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H 6020 – Änderungen und Auswirkungen der neuen ÖNORM auf Lüftungsanlagen in OP-Einheiten

HFK E. Poßegger – KH Spittal a. d. Drau

A. ö. Krankenhaus Spittal a. d. Drau

Ohne sie könntest du nicht leben und dennoch kannst du sie normalerweise nicht schmecken, riechen, spüren oder sehen. Sie ist sprichwörtlich Luft für dich. Dennoch ist Luft kein Nichts.

und/oder Feuchtigkeitslast Befeuchtung Abtransport von Gerüchen In speziellen Bereichen als Schutz vor Infektionen .Wozu Raumlufttechnik? • • • • • Frischluftzufuhr Hoher Wärme.

Einfluss physikalischer Faktoren • Temperatur • Luftfeuchtigkeit • Luftgeschwindigkeit .

.... .aus arbeitsmedizinischer Sicht? • Sick Building Syndrom • Legionellose • Befeuchterlunge • ..

. (1987) – Multizenterstudie mit 8055 Hüft.und Knieendoprothesen • 19 Kliniken in Großbritanien und Schweden • Lüftungsanlagen – Körperabsaugung Antibiotikagabe • Begrenzt aussagekräftig ...Hinblick auf nosokomiale Infektionen? • Lidwell et al.

8% Keine RLT-Anlage RLT-Anlage Normale OP-Kleidung 1. 10) .6% 0. 1982.7% Ganz-KörperSchutzanzug mit Luftversorgung 0.4% 0.9% 0.Wundinfektionsrate OP-Bedingungen Wundinfektionsrate Ohne Antibiose Mit Antibiose 3.. S.1% RLT-Anlage (Quelle: Litwell et al.

AUSSER bei Operationen mit Implantation von Fremdkörpern • Kontamination des unmittelbaren OP...und Instrumentiertisches von Bedeutung • Luft in den angrenzenden Räumlichkeiten an den OP haben keine Bedeutung für die Entstehung von Wundinfektionen .Hinblick auf nosokomiale Infektionen? • Umfassende Literaturauswertung • Keine relevanten Daten – Luft als Erregerreservoir bei Operationen..

und Instrumentiertisches versorgen • Konzept der Turbulenzarmen Verdrängungsströmung (TAV) hat sich als wirksam erwiesen • Alle anderen Räume benötigen keine spezielle Raumlufttechnik .Fazit • Raumlufttechnische Anlagen sollen den Bereich des OP.

und Betriebskosten .Fazit Dementieren von „scheinbar“ hygienische Gründen • Weniger Technik in unkritischen Bereichen • Höherer Aufwand in kritischen Bereichen • Geringere Investitions.

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Instandhaltung. technische und hygienische Kontrollen) .ÖNORM H 6020:2007 • Ersetzt die ÖNORM H 6020-1 von 1999 (Lüftungstechnische Anlagen in Krankenanstalten – Projektierung. Errichtung und Kontrollen) • Ersetzt die ÖNORM H 6020-2 von 2001 (Lüftungstechnische Anlagen in Krankenanstalten – Betrieb.

NEUE ÖNORM H 6020 • Gilt für alle medizinisch genützten Räume – auch für Ordinationen • Neue Raumklasseneinteilung • Konzentriert sich auf den OP (TAV-Decke) • Kontrolle von einem technischen Sachverständigen und einen Sachverständigen für Hygiene .

ALTE Raumklassen • Raumklasse 1 • Raumklasse 2 • Raumklasse 3 • Raumklasse 4 NEUE .

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H2 ohne TAV • H2a und H2b unterscheiden sich in Luftmengen und technischen Details .Unterschiede • „H“ steht für HYGIENE • Filterstufen bei H1 und H2 gleich – Unterschied H1 mit TAV.

Stufe F7. Stufe F7. 3. zuvor Flusenabscheider • Beim Raum nach H4: 1. 2.Filterstufen • Beim Raum nach H1 und H2: 1. Stufe H13 und Abluft F6. Stufe F8 und Abluftstufe F6 . 2. Stufe F8.

Außenluftansaugung Unterkante 3 Meter über dem Bezugsniveau .

Fortluftaustritt • möglichst über Dach – vertikal ins Freie • Abstand von Außenluftansaugöffnung 20 m .

die mit Dampf befeuchten sind zu bevorzugen. da praktisch kein mikrobiologisch hygienisches Risiko besteht • Wenn anderer Befeuchtersysteme verwendet werden – mikrobiologisch – hygienisch gleichwertig – Gutachten vorzulegen .Luftbefeuchter • Geräte.

TAV-Decke (Turbulenzarme Verdrängungsströmung) .

Turbulenzarme Verdrängungsströmung • • • • Kreis Quadrat Rechteck und Achteck .

Turbulenzarme Verdrängungsströmung .

daher keimarm Mechanische Entfernung infektiöser Partikel Verdünnung der Luftpartikelkonzentration Regelung der Strömungsrichtung von Luft aufgrund von einstellbaren Druckgefällen .Wie schützt Luft vor Infektionen? • • • • Luft ist partikelarm.

2 m) eine gewisse Größe aufzuweisen • Ermittlung mittels der Partikelmessung • Rand der Schutzzone am Fußboden kenntlich machen .Turbulenzarme Verdrängungsströmung • Die Schutzzone hat. bezogen auf die Arbeitshöhe (1.

sondern auch das steril gekleidete OP-Team und die Instrumentiertische während der Operation in der Schutzzone befinden.Schutzzone Es muss sicher gestellt sein. . dass nicht nur der OP-Tisch.

.Druckniveau Es muss ein Überdruck im Operationssaal gegenüber den Operationsnebenräumen herrschen.

Flusenabscheider .

Hygieneüberprüfungen • Möglichst viel durch den Techniker • Implementierung des Hygieneteams zur Beurteilung der hygienischen Gegebenheiten nach technischen Kontrollen • Externen Gutachter beiziehen • Dokumentation .

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Raumluft ist wie Wasser ein Lebensmittel! .

Fokus auf das Wesentliche! .

Miteinbeziehen des Hygieneteams von „BEGINN AN“ ist maßgeblich für die Qualitätssicherung! .

.b.m.com .technisches Gerätemanagement Abfallwirtschaft KH Spittal/Drau Ges. Tel: 04762 622 7703 Fax: 04762 622 270 mailto:hygiene@khspittal.H.Danke für die Aufmerksamkeit! DGKS Elke Poßegger Hygienefachkraft med.