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_______________________________________________________________ Was ist eigentlich Selbstmanagement und wozu ist es gut? Wir alle tragen ursprünglich ein ideales Selbstbild in uns, das uns sagt, wer wir eigentlich sein sollten und was wir noch Großartiges im Leben bewirken könnten. Dagegen steht unser reales Selbstbild, das uns sagt, wie weit wir leider noch von diesem Idealzustand entfernt sind. Die Art, wie wir mit dem Unterschied und der Abweichung zwischen beiden umgehen, bezeichnet unser sog. Selbstmanagement. Dabei können wir wahlweise drei verschiedene Rollen einnehmen: 1. Der frustrierte Träumer Wir machen uns Illusionen über unsere Möglichkeiten, unternehmen ein paar heroische Versuche, sie trotzdem zu realisieren, fühlen uns dann überfordert und geben schließlich auf. Damit wir dabei aber vor uns selbst trotzdem gut dastehen, verkaufen wir uns unsere eigene Resignation als „realistisches Denken“. Im Ergebnis bleiben wir bei dieser Variante als frustrierte Träumer auf der Strecke. 2. Der Angeber Wir reden uns ein, wir hätten unser Idealbild schon erreicht, und erzählen allen Leuten, wie toll wir sind. Dabei verwechseln wir unsere Wünsche mit der Wirklichkeit und fallen unseren lieben Mitmenschen damit gehörig auf den Wecker. Diese Variante macht uns zum schwer erträglichen Neurotiker.
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3. Der Manager Wir schätzen unsere Möglichkeiten und unseren aktuellen Zustand korrekt ein, machen einen Plan, krempeln unsere geistigen Ärmel hoch und machen uns zielsicher daran, die Lücke zwischen Ideal und Wirklichkeit zu schließen. Über diese Variante reden wir beim Thema Selbstmanagement und untersuchen systematisch die Denkmodelle und Techniken, die uns dabei helfen können. Die klassischen Vordenker Der griechische Dichter Pindar prägte dazu den Satz: „Werde, der du bist.“ Peter Drucker, der wohl berühmteste amerikanische Management-Autor, empfiehlt in seinem Buch „Managing Oneself“, wir sollten unser eigener TopManager werden, um unsere Möglichkeiten konsequent und praktisch zu verwirklichen. Stephen Covey, der sein Lebenswerk dem Thema Selbstmanagement gewidmet hat, unterscheidet im öffentlichen Nachdenken zu diesem Thema folgende vier Phasen bzw. Generationen: In der ersten Generation stand das sog. Zeitmanagement zur persönlichen Arbeitsorganisation im Vordergrund. Mit Zeitplanern, Checklisten, Kalendern und To-do-Listen versuchte man vor allem Arbeitsabläufe zu verbessern und die persönliche Produktivität zu steigern. In der zweiten Generation des Selbstmanagements legte man den Schwerpunkt auf sinnvolle Planung und Arbeitsvorbereitung für anstehende Aufgaben, Sitzungen und Projekte. Dazu gehört auch das Setzen der richtigen Prioritäten und die Konzentration auf das jeweils Wesentliche. Die dritte Generation des Selbstmanagements ging einen Schritt weiter und legte den Fokus auf die persönliche Verantwortung für die Gestaltung der eigenen Zukunft im Einklang mit den eigenen Werten und Lebenszielen. Die vierte Generation des Selbst- und Zeitmanagements konzentriert sich schließlich auf die Verbesserung der Lebensqualität durch: • Steigerung der physischen Leistungsfähigkeit und mentalen Energie, • Befriedigende Beziehungen und Meisterung von Herausforderungen im Team, • Steigerung der Lernfähigkeit und des persönlichen Wachstums durch den Ausbau der eigenen Fähigkeiten,

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• Erarbeitung inspirierender Zukunftsperspektiven und Ziele und das Erkennen eines tieferen Sinns in der persönlichen Entwicklung. Die fünfte Generation des Selbstmanagements steht heute mehr im Zeichen der Selbstmotivation und diskutiert das Thema unter den Stichworten: Selbstregulierung, Selbststeuerung, Volition (Wille) oder Umsetzungskompetenz. Alle fünf Generationen des Selbstmanagements bemühen sich darum, Teilkompetenzen zu stärken, die wir brauchen, um nicht nur zu existieren, sondern unser Leben und unsere Arbeit als einen sinnvollen aufwärtsgerichteten „Flow“ (Mihály Csíkszentmihályi) zu erleben.

Mit freundlichen Grüßen Ihr Christian von Kessel

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