludwig Scheiel an den ursprünglichen Auftrag der Gebirgsschützen, nämlich die Verteidigung von Volk und Kirche. uch heute noch sei dieser Auftrag gültig und Scheiel appellierte an die Schützen, auch in Zukunft dafür einzustehen. Nach der Messe wurde am Kriegerdenkmal zum Gedenken an die Gefallenen ein Kranz niedergelegt.

Annette Billesberger für ihre langjährige und verdienstvolle Arbeit als Kompanieschreiberin. Josef Schlickenrieder bekam die Ernennungsurkunde zum neuen Hptm. überreicht. Die Ehrungen wurden von GauHptm. Thomas Simon vorgenommen. n
Kochel a. See

H

A

Große ehrung für hans schwaiger
Der Landrat des Landkreises Bad TölzWolfratshausen Josef Niedermaier verlieh im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern die höchste Auszeichnung des Landkreises: die Isar-LoisachMedaille.

U

Eingerahmt von den beiden Schützenlieseln Monika Keller (l.) und Josefa Gistl (r.): Vorstand Josef Forster, Ehrenschriftführerin Annette Billesberger, EHptm. Gerhard Rehme, Hptm. Josef Schlickenrieder und Gau-Hptm. Thomas Simon (v.l.).

Baon-Kdt. Anton Greimel, Gabi Haslberger Wössen/Achental, Franz Bals - Bernau, Georg Winkler - Neubeuern, Bernd Selke Bad Reichenhall (Ehrenscheibe), BaonSchießwart Peter Geier, Hptm. Georg Haslberger von der GSK Wössen/Achental (v.l.).

Anschließend rückte die Kompanie zum Schützenball in den „Altwirt-Saal“ ein. Der feierliche Rahmen wurde genutzt, verdiente Schützen zu ehren. Hptm. Gerhard Rehme, der 23 Jahre lang die Kompanie befehligte, und das Erscheinungsbild der Reichersbeuerer Schützen wie kein anderer prägte, wurde zum EHptm. ernannt. Die Ernennung zur Ehrenschriftführerin erhielt

nter den Preisträgern 2011 ist Hans Schwaiger, ein stolzer Bewahrer des Gebirgsschützenwesens. Von 1970 bis 1980 war er Obmann der „Historischen Bauerngruppe Kochel“, von 1980 bis 1991 Adjutant im Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien und von 1991 bis 1994 stellvertretender Landeshauptmann. Für seine Verdienste wurde er 1994 zum Ehrenoffizier ernannt. Bereits 1987 hat er noch aus der Hand von Franz Josef Strauß das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. Wir gratulieren Hans Schwaiger zu der Verleihung der Isar-Loisach-Medaille, die ein sichtbares Zeichen des Danks und der Anerkennung für sein ehrenamtliches Engagement darstellt. n

Gedenken an Waakirchen
Traditionell am Hl. Abend gedachten die Gebirgsschützen der Ereignisse von 1705, bekannt als „Sendlinger Mordweihnacht“. ach dem Gottesdienst, den Prälat Josef Obermaier zelebrierte und an dem auch der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, Schutzherr des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien, teilgenommen hatte, versammelte man sich am Oberländer Denkmal zur Totenehrung. n
Erstmals nahm Pfarrer Franz Hofherr (Bildmitte) in seiner Eigenschaft als neuer Pfarrer von Waakirchen an dem Gedenken teil. Franz Hofherr entstammt einer alteingesessenen Gebirgsschützenfamilie aus Königsdorf und war lange Jahre Pfarrer in Partenkirchen.

Waakirchen

N

Berichte aus Bayern

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Benediktbeuern- Ried

Wolfratshausen

Gmund

kompanieschießen
Hans Schweiger konnte beim 30. Kompanieschießen einen Doppelerfolg verzeichnen. r siegte auf der Festscheibe mit einem 232-Teiler. Die Schützenscheibe gewann zum zweiten Mal Michael Rieger und erhielt für das beste Blattl den Wanderpokal von Ehrenvorstand Matthäus Hammerl. Bei Senioren wurde Franz Bauer mit 84 Ringen Erster. Vorstand Michael Waldherr dankte Schießleiter Stephan Schmid sowie Sepp Ortlieb für die Durchführung im schmucken Schützenheim der „Schützenlust“.

Ewald Brückl – 70
Der Wiedergründungs-Hptm. der GSK Wolfratshausen Ewald Brückl hat den 70. Geburtstag gefeiert.

harald schrangl – 60
Neun Jahre bekleidete Harald Schrangl das Amt des Schützenmeisters der GSK Gmund, seit drei Jahren fungiert er erfolgreich als Bundesschützenmeister. ei einer Feier im Kreise seiner Gmunder Kameraden überbrachte LHptm. Karl Steininger den Dank und die guten die Wünsche des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien.

E

D

er gebürtige Münchener hat nicht nur die Kompanie wieder ins Leben gerufen, mit seinen Kameraauch den hat er sich um das Wolfratshauser Gemeinwesen angenommen. Besonders das alpenländische Brauchtum liegt ihm am Herzen. Weiterhin Gesundheit und viel Schaffenskraft!

B

18. März: BGV in Oberaudorf / 16. April: 85. Geburtstag Papst Benedikt XVI. / 6. Mai: Patronatstag in Ohlstadt / 3. Juni: Alpenregionstreffen in Vielgereuth / 17. Juni: 40 Jahre GSK Bichl / 24. Juni: 22. Bataillonsfest Werdenfels in Eschenlohe / 29. Juli: 60 Jahre Wiedergründung Audorf zugleich 28. Bataillonsfest Inn-Chiemgau

Termine 2012:

Walter dandl †

† 2. 12. 2011 - TRAUNSTEIN Die GSK Traunstein trauert um ihren Ehrenleutnant Walter Dandl. Binnen weniger Monate erlag er im Alter von 70 Jahren seinem Krebsleiden.

Verehrung seiner Schrödlgassler Patrona Bavariae, die auch die Fahne der Kompanie ziert. Mit einem Salut verabschiedeten die Traunsteiner Gebirgsschützen ihren Kameraden.

† 28.10.2011 - WÖSSEN

Georg zeilinger †

Mit Georg Zeilinger von der GSK Wössen-Achental verstarb am 28. Oktober 2011 eine der bekanntesten und beliebtesten Persönlichkeiten des Chiemgaus. Wegen seiner vielfältigen

Seinem Geist, seiner Willenskraft und seiner Fähigkeit, andere für eine Sache zu begeistern, hat es Traunstein zu verdanken, dass im Jahre 1986 die Wiedergründung einer Gebirgsschützenkompanie möglich wurde. 2001 wurde er zum Ehrenleutnant ernannt. Sein größtes Anliegen war ihm die

Verdienste würdigte die Stadt Traunstein Zeilinger durch einen ehrenden Nachruf. Er war ein Leben lang Gönner und Förderer vieler Ortsvereine und kirchlicher Einrichtungen. Der selbständig tätige Schreinermeister bereiste fast die ganze Welt. Über seine Reisen und Erlebnisse berichtete er mit Diavorträgen einem Publikum, das er mit viel Fachwissen und durch seine unnachahmliche Art des Vortragens stets begeisterte. Schorsch Zeilinger gehörte seit 1977 der GSK Wössen-Achental als Schütze an, die ihn 1992 mit der Verdienstmedaille in Gold ehrte. Der Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien verlieh ihm 2006 die Verdienstmedaille am blauen Band in Silber. Bei Gründung der GSK Traunstein im Jahr 1986 spielte er eine entscheidende Rolle. Mit 84 Jahren ging nun ein Leben für die bayerische Heimat und das Gebirgsschützenwesen zu Ende.

anton sterff †

† 8. 12. 2011 - DEISENHOFEN Im Alter von 68 Jahren verstarb der Landwirt und Bierkutscher – wie er sich selbst gerne bezeichnete – Anton Sterff aus Deisenhofen.

