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Best of PM 2 go

Projektmanagement wird ein zunehmend wichtigerer Erfolgsfaktor für Unternehmen im Wettbewerb. In dieser Ausgabe von PM 2 go lesen Sie die besten Kurzartikel aus dem Blog Unlocking Potential von Projekt Management Beratung. Nun, was ist ein Business Case eigentlich? Er ist nichts anderes als eine Begründung. Er liefert die Antwort auf die Frage: Warum soll ich Aufwände treiben, um dieses Projekt durchzuführen? Mich verwundert, dass die Kritiker meiner Definition offensichtlich der Meinung zu sein scheinen, dass ein Projekt keine Begründung braucht – und sich damit gegen alle mir bekannten Definitionen in den Richtlinien und Normen stellen. Nehmen wir das von Oliver Lehmann angeführte Beispiel der Grundlagenforschung. Wer einen Blick in die Projektszenen der jeweiligen Fachgebiete (ich selbst komme aus der Physik) wirft, so haben Grundlagenprojekte sehr harte Business Cases – im einfachsten Fall besteht er in der Finanzierung des Forschungsinstitutes. Als Beispiel für “Projekte ohne Business Case” taugen Projekte der Grundlagenforschung ganz sicher nicht. Oliver Lehmann bezweifelt in seinem Beitrag, dass die Erfüllung gesetzlicher Auflagen keinen Business Case darstelle. Gerade bei diesem Beispiel überlegen sich aber Unternehmen sehr sorgfältig, was weniger Schaden bringt: Die Aufwände, um diese Auflagen zu erfüllen, oder die etwaig anfallenden Strafen, der Imageverlust usw. Warum nur produzieren Textilunternehmen in Indien? Eben deswegen, weil das Projekt: “Verlagerung der Produktion in Länder ohne gesetzliche Vorschriften für den Schutz von Arbeitnehmern und Umwelt” einen besseren Business Case hat als “Erfüllen aller gesetzlichen Vorgaben am Produktionsstandort Deutschland.” Also auch bei diesen Vorhaben gibt es klare und eindeutige Business Cases. Woher kommt also nur diese – teils emotionale – Ablehnung der für mich so trivialen Aussage, dass ein Projekt nur dann ein Projekt ist, wenn es einen Buiness Case hat? Mein Verdacht ist, dass “Projekt” bei vielen immer noch den Nimbus des Abenteuers hat. Ein Abenteuer ohne feste Zielvorgabe, mit einem Sponsor, der unbegrenzt Mittel nachschießt und glücklich über das ist, was er letztendlich geliefert bekommt. Mir will scheinen, eine Defintion auf Basis dieser Vorstellung hätte mehr Anklang gefunden. Aber nicht mit mir! Ich trete mit voller Vehemenz dafür ein, dass ein Projekt eine bewusste Entscheidung des Auftraggebers benötigt. Und genau das drückt der Satzteil “der von der Geschäftsführung anhand eines Business Cases genehmigt wird” aus. Und nur nebenbei bemerkt: PMBOK Guide, PRINCE2-Manual und PM3 sind diesbezüglich einer Meinung mit mir, auch wenn nur PRINCE2 dies zum expliziten Bestandteil der Definition von “Projekt” macht. Vielleicht hätte ich ja als Definition auch ganz einfach schreiben sollen: “Ein Projekt ist kein Abenteuer!” Der Versuch, den Begriff “Projekt” zu beschreiben, scheint hingegen in der Tat ein Abenteuer zu sein.

Zwischenstand zur “Projekt”Diskussion von Dr. Angermeier – Anlass für einen konstruktiven Konsens?
By Andreas Heilwagen on February 13th, 2012

Der Autor der derzeit heiss diskutierten Definition des Begriffs “Projekt” in Projektmanagement kompakt des Projekt Magazins, Dr. Georg Angermeier, hat ein Zwischen-Resümée der Diskussion gezogen und mir dies zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Angesichts der stark divergierenden Positionen erhoffe ich mir, dass “wir” gemeinsam einen Weg finden, aus der Diskussion mit einer der idealen Definition näher stehenden Begriffsdefinition hervorzugehenden ohne fatale Kompromisse einzugehen. Hier der Beitrag von Dr. Angermeier:

Ein Projekt ist ein Projekt ist ein Projekt … oder doch ein Abenteuer?
Überrascht und – freimütig zugegeben – auch amüsiert hat mich die kontrovers und emotional geführte Diskussion über die von mir für das Glossar des Projekt Magazins (http:// www.projektmagazin.de/glossarterm/projekt) zusammengestellte Definition des Projektbegriffs. Zunächst: Ich hatte die Absicht, aus den verschiedenen “vagabundierenden” Definitionen gewissermaßen die Quintessenz zu destillieren, die – so meinte ich unbedarft – bei wohl jedem Zustimmung finden sollte. Weit gefehlt – die einen bestreiten, dass ein Projekt ein einmaliger Prozess ist – die anderen sehen Projekte den Prozessen gleichgestellt und wollen von Einmaligkeit gar nichts mehr wissen. Die einen halten es für wichtig, dass ein Projekt einen definierten Anfang und ein definiertes Ende haben, für die anderen stellen Terminvereinbarungen ein zu überwindendes Prokrustes-Bett für die Projekttätigkeit dar. Selbst das Projektergebnis – bisher hatte ich dies für das “Heiligste” überhaupt bei Projekten gehalten – scheint dem einen oder anderen mehr ein sich dynamisch entwickelndes Zufallsprodukt zu sein. Wenn man nun alle Diskussionsbeiträge zusammen betrachtet, dann scheint es nur in einem Punkt Einigkeit zu geben: “Alle anderen Definitionen sind Unsinn, nur meine ist die einzig wahre.” Das stellt natürlich die Frage, ob es überhaupt irgendeine Möglichkeit gibt auch nur über Projektmanagement zu kommunizieren, wo doch anscheinend jeder etwas völlig anderes bereits unter “Projekt” versteht. Ein Punkt in der Diskussion scheint mir besonders neuralgisch zu sein und vielleicht liefert er auch einen Ansatzpunkt zumindest für ein gemeinsames Reden über den Begriff “Projekt”: Was ist ein Business Case und muss jedes Projekt einen Business Case haben? Hier gab es ja die meiste Kritik – die mich in der Tat verblüfft hat.

ISO 21500 nun im Feintuningsprozess für die finale Abstimmung
By Andreas Heilwagen on February 13th, 2012

Wie Pat Weaver auf im Mosaicproject’s Blog direkt aus Frankreich schreibt, wurde in der aktuellen Sitzung der ISO zum neuen internationalen Projektmanagement-Standard ISO 21500 nun ein gemeinsamer Entwurf zusammengestellt. In den kommenden Wochen werden u.a. Definitionen, Sprache und Übersetzbarkeit
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geprüft, danach geht ein “Editing Committee” noch einmal drüber, so dass dann die nationalen Standardisierungsorganisationen darüber abstimmen können. Damit soll nach 5 Jahren die “Reise” zum ersten internationalen PM-Standard voraussichtlich gegen Ende 2012 enden In Deutschland wird darüber der DIN e.V. abstimmen.

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