Den Pferden widmete er sein ganzes Leben. Seit 1992 kutschierte er Ehrengäste der Gebirgsschützen beim Oktoberfestzug durch die Landeshauptstadt München. Seine Gebirgsschützenkompanie Beuerberg-Herrnhausen geleitete ihn in großer Zahl auf seinem letzten Weg.

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Wir gratulieren …
INNSBRUCK-ARZL Meran

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annemarie erlacher – 70, alois Gritscher und albert Peer – 80
Am 11. Juni 2011 durften wir mit unserer langjährigen Gönnerin und Ehrenkranzträgerin Annemarie Erlacher den 70sten und unserem ELtn Alois Gritscher den 80sten Geburtstag feiern. „Höggle“ abgeholt und am Weg zum Vereinsheim begleitet. Nach den Ansprachen und dem Abfeuern einer Ehrensalve klang die Feier in einem gemütlichen Beisammensein aus. Am 29. November 2011 feierte unser langjähriges Mitglied Zgf.Albert Peer – er ist im Jahre 1949 in die „Speckbacher“ Schützenkompanie Innsbruck-Arzl eingetreten – seinen 80. Geburtstag. Die Kameraden wünschen den Jubilaren alles Gute und für die Zukunft vor allem beste Gesundheit. n 26 Jahre (1981-2007) Hptm. der Kompanie, ehe er diese Funktion an seinen Sohn weitergab. Für all seine Tätigkeit wurde er zum EHptm. der Kompanie ernannt. Sein Name wird stets mit der Kompanie verbunden sein. n

Christian Folie – 80
Christl vom „Petöffihof “ am Zenoberg bei Meran konnte am 2. Juni 2011 seinen 80sten Geburtstag feiern und am nächsten Tag gratulierte ihm die Kommandantschaft der Kompanie Meran. Trotz seines Alters begleitet er nach wie vor seine Kameraden bei allen wichtigen Ausrückungen. Jahr für Jahr stellt Christl einen Platz zum Entzünden des Herz-JesuFeuers auf seinem Weinacker am Segenbühel zur Verfügung und beteiligt sich am Auf-und Abbau des Metallgestelles. Ein 3-faches „Schützen-Heil“, bleib gesund und unserer Schützengemeinschaft noch lange erhalten. n

Die Jubilare wurden durch die ausgerückte Kompanie unter dem Kommando von Hptm. Anton Kircher beim Hof zum
Schönwies

zur Hochzeit
Josef Westreicher – 80
In voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit konnte EHptm. Josef Westreicher seinen 80er feiern. Neben der Gemeindevertretung und der Musikkapelle Mils gratulierten vor allem seine Schützenkompanie Schönwies in großer Stärke mit einer Ehrensalve. Josef Westreicher trat 1951 der Kompanie bei. Neben verschiedenen Funktionen war er jahrelang Obmann und

Im vergangenen Schützenjahr haben geheiratet:
PFUNDS - 1. Oktober: Fhr. Hans Peter & Michaela Hangl STANS - Im August: Günther & Sabrina Bihun TRAMIN - 11. Juni: Mark. Heidi Platzgummer -Tramin & Ingemar Mattivi - Altrei ST. ANDRÄ - 4. Juni: Mark. Sonja Oberrauch & Oj. Georg Prosch AUER - 28. Mai: Mark. Elisabeth Kaufmann & Lorenz Röggla OLyMP. DORF - 10. September: Gotthard & Monika Mayer SILLIAN - 4. Juni: Karl Assmayr & Mag. Barbara Kraler OBERNDORF Andreas & Daniela Hofer STAMS - 28. Mai: Mark. Gitti Venier & Hansjörg Dablander ROPPEN - Martina & Martin Prantl MÜHLWALD - 17. September: Erwin Holzer & Stefanie Kirchler Wir wünschen den Brautpaaren alles erdenklich Gute auf ihrem gemeinsamen Lebensweg.

Ladis

helmut heiseler – 60
Der Lt. der Kompanie Ladis und Fhr. der Standarte des Schützenbezirkes Landeck feierte seinen 60. Geburtstag. Die Kompanie Ladis rückte aus und gratulierte mit einer Ehrensalve. Als Gratulanten stellten sich Bgm. Toni Netzer, Viertel-Kdt. BMjr. Fritz Gastl sowie Tal-Kdt. Pepi Partoll ein. n
Fhr. Andreas Heiseler, die Lt. Raimund Wolf jun. und sen., Mjr. Fritz Gastl, Helmut Heiseler, Hptm. Florian Kirschner und Viertel-Mark. Kathrin Markl (v.l.)

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Aus den kOMPanien …
von Patrick Rossmann

ABFALTERSBACH

Gemeindezentrum wurde eröffnet
Am 11. November 2011 wurde das neue Gemeinde- und Vereinszentrum Abfaltersbach mit einem Landesüblichen Empfang feierlich eröffnet. ach dem Abschreiten der Front und der Ehrensalve sowie den Ansprachen von Bgm. Anton Brunner, LHptm. Günther Platter und Architekt Machnè segnete Ortspfarrer MMg. Hansjörg Sailer das Gebäude und die Räumlichkeiten. Neben Feuerwehr und Musikkapelle fand auch die Schützenkompanie ein neues Zuhause im Gebäude. n
Amras

N

Marketenderinnen der Musikkapelle, Hptm. Franz Fuchs, Bgm. Anton Brunner, LHptm. Günther Platter und Marketenderinnen der Kompanie Abfaltersbach (v.l.) vor dem neuem Gemeindezentrum.
Axams

von Werner Erhart

von Thomas Drosg

Autobahn-einhausung fertiggestellt
Mit der Einweihung und Eröffnung der zweiten Tunnelröhre der AutobahnEinhausung Amras wurde der wichtigste Schlusspunkt zu dem seit über dreißigjährigen Kampf zur Verminderung des Verkehrslärms gesetzt. m Mai 2009 wurde mit dem Bau der 910 m langen Tunnelröhren begonnen, der 2. Dezember 2011 wurde ein Freudentag für Amras. Beim Landesüblichen Empfang meldete Hptm. Herbert Schuh LHptm. Günther Platter die angetretene Formation, worauf dieser gemeinsam mit Bgm. Mag. Christine Oppitz-Plörer und ASFINAGVorstandsdirektor Alois Schedl die Front abschritten. Die eindrucksvolle Ehrensalve der Schützenkompanie löste Alarm aus und konnte damit unter Beweis stellen, dass die Sicherheitseinrichtungen der Tunnelanlage funktionieren. Die Einweihung der Verkehrsanlage nahmen Ortspfarrer Patrick Busskamp sowie der evangelische Pfarrer Lars Müller-Marienburg vor. n

Landlibell-Schießen
Mit dem Erlass des „Landlibells“ wurde der Grundstein für eine Wehrverfassung gelegt. Damit verbunden war auch das Recht, im ganzen Land Schießstände zu errichten, um die Treffsicherheit laufend trainieren zu können.

I

Die erfolgreichen Einzelkämpfer Pfarrer Rudolf Silberberger, Hannes Haaser und Alexander Happ flankiert von Bgm. Rudolf Nagl, Hptm. Mag. Christian Holzknecht und Obm. Roland Saurwein.

Vorstandsdir. Alois Schedl, Hptm. Herbert Schuh, Bgm. Mag. Christine Oppitz-Plörer und LHptm. Günther Platter beim Abschreiten der Front in der Autobahn-Einhausung.

Zum Jubiläums-Ereignis veranstaltete die „Georg Bucher“ Kompanie im letzten Oktober ein großes Schießen, zu dem Mannschaften aus allen Axamer Vereinen, Institutionen und Organisationen eingeladen waren. Insgesamt beteiligten sich 46 Mannschaften mit über 180 Schützinnen und Schützen. Eigens kreierte Medaillen wurden an die erfolgreichen Teams übergeben. n

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Aus den kOMPanien …
Eppan

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von Sigmar Stocker

Gais

von Andreas Leiter

„Großherziges Glühweinstandl“
Die letzte Vollversammlung des Bezirkes Bozen fand in Eppan statt. Nach einem Bericht durch Bez.-Mjr. Siegfried Barbieri fand die traditionelle Weihnachtsfeier mit Pater Reinald Romaner statt, welcher wie immer sehr besinnliche Gedanken mit auf den Weg gab.

Ältester schütze Süd-tirols verstorben
Die Kompanie Gais trauert um EHptm. Alois Oberhammer. Geboren 1913, starb der älteste Schütze im Lande kurz vor seinem 98. Geburtstag. Nachdem der Gründungs-Hptm. die Kompanie Gais 17 Jahre lang bis 1999 führte, wurde er zum EHptm. ernannt. Alois versorgte bis ins hohe Alter seine Felder, sein Vieh und seine Bienenvölker. Bis zu seinem 90. Lebensjahr war er Mitglied im Gemeinderat von Gais und somit der älteste Gemeinderat von Süd-Tirol. Unter Anteilnahme der Bevölkerung, seiner Kompanie und Abordnungen aus dem Pustertal sowie der Partnerkompanie Stumm i. Z. wurde er am 18. November in Gais zu Grabe getragen. Zum letzten Gruß wurde eine Ehrensalve abgefeuert und unter den Klängen des „Guten Kameraden“ die Fahnen gesenkt. n (von 1967-1993) und Hptm. (von 19932011) auf. Nach der Überreichung der Ehrenurkunde fand die Feier mit einer exakt ausgeführten Salve der Kompanie Götzens unter der Führung des neuen Hptm. Walter Haller einen würdigen Abschluss. n

D

anach besuchten die anwesenden Kompanievertreter das Glühweinstandl der Eppaner Schützen. Dieses Standl gibt es nun seit 2001 und deren Reinerlös wird zur Gänze einer oder mehreren bedürftigen Familien in Eppan gespendet. Der jährliche Betrag wird immer am

24. Dezember nachmittags übergeben, wobei die Ausgesuchten, welche unterstützt werden, vorher nichts davon wissen. In den vergangenen zehn Jahren sind so € 31.598,– (!) zusammengekommen berichtet Hptm. Michael Wenter. n

Mit dem Besuch des „großherzigen Glühweinstandls“ wollte die Bezirksleitung den Kompanien eine Initiative zeigen, welche als sinnvolle Tätigkeit nachahmenswert sein kann.

Götzens

ernennung zum ehrenhauptmann
Franz Haller, Hptm. der Schützenkompanie Götzens, wurde mit Beschluss vom 22. Oktober am 7. Dezember 2011 im Zuge eines feierlichen Festaktes vor dem Gemeindezentrum Götzens zum EHptm. ernannt. ahlreiche Ehrengäste wie Bgm. Hans Payr, Ehrenkranzträger/innen, ehemalige Marketenderinnen sowie Altschützen und Weggefährten kamen zur Ehrung für Alt-Hptm. Franz Haller. Als Vertreter des BTSK waren Viertel-Kdt. BMjr. Christian Meischl und Baon-Kdt. LAbg. Mjr. Anton Pertl vertreten und würdigten die Arbeit Hallers als Funktionär in der Kompanie und im Bataillon „Sonnenburg“. Obm. Olt. Oskar Untermarzoner bedankte sich für die jahrelange aufopfernde Arbeit für die Kompanie und zählte im Zuge seiner Ansprache einige außergewöhnliche Verdienste von Franz Haller in seiner Funktion als Obm.

von Oskar Untermarzoner

Z

Bgm. Hans Payr, Baon-Kdt. Mjr. Anton Pertl, EHptm. Franz Haller, Viertel-Kdt. BMjr. Christian Meischl, Rosa Haller und Obm. Olt. Oskar Untermarzoner bei der Überreichung der Ehrenurkunde (v.l.)

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Hall i. T.

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Aus den kOMPanien …

Weihnachtliche Punschaktion
Wie in den letzten Jahren schenkten die „Speckbacher“ Schützen Hall in Tirol am Heiligen Abend Punsch aus. Diese Tradition gehört für viele schon zum Mettengang und lässt das Weihnachtsfest auch gleichzeitig gemütlich ausklingen. Der eigentliche Sinn von Weihnachten ist Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe, aber auch sehr wichtig ist ein gemütliches Miteinander. Daher werden die Speckbacher auch weiterhin den Punsch als kleines Weihnachtsgeschenk an die Bevölkerung verteilen und somit wird diese Tradition nächstes Jahr zum 15. Mal wiederholt. n

Hötting

von Franz Gschnitzer

Besuch im ladinischen teil tirols
Die Höttinger Schützen nahmen am 4. September 2011 an der Wiedergründungsfeier der Kompanie „Katharina Lanz“ Buchenstein teil und nützte diese Gelegenheit für eine zweitägige Bildungsfahrt in den östlichen und den zentralen Teil des historischen Tirols unter dem Motto „Geschichte an Ort und Stelle erleben“. aus, die Kompanien, Abordnungen und Musikkapellen - insgesamt 66 Fahnen - besonders aus Süd- und Welsch-Tirol sowie die vielen Gäste erlebten eine würdig gestaltete Feier. Es waren deutliche, inhaltsstarke Ansprachen zu hören: Nach Hptm. Artur Filippin sind besonders die seines für Bildung, Geschichte/Kultur und Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Kameraden Ivan Lezuo sowie natürlich die Festansprache von Frau Dr. Margareth Lun hervorzuheben. „Das war das schönste Schützenfest, das ich bisher erlebt habe“, war oft zu hören. Wir besuchten das Grab von Katharina Lanz die Burg Heinfels und Punbrücke im Osttiroler Pustertal, die Burg Buchenstein, die ehemalige österreichische Frontsperre Tre Sassi mit Museum, die Sonnenburg („Suonapurc“) und Michelsburg bei St. Lorenzen. n

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ie Reiseroute führte zu besonderen Naturschönheiten - zu den noch unzerstörten Umbalfällen im Virgental, den Drei Zinnen, dem Monte Piano und Monte Cristallo. Wir besuchten auch die Wallfahrtskirche „Maria Schnee“ in Virgen-Obermauern, ein kunst- und kulturgeschichtliches Kleinod mit reichhaltigen Malereien des berühmten Südtiroler Malers Simon von Taisten. Zur Wiedergründungsfeier rückten auch die Höttinger Schützen

Meran

kriegergedenken

von Renato des Dorides

Am 6. November 2011 fand wieder die alljährliche Gedenkfeier für die Gefallenen der beiden Weltkriege am Deutsch-Österreichisch-Ungarischen Soldatenfriedhof in Meran statt. egen Schlechtwetter musste die Gedenkmesse von Altdekan Albert Schönthaler in der Kapelle des Städtischen Friedhofs zelebriert werden. Die musikalische Gestaltung wurde von der MK St.Walburg und vom Männergesangsverein Meran übernommen. Bgm. Dr. Günther Januth mit Vertretern der Stadt Meran sowie Abordnungen vieler Traditionsverbände begleiteten die Gläubigen zu den Denk-

W

mälern der drei Soldatenfriedhöfe. Die Kompanie Meran unter dem Kommando ihres Hptm. Renato des Dorides stellte wie in den vergangenen Jahren die Ehrenformation und feuerte bei der Friedhofskapelle zu

Ehren des Allerhöchsten eine Ehrensalve ab. Ein weiterer Salutschuss wurde vor dem österreichischen Denkmal zu Ehren der Gefallenen des I. Weltkrieges abgefeuert. n

Franz Höfler (28) – opfer brutaler Misshandlungen durch die carabinieri

Aus den kOMPanien …
Gedenkveranstaltungen „50 Jahre Feuernacht“
Mölten

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Lana

von Efrem Oberlechner

50. Jahrtag

Franz-höflerGedenkfeier
Rund 400 Schützen gedachten am 20. November 2011 des 50. Todestags von Franz Höfler in Lana. Dazu geladen hatte die Kompanie Lana, deren erster Oj. nach der Wiedergründung (1958) Franz Höfler war. Franz Höfler verstarb in der Nacht auf den 23. November 1961 in italienischer Untersuchungshaft aufgrund der erlittenen Folterungen.

S

chützen aus dem ganzen Land, eine Abordnung aus Aschau in Bayern sowie zahlreiche Zivilpersonen nahmen an dieser Feier teil. Nach der hl. Messe beteten die Versammelten am Grab des Freiheitskämpfers mit Dekan Pater Peter Lantschner. Am Hang oberhalb des Friedhofs prangte eindrucksvoll in großen Lettern das Wort „FREIHEIT“. EMjr. Dr. Bruno Hosp, LR a.D., hielt einen geschichtlichen Rückblick auf die Zeit der Folterungen in den 1960-er Jahren. „Männer wie Franz Höfler haben Maßstäbe gesetzt, die als geistiger Hintergrund auch für uns gültig sein sollten“, meinte Hosp in seiner Gedenkrede. „Noch kein offizieller Vertreter des Staates hat sich bis heute bei den Opfern der grausamen Folterungen oder ihren Angehörigen ent-

schuldigt“, beanstandete er. Hosp forderte, endlich einen Schlussstrich unter die 60-er Jahre zu ziehen und die noch lebenden „Pusterer Buibm“ nach so vielen Jahrzehnten zu begnadigen. Abschließend bat er die Anwesenden, zusammenzuhalten, um eine größere Eigenständigkeit Süd-Tirols zu erreichen und kam dabei auf die Worte des Freiheitskämpfers Jörg Pircher-Hofmann zurück, der einst sagte: „Mander, lasst’s enk net auseinanderdividieren!“ Das BrassQuintett des Musikvereins Lana umrahmte die Gedenkfeier in würdiger Weise. Nach dem Abschießen einer Ehrensalve durch die Lananer Kompanie und das Spielen der Weise vom „Guten Kameraden“ klang die Gedenkfeier mit einer Kranzniederlegung und der Tiroler Landeshymne aus. Gekommen waren u. a. Mitglieder der Familie Höfler, der LAbg. Sigmar Stocker, die ehemaligen Freiheitskämpfer Sepp Mitterhofer und Franz Riegler sowie die Mitglieder der Bundesleitung des SSB BGf. Mjr. Günther Ploner, Bez.-Mjr. Helmut Gaidaldi, Bez-Mjr. Jürgen Werth und Mjr. Efrem Oberlechner. n

von Walter Frick

Leuchtfeuer in Schlaneid
um Abschluss an das Gedenken „50 Jahre Feuernacht in Süd-Tirol“ organisierte die Kompanie Mölten am 8. Dezember 2011 in Schlaneid ein Leuchtfeuer zur Erinnerung an Sepp Kerschbaumer

Z

und seine Mitstreiter. Sie haben sich für ein gerechteres, freies Süd-Tirol eingesetzt und dies zum Teil auch mit ihrem Leben bezahlen müssen. Bereits Anfang des Jahres organisierte die Kompanie zudem einen Vortragsabend mit der Historikerin Dr. Margareth Lun und den Süd-Tirol-Aktivisten Sepp Mitterhofer, die über „50 Jahre Feuernacht“ referierten. n
Niederdorf

von Franz Strobl

„Freiheit“ prangte in großen Lettern über dem Friedhof in Niederlana.

aufarbeitung der Geschichte

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Das Grab der Familie Höfler.

ie Kompanie „Johann Jaeger“ Niederdorf hat zum Anlass der Anschläge in der Nacht vom 11. auf den 12. Juni vor 50 Jahren, die als „Feuernacht“ in die Tiroler Geschichte eingegangen ist, einen Vortrag von der Historikerin Dr. Margareth Lun zu diesem Thema organisiert, zu dem Hptm. Richard Stoll viele Kameraden und andere interessierte Personen begrüßen konnte. Frau Dr. Lun schilderte die Serie der Bombenanschläge, die Süd-Tirol erschütterten, sowie das, was die politischen Hintermänner dazu beitrugen. Anschließend schilderte der Freiheitskämpfer Franz Riegler, Ehrenmitglied der heimischen Schützenkompanie, seine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse in und nach der legendären Feuernacht, an der er selbst aktiv beteiligt war. Franz Riegler saß dreieinhalb Jahre im Gefängnis, musste aber nach dem Urteil des

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Aus den kOMPanien …
naturns

Josef Noldin organisator der Katakombenschulen in der Zeit des Faschismus

Forsetzung von Seite 25

Appellationsgerichts nach Österreich fliehen, weil er damals noch einmal acht Jahre Haft erhielt. Auf die Frage, ob er sich wieder beteiligen würde, antwortete er mit einem klaren: „Sofort!“

Wegkreuz wurde restauriert
Kürzlich restaurierte die Schützenkompanie Naturns das Wegkreuz am Schmittmerhof in Tabland. Begonnen wurde mit der Arbeit bereits im Sommer 2010. Nach etwas über einem Jahr war die Restaurierung abgeschlossen und der Herrgott samt Totenrast- und INRI-Schildern wurde wieder am ursprünglichen Ort angebracht.

von Dietmar Rainer

Hptm. Richard Stoll dankte der Historikerin Dr. Margareth Lun mit einem Blumenstrauß.

Es folgte eine sehr lebhafte Diskussion, bei der man feststellen konnte, dass sich besonders die Jugend für dieses Thema interessiert. n
Auf der Homepage des SSB (www.schuetzen.com) ist die Gedenkrede von Lkdt. Mjr Elmar Thaler bei der Gedenkfeier für Dr. Josef Noldin (s.u.) vollinhaltlich abrufbar. Besucht auch die Homepage des BTSK (www.tiroler-schuetzen.at) und des WTSB (www.wtsb.org) und der BGSK (www.gebirgsschuetzen.org)

Einige Mitglieder der Kompanie Naturns vor dem restaurierten Wegkreuz.

D

ie Besitzerin und die Tablander Bevölkerung sind jetzt wieder sehr glücklich, dass der Herrgott wieder an seinem Platz ist. Das Wegkreuz, welches am Schmittmerhof an der Kreuzung vom Friedhof in Tabland Richtung Schleidertal und Tomberg angebracht ist, diente zu früherer Zeit als Totenrast für die Tomberger, welche ihre Verstorbenen über Tabland

zum Friedhof nach Tschars gebracht haben, da es früher noch keine andere Zufahrt gab. Auch die Bewohner des Schleidertals, deren Höfe mehr oder weniger außerhalb des Dorfes lagen, nutzten das Wegkreuz als Totenrast. Die Kompanie Naturns bedankt sich bei den freiwilligen Mithelfern, Spendern und Gönnern recht herzlich und hofft weiterhin auf Unterstützung. n mates von Josef Noldin. Anschließend versprach der LKdt. : „Wir werden den von dir begonnenen Weg weitergehen. Bis deine - unsere - Heimat wieder vereint ist“. Am Ende seiner Rede erzählte Thaler noch von einem Schuljungen aus dem Überetsch, der kürzlich auf die Frage seiner Lehrerin hin, was er sich denn vom Christkind wünsche, ganz simpel antwortete: „Ich wünsche mir, dass Süd-Tirol wieder zu Österreich kommt“. Ein kleiner Lichtblick. Nach der Ehrensalve durch die Kompanie Salurn und der Weise vom „Guten Kameraden“ endete die Feier mit der Landeshymne. n

Salurn

Gedenkfeier für dr. Josef Noldin
Beeindruckende Gedenkrede von LKdt. Mjr. Elmar Thaler
Am 11. Dezember 2011 fand in Salurn die diesjährige Gedenkfeier für Dr. Josef Noldin statt. Rund 200 Schützen und zahlreiche Ehrengäste nahmen an dieser würdigen und ergreifenden Feier teil. Nach der hl. Messe marschierten die Abordnungen zum Grab von Josef Noldin. Dort begrüßte Hptm. Walter Ceolan die zahlreichen Ehrengäste und alle Anwesenden. Er kritisierte in seinem Grußwort auch die Politik im Lande. Das große Ziel, die Selbstbestimmung, hätten die meisten Politiker längst aus den Augen verloren. Anschließend hielt der LKdt. des SSB, Mjr. Elmar Thaler, eine beeindruckende Gedenkrede, in der er sich direkt an Dr. Noldin wandte. „Dir, der du auf eine Heimkehr aus der russischen Kriegsgefangenschaft fast verzichtet hättest, weil du dich dabei als italienischer Staatsbürger erklären hättest müssen, wird das wohl eigenartig vorkommen. Wir haben zurzeit eine Schuldenkrise, pardon Italien hat zurzeit eine Schuldenkrise, und unsere Politiker glauben, es wäre unsere Pflicht, auf Gedeih und Verderb diesem Staat anzugehören“, so Mjr. Thaler. Leider fehle es heute an Männern eines For-

von Günther Mairhofer

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Aus den kOMPanien …
St. Johann i. Tirol & im Ahrntal

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aktive schützen-Partnerschaft zwischen Nord- und Süd-tirol
Im Rahmen einer Fahnenweihe der Schützenkompanie St. Johann im Ahrntal wurde nach mehrjähriger Vorarbeit eine Partnerschaft mit der „Feller“ Schützenkompanie St. Johann i. Tirol besiegelt. Seither wird diese Verbindung zweier Kompanien des südlichen und nördlichen Tiroler Teils nun seit 32 Jahren aktiv gelebt. Ereignisse 1809 am Berg Isel. Die Leiterin des Bergisel-Museums, Dr. Isabelle Brandauer, eine ehemalige Marketenderin

von Hans Kowatsch

der „Feller“ Schützen, hat sich persönlich um die Führung durch die Museumsräume bemüht. Mit einem gemeinsamen Essen im Gasthaus „Nattererboden“ und dem anschließenden gemütlichen Beisammensein kam auch der gesellschaftliche Teil nicht zu kurz. Neue Ideen für weitere gemeinsame Veranstaltung haben sich dabei wie von selbst ergeben. n

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ie gegenseitige Beteiligung an Festen und besonders die jährlichen Fußmärsche einiger Kameraden über die Tauern untermauern das gute Verhältnis. Ein weiterer Höhepunkt dieser langjährigen Partnerschaft war nun der gemeinsame Besuch des „Tirol Panorama“, mit dem Rundgemälde und dem Kaiserjäger-Museum. Tief beeindruckt waren die 100 Kameraden mit ihren Frauen und Jungschützen über die informative Präsentation der gemeinsamen Geschichte Tirols und im Besonderen der

Die Schützen aus den beiden St. Johann vom südlichen und nördlichen Teil Tirols mit den Hptm. Alois Foidl und Walter Hofer (vorne rechts kniend)

19 Fahnenabordnungen aus dem ganzen Pustertal waren bei der Gedenkfeier in Taufers anwesend.

Taufers i. P.

Gefallenengedenken bei der „schloss-kreuz-kapelle“
Am 6. November 2011 trafen sich über 200 Schützen zur Gefallenengedenkfeier in Taufers. Von der Pfarre Taufers auszogen die Schützen mit der Bürgerkapelle Sand betend zur Kapelle unter der Burg Taufers.

von Rudi Oberhuber

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nterwegs gedachte man beim „Nepomuk Stöckl“ des Freiheitskämpfers Anton Warscher aus Assling, dessen Leiche im Jänner 1810 drei Tage lang zur Abschreckung der Bevölkerung dort aufgehängt wurde. In der Wortgottesdienstfeier erinnerte Diakon Herrmann Forer, ausgehend vom Evangelium, daran, dass schon aus Gedanken des Hasses und Ärgers Unfrieden und Leid entstehen. Er ermahnte zu einem friedlichen und mitmenschlichen Umgang untereinander. Nach der, vom Männerchor Taufers und Bürgerkapelle Sand würdig mitgestalteten, Messfeier folgte die Gedenkrede des BGf. des Südtiroler Schützenbundes Mjr. Günther Ploner. Er erinnerte an die vielen Menschen, die für die Heimat ihr Leben eingesetzt haben. Ebenso bezeichnete er die Schützen als ein Rückgrat der heutigen Gesellschaft in Süd-Tirol und kritisierte die führenden Politiker, denen es leider oft nur mehr ums Geld und eigene Vorteile ginge. Nach der Ehrensalve der Kompanie Taufers und der Melodie des „Guten Kameraden“ wurde in der Schlosskreuz-Kapelle ein Kranz niedergelegt und der Männerchor sang das „Andreas-Hofer-Lied“. Die Gedenkfeier endete mit dem Abspielen der Landeshymne. n

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Jahreshauptversammlungen & Schützenjahrtage

Ausservillgraten

raditionell am Seelensonntag begehen die Schützen ihren Jahrestag mit gemeinsamem Kirchgang, Gedenken an die Gefallenen und Jahreshauptversammlung. Mit dabei waren auch die Bataillonsführung und eine Fahnenabordnung der „Michelsburger“ Schützenkompanie St. Lorenzen. Nach dem Gottesdienst, zelebriert von Ortspfarrer Dekan Mag. Josef Mair, wurde beim Kriegerdenkmal ein Kranz niedergelegt. Mit Gebet und dem Lied vom „Guten Kameraden“ wurde der gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege gedacht. Anschließend konnte Hptm. Andreas Weitlaner viele Ehrengästen begrüßen und über das abgelaufene Schützenjahr berichten. Bez.-Mjr. Leonhard Strasser referierte über das Jahresmotto 2012 „Gemeinschaft und Tradition“ und meinte: „Wo ist der Einsatz für die Allgemeinheit, für das Gemeinwesen heute geblieben? Vieles liegt im Argen, jeder denkt an sich selbst und keiner an den Anderen. Gemeinschaft und das, was sie zusammenhält, gehen verloren. Kann denn so eine Gemeinschaft bestehen?

Die Geehrten mit Hptm. Weitlaner, Bez.-Mjr. Strasser und Bgm. Mair.

Als weiterer Höhepunkt wurden Ehrungen vergeben, die vom Bez.Mjr. und dem Bgm. vorgenommen wurden. Für außergewöhnliche Leistungen wurde Josef Ortner mit der Bronzenen Verdienstmedaille des BTSK ausgezeichnet. n

Kappl

von Otto Siegele

Bgm. Helmut Ladner, Christian Juen, Hptm. Siegfried Pfeifer, BMjr. Fritz Gastl, Siegfried Juen und Johann Stark (v.l.)

ür 60 Jahre Mitgliedschaft (seit der Wiedergründung) konnten die Gründungs- und Ehrenmitglieder Johann Stark und Helmut Rudigier am Seelensonntag geehrt werden. Berichtet wurde vom Talschützenfest in See, der Schützenwallfahrt in Kappl und dem Bezirksschießen in Landeck mit dem Sieg im Mannschaftsbewerb und beim Regimentsschießen in Imst mit den ersten beiden Plätzen in dieser Klasse. Hptm. Siegfried Juen erkämpfte sich die Regimentsschützenkette. Der Jungschütze Christoph Pfeifer erreichte beim Bezirksschießen den ersten Rang und beim Viertel-JS-Schießen in Elbigenalp belegten Stefanie Grün und Christoph Pfeifer den zweiten und Florian Pfeifer den dritten Rang. Auch im Mannschaftsbewerb konnte die Mannschaft aus dem Paznaun den dritten Platz von 19 teilnehmenden Mannschaften erreichen. n

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Mils

von Peter Waldner

m Seelensonntag fand, wie jedes Jahr, im Anschluss an die von Consiliarius Andreas Hoppichler gehaltene Messe das Heldengedenken mit anschließender Kranzniederlegung beim Kriegerdenkmal statt. Abordnungen aus Meransen, Mölten, Vahrn und der Schützengilde Hall konnten wir als unsere Gäste willkommen heißen. Nach einer Ansprache von Bgm. Dr. Peter Hanser gedachte man der Gefallenen der beiden großen Kriege und nach einer gelungenen Salve und der Kranzniederlegung fand die Defilierung beim Schulplatz statt. Nach einer Ansprache des LKdt. Mjr. Fritz Tiefenthaler im Vereinshaus wurden Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften und besondere Verdienste vorgenommen. Dabei erhielt Hptm. Hermann Pittl die Silberne Verdienstmedaille des BTSK verliehen. Hermann Pittl ist nicht nur ein langjähriges Mitglied und Offizier der Kompanie, er war auch federführend bei der Restaurierung des Kriegerdenkmals, der „Stiftmoar-Kapelle“ und vom „Pfitschermarterl“ südlich vom Friedhof. Seit 1969 ist er Mitglied der Schützenkompanie, seit 1982 Offizier und seit 1996 führt Hermann Pittl, die Kompanie erfolgreich als Hptm. an. Ein

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besonderer Höhepunkt in seiner Schützenkarriere war sicherlich das Kommando über die „Rosenkrone“ beim großen Landesfestumzug 2009. Der Kontakt zur Partnerkompanie Meransen, zur Kompanie der Partnergemeinde Vahrn und zur Schützenkompanie Mölten ist ihm ein besonderes Anliegen. n

N° 1 | Februar 2012

Jahreshauptversammlungen & Schützenjahrtage
Hopfgarten i. Bt.

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von Hans Kowatsch

ine Schützen-Ära nach 42 Jahren zu Ende: Bei der Jahreshauptversammlung der „Johann Georg Angerer“ Schützenkompanie Hopfgarten gab es die Verabschiedung von Mjr. Josef Pockenauer nach 42 Jahren als Hptm. und die spannende Neuwahl mit großen Veränderungen und als Höhepunkte. Pockenauer meinte: „Ich gehe mit einem lachenden Auge, da ich die Kompanie in guten Händen weiß, und ich werde mich weder einmischen noch aufdrängen. Wann ihr jedoch meinen Rat und meine Unterstützung braucht, werde ich da sein!“ Für Verdienste um das Schützenwesen wurde

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Der neugewählte Vorstand mit dem Bgm. Paul Sieberer und dem neuen EHptm. Mjr. Josef Pockenauer (v.l.)

dem Obm. Lt. Josef Erharter die Bronzene Verdienstmedaille des BTSK verliehen. Die faire Wahl unter der umsichtigen Leitung von Bgm. Sieberer brachte folgendes Ergebnis: Hptm. Josef Erharter, Hptm.-Stv. Johann Astner, Obm. Matthias Fuchs, FLt. Johann Lindner, Fhr. Peter Schroll, Df. Oj. Sebastian Astner, Kassier HansPeter Hölzl und Schriftführerin Maria Misslinger. Josef Pockenauer wurde einstimmig zum EHptm. ernannt und als Geschenk erhielt er eine Collage mit der Pfarrkirche und einem aktuellen Gruppenfoto mit allen Unterschriften überreicht. Josef Pockenauer kam 1957 als Taferlträger zur Kompanie und durfte schon im ersten Jahr beim Münchner Oktoberfest der Kompanie voran marschieren und auch 1959 beim Landesfestumzug in Innsbruck. 1961 wechselte er als 15-Jähriger zu den Gewehrträgern. 1969 wurde er mit nur 22 Jahren zum Hauptmann gewählt. Nach eigenem Bekunden wurde er dabei ins kalte Wasser geworfen, entgegen des Rates seines Vaters. Er hat es bis heute nicht bereut. 14 Perioden, das heißt 42 Jahre sind es schlussendlich geworden. Dazu war er noch von 1992 bis 2001 Bataillonskommandant-Stellvertreter und seit 1995 Vorstandmitglied des Gesamttiroler Schützenbundes und Mitglied des Bundesausschusses. Vom Wintersteller-Bataillon wurde er 2001 zu deren Kommandant gewählt, was er weiterhin bis zur Wahl 2013 mit Freude sein wird. Wer weiß, vielleicht auch noch darüber hinaus. Seine ganzen Ehrungen und Tätigkeiten für das Schützenwesen und die Marktgemeinde Hopfgarten aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Laut Bürgermeister Sieberer sollen diese aber bei anderer Gelegenheit gewürdigt werden. n

Pradl

von Hans Gregoritsch

Vorderthiersee

m 11. November 2011 hielt die Schützenkompagnie Pradl nach einer Ehrensalve für die Verstorbenen beider Weltkriege bei der Pradler Kirche ihre Jahreshauptversammlung ab, bei der ein neuer Vorstand gewählt wurde. Nach 18-jähriger Führung als Hptm. stellte Helmuth Paolazzi sein Amt zur Verfügung, Thomas Krautschneider wurde zu seinem Nachfolger gewählt. Baon-Kdt. Mjr. Helmuth Paolazzi erhielt für seine langjährige Tätigkeit von seinen Kameraden ein handgeschnitztes Holzrelief überreicht. n

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ürzlich wurde die Jahreshauptversammlung 2011 der Schützenkompanie Vorderthiersee abgehalten. Neben den Neuwahlen, worin Hptm. Hans Trainer und Obm. Peter Sieberer sowie der gesamte Ausschuss in ihren Funktionen bestätigt wurden, bildete die Ernennung des langjährigen Waffenwartes Markus Gruber zum Ehrenmitglied den Höhepunkt der Versammlung. Hptm. Hans Trainer konnte im Beisein von Bgm. Hannes Juffinger und BaonKdt. Mjr. Hermann Egger die Ehrenurkunde übergeben. n
Wörgl

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von Manfred Schachner

Der scheidende Hptm. Baon-Kdt. Mjr. Helmuth Paolazzi (r.) übergibt den Schlüssel an seinen Nachfolger Thomas Krautschneider.

ach dem Kirchgang und den Kranzniederlegungen beim Kriegerdenkmal und beim „Rärer“ am 6. November 2011 begrüßte Hptm. Herbert Reiter und Obm. im Hotel Alte Post „Astner“ die Mitglieder, Ehrenmitglieder und Ehrengäste zur 40. Jahreshauptversammlung. Aus Rom angereist war DDr. Graf Franco Bellegrandi mit seiner Gattin Anita, ein großer Freund der Tiroler Schützen und Verfasser zahlreicher Artikel für den „Tiroler Schützenkalender“. In seinem Bericht lobte der Obm. die vorbildhafte Zusammenarbeit mit der Schützengilde und der Stadtgemeinde Wörgl. Ein kurzer geschichtlicher Rückblick auf 40 Jahre Schützenkompanie wurde vom Hptm. gegeben. Befördert wurden zum Uj. Christian Eder und zum Ptf. Philipp Wahrstätter. Helmut Kittl und Erich Hörl wurden mit der „Bronzenen Verdienstmedaille“ des BTSK, Andreas Kelz und Markus Neuner mit der „Silbernen Verdienstmedaille der Kompanie“ und Hans Schipflinger mit dem „Silbernen Bataillonsverdienstkreuz“ ausgezeichnet. Obm. Manfred Schachner wurde zum Lt. ernannt. DDr. Graf Franco Bellegrandi wurde als Ehrenoffizier in die Schützenkompanie aufgenommen.

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N° 1 | Februar 2012

Jahreshauptversammlungen & Schützenjahrtage
Kurz & bündig
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Dr. Franco Bellegrandi, ehemaliger Journalist beim „L‘Osservatore Romano“, der Zeitung des Heiligen Stuhls in Rom (Bildmitte), wurde von der Vollversammlung zum Ehrenoffizier ernannt. Wir gratulieren!

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Die JS-Marketenderinnen Michaela Kainzner und Simone Schachner wurden vom Schwarzen Kreuz für ihren schon mehrjährigen Einsatz bei der Friedhofsammlung zu Allerheiligen mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet. Als kleines Dankeschön für ihren ganzjährigen Einsatz bei den Ausrückungen und Aktivitäten, wurden unsere Marketenderinnen BrigitteMair Brigitte, Renate Schachner und Margit Thomaset Blumensträuße überreicht. n Helmut Keim: Archaische Holzbauten Pfostenspeicher und -scheunen in Tirol 176 Seiten, 99 farb. und 176 SW-Abb., 176 SW-Zeichnungen, 4 farb. und 7 SW-Karten, 28 x 21 cm, gebunden, Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2011, ISBN 978-3-7022-3158-3, € 29,90 Relikte mittelalterlicher Holzbaukunst: Pfostenspeicher und Pfostenscheunen sind archaischen Holzbauten, die sich in vielen Kulturen finden. Gestützt auf vier Pfosten sollen sie den Speicherraum vor Feuchtigkeit und Ungeziefer schützen, wobei sich insbesondere die „Kletterbarrieren“ für Nager von Land zu Land unterscheiden und einen besonderen Blickfang darstellen.

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Im Herbst trafen sich die Führungen der Kompanien Schlanders und St. Anton a.A. bereits zum 22. Mal zur gemeinsamen Sitzung. Die Meraner Schützen unterstützen im November 2011 wieder die von der Diözesan-Caritas organisierte Kleidersammlung. Bei der traditionellen Martinifeier der Kompanie Latzfons wurde Silvester Pfeissinger zum ELt. ernannt. Anlässlich des 52. Jahrestages der Wiedergründung übergaben Vertreter des Meraner Frontkämpferverbandes der Kompanie Meran ihre beiden historischen Vereinsfahnen. Der traditionelle Herbstausflug des Vereins „(Süd)Tirol-Brasil“, organisiert von dessen Obm. Hptm. Karl Pitscher, führte auf Meran 2000. Beim Schützenjahrtag der „Speckbacher“ Kompanie Innsbruck-Arzl wurde dem neuen Schützenkönig Olt. Heinz Puelacher die Königskette überreicht. Zum Jubiläum „500 Jahre Tiroler Landlibell“ fand im Dezember 2011 ein Galakonzert der Original Tiroler Kaiserjäger in Bozen statt. Als Oranisator freute sich die Kompanie Bozen über den guten Besuch. Die Kompanie Terlan hat für das Friedenslicht aus Bethlehem eine eigene Laterne aus Edelstahl der Pfarre übergeben damit in Zukunft hat in der Weihnachtszeit das Friedenslicht einen würdigen Stammplatz in der Terlaner Pfarrkirche hat.

Es wird die Verbreitung und Konstruktion der Pfostenbauten in Europa beschrieben. Dann werden alle 107 Objekte vorgestellt, die der Autor in Tirol entdecken konnte, und durch Kurzbeschreibungen, Fotos und großteils auch durch Pläne vorgestellt. Die meisten Pfostenbauten konnte Keim im Passeier-, im Schnals- und im Ötztal nachweisen.

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Werner Raffetseder: Imster Schemenlaufen 80 Seiten, 106 farb. Abb., 21 x 29 cm, gebunden, Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2012, ISBN 978-3-7022-3157-6, € 19,95 Wo Bären und Hexen, Engel und Mohren miteinander tanzen … Die Imster Fasnacht - ein Fest von internationaler Bedeutung Das Schemenlaufen in der Tiroler Stadt Imst zählt zu den herausragenden Fasnachtsbräuchen der Alpenländer. Sein Ursprung vor Jahrhunderten liegt im Dunkeln, aber seine Verwurzelung in der Bevölkerung und die Vielschichtigkeit der Maskierungen sowie der genau festgelegten Rituale lassen keinen Zweifel daran, dass es sich bei der Imster Fasnacht um gewachsenes, überliefertes und lebendiges Brauchtum handelt, das Identität stiftet – und somit zu den einzigartigen Kulturgütern der Erde zählt, um deren Schutz sich die UNESCO bemüht. So befindet sich das Imster Schemenlaufen auf der nationalen UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes. Das Schemenlaufen findet nur alle vier Jahre statt und vor rund 15.000 Zuschauern werden etwa 900 Aktive – ausschließlich Männer – durch Imst ziehen. Sackner, Spritzer und Kübelemajen sorgen für Platz für die Hauptakteure, die charakteristischen Roller und Scheller, Laggeroller und Laggescheller. Ihnen folgen Bären mit ihren Treibern, Hexen und Engel, Mohren und die einst in ganz Europa bekannten Imster Vogelhändler.

N° 1 | Februar 2012

Wir gedenken …
Georg Schuchter
† 13. 1. 2011, ROPPEN

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Georg Schuchter war 37 Jahre Mitglied der Schützenkompanie. 1992 musste er aus gesundheitlichen Gründen den aktiven Dienst niederlegen. Unter großer Anteilnahme der Dorfbevölkerung, der Freiwilligen Feuerwehr und den Fahnenabordnungen des Baon Petersberg begleitete die Kompanie Roppen Georg auf seinem letzten Weg.

und wird uns immer in Erinnerung bleiben. Die Schützenkompanie sowie zahlreiche Bekannte und Verwandte erwiesen ihm die letzte Ehre und begleiteten ihn zum Ortsfriedhof.

herbert Pali

† 15. 6. 2011 - SCHLUDERNS

Herbert Pali trat mit 16 Jahren als Jungschütze unter der Leitung von Hptm. Alois Pali der Schützenkompanie bei. Er war über 46 Jahre ein aufrichtiger Schütze und stand stets zu seinem Wort.

die Bevölkerung weit übers Pustertal hinaus. Freundlichkeit, Aufgeschlossenheit und Lebensfreude waren nur einige von vielen Eigenschaften, die Simon auszeichneten. Schon nach kurzer Mitgliedschaft bei der Kompanie Hofmark Innichen erlangte er großes Vertrauen und wurde im Jänner 2011 in die Kommandantschaft gewählt. Simon brachte neue Impulse in die Kompanie – er fehlt uns als Kamerad und Mensch.

und der Stanser Schützen begleiteten wir unseren EHptm. Alfred Obrist auf seinem letzten Weg zum Friedhof, wo er mit einer Ehrensalve verabschiedet wurde.

Aloisia Pfausler
† April 2011 - ROPPEN

elt. Franz Klotz
† 28. 8. 2011 - SCHLUDERNS

Mit einem Ehrensalut und dem Fahnengruß verabschiedeten wir unseren Kameraden.

Die Schützenkompanie Schluderns trauert um Franz Klotz. „Vikter“ Franz war Gründungsmitglied und langjähriger ELt. der Kompanie sowie Ehrenbürger der Gemeinde Schluderns und Träger der Verdienstmedaille des Landes Tirol. Er wird uns allen als treuer und lieber Kamerad in Erinnerung bleiben. Die Kompanie wird den treuen Kameraden immer in ehrender Erinnerung behalten.

Die Schützenkompanie Roppen trauert um ihre langjährige Fahnenpatin Aloisia Pfausler, welche im Alter von 91 Jahren verstorben ist. Aloisia hatte seit 1951 die Patenschaft der Kompaniefahne. Die Schützenkompanie Roppen bedankt sich für die langjährige Treue mit einem letzten Geleit und einer Ehrensalve. Ihre Fahne senkte sich dreimal, zum letzten Gruß. Die Kameraden der Kompanie werden ihr stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Karl Kirchebner
† 21. 1. 2011 - ROPPEN

Die Kompanie Roppen trauert um ihren Kameraden Karl Kirchebner, der nach kurzer schwerer Krankheit verstarb. Karl war durch seine gesellige Art bei jung und alt beliebt

lt. Simon Kraler
† 30. 6. 2011 - INNICHEN

Der plötzliche Tod des 19-jährigen Simon durch einen tragischen Autounfall erschütterte

Liebe Mitarbeiter! Bitte versucht, Bilder von Verstorbenen (analog oder digital) in ihrer Tracht zu erhalten. Diese können auf Wunsch auch retourniert werden. Bitte auch darauf achten, dass die Bilder bei einer Auflösung von 300 dpi eine Breite von 50 mm nicht unterschreiten und bei der elektronischen Übermittlung im Mail-Programm „Übertragung in Originalgröße“ eingestellt ist.

elt. Alfred obrist
† 29. 11. 2011 - STANS

Die Schützenkompanie Stans trauert um ihren Kameraden EOlt. Alfred Obrist, den Gott der Herr im Alter von 83 Jahren zu sich heimgeholt hat. „Alf “ war in seiner 65-jährigen Tätigkeit immer ein Vorbild in der Kompanie. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung

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19. Februar

N° 1 | Februar 2012

Für langjährige Treue WuRden GeehRt ...
50 Jahre und mehr:

termine 2012
Andreas-Hofer-Landesfeier in Meran
20. Februar

65 Jahre: Johann Bachmann (Außervillgraten) 60 Jahre: Johann Gstrein (Längenfeld); Zgf. Helmut Rudigier, ELt. Johann Stark (Kappl); Heinrich Bachmann (Außervillgraten) 55 Jahre: EHptm. Konrad Mühlmann Anton Fürhapter (Außervillgraten) 50 Jahre: Peter Piock (Meran); Alfons Klammer, Franz Rieder (Oberes Ahrntal); EHptm. Franz Haller (Götzens); Mjr. Josef Pockenauer, Sebastian Thaler (Hopfgarten); Zgf. Franz Zangerle (Kappl); Severin Fürhapter, Erich Walder, Jakob Bergmann, Johann Weitlaner (Außervillgraten)

Andreas-Hofer-Gedenkfeier in Mantua Andreas-Hofer-Gedenkfeier in Innsbruck
11. März

Bundesversammlung des WTSB in Trient
18. März 15. April

Bundesversammlung der BGSK in Oberaudorf Fahnenweihe der Schützenkompanie Wilten
16. April

40 Jahre:

85. Geburtstag Papst Bendikt XVI.
28. April

Bundesversammlung des SSB in Bozen
29. April

Bundesversammlung des BTSK in Innsbruck
28. + 29. April 5. Mai

Achtung! erung! Terminänd

Willy Pircher (Meran); Zgf. Richard Angerer (Fritzens); Stefan Unterrainer (Pillersee); Hptm. Anton Kircher, ELt. Gerhard Scherer, Josef Kircher (Innsbruck-Arzl); Mjr. Hermann Egger, Hptm. Herbert Reiter, Ehrenmitglied Lt. Peter Huber, Df. Oj. Peter Planötscher, Oj. Hannes Federer, Oj. Walter Lintner, Oj. Rudi Ellinger (Wörgl); Josef Fürhapter, Josef Ortner, Johann Walder, Johann Weitlaner (Außervillgraten)

Landesjungschützenschießen in Imst 40 Jahre „Sepp Innerkofler“ Standschützenkompanie Wörgl
6. Mai

25 Jahre:

Patronatstag der Bayerischen Gebirgsschützen in Ohlstadt

impressum
Anschriften der Schriftleitungen: Bayern: hptm. hans Baur, Schöttlkarstr. 7, d-82499 Wallgau, tel. & Fax 089/5469521, e-mail: Baur-hans@t-online.de Süd- und Welsch-tirol: SSB, Schlernstr. 1, i-39100 Bozen, tel. 0471/974078, e-mail.: presse@schuetzen.com tirol: dtp tyrol, landseestr. 15, A-6020 innsbruck tel: 0512/345440, e-mail: zeitung@tiroler-schuetzen.at

Olt. Arno Mall, Klaus Tschurtschenthaler (Salurn); Max Oberleiter (Oberes Ahrntal); Uj. Josef Garzaner, Fhr. Hubert Müller; Fhr.-Stv. Thomas Narr; Uj. Heinz Nothdurfter, Uj. Bernhard Riedmüller; Uj. Richard Schwaninger („Rettenberger“ Fritzens); Hubert Holzknecht, Daniel Klocker (Längenfeld); Stefan Seeber, Otto Wilhelmstätter, Josef Wörgötter (Pillersee); Georg Unterladstätter (Wörgl); Klaus Schroll, Michael Schroll, Johann Steindl (Hopfgarten); Olt. Christian Juen (Kappl); Heinrich Bachmann (Außervillgraten)

15 Jahre:

redaktionsschluss ist der jeweils letzte tag der Monate Februar, April, Juni, August, oktober und dezember. Fotos von Verstorbenen können auf ausdrücklichen Wunsch retourniert werden. in der tSZ abgedruckte Bilder und texte unterliegen dem urheberrecht und dürfen nur mit Zustimmung der Schriftleiter reproduziert werden. die Beiträge müssen nicht die Meinung der redaktion wiedergeben. eigentümer und herausgeber: Bund der tiroler Schützenkompanien, Brixner Str. 2, innsbruck, und Südtiroler Schützenbund, Schlernstr. 1, Bozen eingetragen beim landesgericht Bozen, Nr. 6/77. Verantwortlicher Schriftleiter im Sinne des Pressegesetzes hartmuth Staffler. die tiroler Schützenzeitung versteht sich als Mitteilungsblatt des Südtiroler Schützenbundes, des Welschtiroler Schützenbundes, des Bundes der tiroler Schützenkompanien und des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien. Schriftleiter SSB: Mjr. Günther Mairhofer; BtSK: Klaus leitner; BGSK: hptm. hans Baur. layout: effekt!Gmbh, Neumarkt - herstellung: dtp tyrol, innsbruck druck: Karodruck, Frangart

Mark. Christine Raifer, Fhr. Albin Unterthiner, Lt. Robert Rabensteiner, Markus Mitterrutzner (Latzfons); Susanne Carano (Montan); Manuel Etzelsberger, Karl Fürruter, Johannes Scheiber (Längenfeld); Johann Köck, Klaus Pirnbacher, Alexander Unterdorfer, Markus Wörgötter (Pillersee); Markus Mair, Manuel Maier, Hans-Georg Oppl (Wörgl); Johann Astner, Andreas Ehammer, Schroll (Hopfgarten); Gerald Fürhapter (Außervillgraten)

10 Jahre:

Mark. Elisabeth Vigl (Meran)

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